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COBURGER – Das Magazin #28

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Nr. 28 | August 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


BILDERSTRECKE

Dieses mal mit Fotos

von Martin Rehm. 20

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 28 | AUGUST 2018

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

66 BUCHEMPFEHLUNG

67 THEATERVORSCHAU

84 SCHATZSUCHE

86 IN EIGENER SACHE

88 MONACO FRANKE

89 AUF EIN WORT

90 DAS LETZTE

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM PORR

MARTIN REHM

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

MARINA ABRAMOVA

12 HOFBERICHT

Der 7. Coburger Medienpreis

16

20

28

34

ALLES VERLOREN

Wenn die Finanzanlage floppt

MENSCHEN BEI IHRER ARBEIT

Made in Franken

SONDERTHEMA QUALITÄT

Wann ist Gutes gut?

AUS MICHELAU NACH HAWAII

Der erfolgreiche Triathlet Andi Dreitz

38 MACHER

Dieses Mal Frank Brückner

44

60

EHRUNG FÜR EINEN GANZ GROSSEN

Der Coburger Friedrich Rückert gesungen auf CD

HIER WOHNTE...

…Coburgs erster Zeitungsverleger

76 GALERIE

Aquarelle

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


HIER WOHNTE …

Coburgs erster

Zeitungsverleger 60

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Alte Freunde waren kürzlich zu Besuch, alte Freunde im Sinne der vielen Jahre, die man

sich kennt, nicht im Sinne ihres Lebensalters, ob nun ihres echten, ihres gefühlten oder

ihres optischen, jedenfalls war sich jeder von uns auch zehn Jahre nach unserem letzten

Wiedersehen noch so ähnlich, dass wir uns gleich wiedererkannt haben beim alljährlichen

Sightseeing im vielen Tausend Menschen umfassenden Malstrom rund ums Rondell beim

Schlossplatzfest, so schlecht kann also mein äußerlicher Zustand gar nicht sein, freute

sich jeder von uns still in sich hinein, bevor wir mit dem einen oder anderen Getränk und

der einen oder anderen Zigarette unseren Alterungsprozess wohl – rein medizinisch –

etwas beschleunigt haben dürften.

Die Medizin aber war uns an diesem Abend ziemlich egal. Es war einfach ein guter Abend mit guten Freunden.

Ist damit die Frage unseres Sonderthemas „Qualität – wann ist Gutes gut?“ schon allumfassend beantwortet?

Gut ist etwas dann, wenn man es als gut bewertet? Natürlich nicht, sonst würden nicht Heerscharen von

Managern, Handwerkern, Unternehmern, Wissenschaftlern und Philosophen seit Jahrtausenden Jagd auf die

beste Qualität und deren Definition machen. Klar aber ist: Qualität ist messbar. Und man kann viel über sie

schreiben. Das tun wir auf über sechs Seiten.

Oder kommt Qualität vielleicht doch von Quälen? Das nämlich muss man manchmal, wenn man erfolgreich

sein will – so wie Andi Dreitz aus Michelau. Er nimmt in diesem Jahr zum ersten Mal am Ironman in Hawaii

teil. Wir stellen den Triathleten vor. Auch für den großen Coburger Gelehrten Friedrich Rückert war das Leben

wohl oft genug eine Quälerei. Jetzt erfährt er eine musikalische Ehrung – es war höchste Zeit. Wir erzählen die

ganze Geschichte, ebenso wie die vom Dornheim-Gebäude in der Steingasse, das – sorry, ist platt, muss aber

sein – über viele Jahre und Jahrzehnte ein Dorn im Auge war, jetzt dasselbe aber feucht werden lässt, so schön

ist es geworden dank der Sanierung, wie unsere Bilder in der Rubrik „Hier wohnte“ eindrucksvoll zeigen.

Und dann legen wir Ihnen noch unsere Urlaubslektüren ans Herz, entweder unseren Buchtipp der Buchhandlung

Riemann oder oder – für alle, die sich die Zeit am Strand lieber mit schönen Bildern vertreiben – die

Bilderstrecke mit Fotografien des Neu-Coburgers Martin Rehm. Viel Spaß beim Anschauen.

So, jetzt sind Sie dran.

Wolfram Hegen

P.S. Wir sind mal eben auch ein bisschen weg. Bis bald.

P.P.S. Schönen Urlaub

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


INHALT

16

ALLES VERLOREN

Wenn die Finanzanlage floppt

28

SONDERTHEMA QUALITÄT

44

LOBLIED

Wann ist Gutes gut?

Auf einen Coburger

20

MENSCHEN BEI IHRER ARBEIT

Bilder von Martin Rehm

48

BEI DER HITZE

Sportarten für den Sommer

46

DER FRUCHTKÖNIG

Idee & Umsetzung

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

Wir beantworten jetzt einmal die Frage, was der Karneval eigentlich

mit Veranstaltungen in und um Coburg zu tun hat, zumal

noch im Hochsommer und Frühherbst. Die Antwort ist einfach:

Nichts. Der Titel „Dreigestirn“ nämlich ist der närrischen Zeit

nur entliehen, klingt aber so schön nach drei leuchtenden Sternen

am Firmament, dass er uns seit einiger Zeit als Titel für ganz

besondere Eventtipps dient, die uns aus endlosen dunklen Weiten

anfunkeln, andere Himmelskörper überstrahlen, nicht weil

MUSIK VERBINDET

FESTIVAL JUNGER KÜNSTLER ZU GAST

Es findet 2018 bereits zum 68. Mal statt – das Festival junger Künstler in

Bayreuth. Parallel zu den Bayreuther Festspielen proben, üben, komponieren und

konzertieren wieder junge Musiker aus aller Welt – und sie statten der gesamten

Region Besuche ab. So wie am Samstag, den 18. August in Neustadt bei Coburg.

Sängersolisten, Streichorchester, Jazz-Combo und arabische Musiker laden dann

zu einem festlichen Sommerkonzert mit dem Titel „Sodom & Gomorrha“ ein,

das Treffen nämlich steht in diesem Jahr unter dem Thema „Roots to the Future.

Reloaded“. Ein spannendes musikalisches Experiment ist zu erwarten, werden

doch Passionsmusiken von Johann Sebastian Bach kombiniert mit Musik des

jüdischen Komponisten Kurt Weill, wird doch die Passion Christi verglichen

mit der Passion der arabischen Menschen in der Welt. Das Konzert mahnt, ruft

zur Besinnung und begeistert mit einzigartigen Werken europäischer Musik

und herausragenden Künstlern. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Dr.

Vladimir Ivanoff aus Bulgarien und den Dirigenten Cristian Sandu aus Rumänien,

Fadia el-Hage aus dem Libanon und Rebal Alkhodari aus Syrien werden die

durchwegs jungen Künstlerinnen und Künstler an diesem Abend Kostproben

ihres Könnens geben.

sie größer sind, sondern ein wenig edler, einzigartiger vielleicht.

Daher auch hier wieder drei Ideen zur Freizeitgestaltung abseits

der üblichen Sommertätigkeiten wie balkonieren, biergartenieren,

urlaubieren und abseits der großen Himmelskörper wie den

Open-Airs auf dem Schlossplatz, dem Klößmarkt oder der Museumsnacht.

Wir also schreiben das Jahr 2018, Sternenzeit Mitte

August bis Ende September, das sind die möglichen Abenteuer

Ihres ganz persönlichen Raumschiffs.

ACHTUNG SATIRE

DER POSTILLON JETZT AUF DER BÜHNE

Facebook down, Internet lahmt, Computer kaputt? Kein Problem! Jetzt auch

offline: Nach 172 Jahren kommen die „ehrlichen, unabhängigen und schnellen“

Nachrichten des Internetmagazins „Der Postillon“ endlich auf die Bühne. Seit

Oktober 2017 tourt die Liveshow quer durch ganz Deutschland. Auf die Zuschauer

warten die besten und erfolgreichsten Meldungen der Satireseite, die sich mit mehr

als 2,5 Millionen Facebook-Fans im Netz großer Beliebtheit erfreut. Laut Postillon-

Gründer Stefan Sichermann freue man sich, „nun auch dem internetfernen

Publikum das Geld aus der Tasche zu ziehen und dem Ziel der Weltherrschaft

ein Stück näher zu kommen“. Durch das Programm führen Anne Rothäuser und

Thieß Neubert, die Originalsprecher der Postillon-Video- und Radionachrichten.

Mal spitzfindig, mal plakativ werden dabei Trump, Elbphilharmonie, AfD und

Co. durch den Kakao gezogen. Neben dem humorvollen und mitunter bösen

Blick auf Politik und Gesellschaft präsentiert die Show im Stil der Tagesschau

irrwitzige Studien, Videoclips, die beliebten Newsticker-Wortspiele und weitere

Überraschungen.

Bild: www.rebalalkhodari.com

Bild: www.der-postillon-live.com

Wann Wo Wie:

Samstag, 18. August 2018 um 20 Uhr

in der kultur.werk.stadt Neustadt

Wann Wo Wie:

Sonntag, 15. September um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten

www.eventim.de

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


DREIGESTIRN

DER MANN AUS DEM FERNSEHEN

ES IST NUR NUHR

Nuhr hier, nur heute – so der Titel des aktuellen Programms von Dieter Nuhr. Der tiefenentspannte Komiker

marschiert eloquent und faktensicher kreuz und quer durchs Weltgeschehen, erklärt das Dasein, die

menschliche Psyche und die Lächerlichkeit unserer Empörungsroutine. Nuhr trägt nicht die kabarettübliche

Depression zur Schau, sondern geht mit seinen Gedanken immer einen Schritt weiter, meist noch um die

Ecke. Nuhr ist der Beweis: Es gibt einen Humor, der sich der Oberflächlichkeit verweigert und trotzdem Spaß

macht. Dieter Nuhr ist der intelligenteste und vielleicht vielseitigste Denker auf deutschen Comedybühnen. Er

ist Träger des IQ-Preises der Vereinigung der Hochbegabten, hat zahlreiche Deutsche Comedypreise erhalten

und darf sich staatlich anerkannter Fahrtenschwimmer nennen. Leider ist er weder Nobelpreisträger, noch

Weltmeister im Pfahlsitzen. Aber wie lang noch? Bei ihm weiß man nie, was als Nächstes kommt. In „Nuhr

hier, nur heute“ gibt Dieter Nuhr alle der Lächerlichkeit preis, die die Welt mit primitiven Ideen beglücken

wollen: Ideologen, Populisten und sonstige Heilsprediger. Nuhr entzieht ihnen durch die Kraft des Humors

die gedankliche Geschäftsgrundlage.

Bild: www.der-postillon-live.com

die Grillmeister-Teams 2018

sucht

aus der Genussregion Coburger Land

Es gelten die Wettkampfregeln der German Barbecue Association GBA e.V.

Teamgröße: zwei bis max. sechs Personen.

Anmeldung bis 6. August 2018 – Keine Anmeldegebühr.

Weitere Infos unter www.grillmeisterschaft-bad-rodach.de

Wann Wo Wie:

Donnerstag, 27. September um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten

www.eventim.de

Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Astronauten, Kosmonauten, Schlaflose, Himmelsanbeter

und sonstige Haus-und-Hof-Flüchtige:

▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download

▶ coburg.de/veranstaltungen

▶ www.facebook.com/Sonderbar.Coburg/

▶ landestheater-coburg.de

▶ coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ leise-am-markt.de

▶ gocoburg.de/veranstaltungen

▶ huk-coburg-arena.de/veranstaltungen.html

▶ agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen

▶ konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur

▶ vsbamberg.de/events.cfm

Ich sinnlose so vor mich hin – habt Freude dabei.

BAD RODACH

Gegrillt werden vier Gänge, davon drei mit einem Warenkorb der Genussregion

Coburger Land.

Als Preise winken Genusskörbe im Wert von 100 EUR, 75 EUR und 50 EUR

sowie Wohlfühl-Zeit in der ThermeNatur Bad Rodach.

Sonntag, 26. August 2018, ab 11 Uhr

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

IHR HABT DIE WAHL

Im Oktober ist Landtagswahl. Wenige Wochen davor dürften Stadt

und Landkreis Coburg wieder voll plakatiert werden. Meistens

lohnt sich kein Blick auf die immergleichen Botschaften unter

immergleichen Gesichtern entlang der Straßen auf immergleichen

Plakatwänden, Stromkästen, Bretterverschlägen. Wir haben daher

zwei Ideen für Wahlplakate, die auffallen würden.

IHR HABT PECH

Selten war das Wetter so schön wie in diesem Jahr beim Klassik open-air in Coburg mit dem

Philharmonischen Orchester des Landestheaters. Musikalisch war der Abend eine Hommage an

Leonard Bernstein zu dessen 100. Geburtstag. Eingebunden war er zudem in das erste Coburger

Stadtfest. Es war also alles perfekt – fast: Die Klänge des von Generalmusikdirektor Roland

Kluttig geleiteten Orchesters drangen nämlich nicht in voller akustischer Pracht, sondern eher

sehr leise, bis in die letzten Reihen vor. Das war schon mal anders. Und das, obwohl in den

hinteren Reihen so viele Menschen auf Decken und Stühlen saßen und lagen wie selten zuvor.

IHR HABT NICHT ALLES GESEHEN

Im letzten COBURGER zeigten wir in unserem Hofbericht Bilder

von der Eröffnung der Coburger Designtage. Berechtigterweise

erreichte uns danach eine Beschwerde von Junge-Coburger-

Stadtrat Maximilian Forkel, dass wir ein Bild so bearbeitet hätten,

so dass er nicht mehr zu sehen gewesen sei. Das ist richtig und das

tut uns leid. Hier also noch einmal das komplette Bild. Wir hatten es

am rechten Rand abgeschnitten.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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DER HOFBERICHT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir

HOFBERICHT

eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen

wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Verleihung des

7. Coburger Medienpreises in der HUK-Coburg auf der Bertelsdorfer

Höhe.

Abschlussbild mit Preisträgern, Künstlern, Veranstaltern und Juroren

Thomas Apfel, Medienclub Coburg und Moderator Jan Hofer, ARD

Preisträger Matthias Walter und Julia Albrecht von RTL2 und Jurorin Melanie Huml

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


DER HOFBERICHT

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


DER HOFBERICHT

Hendrik Steffens, Fotograf, mit Olga Kolomiiets und Theresa Wüstefeld

Uli Präcklein, Fotografin

Perfektes Ambiente: Außenterrasse der HUK-Coburg

Andreas Leopoldt Schadt, Schauspieler und Juror

Comedian Marius Jung aus Köln

Frederik Leberle, Landestheater Coburg

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


DER HOFBERICHT

Coburgs Alt-OB Norbert Kastner mit Neustadts OB Frank Rebhan

Dmytro Shevchenko, ukrainischer Konsul

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iTVCoburg - mehr als Fernsehen.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


PRIVATE ALTERSVORSORGE

VON WOLFRAM PORR

Alles

VERLOREN

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


ALLES VERLOREN

AUCH PROMIS

GEHEN IN DIE FALLE

Sind Sie Fußballfan? Dann kennen Sie vielleicht

noch Martin Schneider. Der Unterfranke brachte

es auf insgesamt 379 Bundesligaspiele für den 1. FC

Nürnberg, Borussia Mönchengladbach und den MSV

Duisburg. Zwar gehörte er in seinen jeweiligen Klubs

nicht zu den absoluten Topverdienern. Trotzdem

hat Schneider in seiner Sportlerkarriere so viel

verdient, dass er locker davon leben können müsste.

Müsste! Denn Schneider ging einem Anlageberater

auf den Leim, der ihm wertlose Immobilienfonds

aufschwatzte. Das Versprechen, mit Wohnungen in

den neuen Bundesländern Steuern zu sparen und

hohe Renditen zu kassieren, war zu verlockend –

und nicht nur für ihn. Etliche Fußballer und andere

Promis tappten in eine ähnliche Falle.

DSCHUNGELCAMP GEHT

NICHT FÜR ALLE

Mehr als 200 Spieler, Trainer und Funktionäre

waren schon lange vor den Steuersparmodellen

mit Ostimmobilien seinerzeit an sogenannten

Bauherrenmodellen beteiligt, in dem ein Bauherr

eine Immobilie kauft, die ein anderer bauen lässt.

Die Erträge, so der Plan, sollten dann von der Steuer

abgesetzt werden. In vielen Fällen kamen aber keine

Erträge, manche Häuser wurden gar nicht erst gebaut.

Die Bauherren blieben auf den Kosten sitzen, darunter

auch prominentere Spieler als Schneider. Einige

seiner Kollegen schlagen sich mehr schlecht als recht

durchs Leben, wieder andere wie Erwin Kostedde

oder der frühere Nationaltorwart Eike Immel sind tief

gefallen. Anders als Promis, die sich ein paar Kröten

im Dschungelcamp dazuverdienen können, hat Otto

Normalverbraucher diese Möglichkeit nicht.

Wer sich nicht auf die staatliche Rente verlassen will, der tut gut daran,

privat fürs Alter vorzusorgen. Doch wo viel Rendite versprochen wird, da

lauern in der Regel auch Risiken. Nicht selten geraten gutgläubige Sparer

an unseriöse Anbieter oder lassen sich auf eine riskante Geldanlage ein

und stehen am Ende mit leeren Händen da.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


ALLES VERLOREN

ALTERSARMUT

DROHT

Das Beispiel zeigt: Es kann jeden treffen. Unterdessen

steigt die Notwendigkeit, fürs Alter vorzusorgen. Die

Renten steigen zwar stetig, jedoch langsamer als die

Gehälter. Deshalb und weil die Gesellschaft altert

und daher weniger Menschen in die Rentenkasse

einzahlen, sinkt das Rentenniveau. Im Jahr 2000 lag

es mit 52,9 Prozent noch rund fünf Prozentpunkte

über dem heutigen Wert, der sich auf knapp 48

Prozent beläuft. Laut Bundesregierung wird das

Rentenniveau trotz aller Bemühungen bis zum

Jahr 2030 auf nur noch 44,3 Prozent sinken. Im

Alterssicherungsbericht 2016 warnte die Regierung,

dass das Versorgungsniveau der Rentner „ohne

zusätzliche Altersvorsorge in den kommenden Jahren

deutlich zurückgehen“ werde. Vor allem Menschen,

die wenig verdienen, drohe Altersarmut.

UNABHÄNGIGE

BERATUNG

Angesichts dieser düsteren Aussichten hat die private

Altersvorsorge eine immer größere Bedeutung.

Unzählige Unternehmen bieten eine schier

unüberschaubare Anzahl von Produkten an. Wer

sich nicht gut auskennt, tut sich schwer, die richtige

Auswahl zu treffen. Deshalb der wichtigste Tipp: Hilfe

holen, beraten lassen. Allerdings sollte man schon

bei der Wahl des Beraters genau hinschauen, denn

viele Berater arbeiten auf Provisionsbasis, haben also

einen Interessenskonflikt und sind deshalb eben nicht

unabhängig. Selbst bekannte Banken empfehlen

immer noch am liebsten die eigenen Produkte,

obwohl andere vielleicht passender wären. Hier

kommen der Verbraucherzentrale Bundesverband

(vzbv) bzw. die Verbraucherzentralen der Länder

ins Spiel. Sie bieten unabhängige Beratungen an

und informieren auf ihren Webseiten, wo sie auch

regelmäßig Pressemitteilungen veröffentlichen und

wertvolle Tipps geben.

ACHT WICHTIGE TIPPS ZUR ALTERSVORSORGE

Achten Sie darauf, dass die Laufzeit Ihres

Sparvertrags richtig bemessen ist. Legen Sie Ihr Geld

so an, dass Sie immer darüber verfügen können, wenn

Sie es brauchen. Verzichten Sie auf Anlageformen,

bei denen Ihr Geld über Jahrzehnte fest gebunden ist.

Für die Verwaltung Ihres Geldes verlangen

die Geldinstitute oft ein Entgelt in Form von

Kontoführungsgebühren, Depotkosten, Ausgabeaufschlägen,

Verwaltungskosten oder Provisionen.

Das kann Ihre Rendite schmälern. Deshalb der Tipp:

Vergleichen Sie und achten Sie auf versteckte Kosten!

Einsteiger sollten die Finger von komplizierten

Finanzprodukten lassen, die nicht selten mit

Risiko behaftet sind. Sichere Bundesanleihen

oder Bundesschatzbriefe sind ein guter Einstieg

in die Finanzwelt. Gebühren sparen können Sie,

indem Sie die Bundesschatzbriefe direkt bei der

Bundesfinanzagentur erwerben.

Eine sichere Geldanlage wie Festgeld oder Sparbrief

ist grundsätzlich besser für die Altersvorsorge geeignet

als Kapitallebens- und private Rentenversicherungen.

Die beiden letzteren haben viel zu lange Laufzeiten,

das Abbruchrisiko ist hoch und die Rendite mager.

Ein hoher Anteil Ihres sauer Ersparten geht außerdem

für (versteckte) Verwaltungskosten drauf.

Nur wenn Sie bereits eine größere Summe sicher

angelegt haben und das Risiko nicht scheuen,

kommen auch Aktienfonds mit der Option auf eine

höhere Rendite als Sparform in Betracht.

Verteilen Sie Ihr Geld auf unterschiedliche

Vermögensarten (Staatsanleihen, Aktien, Festgeld,

Investmentfonds, Immobilienfonds oder Tagesgeld)!

Das mindert das Verlustrisiko und erhöht die Chancen

auf mehr Ertrag.

Auch ein Immobilienkauf oder der Abschluss

einer Riester-Rente kann unter bestimmten

Voraussetzungen sinnvoll sein. Aber auch hier gilt:

Erst informieren, dann abschließen!

Glauben Sie niemandem, der Ihnen hohe Renditen

oder Steuervorteile ins Blaue hinein verspricht. Hohe

Renditen gibt es nur im Doppelpack mit einem hohen

Verlustrisiko. Und viele Anlageberater locken ihre

Opfer mit angeblichen Steuervorteilen ins finanzielle

Verderben.

Übrigens: Martin Schneider führt inzwischen ein

normales Leben. Von den Fußballer-Millionen ist

zwar nichts übrig. Doch der heute 49-Jährige hat

ein Restaurant und arbeitet als Trainer bei seinem

Heimatverein, dem TSV Gerbrunn, in der Kreisklasse.

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


TIPPS FÜR DIE GELDANLAGE

Gesponserter Beitrag

RENTE

FUTSCH

Wenn die Geldanlage floppt

Ein sicherer Job, Familie, ein Haus – für viele Menschen bildet dieser Dreiklang die Grundlage für

ein erfülltes Leben. Und dann in der Rente noch genug Zeit und Geld für die schönen Dinge, Urlaub,

Konzerte, ein schickes Auto, das Hobby, den Garten, die Enkelkinder. Deswegen legen viele Bürger

Zeit ihres Lebens den einen oder anderen Euro an, möglichst gut verzinst, möglichst mit satten

Gewinnen, damit die erhoffte Geldquelle im letzten Lebensdrittel sprudeln kann. Doch allzu oft

entpuppt sich der Geldstrom als schmales Rinnsal, bleibt nur die magere gesetzliche Rente. Viele

Menschen sind heute daher zunehmend verunsichert, wissen nicht, wem man vertrauen kann. Ein

paar Tipps für die eigene Geldanlage von Eva Grabolus, Rechtsanwältin in der Coburger Kanzlei

Hörnlein & Feyler.

Immer wieder hat sie Menschen vor sich sitzen,

die ihren Rat suchen, die Geld verloren haben, die

erfolglos auf versprochene Gewinne warten. Los

ging die Verunsicherung schon in den 1990er Jahren,

erinnert sich Frau Grabolus. Damals hat sich der

Kapitalmarkt geöffnet, ganz normale Menschen

konnten plötzlich Fondsbeteiligungen erwerben,

an Schiffen, Solartechnologie, Immobilien, Filmen.

Normale Geschäftsbanken witterten das große

Geschäft, überzeugten Kunden von vermeintlich

lukrativen Geschäften. Dann kam 2008, der

Bankencrash. Viel Geld ist vernichtet worden,

Anlagen waren wert- und viele einfache Bankkunden

ratlos: Was tue ich mit meinem Geld?

dem Kauf eines Anteils zum Unternehmer werden.

„Natürlich hat man dadurch Chancen auf gute

Gewinne, aber eben auch alle Risiken.“ Und die

können schmerzhaft sein: Manchmal ist nicht nur

das angelegte Geld weg, sondern man muss auch

noch Geld nachschießen, manchmal gibt es einen

Passus im Vertrag, dass die Ausschüttungen nur als

Darlehen gelten, später aber zurückgezahlt werden

müssen, wenn der Fonds wirtschaftliche Probleme

hat. Leider kämen, so sagt sie, vermeintlich geprellte

Anlieger erst dann zu ihr. „Natürlich sollte man sich

bei Fondsbeteiligungen aber auf jeden Fall vorher

rechtlich beraten lassen, wenn man sie überhaupt in

Erwägung zieht.“

einem Vorgehen sollten sofort die Alarmglocken

schrillen.“ Dann lieber das Geld sicher anlegen,

ohne Verlustrisiko, wenn auch zurzeit keine

oder keine großen Gewinnspannen winken: In

Lebensversicherungen auf Kapital- oder Rentenbasis

zum Beispiel, in Staatsanleihen, oder, wenn

denn mehr Gewinne drin sein sollen, Aktien, die

unterliegen zumindest einer Bankenaufsicht.

Eva Grabolus ist in der Kanzlei

Hörnlein & Feyler unter anderem auf

Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert.

„Auf jeden Fall die Finger weg von Fonds“, sagt

Eva Grabolus, „außer, man hat Geld übrig.“ Im

Fondsgeschäft nämlich gibt es keine Bankenaufsicht.

Vielen Anlegern sei aber nicht bewusst, dass sie mit

Generell warnt sie vor rechtlich fragwürdigen

Verkäufermaschen: Angst vor Geldverlust schüren,

bestehende Verträge schlechtreden und dann

zu riskanten Geldanlagen überreden. „Bei so

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


MENSCHEN BEI IHRER ARBEIT

Aus der Serie „Made in Franken“ von Martin Rehm.

www.martinrehm.com

20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 21


22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 25


26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


SONDERTHEMA QUALITÄT

Wann ist Gutes gut?

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


WANN IST GUTES GUT

DIESER TEXT BESTEHT AUS BUCHSTABEN.DIESE

SETZEN SICH ZU WORTEN ZUSAMMEN. ZWISCHEN

DEN WORTEN SIND LEERE PLÄTZE, UM ENDE UND

ANFANG VON WORTEN ERKENNBAR ZU MACHEN.

MANCHMAL BEFINDEN SICH AM ENDE VON WORTEN

AUCH SATZZEICHEN, UM NEBENSÄTZE ODER

SATZENDEN ZU MARKIEREN. BUCHSTABEN, SÄTZE

UND WORTE SIND IN EINER SCHRIFT GESCHRIEBEN,

IN EINEM MAGAZIN WIE DIESEM IN ALLER REGEL

IN EINER MASCHINELL ERZEUGTEN, MAN KÖNNTE

ABER AUCH SCHREIBSCHRIFT EINSETZEN, JE NACH

SCHRIFTTYP SIND BUCHSTABEN MAL DICK, MAL

DÜNN, SCHMAL, BREIT, HABEN KLEINE ODER GROSSE

ABSTÄNDE, SIND KLEIN, MITTEL ODER GROSS, FETT

ODER KURSIV GESCHRIEBEN, UM HERVORZUHEBEN, ZU

STRUKTURIEREN. BUCHSTABEN, SÄTZE UND WORTE

WERDEN IN ZEILEN VERFASST, LANGE ODER KURZE,

DIE SICH ZU ABSÄTZEN SUMMIEREN. ZWISCHEN

DIESEN ABSÄTZEN SIND AUCH WIEDER ABSTÄNDE

ODER ZWISCHENZEILEN. DIE ABSÄTZE KÖNNEN IM

BLOCKSATZ, LINKS- ODER RECHTSBÜNDIG VERFASST

WERDEN.DAS ALLES SIND QUALITÄTSKRITERIEN

EINES TEXTES. SIE BESCHREIBEN IHN. UM DANN

ZU BEWERTEN, OB DER TEXT EINE GUTE QUALITÄT

HAT, MÜSSEN WIR DIESE KRITERIEN AN DER

WICHTIGSTEN ANFORDERUNG AN EINEN TEXT

MESSEN: DER LESBARKEIT. KONNTEN SIE DIESEN

TEXT LESEN? DANN WAR ES EIN GUTER TEXT.

KONNTEN SIE IHN NICHT LESEN? DANN WAR ES EIN

SCHLECHTER TEXT. ES WAR EIN SCHLECHTER TEXT.

Dieser Text besteht aus Buchstaben. Diese setzen sich zu Worten zusammen. Zwischen den

Worten sind leere Plätze, um Ende und Anfang von Worten erkennbar zu machen. Manchmal

befinden sich am Ende von Worten auch Satzzeichen, um Nebensätze oder Satzenden zu

markieren.

Buchstaben, Sätze und Worte sind in einer Schrift geschrieben, in einem Magazin wie diesem

in aller Regel in einer maschinell erzeugten, man könnte aber auch Schreibschrift einsetzen,

je nach Schrifttyp sind Buchstaben mal dick, mal dünn, schmal, breit, haben kleine oder große

Abstände, sind klein, mittel oder groß, fett oder kursiv geschrieben, um hervorzuheben, zu

strukturieren.

Buchstaben, Sätze und Worte werden in Zeilen verfasst, lange oder kurze, die sich zu Absätzen

summieren. Zwischen diesen Absätzen sind auch wieder Abstände oder Zwischenzeilen. Die

Absätze können im Blocksatz, links- oder rechtsbündig verfasst werden.

Das alles sind Qualitätskriterien eines Textes. Sie beschreiben ihn.

Um dann zu bewerten, ob der Text eine gute Qualität hat, müssen wir diese Kriterien an der

wichtigsten Anforderung an einen Text messen: der Lesbarkeit.

Konnten Sie ihn nicht lesen? Dann war es ein schlechter Text.

Konnten Sie diesen Text lesen? Dann war es ein guter Text.

Es war ein guter Text.

Ob er ihnen gefällt, spielt keine Rolle.

(Und den schlechten Text verkaufen wir als Kunst …)

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


Gesponserter Beitrag

ROBERTO BAUER

Qualitätssteckbrief

Roberto Bauer

Funktion:

Inhaber von ROB - Roberto Bauer

Herrenmoden im Stadttor in Lichtenfels

„Qualität ist die Summe vieler Details und Ergebnis unserer

unternehmerischen Ziele. Diese sind entscheidend für die Qualität

unserer täglichen Arbeit und damit für die Qualität unserer Zukunft.

Unternehmerische Grundsätze und eine Firmenphilosophie geben

den Rahmen, nach denen wir arbeiten und erfolgreich sind.“

„Unser Anspruch ist es, sich durch maximale Qualität bei Stoffen,

bei der Produktion ausschließlich in europäischen Manufakturen,

bei der Beratung und beim Service vom Wettbewerb zu

unterscheiden.“

„Qualität plus Service plus Kompetenz plus Spaß ist Erfolg.“

„Zur Qualitätssicherung gehört tägliche gelebte Demut. Erfolg

ist vergänglich und muss Tag für Tag neu erarbeitet werden.

Dazu gehört, dass man sich immer wieder hinterfragt, dass man

neugierig bleibt, dass man sich an den Besten orientiert und

damit selbst Orientierung geben kann, gefragt ist in der Branche,

wenn es um Qualität und Mode geht. Dass dem so ist, ist Beleg für

unseren Anspruch, aber eben auch Verpflichtung für die Zukunft.“

„Mode ist ein Stück Lebensqualität. Und die Lust auf diese Form

der Lebensqualität wird immer größer. Mode wird sich dabei zwar

immer verändern, der Anspruch an Stil und Qualität aber werden

immer bleiben.“

Bamberger Straße 2

96215 Lichtenfels

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 10.00 Uhr - 19.00 Uhr

Samstag:

9.00 Uhr - 15.00 Uhr

oder nach Vereinbarung

Kontakt:

Telefon: 09571 42 55

E-Mail: info@robertobauer.de

www.robertobauer.de

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


OTTO HAUCH

Gesponserter Beitrag

Qualitätssteckbrief

Max Beyersdorf

Funktion

Geschäftsführender Gesellschafter

Bauunternehmung Otto Hauch Coburg

„Qualität steht bei uns für Mehrwert für den Kunden. Es geht es um

den Anspruch, aus jeder Situation das Beste herauszuholen. Das

betrifft viele Facetten: Umgangsformen, Strukturen, Produkte,

Prozesse, Ideen, Kreativität, in allem steckt eine Qualität.

Zufriedenheit reicht mir nicht, das ist mir zu langweilig, das führt

zu nichts; mir geht es um Begeisterung.“

„Servicequalität heißt bei uns vor allem, sich immer dem Moment

zu widmen, sich nicht ablenken zu lassen, nur für das Gegenüber,

den Mitarbeiter, den Kunden da zu sein. Nur dann kann man sich

auf ihn einlassen, kann gemeinsame Ziele formulieren, kann Ideen

entwickeln, in die Tiefe gehen. Servicequalität heißt, wenn man so

will, also vor allem, dem Anderen Zeit zu schenken.“

„Wohnqualität ist ganz individuell. Lieber einen offenen und

lichtdurchfluteten Raum? Oder kleine dunkle Zimmer? Das hängt

ganz vom Gegenüber ab, von seinen Wünschen, von der Nutzung,

von den Möglichkeiten, von den Materialien.“

„Qualitätssicherung geht nur über Kommunikation. Eine

Zielsetzung muss klar und eindeutig formuliert und kommuniziert

werden. Dazu muss man Verantwortung übernehmen. Angst vor

Verantwortung ist ein Qualitätszerstörer.“

„Lebensqualität ist für mich ein Umfeld, das geprägt ist durch

Zusammenarbeit, durch ein Miteinander von gleichschwingenden,

kreativen Menschen, die eine gemeinsame Zielsetzung in eine

Richtung verbindet. Dann ist alles möglich. Dann kann man

alles schaffen. Dann gibt es keine Trennung von Privat- und

Berufsleben. Dann empfindet man das Leben in seiner Gesamtheit

als Erfüllung, vor allem den fließenden Übergang von Beruf und

Freizeit, wie einmal ein Dozent von mir den idealen Zustand der

Selbständigkeit beschrieben hat.“

www.otto-hauch.com

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


Gesponserter Beitrag

IHK

„Made in Coburg“ soll Qualitätsversprechen bleiben

Ein Statement der IHK zu Coburg

„Made in Coburg“ hat einen

exzellenten Ruf, Produkte und

Dienstleistungen aus unserem

Wirtschaftsraum sind weltweit

gefragt. Doch der Erfolg lässt

sich nicht einfach in die Zukunft

fortschreiben – „Wer aufhört,

besser zu werden, hat aufgehört,

gut zu sein“ (Philip Rosenthal).

Die Qualität unseres prosperierenden, bayernund

deutschlandweit herausragend starken

Standortes spiegelt sich beispielsweise im

IW-Regionalranking 2018 wider. Bei Gesamtbewertung

von Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt

und Lebensqualität belegt die Stadt Coburg Platz

14 aller 401 deutschen kreisfreien Städte und

Landkreise – unser Landkreis kommt auf Platz 242.

Bei Einzelbetrachtung der Wirtschaftsstruktur,

gemessen an Gewerbesaldo, Steuerkraft,

Gewerbesteuerhebesätzen und Wissensintensiven

Dienstleistungen liegt Coburg sogar auf Platz 3.

„Die auf den ersten Blick positiven Zahlen decken

bei genauerer Betrachtung hohen Handlungsbedarf

auf, wenn wir nicht zurückfallen wollen“, betont

IHK-Präsident Friedrich Herdan. So gibt es leider

gegenwärtig mehr Gewerbeab- als -anmeldungen,

auf dem regionalen Arbeitsmarkt zeigt sich eine

Überalterung der Beschäftigten. Bedenklich

ist auch die Entwicklung der wirtschaftlichen

Dynamik: Ausgehend von unserem hohen Niveau

ist unser Standort heute weniger dynamisch

als andere Regionen. „Eine fatale Entwicklung

angesichts der Geschwindigkeit, mit der die

Digitalisierung mehr und mehr Bereiche in

Wirtschaft und Gesellschaft erfasst“, so Herdan.

Digitale Technologien und Geschäftsmodelle

eröffnen Coburger Betrieben neue Möglichkeiten,

im Wettbewerb auch künftig „besser“ zu sein. Doch

die Digitalisierung stellt gerade die kleineren und

mittelständischen Unternehmen vor besondere

Herausforderungen.„Für die Zukunftsfähigkeit

unseres Standortes im globalen und zunehmend

digitalisierten Wettbewerb brauchen wir einen

strategischen Transferansatz, der sich an den

Bedürfnissen unserer Betriebe ausrichtet, aber

auch Freiraum für Innovationen bietet“, erläutert

Friedrich Herdan. Die IHK zu Coburg verfolgt

deshalb das Ziel, unseren Wirtschaftsraum

als Sonderwirtschaftszone „Modellregion 4.0

Coburg“ zu etablieren. Erste Gespräche wurden

geführt, bei einem von der IHK organisierten

Gedankenaustausch mit Unternehmensvertretern

beleuchtete MdB Dr. Thomas Sattelberger das

Wachstums- und Innovationspotenzial in einer

„Digitalen Freiheitszone“. Stefan Schnorr, Leiter

der Abteilung Digital- und Innovationspolitik im

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

informierte über rechtliche und politische

Machbarkeit solcher Experimentierräume.

IHK-Präsident Herdan ist überzeugt: „Mit

Einrichtung der Modellregion 4.0 Coburg‘ können

wir die Dinge zielgerichtet voranbringen, weil eine

Sonderwirtschaftszone vergünstigte, deregulierte

Rahmenbedingungen bieten kann. Wir bleiben am

Ball!“

„Bei Gesamtbewertung von Wirtschaftsstruktur,

Arbeitsmarkt und Lebensqualität belegt die Stadt Coburg

Platz 14 aller 401 deutschen kreisfreien Städte …“

www.coburg.ihk.de

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


STATISTIK

Was ist Ihnen für Lebensqualität wichtig?

Gesundheit 80%

Intakte Familie

Sein Leben weitgehend selbst bestimmen

Friedliches Zusammenleben

Schutz der Umwelt

Geld

12%

72%

66%

58%

56%

Allgemeine Lebenszufriedenheit

in Deutschland

Niedrig

21,0%

Mittel

57,3%

Hoch

21,6%

Deutschland-Studie:

Wo lebt es sich am besten?

Der Landkreis Coburg

liegt auf Rang 187

von 401 Landkreisen und Städten.

Verglichen wurde die Themen

Arbeit & Wohnen, Freizeit &

Natur, Gesundheit & Sicherheit.

Qualität in Zahlen

Qualität in 59 Wörtern

Qualität wird laut der Norm DIN EN

ISO 9000:2015-11 (der gültigen Norm

zum Qualitätsmanagement) als „Grad,

in dem ein Satz inhärenter Merkmale

eines Objekts Anforderungen erfüllt“

definiert. Die Qualität gibt damit an,

in welchem Maße ein Produkt (Ware

oder Dienstleistung) den bestehenden

Anforderungen entspricht. Die Benennung

der Qualität kann zusammen

mit Adjektiven wie schlecht, gut oder

ausgezeichnet verwendet werden.

Vier Berufe aus dem

Bereich Qualität:

Qualitätsmanagementbeauftragter

Qualitätsfachmann

Qualitätsingenieur

Qualitätsmanager

50%

der Bevölkerung in

Deutschland teilt die

Meinung „Wenn man

bekannte Markenartikel

kauft, kann man sicher sein,

dass man gute Qualität

bekommt“.

Ca.

11

Trifft voll zu

30,91

Trifft meist zu

22,08

Trifft kaum zu

Bevölkerung in Deutschland

nach Einstellung zur Aussage

„Bei den meisten Produkten

kommt es mir eher auf die

Qualität als auf den Preis an“

Überhaupt nich

6

(In Millionen / Jahr 2017)

Keine Angabe

0,21

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


HAWAII

IM BLICK

„Roth ist ein ganz besonderes Rennen, eine

wahnsinnige Atmosphäre, die Zuschauer

sind so nah dran, alle peitschen einen nach

vorne, es ist wirklich wahnsinnig toll.“

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


HAWAII IM BLICK

VON WOLFRAM HEGEN

ANDREAS

DREITZ

Weltklasse-Triathlet aus Michelau

3,8 Kilometer durchs Wasser, 180 Kilometer auf dem

Fahrrad, 42,2 Kilometer auf den Beinen, über 5000

Starter aus der ganzen Welt, über 250 000 Zuschauer an

der Strecke – der Challenge Roth ist der weltweit größte

Triathlon-Wettkampf über die Langdistanz, ein Platz auf

dem Treppchen für jeden Triathleten ein Wunschtraum.

Andreas Dreitz aus Michelau bei Lichtenfels hat ihn sich

erfüllt. Er holte vor einigen Wochen den zweiten Platz in

Roth. Und im Herbst geht es nach Hawaii. Zum ersten Mal

darf Dreitz beim legendären Ironman starten.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


WELTKLASSE-TRIATHLET AUS MICHELAU

Im besten Alter

Wir treffen ihn in seiner Wohnung in Bayreuth

gleich in der Nähe der Universität, an der er

Sportökonomie studiert hat, jetzt noch seinen Master

in Sportrecht macht, aktuell aber ein Urlaubssemester

eingeschoben hat, weil er die Zeit braucht, um seinem

Beruf nachzugehen, Triathlon-Profi, gemeldet beim

SV Bayreuth, Teil des Team Erdinger Alkoholfrei,

29 Jahre jung, damit im besten Alter für einen Sport,

bei dem es nicht nur um Fitness geht, um Ausdauer,

um Technik, sondern auch darum, an seine Grenzen

gehen zu können, genug Erfahrung zu haben, sich ein

Rennen richtig einzuteilen.

15-mal die Woche Training: Fünfmal

jede Sportart, Schwimmen jeweils eine

bis eineinhalb Stunden, Laufen bis zu

eindreiviertel Stunden, Radfahren bis zu

fünf. Dazu zwei Einheiten Athletik.

Erstes Rad aus Stahl

Andi Dreitz fing früh an mit diesen Erfahrungen.

Schon in seiner Schulzeit war er einer der schnellsten

bei den Läufen über 1000 Meter, lief immer unter drei

Minuten, und weil ihm das nicht genügte, trainierte

er in seiner Freizeit, meistens im Wald zwischen

Michelau und Ebersdorf, und war dabei „gerne zu

schnell unterwegs“, erinnert er sich, eine gute Lehre

für das richtige Maß über die heutigen Langdistanzen.

Das Fahrrad war zu der Zeit noch Transportmittel,

nicht Sportgerät. „Da bin ich immer nur von A nach

B gefahren.“ Heute ist er auf dem Fahrrad einer der

Besten auf der ganzen Welt, das Radfahren seine

Paradedisziplin beim Triathlon. Zwei Kumpels,

Frank Neumann und Michael Hümmer, ohnehin

wichtige Begleiter seines Lebens, hatten ihn zum

Radsport gebracht, nach einem Jahr gab es das erste

eigene Rennrad, davor musste ein altes Rennrad vom

Vater mit Stahlrahmen genügen, „das war vielleicht

ein ganz gutes Training“.

Familiär vorbelastet

Der Vater war schon immer ein Vorbild, fährt heute

selbst noch täglich von Michelau mit dem Fahrrad

nach Thüringen zur Arbeit, hat außerdem auch

noch mit Triathlon angefangen, auch die Mutter

sportelt. „Die Bewegungsgene sind wohl schon in

der Familie“. Auch ein Badesee bei Bad Staffelstein

gehörte irgendwie zur Familie, der Opa hatte dort ein

Grundstück, oft führten ihnen seine Fahrten mit dem

Rad dorthin. Als seine Freunde dann ihren ersten

Triathlon mitmachten, war für Andi Dreitz klar: Das

will ich auch. Er verbesserte seinen Schwimmstil,

Frank und Michael brachten ihm noch ein paar

Tricks bei, Andi trainierte im Sommer, meistens im

Hallenbad, manchmal auch im See. 17 war er damals.

Erfolge weltweit

Dann war es soweit. Dreitz startete seine Karriere

als Triathlet. Der Baur Triathlon in Altenkunstadt

war sein erster. Siebter ist er geworden über

die olympische Distanz von einem Kilometer

Schwimmen, 40 auf dem Rad und zehn auf den Beinen.

„Das war schon ein wahnsinniges Gefühl“, erinnert

er sich. Seither folgten Dutzende an Wettkämpfen.

Viele regionale, kleine, aber mit den Jahren auch

immer mehr größere, bei denen Andi Dreitz ein ums

anderes Mal aufs Treppchen gestiegen ist, auf der

ganzen Welt, ob auf Mallorca, in Dänemark, in Prag,

Texas oder auf Rügen. Und jetzt eben Zweiter beim

größten Langstrecken-Triathlon in Roth, „ein ganz

besonderes Rennen, eine wahnsinnige Atmosphäre,

die Zuschauer sind so nah dran, alle peitschen einen

nach vorne, es war wirklich wahnsinnig toll.“

Training und Disziplin

Der zweite Platz – Lohn für jahrelanges hartes

Training, viel Disziplin, Geduld. „Ich habe mich

bewusst für diesen Sport entschieden, da muss man

dann halt auch mal auf die eine oder andere Sache

verzichten“, sagt er. Auf die eine oder andere Party,

Familienfeste, Alkohol, ungesunde Ernährung. Er

weiß, dass es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die

den Unterschied machen, um am Ende ganz oben

zu stehen. Dafür trainiert er viel, 15-mal die Woche,

fünfmal jede Sportart, Schwimmen eineinhalb

Stunden, Laufen bis zu eindreiviertel Stunden,

Radfahren bis zu fünf. Dazu zwei Einheiten Athletik.

Dafür ernährt er sich ausgewogen, „keine Extreme“,

auch da hilft ihm die Familie, zuhause schon hat er

gelernt, wie man sich gesund ernährt, „und Mama

arbeitet außerdem im Naturkostladen.“

Der Kopf entscheidet

Neben einem Körper, der möglichst optimal

funktionieren soll, ist es vor allem der Kopf, der

über Sieg oder Niederlage entscheidet. „Bei einer

Langdistanz hat man so viel Zeit, nachzudenken, da

kann soviel passieren, da ist es unheimlich wichtig,

positiv zu denken, keine negativen Gedanken

zuzulassen, immer in sich hineinzuhören, nicht nur auf

die Zahlen, Daten, Zwischenzeiten und Statistiken zu

achten.“ Das erste Drittel in jeder Disziplin sollte sich

gut anfühlen, da darf man sich nicht übernehmen, im

mittleren Drittel sollte man gut dabei sein, und im

letzten Drittel „muss man sich dann quälen können“,

teilt Dreitz seine Rennen ein. „Das Ende ist immer

hart, da geht es ans Eingemachte, da muss man

beißen, letztlich entscheidet das am Ende über den

Sieg.“ Den hat er sich für den Ironman auf Hawaii

(noch) nicht vorgenommen, er freue sich einfach

drauf, es gebe keine Erwartungshaltung, keinen

Druck, „ich gehe da unbekümmert und offen hin und

schaue mal, was passiert.“

Am Anfang trainierte er im Wald

zwischen Michelau und Ebersdorf.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Frank Brückner, 54 Jahre, Geschäftsführer der Firma Heinz Brückner Sanitär- und Heizungstechnik

aus Großheirath / Neuses a.d. Eichen, des regional größten Unternehmens der Branche, Familienbetrieb in

vierter Generation, 60 Mitarbeiter. Er ist Obermeister der Innung Klempner, Sanitär- und Heizungstechnik

Coburg, stellvertretender Kreishandwerksmeister und engagiert sich im Zentralverband des deutschen

Handwerks.

Sind Sie ein Macher?

Ja, ich glaube schon … doch, auf jeden Fall.

Warum Sind sie ein Macher?

Weil ich zum einen nie etwas machen würde, wo

ich nicht dahinterstehe. Immer aufrichtig sein,

immer kerzengerade, immer die Wahrheit sagen,

auch wenn sie vielleicht unangenehm ist. Ich habe

das von Kindesbeinen an gelernt. Zweitens leben

und arbeiten wir nach dem Motto „Geht nicht,

gibt’s nicht“, suchen immer nach Lösungen. Und

drittens steht bei allem, was wir tun, immer der

Mensch im Mittelpunkt, egal ob der Mitarbeiter

oder der Kunde.

Wie ging es los mit dem Machen?

Ich bin ja schon mit 15 in die Firma meines

Vaters eingetreten, habe die Lehre gemacht,

die Meisterprüfungen, den Betriebswirt, alles

bis 26, und alles freiwillig, keiner hat mich

gezwungen, den Familienbetrieb fortzuführen.

Das ist ein großes Verdienst meiner Eltern. Sie

haben mich immer machen lassen, haben mir

immer Vertrauen geschenkt, haben loslassen

können. Das ist nicht selbstverständlich. Ich

habe deswegen relativ bald über große Projekte

entschieden, und ich denke, wir haben uns gut

entwickelt: Damals waren wir eine Handvoll

Leute, heute sind wir 60. Wir hatten nie Angst

vor etwas Neuem, Innovation war für uns immer

ein Treiber des Erfolgs. Gleichzeit haben wir uns

immer mit Augenmaß entwickelt, immer stand

die Firma im Vordergrund, immer hat die ganze

Familie mitgezogen, das ist ganz wichtig. Alleine

macht man so einen Erfolg nicht.

Was treibt sie an?

Es ist die Lust auf Innovationen, auf neue

Herausforderungen. Wenn man die dann

bewältigt, wenn man sieht, dass etwas

funktioniert, ob das nun technisch ist, oder ob

menschlich zwischen den Mitarbeitern, wenn

man sieht, dass Kunden sich freuen, dass wir

unsere vielen großen Baustellen im Griff haben,

kaum Reklamationen haben, dann treibt mich das

an.

Ist die Region Coburg ein guter Standort zum

Machen?

Ja, wir haben eine tolle Region, die gut dasteht,

wir haben eine gute Infrastruktur, wir haben

schnelle Datenverbindungen, wir haben alles, um

weiterhin erfolgreich zu sein. Allerdings gehen

uns die Fachkräfte aus, gerade im Handwerk, und

deswegen werden wir alle nicht umhinkommen,

uns organisatorisch neu aufzustellen und auch

tarifpolitisch neue Akzente zu setzen, um uns zu

behaupten.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


Advertorial

STIFTERGEMEINSCHAFT

Die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Coburg -

Lichtenfels bietet Kommunen, Privatpersonen,

Unternehmen oder Vereinen die Möglichkeit, eine

Stiftung auf schnelle, einfache Weise zu errichten und

auf Dauer ohne eigenen Verwaltungsaufwand zu führen.

Ganz einfach

Gutes tun.

Die Stiftergemeinschaft der

Sparkasse Coburg - Lichtenfels

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


GANZ EINFACH GUTES TUN

Laurin ist anders. Der fast Zwölfjährige

aus Ahorn ist motorisch und geistig nicht

älter als drei Jahre. Er kann bis heute

nicht sprechen und hat es auch sonst nicht leicht.

Laurin Frank leidet unter einer tiefgreifenden

Entwicklungsstörung mit mittelgradiger geistiger

Behinderung. Festgestellt wurden unter

anderem eine Sprachentwicklungsstörung, eine

Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen,

eine Ein- und Durchschlafstörung sowie

Muskelhypotonie und Autismus. Bis heute

wurde dafür keine Ursache gefunden. Zu Tieren

hatte Laurin schon immer ein ganz besonderes

Verhältnis. Deshalb setzen seine Eltern auch große

Hoffnungen auf tiergestützte Therapien, wie zum

Beispiel Delphin- und Reittherapie. Jeder noch so

kleine Fortschritt ist für Laurin und seine Eltern

ein riesen Erfolg. Deshalb sind solche Therapien

für ihn unheimlich wichtig, aber für die junge

Familie mit insgesamt drei Kindern auf Dauer

nicht bezahlbar. Aber Laurins Eltern geben nicht

auf. Liebevoll kümmern sie sich um Laurin und

kämpfen tapfer für ihren Sohn. Unterstützt werden

sie dabei nicht nur von Eltern, Verwandten,

Freunden und Bekannten sondern auch von der

Bürgerstiftung Ahorn.

Martin Finzel, 1. Bürgermeister der Gemeinde

Ahorn und Stiftungsratsvorsitzender erläutert die

Hintergründe: „Von Bürgern für Bürger – so soll

unsere Bürgerstiftung in Ahorn verstanden werden.

Wir haben der Familie Frank sehr bald angeboten,

sie durch die Formalitäten zu begleiten und die

Abwicklung der Spenden zu übernehmen. Für die

Familie war das sehr wichtig und vor allem eines,

die Transparenz gegenüber den Spendern. So

entscheidet unser Stiftungsrat ganz unabhängig über

die Förderanträge und trägt auch gegenüber den

Spendern die Verantwortung. So ist sichergestellt,

dass alles gespendete Geld entsprechend den

Satzungszwecken verwendet bzw. angelegt wird. Ein

nachhaltiger Ansatz, der auch für alle Spender und

Stifter sehr wichtig ist.“

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


STIFTERGEMEINSCHAFT

Die Bürgerstiftung Ahorn ist eine von mittlerweile

zehn Bürgerstiftungen, die unter dem Dach der

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Coburg -

Lichtenfels errichtet worden sind. Dazu gehören

auch die Stiftung unser Rödental, die Stiftung unser

Redwitz, die Stiftung unser Dörfles-Esbach, die

Stiftung unser Lichtenfels, die Stiftung unser Bad

Staffelstein, die Stiftung unser Altenkunstadt, die

Stiftung unser Burgkunstadt, die Stiftung unser

Marktzeuln und seit Juni diesen Jahres die Stiftung

unser Michelau. Die Stiftungen sind jeweils für die

Bürgerinnen und Bürger der Kommune da. Sie

alle verwirklichen gemeinnützige und mildtätige

Stiftungszwecke direkt vor Ort. Bewusst wurden die

Stiftungszwecke der Bürgerstiftungen in der Region

sehr weit gefasst.

Die Stadt Rödental war die erste Kommune

in der Region, die eine Bürgerstiftung in der

Stiftergemeinschaft errichtet hat, „weil wir einfach

den Institutionen, Vereinen und Organisationen

sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die sich hier

für die Stadt Rödental engagieren, unter die Arme

greifen wollen mit kleinen aber wichtigen Beiträgen,

die sonst auch anderweitig über Zuschüsse und

Zuschussgeber oder auch durch die Stadt nicht

möglich wären zu gewähren.“ begründet der

Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner das

Engagement der Stadt. Die Stiftergemeinschaft

ermöglicht aber nicht nur Kommunen die Errichtung

einer Stiftung, sondern auch allen Privatpersonen,

Unternehmen oder Vereinen, die sich nachhaltig für

gemeinnützige Projekte in der Region stark machen

möchten.

Über die Plattform der Stiftergemeinschaft hat die

Sparkasse Coburg - Lichtenfels eine Möglichkeit

geschaffen, eine solche Stiftung auf schnelle, einfache

Weise zu errichten und auf Dauer ohne eigenen

Verwaltungsaufwand zu führen. Bereits mit 25 000

Euro kann eine Namensstiftung eingerichtet werden.

Eine Aufstockung des Stiftungsvermögens ist

jederzeit in beliebiger Höhe zu Lebzeiten oder

per Testament möglich. Fasst beispielsweise ein

Unternehmer den Entschluss, sein Erbe oder einen

Teil davon langfristig für eine Jugendhilfeorganisation,

Viele gute Gründe sprechen für eine eigene

Stiftung: So kann man mit einer Stiftung in der

Stiftergemeinschaft mit den Erträgen eine oder

mehrere selbst bestimmte Einrichtungen oder

Zwecke fördern.

einen Umweltverband oder auch kulturelle Zwecke

einzusetzen, kann er sich mit einer Stiftung dauerhaft

gemeinnützig engagieren.

Unter dem Dach der Stiftergemeinschaft lassen

sich die Vorteile einer gemeinsamen Organisation

vieler Stiftungen optimal nutzen. Und das bei einem

Höchstmaß an Individualität für den Stifter. So

bündelt die Stiftergemeinschaft das Wirken vieler

Stifter in der Heimat für verschiedenste, individuell

bestimmbare Zwecke. „Die Stiftergemeinschaft

ist umfassend rechtlich und steuerlich geprüft“,

bestätigt Horst Ohlmann, Vorstandsvorsitzender

der Deutschen Stiftungstreuhand. Dort werden die

einzelnen Stiftungen gemeinschaftlich angelegt und

professionell verwaltet. Damit lassen sich bessere

Erträge erwirtschaften. Ausgeschüttet werden

lediglich die Zinserträge aus den Anlagen.

Gemeinnützige Stiftungen sind wichtige Instrumente

zur dauerhaften regionalen Wertschöpfung. „90

Prozent der Erträge aus den Stiftungen fördern

dauerhaft die Region“ stellt der Vorstandsvorsitzende

der Sparkasse Coburg - Lichtenfels, Dr. Martin

Faber, fest. „Deshalb passt das Konzept zu unserem

regionalen Auftrag. Vielen Menschen in Deutschland

ist es noch nie so gut gegangen wie heute. In den

vergangenen Jahrzehnten gab es in unserem Land

keinen Krieg und damit keine Vermögensvernichtung.

Kein Wunder, dass es Menschen gibt, die nachhaltig

Verantwortung für ihre Heimat übernehmen wollen“,

ergänzt Faber. „Deshalb hat unsere Sparkasse die

Vorzüge von Stiftungen in der Stiftergemeinschaft der

Sparkasse Coburg - Lichtenfels gebündelt und gibt sie

an die Menschen in der Region weiter.“

Viele gute Gründe sprechen für eine eigene

Stiftung: So kann man mit einer Stiftung in der

Stiftergemeinschaft mit den Erträgen aus diesem

Vermögen eine oder mehrere selbst bestimmte

Stiftungszwecke

Öffentliches Gesundheitswesen

Jugendhilfe

Altenhilfe

Kunst und Kultur

Denkmalschutz und Denkmalpflege

Bildung und Ausbildung

Naturschutz und Landschaftspflege

Wohlfahrtswesen

Rettung aus Lebensgefahr

Feuerschutz

Sport

Heimatpflege und Heimatkunde

Mildtätige Zwecke

Bürgerschaftliches Engagement zu

Gunsten gemeinnütziger und

mildtätiger Zwecke

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


GANZ EINFACH GUTES TUN

Seit Gründung der Stiftergemeinschaft der Sparkasse im Jahr 2014

sind neben zehn Bürgerstiftungen bereits 15 Kundenstiftungen

sowie die Stiftung Hilfe für Nachbarn Coburg und die Stiftung

Tierheim Lichtenfels errichtet worden.

Einrichtungen oder Zwecke fördern. Dabei muss

man sich nicht dauerhaft festlegen. Aber auch die

Grabpflege oder Versorgung von Angehörigen kann

mit einer Stiftung sichergestellt werden. Natürlich

kann man mit der Stiftung auch ein persönliches

Andenken an Vorfahren, Lebenspartner oder sich

selbst schaffen und man kann seiner Heimat etwas

Gutes tun und über das eigene Leben hinaus wirken.

Stiften kann man entweder anonym oder mit

öffentlichem Bekenntnis – zum Beispiel in Form

einer Stiftung mit dem eigenen Namen. Bereits 2014

hat die Coburgerin Marta Hammer-Mathiebe diese

Möglichkeit genutzt. Sie wollte etwas von dem weiter

geben, was sie selbst im Leben bekommen hat und

in ihrem 90. Lebensjahr etwas Bleibendes schaffen.

Zeit ihres Lebens hat sich die in Danzig geborene

Hammer-Mathiebe in Vereinen engagiert und

darüber hinaus Gelder gespendet. Diese Hilfen waren

aber nicht auf Dauer angelegt. Das wollte sie ändern

und hat deshalb mit einem Teil ihres Vermögens eine

eigene Namensstiftung in der Stiftergemeinschaft der

Sparkasse errichtet. Zweck ihrer Stiftung ist die Hilfe

bei Altersarmut. Als Krankenschwester hat sie immer

wieder die Not älterer Menschen erlebt, wenn die

Rente nicht ausreicht oder ihnen die Energiekosten

über den Kopf zu wachsen drohen.

Ein anderes Beispiel kommt aus Oberwohlsbach: Die

dortige Laienspielgruppe des 1. FC Oberwohlsbach

hat mit einer Theateraufführung die Stiftung unser

Rödental unterstützt. Eintrittsgelder und

die Erlöse aus dem Verkauf von Essen

und Getränken flossen an die Stiftung.

Diese konnte damit das Bayerische Rote

Kreuz unterstützen. Angeschafft wurden ein

Notfallrucksack mit Beatmungswerkzeug, einer

Halskrause und Verbandsmaterial für die Bereitschaft

Froschgrund. Da hilft das Geld der Stiftung unser

Rödental. Und die Stiftergemeinschaft

der Sparkasse Coburg - Lichtenfels

macht’s möglich.

Von dem Stiftungstreuhänder der Stiftergemeinschaft der Sparkasse

Coburg – Lichtenfels, der Deutschen Stiftungstreuhand, wurde in

Zusammenarbeit mit dem Kreditinstitut ein Film entwickelt, der

anschaulich erklärt, wie die Stiftergemeinschaft funktioniert.

Anschauen kann man ihn auf der Internetseite der Sparkasse unter

www.sparkasse-co-lif.de/stiftergemeinschaft. Dort findet man

demnächst auch Videos unter dem Titel

„Sinnstifter“, die ausgewählte Stiftungen

vorstellen und über deren Aktivitäten berichten.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


LOBLIED

AUF EINEN COBURGER

Bilder: Val Thoermer

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


LOBLIED AUF EINEN COBURGER

SPEKTRAL

Im Oktober erscheint eine CD mit vertonten

Gedichten von Friedrich Rückert.

Friedrich Rückert, Wahl-Coburger, Wissenschaftler,

Orientalist, Übersetzer und vor allem –

Dichter. Die deutsche Literatur der ersten Hälfte des

19. Jahrhunderts verdankt ihm eine große Auswahl

an lyrischen Werken. Viele Jahre seines Lebens war

er von einer nahezu unfassbaren Schaffenskraft

gesegnet – ein Weltpoet, ein „Shooting Star“,

der Goethe und Heine in nichts nachstehe, so der

Lichtenfelser Tenor Malte Müller, der aber nicht

die ihm gebührende Aufmerksamkeit genieße. Das

soll sich jetzt ändern: Malte Müller hat eine CD

mit vertonten Gedichten des Coburger Dichters

eingesungen. Im Oktober kommt sie auf den Markt.

Mahler, Schubert, Schumann, Brahms und

andere Komponisten hatten sich von Rückerts

eindringlichen Zeilen immer wieder zu Kunstliedern

inspirieren lassen, jener ganz eigenen Kunstform, die

aus der Liebhaberei kleiner gutbürgerlicher Kreise

heraus den Weg in Konzerthallen geschafft hatte. Am

bekanntesten sind wohl die fünf Rückert Lieder für

Gesang und Klavier oder Orchester von Gustav Mahler

oder auch dessen Liederzyklus „Kindertotenlieder“,

die Friedrich Rückert nach dem Tod zweier seiner

Kinder geschrieben hatte. Malte Müller selbst

wurde zu dem CD-Projekt vor allem inspiriert von

„Ich bin der Welt abhanden gekommen“ mit der

Musik von Gustav Mahler zum Text von Friedrich

Rückert, in dem dieser den Rückzug in seine innere

Welt beschreibt, so wie auch das Leben in Coburg

einem Rückzug von der großen Bühne im von ihm

ungeliebten Berlin gleichkam. Über dieses Werk stieß

Müller auf viele weitere vertonte Gedichte Rückerts

und war ob der Vielfalt manchmal selbst überrascht.

Auf der CD finden sich nun 22 Lieder, die man in

einem der besten Konzertsäle der Welt aufgenommen

hatte, im Konzerthaus Blaibach, 5 Tage lang im

Herbst und Winter 2017/2018, jeden Tag lies man

den Klavierstimmer kommen, um für die richtige

Intonation zu sorgen, um seinem Begleiter Götz

Payer allerbeste Voraussetzungen zu schaffen, jeden

Tag Höchstleitungen auch für den ehemaligen

Domspatzen und heute auf vielen Bühnen gefragten

Tenor Malte Müller, „das ist wie Sport, die Technik

muss man beherrschen, muss perfekt vorbereitet

an die Sache herangehen, aber dann gibt es noch

diese zweite Ebene, man will die Geschichten ja

auch erzählen, dazu muss man sich öffnen, das ist

sehr intim, fast schon exhibitionistisch.“ Und dann

habe man auch immer andere Interpretationen,

Aufnahmen im Hinterkopf, von denen man sich

lösen müsse, um eine eigene musikalische Sprache zu

entwickeln.

Der Coburger Friedrich Rückert selbst wäre wohl

nie auf die Idee gekommen, seine Texte in Noten

zu kleiden, er hatte es nicht mit der Musik – die

künstlerische Welt Rückerts war die der Buchstaben,

Worte, Sätze und Verse. Vielleicht aber wäre er –

reine Mutmaßung freilich - trotzdem dankbar, dass

sein literarisches Schaffen durch die Kraft der Musik,

die Bekanntheit der damaligen „Pop-Elite“ und jetzt

sogar durch eine eigene sehr hörenswerte CD weitere

Kreise erschließt, als sie Rückert jemals zugängig

gewesen wären.

VON SANFTEM

TRAUM UMFLOSSEN

LIEDER NACH FRIEDRICH RÜCKERT

MALTE MÜLLER – TENOR

GÖTZ PAYER – PIANO

„Von sanftem Traum umflossen“: Lieder

nach Friedrich Rückert. Malte Müller,

Tenor und Götz Payer, Piano, erscheint

bei Spektral-Records im Oktober 2018,

erhältlich im Fachhandel oder online.

Bestellnummer SRL4-18167.

Oder live hören: Das Konzert mit Lieder von

der CD im Kaisersaal auf Kloster Banz am

13. Oktober um 19 Uhr. Kartenvorverkauf

bei Roberto Bauer in Lichtenfels.

Malte Müller, geboren in Lichtenfels

erhielt seine grundlegende musikalische

Prägung im Knabenchor „Regensburger

Domspatzen“. Nach erfolgreichem Studium

der Rechtswissenschaft studierte er

an der Musikhochschule Mannheim bei

Rudolf Piernay und Alejandro Ramírez

Gesang. Wesentlich beeinflusste ihn der

puerto-ricanische Tenor Edgardo Zayas,

der ihn in der Technik des Belcanto

unterwies, der aber im November 2017

verstarb. Meisterkurse bei Gundula

Janowitz, Christoph Prégardien und

Hans-Peter Blochwitz gaben ihm weitere

Impulse. Als Solist ist Malte Müller mit den

verschiedensten Orchestern und Ensembles

aufgetreten Sein Repertoire umfasst auf

der Konzertbühne die großen Werke

von Barock bis Spätromantik, aber auch

deutsche Tonfilmschlager, Operettenarien

und Highlights aus klassischen Musicals.

Konzertengagements führten ihn in viele

Städte und Konzertsäle. Malte Müller

trat auch häufig auf Opernbühnen in

Erscheinung. Im August 2016 gab er beim

Festival Kulturwald sein Wagner-Debüt mit

der Beethoven Akademie Krakau unter der

Leitung von Andreas Spering als Mime in

Rheingold.

www.maltemueller.info

Malte Müller vor dem Gut in Coburg-Neuses, in dem Friedrich Rückert seine letzten Lebensjahre verbrachte.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


Advertorial

FRISCHECENTER WAGNER

DAS REICH FÜR

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


IDEE & UMSETZUNG

OBST & GEMÜSE

DER FRUCHTKÖNIG

EINE IDEE & IHRE UMSETZUNG

Deutschlands beste Obst- und Gemüseabteilung 2018

und das zum sechsten Mal in Folge – ein wahrhaft

königlicher Erfolg, dachte sich das Team vom

Frischcenter Wagner und produzierte gemeinsam

mit iTVCoburg und Tatort-Kommissar Andreas

Leopold Schadt einen ganz besonderen TV-Spot,

den mittlerweile schon Zehntausende zum Lachen

gebracht hat: den FRUCHTKÖNIG.

Die Idee entstand in einem Kreativmeeting zu Anfang der

Produktion: Wie fühlt sich wohl ein Mitarbeiter, wenn er in

Deutschlands bester Obst- und Gemüseabteilung arbeiten darf?

Wahrscheinlich ein bisschen wie ein König, oder? Gedacht,

getan: Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt zog sich

Arbeitskleidung vom Frischecenter Wagner an und „tat“ im Markt

auf der Lauterer Höhe all das, was man als König in einem eigenen

Reich so macht: Man lässt sich huldigen, wirft mit Goldtalern um

sich, spielt mit Degen und Armbrust, verteilt Geschenke an sein

Volk. Aber natürlich immer mit einem Augenzwinkern – man will

ja nicht größenwahnsinnig werden.

Der Spot läuft seither auf iTVCoburg, auf TV Oberfranken, in den

sozialen Medien und ist ab Herbst auch im Kino zu sehen, oder auch

hier:

www.wagner-coburg.de/der-fruchtkoenig

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


SPORTLICHER SOMMER

Sportlicher

SOMMER

Sommer und Sport: Das passt! Aktuell treiben uns schon

alleine die Temperaturen die Schweißperlen auf die Stirn

und viele denken sich – jetzt noch bewegen? Lieber nicht.

Doch eines ist uns allen klar, Bewegung im Freien macht

Spaß! Man sollte aber etwas Obacht geben und seinen

Körper nicht zu absoluten Höchstleistungen quälen.

Deswegen schauen wir uns mal ein paar Sportarten, an

die für diesen Sommer gut geeignet sind.

„Ihre Sportbrille muss Ihnen

all das ermöglichen, was Ihr

Sport für Sie bedeutet –

Spaß, Motivation und

Erfolge! Jede Sportart

verlangt ihre spezifische

Ausrüstung.“

„Meine Empfehlung für Ihre

Sicherheit: Polarisierende

Gläser. Der beste Schutz

gegen Blendung bei tiefstehender

Sonne, auch in

Ihrer Sehstärke.“

Carolin Wild

Sportbrillen-Expertin

in Coburg

Achim Meyer

Sportbrillen-Experte

in Rödental

Coburg · Mohrenstr. 31 · 0 95 61 / 98 49

Rödental · Bürgerplatz 8 · 0 95 63 / 26 26

Bad Rodach · Markt 10 · 0 95 64 / 14 82

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www.optikmueller24.de · facebook.com/optikmueller24

6. COBURGER

KUNDENSPIEGEL

Untersucht: 8 AUGENOPTIKER

91,7% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: 95,8% (Platz 1)

Beratungsqualität: 92,4% (Platz 1)

Preis-Leistungs-Verhältnis: 86,8% (Platz 1)

Kundenbefragung: 03/2018

Befragte (Optiker) =604 von N(Gesamt) =913

www.kundenspiegel.de

MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


NICHT INS SCHWITZEN KOMMEN

Be Slim

EINE HERRLICHE ART DIE LANDSCHAFT VOM WASSER AUS ZU ENTDECKEN

Das Kanufahren ist in unserer Region nicht unbedingt

weitverbreitet, doch wissen die wenigsten, dass

es selbst in Coburg einen Verein für diesen Sport

gibt. Den Kanu- & Outdoorsport Coburger Land

e.V. Seßlach gibt es schon seit 15 Jahren. Die

Trainingsstrecke ist vor allem die Itz in Cortendorf.

Weiter Möglichkeiten zum Kanufahren gibt es auf

dem Main und in der Fränkischen Schweiz.

Zu beachten gibt es beim Kanufahren nicht viel. Man

braucht sich auch nicht ein teures Kanu kaufen und

das dann auf dem Dach des Autos schnallen, denn wo

man fahren kann, da gibt es auch Leihkanus.

Kanufahren kann eigentlich jeder, der nicht

Wasserscheu ist. Denn der Schwierigkeitsgrad ist

wählbar. Derjenige der lieber wasserwandert und

gemütlich über die Flüsse und Seen paddelt, oder

jener der das Abenteuer sucht und Stromschnellen

sucht.

Kontakt

www.kaos-coburg.de

www.flussparadies-franken.de

Das Trainingsprogramm

“Abnehmen” kurbelt den

Stoffwechsel an & sorgt

für maximalen Kalorienverbrauch.

Starte jetzt Dein Training

an unseren eGYM PREMI-

UM-Geräten & erreiche

Dein Ziel!

SCHLAGE DEN BALL SO, DASS DU IHN NICHT SUCHEN MUSST

Als einen Spaziergang mit Ärgernissen beschreibt

Mark Twain den Golfsport und man muss ihm schon

rechtgeben: Ohne Trainingsfleiß reduziert sich

das Spiel oftmals darauf, den Ball im tiefen Gras zu

suchen. Da dauert die Suche nach einem Golfplatz

nicht ganz so lange. Im Coburger Landkreis haben

wir die Anlage des Golf Club Coburg in Tambach.

Golf ist nicht gerade das günstigste und kurzweiligste

Hobby, aber ein richtig schönes. Am besten

man schaut einfach einmal in Tambach beim

Schnuppergolfen vorbei, ob einem der Sport auch

liegt. Hat man auch dann die benötige Platzreife in

der Tasche, steht einem die Golf-Welt fast offen.

Golfspielen ist quasi der Sport für jedes Alter, denn

es kommt eher auf Technik, Trainingsfleiß und den

freien Kopf an, als auf Muskeln oder Ausdauer.

Kontakt

www.gc-coburg.de

Jetzt Probetraining

vereinbaren:

09561 55500 oder

mail@vitadrom.de

vitadrom.de

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


SPORTLICHER SOMMER

sportland –

macht spass,

fit & gesund

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50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


NICHT INS SCHWITZEN KOMMEN

WIE EINST ROBIN HOOD

Bogenschießen ist eine schon tausende Jahre

alte Art der Jagd, die sich heute auf Zielscheiben

und Tiernachbildungen konzentriert. Den Sport

ausführen kann man bei mehreren Schützenvereinen

in Stadt und Land – am besten einfach einmal

nachfragen. Außerdem gibt es im Landkreis gleich

zwei Bogenbauer, Bodnik in Großheirath und Beier

in Seßlach, an die man sich bei Fragen auch wenden

kann. Auch Bogenschießen ist quasi ein Jedermann-

Sport. Es geht es vor allem um Ruhe, Konzentration

und Achtsamkeit – das Ziel im Auge und dann den

Pfeil auf die Reise schicken. Wenn man dann auch

noch trifft hat man entweder Talent oder schon viel

trainiert.

Kontakt

www.coburger-turnerschaft.de

verschiedene Schützenvereine

HISST DIE SEGEL

Segeln und Coburg? Zwei Begriffe, die nicht gerade

gut zusammen zu passen scheinen. Nichtsdestotrotz

gibt es in Coburg sogar gleich zwei Segelvereine. Da

schaut es in Hinblick auf taugliche Gewässer schon

rarer aus – hier gibt es einzig den Goldbergsee in

Coburg.

Wer jetzt denkt, dass er nur Segeln darf, wenn er

auch einen Segelschein hat, der liegt falsch, denn hier

kommt es auf die Größe des Segels und die Leistung

der Zusatzmotoren an. Ein kleines Segelboot darf

also quasi jeder fahren. Ob es auch jeder kann, sei

dahingestellt.

Kontakt

www.msccoburg.de

www.psc-coburg.de

Meine Zielgruppe sind

Führungskräfte, Selbstständige,

Unternehmer und Ärzte, die ihr

Potenzial beruflich, privat und

gesellschaftlich voll und effektiv

ausschöpfen wollen.

Personaltrainer/Fitnessfachwirt

Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg

Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21

hallo@frank-sperschneider.de

www.frank-sperschneider.de

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


Advertorial

INTERSPORT WOHLLEBEN

SHOPPEN

in allen Welten

Interview mit Marcel Altenfelder,

Geschäftsführer von Intersport Wohlleben


EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

Ob Fitness oder Freizeit, ob outdoor oder Drinnen, ob Bekleidung, Schuhe oder

Ausrüstung. Rund um den Sport in allen seinen Facetten gibt es in der Region

vor allem eine Adresse: Intersport Wohlleben in Dörfles-Esbach. Über 90 Jahre

Erfahrung hat das Unternehmen, das heute in der 4. Generation geführt wird.

Marcel Altenfelder führt es jetzt mit vielen neuen Ideen in die Zukunft. Er ist seit

kurz Zeit alleinverantwortlich für das gesamte Unternehmen.

Termin vereinbaren:

mit Berater in direkten Kontakt treten

Click&Collect:

Online reservieren und im Laden abholen

Services buchen:

Termine für produktspezifische Services

vor Ort buchen -> z.B. Bikefitting


INTERSPORT WOHLLEBEN

Marcel, was wird in Ihren Augen die größte

Herausforderung für Sie als Handelsunternehmen?

Ich bin ja mit dem sogenannten stationären Handel

aufgewachsen, also mit dem Geschäft hier in unserer

Firma vor Ort. Gleichzeitig hat sich in den letzten

Jahren das online-Geschäft stark entwickelt. Jetzt

geht es darum, beides miteinander zu verknüpfen.

Das tun wir mit unserem in diesem Jahr völlig neu

konzeptionierten Onlineshop.

Viele sehen im online-Handel

ja eher eine Bedrohung …

Wir sehen in ihm eine Chance, noch mehr als bisher

auf die Bedürfnisse des Kunden nach Beratung, nach

Service einzugehen.

Wie sieht das zum Beispiel aus?

Kunden können in unserem Shop jetzt online

Produkte aussuchen und reservieren und sie dann

vor Ort hier oder in unserem Schöffel-Lowa-

Store in der Mohrenstraße abholen. Das spart

unnötiges Herumfahren und Zeit. Außerdem

haben wir zum Beispiel eine neue Chatfunktion

oder die Möglichkeit, online Termine zu buchen,

zu verschieben oder auch wieder abzusagen, also

komplett eigenständig zu verwalten. Wir haben uns

vorgenommen, die Digitalisierung noch mehr als

bisher zu gestalten und für die Kunden zu nutzen.

Und die neue Homepage macht da einen guten

Schritt nach vorne. Die neuen virtuellen Angebote

ergänzen die vielen Dienstleitungen hier bei uns vor

Ort im Laden perfekt.

Wie wird das von den Kunden angenommen?

Alles, was wir tun, versuchen wir mit der

Kundenbrille zu tun, wollen die Kunden nicht nur

zufrieden stellen, sondern begeistern, und dazu

gehören heute digitale Dienste. Unsere neuen

Angebote werden von unseren Kunden auf jeden

Fall sehr honoriert. Vor allem auch unsere neue

Active Club App für alle Active Club Mitglieder, die

gegenüber dem normalen Shop noch viele weitere

Vorteile bietet.

Welches Ziel habt Ihr für die nächsten Jahre?

Wir wollen nicht nur Produktlieferant sein, sondern

ganzheitlicher Begleiter im Sport. Das ist von den

Kunden gewünscht und das nehmen wir uns mit

neuen Dienstleistungen zu Herzen. Und wir werden

auf Anregungen von Kunden hin auch unser Geschäft

in Dörfles-Esbach umbauen und nach modernsten

Kriterien strukturieren. Das wird ein ganz neues

Shopping-Erlebnis.

„Im nächsten Jahr werden wir unser Geschäft in

Dörfles-Esbach völlig neu strukturieren.“

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT

„Online reservieren und vor Ort abholen, Beratungstermine

verwalten, mit einem Verkäufer über ein Produkt chatten –

all das ermöglicht unser neuer Onlineshop.“

Das Sporthaus Wohlleben ab sofort

immer im COBURGER mit topaktuellen

und informativen Tipps zu Sport

und Freizeit: Dieses Mal über den

Breitensport Triathlon (Seite 56), in der

kommenden Ausgabe im Oktober dann

das Thema „Wintersport“.

EINE APP – VIELE VORTEILE

NEWS | Immer bestens informiert über alle laufenden

Aktionen und Events

KUNDENKARTE | Bei jedem Einkauf easy Bonus sammeln.

Einfach durch Vorlage der App

BONUS-SCHECKS | 2x im Jahr kommt per App ein

Bonus-Scheck zum Einlösen beim nächsten Einkauf

PERSONAL-SHOPPING | der Lieblingsberater kümmert

sich. Einfach Termin vereinbaren.

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Intersport Wohlleben

Von-Werthern-Straße 4

96487 Dörfles-Esbach

Telefon: 09561/ 8561-0

www.intersport-wohlleben.de

EINLADUNGEN | Vip sein. Einladung zu Events

erhalten und bestätigen.

EINKÄUFE | Immer den Überblick behalten und mit

Smileys bewerten.

KUNDENKARTEN-VORTEILE | Alles auf einen Klick und

Blick gesammelt zum Nachlesen.

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Wohlleben-Onlineshop

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„Coburger“

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Einkauf.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


Gesponserter Beitrag

INTERSPORT WOHLLEBEN

Was für ein Riesenerfolg: Andi Dreitz aus Michelau holt Platz

2 beim Triathlon in Roth und startet jetzt beim Ironman auf

Hawaii (Portrait Seite 34). Doch Schwimmen, Radfahren und

Laufen werden auch als Breitensport immer beliebter. Dazu

Marcel Altenfelder, Geschäftsführer von Intersport Wohlleben

in Dörfles-Esbach.

TRIATHLON FÜR JEDERMANN

Marcel, nicht jeder wird wahrscheinlich seine Triathlon-Karriere

mit einem Start in Roth beginnen, oder? Aber egal mit welcher

Distanz man beginnt, was sollte man als „Rookie“ in Sachen

Equipment im Triathlon-Sport beachten?

Sicher gibt es auch den einen oder anderen, der gleich aufs Ganze

geht und mit einer Langdistanz seine Triathlon-Karriere beginnt.

Ich kenne da sogar jemanden. Aber grundsätzlich arbeitetet man

sich ja eher streckenmäßig „nach oben“. Ganz viele beginnen

mit einer klassischen Volksdistanz und werden dann vom Virus

infiziert. Aber egal welche Distanz man absolviert – es ist immer

wichtig, dass das Material sowohl zum Athleten als auch zur

anvisierten Strecke passt. Es wäre – denke ich – übertrieben

und oft sogar kontraproduktiv, die erste Sprintdistanz gleich

auf einer Zeitfahrmaschine zu absolvieren. Meistens wächst das

Material über die Jahre mit dem Leistungsfortschritt einfach

mit. Aber wer Spaß am Triathlon haben will, sollte schon sehen,

dass er für alle drei Einzeldisziplinen zu ihm passendes Material

zur Verfügung hat.

Was heißt passendes Material im Einzelnen?

Beginnen wir einfach mal bei der ersten Disziplin, dem

Schwimmen: Im Freiwasser wird da sehr oft, sofern die

Wassertemperaturen nicht zu hoch sind, auch dieses Jahr in

Roth, mit einem sogenannten Neoprenanzug geschwommen.

Hier gibt es aber massive Unterschiede in den jeweiligen

Ausprägungen der Anzüge - je nach Schwimmertyp. So tun sich

Schwimmer, die nicht die beste Wasserlage haben, mit einem

Anzug, der mehr Auftrieb erzeugt, viel leichter – währenddessen

ein derartiger Anzug für einen guten Schwimmer eher nachteilig

wäre. Deshalb unbedingt ein Fachgeschäft aufsuchen und beraten

lassen. Am Besten ist es natürlich, die verschiedenen Anzüge bei

einem Testschwimmen unter realen Bedingungen im Wasser zu

testen. Dabei merkt man sehr schnell die Unterschiede zwischen

den verschiedenen Anzügen und welcher am Besten zu einem

passt. Solche Testschwimmen werden von den Herstellern

regelmäßig angeboten. Auch wir richten mindestens einmal im

Jahr zusammen mit der Marke Sailfish ein solches Testevent im

Aquaria in Coburg aus. Aber egal bei welcher Wassertemperatur

geschwommen wird, ist eine Sache immer wichtig: eine

anständige Schwimmbrille ist unerlässlich!

Beim Radfahren sind die Distanz und das Profil der Strecke

sehr entscheidend für die Wahl des richtigen Rads. Sicher kann

man, um einfach mal reinzuschnuppern, die erste Volksdistanz

durchaus mit dem Trekkingrad bestreiten. Findet man allerdings

Spaß daran, sollte man schnellstmöglich auf ein Rennrad

wechseln, da es sehr viele Vorteile bietet. Je länger die Distanzen

werden, umso wichtiger werden auch die richtige Sitzposition

und die daraus resultierende Ökonomie-Verbesserung.

Reicht es auf einer Mitteldistanz oft noch aus, einfach einen

anderen Lenker an sein Rennrad zu montieren, ist es auf einer

Langdistanz schon ratsam, sich mal mit einem reinen Zeitfahrrad

zu beschäftigen. Zum einen ist das Radfahren die Disziplin,

die dabei am meisten Zeit in Anspruch nimmt. Daher wirken

sich Optimierungen dort auch oft am stärksten aus. Vor allem

geht es dabei aber noch viel stärker als auf kürzeren Strecken

um das Thema Ökonomie – also möglichst energiesparend das

Maximum an Leistung herausholen zu können. Bei 180km im

Sattel werden es dir die Beine beim Laufen danken, wenn du auf

einem Zeitfahrrad einfach ein paar Körner sparen konntest. Mit

einem gut eingestellten Zeitfahrrad und einer guten Sitzposition

lassen sich dann so durchaus noch einige wichtige Watt

einsparen. Auch mit der richtigen Bekleidung und mit weiterem

Feintuning beim Material (Laufräder, Helm etc.) lassen sich da

nach und nach noch einige Watt rauskitzeln. Das Wichtigste ist

aber, dass das Rad optimal auf den Athleten eingestellt ist. Dabei

helfen wir sehr gerne mit einem professionellen Bikefitting –

zukünftig bei uns auch mit einem neuen Tool.

Das in meinen Augen wichtigste Utensil beim Laufen – mit

welchem man auch am meisten falsch machen kann – ist der

Laufschuh. Hier gilt es ganz besonders, sich vorher kompetent

beraten zu lassen, um den zum Laufstil und Strecke optimal

passenden Schuh zu finden. Ein falscher Schuh auf einer

Langdistanz wie Roth mit 42,195 Kilometern kann zu einem

verheerenden Tag führen. Wir nutzen für die richtige Wahl des

Laufschuhs zum Beispiel eine dynamische Fußdruckmessplatte.

Damit können wir individuell erkennen, welche Kraft letzten

Endes am Boden ankommt und welcher Schuhtyp diese

Kräfte bestmöglich „abfängt“ und somit Gelenke und Bänder

bestmöglich schützt. Bald werden wir noch einen Schritt weiter

gehen und mit einer einzigartigen neuen Mess-Technologie

die gesamte Laufbewegung analysieren können, um daraus

Verbesserungspotentiale oder Tipps zur Vermeidung von

Verletzungen abzuleiten. Dazu hier im COBURGER bald mehr.

Allgemein gilt es in allen Disziplinen zu beachten, auf bequeme

Bekleidung zu achten, die für die jeweilige Strecke den

maximalen Komfort bietet. Beispielsweise beim Sitzpolster

fürs Radfahren macht es einen gewaltigen Unterschied, ob ich

bei einer Sprintdistanz ca. 20km oder bei einer Langdistanz

180km im Sattel verbringe. Eine gute Sonnenbrille, die sowohl

beim Radfahren als auch beim Laufen getragen werden kann, ist

ebenso ein unverzichtbares Utensil.

Sollten Sie sich auch für einen Einstieg in den Triathlon-

Sport interessieren, dann schauen Sie doch einfach mal bei

INTERSPORT WOHLLEBEN in Dörfles-Esbach vorbei und

lassen Sie sich fachkundig beraten …

56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


Gesponserter Beitrag

URLAUBSPROGRAMM

FIT IM

URLAUB

Sommerzeit, Urlaubzeit, Freizeit: Mal alle Viere

von sich strecken, faulenzen, gut essen und

trinken, den Alltag hinter sich lassen, wieder zu

Kräften kommen – endlich. Damit Körper und

Geist sich in der schönsten Zeit des Jahres so

richtig erholen und regenerieren sollen, gehört

dann noch Bewegung zum Urlaubsprogramm,

empfiehlt Rainer Falch, der Geschäftsführer

vom Sportland Coburg.

Das müsse nicht eine Alpenüberquerung sein oder eine

Bergetappe der Tour de France, wichtig sei einfach die

richtige Balance zwischen An- und Entspannung, so der

Gesundheitsexperte. „Und welche Zeit bietet sich dafür besser

an als der Urlaub“.

Empfehlenswert seien vor allem leichte Wanderungen,

kleine Radtouren, ein wenig Schwimmen, mal eine Fahrt mit

dem E-Bike. „Man sollte nicht im Urlaub versuchen, alles

nachzuholen, was man im Alltag versäumt hat“, sagt er. Aber

verschiedene Sportarten auszuprobieren, dafür habe man

im Urlaub schließlich auch mal Zeit, am besten aber unter

fachkundiger Anleitung.

Außerdem sollte man nicht ganz untrainiert in den

Urlaub fahren. „Wer schon vorher fitter ist, wird auch

in den Ferien mehr Freude haben“. Ganz besonders

empfiehlt sich das natürlich, wenn ein Aktivurlaub

ansteht, mehrtägige Fahrradtouren oder Wanderungen.

Die Fachleute und vielseitigen Angebote vom Sportland

stehen für ein entsprechendes ganzheitliches Training zur

Verfügung.

Natürlich auch, wenn man seine Ferien lieber Zuhause verbringt.

„Wir haben deswegen ein spezielles Paket für Erstnutzer geschnürt“,

sagt Rainer Falch: Vier Wochen Sport und Fitness schon ab 33 Euro, mit

vielen Leistungen vom individuellen Trainingsplan über die Nutzung

aller Sportanlagen bis hin zur Sauna inklusive. „Nach so einem Urlaub

wird man sich auf jeden Fall besser fühlen“.

www.sportland-coburg.de

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


haare gemalt

wie


NEUE SCHNEIDETECHNIK BEI JULIA GÖRING

Advertorial

Die Ägypter legten so viel Wert auf eine schöne,

ästhetisch ansprechende Schrift, dass sie der Kunst

des Schönschreibens einen eigenen Begriff gaben:

Kalligraphie. Jetzt lebt diese Kunst in einer ganz

anderen Branche wieder auf – im Friseurhandwerk.

Der Erfinder Frank Bormann nämlich, sogenannter

„Daniel Düsentrieb der Friseure“, hat eine neue

Schnitttechnik nach der alten Kunst benannt: den

Calligraphy Cut. Durch die neue Methode wird das

Haar kräftiger, voller, flexibler, weicher, glänzender

und weniger anfällig für Spliss. Jetzt kann man sich

auch in Coburg die Haare mit der neuen Technik

schneiden lassen – bei Julia Göring Intercoiffure in

der Kasernenstraße, einem von wenigen ausgewählten

Premium-Salons in Deutschland.

Dort hat man sich in den letzten Monaten vom Erfinder

höchstpersönlich in der neuen Technik schulen lassen.

Geschäftsführerin Julia Göring war das besonders wichtig.

„Die Einschulung war schon länger geplant, aber eigentlich

macht Frank Bormann das nicht mehr selbst. Das es jetzt doch

geklappt hat, ist für unser Team eine ganz große Ehre“, sagt die

Masterstylistin und Unternehmerin des Jahres des Deutschen

Friseurhandwerks 2016. „Wir sind absolut begeistert vom

Calligraphy Cut.“

Calligraphy Cut, das hat mit einem normalen Schnitt mit

der Schere nicht mehr viel zu tun. Zum Einsatz kommt

der sogenannte Calligraph, wie beim Schönschreiben eher

einem Füller ähnlich, versehen aber mit einer Rasierklinge.

Er schneidet das Haar durch seine um drei Grad gekippte

Klinge schräg an, vergleichbar mit dem behutsamen Schnitt

eines Blütenstengels. Das Haar wird hierdurch nicht verletzt,

vielmehr gelingt durch eine betont sanfte und versierte

Führung der Klinge eine sichtbare Bewegung im Haar, die

es voller erscheinen lässt. Vom Friseur verlangt dies äußerste

Präzision und Maßarbeit, da für das perfekte Ergebnis auch ein

genau definierter, schräger Schneidewinkel zwischen 21 und

23 Grad einzuhalten ist. Diese patentierte Schneidetechnik und

das Werkzeug ermöglichen kreative und präzise Haarschnitte

für eine Vielzahl von verschiedenen Looks für jeden Haartyp.

Der Calligraph schneidet das Haar durch

eine um drei Grad gekippte Rasierklinge

schräg an, vergleichbar mit dem

behutsamen Schnitt eines Blütenstengels.“

calligraphy

Calligraphy revolutioniert

das Friseurhandwerk

Eine innovative und anspruchsvolle Technik, die bei Julia

Göring neben ihr selbst auch Salonleiterin und Masterstylistin

Bianca Baumann und Masterstylist Tom Ruddigkeit erlernt

haben. Alle verfügen zudem über eine herausragende

Haarschneideausbildung sowie jahrelange Berufserfahrung.

Und alle freuen sich schon jetzt, wenige Wochen und

Monate nach der Zusatzausbildung, über die Reaktionen der

Kundinnen und Kunden. „Die fallen rundum positiv aus“,

sagt Julia Göring. Die Investitionen in die neue Technik

also machen sich bezahlt – für die Kundinnen und Kunden

aus dem Raum Coburg und für den Salon selbst. „Mir ist es

wichtig, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein,

unseren Kunden immer die beste Qualität bieten zu können.

Das wichtigste ist mein Team, das mit ganzem Herzen dabei

ist, um täglich Menschen glücklich machen zu dürfen.

Dafür bin ich dankbar, da ich weiß, dass das

nicht selbstverständlich ist.“

Vereinbaren Sie noch heute Ihren

Termin zu einem außergewöhnlichen

Haarschneideerlebnis. Terminbuchung auch

online möglich.

Julia Göring Intercoiffure Coburg

Kasernenstraße 15 | 96450 Coburg

Telefon: 0 95 61 / 756 77

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… COBURGS ERSTER

ZEITUNGSVERLEGER

Schon von weitem zu erkennen ist nun wieder, was in dem stattlichen Gebäude in der Steingasse 24 um die Jahrhundertwende

hergestellt wurde. Der Doppeladler als Zunftwappen der Setzer gemeinsam mit dem Greif als Wappentier der Drucker ziert die

Ansicht des Gebäudes von der Oberen Anlage her besehen. Nachts nun sogar mit Beleuchtung. „Gott grüß die Kunst“ steht da

am Dornheimschen Palais gegenüber der Ehrenburg. Coburger Zeitungsgeschichte wurde hier geschrieben.

Vom Selbstbewusstsein des namensgebenden einstigen Besitzers

zeugt die Fassadengestaltung mit den Stuckreliefs bis heute. Fleißig

wie eine Biene, der Wissenschaft verpflichtet und wahrscheinlich

Freimaurer ist er gewesen, dieser Robert Dornheim. Als erste

Tageszeitung dauerhaft etabliert wurde die Coburger Zeitung 1861

von Herzog Ernst II und erschien täglich außer sonntags zunächst

als Coburgische Zeitung. Unter Herzog Alfred dann ging die

Zeitung im Januar 1900 in den Besitz des Geschäftsmannes Robert

Dornheim über. Und hier in der Steingasse 24 wurde sie gedruckt

und brachte den Coburgern die Welt ins Haus. Aber nicht nur das.

Wirtschaftlich erfolgreich war die Zeitung auch deshalb, weil

Dornheim es schaffte, dass Privatanzeigen nicht mehr überwiegend

im Regierungs- und Intelligenzblatt veröffentlicht wurden,

sondern in seinem Blatt. Ganze Seiten lang konnte sich der Bürger

informieren über tagesaktuelle Ereignisse wie den Kinderfasching

in der „Traube“ oder die Angebote des Wochenmarktes. Auch

Verkaufsanzeigen wurden gerne gelesen, wie sonst sollte sich der

Kunde über Neuerungen informieren. Radio und Fernsehen waren

noch weit entfernt. In der Coburger Hofapotheke etwa konnte man

„Punsch-Essenz“ kaufen oder auch allerlei Mittelchen zur Abwehr

von Kleingetier wie den „Wanzentod“. Wer verreisen wollte konnte

damals schon ein Überseeticket der „Red Star Line“ erwerben.

Auch Bildungsanstalten inserierten gerne. „Schwer erziehbare

Knaben“ konnten in einem Institut in der Oberen Leopoldstraße 6

abgegeben werden, wenn man mit ihnen nicht mehr zurechtkam.

Bemerkenswert.

Da auch Landwirte die Zeitung gerne lasen, gab es regelmäßig die

Sonderbeilage „Coburger Scholle“, in der man sich über neuen

Kartoffelsorten und Düngemittel informieren konnte. An die 10 000

Exemplare wurden in den besten Zeiten fast täglich gedruckt. Eine

enorme Anzahl für die Region. Die Coburger Zeitung wurde damit

zur ältesten und angesehensten Zeitung im Herzogtum.

Erst im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung in den

dreißiger Jahren verlor sie an Gewicht und wurde, wie alle anderen

Zeitungen auch, mehr und mehr verdrängt. Mit dem Wochenblatt

„Weckruf “ gelang es dem NS-Bürgermeister Franz Schwede

schließlich, nationalsozialistische Propaganda mit Berichten aus

dem Alltagsleben der Coburger zu verbinden. Die Presse war

gleichgeschaltet. Nach und nach verschwanden alle liberalen und

kritischen Blätter. 1935 musste Dornheim das Erscheinen seiner

Zeitung einstellen, nachdem die Auflagenzahlen eingebrochen

waren.

Diese historischen Ereignisse hat der Pächter des neuen Lokals

„Dornheim“, Daniel Autsch, im Erdgeschoss des Palais an der

Innenwand seines Bistros verewigt. Hier kleben Originale der

Coburger Zeitung und bringen Besucher über „Wanzentod“ und

„schwer erziehbare Jungen“ zum Schmunzeln. Direkt darüber

wohnt der heutige Besitzer des Gebäudes Bernward Flenner mit

seiner Frau Maria Winter und hat einen herrlichen Blick von seiner

Dachterrasse auf den Turm der Morizkirche. Dank der Oberen

Anlage wohnt man hier dennoch im Grünen.

Zwar existiert dieses „Sonnenfloß“, wie die Besitzer es nennen,

schon seit 1936, als das Haus umgebaut und die Fassade neu gestaltet

wurde. Aber im Jahre 2018 ist es dank Begrünung, nächtlicher

Beleuchtung und Brückenschlag noch mehr in den Mittelpunkt

gerückt. Eigentlich war es gar nicht der Plan des Paares, hier

heimisch zu werden. Aber nachdem die Sanierung beendet war,

wollte es in dem neu geschaffenen Schmuckstück selbst wohnen

und brach seine Zelte im Raum Bamberg ab, um nach Coburg zu

ziehen. Der Wohlfühlfaktor in einer Stadt dieser Größe, mit ihren

vielen schönen Festen, der hochwertigen Gastronomie und der

Architektur ist enorm, finden die Besitzer. Und so sind sie in ihrem

Palais nicht auf der Durchreise, wie so viele Gäste des Coburger

Herzogshauses, die hier einst über hundert Jahre lang Quartier

beziehen durften. Sie sind längst angekommen.

Häuser, die mit Unterstützung der

Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.

saniert worden sind – der COBURGER

stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des

COBURGER eines in unserer Reihe

„Hier wohnte“.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


HIER WOHNTE …

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


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64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


Gesponserter Beitrag

MELANIE RAABE – „DER SCHATTEN“

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

Packend von der ersten Seite an

Was hat es mit der unheimlichen Prophezeiung der Bettlerin mit ihren klaren, hellblauen Augen auf sich,

die diese der Journalistin Norah an deren ersten Arbeitstag im kalten Wien offenbart? Wer ist dieser Mann,

den Norah an diesem für sie so bedeutsamen Datum vermeintlich umbringen wird?

In der Folge geschehen merkwürdige Dinge: Der Name des Mannes begegnet ihr plötzlich öfter, die erste

Begegnung mit ihrer Nachbarin lässt Norah an einen Geist glauben und sie kann sich nicht des Eindrucks

erwehren, dass jemand in ihrer Wohnung war.

Die düster-morbide Aura des winterlichen Wien verleiht der sich entwickelnden Geschichte den perfekten

Rahmen. Eine diffuse Bedrohung und latentes Unheil liegen über dem Buch und lange ist nicht wirklich

klar, ob die Beunruhigung, die Norah verspürt, real oder den Geistern ihrer Vergangenheit geschuldet ist.

Paperback, Klappenbroschur

416 Seiten:

ISBN: 978-3-442-75752-7

16,00 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-21304-6

12,99 Euro

Hörbuch:

ISBN: 978-3-8445-3024-7

14,99 Euro

Wird die Vorhersage der mysteriösen Bettlerin tatsächlich Realität und Norah zur Mörderin? Wie schon

in „Die Falle“ und „Die Wahrheit“ versteht es Melanie Raabe auch in ihrem neuesten Thriller meisterhaft,

einen atemberaubenden Spannungsbogen aufzubauen und die Leser*innen mit immer wieder neuen

Wendungen zu überraschen.

„Der Schatten“ ist eine raffiniert komponierte Geschichte über Verrat, Wut, Täuschung und Einsamkeit,

über Gerechtigkeit, Macht und Machtmissbrauch.

Als „Meisterin der Duelle und der doppelten Böden“ erzählt Melanie Raabe die Story in einer prägnanten

sowie bildhaften Sprache und führt sie zu einem verblüffenden Finale.

Der perfekte Thriller für heiße Sommernächte. Genießen Sie die eiskalten Schauer, die er Ihnen bescheren

wird!

Inhaltsangabe

Der neue Thriller von der „Meisterin der Duelle“

„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann

namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken.

Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge

Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen,

um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen,

als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte

förmlich entgegenspuckt.

Melanie Raabe

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach

dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin

– und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015

erschien „Die Falle“, 2016 folgte „Die Wahrheit“.

Melanie Raabes Romane werden in über 20

Ländern veröffentlicht. „Die Falle“ war international

eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten

Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte.

Melanie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht

des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches

geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab,

eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis

kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur

Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt

Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich

allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist

damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens,

wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit

sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?

© Christian_Faustus

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


THEATERVORSCHAU

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER

DEMNÄCHST IM

LANDESTHEATER

DIE MEISTGESPIELTE OPER DER WELT

DIE ZAUBERFLÖTE

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Emanuel Schikaneder

A DARUM GEHT ES

Die Handlung hält alles bereit, was heute für einen gelungenen Hollywood-

Film vonnöten ist: Liebe, Machtspiele, Treue und Mut. Der junge Prinz

Tamino wird von der Königin der Nacht ausgesandt, um ihre liebreizende

Tochter Pamina zu retten, die vom Fürsten Sarastro entführt wurde.

Mit dem Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Suche nach ihr.

Tamino, der sich in das Bildnis der schönen Pamina verliebt, gerät dabei

in den Machtkampf zwischen der geheimnisvollen Königin der Nacht

und dem ehrwürdigen Sarastro. Er und der lebenslustige Vogelmensch

Papageno müssen sich auf ihrer Reise verschiedensten Prüfungen

in der geheimnisvollen Zauberwelt stellen. Das Geschehen wird von

atemberaubenden Kompositionen abgerundet. Die Arie der Königin

der Nacht „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ gehört zu den

berühmtesten Arien der Gattung Oper überhaupt.

Der junge Regisseur Philipp Westerbarkei hat seine ersten Inszenierungen

an der Deutschen Oper am Rhein präsentiert, wo er im Team mit der

Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina u.a. Bernsteins „Trouble

in Tahiti“ und Knussens „Wo die wilden Kerle wohnen“ mit großem Erfolg

auf die Bühne brachte. In der Saison 2018/2019 wird er dort auch mit

Gounods „Roméo et Juliette“ Premiere feiern.

PREMIEREN IM

SEPTEMBER & OKTOBER

DIE ZAUBERFLÖTE

Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus

Mozart | Libretto von Emanuel Schikaneder

PREMIERE

Sa., 29.09.2018, 19:30 Uhr, im Großen Haus

WEITERE VORFÜHRUNGEN

Mi., 03.10.2018, 15:00 Uhr | Do., 11.10.2018, 19:30 Uhr

So., 14.10.2018, 15:00 Uhr | Do., 18.10.2018, 19:30 Uhr

So., 21.10.2018, 15:00 Uhr | Mi., 31.10.2018, 19:30 Uhr

So., 04.11.2018, 18:00 Uhr | Fr., 09.11.2018, 19:30 Uhr

Fr., 16.11.2018, 19:30 Uhr | Di., 20.11.2018, 19:30 Uhr

Sa., 01.12.2018, 20:00 Uhr | So., 23.12.2018, 18:00 Uhr

Di., 25.12.2018, 18:00 Uhr | Sa., 19.01.2019, 19:30 Uhr

So., 10.02.2019, 18:00 Uhr | Sa., 16.02.2019, 19:30 Uhr

Fr., 08.03.2019, 19:30 Uhr | So., 07.04.2019, 15:00 Uhr

Di., 04.06.2019, 19:30 Uhr | Do., 11.07.2019, 19:30 Uhr

MACBETH

Tragödie von William Shakespeare

B WO UND WANN SPIELT ES

Die Zauberflöte wurde 1791 im Freihaustheater in Wien uraufgeführt

und spielt an einem Phantasieort (zwischen Tälern und Bergen) in der

Märchenzeit.

C WAS ERWARTET MICH

Die Zauberflöte ist Mozarts populärstes Werk und die meistgespielte Oper

der Welt. Figuren wie die Königin der Nacht, Papagena und Papageno sind

auch jenseits der Oper bekannt. Spätestens mit diesem Werk hat sich Mozart

ein Denkmal gesetzt. Wolfgang Amadeus Mozart hat mit dieser Oper einen

Meilenstein der Musikgeschichte komponiert. Die Zauberflöte ist ein wahrer

Geniestreich!

D WANN

Die Premiere findet am 29. September statt. Zwanzig weitere Vorstellungen

gibt es von Oktober bis Juli 2019.

PREMIERE

So., 07.10.2018, 20:00 Uhr, im Großen Haus

WEITERE VORFÜHRUNGEN

So., 07.10.2018, 18:00 Uhr | Fr., 12.10.2018, 19:30 Uhr

Di., 23.10.2018, 19:30 Uhr | Do., 01.11.2018, 18:00 Uhr

Sa., 17.11.2018, 19:30 Uhr | Mi., 21.11.2018, 19:30 Uhr

LANDESTHEATERCOBURG

Schlossplatz 6, 96450 Coburg

Theaterkasse Di. bis Fr. 10:00–17:00 Uhr, Sa. 10:00–12:00 Uhr

Telefon 09561 · 89 89 89

www.landestheater-coburg.de

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


VERY AMUSED

Advertorial

FREUDE ÜBER 2016 UND VORFREUDE AUF 2019

COBURG VERY BRITISH

Ein Weihnachtsbaum für die Queen – was für eine

verrückte Idee, dachten Viele im Jahr 2016, als

das Coburger Stadtmarketing eine alte Idee des

berühmtesten Sohns der Stadt, Prinz Albert, wieder

aufgriff und zur Weihnachzeit einen im Callenberger

Forst geschlagenen Baum mit großem Aufwand nach

Windsor brachte, dort aufstellte und mit Lichtern aus

Coburg und geschmückt mit Kugeln aus dem nahen

Lauscha zum Leuchten brachte. Die Aktion schlug

mediale Wellen und brachte jetzt den Bayerischen

Stadtmarketingpreis ein. Die alte Verbindung

Coburgs zum britischen Königshaus also ist im 21.

Jahrhundert immer noch eine Erfolgsstory. Darauf

setzt man im Tourismus und Stadtmarketing auch

für das Jahr 2019. Dann jährt sich der Geburtstag von

Prinz Albert und seiner Queen Victoria zum 200. Mal.

Der Preis aus den Händen des Bayerischen

Wirtschaftsministers Franz Josef Pschierer ist auf

jeden Fall Ansporn genug: In vier verschiedenen

Kategorien waren jeweils mehrere Projekte

nominiert worden. Und wenn die Stadt Coburg

dann in der größten Kategorie ab 40 000 Einwohner

den Titel holt, ist das schon etwas Besonderes.

Die Laudatio jedenfalls war eindeutig: “Die Queen

hat die Idee nicht auf dem Silbertablett geliefert,

aber die Trüffelschweine aus Coburg haben sie

dennoch gleich erschnuppert. Ein genialer Einfall

wurde konsequent umgesetzt. Wie Historie modern

vermarket wird, zeigen sie in mit einer von Anfang

bis Ende durchgestylten Marketingmaßnahme, die

europaweites Echo hervorrief. Well done! Die Jury

war „very amused“ und gleichzeitig beeindruckt von

der Stringenz, mit der eine anfangs kleine Idee ganz

groß gemacht wurde.“ Die Stadt mit den historisch

engen Verbindungen zum englischen Königshaus

also hatte diese geschickt für Werbung in eigener

Sache ausgenutzt. Professionelles Marketing, das

europaweite Aufmerksamkeit erzielte und die Jury

ebenso überzeugte wie die klare Einbindung in die

Stadtmarketingstrategie.

Nur logisch also, dass man im kommenden Jahr

ganz auf den 200. Geburtstag von Prinz Albert

und Queen Victoria setzt und schon fleißig an den

Konzepten dafür arbeitet. So soll es gemeinsame

Auftritte des Philharmonischen Orchesters des

Landestheaters Coburg mit der Royal Choral Society

geben. Der angesehene traditionsreiche Londoner

Chor verdankt seine Existenz Prinz Albert, wurde er

doch zur Eröffnung der legendären Royal Albert Hall

gegründet. Daneben sollen die Coburger Schlösser

Rosenau, Callenberg und Ehrenburg und weitere

hiesige Stationen aus dem Leben des Coburger

Prinzenpaares mit wichtigen Stationen in England

digital verknüpft werden. Auch an eine Teilnahme

am Viktorianischen Weihnachtsmarkt vor dem

Kensington-Palast ist gedacht und im weltbekannten

Victoria und Albert Museum in London könnte

2019 ein Designer-Weihnachtsbaum aus Coburg für

Staunen sorgen. Viele weitere Ideen liegen bereits

in der Schublade und warten darauf in den nächsten

Monaten vorbereitet und umgesetzt zu werden.

Auch das Jahr 2019 wird also in Coburg wieder very

british – und vielleicht ja wieder so erfolgreich wie

das Weihnachtsmärchen 2016.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


GANZ PERSÖNLICH

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


KATI WILHELM

Ganz

persönlich …

EIN ABEND MIT KATI WILHELM

Dreimal stand sie bei Olympischen

Spielen ganz oben auf dem Treppchen,

holte außerdem zweimal Silber

und einmal Bronze, fünfmal war sie

Weltmeisterin, dazu gewann sie noch

acht weitere Medaillen. Damit ist die

eine der erfolgreichsten deutschen

Sportlerinnen aller Zeiten: Kati

Wilhelm, die ehemalige Biathletin

aus Steinbach-Hallenberg im

Thüringer Wald. Und am Dienstag,

den 2. Oktober ist der Rotschopf in

Coburg zu Gast: Bei der Premiere des

neuen Veranstaltungsformats „Ganz

persönlich“ der Old Tabler 151 Coburg

im Landestheater in Coburg.

Das Motto des Abends ist Programm: Kati Wilhelm gibt im ersten Teil der Veranstaltung

Einblicke in ihr Sportlerleben, erzählt von ihren Erlebnissen, von Höhen, aber auch

von den Tiefen, lässt die Zuschauer teilhaben an Emotionen, plaudert über die großen,

aber auch die kleinen, unbekannten Seiten ihres Lebens als Biathlon-Star. Und sie stellt

Bezüge her zu ihrem heutigen Leben, sowohl beruflich, als auch privat … ganz persönlich

eben. Danach stellt sie sich den Fragen von Thomas Apfel, dem Redaktionsleiter von

Radio EINS, und den Fragen des Publikums ... das wird spannend und überraschend.

Neben den bereits durch den Round Table Coburg etablierten und stets sehr gut

besuchten Veranstaltungen wie zum Beispiel der Coburger Comedy Gala oder

dem Open-Air-Kino im Innenhof von Schloss Ehrenburg handelt es sich bei „Ganz

persönlich“ damit wieder um ein besonderes Veranstaltungsformat. Und das natürlich

zu einem guten Zweck: Die „Old“ Tablers unterstützen mit den Erlösen des Abends

Hilfsbedürftige, besonders Kinder aus der Region - die Überschüsse gehen zu 100% in

die Servicekasse des Vereins der Freunde von Round Table, der seit Jahrzehnten für

eine vertrauensvolle, regionale Verwendung der Gelder steht.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 02. Oktober 2018 um 19.30 Uhr. Nach der

Veranstaltung wird Kati Wilhelm in den Räumen des Landestheaters Coburg noch für

Autogramme und ausreichend Schnappschüsse zur Verfügung stehen. Die Künstler-

Klause in Coburg wird die Pausen und das Rahmenprogramm mit kleinen Häppchen

und Getränken abrunden. Da der Tag der Deutschen Einheit als Feiertag auf die

Veranstaltung folgt, bietet sich ein gemütlicher Ausklang des Abends im Herzen der

Coburger Altstadt an.

Wann Wo Wie?

Dienstag, 2. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Landestheater Coburg,

Tickets ab 6 Euro u.a. beim Coburger Tageblatt.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


REGIONAL UND ZUKUNFTSSICHER

Advertorial

Tag der offenen Tür 2018

CEB, SÜC und süc//dacor

Den 29. September 2018 sollte man

sich schon einmal dick anstreichen

im Kalender: Dann nämlich

öffnen die Coburger Ver- und

Entsorgungsbetriebe sowie deren

IT-Partner süc//dacor inklusive

iTVCoburg ihre Pforten beim Tag

der offenen Tür. Zu erwarten ist ein

großes Programm zum Informieren,

Staunen, Spielen, Essen und Trinken.

Wie ist ein Müllfahrzeug aufgebaut? Wir funktioniert eine Kehrmaschine?

Wie sieht eine Glasfaserleitung aus? Was ist ein Blockheizkraftwerk?

Antworten auf diese und viele andere Fragen erhält man beim Tag der

offenen Tür des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB), der

Städtischen Werke Überlandwerke (SÜC), von süc//dacor und iTVCoburg.

Am Samstag, 29. September 2018, laden die Unternehmen die Bürger von 10

bis 16 Uhr ein, hinter die Kulissen zu schauen. Unter dem Motto „Regional

und Zukunftssicher“ präsentieren sich die Abteilungen von CEB und SÜC

mit ihren vielfältigen Geräten und Tätigkeiten.

Das Veranstaltungsgelände reicht vom SÜC-Gebäude in der Bamberger

Straße über das Gelände des CEB in der Uferstraße bis hin zum Wertstoffhof

in der Glender Straße 27 in Coburg-Neuses. Ein Oldtimerbus fährt kostenlos

als Shuttletransfer zwischen den Veranstaltungsorten.

Auszüge aus dem Programm von A bis Z:

Blockheizkraftwerk: Führungen

Elektrisch unterwegs: Probefahrten

von Elektrofahrzeugen

Grüßen an die Liebsten: Grußbox iTV

Gewinnspiel: Tickets für BBCund

HSC-Heimspiele und mehr

Hüpfburg, Kinderschminken, Elektroscooter

Kinderprogramm

Info: Glasfaser

Kehrmaschine: Testfahrten

Notstromaggregat: Besichtigung

Netzleitstelle: Führungen

Netzschutz / Kabelmesswagen: Vorführungen

Planauskunft: Besichtigung

Saugbagger und Bohrspülgerät: Vorführungen

Selbsttest: Strom aus Muskelkraft

Show und Musik: Werkskapelle und Effect’s

Simulation: Unterwegs mit dem Bus

Stromverbrauch: Rätsel

Thermografiekamera: Vorführungen

und vieles mehr …

…. also vormerken: 29. September 2018, 10 bis 16 Uhr. Tag der

offenen Türe auf dem Gelände der SÜC an der Bamberger Straße,

des CEB an der Uferstraße, von süc//dacor und iTVCoburg am

Schillerplatz und auf dem Gelände des Wertstoffhofs in Glend.

Eintritt frei. Parken im Parkhaus der SÜC, auf dem Coburger

Ketschenanger oder an der Uferstraße möglich. Zwischen den

Veranstaltungsorten Bamberger Straße und Wertstoffhof wird

außerdem ein Buspendelverkehr mit einem Oldtimer-Bus

eingerichtet.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


Advertorial

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

UNVERGESSLICHE MOMENTE | HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018

Open-Air-Sommer auf dem Coburger Schlossplatz, das bedeutet: tolle Musik, leckeres Essen, erfrischende Getränke und unvergessliche Momente.

Wer noch nie da war, für den heißt es jetzt: Tickets sichern, Freunde und Verwandte einpacken und samt Kind und Kegel ein einzigartiges Erlebnis

genießen. Inmitten einer Umgebung, die auch der beste Bühnenbildner nicht eindrucksvoller hätte gestalten können.

REVOLVERHELD

19. AUGUST | 19.30 UHR

Es war ein besonderer Tag im November 2016 für die Jungs von Revolverheld,

vielleicht sogar der bisherige emotionale Höhepunkt der Karriere. Das letzte

Konzert und feierliche Finale der „MTV Unplugged Tour“ ging in ihrer

Heimatstadt Hamburg über die Bühne der ausverkauften Barclaycard Arena und

die vier sympathischen Nordlichter verabschiedeten sich in eine Pause. Die erste

wirkliche Pause nach über einem Jahrzehnt Bandgeschichte, unzähligen Gold und

Platinauszeichnungen, Echo, MTV Awards, Charthits und alleine auf der letzten

Tour beinahe 250.000 Fans, die jeden Abend genauso glücklich und verschwitzt

nach Hause gingen wie die Band. Doch ein Jahr Pause geht schneller vorbei, als

man denkt. Und pünktlich melden sich Revolverheld mit der Nachricht zurück,

dass Johannes nächstes Jahr Teil der 5.Staffel der höchst erfolgreichen VOX

Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wird! Offensichtlich rührt

sich also wieder etwas im Hause Revolverheld und man munkelt, dass die Jungs

wohl wieder an einem neuen Album feilen und 2018 nach >>PAUSE<< wieder

auf >>PLAY<< drücken.

SANTIANO

A-HA

21. AUGUST | 20.00 UHR 22. AUGUST | 20.00 UHR

Mit zusammengerechnet 450 Wochen sind SANTIANO die am längsten in den

deutschen Charts platzierte Band der vergangenen fünf Jahre. Jetzt nehmen die

Giganten des Shanty-Rock weiter an Fahrt auf und kommen im August nach

Coburg. Im Herbst 2017 erst wurden Santiano mit 7-fachem Gold und 3-fachem

Platin für ihr Vorgängeralbum „Von Liebe Tod und Freiheit (2015)“ geehrt. Für

die Männer aus dem Norden aber noch lange kein Grund sich auszuruhen –

ganz im Gegenteil, denn sie arbeiten schon voller Kraft an Ihrer Bühnenshow.

Wenn SANTIANO auf Tour ist, dann machen sie keine halben Sachen, das kann

jeder in ihrem „Logbuch“ nachlesen, das die Band schon seit 2013 für ihre Fans

führt. Dort zeigt sich oft genug per Videobotschaft, was vor und hinter der Bühne

auf einem Konzert von SANTIANO passiert. Dass sich am Spaß der Mannschaft

rein gar nichts geändert hat, dass sie noch immer scherzen, improvisieren, mit

dem Publikum auf Tuchfühlung gehen und unterwegs manche Panne verfluchen.

a-ha sind weltweit eine der kultigsten Pop-Bands der 80er Jahre. Das mehrfach

mit Platin ausgezeichnete norwegische Trio gilt noch heute als wahrer Pionier

in Sachen Musik- und Videotechnologie und nur wenige Bands können es

mit dem Vermächtnis und der Langlebigkeit dieser Band aufnehmen. Auch

bei der Electric Summer Tour 2018 werden a-ha wieder das tun, was sie

am besten können: Von Herzen für ihre Fans performen. Im Gegensatz zur

MTV Unplugged-Tour werden sie im kommenden Sommer mit Band und

Streichersektion ein volles Elektro-Set spielen und sowohl altbekannte Hits als

auch neues Material in sorgfältig ausgewählten, deutschen Städten präsentieren.

Über die anstehende Tour sagt Morten Harket: „Wir haben eine enge Beziehung

zu Deutschland und unseren Fans dort und haben auch Fans gesehen, die

zu all unseren Shows reisen und die wir herzlich willkommen heißen. Es

ist aufregend, draußen zu spielen und unsere Musik zu Orten zu bringen,

die keine traditionellen Arena-Tour-Orte sind. Wie immer wollen wir die

Dinge immer auf eine neue Art und Weise tun, damit die Dinge für unsere

Fans aufregend bleiben. Wir freuen uns sehr auf diesen Electric Summer!“

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,

telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


DIE NACHT DER KONTRASTE

Advertorial

Spannende Locations,

bestes Entertainment

Die Coburger Museumsnacht

am Samstag, den 8. September 2018

Sie ist eines der Highlights im Kulturkalender

der Vestestadt: Die Coburger Museumsnacht.

Über 10 000 Nachtschwärmer aus Coburg,

ganz Nordbayern und dem Süden Thüringens

besuchen alljährlich das kultige Event.

Sie alle fiebern schon dem 8. September

entgegen. Dann nämlich findet die „Nacht

der Kontraste“ bereits zum 14. Mal statt,

zum ersten Mal organisiert von der Event- und

Künstleragentur „Agentur Streckenbach“ im

Auftrag der Coburger Landesstiftung.

„Ein Ticket –

alles drin“

über 20 Sehenswürdigkeiten

und interessante Orte

erstklassiges Kulturprogramm mit

Jazz, Pop, Klassik und Comedy

Mitternachtsshow auf

der Veste Coburg

Pendelbusse in der

gesamten Innenstadt

23 historische und interessante Orte – von den altehrwürdigen

Mauern der Veste Coburg bis zur markanten

Industriearchitektur der Firma Brose – öffnen überall in der

Stadt zur „Nacht der Kontraste“ von 18 bis 1 Uhr ihre Pforten.

Auch beim Kulturprogramm sind die Kontraste Trumpf.

Während der Museumsnacht sorgen fast 30 internationale und

regionale Künstler und Bands aus den Sparten Musik, Comedy

und Performance in wunderschön illuminierten Museen,

Schlössern, Burgen und Parks für anregende Unterhaltung

und tolle Stimmung. Darunter das Feuerbach- Quartett, das

im Riesensaal von Schloss Ehrenburg fetzige Rocksongs in

klassischen Streicherarrangements darbietet oder die rasante

Filmshow des Künstlerduos Radio Influenza im Theater in der

Reithalle.

In der Kirche St. Augustin geht es mit Suzan Baker & Dennis

Lüddicke auf eine Reise durch Jazz, R’n’B, Pop, Rock, Soul

und Reggae. Südamerikanische Rhythmen à go go gibt’s mit

Mambo Franconia im Gebäude 25 der Firma Brose.

Einen neuen Publikumsmagneten haben die Veranstalter

mit der großen Mitternachtsshow um 23.30 Uhr im Innenhof

der Veste Coburg geschaffen. Dort begeistert die bekannte

A- Cappella- Gruppe VIVA VOCE die Besucher.

Ebenfalls neu: Die „Nacht der Kontraste“ wird durch

„Pop- Up- Museen“, die exklusiv nur für die Museumsnacht

öffnen, bereichert. Den Start machen die Exponate des

Friedensmuseums Meeder e.V. in den Räumen der Coburger

Wohnbau. Gezeigt wird unter anderem eine berührende

Ausstellung über das Leben der für den Friedensnobelpreis

nominierten Coburger Pazifistin Anna B. Eckstein.

Und da Flanieren, Schauen, Staunen und Feiern ja bekanntlich

hungrig und durstig machen, bietet die „Nacht der Kontraste“

ein großes gastronomisches Angebot. Von echt fränkischem

Bier der Brauerei Mahr bis Kloß mit Soß’ gibt es alles, was das

(kultur)hungrige Herz begehrt.

Die Coburger Museumsnacht am 08. September 2018

von 18 bis 01 Uhr. Das komplette Programm unter:

www.museumsnacht-coburg.de

Tickets im Vorverkauf, als Online- Ticket auf www.reservix.de

oder an den Abendkassen der Museumsnacht

(Abendkasse 9 Euro, Vorverkauf 7 Euro,

ermäßigt 6 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei)

Der COBURGER verlost 30 Tickets! Ganz einfach

reinklicken auf facebook.com/CoburgerMagazin.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


GALERIE

RÜCKBLICK JUNI 2016

G A L E R I E

MARINA ABRAMOVA

„Es gibt nicht zu wenige Motive, es gibt nur zu wenig Zeit und Papier.“

Mit diesem Satz beschreibt Marina Abramova ihr Schaffen. In Kolomna

in Russland geboren, studierte sie in Moskau und Freiberg. Seit 2015

arbeitet sie als freie Malerin und lebt inzwischen in Untersiemau. Wir

hatten Sie schon einmal im Magazin, mit ihren Aquarellen. Dieses

Jahr waren ihre Bilder im Kunstverein Coburg in einer vielbeachteten

Ausstellung zu sehen. Grund genug, der Künstlerin ein zweites Mal

unsere Aufmerksamkeit in unserer Galerie zu schenken.

AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


MARINA ABRAMOVA

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


GALERIE

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


MARINA ABRAMOVA

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


GALERIE

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


MARINA ABRAMOVA

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


SCHATZSUCHE 2018

Das Rätsel Für die Region präsentiert von

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DIE SCHATZSUCHE 2018 – DAS RÄTSEL DER REGION

UND ES GEHT WEITER, IMMER WEITER. Mit Unterstützung der Sparkasse

Coburg – Lichtenfels und in Zusammenarbeit mit iTVCoburg winken wieder

Gutscheine und Bargeld in Höhe von 1000 Euro. Die ersten Hinweise zu den

Fragen sind gleich ein paar Zeilen weiter unten zu finden – außerdem habt Ihr

zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst nicht, die kostenlose iTVCoburgApp

herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich immer den letzten Hinweis.

Und so geht’s 2018 – ganz einfach:

Die Schatzsuche findet jetzt noch dreimal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es

um Preise im Wert von 1000 Euro.

Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen

COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Also

in diesem COBURGER, dann nochmal im Oktober und im Dezember.

Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils

ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des

COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-

Wochen: 18. bis 25. August, 20. bis 26. Oktober, 08. bis 14. Dezember.

Dann habt Ihr sieben Antworten – und mit dem abschließenden Hinweis

auf der iTVCoburgApp kommt Ihr dann auf die Lösung, den Schlüssel zum

Schatz. Eine Woche habt Ihr dafür Zeit. Die Lösung dann einfach per Mail an

hegen@coburger-magazin.de schicken.

Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen, Mitspielen könnt Ihr ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von

Namen und Bild, solltet Ihr gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu.

84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Und hier die sieben Hinweise für die

sieben Fragen der dritten Schatzsuche

2018 vom 18. bis 24. August. Dann könnt

Ihr Euch schon mal vorbereiten:

1 Ein europäischer Ministerpräsident

mit Wurzeln in Coburg.

2 König der Kunst.

3 Spezialität des Hauses.

4 Hier lernen Kinder „majestätisches“

Benehmen.

5 16 Meter hoch.

6 Sammler einer bestimmten Automarke.

Und hier noch die Auflösung vom

letzten mal:

Ganz und gar russisch ging es zu bei unserer letzten

Schatzsuche. Wer die Sprache unserer östlichen

Nachbarn konnte oder in seinem Bekannten- oder

Familienkreis über einen des Russischen Mächtigen

verfügte, hatte leichtes Spiel bei der Suche nach

dem Schlüssel zu Schatz. Und der abschließende

Hinweis „Es wird heiß“ brachte Gewissheit: „Open

air Sommer“ hieß die Lösung. Gewinnerin war

dieses Mal Christine Diem-Keller (mit Tochter),

der wir die Gutscheine im Wert von 750 Euro und

250 Euro Bargeld übergeben haben. Alle Fragen,

alle Antworten von der letzten Schatzsuche auf

www.coburger-magazin.de.

Julian Temperley -

the man behind our

Burrow Hill

English Crafted

Cider-

Brandy

& Likör

7 Hier standen heiße Schlitten.

Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage

unserer dritten Schatzsuche am Samstag, den

18. August um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de

oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und

von iTVCoburg.

Ihr benötigt also

zum Miträtseln nur:

Jeweils den neuen COBURGER gedruckt

oder online unter www.coburger-magazin.de

alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder

iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App

Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Unsere Sponsoren 2018 u.a.:

Das war es – viel Spaß.

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 85


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 28 / August 2018

Sechster Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Benedikt Dellert

Wolfram Hegen

Wolfram Porr

Heidi Schulz-Scheidt

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Martin Rehm

Val Thoermer

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

„HUK-COBURG“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

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Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018

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Mehr Leistung, mehr Geschichten und ab und

zu eine Überraschung: Das garantieren wir

unseren PREMIUM-PARTNERN. Weil sie den

COBURGER regelmäßig für ihre Kommunikation

nutzen, bedanken wir uns dafür nämlich mit

Sonderkonditionen.

Und das kommt an: Seit Mai dürfen wir wieder vier

neue PREMIUM-PARTNER in unserer Community

begrüßen: die Bätzold OHG, den Ciderhof, Intersport

Wohlleben und das Sportland Coburg. Wir freuen uns

über das Vertrauen und auf viele gemeinsame Stories,

Fotos und Projekte.

Und das sind bisher unsere

PREMIUM-KUNDEN 2018:

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bätzoldt oHG

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Broadway Body GmbH

Buchhandlung Riemann

Ciderhof

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

Frische-Center Wagner

Friseur Julia Göring Intercoiffure

IHK zu Coburg

Intersport Wohlleben

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

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ROB – Roberto Bauer Herrenmoden

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86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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Mitnehmen … vergriffen? Ärgerlich … dabei

gibt es den COBURGER auch im Abo

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de/abo bestellen und er kommt nach Hause,

sechsmal jährlich. Kostet zwar ein paar Euro,

aber das tut die Fahrt in die Stadt ja auch, und

die Parkgebühr, und der Strafzettel … und vor

allem kostet die Suche nach dem COBURGER

Nerven! Die aber sind endlich … Also am

besten gar nicht weiterlesen, sondern erst Abo

bestellen. Und dann weiterlesen.

COBURGER MACHT URLAUB

SIND DANN MAL WEG

Vier Ausgaben 2018, den Jahrhundertsommer

bisher im Büro verbracht,

höchste Zeit, einmal rauszukommen.

Deswegen legen auch wir vom

COBURGER eine Pause ein, die Füße

hoch, Wert auf gepflegte Gastlichkeit,

neue Eindrücke, ein gutes Buch, ein

Bad im See. Vom 11. August bis Ende

August ist die Redaktion nicht besetzt.

Wir wünschen uns eine schöne Zeit …

und Ihnen natürlich auch. Wir sehen,

hören und sprechen uns wieder ab

Anfang September. Und wir freuen uns

auch drauf.

Schnell.

Sichtbar.

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Einstieg jederzeit.

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beraten lassen:

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE

„Früher war alles besser“, hat Karl Valentin einmal gesagt, „auch die Zukunft“!

Einer der Lieblingssprüche vom Monaco! Und bisher hätte er den auch immer

unterschrieben. In den letzten Wochen und Monaten konnte man allerdings

schon mal ins Grübeln kommen, ob zumindest der Passus mit der Zukunft noch

so stimmt. Ja, ham eigentlich alle grod an Vollschlooch? Es is worschd wohin

ma schaut – ob nach Russland oder Ungarn, in die Türkei oder nach Amerika:

Ma könnt‘ maana, die Präsidenten und Politiker ham se nimmer alle! Zu allem

Überfluss hat dieser Virus jetzt auch unsere bayerische Regierungspartei

befallen. Also nicht die komplette CSU – da gibt’s schon auch noch ein paar

Normale. Aber den Seehofer und einige andere! Scheinbar tut dem Horst die

Berliner Luft gar nicht gut. Oder er hat seinen Machtverlust in Bayern immer

noch nicht verkraftet. Is ja aa schlimm, wenn ma des Zepter einem Franken

übergeben muss, gell!

Wirklich, was war das für ein Kasperltheater, was unser Bundesinnenminister

da in den letzten Wochen aufgeführt hat! Ma könnt‘ grod’naus losgreina!

Also, seid Ihr alle da?? Erst der Streit um die Zurückweisung von Flüchtlingen

inklusive Rücktrittsdrohung, angekündigtem Rücktritt und schließlich dem

Rücktritt vom Rücktritt (könnt Ihr noch folgen, liebe Kinder?) – quasi ein so

noch nicht gesehener dreifacher Seehofer-Meinungs-Schraubensalto. Und weil

das noch nicht genug war – „da setzt die Kunst keine Grenzen“ (hahaha) – freute

sich Seehofer an seinem 69. Geburtstag dann auch noch über 69 ausgeflogene

Flüchtlinge nach Afghanistan, von denen sich leider (a bissla Schwund is ja

immer) einer nach der Zwangsrückkehr in sein Heimatland das Leben nahm.

Tri-tra-trullala!

Darüber, dass sich ein Minister und seine Partei so sehr auf ein einziges

(Wahlkampf-)Thema kaprizieren, kann man sich angesichts der realen Nöte

und Sorgen der Bürger (kaum bezahlbarer Wohnraum, fehlende KiTa-Plätze,

Feinstaub und drohende Fahrverbote für alte Diesel,

schleppender Digitalausbau – und dem Monaco würden

noch mehr Themen einfallen) nur wundern. Genau wie

über so manch andere Maßnahme oder Wortmeldung.

dass die CSU in aktuellen Umfragen bei historisch schlechten 38 Prozent

angekommen ist. Da hat inzwischen sogar der Rheinische Sauerbraten mehr

Anhänger in Bayern!

Aber nochmal zurück zum Vorschlag der Ministerin: Wie soll das nun eigentlich

konkret aussehen mit der bayerischeren Küche in Alten- und Seniorenheimen?

Ich mein‘, a weißer Käs‘ oder auch a schöner gemischter Pressack, das kann man

sich gerade noch vorstellen. Und die Bradwürschd spült so ein traditions- und

heimatbewusster 90-Jähriger ganz locker mit einem Schnabeltässla Bier runter.

Allerdings könnte es bei so mancher deftigen bayerischen oder fränkischen

Kost schon schwieriger werden. Püriert also künftig das Küchenpersonal des

Schäuferla? Und werden die Kruste, des G’müs (und die Dableddn) gleich mit

nei g’schniddn oder gibt’s des extra? Immerhin: Was die wichtigste fränkische

Beilage betrifft, sind alle Coburger klar im Vorteil. Denn ein echter Coburcher

Kloß is ja von Natur aus scho mundgerecht püriert, gell!

„Gerade im Alter sind Freude, Genuss und Wohlbefinden bei den Mahlzeiten

wesentliche Aspekte für mehr Lebensqualität“, wird Kaniber in einer Mitteilung

ihres Ministeriums zu dem Thema zitiert. Vielleicht hatte sie da ja auch schon

an Horst Seehofer gedacht. Der ist nun schon in seinem 70. Lebensjahr. Da

genießen andere längst ihren wohlverdienten Ruhestand. Also, Horst, wie wär’s?

Ein paar Jahre noch im heimischen Hobbykeller mit der Eisenbahn spielen und

dann immer schön bayerisches Essen fassen, wenn’s im Heim gongt. Vielleicht

hatte der Karl Valentin ja doch Recht mit der besseren Zukunft …

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

So haben wir nun also offiziell eine bayerische

Grenzpolizei, die meist menschenleere Übergänge bei

Passau oder Salzburg überwacht. Die Münchner CSU

fordert sechzehneinhalb Jahre nach Edmund Stoibers

gestotterter Transrapid-Rede („in zehn Minuten!“)

Parkflächen für Flugtaxis am Münchner Hauptbahnhof,

damit Besucher künftig in sogar nur sieben (!)

Minuten vom Flughafen in die Innenstadt transportiert

werden können. Haben wir Probleme, wirklich

wahr! Und auch von der neuen Landwirtschafts- und

Ernährungsministerin Michaela Kaniber kommt ein

„bürgernaher“ Vorschlag, nämlich ein Plädoyer für

„bayerischere Verpflegung“ in Senioreneinrichtungen.

Bei solch geradezu bahnbrechenden, ja revolutionären

politischen Vorhaben verwundert es nicht wirklich,

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

NACHHALTIG BILDEN

Von Wolfgang Weiß

Die Verleihung des Coburger Medienpreises in der HUK-Coburg-Kantine auf der Lauterer Höhe war ein

Ereignis mit weltstädtischem Flair. Da sind wir wieder bei Professor Walter Ackers‘ Begriff der „gefühlten

Großstadt“, das er bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts in Coburg wahrnahm:

Großstadtfeeling in einer 41.000-Einwohner-Stadt. Bevor es drinnen mit dem Programm losging, hielten sich

die Besucherinnen und Besucher beim Sektempfang draußen auf der Terrasse auf. Chic gekleidete Menschen,

kleinere und größere Gesprächsgruppen, eine durch und durch positive Stimmung, die über dem ganzen lag.

Und wenn man den Blick schweifen ließ über entspannte und fröhliche Menschen, die moderne Architektur

des HUK-Coburg-Baus, die Teichanlage mit dem Holzsteg und dem gepflegten Grün darum, mit den Langen

Bergen und dem Lauterberg im Hintergrund und dem langsam dunkel werdenden blauen Himmel darüber,

dann blieb einem gar nichts anderes übrig als das Gefühl: Das Leben ist schön!

Wer nichts anderes um sich herum hat als eben eine solche Umgebung, wer sich ausschließlich in Gesellschaft

mit Menschen befindet, denen es gut geht, kommt gar nicht auf die Idee, dass etwas schief läuft in unserer

Gesellschaft, auf unserem Planeten. Das, was an schlechten Nachrichten über das Auge und das Ohr den

Verstand erreicht, wirkt abstrakt, weit entfernt, wenig bedrohlich.

Bei meinen Waldführungen mit Schulklassen, Ferien- oder Eltern-Kind-Gruppen und interessierten

Erwachsenen merke ich immer wieder, wie aufgeschlossen Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Natur und

ökologische Zusammenhänge sind. Ich spüre eine große Offenheit für Themen wie die Gefährdung biologischer

Kreisläufe oder die Herausforderungen, die der vom Menschen gemachte Klimawandel mit sich bringt. Wir

brauchen mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): „Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu

zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des

eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.“ So wird dieser

Begriff auf dem BNE-Portal im Internet definiert. Mit Informationen zu Flora und Fauna, zu den ökologischen

Zusammenhängen in der Natur, mit Spielen wie „Wald im Gleichgewicht“ oder „Wir haben nur eine Erde“, mit

Gemeinschaftsaufgaben wie dem Bau einer Hütte aus Ästen und Zweigen versuche ich, Menschen dafür zu

sensibilisieren, dass wir Teil der Natur sind, wir Verantwortung haben, wir alle handlungsfähig und kompetent

sind, um uns dieser Verantwortung zu stellen.

Viele Organisationen und Einrichtungen kümmern sich bereits um Umweltbildung, aber das Angebot ist noch

viel zu klein. Da muss mehr geschehen, um Menschen bewusst zu machen, dass die Probleme, die unser Leben

und Wirtschaften für den Planeten mit sich bringen, keine abstrakten Probleme sind. Bildung für nachhaltige

Entwicklung macht uns zu überzeugten Akteuren!

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 12. Oktober 2018

Anzeigenschluss ist

der 28. September 2018.

Grillen im Jahre 2050

Calleri/toonpool.com

Dumme Witze für den Sommer, den Strand oder den Urlaub sind dieses Mal das Letzte

„Hast Du schon Urlaubspläne?“ „Brauch ich nicht: Die Frau sagt wohin, der

Chef wann, und die Bank wie lange.“

Was macht ein Ostfriese wenn er einen Stromausfall hat? Er geht an den Strand

und holt sich ein paar Kilo Watt.

Was ist winzig und wird immer wieder an den Strand gespült? - eine Mikrowelle.

„Mama, darf ich in diesem Sommer mal einen Bikini tragen?“ „Nein, Peter.“

„Ihr reist dieses Jahr doch nicht nach Spanien?“ „Nein, das ist falsch. Nicht nach

Spanien sind wir im letzten Jahr geflogen. Diesen Sommer reisen wir nicht nach

Schweden!“

„Schatz, wir haben im Lotto gewonnen, pack die Koffer.“ „Sommer- oder

Winterkleidung?“ „Egal, Hauptsache, du bist in zehn Minuten verschwunden.“

„Sieh sehen aber nicht gut aus, waren sie krank?“ „Nein, mit der Familie im

Urlaub“.

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018


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AUSGABE 28 / AUGUST 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


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92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 28 / AUGUST 2018

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