2012 RHEINISCHER TURNERBUND E.V. - RTB

rtb.de

2012 RHEINISCHER TURNERBUND E.V. - RTB

6. RTB Fitness- und

Gesundheitskongress 2012

29./30.09.2012 in Mülheim an der Ruhr

RHEINISCHER TURNERBUND E.V.

Der Rheinische Turnerbund ist ein Landesturnverband im DTB

RHEINISCHER TURNERBUND E.V.

Der Rheinische Turnerbund ist ein Landesturnverband im DTB.

07

2012


Eine rundum gelungenes Abschiedsgeschenk

Die Organisatoren der Deutschen Meisterschaften 2012 boten den besten Turnerinnen und Turnern des

DTB olympische Bedingungen. Foto: Claudia Pauli.

Hervorragende Rahmenbedingungen, für welche

die Organisatoren viel Lob erhielten, Spitzenleistungen

der Athletinnen und Athleten,

Medaillengewinne für den Rheinischen Turnerbund

(RTB), der gemeinsam mit dem Turnverband

Düsseldorf als Ausrichter fungierte, und

zusammen rund 5.300 begeisterte Sportfans

an zwei Veranstaltungstagen, die für eine

heitere Atmosphäre in der Mitsubishi Electric

HALLE sorgten: Die Deutschen Meisterschaften

im Gerätturnen mit 1. Olympiaqualifikation am

16. und 17. Juni 2012 in Düsseldorf erwiesen

sich rundum als gelungene Veranstaltung.

So meinte etwa Andreas Hirsch, der Chef-

Bundestrainer bei den Männern: „Ich möchte

allen gegenüber, die an der Veranstaltung mitgewirkt

haben, meinen Dank für die sehr gut

organisierten Meisterschaften zum Ausdruck

bringen. Wir finden hier ein super Ambiente

vor und für die Zuschauer ergibt sich durch das

Podium ein gutes Bild. Ich kann nur hoffen,

dass wir die nächsten Meisterschaften daran

messen.“

Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen

Turner-Bundes (DTB), zog nach der Hälfte des

ersten Wettkampftags bereits ein überaus positives

Fazit: „Das hier ist eine sehr schöne Veranstaltung,

der gesamte Ablauf ist sehr gut!“

Wie Rosemarie Napp, die DTB-Vizepräsidentin

Olympischer Spitzensport, bei der letzten Siegerehrung

des Wochenendes mitteilte, würde

der DTB „gerne wieder hierher kommen. Die

Bedingungen waren fantastisch!“ Die Funktionärin

ergänzte: „Wir haben zwei ereignisreiche

und spannende Wettkampftage erlebt. Im Namen

des DTB möchte ich mich ganz herzlichen

beim Rheinischen Turnerbund als Ausrichter

bedanken. Für die 1. Olympiaqualifikation war

alles optimal vorbereitet, die Turner und Turnerinnen

haben es mit hervorragenden Leistungen

gedankt. Ein Dank gilt auch den Organisatoren

vor Ort: Rund 200 Helfer, insbesondere

vom Turnverband Düsseldorf, haben zum Gelingen

der Veranstaltung beigetragen.“

Heinz-Joachim Güllüg, der Vizepräsident Finanzen

und Verwaltung im DTB und Vizepräsident

Finanzen im RTB, freute sich, „die Gelegenheit

nutzen zu dürfen, mich bei Hans-Jürgen Zacharias

für sein vielseitiges Engagement im

deutschen Turnen zu bedanken“. Die Turn-DM

stelle die letzte große Veranstaltung dar, die

der 77-Jährige als Ehrenamtler mitorganisiere,

meinte Heinz-Joachim Güllüg und verwies

darauf, dass sich Hans-Jürgen Zacharias beim

diesjährigen RTB-Verbandstag am 27. Oktober

in Wiehl nach dann zehn Jahren als RTB-Präsident

nicht für eine weitere Amtszeit zur Wahl

stellen wird.

Hans-Jürgen Zacharias war mit dem Verlauf der

Deutschen Meisterschaften ebenfalls „rundum

zufrieden. „Ich hatte ein tolles Team in der

Vorbereitung. Alle haupt- und ehrenamtlichen

Mitarbeiter haben sehr viel Energie in die Veranstaltung

investiert und ich glaube, es hat

sich gelohnt. Besonders stolz bin ich darauf,

dass wir den Athleten olympische Atmosphäre

bieten konnten. Das hat alle zusätzlich beflügelt.

Die Meisterschaften waren ein schönes

Abschiedsgeschenk für mich!“

Auch Marc Kollbach, Referent für Veranstaltungen

im RTB, strahlte am Ende des zweiten

Wettkampftages vollends: „Was soll ich sagen?

Das war super! Von all den rund 1.000 Dingen,

an die man im Zusammenhang mit einer solchen

Großveranstaltung denken muss, haben

wir nichts Wesentliches vergessen. Der Ablauf

hat ohne große Verzögerungen geklappt, auch

zuschauermäßig können wir sehr zufrieden sein

– gerade, da Düsseldorf kein ‚Turnstandort’

in dem Sinne ist wie beispielsweise Stuttgart.

Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war

super. Wir haben einmal mehr gezeigt, dass

der RTB erfolgreich eine große Veranstaltung

durchführen kann!“ Dr. Claudia Pauli

Thema Inhalt

RTZ-Redaktion: rtz@rtb.de

Internet: www.rtb.de

Inhalt RTZ 7-2012

Titelbild: Siegerehrung Gerätefinale

Schwebebalken bei der Turn-DM

mit Oksana Chusovitina (Mitte)

als Titelträgerin.

Foto: David Young

Thema 3

RTB-Forum 4

Deutsche Meisterschaften im

Gerätturnen 2012 in Düsseldorf ....... 4

Pre-Olympic-Youth-Cup &

RTB-Pokal 2012 ...................................... 9

6. RTB Fitness- und

Gesundheitskongress 2012 ............... 10

Aus den Fachbereichen 11

Gerätturnen ............................................ 11

Rhönradturnen ...................................... 11

Korfball .................................................... 12

Nachrichten-Mix 13

Verein + Management 15

Training 17

Ratgeber Gesundheit 18

Qualifizierung 18

Nachrichten

Turnverbände/-gaue 21

Bücher 28

Personalia 31

Geburtstage im August ....................... 31

Impressum 31

3

rtz 07/2012


4 RTB-Forum

Deutsche Meisterschaften im

Gerätturnen 2012 in Düsseldorf

Viel Erfreuliches

Zusätzlich zu den positiven Rückmeldungen

zur Organisation der Deutschen

Meisterschaften im Gerätturnen mit 1.

Olympiaqualifikation am 16. und 17. Juni

2012 in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric

HALLE (vgl. Thema auf Seite 3) gab

es für den gastgebenden Rheinischen Turnerbund

(RTB) auch in sportlicher Hinsicht

Grund zur Freude: Oksana Chusovitina (TV

Herkenrath) gewann am Schwebebalken

den Titel und wurde am Sprung Deutsche

Vizemeisterin. Zudem überzeugte die zweite

Turnerin aus dem Verbandsgebiet des

RTB, Anja Rheinbay (Turnteam TOYOTA

Köln), als Mehrkampf-Siebte sowie als

Vierte im Gerätefinale am Sprung.

Oksana Chusovitina freut sich über ihre Goldmedaille,

die sie im Gerätefinale am Schwebebalken

gewann. Foto: David Young.

Premiere für Düsseldorf

Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen

Turner-Bundes (DTB), hatte die nationalen

Titelkämpfe am Samstagmittag

zusammen mit RTB-Präsident Hans-Jürgen

Zacharias eröffnet. Er verwies darauf, dass

der DTB in London in allen olympischen

Sportarten – Gerätturnen, Rhythmische

Sportgymnastik und Trampolinturnen –

vertreten sein wird. In Bezug auf die Wettbewerbe

im Gerätturnen meinte der DTB-

Chef: „Die Deutschen Meisterschaften

stellen den ersten Teil der Qualifikation für

unsere Frauen- bzw. Männermannschaft

dar. Beide Teams haben sich bei der WM

2011 für Olympia qualifiziert, die Frage ist

nur: Wer wird in der Mannschaft stehen?“

Für die Aktiven ging es in Düsseldorf somit

rtz 07/2012

Eröffnung mit den „Dancin’ Midis“ aus Bergisch Gladbach. Foto: Claudia Pauli.

nicht nur um Titel- und Medaillengewinne,

sondern sie wollten sich zugleich mit

ansprechenden Leistungen gegenüber den

Chef-Trainern Andreas Hirsch (Männer)

und Ulla Koch (Frauen) für eine Nominierung

empfehlen. Rainer Brechtken dankte

am Ende seiner kurzweiligen Begrüßung

dem RTB, der Stadt Düsseldorf, dem Turnverband

Düsseldorf, dem Land Nordrhein-

Westfalen sowie den Sponsoren für die

Unterstützung der Veranstaltung.

Hans-Jürgen Zacharias bemerkte, dass

die Deutschen Meisterschaften – obwohl

eine Traditionsveranstaltung – 2012 zum

ersten Mal in der nordrhein-westfälischen

Landeshauptstadt durchgeführt würden.

„Der RTB und der Turnverband Düsseldorf

haben gerne die Ausrichtung übernommen,“

so der RTB-Präsident im Rahmen

der Eröffnung.

Fabian Hambüchen ist zurück

Am ersten Wettkampftag ermittelten die

besten Turner und Turnerinnen des DTB

die nationalen Meister im Mehrkampf. Angefeuert

von rund 2.700 begeisterten Zuschauern,

unter ihnen auch der Präsident

des Deutschen Olympischen Sportbundes

(DOSB), Dr. Thomas Bach, gewann bei den

Männern Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes)

zum insgesamt sechsten Mal nach

2005, 2006, 2007, 2008 und 2009 den

prestigeträchtigen Titel.

V.l.: Dr. Thomas Bach, Rainer Brechtken.

Foto: Claudia Pauli.

In der etwa 40 Kilometer von seinem

Geburtsort Bergisch Gladbach entfernt

gelegenen Mitsubishi Electric HALLE ab-

solvierte der 24-Jährige einen hervorragenden

Kür-Sechskampf, den er mit einer

Gesamtpunktzahl von 91,100 Zählern beendete.

Damit siegte er mit komfortablem

Abstand vor Marcel Nguyen (TSV Unterhaching;

89,050 Punkte) und Titelverteidiger

Philipp Boy (SC Cottbus; 88,200 Punkte).

Seine Tageshöchstwertung erhielt Fabian

Hambüchen am Reck (16,350 Punkte),

an dem er im Jahr 2007 WM-Gold geholt

hatte.

Siegerehrung im Mehrkampf. V.l.: Marcel Nguyen,

Fabian Hambüchen, Philipp Boy.

Foto: David Young.

„Mein Ziel war es für heute, 90 Punkte zu

turnen, mein Programm durchzukriegen.

Am Sprung habe ich aufgrund meiner Verletzung

noch Trainingsrückstand, ich komme

aber immer mehr in Schwung. Boden

ist noch ausbaufähig, da ich mit dem Fuß

nicht jetzt schon 100 Prozent zeigen kann.

Aber die Entwicklung sieht super aus. Insgesamt

war es ein super Wettkampf für

mich. Mit den 91 Punkten kann ich sehr

zufrieden sein“, zog Fabian Hambüchen

ein positives Fazit.

„Fabian hat sich heute eindrucksvoll zurückgemeldet.

Ich freue mich für ihn, dass

er nach der langen Verletzungspause so

gut zurückgekommen ist. Dies war ein

wichtiges Zeichen im Hinblick auf Lon-


don“, spielte DTB-Präsident Rainer

Brechtken in seiner Gratulation auf

den Achillessehnenriss an, den der

Mehrkampf-Europameister

von 2009 Anfang 2011

erlitten hatte. Der

Deutsche

Meister

im Mehrkampf

von 2010,

Marcel Nguyen,

sicherte sich zum

dritten Mal nach 2009

und 2011 die Silbermedaille.

Der zweimalige Europameister am

Barren (2011 und 2012) bot bei den Titelkämpfen

in der nordrhein-westfälischen

Landeshauptstadt einmal mehr speziell an

seinem Paradegerät eine Spitzen-Leistung

(16,100 Punkte). Eine noch höhere Gesamtwertung

vergab der 24-Jährige insbesondere

durch einen Absteiger am Reck.

Marcel Nguyen. Foto: David Young.

„Das war ein durchwachsener Wettkampf

– mit einem Super-Start am Sprung und

am Barren, aber manches ist auch noch

verbesserungswürdig. Ich werde in den

nächsten Wochen daran arbeiten und

schauen, dass ich dies bis Olympia hinbekomme“,

meinte Marcel Nguyen.

Besonders unglücklich verlief der Wettkampf

für den zweimaligen Vize-Weltmeister

im Mehrkampf (2010 und 2011),

Philipp Boy. Der ebenfalls 24 Jahre alte

Vorjahressieger musste nicht nur seine

Reckübung nach einem Absteiger unterbrechen,

sondern er verletzte sich zudem

am Ende seiner Bodenübung am

Fuß. Zwar konnte der Sportsoldat

der Bundeswehr den Wettkampf

fortsetzen, jedoch beeinflussten

ihn die Probleme an

diesem und am

folgenden

Philipp Boy.

Foto: David Young.

Wettkampftag

merklich. Der einzige Starter

aus dem Verbandsgebiet des

gastgebenden RTB, Mathias Bramkamp

(TC Sterkrade Oberhausen), belegte

mit insgesamt 71,450 Zählern Rang 29

unter 33 Teilnehmern.

Seitz mit Rekordpunktzahl

zum „Triple“

Elisabeth Seitz gewann in Düsseldorf nicht

nur zum insgesamt dritten Mal bei den

Frauen den DM-Titel im Mehrkampf, sondern

sie verzeichnete zugleich den dritten

Sieg in Serie. Bereits 2010 in Berlin und

2011 in Göppingen hatte die Vize-Europameisterin

im Kür-Vierkampf von 2011 die

gesamte Konkurrenz hinter sich gelassen.

Diesmal kam die 18-Jährige auf eine Gesamtpunktzahl

von 58,750 Zählern – dies

bedeutete persönlichen Rekord. Ihre Tageshöchstnote

erhielt sie am Stufenbarren

(15,300 Punkte).

Siegerehrung im Mehrkampf. V.l.: Nadine Jarosch,

Elisabeth Seitz, Kim Bui. Foto: Claudia Pauli.

„Ich habe zwei Punkte mehr erzielt als

bei der WM 2011, wo ich meine bisherige

Bestleistung aufgestellt habe. Insofern bin

ich total zufrieden mit dem Wettkampf –

vor allem, nachdem ich über viele Monate

Fußprobleme hatte und bei der EM im Mai

aufgrund meiner Rückenprobleme nicht

RTB-Forum

angetreten bin. Heute hat alles sehr gut

geklappt, ich habe eigentlich an jedem

Gerät einen Höchstwert erzielt. Aber natürlich

gibt es immer noch etwas zu arbeiten“,

meinte Elisabeth Seitz.

Elisabeth Seitz. Foto: Claudia Pauli.

Einen hervorragenden Wettkampf turnte

auch Nadine Jarosch (Detmolder TV).

Nachdem die Athletin aus dem Westfälischen

Turnerbund (WTB) – und somit neben

Mathias Bramkamp, Oksana Chusovitina

und Anja Rheinbay die vierte aktive

Person aus dem Bundesland, in dem die

Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr

stattfanden – im Vorjahr mit Platz drei

im Mehrkampf sowie Medaillengewinnen

in drei Gerätefinals ein überaus erfolgreiches

DM-Debüt im Erwachsenenbereich

gefeiert hatte, darf sie sich nun Deutsche

Vize-Meisterin im Kür-Vierkampf nennen.

Mit einer Gesamtpunktzahl von 56,150

Zählern stellte auch sie eine persönliche

Bestleistung auf.

„Ich komme zwar nicht auf zwei Punkte

mehr, sondern nur auf ein Zehntel, aber

das finde ich auch schon gut – vor allem

nach meiner Fußverletzung. Ich bin froh,

dass ich heute zeigen konnte, dass ich

noch dazu in der Lage bin das zu turnen,

was ich 2011 gezeigt habe. Ich möchte

nun noch etwas genauer und auf den

Punkt turnen“, sagte Nadine Jarosch, die

Ende April erst 17 Jahre alt geworden ist.

Ihre beste Wertung (14,350 Punkte) erzielte

die Schülerin in Düsseldorf am Sprung.

Kim Bui. Foto: Claudia Pauli.

5

rtz 07/2012


6 RTB-Forum

Dritte wurde die 23 Jahre alte Kim Bui

(54,800 Punkte), die Deutsche Meisterin

im Mehrkampf von 2009 und Vorjahreszweite.

Anja Rheinbay als Siebte beste

RTB-Turnerin im Mehrkampf

Erfolgreichste Turnerin des RTB im Mehrkampf

war auch in diesem Jahr Anja

Rheinbay. Nach Platz fünf 2011 (52,050

Punkte) belegte die Schülerin diesmal

Rang sieben (50,250 Punkte). „Am Barren

hatte ich einen Sturz, aber ansonsten

bin ich eigentlich zufrieden“, meinte

die 17-Jährige, für die sich der Sprung

als bestes Gerät erwies: Mit der Wertung

von 13,800 Punkten qualifizierte sie sich

zugleich für das Gerätefinale am Sonntag.

Anja Rheinbay. Foto: David Young.

Die fünfmalige Olympia-Teilnehmerin Oksana

Chusovitina (39,650 Punkte) ging

wie in den Vorjahren nicht an allen vier

Geräten an den Start und wurde letztlich

16. unter 19 Turnerinnen. Anders als beisp

2011, als von vorneherein feststand, dass

die gebürtige Usbekin sowohl am Stufenbarren

als auch am Boden nicht antreten

würde, hatte sie diesmal einen Kür-Vier-

Oksana Chusovitina. Foto: Claudia Pauli.

rtz 07/2012

kampf beabsichtigt. Doch nachdem sie

gleich am ersten Gerät, dem Stufenbarren,

zweimal absteigen musste, änderte sie

ihre Pläne kurzfristig.

„Oksana wollte ein gutes Mehrkampf-Ergebnis

erzielen. Da ihr klar war, dass sie

mit einer 10er-Wertung am Barren nicht

oben würde mitmischen können, hat sie

sich entschlossen, auf Boden zu verzichten“,

erläuterte Ulla Koch, die Chef-Bundestrainerin

der deutschen Frauen.

Dafür zeigte die „Grande Dame“ des deutschen

Turnsports einmal mehr an ihrem Paradegerät

Sprung eine Weltklasse-Leistung

(15,150 Punkte). Ulla Koch sah von der

Mutter eines Sohnes, die zwei Tage nach

den Titelkämpfen ihren 37. Geburtstag

feierte, zudem eine „gute Balkenübung“

(13,800 Punkte). In einem Interview in der

Halle, unmittelbar nach dem Wettkampf,

hatte die Chef-Trainerin ihre erfahrenste

Turnerin bereits mit einem Sonderlob bedacht:

„Oksana ist für viele der Mädchen

ein Vorbild. Sie hat ihnen vermittelt: Wir

können etwas schaffen!“

Oksana Chusovitina siegt am

Schwebebalken

Am zweiten Wettkampftag standen die

Gerätefinals – sechs bei den Männern und

vier bei den Frauen – auf dem Programm.

Bei den Turnerinnen gelang es einzig Nadine

Jarosch, sich für alle vier Gerätefinals

zu qualifizieren. Drei Finalteilnahmen sicherten

sich Elisabeth Seitz und Kim Bui.

Die Vertreterinnen des gastgebenden RTB,

Oksana Chusovitina (Sprung, Schwebebalken)

und Anja Rheinbay (Sprung), präsentierten

sich am Sonntag den Zuschauern

in der Mitsubishi Electric HALLE zwei- bzw.

einmal.

Nadine Jarosch. Foto: Claudia Pauli.

Bei den Männern erreichten Marcel

Nguyen und Philipp Boy fünf Gerätefinals,

während Fabian Hambüchen vier Finalteilnahmen

gelangen. Philipp Boy verzichtete

allerdings aufgrund seiner am Vortag erlittenen

Fußverletzung auf einen Start am

Boden, so dass er letztlich ebenfalls in vier

Gerätefinals antrat.

Philipp Boy. Foto: David Young.

Gleich am ersten Gerät durfte der RTB

jubeln: Oksana Chusovotina verbesserte

sich am Schwebebalken im Vergleich zum

Mehrkampf um 0,35 Punkte und holte damit

die Goldmedaille. Die letztjährige DM-

Zweite an diesem Gerät siegte mit 14,150

Zählern vor Titelverteidigerin Pia Tolle

(MTV Stuttgart; 14,050 Punkte) und Kim

Bui (13,950 Punkte).

Oksana Chusovitina während ihrer „Gold-Übung”

am Schwebebalken. Foto: Claudia Pauli.

Am Sprung gewann hingegen etwas überraschend

die erst 16 Jahre alte Janine

Berger (SSV Ulm) den Titel. Bei ihrer ersten

Teilnahme an einem Gerätefinale bei


Deutschen Meisterschaften im Erwachsenenbereich

siegte die Schülerin mit einer

Gesamtpunktzahl von 14,950 Zählern vor

Top-Favoritin Oksana Chusovitina (14,825

Punkte). Die Vize-Europameisterin und

Titelverteidigerin hatte tags zuvor im

Mehrkampf noch den höchsten Wert aller

Turnerinnen an diesem Gerät erzielt.

Im Gerätefinale erhielt sie Wertungen

von 15,300 (erster Sprung; Schwierigkeit

6,3) und 14,350 Punkten (zweiter Sprung;

Schwierigkeit 5,7). Janine Berger konnte

sich am Sonntag im Vergleich zum Vierkampf

(13,600) um mehr als einen Punkt

steigern. Dritte wurde wie 2011 Nadine

Jarosch (13,825 Punkte), gefolgt von Anja

Rheinbay auf Rang vier (12,900 Punkte).

Am Stufenbarren und am Boden siegte Elisabeth

Seitz, die damit nicht nur wie 2011

insgesamt drei DM-Titel holte, sondern

diese zudem in den gleichen Wettbewerben

(Mehrkampf, Gerätefinals Stufenbarren

und Boden) wie im Vorjahr.

Fabian Hambüchen. Foto: David Young.

Fabian Hambüchen, der bei den letztjährigen

Deutschen Meisterschaften gesundheitsbedingt

„nur“ im Gerätefinale

am Reck DM-Gold holen konnte, schaffte

2012 ebenfalls das „Triple“: Nachdem er

den Mehrkampf für sich entschieden hatte,

siegte der 24-Jährige abermals am Reck

(zum insgesamt achten Mal in Folge!) und

zudem am Boden. Der Titelgewinn am Boden

verdient nach den Verletzungsproblemen,

unter denen der Europameister von

2009 an diesem Gerät lange litt, besondere

Anerkennung. Zumal sowohl Fabian

Hambüchen selbst als auch Chef-Trainer

Andreas Hirsch nach dem Mehrkampf

noch „Reserven“ am Boden sahen. Der Student

sicherte sich zudem Silber am Barren.

Zweifacher Deutscher Meister wurde Marcel

Nguyen (Barren, Ringe), jeweils einen

Titel gewannen Philipp Boy (Pauschenpferd)

und Matthias Fahrig (Sprung).

Zuversichtlich nach London

Neben den erwähnten

Turnassen setzten

auch zahlreiche

andere Aktive

Ausrufezeichen. So

präsentierte sich beispielsweise

bei den

Männern Andreas

Toba (TK Hannover) ebenfalls in starker

Verfassung, bei den Frauen bot speziell

auch Giulia Hindermann (MTV Stuttgart)

gute Leistungen.

Eine Entscheidung in Bezug auf die Nominierung

für die deutsche Olympiamannschaft

2012 fiel in Düsseldorf nicht.

Sowohl Andreas Hirsch als auch Ulla

Koch betonten mehrmals, dass erst die 2.

Olympiaqualifikation am 30. Juni 2012

in Frankfurt am Main (nach Redaktionsschluss

dieser Ausgabe; d. Red.) abgewartet

werden müsse, zu der die Chef-Trainer

maximal zwölf Turnerinnen bzw. Turner

einluden. Das Olympiateam besteht letztlich

aus jeweils fünf Aktiven bei Männern

und Frauen.

Ulla Koch machte allerdings zwischendurch

durchaus richtungsweisende Andeutungen.

So meinte die Chef-Bundestrainerin

beispielsweise, es sei zwar noch niemand

für Olympia „gesetzt“, „aber auf Oksana

als Vize-Europameisterin am Sprung

kann man eigentlich nicht verzichten.“ Bei

der Pressekonferenz im Abschluss an den

Mehrkampf lobte Ulla Koch zudem die

Stabilität der drei Erstplatzierten: „Wenn

alleine die Drei so bei Olympia turnen

würden, wäre ich damit zu 100 Prozent

einverstanden. Sie haben heute auch viel

Spaß beim Turnen vermittelt. Ich bin wirklich

zufrieden und sehr zuversichtlich, was

unser Auftreten in London anbelangt.“

Gleichzeitig dankte Ulla Koch den Heimtrainerinnen

und -trainern der Turnerinnen:

„Wir haben sehr gute Trainer in den

Stützpunkten und die Zusammenarbeit

funktioniert sehr gut. Zudem sind die

Mädchen alle hoch motiviert und erfolgsorientiert.

Das führt dazu, dass wir eine

hohe Leistungsdichte haben.“

Andreas Hirsch sagte bei der Pressekonferenz

im Anschluss an das Mehrkampf-

Finale der Männer: „Diese drei Sportler ha-

RTB-Forum

ben auch heute keinen Zweifel an ihrem

unbedingten Willen, bei Olympia den Kern

der Mannschaft zu sein, gelassen. Auch

Philipp und Marcel haben die Möglichkeit,

mehr als 90 Punkte zu turnen. Wenn wir

in London auf dreimal 90 Punkte kämen,

wäre das für die Mannschaft sehr gut.“

Auch RTB-Ehrenpräsidentin Cilly Knaust (r.; im Bild

mit ihrer Schwester) wohnte den Titelkämpfen bei,

genauso wie RTB-Ehrenpräsident Hans Gerd Hasley.

Foto: Claudia Pauli.

Die Titelkämpfe in Düsseldorf stellten in

jedem Fall eine gelungene Einstimmung

auf die Olympischen Spiele in London (27.

Juli bis 12. August 2012) dar. Sie vermittelten

sozusagen eine olympische Atmosphäre,

von der alle Aktiven – auch diejenigen,

die nicht zum deutschen Olympiateam

zählen bzw. in nächster Zeit an Weltoder

Europameisterschaften teilnehmen

werden – etwas hatten. Denn auf einem

Podium, wie es in der Mitsubishi Electric

HALLE anlässlich der Turn-DM 2012 aufgebaut

war, wird normalerweise nur bei

internationalen Wettkämpfen geturnt.

Dr. Claudia Pauli

»STARS«

DIE FASZINATION DES TURNENS

SA., 01.12.2012 DÜSSELDORF

MITSUBISHI ELECTRIC HALLE

BEGINN: 18.30 UHR | EINLASS: 17.30 UHR

TICKET-HOTLINE:

01805-644332*

www.dticket.de

TVM

* 0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz,

max. 0,42 €/Min. aus dem Mobilfunknetz

SPORTMARKETING GMBH

DTB_2013_Logo_KH_4C_08.pdf 1 09.03.11 16:03

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

TOUR 2012

DIE TVM-SPORTMARKETING GMBH, DER RHEINISCHE

TURNERBUND UND DER TURNVERBAND DÜSSELDORF:

www.gymmotion.org

7

Die einmalige Show aus

Turnen, Theater, Artistik

und Varieté

rtz 07/2012


8 RTB-Forum

Die Medaillen-

gewinner/innen 2012:

FRAUEN

Mehrkampf:

1. Elisabeth Seitz (TG Mannheim)

2. Nadine Jarosch (Detmolder TV)

3. Kim Bui (MTV Stuttgart)

Sprung:

1. Janine Berger (SSV Ulm)

2. Oksana Chusovitina (TV Herkenrath)

3. Nadine Jarosch (Detmolder TV)

Stufenbarren:

1. Elisabeth Seitz (TG Mannheim)

2. Lisa-Katharina Hill (TuS Chemnitz-Altendorf)

3. Kim Bui (MTV Stuttgart)

Schwebebalken:

1. Oksana Chusovitina (TV Herkenrath)

2. Pia Tolle (MTV Stuttgart)

3. Kim Bui (MTV Stuttgart)

Ganz nah an den Stars:

als Teilnehmer am FanCamp

Die Teilnehmer am FanCamp mitsamt Betreuern

vor der Mitsubishi Electric HALLE.

Foto: Claudia Pauli.

Etwas ganz Besonderes hatten die

Verantwortlichen im RTB anlässlich

der Turn-DM 2012 initiiert: Sie boten

ein sogenanntes „FanCamp“ an, das

sowohl zwei Übernachtungen in der

Rheinischen Landesturnschule (LTS) in

Bergisch Gladbach mit entsprechender

Verpflegung beinhaltete als auch den

Besuch der Turn-DM an beiden Veranstaltungstagen

(Samstag und Sonntag),

Zuschauen beim Freien Training am

Freitagnachmittag, Autogrammstunden

mit den deutschen Top-Athleten und

zudem an allen drei Tagen eigenes Training

unter hervorragenden Rahmenbedingungen

und bei hoch qualifizierten

Trainern. Am Sonntagabend waren sich

alle Beteiligten einig: Das FanCamp war

rtz 07/2012

Boden:

1. Elisabeth Seitz (TG Mannheim)

2. Kim Bui (MTV Stuttgart)

3. Lisa-Katharina Hill (TuS Chemnitz-Altendorf)

MÄNNER

Mehrkampf:

1. Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes)

2. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching)

3. Philipp Boy (SC Cottbus)

Boden:

1. Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes)

2. Thomas Taranu (KTV Straubenhardt)

3. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching)

Pauschenpferd:

1. Philipp Boy (SC Cottbus)

2. Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart)

3. Andreas Toba (TK Hannover)

Ringe:

1. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching)

2. Andreas Toba (TK Hannover)

3. Thomas Taranu (KTV Straubenhardt)

eine tolle Sache – und sie würden in jedem

Fall wieder an solch einem Camp

teilnehmen! Einen ausführlichen Bericht

über das FanCamp können Sie in

der RTZ 8/2012 nachlesen.

Noch Plätze frei im Herbst

und im Winter

Viele der FanCamp-Teilnehmer sind

in den Sommerferien bereits wieder

beim RTB zu Gast: wenn die „normalen“

TurnCamps Gerätturnen durchgeführt

werden. Auch im Herbst (2) sowie

erstmals nach Weihnachten (1) finden

TurnCamps Gerätturnen beim RTB statt.

Plätze sind derzeit noch frei im zweiten

Herbstcamp (14. bis 20. Oktober 2012)

und im Weihnachtscamp (26. bis 31. Dezember

2012).

Ausführliche Informationen dazu

erhalten Sie beim

Rheinischen Turnerbund

Udo Schade

Paffrather Straße 133

51465 Bergisch Gladbach

Telefon: 02202/20 03-30

Fax: 02202/20 03-90

E-Mail: schade@rtb.de

Web: www.rtb.de

CP

Sprung:

1. Matthias Fahrig (SV Halle)

2. Helge Liebrich (TV Wetzgau)

3. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching)

Barren:

1. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching)

2. Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes)

3. Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart)

Reck:

1. Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes)

2. Andreas Toba (TK Hannover)

3. Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart)

Alle Ergebnisse erhalten Sie auf der DTB-

Homepage unter www.dtb-online.de.

Weitere Fotos von der Turn-DM 2012

finden Sie auf der RTB-Homepage unter

www.rtb.de.

Sport, Spiel und Spaß

mit der RTJ

Die Rheinische Turnerjugend (RTJ)

bot den Besuchern der Turn-DM im

Außenbereich der Mitsubishi Electric

HALLE viel Abwechslung. Die Angebote

wurden speziell vor Veranstaltungsbeginn

und in den größeren

Pausen hervorragend angenommen

– insbesondere am Sonntag, als das

Wetter sommerlich-sonnig war.

Auch über die Sport- und Spielangebote

der RTJ, die sowohl den Kindern

und Jugendlichen als auch den Erwachsenen

Spaß bereiteten, erfahren

Sie mehr in der RTZ 8/2012.

CP

Foto: Claudia Pauli.


Pre-Olympic-Youth-Cup &

RTB-Pokal 2012

Wettkämpfe auf

hohem Niveau

Wurde nach starken Leistungen Zweite: Maja

Schott vom TV Herkenrath.

Fotos: RTB/Richard Dohmen.

Die Lokalmatadorinnen vom TV Herkenrath,

Maja Schott (Platz zwei in der Altersklasse

11), Nicole Nikel (Platz fünf in

der Altersklasse 12/13) und Jenna Büttner

(Platz elf in der Altersklasse 12/13),

überzeugten beim Pre-Olympic-Youth-Cup

(POYC) & RTB-Pokal am 19. und 20. Mai

2012 in Bergisch Gladbach.

Höhepunkt des ersten Wettkampftages an

jenem Wochenende war der Wettbewerb

in der Altersklasse 14/15, denn die Leistungen

der Athletinnen entsprachen der

zunehmenden turnerische Reife und zusätzlichen

Trainingsjahre. Die turnerische

Klasse der gezeigten Übungen grenzte

schon an die in der Klasse der Seniorinnen,

in welche einige Turnerinnen demnächst

aufsteigen.

In diesem Wettkampf kam es dann auch zu

einem echten internationalen Vergleich,

den in einem spannenden Endkampf die

russische Athletin Daria Spiridonova mit

52,050 Punkten für sich entschied, auch

wenn ihr die Schwebebalkenübung nicht

ohne Absteiger gelang. Hinter ihr konnte

sich die ausdrucksstarke Argentinierin

Natalia Calcagno (50,450 Punkte)

platzieren, dicht gefolgt von der zweiten

Russin, Eyvgenia Zhukova (50,400

Punkte), wobei auch sie zum Schluss

am Balken wichtige Zehntel liegen ließ.

In der Altersklasse 12/13 des Pre-Olympic-

Youth-Cups sahen die Zuschauer ebenfalls

einen anspruchsvollen Wettkampf auf hohem

Niveau, der die Ambitionen einiger

Turnerinnen erkennen ließ. Auch in dieser

Altersklasse bildete sich nach den ersten

Geräten bereits eine Spitzengruppe heraus,

die eng zusammenlag. Jede Athletin

kämpfte bis zum letzten Gerät um jeden

Punkt.

Eine besonders gute Leistung zeigte dabei

Kim Janas (SV Halle), die im vergangenen

Jahr bereits Dritte war und diesmal mit

sehr guten 53,850 Punkten vorne lag. Auf

Platz zwei folgte ihr – mit etwas Abstand

– bereits Sarah Voss (Turnteam TOYOTA

Köln) mit 46,700 Punkten. Dritte wurde

in diesem Jahr Evelin Klode (NTB –- MTV

Borstel-Sangenstedt), die 46,050 Punkte

erreichte. Lokalmatadorin Nicole Nikel

vom TV Herkenrath belegt in dieser Altersklasse

einen guten fünften Platz.

Am Sonntag (20. Mai 2012) freute sich

Turnierdirektor Thomas Koll (TV Herkenrath)

über das große Teilnehmerfeld von

67 Nachwuchsturnerinnen, die in den Altersklassen

AK-09 (36 Starterinnen) und

AK-10 (31) um den RTB-Pokal kämpften.

„In diesem Jahr haben wir ein noch höheres

turnerisches Niveau erlebt und können

feststellen, dass sich der Pre-Olympic-

Youth-Cup und der RTB-Pokal als fester

Bestandteil im Wettkampfkalender etabliert

haben. Mich freut besonders, dass

unser Anspruch, gerade auch für die internationalen

Gäste eine optimale Betreuung

sicherzustellen, gut ankommt. Die Argentinierin

Natalia Calcagno hat sich nicht

nur herzlich bedankt, sondern sie wird den

POYC bei den befreundeten Turnerinnen

aus Südamerika empfehlen“, so Thomas

Koll kurz vor Abschluss der Wettkämpfe.

In der Altersklasse AK-09 siegte Emelie

Petz (TSG Backnang) mit 67,500 Punk-

Maja Schotts Vereinskollegin Nicole Nikel (Bild)

belegte in ihrer Altersklasse Rang fünf.

RTB-Forum

ten vor Muriel Klumpp (LZ Mannheim

– TV Wiesental), die 66,100 Punkte erreichte.

Dritte wurde Anuschka Maltzan

(TSV Buchholz 08) mit 65,650 Punkten.

Den RTB-Pokal in der Altersklasse AK-10

konnte Gloria Scheuer (LZ Mannheim – TV

Oberhausen) mit etwas Abstand und guten

69,200 Punkten klar für sich entscheiden.

Den zweiten Platz erturnte sich Rubina

Riedl (SV Halle) mit 67,750 Zählern vor

Lisa Gerber (LLZ Herbolzheim), die 67,350

Punkte erreichte.

Richard Dohmen

Autogrammstunde mit

Fabian Hambüchen

V.l.: Vitaljis Snikers (Leiter der RTB-Turntalent-Schule),

Fabian Hambüchen und Turnierdirektor

Thomas Koll (TV Herkenrath).

Der in Bergisch Gladbach geborene

Reck-Weltmeister von 2007, Fabian

Hambüchen (TSG Niedergirmes), besuchte

den Pre-Olympic-Youth-Cup

und gab eine Autogrammstunde. Im

Interview mit dem Vorsitzenden des

Innenausschusses des Deutschen

Bundestages, Wolfgang Bosbach, berichtete

der Athlet aus dem Turn-Team

Deutschland unter anderem über seine

Vorbereitungen auf die Olympischen

Spiele (27. Juli bis 12. August

2012) in London:

„Heute hatte ich bereits sechs Stunden

Training und das Timing des

Trainings auf die Spiele ist nicht so

einfach, denn bei den Deutschen

Meisterschaften muss man seine

Hochform auch schon haben. Die

starke deutsche Mannschaft kämpft

in London wahrscheinlich um Bronze,

denn China und Japan sind einfach

der Weltelite etwas voraus, aber dahinter

ist ein gleichwertiges Starterfeld,“

so Fabian Hambüchen.

9

rtz 07/2012


10 RTB-Forum

6. RTB Fitness- und

Gesundheitskongress 2012

Alle Zielgruppen im Fokus

rtz 07/2012

6. RTB Fitness- und

Gesundheitskongress 2012

29./30.09.2012 in Mülheim an der Ruhr

RHEINISCHER TURNERBUND E.V.

Der Rheinische Turnerbund ist ein Landesturnverband im DTB

Ein abwechslungsreiches Programm erwartet die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer am 6. RTB Fitness- und Gesundheitskongress

2012, den der Rheinische Turnerbund (RTB) in diesem Jahr am

29. und 30. September in der RWE-Sporthalle in Mülheim an der

Ruhr, in Kooperation mit dem Turnverband Rhein-Ruhr und dem

TSV Viktoria Mülheim, durchführt.

Nachfolgend ein kleiner, aber schon sehr viel versprechender Auszug

aus dem umfangreichen „Stundenplan“ für das Wochenende,

das von hoch qualifizierten Referentinnen und Referenten gestaltet

wird:

„Drums Alive – Power Beats“, „Salsa Latin, gute Laune”, „Easy Aerobic”,

„Yoga im Fluss”, „Speedballfitness”, „Tanzen im Sport mit

Älteren”, „Aqua Bootcamp meets Aqua Nudel Trip”, „Step rund

herum”, „Good evening Stretching”, „Line Dance 50+”, „Sensortraining

mit dem Flexibar”, „Sport in den Wechseljahren”, „Tatort

Büro”, „Krafttraining mit dem Tube”.

Übergeordnete Themengebiete sind in diesem Jahr „Fitness, Aerobic,

Trends, Aqua“, „Dance“, „Gesundheitssport, Prävention“ und

„Body & Mind, Wellness, Entspannung“.

Impressionen von der Turnfestakademie im Rahmen des 2. NRW-Turnfestes

2011 in Remscheid & Solingen. Fotos: Kirsten Bessmann-Wernke.

Bis zum 6. Juli 2012 gelten Vorzugspreise, danach ist noch bis

zum 10. September 2012 eine Anmeldung zu regulären Preisen

möglich.

GYMCARD

Frühbucher Normalbucher

1-Tageskarte 55,- € 65,- €

2-Tageskarte 90,- € 100,- €

Regulärer Preis

Frühbucher Normalbucher

1-Tageskarte 75,- € 85,- €

2-Tageskarte 135,- € 145,- €

Die Anmeldung kann über das GymNet (vgl. www.events.dtbgymnet.de)

vorgenommen werden, genauso ist sie schriftlich

möglich. Ansprechpartner ist Marc Kollbach, Referent Veranstaltungen

im RTB und verantwortlicher Organisator des Kongress-

Wochenendes seitens des RTB.

Ausführliche Informationen zum Fitnesskongress erhalten Sie auf

der RTB-Homepage unter www.rtb.de sowie bei Marc Kollbach:

Marc Kollbach

Referent Veranstaltungen im RTB

Paffrather Str. 133

51465 Bergisch Gladbach

Tel.: 02202/2003 – 25

E-Mail: kollbach@rtb.de

CP


Deutsche Meisterschaften

im Gerätturnen 2012 in Düsseldorf

Oksana Chusovitina siegt

am Schwebebalken

Einen ausführlichen Artikel zur Turn-DM

mit Olympia-Qualifikation finden Sie in

der Rubrik „RTB-Forum“ in dieser Ausgabe.

CP

Pre-Olympic-Youth-Cup &

RTB-Pokal 2012

Wettkämpfe

auf hohem Niveau

Einen ausführlichen Artikel zu der Veranstaltung

finden Sie in der Rubrik „RTB-

Forum“ in dieser Ausgabe. CP

Norddeutsche Meisterschaften

der Schüler und Jugend

Rot-weiß dominiert in

Norddeutschland

Mitte Mai gingen die Schülerinnen und Jugendturnerinnen

bei den Norddeutschen

Meisterschaften im Rhönradturnen in Witten

an den Start, um sich die Qualifikation

für die Deutschen Meisterschaften in Leverkusen

in der Herbert-Grünewald-Halle

am 16. (Jugend) und 17. (Schüler) Juni

2012 zu sichern (nach Redaktionsschluss

dieser Ausgabe; d. Red.).

Bei den Schülerinnen (L8; bis14 Jahre)

dominierte der TSV Bayer 04 Leverkusen

schon durch die Anzahl von neun Starterinnen

das Geschehen. Aber auch aus Essen

und Wuppertal waren junge Talente

dabei. Maren Grätsch, die neue Norddeutsche

Meisterin, zeigte besonders gute Leis-

tungen in der Spirale (6,5 Punkte) und im

Sprung (6,4 Punkte). Nur Lara Stolle war

in der Geradekür besser (8,8 Punkte) und

landete verdient auf Rang zwei. Nele Holtermann

(alle TSV Bayer 04 Leverkusen)

machte das „Triple“ für die Leverkusener

perfekt. Insgesamt gingen zehn von zwölf

Platzierungen an Turnerinnen aus dem

RTB, was die Leistungsstärke innerhalb

des Turnerbundes beweist.

Bei den Jugendlichen (15 bis 18 Jahre)

war die Favoritenrolle klar vergeben: Riccarda

Vogel, die amtierende mehrfache

Jugendweltmeisterin, machte ihrem Namen

alle Ehre. Mit 28,20 Punkten verteidigte

sie ihren im Vorjahr gewonnenen

Titel erfolgreich. Theresa Münker, die mit

einem Punkt Abstand Vizemeisterin 2012

wurde, meldete sich nach längerer Verletzungspause

stark im Wettkampfgeschehen

zurück. Auch bei den Jugendlichen

war das komplette Treppchen rot-weiß

belegt. Denn den dritten Platz erturnte

sich Jana Holtermann (alle TSV Bayer 04

Leverkusen) mit 26,55 Punkten.

Jugendturnerin Gina Sibila von der SG Essen-Heisingen

qualifizierte sich als Neunte für die Deutschen

Meisterschaften. Foto: Anke Köller.

Für die Deutschen Jugendmeisterschaften

qualifizierten sich zusammen 16 Turnerinnen

aus Vereinen des RTB.

Schwebebahnpokal beim

Bergischen TV Wuppertal

Lisa Wollweber

Leverkusen siegt erneut

130 Rhönradturnerinnen und -turner aus

Landes- und Bundesklassen turnten am 9.

Juni 2012 beim Bergischen TV Wuppertal

um den Schwebebahnpokal. Die gute

Organisation des Ausrichters und sechs

Aus den Fachbereichen

11

Annika Schneider vom Gastgeber Bergischer TV

Wuppertal wurde Sechste in der Bundesklasse L9.

Foto: Anke Köller.

kompetente Kampfgerichte ermöglichten

einen kurzweiligen Wettkampftag.

In der Landesklasse ging es um die Rangliste

für den Deutschland-Cup. Für die

Bundesklassen L8 und L9 war es unmittelbar

vor der Deutschen Meisterschaft am

16. und 17. Juni 2012 (nach Redaktionsschluss

dieser Ausgabe; d. Red.) in Leverkusen

ein letzter Test.

Die Leistungen der Aktiven waren durchwachsen.

Es gab eine Reihe ausgezeichneter

Übungen, aber auch viele Großabzüge.

Am Ende gingen die ersten Plätze in den

regulären Wettkampfklassen an den Bonner

TV, den TV Bredeney, den TSVE Bielefeld,

den TuS Erkenschwick und den TSV

Bayer 04 Leverkusen.

Die Siegerinnen: Michèle Wolter (Bonner

TV; Frauen L7, ab 19 Jahre), Lisa Rohde

(TV Bredeney; Jugendturnerinnen L6, 15

bis 18 Jahre), Finja Martin (TSVE Bielefeld;

Schülerinnen L5, 12 bis 14 Jahre), Zoe

Wiesmann (TuS Erkenschwick; Schülerinnen

10/11 Jahre), Zoe Stolle (TSV Bayer

04 Leverkusen; Schülerinnen bis 9 Jahre),

Johanna Buchwald (TV Wuppertal; Anfänger),

Maren Grätsch (TSV Bayer 04 Leverkusen;

Bundesklasse L8, bis 15 Jahre),

Jana Holtermann (TSV Bayer 04 Leverkusen;

Jugendliche L9).

Den Schwebebahnpokal sicherte sich

auch in diesem Jahr die Mannschaft des

TSV Bayer 04 Leverkusen. Über den zweiten

Platz freuten sich die Turnerinnen vom

TSVE Bielefeld, Dritter wurde die SG Essen-

Heisingen.

Anke Köller

Hinweis: Die Artikel finden Sie in voller

Länge auf der RTB-Homepage unter

www.rtb.de (Rubrik „Sportarten“,

Unterrubrik „Rhönradturnen“, Link

„News“).

rtz 07/2012


12 Aus den Fachbereichen

Euregio-Turnier

Jugend-Korfballteams

zu Gast in Belgien

Die Jugend-Auswahlmannschaften der

RTB-Korfballer waren für Christi Himmelfahrt

zum Euregio-Turnier in Betekom/Belgien

eingeladen worden, einem der größten

Jugendturniere auf Rasen, bei dem in

den Altersklassen U12 bis U19 insgesamt

42 Teams aus den Korfballregionen der

Niederlande, Belgiens und Deutschlands

um die Siege kämpften.

Die RTB-U12 erzielte einen Achtungserfolg.

Foto: Anne Küpper.

Beim Kampf um die Turniersiege konnten

die RTB-Teams zwar nicht mithalten, aber

im Gegensatz zu früheren Jahren einige

Achtungserfolge erringen. Dabei ist auch

zu berücksichtigen, dass die Niederländer

und Belgier schon seit Ende März auf Rasen

spielen, während für die Teams des

RTB erst zwei Trainingseinheiten draußen

möglich waren. Denn der Wechsel vom

Spiel in der Halle zum Spiel auf Rasen ist

enorm.

So siegte die RTB-U12 überraschend, aber

hochverdient gegen das niederländische

Team der Region Süd mit 6:5 und belegte

im Gesamtklassement Rang sechs von

acht Teams.

Die RTB-U14 musste einige heftige Niederlagen

einstecken, sie zeigte aber insgesamt

eine gute Leistung und wurde nach

einem Unentschieden gegen die U14 aus

Flandern (Belgien) achte von elf Mannschaften.

International viel erfahrener ist dagegen

die RTB-U16, da viele Talente des RTB

auch in der Jugendnationalmannschaft

spielen. So verlor die von Martin Schafföner

(TuS Schildgen) sehr gut eingestellte

rtz 07/2012

U16 zweimal nur knapp mit einem Treffer

Unterschied, weil ihr im Abschluss das

Glück fehlte. Im letzten, dem entscheidenden,

Spiel behielt die Mannschaft jedoch

die Nerven, siegte mit 8:7 nach Strafwurfwerfen

und belegte schließlich Rang elf

unter zwölf Teams.

In der Altersklasse U19 war die deutsche

Junioren-Nationalmannschaft am Start,

welche in der Mehrzahl aus Aktiven aus

dem Rheinland besteht. Das von Nationalspieler

Sven Müller (SG Pegasus) betreute

Team tat sich am Anfang schwer, steigerte

sich aber deutlich im Verlauf des Turniers

und gewann die zwei letzten Spiele gegen

belgische Teams. So wurde die RTB-U19

im Gesamtklassement auf Rang sieben

unter zehn Teilnehmern geführt.

18. Korfballcamp

Anne Küpper, CP

Viel Korfball und noch

mehr Spaß in Rotterdam

Traditionell findet am Fronleichnamswochenende

ein Korfballcamp in Rotterdam

statt. So auch in diesem Jahr – diesmal

unter dem Motto „The world would be

nothing without Korfball“.

Zum insgesamt 18. Mal machten sich jugendliche

Korfballer aus dem Rheinland

auf den Weg zum niederländischen Verein

W.I.O.N., um dort vier Tage lang intensiv

Korfball zu spielen und Erfahrungen zu

sammeln.

Bei wechselhaftem Wetter standen für die

insgesamt 68 Teilnehmer im Alter zwischen

neun und 15 Jahren aus Remscheid,

Schildgen, Rommerscheid, Voiswinkel und

Wesseling viel Korfballtraining unter fachkundiger

niederländischer Anleitung, ein

kleines Turnier, der Fähigkeitstest, Spaß

und Spiele mit und ohne Korfbälle und die

traditionelle Abendwanderung auf dem

Programm.

Die RTB-B-Jugend (in den schwarz-weißen Trikots)

in ihrem Turnierspiel gegen die Gastgeber.

Unterstützung erhielten die Betreuer in

diesem Jahr von 18 Teilnehmern eines

Trainer-Lehrgangs, die in Rotterdam insbesondere

den Praxisteil sehr intensiv

absolvierten. Zu Gast waren beim Camp

auch der bekannteste niederländische Ex-

Korfballer, Leon Simons, und der niederländische

Nationaltrainer Jan Sjouke van

den Bos, die den angehenden Trainern viele

Tipps aus der Praxis geben konnten. So

bestanden auch alle angehenden Coaches

ihre Prüfungen und der deutsche Korfball

wächst um viele neue, motivierte Trainer.

Beim abschließenden Fähigkeitstest zeigten

alle Spieler gute Leistungen, so dass

Camp-Leiterin Cornelia Büsing (TuS Schildgen)

viele Urkunden verteilen konnte. Die

Teilnehmer waren sich einig: „Wir freuen

uns jetzt schon aufs nächste Jahr!”

Anne Küpper, CP

Gruppenfoto aller Teilnehmer und Betreuer mit dem niederländischen Nationaltrainer Jan Sjouke van den

Bos (hinten links). Fotos: Anne Küpper.


Wettbewerbe

Bundesweite Familienaktion

„Familie gewinnt!“

gestartet

Mit einer Auftaktveranstaltung in Coburg

ist vor einigen Wochen der Wettbewerb

„Familie gewinnt!“ gestartet. Bei dem

Familienprojekt steht die Verbindung von

Bewegung und ausgewogenem Trinkverhalten

für ein gesundes Leben im Mittelpunkt.

Der Deutsche Turner-Bund (DTB) und die

Familienmarke Nestlé Pure Life aus dem

Hause Nestlé Waters wollen mit der gemeinsamen

Aktion Familien mit Kindern

dazu motivieren, auf spielerische Art zusammen

etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Seinen Abschluss findet der Wettbewerb

im Mai 2013 beim Finale im Rahmen des

Internationalen Deutschen Turnfests, dem

weltweit größten Wettkampf- und Breitensportevent.

16 Finalisten treten dort

gegeneinander an: Jedes Bundesland wird

dabei mit einer Familie vertreten sein. Interessierte

Vereine, aber auch Schulen und

Kindergärten, sind aufgerufen, sich beim

DTB um die Ausrichtung des Events zu bewerben.

Die Aktion gliedert sich in zwei Phasen: in

die Vorentscheide und das Finale. Bei den

sogenannten Vorentscheiden absolvieren

die teilnehmenden Familien zunächst

gemeinsam sechs Aufgaben, bei denen

sie nicht nur körperliches Geschick und

Teamgeist unter Beweis stellen können,

sondern auch spielerisch gesundes Trinkverhalten

lernen. Die Vorentscheide finden

deutschlandweit statt: Ob Tag der offenen

Tür, Kindertag oder Vereinsfest – Gelegenheiten

zur Ausrichtung gibt es viele. Deshalb

sind Vereine, aber auch Kindergärten

und andere Institutionen eingeladen, den

Wettbewerb auch in ihren Strukturen umzusetzen

und ihren Mitgliedern eine attraktive

Freizeitaktion zu bieten.

Teilnehmende Familien, die bei den Vorentscheiden

alle Aufgaben erfolgreich absolvieren,

haben die Chance, sich für das

Finale beim Internationalen Deutschen

Turnfest in der Metropolregion Rhein-Neckar

zu qualifizieren.

Gemeinsam mit der Turnerjugend setzt

der DTB sein umfangreiches Know-how im

Kinderturnen traditionell für die Verbesserung

der Bewegungswelt von Kindern ein.

Bewegung und eine ausgewogene Ernäh-

rung, wozu auch ein gesundes Trinkverhalten

gehört, sind grundlegende Elemente

für eine gesunde Entwicklung von Kindern

und deren geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit.

Begleitet wird die Aktion von einem Gewinnspiel

auf der Website www.familiegewinnt.de,

auf welcher Sie auch zahlreiche

weitere Informationen zum Wettbewerb

„Familie gewinnt!“ finden.

Pressemitteilung

CrossPR GmbH, DTB

240.649

Sportabzeichen

in NRW abgelegt

Die Beliebtheit des Deutschen Sportabzeichens

in Nordrhein-Westfalen ist ungebrochen.

240.649 Sportabzeichen-Prüfungen

wurden im Jahr 2011 in den Städten,

Gemeinden und Schulen Nordrhein-Westfalens

erfolgreich abgelegt. Damit wurde

ein zum Vorjahr wieder leicht verbessertes

Ergebnis erzielt. Insgesamt wurden somit

seit 1950 in NRW mehr als 9,25 Millionen

Deutsche Sportabzeichen verliehen.

Der erfolgreiche Abschluss des Sportabzeichenjahres

2011 ist natürlich auch wieder

in erster Linie ein Verdienst der zahlreichen

ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer,

die sich auf den Sportplätzen Woche für

Woche um das Deutsche Sportabzeichen

bemühen. Sie haben nicht nur „bekannte

Gesichter“ zu Wiederholungen geführt,

sondern auch „Erstlingen“ den Einstieg in

das gemeinsame Sporttreiben ermöglicht.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie

auf der Homepage des LSB NRW unter

www.lsb-nrw.de.

LSB NRW

Olympiastützpunkt Rheinland

Kölns Oberbürgermeister

Jürgen Roters zu Besuch

Am 21. Mai 2012 besuchte Kölns Oberbürgermeister

Jürgen Roters Athletinnen und

Athleten des Olympiastützpunktes Rheinland

(OSP) im Sportpark Müngersdorf. Er

informierte sich über ihre umfangreichen

Nachrichten-Mix

13

Olympiavorbereitungen und wünschte

den Kölner Olympia- und Paralympics-

Kandidaten alles Gute und viel Erfolg auf

ihrem Weg nach London. Begleitet wurde

der Oberbürgermeister dabei vom langjährigen

OSP-Vorsitzenden Hans-Peter Meyer

sowie von OSP-Mitarbeitern.

Zum Abschluss seines Rundgangs machte der

Oberbürgermeister (Mitte) Station beim KTHC Stadion

Rot-Weiss e.V. Foto: OSP Rheinland.

„Ich freue mich darüber, unserer London-

Starter einmal persönlich kennen lernen zu

dürfen, da man dadurch natürlich eine viel

emotionalere Bindung bei den TV-Übertragungen

der Wettkämpfe bekommt“, so

der Oberbürgermeister, der sich zugleich

beeindruckt vom Trainingsaufwand der

Athleten zeigte.

Olympiastützpunkt Rheinland, CP

Studie

EM und Olympia

halten Deutsche fit

Jeder achte Bundesbürger fühlt sich durch

sportliche Großereignisse – wie die anstehenden

Olympischen Spiele oder die

kürzlich zu Ende gegangene Fußball-Europameisterschaft

– motiviert, mehr Sport zu

treiben als bisher.

Bei den 18- bis 29-Jährigen betrifft dies

sogar jeden Sechsten. Dies ergab eine repräsentative

FORSA-Studie zum Einfluss

von sportlichen Großereignissen bei der

Bevölkerung, die der Finanzdienstleister

AWD in Auftrag gegeben hat.

Sportbegeisterte wurden gefragt, für welche

Sportart sie ihren Fitnessdress wieder

aus den Schubladen hervorholen möchten.

Danach rangiert Radfahren mit 53

Prozent ganz oben auf der Rangliste vor

Schwimmen und Jogging (35 und 34 Prozent).

Bei den 18- bis 29-Jährigen folgen

rtz 07/2012


14 Nachrichten-Mix

Regelmäßiges Sporttreiben trägt wesentlich dazu

bei, dass man fit und gesund bleibt.

© LSB NRW | Foto: Andrea Bowinkelmann.

auf Jogging (53 Prozent) Krafttraining (45

Prozent) und Ballsport (42 Prozent).

Insgesamt geben fast zwei Drittel der Bevölkerung

an, regelmäßig Sport zu treiben.

Fast alle (97 Prozent) tun dies, um fit und

gesund zu bleiben. Weitere Gründe für die

regelmäßige Bewegung sind der Spaß am

Sport (88 Prozent). Rund die Hälfte möchte

damit abnehmen oder das Gewicht halten.

Das soziale Element ist ebenfalls für

rund die Hälfte das schlagende Argument

für die sportliche Betätigung: 51 Prozent

gaben als Grund an, dass sie mit anderen

zusammen sein, bzw. Kontakte knüpfen

wollen.

DOSB-Presse 24/2012, CP

Personalia

Zum 100. Geburtstag von

Josef Neckermann

Josef Neckermann wäre am 5. Juni 2012

100 Jahre alt geworden. Der langjährige

Sporthilfe-Vorsitzende und zweifache

Dressur-Olympiasieger wurde am 5. Juni

1912 in Würzburg geboren und starb mit

79 Jahren am 12. Januar 1992 in Dreieich.

Als Dressurreiter gewann Josef Neckermann

zwischen 1956 und 1981 insgesamt

333 Turniere, sechs olympische

Medaillen, darunter zweimal Gold mit der

deutschen Mannschaft (1964 und 1968),

und die WM-Titel 1966 im Einzel und mit

der Mannschaft. Erstmals nahm er 1960

rtz 07/2012

in Rom an Olympischen Spielen teil und

ritt auf Anhieb zu Bronze im Einzelwettbewerb.

Je viermal war er Europameister und

Deutscher Meister in der Dressur.

Neckermann war Gründer des gleichnamigen

Versandhauses, das er zum größten

seiner Art in Deutschland ausbaute. Im

westlichen Nachkriegsdeutschland stieg

Neckermann zu einer Symbolfigur des

Wirtschaftswunders auf. Zum Lebenswerk

von Josef Neckermann zählte neben seinem

beruflichen und sportlichen Erfolg

die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Er hatte

deren Vorsitz von der Gründung 1967

bis Ende 1988 inne. Der auch als „Bettler

der Nation“ bezeichnete Neckermann war

als Sporthilfe-Chef einer der fleißigsten

Spendensammler für den Sport: In seiner

22-jährigen Zeit als Vorsitzender wurden

von der Deutschen Sporthilfe rund 18.000

Athleten mit 120 Millionen Euro gefördert.

Der größte Teil der von ihm gesammelten

Erlöse stammte aus „Sportbriefmarken“

und aus der Lotterie „Glücksspirale“. 50

Millionen Euro akquirierte Neckermann

durch persönliche Ansprache bei Mäzenen

und Kuratoren und durch Benefiz-Aktionen.


Prof. Dr. Jürgen Leirich

verstorben

Prof. Dr. Jürgen Leirich lebt nicht mehr.

Mit seinem plötzlichen Tod verliert die

Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, die

Träger des Jahn-Museums in Freyburg

ist, ihren Vizepräsidenten. Der emeritierte

Professor an der Martin-Luther-

Universität Halle-Wittenberg war

höchst engagiert im Einsatz für unsere

Gesellschaft, die das Leben und Wirken

Jahns vertritt, erforscht und verbreitet.

Nachruf

Jürgen war der erste Vorsitzende des

1992 gegründeten Jahn-Fördervereins

(Förderverein zur Traditionspflege und

Erhaltung der Friedrich-Ludwig-Jahn-

Gedenkstätten), des Vorgängers der jetzigen

Jahn-Gesellschaft, und seit 2004

unser Vizepräsident.

Der Weg des begeisterten Gerätturners,

geboren 1938, führte vom zwölfjährigen

Leistungsturner zum Turner der

Meisterklasse in Halle und zum internationalen

Kampfrichter. Er widmete sich

auch dem Stabhochsprung und dem

Rudern. Nach dem Studium der Körper-

So initiierte er 1969 in Frankfurt am Main

ein Konzert der Berliner Philharmoniker

unter Leitung von Herbert von Karajan zugunsten

der Sporthilfe, das 170.000 Euro

erlöste und den Auftakt für zahlreiche weitere

Benefiz-Veranstaltungen bilden sollte.

Ein Jahr später feierte der „Ball des Sports“

seine Premiere – bis auf den heutigen Tag

die bedeutendste Benefizveranstaltung

Europas im Sport und der renommierteste

Ball Deutschlands. Jährliche Erlöse von bis

zu einer Million Euro für die Sportförderung

resultieren aus diesem Benefiz-Event

– weitaus wichtiger noch: Sport und die

Unterstützung des Spitzensports wurden

in Deutschland gesellschaftsfähig.

Josef Neckermann wurde 2006 in die

„Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen,

die derzeit (Stand: Anfang

Juni 2012) 72 Mitglieder umfasst. Er ist

Träger des Großen Verdienstkreuzes mit

Stern und Schulterband der Bundesrepublik

Deutschland. Für seine umstrittene

Rolle während der NS-Zeit wurde er als

„Mitläufer“ eingestuft und entsprechend

verurteilt.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

erziehung und Germanistik erwarb er

sich als Sportwissenschaftler vor allem

mit seinen Veröffentlichungen über die

Theorie und Praxis des Gerätturnens

(Optimierung des methodischen Lernens,

Methodologie der Leistungsdiagnostik)

sowie als Institutsleiter in Halle

Anfang der 1990er-Jahre große Verdienste.

Er war über längere Zeit Dekan

eines Fachbereichs, der auch die Musikwissenschaft

und die Angewandten

Sprachwissenschaften umfasste.

Noch bis zu dem schweren Zusammenbruch

vor 14 Tagen war er voller Tatendrang

und entwickelte Zukunftspläne.

Was er bei seiner Verabschiedung aus

dem Hochschuldienst 2004 über seine

wissenschaftlichen Ziele sagte, trifft

bezeichnenderweise auch für die Jahn-

Gesellschaft zu: „Die Anerkennung

gelingt nur dann dauerhaft, wenn wissenschaftliche

Profilierung, Kooperationsfähigkeit

und Ausstrahlung in die

Gesellschaft gegeben sind.“

So schätzte er unsere Möglichkeiten

ein, so wirkte er. Wir alle haben ihm

sehr viel zu verdanken.

Hansgeorg Kling/

Präsident der Jahn-Gesellschaft


Kampagne

Werbung für gesundheitsorientierte

Angebote der

Sportvereine

NRW-Sportministerin Ute Schäfer und Landessportbund-Präsident

Walter Schnee-

loch stellten Anfang Juni in der Kölner

Innenstadt das neue Plakatmotiv der

Kampagne „Überwinde deinen inneren

Schweinehund“ vor, mit dem seit dem 19.

Mai 2012 auf über 4.400 Großflächenplakaten

für mehr Bewegung im Sportverein

geworben wird.

(c) LSB NRW.

„Wir wollen noch mehr Bürger motivieren,

ihren inneren Schweinehund zu überwinden

und die gesundheitsorientierten

Angebote der Sportvereine zu nutzen“,

erläuterte Sportministerin Ute Schäfer die

Ziele der Plakataktion. „Bewegung unter

qualifizierter Anleitung im Sportverein ist

wichtig, um gesund zu bleiben und um

zivilisationsbedingten Krankheiten vorzubeugen“,

betonte zudem Landessportbund-Präsident

Walter Schneeloch.

Im Rahmen der parallel stattfindenden Gesundheitsmesse

konnten sich die Passanten

in der Kölner Fußgängerzone über das

umfassende gesundheitsorientierte Angebot

der 20.000 Sportvereine in Nordrhein-

Westfalen informieren: Insgesamt 6.000

zertifizierte Präventions- und 18.000 Rehabilitationssportangebote

bieten die

NRW-Vereine. Sie sind in dem aktuellen

Angebotsverzeichnis „Sport und Gesundheit“

aufgelistet.

Zusammen mit dem Kölner Unternehmen

machen sich auch die nordrhein-westfälischen

Ärztekammern, Sportärztebünde,

Apothekerverbände sowie die BKK vor Ort

für die Kampagne stark. „Es ist nachgewiesen,

dass Sport vielen Erkrankungen und

Beschwerden vorbeugt. Als Krankenkasse

liegt es uns daher besonders am Herzen,

die Menschen zur sportlichen Betätigung

zu motivieren. Deshalb unterstützen wir

die Aktivitäten des Landessportbundes“,

sagte der Geschäftsbereichsleiter Markt

der BKK vor Ort, Manfred Richter.

Pressemitteilung LSB NRW, CP

Freiwilligendienste im Sport

Zwei sinnvolle

Einrichtungen: FSJ und BFD

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport

ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr,

das die Bereitschaft junger Menschen für

ein freiwilliges gesellschaftliches Engagement

und die Übernahme von Verantwortung

fördern möchte. Das FSJ im Sport vermittelt

dabei Einblicke in ein spannendes

Einsatzfeld, in dem die Teilnehmer sowohl

erste berufliche Erfahrungen sammeln als

auch sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit

entscheiden können. Alle Jugendlichen,

die ihre Schulpflicht abgeschlossen haben,

können sich für ein FSJ im Sport bewerben.

Während ihres Einsatzes arbeiten die

Freiwilligen ganztägig in Vereinen und

Sporteinrichtungen, die regelmäßig Spiel-,

Sport- und Freizeitangebote für Kinder

und Jugendliche organisieren. Die Aufgaben

und Tätigkeiten der Freiwilligen

liegen beispielsweise in der Mitarbeit bei

der Vereins- oder Verbandsarbeit, bei Festen

oder Ferienfreizeiten oder auch in der

sportbezogenen Ganztagsbetreuung in

Schulen oder Kindergärten. Alle Teilnehmer

am FSJ haben Anspruch auf fachliche

Anleitung und pädagogische Betreuung

in den Einsatzstellen sowie auf ein begleitendes

Seminarangebot, bei dem ein

Übungsleiterschein erworben wird. Die

Teilnahme an 25 Seminartagen im Jahr

ist verpflichtend und gilt als Arbeitszeit.

Die Freiwilligen erhalten Taschengeld und

werden sozial-versichert. Ein FSJ dauert

mindestens sechs und höchstens achtzehn

Monate, im Regelfall ein Jahr.

Weitere Informationen sowie die Adressen

der Träger, bei denen man sich bewerben

kann, finden sich im Internet unter www.

freiwilligendienste-im-sport.de.

Verein + Management

15

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) steht

Männern und Frauen jeden Alters nach Erfüllung

der Vollzeitschulpflicht offen. Wie

bei den Jugendfreiwilligendiensten dauert

der Einsatz in der Regel zwölf, mindestens

sechs und höchstens 18, im begründeten

Ausnahmefall auch 24, Monate.

Der Bundesfreiwilligendienst ist grundsätzlich

vergleichbar einer Vollzeitbeschäftigung

zu leisten. Sofern die Freiwilligen

älter als 27 Jahre sind, ist auch Teilzeit

von mehr als 20 Wochenstunden möglich.

Sie werden gesetzlich sozialversichert und

erhalten ein Taschengeld.

Der Bundesfreiwilligendienst wird pädagogisch

begleitet, um soziale, ökologische,

kulturelle und interkulturelle Kompetenzen

zu vermitteln. In Seminaren können

sportspezifische Lizenzen erworben werden.

Der BFD findet in gemeinwohlorientierten

Einsatzfeldern statt, vor allem bei

Verbänden und Vereinen. Im Sport konzentrieren

sich die Aufgabenfelder auf folgende

Profile:

• Projekt- und Veranstaltungsmanagement

im Sportverein und Sportverband

• Sportartspezifische Tätigkeiten („Kinder-

und Jugendsport“)

• Arbeit mit besonderen Zielgruppen

im Sport

• Sporträume (u.a. handwerkliche und

gärtnerische Tätigkeiten)

• Umwelt und Naturschutz im Sport

• Spitzensport

Nähere Informationen dazu gibt

es online unter

www.bfd.freiwilligendienste-im-sport.de.

DOSB-Presse 39/2011

Beschluss

Gebührenfreies

Führungszeugnis für

alle Ehrenamtlichen

Der Deutsche Olympische Sportbund

(DOSB) hat die Entscheidung des Bundesamtes

für Justiz begrüßt, das Führungszeugnis

für alle Ehrenamtlichen gebührenfrei

auszugeben.

„Wir gehen davon aus, dass jetzt auch die

Kommunen auf ihren Anteil bei den Gebühren

flächendeckend zugunsten von Engagement

und Ehrenamt verzichten“, sagte

DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch.

rtz 07/2012


16 Verein + Management

Im Sport engagieren sind rund 8,8 Millionen

Menschen freiwillig und ehrenamtlich,

weshalb sich der DOSB für seine 98

Mitgliedsorganisationen mit über 91.000

Vereinen und 27,6 Millionen Mitgliedern

für die Gebührenbefreiung einsetzte.

Das Bundesamt für Justiz hatte Anfang

Juni darüber informiert, dass jeder, der für

ehrenamtliche Tätigkeit in einer gemeinnützigen

oder vergleichbaren Einrichtung

ein Führungszeugnis benötigt, dieses

künftig grundsätzlich gebührenfrei erhält.

Anders als bisher wird das Bundesamt für

Justiz auch dort von einer Gebühr generell

absehen, wo ehrenamtlich Engagierte

Ruhrolympiade 2012 in Duisburg

Eine schöne

Sportveranstaltung

Der olympische Geist war bei der Eröffnungsfeier

der Ruhrolympiade (6. bis 10.

Juni 2012) am 6. Juni 2012 in Duisburg

spürbar und sichtbar.

Die Aktiven, Betreuer und Begleiter sowie

die zahlreichen Gäste auf der Tribüne des

Leichtathletik-Stadions an der Margarethenstraße

erlebten alles, was zu einer Eröffnungsfeier

dazu gehört: Vorführungen

zur Einstimmung, unter anderem von den

„Fliegenden Hombergern“, die mit einer

ihrer beliebten Turn- und Tanzshows für

Begeisterung sorgten, Musik und kurze

Grußworte von Verantwortlichen und Ehrengästen.

Zu letztgenannten gehörten

der Bürgermeister der Stadt Duisburg,

Benno Lensdorf, und der Präsident des

Landessportbundes Nordrhein-Westfalen

(LSB NRW), Walter Schneeloch.

Der Einzug der Aktiven mit ihren Stadtund

Kreisschildern sowie das Hissen der

„Ruhrolympischen Fahne“ im Rund des

Stadions sorgten für ein besonderes Feeling.

Bei sommerlichem Wetter war die Stimmung

im und um das Stadion locker und

fröhlich, den Aktiven waren der Spaß am

Event und die damit verbundene (An-)

Spannung anzumerken.

Nach dem kurzweiligen Auftakt begannen

sofort die leichtathletischen Wettkämpfe.

rtz 07/2012

eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Das teilte der Präsident des Bundesamts

für Justiz, Heinz-Josef Friehe, in Bonn mit.

Bisher wurde keine Gebührenfreiheit gewährt,

wenn Ehrenamtler für ihre Tätigkeit

eine Aufwandsentschädigung erhielten.

Friehe: „Zahlreiche ehrenamtlich Tätige,

vor allem aber auch Sportvereine, karitative

Einrichtungen, Träger von sozialen Projekten,

in denen Ehrenamtler mitwirken,

haben es kritisiert, dass der Erhalt einer

Aufwandsentschädigung die Gebührenbefreiung

ausschloss. Oftmals sind solche

Aufwandsentschädigungen ohnehin gering.

Daher werden Führungszeugnisse,

Zuschauer waren bereits zugegen und so

erlebten die Aktiven viel Beifall, lautstarke

Anfeuerungsrufe und großen Jubel.

Man spürte an der Stimmung auf der Tribüne,

dass viele länger als geplant vor Ort

blieben, weil die Sportler tolle Leistungen

zeigten und die Spannung bei den Wurfund

Sprung-Disziplinen mitreißend war.

An den Wettkämpfen nahmen 2012 rund

7.000 Aktive aus elf Städten und vier Kreisen

des Ruhrgebiets teil. Die Ruhrolympiade,

die ebenso wie die Olympischen Spiele

in wechselnden Städten ausgerichtet wird,

ist damit das größte regionale Jugendsportevent

Europas. 2012 siegte Essen

mit 342 Punkten vor Gastgeber Duisburg

(334). Die anderen großen Städte, wie

Dortmund, Bochum und Mülheim an der

Ruhr erreichten 264 (Platz 5), 249 (Platz

6) und 182 (Platz 12) Punkte.

In 22 Sportarten wurden Wettkämpfe

ausgetragen, darunter auch im Trampolin-

die für ehrenamtliche Tätigkeit benötigt

werden, generell von der Gebührenerhebung

ausgenommen. Auf diese Weise

kann das Bundesamt für Justiz einen Beitrag

zur Förderung des ehrenamtlichen

Engagements leisten.“

Seit dem 1. Mai 2010 benötigen ehrenamtlich

Tätige insbesondere dann ein

Führungszeugnis, wenn sie kinder- und

jugendnah tätig sind oder tätig werden

wollen. Sie haben ein „erweitertes“ Führungszeugnis

vorzulegen, in dem etwaige

Sexualdelikte länger aufgeführt werden

als im „normalen“ Führungszeugnis.

DOSB-Presse 24/2012

turnen sowie im Gerätturnen weiblich und

männlich. Dazu noch ein paar Zahlen:

Bis auf eine Ausnahme waren bei den

oben genannten Städten die männlichen

Gerätturner in der Überzahl gegenüber

den Turnerinnen.

Bochum und Mülheim hatten keine Trampolinturner

dabei.

8 Städte/Kreise waren beim Trampolinturnen

vertreten, 9 beim Gerätturnen männlich

und 12 beim Gerätturnen weiblich.

Zum Vergleich: 14 der insgesamt 15 teilnehmenden

Städte/Kreise nahmen im

Tennis teil, 12 im Fußball, 9 im Volleyball.

Die Ruhrolympiade gibt es seit 1964. Bis

2010 fand sie jährlich statt, seit 2012 soll

sie alle zwei Jahre ausgetragen werden.

Damit können Kräfte gebündelt werden.

Und noch eine gute Idee für uns alle im

Rheinischen Turnerbund (RTB) und im

Westfälischen Turnerbund (WTB): in zwei

Jahren sollten auch die Vereinsvertreter

und Funktionäre zur Eröffnungsfeier dieser

zukunftsorientierten Veranstaltung

gehen und die eigenen Turnerinnen und

Turner mitbringen und/oder die Aktiven

anfeuern.

Die Ruhrolympiade ist eine schöne Sportveranstaltung

mit hohem Motivationsgrad

und viel Teamgeist!

Weitere Informationen zur Ruhrolypiade

erhalten Sie im Internet unter

www.ruhrolympiade.de.

Sabine Schütt-Schlarb


In dieser Ausgabe der RTZ möchten wir Ihnen mal wieder konkrete

Anregungen für Ihre Übungsstunden geben. Diesmal richten wir

den Fokus auf Praxis-Beispiele zur Verbesserung der Koordination.

Staffelspiele zur

Koordinationsschulung

Staffelspiele zur Verbesserung der Koordination sind für Kinder

und Jugendliche sehr motivierend und machen ihnen großen Spaß.

Dabei sollte beachtet werden, dass die geforderten Fähigkeiten

bekannt sind und nicht unter dem Zeitdruck des Staffelspiels zum

ersten Mal geübt werden. Die regelmäßige Schulung der Koordination

wirkt sich in vielfacher Weise positiv auf die sportliche

Leistungsfähigkeit aus. Eine Schulung der koordinativen Fähigkeiten

befähigt die Kinder und Jugendlichen, motorische Aktionen

in vorhersehbaren und unvorhersehbaren Situationen sicher und

ökonomisch zu beherrschen und sportliche Bewegungen schnell

zu erlernen. Mit der Förderung der koordinativen Fähigkeiten kann

daher eigentlich nicht früh genug begonnen werden. Folgende

koordinative Fähigkeiten sollten regelmäßig geschult werden:

• Orientierungsfähigkeit • Gleichgewichtsfähigkeit

• Rhythmisierungsfähigkeit • Kopplungsfähigkeit

• Differenzierungsfähigkeit • Antizipationsfähigkeit

• Reaktionsfähigkeit • Umstellungsfähigkeit

Praxis-Beispiele:

CHINESENSTAFFEL

Beide Zeichnungen © Verlag an der Ruhr/Norbert Höveler.

Spielidee:

Bei diesem Staffelspiel zeigt sich, wer den Stab schnell und mit

Geschick durch einen Parcours führen kann. Dazu werden zwei

oder mehr Teams gebildet, die gegeneinander antreten. Die beiden

ersten Läufer nehmen in jede Hand einen Stab und versuchen

auf das Startsignal hin, einen am Boden liegenden Stab durch

einen Parcours mit Hütchen zu führen. Gelingt dies einem Läufer

fehlerfrei, so übergibt er die Stäbe an den nächsten Staffelläufer.

Das Team das am schnellsten durch den Parcours kommt, gewinnt.

Variation:

Die Spieler legen sich den Stab quer über die beiden anderen

Stäbe und versuchen, ihn so durch den Parcours zu balancieren.

Gruppengröße und Gerätebedarf:

6 bis 24 Spieler; pro Staffelteam werden 3 Stäbe und mehrere

Slalom-Hütchen gebraucht

Tipp:

Um möglichst viel Bewegung im Spiel zu halten, sollten Sie möglichst

viele Gruppen mit wenigen Läufern bilden.

Training

17

Fitness-Check:

Das Geschicklichkeitsspiel mit den Stäben verbessert die Motorik

der Spieler, wovon der Einzelne in vielen Sport- und Alltagssituationen

profitieren kann.

VIELSEITIGKEITSSTAFFEL

Spielidee:

Die Spieler finden sich zu mehreren Teams zusammen, die zu einem

Staffellauf gegeneinander antreten. Die Aufgabe: Der Ball

wird zunächst Slalom um vier Hütchen geprellt, dann in einem

Tennisring abgelegt, danach wird über eine umgedrehte Bank balanciert

und werden fünf Seilsprünge gemacht. Auf dem Rückweg

wird wieder über die Bank balanciert, der Ball wird aufgenommen,

durch die Hütchen wird wieder geprellt und der Nächste

erhält den Ball. Welches Team ist am schnellsten?

Variation:

Statt zu prellen, wird der Ball am Fuß durch die Hütchen geführt.

Beim Balancieren über die Bank wird der Ball in der Hand gehalten

und anstatt Seil zu springen, muss der Ball gegen die Wand

geworfen und wieder gefangen werden.

Gruppengröße und Gerätebedarf:

6 bis 24 Spieler; pro Staffelteam: ein Ball, eine Bank, ein Seil und

mehrere Hütchen

Tipp:

Passen Sie den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben entsprechend

dem Leistungsniveau Ihrer Gruppe an. Die Übungen müssen vertraut

sein.

Fitness-Check:

Die vielseitige Aufgabenstellung erfordert von den Spielern eine

schnelle Informationsverarbeitung. Eine solche Schulung bringt

Vorteile für den Sport und für den Alltag, zum Beispiel im Straßenverkehr.

Christian Reinschmidt,

Ulrike Wagner

Literatur:

Fitness-Spiele für

Kinder und

Jugendliche

Christian Reinschmidt &

Ulrike Wagner (2009)

Verlag an der Ruhr:

Mülheim

rtz 07/2012


18 Ratgeber Gesundheit Qualifizierung

Informationszeitschrift

„Arthrose-Info“

Was tun bei Arthrose?

„Ich kann nur noch wenige Schritte

gehen“, „Ich kann nicht einmal mehr

selbst Auto fahren!“ So beschreiben

viele Patienten ihre schmerzlichen

Einschränkungen bei Fuß-Arthrose.

Welche Möglichkeiten der Behandlung

gibt es bei Arthrose der Knöchelgelenke?

Wann können heute

künstliche Gelenke eingesetzt werden,

und was muss man nach dem

Eingriff beachten?

In der neuesten Ausgabe ihrer Informationszeitschrift

„Arthrose-Info“

gibt die Deutsche Arthrose-Hilfe

hierzu zahlreiche praktische Tipps. In

anschaulichen Darstellungen werden

wichtige Hinweise beschrieben, die

jeder kennen sollte. Darüber hinaus

enthält das aktuelle Heft viele nützliche

Empfehlungen für alle Arthrose-

Betroffenen.

Ein Musterheft kann angefordert werden

bei: Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.,

Postfach 11 05 51, 60040 Frankfurt/

Main (bitte gerne eine 0,55-€-Briefmarke

für Rückporto beifügen).

Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.

rtz 07/2012

Qualifizierung beim RTB

DTB-Akademie

Erstmalig DTB-Trainer

Pilates beim RTB

Beschreibung:

Pilates ist ein systematisches Ganzkörpertraining

zur Kräftigung der Muskulatur.

Im Vordergrund steht der ganzheitliche

Ansatz, der Körper und Geist über das

kontrollierte, konzentrierte Arbeiten gleichermaßen

fordert.

Hinweise zum Kurs:

Die DTB-Trainer-Weiterbildung Pilates

umfasst insgesamt fünf Stufen. Nach den

ersten beiden Stufen erhalten die Teilnehmer

das Zertifikat: „DTB-Kursleiter Pilates“.

Dieses berechtigt zur Teilnahme an

den Stufen 3-5 und damit zum Abschluss

„DTB-Trainer Pilates“.

Termine:

Einsteigerkurs-Stufe 1: 24.-26.08.2012

Aufbaukurs-Stufe 2: 09.-11.11.2012

Stufe 3: Termin in 2013;

Bekanntgabe im September 2012

Stufe 4: Termin in 2013:

Bekanntgabe im September 2012

Stufe 5: Termin in 2013;

Bekanntgabe im September 2012

Ort: LTS Bergisch Gladbach

Referentin: Corinna Michels-Plum

Gebühren:

Stufen 1-4:

200,- € (inkl. Gymcard)

265,- € (ohne Gymcard);

jeweils inkl. Verpflegung

240,- € (inkl. Gymcard)

305,- € (ohne Gymcard);

jeweils inkl. Verpflegung/Übernachtung

Stufe 5:

165,- € (inkl. Gymcard)

215,- € (ohne Gymcard);

jeweils inkl. Verpflegung

205,- € (inkl. Gymcard)

255,- € (ohne Gymcard);

jeweils inkl. Verpflegung/Übernachtung

Weitere Informationen

und Anmeldung:

Rheinischer Turnerbund e.V.

Postfach 200745

51437 Bergisch Gladbach

Tel.: 02202/2003-12

Fax: 02202/2003-85

E-Mail: lehrgang@rtb.de

Qualifizierung in den

Turnverbänden/-gauen

www.turngau-aachen.de

Lehrgänge

Übungsleiter B:

Herz-Kreislauf-Prävention

- Basismodul -

Lehrgangs-Nr.: 08/12

Veranstalter: Turngau Aachen 1864 e.V.

Termin: 08./09.09.2012

Ort: Turnhalle der GHS, Malmedyer

Straße 12, 52066

Aachen-Burtscheid

Inhalte:

Die Übungsleiter und Trainer erlernen die

Grundlagen der Prävention von Erkrankungen

durch Bewegung und Entspannung.

Inhalte sind u.a. medizinische Grundlagen

der Prävention durch Bewegung, Funktionalität

von Bewegungen, Herz-Kreislauf-

Prävention in Theorie und Praxis (Walking,

Jogging, Aerobic als Gesundheitssport),

Funktionelle Gymnastik, Rückengymnastik,

Entspannungsmethoden im Gesundheitssport.


Zielgruppe:

Interessierte Personen, die künftig speziell

die vielfältigen Aufgaben im Turnverein

im Bereich des Gesundheitssports mit dem

Schwerpunkt Herz-Kreislauftraining übernehmen

möchten.

Gebühren (einschl. Mittagsimbiss):

Für TG-Mitglieder: 140,- €

Für TG-Mitglieder mit GYMCARD:120,- €

Für Nichtmitglieder: 280,- €

Referentinnen:

Claudia Hendricks, Anita Braunsdorf

Anmeldeschluss: 25.08.2012

- Modul 1 -

Lehrgangsnr.: 09/12

Veranstalter: Turngau Aachen 1864 e.V.

Termin: 22./23.09.2012

Ort: Turnhalle der GHS, Malmedyer

Straße 12, 52066

Aachen-Burtscheid

Gebühren (einschl. Mittagsimbiss):

Für TG-Mitglieder: 140,- €

Für TG-Mitglieder mit GYMCARD:120,- €

Für Nichtmitglieder: 280,- €

Referentinnen:

Claudia Hendricks, Anita Braunsdorf

Anmeldeschluss: 25.08.2012

- Modul 2 -

Lehrgangsnr.: 10/12

Veranstalter: Turngau Aachen 1864 e.V.

Termin: 27./28.10.2012

www.gladbacher-turngau.de

Lehrgänge

Kari-Technik Balken

und Boden

Lehrgangsnr.: 012/2012

Termin: Sa., 25.08.2012

Zeit: 14.00 – 17.00 Uhr

Ort: Turnhalle der GHS, Malmedyer

Straße 12, 52066

Aachen-Burtscheid

Gebühren (einschl. Mittagsimbiss):

Für TG-Mitglieder: 140,- €

Für TG-Mitglieder mit GYMCARD:120,- €

Für Nichtmitglieder: 280,- €

Referentinnen:

Claudia Hendricks, Anita Braunsdorf

Anmeldeschluss: 25.08.2012

- Modul 3 -

Lehrgangsnr.: 11/12

Veranstalter: Turngau Aachen 1864 e.V.

Termin: 17./18.11.2012

Ort: Turnhalle der GHS, Malmedyer

Straße 12, 52066

Aachen-Burtscheid

Zielgruppe:

Interessierte Personen, die künftig speziell

die vielfältigen Aufgaben im Turnverein

im Bereich des Gesundheitssports mit dem

Schwerpunkt Herz-Kreislauftraining übernehmen

möchten.

Gebühren (einschl. Mittagsimbiss):

Für TG-Mitglieder: 140,- €

Für TG-Mitglieder mit GYMCARD:120,- €

Für Nichtmitglieder: 280,- €

Referentinnen:

Claudia Hendricks, Anita Braunsdorf

Anmeldeschluss: 25.08.2012

Ort: TH Zeppelinschule, Neuwerker

Str. 35, 41065 MG

Inhalte:

Wir werden die Technik an Balken und

Boden sowie die Wertungskriterien durchnehmen,

was auch für Trainer und Helfer

wichtig ist.

Leitung und Referentin:

Mercedes Struyck

Gebühr: 15,- € / 30,- €,

GYMCARD: -10%

Meldeschluss:

Anmeldungen schriftlich bis Freitag,

10.08.2012 an die Geschäftsstelle des

GTG.

Hinweis: Dieser Lehrgang ist gauoffen!

Qualifizierung

2. Fitness- und

Gesundheitstag 2012

19

Lehrgangsnr.: 15/12

Veranstalter: Turngau Aachen 1864 e.V.

Termin: 26.08.2012

Zeit: 09.00 – 15.00 Uhr

Ort: Roetgen/Eifel

Themen der Veranstaltung:

„Ein Tag für Alle – Mitmachen ist angesagt“.

An diesem Tag werden Workshops

zu folgenden Themen angeboten: Balance

Training, Walking, Wirbelsäulengymnastik,

Pilates, Pezzi-Power-Beats, Flexi-Bar. Einfach

mitmachen, schnuppern und genießen!

Zielgruppe: alle Interessierten

Gebühren:

Für TG-Mitglieder: 25,- €

Für Nichtmitglieder: 50,- €

Referenten:

Anita Braunsdorf, Referententeam

des TG-Aachen

Anmeldeschluss:

13.08.2012 (Achtung, der Anmeldeschluss

liegt noch in den Ferien!)

Anmeldung:

Ein gesondertes Anmeldeformular zum 2.

Fitness- und Gesundheitstag des Tungaus

Aachen wird zeitnah an die Vereine gesandt.

Gymnastikabzeichen

Lehrgangsnr.: 013/2012

Termin: Sa., 01.09.2012

Zeit: 15.00 – 18.00 Uhr

Ort: TH Heinsberg, Westpromenade

64, 52525 Heinsberg

Inhalte: Erlernen und Abnahme von 4

Übungen mit 8 Handgeräten

Leitung und Referentin: Hildegard Gavaller

Gebühr: 00,- € / 10,- €

Meldeschluss:

Anmeldungen schriftlich bis Freitag,

17.08.2012 an die Geschäftsstelle des GTG.

Hinweis: Dieser Lehrgang ist gauoffen!

rtz 07/2012


20 Qualifizierung

Lehrtagung

Seniorentag 2012

Lehrgangsnr.: 015/2012

Termin: Mi., 10.10.2012

Zeit: 10.00 – 16.00 Uhr

Ort: Großraumhalle Asternweg,

41238 MG

www.turnverband-koeln.de

Lehrgänge

Prellball

Schiedsrichterlehrgang

Termin: Samstag, 14.07.2012

Zeit: 13.00 – 18.00 Uhr

Ort: Turnhalle in Kierdorf

Zielgruppe: für Spieler und Trainer ab

einem Alter von 12 Jahren

Meldeschluss: Montag, 02.07.2012

Kinder Schiedsrichter-

lehrgang Korfball

Termin: Samstag, 08.09.2012

Zeit: 10.00 – 14.00 Uhr

Ort: Sporthalle im Kleefeld,

Bergisch Gladbach

Zielgruppe:

Mädchen und Jungen ab einem Alter von

elf Jahren mit Besitz der GHI- und GHII-

Lizenz

Meldeschluss: Montag 27.08.2012

rtz 07/2012

Es wird ein Arbeitskreis angeboten:

Wir werden älter, na und? Motorisches

Training mit Älteren. Wir gehen von der

Theorie in die Bewegung.

Grundthemen:

Kraft, Ausdauer, Koordination, Plyometrie/elastische

Energie, Gleichgewicht und

Stabilität

Leitung: Käthe Meurers

Referent: Physiotherapeut Ferdy Wissink

Ausbildung

Erste-Hilfe-Ausbildung

Sportverletzungen

Umfang: 8 Doppelstunden

Termin: Samstag/Sonntag,

25./26.08.2012

Zeit: 10.00 – 18.00 Uhr

Ort: Geschäftsstelle Turnverband

Köln, Ulrich-Brisch-

Weg 1, 50858 Köln

Zielgruppe:

Übungsleiter/innen, Helfer/innen und

Interessierte

Hinweis:

Bitte beachten Sie weitere Termine des

Turnverbandes Köln in der Rubrik „Nachrichten

aus den Turnverbänden/-gauen“.

www.turnverband-wuppertal.de

Gesundheitsfördernde

Übungen aus dem

chinesischen Qi Gong

Lehrgangsnr.: 210712

Umfang: 4 LE

Termin: Samstag, 21.07.2012

Gebühr inkl. eines kleinen Imbisses:

18,- €; bei Vorlage der GYMCARD -10%;

Verbandsfremde 35,- €; Gruppen ab 4

Personen 15,- € pro Person ohne Anrechnung

der GYMCARD

Meldeschluss:

Anmeldungen schriftlich bis Freitag,

28.09.2012 an die Geschäftsstelle des

GTG.

Hinweis:

Diese Veranstaltung ist gauoffen!

Zeit: 14.00 – 17.00 Uhr

Ort: Eisenbahner-Turnhalle,

Distelbeck 36,

42119 Wuppertal

Beschreibung:

In diesem Sommerworkshop wollen wir gemeinsam

einfach zu erlernende Übungen

für Jung und Alt kennen lernen, um unsere

Lebenskraft zu stärken. Wir verbinden gesundheitsfördernde

Körperbewegung und

Atemtechniken in ruhigen, harmonischen

Bewegungen. Dieser Workshop ist für Einsteiger

und Fortgeschrittene geeignet.

Sportreferent:

Axel Rosenkranz,

Tai-Chi- und Qi-Gong-Lehrer

Lehrgangsleitung: Helga Mennecken

Anmeldung beim:

Turnverband Wuppertal,

Tel.: 0202 / 83451,

Fax: 0202 / 4085818,

E-Mail: turnverband.wuppertal@t-online.de

Teilnahmegebühr:

10,- € bei Vorabüberweisung

12,- € an der Tageskasse

Bitte Überweisung der Teilnahmegebühr

unter Angabe der Lehrgangsnummer auf

das Konto mit der Nummer 409 474,

Turnverband Wuppertal, Stadtsparkasse,

BLZ 330 500 00.

Höchstteilnehmerzahl: 25


www.turngau-aachen.de

Gerätturnen

Silbermedaille für

Seniorenturnerin

Ulrike Brandenburg

Dass Gerätturnen nicht nur eine Sportart

für „junge Küken“ ist, bewies Ulrike Brandenburg

von der Hansa Simmerath abermals

am 5. Mai 2012 bei den Rheinischen

Seniorenmeisterschaften der Turnerinnen

in Essen.

Ulrike Brandenburg wurde Rheinische Vizemeisterin.

Foto: Karin Abel.

Gekonnt zeigte sie in einem Kür-Vierkampf

dem erstaunten Publikum, welch anspruchsvolle

Übungen sie im respektablen

Alter von 62 Jahren noch an den Geräten

Reck, Bank, Boden und Parallelbarren

präsentieren kann. Mit nur drei Zehnteln

Rückstand auf die Siegerin verfehlte sie

Platz eins, qualifizierte sich aber auch

als Zweite direkt für die Deutschen Seniorenmeisterschaften

am 30. Juni 2012 in

Wettenberg bei Gießen (nach Redaktionsschluss

dieser Ausgabe; d. Red.).

Die Hanseatin Karin Abel war in der Altersklasse

45-50 Jahre ebenfalls in einem

Kür-Vierkampf gestartet, erlitt aber beim

Abgang vom Stufenbarren eine Knieverletzung

und musste den Wettkampf schweren

Herzens abbrechen.

In der Altersklasse 30-35 Jahre turnte zum

ersten Mal Caroline Herff vom Burtscheider

TV. Als Viertplatzierte konnte sie sich

leider nicht für die Deutschen Senioren-

meisterschaften qualifizieren. Sie musste

sich den starken Starterinnen aus Köln

geschlagen geben.

Karin Abel

»STARS«

TOUR 2012

DIE TVM-SPORTMARKETING GMBH, DER TURNGAU AACHEN

UND DER BURTSCHEIDER TURNVEREIN PRÄSENTIEREN:

DIE FASZINATION DES TURNENS

MO., 03.12.2012 AACHEN

SPORTHALLE NEUKÖLLNER STR. | BEGINN: 19.30 UHR | EINLASS: 18.00 UHR

VORPROGRAMM: 19.00 UHR

INFOS UND KARTEN:

Vorverkauf:

www.gymmotion.org

Turngau Aachen | Wilfried Braunsdorf | Viktoriaallee 28 | 52066 Aachen

Tel.: 0241/9003142 | E-Mail: wilfried.braunsdorf@gmx.de

Eintrittspreise:

TVM

Erwachsene: 27,50 € (25,00 € für GYMCARD-Inhaber)

Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre: 17,50 €

SPORTMARKETING GMBH

www.tvd-internet.de

Sportakrobatik

LZSA Düsseldorf auf

allen Ebenen erfolgreich

Nachrichten Turnverbände/-gaue

Die einmalige Show aus

Turnen, Theater, Artistik

und Varieté

Im Mai stand für die Akrobaten aus em

Leistungszentrum Sportakrobatik (LZSA)

Düsseldorf einiges auf dem Programm:

Zuerst wurden die Deutschen Schülermeisterschaften

in Hoyerswerda ausgetragen.

Dabei traten Simona Lobes und Alexander

Dechtyarenko an. Gerade erst wurden

beide von der Stadt Düsseldorf für ihren

Deutschen Meistertitel 2011 geehrt und

mussten nun wieder bei den Mixpaaren an

den Start. Diesem Druck hielten sie stand.

Unter den vier konkurrierenden Mixpaaren

zeigten sie die besten Übungen und konnten

wieder überzeugend Deutsche Schülermeister

2012 werden.

Die Anfängerinnen in der Damengruppe

hatten es bei 20 etablierten Gruppen

nicht leicht. Karolin Reimsche, Isabell Ulrich

und Margarita Petriachin erkämpften

21

sich einen achten Platz in der Balance-

Übung und wurden Elfte in der Tempo-

Übung. Trotzdem ein guter Erfolg.

Weiter ging es mit den Deutschen Meisterschaften

in Friedberg. Dabei traten insgesamt

27 Damenpaare, 26 Damengruppen,

fünf Herrenpaare und fünf Mixpaare

mit insgesamt 190 Aktiven an.

Der Friedberger Verein sorgte für eine tolle

Organisation und einen perfekten Ablauf.

Maximilian und Lennart Kühl wurden bei

den Herrenpaaren insgesamt Fünfte und

konnten in der Balance-Übung die Bronze-

Medaille gewinnen.

Unschlagbar war aber die Herrengruppe

mit Johannes Belovencev, Alexander Jakovlev,

Kirill Mill und Andreas Felker. Das

Quartett konnte drei Titel – in der Balanceübung,

in der Tempoübung und im

Mehrkampf – gewinnen. Damit waren die

Düsseldorfer die erfolgreichsten Teilnehmer

an den Deutschen Meisterschaften.

Selbst Landestrainer Valerij Koch hatte

kaum etwas Kritisches anzumerken.

Nun träumt man im LZSA davon, einmal

die Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf

auszurichten. Super wäre es, wenn ein

solches Projekt in der Organisation, Durchführung

und hinsichtlich Sponsoring auf

die Beine gestellt werden könnte, meinte

Valerij Koch. Sportlich habe er keine Bedenken.

Die Deutschen Schülermeister Simona Lobes und

Alexander Dechtyarenko. Foto: LZSA.

rtz 07/2012


22 Nachrichten Turnverbände/-gaue

Weiter ging es mit der Teilnahme am Limes-Cup

in Aalen. Dabei handelt es sich

um einen Wettkampf im Rahmen der

Weltcup-Serie, an dem hochrangige Sportakrobaten

teilnehmen. Die Aktiven des

Leistungszentrums Düsseldorf gingen in

den Klassen Mixed Paare, Männerpaare

und Männer Gruppenaktiv an den Start.

Auch bei diesem Wettkampf konnten sie

ausgezeichnete Ergebnisse einfahren.

Dem gemischten Paar Simona Lobes und

Alexander Dechtyarenko gelang der Sieg,

das Männer Paar Maximilian und Lennart

Kühl holte ebenfalls die Goldmedaille.

Auch die Männergruppe mit Johannes

Belovencev, Andreas Felker, Alexander Jakolev

und Kirill Mill fand sich nach einem

spannenden Wettkampf auf dem ersten

Platz wieder. Somit konnte der Ausflug

nach Aalen als guter Erfolg gewertet werden.

Dirk Ludwikowski

Gerätturnen

Kaarster Turnerinnen

weiter erfolgreich

Beim alljährlich stattfindenden Kaiserbergfest

in Duisburg waren auch wieder

die Gerätturnerinnen der SG Kaarst im

Bereich KM 3 und KM 4 aktiv. Insgesamt

starteten in diesen Wettkämpfen 65 Turnerinnen.

Die SG Kaarst konnte sich dabei fünf von

sechs möglichen Podestplätzen sichern: In

der KM 4 erturnte sich Laura Peuker den

zweiten Platz vor Liliane Mikliss. In der KM

3 gingen alle drei Podestplätze an die SG

Kaarst: Es siegte Louisa Becker vor Lotta

Plenge und Antonia Kellner.

Beim zweiten Ligawettkampf Gerätturnen

Frauen in Monschau konnte die SG Kaarst

Die besten drei Turnerinnen beim Kaiserbergfest

in der KM3 (v.l.): Lotta Plenge, Louisa Becker und

Antonia Kellner. Fotos: SG Kaarst.

rtz 07/2012

Die Liga-Mannschaft der SG Kaarst.

ihre Spitzenposition in der 2. Landesliga

erfolgreich verteidigen. Das Team bestand

aus Sophia Nicolin, Antonia Kellner, Sina

Bautze, Kyra Pudda, Louisa Becker und

Lotta Plenge.

Obwohl es für die Kaarsterinnen in der

Gesamtwertung nur zum zweiten Platz

reichte, blieben sie im Ranking auf Platz

eins. Die Entscheidung über die endgültige

Platzierung fällt beim letzten Ligawettkampf

im September.

Dirk Ludwikowski

www.turnen-in-essen.de

Termine …

… im Überblick

16.-20.07.2012:

GET Ferienspatz-Aktion

„007-Spionage in GRUGA-CITY –

hol Dir die Agentenlizenz zum Spaß!“,

Grugapark Essen

23.-27.07.2012:

GET Ferienspatz-Aktion

„Unter schwarzer Flagge –

Piratenwoche“, Grugapark Essen

30.07.-03.08.2012:

GET Ferienspatz-Aktion

„X-Faktor – Das Unfassbare“,

Grugapark Essen

06.-10.08.2012:

GET Ferienspatz-Aktion

„Wir holen die Olympischen Spiele

in die Gruga“, Grugapark Essen

Trampolinturnen

NRW-Doppelmini-

Meisterschaften

Sieben Essener Nachwuchsflieger gingen

am 12. Mai 2012 bei den NRW-Doppelminimeisterschaften

im Trampolinturnen an

den Start und alle konnten einen Treppchenplatz

erreichen.

Bei den Jüngsten gewann Jarne Gößling

vom ETB, der vier gleichmäßige Durchgänge

turnte und sich mit Wertungsnoten bis

hin zu 9,7 Punkten einen Vorsprung von

2,6 Zählern erturnte. Zweiter wurde Luca

Beyel vom TB Frintrop 03, der ebenfalls einen

tollen Wettkampf zeigte, jedoch durch

leichte Unsicherheiten in den Finallandungen

wertvolle Punkte verschenkte. Ben

Nessler, ETB, verpasste das Siegerpodest

als Vierter knapp. Bei den Schülerinnen

zeigten die beiden ETB-Mädels Julia Oberholz

und Christina Ruhl sichere Durchgänge

mit Haltungsnoten bis 9,6 Punkte und

erzielten die Plätze zwei und drei

Im Mannschaftswettkampf kamen Julia

Oberholz, Christina Ruhl und Johanna

Renner auf Platz zwei, gefolgt von Jarne

Gößling sowie Ben und Robin Nessler, die

den dritten Rang erturnten.

Hans-Jürgen Michels

Rhönradturnen

NDJM 2012

Zwei Nachwuchsturnerinnen der Sportgemeinschaft

Heisingen schafften am

12./13. Mai 2012 bei den Norddeutschen

Jugend-Meis terschaften in Witten-Bommern

die Qualifikation für die Deutschen

Ju gendmeisterschaften Mitte Juni in Leverkusen

(vgl. dazu auch den Artikel in der

Rubrik „Aus den Fachbereichen“).

Finja Süßelbeck gelang bei den Schülerinnen

mit dem elften Platz der Sprung

in die deutsche Spitzenklasse des Rhönradturnens.

Gina Sibila sicherte sich mit

dem neunten Rang bei den Jugendturnerinnen

eine Fahrkarte zur DM.

Salome Zurmühl und Ida Glingener verpassten

leider die Qualifikationsmarken.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie

auf der GET-Homepage.

Gernot Jochem


Veranstaltung

Trend Show Gymnastics

2012

Am 3. Juni 2012 war der Musikpavillon im

Grugapark Essen das Portal zu Turnen &

Akrobatik, Tanz & Trendsport, Gymnastik

& Show.

Pop-Dance, TUSEM 1926. Fotos: Petra Hurfar.

Die GET hatte zur Trend Show Gymnastics

2012 eingeladen und Essener Vereine

nutzten die Bühne des Musikpavillons, um

neben den klassischen Turnsportarten wie

Rhythmische Sportgymnastik Neuigkeiten

und aktuelle Trends wie Einradfahren und

Pop-Dance zu präsentieren. Mit dieser Veranstaltung

möchte die GET den Zuschauern

die große Bandbreite von Bewegungsmöglichkeiten

in Vereinen zeigen – in der

Hoffnung, Interesse am Sporttreiben in

der Gemeinschaft zu wecken.

RSG, TV Kupferdreh 77.

Einrad, TV Karnap 04.

Mitmachaktion Orientalischer Tanz, Ruhrpott-

Oriental und Zuschauer.

Zumindest an jenem Nachmittag gelang

dies: Die Veranstalter baten die Zuschauer

zum Mitmachen auf die Bühne und beim

orientalischen Tanz fanden zahlreiche Zuschauer

Freude an der Bewegung.

Folgende Gruppen/Vereine nahmen an

der Trend Show Gymnastics 2012 teil: SG

Essen-Heisingen 1887, TSF Essen, TV Kupferdreh

77, TUSEM 1926, TV Karnap 04,

DJK Heisingen und Ruhrpott-Oriental.

Petra Hurfar

www.gladbacher-turngau.de

Berichte aus

unseren Vereinen

TV 1910 Granterath e. V.

89. Götzwanderung beim

Turnverein Granterath

Zum 89. Mal veranstaltete der Turnverein

Granterath seine beliebte Götzwanderung

am Himmelfahrtstag. Wanderwartin Tanja

Schaufenberg führte die Wanderer im

belgischen Büttgenbach unter anderem

rund um den Stausee. Die Strecke ist etwa

13 Kilometer lang. Ein Grillfest nach der

Rückkehr an der Granterather Mehrzweckhalle

beschloss den Wandertag.

RP Erkelenz vom 03.05.2012,

Ge-Ste/fr

Nachrichten Turnverbände/-gaue

TV Erkelenz 1860 e. V.

Katzen erreichen mit

humorvoller Show das

Bundesfinale

23

Als „Katzen in der Nacht“ präsentierten

sich die Magic Akro Girls & Boys des TV

1860 Erkelenz in Duisburg beim Tuju-

Stars-Wettbewerb. Zehn Gruppen aus dem

Rheinischen Turnerbund (RTB) traten mit

ihren Turnshows gegeneinander an. Eine

Jury bestimmte im Anschluss aus allen

Gruppen die beiden besten Aufführungen,

deren Turner das Rheinland beim Bundesfinale

am 16. Juni 2012 in Werl vertreten

(nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe;

d. Red.). Eines dieser beiden Teams ist der

TV 1860 Erkelenz. Für die Showgruppe,

trainiert von Evi Schöpfs, bedeutet das

nach 2009 und 2010 die dritte Teilnahme

am Bundesfinale. Der Jubel war nach

der Urteilsverkündung groß bei den 41

Aktiven und deren Familien, Freunden und

Fans, die die Gruppe nach Duisburg begleitet

hatten.

RP Erkelenz vom 09.05.2012,

Ge-Ste/fr

www.ntvk.de

Gerätturnen:

Verbandsgruppenausscheidung

in Waldniel

Schöne Erfolge für die

Turnerinnen des NTVK

Am 2. Juni 2012 veranstaltete der Niederrheinische

Turnverband Kempen (NTVK)

in Waldniel die diesjährige Verbandsgruppenausscheidung

Einzel. Ausrichter war

der TuS Waldniel, der den Wettkampf unter

der Leitung von Ingrid Dahmen dank

guter Vorbereitung souverän durchführte.

Die Anforderungen an die Organisatoren

waren bei 209 gemeldeten Turnerinnen

sehr hoch, konnten dank zügiger Kampfrichterwertungen

aber erfüllt werden.

rtz 07/2012


24 Nachrichten Turnverbände/-gaue

Das Turnteam des TV Vorst. Foto: Presse NTVK.

Großer Dank gilt hier auch der Kampfrichterwartin

des NTVK, Pia Schumacher-Piller,

die ihr Debüt als Oberkampfrichterin auf

Ebene der Verbandsgruppe gab. Sie nutzte

diese Gelegenheit wiederum, um Mercedes

Stuyck ihren großen Dank für die

Einarbeitung in ihr Amt auszusprechen.

Für Pia gestaltete sich der erste Einsatz

auf Verbandsgruppenebene keinesfalls

einfach – ein Trainer forderte ihre Geduld

www.turnverband-koeln.de

Termine …

… im Überblick

COLOGNE CHALLENGE 2012

Internationales Einladungsturnier

Termin: Sonntag, 02.09.2012

Zeit: 10.00 – 18.00 Uhr

Ort: Sporthallen Ahornweg,

Bergisch Gladbach

Meldeschluss: Montag, 30.07.2012

rtz 07/2012

heraus, indem er sich anhaltend über Wertungen

beschwerte und sich auch dann

nicht in Demut übte, als offenbar wurde,

dass seine eigene Turnerin fälschlicherweise

bei den Jüngsten gemeldet war.

Aus sportlicher Sicht verlief der Wettkampf

für die Turnerinnen des NTVK hervorragend.

Insgesamt 13 Turnerinnen platzierten

sich jeweils unter den besten zehn und

dürfen den Verband am 1. Juli 2012 in

Sport in der Offenen

Ganztagsschule

INFO-Veranstaltung zum Stand und

zum weiteren Ausbau der OGTS

Termin: N.N. 2012

Zeit: 19.00 – 21.00 Uhr

Ort: Haus des Kölner Sports,

Konferenzraum, Ulrich-

Brisch-Weg 1, 50858 Köln

Meldeschluss: N.N.

Seniorentag

Fit und aktiv in der 2. Lebenshälfte

Termin: N.N. 2012

Ort: Geschäftsstelle des Turnverbandes

Köln, Ulrich-

Brisch-Weg 1, 50858 Köln

Zielgruppe: Teilnehmer aus den Vereinen

des TVB Köln, interessierte

Senioren

Meldeschluss: N.N.

Essen im Landesfinale vertreten (nach Redaktionsschluss

dieser Ausgabe; d. Red.).

In der Wettkampfklasse 2.4.09 durften

sich Jule Nauen (TV Vorst – 1. Platz) und

Mariana Marcedo (Kempener TV – 2. Platz)

über Pokale freuen. Im Wettkampf 2.4.11

und 2.4.13 konnten mit Annika Beckers

und Mona Kügler, beide vom Ausrichter

TuS Waldniel, ebenfalls Verbandsturnerinnen

in ihrer Altersklasse siegen. Die drei

gewonnen Wettkampfklassen und 13 Qualifizierte

zeugen von der erfolgreichen Arbeit,

die aktuell im Verband geleistet wird.

Der NTVK wünscht seinen Turnerinnen viel

Erfolg in Essen!

Qualifiziert sind:

• vom Tus Waldniel: Fenja Baer, Annika

Beckers, Shivani Döhm, Mona Kügler,

Lea Rüsges

• vom TV Vorst: Jule Nauen, Anna Schäfer,

Julie Cybart, Alysha Kirchhoff

• von SW Elmpt: Songart Gröbner, Frauke

Erkes, Nina Schlenter

• vom Kempener TV: Mariana Marcendo

Presse NTVK

Hinweis: Bitte beachten Sie weitere

Termine des Turnverbandes Köln in

der Rubrik „Qualifizierung“ in diesem

Heft!

11. Kölner Kinder- und

Jugendolympiade –

Tolles Basketballturnier

für Mädchen und Jungen

Am 2. Juni 2012 kamen acht Teams junger

Basketballer und Basketballerinnen in

der Sporthalle des Josef- DuMont-Berufskollegs

zusammen, um ein U10- und ein

U11-Turnier auszutragen


Gruppenbild beim Basketballturnier. Fotos: Ursula Großmann.

Fast 80 Kinder hatten große Freude daran,

sich im Spiel und in der Anzahl der Treffer

zu messen. Trainer und mitgereiste Eltern

sahen engagierte Spiele mit knappen,

aber auch mit deutlichen Ergebnissen. Am

Ende zählte aber nur das gemeinsame Erlebnis.

Da das Turnier im Rahmen der 11. Kölner

Kinder- und Jugendolympiade (KKJO)

stattfand, bekam jede Spielerin und jeder

Spieler anschließend eine Urkunde über

die Teilnahme. Die Mannschaften, welche

die Plätze eins bis drei belegten, erhielten

sogar richtige Medaillen – wie die Großen.

Bei der Siegerehrung.

Die DJK Köln-Nord, die als Ausrichter dieses

Turniers fungierte, hatte in Ali Doruk

einen umsichtigen Turnierleiter, der mit

der Hilfe der Eltern seines eigenen Teams

auch für perfekte Rahmenbedingungen

sorgte.

Fazit: rundum ein schönes Turnier und ein

schöner Vormittag!

Ursula Großmann

Leiter/in

Kinderturnen gesucht

Der TuS Wesseling e.V. sucht

ab dem 1. August 2012

– zunächst befristet für ein Jahr –

eine/n motivierte/n,

sportbegeisterte/n und

zuverlässige/n

Leiter/in Kinderturnen

mit einer Arbeitszeit von mindestens

zehn Stunden in der Woche.

Der/die Leiter/in ist für den Bereich

Kinderturnen (von Eltern-Kind-

Bewegung bis hin zu Angeboten für

Kinder bis ca. acht Jahre) zuständig.

Darin umfasst seine/ihre Arbeit neben

der eigenständigen Leitung von

Gruppen auch die Organisation und

Konzeption des Kinderturn-Bereichs

sowie dessen Ausbau.

Bitte senden Sie aussagekräftige und

vollständige Bewerbungsunterlagen

per E-Mailanhang oder per Post bis

zum 6. Juli 2012 an:

TuS Wesseling e.V.

– Sportliche Leitung

Postfach 1603

50380 Wesseling

oder

henning.ebernhardt@tus-wesseling.de

Hinweis: Die vollständige Ausschreibung

finden Sie im Internet unter

www.tus-wesseling.de.

Nachrichten Turnverbände/-gaue

www.turnverband-moers.de

25

„Tag der Älteren“ in Moers-Kapellen

Bewegt älter werden

„Ich freue mich, dass für uns Ältere auch

mal was gemacht wird“, meinte eine Teilnehmerin

des „Tag der Älteren“, der am

20. Mai 2012 in Moers-Kapellen stattfand.

Die Veranstaltung wurde vom Turnverband

Grafschaft Moers in Kooperation

mit dem TV Kapellen durchgeführt. Marita

Reiners-Faerber, Vorsitzende des Turnverbandes

Grafschaft Moers und Initiatorin,

konnte aber mehr als nur „was“ anbieten.

Diese Aktion stand ganz unter dem Motto

„Bewegt älter werden“, die im Rahmen

des gleichnamigen Programms des Landessportbundes

Nordrhein-Westfalen (LSB

NRW) mit Landesmitteln gefördert wurde.

Insgesamt fanden rund 120 Besucher den Weg ins

Henri-Guidet-Zentrum, um mehr über zum Thema

Älterwerden zu erfahren. Fotos: Klaus Faerber.

Kern der Veranstaltung waren die vier

Workshops mit dem Ziel, den älteren bzw.

alten Menschen an die Bewegung heranzuführen.

Behutsam und mit einfachen

Mitteln vermittelten die Referenten, wie

die körperliche Selbstständigkeit unter

normalen Umständen so lange wie möglich

erhalten bleibt. Angeboten wurden

die Workshops „Bewegtes Sitzen“ (Hellmer

Wiethoff), „Mobilisation“ (Christa Pietz),

„Gehirntraining und Bewegung“ (Monika

Wiethoff) und „Selbstverteidigung“ (z. B.

Verhalten bei tätlichen Angriffen; Dietmar

Halbach).

Großes Interesse fand auch der Ernährungsvortrag

von Cornelia Heinrich, Apothekerin

aus Moers. Sachlich und ohne

rtz 07/2012


26 Nachrichten Turnverbände/-gaue

erhobenen Zeigefinger erläuterte sie anschaulich,

wie Ernährung funktioniert.

Ein wenig Messeatmosphäre schufen unterdessen

die zahlreichen Firmen, die ihre

seniorennahen Produkte und Leistungen

präsentierten. Die Turngau-Chefin konnte

unter anderem ein Sanitätshaus, eine Apotheke,

einen Physiotherapeuten und eine

BKK sowie den Malteser Hilfsdienst zur

Teilnahme bewegen.

Für wie wichtig die Landesverbände und

die Kommune das Thema „Älterwerden“

erachten, zeigt die Liste der Ehrengäste:

So reiste beispielsweise Bärbel Dittrich, Vizepräsidentin

Breitensport des LSB NRW,

aus Westfalen an, um die Eröffnungsrede

zu halten.

Bärbel Dittrich, Vizepräsidentin Breitensport im

LSB NRW.

Heinz-Gerd Hackstein, 2. stellvertretender

Bürgermeister der Stadt Moers, lobte

die Aktivitäten in dieser Richtung. Jürgen

Kohl, Vorsitzender des TV Kapellen,

staunte über das Potenzial, das in diesem

Thema steckt, und hofft auf eine positive

Wirkung auf seinen Verein.

Hans-Jürgen Zacharias, der Präsident des

Rheinischen Turnerbundes (RTB), ließ es

sich nicht nehmen, die Veranstaltung

persönlich zu begutachten. In seiner Begrüßung

lobte er die Aktivitäten der Grafschafter

Turner. Allerdings vermisste er die

Präsenz der Männer, die bei dieser Veranstaltung

deutlich in der Unterzahl waren.

Er gab bei dieser Gelegenheit dem neuen

Seniorenbeauftragten des RTB, Rainer

Goecke, der ebenfalls Gast beim „Tag der

Älteren“ war, dieses Thema mit auf dem

Weg.

Mit ihren hellgrünen T-Shirts gaben die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein lebendiges

Bild ab. Überhaupt vermittelten

die gut aufgelegten Senioren und Seniorinnen

eine quirlige Atmosphäre, fast wie

auf einem kleinen Turnfest.

Klaus Faerber

rtz 07/2012

Nachruf

Trauer um

Carmen †

Dammers

Carmen Dammers. Foto: Klaus Faerber.

Die Grafschafter Turnerinnen und Turner

trauern um Carmen Dammers. Die

frühere Frauenwartin des Turnverbandes

Grafschaft Moers verstarb kurz vor

Beendigung ihres 60. Lebensjahres.

Carmen Dammers, Turnabteilungsleiterin

in ihrem Heimatverein TV Asberg,

hatte nach Übernahme ihrer Verbandsämter

im Jahr 1995 der Lehrarbeit

neue Impulse gegeben. Aus den einfachen

„Turnstunden“-Lehrgängen wurden

zeitgemäße, der Übungsarbeit in

den Vereinen förderliche, Maßnahmen

www.turnverband-niederberg.de

Gerätturnen

TVN-Turnerinnen beim

Verbandsgruppenentscheid

erfolgreich

Insgesamt 22 Qualifikationsplätze belegten

die Turnerinnen des Turnverbandes

Niederberg beim Verbandsgruppenentscheid

des Rheinischen Turnerbundes

in den Bereichen Breiten- und Gesundheitssport.

Die Lehrgänge waren über

die Grenzen der Grafschaft bekannt

und wurden gern besucht.

Über ihre Zusammenarbeit mit den

Vereinsfrauenwartinnen konnte sie ein

Netzwerk schaffen, das Kontinuität

in Lehr- und Veranstaltungsarbeit gewährleistet.

Carmen Dammers war verantwortlich

für die Koordinierung des Breitensporttages

für Mädchen und Frauen, den

der Turnverband Moers 1999 mit der

Gleichstellungsstelle der Stadt Moers

durchführte. Im Jahr 2000 unterstützte

Carmen Dammers Brigitte Pistel bei der

Landesgymnaestrada in Moers. 2001

oblag ihr die Organisation und Leitung

des Dance-Cup auf Seiten des Turnverbandes

Moers in Zusammenarbeit mit

dem Rheinischen Turnerbund (RTB).

Carmen Dammers war in Moers die

treibende Kraft bei den Großraumvorführungen

anlässlich der Landesturnfeste

und der Deutschen Turnfeste. Sie

wirkte hier als Koordinatorin zwischen

den Verantwortlichen des Organisationskomitees

und den Vereinen des

Turnverbandes.

Ein geselliger und sehr kreativer

Mensch ist von uns gegangen. Wir werden

Carmen sehr vermissen.

Klaus Faerber

(RTB) und sicherten sich somit die Teilnahme

am Landesfinale am 1. Juli 2012

in Essen (nach Redaktionsschluss dieser

Ausgabe; d. Red.).

Die zweite Qualifikationsstufe des wichtigsten

Wettkampfes in der Saison, der

sich über insgesamt drei Phasen erstreckt,

wurde in diesem Jahr in Solingen ausgerichtet.

In den Sporthallen am Vogelsang

durfte der Heimatverband Niederberg

Turnerinnen aus den Verbänden Aggertal,

Mettmann und Wuppertal begrüßen.

Insgesamt 170 Turnerinnen in sechs unterschiedlichen

Wettkampfklassen gingen an

den Start – die jeweils ersten zehn qualifizierten

sich für die letzte Wettkampfebene,

das Landesfinale.

Die meisten Tickets löste der Ohligser TV

mit sechs Qualifikationsplätzen.


Die Qualifizierten in der Übersicht:

OTV (6): Marlene Bergheim, Ann Jaqueline

Schubert, Helena Bergheim, Leandra

Hauck, Jasmin Sahler, Loreen Kocjan

WMTV (5): Letizia Hugo, Annelie Hunold,

Annik Christaki, Denise Hosse, Henrike

Knura

SGL (5): Gianna Ronca, Louiza Kornaczewski,

Nina Riedel, Leonie Riedel, Miriam Moschall

HTB (5): Jessica Rötzel, Nina Bornemann,

Cella Haetscher, Anna Kümpers, Muriel

Strasser

RTV (1): Lotta Jakobs

Beste TVN-Turnerin war Anna Kümpers

vom HTB mit einer Gesamtpunktzahl von

68,20 Punkten, gefolgt von Helena Bergheim

vom OTV mit 64,70 Punkten.

Christina Biermann

www.tv-r-n.de

Jubiläum

OTV-Frauen feiern

100-jährigen Geburtstag

Eine Schifffahrt auf dem Rhein-Herne-

Kanal, das war das Geschenk des OTV an

die Mitglieder der Frauen abteilung des

Oberhausener Turnvereins (OTV) zu deren

100-jährigem Bestehen. An Bord der „Baldeney“,

die am Schloß Oberhausen ableg-

te, befanden sich Anfang Juni ca. 140 Damen

und eine Handvoll männlicher Ehrenamtler

sowie der 1. Vorsitzende des OTV.

Nach der Begrüßung, die letzte „Amtshandlung“

der Ex-Frauenwartin Suse Wiedemann,

hielt der 1. Vorsitzende des OTV,

Kurt-Dieter Jünger, eine Rede, in der er insbesondere

die 40-jährige Arbeit von Suse

Wiedemann als Frauenwartin des Vereins

herausstellte (vgl. separater Artikel).

Der Ehrenvorsitzende Dieter Michel hielt

eine persönliche Laudatio auf Suse Wiedemann:

Stolze 67 Jahre Mitgliedschaft im

OTV kann die Übungsleiterin vorweisen.

Hier zeigt sich die geballte Frauenpower

des OTV: Wiedemanns Vereinszugehörigkeit

wird nur übertroffen von Ilse Götze,

die noch ein Jahr länger Mitglied ist. Jeweils

im Abstand von einem Jahr folgen

in Maria Heien und Brigitte Boesler zwei

weitere Damen, ehe an fünfter Stelle der

erste männliche OTVer an der Reihe ist:

nämlich Dieter Michel selbst mit nunmehr

63 Jahren Vereinszugehö rigkeit. Die vier

Frauen gemeinsam bieten somit 266 Jahre

Vereinszugehörigkeit für eine Abtei lung,

die 100 Jahre alt ist!

Nach den launigen Reden startete die

Bordkapelle mit ihrem Spiel: die Band

„Friends of Dixie land“ bot Live-Musik,

welche die gute Stimmung der Fahrenden

noch verstärkte.

An der Schleuse in Wanne-Eickel teilte der

Kapitän dann der Gesellschaft mit, es gäbe

ein technisches Problem mit dem Schleusentor

und man müsse auf die Reparatur

warten. Die OTVer lagen vor einem Tanker

und konnten weder vor noch zurück.

Nichtsdestotrotz ging die gute Stimmung

nicht unter. Die Band stellte um auf Volkslieder

und zu Seemannslieder-Klängen bewiesen

die Frauen, dass sie nicht nur einen

Viel Vergnügen bereitete der Gesellschaft um Suse Wiedemann (2.v.r.) die Schiffsfahrt. Foto: Peter Mendack.

Nachrichten Turnverbände/-gaue

27

fitten Körper besitzen, sonder auch fit sind

im Kopf: Selbstgedichtete Zeilen zur Melodie

„Eine Seefahrt, die ist lustig“ landeten

einen Treffer nach dem anderen.

Eineinhalb Stunden Zwangspause ließen

es dann leider nicht mehr zu, am Ziel im

Umspannwerk Recklinghausen auszusteigen

und einen Landgang zu unternehmen.

Auf der Rückfahrt funktionierte besagtes

Tor dann, so dass das Schiff wie geplant

am frühen Abend im heimatlichen Hafen

anlegen konnte und alle Fahrgäste nach

einer „lustigen Seefahrt“ wieder festen Boden

unter den Füßen hatten.

Eine gelungene Geburtstagsfeier!

Rita Schilling, CP

Personalia

Suse Wiedemann 40 Jahre

Frauenwartin im OTV

Im Rückblick kann man sagen, Suse Wiedemanns

sportlicher Lebensweg war vorherbestimmt.

Sie kommt als älteste von

drei Schwestern zur Welt, da ist Mutter

Martha Caspar bereits fünf Jahre lang

Frauenwartin und Übungsleiterin im OTV.

Vater Ernst Caspar wird später, von 1954

bis 1967, 1. Vorsitzender des Vereins.

Schon für die Eltern ist der Sport auch Lebensinhalt,

kennen gelernt haben sie sich

auf einer Sternfahrt zu den Olympischen

Spielen 1936 in Berlin. Suse wird mit sechs

Jahren Mitglied im Oberhausener Turnverein

von 1873 e. V. Ihre Mutter nimmt ihre

Arbeit als Frauenwartin und Übungsleiterin

sofort nach dem Krieg wieder auf. Für

die Töchter gehört dieses Engagement für

den Sport also einfach zum Leben. Der Vater

plant den Bau des Vereinsheims.

1960 macht Suse Wiedemann den Vorturnerschein,

eine Vorstufe für den Übungsleiterschein.

Nun kann sie Gymnastikgruppen

führen. Zu dieser Zeit werden die Turnstunden

noch mit Klavier musik begleitet!

Nach der Geburt zweier Söhne engagiert

sich Suse Wiedemann weiterhin für „ihren

Verein“. 1970 wird ihre Mutter Ehrenfrauenwartin,

ihr Amt übernimmt Magdalene

Schrör für zwei Jahre, ehe Suse – 33-jährig

– in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt

und 1. Frauenwartin wird. Diese Position

wird sie 40 Jahre lang innehaben. 1972 ist

auch das Jahr, in dem sie ihren Übungsleiterschein

erhält.

rtz 07/2012


28 Nachrichten Turnverbände/-gaue Bücher

Die Frauenabteilung wächst und wächst.

Mitte der 1970er-Jahre muss die weibliche

Turnerschar bereits in fünf Gruppen eingeteilt

werden. 40 Frauen in einer Sporthalle

sind keine Selten heit. Beim Turnfest 1980

in Duisburg ist die Frauenabteilung des

OTV an den Showvorführun gen mit über

400 Teilnehmerinnen beteiligt.

1982 erwirbt Suse Wiedemann beim Landessportbund

Nordrhein-Westfalen (LSB

NRW) den Sonder-Übungsleiterschein für

„Sport in der Krebsnachsorge“ und gründet

eine Gruppe hierzu. Diese Arbeit fordert

sie bis an die Leistungs grenze. Professor

Dr. Kindler und Professor Dr. Goebel

vom Ev. Krankenhaus Oberhausen sind

hier hilfreich.

Die Frauenabteilung wird weiter größer

und damit nimmt auch die Verantwortung

von Suse Wiedemann zu. Es kommen „Er

+ Sie-Gruppen“ hinzu, Wassergymnastik

wird angeboten, Sport für junge Frauen

und Seniorinnen sowie Tai-Chi.

2010 betreut Suse Wiedemann elf

Übungsleiterinnen und deren Vertreterinnen.

Nach 40 Jahren ehrenamtlicher

Tätigkeit in verantwortungsvoller Position

als Frauenwartin des OTV hat Suse Wiedemann

ihr Amt nun endgültig zur Verfügung

gestellt. Als Übungs leiterin wird sie

weiterhin arbeiten.

Rita Schilling

www.turnverband-wuppertal.de

Auszeichnung

Hohe Ehrung für

Asta Köhler

Auf der Jahreshauptversammlung des

Oberbarmer Turnerbundes (OTB) am 2.

März 2012 wurde Asta Köhler zur Ehrenvorsitzenden

ernannt. Hiermit wurde ihr

jahrzehntelanger ehrenamtlicher Einsatz

für den OTB gewürdigt.

Von 1980 bis 2000 war Asta Köhler als

Schriftführerin Vorstandsmitglied und begnügte

sich nicht nur mit dem Verfassen

von Protokollen: Dazu leitete sie ab 1994

eine Wirbelsäulengruppe. Im Jahr 2000

rtz 07/2012

übernahm Asta Köhler die Verantwortung

als Vorsitzende des OTB und führte zugleich

ehrenamtlich die Vereinsgeschäfte.

Aus gesundheitlichen Gründen zog sie sich

dann von der Verantwortung zurück.

sz

Personalia

Else Trappe wurde

100 Jahre

Else Trappe. Foto: Klaus Schulz.

Ihren 100. Geburtstag feierte Else Trappe

im Kreise ihrer Familie am 21. Juni 2012.

Seit ihrem Eintritt in den Langefelder Turnverein

1885 e.V. (LTV) im Jahr 1920 wurde

der Turnsport zu ihrem Lebensinhalt.

Die Vereinsturnlehrerausbildung erwarb

sie 1930 an der Deutschen Turnschule in

Berlin. In der Frankfurter Turnschule erweiterte

Else Trappe in vielen Lehrgängen ihr

fachliches Wissen und erwarb 1971 die Lizenz

für den Sport mit Älteren. Mit großem

Engagement setzte sie im LTV bis 1982 ihr

Wissen in den Bereichen Schülerinnenturnen

und Mutter- und Kindturnen ein. Als

Mitbegründerin der Abteilung älterer Turnerinnen

im Jahr 1982 leitete sie diese bis

1998 und turnte selbst vor.

Mit dieser Lebenseinstellung gehörte Else

Trappe im LTV zu den leuchtenden Beispielen.

Als heutige Ehrenabteilungsleiterin der

älteren Turnerinnen freut sie sich über die

weiteren Ehrungen: über den Ehrenteller des

Turngaus Wuppertal sowie über die Ehrennadel

des Rheinischen Turnerbundes (RTB)

und des Deutschen Turner-Bundes (DTB).

sz

Optimale Sporternährung

Jeder, der Sport treibt und dabei einen

gewissen Anspruch an seine Leistung hat

bzw. der sich insgesamt bewusst ernährt,

weiß, dass er vor dem Training oder vor einem

Wettkampf besser z.B. ein Müsli oder

ein dünn belegtes Vollkornbrot zu sich nehmen

sollte als ein Stück Sahnetorte. Doch

warum genau gelten Empfehlungen dieser

Art? Welche Prozesse laufen im Organismus

im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme

und der Sportausübung ab?

Warum raten Experten manchen Athleten

zu einer Ernährung mit einem Eiweißanteil

in Höhe von rund 25 Prozent, während für

andere ein Eiweißanteil in Höhe von „nur“

17 Prozent optimal erscheint? Welche Mengen

an Flüssigkeit sollten unterschiedliche

Zielgruppen täglich zu nehmen? Und was

sollten Sportler in diesem Zusammenhang

noch beachten? Auf diese und unzählige

weitere Fragen rund um das Thema „Sporternährung“

gibt Wolfgang Friedrich in

dem hier vorgestellten Buch in umfassender

und gut verständlicher Art Antworten.

Die aktuelle Auflage wurde im Vergleich zu

den vorangegangenen um mehrere, sehr

interessante Kapitel erweitert. So erfahren

Sie unter anderem, welche Maßnahmen

zu ergreifen sind, um der Entwicklung

von Osteoporose vorzubeugen, welcher

„Menüplan“ für Sie sinnvoll ist, wenn Sie

ein- oder zweimal täglich trainieren, und

welches Konzept das sogenannte „Nutrient

Timing System“ verfolgt bzw. wie dieser

aus den USA kommende, vollkommen neue

Weg in der Sporternährung zu bewerten ist.

Optimale Sporternährung

Grundlagen für Leistung und Fitness im Sport

Wolfgang Friedrich

Spitta Verlag GmbH & Co. KG, 2012

3. Auflage

Paperback, 240 Seiten, 112 Abb. und Tab.

ISBN: 978-3-941964-65-5

Preis: 29,80 Euro

CP


Lehrbuch Sportmedizin

Mehr als zwei Dutzend renommierte Fachleute

haben an dem hier vorgestellten

Lehrbuch mitgewirkt, das unbedingt all

jenen für ihre persönliche Bibliothek zu

empfehlen ist, die in dem enorm komplexen

Bereich der Sportmedizin tätig sind

Aktiv kontra Osteoporose

bzw. die sich aktuell z.B. im Sport- oder

Medizinstudium befinden. Die Autoren

verfolgen mit dem Nachschlagewerk das

Ziel, dem Leser einerseits ein umfassendes

Hintergrundwissen zu vermitteln und ihm

andererseits Handlungsempfehlungen

für die Praxis in (Sport-)medizin, Sportwissenschaft

oder Bewegungstherapie zu

geben. Zahlreiche Merksätze sowie anschaulich

gestaltete Grafiken helfen dabei,

die wichtigsten Aussagen schnell zu

erfassen und vielschichtige Abläufe leicht

nachzuvollziehen. Das Lehrbuch besteht

aus sieben übergeordneten Kapiteln: Zunächst

werden Grundlagen erläutert (motorische

Hauptbeanspruchungsformen,

Energiebereitstellung, klinische und apparative

Diagnostik, Sporternährung etc.),

es folgen Ausführungen zu den Themen

„Sportverletzungen und Sportschäden“

(allgemeine Aspekte wie Ursachen und

präventive Maßnahmen, Erläuterungen

zu Verletzungen bzw. Schäden bestimmter

Körperbereiche etc.), „Internistische

und neurologisch-psychiatrische Krankheitsbilder“

(Atmungssystem, Blut und

Immunsystem, Herz-Kreislauf-System etc.),

„Erkrankungen der Sinnesorgane und der

Haut“, „Körperliche Belastung unter spe-

Die Zahl derjenigen Menschen, die an

Osteoporose (= Verminderung der Knochenmasse)

leiden, steigt seit einigen

Jahren rasant an. Folgen der Erkrankung

sind unter anderem erhebliche Einbußen

in der Lebensqualität und eine zunehmende

Abhängigkeit von anderen, da die

Betroffenen bei der Bewältigung des Alltags

oftmals auf Hilfe angewiesen sind.

Entsprechend wichtig ist es, frühzeitig

Präventionsmaßnahmen zu ergreifen –

damit „Knochenschwund“ möglichst erst

gar nicht entsteht bzw. sich der Entwicklungsprozess

deutlich langsamer vollzieht.

Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang

regelmäßiger, gezielter körperlicher

Aktivität zu, wobei die Aufrechterhaltung

und Verbesserung koordinativer

Fähigkeiten sowie ein spezielles Muskeltraining

im Vordergrund stehen. Im ersten

Teil des Buchs informieren die Autoren

sehr detailliert über Osteoporose und damit

in Zusammenhang stehende Themen

(Steuerung des Knochenstoffwechsels,

Bücher

29

ziellen Bedingungen“ (z.B. Höhe, Hitze

und Kälte) und „Sportmedizinische Aspekte

in speziellen Kollektiven“ (Sport im

Kindes- und Jugendalter, Frau und Sport,

Sport von Menschen mit Behinderung

etc.), bevor abschließend auf „Besondere

Aspekte des Sports“ (z.B. Doping, Motivation)

Bezug genommen wird. Ergänzt wird

das über 900 Seiten starke Buch um eine

CD-Rom, die unter anderem Übungsfragen

mit Antworten zu allen Kapiteln des

Buchs enthält.

Lehrbuch Sportmedizin

Basiswissen, präventive,

therapeutische und besondere Aspekte

Christine Graf (Hrsg.)

Deutscher Ärzte-Verlag, 2012

2. völlig überarbeitete und

erweiterte Auflage

16,5 x 23,8 cm, broschiert

XXXIII + 918 Seiten,

mit 177 Abbildungen in 325 Einzeldarstellungen,

91 Tabellen und CD-ROM

ISBN: 978-3-7691-0607-7

Preis: 69,95 Euro

CP

Risikofaktoren, Relevanz einer optimalen

Versorgung mit Kalzium und Vitaminen,

Einfluss von Bewegung auf die Entwicklung

der Erkrankung, Anliegen des Muskelkrafttrainings

etc.). Anschließend stellen

sie zahlreiche funktionelle Übungen

vor, die eine punktuelle Muskelkräftigung

zum Ziel haben. Die Übungen werden jeweils

ausführlich beschrieben, außerdem

helfen großflächige Fotos dem Leser dabei,

die Erläuterungen nachzuvollziehen.

Aktiv kontra Osteoporose

Gudrun Paul & Violetta Schuba

Reihe: Wo Sport Spaß macht

Meyer & Meyer Verlag, 2011

3. überarbeitete Auflage

in Farbe, 167 Fotos,

21 Abbildungen, 13 Tabellen

Klappenbroschur, 16,5 x 24 cm

ISBN: 978-3-89899-700-3

Preis: 16,95 Euro

CP

rtz 07/2012


30 Bücher

Fair Play

Ausgangspunkt in dem hier vorgestellten

Buch ist die Feststellung des Autors, dass

in jenem Sport, der von Sportorganisationen

veranlasst und veranstaltet wird und

Brainwalking

Zahlreiche Studien belegen, dass kognitive

Tätigkeiten wie Denken, Verarbeiten, Merken

durch Bewegung angeregt und gefordert

werden. Vor diesem Hintergrund ist

unter anderem das sogenannte „Brainwal-

rtz 07/2012

der „über kodifizierte Regeln Menschen

aus aller Welt bei der Ausübung ihres

Sports in vereinbarte Muster bindet“, immer

häufiger gegen die Regeln des „Fair

Play“ verstoßen wird – und dies von ganz

verschiedenen beteiligten Gruppierungen,

wobei dies in jeweils unterschiedlicher

Weise geschieht. Daraus resultiert für ihn

die Frage, inwieweit der Sport – und dabei

speziell der Hochleistungssport – in

seiner aktuellen Ausprägung überhaupt

noch gesellschaftlich verantwortbar ist. In

Form von Essays, in die wissenschaftliche

Erkenntnisse ebenso einfließen wie in der

Praxis getätigte Beobachtungen, beleuchtet

Prof. Helmut Digel unter anderem die

Entwicklung der Olympischen Spiele äußerst

kritisch, er diskutiert die Verantwortung,

die Sportorganisationen im Gesamtzusammenhang

zukommt, thematisiert

die „Versportlichung des Fernsehens“ sowie

sportökonomische Aspekte und nimmt

Stellung zur Frage „Ist der Kampf gegen

Doping sinnvoll?“ Abschließend führt der

king“ entwickelt worden, bei dem es sich

der Autorin des hier vorgestellten Buchs

zufolge um eine Methode handelt, „die

Wahrnehmung, mäßige körperliche Beanspruchung

und Umwelt mit Impulsen für

das Gehirn in Einklang bringt und alles zu

einem harmonischen Ganzen verschmelzen

lässt.“ Dabei ist es stets möglich, Ausmaß

und Intensität der Bewegung sowie

Schwierigkeitsgrad und Komplexität der

zu bewältigenden Aufgaben individuell

bzw. an die Rahmenbedingungen anzupassen.

Bettina M. Jasper stellt in „Brainwalking“

eine Vielzahl von Übungen vor,

die für die Durchführung in einer Gruppe

konzipiert wurden, die aber – in abgewandelter

Form – auch für Einzelpersonen

geeignet sind. Auf den „Denktouren“ wird

ein Großteil der Aufgaben in der Fortbewegung

ausgeführt, manche finden aber

auch als aktive Unterbrechungen am Platz

statt. Alle Praxis-Beispiele werden von der

Autorin nicht nur ausführlich beschrieben

und mit relevanten Anmerkungen versehen

(z.B. damit verbundene Ziele wie

das Training des Arbeitsgedächtnisses,

die olfaktorische Wahrnehmung oder die

Schulung des Reaktionsvermögens; wie

Autor Maßnahmen auf, deren Ergreifung

aus seiner Sicht erforderlich ist, um Sportvereine

zukunftsfähig zu machen, um die

von ihm in vielen Bereichen festgestellten

„Mängel“ zu beheben und um den Hochleistungssport

insgesamt in eine „faire“

Richtung zu entwickeln. „Fair Play“ regt

den Leser zweifelsohne zum Nachdenken

an – nicht nur, aber sicherlich gerade auch

während der Olympischen Spiele 2012 in

London.

Fair Play

Verantwortung im Sport

Helmut Digel

hellblau, 2011

A5, 288 Seiten,

zahlreiche farbige Abbildungen

ISBN: 978-3-937787-29-9

Preis: 29,90 Euro

CP

viele Personen sich maximal gleichzeitig

auf dem Spielfeld befinden sollten), sondern

sie verweist auch – sofern möglich

– auf Variationen und listet auf, welche

Materialien dafür erforderlich sind. Viele

der vorgestellten Übungen haben einen

direkten Bezug zur Umgebung, in der das

Brainwalking erfolgt. So geht es beispielsweise

darum, aus Gegenständen, die man

in der Natur wahrnimmt, Wortketten zu

bilden. Bedeutsame Aspekte im Hinblick

auf die Organisation und die Vorbereitung

von Brainwalking-Einheiten sind ebenfalls

Bestandteil des Buchs.

Brainwalking

Machen Sie Ihrem Gehirn Beine

Bettina M. Jasper

Meyer & Meyer Verlag, 2010

1. Auflage

160 Seiten, in Farbe, 150 Fotos, 5 Abbildungen,

1 Tabelle, Klappenbroschur, 16,5

x 24 cm

ISBN: 978-3-89899-548-1

Preis: 16,95 Euro

CP


6. RTB Fitness- und

Gesundheitskongress 2012

29./30.09.2012 in Mülheim an der Ruhr

RHEINISCHER TURNERBUND E.V.

Der Rheinische Turnerbund ist ein Landesturnverband im DTB

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine