17.11.2025 Aufrufe

mein.killesberg-Magazin | 55. Ausgabe | Winter 2025

Die neue Winterausgabe 2025 des mein.killesberg-Magazins.

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55. AUSGABE / WINTER 2025

STORY

Hilfe auf vier Rädern –

der Kältebus in Stuttgart.

Zu sehen auf Seite 6

PARTNERPORTRÄT

Raum für Ruhe, Balance

und Begegnung.

Zu sehen auf Seite 20

KÖPFE AM KILLESBERG

Ein Rückblick auf fast drei

Jahrzehnte im Theodor-Heuss-Haus.

Zu sehen auf Seite 32



Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

brrr, ist das kalt draußen! Gibt

es da etwas Schöneres, als sich

mit einem heißen Drink in die

Kuscheldecke gehüllt aufs Sofa

zu legen? Wohl kaum! Diesen

Luxus hat aber nicht jeder,

weiß Frau Götz. Sie und das

Team vom DRK ziehen in eisigen

Nächten im Kältebus los,

um sich um die zu kümmern,

die auf der Straße leben –

mehr dazu auf Seite 6 und 7.

Sozial engagiert sind auch die

Mitglieder der Celebrate Life

Church. Wie, erfahren Sie auf

den Seiten 30 und 31. Unser

Kopf am Killesberg ist diesmal

Thomas Hertfelder, der 28

Jahre lang Geschäftsführer des

Theodor-Heuss-Hauses war,

zu lesen auf Seite 32 und 33.

Tipps muss er dem neuen Geschäftsführer

keine mehr geben,

sagt er – und auf Seite 26

und 27 erfahren wir vom neuen

Leiter, Thorsten Holzhauser,

auch warum. Entspannt geht’s

weiter auf den Seiten 20 und

21, wo uns Alina Neumann erklärt,

warum ihr Yogastudio

„Klein A“ etwas ganz Besonderes

ist. Und apropos „besonders“

– kennen Sie schon

„byJu“? Der Store von Julia

Kaestle vertreibt nachhaltigen

Schmuck. Was das bedeutet,

lesen Sie auf Seite 28 und 29.

Des Weiteren sprechen Silke

Siegel-Kirschenmann und Dr.

Moritz Kraemer von der BW-

Bank auf den Seiten 40 und

41 über Vermögen im Wandel.

Übrigens: Auch der Temperaturwechsel

beschäftigt

uns in dieser Ausgabe, besser

gesagt: Unsere Haut. Pflegetipps

dafür gibt’s deshalb auf

den Seiten 38 und 39. Damit

auch der Geist fit bleibt, gibt’s

obendrein ein paar Impulse für

mentale Frische – zu finden auf

Seite 42 und 43. Viel Freude

beim Lesen!

Ihr mein.killesberg-Team

3


Inhalt

DESIGN | 28

Wie Julia Kaestle

Schmuck neu denkt

4


Story

STORY | 6

Wärme, die bleibt –

auch nach dem Winter

Partner

NACHGEFRAGT | 8

Judith Lorch über

den Killesberg

PARTNEREINTRÄGE | 9

Geschäfte und Dienstleister rund

um den Killesberg

PARTNERPORTRÄT | 20

Wo der Alltag leiser wird

Killesberg entdecken

GESCHICHTE | 22

Ein Stolperstein für

Berta Sichel und

Ada Gabriella Rothschild

NEWS | 24

Neues aus der Nachbarschaft

VERANSTALTUNGSKALENDER | 25

Wissen, was am Killesberg

und in Stuttgart läuft

Unterhaltung

GEWINNSPIEL | 34

Mitmachen und tolle

Preise gewinnen

CARTOON | 36

Äffle und Pferdle

RÄTSELSPASS | 37

Sport fürs Gehirn

Service

GESUNDHEIT | 38

Trockene Haut im Winter?

Nein, danke!

FINANZEN | 40 (ANZEIGE)

Generationen gestalten

Zukunft – Verantwortung

und Vermögen im Wandel

GEHIRNJOGGING | 42

Die besten Tricks für

geistige Frische

REZEPT | 44

Perfekt für die

gemütlichen Feiertage

DEMOKRATIE | 26

Generationswechsel im

Theodor-Heuss-Haus

DESIGN | 28

Wie Julia Kaestle

Schmuck neu denkt

GLAUBE | 30

„Wir wollen ein Licht für

den Killesberg sein“

KÖPFE AM KILLESBERG | 32

28 Jahre für die Demokratie

5


Story

Wärme, die bleibt –

auch nach dem Winter

Immer dann, wenn die Temperaturen

in Stuttgart unter Null

fallen, macht sich der Kältebus

des Deutschen Roten Kreuzes

auf den Weg. Seit 2013 fährt das

Fahrzeug durch die Stadt, um

Menschen zu helfen, die auf der

Straße leben – mit heißem Tee,

einer warmen Suppe, Schlafsäcken,

Isomatten und vor allem:

menschlicher Nähe. Denn wer

draußen übernachtet, braucht

nicht nur Wärme, sondern auch

ein offenes Ohr und das Gefühl,

gesehen zu werden. Eine, die

diese Aufgabe mit viel Herzblut

erfüllt, ist Carolin Götz. Sie ist

Projektleiterin im Fachbereich

„Jugend und Soziales“ beim

DRK Stuttgart und hat uns einen

Einblick in die soziale Arbeit auf

Stuttgarts Straßen gegeben.

STORY

„Ich war schon immer sozial engagiert“,

sagt sie. „Mir ist es sehr

wichtig, anderen Menschen zu

helfen – ganz besonders denen,

die sich in schwierigen Lebenslagen

befinden.“ Und das sind

einige. Gerade in den kalten

Monaten ist der Bedarf an Unterstützung

besonders hoch. Deshalb

sind pro Nacht mindestens

zwei, meist drei Ehrenamtliche

im Einsatz. Sie fahren feste Routen

durch Stuttgart, kennen die

Schlafplätze vieler Obdachloser

längst persönlich und wissen, wo

sie Halt machen müssen. Dabei

geht es nicht nur um das Verteilen

von warmem Tee oder Decken,

sondern auch darum, den

Kontakt zu halten und Vertrauen

aufzubauen. Reagiert wird zudem

auf Hinweise, die über die

Hotline (0711 / 219 54 776) eingehen.

„Wir bekommen Anrufe

von Passanten, Streetworkern

oder von anderen sozialen Trägern“,

erzählt uns Frau Götz. „Sie

melden hilfsbedürftige Personen,

dann passen wir unsere Route

an.“ Im Bus herrscht konzentrierte

Routine: Schlafsäcke, Isomatten,

heiße Suppe, Tee, Erste-

Hilfe-Material – alles hat seinen

festen Platz und ist mit wenigen

Handgriffen erreichbar. Jeder

Handgriff sitzt, jede Bewegung

ist eingespielt. Die Ehrenamtlichen

wissen genau, worauf es

ankommt: aufmerksam zuhören,

ruhig bleiben, helfen, wenn Hilfe

gebraucht wird – und im Notfall

den Rettungsdienst rufen. „Aber

oft geht es gar nicht um medizinische

Notfälle, sondern um

etwas, das im Alltag leicht vergessen

wird: um Aufmerksamkeit

und Menschlichkeit“, erzählt Frau

Götz. Das Team arbeitet dabei

eng mit anderen Hilfsorganisationen

zusammen. Wenn Menschen

weitergehende Unterstützung

benötigen, vermittelt der Kältebus

an die städtische Wohnungsnotfallhilfe

oder an Notunter-

6


künfte. Auch mit dem MedMobil,

das medizinische Versorgung für

Wohnungslose anbietet, besteht

ein regelmäßiger Austausch. So

wird sichergestellt, dass niemand

durch das Raster fällt und jede

Person die Hilfe bekommt, die

sie braucht. Neue Helferinnen

und Helfer werden dabei behutsam

an ihre Aufgaben herangeführt.

Sie begleiten zunächst erfahrene

Teammitglieder, lernen

die Abläufe kennen und bekommen

ein Gespür dafür, wie man

in unterschiedlichen Situationen

angemessen reagiert – mit Respekt,

Einfühlungsvermögen

und der richtigen Mischung aus

Nähe und Professionalität. Denn

wer im Kältebus mitfährt, braucht

nicht nur praktische Kenntnisse,

sondern vor allem eines: Herz.

„Niemand geht beim ersten Einsatz

allein raus“, sagt Frau Götz.

„Die Helferinnen und Helfer werden

begleitet, bekommen Schulungen

und haben erfahrene Kolleginnen

und Kollegen an ihrer

Seite.“ Dazu gehören auch Kurse

wie zum Beispiel „Erste Hilfe bei

extremer Kälte“. Alle im Team

verfügen über einen aktuellen

Erste-Hilfe-Kurs, der regelmäßig

aufgefrischt wird. Doch die Zahl

der Hilfesuchenden steigt seit

Jahren spürbar. „Wir merken,

dass mehr Menschen auf der

Straße leben und unsere Unterstützung

brauchen“, sagt Frau

Götz. Die Gründe sind vielfältig:

Wohnungsmangel, Arbeitslosigkeit,

psychische Erkrankungen,

Schicksalsschläge. „Viele denken,

Obdachlosigkeit betrifft nur

Menschen mit einer bestimmten

Biografie oder ist ‚selbstverschuldet‘.

Das stimmt allerdings nicht.

Die Ursachen sind hierbei sehr

viel komplexer.“ Dabei stehen

die Ehrenamtlichen selbst vor

Herausforderungen – körperlich

wie emotional. „Natürlich begegnen

wir auch Menschen, die

unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

stehen oder die psychisch

erkrankt sind. Das kann schon

schwierig sein. Aber in der Regel

erleben wir sehr viel Dankbarkeit

und Respekt“, erzählt uns Carolin

Götz. Auch die seelische Belastung

der Helferinnen und Helfer

wird ernst genommen. „Es gibt

Abende, die gehen einem besonders

nahe. Deshalb schaffen

wir Raum für Austausch, Reflexion

und Gespräche im Team“,

erklärt sie. „Und wenn jemand

merkt, dass ihn etwas stärker

beschäftigt, kann er die psychosoziale

Notfallversorgung für Einsatzkräfte

beim DRK in Anspruch

nehmen.“ Das ist eine sehr gute

Sache! Denn nur wer gut für sich

selbst sorgt, kann auch anderen

langfristig helfen. Viele Bürgerinnen

und Bürger, Unternehmen

oder Vereine unterstützen den

Kältebus regelmäßig – mit Geld,

Sachspenden oder durch ehrenamtliches

Engagement. „Wir

brauchen Mittel für Schlafsäcke,

Isomatten, warme Kleidung, für

den Sprit, die Versicherung und

die Instandhaltung des Fahrzeugs.

Außerdem gibt es eine

hauptamtliche Koordination“,

sagt Frau Götz. Ein kleiner Zuschuss

kommt von der Stadt

Stuttgart. Langfristig wünscht

sich Carolin Götz, dass der Kältebus

noch besser im Hilfesystem

verankert wird und mehr Sichtbarkeit

bekommt. „Viele kennen

uns inzwischen zwar, aber immer

wieder treffe ich Menschen, die

noch nie vom Kältebus oder vom

Hitzebus gehört haben. Deshalb

ist es besonders wichtig, darüber

zu sprechen.“ Denn der Kältebus

erinnert daran, dass Würde kein

Dach braucht, um zu existieren,

und dass Mitgefühl nicht saisonal

sein darf. Daher ziehen die Helferinnen

und Helfer des DRK in den

kalten Monaten, wenn die Nächte

auf null Grad und tiefer fallen,

durch die Straßen Stuttgarts – um

jene zu erreichen, die sonst kaum

jemand sieht. Was auf den ersten

Blick wie eine einfache Hilfsfahrt

wirkt, ist in Wahrheit weit mehr:

ein Zeichen von Menschlichkeit

und Aufmerksamkeit in einer

Gesellschaft, die oft zu schnell

vorbeigeht. Die Helferinnen und

Helfer bringen nicht nur Wärme,

sondern das Gefühl, dass jemand

hinsieht – und dass niemand vergessen

ist in dieser Stadt. Für viele

Obdachlose ist der Kältebus

ein Hoffnungsschimmer in dunklen

Nächten, ein Stück Sicherheit

in einer unsicheren Welt. Denn

eines steht fest: Kälte kennt keine

Pause – und jeder, der mithilft,

sorgt ein Stück weit dafür, dass

Stuttgart in den kältesten Nächten

ein wärmerer Ort wird. Wer

möchte, kann gerne an den Kältebus

spenden, hier finden Sie

die Kontaktdaten und noch mehr

Informationen finden Sie auf der

Homepage des DRK Stuttgarts.

Mehr Informationen auf

www.drk-stuttgart.de

Kontoinhaber:in: DRK-Kreisverband

Stuttgart e.V.

IBAN: DE05 6005 0101 0001 1301 13

BIC: SOLADEST600

Verwendungszweck: Kältebus

7


Partner

Judith Lorch

über den Killesberg

NACHGEFRAGT

Jeder unserer Partner verbindet

mit dem Killesberg seine

ganz persönliche Geschichte.

Diesmal erzählt uns Judith

Lorch von „The Balance – Heilpraxis

am Killesberg“, was der

Killesberg für sie bedeutet.

MEIN.KILLESBERG: Was verbinden

Sie mit dem Killesberg?

JUDITH LORCH: Am Killesberg

hatte ich meine erste Wohnung,

als ich vor über 15 Jahren nach

Stuttgart kam. Hier fing meine

Stuttgarter Zeit an und hier

wuchsen auch meine Kinder

auf. Wir sind zwar mit den Kindern

später in einen anderen

Stadtteil gezogen, allerdings

lebe ich seit etwa drei Jahren

mit meinem Sohn wieder hier.

Mit dem Killesberg verbinde ich

mittlerweile also zwei sehr schöne

Lebensabschnitte.

MEIN.KILLESBERG: Was schätzen

Sie an Ihren Kunden – den

Killesbergern?

LORCH: Ich schätze an meinen

Kunden, dass sie offen sind für

alternative Möglichkeiten, wenn

es um ihre Gesundheit und um

ihr Wohlbefinden geht. Den Killesberger

nehme ich als interessierten

und aufgeschlossenen

Kunden wahr, der weiß, was er

möchte und auch weiß, was ihm

guttut. Und als Wahlstuttgarterin

und gebürtige Hessin habe ich

mich bei den Killesbergern noch

nie als ‚Reigschmeckte‘ gefühlt.

MEIN.KILLESBERG: Was ist Ihr

persönlicher Lieblingsplatz am

Killesberg?

LORCH: Seit Beginn und auch

jetzt noch ist es für mich eine

ganz große Güte, dass man am

Killesberg trotz Stadtnähe so

viel Grün hat. Im Kräherwald

haben meine Kinder laufen und

Fahrrad fahren gelernt und dort

habe ich für meine ersten Wettläufe

trainiert. In diesem Wald

gibt es ein paar meiner persönlichen

Lieblingsplätze. Bei

Schnee mag ich den Bismarckturm

und die Feuerbacher Heide

besonders gerne.

MEIN.KILLESBERG: Wenn Sie

einen Wunsch frei hätten, was

würden Sie sich wünschen?

LORCH: Das ist wirklich keine

einfache Frage. Man findet auf

sie auch gar nicht so leicht Antworten.

Mir würden zwar auf

Anhieb zahlreiche materiellen

Dinge einfallen, aber das würde

die Frage nicht vollständig beantworten.

Wenn ich allerdings

richtig darüber nachdenke, lassen

sich alle meine Wünsche

eigentlich zu einem einzelnen

Wunsch zusammenfassen:

Frieden.

MEIN.KILLESBERG: Vielen Dank

für das nette Gespräch, Frau

Lorch!

8


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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10:00 bis 23:00 Uhr und Samstag von 09:00 bis 14:30 Uhr und 18:00 bis 23:00 Uhr

Dr. med. Katrin

Konzelmann

Private Hautarztpraxis am Killesberg

– für die Dermatologin Dr.

med. Katrin Konzelmann sind

Hautgesundheit und Schönheit

zwei wesentliche Aspekte ihrer

Philosophie. Neben den klassischen

dermatologischen Themen

hilft sie ihren Patienten,

ein natürliches Aussehen und

ein gesundes Erscheinungsbild

zu erhalten. Die Ästhetik bietet

dazu zahlreiche Möglichkeiten

an sanften Anti-Aging-Methoden

ganz ohne OP. Für das

bestmögliche Ergebnis werden

individuell abgestimmte Behandlungen

empfohlen, zum

Beispiel eine Therapie mit Fillern

im Rahmen eines „Liquid

Liftings“, Botox zur Faltenreduktion

oder auch eine flächige

Durchfeuchtung der Haut

mittels Skinbooster sowie eine

hocheffektive „Ultherapy“.

Dr. med. Katrin Konzelmann | Private Hautarztpraxis im Ärztehaus Killesberghöhe | Am Höhenpark 4 | 70192 Stuttgart |

Telefon: 0711 25976494 | kontakt@hautarztpraxis-killesberg.de | www.hautarztpraxis-killesberg.de | Öffnungszeiten: Montag bis

Mittwoch 08:00 bis 14:00 Uhr, Donnerstag 14:00 bis 19:00 Uhr, Freitag 08:00 bis 14:00 Uhr | englischsprachige Praxis

10


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Dr. med. Uwe Schulz

Privatpraxis für

Orthopädie

Entdecken Sie die Privatpraxis

für Ganzheitliche Orthopädie

am Killesberg. Dr. Schulz ist

spezialisiert auf Naturheilverfahren,

Akupunktur, Sportmedizin,

Osteologie, Chirotherapie

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Therapien anzubieten.

Besonders hervorzuheben

ist seine Expertise in Arthrose

und Osteoporose. Als Gründer

des Arthrose-Instituts Stuttgart

setzt er sich für innovative Therapien

ein. In seiner klassisch

schönen Praxis erwartet Sie persönliche

Betreuung und eine ruhige

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Sie noch heute einen Termin

und starten Sie Ihren Weg zu

einer verbesserten Lebensqualität

und einer erstklassigen orthopädischen

Versorgung!

Dr. med. Uwe Schulz | Feuerbacher Heide 6 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0711 6368525 | info@orthopaede-stuttgart-killesberg.de |

www.orthopaedie-stuttgart-killesberg.de | Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr, Mittwoch und

Donnerstag von 14:00 bis 18:00 Uhr

Dr. Susanne Pioch

Nasenmanufaktur/HNO

Herzlich willkommen in unserer

Facharztpraxis für Plastische und

Ästhetische Gesichtschirurgie

sowie HNO-Heilkunde. Neben

chirurgischen Schwerpunkten der

Praxis, wie beispielsweise Nasenkorrekturen

jeglicher Art, Oberlidkorrekturen

und Basaliomchirurgie,

bieten wir Ihnen auch diverse

ästhetische Gesichtsbehandlungen,

beispielsweise mit Botox

oder Fillern, sowie die gesamte

Bandbreite einer ganz normalen

HNO-Praxis an. Der Mensch steht

bei uns im Mittelpunkt, daher bemühen

wir uns, Ihnen mit großer

Empathie und ausreichend Zeit

zu begegnen. Sie dürfen sich in

unserer familiären Atmosphäre in

der Praxis und mit unserem kleinen,

Hand in Hand arbeitenden

Team entspannt und gut aufgehoben

fühlen, ohne dabei auf

Professionalität und Individualität

verzichten zu müssen.

Dr. Susanne Pioch, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie und HNO-Heilkunde | Am Höhenpark 4 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0711 25976170 |

praxis@dr-pioch.de | www.dr-pioch.de | www.nasenmanufaktur.de | Öffnungszeiten Chirurgie: Dienstag von 13:00 bis 17:00 Uhr und Donnerstag von 8:00 bis 15:00 Uhr,

HNO: Montag und Freitag von 9:00 bis 13:00 Uhr, Mittwoch von 16:00 bis 19:00 Uhr – Alle gesetzlichen und privaten Kassen | Wir bitten um Terminvereinbarung!

Grass Hellstern

Steuerberatung

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Jahresabschluss-

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steht Ihnen das hochkompetente

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Beratungsstrategie im Bereich

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HdB Haus der Berater GmbH | Herdweg 76 | 70174 Stuttgart | Telefon: 0711 4906430 | hello@hdb-gruppe.de | www.hdb-gruppe.de

Heilpraxis am

Killesberg

„Gesundheit bekommt man

nicht im Handel, sondern durch

den Lebenswandel“, wusste

schon Sebastian Kneipp. Die

Heilpraxis am Killesberg von Judith

Mignon Lorch richtet sich

an Menschen, die Ernährung,

Bewegung sowie geistiges und

körperliches Wohlbefinden in

Einklang bringen möchten. Als

Heilpraktikerin, Ernährungsberaterin

und Coach bietet sie individuelle

Beratungen – insbesondere

bei Arthrose – an, die mit

Vitalstoff-Checks, persönlichem

Coaching und Bewegungskursen

kombiniert werden können.

Bei Erschöpfungszuständen und

zur Stärkung des Immunsystems

steht zudem die Rife-Frequenztherapie

zur Verfügung.

Wer Beschwerden ganzheitlich

betrachten möchte, ist hier gut

aufgehoben.

The Balance – Heilpraxis am Killesberg, Judith Mignon Lorch | Feuerbacher Heide 6 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0172 6944499 |

info@heilpraxis-killesberg.de | Termine nach Vereinbarung

Kesselunikat – Training

auffallend anders

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Trainerin und Ernährungsberaterin

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Trainings an der frischen Luft

stärken z. B. Ihren Rücken und

fördern die Gewichtsabnahme.

Cora Schneck unterstützt Sie

auch bei Fragen in der Ernährung

und einem gesünderen

Lebensstil. Mit ihrem Coaching

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Menschen nachhaltig bei der

Gewichtsabnahme und einem

aktiveren Lebensstil verholfen.

Gemeinsam mit Cora Schneck

integrieren Sie mehr Bewegung

in Ihren Alltag und fühlen sich

wieder wohler in Ihrem Körper.

Kesselunikat – Cora Schneck | Termine für Personal Training und Ernährungsberatung auf Anfrage: kontakt@kesselunikat.de |

Weitere Informationen unter: www.kesselunikat.de

12


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Klein A Yoga

Klein A Yoga wurde 2016 von

Gründerin Alina Neumann ins

Leben gerufen. Inzwischen

gibt es an jedem Wochentag

ein vielfältiges Kursangebot.

Individuell, für jede Phase des

Lebens. Von dynamischem Vinyasa

über sanftes Hatha Yoga,

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bis hin zu Kinder- und Seniorenyoga

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Zum Portfolio gehören

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Hier finden Sie einen Ort der

Bewegung, Entspannung und

Gemeinschaft – gut für Körper,

Geist und Seele.

Klein A Yoga | Parlerstraße 86 | 70192 Stuttgart | Telefon: 01515 9448676 | hallo@klein-a.com | www.klein-a.com |

Öffnungszeiten: Montag von 18:30 bis 21:15 Uhr, Dienstag von 18:00 bis 21:30 Uhr, Donnerstag von 8:30 bis 10:30 Uhr

und 15:45 bis 20:30 Uhr, Samstag von 10:30 bis 12:30 Uhr, Sonntag von 10:30 bis 11:45 Uhr

Marinella in Negozio

Na, Lust auf selbstgebackenes,

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Ganz egal, ob Ihnen der Sinn

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direkt vor Ort genießen.

In Form von Antipasti und

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sich ein Stück Italien direkt mit

nach Hause nehmen. Im Laden

werden viele Events organisiert,

wie zum Beispiel Pasta-Workshops,

Winetastings und Verkostungen.

Zu den ausgewählten

Produkten gibt es eine tolle Beratung,

auch zum Wein – und

die Location kann gemietet

werden für Firmenevents und

private Feiern.

Marinella in Negozio | Birkenwaldstraße 213A | 70191 Stuttgart | Telefon: 0711 65670077 | info@marinellaincucina.de |

www.marinellaincucina.de | Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr

Meurer Rechtsanwälte

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Meurer Rechtsanwälte sind ein

erfahrenes Team von Anwälten,

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Bau-, Architekten- und Immobilienrecht

spezialisiert ist.

Meurer Rechtsanwälte | Otto-Reiniger-Straße 52/1 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0711-50530730 |

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Praxis Deppert | Birkenwaldstraße 170 | 70191 Stuttgart | Telefon: 0177 3133131 | mail@praxis-deppert.de | www.praxis-deppert.de

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Schelling

Elektrotechnik

Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames

Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr.

Ihr Team von Schelling Elektrotechnik

Schelling Elektrotechnik | Helfferichstraße 4 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0711 251626 | info@elektro-schelling.de | www.elektro-schelling.de |

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr, Mittwoch von 09:00 bis 13:00 Uhr

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wurde 2014 gegründet und ist

seither im Großraum Stuttgart

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Herr Schmidt und sein

Team übernehmen jede Aufgabe,

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Renditeobjekt.

SchmidtArchitektur GmbH | Mönchhaldenstraße 3 | 70191 Stuttgart | Telefon: 0711 91257642 | kontakt@schmidtarchitektur.com |

www.schmidtarchitektur.com

Schmid Versicherungsund

Finanzmanagement

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gerne zur Verfügung.

Schmid Versicherungs- und Finanzmanagement GmbH | Feuerbacher Weg 2 | 70192 Stuttgart | Telefon: 0711 2585773 |

Telefax: 0711 25857744 | info@schmidmanagement.de | instagram: schmidnachrichten | www.schmidmanagement.de |

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:30 Uhr und nach Vereinbarung

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mit Singen, Geschichten

und kreativem Gestalten mit

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inneren Ruhe der Kinder bei,

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für fantasievolles Spiel und

vielfältige Bewegung. Besuchen

Sie uns – wir freuen uns

auf Sie und Ihr Kind!

Spielgruppe Rumpelstilzchen | Feuerbacher Heide 46 | 70192 Stuttgart | Ansprechperson: Ksenja Samide | Telefon: 0176 6306508 |

info@spielgruppe-rumpelstilzchen.de | Betreuungszeiten Mo, Mi, Fr 8:00 bis 12:00 Uhr oder Di und Do 8:00 bis 12:00 Uhr

Stehle, Hollaender &

Partner

Seit 40 Jahren sind Stehle, Hollaender

& Partner Ihre kompetenten

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ihrer erfolgreichen Tätigkeit ist

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Betreuung durch vier Part-

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Der Anfang für eine erfolgreiche

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Stehle, Hollaender &

Partner stehen Ihnen gerne zur

Verfügung.

Stehle, Hollaender & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft | Robert-Bosch-Straße 65 | 70192 Stuttgart |

Telefon: 0711 25940460 | info@stehle-partner.com | www.stehle-partner.com | Öffnungszeiten: Termin nach Vereinbarung

Studio 5 Sterne

Perfektion für

natürliche Schönheit

Seit über 15 Jahren steht

Studio 5 Sterne am Fuße des

Killesbergs für Präzision, Beständigkelt

und kompromisslose

Hygiene. Inhaberin Sabine

Fritsch führt ihr Studio mit Erfahrung,

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Ob Maniküre, Pediküre, Nagelmodellage,

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verlässlich.

Studio5Sterne | Seestraße 82 | 70174 Stuttgart | Telefon: 0178 6926310 | Öffnungszeiten nach Vereinbarung

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Unicum. Killesberg –

Gesundheitszentrum

Die Philosophie des Gesundheitszentrums

ermöglicht dem

Patienten eine ganzheitliche,

interdisziplinäre und individuelle

Betreuung auf der Basis

neuester internationaler Forschungsergebnisse.

Das UNI-

CUM Killesberg bietet eine

Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten

– wer auf der Suche

nach hochwertiger Krankengymnastik,

manueller Therapie

und Lymphdrainage ist, ist im

UNICUM richtig. Außerdem

werden Schluck-, Stimm- und

Sprachstörungen von top ausgebildeten

Logopädinnen behandelt.

Unicum. Killesberg – Gesundheitszentrum für Physiotherapie | Logopädie | Gesundheitskurse | Training | Oskar-Schlemmer-Straße 5,

im Augustinum | 70191 Stuttgart | Telefon: 0711 26377337 | praxis@unicum-stuttgart.de | www.unicum-stuttgart.de |

Öffnungszeiten: Termin nach Vereinbarung

Yasemin Mind & Body

Yasemin – Mind & Body ist

Ihre Adresse für ganzheitliche

Entspannung in Stuttgart! Mit

viel Herz und langjähriger

Erfahrung begleitet Yasemin

Anguelov Menschen auf ihrem

Weg zu mehr innerer Balance

und zu mehr Wohlbefinden. Ob

durch sanfte NADA-Akupressur

am Ohr, progressive Muskelentspannung

oder autogenes

Training – hier stehen Ihre

Bedürfnisse im Mittelpunkt. In

ruhiger und gemütlicher Atmosphäre

lernen Sie hier, Stress

abzubauen, neue Energie

zu schöpfen und Körper und

Geist in Einklang zu bringen.

Auch eine individuelle

Beratung ist möglich! Egal

ob im Einzelcoaching oder

auch in kleinen Gruppen: Bei

Yasemin – Mind & Body erwartet

Sie ein Ort der Achtsamkeit,

der nachhaltig wirkt und das

Leben leichter macht.

Yasemin Mind & Body | 70192 Stuttgart | Telefon: 0170 4880926 | info@yasemin-mindandbody.de |

www.yasemin-mindandbody.de

Zahnärzte Dr. Goppert

& Dr. Walter

Wo ein Lächeln zum Blickfang

wird? Ganz klar: bei uns! Unsere

Zahnarztpraxis bietet Ihnen

eine erstklassige Behandlung –

kombiniert mit der Herzlichkeit

unseres Teams. Von 3D-Implantatplanung

über Paradontitisund

Wurzelbehandlung bis zur

unsichtbaren Zahnspange leisten

wir alles, was es für Ihr strah-

lendes Lächeln braucht. Bei uns

stehen Sie im Mittelpunkt, denn

Ihre Bedürfnisse sind unsere

Priorität. Dafür halten wir unser

zahnärztliches Niveau dank fortlaufender

Fortbildungen auf

dem neusten Stand – genau wie

unsere Technik. Was wir besonders

schätzen? Die vertrauensvolle

und herzliche Atmosphäre

bei uns, in die wir Sie gerne einladen.

Zahnärzte Dr. Goppert & Dr. Walter MVZ PartG | Zeppelinstraße 31 | 70193 Stuttgart | Telefon: 0711 99799190 | info@praxis-dr-goppert.de |

www.praxis-dr-goppert.de | Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 07:00 bis 19:30 Uhr und Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr

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Wo der Alltag leiser wird

PARTNERPORTRÄT

Manchmal braucht es kein Mantra,

kein großes Ritual – manchmal

reicht ein einziger Schritt

über die Türschwelle, um zu spüren:

Hier darf ich einfach sein.

Genau dieses Gefühl erleben

die Menschen, die das Studio

„Klein A“ betreten. Kein Trubel,

kein Leistungsdruck, kein

„höher, schneller, weiter“. Stattdessen

finden sie einen warmen

Raum vor, entspannende Ruhe

– und immer ein Lächeln, das

von Herzen kommt. Für Inhaberin

Alina Neumann ist genau

das der Kern ihres Studios: das

Gefühl, bei sich angekommen

zu sein.

„Ich liebe es, dass ich so viele

verschiedene Menschen treffe

– und die meisten kommen

schon mit einem Lächeln, aber

auf jeden Fall gehen sie mit

einem“, sagt Alina. Dieses Gefühl

zieht sich durch alles, was

Klein A ausmacht – vom persönlichen

Kontakt über den

Tee nach der Stunde bis hin

zu den Retreats, die sie regelmäßig

anbietet. Mit „Klein A“

hat sie nicht nur ein Yogastudio

geschaffen, sondern einen

Ort, an dem man ankommt

– und gerne bleibt. Vielleicht

liegt das auch daran, dass Alina

Neumann ihr Business nicht

einfach nur gegründet, sondern

mit ihrem Leben verwoben

hat. „Mein Studio ist so alt

wie das älteste meiner drei Kinder

– nächstes Jahr feiern wir

also das 10-jährige Jubiläum,

wahrscheinlich mit einem Tag

der offenen Tür!“, erzählt sie

lächelnd. Familie und Selbstständigkeit

gehen bei ihr Hand

in Hand. Sie wählt Formate

und Uhrzeiten so, dass sie zum

jeweiligen Lebensabschnitt

passen, und bleibt dabei flexibel:

„Das einzig Stetige ist der

Wandel – mit dieser Einstellung

klappt’s eigentlich ganz

gut.“ Das spürt man im ganzen

Studio. Hier wird Yoga nicht

als Wettbewerb verstanden,

sondern als Einladung – für jedes

Alter, jedes Level und jede

Lebenssituation. Es gibt Kurse

für Kinder, Erwachsene, Fortgeschrittene

und Seniorinnen

und Senioren. „Bei Klein A hat

20


jeder seinen Platz“, sagt Alina

Neumann. Viele Teilnehmende

kommen direkt aus der Nachbarschaft

– kein Zufall, denn sie

findet: „Es ist kontraproduktiv,

für Yoga quer durch die Stadt

zu fahren, sich über den Verkehr

oder die Parkplatzsuche

zu ärgern und dann gestresst

auf der Matte anzukommen.

Bei uns kann man einfach entspannt

reinlaufen.“ Der persönliche

Kontakt ist ihr dabei

besonders wichtig. Sie kennt

jede Teilnehmerin und jeden

Teilnehmer beim Namen, die

Gruppen sind bewusst klein

gehalten, und die Atmosphäre

ist familiär. „Bei mir liegen die

Matten nicht eng an eng – das

ist etwas, was viele besonders

schätzen“, erzählt sie. Auch

der Austausch gehört dazu:

„Vor und nach den Stunden

sitzen wir oft noch bei einer

Tasse Tee und ein paar Nüsschen

zusammen.“ Wer mag,

trifft sich außerdem bei Workshops,

Sommerfesten oder

Events wieder – so entsteht ein

ganz natürliches Miteinander.

Auch das Team aus Lehrenden

vor Ort wählt Alina mit Bedacht

aus. Ihr Motto: „Gleich und

gleich gesellt sich gern.“ Wenn

die Chemie stimmt und die

fachlichen Grundlagen vorhanden

sind, lässt sie gerne freie

Hand. „Der oder die Unterrichtende

muss fühlen, was er oder

sie lehrt – dann kommt es auch

gut an.“ Auch persönlich entwickelt

sie sich ständig weiter.

„Alles ist bisher organisch entstanden

– jemand oder etwas

kam in mein Leben, und ich

habe es einfach angepackt.“

Momentan beschäftigt sie sich

intensiv mit Themen wie (Peri-)

Menopause und Teenager-Yoga

– inspiriert durch ihre eigene

Lebensphase und Familie.

Passend dazu gibt es bereits

neue Angebote im Studio. Und

ab Januar 2026 geht sie einen

weiteren Schritt: Dann bietet

Klein A zertifizierte Präventionskurse

an, die von den Krankenkassen

bezuschusst werden.

„Je nach Kasse werden

75 Euro bis zu 100 Prozent der

Kursgebühr zurückerstattet –

das kann man zweimal im Jahr

in Anspruch nehmen“, erklärt

sie. Eine weitere Herzensangelegenheit

sind die Retreats, die

regelmäßig stattfinden – kleine

Auszeiten vom Alltag. „‚Retreat‘

heißt wörtlich ‚Rückzug‘.

Man reist mit wenig Gepäck

an und fährt mit noch weniger

Last nach Hause“, sagt Alina,

die als Kind übrigens von

ihrer Mutter liebevoll ‚Klein A‘

genannt wurde – und so auch

zum Namen ihres Studios kam.

Neben Yoga gehören Atemübungen,

gesundes Essen und

Spaziergänge zum Programm.

„Aber niemand muss die ganze

Zeit in der Gruppe sein – jede

und jeder hat auch Rückzugsinseln.“

Wer keine Koffer packen

möchte, kann sich schon jetzt

auf das Tages-Retreat am 21.

Juni 2026 freuen. Und wenn

man Alina Neumann so erzählen

hört, merkt man: Ihr Studio

ist viel mehr als ein Ort für Körperübungen

– es ist ein Raum

für Menschen, die auftanken

wollen. Für solche, die Ruhe

suchen, oder Bewegung, oder

einfach sich selbst. Vielleicht

liegt das Geheimnis von Klein

A genau darin: dass hier Yoga

nicht auf den Körper reduziert

wird, sondern den ganzen

Menschen meint – mit allem,

was dazugehört.

Klein A Yoga

Parlerstraße 86

70192 Stuttgart

www.klein-a.com

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Killesberg

entdecken

Ein Stolperstein für

Berta Sichel und

Ada Gabriella Rothschild

1916 war das wenige Jahre zuvor

erbaute Haus Lenzhalde 84

von dem Fabrikanten Moritz

Sichel erworben worden. Er betrieb

in der Tübinger Straße die

Firma Badenia Separator, einen

Molkereimaschinenhandel. Seine

Frau Berta Sichel (geb. am 1.

Juni 1872) kümmerte sich um die

drei Kinder und den Haushalt.

Sie führte hier in der Lenzhalde

ein „vornehmes Haus”. Nach

dem Tod ihres Mannes 1926

übernahm sie die Leitung der

Firma.

GESCHICHTE

Seit Mitte der 1930er-Jahre,

nachdem ihre Situation als Jüdin

zunehmend schwieriger geworden

war, vermietete Frau Sichel

Teile des Hauses. Zwei ihrer

Kinder hatten Deutschland noch

rechtzeitig verlassen können und

waren ausgewandert. Ende 1938

sah sich Frau Sichel gezwungen,

das Haus (für 50.000 RM) zu verkaufen,

nachdem Juden ihren

Grundbesitz „abstoßen” mussten.

Wenigstens konnte Frau

Sichel zunächst noch im Haus

wohnen bleiben, allerdings wurden

ab Anfang 1939 zahlreiche

jüdische Familien und Einzelpersonen

in die Lenzhalde 84

eingewiesen. Diese wurden hier

zusammengepfercht bis sie – zumeist

Anfang der 1940er-Jahre

– in ein Vernichtungslager deportiert

wurden.

Unter ihnen war im Frühjahr 1940

auch die junge Ada Gabriella

Rothschild – geb. am 22.1.1921

in München. Sie arbeitete von

1939 bis 1941 als Sekretärin in

der Jüdischen Auswandererstelle

für Württemberg und Hohenzollern

in der (damaligen) Gartenstraße

(heutige Fritz-Elsas-Straße).

Eine der wenigen Erinnerungen

an das Leben dieser jungen Frau

ist eine Szene in dem von den

Nationalsozialisten gedrehten

Propagandafilm über den „Judenladen”

in der Seestraße 39.

Ada Rothschild ist zu sehen, wie

sie den Laden betritt und dann

an der Theke neben der Waage

steht.

Am 26. April 1942 wurde die

20-Jährige zusammen mit Hunderten

anderer jüdischer Bürger

aus der Region in das jüdische

Ghetto Izbica südöstlich von

Lublin/Polen deportiert. Von dort

schrieb sie noch einige Briefe,

dann gibt es kein Lebenszeichen

mehr von ihr.

Das Lager Izbica war ab 1942

Durchgangsstation deportierter

Juden in die Vernichtungslager

des Holocaust, insbesondere

nach Belzec und Sobibor. Hier

dürfte auch der Leidensweg der

jungen Ada Rothschild sein Ende

gefunden haben.

Berta Sichel wohnte auf immer

enger werdendem Raum noch

bis ins Frühjahr 1942 in der Lenzhalde

84. Seit dem 19. September

1941 musste sie, wie alle

Bewohner des Hauses, den so

genannten Judenstern tragen.

Am 24. März 1942 wurde sie im

Rahmen der „Landaussiedlung”

der Juden zwangsweise in das

„Jüdische Wohnheim” nach Tigerfeld

bei Münsingen umgesiedelt,

wobei sie nur das „Allernot-

22


wendigste” mitnehmen durfte.

Einige Monate später, am 23.

August 1942, wurde die knapp

70-Jährige „von Gestapo Württemberg-Hohenzollern-Baden

mit Transport XIII/1 nach Lager

Theresienstadt deportiert”. Dort

ist sie nach Auskunft des Internationalen

Suchdienstes des Roten

Kreuzes am 21. April 1943 unter

nicht bekannten Umständen verstorben.

Unmittelbar nach der Deportation

war die Wohnungseinrichtung

samt aller Wertsachen von

der Gestapo beschlagnahmt

worden. Das „ziemlich erhebliche

Vermögen verfiel an das

Deutsche Reich”. Dabei ist zu

berücksichtigen, dass bereits

vorher ein großer Teil des Barvermögens

„abgeschöpft” worden

war, zum einen durch Zahlung

der sog. „Judenvermögensabgabe”

die nach dem Attentat auf

den deutschen Legationssekretär

vom Rath (7. November 1938 in

Paris) und den Novemberpogromen

1938 („Reichskristallnacht”)

den deutschen Juden auferlegt

wurde. Als „Sühneleistung” für

die „feindliche Haltung des Judentums

gegenüber dem deutschen

Volk” mussten alle Juden

mit einem Vermögen von über

5.000 RM zwanzig Prozent ihres

Vermögens abführen. Bis Ende

November 1939 wurden auf diese

Weise knapp 1,2 Milliarden

RM „abgeschöpft”; zum anderen

durch die Zahlung der Reichsfluchtsteuer.

Diese war bereits in der Weimarer

Republik eingeführt worden,

um die Kapitalflucht ins Ausland

zu erschweren. Bei Aufgabe des

inländischen Wohnsitzes wurde

das Vermögen besteuert,

sofern dieses 200.000 RM (ab

1934: 50.000 RM) überstieg.

Der Steuersatz betrug immerhin

25 Prozent des Gesamtvermögens!

Im ‚Dritten Reich’ traf die

Reichsfluchtsteuer insbesondere

auswandernde Juden.

Hinzu kam noch der obligatorische

Heimeinkaufsvertrag. Danach

mussten deutsche Juden,

die ab 1942 nach den Plänen der

sog. Wannsee-Konferenz in ein

„Altersghetto” deportiert werden

sollten, auf Veranlassung der

Gestapo mit der Reichsvereinigung

der Juden in Deutschland

sogenannte Heimeinkaufsverträge

abschließen. Darin wurde den

älteren Juden die lebenslange

kostenfreie Unterbringung, Verpflegung

und Krankenversorgung

zugesagt. Die vermögenderen

jüdischen Bürger haben

damit ihre Zwangsumsiedlung,

Deportation und den Aufenthalt

in Ghetto und Vernichtungslager

noch selbst finanzieren müssen.

So ist am Ende nichts geblieben:

Berta Sichel wurde zunächst

um Hab und Gut gebracht und

schließlich, wie auch Ada Rothschild,

umgebracht. Nichts erinnert

mehr an das, was einmal

war. Die Stolpersteine sollen den

fast Vergessenen wieder einen

Namen geben und uns Lebende

mahnen!

Text & Recherche:

Dr. Helmut Rannacher,

Stolperstein-Initiative

Stuttgart-Nord.

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Neues aus

der Nachbarschaft

NEWS

SEIT dem 2. September hat

das Restaurant „Dodici“ den

gastronomischen Bereich im

TC Doggenburg übernommen.

„Dodici“ steht für den zwölften

Platz im Tennisclub. Anders

formuliert: Das Restaurant will

der neue kulinarische Treffpunkt

für alle sein, die gerne

Italienisch essen und Tennis

lieben. Geführt wird es von

einem erfahrenen Team, das

mediterrane Küche mit modernem

Flair verbindet – von

frischer Pasta bis zu raffinierten

Fleisch- und Fischgerichten.

Von wöchentlich wechselnden

Mittagsgerichten bis zur saisonalen

Abendkarte bietet das

„Dodici“ eine mediterran geprägte

Auswahl, die abwechslungsreich

und frisch zubereitet

ist. Auch für Clubgäste und

Spaziergänger ist das „Dodici“

offen und bietet eine stilvolle

Atmosphäre mit Blick auf die

Tennisplätze.

BEIM Stuttgarter Reit- und

Fahrverein e. V. gibt es jetzt

ein neues Reitlehrerteam. Die

Leitung übernimmt nun Pferdewirtschaftsmeisterin

Kristin

Gilles, die zusätzlich als Sport-

Mental-Coach und Lerntherapeutin

tätig ist. Ihre Stellvertreterin

Susanne Mersch ist

ebenfalls erfahrene Pferdewirtin

und unterstützt sie im Trainingsund

Unterrichtsbetrieb. Komplettiert

wird das Team durch

Madlen Tukara, auch sie ist

Pferdewirtin mit Schwerpunkt

auf Ausbildung, Service und

Haltung. Vorgestellt wurde das

neue Team am 4. September

im großen Reithaus der Vereinsanlage

im Stuttgarter Norden

– mit anschließendem Empfang

und der feierlichen Übergabe

von German-Masters-Tickets an

die zahlreichen ehrenamtlichen

Helferinnen und Helfer des Vereins.

IM Advent wird es wieder

ganz besonders weihnachtlich

auf der Killesberghöhe. Überall

funkeln Lichter, milder Tannenduft

liegt in der Luft und

auf dem Marktplatz glänzen

festlich geschmückte Bäume.

Vor der Streuobstwiese entsteht

ein liebevolles Weihnachts-Ensemble,

das zum Verweilen

einlädt. Auch Familie

Siller aus Spiegelberg-Vorderbüchelberg

ist wieder vor Ort

und bietet ihre regional gewachsenen

Christbäume zum

Verkauf an.

24


Wissen, was am Killesberg

und in Stuttgart läuft

VERANSTALTUNGSKALENDER

30.11.2025 BIS 21.12.2025

Das

Adventstürchen

Märchenratespiel ab 4 Jahren:

Der König und sein Diener Anton

präsentieren Märchen-Szenen,

das Publikum rät die Titel.

SAMSTAG, 06.12.2025

Killesbergbahn

Die jährlichen Nikolausfahrten

der Killesbergbahn. Die Teilnehmerzahl

ist begrenzt, Anmeldungen

über ssb-ag.de.

SONNTAG, 07.12.2025

Adventskonzert des

Stadtteilchors

Das nächste Adventskonzert

des Stadtteilchors Nord. Die

Veranstaltung findet in der Erlöserkirche

Stuttgart statt.

Stresemannstraße 39 D

70191 Stuttgart

www.theater-in-der-badewanne.de

Höhenpark Killesberg

70192 Stuttgart

www.ssb-ag.de

Birkenwaldstraße 24

70191 Stuttgart

www.stadtteilchor.de

20.12.2025 BIS 21.12.2025

WAGENHALLEN

Kunstkaufhaus 2025

Zum fünfzehnten Mal veranstalten

die Wagenhallen eine Verkaufsplattform

für gefertigte

Produkte.

MITTWOCH, 21.01.2026

Holiday on Ice –

„Cinema of Dreams“

Mit der neuen Produktion

„Cinema of Dreams“. Premiere

in Stuttgart mit den Gaststars

„Oli P.“ und „Pauline Petzokat“.

23.01.2026 BIS 24.01.2026

Freie Waldorfschule

am Kräherwald

Infotage 2026 – die Schule lädt

herzlich alle interessierten Eltern

mit ihren Kindern zum Kennenlern-Wochenende

ein.

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Generationswechsel im

Theodor-Heuss-Haus

DEMOKRATIE

Seit Anfang des Jahres steht

Dr. Thorsten Holzhauser an der

Spitze der „Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus“.

Der promovierte Historiker folgt

auf Thomas Hertfelder, der das

Haus fast drei Jahrzehnte lang

leitete. Für Dr. Holzhauser ist

die neue Aufgabe ein vertrautes

Terrain: Bereits vier Jahre lang

war er zuvor als wissenschaftlicher

Mitarbeiter in der Stiftung

tätig. Nun möchte er den Ort,

an dem der erste Bundespräsident

lebte und wirkte, als lebendiges

Forum der Demokratie

weiterentwickeln. In seiner

neuen Rolle sieht er vor allem

eine Verantwortung – gegenüber

der Geschichte, aber auch

gegenüber der Gegenwart.

„Das Theodor-Heuss-Haus ist

ein intellektuell anregender,

politisch unabhängiger Ort,

an dem wichtige Arbeit für

unsere Demokratie geleistet

wird – jenseits parteipolitischer

Grenzen“, sagt Dr. Thorsten

Holzhauser. „Diese Arbeit nun

verantwortlich gestalten zu

dürfen, war und ist sehr attraktiv.“

Er schätzt besonders die

Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft

und Öffentlichkeit,

die das Haus einnimmt. „Eine

demokratische Gesellschaft

braucht diesen rationalen Diskurs,

den wir hier fördern“,

erklärt er. Die Übergabe von

seinem Vorgänger verlief, wie

Holzhauser berichtet, ausgesprochen

vertrauensvoll. Fast

drei Monate lagen zwischen

der Entscheidung und der offiziellen

Amtsübergabe – genug

Zeit, um sich einzuarbeiten und

wertvolle Hinweise zu erhalten.

„Thomas Hertfelder hat

in seiner langen Amtszeit fast

alles erlebt“, sagt Holzhauser.

„Davon profitiert man natürlich.“

Grundlegende Veränderungen

plane er nicht, wohl

aber neue Akzente – etwa in

der Zielgruppenansprache und

thematischen Ausrichtung. Aus

seinen bisherigen beruflichen

Stationen bringt er vielfältige

Erfahrungen mit: Als Wissenschaftler,

Publizist und Ausstellungsmacher

hat Holzhauser

gelernt, historische und politische

Themen zu verbinden und

wissenschaftliche Erkenntnisse

einer breiten Öffentlichkeit

zugänglich zu machen. Dieses

Verständnis prägt auch seine

Pläne für das Haus. Er möchte

das Theodor-Heuss-Haus

noch stärker als bisher als ein

Forum der Demokratie etablieren,

„als ein Ort, an dem Menschen

über politische und weltanschauliche

Grenzen hinweg

zusammenkommen, um über

gegenwärtige Herausforderungen

zu diskutieren“. Inhaltlich

setzt Dr. Thorsten Holzhauser

gemeinsam mit seinem Team

bereits deutliche Schwerpunkte.

So widmet sich das Haus

in diesem Jahr dem Thema

„Rechtsaußen“ und beleuchtet

26


die Rolle des Rechtsextremismus

in Deutschland mit Vorträgen,

Diskussionen und Workshops.

Für das kommende Jahr

ist eine Veranstaltungsreihe

zum Thema „Antisemitismus“

geplant. Auch über Stuttgart

hinaus engagiert sich die Stiftung

für politische Bildung und

gesellschaftliches Miteinander.

Mit dem Programm „Neulandsucher

Ost/West“ fördert sie

zivilgesellschaftliche Projekte

in ländlichen Regionen – etwa

mobile Bibliotheken, Mitmachlabore

oder Diskussionsabende

auf Bauernhöfen. „Was wir

hier im Theodor-Heuss-Haus

haben – einen Raum, an dem

Menschen über Demokratie

nachdenken –, das muss auch

außerhalb der Großstädte

möglich sein“, sagt Thorsten

Holzhauser. Zudem will der

neue Geschäftsführer jüngere

Zielgruppen stärker ansprechen.

Neben einem treuen

Stammpublikum soll das Haus

künftig verstärkt Studierende,

Berufstätige und Familien erreichen.

Dafür werden Themen

neu gedacht und Bildungsangebote

für Schulen ausgebaut.

Das Besondere am Haus sieht

Holzhauser in seiner Atmosphäre:

„Als früheres Wohnhaus

unterscheidet es sich von

anderen Museen oder Gedenkstätten.

In den Räumen

spürt man die Weltoffenheit

von Theodor Heuss und sein

Interesse an der Welt.“ Diese

Haltung prägt auch die Werte,

die Holzhauser in seiner Arbeit

wichtig sind – Offenheit, Liberalität

und gesellschaftliche

Verantwortung. „Besonders

wichtig ist uns auch immer

der Einsatz für unsere Demokratie,

die aktuell wieder ähnlich

bedroht ist wie zu Heuss‘

Lebzeiten“, sagt er. Es freut

ihn, dass die regelmäßigen

Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen

des „Häusles“

gut besucht sind. Am meisten

Freude bereitet ihm allerdings

die Zusammenarbeit im Team

und der Austausch mit dem

Publikum. „Genau darin liegt

der Kern unserer Arbeit: im gemeinsamen

Nachdenken und

im Gespräch miteinander.“

Mehr Informationen auf

www.theodor-heuss-haus.de

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Wie Julia Kaestle

Schmuck neu denkt

DESIGN

Wenn Julia Kaestle von ihrer

Arbeit erzählt, spürt man sofort,

dass Schmuck für sie weit über

ein Accessoire hinausgeht. Die

Gründerin des Labels „byJU“

verbindet Gestaltung, Handwerk

und ein präzises Gespür

für Form zu einer klaren, persönlichen

Designsprache. Mit

dem Killesberg ist sie seit ihrem

Studium eng verbunden – umso

naheliegender, dass sie ihren

ersten eigenen Store genau hier

eröffnet hat: im Erdgeschoss

ihres Wohnhauses in der Hauptmannsreute.

Die Idee, ihr eigenes Label zu

gründen, entstand eher zufällig.

„Ich wurde immer wieder

auf meinen Schmuck angesprochen

– und gefragt, ob ich

ihn denn nicht auch verkaufe“,

erinnert sie sich. Damals hatte

sie gerade ihr Studium der

Architektur und des Designs

an der Akademie der Bildenden

Künste in Stuttgart abgeschlossen.

Der Gedanke, das

eigene kreative Gespür weiterzugeben,

ließ sie seither nicht

mehr los. 2016 gründete sie

deshalb ihr eigenes Schmucklabel

„byJU“. Während der

Corona-Zeit kam der Online-

Shop hinzu, und seit sie sich

ganz auf ihr Unternehmen konzentrieren

kann, hat sie ihren

Store eröffnet – direkt im Erdgeschoss

ihres Wohnhauses, in

dem früher ihr Büro war. „Zur

Gründungszeit konnte ich mich

wegen unserer Kinder noch

nicht in Vollzeit meinem Business

widmen“, sagt sie heute.

„Seit einiger Zeit kann ich mich

allerdings hundertprozentig

darauf konzentrieren und habe

deshalb auch den Store eröffnet.“

Heute empfängt sie dort

interessierte Kundinnen und

Kunden und berät diese mittwochs

bis freitags von 14 Uhr

bis 18 Uhr oder nach persönlicher

Vereinbarung direkt vor

Ort. Wenn aus einem Besuch

ein persönliches Gespräch

über Form, Material und Stil

wird, freut sich die Designerin.

Am meisten schätzt sie an ihrer

Arbeit die Mischung aus Gestaltung,

handwerklicher Präzision

und Begegnung. „Das

Entwerfen, die Herstellung

und der Kontakt mit meinen

Kundinnen und Kunden“, sagt

sie, „das ist das, was mich antreibt.“

Ihre Prototypen entstehen

nach wie vor in Handarbeit.

Julia Kaestles Entwürfe folgen

dabei einer puristischen, architektonisch

geprägten Formensprache,

die sie selbst als „new

elegance“ bezeichnet. Dabei

steht weniger der Schmuck als

28


Statussymbol im Vordergrund,

sondern die Idee eines tragbaren

Designs mit Struktur und

Ausdruck. Besonders charakteristisch

für ihre Entwürfe ist die

Wandelbarkeit. Viele Stücke

lassen sich auf verschiedene

Weisen tragen – etwa der D-

Shape-Ohrring, der sowohl als

Stecker als auch als Hänger

funktioniert. Diese Flexibilität

ist für Kaestle Teil des Gestaltungskonzepts:

Schmuck soll

mitgehen, sich anpassen, statt

festgelegt zu sein. Auch bei

der Herstellung legt sie Wert

auf klare Prinzipien. Das Label

arbeitet ausschließlich mit recyceltem

und konfliktfreiem Gold

und Silber aus Europa. „Es hat

Zeit gebraucht, die richtigen

Partner zu finden, denen Nachhaltigkeit

und Fairness ebenso

wichtig sind wie mir“, sagt sie.

Produziert wird in Kleinserie

in der Region – was höhere

Kosten bedeutet, aber auch

mehr Transparenz schafft. Der

Arbeitsalltag der Schmuck-Designerin

ist vielfältig – von Entwurf

und Materialbeschaffung

über Produktionskoordination

und Verkauf bis hin zum Betreiben

des Online-Shops und das

Vorbereiten und Ausführen von

passenden Veranstaltungen in

ihrem Store ist alles dabei, was

organisatorisch sowie kreativ

ist. „Darüber hinaus investiere

ich einiges an Zeit in die Online-Vermarktung,

das ist heute

einfach wichtig“, weiß Julia.

Und wer Schmuck trägt, weiß,

dass das in vielen Fällen auch

mit Emotionen verbunden ist.

Was Julia Kaestle mit ihrem

Schmuck vermitteln möchte,

beschreibt sie so: „Ich wünsche

mir, dass sich Menschen

mit meinen Stücken wohlfühlen

– stark, klar und in ihrer Persönlichkeit

unterstützt.“ Schönheit

sei für sie kein Stil oder Ideal,

sondern etwas Individuelles.

„Beim Schmuck bedeutet

Schönheit für mich: simple but

significant.“ Mit dem Killesberg

verbindet Julia Kaestle

viele Erinnerungen. Hier hat

sie studiert, hier spaziert sie

durch den Park, trinkt Kaffee

in der Helfferichstraße und genießt

den Blick vom Bismarckturm.

„Der Killesberg war für

mich immer ein inspirierender

Ort – und ist es bis heute geblieben.

Es ist meine Heimat“,

sagt sie – und inzwischen auch

ihr Arbeitsplatz.

Mehr Informationen auf

www.shop.byju.de

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„Wir wollen ein Licht für

den Killesberg sein“

GLAUBE

Wenn man die Türen der Celebrate

Life Church in Stuttgart

öffnet, spürt man sofort: Der

Name ist Programm – im Haus

in der Birkenwaldstraße wird

das Leben in all seinen Facetten

gefeiert. Doch „Celebrate Life“

ist weit mehr als ein Slogan. Es

ist für viele, die sonntags zum

Gottesdienst kommen, längst

ein Stück Zuhause geworden.

Die Gemeinde glaubt fest daran,

dass Gott jedem Menschen

– mit all seinen Höhen und

Tiefen – ein gutes Leben geschenkt

hat. Dieses Geschenk

soll geteilt, gefeiert und gelebt

werden. Und das tut die Kirche

mit spürbarer Freude: Nach den

Gottesdiensten trifft man sich

zu sogenannten „Hangouts“

im Milaneo, etwa bei „Hans im

Glück“ oder in der „L’Osteria“,

um den Glauben weiterzutragen

– in Gesprächen, im Miteinander.

Auch das jährliche

Church Weekend außerhalb

Stuttgarts ist längst Tradition:

ein Wochenende voller Gemeinschaft,

Musik, Gebet und

Lebensfreude. „Darüber hinaus

soll der Slogan ‚Celebrate Life‘

nicht nur horizontal Beziehungen

schaffen, sondern hinsichtlich

der biblischen Ewigkeitsperspektive

auch eine vertikale

Vorfreude auf den Himmel und

damit ein Leben nach dem Tod

schenken“, erklärt Jonathan

Schmid, der bei organisatorischen

Aufgaben in der Kirche

mitwirkt. Rund 100 Menschen

besuchen regelmäßig die Gottesdienste,

der internationale

Gottesdienst ist dabei etwas

größer als der deutsche. Besonders

beliebt ist die jährlich

stattfindende Frauenkonferenz

in Wernau, zu der etwa

350 Besucherinnen aus ganz

Deutschland kommen. Dass es

der Kirche gelingt, Menschen

unterschiedlichster Herkunft

und Generationen zu verbinden,

ist kein Zufall. Schon

2012 – also ein Jahr nach der

Gründung – startete die internationale

Arbeit. Heute werden

fast alle Online-Meetings

zweisprachig abgehalten, und

die Gottesdienste werden auf

Englisch übersetzt. Natürlich

gibt es auch Herausforderungen:

Amerikanische, asiatische

oder afrikanische Christinnen

und Christen bringen unterschiedliche

Vorstellungen von

Gottesdienst und Gemeinde

mit. „Alle müssen lernen, Kompromisse

zu schließen“, heißt

es ehrlich. Der deutsche Gottesdienst

um 10.30 Uhr richtet

sich stärker an Familien und ältere

Besucher, wenngleich diese

Gruppe – etwa wegen der

Parkplatzsituation und der internationalen

Prägung – noch

30


nicht so stark vertreten ist, wie

man es sich wünscht. Im Zentrum

aller Aktivitäten steht die

Bibel. Jedes Meeting beginnt

mit einem Gebet, und gerade

in schwierigen Zeiten ist das

gemeinsame Lesen der Schrift

für viele eine Quelle von Halt

und Zuversicht. Die Kirche versteht

sich als Werkzeug Gottes

für Stuttgart: Menschen sollen

durch den Glauben an Jesus

Christus wieder Sinn und Kraft

finden. Jedes Engagement ist

dabei freiwillig, genauso wie

Spenden. „An dieser Stelle ist

zu erwähnen, dass auch unsere

Leitungspastorin Karin Schmid

bei Celebrate Life Church im

Ehrenamt tätig ist – hauptberuflich

arbeitet sie als Pfarrverweserin

in einer anderen

evangelischen Kirchengemeinde“,

ergänzt Jonathan. Neue

Mitglieder finden schnell Anschluss.

In einer sogenannten

„Newcomer Small Group“ lernen

Interessierte die Vision der

Kirche kennen und können sich

anschließend entscheiden, ob

sie Teil einer Kleingruppe werden

möchten oder einfach nur

reinschnuppern wollen – ohne

Verpflichtung. Neben Gemeinschaft

und Glauben spielt auch

soziales Engagement eine

wichtige Rolle. Vor der Pandemie

startete die Kirche das

„Love-People-Outreach-Programm“:

Ehrenamtliche besuchen

regelmäßig Obdachlose,

schenken kleine Aufmerksamkeiten

oder verbringen Zeit im

Seniorenzentrum am Birkenwald.

Über das Netzwerk „Gemeinsam

für Stuttgart“ ist die

Kirche außerdem mit anderen

Gemeinden verbunden und

unterstützt Projekte wie den

Ostergarten mit Spenden. Für

die Zukunft wünscht sich die

Kirche, dass immer mehr Menschen

in ihrem Glauben aufblühen

und Jesus zum Mittelpunkt

ihres Lebens machen. „Unsere

Gottesdienste sind öffentlich“,

sagt Jonathan. „Man darf uns

jederzeit gerne besuchen. Es

gibt die Definition eines Puritaners:

‚Ein Puritaner in England

liebte Gott von ganzer Seele,

aber hasste seinen Nachbarn

von ganzem Herzen.‘ Wir wollen

dies als Kirche besser machen

und damit ein Licht für

den Killesberg sein. Ein Kraftort

der Begegnung, voller Begeisterung

für den Glauben an

Jesus Christus.“

Mehr Informationen auf

www.celebratelife.church

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28 Jahre für

die Demokratie

Fast drei Jahrzehnte lang leitete

Thomas Hertfelder das

Theodor-Heuss-Haus im Feuerbacher

Weg – als Geschäftsführer,

Historiker, Bauleiter wider

Willen und leidenschaftlicher

Botschafter der historischen

Grundlagen unserer Demokratie.

Im Januar übergab der

gebürtige Bayer an die nächste

Generation und genießt nun

seinen Ruhestand. Im Gespräch

blickt er zurück auf knappe

Budgets und Corona-Hürden

und verrät, was er jetzt plant

und sich für das „Häusle“ des

ersten Bundespräsidenten

wünscht.

MEIN.KILLESBERG: Wie kamen

Sie als gebürtiger Bayer an den

Job?

THOMAS HERTFELDER: Ich habe

1996 noch an der Uni München

gearbeitet und entnahm

einer Stellenanzeige, dass man

in Stuttgart einen Gründungsgeschäftsführer

suchte für die

‚Stiftung Bundespräsident-

Theodor-Heuss-Haus‘. Die Anforderungen

gefielen mir und

KÖPFE AM KILLESBERG

ich habe mich beworben.

MEIN.KILLESBERG: Was haben

Sie sich von dem Job versprochen?

HERTFELDER: Ich wusste nicht,

was mich in Stuttgart erwartet.

Angesichts der vielen Bewerber

hatte ich auch nicht erwartet,

dass ich den Job kriege. Auf

jeden Fall habe ich mit einer

spannenden und vielseitigen

Aufgabe gerechnet – und genauso

war es auch. Ich konnte

meine wissenschaftliche Qualifikation

als Historiker nun auch

praktisch anwenden, indem ich

Veranstaltungen organisiere,

Ausstellungen mitkuratiere und

mit den Bürgerinnen und Bürgern

nicht nur auf dem Killesberg

ins Gespräch komme. Das

stellt man sich nicht unbedingt

unter einer Geschäftsführung

vor. Aber meine Aufgaben waren

sehr vielfältig. Zugleich gab

es aber auch all die Aufgaben,

die mit einer Geschäftsführung

verbunden sind: Personalführung,

Finanzierungsfragen, Liegenschaftsmanagement,

Gremienarbeit

usw.

MEIN.KILLESBERG: Hätten Sie

gedacht, dass Sie dort 28 Jahre

lang sind?

HERTFELDER: Nein! Als ich das

meinen Münchner Freunden

erzählt habe, waren sie überrascht,

man möchte fast sagen:

fassungslos. Der Ruf von Stuttgart

war bei den Münchnern

nicht so gut, das hat mich aber

nicht abgehalten. Ich wollte

mich ja im historisch-kulturellen

Bereich bewegen und da war

die Stelle genau das Richtige.

Deshalb bin ich auch nicht nach

München zurück oder anderswo

hin.

MEIN.KILLESBERG: Haben Sie

Stuttgart lieben gelernt?

HERTFELDER: Ja. Zu meiner eigenen

Überraschung habe ich

mich rasch eingelebt, Freunde

gefunden und viel Unterstützung

seitens der Stadt und ihrer

Behörden erfahren.

MEIN.KILLESBERG: Was hat Ihnen

am meisten Spaß gemacht?

HERTFELDER: Die Programmarbeit:

Mir zusammen mit dem

Team immer wieder zu überlegen,

mit welchen Themen und

Expertisen wir Denkanstöße geben

können. Daher haben mir

die Veranstaltungen viel Freude

bereitet. Und das Museum,

das Theodor-Heuss-Haus, das

damals wie ein Dornröschenschloss

schon seit Jahren leer

stand. Wir mussten erst mal die

Spinnweben beseitigen.

MEIN.KILLESBERG: Gab es Herausforderungen?

HERTFELDER: Der zweimalige

Umbau des Hauses. Das erste

Mal war von 1998 bis 2002, da

wurde es von einem verlassenen

Wohnhaus zu einem komplett

neuen Haus umgebaut

und zwar so, dass man es als

Museum betreiben kann. Das

32


war eine Herausforderung, weil

ich keine Erfahrung in dem Bereich

hatte, ich war ja noch nie

Bauherr zuvor. Ich war reiner

Akademiker aus München und

sollte jetzt Baumaßnahmen des

Bundes anleiten – das war für

mich neu! Aber zum Glück hat,

auch dank vielfacher Unterstützung,

alles geklappt. Zur Eröffnung

am 8. März 2002 kam der

damalige Bundespräsident Johannes

Rau. Es war eine Freude,

ihn begrüßen zu dürfen.

MEIN.KILLESBERG: Und der

zweite Umbau?

HERTFELDER: Der fand zwischen

2021 und 2023 statt. Da

sollte man ja meinen, dass beim

zweiten Mal alles leicht von

der Hand geht – aber plötzlich

gab es neue Probleme beim

Umbau. Durch die Corona-Krise

explodierten die Preise der

Rohstoffe, und auch die Bauvorschriften

waren restriktiver

als 20 Jahre zuvor. Und da der

Träger des Theodor-Heuss-

Hauses der Bund ist, sind wir

finanziell an die öffentlichen

Mittel gebunden – heißt: Wir

arbeiten mit definierten Budgets,

tragen Verantwortung für

den effizienten Einsatz der Gelder.

Aber nicht nur das Geld,

auch die Zeit wurde knapp. Der

Eröffnungstermin mit dem Bundespräsidenten,

Frank-Walter

Steinmeier, stand zwar schon

seit fast einem Jahr fest – doch

die Zeit wurde gegen Ende sehr

knapp.

MEIN.KILLESBERG: Hatten Sie

keine Handwerker vor Ort?

HERTFELDER: Doch – allerdings

war wegen Corona alles kompliziert.

Als ich versucht habe,

den Handwerksbetrieben klarzumachen,

dass der Bundespräsident

kommt, da musste

ich mit Erschrecken feststellen,

dass einige gar nicht wussten,

wer das ist. Manche sind auch

abgesprungen, was die Sache

weiter erschwert hat.

MEIN.KILLESBERG: Wurde alles

rechtzeitig fertig?

HERTFELDER: Gerade so! Wir

haben bis spät in den Abend

zuvor noch gearbeitet, Exponate

angebracht und Medienstationen

getestet. Es war wie

im Film: Als der Bundespräsident

das Museum betrat, sind

die letzten Handwerker gerade

rausgegangen, die haben sich

quasi die Klinke in die Hand

gegeben. Aber es hat alles hingehauen,

zum Glück! Ich will an

der Stelle noch erwähnen, dass

ich immer froh war, dass wir

durch Spenden schwäbischer

Unternehmen nicht unerhebliche

Summen wieder reinholen

konnten, wenn die Bundesmittel

nicht ausgereicht haben. Die

Stuttgarter sind der Kultur gewogen,

was mich erfreut.

MEIN.KILLESBERG: Wie fühlt es

sich an, nach so langer Zeit zu

gehen?

HERTFELDER: Zunächst ist es

schmerzhaft. Ich habe meinen

Beruf geliebt. Aber ich spürte,

dass es an der Zeit war, dass jemand

Jüngeres das Ruder übernimmt

– mit neuen Ideen und

Impulsen. Ich habe nicht das

Gefühl, dass ich noch zwingend

vor Ort sein muss. Ich muss

auch niemanden noch Ratschläge

geben oder Ähnliches.

MEIN.KILLESBERG: Gut, dann

erübrigt sich meine nächste

Frage – ich wollte wissen, was

Sie dem neuen Geschäftsführer,

Herrn Holzhauser, mit auf den

Weg geben würden.

HERTFELDER: Tatsächlich wüsste

ich nicht, was ich ihm noch

sagen könnte – die Übergabe

hat bereits stattgefunden und

wir haben uns lange darauf vorbereitet.

Es hat alles reibungslos

funktioniert!

MEIN.KILLESBERG: Welche Pläne

haben Sie für den Ruhestand?

HERTFELDER: Ich möchte noch

mehr Musik machen als bisher.

Außerdem bin ich viel in

der Landesbibliothek und lese

historische Fachliteratur. Ich

will auch gerne weiter das eine

oder andere veröffentlichen

und mich ansonsten auf meine

Familie konzentrieren. Meine

Tochter ist noch nicht ganz flügge.

MEIN.KILLESBERG: Hat sie auch

Interesse am Häusle?

HERTFELDER: Ja! Für eine ehrenamtliche

Tätigkeit im Haus

ist sie noch zu jung. Aber sie

war schon öfter dort, sowohl

mit mir als auch mit ihrer Schulklasse.

Bei der Eröffnung im

Mai 2023 durfte sie dem Bundespräsidenten

die Hand schütteln.

Und sie fand es toll, wenn

wir zusammen dort waren und

ich alle gekannt habe.

MEIN.KILLESBERG: Was wünschen

Sie sich für die Zukunft

des Hauses?

HERTFELDER: Möglichst viele

Gäste, vor allem jüngere,

denen unser Angebot Impulse

zum Verständnis unserer komplizierten

Gegenwart gibt.

MEIN.KILLESBERG: Danke für

das Gespräch!

33


Unterhaltung

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5. – 7. Preis

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Birkenwäldle im Wert von je

21 EUR.

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1

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7

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9

4

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2

5

9

6

1.) Wärmt im Bett in kalten Nächten.

2.) Kälteste der vier Jahreszeiten.

3.) Für ihn stellen Kinder am 6. Dezember ihre Schuhe raus..

4.) Gewürz, typisch für Wintergebäck.

5.) Schneemassen, die einen Hang hinabstürzen.

6.) Flüssige Mahlzeit, die wärmt.

7.) Dichte Körperbedeckung vieler Tiere.

8.) Typisches Winter-Wurfgeschoss.

9.) Heißes Wintergetränk, ähnlich wie Glühwein.

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Ein geometrisches Tastmodell für den

Unterricht, eine sprechende Uhr für das

Klassenzimmer oder ein taktiler Stadtplan

zur Orientierung: blinde, sehbehinderte

und mehrfachbehinderte Menschen

brauchen besondere Unterstützung.

Freude

schenken

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Nikolauspflege Stiftung

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BIC: SOLADEST600

nikolauspflege.de



Sport fürs Gehirn

RÄTSELSPASS

8 2 5

6 9 3 5 4

1 8

2 8 7

9 7 1 2 3 8 5 4

8 1 7 2 6

3 5 6 4 7

6 2 8 7 5

1 9 5 4 6 8 2

5 2 4

5 1 9

9 4 1 3

9 1 7 5 4

5 7

4 3 8 9

6 8 9 3 7 5

6 7 3 2 9 8

3 5 4 7 1 2

5 1 3 7

3 6 5

5 6

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2 5 3 1

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3 9 5

9 6 7 4 3

5

5

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1 2 4

7 5 4 3 8

4 1 7

7 9 8 3

9 4 8

3 7 2 4

LÖSUNGEN

7 5 2 6 1 4 8 3 9

9 6 8 2 4 5 1 3 7

1 2 6 9 3 5 4 8 7

7 9 8 2 5 1 4 3 6

9 6 3 8 2 7 1 4 5

1 2 4 7 3 6 9 5 8

8 3 5 2 7 4 6 1 9

6 5 3 4 7 9 1 2 8

8 1 4 3 5 9 2 6 7

3 7 5 9 1 8 4 6 2

9 7 4 8 6 1 5 2 3

1 2 4 8 3 6 5 7 9

3 8 1 2 7 5 4 9 6

4 3 9 8 5 1 7 2 6

6 9 1 7 2 3 8 5 4

9 7 6 1 2 3 8 5 4

2 7 5 4 9 6 3 1 8

2 5 7 4 6 9 3 8 1

2 5 8 4 9 6 7 3 1

8 4 1 7 9 5 2 6 3

4 9 6 1 3 8 5 7 2

8 1 6 3 2 7 5 9 4

7 4 3 1 5 8 2 9 6

2 3 5 6 8 4 9 1 7

1 4 7 9 8 2 6 5 3

6 4 1 5 8 3 2 7 9

4 1 2 6 8 9 3 7 5

4 6 2 3 1 8 7 9 5

6 2 9 5 4 3 7 8 1

7 8 3 1 9 2 6 4 5

5 6 7 3 1 2 9 4 8

3 1 9 5 4 7 6 8 2

5 3 8 7 6 1 9 2 4

5 9 2 6 7 4 8 1 3

3 8 9 5 4 7 1 6 2

5 8 7 9 6 2 3 4 1

OBEN LINKS

OBEN RECHTS

UNTEN LINKS

UNTEN RECHTS

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Service

Trockene Haut im Winter?

Nein, danke!

GESUNDHEIT

Kennen Sie das auch? Kaum

sinken draußen die Temperaturen,

spielt bei vielen von uns

die Haut verrückt. Plötzlich

spannt sie, juckt, wirkt fahl oder

schuppt sich an Stellen, die im

Sommer noch glatt und geschmeidig

waren. Ist ja auch logisch:

Draußen beißende Kälte,

drinnen trockene Heizungsluft

– die perfekte Kombi also, um

selbst die robusteste Haut aus

dem Gleichgewicht zu bringen.

Aber keine Sorge: Wenn man

weiß, wie’s geht, lässt sich eine

gestresste Haut ganz einfach

umgehen!

Woher die typische „Winterhaut“

kommt? Das lässt sich leicht erklären:

Wenn die Luft draußen

kalt und trocken ist, verlangsamt

die Haut ihre Talgproduktion. Dadurch

fehlt ihr der natürliche Fettfilm,

der Feuchtigkeit speichert

und sie vor Umwelteinflüssen

schützt. In unseren Häusern und

Wohnungen hingegen läuft die

Heizung auf Hochtouren, was die

Luftfeuchtigkeit zusätzlich senkt.

Das Ergebnis: Die Haut verliert

Wasser, die oberste Hornschicht

wird spröde, winzige Risse entstehen

– und genau das verursacht

das unangenehme Spannungsgefühl.

Und auch wenn uns

eine richtig schöne heiße Dusche

vor allem im Winter richtig den

Tag versüßen kann, ist sie für unsere

Haut nicht gerade das Beste

– sie wird dabei sehr strapaziert.

Aber was können wir jetzt tun,

um gut und geschmeidig durch

die kalte Jahreszeit zu kommen?

Der wichtigste Grundsatz lautet:

Feuchtigkeit bewahren und Lipide

zuführen. Auch das beginnt

schon unter der Dusche. Wer

statt heiß lieber lauwarm oder

maximal warm duscht, erspart

der Haut puren Stress. Auch milde,

pH-neutrale Waschlotionen

sind besser als klassische Seifen,

weil sie den Säureschutzmantel

der Haut weniger angreifen.

Nach dem Duschen gilt: Nicht

trockenrubbeln, sondern lieber

sanft abtupfen und sofort eine

reichhaltige Creme auftragen.

Am besten auf noch leicht feuchter

Haut – so wird die Feuchtigkeit

eingeschlossen. Bei der

Wahl der Pflegeprodukte lohnt

sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

Besonders bewährt haben sich

Feuchtigkeitsspender wie Glycerin,

Hyaluronsäure oder Urea.

Sie ziehen Wasser in die Haut

und sorgen dafür, dass sie praller

wirkt. Lipidreiche Komponenten

wie Ceramide, Shea-Butter oder

pflanzliche Öle stärken zusätzlich

die Hautbarriere. Duftstoffe

und Alkohol sollten im Winter

38


eher gemieden werden, da sie

empfindliche Haut schnell reizen

können. Für sehr trockene Haut

eignen sich fettreiche Salben

oder balancierende Cremes, die

einen leichten Film hinterlassen

– auch wenn das im ersten Moment

weniger angenehm wirkt,

ist es langfristig effektiver. Wer

seiner Haut etwas Gutes tun will,

sorgt auch für das richtige Raumklima.

Ein Luftbefeuchter kann

wahre Wunder wirken – schon

40 bis 50 Prozent Luftfeuchtigkeit

reichen aus, um die Haut

weniger austrocknen zu lassen.

Außerdem: regelmäßig lüften,

um verbrauchte Heizungsluft

gegen frische auszutauschen.

Und natürlich gilt auch im Winter

Sonnenschutzpflicht. UV-Strahlen

sind zwar schwächer, werden

aber durch Schnee und Eis

reflektiert, wodurch sie der Haut

trotzdem schaden können. Eine

Tagescreme mit Lichtschutzfaktor

15 bis 30 schützt zuverlässig. So

viel zu den äußeren Einflüssen!

Denn neben äußerer Pflege spielt

auch die innere Versorgung eine

Rolle. Viel trinken hilft zum Beispiel,

auch wenn es allein keine

Wunder wirkt. Wer zusätzlich auf

eine ausgewogene Ernährung

mit ausreichend Omega-3-Fettsäuren

achtet – etwa aus Nüssen,

Leinöl oder Lachs –, unterstützt

die Hautbarriere von innen.

Kleidung aus atmungsaktiven,

weichen Stoffen ist besser als

Wolle oder Synthetik, die scheuern

oder reizen können. Und

wer häufig Hände wäscht, sollte

nach jedem Waschgang cremen

– sonst droht rissige Haut an den

Händen, und das brauchen wir ja

nun wirklich nicht! Zusammengefasst

lässt sich sagen: Wer seine

Pflegeroutine an die kalte Jahreszeit

anpasst – also lauwarm

duscht, regelmäßig eincremt,

auf die Inhaltsstoffe achtet und

darüber hinaus auch noch regelmäßig

lüftet –, bringt seine Haut

sicher durch den Winter. Und das

hat sie auch verdient! Schließlich

ist die Haut unser größtes Organ,

unser Schutzschild und der Spiegel

unseres Wohlbefindens. Außerdem

sieht eine gesunde Haut

nicht nur schön aus, sondern

fühlt sich auch so an.

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MIELE CENTER STUTTGART

Erleben Sie eine neue, beeindruckende

Einkaufswelt und spüren Sie die

besondere Atmosphäre

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Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 09:00 - 19:00 Uhr | Samstag: 09:00 - 14:00 Uhr


Generationen gestalten Zukunft –

Verantwortung und Vermögen im Wandel

FINANZEN

85 Billionen Dollar weltweit,

rund 400 Milliarden Euro pro

Jahr in Deutschland – so groß

ist das Vermögen, das in den

kommenden Jahren die Generationen

wechseln wird.

Dr. Moritz Kraemer, Chefvolkswirt

der LBBW, und Silke Siegel-Kirschenmann,

Abteilungsleiterin

Wealth Management

Stuttgart, sprechen über Verantwortung,

Werte und die

Chancen dieses Wandels – für

Unternehmerfamilien, die ihre

Erfolgsgeschichte fortschreiben.

SILKE SIEGEL-KIRSCHENMANN:

Welche Chancen ergeben sich

aus der größten Vermögensübertragung

aller Zeiten für

Wirtschaft und Gesellschaft?

DR. MORITZ KRAEMER:

Seit der Jahrtausendwende hat

sich das vererbte Vermögen

vervielfacht – die Summen pro

Erbfall steigen deutlich. Dieser

Vermögenstransfer ist ein bedeutender

Wirtschaftsfaktor.

Dabei geht es nicht nur um Kapital,

sondern auch um Verantwortung:

Werte zu bewahren,

Neues zu schaffen und Zukunft

aktiv zu gestalten.

SILKE SIEGEL-KIRSCHENMANN:

Gleichzeitig verdienen auch

jene große Anerkennung, die

dieses Vermögen aufgebaut

haben. Sie haben mit Ideen,

Mut und Ausdauer Unternehmen

geschaffen, Innovationen

hervorgebracht und Arbeitsplätze

gesichert. Dieses Fundament

ermöglicht es nun der

nächsten Generation, die Erfolgsgeschichte

fortzuführen

– mit Verantwortung, neuen

Ideen und eigener Handschrift.

Was stimmt Sie optimistisch,

dass dieser Übergang gelingt?

DR. MORITZ KRAEMER:

Ich sehe in vielen Familien einen

starken Zusammenhalt und

das Bewusstsein, gemeinsam

etwas zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Die Nachfolgegeneration

ist hervorragend

ausgebildet, international vernetzt

und möchte aktiv gestalten.

Dieses Zusammenspiel

von Erfahrung und frischer Perspektive

ist ein großer Gewinn

– für Unternehmen wie für Gesellschaft.

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um, gemeinsam den nächsten

Schritt zu gehen.

Wie im Sport kann auch hier

ein „Trainerwechsel“ neuen

Schwung bringen: frische Energie,

neue Perspektiven, aber

das gleiche Ziel – Erfolg im

Team. Genau diese Dynamik

entsteht, wenn Erfahrung und

Erneuerung zusammenwirken.

SILKE SIEGEL-KIRSCHENMANN:

Welche Fähigkeiten sind entscheidend,

um in einer global

vernetzten und digitalen Welt

erfolgreich zu bleiben?

DR. MORITZ KRAEMER:

Unternehmerisches Denken,

Offenheit für Technologie, Entscheidungsstärke

und Empathie

sind entscheidend. Wer

bereit ist, Neues zuzulassen,

wird die Zukunft gestalten.

SILKE SIEGEL-KIRSCHENMANN:

Gerade dieses Zusammenspiel

aus Erfahrung, Innovationskraft

und Verantwortungsbewusstsein

ist die Stärke vieler Unternehmerfamilien.

Tradition

und Fortschritt gehen Hand in

Hand – das ist es, was nachhaltigen

Erfolg ausmacht.

Welche Rolle spielen Technologien

wie KI oder Robotik in

diesem Wandel?

DR. MORITZ KRAEMER:

Technologische Entwicklungen

verändern Wirtschaft und Vermögensanlage

tiefgreifend.

Regulierung ist wichtig, darf

Innovation aber nicht bremsen.

Künstliche Intelligenz eröffnet

neue Chancen – entscheidend

ist, sie verantwortungsvoll zu

nutzen. Hier können erfahrene

Unternehmer und junge Innovatoren

gemeinsam Maßstäbe

setzen.

SILKE SIEGEL-KIRSCHENMANN:

Deutschland gilt oft als vorsichtig,

wenn es um Neues geht.

Was braucht es, um Vertrauen

in Veränderung zu stärken?

DR. MORITZ KRAEMER:

Jedem Anfang wohnt ein Zauber

inne – das gilt auch wirtschaftlich.

Wir brauchen Vertrauen

in unsere Stärken und

den Mut, Neues auszuprobieren.

Jede Generation hat in

ihrer Zeit Außergewöhnliches

geleistet – vom Aufbau über

die Erneuerung bis zur Digitalisierung.

Jetzt geht es dar-

Silke Siegel-Kirschenmann

Abteilungsleiterin

Wealth Management der

BW-Bank in Stuttgart

Tel: +49 711 12478724

Mobil: +49 151 50479760

silke.siegel-kirschenmann@lbbw.de

www.bw-bank.de/wealth-management

41


Die besten Tricks

für geistige Frische

GEHIRNJOGGING

„Hier, die Tochter von, ach, wie

heißt er, der, na, du weißt schon

…“ Kommt Ihnen das bekannt

vor? Namen liegen uns auf der

Zunge, Schlüssel verschwinden

spurlos und manchmal stehen

wir an einem Regal im Supermarkt

und fragen uns ernsthaft,

warum wir eigentlich hier sind.

Keine Frage: Unser Gehirn ist

zwar ein wahres Wunderwerk –

aber auch ein Organ, das gerne

gefordert werden will. Wer seinen

Kopf regelmäßig trainiert,

bleibt länger fit im Denken. Und

das Beste daran: Mentales Training

kann richtig Spaß machen!

Das Gehirn funktioniert im

Prinzip wie ein Muskel: Wird es

nicht beansprucht, baut es ab.

Wird es hingegen regelmäßig

trainiert, bleibt es flexibel und

leistungsfähig – egal, ob man

30, 50 oder 80 ist. Mentale

Beweglichkeit bedeutet dabei

nicht nur, sich Zahlenreihen

oder Vokabeln zu merken. Es

geht um die Fähigkeit, Neues

zu lernen, umzudenken, Zusammenhänge

zu erkennen

und sich an Veränderungen anzupassen.

Also genau das, was

wir im Alltag ständig brauchen

– von der neuen Software im

Job bis zur spontanen Planänderung

im Familienleben. Eine

gute Nachricht vorweg: Gedächtnistraining

muss weder

kompliziert noch langweilig

sein. Schon kleine Veränderungen

im Alltag können große

Wirkung zeigen. Zum Beispiel,

indem man einfach mal den

gewohnten Weg zur Arbeit ändert,

mit der linken Hand die

Zähne putzt oder im Kopf rechnet

statt zum Handy zu greifen.

Solche kleinen „Mikro-Übungen“

bringen das Gehirn aus

seiner Routine und fördern die

Bildung neuer neuronaler Verbindungen

– also quasi neue

Trampelpfade im Kopf. Auch

Bewegung spielt eine entschei-

42


dende Rolle. Studien zeigen:

Körperliche Aktivität steigert

die Durchblutung des Gehirns,

verbessert die Sauerstoffversorgung

und unterstützt die

Neubildung von Nervenzellen.

Ein Spaziergang an der frischen

Luft, Tanzen, Yoga oder

Schwimmen – Hauptsache,

man kommt regelmäßig in Bewegung.

Wer dazu noch Musik

hört, hat doppelten Effekt:

Rhythmen aktivieren beide Gehirnhälften

und fördern Koordination

und Konzentration. Und

ja – auch ausgelassenes Tanzen

im Wohnzimmer zählt!

Was ebenfalls hilft: Neues lernen.

Egal ob eine Sprache,

ein Musikinstrument oder ein

Handwerk – jedes neue Lernfeld

bringt frischen Wind ins

Gehirn. Denn Lernen stimuliert

die Synapsenbildung und

hält die grauen Zellen aktiv.

Wichtig ist, dass es Freude

macht. Wer sich durch ein Thema

quält, trainiert eher seine

Frustrationstoleranz als sein

Gedächtnis. Also lieber mit Begeisterung

Italienisch pauken,

als sich mit Sudoku zu quälen,

wenn man Zahlen ohnehin nie

mochte. Ein weiterer Tipp:

Schlafen! Im Schlaf verarbeitet

das Gehirn Informationen,

speichert Erlebtes und sortiert

Wichtiges von Unwichtigem.

Zu wenig Schlaf kann daher

die Gedächtnisleistung erheblich

beeinträchtigen. Ebenso

wichtig ist eine ausgewogene

Ernährung. Omega-3-Fettsäuren,

Antioxidantien und Vitamine

aus Obst, Gemüse, Nüssen

und Fisch gelten als echtes

Brainfood. Und ausreichend

trinken – das klingt banal, ist

aber entscheidend: Schon

leichter Flüssigkeitsmangel

kann die Konzentrationsfähigkeit

deutlich senken.

Auch soziale Kontakte sind

pures Gehirnfutter. Gespräche,

gemeinsames Lachen und

emotionale Nähe fordern das

Denkorgan auf eine ganz eigene

Weise. Denn wer kommuniziert,

reagiert, erinnert und

empfindet gleichzeitig – ein

komplexes Ganzkörpertraining

für die grauen Zellen. Deshalb:

öfter mal Freunde treffen, diskutieren,

lachen, Karten spielen

– all das hält den Kopf jung.

Und noch etwas: Humor! Wer

lacht, aktiviert mehrere Areale

im Gehirn gleichzeitig, baut

Stress ab und fördert die Ausschüttung

von Glückshormonen.

Das entspannt nicht nur,

sondern steigert nachweislich

die geistige Leistungsfähigkeit.

Vielleicht liegt darin ja das Geheimnis

derer, die bis ins hohe

Alter witzig, wach und wunderbar

schlagfertig bleiben.

Zusammengefasst lässt sich

sagen: Das Gehirn liebt Abwechslung.

Wer seinen Alltag

immer wieder ein bisschen

aufmischt, Neues ausprobiert,

lacht, sich bewegt und mit

anderen in Kontakt bleibt, tut

nicht nur etwas für seine mentale

Fitness – sondern auch

für seine Lebensfreude. Denn

jung bleiben heißt, das Staunen

nicht zu verlernen. Wer jeden

Tag ein bisschen neugierig

bleibt, trägt die beste Verjüngungskur

schon in sich.

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Perfekt für die

gemütlichen Feiertage

REZEPT

WEIHNACHTLICHER STOLLEN

WEIHNACHTLICHER STOLLEN

ZUTATEN FÜR 12 PORTIONEN

— 100 g Rosinen

— 75 ml Rum (oder Wasser)

— 370 g Weizenmehl Type 405

— 80 ml Milch (warm)

— 0,75 Würfel Hefe

— 250 g Butter

— 120 g Zucker

— 1 Ei (Zimmertemperatur)

— 0,5 TL Salz

— 2 TL Christstollen-Gewürz

— 2 Pck. Vanillezucker

SCHRITT 1 Rosinen in Rum oder

Wasser einlegen (am besten

über Nacht).

SCHRITT 2 Für den Vorteig 120 g

Mehl, Milch und Hefe verkneten

und abgedeckt mindestens 60

Minuten gehen lassen.

SCHRITT 3 Für den Teig den Vorteig

mit dem restlichen Mehl,

150 g weicher Butter, 40 g

Zucker, Ei, Salz und Stollen-Gewürz

zu einer Masse verkneten.

SCHRITT 4 Den Rum von den

Rosinen abschütten. Vorsichtig

in den Teig unterkneten und

abgedeckt mindestens

60 Minuten gehen lassen.

SCHRITT 5 Den Teig auf eine

bemehlte Arbeitsplatte geben

und zu einem Stollen formen.

Entweder eine Stollenhaube

oder eine aus Backpapier geformte

Manschette um den

Stollen legen. Den Stollen ca.

30 Minuten gehen lassen.

SCHRITT 6 Backofen auf 190 °C

Umluft (200 °C Ober-/Unterhitze)

vorheizen und den Stollen

45-50 Minuten backen. Währenddessen

die restliche Butter

schmelzen und den restlichen

Zucker mit Vanillezucker

vermischen. Nach dem Backen

die Manschette entfernen und

den Stollen im heißen Zustand

mit der flüssigen Butter bestreichen.

Den Zucker darauf

streuen, andrücken und

auskühlen lassen.

44


ALLE GUTEN

DINGE SIND FREI.

freibier.info


IMPRESSUM

mein.killesberg-Magazin, 55. Ausgabe/Winter 2025

Verlag: APODIO GmbH, Kernerplatz 2, 70182 Stuttgart, Telefon: 0711 995 282 01,

Geschäftsführer: Daniel Keßler und Benjamin Martin

Verleger/Herausgeber: Daniel Keßler und Benjamin Martin (Anschrift wie oben)

Verlagsleitung: Benjamin Martin (v. i. S. d. P.) (Anschrift wie oben) | Anzeigenleitung: Benjamin Martin (Anschrift wie oben)

Redaktionsleitung/Autorin: Julia Braun (Anschrift wie oben) | Fotografie: Kilian Bishop (www.kilianbishop.com)

Druckerei: WIRmachenDRUCK GmbH, Mühlbachstraße 7, 71522 Backnang

Konzeption/Gestaltung: APODIO GmbH, Kernerplatz 2, 70182 Stuttgart,

Telefon: 0711 995 282 01, hallo@apodio.de, www.apodio.de

Druckauflage: 10.000 Exemplare

Verteilung: An Haushalte im Stuttgarter Stadtbezirk Nord – vorwiegend in den Stadtteilen Killesberg, Relenberg, Weißenhof,

Mönchhalde, Am Bismarckturm, Lenzhalde.

Bildnachweise: © Kilian Bishop (Seite 1, 46); © YRABOTA / Shutterstock.com (Seite 3); © byJU. Accessiores (Seite 4, 28, 29);

© Laura Holzmann (Seite 6); © Franzi Molina Fotografie (Seite 8); © Annette Kuhls (Seite 20, 21); © MdV-works / Shutterstock.com

(Seite 22); © dodici Stuttgart (Seite 24); © Stuttgarter Reit- und Fahrverein e.V. (Seite 24); © Interessen- und Werbegemeinschaft

Killesberghöhe e.V. (Seite 24); © Thorsten Holzhauser (Seite 26); © Studio Olaf Becker (Seite 26); © Celebrate Life Church (Seite

30); © Franziska Kraufmann / SBTH (Seite 32); © Holiday on Ice (Seite 34) © LANG-FILM Medienporduktion (Seite 36); © Dragana

Gordic / Shutterstock.com (Seite 38); © Fotografie Ebinger (Seite 40, 41); © Uuganbayar / Shutterstock.com (Seite 42); © Racamani

/ Shutterstock.com (Seite 44)

Haftungsausschluss: Schadenersatz für fehlerhafte, unvollständige oder nicht erfolgte Eintragungen und Anzeigen ist

ausgeschlossen. Für den Inhalt von Eintragungen und Anzeigen und eventuell daraus entstehenden Schaden ist der

Auftraggeber verantwortlich. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Genehmigung gestattet.

Das mein.killesberg-Magazin erscheint viermal pro Jahr. Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich im März 2026.

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