21.11.2025 Aufrufe

LebensArt Winter 2025

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Winter 2025/26

Verkaufspreis 3,90 Euro

59

4 192452 103906

LESE

STUNDE

Wurzeln & Wege

Karoline Eichhorn

im Gespräch

Gschichtle & Versla

Scheene Weihnachda

mit Autor Edi Graf

Lilien & Igel

Was Hans Hagdorn in

Hohenlohe gefunden hat


WEIHNACHTS-

ZAUBER IN

www.weihnachtszauberin-mannheim.de

Drei Weihnachtsmärkte, ein Reiseziel

– Lichterglanz und Winterromantik

in der Quadratestadt.

Vom 24. November bis 23. Dezember

2025 verwandelt sich Mannheim

in eine festlich leuchtende

Winterstadt – ideal für Tagesfahrten

und Gruppenreisen. Gleich

drei Weihnachtsmärkte laden zum

Entdecken ein.

WIR

FREUEN

UNS AUF

IHREN

BESUCH!

24.11. – 23.12.2025

täglich 11 – 21 Uhr

SERVICE UND KONTAKT

Tourist Information Mannheim

Willy-Brandt-Platz 5 | 68161 Mannheim

Tel. +49 (0) 621 493079 60

tourismus@visit-mannheim.de

www.visit-mannheim.de

Titelfoto: Elena Zaucke; Fotos: privat, Fabienne Acker, Gräfe und Unzer Verlag/Frank von Wieding

16

Inhalt

Winterglück über den Wipfeln

Schneespaziergang im Schwarzwald .......4

Rauch ist die Seele der Pflanze

Kräuterräuchern für Heilkräfte ..................8

I wünsch älle scheene Weihnachda

Edi Graf feiert schwäbische Festtage ....12

Schmückt die Tür

Do-it-yourself-Kranz aus Immergrün .........16

Gedicht

„An den Winter“ ......................................20

Schnelle Zubereitung, voller Genuss

Steffen Hensslers neues Kochbuch ........22

Schnelle Rezepte à la Henssler

Leckere Gerichte des Promi-Kochs ........24

„Meine Heimat ist da, wo meine

Familie ist“

Karoline Eichhorn liebt die Bühne..........28

Bach erreicht die Seele

Rademann macht ihn erfahrbar ............. 32

Verewigt in Stein

Paläontologe forscht im Muschelkalk ....36

LebensArt-Redakteurin

Fabienne Acker bastelt.

Steffen Henssler kocht für

alle Hauptmahlzeiten in

seinem neuen Buch.

22

Mutig und zupackend

Dr. Lisa Federle lässt Taten sprechen .....40

Typisch Winter im Ländle

Traditionen und Mythen im Süden .........42

Tanz in den Fasching

Mike Corigliano trainiert Gardetänzer .....44

Rubriken

Das gefällt mir ..........................................46

Für Sie entdeckt ..................................48,50

Impressum ................................................50

Editorial

Es ist kalt geworden, die Bäume

haben ihr Laub verloren und viele

Pflanzen ziehen sich in das Erdreich

zurück. Trotzdem ist es eine wunderschöne

Zeit voller Erwartungen und

Vorfreude.

Wohl kein anderes Fest als Weihnachten

vermittelt Gefühle, die oft so

eng mit Kindheit und Familie verbunden

sind und die selbst im großen

Geschenkestress nicht verloren gehen.

Geborgenheit und Wärme zu Hause

– ein Feuer im Kamin, der Schein

von Kerzen und eine heiße Tasse Tee.

Musik gehört auch dazu, alte Weihnachtslieder

und Bachs Weihnachtsoratorium.

Draußen frostklare Tage

mit dem Zauber einer weißen Raureiflandschaft,

die frei macht vom Alltagsgeschehen

und sich immer wieder neu

erkunden lässt. Und schließlich die

besondere Atmosphäre der Rauhnächte

mit ihrem magischen Spiel der Verbindungen

zu dem, was mal war oder

sein könnte.

Ich finde es schön, dass vielerorts alte

Bräuche und Rituale wieder gepflegt

werden. Und das in einer Zeit, in der

sie verloren zu gehen drohen. Ich bin

froh, dass es Menschen gibt, die sie

sozusagen „dingfest“ machen. Einige

davon finden Sie in dieser „Lebens-

Art“-Ausgabe.

Wir alle wünschen Ihnen ein gesegnetes

Weihnachtsfest und ein neues Jahr

voller Glück und Zuversicht.

Gabriele Meyer,

Chefredakteurin

2



WINTERGLÜCK

Wipfeln

ÜBER DEN

Schnee bedeckt die Hügel und Landschaften

– perfekt für einen Spaziergang

an der frischen Luft. Wie wäre es zum

Beispiel mit einem Zollernblick?

In Oberlengenhardt,

dem kleinsten Teilort

Schömbergs im

nördlichen Schwarzwald,

kann man auf dem

Zollernblickweg einen

Spaziergang im Schnee

unternehmen.

Fotos: Touristik und Kur Schömberg, AdobeStock/Melanie

Natur pur – zwischen Weite und wohltuender Stille.

Eine Winterwanderung kann dieses besondere Gefühl

von Freiheit und Loslassen vermitteln. Gerade in der

Zeit um Weihnachten und Silvester will man so richtig

durchatmen und der ruhig gewordenen Natur nachspüren.

Der Zollernblickweg, ein 7,5 Kilometer langer Premium-Rundwanderweg

von rund zwei bis zweieinhalb

Stunden Wanderzeit, bietet die Möglichkeit, sich für eine

kurze Zeit aus dem Alltag zu entfernen. Das Leben einmal

entschleunigen und die klare Luft des Nordschwarzwalds

genießen – dafür ist der Weg perfekt.

Man muss kein Wanderprofi sein: Der Weg um Oberlengenhardt,

dem kleinsten Teilort Schömbergs, ist auch für

Familien mit Kindern leicht zu bewältigen. Auf wasserfeste

Schuhe sollte man allerdings nicht verzichten. Besonders

im Winter, denn der Zollernblickweg lohnt zwar

zu jeder Jahreszeit, doch im Winter liegt über allem eine

besondere Magie. Es laden schneebedeckte Wiesen und

funkelnde Baumkronen mit Motiven wie aus ei-

4

5



Schömberg hat eine

wunderschöne

Wanderstrecke, die

auch für Neulinge gut

geeignet ist.

Ein Highlight:

Der Aussichtsturm

Himmelsglück ragt

über dem

Zollernblickweg auf.

Der Schnee knistert

im Nordschwarzwald

beim romantischen

Spaziergang unter

den Füßen.

nem Wintermärchen zum Innehalten und natürlich auch

zum Fotografieren ein. Die kristallklare Luft rund um

den heilklimatischen Kurort lässt so richtig durchatmen.

Ob romantischer Sonnenuntergang über den Winterwipfeln

oder ein stiller Moment weit über dem Alltag –

hier ist Glücksgefühl fast immer inbegriffen.

Ein Highlight der Tour ist auch der Aussichtsturm Himmelsglück.

Auf drei Plattformen – bis hinauf zu 50 Metern

– öffnet sich ein Panoramablick über die Wälder des

Nordschwarzwalds. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis

zur Schwäbischen Alb – inklusive der majestätischen

Burg Hohenzollern, die dem Weg ihren Namen schenkte.

Und wer sich aufwärmen möchte: Es bestehen auch

Möglichkeiten zum Einkehren.

Der Premium-Spazierwanderweg Zollernblick vereint

alles, was einen Wintertag besonders macht: Bewegung,

Naturgenuss – und ein Ausblick, der bleibt. Wer hier unterwegs

ist, spürt: Glück liegt manchmal nur einen Spaziergang

entfernt.

Gabriele Meyer

Unser Tipp:

Mal das Auto stehen lassen.

Eine öffentliche Anreise ist

möglich mit der Bahn und dann

der Buslinie 820 bis „Unterdorf“.

Fotos: Stadt Feuchtwangen/Christoph Bender, Heinz Schwarz

Anzeige

Geheimtipp in der

stillen Jahreszeit

Wenn der Winter die Landschaft in kühle Farben taucht, entfaltet

Feuchtwangen seine besondere Atmosphäre.

Die über 1200-jährige Geschichte Feuchtwangens

begegnet Besuchern auf Schritt

und Tritt – beim Rundgang durch die Altstadt

mit ihren Fachwerkfassaden oder im

romanischen Kreuzgang, wo die stillen

Mauern eine besondere Atmosphäre verströmen.

Im Fränkischen Museum erzählen

Möbel, Fayencen und Volkskunst von

der reichen fränkischen Kultur und Handwerkskunst

– ein Muss für kulturinteressierte

Gäste.

Auch die sanft hügelige Landschaft rund

um Feuchtwangen lädt im Winter zu Spaziergängen

oder Winterwanderungen ein.

Danach bieten gemütliche Gasthäuser und

Cafés Gelegenheit, sich bei regionalen Spezialitäten

aufzuwärmen und zu genießen.

Wenn die Tage kürzer werden und festliche

Lichter die Stadt erhellen, zeigt sich Feuchtwangen

von seiner stimmungsvollsten Seite:

Ab dem 28. November lädt der Feuchtwanger

Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz

an den Adventswochenenden zu einem Besuch

ein. Zwischen liebevoll geschmückten

Ständen genießen Besucher den Zauber der

stillen Jahreszeit. Feuchtwangen im Winter

verbindet Kultur, Geschichte, Natur und

Genuss zu einem authentischen Erlebnis.

Tourist Information Feuchtwangen

Marktplatz 1, 91555 Feuchtwangen

Telefon: 09852 904-55

touristinformation@feuchtwangen.de

www.tourismus-feuchtwangen.de

6

7



Tees, Tinkturen und Kräuterbündel, sie alle sollen vor der

kalten Jahreszeit ihre Heilkräfte entfalten. Mit dem

Räuchern will Heidemarie Siebler nicht nur böse Energien

verscheuchen, sondern hat auch einen besonderen Weg

gefunden, sich mit der Natur zu verbinden.

RAUCH

ist die Seele der Pflanze

rgendwie bin ich reingewachsen“, sagt Heidemarie

„ISiebler und erinnert sich noch genau an den Moment,

an dem ihr Großvater – es war der Weihnachtsmorgen

1953 – zum ersten Mal mit ihr zusammen Kräuter

räucherte. Das kleine Mädchen zeigt sich tief

beeindruckt und trägt die Tradition in ihr weiteres Leben

hinein: „In den Dunkelheiten des Lebens Kräuter zu räuchern,

ist für mich ein Muss geworden.“ Über Pilze und

Kräuter – das, was die Natur anbietet – hat sie sich ein

unglaubliches Wissen angeeignet. Fast scheint es, als ob

sie jedes Kräutlein kennt, das seinen Kopf aus der heimischen

Erde streckt. Wobei sie durchaus darauf aufmerksam

macht, dass verschiedene Kräuter und ihre Eigenschaften

„von Landstrich zu Landstrich verschieden sein

können“. Räucherbündel, Tees und Urtinkturen stellt sie

für den eigenen Gebrauch selbst her. Dabei ist sie felsenfest

davon überzeugt: „Die Natur kann uns Heilkräfte

senden – aber sie muss es nicht. Jede Pflanze spricht ihre

eigene Sprache.“

Räuchern gilt in fast allen Kulturen der Welt als Heilkunst

und spirituelle Reinigung. Ein Ritual, das auf uralten

Überlieferungen beruht. Es soll Stimmungen beeinflussen

und zur Ruhe kommen lassen. Ihm wird eine

reinigende, schützende oder harmonisierende Wirkung

zugeschrieben, es soll neue Energie aufbauen, aber auch

beim Loslassen vom Alltag helfen. Die Wirkung von

Düften auf unser Unterbewusstsein ist wissenschaftlich

belegt. Welchen Pflanzen beim Räuchern die entsprechenden

Aromen zugeschrieben werden, weiß Siebler:

„Man findet selbst schnell heraus, welche Kräuter einem

in speziellen Lebenssituationen besonders guttun und

ihre volle Wirkung entfalten.“ Gerne gibt sie ihr Wissen

weiter: Gerade hat sie in einer Schwarzwaldhütte beim

Infozentrum Kaltenbronn eine Gruppe Interessierter um

sich und ihr Räuchergefäß versammelt. Sie verwendet

eine feuerfeste Schale, die mit Sand gefüllt ist, und ein

wenig Räucherkohle.

Wenn die Kohle grau glüht, legt sie die getrockneten

Kräuter darauf – niemals sollten diese brennen. Schwaden

steigen auf: „Rauch ist die Seele der Pflanze.“ Mit einer

Feder verteilt Siebler den Rauch im Raum, trägt das

Räuchergefäß in alle Ecken. Duft verbreitet sich. Man

spürt: Räuchern ist eine Wohltat, eine freudvolle Sache,

„Die Natur kann uns Heilkräfte senden –

aber sie muss es nicht. Jede Pflanze hat

ihre eigene Sprache.“

Heidemarie Siebler

ein angenehmes Gefühl und, so sagt Siebler, „eine Möglichkeit,

uns mit der Natur zu verbinden“. Die Frauen –

nur ein Mann fand den Weg zu der Kräuterkundigen –

haben zum Teil bereits Erfahrungen mit dem Räuchern

von Kräutern gemacht. Sie halten nicht viel von Versandangeboten:

„Es ist etwas anderes, wenn man selbst sammelt.“

Am besten in der Region, in der man lebt. Natürlich

wissen sie, dass man genau kennen muss, was man mit

nach Hause nimmt. Gleichzeitig muss man – darauf legt

auch Siebler besonderen Wert – vorsichtig mit der „Ernte“

umgehen und nur kleine Mengen entnehmen.

Fotos: AdboeStock/Ars Nova/Sonja Birkelbach/Andy Ilmberger, Sanja, GSDesign, MissesJone, Gabriele Meyer

Kräuterräuchern ist eine uralte

Tradition. Heidemarie Siebler selbst

lernte alles, was sie darüber weiß,

von ihrem Großvater.

Siebler gibt ihren Wissensschatz

an Interessierte weiter, wie hier in

Kaltenbronn. Wichtigster Tipp:

Achtsamkeit beim Sammeln.

Tees und Kräutertinkturen für die

Räucherzeremonie stellt die Schwarzwälderin

selbst her. Dabei verrät die

Farbe, wie stark der Wirkstoff ist.

8

9



Die Tradition des Kräuterräucherns geht

auf die Rauhnächte zurück. So vertrieb

man in der kalten Jahreszeit böse Geister.

In die Räuchermischung kommen sieben Kräuter: Thymian, Beifuß, Wermut,

Schafgarbe, Engelwurz, Johannis- und Eisenkraut.

„Mir steigen die Tränen in die Augen, wenn ich sehe, wie

manche Leute alles abrupfen und es nachher doch nur

wegwerfen“, mahnt die Kräuterfrau. Mehr Achtsamkeit

muss her: „Wenn da nur zwei Pflanzen stehen, dann bitte

ich darum, dass sie auch stehen bleiben.“ Für das Räuchern

hat sie eine Sieben-Kräuter-Mischung aus Thymian,

Beifuß, Wermut, Schafgarbe, Engelwurz, Johannis-

„Der Vollmond raubt den Menschen

Energie und Kraft. Das ist auch bei

Pflanzen so – sie ziehen sich in die Wurzel

zurück.“

Heidemarie Siebler

und Eisenkraut mitgebracht. Doch Achtung: Thymian

gibt es in vielen verschiedenen Arten – es sollte der rosa

blühende sein, der aus unserer Region kommt. Auch

beim Johanniskraut gilt es, darauf zu achten, dass sich das

„echte“ – mit dem zweikantigen Stängel – in der Mischung

befindet. Wie es sich von den anderen Arten unterscheidet,

zeigt Siebler an zwei kleinen Fläschchen Johanniskraut-Urtinktur:

Die eine leuchtet dunkelrot, die

andere schwach rosa. Das ist ein Fingerzeig auf die Stärke

der Wirkstoffe, die in der Pflanze stecken. Johanniskraut

soll die Stimmung aufhellen, Bitterkeit und Depression

mildern. „Licht für die Seele“, nennt Siebler das, was die

Pflanze weitergeben soll.

Das Wissen um heilende Inhalte, die in Pflanzen stecken,

hat eine lange Tradition. Sieblers Großvater hat seine Enkelin

auch mit den Wirkungen bekannt gemacht. Seine

Überlieferungen fließen in ihre Tees, Tinkturen und das

Räucherwerk ein. Besondere Bedeutung hatte bereits früher

das Räuchern mit Kräutern, Gewürzen und Harzen.

Auch Tannennadeln oder Rinden kann man bei den sogenannten

Jahreskreisfesten benutzen. Sie unterstreichen

die wichtigen Übergänge im Jahr, wie etwa die Rauhnächte.

Sie beginnen in der Nacht vom 24. auf den

25. Dezember und enden mit der Nacht vom 5. auf den

6. Januar. In dieser Zeit soll – so besagen es alte Überlieferungen

– die Verbindung zwischen dem Jenseits und dem

Diesseits besonders durchlässig sein. Das Räuchern verstärke

somit die geistige Ebene zu dieser Zeit. Gerne eingesetzt

werden dazu Salbei, Weihrauch und Beifuß. Ein

Brauchtum, das in den Rauhnächten zunehmend stärker

aufgegriffen und umgesetzt wird.

Siebler kann neben ihrem eigenen Wissen auf die großväterlichen

Überlieferungen zurückgreifen, die sich auf

die richtige Zeit zum Sammeln der Räucherwaren beziehen:

„Der Vollmond raubt den Menschen Energie und

Kraft. Das ist auch bei den Pflanzen so – sie ziehen sich in

die Wurzeln zurück. Wurzeln, in denen eine große Heilkraft

liegt, durften wir nur bei Vollmond und nach Sonnenuntergang

ausgraben.“ Viele Wissensmosaiksteine

über Pflanzen und ihre Heilkräfte hat Heidemarie Siebler

so zusammengetragen. Weitere Erfahrungen konnte sie

während ihrer Zeit als Auslandskorrespondentin sammeln.

Dort lebte sie unter anderem bei einem Ureinwohnerstamm,

für den das Räuchern ein wichtiger Teil ihrer

Kultur war. Allen, die sich mit dem Räuchern vertraut

machen möchten, gibt sie einen Rat: „Nicht auf Kommando

irgendetwas kaufen und anzünden. Man braucht

Ruhe und Stille. Und man muss herausfinden, welche

Kräuter für die eigene Kraft benötigt werden.“

Nicht vergessen: Nach dem Räuchern bei geschlossenen

Türen und Fenstern großzügig lüften, um die gelösten

Energien nach draußen zu entlassen.

Gabriele Meyer

Räuchergefäß und Kräuter? Check und

check! So ausgerüstet kann der Rauch

seine Heilkräfte voll entfalten.

Nur Weihnachten

ist schöner.

26.11. - 23.12.2025

stuttgarter-weihnachtsmarkt.de

10

11



Edi Graf und Co-Autorin

Veronika Wieland schreiben

gemeinsam Krimis – und das mit

schwäbischem Twist.

Krimis und Weihnachten –

passt das zusammen? In der

Welt von Autor und Journalist

Edi Graf jedenfalls schon. Vor

allem sein Heimatdialekt hat es

ihm angetan. Seine Mission:

Die alten und in Vergessenheit

geratenen Gedichte und

Lieder der „Muttersprache“

wieder unter die Leute

bringen.

Wenn es „Weihnachda“ statt Weihnachten

heißt, dann weiß man: Man

ist im Schwobaland. Die Grenze zwischen

dem Badischen und dem Schwäbischen ist in

manchen Köpfen noch hart gezogen. Nicht

bei Edi Graf. Der hat es sich zwar im Schwäbischen

gemütlich gemacht – sprachlich gesehen.

Er kann aber auch anders. Hochdeutsch

schwätzt er in aller Regel. Muss er ja

auch als Moderator und Rundfunksprecher.

Und in Afrika, wo er so gerne hinfährt, hätte

er mit dem Schwäbischen sowieso Probleme.

„Schwäbisch gschwätzt

isch jo glei.

Schwäbisch grschieba

isch do ed so leicht.“

Edi Graf

gestehen muss, dass es einem Zugereisten

mitunter doch schwerfällt, dem Zungenschlag

zu folgen, und man sich beim Lesen in

diesem Schatzkästlein schwäbischer Weihnachtsdicht-

und Liedkunst recht verheddern

kann. Aber schön ist es, „wenn de heilige

drui Könige e nackets Kendle em Stroah

fendet“ oder wenn vom mitgebrachten

Schaffell gesungen wird, „damit des Büeble

lacht ond sich kein Schnupfa holt“. Natürlich

hat Edi Graf auch die Weihnachtsgeschichte

in sein Lesebuch mit den schönsten

schwäbischen Gedichten und Geschichten

zur Advents- und Weihnachtszeit geholt:

„Sischd domols gwesa, wo em Kaiser Augustus

aigfalla ischd, dass er eigentlich ao amol

nochzzehla lassa könnt …“ So vertraut, so heimatlich

und gemütlich kommt die Zeit rund

um das schönste Fest des Jahres in „Weihnachda

auf Schwäbisch“ daher: I wünsch

dir‘s Chrischtkindle ins Herz. Für Graf ist

das eine Identifikation mit der Heimat, und

es ist ihm ein Anliegen, dass die alten Bräuche

und Lieder erhalten bleiben.

DIALEKT-VERLIEBT

Wie das bei Graf gekommen ist mit dem

Schwäbischen? So wie das Leben manchmal

spielt: Nach dem Abitur zwang den „Seehas“

– geboren in Friedrichshafen am Bodensee

– ein Bänderriss aufs Sofa. Untätigkeit kann

auch kreativ machen, Edi Graf entdeckte das

Mundart-Schreiben. Das hatte ihn zwar

schon immer fasziniert, aber jetzt packte es

ihn richtig. Ein erstes Mundart-Hörspiel

entstand. Danach wurde er als Hörspielautor

für die „Schwäbische Stunde“ engagiert.

Lange Zeit ist er als Redakteur beim damaligen

SWF (heute SWR) tätig. Schreiben und

Musik – zwei Leidenschaften, die

scheene

I WÜNSCH ÄLLE

WEIHNACHDA

Aber zurück zu Weihnachda. „Schwäbisch

gschwätzt isch jo glei“, bekennt der Rottenburger.

„Schwäbisch gschrieba isch do ed so

leicht.“ Woher er das weiß? Für die Weihnachtszeit

hat er „Gschichtle und Versla“

vom Schnee des Vergessens freigeschippt, die

ihre Traditionen im Schwabenland haben.

Manche kennt man eventuell, findet sie aber

kaum irgendwo niedergeschrieben – „außer

en ma vergriffena Buach on em Internet“. Ein

Problem dabei hatte Graf allerdings auch

schnell ausgemacht, denn „so onderschiedlich,

wia dia schwäbische Dialekt send, send

oft ao dia Wörter gschrieba“.

Eine Lösung musste her. Die fand er bei „de

schwäbische Schreibregla“ von Sebastian

Blau. Es ist demnach Originalschwäbisch,

mit dem die Gedichtle und Gschichtle rund

um die Weihnachtszeit daherkommen. „I

glaub, dia Schwoba kommet dodrmit klar,

gell?“ Und ob sie klarkommen! Sogar die

Nicht-Schwaben tun das. Auch wenn man

Fotos: AdobeStock/Twins Design Studio, privat, Veronika Wieland

WEIHNACHTSPROGRAMM

HEILIGABEND

▪ Weihnachtliches Animationsprogramm für die Kinder im Kidsclub

▪ Kostenfreier Eintritt in unser Indoorspieleparadies mit Bällebad,

Rutschen, Trampolinen und Piratenhüpfburg

▪ Kostenfreier Eintritt in unser Schwimmbad „Aquarosa“,

geöffnet von 10.00-17.00 Uhr

▪ Dampfbad und Sauna für die Großen (kostenpflichtig),

geöffnet von 10.00-17.00 Uhr

1. WEIHNACHTSFEIERTAG

▪ Kostenfreier Eintritt in unser Schwimmbad „Aquarosa“,

geöffnet von 12.00-19.30 Uhr

▪ Dampfbad und Sauna für die Großen (kostenpflichtig),

geöffnet von 12.00-19.30 Uhr

▪ Stimmungsvolle Fackelwanderung (Witterungsabhängig)

am Abend durch unsere Ferienanlage mit anschließendem

Glühwein und Kinderpunschtrinken auf der Restaurantterrasse

2. WEIHNACHTSFEIERTAG

▪ Weihnachtliches Animationsprogramm für die Kinder im Kidsclub

▪ Kostenfreier Eintritt in unser Schwimmbad „Aquarosa“,

geöffnet von 12.00-19.30 Uhr

▪ Dampfbad und Sauna für die Großen (kostenpflichtig),

geöffnet von 12.00-19.30 Uhr

▪ Weihnachtliches Stockbrotgrillen am Nachmittag in unserer

Westernstadt

Frühstück bzw. Halbpension mit weihnachtlichem Abendbuffet

können gegen Aufpreis gebucht werden!

TOLLES

SILVESTERPROGRAMM

▪ Fackelwanderung* am 30.12.2025 mit Glühwein und Punsch

▪ Kostenfreier Eintritt in unser Indoorspieleparadies mit

Bällebad, Rutschen, Trampolinen und Piratenhüpfburg

▪ Zauberworkshop für Kinder ab 9 Jahre (max. 10 Kinder) -

Teilnahmegebühr € 25,00 je Kind (nach vorheriger Anmeldung)

▪ Kinderprogramm am Abend 31.12.2025 mit Kinderfeuerwerk

und Glitzertattoos

▪ Teilnahme am abendlichen Buffet

(nur nach vorheriger Reservierung möglich)

▪ Silvesterparty ab 21:30 mit Unterhaltung

Zauberer am Abend im Restaurant

Musikalische Umrahmung

Kleine Darbietung der Mitarbeiter

Mitternachtsfeuerwerk*

▪ Karaokeabend am 01.01.2026 im Restaurant

*Witterungsabhängig

Persönliche Urlaubsberatung: 069 138 261-200

www.gew-ferien.de

12

13



WEINGUT

DES JAHRES

sich Graf bis heute erhalten hat. Mit den

Egerländern ist Graf als Moderator – oder

auch „Blasmusikdazwischenschwätzer“ –

unterwegs. Geschrieben hat er inzwischen

eine ganze Menge. Schwarzwaldführer,

Kochbücher, Romane und Krimis. Vor allem

letztere haben es ihm angetan. Zusammen

mit dem Freudenstädter Krimiautor und

ehemaligen Förster Bernd Leix zieht er als

„Doppelmordduo“ durchs Ländle. Nicht

mordend natürlich, sondern mit Lesungen.

Zu gewinnen

Ein Gespann, das sich gut versteht und eines

gemeinsam hat: Für sie muss das, was Roman

oder Krimi erzählen, „mit der Realität drumrum

stimmen“. Da ist Graf bei aller Gemütlichkeit

genau. Gemütlichkeit? Die mag er.

Entdeckerlust und Lebensfreude sind aber

immer mit dabei, das strahlt er aus – ein Glas

Wein in der Hand. Ein Kenner sei er nicht

wirklich – „aber ein Württemberger Viertele

gehört dazu“. Zum gemütlichen Feierabend

oder zum Essen. Die Kulinarik führt Graf

Wir verlosen zwei Exemplare von Edi Grafs

„Weihnachda auf Schwäbisch“(19,99 Euro,

192 S., Silberburg-Verlag). Um teilzunehmen,

besuchen Sie uns bis zum 15. Januar 2026 auf

lebensart-magazin.com/gewinnspielweihnachten

oder senden Sie eine Postkarte

an pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co.

KG, Stauffenberg-straße 18, 74523 Schwäbisch

Hall, Stichwort: „Weihnachda“.

gerne mal zu seinem Lieblingskoch nach Zavelstein.

In dem Krimi „Maultaschen in

Love“, den er mit Co-Autorin Veronika

Wieland geschrieben hat, treibt sie dann seltsame

Blüten. Fällt doch eine Maultasche in

einen Brennkessel, welch Malheur! Oder

schwäbisch: Hano! So ebbes! „Wir dachten

beide, das ist eine hirnrissige Idee“, erinnert

sich Graf. Daraus entstanden ist zusammen

mit einem experimentierbereiten Brennmeister

aus Gechingen ein echter Schwarzwälder

Maultaschen-Gin. Dazu kommen

Maultaschen in die Brennblase.

Wenn der Blues einsetzt, entflieht Graf dem

kommenden Winter gerne in die Sonne Afrikas.

Die Liebe zum Kontinent beginnt, als

seine Eltern ihm zum bestandenen Abi eine

Reise schenken. Außerdem schlägt er in seinen

Krimis kulinarische Brücken von einem

südafrikanischen Weingut zu den Sterneköchen

im Schwarzwald.

Da ist viel Augenzwinkern dabei – und gar

so blutrünstig wird es nicht. „Aber“, sagt er

lachend, „Leute, die Krimis schreiben, würden

im wahren Leben nie allein in den Wald

gehen.“

Gabriele Meyer

„Einmal mehr können wir nur

den Hut ziehen vor Deutschlands

bester Genossenschaft – die Top-

Weine dieser Kooperative stehen

absolut auf Augenhöhe mit denen

der Top-Betriebe in der Region...“

Weinguide 2026

mehr Infos

14 Weingärtner Cleebronn & Güglingen | Ranspacher Str. 1 | 74389 Cleebronn | cg-winzer.de 15



die Tür

SCHMÜCKT

Der Winter steht vor der Tür und mit ihm kommt auch die

gemütliche Zeit des Jahres. Perfekt geeignet, um gemeinsam

zu basteln. Wie wäre es beispielsweise mit einem Türkranz aus

Immergrün? Unsere Redakteurin Fabienne Acker zeigt Ihnen,

wie es geht.

Haben Sie sich schon gefragt, wie Sie Ihre Tür dekorieren sollen? Ein

selbstgebundener Kranz aus Immergrün geht immer.

Fotos: Fabienne Acker, AdobeStock/madiwaso

Materialien

zusammensammeln

Für den Kranz brauchen Sie Äste oder

Zweige von Immergrün (Eibe,

Buchsbaum etc.), Draht (am besten den

dunkelgrünen, damit er im Gesteck

verschwindet), eine Gartenschere und

ein Band zum Dekorieren.

Drahtbasis vorbereiten

Zunächst nimmt man den Draht und

formt mit ihm einen Kreis. Das wird die

Basis für den Kranz. Um den Kreis zu

stabilisieren, wickeln Sie mehrmals den

Draht um diesen herum. Ist der Kreis

stark genug, kann das Kränzemachen

beginnen. Beachten Sie: Je größer der

Kreis ist, desto instabiler stellt sich

nachher der Kranz heraus. Alternativ

können Sie im Bastelgeschäft auch

Kranzreifen kaufen.

Immergrün

zurechtschneiden

Aus den größeren Ästen des

Immergrüns Ihrer Wahl schneiden Sie

kleinere Zweige heraus. Für Ihre

Sträußchen brauchen Sie sie später in

einer handlichen Größe.

16

17



Dekorieren

Zu guter Letzt kann der Kranz

geschmückt werden. Egal, ob Advent,

Weihnachten, Silvester oder zur Feier

des Winters: Der Kreativität sind keine

Grenzen gesetzt. Fabienne Acker

LebensArt-Redakteurin Fabienne Acker mit ihrem

fertigen Kranz. Ob er wirklich an die Tür oder ans Fenster

kommt, ist noch offen.

Anzeige

Schmucke Stücke

Kleine Sträußchen

machen

Nehmen Sie die kleinen Zweige

(ungefähr fünf bis zehn Zentimeter lang)

des Immergrüns, entfernen Sie unten

circa zwei Zentimeter der Blätter und

nehmen Sie sie zu einem kleinen

Sträußchen aus ungefähr 15 bis 20

Zweigen zusammen. Die Zahl ist dabei

nicht so wichtig – ein schöner Strauß soll

nur dabei herauskommen. Später beim

Anbinden können die Sträußchen durch

die freigemachten Stängel besser

angebracht werden. Um den Kranz

interessanter zu machen, empfiehlt es

sich, mehrere Arten von Immergrün

einzuarbeiten. Auch Lavendel, Blaufichte

oder Blätter vom Lorbeer eignen

sich besonders gut als (Farb-)Tupfer.

Sträußchen anbinden

Sobald Sie die Sträußchen zusammen

haben, binden Sie sie an den Drahtkreis.

Dabei platzieren Sie jedes Sträußchen

ein wenig unterhalb des vorherigen

– also sprich auf den blattleeren

Stängeln –, bis der Kranz vollständig

geschlossen werden kann. Ziehen Sie

den Draht gut fest, damit sich die

Sträußchen nicht lösen.

Kranz fertigstellen

Sobald der Kranz zu ist, nehmen Sie die

Gartenschere (oder, falls Sie das zu

Hause haben, eine Drahtschere) zur

Hand und schneiden das letzte Stück

des Drahts ein paar Zentimeter länger

ab. Danach wickeln Sie diesen mehrmals

eng um das Endstück, und ziehen es

fest, damit der Kranz nicht mehr

aufgehen kann. Sollten hier und da ein

paar unregelmäßige Zweige abstehen,

schneiden Sie diese mit der

Gartenschere weg.

Im liebevoll eingerichteten Schmuckkeller

zeigt die Schmuckdesignerin

Anja Muth ihre neuesten Schmuckstücke.

Es erwarten Sie außergewöhnliche

Ringe mit traumhaft

schönen Steinen und Perlen, Ohrringe,

Ketten und Manschettenknöpfe.

Für jeden Geschmack lässt sich das

Passende finden.

Zudem bietet die Schmuckmanufaktur

in der Perlenbar eine große

Auswahl an losen Perlen, durchbohrten

Edelsteinen, offene Perlund

Steinketten, sowie verschiedenste

Zwischenteile aus Silber und

goldplattiertem Silber. Auf Wunsch

auch in Gold.

Wer den Weg hierher gefunden hat,

lässt sich auf eine ganz besondere

Welt ein, fernab vom blitzenden Juwelier.

„Hier ist es nicht so anonym,

man sieht den Ursprung. Man sieht,

dass das Herz mitgearbeitet hat.“,

zitiert Anja Muth eine Kundin.

Ob als Neuanfertigung oder aus alten,

nicht mehr zeitgemäßen Stücken

fertigt die Goldschmiedemeisterin in

ihrer Goldschmiede wunderschöne

Unikate. Anja Muth arbeitet in ihrer

Werkstatt aus teilweise uralten Familienerbstücken

neue Lieblingsstücke.

So bleiben Erinnerungen erhalten. Sie

finden sich in einer neuen, modernen

Form wieder. Diese Wertschätzung

ist für Anja Muth Herzenssache.

Mit Freude, Muße und viel Liebe zum

Detail, traditionellen Techniken und

innovativen Ideen entsteht so etwas

ganz Persönliches – das macht den

Zauber von Anja Muths Schmuck aus.

PRÄSENTATION DER NEUEN ARBEITEN

Friedhofstraße 3 | Brackenheim

Eröffnung 28.11. 16 – 19 Uhr

29.+30.11. 13 – 19 Uhr

Do+Fr 04. +05.12. 16 – 19 Uhr

Do+Fr 11. +12.12. 16 – 19 Uhr

Do+Fr 18. +19.12. 16 – 19 Uhr

www.die-schmuckmanufaktur.de

die_schmuckmanufaktur

18

19



An den

Winter

Willkommen, lieber Winter,

Willkommen hier zu Land!

Wie reich du bist, mit Perlen

Spielst du, als wär‘ es Sand!

Den Hof, des Gartens Wege

Hast du damit bestreut;

Sie an der Bäume Zweige

Zu Tausenden gereiht.

Dein Odem, lieber Winter,

Ist kälter, doch gesund;

Den Sturm nur halt‘ im Zaume,

Sonst macht er es zu bunt!

Elisabeth Kulmann

(1808 – 1825)

Unser Foto zeigt das tief verschneite

Schloss Solitude in Stuttgart.

Foto: AdobeStock/0711bilder

20 21



Nicht nur im TV muss alles schnell gehen – das weiß

Promi-Koch und Nordschwarzwälder Steffen Henssler.

Gesund, lecker und und für jede Hauptmahlzeit passend

sollen die Rezepte aus seinem neuen Buch sein.

Über 100 einfache Rezepte für jede Tageszeit

– Frühstück, Mittag- und

Abendessen – ohne komplizierte Techniken

oder ausgefallene Zutaten hat Steffen Henssler

in seinem neuen Kochbuch „Hensslers

schnelle Nummer – morgens, mittags,

abends“ zusammengefasst. Einfach und

schnell ist die Devise. Wer also wenig Zeit

für stundenlanges Kochen, aber Lust auf

Köstliches aus der eigenen Küche hat, der

wird hier fündig. Der Bestseller-Autor und

TV-Koch leitet dazu an, mit wenig Aufwand

kreativ zu werden und genussvoll zu genießen.

Von asiatischen Klassikern über mediterrane

Köstlichkeiten bis zu modern interpretierter

Alltagsküche ist alles dabei. Und,

fast ebenso wichtig: Man muss kein Kochprofi

sein. Auch Anfängern gelingen die Rezepte

– egal ob Fleisch, Fisch oder vegetarisch.

„Gesunde Ernährung fängt dann an, wenn

du selber kochst“, sagt Steffen Henssler bei

der Buchpremiere in Hamburg. Gemeinsam

Fleißiges Schnibbeln für tolle Gerichte,

Henssler weiß wie es geht.

mit dem Verlag Gräfe und Unzer

hat er über ein Jahr an dem

neuen Buch gearbeitet, wobei

das Finden des Grundthemas

viel Zeit in Anspruch nahm.

„Mit der Entscheidung, auf die

Hauptmahlzeiten zu gehen, bin

ich sehr zufrieden. Es ist eine

andere Kategorie als Vorspeise,

Hauptgang und Nachtisch“,

stellt Henssler fest.

So bietet das Buch Anleitungen für einen

energiereichen, unkomplizierten Start in

den Tag und einfache Gerichte für ein Mittagessen

– auch im Homeoffice oder to go.

„Mittagessen? Da wissen wir alle: Die Uhr

tickt – es muss zackig gehen.“ Abends darf ‘s

dann ein bisschen mehr für den genussvollen

Tagesausklang sein: „Nicht kompliziert, aber

mit Liebe zum Detail.“ Eines ist sicher:

Gourmet Henssler hat mit wenig Zubereitungszeit,

aber mit vollem Genuss kalkuliert:

„Jede Seite soll Bock machen, loszulegen“,

sagt der Autor.

AUCH FÜR KOCHMUFFEL

Es gab eine Zeit, da hat er sich als schüchtern

beschrieben. Das ist schon länger her. Heute

ist Henssler eher einer, dem Präsenz so wichtig

ist wie die flotten Anleitungen und frechen

Sprüche, mit denen er in Fernsehshows

punktet. Zurückhaltung ist dabei nicht seine

Sache, die hebt er sich für sein Privatleben

mit den zwei Töchtern aus früheren Beziehungen

auf. Ansonsten dringt abseits seiner

rasanten Karriere wenig an die Öffentlichkeit.

Im TV kann man bestaunen, mit welch

deftig zugespitzter Sprache, kulinarischem

Erfindungsreichtum und amüsantem Entertainment

der Koch, Restaurantinhaber, Autor

und Moderator in diversen Shows bei der

Sache ist. „Grill den Henssler“ und „Kitchen

Impossible“ mit Tim Mälzer sind nur zwei

Hensslers neues

Buch stellt

Frühstück,

Mittagessen und

Abendbrot in den

Vordergrund.

davon. Eine weitere Show, „Europa grillt den

Henssler“, geht mit dem gebürtigen

Schwarzwälder Ende November auf Sendung.

Darin möchte er seine Kochkünste

auch auf internationaler Ebene beweisen

und tritt gegen kulinarische Teams aus 16

Ländern an. Doch nicht nur dank seiner

Shows, auch mithilfe seiner Kochbücher

schafft es Henssler, dass selbst kleine Küchenphobiker

immer wieder gerne zum

Kochlöffel greifen.

Hensslers Energie scheint unerschöpflich zu

sein. Dass dem charmanten TV-Liebling dabei

ein Wesenszug nicht fremd sein kann,

wird allgemein nicht bestritten: Ehrgeiz. So

viel Produktivität muss eine Triebfeder haben.

Das Gastronomische hat er im Blut.

Schon Großmutter und Vater des in Neuenbürg

im Nordschwarzwald auf die Welt gekommenen

Steffen waren im kulinarischen

Bereich tätig. Der junge Henssler tritt in ihre

Fußstapfen und absolviert eine Kochlehre in

einem Michelin-Stern-Restaurant.

Danach zieht es ihn in die Welt hinaus, wo er

sich in den USA dank eines überraschenden

Lotto-Gewinns zum Sushi-Meister ausbilden

lässt. Die Leidenschaft für die japanische

Küche ist geblieben. Die Rezepte seiner

Kochbücher sind aber trotzdem vorrangig

für die Alltagsküche geeignet. Und nach der

Lektüre der „schnellen Nummer“ kann man

sagen: Kochen mit Henssler macht eben einfach

Spaß.

Gabriele Meyer

Fotos: Gräfe und Unzer Verlag/Frank von Wieding, AdobeStock/BillionPhotos.com, bdvect1, Icon Haven

Steffen Hensslers

Rezepte bieten etwas

für jede Mahlzeit.

SCHNELLE

ZUBEREITUNG,

voller Genuss

22

23



SCHNELLE

REZEPTE À LA

HENSSLER

Rezepte: Gräfe und Unzer Verlag

Mittagessen

Für 2 Personen

Dauer: 15 Minuten

ZUTATEN

400 g Rinderhackfleisch

1 Karotte

½ rote Zwiebel

150 g Gouda (am Stück)

200 g Sahne

10 Kirschtomaten

1 EL Tomatenmark

½ Bund glatte Petersilie

1 Eisbergsalat

½ Zitrone

AUSSERDEM

Rapsöl

Salz

Pfeffer

Butter

EISBERGSALAT ENDLICH

MAL LECKER

ZUBEREITUNG

Zwei Esslöffel Rapsöl in einer Pfanne

erhitzen. Hackfleisch darin bei hoher

Hitze kräftig rösten, dabei mit einem

Kochlöffel zerdrücken. Karotte schälen

und in feine Streifen schneiden. Zwiebel

schälen und fein würfeln. Beides zum

Hack geben, mitbraten und mit Salz und

Pfeffer würzen. Den Gouda grob raspeln.

Die Sahne in einen Topf gießen. Gouda,

bis auf etwas zum Bestreuen, dazugeben

und alles unter sanftem Rühren

erwärmen, bis der Käse geschmolzen ist.

Drei Kirschtomaten vierteln, zum Hack

geben, mit einem Kochlöffel etwas

zerdrücken und mitbraten. Die Käse-

Sahne-Mischung vom Herd nehmen,

kräftig mit einem Schneebesen verrühren

und das Tomatenmark unterrühren.

Petersilie samt Stielen grob hacken, circa

dreiviertel davon mit zwei Esslöffel Butter

zum Hack geben und unterrühren. Fünf

Eisbergsalat halbieren und jeweils eine

dicke Scheibe abschneiden. Strunk aus

den Salatscheiben herausschneiden

(restlichen Salat anderweitig verwenden).

Sechs Salatscheiben auf zwei Tellern

anrichten. Zitrone darüber etwas

auspressen. Jeweils zwei Esslöffel

Käsesauce auf den Salatscheiben

verstreichen. Bolognese-Pfanne darauf

verteilen und mit übriger Käsesauce

toppen. Restliche Petersilie und übrigen

Gouda darüberstreuen.

Frühstück

Für 2 Personen

Dauer: 20 Minuten

ZUTATEN

120 ml trockener Weißwein

1 Lorbeerblatt

5 weiße Pfefferkörner

4 Eier

1 Spritzer Zitronensaft

4 Scheiben Toastbrot

4 EL Doppelrahmfrischkäse

30 g Rucola

4 Scheiben Räucherlachs

50 g Keta-Kaviar

AUSSERDEM

Butter, Salz, Pfeffer

Branntweinessig

ZUBEREITUNG

Weißwein, Lorbeerblatt und Pfefferkörner

in einem kleinen Topf aufkochen und auf

circa 60 Milliliter Flüssigkeit einköcheln

lassen. Lorbeerblatt und Pfefferkörner

aus der Reduktion nehmen und die

Reduktion abkühlen lassen. Für die

Hollandaise 120 Gramm Butter in einem

Topf schmelzen und einmal aufkochen

lassen. Eier trennen (Eiweiße anderweitig

verwenden). Eigelbe in die Reduktion

geben und bei niedriger Hitze mit dem

Schneebesen aufschlagen, bis eine feste

schaumige Masse entstanden ist.

Flüssige Butter unter ständigem Rühren

erst tropfenweise, dann in dünnem Strahl

mit einem Schneebesen darunter

schlagen. Sauce mit Salz, Pfeffer und

Zitronensaft abschmecken. Warm stellen.

Einen Liter Wasser und 200 Milliliter Essig

in einem Topf erhitzen. Zwei Eier jeweils

vorsichtig in eine Tasse aufschlagen.

EGGS ROYAL MIT

RÄUCHERLACHS

Sobald das Wasser siedet, Eier

nacheinander vorsichtig ins Wasser

gleiten lassen. Eiweiß vorsichtig mit

einem Kochlöffel zum Eigelb schieben.

Wasser einmal kurz aufkochen und dann

die Hitze reduzieren. Eier drei bis vier

Minuten garen.

Das Toastbrot im Toaster goldbraun

rösten. Jeweils zwei Toastscheiben

übereinander auf einem Teller anrichten

und die oberen Scheiben mit jeweils zwei

Esslöffel Frischkäse bestreichen. Dann

jeweils 15 Gramm Rucola und zwei

Scheiben Räucherlachs darauf geben. Die

Eier mit einer Schaumkelle aus dem

Wasser heben, gut abtropfen lassen und

die dünnen Eiweißränder mit einem

Messer abschneiden. Je ein pochiertes Ei

auf den Lachs legen. Mit Salz würzen.

Jeweils zwei Esslöffel Hollandaise auf die

Eier geben. Kaviar auf den Toasts

verteilen. Pfeffer darüber mahlen.

Restliche Hollandaise dazu reichen.

Fotos: AdobeStock/artiom photo, margo555, SOEM, Gräfe und Unzer Verlag/Frank von Wieding

Lauensteiner ®

Weihnachtsmagie

Ein Hauch von Glanz, ein Funkeln wie

frisch gefallener Schnee: Das neue

Baummotiv der Lauenstein Confiserie

kleidet die beliebten Pralinenklassiker

in festliche Eleganz.

Kunstvoll illustriert, erzählt es

von winterlicher Magie, feiner

Handwerkskunst und der Freude

am Schenken.

Ein Geschenk, das schon beim Anblick

verführt und beim Genuss verzaubert.

Lauenstein Confiserie.

Wo Genuss zur Kunst wird.

www.lauensteiner.de

24

25



Anzeige

Die Jahreszeiten sind ein Geschenk der Natur an uns Menschen –

sie wirken wohltuend und schenken uns Rhythmus und Ausgleich.

Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Eigenschaften und ihren Einfluss

auf die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur. So bereichert

uns auch der Winter mit Tradition, Kultur, Glauben, Liebe

und der Kraft der Besinnlichkeit.

Mit einer angepassten Ernährung, ausgewogener Bewegung und

Momenten der Entspannung für Körper, Geist und Seele bleibt der

Mensch in Balance. Doch auf welchen Wegen können wir dieses

Gleichgewicht finden und bewahren? Ayurveda lehrt uns, wie die

Weisheit des Lebens durch Gesundheit und Natur in Einklang gebracht

wird.

AYURVEDA-KURZENTRUM SCHLOSS KIRCHBERG

Die Weisheit der Jahrtausende für Ihr Wohlbefinden

Erleben Sie wohltuende, unvergessliche und erholsame Augenblicke

– eine entspannende Winterauszeit, in der der Charme des

Schlosses auf die Heilkraft authentischer Ayurveda-Erlebnisse trifft.

Tauchen Sie ein in die ganzheitliche Kraft des über 5.000 Jahre

alten indischen Ayurveda – in der einzigartigen Atmosphäre des

historischen Schlosses Kirchberg an der Jagst.

Hier, im Schloss Kirchberg, erwarten Sie authentische Ayurveda-Anwendungen,

individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Sie schenken Ihnen neue Energie, innere Balance und

nachhaltiges Wohlbefinden. Dieses Gleichgewicht spüren Sie

in jeder unserer Behandlungen – von persönlich abgestimmten

Konsultationen über ayurvedische Ernährung bis hin zu individuellen

Anwendungen und Beratungen durch unsere promovierten

indischen Doktoren und erfahrenen Therapeuten.

Ayurvedische Ernährung & Kulinarik

Mit persönlicher Beratung durch die Ayurveda-Doktoren, die Ihre

Mahlzeiten genau abstimmen, genießen Sie die bezaubernde Bio-

Ayurveda-Kulinaristik. Die ayurvedische Ernährung basiert auf frischen,

naturbelassenen Zutaten und dem bewussten Einsatz von

Bio-Gewürzen aus unseren bäuerlichen indischen Partnerprojekten

in Kerala, Indien. Jedes Gewürz – ob Kurkuma, Kreuzkümmel,

Koriander, Ingwer oder Zimt – hat eine gezielte Wirkung auf Verdauung,

Stoffwechsel und das innere Gleichgewicht.

In Kombination mit saisonalen, biologischen Lebensmitteln unterstützen

Bio-Gewürze nicht nur den Geschmack, sondern auch die

Harmonisierung der Tridosha (Vata, Pitta, Kapha). So entsteht eine

Ernährung, die den Körper stärkt, den Geist klärt und das Wohlbefinden

fördert.

Genießen Sie die authentische ayurvedische Küche mit ihren vielseitigen

Aromen von Bio-Gewürzen und Kräutern, welche von unserem

Ayurveda-Chefkoch und Team liebevoll als Bio-Ayurveda-Frühstück,

Bio-Ayurveda-Mittagessen und Bio-Ayurveda-Abendessen

zubereitet wird.

Yoga & Meditation – Die Seele des Ayurveda

Yoga als Einheit von Körper, Geist und Seele, durch Atemübungen

(Pranayama), Körperhaltungen (Asanas) und Entspannung, bringt

den Körper in Bewegung und Balance, während Meditation als Zugang

zu Stille, mentaler Klarheit und innerer Ausgeglichenheit dem

Geist Klarheit und tiefe innere Ruhe schenkt.

Die Vorteile von Yoga und Meditation spürt man in der Stärkung

des Immunsystems, beim Stressabbau, verbessertem Schlaf, mehr

Energie, gesteigerter Achtsamkeit, Lebensfreude und innerer Harmonie

auf allen Ebenen.

In Kombination mit Ayurveda entfalten Yoga & Meditation ihre volle

Kraft – für ganzheitliche Gesundheit und spirituelles Wachstum.

Schenken Sie Ihren Liebsten – und sich selbst – Ayurveda-Freude

in der Winterzeit!

Besinnliche Grüße und eine friedvolle Winterzeit

Ihre Cristina Bühler und das Ayurveda Team

Ayurvedisches

Kur-Angebot

Ayurvedic Minicure (Halbtageskur) 120 €

• 1 x Punnaghdi Kizhi (60 Minuten)

• 1 x Shirodhara (30 Minuten)

• Sauna, Entspannungsraum & Sonnenterrasse

Hrudjam-Santhi (Halbtageskur) 140 €

• 1 x Siro-Abhyanga (30 Minuten)

• 1 x Fuß- und Handmassage (30 Minuten)

• 1 x Greev-Abhyanga (30 Minuten)

• 1 x Shirodhara (30 Minuten)

• Sauna, Entspannungsraum & Sonnenterrasse

Kur-Schnuppertag (Tageskur) 190 €

• 1 x Marma Massage (75 Minuten)

• 1 x Shirodhara (30 Minuten)

• Sauna, Entspannungsraum & Sonnenterrasse

• Ayurved. Mittagessen, Ayurved. Getränke und Wasser

Ayurveda Destress-Paket (2 Tage) 460 €

Für gestresste und müde Menschen: Ayurvedische

Entspannungsmassagen gegen Arbeitsmüdigkeit,

die Körper und Geist entspannen.

• 1 x Übernachtung im BioHotel Schloss Kirchberg

• Ayurvedische Vollverpflegung: 2 x Bio-Frühstück,

2 x Bio-Mittagessen, 2 x Bio-Abendessen,

Ayurvedische Getränke und Wasser

• 2 x Consultation

• 2 x individuelle Vormittagsbehandlung (je 60 Min.)

• 2 x individuelle Nachmittagsbehandlung (je 30 Min.)

• 2 x Yoga-Kurs um 18 Uhr (60 Min.)

• Sauna, Entspannungsraum & Sonnenterrasse (täglich)

Kayakalpa-Rejuvenation (6 Tage)

260 € pro Tag

Klassische ayurvedische Kur zur Entschlackung

und Stoffwechselanregung.

• 5 x Übernachtung im BioHotel Schloss Kirchberg

• Ayurvedische Vollverpflegung: 6 x Bio-Frühstück,

6 x Bio-Mittagessen, 6 x Bio-Abendessen,

Bio-Ayurvedische Getränke und Wasser

• 6 x Consultation

• 6 x individuelle Vormittagsbehandlung (je 60 Min.)

• 6 x individuelle Nachmittagsbehandlung (je 30 Min.)

• 6 x Yoga-Kurs um 18 Uhr (je 60 Min.)

• Sauna, Entspannungsraum & Sonnenterrasse (täglich)

Angebot

Panchakarma mit

Marma-Kur

Die Panchakarma-Kur umfasst fünf Methoden der Entgiftung

für Körper und Geist. Sie dient außerdem dem Ausgleich der

Tridosha, der Stärkung des Immunsystems sowie der Wiederherstellung

der Gesundheit.

Die Marma-Kur bedeutet, Energieblockaden im Körper zu

lösen, indem Energiepunkte stimuliert werden, um die Tridosha

ins Gleichgewicht zu bringen und eine therapeutische Wirkung

auf körperlicher, psychologischer und spiritueller Ebene durch

verschiedene Behandlungsverfahren zu erzielen.

Leistungen

• 10 bzw. 14 Tage (Anreise ab 8:30 Uhr)

• 9 bzw. 13 Übernachtungen im Biohotel Schloss Kirchberg

• Ayurvedische Vollverpflegung (9 bzw. 13 × Bio-Frühstück,

Bio-Mittag und Bio-Abendessen, inkl. ayurvedische Getränke

• Tägliche Nutzung von Sauna, Ruheraum und Terrasse

Behandlungsprogramm

• 10 bzw. 14 × Konsultation

• 10 bzw. 14 × individuelle Vormittagsbehandlung

(je 60 Minuten)

• 9 bzw. 14 × individuelle Nachmittagsbehandlung

(je 30 Minuten)

• 9 bzw. 13 × Yoga und Meditation

Preis pro Person:

• 10 Tage: 2.400 €

• 14 Tage: 3.300 €

Schenken Sie Freude mit Ayurveda.

Alle Angebote sind als Gutscheine erhältlich.

Auch Individuelle Gutscheine nach Wunsch.

Ayurveda-Kurzentrum Schloss Kirchberg/Jagst

Schlossstraße 16/1 | 74592 Kirchberg/Jagst

Tel. (07954) 9 86 90-01 | Mobil (0162) 6 35 87 89

E-Mail: ayurveda-center@biohotel-schlosskirchberg.de

www.ayurveda-kurzentrum-schloss-kirchberg.de

AYURVEDA ZENTRUM

SCHLOSS KIRCHBERG

MASSAGEN, KUREN & YOGA

Ayurveda

Gutschein

26

27



Karoline Eichhorn

als Christine Rossbauer

in einer Szene

aus „Die Kirche

bleibt im Dorf“.

In der SWR-Kultserie „Die Kirche bleibt im

Dorf “ haben sie „saugut Schwäbisch

gschwätzt“. Mussten Sie das neu lernen?

Karoline Eichhorn: Alle, die in der Serie

und in dem Film „Die Kirche bleibt im

Dorf “ mitgespielt haben (ausgenommen der

Pfarrer), sind „Native Speaker“. Uns ist klar

gewesen, dass alle Figuren unbedingt des

Schwäbischen mächtig sein mussten. Es wäre

sofort aufgefallen, hätte jemand das nicht gekonnt.

Und da wir alle mit dem Dialekt aufgewachsen

sind, im Elternhaus, in der Schule

oder auf der Straße, haben wir es auch nicht

verlernt und können es jederzeit abrufen.

Als Kind wollten Sie Trapezkünstlerin werden.

Wie kamen Sie dann doch zur Schauspielerei?

Karoline Eichhorn: Ich wollte als Kind zum

Zirkus. Das ist richtig – der Ursprungstraum

vom Theater: mit einer Gruppe durch die

Lande ziehen. Ich hatte in meinem Kinderzimmer

ein Trapez hängen und habe immer

die irrsten Überschläge und Absprünge geübt.

Selten haben sie geklappt … Ich war einfach

zu schlecht. Und da wir in der Rudolf-

Steiner-Schule viel Theater spielten, ist dort

der Samen für die Schauspielerei gesät worden.

Der Entschluss war ziemlich schnell gefasst,

und das „Reifen“ dauert an.

Ihr erstes Bühnenengagement führte Sie zu

Peter Stein an die Berliner Schaubühne. Er ist

als Regisseur für seine legendären Inszenierungen

bekannt. Inwiefern hat Sie das geprägt?

„Ich kenne das Gefühl von

Heimat nicht. Wo ich mich zu

Hause fühle, hat immer mit den

Menschen zu tun, die ich liebe.“

Karoline Eichhorn

Karoline Eichhorn: Die Zeit an der Schaubühne

hat mich ganz bestimmt geprägt, hat

es aber nicht geschafft, meine Liebe zur Bühne

zu trüben. Ich spiele weiterhin wahnsinnig

gerne auf der Bühne. Bühne und Film

lassen sich schwer vergleichen – eine total

andere Arbeitsweise. Wenn ich mich entscheiden

müsste, würde ich auf das Drehen

verzichten.

Theater nimmt viel Zeit in Anspruch. Ist es

schwer, Familie und Beruf zu vereinen?

Karoline Eichhorn: Als ich fest im Theaterengagement

war, war die Zeit für Beruf und

Familie schwer zu vereinbaren. Morgens bis

nachmittags Proben, abends Vorstellung:

Das ist nicht einfach für junge Eltern. Vielleicht

ist das heute anders, ich vermute nicht.

Für mich war das ja dann auch der Grund,

mich vom festen Engagement zu verabschieden.

Das Künstlerkollektiv J.A.C.K. bestehend aus

Ihnen, Schauspielerin Catrin Striebeck, Musiker

Jonas Landerschier und ihrem Mann

Arne Nielsen hat einen Theaterabend mit szenischer

Lesung entwickelt.

Karoline Eichhorn: Wir sind mit „Die Vodkagespräche“

seit 2020 im deutschsprachigen

Raum unterwegs (www.dievodkagespraeche.de).

Es geht um zwei sehr

unterschiedliche Schwestern, die ihr Elternhaus

erben und sich wegen eines sogenannten

Verfügung/-Unterlassungsvermächtnisses

vor der Herausforderung sehen, auf

einmal wieder unter einem Dach wohnen zu

müssen. Sie haben also keine Wahl, sie müssen

sich irgendwie einigen. Leider

Anzeige

„ MEINE HEIMAT

Die Welt der

Musikautomaten

IST DA, WO

MEINE FAMILIE IST“

Christine Rossbauer ist zerrissen zwischen dem

Landleben der Familie und ihrer Liebe zu einem

Großstädter in der Mundartkomödie „Die Kirche

bleibt im Dorf“. Das hat sie mit ihrer Darstellerin

Karoline Eichhorn gemein. Wie sie zum Thema Heimat

steht, erzählt die gebürtige Stuttgarterin im Interview.

Fotos: SWR/Fortune Cookie/Boris Laewen, Heike Blenk, AdobeStock/BoszyArtis

WEIHNACHTS-

UND ROLL-

MARKT SCHUHBAHN

Ab 28. November auf dem Marktplatz und

Schweinemarktplatz in Crailsheim.

Weitere Infos unter www.crailsheim.de

Im Bruchsaler Schloss präsentiert das Deutsche Musikautomaten-Museum

eine der europaweit größten Ausstellungen selbstspielender Instrumente.

Über 300 klingende Exponate zeigen eine fast vergessene Musik- und Mediengeschichte

aus vier Jahrhunderten.

Heute ist Musik digital, via Internet abruf- und speicherbar. Im 18. Jhd. erklang

künstlich erzeugte Musik z.B. von Flötenuhren etwa im höfischen Ambiente.

Im 19. Jhd. eroberten mechanische Musikautomaten großbürgerliche Salons,

Kneipen, Jahrmärkte, Straßen und Hinterhöfe. Musik aller Genres wurde breiten

Schichten zugänglich. Das DMM bietet dem Besucher historische Klangreisen.

Er erfährt von den technischen Möglichkeiten, nicht nur Pfeifen und Glocken,

sondern auch Tasten-, Blas-, Schlag- und Saiteninstrumente zum Klingen

zu bringen. Flötenuhren, Orchestrien, Karussell- und Drehorgeln oder menschenähnliche

Figurenautomaten mit komplexer Musiktechnik, lassen uns

staunen. Auch Phongraph, Grammophon, Kassettenrecorder oder Tonband bis

hin zu Mp3-Player und Smartphone zeigen, wie Musik verfügbar wurde.

Deutsches Musikautomaten Museum Bruchsal

Schloß • 76646 Bruchsal • Tel. 07251 742652 • www.landesmuseum.de

28

29



fangen sie sehr früh am Abend an, Wodka zu

trinken. „Gott sei Dank erbe ich nicht“ oder

„Ich bin so froh, dass ich Einzelkind bin“

oder „Ja, genau wie bei uns“ – das hören wir

oft danach von unseren Zuschauerinnen und

Zuschauern.

Hat das Kollektiv weitere Pläne?

Karoline Eichhorn: Wir arbeiten an einem

weiteren Theaterabend „Brüder Hohl“. Es ist

einfach zu verführerisch, „Die Vodkagespräche“

aus einer männlichen Perspektive zu erzählen.

Aber jetzt sind „Die Vodkagespräche“

erstmal bis 2027 gebucht. Solange

müssen sich die „Brüder Hohl“ noch gedulden.

Sie spielen oft in Dramen mit. Was muss eine

Rolle auslösen, um sich in ihr zu finden?

Karoline Eichhorn: Ja, leider habe ich eher

wenig leichte, unkomplizierte, lustige Rollen

gespielt. Ich würde mich sehr freuen, mehr

von dieser Sorte Frauen zu spielen. Ich gebe

die Hoffnung nicht auf. Aber ich spiele nun

mal gerne und habe auf alle Frauenfiguren

Lust, die meine Fantasie anregen und mir einen

Raum anbieten, den ich ausbauen kann.

Mögen Sie große Ausschläge an Gefühlen in

Ihren Rollen?

Karoline Eichhorn: In die Vollen zu gehen,

macht grundsätzlich Spaß! Es ist natürlich

Der Rieslinger Big-Band-Bus mit ausgesprochen skeptischer

Besatzung und Karoline Eichhorn als Christine (vorne links).

ein großer Unterschied, ob auf der Bühne

oder vor der Kamera. Und auch da würde ich

die großen Ausschläge auf der Bühne bevorzugen.

Suchen Sie nach Rollen, die auf den Tisch

hauen?

Karoline Eichhorn: Ich glaube nicht, dass

mir starke Frauen eher liegen als schwache …

Es sind die Angebote, die mich nicht groß vor

die Wahl stellen. Letzten Endes gibt es solche

und solche Figuren und wenn sie zu archetypisch

geschrieben sind, ist es sowieso schade.

Niemand ist per se so oder so. Deshalb sind

mir die Figuren lieb, die alles haben. Da kann

ich mich auf die Suche begeben.

Älterwerden als Frau heißt beim Film oft weniger

Rollenangebote. Wie sehen Sie das?

Karoline Eichhorn: Das stimmt. Aber ich

finde, wir sollten endlich aufhören, immer

und immer wieder in dieses Horn zu blasen.

Lasst uns diese Tür nicht schließen, lasst sie

uns offenhalten für all diese Frauen, die uns

so viel zu erzählen haben! Ich bin absolut zuversichtlich,

dass sich dieses Narrativ ändert!

Karoline Eichhorn: Nein, ich kann dem

nichts abgewinnen. Natürlich brauche ich

Geld zum Leben, aber mit Reichtum hat das

nichts zu tun. Und da ich ja des Öfteren im

Fernsehen zu sehen bin, ist mir das Aufmerksamkeit

genug.

Sie sind kommen aus Stuttgart und wohnen

jetzt in Hamburg. Gibt es für Sie so etwas wie

Heimat?

Karoline Eichhorn: Ich bin zwar in Stuttgart

geboren und aufgewachsen, schwäbische

Wurzeln habe ich aber keine, da meine

Eltern Zugezogene waren. Das war bestimmt

auch ein Grund, warum ich mich dort nie

heimisch gefühlt habe. Ich kenne das Gefühl

von Heimat tatsächlich nicht. Und wo ich

mich zuhause fühle, hat eigentlich immer

mit Menschen zu tun, die ich liebe, selten

mit Orten.

Sie haben einmal gesagt, Sie würden überall

lieber leben als in Stuttgart, weil Sie sich dort

als Jugendliche eingeengt gefühlt haben.

Karoline Eichhorn: Den Entschluss, Stuttgart

den Rücken zu kehren, habe ich sehr

früh gefasst und bin nach der Schule auch

sofort auf die Folkwang Hochschule in Essen

gegangen. Stuttgart zu verlassen hatte tatsächlich

damit zu tun, dass ich aus der Enge

ausbrechen wollte. Es war mir zu klein dort.

Das hat mit mir zu tun. Ich wollte sicherlich

mit meinem Entschluss, dorthin nie wieder

zurückzukehren, niemanden verletzen.

„Ich reise für mein Leben gern.

Daher wünsche ich mir,

viele neue oder alte Orte

zu bereisen. Ich freue

mich drauf.“

Karoline Eichhorn

Erhält der Ort, an dem man sich zu Hause

fühlt, eine stärkere Bedeutung, wenn man auf

Hotelzimmer angewiesen ist?

Karoline Eichhorn: Mir geht es auf alle Fälle

so, dass der Ort, wo meine Familie, meine

Freunde leben, eine große Bedeutung für

mich hat. Die Reiserei, die wechselnden

Orte, die langen Aufenthalte in der Fremde

sind nicht nur „aufregend“ oder „interessant“.

Es fehlen einfach die Bezugspunkte.

Die Menschen, die einem nahe stehen,

die wissen, wie man tickt. Man bekommt

dann schnell das Gefühl von Entleertheit.

Man sehnt sich nach dem Ort, an dem man

man selbst ist, an dem man sich aufgehoben

fühlt.

Sie sind „wahnsinnig gerne draußen“. Welche

Beschäftigungen mögen Sie am liebsten?

Karoline Eichhorn: Ich bin sehr gerne draußen

mit Hund unterwegs, laufe durch die

Pampa und verbringe viel Zeit in der Natur.

Dort kann es sein, dass ich ganz selten mal

das kurze Empfinden von „Freiheit“ habe,

aber nur ganz kurz. Und es ist auch nur ein

Gefühl, das mich überkommt und sofort

wieder verschwindet. Ich tanze Nia seit vielen

Jahren. Da ich nicht so in Clubs rumhänge

und die Partys auch weniger werden, ist

Nia eine super Alternative.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Karoline Eichhorn: Ich reise für mein Leben

gern. Also wünsche ich mir, viele neue

oder alte Orte zu bereisen. Mal gucken, wer

mir da so über den Weg läuft. Ich freue mich

drauf.

Gabriele Meyer

„Ich habe auf alle Frauenfiguren

Lust, die meine Fantasie

anregen und mir einen Raum

bieten, den ich ausbauen kann.“

Karoline Eichhorn

Mögen Sie rote Teppiche?

Karoline Eichhorn: Ich gehe grundsätzlich

nicht gerne zu öffentlichen Veranstaltungen

mit rotem Teppich. Und wenn doch, schleich

ich mich drumrum. Das können andere viel

besser als ich. Ich fühle mich völlig am falschen

Ort. Wenn es um Kino- oder Theaterpremieren

geht, schau ich mir lieber eine reguläre

Vorstellung an.

Die Schauspielerin Eichhorn lebt mit ihrer Tochter und ihrem

aus Dänemark stammenden Mann in Hamburg.

Das Leben der Reichen und Schönen ist nicht

das, was Sie unter Glück verstehen?

30

31



BACH ERREICHT

die Seele

Klassische Musik ist nur etwas für ältere Menschen? Nicht

in der Bachakademie Stuttgart. Wie man den Komponisten

Johann Sebastian Bach Jugendlichen näher bringt, wissen

Hans-Christoph und Friederike Rademann.

Seit 2013 leitet der Dirigent Professor Hans-

Christoph Rademann die Internationale

Bachakademie in Stuttgart. Deren Ensemble,

die Gaechinger Cantorey, hat er als Originalklangensemble

neu gegründet. Die Aka-

demie prägt mit einem historischen

Instrumentarium den besonderen „Stuttgar-

ter Bachstil“. Gastspiele führten ihn in viele

Teile der Welt, nach Nord- und Südamerika,

China, Taiwan, Hongkong, Japan, Indien,

Sri Lanka, Südafrika und in nahezu alle europäischen

Musikmetropolen. Mit „BachBe-

wegt!Tanz!“ baute er zusammen mit seiner

Frau Friederike Rademann an der Bachaka-

demie Stuttgart ein Programm auf, in dessen

Rahmen die Tänzerin und Choreografin,

einstige Solistin der Semperoper in Dresden,

jährlich mit Schülerinnen und Schülern

über mehrere Monate hinweg eine Choreografie

zu Bachs Musik erarbeitet.

„Bach stand schon immer im Mittelpunkt

meines Seins.“ Es gibt viele, die Bach lieben

und sich mit seinen Werken beschäftigen –

aber so konzentriert und bestimmt wird man

diesen Satz kaum noch einmal hören. Der

Dirigent Rademann ist ein international gefragter

Interpret mit einem Repertoire, das

von der Wiederentdeckung Alter Musik bis

zur Uraufführung zeitgenössischer Werke

reicht. Gleichzeitig aber auch als Dialog mit

anderen Musikformen und Kontexten verstanden

werden will. „Ich bemühe mich,

breit aufgestellt zu sein“, sagt er und hat dabei

Puccini, aber auch beispielsweise den

griechischen Komponisten Mikis Theodorakis

im Blick. Doch Bach wird immer eine besondere

Bedeutung für ihn besitzen: „Er erreicht

die Seele. Er ist wie eine Art Sonne mit

einem ganzen Planetensystem dahinter.“

Und: „Man hatte gedacht, es wäre alles gesagt

bei Bach, aber mir ist klar geworden,

dass sehr viele Themen in seinen Kantaten

angesprochen werden. Und so gelingt es uns,

auch musikalisch eine eigene Sprache zu entwickeln.“

Das Weihnachtsoratorium der

Bachakademie begeistert jedes Jahr die

Fans der klassischen Musik.

Die Liebe zu Bach hat mit seinem christlichen

Elternhaus, einer Kantorenfamilie im

erzgebirgischen Schwarzenberg, zu tun. Da

wurde viel musiziert. Der junge Hans-Christoph

war Sänger im berühmten Dresdner

Kreuzchor und studierte dann an der Musikhochschule

Dresden Chor- und Orchesterdirigieren.

Kurz nach Studienbeginn gründete

er den Dresdner Kammerchor und

führte ihn zu internationalem Ruhm: „Zeiten

ohne Bach gab es nicht.“ Als er dann die

Bachakademie in Stuttgart übernahm, ging

dort die Ära von Helmuth Rilling, dem

Gründer der Akademie, zu Ende. Ein großes,

aber auch schwieriges Erbe. „Die Zuhörer

haben uns die Treue gehalten“, erinnert sich

Rademann dankbar. Er übernahm ein eingeschworenes

Publikum, an das neue Impulse

herangetragen werden mussten. „Wir wollen

junge Menschen an große Werke heranführen“,

sagt er. Damit macht der Dirigent deutlich,

dass man auch beim Bewahren von Traditionen

nicht in Routine verfallen darf, will

man „alte Musik“ lebendig weitergeben.

Seine Frau hatte dann eine Idee. Für die Tänzerin

und Choreografin war die Verbindung

von Musik und Tanz selbstverständ-

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

„BachBewegt!Tanz!“ verbindet unter der kreativen Leitung von Friederike und

Hans-Christoph Rademann Jugendliche mit der Musik von Johann Sebastian Bach.

Fotos: AdobeStock/CreativeDesign, Holger Schneider, Internationale Bachakademie

SOM

MER

2026

JETZT TICKETS SICHERN!

Kabale und Liebe

Cabaret

West Side Story

Jedermann

Der gestiefelte Kater

Stolz und Vorurteil (oder so)

Romeo und Julia

All das Schöne

Karten & Information

Telefon (07 91) 751-600

www.freilichtspiele-hall.de

32

33



Hans-Christoph

Rademann

bringt jungen

Menschen den

Komponisten

Bach näher.

GEWINN-

SPIEL

Choreografin

Friederike

Rademann

macht Bach

tänzerisch

greifbar.

AWO

lich. Allerdings war es etwas anderes, gerade

Bachs Meisterwerke und somit barocke Musik

so zu interpretieren, dass sie sich für Kinder

und Jugendliche unterschiedlichster

Herkunft in Bewegung umsetzen und körperlich

erfahrbar machen lässt. Das pädagogisch

integrative Tanzprojekt „BachBewegt!

Tanz!“ erinnerte anfangs an die Arbeit des

Sisyphus, dem der Stein beim Hinaufrollen

auf den Berg immer wieder entglitt. Es galt,

junge Menschen für das Projekt „BachBewegt!Tanz!“

zu begeistern, aber sie auch bei

der Stange zu halten. „Man muss sie überzeugen,

dass es sinnstiftend ist, an einer Sache

Johann Sebastian Bach

Der Komponist und Organist

aus Eisenach ist einer der

wichtigsten Vertreter des

Barock. Bach (1685 – 1750)

beherrschte zudem das

Cembalo und die Violine. Der

prominenteste Spross einer

Musikerfamilie machte sich vor

allem mit Stücken wie „Toccata

und Fuge in d-Moll“ oder „Das

Wohltemperierte Klavier“ einen

Namen.

„Bach ist wie die Sonne.

Man hatte gedacht, es sei alles

zu ihm gesagt. Doch er spricht

sehr viele Themen in seinen

Kantaten an.“

Hans-Christoph Rademann

dranzubleiben“, weiß Rademann. Die anfängliche

Distanz und Skepsis der Schüler –

„alles, was schwierig ist, wird abgelehnt“ –

wich bald neuen Gefühlen. Sie lernten, mit

der Intensität der klassischen Musik umzugehen:

„Das sind Orkane, die sich über sie

ergießen“, wie Rademann es formuliert. Die

Umsetzung in Bewegung, die die Lebensgefühle

junger Menschen reflektiert, war ein

weiterer Schritt, sich selbst wahrzunehmen

und auszudrücken. „Die Wertschätzung des

Einzelnen muss spürbar sein. Es sind Kinder

und Jugendliche dabei, die noch nie irgendwie

beachtet wurden.“

Friederike Rademann hat die Erfahrung gemacht,

dass die choreografische Verbindung

von Musik und Tanz innere Veränderungen

anstößt und eine ganz eigene Sprache entwickelt.

„Da hüpft mir schon das Herz. Wir

alle haben unsere persönlichen Geschichten.

Dass die Jugendlichen herkommen, sich Zeit

nehmen zusammen an einer Sache arbeiten,

das ist toll.“ Natürlich ist Tanz die Ausdrucksweise

von Friederike Rademann, die

bei der berühmten Gret Palucca in die Schule

gegangen ist. Aber sie ist überzeugt, dass

diejenigen, die sich noch nicht damit beschäftigt

haben, gewinnen: „Da geht es um

das Spüren des Körpers, des Inneren, was

dann äußerlich zum Ausdruck kommt. Am

Anfang erst vorsichtig, aber dann stetig

wachsend.“ Ihr Mann gibt beim Miterleben

Emotionen Raum: „Der Weg ist schwer, aber

die Entwicklungen sind umwerfend. Ich

habe manchmal Tränen in den Augen.“

Die beiden haben nun das Weihnachtsoratorium

als „BachBewegt!Tanz!“-Projekt umgesetzt.

Weihnachtsoratorium? Mit Jugendlichen?

Können die mit Bachs großem

Meisterwerk überhaupt etwas anfangen?

„Sie können“, sagt Rademann, „Jugendprojekte

sind mir wichtig.“ Für das Projekt, dessen

Teilnahme an Schulen ausgeschrieben

wird, nehme er nur die Besten. Mit einem

mehrmonatigen Arbeits- und Probenprozess

startete das Projekt 2013 mit dem ersten Teil

des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian

Bach. Nun kehrt man zum Weihnachtsoratorium

I bis III zurück. Ein eindrückliches

und bewegendes Erlebnis, das

Ohren, Augen und Herzen öffnet – bei Mitwirkenden

wie Zuschauern.

Bachs Weihnachtsoratorium erklingt zudem

in den verschiedensten Formaten. Mit der

Saison 2025/26 setzt die Bachakademie ihr

großes Projekt Vision.Bach fort. Die Gaechinger

Cantorey beginnen die Gesamtaufführung

aller Bach-Kantaten des dritten

Jahrgangs, der vor 300 Jahren in Leipzig entstand.

Gabriele Meyer

Lieder zur

Weihnachtszeit

Wir singen

zur Weihnachtszeit!

ADVENTSAKTION

Broschüre

„Lieder zur Weihnachtszeit“

www.awo-wuerttemberg.de

MITMACHEN UND GEWINNEN!

Wir verlosen 100 Exemplare der AWO-Weihnachtsliederbroschüre

mit 18 bekannten und beliebten Weihnachtsliedern samt Noten.

www.lebensart-magazin.com/gewinnspiel Teilnahmeschluss 15.12.2025

Die AWO pflegt: Menschen, Beziehungen, Traditionen!

In unseren Seniorenzentren pflegen wir Menschen, deren Zufriedenheit und Wohlbefinden uns am Herzen liegt - kompetent, liebevoll mit

vielen inspirierenden Betreuungsangeboten.

Wir pflegen gute Beziehungen - zahlreiche Vereine kommen regelmäßig mit Veranstaltungen ins Haus, viele Konzerte finden bei uns statt

und wir mit dann begeistert mit.

Wir pflegen Traditionen - so wie das alljährliche Singen von Weihnachtsliedern! Es ist ein schönes Erlebnis, an das sich alle Beteiligten ein

Leben lang erinnern - so wie auch unsere Bewohner*innnen.

Musik begleitet unser Leben und berührt uns oft im Innersten. Weihnachtslieder wecken Erinnerungen an frühere Feiern und bilden neue

für die kommenden. So war es uns ein Anliegen, die schönen Lieder auch in schöner Form und nicht nur auf schlecht kopierten Liedblättern

zu präsentieren.

Zu Beginn der Adventszeit erschien die Weihnachtsliederbroschüre der AWO Württemberg - mit Weihnachtsklassikern,

die unseren Senioren besonders gefallen. 18 bekannte und leicht zu singende Lieder sind dort abgedruckt

- samt Noten, die eine Klavier-, Gitarrenbegleitung ermöglichen.

Wer mitsingen möchte nimmt einfach an der Verlosung teil und stimmt dann zu Weihnachten in den AWO-Chor mit ein!

Pflegeheime der AWO Württemberg gibt es in Öhringen, Leingarten, Kirchheim/Neckar, Kornwestheim,

34 Stuttgart (Feuerbach, Fasanenhof, Möhringen), Leinfelden-Musberg, Ulm, Lonsee, Amstetten, Nellingen

35



So könnte ein

Batrachotomus in der

Triaszeit ausgesehen

haben.

Der Schädel eines

Mastodonsaurus

aus der Region.

VEREWIGT IN STEIN

Einen T-Rex sucht man in der Region vergeblich.

Etwas viel Älteres jedoch hat sich im Gestein Hohenlohes

versteckt. Wie Dr. Hans Hagdorn Arten urzeitlicher

Seelilien und Seeigel neu entdeckte und was ein Schulausflug

damit zu tun hat.

Wandertag. Darauf freut sich der siebenjährige

Hans sehr. Er ist gern in

der Natur – häufig geht er mit seinem Vater

auf die Jagd. Die Welt draußen fasziniert ihn,

alles, was mit Tieren zu tun hat, ist besonders

spannend. Am Wegesrand findet er auf diesem

Ausflug einen Brocken Gestein, der etwas

in sich trägt. Neugierig geworden, fragt

er seinen Lehrer danach. Der erklärt ihm

sachkundig, was er über die Versteinerung

wissen muss.

„Mehr war nicht nötig, um mich für Fossilien

zu begeistern“, sagt Dr. Hans Hagdorn,

Leiter des Muschelkalkmuseums in Ingelfingen.

Seit fast 70 Jahren beschäftigt sich der

nun pensionierte Lehrer und Oberstudienrat

mit Fossilien. Über die Jahre hat er seine

Funde aufbewahrt und katalogisiert. „Bereits

einige 10.000 Stücke sind dabei zusammengekommen“,

erläutert der Hobby-Paläontologe.

Anfangs geht Hagdorn per Fahrrad auf

Fossilienjagd – unterwegs in den heimischen

Steinbrüchen rund um Schwäbisch Hall.

„Das wäre heute gar nicht mehr möglich, wo

meine damaligen Fundorte zugewachsen

oder zugeschüttet sind“, sagt der 76-Jährige.

Man bräuchte zudem Genehmigungen, um

Steinbrüche zu betreten,

und selbst dann sei es relativ

gefährlich.

NEUE SPEZIES

ENTDECKEN

Den Hobbyforscher interessiert vor

allem die Vielfalt der Entdeckungen, die

man machen könne. „Man hat die Möglichkeit,

ganz neue Dinge zu finden“, schwärmt

er. Im Laufe der Jahre hat er sich die entsprechende

Expertise erarbeitet und neue Gattungen

sowie Familien von Tieren entdeckt.

„Damit man ein wahrer Kenner in Sachen

Botanik, Zoologie oder auch Versteinerungen

wird, braucht es allerdings eine Gabe für

analytisches Sehen und ein hervorragendes

Gedächtnis für Bilder“, sagt Hagdorn. Habe

man beides nicht, falle es schwer, das Gefundene

einordnen zu können. Hagdorn arbeitet

die Funde schließlich wissenschaftlich

auf. Dafür ist breitgefächertes Wissen nötig.

„Zum Spezialisten wird man nur durch jahrelange

Erfahrung und mithilfe von Fachliteratur.“

Ceratiten waren eine

Gruppe von Kopffüßlern,

die man typischerweise

im Muschelkalk findet.

Beruflich schlägt Hagdorn einen anderen

Weg ein. Er studiert Germanistik und Geografie

und arbeitet als Lehrer an der Kaufmännischen

Schule in Künzelsau bis zu seiner

Pensionierung 2013. Es gibt durchaus

Zeiten, in denen Hagdorn darüber nachdenkt,

seine Leidenschaft für Fossilien zum

Beruf zu machen. „Allerdings habe ich gemerkt,

dass es gar nicht nötig war. Der Lehrerberuf

hat durch die Ferien mehr als genug

Zeit geboten, dem Ganzen nachzugehen.“

Außerdem sei er ganz froh, dass es im Endeffekt

so gekommen sei: „Wenn man sowas

beruflich macht und zum Beispiel ein Institut

leitet, dann muss man auch weniger geliebte

Aufgaben übernehmen.“

EINE GLANZENDE GESCHENKIDEE

DIE WEIHNACHTS ABONNEMENTS AM THEATER

Links: Hans Hagdorn

in einem Steinbruch –

dort, wo alles begann.

Hagdorns

wissenschaftlicher

Liebling: Die

Muschelkalk-Seelilie

Encrinus liliiformis.

Fotos: AdobeStock/Guido Miller/warpaintcobra, privat

WEIHNACHTSABO

DIENSTAG AB 52,00 €

jeweils um 20 Uhr im Großen Haus

17.02.26 JESUS CHRIST SUPERSTAR

24.03.26 NORA: EIN PUPPENHAUS

21.04.26 IL BARBIERE DI SIVIGLIA

12.05.26 SHAKESPEARE IN

HOLLYWOOD

WEIHNACHTSABO

SPEZIALMIX AB 71,20 €

um 20:00 Uhr im Großen Haus/Podium

Konzert um 18:00 Uhr im CCP

01.03.26 KLANGMEERE

01.04.26 SCHWANENSEE

09.05.26 SCHWARZE SCHWÄNE

26.06.26 DADDY LONG LEGS

WEIHNACHTSABO

SONNTAGNACHMITTAG AB 56,00 €

jeweils um 15 Uhr im Großen Haus

18.01.26 DER ZERBROCHNE KRUG

08.03.26 DER OPERNBALL

17.05.26 JESUS CHRIST SUPERSTAR

05.07.26 IL BARBIERE DI SIVIGLIA

WEIHNACHTSABO

SONNTAGABEND AB 56,00 €

jeweils um 19 Uhr im Großen Haus

25.01.26 CARMEN

15.03.26 DER OPERNBALL

12.04.26 IL BARBIERE DI SIVIGLIA

10.05.26 SHAKESPEARE IN

HOLLYWOOD

Unser Aboservice berät Sie gerne! | Tel.: 07231 / 39 22 56 | abo@pforzheim.de

WEIHNACHTSABO

KONZERT AB 47,40 €

jeweils um 18 Uhr im CCP

18.01.26 HEIMATGEFÜHLE

3. Sinfoniekonzert

19.04.26 DIE GEBURT DER

FILMMUSIK

5. Sinfoniekonzert

07.06.26 ZU DEN STERNEN

6. Sinfoniekonzert

36

37



Links: Ausstellungsstücke in

Hagdorns Museum zeigen

beispielsweise die Meeresechse

Nothosaurus.

Rechts: Das Muschelkalk Museum in

Ingelfingen besteht seit Mitte der

80er-Jahre. Darin befinden sich auch

Exponate von anderen Sammlern.

schelkalk in der Welt.“ Aber das sei ein Erfolg

vieler Väter, wie Hagdorn klarstellt. Einige

größere wie auch kleinere Sammlungen von

Privatforschern sind ebenfalls im Museum

zu betrachten. Das Ziel der Ausstellung in

der Inneren Kelter ist es, die Erdgeschichte

Hohenlohes nachzuverfolgen. Obwohl die

Versteinerungen keine Dokumente im eigentlichen

Sinn sind, halten sie dennoch fest,

was einmal war. Bei einer privaten Sammlung

ist es wichtig, vor allem Fundort und

Datum festzuhalten, sonst kann die Versteinerung,

selbst wenn sie interessant wäre,

schwer bewertet werden.

Während des Lehramtstudiums in Tübingen

knüpft Hagdorn dennoch Kontakt zu Profis:

Dort lernt er seinen Mentor, den Paläontologen

Adolf Seilacher, kennen. Von ihm bekommt

er beigebracht, sedimentologisch

und paläontologisch zu denken. Das heißt,

Fossilien als Prozesse der Evolution und Ablagerung

zu sehen, die jeweiligen Umweltbedingungen

besser zu verstehen und zu begreifen,

wie die Versteinerungen überhaupt

entstanden sind. „Um weiterzukommen,

braucht man eben auch gute Lehrer – mit

Literatur allein ist es schwieriger“, sagt er.

Durch Seilacher knüpft er weltweit Kontakte.

Auch das Stuttgarter Naturkundemuseum

unterstützt den Schwäbisch Haller bei

seinen Untersuchungen im Lauf der Jahre.

AUSFLUG IN DIE TRIAS-ZEIT

Eines von Hagdorns Spezialgebieten ist Muschelkalk.

Der ist vor allem in Hohenlohe

und insgesamt in Süddeutschland sehr verbreitet.

Das Sedimentgestein entstand vor

240 Millionen Jahren im flachen Meerbecken

aus meist kalkigen Ablagerungen. Diese

wurden im Laufe der Jahrhunderte zu immer

festerem Stein gepresst und schlossen Muscheln,

Tiere oder Pflanzen darin ein.

Eine Entdeckung, auf die Hagdorn sehr stolz

ist, sind die Stachelhäuter wie beispielsweise

die Seeigel. Der Triaszeit, in der sich der Bürgerwissenschaftler

vorrangig mit dem Muschelkalk

befasst, ging ein großes Faunensterben

voraus. Seeigel, wie man sie damals

kannte, waren ebenfalls kurz davor, zu verschwinden.

Lange Zeit, bis in die 1950er-

Jahre, glaubte man aufgrund der spärlichen

Funde von nur einzelnen Skelettplättchen,

dass diese ausgestorben wären.

SEELILIEN AUS HOHENLOHE

Erst Hagdorns Funde aus den 60ern und

70ern geben weiteren Aufschluss über die

Evolution der Seeigel nach dem großen Faunensterben.

„Das war ein Schlüsselerlebnis.

Ich konnte die Erkenntnisse, die bereits seit

dem 19. Jahrhundert bestanden, mit meinen

Funden widerlegen beziehungsweise ergänzen“,

sagt der Hohenloher. In Zusammenarbeit

mit Kollegen aus Frankreich entdeckt

Hagdorn zudem eine weitere Linie der Seeigel,

die dieses große Aussterben am Ende

des Perm-Zeitalters überlebt hatte.

Gleichzeitig behält er die triaszeitlichen Seelilien

weltweit im Auge. „Ich habe die Kenntnisse

zu dieser Tiergruppe verbreitert und

vertieft. Sowohl was die Arten als auch was

die Lebensweise angeht.“ Von einer deutschchinesischen

Arbeitsgruppe eingeladen,

forscht er in Südchina an einer Fundstätte.

Über Jahre fliegt er immer in den Schulferien

hin und kann beweisen, dass die Seelilien

dort von unseren in Hohenlohe abstammen.

„Sie sind nur ein wenig jünger“, sagt der

Schwäbisch Haller.

Das Besondere an den Lagerstätten der Fossilien

in der Region seien die teilweise komplett

erhaltenen Stachelhäuter wie Seelilien

und Seesterne im Muschelkalk – nicht nur

einzelne Plättchen. Auch im unteren Keuper

oder Lettenkeuper (so heißen die ungefähr

30 Meter Gestein, die die Hohenloher Ebene

bedecken) fand man Ablagerungen aus

einem triaszeitlichen Sumpf. Dort lebten riesenhafte

Lurche, die Mastodonsaurier. Diese

wurden bis zu sechs Meter lang. Auf dem

Land gab es erste Krokodile. Sie bekamen in

der Region ihren Namen, nachdem beim

Bau der A6 in den 1970er-Jahren in Kupferzell

erste Funde gemacht wurden. „Das Krokodil

heißt Batrachotomus kupferzellensis,

also Kupferzeller Fröscheschlitzer. Es machte

Jagd auf die großen Lurche, wie man an den

Bissspuren an deren Knochen erkennen

kann“, sagt der Forscher.

AUSGRABUNGEN WELTWEIT

Spannende Entdeckungen, doch warum hat

sich Hagdorn ausgerechnet auf Muschelkalk

spezialisiert? Zunächst ist der Kalkstein für

ihn als Kind in den Schwäbisch Haller Steinbrüchen

leicht erreichbar. Als er später sein

Wissen vertiefen möchte, braucht es eine

Entscheidung – denn um ein richtiger Experte

zu werden, muss er sich einem Teilbereich

verschreiben. „Bleibt man bei dem, was

man kennt, und schaut, ob es da noch etwas

zu entdecken gibt, oder sucht man sich ein

anderes Gebiet?“, fragt er sich. Es bleibt

beim Muschelkalk. Außerdem sei diese Gesteinschicht

spannend: „Seit 250 Jahren

wird bereits intensiv im Muschelkalk gesammelt,

und trotzdem kommen immer wieder

neue Sachen heraus.“ Später erweitert Hagdorn

seine Kreise und baut die sehr umfangreiche

Sammlung von Muschelkalk- und Unterkeuper-Fossilien

aus ganz Mitteleuropa

auf. Hagdorn ist dafür nicht nur in Frank-

VERKAUF NUR VOM

24.11.2025 - 23.12.2025

TOLLE WEIHNACHTSANGEBOTE

ONLINE & IN UNSEREM

GESCHENK-IDEEN PROSPEKT

www.rappsodie.info · Telefon 07264 206 933 0

RappSoDie - Bad Rappenauer Wellness- und Saunaparadies

Salinenstraße 37 - 74906 Bad Rappenau

reich, vor allem in Lothringen, sondern auch

sehr viel in Oberschlesien und den Alpen,

besonders den Dolomiten, unterwegs. Sein

Schwerpunkt bleibt die Trias-Zeit. Zudem

konnte er an Fundstätten in Jordanien, Israel,

China, der Türkei und den USA mitarbeiten.

Daraus gingen rund 300 Veröffentlichungen

hervor. Die Ausgrabungen sind

heute Exponate in Hagdorns eigens 1985

gegründetem Muschelkalkmuseum in Ingelfingen.

„Wir beherbergen heute sicher eine

der einschlägigsten Sammlungen von Mu-

Jubiläumssaison

O6.O6.––27.O9.2O26

Allgemeiner Vorverkauf

startet am 9. Februar 2026

TICKETS Telefon 07940/18-348

www.hohenloher-kultursommer.de

Foto Kuss Quartett: Rüdiger Schestag

Im Juni erhielt Hagdorn für seine Verdienste

um die Geologie und Paläontologie das Bundesverdienstkreuz.

Der Ministerpräsident

Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann,

schlug den 76-Jährigen höchstpersönlich

vor. Diese Auszeichnung freut den

Schwäbisch Haller sehr: „Eine Anerkennung

vom Staat zu bekommen, ist eine große Ehre

– und Überraschung. Ich habe es nicht darauf

angelegt. An meinem Ansatz hat sich

nichts geändert. Mein wissenschaftlicher

Antrieb ist immer noch da, nur altersbedingt

etwas gedämpfter.“ Fabienne Acker

Nürnberger

Symphoniker

& Fetén Fetén

Andreas Martin Hofmeir

Rebekka Hartmann

Kuss Quartett

Munich Harmonists

Pe Werner

Martina Eisenreich

Casal Quartett u.v.m.

38

39



Kreative Hobbyköche

erfinden Gerichte

Barbara Salesch ist

waschechte Badenerin

Jonas Gräter züchtet

Giganten

Palmen und Strand gibt

es auch in der Region

Eine sagenhafte Tour

durchs Ländle

Die Tatort-Kommissarin

zieht es nach draußen

Ein Gespräch über Bücher,

Bissen und Bildung

Großartige Skulpturen

von Bildhauer Lars Zech

Was Ursula Dees gegen

Rückenschmerzen tut

MUTIG & ZUPACKEND

KEINE AUSGABE

Hindernisse können Dr. Lisa Federle nicht bremsen.

Die bekannte Notärztin aus Tübingen weiß, wie man

nicht nur Worte, sondern auch Taten sprechen lässt.

xis“ geraten, für die sie das Bundesverdienstkreuz

erhielt. In der Begründung des Bundespräsidialamtes

hieß es: „Menschen wie sie

bilden den Kitt in unserer Gesellschaft – und

das nicht nur in Krisenzeiten.“ Genau diesen

Kitt fordert Federle jetzt ein, wenn sie mahnt,

im eigenen Umfeld etwas zu tun, Verantwortung

zu zeigen und sich für andere einzusetzen.

Was braucht man dazu? „Mut und klaren

Verstand. Man darf nicht immer zweifeln

und tausend Bedenken haben. Es geht schon

längst um sehr viel – es geht um alles.“

VERPASSEN!

Winter 2025/26

Ärztin und Bestsellerautorin Dr. Lisa Federle ist bekannt für ihre innovative mobile

Arztpraxis und ihren Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

Sie ist die wohl bekannteste Notärztin

Deutschlands. Und darüber hinaus eine

bemerkenswerte Frau mit scharfem Verstand,

Empathie und einer großen Portion

positiven Denkens. Auf die Verlass ist, wenn

es gilt, zu handeln und nach Lösungen zu suchen.

Ihre Botschaft hat Dr. Lisa Federle zusammen

mit dem Tübinger Oberbürgermeister

Boris Palmer in einem Buch

formuliert, das in diesem Jahr erschienen ist:

„Wir machen das jetzt!: Über den Mut neue

Wege zu gehen.“

Das ist so unsentimental und schnörkellos

wie sie selbst, die pragmatisch „einfach mal

machen will, statt alles in Frage zu stellen“,

und die das Hinhören und Mitfühlen als

eine Medizin versteht, die nicht nur aus dem

Pillenschrank kommt. Dabei begann ihr

Weg mit jeder Menge Stolpersteinen. Eine

schier unglaubliche Geschichte: Die Schule

abgebrochen, von der Mutter mit 17 Jahren

wegen Schwangerschaft vor die Tür gesetzt.

Sie flieht vor ihrem gewalttätigen und drogenabhängigen

Partner, muss das Essen für

sich und die hungrigen Kinder klauen, wie

sie erzählt. Dennoch ist da der Wunsch, Ärztin

zu werden – ein Ziel, das sie schließlich

erreicht. Jede Menge Krisen hat sie gemeistert.

Eine starke Frau? „Ach, das ist so eine

Frage“, sagt sie. „Ich bin ein Mensch, der sich

an kleinen Dingen freut und sich selbst auch

in schwierigen Situationen immer wieder

aufbauen kann. Ich habe gelernt, wie schnell

das Leben vorbeigehen kann, und weiß die

kostbare Zeit zu schätzen.“ Ins Blickfeld der

Öffentlichkeit ist sie spätestens in der Zeit

der Pandemie mit ihrer „rollenden Arztpra-

KEINE RESIGNATION

Sie vermisst ein Gemeinschaftsgefühl, hat

den Blick auf den Verlust von Respekt voreinander

gerichtet, den fehlenden Zusammenhalt

auch in Familien. Die jungen Menschen,

konfrontiert mit Krieg, Corona und klammen

Staatsfinanzen, erlebten Resignation

und Frust. „Und wer frustriert ist, neigt

leichter zu Gewalt.“ Richtig wäre es ihrer

Meinung nach, mehr soziale Themen in den

Schulunterricht zu packen und ein Handyverbot

in der Schule einzuführen: „Allein

über eine Gemeinschaft, in der jeder auf den

anderen achtet und in Momenten der Not

nicht zögert, die eigenen Bedürfnisse hintanzustellen,

wird Zukunft denkbar.“ Wie viel

man mit Engagement und Einsatzbereitschaft

erreichen kann, erzählt Federle im

Buch (übrigens ihrem dritten). Das ist analytisch,

manchmal unterhaltsam und manchmal

auch ein bisschen traurig. Manchmal

scheint es, als ob die Tübinger Ärztin sich

ihre Erlebnisse einfach von der Seele geschrieben

hat.

Das Kaleidoskop der Klippen und Chancen

in der Gesellschaft, aber auch in menschlichen

Beziehungen ist immens, das Arbeitsgebiet

von Lisa Federle ebenfalls. Und

schließlich ist da noch ihre große Familie, zu

der inzwischen auch Enkelkinder gehören.

„Ich erhalte viel Kraft und Energie durch die

Dankbarkeit der Menschen“, sagt Federle.

„Und ich habe wirklich Glück – ich habe

eine wunderbare Familie, die mir Kraft gibt.

Ich wohne mit meinem ältesten Sohn und

seiner Familie in einem Haus. Das passt – da

fühle ich mich als Oma. Und das ist ja auch

wieder ein Stück Verantwortung.“ gm

Foto: Christian Kaufmann

HEIMAT

SCHMECKT

Herbst 2025

Mit Pfiff serviert

Auf ein Viertele

Im Kürbisfieber

Sonderheft Urlaub 2025

KLEINE

AUSZEIT

Urlaub wie

in Italien

Die schöne Lau und

der Spion von Aalen

Eva Löbau liebt den

Schwarzwald

LESE

STUNDE

Wurzeln & Wege

Karoline Eichhorn

im Gespräch

Gschichtle & Versla

Scheene Weihnachda

mit Autor Edi Graf

Lilien & Igel

Was Hans Hagdorn in

Hohenlohe gefunden hat

Sommer 2025

LESEN,

BITTE!

Denis Scheck

schwätzt Tacheles

Holz zieht ihn

magisch an

Der Kick auf

den Schienen

Bestellen Sie jetzt Ihr Abo unter

www.pro-vs.de/lebensart

oder rufen Sie uns an:

Tel. 0791/95061-8300

4 Ausgaben + 1 Urlaubsheft gratis

5x

LebensArt

nur 15,60 €*

*inkl. MwSt. und

Versand

40 41



Typisch

WINTER IM LÄNDLE

Egal ob Aberglaube oder gemütliches

Beisammensein. Der Winter in der Region

hat an Traditionen und überlieferten

Bräuchen einiges zu bieten.

Ist Weihnachten schwäbisch?

Eine der frühesten Erwähnungen des Weihnachtsfests in der

deutschen Sprache lässt sich bis zu einem Gedicht des

bayerischen Sangsprungdichters Spervogel aus dem Jahr

1190 zurückverfolgen. Darin beschreibt er die Geburtsgeschichte

Jesus Christus‘. Dieses Gedicht befindet sich in der

umfangreichen poetischen Sammlung deutscher Barden in

der Manessischen Lieferhandschrift – eine der berühmtesten

Handschriften aus dem Mittelalter. Sie ist Teil der Bibliotheca

Palatina und wird bis heute in der Heidelberger Universitätsbibliothek

aufbewahrt. In der gleichen Handschrift, ein

paar Zeilen davor widmet Spervogel ein anderes Gedicht

dem damaligen Herrscher einer Burg nahe Sinsheim namens

Wenhart vom Steinsberg. Für lokale Historiker ist das der

Beweis, dass Weihnachten direkt in Verbindung mit dem

Kraichgau steht. Reiner Zufall? Gut möglich, aber wer weiß

das so genau?

Hier kommt nicht der Nikolaus …

In der Heidelberger Gegend läutet der Benzenickl-Tag

(5. Dezember) die Adventszeit ein. Früher zogen dort

Kinder als Nikoläuse verkleidet von Tür zu Tür. Mit

Vorträgen wie Gedichten oder Liedern verdienten sie sich

Äpfel. Im Hohenlohischen sind an Heiligabend die Rollbuaba

unterwegs. Beispielsweise in Wolpertshausen oder

Ilshofen gehen Jugendliche in weißen Gewändern, mit

Glocken behangen und auf dem Kopf ein selbstgebastelter

Hut aus alten Schulheften, auf Streifzug. Auch sie vertreiben

böse Geister und erhalten zur Belohnung Süßigkeiten.

Teilweise „entführt“ man Kinder und schickt sie mit

schwarzem Strich gekennzeichnet zu den Eltern zurück.

Neujahrsgebäck

Zum neuen Jahr backt man in Baden-Württemberg. Egal ob

Brezeln, Kränze, Hörnchen oder Männlein – die Hefeleckereien

können salzig oder süß sein und werden, je nach

Region, entweder zum Glühwein an Silvester, um Mitternacht

oder am Neujahrsmorgen gereicht. Im Badischen gibt

man sogar teilweise Goldstücke in den Teig. Der Brauch

rührt entweder daher, sich mit dem süßen Gebäck für die

Fastenzeit zu stärken oder um böse Geister zu besänftigen.

Vor allem die Brezel, die ohne Anfang oder Ende die

Unendlichkeit symbolisiert, gilt als DER Glücksbringer.

Höchenschwand

im Südschwarzwald

- dem Himmel etwas näher -

Silvesterreiten

Der traditionelle Silvesterritt in Westhausen

ist vermutlich einer der ältesten

Bräuche. Im Jahr 1626 gerieten Bauern

in große Not, da viele ihrer Kühe an einer

Lungenfäule starben. Sie baten den

heiligen Silvester um Hilfe und versprachen

ihm im Gegenzug eine Kapelle zu

seinen Ehren. Als sich die Tiere erholten,

bauten die Bauern die Wallfahrtskirche.

Seitdem wird der Ort beritten.

In den 1960er-Jahren etablierte sich die

Tradition und steht jedes Jahr fest im

Kalender der Westhausener. Bis zu 270

Menschen schließen sich jährlich der

Reiterprozession an. Fabienne Acker

Wandern

Kulinarik

Sport

Reha

Genießen

Erholen

Start der Festlichkeiten

Am „Heiligen Morgen“ trifft man sich

beispielsweise in der Esslinger Gegend

zu einem ausgedehnten Frühschoppen,

um Weihnachten einzuläuten. Um 14

Uhr ist das Treiben dann vorbei, es geht

heim zur Familie.

Lobet den Baum

Das sogenannte Christbaumloben ist

eine beliebte regionale Tradition. Dabei

gehen kleine Grüppchen von Haus zu

Haus und besuchen Freunde oder Bekannte.

Durch ausgiebiges Loben des

dortigen Weihnachtsbaumes möchten

die Gäste Schnaps oder andere Festtagsleckereien

abstauben. Dazu wird häufig

auch noch ein Lied angestimmt.

Fotos: AdobeStock/writerfantast/Evrymmnt

Dort wo der Himmel die Erde küsst,

ein Dorf so hoch gelegen ist,

umrahmt von Tälern, den Weiten von Wäldern,

gekrönt in der Ferne von der Alpen Kranz,

gegrüßt von der Firne aufleuchtendem Glanz,

liegst Du, gesegnet von Gottes Hand,

Du Schwarzwaldperle, mein Höchenschwand.

(aus dem Höchenschwander Lied von Christian Gotthard Hirsch)

Weitere Informationen:

Tourist-Information

Dr.-Rudolf-Eberle-Straße 3

79862 Höchenschwand

Tel.: 07672 / 4818-0

www.hoechenschwand-tourismus.de

42

43



Aus den Boxen dröhnen spanische

Rhythmen. Die Turnhalle ist hell erleuchtet.

Tape auf dem Boden kennzeichnet

die imaginäre Bühne, die in ein paar Monaten

sehr real sein wird. Die Tänzerin steht in

Pose, wartet auf ihren Einsatz. Dann geht es

los: Bei den Figuren wird auf Präzision geachtet.

Trainer Mike Corigliano weiß genau,

was er sehen möchte. „Zügiger“, „Lächeln“

oder auch „Ja, genau“ sind Kommandos, die

seine Schützlinge während des Trainings hören.

Der Carnevals-Club Binswanger Borschule

ist eine Institution im Unterländer Fasching.

Seit 1956 als fester Bestandteil Erlenbach-

Binswangens verwandeln beispielsweise die

Rote Garde, die Borschule Funken, die Solisten

oder auch die Frauengruppe zur fünften

Jahreszeit den Ort in eine Faschingsoase. Für

viele, wie Mike Corigliano, hat der Verein

einen großen Stellenwert im Leben. „Ich

wurde in den Fasching hineingeboren. Meine

ganze Verwandtschaft war schon immer

bei den Borschule – seit ich drei Jahre alt bin,

tanze ich selbst“, erzählt der heute 29-Jährige.

„Der Verein ist wie eine zweite Familie –

wir unterstützen uns, treiben uns an und

sind füreinander da.“ Zehn Jahre lang übernimmt

er die Rolle der Symbolfigur „Mostteufel“,

fährt auf Wagen mit und wirft Süßigkeiten.

Mit 16 Jahren bestreitet er seine

ersten Soloturniere. Dabei gewinnt er mehrfach

die Württembergischen Meisterschaften

alleine und wird zwei Mal sogar Deutscher

Meister mit der gemischten Garde.

Mike Corigliano ist streng, aber

auch ein „Seelsorger“ für seine

Garde-Kinder, wie er selbst sagt.

TANZ IN DEN

HI

C N

FAS G

Tüll, Glitzer und Akrobatik – das ist die Welt

von Garde-Trainer Mike Corigliano aus Erlenbach

bei Heilbronn. Seine Leidenschaft für die

fünfte Jahreszeit hat er bereits in die Wiege

gelegt bekommen.

Fotos: Fabienne Acker, privat, AdobeStock/vege

Doch auch das Trainerdasein reizt ihn – bereits

zwei Jahre später ruft er eine eigene

Gruppe aus Solisten ins Leben. „Dadurch,

dass ich selbst getanzt habe und weiß, wie es

ist, kann ich mich viel besser in die Kinder

hineinversetzen.“ Grundsätzlich durchlaufen

die Kleinen die einzelnen Tanzgruppen (Küken

über Junioren bis Aktive). Dabei können

sie sich jederzeit entscheiden, ob sie allein

weitermachen möchten. Corigliano hat zudem

ein Auge dafür, wer Talent hat, und

nimmt einzelne Tänzerinnen und Tänzer

mit zu den Solisten. Kinder ab drei Jahren

aufwärts sind also mit am Start. So auch

Henriette, genannt Henni, und Salvo. Die

13-jährigen Schüler kennen sich von klein

auf und haben als Paar schon einiges erreicht.

Im letzten Jahr gewannen sie mehrere Turniere

des Bunds Deutscher Karneval sowie

die Württembergische Meisterschaft. Leider

verletzte sich Salvo am Finger, sodass sie ihre

Siegesserie bei den Süddeutschen und Deutschen

Meisterschaften nicht weiterführen

konnten. Das soll diese Saison anders werden.

„Wir sind sehr ehrgeizig – manchmal

vielleicht zu sehr. Aber unser Ziel ist, noch

besser zu werden“, sagt Salvo.

ALLES FÜR DEN TANZ

Was die beiden an ihrem Trainer besonders

schätzen? „Mike ist mein Notfallkontakt,

falls meine Eltern mal nicht kommen können

– wir können ihm alles sagen“, berichtet

Henni. Als man Corigliano darauf anspricht,

sagt er: „Ja, Seelsorger ist man natürlich

auch. Aber dieses Vertrauen ist wichtig –

sonst könnten wir den Sport gar nicht machen.“

Der Trainer ist laut eigener Aussage

sehr streng und verlangt viel von seinen

Schützlingen. „Aber ich denke, wir geben ihnen

auch viel. Nicht nur für den Wettbewerb

– sondern auch später fürs Leben.“ Selbstvertrauen,

Präsenz, Disziplin und Durchhaltevermögen

sind einige der persönlichen Eigenschaften,

die Corigliano seinen Tänzern

näherbringen möchte.

Zweimal die Woche wird für zweieinhalb

Stunden trainiert. Mit im Trainerteam sind

Coriglianos Lebensgefährte Mario und das

ehemalige Mariechen Nina. In die heiße Turnierphase

geht es ab Oktober. So richtig in

Fahrt kommt die Saison aber erst, wenn der

eigentliche Fasching schon vorbei ist – nach

Aschermittwoch. „Wir sind eigentlich das

ganze Jahr am Trainieren“, sagt Corigliano

lächelnd. Für den 29-Jährigen sind Fasching

und der Verein eine Art Ausgleich zu seinem

eher ruhigen Job im Logistiksektor. „Es ist

eigentlich mehr als ein Hobby – es ist die

kreative Seite meines Lebens“, erläutert er.

Wenn er gerade nicht seine Solisten trainiert,

leitet er eine Frauengruppe: „Mit meinen

Damen steht der Spaß an der Bewegung im

Vordergrund.“ Die älteste sei 60 Jahre alt.

Außerdem trainiere er auch eine Garde. „Der

größte Unterschied zu den Solisten ist, dass

es dort um Synchronität geht“, meint Corigliano.

Doch auch wenn er nicht in der Turnhalle

mit seinen Solo-Tänzern steht, denkt er

immer ans Tanzen. „Ich überlege mir für jede

Saison neue Choreografien“, sagt er. Dabei

achtet er auf die Stärken der einzelnen Tänzer,

baut ihnen aber auch Schwierigkeiten

ein, die sie herausfordern sollen. „Sonst werden

wir nicht besser.“ Außerdem entwirft der

Trainer die Bühnenkostüme und schneidert

sie eigens. „Die sind sonst wirklich sehr teuer

und reißen schnell“, weiß Corigliano. Inspirieren

lässt er sich von der gewählten Melodie.

„Spanische Musik heißt für mich natürlich:

rotes Kostüm“, sagt er lachend. Auch

das Musikstück schneidet Corigliano selbst

auf die geforderte Länge zu.

Herausforderungen sind für den Faschingsfan,

darauf zu achten, was die Punktrichter

auf der Bühne bewerten. Dabei sind nicht

nur Wackler oder andere tänzerische Unsauberkeiten

zu vermeiden, sondern auch das

Drumherum muss stimmen. „Das Kostüm

zum Beispiel muss sauber und ordentlich

sein und genau passen – zu groß oder zu

klein darf es nicht sein“, erläutert er. Corigliano

ist mittlerweile Komiteemitglied beim

CCBB und hat einen Platz im Tanzausschuss

des Landesverbands Württembergischer

Karnevalsvereine. Mit seiner mehr als zehnjährigen

Trainer-Erfahrung hat der Erlenbacher

schon einige Fortbildungen absolviert.

„Dieser Sport ist anspruchsvoll – wenn man

einmal falsch fällt, kann das schwere Folgen

haben –, daher ist es wichtig, den Kindern

kompetente Trainer zu sein.“ Sind seine Solisten

erfolgreich, freut sich auch Corigliano.

„Das ist natürlich eine Bestätigung. Vor allem

aber sind wir ein Team, wir gewinnen

und verlieren zusammen.“ Fabienne Acker

01 Henni und Salvo bei den

Württembergischen Meisterschaften

mit ihrem Pokal für den ersten Platz.

02 Lina gibt bei ihrem Einzeltanz alles.

03 Die sieben Solotänzer wärmen sich

mit dem Trainerteam Nina und Mario auf

(auf der Bank). 04 Henni und Salvo

beherrschen Hebefiguren wie im Schlaf.

01

02

03

04

44

45



Anzeige

KNALLBUNTES

Mit Liebe selbst gemacht

Egal ob Filmdiva oder

griechische Göttin – die

berühmte Puppe aus

den USA kann einfach

alles. Da bleibt nur zu

sagen: Barbie for

president!

BARBIE-LAND

Tipps aus der Redaktion: Gabriele Meyer ist wieder auf

Museumstour. Im Residenzschloss in Ludwigsburg taucht

sie in die Welt der wohl berühmtesten Puppe der Welt ein.

Barbie-Puppen waren nie

meine Sache. Mit einer

gewissen Abscheu habe ich

die Wunschzettel gelesen, die

das superblonde, supergestylte

Plastikgirl auf den Gabentisch

sehnten. Doch tatsächlich

kann man auch einen anderen Blick

auf die Barbie-Welt erhaschen: Beispielsweise

im Residenzschloss Ludwigsburg, das

noch bis Ende Februar die Ausstellung „Barbie

– zwischen Alltag und Glamour“ zeigt.

In ihr wird die beliebteste Puppe der Welt,

die vom Spielzeug zum begehrten Sammlerobjekt

gedieh, in ihrer Entwicklung von den

1960er-Jahren bis heute vorgestellt. Wichtige

Trends rund um die blonde Puppe kommen

dabei nicht zu kurz. Barbie zeigt sich

ebenso im pompösen Märchenkleid wie im

stylischen Badeanzug oder in cooler Motorradjacke.

Aber auch als Superstars haben die

Modeikone und ihre Freunde ihren Auftritt.

Hollywood lässt grüßen.

Das

gefällt

mir

Dass bei der figürlichen Komponente der

schlanken und ranken Dame nicht der Virus

des Magerwahns um sich greift, dafür sorgt

die kalkulierte Künstlichkeit der Puppen.

Eher ist es eine Art bunter Spielzeug- und

Konsumwelt mit durchaus zeitgeschichtlichem

Hintergrund, die da im historischen

Schloss Ludwigsburg mit aller Macht über

die Besucher hereinbricht. Sozusagen das

Kaleidoskop einer sich verändernden Sicht

auf die Gesellschaft: insbesondere im Hinblick

auf die Rolle der Frau. Wobei man sich

nicht täuschen darf: Hinter der vermeintlich

ebenfalls auf Männersehnsüchte getrimmten

Barbie steckte, von Anfang an, die Geschichte

einer Karrierefrau mit Hochschulabschluss.

Dass Barbie in neueren Versionen in

anderen Berufen – zum Beispiel als Astronautin,

Präsidentin oder

Krankenschwester – Fuß gefasst

hat, scheint fast zwangsläufig

die Folge zu sein. Der

Mann, Ken, fehlt dabei allerdings.

Niemand da, der die

Blondine zum Traualtar führen

könnte. Ach, übrigens: Barbie ist

inzwischen auch divers.

Kuratiert hat das knallbunte Barbie-Land

Bettina Dorfmann, die mit rund 20.000 Barbies

weltweit die größte Sammlung dieser

Art ihr eigen nennt. Die Düsseldorferin, die

auch im Puppenmuseum in Ratingen arbeitet,

hat als Kind selbst mit den Puppen gespielt.

Ihre Tochter verweigerte aber den

Umgang mit der Plastik-Lady, die Dorfmann

als Sammelobjekt wiederentdeckte. In Ludwigsburg

zeigt sie einen beachtlichen Teil

ihrer Sammelschätze – eine farbenfrohe

Welt, die mit ihren vielen Details und Nuancen

das Ansehen lohnt, unterhält und Spaß

macht.

Gabriele Meyer

Was gefällt Ihnen?

Haben Sie auch einen Tipp für

uns? Eine Ausstellung, ein Buch,

einen Ort, ein Rezept oder

etwas ganz anderes? Dann

schreiben Sie unserer Kollegin

Lisa.Hofmann-Vorbach@

pro-vs.de! Wir veröffentlichen

Ihren Tipp auf www.lebensartmagazin.com.

Fotos: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Finia Saß, Adobe Stock/Rawpixel.com

Fotos: Marc Splettstößer

Die neue Ausgabe des Magazins „Süßer Zauber“ zeigt wieder

die schönsten Rezepte von Leserinnen und Lesern der

Heilbronner Stimme. Dieses Mal dreht sich alles um die besten

Geschenkideen aus der Familienküche.

Verpackt wie feinste Pralinen ein

herrliches Geschenk: Die Bethmännchen

von Heike Harfensteller sind eines von

50 Rezepten im neuen „Süßer Zauber“.

stimme.de/shop Shop

Saftige Stollen, gebrannte Mandeln und

heiße Schokolade – das alles steht doch

für Weihnachtsvorfreude pur, oder? Und

eine Freude, die wollen wir gerade in den

Wochen vor Heiligabend vielen Menschen

machen. Als Dankeschön, als Aufmerksamkeit,

als Mitbringsel zur Kaffeeeinladung.

Mit diesem Gedanken ist die neue Ausgabe

von „Süßer Zauber“ entstanden. Denn wer

Selbstgemachtes verschenkt, verschenkt

obendrauf Wertschätzung. Wer Selbstgemachtes

verschenkt, drückt aus: Für dich

habe ich mir Mühe gegeben.

Standen in der ersten Ausgabe 2023 vor allem

Plätzchen im Vordergrund, sind es nun

Geschenke aus

der Familienküche

Die besten Geschenke sind die selbst gemachten – gerade in

der Weihnachtszeit. Die neue Ausgabe von „Süßer Zauber“

zeigt deshalb die 50 tollsten Rezepte unserer Leserinnen und

Leser für leckere Mitbringsel – von Müsli bis Likör, von Plätzchen

bis Praline, von Mini-Stollen bis zu gebrannten Mandeln.

Jetzt erhältlich in unseren Geschäftsstellen

in Heilbronn und Öhringen,

unter stimme.de/shop, im regionalen

Buchhandel, bei Edeka Ueltzhöfer und

in allen Filialen der Bäckerei Härdtner.

6,90 Euro

S Ü SSER

ZAUBER

50

Lieblingsrezepte

unserer Leserinnen

und Leser

GESCHENKE AUS

DER FAMILIENKÜCHE

AUS DER REGION,

FÜR DIE REGION

„Geschenke aus der Familienküche“ – vom

weihnachtlichen Knuspermüsli über Bratapfellikör

oder winterliche Aufstriche bis

zu verschneiten Tannenzapfen und Rentier-Cupcakes.

Hübsch verpackt sind alle 50

Rezeptvorschläge wunderbare Mitbringsel

– optisch wie geschmacklich.

Zusätzlich zu den Lesern haben auch Profis

ihre Ideen beigesteuert: Neben Lisa Kühner

vom Ueltzhöfer Küchenwerk oder Petra

Dinse vom Backzauber in Ilsfeld ist auch

John Noller dabei. Der Konditormeister

führte von 1965 bis 2009 die Konditorei

Noller in Heilbronn, bis 2000 mit Kaffeehaus.

In „Süßer Zauber“ verrät er sein Rezept

für seine weithin bekannten Mandelsplitter.

Einmal mehr richtet sich das Magazin an

die ganze Familie und ist der perfekte Begleiter

für schöne, gemeinsame Stunden im

Advent – für Eltern, Großeltern, Kinder,

Enkel, Tanten, Onkel, ... – für alle!

JETZT BESTELLEN:

online stimme.de/shop

telefonisch 07131 615-625

6,90 € 10/2025

46 47



Lebens Art

NACHHALTIG, PRAKTISCH UND ATTRAKTIV

Mineralwasser in einem handlichen Gebinde und einer

optisch ansprechenden PET-Flasche, die sich auch auf

einem schön gedeckten Tisch sehen lassen kann. Gibt‘s

nicht? Doch: Aqua Römer Quelle im 9 x 1 Liter

Mehrweggebinde. Mit nur neun statt der sonst üblichen

zwölf Flaschen ist es deutlich leichter und die PET-Flasche

der Genossenschaft Deutscher Brunnen macht bei jedem

Anlass eine gute Figur. Es gibt viele gute Gründe, Aqua

Römer Quelle zu trinken: die mit 2.300 Milligramm pro

Liter hohe Mineralisierung oder die regionale Herkunft

mit kurzen Lieferwegen zum Beispiel. Mit der PET-Flasche

kommen drei weitere hinzu.

Gesehen bei:

aquaRömer GmbH & Co. KG

Bartensteinstraße 9, 74535 Mainhardt

www.aquaroemerquelle.de

FÜR SIE ENTDECKT!

AUTHENTISCHES AYURVEDA IN

BESONDERER ATMOSPHÄRE

Das Ayurveda-Kurzentrum Schloss Kirchberg verbindet die

tiefgreifende Heilkraft der traditionellen indischen Medizin mit

dem historischen Flair eines barocken Schlosses inmitten der

Hohenloher Natur. Gäste stehen dort im Mittelpunkt – mit

individuell abgestimmten Kuren, die auf der jahrtausendealten

Wissenschaft des Ayurveda basieren. Ob Panchakarma,

Regeneration, Stressabbau oder Prävention: Die angebotenen

Behandlungen folgen medizinischen Standards und werden

durch ein erfahrenes Team aus dem indischen Kerala und

Deutschland begleitet. Die ayurvedisch-vegetarische Bio-Küche,

tägliche Konsultationen, professionelle Massagen und die stilvoll

renovierten Schlosszimmer schaffen einen ganzheitlichen Raum

für Heilung, Rückzug und Erneuerung. Ruhe, Achtsamkeit und

persönliche Zuwendung machen jeden Aufenthalt zu einer

intensiven Reise zu sich selbst. Ob zur körperlichen Reinigung,

geistigen Klärung oder einfach als bewusste Auszeit – das

Kurzentrum bietet einen Ort für nachhaltige Gesundheit und

innere Balance: Ayurveda im Schloss Kirchberg ist ursprünglich,

heilsam und tiefenwirksam.

Gesehen bei:

Ayurveda-Kurzentrum Schloss Kirchberg

Schlossstr. 16/1, 74592 Kirchberg an der Jagst

www.ayurveda-kurzentrum-schloss-kirchberg.de

Anzeige

Nagolder Weihnachtsmarkt 2025

GROSSE STIMMEN, GROSSE EMOTIONEN

Am Dienstag, 6. Januar 2026, verwandelt sich das

Karlsruher Konzerthaus in eine Bühne großer Gefühle: Die

Nacht der fünf Tenöre. Unter dem Motto „Melodie per

Milioni“ vereinen Vincenzo Sanso, Luigi Frattola, Orfeo

Zanetti, Alejo Ruiz und Emil Pavlov ihre

Ausnahmestimmen zu einem Fest der Musik. Jeder bringt

seine unverwechselbare Farbe ein – gemeinsam entsteht

ein Klang, der Grenzen überwindet und Herzen berührt.

Das neue Programm führt durch die Welt der Oper und

darüber hinaus: von Verdi und Puccini bis zu Bizet und

Strauß – ein Feuerwerk an Emotionen und Leidenschaft.

Begleitet werden die Tenöre vom Plovdiver

Symphonieorchester unter Nayden Todorov. Charmant

moderiert Sopranistin Andrea Hörkens. Ein Abend, der

Kultur, Emotion und festlichen Glanz verspricht – perfekt

als Geschenk oder Start ins neue Jahr. Tickets gibt es

unter www.eventim.de.

Gesehen bei:

Konzerthaus Karlsruhe

Festplatz 9, 76137 Karlsruhe

www.5tenoere.de

Fotos: Aqua Römer, projektart, Ayurveda-Kurzentrum (Fotolia), AdobeStock/Konstiantyn, Ortis

Fotos: Stadt Nagold, Manuel Kamuf Lightworkart

Vom 5. bis 7. Dezember 2025 verwandelt sich die historische Altstadt

von Nagold in eine stimmungsvolle Winterwelt. Zwischen Fachwerkfassaden

und festlich geschmückten Hütten laden rund 90 Stände zum

Bummeln, Probieren und Verweilen ein.

Riesenrad-Premiere auf dem Vorstadtplatz:

Erstmals erwartet Besucher ein Riesenrad

– perfekt, um den Weihnachtszauber

und die funkelnde Altstadt aus der Höhe zu

genießen.

Eisbahn & Adventszauber: Auf der Eisbahn

(27. November 2025 bis 6. Januar

2026) können Groß und Klein ihre Runden

drehen, während der köstliche Duft von

Glühwein und gebrannten Mandeln durch

die Gassen zieht.

Lesung mit Isabelle Nägele, 5. Dezember,

19 Uhr: Die Autorin liest in der Bastelhütte

und schenkt ihren Gästen eine Stunde

winterlicher Besinnung – ein literarischer

Ruhepunkt im Advent.

Rathaus im Lichterglanz: Das historische

Rathaus erstrahlt vom 27. November bis

26. Dezember 2025 in festlicher Beleuchtung

und bildet den glanzvollen Rahmen

für den Weihnachtsmarkt.

Ein Fest für alle Sinne: Der Nagolder

Weihnachtsmarkt verbindet Tradition,

Handwerkskunst und Gemeinschaft – ein

stimmungsvoller Ort zum Innehalten,

Genießen und Staunen.

Stadtverwaltung Nagold

Marktstraße 27-29, 72202 Nagold

Tel.: 07452 681-0

E-Mail: info@nagold.de

48

49



Lebens Art

FÜR SIE ENTDECKT!

KLASSIKER AUF DER FREILICHTBÜHNE

Das 100. Jubiläumsjahr der Freilichtspiele Schwäbisch

Hall geht erfolgreich zu Ende. Zwei beliebte

Aufführungen stehen in der 101. Spielzeit wieder im

Programm: Die „West Side Story“ und „Jedermann“.

Auch die Neuinszenierungen 2026 setzen auf große

Stoffe: Am 12. Juni startet die Saison auf der Großen

Treppe mit Schillers Stück „Kabale und Liebe“. Ein

weiterer Klassiker folgt im Juli mit dem Musical

„Cabaret“. Im Neuen Globe steht die Sommerkomödie

„Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ nach Jane

Austens Roman auf dem Programm. Zu sehen gibt es

auch die Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“

oder das Familienstück „Der gestiefelte Kater“.

Gesehen bei:

Freilichtspiele Schwäbisch Hall

Im Haal 14, 74523 Schwäbisch Hall

www.freilichtspiele-hall.de

MIT DEN 24 GRÖSSTEN HITS VON

UND

Impressum

Glückwunsch!

Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und

Gewinnern der Verlosung aus der letzten Ausgabe.

Das Buch „Schwarzwälder Tapas 3“ geht an

Julia W. aus Renningen, Holger U. aus

Mühlacker und Birgit C. aus Hamburg.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und

Teilnehmer fürs Mitmachen.

Herausgeber pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG Ein Unternehmen der Stimme Mediengruppe Geschäftsführer Marcus Baumann, Marc Becker, Tilmann Distelbarth

Verlagsleitung Beate Semmler (V.i.S.d.P.) Leitung Digital Business Lisa Hofmann-Vorbach Redaktion Fabienne Acker, Gabriele Meyer, Dirk Täuber Sales Management Heike Bischoff,

Jonas Hilschmann, Birgit Kalbacher Layout und Grafik Stimme Mediengruppe, CrossMedia Erscheinungsweise vierteljährlich

Verlags- und Redaktions an schrift pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG, Stauffenbergstraße 18, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. 0791 95061-8300 Konto Sparkasse Schwäbisch

Hall-Crailsheim, IBAN DE91 6225 0030 0005 2553 00 Druck und Herstellung MÖLLER PRO MEDIA. Nachdruck und Vervielfältigung – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung des

Verlags. Bezugsbedingungen Das Jahresabonnement kostet 15,60 Euro (einschließlich Porto, Verpackung, MwSt.). Die Bezugszeit gilt für zwölf Monate und verlängert sich automatisch,

falls nicht drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Abo-Service Tel. 0791 95061-8300, info@pro-vs.de

Fotos: Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan Fotografie, AdobeStock/Konstiantyn, Ameer, Ortis

JETZT

TICKETS

SICHERN!

NUR LIVE IN STUTTGART

Foto: Johan Persson

50

51



Für den sanften

Genussmoment.

Wenn Aqua, dann Römer.®

Gut für mich. Gut für die Umwelt.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!