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Möbel & Einrichtung, Uhren, Skulpturen & Kunsthandwerk

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ONE OF THE LEADING

AUCTION HOUSES

IN EUROPE

CATALOGUE I

FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS

SCULPTURE & WORKS OF ART

Auctions: Thursday, 4 December 2025

Exhibition: Saturday, 29 November – Tuesday, 2 December 2025



FURNITURE

& INTERIOR

C L O C K S


1

BEDEUTENDER UND SELTENER SCHRANK

AUS DER FRÜHRENAISSANCE

Höhe: 178 cm.

Breite: 154 cm.

Tiefe: 74 cm.

Flandern oder Frankreich, um 1510.

Die frühe französische Renaissance (ca. 1490 – 1530)

ist durch große Veränderungen und eine rasche Entwicklung

in allen künstlerischen Bereichen geprägt.

Zwar begann der italienische Einfluss bereits in der

zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts spürbar zu werden,

doch erst unter der Herrschaft Ludwigs XII wurde

er im französischen Kunstschaffen wirklich prägend.

Ab 1515 förderte Franz I diese Begeisterung für den

Italianismus durch aktives Mäzenatentum maßgeblich.

Auch die Möbel blieben von dieser Entwicklung nicht

unberührt und durchliefen eine bedeutende Wandlung.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts blieb die

Grundstruktur der Möbel noch gotisch, Serviettefalten,

Fialen und Strebepfeiler zierten weiterhin die Möbel.

Dennoch bereicherte sich das ornamentale Repertoire

um Arabesken, Grotesken sowie florale Kompositionen

und Rankenvoluten, in denen die Bedeutung der

Symmetrie deutlich wird.

Die raffiniertesten Möbel wurden mit Medaillons verziert,

die Profile von Männern und Frauen zeigten. Dabei

handelte es sich oft um Hochzeitsmöbel, die die

jungen Eheleute – manchmal begleitet von ihren Vorfahren

– darstellten. In Anlehnung an antike Münzen,

Medaillen und Kameen zählen diese Figuren in Medaillons

zu den charakteristischsten Verzierungen der

Frührenaissance. Prachtvolle Schränke zählen zu den

schönsten Schöpfungen der Regierungszeit Ludwigs

XII. Ihre sehr kurze Entstehungszeit – 1490 bis 1515 –

macht sie zu noch selteneren Möbeln als die gotischen

Schränke.

Der hier vorgestellte Schrank ist zwar noch von mittelalterlicher

Konzeption, doch seine strenge Architektur

bietet einen stabilen Korpus, der mit Zapfen

und Zinken verbunden ist und dessen Rahmen durch

ein profiliertes Gesims betont wird. Er steht auf geraden

Füßen, die – wie damals üblich – die seitlichen

Pfosten des Korpus verlängern. Der Rahmen ist mit

einer Säule verziert, die ein typisch gotisches Dekor

trägt: Der untere Teil zeigt Ranken mit Blättern und

Blüten, während der obere Teil an die Krabbenspitzen

erinnert, die gotische Kathedralen schmückten. Die

Säule ruht auf einer grinsenden Maske, und in ihrer

Mitte ist ein überraschendes Detail eingearbeitet –

ein fein geschnitztes Männerprofil, eingerahmt von

zwei Profilen derselben Frau. Der Schrank öffnet sich

mit zwei Flügeltüren, die jeweils mit sechs, in die Pfosten

des Korpus eingelassen Feldern verziert sind.

Das Dekor dieses Schranks besteht aus zwölf Feldern,

die mit Halbfiguren im Profil verziert sind. Acht

dieser Medaillons sind von einem Lorbeerkranz umgeben,

die anderen vier von einer gerillten Profilierung.

Jedes Medaillon wird von einem pflanzlichen

Arabeskendekor gekrönt, dessen Muster von Feld zu

Feld variiert. Die fein geschnitzte leichte Flora steht

im Kontrast zu den zackigen Blättern, die auf gotischen

Möbeln oft strenger wirken. Sie wird bereichert

durch hybride Tiere, Früchte, Blüten, Masken,

geflügelte Engelköpfe und Kartuschen. Die Medaillons

sind paarweise horizontal angeordnet und bilden

so sechs einander gegenüberstehende Paare. Jedes

Gesicht ist individuell gestaltet. Man bewundert die

Vielfalt der Kostüme und Frisuren, die alle unterschiedlich

sind. Die Figuren tragen mal Hofkleidung,

mal alltäglichere Gewänder. Die Modellierung der Gesichter

ist weich, die Wiedergabe der Kleidung und

Stoffe präzise.

Provenienz:

Sammlung Toulouse-Lautrec.

Literatur:

Vgl. Jacques Thirion, Le Mobilier du Moyen-Âge

et de la Renaissance en France, Dijon 1998.

Jacqueline Boccador, Le Mobilier français du Moyenâge

à la Renaissance, Saint-Just-en-Chaussée 1988.

(1461224) (1) (13)

IMPORTANT AND RARE EARLY

RENAISSANCE CABINET

Height: 178 cm.

Width: 154 cm.

Depth: 74 cm.

Flanders or France, ca. 1510.

Provenance:

Toulouse-Lautrec collection.

Literature:

cf. Jacques Thirion, Le Mobilier du Moyen Âge

et de la Renaissance en France, Dijon 1998.

Jacqueline Boccador, Le Mobilier français du Moyen

Âge à la Renaissance, Edition d’art Monelle Hayot,

1988.

€ 10.000 – € 15.000

Sistrix

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15


2

GESCHNITZTE HOLZTRUHE

MIT ZWEI ZINNENTÜRMEN

Höhe: 64,5 cm.

Breite: 124 cm.

Tiefe: 53 cm.

Südwestfrankreich, 16. Jahrhundert.

Die Truhe war im Mittelalter ein unverzichtbares Möbelstück.

Mit Griffen ausgestattet war sie dafür konzipiert

leicht von einem Wohnsitz zum anderen transportiert zu

werden. Sie konnte Haushaltswäsche, Geschirr oder sogar

Silberwaren beinhalten. Diese seltene Truhe aus

dem 16. Jahrhundert besteht aus Edelkastanienholz.

Sie weist eine in den massiven Holzblock geschnitzte

Front mit leichtem Relief auf. Das Dekor erstreckt sich

über die gesamte Vorderseite der Truhe. Dort entdeckt

man, umgeben von einer gerillten Friesverzierung, zwei

typisch mittelalterliche architektonische Szenen: Die

steinernen Mauern und Zinnentürme einer Burg dieser

Zeit. In der Mitte, unter einem Vorhängeschloss mit

Riegeln, befindet sich ein Feld mit kreuzweise geschnitztem

Muster. Die Pfosten und Querbalken der

Truhe, die durch ihre har monischen Proportionen bestachen,

sind mit einer Rundschwanzverbindung verbunden.

Die glatten Seiten tragen in ihrer Mitte handgeschmiedete

Eisengriffe. Die Truhe ruht auf einer

profilierten Sockelleiste an ihrer Unterseite. Vollständig

aus der Entstehungszeit erhalten, besitzt sie noch ihren

Originaldeckel und die ursprünglichen Beschläge.

(1461226) (1) (13)

€ 7.000 – € 10.000

Sistrix

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3

SELTENE GESCHNITZTE UND

PYROGRAPHIERTE ZEDERNHOLZTRUHE

Höhe: 65 cm.

Breite: 178 cm.

Tiefe: 62 cm.

Norditalien, Friaul, 16. Jahrhundert.

Diese seltene Truhe mit schöner Patina besteht aus

einem Korpus aus Zedernholz, das geschnitzt und pyrographiert

ist. Besonders starker Scharnierdeckel. Die

Innenseite zeigt ein Dekor mit mythologischen Szenen:

Konturgeschnittene und reliefartig aufgebrachte

Motive auf einem Amati-Hintergrund, die zwei Szenen

aus der Geschichte von Diana und Actaeon darstellen,

umgeben von Tierkreiszeichen. In der Mitte wird eine

Kartusche von geflügelten Kindern getragen und von

Rankenwerk eingerahmt. Die Frontseite präsentiert

Szenen militärischer und maritimer Eroberungen mit

Figuren in spanischen und indianischen Gewändern.

Die Seiten, ausgestattet mit handgeschmiedeten Eisengriffen,

sind mit Chimären verziert. Tito Miotti, Autor

des Referenzwerks Nobilta del mobile friulano, verzeichnet

zwölf ähnliche Truhen wie diese und ordnet

diese kleine Serie von Möbeln mit ihrem sehr besonderen

Dekor mit Nachdruck der Region Friaul im Nordosten

Italiens zu. Diese überzeugende These stützt

sich vor allem auf die Fund- und Aufbewahrungsorte

der bisher bekannten Truhen.

Literatur:

Vgl. Tito Miotti, Nobilta del mobile friulano, Udine,

S. 66 – 81. (1461225) (1) (13)

€ 6.000 – € 9.000

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17


4

SCHRANK AUS DER FRÜHRENAISSANCE

Höhe: 152 cm.

Breite: 93 cm.

Tiefe: 44 cm.

Nordfrankreich, erste Hälfte 16. Jahrhunderts,

im Henri II-Stil.

EARLY RENAISSANCE CABINET

Height: 152 cm.

Width: 93 cm.

Depth: 44 cm.

Northern France, first half of the 16th century,

in the style of Henry II.

Während der Renaissance unter Heinrich II setzte die

Strenge der Komposition eine Grenze für die Üppigkeit

des Dekors. Diese Vorliebe für Klarheit und Strenge ist

charakteristisch für diesen Stil. In dieser Zeit wurden

die Schreiner regelrecht zu Architekten; es stand die

architektonische Harmonie des Möbels im Mittelpunkt

ihrer Überlegungen und so war das Studium antiker

Module damals eine Notwendigkeit. Aus diesem Sinn

für Proportionen entstanden raffinierte Möbel mit reinen

Linien. Dieses in honigfarbener Eiche gefertigte

Möbelstück ist ein gutes Beispiel dieser Epoche. Über

rechteckiger Basis mit vorgesetzten kannelierten Balusterbeinen

der zweitürige Aufbau mit Scheinpilastern

mit korinthischen Kapitellen und Flügeltüren.

Provenienz:

Sammlung Chabrières-Arlès.

Durch Vererbung an Vorbesitzer.

(1461223) (1) (13)

Provenance:

Chabrières-Arlès collection.

By inheritance to previous owner.

€ 10.000 – € 12.000

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19


5

ITALIENISCHE FRÜHBAROCKE KOMMODE

Höhe: 89 cm.

Breite: 70,5 cm.

Tiefe: 35 cm.

Italien, 17. Jahrhundert.

In Weichholz gearbeiteter und ebonisierter, über Profilbasis

liegender vierschübiger Korpus. Die Schübe mit

Maskerons als Griff und flankiert von geschnitzten figürlichen

Wangen, Hermenfiguren darstellend. Der

obere Schub mit seitlichen Kopfreliefs. Überkragende,

den Zügen des Möbels folgende profilierte Deckplatte.

(1460973) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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6

SCHÖNE GOTISCHE EISENBESCHLAGENE

EICHENHOLZTRUHE

Höhe: 24 cm.

Breite: 76 cm.

Tiefe: 42 cm.

Flandern, 15. Jahrhundert.

Diese seltene rechteckige Truhe verfügt über einen

oberen Traggriff und ein kunstvoll geschmiedetes Vorhängeschloss

mit Riegel. Die gesamte vordere Kante

des Deckels ist mit einer Blumenfries-Verzierung geschmückt.

Ein Dekor aus kreisförmigen beblätterten

und blumigen Ranken ziert die Truhe, ergänzt durch

lilienverzierte Bänder und Rosetten.

(1461228) (1) (13)

€ 4.500 – € 6.000

Sistrix

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7

SELTENES GOTISCHES SCHMUCKKÄSTCHEN

Höhe: 8 cm.

Breite: 18 cm.

Tiefe: 11 cm.

Frankreich, um 1500.

Buchenholz. Mit geradem Deckel, allseitig im Relief beschnitzt

mit gotischer Fischblasenornamentik, in den

Tiefen ist Muschelgoldbemalung erhalten. Frontale

Schlempe zur Öse in Messing. Schöne Alterspatina.

Einige der Maßwerkstege ausgebrochen, jedoch kaum

auffällig.

(1461382) (11)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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8

SELTENE HOCHZEITSSCHATULLE

DER SPÄTRENAISSANCE

Höhe: 14 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 16,5 cm.

Franko-flämisch, Ende 16. Jahrhundert.

Rechteckkästchen in Nussholz mit geradem vortretendem

Deckel, darauf vertieft geschnitztes Kassettenfeld

mit Raute und eisernem Tragehenkel. Alle Seiten

mit entsprechenden vertieften Kassetten, an der

Front zwei Felder mit Halbbildnissen eines jungen

Bräutigams sowie der Braut in zeitentsprechender

Gewandung mit Halskrausen. An den Seiten Rollwerkdekor,

darauf Tragehenkel. An der Rückseite im Hochovalfeld

ein Herz mit Pfeil. Frontschlempe zum Schlüsselbeschlag

in Eisenschnitt (Innenschloss fehlt).

Innenauskleidung in smaragdgrünem Samt. Solche

Schatullen wurden anlässlich einer Hochzeit der Braut

als Schmuckkästchen gefertigt. Die Reliefschnitzereien

in hoher Qualität.

(1461385) (11)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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21


9

BAROCKSCHRANK MIT INTARSIENDEKOR

Höhe: 194 cm.

Breite: 180 cm.

Tiefe: 77 cm.

Österreich, Mitte 18. Jahrhundert.

Beigegeben in Kopie ein Schätzungsgutachten, Wien,

4. November 1992 über einen Verkehrswert von Schilling

600.000.

Weichholzkorpus, nussfurniert, zweitüriger Kasten.

Ornamentaler und figürlicher Dekor mit Bandelwerk

teilweise in Eiche, Ahorn und Edelhölzern in Form von

Feldern marketiert. Die Türen in drei Felder geteilt mit

Darstellungen von Rittern, Wappen, sowie Engelsköpfen.

Das Kranzgesims abhebbar, vorkragend und

verkröpft. Schrank mittels Keilverbindung zerlegbar.

Provenienz:

Gemäß Gutachten und Einlieferertradition ehemals

Schloss Orth.

Geschenk der Großmutter des Einlieferers, Kammersängerin

Christa Ludwig (1928 – 2021), welche ab

1962 Kammersängerin an der Wiener Staatsoper war.

(1440241) (13)

BAROQUE CABINET WITH INLAID WORK

Height: 194 cm.

Width: 180 cm.

Depth: 77 cm.

Austria, mid-18th century.

Accompanied by a valuation, Vienna, 4 November 1992

with market value of ATS 600,000, in copy.

Two-door chest with softwood structure and walnut

veneer. Ornamental and figurative decoration in marquetry

panels with strapwork, partly in oak, maple, and

precious woods.

Provenance:

According to the report and tradition of the owners

formerly Orth Castle. Gift by the grandmother of the

consignor, opera singer Christa Ludwig (1928 – 2021),

active at the Vienna State Opera from 1962.

€ 6.000 – € 8.000

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23


10

BAROCKSCHRANK

Höhe: ca. 208 cm.

Breite: 186 cm.

Tiefe: 68,5 cm.

Süddeutschland, 18. Jahrhundert.

Kastenkorpus auseinanderbaubar, über fünf gequetschten

Kugelfüßen stehend. Mit abgeschrägten

Kanten, auskragendem Gesims und kassettierten

Intarsieneinlagen. Drei Regalböden und mit Bandelwerk

verzierte Türen, diese mit Originalbeschlägen

und Schloss. Schlüssel nicht vorhanden. Alters- und

Gebrauchssp., besch.

(1461231) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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25


11

KASSETTENSCHRANK

Höhe: 230 cm.

Breite: 198 cm.

Tiefe: 68 cm.

Mitteldeutschland, erste Hälfte 18. Jahrhundert.

Auf gedrückten wie profilierten Kugelfüßen der zweitürige

Korpus mit zweischübiger Zarge und überbordendem

Gesims. Die Türen mit schönem Spiegelfurnier

und Vauban-Kassettierung.

(1451651) (13)

€ 5.000 – € 6.000

Sistrix

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27


12

NEUWIEDER BAROCK-KOMMODE

Höhe: 91 cm.

Breite: 137 cm.

Tiefe: 67 cm.

Abraham Roentgen, 1711 – 1793, Umkreis des.

Neuwied, um 1760.

Beigegeben eine Restaurierungsdokumentation von

Valentin José Kammel, Berlin, August – Dezember

2017. Ebenfalls beigegeben eine Dokumentation von

Dr. Thomas Schmitz-Avila, Bad Breisig, jeweils in

Kopie.

In à jour gearbeiteten, ziselierten Bronzesabots stehende

geschweifte und gekantete Wangen, welche in

Rankenformen darstellende, à jour gearbeitete Knielösungen

in Bronze enden. Der dreischübige Korpus

mit bombierter Front und schönen alten ziselierten und

vergoldeten Beschlägen, Rocaillen und Blattformen

darstellend. Die Schübe mit Nussholzfurnier und einer

Lambrequin-Schabrake in durchbrochen gearbeiteter

Bronze. Überkragende, den Zügen des Möbels folgende,

profilierte Deckplatte mit passigen Ecklösungen

und zentralen Intarsien, mit teils gefärbten Schleifenund

Blütenformen in symmetrischer Anordnung. Ein

Schlüssel vorhanden. Die aufwändig gearbeiteten

Schlösser mögen für den konzeptionellen Anspruch

stehen, welcher von Möbeln des Abraham Roentgen

und seines Sohnes David Roentgen (1743 – 1807) bekannt

ist.

NEUWIED BAROQUE CHEST OF DRAWERS

Height: 91 cm.

Width: 137 cm.

Depth: 67 cm.

Abraham Roentgen, 1711 – 1793, circle of.

Neuwied, ca. 1760.

Accompanied by a restoration report by Valentin José

Kammel, Berlin, August – December 2017 and a report

by Dr Thomas Schmitz-Avila, Bad Breisig, each in copy.

The elaborately crafted locks may suggest the high design

standards associated with furniture by Abraham

Roentgen and his son David Roentgen (1743 – 1807).

Provenance:

Private collection, Zeuthen.

€ 40.000 – € 60.000

Sistrix

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Provenienz:

Zeuthener Privatsammlung. (1450551) (13)

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29


13

PAAR SELTENE PORZELLANOBJEKTE

Höhe inkl. Stand: 70,5 cm.

Höhe ohne Stand: 61 cm.

Ohne für uns erkennbare Marken.

Meißen, 18. Jahrhundert.

Porzellan, gegossen, montiert und glasiert. Sekundärer

vielleicht in Paris entstandener in vergoldeter und

ziselierter Bronze gefertigter Stand. Dieser jeweils im

Louis XV-Stil mit Feuervergoldung und feiner Ziselierung,

à jour gearbeiteten Rocaillen und aufmontierten

Akanthuszungen, von denen die aufmontierten Porzellankörper

gehalten werden. Diese mit zentralem Stamm

und umhermontierten Figuren und Blüten, sowie Rocaillen.

Innen mit Haltevorrichtung für drei Leuchterarme.

Besch.

Literatur:

Ein vergleichbares Objekt mit den entsprechenden

Figuren und Delfinstand im Ostankino Palace Museum

in Moskau; dieses abgebildet in: K.A. Solovyov,

Russian Luminaires (18th – 19th Century), Moskau,

1950, Abb. 153. (1450031) (13)

A PAIR OF RARE PORCELAIN OBJECTS

Height incl. stand: 70.5 cm.

Height excl. stand: 61 cm.

No visible hallmarks.

Meissen, 18th century.

Porcelain; cast, mounted, and glazed. Gilt and chased

bronze stand of a later date, possibly made in Paris.

Literature:

A comparable object with the corresponding figures

and dolphin is held in the Ostankino Palace Museum

in Moscow, and is illustrated in: K.A. Solovyov,

Russian Luminaires (18th – 19th Century), Moscow

1950, ill. 153.

€ 15.000 – € 25.000

Sistrix

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31


14

LOUIS XV-KONSOLE

Höhe: 82 cm.

Breite: 127 cm.

Tiefe: 75 cm.

Süddeutschland, um 1730.

In Weichholz gearbeitet, weiß gefasst und goldgehöht.

Über zwei als Voluten gebildeten Beinen, die mittig in

einer Zarge zusammengeführt werden, die teils à jour

gearbeitete teilvergoldete und mit Blüten und Blattwerk

reliefierte Zarge. Profilierte, den Zügen des

Möbels folgende Marmordeckplatte. Rest.

(1450062) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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15

KLEINER NÜRNBERGER ANANASPOKAL

Höhe: 27 cm.

Gewicht: 268 g.

Fußring undeutlich gepunzt, am Kupparand Stadtmarke

„N“ für Nürnberg, Meistermarke verschlagen.

17./18. Jahrhundert.

Silber, vergoldet, mit Innenvergoldung. Die Teile verschraubt.

Runder, leicht gewölbter Standfuß, darüber

gerolltes Blattwerk sowie ein aufstrebender, vollplastisch

gegossener Baumstamm, umwunden von einer

Schlange, die ein Männchen mit Axt zu töten sucht.

Kuppa und Deckel in Traubenform ineinandergreifend;

darüber wiederholte Blattformen und eine bekrönende

hochstehende Blüte. Rest.

(14511113) (11)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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16

BAROCK-KONSOLE

Höhe: ca. 87 cm.

Breite: 106 cm.

Tiefe: 54 cm.

Zweite Hälfte 18. Jahrhundert

Aus Holz geschnitzt und goldgefasst. Auf hohen, S-

bogig geschweiften Beinen, die Zarge durchbrochen

geschnitzt mit Rocaillen, C- und S-Bögen. Das Möbel

sich wandseitig weitend. Die in feinem Profil beschnitzten

Beine in Volutenfüße auslaufend, durch einen

mit Blattformen, Rocaillen, Blüten und einem Adler

mit großen Flügeln besetzten Steg verbunden,

dieser teils durchbrochen geschnitzt. Die Abdeckplatte

den Schweifungen des Möbels folgend, mit feiner

Randprofilierung und in grau-weiß geädertem Marmor.

Besch., Absplitterungen.

(1460819) (18)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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17

TAPISSERIEPORTRAIT DES EUGENIO DI SAVOIA

(PARIS 1663 – WIEN 1736) ALS FELDHERR

146 x 103 cm.

In floral und vegetabil reliefiertem Rahmen.

Dreiviertelportrait eines in glänzendem Harnisch vor

uns stehenden Mannes mit Marschallstab; auf seinem

Brustharnisch der Orden des Goldenen Vlies. Rechts am

Bildrand angeschnitten ein Zelt, das zusätzlich auf seine

Funktion als Feldherr verweist. Gut vergleichbar ist ein

Gemälde von Johann Gottfried Auerbach (1697 – 1753),

das im Belvedere in Wien verwahrt wird und Prinz Eugen

ebenfalls vor einem Zelt als Feldherrn darstellt (Inv.Nr.

11515), jedoch erscheint unser Harnisch bereits eher

dazu geeignet, als der auf dem Portrait in Wien.

Prinz Eugen von Savoyen (1663 – 1736) zählt zu den bedeutendsten

Militärführern Europas in der frühen Neuzeit.

In den Diensten der Habsburger Monarchie führte

er seine Truppen in zahlreichen entscheidenden Schlachten

gegen das Osmanische Reich und Frankreich. Besonders

berühmt wurde er durch seinen Sieg bei der

Schlacht von Zenta (1697) und seine Rolle im Spanischen

Erbfolgekrieg. Mit strategischem Geschick, diplomatischem

Feingefühl und unerschütterlicher Loyalität

trug Eugen wesentlich zur Sicherung und Ausweitung

der habsburgischen Macht bei. Als Förderer von Kunst

und Architektur hinterließ er darüber hinaus bleibende

Spuren – nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch

im kulturellen Erbe Europas. Rest.

Provenienz:

Auktion Asta Bolaffi, 25. September 2013.

Sammlung Amedeo di Savoia, Duca d’Aosta.

(1450243) (13)

€ 7.000 – € 9.000

Sistrix

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18

ELEGANTE UND BEDEUTENDE RÉGENCE-

KOMMODE

Höhe: 83,6 cm.

Breite: 132 cm.

Tiefe: 63 cm.

Paris, 18. Jahrhundert.

Korpus in Weichholz, furniert in Palisander. Die dreischübig

gestaltete, vertikal geschweifte Schübefront

zeigt sich in einer eleganten Bewegung. Die Mittelzone

ist mit Rechteckfeldern gestaltet, während die Schübe

seitlich S-bogig nach hinten geschweift sind und die

Ecken leicht vorgezogen wirken. Diese Elemente münden

in geschweifte Stollenfüße, die mit reichhaltigem,

feuervergoldetem Beschlagwerk verziert sind. Die feuervergoldeten

Bronzebeschläge um die Schlüssellöcher

sind in Form von Kartuschen über einem Schweifwerk

angeordnet, das zwei gegenständige Büsten zeigt. An

den Ecken befinden sich plastische Frauenköpfe, und

die Traversen sind mit Messingkanneluren verziert. Entsprechend

aufwendig auch die beweglichen Henkelzüge,

mit sternförmigen Blattwerk. Furnier einheitlich in

Palisander, die Bandeinlagen mit unterschiedlichen Schattierungen.

Innenfelder dreifach gespiegelt, das Furnier an

den Ecken diagonal verlegt, an den Seiten rautenförmig.

Marmorplatte weiß, rot gesprenkelt.

Literatur:

Vgl. Pierre Kjellberg, Le mobilier francais du XVIIIe

siècle, Paris 1989. S. 71, S. 551, S. 584, S. 592, S. 783.

(1410751) (19)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 4.200 – € 6.500

Sistrix

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33


19

LOUIS XV-KOMMODE

Höhe: 89 cm.

Breite: 142 cm.

Tiefe: 61 cm.

Signiert „Dautriche“.

In vergoldeten und ziselierten Blattwerk-Bronzesabots

stehender, zweischübiger Korpus sans traverse mit in

Bronze gegossenen und vergoldeten Knielösungen in

Blattform. Der Korpus leicht trapezförmig gestaltet

mit schwarzem Lackfond und polychromer goldener

Lackarbeit, figürliche Szenen in chinoisen Landschaften

darstellend. Ringhandhaben in Perlstabmanier sowie

Schleifen- und Feston-Schlüsselschilder. Ein Schlüssel

vorhanden. Überkragende profilierte und gekehlte, den

Zügen des Möbels folgende, restaurierte Breche d’alep

Marmordeckplatte. Rest., erg.

LOUIS XV COMMODE

Height: 89 cm.

Width: 142 cm.

Depth: 61 cm.

Signed “Dautriche”.

Literature:

Pierre Kjellberg, Le Mobilier Français Du XVIII Siècle:

Dictionnaire des Ébénistes Et Des Menuisiers, Paris

1989, p. 224, ill. b.

€ 25.000 – € 35.000

Sistrix

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Literatur:

Pierre Kjellberg, Le Mobilier Francais Du XVIII Siecle.

Dictionnaire Des Ebenistes Et Des Menuisiers, Paris

1989, S. 224, Abb. b. (1460251) (13)

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35


20

NAPOLEON III-SALONTISCH

Höhe: 74,5 cm.

Breite: 54,5 cm.

Tiefe: 38,5 cm.

Auf der Schlossplatte signiert „P. Sormani“

(Paul Sormani, 1817 – 1877).

Paris, 19. Jahrhundert.

Auf aus Voluten geformten vergoldeten Bronzesabots

vier leicht geschweifte und gekantete Beine mit weiblichen

Büsten als Knielösungen. Einschübige Zarge mit

leicht überkragender, den Zügen des Möbels folgender

Deckplatte. À jour gearbeitete Blattwerkgalerie an drei

Seiten. Zarge und Deckplatte mit kontrastreich eingelegten

Kartuschen und Blütenmarketerie. Ein Schlüssel

vorhanden. Inneneinrichtung mit fünf Fächern, Deckplatte

an Scharnieren aufklappbar und einen Spiegel

bergend.

Anmerkung:

Der Ebenist Sormani, in Italien 1817 geboren und

1877 verstorben, war bekannt für die Herstellung von

überwiegend kleinen Möbeln in fantasievollem Aufbau

und originellen Formen. Er unterhielt sein Atelier

in der Rue de Temple 14, Paris, mit großem Erfolg.

Sein Werk zeigt vor allem Möbel im Stil des Louis XVI.

1867 nahm er an der Weltausstellung in Paris teil.

(1451654) (13)

€ 7.000 – € 9.000

Sistrix

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21

LOUIS XV-KOMMODE

Höhe: 60 cm.

Breite: 115 cm.

Breite: 83 cm.

Frankreich, 18. Jahrhundert.

In à jour gearbeiteten vergoldeten und ziselierten

Bronze sabots der vierschübige Korpus mit schabrackenähnlicher

Zarge. Die Schübe und Scheinschübe mit

Mäanderintarsien-Kartusche. Die Schlüsselschilder

und Scheinschlüsselschilder sowie die Beschläge

gebildet aus gegossener und vergoldeter Bronze

vegetabile Ornamente darstellend. Den Zügen des

Möbels folgende grau weiß geäderte Marmordeckplatte

mit Kehlung. Min. besch.

(1460553) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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22

PAAR HÖFISCHE LOUIS XVI-LEUCHTERVASEN

Höhe: je 26 cm.

Frankreich, Paris, um 1760/70.

In höchst qualitätvoller Ausführung aus Marmor und

vergoldeter Bronze, nach einem Entwurf eines Künstlers

von Rang. Die Vasenkörper ovoid, aus seltenem,

wolkig gesprenkeltem Marmor, im Unterteil godroniert

und von seitlichen Spangen eingefasst, die aus den

geschweiften Tatzenbeinen des Rundfußes hochziehen.

Oben jeweils besetzt mit einer Frauenbüste, die mit

vollen Wangen symbolisch die Flamme zu löschen

scheint. Der Vasenhals durchbrochen gearbeitet. Seitlich

Blumenfestons, an den Sockeln Amormotive im

Relief. Die Deckel mit bekrönenden Pinienzapfen fungieren

umgekehrt als Kerzentüllen.

(14610810) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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37


23

RÉGENCE-KOMMODE

Höhe: 84 cm.

Breite: 119 cm.

Tiefe: 58 cm.

Frankreich, Anfang 18. Jahrhundert.

In vergoldeten Bronzesabots in Blattform stehende geschweifte

Wangen, den fünfschübigen Korpus tragend.

Diese mit vergoldeten und ziselierten Bronzen beschlagen.

Die Deckplatte den Zügen des Möbels folgend

und mit vergoldetem Profil sowie symmetrisch gesetzten

Einlagen. Die Wangen mit applizierten vergoldeten

Bronzeblüten. Ein Schlüssel vorhanden.

(1461873) (1) (13)

FRENCH REGENCY COMMODE

Height: 84 cm.

Width: 119 cm.

Depth: 58 cm.

France, early 18th century.

€ 20.000 – € 30.000

Sistrix

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24

LOUIS XVI-KAMINSCHIRM

Höhe: 104 cm.

Breite: 67 cm.

Tiefe: 25,2 cm.

Frankreich, um 1780.

In Holz gefertigt und vergoldet. Auf zwei aus Voluten

gebildeten und ornamental reliefierten Wangenfüßen

ruhender, hochrechteckiger Rahmen mit bekrönender

Louis XVI-Schleife und eingelegter Gros point- und Petit

point-Stickerei, florale Ornamente in symmetrischer

Anordnung darstellend. Besch.

(1460974) (13)

€ 1.800 – € 2.500

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25

TRANSITIONS-BEISTELLTISCH

Höhe: 71 cm.

Durchmesser: 32 cm.

André Louis Gilbert (1746 – 1809), zug.

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.

In fein ziselierten und vergoldeten Bronzesabots stehend

die drei gekanteten, wie geschweiften Beine mit

eingelegtem messingumrandetem Tableau mit Architekturintarsie.

Eintüriger trommelförmiger Korpus mit

teils gefärbten und intarsierten Architekturdarstellungen

in Landschaft. Diese kartuschiert und alternierend

mit Louis XVI-Applikationen. Den Zügen des Möbels

folgende, leicht überstehende Deckplatte mit à jour

gearbeiteter Galerie und goldpunzierter Lederschreibplatte.

Ein Schlüssel vorhanden. Besch.

(1461875) (1) (13)

TRANSITION PERIOD SIDE TABLE

Height: 71 cm.

Diameter: 32 cm.

André-Louis Gilbert (1746 – 1809), attributed.

France, second half of the 18th century.

€ 12.000 – € 15.000

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39


26

PAAR VASEN

Höhe: 47,5 cm.

19. Jahrhundert.

Paar große Vasen aus Porzellan, beige glasiert und

craqueliert, die Henkel in Akanthusvoluten gestaltet,

ruhend auf Basis mit Blätterfries.

(1461455) (1) (17)

A PAIR OF VASES

Height: 47.5 cm.

19th century.

€ 10.000 – € 15.000

Sistrix

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27

PAAR EMPIRE-ZIERVASEN

Höhe: 28,5 cm.

Frankreich, um 1810.

Bronze; vergoldet, mit schöner Alterspatina. Antike

Amphorenform; die Henkel ziehen sich von Palmetten

ausgehend hoch und enden in einem floralen Abschluss.

Jeweils eingezogener Fuß auf würfelförmigem

Sockel mit Antreppung und Palmettenfries.

(1461089) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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28

SEKRETÄR À ABBATANT

Höhe: 143 cm.

Breite: 90 cm.

Tiefe: 37 cm.

Gestempelt „L. BOUDIN und J.M.E.“ (Léonard Boudin,

1735 – 1807, Meister ab 4. März 1761).

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.

Hochrechteckiger Korpus, furniert in Rosenholz und

Amaranth. Auf kurzen, vorne zu Säbelbeinen ausgeformenten

Beinen, der zweitürige Unterbau, mit darüberliegender

Klappschreibplatte sans traverse. Darüber

ein Schub sowie eine den Zügen des Möbels folgende,

rot-weiß geäderte Marmordeckplatte. Die Inneneinrichtung

vierschübig und mit symmetrisch angeordneten

Fächern versehen. Ein Schlüssel vorhanden.

(1461874) (1) (13)

SECRETARY DESK

Height: 143 cm.

Width: 90 cm.

Depth: 37 cm.

Stamped “L. BOUDIN und J.M.E.” (Léonard Boudin

(1735 – 1807), Master since 4 March 1761).

Paris, second half of the 18th century.

Tall rectangular body with rosewood and amaranth

veneer.

€ 10.000 – € 15.000

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41


28A

BEDEUTENDER DRESDNER SCHREIBSEKRETÄR

Höhe: 224 cm.

Breite: 129 cm.

Tiefe: 75 cm.

Meister: wohl Christian Bernhard Böhringer (eventuell

sein Meisterstück), gefertigt zusammen mit Johann

Martin Brandt im Jahr 1804 laut Etikett.

Dresden, 1804.

Beigegeben ein Gutachten von Wolfgang L. Eller,

Übersee. Ebenso ein Gutachten von Dr. Gisela

Haase, Dresden, 28. Mai 2001.

Mehrere im Schrank aufgefundene Etiketten geben Auskunft

über die Herkunft des Schrankes. Einer weist auf

den Meister Christian Bernhard Böhringer hin, der das

Möbel 1804 mit Hilfe von Johann Martin Brandt gefertigt

hat: „Dieses Mstr Stück ist on Mstr Böhringer verfertigt

und ausgespähnt von Brandt d. 12ten Decbr: 1804 bei

Herr Schäfer“. Schäfer ist der Dresdner Tischlermeister

Andreas Wilhelm Schäfer, der 1805 als einer der vier Ältesten

der Innung verzeichnet ist und 1813 stirbt. Brandt

hat am 30.11.1805 ein Meisterstück abgeliefert mit der

Beschreibung: „...innen und außen fournieret mit gebrochenen

Ecken und vorliegenden Pilastern...“. Diesem

Hinweis kommt insofern Bedeutung zu, dass die verschiedenen

Meister zwar oft archivalisch genannt werden,

jedoch selten konkreten Möbeln zugeordnet werden

können. Ein weiteres Etikett gibt Auskunft über eine

Reparatur, die 1827 („Dieses Stück ist den 16ten April

1827 von Meister Carl August Krulle Reparirth und aufbolliert

worden vom Gustav Kron aus Berlin MDCCCXX-

VII“) und dann 1899 erfolgte. Ein weiteres Etikett nennt

den damaligen Besitzer, nämlich Dr. Rudolf Müller aus

Blasewitz, seit 1921 ein privilegierter Stadtteil von Dresden.

1977 wurden von dem Stuttgarter Schreinermeister

Kandler mehr als 700 Polierstunden aufgewandt, um

den Schreibschrank wieder aufzufrischen. Von Dresden

aus kam das Möbel wohl noch vor dem Krieg in eine in

Tübingen wohnhafte Verlegerfamilie, dann Stuttgarter

Sammlung für klassizistische Möbel und Kunst, Danach

Sammlung der Einlieferin. Seltener klassizistischer Secretaire

à Trois-Corps. Auf Eichenholzkorpus verschiedene

Furnierhölzer, darunter Kirsche und Birke, blau-weißes

Biskuit-Porzellan, facettiertes Spiegelglas. Originale

Schlösser aus Messing und Eisen, Schlüssel vorhanden.

Schrägklappen-Sekretär über dreischübigem Kommodenunterteil.

Darüber zweitüriger Aufsatz mit verkröpft

umlaufendem Gesims. Der Schreibkasten mit sechs

Schüben in drei Reihen um ein zentrales Mittelfach mit

bogenförmigem Abschluss; im Boden elegante Würfel-

Marketerie mit Rollladenverschluss, gerahmt durch jeweils

vier seitliche Schübe über einem großen Schub,

mit dessen Pilaster-Ausformung die klassizistische Säulenarchitektur

fortgesetzt wird. Einzelne Furniere ergänzt.

Der hier angebotene Schreibschrank entspricht

dem Typus des englischen Schreibschranks, der schon

am Ende des 17. Jahrhunderts möglicherweise unter

dem Einfluss der Könige George I–III aus dem Hause

Hannover entstand. Über die Niederlande, Brandenburg

und Hannover gelangte dieser Möbeltypus auch nach

Sachsen und fand dort seine eigene Ausformung, wie an

diesem hochqualitativen Möbel ersichtlich ist. Ab 1733

forderte die Dresdner Tischlerinnung ein solches Möbel

als Meisterstück. Schlichte Formen, dem klassizistischen

Ideal entsprechend sowie Zweckmäßigkeit und

manchmal auch eine Vorliebe für schöne, auch lebhaft

gemaserte Furniere, können solche Möbel auszeichnen.

Später entwickeln sich Formen mit gesprengten Giebeln

und bewegten, gebauchten Oberflächen, beispielsweise

wie bei einem prachtvollen Dresdner Schreibschrank

um 1750 (Sotheby’s, Bedeutende Möbel, Zürich,

19.11.1999, Lot 433, 180.000 – 250.000 sfr). Im ausgehenden

18. Jahrhundert verdrängte die klassizistische

Formensprache die geschweiften Aufrisse und geschwungenen

Giebel, die Linien wurden wieder gerade

bei weiter bestehendem Schmuck der Kapitelle und

Säulenbasen. Um 1804 hatten die Pariser Meisterwerkstätten

und ihr entstehender Empire-Stil noch keinen

Einfluss auf die Formsprache der Dresdner Kunsthandwerker:

Gerade erst 1801 hatten Percier und Fontaine im

Receuil de Décorations Intérieures ihre Möbelentwürfe

veröffentlicht, die dann 1803 – 1813 unter anderem von

Georges Jacob und F.H.G. Jacob ausgeführt wurden und

ab 1803 auch für das Grand Trianon in Versailles ausgeliefert

wurden. Das war alles in Dresden noch unbekannt.

Nur gegenüber den Neuwieder Meistern setzte

man einen Kontrapunkt. Gisela Haase listet einen sehr

ähnlichen Schreibschrank von Christian Zacharias

Schmidt aus dem Jahr 1790 mit Kommodenunterteil,

Schreibfach unter schräger Klappe und zweitürigem Aufsatz

auf, aber mit weniger aufwändiger Inneneinrichtung

als bei dem hier angebotenen Möbel. Minimal besch.

(1361551)

IMPORTANT DRESDEN WRITING CABINET

Height: 224 cm.

Width: 129 cm.

Depth: 75 cm.

Master: probably Christian Bernhard Böhringer

(possibly produced as a masterpiece). According

to label manufactured jointly with Johann Martin

Brandt in 1804.

Dresden, 1804.

Accompanied by an expert's report by Wolfgang

L. Eller, Übersee and by Dr Gisela Haase, Dresden,

dated 28 May 2001.

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Several labels on the inside provide information regarding

its origin: One refers to the master Christian Bernhard

Böhringer, who created this piece of furniture in

1804 with the help of Johann Martin Brandt: “Dieses

Mstr Stück ist on Mstr Böhringer verfertigt und ausgespähnt

von Brandt d. 12ten Decbr: 1804 bei Herr

Schäfer” [This masterpiece is made by Master

Böhringer and planed by Brandt on 12 December 1804

at Mr Schäfer]. Schäfer can be identified as the Dresden

master carpenter Andreas Wilhelm Schäfer, who

is listed in 1805 as one of the four oldest members of

the guild and who dies in 1813. Brandt delivered a

masterpiece on 30 November 1805 with the description

“... inside and outside veneered with open-work

corners and applied pilasters ...”. This note provides important

information as the various masters are often

referred to in archives but can rarely be assigned to

specific pieces of furniture. Another label provides information

about a repair that took place in 1827

(“Dieses Stück ist den 16ten April 1827 von Meister

Carl August Krulle Reparirth und aufbolliert wordnen

vom Gustav Kron aus Berlin MDCCCXXVII” [This piece

was repaired on 16 April 1827 by master Carl August

Krulle and bolted up by Gustav Kron from Berlin

MDCCCXXVII]) and then in 1899. Another label names

the owner at the time, Dr Rudolf Müller from Blasewitz,

a distinguished borough of Dresden since 1921.

In 1977, the Stuttgart master carpenter Kandler spent

more than 700 polishing hours to freshen up the writing

cupboard. Before the war the piece of furniture

was delivered from Dresden to a publishing family living

in Tübingen. It then went on to the Stuttgart collection

for classicist furniture and art and following this to

the collection of the consignor.

€ 14.000 – € 20.000

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43


29

PAAR FRANZÖSISCHE KERZENLEUCHTER

Höhe: 42 cm.

Bronze; im Sockel teilbrüniert, die Figuren mit Schwarzpatina.

Jeweils eine Figur, die auf rundem Sockel über

geweitetem Grundfuß steht und in beiden Händen je

einen Schaft mit Tülle hält. Die Augen in Emailglas

eingesetzt, Perlenketten und Rock vergoldet. An den

Ohren Ringe mit Flussperlen. Entwurf und Ausführung

entsprechend den im Directoire aufkommenden Beispielen

der Afrika-Allegorien.

(1461095) (1) (11)

€ 7.000 – € 10.000

Sistrix

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30

PAAR ATTRAKTIVE GROSSE KLASSIZISTISCHE

KERZENLEUCHTER

Höhe: je 56 cm.

Entwurf: André Antoine Ravrio (1759 – 1814), zug.

Frankreich, um 1800.

Bronze, feuervergoldet und schwarz patiniert. Gedacht

für ein Schlafgemach, da das figürliche Thema dem

Schlaf gilt, verbildlicht durch den Kopf des antiken Gottes

Hypnos als Pfeilerabschluss zwischen den jeweils

vier füllhornförmigen Kerzenarmen. Der Rundsockel

auf zweistufiger Basis zeigt Reliefdarstellungen von

geflügelten Gestalten, mit Ruhe gebietenden Palmzweigen,

durch Festons verbunden. Am Schaft vergoldete

Applikationen: Lyra, Kranz und ein Schlafmohn-

Säckchen. Seitlich Widderköpfe. Ausführung in hoher

Qualität, in tadellosem Zustand.

(1461098) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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31

PAAR EMPIRE KANDELABER

Höhe: 62 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Auf passigem weiß geädertem schwarzen Marmorsockel

die vergoldete und reich ziselierte Bronzebasis

einen zentralen Säulenstumpf mit flankierenden

Sphingen und Blütenfestons. Darauf als Schaft

eine brünierte Frauengestalt in klassischer Gewandung

die zwei Brennstellen in Gestalt von Rankenwerk

tragend. Überfangen von Blattwerk-Vogel-Motiv.

(1461082) (1)

€ 8.000 – € 12.000

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45


32

PAAR EMPIRE-KANDELABER

Gesamthöhe: je 46,5 cm.

Sockel: je 6,5 x 9 x 11,7 cm.

Claude Galle (1759 – 1815), zug.

Um 1805.

Bronze, vergoldet und patiniert. Die Kandelaber jeweils

mit einer knienden ägyptischen Priesterin, die ein Nemes-Kopftuch

und den Shendyt (königlichen Faltenrock)

trägt. Sie hält über ihrem Kopf zwei als Füllhörner

gestaltete Kerzenarme und kniet auf einem sich nach

oben verjüngenden, rechteckigen, vergoldeten Sockel,

der auf drei Seiten (ohne Rückseite) pseudo-hieroglyphische

Zeichen trägt.

Provenienz:

Christie’s, 2. – 16. November 2021, Lot 554.

Anmerkung:

Nach Napoleons Feldzügen in Ägypten 1798 und einer

anschließenden Veröffentlichung eines Buches über

die Reise durch Ägypten im Jahr 1802 wurde dieses

ägyptische Thema populär. Ein Paar vergleichbare

ägyptische Kandelaber, die Claude Galle zugeschrieben

werden, sind in dem nachfolgenden Buch abgebildet.

Literatur:

Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel u. a.,

Vergoldete Bronzen, München 1986, S. 338,

Abb. 5.3.6. (1461451) (1) (18)

A PAIR OF EMPIRE CANDELABRA

Total height: 46.5 cm each.

Base: 6.5 x 9 x 11.7 each.

Claude Galle (1759 – 1815), attributed.

Ca. 1805.

Bronze; gilt and patinated.

Provenance:

Christie’s, 2 – 16 November 2021, lot 554

Literature:

cf. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel et. al.,

Vergoldete Bronzen, Munich 1986, p. 338, ill. 5.3.6

€ 20.000 – € 30.000

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47


33

GESCHENK DES KAISERS WILHELM II AN DEN

GESANDTEN FRANKREICHS JULES CAMBON

Höhe: 55 cm.

Breite: 33,5 cm.

Tiefe: 18 cm.

Berlin, 1910.

Höchst seltenes historisches Dokument der deutschfranzösischen

Geschichte. Als Schreibtischaufsatz

opulent gestaltet, mit einem großen goldgerahmten

Reliefbildnis des Kaisers in Bronze, mit Umschrift

„WILHELM II IMPR REX“, getragen von den Flügeln

eines Bronzeadlers auf vergoldetem Sockel. Darauf

„L’EMPEREUR A EMBASSADEUR DE FRANCE / MR

JULES CAMBON 25. JANR 1910“. Der Sockel mit

halbrunden Vortritten, mit Profilen und Gravuren in

Säulenformen. Freistellbar. An der Rückseite in Gravur,

bekrönt „W II“. Rahmen mit Perlstab, darüber die

Deutsche Kaiserkrone.

(1461452) (1) (11)

GIFT FROM EMPEROR WILHELM II

TO THE FRENCH ENVOY JULES CAMBON

Height: 55 cm.

Width: 33.5 cm.

Depth: 18 cm.

Berlin, 1910.

This work is an exceptionally rare historical document

of German-French history. Designed as an opulent

desk ornament, it features a large, gold-framed bronze

relief portrait of the Emperor, inscribed “WILHELM II

IMPR REX”, supported by the wings of a bronze eagle

on a gilt base. Further inscribed “L’EMPEREUR À L’AM-

BASSADEUR DE FRANCE / MR JULES CAMBON 25

JANR 1910”. The base has semicircular projections

with profiles and engravings in the shape of columns

and the piece is freestanding. On the reverse, engraved

and surmounted by a crown, appears “W II”.

The frame is decorated with a bead-and-reel border

and surmounted by the German imperial crown.

€ 20.000 – € 30.000

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49


34

SELTENES NÄHKÄSTCHEN VON

JOHANN GOTTLIEB FIEDLER,

1735 LIEGNITZ – NACH 1818

Höhe: 19 cm.

Länge: 25 cm.

Tiefe: 22 cm.

An der Unterseite der Frontzarge in Tusche signiert

„J. G. Fiedler“.

Berlin, um 1780.

Frühklassizistisches Kästchen, leicht quadratisch, mit

oben liegendem Nadelpolster, mit Edelholzfurnier und

-marketerie. Feine Kantenrahmungen in vergoldeter

Bronze im Kordeldekor, Füße und Schlüsselschild ebenfalls

vergoldet. Ecken abgeschrägt und, wie die Längsseiten,

mit vertieften Kasetten besetzt, Marketerie in Form

von Festons. Deckelunterseite verspiegelt, drei Innenfächer.

Schlüssel vorhanden.

Fiedler spielte als Kunsttischler am Berliner Hof eine

mit Röntgen in Neuwied vergleichbare Rolle, von König

Friedrich Wilhelm II zum Hofebenisten erhoben. Er

spezilisierte sich auf höfisches Mobiliar, wie Aufsatzsekretäre,

Kommoden und Standuhren, von denen

sich etliche in bedeutenden Museen und Sammlungen

befinden (z. B. Stiftung Preußische Schlösser und Gärten

Berlin-Brandenburg).

Provenienz laut Vorbesitz:

Ehemals im Besitz Baron Stein-Kochberg (Charlotte

Albertine Ernestine von Stein-Kochberg), Schloss

Großkochberg (von Goethe regelmäßig besucht).

In den 1970er-Jahren von den Erben erworben.

Literatur:

Vgl. Georg Himmelheber, Die Kunst des deutschen

Möbels, München 1973, Bd. 3.

La Gazette Drouot, 2024 (dort noch ohne Kenntnis

der Bedeutung der Charlotte von Stein).

Vgl. Jochen Klauß, Charlotte von Stein. Die Frau in

Goethes Nähe. Artemis und Winkler, Zürich 1995.

A.R. (1460852) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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35

BUREAU MAZARIN

Höhe: 82 cm.

Breite: 135 cm.

Tiefe: 78 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Die Form des Bureau Mazarin tauchte erstmal Ende

des 17. Jahrhunderts auf und war zunächst mit floralen

Holzeinlegearbeiten dekoriert, etwa von Pierre Gole

(1620– 1684). Darauf folgend wurden sie mit wundervollen

Intarsien aus Schildpatt, Kupfer und Zinn dekoriert,

etwa von André Charles Boulle (1642 – 1732),

ganz so wie es exemplarisch an dem hier angebotenen

späteren Möbel nachgewiesen werden kann. Diese

Möbel wurden meist allansichtig gearbeitet, sodass

sie auch in offiziellen Empfangsräumen Verwendung

fanden. Auch im 19. Jahrhundert wurde das Bureau

Mazarin, wie hier zu sehen, im historischen Rückgriff

geschätzt und von Ebenisten wie Mathieu Befort

(1813 – um 1885), Joseph Cremer (1811 – 1878) und

Georges Alphonse Monbro (1807 – 1884) gefertigt.

Über konisch auslaufenden Füßen die acht gekanteten,

über Eck stehenden Beine, welche in Viererpaaren

durch geschweifte, sich kreuzende Stege zusammenlaufen.

Darüber der mehrschübige Korpus mit zurückspringendem

Mittelteil, verso mit Scheinschüben gestaltet.

Die Schübe, Wangen und die überkragende,

den Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit Messing-

und Zinnintarsien, mythologische Figuren inmitten

von Bandelwerkstruktur darstellend.

(1461081) (1) (13)

BUREAU MAZARIN

Height: 82 cm.

Width: 135 cm.

Depth: 78 cm.

France, 19th century.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 17.000 – € 22.000

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51


36

CLAUDE GALLE,

1758 VILLEPREUX – 1815, ZUG.

PAAR KLASSIZISTISCHE KERZENSTÄNDER

Höhe: 28,5 cm.

Fußdurchmesser: 14 cm.

Um 1800.

Messingbronze, feuervergoldet. Nachezu flacher,

leicht gewölbter weiter Rundfuß, darauf zylindrischer

Schaft, siebenfach durch Bänder gegliedert, mit Kanneluren

bzw. Schuppenrelief, entsprechend dem Fuß.

Tülle umzogen von stilisierten Palmblättern.

(1441524) (1) (11)

€ 1.600 – € 2.000

Sistrix

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37

SELTENER ROENTGEN-TAFELAUFSATZ

Höhe: 5,8 cm.

Durchmesser: 54 cm.

Neuwied oder Paris, um 1780 – 1785.

In Mahagoni gefertigtes Präsentationsmöbel mit feuervergoldeten

Messing-/Bronzebeschlägen. Auf sechs

zierlichen profilierten Eichelfüßen das ovale Tableau

mit umlaufender Wandung. Diese mit plastischem

Perlbanddekor und Profilringen gefasst.

Im Frühjahr 1779 wurde David Roentgen vom französischen

König Ludwig XVI mit dem Titel „Mécanicien

privilégié du Roi et de la Reine“ ausgezeichnet. Kurz

darauf richtete er in Paris eine eigene Niederlassung

ein und stellte Johann Gottlieb Frost (1751 – 1814) als

Geschäftsführer ein. Im Mai 1780 erwarb Roentgen

das Meisterrecht der Pariser Ebenistenzunft, was ihm

erlaubte, auf dem Pariser Markt eigene Möbelstücke anzubieten

– diese trugen vermutlich alle seinen Namensstempel.

Den offiziellen JME-Stempel der Zunft, der

seit 1741 verpflichtend neben dem Namen anzubringen

war, durfte er jedoch nicht verwenden. Sein Pariser

Geschäft in der Rue de Grenelle firmierte unter dem

Namen „À la ville de Neuwied“. In einer von Pierre

Kjellberg veröffentlichten Anzeige vom 8. Januar 1781

bewarb Roentgen eine breite Produktpalette: Schreibtische,

Bürostühle, Toilettentische, mechanische Schatullen,

Pianoforte und Spieltische – allesamt mit vielfältigen

Marketerien ausgestattet. Im Dezember 1785

übernahm der mittlerweile in Paris etablierte Jean

Gottlieb Frost das Geschäft. Doch nur wenige Jahre

später, nach der Revolution von 1789, musste er Konkurs

anmelden.

Literatur:

Vgl. Josef Maria Greber, Abraham und David Roentgen.

Möbel für Europa, Bd. 1, Starnberg 1980,

S. 270.

Vgl. Pierre Kjellberg, Le Mobilier Français du XVIIIe

Siècle. Dictionnaire des Ébénistes et des Menuisiers,

Paris 2008 (Erstausgabe Paris 1989), S. 757 ff.

(1451151) (13)

€ 7.000 – € 9.000

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38

PAAR ANTIKISIERENDE AMPHOREN

Höhe: 61,5 cm.

Ferdinand Barbedienne, zug.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Auf marmornem Rundfuß der schlanke phiolenförmige

Korpus mit Bandhenkeln und ausgestellter Mündung.

Umlaufender, reizvoll patinierter, antikisierender figürlicher

Fries. Seitlich ansetzende Handhaben.

Literatur:

Vgl. Florence Rionnet, Barbedienne et la naissance

de l’art industriel, in: Connaissance des arts, Nr. 613,

Februar 2004, S.84 – 89.

Anmerkung:

Barbedienne gründete 1839 Frankreichs berühmteste

und produktivste Gießerei 1839. Er erfand ein neuartiges

Verfahren zur Reduktion von Skulpturen und

fertigte Metallmöbel sowie kunstgewerbliche Objekte.

(14610811) (1) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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53


39

PAAR RUBINGLAS-PILGERFLASCHEN MIT

REICHER SILBERMONTIERUNG

Höhe: je 38 cm.

Silberstempel, 13-lötig, mit Stadt- und Meistermarken.

Um 1880.

Die Flaschen in Keulenform, Wandung senkrecht leicht

gewellt. Jeweils ovaler Fuß, von dem seitlich Ornamentspangen

zum Verschluss hochziehen, besetzt mit gegossenen

Fantasiemasken und kleinen Büsten, sowie

Büsten im Relief mit bärtigen Männern mit Halskrause.

Die Schraubverschlüsse mit einer stehenden Figur eines

Winzers mit geschulterter Kiepe und Stock. An Vorder-

und Rückseite je ovale Reliefkartusche mit Darstellung

von Mars und Venus. Gestaltung nach Vorbildern

des Hochbarock.

(14621011) (11)

€ 8.000 – € 12.000

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40

SCAGLIOLA PLATTE

Durchmesser: 105 cm.

Italien, 19. Jahrhundert.

Oktogonaler Grund mit polychromem ornamentalem

Dekor in Scagliola Technik. Zentrales bekröntes Fürstenwappen

mit Jerusalemskreuz, eventuell für einen

georgischen Auftraggeber.

(1461871) (1) (13)

€ 9.500 – € 12.000

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41

HISTORISTISCHER EMAIL-POKAL

Höhe: 23 cm.

Wien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

Balusterförmiger Schaft auf zweifach in Wölbung getrepptem

Rundfuß, die Kuppa mit angesetzter Lippe,

innen vergoldet. Darauf zwei Bildszenen in Emailmalerei:

einmal Paris und die drei Grazien im Beisein eines

Pans, sowie die Jagdgöttin Diana in Begleitung zweier

Mädchen und Amoretten. Am Schaft zwei ovale Bildfelder:

weibliche Allegorien für Musik und Malerei. Am

Fuß Groteskendekor.

(1462105) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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55


42

ENGLISCHER TAFELAUFSATZ

DES 19. JAHRHUNDERTS

Höhe mit Kristalleinsatz: 35 cm.

Breite mit Armen: 65 cm.

Silber, vergoldet und mit Kristalleinsätzen. Der Tafelaufsatz

mit vier leicht nach außen geschwungenen

Beinen mit Tatzenfüßen, im unteren Bereich verbunden

mit einer Platte, in deren Mitte ein aufsteigendes

Pflanzendekor mit Blättern. Zudem mit zweifachem

graviertem Adelswappen versehen. Am oberen Einsatzrand

fünffach gestempelt, dabei die Stadtmarke

London, eine Meistermarke und die Jahresmarke mit

einem Anker. In der oberen Mitte ein tiefer Kristalleinsatz,

zudem vier geschwungene Arme, jeweils mit

Kristalleinsatz.

(14621012)

€ 5.000 – € 7.000

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43

PAAR KLASSIZISTISCHE SILBERLEUCHTER

IM ÄGYPTISIERENDEN STIL

Höhe: je 32 cm.

Gesamtgewicht: 1928 g.

Am Fußrand gepunzt.

Neapel, 1805 – 1810.

Auf runder Basis mit umziehendem Palmettenfries

erhebt sich ein quadratischer Sockel, darauf eine

Frauengestalt in antik-ägyptischer Kleidung mit typischer

Kopfbedeckung, darüber vasenförmige Kerzentülle.

Qualitätvolle Beispiele der Ägyptenmode der

Zeit Napoleons, nach dessen Eroberung Ägyptens.

(1462007) (11)

€ 7.000 – € 9.000

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44

PAAR ROKOKO-KERZENLEUCHTER

Höhe: je 30 cm.

Im Stil von Juste-Aurèle Meissonier (1675/93 – 1750).

Bronze, vergoldet. In Rocailleformen auf weitem Fuß.

(1461457) (1) (11)

€ 2.000 – € 3.000

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57


45

FRANZÖSISCHE SCHULE DES 19. JAHRHUNDERTS

ALLEGORIE MIT MEDAILLON,

EINEM ENGEL UND BLUMENGIRLANDEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

Ca. 210 x 99 cm.

Gerahmt.

Wandvertäfelung im Rokoko-Stil, die typisch war für

die Innenausstattung von Schlössern und Residenzen,

erkennbar an den geschwungenen asymmetrischen

Formen und Motiven, wie Girlanden und Festons. Der

vergoldete Rahmen seitlich mit aufsteigenden Blumenranken,

im oberen Bereich übergehend in Voluten.

Die Darstellung zeigt in der Mitte einen stilisierten

Brunnen mit einem Delfin, umgeben von einem Korb

mit Blumen und Blättern, einem Strohhut und einer

Spindel. Das hochovale Medaillon darunter mit einem

Putto, der eine Triangel schlägt. Rest., Rahmen besch.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461244) (18)

€ 3.000 – € 5.000 (†)

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46

PAAR PODESTE IM EMPIRE-STIL

Höhe: 120,5 cm.

Breite: 36 cm.

Tiefe: 36 cm.

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.

Auf Löwentatzenfüßen ruhende quadratische, grünweiß

geäderte Marmorbasis, mit einem bronzenen

Blattfries in den konisch zulaufenden Korpus mit applizierten

Empire-Reliefs überleitend. Von Blattwerk getragene

quadratische Marmordeckplatte.

(1462201) (13)

€ 3.000 – € 6.000

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47

CARL BROSE,

1880 OSNABRÜCK – 1959 WUPPERTAL, ZUG.

BACCHANTENGRUPPE

Gesamthöhe: 40 cm.

Sockelbreite: 52 cm.

Tiefe: 25,5 cm.

Bronze, vergoldet. Mehrfigurige Gruppe auf einer abgeschrägten

Naturplinthe. Zentral steht ein Silen mit

einer Lyra, gestützt von einer Bacchantin, die ein Tambourin

in die Höhe reckt. Vor der zentralen Gruppe

schreitet ein musizierender Satyr, begleitet von einer

springenden Ziege. Den Abschluss der Gruppe bilden

zwei Bacchusjungen, die einen Traubenkorb mit sich

führen.

(1462107) (10)

€ 8.000 – € 12.000

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59


48

PAAR FRÜHKLASSIZISTISCHE KERZENLEUCHTER

Höhe: 28,5 cm.

Frankreich, um 1800.

Bronze; vergoldet und brüniert. Nahezu vasenförmiger

Schaft über Palmettenrosette und Rundfuß mit Palmettenfries.

Am Schaft je drei lorbeerbekränzte Maskarons,

verbunden durch Tuchfestons. Darüber ein weiterer

schlanker vergoldeter Schaft mit Weinblatt dekor und

hochgestellter Tülle mit Mäanderfries.

(1461092) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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49

PAAR KERZENSTÖCKE IM LOUIS XVI-STIL

Höhe: 20,5 cm.

Frankreich, 18./19. Jahrhundert.

Bronze; gegossen, ziseliert und vergoldet. Über mehrfach

gekehltem und profiliertem Stand die zylindrische

Basis, von zwei gerippten Profilringen akzentuiert. Darauf

ein Dreibein mit Widderköpfen und Hufen, eine

zentrale Brennstelle in Blütenform tragend. Gefüllt und

mit Filzgleiter ausgestattet.

(1460851) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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50

PAAR ZIERKANNEN

Höhe: je 45 cm.

Wohl Frankreich, 19. Jahrhundert.

Bronze; dunkelbraun patiniert. Nach Vorbildern der italienischen

Hochrenaissance. Am Korpus umlaufende Putto-

Hochreliefszenen mit Motiven der Wasser-Thematik.

Fuß, Henkel und Hals entsprechend figürlich besetzt:

Ein Putto reitet auf einem Hippokamp, ein weiterer mit

Kanne schüttet Wasser auf einen Faun, usw.

(14610814) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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51

PAAR KLASSIZISTISCHE KRATERVASEN

Höhe: 39,5 cm.

Randdurchmesser: 27 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Bronze; dunkel patiniert. Im Stil der römischen Antike.

Kanneliert gedrehter Rundfuß auf quadratischer Plinthe,

die Wandung umlaufend mit Reliefszenen besetzt:

Putten-Bacchantenzug mit Faunkindern. Blecheinsätze

zur Cachepot-Nutzung.

(14610813) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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61


52

GROSSE OVALE ELFENBEIN-PRUNKPLATTE

MIT BACCHUS-THEMATIK

Länge: 52 cm.

Breite: 70 cm.

Tiefe: ca. 5 cm.

Deutschland (Nürnberg oder Augsburg),

19. Jahrhundert.

Beigegeben ein CITES-Dokument, Bari, 24. Mai 2024,

gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Elfenbein auf Holzkern, Unterseite mit Stoff bezogen.

Die breite Fahne ist mit Zungenblatt-Relief eingefasst

und zeigt ein Reliefband, dicht gedrängt mit antik-mythologischen

Szenen und Figuren, sowie Puttendarstellungen,

dem dionysischen Thema gewidmet und

achtfach gegliedert. Dieser ovale Fries eingesäumt

von schmalem Blattdekor. An der Verbindung der Abschnitte

jeweils Putten-Hermen. Die Szenen symbo-

lisch für die vier Elemente wie die vier Jahreszeiten,

die kürzeren Abschnitte den vier Elementen zuzuordnen:

zuoberst ein Flussgott mit Nymphen, gefolgt von

„Luft“ in Gestalt einer jungen Frau zwischen Putten in

Wolken, Erde als thronende Göttin Juno, ferner Zeus

mit Feuerkeil und Kanonensymbol. In den längeren

Partien die Jahreszeitendarstellungen: Blumen tragende

Mädchen, Ähren bindende Putten, Dionysos mit

Trauben und Mänaden, sowie sitzende Gestalten am

Feuer-Dreifuß. Die zum Spiegel hinziehende Muldung

mehrfach gegliedert. Das Ovalrelief zeigt Venus, Zeus

und Bacchus in einer von Löwen gezogenen Biga, umgeben

von tanzenden Mänaden, Mädchen mit Fruchtkorb

und Blumenkranz. Die Darstellungen gehen auf

Vorbilder und dekorative Stichvorlagen des 17. Jahrhunderts

zurück. A.R.

(1461683) (11)

LARGE OVAL IVORY PLATTER

WITH BACCHUS THEME

Length: 52 cm.

Width: 70 cm.

Depth: ca. 5 cm.

Germany (Nuremberg or Augsburg), 19th century.

Ivory on a wooden core; underside lined with fabric.

Accompanied by a CITES Document, Bari, 24 May

2024, valid for commercial purposes within the EU.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 30.000 – € 40.000

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63


53

GROSSER DECKELPOKAL MIT RAPTUSGRUPPE

Höhe: 57 cm.

Deutschland, drittes Viertel 19. Jahrhundert.

Beigegeben ein CITES-Dokument, Bamberg, 23. April

2024, gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Elfenbein, geschnitzt. Über ornamental verziertem

Rundfuß mit figürlichen Basreliefs der schlanke zylindrische

Korpus mit dichten figürlichen Bacchanalszenen

mit vegetabilem Schnitzwerk inmitten einer hügeligen

Landschaft. Hoher Stülpdeckel mit Raptusgruppe

den Raub der Sabinerinnen zeigend. Minimal rest.

(1461812) (1) (13)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 5.000 – € 7.000

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54

DECKELHUMPEN AUF DIE STADT ERBACH

Höhe: 23 cm.

Erbach, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

Beigegeben ein CITES-Dokument, Bamberg, 23. April

2024, gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Elfenbein, geschnitzt, partiell patiniert. Umlaufendes

Schlachtenrelief, figürliche Handhabe und Stülpscharnierdeckel

mit Schnitzerei das Wappen der Stadt Erbach

zeigend. Rest.

(1461813) (1) (13)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 5.000 – € 7.000

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65


55

PAAR MARMORVASEN IM LOUIS XV-STIL MIT

VERGOLDETER BRONZEMONTIERUNG

Höhe: 45 cm.

Ovoide Vasenkörper aus wolkig rosafarbenem Marmor.

Die vergoldeten Sockel in bewegten Rocaille-Blattformen,

die hochziehenden, floral gestalteten Henkel vereinigen

sich an der Vasenmündung. Sehr qualitätvolle

Ausführung.

(14609313) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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56

PAAR CASSOLETTE VASEN

Höhe: 41,2 cm.

19. Jahrhundert.

Über quadratischer, grün-schwarz geäderter Marmorbasis

der gefußte ovoide Korpus mit fruktalem Festonund

Maskarondekor. Hals in Spulenform mit Perlband

abgesetzt und aufsitzendem hohem Haubendeckel mit

Pyr-Knauf.

(1451503) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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57

PAAR LOUIS XVI-KONSOLEN

Höhe: 93 cm.

Breite: 125 cm.

Tiefe: 55 cm.

Piemont, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.

In Holz geschnitzt, gefasst und vergoldet: Über trapezförmigem

Grund die in Blattwerksabots stehenden kannelierten,

konisch auslaufenden Beine mit Blattwerkkapitellen.

À jour gearbeitete Zarge mit Lorbeerblattfestons

und Kannelurzarge. Den Zügen des Möbels folgende

Deckplatte in Marmo Broccatello Giallo di Siena.

(1460911) (2) (13)

A PAIR OF LOUIS XVI CONSOLES

Height: 93 cm.

Width: 125 cm.

Depth: 55 cm.

Piedmont, second half of the 18th century.

Wood; carved and gilt.

€ 25.000 – € 30.000

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58

LOUIS XVI-DEMI LUNE-KONSOLTISCH

MIT PIETRA DURA-PLATTE

Höhe: 85 cm.

Breite: 125 cm.

Tiefe: 57 cm.

Ende 18. Jahrhundert und später.

Geschnitzt, hellgrau und gold gefasst. Die Beine kanneliert

und mit hängenden Blättern sowie Kapitellnodus

dekoriert; an den Zargen Festons im Hochrelief.

Graue Marmorplatte mit geometrischen Pietra dura-

Intarsien. Minimal besch.

(1461494) (11)

€ 600 – € 1.000

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67


59

CLAUDE GALLE

(1758 – 1815), ZUG.

PAAR ELEGANTE EMPIRE-KERZENLEUCHTER

Höhe: 32 cm.

Durchmesser Fuß: 15 cm.

Um 1800.

Bronze; feuervergoldet. Rundfuß und Tülle mit Palmettendekor

im Relief, glatter Schaft mit Tatzenfüßen auf

Kugeln sowie Kapitellen mit Frauenmasken.

Anmerkung:

Claude Galle arbeitete mit Pierre-Philippe Thomire

(1751 – 1843) zusammen, wurde 1806 ausgezeichnet,

stattete zahlreiche Palais aus und exportierte auch

nach Russland. (1461091) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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60

PAAR EMPIRE-KERZENLEUCHTER

Höhe: je 53 cm.

Frankreich, um 1810.

Bronze, vergoldet, 5-flammig. Hoher Sockel, besetzt

mit Lyramotiv, kannelierter Balusterschaft zieht aus

Akanthusblättern hoch, die Arme Füllhorn-förmig. Zentrale

Tülle höhergestellt.

(1461088) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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61

SALON TISCH MIT CHINOISERIEN

(ABB. RECHTS)

Höhe: 72 bzw. 112 cm.

Durchmesser: 76 cm.

England, 19. Jahrhundert.

Auf zierlichen Rollenfüßen lagernd drei, à jour gearbeitete,

oranemental gestaltete, in Voluten endende Beine,

die zentral in einem balustrierten und mit Perlmutt verzierten

Schaft zusammengeführt werden. Aufklappbare,

passig ausgeschnittene Deckplattte (Tilt-Top) mit

überreicher Intarsienarbeit auf schwarzem Fond, mit

figürlich staffierter Palastszene.

(1460992) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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69


62

REPRÄSENTATIVER KAMIN

Höhe: 140 cm.

Breite: 193 cm.

Tiefe: 46 cm.

Italien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

In Marmo Bianco gestaltete, symmetrisch aufgebaute

Kaminarchitektur mit rechteckiger Innenöffnung und

intaglioartigen Einlagen in Breccia-Marmor. Auf gekanteter

und getreppter Basis die Hermenwangen auf

Volutenzier an Pilastervorsätzen. Zentrales Wappenmedaillon

unter rechteckigem Gesims.

(14616718) (13)

REPRESENTATIVE FIREPLACE

Height: 140 cm.

Width: 193 cm.

Depth: 46 cm.

Italy, second half of the 19th century.

Symmetrically designed fireplace surround in Marmo

Bianco.

€ 30.000 – € 40.000

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63

TABERNAKELARCHITEKTUR

Höhe: 116 cm.

Breite: 107,5 cm.

Tiefe: 55 cm.

Sizilien, 18. Jahrhundert.

In Jaspis und verschiedenen Marmorsorten gefertigte

saktrale Architektur mit bewegter Schauseite und

korinthischen Säulen, mit entsprechenden Kapitellen

und einem der Basis entsprechenden Architrav. Minimal

besch.

(1461588) (13)

TABERNACLE ARCHITECTURE

Height: 116 cm.

Width: 107.5 cm.

Depth: 55 cm.

Sicily, 18th century.

In jasper and various other types of marble.

€ 17.000 – € 20.000

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71


63A

TORSO EINES MANNES

Höhe mit Sockel: 87 cm.

Höhe ohne Sockel: 64 cm.

Breite: 37 cm.

Tiefe: 30 cm.

Italien.

In Marmor gefertigter Torso nach der Antike mit rudimentär

erhaltenen Gliedmaßen. Gesockelt auf einer

Basis in Gestalt eines Kapitells.

(1460391) (13)

TORSO OF A MAN

Height with base: 87 cm.

Height without base: 64 cm.

Width: 37 cm.

Depth: 30 cm.

Italy.

Torso made of marble in the style of antiquity.

€ 15.000 – € 25.000

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73


64

BÜSTEN DES MARC AUREL UND DES NERO

Höhe: 60 cm.

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.

Kombinationsbüsten. Auf weiß geäderten schwarzen

Marmorsockeln die in beigem Marmor gestaltete Toga

mit darunterliegendem Harnisch. Der Kopf jeweils in

rötlichem Marmor, teilweise mit fein geschnittener

Haar- und Barttracht.

(1461583) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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75


65

GROSSE PARISER PENDULE

Höhe: 140 cm.

Zifferblatt und Rückplatine signiert „Belin a Paris“

(Julien Blin, Meister ab 1755/ 57).

Paris, 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

Dreiteilig, jeweils in Boulletechnik gestaltet mit reich

vergoldeten und ziselierten Bronzen. Bestehend aus

einer konisch auslaufenden Konsole, dem Uhrenkasten

und einer Bekrönung. Der Uhrenkasten verglast

und balusterförmig gestaltet mit reicher à jour gestalteter

Rocaillenrahmung.

Zifferblatt:

Weiß emaillierte Segmentfelder mit schwarzen römischen

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.

Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII.

Funktion:

Gehwerk mit Schlag auf Glocke, à jour gearbeitete,

vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten, geschwärzter

Zeiger für springende Sekunde, ein Pendel

und ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 61. (1461114) (13)

LARGE PARIS PENDULUM CLOCK

Height: 140 cm.

Dial and backplate signed “Belin a Paris” (Julien Blin,

master since 1755 / 1757).

Paris, 18th century.

Case: Three-part, each piece designed in the Boulle

technique with richly gilt and chased bronze mounts.

Dial: White enamel segment fields with black Roman

numerals for the hours, Arabic numerals for the minutes,

and baton indices. Winding holes above the IIII

and the VIII.

Functions: Movement with striking mechanism on a

bell, openwork gilt hands for hours and minutes, blackened

hand for the jumping second, a pendulum and a

key are included. Working order not tested.

Literature:

Tardy (ed.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, p. 61.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 12.000 – € 15.000

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77


66

LOUIS XV-KONSOLUHR

Höhe mit Konsole und Aufsatz: 125 cm.

Das Zifferblatt signiert „J Baptiste Dutertre A Paris“

(d. J. 1715 – vor 1772).

Paris, zweites Viertel 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

Dreiteilig, jeweils mit blau gefärbtem Schildpatt und

ziselierten sowie vergoldeten Bronzen. Die Konsole

entspringt aus à jour gearbeiteten Rocaillen mit Blattwerkzier.

Werkskorpus verglast, balustriert und mit reicher

vergoldeter Bronzezier. Aufsatz mit stark plastischer

Rocaille und Blütendekor.

Zifferblatt:

Weiß emaillierte passige Kartuschen für schwarze römische

Stunden und arabische Minuten. Umlaufender

vergoldeter Relieffond. Aufzugslöchlein über der V und

der VII.

Funktion:

Gehwerk für Stunden und Minuten mit Schlag auf

Glocke; vegetabil ausgeformte Zeiger für Stunden und

Minuten. Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden,

nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 211. (1461118) (13)

LOUIS XV CONSOLE CLOCK

Height of console and top part: 125 cm.

Dial signed “J Baptiste Dutertre A Paris”

(the Younger, 1715 – before 1772).

Paris, second quarter of the 18th century.

Case:

three-part case, each section with blue-dyed motherof-pearl

and chased and gilt bronze decoration.

Dial:

White enamel dial with cartouches with black Roman

numerals for the hours and Arabic numerals for the

minutes. Surrounded by gilt relief background. Winding

holes above V and VII.

Functions:

Movement for hours and minutes with striking mechanism

on a bell; organically shaped hands for hours

and minutes. Pendulum and key enclosed. Working order

untested.

Literature:

cf. Tardy (ed.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, p. 211.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 10.000 – € 14.000

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67

PARISER CARTELUHR

Höhe: 67 cm.

Zifferblatt signiert „Charles Le Roy a Paris“

(Meister ab 1733).

Paris, Mitte 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

In Bronze gegossen, ziseliert, geschnitten und vergoldet.

Unter dem gesprengtem Giebel das Uhrwerk sowie

der Pendelkasten mit à jour gearbeitetem Trellismuster.

Vorgesetzte Figurengruppe als Allegorie der

Nacht; über dem Giebel Helios im Sonnenwagen als

Allegorie des Tages.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit blauen römischen Stunden und

schwarzen arabischen Minuten sowie Stabindizes.

Aufzugslöchlein über der V und der VII.

Funktion:

Halbstunden- und Stundenschlagwerk mit Schlag auf

Glocke, à jour gearbeiteter und vergoldeter Zeiger für

Stunden und Minuten. Ein Pendel und ein Schlüssel

vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 404 f. (1461112) (13)

€ 7.000 – € 10.000

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79


68

PENDULE IM STIL DES CHARLES BOULLE

Höhe: 34 cm.

Rückplatine mit Händlersignet „W Johnson London“.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Im Stil Boulle gefertigt, mit ziselierten und vergoldeten

Bronzen sowie gravierte Messingeinlagen auf Schildpattfond.

À jour gearbeitete Schallöffnungen mit Trellismuster

und roter Textilverkleidung. Geschweifter

Giebel und aufliegenden Rocaille- und Blattformen.

Minimal besch.

Zifferblatt:

Verglastes Zifferblatt mit königsblauen römischen

Stunden auf weiß emaillierten Kartuschenfeldern. Vergoldeter

Bronzegrund mit zentralem Portrait nach

rechts und umlaufendem Zifferring mit 60 Minuten.

Funktion:

Schlag auf Feder zur halben und zur vollen Stunde. Geschwärzte,

à jour gearbeitete Zeiger für Stunden und

Minuten. Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611118) (13)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 1.200 – € 1.600

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69

PENDULE IM STIL LOUIS XV

Höhe: 47 cm.

Rückplatine mit Pariser Bronzeherstellermarke.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Aus Rocailleformen

gebildeter, teilverglaster Korpus mit reicher vegetabiler

Zier.

Zifferblatt:

Weiß emailliert, aus Feldern zusammengesetzt, mit

schwarzen römischen Stunden, arabischen Minuten und

Stabindizes. Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII.

Funktion:

Schlag auf Glocke zur halben und zur vollen Stunde.

Geschwärzte Lilienzeiger für Stunden und Minuten.

Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf

Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611113) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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70

PARISER KONSOLUHR

Höhe inkl. Konsole und Bekrönung: 71,5 cm.

Zifferblatt signiert „André Furet“ (ab 1691).

Rückplatine signiert „André Furet AParis“.

Paris, 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

Dreiteilig, bestehend aus Konsole, Uhrenkasten und

Aufsatz. Konsole konisch auslaufend, mit furniertem

Holz mit vegetabilen und figürlichen, vergoldeten

Bronzen. Verglaster Korpus in bombierter Form, mit

vergoldeten wie ziselierten Rocaillen mit Drachen auf

Rocaille sitzend. Aufsatz konisch zulaufend, mit vegetabilen

Formen und Rocaillen in vergoldeten Bronzen.

Zifferblatt:

Weiß emaillierte Kartuschen für die blauen römischen

Stunden; zentrales Emailfeld und umlaufender vergoldeter

Ring mit arabischen Minuten und Punktindizes.

Funktion:

Blattförmige Zeiger; Gehwerk für Stunden und Minuten.

Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf

Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 240. (14611124) (13)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 1.400 – € 1.800

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81


71

PENDULE IM LOUIS XV-STIL

Höhe: 43 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

In Bronze; gegossen, ziseliert und vergoldet. Über à

jour gearbeitetem Sockel die Tanzfigur eines Fidlers,

darüber, von Rocaillen und vollplastischen Blüten gerahmt,

das Werksgehäuse. Die Blüten gefasst und

emailliert.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit dunkelblauen römischen Stunden

sowie Punkt- und Stabindizes. Verglasung mit Perlstabrahmung.

Funktion:

Halb- und Stundenschlosscheibenschlagwerk auf

Glocke, à jour gearbeitete, geschwärzte Dreipasszeiger

für Stunden und Minuten. Ein Pendel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611123) (13)

€ 800 – € 1.200

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72

CARTELUHR MIT KINDERN

Höhe: 78 cm.

Zifferblatt signiert „RICHOND“.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

In Bronze, gegossen, geschnitzt, ziseliert und vergoldet.

Aus stark plastischen Schilf- und Blattformen gebildeter

Korpus mit zwei Kindsfiguren auf Voluten sitzend,

einmal ein Etui mit der Gravur „PARUNE“

haltend, einmal als Honigschlecker ausgebildet. Seitliche,

textil hinterlegte Schallöffnungen mit Trellismuster.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII. Verglasung mit vergoldetem

Profilring.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke, à jour gearbeitete und vergoldete

Zeiger für Stunden und Minuten, ein wohl sekun däres

Pendel vorhanden. Nicht auf Funktions fähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 554. (1461111) (13)

€ 3.000 – € 4.000

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73

CARTELUHR MIT HELIOS

Höhe: 45 cm.

Rückplatine mit Modellnummer 3183.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze; gegossen, ziseliert und vergoldet. Auf Wolkenbank

mit Helios als Kind im Sonnenwagen. Gehäuse

aus Rocaillen gebildet, bekrönt von Sonne oder Stern.

Zifferblatt:

Weiß emaillierte Kartuschen für die blauen römischen

Stunden; vergoldeter reliefierter Fond mit Stabindizes

für die Minuten. Aufzugslöchlein über der IIII und der

VIII. Verglasung mit Rocaillerelief.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk auf

Glocke. Lilienzeiger für Stunden und Minuten; ein

Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611136) (13)

€ 1.200 – € 1.600

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74

KAMINUHR MIT AMORZIER

Höhe: 26,5 cm.

Rückplatine mit Herstellersignet „Roblin à Paris“.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze; gegossen, vergoldet. À jour gearbeitetes, aus

Rocaillen gebildetes Gehäuse mit aufliegender tonnenförmiger

Werksummantelung und daran gelehnter

Amorfigur, mit zwei Köchern auf einer ziselierten Wolkenbank

sitzend.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit dunkelblauen römischen Stunden,

schwarzen arabischen Minuten sowie Stabindizes.

Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII. Verglast mit

Perlbandrand.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk auf

Glocke, à jour gearbeitete Zeiger für Stunden und Minuten.

Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft .

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 566. (14611117) (13)

€ 800 – € 1.200

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83


75

KONSOLUHR IN VERNIS MARTIN

Höhe inkl. der separaten Konsole: 67,5 cm.

Zifferblatt signiert „E Le Noir Paris“.

Paris, 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

Zweiteilig. Konsole konisch auslaufend in Holz mit Vernis

Martin und reizvollem polychromem Blumendekor.

Gehäuse auf Blattwerkfüßen, den Dekor der Konsole

aufnehmend, mit verglastem Korpus sowie vergoldeten

Vögeln und Rocaillen. Aufsitzende Ziervase.

Zifferblatt:

Weiß emaillierte, passige Kartuschen für die blauen

römischen Stunden; umlaufender reliefierter, vergoldeter

Ring mit arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke; geschwärzte Zeiger für Stunden

und Minuten. Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 376. (14611121) (13)

€ 1.400 – € 2.000

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76

CARTELUHR IM LOUIS XV-STIL

Höhe: 40 cm.

Zifferblatt signiert „Lionel Ciseleur a Paris“. Rückplatine

mit Modellnummer und DG.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Aus Rocaillen

gebildet mit fein ziselierten Blüten- und Blattformen;

eingelegte, textil hinterlegte Schallöffnungen in

Trellismuster.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit blauen römischen Stunden,

schwarzen arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII, verglast mit vergoldetem

Blattwerk.

Funktion:

Halb- und Stundenschlosscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke; à jour gearbeitete und vergoldete

Zeiger für Stunden und Minuten, ein Pendel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611132) (13)

€ 1.000 – € 1.400

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77

CARTELUHR IM LOUIS XV-STIL

Höhe: 34,5 cm.

Rückplatine mit Modellnummer.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze; gegossen, geschnitten, ziseliert und vergoldet.

Korpus aus Rocaille-, Voluten- und Blattformen,

mit zentralem Zifferblatt und darunterliegendem Pendelauge

mit vorgeblendetem Trellismuster.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII; Verglasung mit vergoldetem

Profilrand.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke, à jour gearbeitete und vergoldete

Zeiger für Stunden und Minuten, ein Pendel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611139) (13)

€ 600 – € 800

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85


78

CARTELUHR UND BAROMETER IM LOUIS XVI-STIL

Höhe jeweils: 57 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Jeweils in Bronze gegossen, gestanzt, ziseliert und

vergoldet. Symmetrischer Aufbau mit teils verglastem

Korpus. Seitliche Wandung mit Rundöffnungen bei der

Uhr als Schallöffnung. Rundgiebel bekrönt von einer

Louis XVI-Vase mit Lorbeerblattfestons.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden

und arabischen Minuten sowie Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII. Verglasung mit vergoldetem

Profilrand.

Funktion:

Halb- und Stundenschlagwerk auf Glocke; à jour gearbeitete

und vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.

Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf

Funktionsfähigkeit geprüft.

Dazu ein Barometer mit baugleichem Gehäuse, die Anzeigetafel

ebenfalls weiß emailliert mit schwarzen

Schriftzügen und à jour gearbeitetem Zeiger sowie

Schriftzug „Barometre Metallique“.

(14611114) (13)

€ 2.500 – € 4.000

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79

PENDULE IM LOUIS XVI-STIL

Höhe: 33,5 cm.

Auf Rückplatine Modellnummer.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

À jour gearbeitet, ziseliert und vergoldet. Gebildet aus

Rocaillen und Blattformen, flankiert von Widderköpfen

und überhöht von einer zweihenkligen klassizistischen

Vase.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden und

arabischen Minuten sowie Stabindizes. Verglast mit

Perlstabrand.

Funktion:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk auf

Glocke. À jour gearbeitete, vergoldete Zeiger für Stunden

und Minuten; ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611137) (13)

€ 800 – € 1.200

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80

LOUIS XIV RELIGIEUSE-PENDULE

Höhe: 46 cm.

Breite: 31 cm.

Tiefe: 13 cm.

Unterhalb des Zifferblattes bezeichnet

„Claude Raillard / AParis“.

Um 1660/70.

Gehäuse:

Gehäusekasten in ebonisiertem Holz mit seitlichen

Zinn-Fadeneinlagen, Fronttüre und Aufsatzdekor in gegossenem

vergoldetem Bronzerelief.

Zifferblatt:

Ziffernring und Eckdekor auf schwarzem Samt; geschwärzte

römische Stunden und gravierte arabische

Minuten, filigrane Zeiger vergoldet. Unterhalb der VI

ein Messingschild mit der Uhrmacherbezeichnung

„Claude Raillard / AParis“.

Funktionen:

Regulier-Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe

für Halb- und Stundenschlag auf der oben liegenden

Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Claude Raillard war Meister-Uhrmacher in Paris (Rue

de la Pelleterie, Saint-Jacques-de-la-Boucherie). In

Archiven wurde er von 1648 bis 1718 erwähnt, er

starb etwa um 1720. Ein Werk seiner Hand befindet

sich im Planetarium Zuylenburgh in Utrecht.

Literatur:

Paris 1981, S. 130 ff. (1461099) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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87


81

LOUIS XVI-KAMINUHR

Höhe: 39 cm.

Breite: 27 cm.

Tiefe: 12 cm.

Auf dem Zifferblatt aufgelötete Uhrmacherbezeichnung

„Le Roy / A Paris“.

18./ 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Figürlich dekorierter Aufbau in vergoldeter Bronze auf

ebonisiertem Holzsockel. Darauf weiterer Bronzesockel

mit figürlichen Amor-Motiven, Turteltauben und

Blattwerk.

Zifferblatt:

Das Werkgehäuse mit Emailzifferblatt, römischen

Stunden und arabischen Minuten. Zeiger vergoldet.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, über der XII am Zifferblatt

regulierbar. Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611119) (11)

€ 1.800 – € 2.500

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82

BEDEUTENDE LOUIS XVI-KAMINUHR

Höhe: 36 cm.

Länge: 28 cm.

Tiefe: 13 cm.

Auf dem Zifferblatt bezeichnet „Roque / A Paris“.

Werkplatine ebenfalls signiert und nummeriert

„Roque- A Paris / No. 517“.

Um 1770.

Gehäuse:

Frühklassizistischer Aufbau in vergoldeter Bronze; seitlich

gerundeter Sockel auf Spindelfüßen mit Frontrelief,

darauf rechteckiger Aufbau mit bekrönender

Deckelvase mit seitlich herabziehenden Lorbeer-Blattfestons.

Zifferblatt:

Verglastes Emailziffernblatt mit römischen Stunden

und arabischen Minuten.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, regulierbar über der XII

am Ziffernblatt. Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Werk verso konvex verglast.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Joseph-Léonard Roque (gest. nach 1789) lernte bei

Claude-Siméon Passemant, wurde 1770 Meister und

war als „Horologer du Roi“ einer der bedeutendsten

Pariser Uhrmacher der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Er arbeitete regelmäßig mit namhaften

Bronziers zusammen und belieferte den französischen

Hof unter Louis XV, Louis XVI und Marie Antoinette.

A.R. (14610815) (1) (11)

€ 3.500 – € 5.000

Sistrix

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83

GROSSE LOUIS XVI-KAMINUHR

Höhe: 53 cm.

Breite: 38 cm.

Tiefe: 17 cm.

Das Zifferblatt bezeichnet

„LEPAUTE / H.GR DU ROY“ (1720 Thonne-la-Long –

1789 St.Cloud). Rückplatine unsigniert.

Gehäuse:

Aufbau in weißem Marmor und vergoldeter Bronze,

figürlich dekoriert. Sockel über Lanzett-Blattfüßen und

mit frontaler Blattwerkapplikation. Darauf das von Volutenspangen

getragene Werk, bekrönt mit einem

Amorputto auf Wolken. Seitlich ein Amorknabe mit

Pfeil, gegenüber eine Herrscherbüste.

Zifferblatt:

Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen

Minuten. Zeiger vergoldet.

Funktionen:

Pendel an Seidenfaden, Regulierung oberhalb der XII.

Pendelauge in Form eines Apollokopfes mit Strahlen

(erg.?). Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Mit original Schlüssel. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611126) (11)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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89


84

PRUNKPENDULE

Höhe: 51 cm.

Auf der Rückplatine (für das Werk) signiert

„Jean Fol A Paris“ (ab 1735 in Paris tätig).

Gehäuse rückseitig signiert „OSMOND“.

Paris, um 1770.

Gehäuse:

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet, montiert.

Über vier gedrückten Kugelfüßen der symmetrische,

architektonisch aufgefasste Aufbau mit zentraler kannelierter

Säule, die das Uhrwerk birgt. Flankiert von

zwei vollplastisch wiedergegebenen Genien. Zwischen

ihnen mehrere Musikinstrumente. Das Uhrwerk

umrahmt durch Blattwerk und Festons sowie bekrönt

durch eine zweihenklige Deckelvase. Das Gehäuse

entspricht im Aufbau den bekannten Schöpfungen der

Uhrenkünstler Ferdinand Berthoud (1727 – 1807) sowie

Robert (1711 – 1789) und Jean-Baptist Osmond (1742 –

um 1790), Paris. Robert und sein Neffe Jean Baptist

Osmond schufen im „Goût Grec“ Pendulen in vergoldeter

Bronze, die ab den 1760er- und 70er-Jahren in

Frankreich gefragt waren. Die „Säulenuhren“, wie wir

auch hier einen Säulenstumpf sehen, gehörten zu den

beliebtesten Motiven der Osmonder Werkstatt, jeweils

unterschiedlich weiter dekoriert. Robert Osmond

kam 1735 in die Werkstatt des Bronzebildners und Gießers

Louis Regnard (Meister 1733, gest. 1779), wurde

1746 Meister und holte 1753 seinen Neffen Jean-Baptist

in die Werkstatt, die mit den verschiedenen Uhrmachern

zusammenwirkte.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der III und der VII.

Funktionen:

À jour gearbeitete Zeiger für Stunden und Minuten,

Schlossscheibenschlagwerk mit Schlag auf Glocke zur

vollen und halben Stunde, ein Pendel vorhanden. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Das Modell basiert auf einer Zeichnung, die in der

Jacques Doucet Library (VI E 15 Rès) verwahrt wird

und François Vion oder Robert Osmond zugeschrieben

wird. Eine ähnliche Uhr wurde bei Christie’s Paris

am 7. Dezember 2005 unter Lot 185 verkauft.

MAGNIFICENT PENDULUM CLOCK

Height: 51 cm.

Signed on backplate (for the clockwork)

“Jean Fol à Paris” (active in Paris since 1735).

Case signed “OSMOND” on the back.

Paris, ca. 1770.

Case:

Bronze; cast, chased, and gilt, mounted. The case design

corresponds to the famous creations of the Parisian

clock makers Ferdinand Berthoud (1727 – 1807) and

Robert (1711 – 1789) and Jean-Baptist Osmond (1742 –

ca. 1790). Robert and his nephew Jean Baptist Osmond

created pendulum clocks in gilt bronze in the

Greek taste or “goût grec”, which were in demand in

France from the 1760s and 1770s onwards. The “column

clocks”, as the base of a column here, were

among the most popular motifs of the Osmond workshop,

each with its own unique decoration.

Dial:

White enamel with black Roman numerals, Arabic

numerals, and baton indices. Winding holes above

3 and 7 o’clock.

Functions:

Open-work hands for hours and minutes, countwheel

striking mechanism with strike on bell on the full and

half hour; pendulum enclosed. Working order untested.

Literature:

The present pendulum clock is illustrated in Hans

Ottomeyer and Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen.

Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus,

volume 1, Munich 1986, p. 195.

Notes:

The model is based on a drawing held at the Jacques

Doucet Library (VI E 15 Rès) and attributed to François

Vion or Robert Osmond. A similar clock was sold at

Christie’s in Paris on 7 December 2005, lot 185.

€ 10.000 – € 15.000

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Literatur:

Die hier angebotene Pendule ist abgebildet in: Hans

Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen.

Die Bronzearbeiten des Spätbarock und Klassizismus,

Band 1, München 1986, S. 195. (1460252) (13)

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91


85

SELTENE PARISER KAMINUHR DES DIRECTOIRE

„ALLEGORIE AFRIKA“

Höhe: 46 cm.

Länge: 37 cm.

Tiefe: 16 cm.

Auf dem Zifferblatt ortsbezeichnet „à Paris“.

Gehäuse:

Gehäuseaufbau in brünierter Bronze mit Feuervergoldung.

Der ovale Sockel auf Spindelfüßen verjüngt sich

nach oben und trägt das Uhrwerk, auf dem eine junge

Afrikanerin mit Bogen und Pfeilköcher sitzend dargestellt

ist. Augen in Glasemail eingesetzt, Ohrring mit

ovaler Perle. Federrock, Perlenketten und Bogen vergoldet;

ebenso die kleine Schildkröte rechts sowie

eine sitzende Raubkatze, die links zu ihr hochblickt. An

der Sockelfront vergoldete exotische Kinderszenen im

Relief, seitlich Fruchtfestons.

Zifferblatt:

Emailzifferblatt mit arabischen Stunden und Viertelstunden.

Zeiger vergoldet.

Funktionen:

Acht-Tage-Gehwerk, Pendel an Seidenfaden, verso

Feinregulierung. Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Werk nicht geprüft, Pendelfaden

lose.

Anmerkung:

Den Originalentwurf für diese Allegorie-Pendule

schuf Jean-Simon Deverberie (1764 – 1824), Pariser

Fondeur und Ciseleur, der Entwurf wird in der

Bibliotheque Nationale aufbewahrt.

Uhren mit afrikanischen Figuren entstanden vorwiegend

in der Epoche des Directoire, als den europäischen

Gesellschaften ein Idealbild der Zivilisation der

„unverdorbenen Naturvölker“ vermittelt wurde. In

Frankreich war es vor allem Jean-Jacques Rousseau

(1712 – 1778), der die Idee des „Edlen Wilden“ in der

Kolonialzeit mit der Natürlichkeit des Lebens ursprünglicher

Kulturen als Idealvorstellung publik machte.

Gleichzeitig jedoch galt die Präsentation solcher Uhren

in den Gesellschaftsräumen Wohlhabender als Ausdruck

nobler Gesinnung.

RARE PARIS DIRECTOIRE MANTLE CLOCK

“ALLEGORY OF AFRICA”

Height: 46 cm.

Length: 37 cm.

Depth: 16 cm.

Place name “à Paris” on dial.

Case:

Design in burnished and fire-gilt bronze.

Dial:

Enamel dial with Arabic numerals for hours and quarter

hours. Gilt hands.

Functions:

Eight-day movement, silk suspension pendulum, fine

adjustment on the reverse. Countwheel striking mechanism

on a bell for the half hour and hour. Movement

not tested, pendulum thread loose.

Notes:

The original design for this allegorical pendulum clock

was created by Jean-Simon Deverberie (1764 – 1824),

a Parisian founder and engraver, and is held at the

Bibliothèque nationale.

Literature:

cf. Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendule

Française, Paris 1997, p. 347 ff.

€ 18.000 – € 22.000

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Literatur:

Vgl. Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendule

Française, Paris 1997, S. 347 ff.

A.R. (1461087) (1) (11)

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86

AUSSERGEWÖHNLICHE GROSSE SALONUHR

MIT KALENDER-KOMPLIKATION

Höhe: 73 cm.

Breite: 31 cm.

Zifferblatt bezeichnet „Julien Leroy / A PARIS“.

Paris, Epoche Napoleon III.

Gehäuse:

Gefertigt in vergoldeter Bronze und Marmor, gedacht

für die zentrale Aufstellung in einem Salon, etwa auf

einem Podest, dementsprechend zu allseitiger Ansicht

gestaltet. Der hohe schlanke Aufbau in feuervergoldeter

Bronze setzt mit einem Marmorsockel über großen

Spindelfüßen an, worauf sich ein weiterer vergoldeter

Sockel befindet, getragen von Voluten, besetzt mit Rosetten.

Zifferblatt:

Über diesem erhebt sich ein achtkantiger antiker Altarsockel

mit kräftigen seitlichen Festons, in den ein rundes

Kalenderzifferblatt eingefügt ist. Die Bekrönung in

Form einer Amphoren-Deckelvase fungiert als Zeitangabe

für Stunden und Minuten: Zwei umlaufende Ringe,

besetzt mit weißen Emailkartuschen, werden

durch das Werk bedient, mit römischen Stunden und

arabischen Minuten. Die Anzeige erfolgt mittels einer

Figur eines Salamanders, dessen Schwanz auf die Ziffernkartuschen

weist. Das Kalenderzifferblatt im Mittelteil

des Aufbaus, in weißem Email, mit blauem Außenring,

der ein Sternenmuster aufweist und die

arabischen Angaben für die Monatstage umzieht. In

roten Buchstaben die Tagesangaben. Demgemäß vier

Zeiger, gebläut und vergoldet.

Funktionen:

Pendel an Stahlfederaufhängung, Schlossscheibe für

Halb- und Stundenschlagwerk auf Glocke. Einblick ins

Werk mittels abschraubbarer Abdeckung verso. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(1461086) (1) (11)

EXCEPTIONALLY LARGE SALON CLOCK

WITH CALENDAR COMPLICATION

Height: 73 cm.

Width: 31 cm.

Dial inscribed “Julien Leroy / A PARIS”.

Paris, Napoleon III period.

Case: Gilt bronze and marble.

Dial: The finial, an amphora-shaped lidded vase, serves

as a time indicator for hours and minutes: two rotating

rings, set with white enamel cartouches, are driven by

the movement, displaying Roman numerals for the

hours and Arabic numerals for the minutes. The time is

indicated by a salamander figure, whose tail points to

the numeral cartouches. The calendar dial is at the centre

of the structure, in white enamel with a blue outer

ring featuring a star pattern and surrounding the Arabic

numerals for the days of the month. The days of the

week are indicated in red letters. Accordingly, there

are four blued and gilt hands.

Functions: Pendulum on a steel spring suspension,

countwheel striking mechanism on a bell for the half

hour and hour. View of the movement through a removable

cover on the back. Working order untested.

€ 18.000 – € 22.000

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95


87

FRANZÖSISCHE KAMINUHR –

ALLEGORIE DES WASSERS

Höhe: 53 cm.

Breite: 37,5 cm.

Tiefe: 16 cm.

Zifferblatt bezeichnet „Gaston Jolly á Paris“.

Gehäuse:

Der Gehäuseaufbau in matt- und glanzvergoldeter ziselierter

Bronze. Ein Rechtecksockel trägt einen weiteren

Aufbau, der von vier Delfinen gestützt wird. Darauf als

Bekrönung die Sitzfigur des Meeresgottes Neptun mit

Dreizack und Ruder, gestützt auf einen Krug, aus dem

sich Wasser in ein Becken ergießt – Symbol für einen

Flussgott. Entsprechende Motive der Applikationen,

wie Füllhörner und Schilfblätter. Der untere Sockel als

ein Becken gestaltet, in den eine Kaskade fließt – symbolisch

für die den Lauf der Zeit. Dreizack erg.

Zifferblatt:

Emailziffernblatt mit römischen Stunden, arabischen

Minuten und gebläuten Zeigern sowie Datumsanzeige

mit 31-Monatstagen und separatem Zeiger.

FRENCH MANTLE CLOCK –

ALLEGORY OF WATER

Height: 53 cm.

Width: 37.5 cm.

Depth: 16 cm.

Dial inscribed “Gaston Jolly à Paris”.

Case:

Design in matte and polished gilt bronze; chased.

Dial:

Enamel dial with Roman numerals for the hours, Arabic

numerals for the minutes, blued hands, and 31 days of

the month with a separate hand.

Functions:

14-day movement, silk suspension pendulum, countwheel

striking mechanism on a bell for the half hour

and hour. Regulation wheel on the back. Pendulum

and key are missing. Working order untested.

€ 10.000 – € 14.000

Sistrix

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Funktionen:

14-Tage-Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Verso

Regulier-Rändelrad. Pendel und Schlüssel fehlen. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Gaston Jolly wurde 1784 als Meister aufgenommen

und war in der Rue des Arcis, Paris, ansässig. Er verwendete

u. a. Gehäuse von Robert und Jean-Baptist

Osmond.

Im Jahr 1820 wurde Gaston Jolly (Vater) im Boulevard

Poissonnière 22 gelistet, Gaston Jolly (Sohn) in der

Rue du Pavé-Saint Saveur 16. Zu den Kunden zählten

Charles Philibert Marie Gaston de Lévis-Mirepoix und

Bernard Charles Louis Victor, Marquis de Lostanges,

Kammerherr von Napoleons. (1461084) (1) (11)

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97


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88

FRANZÖSISCHE KAMINUHR UM 1800

(ABB. LINKS)

Höhe: 45 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 10,5 cm.

Zwischen den Stunden Signatur

„La croix – Paris“.

Gehäuse:

Der Sockel über Adlerfüßen mit einer breiten Reliefdarstellung:

Putten, Rüstung und Fahnen. Darauf eine Kanone,

deren Lafettenrad den Ziffernring bildet. Bekrönung

durch eine vollplastische Figur des Kiegsgottes

Mars im Schuppenpanzer mit Helm, Schwert und

Schild. Ein identisches Gehäuse von Jean-Simon Deverberie

(1764 – 1824) ist dokumentiert.

Zifferblatt:

Weißer Email-Ziffernring mit römischen Stunden.

Funktionen:

Ankerwerk, Pendel an Faden, Schlossscheibe für Halbund

Stundenschlag auf Glocke. Läuft an, Schlüssel beigegeben,

Pendel fehlt. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1461083) (1) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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89

GROSSE EMPIRE-PENDULE

Höhe: 50 cm.

Breite: 47 cm.

Tiefe: 20 cm.

Zifferblatt signiert „Thomire & Cie a Paris“ (Pierre

Philippe Thomire (1751 – 1843)) sowie bezeichnet

„Moinet“.

Frankreich, um 1800.

Gehäuse:

Über vier vergoldeten gedrückten Kugelfüßen blockhafte

brunierte Basis. Darauf das Werksgehäuse in Gestalt

einer architektonischen Basis mit Thronlehne. Darauf

der brunierte Apoll die Lyra von Minerva empfangend.

Zwischen ihnen ein gefußtes Weihrauchbecken.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten sowie Stabindizes.

Funktionen:

Aufzugslöchlein über 4 und 8, vergoldete Breguetzeiger

für Stunden und Minuten, Schlossscheibenschlagwerk

mit Schlag auf Glocke zur vollen und zur halben

Stunde. Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(1430701) (1) (13)

LARGE EMPIRE PENDULE

Height: 50 cm.

Width: 47 cm.

Depth: 20 cm.

Dial signed “Thomire & Cie à Paris”

(Pierre Philippe Thomire (1751 – 1843)) and Moinet.

France, ca. 1800.

€ 10.000 – € 15.000

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99


90

LOUIS XIV-BOULLE-PENDULE

Höhe: 60 cm.

Breite: 25,5 cm.

Tiefe: 12 cm.

Werkplatine signiert „Margotin A Paris“.

Paris, 1625 – nach 1711.

Gehäuse:

Aufwändig in Boulle-Technik mit Schildpatt gearbeitetes

Gehäuse, dekoriert mit vergoldeten Bronzeeinlagen

und Rahmungen bildenden Appliken. Der abnehmbare

Aufsatz mit einer Fackel tragenden Amorfigur

bekrönt. Der verglaste Frontrahmen mit Reliefdekor

besetzt, darin geflügelter Putto mit Lyra. Seiten verglast.

Zifferblatt:

Ziffern auf Emailkartuschen, mit blauen römischen

Stunden um zentrales vergoldetes Relieffeld.

Funktionen:

14-Tage-Spindelwerk mit Halb- und Stundenschlag auf

zwei Glocken. Repetierzug. Fadenaufhängung. Schlüssel

beigegeben. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Der Uhrmacher Pierre Margotin, geb. 1625 in Paris,

wurde 1646 Gildemeister. Seine Arbeiten datieren

zwischen 1680 bis 1710.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 433.

A.R. (1461119) (11)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 2.000 – € 3.000

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91

CARTELUHR MIT FLAMMVASE

Höhe: 60 cm.

Verso mit Modellnummer und „A.I.“

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze gegossen, geschnitten, ziseliert und vergoldet.

Symmetrischer Aufbau mit verglastem Pendelkasten,

dieser mit textilhinterlegten Schallöffnungen im Trellismuster.

Seitlich ansetzende Espagnoletten und bekrönender

Louis XVI-Vase mit Lorbeerblattfestons.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit blauen römischen Stunden,

schwarzen arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und VIII. Verglasung mit vergoldetem

Profil.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf (nicht vorhandener) Glocke; ein Pendel und

ein Schlüssel vorhanden, à jour gearbeitete und vergoldete

Zeiger für Stunden und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1461113) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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101


92

PENDULE MIT ALLEGORIE DES FRÜHLINGS

Höhe: 31,5 cm.

Zifferblatt signiert in Purpur „Valle Hger de Monsieur“.

Paris, Ende 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

In vergoldeter und ziselierter Bronze mit gefasster und

goldgehöhter Porzellanapplikation. Über in Voluten

übergehenden Bocksfüßen der rechteckige passige

Basenkorpus mit aufstehendem kastenförmigem

Uhrengehäuse. Dieses flankiert von Flora und einer

Amorette.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden und

arabischen Minuten sowie Stabindizes. Minimal

besch.

Funktionen:

Schlossscheibenschlagwerk mit Schlag auf Glocke zur

vollen und zur halben Stunde. Aufgzuslöchlein über 4

und 8, á jour gearbeitete Lyrazeiger für Stunden und

Minuten. Ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

Anmerkung:

In Bezug auf die Signatur: Le Monsieur war der Titel

des ältesten Bruders des Königs. (1430704) (1) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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93

LOUIS XVI-LYRAPENDULE

Höhe: 58 cm.

Breite: 24,5 cm.

Zifferblatt bezeichnet „Herbin à Paris“.

Gehäuse:

Aufbau in weißem Marmor und vergoldeter Bronze.

Der Ovalsockel auf Spindelfüßen trägt einen lyraförmigen

Aufsatz mit bekrönendem, von Strahlen umzogenen

Apollokopf, darunter Blütenfeston.

Zifferblatt:

Emailziffernblatt mit arabischen Stunden und Minuten

in Schwarz sowie 31-Tage-Datumsanzeige in Rot. Zeiger

vergoldet.

Funktionen:

Das Werk im Pendel mit Temperatur-Ausgleichstäben;

Sekundenpendel an Messeraufhängung; Schlossscheibe

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Werk läuft.

Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Jean-Pierre Herbin war Meister-Uhrmacher in Paris

und Versailles, Rue des Trois-Pistolets 14, erwähnt am

08. Januar 1788, 07. und 10. August 1796. (1461097)

(1) (11)

€ 8.000 – € 10.000

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103


94

SELTENE PARISER „TEMPELUHR“ MIT

AMOR- UND STERNZEICHENMOTIVEN

Höhe: 44 cm.

Durchmesser Sockel: 24 cm.

Zifferblatt bezeichnet „à Paris“.

Um 1800.

Gehäuse:

Der originelle Aufbau aus vergoldeter Bronze in Form

eines Monopteros. Der Bodensockel auf drei Krallenfüßen,

der Architrav getragen von sechs kannelierten

Pfeilköchern, die als Säulen fungieren. Im Inneren Sitzfigürchen

eines geflügelten Amors mit Bogen und Köcher.

Der Gebälkkranz besetzt mit umlaufenden freistehenden

vergoldeten Relieffiguren in Landschaften,

die die freien Künste symbolisieren: Musik, Astronomie,

Malerei, Bildhauerei, Land- und Forstwirtschaft,

Schifffahrt und Architektur. Bekrönung durch das runde

Werkgehäuse, dekoriert mit Perlstab und Tierkreissymbolen

auf blaugrünem Lackgrund. Das Pendelauge

mit vergoldeter Reliefdarstellung von Venus und Amor

in Wolken.

Zifferblatt:

Emailziffernblatt mit römischen Stunden und arabischen

Minuten. Gebläute Breguet-Zeiger.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe für Halbund

Stundenschlagwerk auf Glocke. Verso Regulier-

Rändelrad. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Eine gleichgestaltete Uhr „Temple de l’Amour“ wurde

Jean-Simon Deverberie (1764 – 1824) zugeschrieben.

(14610812) (1) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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95

FRANZÖSISCHE CHINOISERIE-KAMINUHR

Höhe: 44 cm.

Breite: 35 cm.

Tiefe: 17 cm.

Auf dem Zifferblatt Signatur in Rot

„Cronier A PARIS“.

Paris, um 1760.

Gehäuse:

Figürlicher Aufbau in vergoldeter Bronze. Auf einem

Rasensockel mit C-bogigen Füßen ein dunkel bronzierter

Wasserbüffel, der das Werk trägt. Bekrönung durch

eine Sitzfigur eines bärtigen chinesischen Philosophen,

wohl Konfuzius. Das Thema dokumentiert den

im 18. Jahrhundert aufgekommenen Stil der Chinoiserie,

die Hinwendung zur Kultur Asiens.

Zifferblatt:

Konvex verglastes Zifferblatt mit römischen Stunden,

arabischen Minuten und vergoldeten, durchbrochen

gearbeiteten Zeigern.

Funktionen:

Pendel an Seidenfaden, Schlossscheibe für Halb- und

Stundenschlag auf Glocke. Läuft an.

Anmerkung:

Antoine Cronier (1732 – nach 1806) wurde 1763 als

Pariser Meister aufgeführt. Er unterhielt sein Atelier

in der Rue d’Orléans-St. Honoré und arbeitete mit

bekannten Gehäusezulieferern wie Osmond, Roy,

Morlay und Vion zusammen. Seine Arbeiten wurden

von Kunden des Hochadels erworben und befinden

sich heute in renommierten Museen, darunter das

Waddesdon Manor (England), das Residenzmuseum

München, das Kunstmuseum Brüssel und das Musée

Nissim de Camondo in Paris.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 268. A.R. (1461093) (1) (11)

FRENCH CHINOISERIE MANTLE CLOCK

Height: 44 cm.

Width: 35 cm.

Depth: 17 cm.

Signed “Cronier A PARIS” on dial in red.

Paris, ca. 1760.

Case:

Figural design in gilt bronze.

Dial:

The dial is covered with convex glass, and features Roman

numerals for the hours, Arabic numerals for the

minutes, and gilt, openwork hands.

Functions:

Pendulum on a silk suspension, countwheel striking

mechanism on a bell for the half hour and hour. In

working order.

Literature:

cf. Tardy (ed.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, p. 268.

€ 10.000 – € 15.000

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105


96

SELTENE PORTALUHR IN KRISTALL

Höhe: 46 cm.

Breite: 26 cm.

Tiefe: 14 cm.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Gehäuseaufbau in Rautenschliff-Kristall mit vergoldeter

Bronze an Basis und den rahmenden Elementen.

Vier Säulen tragen einen abnehmbaren runden Dachaufsatz.

Zifferblatt:

Goldgerahmtes Silberziffernblatt im Gebälk, römische

Stunden, gebläute Zeiger, Breguet-Stundenzeiger.

Anmerkung:

Das Modell entspricht den Produkten des Pariser

Luxuswarengeschäftes „L’Escalier de Cristal“, gegründet

1804 von Marie Desarnaud, geb. Charpentier,

und deren Bruder Philippe-Auguste Charpentier.

Das Unternehmen befand sich im Pariser Palais-Royal,

Nr. 162 – 163, wurde 1828 von Laroche und Boin übernommen

und bis 1923 weitergeführt. Ab 1819 mehrfach

ausgezeichnet, u. a. mit der Goldmedaille der

Herzogin von Berry. Ein ähnliches Exemplar befindet

sich im Museum Toulouse. (1460832) (11)

€ 1.500 – € 2.500

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Funktionen:

Werk mit breitem Ausgleichspendel an Messeraufhängung.

Pendelstäbe in Glas, großes Pendelauge mit Kristallscheibe

im Prismenschliff. Feinregulierung mit

zwei Rändelräder. Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlag

auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

An den Schlüsseleinführungen kaum merkliche

Chips. Schlüssel fehlt.

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97

PARISER KAMINUHR

Höhe: 55 cm.

Breite: 41 cm.

Tiefe: 18 cm.

Zifferblatt signiert „Le Sieur á Paris“.

Werkplatine wiederholt signiert „Lesieur“.

Paris, erstes Viertel des 19. Jahrhunderts.

Gehäuse:

Figürlich gestalteter Aufbau in vergoldeter Bronze mit

allegorischen Gestalten: der Amorknabe empfängt die

Allegorie der Nacht. Die Figuren auf schwarzem geädertem

Marmorsockel, der an der Front mit einem

Nachtsymbol – einer Eule – appliziert ist, seitlich Medaillon

mit Kopf der Mondgöttin Silene. Die Standfigur

ist im Heranschreiten gezeigt, während Amor Einhalt

zu gebieten sucht. Das Werk in einem zylindrischen

Gehäuse, auf den Schultern der in den Mantel der

Nacht gehüllten Gestalt ruht. Besonderheit: Das Pendel

verso vollkommen unter einer Abdeckung verborgen

– durch den rückwärtigen Teil des Nachtmantels.

Zifferblatt:

Emailziffernblatt mit römischen Stunden.

Funktionen:

14-Tage-Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,

Schloss scheiben-Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag

auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Der angesehene Uhrmacher Lesieur war ab 1806 in

Paris in der Rue Vieille-du-Temple, und ab 1812 in der

Rue de la Verrierie ansässig. Er ist wohl identisch mit

Francois-Eugène Lesieur, erwähnt im Testament in

seinem Todesjahr 1848. Nahezu sämtliche seiner

Tischuhren zeigen einen allegorischen oder historisch

thematisierten Aufbau. A.R. (1441523) (1) (11)

PARIS MANTLE CLOCK

Height: 55 cm.

Width: 41 cm.

Depth: 18 cm.

Dial signed”Le Sieur á Paris”.

Factory board signed”

Lesieur” multiple times.

Paris, first quarter of the 19th century.

Functions:

14-day movement, pendulum with silk suspension,

countwheel striking mechanism for half and full hours

on bell. Working order untested

€ 10.000 – € 15.000

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107


98

PARISER KAMINUHR UM 1800

MIT MOTIVEN DES SEEHANDELS

Höhe: 43 cm.

Länge: 34 cm.

Tiefe: 11 cm.

Das Zifferblatt ortsbezeichnet „à Paris“.

Um 1800.

Gehäuse:

Bronze; feuervergoldet und brüniert. Gehäuseaufbau

in Gestalt eines Segelschiffes mit einem Warenballen,

in den das Werk eingebaut ist. Als Steuermann ein junger

Afrikaner, der die Taue hält. Am Längssockel Symbole

des Schiffshandels im Relief, wie Weinfass, Ruder

und Anker.

Zifferblatt:

Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen

Viertelstunden.

Funktionen:

14-Tage-Gehwerk, Pendel an Seidenfaden, Regulierrändelrad

verso, Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Schlüssel fehlt, Werk läuft.

Anmerkung:

Uhren mit afrikanischen Figuren entstanden vorwiegend

in der Epoche des Directoire, als den europäischen

Gesellschaften ein Idealbild der Zivilisation der

„unverdorbenen Naturvölker“ vermittelt wurde. In

Frankreich war es vor allem Jean-Jacques Rousseau

(1712 – 1778), der die Idee des „Edlen Wilden“ in der

Kolonialzeit mit der Natürlichkeit des Lebens ursprünglicher

Kulturen als Idealvorstellung publik machte.

Gleichzeitig jedoch galt die Präsentation solcher Uhren

in den Gesellschaftsräumen Wohlhabender als Ausdruck

nobler Gesinnung. (1461094) (1) (11)

€ 7.000 – € 10.000

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99

FRANZÖSISCHE KOMMODENUHR

Höhe: 45 cm.

Breite: 37,5 cm.

Tiefe: 14 cm.

Wohl Paris, um 1830/40.

Figürlich thematisiert: „Blattnymphe reicht einem

Schwan eine Ambrosia-Tazza“.

Gehäuse:

Gesockelter, figürlicher Aufbau in Bronze, vergoldet

und brüniert, in Form eines großen S-förmig geschlungenen

Akanthus-Stängels, aus dessen Ansatz die vergoldete

Halbfigur einer Nymphe emporzieht. Figürliche

Ausführung in beachtlicher bildhauerischer Qualität.

Verso entsprechend der Vorderseite gestaltet, daher

als Tischuhr freistellbar. Werk in der oberen Volute eingebaut.

Zifferblatt:

Mit Blattmotiven reliefiertes, vergoldetes Ziffernblatt

mit arabischen Stunden. Gebläute Breguet-Zeiger.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe für Halbund

Stundenschlagwerk auf Glocke. Verso Regulier-

Rändelrad. Gangfähigkeit nicht geprüft; läuft an. A.R.

(14610816) (1) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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100

FRANZÖSISCHE KAMINUHR

MIT BRONZEFIGUR EINER ANTIKEN

DICHTERGESTALT

Höhe: 53 cm.

Breite: 39 cm.

Tiefe: 13 cm.

Das Zifferblatt ortsbezeichnet „Paris“.

Um 1830.

Gehäuse:

Längssockel mit Tatzenfüßen und Aufbau in vergoldeter

Bronze. Dem Thema entsprechende Attribute wie

Lorbeerkranz, Fackeldreifuß und Kanne. Bekrönung in

Gestalt eines antiken Gelehrten (Vergilius?) in brünierter

Bronze, an einen Säulenstumpf gelehnt, mit Lorbeerkranz

und Schriftrollen.

Zifferblatt:

Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen

Viertelstunden. Zeiger vergoldet.

Funktionen:

Pendel (lose) an Fadenaufhängung, 14-Tage-Werk,

Schloss scheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611128) (11)

€ 2.000 – € 3.000

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109


101

FRANZÖSISCHE KAMINUHR

VON CLAUDE GALLE (1758 – 1815)

Höhe: 51,5 cm.

Breite: 29,5 cm.

Tiefe: 18,5 cm.

Auf dem Zifferblatt Uhrmacherbezeichnung

„Claude Galle / Rue Vivienne 9“.

Gehäuse:

Elegant-schlichter Aufbau in hochpoliertem feingesprenkeltem

Orlok-Porphyr, mit vortretendem vergoldetem

Bronzesockel über Tatzenfüßen mit Palmettendekor.

Zifferblatt:

Vergoldetes Ziffernblatt im gerundeten Oberteil mit

römischen Stunden. Breguetzeiger gebläut.

Funktionen:

Pendel an Fandenaufhängung, Schlossscheiben für

Schlag auf Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Werk

nicht geprüft. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Claude Galle zählt zu den bedeutendsten Bronziers

und arbeitete u. a. mit Thomire zusammen. Arbeiten

seines Ateliers gelangten in die französischen Königsschlösser;

von Napoleon erhielt er Aufträge für das

Schloss Saint-Claude. (1461085) (1) (11)

€ 7.000 – € 10.000

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102

SELTENE FRANZÖSISCHE KOMMODENUHR

MIT PENDEL-UHRWERK

Höhe: 57 cm.

Breite: 31 cm.

Tiefe: 18 cm.

Frankreich, um 1820.

Gehäuse:

Portaluhr-Gehäuse aus poliertem Mahagoni; der Sockel

trägt vier Rundsäulen, auf denen das Gebälk ruht. Sowohl

im Gebälk und im Sockel befinden sich vergoldete

Reliefapplikationen in Blüten- und Blätterformen.

Zwischen den Kapitellen ist ein vergoldeter Lambrequin

angebracht. Das Werk ist mit großem Pendel und

Regulierstange ausgestattet, dekoriert mit vergoldeter

Rahmung und zwei Delfinen.

Zifferblatt:

poliertes Stahlzifferblatt mit römischen Stunden und

gebläuten Breguetzeigern.

Funktionen:

Acht-Tage-Werk, Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Rückseite entsprechend

dekoriert, sodass das Werk freistellbar ist und Einblick

in die die mechanischen Konstruktionen erlaubt. Nicht

auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(1461191) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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111


103

PENDULE AU TAMBOUR

Höhe: 27 cm.

Länge: 20 cm.

Paris, um 1800.

Gehäuse:

Bronze, vergoldet. Figürlicher Aufbau in Gestalt eines

geflügelten Amorknaben, der eine Trommel schlägt, in

die das Werk eingebaut ist. Getragen von einem Pfeile-

Gestell. Ovaler Sockel auf vier herzförmigen Füßen,

auf der Sockelkalotte weitere Herzsymbole. Die Augen

Amors in Glas (Email?) eingesetzt.

Zifferblatt:

Weißes Emailzifferblatt mit römischen Stunden und

arabischen Minuten, gebläute Breguetzeiger.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe für Halbund

Stundenschlagwerk auf Glocke. Verso Regulier-

Rändelrad. Mit original Schlüssel. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1461096) (1) (11)

€ 2.500 – € 4.000

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104

VERGOLDETE KAMINUHR

Höhe: 35 cm.

Breite: 31 cm.

Auf dem Zifferblatt Signatur „Julien Leroy – A Paris“.

Paris, 18./ 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Getreppter Sockel, eine Stufe in leicht geädertem weißem

Marmor auf Löwentatzen, darauf Figurengruppe:

Antik gekleidetes Mädchen und Amorknabe, dazwischen

Podest mit Tauben.

Zifferblatt:

Emailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen

Minuten.

Funktionen:

Fadenaufhängung, Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Front und Rückabdeckung

verglast. Mit Schlüssel, läuft an.

(14611131) (11)

€ 1.000 – € 1.400

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105

PENDULE MIT ALLEGORIE DER LIEBE

Höhe: 50 cm.

Auf der Rückplatine gravierte Plakette mit

Gravur „GENTIL“.

Paris, erstes Viertel 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Auf vier gedrückten und vergoldeten Kugelfüßen der

ebonisierte Fuß in passiger Trapezform. À jour gearbeiteter

Korpus, mit das Zifferblatt rahmenden weiblichen

allegorischen Figuren in klassizistischem Habit. Dazwischen

Szene mit Venus und Amor, deren Hände im Begriff

sind, Rosenblüten zu pflücken. Oberhalb des zentralen

Zifferblattes ein stabhaltender Amorknabe auf

einem Köcher sitzend.

Zifferblatt:

Weiß emailliert, mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein

über der IIII und der VIII.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke. Vergoldete, à jour gearbeitete Lilienzeiger

für Stunden und Minuten. Pendel und ein

Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers

Français, Paris 1972, S. 253. (1461116) (13)

€ 2.500 – € 4.000

Sistrix

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106

FRANZÖSISCHE KAMINUHR IN MARMOR

Höhe: 42 cm.

Länge: 40 cm.

Tiefe: 16 cm.

Zifferblatt bezeichnet „Robin à Paris“.

Um 1800.

Gehäuse:

Werk eingebaut in eine Marmorskulptur – nachdenklich

kauerndes Mädchen auf einem Felsen. Sockel besetzt

mit vergoldetem Relief.

Zifferblatt:

Emailziffernblatt mit arabischen Stunden und Minuten

sowie Datumsanzeige.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheibe für Halbund

Stundenschlag auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

Anmerkung:

Robert Robin (1742 – 1799), bekannt durch seine technischen

Erfindungen, war Hofuhrmacher. Seine Söhne

Nicolas-Robert und Jean-Joseph führten die Werkstatt

weiter. (1461117) (11)

€ 2.000 – € 3.000

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113


107

PARISER LYRAUHR

Höhe: 45,5 cm.

Auf dem Zifferblatt in schwarz signiert

„RICHOND PARIS, Montmatre 11“.

Paris, 1850 – 1870.

Gehäuse:

Über gestelzten Scheibenfüßen, der mehrfach gekehlte

und profilierte Fuß in weißem Marmor mit vergoldeter

ornamentaler Zier und aufgelegtem Perlband. Das

Uhrwerk, gerahmt von symmetrischer Lyraform mit

applizierten Reliefornamenten und bekrönender Sonne.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit arabischen Stunden und Minuten,

Punktindizes, polychrome Blütengirlanden. Aufzugslöchlein

über der 4 und der 8.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke; ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.

À jour gearbeitete und vergoldete Zeiger für

Stunden und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit

g eprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 554. (14611116) (13)

€ 1.200 – € 1.600

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108

ELEGANTE KAMINUHR IM LOUIS XVI-STIL

Höhe: 43 cm.

Breite: 33 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Aufbau in reinweißem Marmor, besetzt mit seitlich stehenden

Putten, die ein Gesims halten, dem das Werk

aufliegt. Bekrönung durch einen Fruchtkorb, zu dem

zwei Widder hochsteigen. Vergoldeter Girlanden- und

Perlstabdekor. Aufbaugleich ein Exemplar von Jean-

François Debelle, Maître Horloger ab 1781, um 1785.

Zifferblatt:

Zifferblatt mit arabischen Stunden und Minuten.

Funktionen:

Regulierpendel an Stahlfederaufhängung, Schlossscheibenschlagwerk

für Halb- und Stundenschlag auf

Glocke. Schlüssel beigegeben. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611112) (11)

€ 800 – € 1.200

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109

FRANZÖSISCHE NAPOLEON III-KAMINUHR

VON GRANIER

Höhe: 40 cm.

Auf dem Zifferblatt bezeichnet

„GRANIER – IVRY CENTRE“.

Gehäuse:

In reinweißem Marmor und vergoldeter Bronze. Gestufter

Sockelaufbau, darauf vollplastische Gestalten,Venus

und Amor, die das Gebälk mit dem zylindrischen Werkkasten

tragen. Bekrönung durch eine Schleife, dem Stil

Louis XVI entsprechend.

Zifferblatt:

Eimailzifferblatt mit römischen Stunden und arabischen

Minuten.

Funktionen:

Werkplatine Nr. 5562. Pendel an Stahlfeder, Schlossscheibe

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Mit

Schlüssel. Läuft an.

(14611120) (11)

€ 1.000 – € 1.400

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110

AUSSERGEWÖHNLICHE GLOBUS-KOMMODEN-

ODER KAMINUHR

Höhe: 40 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Sockel mit Säulentrommel in grünem Marmor, besetzt

mit vergoldeten Festons. Darauf drei vergoldete Amorettenfiguren,

die einen mit Sternen besetzten Himmelsglobus

tragen. Rückseite abgedeckelt.

Zifferblatt:

Auf den Himmelsglobus aufgelötete römische Stunden.

Vergoldete Zeiger in Form von Amorpfeilen.

Funktionen:

Unruhwerk mit Rubin. Halb- und Stundenschlag auf

Glocke. Werk läuft an. Mit Schlüssel.

(14611110) (11)

€ 1.000 – € 1.500

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115


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111

GROSSE STOCKUHR MIT CARILLON

Höhe: 65 cm.

Breite: 36 cm.

Tiefe: 27 cm.

Auf dem Zifferblatt bezeichnet „Barraud London“.

London um 1900.

Gehäuse:

Ebonisiertes Holzgehäuse, besetzt mit vergoldeten

Bronzeapplikationen, Ziervasen auf dem Gesims und

Tragering auf der Dacherhebung, seitlich Schallöffnungen

und Tragehenkel.

Zifferblatt:

Unter der verglasen Fronttüre silberner Ziffernring mit

römischen Stunden und arabischen Minuten, darüber

zwei weitere Regulieranzeigen für Carillon und Ruhigstellung.

Funktionen:

Werk mit Pendel an Stahlfeder, Schlagwerk für Viertel-,

Halb- und Stundenschlag auf Tonfeder bzw. auf acht

Carillon-Glocken. Drei Schlüssel. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611129) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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112

REPRÄSENTATIVE NAPOLEON III-PENDULE

Höhe: 47 cm.

Breite: 25 cm.

Höhe des samtbezogenen Stellsockels: 3 cm.

19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Bronze, feuervergoldet. Das Gehäuse in Form einer

Blumenvase mit Drachenhenkeln auf zweistufigem

achtseitigem Längssockel. Das figürliche Thema widmet

sich der Musik: auf den Sockelvoluten zwei musizierende

Putten, im Sockel Instrumente im Relief. Das

Instrument eines Puttos fehlt.

Zifferblatt:

Von Perlstab umzogenes Zifferblatt mit römischen

Stunden auf eingelegten Emailkartuschen. Zeiger gebläut.

Schlüsseleinführung verdeckt durch ein schubladenartig

herausziehbares unteres Segment des Zifferblattes.

Funktionen:

14-Tage-Gehwerk, Pendel an Seidenfaden, verso Regulier-Rändelrad.

Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlagwerk

auf Glocke. Läuft an; mit Schlüssel.

(1461115) (11)

€ 3.000 – € 4.000

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117


113

CLOISONNÉ KAMINUHR

Höhe: 31,5 cm.

Auf der Rückplatine Verweis auf eine Medaille

d’Or sowie Modellnummer 8385 5 5.

Paris, um 1900.

Gehäuse:

Auf gestelzten und ziselierten Scheibenfüßen der in

Alabaster gefertigte Fuß mit portikusartigem, allseits

verglastem Gehäuseaufbau. Dessen Rahmung mit türkisgrundigem

Cloisonnéaufbau und korinthischen Kapitellen.

Überkragende, den Zügen der Sockelplatte

folgende, vergoldete Deckplatte.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen arabischen Stunden

und Minuten, Punktindizes, polychrome Blütenfestons.

Aufzugslöchlein über der 4 und der 8.

Funktionen :

Schlagwerk auf Feder zur Viertel-, Halben- und vollen

Stunde; ein Schlüssel und ein Quecksilberkompensationspendel

vorhanden. À jour gearbeitete und vergoldete

Zeiger für Stunden und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611115) (13)

€ 1.000 – € 1.400

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114

KAMINUHR MIT ALLEGORIE DER ZEIT

Höhe: 20 cm.

Auf der Rückplatine mit Herstellermarke Cousin.

Paris, um 1860.

Gehäuse:

Zinkguss bronziert. Über einer von Farn und Efeublattwerk

getragenen Basis sitzt die allegorische kindliche

Gestalt mit Federkrone, eine Schildkröte betrachtend.

Daneben ein von Blattwerk bekröntes Werksgehäuse

in Trommelform. Zwischen den Händen ein Beiwerk

verlustig.

115

PENDULE MIT AMOR UND FLORA

Höhe: 38,5 cm.

Zifferblatt in blau signiert „Robin Hger du Roy / A Paris“.

Paris, 18./ 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Über vergoldeten Füßen mit Perlbandzier der architektonisch

aufgefasste Sockel mit eingelegter Blatt- und

Schleifenfestonzier. Rundbogenumrandung für das

Uhrwerk mit vergoldeten flankierenden Figuren: Amor

mit einer Fackel und entflammtem Herz sowie Flora

mit Blüten darstellend.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen arabischen Stunden

und Minuten, Punktindizes. Blütenfestons. Aufzugslöchlein

über der 4 und der 8.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke, à jour gearbeitete vergoldete Zeiger

für Stunden und Minuten, ein Schlüssel und ein Pendel

vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 146. (14611134) (13)

€ 1.000 – € 1.400

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen arabischen Stunden

und Minuten, Punktindizes und Festons mit Blütenzier.

Aufzugslöchlein über der 4 und der 8. Verglast mit Perlbandrand.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk mit

Schlag auf Glocke, à jour gearbeitete Zeiger für Stunden

und Minuten, ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 562 f. (14611122) (13)

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Sistrix € 1.400 – € 1.800

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116

GROSSE VERGOLDETE KAMINUHR

Höhe: 72 cm.

Breite: 31 cm.

Tiefe: 18 cm.

Paris, 19. Jahrhundert

Zifferblatt bezeichnet „Raingo Frères / AParis“.

Gehäuse:

Hoher Aufbau im Louis XIV-Stil, mit Volutenfüßen über

Krallen. Front und Seiten verglast, Dachaufsatz bekrönt

mit einer Figur der Minerva im Harnisch, Göttin der

Wissenschaft und des Krieges. Satyrmaske an der

Fronttüre. Pendelauge in Form eines Apollokopfes.

Zifferblatt:

Verglastes Emailziffernblatt mit römischen Stunden.

Funktionen:

Pendel an Stahlfederaufhängung. Rechenschlagwerk

auf Glocke für Halb- und Stundenschlag. Mit Schlüssel.

Werk läuft an. Gute Erhaltung.

Anmerkung:

Joseph Raingo (geb. 1775 in Mons) gründete 1813

seine Firma in Paris, wurde 1823 Horologer-Mechanicien

und 1860 Hoflieferant. In sämtlichen Weltausstellungen

vertreten, mit Medaillen ausgezeichnet (u.

a. Gold 1898), gelangten seine Werke in bedeutende

Sammlungen. Die Firma war noch nach 1900 tätig.

(14611127) (11)

€ 1.400 – € 1.800

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117

LOUIS XVI-CARTELUHR

Höhe: 80 cm.

Das Zifferblatt signiert „Grignon A Paris“

(Pierre Grignon, Meister 1770).

Paris, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

In Bronze gegossen, gesägt, ziseliert und vergoldet.

Symmetrischer Aufbau mit Zapfen- und Fruchtzier,

Widderköpfen, Lorbeerblattfestons und Louis XVI-Vase.

Seitlich textil hinterlegte Schallöffnungen mit gesägtem

Blattwerk.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden,

arabischen Minuten sowie Stab- und Punktindizes.

Aufzugslöchlein über der IIII und der VII.

Funktionen:

Gehwerk mit Halbstunden- und Stundenschlag auf

Glocke; ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden. À jour

gearbeitete vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 277. (14611125) (13)

€ 2.500 – € 4.000

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119


118

EMPIRE-PENDULE AMOUR

Höhe: 38 cm.

Zifferblatt signiert „Le Maire / à Vitry la Francais“.

Frankreich, um 1800.

Gehäuse:

Auf gedrückten und ziselierten Kugelfüßen ruhende,

gestufte vergoldete Bronzebasis. Schauseitig mit symmetrischem

antikisierendem Relief. Darauf in architektonischer

Auffassung mit schauseitigem vegetabilem

Relief und Lanzettblattfries. Daneben eine junge Frau

in Tunika, gerichtet zu einem Amor mit Bogen, der ihr

eine Rose gereicht haben mag (diese verlustig).

Rechts mit Säulenstumpf mit Empirerelief und aufsitzenden

schnäbelnden Tauben.

Zifferblatt:

Weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden und

Stabindizes. Aufzugslöchlein über der IIII und VIII.

Funktionen:

Halb- und Stundenschlossscheibenschlagwerk auf

Glocke, geschwärzte Breguetzeiger für Stunden und

Minuten, ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(14611130) (13)

€ 1.200 – € 1.600

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119

PENDULE MIT PFEIL SCHLEIFENDEM AMOR

Höhe: 36,5 cm.

Zifferblatt undeutlich signiert.

Paris, 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Über gestelzten vergoldeten Beinen mit Perlbandzier

die oblonge Alabasterbasis mit eingelegten Louis XVI-

Reliefs. Darüber das Werksgehäuse in Gestalt einer

Schleifmaschine, die von einem daneben stehenden,

vergoldeten Amor betrieben wird, der im Begriff ist,

die Spitze seines Pfeils zu schleifen. Daneben ein von

einer Vase überhöhtes Pfeilerkonstrukt.

Zifferblatt:

Weiß emailliert, mit schwarzen arabischen Stunden

und Minuten sowie Punktindizes. Aufzugslöchlein über

der 4 und der 8, verglast mit Perlbandrand.

Funktionen:

Halbstunden- und Stundenschlossscheibenschlagwerk

mit Schlag auf Glocke, ein Pendel und ein Schlüssel

vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611111) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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120

HÖFISCHE STANDUHR

Höhe: 207 cm.

Breite: 58 cm.

Tiefe: 28 cm.

Franz Xaver Fortner (1798 – 1877). Zifferblatt mit Marke

„Biergans“. Innenseite der Tür Cap. IX No 32, auf

Etikett „Privat-Eigentum sr. Königl. Hoheit des Herzogs

Carl Eduard“.

1830 – 1850.

Die Standuhr auf bogenförmigen Wangen ruhend, mit

aufwendiger Intarsienverzierung. Rosenholz mit reichhaltiger

Intarsienarbeit in verschiedenen Hölzern, Perlmutt

und Messing. Das profilierte Kopfteil mit volutenartigen

geschwungenen Streben an den Seiten,

sowie Intarsienverzierung mit Vasen und Ranken in

den Zwickeln. Zifferblatt mit schwarzen römischen

Stunden und Stabindizes. Die Intarsien zeigen Greifen,

Löwen und symmetrisch gesetzte Ranken. Nicht auf

Funktionsfähigkeit geprüft.

COURTLY LONGCASE CLOCK

Height: 207 cm.

Width: 58 cm.

Depth: 28 cm.

Franz Xaver Fortner (1798 – 1877). Dial marked: Biergans.

Inside of the door “Cap. IX No 32”, and label inscribed

“Privat-Eigentum Sr. Königl. Hoheit des Herzogs

Carl Eduard”.

1830 – 1850.

Tulipwood richly inlaid in various woods, mother-ofpearl

and brass. Working order untested.

Provenance:

The present longcase clock originates from the

personal estate of His Royal Highness Charles

Edward, Grand Duke of Saxe-Coburg and Gotha.

€ 10.000 – € 15.000

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Provenienz:

Die hier angebotene Standuhr stammt aus dem

persönlichen Besitz Seiner Königlichen Hoheit Karl

Eduards, Großherzogs von Sachsen-Coburg-Gotha

(1884 – 1954).

(1460993) (13)

121

KAMINUHR MIT MÄDCHEN

Gesamthöhe: 64 cm.

Auf dem Sockel rechts signiert „Eug ne Aizelin“

und bezeichnet „Mignon“.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Marmor/ Bronze. Der volutengezierte Marmorsockel

trägt eine Lautenspielerin von Eugene-Antoine Aizelin.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

(14611133) (10)

€ 1.200 – € 1.600

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121


122

PARISER MARMOR-KAMINUHR

MIT SKULPTUR UND WERK VON OUDIN

Höhe: 49 cm.

Breite: 49 cm.

Tiefe: 17 cm.

Signatur in Rot „Oudin à Paris“.

Ende 18./ Anfang 19. Jahrhundert.

Gehäuse:

Längsziehender Sockel in weißem Marmor, besetzt

mit vergoldeten Bronzeapplikationen, auf flachen Spindelfüßen.

Seitlich gerundet und kanneliert, mit vergoldeten

Pfeifen in Form von Fackeln. An der Front zwei

Bildfelder, auf Marmorgrund polychrom bemalt, mit

allegorischen Figuren für Malerei und Astronomie. Bekrönung

durch eine junge weibliche Figur auf einer

Wolkenbank, dämmernd, mit verschränkten Armen, in

hoher Bildhauerqualität.

Zifferblatt:

Das goldgerahmte Emailzifferblatt mit schwarzen römischen

Stunden und Datumsanzeige in Rot. Breguetzeiger

gebläut.

Funktionen:

Pendel an Fadenaufhängung, Feinregulierung frontal

am Ziffernblattring. Schlossscheibe für Halb- und Stundenschlag

auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Der Uhrmacher Charles Oudin, 1768 Clermont – 1840

Paris, wurde als der beste Schüler des berühmten

Abraham Louis de Breguet (1747 – 1823) überliefert.

Um 1801 gründete er ein eigenes Geschäft, geschätzt

vor allem auch von Kunden des Hochadels. Seine

Werkstatt führte sein Sohn Charles-Raymond Oudin

weiter. (14611135) (11)

€ 7.000 – € 10.000

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123

LONDONER BRACKET CLOCK

Höhe: 68 cm.

Zifferblatt signiert „Cabrier / London“

(Charles Cabrier, tätig in der Werkstatt

seines Vaters ab 1717).

London, 18. Jahrhundert.

Gehäuse:

Auf gedrückten Kugelfüßen der ebonisierte Korpus mit

allseitiger Verglasung, profiliertem Giebel und aufsitzenden

Balustervasen. Seitliche Handhaben.

Zifferblatt:

Auf zinnernem Ring schwarze römische Stunden, arabische

Minuten und Stabindizes.

Funktionen:

Für das Schlag- und Spielwerk zwei separate Stellscheiben.

Über dem Zifferblatt Mondphase und Auswahlfenster.

Zeiger für Stunden, Liedauswahl, separates

Fenster für das Datum. Ein Pendel vorhanden.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft, Türen von uns

nicht zu öffnen.

(1462023) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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123


124

KLASSIZISTISCHE KAMINPENDULE

Höhe: 43 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 18 cm.

Sockelplatte: 6 x 33 x 26 cm.

Auf dem Zifferblatt signiert

„Antne Rauber / À ROME“.

Gehäuse:

In grünem Marmor, mit Vergoldungen und figürlicher

Bekrönung. In elegant-strengem hochrechteckigem

Aufbau, Sockel und Gesims vortretend, auf vergoldeten

Tellerfüßen, mit Perlstab-, Feston- und Balusterdekor.

Aufgestellt auf eine Sockelplatte mit vergoldeten

Füßen, Perlstab, und mit Ketten verbundenen Eckpollern.

Die Figurengruppe in vergoldetem Bronzeguss

zeigt ein Knäblein, das von einer Hirschkuh gesäugt

wird. Gemäß einer Variante der mythologischen Legende

(Schedel'sche Weltchronik) handelt es sich

hier um Paris, der den Trojanischen Krieg auslöste.

Die Darstellung ist besonders deshalb von historischem

Interesse, als der in Rom tätige Uhrmacher

auf die gleichnamige Stadt Paris verweist, in einer

Zeit, in der Italien seit Napoleon unter französischer

Herrschaft stand.

Zifferblatt:

Gewölbte Glasabdeckung des Zifferblattes, mit römischen

Stunden und arabischen Viertelstunden.

Funktionen:

Französisches Werk mit Pendel, ehemals an Fadenaufhängung

mit frontaler Feinregulierung oberhalb XII –

später ersetzt durch Stahlfederaufhängung. Schlossscheibe

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke (fehlt).

Vergoldete Rückabdeckung, durchbrochen gearbeitet.

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

Anmerkung:

Über den französischstämmigen Uhrmacher ist kaum

etwas bekannt. Im 16. Jahrhundert war in Augsburg

ein Uhrmacher Caspar Rauber tätig, eine mögliche

Verwandtschaft ist nicht geklärt. A.R. (1462024) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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125


125

KLEINE WIENER TISCHUHR VON

HERMANN BÖHM, MIT WERK VON BREGUET

Taschenuhrwerk signiert „Breguet / À PARIS“,

Werknr. 19156.

Um 1870/80.

Gehäuse:

In grünem Halbedelstein (wohl Aventurin), besetzt mit

vergoldetem Dekor in teilweise emailliertem Silber.

Mit bekrönender Figur eines jungen Jägers mit Saufeder-Lanze

neben erlegtem Eber. Das Gehäuse auf tierkopfförmigen

Füßen, seitlich applizierte Rundbögen

mit den Figuren der Apostel Petrus und Paulus, darüber

ein fackeltragender geflügelter Putto. An der

Rückseite Adler auf Felsennest mit Jungen, im Relief.

Oberseite und Standfläche der Figur mit reichem Arabeskendekor,

farbig emailliert.

Anmerkung:

Hermann Böhm gründete 1866 in Wien die Goldund

Silberwarenfabrik. Im späten 19. Jahrhundert

war er neben Hermann Ratzersdorfer einer der bekanntesten

Wiener Hersteller kostbarer Gold- und

Silber waren mit Halbedelsteinen und Emaille. Entsprechend

des hohen Qualitätsanspruchs wurden

auch Uhren von namhaften Herstellern verwendet,

wie hier von der Fa. Breguet, bereits 1775 von

Abraham Louis Breguet gegründet, einem der bedeutendsten

Uhrmacher seiner Zeit, dessen Nachfolgefirma

bis heute besteht. A.R. (1462106) (11)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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Zifferblatt:

Die Front mit einem Löwenkopf besetzt, darüber das

Zifferblatt mit Glasrahmen-Abdeckung. Weißer emaillierter

Ziffernring, römische Stunden, Zeiger gebläut,

mit Stunden-Breguetzeiger.

Funktionen:

Unruh-Taschenuhrwerk mit filigran abgedeckter Spiralfeder

und Regulierscheibe. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

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126

WIENER MINIATUR-TISCHUHR

Höhe: 13 cm.

Breite: 8,5 cm.

Tiefe: 6,5 cm.

Auf der Platine signiert „Meuron & Comp.“

Silberpunzen unterhalb der Frontszene.

Gehäuse:

Silber, vergoldet, mit Szenen in Emailmalerei. Der Stil

des Historismus hat für den Aufbau den Typus von

Tisch uhren des 17. Jahrhunderts aufgegriffen, hier jedoch

in Miniaturgröße umgesetzt. Ein gekehlter Sockel

trägt den hochrechteckigen Aufbau, der Dachabschluss

mit einer Puttofigur in Silberguss bekrönt. Allseitig antik-galante

Szenen in Emailmalerei mit Darstellungen

von Venus, Zeus, Neptun, Diana mit ihrem Gefolge,

Pygmalion sowie Allegorien der Künste.

Anmerkung:

Die Uhrenwerkstatt wurde von Guglielmo Meron im

ausgehenden 18. Jahrhundert in Paris gegründet, mit

Niederlassungen in Neuchàtel, La Chaux-de-Fonds

und Genf.

Literatur:

Vgl. Tardy (Hrsg.), Dictionnaire des Horlogers Français,

Paris 1972, S. 460. A.R. (1462104) (11)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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Zifferblatt:

Zifferblatt mit Glasabdeckung, römischen Stunden und

vergoldeten Zeigern.

Funktionen:

Unruh-Taschenuhrwerk von „Meuron & Compagnie“,

nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.

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127


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SCULPTURE &

WORKS OF ART

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129


127

ENGLISCHER KÜNSTLER DES 15. JAHRHUNDERTS

RELIEF DER KREUZIGUNG

Relief:

Höhe: 66 cm.

Breite: 31,5 cm.

Gesamthöhe mit Halterung: 83 cm.

ENGLISH SCHOOL, 15TH CENTURY

RELIEF OF CRUCIFIXION

Relief:

Height: 66 cm.

Width: 31.5 cm.

Total height with base: 83 cm.

Nottingham-Alabaster, geschnitzt. Die hochreliefierte

Tafel zeigt eine Szene aus dem Leben Christi. Meist

wurden solche Werke als Altarbilder oder von wohlhabenden

Familien als Andachtsgegenstand genutzt.

Christus im Zentrum des Bildes wird von zahlreichen

Figuren umringt. Die teils durchbrochen gearbeitete

Komposition ist kompakt angelegt. Christus wird von

einem Heiligenschein hinterfangen. Die ihn umgebenden

Figuren wenden sich trauernd ab. Einige Engelsgestalten,

wie auch Gestalten aus der Hölle.

(1461381) (10)

Nottingham alabaster; carved.

€ 30.000 – € 40.000

Sistrix

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131


128

ALPENLÄNDISCHER KÜNSTLER

DES 17. JAHRHUNDERTS

HEILIGER GEORG

Gesamthöhe: 110 cm.

Holz, farbig gefasst. Auf kleiner abgekanteter Plinthe

erhebt sich die kompakte Figurengruppe des Heiligen,

auf einem hellen Ross reitend. Mit ruhigem Gesichtsausdruck

stößt Georg die Lanze auf den unter ihm

liegenden Drachen, der sich unter dem Pferd windet.

(1461862) (1) (10)

ALPINE SCHOOL, 17TH CENTURY

SAINT GEORGE

Total height: 110 cm.

Wood, with polychromy.

€ 10.000 – € 12.000

Sistrix

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129

ALPENLÄNDISCHER KÜNSTLER

DES 18. JAHRHUNDERTS

HEILIGER JAKOBUS

Höhe der Figur: 174 cm.

Höhe mit Pilgerstab: 209 cm.

Holz, geschnitzt und gefasst. Dreiviertelrund geschnitzte

Figur des Heiligen Jakobus auf einem gekanteten

Sockel. Erkenntlich ist der Heilige an den Muscheln

auf seinem Umhang sowie dem Pilgerstab.

Rückwändig gehöhlt.

(1462026) (10)

€ 6.000 – € 9.000

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133


130

FRANZÖSISCHER BILDSCHNITZER

DES 14. JAHRHUNDERTS

KLEINE MADONNENFIGUR IN BUCHSBAUM

Höhe: 18 cm.

Gesamthöhe inkl. Acrylsockel: 26 cm.

Paris, 14. Jahrhundert.

Standfigur, rundplastisch geschnitzt, auf nahezu ovaler

Plinthe, die Körperhaltung leicht bogig gestaltet, gemäß

dem Typus der „Schönen Madonna“. Das Gewand zeigt

an der Vorderseite spitzbogige Kaskadenfalten; eine

Röhrenfalte zieht in leichtem Schwung zum Boden. Hier

treten die Fußspitzen Mariens hervor, die rechte abgebrochen;

die Bruchstelle weist altersbedingte Patina

auf. Das leicht geneigte Haupt mit einem Schleier bedeckt,

der unter der Krone hervortritt; darunter flankiert

welliges Haar das Gesicht, das mit zartem Lächeln wiedergegeben

ist. Das aufrecht sitzende Kind im Arm der

Mutter hält ein Buch, in dessen Seiten die Finger des

Kindes greifen. Beachtenswert sind die größeren Tuchfalten

im Kleid der Mutter gegenüber den weit feiner

geschnitzten Falten, die vom Kind herabziehen. An der

Rückseite entsprechende Faltenbildung des Mantels

sowie des Kopfschleiers. Insgesamt weist das Figürchen

eine hohe künstlerische wie handwerkliche

Schnitzqualität auf. Stilistisch ist die Verwandtschaft mit

der bekannten Steinstatue des 14. Jahrhunderts an der

Kathedrale Notre-Dame in Paris festzustellen. Ein

schmaler, kaum sichtbarer Riss unter dem linken Arm

weist auf das hohe Alter der Skulptur hin. Die Figur des

Kindes ehemals abgebrochen, vor langer Zeit geklebt.

Die rechte Hand der Mutter mit Lilienzepter wohl ergänzt.

Rest. erg. A.R.

(1461573) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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131

GROSSE ELFENBEINGRUPPE

MARIA MIT DEM KINDE

Höhe inkl. Sockel: 75 cm.

Höhe ohne Sockel: 66 cm.

Verso signiert „L. W. Schulz“.

Erste Hälfte 19. Jahrhundert.

Beigegeben ein CITES-Dokument, Bamberg, 25. September

2023, gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Elfenbein, geschnitzt, auf gekantetem Holzsockel. Große

Figurengruppe im neogotischen Stil mit profilierter

Basis, die ein Rautenprofil mit eingestelltem stehendem

Vierpass aufweist. Der S-Schwung Mariens dem

retardierenden Stil, aber auch dem natürlichen Wuchs

des Elefantenstoßzahns geschuldet. Das Christuskind

die Weltenkugel haltend. Wenig altersrissig.

Anmerkung:

Leberecht Wilhelm Schulz (1774 – 1864) aus Meiningen

war ein bekannter Elfenbeinschnitzer und Hofholzschnitzer.

Seine Werke existieren unter anderem

im Elfenbeinmuseum Erbach. (1461815) (1) (13)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 8.000 – € 12.000

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135


132

BEDEUTENDE THRONENDE MADONNA

MIT KIND (SEDES SAPIENTIAE)

Höhe: 93 cm.

Breite: 42 cm.

Tiefe: 27 cm.

Nordspanien, Pyrenäen, 14. Jahrhundert.

Die in gefasstem Holz gefertigte thronende Madonna

verkörpert ihre Rolle als Himmelskönigin. Sie hält das

Christuskind, den Herrn der Welt, auf ihren Knien.

Dargestellt ist sie frontal mit einem Ausdruck strenger

Gelassenheit, tief versunken in feierliche religiöse

Gedanken. Die länglichen Züge und der geschwungene

Schleier Mariens ähneln einer Reihe von Werken

aus Nordspanien, insbesondere aus der Region Rioja.

Die leicht verwunderten sanften und ausdrucksstarken

eiförmigen Gesichter von Maria und Christus, sowie

der runde Halsausschnitt, finden sich ebenfalls in

anderen Werken der Region, die im Museo de Historia

de Barcelona aufbewahrt werden, sowie in Werken

aus Burgos und Zamora im Westen.

Provenienz:

Seit 1987 in Privatbesitz.

Literatur:

Vgl. Francesca Español und Joaquín Yarza, Catàleg

d’escultura i pintura medievals. Fons del Museu

Frederic Marès/1, Barcelona 1991, Abb. 280 und

382 – 383. (1461227) (1) (13)

IMPORTANT ENTHRONED MADONNA AND

CHILD (SEDES SAPIENTIAE)

Height: 93 cm.

Width: 42 cm.

Depth: 27 cm.

Northern Spain, Pyrenees, 14th century.

The enthroned Madonna, carved in wood, embodies

her role as Queen of Heaven. The slightly surprised,

gentle, and expressive oval faces of the Virgin and

Christ, and the round neckline, are also found in other

works from the region, which are preserved in the Museo

de Historia, Barcelona and works from Burgos and

Zamora in the west.

Provenance:

Private collection, since 1987.

Literature:

cf. Francesca Español and Joaquín Yarza, Catàleg

d’escultura i pintura medievals. Fons del Museu

Frederic Marès/1, Barcelona 1991, ill. 280 and

382 – 383.

€ 15.000 – € 25.000

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137


133

FRÜHGOTISCHE THRONENDE MADONNA

MIT KIND

Höhe: 93 cm.

Breite: 47 cm.

Tiefe: 27 cm.

Rheinland, vielleicht Köln, um 1300.

In Nussholz geschnitzt und patiniert. Auf einer separat

geschnitzten späteren gekanteten Basis die auf einem

Thron sitzende Madonna, auf ihrem linken Oberschenkel

das segnende Christuskind balancierend. Ihr Blick

streift interessanterweise sowohl ihr Kind, gilt aber

gleichzeitig auch dem Betrachter. Der Thron verso mit

Öffnung, vermutlich zur ehemaligen Aufbewahrung

von Reliquien. In der rechten Hand Mariae mehrere

Trauben, in der Hand des Christus eine Kugel. Reste

einer alten Fassung.

Provenienz:

Alte Prager Privatsammlung. (1451141) (13)

EARLY GOTHIC MADONNA AND CHILD

ENTHRONED

Height: 93 cm.

Width: 47 cm.

Depth: 27 cm.

Rhineland, perhaps Cologne, ca. 1300.

Walnut; carved and patinated. The throne has an opening

on the reverse, presumably for the former storage

of relics.

Provenance:

Old private collection, Prague.

€ 12.000 – € 18.000

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134

LIMBURGER MEISTER UM 1520

MADONNA MIT DEM JESUSKIND

Höhe: 76 cm.

Eichenholz, dunkel gebeizt, verso abgeflacht, im unteren

Bereich gehöhlt. Maria thronend; sie hält das Kind,

das sich stehend mit ausgestreckten Armen nach

rechts wendet. Die Schnitzfigur zeigt hohe Meisterqualität.

Ein vergleichbares Werk, „Anna Selbdritt“,

dem Typus völlig entsprechend, befand sich vor 1912

im Museum van Stolk, Haarlem, verauktioniert: Koller

Zürich 22.09.2022, Lot 1003.

Eine Einkerbung an der Unterseite weist auf einen

möglichen ehemaligen Anschluss an eine weitere Figur,

wohl die Heilige Anna hin. Dadurch wird die Hinwendung

des Kindes erklärbar, und die Gesamtgruppe

wäre ebenfalls als „Anna Selbdritt“ zu sehen.

Anmerkung:

Eine weitere vergleichbare Skulptur wurde am

3. Dezember 2014 bei Sotheby’s London unter

Lot 24 angeboten, als Master of the lecker

Schnutchen, um 1520.

Literatur:

Vgl. Max H. v. Freeden und Fred Leslie Kenett,

Gotische Plastik Kleine Werke großer Meister,

München 1962.

Vgl. Hubert Wilm, Die gotische Holzfigur. Ihr Wesen

und ihre Technik, Leipzig 1923.

Vgl. Carl Theodor Müller, Meister gotischer Plastik,

Stuttgart 1940. A.R. (14606411) (1) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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135

MARIA MIT DEM KINDE

Höhe inkl. Basis: 49,5 cm.

Höhe ohne Basis: 46,5 cm.

Süddeutschland, 15./ 16. Jahrhundert.

Holz; geschnitzt und gefasst. Auf sekundärer, gekehlter,

der Form der Skulptur folgender, gefasster Basis:

Maria in reich gefaltetem Gewand, in ihrer rechten

Hand ein Zepter, in ihrer linken Hand das Christuskind

auf ihrem Schoß haltend. Ihr Haupt wird umspielt von

braun gefassten, tief geschnitzten, gewellten Haaren,

die Stirn wird umspielt von einer zinnenähnlichen Krone.

Verso die Haarsträhnen parallel den Rücken hinuntergeführt.

Vielleicht fragmentarische Darstellung oder

halbfigurig für den Hausgebrauch gestaltet. Wenige

Farbverluste.

(14602312) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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139


136

GOTISCHE SCHNITZFIGUR „ANNA SELBDRITT“

Höhe: 51 cm.

Breite: 22 cm.

Tiefe: 15 cm.

Südfrankreich oder Portugal (?) um 1500.

In Nussholz geschnitzt. Anna auf einem Thron mit

rückwärts hochziehender Lehne, auf dem rechten

Knie die junge Maria mit dem Kind, das eine Birne hält

und gleichzeitig in das offene Buch greift, welches

Anna in den Händen hält. Der mitgeschnitzte Sockel

im Dreiachtelschluss mit Profilen. Von der ehemaligen

Fassung Kreidegrundreste in den Vertiefungen und

Falten. Verso flach, aus massivem Block, nicht gehöhlt.

(1461386) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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138

MUSEALE BRONZEFIGUR EINES JÜNGLINGS

(ABB. RECHTS)

Höhe: 23 cm.

Plinthenseitenlänge: 6,5 cm.

Höhe des Sockels: 13,5 cm

Kleinbronze geschaffen zur Ehrung des berühmten

Gemmenschneiders Valerio Belli il Vicentino (1468 –

um 1546)

17. Jahrhundert.

Bronzefigur eines Jünglings mit bis zum Boden reichenden

Umhang. Die Standhaltung im Kontrapost in

höchst verfeinertem Manierismus. Betont zierlich gestaltete

Füße, elegante Handhaltung und bewusst

schlanker und leicht überlenkter Hals, der einen anmutigen

Kopf mit stolzem Blick trägt. Auch die Stirnlocke

extrem betont. Die linke Hand hält eine globusartige

Kugel an die Hüfte, die rechte Hand zeigt eine verfeinerte

Fingerhaltung. Der quadratische, mitgegossene

Sockel trägt die Umschrift in Majuskeln „VALERIO/ DI

BELLI/ DETTO IL/ VICENTINO“. Da der genannte Di

Belli als Gemmenschneider und nicht als Bildhauer gewirkt

hat, ist die kleine Statue wohl als posthume

denkmalartige Ehrung zu verstehen. Ausführung durch

einen noch nicht näher bestimmten hochrangigen

Künstler des 17. Jahrhunderts.

Bronzeguss, fein bearbeitet, ganz dem italienischen

Manierismus verpflichtet. Neuzeitlicher, braun und gold

gefasster Präsentationssockel.

(1461396) (11)

€ 1.500 – € 2.500

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137

FRANÇOIS LANDRY,

FRANZÖSISCHER SKULPTEUR DES

16. JAHRHUNGERTS, ZUG.

Paar Alabaster-Reliefs

ANBETUNG DER HIRTEN

sowie

ANBETUNG DER DREI KÖNIGE

Jeweils 16 x 13 cm.

In den zugehörigen reliefierten und

vergoldeten Eichenholz-Rahmungen.

Alabaster, schöne Alterspatina. Der Bildhauer wurde

vor allem für seine Alabasterwerke bekannt. 1540

schuf er ein Schmuck-Medaillon im Auftrag der Stadt

Salins für die Gattin des Kanzlers Perrenot de Granvelle,

anschließend beauftragt für 24 große Alabastermedaillons

mit Cäsarenbildnissen. Einige dieser Werke in

Museen in Besancon, Museum Dole, sowie eine Pietá

in Saint Maurice in Salins.

Literatur:

Vgl. Jean-Baptiste Béchet. Recherches historiques

sur la ville de Salins, Bd. II, Besançon 1830, S. 261–

263, 296.

Vgl. Ulrich Thieme, Felix Becker und Hans Vollmer,

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler. Von der

Antike bis zur Gegenwart, Bd. 22: Krügner – Leitch,

Leipzig 1928, S. 302. (1461383) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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141


139

MATTHIAS BERNHARD BRAUN,

1684 SAUTENS – 1738 PRAG

Braun stattete die Karlsbrücke in Prag mit vier Heiligenskulpturen

aus; auch mehrere Paläste und Gärten

der Stadt bewahren bis heute Werke aus seiner Hand.

KOPF EINER ALLEGORISCHEN FIGUR

Höhe: 55,5 cm.

Beigegeben ein Gutachten von Giuseppe Sava,

28. April 2025, in Kopie.

In Sandstein gearbeitet. Die hier dargestellte Frauengestalt

steht in engem Zusammenhang mit einer

Ganzkörperfigur des Künstlers die in Kuks, Tschechien,

aufbewahrt wird und zwischen 1718 und 1720 entstand.

Sie wird gemeinhin als Allegorie der Laszivität

interpretiert. Witterungssp.

140

KÜNSTLER DES 17. JAHRHUNDERTS

PRAXEDIS

Gesamthöhe: 98 cm.

Holz, vergoldet. Die weibliche Figur im Kontrapost hält

ein Gefäß und einen Schwamm in ihren Händen, diese

Attribute weisen sie als die Heilige Praxedis aus. Bekleidet

ist sie mit einem in aufwändige Faltenkaskaden

gelegten Gewand. Vermutlich gehörte die Figur in eine

größere Gruppe.

Provenienz:

Privatsammlung Europa.

(1462342) (10)

€ 5.000 – € 7.000

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Literatur:

Vgl. Emanuel Poche, Hans Jänger, Matthias Bernhard

Braun – Der Meister des Böhmischen Barock und

seine Werkstatt, Innsbruck, 2003.

Vgl. Majorie Trusted, Baroque Sculpture in Germany

and Central Europe 1600 – 1770, Turnhout 2022,

S. 209 – 225, 257.

Vgl. Oldrich J. Blazícek, Baroque Art in Bohemia,

Feltham 1968.

Vgl. Jaromir Neumann, Das Böhmische Barock,

Praga 1970. (1461662) (3) (13)

€ 5.000 – € 8.000

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141

DOMENICO GUIDI,

1625 – 1701, ZUG.

BOZETTO EINES WEINENDEN PUTTO

FÜR DAS GRABMAL DES FABIO GUINIGI

IN DER KIRCHE SANTI CROCE E BONAVENTURA

DE’LUCCHESI IN ROM

Höhe: 31 cm.

Breite: 30,5 cm.

Terrakotta, geformt und vergoldet. Vor abgeflachtem

Grund die halbfigurige Darstellung des Oberkörpers

eines Putto, mit einer Hand seine Tränen wischend.

Fragmentarischer Zustand des Bozettos für einen

Putto von der rechten Seite des Grabmals des Monsignor

Fabio Guinigi entstanden, welches in den Jahren

1692 – 1693 angefertigt wurde.

Provenienz:

Privatsammlung Italien.

Sotheby’s London, 6. Dezember 2011, Lot 50.

Privatsammlung Europa.

Literatur:

Vgl. Oreste Ferrari und Serenita Papaldo, Le sculture

del Seicento a Roma, Rom 1999, S. 76.

Vgl. Cristiano Giometti, Domenico Guidi 1625 – 1701.

Uno scultore barocco di fama europea, Rom 2010,

S. 274 f., Nr. 52. (1462341) (13)

DOMENICO GUIDI,

1625 – 1701, ATTRIBUTED

BOZZETTO OF A CRYING PUTTO FOR THE

FUNERARY MONUMENT OF FABIO GUINIGI

IN THE CHURCH OF SANTI CROCE E

BONAVENTURA DE’LUCCHESI IN ROME

Height: 31 cm.

Width: 30.5 cm.

Terracotta, shaped and gilt. Bozzetto in fragmentary

condition of a putto for the right side of the funerary

monument of Monsignor Fabio Guinigi, created in

1692 – 1693.

Literature:

cf. Oreste Ferrari and Serenita Papaldo, Le sculture

del Seicento a Roma, Rome 1999, p. 76.

cf. Cristiano Giometti, Domenico Guidi 1625 – 1701.

Uno scultore barocco di fama europea, Rome 2010,

p. 274f., no. 52.

€ 10.000 – € 20.000

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143


142

GROSSE MONDSICHEL-MADONNA

Höhe: 159 cm.

Österreich, um 1480/1500.

Als Standfigur in beachtlicher Qualität geschnitzt. Gehöhlt

und farbig gefasst, mit betont langen welligen,

über Schultern und Oberarme weit herabziehenden

Haarsträhnen. Sie hält mit beiden Händen das Kind, das

sich dem Betrachter zuwendet. Der nachdenkliche Blick

der jungen Mutter gilt dem Kind, dessen überkreuzte

Beinchen in der Entstehungszeit symbolisch als Hoheitszeichen

und Herrschaft Christi zu verstehen sind.

Ihr Haupt trägt eine betont große, vergoldete Krone. Zu

ihren Füßen am Kleidsaum, die Mondsichel mit deutlich

geschnitzten männlichen Gesichtszügen. Dieses Mondsichelsymbol

ist als Zeichen der Erlösung nach den Türkenkriegen

zu verstehen, wobei Maria als Himmelskönigin

sowie als „Apokalyptische Frau“ und Retterin aus

der Türkengefahr verehrt wurde. Die Fassung wohl im

19. Jahrhundert teilweise überarbeitet. A.R.

(14603313) (11)

€ 8.000 – € 12.000

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143

KREIS DES ANDREAS KÖLLE (1680 – 1755) ODER

JOSEPH DEUTSCHMANN (1717 – 1787)

GROSSE SCHNITZFIGUR DES

HEILIGEN JOHANNES BAPTIST

Höhe: 139 cm.

Mitte 18. Jahrhundert.

Geschnitzte Standfigur auf runder Rasenplinthe, bekleidet

mit einem Fellmantel, der über die linke Schulter

zieht, der Oberkörper nahezu völlig frei. Das Haupt

leicht geneigt, mit Blick auf die vergoldete Taufmuschel

in der rechten, ausgestreckt erhobenen Hand. In

der Linken ehemals ein Kreuzstab (fehlt). Das Gesicht

in hoher Qualität ausdrucksvoll gestaltet. Farbig gefasst

und teilvergoldet. Kölle und dessen Schüler

Deutschmann wirkten in Tirol und Vorarlberg, so etwa

im Stift Stams. Die starke Körperbewegung weist eher

auf den Schüler Deutschmann. A.R.

(14606410) (1) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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145


144

ADAM FERDINAND TIETZ,

1708 – 1777, ZUG.

ALLEGORIE DER ARITHMETIK UND DER MUSIK

Höhe: 33 cm.

Breite: 19 cm.

Tiefe. 12 cm.

Holz; geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf einem mitgeschnitzten

Sockel, der architektonischen Charakter

besitzt, symmetrisch aufgebaut ist und an den Ecken

eingezogene Rundungen zeigt, jeweils zwei Figuren

sitzend und stehend. Die eine Gruppe zeigt eine Sitzfigur

mit einer Tafel, welche in Relief vergoldete römische

Zahlen trägt: 40, 65, 38, 11 und 76. Diese folgen

wahrscheinlich einem im Barock gut zu entschlüsselnden

Muster, das heute jedoch nicht mehr nachvollziehbar

ist. Über ihr eine junge Frau in Pelerine, ihren Rock

schürzend bzw. in der anderen Hand ein fragmentarisch

überkommendes Objekt – vielleicht einen Kelch

– haltend. Auf dem anderen Sockel zeigt die weibliche

Sitzfigur ein geöffnetes Notenheft, in dem neben den

Noten auch von einem „6. Teil“ die Rede ist. Die daneben

stehende weibliche Figur ehemals eine Flöte haltend

und ebenfalls in das Heft blickend. Beide Figuren

sind formal als Modelle für Teile der Steinskulpturen

der monumentalen Parnass-Gruppe der bischöflichen

Sommerresidenz in Veitshöchheim anzusehen, die

Tietz Werkstatt für den Würzburger Bischof Adam

Friedrich von Seinsheim schuf, wobei sich kleinere Details,

etwa die Kopfdrehungen, unterscheiden. Rest.

Provenienz:

Sotheby’s London, 6. Juli 1995 (Cover Illustration des

Kataloges).

Sotheby’s London, 8. Juli 2010, Lot 103, als Stil des

Tietz.

Zezula Auction, 18. April 2015, Lot 276, als Ferdinand

Tietz.

Anmerkung:

Tietz schuf Werke, die nicht nur in sakralen oder höfischen

Räumen sichtbar waren, sondern auch in Landschafts-

und Gartenanlagen, wo sie Teil einer umfassenden

Inszenierung aus Architektur, Gartenkunst

und Figurenschmuck bildeten. Mit seinem monumentalen

Schaffen trug er wesentlich zur Ausstattung bedeutender

barocker Gärten im süddeutschen Raum

bei. Heute gelten seine Gartenplastiken als herausragende

Zeugnisse des Kultur- und Kunstverständnisses

jener Zeit und bieten – nicht zuletzt durch Modelle

wie das hier angebotene – wertvolle Einblicke in

die Bildhauerpraxis des 18. Jahrhunderts.

Literatur:

Vgl. Wolfgang Brassat, Ein gewaltiges Werk, in:

Uni.vers: das Magazin der Otto-Friedrich-Universität

Bamberg, 8 (2008), S. 26 – 30.

Vgl. Katerina Adamcová, Jan Adam Dietz, Adam

Ferdinand Tietz, Jan Václav Grauer a socharská dílna

v Jezerí u Jirkova, Prag 2007, S. 22 – 23.

Vgl. B. Lindemann, Ferdinand Tietz (1708 – 1777),

Weissenhorn 1989, S. 253 – 254.

(1451211) (13)

ADAM FERDINAND TIETZ,

1708 – 1777, ATTRIBUTED

ALLEGORY OF ARITHMETIC AND MUSIC

Height: 33 cm.

Width: 19 cm.

Depth: 12 cm.

Wood; carved, polychromy and gilt.

Both figures are formal models for sections of the

stone sculptures belonging to the monumental Parnassus

group of the bishop’s summer residence in Veitshöchheim.

Tietz’s workshop created these for

Würzburg bishop Adam Friedrich von Seinsheim, although

minor details – such as the rotations of the

heads – differ. Restored.

Provenance:

Sotheby’s, London, 6 July 1995 (cover illustration of

the catalogue).

Sotheby’s, London, 8 July 2010, lot 103 (as in the

style of Tietz).

Zezula Auction, 18 April 2015, lot 276 (as Ferdinand

Tietz).

Literature:

cf. Sotheby’s, European Sculpture and Works of Art,

London, 6 July 1995, pp. 58 – 59.

cf. Wolfgang Brassat, Ein gewaltiges Werk, in: Uni.

vers: das Magazin der Otto-Friedrich-Universität

Bamberg, 8 (2008), pp. 26 – 30.

cf. Katerina Adamcová, Jan Adam Dietz, Adam

Ferdinand Tietz, FFUK, Prague, 2007, pp. 22 – 23.

cf.. B. Lindemann, Ferdinand Tietz (1708 – 1777),

Weissenhorn 1989, pp. 253 – 254.

€ 10.000 – € 15.000

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147


145

GEORG PETEL,

1601/02 WEILHEIM – 1634 AUGSBURG,

ZUG.

KRUZIFIX

Maße des Kreuzes: Höhe: 90 cm. Breite: 53,5 cm.

Maße der Skulptur: Höhe: 55 cm. Breite: 32,5 cm.

Frühes 17. Jahrhundert.

Beigegeben ein CITES-Dokument, Wien, 17. Februar

2025, gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Elfenbein, vollrund geschnitzt, gefüllte Öffnung im Hinterkopf

zur Aufnahme eines Nimbus. Typus des „Crocifisso

vivo“ mit nach links erhobenem Haupt und geöffnetem

Mund, die Arme schräg nach oben

ausgestreckt, den Körper leicht nach links gekrümmt,

die beiden Beine leicht gekrümmt nebeneinander gesetzt

und endsprechend dem Viernageltypus mit langen

Nägeln jeweils am Kreuz verbunden. Montiert auf

einfachem ebonisiertem Kreuz mit INRI-Schild am oberen

Kreuzbalken.

Stilistisch ist das Kruzifix in die Nähe eines Elfenbein-

Kruzifixes zu setzen, welches sich in Genua befindet

(Feuchtmayr und Schädler 1973, Kat.Nr. 2), mit „GB“

(Georg Bethle) monogrammiert ist und einen spiegelverkehrten

Aufbau im Dreinageltypus aufweist. Bemerkenswert

ist in dieser Hinsicht auch die Tatsache, dass

sich Georg Petel zwischen 1620 und 1624 in Genua

aufhielt, wo seine Elfenbeinschnitzereien besonders

gerühmt wurden. So berichtet Raffaele Soprani (Soprani

1674), dass Petel um 1622 nach Genua gekommen

sei. Er hebt zwei besonders qualitätvolle Elfenbeinkruzifixe

hervor, die für Francesco Zoagli entstanden seien

und von unvergleichbarer Feinheit und Virtuosität seien.

Von dem oben genannten Vergleichsstück nimmt

Schädler an, dass es sich um eines dieser Kruzifixe

handelt (vgl. Soprani 1674, nach Schädler, S. 210).

Typisch für Petel sind auch die plastische Darstellung

der Tränen, die leicht verkrampften Finger, das durch

die Nägel hochgezogene Fleisch, sowie das Gewand,

welches sich der natürlichen Form des Elefantenzahnes

anpasst und somit teils eng am Körper anliegt, auf

der rechten Seite jedoch weit aufgebauscht erscheint.

Weit weniger ausgeprägt sind diese stilistischen Besonderheiten

bei einem Kruzifix zu sehen, welches bereits

1618/20 entstand, im Bayerischen Nationalmuseum

aufbewahrt wird und dessen Autorschaft durch

Petels Monogramm gesichert ist. Hier wird die gesamte

Form noch mit einer gewissen Befangenheit behandelt:

der Körper ist fast symmetrisch gestaltet, das

Lendentuch liegt dem Körper additiv auf, statt sich organisch

mit ihm zu verbinden, weder Adern noch Tränen,

noch das über den Nägeln plastisch hochgedrückte

Fleisch sind hier zu sehen. Folglich traten diese

Merkmale erst im Zuge seiner Wanderung in die Niederlande,

nach Paris und nach Italien zu Tage. Bildwerke

hingegen, welche dem hier offerierten Christus

chronologisch nachzuordnen sind, wie etwa das Kruzifix

in der Schatzkammer der Residenz von 1625 – 1627

zeigen einen bis ins Extrem übersteigerten, qualvollen

Ausdruck in Gesicht und Körper, sodass der angebotenen

Skulptur eine Art Mittlerfunktion zweier Werkepochen

zuzukommen scheint.

Das Objekt ist sicherlich nicht nur wegen seiner Größe,

sondern auch aufgrund der genauen Beobachtung

des Künstlers von musealer Qualität und kunsthistorisch

von bedeutendem Interesse.

Literatur:

Vgl. León Krempel, Georg Petel 1601/02 – 1634. Bildhauer

im Dreißigjährigen Krieg, Ausstellungskatalog,

Haus der Kunst, München 2007.

Vgl. Karl Feuchtmayr und Alfred Schädler, Georg Petel

1601/2 – 1634, Berlin 1973.

Vgl. Raffaele Soprani, Le Vite De’ Pittori Scultori, Ed

Architetti Genovesi. E de’ Forastieri, che in Genoua

operarono. Con alcuni Ritratti de gli stessi, Genua

1674. (1460111) (13)

GEORG PETEL,

1601/02 WEILHEIM – 1634 AUGSBURG,

ATTRIBUTED

CRUCIFIX

Cross dimensions: Height: 90 cm. Width: 53.5 cm.

Sculpture dimensions: Height: 55 cm. Width: 32.5 cm.

Early 17th century.

Accompanied by a CITES-Document, Vienna, 17 February

2025, valid for commercial purposes in the EU.

Ivory; carved three-dimensionally, with a filled opening

at the back of the head to accommodate a nimbus.

Mounted on a simple ebonized cross with INRI inscription

on the upper crossbeam. Stylistically, the crucifix

resembles an ivory crucifix in Genoa (Schädler, cat. no.

2), monogrammed “GB” (Georg Bethle), and featuring

a mirror-inverted three-nail type.

Literature:

cf. León Krempel, Georg Petel. 1601/02 – 1634.

Bildhauer im Dreißigjährigen Krieg, exhibition

catalogue, Haus der Kunst, Munich 2007.

cf. Alfred Schädler, Georg Petel 1601/2 – 1634,

Berlin 1973.

cf. Raffaele Soprani, Le Vite De Pittori Scultori, Et

Architetti Genovesi, E de’ Forastieri, che in Genoua

operarono Con alcuni Ritratti de gli stessi, Genoa 1674.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 18.000 – € 24.000

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146

FRA GUGLIELMO DELLA PORTA,

UM 1515 ITALIEN – 1577 EBENDA, ZUG.

Der Bildhauer wirkte auch als Architekt und arbeitete im

Stil des Manierismus. Anfangs in Genua tätig, ging er

1537 nach Rom und wurde Schüler von Michelangelo

(1475– 1564).

CORPUS CHRISTI

Höhe: 18,5 cm.

Breite: 16 cm.

Beigegeben Expertisen von Francesca Furni Cambi

Gado, mit ausführlicher Besprechung, Rom 2002, in

Kopie, das Werk in den Kreis des della Porta und in die

Zeit 1575 – 1600 einordnend.

Außerdem beigegeben Expertisen vom The Detroit

Institute of Arts, 2004/2007; vom IHS: (Kirchliches

Archiv) Breve Storia del Crozifisso della Porta; sowie

eine schriftliche Mitteilung zur Provenienz, jeweils in

Kopie.

Bronze, vergoldet. Fein gearbeiteter Korpus im Dreinageltypus,

die Arme nahezu waagrecht ausgebreitet,

das Haupt nach links geneigt. Das Lendentuch vorne

leicht spitzbogig gefaltet, an der rechten Körperseite

gebunden und halblang herabziehend, in Kaltarbeit fein

ziseliert, um die Stoffstruktur zur Wirkung zu bringen.

Daneben zieht der Strick dem Tuch entlang rückwärts

weit herab bis zum Oberschenkel, was die Absicht einer

allseitigen Ausführung zeigt. An den Füßen ein erhabener

Kreuznagel, die Handflächen durchbohrt. Der

Gesichtsausdruck mit leicht geschlossenen Augen

edel gestaltet. Die Vergoldung an der Vorderseite partiell

durch Nutzung mehr abgerieben, an der Rückseite

weitgehend gut erhalten.

Provenienz:

Sammlung Rodolfo und Annalena Torsellini (Die Familie

ist erstmals bei Dante erwähnt, und stellte Ende

1500 einen Kardinal). Der Torso war seit dem 16. Jahrhundert

im Besitz der Familie Torsellini. Orazio Torsellini

war Historiker und Literat. A.R. (1462031) (11)

FRA GUGLIELMO DELLA PORTA,

CA. 1515 ITALY – 1577 IBID., ATTRIBUTED

CORPUS CHRISTI

Height: 18.5 cm.

Width: 16 cm.

Bronze, gilt.

Accompanied by an expert’s report by Francesca Furni

Cambi Gado, with a detailed analysis, Rome 2002, in

copy. It attributes the work to the circle of della Porta

and dates it to the period 1575 – 1600.

Also included are expert’s reports from the Detroit Institute

of Arts, 2004/2007; from the IHS (Ecclesiastical

Archive), Breve Storia del Crocifisso della Porta; and a

description and documentation of the Torsellini family,

each in copy.

Provenance:

From the collection of Rodolfo and Annalena Torsellini.

The family, first mentioned by Dante, produced a

cardinal at the end of the 16th century. The torso had

been in the Torsellini collection since the 16th century.

Orazio Torsellini was a historian and writer.

€ 35.000 – € 50.000

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151


147

PAAR RELIEFPANEELE

HEILIGE MARIA MAGDALENA ALS BÜSSERIN,

BEKRÖNT VON EINEM ENGEL

sowie

HEILIGER FRANZISKUS EMPFÄNGT DIE STIGMATA

57 x 53 cm.

Um 1535 – 1540.

Eichenholz, dunkel gebeizt. Jeweils mit den entsprechenden

Attributen, wobei in beiden Darstellungen

die Anbetung des Kreuzes als Thema behandelt wird.

Die Darstellungen weitgehend im Hochrelief, oval umzogen

von einem kräftigen Lorbeerkranz. In den Ecken

Blattknospen mit Beeren.

Anmerkung:

Verso auf Aufklebern Literaturvermerk zum Vergleich:

„Kunst voor de belderstorm – tentoonstelling in het

Rijksmuseum“ 1986, S. 84 f. m. Abb.

(1461392) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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148

BÜSTE EINES KLERIKERS IN MEMENTO

MORI-DARSTELLUNG

Durchmesser: 28. cm.

Monogrammiert.

Italien, 18. Jahrhundert.

Carrara-Marmor. Im Brustbild nach rechts. Die Kleidung

und die Kopfbedeckung weisen den Dargestellten, der

hier mit Totenschädel wiedergegeben ist, als Kleriker

aus. Möglicherweise für ein Epitaph geschaffen.

(1462012) (11)

€ 4.000 – € 6.000

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149

GEORG RAPHAEL DONNER,

1693 ESSLING (HEUTE WIEN) – 1741 EBENDA,

WERKSTATT DES

PIETÀ

Höhe: 60 cm.

Breite: 33 cm.

Monogramm „GRD“ am linken Rand.

Kupfer, getrieben und versilbert. Nahezu vollplastisches

Hochrelief, im Hintergrund in Flachrelief übergehend.

Oben mit halbrundem Einzug, seitlich mit Rücksteg.

Eine Werkstattversion des Originals in Blei, das Donner

1730/31 für den Johannes-Altar der St. Martinskirche

in Bratislava schuf, befindet sich heute im Kunstmuseum

Budapest. Das Monogramm findet sich öfter

auf Donners Werkstattausführungen.

Literatur:

Vgl. Péter Kovács, Donner, Budapest 1979.

Vgl. Michael Schwarz, Georg Raphael Donner.

Kategorien der Plastik, München 1968. (1462143) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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153


150

WESTERWÄLDER REITERKRUG

Höhe inkl. Zinnmontierung: 42 cm.

Monogrammiert „IE“ für Jan Emens Mennicken (gest.

1593), ortsbezeichnet „Raeren“, sowie Datierung im

Model „1587“.

Westerwald, Anfang 17. Jahrhundert.

Graues salzglasiertes Steinzeug; gedreht, gemodelt,

kobaltblau staffiert und glasiert. Zinnmontierung. Über

unglasiertem Stand ein kanneliertes Kugelsegment,

mittels Profilen in zylindrischen Korpus übergehend.

Die Schulter geschnürt mit zylindrischem Hals. Allseitig

mit gemodeltem und kobaltblau akzentuiertem

Dekor, teils mit gemodelten Kornblütenstempeln, die

durch eine reliefierte Wülste vom figürlichen Dekor getrennt

sind. Die zylindrischen Wandungselemente mit

figürlichem Dekor. Der Hals mit allegorischen Figuren

in Rundbögen und gemodeltem Zeichen in Wappenschild.

Die Wandung mit berittenen Figuren und sie

spezifizierender Umschrift. Zinnmontierung mit Scharnierstülpdeckel.

Mündung minimal best.

Anmerkung:

Töpfer in Raeren entdeckten im 16. Jahrhundert, dass

der Scherben grau statt braun wird, wenn während des

Brandes kein Sauerstoff an ihn gelangt. Dies machten

sie sich zunutze und kontrastierten den grauen Scherben

mit kobaltblauer Malerei. Dieses Verfahren wurde

von auswandernden Töpfern in den Westerwald

tradiert, wo sie Objekte im Raerener Stil schufen

und teilweise die gleichen Modeln bis in das frühe

17. Jahrhundert nutzten.

Literatur:

Vgl. Gisela Reineking-von Bock, Steinzeug, Kunstgewerbemuseum

der Stadt Köln, Köln 1976, S. 273,

Nr. 432. (1460281) (13)

WESTERWALD REITERKRUG TANKARD

Height incl. pewter mounting: 42 cm.

Monogrammed “IE” for Jan Emens Mennicken

(died 1593), place name “Raeren”, and dated “1587”.

Westerwald, early 17th century.

Grey, salt-glazed stoneware; thrown, moulded, painted

cobalt blue, and glazed. Pewter mounting.

Literature:

cf. Gisela Reineking-von Bock, Steinzeug, Kunstgewerbemuseum

der Stadt Köln, Cologne 1976,

p. 273, no. 432.

€ 10.000 – € 12.000

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152

BÜSTE EINES HEILIGEN ODER WÜRDENTRÄGERS

(ABB. RECHTS.)

Höhe: 37 cm.

Breite: 35,5 cm.

Tiefe: 21 cm.

Italien, um 1460/80.

Vollplastisch geschnitzt, farbig gefasst, die Fassung

altersbedingt nachgedunkelt. Charaktervolle Ausarbeitung

der Gesichtszüge und fein geschnitzte Bartlocken.

Laut Vorbesitzertradition möglicherweise Büste des

Joseph von Arimathäa. Die Kopfbedeckung lässt allerdings

auch einen darunter befindlichen Helm ver muten.

Verso unten leicht abgeflacht.

(1451212) (11)

€ 8.000 – € 12.000

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151

GIOVANNI ANTONIO POLACINI,

TÄTIG IM 16. JAHRHUNDERTS, WERKSTATT DES

Anbetung der Hirten

19,7 x 14,8 cm.

Rechteckige Reliefplatte in schwerem Guss, Silber

und frontale Vergoldung, mit schmaler Randeinfassung.

Darstellung der Anbetung der Hirten in Bethlehem,

vor dem Hintergrund einer prächtigen Triumphbogen-Architektur

mit Säulen. Darin Durchblick auf einen

runden Kuppelbau, mit dem der Jerusalemer Tempel

gemeint ist. Rechts im Vordergrund Maria, über das

Kind gebeugt, dahinter Josef, der einen Esel hält, sowie

ein Ochse nahe der Krippe. Links sechs Hirtengestalten,

dicht gedrängt, mit Schäferstab, Dudelsack

und einem Lamm als Gabe. Darüber im Hintergrund

der Stern von Bethlehem.

Provenienz:

Sotheby´s, Januar 1991, Lot 67.

Anmerkung:

Die Tafel ist nahezu identisch mit einigen weiteren

Exemplaren. So etwa befindet sich im Walters Art

Museum in Baltimore/Maryland eine identische Ausführung

(Inv. Nr. 54.229), dort jedoch 1561 datiert.

Auch in den Kaltarbeit Ziselierungen sind einige dekorative

Abweichungen festzustellen, was auf unterschiedliche

Werkstatt-Bearbeitungen schließen lässt.

In der nachfolgend zitierten Literatur ist der Künstlername

Polacini genannt. Ein weiteres Relief des

Künstlers zeigt eine „Beweinung Christi“, ebenso

vergoldet (Detroit Institute of Arts, Inv. 24.77). Zudem

werden auch einige unterschiedliche Datierungen auf

den Reliefs genannt, die früheste 1561, dann 1580,

1586 und 1600.

Die Aufschrift „PARM INVENT“ hat Andrea Moschetti

dahingegen gedeutet, dass es sich bei der Darstellung

um ein Motiv eines Gemäldes von Parmigianino

handelt. Als ein weiterer Kandidat für das Werk wird

der Goldschmied aus Parma, Gian Federico Banzagna

genannt.

Literatur:

Vgl. Michael Riddick, Renaissance Bronze – An

Adoration and Lamentation of Iberian-Italian Origin.

(1461397) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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155


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153

BALTHASAR FERDINAND MOLL,

1717 INNSBRUCK – 1785 WIEN, ZUG.

(ABB. LINKS)

MARIA MIT DEM KINDE

Höhe: 60 cm.

Bronze, gegossen, patiniert. Vor unbestimmtem Fond

das Hoch- und Flachrelief der nach links gewandten

Maria, auf ihrem Schoß das Christuskind balancierend,

welches seine Mutter zu liebkosen im Begriff ist.

Anmerkung:

Balthasar Ferdinand Moll schuf unter anderem den

Doppelsarkophag für Kaiser Franz I und Maria Theresia

in der Kapuzinergruft in Wien. Hier, wie ebenso bei

der Triumphpforte in Innsbruck, werden hochovale

Reliefs emporgehalten. (1451219) (13)

€ 7.000 – € 10.000

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154

PAAR FIGÜRLICHE TORCHÈREN

Höhe: jeweils 143 cm.

Italien, 18. Jahrhundert.

Über gekanteter Basis der gekehlte eingezogene Fuß.

Darauf, offensichtlich als Gegenstücke komponierte

Skulpturen, jeweils einen Putto mit Muschelschale

bzw. mit Fackel zeigend. Dahinter reiches, à jour gearbeitetes

Schnitzwerk und eine durch Kymation relieffierte

Deckplatte. Die Skulpturen in Holz geschnitzt,

patiniert und partiell vergoldet. Die Attribute – Muschelschale

und Fackel – deuten auf eine ehemalige

dekorative Verwendung hin, welche einen allegorischen

Inhalt, wie etwa Allegorie des Feuers und des

Wassers wiedergegeben sollte. Auch das grottenartige

Schnitzwerk deutet auf eine ehemalige Aufstellung

inmitten einer entsprechenden Architektur hin. Minimal

besch.

(1460972) (13)

A PAIR OF FIGURAL TORCHÈRES

Height: 143 cm each.

Italy, 18th century.

The sculptures in carved wood, patinated and parcelgilt.

The grotto-like carving suggests a former placement

within a corresponding architectural setting.

€ 24.000 – € 28.000

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157


155

CHRISTIAN JORHAN D. Ä.,

1727 GRIESBACH/ NIEDERBAYERN –

1804 LANDSHUT, ART DES

PAAR ROKOKO-ENGELSKÖPFE

Höhe: jeweils ca. 23 cm.

Flügelweite: 32 cm.

Um 1760.

Weichholz, Inkarnat- und Goldfassung. Als Gegenstücke

mit seitlich ausschwingenden Flügeln geschaffen.

Jeweils mit zugewandtem Kopf und leicht geöffnetem

Mündchen.

(1451652) (11)

€ 6.500 – € 8.500

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156

FIGÜRCHEN DES ZEITGOTTES CHRONOS

Höhe inkl. Sockel: 15 cm.

Höhe ohne Sockel: 10 cm.

Deutschland, 17./ 18. Jahrhundert.

Gegossen und vergoldet, bildhauerisch qualitätvoll gestaltet,

mit großen Flügeln, in Sitzhaltung, beide Arme

vorgestreckt; hielt ehemals eine Sense (fehlend). Wohl

ehemalige Bekrönungsfigur einer Uhr. Auf modernem

schwarzem Holzsockel montiert.

(14609324) (11)

€ 4.000 – € 7.000

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157

SEGNENDES CHRISTUSKIND

Höhe: 85 cm.

Wohl Sevilla, um 1625.

Diese ausdrucksstarke, fein gearbeitete und polychrom

gefasste Holzskulptur des Jesuskindes orientiert

sich deutlich an den Modellen des sevillanischen

Bildhauers Juan Martínez Montañés (1568 – 1649) aus

dem frühen 17. Jahrhundert, der als „el dios de la madera“

(der Gott des Holzes) bekannt war. Montañés

prägte mit seiner Darstellung des Jesuskindes für die

Cofradía del Santísimo Sacramento in Sevilla von 1606

die kanonische Form des sevillanischen Christuskindes.

Die vorliegende Figur wurde, als sie sich bis 1999

in der Sammlung Granados in Madrid befand, dem berühmten

spanischen Barock-Bildhauer Alonso Cano

(1601 – 1667) zugeschrieben. Die leichte Kontrapost-

Haltung, die erhobenen Arme und die wellenförmige

S-Kurve des Körpers mit hervorstehendem Bauch erinnern

an eine Zeichnung eines stehenden Engels von

Cano, die sich ehemals in der spanischen Königlichen

Sammlung befand und heute im Museo del Prado aufbewahrt

wird (1630; Inv.Nr. D000065). Solche Skulpturen

wie die hier angebotene waren in Spanien sehr

beliebt, wurden und wurden häufig bekleidet und an

Festtagen bei Prozessionen mitgeführt.

Provenienz:

Sammlung Granados, Madrid, 1999.

Sammlung Carlos Alberto Cruz.

Sotheby’s London, 6. Juli 2021, Lot 52.

Literatur:

Vgl. Beatrice Gilman Proske, Juan Martínez Montañés.

Sevillian Sculptor, New York 1967, S. 51 – 52, Abb.

31 – 32, 159, 182.

Vgl. Jose Hernandez Díaz, Juan Martínez Montañés

(1568 – 1649), Madrid 1987.

Vgl. Harry N. Abrams, Spanish Sculpture. A Catalogue

of the Collection in the Victoria and Albert Museum,

London 1998.

Vgl. Patrick Lenaghan, Artists and Markets in Seventeenth-Century

Seville: Francisco de Ribas Blessing

Christ Child at The Hispanic Society, Sculpture Journal,

Bd. 4, Nr. 1, S. 46 – 54.

Vgl. Juan José Martínez González und Joaquim Garriga

Riera, Fons del Museu Frederic Marès, Bd. 3: Catàleg

d’escultura i pintura dels segles XVI, XVII, i XVIII, Barcelona

1996.

Vgl. Patrick Matthiesen, Suzanne L. Stratton-Pruitt und

Jose Luis Romero Torres, The Mystery of Faith. An Eye

on Spanish Sculpture 1550 – 1750, , London 2009.

Ausstellungen:

Museum of Fine Arts, Houston, 2017 – 2019.

(1451504) (13)

€ 8.000 – € 10.000

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159


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158

MARIA MIT DEM KINDE

(ABB. LINKS)

Höhe: 110 cm.

Breite: 81 cm.

Tiefe: 27 cm.

Italien, 19. Jahrhundert.

In Marmo Bianco gestaltetes Hoch- und Flachrelief mit

zentraler Darstellung der Mutter Gottes mit Kind auf

dem Schoß. Während die Häupter von Scheibennimben

geziert sind, sind die Körper von Cherubim umspielt.

Teilweise gefasst; Gestaltung in Rückbezug auf

die Florentiner Renaissance.

(14616719) (13)

MADONNA AND CHILD

Height: 110 cm.

Width: 81 cm.

Depth: 27 cm.

Italy, 19th century.

High- and bas-relief in Marmo Bianco.

€ 20.000 – € 30.000

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159

FRANZÖSISCHER KÜNSTLER

DES 19. JAHRHUNDERTS

PAAR TERRAKOTTA-SKULPTUREN

IN VOLKSTÜMLICHEM CHARAKTER

Höhe: 80 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 27 cm.

Dargestellt mit leichtem Körperschwung und einem

verspielten Miteinander. Die Frau hält Blüten in ihrer

Schürze, der Mann eine einzelne Blüte in der Hand; ihre

zarte Neigung zueinander verleiht der Szene eine

lebendige, zugleich unbestimmte Bewegung zwischen

Annäherung und Rückzug.

(1461881) (17)

€ 8.000 – € 10.000

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161


160

ITALIENISCHER KÜNSTLER

DES 19. JAHRHUNDERTS

BÜSTE EINES JUNGEN MÄDCHENS

Gesamthöhe: 65 cm.

In weißem Marmor gestaltete Büste eines nach vorne

blickenden Mädchens. Die glatte Oberflächenbehandlung

des Gesichtes kontrastiert mit der fein ausgearbeiteten,

in zahlreichen Falten gelegte und spitzenbesetzte

Kleidung wie auch der lockigen Haarpracht, die

von einer Schleife gehalten wird.

(1461882) (10)

ITALIAN SCHOOL, 19TH CENTURY

BUST OF A YOUNG GIRL

Total height: 65 cm.

White marble.

€ 10.000 – € 15.000

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161

FRANZÖSISCHER KÜNSTLER UM 1880

DIANE DE POITIERS

Gesamthöhe: 80 cm.

Diane de Poitiers, Mätresse des Königs Heinrich II,

wurde hier nach dem Vorbild der Göttin Diana in antiker

Gewandung dargestellt. Vorbild war hier der Brunnen

des Château d’Anet von Jean Goujon.

(1461861) (1) (10)

€ 9.000 – € 10.000

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163


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162

ANDREA DEL VERROCCHIO,

EIGENTLICH „ANDREA DI MICHELE DI

FRANCESCO DI CIONE“,

AUCH GENANNT „IL VERROCCHIO“,

1435 FLORENZ – 1488 VENEDIG, NACH

(ABB. LINKS)

BILDNIS DER OLYMPIA ODER KLEOPATRA

Höhe: 49 cm.

Breite: 35 cm.

In Carrara-Marmor gearbeitetes, nach rechts gerichtetes

Brustbildnis einer jungen barbusigen Dame mit

rundbogigem profiliertem Abschluss nach dem Original

von Andrea del Verrocchio im Castello Sforzesco in

Mailand. Eine weitere Verrocchio zugeschriebene

Version des Reliefs wird im Victoria and Albert Museum

in London verwahrt.

Provenienz:

Privatsammlung Europa.

(1451214) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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163

EDWIN ROSCOE MULLINS,

1848 LONDON – 1907 SUFFOLK

MÄDCHEN MIT KATZE UND VOGEL

Gesamthöhe: 47 cm.

Am Sockel signiert „E. Roscoe Mullins.“

Marmor. Ein sitzendes Mädchen drückt liebevoll und

vorsichtig ein kleines Vögelchen an ihre Brust, während

sie mit der anderen Hand eine Katze streichelt, die den

Vogel interessiert fokussiert. Roscoe Mullins ist ein

britischer Bildhauer neoklassizistischer Figuren.

(1460945) (10)

€ 4.000 – € 6.000

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165


164

GUILLAUME COUSTOU D. Ä.,

1677 – 1746, NACH

CHEVAUX RETENUS PAR DES PALEFRENIER

Höhe: 65 cm.

Breite: 54 cm.

Tiefe: 25 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf rechteckigem

grünem Marmorsockel jeweils die reduzierte

Darstellung des Rossbändigers von Marly, nach der

großen Skulptur im Cour de Marly im Louvre (Inv.Nr.

MR 1802) von 1745.

Literatur:

Zum Vorbild siehe: Valérie Carpentier-Vanhaverbeke,

Les Chevaux du Roi. Les chevaux de Marly. Chefs

d’oeuvre de l’art équestre, Mailand 2024.

Vgl. Geneviève Bresc-Bautier, La sculpture des jardins

de Marly, Paris 2019, S. 158 – 174, Nr. 30. (1460914)

(2) (13)

GUILLAUME COUSTOU THE ELDER,

1677 – 1746, AFTER

CHEVAUX RETENUS PAR DES PALEFRENIER

Height: 65 cm.

Width: 54 cm.

Depth: 25 cm.

France, 19th century

Bronze; cast with dark brown patina. On a rectangular

green marble base, the reduced depiction of a horse

tamer by Marly in bronze, based on the large sculpture

in the Cour de Marly at the Louvre (inv. no. MR 1802)

from 1745.

Literature:

Regarding the model, see: Valérie Carpentier-

Vanhaverbeke, Les Chevaux du Roi, les chevaux de

Marly, chefs d’oeuvre de l’art équestre, Milan 2024.

cf. Geneviève Bresc-Bautier, La sculpture des jardins

de Marly, Paris 2019, pp. 158 – 174, no. 30.

€ 18.000 – € 22.000

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KATALOG II

GEMÄLDE ALTE MEISTER – TEIL 1

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