19.11.2025 Aufrufe

COBURGER – Das Magazin #26

  • Keine Tags gefunden...

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Nr. 26 | April 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


„Hier wohnten … “

Ab Seite

74

Dieses Mal zu Gast in der

Hohen Straße in Coburg

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


Foto: Sebastian Buff

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 26 APRIL 2018

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

82 BUCHEMPFEHLUNG

83 THEATERVORSCHAU

92 SCHATZSUCHE

94 IN EIGENER SACHE

96 MONACO FRANKE

97 AUF EIN WORT

98 DAS LETZTE

YVES ALLOINDE

WOLFRAM PORR

ISABELLE REISSER

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM PORR

WOLFRAM HEGEN

ISABELLE REISSER

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

BENEDIKT DELLERT

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

STEPHAN AMM

12 HOFBERICHT

Der 75. Geburtstag von Seiner Hoheit Prinz Andreas

16

20

28

KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG

Unfälle mit Tieren

LOST PLACE

BGS-Gelände

SONDERTHEMA MOBILITÄT

Positionen und Geschichten

40 WELTENBUMMLERLEBEN

Der Coburger Peter Achtzehhn

44 MACHER

Dieses Mal Henry Bodnik

50

54

74

HIER PASSIERT STADTGESCHICHTE

Das Güterbahnhofgelände

COBURGER SOMMER

Der Veranstaltungsguide von Mai bis Oktober

HIER WOHNTEN...

…jüdische Schüler

86 GALERIE

Bilder eines Kronacher „Naturburschen“

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


Stephan Amm

Bilder eines Kronacher „Naturburschen“ in unserer Galerie

Seite 86

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Kürzlich war ich auf ein Bier in einer der gemütlichen Kneipen in Coburg verabredet.

Freunde, Bekannte, Unbekannte. Einer war, wie sich herausstellte, aus München,

das an sich ist noch nicht besonders (ich bin ja selbst von dort , das ist aber zulange

her, als das ich noch als Münchner durchgehen würde), wohl aber, dass er sich nach

Jahrzehnten in seiner oberbayerischen Heimat freiwillig als Beamter nach Coburg

hat versetzen lassen, und wie seine Münchner Freunde auf seine Auswanderung

reagiert hätten: Was er denn in Coburg mache, wenn er abends mal italienisch

essen gehe wolle, wurde er gefragt, oder ob man ihm bei einem Besuch etwas aus

dem Süden mitbringen solle, ob es ihm an etwas fehle, an Bier zum Beispiel. Er

gehe dann italienisch essen, habe er geantwortet, und nein, man müsse ihm nichts

mitbringen, es gehe ihm gut. Außerdem koste das Bier hier gerade mal die Hälfte

als in München, habe er noch gesagt. Volltreffer. Wir bestellten gleich noch eine

Runde Bier. Nicht nur für uns, sondern für alle.

Der Neu-Coburger ist für seinen Wechsel aus der Landeshauptstadt weg in die Provinz mit mehr Lebensqualität

belohnt worden. Nicht nur mit günstigem Bier, sondern auch mit mehr Zeit zum Leben, für Freunde, Familie,

Gespräche. Mobil zu sein, physisch und psychisch, ist ein Wettbewerbsvorteil für das kleine, eigene private

Glück. Vor allem aber ist Mobilität eine Überlebensstrategie für die Gesellschaft, in der wir leben, die nun

einmal immer in Bewegung, immer mobil ist. Gesellschaften, die stehenbleiben, werden früher oder später

von der Geschichte überrollt. Also widmen wir uns in diesem Magazin dem Sonderthema „Mobilität“. Die

nämlich ist weit mehr als die Organisation des Individualverkehrs auf Straße, Schiene, im Wasser und in der

Luft. Mobilität ist Kultur.

So stellen wir uns zum Beispiel die Frage, ob die menschlichste aller Fortbewegungsarten, das Gehen, nicht

vielleicht sogar zum Statussymbol einer schnelllebigen Zeit taugt, wir stellen Menschen vor, die immer geistig

und oft auch räumlich mobil waren, wie den Coburger Peter Achtzehn, dessen Bildersammlung prominenter

Stars wir schon im letzten Magazin gezeigt haben und dessen Leben wir in diesem Magazin nacherzählen,

oder wie unseren „Macher“ in dieser Ausgabe, Henry Bodnik, der aus Coburg heraus Bogenschießen zu einem

weltweiten Geschäft gemacht hat.

Natürlich lässt uns auch in dieser Ausgabe das neue hölzerne Globe Theater keine Ruhe. Ganz ohne

informatischen Hintergrund sind dagegen unsere Bilderstrecken wie die frühlingshaft-morbiden Eindrücke

vom noch existenten BGS-Gelände, Einblicke in eines der schönsten Häuser in Coburg in der Hohen Straße

oder auch Bilder des Kronacher Fotografen Stephan Amm in unserer Galerie.

So, jetzt sind Sie dran.

Wolfram Hegen

P.S. Prost.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


INHALT

16

KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG

Unfälle mit Tieren

52

NICHT NUR GLOBE

Coburgs Clubkultur

48

ES WIRD ERNST

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

28

SONDERTHEMA MOBILITÄT

Positionen und Geschichten

Meine Zielgruppe sind

Führungskräfte, Selbstständige,

Unternehmer und Ärzte, die ihr

Potenzial beruflich, privat und

gesellschaftlich voll und effektiv

ausschöpfen wollen.

54

COBURGER SOMMER

Der Event-Guide

40

IM PORTRAIT

Peter Achtzehn

Personaltrainer/Fitnessfachwirt

Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg

Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21

hallo@frank-sperschneider.de

www.frank-sperschneider.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

April, Mai, Juni – Fertigmachen für den großen Coburger Sommer

Event-Ausdauerlauf. Wer da wo wann wen für wieviel Geld

beschallt, beglückt, begleitet, steht in aller Ausführlichkeit in

unserem Eventguide „Coburger Sommer“ in diesem Magazin.

„Ausführlich“ gerne auch in dem Sinne verstanden, jemanden

auszuführen, mitzunehmen zum Event des persönlichen Geschmacks.

Mit Frau, Mann, Freund, Freundin, Geliebtem oder

Geliebter, Kindern, Mama, Papa, Oma, Opa, den Kumpels oder

den Freundinnen macht so ein Event doch gleich noch mehr

MUSIKALISCHE KINDHEIT AM MITTELMEER

ZIMT & KORIANDER

Weltmusik, griechischer Blues und die Klänge Usbekistans: Jede einzelne Zutat

für sich ist für mitteleuropäische Ohren schon eine neue Erfahrung. Und wenn

diese dann auch noch als musikalisches Menü gemeinsam angerichtet werden,

verspricht der Abend bei Leise am Markt ein ganz neues Hörerlebnis, serviert

vom Opernsänger Kostas Bafas und dem Rockmusiker Georgias Giatsidis in

ihrem ersten gemeinsamen Konzert. Für die griechischen Musiker ist es ein sehr

emotionales, persönliches Programm, denn es bedeutet vor allem eines: Kindheit.

Die beiden Männer sind Söhne politisch Verfolgter in Griechenland und wuchsen

zur Zeit des Militärregimes in der Hauptstadt Usbekistans auf. Kennengelernt

haben sie sich erst 42 Jahre später in Athen. Bei der ersten Begegnung entdeckten

sie musikalische Schätze aus Kindheitstagen und ihrer Heimat am Mittelmeer.

Stundenlang spielten sie ihre gemeinsamen Lieblingslieder und entwickelten

ein ungewöhnliches Konzertprogramm, das es in dieser Form wohl nur einmal

gibt. Der Titel „Zimt & Koriander“ steht dabei nicht nur für den Geschmack des

Mittelmeers, sondern ist auch der Titel des griechischen Films, der vom Leben im

Ausland handelt.

Spaß. Wobei – vielleicht sind Sie ja auch ein Alleinfortgeher? Genießen

es, in der Anonymität eines Konzertpublikums aufzugehen?

So oder so haben wir - abseits der großen Veranstaltungen

der Monate April und Mai wie dem Nightrun am 5. Mai oder den

Designtagen ab Ende Mai - wieder drei Veranstaltungen ausgewählt,

die in unseren Augen besonders geeignet sind, einen

schönen Abend zu erleben. Wie immer wieder rein subjektiv.

Machts` was draus.

CHARITY-GALABALL COBURG TANZT

WWW.LEBENSRAUM-HOSPIZ.DE

Die Zeit der großen Bälle in Coburg ist zwar lange her. Der Gesellschaftstanz aber

erlebt eine Renaissance. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen zudem: Tanzen

ist gesund und macht glücklich. Wenn man zudem das Tanzbein auch noch zu

einem guten Zweck schwingen kann, gibt es einen guten Grund mehr, am 5. Mai

im Kongresshaus Rosengarten zu erscheinen. Dann steigt der Charity-Galaball

„Coburg tanzt“ zu Gunsten des Vereins „Lebensraum“ und damit zur Finanzierung

des Hospizes für Coburg. Die Tanzschule Weinberg aus Coburg arbeitet

ehrenamtlich zusammen mit der Stiftung „Lebensraum“ an der Konzeption dieses

Schwarz-Weiß-Balles, wobei sich schwarz-weiß nur auf die Kleidung der Herren

bezieht, die Damen dürfen natürlich bunt erscheinen. Auch das Programm an

diesem Abend wird vielfältig sein: die Bigband „Michael Holz“ aus Aachen kommt

mit 17 Musikerinnen und Musikern, Radio EINS bietet ab 23 Uhr eine Disco an,

zwei Jugend-Spitzenpaare in allen Standard- und Lateinamerikanischen Tänzen

zeigen ihr Können, der Comedian „Lord of the Dance“ sorgt für Heiterkeit, und

weitere Überraschungen sind vorgesehen.

Wann Wo Wie:

Donnerstag, 3. Mai 2018 um 20 Uhr bei Leise am Markt in der Herrngasse

in Coburg, Karten für 15 Euro an der Abendkasse oder Kartenreservierung

unter www.leise-am-markt.de/kartenreservierung oder unter 09561/90856.

Wann Wo Wie:

Samstag, 5. Mai 2018 ab 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten,

Eintrittskarten bei der Tanzschule Weinberg. www.ts-weinberg.de

Telefon: 09561/ 92869.

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DREIGESTIRN

42 KILOMETER AUF DIE OHREN

ROMAN-MARATHON ZUM AUFTAKT VON „COBURG LIEST“

Bereits zum 15. Mal garantieren die Coburger Literaturtage ganz besondere

Hörgenüsse. In diesem Jahr vom 21. bis zum 27. April. Den Auftakt bildet der

Roman-Marathon in der Reithalle, zu dem mit Ingrid Kaltenegger, Simon Strauß

und Irene Diwiak Roman-Debütanten mit ihren Erstlingswerken antreten.

Zunächst liest Ingrid Kaltenegger aus ihrem Roman „Das Glück ist ein Vogerl“.

Es handelt sich um eine charmant-verschrobene Komödie um den Gitarrenlehrer

Franz, der in einer Lebenskrise steckt. Eines Tages gerät er in einen Autounfall,

bei dem ein alter Mann umkommt. Dieses Unfallopfer – Egon – taucht in der Folge

als Geist immer wieder auf, bis Franz ihm verspricht, ihn zu seiner Jugendliebe zu

bringen, die im Koma liegt – damit Egon endlich seinen Seelenfrieden findet. Auf

Ingrid Kaltenegger folgt Simon Strauß, Sohn des Dramatikers Botho Strauß und

beruflich Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In seinem Roman „7

Nächte“ erzählt er von einem jungen Mann, der Angst davor hat, sich entscheiden

zu müssen und erwachsen zu werden. Auf Empfehlung eines Bekannten will er

jeden Tag einer der sieben Todsünden begegnen, damit ihm seine Gefühle nicht

abhandenkommen - ein letztes Aufbäumen im Windschatten der Jugend. Die

Österreicherin Irene Diwiak erzählt schließlich in ihrem Debütroman „Liebwies“

eine laut Kritik „herrlich bösartige Geschichte über falschen Glanz, die Gier nach

Ruhm – und wahre Schönheit, die mit alldem nichts zu tun hat“. Sie spielt in den

zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, ein Musikexperte verliebt sich eine

junge Frau und will diese, obwohl total unbegabt, zu einem Star in der Musikszene

aufbauen. (Quelle: www.coburgliest.de)

Coburger

Originale

Spezialitätenwochen

in der

13.-29. April

Wann Wo Wie:

Samstag, 21. April um 19 Uhr im Theater in der Reithalle, Karten im

Vorverkauf 18 Euro in der Buchhandlung Riemann, Abendkasse 25 Euro,

Schüler/ Studenten 10 Euro. Komplettes Programm: www.coburgliest.de

Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Fortgeher, Kultursüchtige, Rockfans,

Klassikschwärmer, Lachsüchtige, Partywütige, Applausklatscher, einsame Herzen

und Passivsportler:

▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download

▶ coburg.de/veranstaltungen

▶ www.facebook.com/Sonderbar.Coburg/

▶ landestheater-coburg.de

▶ coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ leise-am-markt.de

▶ gocoburg.de/veranstaltungen

▶ huk-coburg-arena.de/veranstaltungen.html

▶ agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen

▶ konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur

▶ vsbamberg.de/events.cfm

Schmätzchen, Bratwurst und Klöße

passen nicht zusammen? Finden wir schon! Entdecken Sie

die Spezialitäten aus Coburg in speziellen Gerichten oder

einem 3-Gänge-Menü in teilnehmenden Restaurants neu:

• Alte Henne – Restaurant und Waldbiergarten · Hohenstein

• Braugasthof Grosch · Rödental

• Landgasthof Wacker · Gauerstadt

• Gasthaus Lindenhof · Neustadt

• Sportgaststätte Unterlauter · Lautertal

• Therme Natur Bad Rodach

• Gasthaus Goldenes Kreuz · Coburg

• Münchner Hofbräu · Coburg

www.genussregion-coburg.de

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Nein, anders: Viel

Freude in Ihrer Freizeit. Egal wann wo was.

Das Projekt Regionalmanagement der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH

wird gefördert durch das Bay. Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung

und Heimat

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

BLEIBENDE ERINNERUNGEN …

Der Coburger Bauchredner und Zauberkünstler Marcus Geuss alias Marcelini

und sein sprechender Hund Oskar kommen viel herum. Dabei gastieren sie

nicht nur auf deutschen Bühnen, sondern auch auf Kreuzfahrtschiffen. Kürzlich

auf einem ganz besonderen, der MS Amadea, die auch als „Traumschiff “ des

ZDF bekannt ist. Während der Kreuzfahrt von Honolulu über den Pazifik bis

Yokohama hatten die „beiden“ Coburger also die Gelegenheit, ganz nah dran zu

sein an den Dreharbeiten der Weihnachtsfolge „Hawaii“. Schiffsarzt Nick Wilder

und Gattin haben den sprechenden Hund sofort ins Herz geschlossen. Sascha

Hehn gab beim Frühstück Tipps für Ausflüge in Japan, Barbara Wussow, Mutter

eines begeisterten Nachwuchszauberers, holte sich ihrerseits Tipps bei Marcelini.

Sogar einen kleinen Zauberkurs für die Filmprominenz gab es an Bord. Ein

Wiedersehen ist geplant, ein Wiedersehen mit Marcelini und seinem Hund Oskar

in der Weihnachtsfolge gibt es dagegen nicht: Der Andrang nach Nebenrollen an

Bord war groß. Natürlich hatten die Gäste der Kreuzfahrt den Vorrang.

JOFFREY BLEIBT DA …

Sein journalistisches Handwerkszeug hat er bei Radio EINS gelernt, später

stand er bei TVOberfranken vor der Kamera, er moderiert auf Bühnen in ganz

Deutschland, eigentlich aber ist er gelernter Kaufmann und in seinem neuen Job

bringt er jetzt alles unter einen Hut: Joffrey Streit ist wieder da. Der Kulmbacher

ist bei Hummel in Rödental jetzt Markenbotschafter und als solcher damit

beauftragt, die Marke Hummel wieder ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Die

Rödentaler freut es, die Coburger ebenso, die Mitarbeiter ohnehin, dass die einst so

renommierte Marke mit ihrer über 80jährigen Handwerkstradition wieder zu dem

ihr zustehenden Glanz kommen soll. Dass Joffrey Streit die verantwortungsvolle

Aufnahme übernehmen darf, liegt wohl am Hummelretter, dem schillernden

Unternehmer und Verleger Bernd Förtsch, ebenso ein Kulmbacher. Man kennt

sich, man schätzt sich.

DA BLEIBT NICHTS ÜBRIG …

Einladungen, Gutscheine, Postkarten. Der COBURGER staunte nicht schlechte

kürzlich bei einem Besuch in Sabine Hölls Kruschelladen Secondo-Engelservice

im Steinweg: Sie hat Motive aus Magazinen der letzten Jahre neuen Verwendungen

zugeführt. Eine Schande zwar, den COBURGER zu zerschneiden, auf der anderen

Seite ein Vorbild in Sachen Kreislaufwirtschaft und Müllvermeidung.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


HANDBALL SEIT 2000

STADTGESPRÄCH

Spitzensport in Coburg

Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:

1 REGION. 1 ZIEL. H

GEME1NSAM

C.

HSC

COBURG

NORBERT BLEIBT NORBERT …

Auch vier Jahre nach der Amtsübernahme sorgt die Vornamensgleichheit

des alten und des neuen Coburger Oberbürgermeisters immer noch

manchmal für Verwirrung: Beim 75. Geburtstag von Prinz Andreas auf

Schloss Callenberg gratulierte der aktuelle OB Tessmer dem Prinzen in

einem kurzen Grußwort. Sein Nachfolger am Rednerpult, ein Freund

des Geburtstagskindes, bedankte sich dafür „bei Oberbürgermeister

Norbert Kastner“. Der war zwar auch da, aber nur als Gast. Die

aufkommende Heiterkeit konterte der ertappte Redner mit einem

nonchalanten „Norbert bleibt Norbert“.

DA BLIEB NOCH EIN TAG …

Nicht einmal sechs Monate dauerte die Amtszeit des neuen Geschäftsführers der

Tourismusregion Coburg.Rennsteig, Markus Hoßfeld. Danach nämlich wäre die

Probezeit des Neuen abgelaufen. Offiziell gab er persönliche Gründe für seinen

Weggang an.

DAS BLEIBT HÄNGEN …

Ja, was war denn das? Da flatterte doch

mit den Anzeigenmagazinen Ende

März eine Ausgabe der strammrechten

wöchentlichen

Boulevardzeitung

„Deutschland-Kurier“ des Lichtenfelsers

Ex-CSUlers David Bendels in

die Haushalte der Region. Kann man

machen … muss man aber nicht.

HSC 2000 Coburg vs. ThSV Eisenach

20. April 2018

Anwurf: 20:00 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. Eintracht Hildesheim

28. April 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. DJK Rimpar Wölfe

12. Mai 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. TV Emsdetten

26. Mai 2018

Anwurf: 18:30 Uhr

www.hsc2000.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir

HOFBERICHT

eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen

wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom Empfang anlässlich

des 75. Geburtstages von Seiner Hoheit Prinz Andreas von Sachsen-

Coburg und Gotha auf Schloss Callenberg. Fotos Yves Alloinde.

Björn Schumacher und Gattin Anna Schumacher

Prof. Dr. Gerhard Lindner

Prof. Dieter Sitzmann, Hochschule Coburg

Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (links) und Frau Kelly, Gion Schäfer, Schwager von Prinz Andreas

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DER HOFBERICHT

Heinrich Graf zu Ortenburg

Norbert Tessmer und Bianca Haischberger

Nach 10 Stunden fühlst du

den Unterschied,

nach 20 Stunden siehst du

den Unterschied und

nach 30 Stunden hast du

einen neuen Körper.

Joseph Pilates

Dr. Martin Faber mit Gattin Dr. Ingrid Faber

Gabriele Stahl und Frau Pfadenhauer

Klassisches Training im

Traditionsgebäude!

Über 330 m 2 einer alten

Fertigungshalle in der

ehemaligen W. Goebel

Porzellanfabrik wurden

hierfür aufwendig saniert.

Bei uns werden Sie

nicht nur fitter, sondern

Sie können sich auch

rundum wohlfühlen.

Wir freuen uns auf Sie!

BROADWAY BODY

Coburger Straße 7 · 96472 Rödental

Telefon: 09 563 - 51 13 107

info@broadwaybody.de

www.broadwaybody.de

Stefan Stahl, Juwelier Stahl

Thomas Bittorf, tblegal

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13

Broadway-Body-Anzeige-Coburger.indd 1 06.02.18 11:45


DER HOFBERICHT

Das Geburtstagskind und Helga Bauschatz

Prinz Andreas und Hans Broer

Alt-Oberbürgermeister Norbert Kastner

Heinrich G. Bender mit Gattin

Michael Selzer, Stadt Coburg, Thomas Apfel, Radio EINS und Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber

Norbert Schug, Vorstand VR-Bank Coburg, und Gattin Ute Schug

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DER HOFBERICHT

Karin und Max-Peter Carl mit Carola Langsch

Leopold Prinz von Bayern und Gräfin Gerta Solms-Baruth

Tanju Kaya und Max Beyersdorf

Alexander Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und Nini Beyersdorf

VERKAUF | VERMIETUNG | INVESTMENT

IHRE IMMOBILIENSPEZIALISTEN IN COBURG

Sind Sie auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung?

Ob Sie mieten oder kaufen möchten -

das Team aus Coburg unterstützt Sie gern.

Eigentümern bieten wir eine kostenfreie und

unverbindliche Marktpreiseinschätzung

ihrer Immobilie an.

Büroleiterin

Jasmin Petrich

Geschäftsstelleninhaber

Alexander Petrich

Geprüfter freier Sachverständiger

für Immobilienbewertung

(PersCert®)

Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns darauf,

Sie persönlich und individuell zu beraten.

T.: 09561 - 79 53 83 0

FÜR SIE AN ÜBER 300 STANDORTEN IN DEN BESTEN LAGEN

VON POLL IMMOBILIEN | Shop Coburg

Judengasse 18 | 96450 Coburg | E-Mail: coburg@von-poll.com

www.von-poll.com/coburg

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


VON WOLFRAM PORR

Kleine Ursache,

böse Wirkung!

Unfälle mit Tieren


UNFÄLLE MIT TIEREN

Der Zwischenfall im Weitramsdorfer

Ortsteil Weidach sorgte im Juni 2017

bundesweit für Schlagzeilen: Eine nicht

angeleinte Bulldogge fällt auf einem

Kinderspielplatz ein zweijähriges Mädchen

an und verletzt es durch Bisse so

schwer, dass es mit einem Rettungshubschrauber

in ein Krankenhaus geflogen

werden muss. Der Horror. Zuallererst für

das Kind. Aber auch für die Eltern. Und

kein Einzelfall. Immer wieder kommt es

zu Zwischenfällen mit Hunden – häufig

Kampfhunden, die Menschen anfallen

und verletzen. Und die gehen nicht immer

wie in diesem Fall halbwegs glimpflich

aus.

Kleine Ursache, böse Folgen

Haustiere sind etwas Wunderbares. Doch wenn Herrchen oder

Frauchen überfordert sind und ihren Schützling nicht im Griff haben,

kann das böse Konsequenzen haben. Das Fallbeispiel einer großen

Versicherung zeigt, wie einen bereits eine kleine Unaufmerksamkeit

blitzschnell in eine existenzbedrohende Lage bringen kann: Ein

Labrador springt durch eine offene Autotüre aus dem Wagen und

rennt quer über die Straße. Ein vorbei fahrendes Auto muss abrupt

bremsen und kommt gerade noch zum Stehen. Ein nachfolgender

Wagen fährt jedoch auf. Mehrere Unfallbeteiligte werden dabei

verletzt. Die Halterin des Labradors wird für den Schaden an den

Fahrzeugen sowie für Schmerzensgeld und Schadenersatzansprüche

haftbar gemacht – insgesamt muss sie über 80.000 Euro zahlen.

Klarer Fall von: Kleine Ursache, schlimme Folgen! Das Beispiel

zeigt: So ein kurzer Moment der Unachtsamkeit ist schneller da,

als man vielleicht denkt. Und es kann jeden treffen. Belastbare,

detaillierte Zahlen über Tierunfälle dieser Art gibt es zwar nicht.

In den Statistiken des Statistischen Bundesamtes über Unfälle mit

Tierbeteiligung – auch im Straßenverkehr – fällt jedoch auf, dass

neben Pferden, die in der Regel die höchsten Schäden verursachen,

tatsächlich Hunde am häufigsten auftauchen. Grund genug, einmal

zu schauen, wie die Rechtslage genau ist und was man tun kann,

damit es möglichst nie zu einem Unfall mit dem geliebten Vierbeiner

kommt.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


KLEINE URSACHE BÖSE WIRKUNG

Eindeutige Rechtslage:

Hundehalter haften immer

Die Halter sind grundsätzlich immer für ihre Hunde

verantwortlich. So haften sie zivilrechtlich, falls ihr

vierbeiniger Liebling etwa einen Verkehrsunfall oder einen

sonstigen Sachschaden verursacht. Werden Personen

von Bissen verletzt, kann dem Hundebesitzer wie in dem

Coburger Fall auch eine strafrechtliche Verfolgung wegen

Körperverletzung drohen. Bis hin zum öffentlichen Prozess

und einer möglichen Haftstrafe.

Bei Hundebissen wird dabei zwischen fahrlässiger und

gefährlicher Körperverletzung unterschieden: Ist ein

Hundehalter seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen,

wird in der Regel wegen fahrlässiger Körperverletzung

ermittelt. Die Folge: ein Strafbefehl oder eben ein Prozess.

Das Strafgesetzbuch sieht in solchen Fällen eine Geldstrafe

oder bis zu drei Jahre Gefängnis vor. Eine gefährliche

Körperverletzung kann dann vorliegen, wenn jemand seinen

Hund gezielt und bewusst als Waffe benutzt und ihn auf einen

Menschen hetzt. In solchen, glücklicherweise sehr seltenen

Fällen liegt der Spielraum der Gerichte zwischen sechs

Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe.

Kommt es zu einer Verurteilung, so steht dem Opfer in jedem

Fall auch noch ein Schmerzensgeld zu. Die Höhe der zu

bezahlenden Summe richtet sich dabei in der Regel nach der

Schwere der Verletzung und den Folgen für das Opfer, kann

aber bis zu einige tausend Euro reichen.

Hundetrainer? Eine gute Idee

Damit es nicht so weit kommt, helfen ein paar einfache

Regeln. Die wichtigste: Hunde stets an der Leine führen,

vor allem in der Nähe von Straßen oder da, wo andere

Menschen unterwegs sind. Außerdem: Je besser ein Hund

auf die Kommandos seines Halters hört desto geringer ist

die Gefahr eines unkontrollierten Ausbruches. Immer mehr

Menschen gehen deshalb mit ihren Hunden zu sogenannten

Hundetrainern. Eine gute Idee, gerade für Personen, die

zum ersten Mal einen Hund haben oder jene, die sich einen

gefährlichen Kampfhund zugelegt haben. Der Ruf nach einem

„Hunde-Führerschein“ mag übertrieben sein. Er wird jedoch

immer dann wieder laut, wenn es zu solchen Zwischenfällen

wie dem oben geschilderten kommt.

Noch ist das in Deutschland freilich nicht verpflichtend. Die

Hundeverordnungen der Länder (eine bundeseinheitliche Regelung

gibt es nicht) listen lediglich gefährliche Rassen auf, für

die es Sonderregelungen gibt: Das kann eine Genehmigungspflicht

sein, aber auch Maulkorb- oder Leinenzwang oder der

Nachweis, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Tierhalterhaftpflicht ist sinnvoll und

kann Existenzen retten

Auch wenn sie nicht in allen Bundesländern verpflichtend

ist: Für Hunde- und Pferdebesitzer ist so eine

Tierhalterhaftpflichtversicherung definitiv zu empfehlen. Sie

übernimmt Schadenersatzforderungen für Personen- oder

Sachschäden, die von dem versicherten Tier verursacht

werden. Dabei haftet der Halter für alle Schäden, die durch das

Tier entstehen – und das übrigens auch dann, wenn er selbst

gar nichts dafür kann. Ist das Tier zum Beispiel in der Obhut

einer anderen Person, etwa wenn Freunde, Bekannte oder

das Nachbarskind den Hund Gassi führen, haftet der Halter

trotzdem.

Die Verbraucherzentrale Bayern rät Hundehaltern deshalb

dringend, eine solche Versicherung abzuschließen: "Eine

Hundehalterhaftpflicht ist sehr sinnvoll, weil Sie sonst mit

Ihrem Vermögen haften." Bei Unfällen mit Personenschaden

kann der Schaden schnell in die Millionen gehen. Wer in

solch einem Fall keine Versicherung, steht schnell vor dem

finanziellen Ruin. Deshalb sollte die Deckungssumme der

Versicherung auch mindestens fünf Millionen Euro betragen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass der Schutz auch bei

Mietsachschäden greift oder wenn der Hund ohne Leine läuft.

Für Hunde ist eine Tierhalterhaftpflichtversicherung je nach

Rasse schon ab rund 50 Euro pro Jahr zu bekommen (mit einer

geringen Selbstbeteiligung von etwa 150 Euro). Schäden, die

durch Katzen und andere Kleintiere verursacht werden, sind

übrigens in der Regel von der privaten Haftpflichtversicherung

abgedeckt.

Weitramsdorf: Hundehalter

kommt mit Strafbefehl davon

Ob in dem Weitramsdorfer Fall der Hundehalter oder eine

Hundehaftpflicht die Krankenhaus- und Behandlungskosten

für das Kind bezahlen musste, ist nicht bekannt. Die

Geschehnisse sollten aber eine Warnung für alle Hundehalter

sein, auch wenn die Geschichte am Ende glimpflich ausging.

Das verletzte Mädchen muss nach dem Hundebiss zum Glück

keine Folgeschäden fürchten.

Gegen den damals 37-jährigen Mann erging ein Strafbefehl

wegen fahrlässiger Körperverletzung über 40 Tagessätze.

Dieser ist laut Angaben der Staatsanwaltschaft Coburg

inzwischen rechtskräftig. Zu einem Prozess wird es also nicht

mehr kommen.

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


UNFÄLLE MIT TIEREN

Gesponserter Beitrag

Teure Bisse

Haftungsfragen

Es grünt, blüht, wächst und gedeiht: Der Frühling lockt wieder hinaus in die Natur. Ob

mit dem Fahrrad über Stock und Stein, zu einem Spaziergang durch die Stadt oder mit

den Kindern auf den Spielplatz. Natürlich haben viele dann auch ihren Hund dabei, die

Vierbeiner freuen sich mindestens so wie das eigene Herrchen auf Bewegung an der

frischen Luft, ausgedehnte Touren oder ganz einfach aufs Herumtollen. Dabei kommt

es allerdings auch immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Mensch und Tier, zwischen

Tier und Straßenverkehr, zu Verletzungen, zu Schäden, zu Schmerz, Wut und Ärger.

Und oft stellen sich dabei rechtliche Fragen nach Verantwortung, nach Schuld, nach

Schadenersatz und Schmerzensgeld. Informationen dazu von Wolfgang Hörnlein von

der Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler.

„Es gehört für uns zum Alltagsgeschäft, dass wir in der Kanzlei

Klienten betreuen, die von Hunden gebissen worden sind“,

erzählt Wolfgang Hörnlein, solche Fälle kämen leider häufiger

vor als es öffentlich wahrgenommen werde. Auch drastische

seien darunter, vor allem, wenn Kinder mit betroffen sind,

die der Attacke eines Hundes oft wehrlos gegenüberstehen.

Schlimme Verletzungen sind dann oft die Folge.

Rein rechtlich gilt: Grundsätzlich sind alle gesundheitlichen

oder materiellen Schäden, die ein Haustier Dritten zufügt,

schadensersatzpflichtig. „Die Rechtslage ist ja eindeutig:

Wer ein Haustier hat, der haftet.“ Wenn also ein Haustier

einen Menschen verletzt oder materiell schädigt, haben der

Tierhalter und der in der jeweiligen Situation zuständige

Tierhüter Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld zu

bezahlen, wenn der Geschädigte dieses einklagt. Das gilt nicht

nur für Hunde, sondern auch für andere Haustiere wie Katzen.

Oft gebe es bei den Samtpfötern allerdings das Problem der

Nachweisbarkeit. Hörnlein erzählt auch von einem Fall, in

dem ein Pferd auf ein Mädchen gestürzt sei, das sich dabei

schwere Verletzungen zugezogen habe. Und auch Pferde

gelten als Haustiere. Anders verhalte es sich bei Nutztieren

wie Kühen oder Blindenhunden. Wenn sie einen Schaden

verursachen oder einen Menschen verletzen, „muss man als

Halter schon grob fahrlässig gehandelt haben. Sonst geht der

Geschädigte leer aus.“

Im Fall des Falles sollte man auf jeden Fall wie bei einem anderen

Unfall auch Fotos machen, Namen notieren, gegebenenfalls

bei einer Gefährdung durch ein Tier Landratsamt oder Stadt

benachrichtigen oder sogar die Polizei. Und: Geschädigte

sollten sich nicht zu schnell auf Angebote der gegnerischen

Versicherung einlassen, keine Abfindungserklärung zu schnell

unterschreiben. Gerade bei Hundebissen sei oft nicht klar,

welche Schäden langfristig zurückblieben, auch wenn es

meistens, beruhigt Hörnlein, „ja doch relativ glimpflich und

ohne Dauerschäden ausgeht.“

Wolfgang Hörnlein ist Gründer und Mitinhaber der

Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler.

Doch selbst wenn einem Schmerzensgeld und Schadensersatz

zusteht, muss der Tierhalter das auch bezahlen können, solche

Schmerzensgeld nämlich können leicht in die tausende oder

zehntausende Euro gehen. Hörnlein empfiehlt daher dringend

den Abschluss einer Tierhalterversicherung.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


Lost Place BGS-Gelände

Fotos von Isabelle Reißer

20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 21


LOST PLACE

22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


BGS-GELÄNDE

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 23


LOST PLACE

24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


BGS-GELÄNDE

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 25


LOST PLACE

26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


BGS-GELÄNDE

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


Sonderthema Mobilität

Halt.

Weiterlesen.

Jetzt sofort.

Auch wenn es schwerfällt, Sie schon weiterstreben, den

Daumen im Anschlag, bereit, umzublättern zur nächsten

Seite. Weil Sie auch zu denen gehören, die keine Ruhe

finden, die getrieben sind, immer in Bewegung. Was

nämlich wären die Alternativen: Rumstehen? Rumsitzen?

Rumliegen? Nicht denken? Nicht fühlen? Nicht planen?

Das sind keine Alternativen, das sind Todesurteile.

Sind wir also nicht alle Nomaden? Weil wir immer in

Bewegung sind? Weil wir nicht-sesshaft sind? Ob nun

physisch, psychisch oder digital?

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


VON WOLFRAM HEGEN

Ein kleiner Test, völlig unwissenschaftlich:

Wohnen Sie zur Miete?

JA? 5 Punkte Nein? 0 Punkte

Wie viele Fortbewegungsmittel nutzen Sie

regelmäßig (Füße, Fahrrad, Auto, Rollstuhl, Bus,

Flugzeug etc…)?

Pro Fortbewegungsmittel 2 Punkte

Wie viele Länder haben Sie bereist?

Pro Land 2 Punkte

In wie vielen Regionen haben Sie gelebt?

Pro Regionen 2 Punkte.

Wie viele verschiedene Lebenspartner?

Pro Partner 2 Punkte

Wie viele ihren ganzen Einsatz verlangende

berufliche (Arbeitgeber/ eigene Firmen) oder

gesellschaftliche (Familie/Ehrenamt) Aufgaben

hatten Sie schon?

Pro Aufgabe 2 Punkte

Wie viele Kulturtechniken beherrschen Sie

(Lesen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Feuer

machen, Musizieren, Kochen etc…)?

Pro Kulturtechnik 2 Punkte

Wie oft haben Sie Ihre Meinung zu wichtigen

Themen schon geändert?

Pro Änderung 2 Punkte

Zählen Sie nun alle Punkte zusammen:

Mehr als 30 Punkte: Sie sind ein Nomade.

10 bis 30 Punkte: Sie sind ein Roboter.

Unter 10 Punkten Sie sind zu jung oder

können die Fragen

nicht beantworten.

Viel Spaß bei der Mobilisierung Ihrer

Gehirnzellen auf den nächsten Seiten. Sie

können in der Zeit natürlich auch Sudoku

spielen. Oder eine Runde um den Block

drehen.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


Über die Mobilmachung des Alltags

Wer über MOBILITÄT nachdenkt, der zeichnet schnell das Bild einer Zukunft, die

schon sehr nach Science-Fiction klingt: Selbstfahrende Autos, fliegende Drohnen

und autonome Flug-Taxis. Glaubt man Zukunftsforschern wie Aric Dromi, ist diese

Zukunft gar nicht mehr so fern. Doch wie hoch ist der Preis, den wir für diesen

Fortschritt – und die meisten Menschen empfinden Mobilität als solchen –

bezahlen? Ist immer noch mehr Mobilität nur Segen oder kann es auch Fluch

sein? Und was muss die Politik tun, um mit dieser Entwicklung standzuhalten?

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


VON WOLFRAM PORR

DAS STROM-TAXI WIRD DAS AUTO WIE WIR ES KENNEN ABLÖSEN

Wer nicht gerade in der Automobil- oder der Automobilzulieferer-Industrie sein

Geld verdient oder einfach ein Liebhaber von PS-starken Autos mit fossilem

Antrieb ist, der könnte in der neuen Welt, auf die wir da offenbar zusteuern, das

gelobte Land sehen: Von Diesel und Benzin angetriebene Autos, so sehen es die

Zukunftsforscher voraus, werden schon bald aus den Innenstädten verbannt sein.

Stattdessen werden nur noch selbst fahrende, mit Strom angetriebene Fahrzeuge

in Bewegung sein - und das so kontrolliert und gesteuert, dass es zu keinen

Unfällen und in der Folge auch zu keinen Staus mehr kommen wird. Weil die

Menschen diese eher schmucklosen Autos aus Karbon oder Zellstoff nicht mehr

kaufen, sondern sie mittels Apps oder anderer Hilfsmittel nur bei Bedarf wie ein

Taxi zu sich bestellen werden, werden viele Flächen, auf denen heute Autos,

Busse und Lkws fahren, im Stau stehen oder parken, für andere Zwecke frei – für

Wohnraum, Grünflächen oder Freizeitoasen.

Rund 15 Jahre gibt der Futurologist Aric Dromi der Menschheit noch, bis auch

das Auto zum sogenannten „Internet der Dinge“ gehören wird, genauso wie der

Kühlschrank, der Milch oder Joghurt nachbestellt, und der Fernseher, den wir

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


SONDERTHEMA MOBILITÄT

„Mobilitätsgarantien machen krank“

dann endgültig nicht mehr linear nutzen werden. Alle Geräte

unseres täglichen Bedarfs werden wir mit demselben Gerät,

mit derselben App steuern, glaubt er. Damit wird der Mensch

mobiler, obwohl er sich zunächst weniger bewegen muss.

Denn dann erledigt eine intelligente Software das, wofür

wir im Moment noch das Haus oder zumindest die Couch

verlassen müssen.

Einerseits dient uns also die moderne Technik. Andererseits

ist es schon heute so, dass sie uns krank macht. Nicht nur

Firmen werben mit „Mobilitätsgarantien“. Auch die Menschen

glauben, jederzeit für Kunden oder den Arbeitgeber

erreichbar sein zu müssen. Das Smartphone ist immer an.

Dienst-Mails werden auch in der Freizeit gecheckt. Psychische

Erkrankungen wie „Burn-Outs“ sind die Folge.

DAS „ZWEITE MASCHINENZEITALTER“:

ARBEIT WIRD KNAPP

Dabei hat der gesellschaftliche Wandel hin zu einer Welt, in

der uns Computer und Roboter mehr und mehr unliebsame

Arbeiten abnehmen, gerade erst begonnen. Die Folgen

dieses „zweiten Maschinenzeitalters“ für die Gesellschaft,

insbesondere für die Arbeitswelt, können wir uns kaum

ausmalen. Sicher ist: Sie werden unser Leben von Grund auf

verändern.

Laut der Oxford-Studie über die Zukunft der Arbeit werden bis

in 20, 25 Jahren knapp die Hälfte aller normalen Jobs wegfallen

– und das beinhaltet auch anspruchsvollere, geistige Arbeit.

Nicht nur Bus- und Taxifahrer werden schon bald arbeitslos

sein, weil sie schlicht nicht mehr gebraucht werden. Auch

das Bank- und Versicherungswesen, Anwälte, Architekten,

Journalisten und viele andere Berufsgruppen werden

bluten, denn viele Jobs werden reihenweise obsolet, wenn

sie von künstlichen Intelligenzen erledigt werden. Andere

Berufsbilder wiederum werden sich radikal verändern, etwa

in der Medizin oder im Bildungswesen – an Schulen und

Universitäten.

DIE POLITIK MUSS ANTWORTEN FINDEN -

SCHNELL

Damit einhergehen gigantische Herausforderungen an die

Politik. Für die wenigen neuen, dann hoch spezialisierten

Jobs, die noch entstehen, werden die meisten Menschen

nicht befähigt sein. Ohne berufliche Perspektive könnte

bei vielen ungeahntes Aggressionspotenzial zu Tage treten.

Arbeitslosigkeit, Armut und die Suche nach einem Sinn

kann sich in Gewalt, Protestaktionen, ja auch Protestwählen

niederschlagen. Die Politik muss auf all diese Entwicklungen

reagieren und Antworten finden. Eine dieser Antworten

könnte das bedingungslose Grundeinkommen sein, das

derzeit in Finnland einem ersten Praxistest unterzogen wird

und das die in Kiel regierende Koalition aus CDU, FDP und

Grünen auch in Schleswig-Holstein auf Länderebene testen

will. Auch das Gesundheitssystem muss sich verändern,

ebenso das Bildungssystem. Nicht zuletzt muss die Politik die

Weichen für den Umstieg auf Elektromobilität stellen.

Und damit sind wir zurück beim Auto der Zukunft. Denn das wird

definitiv das Elektroauto sein. Der erste Automobilhersteller,

der trotz ordentlicher Absatzzahlen gerade komplett auf die

Produktion von Elektroautos umsattelt, ist Volvo. Ab 2019

werden die Schweden keine neuen Modelle mehr mit reinen

Verbrenner-Antrieben auflegen. Neben Hybriden sollen fünf

neue Elektroautomodelle kommen. Ab dem Jahr 2025 werde

Volvo dann laut Firmenchef Håkan Samuellson eine reine

Elektroautoflotte haben.

ELEKTROMOBILITÄT: NUR ZUKUNFTSTRÄCHTIG

MIT REGENERATIVER ENERGIE

Ein mutiger Schritt. Denn dass der Umstieg auf

Elektromobilität gelingen muss, wenn wir unsere Klimaziele

auch nur annähernd erreichen wollen, ist zwar in den Köpfen

angekommen. Laut Volker Quaschning, Professor für

regenerative Energiesysteme an der Berliner Hochschule für

Technik und Wirtschaft (HTW), muss aber eine Gesamtlösung

her, die Elektromobilität mit Hilfe regenerativer Energien

ermöglicht und so zwei Zukunftstechnologien verzahnt.

Eine höhere CO2-Belastung wie derzeit gab es laut Quaschning

in der Menschheitsgeschichte noch nie. Mehr Elektromobilität

bedeutet aber zunächst einmal einen deutlich höheren

Strombedarf. Es wäre nicht viel gewonnen, wenn dieser Strom

wie bisher hauptsächlich aus Kohlekraftwerken oder anderen

fossilen Quellen stammte. Das Ziel müsse deshalb lauten, bis

zum Jahr 2040 eine CO2-freie Energieversorgung zu erreichen.

Energieeffizienz muss gesteigert, der Energieverbrauch

deutlich nach unten gedrückt werden!

Aric Dromi, der übrigens Volvo berät, glaubt deshalb, dass

es zumindest in den großen Städten eher fliegende Autos

geben wird als funktionierende Verkehrssysteme mit selbst

fahrenden Autos. Eine teure und aufwändige Infrastruktur ist

dafür nicht nötig. Firmen wie Uber und Airbus arbeiten längst

an Drohnen für den Personenverkehr. In Dubai läuft seit

vergangenem Jahr ein Pilotprojekt mit autonomen Flugtaxis.

Mobilität heißt wörtlich übersetzt Beweglichkeit. Gemeint

sind damit laut Duden aber auch Flexibilität, Erreichbarkeit

und Anpassungsfähigkeit. Der Mensch wird in der neuen

„Science-Fiction-Welt“ davon noch eine große Portion

brauchen. Die Zukunft hat begonnen!

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


Gehen als neues Statussymbol?

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


SONDERTHEMA MOBILITÄT

Pferde, Kutschen, Räder, Autos, Züge, Schiffe, Flugzeuge, Raumschiffe: Der

Mensch wird nicht müde, über die Jahrtausende hinweg, mit immer neuen

Fortbewegungsmitteln, von Neugier oder reiner Gier getrieben, seinen Radius

zu erweitern. Über die Zeit hat er dabei neue Welten entdeckt, neues Wissen

gewonnen. Sein Körper aber ist dabei faul geworden. Er sitzt heute lieber. Dabei

fußt die Menschheit doch auf dem aufrechten Gang. Und das uralte Gehen hat

auch das Zeug das Statussymbol für morgen zu werden. Ein kurzes Plädoyer von

Wolfram Hegen für ein altes Fortbewegungsmittel.

Der aufrechte Gang ist so alt wie die Menschheit.

Sich auf den eigenen zwei Beinen zu bewegen gilt als

ein entscheidendes Merkmal der Menschwerdung.

Die Anatomie des menschlichen Körpers ist ganz

auf das Gehen ausgerichtet: die Form der Füße, die

Muskulatur der Beine, bis hin zu Becken, Wirbelsäule,

Brustkorb, Kopf. Das Innenohr sorgt dafür, dass wir

nicht umkippen, im Gleichgewicht bleiben. Der

Blick ist immer nach vorne gerichtet, auch wenn

wir rennen. Der Mensch jagte zu Fuß, kletterte auf

Bäume, zog fußläufig mit seiner Herde umher auf

der Suche nach fruchtbarem Weideland, floh vor

Umweltkatastrophen, vor Krieg und Verfolgung zu

Fuß. Der Mensch lief, weil er dazu geboren ist.

Doch seit Jahrtausenden läuft er auf der so

menschentypischen Suche nach neuen Welten den

Mühen des Laufens davon: Das Pferd, die Kutsche,

das Rad, die Bahn, das Schiff, das Flugzeug und

vor allem das Auto haben das Laufen „ersetzt“. Der

Mensch bewegt sich fort, ohne sich zu bewegen,

ohne dabei aufrecht zu gehen. Um schneller zu sein,

bequemer zu reisen, mehr zu transportieren. 80%

der Menschheit sitzen mehr als acht Stunden am Tag.

Erst in den letzten Jahrzehnten wird die so uralte

menschliche Fortbewegung wieder in, aber eben nur

als reiner Selbstzweck in der Freizeit: Beim Joggen,

Wandern, Nordic-Walking. Zum eigentlichen

Zweck des Laufens, nämlich von A nach B zu

kommen, nutzt die Menschheit nur noch bei jedem

vierten Weg die eigenen zwei Beine. Und die dabei

zurückgelegten Kilometer liegen weit hinter allen

anderen Fortbewegungsmitteln zurück.

Dabei ist das Gehen es wert, wiederentdeckt zu

werden. Keine andere Fortbewegungsart hat in der

modernen mobilen Gesellschaft so viel Potential,

das schicke Auto oder das teure Rennrad als neues

Statussymbol im Alltag abzulösen:

Wer geht, zeigt, dass er Zeit hat. Zeit ist ein hohes Gut.

Er benötigt kein Auto oder kein Fahrrad, um schneller

zu sein. Er zeigt, dass er sich nicht hetzen muss, dass

er sich Zeit nimmt, weil er sie hat. Wer geht, zeigt,

dass der im postmateriellen Zeitalter angekommen

ist. Er benötigt kein SUV, keinen Sportwagen, kein

Cabrio für den Imagetransfer seiner vermeintlichen

Leistungsfähigkeit, kein E-Bike zum Transport des

eigenen Fortschrittsdenkens. Er benutzt materielle

Güter dagegen nur für einen Zweck. Und nur, wenn

es wirklich sein muss. Er zeigt, dass er materielle

Zwänge überwunden hat.

Wer geht, zeigt, dass er in der neuen vielfältigen

Welt angekommen ist. Beim Gehen trifft er

andere Menschen, kommt ins Gespräch, gerät

in Situationen, eröffnet sich Momente, die beim

schnellen Vorbeihuschen im Auto verloren wären. Er

zeigt, dass er weltoffen ist. Wer geht, zeigt, dass er

vital ist, Wege und Strecken alleine mit Muskelkraft

bewältigt. Er benötigt dazu keine technischen Hilfen

verursacht dadurch auch kaum Schmutz und keinen

Lärm. Er zeigt, dass er mit seinen und den Ressourcen

der Allgemeinheit bewusst umgeht.

Geht doch.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


PREMIERE

AM 14. APRIL 2018*

DIE NEUE KOMPAKTLIMOUSINE

CITROËN C4 CACTUS

Advanced Comfort Federung

17-cm-/7“-Touchscreen

Bluetooth®-Freisprecheinrichtung

Magic Wash Frontscheibenwischer

mit integrierten Wischerdüsen

AB

169,– € /MTL. 1

0€ ANZAHLUNG

INKL. INZAHLUNGNAHMEPRÄMIE 2

citroen.de

1 Beim Kilometer-Leasingangebot der PSA Bank Deutschland GmbH, Siemensstraße 10, 63263

Neu-Isenburg, für den CITROËN C4 CACTUS PURETECH 110 STOP&START LIVE (81 KW), wurde die

Inzahlungnahmeprämie in voller Höhe auf die Leasingraten angerechnet, bei 0,– € Sonderzahlung, 10.000 km/Jahr

Laufleistung, 48 Monaten Laufzeit zzgl. Zulassung, Privatkundenangebot gültig bis 30.06.2018. Widerrufsrecht gemäß §

495 BGB. 2 Inzahlungnahmeprämie in Höhe von 1.400,– € über DAT/Schwacke für Ihren Gebrauchten beim Leasing eines

CITROËN C4 CACTUS gültig bis zum 30.06.2018, nicht kombinierbar mit anderen Aktionsangeboten. *Beratung,

Probefahrt und Verkauf nur innerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten. Abb. zeigt evtl. Sonderausstattung/höherwertige

Ausstattung.

KRAFTSTOFFVERBRAUCH INNERORTS 5,5 L/100 KM, AUSSERORTS 3,9 L/100 KM,

KOMBINIERT 4,5 L/100 KM, CO 2 -EMISSIONEN KOMBINIERT 104 G/KM. NACH

VORGESCHRIEBENEM MESSVERFAHREN IN DER GEGENWÄRTIG GELTENDEN FASSUNG.

EFFIZIENZKLASSE: A

Auto-Grosch Inh. Herbert Grosch (H) • Rodacher Straße 56/58 • 96450 Coburg

• Telefon 0 95 61 / 6 08 16 • Fax 0 95 61 / 5 45 42 • info@grosch-coburg.de •

www.grosch-coburg.de

(H)=Vertragshändler, (A)=Vertragswerkstatt mit Neuwagenagentur, (V)=Verkaufsstelle

Nichts mehr verpassen!

iTVCoburg. Mehr als Fernsehen. Holen Sie sich die

iTVCoburg APP. Kostenlos. Mit allen Filmen, allen

Events, allen News. Und der Schatzsuche.

Scannt einfach den QR-Code oder sucht in den Stores nach „iTVCoburg“

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


TIPPS VON THOMAS BITTORF

Gesponserter Beitrag

Expertentipp von Thomas Bittorf

Eigenes oder Firmenwagen, ÖPNV oder Elektroauto – wenn

es um Fragen der Mobilität geht, sind steuerliche Themen

meist nicht weit. Was Sie hierbei steuerlich beachten

müssen, hat uns Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas

Bittorf von www.tb.legal auf Nachfrage erläutert.

Welche Vergünstigungen gibt es im Rahmen

der Mobilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Die Vergünstigungen sind vielfältig: Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer

steuer- und sozialversicherungsfrei ohne Rücksicht auf das benutzte Verkehrsmittel

Kosten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung, bei einer Auswärtstätigkeit

oder für eine Sammelbeförderung erstatten. Eine Sammelbeförderung liegt

vor, wenn der Arbeitgeber die Arbeitnehmer zusammen abholt und zur

Arbeit bringt, z.B. mit einem Kleinbus, wenn beispielsweise der Betrieb mit

öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar ist. Der Arbeitgeber kann

dem Arbeitnehmer auch je Entfernungskilometer 0,30 € erstatten. Auf die

Erstattung muss dann pauschal 15 % Lohnsteuer entrichtet werden, sie ist jedoch

sozialversicherungsfrei.

Kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer auch Geld für Benzin geben?

Es sollte sich besser um Benzingutscheine oder Tankkarten in Höhe von monatlich

max. 44 € handeln, damit Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit eintritt.

Entscheidend ist, dass der Anspruch des Arbeitgebers auf den Benzingutschein

arbeitsvertraglich vereinbart ist, er somit eine Sache, das heißt das Benzin, und

eben kein Geld zur freien Verwendung beanspruchen kann.

Thema Elektromobilität: Gibt es da Vergünstigungen?

Hinsichtlich der Anschaffung und Besteuerung von E-Bikes hatte ich in der

Ausgabe vom August 2017 auf Steuersparmöglichkeiten hingewiesen. Wird ein

Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug als Firmenwagen an den Arbeitnehmer

überlassen, wird für die Ermittlung des geldwerten Vorteils der Bruttolistenpreis

pauschal um die darin enthaltenen Kosten für das Batteriesystem gemindert.

Für das Jahr 2018 beträgt der Minderungsbetrag je kWh Speicherkapazität 250 €,

max. 7500 €. Dies kann zu einer erheblichen Reduzierung der Versteuerung

gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen führen. Allerdings ist der Vorteil aus

Anreizgründen begrenzt bis ins Jahr 2022. Steuerfrei ist bis ins Jahr 2020 auch

der geldwerte Vorteil, der sich aus dem elektrischen Aufladen eines Elektro- oder

Hybridelektrofahrzeugs ergibt, das heißt der Wert des aus dem Ladevorgang

unentgeltlich oder verbilligt bezogenen Ladestroms.

Begünstigt dabei ist sowohl ein dem Arbeitnehmer zur Privatnutzung überlassenes

betriebliches Fahrzeug des Arbeitgebers als auch ein privates Fahrzeug des

Arbeitnehmers, solange der Aufladevorgang im Betrieb des Arbeitgebers erfolgt.

Darüber hinaus gilt die Steuerbefreiung auch für die Überlassung einer Ladestation

durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer, um sein Elektrofahrzeug an seinem

Wohnort aufladen zu können.

Wichtig ist, dass die 44-Euro-Grenze nicht um 1 Cent überschritten werden

darf, da andernfalls eine komplette Steuerpflicht eintritt. Der Arbeitgeber muss

deshalb auch prüfen, ob der Arbeitnehmer unter Umständen andere monatliche

Sachbezüge wie Essensgutscheine erhält, die zusammen mit dem Benzin die

44 €-Grenze überschreiten.

Und was gilt bei Karten für den ÖPNV?

Bei Überlassung eines Jobtickets z.B. in Form einer Jahreskarte ist zu

berücksichtigen, dass die Jahreskarte zwingend aus einzelnen, monatlichen

Fahrtberechtigungen bestehen muss, die der Arbeitnehmer auch nur jeweils

monatlich erhält. Denn die 44 €-Grenze ist eine monatliche Freigrenze und darf

nicht auf das Jahr gerechnet kumulativ betrachtet werden.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg

Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402

E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

Man liest immer wieder von der 1%- Prozent Regelung.

Was hat es damit auf sich?

Das ist ein attraktives Angebot, welches sich oft auch steuerlich lohnt. Dabei schafft

der Arbeitgeber ein Fahrzeug für den Arbeitnehmer an und trägt sämtliche damit

in Zusammenhang stehende Kosten wie Versicherung, Benzin, Leasing- oder

Finanzierungskosten, Wartung etc. Der Arbeitnehmer hingegen versteuert einen

geldwerten Vorteil (weil er das Fahrzeug auch privat nutzen darf ) monatlich in

Höhe von 1 Prozent des Bruttolistenpreises zzgl. 0,03 % des Bruttolistenpreises für

jeden Kilometer der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

Der Arbeitnehmer zahlt somit letztendlich nur Steuern für die Nutzung des

Fahrzeugs, die eigentlichen Kosten trägt der Arbeitgeber. Durch ein Fahrtenbuch

kann man die Besteuerung gegebenenfalls noch optimieren. Man aber sollte

jeden Einzelfall vorher einmal durchrechnen.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


Ohne strategisch optimierten

Mobilitäts-Mix entleert sich unsere Innenstadt

Ein Statement der IHK zu Coburg

Mobilität im Sinne des Transports von Menschen und Gütern steht für

Dynamik, Veränderung und Prosperität. Für Innenstädte spielt das Thema eine

besondere Rolle, vor allem unter dem Aspekt bestgeeigneter Verkehrsführung,

um den Bedürfnissen der Bewohner und der Geschäftstreibenden gerecht

zu werden und das Leben für die Menschen attraktiv zu gestalten. Neben

Sicherheit und Sauberkeit ist Mobilität wesentliche Basisfunktion für

nachhaltig positive Innenstadtentwicklung. Gute Erreichbarkeit ist gerade für

Coburg als Oberzentrum fernab der großen Ballungsräume ein herausragend

wichtiges Kriterium für Attraktivität und Prosperität. Deshalb geht es aktuell

mit der Weiterentwicklung des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts

Coburg – Teilfortschreibung Städtebau und Einzelhandel“ um nicht weniger

als die Zukunft unserer Innenstadt.

Coburg benötigt ein Konzept zur Stadtentwicklung, das die tatsächlichen

Gegebenheiten und insbesondere die konstruktiven, vielfach geäußerten

Forderungen von Trägern des innerstädtischen Lebens – Handel, Hotellerie,

Gastronomie und Tourismus – berücksichtigt. Denn deren Existenz wie auch

alle weiteren Funktionen der (Innen-)Stadt sind mit dem Faktor „Erreichbarkeit“

eng verknüpft. Studien belegen, dass die die Besucher der Innenstädte neben

dem Ambiente vor allem den Einzelhandel als entscheidenden Faktor für die

Attraktivität einer Innenstadt bewerten. Experten befürworten ausdrücklich die

Erreichbarkeit per Auto und das Parkplatzangebot als Frequenzbringer.

Letztlich ist die Stadt Coburg ein „Angebot für Bewohner und Besucher“, das

sich im Wettbewerb mit konkurrierenden Angeboten im Umland behaupten

muss. Deshalb geht es um mehr als nur um atmosphärisch gestaltete öffentliche

Plätze und alternative Nutzungen, wie sie einigen Städteplanern vorschweben

mögen. Die IHK zu Coburg als Vertreter von Handel, Hotellerie, Gastronomie

und Tourismus hat schon seit Beginn der Erörterung der ISEK-Teilfortschreibung

zentrale Forderungen vertreten, bei allen Überlegungen zur Optimierung

von Grünanlagen und Ruhezonen darf die Schaffung zusätzlicher Parkplätze

im öffentlichen Raum keinesfalls zu kurz kommen und die Verkürzung der

Fußgängerzone z.B. durch einspurige Öffnung des hinteren Steinwegs für den

Individualverkehr, Leitsysteme zwischen Parkhäusern und Handelslagen etc.

steht ebenfalls schon lange auf unserer Agenda.

Ganz generell benötigen nicht nur Menschen gute Verkehrswege, auch Waren

müssen zu ihrem Ziel bewegt werden. Hier kommt die bislang zu wenig

thematisierte sogenannte „Last-Mile-Logistik“ ins Spiel. „Die Abwicklung

des letzten Wegstücks bis zur Haustür des Kunden oder zum innerstädtischen

Handel oder zum Dienstleister“ ist für unsere Logistikunternehmen gerade in

den historisch geprägten Bereichen der Coburger Innenstadt wegen beengtem

Verkehrsraum, fehlenden Parkflächen, Zufahrtsbeschränkungen etc. ohnehin

kein leichtes Geschäft. Statt Verkehrsverdrängung gilt es deshalb im Sinne

einer lebendigen Innenstadt, auch auf der „Last Mile“ nachhaltige Konzepte zu

entwickeln. Und dies gilt umso mehr für eine Stadt, die in hohem Umfang vom

Automobil profitiert wie Coburg. Der größte Kfz-Versicherer Deutschlands

sowie ein großes, international agierendes Automotive-Unternehmen und

viele erfolgreiche innovative Mittelständler wie auch die gesamte gewerbliche

Wirtschaft tragen in höchstem Maße zur Prosperität der Stadt bei.

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


Im Jahr 1978:

275 640 000

Weltweiter Autobestand

(ohne Nutzfahrzeuge)

Vier Gruppen

mobiler Senioren

Die „Pkw-Fixierten“. Sie lieben ihr Auto und halten

nicht viel von öffentlichen Verkehrsmitteln, Radfahren

oder Zufußgehen.

Die „ÖV-Zwangsnutzer“. Sie besitzen häufig kein Auto

und oft nicht einmal einen Führerschein. Sie sind

auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, kennen

sich bestens mit ihnen aus und nutzen diese auch

selbstverständlich.

Die „Jungen wohlhabenden Mobilen“. Diese jung

gebliebenen Senioren sind ständig auf Achse und das

vorzugsweise mit dem Auto. Für kurze Wege steigen sie

auch schon mal aufs Rad.

„Selbstbestimmt Mobilen“. Sie leben gesundheitsbewusst

und stellen keine großen Ansprüche an die

Mobilität. Sie nehmen alles wie es kommt.

Im Jahr 2016:

1 056 010 000

China

USA

Japan

Norwegen

Niederlande

UK

Frankreich

Deutschland

Schweden

Andere

Elektromobilität nimmt Fahrt auf …

48,51

84,18

87,53

112,01

86,42

54,49

84,00

48,12

72,73

15,91

29,33

80,62

126,40

151,25

133,26

132,76

312,77

404,09

Reine Batteriefahrzeuge und

Plug-In-Hybride in 1000

2015

2016

563,71

… in 53 Wörtern

Mobilität steht für: Beweglichkeit, das Vermögen

eines Menschen oder Tieres, unterschiedliche

Stellungen und Haltungen einzunehmen und sich

fortzubewegen. Bereitschaft zur Aufnahme eines

Arbeits- oder Ausbildungsplatzes an einem anderen

Ort. Soziale Mobilität, Wechsel von Einzelpersonen

und/oder Gruppen zwischen unterschiedlichen sozioökonomischen

Positionen. Elektromobilität, auch

E-Mobilität oder E-Mobility, Nutzung von ganz oder

teilweise elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.

648,77

Anteil der Nutzung von Wegen …

MOBILITÄT IN ZAHLEN

Verkehrsmittel

im Vergleich

Auto Bahn Bus Flugzeug Rad Zu Fuß

55 % 2 % 9 % 0,1 % 9 % 24 %

Durschnittliche

Wegelänge

16 km

Durschnittliche

Wegelänge

34 km

Durschnittliche

Wegelänge

8 km

Durschnittliche

Wegelänge

468 km

Durschnittliche

Wegelänge

3,4 km

Durschnittliche

Wegelänge

1,4 km

„Anstatt das Automobil immer weiter zu entwickeln, sollten wir

uns überlegen, wie wir Mobilität in Zukunft anders gestalten.“

Hans-Peter Dürr

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN Quelle: Statista 39


40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


VON WOLFRAM HEGEN

FOTOS: ISABELLE REISSER

Im letzten Magazin hatten wir Bilder aus seiner

Sammlung in unserer Galerie. Stars in Schwarzweiß:

David Bowie, die Stones, Madonna und viele mehr.

Abgelichtet von Fotografen mit Weltruf. Es ist die

Sammlung eines Coburgers, der auszog, die Welt zu

entdecken, der in der Showszene Stars entdeckt und

Topmodels betreut hat, und der seit einigen Jahren

wieder in Coburg lebt: Peter Achtzehn.

Weltenbummlerleben

Wir treffen uns nicht in einem nüchternen kalten

Büro, sondern auf ein wärmendes Bier an einem

ebensolchen Kamin in einer ebensolchen Kneipe,

immer beobachtet von den Augen der Stars an

den Wänden, die jeden mustern, der hinein- oder

hinausgeht, Platz nimmt, verweilt, isst, trinkt,

redet, als ob nicht sie die Berühmtheiten wären,

sondern die Gäste des Lokals, so wie Peter

Achtzehn einer ist, sehr oft, er ist befreundet mit

dem Inhaber, und so wie Bobby einer ist, der

neunjährige chinesische Faltenhund an seiner

Seite, wahrscheinlich die längste Beziehung des

Weltenbummlers, der nämlich immer, wenn ihn

ein Job gelangweilt hat, wenn es ihm zu eng oder

zu perfekt geworden ist, weitergezogen ist, allzu

lange Bindungen scheut, immer noch Single ist,

dafür einer ist, der „immer nach vorne schaut“,

der keine Angst hat, als Ergebnis viel zu erzählen

hat, vielleicht deswegen so zufrieden wirkt, jünger

auch als andere Menschen mit fast 60. „Der Hund

hält mich fit, und das Leben jung.“

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


WELTENBUMMLERLEBEN – PETER ACHTZEHN

„Immer wenn etwas gut läuft, suche ich etwas Neues.

Das ist eigentlich verrückt“

Peter Achtzehn über sein Leben

Dramen

Dabei haben seine ersten Lebensjahre den Stoff,

der andere zerstört: Er ist gerade drei, da stirbt sein

Vater bei einem Verkehrsunfall. Und in das Leben

seiner Mutter passt er alleine nicht hinein. Sie lebt

ihr Leben weiter, „eine Reisende“, wie Achtzehn

sie nennt, vielleicht lebt er, der irgendwie Unstete,

ja auch dieses Leben, schon früh programmiert,

verletzt durch den Verlust der Eltern, dadurch aber

auch angstfrei, was nämlich soll ihm noch passieren.

Er bekommt Halt von seinen Großeltern in Hollfeld,

die ihn aufnehmen, ihm zu Vater und Mutter werden.

„Die waren froh, hatten zwei Töchter, ich war der

Sohn, den sie nie hatten.“ Zur echten Mutter drängt

es ihn noch einmal, mit 16. Da nämlich lässt er zum

zweiten Mal ein Leben hinter sich: Nach der Schule

geht er zur Mutter nach München, doch der Versuch

scheitert, „ich hatte überhaupt keinen Bezug zu ihr.“

Auch seine Lehre bricht er ab, Schauwerbegestalter

wollte er werden.

Spurwechsel

Dennoch findet er in München den Weg vom

holprigen Lebenspfad auf die richtige Spur:

Nebenher nämlich legt er immer Musik auf, „in

den guten Clubs Mitte der 70er Jahre“, ein „tolles

Leben“, er verdient 2000 Mark im Monat, viel Geld,

legt einiges zurück, er hat noch etwas vor in seinem

Leben. Dann lernt er Ado Schlier kennen von Bayern

3, und stellt einmal die Woche „immer Freitagabend

23 Uhr“ in „Peters Popshop“ neue Musiktrends

der internationalen Musikszene vor, „zwei Studios

nebenan saß Thomas Gottschalk“. Doch Achtzehn

ist noch keine 18, da hört er auf bei Bayern 3, stoppt

einen Lebensweg, der gerade erst beginnt. „Immer

wenn etwas gut läuft, brauche ich etwas Neues. Das

ist eigentlich verrückt. Wenn Du ein Grübler bist

oder auf Sicherheit bedacht, dann kannst du so ein

Leben nicht führen“.

Zufälle

Peter zieht nach New York. Ein Zufall hilft ihm,

dort eine Wohnung zu finden: Jean-Claude Baker,

ein Bekannter von Radio France USA muss nach

Europa, Peter kann die New Yorker Wohnung

des Adoptivsohnes von Josephine Baker nutzen.

Er studiert ein paar Semester an der New School

Promotion, Public Relations und Marketing,

nebenher legt er in New Yorker Clubs auf und lernt

– ein weiterer Zufall – Seymour Stein kennen, den

Leiter von Sire Records, Produzent von Stars wie den

Ramones, Madonna und vielen anderen. Seymour

bietet ihm ein Praktikum an: Peter könne doch für

das bekannte Label die europäische Musikszene

beobachten.

Durchbruch

Achtzehn wechselt nach London, zieht Nacht für

Nacht durch die Clubs, immer auf der Suche nach

den Stars von morgen. In einem Club erlebt er die

Ska-Band Madness, damals noch unbekannt, Peter

lässt sich ein Demo geben und schickt es zu Sire

Records. „Madness ist in Amerika eingeschlagen

wie eine Bombe“, sagt er – sein Durchbruch. Er wird

mit Anfang 20 zum wohl jüngsten A&R-Manager

der Branche, kümmert sich um Nachwuchs für das

Plattenlabel. Das hört sich schöner an als es ist, räumt

er ein: „Du schlägst Dir Nächte in verrauchten Clubs

um die Ohren und hörst grottenschlechte Musik.“

Die wenigsten Bands nämlich haben Potential.

„Mit Glück 2 von 100.“ Peter Achtzehn hat dieses

Händchen, oder besser ein Ohr für den Geschmack

des Publikums, als er zum Beispiel Kid Creole & The

Coconuts entdeckt, die in den 80ern mit einigen Hits

in die Charts weltweit kommen. Er holt zwei goldene

Schallplatten, kümmert sich in London und Paris

um die Künstler des Labels, „die musst Du ja richtig

bemuttern zum Teil“, lebt fünf Jahre aus dem Koffer,

verdient gut, zu gut wohl.

Modelwelten

Sein Job beginnt ihn zu langweilen. Und eröffnet

ihm gleichzeitig einen neuen Weg. Rockmusik- und

Modelszene sind eng verknüpft, Peter spricht drei

Sprachen perfekt, so wechselt er zur international

renommierten Modelagentur Metropolitan Models

Agency von Dominique Gallas. Es ist damals die Zeit

der Topmodels, Achtzehn übernimmt die Buchungen

der Models für Shows, Spots, Filme, Fotoshootings,

verhandelt Preise. „Das war Multikulti, da war jeden

Tag etwas anderes.“ Sonst hätte er den Job wohl

nicht zehn Jahre lang gemacht, eine lange Zeit in

Achtzehns Leben. Irgendwann aber merkt er als

fast 40jähriger, dass er nicht mehr nur mit jungen

Mädchen herumhampeln möchte, wobei er nie

etwas mit einer gehabt habe, „das war absolut tabu“.

Erwachsenwerden

Wieder schlägt Peter Achtzehn einen neuen Weg ein,

er managt ab sofort Regisseure, Fotografen, viele von

ihnen kennt er, ist mit ihnen befreundet, „das muss

so sein, auch wenn es mal knallt, aber dann verträgt

man sich wieder“. Er vermittelt ihnen Jobs, nutzt

seine mittlerweile weltweiten Kontakte, verhandelt

schlau, lässt sich oft, wenn bei seinen Fotografen das

Geld mal eng war, ein Bild, ein Negativ schenken,

und so sammelt er in den knappt 20 Jahren bis heute

viele Copyrights, von denen einige Fotografien

derzeit auch in Coburg zu sehen sind. Achtzehn

verkauft die Fotos, nicht mehr als zehnmal pro Stück,

„der Fundus schmilzt so langsam dahin“.

Zuhause

Er ist jetzt selbständig, frei, das Geschäft mit den

Fotografien läuft nebenbei, er kehrt nach Coburg

zurück, sucht eine zusätzliche Aufgabe, die ihn

erfüllt: Er hilft beim BFZ mit dem Konzept „Mein

Weg“ Jugendlichen, die ihren Lebensweg noch nicht

gefunden haben, die gestrauchelt sind, so wie er auch

hätte straucheln können nach einem schlechten Start

ins Leben. „Mir hat es immer geholfen, nicht zurück

zu schauen. Um weiter zu kommen, musst Du immer

nach vorne schauen.“ Nach vorne, das heißt für ihn,

dass er die große Glamourwelt von einst nicht mehr

braucht, auch keine Großstädte. „Irgendwann wirst

Du feststellen, Du lebst auch dort nur in Deinem

Viertel, und das ist nicht größer als Coburg. Ich bin

gerne wieder hier. Ich habe alles durch, es hätte ja

alles gar nicht besser laufen können, ich hatte eine

gute Zeit“. Wohin ihn sein nächster Weg führt?

„Was ich mir vorstellen könnte, wäre nur, mich in

den Süden Frankreichs zu verkriechen, das ist eine

schöne Ecke mit schönem Klima, einem tollen Wein,

gutem Essen, nicht ganz am Meer, nicht ganz in den

Bergen. Da könnte es mir gefallen.“

Madness, Kid Creole und andere:

Entdeckungen von Peter Achtzehn

Unzertrennlich.

Peter Achtzehn mit Bobby, seinem

neunjährigen chinesischen Faltenhund.

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43



KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Henry Bodnik. Der Coburger hat mit Bögen die Welt erobert. Sein Unternehmen Bearpaw Products

– Bogensport Bodnik GmbH aus Rossach im Landkreis Coburg nämlich ist Weltmarktführer im Bogensport.

Sind Sie ein Macher?

Ich bin nicht nur ein Macher, weil als Macher macht man alles selbst, ich bin

schon immer ein Denker, Lenker – und Macher.

Warum Sind Sie ein Macher?

Ich habe eine riesige Leidenschaft für meine Sache, den Bogensport, ich

brenne richtiggehend dafür. Ich bin kompromisslos, also wenn ich etwas

mache, dann richtig, ansonsten lasse ich es. Und ich marschiere gnadenlos

nach vorne.

Wie ging es los mit dem Machen?

Eigentlich war ich ja Postbeamter, sogar auf Lebenszeit. Doch ich hatte wohl

in meiner Jugend zu viele Indianerbücher gelesen. Und zu viel draußen im

Wald gespielt, geträumt von einer Fahrt auf dem Yukon, nur auf einem Kanu

mit Pfeil und Bogen, revolutionär veranlagt, in meiner Jugend auch ein

wenig mit dem Gesetz über Kreuz, ein bisschen Banditentum. Dann ging das

mit dem Bogenschießen los, ich habe Leute kennengelernt, die mich in die

Turnierszene gebracht haben. Der entscheidende Moment aber war, als ich

gefragt wurde, ob ich Kurse in instinktivem Bogenschießen geben könnte.

Und die Kursteilnehmer haben mich dann quasi fast dazu gezwungen, mich

mit meinem Wissen und meiner Begeisterung für das Thema Bogenschießen

selbständig zu machen. Über Learning by doing habe ich mir dann vieles selbst

beigebracht, ich wusste ja nichts über BWL, über Unternehmensführung.

Natürlich bin ich durch viele Täler gegangen, die Firma war eigentlich schon

einmal bankrott, doch unser Wissen und unser immer besseres Netzwerk und

die Unterstützung aus unserem Umfeld haben uns geholfen, dass wir heute

Weltmarktführer sind. Wir verkaufen weltweit etwa 10 000 glaslaminierte

Bögen im Jahr als Eigenmarke und sind immer einen bis fünf Monate im

Voraus ausverkauft. Aber eigentlich verkaufen wir das Abenteuer, das die

Menschen mit Bogenschießen verbinden. Also eigentlich habe ich nur einen

Kindheitstraum erfüllt.

Was treibt Sie an?

Es macht mir einfach wahnsinnig Spaß, was ich tue. Ich hatte auch schon

lukrative Angebote, mein Unternehmen zu verkaufen, aber um Geld geht es

nicht. Die Firma ist mein Ding, und außerdem sind zwei meiner Kinder ja auch

schon dabei, das macht mir große Freude.

Ist die Region Coburg ein guter Standort zum Machen?

Es ist einer der besten Standorte zum Machen. Wir sind hier bestens vernetzt,

wir sind mittendrin, wir sind überall sehr schnell, das Leben ist günstig, die

Landschaft toll, das Essen gut. Also Coburg ist wirklich einer der schönsten

Plätze auf der Welt - und ich komme viel rum.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

Zum Unternehmen:

Das Unternehmen ist 1997 als Bogensport Bodnik gegründet

worden, später erfolgte die Umfirmierung in Bearpaw Products

Bogensport Bodnik GmbH. Am heutigen Stammsitz in

Rossach im Landkreis Coburg sind 30 Mitarbeiter beschäftigt,

die weltweit ca. 6 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.

Außerdem verfügt Henry Bodnik über die Eigenmarke Bodnik

Bows und über eine eigene Pfeilproduktion mit insgesamt 20

Mitarbeitern in Tschechien und Rumänien.


Highspeed

mit bis zu 200 MBit

Shop Coburg

Schillerplatz 1

96450 Coburg

Telefon: (09561) 97621-0

E-Mail: vertrieb@dacor.de

Mehr Informationen, Verfügbarkeitsabfrage und Onlinebestellung unter

WWW.DACOR.DE

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


Pleuel für höchste Belastung

gewalzt und geschmiedet

Moderne Motoren stellen höhere Anforderungen

an Zylinderkomponenten als jemals zuvor.

Nur mit innovativen Konzepten und Materialien

in ganz neuer Leistungsstärke sowie optimal

aufeinander abgestimmten Systemelementen

können weitere Leistungsreserven mobilisiert werden.

Hochleistungskomponenten, wie Pleuel, werden

von international führenden Herstellern auf

verketteten Aggregaten von LASCO zunächst

gewalzt und dann ausgeschmiedet.

LASCO — aus der Region in die Welt!

lasco.com

Hahnweg 139 - 96450 Coburg - Tel. 0 95 61/ 6 42-0

LASCO entwickelt,

konstruiert & produziert:

Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen

Hydraulische Pressen für die

Massiv- und Blechumformung

sowie die Pulvermetallurgie

Spindelpressen

Querkeil- und Reckwalzen

Stauchanlagen

Sondermaschinen

Automatisierungen

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


EINE KLEINE HERAUSFORDERUNG

ENDE MAI WIRD ES ERNST

Die neue Datenschutz-Grundverordnung wird vor allem

für kleine Unternehmen und Vereine eine Herausforderung

Big Brother

In sozialen Netzwerken teilen User persönliche Informationen und Fotos. Sie wissen, dass

das soziale Netzwerk dadurch viel über sie weiß, dass Inhalte für den User auf Basis dieser

Daten gefiltert werden, dass dadurch sie gesteuert werden. Sie hoffen, dass ihre Daten im

sozialen Netzwerk sicher sind und nicht weitergegeben werden. Der Mensch von heute

ist über GPS und Smartphone fast auf den Meter genau ortbar, Überwachungskameras

zeichnen Laufwege und Verhalten im öffentlichen Raum auf uns Siri hört Zuhause auch

dann mit, wenn man nicht mit ihr spricht. Prognosen gehen davon aus, dass die jährlich

generierte Datenmenge weltweit von 2016 bis 2025 um das Zehnfache steigt auf dann 163

Zettabyte (Quelle Statista). Ein Zetabyte, das sind eine Trillion Gigabyte. Unvorstellbar.

Und es sind keine sinnlosen Daten, sondern durch Algorithmen nutzbar. Der gläserne

Mensch ist Wirklichkeit geworden, weil die Preisgabe von Daten nicht mehr biederbürokratisch-staatlich

daherkommt wie noch bei der umstrittenen letzten Volkszählung

1987, sondern smart, komfortabel, schick. Da geben viele Bürger ihre Daten gerne

freiwillig preis. Auch, wenn diese auch mal weitergegeben werden wie erst kürzlich von

Facebook. Auch, wenn schon viele Informationen aus Datenlecks getropft sind, wenn

man also die Kontrolle über die eigenen Daten zunehmend verliert.

Geldbußen bis 20 Millionen Euro

Dabei sind persönliche Daten ein hohes Gut, Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis

stehen im Grundgesetz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist gemäß

Bundesverfassungsgericht ein Datenschutz-Grundrecht, personenbezogene Daten sind

nach EU-Grundrechtecharta geschützt. Doch angesichts der weltweiten Übermacht an

Datensammlern kommen einem die Bemühungen von Datenschützern auf den ersten Blick

geradezu bemitleidenswert vor. Immer einen Schritt langsamer als die umsatzgetriebene

Informationsindustrie, immer ein wenig spröde. Jetzt aber bekommen sie in Europa

eine starke Hilfe an die Hand. Am 25. Mai diesen Jahres gelten neue Anforderungen

an den Datenschutz, und das europaweit einheitlich: Die sogenannte Datenschutz-

Grundverordnung tritt in Kraft. Ihre inhaltlichen Anforderungen ähneln zwar dem derzeit

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DIE NEUE DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG

Gesponserter Beitrag

Fakten zur neuen Datenschutz-Grundverordnung

• Gilt ab 25. Mai 2018

• Gilt für alle Unternehmen, Freiberufler und Vereine

• Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten

muss angelegt werden

• Datenschutzerklärung muss auf Homepage und

in alle Verträge eingebunden werden

• Unternehmen ab zehn Mitarbeitern, die mit

personenbezogenen Daten arbeiten, benötigen

Datenschutzbeauftragten

• Bei Verstößen Geldbußen bis zu 20 Millionen Euro

geltenden Recht, doch quasi „über Nacht“ wird der Wind rauer im Datenland. Verstöße

gegen die Verordnung werden mit Geldbußen von bis zu 20 Millionen Euro bestraft, bei

Unternehmen alternativ von bis zu 4% des Weltjahresumsatzes. Dieser Strafenkatalog

zeigt zunächst einmal Entschlossenheit und ist auf jeden Fall ein Signal. Ob die Verfolgung

von größeren Verstößen angesichts der personellen Besetzung der Behörden und auf der

anderen Seite der professionellen Rechtsabteilungen weltumspannender Unternehmen

von Erfolg gekrönt sein wird, ist ein anderes Thema.

Abmahnkanzleien in Startlöchern

Sicher ist allerdings, dass die neue Datenschutz-Grundverordnung vor allem für kleine

Unternehmen, Freiberufler und viele Vereine eine große Herausforderung werden

wird. Sie sind keine Datenschutz-Profis, sind mit ihrem Tagesgeschäft voll und ganz

ausgelastet, haben aber „ständig mit Daten von Mitarbeitern, Kunden, Mandanten,

Patienten oder Mitgliedern zu tun“, so die „Erste Hilfe zur Datenschutzgrundverordnung“

des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht, eine 60-seitige Broschüre, die

Dennis Busch von der Datenschutzwerkstatt aus Ebersdorf seinen Kunden empfiehlt:

„Eine wertvolle Zusammenfassung der wichtigsten Vorschriften.“ Ein Risiko sieht

Busch für Ein-Mann-Firmen, kleine Mittelständler und Vereine dabei weniger in einer

Verfolgung durch die Behörden, sondern von ganz anderer Seite. „Die Abmahnkanzleien

sitzen schon in den Startlöchern“, weiß er. Auch die Konkurrenz oder Kunden könnten

die fehlerhafte Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung zum eigenen Vorteil

nutzen. Bei der süc//dacor GmbH in Coburg jedenfalls arbeitet man seit einiger Zeit mit

Dennis Busch zusammen, hat ihn als Datenschutzbeauftragten eingesetzt, Pflicht für ein

Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern und der Arbeit mit personenbezogenen

Daten. „Datenschutz war für uns schon immer ein wichtiges Thema“, so Uwe Meyer,

Geschäftsführer der süc//dacor GmbH, „und die neue Datenschutz-Grundverordnung

nehmen wir als Provider natürlich auch sehr genau.“

Mehr Informationen:

Dennis Busch

www.datenschutzwerkstatt.de

„Erste Hilfe zur Datenschutz-

Grundverordnung für Unternehmen und

Vereine“, Herausgeber Bayerisches

Landesamt für Datenschutzaufsicht.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


„Das ist Stadtgeschichte,

was da gerade passiert“

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


GÜTERBAHNHOFGELÄNDE

Advertorial

Stephan Horn über die Dynamik

auf dem Güterbahnhofgelände

Das Güterbahnhofgelände in der westlichen Innenstadt Coburgs:

Ein alte Brache, über 150 Jahre in Betrieb, aber die letzten 30

Jahre kaum wahrgenommen und wenig genutzt, beflügelt seit

nun einem Jahrzehnt die Phantasie von Stadtplanern, Kreativen

und Unternehmen in der Vestestadt. Schon 2008 im Integrierten

Stadtentwicklungskonzept als das kommende „Band für

Technik, Wissenschaft und Design“ mit großen Hoffnungen

aufgeladen, wurde spätestens mit der Entscheidung des

Coburger Stadtrats für den Bau eines hölzernen Globe Theaters

auch der breiten Öffentlichkeit vermittelt, welches Potential

dieses Gelände bietet. Um dieses auszuschöpfen, arbeitet die

Wirtschaftsförderungsgesellschaft gemeinsam mit vielen

städtischen Ämtern und Einrichtungen an der Erschließung und

an Konzepten für das Gelände.

Ein Rahmenplan im Jahr 2014 gemeinsam mit der Wohnbau/

Stadtentwicklungsgesellschaft bildete den Grundstein. „Dieser

Plan war wirklich sehr gut und vor allem sehr anspruchsvoll“,

so Stephan Horn rückblickend, Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg, der das

Verfahren seither an vorderster Stelle betreut. So konnte auf dem

bis vor vier Jahren noch heruntergekommenen, zugewucherten,

von Einsturzgefahr bedrohten Gebäuden geprägten und schlecht

bis gar nicht erschlossenen Gebiet wirklich einiges „bewegt“

werden. Viele Altlasten auf dem Gelände mit der Größe von

fast zehn Fussballfeldern sind beseitigt, entsorgt oder entkernt

worden, wie im Norden des Geländes, wo heute nur noch Teile

des früheren Schlachthofes stehen, wie im Süden des Geländes,

der früher eher einer Müllhalde glich, wie in der Mitte, wo

Ruinen das Bild prägten oder eine Pakethalle, die dem Verfall

preisgegeben war. „Seit wir den Rahmenplan aufgestellt haben,

ist wirklich sehr viel passiert“, so Horn.

Vor allem sei schon jetzt „neues Leben eingekehrt“: Die Pakethalle

dient den Designtagen und vielen anderen Veranstaltungen

mittlerweile als besondere, Urbanität ausstrahlende Location

mit unvergleichlichem Charme. In diesem Jahr wird dorthin

unter anderem der bayerische Städtetag einladen oder ein

internationaler Herzchirurgen-Kongress stattfinden. „Das

ist ja wirklich ein Ritterschlag“, so Horn. Im Süden hat sich

die Firma ROS mit einem modernen Gebäude angesiedelt,

ein ganz wichtiger Schritt für das Unternehmen und für die

Wahrnehmung des Geländes, im Osten bringt eine neue

Brücke über die Itz den davor nur über Umwege erreichbaren

Coburger Stadtteil näher an das innerstädtische Leben, und im

Norden werden keine Tiere mehr geschlachtet, sondern bald

neue Ideen geboren werden, wenn die mit vielen Millionen

Euro Bundes- und Landesmitteln geförderte Innovations- und

Vernetzungsplattform Co-Creapolis der Hochschule Coburg

dort einzieht. Auch die Initiative „Coburg Zukunft Digital“ soll

im Norden ihr neues Zuhause finden. Zukunftsunternehmen,

Kreative, die Hochschule, hochschulnahe Institutionen bewegen

sich näher an den Stadtkern, ein Wunsch, den Coburg schon

lange träumt. Entscheidungen, die sich Ende letzten Jahres

erst verdichtet haben. Und dann noch das Veto für den neuen

zentralen Rundbau, das Globe, als vorübergehende Heimat für

das Landestheater und danach als neue Welt für Kulturschaffende

der Region. Auch dieses Projekt war 2014 noch nicht einmal als

Idee geboren.

„Das waren also viele prozessuale Veränderungen, allesamt

positiv für das Gelände“, so Stephan Horn. Und zum Glück

habe der Rahmenplan zwar den Grundstein gelegt, auf dem die

Konzepte für die Zukunft jetzt gebaut werden, er sei aber eben

nicht „in Stein gemeißelt“. Jetzt werde er weiterentwickelt,

eine „Transformationsphase“ nennt Horn den momentanen

Prozess, der als weiterer Meilenstein den Weg in die Zukunft

markiert: Fünf Projekte werden auf dem Gelände koordiniert

seitens der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Wohnbau

und des Rechtsamts der Stadt Coburg. Neben dem Globe die

Projekte „Parkhaus“ gleich daneben, „Gewerbliche Flächen“

für Firmen, Hotels, Gastronomie auf dem gesamten Gelände

verteilt, „Schlachthof “ und „Pakethalle“, für die wohl im

Sommer eine Entscheidung getroffen werden wird, ob sie eine

dauerhafte Versammlungsstätte bleiben darf. Bisher hat sie eine

Ausnahmegenehmigung.

„Das ist Stadtgeschichte, was da gerade passiert“, sagt Horn.

„Das wird für ein halbes Jahrhundert die Entwicklung Coburg

entscheidend beeinflussen.“ Dass er damit wohl richtig liegt,

zeigt ein Blick über die Frankenbrücke: Noch vor nicht ganz

zwanzig Jahren brannte das Hofbrauhaus lichterloh, das Gebäude

lag in Schutt und Asche. Dann krempelte man die Ärmel hoch

und packte an. Heute ist der Campus Design ein florierender

Standort.

„Das wird für ein halbes Jahrhundert die

Entwicklung Coburg entscheidend beeinflussen.“

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


COBURGS CLUBKULTUR

Oliver Müller

zur Clubkultur

in Coburg

Während auf dem Güterbahnhofgelände im Süden der

Coburger Innenstadt mit dem Bau des Globe ein neuer

Kulturtempel entsteht, pilgern Tausende seit Jahren in

den Norden der Innenstadt, in das Gebiet in und um den

Steinweg. Sie sind Anhänger einer anderen Kultur, einer

Kneipenkultur, die in Coburg getragen wird von vielen

Gastronomen, die sich Abend für Abend etwas einfallen

lassen müssen, um Gäste anzulocken. Immer wieder sind

das auch Konzerte, DJs, Sessions, eine Kultur eben, die zur

Urbanität einer Stadt genauso gehört wie die Hochkultur

auf der anderen Seite. Die Gastronomen tun das oft genug

mit großem Aufwand und auf eigene Verantwortung.

Unterstützung oder gar Anerkennung bekommen sie

dafür keine. Eher wird ihr „Kiez“ in Coburg als Problem

gesehen. Der COBURGER dazu im Gespräch mit Oliver

Müller von der Sonderbar im Unteren Bürglass, gleich an

der Ecke zum Steinweg.

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


NICHT NUR GLOBE

COBURGER: Was bietest Du Deinen Gästen an in Sachen Kultur, in Sachen Musik?

Also seit fast vierzehn Jahren veranstalten wir in der Sonderbar eine

ganze Reihe an Events. Immer so 40 bis 50 Konzerte im Jahr auf unserer

kleinen Bühne. Den „Schwof “ habe ich auch noch regelmäßig, DJs, die

auflegen. Außerdem eine offene Bühne an jedem dritten Freitag im

Monat, wir haben gerne junge Bands als Auftakt, die Bühnenerfahrung

sammeln wollen, danach ist die Bühne offen für jeden, da spielen mal

mehr, mal weniger mit. Und alles für ein ganz buntes Publikum von

Studenten bis hin zu älteren Gästen, quer durch alle Schichten. Wo gibt

es so etwas sonst hier? Das ist ein Stück Kultur, das wir hier anbieten.

Und das geht nur, weil viele Leute mithelfen, weil sie mit aufbauen,

weil sie begeistert sind, nicht nur wegen der Kohle, sondern weil sie

etwas auf die Beine stellen wollen.

COBURGER: Wie wird das angenommen?

Also wenn man eine Größe hat wie wir, muss man schon ein Faible

dafür haben, muss es gerne machen. Das tue ich, das tun wir, das ist

wichtig für die Kneipe, für unser Stammpublikum, das das sehr schätzt.

Ich investiere viel in die Konzerte, in gute Technik, engagiere mich,

wir haben uns in der Szene einen guten Ruf erarbeitet. Die Bands

mögen uns, die wissen das zu würdigen, die spielen auch für relativ

geringe Gagen, sonst würde das ja gar nicht funktionieren. Und jeder

Gast zahlt nur 3 Euro Kostenbeteiligung dafür. Und wenn einer das

nicht einsieht, ist es auch ok, dann schmeißen wir ihn auch nicht raus.

Wenn wir richtig Eintritt verlangen würden, dann fallen mehr Gema-

Gebühren an, höhere Gagen, du brauchst mehr Personal, Du musst

Dich ums Booking kümmern, das ist dann alles noch aufwändiger und

dafür ist die Sonderbar ja auch zu klein. Also Geld verdienen wir mit

den Konzerten keines, da bräuchten wir eine größere Location, aber

bei maximal 90 Gästen kann das natürlich nicht lukrativ sein. Uns geht

es dagegen um Clubkultur.

COBURGER: Wird Euer Engagement gewürdigt?

Also von öffentlicher Seite gibt es eine ziemliche Gleichgültigkeit

gegenüber dem, was wir hier und ein paar Kollegen in Sachen

Clubkultur in Coburg machen. Da gibt es keine Wertschätzung, keine

Anerkennung dessen, was wir für Coburg leisten. Auch nicht von

Medienseite: Andere Veranstaltungen werden groß angekündigt, über

die wird berichtet, bei uns Fehlanzeige. Ich kann mir diese mangelnde

Anerkennung nicht erklären, das ist ja keine wirkliche Subkultur, es

sind ja ganz normale Konzerte für ganz normale Leute. Mir geht es ums

geschätzt werden, dass anerkannt wird, dass wir hier die Clubkultur

hochhalten.

COBURGER: Der Steinweg gleich bei Dir um die Ecke ist immer wieder in der Diskussion, wie stehst Du dazu?

Oliver Müller: Also Coburg hat für die Größe der Stadt mit 40 000

Einwohnern eine Vielfalt an Kneipen wie keine andere Stadt in

Deutschland. So eine Dichte ist ein hohes Gut, ein großer Wert für die

Stadt. Wenn Bands hier bei uns sind und nach dem Auftritt noch eine

Runde durch den Steinweg drehen, sagen die auch, Wahnsinn, was hier

los ist. Ich höre das immer wieder. Ich verstehe nicht, dass die Stadt

nicht mehr Werbung damit macht. Es wird immer gesagt, wir seien eine

Studentenstadt, wir seien vorwärts gewandt, aber in Wirklichkeit wird

nicht viel für die Szene getan. Und dann sehe ich, was für ein Gedöns

um die Markthalle wochen- und monatelang gemacht wurde und dann

schau Dir an, was draus geworden ist. Das ist doch ein Trauerspiel.

Hier dagegen ist so viel Eigenengagement, bei uns, bei anderen Clubs,

das ärgert mich, dass das nicht gewürdigt wird. Stattdessen wird der

Steinweg sogar immer nur negativ dargestellt.

COBURGER: Wie stehst Du zum Neubau eines Globe als Kulturtempel der Zukunft?

Ich halte das Globe für einen Segen für Coburg, wenn man das danach

einer guten Nutzung zuführt, ist das toll. Das kann man auch nicht

vergleichen mit dem, was wir kulturell bieten. Das ist natürlich eine

ganz andere Liga. Und ich will das auch nicht gegeneinander ausspielen.

Ich wünsche mir nur einfach etwas mehr Sensibilität für die kleinen

Anbieter von Kultur in der Stadt, ich und andere. Ich verstehe nicht,

warum in Eventkalender, auf Eventseiten Bands beworben werden, die

vor 10000 Leuten spielen irgendwo in Franken und am gleichen Tag

bei uns ein Konzert stattfindet, das nicht erwähnt wird. Man könnte

doch auch sagen: Die Großen brauchen keine Unterstützung mehr, die

kleinen Clubs aber schon, oder? Sollen doch alle froh sein um das, was

hier los ist. Wir sind nicht nur Globe, wir haben auch eine Clubszene.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


SOMMER EVENT GUIDE

VON BENEDIKT DELLERT

Vor der Tür wartet der Sommer. Die wohl beliebteste Jahreszeit.

Warum das so ist, ist eigentlich klar, denn keine andere Jahreszeit

bietet mehr. Das zeigt unser COBURGER SOMMER. Ein Eventguide,

eine Orientierungshilfe für die Monate Mai bis Oktober. Wir wünschen

Ihnen einen schönen Sommer mit tollem Wetter und noch tolleren

Veranstaltungen.

TREFFEN DER KREATIVEN

30. Coburger Designtage | 29. Mai – 3. Juni

Die Coburger Designtage sind der Impulsgeber für Design und Innovation in

der Region. In diesem Jahr feiert die Veranstaltung vom Coburger Designforum

Oberfranken e.V. ihr 30. Jubiläum. Die alte Pakethalle auf dem ehemaligen

Güterbahnhofgelände wird wieder zum Leben erweckt. Nachwuchsdesigner

stellen aus, oberfränkische Unternehmer zeigen ihre Gestaltungsideen, das

Thema Nachhaltigkeit spielt wie immer eine große Rolle. Das Areal am Alten

Güterbahnhof verwandelt sich an den Designtagen in ein hochfrequentiertes

Forum für die Kreativwirtschaft. Hier ist Raum für Ideen und Konzepte, die die

Basis erfolgreicher und nachhaltiger Gesellschaften sind. Die Coburger Designtage

wären nicht, was sie sind, wenn es neben hochkarätigen Ausstellungen nicht auch

ein umfangreiches Rahmenprogramm geben würde. Nach der neu inszenierten

Eröffnung am 29. Mai geht es erst richtig los: Workshops, Vorträge, Live-Musik

und hochkarätige Präsentationen.

Wer seiner Kreativität unter Beweis stellen möchte, für den ist der „Makerspace“

genau das richtige. Denn dort wird analoges und digitales Gestalten kombiniert:

Laser-Cutter, CNC-Fräse und 3D-Drucker unterstützen die klassischen

Werkzeuge wie Hammer, Säge und Zange. Hier können digitale Entwürfe und

Ideen durch Prototypen schnell entwickelt und umgesetzt werden. So können

Menschen mehr sein als nur Konsumenten - sie werden selbst aktiv. Wissen

weitergeben, Ideen entwickeln und zusammen Erfahrungen sammeln, das steht

im Vordergrund des Makerspace.

Wer sich nicht alleine ins „Designgetümmel“ wagen will, für den gibt es täglich um

10 und 14 Uhr geführte Rundgänge.

Weiter Information findet man unter www.coburger-designtage.de

Bild: www.coburger-designtage.de

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


MIT UNTERSTÜTZUNG DES STADTMARKETING COBURG

I GOT RHYTHM

Klassik Open Air | 30. Juni im Rosengarten

Das Klassik Open Air beim Picknick im Coburger Rosengarten ist das

Volksfest für Musikliebhaber. In diesem Jahr steht das Klassik Open Air unter

dem Motto „I GOT RHYTHM“. Die Werke von George Gershwin und weitere

Darbietungen werden die Zuhörer in den Bann der Musik ziehen. Gershwin war

ein US-amerikanischer Komponist, Pianist und Dirigent. „Jazz ist das Ergebnis

der Energie, die in Amerika gespeichert ist“, hat George Gershwin einmal gesagt.

Diese Energie hat Gershwin aufgenommen und in seine Musik integriert. Zu

seinen bekanntesten Werken gehören „Rhapsody in Blue“ und seine Oper „Porgy

and Bess“.

Die musikalische Leitung des Klassik Open Air obliegt wie auch in den Vorjahren

dem Generalmusikdirektor des Coburger Landestheaters Roland Kluttig.

Selbst Menschen, die normalerweise keine Fans der Klassik sind, können hier

ungezwungen und bei freiem Eintritt in die klassische Musik abtauchen und diese

lieben lernen. Zum einen ist es die musikalische Qualität des Philharmonischen

Orchesters des Landestheaters Coburg, die Musikliebhaber lockt. Zum anderen

ist es das Flair der Veranstaltung. Das tolle Ambiente des Coburger Rosengartens

und letztendlich die zwanglose Picknickatmosphäre machen das Klassik-Open-

Air zu einer Veranstaltung mit Kultcharakter.

COBURG IST VIELFÄLTIG

Internationale Woche | 1. bis 8. Juli

Die Internationale Woche in Coburg zeigt, dass in Coburg Willkommenskultur

gelebt wird. Neben verschiedenen Auftritten und einem reichhaltigen

Bühnenprogramm gibt es auch wieder Köstlichkeiten aus aller Welt. Coburg

ist bunt! Die Einwohner Coburgs kommen aus mehr als 100 verschiedenen

Ländern und gehören zu Coburg wie die weltweit bekannte Geschichte

Coburgs. Auch in diesem Jahr startet die Internationale Woche wieder mit dem

Internationalen Fest auf dem historischen Marktplatz. Und da ist einiges geboten:

Ein volles Bühnenprogramm mit Tanz, Musik und anderen Darbietungen ist nur

ein Teil des Festes. Der andere Teil sind die Kulinarischen Köstlichkeiten, die

von verschiedenen Vereinen und Gastronomen angeboten werden. Hier findet

jeder etwas für seinen Geschmack. Abgerundet wird das Fest von Info- und

Aktionsständen.

Die gesamte Woche steht im Zeichen der Internationalität der Vestestadt. Es gibt

verschiedenste Vorträge, Konzerte, Workshops und vieles mehr. Das Programm zur

Internationen Woche 2018 stand zu Redaktionsschluss leider noch nicht endgültig

fest. Es lohnt sich deshalb auf die Homepage der Stadt Coburg zu schauen. Die

einzelnen Veranstaltungen werden einen Platz im Veranstaltungskalender finden.

Italienisch

arabisch

englisch

Persisch

thai

russisch

Griechisch

türkisch

Deutsch

Spanisch

bosnisch/kroatis

französisch

Bild: Henning Rosenbusch

Bild: www.coburg.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


Bild: Sebastian 56 Buff COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER

SAMBA VOL. 27

Vom 13. bis 15. Juli

Samba gehört zu Coburg wie die Bratwurst. Vom 13. bis 15. Juni prägen wieder

heiße Rhythmen, leichtbekleidete Schönheiten, und der Duft von Caipirinha

und Köstlichkeiten das Stadtbild Coburgs.

Am zweiten Wochenende im Juli herrscht mal wieder der Ausnahmezustand

in der Vestestadt, und das im positiven Sinne. Kein Wunder, feiert man doch

in Coburg das größte Sambafestival außerhalb der „Samba-Hauptstadt“ Rio de

Janeiro. Eigentlich unglaublich für eine Stadt in der Größenordnung von Coburg.

Das Organisationsteam des Sambafestivals legt sich wieder ins Zeug und lässt viele

der Künstler direkt aus Brasilien einfliegen. Bis zu 200.000 Besucher, rund 3.000

Sambistas von über 100 Samba-Gruppen, und zahlreiche Internationale Show-

Acts werden auch die 27. Auflage zu einem Höhepunkt der Festival-Geschichte

werden lassen. Derzeit laufen die Künstlerverpflichtungen der Gruppen, Bands

und Stars.

Der Eintritt für das dreitägige Samba-Spektakel gibt es aktuell noch im Vorverkauf

in der Tourist Info oder über die Homepage des Veranstalters. Während des

Festivals gibt es auch Tagestickets.

Das neue Plakat-Motiv ist in diesem Jahr international wie das Festival. Es stammt

von einer Gaststudentin der Coburger Hochschule aus den USA. Kendra Lemon

sicherte sich mit ihrem Plakatentwurf den Sieg im Wettbewerb. Insgesamt

hatten sich 42 Studenten der Studiengänge Integriertes Produktdesign und

Innenarchitektur an dem Wettbewerb beteiligt. Das Siegerplakat ist schon bald an

vielen Straßen und Plätzen in Bayern und Teilen Thüringens zu sehen und wirbt

für das diesjährige Samba-Festival im Juli.

Preise und weitere Infos unter www.samba-festival.de

Zum Samba-Festival wird neben einer Samba-Königin des Karneval in Rio auch

Motsi Mabuse das Festival besuchen. Die Tänzerin, bekannt aus der TV-Show

„Let´s Dance“, wird einen Salsa-Workshop abhalten und die Sonne Lateinamerikas

mit nach Coburg bringen. Der Workshop ist online unter www.samba-festival.de

zu buchen. Anfang Mai wird das Gesamtprogramm für das diesjährige Samba-

Festival veröffentlicht.

Bild: Sebastian Buff

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


PARTY DELUXE UNTERM STERNENHIMMEL

COBURGER SCHLOSSPLATZFEST | 19. bis 23. Juli

Klirrende Gläser, kulinarische Leckereien und ein tolles Showprogramm

- das sind nur drei Gründe, warum Ende Juli der Coburger Schlossplatz zur

größten Gourmetparty in Nordbayern wird. Ein anderer Grund, warum es so

viele Menschen auf das Schloßplatzfest zieht, ist quasi dem Motto zu verdanken:

„Umsonst & Draußen“. Jeder kann das Schloßplatzfest besuchen, ob nun zum

Dinieren und Verweilen, oder einfach nur um sich die tolle Show auf einer der

beiden Bühne anzuschauen. Das Fest, das früher vor allem von Coburgern für

Coburger gemacht wurde, hat mittlerweile eine Strahlkraft bis weit über den

Landkreis hinaus. Ein Grund: Das Gesamtpaket des Festes ist sehr stimmig. Das

malerische Ambiente des Schlossplatzes, ein gastronomisches Angebot, welches

einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, und ein überragendes Showund

Musikprogramm.

SOMMER EVENT GUIDE

Das Fest der Sinne trägt seinen Namen völlig zu Recht. Denn hier kommt jeder

Sinn auf seine Kosten. Regionale Leckereien, mediterrane Köstlichkeiten,

Speisen mit Einflüssen aus den verschiedensten Ländern. Die Speisekarten der

Gastronomen sind vollgepackt mit Leckereien und bieten für jeden etwas. Das

Schloßplatzfest ist ein Leckerbissen im Coburger Veranstaltungskalender, und das

nicht nur für die Gaumen.

Weiter Informationen gibt es im Internet unter www.schlossplatzfest-coburg.de.

Bild: Sebastian Buff

58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


OHNE KLOSS NIX LOS

13. Coburger Klößmarkt | 31. August bis 2. September

Er ist Woche für Woche in aller Munde. Der Kloß oder - wie man in Coburg

sagt – der „Rutscher“. Auch dieses Jahr widmet man der Lieblingsbeilage der

Coburger ein Fest, bereits zum 13. Mal. Der „Coburger Klößmarkt“ geht in

diesem Jahr in seine 13. Runde. Drei Tage, die dem „Rutscher“ gewidmet sind.

Im vergangenen Jahr rutschten stündlich bis zu 1000 Klöße über die Teller in die

Mägen der zahlreichen Besucher, die mittlerweile nicht nur noch aus Coburg

kommen. Auch Auswärtige kommen zum Kloßmarkt und speisen zusammen mit

den Coburgern die Spezialität aus rohen und gekochten Kartoffeln. Natürlich wird

der Kloßmarkt wie jedes Jahr auch musikalisch umrahmt. Volks- und Blasmusik,

Oldies, Rock und Pop, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Im Mittelpunkt

ist und bleibt aber der Kloß und alles, was aus seinem Ursprung, der Kartoffel,

typisch für die Region ist.

VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER

Jazz-Liebhaber sollten sich besonders den Sonntagvormittag dick im Kalender

anmarkern, denn ab 11 Uhr findet das beliebte Jazz Frühshoppen statt. Neben dem

Coburger „Rutscher“ darf auch das zweite „Grundnahrungsmittel“ der Coburger

natürlich nicht fehlen: die Coburger Bratwurst.

Bild: Henning Rosenbusch

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


SOMMER EVENT GUIDE

KONTRASTREICHE NACHT

14. Coburger Museumsnacht | 8. September

Sie ist wohl Coburgs schönste Nacht – die Museumsnacht.

Das tolle Ambiente, gepaart mit abwechslungsreicher

Musik und Unterhaltung, und im Mittelpunkt die Museen,

machen aus Kultur einen Spitzenevent. Sie hat mehrere

Namen: Nacht der Kontraste, Museumsnacht oder einfach

Coburgs schönste Nacht. 2018 findet der Event bereits

zum 14. Mal statt – und der Event im Spätsommer hat sich

immer weiter entwickelt. Auch in diesem Jahr: Zum ersten

Mal übernimmt die Agentur Streckenbach die Organisation

und Durchführung der wegen ihrer einzigartigen

Mischung beliebten Veranstaltung. Kultur, Installationen

und Illuminationen, gepaart mit einem hochkarätigen

musikalischen Angebot, machten den Abend zum Highlight

im Coburger Spätsommer. Die 14. Coburger Museumsnacht

am Samstag, 8. September 2018 steht in diesem Jahr unter

dem Motto „Nacht der Kontraste“. Bewusst hat die Coburger

Landesstiftung zusammen mit Oberbürgermeister Norbert

Tessmer entschieden, dieses Mal kein bestimmtes Motto zu

wählen, sondern das Thema „Kontraste“ herauszuarbeiten.

So ist es allen Beteiligten möglich, ihren Ideen freien Lauf

zu lassen und spannende, interessante Programmpunkte zu

finden.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage

www.museumsnacht-coburg.de

SCHÄTZE & PLÄTZE

7. Oktober | Verkaufsoffener Sonntag

Unter dem Motto „Schätze & Plätze“ findet am 7. Oktober

wieder der beliebte verkaufsoffene Sonntag im Oktober

statt: Schlendern und shoppen in der Innenstadt und

dabei noch die neusten Autos bestaunen. Unter dem Motto

„Schätze & Plätze“ rufen die Läden der Coburger Innenstadt

zur bunten und abenteuerlichen Jagd nach dem einen

oder anderen Schatz! Sie können durch das Sortiment von

Coburgs vielfältiger Shoppingmeile stöbern, sich hierbei in

den Läden beraten lassen und mit etwas Glück den nächsten

Lieblingsschatz entdecken. Für die kleinen Schatzsucher ist

beispielsweise eine Schnitzeljagd geboten. Lassen Sie sich

in der Nähe des Spitaltors von einem Roboter begeistern.

Beim Bummeln durch die Innenstadt können in der Spit und

auf dem Marktplatz unzählige Automodelle von mehr als 23

Marken bestaunt werden, die von den oburger Autohäusern

vorgeführt werden. Gerne werden Besucher von Fachleuten

beraten.

Ob Coburger Bratwurst, Galettes oder Crêpe, begleitet

werden die vielen Attraktionen von kulinarischen

Köstlichkeiten, die auf dem Marktplatz angeboten werden.

Egal ob die Besucher am Sonntag mit Auto, Bus oder Zug

anreisen, auf www.gocoburg.de können sich alle Gäste vorher

und während des Nachmittags über Geschäfte informieren,

oder wo der nächste Parkplatz oder die nächste Toilette zu

finden sind. Ob auch in diesem Jahr wieder das Steinwegfest

am selben Tag stattfindet, war zu Redaktionsschluss noch

nicht bekannt.

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


VOR DER TÜR WARTET DER SOMMER

NACH UND IN COBURG UNTERWEGS AUTO, BUS UND TAXI

Auto

Anreise von Westen oder Osten über B303, vom Süden oder Norden über A73

Bahn

Werktäglich je dreimal, Wochenende je zweimal ICE-Halt aus Richtung

München und aus Richtung Berlin, Anbindung über Regionalexpress aus

Richtung Sonneberg und aus Nürnberg über Bamberg alle zwei Stunden,

stündlich mit agilis aus Richtung Bayreuth und aus Richtung Bad Rodach.

Stadtbusse

Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis

19:45 Uhr, samstags von 5:00 bis 13:15 Uhr. Informationen zu Haltestellen,

Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de.

Anruf-Sammel-Taxi

Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem

Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon

unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind die regulären Bushaltestellen.

www.coburgmobil.de/ast

Taxistandorte

Hauptbahnhof, Marktplatz, Theaterplatz, Steinweg/Hahnmühlenweg,

Albertsplatz.

Bimmelbahn Veste-Express

Erste Abfahrt in der Herrngasse um 10 Uhr

letzte Rückfahrt von der Veste um 17:10 Uhr.

www.geckobahn.de/coburg.

Informationen zu Park- und Transportmöglichkeiten

Bürgerbüro der Stadt Coburg Markt 1

Telefon: 09561/ 89-1111.

www.coburg.de/buergerbuero

Touristinformation in der Herrngasse 4

Telefon 09561 – 89-8000

www.coburg-tourist.de

bahnhof

Lossaustraße

Judengasse

Mühldamm

Mühldamm

Güterbahnhof

Frankenbrücke

Zinkenwehr

Schlachthofstraße

Viktoriastraße

Sally-Ehrlich-Straße

bahnhof

Uferstraße

Lossaustraße

Judengasse

Judengasse

Mühldamm

Löwenstraße

Viktoriastraße

Mühldamm

PH Zinkenwehr

Güterbahnhof

Frankenbrücke

Schillerplatz

Zinkenwehr

Zinkenwehr

Schlachthofstraße

Viktoriastraße

Sally-Ehrlich-Straße

Mohrenstraße

Uferstraße

Schillerplatz

Judengasse

Ernstplatz Goethestraße

Am Viktoriabrunnen

Webergasse

Ernstplatz

Ahorner Straße

Judengasse

Löwenstraße

PH Mauer

Viktoriastraße

PH Zinkenwehr

Schillerplatz

Goethestraße

Bamberger Str.

Zinkenwehr

Mohrenstraße

Hindenburgstraß

Mohrenstraße

Schillerplatz

Judengasse

Judentor

Ernstplatz Goethestraße

Schützenstraße

Webergasse

Am Viktoriabrunnen

Webergasse

Ernstplatz

Albertsplatz

Ahorner Straße

PH Mauer

Goethestraße

Casimirstraße

Ahorner Straße

Ketschentor

Bamberger Str.

Hindenburgstraß

Mohrenstraße

Mohrenstraße

Judentor

Marktplatz

Rathaus

Ketschengasse

Webergasse

Albertsplatz

Schützenstraße

Casimirstraße

Ahorner Straße

PP Anger

Ketschentor

Mohrenstraße

Casimirstraße

Steintor

Berliner Platz

PP Gemüsemarkt

Stadtbus Umsteigen

Marktplatz

Rathaus

Ketschengasse

Alexandrinenstraße

Alexandrinenstra

Leise am Markt

Puppenmuseum

Obere Anlage

Oberer Bürglaß

Oberer Bürglaß

Theaterplatz

Rückertstraße

Grafengasse

Grabungsmuseum

Morizkirche

Kino Utopolis

Oberer Bürglaß

Landestheater

Steingasse

Schlossplatz

Ehrenburg

Grabungsmuseum

Obere Anlage

Glockenberg

Glockenberg

Hinterm Marstall

Steintor

Untere Realschulstraße

Haus Contakt

ev. Kirche

unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind Rosengarten die regulären Bushaltestellen.

Kongresshaus

Rosengarten

www.coburgmobil.de/ast/

PP Anger Angerturnhalle

Angerturnhalle

Casimirstraße

Steintor

Berliner Platz

Kongresshaus

Rosengarten

PP Gemüsemarkt

Stadtbus Umsteigen

Alexandrinenstraße

Alexandrinenstra

Leise am Markt

Puppenmuseum

Obere Anlage

Oberer Bürglaß

Oberer Bürglaß

Theaterplatz

Rückertstraße

Morizkirche

Rosengarten

Kino Utopolis

Grafengasse

Oberer Bürglaß

Landestheater

Steingasse

Schlossplatz

Ehrenburg

Obere Anlage

Glockenberg

Glockenberg

Hohe Straße

Hinterm Marstall

Gemeindezentrum

St. Augustin

Leopoldstraße

Steintor

Untere Realschulstraße

Haus Contakt

ev. Kirche

Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem

Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon

Leopoldstraße

Reithalle

Hohe Straße

Gemeindezentrum

St. Augustin

Glockenberg

Obere Klinge

Festungsstraße

Hofgarten

Reithalle

Glockenberg

Steintor

Obere Klinge

Festungsstraße

Hofgarten

Steintor

Ob

Glockenberg

Ob

Glockenberg

Parkhaus/-Platz

Parkhaus/-Platz

Zu Fuß

Zu Fuß

zum Markt

zum Markt

Preis Nacht-

Plätze Preis

Plätze Stunde Preis

Stunde

Nacht-

Preis

PH Mauer 2 Minuten 436 1 € 2 €

PH Mauer 2 Minuten 436 1 € 2 €

PH Zinkenwehr 7 Minuten 469 1 € 2 €

PH Zinkenwehr

PH Post

7 Minuten

8 Minuten 432

469

1,90 €

1 €

2 €

2 €

TG PH Albertsplatz Post 4 Minuten 8 Minuten 176 4321,20 € 1,902 € 2 €

PPlatz TG Albertsplatz Anger 9 Minuten 4 Minuten 510 176 1 € 1,20 2,50 € € 2 €

PPlatz Aquaria Anger 25 Minuten 9 400 510 1 € 12,50 € € 2,50 €

Innenstadt Parkuhr bis 15 Minuten 1 € keiner

PPlatz Aquaria 25 Minuten 400 1 € 2,50 €

Strom-Zapfsäule Innenstadt Parkuhr für E-Bikes bis 15 Minuten 1 € keiner

Albertsplatz oder Telefon 09561 – 749 - 1423

DIE QUAL DER WAHL

Strom-Zapfsäule für E-Bikes

Albertsplatz oder Telefon 09561 – 749 - 1423

Neue Freunde, Adressen im Sommer 2017

Und Neue hier Freunde, gehen wir Adressen hin im Sommer 2017

Da sind sie wieder, unsere drei Probleme wie jedes

Jahr im Frühling und Sommer in Coburg: Zeit, Zeit,

Zeit. Der Tag hat nicht so viele Stunden und die

Monate nicht so viele Tage, wie man bräuchte, um

Coburg in der schönsten Zeit des Jahres wirklich

auszukosten. Also hier mal unsere Tipps, was man

sich 2018 auf jeden Fall nicht entgehen lassen sollte.

• Ganz klar: Das Open-air mit a-ha auf dem

Schlossplatz am Mittwoch, den 22. August

• Auch selbstverständlich: Die Nacht der Kontraste

am Samstag, den 8. September

Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis 19:45

Uhr, samstags von 5:00 bis 13:15 Uhr. Erwachsene bezahlen für einen Einzelfahrschein

• Und je nach zum Tarifzone Auftakt: 1,60 oder Die 1,90 Designtage Euro. Kinder 80 ab Cent dem oder 1 Euro.

Informationen zu Haltestellen, Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de

Dienstag, dem 29. Mai.

Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit dem

Busse fahren werktags im 30-Minuten Takt, Montag bis Freitag von 5:00 bis 19:45

AUSGABE 26 / APRIL 2018 Anruf-Sammel-Taxi stadtein- und auswärts fahren. Voranmeldung per Telefon

Uhr, samstags von 5:00 COBURGER bis 13:15 Uhr. Erwachsene | DAS MAGAZIN bezahlen für einen 61 Einzelfahrschein

unter 0 95 61 7 49-14 44. Zusteigepunkte sind die regulären Bushaltestellen.

je nach Tarifzone 1,60 oder 1,90 Euro. Kinder 80 Cent oder 1 Euro.

www.coburgmobil.de/ast/

Informationen zu Haltestellen, Fahrplänen und Preisen unter www.suec.de


Advertorial

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

UNTERHALTUNG UND MUSIK VOM FEINSTEN

Der Mai startet haarig mit dem weltbekannten Musical HAIR, das am 6. Mai in der Bamberger Konzerthalle gastiert. Wer auf Fußball und Comedy

steht, für den gibt es am 13. und 14. Mai den perfekten Einstieg in das WM-Jahr. In Hallstadt und Bayreuth sind die „weltmeischsterlichen“ JOGIS

ELEVEN zu Gast. Zudem kommt mit REVOLVERHELD ein Schwergewicht des deutschen Musikbusiness nach Coburg und bereichert den HUK-COBURG

Open-Air-Sommer, der ja mit der Kelly Family, a-ha und James Blunt ohnehin schon namhafte Stars präsentiert.

HAIR

FREITAG, 6. MAI I 20 UHR

KONZERTHALLE BAMBERG

Der Pfälzer Produzent Frank Serr bringt nach der Erfolgs-Tournee 2016 erneut

das Kult-Musical „HAIR - The American Tribal Love-Rock Musical“ in die Theater

und Hallen des deutschsprachigen Raumes. Als Regisseurin wurde die New

Yorkerin Kendra Payne verpflichtet. Sie stand bereits für zwei HAIR-Produktionen

auf der Bühne und bezeichnet sich selbst als „einer der größten Hippies weit und

breit“. Nach eigenen Aussagen geht ihre Hippie-Liebe soweit, dass sie sogar auf

dem Gelände des legendären Woodstock-Festival geheiratet hat. Zu HAIR sagt

sie: „Für diese Produktion habe ich bereits im Mai 2017 mit den Vorbereitungen

begonnen. Ich habe sehr viel über Vietnam, Proteste, Bü rgerrechte, Frauenrechte

und alles was die 60er Jahre geprägt hat, recherchiert. Ich möchte sicher gehen,

dass ich mir genug Zeit genommen habe, um in das Stü ck einzutauchen und die

Botschaft des Stü ckes auf die bestmögliche Weise an die Oberfläche und auf die

Bü hne zu bringen. Die Show soll eine wahrhaftige und leidenschaftliche Reflexion

der Magie und psychedelischen Wirklichkeit der 60er Jahre sein. In dieser Zeit

ist in der amerikanischen Geschichte sehr viel passiert und es ist mir wichtig die

Botschaft von Gegenwehr, Frieden und Liebe weiter zu verbreiten.“

JOGIS ELEVEN – JETZT ERSCHT RECHT!

REVOLVERHELD – HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018

19. AUGUST I 19:30 UHR

SCHLOSSPLATZ COBURG

Es war ein besonderer Tag im November 2016 fü r die Jungs von Revolverheld, vielleicht

sogar der bisherige emotionale Höhepunkt der Karriere. Das letzte Konzert und feierliche

Finale der „MTV Unplugged Tour“ ging in ihrer Heimatstadt Hamburg ü ber die Bü hne der

ausverkauften Barclaycard Arena und die vier sympathischen Nordlichter verabschiedeten

sich in eine Pause. Die erste wirkliche Pause nach ü ber einem Jahrzehnt Bandgeschichte,

unzähligen Gold und Platinauszeichnungen, Echo, MTV Awards, Charthits und alleine

auf der letzten Tour beinahe 250.000 Fans, die jeden Abend genauso glü cklich und

verschwitzt nach Hause gingen wie die Band. Doch ein Jahr Pause geht schneller vorbei,

als man denkt. Und pü nktlich melden sich Revolverheld mit der Nachricht zurü ck,

dass Johannes nächstes Jahr Teil der 5.Staffel der höchst erfolgreichen VOX Sendung

„Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wird! Offensichtlich rü hrt sich also wieder

etwas im Hause Revolverheld und man munkelt, dass die Jungs wohl wieder an einem

neuen Album feilen und 2018 nach >>PAUSE<< wieder auf >>PLAY<<. drü cken.

13. MAI I 19 UHR | KULTURBODEN HALLSTADT

14. MAI I 20 UHRZENTRUM IN BAYREUTH

Nach dem sensationellen Erfolg mit 30.000 Zuschauern geht

die Live-Show „Jogis Eleven – Jetzt erscht recht“ 2018 in die

Verlängerung: Das Testspiel, EM genannt, ist gelaufen. Die Jungs

um den Bundeschtrainer wollen „Jetzt erscht recht“ den WM-Titel

holen! 2018 geht es zur Weltmeisterschaft nach Russland, ins Land

der Dichten und Henker – und der Ponyreitenden Präsidenten.

Christian Schiffer, das wandelnde 1-Mann-Hörspiel parodiert nicht

nur Jogi, sondern die gesamte Nationalelf „weltmeischterlich“.

Erleben Sie, wie Jogi in seiner Hose nach russischen Eiern sucht,

Mesut Frostschutzmittel auf seine Kontaktlinsen sprüht, Calli

dem kalten Buffet den kalten Krieg erklärt und Thomas Müller

begreifen muss, dass in Russland Männer im Dirndl eingesperrt

werden. Immer mit von der Partie unser WM-Maskottchen

Poldi: „Hoffentlich tränen mir nicht die Augen bei den ganzen

Zwiebeltürmen, ne!?“ Über 900 Radioshows, bundesweit auf 16

Sendern, 100.000 verkaufte CDs/Downloads und jährliche Live-

Tourneen seit 2015 lassen Christian Schiffer in der Comedy-Liga

ganz oben mitspielen.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen,

telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


ORDENTLICH WAS AUF DIE OHREN!

Und zwar nur vom Allerfeinsten - ab sofort im Kongresshaus Rosengarten.

Wir haben unsere Tonanlage modernisiert und weiter digitalisiert. Das Herzstück und der

neue Liebling unserer Tontechniker ist das Mischpult dLive - ein Digitalmixer der neuesten

Generation. Dieses Pult und unsere motivierte Technik-Crew werden auch in Zukunft dafür

sorgen, dass Sie im Kongresshaus Rosengarten ordentlich was zu hören bekommen.

NEUE TELEFONNUMMER

09561 89 - 830

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


Eine Auswahl an

Veranstaltungen in Coburg

vom 29. Mai bis 7.Oktober

29. Mai bis

3. Juni

30. Coburger Designtage

Ausstellung, Workshops u.v.m.

Wo: Alter Güterbahnhof

Kosten: Kein Eintritt

2. Juni

16 Uhr

Schubertiade 2018

Werke von Franz Schubert

Wo: Haus Contakt

Kosten: 20 Euro

2. Juni

Tag der offenen Tür

… bei der Feuerwehr Coburg

Wo: Feuerwehr Coburg

Kosten: Kein Eintritt

9. Juni

ab 10 Uhr

6. Coburger Mopstreffen

Tierischer Spaß

Wo: Freitreppe Kino Utopolis

Kosten: Kein Eintritt

9. Juni ab

18 Uhr

Coburger (Nacht)Flohmark

Stöbern und Einkaufen

Wo: Innenstadt

Kosten: Kein Eintritt

16. Juni &

17.Juni

16 Uhr

Swing im Park - Festival 2018

etablierte Open Air Veranstaltng

Wo: „Villeneuve sur Lot“ Neustadt b. C.

Kosten: 3 Euro

25. Juni –

08. Juli

Klanggrenzen

Interdisziplinäres Kammermusikfestival

Wo: Coburg / Diverse Orte

Kosten: ab 10 Euro

30. Juni

19 Uhr

Klassik open air Picknick

Genuss für alle Sinne

Wo: Rosengarten

Kosten: Kein Eintritt

1. – 8.

Juli

Internationale Woche

Bunte Woche mit versch. Veranstaltungen

Wo: Diverse

Kosten: Kein Eintritt

1. Juli

9 Uhr

38. VR-Bank-Lauf

Rund um die Veste Coburg

Wo: TV 1848 Coburg

Kosten: Vorher anmelden

13. Juli bis

15. Juli

27. Internationales Samba-Festival

Brasilianische Lebensfreude

Wo: Innenstadt

Kosten: Fr. 19 Euro, Sa. 22 Euro, So. 13 Euro

15. Juli

10 Uhr

15. Oberfränkisches Schaffest

Rahmenprogramm mit Markt

Wo: Gerätemuseum Ahorn

Kosten: 3 Euro

19. Juli bis

23. Juli

Schlossplatzfest

Schlemmen, Tanzen, Treffen

Wo: Schlossplatz

Kosten: Kein Eintritt

19. Juli

18.30 Uhr

Heißmann & Rassau

Kabarett

Wo: Waldbühne Heldritt

Kosten: Infos unter 09562/7844025

20. und

21. Juli

Outside Rodeo

Das legendäre Open Air Festival

Wo: Alter Güterbahnhof

Kosten: nicht bekannt

27. Juli bis

5. August

Coburger Vogelschießen

Es rummelt in der Vestestadt

Wo: Ketschenanger

Kosten: Kein Eintritt

27. Juli

20:30 Uhr

ABBA NIGHT

The Tribute Concert

Wo: Schloss Tambach

Kosten: ab 42 Euro

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


28. Juli

20:30 Uhr

Wincent Weiss

Sommer Tour 2018

Wo: Schloss Tambach

Kosten: 41,60 Euro

29. Juli

19:30 Uhr

Schmidbauer, Pollina, Kälberer

Der Süden lebt – und wie!

Wo: Schloss Tambach

Kosten: 42,60 Euro

31. Juli

19:30 Uhr

Michl Müller

Müller... nicht Shakespeare!

Wo: Schloss Tambach

Kosten: 32,50 Euro

1. August

19:30 Uhr

Michl Müller

Müller... nicht Shakespeare!

Wo: Schloss Tambach

Kosten: ausverkauft

03. August

20:30 Uhr

Gregor Meyle

Sommerkonzerte 2018

Wo: Schloss Tambach

Kosten: 42,50 Euro

04.August

19:30 Uhr

Angelo Kelly & Family

Irish Summer Tour 2018

Wo: Schloss Tambach

Kosten: 42,50 Euro

18. August

ab 8 Uhr

19. August

ab 10 Uhr

Seßlacher Altstadtfest

Feiern im historischen Seßlach

Wo: Altstadt Seßlach

Kosten: Kein Eintritt

17. August

19:30 Uhr

The Kelly Family

We got Love - Die Tour 2018

Wo: Schlossplatz

Kosten: 51,95 Euro

18. August

20:00 Uhr

James Blunt

Live in Coburg

Wo: Schlossplatz

Kosten: ab 49,95 Euro

19. August

19:30 Uhr

Revolverheld

Live in Coburg

Wo: Schlossplatz

Kosten: 54,75 Euro

21. August

20:00 Uhr

Santiano

Live & Open Air 2018

Wo: Schlossplatz

Kosten: 51,70 Euro

22. August

20:00 Uhr

a-ha

Electric Summer 2018

Wo: Schlossplatz

Kosten: 76,50 Euro

31. August

bis 2.

September

Klößmarkt

Alles rund ums Nationalgericht

Wo: Marktplatz

Kosten: Kein Eintritt

7.

September

NP-Firmenlauf

Firmenlauf in Bad Rodach

Wo: Start/Ziel Kurpark Bad Rodach

Kosten: Vorher anmelden

8. September

ab 10 Uhr

33. Museumsfest

des Gerätemuseums des Coburger Landes

Wo: Gerätemuseum Ahorn

Kosten: Erwachsene 3 Eur

8. und 9.

September

Genusstage

Veranstaltung der Genussregion Coburg

Wo: Kurpark Bad Rodach

Kosten: Kein Eintritt

8. September

ab 18 Uhr

Museumsnacht

Nacht der Kontraste

Wo: Innenstadt

Kosten: wird noch bekannt gegeben

13. und 14.

September

Zwiebelmarkt

Traditioneller Coburger Markt

Wo: Marktplatz

Kosten: Kein Eintritt

29.

September

SÜC - Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür

Wo: SÜC Coburg

Kosten: Kein Eintritt

7. Oktober

Plätze & Schätze

Verkaufsoffener Sonntag

Wo: Innenstadt

Kosten: Kein Eintritt

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


KLEIDER

MACHEN

LEUTE …

Die Trikots des FC Bayern München sind begehrt, stehen für Qualität, Erfolg

und Leistung. Respekt vermitteln die neuen schwarzen Uniformen der Polizei.

Und ein gelbes M auf blauen Stoffcappies steht für die Erfolgsgeschichte

von McDonalds: Corporate Design erstreckt sich schon lange nicht mehr

nur auf Notizblock, Visitenkarte oder Autobeschriftung, sondern auch auf

die Kleidung der Mitarbeiter. Das sogenannte Corporate Fashion stärkt

zum einen die Außenwahrnehmung einer Marke und sorgt zum anderen für

mehr Identifikation mit dem eigenen Unternehmen. Informationen dazu

von Mario Donath, Gründer und Betriebsleiter der Textildruckerei dontext

in Bad Colberg, einem Fachbetrieb für Beschaffung und Veredelung von

Markentextilien mit über 25jähriger Erfahrung.

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


TEXTILVEREDELUNG

Advertorial

… UND PROFESSIONELLE

KLEIDER MACHEN PROFIS

„Die eigenen Mitarbeiter einheitlich zu kleiden, ist eine Sache. Die Kleidungsstücke

mit dem Logo, Firmennamen oder Namen des Mitarbeiters zu bedrucken, eine

andere. Bedruckte Kleidungsstücke sind ein nicht zu unterschätzender Imageund

Prestigefaktor, der zum professionellen Auftritt gehört wie Webseite und

Visitenkarte. Wenn man die Wahl zwischen einer Praxis, einer Autowerkstatt

oder einem Friseur mit professionell gekleidetem Team und Anbietern ohne

textile Corporate Identity hat, lenkt der positive visuelle Eindruck die innere

Kompassnadel immer in Richtung der optisch geschlossen auftretenden

Mannschaft.

Einheitliche Bekleidung macht außerdem aus dem „Ich“ ein „Wir“. Das Wort

„Uniform“ trägt diese Bedeutung schon in seinem lateinischen Kern – „einheitlich“:

Getragene Corporate Identity steigert die Identifikation mit dem Team und dem

Unternehmen. Ein modisches Shirt mit schickem Aufdruck wird mit einem

gewissen Stolz angezogen. Wenn das allen Mitarbeitern im Team so geht, entsteht

das im Service viel beschworene Lächeln wie von selbst – ein positives Auftreten,

das auch der Kunde wahrnimmt.

Bedruckte Berufskleidung und Textilien für den Berufsalltag sind dabei längst

nicht nur eine Domäne für Hotellerie und Gastronomie. Im öffentlichen Dienst,

im Transportwesen, auf Messen und in Industrieunternehmen gehören bedruckte

Berufstextilien und Corporate Fashion längst zur Geschäftsausstattung. Der Trend

setzt sich in anderen Branchen und Bereichen fort, man denke an betriebseigene

Sportmannschaften, Firmenevents mit individuellen Textilien oder Office-

Kleidung für den rein internen Zweck.

Entscheidend ist dabei die Qualität von Stoff und Druck. Bedruckte Kleidung ist

Maßarbeit, sie muss berufsbedingte Vorgaben erfüllen, langlebig sein und auch

nach dem x-ten Waschgang am besten noch „wie neu“ aussehen. Die Qualität

von Stoffen, die Einhaltung nachhaltiger Produktionsvorschriften bei der Wahl

der Berufstextilien, die Entscheidung für das passende Druckverfahren - all das

will gründlich überlegt sein. Im Idealfall nämlich begleitet Corporate Fashion das

Team einige Jahre.

DIE DRUCKVERFAHREN:

Direktsiebdruck:

Bedruckstoff wird direkt bedruckt

Edle Haptik bei hoher Waschbeständigkeit

Leuchtende Farben

Ideal für Shirts

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

bei großen Auflagen

Bestickung:

Bedruckstoff wird bestickt

Hochwertige Veredelung mit

herausragender Haptik und Optik

Ideal für alle, auch sensible Textilien (Wolle, Fleece)

Sehr langlebig und formbeständig

Unbegrenzt waschbar bei hohen Temperaturen

Transferflexdruck:

Bedruckstoff wird mittels farbiger Folie veredelt

Glatter, leicht glänzender Druck

Brillante Farben und hohe Deckkraft

Ideal für Texte und Logos ohne Farbverlauf

Langlebig

Transferflock:

Bedruckstoff wird mittels beflockter Folie veredelt

Herausragende optische und haptische Anmutung

Ideal für Schriften und Logos

Sehr langlebig und waschbeständig

Direktflockdruck:

Per Siebdruckverfahren bedruckt,

Flocken mittels Hitze fixiert

Herausragende optische und haptische Anmutung

Ideal für Schriften und Logos

Sehr langlebig und waschbeständig

die Textildrucker

dontex bietet eine Fülle weiterer

Textildruckverfahren an.

Über 25 Jahre Erfahrung: die Textildruckerei dontex

Gegründet 1991 als 1-Mann-Betrieb. Heute sechs Fachkräfte. Über

35000 Aufträge für mehr als 3000 Kunden: namhafte internationale

Unternehmen und Organisationen wie die Daimler AG, Bosch, Audi,

MTV oder das Bundesinnenministerium und viele Betriebe aus

Nordbayern und Südthüringen. Der Anspruch: Für jeden Kunden

das ideale Verfahren, abhängig von Bedruckstoff, dem Druckmotiv,

Farbwünschen und den Ansprüchen an die Langlebigkeit und

Farbbrillanz. dontex hat sich auf Textilveredelungslösungen

spezialisiert, die passgenau sitzen – wie die Kleidungsstücke, die

damit individualisiert werden.

„Bedruckte Kleidung ist Maßarbeit, sie muss

berufsbedingte Vorgaben erfüllen, langlebig

sein und auch nach dem x-ten Waschgang am

besten noch „wie neu“ aussehen.“

Weitere Informationen

unter www.dontex.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


SPARGELZEIT

Advertorial

VERONIKA, DER LENZ IST DA

DIE SPARGELSAISON BEIM

FRISCHECENTER WAGNER

AUF DER LAUTERER HÖHE

Etwas mystisches umweht ihn, oder vielleicht ist es auch

der Hauch des Frühlings, den er verströmt, auf jeden

Fall wird um kaum einen anderen Gaumenschmaus eine

derartige Kultur zelebriert wie um dieses Gemüse, so

dass ihm sogar eine eigene Jahreszeit gewidmet wird: Die

Spargelsaison. Womit hat der Spargel das verdient? Mit Recht. Er mundet

nicht nur köstlich, wenn er sich zart an die Geschmacksnerven schmiegt, sich

ganz nach Belieben mit Butter, Sauce Hollandaise, Kartoffeln, Schinken zu

einem Gesamtkunstwerk vereinigt, er ist auch sehr gesund, ein regelrechter

Alleskönner.

Und im Übrigen, gleich vorneweg, auch

dem Liebesleben können rechtzeitig zum

Wonnemonat Mai durch den Spargel wieder

Frühlingsgefühle eingehaucht werden.

Der ein oder andere Inhaltsstoff gilt als

aphrodisierend. Aber auch darüberhinaus ist

die gesundheitliche Wirkung auf den Körper

eindrucksvoll: Er reinigt den Körper, entgiftet,

ist kalorienarm, schont den Blutzucker, tut

dem Magen gut, schont das Herz.

Wenn nur eines nicht wäre, das Spargelschälen.

Ganze Generationen an Müttern, später auch

mehr und mehr Vätern, Kindern, Opa, Omas,

Onkel und Tanten haben sich die Finger

wundgeschält, bevor es an den Mittagstisch

ging. Zum Glück gibt es mittlerweile

Spargelschälmaschinen – so wie im Frischecenter

Wagner auf der Lauterer Höhe. Spargel

aussuchen, rein in die Maschine, schälen

lassen, rausnehmen, fertig. Einfacher geht’s

nicht, und das ohne Mehrpreis.

Also dann guten Appetit. Halt, noch drei

Tipps: Beim Frischecenter Wagner gibt es

noch den passenden Wein und die passende

Sauce Hollandaise als eigene Marke, oder auch

den Coburg Sekt, und natürlich verschiedenste

Kartoffelsorten und Schinkenspezialitäten.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


FÜR ALLE, DIE DAS

BESONDERE SUCHEN

Maik Fuhrmann: Erfahrener Praxismanager und selbständiger

Berater zuständig für Finanzen und Controlling. Er behält die

Übersicht über das Budget und sorgt dafür, dass Kostenpläne

eingehalten werden.

Andree Schneider: Seit 2004 erfolgreich selbständig mit dem

Planungsbüro SchneiderPlan, verantwortet den kreativen Part der

Baumanufaktur. Er ist zuständig für die Bau- und Sanierungsentwürfe

sowie für die detaillierte Planung und Koordination der Arbeiten.

Eine Manufaktur – das bedeutet Handarbeit, Individualität, Liebe

zum Detail, Qualität. Das genau ist auch der Anspruch, mit dem 2016

die BauManufaktur Coburg angetreten ist: Gehobene Wohnansprüche

umzusetzen, das Besondere zu schaffen, Einzelstücke. Hinter der

Baumanufaktur Coburg stehen mit Andree Schneider und Maik Fuhrmann

zwei erfahrene Fachleute. Sie stehen für ein einzigartiges Konzept.

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


EINZIGARTIGES KONZEPT

Advertorial

Was ist das Besondere an Ihrem Konzept?

Andree Schneider: Zum einen, dass wir uns ohne

konkreten Kundenauftrag auf den Weg machen. Das

heißt, wir suchen außergewöhnliche Baugrundstücke

und Altbauten in und um Coburg, entwickeln diese zu

ganz individuellen Objekten und suchen erst dann den

passenden Kunden. Zum anderen, dass es uns dabei

vor allem um Qualität geht, um Individualität, um

Verantwortung für die Region und die Menschen hier,

nicht um maximalen Profit.

Welche Kriterien muss ein

außergewöhnliches Objekt erfüllen?

Maik Fuhrmann: Die ganze Region Coburg hat

ja eine Vielzahl an herausragenden Gebäuden mit

eindrucksvoller Architektur zu bieten und verfügt

zudem über einzigartige Lagen. Unser Ziel ist es, die

ganz besonderen unter ihnen ausfindig zu machen.

Unsere Objekte sollen sich durch Lage, Größe oder

sonstige Besonderheiten wie etwa einem einzigartigen

Ausblick auszeichnen.

Und wie gehen Sie dann vor?

Andree Schneider: Wenn wir fündig geworden

sind, kaufen wir das Objekt und erstellen einen

maßgeschneiderten Entwurf, je nachdem ob es

sich um einen Neubau auf einem Grundstück oder

um die Sanierung eines Altbaus handelt. Unsere

Neubauten werden hinsichtlich Größe, Ausrichtung

und Energiekonzept sowie Dialog mit der Umgebung

für das jeweilige Grundstück optimiert. Jedes unserer

Häuser ist damit einzigartig wie ein Fingerabdruck

und wird garantiert nur einmal gebaut. Für Altbauten

entwerfen wir ein individuelles Sanierungskonzept,

das die vorhandenen Gegebenheiten berücksichtigt

und behutsam den heutigen Ansprüchen an exklusives

Wohnen angepasst.

„Stressfrei und entspannt zum neuen Haus“, auch das gehört

ja zu Ihrem Konzept. Um was kümmern Sie sich dabei?

Maik Fuhrmann: Wir entwickeln ein Objekt nicht

nur, sondern kümmern uns natürlich auch im Vorfeld

schon um alle Behördengänge, von der Erschließung

des Grundstücks bis hin zu allen notwendigen

Genehmigungen.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


EINZIGARTIGES KONZEPT

Wenn Sie dann an die Öffentlichkeit gehen, Kunden

ansprechen, ist also schon alles erledigt?

Andree Schneider: So kann man das sagen. Auch die

Innenausstattung ist ja schon geplant. Hochwertige

Bodenbeläge, Treppen, Türen, Sanitär. An alles ist

gedacht.

Maik Fuhrmann: Und vor allem haben wir für jedes

Gewerke schon Angebote eingeholt und einen Festpreis

verhandelt.

Andree Schneider: Erst dann gehen wir mit unserem

Konzeptentwurf an die Öffentlichkeit und suchen einen

Kaufinteressenten, der sagt „So will ich Wohnen.“

Und wenn ein Kunde das eine oder andere Detail an seine

Wünsche anpassen lassen möchte?

Maik Fuhrmann: Natürlich haben Bauherren die

Möglichkeit, die fertigen Planungen noch individuell

zu ergänzen oder ihren persönlichen Geschmack mit

einzubringen.

Was ist, wenn es mal nicht passt, wenn Objekt oder Lage

nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, nicht in Ihr Konzept

passen?

Andree Schneider: Ganz ehrlich? Dann lassen wir es

lieber. Das wichtigste sind uns Qualität, Wertigkeit und

Ästhetik von unseren Projekten.

AUF EINEN BLICK

Grundstücke mit Charakter und Klasse

Häuser nach Maß, optimiert für das jeweilige Grundstück

Zeitgemäßer Wohnkomfort für höchste Ansprüche

Bauen mit festem Budget und

transparenter Kostengestaltung

Zeitersparnis dank baufertiger Entwürfe und

bereits erfolgter Verhandlungen mit allen Gewerken

Stressfrei und entspannt durch einen festen

Ansprechpartner für alle Fragen rund um Hausbau

oder Sanierung.

KONTAKT

BauManufaktur Coburg GmbH

Karlstraße 6

96450 Coburg

Telefon: 09561 / 511 59 66

mail@baumanufaktur.de

www.baumanufaktur-coburg.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


HIER WOHNTEN …

HIER WOHNTEN…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… JÜDISCHE SCHÜLER

Hoch über der Stadt mit Fernblick. Auf einem

7000 Quadratmeter großen parkähnlichen

Grundstück mit herrschaftlicher Auffahrt.

Eine Villa aus Sandstein mit Gauben, Türmchen

und Fahnenstange hinter einem schwerem

schmiedeeiserne Gartentor. Es sollte die

Welt draußen halten. Sicherheit geben vor

Anfeindungen und Pöbeleien. Aber es half ihm

nicht, dem jüdischen Prediger Hermann Hirsch.

Die Angst in der Villa in der Hohen Straße wohnte

immer mit.

Häuser, die mit Unterstützung der

Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.

saniert worden sind – der COBURGER

stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des

COBURGER eines in unserer Reihe

„Hier wohnte“.

Frühzeitig begann der Prediger der jüdischen

Kultusgemeinde, sich um das Wohl derjenigen

auswärtigen Schüler zu kümmern, die in Coburg eine

höhere Schule besuchen wollten. Die damals schon

braune Stadtverwaltung betrachtete das Treiben

in der Hohen Straße von Anfang an argwöhnisch.

Immer wieder machte sie Eingaben und gängelte den

Schulleiter, wo sie konnte. Einmal störte man sich an

den behelfsmäßigen Unterrichtsräumen. Das andere

Mal an den zu knapp bemessenen Schlafräumen.

Willkürliche Verhaftungen und Misshandlungen

folgten.

Hermann Hirsch hielt dem andauernden Druck äußerlich

stand. Aber man kann sich vorstellen, wie ihn

und seine Familie, die selbst mit in der Villa wohnte,

diese Situation belastete. Schließlich sah er sich

gezwungen, seine Töchter ins europäische Ausland

zu schicken, nachdem auch sie an den Coburger

Gymnasien immer wieder Anfeindungen ausgesetzt

waren. Die Familie reißt auseinander und trifft sich

erst Jahre später wieder in Palästina zum Neuanfang.

Aber Hermann Hirsch war ein gebrochener Mann.

Nach mehreren Sanatoriumsaufenthalten stirbt er

1942 letztendlich an einer Lungenentzündung. Den

Verlust der Heimat hatte er nie verwunden. Der in

Hanau geborene Prediger hatte einen Traum und die

Villa bot ihm auf drei Etagen genug Platz, um ihn zu

verwirklichen. Zuerst diente das Gebäude als Internat

und entwickelte sich in den zwanziger Jahren zu einer

der angesehensten privaten jüdischen Erziehungsanstalten

im Deutschen Reich. In der Schulsatzung steht

ausdrücklich, dass die Kinder auf ihre Auswanderung

nach Palästina vorbereitet werden sollten. Bemerkenswert.

Hirsch wusste frühzeitig, dass sein Volk in

Deutschland keine Zukunft hatte. Entsprechend abwechslungsreich

gestaltete sich so ein Schulvormittag

in der Hohen Straße. Großer Wert wurde auf die

praktischen Fertigkeiten gelegt.

Traditionell beschäftigten sich die jüdischen Bürger

eher im kaufmännischen Bereich. Aber für den

Aufbau eines jüdischen Staates in Palästina wurden

Handwerker gebraucht. Und so wurde auf der

Terrasse hinter dem Haus im Freien geschreinert,

gezimmert und gemalert. Und auch die körperliche

Ertüchtigung nahm viel Raum ein. Weil die Schüler

vom Unterricht an den städtischen Sportstätten

ausgeschlossen waren, musste sich Hirsch auch hier

wieder behelfen und legte im Park einen kleinen

Spielplatz an. Im Winter diente die Eingangshalle

als Turnhalle und aus Platzmangel später sogar als

Betsaal.

Schließlich stiegen die Schülerzahlen derart sprunghaft

an, dass im Jahre 1933 noch das Nachbargebäude

in der Hohen Straße 16 angemietet werden musste.

Ab diesem Zeitpunkt waren in der Villa nur noch die

Schlafräume der Schüler untergebracht. Unterrichtet

wurde im Haus nebenan. Noch heute existiert

die steinerne Verbindungstreppe, welche die Kinder

durch den Park nahmen, um in ihre Schule zu kommen.

Die Reichskristallnacht beendet den Traum von

einer freien, modernen jüdischen Schule in Coburg

jäh. Hirsch wurde verhaftet und die Schüler selbst

wurden gezwungen, die Scheiben der Schule einzuschlagen.

Der Betsaal wurde von SA-Leuten kaputt

geschlagen und die Schule buchstäblich abgewickelt.

Alles war am Boden zerstört. Nicht nur das Mobiliar.

Auch Hirsch, der seiner Heimat 1939 den Rücken

kehrt und mit seiner Frau Bertha nach Palästina auswandert,

um sich einer neuen Aufgabe, der Leitung

eines Landschulheimes bei Haifa zu widmen.

Behutsam haben die heutigen Besitzer dieses

geschichtsträchtige Anwesen zu neuem Ansehen

gebracht. Über vier Jahre lang wurde hier im Park

und im Haus gearbeitet, um die reich dekorierte

Villa im Stile des Historismus‘ zu neuem Leben zu

erwecken und gleichzeitig für die jetzigen Besitzer

neu zu interpretieren. Viele Details des 1874

erbauten Hauses wurden restauriert. So musste ein

Handwerker gefunden werden, der die zweieinhalb

Meter lange Turmspitze aus Zinkbleck nacharbeiten

und wieder aufsetzen konnte. In Dresden wurde man

schließlich fündig. Ein Statiker fand heraus, dass das

Dach sich langsam aber kontinuierlich neigt. Hier

musste aus Gründen des Denkmalschutzes eine nicht

sichtbares Skelettkonstruktion Abhilfe schaffen. Auf

der Suche nach historischen Pflastersteinen wurde

der Besitzer in Düsseldorf fündig. Dort hatte man für

das abgetretene, Patina angesetzte Pflaster des alten

Bahnhofes keine Verwendung mehr.

Jetzt fassen diese die geschwungene Auffahrt

in Coburg auf ehrwürdige Weise ein. Auch das

schmiedeeiserne Tor wurde erneuert. Hier war

der Torantrieb das Problem aufgrund der tonnenschweren

Last, die dieser zu tragen hatte. Spezialisten

aus Italien hatten schließlich die Lösung. Zwar bleibt

die Welt damit auch heute noch draußen vor dem Tor.

Aber die Luftigkeit ist zurück gekehrt in die Hohe

Straße 30. Innen wie außen.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


HIER WOHNTEN …

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


… FRÜHER JÜDISCHE SCHÜLER

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises

für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H 2

O GmbH

energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555

www.suec.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


HIER WOHNTEN …

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


… FRÜHER JÜDISCHE SCHÜLER

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


EXPERTENTIPPS

Von Traumhäusern

und Phantasiepreisen

Expertentipps

Seine Immobilie erfolgreich zu verkaufen ist kein Selbstläufer. Auch wenn Dutzende von

Immobilienportalen dies gerne glauben machen wollen. Alleine die Preisfindung erfordert

in der Regel die Hilfe eines sachverständigen Profis, der nicht nur die Bausubstanz realistisch

einschätzen kann, sondern auch über die aktuelle Marktlage bestens Bescheid weiß. Ist

der Verkaufspreis überzogenen, frei nach dem Motto „runter gehen kann man ja immer“,

verschlechtert es die Verkaufschancen erheblich, denn viele Verkäufer unterschätzen die

Eigendynamik des Marktes. Muss der Preis nach unten korrigiert werden, können die Objekte

schnell in Verruf geraten und das Gerede beginnt. Dann gilt ein Topobjekt plötzlich als

„Notverkauf “ oder „Schrottimmobilie“, obwohl eigentlich alles stimmt. Um dies zu verhindern,

sollte ein Objekt möglichst von Anfang an marktgerecht bewertet sein. Wer seine Immobilie

verkaufen möchte, sollte versuchen dabei einige grundsätzliche Fehler zu vermeiden. Aus dem

Bauch heraus einen Wunschpreis festzulegen und dann vom Markt eines Besseren belehrt zu

werden, bringt Frust und finanzielle Verluste.

Alexander Petrich, Geschäftsstellenleiter bei von Poll Immobilien Coburg und geprüfter

freier Sachverständiger für Immobilienbewertung (PersCert®) gibt Immobilienbesitzern mit

Verkaufsabsichten einige Tipps mit auf den Weg:

Das Objektfoto ist der Verkäufer

Viel zu oft werden Häuser, die an sich durchaus

attraktiv wären, mit laienhaften Fotoaufnahmen

angeboten. Dies ist völlig unverständlich, denn

immerhin geht es um Summen von 300.000,

500.000 oder 750.000 Euro und mehr. Professionelle

Architekturfotografie ist kein Firlefanz, sondern eine

unabdingbare Voraussetzung, um für ein gutes Objekt

auch den richtigen Interessenten zu finden. Auf einem

Immobilienportal ist das Objektfoto der „Verkäufer“.

Man kann an der Qualität dieser Aufnahmen den

Maßstab nicht hoch genug ansetzen. „Wenn wir

Objekte im Kundenauftrag verkaufen, lassen wir

die Häuser auf eigene Kosten von einem erfahrenen

Profifotografen ablichten und erreichen damit

eine bessere Voraussetzung für einen erfolgreichen

Verkauf zum gewünschten Preis“, erklärt Alexander

Petrich.

Spaßbesichtigungen vermeiden

Die meisten Verkäufer freuen sich, wenn nach

einer privaten Annonce auf irgendwelchen

Immobilienplattformen die ersten Interessenten

anrufen. Dann wird das Haus geputzt, alles picobello

hergerichtet und wildfremde Menschen durch

das Haus geführt. Am Anfang ist die Motivation

hoch, doch nach dem x-ten Wochenende, an dem

der Eigentümer zuhause gefangen ist um für die

Interessenten parat zu stehen, erkennen die meisten

Verkäufer die Tatsachen: Immobilienbesichtigungen

Alexander J.N. Petrich, Geschäftsstelleninhaber,

geprüfter freier Sachverständiger für

Immobilienbewertung (PersCert®)

und Jasmin Petrich, Büroleiterin

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


TRAUMHÄUSER UND PHANTASIEPREISE

sind für viele Menschen eine neue Art der

Freizeitgestaltung. Verhandlungen werden oft zum

Spaß geführt. Für den Eigentümer ist das nach kurzer

Zeit nur noch anstrengend und demotivierend. Viele

Verkäufer verlieren dann das Selbstvertrauen und

glauben mit dem Preis nachgeben zu müssen. Das

ist der falsche Weg. „Wir als Makler lösen dies durch

eine vorherige Kundenqualifizierung. Interessenten

treffen sich mit uns im Büro, wir fragen die Wünsche,

Kriterien und Preisvorstellungen ab. Wer dann mit uns

das Haus besichtigt, von dem wissen wir sehr genau,

ob das Objekt überhaupt zu ihm passt und ob er ein

tatsächliches Kaufinteresse hat. Für den Eigentümer

wird der ganze Verkauf damit wesentlich entspannter

und effektiver. Spaßbesichtigungen, die bis zu 80%

ausmachen können, sind damit ausgeschlossen“, so

Petrich.

zum Beispiel von gegenstandslosen Lasten, zu

nachträglichen Preisverhandlungen genutzt.

Wer sich hier nicht auskennt, hat das Nachsehen.

Ein qualifizierter Makler wickelt die gesamten

Formalitäten für den Auftraggeber ab und schützt ihn

vor Verlusten und bietet umfassende Unterstützung.

Alexander Petrich warnt Verkäufer davor, den

beabsichtigten Verkaufspreis aus „dem Bauch heraus“

festzulegen. Zielt man an der aktuellen Marktlage

vorbei, so kann dies problematisch werden. Setzt

man den Preis zu niedrig an, verliert man Geld, setzt

man ihn zu hoch an, so verkauft man das Objekt nicht

und muss im Nachgang nach unten korrigieren.

Petrich rät: „Schenken Sie dem Makler ihr Vertrauen!

Es amortisiert sich für den Verkäufer immer, zumal

die Provision Verhandlungssache ist.“

Formalitäten sind ein Kraftakt

Bei einem Immobilienverkauf müssen viele rechtliche

Vorschriften beachtet werden. Dies beginnt bereits

beim Energieausweis, der gesetzlich vorgeschrieben

ist. Eine Besichtigung ohne vorliegenden

Energieausweis ist unter Umständen illegal. Kommt

es tatsächlich zu konkreten Kaufabsichten, so sind

Verträge vorzubereiten, Wohnflächenberechnungen

durchzuführen, alle grundbuchrechtlichen Vorschriften

zu beachten, gegebenenfalls Lasten zu

löschen, Bestätigungen einzuholen und vieles mehr.

Für Laien ist dies ein großer Kraftakt und nicht

selten werden undurchsichtige Grundbucheinträge,

„Der aktuelle Immobilienhype führt oft auch zu

falschen Vorstellungen, was den Preis angeht.“

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


Gesponserter Beitrag

FERDINAND VON SCHIRACH – „STRAFE“

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

Ferdinand von Schirach legt nach „Verbrechen“ und „Schuld“ mit „Strafe“ seinen dritten Band mit

Kurzgeschichten vor. Darin erzählt er in 12 kurzen, unabhängigen Geschichten sachlich, schnörkel- und

emotionslos vom Leben. Es geht um Zufälligkeiten, falsche Entscheidungen, um Lücken im Rechtssystem,

die über Schicksale entscheiden.

Er erzählt von Einsamkeit und Fremdheit, vom Streben nach Glück und über das manchmal klägliche

Scheitern dabei. Es geht also nicht vorrangig um die geschilderten (Kriminal-)Fälle, sondern vielmehr um

die Menschen darin, ihre Schicksale, ihre Sehnsüchte und Leiden.

Diese Schicksale berühren allesamt und manche der Geschichten klingen lange nach. Was wäre mit der

angeklagten Frau passiert, hätte ihr Anwalt nicht unerwartet Besuch eines Schlägers und Geldeintreibers

bekommen? Wie oft gelingt es Gerichten nicht, trotz sorgfältiger Arbeit, Gerechtigkeit walten zu lassen?

Die Geschichten zeigen, was „ganz normale“ Menschen zu Tätern werden lässt, das „Recht haben“ und

„Recht bekommen“ oftmals wirklich zweierlei sind und das nach geltendem Recht Formfehler zu für den

Laien schwer ertragbaren Freisprüchen führen müssen.

Gebundenes Buch mit

Schutzumschlag, 192 Seiten:

ISBN: 978-3-630-87538-5

18,00 Euro

Lassen Sie sich bei der Lektüre dieses Buches Zeit, lassen Sie das Gelesene nachwirken, genießen Sie

von Schirachs minimalistischen Erzählstil – „Strafe“ ist unbedingt lesenswert!

eBook:

ISBN: 978-3-641-20341-2

14,99 Euro

Hörbuch:

ISBN: 978-3-844-52877-0

18,00 Euro

Inhaltsangabe

„Zwölf Texte, die man nicht vergisst - wieder

aus der Welt der Justiz, schonungslos, präzise,

manchmal kalt distanziert, dann wieder zutiefst

menschlich.“

Claudio Armbruster, ZDF heute journal

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden

wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen

Buch „Strafe“ zwölf Schicksale. Wie schon in den

beiden Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ zeigt

er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu

werden und wie voreilig unsere Begriffe von „gut“

und „böse“ oft sind.

Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger,

distanzierter Gelassenheit und zugleich voller

Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit,

von dem Streben nach Glück und dem Scheitern.

Seine Geschichten sind Erzählungen über uns

selbst.

Ferdinand von Schirach

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen

»großartigen Erzähler«, die New York Times einen

»außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent

verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily

Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten

Stimmen der europäischen Literatur«. Die

Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld«

und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu«

wurden zu millionenfach verkauften internationalen

Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig

Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu

den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer

Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit

Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem

Titel »Die Herzlichkeit der Vernunft« ein Band mit

Gesprächen mit Alexander Kluge.

© Michael Mann

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


THEATERVORSCHAU

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER

DEMNÄCHST IM

LANDESTHEATER

PULITZERPREIS-GEWINNER

GEÄCHTET

Schauspiel von Ayad Akhtar

A DARUM GEHT ES

Erzählt wird die Geschichte von Amir Kapoor, der den

amerikanischen Traum lebt. Der Sohn pakistanischer Einwanderer

ist Anwalt und arbeitet in einer renommierten jüdischen Kanzlei in

New York. Er trägt teure Hemden, genießt gutes Essen und wohnt in

einem Loft in der Upper East Side von Manhattan. Es geht ihm gut.

Seine Strategie heißt Assimilation – sein Problem Identität. Denn

Integration bedeutet im Post-9/11-Amerika für Amir die Abkehr von

den eigenen Wurzeln, wie dem Islam.

Anders seine Frau Emily: Die weiße Amerikanerin ist aufstrebende

Malerin und hat durch die Kunst die islamische Kultur für

sich entdeckt. Als bei einem Abendessen mit ihrem jüdischamerikanischen

Kurator Isaac und dessen afroamerikanischer

Frau – Amirs Arbeitskollegin Jory – eine Diskussion über religiöse

Traditionen eskaliert, verliert Amir inmitten aller Positionen die

Kontrolle, holt zum Befreiungsschlag aus. Akhtars Debüt-Stück wird

landauf, landab von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen.

Das schwierige Thema kommt im Gewand der Boulevard-Komödie

daher. Und am Ende ist nichts, wie es war. Oder wie schrieb noch die

ZEIT: „Beim Halten der Balance – oder sagen wir des Friedens – gibt

es keine Unbeteiligten.“

B WO UND WANN SPIELT ES

GEÄCHTET spielt in einem Loft in der Upper East Side von

Manhattan, im Amerika des 21. Jahrhunderts.

C WAS ERWARTET MICH

GEÄCHTET wurde 2013 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet,

Ayad Akhtar avancierte zum Star des amerikanischen Theaters. Eine

schonungslose Analyse unserer Gegenwart, eine unterhaltsame wie

tiefschürfende Auseinandersetzung mit Rassismus und Integration,

Religiosität und Terrorismus – und die erste Inszenierung von Stefan

Bachmann am Offenbachplatz.

D WANN

Im April wird GEÄCHTET am 12., 19. und 27. im Großen Haus

gespielt. Weiter geht es am Mai (2., 16. Und 25.) und Juni (9. und 26.).

Die letzte Vorstellung gibt es am 4. Juli.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


THEATERVORSCHAU

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER

DEMNÄCHST IM

LANDESTHEATER

PREMIEREN IM APRIL

GEÄCHTET

Schauspiel von Ayad Akhtar

DREITEILIGER BALLETTABEND

DER FEUERVOGEL

Musik von Igor Strawinsky

A DARUM GEHT ES

Strawinsky, die Zweite! Nach dem neuen Ballett „Die Geschichte

vom Soldaten“ wird dies der große dreiteilige Abend im großen

Coburger Haus. Im Zentrum steht diesmal Igor Strawinskys Ballett-

Märchen „DER FEUERVOGEL“ aus dem Jahre 1910, als die Welt

noch in Ordnung und das Pariser Publikum immer auf der Suche

nach der neuesten Musikmode war. Zu Gast waren einmal mehr

die „Ballets Russe“ des Impresarios Djagilew. Er wusste, wie er

das Pariser Publikum beeindrucken konnte. Russische Märchen –

getanzt zu moderner Musik in bis dahin unbekannten Ausstattungs-

Orgien. Und das kam an. Wer in Paris en vogue sein wollte, musste

diese Ballette gesehen haben.

B WO UND WANN SPIELT ES

DER FEUERVOGEL ist ein Ballett in zwei Akten mit der Musik

von Igor Strawinsky nach dem Libretto von Michel Fokine. Die

Uraufführung fand am 25. Juni 1910 im Pariser Théatre National de

l´Opéra durch das Ensemble Ballets Russes statt. Die Musik zum

Feuervogel gilt als richtungweisendes Werk am Beginn des 20.

Jahrhunderts.

PREMIERE

Sa., 07.04.2018, 19:30 Uhr, im Großen Haus

WEITERE VORFÜHRUNGEN

Do., 12.04.2018, 19:30 Uhr | Do., 19.04.2018, 19:30 Uhr

Fr., 27.04.2018, 19:30 Uhr | Mi., 02.05.2018, 19:30 Uhr

Mi., 16.05.2018, 19:30 Uhr | Fr., 25.05.2018, 19:30 Uhr

Sa., 09.06.2018, 19:30 Uhr | Di., 26.06.2018 , 19:30 Uhr

Mi., 04.07.2018, 19:30 Uhr

VATER

Regie von Kay Link

C WAS ERWARTET MICH

DER FEUERVOGEL erzählt das gleichnamige Märchen, in dem Prinz

Iwan besagten Vogel fängt. Erweicht durch das Flehen des Vogels,

lässt der Prinz ihn frei und erhält im Gegenzug eine Zauberfeder, die

ihn aus höchster Not retten kann. Diese Not tritt bald ein. Der böse

Zauberer Kastschej bedrängt Iwan, sodass dieser nur noch einen

Ausweg sieht: Er ruft mit der Zauberfeder den Feuervogel herbei.

Das Märchen geht gut aus. Iwan besiegt den bösen Zauberer und

befreit die von ihm geliebte Prinzessin. Und auch für Strawinsky

endete das Kompositions-Abenteuer wie im Märchen: Die Kritik

lobte die in „allen Farben schillernde Musik“ und hatte einen neuen

Lieblings-Komponisten.

PREMIERE

Do., 12.04.2018, 20:00 Uhr, in der Reithalle

WEITERE VORFÜHRUNGEN

Mi., 18.04.2018, 20:00 Uhr | Fr., 20.04.2018, 20:00 Uhr

So., 22.04.2018, 20:00 Uhr | Do., 03.05.2018, 20:00 Uhr

Fr., 04.05.2018, 11:00 Uhr

D WANN

Das Ballett DER FEUERVOGEL feiert am 12. Mai Premiere. Die

Soiree findet am 24. April statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 17.

und 30. Mai, am 1., 6., 8., 16., 19. und 28. Juni. Die letzte Vorstellungen

wird am 12. Juli gespielt.

LANDESTHEATERCOBURG

Schlossplatz 6, 96450 Coburg

Theaterkasse Di. bis Fr. 10:00–17:00 Uhr, Sa. 10:00–12:00 Uhr

Telefon 09561 · 89 89 89

www.landestheater-coburg.de

84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


Druck weiterdenken.

Beratung · Layout und Satz · Offsetdruck · Digitaldruck · Weiterverarbeitung · Print & Copy Service · Logistik und Versand

Gedruckt von

der Coburger

Druckerei –

DCT.

Auf großen Bühnen unterwegs

DCT - Partner des Landestheaters Coburg

Beweisen Sie auch bei Drucksachen guten Geschmack und setzen Sie auf Qualität.

Als zuverlässiger Druckpartner bieten wir Ihnen Druckklassiker wie Broschüren, Flyer,

Visitenkarten, Briefbogen, Personalisierungen, Mailings und vieles mehr in Topqualität

und zu fairen Preisen.

Wann dürfen wir für Sie überzeugen?

Druckerei

Nicolaus-Zech-Straße 64 – 68 · 96450 Coburg

Tel. +49 9561 8345-0 · Fax +49 9561 8345-45

info@dct.de · www.dct.de · www.dct24.de

Print & Copy Service

Ernstplatz 8 · 96450 Coburg

Tel. +49 9561 8345-60 · Fax +49 9561 8345-65

copy@dct.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 85


86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“

G A L E R I E

S T E P H A N A M M

1972 geboren, wurde der Kronacher Stephan Amm

schon als Kind durch seinen Vater mit der heimischen

Fauna und Flora vertraut gemacht. Dessen Leica war

immer mit dabei. Während seiner Studienzeit kaufte

sich Amm dann seine erste eigene Spiegelreflexkamera.

Der Umzug aus der Großstadt zurück in die ländlich

geprägte Heimatstadt war für ihn der nächste Schritt,

zurück zur Natur. Die Photographie, zunächst Ausgleich

zur Arbeit als Apotheker, wurde zur wahren Berufung.

Inzwischen deckt Amm alle Bereiche der

Naturphotographie ab. Dabei legt er immer ein

besonderes Augenmerk auf außergewöhnliche und

stimmungsvolle Sichtweisen. Seine Bilder, der Großteil

von ihnen aus Franken, werden in Fachmagazinen,

Büchern, Kalendern und Wettbewerben auf der ganzen

Welt publiziert. Im Jahr 2014 dann wagt er den Schritt

in die Selbständigkeit als Photograph, die Natur bleibt

weiterhin Schwerpunkt, Architektur und Reportage

bilden zwei seiner weiteren Standbeine.

www.stephan-amm.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


GALERIE

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


BILDER EINES KRONACHER „NATURBURSCHEN“

UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT

AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND

UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK.

Unser Anspruch ist die stetige

Entwicklung in unserem Handwerk.

Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg

Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922

www.studio-freese.de

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


SCHATZSUCHE 2018

Das Rätsel Für die Region präsentiert von

NOCH FÜNFMAL

1000,- EURO

ZU GEWINNEN!

Für Coburgversteher und

solche die es werden wollen

Neue Runde – neues Rätsel: Liebe Coburger Freunde des Knobelns und

Grübelns, es geht weiter mit der nächsten Schatzsuche. Das Rätsel für die

Region läutet die zweite Runde ein. Es gibt wieder tolle Preise zu gewinnen.

Mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels in Zusammenarbeit mit

iTVCoburg winken Gutscheine und Bargeld in Höhe von jeweils 1000 Euro.

Die Hinweise zu den Fragen sind in jedem COBURGER vor dem Beginn der

Schatzsuche zu finden – außerdem habt Ihr zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst

nicht, die kostenlose iTVCoburgApp herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich

immer einen zielführenden Hinweis zum Rätsel.

Und so geht’s 2018 – ganz einfach:

Die Schatzsuche findet jetzt noch fünfmal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es

um Preise im Wert von 1000 Euro.

Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen

COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Mitte

Februar, Anfang April, Mitte Juni, Ende Juli, Anfang Oktober, Anfang Dezember.

Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils

ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des

COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-

Wochen: 21. Bis 27. April, 23. Bis 29. Juni, 18. Bis 25. August, 20. Bis 26.

Oktober, 08. Bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten.

Aus den sieben Antworten kommt Ihr dann mit dem abschließenden Hinweis

auf der iTVCoburgApp auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Diesen dann

per Mail an hegen@coburger-magazin.de mailen, dazu habt Ihr immer etwa eine

Woche Zeit.

Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Jeweils Preise im Wert

von 1000 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen ab 16 Jahre. Der

Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr Gewinnen, stimmt Ihr mit der

Teilnahme zu. Wir wollen doch allen Lesern und Zuschauern zeigen, wer dieses

Mal schlau war – und auch noch Glück hatte.

92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Sieben Hinweise für die sieben Fragen

der zweiten Schatzsuche 2018 vom

21. bis 27. April. Dann könnt Ihr Euch

schon mal vorbereiten:

1 Eine Brise Schottland liegt hier in der Luft.

2 Von Wasser umgeben.

3 Sie sind in Coburg seit Jahrhunderten

bekannt.

4 Morgens Coburg, abends Mailand

Und hier noch die Auflösung vom

letzten mal:

Allzu leicht war die erste Schatzsuche des Jahres

2018 natürlich nicht: Viele Einsendungen scheiterten

an einem einzigen Buchstaben. Jedoch gab es auch

diesmal wieder einige, die das richtige Lösungswort

zugemailt hatten. Die glückliche Gewinnerin ist

Marion Fleischmann aus Rödental mit dem richtigen

Begriff „nauswaerts“. Sie setzte sich im Losverfahren

durch und durfte sich über Gutscheine im Wert

von 750 Euro und Bargeld in Höhe von 250 Euro

freuen. Alle Fragen, alle Antworten von der letzten

Schatzsuche auf www.coburger-magazin.de.

5 Nicht gold, nicht silber, nicht bronze. Aber

edel.

6 Auf ihn folgten 15 Personen.

7 Seine letzte, aber doch irgendwie auch erste

Station.

Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage

unserer zweiten Schatzsuche am Samstag, den 21.

April um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder

auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von

iTVCoburg.

Ihr benötigt also

zum Miträtseln nur:

Jeweils den neuen COBURGER gedruckt

oder online unter www.coburger-magazin.de

alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder

iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App

Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Unsere Sponsoren 2018 u.a.:

Das war es – viel Spaß.

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 93


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 26 / April 2018

Sechster Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Heidi Schulz-Scheidt

Benedikt Dellert

Wolfram Porr

Uwe Meyer

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Isabelle Reißer

Henning Rosenbusch

Stephan Amm

Yves Alloinde

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

„Coburger Marktplatz“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

IN EIGENER SACHE

COBURGER BEIM MEDIENPREIS

KEINE GALA OHNE UNS

Der COBURGER ist Bronzepartner beim

7. Coburger Medienpreis 2018. Mit diesem

Engagement unterstützt der COBURGER eine

Veranstaltung, die Coburg in den letzten Karten

zu einer festen Größe auf der nordbayerischen

Medienlandkarte hat werden lassen.

In diesem Jahr schlägt der Veranstalter, der

Medienclub Coburg e.V. zudem ein neues

Kapitel auf: Zum einen findet die Veranstaltung

Mitte Juni erstmals in der HUK-Coburg auf der

Bertelsdorfer Höhe statt, zum anderen ist mit Jan

Hofer, dem Chefsprecher der ARD-Tagesschau,

ein hochkarätiger Moderator verpflichtet worden.

Auch Oberfranken offensiv und die Metropolregion

Nürnberg sind neben den beiden Goldsponsoren, der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft/ Stadtmarketing

und der Firma Schumacher Packaging sowie vielen

anderen Silber- und Bronzepartnern Sponsoren der

Veranstaltung. Der COBURGER selbst unterstützt

den 7. Coburger Medienpreis durch Berichterstattung

und durch den Verkauf der exklusiven Tickets

über seine Plattform www.coburger-magazin.de/

coburger_shop.

COBURGER-AUCH ONLINE

JEDE GESCHICHTE ZUM NACHLESEN

Die gedruckte Auflage des COBURGER ist

zunehmend schnell vergriffen, zum Glück aber gibt

es ja – das Internet. Alle Geschichten der aktuellen

Ausgabe nämlich finden sich unter www.coburgermagazin.de

übersichtlich und attraktiv aufbereitet.

Alle Geschichten, alle Fotos, und das kostenlos,

werden auf der Homepage des COBURGER

veröffentlicht. Außerdem besteht dort auch die

Möglichkeit, alte Ausgaben nachzubestellen –

soweit noch verfügbar - oder für sich, Freunde oder

Bekannte ein Abo zu bestellen.

94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


IN EIGENER SACHE

WIR SAGEN

DANKE!

COBURGER PREMIUM-PARTNER 2018

TREUE SEELEN UND DANKE

Und auch in diesem Magazin wollen wir uns wieder

ganz herzlich bei allen unseren Werbekunden

bedanken, die den COBURGER als das passende

Umfeld für ihre Kommunikation erkannt haben.

Sie würdigen damit unser Bemühen um hohe

inhaltliche, fotografische, illustratorische und

haptische Qualität, unser Bestreben, ein Magazin zu

produzieren, das Freude macht, aufregt, belustigt,

ärgert, berührt – kurz, das im Gedächtnis bleibt. Und

das ist letztlich das, was auch unsere Werbekunden

mit Recht von uns erwarten dürfen: Dass ihre

Werbebotschaft „hängen“ bleibt, interessierte

anspruchsvolle Leser findet. Ganz besonders

bedanken wir uns bei unseren PREMIUM-KUNDEN,

die regelmäßig im Magazin zu finden sind und dafür

ganz besondere Möglichkeiten erhalten. Mehr unter

www.coburger-magazin.de/premium-partner.

Und das sind bisher unsere

PREMIUM-KUNDEN 2018:

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Broadway Body GmbH

Buchhandlung Riemann

Ciderhof

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

Frische-Center Wagner

IHK zu Coburg

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

Lasco Umformtechnik

Optik Müller

ROB – Roberto Bauer Herrenmoden

Schumacher Packaging

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Tourismus & Stadtmarketing

Citymanagement Coburg

Studio Freese

SÜC

süc//dacor

Thomas Bittorf tb.legal

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

Von Poll Immobilien

VR-Bank Coburg©

Haben Sie auch Interesse? Dann schreiben

Sie uns an hegen@coburger-magazin.de

Sie wählten das

VitaDROM zum

Branchensieger!

Zum dritten Mal in Folge

hat das VitaDROM in

einer neutralen Marktuntersuchung

den 1.

Platz belegt.

Dieses Ergebnis bestätigt

Ihr Vertrauen und ist

unser Ansporn, auch in

Zukunft Vorreiter in Coburg

für fachliche Kompetenz

und exzellente

Betreuung zu sein.

Individuell.

Innovativ.

Effizient.

vitadrom.de

4. C O B U R G E R

K U N D E N S P I E G E L

Platz 1

BRANCHENSIEGER

5. C O B U R G E R

K U N D E N S P I E G E L

Platz 1

Untersucht: 5 FITNESSCENTER

82,5% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: 89,2% (Platz 1)

BRANCHENSIEGER

Betreuungsqualität: 80,0% (Platz 1)

Preis/Leistungsverhältnis: 78,3% (Platz 1)

Kundenbefragung: 03/2012

Untersucht: Befragte (Fitness)= 6 FITNESSCENTER

329 von N (Gesamt) = 910

82,2% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: MF Consulting 92,7% Dipl.-Kfm. (Platz Dieter 1)

Grett

Betreuungsqualität: www.kundenspiegel.de 83,9% (Platz Tel: 09901/948601 1)

Preis-Leistungs-Verhältnis: 70,1% (Platz 2)

Kundenbefragung: 03/2015

Befragte (Fitness)= 376 von N (Gesamt) = 901

MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett

www.kundenspiegel.de Tel: 09901/948601

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


MONACO FRANKE

Heiland, das waren zuletzt wirklich harte Wochen für alle Oberbayern! Erst

stößt dieser überehrgeizige Emporkömmling aus Mittelfranken unser aller Horst

Seehofer als Ministerpräsident vom Thron. Dann muss Ilse Aigner, Vorsitzende

des so mächtigen CSU-Bezirkverbandes Oberbayern, das wichtige Bayerische

Finanzministerium an einen Oberpfälzer abgeben. Einen OBERPFÄLZER! Und

schließlich sagt auch noch ein gebürtiger Schwabe dem großen FC Bayern ab. Ach

Du liebes Bissla! Da könna sie einem fei richtig leidtun! Und des will wos heiß’n,

wenn des a Franke sagt!

Ich mein‘, der Monaco ist natürlich schon stolz, dass jetzt „aaner von uns“ der

neue Landesvater ist. Gut, er ist zwar kein Oberfranke, des stimmt scho. Aber ein

Nermbercher! Und des is doch allweil noch besser als ein Ingolstädter! Der Söder

hat das Herz schon am rechten Fleck, gell! Mag Hunde, geht gern zum Fasching,

kümmert sich um die Leut‘ auf dem Land, wo er jeden Bürgermeister kennt. Und

im Fußball schlägt sein Herz für den Glubb! Einfach symbaadisch, gell?! Dass die

32.000 landeseigenen Wohnungen der BayernLB-Tochter GBW, die er in seiner

Zeit als Finanzminister an irgendwelche windigen Bieterkonsortien verscherbelt

hat, jetzt das zigfache kosten? Das hat er ja nicht ahnen können!

Ganz schön aufgeräumt hat Söder in München. Heilicher Bimbam! Einige

„Großkopferte“ wie der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle (übrigens ein

Münchner, also auch ein Oberbayer!) tauchen im Kabinett plötzlich gar nicht

mehr auf. Dafür ist die Ministerriege eigentlich ganz CSU-untypisch jünger und

weiblicher geworden. Melanie Huml aus Bamberg, die Basketball-Nationalspieler

schon mal medienwirksam gegen FSME impfen darf, ist als Gesundheitsministerin

weiterhin dabei. Dazu kommen Kerstin Schreyer („Familie, Arbeit, Soziales ohne

Asyl“), Michaela Kaniber (Landwirtschaft) und schließlich Söders Trumpf: Dr.

Marion Kiechle. Die neue Wissenschaftsministerin ist

eine angesehene Gynäkologin, die bisher als Ordinaria

der Frauenklinik am Münchner Klinikum rechts der Isar

tätig war – oder wie die „Bild“-Zeitung ihre fachliche

Qualität kurz zusammenfasste: die Gattin von TV-

Sportreporter Marcel Reif. Heimatland!

DER MONACO FRANKE

Schreyer, denn das ist ab sofort Chefsache! „50 plus x“ hieß das immer. Und wenn

es dann so weit ist im September, dann spielt Söders FCN so wie es aussieht auch

bald wieder gegen den FC Bayern – eine schöne Gelegenheit, sich im Wahlkampf

mal werbewirksam mit rot-schwarzem Schal im Stadion blicken zu lassen.

Apropos Bayern München: Auch die haben gerade Probleme, obwohl man das an

der aktuellen Bundesligatabelle nicht unbedingt ablesen kann. Ehrlich, die Liga ist

so langweilig und fad wie ein Interview mit Philipp Lahm! Bayern wird zum sechsten

Mal in Folge Deutscher Meister, und trotzdem läuft aus Sicht des Branchenprimus

gerade einiges falsch. Thomas Tuchel hat als Trainer für die kommende Saison

abgesagt, was ihm die Bayern mindestens als Majestätsbeleidigung auslegen

werden. Und dann hat die Liga auch noch gegen den ausdrücklichen Willen

der Münchner entschieden, die „50-plus-1-Regel“ beizubehalten. Rotnase Kalle

Rummenigge, der nodorische Bobberer, hat hinterher – wie in solchen Fällen

eigentlich immer –wie ein beleidigtes Kind getrotzt und gegen alle geätzt, die

sich nicht seiner, also der richtigen Meinung angeschlossen haben. Allen voran

Andreas Rettig bekam das zu spüren, der Geschäftsführer des „mittelmäßigen

Zweitligisten“ FC St. Pauli, der den Antrag auf Beibehaltung der Regel gestellt

hatte. Den Mann, den er schon mal „Schweinchen Schlau“ nennt, hat Rummenigge

diesmal als „Ideologen und Zwecknostalgiker“ beschimpft.

Ja, das hat fast schon politisches Niveau. Aber so ist das, wo sich jemand den

anderen überlegen fühlt. Und dann is‘ scho wurscht, ob es um „50 plus x“ oder

„50 plus 1“ geht.

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Und die Aigners Ilse, die lange Zeit als seine größte

Konkurrentin im Kampf um die Seehofer-Nachfolge

galt? Die muss sich mit einem „SUPERministerium“

trösten. Also jedenfalls haben Söders PR-Leute

dafür gesorgt, dass das überall so stand. Zuständig ist

Aigner für Wohnen, Bau und Verkehr – in Zeiten von

Schwarzarbeit am Bau, Verkehrsinfarkten, drohenden

Dieselfahrverboten und Mietwahnsinn ist das vor

allem mal eine SUPER undankbare Aufgabe, quasi das

politische „Bermuda-Dreieck“ Bayerns. Da könnte die

Superministerin schon mal in schwere See geraten. Aber

jetzt lassen wir ihn erstmal machen, den „Maggus“. Im

Herbst steht ja mit der Landtagswahl auch gleich die erste

Standortbestimmung an. Söder will seine in Umfragen

auf historisch schlechte 42 Prozent abgerutschte CSU

wieder in altgewohnte Höhen führen - deshalb übrigens

auch der Zusatz „ohne Asyl“ bei Sozialminsisterin

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Coburg – lauf los!

Von Uwe Meyer, Geschäftsführer der süc//dacor

Am Anfang konnte ich es kaum glauben - die erste Nachricht kam bei der Bildzeitung. Doch dann meldete auch

der Focus die Zahlen, andere Medien folgten. Und die Daten basieren auf Messungen der Kunden durch das

Portal "breitbandmessung.de" der Bundesnetzagentur. Also alles seriös, Schummeln schwer möglich: Coburg

ist in Deutschland vorne dran.

Mit durchschnittlich 67 Mbit pro Sekunde an den Coburger Internetanschlüssen rauschen Daten durch die

Leitungen zu den Nutzern. Das ist ein mit Abstand zu den Metropolen wie München und Berlin herausragendes

Ergebnis. Auch die Zahlen im Landkreis Coburg sind sehr erfreulich - Glasfaser liegt in jedem Coburger Dorf.

Die Region Coburg also verfügt über eine sehr gute Daten-Infrastruktur. Der lebendige Wettbewerb der letzten

Jahrzehnte zahlt sich aus. Es gibt im Coburger Land nicht nur die üblichen Netzbetreiber wie Telekom, Vodafone

und Telefonica, es gibt für die Kunden echte Alternativen durch regionale Anbieter und Netzbetreiber wie

Telenec, Stadtnetz Rödental, Wohnbau Coburg Stadt & Land mit Rehnig und die SÜC mit uns von süc//dacor.

Seit mehr als 20 Jahren bauen diese Anbieter eigene leistungsfähige regionale und überregionale Glasfasernetze

auf und versorgen ihre Kunden mit guter Technik und hohen Geschwindigkeiten.

Und die Ziele der Zukunft sind schon definiert: Glasfaser in jedes Gebäude mit 1000 Mbit und mehr pro Sekunde

für jeden Kunden mit hervorragender Anbindung an die weltweiten Datennetze.

Coburg also ist startklar für die Digitalisierung. Doch Coburg muss jetzt auch loslaufen. Nur mit der guten

Dateninfrastruktur alleine nämlich wird man nicht als Sieger über die Ziellinie gehen: Ich wünsche mir mehr

Anwendungen, mehr Software, die durch die Hochschule Coburg in Kooperation mit lokalen Anbietern

entwickelt werden, ich wünsche mir noch mehr Digitalisierung kommunaler Verwaltungsprozesse, noch mehr

Offenheit ortsansässiger Unternehmen für die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Gemeinsam können wir neue Ideen verwirklichen und vermarkten, neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze auf

der Basis schneller Netze schaffen. Laufen wir los.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 8. Juni 2018

Anzeigenschluss ist

der 26. Mai 2018.

Ordnung muss sein.

50 JAHRE 68ER-GENERATION

… UND WEIL DIE HEUTE ALLE UM DIE 70 SIND, SIND UNKORREKTE WITZE ÜBER DAS ALTER HEUTE DAS LETZTE:

Der Totengräber sitzt auf den Rand von einem Grab

und raucht eine Zigarette. Kommt ein alter Mann

vorbei. „Na Opa wie alt sind wir denn.“ „98“. „Dann

bleib gleich da.“

„Liebst Du mich auch noch, wenn ich alt und hässlich

bin?“ „Aber das tu ich doch.“

Ein 75jähriger bewundert im Spiegel seine Glatze:

„Donnerwetter. So alt und kein einziges graues Haar.“

Was steht auf dem Grabstein einer alten Jungfer? –

„Ungeöffnet zurück.“

„Ich weiß nicht, was sie haben“, wundert sich der

Scheidungsanwalt, „Ihr Mann ist für sein Alter doch

noch ganz fit.“ „Für sein Alter schon, aber nicht für

meins“, antwortet die junge Frau.

Warum können ältere Frauen schlechter einparken

als jüngere? Im Alter lässt das Gehör nach.

Prostata-Beschwerden werden bei älteren Männern

nicht mehr behandelt – sie haben ja genug Zeit zum

Pinkeln.

Stammtisch. Einer fragt: „Wie geht es deiner Frau?“

„Sehr gut, sie hat jetzt ihr Idealgewicht erreicht, 5

Kilo mit Urne.“

98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018


DIE VERLEIHUNG

DES 7. COBURGER

MEDIENPREISES

14.06.2018

EINLASS 19 UHR | BEGINN 20 UHR

HUK-COBURG | COBURG BERTELSDORFER HÖHE

MODERATION JAN HOFER

DRESSCODE: BUSINESS CASUAL

JETZT TICKETS

SICHERN –

SOLANGE DER

VORRAT REICHT!

ONLINE-TICKETS UNTER

WWW.COBURGER-MAGAZIN.DE/

COBURGER_SHOP

MODERATOR JAN HOFER,

CHEFSPRECHER DER

TAGESSCHAU

AUSGABE 26 / APRIL 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 99


„Mehr können wir für sonnige Aussichten wirklich nicht tun!

Die Sonnenbrillen-Kollektion 2018 ist da.“

96450 Coburg · Mohrenstr. 31

Telefon: 0 95 61 / 98 49

96472 Rödental · Bürgerplatz 8

Telefon: 0 95 63 / 26 26

www.optikmueller24.de

facebook.com/optikmueller24

15€ SPAREN

BEIM KAUF IHRER NEUEN

LIEBLINGSSONNENBRILLE

Nachlass gültig bis 30.04.2018. Nur in Verbindung mit lagernden Fassungen.

6. COBURGER

KUNDENSPIEGEL

Untersucht: 8 AUGENOPTIKER

91,7% Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: 95,8% (Platz 1)

Beratungsqualität: 92,4% (Platz 1)

Preis-Leistungs-Verhältnis: 86,8% (Platz 1)

Kundenbefragung: 03/2018

Befragte (Optiker) =604 von N(Gesamt) =913

www.kundenspiegel.de

MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett

Nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen, keine Auszahlung möglich. Nicht jede Marke in beiden Geschäften verfügbar.

100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 26 / APRIL 2018

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!