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baustoffPARTNER November 2025

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk

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11

2025

Tesa

Neue Klebeband-

Lösungen für

Handwerker

TOP-THEMA

Dach- & Holzbau

Von Dämmungen und

Lüftern über PV-Systeme

bis hin zu Gründachlösungen

IM BLICKPUNKT

Austrotherm

XPS-Spezialist mit neuen

Ideen in einem sich

wandelnden Marktumfeld

RED CORNER

Kebony

Fassadengestaltung mit

Charakter und hoher

Funktionalität

Das Fachmagazin für das Bauhandwerk

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Editorial

Streitobjekt

Heizungsgesetz

Langsam kommt Bewegung in die Förderpolitik des Bundesbauministeriums:

Nachdem die EH55-Förderung zuletzt mit

59 Mio. Euro Fördersumme kurzfristig wieder aufgenommen

wurde, ist jetzt auch eine längerfristige Perspektive

in Sicht. Zum 15. Dezember soll das Förderprogramm mit

einer Summe von 800 Mio. Euro ausgestattet werden –

vorbehaltlich der Zustimmung von Haushaltsausschuss

und Bundestag.

Auch das bislang gefloppte Förderprogramm »Jung

kauft Alt« will Bundesbauministerin Verena Hubertz durch

neue Förderbedingungen retten. »Wir haben in den letzten

Monaten aufmerksam zugehört. Viele Familien haben uns

bei ›Jung kauft Alt‹ zurückgemeldet, dass sie sich eine so

große Sanierung zunächst nicht zugetraut haben. Um die

Hemmschwelle abzusenken, muss nun innerhalb von 4,5

Jahren nach Erwerb des Eigentums nur noch auf das energetische

Mindestniveau eines Effizienzhaus 85 EE saniert

werden. Man spart also nicht nur Geld, sondern auch Zeit

und Aufwand. Zudem verbessern wir die Zinskonditionen

noch einmal deutlich.«

Zurück zur EH55-Förderung – diese soll helfen, den

Bauüberhang von derzeit 760 000 Wohnungen (Zahlen:

Bauministerium) abzubauen. Die Voraussetzung für die

Förderung ist, dass die Projekte genehmigt sind, aber

ihr Bau noch nicht begonnen hat. Außerdem muss die

Wärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt

werden. Häuser mit Öl- und Gasheizungen sind damit

außen vor, während mit Wärmepumpe beheizte Objekte

förderfähig sind.

Trotz der aufgeheizten und wenig sachlichen Diskussion

um die Wärmepumpe und das sogenannte »Heizungsgesetz«

(Gebäudenergiegesetz) während der Ampel-Regierung, hat

sich diese Technologie in letzter Zeit besser entwickelt als

es manchem Kritiker lieb ist. Im ersten Halbjahr wurden in

Deutschland erstmals mehr Wärmepumpen (139 500) als

Gasheizungen (132 500) verkauft. Die unter Robert Habeck

angestrebte Zahl von 500000 installierten Wärmepumpen

pro Jahr bleibt aber weiter unerreichbar. Aktuell gibt es wieder

Diskussionen innerhalb der Regierung, wie es mit dem

»Heizungsgesetz« weitergehen soll. Strittig ist vor allem die

Beibehaltung der Regelung, dass neu installierte Heizungen

mindestens zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energiequellen

betrieben werden müssen. Auch die Höhe der zukünftigen

Förderung von Wärmepumpen ist umstritten. Wirtschaftsministerin

Katharina Reiche hat angekündigt, die Förderung

für Wärmepumpen reduzieren zu wollen und mehr auf die

Eigenverantwortung der Menschen zu setzen. Die SPD will

dagegen an der bisherigen Förderung festhalten. Derzeit

können einkommensschwache Haushalte einen Fördersatz

von bis zu 70 Prozent erhalten (maximal 21 000 Euro), in

der Regel liegt die Förderung bei 55 Prozent.

Im internationalen Vergleich ist die Installation einer

Wärmepumpe in Deutschland sehr teuer. Mit durchschnittlich

35 000 Euro liegen die Kosten in Deutschland doppelt

so hoch wie in Polen, Frankreich oder Großbritannien. Ein

Grund hierfür liegt auch in der Art der Förderung. Denn

Deutschland ist das einzige Land, in dem die Förderung

prozentual zum Kaufpreis gezahlt wird. Das bedeutet: Je

teurer eine Anlage, sprich je höher die Installationskosten,

desto mehr Förderung gibt es. Die Novellierung des Heizungsgesetzes

– federführend sind das Wirtschafts- und

Bauministerium – sollte eine Reform der Förderbedingungen

enthalten, aber vor allem schnell für Klarheit sorgen. Denn

die Verunsicherung der Verbraucher ist offensichtlich. Der

ganze Heizungsmarkt ist 2024 um 46 Prozent eingebrochen,

das Minus im 1. Halbjahr 2025 betrug 22 Prozent.

Peter Lang

Redakteur

4 l November 2025 Editorial


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Inhaltsverzeichnis

4 EDITORIAL

○ TITELSTORY

8 TESA Neue Produkte aus der »tesa Professional«-Reihe

10 NAMEN & NEUIGKEITEN

BLICKPUNKT

35 SONDERTHEMA: DÄMMSTOFFE

35 GUTEX Verputzte Dämmplatte für fünf Anwendungsgebiete

36 ROCKWOOL Dämmplatten für modernes Wohnen im historischen Speicher

38 HIRSCH POROZELL Energetische Sanierung mit »PoroBead 033«

40 NATURHELD Dämmstoffe aus Holzfaser

41 URSA Neue Deckendämmplatte erweitert Produktsortiment

42 PUREN Passgenaue PU-Lösungen für Klinikdorf

44 JACKON INSULATION Passivhaus-Sporthalle mit Bodendämmung

46 HASIT Fassadendämmung mit Hochleistungsputz

12 AUSTROTHERM Der XPS-Dämmstoffmarkt im Umbruch

15 TOP-THEMA: DACH- & HOLZBAU

16 MAGE Nicht brennbare Produktfamilie »FireSafe«

18 SIHGA Feuchtemonitoring auf dem Flachdach

20 FLECK Aura-Lüfter für Wohnquartier in Bocholt

22 ZINCO Systemaufbau »SolarVert« verbindet Solar- und Gründach

24 ZAMBELLI Leichtbaukonstruktion für »Rib-Roof«-Metalldächer

25 MEGASOL Solarmodul »M450« mit neuer Oberflächentechnologie

26 FHS TREPPEN Treppen in großer Vielfalt

28 VELUX Noch mehr Eindeckrahmen-Varianten im Sortiment

29 KTS First- und Gratlattenhalter für das Steildach

30 GLASOLUX Runde, begehbare Oberlichter aus der »Walk-On«-Serie

32 KRAUSE Schutzgeländer-System für Dacharbeiten

34 AMPACK Passgenaue 3D-Vorkonfektion für Dachbahnen

48 THEMA: FASSADE

48 OVERTEC Holzfaserzementplatten für Attiken und Brüstungen

50 KEBONY Fassadengestaltung mit »Kebony Character«

52 DOMICO »Planum«-Fassade mit Metalloptik

54 VEROTEC Blähglas-Bauplatte für Fassade und Innenausbau

56 JAMES HARDIE »Hardie Plank« bewährt sich in Branddemonstration

58 ROCKWOOL Dämmung und Fassade aus Steinwolle

60 LUMON Besserer Schallschutz mit Glasbalkonfassaden

61 RHEINZINK Patinierte Eleganz am Iseosee

62 THEMA: ROHBAU

62 SAKRET Betonbau auf der Zugspitze

64 JASTO BAUSTOFFWERKE Leichtbetonmauerwerk überzeugt ökologisch

65 SCHLAGMANN POROTON Fertigteile »Redbloc« sorgen für Effizienz

66 SIEVERT Neue Estrich- und Betonprodukte mit Sekundärrohstoffen

67 KS-ORIGINAL KS-Fasenstein für Fassaden und Innenwände

68 KÖSTER Abdichtungen im Tunnel- und Spezialtiefbau

69 WILHELM MODERSOHN Hybrides Befestigungssystem »MK 6«

70 COLLOMIX Mischen auf kleinstem Raum

16

50


72 THEMA: AUßENANLAGEN

72 OSMO »Solar-Fence«-Sichtschutz mit PV-Modulen

73 FILA Schutz- und Reinigungssystem für Außenflächen

74 BRAUN STEINE Ökologisches Bauen im Fokus

76 PROJEKT W Doppelparksysteme für Fahrräder

76 GRÖMO Design-Regentonne mit neuer Oberfläche

77 ALFERPROLINE »Prostilt Advance 2.0«-Stelzlagersystem

78 RINN Schwammstadt-Sortiment mit Grünfügenpflaster

88 AUF EINEN BLICK

88 IMPRESSUM

90 VORSCHAU

62

79 THEMA: WERKZEUGE & BEFESTIGUNGSSYSTEME

79 MILWAUKEE Akku-Kettensäge für GaLaBauer

80 PREBENA Drei neue PKT-Akku-Nagler für präzises Arbeiten

81 SOLA Digitales Rollbandmaß mit Laser-Entfernungsmesser

82 EUROTEC »Blue-Power«-Systemschraube für VHF

83 MAKITA Neue Akku-Streifennagler für D-Kopf- und Rundkopfnägel

83 ROTHOBLAAS Zugverbindungen mit hoher Montagetoleranz

84 BTS Dämmstoffschraube »Teredo« mit farbigem Schraubenkopf

85 AERO-LIFT Vakuumhebegerät »Clad-Boy« erleichtert Montage

86 HECO Effiziente Verbindungstechnik für den Außenbereich

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Zeitsparende Lösungen

für optimale Ergebnisse

TESA – Unter der Marke »tesa Professional« bietet die weltweit tätige

Tesa-Gruppe ein umfangreiches Sortiment an Klebebandlösungen für

das Bau- und Malerhandwerk – unterteilt in ein Kern- und ein Ergänzungssortiment.

Das Angebot wird ständig erweitert, zuletzt kamen

u. a. drei neue Produkte für Maler und Handwerker auf den Markt.

Newcomer auf dem Markt:

»tesa Professional 4455 Silikon

Präzisionskrepp« ist eine

Kombination aus Washi-Papier

und Silikonbeschichtung.

Die Marke Tesa steht für eine hohe Bekanntheit

und Akzeptanz im Malerfachhandel, im Baustoffhandel

und im technischen Handel. Im Bauhandwerk

wächst die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten

und neuen Oberflächen stetig. Tesa reagiert

darauf, indem das Unternehmen Handwerker immer

wieder fragt, was ihnen im Job wichtig ist.

So entstehen innovative und qualitativ hochwertige

Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse des

Handwerks zugeschnitten sind. Für den Baustoffhandel

hat Tesa ein abgestimmtes Produktportfolio,

bestehend aus einem Kernsortiment und

einem Ergänzungssortiment, zusammengestellt.

Unter dem Kernsortiment findet sich zum einen

der »Präzisionskrepp« für scharfe Farb- und

Lackkanten. Er ist dünn und anschmiegsam und

dabei sehr reißfest – besonders geeignet für

hochwertige Anstrich- und Lackierarbeiten. Daneben

bietet Tesa Malerkrepp für einfache Abdeckmasken,

lange und gerade Farbkanten sowie

anspruchsvolle Kurvenverklebungen. Beide

Produktgruppen sind auch in einer »Easy Cover«-

Version erhältlich. Diese Zwei-in-eins-Lösungen

ermöglichen dank lichtdurchlässiger PE-Folie bzw.

Spezialpapier akkurates Abkleben und Abdecken

in einem Arbeitsgang.

Abdecken, montieren,

verlegen mit »Easy Cover«

Daneben hat Tesa ein Ergänzungssortiment zusammengestellt.

Es besteht aus Gewebeputzbändern

und Folienputzbändern – beide Produktgruppen

bieten zuverlässigen Schutz für

wertvolle Oberflächen, sie sind witterungssowie

UV-beständig. Für das großflächige Abdecken

im Außenbereich prädestiniert sind die »Easy

Cover«-Gewebe, eine Kombination aus Folie und

Gewebebändern. Die robusten Gewebebänder

von Tesa sind echte Multitalente – sie sind witterungs-

und temperaturbeständig und können deshalb

auch für Reparaturen im Außenbereich eingesetzt

werden. Daneben bietet Tesa Klebeprodukte

zum Bodenverlegen, Montieren, Verpacken sowie

zur Kennzeichnung von Gefahrenzonen und zum

Isolieren von Elektronikkomponenten an.

Praxisnahe Lösungen

für hochwertige Ergebnisse

In diesem Jahr wurde das »tesa Professional«-

Sortiment um drei neue Produkte ergänzt: »tesa

2in1 Professional 4460«, »tesa Silikon Präzisionskrepp

4455« und das selbstklebende Schutzpapier

»tesa Professional 74922« – die drei Produkte

sollen Malern und Handwerkern helfen, trotz

steigender Arbeitsbelastung und wachsender

Renovierungsnachfrage qualitativ hochwertige

Ergebnisse zu erzielen. Mit diesen Neueinführungen

unterstreicht Tesa erneut seine Expertise

für innovative und praxisnahe Lösungen im

Handwerkssektor.

Das Besondere am »tesa Professional 4460

2in1 Präzisionskrepp«: Er wird nur einmal aufgebracht,

kann aber zweimal verwendet werden.

Nach dem Auftragen der ersten Materialschicht

wie Putz oder Versiegelung lässt sich die obere

Lage mit dem integrierten Fingerlift leicht abziehen.

Die zweite Lage kommt zum Vorschein

und kann beim Auftragen der nächsten Materialschicht

verwendet werden. Mit einer UV-

Beständigkeit von bis zu sechs Monaten sorgt

das Produkt für präzise Farbkanten und optimale

Ergebnisse.

8 l November 2025

Titelstory


Titelstory

»tesa Professional 4460 2in1 Präzisionskrepp«

wird nur einmal aufgebracht,

kann aber zweimal verwendet werden.

»tesa Professional 4455 Silikon Präzisionskrepp«

ist in der Kombination von Washi-Papier

und Silikonbeschichtung ein Newcomer auf dem

Markt. Das Produkt ermöglicht so die Verklebung

auf Silikon und anderen schwer zu beklebenden,

schmutzabweisenden Oberflächen und

liefert dabei die scharfen Farb- und Lackkanten,

die man von einem »Präzisionskrepp« erwartet.

Die dritte Neuheit ist das selbstklebende Schutzpapier

»tesa Professional 74922«. Dabei handelt

es sich um ein Kraftpapier in Profiqualität, das

einen wirksamen Schutz vor Farbspritzern und

Kratzern auf verschiedenen Oberflächen bietet.

Es lässt sich mühelos anbringen, neu positionieren

und rückstandsfrei entfernen – ideal für

den effizienten Schutz von Böden, Treppen und

Fensterbänken.

»Mit unseren neuen Produktlösungen adressieren

wir gezielt die Herausforderungen, denen

sich Handwerker täglich stellen müssen«, erklärt

Christoph Bossard, Head of Marketing Specialized

Trade Europe, bei Tesa. »Der Nachwuchsund

Fachkräftemangel in der Branche und die

wachsende Nachfrage nach Renovierungsarbeiten

durch den demografischen Wandel führen

perspektivisch zu einem Engpass in der Branche.

Durch unsere innovativen Lösungen möchten

wir dazu beitragen, Zeit zu sparen und gleichzeitig

optimale Ergebnisse zu erzielen.« Die neuen

Produkte »tesa Professional 4460 2in1 Präzisionskrepp«,

»tesa Professional 4455 Silikon Präzisionskrepp«

und das selbstklebende Schutzpapier

»tesa Professional 74922« sind bereits im Handel

erhältlich. Weitere Ergänzungen im Portfolio

folgen noch in diesem Jahr.

Nachhaltige

Produktentwicklung im Fokus

Bei den neuen Produkten, aber auch bei der Weiterentwicklung

des Gesamtportfolios für Maler

und Handwerker legt Tesa besonderen Wert auf

Nachhaltigkeit. Das neue, großflächige Abdeckpapier

besteht aus recyceltem Material und ist

FSC-zertifiziert. Der lösemittelfreie Klebstoff

unterstreicht das Engagement Tesas für eine

nachhaltigere Produktentwicklung. Zudem wird

ein Großteil des Präzisionskreppsortiments bis

Ende des Jahres auf FSC-Zertifizierung umgestellt.

Seit April 2024 hat Tesa 13 neue Produktlösungen

im Handwerksbereich eingeführt,

darunter Duct Tapes mit einem Recycling-Anteil

von über 60 Prozent in der Trägerfolie. ?

?

Das neue, großflächige

Abdeckpapier besteht

aus recyceltem Material

und ist FSC-zertifiziert.

Das selbstklebende Schutzpapier

»tesa Professional 74922« schützt

wirksam vor Farbspritzern und Kratzern.

TESA (5)

Titelstory

November 2025 l 9


11 Namen & Neuigkeiten

2025

Drei neue Mitarbeiter im Vertrieb

MUREXIN

Neu im Murexin-Vertrieb: Patrick Schmitz

(links) und Andreas Wingefeld.

Der Bauchemie-Hersteller Murexin hat sein Vertriebsteam

um drei zusätzliche Mitarbeiter erweitert.

Seit September verstärkt Patrick Schmitz (39)

das Vertriebsteam Murexin Deutschland. Als Gebietsleiter

für Fliesen-, Bau- und Abdichtungstechnik

betreut er die Regionen Köln/Bonn, Rhein-Sieg,

den Bergischen Kreis, die Eifel, Aachen, den Niederrhein

sowie das nördliche Rheinland-Pfalz.

Schmitz bringt langjährige Branchenerfahrung aus

Handel und Industrie mit. Nach sechs Jahren im

Großhandel, sieben Jahren bei einem namhaften

Bauchemiehersteller und vier Jahren als Vertriebsleiter

im Baustoffhandel kennt er die Bedürfnisse

von Verarbeitern und Fachhändlern der Fliesenbranche

gleichermaßen. »Das mir entgegengebrachte

Vertrauen, die klare Ausrichtung und die Möglichkeit,

Teil eines wachsenden Teams zu sein, haben

mich überzeugt, zu Murexin zu wechseln«, erklärt

Schmitz. Sein Ziel ist es, die Marke Murexin in seiner

Region weiter zu etablieren.

Mit Andreas Wingefeld gewinnt Murexin darüber

hinaus einen erfahrenen Vertriebsspezialisten für

das Verkaufsgebiet Hessen sowie den Raum Mannheim.

Der 46-Jährige ist bereits seit Mai Teil der

Murexin-Verkaufseinheit Fußboden-, Maler- und

Beschichtungstechnik und betreut die Regionen

Frankfurt, Darmstadt, Gießen, Marburg, Fulda,

Mainz, Wiesbaden und Mannheim. Wingefeld ist

seit über 20 Jahren in der Bodenbelagsbranche

tätig. Nach einer langjährigen Tätigkeit im Großhandel

wechselte er 2014 in die Bauchemieindustrie

und sammelte dort umfangreiche Vertriebserfahrung.

In seiner neuen Position liegt der

Schwerpunkt auf der Gewinnung von Neukunden

sowie der technischen Beratung im Bereich Klebetechnik

und Spachtelmassen. Ziel ist es, den Marktanteil

von Murexin im Rhein-Main/Rhein-Neckar-

Raum weiter auszubauen und die Marke in der

Region nachhaltig zu stärken. »Ich möchte für meine

Kunden ein zuverlässiger und konstanter Ansprechpartner

sein – persönlich erreichbar, praxisnah und

mit Lösungen, die im Alltag überzeugen«, betont

Wingefeld.

Der dritte Neue heißt Lukas Lukuc (34). Er ist seit

Juni als Gebietsleiter Verkauf für den Bereich Fliesen-,

Bau- und Abdichtungstechnik tätig. In seiner

neuen Funktion betreut er den nördlichen Teil Nordrhein-Westfalens.

Der gelernte Fliesenlegermeister

bringt umfassende Praxis- und Branchenerfahrung

mit. Vor seinem Wechsel zu Murexin war Lukuc

als Anwendungstechniker und im Vertrieb bei einem

führenden Hersteller aus der Bauchemie tätig.

Neben seiner neuen Aufgabe bei Murexin engagiert

er sich weiterhin in der Aus- und Weiterbildung

des Handwerks: Er ist Dozent bei der Handwerkskammer

zu Köln für die Meisterausbildung

im Fliesenlegerhandwerk sowie Referent an zertifizierten

Schulungszentren zur Erlangung des SIVV-

Scheins (Schützen, Instandsetzen, Verbinden und

Verstärken von Betonbauteilen). Mit dem Wechsel

zu Murexin sieht Lukuc die Chance, aktiv am Ausbau

der Marke in Deutschland mitzuwirken: »Murexin

ist kein kompletter Newcomer, sondern ein etablierter

Markenhersteller aus Österreich. Die

Perspektive, die Marke auch in Deutschland nachhaltig

mitzugestalten, hat für mich einen besonderen

Reiz. Später sagen zu können, das habe ich mitaufgebaut,

ist eine starke Motivation.« ?

Der gelernte Fliesenlegermeister Lukas

Lukuc betreut für Murexin den nördlichen

Teil Nordrhein-Westfalens.

MUREXIN (3)

Ralf Ax übernimmt Geschäftsführung

CORDES-GRUPPE

Neuer Geschäftsführer der Handelsstandorte der

Cordes-Gruppe: Ralf Ax.

CORDES-GRUPPE

Zum 1. Juni hat Ralf Ax die Geschäftsführung für

die Handelsstandorte der Cordes-Gruppe übernommen.

Mit langjähriger Branchenexpertise, einem

starken Netzwerk und strategischer Führungsstärke

bringt der studierte Diplom-Betriebswirt und

gelernte Holzhandelskaufmann beste Voraussetzungen

für nachhaltiges Wachstum mit. Als ehemaliger

Bereichsleiter Holzhandel und Prokurist bei

Hagebau konnte Ralf Ax bereits ein breites Netzwerk

in Industrie und Handel aufbauen. In den vergangenen

15 Jahren prägte er als Geschäftsführer

die Entwicklung von Andresen & Jochimsen in Hamburg

entscheidend. Unter seiner Leitung wurde das

Unternehmen zum regionalen Marktführer ausgebaut.

Dabei verantwortete er die strategische Ausrichtung

und Weiterentwicklung des Unternehmens

ebenso wie die operative Führung der Bereiche

Vertrieb, E-Commerce, Einkauf, Marketing, Lager,

Logistik und Möbelfertigteile-Produktion.

Seine Kernkompetenzen liegen in der strategischen

Unternehmensführung, im Aufbau und der Pflege

starker Netzwerke sowie in der erfolgreichen Durchführung

komplexer Verhandlungen. Darüber hinaus

versteht es Ralf Ax, Mitarbeiter zu führen, zu motivieren

und in Veränderungsprozesse einzubinden.

Sein Führungsstil ist geprägt von Transparenz, Vertrauen

und klaren Zielsetzungen.

?

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10 l November 2025 Namen & Neuigkeiten


Jörg Kampmeyer wird neuer

Sprecher der Geschäftsführung

KNAUF

KNAUF

Jörg Kampmeyer übernimmt seine

neue Funktion von Alexander Knauf.

Jörg Kampmeyer, seit 2020 Geschäftsführender

Gesellschafter beim international tätigen Baustoffhersteller

Knauf, wird ab dem 1. Januar 2026

neuer Sprecher der Gruppen-Geschäftsführung.

Er übernimmt diese Funktion von Alexander Knauf,

der zu diesem Zeitpunkt – wie bereits im August

mitgeteilt – in den Gesellschafterausschuss wechselt.

Rupert Knauf, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses

der Knauf-Gruppe, sagt: »Ich danke

Alexander für seinen langjährigen

unternehmerischen Einsatz. Er hat den Ausbau von

Knauf zu einem heute weltweit führenden Baustoffkonzern

vorangetrieben. Gleichzeitig gratuliere

ich Jörg Kampmeyer zur Sprecherrolle. Jörg

Kampmeyer, Dr. Uwe Knotzer, Dr. Kristin Neumann

und Murat Akyildiz werden Knauf gemeinsam in

eine erfolgreiche Zukunft führen und auf nachhaltiges

Wachstum ausrichten.«

Jörg Kampmeyer startete seine berufliche Laufbahn

als Managementberater bei Roland Berger

und der Boston Consulting Group. Von 2002 bis

2019 war er in verschiedenen Führungspositionen

bei Hilti tätig, ab 2011 als Mitglied der Konzernleitung

und Group-CFO. Im Januar 2020 trat er als

Geschäftsführender Gesellschafter in die Knauf-

Gruppe ein.

?

Dr. Thomas Meiers

neuer Chief Compliance Officer

BAYWA

BAYWA

Dr. Thomas Meiers hat auch die Leitung des

neu geschaffenen Büros des Aufsichtsrates

übernommen.

Neuaufstellung im Bereich Compliance und Aufsichtsrats-Governance:

Zum 15. August dieses Jahres

hat Dr. Thomas Meiers die Position des Chief

Compliance Officers bei BayWa übernommen. In

dieser Rolle ist er nicht nur für alle Themen rund

um Compliance verantwortlich. Er übernimmt auch

die Leitung des neu geschaffenen Büros des Aufsichtsrates

und berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden

Dr. Frank Hiller.

»Wir stärken mit Dr. Thomas Meiers den Compliance-Bereich

und werden mit der Neubesetzung

dem Thema noch mehr Bedeutung verleihen. Außerdem

unterstützen wir damit den notwendigen Kulturwandel

bei der BayWa. Das ist ein klares Zeichen

für mehr verantwortungsvolles und

transparentes Handeln«, betont Dr. Frank Hiller.

»General Counsel David Merz wird sich auf die

Beratung des Vorstands und der operativen Bereiche

in allen sonstigen juristischen Belangen konzentrieren,

z. B. auf die von ihm und seinem Team

hervorragend begleitete Sanierung und die juristische

Betreuung von M&A-Projekten«, so der Vorstandsvorsitzende.

Dr. Thomas Meiers bringt umfangreiche Erfahrung

– vor allem im Compliance- und Governance-Umfeld

– aus dem Volkswagen-Konzern mit. Hier war er

viele Jahre in unterschiedlichen Konzerngesellschaften

für eben diese Themen verantwortlich.

Zuvor war er u. a. in der Rechtsabteilung von General

Electric tätig. Seinen Berufseinstieg fand Meiers

bei der Rechtsanwaltskanzlei Freshfields. ?

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Die Gunst der Stunde

und ein Markt im Umbruch

Die hohe Druckbelastbarkeit

und Wasserdichtigkeit der

»Austrotherm XPS Top 70 SF«-

Dämmstoffplatten kamen bei

der Sanierung dieser denkmalgeschützten

Gießereihalle in

Ingolstadt zum Tragen – diese

beherbergt jetzt ein Kunstund

Designmuseum.

AUSTROTHERM – Die rosarote XPS-Dämmstoffplatte von Austrotherm

gehört zu den bekanntesten und meistverkauften Dämmstoffen

in Deutschland – Austrotherm-Geschäftsführer Alexander Sinner war

schon bei der Markteinführung im Jahr 2001 dabei. Der baustoffPART-

NER sprach mit ihm über glückliche Startbedingungen, den sich wandelnden

XPS-Markt sowie neue Pläne mit der »Uniplatte«.

von Peter Lang

Als Alexander Sinner am 1. September 2001 den

Vertrieb für Austrotherm in Deutschland übernahm,

war das eine »reine One-Man-Show«. Er

habe sich ganz langsam von Süden in die Mitte

vorgearbeitet, erinnert sich der Vertriebsprofi, der

seit 2016 Geschäftsführer der deutschen Austrotherm-Niederlassung

ist. Sinner nutzte damals die

»Gunst der Stunde« – der Markt für extrudiertes

Polystyrol (XPS) befand sich gerade in der Umstellungsphase

von der vergleichsweise klimaschädlichen

HFKW-Schäumung zur CO 2

-Schäumung.

Da CO 2

-geschäumtes XPS lange Ablagerungszeiten

von bis zu sechs Monaten hatte und deshalb

nicht sofort formstabil verkauft werden konnte,

hatten einige Wettbewerber mit Lieferproblemen

zu kämpfen. »Wir haben uns entsprechend lange

im Vorfeld vorbereitet und ausreichende Lagerkapazitäten

aufgebaut«, so Alexander Sinner. Damit

war ein sehr guter Einstieg in den Markt möglich

und am Ende konnte Austrotherm etwa doppelt

so viele XPS-Dämmstoffplatten wie ursprünglich

geplant verkaufen.

Mit der Ausweitung des Geschäfts in Deutschland

wuchs auch der Bedarf nach einer eigenen

Produktion. So kam es 2012 zur Gründung der

Tochtergesellschaft im brandenburgischen Wittenberge,

die dann Ende 2013 auch die eigene

XPS-Produktion aufnahm. Seither werde der deutsche

Markt sowohl vom burgenländischen Werk

in Purbach als auch von Wittenberge aus beliefert.

»Die XPS-Auslieferung ist nur in einem Radius

von maximal 1 000 km wirtschaftlich sinnvoll«,

erläutert Alexander Sinner. Um die gestiegene

Nachfrage zu bedienen, wurde 2018 eine weitere

Produktionsanlage in Wittenberge in Betrieb

genommen. Zuletzt wurde für knapp 3 Mio. Euro

eine PV-Anlage auf dem Produktionsgelände installiert,

die rund 20 Prozent des jährlichen Energiebedarfs

abdeckt.

12 l November 2025

Im Blickpunkt


XPS-Markt zwischen

Stabilisierung und Umbruch

Die Baukrise der letzten Jahre hat aber auch bei

Austrotherm Spuren hinterlassen. »Wir mussten

auch Rückgänge verzeichnen«, so Sinner, »wenn

auch in deutlich geringerem Umfang als andere

Dämmstoffe wie etwa EPS. Wir konnten das

Level trotz Baukrise relativ gut halten.« Aktuell

stabilisiert sich die Lage wieder, in diesem Jahr

plant Alexander Sinner mit einem leichten Plus

bei der Absatzmenge. Angesichts des enormen

Kostendrucks – u. a. durch höhere Personalund

Transportkosten – sowie sinkender Margen

musste das Unternehmen eine Preiserhöhung

für sein XPS-Sortiment vornehmen.

»Aktuell steht der XPS-Markt allerdings wieder

vor einer Veränderung«, so Sinner. Einige

Wettbewerber seien aus dem Segment

ausgestiegen, dafür seien wiederum

einige Neueinsteiger auf dem Markt

erschienen. »Wie sich da auf lange

Sicht eine Balance einspielt, bleibt

abzuwarten. Sicherlich wird aber

ein hoffentlich baldiges Ende des

Krieges in der Ukraine noch einmal

eine Dynamik ins Spiel bringen«, so

die Prognose von Sinner.

Neuer Fokus auf

die »Uniplatte«

Auch innerhalb der deutschen Austrotherm-Niederlassung

gab es in diesem Jahr eine Umstrukturierung

– nachdem Alexander Sinner seit 2016

die Geschäftsführung zusammen mit seinem Kollegen

Lars Peter gebildet hatte, ist Sinner nun seit

dem Sommer alleinverantwortlicher Geschäftsführer.

Sein stark auf den Vertrieb ausgerichtetes

Jobprofil hat sich dadurch deutlich verändert.

Dazu gekommen ist jetzt insbesondere die komplette

Steuerung des Werks in Wittenberge.

»Für mich fühlt es sich an wie

ein neuer Job«, so Alexander

Sinner, der vorher im Frankfurter

Raum noch ein eigenes Vertriebsgebiet

betreute. Dies ist mit dem neuen Aufgabenvolumen

nicht mehr möglich. Man werde deshalb

den ohnehin sehr schlank aufgestellten Vertrieb

personell aufstocken.

Ein weiteres Thema, das Austrotherm in

Deutschland neben seinem Kerngeschäft seit

zwei Jahren forciert, ist das Badsortiment rund

um die »Uniplatte« – ein wasserdichtes Trägerelement

aus XPS mit beidseitiger Textilglasgitter-armierter

Spezialmörtelbeschichtung.

Im Blickpunkt

Mit der »Uniplatte« will sich Austrotherm

verstärkt dem modernen Bad widmen. 2026

wird die Bauplatte mit einer optimierten

Oberfläche auf den Markt gebracht.

Mit zwei Produktionsanlagen für

XPS-Dämmstoffplatten bedient

Austrotherm von Wittenberge aus

den nördlichen Teil Deutschlands.

Im Blickpunkt November 2025 l 13


BAUSTOFFPARTNER

One-Man-Außendienst, Vertriebsleiter

und seit 2016 Geschäftsführer:

Alexander Sinner hat das

deutsche Austrotherm-Geschäft in

allen Phasen seit 2001 geprägt.

Das 2013 in Betrieb genommene

Werk in Wittenberge – inzwischen

deckt eine PV-Anlage einen großen

Teil des Eigenbedarfs an Strom ab.

Zusammen mit dem »Shower Board« (barrierefreies

Duschelement aus XPS mit PU-Quarzsand-Beschichtung)

lassen sich damit moderne

Badlandschaften mit Wandnischen, Trennwänden,

Sitzbänken bis hin zu bodengleichen Duschen

gestalten. Mit Matthias Fehring wurde für den

Produktbereich »Austrotherm Uniplatte und Badlösungen«

ein eigener Spartenleiter installiert,

der zusammen mit einem zusätzlichen Vertriebsmitarbeiter

das Sortiment strategisch weiterentwickeln

soll.

Im ersten Quartal 2026 soll die »Uniplatte« mit

einer neuen, optimierten Oberflächenbeschichtung

gelauncht werden. »Wir wollen so neue

Anwendungen wie das fugenlose Bad ermöglichen

und damit die modernen Badtrends aufgreifen,

in denen immer weniger mit Fliesen

gearbeitet wird«, erläutert Alexander Sinner die

Zielrichtung. Gemeinsam mit dem ebenfalls zur

österreichischen Schmid-Industrie-Holding gehörenden

Bauchemie-Produzenten Murexin hat man

für die »Uniplatte« ein geprüftes System entwickelt,

das man gemeinsam vermarkten will. Aber

auch darüber hinaus sollen die Synergien im Konzern

stärker genutzt werden. Dies gilt insbesondere

für das Thema »serielles Bauen«. Hier sind

für die nähere Zukunft eigene Lösungen geplant,

bei denen Austrotherm, Murexin, Baumit und

andere Mitglieder der Schmidt-Industrie-Holding

eng miteinander kooperieren werden.

Was Handel und

Politik tun können

Die Weichen für die Zukunft bei Austrotherm sind

gestellt. Dies gilt auch für die Vertriebspolitik, bei

der sich Austrotherm von Anfang an als »Partner

des Handels« gesehen hat. Dies soll nach Ansicht

von Alexander Sinner auch weiterhin so bleiben.

»Wir wissen, wie wir in Deutschland gewachsen

sind.« Mit vielen Kunden pflegt Austrotherm eine

langjährige Partnerschaft. Gleichzeitig sieht Sinner

die Entwicklung auf Handelsseite mit Sorge

– immer kleinteiligere Aufträge und ein Fachkräftemangel,

durch den die Beratungstätigkeit zusehends

auf die Industrie verlagert werde, seien zu

beobachten. »Der Handel muss darauf achten,

seine Kernaufgaben – die Beratungs- und die

Handelsfunktion – wieder verstärkt zu leben«,

so Sinner.

Auch von der Politik erwartet Alexander Sinner

neue Impulse. »Allein der Bau-Turbo wird nicht

reichen. Viel wichtiger wäre es, die ganzen Auflagen

und bürokratischen Vorgaben massiv zu

verschlanken. Viele Menschen haben heute überhaupt

keine Lust mehr, sich angesichts der ganzen

Auflagen mit dem Thema Hausbau zu beschäftigen.«

Doch es gibt auch Anzeichen dafür, dass

die Talsohle erreicht ist. Die Baugenehmigungen

steigen wieder, auch die Banken erhalten

verstärkt Finanzierungsanfragen. Die Ausgangslage

für einen zarten Aufschwung im kommenden

Jahr sieht also nicht so schlecht aus. ?

WISSENSWERTES...

Das österreichische Unternehmen Austrotherm

wurde 1953 von Oswald Nowotny gegründet, der

als erster Österreicher Styropor (EPS) produzierte.

Heute umfasst die Austrotherm-Gruppe Firmen

in 14 Ländern mit 37 Produktionsstandorten

und gehört wie Murexin und Baumit zur Schmid-

Industrie-Holding, einem österreichischen Familienbetrieb.

Die deutsche Tochtergesellschaft

wurde 2012 in Wittenberge gegründet, 2013

wurde dort die XPS-Produktion aufgenommen.

Erster Geschäftsführer der deutschen Niederlassung

war Gerald Prinzhorn, 2016 übernahmen

Alexander Sinner und Lars Peter die Geschäftsführung.

Seit diesem Jahr ist Alexander Sinner

alleiniger Geschäftsführer. Die deutsche Niederlassung

beschäftigt aktuell 85 Mitarbeiter,

Tendenz steigend.

AUSTROTHERM (5)

14 l November 2025


Top-Thema

Dach- & Holzbau


»FireSafe« – denn Brandschutz

beginnt bei der Dämmung

MAGE – Mage Roof & Building Components präsentiert die neue Produktfamilie

»FireSafe«, die speziell entwickelt wurde, um höchsten

Ansprüchen an Brandschutz und Energieeffizienz gerecht zu werden.

Die innovativen, nicht brennbaren Unterdeckbahnen sind sowohl für

Neubauten als auch für Renovierungen geeignet.

Die reflektierende, nicht brennbare Dachund

Fassadenbahn »FireSafe SkyTherm«

weist einen sd-Wert von 0,06 m auf.

»FireSafe SkyTherm« kombiniert als nicht brennbare

(A2-s1, d0) Unterspann-/Unterdeckbahn

dank reflektierender Oberfläche sommerlichen

Hitzeschutz mit einer Verbesserung des Dämmwertes

der gesamten Konstruktion. Sie weist

einen sd-Wert von nur 0,06 m auf und schützt

gleichzeitig die Konstruktion vor eindringender

Feuchtigkeit – W1 nach EN 13859-1.

Ebenfalls nicht brennbar (A2) ist die reflektierende,

hoch dampfdurchlässige (sd-Wert 0,08)

und wasserdichte (W1) Unterspann-/Unterdeckbahn

»FireSafe W1 Alu«. Sie reflektiert 95

Prozent der Wärmestrahlung, schützt vor Überhitzung

und sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Beide aus Reinaluminium und Glasfaser

bestehenden Unterspann-/Unterdeckbahnen verfügen

zudem über Selbstklebestreifen zur dauerhaft

dichten Fügung.

Hält Wind und Schlagregen stand

Die nicht brennbare (A2), wasserdichte (W1)

und hochdiffusionsoffene (sd-Wert 0,06) »Fire-

Safe W1 Black« bietet laut Mage hervorragenden

Schutz gegen Wind und Schlagregen. Dank

ihrer schwarzen Beschichtung ist sie ideal für

den Einsatz in Dach- und Fassadensystemen.

»FireSafe W2 Black« zeichnet sich ebenfalls

durch ihre Nichtbrennbarkeit (A2) und Wasserdichtheit

(W2) aus. Sie bietet einen

sd-Wert von weniger als 0,10 m und

ist optimal für hinterlüftete Fassaden

geeignet. Beide Membranen

aus schwarz beschichtetem

Glasfasergewebe stehen

für dauerhafte Funktionalität

und UV-Beständigkeit

auch bei großen

Fugenbreiten.

MAGE (4)

WISSENSWERTES...

Die Wurzeln von Mage Roof & Buildung Components

liegen im Schwarzwald, wo das Unternehmen

in den 1960er-Jahren gegründet wurde.

Seit 1993 befindet sich der Unternehmenssitz in

Herzberg in Brandenburg. Mage hat sich als Hersteller

von Dachzubehörprodukten einen Namen

gemacht. 1994 wurde mit »Aluventa« das weltweit

erste Firstlüftungselement aus Vollmetall

vorgestellt. In den folgenden Jahren wurde das

Programm um First- und Gratlüftungsrollen, Wandund

Kaminanschlüsse sowie Traufenlüftungskämme

erweitert. Mit dem eigenen Direktvertrieb

werden mittlerweile etwa 2 500 Dachdecker in

Deutschland betreut. Seit 2022 gehört Mage zur

Centrotec Gruppe. Mit »Mage Autark« führt das

Unternehmen in diesem Jahr eine integrierte

Heimenergie-Systemlösung für Privathaushalte

ein. Seine Kompetenz als Dachzubehör-Aussteller

unterstreicht das Unternehmen mit der neuen

feuerfesten Linie »Mage FireSafe«.

Für raumseitigen passiven Brandschutz sorgt

die hochdichte Dampfsperrbahn »FireSafe Insul-

Flex Alu«. Sie ist nicht brennbar (A2), schützt

die Dämmung und bietet sowohl sommerlichen

Wärme- als auch Brandschutz. Die einfach zu

verlegende und durch Nageln oder Tackern zu

fixierende Dampfsperrbahn ist sowohl im Neubau

als auch bei Sanierung einsetzbar. Als Kombination

aus außenliegenden, dampfdichten

?

Dach- & Holzbau


?

Mage Roof & Building Components stellt die neue

»FireSafe«-Produktreihe vor – entwickelt für

optimalen Brandschutz und hohe Energieeffizienz.

Aluminiumschichten und einem inneren, hochdichten

Glasfilamentgeleges wirkt sie zusätzlich

isolierend. Die aus einem Glasgewebe und einer

10-μ-Aluminiumfolie bestehende »FireSafe InsideFlex

Alu« ist eine hochdichte Dampfsperre, die

unter der Innenverkleidung installiert wird. Sie ist

wärmereflektierend und kann im direkten Kontakt

mit der Wärmedämmschicht verlegt werden.

Mit allen üblichen Dämmstoffen kombinierbar,

sorgt die einfach zu verarbeitende Dampfsperrbahn

für dauerhafte Luft- und Wasserdichtheit

und schützt so die Konstruktion.

Für ein besseres Raumklima

Abgerundet wird die Produktreihe durch »Fire-

Safe Aluflexbond«, ein verstärktes, reflektierendes

Aluminiumklebeband. Es ist für innen und

außen geeignet und kann zum Abkleben von

Stößen sowie zur Ausbildung von Anschlussdetails

an Schornsteinen, Dachfenstern und weiteren

Einbauteilen am Dach verwendet werden.

Das selbst bei Nässe einsetzbare Aluminiumklebeband

überzeugt durch einfache Handhabung,

hohe Klebkraft und UV-Beständigkeit.

Mit den innovativen Materialien und Technologien

der »FireSafe«-Produktfamilie will Mage

neue Maßstäbe im Bereich Brandschutz und

Energieeffizienz setzen. Denn die Produkte bieten

nicht nur Schutz, sondern auch Energieeinsparungen

und sorgen für ein besseres Raumklima.

Zudem sind alle Produkte der »Mage FireSafe«-Familie

nach EPD zertifiziert. Dies bedeutet,

dass die Produkte die ökologischen Kriterien

und Anforderungen an nachhaltige Bauweisen

sowohl im Neubau als auch in der Sanierung von

Gebäuden erfüllen.

?

»FireSafe SkyTherm« ist eine nicht

brennbare Unterspann- und Unterdeckbahn,

die durch ihre reflektierende

Oberfläche vor Sommerhitze

schützt und den Dämmwert der

Konstruktion verbessert.

Dach- & Holzbau

November 2025 l 17


Leckagen auf Flachdächern

frühzeitig aufspüren

SIHGA – Für eine zuverlässige

Früherkennung

von Leckagen auf dem

Flachdach bietet Sihga

jetzt mit »Monitorix Roof

IOT« eine Lösung für

zuverlässiges Feuchtemonitoring.

Sensoren erfassen

kontinuierlich den

Wasserstand, die relative

Luftfeuchte und die Temperatur

im Dachaufbau. So

kann bei drohender

Undichte frühzeitig saniert

werden, bevor größere

Schäden entstehen.

Die Montage des »Monitorix Roof IOT« erfolgt

werkzeuglos durch das einfache Einsetzen in

den Kontrollstutzen auf dem Dach.

SIHGA (3)

»Monitorix Roof IOT« eignet sich für

verschiedene Flachdachaufbauten – auch

bei Photovoltaikanlagen und Gründächern.

Flachdächer sind permanent Wetterereignissen

ausgesetzt, sodass sich auf ihnen auch Feuchtigkeit

ansammeln kann. Gerade bei aufgesetzten

Photovoltaikanlagen oder Gründächern geschieht

dies meist unbemerkt und kann zu kostspieligen

Schäden am Dach führen. »Monitorix Roof IOT«

von Sihga agiert hier vorbeugend und schafft so

Abhilfe: Mit einer strukturellen Überwachung

des Flachdaches sorgt »Monitorix Roof IOT« für

einen zuverlässigen Schutz vor Feuchteschäden.

Kontinuierlich überwacht das Tool die relative

Luftfeuchtigkeit und die Temperatur sowie den

Wasserstand im EPS-Gehäuse. Zudem ermitteln

Sensoren präzise die Materialfeuchte im Dämmpaket.

Steigen die Werte über die festgelegte

Grenze, erfolgt umgehend eine Alarmmeldung.

So können undichte Stellen erkannt werden, bevor

sie zu großen Schäden führen.

Eine webbasierte Oberfläche ermöglicht den

Nutzern den Zugriff auf alle Sensordaten – und

das von jedem Endgerät aus. Dabei sind keine

Verkabelung und kein Internetanschluss nötig:

»Monitorix Roof IOT« ist batteriebetrieben und

schickt die Daten über ein eigenes NB-IOT-Modul

mit integrierter SIM-Karte an die Software. Ein

Ampelsystem zeigt den aktuellen Dachzustand

an. Und sollten sich die Batterien dem Ende neigen,

informiert eine automatische Alarmierung

über den Batteriestand. So kann eine permanente

Überwachung gewährleistet werden.

18 l November 2025 Dach- & Holzbau


Werkzeugloser

Einbau des EPS-Zylinders

»Monitorix Roof IOT« eignet sich nach Unternehmensangaben

für verschiedene Flachdachaufbauten

und bietet Schutz selbst bei

Photovoltaikanlagen und begrünten Dächern.

Das Tool kommt im Neubau und auch nachträglich

bei der Sanierung zum Einsatz. Dabei ist der

Einbau denkbar einfach, denn der EPS-Zylinder

wird werkzeuglos in den Kontrollstutzen platziert.

Der Stutzen muss lediglich einen Innendurchmesser

von mindestens 110 mm besitzen. Die

Seriennummer des Zylinders wird dann zusammen

mit der Position auf dem Gebäudeplan eingezeichnet

und mittels QR-Codes registriert. Ab

Inbetriebnahme deckt der »Roof IOT« selbst kleine

Leckagen auf und kann so größere Schäden

vermeiden. Damit können hohe Sanierungskosten

und Nutzungseinschränkungen des Gebäudes

verhindert werden.

Auch in Zukunft setzt Sihga auf die Weiterentwicklung

der »Monitorix«-Produkte. Geplant ist

beispielsweise eine Variante, mit der in Sanierungsfällen

Bäder nachträglich mit »Monitorix«

ausgerüstet werden können. Und auch im Holzbau

spielt die Ermittlung des Feuchtehaushaltes

eine große Rolle. So wird es beim klassischen

»Monitorix« demnächst auch den Sensor »Core«

in einer IOT-Variante geben. »Das Thema Feuchtemonitoring

ist immer wichtig und kann großen

Bauschäden vorbeugen. Mit ›Monitorix‹ bieten

wir eine praxisnahe Lösung zur Leckagenfrüherkennung

und Dachüberwachung«, erklärt Marc

Simmer, Geschäftsführer bei Sihga. ?

In Ljubljana in Slowenien wurden bei

dem Bau der Fakultät für Tiermedizin

insgesamt 45 »Monitorix Roof IOT« auf

dem Flachdach installiert.

Multitalent Gründach

Tel: 07022 9060-600

Von Bienenweide bis Klimaschutz

Grüne Dächer sind ein architektonisches Highlight, Nutzungsund

Erholungsfläche. Daneben punkten sie mit zahlreichen

ökonomischen sowie ökologischen Vorteilen und tragen

dazu bei, den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken.

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Dach- & Holzbau

November 2025 l 19


Individuelle Dachkonstruktion

mit lotrecht einbaubaren Lüftern

»7 Höfe«: Im nordrhein-westfälischen

Bocholt entstehen

insgesamt 375 energieeffiziente

Wohnungen – ein Hingucker

sind die individuellen

Dachformen.

FLECK (4)

FLECK – In Bocholt wird derzeit ein neues Wohnquartier realisiert.

Eine Besonderheit des Projekts sind die individuellen Dachformen, ähnlich

einem Shed- oder Industriedach. Die Dachneigung variiert, sodass

ein Lüfter eingesetzt werden musste, der dennoch einen lotrechten

Einbau ermöglicht. Mit dem »Aura-Lüfter DN 125« von Fleck wurde

eine passende Lösung gefunden.

Auf mehreren Gebäuden der »7 Höfe«

sorgen moderne Photovoltaikanlagen für

eine umweltfreundliche Energiegewinnung.

Unter dem Namen »7 Höfe« entsteht in Bocholt

im Westmünsterland derzeit für rund 130 Mio.

Euro ein neues Wohnquartier. In Flussnähe

zur Bocholter Aa werden auf einer Fläche von

42 000 m² insgesamt 375 energieeffiziente Wohnungen

gebaut, geeignet für unterschiedliche

Wohnformen. Hinzu kommt eine soziale Infrastruktur

wie ein Quartierstreff und ein Kindergarten.

Es handelt sich um ein Bauprojekt mit

sieben Abschnitten, die allesamt unterschiedlich

ausgestaltet werden. Die Bauarbeiten begannen

im Sommer 2023, die ersten Mieter sollen

Anfang 2026 ihre Wohnungen beziehen. Bauherrin

ist Stadt + Quartier – ein Joint Venture

der WohnBau Westmünsterland und der Sparkasse

Westmünsterland. Die Objekte stehen

relativ weit auseinander – so werden die weitläufigen

Höfe dem Namen dieses besonderen

Projektes gerecht.

Für den Bocholter Bürgermeister Thomas

Kerkhoff sind die »7 Höfe« das »spannendste

Wohnbau- und Umnutzungsprojekt im gesamten

Münsterland«, wie er in seiner Rede anlässlich

des Spatenstichs im Juni 2023 betonte.

Klar, dass bei einem solchen Prestigeprojekt bei

sämtlichen Baumaterialien auf eine hohe Qualität

und ein hohes Maß an Funktionalität geachtet

wurde. Für die Dacharbeiten der ersten drei

Bauabschnitte beauftragten die Fachplaner von

Farwick und Grote sowie Zonzalla Ingenieure,

beide mit Sitz in Ahaus, die Firma Goldschmidtböing

Bedachungen aus Rhede. Letztere wird

nach Ende der Bautätigkeiten rund 20 000 m²

Dachfläche fertiggestellt haben.

Herausforderung:

Ungleich geneigte Dachflächen

Eine Besonderheit des Projekts sind die individuellen

Dachformen, ähnlich einem Shed- oder

Industriedach. Dabei müssen mehrere selbsttragende,

ungleich geneigte Konstruktionen

nebeneinander zusammengesetzt werden. Als

Dachpfannen-Modell entschied man sich für

Nelskamp Finkenberger-Pfannen in Ziegelrot.

Die Dachneigung variiert zwischen 19° und 45°.

»Aufgrund der unterschiedlichen Neigungen der

Dachfläche bestand die zentrale Herausforderung

darin, einen Lüfter zu finden, der immer

lotrecht eingebaut werden kann«, erklärt Miguel

20 l November 2025 Dach- & Holzbau


Haparta, Niederlassungsleiter bei Zonzalla Ingenieure.

»Außerdem sollte die Kappe bei Bedarf

abnehmbar sein, um eine Abwasserstrangentlüftung

nach DIN 1986-100 zu gewährleisten.

Natürlich musste er auch farblich zu den Finkenberger-Dachpfannen

passen.«

Leicht einzusetzender

Problemlöser

Die Wahl fiel auf den »Aura-Lüfter DN 125« von

Fleck. »Er vereint alle Anforderungen in einem

Produkt, lässt sich leicht einbauen und bietet

ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis«,

begründet Stefan Goldschmidtböing die

Entscheidung. Der »Aura-Lüfter DN 125« von

Fleck ist mit einem Standardkopf, abnehmbarer

Wetterkappe sowie einem Reduzierungsadapter

auf DN 100 ausgestattet. Der individuell einstellund

stets lotrecht einbaubare Lüfter ist bis circa

60° Dachneigung einsetzbar. In den ersten beiden

Bauabschnitten verbaute Goldschmidtböing

Bedachungen rund 300 »Aura-Lüfter« von

Fleck; insgesamt werden ca. 900 Lüfter zum

Einsatz kommen.

Einige der Lüfter wurden mit einem Flairkopf

von Fleck für motorisch betriebene Lüftungen

ausgestattet. Das Produkt zeichnet sich insbesondere

dadurch aus, dass es Tauwasser sowie

Regen abfängt und auf die Dachfläche ableitet.

Außerdem lieferte Fleck eine Vielzahl an Wrasenlüftern

mit einer Nennweite von DN 150, DN

200, DN 250 und auch einige in DN 300. Sie dienen

zum Abführen großer, stark mit Feuchtigkeit

und Dämpfen belasteter Abluftmengen. Spezielle

Solar-Durchgangspfannen von Fleck ermöglichen

darüber hinaus eine einfache und sichere

Leitungs- und Kabeldurchführung der Aufdach-

Solaranlagen, die auf den neuen Immobilien zur

Stromgewinnung errichtet werden.

Die individuelle Dachkonstruktion des Projekts

trägt wesentlich zum Gesamterscheinungsbild

des Projekts »7 Höfe« bei. Mit dem »Aura-Lüfter«

von Fleck konnte für die technisch anspruchsvolle

Herausforderung der verschiedenen Dachneigungen

eine einheitliche Lösung gefunden

werden, die nach Unternehmensangaben funktional

überzeugt und die Architektur des Gebäudes

aufnimmt.

?

Eine Besonderheit bei dem Projekt ist die

Dachform der insgesamt sieben Gebäude.

So weisen die einzelnen Dachflächen

unterschiedliche Neigungen auf.

900

Insgesamt werden

ca. 900 Lüfter zum

Einsatz kommen.

Die verwendeten »Aura-Lüfter« von Fleck

können trotz verschiedener Neigungen

immer lotrecht eingebaut werden.

Dach- & Holzbau

November 2025 l 21


PV-Anlage trifft auf

Steinrosenflur und Bienenweide

ZINCO – Die Kindertagesstätte »Pieschner Kinderinsel« in Dresden

bietet Raum für 285 Kinder und sehr viel Natur – im weitläufigen

Außengelände mit altem Baumbestand, mit begrünten Fassadenbereichen

sowie auf dem Gebäudedach selbst. Dank Zinco-Systemaufbau

»SolarVert« ist hier auf 1 100 m² eine artenreiche Extensivbegrünung

mit einer Photovoltaikanlage kombiniert.

Im Frühsommer bildet sich ein wahrer

Blütenteppich; im Vordergrund die rosafarbene

Karthäusernelke.

Der Zinco-Systemaufbau »SolarVert« gewährleistet

die durchdringungsfreie, sichere Befestigung

der Solaranlage durch die Auflast der Dachbegrünung.

Er startet auf der wurzelfesten, bituminösen

Dachabdichtung direkt mit der Schutz-, Drainage-

und Wasserspeicherbahn »Fixodrain XD 20«.

Diese Rollenware mit aufkaschiertem Filtervlies

verspricht eine einfache und schnelle Verlegung.

Das 20 mm hohe »Fixodrain« verfügt über oberseitige

Mulden zur Wasserspeicherung sowie ein

unterseitiges Kanalsystem für die sichere Ableitung

von Überschusswasser in die Dachabläufe.

Da die Region Dresden zu den trockenen Gebieten

Deutschlands gehört, in der Regenfälle über

Wochen und Monate ganz ausbleiben können,

ist zusätzlich eine effiziente Unterflurbewässerung

installiert.

So folgte auf die verlegte Dränschicht das diffusionsoffene

»Aquafleece AF 300« inklusive

Tropfschläuchen. Das zweischichtige »Aquafleece«

ist aufgrund seines unterseitigen Gewebes

in der Lage, Wasser zuerst in der Fläche zu verteilen

und nur durchtropfen zu lassen, wenn das

oberseitige hochkapillarwirksame Vlies vollflächig

wassergesättigt ist. Diese Art der Unterflurbewässerung

zeichnet sich durch einen deutlich

geringeren Wasserverbrauch im Vergleich zu

einer herkömmlichen Zusatzbewässerung aus,

da das Wasser direkt im Wurzelraum ohne Verdunstungsverluste

zur Verfügung steht.

Integration der Solaranlage

Im Systemaufbau »SolarVert« folgte die Verlegung

der Solarbasisplatten »SB 200« und Solargrundrahmen

»SGR 15« (Neigung 15°) zur Aufständerung

der Solarmodule. Diese Bauweise dient

der Druckverteilung und vermeidet heikle Dachdurchdringungen.

Im konkreten Fall wurden 291

Stück der 1 x 2 m großen Solarbasisplatten Reihe

für Reihe direkt auf dem »Fixodrain« platziert und

dann vom »Aquafleece« samt Tropfschläuchen

abgedeckt. So ist die belegte Fläche von 590 m²

vollständig und gleichmäßig in die Bewässerung

eingebunden.

Synergieeffekte durch die Kombination von

Grün und Solar gibt es nicht nur bei der Installation,

sondern auch im laufenden Betrieb. Die

Pflanzen sorgen für eine kühlere Umgebungstemperatur

und steigern damit den finanziellen Ertrag

der Solaranlage. Diese produziert rund 56 000 kWh

Strom pro Jahr, wovon etwa 26 000 kWh direkt in

der Kita verbraucht werden und der Rest in das

öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Integration der Absturzsicherung

Während an der Attika bereits feste Geländer zur

Absturzsicherung angebracht waren, entschied

man sich im Dachinnern – zur Sicherung des Dachausstiegs

– erneut für eine durchdringungsfreie

Lösung von Zinco. Die Geländerbasisplatten »GB«

22 l November 2025 Dach- & Holzbau


Zinco-Systemaufbau

»SolarVert«: Noch fehlen die

Solarmodule, dafür wachsen

die Sedumsprossen schon

kräftig an.

CIRCULAR

WALK-ON

Rund und begehbar

funktionieren dabei analog der Solarbasisplatten

»SB«, und am unterseitigen Aussteifungsprofil

der Platten sind Schraubverbindungen zur Pfostenaufnahme

montiert, an denen die Geländer

mit passendem Gegenflansch befestigt wurden.

Passend zur gewünschten artenreichen Extensivbegrünung

wurde die Zinco-Systemerde

»Steinrosenflur« ausgebracht. Da das Substrat

die Auflast für die Verankerung der Solaranlage

und der Geländer darstellt, ist sein Gewicht im

Trockenzustand entscheidend. Für den gesamten

Solarbereich bot sich eine Sedumsprossenaussaat

an, da hier niedrig wachsende Pflanzenarten

gefragt sind, um die Module nicht zu überwuchern.

Auf der übrigen Fläche ergänzten Flachballenpflanzungen

die Sprossenaussaat, wobei

sowohl die Pflanzengemeinschaft »Steinrosenflur«

als auch die Pflanzengemeinschaft »Bienenweide«

eingesetzt wurden. So fühlen sich

zum Beispiel Schafgarbe, Schnittlauch, Oregano

und Kamille auf dem Dach sehr wohl. Für Bienen

sind unterschiedliche Futterpflanzen sehr wertvoll,

deren Blütenzeiten sich vom zeitigen Frühling

bis in den späten Herbst erstrecken.

Für das vorbildliche ökologische Gesamtkonzept

und für die gestalterische Vielfalt der Außenbereiche

hat die Kindertagesstätte »Pieschner

Kinderinsel« 2022 den Sonderpreis im Wettbewerb

»Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus«

gewonnen. Ein echtes kommunales

Vorbildprojekt für Grün und Solar, das auf zukünftige

Projekte ausstrahlen wird.

?

ZNCO (4)

© Bertelsmann Stiftung

GLASOLUX SkyVision

CIRCULAR WALK-ON

Das begehbare, runde CIRCULAR

WALK-ON ist ein exakt nach Ihren

Vorgaben gefertigtes Oberlicht.

Es hält geprüften 500 kg/m² stand

und wird millimetergenau, mit einem

Durchmesser bis 2000 mm und

mehr, für Sie angefertigt.

Variabel ist auch die Aufbauhöhe.

Sowohl die ebenerdige als auch

eine erhöhte Integration ist möglich.

Anschlussfertig geliefert, sorgt es

für eine unkomplizierte Montage.

Der Zinco-Systemaufbau »SolarVert« mit Bewässerung: Verwendet wurden die Systemerde »Steinrosenflur«, die Tropfschläuche

»500-L2«, das »Aquafleece AF 300«, die Solarbasisplatten »SB 200« und die Wasserspeicherbahn »Fixodrain XD 20«.

Dach- & Holzbau

GSL.GLASOLUX GmbH

Fabrikstraße 24, 33659 Bielefeld

November 2025 l 23

www.glasolux.com


Stahl-Leichtbau-Unterkonstruktion

für Metalldächer

Die verstellbaren Distanzschuhe und Tragpfettenprofile

bilden eine stabile Basis für die

»Zambelli Rib-Roof«-Metalldacheindeckung.

ZAMBELLI – Vor allem im Dachbereich spielt die Leichtbauweise unter

Nachhaltigkeitsaspekten eine zunehmend wichtige Rolle. Gefragt sind

intelligente Systemlösungen, die ein geringes Eigengewicht mit hoher

Tragfähigkeit verbinden. Genau hier setzt Zambelli mit seinem neuen,

leichten Unterkonstruktionssystem für »Rib-Roof«-Metalldächer an.

Vorplanung und die einfache Handhabung reduziert

sich der Montageaufwand deutlich. Damit

unterstützt Zambelli Verarbeiter und Planer gleichermaßen

bei einer schnellen, wirtschaftlichen

und sicheren Projektumsetzung.

Die »Zambelli Rib-Roof«-Stahl-

Leichtbau-Unterkonstruktion schafft

eine präzise Gefällebildung und passt

sich sämtlichen Bedingungen des

vorhandenen Untergrundes an.

ZAMBELLI (2)

Die Lösung ist speziell auf die Bedürfnisse moderner

Sanierungs- und Modulbauprojekte zugeschnitten

und bietet eine präzise Justiermöglichkeit zur

individuellen Gefällebildung auf bestehenden

oder vorgefertigten Tragkonstruktionen. Die neue

Leichtbaukonstruktion vereint geringes Eigengewicht

mit hoher Tragfähigkeit. Dank verzinktem

Stahlblech ist sie robust, langlebig und entspricht

auch werkstofftechnisch den heutigen Anforderungen

einer nachhaltigen Bauweise. Gleichzeitig

passt das System ideal zu den Anforderungen

des Modulbaus, da es sich effizient mit vorgefertigten

Bauelementen kombinieren lässt. »Es ist

speziell dafür entwickelt, moderne Anforderungen

an Statik, Nachhaltigkeit und Nutzungsvielfalt

zu erfüllen. Dazu ist es zur Aufnahme üblicher

Lasten wie Wind und Schnee bemessen und eignet

sich zur Integration von Photovoltaikanlagen

sowie Gründachsystemen«, sagt Martin Kirchner,

Leitung Projektmanagement »Zambelli Rib-Roof«.

Hinzu kommt der Zeitgewinn auf der Baustelle.

Durch die klare Systemarchitektur, die präzise

Durchdachter Systemaufbau

Herzstück der Unterkonstruktion sind die A-Grundträger

mit einer Breite von 100 mm, die im projektspezifischen

Höhenmaß gefertigt und im

Achsabstand von rund 1 250 mm auf dem Untergrund

befestigt werden. Darauf sitzen Distanzschuhe

mit den Maßen 100 x 150 mm, die exakt

im geplanten Gefälle eingerichtet werden. Quer

darüber verlaufen Tragpfettenprofile mit einem

Querschnitt von 25 x 134 mm und einer Länge

von 2 500 mm, die die Richtclips für die darauf

gleitenden »Zambelli Rib-Roof«-Profilbahnen

aufnehmen. Je nach statischen Erfordernissen

ergänzen Aussteifungswinkel und Querverbände

die Konstruktion. Alle Verbindungen werden

mit bauaufsichtlich zugelassenen Befestigungsmitteln

ausgeführt.

Maßgeschneiderte Lösung

für Modulbauprojekt

Seine Leistungsfähigkeit stellte das Unterkonstruktionssystem

kürzlich bei einem Projekt mit

24 l November 2025 Dach- & Holzbau


Losberger de Boer unter Beweis, einem führenden

Hersteller temporärer Raumsysteme. Für

zwei Container-Neubauten entwickelte Zambelli

eine maßgeschneiderte Stahl-Leichtbau-

Lösung, um eine funktionelle Gefällekonstruktion

der Dachflächen zu schaffen. Die enge Zusammenarbeit

umfasste Planung, statische Berechnungen

und die komplette Lieferung inklusive

»Zambelli Rib-Roof«-Dacheindeckung, Gründachsystem,

»Zambelli Siding«-Paneele und

Dachentwässerung. Dank präziser CAD-Vorleistungen

verlief die Montage wie geplant.

Nach einer kurzen Einarbeitungsphase arbeiteten

die Monteure effizient und installierten

im Anschluss auch die »Rib-Roof«-Profilbahnen

sowie das Gründach zügig und passgenau.

Das Ergebnis war ein technisch einwandfreies

Dachsystem sowie ein zufriedener Kunde,

der die Leistung des Produktes ausdrücklich

lobte.

?

Solarmodul mit

blendreduzierender Oberfläche

MEGASOL – Mit dem »M450« stellt Megasol Energie ein neues Solarmodul

vor, das technologische Innovation mit einzigartiger Blendreduktion verbindet.

Das »M450« überzeugt mit 450 Wp Leistung, schwarzem Design und

einer neu entwickelten, matten Glasoberfläche, die störende Reflexionen

verhindert und somit insbesondere für sensible Einsatzgebiete wie Flughäfen

und Wohnquartiere neue Maßstäbe setzen soll.

Das »M450« ist das erste Solarmodul von

Megasol, das mit der innovativen ZRM+-

Oberflächentechnologie ausgestattet ist.

Die Kombination aus mikrostrukturiertem

Glas, spezieller Oberflächenbehandlung

und matter Optik reduziert spiegelartige

Reflexionen drastisch. Die Leuchtdichte des

»M450« liegt – je nach Einfallswinkel zwischen

10° und 50° – bei 3 000 bis 9 000 cd/m².

Damit bleibt das Modul deutlich unter der

kritischen Grenze von 20 000 cd/m², die

etwa in der Umgebung von Flughäfen vorgeschrieben

ist. (Das unabhängige Blendgutachten

der Berner Fachhochschule kann

laut Megasol auf Anfrage geteilt werden.)

Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger

Blendung für Piloten, Autofahrer und

Anwohner – und gleichzeitig eine homogene,

architektonisch ansprechende Moduloberfläche.

Die von Megasol entwickelte,

matte und mikrostrukturierte Glasoberfläche

reduziert Reflexionen und garantiert

Leuchtdichtewerte deutlich unter international

relevanten Grenzwerten. Zum Vergleich:

Ein »iPhone 17« hat eine maximale

Bildschirmhelligkeit von 3 000 cd/m² – was

der Leuchtdichte des »M450« zwischen 0°

und 30° entspricht. Das Glas-Glas-Modul

»M450« erfüllt sämtliche Brandschutzanforderungen

und ist mit Hagelwiderstand 5

(HW5) zertifiziert, dem höchsten verfügbaren

Wert in der Branche. Zum Vergleich: Die

meisten Module erreichen lediglich HW3

oder HW4. Megasol gewährt eine umfas-

Mikrostrukturiertes Glas sowie eine spezielle Oberflächenbehandlung

und matte Optik reduzieren spiegelartige Reflexionen.

sende 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie

– »als Ausdruck unseres Vertrauens in

die Qualität und Langlebigkeit des ›M450‹«

– marktüblich sind 12 bis 25 Jahre. ?

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Dach- & Holzbau

November 2025 l 25


Treppen in allen denkbaren Kombinationen

FHS TREPPEN – Seit

mehr als 25 Jahren ist FHS

Treppen mit der Herstellung

von Treppen aus

unterschiedlichen Materialien

beschäftigt. Jetzt hat

das Unternehmen aus dem

bayerischen Grassau den

zweiten Band seines Treppenbuches

herausgebracht

– auf über 200

Seiten werden Treppen

aus Holz, Stahl, Edelstahl

oder Glas vorgestellt.

Eine Brettsperrholz-

Fertigtreppe mit

Geländer in Stahl

und Glas.

Treppenstufen in »F-Eiche«: Massive

keilgezinkte Fichte mit Eichenfurnier

als Nutzschicht umgeben.

FHS TREPPEN (3)

Zur Beratung beim Kunden stellt FHS seinen

gewerblichen Kunden – und solchen, die es werden

möchten – jeweils ein Exemplar des Treppenbuches

kostenfrei zur Verfügung. Genauso wie

bereits Band eins ist das neue Treppenbuch zudem

online auf der firmeneigenen Website einsehbar.

Im eigenen Werk im tschechischen Veseli produziert

FHS seit mehr als 25 Jahren Treppen, und

zwar als Partner des Handwerks ausschließlich

für gewerbliche Kunden. Wangen-, Bolzen- oder

Faltwerktreppen, Stahlwangen- und Stahlholmtreppen,

Ganzglas-Treppen oder Treppen mit Stufen

und Geländern aus Glas, Spindeltreppen und

»Flying Steps«, Stufen und Geländer, Außentreppen

und Balkongeländer – die Produktvielfalt ist

groß und orientiert sich an den Wünschen der

Kunden und Architekten.

Auch Großprojekte können in allen Materialien

umgesetzt werden. Im klimatisierten Lager

steht Ware für mehr als 100 Treppen in allen gängigen

Holzarten zur Verfügung. So sind sämtliche

Anforderungen schnell zu erfüllen. Auch der

eigene, EN-1090-zertifizierte Stahlbau trägt zur

Flexibilität bei.

»Treppen-Trends«:

Die Sonderedition für Eiche, Buche, Esche

Mit der Sonderedition »Treppen-Trends« bietet

FHS für 2025 und 2026 spezielle Angebote für

Treppen in Eiche, Buche und Esche, mit durchgehenden

Lamellen oder keilgezinkt, sowie in

»F-Eiche« (eine Kombination aus Fichte und

Eiche, die sich FHS Treppen rechtlich hat schützen

lassen). Dazu gehören gestemmte und gesattelte

Wangentreppen sowie Stahlwangen- oder

Bolzentreppen und Stufen und Geländer. Auch

Tisch- und Küchenarbeitsplatten sind im Sortiment

enthalten.

Eine Besonderheit bietet FHS mit der »F-Eiche«

für Treppenstufen und Tisch- und Arbeitsplatten:

Ca. 3,5 mm starkes Eiche-Sägefurnier bildet an

Ober- und Unterseite eines Kerns aus massiver

keilgezinkter Fichte eine edle, robuste und langlebige

Nutzschicht. Für die Montage zwischen

Holz- oder Stahlwangen bzw. zwischen Wänden

erhalten die Stufen massive Eiche-Anleimer

in vorne ca. 20 mm und hinten ca. 4 mm Stärke.

Sofern auch die Seiten der Stufen nach der Montage

sichtbar sein sollen – z. B. für Stufen auf

26 l November 2025 Dach- & Holzbau


Beton- oder Stahlholmtreppen – wird die keilgezinkte

Fichte an den Seiten zusätzlich mit Hirnholz

in Eiche veredelt. Dieses ist ca. 5 cm tief und

kann bei Bedarf auch noch etwas gekürzt werden.

Die Seiten der Tisch- und Arbeitsplatten werden

nach Vorgabe gefertigt. So sind die Stufen

oder Platten von reinen Eiche-Elementen kaum

mehr zu unterscheiden. Der Vorteil: Die »F-Eiche«

ist nicht nur günstiger als massive Eiche, die Stufen

und Platten sind auch deutlich leichter und

daher einfacher zu handhaben. Bei größeren Flächen

wie Tischplatten oder Podesten minimiert

sich die Neigung zum Verwerfen oder Reißen.

Das Verfahren ist auch für andere teure Holzarten

anwendbar, z. B. für Räuchereiche oder Amerikanischen

Nussbaum.

Die Fertigtreppe

aus Brettsperrholz

Ein nahezu einzigartiges Produkt und eine gute

Alternative zur Betontreppe bietet FHS mit der

vormontierten Treppe aus Brettsperrholz: Sie ist

schnell mit dem Kran eingehoben, sofort als Bautreppe

verwendbar und kann am Ende dank im

Werk vorliegender CAD-Dateien ohne weiteres

Aufmaß mit Holzstufen und Geländern in Holz,

Glas, Stahl oder Edelstahl von FHS fertiggestellt

werden. Inzwischen liefert FHS die BSP-Fertigtreppe

auf Wunsch auch einschließlich montierter

Stahlwangen und -geländer und erspart so

einen weiteren Arbeitsschritt am Bau. Selbst die

modernen Stahl-Scheibengeländer sind vormontiert

erhältlich. Die BSP-Treppen eignen sich laut

Hersteller auch für bauseitige Stufenbeläge wie

Fliesen oder Stein.

?

Treppen in großer Auswahl auf über

200 Seiten bietet der zweite Band

des FHS-Treppenbuches.

Dach- & Holzbau

November 2025 l 27


Erweiterte Auswahl

an Eindeckrahmen

Der neue Kombi-Eindeckrahmen »OKL« ermöglicht

die einfache Integration von zwei Velux-Dachfenstern

nebeneinander in einer PV-Indach-Anlage.

VELUX (3)

VELUX – Velux setzt seine Offensive für die schnellere, einfachere und

sicherere Montage seiner Produkte fort. So bietet der Dachfensterhersteller

seine Kombi-Eindeckrahmen mit der patentierten, flexiblen Mittelrinne nun

auch für den vertieften Einbau und den Einsatz in Indach-PV-Anlagen an.

Zudem ist das jeweils passende Dämm- und Anschluss-Set »BDX« jetzt

auch bei den Eindeckrahmen für Zusatzelemente, Verlängerungsteile und

die »Lichtlösung Dachterrasse« im Lieferumfang enthalten.

Ab sofort sind die Eindeckrahmen mit flexibler Mittelrinne

auch für den vertieften Einbau und mit integriertem Dämmund

Anschluss-Set (»BDX«) erhältlich.

Velux erweitert erneut das Angebot seiner

zuletzt schon für die gängigsten Dacheindeckungen

eingeführten Kombi-Eindeckrahmen

mit der patentierten, flexiblen

Mittelrinne. Ab sofort sind diese Eindeckrahmen

für den vertieften Einbau für profilierte

Bedachungsmaterialien von 1,5 bis

9 cm Höhe (»EKJ«) und flache Bedachungsmaterialien

bis 1,6 cm Höhe (»EKN«) auch

mit flexibler Mittelrinne und integriertem

Dämm- und Anschluss-Set (»BDX«) erhältlich.

Die flexible, patentierte Mittelrinne

lässt sich einfach auf Breiten zwischen 10

und 16 cm anpassen und erleichtert Handwerksbetrieben

den Einbau von Fensterkombinationen

deutlich.

Der neue Kombi-Eindeckrahmen »OKL«

ermöglicht jetzt auch die einfache Integration

von zwei Fenstern nebeneinander in

DIE FLEXIBLE

MITTELRINNE

Dank der Flexibilität der Mittelrinne ist die

Passgenauigkeit in jeder üblichen Einbausituation

gewährleistet. Sie erleichtert

insbesondere den Einbau nebeneinanderliegender

Fensterkombinationen unter Erhalt

des Sparrens und in Austauschsituationen

mit Erweiterung der Fensterfläche auf eine

Zweier-Kombination. Bisher musste vor dem

eigentlichen Einbautermin der Sparrenabstand

gemessen werden, um die Mittelrinne

im exakt richtigen Abstand zu bestellen.

Um diesen Schritt einzusparen und etwa

beim Austausch auch Einbausituationen

mit schiefen Dachsparren einfacher meistern

zu können, führte Velux 2024 die flexible

Mittelrinne ein. Sie sorgt für deutlich

mehr Flexibilität beim Einbau und eignet

sich für Abstände von 10 bis 16 cm zwischen

den Dachfenstern. Bei der Montage

wird sie unterhalb des linken Dachfensters

angesetzt und dann auf den richtigen Fensterabstand

eingestellt.

28 l November 2025 Dach- & Holzbau


Kombination mit einer Indach-PV-Anlage.

Somit ist es auch unter einem zur Energiegewinnung

genutzten Dach möglich,

Wohnraum mit reichlich Licht, Luft und Ausblick

zu realisieren. Für noch mehr Flexibilität

im Einzeleinbau ergänzt Velux zudem

das Sortiment »ODL« um die zwei neuen

Standardgrößen 78 × 160 cm (»MK10«) und

94 × 118 cm (»PK06«).

Zudem sind ab sofort für einen vereinfachten

Bestellprozess bei weiteren Eindeckrahmenelementen

passende Dämm- und

Anschluss-Sets »BDX« im Lieferumfang

integriert. Eine separate Bestellung ist nicht

mehr notwendig. Seit September sind auch

die Verlängerungsteile für

profilierte Bedachungsmaterialien

bis 9 cm Profilhöhe

(»ETJ«) und flache

Bedachungsmaterialien

bis 1,6 cm (2 × 8 mm) Profilhöhe

(»ETN«) in der

neuen Version erhältlich.

Zudem sind die Eindeckrahmen

inklusive »BDX«

für die »Lichtlösung Dachterrasse«

und Fensterkombinationen mit

den Zusatzelementen Wand sowohl feststehend

(»VIU«) als auch mit Kippfunktion

(»VFE«) verfügbar.

?

Um Handwerksbetrieben den Bestellprozess zu

erleichtern, ist bei Velux das jeweils passende Dämm- und

Anschluss-Set »BDX« jetzt auch bei den Eindeckrahmen

für Zusatzelemente, Verlängerungsteile und die »Lichtlösung

Dachterrasse« im Lieferumfang enthalten.

Sicher befestigt

auf dem Steildach

Der First- und Gratlattenhalter

von KTS:

Zur Befestigung von

Dachlatten auf dem

Steildach.

KTS – Die Firma KTS hat sich als Spezialist im Bereich

der Befestigungstechnik einen Namen gemacht. Die

Firma aus Werne im Münsterland bietet ein breites

Spektrum an Lösungen für den Dübel-, Elektro-,

Sanitär-, Fassaden- und Dachbereich.

KTS

KTS steht für Kunststofftechnik Service – im Laufe der letzten

Jahre hat das Unternehmen sein Produktionsprogramm immer

wieder erweitert und ständig optimiert. KTS verkauft seine Dübeltechnik

unter der eigenen Markenbezeichnung »KTS – Made in

Germany«. Die KTS-Dübel haben inzwischen ein eigenes Gesicht

und eine eigene Identität.

Speziell für den Dachbereich – und hier für das Steildach – entwickelt

wurde der »KTS First- und Gratlattenhalter«. Er besteht

aus hochwertigem PA6 (Polyamid 6), was ihm eine hohe Belastbarkeit

und Schlagfestigkeit verleiht. Außerdem verfügt das Produkt

über eine hohe UV-Stabilität. Der First- und Gratlattenhalter

lässt sich einfach und schnell verarbeiten – dafür sorgt ein Klicksystem

zwischen Halter und Schraube. Sperrstege ermöglichen

die Schraubenaufnahme. Das Produkt eignet sich zur Befestigung

von Dachlatten für alle Steildachkonstruktionen.

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Dach- & Holzbau

November 2025 l 29


Eine runde Sache

auf dem Dach

Die Bibliothek der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh

profitiert von einem gut ausgeleuchteten Ambiente dank

der runden, begehbaren Oberlichter von Glasolux.

BERTELSMANN STIFTUNG /

ANSICHTSSACHE BRITTA SCHRÖDER

GLASOLUX – Begehbare Oberlichter sind im Objekt- sowie im privaten

Wohnbau noch nicht stark verbreitet – und wenn doch, zumeist in

rechtwinkliger Form. Eine Besonderheit stellen somit die runden,

begehbaren »Circular«-Oberlichter von Glasolux dar. Sie lassen sich

ganz nach Bedarf maßschneidern und individuell ausstatten.

»Wir haben mit der Verwendung des Kreises

nicht das Rad der Architektur neu erfunden.

Aber wir konnten seinen Einsatz als Oberlicht

deutlich vereinfachen«, sagt Marco Lehmkühler,

Hauptgesellschafter von Glasolux

in Bielefeld. Der mittelständische Betrieb

entwickelt, produziert und montiert maßgeschneiderte

Tageslichtlösungen für das

Flachdach und Schrägdach. Eine besondere

Variante sind die runden »Circular«-Oberlichter

aus der »Walk-On«-Serie. »Anfragen

von Architekten, sowohl nach begehbaren

Oberlichtern als auch nach runden Fenstern,

nahmen stetig zu. Dies brachte uns auf die

Idee, beides zu kombinieren und das Angebot

zudem sehr variabel zu halten, sowohl

im endgültigen Format als auch in der Ausstattung.

Die Statik eines Gebäudes ist der

einzige Punkt, der uns Grenzen setzt«, so

Marco Lehmkühler weiter.

Runde Fenster liefern auch und gerade

im Dacheinbau weit mehr als nur wertvolles

Tageslicht; sie sind selbst absolute Hingucker.

Auf diese Weise bilden sie einen

klaren Kontrast zum rechtwinkligen Baukörper

und schaffen Abwechslung für das

Auge. »Zugleich greifen runde Oberlichter

häufig das Design anderer Objekte in ihrem

Umfeld auf, um so für Ausgeglichenheit und

Harmonie zu sorgen. Der Kreis ist ein Element,

mit dem Architekten gerne spielen«,

erklärt der Fensterbau-Profi.

PAUL OTT, GRAZ

Landwirtschaftliche Fachschule

in Graz: Drei der insgesamt sechs

»Circular«-Oberlichter sind erhöht

und mit einer umgebenden Sitzbank

ausgeführt, um die Kommunikation

zu fördern.

Herstellung auf Maß

Quasi ein Alleinstellungsmerkmal für runde

und zugleich begehbare Oberlichter aus

dem Hause Glasolux sei die Möglichkeit,

die Abmessungen und Aufbauhöhen frei

zu wählen. Auf dem DACH-Markt gebe es

außer den Ostwestfalen kaum einen Hersteller,

der solche Fenster individuell auf

Maß fertigen könne. Die extrem hohe Tragfähigkeit

von 500 kg/m² spiele eine weitere

wesentliche Rolle.

Eine Vielzahl an Ausstattungsmerkmalen

ist möglich. Lehmkühler betont: »Je nachdem,

wo die ›Circular‹-Oberlichter in der

30 l November 2025


›Walk-On‹-Variante eingesetzt werden, können

wir sie mit voll- oder halbtransparenten

Gläsern versehen. Sonnenschutzglas ist

dabei schon fast Standard. Diverse Arten

der Rutschhemmung stehen zur Verfügung.

Die Fenster können wahlweise bodeneben

oder erhöht installiert werden.«

Letzteres ist eine gern gewählte Option,

wenn Flachdächer zunehmend als zusätzlicher

Bewegungs- und Begegnungsraum

genutzt werden. Ein Beispiel hierfür ist die

Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Grottenhof

im österreichischen Graz. Drei runde

Glasolux-Oberlichter wurden dort ebenerdig

eingebaut. Drei weitere wurden erhöht

und mit Sitzgelegenheiten umgeben. So

tragen die mit Dreifach-Isoliergläsern und

Aluminiumrahmen in Beigegrau ausgeführten

Oberlichter in Graz zum Austausch und

Entspannen bei.

Dächer werden zu Aufenthaltsorten

Außenflächen durch den Einsatz von begehbaren

Fenstern eine besondere Note zu verleihen,

folgt laut Marco Lehmkühler ohnehin

einem immer stärker werdenden Trend.

Beispielhaft steht hierfür das Work-Café

der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Es

verbindet den Innenhof mit fünf Pavillons

und befindet sich oberhalb der Bibliothek.

Sechs »Circular Walk-Ons« versorgen diese

mit Tageslicht, während der Freiraum darüber

ein gern angenommener Treffpunkt ist.

Lehmkühler berichtet: »Bei den Bauvorhaben,

die wir mit unseren runden Oberlichtern

beliefern, handelt es sich häufig

um kommunale oder gewerbliche Objekte,

genauer gesagt um Verbindungstrakte

KLAUS SCHICKER

zwischen zwei Baukörpern. Diese Verbindungen

dienen den Passanten darunter oft

als überdachter Versammlungsraum oder

Speisesaal. Bei schönem Wetter fungieren

die Flächen als wertvoller und beliebter

Aufenthaltsort. Wir kennen dies beispielsweise

von Bildungseinrichtungen, die offene

Pausenräume über schulisch genutzten

Räumen platziert haben.«

In vielen Fällen bietet es sich an, keine

volltransparenten Scheiben zu verwenden,

sondern beispielsweise opallaminierte Gläser.

Der einfache Grund: Es soll verhindert

werden, dass die Privat- bzw. Intimsphäre

von Menschen verletzt wird, die sich über

den Oberlichtern befinden. Abhängig vom

Einsatzort eines begehbaren (runden) Oberlichts

sind auch die einzuplanenden Arten

der Rutschhemmung. Zur Wahl stehen einerseits

spezielle Beschichtungen und andererseits

Scheiben mit integrierter, permanent

geätzter Rutschhemmung. Diese ist in der

Regel insbesondere für kommunale Bauvorhaben

wie Kindergärten, Schulen und andere

Bildungseinrichtungen vorgeschrieben.

»Unsere Erfahrung gerade der letzten

Jahre zeigt, dass die Möglichkeit, Durchmesser,

Glasaufbau und technische Ausführung

der Oberlichter praktisch frei zu planen und

zu realisieren, uns einen großen Vorsprung

auf dem Markt beschert hat. Standardlösungen

sind dagegen eher selten zielführend.

Wir sind stolz, dass wir bereits viele bemerkenswerte

Objekte privater, kommunaler

und gewerblicher Kunden damit ausstatten

konnten. Dies ist technisch und architektonisch

immer eine runde Sache«, meint

Marco Lehmkühler.

?

MISSION:

FLACHDACH

PREIS: 5 x 3.000 €

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Glasolux konnte bereits viele Objekte privater, kommunaler und gewerblicher Kunden mit seinen »Circular«-

Oberlichtern ausstatten – wie dieses privates Objekt im Sauerland.

Dach- & Holzbau

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95111 Rehau • Tel.: +49 (0) 92 83 / 5 95-0

E-Mail: marketing@lamilux.de

November 2025 l 31


Das Schutzgeländer-

System von Krause

lässt sich modular an

jede Dachgeometrie

anpassen.

Sicherheit

an der Dachkante

KRAUSE

KRAUSE – Abstürze aus der Höhe zählen zu den

häufigsten Unfallursachen in der Arbeitswelt. Entsprechend

schreibt der Gesetzgeber vor, dass Beschäftigte

auf Dächern durch geeignete Maßnahmen geschützt

werden müssen. Die wirksamste Schutzmaßnahme ist

dabei ein festes Geländer entlang der Dachkante. Krause

hat hierfür sein Schutzgeländer-System entwickelt.

NEU

und nur von

FLECK

Je nach Situation kann ein Dach-Absturzsicherungssystem entweder

fest installiert bleiben oder nur temporär zum Einsatz kommen.

Das Krause-Schutzgeländer-System ist als kollektiver Seitenschutz

konzipiert und kann sowohl für dauerhafte Absicherungen als auch

für befristete Arbeiten genutzt werden. Es eignet sich für Flachdächer

und Dachneigungen bis 10° und lässt sich modular an praktisch

jede Dachgeometrie anpassen. Dank des Baukastenprinzips

können Ecken in beliebigen Winkeln realisiert und sogar leichte

Höhenunterschiede – etwa bei Attikaabsätzen oder Dachaufbauten

– ausgeglichen werden.

So entsteht ein lückenloser Seitenschutz entlang aller Absturzkanten,

der passgenau auf die Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten

ist. Bei Bedarf lässt sich das System auch jederzeit erweitern

oder verändern, beispielsweise wenn sich Dachaufbauten ändern

oder zusätzliche Sicherungsbereiche geschaffen werden müssen.

Für regelmäßige Wartungsarbeiten kann das Geländer dauerhaft

installiert bleiben. Soll es nur vorübergehend für ein Projekt

genutzt werden, kann es nach Abschluss der Arbeiten wieder spurlos

entfernt werden.

Gründachlüfter: 5 Längen,

2 Weiten, 0 Kondenswasser

Die Gründachlüfter CLASSIC (DN 125) und MAX (DN 250)

gibt es nur bei FLECK: Extra lang und wärmegedämmt

vermeiden sie Wärmebrücken und Kondenswasser.

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erhältlich. Eine Innovation aus dem Hause FLECK:

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32 l November 2025 Dach- & Holzbau


Montage ohne Dachdurchdringung –

Sicherheit ohne Spuren

Ein wesentliches Merkmal des Schutzgeländer-Systems ist die

durchdringungsfreie Montage. Das 1,10 m hohe Geländer aus Aluminium

und Edelstahl wird durch Ballastgewichte sicher gehalten.

Diese speziellen Gewichte aus UV-beständigem Beton oder

robustem Kunststoff dienen als Gegengewicht. Da keine Bohrungen

in die Dachabdichtung erforderlich sind, bleibt die Dachhaut

intakt und es entstehen keine Schwachstellen für Feuchtigkeit.

Unter jedem Gewicht liegt ein Schutzvlies, das Druckstellen oder

Kratzer auf der Dachabdichtung verhindert. So kann das Geländer

bei Bedarf vollständig und rückstandsfrei abgebaut werden. Der

Auf- und Abbau gelingt praxisnah und unkompliziert: Alle Bauteile

werden mit einfachen Schraubverbindungen zusammengefügt

und können mit Standardwerkzeug montiert werden. Je

nach Größe des Daches erfolgen typische Montagen in kleinen

Teams innerhalb weniger Stunden oder Tage. Eine Wandbefestigung

am Endpunkt des Geländers ist optional möglich, jedoch

nicht zwingend nötig. Dank maximaler Pfostenabstände von

bis zu 2,5 m werden wenige Elemente und Gewichte benötigt.

Das beschleunigt die Montage zusätzlich und setzt das Material

effizient ein. Mit dem gleichen System lassen sich neben der

Dachkante auch andere Gefahrenstellen sichern. So können beispielsweise

Lichtkuppeln, offene Schächte oder Maschinenanlagen

mithilfe von umlaufenden Geländersegmenten geschützt

werden. Dafür kommen die gleichen Ballastgewichte zum Einsatz.

Bei Bedarf kann eine selbstschließende Zugangstür ergänzt

werden, damit autorisierte Personen den gesicherten Bereich

betreten können. Ein solches Türelement ist insbesondere hilfreich,

wenn der Zugang zum Dach über eine Steigleiter erfolgt.

Die Leiter selbst sollte den geltenden Normen entsprechen und

bei höheren Aufstiegen mit Rückenschutz oder Steigschutz ausgerüstet

sein. Das Schutzgeländer-System ermöglicht an der

Austrittsstelle der Leiter einen lückenlosen Übergang: Durch

das Türelement wird verhindert, dass eine Lücke im Geländer

entsteht, sodass Nutzer der Leiter sofort von der kollektiven

Sicherung umschlossen sind. Auf Wunsch kann das Geländer

zusätzlich mit einer Fußleiste ausgestattet werden, falls keine

Attika vorhanden ist. Diese schützt vor herabfallenden Werkzeugen

oder Materialien und erfüllt

die Anforderungen der Berufsgenossenschaften,

wenn kein

ausreichender Randabschluss

am Dach vorhanden ist. Insgesamt

hinterlässt die Montage

des Seitenschutzes keine bleibenden

Eingriffe am Gebäude

– ein Pluspunkt für Nachhaltigkeit

und Gebäudeschutz. ?

Dach- & Holzbau

Das Schutzgeländer-System von Krause

besteht aus einem 1,10m hohen Geländer

aus Aluminium und Edelstahl und wird

durch Ballastgewichte sicher gehalten.

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2025 l 33


Passgenaue Dachbahnen

aus dem Werk auf die Baustelle

Die Verlegung der Dachbahn erfolgt

nach klaren Montageplänen. Präzise

vorbereitete Zuschnitte gewährleisten

die Passform.

AMPACK

AMPACK – Qualität im Steildach entsteht durch planbare, reproduzierbare

Abläufe. Die 3D-Vorkonfektion auf Basis der »Ampatop Protecta« von

Ampack bringt Dachbahnen passgenau auf die Baustelle. Vorbereitete

Zuschnitte und Verklebungen verkürzen die Verlegezeit, reduzieren

Verschnitt und stellen die Regendichtheit in kurzer Zeit her.

Fachkräftemangel, instabile Witterungsverhältnisse

und hohe Qualitätsanforderungen

verlangen neue Lösungsansätze.

Für verlässliche Prozesssicherheit und eine

weitgehend wetter- und personalunabhängige

Ausführung eignet sich die »Ampatop

Protecta«-3D-Vorkonfektion. Sie denkt die

Verlegung von Dachbahnen und deren Verklebungen

nach Herstellerangaben neu

– schnell, präzise und komplett ohne Verschnitt.

Grundlage ist die bewährte Dachbahn

»Ampatop Protecta«, die seit Jahren

erfolgreich in der Baupraxis eingesetzt wird.

Neu ist die maßgeschneiderte 3D-Vorkonfektion

gemäß Montageplänen: Jedes

Bauteil, jede Gaube und jeder Ausschnitt

wird millimetergenau vorkonfektioniert und

kommt montagefertig auf die Baustelle. Das

reduziert die Verlegezeit deutlich, sorgt für

hohe Ausführungsqualität und stellt sofortige

Regendichtheit her.

»Mit der 3D-Vorkonfektion von verklebten

Dachbahnen schaffen wir für Verarbeiter

und Planer einen echten Mehrwert«, erklärt

Gianni Horber, Vertriebsleiter bei Ampack.

»Die Planung wird einfacher, die Ausführung

sicherer und das Material effizienter eingesetzt

– ganz ohne Abfall auf der Baustelle

und innert Minuten statt Stunden verlegt.«

Die Verlegung erfolgt nach klaren Montageplänen,

passgenaue Zuschnitte gewährleisten

die Passform. Die 3D-Elemente

– etwa Gauben – werden inklusive der

passenden, kontrollierten und technisch

bewährten Verklebung geliefert. Mit der

3D-Vorkonfektion von »Ampatop Protecta«

bringt Ampack somit nicht nur eine

technische Lösung auf die Baustelle, sondern

etabliert zugleich eine neue Denkweise:

weg von der herkömmlichen Verlegung

einzelner Dachbahnrollen, hin zu industriell

vorgefertigter Präzision.

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34 l November 2025 Dach- & Holzbau


Sonderthema

Dämmstoffe

Multi-Dämmtalent

aus regionalem Holz

Die »Gutex Thermowall 5in1«

kann u. a. als verputzbare

Dämmung im Thermowall-WDVS

eingesetzt werden, aber auch

als Außenbeplankung bei

hinterlüfteten Fassaden.

GUTEX – Mit der »Gutex Thermowall 5in1« bringt der Schwarzwälder Holzfaserdämmstoffspezialist

eine verputzbare Dämmplatte auf den Markt, die

gleich fünf Anwendungsbereiche abdeckt. Damit reduziert sie Lager- und

Logistikaufwand, vereinfacht Arbeitsprozesse und bietet Handwerksbetrieben

wie Planern mehr Flexibilität auf der Baustelle.

Die »Gutex Thermowall 5in1« lässt sich

für folgende Bereiche einsetzen: Erstens

als verputzbare Dämmung im Thermowall-WDVS

auf Holzständer- und Massivholzkonstruktionen

ohne Hinterlüftung.

Dann als Außenbeplankung bei hinterlüfteten

Fassaden, drittens als regensichere

Unterdeckung (UDP-A) ab 60 mm Dicke,

aber auch als vollflächige Dämmschicht für

Installationsebene und zu guter Letzt als

Innendämmung von Außenwänden zum

direkten Verputzen.

Die »Gutex Thermowall 5in1«

wird ab 60 mm Dicke gefertigt.

Praxisgerechte Vorteile

Die Platte wird ab 60 mm Dicke gefertigt,

ist diffusionsoffen, recyclingfähig

und »natureplus«-zertifiziert. Sie lässt

sich universell wiederverwenden, redu-

ziert Verschnitt und kann in Kombination

mit Einblasdämmung verarbeitet werden.

Das sorgt für weniger Materialwechsel,

kürzere Bauzeiten und eine spürbare Effizienzsteigerung.

Produziert wird die 5-in-

1-Platte aus nachhaltigem regionalem Holz

– baubiologisch unbedenklich und »made

in Germany«.

Mit dem Sentinel-Haus-Produktpass ist

»Gutex Thermowall 5in1« nicht nur QNGready,

sondern auch nach den strengen

Kriterien von Sentinel-Haus schadstoffgeprüft

– und erfüllt damit Anforderungen,

die über das bekannte »natureplus«-Label

hinausgehen. Das schafft Planungs- und

Nachweissicherheit. »Gutex 5in1« ist damit

laut Hersteller die Lösung für alle Bauprojekte,

bei denen Gesundheit, Nachhaltigkeit

und Zertifizierbarkeit im Fokus stehen.

Gudrun Siemens, stellvertretende

Geschäftsleitung bei Gutex, sagt: »Mit

der ›Thermowall 5in1‹ geben wir Verarbeitern

ein echtes Multitalent an die

Hand. Fünf Anwendungen in einer Platte

bedeuten nicht nur weniger Materialvielfalt,

sondern auch mehr Planungssicherheit,

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

– Werte, die Gutex seit über 90 Jahren

lebt.«

?

Ein echtes Multitalent für Verarbeiter:

Gudrun Siemens mit der

neuen »Gutex Thermowall 5in1«.

GUTEX (3)

SONDERTHEMA I Dämmstoffe November 2025 l 35


Stahl und Steinwolle

für den Brandschutz

ROCKWOOL – Zwei in den 1930er-Jahren erbaute Speicher wurden in

Magdeburg in moderne Wohngebäude umgenutzt. Im Rahmen der

Sanierung musste auch dem Brandschutz Rechnung getragen werden.

Vor diesem Hintergrund kamen »Masterrock«-Dämmplatten aus Steinwolle

von Rockwool zum Einsatz.

Der Bauentwickler Thomasblock stand seit

Jahren hinter dem Plan, die zwei Reichseinheitsspeicher

im Magdeburger Hafen in

moderne Wohngebäude zu verwandeln. Auf

einer Halbinsel in der Elbe gelegen, sollten

sie Wasserblick aus jeder Wohnung garantieren.

Architekt Uwe Thal aus Gommern

entwickelte für seinen langjährigen Auftraggeber

daher ein Konzept für Umnutzung,

Sanierung, Ausbau und Brandschutz.

Ziel war es, den Charakter der Gebäude zu

bewahren und dennoch Raum für zeitgemäßes

Wohnen zu schaffen. Wesentlich hierfür

war u. a. der Erhalt der prägnanten Satteldächer

auf beiden Gebäuden, der nur durch

eine Konstruktion in Stahlbauweise

zu gewährleisten war.

Brennbare Holzdachkonstruktionen wären

für die beiden Wohnhochhäuser nicht zugelassen

worden.

»Niemand würde heute auf ein Hochhaus

ein Satteldach setzen, aber hier ging es ja um

den Erhalt einer historischen Gebäude- und

Stadtansicht«, erklärt Thal. Gemeinsam mit

Dr. Holger Keitel von den SGHG Ingenieuren

entwarf er einen Dachstuhl aus verzinktem

Stahl mit der ursprünglichen Neigung von

57°, auf dem eine Dämmlage aus 180 mm

dicker Steinwolle verlegt werden sollte. Eine

Konstruktion, die den Anforderungen an den

Brandschutz in einem Hochhaus entspricht.

Aufgrund der hohen Windlasten in dieser

enormen Höhe war klar: Es musste eine

Befestigungslösung gefunden werden, die

Dämmung und Dichtbahnen unmittelbar nach

der Montage gegen die Windlasten

in 40 m Höhe sichert.

Dämmplatten auflegen und befestigen,

Dichtbahn ausrollen und verkleben, Konterlatten

setzen: Von links nach rechts arbeiteten sich die

höhengesicherten Dachdecker auf den Dächern

der Reichseinheitsspeicher in Magdeburg voran.

Rund 3000 m 2 Dachfläche galt es herzustellen

und zu ertüchtigen.

»Bei der Ausführung der Dachdämmung

haben wir in den ersten Wochen so manche

neue Erfahrung gemacht, die uns dazu

brachte, den geplanten Ablauf anzupassen«,

erinnert sich Razvan Gheorghe, Geschäftsführer

von Constar aus Herborn, der als

Generalunternehmer die Sanierung der beiden

Speicher verantwortet. Aber es habe

sich, so resümiert Gheorghe weiter, dann

doch relativ schnell abgezeichnet, wie Dämmung,

Dichtung und Bekleidung des Dachstuhls

effizient auszuführen sind.

Dämmplatte verspricht Stabilität

Die Verantwortlichen der Firma Constar entschieden

sich für den Einsatz der »Masterrock

035« von Rockwool. Diese hochverdichtete

Steinwolle-Dämmplatte mit extraharter

Oberlage verspricht eine Stabilität, die bei

den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten

auf den Dächern der Silos die Verarbeitung

erleichtert. »Da die Dämmung

nicht auf einer durchgängigen Schalung,

In zwei Reichseinheitsspeichern, Baujahr 1939, im Magdeburger

Hafen sahen Investoren und Planer das Potenzial

für moderne Wohnungen mit Wasserblick. Umnutzung und

behutsame Sanierung statt Neubau waren das Ziel.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


WISSENSWERTES...

»Masterrock«-Dämmplatten sind im

Kleinformat von 1 000 x 600 mm sowie

im Großformat von 2 000 x 600 mm und

in Dicken von 60 bis 200 mm lieferbar.

Verschiedene Möglichkeiten der Steildachdämmung

zeigt die Broschüre

»Aufsparrendämmung mit dem Meisterdach«,

die zum Download auf der Rockwool-Homepage

bereitsteht. Auf den

fast 60 Seiten dieser Broschüre finden

sich auch detailliert bebilderte Anleitungen

zur Verarbeitung der »Masterrock«-Dämmplatten

sowie Tabellen zu

den Leistungen der gezeigten Lösungen

aus Steinwolle für den Wärme-, Hitze-,

Schall- und Brandschutz in Gebäuden.

sondern direkt auf dem Stahlträgergerüst

verlegt werden sollte, mussten die einzelnen

Platten möglichst stabil sein«, erläutert

Razvan Gheorghe seine Wahl des Dämmstoffs.

Angesichts der Herausforderungen

des besonderen Sanierungsprojektes wollte

man sich außerdem die Unterstützung der

Techniker des Marktführers sichern. »Die

Planer, unsere Nachunternehmer und natürlich

unser Auftraggeber sind zwar Sanierer

und Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung,

aber die Umnutzung der Magdeburger Speicher

hielt trotzdem für alle Beteiligten einige

Überraschungen bereit.«

Pier Krzyslak, der als Gebietsleiter der

Deutschen Rockwool den Kontakt zu Constar

aufnahm, erinnert sich gut an die reibungslose

Zusammenarbeit vor und während der

Dachdämmung: »Wir konnten sehr schnell

und nach wenigen Überprüfungen durch

unsere Anwendungstechnik die Empfehlung

des Generalunternehmers

für die ›Masterrock‹ und

das ›RockTect‹-System als technisch

solide Lösung einstufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass

eines unserer Produkte in einem

derart außergewöhnlichen Projekt

und Anwendungsfall zum

Einsatz kommt.«

Später fiel die Entscheidung,

auch bei der Fassadendämmung

auf ein Wärmedämmverbundsystem

mit einer

Putzträgerplatte der

Deutschen Rockwool

zu setzen. Im

Mit speziell gefertigten

Stahlwinkeln wurden die

Dienst der Nachhaltigkeit

nutzten

Tragkonstruktion befestigt.

»Masterrock«-Platten auf der

die Profi-Sanierer

zudem den

Rücknahmeservice

des Unternehmens

»Rockcycle«, im

Rahmen dessen der Steinwolle-Spezialist

Baustellenverschnitt

abholt und zu neuen Dämmstoffen

recycelt. Die »Masterrock«-Dämmplatten

wurden paketweise mit einem Kran in die

oberste Etage eingehoben. Sie können dank

ihrer hohen Festigkeit während der Bauarbeiten

unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen

betreten werden und sind

wasserabweisend. Nach dem Einschieben

der Platten in vormontierte U-Profile

wurden sie mit speziell gefertigten Z-Winkeln

aus Stahl in Breite der Sparren fixiert.

Zusammen mit der Dichtbahn »RockTect

Drenatop« wurden die Dämmplatten dann

durch Konterlatten aus verzinktem Flachstahl

abschließend befestigt. Alle Befestigungselemente

wurden passend zur gewählten

Dicke der Dämmplatten

von 180 mm gefertigt und

nach Vorgabe des Statikers

eingesetzt.

DEUTSCHE ROCKWOOL (4)

Abschnittsweise

erfolgte so die Dämmung

und Abdichtung der Dächer der

Silos jeweils von links nach rechts.

Für die Sicherung der als Eindeckung ausgewählten

Dachziegel auf der Metallunterkonstruktion

hatte deren Hersteller Nelskamp

spezielle Klammern entwickelt und bautechnisch

prüfen lassen. Jeder einzelne

Dachziegel ist nun mit einer Kopf- und Seitenklammer

gesichert. Die Gesamtkonstruktion

stellt aus Sicht aller Beteiligten ein

Novum dar – insbesondere für Hochhäuser.

Vom Lagerplatz zur Wohnung

Errichtet wurden die beiden jetzt zu Wohngebäuden

umgebauten Speichergebäude

1939 zur Lagerung von Gütern wie

Getreide, Zucker, Salz oder Futtermitteln.

Inzwischen entsteht auf dem ehemaligen

Hafengelände der »Magdeburger Wissenschaftspark«.

Das moderne Stadtquartier

ist als Museums-, Wissenschafts- und

Forschungsstandort gedacht, der neben

vielen Arbeitsplätzen auch Wohnraum

bieten muss. Über 200 Wohnungen hat

allein der Bauträger Thomasblock durch die

Sanierung der Silos geschaffen. Dank der

umsichtigen Sanierung und zeitgemäßen

Dämmung erreichen die Gebäude heute

Effizienzklasse EH 40.

?

Die Dachstühle der Silos wurden mit einer Stahlkonstruktion

originalgetreu wiederhergestellt und von außen mit

»Masterrock«-Aufsparren-Dämmplatten bekleidet.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe November 2025 l 37


Kerndämmung einer Stadtvilla

mit »PoroBead 033«

HIRSCH POROZELL – »PoroBead

033« von Hirsch Porozell ist ein

Polystyrol-Partikelschaum-Granulat,

das speziell für eine effektive, hohlraumfreie

Verfüllung von zweischaligen

Mauerwerken entwickelt wurde.

Es wurde für die energetische

Sanierung einer Stadtvilla in Oldenburg

eingesetzt.

Denkmalschutz und energetische Sanierung

von Fassaden stehen bei vielen Bauvorhaben

in einem Zielkonflikt. Bei Massivbauten

im Gebäudebestand stehen als Lösungen

meist nur die Außen- und die Innendämmung

zur Verfügung. Eine Außendämmung

ist technisch und wirtschaftlich fast immer

die bessere Lösung, doch scheidet sie bei

denkmalgeschützten Fassaden meist aus

– der schutzwürdige Charakter ist mit einer

Außendämmung kaum zu bewahren. Innendämmungen

sind erheblich teurer, können

bei mangelhafter Ausführung schnell zu

Feuchteschäden führen und die Ausführung

in bewohnten Räumen ist umständlich.

Sehr viel einfacher gestaltet sich die Aufgabe

der energetischen Sanierung bei zweischaligen

Außenwänden mit innenliegender

Luftschicht – eine Bauweise, die insbesondere

im norddeutschen Raum bei Altbauten

stark verbreitet ist, meist anzutreffen in den

Baujahren von 1860 bis in die 1990er-Jahre.

Hier ist bereits im Bestand ein Hohlraum

vorhanden, der auch nachträglich preiswert

mit einem Dämmstoff verfüllt werden kann.

HIRSCH POROZELL (2)

Das EPS-Granulat »PoroBead 033« von

Hirsch Porozell lässt sich staubfrei und

schnell durch ein spezielles Einblasverfahren

verarbeiten.

Zweischalige Außenwände

Um genau einen solchen Fall handelt es sich

bei der Stadtvilla, die der Bauingenieur Rolf

Warrings und die Architektin Katrin Heidenreich

für ein Bauherrenehepaar in Oldenburg

saniert und umgebaut haben. Die etwa

35 cm dicken Außenwände des denkmalgeschützten

Gebäudes von 1892 bestehen

innen wie außen aus 11,5 cm dicken Vollziegeln

mit einer dazwischenliegenden Luftschicht

von 8 cm. Die Mauerschalen sind in

diesem Fall nicht miteinander verbunden,

weder durch Bindersteine noch durch Mauerverbinder

– eine, auch in Oldenburg, bis

in die 1950er-Jahre verbreitete Konstruktion.

Innen ist das Mauerwerk verputzt und

außen versehen mit Stuck, der die Fassade

in Form von Pilastern, Kapitellen, Gesimsen

und Konsolen aufwendig gliedert. Angesichts

dieser gestalterischen Qualität kam

eine Außendämmung für die Planer hier nicht

infrage – von den Auflagen des Denkmalschutzes

ganz abgesehen. Zudem hat sich die

Eine Außendämmung

kam bei der mit Stuck

verzierten Fassade der

Stadtvilla nicht infrage.

?

Ausbildung einer Kerndämmung in der vorhandenen

Luftschicht bereits in vielen ihrer

Projekte als wirtschaftliche und technisch

nachhaltige Maßnahme bewährt. Gemeinsam

mit Alexander Gapke vom Fachbetrieb

Gapke Dämmtechnik entschieden sich die

Planer für das Material »PoroBead 033« von

Hirsch Porozell – auch weil es besonders rieselfähig

und feuchtigkeitsbeständig ist und

somit auch im Sockel- und Perimeterbereich

eingebaut werden darf. Die Einblasbohrungen

wurden von innen hergestellt, sodass

die Stuckfassade nicht verletzt wurde. Das

Gebäudeinnere wurde ohnehin einer Kernsanierung

unterzogen. Ein weiterer Vorteil

der nachträglichen Kerndämmung: Sämtliche

Anschlüsse an angrenzende Bauteile,

also das aufwendige Anarbeiten an Fenster

und Fensterbänke, Dachsparren und Ortgang,

erübrigen sich. Ausschreibung und

Angebot gestalten sich entsprechend einfach,

abgerechnet wurde nach dem Volumen

des eingeblasenen Dämmstoffs. ?

38 l November 2025

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


URSA TECTONIC

Die neue Generation

der Mineralwolle

Bei der Herstellung von URSA TECTONIC Mineralwolle-

Dämmung kommt erstmals die innovative TECTONIC-

Technologie zum Einsatz: Die Faserausrichtung wird

in einem besonderen Verfahren zielgerichtet an die

Dämmstoffanforderungen angepasst und erzeugt so

eine hoch verdichtete Plattenstruktur.

Diese Technologie ermöglicht ein ausgezeichnetes

Zusammenspiel von Wärme- und Schalldämmleistung,

sowie hohe Zugfestigkeit und Steifigkeit, die dennoch

flexibel genug ist, kleine Unebenheiten zu überdecken.

Die Produktfamilie der URSA TECTONIC Mineralwolle-

Dämmung läutet den Beginn einer neuen Generation in

der Entwicklung von nachhaltigen Dämmlösungen

mit besonderen mechanischen und bauphysikalischen

Eigenschaften ein!

Ab sofort erhältlich:

URSA TECTONIC

Deckendämmplatte

UPh/Vv

SONDERTHEMA

www.ursa.de

I Dämmstoffe November 2025 l 39


Holzfaserdämmstoffe

in drei Varianten

Naturheld-Produktion

in Grafenwöhr – hier

werden die Dämmmatten

produziert.

?

NATURHELD (3)

NATURHELD – Die Nachfrage nach ökologischen und leistungsfähigen

Dämmstoffen wächst – und damit werden die Anforderungen

an Wohngesundheit, Energieeffizienz und echte

Nachhaltigkeit immer höher. Naturheld aus Grafenwöhr in Bayern

setzt genau hier an. Mit der neuen Holzfaserdämmplatten-

Generation 2.0 bietet das Unternehmen ganzheitliche Lösungen

für Neubau, Sanierung sowie energetische Ertüchtigung.

Die druckfesten Holzfaserdämmplatten

gibt es in Rohdichten von

110 bis 220 kg/m³.

Die Holzfasereinblasdämmung »Naturheld

Flow«: Die losen Holzfasern werden direkt

in die Gefache eingeblasen.

Ein Sortiment von druckfesten Platten (verfügbar

in Rohdichten von 110, 140, 180 und 220 kg/

m³) über flexible Dämmmatten bis hin zur Holzfasereinblasdämmung

steht zur Verfügung. Die

festen Holzfaserdämmplatten von Naturheld eignen

sich für zahlreiche Anwendungen. Ihre hohe

Rohdichte, mechanische Stabilität und direkte

Verputzbarkeit eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Sei es als Unterdeckplatte auf dem

Dach (für Neubau oder Dachsanierung) oder als

Dämmplatte an der Wand, sowohl im Einsatz als

Innendämmung als auch im Außenbereich hinter

vorgehängten Fassaden oder direkt verputzt.

Ebenso können sie im Bereich Fußboden- und

Deckensysteme oder aber auch direkt begehbar

als oberste Geschossdeckendämmung eingesetzt

werden.

Die flexiblen Dämmmatten »Naturheld Flex« eignen

sich für die Zwischensparrendämmung und

die Gefachdämmung von Wänden und Deckenbalkenkonstruktionen.

Hier bietet Naturheld eine

leistungsfähige, flexible Dämmmatte mit den laut

Hersteller branchenweit besten Dämmwerten

an. So lassen sich energieeffiziente, ökologische

Projekte im Neubau und in der Bestandsertüchtigung

umsetzen.

Ob als Zwischensparrendämmung oder Gefachdämmung

von Wänden und Decken: Die Holzfasereinblasdämmung

»Naturheld Flow« punktet

mit größtmöglicher Wirtschaftlichkeit. Die losen

Holzfasern werden mithilfe von Einblasmaschinen

direkt in die Gefache eingeblasen. Kein Hohlraum

bleibt mehr frei, es entstehen keine Verschnittreste.

Zudem kann mit nur einem Material jede

Dämmstoffdicke und jede noch so komplizierte

Gefachgeometrie sicher und dauerhaft gedämmt

werden. Auch der vergleichsweise einfache Rückbau

und die Wiederverwendbarkeit sind zusätzliche

Vorteile.

Abfallprodukt aus regionalen Sägewerken

Für die Produkte von Naturheld werden keine

extra Bäume geschlagen. Stattdessen setzt das

Unternehmen aus der Oberpfalz ausschließlich

auf Sägeabfallprodukte aus regionalen Sägewerken.

Also auf Holzreste, die bei der Verarbeitung

von Rundholz ohnehin anfallen. Dieses Konzept

vermeidet zusätzlichen Holzeinschlag, reduziert

Transportwege und nutzt vorhandene Ressourcen

vollständig aus.

?

WISSENSWERTES...

Das Werk von Naturheld am Hauptstandort in Grafenwöhr

zählt zu den modernsten Produktionsstätten

für Holzfaserdämmstoffe europaweit. Bereits

heute werden flexible Holzfaserdämmplatten mit

einer Jahreskapazität von bis zu 1,5 Mio. m³ hergestellt,

bei druckfesten Holzfaserdämmplatten

liegt die Kapazität bei bis zu 500 000 m³ pro Jahr.

Ein energieeffizientes Anlagendesign, die Nutzung

von Holzresten und Biomasse zur Eigenenergiegewinnung

sowie der Einsatz von Photovoltaik sorgen

für eine besonders klimafreundliche Produktion.

40 l November 2025

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


Deckendämmplatte

für effizienten Wärmeschutz

URSA (2)

URSA – Mit der Einführung der neuen

»Ursa Tectonic«-Deckendämmplatte

»UPh/Vv« erweitert der Dämmstoffhersteller

in Deutschland sein Produktsortiment

um eine Kellerdeckendämmung.

Die Deckendämmplatte mit neuer Faserstruktur

überzeugt nach Unternehmensangaben

durch eine Kombination aus

besseren mechanischen Fähigkeiten,

hoher Dämmleistung, leichter

Verarbeitbarkeit und attraktivem

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bei der Herstellung von »Ursa Tectonic« kommt

erstmals die innovative »Tectonic«-Technologie

zum Einsatz: Die Faserausrichtung wird in einem

besonderen Produktionsverfahren zielgerichtet

an die Dämmstoffanforderungen angepasst, und

es entsteht eine hochverdichtete Plattenstruktur.

Diese für Mineralwolle neue Technologie

bietet verbesserte Druck- und Zugfestigkeiten,

Steifigkeit und Klemmfähigkeit sowie ein ausgezeichnetes

Zusammenspiel von Wärme- und

Schalldämmleistung.

Die druckfeste, hydrophobierte und diffusionsoffene

Dämmplatte aus Mineralwolle ist einseitig

mit weißem Glasvlies kaschiert und erfüllt die

Anforderungen der Brandschutzklasse A1. Mit

einem Nennwert der Wärmeleitfähigkeit (λD) von

0,036 W/(m∙K) dämmt die Platte effektiv, senkt

die Heizkosten und steigert den Wohnkomfort.

Neben der Anwendung für Kellerdecken kann das

Produkt auch in Garagen- und Nebenräumen verwendet

werden.

Vielfältige Vorteile

Neben dem Wärmeschutz bietet die »Ursa Tectonic«-Deckendämmplatte

auch hervorragende

Schalldämmeigenschaften und reduziert

so potenziellen Lärm. Eine weitere Besonderheit

des Produkts ist das geringe Gewicht, das

sowohl den Transport als auch die Verarbeitung

erheblich erleichtert. Die Hauptbestandteile der

Mineralwolle-Dämmung sind nach wie vor natürlichen

Ursprungs. Dazu zählen rund 70 Prozent

recyceltes Altglas und Sand.

Mit dem neuen Produkt bietet Ursa dem Fachhandel

und den Verarbeitern ein leistungsstarkes

und zugleich wirtschaftliches Produkt, das

besonders für die energetische Sanierung geeignet

ist. Denn ungedämmte Kellerdecken zählen

zu den typischen energetischen Schwachstellen

im Gebäudebestand und sind für bis zu zehn

Prozent des gesamten Wärmeverlustes verantwortlich.

Der Bauherr profitiert mehrfach. Neben mehr

Wohnkomfort und geringeren Energiekosten

amortisiert sich die Investition aufgrund steigender

Energiekosten bereits nach wenigen

Jahren. Darüber hinaus schützt die »Ursa Tectonic«-Deckendämmplatte

ganzjährig vor Feuchtigkeit

und Schimmel.

?

Eine mit »Ursa Tectonic«

gedämmte Decke

einer Tiefgarage.

Die neue »Ursa Tectonic«-

Deckendämmplatte »UPh/Vv«.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe November 2025 l 41


Dämmstoffkur für ältestes Klinikhaus

PUREN – Auf Amrum

befindet sich mit der AOK-

Nordseeklinik ein Zentrum

für die medizinisch verordnete

Wiederherstellung

der Kräfte für den Erziehungsalltag.

Das älteste

der 16 Klinikhäuser erhielt

jetzt selbst eine »bauliche

Reha-Maßnahme« in Form

einer umfassenden Dachsanierung.

Zum Einsatz

kamen PU-Dämmsysteme

von Puren.

Zur Erstellung eines wasserdichten

Unterdachs wurde die

Konterlattung mittels materialhomogener

»High-Tech UDB«-

First- und Gratstreifen in die

Abdichtung eingebunden.

PUREN (5)

Beste Lage für die nachhaltige

Wiederherstellung der Kräfte für den

Erziehungsalltag – das Haus Sonnenau

der AOK-Nordseeklinik auf Amrum.

Gesundheitsfördernde Auszeiten mit medizinischtherapeutischen

Anwendungen für Mütter haben

eine lange Tradition in Deutschland. Früher hießen

sie »Mutter-Kind-Kuren«, heute »Mutter-/Vater-

Kind-Maßnahme«, aber immer geht es um eine

stationäre medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme

für alle, die in Erziehungsverantwortung

stehen.

Beliebter Standort für Einrichtungen, die solche

Maßnahmen anbieten, sind die deutschen

Nordseeinseln. Auch auf Amrum findet sich mit

der AOK-Nordseeklinik ein Zentrum für die medizinisch

verordnete Wiederherstellung der Kräfte

für den Erziehungsalltag. Jetzt erhielt das älteste

der 16 Klinikhäuser selbst eine »bauliche Reha-

Maßnahme« in Form einer umfassenden Dachsa-

nierung mit hochwirksamen und auf die jeweilige

Dachkonstruktion abgestimmten PU-Dämmsystemen

von Puren.

Hausgemeinschaft mit Tradition

Alle Häuser der AOK-Nordseeklinik liegen verteilt

am Rande der Dünen. Hier wohnen Mütter,

Väter und Kinder in kleinen Hausgemeinschaften

in einer Art »Klinikdorf«. Das älteste Haus »Sonnenau«

wurde bereits 1893 vom westfälischen

Pastor Friedrich von Bodelschwingh als Urlaubsquartier

erbaut. In den Folgejahren kamen weitere

Häuser hinzu. 1993 übernahm die Rehasan,

Trägerin der AOK-Nordseeklinik, die Bestandsgebäude.

Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen

und dem Bau weiterer Häuser entstand das

Klinikdorf, in dem 1995 die ersten Patienten ihre

medizinisch indizierte Auszeit nahmen.

Im November 2023 startete für das älteste Haus

eine substanzerhaltende Sanierung der Dachflächen.

Unter der fachkundigen Planung durch den

Architekten Dipl.-Ing. Peter Heck-Schau konnte

auf insgesamt drei Dachflächen die Deckung bzw.

Abdichtung erneuert werden. Im Zuge der Maßnahme

wurden die Bauteile zugleich fachgerecht

und zukunftsfähig wärmegedämmt.

Rückbau bis zu den Sparren

Ausgeführt wurden die Dacharbeiten von dem

Rendsburger Dachdeckerbetrieb Schulz. Auf dem

Hauptdach, einer abgewandelten Kreuzdachkonstruktion

mit einer Gesamtfläche von 450 m², wurde

die vorhandene Ziegeldeckung samt Trag- und

Konterlattung bis auf die Holzschalung oberhalb

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


der Sparren zurückgebaut. Als Notabdichtung und

Konvektionssperre verlegten die Fachhandwerker

auf den Satteldachflächen und Schleppgaubendächern

die robuste und mechanisch stark belastbare

»Puren Top DSB 100«. Die blendfreien und

mit dem »Kleber-auf-Kleber-System« ausgerüsteten

Bahnen weisen einen sd-Wert von ≥ 100 m

auf. Zugleich dienten sie während der gesamten

Arbeiten als Witterungsschutz für die darunterliegende

Konstruktion.

Hochwirksame Aufsparrendämmung

Im nächsten Arbeitsschritt verlegten die Dachdecker

das Steildachdämmsystem »Puren Perfect«

mit umlaufender Nut und Feder auf den

Teildächern mit 25° Neigung. Die hochwirksamen

Dämmelemente in WLS 023 weisen einen

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λB =

0,023 W/(m·K) (gemäß DIN 4108-4) auf. Zur dauerhaft

winddichten und kapillarfreien Verklebung

der oberseitig aufkaschierten, diffusionsoffenen

Unterdeckbahnen sind diese im überlappenden

Nahtbereich werkseitig ebenfalls mit dem »Kleber-auf-Kleber«-System

ausgerüstet.

Fixiert wurden die PU-Dämmplatten mit passenden,

durch die Konterlattung verschraubten

Systemschrauben. Auf die nachfolgende Traglattung

deckten die Fachhandwerker die neuen

Dachsteine ein.

Aufgrund der

Dachneigung von nur 9°

und der vorgesehenen Nutzung

kam auf dem rund 200 m 2 großen

Satteldach über dem Anbau das

»Puren Unterdach 023«

zum Einsatz.

Passende Dämmstofflösung

Auch das Dach der dreiseitig um das Gebäude

verlaufenden Veranda wurde im Zuge der Sanierung

erneuert. Hier kamen auf der insgesamt

190 m² umfassenden Fläche aufgrund der geringen

Dachneigung von 2° als Dämmung beidseitig

alukaschierte Puren-Flachdach-Dämmplatten

zum Einsatz. Die mit umlaufendem Stufenfalz

ausgerüsteten PU-Dämmplatten in WLS 023

verarbeiteten die Dachhandwerker in einer Dicke

von 100 mm.

Ein drittes, rund 200 m² großes Satteldach

über einem Anbau an das Hauptgebäude

wurde ebenfalls energetisch

saniert. Aufgrund der Dachneigung

von nur 9° und der vorgesehenen

Nutzung waren hier Zusatzmaßnahmen

zur Regensicherheit beim neuen Dachaufbau notwendig.

Nach dem Rückbau bis zu den Sparren

folgte eine Lage »Puren Top DSB 100« als Konvektionssperre.

Die Dämmschicht erstellten die

Fachhandwerker aus 100 mm dicken »Puren

Unterdach 023«-Dämmplatten mit umlaufender

Nut und Feder. Mit dem Puren-Unterdach-Steildachdämmsystem

lassen sich sowohl regensichere

(Klasse 2) als auch wasserdichte (Klasse

1) Unterdächer realisieren. Zusätzlich bietet das

System eine hochwirksame, dauerhaft zuverlässige

und wärmebrückenfreie PU-Aufsparrendämmung.

Oberseitig sind die PU-Hartschaumplatten

mit einer monolithischen und diffusionsoffenen

»High-Tech«-Unterdachbahn mit einem sd-

Wert < 0,35 m kaschiert. Neben der klassischen

Verklebung im überlappenden

Nahtbereich kann die wind-, regenund

wasserdichte Unterdachbahn

mittels THF-Quellschweißmittel oder

mit dem Heißluftföhn verschweißt

und zum regensicheren oder wasserdichten

Unterdach weiterverarbeitet

werden.

Auf Amrum fügten die Dachdecker die

aufkaschierte Unterdachbahn zum wasserdichten

Unterdach. Zusätzlich wurde die Konterlattung

mittels materialhomogener »High-Tech«-Firstund

Gratstreifen in die Abdichtung eingebunden.

Neben Traglattung und Deckung mit Dachsteinen

wurde auf dem Satteldach zusätzlich eine

PV-Anlage installiert.

?

Aufmaßarbeiten zur Erstellung der

Verkleidung für den Gaubenspiegel.

Über die notwendige Konterlattung

wurden die PU-Dämmstoffplatten

mittels passender Systemschrauben

im Untergrund fixiert.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe November 2025 l 43


Passivhaus-Sporthalle mit

XPS-Bodenplatten-Dämmung

Die Fassaden bestehen aus

vorgefertigten Holzrahmen,

die mit biobasierten Holzfasern

gedämmt sind.

JACKON – In Val-de-Vesle (Département Marne) ist ein kommunales

Gebäude entstanden, das in mehrfacher Hinsicht

Maßstäbe setzt – im Mittelpunkt steht ein Energiekonzept,

zu dem u. a. die Bodenplattendämmung »Jackodur Atlas« von

Jackon Insulation by Bewi beigetragen hat.

Die neue Sporthalle in dem Ort nahe Reims

erfüllt als erste in Frankreich die Anforderungen

des europäischen Passivhaus-Standards – und

kommt mit ganzjährig konstanten 19 °C Innentemperatur

ohne aktives Heizsystem aus. Möglich

macht das ein durchdachtes Energiekonzept

mit smarter Lüftung, Photovoltaik, Dachbegrünung

und nicht zuletzt einer konsequent wärmebrückenfreien

Bodenplattendämmung mit

»Jackodur Atlas«.

Die Entscheidung für eine Sporthalle im Passivhaus-Standard

fiel in Val-de-Vesle nicht zufällig.

Die kleine Gemeinde mit rund 1 000 Einwohnern

geht seit Jahren mit gutem Beispiel voran: So

wurde sie bereits 2021 als »Meilleur village pour

la biodiversité« für ihr Engagement im Bereich

Biodiversität ausgezeichnet. Nun haben die Verantwortlichen

ein klares Zeichen für zukunftsfähiges

Bauen gesetzt.

Minimaler Energiebedarf,

maximale Kostenersparnis

»Unsere Erfahrungen mit dieser Passivhaus-Sporthalle

geben wichtige

Impulse für zukünftige Bauvorhaben.

Und Politik muss mit gutem Beispiel vorangehen«,

betont Serge Hiet, Bürgermeister

von Val-de Vesle. Genau das ist mit der

neuen Sportstätte gelungen: Der Neubau mit

Vorbildcharakter zeigt eindrucksvoll, wie ein minimaler

ökologischer Fußabdruck und dauerhaft

niedrige Betriebskosten Hand in Hand gehen.

Für die sichere Dämmung der Bodenplatte fiel

die Wahl nach intensiver Abstimmung mit Bauleitung

und Planungsbüro schnell auf »Jackodur

Atlas«. Eine wichtige Entscheidung, denn eine

hohe Gebäude-Energieeffizienz beginnt mit einer

sicher gedämmten Bodenplatte.

Bauleiter Sacha Nouveau von Le Bâtiment Associé

beschreibt die Vorteile von »Jackodur Atlas«

bei der Verarbeitung: »Zusätzliche Arbeitsschritte

wie das aufwendige Verschalen sind vollständig

entfallen. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen

konnten wir so sehr viel Bauzeit einsparen.«

Das als Passivhauskomponente zertifizierte

System kombiniert Dämmung und Schalung der

Bodenplatte miteinander und ermöglicht so eine

schnelle, komplett wärmebrückenfreie Ausführung.

Die hochdruckfesten XPS-Elemente sind

langlebig, einfach und fehlerfrei zu verarbeiten

und lassen sich präzise auf die Geometrie der

Bodenplatte anpassen.

Selbst widrige Wetterbedingungen auf der Baustelle

wie anhaltender Regen und ein Sturm wurden

mit »Jackodur Atlas« erfolgreich gemeistert:

Die Verlegung der 43 x 35 m großen Bodenplatte

erfolgte innerhalb von nur vier bis fünf Tagen.

Möglich wurde dies auch durch die enge Zusammenarbeit

mit dem technischen Support-Team

von Jackon Insulation by Bewi, das die Ausführung

vor Ort begleitete. »Das Team von Jackon

Insulation by Bewi hat uns auf der Baustelle

fachlich optimal begleitet und unterstützt – das

war ein echter Vorteil«, ergänzt Sacha Nouveau.

44 l November 2025

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


Zertifizierung ermöglicht

EU-Fördermittel

Dank der Passivhaus-Zertifizierung konnte die

Gemeinde im Rahmen ihrer Umweltstrategie europäische

Fördermittel für den Neubau in Anspruch

nehmen. »›Jackodur Atlas‹ hat zum Erreichen der

Zertifizierung beigetragen, insbesondere durch

seine hohe Dämmleistung, das sichere Verhindern

von Wärmebrücken sowie die einfache Verarbeitung«,

unterstreicht Nouveau.

Neben der Bodenplattendämmung, dem smarten

Belüftungskonzept und dem Gründach mit

Photovoltaikmodulen trugen auch eine Holzrahmenkonstruktion

mit Holzfaserdämmung sowie

Dreifachverglasung zum Erfolg bei. Das energetisch

durchdachte Gesamtkonzept ermöglicht es

zukünftig, die Halle vollständig ohne aktives Heizsystem

zu betreiben – bei einem dauerhaft angenehmen

Innenraumklima mit konstanten 19 °C.

Val-de-Vesle zeigt, wie nachhaltiges Bauen im

kommunalen Bereich realisiert werden kann –

und macht Mut zur Nachahmung. Die Kombination

aus klarem politischem Willen, durchdachter

Planung und erprobter Dämmtechnik macht die

Sporthalle zu einem Projekt mit Signalwirkung,

das dauerhaft niedrige Betriebskosten, minimale

CO 2

-Emissionen und maximalen Komfort miteinander

vereint.

?

BÂTIMENT ASSOCIÉ (3)

Selbst große Flächen

lassen sich mit

»Jackodur Atlas«

schnell fertigstellen.

»Jackodur Atlas« besteht aus einem

einfach zu verlegenden Stecksystem.

Die stabilen Schalungselemente halten

beim späteren Gießen der Bodenplatte

dem Betondruck mühelos stand.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe November 2025 l 45


Auf den ersten Blick alles

andere als ein Fachwerkhaus:

Von Beginn an

wurde das Rittergut Schafhausen

als herrschaftliches

Steinhaus empfunden –

deswegen auch die steinfühlige

Putzoberfläche.

Aerogel-Dämmputz

für historische Fachwerkfassade

HASIT – Im Rahmen der Komplettsanierung des östlich von Dortmund

gelegenen Ritterguts Schafhausen wurden die Außenfassaden

energetisch ertüchtigt – behutsam und »steinfühlig« mit dem

»Hasit Fixit 222 Aerogel«-Hochleistungsdämmputz.

?

Im Jahr 1225 wurde

das nun renovierte

Rittergut erstmals

urkundlich erwähnt.

Für die Architektin Friederike van de Loo - Schulze

Schwienhorst aus Münster war das Rittergut

Schafhausen nicht die erste Renovierung eines

denkmalgeschützten Gebäudes, dennoch unbestritten

die bisher größte Herausforderung. In enger

Zusammenarbeit mit den Bauherren, dem Denkmalschutz

und ausgewählten Experten erfolgte

eine Komplettsanierung, die sowohl technisch

als auch gestalterisch Bestnoten verdient. Bei

der energetischen Sanierung der Fassade war

die Expertise von Holm Theil, Objektberater der

Firma Hasit, besonders gefragt.

Das Rittergut Schafhausen wurde 1225 erstmals

urkundlich erwähnt. Seit dem 6. August 1986

steht das ganze Ensemble unter Denkmalschutz.

Umgeben von einem ebenfalls denkmalgeschützten

Park, liegt es inmitten einer ausschließlich

landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Die Liegenschaft

umfasst ein stattliches Herrenhaus mit

angebauter Kapelle, ein Wirtschaftsgebäude und

diverse Nebengebäude. 2018 wurde die gesamte

Liegenschaft von einem westfälischen Unternehmerehepaar

übernommen. Abgesehen davon,

dass das Unternehmen eng mit der Baubranche

verknüpft ist, schätzen die Bauherren historische

Baukultur und waren auch bereit, diese zu

Beginn kostenmäßig kaum benennbare Komplettsanierung

finanziell zu stemmen. Herrenhaus und

Kapelle sind mittlerweile umfassend saniert und

werden nicht nur von den Eigentümern genutzt.

Von Anfang an war geplant, das Gebäude vielfältig

und für viele nutzbar zu machen.

Die Gebäudehülle wurde zu Beginn der Baumaßnahmen

2019 komplett abgeschält. Fachwerk

und die Gefachefüllungen konnten zu ca.

90 Prozent erhalten werden, der Außenputz wurde

komplett neu aufgebracht. Besonders die Wetterseiten

wiesen starke Bauschäden auf. Die unten

liegenden Schwellhölzer waren mangels Horizontalsperre

allesamt durchfeuchtet und verrottet. Im

Zuge der Sanierung wurden diese komplett ausgetauscht,

zugleich wurde der Sockelanschluss

neu aufgebaut. Den Natursteinen aufgesetzt ist

jetzt eine Lage außen abgeschrägter Vollziegel.

Es folgen eine Bitumen-Horizontalsperre und

neue Schwellhölzer aus massiver Eiche. Beim

Herrenhaus wurden etwa 20 Prozent des den

Schwellhölzern aufgesetzten Ständerwerks ausgewechselt

und anschließend wieder mit den

zwischengelagerten Natursteinen und Feldbrandziegeln

ausgefacht. Die westlichen Außenwände

sowie Dach und Turm der Kapelle wurden zu

100 Prozent rekonstruiert.

Wärmedämmputz mit Aerogel-Granulat

Schafhausen ist ein Fachwerkensemble, das Herrenhaus

jedoch wurde stets als »herrschaftliches

46 l November 2025

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


Steinhaus« verstanden. Von Beginn an waren die

Fassaden komplett verputzt, einschließlich des

Ständerwerks. Bei der Sanierung standen anfangs

Wärmedämmplatten in der energetischen Diskussion.

Diese Idee wurde jedoch schnell verworfen.

Die bewegte Oberfläche der Fachwerkfassade

sollte »steinfühlig« nachgezeichnet werden,

um die Lebendigkeit der historischen Fassade

zu erhalten. Man entschied sich also für einen

Wärmedämmputz. Mit dem Aerogel-Hochleistungsdämmputz

»Fixit 222« wählten Bauherren

und Architektin ein innovatives Putzsystem, das

über eingebettetes Aerogel-Granulat eine Wärmeleitfähigkeit

von 0,028 W/(m∙K) erreicht. Dies

ermöglicht dünne und dennoch hoch wärmedämmende

Putzstärken.

Die zu renovierende Bausubstanz stammt aus

dem 18. Jahrhundert, das Putzsystem aus dem

21. Jahrhundert. Neben bauphysikalischen Fragen

wie Haftung, Diffusionsoffenheit, Dehnund

Schrumpfverhalten galt es auch, viele der

historischen Bauteilanschlüsse grundlegend zu

überdenken.

Die Basis bildet ein Welnet als Putzträger. Häufiger

Fehler hierbei: dieses auch am Ständerwerk

zu befestigen. Die Putzschale muss vollkommen

von den Bewegungen des Ständerwerks entkoppelt

sein. Die Befestigung erfolgte deshalb

ausschließlich auf den Ausfachungen. Dem kompletten

Ständerwerk wurden zuvor Pappstreifen

aufgetackert, um jegliche Putzanhaftung auszuschließen.

Einer dünnen Lage »Hasit Hasolan« (0

bis 6 mm) als Vorspritz folgt der Dämmputz »Fixit

222« in einer Schichtstärke von 30 mm. Bereits

hier wurde beim Nachziehen mit der Glättkelle

penibel darauf geachtet, die Oberflächenkontur

der Fassade nachzuzeichnen. Es folgen eine

Gewebeeinspachtelung und abschließend ein

10 mm dicker Kratzputz »Hasit 725 Opti«.

Mit dem gewählten Putzaufbau wurde ein

durchgehend mineralisches System aufgebaut,

das bauphysikalisch in Bezug auf Haftung, Dehn-/

Schwundverhalten sowie Diffusionsoffenheit fein

aufeinander abgestimmt ist. Die für Kratzputz übliche

Dicke von 10 bis 15 mm wirkt sich vorteilhaft

auf die Lebensdauer der Fassade aus. Aus der

höheren Schichtstärke gegenüber Dünnputzen

resultiert eine größere Wärmespeicherkapazität.

Regenfeuchte und nasse Putzoberflächen dampfen

aufgrund der gespeicherten Wärme schnell

ab. Zusammen mit der basischen Alkalität des

Putzes werden Algen und Pilzen Nährstoffe und

Feuchte systeminhärent und dauerhaft entzogen.

Abstimmung mit dem Denkmalschutz

Bei allen Planungen zur Fassadendämmung war

die obere Denkmalbehörde Landschaftsverband

Westfalen-Lippe fest mit eingebunden. Der rein

mineralische Aufbau des Putzsystems, bestehend

aus natürlichem hydraulischem Kalk, Luftkalk und

chromatfreiem Weißzement, entspricht deren Vorgaben.

Gleiches gilt für die »steinfühlige« Oberfläche.

Um die unterschiedlichen Arbeitsschritte

exakt auszuführen, wurden vorab Muster eingebaut

und alle Arbeitsschritte probeweise durchgeführt.

Viel Aufwand erforderte die historische

Nachstellung des Kratzputzes, dem zur Färbung

Basalt beigemischt wurde. Auf Grundlage der

zurückgelegten Putzmuster wurden verschiedene

Mischungen ausprobiert und nach einer Vorauswahl

Musterflächen direkt am Gebäude angelegt

und mit dem Denkmalschutz abgestimmt.

Da die Fassaden komplett neu aufgebaut wurden,

war man mit der Putzstärke in Bezug auf die

Überstände der Einbauelemente relativ wenig eingeschränkt.

Alle Laibungen und Rahmen wurden

so dimensioniert, dass trotz der dickeren Putzschicht

von ca. 50 mm – gegenüber den 20 mm

im Bestand – die historischen Überstände beibehalten

wurden. Mit einer Stärke von 50 mm

erreicht der Putzaufbau den für eine Förderung

erforderlichen U-Wert von 0,45 W/m 2 K bei denkmalgeschützten

Gebäuden mit ausschließlicher

Wärmedämmung außen.

?

WOHNEN.PLANEN (3)

Die harte und widerstandsfähige durchgehende

Putzschale auf dem Fachwerk

vermittelt eine feine herrschaftliche

Steinarchitektur.

Die Spitzbogenfenster sind abgeklebt,

das Welnet ist befestigt und der

Vorspritz wurde bereits aufgetragen.

SONDERTHEMA I Dämmstoffe


Attraktive Gebäudehülle

mit Holzfaserzementplatten

OVERTEC – Das Unternehmen

Overtec stellt Holzfaserzementplatten

für Attiken und Brüstungen her.

Diese dienen als Witterungsschutz

und Dämmung, sind aber auch

wegen ihrer geringen Feuchtigkeitsaufnahme

unempfindlich gegenüber

Algenbewuchs oder Pilzbefall.

Sebastian Hilscher, Geschäftsführer von Overtec: »So

extrem wie auf dem Foto ist die Belastung für unsere Holzzementplatten

zum Glück sonst nicht. Aber sie halten

trotzdem richtig viel aus und sind unempfindlich gegen

Algenbewuchs, Pilzbefall und andere Ausblühungen.«

Overtec fokussiert sich auf moderne und

raumsparende Sichtbrüstungen aus Holzzementplatten.

Diese geben dem Bauwerk

seine ästhetische Dimension. Schließlich achten

Bauherren auf eine möglichst attraktive

Gebäudehülle. Trotzdem soll sie wartungsarm

sein, denn die Instandhaltungs- und

Wartungskosten müssen immer im Blick

bleiben. »Keinesfalls darf der monolithische

Neubau schon nach kurzer Zeit von

Algen, Pilzen und anderen Ausblühungen

verschandelt werden«, weiß Fassadenexperte

Sebastian Hilscher, Geschäftsführer

von Overtec. Bei den Overtec-Attiken und

-Brüstungen haben die grauen oder grünen

Schleier an der Fassade keine Chance. Denn

Overtec hat eine maximale Feuchtigkeitsaufnahme

von nur 16 Prozent und spielt

damit in derselben Liga wie die wesentlich

teureren und unflexibleren Handform- und

Formbackziegel. »Und das, obwohl unsere

Attiken und Balkonbrüstungen zu über

60 Prozent aus dem natürlichen und regenerativen

Rohstoff Holz bestehen.«

Schmutz- und algenabweisend

Mikroorganismen wie Algen und Pilze entstehen

auf Fassaden, wenn diese dauerhaft

feucht bleiben. Schuld sind wasserabweisende

Oberflächen am Gebäude, die Tauwasser

nicht aufnehmen können, weshalb

dieses lange als kleine Tropfen auf der Fassade

haftet. Die lang anhaltende Feuchtigkeit

bietet ideale Wachstumsbedingungen

für Mikroorganismen, die wiederum für das

mäßig attraktive Grau-Grün an der Fassade

sorgen. Eine professionelle Reinigung, beispielsweise

mit Hochdruckreinigern oder

Chemikalien, schafft kurzfristig Abhilfe,

verursacht aber nicht zu vernachlässigende

Kosten. »Dann doch lieber gleich richtig

OVERTEC (3)

Durch die

schmutzabweisenden Eigenschaften

lässt sich entweder die

energieaufwändige mechanische

Reinigung der Fassade oder der

Einsatz von Chemikalien

einsparen.

?

machen«, sagt Hilscher und verweist auf

die schmutz- und algenabweisenden Eigenschaften

seiner Overtec-Platten.

Aber Attraktivität und möglichst niedrige

Instandhaltungskosten sind nicht die

einzigen Faktoren, weshalb sich Overtec

bei Bauherren und Investoren einer immer

größeren Popularität erfreut. Denn wenn es

um eine nachhaltige und effiziente Flächennutzung

geht, zählt jeder Zentimeter. Genau

hier setzt Overtec mit seinem Konzept der

schlanken, einschaligen und wartungsarmen

Holzzementplatte an. Mit lediglich 30

bis 40 mm Dicke ermöglicht Overtec eine

beachtliche Erweiterung der nutzbaren

Fläche des Gebäudes. Und zwar um satte

35 Prozent. »Unser Ziel bei der Entwicklung

von Overtec war es, für jede denkbare

Bausituation eine ebenso stabile wie

platzsparende Lösung zu entwickeln«, sagt

Geschäftsführer Hilscher. »Ein System, das

nicht nur Architekten, sondern auch Projektentwickler

und Bauträger überzeugt. Denn

es maximiert Nutzfläche und damit den wirtschaftlichen

Wert der Immobilie, während die

Betriebskosten möglichst gering bleiben.«

Fassade | Systeme & Produkte


Fassade

Geringer Zementanteil

Hilscher ergänzt: »Es gibt in unserer Branche

einen klaren Trend zur Nachhaltigkeit.

Das wurde auch höchste Zeit.« Dieser Herausforderung

begegnet Overtec mit einem

ausgeklügelten Materialmix aus Zement

und Holzfasern. Der Zementanteil liegt bei

unter 25 Prozent. Das ist verglichen mit herkömmlichen

Betonlösungen ein Schritt in

die richtige Richtung. »Wir sparen 63 Prozent

CO 2

-Emissionen gegenüber klassischen

Bauweisen ein. Bei gleicher Materialbelastbarkeit

und Lebensdauer. Bei intelligenter

Nutzung der Produkte, wenn diese beispielsweise

schon in der Planung berücksichtigt

werden, können durch die massiven

Gewichtseinsparungen auch andere Bauteile

schwächer dimensioniert werden. Weniger

Material gleich weniger CO 2

. Somit hilft

Overtec, auch bei anderen Bauteilen CO 2

einzusparen. Und den Transport zur Einsatzstelle

haben wir an dieser Stelle noch

gar nicht berücksichtigt. Beispielsweise

benötigt man für 300 Laufmeter Attika bei

Overtec eine Lkw-Ladung. Für Porenbetonsteine

bräuchte man zwei Lkw. Mit Overtec

haben wir das Transportvolumen also

halbiert.« Durch die schmutzabweisenden

Eigenschaften von Overtec werden entweder

die energieaufwendige mechanische

Reinigung der Fassade oder der Einsatz

von Chemikalien eingespart. »Das wirkt

sich ebenso auf die ökologische Bilanz des

Neubaus aus. Unsere Environmental Product

Declarations (EPD) bestätigten das.

Und so können Planer schon im Vorfeld

den CO 2

-Fußabdruck ihrer neuen Immobilie

berechnen«, so Hilscher.

Montage ohne Fachpersonal

Dass die Bauwirtschaft unter massivem

Fachkräftemangel leidet, ist kein Geheimnis

und betrifft längst nicht mehr nur einzelne

Gewerke. Overtec reagiert darauf mit

einem Montagekonzept, das viele Arbeitsschritte

von der Baustelle in die Produktionshalle

verlagert. »Die Idee war, komplexe

Prozesse aus dem fehleranfälligen Baustellenalltag

herauszunehmen«, erklärt Hilscher.

»In unserer Fertigungshalle sind wir schneller,

präziser und vor allem unabhängig vom

Wetter. Rund 60 bis 70 Prozent der sonst

typischen Baustellenarbeiten erledigen wir

schon in unserer Fertigung.«

Der Clou: »Auf der Baustelle selbst braucht

es weder Schalungen noch Eisenbieger, stattdessen

reichen Akkuschrauber und Gummihammer«,

sagt Hilscher. »Die Installation

ist Plug-and-Play.« Die Montageanleitung

kommt ohne Sprache und Übersetzungen

aus, sondern setzt auf leicht verständliche

Piktogramme und kurze 60-Sekunden-

Videos auf Youtube. »Unsere Platten lassen

sich im Ikea-Stil aufbauen«, sagt Hilscher

augenzwinkernd.

?

Die schlanken, einschaligen und wartungsarmen

Holzzementplatten erweitern die

nutzbare Fläche um satte 35 Prozent.

Fassade | Systeme & Produkte

November 2025 l 49


Modifizierte Fassadenhölzer

für komplexe Anforderungen

KEBONY – Mit dem

»TecHHub Hamburg« ist in

der Science City Altona,

Hamburg, ein Gebäude

entstanden, das mehrere

aktuelle Anforderungen an

die moderne Architektur

bündelt. Für die äußere

Hülle waren hohe funktionale

Ansprüche umzusetzen:

Brandschutz in

Gebäudeklasse 5, dauerhafte

Materialität, geringe

Wartung im Betrieb, die

Möglichkeit einer vertikalen

Begrünung und eine

Optik, die sich langfristig in

ein städtisches Umfeld

einfügt. Als Fassadenmaterial

wurde »Kebony

Character« gewählt.

Für die Fassadengestaltung wurde ein Wechselfalzprofil gewählt –

dies erlaubt den späteren Ausbau einzelner Elemente.

Der Neubau bietet rund 5 600 m² Büro- und Laborflächen,

wurde modular errichtet und ist für Startups

ausgelegt, die sich mit digitalen Technologien

beschäftigen. Die Fassadenprofile sollten senkrecht

montiert werden. Dafür war ein bestimmter

Hinterlüftungsspalt einzuhalten, der nach der

damaligen Fassung der MHolzBauRL auf 50 mm

begrenzt war. Eine klassische doppelte Lattung

in Holz konnte damit nicht ausgeführt werden.

Zudem schreiben die anerkannten Regeln der

Technik bestimmte Mindestquerschnitte für Holzunterkonstruktionen

vor, die sich hier nicht mit

den brandschutztechnischen Vorgaben kombinieren

ließen.

Die Lösung bestand in einer

Metallunterkonstruktion nach

DIN 18516 und der Richtlinie

PA 07. Unebenheiten an

der tragenden Außenwand

konnten so ausgeglichen

werden, und die erforderliche

Hinterlüftung wurde

eingehalten. Für die Ver-

schraubung kamen Edelstahlschrauben mit allgemeinem

bauaufsichtlichem Prüfzeugnis (abP)

zum Einsatz. Die Konstruktion erfüllt damit die

Anforderungen der Sachverständigenprüfung.

Wechselfalzprofil und

Brandschutzbleche aus Stahl

Für die Fassadenbekleidung wurde das Wechselfalzprofil

21 × 148 mm gewählt. Dieser Profiltyp

ermöglicht den späteren Ausbau einzelner Elemente,

ohne größere Flächen demontieren zu müssen.

Bei einem Gebäude, das im Erdgeschoss

öffentlichen Raum adressiert, kann dies relevant

werden: Vandalismus, Graffiti oder nachträgliche

Leitungsführungen lassen sich auf diese Weise

mit geringerem Aufwand bearbeiten. Gleichzeitig

kann die Montage fortlaufend ergänzt werden,

etwa im Bereich von Gerüstankerpunkten. Auch

dies wurde beim »TecHHub« genutzt.

Ein weiterer Schwerpunkt war der konstruktive

Brandschutz. An Innen- und Außenecken wurde

die Brandausbreitung durch eine Verblockung des

Lüftungsspalts begrenzt. Die Brandschutzbleche

KEBONY (4)

Langlebig, formstabil, ökologisch: Die Holzfassade

des »TecHHub« besteht aus »Kebony Character«,

einem modifizierten Holz mit hoher Dauerhaftigkeit,

edler Optik und geringer Wartungsintensität.

50 l November 2025

Fassade | Systeme & Produkte


mussten 150 mm über die Bekleidung vorstehen

und in Stahl ausgeführt werden. Aluminiumprofile

waren ausgeschlossen. Für den Sockelbereich

wurden Kleintierschutzgitter so eingebaut,

dass sie auf den Brandschutzblechen aufstehen

und durch die Fassadenprofile fixiert werden.

Die Kombination aus Modifizierung, Profilwahl

und konstruktiver Ausführung ermöglichte die

Verwendung eines normal entflammbaren Baustoffs

in Gebäudeklasse 5.

Die vertikale Begrünung des Gebäudes erforderte

zusätzliche Abstimmungen. Grundlage war

die »FAQ – ABH Hamburg Fassadenbegrünung«.

Eine Stahlkonstruktion mit Seilsystem wurde vor

der Kebony-Bekleidung montiert. Die Abstände

wurden so gewählt, dass weder Brandschutzbleche

noch Holzbauteile berührt werden. Für die

Bepflanzung kamen Kletterarten zum Einsatz, die

nicht zur Trockenlaubbildung neigen. Zusätzlich

wurde eine künstliche Bewässerung installiert.

Dadurch bleibt die Vegetation vital; trockene Pflanzen

würden das Brandverhalten negativ beeinflussen.

Die Kombination aus Holzfassade und

Begrünung verbessert Mikroklima und Wärmeschutz,

ohne die Nutzbarkeit zu beeinträchtigen.

Dauerhaftigkeit trotz

feuchtem Mikroklima

Die vertikale Begrünung erzeugt ein feuchteres

Mikroklima vor der Fassade. Durch die Modifizierung

erreicht »Kebony Character« eine Dauerhaftigkeitsklasse

1-2 und ist damit für dauerhaft

bewitterte Fassaden mit Begrünung geeignet –

ohne zusätzliche Beschichtungspflicht und ohne

erhöhtes Fäulnisrisiko bei fachgerechter Hinterlüftung.

Am Sockel wurde ein etwa 20 cm breiter Kiesstreifen

mit der vorgeschriebenen Abstandsfuge

ausgeführt. Er verhindert Feuchteeintrag und entspricht

den Vorgaben für die Gebrauchsklasse

3.2. Daneben wurde ein Pflanzstreifen mit Leitungen

für die Bewässerung verlegt. Damit sind

Pflege und Nachversorgung gewährleistet. Die

Vorgaben zur hinterlüfteten Ausführung wurden

eingehalten; punktuelle Reduzierungen des Lüftungsspalt

sind nach DIN 18516 zulässig.

Ein Kennzeichen des Projekts ist die modulare

Bauzeit von 16 Monaten. Vorfertigung, klare

Montageabläufe und ein Material, das sich präzise

befestigen lässt, unterstützen dieses Ziel.

Kebony zeigt durch das Modifizierungsverfahren

ein geringes Quell- und Schwindverhalten.

Dadurch bleiben Fassadenflächen ruhiger, und

der Wartungsaufwand im Betrieb reduziert sich.

Die Belastbarkeit gegenüber Witterung, UV-Strahlung

und Feuchteschwankungen trägt in dichten

städtischen Kontexten zur Betriebssicherheit bei.

Auf Seiten der Planung mussten verschiedene

Regelwerke zusammengedacht werden:

Musterbauordnung, MHolzBauRL, Fachregel 01,

DIN 18516, PA 07 sowie die Leistungserklärungen

und Montageempfehlungen des Herstellers.

Wichtig: Kebony wird nicht durch die Fachregel

01 ausgeschlossen, wenn die Anforderungen

der MHolzBauRL erfüllt sind. Die Rohdichte

von »Kebony Character« liegt bei etwa 570 kg/

m³ und damit über der geforderten Schwelle für

den Einsatz bei erhöhten brandschutztechnischen

Anforderungen. In der Kombination mit Stahlund

Aluminiumtragwerk lässt sich eine robuste

Konstruktion realisieren, ohne die gewünschte

Optik aufzugeben.

Die natürliche Alterung der Oberfläche führt

zu einer silbergrauen Patina. Eine regelmäßige

Beschichtung ist nicht erforderlich. Für Betreiber

bedeutet dies langfristig eine reduzierte Betriebsorganisation.

Die Fassade bleibt funktional, auch

wenn nach Jahren punktuell Profile getauscht

werden müssen. In beständigen Stadträumen

entsteht so ein wechselarmes Erscheinungsbild.

Das Beispiel »TecHHub« zeigt, dass modifizierte

Hölzer im Objektbau zunehmend eine Rolle

spielen. Entscheidend ist weniger ein einzelnes

Produktmerkmal, sondern die Fähigkeit,

verschiedene Randbedingungen gleichzeitig

zu adressieren: Bauordnung, Brandschutz,

konstruktive Durchbildung, Montageabläufe,

Pflege und spätere Eingriffe. Händler,

die entsprechende Systeme verfügbar

halten, unterstützen Planende und Ausführende

bei der Auswahl belastbarer

Lösungen und reagieren damit auf eine

wachsende Nachfrage. Projekte dieser

Größenordnung profitieren von Materialien,

die formstabil bleiben, in unterschiedlichen

Konstruktionsvarianten

einsetzbar sind und langfristig geringe

Betriebsaufwände verursachen.

Modifizierte, hochwertige Hölzer

wie Kebony erfüllen diese Anforderungen

nachweislich und bieten

damit eine planungssichere Option

für zukünftige Bauaufgaben in

urbanen Kontexten. ?

Der geforderte Hinterlüftungsspalt von

50 mm wurde mit den Aluminiumprofilen

sichergestellt, und die Kebony-Profile

konnten senkrecht montiert werden.

»Kebony Character« erreicht eine

Dauerhaftigkeitsklasse 1-2 und

ist damit für dauerhaft bewitterte

Fassaden mit Begrünung geeignet

Fassade | Systeme & Produkte


»Planum«-Fassade kombiniert

mit »Greentec Steel«

DOMICO – Eine langjährige Partnerschaft und innovative Baulösungen vereinen

Domico und die Voestalpine Stahl. Dies wird auch beim neuen

Betriebsgebäude 53 des Stahl- und Technologiekonzerns in Linz sichtbar.

Die »Planum«-Fassade aus »Colofer« in der »Greentec Steel«-Edition

in drei metallischen Farbtönen verändert je nach Lichteinfall

und Betrachtungswinkel ihre Wirkung.

Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern

Voestalpine setzt sich als weltweiter

Vorreiter aktiv für eine nachhaltigere

Stahlproduktion ein. Mit »Greentec Steel«

hat das Unternehmen einen ambitionierten

Stufenplan, um seinen Beitrag zur Erreichung

der Klimaziele leisten zu können. Im

ersten Schritt plant der Konzern, ab 2027

zwei Hochöfen durch zwei Elektrolichtbogenöfen

(EAFs) zu ersetzen. Damit kann

die Voestalpine ab 2027 jährlich ca. 2,5 Mio.

Tonnen CO 2

-reduzierten Stahl produzieren.

Dieser teilweise Umstieg von der Hochofenauf

die Elektrostahlroute ist ein wesentlicher

Schritt, um die CO 2

-Emissionen bis 2029

um 30 Prozent zu reduzieren. Das entspricht

einer Einsparung von knapp 4 Mio. Tonnen

CO 2

pro Jahr – das sind fast 5 Prozent der

CO 2

-Emissionen Österreichs.

Die Anlagentechnik spielt eine entscheidende

Rolle bei der Transformation der

Voestalpine Stahlproduktion in Linz. Das neu

errichtete Sozial- und Bürogebäude BG 53

bildet dabei das Herzstück für die optimale

Begleitung der dafür notwendigen Prozesse,

VOESTALPINE (2)

52 l November 2025 Fassade | Systeme & Produkte


denn hier erfolgt die multiprofessionelle

Zusammenarbeit aller Anlagentechnikmeister

einschließlich der Werkstattleitungen.

»Das neue Gebäude repräsentiert nicht nur

Wachstum und Fortschritt, sondern auch

den Einsatz und die Leidenschaft unserer

Anlagentechnikerinnen und -techniker für die

Zukunft des Unternehmens. Durch dieses

Bauprojekt entsteht nicht nur zusätzlicher

Raum und modernste Arbeitsumgebungen

für unsere Mitarbeitenden, sondern auch ein

Ort, an dem Ideen und Innovationen gedeihen

und die kooperative Zusammenarbeit

gefördert wird«, ist sich Wolfgang Mitterdorfer,

Vorstandsmitglied der Voestalpine

Steel Division, sicher.

Metallisches Farbenspiel

Den Auftrag für die Generalplanung des

neuen Betriebsgebäudes erhielten Delta

Pods Architects. Dazu berichtet Tobias

Ziegelmeyer, Lead Architecture Wels bei

Delta Pods Architects: »Die Fassade des

Gebäudes fungiert als Visitenkarte eines

umweltbewussten Stahlherstellers und

steht symbolisch für eine Brücke zwischen

Tradition und Innovation. Die Gestaltungsidee

lebt vom spannungsreichen

Spiel dreier metallischer Farbtöne:

RAL 7037 (Staubgrau) steht

für den Rohzustand – unauffällig,

funktional. RAL 9007

(Graualuminium) verweist

auf die technische Veredelung,

bei der das

Material formbar, differenzierter

und

Gemeinschaftsprojekt

in Linz: Die »Planum«-Fassade von

Domico aus dem »Greentec Steel«-

Werkstoff »Colofer« von

Voestalpine.

?

reflektierender wird. RAL 9006 (Weißaluminium)

symbolisiert schließlich die finale,

polierte Oberfläche – hell, glänzend, einsatzbereit

in der Architektur. Inspiriert ist

das Konzept von Lichtreflexionen, Materialtiefe

und dem Wechselspiel von Flächen

– ähnlich wie bei sich überlagernden Metallpaneelen

oder den facettierten Oberflächen

technischer Objekte. Hiermit soll die

Unterschiedlichkeit der drei Töne bewusst

ausgespielt werden, sie aber durch unrhythmische

Anordnung und klare Linienführung

zu einem stimmigen Gesamtbild verwoben

werden. Das Ergebnis ist eine Fassade, die

je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel

ihre Wirkung subtil verändert – dynamisch,

lebendig, aber kontrolliert.«

Für die Realisierung der Architekturidee

setzten die Architekten auf das bewährte

»Planum«-Fassadensystem von Domico.

Die Voestalpine und Domico verbindet

eine jahrzehntelange Partnerschaft, in der

bereits mehrere Tausend Bauvorhaben mit

den vielfältigen Dach- und Fassadensystemen

mit dem organisch beschichteten Stahlband

»Colofer« von Voestalpine erfolgreich

abgeschlossen wurden.

Eleganz mit System

Das »Planum«-Fassadesystem gewährleistet

den bauphysikalisch korrekten Aufbau.

Gleichzeitig ist der Ausgleich von vorhandenen

Toleranzen im Mauerwerk möglich,

womit sich das System auch für den Einsatz

im Sanierungsbereich an Bestandsgebäuden

eignet. Die »Planum«-Profile können in

Deckbreiten von 200 bis 800 mm und Längen

bis 12 m gefertigt werden und werden

bereits montagefertig in der gewünschten

RAL-Farbe zur Baustelle geliefert. Durch

die individuelle, projektbezogene Fertigung

der Dach- und Fassadenprofile bietet

Domico ein durchdachtes und funktionelles

System, das vielfältige Gestaltungswünsche

von Architekten und Bauherren

realisierbar macht. Das Konzept der projektbezogenen

Vorfertigung ist zudem ein

Beitrag zu effizientem Bauen, denn es werden

Ressourcen intelligent genutzt und

Materialverschnitte vermieden. Darüber

hinaus sind Lebensdauer und Energieeffizienz

der Domico-Fassaden ein wertvoller

Beitrag zum ökonomischen Klimaschutz:

Sie sind bis zu ihrem Ende gedacht, dementsprechend

sortenrein zurückzubauen

und der Kreislaufwirtschaft wieder zuzuführen.

Die fachgerechte Montage der

»Planum«-Fassade erfolgte vom Domico-

Partnerunternehmen Rudolf Schmidhofer

aus Altenfelden. ?

Die Kombination der metallischen Töne und

die gezielte Gliederung der »Planum«-Profile

in Felder oder Lamellen erzeugt am Betriebsgebäude

53 die gewünschte Eleganz.

»Planum«-Profile

können in Deckbreiten

von 200 bis 800 mm

und Längen bis 12 m

gefertigt werden.

Fassade | Systeme & Produkte

November 2025 l 53


Blähglas-Platten

– leicht, flexibel und vielseitig

Im Innenausbau wird

»VeroBoard AllStar« auf Holzlattung

oder direkt auf OSB

verschraubt oder geklammert

und direkt beschichtet.

VEROTEC (2)

VEROTEC – Als Putzträgerplatte für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF)

oder als feuchteregulierende Innenausbau- und Raumsanierungsplatte:

Die leichten »VeroBoard-AllStar«-Bauplatten aus Blähglas lassen

sich universell im Holzbau und in der Innenraumsanierung einsetzen.

ADOBE STOCK

?

Die Anwendung von

»VeroBoard AllStar«

verbessert den Schallschutz

um bis zu 15 dB.

Sie sind leicht zu verarbeiten, robust, druckfest,

nicht brennbar, schadstofffrei und aus

nachhaltigem Rohstoff (Altglas): Die universellen

Bauplatten aus Blähglas eignen sich

ideal für das Bauhandwerk – je nach Einsatz

gibt es die Platten in Dicken zwischen 8 und

20 mm. Im Altbau kommen die Bauplatten

als taupunktsichere Technik in der energetischen

Innensanierung zum Einsatz. Eine

Mit vorgehängten, hinterlüfteten Putzfassaden

entstehen langlebige und

attraktive Gebäude in Holzbauweise.

Studie mit »VeroBoard AllStar« wies nach,

dass der Heizbedarf um rund ein Viertel sinken

kann (Quelle: Kiwa-Institut).

Ob im Bad, Schlafzimmer oder Hobbykeller:

Wenn schnelle Behaglichkeit und

Schimmelprävention zugleich gefordert sind,

sorgt die Sanierung mit »VeroBoards« für

besseres Klima und Schimmelschutz schon

mit geringen Dicken von nur 10 bis 20 mm.

In feuchtebelasteten Räumen und Fachwerkstrukturen

trägt die feuchtepuffernde

Wirkung des kapillaraktiven und diffusionsoffenen

Systems zusätzlich zum Erhalt der

Bausubstanz bei. Die sich schnell erwärmende

Wandoberfläche unterstützt den Effekt

noch. Der Clou ist der Werkstoff: Blähglas

erwärmt sich schnell und die mineralische

Rezeptur wirkt zusätzlich schimmelhemmend.

Das Umweltsiegel »Blauer Engel«

und die Umwelt-Produktdeklaration EPD

liegen für das Produkt vor.

»VeroBoard AllStar« wird für die Innenwandsanierung

direkt auf das Mauerwerk

geklebt. Zum Kleben, Armieren und als

Oberputz passen mineralische Materialien

wie der emissionsarme »KombiMörtel«.

Für glatte Innenwände bieten sich diffusionsunterstützende

Spachtelmassen an,

mit dem verarbeitungsfertigen »VeroBoard

AllStar Silikat-Spachtel« gelingen Oberflächen

bis Q4.

54 l November 2025 Fassade | Systeme & Produkte


Putzfassade im Holzbau

Für Putzfassaden im Holzbau sind hinterlüftete

Lösungen (VHF) optimal: Weil Wand und

Putzträger entkoppelt sind, steigt die Risssicherheit

und der Schallschutz verbessert

sich – mit der »VeroBoard AllStar«-Anwendung

um bis zu 15 dB. Die Hinterlüftung hält

zudem die Konstruktion trocken und verbessert

den sommerlichen Wärmeschutz.

Gegenüber einer Holzfassade bietet Putz

zudem eine langlebige, wartungsärmere

Option. Die Blähglas-Platten gleichen sogar

setzungsbedingte Spannungen in der Konstruktion

aus und gelten daher als besonders

risssicher.

Weil sie nur halb so viel wie zementgebundene

Trägerplatten wiegen, ist auch das

Handling leichter. Zuschnitte erfolgen präzise

und staubarm mit Cutter und Lineal oder

Holzsäge. Mit Edelstahl-Fassadenschrauben

oder -klammern werden die Platten mit der

Holz-Unterkonstruktion verbunden. Dank

der offenporigen Oberfläche (»VeroGrip«-

Technologie) bleibt auch der nächste Verarbeitungsschritt

einfach und sicher: Die

maximale Haftung der Platte lässt Verputzen

ohne Grundierung zu. Übrigens: »VeroBoard

AllStar« ist als Allround-Leichtbauplatte

auch im Innenausbau verwendbar. Im Holzbau

kann sie direkt auf OSB oder Holzständerwerk

befestigt werden.

Partner-Pakete für den Handel

Der Vertrieb der Blähglasplatten erfolgt

exklusiv über den Baustoff-Fachhandel an

das Profi-Handwerk, DIY-Märkte sind nicht

im Fokus. Seine Handelspartner unterstützt

Verotec mit Schulungen, Beratung und technischer

Hilfestellung. Für den Start gibt es

zudem attraktive Einführungsprogramme.

Grund baustein ist ein bedarfsgerechtes Ersteinlagerungs-Testpaket

zu attraktiven Konditionen.

Das Sanierungs-Paket umfasst die

Platte in zwei Dicken, Mörtel und Spachtel,

die Keilplatte und ein individuell abgestimmtes

POS-Paket. Für den Holz-Handel

sind mehrere Plattenformate und passende

Schrauben für die Fassa denbekleidung

vorgesehen. Begleitend läuft die professionelle

Markenkommunikation an, mit Werbekampagnen,

Suchmaschi nen-Ads und

Social-Media-Aktivitäten.

?

Wir lassen Ihre

Fassade atmen

Fassadenrinne

Stabile Air

Die »VeroBoard-

AllStar«-Putzträgerplatten

werden

im Versatz direkt

auf die Traglattung

geschraubt und

stumpf gestoßen.

Die speziell für WDVS- und Holz-

Fassaden entwickelte Fassadenrinne

stellt eine Be- und Entlüftung des

Sockelbereichs dank wandseitiger

Lüftungsreihen sicher.

Fassade | Systeme & Produkte

Richard Brink GmbH & Co. KG

+49 (0)5207 95 04-0

anfragen@richard-brink.de

www.richard-brink.de

November 2025 l 55


Fassadenbekleidungen

im Brandtest

JAMES HARDIE – Wie viel Schutz bietet die Fassade, wenn direkt

davor ein Feuer ausbricht? In einer kontrollierten Demonstration hat

James Hardie das Brandverhalten verschiedener Fassadenbekleidungen

verglichen und in einem Video dokumentiert: Während Holz und

Kunststoff rasch nachgaben, blieb die mit »Hardie Plank« bekleidete

Fassade ebenso intakt wie der dahinterliegende Raum.

8 mm

Die 8 mm starken

»Hardie Plank«-Faserzementpaneele

bewähren

sich im Vergleich zu

Wandbekleidungen aus

Holz und Kunststoff.

Eine der häufigsten Ursachen für Hausbrände ist

die unsachgemäße Platzierung von Mülltonnen,

insbesondere dann, wenn sie zu nah am Gebäude

abgestellt werden. Oft sind sie mit leicht entzündlichen

Materialien wie Papier oder Karton

gefüllt, was im Brandfall zur raschen Ausbreitung

von Flammen führen kann. In solchen Situationen

kommt der Fassadenbekleidung eine zentrale

Bedeutung zu: Sie kann entscheidend dazu

beitragen, die Brandausbreitung zu verlangsamen

und das Gebäudeinnere zu schützen.

Um das Brandverhalten verschiedener Fassadenmaterialien

objektiv zu bewerten, hat James

Hardie eine kontrollierte Demonstration durchgeführt.

Im Fokus standen dabei die 8 mm starken

»Hardie Plank«-Faserzementpaneele im Vergleich

zu konventionellen Wandbekleidungen aus Holz

und Kunststoff. Für die Demonstration wurden

drei identisch konstruierte Baukörper errichtet,

die sich lediglich in der äußeren Fassadenbekleidung

unterschieden. Auf der Innenseite wurde

eine realitätsnahe Wohnsituation nachgestellt

– mit Schreibtisch, Stuhl, Tapeten und Fensterdekoration.

Vor jeder Fassade wurde eine Mülltonne

mit brennbaren Materialien platziert und

JAMES HARDIE EUROPE (2)

unter exakt gleichen Bedingungen entzündet. Die

Ergebnisse der Branddemonstration wurden im

Video dokumentiert.

Ergebnisse der Branddemonstration

Die Holzfassade wurde vollständig zerstört: Sobald

Flammen hinter die Beplankung gelangten, wirkten

die Luftzufuhr und das Material selbst wie ein

Brandbeschleuniger. Das Feuer konnte ungehindert

in das Gebäudeinnere vordringen. Die Kunststoffbekleidung

schnitt kaum besser ab. Auch

hier breitete sich das Feuer rasch aus – mit entsprechenden

Risiken für die Bausubstanz. Zudem

kam es zu gefährlichem Abtropfen des schmelzenden

Kunststoffs.

56 l November 2025 Fassade | Systeme & Produkte


Deutlich widerstandsfähiger zeigte sich die mit

»Hardie Plank« bekleidete Fassade: Das Feuer

beschränkte sich auf den unmittelbaren Bereich

vor der Mülltonne. Zwar wurden Fensterrahmen

und -glas beschädigt, die Fassadenbekleidung

selbst blieb jedoch – abgesehen von leichten

Rauchspuren – unversehrt; der dahinterliegende

Raum blieb vollständig intakt.

Diese Demonstration unterstreicht die Leistungsfähigkeit

der modernen Fassadensysteme

von James Hardie. Die aus Portlandzement,

Sand, Zellulosefasern, Wasser und ausgewählten

Zusatzstoffen hergestellten Fassadenbekleidungen

der »Hardie Plank«-Familie erfüllen die strengen

Anforderungen der Baustoffklasse A2-s1, d0

nach EN 13501-1, was sie gemäß internationaler

Klassifizierung als nicht brennbar ausweist.

Im Brandfall entstehen weder brennende Tropfen

(Klasse d0) noch kritische Rauchmengen (s1).

Neben dem guten Brandschutz bieten die Fassadenbekleidungen

der »Hardie Plank«-Familie

auch langlebige, wartungsarme Oberflächen, die

sowohl UV- als auch witterungsbeständig sind.

Mit einer großen Auswahl an Farben und Oberflächen

eröffnen sie zudem vielfältige Möglichkeiten

für eine individuelle Fassadengestaltung.

Das Video der Branddemonstration ist auf der

Website von James Hardie zu finden. Dort können

sich Interessierte auch eine kostenlose Musterbox

bestellen.

?

Entzündung der

brennbaren Materialien.

Während die konventionellen Fassadenmaterialien

(linkes Bild, mitte und rechts)

schon nach relativ kurzer Zeit in Flammen

aufgehen, bleibt die mit den »Hardie

Planks« bekleidete Fassade (mittleres

Bild, links) ebenso intakt wie der dahinterliegende

Raum (rechts).

Fassade | Systeme & Produkte

November 2025 l 57


Steinwolle-Tafeln,

die wie Holz aussehen

ROCKPANEL/ROCKWOOL – Mit dem Bau eines Gebäudes im Holzmodulbau

wurde für zwei sanierungsbedürftige Schulen in Essen ein Ausweichquartier

geschaffen, das weit über die üblichen provisorischen

Containerbauten hinausreicht und auch zukünftig genutzt werden

kann. Für Dämmung und Fassadenmodule kamen Steinwolle-Produkte

von Rockwool sowie des Tochterunternehmens Rockpanel zum Einsatz.

Während das Gebäude mit den »Woods«-

Fassadentafeln in Holzoptik verkleidet

wurde, kamen im Attikabereich und an

den Fronten der Betonbodenplatten basaltgraue,

matte Tafeln der Rockpanel-Serie

»Colours« zum Einsatz.

Wie in vielen Großstädten sind auch in der Ruhrgebietsmetropole

Essen zahlreiche Schulen sanierungsbedürftig.

So etwa die Andreas- und die

Sternschule im Stadtteil Rüttenscheid. Häufig

müssen Schüler und Lehrer während der Sanierungsarbeiten

in provisorischen Containerbauten

die Zeit überbrücken, bis ihre Schule wieder

bezugsfertig ist. In Essen entschied man sich für

einen dauerhaften und nachhaltigen Holzmodulbau,

der die Schüler übergangsweise, aber eben

doch angemessen beherbergt. Auch in Zukunft

wird das Gebäude bei Arbeiten an umliegenden

Schulen als komfortables Ausweichquartier

genutzt werden.

Das architektonische Konzept nutzt die Topografie

des Geländes. Im südwestlichen Bereich

des Baufeldes, wo das Grundstück eine Senke

bildet, ragt das Gebäude über das Terrain hinweg.

Die umlaufenden Balkone verleihen ihm Leichtigkeit.

So schafft die Gestaltung eine zwar visuell

kraftvolle, dabei aber spielerische Architektur,

die den umgebenden Park für die Nutzung durch

die Schüler oder Anwohner ins Gesamtkonzept

mit einbezieht.

Von der Straße ergeben sich dank der großzügig

verglasten Eingangsseite Durchblicke durch

das Foyer und die Mensa bis ins Grün des Parks.

In den Obergeschossen reihen sich jeweils vier

Klassenräume mit einer Größe von je rund 70 m²

pro Geschoss um die durch eine Dachverglasung

tagesbelichtete Treppe sowie die Servicezonen.

Eine Besonderheit der Klassenräume

sind die bodentiefen, zum

Balkon öffnenden Fenstertüren.

Der Balkon ist

sowohl Erweiterung des

Lernraums nach außen als

auch Fluchtweg und Zuwegung

in den Schulhof. In

den Lernclustern fördern

viele verglaste Flächen die

Kommunikation, das Parkett

sorgt für Wohnlichkeit

und Wohlbefinden.

Besonderen Wert legte

die Stadt Essen auf die

Nutzung nachhaltiger Bau-

ROCKPANEL (2)

stoffe und erneuerbarer Energien in dem kleinen

Schulgebäude. Durch die Kombination energieeffizienter

Anlagentechnik, wie einer Photovoltaikanlage,

Wärmepumpen und moderner

Lüftungstechnik, mit einer gut gedämmten Gebäudehülle

gelang es, für einen wirtschaftlichen, klimaneutralen

Betrieb zu sorgen. Errichtet wurde

das dreigeschossige Gebäude in Holzmodulbauweise.

Für die Klassenzimmer, Büros, Mensa

und Nebenräume wurden insgesamt 65 Module

von SH Holz & Modulbau in Lingen vorgefertigt.

Steinwolle-Dämmung

und -Fassadenbekleidung

Die Fassadenbekleidung für den Schulbau sollte

einerseits unterstreichen, dass er in Holzmodulbauweise

entstanden ist, andererseits aber

auch die gesetzlichen Anforderungen an den

Brandschutz erfüllen. So entschied sich die Stadt

Essen nicht nur für eine energetisch wirksame,

nichtbrennbare Fassadendämmung aus Steinwolle

von Rockwool, sondern auch für eine Bekleidung

aus Steinwolle des Tochterunternehmens

Rockpanel. Eingesetzt wurden Tafeln der Serie

58 l November 2025 Fassade | Systeme & Produkte


»Woods« im Design Buche. Sie wurden auf eine

Aluminiumunterkonstruktion montiert.

9 mm dicke Rockpanel-Fassadentafeln erfüllen

die Brandschutzvorgaben für ein Schulgebäude,

denn sie entsprechen der Euroklasse A2. Zu verdanken

haben sie ihre besonderen Eigenschaften

dem Rohstoff, aus dem sie bestehen. Sie

werden aus Steinwolle gepresst, die wiederum

aus geschmolzenem Vulkangestein gesponnen

wird. So vereinen Rockpanel-Fassadentafeln in

sich die Stärken von Stein mit den idealen Verarbeitungseigenschaften

von Holz.

Pflegeleicht und revisionierbar

Tafeln im Design »Woods« sehen Holz zum Verwechseln

ähnlich, behalten aber ohne jede Wartung

ihre ursprüngliche Farbigkeit. Im Gegensatz

zu Holzfassaden verändern sich die Steinwolle-

Tafeln auch unter Bewitterung nicht. Das Design

der Serie »Woods« entsteht durch den viermaligen

Auftrag wasserbasierter Polymeremulsionsfarben

und einer fünften »ProtectPlus«-Schutzschicht.

Dank ihrer sehr glatten Oberfläche sind die Tafeln

von Verschmutzungen leicht zu reinigen. Einzelne

Tafeln können im Falle einer mechanischen

Beschädigung einfach ausgetauscht werden.

Eine besondere Behandlung von Sägekanten

und Tafelrändern zum Schutz vor Feuchtigkeit ist

nicht erforderlich. Das geringe Gewicht der Tafeln

erleichtert außerdem ihre Montage.

Im Attikabereich und an den Fronten der Betonbodenplatten

im Bereich der umlaufenden Laubengänge

wurden Tafeln der Serie »Colours«

montiert. Sie strukturieren die Fassade mit ihrer

vollflächig basaltgrauen, matten Farbigkeit. Insgesamt

kamen an der Schule rund 1500 m² Fassadentafeln

von Rockpanel zum Einsatz.

Besonders nachhaltig macht die Platten von

Rockpanel ihre Recyclingfähigkeit. Da sie im Kern

aus hochverdichteter Steinwolle bestehen, können

sie einfach in die gut funktionierende Wiederaufbereitung

für diesen Baustoff eingegliedert

werden. Ebenso wie Dämmstoffreste werden die

Tafeln zerkleinert und durch Zugabe von Wärme

zu Briketts gepresst, die als Rohstoff wie Vulkangestein

aus der Natur zur Herstellung neuer

nichtbrennbarer Fassadenbekleidungen oder

Dämmstoffe genutzt werden.

?

Die Steinwolle-Tafeln im Design

»Woods« sehen Holz zum

Verwechseln ähnlich, behalten aber

ohne jede Wartung ihre ursprüngliche

Farbigkeit. Im Falle einer Beschädigung

können die Tafeln einfach

ausgetauscht werden.

Fassade | Systeme & Produkte

November 2025 l 59


Glasbalkonfassaden

als Gesundheitsfaktor

Balkonverglasungen von Lumon reduzieren

den Verkehrslärm im Wohnumfeld

spürbar und sorgen für mehr

Ruhe und Lebensqualität

in der Stadt.

LUMON (3)

LUMON – Eine aktuelle Studie der Europäischen Umweltagentur zeigt:

Über 100 Mio. Europäer leiden unter gesundheitsschädlichem Umgebungslärm,

vor allem durch Verkehr. Lumon-Balkonverglasungen bieten

hier eine wirksame Lösung – sie reduzieren den Lärmpegel

nachweislich um bis zu 28 dB und leisten so einen messbaren Beitrag

zu mehr Lebensqualität und Gesundheitsschutz im urbanen Raum.

Rahmenlose Dreh-/Schiebeverglasung in

verschiedenen Ausführungen: Glasdicke,

Dichtung und Anschluss an Brüstung

oder Geländer sind entscheidend für die

Luftschalldämmung.

Schallschutz ist Gesundheitsschutz: Die

Kombination aus hochwertigem Einscheibensicherheitsglas

und optimierter Dichtungstechnik

sorgt für normgerechten

Schallschutz an der Gebäudehülle.

Die aktuelle Studie »Environmental noise in Europe

2025« der Europäischen Umweltagentur (EEA)

zeigt, wie gravierend die Belastung durch Umgebungslärm

in Europas Städten ist. Über 100 Mio.

Menschen sind laut Bericht dauerhaft Lärmpegeln

ausgesetzt, die nachweislich die Gesundheit

beeinträchtigen. Besonders der Verkehrslärm

– vor allem von Straßen – ist in urbanen Gebieten

der dominierende Faktor. Die gesundheitlichen

Folgen reichen von Schlafstörungen und

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu kognitiven

Beeinträchtigungen bei Kindern und einem

erhöhtem Diabetesrisiko. Insgesamt gehen europaweit

jährlich über 1,3 Mio. gesunde Lebensjahre

durch Lärmbelastung verloren.

Die EEA betont in ihrer Studie, dass die bisherigen

Fortschritte beim Lärmschutz nicht ausreichen,

um die »Zero Pollution«-Ziele der EU zu

erreichen. Gefordert werden daher zusätzliche,

gezielte Maßnahmen – insbesondere im Bereich

der Gebäude und im Wohnumfeld. Die Studie hebt

lokale Lösungen wie Schallschutzfenster, eine

lärmsensible Grundrissgestaltung und die Schaffung

ruhiger Zonen in Städten hervor. Besonders

betont wird der Nutzen baulicher Maßnahmen,

die direkt an der Fassade ansetzen und so den

Innenraum effektiv vor Lärm schützen.

Signifikante Reduzierung des Lärmpegels

Genau hier setzen die Balkonverglasungen von

Lumon an: Als relativ einfach umzusetzende

Schallschutzmaßnahme bieten sie einen effektiven

Schutz vor Verkehrslärm und anderen Stör-

quellen, wie das Unternehmen mitteilt. Durch die

Verglasung von Balkonen wird der Lärmpegel

auf dem Balkon und in den angrenzenden Wohnräumen

deutlich reduziert. In der Praxis bedeutet

das einer Pressemitteilung zufolge, dass der

Geräuschpegel auf dem Balkon oder sogar im

Innenraum auf einen Bruchteil des ursprünglichen

Wertes sinken kann – etwa wie der Schritt

von einer belebten Straße in einen ruhigen Raum.

Dies trägt dazu bei, dass die von der WHO empfohlenen

niedrigeren Schwellenwerte für Lärmbelastung

zuverlässig eingehalten werden können

und die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig

verbessert wird.

Mit den rahmenlosen Dreh-/Schiebeverglasungen

von Lumon lässt sich auf dem Balkon eine

Luftschalldämmung von bis zu 28 dB erzielen. Die

technische Wirksamkeit wurde in unabhängigen

Labortests nach europäischen Normen bestätigt.

Lärmschutz als nachhaltiges Investment

Die Schallschutzwirkung ergibt sich aus einer Kombination

von hochwertiger Verglasung, optimaler

Dichtungstechnik und der Berücksichtigung der

baulichen Gegebenheiten des jeweiligen Objekts.

So erzielt ein innen liegender Balkon mit massiven

Seitenwänden bessere Schalldämmwerte als

ein auskragender Balkon mit mehreren verglasten

Flächen. Wichtig ist, dass die Balkonverglasung

nicht »hermetisch« dicht ist, sondern weiterhin

eine natürliche Belüftung ermöglicht, ohne dass

dies den Schallschutz beeinträchtigt.

Laut der EEA-Studie entstehen für jeden investierten

Euro in Lärmschutzmaßnahmen zehn

Euro an gesellschaftlichem Nutzen. Balkonverglasungen

von Lumon tragen somit nicht nur zur

Gesundheit und zum Wohlbefinden bei, sondern

steigern auch den Wert von Immobilien und sind

ein nachhaltiges Investment in die Zukunft urbaner

Lebensqualität.

?

60 l November 2025 Fassade | Systeme & Produkte


Blaugraues Titanzink

im Einklang mit der Natur

RHEINZINK (2)

RHEINZINK – Das »Ethische Haus«, ein Einfamilienhaus in Solto Collina, nur wenige

Minuten vom Iseosee entfernt, steht als Paradebeispiel für integriertes Design, welches

Umwelt, Ästhetik und Gemeinschaft berücksichtigt. Nachhaltige Materialien und

die sensible Einbettung in den Landschaftsraum prägen das Projekt – einschließlich

einer Titanzink-Bekleidung von Rheinzink.

Das »Ethische Haus« in Solto Collina:

Holz und Titanzink von Rheinzink fügen

sich ruhig in den Landschaftsraum am

Iseosee ein.

Die Konzeption beruht auf Nachhaltigkeitsprinzipien,

die durch die sorgfältige Auswahl der

Materialien und das Verständnis für die umgebene

Natur und das Klima deutlich werden. Die

enge Verbindung mit den Zyklen der Natur unterstreicht

das Ziel, Wohnraum zu schaffen, der

Mensch und Umwelt gleichermaßen respektiert.

Die Entscheidung für »Rheinzink prePatina Eco

Zinc« steht für dieses Verständnis: Das Material

ist beständig und entwickelt im Lauf der Zeit

eine natürliche Patina, die etwaige Oberflächenkratzer

kaschiert und das Gebäude auf natürliche

Weise in seine Umgebung einbindet. So altert

die Hülle würdevoll und schmiegt sich optimal

in die Landschaft ein.

Dialog von Holz und Zink

Die Titanzink-Bekleidung von Rheinzink in der

Oberflächenqualität »prePatina Eco Zinc blaugrau«

verleiht dem Wohnhaus ästhetische Eleganz

und gewährleistet Langlebigkeit. Die Auswahl

dieses Materials erfolgte unter Berücksichtigung

seiner aktuellen und zukünftigen ökologischen

Auswirkungen sowie seiner Integration in den

architektonischen Kontext. Zusammen mit den

Holzelementen entsteht eine harmonische Balance

zwischen Tradition und Innovation, zwischen

organischen Oberflächen und industrieller Präzision:

Das Holz verleiht dem Gebäude Wärme

und Natürlichkeit, während das Titanzink Modernität

und Zeitlosigkeit ergänzt.

Das »Ethische Haus« zeichnet sich somit durch

eine einfache und elegante Geometrie aus, in der

die Materialien bewusst die Hauptrolle übernehmen

und im Zentrum des Erscheinungsbildes stehen.

Die klaren Linien der Struktur werden durch

das Titanzink hervorgehoben; die natürliche Oberfläche

fügt sich nahtlos in die Umgebung ein.

Besonderer Wert wurde auf die Ausrichtung des

Gebäudes gelegt, um eine stimmige Beziehung

zur Landschaft und zum Iseosee herzustellen.?

Die vorpatinierte Oberfläche »prePatina

Eco Zinc blaugrau« von Rheinzink nimmt

Licht fein auf und altert natürlich.

Fassade | Systeme & Produkte


Betonbauarbeiten in extremer Höhe

SAKRET – Nur wenige Baustellen in Deutschland stellen an die ausführenden

Firmen und das Baumaterial so komplexe und ungewöhnliche Anforderungen

wie das Schneefernerhaus auf der Zugspitze. Schon lange hatte hier

ein geschützter Zugang von der hauseigenen Seilbahn zu dem auf 2 650 m

Höhe gelegenen Forschungszentrum gefehlt. Bei dem Projekt beteiligt war

u. a. der Baustoff-Systemhersteller Sakret.

Nun schützt die »Einhausung« der Zugangsterrasse

den Weg zum Forschungszentrum

und leistet gleichzeitig einen Beitrag

zur nachhaltigen Wärmeversorgung. Fast

abenteuerlich waren die Herausforderungen

unter extremen Witterungsbedingungen

und schwieriger Logistik für die am

Bau beteiligten Firmen. Bis zum Sommer

2024 musste man von der Endstation der

hauseigenen Seilbahn die letzten Meter

zum Eingang ins Schneefernerhaus über

eine offene, ungeschützte Terrasse laufen.

Doch nicht nur starker Wind oder Schneefall

machten dies oft schwierig. Der Übergang

war auch unzureichend gegen Steinschlag

und Schneelawinen geschützt. Die Betreiber

des Forschungszentrums beschlossen

daher, diesen Bereich mit einer Einhausung

von ca. 15 x 4 m zu versehen. Auf dem vorhandenen

Betonboden, der bisher als Terrasse

genutzt wurde, entstand jetzt die

Einhausung mit einem standhaften Betondach

mit großen, südseitigen Fenstern aus

Sicherheitsglas. Zusätzlich installierte man

Brandmelder und eine Sprinkleranlage.

Eine wesentliche Funktion übernimmt

der neu entstandene Übergang auch bei

der Wärmegewinnung für das gesamte

Gebäude: Der schwarze Terrazzoboden und

die großflächigen Fenster sorgen für eine

deutliche Erwärmung der Luft. Luftklappen

in der Glasfassade lassen die Außenluft einströmen,

die erwärmt in die RLT-Anlage

(raumlufttechnische Anlage) weitergeleitet

wird. Diese Steuerung ist in die Gebäudeleittechnik

eingebunden und auf vollautomatischen

Betrieb ausgelegt. Damit bietet

die neue Einhausung nicht nur einen sicheren

und bequemen Zugang zu Forschungsbzw.

Bahnstation. Sie wirkt auch wie ein

Treibhaus und entlastet die übrige Energieerzeugung.

Damit erreicht das Forschungszentrum

sein Ziel, durch die Nutzung von

Sonnenenergie den Energiebedarf der Station

zu senken.

Anforderungen auf dem Gipfel

Um den reibungslosen Ablauf dieses

anspruchsvollen Bauvorhabens zu gewährleisten,

setzte die Betreibergesellschaft

des Schneefernerhauses auf das Knowhow

des Planungs- und Bauunternehmens

Hinterschwepfinger. Das Unternehmen aus

Burghausen in Oberbayern ist ein führender

Anbieter für die ganzheitliche Planung

und den nachhaltigen Bau von hochwertigen

Industriegebäuden. »Arbeitsschritte, die

auf jeder anderen Baustelle Routine sind,

mussten wir dort oben wochenlang vorausplanen«,

erklärte Bauleiter Heinrich Leitner.

»Dabei war stets einzukalkulieren, dass sich

der Plan verzögert – durch schlechtes Wetter,

zu wenig Wasser oder andere Unwägbarkeiten.«

Damit spricht Heinrich Leitner die

einzigartigen Probleme an, die sich aus der

exponierten Lage in 2 650 m Höhe ergaben.

An der Endstation der Seilbahn

wurden die 25-kg-Betonsäcke

gelagert und per Menschenkette

zur Baustelle befördert.

HINTERSCHWEPFINGER

Eine Einhausung

bietet nun einen

geschützten Zugang

von der Seilbahn zur

Forschungsstation

Schneefernerhaus.

Bereits der

starke Höhenwind

erschwerte

die Arbeiten beträchtlich.

Zudem war jederzeit

mit Regen, Schnee,

Eis und Nebel zu rechnen, bei

Wolkenbildung sogar mit Blitzeinschlag.

Zusätzlich waren erhebliche

logistische Hürden zu überwinden. Zwar

konnte man den Großteil der Baumaterialien

mit der Zahnradbahn in den Bahnhof

Schneefernerhaus transportieren, allerdings

bietet der Endbahnhof nur begrenzte

Lagerkapazität. Auf eingebrachten Stahlstützen

musste das Betondach an einem Tag

erstellt werden, da dies aus »einem Guss«

zu erfolgen hatte.

Die großformatigen Fenster wurden per

Helikopter zur Station kurz unterhalb des

Gipfels geflogen, um dann behutsam in die

vorgesehene Position abgelassen zu werden

– eine fliegerische Meisterleistung.

Insgesamt brauchte es also eine komplexe

Logistik, um die Baustelle in Phasen mit

günstigem Wetter schnell und bedarfsgerecht

zu versorgen und voranzutreiben.

ALEXANDER GERBEL/SAKRET (2)

Betontransport durch Manpower

Das ausschlaggebende Bauteil war das

neue Dach der Einhausung, das massive

Schneelasten tragen und vor Steinschlag

schützen sollte. Beim Beton entschieden

sich die Planer für den frostsicheren »Sakret

Pumpbeton PB«. Die Materiallagerung und

Rohbau | Mauerwerk & Beton


Rohbau

Verarbeitung waren für Alexander Gerbl von

Sakret München eine außerordentliche Herausforderung.

»Einen Silo konnten wir nicht

aufstellen«, schildert er die Lage vor Ort.

»Gleichzeitig war die Zeit sehr knapp: Das

Betondach musste an einem Tag am Stück

gegossen werden, da niemand einschätzen

konnte, wie das Wetter am nächsten Tag

wird. Unser Material konnten wir zunächst

im Bahnhof der Zahnradbahn lagern. Doch

von dort musste es noch zur Mischmaschine

kommen. Das war unter den örtlichen Bedingungen

nur durch Manpower zu leisten.«

So lieferte der Baustoff-Systemhersteller

Sakret nicht nur den geeigneten hochwertigen

Beton, sondern unterstützte die

Arbeiten auch direkt vor Ort. Da das unbeständige

Wetter schnelles Arbeiten verlangte,

organisierte das Schneefernerhaus

kurzfristig zusätzliche Mitarbeiter der Belegschaft,

die als Menschenkette die 25-kg-

Säcke vom Lagerplatz im Bahnhof hinüber

zum Schneefernerhaus transportierten, zur

dort aufgebauten speziellen Mischanlage

für die Herstellung der 25 m³ Pumpbeton.

Eine Schneckenspindel trieb dann hausintern

den Pumpbeton durch die Schläuche

bis zur Baustelle.

Mit frostsicherem Pumpbeton

Wolfgang Sigrüner von Hinterschwepfinger,

verantwortlicher Polier vor Ort mit 30 Jahren

Erfahrung im Betonbau, staunte nicht

schlecht, als der Tag fürs Betonieren des

Daches gekommen war: »Da standen neben

uns und Sakret-Mitarbeitern auch viele Mitarbeiter

der Belegschaft des Schneefernerhauses,

um den Beton zur Mischanlage

zu bringen. Aber aus dem Wasserschlauch

kamen nur ein paar müde Tropfen!«

Da zusätzliches Wasser bereits am Vortag

in Behältern vorgelagert wurde, konnten

die Probleme am Tag der Betonage schnell

in ca. 45 Minuten gelöst und ein gleichbleibender

Wasserdruck während der Betonage

gewährleistet werden. Ein Vorteil bei dem

engen Zeitfenster war die gute und verlässliche

Verarbeitungsfähigkeit des Sakret-Pumpbetons.

Maschinell angemischt, ließ er sich

leicht und ohne Stockungen im Arbeitsgang

gießen und

abziehen. Zum

Abschluss wurde

die fertig gegossene

Decke noch mit einer Folie

abgedeckt, um ein zu schnelles

Trocknen zu verhindern. Dank

der Erfahrung der Experten von Hinterschwepfinger

und der kompetenten Beratung

und tatkräftigen Unterstützung von

Sakret vor Ort lag die Baustelle voll im Zeitplan

und die Außenarbeiten konnten regulär

in der kurzen frostfreien Zeit bis September

abgeschlossen werden.

?

Der frostsichere Pumpbeton von Sakret wurde maschinell

angemischt und an einem Tag auf dem Dach der

Einhausung verarbeitet.

Rohbau | Mauerwerk & Beton

November 2025 l 63


Massiv und ökologisch bauen

mit Leichtbetonmauerwerk

JASTO BAUSTOFFWERKE

– Massive Bauweisen,

beispielsweise mit Leichtbetonmauerwerk

von den

Jasto Baustoffwerken,

können in Bezug auf ökologische

Aspekte überzeugen.

In der öffentlichen

Wahrnehmung genießen

jedoch Holzbauweisen den

Ruf, ökologischer als massive

Wandbaustoffe zu

sein. Eine detaillierte

Betrachtung bestätigt

diese Meinung nicht, teilt

Jasto mit.

In der Nutzungsphase benötigen Häuser

aus massiven Wandbaustoffen aufgrund

ihrer Wärmespeicherfähigkeiten weniger

Energie als Häuser in Holzbauweise.

Die Umweltwirkungen von Gebäuden werden

über den gesamten Lebenszyklus hinweg maßgeblich

durch den Energieverbrauch während

der Nutzungsphase bestimmt. Diese Phase hat

einen größeren Einfluss auf den Gesamtenergieverbrauch

und die CO 2

-Emissionen als die zur

Herstellung eingesetzten Ressourcen. In dieser

Phase benötigen Häuser aus massiven Wandbaustoffen

aufgrund ihrer Wärmespeicherfähigkeit

weniger Energie als Häuser in Holzbauweise,

erklären die Jasto Baustoffwerke.

Effizienzfaktor Wärmespeicherfähigkeit

Grund dafür ist, dass Massivhäuser in der Übergangszeit

zwischen Heiz- und Nichtheizperiode

effizienter sind. Sie speichern die Wärme länger

und geben sie zeitversetzt wieder ab. So kann

die Heizung länger ausgeschaltet bleiben.

Eine Studie von Life Cycle Engineering Experts

(LCEE) konnte aufgrund dieser Effekte deutliche

Heizenergieeinsparungen für die Massivbauweise

nachweisen. Im Durchschnitt verbrauchen

massive Einfamilienhäuser demnach 6,5 Prozent

weniger Heizenergie als Holzbauten. Bei Mehrfamilienhäusern

lassen sich durchschnittliche

Einsparungen von 8,5 Prozent belegen. In der

Studie wurden energetisch gleichwertige Musterhäuser

in typischer Holzbauweise und Massivbauweise

verglichen.

Die Studie zeigt, dass sich die Wärmespeichermöglichkeiten

auch auf die CO 2

-Bilanz auswirken.

Zwar haben Holzbauweisen nach einer Nutzungsdauer

von rund 50 Jahren noch eine etwas bessere

Gesamtbilanz, denn Holz und Holzwerkstoffe

werden in der Ökobilanz als CO 2

-Senken modelliert,

doch die Bilanz ändert sich mit zunehmender

Betrachtungszeit. Bei einer Nutzungsdauer

von 80 Jahren und darüber hinaus sinken die

CO 2

-Emissionen der Massivbauweise unter die

Vergleichswerte der Holzbauweise. Verantwortlich

dafür sind ebenfalls die Energieeinsparungen

während der Nutzungsphase.

Sommerlicher Wärmeschutz und Komfort

Gerade im Hinblick auf die kommenden Klimaveränderungen

spielt auch der thermische Komfort

in den Räumen eine Rolle. Wenn es draußen

richtig heiß wird, bleiben die Spitzentemperaturen

in massiven Häusern aufgrund ihrer größeren

thermischen Trägheit niedriger, teilt Jasto mit.

Durch den kühlenden Effekt des Mauerwerks

überhitzen die Räume seltener als in Häusern in

Holzbauweise.

Durch einen besonders energiearmen Herstellungsprozess,

der keinen Brennprozess erfordert,

heben sich Baustoffe aus Leichtbeton deutlich

von anderen massiven Wandbaustoffen ab. Der

Nachhaltigkeitsbericht des Bundesverbandes

64 l November 2025 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Leichtbeton stellt hierzu detaillierte Vergleichszahlen

bereit.

Alle Rohstoffe für das Leichtbetonmauerwerk

der Jasto Baustoffwerke kommen aus einem

Umkreis von unter 50 km. Ein Teil des Holzes für

den Bausektor stammt hingegen aus dem Ausland.

Selbst wenn das Konstruktionsholz über

kurze Transportwege angeliefert werden kann,

kommen noch die Transportwege für die anderen

Bestandteile des Wandaufbaus hinzu.

Wohnraum für mehrere Generationen

Ein weiterer Aspekt, der für die gesamten Lebenszykluskosten

von Bedeutung ist und die Nachhaltigkeit

des Bauens entscheidend definiert, ist

die lange Lebensdauer von Massivbauten. Diesen

wird eine theoretische Lebensdauer von 80

bis 100 Jahren zugesprochen, doch in der Praxis

werden viele Häuser, die mit Leichtbetonmauerwerk

errichtet wurden, schon länger als 120 Jahre

bewohnt, wie Jasto betont. Bei modernen Holzbauweisen

kann man nicht von diesen Zahlen ausgehen.

Hinzu kommt, dass Holzbauweisen einen

deutlich höheren Wartungs- und Pflegeaufwand

erfordern als massive Bauweisen.

Aufgrund ihrer langen Lebensdauer können massive

Gebäude über mehrere Generationen hinweg

bewohnt werden. Dabei können sich Nutzungsgewohnheiten

und -anforderungen immer wieder

JASTO BAUSTOFFWERKE (2)

ändern. Bei Gebäuden mit Wänden aus massivem

Mauerwerk lässt sich die Raumaufteilung

in der Regel gut anpassen, indem nichttragende

Wände versetzt werden. Bei Holzbauweisen,

die teilweise auf einen hohen Vorfertigungsgrad

setzen, ist dies laut Jasto oft nicht oder nur mit

hohem Kostenaufwand möglich.

?

Leichtbetonmauerwerk vereint ökologische

Aspekte mit Robustheit und Flexibilität.

Automatisierte Vorfertigung

von »Redbloc«

SCHLAGMANN POROTON – Schlagmann Poroton, Bayerns größter

Hersteller von Ziegelwandbaustoffen, betreibt in Süddeutschland sechs

Ziegelwerke, ein Fertigteilwerk und ein Forschungszentrum. Im Werk im

niederbayerischen Plattling werden die Fertigteile »Redbloc« hergestellt –

sie sorgen für mehr Effizienz auf der Baustelle.

Im niederbayerischen Plattling produziert

der Ziegelhersteller Schlagmann Poroton

das Fertigteilsegment »Redbloc«. Pro Stunde

können dort 30 bis 45 m² aufgemauert

werden. Sämtliche Massivziegelformate,

Die individuell zugeschnittenen Fertigteilelemente müssen

auf der Baustelle nur noch versetzt und ausgebaut werden.

ob gefüllt oder ungefüllt, für Innen- oder

Außenwände, sowohl für mehrgeschossige

Objekte als auch für Einfamilienhäuser

sind umsetzbar. Werkseitig werden die Fertigteile

je nach Kundenvorgabe individuell

zugeschnitten. Aussparungen für Fenster,

Türen und Elektroinstallationen kann der

Kunde also bequem vorab planen. Eine permanent

überwachbare und witterungsunabhängige

Vorproduktion der Wände ab

Werk sorgt für Planungs- und Qualitätssicherheit

auf hohem Niveau. Dabei können

alle gewohnten bauphysikalischen Standards

des klassischen Ziegelmauerwerks

erreicht werden.

SCHLAGMANN (2)

Die »Redbloc«-Fertigteilproduktion im

Schlagmann-Werk in Plattling.

Ein Geschoss pro Tag

Gründlich geplant, müssen die großen Fertigteile

auf der Baustelle nur noch versetzt

und ausgebaut werden. Ein Geschoss kann

so pro Tag realisiert werden. Das spart nicht

nur Zeit und Personalressourcen, sondern

reduziert auch Baustellenlärm und -verschmutzung.

?

November 2025 l 65


Betone als Beitrag zur Ressourcenschonung

SIEVERT – Quick-Mix,

eine Marke von Sievert,

stellt zwei neue Produkte

mit Sekundärrohstoffen

als aktiven Beitrag zur

Ressourcenschonung vor:

»quick-mix B 03 SR Estrich/Beton«

und »quickmix

RZB SR Ruck-Zuck

Beton«. Bei beiden Produkten

wird ein Teil der

sonst verwendeten Primärkörnung

durch Sekundärrohstoffe

aus der

regionalen Kreislaufwirtschaft

ersetzt, um den

Einsatz natürlicher Ressourcen

wie Sand und Kies

zu reduzieren.

Eignet sich

u. a. für die schnelle

Montage von Wäschespinnen:

der »quick-mix RZB SR

Ruck Zuck Beton«.

?

Als »besonders emissionsarm« eingestuft:

Der »quick-mix B 03 SR« ist ein normgerechter

Estrichmörtel bzw. Trockenbeton für

den Innen- und Außenbereich.

Beide Quick-Mix-Produkte sind QNG-ready und

verfügen über Nachhaltigkeitsdatenblätter mit

relevanten Umwelt- und Verbraucherschutznachweisen.

Der »B 03 SR« ist zudem gemäß GEV-

Emicode als »besonders emissionsarm« (EC

1Plus) eingestuft.

»Zwei unserer Originale werden ressourcenschonend

– das ist ein echter Meilenstein für

Quick-Mix«, freut sich Jörg Flaßkamp, Geschäftsführer

Vertrieb Inland von Sievert Baustoffe. »Nur

der rigorose Austausch von Standardprodukten

durch ressourcenschonende Produkte ist ein echter

Gamechanger«, ist er überzeugt.

Nach dem Prinzip der kurzen Lieferwege sind

die Betone zunächst in Norddeutschland und

dort exklusiv beim Handelspartner Bauwelt Delmes

Heitmann erhältlich. »Nachhaltigkeit, Regionalität

und Qualität gehören für uns untrennbar

zusammen. Mit den neuen ›quick-mix SR‹-Produkten

bieten wir unseren Kunden innovative

Baustoffe, die nicht nur in der Verarbeitung überzeugen,

sondern auch einen spürbaren Beitrag

zur Ressourcenschonung leisten. Zugleich setzen

wir auf eine enge Verankerung in der Metropolregion

Hamburg – für kurze Wege, regionale

Wertschöpfung und zukunftsfähiges, verantwortungsbewusstes

Bauen gemeinsam mit Sievert«,

sagt Michael Sorge, Geschäftsführer bei Bauwelt

Delmes Heitmann

Der »quick-mix B 03 SR« ist ein normgerechter

Estrichmörtel beziehungsweise Trockenbeton

für den Innen- und Außenbereich. Er dient

zur Herstellung von statisch relevanten Bauteilen,

feingliedrigen Betonbauteilen und Fundamenten

sowie Estrichkonstruktionen gemäß DIN 18560.

Der »quick-mix RZB SR Ruck-Zuck Beton« ist ein

schnellhärtender Beton für den Innen- und Außenbereich,

geeignet für die schnelle Montage und

Fixierung von Zaunpfählen, Wäschespinnen etc.

sowie zur Herstellung kleinerer Fundamente. Er

ist vielseitig und ohne vorheriges Anmischen

verwendbar (nicht für DIN-relevante Bauteile

geeignet). Damit sind Trockenbetone mit Sekundärrohstoffen

nun auch als Werktrockenmörtel

im Sack erhältlich – ein weiterer wichtiger Schritt

in Richtung praxisgerechten, zirkulären Bauens.

»Beton ist der weltweit am häufigsten verwendete

Baustoff – und die natürlichen Ressourcen

werden immer knapper. Als traditionsreicher Baustoffhersteller

sind wir davon überzeugt, dass

der verstärkte Einsatz von Sekundärrohstoffen

bei der Herstellung von Beton und Mörtel einen

wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und

für eine lebenswerte Zukunft leisten kann«, erklärt

Jörg Flaßkamp.

?

SIEVERT (3)

Die neuen »quick-mix SR«-Produkte überzeugen nicht nur in der

Verarbeitung, sondern sind auch nachhaltig.

66 l November 2025 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Fasenstein

für Fassaden

und Innenwände

KS-ORIGINAL – Kalksandsteine eignen

sich nicht nur für unterschiedlichste Bauvorhaben

und konstruktive Anforderungen.

Als Sichtmauerwerk können sie auch

für ein- oder zweischalige Außenwände

sowie tragende und nichttragende Innenwände

eingesetzt werden. Der Markenverbund

mittelständischer

Kalksandsteinhersteller KS-Original bietet

hierfür eine umfangreiche Produktpalette,

zu der auch der »KS-Fasenstein« zählt.

Die umlaufenden, abgeschrägten Kanten des

»KS-Fasenstein« verleihen Fassaden und Innenwänden

eine besondere Tiefe und schaffen – je

nach Helligkeit, Lichteinfall und Tageszeit – wechselnde

Licht- und Schatteneffekte. Da die Steine

im Dünnbettmörtel verlegt werden, übernimmt

die Fase die Funktion der klassischen Sichtfuge.

Das »KS-Fasenstein«-System ist in Höhe und

Länge auf das 12,5-cm-Mauerraster ausgerichtet

und steht in den Wanddicken 11,5, 17,5 und

24 cm zur Verfügung. Ergänzende Elemente wie

Endsteine mit einer glatten Stirnseite, Eck- und

Stützensteine sowie U-Schalen sorgen für saubere

Mauerabschlüsse.

Fasenstein in der Elektro-Variante

Mit dem »Elektro-Fasenstein« erweitern die regionalen

Hersteller des Markenverbunds das Sys-

PALLADIUM.DE | KS-ORIGINAL

tem um eine technische Lösung: Ebenfalls im

12,5-cm-Raster angeordnete Installationskanäle

ermöglichen es, Elektroleitungen direkt im Steinverband

zu verlegen – ohne Schlitzen oder aufwendige

Nacharbeit. Steckdosen, Schalter und

Leuchten lassen sich so passgenau anschließen,

während das Sichtmauerwerk in seiner Qualität

vollständig erhalten bleibt. Dies reduziert

die Arbeitszeit, verhindert Beschädigungen und

bewahrt die gestalterische Klarheit sowie das

hochwertige Erscheinungsbild der Oberfläche.

Das »KS-Fasenstein«-System eignet sich

auch für tragende und nichttragende

Innenwände.

H. HELMLE | SCHENCKING

Installationskanäle erlauben es, Elektroleitungen

direkt im Steinverband zu verlegen.

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Rohbau | Mauerwerk & Beton

November 2025 l 67

Frischbetonverbund-Systeme | Beschichtete Fugenbleche | Injektionsschlauch-Systeme | Quellbänder | Fugenabdichtungsprofile | Dicht- und Klebmassen


Abdichten und stabilisieren

im Untergrund

Für großflächige Abdichtungen im

Tunnel bietet Köster Injektionsgele

an, die mit einer speziellen

Acrylatgel-Pumpe injiziert werden.

KÖSTER – Wasser, Bewegung und wechselnde Baugrundverhältnisse

gehören zu den härtesten Prüfsteinen im Tunnel-, Schacht- und Spezialtiefbau.

Köster-Systeme verbinden hier schnelle Reaktionsfähigkeit

mit dauerhaftem Schutz – von der akuten Leckstellenabdichtung bis

zur flächigen Nachabdichtung und Bodenstabilisierung.

Beispiel für eine horizontale Schleierinjektion

mit der »Köster Acrylgel-Pumpe«.

KÖSTER (2)

Für den sofortigen Wasserstopp in wasserführenden

Rissen und Fugen kommt »Köster IN 8« zum

Einsatz. Das wasserreaktive 1K-PU-Injektionsharz

schäumt erst im Kontakt mit Wasser zu einem

zähelastischen, wasserdichten Körper auf, folgt

Rissbewegungen und stoppt Wassereinbrüche

in Sekunden. Die Reaktion kann bei Bedarf mit

»Köster IN 8 Accelerator« beschleunigt werden;

eine nachträgliche Abdichtung mit Massivharz

ist nicht erforderlich. In der Praxis wird entlang

des Risses wechselseitig gebohrt, mit Packern

verpresst und die Bohrlöcher anschließend verschlossen

– bewährt auch bei starkem Wasseranfall

mit mehrstufiger Injektion.

Geht es um großflächige, dauerhafte Abdichtungen

in Tunnel- und Schachtbauwerken, spielen

Acrylatgele ihre Stärken aus. »Köster Injektionsgel

G4« ist ein wasserbasiertes Gel mit sehr niedriger

Anfangsviskosität; es dringt in feinporöse

Strukturen ein, eignet sich für Schleier- und Flächeninjektionen

sowie ausdrücklich für Spezialabdichtungen

wie Tunnel- und Schachtsanierungen

und kann sogar im Trinkwasserkontakt eingesetzt

werden. »Köster Injektionsgel S4« ergänzt

das Portfolio mit einstellbaren Reaktionszeiten –

ideal zum Stoppen von Wassereinbrüchen, für

Fugenabdichtungen und Schleierinjektionen; es

liegt mit Prüfungen und Zulassungen u. a. nach

EN 1504-5 vor.

Verarbeitung mit Acrylatgel-Pumpe

Die Verarbeitung beider Acrylatgele erfolgt zweikomponentig

– typischerweise mit der »Köster

Acrylatgel-Pumpe«. Diese ist pneumatisch und

wird mit Druckluft betrieben; sie eignet sich für

Schleier- und Flächeninjektionen ins Mauerwerk

sowie für Hohlraumverfüllungen. Entscheidend:

Die Pumpe selbst benötigt keinen elektrischen

Anschluss, da der Antrieb über Druckluft erfolgt

(Versorgung z. B. über Kompressor). So lassen sich

auch schwer zugängliche Tunnel- und Schachtbereiche

flexibel bedienen.

Für die Bodenstabilisierung sowie das Verfüllen

von Hohlräumen in Erd- und Felsstrukturen steht

»Köster Geoschaum« (Geofoam) zur Verfügung.

Der zweikomponentige, hydrophobe PU-Schaum

mit geschlossenzelliger, robuster Struktur wurde

speziell für Bodenverfestigungen im Berg- und

Tunnelbau, Hohlraumverfüllungen – auch unter

Gegendruck – und zum Stoppen von Wassereinbrüchen

entwickelt. Die Reaktionszeit kann über

einen Katalysator situativ beschleunigt werden, die

Anwendung erfolgt mittels 2K-Injektionspumpe.

Auch bei Fugenabdichtungen in massiven Ingenieurbauwerken

zeigen die Systeme ihre Anpassungsfähigkeit:

Acrylatgele werden entlang des

Fugenverlaufs über geeignete Packer injiziert;

Mischungsverhältnisse und Gelzeiten werden an

Wasseranfall und Ausbreitungsweg angepasst,

um die Bildung dichter, zusammenhängender

Gelschirme zu sichern. Wo Risse kraftschlüssig

verbunden werden müssen (z. B. an Tunnelinnenschalen),

können zudem Epoxid- oder PU-Harze

aus dem Köster-System – inklusive passender

Packer – integriert werden.

?

68 l November 2025 Rohbau | Mauerwerk & Beton


Fassadenbefestigung

aus Lean-Duplex-Stahl

WILHELM MODERSOHN – Wilhelm Modersohn mit Sitz im ostwestfälischen

Spenge ist auf die Herstellung und den Vertrieb von Fassadenbefestigungssystemen

aus rostfreiem Edelstahl, im Speziellen Lean-Duplex-Stahl, spezialisiert.

Als Teil von Leviat, einem CRH-Unternehmen, hat sich Modersohn

in den vergangenen zwei Jahren neben der Integration in den Konzern

intensiv auf die Produktentwicklung konzentriert.

Das Ergebnis ist eine neue Generation der

Befestigungssysteme für Mauerwerkfassaden.

»Modersohn MK6« ist ein optimiertes

Konsolankersystem zur sicheren,

wirtschaftlichen und langlebigen Befestigung

von Verblendfassaden an Tragstrukturen.

Das hybride Befestigungssystem

profitiert dabei von den technischen Vorteilen

der Konsolankersysteme der Marken

Modersohn und Halfen HK5. Eine

eigens für die Optimierung der Konsolanker

gegründete Leviat-Arbeitsgruppe mit

Einflüssen aus den Bereichen Forschung

und Entwicklung, Technik, Pricing, Vertrieb

und Marketing sorgt bei Modersohn erstmals

für ein neues Produktmanagement.

»Neu war für uns der gesteuerte Launch

über einen Produktmanager. Alle Beteiligten

sind von Anfang bis zum Ende über

den Stand der Entwicklung informiert und

involviert gewesen. Der Vertrieb über einen

Key-Account-Manager und ein Außendienst-

Team sind ebenfalls Verkaufsinstrumente,

die wir bei Modersohn neu erfahren«,

erklärt Geschäftsführer Jürgen Matzelle.

Leviat, globaler Anbieter für Hebe-, Verbindungs-

und Verankerungstechnologien

für den Bau- und Industriesektor, bietet

seinen Kunden insbesondere durch Synergieeffekte

seiner im Bausektor etablierten

Marken Halfen und Modersohn noch

versiertere Serviceleistungen und Produktqualität

Qualität der »MK6« wird durch die bauaufsichtliche

Zulassung des Konsolkopfes,

die Typenprüfung der Konsolen sowie

die CE-Kennzeichnung nach EN 845-1

bestätigt.

Das Portfolio umfasst unterschiedliche

Typen der Konsolanker »MK6« zur Realisierung

verschiedenster Situationen am Bau.

WILHELM MODERSOHN (2)

Die sichere Montage, das einfache Handling

auf der Baustelle wie auch die stufenlose

Verstellbarkeit in vertikaler Richtung

von +/- 20 mm sind weitere Argumente für

das optimierte System. Als ökonomische

Lösung und zur Sicherung der gewohnten

Serviceleistungen für seine Kunden plant

das Unternehmen Leviat, die »Modersohn

MK6«-Konsolanker am Standort Spenge

zu kommissionieren. Leviat betont, dass

die bisherigen Konsolankersysteme von

Modersohn und Halfen noch im Produktsortiment

enthalten sind und erst nach und

nach durch das »MK6«-Sortiment ersetzt

werden.

?

Schlanke Bauform, hohe Traglast

Das Konsolankersystem »MK6« aus Lean-

Duplex-Stahl ermöglicht, wie die Vorgängersysteme,

die Aufnahme hoher Traglasten

bei schlanker Bauform und hoher Korrosionsbeständigkeit

(CRC) III bis V. Das System

ist standardmäßig in den Laststufen

4,0 kN, 8,0 kN und 12,0 kN und für Kragmaße

bis 450 mm erhältlich. Die optimierte

Form ermöglicht einen energieeffizienten,

reduzierten Wärmedurchgang. Die

Das neue Konsolankersystem »Modersohn MK 6« gibt es

in unterschiedlichen Varianten, je nach Bausituation.

Rohbau | Mauerwerk & Beton

November 2025 l 69


Der »Mix-Buddy« –

Mischen auf

kleinstem Raum

COLLOMIX – Das neueste Produkt aus dem Hause Collomix, der

selbsttätig arbeitende Mörtel- und Klebermischer »oneMix 340«,

erregt seit seiner Vorstellung auf den diesjährigen Fachmessen große

Aufmerksamkeit. Damit bietet der Mischexperte aus Gaimersheim ein

kompaktes Mischgerät für alle Bauhandwerker, welches besonders für

kleinere Baustellen oder bei geringem Platzangebot seine Vorteile ausspielt.

Über das Display lassen

sich Drehzahl und

Mischzeit exakt einstellen.

Der »oneMix 340« ist für die Menge eines 25-kg-

Sacks Material ausgelegt und fasst diesen, plus

Wasser, mit seinem 34-Liter-Mischeimer mühelos.

Dank seiner äußerst kompakten Abmessungen

findet er selbst in einem kleinen Bad Platz.

Mit rund 36 kg ist das gesamte Gerät ein echtes

Leichtgewicht und dank seiner beiden Rollen

hoch mobil.

Besonders bei Ein-Mann-Baustellen ist der

»oneMix 340« der »zweite Mann«. Der Handwerker

kann sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren,

denn das Mischen erfolgt in der Maschine

automatisch. Insbesondere das neue, innovative

Antriebskonzept lässt den »oneMix 340« in die

Liga normalerweise größerer Maschinen vorstoßen.

Die Drehzahl des Mischwerkzeugs lässt sich

digital auf drei Geschwindigkeitsstufen einstellen,

sodass das jeweilige Material konstant mit

der korrekten Geschwindigkeit gemischt wird.

Ein weiterer Faktor für die optimale Qualität ist

die richtige Dauer des Mischvorgangs. Hier ist

der »oneMix 340« mit einen Timer ausgestattet,

mit dem sich die gewünschte Mischzeit vorwählen

lässt. Diese ist in 30-Sekunden-Schritten bis

maximal sechs Minuten einstellbar, nach Ablauf

der Zeit stoppt die Maschine selbstständig.

Damit wird unter anderem ein »Übermischen«

des Materials verhindert.

Leise und gründlich

in der Mischung

Besonders hervorzuheben

ist die deutliche

Geräuschreduzierung

des Antriebsmotors, der

erheblich leiser ist, was das

Arbeiten deutlich angenehmer

macht. Zum Entnehmen

des fertig gemischten Materials

wird das Mischwerk mit Unterstützung

einer Gasdruckfeder

mühelos hochgefahren und der

Mischeimer kann einfach aus der

Maschine gehoben werden. Damit

ist es möglich, bei größeren Objekten

unmittelbar den nächsten Mischvorgang

zu starten. Dank des groß dimensionierten

Rührers und eines Randabstreifers

wird das gesamte Pulvermaterial rückstandsfrei

erfasst und durchmengt. Der

Rohbau | Mauerwerk & Beton


Dank seiner beiden

Rollen lässt sich das

nur 36 kg schwere Gerät

leicht transportieren.

Zum Entnehmen des fertig gemischten

Materials wird das Mischwerk mit Hilfe

einer Gasdruckfeder hochgefahren–

dann kann der Mischeimer einfach aus

der Maschine gehoben werden.

sich mitdrehende Mischeimer verstärkt damit

den Mischeffekt. Das Resultat ist ein geschmeidiger,

cremiger Klebemörtel ohne Klumpen, der

sich schnell und problemlos verarbeiten lässt.

Für alle

Materialviskositäten nutzbar

Als zusätzliches Zubehör wird ein Mischwerkzeug

in Form eines Doppelteller-Rührers vom

Typ »DLX« für das Mischen von dünnflüssigen

und verlaufenden Materialien angeboten,

z.B. für Nivelliermassen, Dichtschlämmen oder

Dünnbettmörtel. Mithilfe der »Hexafix-Pro«-

Schnellwechselkupplung kann das Mischwerkzeug

beim »oneMix 340« ohne weiteres Werkzeug

gewechselt werden.

Enge Badezimmer, kleine Flure oder ein Einsatz

im obersten Stockwerk – der »oneMix 340«

ist für jede Baustelle geeignet. Dank seiner kompakten

und leichten Bauart lässt er sich mühelos

über Treppen tragen und in jedem Raum einsetzen,

egal wie wenig Platz vorhanden ist. Er ist

mobil, flexibel und effizient und sorgt überall für

perfekte Ergebnisse. Die Maschine kann auch

an eine Staubabsaugung angeschlossen werden,

wodurch sich die Staubentwicklung beim

Befüllen des Eimers erheblich reduziert.

Mit dem »oneMix 340« rundet Collomix sein

»Collomatic«-Maschinenprogramm ab, das automatische

Mischer in verschiedenen Ausprägungen

von 40 bis 120 l umfasst. Der »oneMix 340«

ist im qualifizierten Fachhandel erhältlich. ?

34 l

Der »oneMix 340«

rundet das »Collomatic«-

Maschinenprogramm ab –

der Mischeimer ist auf

34 l ausgerichtet.

Wenn es eng wird, sorgt das kompakte

Mischgerät »oneMix 340« für eine optimale

Unterstützung des Handwerkers.

COLLOMIX (4)

Rohbau | Mauerwerk & Beton

November 2025 l 71


Außenanlagen

Ein Sichtschutz

als Energiequelle

»Solar-Fence« von Osmo dient

als Abgrenzung zum Nachbargrundstück

und ermöglicht die

nachhaltige Produktion von

selbst erzeugtem Strom.

OSMO – Es muss nicht immer das Dach oder der Balkon sein –

auch mit einem Sichtschutz im Garten lässt sich Solarenergie

gewinnen. Mit dem »Solar-Fence« stellt Osmo eine Sichtblende

vor, die zugleich zur privaten Energiequelle wird.

Ein »Solar-Fence«-Element besteht wahlweise

aus einem oder zwei bifazialen

Glas-Glas-Solarmodulen, welche beidseitig

aktiv sind und sowohl direkte

Sonneneinstrahlung als auch indirektes

Licht für die Stromerzeugung nutzen.

OSMO (2)

Strom mit der Kraft der Sonne selbst zu erzeugen,

ist eine gute Möglichkeit, nachhaltiger und

unabhängiger von herkömmlichen Energiequellen

zu werden. Doch nicht alle Dächer sind für

Solarkollektoren geeignet, etwa wenn bei älteren

Gebäuden die notwendige Traglast nicht gegeben

oder die Ausrichtung des Daches für PV-

Anlagen ungeeignet ist. Auch Balkonkraftwerke

verändern häufig die Optik des Hauses und sind

darüber hinaus auf maximal 800 W beschränkt –

eine Leistung, die lediglich einen kleinen Teil des

Strombedarfs eines Haushalts abdeckt. Deshalb

hat Osmo mit seiner Sichtschutzneuheit »Solar-

Fence« eine designstarke Alternative entwickelt,

mit der sich nicht nur bares Geld einsparen, sondern

auch die eigene Privatsphäre zuverlässig

schützen lässt. Im Gegensatz zu Dachanlagen

sind die robusten Glas-Glas-Module von »Solar-

Fence« leicht, komfortabel und sicher zu reinigen.

Aufwendige Instandhaltungsarbeiten, spezielle

Reinigungswerkzeuge oder gar die Beauftragung

von Fachpersonal entfallen komplett.

Bausatz in

zwei Varianten

Die Installation der »Solar-Fence«-Anlage kann

flexibel an den jeweiligen Bedarf angepasst

werden: Das System ist als praktischer Bausatz

erhältlich und besteht wahlweise aus einem PV-

Modul (114 x 178 cm, 430 W) oder aus zwei PV-

Modulen (230 x 178 cm, 860 W). »Solar-Fence« ist

mit hochwertigen bifazialen Glas-Glas-Modulen

ausgestattet, die den Wirkungsgrad des Solarmoduls

steigern und einen höheren Stromertrag

ermöglichen. Die senkrechte Montage der

Module ist äußerst platzsparend und selbst für

eine Ost-West-Ausrichtung bestens geeignet.

Denn während Dachanlagen in erster Linie auf

eine Sonneneinstrahlung »von oben« und zur Mittagszeit

während der Sommermonate ausgelegt

sind, bieten senkrecht verbaute Module auch in

den Winter- und Frühlingsmonaten sowie während

der Morgen- und Nachmittagsstunden gute

Erträge, indem sie die Strahlen der flach stehenden

Sonne besser einfangen. Im Gegensatz zu

PV-Dachanlagen nutzen die beidseitig aktiven

Module von »Solar-Fence« sowohl direkte Sonneneinstrahlung

als auch indirektes Licht für die

Stromerzeugung – wie viel Leistung tatsächlich

erzielt werden kann, hängt von den individuellen

Gegebenheiten vor Ort ab, z. B. dem Abstand

zum Boden, der Bodenbeschaffenheit und eventueller

Verschattung durch Pflanzen.

Jeder Bausatz besteht aus einem bzw. zwei

PV-Modulen, Start- und Abschlussprofilen aus

witterungsresistentem Aluminium und einem

Zubehörbeutel. Indem die anthrazitfarbenen Aluminiumpfosten

mit jeder beliebigen Osmo-Sichtblende

kompatibel sind, eröffnet sich ein großer

Gestaltungsspielraum. Diese Kombinationsfreiheit

bringt auch für schattige Bereiche im Garten

einen handfesten funktionalen Vorteil mit

sich: Da die »Solar-Fence«-Elemente entweder

in Reihe geschaltet oder bei Bedarf auf mehrere

Strings, d. h. Gruppen von miteinander verbundenen

Modulen, aufgeteilt werden können, bietet es

sich an, in schattigen Arealen andere Sichtblendenelemente

aus dem breiten Osmo-Sortiment

zu montieren. Wichtig zu beachten: Berechnungen

und elektrische Arbeiten dürfen ausschließlich

durch geschultes Fachpersonal erfolgen. ?

72 l November 2025 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Grünbelag entfernen

in zwei Schritten

FILA – Um Außenflächen vor Algen,

Moos und Mikroorganismen zu schützen,

hat Fila Solutions ein zweistufiges Reinigungs-

und Schutzsystem entwickelt –

es bekämpft Feuchtigkeit und damit die

Ursache von unerwünschtem Grünbelag.

Außenflächen sind ständig der Witterung ausgesetzt

und neigen aufgrund der porösen Beschaffenheit

der dort eingesetzten Baumaterialien

dazu, Feuchtigkeit aufzunehmen. Dazu zählen

etwa Pflastersteine und Betonplatten, verputzte

Fassaden, Klinker und Ziegel, Cotto, Naturstein

und Sichtmauerwerk. Feuchtigkeit begünstigt

die Vermehrung von Algen, Moos, Flechten und

Mikroorganismen, was wiederum zu einer fortschreitenden

optischen und strukturellen Beeinträchtigung

der Außenfläche führt. Am stärksten

betroffen sind die nach Norden ausgerichteten

Bereiche, die wenig Sonne abbekommen oder

besonders stark der Witterung ausgesetzt sind.

Um diese Phänomene wirksam zu bekämpfen,

bietet Fila Solutions ein gezieltes System für die

Pflege und den Schutz von Außenbereichen an.

Zuverlässige Barriere

gegen Mikroorganismen

Langfristig wirksam ist ein zweistufiges System,

wie das von Fila Solutions, da dieses mit

der Feuchtigkeit die Ursache des Grünbelags

von Grund auf bekämpft: Als Erstes erfolgt eine

gründliche Reinigung mit dem Grünbewuchsentferner

»Algacid«. Dadurch werden Außenwände

und Böden mit hygienischer Tiefenwirkung gereinigt.

Anschließend wird die Oberfläche mit der

wasserabweisenden Imprägnierung »Hydrorep

Eco« langfristig geschützt. Das Schutzmittel auf

Wasserbasis schafft eine Barriere, die die Bildung

von Mikroorganismen verhindert. Dabei bleibt

die Atmungsaktivität des Materials erhalten. Im

Außenbereich sind schnell wirkende Reinigungsmittel

und kurze Warte- und Trocknungszeiten

besonders wichtig, denn der nächste Regen

kommt bestimmt. Der Schnellreiniger für den

Außenbereich saniert nicht nur die mit Grünspan

befallenen Oberflächen, sondern entfernt in nur

15 Minuten Einwirkzeit auch Schmutz und Schwärzungen,

die durch Feinstaub, Smog, Herbstlaub

und Ähnliches verursacht werden.

Schutzmittel auf Wasserbasis

vertragen Restfeuchte

Bei im Außenbereich eingesetzten Imprägnierungen

sollten neben der wasserabweisen-

den Wirkung und dem gewünschten optischen

Effekt weitere Kriterien beachtet werden. So

sind Schutzmittel auf Wasserbasis wie »Hydrorep

Eco« nicht nur umweltfreundlich, sondern

punkten auch mit verkürzten Warte- und Trocknungszeiten,

da sie auf Oberflächen mit Restfeuchtigkeit

aufgetragen werden können. Der

Schutz sollte tief in das Material eindringen, um

die behandelte Fläche langfristig vor Feuchtigkeit,

Algen und Verwitterung zu schützen. Gleichzeitig

sollte die Atmungsaktivität bzw. Dampfdiffusionsoffenheit

nicht verändert werden. Im Fall von

»Hydrorep Eco« bleibt sie nachweisbar bei über

90 Prozent erhalten. Auch die Bewuchsschutzwirkung

ist durch Tests nach der Methode UNI

EN ISO 846:1999 zertifiziert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Auswahl

eines Schutzmittels für Außenflächen ist die vergilbungsfreie

Beständigkeit gegen UV-Strahlen.

Mit diesem integrierten System bietet Fila Solutions

eine wirksame, nachhaltige und dauerhafte

Antwort auf die Probleme von Außenflächen

und setzt an der Wurzel an, um Schönheit und

Schutz auf Dauer zu gewährleisten. Die zweistufige

Maßnahme kann vielseitig eingesetzt werden

und eignet sich beispielsweise für die Reinigung

von Pflastersteinen, die Entfernung von Moos und

Algen von der Terrasse aus Naturstein oder um

Algen von der Fassade oder der Garagenwand

zu entfernen.

?

Fila hat ein zweistufiges System entwickelt,

das Außenflächen reinigt und dann

durch eine wasserabweisende Imprägnierung

langfristig schützt.

Durch Witterungseinflüsse sind Außenanlagen

oft von Grünbelag betroffen.

FILA (2)

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

November 2025 l 73


Gestaltung im Zusammenspiel von

Produkt und Natur – mit Vegetationsfugensteinen,

hier das Modell »Vario«.

Vom Rohstofflieferanten

zum Betonsteinproduzenten

BRAUN-STEINE – In diesem Jahr feiert Braun-Steine, Hersteller von

Pflastersteinen, Terrassenplatten und Mauersteinen aus Amstetten,

sein 150-jähriges Firmenjubiläum. Langfristiges Denken, innovative

Produkte und ein zunehmender Fokus auf das ökologische Bauen

zeichnen das Familienunternehmen aus.

Der »Arena«-Vegetationsfugenstein:

Ökologisches Bauen spielt bei Braun-

Steine eine zentrale Rolle.

Auf die Frage, wie man sich als Unternehmen

derart lange erfolgreich am Markt behaupten

kann, sagt Felix Braun, Geschäftsführer in der

fünften Generation: »Wir sind ein familiengeführtes

Unternehmen, das seit jeher von Mitgliedern

der Familie geleitet wird. Unser tägliches Handeln

ist auf eine nachhaltige, langfristige Entwicklung

ausgerichtet und bei größeren Investitionen denken

wir nicht in kurzfristigen Zyklen, sondern in

Jahrzehnten. Diese Denkweise ist nicht nur bei

Investitionen wichtig, sondern auch bei der Entwicklung

von Marktsegmenten und Produkten.«

Das schwäbische Unternehmen, einst Königlicher

Hoflieferant am württembergischen Hof,

zählt heute zu den führenden Anbietern von

modernen Betonsteinsystemen. Als wichtigen

Meilenstein bezeichnet Felix Braun die Entwicklung

des Unternehmens vom Rohstofflieferanten

zum Baustoffhersteller sowie die Konzentration

auf Produktsegmente, wie vor über 50 Jahren

auf Pflastersteine. Dazu kam auch die Einführung

neuer Produkte wie der getrommelte Pflasterstein

»Tegula Roma« Anfang der 1980er-Jahre

– der Klassiker mit den gebrochenen Ecken und

Kanten ist heute noch im Sortiment. »Auch strategische

Standortentscheidungen prägten unseren

Weg: So markierten die Gründung der Firma

Aicheler & Braun in Tübingen im Jahr 1970 sowie

der Umzug nach Amstetten und die Erweiterung

dieses Standorts wichtige Meilensteine in der

jüngeren Firmengeschichte«, betont Felix Braun.

Ökologisches Bauen –

Pflaster mit Vegetationsfugen

In den vergangenen Jahren ist das ökologische

Bauen immer wichtiger geworden. Braun-Steine

hat hier schon frühzeitig mit seiner Sortimentspolitik

reagiert. Felix Braun sagt: »Ökologisches

Bauen ist längst mehr als ein Trend, der sich nur

in Farben oder Formen ausdrückt – es steht für

einen grundlegenden Wandel im Denken und

Handeln. Dieser Anspruch sollte auch in die Entwicklung

neuer Produkte einfließen. Neben der

Schonung von Ressourcen und der Reduzierung

von CO 2

-Emissionen müssen dabei auch gestalterische

Aspekte des ökologischen Bauens berücksichtigt

werden. Gefragt sind Produkte, die Design

und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Ein

gutes Beispiel dafür sind Pflaster mit Vegetationsfugen

– hier entsteht Gestaltung im Zusammenspiel

von Produkt und Natur.«

Eine Entwicklung, die Braun-Steine entgegenkommt,

ist auch die wachsende Bedeutung, die

der eigene Garten mittlerweile spielt. »Der Garten

hat in den letzten Jahrzehnten – insbesondere

74 l November 2025 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


während der Corona-Jahre – deutlich an Bedeutung

gewonnen«, erläutert Felix Braun und ergänzt:

»Früher wurde er oft lediglich als Abstandsfläche

zum Nachbarn genutzt, Pflanzen und Bäume

dienten vor allem als Sichtschutz. Heute hingegen

gilt der Garten als erweiterter Wohnraum,

dessen Gestaltung zunehmend in den Mittelpunkt

rückt. In den letzten Jahren ist zudem zu

beobachten, dass die Natur wieder stärker Einzug

hält und naturnahe Gärten an Beliebtheit

gewinnen – eine erfreuliche Entwicklung. Diese

Veränderung zeigt sich auch in der Auswahl

und Verwendung der Materialien.« Mit seinem

innovativen Ansatz bei der Entwicklung neuer,

ökologischer Betonsteinsysteme hat Braun-

Steine die Entwicklung der letzten Jahrzehnte

maßgeblich mitgeprägt.

?

BRAUN STEINE (4)

Die Braun-Steine-Geschäftsführung:

(v.l.) Wilfried Braun, Felix Braun und Thomas Aicheler.

Klassiker im Sortiment: Der Pflasterstein

»Tegula« wurde bereits 1981 eingeführt.


Mehr Abstellplätze

für Fahrräder

und E-Bikes

Doppelparksystem für

Fahrräder und E-Bikes

von Projekt W.

PROJEKT W

PROJEKT W – Die Nutzung von

Fahrrädern oder E-Bikes ist weiterhin

im Aufwärtstrend. Gleichzeitig

erhöht sich aber nicht das Platzangebot

für deren Unterbringung.

Kommunen, Arbeitgeber, Einzelhändler

und Wohnbaugesellschaften

stehen also vor der Aufgabe, genügend

adäquate Abstellanlagen zu

schaffen, um den Radfahrern komfortable,

trockene und sichere

Abstellgelegenheiten zu bieten.

Die Lösung dafür sind Doppelparksysteme

für Fahrräder, wie sie

Projekt W anbietet.

Doppelparksysteme ermöglichen es, mehrere

Fahrräder auf begrenztem Raum zu parken.

Dies ist besonders vorteilhaft in dicht

besiedelten Gebieten, in denen Parkraum

knapp ist. Durch die vertikale Anordnung

können zwei Fahrräder auf demselben Stellplatz

untergebracht werden. Das optimiert

?

die Raumnutzung und trägt dazu

bei, den begrenzten Parkraum effizient

zu nutzen.

Projekt W bietet eine ganze Reihe von

Möglichkeiten, Fahrradabstellanlagen in

jeder Größe und für jeden Bedarf zu planen.

Durch den modularen Baukasten, der sich

aus verschiedenen feuerverzinkten Stützenund

Trägersystemen und vielfältigen Dachtypen

sowie einem großen Sortiment an

Seitenverkleidungen zusammensetzt, sind

dem Gestaltungs- und Planungsspielraum

keine Grenzen gesetzt. Besonders beliebt

als Dachkonstruktion ist das »Gründach

Light«, welches gerade in der Diskussion

des Klimawandels auf das Stadtklima eine

positive Auswirkung hat. Auch mit dieser

Dachauflage ist es möglich, trotz Doppelstockparker

die für eine Grenzbebauung

vorgegebene

maximale Systemhöhe

von 3 m einzuhalten.

Projekt W bietet offene oder

geschlossene Abstellanlagen mit verschiedenen

Dacheindeckungen an. Für die Seitenverkleidung

sind diverse Holzvarianten,

eine Voll- oder Lochblechausführung, Gittermatten

oder Trespa-Platten verfügbar.

Die Abstellanlagen können frei zugänglich

oder als abschließbare Variante geliefert

werden sowie inklusive Ladestationen für

E-Bikes. Alle Einhausungen stattet Projekt

W auf Wunsch auch mit Photovoltaikanlagen

aus.

?

Regenwassernutzung mit optischen Akzenten

GRÖMO – Der Dachentwässerungsspezialist

Grömo aus Marktoberdorf/

Allgäu hat seine Design-Regentonne

weiter optimiert – mit neuer, kratzfester

Ummantelung und einer noch

wertigeren Optik.

Die Design-Regentonne von Grömo gilt

als stilvolle Lösung, um Regenwasser

nicht nur effektiv, sondern auch optisch

ansprechend zu sammeln. Mit ihrer klaren

Formensprache und hochwertigen Metallummantelung

hat sie sich als funktionales

Gestaltungselement für Gärten, Terrassen

und Eingangsbereiche etabliert. Nun wird

das Produkt technisch und optisch weiterentwickelt:

Die Ummantelung der Design-

Regentonne wird ab sofort ausschließlich

aus strukturiertem »Duofalz TX«-Material

gefertigt. Dieses Oberflächenmaterial überzeugt

durch seine markante Struktur, hohe

Witterungsbeständigkeit und verbesserte

Kratzfestigkeit. Zudem verleiht die einheitli-

GRÖMO

Die Design-Regentonne

von Grömo ist

jetzt mit strukturiertem

»Duofalz-TX«-Material

ummantelt.

che Oberfläche der Regentonne eine noch

wertigere, moderne Anmutung.

Während der Umstellungsphase bietet

Grömo einen besonderen Service: Exemplare

aus der bisherigen Fertigung mit glatten

und strukturierten Aluminium-Blechen

werden zusätzlich mit zwei Seitenteilen aus

dem neuen »TX«-Material ausgeliefert. So

kann der Kunde selbst entscheiden, welche

Seitenteile er einsetzen möchte. Mit

der Umstellung auf das »TX«-Material unterstreicht

Grömo den Anspruch, funktionale

Produkte mit architektonischem Design

und langlebiger Qualität zu verbinden. Damit

bleibt die Design-Regentonne nicht nur ein

praktisches, sondern auch ein ästhetisches

Statement für nachhaltige Regenwassernutzung

im Außenbereich.

?

76 l November 2025


»Prostilt Advance 2.0«

ist für unterschiedliche

Materialien wie

Terrassenholz, WPC,

Keramik, Naturstein

und Betonplatten

geeignet.

Stelzlager plus

Aluminium-Steckprofil-Konstruktion

ALFERPROLINE – Das patentierte System »Prostilt

Advance 2.0« von Alferproline vereint variable, hoch

belastbare Stelzlager mit einer Aluminium-Steckprofil-

Konstruktion. Diese Kombination ergibt eine maximale

Steifigkeit des Unterbaus, eine außergewöhnlich hohe

Belastbarkeit und flexible Gestaltungsmöglichkeiten.

Stelzlager für Terrassenunterbauten gleichen Unebenheiten aus,

schaffen einen Hohlraum für ungehinderten Wasserablauf und

verhindern Staunässe. Die Aluminium-Tragprofile verteilen Lasten

optimal auf die gesamte Unterkonstruktion, ermöglichen große

Spannweiten und sind mit bis zu 5 kN/m² hervorragend für gewerbliche

und öffentliche Outdoor-Bereiche geeignet – auch für Terrassen

mit schweren Belägen.»Prostilt Advance 2.0« lässt sich nach

Angaben des Herstellers rund 20 Prozent schneller verarbeiten als

vergleichbare Systeme dank der 240 cm langen Aluminium-Basisprofile

mit Stecksystem und einer integrierten Nut für Querverbinder,

sodass zeitintensives Verschrauben der Verbindungselemente

entfällt. Die Querverbinder werden zuerst um 90° gedreht, dann

in die Nut eingeführt und durch eine gegensätzliche Bewegung

an jeder beliebigen Stelle mittels des Dreh-Klemmmechanismus

arretiert. Spezialwerkzeug ist dabei nicht nötig.

Ein »Silence Strip« ist ab Werk integriert, das mühsame Aufkleben

von Softtapes per Hand vor Ort entfällt und der Trittschall wird

so minimiert. Der neu entwickelte Kreuz-Clip besteht aus einem

Oberteil, dem Fugenkreuz und einer Basisplatte, die in das Profil

eingelegt wird. Das spart Zeit beim Verlegen keramischer Beläge,

gleicht Toleranzen aus und lässt sich flexibel justieren. Zudem

können die Fugenstege ganz einfach mit einer Kombizange oder

dem Finger abgebrochen werden.

Formstabil

und wartungsfrei

Das System widersteht Regen, Schnee, UV-Strahlung der Sonne

und Temperaturschwankungen von -40°C bis +120°C resistent.

Es bleibt formstabil, verzugsfrei und funktionstüchtig, ohne Wartungsaufwand

oder zusätzliche Kosten. Schon bei der Montage ist

der Verarbeiter unabhängig von den Launen des Wetters: Die Terrasse

kann selbst bei Regen, Schnee oder stärkerem Frost aufgebaut

werden, da zum Beispiel dank der integrierten »Silent Strips«

das wetterabhängige Aufkleben früherer Gummi-Strips entfällt.

»Prostilt Advance 2.0« ist kompatibel mit Holz, WPC, Keramik,

Naturstein und Betonplatten. Auch Kombinationen und unterschiedliche

Formate sind umsetzbar. Ein umfangreiches Zubehör

Außenanlagen | Gestaltung & Technik

wie Einfassprofile, Clips und Randkonsolen ermöglicht perfekte

Übergänge zu Wänden und Türen und verdeckt Schnittkanten.

Höhenunterschiede von 7,5 bis 20 cm lassen sich problemlos mit

einem Alu-Abschlussprofil verblenden. Für größere Differenzen

ermöglicht eine Keramikverblendung eine hochwertige Lösung.

Mit dem Online-Terrassenkonfigurator können Profis und

Laien Terrassenprojekte detailgenau planen – inklusive Entwässerung,

Höhenausgleich und Fugenschnitt. Dies reduziert

Materialverschnitt und Kosten. Die Planungen, die die

Verarbeiter mit diesem Tool erstellen, werden direkt an die

Vertriebstechnik von Alferproline weitergeleitet, auf ihre Realisierbarkeit

geprüft und bei Bedarf in Abstimmung mit den Kunden

geändert.

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NATÜRLICHER AUFTRITT:

DIE LOGWALL VON KANN.

Sieht aus wie Holz.

Hält wie Beton.

November kann.de/logwall

2025 l 77


Grünfugensysteme nach

dem Schwammstadt-Prinzip

Das »Schwammstadt-System 1« mit

dem »Padio«-Mehrsteinsystem.

RINN – Das Schwammstadt-Prinzip gilt als wichtiges Maßnahmenpaket,

um die Folgen des Klimawandels in den Städten abzumildern. Die Firma

Rinn hat hierzu ein eigenes Sortiment entwickelt – mit Grünfugenplatten

und -pflaster.

Die Herausforderungen des Klimawandels

verlangen neue Konzepte, die dabei helfen,

die Gegensätze von Hitzestaus, Regenereignissen

und mangelnder Begrünung auszugleichen.

Studien zum Thema Stadtklima

favorisieren das Schwammstadt-Prinzip, bei

dem Bodenbeläge mit hohem Grünanteil

als »Schwamm« fungieren. Regenwasser

wird in den offenen Grünfugen gespeichert

und kann gut verdunsten bzw. kontrolliert

in das Grundwasser versickern.

Die Grünfugenplatten und -pflaster in Verbindung

mit hellen Steinoberflächen sorgen

zudem für Kühlungseffekte, verbessern spür-

bar das Mikroklima und setzen nebenbei ein

optisches Highlight. Dabei sind die Flächen

sehr gut begeh- und befahrbar. Nicht nur im

öffentlichen Raum, sondern auch im privaten

Hausgarten, in Hof und Einfahrt, können

diese Bodenbeläge für ein Bauen nach

ökologischen Prinzipien eingesetzt werden.

Fünf Systeme verfügbar

Speziell für diese Anforderungen hat der

Hersteller Rinn Beton- und Naturstein das

Schwammstadt-Sortiment entwickelt. Es

ermöglicht beispielsweise den nahtlosen

Übergang eines sehr gut befahrbaren und

RINN (2)

doch naturnah begrünten Versickerungsbereichs

aus KL-Grünfugenplatten mit ca.

50 Prozent Grünanteil in eine Fläche aus

Grünfugenpflaster mit ca. 12 Prozent Grünanteil.

Direkt daran kann sich wiederum ein

Pflasterbereich mit engen Fugen anschließen,

mit anderer Funktion oder anderen

Anforderungen an die Belastung. Angeboten

werden insgesamt fünf Systeme – Mehrsteinsysteme

und Einzelsteinsysteme –,

die im Reihenverband oder wilden Verband

verlegt werden. Hervorzuheben ist dabei,

dass die Steinformate perfekt aufeinander

abgestimmt sind und die Reihen quasi fließend

ineinander gestaltet werden können.

»Cooling Park« in Wien

Der erste »Cooling Park« der Stadt Wien

wurde bereits im Jahr 2020 gebaut. Es handelt

sich dabei um das Projekt Esterhazypark

am Haus des Meeres, geplant von

Carla Lo Landschaftsarchitektur, Wien. Die

Bodenflächen sind entsiegelt und begrünt.

Mit natürlicher Einfachheit entsteht ein

Sprung zwischen repräsentativem Außenraum

und innerstädtischem Grünraum, in

dem das Gras seinen Platz zwischen den

Fugen findet. Es wurden Bäume gesetzt,

und fast 3 m hohe Nebelduschen kühlen

bei Hitze die Umgebung mit einem feinen

Sprühnebel – gefühlt um bis zu 6 °C – und

unterstützen das Mikroklima.

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Beim Esterházypark am Haus des Meeres in Wien wurde

das Schwammstadt-Sortiment eingesetzt.

78 l November 2025 Außenanlagen | Gestaltung & Technik


Werkzeuge

Kraftpaket für anspruchsvolle

Fäll- und Rückschnittarbeiten

MILWAUKEE – Mit der 18-V-Akku-Kettensäge »M18 F2CHS50-802« erweitert

Milwaukee sein Sortiment an leistungsstarken, kabellosen Lösungen für den professionellen

Einsatz. Die Kettensäge wurde speziell für anspruchsvolle Anwendungen im

Garten- und Landschaftsbau, in Kommunalbetrieben sowie im Forstbereich entwickelt.

Der bürstenlose Motor der »M18

F2CHS50-802« liefert ein maximales

Drehmoment von 9,5 Nm

und hält die Geschwindigkeit auch

unter hoher Last stabil.

Die Milwaukee-»M18 F2CHS50-802« erreicht

mit ihrer Kettengeschwindigkeit von 14,3 m/s

eine Schnittgeschwindigkeit in Hartholz, die mit

60-cm³-Benzin-Kettensägen vergleichbar ist. Der

bürstenlose Motor liefert ein maximales Drehmoment

von 9,5 Nm und hält die Geschwindigkeit

auch unter hoher Last aufrecht, ohne dass

das Gerät blockiert. Mit einer Leistung von bis

zu 5,8 PS und einem 50 cm langen Schwert eignet

sich die Kettensäge für größere Fäll- und

Rückschnittarbeiten.

Dank des stufenlosen Geschwindigkeitsreglers

hat der Anwender die volle Kontrolle über die Leistungsabgabe.

Zwei wählbare Modi ermöglichen

es, je nach Anforderung zwischen maximaler Leistung

oder verlängerter Laufzeit zu entscheiden.

Ein doppelter metallischer Krallenanschlag sorgt

für eine größere Hebelwirkung beim Schneiden.

Zudem erleichtert ein gut sichtbares Visier die

Durchführung präziser Fällschnitte.

Einfache Wartung

und umweltfreundlicher Betrieb

Die automatische Kettenschmierung erleichtert

die Wartung. Der verlustfreie Ölbehälter lässt

sich einfach befüllen und der Füllstand unkompliziert

kontrollieren. Mit einem Gewicht von

9,0 kg inklusive zweier »M18 Forge«-Akkus mit

8,0 Ah bleibt die Kettensäge handlich. Im Ver-

gleich zu benzinbetriebenen Modellen reduziert

die Akku-Technologie nicht nur Lärm und Vibrationen,

sondern vermeidet auch Emissionen

und das Risiko, mit gefährlichen Flüssigkeiten

zu arbeiten. Die Milwaukee-Akku-Kettensäge

»M18 F2CHS50-802« wird mit 76 ml Öl, einer

Sägekette und einem Schwertschutz geliefert

und ist damit sofort einsatzbereit.

Betrieben wird die Kettensäge mit zwei

»M18 Forge«-Akkus, die mit einer neuen Generation

an Pouch-Zellen ausgestattet sind. Sie

bieten laut Milwaukee nicht nur hohe Leistung,

sondern auch eine längere Lebensdauer und

Haltbarkeit. Die in den Akkus integrierte Elektronik

»Redlink Intelligence« ermöglicht eine

umfassende Systemkommunikation zwischen

Werkzeug, Akku sowie Ladegerät. Damit wird

unter allen Bedingungen ein für den individuellen

Anwendungsfall optimierter Mix aus Leistung

und Laufzeit sowie ein zuverlässiger Überlastschutz

gewährleistet.

Die Akku-Kettensäge »M18 F2CHS50-802«

wird im Set mit dem Zweifach-Simultan-Schnellladegerät

»M18 DFC« und zwei »M18 FB8«-

Akkus angeboten oder als Soloversion »M18

F2CHS50-0«. Gerät und Akkus sind vollständig

systemkompatibel mit dem M18-Akkuprogramm

von Milwaukee, das aktuell mehr als 315 Geräte

umfasst.

?

Betrieben wird die Milwaukee-

Kettensäge mit zwei »M18 Forge«-

Akkus, die mit einer neuen Generation

an Pouch-Zellen ausgestattet sind.

MILWAUKEE (2)

Werkzeuge & Befestigungstechnik November 2025 l 79


Drei neue Akku-Nagler

mit PKT-Technologie

Der »Prebena PKT-5-SNH35« wurde

für sie Befestigung von papiermagazinierten

Haftennägel entwickelt.

PREBENA – Die neuen Prebena-Akku-Nagler mit PKT-Technologie

(Druckluft-Kartuschentechnik) vereinen modernste Technologie »made in

Germany« mit robuster Bauweise – für präzises Arbeiten ohne Einschränkungen.

Ob im Holzbau, bei Dacharbeiten oder im Trocken- und

Innenausbau: Sie liefern zuverlässige Leistung, wo diese gebraucht wird.

Das Modell »Prebena PKT-5-ANP50«

eignet sich für papiermagazinierte und

kunststoffmagazinierte Ankernägel.

PREBENA (2)

Kabellos, kraftvoll und kompromisslos, so

beschreibt Prebena seine drei neuen Akku-

Nagler. Das Modell »Prebena PKT-5-Z50« verarbeitet

Heftklammern der Type Z von 16 bis

50 mm. Der hochwertig verarbeitete Akku-Nagler

verspricht mit seinem robusten und bereits

bewährten Magazin eine problemlose Verarbeitung

der Heftklammern bei Befestigungen

von Spanplatten, OSB-Platten, Gipskarton- und

Gipsfaserplatten.

Das Modell »Prebena PKT-5-ANP50« ist für

papiermagazinierte Ankernägel der Type ANP

und kunststoffmagazinierte Ankernägel der Type

ANK von 40 bis 50 mm mit einer Neigung von

25° geeignet. Dieses Spezialgerät ist exakt auf

die hohen Anforderungen von Holzverbindern

wie Balkenschuhe, Winkelverbinder, Lochplatten,

etc. abgestimmt. Die Touchpoint-Nase ermöglicht

eine einfache Lochfindung und somit ein

schnelles Arbeiten.

Papiermagazinierte Haftennägel der Type

SNH von 25 bis 35 mm Länge verarbeitet der

»Prebena PKT-5-SNH35«. Dieser Akku-Nagler

wurde speziell für die saubere und solide Befestigung

von papiermagazinierten Haftennägeln

entwickelt. Er eignet sich besonders für Dacheindeckungen

und Außenverkleidungen, Einlauf-

oder Blechbefestigungen auf Holz.

Wartungsarme

Leichtgewichte

Die neuen Akku-Nagler der »Prebena PKT-

5«-Serie sind handlich, zuverlässig und mit

einem Gewicht von nur 3,5 kg Leichtgewichte

auf dem Markt. Das Luftfeder-Antriebssystem

für gaslosen, emissionsfreien Betrieb kann mittels

Standard-Kompressor mit Druckluft befüllt

werden. Der wartungsarme und nachhaltige

Betrieb ohne teure Gaskartuschen ermöglicht

eine Zeit- und Kostenersparnis. Über das leicht

zugängliche Bedienfeld ist eine einfache Anwendung

gegeben. Einzel- und Kontaktauslösung,

Tiefenregulierung, Abdruckschutz, Leerschusssicherung

und Gürtelhaken gehören zur Standardausstattung.

Die Geräte sind solo oder im Set mit einem

Ladegerät »Akku-Station 12-36« und zwei Stück

»Akku18-2,0-LiPower« erhältlich. Optional können

sie in einer »metaBox« als baustellengerechte

Verpackung geliefert werden. ?

80 l November 2025 Werkzeuge & Befestigungstechnik


Ein Gerät,

zwei Messmodi

SOLA – Mit dem »Metec« kombiniert

Sola erstmals ein digitales 5-m-Rollbandmaß

mit einem Laser-Entfernungsmesser.

Das Gerät spart Zeit, vereinfacht

Arbeitsabläufe und liefert präzise Messergebnisse

– ob auf der Baustelle, im

Innenausbau oder bei professionellen

Handwerksaufgaben.

Das 5 m lange digitale Rollbandmaß zeigt den

Messwert in Echtzeit auf dem beleuchteten

LCD-Display an. Die Messtoleranz liegt hier bei

±1,5 mm. Neben einfachen Längenmessungen

sind auch Flächen- und Volumenberechnungen

möglich. Die Skala auf dem Band ist sowohl

in Millimeter als auch in Inch angegeben. Die

gewünschte Einheit lässt sich bequem über das

Display wählen. Eine permanente Bandbremse

sorgt für kontrolliertes Handling und verhindert

ein Zurückschnellen des Bands. Der Messbezugspunkt

kann je nach Bedarf an der Vorder- oder

Hinterkante des Geräts gewählt werden. Ideal

für kürzere Distanzen, beispielswiese im Innenausbau

oder Möbelbau.

SOLA (3)

Der integrierte Laser-Entfernungsmesser misst bis zu

20 m und berechnet Flächen, Volumen sowie indirekte

Distanzen per Pythagoras-Funktion.

Laser-Entfernungsmesser

für große Reichweiten

Der integrierte Laser-Entfernungsmesser eignet

sich für Messungen bis zu 20 m – etwa in großen

Räumen, an hohen Wänden oder an schwer

zugänglichen Punkten. Mit einer Genauigkeit von

±2,0 mm liefert er präzise Ergebnisse. Neben einfachen

Längenmessungen sind auch Flächen,

Volumen und indirekte Distanzen per Pythagoras-Funktion

möglich. Die Maßeinheiten lassen

sich flexibel zwischen Metern, Inches und Feet

umstellen. Auch hier kann der Messbezugspunkt

vorne oder hinten am Gerät gewählt werden.

Der »Metec« überträgt Messdaten kabellos

per Bluetooth – entweder in die kostenlose »Sola

Measures«-App auf dem Smartphone oder über

den »Sola Data Connector« an PC-Programme.

Das spart Zeit, reduziert Übertragungsfehler und

ermöglicht eine lückenlose digitale Dokumentation.

Mit der App lassen sich Messwerte direkt in

Fotos einfügen: Foto aufnehmen, Länge einzeichnen,

messen – der Wert erscheint automatisch

im Bild. Alle Daten können gespeichert, weiterverarbeitet

oder geteilt werden.

Komfortabel und

robust im Einsatz

Das beleuchtete Mehrzeilen-Display verspricht

gute Lesbarkeit, auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Bis zu 50 Messwerte lassen sich im

Speicher ablegen, die Bedienung erfolgt über

intuitiv angeordnete Tasten – schnell und effizient.

Das ergonomische Softgrip-Gehäuse liegt

sicher in der Hand und schützt das Gerät dank

Gummierung vor Stößen. Mit Schutzart IP54 ist

der »Metec« zudem staub- und spritzwassergeschützt.

Betrieben mit zwei AAA-Batterien,

erreicht er eine Laufzeit von bis zu sechs Stunden

– ideal für den professionellen Einsatz auf

der Baustelle.

?

Mit der »Sola Measures«-App

können Messwerte kabellos übertragen,

direkt in Fotos eingefügt

und gespeichert werden.

Das digitale Rollbandmaß misst Längen bis

zu 5 m und zeigt Messwerte in Echtzeit auf

dem beleuchteten Display an.

Werkzeuge & Befestigungstechnik

November 2025 l 81


Systemschraube für

VHF und den Innenbereich

EUROTEC – Mit der »Blue-Power«-

Systemschraube hat Eurotec ein flexibles

Befestigungssystem für

vorgehängte, hinterlüftete Fassaden,

aber auch für den Innenbereich entwickelt

– es sorgt für dauerhafte

Belastbarkeit und ist wirtschaftlich

zu montieren.

Im modernen Bauwesen nimmt die sichere

und dauerhafte Befestigung einen wichtigen

Stellenwert ein. Die Möglichkeit, Materialien

sowohl im Innen- als auch im Außenbereich

sicher und effizient zu befestigen,

ist unerlässlich für die Realisierung innovativer

Konzepte und nachhaltiger Gebäude.

Ebenso wichtig ist die Vielseitigkeit

der Befestigungssysteme, die auch unter

unterschiedlichen Umweltbedingungen ihre

Beständigkeit und Effektivität bewahren

müssen. Gerade im Bereich vorgehängter,

hinterlüfteter Fassaden sind Befestigungssysteme

gefragt, die dauerhaft belastbar

bleiben und gleichzeitig eine wirtschaftliche

Montage ermöglichen.

In diesem Zusammenhang stellt die

»Blue-Power«-Systemschraube von Eurotec

eine ideale Lösung dar. Von der funktionalen

und ästhetischen Fassadengestaltung

bis hin zur Umsetzung von abgehängten

Decken und Wandvertäfelungen – die

Schraube vereint Funktionalität mit hoher

Leistungsfähigkeit und erfüllt innen und

außen verschiedene Anforderungen des

modernen Bauwesens.

Entwickelt für den vielfältigen Einsatz im

Bauwesen, garantiert die »Blue-Power«-Systemschraube

von Eurotec nach Herstellerangaben

eine hohe Leistungsfähigkeit und

Zuverlässigkeit. Grundsätzlich gewährleistet

sie eine solide Befestigung von Holzunterkonstruktionen

an Beton- oder Mauerwerk.

Sie eignet sich daher sowohl für den Innenbereich,

z. B. bei der Installation von abgehängten

Decken oder Wandvertäfelungen,

als auch für die Fassadenbefestigung im

Außenbereich.

Flexible Befestigungslösung:

Die

»Blue-Power«-Systemschraube

von Eurotec.

Zuverlässige Befestigung

bei der Fassadenmontage

Im Bereich der Fassadenmontage ist die

»Blue-Power«-Systemschraube eine vielseitige

Lösung für verschiedene Bauszenarien.

Sie dient bei Renovierungs- und Neubauprojekten

sowie im Holzrahmenbau als solide

Befestigungsmöglichkeit, um die Tragkonstruktionen

von Fassadenverkleidungen in

Wänden zu verankern. Besonders hervorzuheben

ist die Eignung der Systemschraube

von Eurotec für vorgehängte, hinterlüftete

Fassaden, die zusätzlich mit einer Fassadendämmung

ausgestattet sind. In diesem

Bereich ist die Schraube in der Lage, Zugund

Querkräfte aufzunehmen, wobei der

Dämmstoff einen wesentlichen Beitrag

zur Aufnahme der Querkräfte leistet, was

zur Stabilität und Sicherheit der gesamten

Fassadenkonstruktion beiträgt.

Gefertigt aus einsatzgehärtetem Kohlenstoffstahl,

bietet die Systemschraube

eine gute Langzeitbeständigkeit und entspricht

den hohen Anforderungen der Korrosivitätskategorien

C4 lang und C5-M lang

gemäß EN 12944-6. Darüber hinaus ist

sie für die Verwendung in den Nutzungs-

klassen 1 und 2 nach EN 1995-1-1 (Eurocode

5) geeignet.

Die »Blue-Power«-Systemschraube sowie

das passende Fassadenbefestigungssystem

von Eurotec bieten somit nicht nur eine

sinnvolle Lösung für die Befestigung von

Holzunterkonstruktionen auf Beton oder

Mauerwerk, sondern unterstützen auch

aktiv die Prinzipien des nachhaltigen Bauens

durch die Förderung langlebiger und

energieeffizienter Bauweisen.

Für eine einfache und präzise Planung

steht außerdem der Fassadenplaner

von Eurotec zur Verfügung. Dieses

digitale Planungstool ermöglicht die

komfortable Auswahl geeigneter Befestigungssysteme,

einschließlich der »Blue-

Power«-Systemschraube, und unterstützt

Planer, Architekten und Ausführende

bei der effizienten Auslegung moderner

Fassadenkonstruktionen.

?

82 l November 2025 Werkzeuge & Befestigungstechnik


Akku-Streifennagler

mit Einzel- oder

Serienauslösung

MAKITA

MAKITA – Der Werkzeughersteller Makita erweitert sein

40V-max.-Akku-System um die zwei Akku-Streifennagler

»BN001G« und »BN002G« – ersterer eignet sich für

D-Kopfnägel, letzterer für Rundkopfnägel.

Beide Modelle verarbeiten Nägel von 50 bis

90 mm Länge sowie mit Durchmessern von

2,9 bis 3,3 mm und sind damit zuverlässige,

kraftvolle Werkzeuge für Dachdecker,

Zimmereien, Holzbau, Tischlereien, Bodenleger

und viele weitere Anwendungen. Der

»BN001G« ist für D-Kopfnägel ausgelegt und

verfügt über eine Magazinkapazität von 51

bis 58 Nägeln, die in einem Winkel von 34°

eingeschlagen werden. Mit einem Gewicht

von 5,3 kg (inklusive Akku »BL4080F«) und

kompakten Maßen von 326 × 189 × 358 mm

(L × B × H) liegt er leicht und ergonomisch

in der Hand.

Der »BN002G« hingegen ist für Rundkopfnägel

konzipiert und fasst 36 bis 41

Nägel pro Magazin, die in einem Winkel

von 21° verarbeitet werden.

Mit einem Gewicht

von 5,4 kg (inklusive Akku

»BL4080F«) und Abmessungen

von 389 × 189 × 358

mm (L × B × H) überzeugt auch

dieses Modell durch handliche

Bauweise und gute Balance.

Der Streifennager »BN001G« ist für

D-Kopfnägel ausgelegt – die Magazinkapazität

beträgt bis zu 58 Nägel.

Zwei Modi plus LED-Leuchte

Optional lässt sich ein längeres Magazin

für eine höhere Kapazität verbauen. Beide

Streifennagler lassen sich in zwei Modi

betreiben: Einzel- und Serienauslösung.

Eine eingebaute LED-Leuchte sorgt für die

Ausleuchtung des Arbeitsbereichs. Bei einer

Restkapazität von 7 bis 9 Nägeln im Magazin

beim »BN001G« und 6 bis 7 Nägeln im

Magazin beim »BN002G« stoppen beide

Nagler, der Auslöseschalter lässt sich nicht

mehr betätigen. Damit zeigen die Maschinen,

dass ein neuer Nagel-Streifen eingesetzt

werden muss. Das kompakte Design

sorgt für maximale Handlichkeit und ein

praktischer Einhängebügel ermöglicht die

praktische und einfache Lagerung. ?

Präzise Zugverbindungen für

schnelle Montage und Rückbau

ROTHOBLAAS – Beim Bau von Gebäuden aus Holz wird zunehmend nicht

nur die Effizienz bei der Vorfertigung und der Montage auf der Baustelle

betrachtet, sondern auch, wie einfach sich Verbindungen lösen und rückbauen

lassen. Der modulare Zugverbinder »Radial« von Rothoblaas verändert

Prozesse bei Vorfertigung, Montage und Demontage auf der Baustelle.

Die Komponenten werden nur durch einen

lösbaren Bolzen verbunden. Dieser Ansatz

bei Verbindungen im Holzbau verkürzt die

Montagezeit auf der Baustelle erheblich.

Zudem erhöhen sich Qualität

und Sicherheit der Montage.

Das System

»Radial« gewährleistet

eine sichere Verbindung

von Wänden, Trägern

und Pfosten.

Mit den Komponenten »Radialkit« werden

Zugverbindungen mit hoher Montagetoleranz

erstellt. Die Aussparungen für die

Verbindungen werden bei der Bearbeitung

der Holzelemente ausgefräst. Dies garantiert

eine exakte Positionierung, zudem ist der

Verbinder nicht sichtbar und der bauliche

Brandschutz wird verbessert. Damit ist

Der

»Rothoblaas Radial«

verändert die Prozesse bei

der Vorfertigung sowie

bei der Montage und

Demontage auf der

Baustelle.

der Verbinder prädestiniert für den Bau

von modularen Fertigbauten mit hochwertigen

Sichtoberflächen.

Das System »Radial« gewährleistet eine

sichere Verbindung von Wänden, Trägern

und Pfosten. Es ermöglicht Verbindungen

zwischen Brettsperrholz (BSP)- und Furnierschichtholz

(LVL)-Platten, zwischen Balken

aus Brettschichtholz sowie zwischen Wänden

und Decken aus BSP oder LVL. Ebenso

lassen sich Träger und Pfosten aus Massivholz,

Brettschichtholz oder LVL sicher

anschließen. Zudem lassen sich mit der

patentierten Lösung Holz-Stahl-Konstruktionen

mit komplexeren Anwendungen wie

Gerberträgern und gelenkigen Verbindungen

ausführen.

?

November 2025 l 83


Eine Dämmstoffschraube

mit vielen Qualitäten

Für verschiedenfarbige

Anwendungsfälle kann »Teredo«

auch mit einer farbigen Kopfbeschichtung

geliefert werden.

Weder WDVS noch die WA-Schienen

müssen vorgebohrt werden. Die Dämmstoffschrauben

können direkt durch Aluminium,

Kunststoff oder Zink hindurch in die

gedämmte Außenwand gebohrt werden.

BTS – Wenn es um die Befestigung auf Wärmedämmverbundsystemen

geht, haben Handwerker heute viele

Möglichkeiten. Die »Teredo«-Dämmstoffschraube von

BTS bohrt sich direkt durch Blech, Kunststoff oder Zink

– ohne Vorbohren und ohne Wärmebrücke. Laut BTS ist

»Teredo« als einzige Dämmstoffschraube am Markt

auch mit farbig beschichtetem Schraubenkopf erhältlich.

AUSSCHÄUMEN – ABSCHNEIDEN – FERTIG!

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Luftdichte Fugen OHNE zweite Abdichtung

Bei der Montage von WA-Schienen, Kaminanschlüssen, Folien

oder Blechen auf der Fassade stoßen herkömmliche Methoden

schnell an ihre Grenzen. Bohrungen ins Mauerwerk schaffen

Wärmebrücken – das ist energetisch problematisch. Der Einsatz

von Dübeln ist hingegen aufwendig, vor allem bei harten Außenputzen.

Mit »Teredo« sparen Handwerker Zeit und Material: Die

Schrauben durchdringen mühelos Aluminium, Zink oder Kunststoff

– auch doppellagig – und lassen sich direkt ins WDVS eindrehen.

Ganz ohne Vorbohren oder spezielle Dübel. Sogar Lampen, Schilder

oder Kästen lassen sich so sicher befestigen.

Sicherer Sitz – selbst bei hoher Belastung

Dank TX-Antrieb mit extratiefem Profil sitzt der Bit sicher in der

Schraube. Das sorgt für hohe Kraftübertragung, kein Abrutschen

und präzises Arbeiten – auch ohne Ankörnen. Ein handelsüblicher

Akkuschrauber mit ¼“-Bit reicht vollkommen aus. Für dauerhaften

Witterungsschutz ist »Teredo« mit einer Neoprendichtung ausgestattet.

Feuchtigkeit bleibt draußen – die Dämmung geschützt.

Das besonders grobe Gewinde sorgt für einen sichereren Halt und

ist auf die unterschiedlichen Dämmarten aus WDVS, Holzweichfaser

oder Steinwolle angepasst.

Hergestellt aus Zinkdruckguss und zusätzlich mit einer Korrosionsschutzschicht

versehen, übersteht die »Teredo« auch extreme

Bedingungen. Im Salzsprühtest nach DIN EN ISO 9227 zeigte

das System selbst nach 480 Stunden keinerlei Korrosion. Und das

Highlight: BTS liefert die »Teredo« mit farbig beschichteten Schraubenköpfen

– abgestimmt auf die jeweilige WA-Schiene oder das

verwendete Blech.

?

84 l November 2025 Werkzeuge & Befestigungstechnik


Mehr Output

in kürzerer Zeit

AERO-LIFT – Zeitersparnis, Arbeitssicherheit und Ergonomie – drei Faktoren,

die auf modernen Baustellen entscheidend sind. Der »Clad-Boy« von

Aero-Lift Vakuumtechnik vereint sie alle. Das batteriebetriebene Vakuumhebegerät

erleichtert die Montage von Dach- und Wandelementen erheblich

und verspricht reibungslose Abläufe auf der Baustelle.

Der »Clad-Boy« von Aero-Lift

erleichtert dank Vakuumtechnik

die Montage von Dach- und

Wandelementen.

Wie groß der Effizienzgewinn in der Praxis

ist, zeigt das Beispiel der Zimmerei Haller

aus Baden-Württemberg. »Mit dem ›Clad-

Boy‹ von Aero-Lift verlegen wir nun in der

Hälfte der Zeit die doppelte Fläche«, berichtet

Urs Haller. Die Erfahrung aus dem regelmäßigen

Einsatz bestätigt: Der »Clad-Boy«

steigert die Produktivität deutlich, reduziert

körperliche Belastung und erhöht die

Sicherheit bei der Montage großformatiger

Sandwichpaneele, Trapezbleche, Brandschutz-

und Wandelemente.

Der »Clad-Boy« ist für den harten Außeneinsatz

konzipiert und eignet sich zum horizontalen

und vertikalen Verlegen. Dank

seines modularen Aufbaus und steckbarer

Traversen lässt er sich schnell umrüsten

und flexibel an verschiedene Materialien

und Paneelgrößen anpassen. Die integrierte

»Ecomatic«-Steuerung regelt die Vakuumerzeugung

bedarfsgerecht und verlängert

so die Akkulaufzeit um bis zu 70 Prozent –

ein klarer Vorteil auf der Baustelle. Robuste

Materialien, UV-beständige Dichtungen

sowie akustische und visuelle Warnsignale

sorgen zudem für Sicherheit und Langlebigkeit

im täglichen Einsatz.

Seit 30 Jahren aktiv

Das in Baden-Württemberg ansässige Unternehmen

Aero-Lift entwickelt und produziert

seit über 30 Jahren innovative Lösungen im

Bereich der Vakuumhandhabung. Mit dem

»Clad-Boy« zeigen die Vakuumspezialisten

einmal mehr, wie sich Technik, Ergonomie

und Effizienz zu einem praxisgerechten

Gesamtkonzept verbinden lassen – für

ein schnelleres, effizienteres und sichereres

Arbeiten auf dem Dach.

?

AERO-LIFT (2)

Der »Clad-Boy« lässt sich schnell an unterschiedliche

Materialien und Paneelgrößen anpassen.

Werkzeuge & Befestigungstechnik

November 2025 l 85


Langlebige

Holzverbindungen

im GaLaBau

HECO – Holz ist im Garten- und Landschaftsbau

mehr als ein reines Gestaltungselement.

Außenkonstruktionen

müssen darüber hinaus auch dauerhaft

belastbar und witterungsbeständig

sein. Hierfür sind technisch

ausgereifte und praxisbewährte Verbindungslösungen

unverzichtbar. Mit

den »Heco-Topix-plus«-Holzschrauben

und den »Multi-Monti-plus«-Betonschrauben

stellt Heco Systeme bereit,

die eine sichere, wirtschaftliche und

langlebige Befestigung im Außenbereich

gewährleisten.

Holz ist im Gartenund

Landschaftsbau mehr

als nur ein Gestaltungselement –

mit den Heco-Verbindungslösungen

bleiben Zäune, Pergolen und Sichtschutz

dauerhaft stabil und widerstandsfähig

gegen alle Witterungen.

Holz im Außenbereich ist permanenten klimatischen

Belastungen ausgesetzt, die Material

und Verbindungselemente stark beanspruchen.

Gerade bei schmalen Holzquerschnitten,

engen Randabständen oder schwer

zugänglichen Montagebereichen gestaltet

sich eine sichere und formschlüssige Verbindung

oftmals schwierig. Fehlende oder

unsachgemäße Vorbohrungen führen häufig

zu Rissbildungen, Ausspaltungen oder

einem Verlust der Tragfähigkeit – Probleme,

die speziell bei Sichtschutzzäunen, Pergolen

oder Pfostenverankerungen gravierende

Folgen haben können.

Die witterungsbeständige, montagefreundliche

»Multi-Monti-plus A4«-Betonschraube ermöglicht eine

sichere, randnahe Verankerung auf Betonfundamenten

oder L-Steinen.

Präzision und Effizienz

in der Holzverschraubung

Die »Heco-Topix-plus«-Holzschrauben

bieten eine hochentwickelte Lösung, die

diesen Herausforderungen gezielt begegnet.

Das durchgängige Vollgewinde sorgt

für eine kraftschlüssige, spaltfreie Verbindung

der Bauteile. Das patentierte variable

Vollgewinde und der dadurch mögliche

»MagicClose«-Effekt bewirken, dass sich

die Verbindungselemente während des

Einschraubens automatisch zusammenziehen

– eine Vorspannung der Verbindung

wird dadurch überflüssig. Dank der

»Heco-Topix«-Spitze können die Schrauben

zudem ohne Vorbohren eingesetzt

werden, was insbesondere bei schmalen

Querschnitten und randnahen Positionierungen

Vorteile in der Verarbeitung bringt.

Die optimierte Gewindesteigung garantiert

eine gleichmäßige Kraftübertragung,

während die »GripFit«-Technologie einen

sicheren Bit-Halt gewährleistet – selbst

bei einhändiger oder Überkopfmontage.

Vielfältige

Anwendungsmöglichkeiten

Für Sichtschutzzäune mit Rhombusleisten

empfiehlt sich die »Heco-Topix-plus«-Fassadenschraube

mit kleinem Linsenkopf. Sie

verbindet eine dezente Optik mit hoher Stabi-

lität. Das durchgehende

Vollgewinde mit variabler

Steigung zieht die Leisten zuverlässig an

die Unterkonstruktion heran – ohne tiefes

Versenken des Schraubenkopfs. Die axiale

Fixierung über das Gewinde ermöglicht

hohe Auszugswerte, wodurch weniger

Befestigungspunkte erforderlich sein können

– das steigert die Wirtschaftlichkeit.

Der kleine Linsenkopf minimiert potenzielle

Staufeuchte. Die Schraube aus Edelstahl

A2 ist korrosionsbeständig und besonders

montagefreundlich, da kein Vorbohren notwendig

ist.

Für die Befestigung von Metallverbindern

wie Flechtzaunhaltern eignet sich

die Rundkopfschraube besonders gut.

Der Rundkopf sorgt für eine formschlüssige

Führung im Metallteil und damit für

eine stabile Verbindung. Die Kombination

aus »MagicClose«, »PerfectPitch« und der

»Heco-Topix«-Spitze ermöglicht eine spaltfreie

Montage mit geringen Randabständen

– auch bei schmalen Hölzern, ohne

Vorspannen und ohne Vorbohren. Bei statisch

relevanten Konstruktionen wie Pergolen

oder Sichtschutzanlagen überzeugt

die Pfostenschraube mit großem Tellerkopf

durch optimale Kraftverteilung. Eine

86 l November 2025 Werkzeuge & Befestigungstechnik


Aufdickung im Schaftbereich sorgt zusätzlich

für eine formschlüssige Fixierung im Pfostenfußverbinder.

Die spezielle HP-Beschichtung

mit erhöhter Korrosionsbeständigkeit schützt

die Schraube zuverlässig bei längerer Witterungseinwirkung

und erhöht die Langlebigkeit

der Verbindung.

HECO (3)

Wenn es auf Beton ankommt:

Sichere Verankerung ohne Dübel

Neben der sicheren Verbindung von Holzelementen

spielt im Garten- und Landschaftsbau auch

die zuverlässige Verankerung auf mineralischen

Untergründen eine entscheidende Rolle – etwa

bei der Montage von Zaunpfosten, Pergolen

oder Sichtschutzanlagen auf Betonfundamenten

oder L-Steinen. Gerade hier sind flexible, montagefreundliche

und zugleich dauerhafte Befestigungslösungen

gefragt, die den besonderen

Anforderungen im Außenbereich standhalten.

Für diese Anwendungen bietet die »Multi-

Monti-plus A4«-Betonschraube eine zeitsparende

und belastbare Alternative zu herkömmlichen

Dübelverfahren. Die Schrauben werden direkt

in ein vorgebohrtes Loch eingedreht und sind

sofort einsatzbereit. Ihre spezielle phosphatierte

Funktionsspitze schneidet beim Einschrauben

ein tragfähiges Innengewinde in den Beton

– ganz ohne Setzwerkzeug oder Drehmomentschlüssel.

Der Formschluss erfolgt unmittelbar

beim Eindrehen, was eine schnelle, sichere und

demontierbare Verbindung ermöglicht.

Die »Multi-Monti-plus A4« ist für gerissenen

und ungerissenen Beton zugelassen und kann

randnah montiert werden – ein entscheidender

Vorteil bei schmalen L-Steinen oder Fundamenträndern.

Dank mehrerer Setztiefen ist sie flexibel

an verschiedene Lastanforderungen anpassbar.

Sie ist wahlweise in Edelstahl A4 (1.4401) oder

besonders korrosionsbeständigem Edelstahl

1.4529 erhältlich und somit ideal für den dauerhaften

Einsatz im Außenbereich.

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Für die sichere Verbindung bei statisch

relevanten Holzkonstruktionen im Außenbereich

sorgt die »Heco-Topix-plus«-Pfostenschraube

mit großem Tellerkopf.

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November 2025 l 87


Auf einen Blick

Redaktionsverzeichnis

Aero-Lift Vakuumtechnik GmbH 85

Alferpro - eine Marke der alfer aluminium Gesellsellschaft mbH 77

Ampack AG 34

Austrotherm Dämmstoffe GmbH 12

BayWa AG 11

Braun-steine GmbH 74

BTS Bau Technische Systeme GmbH & Co. KG 84

Collomix GmbH 70

Cordes Holding GmbH & Co. KG 10

Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 36

Domico Dach-, Wand- und Fassadensysteme KG 52

E.u.r.o. Tec GmbH für Verbindungs- und Befestigungstechnik 82

FHS Treppen GmbH 26

Fila Deutschland Vertriebs GmbH 73

Fleck GmbH 20

Grömo GmbH & Co. KG 76

GSL.Glasolux GmbH 30

Gutex Holzfaserplattenwerk H. Henselmann GmbH & Co KG 35

Hasit Trockenmörtel-GmbH 46

Heco-Schrauben GmbH & Co. KG 86

Hirsch Porozell GmbH 38

Jackon Insulation GmbH 44

Jakob Stockschläder GmbH & Co.KG 64

James Hardie Europe GmbH 56

Kebony Norge AS 50

Knauf Gips KG 11

Köster Bauchemie AG 68

KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG 32

KS-Original GmbH 67

KTS GmbH 29

Lumon Deutschland GmbH 60

Mage Roof and Building Components GmbH 16

Makita Werkzeug GmbH 83

Megasol Energie AG 25

Murexin GmbH 10

Naturheld GmbH 40

Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG 72

Overtec Deutschland GmbH 48

Prebena Wilfried Bornemann GmbH & Co. KG 80

Projekt w - Systeme aus Stahl GmbH 76

Puren gmbh 42

Rheinzink GmbH 61

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG 78

Rockpanel Deutsche Rockwool GmbH & Co. KG 58

Rotho Blaas Deutschland GmbH 83

Sakret Trockenbaustoffe Europa GmbH & Co. KG 62

Schlagmann Poroton Vertriebs GmbH 65

Sievert SE 66

Sihga Handels GmbH 18

Sola-Messwerkzeuge GmbH & Co KG 81

Techtronic Industries Central Europe GmbH 79

Tesa SE 8

Ursa Deutschland GmbH 41

Velux Deutschland GmbH 28

Verotec GmbH 54

Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG 69

Zambelli Fertigungs GmbH & Co. KG 24

ZinCo GmbH 22

Impressum

Verlag

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Telefon (08 31) 5 22 04-0

E-Mail: info@sbm-verlag.de

Herausgeber

Markus Holl

Joachim Plath

Andreas Kanat (verantwortlich i. S. d. P.)

Redaktion

Christine Seif (-25)

Frauke Fink (-36)

Peter Lang (-46)

Anzeigendisposition

Markus Maier (-37)

Elmar Romanesen (-16)

Layout

Imelda Weidhaas (-24)

Jessica Grahle (0)

Lisa Schröder Leitung (-23)

Peter Kunze (-27)

Simone Frank (-38)

Leser- und Abonnenten-Service

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

Anzeigen

Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 19

vom 1. Januar 2025

Bezugspreis

Einzelheft 5,00 € baustoffPARTNER

im Einzelabonnement

bei 11 Ausgaben (1 Doppelnummer):

Inland: 55,00 € inkl. Versand

Ausland: 82,50 € inkl. Versand

Druckvorstufe und Druck

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG,

Stuttgart

www.kohlhammerdruck.de

Bankverbindung

HypoVereinsbank Kempten

Konto-Nr. 66 90 41 98 72

BLZ 733 200 73

DE75 73320073 6690419872

BIC HYVEOEMM428

Titelbild

Tesa

IVW angeschlossen

ISSN 1439-5606

Alle Rechte vorbehalten. © SBM Verlag. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages. Jahresabonnements

können nur bei Einhaltung der Frist (drei Monate

vor Ablauf des Bezugszeit raumes) schriftlich

beim Verlag gekündigt werden. Für unverlangt

eingesandte Manus kripte wird keine Haftung

übernommen. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge kennzeichnen nicht die Ansicht

der Redaktion.

88 l November 2025 Aktuelles / Impressum


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Vorschau

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Dezember/Januar – Gesamtausgabe

TOP-THEMA: Boden

SONDERTHEMA: Maschinen für die Bodenbearbeitung

ERSCHEINUNGSTERMIN: 20.12.2025

Februar – Außenausgabe

TOP-THEMA: Dach

MESSEAUSGABE: Dach+Holz

ERSCHEINUNGSTERMIN: 21.02.2026

ADOBE STOCK (2)

TOP-THEMA: Boden

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AUSGABE

TOP-THEMA: Dach

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Telefon (0 79 50) 81 - 0

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Andreas Jäger

Klimaexperte

Dämmen! Und

Generationen schützen.

Kein Wunder, dass junge Menschen mehr Maßnahmen

zum Klimaschutz einfordern – schließlich wollen sie in einer

lebensfreundlichen Umwelt leben. Deswegen ist Dämmen so

wichtig, um nachhaltig auch noch die nächsten Generationen zu

schützen. Außerdem erspart man sich im Winter hohe Heizkosten

und im Sommer Kühlkosten. Austrotherm setzt als Familienbetrieb

seit Jahren starke Zeichen für den Klimaschutz: Mit recycelbaren

Austrotherm XPS ® -Dämmstoffen, die CO 2

-Emissionen eindämmen.

austrotherm.de

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