COBURGER – Das Magazin #26
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Nr. 26 | April 2018
Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
„Hier wohnten … “
Ab Seite
74
Dieses Mal zu Gast in der
Hohen Straße in Coburg
2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
Foto: Sebastian Buff
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3
INHALT
AUSGABE 26 APRIL 2018
8 DREIGESTIRN
10 STADTGESPRÄCH
12 DER HOFBERICHT
82 BUCHEMPFEHLUNG
83 THEATERVORSCHAU
92 SCHATZSUCHE
94 IN EIGENER SACHE
96 MONACO FRANKE
97 AUF EIN WORT
98 DAS LETZTE
YVES ALLOINDE
WOLFRAM PORR
ISABELLE REISSER
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM PORR
WOLFRAM HEGEN
ISABELLE REISSER
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
WOLFRAM HEGEN
BENEDIKT DELLERT
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
SEBASTIAN BUFF
STEPHAN AMM
12 HOFBERICHT
Der 75. Geburtstag von Seiner Hoheit Prinz Andreas
16
20
28
KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG
Unfälle mit Tieren
LOST PLACE
BGS-Gelände
SONDERTHEMA MOBILITÄT
Positionen und Geschichten
40 WELTENBUMMLERLEBEN
Der Coburger Peter Achtzehhn
44 MACHER
Dieses Mal Henry Bodnik
50
54
74
HIER PASSIERT STADTGESCHICHTE
Das Güterbahnhofgelände
COBURGER SOMMER
Der Veranstaltungsguide von Mai bis Oktober
HIER WOHNTEN...
…jüdische Schüler
86 GALERIE
Bilder eines Kronacher „Naturburschen“
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
Stephan Amm
Bilder eines Kronacher „Naturburschen“ in unserer Galerie
Seite 86
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Kürzlich war ich auf ein Bier in einer der gemütlichen Kneipen in Coburg verabredet.
Freunde, Bekannte, Unbekannte. Einer war, wie sich herausstellte, aus München,
das an sich ist noch nicht besonders (ich bin ja selbst von dort , das ist aber zulange
her, als das ich noch als Münchner durchgehen würde), wohl aber, dass er sich nach
Jahrzehnten in seiner oberbayerischen Heimat freiwillig als Beamter nach Coburg
hat versetzen lassen, und wie seine Münchner Freunde auf seine Auswanderung
reagiert hätten: Was er denn in Coburg mache, wenn er abends mal italienisch
essen gehe wolle, wurde er gefragt, oder ob man ihm bei einem Besuch etwas aus
dem Süden mitbringen solle, ob es ihm an etwas fehle, an Bier zum Beispiel. Er
gehe dann italienisch essen, habe er geantwortet, und nein, man müsse ihm nichts
mitbringen, es gehe ihm gut. Außerdem koste das Bier hier gerade mal die Hälfte
als in München, habe er noch gesagt. Volltreffer. Wir bestellten gleich noch eine
Runde Bier. Nicht nur für uns, sondern für alle.
Der Neu-Coburger ist für seinen Wechsel aus der Landeshauptstadt weg in die Provinz mit mehr Lebensqualität
belohnt worden. Nicht nur mit günstigem Bier, sondern auch mit mehr Zeit zum Leben, für Freunde, Familie,
Gespräche. Mobil zu sein, physisch und psychisch, ist ein Wettbewerbsvorteil für das kleine, eigene private
Glück. Vor allem aber ist Mobilität eine Überlebensstrategie für die Gesellschaft, in der wir leben, die nun
einmal immer in Bewegung, immer mobil ist. Gesellschaften, die stehenbleiben, werden früher oder später
von der Geschichte überrollt. Also widmen wir uns in diesem Magazin dem Sonderthema „Mobilität“. Die
nämlich ist weit mehr als die Organisation des Individualverkehrs auf Straße, Schiene, im Wasser und in der
Luft. Mobilität ist Kultur.
So stellen wir uns zum Beispiel die Frage, ob die menschlichste aller Fortbewegungsarten, das Gehen, nicht
vielleicht sogar zum Statussymbol einer schnelllebigen Zeit taugt, wir stellen Menschen vor, die immer geistig
und oft auch räumlich mobil waren, wie den Coburger Peter Achtzehn, dessen Bildersammlung prominenter
Stars wir schon im letzten Magazin gezeigt haben und dessen Leben wir in diesem Magazin nacherzählen,
oder wie unseren „Macher“ in dieser Ausgabe, Henry Bodnik, der aus Coburg heraus Bogenschießen zu einem
weltweiten Geschäft gemacht hat.
Natürlich lässt uns auch in dieser Ausgabe das neue hölzerne Globe Theater keine Ruhe. Ganz ohne
informatischen Hintergrund sind dagegen unsere Bilderstrecken wie die frühlingshaft-morbiden Eindrücke
vom noch existenten BGS-Gelände, Einblicke in eines der schönsten Häuser in Coburg in der Hohen Straße
oder auch Bilder des Kronacher Fotografen Stephan Amm in unserer Galerie.
So, jetzt sind Sie dran.
Wolfram Hegen
P.S. Prost.
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
INHALT
16
KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG
Unfälle mit Tieren
52
NICHT NUR GLOBE
Coburgs Clubkultur
48
ES WIRD ERNST
Die neue Datenschutz-Grundverordnung
28
SONDERTHEMA MOBILITÄT
Positionen und Geschichten
Meine Zielgruppe sind
Führungskräfte, Selbstständige,
Unternehmer und Ärzte, die ihr
Potenzial beruflich, privat und
gesellschaftlich voll und effektiv
ausschöpfen wollen.
54
COBURGER SOMMER
Der Event-Guide
40
IM PORTRAIT
Peter Achtzehn
Personaltrainer/Fitnessfachwirt
Frank Sperschneider
Trainingsstützpunkt
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Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7
DREIGESTIRN
DREIGESTIRN
April, Mai, Juni – Fertigmachen für den großen Coburger Sommer
Event-Ausdauerlauf. Wer da wo wann wen für wieviel Geld
beschallt, beglückt, begleitet, steht in aller Ausführlichkeit in
unserem Eventguide „Coburger Sommer“ in diesem Magazin.
„Ausführlich“ gerne auch in dem Sinne verstanden, jemanden
auszuführen, mitzunehmen zum Event des persönlichen Geschmacks.
Mit Frau, Mann, Freund, Freundin, Geliebtem oder
Geliebter, Kindern, Mama, Papa, Oma, Opa, den Kumpels oder
den Freundinnen macht so ein Event doch gleich noch mehr
MUSIKALISCHE KINDHEIT AM MITTELMEER
ZIMT & KORIANDER
Weltmusik, griechischer Blues und die Klänge Usbekistans: Jede einzelne Zutat
für sich ist für mitteleuropäische Ohren schon eine neue Erfahrung. Und wenn
diese dann auch noch als musikalisches Menü gemeinsam angerichtet werden,
verspricht der Abend bei Leise am Markt ein ganz neues Hörerlebnis, serviert
vom Opernsänger Kostas Bafas und dem Rockmusiker Georgias Giatsidis in
ihrem ersten gemeinsamen Konzert. Für die griechischen Musiker ist es ein sehr
emotionales, persönliches Programm, denn es bedeutet vor allem eines: Kindheit.
Die beiden Männer sind Söhne politisch Verfolgter in Griechenland und wuchsen
zur Zeit des Militärregimes in der Hauptstadt Usbekistans auf. Kennengelernt
haben sie sich erst 42 Jahre später in Athen. Bei der ersten Begegnung entdeckten
sie musikalische Schätze aus Kindheitstagen und ihrer Heimat am Mittelmeer.
Stundenlang spielten sie ihre gemeinsamen Lieblingslieder und entwickelten
ein ungewöhnliches Konzertprogramm, das es in dieser Form wohl nur einmal
gibt. Der Titel „Zimt & Koriander“ steht dabei nicht nur für den Geschmack des
Mittelmeers, sondern ist auch der Titel des griechischen Films, der vom Leben im
Ausland handelt.
Spaß. Wobei – vielleicht sind Sie ja auch ein Alleinfortgeher? Genießen
es, in der Anonymität eines Konzertpublikums aufzugehen?
So oder so haben wir - abseits der großen Veranstaltungen
der Monate April und Mai wie dem Nightrun am 5. Mai oder den
Designtagen ab Ende Mai - wieder drei Veranstaltungen ausgewählt,
die in unseren Augen besonders geeignet sind, einen
schönen Abend zu erleben. Wie immer wieder rein subjektiv.
Machts` was draus.
CHARITY-GALABALL COBURG TANZT
WWW.LEBENSRAUM-HOSPIZ.DE
Die Zeit der großen Bälle in Coburg ist zwar lange her. Der Gesellschaftstanz aber
erlebt eine Renaissance. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen zudem: Tanzen
ist gesund und macht glücklich. Wenn man zudem das Tanzbein auch noch zu
einem guten Zweck schwingen kann, gibt es einen guten Grund mehr, am 5. Mai
im Kongresshaus Rosengarten zu erscheinen. Dann steigt der Charity-Galaball
„Coburg tanzt“ zu Gunsten des Vereins „Lebensraum“ und damit zur Finanzierung
des Hospizes für Coburg. Die Tanzschule Weinberg aus Coburg arbeitet
ehrenamtlich zusammen mit der Stiftung „Lebensraum“ an der Konzeption dieses
Schwarz-Weiß-Balles, wobei sich schwarz-weiß nur auf die Kleidung der Herren
bezieht, die Damen dürfen natürlich bunt erscheinen. Auch das Programm an
diesem Abend wird vielfältig sein: die Bigband „Michael Holz“ aus Aachen kommt
mit 17 Musikerinnen und Musikern, Radio EINS bietet ab 23 Uhr eine Disco an,
zwei Jugend-Spitzenpaare in allen Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen
zeigen ihr Können, der Comedian „Lord of the Dance“ sorgt für Heiterkeit, und
weitere Überraschungen sind vorgesehen.
Wann Wo Wie:
Donnerstag, 3. Mai 2018 um 20 Uhr bei Leise am Markt in der Herrngasse
in Coburg, Karten für 15 Euro an der Abendkasse oder Kartenreservierung
unter www.leise-am-markt.de/kartenreservierung oder unter 09561/90856.
Wann Wo Wie:
Samstag, 5. Mai 2018 ab 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten,
Eintrittskarten bei der Tanzschule Weinberg. www.ts-weinberg.de
Telefon: 09561/ 92869.
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DREIGESTIRN
42 KILOMETER AUF DIE OHREN
ROMAN-MARATHON ZUM AUFTAKT VON „COBURG LIEST“
Bereits zum 15. Mal garantieren die Coburger Literaturtage ganz besondere
Hörgenüsse. In diesem Jahr vom 21. bis zum 27. April. Den Auftakt bildet der
Roman-Marathon in der Reithalle, zu dem mit Ingrid Kaltenegger, Simon Strauß
und Irene Diwiak Roman-Debütanten mit ihren Erstlingswerken antreten.
Zunächst liest Ingrid Kaltenegger aus ihrem Roman „Das Glück ist ein Vogerl“.
Es handelt sich um eine charmant-verschrobene Komödie um den Gitarrenlehrer
Franz, der in einer Lebenskrise steckt. Eines Tages gerät er in einen Autounfall,
bei dem ein alter Mann umkommt. Dieses Unfallopfer – Egon – taucht in der Folge
als Geist immer wieder auf, bis Franz ihm verspricht, ihn zu seiner Jugendliebe zu
bringen, die im Koma liegt – damit Egon endlich seinen Seelenfrieden findet. Auf
Ingrid Kaltenegger folgt Simon Strauß, Sohn des Dramatikers Botho Strauß und
beruflich Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In seinem Roman „7
Nächte“ erzählt er von einem jungen Mann, der Angst davor hat, sich entscheiden
zu müssen und erwachsen zu werden. Auf Empfehlung eines Bekannten will er
jeden Tag einer der sieben Todsünden begegnen, damit ihm seine Gefühle nicht
abhandenkommen - ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. Die
Österreicherin Irene Diwiak erzählt schließlich in ihrem Debütroman „Liebwies“
eine laut Kritik „herrlich bösartige Geschichte über falschen Glanz, die Gier nach
Ruhm – und wahre Schönheit, die mit alldem nichts zu tun hat“. Sie spielt in den
zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Musikexperte verliebt sich eine
junge Frau und will diese, obwohl total unbegabt, zu einem Star in der Musikszene
aufbauen. (Quelle: www.coburgliest.de)
Coburger
Originale
Spezialitätenwochen
in der
13.-29. April
Wann Wo Wie:
Samstag, 21. April um 19 Uhr im Theater in der Reithalle, Karten im
Vorverkauf 18 Euro in der Buchhandlung Riemann, Abendkasse 25 Euro,
Schüler/ Studenten 10 Euro. Komplettes Programm: www.coburgliest.de
Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Fortgeher, Kultursüchtige, Rockfans,
Klassikschwärmer, Lachsüchtige, Partywütige, Applausklatscher, einsame Herzen
und Passivsportler:
▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download
▶ coburg.de/veranstaltungen
▶ www.facebook.com/Sonderbar.Coburg/
▶ landestheater-coburg.de
▶ coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender
▶ leise-am-markt.de
▶ gocoburg.de/veranstaltungen
▶ huk-coburg-arena.de/veranstaltungen.html
▶ agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen
▶ konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur
▶ vsbamberg.de/events.cfm
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Freude in Ihrer Freizeit. Egal wann wo was.
Das Projekt Regionalmanagement der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH
wird gefördert durch das Bay. Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung
und Heimat
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
BLEIBENDE ERINNERUNGEN …
Der Coburger Bauchredner und Zauberkünstler Marcus Geuss alias Marcelini
und sein sprechender Hund Oskar kommen viel herum. Dabei gastieren sie
nicht nur auf deutschen Bühnen, sondern auch auf Kreuzfahrtschiffen. Kürzlich
auf einem ganz besonderen, der MS Amadea, die auch als „Traumschiff “ des
ZDF bekannt ist. Während der Kreuzfahrt von Honolulu über den Pazifik bis
Yokohama hatten die „beiden“ Coburger also die Gelegenheit, ganz nah dran zu
sein an den Dreharbeiten der Weihnachtsfolge „Hawaii“. Schiffsarzt Nick Wilder
und Gattin haben den sprechenden Hund sofort ins Herz geschlossen. Sascha
Hehn gab beim Frühstück Tipps für Ausflüge in Japan, Barbara Wussow, Mutter
eines begeisterten Nachwuchszauberers, holte sich ihrerseits Tipps bei Marcelini.
Sogar einen kleinen Zauberkurs für die Filmprominenz gab es an Bord. Ein
Wiedersehen ist geplant, ein Wiedersehen mit Marcelini und seinem Hund Oskar
in der Weihnachtsfolge gibt es dagegen nicht: Der Andrang nach Nebenrollen an
Bord war groß. Natürlich hatten die Gäste der Kreuzfahrt den Vorrang.
JOFFREY BLEIBT DA …
Sein journalistisches Handwerkszeug hat er bei Radio EINS gelernt, später
stand er bei TVOberfranken vor der Kamera, er moderiert auf Bühnen in ganz
Deutschland, eigentlich aber ist er gelernter Kaufmann und in seinem neuen Job
bringt er jetzt alles unter einen Hut: Joffrey Streit ist wieder da. Der Kulmbacher
ist bei Hummel in Rödental jetzt Markenbotschafter und als solcher damit
beauftragt, die Marke Hummel wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Die
Rödentaler freut es, die Coburger ebenso, die Mitarbeiter ohnehin, dass die einst so
renommierte Marke mit ihrer über 80jährigen Handwerkstradition wieder zu dem
ihr zustehenden Glanz kommen soll. Dass Joffrey Streit die verantwortungsvolle
Aufnahme übernehmen darf, liegt wohl am Hummelretter, dem schillernden
Unternehmer und Verleger Bernd Förtsch, ebenso ein Kulmbacher. Man kennt
sich, man schätzt sich.
DA BLEIBT NICHTS ÜBRIG …
Einladungen, Gutscheine, Postkarten. Der COBURGER staunte nicht schlechte
kürzlich bei einem Besuch in Sabine Hölls Kruschelladen Secondo-Engelservice
im Steinweg: Sie hat Motive aus Magazinen der letzten Jahre neuen Verwendungen
zugeführt. Eine Schande zwar, den COBURGER zu zerschneiden, auf der anderen
Seite ein Vorbild in Sachen Kreislaufwirtschaft und Müllvermeidung.
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
HANDBALL SEIT 2000
STADTGESPRÄCH
Spitzensport in Coburg
Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:
1 REGION. 1 ZIEL. H
GEME1NSAM
C.
HSC
COBURG
NORBERT BLEIBT NORBERT …
Auch vier Jahre nach der Amtsübernahme sorgt die Vornamensgleichheit
des alten und des neuen Coburger Oberbürgermeisters immer noch
manchmal für Verwirrung: Beim 75. Geburtstag von Prinz Andreas auf
Schloss Callenberg gratulierte der aktuelle OB Tessmer dem Prinzen in
einem kurzen Grußwort. Sein Nachfolger am Rednerpult, ein Freund
des Geburtstagskindes, bedankte sich dafür „bei Oberbürgermeister
Norbert Kastner“. Der war zwar auch da, aber nur als Gast. Die
aufkommende Heiterkeit konterte der ertappte Redner mit einem
nonchalanten „Norbert bleibt Norbert“.
DA BLIEB NOCH EIN TAG …
Nicht einmal sechs Monate dauerte die Amtszeit des neuen Geschäftsführers der
Tourismusregion Coburg.Rennsteig, Markus Hoßfeld. Danach nämlich wäre die
Probezeit des Neuen abgelaufen. Offiziell gab er persönliche Gründe für seinen
Weggang an.
DAS BLEIBT HÄNGEN …
Ja, was war denn das? Da flatterte doch
mit den Anzeigenmagazinen Ende
März eine Ausgabe der strammrechten
wöchentlichen
Boulevardzeitung
„Deutschland-Kurier“ des Lichtenfelsers
Ex-CSUlers David Bendels in
die Haushalte der Region. Kann man
machen … muss man aber nicht.
HSC 2000 Coburg vs. ThSV Eisenach
20. April 2018
Anwurf: 20:00 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. Eintracht Hildesheim
28. April 2018
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. DJK Rimpar Wölfe
12. Mai 2018
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. TV Emsdetten
26. Mai 2018
Anwurf: 18:30 Uhr
www.hsc2000.de
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
DER HOFBERICHT
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg
sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist
sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen
Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne
kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir
HOFBERICHT
eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen
wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom Empfang anlässlich
des 75. Geburtstages von Seiner Hoheit Prinz Andreas von Sachsen-
Coburg und Gotha auf Schloss Callenberg. Fotos Yves Alloinde.
Björn Schumacher und Gattin Anna Schumacher
Prof. Dr. Gerhard Lindner
Prof. Dieter Sitzmann, Hochschule Coburg
Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (links) und Frau Kelly, Gion Schäfer, Schwager von Prinz Andreas
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DER HOFBERICHT
Heinrich Graf zu Ortenburg
Norbert Tessmer und Bianca Haischberger
Nach 10 Stunden fühlst du
den Unterschied,
nach 20 Stunden siehst du
den Unterschied und
nach 30 Stunden hast du
einen neuen Körper.
Joseph Pilates
Dr. Martin Faber mit Gattin Dr. Ingrid Faber
Gabriele Stahl und Frau Pfadenhauer
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13
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DER HOFBERICHT
Das Geburtstagskind und Helga Bauschatz
Prinz Andreas und Hans Broer
Alt-Oberbürgermeister Norbert Kastner
Heinrich G. Bender mit Gattin
Michael Selzer, Stadt Coburg, Thomas Apfel, Radio EINS und Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber
Norbert Schug, Vorstand VR-Bank Coburg, und Gattin Ute Schug
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DER HOFBERICHT
Karin und Max-Peter Carl mit Carola Langsch
Leopold Prinz von Bayern und Gräfin Gerta Solms-Baruth
Tanju Kaya und Max Beyersdorf
Alexander Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und Nini Beyersdorf
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15
VON WOLFRAM PORR
Kleine Ursache,
böse Wirkung!
Unfälle mit Tieren
UNFÄLLE MIT TIEREN
Der Zwischenfall im Weitramsdorfer
Ortsteil Weidach sorgte im Juni 2017
bundesweit für Schlagzeilen: Eine nicht
angeleinte Bulldogge fällt auf einem
Kinderspielplatz ein zweijähriges Mädchen
an und verletzt es durch Bisse so
schwer, dass es mit einem Rettungshubschrauber
in ein Krankenhaus geflogen
werden muss. Der Horror. Zuallererst für
das Kind. Aber auch für die Eltern. Und
kein Einzelfall. Immer wieder kommt es
zu Zwischenfällen mit Hunden – häufig
Kampfhunden, die Menschen anfallen
und verletzen. Und die gehen nicht immer
wie in diesem Fall halbwegs glimpflich
aus.
Kleine Ursache, böse Folgen
Haustiere sind etwas Wunderbares. Doch wenn Herrchen oder
Frauchen überfordert sind und ihren Schützling nicht im Griff haben,
kann das böse Konsequenzen haben. Das Fallbeispiel einer großen
Versicherung zeigt, wie einen bereits eine kleine Unaufmerksamkeit
blitzschnell in eine existenzbedrohende Lage bringen kann: Ein
Labrador springt durch eine offene Autotüre aus dem Wagen und
rennt quer über die Straße. Ein vorbei fahrendes Auto muss abrupt
bremsen und kommt gerade noch zum Stehen. Ein nachfolgender
Wagen fährt jedoch auf. Mehrere Unfallbeteiligte werden dabei
verletzt. Die Halterin des Labradors wird für den Schaden an den
Fahrzeugen sowie für Schmerzensgeld und Schadenersatzansprüche
haftbar gemacht – insgesamt muss sie über 80.000 Euro zahlen.
Klarer Fall von: Kleine Ursache, schlimme Folgen! Das Beispiel
zeigt: So ein kurzer Moment der Unachtsamkeit ist schneller da,
als man vielleicht denkt. Und es kann jeden treffen. Belastbare,
detaillierte Zahlen über Tierunfälle dieser Art gibt es zwar nicht.
In den Statistiken des Statistischen Bundesamtes über Unfälle mit
Tierbeteiligung – auch im Straßenverkehr – fällt jedoch auf, dass
neben Pferden, die in der Regel die höchsten Schäden verursachen,
tatsächlich Hunde am häufigsten auftauchen. Grund genug, einmal
zu schauen, wie die Rechtslage genau ist und was man tun kann,
damit es möglichst nie zu einem Unfall mit dem geliebten Vierbeiner
kommt.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG
Eindeutige Rechtslage:
Hundehalter haften immer
Die Halter sind grundsätzlich immer für ihre Hunde
verantwortlich. So haften sie zivilrechtlich, falls ihr
vierbeiniger Liebling etwa einen Verkehrsunfall oder einen
sonstigen Sachschaden verursacht. Werden Personen
von Bissen verletzt, kann dem Hundebesitzer wie in dem
Coburger Fall auch eine strafrechtliche Verfolgung wegen
Körperverletzung drohen. Bis hin zum öffentlichen Prozess
und einer möglichen Haftstrafe.
Bei Hundebissen wird dabei zwischen fahrlässiger und
gefährlicher Körperverletzung unterschieden: Ist ein
Hundehalter seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen,
wird in der Regel wegen fahrlässiger Körperverletzung
ermittelt. Die Folge: ein Strafbefehl oder eben ein Prozess.
Das Strafgesetzbuch sieht in solchen Fällen eine Geldstrafe
oder bis zu drei Jahre Gefängnis vor. Eine gefährliche
Körperverletzung kann dann vorliegen, wenn jemand seinen
Hund gezielt und bewusst als Waffe benutzt und ihn auf einen
Menschen hetzt. In solchen, glücklicherweise sehr seltenen
Fällen liegt der Spielraum der Gerichte zwischen sechs
Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.
Kommt es zu einer Verurteilung, so steht dem Opfer in jedem
Fall auch noch ein Schmerzensgeld zu. Die Höhe der zu
bezahlenden Summe richtet sich dabei in der Regel nach der
Schwere der Verletzung und den Folgen für das Opfer, kann
aber bis zu einige tausend Euro reichen.
Hundetrainer? Eine gute Idee
Damit es nicht so weit kommt, helfen ein paar einfache
Regeln. Die wichtigste: Hunde stets an der Leine führen,
vor allem in der Nähe von Straßen oder da, wo andere
Menschen unterwegs sind. Außerdem: Je besser ein Hund
auf die Kommandos seines Halters hört desto geringer ist
die Gefahr eines unkontrollierten Ausbruches. Immer mehr
Menschen gehen deshalb mit ihren Hunden zu sogenannten
Hundetrainern. Eine gute Idee, gerade für Personen, die
zum ersten Mal einen Hund haben oder jene, die sich einen
gefährlichen Kampfhund zugelegt haben. Der Ruf nach einem
„Hunde-Führerschein“ mag übertrieben sein. Er wird jedoch
immer dann wieder laut, wenn es zu solchen Zwischenfällen
wie dem oben geschilderten kommt.
Noch ist das in Deutschland freilich nicht verpflichtend. Die
Hundeverordnungen der Länder (eine bundeseinheitliche Regelung
gibt es nicht) listen lediglich gefährliche Rassen auf, für
die es Sonderregelungen gibt: Das kann eine Genehmigungspflicht
sein, aber auch Maulkorb- oder Leinenzwang oder der
Nachweis, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.
Tierhalterhaftpflicht ist sinnvoll und
kann Existenzen retten
Auch wenn sie nicht in allen Bundesländern verpflichtend
ist: Für Hunde- und Pferdebesitzer ist so eine
Tierhalterhaftpflichtversicherung definitiv zu empfehlen. Sie
übernimmt Schadenersatzforderungen für Personen- oder
Sachschäden, die von dem versicherten Tier verursacht
werden. Dabei haftet der Halter für alle Schäden, die durch das
Tier entstehen – und das übrigens auch dann, wenn er selbst
gar nichts dafür kann. Ist das Tier zum Beispiel in der Obhut
einer anderen Person, etwa wenn Freunde, Bekannte oder
das Nachbarskind den Hund Gassi führen, haftet der Halter
trotzdem.
Die Verbraucherzentrale Bayern rät Hundehaltern deshalb
dringend, eine solche Versicherung abzuschließen: "Eine
Hundehalterhaftpflicht ist sehr sinnvoll, weil Sie sonst mit
Ihrem Vermögen haften." Bei Unfällen mit Personenschaden
kann der Schaden schnell in die Millionen gehen. Wer in
solch einem Fall keine Versicherung, steht schnell vor dem
finanziellen Ruin. Deshalb sollte die Deckungssumme der
Versicherung auch mindestens fünf Millionen Euro betragen.
Außerdem sollte man darauf achten, dass der Schutz auch bei
Mietsachschäden greift oder wenn der Hund ohne Leine läuft.
Für Hunde ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung je nach
Rasse schon ab rund 50 Euro pro Jahr zu bekommen (mit einer
geringen Selbstbeteiligung von etwa 150 Euro). Schäden, die
durch Katzen und andere Kleintiere verursacht werden, sind
übrigens in der Regel von der privaten Haftpflichtversicherung
abgedeckt.
Weitramsdorf: Hundehalter
kommt mit Strafbefehl davon
Ob in dem Weitramsdorfer Fall der Hundehalter oder eine
Hundehaftpflicht die Krankenhaus- und Behandlungskosten
für das Kind bezahlen musste, ist nicht bekannt. Die
Geschehnisse sollten aber eine Warnung für alle Hundehalter
sein, auch wenn die Geschichte am Ende glimpflich ausging.
Das verletzte Mädchen muss nach dem Hundebiss zum Glück
keine Folgeschäden fürchten.
Gegen den damals 37-jährigen Mann erging ein Strafbefehl
wegen fahrlässiger Körperverletzung über 40 Tagessätze.
Dieser ist laut Angaben der Staatsanwaltschaft Coburg
inzwischen rechtskräftig. Zu einem Prozess wird es also nicht
mehr kommen.
18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
UNFÄLLE MIT TIEREN
Gesponserter Beitrag
Teure Bisse
Haftungsfragen
Es grünt, blüht, wächst und gedeiht: Der Frühling lockt wieder hinaus in die Natur. Ob
mit dem Fahrrad über Stock und Stein, zu einem Spaziergang durch die Stadt oder mit
den Kindern auf den Spielplatz. Natürlich haben viele dann auch ihren Hund dabei, die
Vierbeiner freuen sich mindestens so wie das eigene Herrchen auf Bewegung an der
frischen Luft, ausgedehnte Touren oder ganz einfach aufs Herumtollen. Dabei kommt
es allerdings auch immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Mensch und Tier, zwischen
Tier und Straßenverkehr, zu Verletzungen, zu Schäden, zu Schmerz, Wut und Ärger.
Und oft stellen sich dabei rechtliche Fragen nach Verantwortung, nach Schuld, nach
Schadenersatz und Schmerzensgeld. Informationen dazu von Wolfgang Hörnlein von
der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler.
„Es gehört für uns zum Alltagsgeschäft, dass wir in der Kanzlei
Klienten betreuen, die von Hunden gebissen worden sind“,
erzählt Wolfgang Hörnlein, solche Fälle kämen leider häufiger
vor als es öffentlich wahrgenommen werde. Auch drastische
seien darunter, vor allem, wenn Kinder mit betroffen sind,
die der Attacke eines Hundes oft wehrlos gegenüberstehen.
Schlimme Verletzungen sind dann oft die Folge.
Rein rechtlich gilt: Grundsätzlich sind alle gesundheitlichen
oder materiellen Schäden, die ein Haustier Dritten zufügt,
schadensersatzpflichtig. „Die Rechtslage ist ja eindeutig:
Wer ein Haustier hat, der haftet.“ Wenn also ein Haustier
einen Menschen verletzt oder materiell schädigt, haben der
Tierhalter und der in der jeweiligen Situation zuständige
Tierhüter Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld zu
bezahlen, wenn der Geschädigte dieses einklagt. Das gilt nicht
nur für Hunde, sondern auch für andere Haustiere wie Katzen.
Oft gebe es bei den Samtpfötern allerdings das Problem der
Nachweisbarkeit. Hörnlein erzählt auch von einem Fall, in
dem ein Pferd auf ein Mädchen gestürzt sei, das sich dabei
schwere Verletzungen zugezogen habe. Und auch Pferde
gelten als Haustiere. Anders verhalte es sich bei Nutztieren
wie Kühen oder Blindenhunden. Wenn sie einen Schaden
verursachen oder einen Menschen verletzen, „muss man als
Halter schon grob fahrlässig gehandelt haben. Sonst geht der
Geschädigte leer aus.“
Im Fall des Falles sollte man auf jeden Fall wie bei einem anderen
Unfall auch Fotos machen, Namen notieren, gegebenenfalls
bei einer Gefährdung durch ein Tier Landratsamt oder Stadt
benachrichtigen oder sogar die Polizei. Und: Geschädigte
sollten sich nicht zu schnell auf Angebote der gegnerischen
Versicherung einlassen, keine Abfindungserklärung zu schnell
unterschreiben. Gerade bei Hundebissen sei oft nicht klar,
welche Schäden langfristig zurückblieben, auch wenn es
meistens, beruhigt Hörnlein, „ja doch relativ glimpflich und
ohne Dauerschäden ausgeht.“
Wolfgang Hörnlein ist Gründer und Mitinhaber der
Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler.
Doch selbst wenn einem Schmerzensgeld und Schadensersatz
zusteht, muss der Tierhalter das auch bezahlen können, solche
Schmerzensgeld nämlich können leicht in die tausende oder
zehntausende Euro gehen. Hörnlein empfiehlt daher dringend
den Abschluss einer Tierhalterversicherung.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 19
Lost Place BGS-Gelände
Fotos von Isabelle Reißer
20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 21
LOST PLACE
22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
BGS-GELÄNDE
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 23
LOST PLACE
24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
BGS-GELÄNDE
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 25
LOST PLACE
26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
BGS-GELÄNDE
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 27
Sonderthema Mobilität
Halt.
Weiterlesen.
Jetzt sofort.
Auch wenn es schwerfällt, Sie schon weiterstreben, den
Daumen im Anschlag, bereit, umzublättern zur nächsten
Seite. Weil Sie auch zu denen gehören, die keine Ruhe
finden, die getrieben sind, immer in Bewegung. Was
nämlich wären die Alternativen: Rumstehen? Rumsitzen?
Rumliegen? Nicht denken? Nicht fühlen? Nicht planen?
Das sind keine Alternativen, das sind Todesurteile.
Sind wir also nicht alle Nomaden? Weil wir immer in
Bewegung sind? Weil wir nicht-sesshaft sind? Ob nun
physisch, psychisch oder digital?
28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
VON WOLFRAM HEGEN
Ein kleiner Test, völlig unwissenschaftlich:
Wohnen Sie zur Miete?
JA? 5 Punkte Nein? 0 Punkte
Wie viele Fortbewegungsmittel nutzen Sie
regelmäßig (Füße, Fahrrad, Auto, Rollstuhl, Bus,
Flugzeug etc…)?
Pro Fortbewegungsmittel 2 Punkte
Wie viele Länder haben Sie bereist?
Pro Land 2 Punkte
In wie vielen Regionen haben Sie gelebt?
Pro Regionen 2 Punkte.
Wie viele verschiedene Lebenspartner?
Pro Partner 2 Punkte
Wie viele ihren ganzen Einsatz verlangende
berufliche (Arbeitgeber/ eigene Firmen) oder
gesellschaftliche (Familie/Ehrenamt) Aufgaben
hatten Sie schon?
Pro Aufgabe 2 Punkte
Wie viele Kulturtechniken beherrschen Sie
(Lesen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Feuer
machen, Musizieren, Kochen etc…)?
Pro Kulturtechnik 2 Punkte
Wie oft haben Sie Ihre Meinung zu wichtigen
Themen schon geändert?
Pro Änderung 2 Punkte
Zählen Sie nun alle Punkte zusammen:
Mehr als 30 Punkte: Sie sind ein Nomade.
10 bis 30 Punkte: Sie sind ein Roboter.
Unter 10 Punkten Sie sind zu jung oder
können die Fragen
nicht beantworten.
Viel Spaß bei der Mobilisierung Ihrer
Gehirnzellen auf den nächsten Seiten. Sie
können in der Zeit natürlich auch Sudoku
spielen. Oder eine Runde um den Block
drehen.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29
Über die Mobilmachung des Alltags
Wer über MOBILITÄT nachdenkt, der zeichnet schnell das Bild einer Zukunft, die
schon sehr nach Science-Fiction klingt: Selbstfahrende Autos, fliegende Drohnen
und autonome Flug-Taxis. Glaubt man Zukunftsforschern wie Aric Dromi, ist diese
Zukunft gar nicht mehr so fern. Doch wie hoch ist der Preis, den wir für diesen
Fortschritt – und die meisten Menschen empfinden Mobilität als solchen –
bezahlen? Ist immer noch mehr Mobilität nur Segen oder kann es auch Fluch
sein? Und was muss die Politik tun, um mit dieser Entwicklung standzuhalten?
30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
VON WOLFRAM PORR
DAS STROM-TAXI WIRD DAS AUTO WIE WIR ES KENNEN ABLÖSEN
Wer nicht gerade in der Automobil- oder der Automobilzulieferer-Industrie sein
Geld verdient oder einfach ein Liebhaber von PS-starken Autos mit fossilem
Antrieb ist, der könnte in der neuen Welt, auf die wir da offenbar zusteuern, das
gelobte Land sehen: Von Diesel und Benzin angetriebene Autos, so sehen es die
Zukunftsforscher voraus, werden schon bald aus den Innenstädten verbannt sein.
Stattdessen werden nur noch selbst fahrende, mit Strom angetriebene Fahrzeuge
in Bewegung sein - und das so kontrolliert und gesteuert, dass es zu keinen
Unfällen und in der Folge auch zu keinen Staus mehr kommen wird. Weil die
Menschen diese eher schmucklosen Autos aus Karbon oder Zellstoff nicht mehr
kaufen, sondern sie mittels Apps oder anderer Hilfsmittel nur bei Bedarf wie ein
Taxi zu sich bestellen werden, werden viele Flächen, auf denen heute Autos,
Busse und Lkws fahren, im Stau stehen oder parken, für andere Zwecke frei – für
Wohnraum, Grünflächen oder Freizeitoasen.
Rund 15 Jahre gibt der Futurologist Aric Dromi der Menschheit noch, bis auch
das Auto zum sogenannten „Internet der Dinge“ gehören wird, genauso wie der
Kühlschrank, der Milch oder Joghurt nachbestellt, und der Fernseher, den wir
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 31
SONDERTHEMA MOBILITÄT
„Mobilitätsgarantien machen krank“
dann endgültig nicht mehr linear nutzen werden. Alle Geräte
unseres täglichen Bedarfs werden wir mit demselben Gerät,
mit derselben App steuern, glaubt er. Damit wird der Mensch
mobiler, obwohl er sich zunächst weniger bewegen muss.
Denn dann erledigt eine intelligente Software das, wofür
wir im Moment noch das Haus oder zumindest die Couch
verlassen müssen.
Einerseits dient uns also die moderne Technik. Andererseits
ist es schon heute so, dass sie uns krank macht. Nicht nur
Firmen werben mit „Mobilitätsgarantien“. Auch die Menschen
glauben, jederzeit für Kunden oder den Arbeitgeber
erreichbar sein zu müssen. Das Smartphone ist immer an.
Dienst-Mails werden auch in der Freizeit gecheckt. Psychische
Erkrankungen wie „Burn-Outs“ sind die Folge.
DAS „ZWEITE MASCHINENZEITALTER“:
ARBEIT WIRD KNAPP
Dabei hat der gesellschaftliche Wandel hin zu einer Welt, in
der uns Computer und Roboter mehr und mehr unliebsame
Arbeiten abnehmen, gerade erst begonnen. Die Folgen
dieses „zweiten Maschinenzeitalters“ für die Gesellschaft,
insbesondere für die Arbeitswelt, können wir uns kaum
ausmalen. Sicher ist: Sie werden unser Leben von Grund auf
verändern.
Laut der Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit werden bis
in 20, 25 Jahren knapp die Hälfte aller normalen Jobs wegfallen
– und das beinhaltet auch anspruchsvollere, geistige Arbeit.
Nicht nur Bus- und Taxifahrer werden schon bald arbeitslos
sein, weil sie schlicht nicht mehr gebraucht werden. Auch
das Bank- und Versicherungswesen, Anwälte, Architekten,
Journalisten und viele andere Berufsgruppen werden
bluten, denn viele Jobs werden reihenweise obsolet, wenn
sie von künstlichen Intelligenzen erledigt werden. Andere
Berufsbilder wiederum werden sich radikal verändern, etwa
in der Medizin oder im Bildungswesen – an Schulen und
Universitäten.
DIE POLITIK MUSS ANTWORTEN FINDEN -
SCHNELL
Damit einhergehen gigantische Herausforderungen an die
Politik. Für die wenigen neuen, dann hoch spezialisierten
Jobs, die noch entstehen, werden die meisten Menschen
nicht befähigt sein. Ohne berufliche Perspektive könnte
bei vielen ungeahntes Aggressionspotenzial zu Tage treten.
Arbeitslosigkeit, Armut und die Suche nach einem Sinn
kann sich in Gewalt, Protestaktionen, ja auch Protestwählen
niederschlagen. Die Politik muss auf all diese Entwicklungen
reagieren und Antworten finden. Eine dieser Antworten
könnte das bedingungslose Grundeinkommen sein, das
derzeit in Finnland einem ersten Praxistest unterzogen wird
und das die in Kiel regierende Koalition aus CDU, FDP und
Grünen auch in Schleswig-Holstein auf Länderebene testen
will. Auch das Gesundheitssystem muss sich verändern,
ebenso das Bildungssystem. Nicht zuletzt muss die Politik die
Weichen für den Umstieg auf Elektromobilität stellen.
Und damit sind wir zurück beim Auto der Zukunft. Denn das wird
definitiv das Elektroauto sein. Der erste Automobilhersteller,
der trotz ordentlicher Absatzzahlen gerade komplett auf die
Produktion von Elektroautos umsattelt, ist Volvo. Ab 2019
werden die Schweden keine neuen Modelle mehr mit reinen
Verbrenner-Antrieben auflegen. Neben Hybriden sollen fünf
neue Elektroautomodelle kommen. Ab dem Jahr 2025 werde
Volvo dann laut Firmenchef Håkan Samuellson eine reine
Elektroautoflotte haben.
ELEKTROMOBILITÄT: NUR ZUKUNFTSTRÄCHTIG
MIT REGENERATIVER ENERGIE
Ein mutiger Schritt. Denn dass der Umstieg auf
Elektromobilität gelingen muss, wenn wir unsere Klimaziele
auch nur annähernd erreichen wollen, ist zwar in den Köpfen
angekommen. Laut Volker Quaschning, Professor für
regenerative Energiesysteme an der Berliner Hochschule für
Technik und Wirtschaft (HTW), muss aber eine Gesamtlösung
her, die Elektromobilität mit Hilfe regenerativer Energien
ermöglicht und so zwei Zukunftstechnologien verzahnt.
Eine höhere CO2-Belastung wie derzeit gab es laut Quaschning
in der Menschheitsgeschichte noch nie. Mehr Elektromobilität
bedeutet aber zunächst einmal einen deutlich höheren
Strombedarf. Es wäre nicht viel gewonnen, wenn dieser Strom
wie bisher hauptsächlich aus Kohlekraftwerken oder anderen
fossilen Quellen stammte. Das Ziel müsse deshalb lauten, bis
zum Jahr 2040 eine CO2-freie Energieversorgung zu erreichen.
Energieeffizienz muss gesteigert, der Energieverbrauch
deutlich nach unten gedrückt werden!
Aric Dromi, der übrigens Volvo berät, glaubt deshalb, dass
es zumindest in den großen Städten eher fliegende Autos
geben wird als funktionierende Verkehrssysteme mit selbst
fahrenden Autos. Eine teure und aufwändige Infrastruktur ist
dafür nicht nötig. Firmen wie Uber und Airbus arbeiten längst
an Drohnen für den Personenverkehr. In Dubai läuft seit
vergangenem Jahr ein Pilotprojekt mit autonomen Flugtaxis.
Mobilität heißt wörtlich übersetzt Beweglichkeit. Gemeint
sind damit laut Duden aber auch Flexibilität, Erreichbarkeit
und Anpassungsfähigkeit. Der Mensch wird in der neuen
„Science-Fiction-Welt“ davon noch eine große Portion
brauchen. Die Zukunft hat begonnen!
32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
Gehen als neues Statussymbol?
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
SONDERTHEMA MOBILITÄT
Pferde, Kutschen, Räder, Autos, Züge, Schiffe, Flugzeuge, Raumschiffe: Der
Mensch wird nicht müde, über die Jahrtausende hinweg, mit immer neuen
Fortbewegungsmitteln, von Neugier oder reiner Gier getrieben, seinen Radius
zu erweitern. Über die Zeit hat er dabei neue Welten entdeckt, neues Wissen
gewonnen. Sein Körper aber ist dabei faul geworden. Er sitzt heute lieber. Dabei
fußt die Menschheit doch auf dem aufrechten Gang. Und das uralte Gehen hat
auch das Zeug das Statussymbol für morgen zu werden. Ein kurzes Plädoyer von
Wolfram Hegen für ein altes Fortbewegungsmittel.
Der aufrechte Gang ist so alt wie die Menschheit.
Sich auf den eigenen zwei Beinen zu bewegen gilt als
ein entscheidendes Merkmal der Menschwerdung.
Die Anatomie des menschlichen Körpers ist ganz
auf das Gehen ausgerichtet: die Form der Füße, die
Muskulatur der Beine, bis hin zu Becken, Wirbelsäule,
Brustkorb, Kopf. Das Innenohr sorgt dafür, dass wir
nicht umkippen, im Gleichgewicht bleiben. Der
Blick ist immer nach vorne gerichtet, auch wenn
wir rennen. Der Mensch jagte zu Fuß, kletterte auf
Bäume, zog fußläufig mit seiner Herde umher auf
der Suche nach fruchtbarem Weideland, floh vor
Umweltkatastrophen, vor Krieg und Verfolgung zu
Fuß. Der Mensch lief, weil er dazu geboren ist.
Doch seit Jahrtausenden läuft er auf der so
menschentypischen Suche nach neuen Welten den
Mühen des Laufens davon: Das Pferd, die Kutsche,
das Rad, die Bahn, das Schiff, das Flugzeug und
vor allem das Auto haben das Laufen „ersetzt“. Der
Mensch bewegt sich fort, ohne sich zu bewegen,
ohne dabei aufrecht zu gehen. Um schneller zu sein,
bequemer zu reisen, mehr zu transportieren. 80%
der Menschheit sitzen mehr als acht Stunden am Tag.
Erst in den letzten Jahrzehnten wird die so uralte
menschliche Fortbewegung wieder in, aber eben nur
als reiner Selbstzweck in der Freizeit: Beim Joggen,
Wandern, Nordic-Walking. Zum eigentlichen
Zweck des Laufens, nämlich von A nach B zu
kommen, nutzt die Menschheit nur noch bei jedem
vierten Weg die eigenen zwei Beine. Und die dabei
zurückgelegten Kilometer liegen weit hinter allen
anderen Fortbewegungsmitteln zurück.
Dabei ist das Gehen es wert, wiederentdeckt zu
werden. Keine andere Fortbewegungsart hat in der
modernen mobilen Gesellschaft so viel Potential,
das schicke Auto oder das teure Rennrad als neues
Statussymbol im Alltag abzulösen:
Wer geht, zeigt, dass er Zeit hat. Zeit ist ein hohes Gut.
Er benötigt kein Auto oder kein Fahrrad, um schneller
zu sein. Er zeigt, dass er sich nicht hetzen muss, dass
er sich Zeit nimmt, weil er sie hat. Wer geht, zeigt,
dass der im postmateriellen Zeitalter angekommen
ist. Er benötigt kein SUV, keinen Sportwagen, kein
Cabrio für den Imagetransfer seiner vermeintlichen
Leistungsfähigkeit, kein E-Bike zum Transport des
eigenen Fortschrittsdenkens. Er benutzt materielle
Güter dagegen nur für einen Zweck. Und nur, wenn
es wirklich sein muss. Er zeigt, dass er materielle
Zwänge überwunden hat.
Wer geht, zeigt, dass er in der neuen vielfältigen
Welt angekommen ist. Beim Gehen trifft er
andere Menschen, kommt ins Gespräch, gerät
in Situationen, eröffnet sich Momente, die beim
schnellen Vorbeihuschen im Auto verloren wären. Er
zeigt, dass er weltoffen ist. Wer geht, zeigt, dass er
vital ist, Wege und Strecken alleine mit Muskelkraft
bewältigt. Er benötigt dazu keine technischen Hilfen
verursacht dadurch auch kaum Schmutz und keinen
Lärm. Er zeigt, dass er mit seinen und den Ressourcen
der Allgemeinheit bewusst umgeht.
Geht doch.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
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36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
TIPPS VON THOMAS BITTORF
Gesponserter Beitrag
Expertentipp von Thomas Bittorf
Eigenes oder Firmenwagen, ÖPNV oder Elektroauto – wenn
es um Fragen der Mobilität geht, sind steuerliche Themen
meist nicht weit. Was Sie hierbei steuerlich beachten
müssen, hat uns Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas
Bittorf von www.tb.legal auf Nachfrage erläutert.
Welche Vergünstigungen gibt es im Rahmen
der Mobilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?
Die Vergünstigungen sind vielfältig: Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer
steuer- und sozialversicherungsfrei ohne Rücksicht auf das benutzte Verkehrsmittel
Kosten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung, bei einer Auswärtstätigkeit
oder für eine Sammelbeförderung erstatten. Eine Sammelbeförderung liegt
vor, wenn der Arbeitgeber die Arbeitnehmer zusammen abholt und zur
Arbeit bringt, z.B. mit einem Kleinbus, wenn beispielsweise der Betrieb mit
öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar ist. Der Arbeitgeber kann
dem Arbeitnehmer auch je Entfernungskilometer 0,30 € erstatten. Auf die
Erstattung muss dann pauschal 15 % Lohnsteuer entrichtet werden, sie ist jedoch
sozialversicherungsfrei.
Kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer auch Geld für Benzin geben?
Es sollte sich besser um Benzingutscheine oder Tankkarten in Höhe von monatlich
max. 44 € handeln, damit Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit eintritt.
Entscheidend ist, dass der Anspruch des Arbeitgebers auf den Benzingutschein
arbeitsvertraglich vereinbart ist, er somit eine Sache, das heißt das Benzin, und
eben kein Geld zur freien Verwendung beanspruchen kann.
Thema Elektromobilität: Gibt es da Vergünstigungen?
Hinsichtlich der Anschaffung und Besteuerung von E-Bikes hatte ich in der
Ausgabe vom August 2017 auf Steuersparmöglichkeiten hingewiesen. Wird ein
Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug als Firmenwagen an den Arbeitnehmer
überlassen, wird für die Ermittlung des geldwerten Vorteils der Bruttolistenpreis
pauschal um die darin enthaltenen Kosten für das Batteriesystem gemindert.
Für das Jahr 2018 beträgt der Minderungsbetrag je kWh Speicherkapazität 250 €,
max. 7500 €. Dies kann zu einer erheblichen Reduzierung der Versteuerung
gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen führen. Allerdings ist der Vorteil aus
Anreizgründen begrenzt bis ins Jahr 2022. Steuerfrei ist bis ins Jahr 2020 auch
der geldwerte Vorteil, der sich aus dem elektrischen Aufladen eines Elektro- oder
Hybridelektrofahrzeugs ergibt, das heißt der Wert des aus dem Ladevorgang
unentgeltlich oder verbilligt bezogenen Ladestroms.
Begünstigt dabei ist sowohl ein dem Arbeitnehmer zur Privatnutzung überlassenes
betriebliches Fahrzeug des Arbeitgebers als auch ein privates Fahrzeug des
Arbeitnehmers, solange der Aufladevorgang im Betrieb des Arbeitgebers erfolgt.
Darüber hinaus gilt die Steuerbefreiung auch für die Überlassung einer Ladestation
durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer, um sein Elektrofahrzeug an seinem
Wohnort aufladen zu können.
Wichtig ist, dass die 44-Euro-Grenze nicht um 1 Cent überschritten werden
darf, da andernfalls eine komplette Steuerpflicht eintritt. Der Arbeitgeber muss
deshalb auch prüfen, ob der Arbeitnehmer unter Umständen andere monatliche
Sachbezüge wie Essensgutscheine erhält, die zusammen mit dem Benzin die
44 €-Grenze überschreiten.
Und was gilt bei Karten für den ÖPNV?
Bei Überlassung eines Jobtickets z.B. in Form einer Jahreskarte ist zu
berücksichtigen, dass die Jahreskarte zwingend aus einzelnen, monatlichen
Fahrtberechtigungen bestehen muss, die der Arbeitnehmer auch nur jeweils
monatlich erhält. Denn die 44 €-Grenze ist eine monatliche Freigrenze und darf
nicht auf das Jahr gerechnet kumulativ betrachtet werden.
Löwenstraße 27 | 96450 Coburg
Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402
E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal
Man liest immer wieder von der 1%- Prozent Regelung.
Was hat es damit auf sich?
Das ist ein attraktives Angebot, welches sich oft auch steuerlich lohnt. Dabei schafft
der Arbeitgeber ein Fahrzeug für den Arbeitnehmer an und trägt sämtliche damit
in Zusammenhang stehende Kosten wie Versicherung, Benzin, Leasing- oder
Finanzierungskosten, Wartung etc. Der Arbeitnehmer hingegen versteuert einen
geldwerten Vorteil (weil er das Fahrzeug auch privat nutzen darf ) monatlich in
Höhe von 1 Prozent des Bruttolistenpreises zzgl. 0,03 % des Bruttolistenpreises für
jeden Kilometer der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.
Der Arbeitnehmer zahlt somit letztendlich nur Steuern für die Nutzung des
Fahrzeugs, die eigentlichen Kosten trägt der Arbeitgeber. Durch ein Fahrtenbuch
kann man die Besteuerung gegebenenfalls noch optimieren. Man aber sollte
jeden Einzelfall vorher einmal durchrechnen.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
Ohne strategisch optimierten
Mobilitäts-Mix entleert sich unsere Innenstadt
Ein Statement der IHK zu Coburg
Mobilität im Sinne des Transports von Menschen und Gütern steht für
Dynamik, Veränderung und Prosperität. Für Innenstädte spielt das Thema eine
besondere Rolle, vor allem unter dem Aspekt bestgeeigneter Verkehrsführung,
um den Bedürfnissen der Bewohner und der Geschäftstreibenden gerecht
zu werden und das Leben für die Menschen attraktiv zu gestalten. Neben
Sicherheit und Sauberkeit ist Mobilität wesentliche Basisfunktion für
nachhaltig positive Innenstadtentwicklung. Gute Erreichbarkeit ist gerade für
Coburg als Oberzentrum fernab der großen Ballungsräume ein herausragend
wichtiges Kriterium für Attraktivität und Prosperität. Deshalb geht es aktuell
mit der Weiterentwicklung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts
Coburg – Teilfortschreibung Städtebau und Einzelhandel“ um nicht weniger
als die Zukunft unserer Innenstadt.
Coburg benötigt ein Konzept zur Stadtentwicklung, das die tatsächlichen
Gegebenheiten und insbesondere die konstruktiven, vielfach geäußerten
Forderungen von Trägern des innerstädtischen Lebens – Handel, Hotellerie,
Gastronomie und Tourismus – berücksichtigt. Denn deren Existenz wie auch
alle weiteren Funktionen der (Innen-)Stadt sind mit dem Faktor „Erreichbarkeit“
eng verknüpft. Studien belegen, dass die die Besucher der Innenstädte neben
dem Ambiente vor allem den Einzelhandel als entscheidenden Faktor für die
Attraktivität einer Innenstadt bewerten. Experten befürworten ausdrücklich die
Erreichbarkeit per Auto und das Parkplatzangebot als Frequenzbringer.
Letztlich ist die Stadt Coburg ein „Angebot für Bewohner und Besucher“, das
sich im Wettbewerb mit konkurrierenden Angeboten im Umland behaupten
muss. Deshalb geht es um mehr als nur um atmosphärisch gestaltete öffentliche
Plätze und alternative Nutzungen, wie sie einigen Städteplanern vorschweben
mögen. Die IHK zu Coburg als Vertreter von Handel, Hotellerie, Gastronomie
und Tourismus hat schon seit Beginn der Erörterung der ISEK-Teilfortschreibung
zentrale Forderungen vertreten, bei allen Überlegungen zur Optimierung
von Grünanlagen und Ruhezonen darf die Schaffung zusätzlicher Parkplätze
im öffentlichen Raum keinesfalls zu kurz kommen und die Verkürzung der
Fußgängerzone z.B. durch einspurige Öffnung des hinteren Steinwegs für den
Individualverkehr, Leitsysteme zwischen Parkhäusern und Handelslagen etc.
steht ebenfalls schon lange auf unserer Agenda.
Ganz generell benötigen nicht nur Menschen gute Verkehrswege, auch Waren
müssen zu ihrem Ziel bewegt werden. Hier kommt die bislang zu wenig
thematisierte sogenannte „Last-Mile-Logistik“ ins Spiel. „Die Abwicklung
des letzten Wegstücks bis zur Haustür des Kunden oder zum innerstädtischen
Handel oder zum Dienstleister“ ist für unsere Logistikunternehmen gerade in
den historisch geprägten Bereichen der Coburger Innenstadt wegen beengtem
Verkehrsraum, fehlenden Parkflächen, Zufahrtsbeschränkungen etc. ohnehin
kein leichtes Geschäft. Statt Verkehrsverdrängung gilt es deshalb im Sinne
einer lebendigen Innenstadt, auch auf der „Last Mile“ nachhaltige Konzepte zu
entwickeln. Und dies gilt umso mehr für eine Stadt, die in hohem Umfang vom
Automobil profitiert wie Coburg. Der größte Kfz-Versicherer Deutschlands
sowie ein großes, international agierendes Automotive-Unternehmen und
viele erfolgreiche innovative Mittelständler wie auch die gesamte gewerbliche
Wirtschaft tragen in höchstem Maße zur Prosperität der Stadt bei.
38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
Im Jahr 1978:
275 640 000
Weltweiter Autobestand
(ohne Nutzfahrzeuge)
Vier Gruppen
mobiler Senioren
Die „Pkw-Fixierten“. Sie lieben ihr Auto und halten
nicht viel von öffentlichen Verkehrsmitteln, Radfahren
oder Zufußgehen.
Die „ÖV-Zwangsnutzer“. Sie besitzen häufig kein Auto
und oft nicht einmal einen Führerschein. Sie sind
auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, kennen
sich bestens mit ihnen aus und nutzen diese auch
selbstverständlich.
Die „Jungen wohlhabenden Mobilen“. Diese jung
gebliebenen Senioren sind ständig auf Achse und das
vorzugsweise mit dem Auto. Für kurze Wege steigen sie
auch schon mal aufs Rad.
„Selbstbestimmt Mobilen“. Sie leben gesundheitsbewusst
und stellen keine großen Ansprüche an die
Mobilität. Sie nehmen alles wie es kommt.
Im Jahr 2016:
1 056 010 000
China
USA
Japan
Norwegen
Niederlande
UK
Frankreich
Deutschland
Schweden
Andere
Elektromobilität nimmt Fahrt auf …
48,51
84,18
87,53
112,01
86,42
54,49
84,00
48,12
72,73
15,91
29,33
80,62
126,40
151,25
133,26
132,76
312,77
404,09
Reine Batteriefahrzeuge und
Plug-In-Hybride in 1000
2015
2016
563,71
… in 53 Wörtern
Mobilität steht für: Beweglichkeit, das Vermögen
eines Menschen oder Tieres, unterschiedliche
Stellungen und Haltungen einzunehmen und sich
fortzubewegen. Bereitschaft zur Aufnahme eines
Arbeits- oder Ausbildungsplatzes an einem anderen
Ort. Soziale Mobilität, Wechsel von Einzelpersonen
und/oder Gruppen zwischen unterschiedlichen sozioökonomischen
Positionen. Elektromobilität, auch
E-Mobilität oder E-Mobility, Nutzung von ganz oder
teilweise elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.
648,77
Anteil der Nutzung von Wegen …
MOBILITÄT IN ZAHLEN
Verkehrsmittel
im Vergleich
Auto Bahn Bus Flugzeug Rad Zu Fuß
55 % 2 % 9 % 0,1 % 9 % 24 %
Durschnittliche
Wegelänge
16 km
Durschnittliche
Wegelänge
34 km
Durschnittliche
Wegelänge
8 km
Durschnittliche
Wegelänge
468 km
Durschnittliche
Wegelänge
3,4 km
Durschnittliche
Wegelänge
1,4 km
„Anstatt das Automobil immer weiter zu entwickeln, sollten wir
uns überlegen, wie wir Mobilität in Zukunft anders gestalten.“
Hans-Peter Dürr
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN Quelle: Statista 39
40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
VON WOLFRAM HEGEN
FOTOS: ISABELLE REISSER
Im letzten Magazin hatten wir Bilder aus seiner
Sammlung in unserer Galerie. Stars in Schwarzweiß:
David Bowie, die Stones, Madonna und viele mehr.
Abgelichtet von Fotografen mit Weltruf. Es ist die
Sammlung eines Coburgers, der auszog, die Welt zu
entdecken, der in der Showszene Stars entdeckt und
Topmodels betreut hat, und der seit einigen Jahren
wieder in Coburg lebt: Peter Achtzehn.
Weltenbummlerleben
Wir treffen uns nicht in einem nüchternen kalten
Büro, sondern auf ein wärmendes Bier an einem
ebensolchen Kamin in einer ebensolchen Kneipe,
immer beobachtet von den Augen der Stars an
den Wänden, die jeden mustern, der hinein- oder
hinausgeht, Platz nimmt, verweilt, isst, trinkt,
redet, als ob nicht sie die Berühmtheiten wären,
sondern die Gäste des Lokals, so wie Peter
Achtzehn einer ist, sehr oft, er ist befreundet mit
dem Inhaber, und so wie Bobby einer ist, der
neunjährige chinesische Faltenhund an seiner
Seite, wahrscheinlich die längste Beziehung des
Weltenbummlers, der nämlich immer, wenn ihn
ein Job gelangweilt hat, wenn es ihm zu eng oder
zu perfekt geworden ist, weitergezogen ist, allzu
lange Bindungen scheut, immer noch Single ist,
dafür einer ist, der „immer nach vorne schaut“,
der keine Angst hat, als Ergebnis viel zu erzählen
hat, vielleicht deswegen so zufrieden wirkt, jünger
auch als andere Menschen mit fast 60. „Der Hund
hält mich fit, und das Leben jung.“
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
WELTENBUMMLERLEBEN – PETER ACHTZEHN
„Immer wenn etwas gut läuft, suche ich etwas Neues.
Das ist eigentlich verrückt“
Peter Achtzehn über sein Leben
Dramen
Dabei haben seine ersten Lebensjahre den Stoff,
der andere zerstört: Er ist gerade drei, da stirbt sein
Vater bei einem Verkehrsunfall. Und in das Leben
seiner Mutter passt er alleine nicht hinein. Sie lebt
ihr Leben weiter, „eine Reisende“, wie Achtzehn
sie nennt, vielleicht lebt er, der irgendwie Unstete,
ja auch dieses Leben, schon früh programmiert,
verletzt durch den Verlust der Eltern, dadurch aber
auch angstfrei, was nämlich soll ihm noch passieren.
Er bekommt Halt von seinen Großeltern in Hollfeld,
die ihn aufnehmen, ihm zu Vater und Mutter werden.
„Die waren froh, hatten zwei Töchter, ich war der
Sohn, den sie nie hatten.“ Zur echten Mutter drängt
es ihn noch einmal, mit 16. Da nämlich lässt er zum
zweiten Mal ein Leben hinter sich: Nach der Schule
geht er zur Mutter nach München, doch der Versuch
scheitert, „ich hatte überhaupt keinen Bezug zu ihr.“
Auch seine Lehre bricht er ab, Schauwerbegestalter
wollte er werden.
Spurwechsel
Dennoch findet er in München den Weg vom
holprigen Lebenspfad auf die richtige Spur:
Nebenher nämlich legt er immer Musik auf, „in
den guten Clubs Mitte der 70er Jahre“, ein „tolles
Leben“, er verdient 2000 Mark im Monat, viel Geld,
legt einiges zurück, er hat noch etwas vor in seinem
Leben. Dann lernt er Ado Schlier kennen von Bayern
3, und stellt einmal die Woche „immer Freitagabend
23 Uhr“ in „Peters Popshop“ neue Musiktrends
der internationalen Musikszene vor, „zwei Studios
nebenan saß Thomas Gottschalk“. Doch Achtzehn
ist noch keine 18, da hört er auf bei Bayern 3, stoppt
einen Lebensweg, der gerade erst beginnt. „Immer
wenn etwas gut läuft, brauche ich etwas Neues. Das
ist eigentlich verrückt. Wenn Du ein Grübler bist
oder auf Sicherheit bedacht, dann kannst du so ein
Leben nicht führen“.
Zufälle
Peter zieht nach New York. Ein Zufall hilft ihm,
dort eine Wohnung zu finden: Jean-Claude Baker,
ein Bekannter von Radio France USA muss nach
Europa, Peter kann die New Yorker Wohnung
des Adoptivsohnes von Josephine Baker nutzen.
Er studiert ein paar Semester an der New School
Promotion, Public Relations und Marketing,
nebenher legt er in New Yorker Clubs auf und lernt
– ein weiterer Zufall – Seymour Stein kennen, den
Leiter von Sire Records, Produzent von Stars wie den
Ramones, Madonna und vielen anderen. Seymour
bietet ihm ein Praktikum an: Peter könne doch für
das bekannte Label die europäische Musikszene
beobachten.
Durchbruch
Achtzehn wechselt nach London, zieht Nacht für
Nacht durch die Clubs, immer auf der Suche nach
den Stars von morgen. In einem Club erlebt er die
Ska-Band Madness, damals noch unbekannt, Peter
lässt sich ein Demo geben und schickt es zu Sire
Records. „Madness ist in Amerika eingeschlagen
wie eine Bombe“, sagt er – sein Durchbruch. Er wird
mit Anfang 20 zum wohl jüngsten A&R-Manager
der Branche, kümmert sich um Nachwuchs für das
Plattenlabel. Das hört sich schöner an als es ist, räumt
er ein: „Du schlägst Dir Nächte in verrauchten Clubs
um die Ohren und hörst grottenschlechte Musik.“
Die wenigsten Bands nämlich haben Potential.
„Mit Glück 2 von 100.“ Peter Achtzehn hat dieses
Händchen, oder besser ein Ohr für den Geschmack
des Publikums, als er zum Beispiel Kid Creole & The
Coconuts entdeckt, die in den 80ern mit einigen Hits
in die Charts weltweit kommen. Er holt zwei goldene
Schallplatten, kümmert sich in London und Paris
um die Künstler des Labels, „die musst Du ja richtig
bemuttern zum Teil“, lebt fünf Jahre aus dem Koffer,
verdient gut, zu gut wohl.
Modelwelten
Sein Job beginnt ihn zu langweilen. Und eröffnet
ihm gleichzeitig einen neuen Weg. Rockmusik- und
Modelszene sind eng verknüpft, Peter spricht drei
Sprachen perfekt, so wechselt er zur international
renommierten Modelagentur Metropolitan Models
Agency von Dominique Gallas. Es ist damals die Zeit
der Topmodels, Achtzehn übernimmt die Buchungen
der Models für Shows, Spots, Filme, Fotoshootings,
verhandelt Preise. „Das war Multikulti, da war jeden
Tag etwas anderes.“ Sonst hätte er den Job wohl
nicht zehn Jahre lang gemacht, eine lange Zeit in
Achtzehns Leben. Irgendwann aber merkt er als
fast 40jähriger, dass er nicht mehr nur mit jungen
Mädchen herumhampeln möchte, wobei er nie
etwas mit einer gehabt habe, „das war absolut tabu“.
Erwachsenwerden
Wieder schlägt Peter Achtzehn einen neuen Weg ein,
er managt ab sofort Regisseure, Fotografen, viele von
ihnen kennt er, ist mit ihnen befreundet, „das muss
so sein, auch wenn es mal knallt, aber dann verträgt
man sich wieder“. Er vermittelt ihnen Jobs, nutzt
seine mittlerweile weltweiten Kontakte, verhandelt
schlau, lässt sich oft, wenn bei seinen Fotografen das
Geld mal eng war, ein Bild, ein Negativ schenken,
und so sammelt er in den knappt 20 Jahren bis heute
viele Copyrights, von denen einige Fotografien
derzeit auch in Coburg zu sehen sind. Achtzehn
verkauft die Fotos, nicht mehr als zehnmal pro Stück,
„der Fundus schmilzt so langsam dahin“.
Zuhause
Er ist jetzt selbständig, frei, das Geschäft mit den
Fotografien läuft nebenbei, er kehrt nach Coburg
zurück, sucht eine zusätzliche Aufgabe, die ihn
erfüllt: Er hilft beim BFZ mit dem Konzept „Mein
Weg“ Jugendlichen, die ihren Lebensweg noch nicht
gefunden haben, die gestrauchelt sind, so wie er auch
hätte straucheln können nach einem schlechten Start
ins Leben. „Mir hat es immer geholfen, nicht zurück
zu schauen. Um weiter zu kommen, musst Du immer
nach vorne schauen.“ Nach vorne, das heißt für ihn,
dass er die große Glamourwelt von einst nicht mehr
braucht, auch keine Großstädte. „Irgendwann wirst
Du feststellen, Du lebst auch dort nur in Deinem
Viertel, und das ist nicht größer als Coburg. Ich bin
gerne wieder hier. Ich habe alles durch, es hätte ja
alles gar nicht besser laufen können, ich hatte eine
gute Zeit“. Wohin ihn sein nächster Weg führt?
„Was ich mir vorstellen könnte, wäre nur, mich in
den Süden Frankreichs zu verkriechen, das ist eine
schöne Ecke mit schönem Klima, einem tollen Wein,
gutem Essen, nicht ganz am Meer, nicht ganz in den
Bergen. Da könnte es mir gefallen.“
Madness, Kid Creole und andere:
Entdeckungen von Peter Achtzehn
Unzertrennlich.
Peter Achtzehn mit Bobby, seinem
neunjährigen chinesischen Faltenhund.
42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der
großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe
einer oder eine - Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Henry Bodnik. Der Coburger hat mit Bögen die Welt erobert. Sein Unternehmen Bearpaw Products
– Bogensport Bodnik GmbH aus Rossach im Landkreis Coburg nämlich ist Weltmarktführer im Bogensport.
Sind Sie ein Macher?
Ich bin nicht nur ein Macher, weil als Macher macht man alles selbst, ich bin
schon immer ein Denker, Lenker – und Macher.
Warum Sind Sie ein Macher?
Ich habe eine riesige Leidenschaft für meine Sache, den Bogensport, ich
brenne richtiggehend dafür. Ich bin kompromisslos, also wenn ich etwas
mache, dann richtig, ansonsten lasse ich es. Und ich marschiere gnadenlos
nach vorne.
Wie ging es los mit dem Machen?
Eigentlich war ich ja Postbeamter, sogar auf Lebenszeit. Doch ich hatte wohl
in meiner Jugend zu viele Indianerbücher gelesen. Und zu viel draußen im
Wald gespielt, geträumt von einer Fahrt auf dem Yukon, nur auf einem Kanu
mit Pfeil und Bogen, revolutionär veranlagt, in meiner Jugend auch ein
wenig mit dem Gesetz über Kreuz, ein bisschen Banditentum. Dann ging das
mit dem Bogenschießen los, ich habe Leute kennengelernt, die mich in die
Turnierszene gebracht haben. Der entscheidende Moment aber war, als ich
gefragt wurde, ob ich Kurse in instinktivem Bogenschießen geben könnte.
Und die Kursteilnehmer haben mich dann quasi fast dazu gezwungen, mich
mit meinem Wissen und meiner Begeisterung für das Thema Bogenschießen
selbständig zu machen. Über Learning by doing habe ich mir dann vieles selbst
beigebracht, ich wusste ja nichts über BWL, über Unternehmensführung.
Natürlich bin ich durch viele Täler gegangen, die Firma war eigentlich schon
einmal bankrott, doch unser Wissen und unser immer besseres Netzwerk und
die Unterstützung aus unserem Umfeld haben uns geholfen, dass wir heute
Weltmarktführer sind. Wir verkaufen weltweit etwa 10 000 glaslaminierte
Bögen im Jahr als Eigenmarke und sind immer einen bis fünf Monate im
Voraus ausverkauft. Aber eigentlich verkaufen wir das Abenteuer, das die
Menschen mit Bogenschießen verbinden. Also eigentlich habe ich nur einen
Kindheitstraum erfüllt.
Was treibt Sie an?
Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß, was ich tue. Ich hatte auch schon
lukrative Angebote, mein Unternehmen zu verkaufen, aber um Geld geht es
nicht. Die Firma ist mein Ding, und außerdem sind zwei meiner Kinder ja auch
schon dabei, das macht mir große Freude.
Ist die Region Coburg ein guter Standort zum Machen?
Es ist einer der besten Standorte zum Machen. Wir sind hier bestens vernetzt,
wir sind mittendrin, wir sind überall sehr schnell, das Leben ist günstig, die
Landschaft toll, das Essen gut. Also Coburg ist wirklich einer der schönsten
Plätze auf der Welt - und ich komme viel rum.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
Zum Unternehmen:
Das Unternehmen ist 1997 als Bogensport Bodnik gegründet
worden, später erfolgte die Umfirmierung in Bearpaw Products
Bogensport Bodnik GmbH. Am heutigen Stammsitz in
Rossach im Landkreis Coburg sind 30 Mitarbeiter beschäftigt,
die weltweit ca. 6 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.
Außerdem verfügt Henry Bodnik über die Eigenmarke Bodnik
Bows und über eine eigene Pfeilproduktion mit insgesamt 20
Mitarbeitern in Tschechien und Rumänien.
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46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47
EINE KLEINE HERAUSFORDERUNG
ENDE MAI WIRD ES ERNST
Die neue Datenschutz-Grundverordnung wird vor allem
für kleine Unternehmen und Vereine eine Herausforderung
Big Brother
In sozialen Netzwerken teilen User persönliche Informationen und Fotos. Sie wissen, dass
das soziale Netzwerk dadurch viel über sie weiß, dass Inhalte für den User auf Basis dieser
Daten gefiltert werden, dass dadurch sie gesteuert werden. Sie hoffen, dass ihre Daten im
sozialen Netzwerk sicher sind und nicht weitergegeben werden. Der Mensch von heute
ist über GPS und Smartphone fast auf den Meter genau ortbar, Überwachungskameras
zeichnen Laufwege und Verhalten im öffentlichen Raum auf uns Siri hört Zuhause auch
dann mit, wenn man nicht mit ihr spricht. Prognosen gehen davon aus, dass die jährlich
generierte Datenmenge weltweit von 2016 bis 2025 um das Zehnfache steigt auf dann 163
Zettabyte (Quelle Statista). Ein Zetabyte, das sind eine Trillion Gigabyte. Unvorstellbar.
Und es sind keine sinnlosen Daten, sondern durch Algorithmen nutzbar. Der gläserne
Mensch ist Wirklichkeit geworden, weil die Preisgabe von Daten nicht mehr biederbürokratisch-staatlich
daherkommt wie noch bei der umstrittenen letzten Volkszählung
1987, sondern smart, komfortabel, schick. Da geben viele Bürger ihre Daten gerne
freiwillig preis. Auch, wenn diese auch mal weitergegeben werden wie erst kürzlich von
Facebook. Auch, wenn schon viele Informationen aus Datenlecks getropft sind, wenn
man also die Kontrolle über die eigenen Daten zunehmend verliert.
Geldbußen bis 20 Millionen Euro
Dabei sind persönliche Daten ein hohes Gut, Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis
stehen im Grundgesetz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist gemäß
Bundesverfassungsgericht ein Datenschutz-Grundrecht, personenbezogene Daten sind
nach EU-Grundrechtecharta geschützt. Doch angesichts der weltweiten Übermacht an
Datensammlern kommen einem die Bemühungen von Datenschützern auf den ersten Blick
geradezu bemitleidenswert vor. Immer einen Schritt langsamer als die umsatzgetriebene
Informationsindustrie, immer ein wenig spröde. Jetzt aber bekommen sie in Europa
eine starke Hilfe an die Hand. Am 25. Mai diesen Jahres gelten neue Anforderungen
an den Datenschutz, und das europaweit einheitlich: Die sogenannte Datenschutz-
Grundverordnung tritt in Kraft. Ihre inhaltlichen Anforderungen ähneln zwar dem derzeit
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DIE NEUE DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG
Gesponserter Beitrag
Fakten zur neuen Datenschutz-Grundverordnung
• Gilt ab 25. Mai 2018
• Gilt für alle Unternehmen, Freiberufler und Vereine
• Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
muss angelegt werden
• Datenschutzerklärung muss auf Homepage und
in alle Verträge eingebunden werden
• Unternehmen ab zehn Mitarbeitern, die mit
personenbezogenen Daten arbeiten, benötigen
Datenschutzbeauftragten
• Bei Verstößen Geldbußen bis zu 20 Millionen Euro
geltenden Recht, doch quasi „über Nacht“ wird der Wind rauer im Datenland. Verstöße
gegen die Verordnung werden mit Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro bestraft, bei
Unternehmen alternativ von bis zu 4% des Weltjahresumsatzes. Dieser Strafenkatalog
zeigt zunächst einmal Entschlossenheit und ist auf jeden Fall ein Signal. Ob die Verfolgung
von größeren Verstößen angesichts der personellen Besetzung der Behörden und auf der
anderen Seite der professionellen Rechtsabteilungen weltumspannender Unternehmen
von Erfolg gekrönt sein wird, ist ein anderes Thema.
Abmahnkanzleien in Startlöchern
Sicher ist allerdings, dass die neue Datenschutz-Grundverordnung vor allem für kleine
Unternehmen, Freiberufler und viele Vereine eine große Herausforderung werden
wird. Sie sind keine Datenschutz-Profis, sind mit ihrem Tagesgeschäft voll und ganz
ausgelastet, haben aber „ständig mit Daten von Mitarbeitern, Kunden, Mandanten,
Patienten oder Mitgliedern zu tun“, so die „Erste Hilfe zur Datenschutzgrundverordnung“
des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, eine 60-seitige Broschüre, die
Dennis Busch von der Datenschutzwerkstatt aus Ebersdorf seinen Kunden empfiehlt:
„Eine wertvolle Zusammenfassung der wichtigsten Vorschriften.“ Ein Risiko sieht
Busch für Ein-Mann-Firmen, kleine Mittelständler und Vereine dabei weniger in einer
Verfolgung durch die Behörden, sondern von ganz anderer Seite. „Die Abmahnkanzleien
sitzen schon in den Startlöchern“, weiß er. Auch die Konkurrenz oder Kunden könnten
die fehlerhafte Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung zum eigenen Vorteil
nutzen. Bei der süc//dacor GmbH in Coburg jedenfalls arbeitet man seit einiger Zeit mit
Dennis Busch zusammen, hat ihn als Datenschutzbeauftragten eingesetzt, Pflicht für ein
Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern und der Arbeit mit personenbezogenen
Daten. „Datenschutz war für uns schon immer ein wichtiges Thema“, so Uwe Meyer,
Geschäftsführer der süc//dacor GmbH, „und die neue Datenschutz-Grundverordnung
nehmen wir als Provider natürlich auch sehr genau.“
Mehr Informationen:
Dennis Busch
www.datenschutzwerkstatt.de
„Erste Hilfe zur Datenschutz-
Grundverordnung für Unternehmen und
Vereine“, Herausgeber Bayerisches
Landesamt für Datenschutzaufsicht.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 49
„Das ist Stadtgeschichte,
was da gerade passiert“
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
GÜTERBAHNHOFGELÄNDE
Advertorial
Stephan Horn über die Dynamik
auf dem Güterbahnhofgelände
Das Güterbahnhofgelände in der westlichen Innenstadt Coburgs:
Ein alte Brache, über 150 Jahre in Betrieb, aber die letzten 30
Jahre kaum wahrgenommen und wenig genutzt, beflügelt seit
nun einem Jahrzehnt die Phantasie von Stadtplanern, Kreativen
und Unternehmen in der Vestestadt. Schon 2008 im Integrierten
Stadtentwicklungskonzept als das kommende „Band für
Technik, Wissenschaft und Design“ mit großen Hoffnungen
aufgeladen, wurde spätestens mit der Entscheidung des
Coburger Stadtrats für den Bau eines hölzernen Globe Theaters
auch der breiten Öffentlichkeit vermittelt, welches Potential
dieses Gelände bietet. Um dieses auszuschöpfen, arbeitet die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft gemeinsam mit vielen
städtischen Ämtern und Einrichtungen an der Erschließung und
an Konzepten für das Gelände.
Ein Rahmenplan im Jahr 2014 gemeinsam mit der Wohnbau/
Stadtentwicklungsgesellschaft bildete den Grundstein. „Dieser
Plan war wirklich sehr gut und vor allem sehr anspruchsvoll“,
so Stephan Horn rückblickend, Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg, der das
Verfahren seither an vorderster Stelle betreut. So konnte auf dem
bis vor vier Jahren noch heruntergekommenen, zugewucherten,
von Einsturzgefahr bedrohten Gebäuden geprägten und schlecht
bis gar nicht erschlossenen Gebiet wirklich einiges „bewegt“
werden. Viele Altlasten auf dem Gelände mit der Größe von
fast zehn Fussballfeldern sind beseitigt, entsorgt oder entkernt
worden, wie im Norden des Geländes, wo heute nur noch Teile
des früheren Schlachthofes stehen, wie im Süden des Geländes,
der früher eher einer Müllhalde glich, wie in der Mitte, wo
Ruinen das Bild prägten oder eine Pakethalle, die dem Verfall
preisgegeben war. „Seit wir den Rahmenplan aufgestellt haben,
ist wirklich sehr viel passiert“, so Horn.
Vor allem sei schon jetzt „neues Leben eingekehrt“: Die Pakethalle
dient den Designtagen und vielen anderen Veranstaltungen
mittlerweile als besondere, Urbanität ausstrahlende Location
mit unvergleichlichem Charme. In diesem Jahr wird dorthin
unter anderem der bayerische Städtetag einladen oder ein
internationaler Herzchirurgen-Kongress stattfinden. „Das
ist ja wirklich ein Ritterschlag“, so Horn. Im Süden hat sich
die Firma ROS mit einem modernen Gebäude angesiedelt,
ein ganz wichtiger Schritt für das Unternehmen und für die
Wahrnehmung des Geländes, im Osten bringt eine neue
Brücke über die Itz den davor nur über Umwege erreichbaren
Coburger Stadtteil näher an das innerstädtische Leben, und im
Norden werden keine Tiere mehr geschlachtet, sondern bald
neue Ideen geboren werden, wenn die mit vielen Millionen
Euro Bundes- und Landesmitteln geförderte Innovations- und
Vernetzungsplattform Co-Creapolis der Hochschule Coburg
dort einzieht. Auch die Initiative „Coburg Zukunft Digital“ soll
im Norden ihr neues Zuhause finden. Zukunftsunternehmen,
Kreative, die Hochschule, hochschulnahe Institutionen bewegen
sich näher an den Stadtkern, ein Wunsch, den Coburg schon
lange träumt. Entscheidungen, die sich Ende letzten Jahres
erst verdichtet haben. Und dann noch das Veto für den neuen
zentralen Rundbau, das Globe, als vorübergehende Heimat für
das Landestheater und danach als neue Welt für Kulturschaffende
der Region. Auch dieses Projekt war 2014 noch nicht einmal als
Idee geboren.
„Das waren also viele prozessuale Veränderungen, allesamt
positiv für das Gelände“, so Stephan Horn. Und zum Glück
habe der Rahmenplan zwar den Grundstein gelegt, auf dem die
Konzepte für die Zukunft jetzt gebaut werden, er sei aber eben
nicht „in Stein gemeißelt“. Jetzt werde er weiterentwickelt,
eine „Transformationsphase“ nennt Horn den momentanen
Prozess, der als weiterer Meilenstein den Weg in die Zukunft
markiert: Fünf Projekte werden auf dem Gelände koordiniert
seitens der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Wohnbau
und des Rechtsamts der Stadt Coburg. Neben dem Globe die
Projekte „Parkhaus“ gleich daneben, „Gewerbliche Flächen“
für Firmen, Hotels, Gastronomie auf dem gesamten Gelände
verteilt, „Schlachthof “ und „Pakethalle“, für die wohl im
Sommer eine Entscheidung getroffen werden wird, ob sie eine
dauerhafte Versammlungsstätte bleiben darf. Bisher hat sie eine
Ausnahmegenehmigung.
„Das ist Stadtgeschichte, was da gerade passiert“, sagt Horn.
„Das wird für ein halbes Jahrhundert die Entwicklung Coburg
entscheidend beeinflussen.“ Dass er damit wohl richtig liegt,
zeigt ein Blick über die Frankenbrücke: Noch vor nicht ganz
zwanzig Jahren brannte das Hofbrauhaus lichterloh, das Gebäude
lag in Schutt und Asche. Dann krempelte man die Ärmel hoch
und packte an. Heute ist der Campus Design ein florierender
Standort.
„Das wird für ein halbes Jahrhundert die
Entwicklung Coburg entscheidend beeinflussen.“
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
COBURGS CLUBKULTUR
Oliver Müller
zur Clubkultur
in Coburg
Während auf dem Güterbahnhofgelände im Süden der
Coburger Innenstadt mit dem Bau des Globe ein neuer
Kulturtempel entsteht, pilgern Tausende seit Jahren in
den Norden der Innenstadt, in das Gebiet in und um den
Steinweg. Sie sind Anhänger einer anderen Kultur, einer
Kneipenkultur, die in Coburg getragen wird von vielen
Gastronomen, die sich Abend für Abend etwas einfallen
lassen müssen, um Gäste anzulocken. Immer wieder sind
das auch Konzerte, DJs, Sessions, eine Kultur eben, die zur
Urbanität einer Stadt genauso gehört wie die Hochkultur
auf der anderen Seite. Die Gastronomen tun das oft genug
mit großem Aufwand und auf eigene Verantwortung.
Unterstützung oder gar Anerkennung bekommen sie
dafür keine. Eher wird ihr „Kiez“ in Coburg als Problem
gesehen. Der COBURGER dazu im Gespräch mit Oliver
Müller von der Sonderbar im Unteren Bürglass, gleich an
der Ecke zum Steinweg.
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
NICHT NUR GLOBE
COBURGER: Was bietest Du Deinen Gästen an in Sachen Kultur, in Sachen Musik?
Also seit fast vierzehn Jahren veranstalten wir in der Sonderbar eine
ganze Reihe an Events. Immer so 40 bis 50 Konzerte im Jahr auf unserer
kleinen Bühne. Den „Schwof “ habe ich auch noch regelmäßig, DJs, die
auflegen. Außerdem eine offene Bühne an jedem dritten Freitag im
Monat, wir haben gerne junge Bands als Auftakt, die Bühnenerfahrung
sammeln wollen, danach ist die Bühne offen für jeden, da spielen mal
mehr, mal weniger mit. Und alles für ein ganz buntes Publikum von
Studenten bis hin zu älteren Gästen, quer durch alle Schichten. Wo gibt
es so etwas sonst hier? Das ist ein Stück Kultur, das wir hier anbieten.
Und das geht nur, weil viele Leute mithelfen, weil sie mit aufbauen,
weil sie begeistert sind, nicht nur wegen der Kohle, sondern weil sie
etwas auf die Beine stellen wollen.
COBURGER: Wie wird das angenommen?
Also wenn man eine Größe hat wie wir, muss man schon ein Faible
dafür haben, muss es gerne machen. Das tue ich, das tun wir, das ist
wichtig für die Kneipe, für unser Stammpublikum, das das sehr schätzt.
Ich investiere viel in die Konzerte, in gute Technik, engagiere mich,
wir haben uns in der Szene einen guten Ruf erarbeitet. Die Bands
mögen uns, die wissen das zu würdigen, die spielen auch für relativ
geringe Gagen, sonst würde das ja gar nicht funktionieren. Und jeder
Gast zahlt nur 3 Euro Kostenbeteiligung dafür. Und wenn einer das
nicht einsieht, ist es auch ok, dann schmeißen wir ihn auch nicht raus.
Wenn wir richtig Eintritt verlangen würden, dann fallen mehr Gema-
Gebühren an, höhere Gagen, du brauchst mehr Personal, Du musst
Dich ums Booking kümmern, das ist dann alles noch aufwändiger und
dafür ist die Sonderbar ja auch zu klein. Also Geld verdienen wir mit
den Konzerten keines, da bräuchten wir eine größere Location, aber
bei maximal 90 Gästen kann das natürlich nicht lukrativ sein. Uns geht
es dagegen um Clubkultur.
COBURGER: Wird Euer Engagement gewürdigt?
Also von öffentlicher Seite gibt es eine ziemliche Gleichgültigkeit
gegenüber dem, was wir hier und ein paar Kollegen in Sachen
Clubkultur in Coburg machen. Da gibt es keine Wertschätzung, keine
Anerkennung dessen, was wir für Coburg leisten. Auch nicht von
Medienseite: Andere Veranstaltungen werden groß angekündigt, über
die wird berichtet, bei uns Fehlanzeige. Ich kann mir diese mangelnde
Anerkennung nicht erklären, das ist ja keine wirkliche Subkultur, es
sind ja ganz normale Konzerte für ganz normale Leute. Mir geht es ums
geschätzt werden, dass anerkannt wird, dass wir hier die Clubkultur
hochhalten.
COBURGER: Der Steinweg gleich bei Dir um die Ecke ist immer wieder in der Diskussion, wie stehst Du dazu?
Oliver Müller: Also Coburg hat für die Größe der Stadt mit 40 000
Einwohnern eine Vielfalt an Kneipen wie keine andere Stadt in
Deutschland. So eine Dichte ist ein hohes Gut, ein großer Wert für die
Stadt. Wenn Bands hier bei uns sind und nach dem Auftritt noch eine
Runde durch den Steinweg drehen, sagen die auch, Wahnsinn, was hier
los ist. Ich höre das immer wieder. Ich verstehe nicht, dass die Stadt
nicht mehr Werbung damit macht. Es wird immer gesagt, wir seien eine
Studentenstadt, wir seien vorwärts gewandt, aber in Wirklichkeit wird
nicht viel für die Szene getan. Und dann sehe ich, was für ein Gedöns
um die Markthalle wochen- und monatelang gemacht wurde und dann
schau Dir an, was draus geworden ist. Das ist doch ein Trauerspiel.
Hier dagegen ist so viel Eigenengagement, bei uns, bei anderen Clubs,
das ärgert mich, dass das nicht gewürdigt wird. Stattdessen wird der
Steinweg sogar immer nur negativ dargestellt.
COBURGER: Wie stehst Du zum Neubau eines Globe als Kulturtempel der Zukunft?
Ich halte das Globe für einen Segen für Coburg, wenn man das danach
einer guten Nutzung zuführt, ist das toll. Das kann man auch nicht
vergleichen mit dem, was wir kulturell bieten. Das ist natürlich eine
ganz andere Liga. Und ich will das auch nicht gegeneinander ausspielen.
Ich wünsche mir nur einfach etwas mehr Sensibilität für die kleinen
Anbieter von Kultur in der Stadt, ich und andere. Ich verstehe nicht,
warum in Eventkalender, auf Eventseiten Bands beworben werden, die
vor 10000 Leuten spielen irgendwo in Franken und am gleichen Tag
bei uns ein Konzert stattfindet, das nicht erwähnt wird. Man könnte
doch auch sagen: Die Großen brauchen keine Unterstützung mehr, die
kleinen Clubs aber schon, oder? Sollen doch alle froh sein um das, was
hier los ist. Wir sind nicht nur Globe, wir haben auch eine Clubszene.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
SOMMER EVENT GUIDE
VON BENEDIKT DELLERT
Vor der Tür wartet der Sommer. Die wohl beliebteste Jahreszeit.
Warum das so ist, ist eigentlich klar, denn keine andere Jahreszeit
bietet mehr. Das zeigt unser COBURGER SOMMER. Ein Eventguide,
eine Orientierungshilfe für die Monate Mai bis Oktober. Wir wünschen
Ihnen einen schönen Sommer mit tollem Wetter und noch tolleren
Veranstaltungen.
TREFFEN DER KREATIVEN
30. Coburger Designtage | 29. Mai – 3. Juni
Die Coburger Designtage sind der Impulsgeber für Design und Innovation in
der Region. In diesem Jahr feiert die Veranstaltung vom Coburger Designforum
Oberfranken e.V. ihr 30. Jubiläum. Die alte Pakethalle auf dem ehemaligen
Güterbahnhofgelände wird wieder zum Leben erweckt. Nachwuchsdesigner
stellen aus, oberfränkische Unternehmer zeigen ihre Gestaltungsideen, das
Thema Nachhaltigkeit spielt wie immer eine große Rolle. Das Areal am Alten
Güterbahnhof verwandelt sich an den Designtagen in ein hochfrequentiertes
Forum für die Kreativwirtschaft. Hier ist Raum für Ideen und Konzepte, die die
Basis erfolgreicher und nachhaltiger Gesellschaften sind. Die Coburger Designtage
wären nicht, was sie sind, wenn es neben hochkarätigen Ausstellungen nicht auch
ein umfangreiches Rahmenprogramm geben würde. Nach der neu inszenierten
Eröffnung am 29. Mai geht es erst richtig los: Workshops, Vorträge, Live-Musik
und hochkarätige Präsentationen.
Wer seiner Kreativität unter Beweis stellen möchte, für den ist der „Makerspace“
genau das richtige. Denn dort wird analoges und digitales Gestalten kombiniert:
Laser-Cutter, CNC-Fräse und 3D-Drucker unterstützen die klassischen
Werkzeuge wie Hammer, Säge und Zange. Hier können digitale Entwürfe und
Ideen durch Prototypen schnell entwickelt und umgesetzt werden. So können
Menschen mehr sein als nur Konsumenten - sie werden selbst aktiv. Wissen
weitergeben, Ideen entwickeln und zusammen Erfahrungen sammeln, das steht
im Vordergrund des Makerspace.
Wer sich nicht alleine ins „Designgetümmel“ wagen will, für den gibt es täglich um
10 und 14 Uhr geführte Rundgänge.
Weiter Information findet man unter www.coburger-designtage.de
Bild: www.coburger-designtage.de
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG
I GOT RHYTHM
Klassik Open Air | 30. Juni im Rosengarten
Das Klassik Open Air beim Picknick im Coburger Rosengarten ist das
Volksfest für Musikliebhaber. In diesem Jahr steht das Klassik Open Air unter
dem Motto „I GOT RHYTHM“. Die Werke von George Gershwin und weitere
Darbietungen werden die Zuhörer in den Bann der Musik ziehen. Gershwin war
ein US-amerikanischer Komponist, Pianist und Dirigent. „Jazz ist das Ergebnis
der Energie, die in Amerika gespeichert ist“, hat George Gershwin einmal gesagt.
Diese Energie hat Gershwin aufgenommen und in seine Musik integriert. Zu
seinen bekanntesten Werken gehören „Rhapsody in Blue“ und seine Oper „Porgy
and Bess“.
Die musikalische Leitung des Klassik Open Air obliegt wie auch in den Vorjahren
dem Generalmusikdirektor des Coburger Landestheaters Roland Kluttig.
Selbst Menschen, die normalerweise keine Fans der Klassik sind, können hier
ungezwungen und bei freiem Eintritt in die klassische Musik abtauchen und diese
lieben lernen. Zum einen ist es die musikalische Qualität des Philharmonischen
Orchesters des Landestheaters Coburg, die Musikliebhaber lockt. Zum anderen
ist es das Flair der Veranstaltung. Das tolle Ambiente des Coburger Rosengartens
und letztendlich die zwanglose Picknickatmosphäre machen das Klassik-Open-
Air zu einer Veranstaltung mit Kultcharakter.
COBURG IST VIELFÄLTIG
Internationale Woche | 1. bis 8. Juli
Die Internationale Woche in Coburg zeigt, dass in Coburg Willkommenskultur
gelebt wird. Neben verschiedenen Auftritten und einem reichhaltigen
Bühnenprogramm gibt es auch wieder Köstlichkeiten aus aller Welt. Coburg
ist bunt! Die Einwohner Coburgs kommen aus mehr als 100 verschiedenen
Ländern und gehören zu Coburg wie die weltweit bekannte Geschichte
Coburgs. Auch in diesem Jahr startet die Internationale Woche wieder mit dem
Internationalen Fest auf dem historischen Marktplatz. Und da ist einiges geboten:
Ein volles Bühnenprogramm mit Tanz, Musik und anderen Darbietungen ist nur
ein Teil des Festes. Der andere Teil sind die Kulinarischen Köstlichkeiten, die
von verschiedenen Vereinen und Gastronomen angeboten werden. Hier findet
jeder etwas für seinen Geschmack. Abgerundet wird das Fest von Info- und
Aktionsständen.
Die gesamte Woche steht im Zeichen der Internationalität der Vestestadt. Es gibt
verschiedenste Vorträge, Konzerte, Workshops und vieles mehr. Das Programm zur
Internationen Woche 2018 stand zu Redaktionsschluss leider noch nicht endgültig
fest. Es lohnt sich deshalb auf die Homepage der Stadt Coburg zu schauen. Die
einzelnen Veranstaltungen werden einen Platz im Veranstaltungskalender finden.
Italienisch
arabisch
englisch
Persisch
thai
russisch
Griechisch
türkisch
Deutsch
Spanisch
bosnisch/kroatis
französisch
Bild: Henning Rosenbusch
Bild: www.coburg.de
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 55
Bild: Sebastian 56 Buff COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER
SAMBA VOL. 27
Vom 13. bis 15. Juli
Samba gehört zu Coburg wie die Bratwurst. Vom 13. bis 15. Juni prägen wieder
heiße Rhythmen, leichtbekleidete Schönheiten, und der Duft von Caipirinha
und Köstlichkeiten das Stadtbild Coburgs.
Am zweiten Wochenende im Juli herrscht mal wieder der Ausnahmezustand
in der Vestestadt, und das im positiven Sinne. Kein Wunder, feiert man doch
in Coburg das größte Sambafestival außerhalb der „Samba-Hauptstadt“ Rio de
Janeiro. Eigentlich unglaublich für eine Stadt in der Größenordnung von Coburg.
Das Organisationsteam des Sambafestivals legt sich wieder ins Zeug und lässt viele
der Künstler direkt aus Brasilien einfliegen. Bis zu 200.000 Besucher, rund 3.000
Sambistas von über 100 Samba-Gruppen, und zahlreiche Internationale Show-
Acts werden auch die 27. Auflage zu einem Höhepunkt der Festival-Geschichte
werden lassen. Derzeit laufen die Künstlerverpflichtungen der Gruppen, Bands
und Stars.
Der Eintritt für das dreitägige Samba-Spektakel gibt es aktuell noch im Vorverkauf
in der Tourist Info oder über die Homepage des Veranstalters. Während des
Festivals gibt es auch Tagestickets.
Das neue Plakat-Motiv ist in diesem Jahr international wie das Festival. Es stammt
von einer Gaststudentin der Coburger Hochschule aus den USA. Kendra Lemon
sicherte sich mit ihrem Plakatentwurf den Sieg im Wettbewerb. Insgesamt
hatten sich 42 Studenten der Studiengänge Integriertes Produktdesign und
Innenarchitektur an dem Wettbewerb beteiligt. Das Siegerplakat ist schon bald an
vielen Straßen und Plätzen in Bayern und Teilen Thüringens zu sehen und wirbt
für das diesjährige Samba-Festival im Juli.
Preise und weitere Infos unter www.samba-festival.de
Zum Samba-Festival wird neben einer Samba-Königin des Karneval in Rio auch
Motsi Mabuse das Festival besuchen. Die Tänzerin, bekannt aus der TV-Show
„Let´s Dance“, wird einen Salsa-Workshop abhalten und die Sonne Lateinamerikas
mit nach Coburg bringen. Der Workshop ist online unter www.samba-festival.de
zu buchen. Anfang Mai wird das Gesamtprogramm für das diesjährige Samba-
Festival veröffentlicht.
Bild: Sebastian Buff
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
PARTY DELUXE UNTERM STERNENHIMMEL
COBURGER SCHLOSSPLATZFEST | 19. bis 23. Juli
Klirrende Gläser, kulinarische Leckereien und ein tolles Showprogramm
- das sind nur drei Gründe, warum Ende Juli der Coburger Schlossplatz zur
größten Gourmetparty in Nordbayern wird. Ein anderer Grund, warum es so
viele Menschen auf das Schloßplatzfest zieht, ist quasi dem Motto zu verdanken:
„Umsonst & Draußen“. Jeder kann das Schloßplatzfest besuchen, ob nun zum
Dinieren und Verweilen, oder einfach nur um sich die tolle Show auf einer der
beiden Bühne anzuschauen. Das Fest, das früher vor allem von Coburgern für
Coburger gemacht wurde, hat mittlerweile eine Strahlkraft bis weit über den
Landkreis hinaus. Ein Grund: Das Gesamtpaket des Festes ist sehr stimmig. Das
malerische Ambiente des Schlossplatzes, ein gastronomisches Angebot, welches
einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, und ein überragendes Showund
Musikprogramm.
SOMMER EVENT GUIDE
Das Fest der Sinne trägt seinen Namen völlig zu Recht. Denn hier kommt jeder
Sinn auf seine Kosten. Regionale Leckereien, mediterrane Köstlichkeiten,
Speisen mit Einflüssen aus den verschiedensten Ländern. Die Speisekarten der
Gastronomen sind vollgepackt mit Leckereien und bieten für jeden etwas. Das
Schloßplatzfest ist ein Leckerbissen im Coburger Veranstaltungskalender, und das
nicht nur für die Gaumen.
Weiter Informationen gibt es im Internet unter www.schlossplatzfest-coburg.de.
Bild: Sebastian Buff
58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
OHNE KLOSS NIX LOS
13. Coburger Klößmarkt | 31. August bis 2. September
Er ist Woche für Woche in aller Munde. Der Kloß oder - wie man in Coburg
sagt – der „Rutscher“. Auch dieses Jahr widmet man der Lieblingsbeilage der
Coburger ein Fest, bereits zum 13. Mal. Der „Coburger Klößmarkt“ geht in
diesem Jahr in seine 13. Runde. Drei Tage, die dem „Rutscher“ gewidmet sind.
Im vergangenen Jahr rutschten stündlich bis zu 1000 Klöße über die Teller in die
Mägen der zahlreichen Besucher, die mittlerweile nicht nur noch aus Coburg
kommen. Auch Auswärtige kommen zum Kloßmarkt und speisen zusammen mit
den Coburgern die Spezialität aus rohen und gekochten Kartoffeln. Natürlich wird
der Kloßmarkt wie jedes Jahr auch musikalisch umrahmt. Volks- und Blasmusik,
Oldies, Rock und Pop, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Im Mittelpunkt
ist und bleibt aber der Kloß und alles, was aus seinem Ursprung, der Kartoffel,
typisch für die Region ist.
VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER
Jazz-Liebhaber sollten sich besonders den Sonntagvormittag dick im Kalender
anmarkern, denn ab 11 Uhr findet das beliebte Jazz Frühshoppen statt. Neben dem
Coburger „Rutscher“ darf auch das zweite „Grundnahrungsmittel“ der Coburger
natürlich nicht fehlen: die Coburger Bratwurst.
Bild: Henning Rosenbusch
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59
SOMMER EVENT GUIDE
KONTRASTREICHE NACHT
14. Coburger Museumsnacht | 8. September
Sie ist wohl Coburgs schönste Nacht – die Museumsnacht.
Das tolle Ambiente, gepaart mit abwechslungsreicher
Musik und Unterhaltung, und im Mittelpunkt die Museen,
machen aus Kultur einen Spitzenevent. Sie hat mehrere
Namen: Nacht der Kontraste, Museumsnacht oder einfach
Coburgs schönste Nacht. 2018 findet der Event bereits
zum 14. Mal statt – und der Event im Spätsommer hat sich
immer weiter entwickelt. Auch in diesem Jahr: Zum ersten
Mal übernimmt die Agentur Streckenbach die Organisation
und Durchführung der wegen ihrer einzigartigen
Mischung beliebten Veranstaltung. Kultur, Installationen
und Illuminationen, gepaart mit einem hochkarätigen
musikalischen Angebot, machten den Abend zum Highlight
im Coburger Spätsommer. Die 14. Coburger Museumsnacht
am Samstag, 8. September 2018 steht in diesem Jahr unter
dem Motto „Nacht der Kontraste“. Bewusst hat die Coburger
Landesstiftung zusammen mit Oberbürgermeister Norbert
Tessmer entschieden, dieses Mal kein bestimmtes Motto zu
wählen, sondern das Thema „Kontraste“ herauszuarbeiten.
So ist es allen Beteiligten möglich, ihren Ideen freien Lauf
zu lassen und spannende, interessante Programmpunkte zu
finden.
Weitere Informationen findet man auf der Homepage
www.museumsnacht-coburg.de
SCHÄTZE & PLÄTZE
7. Oktober | Verkaufsoffener Sonntag
Unter dem Motto „Schätze & Plätze“ findet am 7. Oktober
wieder der beliebte verkaufsoffene Sonntag im Oktober
statt: Schlendern und shoppen in der Innenstadt und
dabei noch die neusten Autos bestaunen. Unter dem Motto
„Schätze & Plätze“ rufen die Läden der Coburger Innenstadt
zur bunten und abenteuerlichen Jagd nach dem einen
oder anderen Schatz! Sie können durch das Sortiment von
Coburgs vielfältiger Shoppingmeile stöbern, sich hierbei in
den Läden beraten lassen und mit etwas Glück den nächsten
Lieblingsschatz entdecken. Für die kleinen Schatzsucher ist
beispielsweise eine Schnitzeljagd geboten. Lassen Sie sich
in der Nähe des Spitaltors von einem Roboter begeistern.
Beim Bummeln durch die Innenstadt können in der Spit und
auf dem Marktplatz unzählige Automodelle von mehr als 23
Marken bestaunt werden, die von den oburger Autohäusern
vorgeführt werden. Gerne werden Besucher von Fachleuten
beraten.
Ob Coburger Bratwurst, Galettes oder Crêpe, begleitet
werden die vielen Attraktionen von kulinarischen
Köstlichkeiten, die auf dem Marktplatz angeboten werden.
Egal ob die Besucher am Sonntag mit Auto, Bus oder Zug
anreisen, auf www.gocoburg.de können sich alle Gäste vorher
und während des Nachmittags über Geschäfte informieren,
oder wo der nächste Parkplatz oder die nächste Toilette zu
finden sind. Ob auch in diesem Jahr wieder das Steinwegfest
am selben Tag stattfindet, war zu Redaktionsschluss noch
nicht bekannt.
60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER
NACH UND IN COBURG UNTERWEGS AUTO, BUS UND TAXI
Auto
Anreise von Westen oder Osten über B303, vom Süden oder Norden über A73
Bahn
Werktäglich je dreimal, Wochenende je zweimal ICE-Halt aus Richtung
München und aus Richtung Berlin, Anbindung über Regionalexpress aus
Richtung Sonneberg und aus Nürnberg über Bamberg alle zwei Stunden,
stündlich mit agilis aus Richtung Bayreuth und aus Richtung Bad Rodach.
Stadtbusse
Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis
19:45 Uhr, samstags von 5:00 bis 13:15 Uhr. Informationen zu Haltestellen,
Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de.
Anruf-Sammel-Taxi
Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem
Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon
unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind die regulären Bushaltestellen.
www.coburgmobil.de/ast
Taxistandorte
Hauptbahnhof, Marktplatz, Theaterplatz, Steinweg/Hahnmühlenweg,
Albertsplatz.
Bimmelbahn Veste-Express
Erste Abfahrt in der Herrngasse um 10 Uhr
letzte Rückfahrt von der Veste um 17:10 Uhr.
www.geckobahn.de/coburg.
Informationen zu Park- und Transportmöglichkeiten
Bürgerbüro der Stadt Coburg Markt 1
Telefon: 09561/ 89-1111.
www.coburg.de/buergerbuero
Touristinformation in der Herrngasse 4
Telefon 09561 – 89-8000
www.coburg-tourist.de
bahnhof
Lossaustraße
Judengasse
Mühldamm
Mühldamm
Güterbahnhof
Frankenbrücke
Zinkenwehr
Schlachthofstraße
Viktoriastraße
Sally-Ehrlich-Straße
bahnhof
Uferstraße
Lossaustraße
Judengasse
Judengasse
Mühldamm
Löwenstraße
Viktoriastraße
Mühldamm
PH Zinkenwehr
Güterbahnhof
Frankenbrücke
Schillerplatz
Zinkenwehr
Zinkenwehr
Schlachthofstraße
Viktoriastraße
Sally-Ehrlich-Straße
Mohrenstraße
Uferstraße
Schillerplatz
Judengasse
Ernstplatz Goethestraße
Am Viktoriabrunnen
Webergasse
Ernstplatz
Ahorner Straße
Judengasse
Löwenstraße
PH Mauer
Viktoriastraße
PH Zinkenwehr
Schillerplatz
Goethestraße
Bamberger Str.
Zinkenwehr
Mohrenstraße
Hindenburgstraß
Mohrenstraße
Schillerplatz
Judengasse
Judentor
Ernstplatz Goethestraße
Schützenstraße
Webergasse
Am Viktoriabrunnen
Webergasse
Ernstplatz
Albertsplatz
Ahorner Straße
PH Mauer
Goethestraße
Casimirstraße
Ahorner Straße
Ketschentor
Bamberger Str.
Hindenburgstraß
Mohrenstraße
Mohrenstraße
Judentor
Marktplatz
Rathaus
Ketschengasse
Webergasse
Albertsplatz
Schützenstraße
Casimirstraße
Ahorner Straße
PP Anger
Ketschentor
Mohrenstraße
Casimirstraße
Steintor
Berliner Platz
PP Gemüsemarkt
Stadtbus Umsteigen
Marktplatz
Rathaus
Ketschengasse
Alexandrinenstraße
Alexandrinenstra
Leise am Markt
Puppenmuseum
Obere Anlage
Oberer Bürglaß
Oberer Bürglaß
Theaterplatz
Rückertstraße
Grafengasse
Grabungsmuseum
Morizkirche
Kino Utopolis
Oberer Bürglaß
Landestheater
Steingasse
Schlossplatz
Ehrenburg
Grabungsmuseum
Obere Anlage
Glockenberg
Glockenberg
Hinterm Marstall
Steintor
Untere Realschulstraße
Haus Contakt
ev. Kirche
unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind Rosengarten die regulären Bushaltestellen.
Kongresshaus
Rosengarten
www.coburgmobil.de/ast/
PP Anger Angerturnhalle
Angerturnhalle
Casimirstraße
Steintor
Berliner Platz
Kongresshaus
Rosengarten
PP Gemüsemarkt
Stadtbus Umsteigen
Alexandrinenstraße
Alexandrinenstra
Leise am Markt
Puppenmuseum
Obere Anlage
Oberer Bürglaß
Oberer Bürglaß
Theaterplatz
Rückertstraße
Morizkirche
Rosengarten
Kino Utopolis
Grafengasse
Oberer Bürglaß
Landestheater
Steingasse
Schlossplatz
Ehrenburg
Obere Anlage
Glockenberg
Glockenberg
Hohe Straße
Hinterm Marstall
Gemeindezentrum
St. Augustin
Leopoldstraße
Steintor
Untere Realschulstraße
Haus Contakt
ev. Kirche
Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem
Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon
Leopoldstraße
Reithalle
Hohe Straße
Gemeindezentrum
St. Augustin
Glockenberg
Obere Klinge
Festungsstraße
Hofgarten
Reithalle
Glockenberg
Steintor
Obere Klinge
Festungsstraße
Hofgarten
Steintor
Ob
Glockenberg
Ob
Glockenberg
Parkhaus/-Platz
Parkhaus/-Platz
Zu Fuß
Zu Fuß
zum Markt
zum Markt
Preis Nacht-
Plätze Preis
Plätze Stunde Preis
Stunde
Nacht-
Preis
PH Mauer 2 Minuten 436 1 € 2 €
PH Mauer 2 Minuten 436 1 € 2 €
PH Zinkenwehr 7 Minuten 469 1 € 2 €
PH Zinkenwehr
PH Post
7 Minuten
8 Minuten 432
469
1,90 €
1 €
2 €
2 €
TG PH Albertsplatz Post 4 Minuten 8 Minuten 176 4321,20 € 1,902 € 2 €
PPlatz TG Albertsplatz Anger 9 Minuten 4 Minuten 510 176 1 € 1,20 2,50 € € 2 €
PPlatz Aquaria Anger 25 Minuten 9 400 510 1 € 12,50 € € 2,50 €
Innenstadt Parkuhr bis 15 Minuten 1 € keiner
PPlatz Aquaria 25 Minuten 400 1 € 2,50 €
Strom-Zapfsäule Innenstadt Parkuhr für E-Bikes bis 15 Minuten 1 € keiner
Albertsplatz oder Telefon 09561 – 749 - 1423
DIE QUAL DER WAHL
Strom-Zapfsäule für E-Bikes
Albertsplatz oder Telefon 09561 – 749 - 1423
Neue Freunde, Adressen im Sommer 2017
Und Neue hier Freunde, gehen wir Adressen hin im Sommer 2017
Da sind sie wieder, unsere drei Probleme wie jedes
Jahr im Frühling und Sommer in Coburg: Zeit, Zeit,
Zeit. Der Tag hat nicht so viele Stunden und die
Monate nicht so viele Tage, wie man bräuchte, um
Coburg in der schönsten Zeit des Jahres wirklich
auszukosten. Also hier mal unsere Tipps, was man
sich 2018 auf jeden Fall nicht entgehen lassen sollte.
• Ganz klar: Das Open-air mit a-ha auf dem
Schlossplatz am Mittwoch, den 22. August
• Auch selbstverständlich: Die Nacht der Kontraste
am Samstag, den 8. September
Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis 19:45
Uhr, samstags von 5:00 bis 13:15 Uhr. Erwachsene bezahlen für einen Einzelfahrschein
• Und je nach zum Tarifzone Auftakt: 1,60 oder Die 1,90 Designtage Euro. Kinder 80 ab Cent dem oder 1 Euro.
Informationen zu Haltestellen, Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de
Dienstag, dem 29. Mai.
Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem
Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis 19:45
AUSGABE 26 / APRIL 2018 Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon
Uhr, samstags von 5:00 COBURGER bis 13:15 Uhr. Erwachsene | DAS MAGAZIN bezahlen für einen 61 Einzelfahrschein
unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind die regulären Bushaltestellen.
je nach Tarifzone 1,60 oder 1,90 Euro. Kinder 80 Cent oder 1 Euro.
www.coburgmobil.de/ast/
Informationen zu Haltestellen, Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de
Advertorial
KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
UNTERHALTUNG UND MUSIK VOM FEINSTEN
Der Mai startet haarig mit dem weltbekannten Musical HAIR, das am 6. Mai in der Bamberger Konzerthalle gastiert. Wer auf Fußball und Comedy
steht, für den gibt es am 13. und 14. Mai den perfekten Einstieg in das WM-Jahr. In Hallstadt und Bayreuth sind die „weltmeischsterlichen“ JOGIS
ELEVEN zu Gast. Zudem kommt mit REVOLVERHELD ein Schwergewicht des deutschen Musikbusiness nach Coburg und bereichert den HUK-COBURG
Open-Air-Sommer, der ja mit der Kelly Family, a-ha und James Blunt ohnehin schon namhafte Stars präsentiert.
HAIR
FREITAG, 6. MAI I 20 UHR
KONZERTHALLE BAMBERG
Der Pfälzer Produzent Frank Serr bringt nach der Erfolgs-Tournee 2016 erneut
das Kult-Musical „HAIR - The American Tribal Love-Rock Musical“ in die Theater
und Hallen des deutschsprachigen Raumes. Als Regisseurin wurde die New
Yorkerin Kendra Payne verpflichtet. Sie stand bereits für zwei HAIR-Produktionen
auf der Bühne und bezeichnet sich selbst als „einer der größten Hippies weit und
breit“. Nach eigenen Aussagen geht ihre Hippie-Liebe soweit, dass sie sogar auf
dem Gelände des legendären Woodstock-Festival geheiratet hat. Zu HAIR sagt
sie: „Für diese Produktion habe ich bereits im Mai 2017 mit den Vorbereitungen
begonnen. Ich habe sehr viel über Vietnam, Proteste, Bü rgerrechte, Frauenrechte
und alles was die 60er Jahre geprägt hat, recherchiert. Ich möchte sicher gehen,
dass ich mir genug Zeit genommen habe, um in das Stü ck einzutauchen und die
Botschaft des Stü ckes auf die bestmögliche Weise an die Oberfläche und auf die
Bü hne zu bringen. Die Show soll eine wahrhaftige und leidenschaftliche Reflexion
der Magie und psychedelischen Wirklichkeit der 60er Jahre sein. In dieser Zeit
ist in der amerikanischen Geschichte sehr viel passiert und es ist mir wichtig die
Botschaft von Gegenwehr, Frieden und Liebe weiter zu verbreiten.“
JOGIS ELEVEN – JETZT ERSCHT RECHT!
REVOLVERHELD – HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018
19. AUGUST I 19:30 UHR
SCHLOSSPLATZ COBURG
Es war ein besonderer Tag im November 2016 fü r die Jungs von Revolverheld, vielleicht
sogar der bisherige emotionale Höhepunkt der Karriere. Das letzte Konzert und feierliche
Finale der „MTV Unplugged Tour“ ging in ihrer Heimatstadt Hamburg ü ber die Bü hne der
ausverkauften Barclaycard Arena und die vier sympathischen Nordlichter verabschiedeten
sich in eine Pause. Die erste wirkliche Pause nach ü ber einem Jahrzehnt Bandgeschichte,
unzähligen Gold und Platinauszeichnungen, Echo, MTV Awards, Charthits und alleine
auf der letzten Tour beinahe 250.000 Fans, die jeden Abend genauso glü cklich und
verschwitzt nach Hause gingen wie die Band. Doch ein Jahr Pause geht schneller vorbei,
als man denkt. Und pü nktlich melden sich Revolverheld mit der Nachricht zurü ck,
dass Johannes nächstes Jahr Teil der 5.Staffel der höchst erfolgreichen VOX Sendung
„Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wird! Offensichtlich rü hrt sich also wieder
etwas im Hause Revolverheld und man munkelt, dass die Jungs wohl wieder an einem
neuen Album feilen und 2018 nach >>PAUSE<< wieder auf >>PLAY<<. drü cken.
13. MAI I 19 UHR | KULTURBODEN HALLSTADT
14. MAI I 20 UHRZENTRUM IN BAYREUTH
Nach dem sensationellen Erfolg mit 30.000 Zuschauern geht
die Live-Show „Jogis Eleven – Jetzt erscht recht“ 2018 in die
Verlängerung: Das Testspiel, EM genannt, ist gelaufen. Die Jungs
um den Bundeschtrainer wollen „Jetzt erscht recht“ den WM-Titel
holen! 2018 geht es zur Weltmeisterschaft nach Russland, ins Land
der Dichten und Henker – und der Ponyreitenden Präsidenten.
Christian Schiffer, das wandelnde 1-Mann-Hörspiel parodiert nicht
nur Jogi, sondern die gesamte Nationalelf „weltmeischterlich“.
Erleben Sie, wie Jogi in seiner Hose nach russischen Eiern sucht,
Mesut Frostschutzmittel auf seine Kontaktlinsen sprüht, Calli
dem kalten Buffet den kalten Krieg erklärt und Thomas Müller
begreifen muss, dass in Russland Männer im Dirndl eingesperrt
werden. Immer mit von der Partie unser WM-Maskottchen
Poldi: „Hoffentlich tränen mir nicht die Augen bei den ganzen
Zwiebeltürmen, ne!?“ Über 900 Radioshows, bundesweit auf 16
Sendern, 100.000 verkaufte CDs/Downloads und jährliche Live-
Tourneen seit 2015 lassen Christian Schiffer in der Comedy-Liga
ganz oben mitspielen.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,
telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
ORDENTLICH WAS AUF DIE OHREN!
Und zwar nur vom Allerfeinsten - ab sofort im Kongresshaus Rosengarten.
Wir haben unsere Tonanlage modernisiert und weiter digitalisiert. Das Herzstück und der
neue Liebling unserer Tontechniker ist das Mischpult dLive - ein Digitalmixer der neuesten
Generation. Dieses Pult und unsere motivierte Technik-Crew werden auch in Zukunft dafür
sorgen, dass Sie im Kongresshaus Rosengarten ordentlich was zu hören bekommen.
NEUE TELEFONNUMMER
09561 89 - 830
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63
Eine Auswahl an
Veranstaltungen in Coburg
vom 29. Mai bis 7.Oktober
29. Mai bis
3. Juni
30. Coburger Designtage
Ausstellung, Workshops u.v.m.
Wo: Alter Güterbahnhof
Kosten: Kein Eintritt
2. Juni
16 Uhr
Schubertiade 2018
Werke von Franz Schubert
Wo: Haus Contakt
Kosten: 20 Euro
2. Juni
Tag der offenen Tür
… bei der Feuerwehr Coburg
Wo: Feuerwehr Coburg
Kosten: Kein Eintritt
9. Juni
ab 10 Uhr
6. Coburger Mopstreffen
Tierischer Spaß
Wo: Freitreppe Kino Utopolis
Kosten: Kein Eintritt
9. Juni ab
18 Uhr
Coburger (Nacht)Flohmark
Stöbern und Einkaufen
Wo: Innenstadt
Kosten: Kein Eintritt
16. Juni &
17.Juni
16 Uhr
Swing im Park - Festival 2018
etablierte Open Air Veranstaltng
Wo: „Villeneuve sur Lot“ Neustadt b. C.
Kosten: 3 Euro
25. Juni –
08. Juli
Klanggrenzen
Interdisziplinäres Kammermusikfestival
Wo: Coburg / Diverse Orte
Kosten: ab 10 Euro
30. Juni
19 Uhr
Klassik open air Picknick
Genuss für alle Sinne
Wo: Rosengarten
Kosten: Kein Eintritt
1. – 8.
Juli
Internationale Woche
Bunte Woche mit versch. Veranstaltungen
Wo: Diverse
Kosten: Kein Eintritt
1. Juli
9 Uhr
38. VR-Bank-Lauf
Rund um die Veste Coburg
Wo: TV 1848 Coburg
Kosten: Vorher anmelden
13. Juli bis
15. Juli
27. Internationales Samba-Festival
Brasilianische Lebensfreude
Wo: Innenstadt
Kosten: Fr. 19 Euro, Sa. 22 Euro, So. 13 Euro
15. Juli
10 Uhr
15. Oberfränkisches Schaffest
Rahmenprogramm mit Markt
Wo: Gerätemuseum Ahorn
Kosten: 3 Euro
19. Juli bis
23. Juli
Schlossplatzfest
Schlemmen, Tanzen, Treffen
Wo: Schlossplatz
Kosten: Kein Eintritt
19. Juli
18.30 Uhr
Heißmann & Rassau
Kabarett
Wo: Waldbühne Heldritt
Kosten: Infos unter 09562/7844025
20. und
21. Juli
Outside Rodeo
Das legendäre Open Air Festival
Wo: Alter Güterbahnhof
Kosten: nicht bekannt
27. Juli bis
5. August
Coburger Vogelschießen
Es rummelt in der Vestestadt
Wo: Ketschenanger
Kosten: Kein Eintritt
27. Juli
20:30 Uhr
ABBA NIGHT
The Tribute Concert
Wo: Schloss Tambach
Kosten: ab 42 Euro
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
28. Juli
20:30 Uhr
Wincent Weiss
Sommer Tour 2018
Wo: Schloss Tambach
Kosten: 41,60 Euro
29. Juli
19:30 Uhr
Schmidbauer, Pollina, Kälberer
Der Süden lebt – und wie!
Wo: Schloss Tambach
Kosten: 42,60 Euro
31. Juli
19:30 Uhr
Michl Müller
Müller... nicht Shakespeare!
Wo: Schloss Tambach
Kosten: 32,50 Euro
1. August
19:30 Uhr
Michl Müller
Müller... nicht Shakespeare!
Wo: Schloss Tambach
Kosten: ausverkauft
03. August
20:30 Uhr
Gregor Meyle
Sommerkonzerte 2018
Wo: Schloss Tambach
Kosten: 42,50 Euro
04.August
19:30 Uhr
Angelo Kelly & Family
Irish Summer Tour 2018
Wo: Schloss Tambach
Kosten: 42,50 Euro
18. August
ab 8 Uhr
19. August
ab 10 Uhr
Seßlacher Altstadtfest
Feiern im historischen Seßlach
Wo: Altstadt Seßlach
Kosten: Kein Eintritt
17. August
19:30 Uhr
The Kelly Family
We got Love - Die Tour 2018
Wo: Schlossplatz
Kosten: 51,95 Euro
18. August
20:00 Uhr
James Blunt
Live in Coburg
Wo: Schlossplatz
Kosten: ab 49,95 Euro
19. August
19:30 Uhr
Revolverheld
Live in Coburg
Wo: Schlossplatz
Kosten: 54,75 Euro
21. August
20:00 Uhr
Santiano
Live & Open Air 2018
Wo: Schlossplatz
Kosten: 51,70 Euro
22. August
20:00 Uhr
a-ha
Electric Summer 2018
Wo: Schlossplatz
Kosten: 76,50 Euro
31. August
bis 2.
September
Klößmarkt
Alles rund ums Nationalgericht
Wo: Marktplatz
Kosten: Kein Eintritt
7.
September
NP-Firmenlauf
Firmenlauf in Bad Rodach
Wo: Start/Ziel Kurpark Bad Rodach
Kosten: Vorher anmelden
8. September
ab 10 Uhr
33. Museumsfest
des Gerätemuseums des Coburger Landes
Wo: Gerätemuseum Ahorn
Kosten: Erwachsene 3 Eur
8. und 9.
September
Genusstage
Veranstaltung der Genussregion Coburg
Wo: Kurpark Bad Rodach
Kosten: Kein Eintritt
8. September
ab 18 Uhr
Museumsnacht
Nacht der Kontraste
Wo: Innenstadt
Kosten: wird noch bekannt gegeben
13. und 14.
September
Zwiebelmarkt
Traditioneller Coburger Markt
Wo: Marktplatz
Kosten: Kein Eintritt
29.
September
SÜC - Tag der offenen Tür
Tag der offenen Tür
Wo: SÜC Coburg
Kosten: Kein Eintritt
7. Oktober
Plätze & Schätze
Verkaufsoffener Sonntag
Wo: Innenstadt
Kosten: Kein Eintritt
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 65
KLEIDER
MACHEN
LEUTE …
Die Trikots des FC Bayern München sind begehrt, stehen für Qualität, Erfolg
und Leistung. Respekt vermitteln die neuen schwarzen Uniformen der Polizei.
Und ein gelbes M auf blauen Stoffcappies steht für die Erfolgsgeschichte
von McDonalds: Corporate Design erstreckt sich schon lange nicht mehr
nur auf Notizblock, Visitenkarte oder Autobeschriftung, sondern auch auf
die Kleidung der Mitarbeiter. Das sogenannte Corporate Fashion stärkt
zum einen die Außenwahrnehmung einer Marke und sorgt zum anderen für
mehr Identifikation mit dem eigenen Unternehmen. Informationen dazu
von Mario Donath, Gründer und Betriebsleiter der Textildruckerei dontext
in Bad Colberg, einem Fachbetrieb für Beschaffung und Veredelung von
Markentextilien mit über 25jähriger Erfahrung.
66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
TEXTILVEREDELUNG
Advertorial
… UND PROFESSIONELLE
KLEIDER MACHEN PROFIS
„Die eigenen Mitarbeiter einheitlich zu kleiden, ist eine Sache. Die Kleidungsstücke
mit dem Logo, Firmennamen oder Namen des Mitarbeiters zu bedrucken, eine
andere. Bedruckte Kleidungsstücke sind ein nicht zu unterschätzender Imageund
Prestigefaktor, der zum professionellen Auftritt gehört wie Webseite und
Visitenkarte. Wenn man die Wahl zwischen einer Praxis, einer Autowerkstatt
oder einem Friseur mit professionell gekleidetem Team und Anbietern ohne
textile Corporate Identity hat, lenkt der positive visuelle Eindruck die innere
Kompassnadel immer in Richtung der optisch geschlossen auftretenden
Mannschaft.
Einheitliche Bekleidung macht außerdem aus dem „Ich“ ein „Wir“. Das Wort
„Uniform“ trägt diese Bedeutung schon in seinem lateinischen Kern – „einheitlich“:
Getragene Corporate Identity steigert die Identifikation mit dem Team und dem
Unternehmen. Ein modisches Shirt mit schickem Aufdruck wird mit einem
gewissen Stolz angezogen. Wenn das allen Mitarbeitern im Team so geht, entsteht
das im Service viel beschworene Lächeln wie von selbst – ein positives Auftreten,
das auch der Kunde wahrnimmt.
Bedruckte Berufskleidung und Textilien für den Berufsalltag sind dabei längst
nicht nur eine Domäne für Hotellerie und Gastronomie. Im öffentlichen Dienst,
im Transportwesen, auf Messen und in Industrieunternehmen gehören bedruckte
Berufstextilien und Corporate Fashion längst zur Geschäftsausstattung. Der Trend
setzt sich in anderen Branchen und Bereichen fort, man denke an betriebseigene
Sportmannschaften, Firmenevents mit individuellen Textilien oder Office-
Kleidung für den rein internen Zweck.
Entscheidend ist dabei die Qualität von Stoff und Druck. Bedruckte Kleidung ist
Maßarbeit, sie muss berufsbedingte Vorgaben erfüllen, langlebig sein und auch
nach dem x-ten Waschgang am besten noch „wie neu“ aussehen. Die Qualität
von Stoffen, die Einhaltung nachhaltiger Produktionsvorschriften bei der Wahl
der Berufstextilien, die Entscheidung für das passende Druckverfahren - all das
will gründlich überlegt sein. Im Idealfall nämlich begleitet Corporate Fashion das
Team einige Jahre.
DIE DRUCKVERFAHREN:
Direktsiebdruck:
Bedruckstoff wird direkt bedruckt
Edle Haptik bei hoher Waschbeständigkeit
Leuchtende Farben
Ideal für Shirts
Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
bei großen Auflagen
Bestickung:
Bedruckstoff wird bestickt
Hochwertige Veredelung mit
herausragender Haptik und Optik
Ideal für alle, auch sensible Textilien (Wolle, Fleece)
Sehr langlebig und formbeständig
Unbegrenzt waschbar bei hohen Temperaturen
Transferflexdruck:
Bedruckstoff wird mittels farbiger Folie veredelt
Glatter, leicht glänzender Druck
Brillante Farben und hohe Deckkraft
Ideal für Texte und Logos ohne Farbverlauf
Langlebig
Transferflock:
Bedruckstoff wird mittels beflockter Folie veredelt
Herausragende optische und haptische Anmutung
Ideal für Schriften und Logos
Sehr langlebig und waschbeständig
Direktflockdruck:
Per Siebdruckverfahren bedruckt,
Flocken mittels Hitze fixiert
Herausragende optische und haptische Anmutung
Ideal für Schriften und Logos
Sehr langlebig und waschbeständig
die Textildrucker
dontex bietet eine Fülle weiterer
Textildruckverfahren an.
Über 25 Jahre Erfahrung: die Textildruckerei dontex
Gegründet 1991 als 1-Mann-Betrieb. Heute sechs Fachkräfte. Über
35000 Aufträge für mehr als 3000 Kunden: namhafte internationale
Unternehmen und Organisationen wie die Daimler AG, Bosch, Audi,
MTV oder das Bundesinnenministerium und viele Betriebe aus
Nordbayern und Südthüringen. Der Anspruch: Für jeden Kunden
das ideale Verfahren, abhängig von Bedruckstoff, dem Druckmotiv,
Farbwünschen und den Ansprüchen an die Langlebigkeit und
Farbbrillanz. dontex hat sich auf Textilveredelungslösungen
spezialisiert, die passgenau sitzen – wie die Kleidungsstücke, die
damit individualisiert werden.
„Bedruckte Kleidung ist Maßarbeit, sie muss
berufsbedingte Vorgaben erfüllen, langlebig
sein und auch nach dem x-ten Waschgang am
besten noch „wie neu“ aussehen.“
Weitere Informationen
unter www.dontex.de
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
SPARGELZEIT
Advertorial
VERONIKA, DER LENZ IST DA
DIE SPARGELSAISON BEIM
FRISCHECENTER WAGNER
AUF DER LAUTERER HÖHE
Etwas mystisches umweht ihn, oder vielleicht ist es auch
der Hauch des Frühlings, den er verströmt, auf jeden
Fall wird um kaum einen anderen Gaumenschmaus eine
derartige Kultur zelebriert wie um dieses Gemüse, so
dass ihm sogar eine eigene Jahreszeit gewidmet wird: Die
Spargelsaison. Womit hat der Spargel das verdient? Mit Recht. Er mundet
nicht nur köstlich, wenn er sich zart an die Geschmacksnerven schmiegt, sich
ganz nach Belieben mit Butter, Sauce Hollandaise, Kartoffeln, Schinken zu
einem Gesamtkunstwerk vereinigt, er ist auch sehr gesund, ein regelrechter
Alleskönner.
Und im Übrigen, gleich vorneweg, auch
dem Liebesleben können rechtzeitig zum
Wonnemonat Mai durch den Spargel wieder
Frühlingsgefühle eingehaucht werden.
Der ein oder andere Inhaltsstoff gilt als
aphrodisierend. Aber auch darüberhinaus ist
die gesundheitliche Wirkung auf den Körper
eindrucksvoll: Er reinigt den Körper, entgiftet,
ist kalorienarm, schont den Blutzucker, tut
dem Magen gut, schont das Herz.
Wenn nur eines nicht wäre, das Spargelschälen.
Ganze Generationen an Müttern, später auch
mehr und mehr Vätern, Kindern, Opa, Omas,
Onkel und Tanten haben sich die Finger
wundgeschält, bevor es an den Mittagstisch
ging. Zum Glück gibt es mittlerweile
Spargelschälmaschinen – so wie im Frischecenter
Wagner auf der Lauterer Höhe. Spargel
aussuchen, rein in die Maschine, schälen
lassen, rausnehmen, fertig. Einfacher geht’s
nicht, und das ohne Mehrpreis.
Also dann guten Appetit. Halt, noch drei
Tipps: Beim Frischecenter Wagner gibt es
noch den passenden Wein und die passende
Sauce Hollandaise als eigene Marke, oder auch
den Coburg Sekt, und natürlich verschiedenste
Kartoffelsorten und Schinkenspezialitäten.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
FÜR ALLE, DIE DAS
BESONDERE SUCHEN
Maik Fuhrmann: Erfahrener Praxismanager und selbständiger
Berater zuständig für Finanzen und Controlling. Er behält die
Übersicht über das Budget und sorgt dafür, dass Kostenpläne
eingehalten werden.
Andree Schneider: Seit 2004 erfolgreich selbständig mit dem
Planungsbüro SchneiderPlan, verantwortet den kreativen Part der
Baumanufaktur. Er ist zuständig für die Bau- und Sanierungsentwürfe
sowie für die detaillierte Planung und Koordination der Arbeiten.
Eine Manufaktur – das bedeutet Handarbeit, Individualität, Liebe
zum Detail, Qualität. Das genau ist auch der Anspruch, mit dem 2016
die BauManufaktur Coburg angetreten ist: Gehobene Wohnansprüche
umzusetzen, das Besondere zu schaffen, Einzelstücke. Hinter der
Baumanufaktur Coburg stehen mit Andree Schneider und Maik Fuhrmann
zwei erfahrene Fachleute. Sie stehen für ein einzigartiges Konzept.
70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
EINZIGARTIGES KONZEPT
Advertorial
Was ist das Besondere an Ihrem Konzept?
Andree Schneider: Zum einen, dass wir uns ohne
konkreten Kundenauftrag auf den Weg machen. Das
heißt, wir suchen außergewöhnliche Baugrundstücke
und Altbauten in und um Coburg, entwickeln diese zu
ganz individuellen Objekten und suchen erst dann den
passenden Kunden. Zum anderen, dass es uns dabei
vor allem um Qualität geht, um Individualität, um
Verantwortung für die Region und die Menschen hier,
nicht um maximalen Profit.
Welche Kriterien muss ein
außergewöhnliches Objekt erfüllen?
Maik Fuhrmann: Die ganze Region Coburg hat
ja eine Vielzahl an herausragenden Gebäuden mit
eindrucksvoller Architektur zu bieten und verfügt
zudem über einzigartige Lagen. Unser Ziel ist es, die
ganz besonderen unter ihnen ausfindig zu machen.
Unsere Objekte sollen sich durch Lage, Größe oder
sonstige Besonderheiten wie etwa einem einzigartigen
Ausblick auszeichnen.
Und wie gehen Sie dann vor?
Andree Schneider: Wenn wir fündig geworden
sind, kaufen wir das Objekt und erstellen einen
maßgeschneiderten Entwurf, je nachdem ob es
sich um einen Neubau auf einem Grundstück oder
um die Sanierung eines Altbaus handelt. Unsere
Neubauten werden hinsichtlich Größe, Ausrichtung
und Energiekonzept sowie Dialog mit der Umgebung
für das jeweilige Grundstück optimiert. Jedes unserer
Häuser ist damit einzigartig wie ein Fingerabdruck
und wird garantiert nur einmal gebaut. Für Altbauten
entwerfen wir ein individuelles Sanierungskonzept,
das die vorhandenen Gegebenheiten berücksichtigt
und behutsam den heutigen Ansprüchen an exklusives
Wohnen angepasst.
„Stressfrei und entspannt zum neuen Haus“, auch das gehört
ja zu Ihrem Konzept. Um was kümmern Sie sich dabei?
Maik Fuhrmann: Wir entwickeln ein Objekt nicht
nur, sondern kümmern uns natürlich auch im Vorfeld
schon um alle Behördengänge, von der Erschließung
des Grundstücks bis hin zu allen notwendigen
Genehmigungen.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
EINZIGARTIGES KONZEPT
Wenn Sie dann an die Öffentlichkeit gehen, Kunden
ansprechen, ist also schon alles erledigt?
Andree Schneider: So kann man das sagen. Auch die
Innenausstattung ist ja schon geplant. Hochwertige
Bodenbeläge, Treppen, Türen, Sanitär. An alles ist
gedacht.
Maik Fuhrmann: Und vor allem haben wir für jedes
Gewerke schon Angebote eingeholt und einen Festpreis
verhandelt.
Andree Schneider: Erst dann gehen wir mit unserem
Konzeptentwurf an die Öffentlichkeit und suchen einen
Kaufinteressenten, der sagt „So will ich Wohnen.“
Und wenn ein Kunde das eine oder andere Detail an seine
Wünsche anpassen lassen möchte?
Maik Fuhrmann: Natürlich haben Bauherren die
Möglichkeit, die fertigen Planungen noch individuell
zu ergänzen oder ihren persönlichen Geschmack mit
einzubringen.
Was ist, wenn es mal nicht passt, wenn Objekt oder Lage
nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, nicht in Ihr Konzept
passen?
Andree Schneider: Ganz ehrlich? Dann lassen wir es
lieber. Das wichtigste sind uns Qualität, Wertigkeit und
Ästhetik von unseren Projekten.
AUF EINEN BLICK
Grundstücke mit Charakter und Klasse
Häuser nach Maß, optimiert für das jeweilige Grundstück
Zeitgemäßer Wohnkomfort für höchste Ansprüche
Bauen mit festem Budget und
transparenter Kostengestaltung
Zeitersparnis dank baufertiger Entwürfe und
bereits erfolgter Verhandlungen mit allen Gewerken
Stressfrei und entspannt durch einen festen
Ansprechpartner für alle Fragen rund um Hausbau
oder Sanierung.
KONTAKT
BauManufaktur Coburg GmbH
Karlstraße 6
96450 Coburg
Telefon: 09561 / 511 59 66
mail@baumanufaktur.de
www.baumanufaktur-coburg.de
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
HIER WOHNTEN …
HIER WOHNTEN…
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
… JÜDISCHE SCHÜLER
Hoch über der Stadt mit Fernblick. Auf einem
7000 Quadratmeter großen parkähnlichen
Grundstück mit herrschaftlicher Auffahrt.
Eine Villa aus Sandstein mit Gauben, Türmchen
und Fahnenstange hinter einem schwerem
schmiedeeiserne Gartentor. Es sollte die
Welt draußen halten. Sicherheit geben vor
Anfeindungen und Pöbeleien. Aber es half ihm
nicht, dem jüdischen Prediger Hermann Hirsch.
Die Angst in der Villa in der Hohen Straße wohnte
immer mit.
Häuser, die mit Unterstützung der
Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.
saniert worden sind – der COBURGER
stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des
COBURGER eines in unserer Reihe
„Hier wohnte“.
Frühzeitig begann der Prediger der jüdischen
Kultusgemeinde, sich um das Wohl derjenigen
auswärtigen Schüler zu kümmern, die in Coburg eine
höhere Schule besuchen wollten. Die damals schon
braune Stadtverwaltung betrachtete das Treiben
in der Hohen Straße von Anfang an argwöhnisch.
Immer wieder machte sie Eingaben und gängelte den
Schulleiter, wo sie konnte. Einmal störte man sich an
den behelfsmäßigen Unterrichtsräumen. Das andere
Mal an den zu knapp bemessenen Schlafräumen.
Willkürliche Verhaftungen und Misshandlungen
folgten.
Hermann Hirsch hielt dem andauernden Druck äußerlich
stand. Aber man kann sich vorstellen, wie ihn
und seine Familie, die selbst mit in der Villa wohnte,
diese Situation belastete. Schließlich sah er sich
gezwungen, seine Töchter ins europäische Ausland
zu schicken, nachdem auch sie an den Coburger
Gymnasien immer wieder Anfeindungen ausgesetzt
waren. Die Familie reißt auseinander und trifft sich
erst Jahre später wieder in Palästina zum Neuanfang.
Aber Hermann Hirsch war ein gebrochener Mann.
Nach mehreren Sanatoriumsaufenthalten stirbt er
1942 letztendlich an einer Lungenentzündung. Den
Verlust der Heimat hatte er nie verwunden. Der in
Hanau geborene Prediger hatte einen Traum und die
Villa bot ihm auf drei Etagen genug Platz, um ihn zu
verwirklichen. Zuerst diente das Gebäude als Internat
und entwickelte sich in den zwanziger Jahren zu einer
der angesehensten privaten jüdischen Erziehungsanstalten
im Deutschen Reich. In der Schulsatzung steht
ausdrücklich, dass die Kinder auf ihre Auswanderung
nach Palästina vorbereitet werden sollten. Bemerkenswert.
Hirsch wusste frühzeitig, dass sein Volk in
Deutschland keine Zukunft hatte. Entsprechend abwechslungsreich
gestaltete sich so ein Schulvormittag
in der Hohen Straße. Großer Wert wurde auf die
praktischen Fertigkeiten gelegt.
Traditionell beschäftigten sich die jüdischen Bürger
eher im kaufmännischen Bereich. Aber für den
Aufbau eines jüdischen Staates in Palästina wurden
Handwerker gebraucht. Und so wurde auf der
Terrasse hinter dem Haus im Freien geschreinert,
gezimmert und gemalert. Und auch die körperliche
Ertüchtigung nahm viel Raum ein. Weil die Schüler
vom Unterricht an den städtischen Sportstätten
ausgeschlossen waren, musste sich Hirsch auch hier
wieder behelfen und legte im Park einen kleinen
Spielplatz an. Im Winter diente die Eingangshalle
als Turnhalle und aus Platzmangel später sogar als
Betsaal.
Schließlich stiegen die Schülerzahlen derart sprunghaft
an, dass im Jahre 1933 noch das Nachbargebäude
in der Hohen Straße 16 angemietet werden musste.
Ab diesem Zeitpunkt waren in der Villa nur noch die
Schlafräume der Schüler untergebracht. Unterrichtet
wurde im Haus nebenan. Noch heute existiert
die steinerne Verbindungstreppe, welche die Kinder
durch den Park nahmen, um in ihre Schule zu kommen.
Die Reichskristallnacht beendet den Traum von
einer freien, modernen jüdischen Schule in Coburg
jäh. Hirsch wurde verhaftet und die Schüler selbst
wurden gezwungen, die Scheiben der Schule einzuschlagen.
Der Betsaal wurde von SA-Leuten kaputt
geschlagen und die Schule buchstäblich abgewickelt.
Alles war am Boden zerstört. Nicht nur das Mobiliar.
Auch Hirsch, der seiner Heimat 1939 den Rücken
kehrt und mit seiner Frau Bertha nach Palästina auswandert,
um sich einer neuen Aufgabe, der Leitung
eines Landschulheimes bei Haifa zu widmen.
Behutsam haben die heutigen Besitzer dieses
geschichtsträchtige Anwesen zu neuem Ansehen
gebracht. Über vier Jahre lang wurde hier im Park
und im Haus gearbeitet, um die reich dekorierte
Villa im Stile des Historismus‘ zu neuem Leben zu
erwecken und gleichzeitig für die jetzigen Besitzer
neu zu interpretieren. Viele Details des 1874
erbauten Hauses wurden restauriert. So musste ein
Handwerker gefunden werden, der die zweieinhalb
Meter lange Turmspitze aus Zinkbleck nacharbeiten
und wieder aufsetzen konnte. In Dresden wurde man
schließlich fündig. Ein Statiker fand heraus, dass das
Dach sich langsam aber kontinuierlich neigt. Hier
musste aus Gründen des Denkmalschutzes eine nicht
sichtbares Skelettkonstruktion Abhilfe schaffen. Auf
der Suche nach historischen Pflastersteinen wurde
der Besitzer in Düsseldorf fündig. Dort hatte man für
das abgetretene, Patina angesetzte Pflaster des alten
Bahnhofes keine Verwendung mehr.
Jetzt fassen diese die geschwungene Auffahrt
in Coburg auf ehrwürdige Weise ein. Auch das
schmiedeeiserne Tor wurde erneuert. Hier war
der Torantrieb das Problem aufgrund der tonnenschweren
Last, die dieser zu tragen hatte. Spezialisten
aus Italien hatten schließlich die Lösung. Zwar bleibt
die Welt damit auch heute noch draußen vor dem Tor.
Aber die Luftigkeit ist zurück gekehrt in die Hohe
Straße 30. Innen wie außen.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75
HIER WOHNTEN …
76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
… FRÜHER JÜDISCHE SCHÜLER
Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?
Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises
für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
SÜC Energie und H 2
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energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
HIER WOHNTEN …
78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
… FRÜHER JÜDISCHE SCHÜLER
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79
EXPERTENTIPPS
Von Traumhäusern
und Phantasiepreisen
Expertentipps
Seine Immobilie erfolgreich zu verkaufen ist kein Selbstläufer. Auch wenn Dutzende von
Immobilienportalen dies gerne glauben machen wollen. Alleine die Preisfindung erfordert
in der Regel die Hilfe eines sachverständigen Profis, der nicht nur die Bausubstanz realistisch
einschätzen kann, sondern auch über die aktuelle Marktlage bestens Bescheid weiß. Ist
der Verkaufspreis überzogenen, frei nach dem Motto „runter gehen kann man ja immer“,
verschlechtert es die Verkaufschancen erheblich, denn viele Verkäufer unterschätzen die
Eigendynamik des Marktes. Muss der Preis nach unten korrigiert werden, können die Objekte
schnell in Verruf geraten und das Gerede beginnt. Dann gilt ein Topobjekt plötzlich als
„Notverkauf “ oder „Schrottimmobilie“, obwohl eigentlich alles stimmt. Um dies zu verhindern,
sollte ein Objekt möglichst von Anfang an marktgerecht bewertet sein. Wer seine Immobilie
verkaufen möchte, sollte versuchen dabei einige grundsätzliche Fehler zu vermeiden. Aus dem
Bauch heraus einen Wunschpreis festzulegen und dann vom Markt eines Besseren belehrt zu
werden, bringt Frust und finanzielle Verluste.
Alexander Petrich, Geschäftsstellenleiter bei von Poll Immobilien Coburg und geprüfter
freier Sachverständiger für Immobilienbewertung (PersCert®) gibt Immobilienbesitzern mit
Verkaufsabsichten einige Tipps mit auf den Weg:
Das Objektfoto ist der Verkäufer
Viel zu oft werden Häuser, die an sich durchaus
attraktiv wären, mit laienhaften Fotoaufnahmen
angeboten. Dies ist völlig unverständlich, denn
immerhin geht es um Summen von 300.000,
500.000 oder 750.000 Euro und mehr. Professionelle
Architekturfotografie ist kein Firlefanz, sondern eine
unabdingbare Voraussetzung, um für ein gutes Objekt
auch den richtigen Interessenten zu finden. Auf einem
Immobilienportal ist das Objektfoto der „Verkäufer“.
Man kann an der Qualität dieser Aufnahmen den
Maßstab nicht hoch genug ansetzen. „Wenn wir
Objekte im Kundenauftrag verkaufen, lassen wir
die Häuser auf eigene Kosten von einem erfahrenen
Profifotografen ablichten und erreichen damit
eine bessere Voraussetzung für einen erfolgreichen
Verkauf zum gewünschten Preis“, erklärt Alexander
Petrich.
Spaßbesichtigungen vermeiden
Die meisten Verkäufer freuen sich, wenn nach
einer privaten Annonce auf irgendwelchen
Immobilienplattformen die ersten Interessenten
anrufen. Dann wird das Haus geputzt, alles picobello
hergerichtet und wildfremde Menschen durch
das Haus geführt. Am Anfang ist die Motivation
hoch, doch nach dem x-ten Wochenende, an dem
der Eigentümer zuhause gefangen ist um für die
Interessenten parat zu stehen, erkennen die meisten
Verkäufer die Tatsachen: Immobilienbesichtigungen
Alexander J.N. Petrich, Geschäftsstelleninhaber,
geprüfter freier Sachverständiger für
Immobilienbewertung (PersCert®)
und Jasmin Petrich, Büroleiterin
80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
TRAUMHÄUSER UND PHANTASIEPREISE
sind für viele Menschen eine neue Art der
Freizeitgestaltung. Verhandlungen werden oft zum
Spaß geführt. Für den Eigentümer ist das nach kurzer
Zeit nur noch anstrengend und demotivierend. Viele
Verkäufer verlieren dann das Selbstvertrauen und
glauben mit dem Preis nachgeben zu müssen. Das
ist der falsche Weg. „Wir als Makler lösen dies durch
eine vorherige Kundenqualifizierung. Interessenten
treffen sich mit uns im Büro, wir fragen die Wünsche,
Kriterien und Preisvorstellungen ab. Wer dann mit uns
das Haus besichtigt, von dem wissen wir sehr genau,
ob das Objekt überhaupt zu ihm passt und ob er ein
tatsächliches Kaufinteresse hat. Für den Eigentümer
wird der ganze Verkauf damit wesentlich entspannter
und effektiver. Spaßbesichtigungen, die bis zu 80%
ausmachen können, sind damit ausgeschlossen“, so
Petrich.
zum Beispiel von gegenstandslosen Lasten, zu
nachträglichen Preisverhandlungen genutzt.
Wer sich hier nicht auskennt, hat das Nachsehen.
Ein qualifizierter Makler wickelt die gesamten
Formalitäten für den Auftraggeber ab und schützt ihn
vor Verlusten und bietet umfassende Unterstützung.
Alexander Petrich warnt Verkäufer davor, den
beabsichtigten Verkaufspreis aus „dem Bauch heraus“
festzulegen. Zielt man an der aktuellen Marktlage
vorbei, so kann dies problematisch werden. Setzt
man den Preis zu niedrig an, verliert man Geld, setzt
man ihn zu hoch an, so verkauft man das Objekt nicht
und muss im Nachgang nach unten korrigieren.
Petrich rät: „Schenken Sie dem Makler ihr Vertrauen!
Es amortisiert sich für den Verkäufer immer, zumal
die Provision Verhandlungssache ist.“
Formalitäten sind ein Kraftakt
Bei einem Immobilienverkauf müssen viele rechtliche
Vorschriften beachtet werden. Dies beginnt bereits
beim Energieausweis, der gesetzlich vorgeschrieben
ist. Eine Besichtigung ohne vorliegenden
Energieausweis ist unter Umständen illegal. Kommt
es tatsächlich zu konkreten Kaufabsichten, so sind
Verträge vorzubereiten, Wohnflächenberechnungen
durchzuführen, alle grundbuchrechtlichen Vorschriften
zu beachten, gegebenenfalls Lasten zu
löschen, Bestätigungen einzuholen und vieles mehr.
Für Laien ist dies ein großer Kraftakt und nicht
selten werden undurchsichtige Grundbucheinträge,
„Der aktuelle Immobilienhype führt oft auch zu
falschen Vorstellungen, was den Preis angeht.“
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
Gesponserter Beitrag
FERDINAND VON SCHIRACH – „STRAFE“
Buchempfehlung
Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:
Ferdinand von Schirach legt nach „Verbrechen“ und „Schuld“ mit „Strafe“ seinen dritten Band mit
Kurzgeschichten vor. Darin erzählt er in 12 kurzen, unabhängigen Geschichten sachlich, schnörkel- und
emotionslos vom Leben. Es geht um Zufälligkeiten, falsche Entscheidungen, um Lücken im Rechtssystem,
die über Schicksale entscheiden.
Er erzählt von Einsamkeit und Fremdheit, vom Streben nach Glück und über das manchmal klägliche
Scheitern dabei. Es geht also nicht vorrangig um die geschilderten (Kriminal-)Fälle, sondern vielmehr um
die Menschen darin, ihre Schicksale, ihre Sehnsüchte und Leiden.
Diese Schicksale berühren allesamt und manche der Geschichten klingen lange nach. Was wäre mit der
angeklagten Frau passiert, hätte ihr Anwalt nicht unerwartet Besuch eines Schlägers und Geldeintreibers
bekommen? Wie oft gelingt es Gerichten nicht, trotz sorgfältiger Arbeit, Gerechtigkeit walten zu lassen?
Die Geschichten zeigen, was „ganz normale“ Menschen zu Tätern werden lässt, das „Recht haben“ und
„Recht bekommen“ oftmals wirklich zweierlei sind und das nach geltendem Recht Formfehler zu für den
Laien schwer ertragbaren Freisprüchen führen müssen.
Gebundenes Buch mit
Schutzumschlag, 192 Seiten:
ISBN: 978-3-630-87538-5
18,00 Euro
Lassen Sie sich bei der Lektüre dieses Buches Zeit, lassen Sie das Gelesene nachwirken, genießen Sie
von Schirachs minimalistischen Erzählstil – „Strafe“ ist unbedingt lesenswert!
eBook:
ISBN: 978-3-641-20341-2
14,99 Euro
Hörbuch:
ISBN: 978-3-844-52877-0
18,00 Euro
Inhaltsangabe
„Zwölf Texte, die man nicht vergisst - wieder
aus der Welt der Justiz, schonungslos, präzise,
manchmal kalt distanziert, dann wieder zutiefst
menschlich.“
Claudio Armbruster, ZDF heute journal
Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden
wir, wer wir sind?
Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen
Buch „Strafe“ zwölf Schicksale. Wie schon in den
beiden Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ zeigt
er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu
werden und wie voreilig unsere Begriffe von „gut“
und „böse“ oft sind.
Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger,
distanzierter Gelassenheit und zugleich voller
Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit,
von dem Streben nach Glück und dem Scheitern.
Seine Geschichten sind Erzählungen über uns
selbst.
Ferdinand von Schirach
Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen
»großartigen Erzähler«, die New York Times einen
»außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent
verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily
Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten
Stimmen der europäischen Literatur«. Die
Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld«
und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu«
wurden zu millionenfach verkauften internationalen
Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig
Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu
den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer
Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit
Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.
Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem
Titel »Die Herzlichkeit der Vernunft« ein Band mit
Gesprächen mit Alexander Kluge.
© Michael Mann
82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
THEATERVORSCHAU
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER
DEMNÄCHST IM
LANDESTHEATER
PULITZERPREIS-GEWINNER
GEÄCHTET
Schauspiel von Ayad Akhtar
A DARUM GEHT ES
Erzählt wird die Geschichte von Amir Kapoor, der den
amerikanischen Traum lebt. Der Sohn pakistanischer Einwanderer
ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in
New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in
einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut.
Seine Strategie heißt Assimilation – sein Problem Identität. Denn
Integration bedeutet im Post-9/11-Amerika für Amir die Abkehr von
den eigenen Wurzeln, wie dem Islam.
Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist aufstrebende
Malerin und hat durch die Kunst die islamische Kultur für
sich entdeckt. Als bei einem Abendessen mit ihrem jüdischamerikanischen
Kurator Isaac und dessen afroamerikanischer
Frau – Amirs Arbeitskollegin Jory – eine Diskussion über religiöse
Traditionen eskaliert, verliert Amir inmitten aller Positionen die
Kontrolle, holt zum Befreiungsschlag aus. Akhtars Debüt-Stück wird
landauf, landab von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen.
Das schwierige Thema kommt im Gewand der Boulevard-Komödie
daher. Und am Ende ist nichts, wie es war. Oder wie schrieb noch die
ZEIT: „Beim Halten der Balance – oder sagen wir des Friedens – gibt
es keine Unbeteiligten.“
B WO UND WANN SPIELT ES
GEÄCHTET spielt in einem Loft in der Upper East Side von
Manhattan, im Amerika des 21. Jahrhunderts.
C WAS ERWARTET MICH
GEÄCHTET wurde 2013 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet,
Ayad Akhtar avancierte zum Star des amerikanischen Theaters. Eine
schonungslose Analyse unserer Gegenwart, eine unterhaltsame wie
tiefschürfende Auseinandersetzung mit Rassismus und Integration,
Religiosität und Terrorismus – und die erste Inszenierung von Stefan
Bachmann am Offenbachplatz.
D WANN
Im April wird GEÄCHTET am 12., 19. und 27. im Großen Haus
gespielt. Weiter geht es am Mai (2., 16. Und 25.) und Juni (9. und 26.).
Die letzte Vorstellung gibt es am 4. Juli.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83
THEATERVORSCHAU
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER
DEMNÄCHST IM
LANDESTHEATER
PREMIEREN IM APRIL
GEÄCHTET
Schauspiel von Ayad Akhtar
DREITEILIGER BALLETTABEND
DER FEUERVOGEL
Musik von Igor Strawinsky
A DARUM GEHT ES
Strawinsky, die Zweite! Nach dem neuen Ballett „Die Geschichte
vom Soldaten“ wird dies der große dreiteilige Abend im großen
Coburger Haus. Im Zentrum steht diesmal Igor Strawinskys Ballett-
Märchen „DER FEUERVOGEL“ aus dem Jahre 1910, als die Welt
noch in Ordnung und das Pariser Publikum immer auf der Suche
nach der neuesten Musikmode war. Zu Gast waren einmal mehr
die „Ballets Russe“ des Impresarios Djagilew. Er wusste, wie er
das Pariser Publikum beeindrucken konnte. Russische Märchen –
getanzt zu moderner Musik in bis dahin unbekannten Ausstattungs-
Orgien. Und das kam an. Wer in Paris en vogue sein wollte, musste
diese Ballette gesehen haben.
B WO UND WANN SPIELT ES
DER FEUERVOGEL ist ein Ballett in zwei Akten mit der Musik
von Igor Strawinsky nach dem Libretto von Michel Fokine. Die
Uraufführung fand am 25. Juni 1910 im Pariser Théatre National de
l´Opéra durch das Ensemble Ballets Russes statt. Die Musik zum
Feuervogel gilt als richtungweisendes Werk am Beginn des 20.
Jahrhunderts.
PREMIERE
Sa., 07.04.2018, 19:30 Uhr, im Großen Haus
WEITERE VORFÜHRUNGEN
Do., 12.04.2018, 19:30 Uhr | Do., 19.04.2018, 19:30 Uhr
Fr., 27.04.2018, 19:30 Uhr | Mi., 02.05.2018, 19:30 Uhr
Mi., 16.05.2018, 19:30 Uhr | Fr., 25.05.2018, 19:30 Uhr
Sa., 09.06.2018, 19:30 Uhr | Di., 26.06.2018 , 19:30 Uhr
Mi., 04.07.2018, 19:30 Uhr
VATER
Regie von Kay Link
C WAS ERWARTET MICH
DER FEUERVOGEL erzählt das gleichnamige Märchen, in dem Prinz
Iwan besagten Vogel fängt. Erweicht durch das Flehen des Vogels,
lässt der Prinz ihn frei und erhält im Gegenzug eine Zauberfeder, die
ihn aus höchster Not retten kann. Diese Not tritt bald ein. Der böse
Zauberer Kastschej bedrängt Iwan, sodass dieser nur noch einen
Ausweg sieht: Er ruft mit der Zauberfeder den Feuervogel herbei.
Das Märchen geht gut aus. Iwan besiegt den bösen Zauberer und
befreit die von ihm geliebte Prinzessin. Und auch für Strawinsky
endete das Kompositions-Abenteuer wie im Märchen: Die Kritik
lobte die in „allen Farben schillernde Musik“ und hatte einen neuen
Lieblings-Komponisten.
PREMIERE
Do., 12.04.2018, 20:00 Uhr, in der Reithalle
WEITERE VORFÜHRUNGEN
Mi., 18.04.2018, 20:00 Uhr | Fr., 20.04.2018, 20:00 Uhr
So., 22.04.2018, 20:00 Uhr | Do., 03.05.2018, 20:00 Uhr
Fr., 04.05.2018, 11:00 Uhr
D WANN
Das Ballett DER FEUERVOGEL feiert am 12. Mai Premiere. Die
Soiree findet am 24. April statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 17.
und 30. Mai, am 1., 6., 8., 16., 19. und 28. Juni. Die letzte Vorstellungen
wird am 12. Juli gespielt.
LANDESTHEATERCOBURG
Schlossplatz 6, 96450 Coburg
Theaterkasse Di. bis Fr. 10:00–17:00 Uhr, Sa. 10:00–12:00 Uhr
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 85
86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“
G A L E R I E
S T E P H A N A M M
1972 geboren, wurde der Kronacher Stephan Amm
schon als Kind durch seinen Vater mit der heimischen
Fauna und Flora vertraut gemacht. Dessen Leica war
immer mit dabei. Während seiner Studienzeit kaufte
sich Amm dann seine erste eigene Spiegelreflexkamera.
Der Umzug aus der Großstadt zurück in die ländlich
geprägte Heimatstadt war für ihn der nächste Schritt,
zurück zur Natur. Die Photographie, zunächst Ausgleich
zur Arbeit als Apotheker, wurde zur wahren Berufung.
Inzwischen deckt Amm alle Bereiche der
Naturphotographie ab. Dabei legt er immer ein
besonderes Augenmerk auf außergewöhnliche und
stimmungsvolle Sichtweisen. Seine Bilder, der Großteil
von ihnen aus Franken, werden in Fachmagazinen,
Büchern, Kalendern und Wettbewerben auf der ganzen
Welt publiziert. Im Jahr 2014 dann wagt er den Schritt
in die Selbständigkeit als Photograph, die Natur bleibt
weiterhin Schwerpunkt, Architektur und Reportage
bilden zwei seiner weiteren Standbeine.
www.stephan-amm.de
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 89
GALERIE
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“
UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT
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UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK.
Unser Anspruch ist die stetige
Entwicklung in unserem Handwerk.
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SCHATZSUCHE 2018
Das Rätsel Für die Region präsentiert von
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1000,- EURO
ZU GEWINNEN!
Für Coburgversteher und
solche die es werden wollen
Neue Runde – neues Rätsel: Liebe Coburger Freunde des Knobelns und
Grübelns, es geht weiter mit der nächsten Schatzsuche. Das Rätsel für die
Region läutet die zweite Runde ein. Es gibt wieder tolle Preise zu gewinnen.
Mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels in Zusammenarbeit mit
iTVCoburg winken Gutscheine und Bargeld in Höhe von jeweils 1000 Euro.
Die Hinweise zu den Fragen sind in jedem COBURGER vor dem Beginn der
Schatzsuche zu finden – außerdem habt Ihr zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst
nicht, die kostenlose iTVCoburgApp herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich
immer einen zielführenden Hinweis zum Rätsel.
Und so geht’s 2018 – ganz einfach:
Die Schatzsuche findet jetzt noch fünfmal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es
um Preise im Wert von 1000 Euro.
Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen
COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Mitte
Februar, Anfang April, Mitte Juni, Ende Juli, Anfang Oktober, Anfang Dezember.
Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils
ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des
COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-
Wochen: 21. Bis 27. April, 23. Bis 29. Juni, 18. Bis 25. August, 20. Bis 26.
Oktober, 08. Bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten.
Aus den sieben Antworten kommt Ihr dann mit dem abschließenden Hinweis
auf der iTVCoburgApp auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Diesen dann
per Mail an hegen@coburger-magazin.de mailen, dazu habt Ihr immer etwa eine
Woche Zeit.
Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Jeweils Preise im Wert
von 1000 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen ab 16 Jahre. Der
Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr Gewinnen, stimmt Ihr mit der
Teilnahme zu. Wir wollen doch allen Lesern und Zuschauern zeigen, wer dieses
Mal schlau war – und auch noch Glück hatte.
92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
Sieben Hinweise für die sieben Fragen
der zweiten Schatzsuche 2018 vom
21. bis 27. April. Dann könnt Ihr Euch
schon mal vorbereiten:
1 Eine Brise Schottland liegt hier in der Luft.
2 Von Wasser umgeben.
3 Sie sind in Coburg seit Jahrhunderten
bekannt.
4 Morgens Coburg, abends Mailand
Und hier noch die Auflösung vom
letzten mal:
Allzu leicht war die erste Schatzsuche des Jahres
2018 natürlich nicht: Viele Einsendungen scheiterten
an einem einzigen Buchstaben. Jedoch gab es auch
diesmal wieder einige, die das richtige Lösungswort
zugemailt hatten. Die glückliche Gewinnerin ist
Marion Fleischmann aus Rödental mit dem richtigen
Begriff „nauswaerts“. Sie setzte sich im Losverfahren
durch und durfte sich über Gutscheine im Wert
von 750 Euro und Bargeld in Höhe von 250 Euro
freuen. Alle Fragen, alle Antworten von der letzten
Schatzsuche auf www.coburger-magazin.de.
5 Nicht gold, nicht silber, nicht bronze. Aber
edel.
6 Auf ihn folgten 15 Personen.
7 Seine letzte, aber doch irgendwie auch erste
Station.
Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage
unserer zweiten Schatzsuche am Samstag, den 21.
April um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder
auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von
iTVCoburg.
Ihr benötigt also
zum Miträtseln nur:
Jeweils den neuen COBURGER gedruckt
oder online unter www.coburger-magazin.de
alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder
iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App
Dann noch Freude am Rätseln und Glück.
Unsere Sponsoren 2018 u.a.:
Das war es – viel Spaß.
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 93
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 26 / April 2018
Sechster Jahrgang
Auflage 3500 Stück
www.coburger-magazin.de
Verlag:
markatus | markantes marketing
Mohrenstr. 31
96450 Coburg
Telefon 0 95 61 / 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Autoren dieser Ausgabe:
Heidi Schulz-Scheidt
Benedikt Dellert
Wolfram Porr
Uwe Meyer
Fotografen dieser Ausgabe:
Sebastian Buff
Isabelle Reißer
Henning Rosenbusch
Stephan Amm
Yves Alloinde
Layout/ Illustrationen:
Axel Straubinger
Titel-Illustration:
„Coburger Marktplatz“
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
markatus | markantes marketing
Anzeigenvertrieb:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018
Druck:
DCT GmbH
www.dct.de
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.coburger-magazin.de
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innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
IN EIGENER SACHE
COBURGER BEIM MEDIENPREIS
KEINE GALA OHNE UNS
Der COBURGER ist Bronzepartner beim
7. Coburger Medienpreis 2018. Mit diesem
Engagement unterstützt der COBURGER eine
Veranstaltung, die Coburg in den letzten Karten
zu einer festen Größe auf der nordbayerischen
Medienlandkarte hat werden lassen.
In diesem Jahr schlägt der Veranstalter, der
Medienclub Coburg e.V. zudem ein neues
Kapitel auf: Zum einen findet die Veranstaltung
Mitte Juni erstmals in der HUK-Coburg auf der
Bertelsdorfer Höhe statt, zum anderen ist mit Jan
Hofer, dem Chefsprecher der ARD-Tagesschau,
ein hochkarätiger Moderator verpflichtet worden.
Auch Oberfranken offensiv und die Metropolregion
Nürnberg sind neben den beiden Goldsponsoren, der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft/ Stadtmarketing
und der Firma Schumacher Packaging sowie vielen
anderen Silber- und Bronzepartnern Sponsoren der
Veranstaltung. Der COBURGER selbst unterstützt
den 7. Coburger Medienpreis durch Berichterstattung
und durch den Verkauf der exklusiven Tickets
über seine Plattform www.coburger-magazin.de/
coburger_shop.
COBURGER-AUCH ONLINE
JEDE GESCHICHTE ZUM NACHLESEN
Die gedruckte Auflage des COBURGER ist
zunehmend schnell vergriffen, zum Glück aber gibt
es ja – das Internet. Alle Geschichten der aktuellen
Ausgabe nämlich finden sich unter www.coburgermagazin.de
übersichtlich und attraktiv aufbereitet.
Alle Geschichten, alle Fotos, und das kostenlos,
werden auf der Homepage des COBURGER
veröffentlicht. Außerdem besteht dort auch die
Möglichkeit, alte Ausgaben nachzubestellen –
soweit noch verfügbar - oder für sich, Freunde oder
Bekannte ein Abo zu bestellen.
94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
IN EIGENER SACHE
WIR SAGEN
DANKE!
COBURGER PREMIUM-PARTNER 2018
TREUE SEELEN UND DANKE
Und auch in diesem Magazin wollen wir uns wieder
ganz herzlich bei allen unseren Werbekunden
bedanken, die den COBURGER als das passende
Umfeld für ihre Kommunikation erkannt haben.
Sie würdigen damit unser Bemühen um hohe
inhaltliche, fotografische, illustratorische und
haptische Qualität, unser Bestreben, ein Magazin zu
produzieren, das Freude macht, aufregt, belustigt,
ärgert, berührt – kurz, das im Gedächtnis bleibt. Und
das ist letztlich das, was auch unsere Werbekunden
mit Recht von uns erwarten dürfen: Dass ihre
Werbebotschaft „hängen“ bleibt, interessierte
anspruchsvolle Leser findet. Ganz besonders
bedanken wir uns bei unseren PREMIUM-KUNDEN,
die regelmäßig im Magazin zu finden sind und dafür
ganz besondere Möglichkeiten erhalten. Mehr unter
www.coburger-magazin.de/premium-partner.
Und das sind bisher unsere
PREMIUM-KUNDEN 2018:
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Autohaus Willy Ernst
Baugesellschaft Otto Hauch
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Broadway Body GmbH
Buchhandlung Riemann
Ciderhof
Citroen Grosch
Coburg Stadt und Land aktiv
Engel & Völkers
Frische-Center Wagner
IHK zu Coburg
iTVCoburg
Kongresshaus Rosengarten
Landestheater Coburg
Lasco Umformtechnik
Optik Müller
ROB – Roberto Bauer Herrenmoden
Schumacher Packaging
Sparkasse Coburg – Lichtenfels
Tourismus & Stadtmarketing
Citymanagement Coburg
Studio Freese
SÜC
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Veranstaltungsservice Bamberg
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VR-Bank Coburg©
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Sie uns an hegen@coburger-magazin.de
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Zum dritten Mal in Folge
hat das VitaDROM in
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Untersucht: 5 FITNESSCENTER
82,5% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad
Freundlichkeit: 89,2% (Platz 1)
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Betreuungsqualität: 80,0% (Platz 1)
Preis/Leistungsverhältnis: 78,3% (Platz 1)
Kundenbefragung: 03/2012
Untersucht: Befragte (Fitness)= 6 FITNESSCENTER
329 von N (Gesamt) = 910
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Freundlichkeit: MF Consulting 92,7% Dipl.-Kfm. (Platz Dieter 1)
Grett
Betreuungsqualität: www.kundenspiegel.de 83,9% (Platz Tel: 09901/948601 1)
Preis-Leistungs-Verhältnis: 70,1% (Platz 2)
Kundenbefragung: 03/2015
Befragte (Fitness)= 376 von N (Gesamt) = 901
MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett
www.kundenspiegel.de Tel: 09901/948601
AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 95
MONACO FRANKE
Heiland, das waren zuletzt wirklich harte Wochen für alle Oberbayern! Erst
stößt dieser überehrgeizige Emporkömmling aus Mittelfranken unser aller Horst
Seehofer als Ministerpräsident vom Thron. Dann muss Ilse Aigner, Vorsitzende
des so mächtigen CSU-Bezirkverbandes Oberbayern, das wichtige Bayerische
Finanzministerium an einen Oberpfälzer abgeben. Einen OBERPFÄLZER! Und
schließlich sagt auch noch ein gebürtiger Schwabe dem großen FC Bayern ab. Ach
Du liebes Bissla! Da könna sie einem fei richtig leidtun! Und des will wos heiß’n,
wenn des a Franke sagt!
Ich mein‘, der Monaco ist natürlich schon stolz, dass jetzt „aaner von uns“ der
neue Landesvater ist. Gut, er ist zwar kein Oberfranke, des stimmt scho. Aber ein
Nermbercher! Und des is doch allweil noch besser als ein Ingolstädter! Der Söder
hat das Herz schon am rechten Fleck, gell! Mag Hunde, geht gern zum Fasching,
kümmert sich um die Leut‘ auf dem Land, wo er jeden Bürgermeister kennt. Und
im Fußball schlägt sein Herz für den Glubb! Einfach symbaadisch, gell?! Dass die
32.000 landeseigenen Wohnungen der BayernLB-Tochter GBW, die er in seiner
Zeit als Finanzminister an irgendwelche windigen Bieterkonsortien verscherbelt
hat, jetzt das zigfache kosten? Das hat er ja nicht ahnen können!
Ganz schön aufgeräumt hat Söder in München. Heilicher Bimbam! Einige
„Großkopferte“ wie der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle (übrigens ein
Münchner, also auch ein Oberbayer!) tauchen im Kabinett plötzlich gar nicht
mehr auf. Dafür ist die Ministerriege eigentlich ganz CSU-untypisch jünger und
weiblicher geworden. Melanie Huml aus Bamberg, die Basketball-Nationalspieler
schon mal medienwirksam gegen FSME impfen darf, ist als Gesundheitsministerin
weiterhin dabei. Dazu kommen Kerstin Schreyer („Familie, Arbeit, Soziales ohne
Asyl“), Michaela Kaniber (Landwirtschaft) und schließlich Söders Trumpf: Dr.
Marion Kiechle. Die neue Wissenschaftsministerin ist
eine angesehene Gynäkologin, die bisher als Ordinaria
der Frauenklinik am Münchner Klinikum rechts der Isar
tätig war – oder wie die „Bild“-Zeitung ihre fachliche
Qualität kurz zusammenfasste: die Gattin von TV-
Sportreporter Marcel Reif. Heimatland!
DER MONACO FRANKE
Schreyer, denn das ist ab sofort Chefsache! „50 plus x“ hieß das immer. Und wenn
es dann so weit ist im September, dann spielt Söders FCN so wie es aussieht auch
bald wieder gegen den FC Bayern – eine schöne Gelegenheit, sich im Wahlkampf
mal werbewirksam mit rot-schwarzem Schal im Stadion blicken zu lassen.
Apropos Bayern München: Auch die haben gerade Probleme, obwohl man das an
der aktuellen Bundesligatabelle nicht unbedingt ablesen kann. Ehrlich, die Liga ist
so langweilig und fad wie ein Interview mit Philipp Lahm! Bayern wird zum sechsten
Mal in Folge Deutscher Meister, und trotzdem läuft aus Sicht des Branchenprimus
gerade einiges falsch. Thomas Tuchel hat als Trainer für die kommende Saison
abgesagt, was ihm die Bayern mindestens als Majestätsbeleidigung auslegen
werden. Und dann hat die Liga auch noch gegen den ausdrücklichen Willen
der Münchner entschieden, die „50-plus-1-Regel“ beizubehalten. Rotnase Kalle
Rummenigge, der nodorische Bobberer, hat hinterher – wie in solchen Fällen
eigentlich immer –wie ein beleidigtes Kind getrotzt und gegen alle geätzt, die
sich nicht seiner, also der richtigen Meinung angeschlossen haben. Allen voran
Andreas Rettig bekam das zu spüren, der Geschäftsführer des „mittelmäßigen
Zweitligisten“ FC St. Pauli, der den Antrag auf Beibehaltung der Regel gestellt
hatte. Den Mann, den er schon mal „Schweinchen Schlau“ nennt, hat Rummenigge
diesmal als „Ideologen und Zwecknostalgiker“ beschimpft.
Ja, das hat fast schon politisches Niveau. Aber so ist das, wo sich jemand den
anderen überlegen fühlt. Und dann is‘ scho wurscht, ob es um „50 plus x“ oder
„50 plus 1“ geht.
Schätzla, schau wie iech schau!
Für den COBURGER von Wolfram Porr
Und die Aigners Ilse, die lange Zeit als seine größte
Konkurrentin im Kampf um die Seehofer-Nachfolge
galt? Die muss sich mit einem „SUPERministerium“
trösten. Also jedenfalls haben Söders PR-Leute
dafür gesorgt, dass das überall so stand. Zuständig ist
Aigner für Wohnen, Bau und Verkehr – in Zeiten von
Schwarzarbeit am Bau, Verkehrsinfarkten, drohenden
Dieselfahrverboten und Mietwahnsinn ist das vor
allem mal eine SUPER undankbare Aufgabe, quasi das
politische „Bermuda-Dreieck“ Bayerns. Da könnte die
Superministerin schon mal in schwere See geraten. Aber
jetzt lassen wir ihn erstmal machen, den „Maggus“. Im
Herbst steht ja mit der Landtagswahl auch gleich die erste
Standortbestimmung an. Söder will seine in Umfragen
auf historisch schlechte 42 Prozent abgerutschte CSU
wieder in altgewohnte Höhen führen - deshalb übrigens
auch der Zusatz „ohne Asyl“ bei Sozialminsisterin
96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Coburg – lauf los!
Von Uwe Meyer, Geschäftsführer der süc//dacor
Am Anfang konnte ich es kaum glauben - die erste Nachricht kam bei der Bildzeitung. Doch dann meldete auch
der Focus die Zahlen, andere Medien folgten. Und die Daten basieren auf Messungen der Kunden durch das
Portal "breitbandmessung.de" der Bundesnetzagentur. Also alles seriös, Schummeln schwer möglich: Coburg
ist in Deutschland vorne dran.
Mit durchschnittlich 67 Mbit pro Sekunde an den Coburger Internetanschlüssen rauschen Daten durch die
Leitungen zu den Nutzern. Das ist ein mit Abstand zu den Metropolen wie München und Berlin herausragendes
Ergebnis. Auch die Zahlen im Landkreis Coburg sind sehr erfreulich - Glasfaser liegt in jedem Coburger Dorf.
Die Region Coburg also verfügt über eine sehr gute Daten-Infrastruktur. Der lebendige Wettbewerb der letzten
Jahrzehnte zahlt sich aus. Es gibt im Coburger Land nicht nur die üblichen Netzbetreiber wie Telekom, Vodafone
und Telefonica, es gibt für die Kunden echte Alternativen durch regionale Anbieter und Netzbetreiber wie
Telenec, Stadtnetz Rödental, Wohnbau Coburg Stadt & Land mit Rehnig und die SÜC mit uns von süc//dacor.
Seit mehr als 20 Jahren bauen diese Anbieter eigene leistungsfähige regionale und überregionale Glasfasernetze
auf und versorgen ihre Kunden mit guter Technik und hohen Geschwindigkeiten.
Und die Ziele der Zukunft sind schon definiert: Glasfaser in jedes Gebäude mit 1000 Mbit und mehr pro Sekunde
für jeden Kunden mit hervorragender Anbindung an die weltweiten Datennetze.
Coburg also ist startklar für die Digitalisierung. Doch Coburg muss jetzt auch loslaufen. Nur mit der guten
Dateninfrastruktur alleine nämlich wird man nicht als Sieger über die Ziellinie gehen: Ich wünsche mir mehr
Anwendungen, mehr Software, die durch die Hochschule Coburg in Kooperation mit lokalen Anbietern
entwickelt werden, ich wünsche mir noch mehr Digitalisierung kommunaler Verwaltungsprozesse, noch mehr
Offenheit ortsansässiger Unternehmen für die Möglichkeiten der Digitalisierung.
Gemeinsam können wir neue Ideen verwirklichen und vermarkten, neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze auf
der Basis schneller Netze schaffen. Laufen wir los.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder am 8. Juni 2018
Anzeigenschluss ist
der 26. Mai 2018.
Ordnung muss sein.
50 JAHRE 68ER-GENERATION
… UND WEIL DIE HEUTE ALLE UM DIE 70 SIND, SIND UNKORREKTE WITZE ÜBER DAS ALTER HEUTE DAS LETZTE:
Der Totengräber sitzt auf den Rand von einem Grab
und raucht eine Zigarette. Kommt ein alter Mann
vorbei. „Na Opa wie alt sind wir denn.“ „98“. „Dann
bleib gleich da.“
„Liebst Du mich auch noch, wenn ich alt und hässlich
bin?“ „Aber das tu ich doch.“
Ein 75jähriger bewundert im Spiegel seine Glatze:
„Donnerwetter. So alt und kein einziges graues Haar.“
Was steht auf dem Grabstein einer alten Jungfer? –
„Ungeöffnet zurück.“
„Ich weiß nicht, was sie haben“, wundert sich der
Scheidungsanwalt, „Ihr Mann ist für sein Alter doch
noch ganz fit.“ „Für sein Alter schon, aber nicht für
meins“, antwortet die junge Frau.
Warum können ältere Frauen schlechter einparken
als jüngere? Im Alter lässt das Gehör nach.
Prostata-Beschwerden werden bei älteren Männern
nicht mehr behandelt – sie haben ja genug Zeit zum
Pinkeln.
Stammtisch. Einer fragt: „Wie geht es deiner Frau?“
„Sehr gut, sie hat jetzt ihr Idealgewicht erreicht, 5
Kilo mit Urne.“
98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018
DIE VERLEIHUNG
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AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 99
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Die Sonnenbrillen-Kollektion 2018 ist da.“
96450 Coburg · Mohrenstr. 31
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