kompack 06 25
KOMPACK 06 25 - von all about Automation über Carton Austria Award bis Wellpappe Austria Award - berichtet die aktuelle Ausgabe von KOMPACK
KOMPACK 06 25 - von all about Automation über Carton Austria Award bis Wellpappe Austria Award - berichtet die aktuelle Ausgabe von KOMPACK
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06/25
35 Jahre KOMPACK
212. Ausgabe
w w w . k o m p a c k . i n f o
Verpackung als Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe ... Seite 6
35 Jahre KOMPACK
-
wir bedanken uns bei unseren Partnern,
Lesern und Kunden
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
LEAD
THE PACK
MetsäBoard Classic FBB
ist das Verpackungsmaterial,
das immer liefert – jetzt mit
starker Bedruckbarkeit und
kleinem Fußabdruck.
Ein Klassiker, der Eindruck
macht – und Haltung zeigt.
metsagroup.com/lead-the-pack
Growth, with a future
An&fürsich ............................................................. 4
Meine Meinung
Verpackung ... ...................................................... 6
als Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
EFA-EnergySaver ... ........................................... 8
Kosten senken – in Sekunden berechnet
Zwei Designpreise für ... .......................................... 10
Toyota Traigo_i
Erfolgreiche Investition ... ..................................... 11
Ulrich Etiketten
„Verpackung des Jahres“ 2025 ... ......................... 12
4711 Echt Kölnisch Wasser
Höhere Effizienz ... .................................................. 13
dank maßgeschneiderter Lösungen
Bürokratie vereinfachen ............................................ 14
Neue Plattform
PROPAK Industrie ................................................... 16
Trendwende nicht in Sicht
Jubiläum ..................................................................... 18
Beumer Group
ProSweets Cologne ... ................................................. 20
Verpackung neu denken
4th Forum Unique Codes ............................................ 22
Kongress in Baden
all about automation ................................................... 24
Premiere in Wels
Carton Austria Award 2025 ........................................ 26
Preisverleihung
Großformat und ... ...................................................... 28
neuer Plotter
Pawel packing & logistics GmbH ... .......................... 33
verpackt Stahl und versendet eine ganze Produkition
SBTi validiert Klimaziele: ... ...................................... 34
Constantia Flexibles erreicht wichtigen Meilenstein
Warum ESG-Anforderungen ... ................................... 36
Lagerprozesse transformieren
Digital, strategisch, vorausschauend ... ....................... 40
Sevice neu definiert
Innovative Technologien für ... ................................... 42
effiziente Lebensmittelproduktion
Integrierte Ishida-Lösung für wiegen und ... ................. 44
und verpacken unterstützt Wachstum von Chips Way
Dank hängender Schilder läuft ... ................................. 46
Logistik rund bei Getränkegroßhändler
Partnerschaft zur Digitalisierung ... ............................ 48
der Flüssig- und Feststoffabfüllung
Neuer kompakter ... .................................................... 50
Schubmaststapler
Impressum
Istanbul
Wien
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99
Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Adrian Rudkiewic, Susan
Fretzer, Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2,
A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398
KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.
INHALT
19 Carton of the year
30 Wellpappe
Austria Awards 2025
Hirt
38 Neue
E-CommerceVerpackungen
Cover
06/25
35 Jahre KOMPACK
212. Ausgabe
w w w . k o m p a c k . i n f o
Verpackung als Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe ... Seite 6
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
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35 Jahre KOMPACK
-
wir bedanken uns bei unseren Partnern,
Lesern und Kunden
Lesen Sie
die Tietelstory
ab Seite 6
Der Umschlag dieser Ausgabe wurde auf einem Karton von MetsäBoard gedruckt.
Die weltweit führende
Plattform der Intralogistik
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Internationale Fachmesse für
Intralogistik-Lösungen und
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24. – 26. März 2026
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DETAILS
Discover the Difference
Foto: Studio Florian
… hoffe ich, dass wir noch nicht ganz so in die Jahre gekommen sind
wie dieser Steyr Traktor - obwohl eines muss man auch diesem lassen -
der ist nach wie vor im Einsatz und leistet brav seine Arbeit.
Auf alle Fälle darf ich mich an dieser Stelle bei allen Kunden, Lesern
und Partnern bedanken, die uns seit 35 Jahren die Treue halten - das
ist in der heutigen Zeit ja wahrlich nicht selbstverständlich.
Die Themen Logisitk, Verpackung und Umwelt, die uns seit der ersten
Ausgabe begleiten, sind aber auch aktueller denn je.
Sprachen wir kurz nach der ersten Ausgabe bereits darüber, wie wir
in Zukunft unsere Verpackungen richtig sammeln werden - in Deutschland
stand das Duale System am Start und in Österreich wurde die
ARA gegründet - und wie wir dies in Zukunft logistisch bewältigen
werden, so sind wir heute mit der Umsetzung der PPWR (Packaging
and Packaging Waste Regulation), die gerade europaweit in Kraft tritt,
mit ähnlichen Fragen beschäftigt.
Was KOMPACK schon immer begeistert hat, ist die stetige Weiterentwicklung
der Verpackung.
Von der Entwicklung der „normalen“ Schachtel bis hin zum Designerstück
- die Verpackungen entwickeln sich immer weiter (Immerhin
schaffte es eine österreichische Verpackung ja auch bis ins Museum of
Modern Art in London: Die von F.A. Porsche für Eudora Waschmaschinen
designte und von Donauwell umgesetzte Lösung war die
erste Waschmaschinenverpackung aus reiner Wellpappe.) Dies
bestätigen auch die aktuell ausgezeichneten Produkte, über die wir in
dieser Ausgabe wieder berichten. (Wellpappe Austria Award und Red
Dot Design Award)
4
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MACHER TREFFEN SICH
JÄHRLICH IN STUTTGART
03/24
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Nicht nur die Designs verändern sich - auch die Technik und die
Automatisierung. So wie damals Automatisierung noch kein Begriff in
der Branche war - es ist gar nicht so viele interpacks her, als Gerhard
Schuber den ersten Roboter in der Verpackungsbranche zeigte - schüttelten
damals noch viele ungläubig den Kopf, so ist heute der Roboter
aus einer Verpackungsstraße praktisch nicht mehr wegzudenken.
Selbst Stapler - früher reine Arbeitstiere - werden mittlerweile mit
Designpreisen ausgezeichnet und beweisen wie auch hier der Fortschritt
nicht halt macht. Auch dank dieser „Hebekünstler“ wurde die
Forschung im Elektro- und Wasserstoffbereich vorangetrieben.
Wenn dann die entwickelten Produkte auch noch wiederverwendet oder
sinnvoll recycelt werden, ist das umso besser und die Möglichkeiten,
die es mittlerweile in diesem Bereich gibt, sind sehenswert - gerade
auch in Österreich, wo modernste Recyclinganlagen laufen - worauf
wir, glaube ich, ein bischen stolz sein können. (stolz waren wir auch,
als unser Magazin es sogar bis in die ZiB geschafft hat)
Nicht ohne Stolz zeichnen wir auch seit mittlerweile fast zwanzig
Jahren umweltfreundliche Lösungen im Verpackungsbereich mit dem
Green Packaging Star Award aus und freuen uns jedes Jahr wieder
aufs Neue, uns von den aktuellsten innovativen Lösungen überraschen
zu lassen.
Auf weitere interessante Lösungen, über die wir wieder berichten
dürfen, freue ich mich schon jetzt und wünsche allen eine schöne
Adventzeit sowie ein frohes Fest und einen guten Start in das neue Jahr,
wo ich mich wieder auf ein Wiederlesen freue.
Ihr Harald Eckert
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ÜBERNAHME
Verpackung als Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe
Die DEKRA-zertifizierte Fahrzeugsperre für PKW und LKW auf Basis des Indutainer IBC bietet einen wirksamen Schutz bei Großveranstaltungen.
Der Ringmetall Geschäftsbereich IPL setzt mit der im Oktober 2025 erfolgten
Übernahme der Unternehmensgegenstände der Indutainer GmbH ein deutliches
Zeichen für Innovation und Wachstum. Die Integration der Unternehmensgegenstände
des nordrhein-westfälischen Anbieters für faltbare Industriecontainer in die
IPL-Gruppe verspricht nicht nur ein erweitertes Produktspektrum, sondern auch neue
Impulse für die Industrie und den Bevölkerungsschutz.
Die Übernahme der Unternehmensgegenstände
von
Indutainer durch die Ringmetall
SE markiert einen wichtigen
Meilenstein für die Verpackungsbranche.
Mit innovativen, faltbaren
IBC-Systemen, die weit über klassische
Industrieanwendungen hinausgehen,
setzt die IPL-Gruppe
neue Maßstäbe in Sachen Flexibilität,
Nachhaltigkeit und Kundennutzen.
Die Zukunft verspricht weiteres
Wachstum – und Lösungen, die den
Unterschied machen. Der Indutainer
IBC des Grevener Unternehmens
ist ein faltbares Containersystem,
das die Vorteile starrer (RIBC) und
flexibler (FIBC) Behälter in einem
Produkt vereint. Der intelligente
Faltcontainer wurde für den Transport
und die Lagerung von pastösen,
hochviskosen oder sedimentierenden
Produkten entwickwelt und
überzeugt durch seine Vielseitigkeit
und einfache Handhabung. Der faltbare
Industriecontainer ist verblüffend
einfach und genial zugleich.
Patentiertes System
Das patentierte System mit ausgeschäumtem
Doppelabstandsgewebe
sorgt für Standfestigkeit, während
die zentrale Bodenentleerung eine
nahezu vollständige Restentleerung
ermöglicht – ein klarer Vorteil gegenüber
herkömmlichen Lösungen.
Die Faltbarkeit des Systems reduziert
das Leervolumen um bis zu 90
Prozent, was Lager- und Transportkosten
erheblich senkt. Mit einem
Leergewicht von nur 7 bis 8 Kilogramm
und einer Aufbauzeit von
weniger als 90 Sekunden durch eine
Person ist der Indutainer IBC besonders
anwenderfreundlich. Die Innenfolie,
die als Primärverpackung
dient, wird werkseitig füllfertig
eingestellt und entfaltet sich beim
Befüllen selbstständig – das erhöht
die Prozesssicherheit und minimiert
Fehlerquellen.
Alternative Nutzung:
Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe
Im industriellen Einsatz überzeugt
das Produkt durch vielfache
Entleerungsmöglichkeiten und
hervorragende Restentleerung.
Besonders hervorzuheben ist die
alternative Nutzung des Indutainer
IBC als sinnvolle Ergänzung
der bekannten Einsatzmittel im
Bevölkerungsschutz und im Bereich
der Veranstaltungstechnik.
Feuerwehren, Katastrophenschutz,
Ordnungsbehörden und das Technische
Hilfswerk (THW) profitieren
von der Flexibilität und
Robustheit des Systems. Ob als
mobiles Löschwasserreservoir bei
Vegetationsbränden, als Hochwasserschutzbarriere
im Ziehharmonika-System,
als Mehrzweckbehälter
für Trinkwasser und Bergungsgüter
oder Ballast-Tank für Gerüst- und
Bühnenbau – der Indutainer IBC
ist ein echter Allrounder. Die DE-
KRA-zertifizierte Fahrzeugsperre
für PKW und LKW auf Basis des
Indutainer IBC bietet zudem einen
wirksamen Schutz bei Großveranstaltungen.
Im Crash-Test
absorbiert das mit Wasser gefüllte
System die Aufprallenergie und
verhindert, dass Trümmerteile zur
Gefahr werden. Die Mehrfachnutzung
und der einfache Austausch
der Innenfolie unterstreichen den
Nachhaltigkeitsgedanken des Produkts.
Synergien und Wachstumspotenzial
innerhalb der
IPL-Gruppe und Ringmetall SE
Durch die Integration von Indutainer
in die IPL-Gruppe – zu der bereits
Unternehmen wie NITTEL
Halle GmbH, Rhein-Plast GmbH,
Tesseraux Spezialverpackungen
und FIB Beer Systems BV gehören
– profitieren Kunden künftig von
einem noch breiteren Produktspektrum.
Das Motto „Better protection
for Liquids and solids“ wird durch
die Akquisition weiter mit Leben
gefüllt: Von flexiblen Innenhüllen
über Spezialverpackungen, Bagin-Box-Systemen,
Biertanks- und
INDUTAINER IBC:
Das Außengebinde besteht aus
beschichtetem PP- Bändchengewebe,
das feuchtigkeitsunempfindlich ist.
Fotos: Ringmetall Gruppe
6
06/25
Ob als mobiles
Löschwasserreservoir bei
Vegetationsbränden, als
Hochwasserschutzbarriere
im Ziehharmonika-System,
als Mehrzweckbehälter
für Trinkwasser und
Bergungsgüter oder Ballast-Tank
für Gerüst- und Bühnenbau – der
Indutainer IBC ist ein echter
Allrounder.
Innenhüllen bis hin zu innovativen
IBC-Systemen erhalten Kunden
maßgeschneiderte Lösungen und
Expertise aus einer Hand. Die Synergien
liegen auf der Hand: Bestehende
Kunden der IPL-Gruppe erhalten
Zugang zu neuen, innovativen
Verpackungslösungen, während Indutainer
(bisher 4 Mitarbeiter) von
der internationalen Vertriebsstruktur
und dem Know-how der Ringmetall
SE profitiert. Gleichzeitig erschließt
die Gruppe mit Behörden und Organisationen
des Bevölkerungsschutzes
neue Zielgruppen.
Mehr unter: www.ringmetall.de
oder: www.indutainer.com
Über die Ringmetall Gruppe
Ringmetall SE ist ein international führender Spezialanbieter in der Verpackungsindustrie.
Der Geschäftsbereich Industrial Packaging Liner bietet Hochsicherheits-Verschlusssysteme und Innenhüllen für Industriefässer für
die chemische, petrochemische, pharmazeutische und lebensmittelverarbeitende Industrie. Der Geschäftsbereich Industrial
Handling entwickelt anwendungsoptimierte Fahrzeugbauteile für das Handling und den Transport von Verpackungseinheiten.
Neben der Konzernzentrale in München ist Ringmetall SE weltweit vertreten durch Produktions- und Vertriebsniederlassungen in
Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien, der Türkei, den Niederlanden sowie China und den USA.
Weltweit erwirtschaftet Ringmetall SE einen Umsatz von rund 180 Mio. Euro pro Jahr.
Mehr unter: www.ringmetall.de
NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
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Verpackungstechnik
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06/25
7
NACHHALTIGKEIT
Energie sparen,
Kosten senken – in Sekunden berechnet
Der EFA-EnergySaver unterstützt EFAFLEX Kunden und zeigt Ihnen mit nur wenigen
Klicks Ihre potenziellen Energie-, CO 2 - und Kosten-Ersparnisse bei der Verwendung
eines effizienten und nachhaltigen Schnelllauftores im Vergleich zu einem herkömmlichen
Industrie-Sektionaltor.
Mit dem Ziel, die Energieeffizienz
von Gebäuden
langfristig und
nachhaltig zu verbessern, entwickelt
Efaflex Toranlagen, die Wärme- bzw.
Kälteverluste durch kurze Offenhaltezeiten
sowie sehr gute Dämm- und
Dichtungseigenschaften minimieren.
Reale Kostenersparnisse
Um die realen Kostenersparnisse
der Schnelllauftore gegenüber herkömmlichen
Sektionaltoren nachzuweisen,
hat Efaflex den EFA Energy-
Saver entwickelt. Der Saver vergleicht
EFAFLEX-Schnelllauftore
mit herkömmlichen Sektionaltoren.
Anhand von unterschiedlichen Faktoren
wie Torgröße, Anzahl der
Tore, Toröffnungen pro Tag, Produktivtage
pro Jahr und Heizkosten
pro Kilowattstunde ermittelt der
EFA-EnergySaver die möglichen
Einsparungen. Als wissenschaftliche
Grundlage dient dabei eine
Studie der Technischen Universität
München, die auf dem Gebiet der
energieeffizienten Gebäudeplanung
forscht. Das Tool ist mittlerweile
auch auf der Website frei zugänglich.
Berechnungsmuster
Bei einem Tor mit den Abmessungen
4,5 x 5 Meter und einem
angenommenen Energiepreis von
15 Cent pro Kilowattstunde lassen
sich bereits bei 20 Torzyklen pro
Tag bis zu rund 1.000 Euro und 1,67
Tonnen CO2 pro Jahr im Vergleich
zu einem herkömmlichen Industrie-
Sektionaltor einsparen. Steigt die
Nutzung auf 200 Öffnungen täglich,
erhöht sich die jährliche Ersparnis
auf bis zu rund 10.460 Euro und
über 17 Tonnen CO 2 .
Einsparungsmöglichkeit
Wenn man die derzeit besonders
hohen Energiepreise berücksichtigt
und mit einem Preis je kWh
von 25 Cent/kWh kalkuliert, steigt
die Einsparungsmöglichkeit durch
ein Schnelllauftor bei 20 Öffnungen
am Tag auf bis zu rd. € 1.700,-- bei
40 Öffnungen am Tag auf bis zu €
3,700,-- und bei 200 Öffnungen/Tag
sogar auf bis zu € 17.400,-- pro Jahr.
1955 startete ALPLA in der Waschküche der Familie Lehner
in Hard die Produktion von Kunststoffverpackungen.
Die Grafik zeigt deutlich: Der Einsatz eines Schnelllauftores zahlt sich gleich mehrfach aus.
Je häufiger ein Tor pro Tag geöffnet und geschlossen wird, desto größer sind die
Einsparungen – sowohl bei den Energiekosten als auch beim CO 2 -Ausstoß.
Hohe Öffnungs
und- Schließgeschwindigkeit
bedarf erheblich. Das bedeutet nicht
nur geringere Betriebskosten, sondern
auch einen wichtigen Beitrag
Ihr Tor zu mehr Nachhaltigkeit
Der Grund dafür liegt in der hohen
Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit
der Schnelllauftore: Sie ministützen
2
zum Klimaschutz. „Damit unter-
Mit Schnelllauftoren Energie, CO und Kosten sparen
wir Unternehmen auf dem
mieren Wärmeverluste zwischen Weg zu mehr Nachhaltigkeit.“ erklärt
der österreichische Geschäfts-
Innen- und Außenbereichen und
reduzieren damit auch den Energie- führer Heinz Siegel stolz.
Nachhaltiger Betrieb
innerhalb kurzer Zeit
Eine Investition in ein Schnelllauftor
rechnet sich daher in kurzer
Zeit – durch niedrigere Energiekosten,
gesteigerte Effizienz und
nachhaltigen Betrieb.
Forschungsprojekt
Im Rahmen eines Forschungsprojekts
wurde die bestehende Studie
der TU München durch zusätzliche
Messungen an Toren und Hallen
erweitert und vertieft. Die gewonnenen
Daten wurden in das Rechenmodell
integriert, um eine noch
präzisere Bewertung der Einsparpotenziale
zu ermöglichen. Dabei
bleiben die internen Lasten, sowie
das bauphysikalische Gebäudemodell
unberücksichtigt.
Mehr unter:
www.efaflex.at
8 06/25
Tetra Pak® bringt Factory OS auf den Markt, um
Das Automatisierungs- und Digitalisierungsportfolio der nächsten Generation von Tetra
Pak®, Factory OS, liefert kontextbezogene Echtzeit-Einblicke für intelligentere und
schnellere Entscheidungen in der Lebensmittel- und Getränkeherstellung.
TECHNIK
die Produktion für KI vorzubereiten
Tetra Pak hat auf der Gulfood
Manufacturing Messe
in Dubai sein Portfolio der
nächsten Generation für Automatisierung
und Digitalisierung (A&D)
vorgestellt: Tetra Pak® Factory
OS. Diese neue Reihe modularer,
offener und skalierbarer Smart-
Factory-Technologien wird die
Produktion von Lebensmitteln und
Getränken (F&B) revolutionieren
und den Grundstein für KI-fähige
Fabriken legen.
Höhere
Gesamtanlageneffektivität
Eine aktuelle Vergleichsstudie 1
zeigt, dass hochautomatisierte Getränkefabriken
im Vergleich zu weniger
automatisierten Anlagen eine
um 20 % höhere Gesamtanlageneffektivität,
45 % weniger Produktabfälle
und 20 % weniger Stillstände
Foto: TETRA PAK
der Verpackungslinien erzielen.
Dennoch haben viele Hersteller
aufgrund begrenzter digitaler Fachkenntnisse
und der Schwierigkeit,
Anbieter von ganzheitlichen Endto-End-Lösungen
mit Branchenexpertise
zu finden, Probleme mit der
Einführung von Automatisierung.
Tetra Pak® Factory OS schließt
diese Lücke, indem es fortschrittliche
Technologien mit fundiertem
Know-how im Bereich Lebensmittel
und Getränke kombiniert. Das
hilft Herstellern dabei, den Kostendruck
zu bewältigen, Nachhaltigkeitsziele
zu erreichen und sich auf
die KI-gesteuerte Fertigung vorzubereiten.
Herzstück
Das Herzstück des Portfolios der
nächsten Generation ist eine neue
Datenintegrationsplattform, die auf
offenen Technologien, leistungsstarken
Analysen und Industriestandards
basiert. Sie verbindet
Anlagen und Systeme im gesamten
Werk und bietet eine einheitliche
Echtzeitansicht. Dadurch können
Lebensmittel- und Getränkehersteller
eine gleichbleibende Produktqualität
liefern, die Effizienz
steigern, den Energieverbrauch
senken und die Total Cost of Ownership
reduzieren.
Mehr unter: www.tetrapak.com
1 Tetra Pak Studie: How automation improves efficiency, quality and
waste https://www.tetrapak.com/content/dam/tetrapak/media-box/global/en/gated/automation/automation-digitalproducts/
automation-digital-solutions/documents/comperative-study-improvements-through-automation-v2.pdf
06/25
9
AUSZEICHNUNG
Zwei Designpreise für den Toyota Traigo_i
Der Elektro-Gegengewichtsstapler mit integrierter Lithium-Ionen-Technologie
überzeugt beim German Design Award 2026 und beim Red Dot Design Award
2025. Der neue Toyota Traigo_i setzt Maßstäbe in Design und Innovation:
Nach dem Red Dot Design Award 2025 gewinnt der Elektro-Gabelstapler mit
Lithium-Ionen-Technologie nun auch den German Design Award 2026. Damit
bestätigt das Flaggschiff von Toyota Material Handling seinen Spitzenplatz als
eines der modernsten und ästhetisch überzeugendsten Industrieprodukte seiner
Klasse.
Die nächste Generation des
Elektro-Gabelstaplers Toyota
Traigo_i von Toyota
Material Handling Europe, wurde
mit dem German Design Award
2026 in der Kategorie „Exzellentes
Produktdesign – Industrie“ ausgezeichnet.
Nach dem Gewinn des
Red Dot Design Award 2025 erhält
der Traigo_i damit bereits die zweite
internationale Designauszeichnung
und festigt seine Position als
eines der innovativsten und ästhetisch
anspruchsvollsten Industrieprodukte
seiner Klasse.
Design, das
Innovation sichtbar macht
Als Flaggschiff der neuen Traigo48-Baureihe
wurde der Traigo_i
von Grund auf für den Einsatz mit
integrierter Lithium-Ionen-Technologie
konzipiert. Sein Design ist
von der ikonischen Form des Katanas,
des japanischen Schwerts,
inspiriert – erkennbar in der klaren,
dynamischen Rahmenlinie und
dem markant gestalteten Kabinenprofil.
Das Ergebnis ist nicht nur eine
ausdrucksstarke Formensprache,
sondern auch ein ergonomischer
Mehrwert für den Fahrer.
Innovationskraft
„Wir sind stolz darauf, dass unser
neuer Elektro-Gabelstapler
Traigo_i gleich zwei renommierte
Designpreise gewonnen hat – ein
Beweis für die Innovationskraft
und Einzigartigkeit dieses Produkts“,
sagt José Maria Gener, Vice
President Sales & Marketing bei
Toyota Material Handling Europe.
„Der Traigo_i ist mehr als ein leistungsstarker
Stapler – er steht für
Produktivität, Effizienz und ein
Fahrerlebnis auf neuem Niveau. Innovation
mit Sinn und Zweck – ein
Meilenstein für alle, die Leistung
und Wert schätzen.“
Red Dot Design Award
Der Red Dot Design Award zählt
Fotos: © Toyota Material Handling
zu den größten internationalen Designwettbewerben.
Sein ikonisches
Red Dot-Label gilt weltweit als
anerkanntes Zeichen für Qualität
und herausragendes Design. Die
German Design Awards, die seit
2012 vom Rat für Formgebung verliehen
werden, gehören ebenfalls
zu den renommiertesten globalen
Wettbewerben. Ausgezeichnet werden
Produkte, Kommunikationslösungen
und architektonische Entwürfe,
die in Form, Funktion und
Nutzererlebnis Maßstäbe setzen.
Der Traigo_i konnte die Jury gleich
zweimal überzeugen – mit seiner
außergewöhnlichen Designqualität,
die modernste Leistungsfähigkeit
mit einem ergonomischen Gesamtkonzept
verbindet und das Fahrerlebnis
neu definiert.
Leistung trifft Ergonomie
Der Toyota Traigo_i wurde speziell
für Lithium-Ionen-Batterien
entwickelt. Die kompakt integrierte
Batterie schafft zusätzlichen Raum
und sorgt für mehr Beinfreiheit –
ideal für lange Schichten. Die beidseitig
offene, vibrationsgedämpfte
Fahrerkabine bietet optimalen
Schutz, klare Sicht und hohen
Komfort. Ein reduziertes Armaturenbrett,
ein kleines Lenkrad und
ein optionaler Touchscreen ermöglichen
eine intuitive und effiziente
Bedienung.
Herausragende Merkmale:
• Integrierte Lithium-Ionen-
Batterie für schnelles und
effizientes Laden
• SyncoDrive von Toyota:
eine Kombination aus modernsten
Antriebsmotoren und intelligenter
Steuerung für maximale
Energieeffizienz
• Vollständig entkoppelte Fahrerkabine
für höchsten Fahrkomfort
José Maria Gener, Vice President
Sales & Marketing bei Toyota
Material Handling Europe
• Individuell anpassbare Armlehne
mit verschiedensten Bedienmöglichkeiten
der Hydraulik und
integriertem Multifunktionsdisplay
(optional mit Farb-Touchscreen)
• Optionales Freisicht Glasdach für
optimale Sicht und Sicherheit
Diese Eigenschaften machen den
Traigo_i nicht nur zu einer Designikone,
sondern zu einer wegweisenden
Lösung für moderne Intralogistik.
Ein Ausdruck
der Kaizen-Philosophie
Mit den Auszeichnungen beim
Red Dot und German Design
Award bekräftigt Toyota sein Engagement
für Kaizen – die kontinuierliche
Verbesserung. Der Traigo_i
vereint Energieeffizienz, ergonomisches
Design und technologische
Innovation in einem durchdachten
Gesamtkonzept. Toyota Material
Handling Europe - bereits vielfach
für herausragendes Design prämiert
- setzt damit erneut Maßstäbe in
der Gestaltung zukunftsweisender
Flurförderzeuge. Die Preisverleihung
des German Design Award
2026 findet am 6. Februar 2026 in
Frankfurt am Main statt – zeitgleich
mit der Ernennung der Stadt zur
Weltdesignhauptstadt 2026.
Mehr unter:
www.toyota-forklifts.at
10 06/25
MESSEN
Erfolgreiche Investition
Nach einem gelungenen Messeauftritt auf der FachPack, bei dem neben den nachhaltigen
Verpackungslösungen insbesondere die bis zu siebenseitigen Multilayer-Etiketten, die
auf der heuer installierten Flexo-Etikettendruckmaschine produziert werden, im Mittelpunkt
standen, befindet man sich bereits wieder in der Vorbereitung auf die erste Messe
im nächsten Jahr – die Austro Vin in Tulln – wo das Ulrich-Team erneut seine Lösungen
präsentieren wird.
Mit der Investition in unsere
neue Flexo-Hightech-
„ Anlage zu Jahresbeginn
haben wir einen bedeutenden Technologiesprung
gemacht,“ erklärt
Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich.
„Die neue Maschine ermöglicht die
Produktion hochpräziser, mehrschichtiger
Etiketten aus Papier und
Kunststoff – in drei-, fünf- oder siebenseitiger
Ausführung, insbesondere
für komplexe Anwendungen.
Durch die Bündelung mehrerer
Informationen auf einem Etikett
reduzieren wir die Variantenvielfalt
(SKUs) und schaffen so mehr
Effizienz und Flexibilität. Das
unterstützt unsere Kunden dabei,
Verpackung und Kommunikation
intelligent miteinander zu verbinden.
Die Kunden nutzen diese
Möglichkeiten bereits, weshalb wir
hier von einer gelungenen Investition
sprechen können.“ Nach dem
erfolgreichen Messeauftritt steht
bereits fest: Ulrich wird auch auf
der nächsten FachPack wieder vertreten
sein.
Austro Vin
Mit maßgeschneiderten Etikettenlösungen,
technischen Veredelungsmöglichkeiten
und einem
bewährten, eigens entwickelten
QR-Code-Service für Kennzeich-
Ulrich
Messeteam auf der FachPack
nungsvorschriften liegt der Fokus
auf Innovation und Präzision. Ulrich
bietet zukunftsorientierte Lösungen
für höchste Ansprüche und
präsentiert diese auf der kommenden
Messe Austro Vin in Tulln von
29. bis 31. Jänner 2026. Auf 18.000
m² präsentieren 240 Fachaussteller
aus 14 Nationen mit 450 Marken
die gesamte Wertschöpfungskette
für den Wein- und Obstbau.
Mehr während der Messe:
Halle 05 / Stand 515 oder
vorab unter: www.ulrich.at
Ulrichs Lösung – Innovation auf bis zu 7 Seiten
06/25
11
VERPACKUNGSDESIGN
„Verpackung des Jahres“ 2025
Nach exakt 230 Jahren im Handel ist die Weltmarke aus der Kölner Glockengasse nicht
nur der Inbegriff der Duftkategorie des „Eau de Cologne“. Sondern der Designklassiker
präsentiert sich mit stolzen 205 Jahren Designtreue auch visuell mehr denn je als eine
der selbstähnlichsten und einprägsamsten Designikonen der gesamten Markenwelt.
Die hohe Qualität und der Mut zur Weiterführung des historischen Markendesigns von
„4711 Echt Kölnisch Wasser“ überzeugten die Jury der „Verpackung des Jahres“, die
die Auszeichnung im Rahmen des 28. Deutschen Verpackungsdialogs im Deutschen
Verpackungsmuseum in Heidelberg verlieh.
Beeindruckend ist die beständige
Gültigkeit der
Formensprache, die ohne
Abstriche oder Kompromisse weiter
zum Einsatz kommt“, begründete
Museumsdirektor Hans-Georg
Böcher die Entscheidung. Für das
herstellende Unternehmen Mäurer
& Wirtz GmbH & Co. KG nahm
CEO Stephan Kemen die Ehrung im
Empfang.
„
Kölnisch Wasser mit Tradition
Der Duft, der Weltruhm erlangen
sollte, ist seit 1795, also seit exakt
230 Jahren im Verkauf. In überraschend
kurzer Zeit konnte sich der
neue, leichtere Typ des „Eau de Cologne“
gegen die schweren Düfte der
Barockzeit durchsetzen. So hat sich
die Marke „4711“ quasi im Handumdrehen
zu einer internationalen
Größe der Parfum-Welt entwickelt.
Prägende Verpackung
Zunächst dienten noch die traditionellen
„Rosoli-Flaschen“ als Packmittel.
Dies waren schlanke Phiolen,
wie sie seit der Antike weitgehend
unverändert gebräuchlich waren.
Fotos: MAEURER & WIRTZ GmbH & Co. KG
Der Nachteil der Phiolen bestand
darin, dass sie nur liegend bewahrt
werden konnten und der Marke eine
ungenügende Werbe-Fläche für das
Etikett boten (im Marketing spricht
man heute vom „Facing“). Phiolen
waren schon vor über 2.000 Jahren
das „Standard-Packmittel“ der
teuren Düfte. Sie sind bis heute
in vielen Varianten – zumeist für
Duftproben – im Einsatz. Markenprägend
waren sie nie. Doch dann
wurde das Haus „4711“ zu einem
Pionier der Branche.
Neues Gesicht
Im Jahre 1820, als Europa nach
den Napoleonischen Kriegen im
„Wiener Kongress“ ein modernes
Gesicht fand, wurde die Geschäftsleitung
von „4711“ in Köln tätig
und gab auch dem Duft ein neues
Gesicht. Die Stadt Köln hatte den
Hersteller des Erfrischungswassers
unter Druck gesetzt, die Rezeptur
offenzulegen, da das „wundersame“
Wasser damals vielfach innerlich
eingenommen wurde. Der Offenlegung
widersetzte sich Wilhelm
Muelhens und entschied, dass die
Marke einen Neubeginn nehmen
sollte. Muelhens bewarb fortan ausschließlich
die äußere Anwendung
als erfrischendes Duftwasser und
machte sich gemeinsam mit seinem
Destillateur Peter Heinrich Molanus
ans Werk. Beide entwickelten eine
völlig neuartige, markenspezifische
Flasche, die als Flakon typenprägend
wurde.
Molanus-Flasche
Diese sechseckige Flasche, in der
Branche anerkennend „Molanus-
Flasche“ genannt, sollte Geschichte
schreiben. Als erstes Unternehmen
der Welt stellte „4711“ den Flakon
von den altertümlichen, nur liegend
lagerbaren „Rosoli-Flaschen“ auf
die berühmte Molanus-Flasche um.
Die sechseckige Form erleichterte
fortan die Aufbewahrung, den Gebrauch
und den Transport der Flaschen
– und ermöglichte zudem die
Anbringung großflächiger Etiketten,
wie sie später auch der Wettbewerb
verwendete. Ein Meilenstein in der
Designgeschichte des Parfums.
Wegbereiter im Flaschendesign
Klug gestaltete Flakons blieben
in der sehr traditionsverhafteten
Handelsgeschichte des Parfums vor
1900 eine Seltenheit. Es sollte eine
Generation dauern, bis mit Pierre-
François-Pascal Guerlain ein weiterer
Hersteller einen erfolgreichen
Flakon kreierte. Der 1853 für Kaiserin
Eugénie entwickelte „Bienenkorb-Flakon“
war zunächst jedoch
ein Gefäß zum Eigengebrauch, um
das „Eau de Cologne Impériale“ der
Kaiserin aufzubewahren und zur
Anwendung zu bringen. Erst später
entwickelte sich hieraus ein kommerzielles
Marken-Design, wie es
„4711“ schon Jahrzehnte vorher nutzen
konnte.
Farben
Neben der vorbildgebenden Flasche
sind die spezifischen Farben
eine weitere Signatur der Weltmarke
„4711 Echt Kölnisch Wasser“. Die
aufwändige, bewegte Ornamentik
des Etiketts zeigt sich in intensivem
Bremerblau und Gold. Die abgebildeten
Medaillen sind eine kleine
Auswahl der zahlreichen Auszeichnungen,
die „4711 Echt Kölnisch
Wasser“ auf Weltausstellungen von
Philadelphia bis Melbourne erworben
hat. Auch die wertige, goldene
Verschlusskappe und das rote Siegel
verbürgen die Echtheit des Duftklassikers.
Neue Duftkreation
Der typische „Cologne-Akkord“
hat als Duftkreation eine neue Kategorie
geprägt. In Verbindung mit
der hohen Signifikanz seines Auftritts
konnte „4711 Echt Kölnisch
Wasser“ als Pioniermarke zu einem
Meilenstein unter den Eaux de Cologne
werden, ja zu einem Meilenstein
in der Duftkreation überhaupt.
Das komplexe, selbstähnliche Erscheinungsbild
dieser Marke hat einer
ganzen Gattung von Düften zur
Durchsetzung verholfen – den leichten
„Colognes“.
Markenauftritt
Von Beginn an hatte das innovative
Produkt den Markt demnach
als echter Markenartikel betreten.
Dessen „Selbstähnlichkeit“, wie es
die Experten nennen, legt Zeugnis
von einem beispielhaften Beharrungsvermögen
ab, das über einen
Zeitraum von 205 Jahren am Markt
weltweit wohl einmalig sein dürfte.
Die sechseckige Molanus-Flasche
und die Farbsignatur einer typischen
Verbindung von Bremerblau mit
Gold haben die ikonische Marke
schon in ihren frühesten Anfängen
geprägt. Bis heute hat sich der Markenauftritt
dieser klassischen Marke
allenfalls in Nuancen und unter sehr
behutsamer Führung weiterentwickelt.
Mehr unter:
www.verpackungsmuseum.de
12
06/25
Fotos:
links: Eine frühe Version der Molanus-Flasche (ca. 1835-1840)
rechts: Dank behutsamer Markenführung blieb das Design der Flasche bis heute nahezu unverändert
Höhere Effizienz
dank maßgeschneiderter Lösungen
SERVICE
Ineffiziente Vakuumsysteme können zu höheren Kosten oder sogar Produktionsunterbrechungen
führen. Der kostenlose Vacuum Diagnostics Service von Busch
Vacuum Solutions bewertet die Systemleistung und gibt Verbesserungsvorschläge,
die für einen zuverlässigen und effizienten Betrieb sorgen.
Viele Branchen vertrauen auf
Vakuumsysteme, um ihre
Produktionsziele zu erreichen.
Stabile Prozesse mit geringem
Energieverbrauch, hoher Verfügbarkeit
und effizientem Betrieb
sind dabei erfolgsentscheidend. Zu
diesem Zweck hat Busch Vacuum
Diagnostics eingeführt, einen einzigartigen
kostenlosen Service zur
systematischen Bewertung und Optimierung
von Vakuumequipment.
Vakuumsystem
Ein Vakuumsystem ist mehr
als nur eine Vakuumpumpe. Es
besteht aus miteinander verbundenen
Komponenten wie Ventilen,
Messgeräten, Verrohrungen und
Steuereinheiten, die jeweils die
Gesamtleistung und -effizienz beeinflussen.
Da jede Anwendung mit
spezifischen Anforderungen einhergeht,
erzielen standardisierte Lösungen
oft nicht die besten Ergebnisse.
Deshalb beginnt bei Busch
der Prozess der Entwicklung einer
neuen oder der Optimierung einer
bestehenden Vakuumlösung mit
einer detaillierten Bewertung des
individuellen Systems und seiner
Betriebsbedingungen.
Systembewertungen
als erster Schritt
Vacuum Diagnostics umfasst
eine umfassende Bewertung der
gesamten Vakuuminstallation vor
Ort. Dazu gehören Sichtprüfungen
Die Busch Group ist weltweit einer der größten Hersteller von
Vakuumpumpen, Vakuumsystemen, Gebläsen, Kompressoren und
Abgasreinigungssystemen. Unter ihrem Dach vereint sie die beiden
bekannten Marken Busch Vacuum Solutions und
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.
und Leistungsbeurteilungen zur
Ermittlung von Ineffizienzen, Energieverlusten
und Möglichkeiten
zur Produktivitätssteigerung. Die
Bewertung umfasst sowohl das vorhandene
Equipment als auch das
allgemeine Systemdesign.
Empfehlungen
Nach der Bewertung erhalten
die Betreiber kostenlose Empfehlungen
im Rahmen des Vacuum
Diagnostics Service. Diese können
Ziele wie die Reduzierung des Energieverbrauchs,
die Senkung des
Geräuschpegels oder die Verbesserung
der Zykluszeiten umfassen.
Die definierten Prioritäten dienen
dann als Grundlage für mögliche
Verbesserungen.
Lösungen statt Produkten
Im Anschluss an die Festlegung
der Anforderungen haben Kunden
die Möglichkeit, fortzufahren
und die vorgeschlagenen Verbesserungen
in Auftrag zu geben. Die
Ingenieure von Busch arbeiten eng
mit den Kunden zusammen, um
maßgeschneiderte Maßnahmen umzusetzen.
Je nach System kann dies
ein Upgrade auf energieeffiziente
Vakuumpumpen, die Integration variabler
Drehzahlantriebe, eine Verbesserung
der Steuerungssysteme,
die Optimierung von Wartungsplänen
oder die Einführung digitaler
Überwachungstools beinhalten.
Servicenetz
Mit diesen Maßnahmen sollen
Spitzenleistung, geringere Betriebskosten
und minimale Stillstandszeiten
sichergestellt werden. Optionale
Schulungen und langfristige
Überwachung tragen dazu bei, diese
Verbesserungen zu sichern, unterstützt
durch das globale Servicenetz
von Busch.
Mehr unter:
www.buschvacuum.com
Bild: Busch Vacuum Solutions
Mithilfe des Vacuum Diagnostics Service können ungenutzte
Potenziale in bestehenden Systemen identifiziert sowie ein nachhaltigerer
und kostengünstigerer Betrieb ermöglicht werden.
06/25
13
PPWR
I
Bürokratie vereinfachen
I N T E R V I E W
Die EU-Verpackungsverordnung setzt Unternehmen unter Druck. Eine neue
Plattform nutzt den Testmarkt Österreich um Bürokratie zu vereinfachen. Die
Plattform versteht sich als „One-Stop-Shop“ für Kreislaufwirtschaft und EPR-
Compliance. Statt sich mit unterschiedlichen Vorschriften in jedem EU-Land
auseinanderzusetzen, können Unternehmen ihre Pflichten künftig zentral und
digital erfüllen – in einem Bruchteil der bisherigen Zeit. Wie das funktionieren
soll wollte KOMPACK vom Geschäftsführer der neuen Plattform Circular Pro
(https://circular-pro.com) wissen.
KOMPACK: Sie starten eine
neue Plattform, die Verpackungslizenzen
und ERP-Meldungen
vollautomatisch abwickelt. Wie
kann man sich das vorstellen – bis
jetzt steckte oft wochenlange Arbeit
hinter einer korrekten Meldung
– jetzt soll dies in 10 Minuten
möglich sein?
Christian Abl: Die Komplexität
liegt nicht im Prozess selbst, sondern
darin, dass Unternehmen nicht
wissen, was sie tun müssen, welche
Systeme zuständig sind und welche
Daten sie brauchen. Genau diese
Komplexität haben wir in eine intelligente
Software gepackt. Konkret
funktioniert das so: Sie laden Ihre
Verpackungsdaten auf unserer Plattform
hoch, unsere Software analysiert
diese automatisch und berechnet
die korrekten Lizenzgebühren.
Die Plattform wählt dann automatisch
das richtige Sammelsystem aus
und wickelt die komplette Registrierung
ab. Was früher externe Berater,
endloses E-Mail-Pingpong und viel
Ungewissheit bedeutete, läuft jetzt
in einem standardisierten, digitalen
Prozess ab. Die Wochen, die Unternehmen
bisher brauchten, waren ja
nicht produktive Arbeitszeit – es war
Wartezeit, Abstimmung, Unsicherheit.
KOMPACK: Studien zeigen –
Unternehmen unterschätzen den
auf Sie zukommenden Verwaltungsaufwand
– glauben Sie wirklich
Unternehmen können jetzt in
10 Minuten damit fertig sein? Haben
die Unternehmen überhaupt
die richtigen Daten?
Christian Abl: Das ist eine berechtigte
Frage: Die 10 Minuten
gelten für Unternehmen, die ihre
Verpackungsdaten bereits strukturiert
vorliegen haben. Und genau
hier liegt oft das Problem – viele
Unternehmen haben diese Daten
nicht sauber aufbereitet. Aber auch
Geschäftsführer Christian Abl / Foto: Raan_GmbH
das haben wir mitgedacht: Unsere
Plattform hilft Unternehmen dabei,
ihre Daten zu strukturieren. Wir
bieten Vorlagen, Leitfäden und intelligente
Upload-Funktionen, die
häufige Fehler automatisch erkennen.
Wenn ein Unternehmen seine
Daten das erste Mal aufbereitet,
kann das natürlich länger dauern
– aber dieser Aufwand fällt nur
einmal an. Danach ist jede weitere
Meldung, jeder weitere Markt tatsächlich
eine Sache von Minuten.
Der eigentliche Mehrwert: Unternehmen
wissen durch unsere Plattform
überhaupt erst, welche Daten
sie brauchen. Das war bisher oft
die größte Hürde.
KOMPACK: Auf der digitalen
„One-Stop-Shop“ Lösung können
Unternehmen Ihre Verpackungsdaten
hochladen – können hier
nicht leicht Fehler passieren?
Christian Abl: Natürlich kann
man nie ausschließen, dass falsche
Daten hochgeladen werden – aber
genau dafür haben wir mehrere Sicherheitsmechanismen
eingebaut.
Unsere Software prüft die hochgeladenen
Daten automatisch auf
Mit Circular Pro startet in Österreich eine neue Plattform, die
Verpackungslizenzen und EPR-Meldungen vollautomatisiert abwickelt.
Foto: Circular Pro
Plausibilität und Vollständigkeit.
Wenn etwas nicht stimmt, weist das
System sofort darauf hin. Außerdem:
Die Fehlerquote ist bei einem digitalisierten,
standardisierten Prozess
deutlich geringer als bei manueller
Bearbeitung über E-Mails und Excel-Listen.
Früher mussten Daten
mehrfach übertragen werden – von
der internen Erfassung zum Berater,
vom Berater zum Sammelsystem. Jede
Schnittstelle war eine potenzielle
Fehlerquelle. Bei uns gibt es nur einen
Upload, eine Verarbeitung, eine
Übermittlung. Und ganz wichtig:
Die Software kennt alle aktuellen
Vorschriften, alle System-Anforderungen,
alle Updates in Echtzeit.
Ein menschlicher Berater kann nicht
in fünf Ländern gleichzeitig alle Änderungen
im Blick haben. Unsere
Plattform schon.
KOMPACK: Wie funktioniert
eigentlich ihr Geschäftsmodell
– sprich wie erwirtschaften Sie
Geld?
Christian Abl: Unser Modell ist
bewusst transparent gehalten: Die
Registrierung auf der Plattform ist
kostenlos. Wir wollen die Einstiegshürde
so niedrig wie möglich halten.
Wir verdienen primär an Vermittlungsprovisionen
– wenn ein Unternehmen
über uns eine Verpackungslizenz
bei einem Sammelsystem abschließt,
erhalten wir eine Provision
von diesem System. Das Unternehmen
zahlt also nicht mehr als vorher,
wir werden vom Sammelsystem vergütet.
Zusätzlich bieten wir Premium-Services
an: Der Bevollmächtigten-Service
für ausländische Firmen,
die in Österreich keinen Sitz haben,
erweiterte Reporting-Funktionen für
größere Unternehmen mit komplexen
Anforderungen, oder individuelle
Beratungsleistungen. Aber das
Grundprinzip bleibt: Unternehmen
zahlen nur für das, was sie wirklich
brauchen.
14 06/25
| FT02G |
XTS Hygienic:
Vorsprung in hygienisch
anspruchsvollen
Umgebungen
KOMPACK: In einer ersten
Testphase seit Jahresbeginn haben
sich bereits „mehrere hundert“
Firmen registriert – wie sind die
ersten Erfahrungen?
Christian Abl: Die Resonanz hat
unsere Erwartungen übertroffen.
Wir haben in der Testphase bereits
einen sechsstelligen Umsatz erzielt,
was zeigt, dass der Bedarf enorm ist.
Was uns besonders freut: Das Feedback
ist durchweg positiv. Nicole
Ruttmann von Bauerfeind hat es treffend
formuliert: „Früher brauchten
wir externe Beratung und mehrere
Wochen. Jetzt erledigen wir das
selbst in wenigen Minuten.“ Genau
solche Rückmeldungen bestätigen,
dass wir ein echtes Problem gelöst
haben. Interessant ist auch: Viele
Unternehmen haben sich registriert,
weil sie durch unsere Plattform
überhaupt erst erfahren haben, dass
sie meldepflichtig sind. Besonders
im E-Commerce-Bereich herrscht
noch viel Unwissenheit über die
Pflichten in verschiedenen Märkten.
Insofern ist Circular Pro nicht nur
eine Effizienzlösung, sondern auch
ein wichtiges Aufklärungstool.
KOMPACK: Gerade mit Blickrichtung
PPWR sagen Sie das
Ihre Lösung doppelt relevant ist
– warum?
Christian Abl: Der Countdown
läuft: Ab August 2026 greifen mit
der neuen EU-Verpackungsverordnung
PPWR-Regelungen, die weit
über das hinausgehen, was wir
heute haben. Einwegpfand wird
zur Pflicht, neue Recycling-Quoten
kommen, Textilien fallen unter die
erweiterte Herstellerverantwortung.
Das heißt die Komplexität wird
massiv zunehmen. Unternehmen,
die schon heute Schwierigkeiten
haben, ihre aktuellen Verpflichtungen
zu managen, werden 2026
völlig überfordert sein – es sei denn,
sie nutzen automatisierte Lösungen
wie unsere. In der Folge müssen
viele Unternehmen ihre gesamten
Prozesse überdenken – von der
Produktentwicklung bis zur Entsorgung.
Wer sich jetzt mit dem Thema
beschäftigt und eine digitale Infrastruktur
aufbaut, ist vorbereitet.
Wer bis 2026 wartet, wird ein böses
Erwachen erleben. Wir bauen Circular
Pro bewusst so auf, dass wir
diese neuen Anforderungen nahtlos
integrieren können. Unternehmen,
die heute bei uns registriert sind,
sind automatisch auch für die PP-
WR-Anforderungen gerüstet.
KOMPACK: Wer steht eigentlich
hinter Circular Pro?
Christian Abl: Circular Pro ist
keine externe Tech-Lösung, die von
außen in die Branche kommt, sondern
wurde von der Raan-Gruppe
entwickelt – einer Unternehmensgruppe,
die seit über 30 Jahren
im Bereich Kreislaufwirtschaft
und Sammelsysteme tätig ist. Wir
kommen also aus der Branche und
kennen das Geschäft von innen.
Das ist ein entscheidender Unterschied:
Wir verstehen nicht nur
die technische Seite, sondern auch
die rechtlichen Anforderungen,
die Systematik der verschiedenen
Sammelsysteme in Europa und die
spezifischen Herausforderungen
der Unternehmen. Diese Expertise
fließt direkt in die Plattform ein. Ich
selbst bin Geschäftsführer von sowohl
Reclay als auch Circular Pro
und bringe jahrelange Erfahrung
in diesem Bereich mit. Unser Team
vereint Expertise aus Kreislaufwirtschaft,
Recht, IT und E-Commerce
– genau diese interdisziplinäre Aufstellung
braucht es für eine Lösung,
die wirklich funktioniert.
KOMPACK: Danke für das
Gespräch.
www.beckhoff.com/xts-hygienic
Hochflexibel und ideal für den Einsatz in der Lebensmittel- oder
Pharmaindustrie: Das intelligente Transportsystem XTS Hygienic
kombiniert die Vorteile eines individuellen Produkttransports durch
bewährte XTS-Technologie mit der hohen Schutzart IP69K und
einem hygienegerechten Design. Alle Oberflächen sind chemisch
beständig, frei von verdeckten Kanten und leicht zu reinigen. Durch
das geringe Bauvolumen des XTS Hygienic kann die Anlage kleiner,
übersichtlicher und leichter wartbar gestaltet werden.
06/25
15
WIRTSCHAFT
PROPAK-Industrie:
Trendwende nicht in Sicht
Die PROPAK-Industrie kämpft auch 2025 mit Gegenwind. Laut aktueller Auswertung
für das erste Halbjahr 2025 erzielte die Branche einen Umsatz von 1,13 Milliarden
Euro – ein Rückgang um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders
betroffen sind Papierprodukte außerhalb des Verpackungssegments (–7,5 Prozent),
während sich Verpackungen mit einem Minus von 2,0 Prozent etwas stabiler halten.
Ein ernstes Warnsignal
kommt aus dem Export:
Der Wert der Ausfuhren
sank um 6,6 Prozent, das ist für eine
stark exportorientierte Branche
ein ernstzunehmendes Alarmzeichen.
Branchenumfrage
Eine Branchenumfrage unter den
Top 30 PROPAK-Betrieben zur
Einschätzung des Gesamtjahres
unterstreicht dieses Bild: Die
Stimmung in der österreichischen
papierverarbeitenden Industrie ist
sehr gedämpft, die Erwartungen
für das Gesamtjahr 2025 bleiben
negativ. Die ersten Anzeichen
für 2026 zeigen derzeit auch keine
Verbesserung der derzeitigen
Auslastungslage. Besondere Sorge
bereiten die anhaltend schwache
Nachfrage und die steigenden Kosten,
die die Wettbewerbsfähigkeit
weiter unter Druck setzen.
Qualität und Innovationskraft
„Unsere Betriebe beweisen mit
ihren Mitarbeiter:innen tagtäglich
Qualität und Innovationskraft, aber
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
setzen uns massiv unter
Druck“, sagt PROPAK-Obmann
Marko Bill Schuster. „Wenn die
PROPAK-Obmann Marko Bill Schuster/Foto: com_unit
Auslandsnachfrage sinkt und
gleichzeitig die Kosten im Inland
weiter so überproportional zum
Ausland steigen wie in den letzten
Jahren, wird es eng für den Standort
Österreich.“
Beschäftigung noch
stabil, aber Kostendruck wächst
Laut Branchenumfrage dürfte der
Beschäftigtenstand in den PRO-
PAK-Betrieben heuer trotzdem
noch relativ stabil bleiben; erwar-
Umsätze rückläufig, Export schwächelt,
Kosten steigen, Wettbewerbsfähigkeit weiter unter Druck
tet wird ein leichter Rückgang von
rund zwei Prozent. „Die Absatzmenge
liegt heute auf dem Niveau
von 2017, die Kosten sind aber auf
dem Niveau von 2025 und höher
als im europäischen Ausland. Das
zeigt, wie groß der Druck inzwischen
geworden ist“, betont Schuster.
Outsourcing
Fast zwei Drittel der befragten
Unternehmen prüfen der Umfrage
zufolge bereits Maßnahmen wie
Outsourcing oder Verlagerungen
bestimmter Segmente im Konzern.
„Diese Entwicklung muss uns zu
denken geben. Wenn wir unsere
Industrie zukunftsfähig halten
wollen, müssen Lohnkosten wettbewerbsfähiger,
Bürokratie spürbar
reduziert sowie Innovation und
Investitionen gezielt unterstützt
werden.“
„Mehr wirtschaftliche
Realität in der Lohnpolitik“
Mit Blick auf die Lohnpolitik
fordert Schuster ein stärkeres Bewusstsein
für die wirtschaftliche
Lage der hoch exportorientierten
Branche: „In einer stagnierenden
Wirtschaft können Löhne und
Gehälter nicht dauerhaft steigen,
wenn der Konsum gleichzeitig
nicht zunimmt. Wir müssen die
Lohnunterschiede auf den Exportmärkten
ausgleichen und die dortigen
Wettbewerbsfaktoren stärker
in die Arbeitskostenfindung einbeziehen.“
Der Fachverband PROPAK und die Vereinigung PROPAK Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier
und Karton in Österreich.
86 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit rund 8.500 Mitarbeiter:innen jährlich rund 1,1 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe,
Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern, Broschüren, Tipping Paper
sowie sonstigen Papierwaren.
Mehr unter: www.propak.at
Wir laufen auch 2026 für die mit - die es selbst
nicht mehr können - wer lauft mit?
16 06/25
75815
Harald
Unter dem Motto „Verpackung läuft für einen guten Zweck - die österreichische
Verpackungsbranche hat nicht nur hervorragende Verpackungslösungen - sie unterstützt
auch dieses Projekt“ hat KOMPACK eine Gruppe gegründet.
Einfach auf
https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX
anmelden und mitmachen. Theoretisch kann weltweit überall gestartet werden.
Freue mich über Ihre Anmeldung - vielleicht schaffen wir ja
einen gemeinsamen Auftritt - werden gerne alle Teilnehmer auch in KOMPACK
erwähnen.
VERANSTALTUNG
Klebstofftag
Am 7. November 2025 lud Robatech führende Klebstoffhersteller aus der
Schweiz und Deutschland nach Muri ein, um neueste Entwicklungen in der
Klebstoffauftragstechnologie zu präsentieren. Die alle zwei Jahre stattfindende
Veranstaltung bietet eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch
zwischen Klebstoffund Technologieexperten.
Für die Klebstoffhersteller
stand das Kennenlernen
der neusten Schmelzgerätegeneration
mit Alpha, Vision
und Easy im Mittelpunkt. Die Besucher
erhielten zudem Einblicke
in Weiterentwicklungen wie den
Klebstoffauftrag mit Robotern und
Klebstoffauftrag bei umweltfreundlichen
Papierwickeltechnologien.
Auch konnten sie live erleben, wie
der Elektrokopf Volta präzise und
wiederholgenau Schmelzklebstoff
in Raupen- und Punktform appliziert.
Impulse für Weiterentwicklung
Für Robatech liefert der Austausch
mit Klebstoffherstellern
wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung
der Systeme und hilft,
künftige Marktbedürfnisse frühzeitig
zu erkennen. Der persönliche
Dialog stärkt die Zusammenarbeit
und fördert Innovationen in
der Klebstoff- und Auftragstechnik.
Mit der Veranstaltung unterstreicht
Robatech ihr Engagement
für kontinuierlichen Wissenstransfer,
Qualität und enge Kooperation
entlang der gesamten Wertschöpfungskette
des industriellen Klebstoffauftrags.
Auch der Spaß kam nicht zu kurz
Vorträge
Laufende Optimierungen
Robatech optimiert den industriellen
Heissleim- und Kaltleimauftrag
mit nachhaltigen und innovativen
Klebstoff-Auftragssystemen.
Seit 1975 entwickelt und produziert
Robatech hochwertige Steuerungen,
Auftragsköpfe, Schmelz-
Live-Demonstration
und Dosiersysteme, die Klebeprozesse
umweltverträglicher, sicherer
und einfacher machen. Die
Robatech-Gruppe mit Hauptsitz
im schweizerischen Muri/AG ist
in über 80 Ländern vertreten. Mehr
als 670 engagierte Mitarbeiter
weltweit sorgen für eine persönliche
und schnelle Kundenbetreuung
in den unterschiedlichsten Industrien.
Mehr unter:
www.robatech.at
PACKAGING SOLUTIONS
FOR EVERYONE
LAGER- UND TRANSPORTPRODUKTE AUS KUNSTSTOFF
www.auer-packaging.com
06/25
17
JUBILÄUM
18
90 Jahre BEUMER Group
06/25
Die BEUMER Group feiert im Dezember ihr 90-jähriges Bestehen und kann
auf ein weiteres Rekordjahr zurückblicken: Mit einem Auftragseingang von
1,39 Milliarden Euro und weltweit 5.700 Mitarbeitenden erzielte der Intralogistikspezialist
global 2024 das beste Ergebnis seiner Geschichte. Diese Entwicklung
ist das Resultat einer langfristigen, unabhängigen Firmenpolitik, die
als Familienunternehmen auf Weitblick statt auf kurzfristige Markttrends setzt.
Was braucht es, um als
global aufgestelltes Unternehmen
auch in herausfordernden
Zeiten erfolgreich zu
sein? Für die BEUMER Group liegt
die Antwort in einer werteorientierten
Strategie. Anstatt auf kurzfristige
Gewinnmaximierung zu setzen,
verfolgt der Intralogistikspezialist
einen nachhaltigen Wachstumskurs.
Dieser basiert auf Qualitätsführerschaft,
Innovationskraft und einer
breiten internationalen Aufstellung.
Das Unternehmensmotto „Made
Different“ steht dabei für einen eigenständigen
Weg. So fokussiert
sich die BEUMER Group auf Stabilität,
Verlässlichkeit und partnerschaftliche
Zusammenarbeit und
unterscheidet sich damit häufig von
aktuellen Trends des Mainstreams.
Zuverlässig, bodenständig, ambitioniert
und kollaborativ – diese vier
Werte prägen die Unternehmenskultur
und bilden die Grundlage für
stabile Kundenbeziehungen und
eine hohe Mitarbeiterbindung. Diese
Ausrichtung spiegelt sich in der
Entwicklung der Geschäftszahlen
wider: Neben einem Rekordauftragseingang
von 1,39 Mrd. € stieg
der Umsatz global im Jahr 2024 auf
1,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,15
Milliarden Euro).
Innovation als Wachstumsmotor
und Differenzierungsmerkmal
Dabei ist Innovation ein zentraler
Treiber für den Erfolg der BEUMER
Group. Das Unternehmen investiert
gezielt in neue Technologien, digitale
Geschäftsmodelle und die
kontinuierliche Weiterentwicklung
des Portfolios. Ein Beispiel dafür
ist die jüngst erfolgte Integration
der Unternehmen Codept und Elara.
Beide sind im eigenen Company-
Builder BEAM entstanden und stärken
heute das digitale Angebot der
Gruppe. Parallel dazu entwickelt
BG.evolution in Dortmund digitale
Lösungen rund um das bestehende
Produkt- und Systemportfolio. Das
Team arbeitet im innovativen Umfeld
des Digital.Hub Logistics und
Fotos: BEUMER Group GmbH & Co. KG
Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender des Beirats der BEUMER Group
pflegt enge Beziehungen zu Universitäten
und Forschungseinrichtungen.
Zudem unterstützt die BEUMER
interne Abteilung für Innovation &
Development die Weiterentwicklung
des Portfolios mit der klaren
Zielsetzung von mindestens einer
zukunftsweisenden Innovation pro
Jahr. Mit datenbasierten Lösungen,
flexiblen Produktionsnetzwerken
und einem starken Customer Support
positioniert sich BEUMER als
Qualitäts- und Technologieführer in
der Intralogistik. Nachhaltigkeit und
exzellente Mitarbeiterentwicklung
sind dabei ebenso wichtige Säulen
wie die Fähigkeit, sich flexibel an
die sich ändernden Bedürfnisse der
Kunden anzupassen.
Von Tradition getragen,
durch Pioniergeist
und Globalisierung geprägt
Die Globalisierung ist ein wichtiger
Erfolgsfaktor für das Unternehmen
und trägt zur Resilienz in einer
volatilen Weltwirtschaft bei. Seit der
Gründung im Jahr 1935 hat sich die
BEUMER Group von einer lokalen
Maschinenfabrik in Beckum zu
einem führenden Anbieter von Intralogistiksystemen
mit rund 40 Gesellschaften
weltweit entwickelt. Zu den
wichtigsten Meilensteinen zählen
der Start der Internationalisierung in
den 1960er-Jahren, technologische
Pionierarbeit bei kurvengängigen
Förderbändern und Sortiersystemen
sowie die erfolgreiche Integration
und Weiterentwicklung zugekaufter
Unternehmen, wie Crisplant in
Dänemark, Enexco in Indien oder
FAM in Magdeburg. Mit der Digitalisierung
des Portfolios schlägt
BEUMER eine Brücke zwischen bewährter
Tradition und zukunftsweisendem
Fortschritt – immer mit dem
Ziel, den Kunden echten Mehrwert
zu bieten.
Neue Wege gehen
„Neun Jahrzehnte BEUMER Group
stehen für die Bereitschaft, immer
wieder neue Wege zu gehen und
Chancen mutig zu ergreifen“, so Dr.
Christoph Beumer, Vorsitzender des
Beirats der BEUMER Group. „Als
Familienunternehmen denken wir
Eine der Lösungen von Beumer
Praxistest
Rudolf Hausladen
in Generationen, nicht in Quartalen.
Diese Haltung prägt unser Handeln
und unseren Anspruch, auch in
Zukunft Vorreiter der Branche zu
sein.”Rudolf Hausladen, CEO der
BEUMER Group, fügt hinzu: „Unser
Erfolg in den vergangenen Jahrzehnten
und in der Zukunft basiert
nicht nur auf Innovationskraft und
Weitblick, sondern vor allem auf
Menschlichkeit und gelebter Vielfalt
– sowohl im Umgang mit unseren
Mitarbeitenden als auch mit unseren
Kunden und Partnern weltweit. Wir
sind überzeugt, dass eine Zusammenarbeit
auf Augenhöhe und der
Blick auf Wandel als Chance in bewegten
Zeiten den entscheidenden
Unterschied machen.“
Mehr: www.beumergroup.com
„Carton of the year“
LUMENE’s Adventskalender gewinnt
Der LUMENE Beauty-Adventskalender 2024 hat bei der European Carton Excellence
Awards-Gala am 18. September in Istanbul (Türkei) den Titel „Carton of the Year“
erhalten. Der Kalender entstand im Verpackungsdesign-Team von Metsä Board und
die Produktion erfolgte bei VG Kvadra Pak, einem Unternehmen der Van Genechten
Packaging Group. Die Außenverpackung besteht aus MetsäBoard Prime FBB Bright
380 g/m², die Innenverpackung aus MetsäBoard Pro FBB Bright 220 g/m².
Der Carton of the Year würdigt
echte Exzellenz in
Verpackungsdesign, Nachhaltigkeit
und Nutzererlebnis. Er ist
das greifbare Ergebnis kundenorientierter
Zusammenarbeit mit unseren
geschätzten Partnern Van Genechten
Packaging und LUMENE“, sagt
Maarten Florizoone, VP Sales FBB
Europe bei Metsä Board. „Im Namen
von Metsä Board gratuliere ich
allen Preisträgern herzlich.
„
AWARDS
Siegerobjekte
Auch in weiteren Siegerprojekten
der European Carton Excellence
Awards kam Karton von Metsä
Board zum Einsatz:
• Biobalance Mineral Sense Sun
Fluid von Alpaya Dermaceuticals
erhielt Platin in der Kategorie
Beauty & Cosmetics. Die Verpackung
– MetsäBoard Pro FBB
Bright 245gm² – wurde von Omaks
Packaging verarbeitet.
• In derselben Kategorie gewann
die Promotion-Verpackung für Germaine
de Capuccini Gold. Sie besteht
aus MetsäBoard Prime FBB
Bright 305g/m² und wurde von der
Alzamora Group gefertigt.
• Die Verpackung für Ringana
CAPS wurde in der Kategorie Pharma
& Healthcare mit Platin ausgezeichnet;
verarbeitet von Cardbox
Packaging Wolfsberg GmbH auf
Begrenzungslinie ist Teil des Sujets
Gleich in mehreren Siegerprojekten kam heuer
Karton von Metsä Board zum Einsatz/Fotos: Metsä Board
Basis von MetsäBoard Natural
FBB 325g/m².
Kreativität
Die jährlich von Pro Carton und
der ECMA (European Carton
Makers Association) ausgerichteten
European Carton Excellence
Awards (ECEA) gelten als Maßstab
für Exzellenz und Kreativität in der
Verpackungsindustrie.
Mehr auch unter:
www.metsagroup.com/
Bitte geben Sie Glasverpackungen zum Altglas.
Ausgelöffelt und ausgeleert, getrennt nach Weißglas und Buntglas.
06/25 19
MESSE
Verpackung neu denken
Ob Verbraucherwünsche oder gesetzliche Regularien – das Thema Nachhaltigkeit spielt
in der Süßwaren- und Snackbranche eine zentrale Rolle. Verlangt wird eine Kombination
aus technischer Präzision und dem idealen Verpackungsmaterial. Mit Blick auf
die Anforderungen der Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) haben die
Unternehmen ein großes Interesse daran, auf Papier oder recyclingfähige Mono-Folien
umzustellen. Die ProSweets Cologne rückt das Thema vom 1. bis 4. Februar 2026 in
den Mittelpunkt.
Präsentiert werden auf dem
Messegelände in Köln nicht
nur innovative Packmaterialien,
sondern auch hochflexible
Maschinen, die diese verarbeiten
können.
Vorgaben des Gesetzgebers
In der Öffentlichkeit gibt es eine
breite Diskussion darüber, welche
Verpackungen umweltfreundlich
sind. Die Frage beschäftigt viele
Verbraucher und beeinflusst die
Entscheidungen am Point of Sale.
Hier sind die Unternehmen der Verpackungsbranche
gefragt, die vom
1. bis zum 4. Februar 2026 auf der
ProSweets Cologne Lösungen für
die Süßwaren- und Snackindustrie
vorstellen. Sie müssen auf die Wünsche
von Konsumenten, Handel und
nicht zuletzt auf die Vorgaben des
Gesetzgebers mit ressourcenschonenden
Materialien und Prozessen
reagieren, wo immer es möglich ist.
Optimierung
Eine Option ist die Optimierung
bestehender Verpackungen hinsichtlich
Größe und Materialstärke,
beispielsweise über sparsamere
Zuschnitte oder dünnere Trays.
Die kleineren Verpackungsgrößen
lassen sich nur realisieren, wenn
sie ohne Qualitätsabstriche befüllt
werden können. Pick-and-Place-
Roboter spielen dabei eine zentrale
Rolle. Sie greifen die Kekse oder
Schokoriegel und setzen sie millimetergenau
in Trays, Kartons oder
Tiefziehverpackungen ab. Neben
Kartonierern und Schlauchbeutelmaschinen
stehen deshalb innovative
Pick-and-Place-Systeme sowie
komplette Verpackungslinien auf
dem Kölner Messegelände im Vordergrund.
Verpackung leicht(er) gemacht
Doch mit technischen Lösungen
allein ist es nicht getan. Oft müssen
Packmittel oder Prozesse erst umfassend
evaluiert und getestet werden,
um ihre Eignung zu ermitteln
20 06/25
Fotos: Imptressionen von der letzten Veranstaltung/Fotos - Koelnmesse
– nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund
der EU-Verordnung 2025/40
(Packaging and Packaging Waste
Regulation, PPWR), die den Einsatz
nachhaltiger Lösungen forciert.
Sie ist ab dem 12. August 2026 verbindlich,
einzelne Vorschriften treten
stufenweise in Kraft. So sollen
bis 2030 nur noch Verpackungen
auf den Markt gelangen, die nachweislich
recyclingfähig oder wiederverwendbar
sind. Gleichzeitig
sollen der Rezyklateinsatz steigen
und Einwegverpackungen schrittweise
reduziert werden. Wesentliche
Aspekte umfassen auch die
Verringerung des Verpackungsgewichts.
Für die Zukunft positionieren
Die Verpackungsspezialisten haben
die Entwicklung in Richtung
Nachhaltigkeit seit Langem im
Blick und in diesem Zusammenhang
materialsparende Einschlagsarten
für kleinstückige Süßwaren
entwickelt oder ihre Maschinen auf
die Verarbeitung besonders dünner
Folien optimiert. Jetzt rüsten
die auf dem Kölner Messegelände
ausstellenden Unternehmen technisch
nach, um sich für die Zukunft
zu positionieren: mit modularen
Hochleistungsverpackungsmaschinen,
die so weiterentwickelt wurden,
dass sie papierbasierte Packmittel
verarbeiten können. „Kreislauffähige
Verpackungen sind für
erfolgreiche Marken keine Option
mehr, sondern eine Notwendigkeit,
die immer mehr zum Erfolgsfaktor
wird. Die neue EU-Verpackungsverordnung
hat diesen Wandel noch
einmal beschleunigt“, sagt Guido
Hentschke, Director der ProSweets
Cologne und ISM Ingredients.
Die Transformation zur
Kreislaufwirtschaft gestalten
Die PPWR verfolgt ein klares
Ziel: Verpackungen sollen in jeder
Phase ihres Lebenszyklus umweltverträglicher
werden. EU-weit stehen
Süßwaren- und Snackhersteller,
wie die gesamte Lebensmittelbranche,
damit vor Anforderungen, die
ihre Verpackungsgestaltung, ihre
Materialwahl und ihre logistischen
Prozesse erheblich verändern werden.
Wichtig ist es deshalb, frühzeitig
mit der Umsetzung zu beginnen.
„Vollständig recycelbare
Mono-Materialien sind schwieriger
zu verarbeiten. Sie erfordern eine
strenge Prozesskontrolle und die
richtige Verpackungsmaschine“,
gibt Hentschke zu bedenken.
Analysen
Die Maschinenbauer und Packmittelhersteller
unterstützen ihre
Kunden bei der Umsetzung der PP-
WR-Vorgaben und der Entwicklung
zukunftsfähiger Verpackungsdesigns,
die sowohl Untersuchungen
der Materialeigenschaften als auch
praktische Tests auf den Maschinen
beinhalten. Dabei analysieren
die Experten zu Beginn, ob das
bestehende Verpackungssortiment
den regulatorischen Anforderungen
entspricht oder gegebenenfalls
optimiert werden muss. „Die Diskussion
um den CO2-Footprint
von Verpackungen und PPWR-konforme
Lösungen braucht weniger
Bauchgefühl und mehr Fakten. Auf
der ProSweets Cologne wollen wir
die Diskussion versachlichen, um
den Produzenten fundierte Investitionsentscheidungen
zu ermöglichen“,
sagt Hentschke. Einblicke
in die PPWR gibt auch die Expert
Stage in Halle 10.1, auf der an allen
vier Messetagen ein hochkarätiges
Line-up aus Expertinnen und
Experten faktenbasiertes Wissen
rund um Verpackung, Recycling
und Kreislaufwirtschaft zugänglich
macht.
Schlauchbeutel
zukunftsfähig machen
Vor allem Verbundmaterialien, in
vielen Branchen der Lebensmittelindustrie
unverzichtbar, stellen
eine große Hürde dar. Sie bieten
Vorteile wie lange Mindesthaltbarkeit
und guten Schutz vor Feuchtigkeit
und Sauerstoff, sind jedoch
schwer zu recyceln. Die Aussteller
der ProSweets Cologne haben sich
dieses Themas angenommen und
bieten verstärkt vollständig recycelbare
Lösungen an. Für Produkte
wie Schokoladen ohne Nüsse oder
Müsliriegel, die keine hohe Barriere
erfordern, können papierbasierte
Materialien eine gute Lösung sein.
Die neu entwickelten Monofolien
oder faserbasierten Alternativen
sind allerdings anspruchsvoller bei
der Siegelung. Hier rücken innovative
Technologien in den Vordergrund,
die sowohl herkömmliche
Heißsiegelfolien als auch nachhaltigere
Varianten verarbeiten können.
Keramische Heizelement
Die jüngste Generation von
Schlauchbeutelmaschinen umfasst
hochflexible Anlagen, die sowohl
die herkömmlichen als auch neuen
Folien verarbeiten können. Dazu
nutzen sie nicht nur die Ultraschalltechnologie,
sondern wahlweise
auch keramische Heizelemente
für die Längssiegelung. Regelbare
Temperaturen lassen den Prozess
sowohl an die Erfordernisse des
Packmittels als auch an die Belastbarkeit
des zu verpackenden Produktes
optimal anpassen – so werden
Beschädigungen am Packmittel
und Produkt verhindert und beides
schonend verarbeitet. Gleichzeitig
bieten die Maschinen ein hohes
Maß an Flexibilität: Mit minimalen
Umrüstzeiten lassen sich verschiedene
Beutelformate nacheinander
herstellen und befüllen. Es sind
nur wenige Handgriffe erforderlich,
um die Maschine auf das jeweilige
Produkt umzustellen. Dabei verarbeiten
sie alle Formatbereiche und
Beutelformen. Unterschiedliche
Dosieraggregate und Sonderapplikationen
lassen sich unkompliziert
integrieren.
Papier gewinnt an Bedeutung
Einstoff-Produkte aus Polyethylen
(PE) oder Polypropylen (PP)
lassen sich ohne Materialtrennung
wiederverwerten – das sorgt für
Klarheit im Recyclingstrom und
führt zu echten Kreislaufprodukten,
die den Ausstoß von Treibhausgasemissionen
senken. Die PPWR
fordert allerdings auch verpflichtende
Rezyklatanteile für Kunststoffverpackungen.
Doch wie lassen
sich diese umsetzen? Während
die Vorgaben für PET-Getränkeflaschen
dank etablierter Materialien
und Prozesse in Sichtweite liegen,
stellt sich die Situation bei Verpackungen
für Süßwaren, Cerealien
und Snacks deutlich schwieriger
dar. Am Markt gibt es gegenwärtig
kaum Material, das sich für sensible
Lebensmittelanwendungen
eignet. Dennoch muss der Rezyklatanteil
in diesen Verpackungen bis
2030 zehn Prozent betragen.
Papier
empfindlicher als Kunststoff
Vor diesem Hintergrund steigen
viele Hersteller auf papierbasierte
Verpackungen um. Allerdings ist
Papier empfindlicher als Kunststoff,
reißt oder knickt schneller und
muss entsprechend vorsichtig behandelt
werden – vor allem wenn es
sich um eine vertikale Verpackung
handelt, in die einzeln abgepackte
Süßwaren hineinfallen. Die auf
der ProSweets Cologne gezeigten
Technologien bieten zahlreiche
Möglichkeiten für innovative Verpackungen
aus faserbasierten Materialien.
Auch die Umstellung von
Multipacks auf Papier birgt ein
großes Potenzial: Die Barrierefunktion,
und damit der Produktschutz,
wird bereits von der Erstverpackung
erbracht – der Multipack
kann auf weitere Beschichtungen
verzichten und bis zu 95 Prozent
aus Papier gefertigt werden. Dank
der nachträglichen Anpassung von
Siegeleinheit und Formschulter lassen
sich vertikale Schlauchbeutelmaschinen
ohne Leistungsverlust
auf Papier umstellen. So können
Hersteller alle gängigen Beutelarten
wie Kissen-, Blockboden- und
Doy-Standbodenbeutel aus Papier
produzieren – ohne Falten oder
Risse.
Unterstützung für das
PPWR-konforme Reporting
Und noch ein weiterer Aspekt
wird in Köln an den Messeständen
und im Rahmen der Expert Stage
diskutiert: Die Integration der neuen
Anforderungen in die bestehenden
Qualitätsmanagementsysteme
– denn die Unternehmen der Süßwaren-
und Snackbranche sind aufgefordert,
künftig detaillierter über ihre
Verpackungen zu berichten. Die
Umsetzung der PPWR wird also
ohne digitale Tools kaum zu bewältigen
sein. Besucher der ProSweets
Cologne 2026 können sich frühzeitig
mit dem Thema auseinandersetzen,
um die regulatorischen Risiken
zu minimieren und langfristig von
nachhaltigen Innovationen zu profitieren.
International
Die Anuga FoodTec und die Pro-
Sweets Cologne sind etabliert als
weltweite Leitmessen am Standort
Köln. Darüber hinaus präsentiert
die Koelnmesse in wichtigen Märkten
rund um die Welt, z.B. in Indien,
Italien und Kolumbien, weitere
FoodTec-Messen mit unterschiedlichen
Schwerpunkten und Inhalten.
Mehr unter:
www.prosweets.de
06/25
21
VERANSTALTUNG
4th Forum Unique Codes
Securikett holt Experten zur Sicherheit des digitalen Produktpasses aufs Podium:
Bereits zum vierten Mal lud Securikett Fachleute, Branchenvertreter und Technologie-
Expert:innen zum Kongress nach Baden bei Wien ein. Die Veranstaltung im traditionsreichen
Casino Baden zog Besucher und Referenten aus dem In- und Ausland an.
Das war ein Melting-Pot of
Experts“, kommentierte
Securikett Geschäftsführer
Werner Horn und freute sich über
den intensiven Austausch zur Zukunft
von Unique Identifiers – UIDs
– mit denen Produkte eine Identität
bekommen. Wenn jedes Produkt
seinen eigenen Code bekommt, wie
eine individuelle Geburtsurkunde,
kann es nicht nur rückverfolgbar
gemacht werden hinsichtlich seiner
Herstellungs- und Lieferkette. Es
kann vielmehr in seinem Daten-
Konterpart, der in der Cloud liegt
und oft als digitaler Zwilling bezeichnet
wird, auch seinen digitalen
Produktpass (DPP) beherbergen.
„
Wie sicher ist der DPP?
Der digitale Produktpass ist für
viele Branchen von der EU verordnet
und wird in den kommenden
Jahren ausgerollt. Zahlreiche Experten
arbeiten in Standardisierungskomitees
an den Umsetzungsdetails,
im Fokus der Securikett Veranstaltung
standen natürlich – Nomen est
Omen – die Sicherheitsaspekte.
Sicherheit planen
So kam die Frage, wie sich Marken
und Konsument:innen in Zeiten von
künstlicher Intelligenz (KI) vor digitalen
Fälschungen schützen können.
Denn komplette Cloud-Solutions
können heute, KI gestützt, von Fälschern
vergleichsweise leicht kopiert
werden, sodass man auf eine
Plattform gelangt, die nicht echt ist.
Im schlimmsten Fall könnte man da
weiteren Betrügereien ausgesetzt
werden. Man wähnt sich auf der
Seite des Markeninhabers und gibt
leichtfertig Daten frei! Ebenso können
QR Codes nachgedruckt werden
etc. Sprecher:innen und Publikum
waren sich einig, mehr Sicherheit ist
gefordert schon in der Umsetzungsplanung
des DPP.
Sicherheitsmerkmale
Bereits heute existieren effektive
Lösungen, um das Clonen, also
den Nachdruck von QR Codes erkennbar
zu machen. Auch die Anreicherung
des UID-Drucks mit
physischen sischerheitsmerkmalen
wird unentbehrlich bleiben, wie das
auch bei Banknoten unentbehrlich
bleibt. Dennoch bleibt der gesicherte
Zugang zu den Cloudplattformen,
sowohl seitens der Markeninhaber,
die fallweise mit Hunderten Lohnfertigern
und Lieferanten zusammenarbeiten,
als auch seitens der
Konsumenten, das Fundament jedes
Schutzkonzepts.
„Cellular Architecture“
Stefan Führer konnte in seinem
Vortrag über Codikett 2.0 nicht nur
die Vorteile der Native-Cloud-Solution
aufzeigen. Dass jeder Codikett-
Kunde, sei es ein Markeninhaber
im Bereich Ersatzteile, Textilien,
Luxusgüter oder FMCG, nun seine
eigene Instanz hat, ist Voraussetzung
für 100% Datenschutz jedes einzelnen
Kunden. Eine Besonderheit ist
da innerhalb der Instanz noch die
„Cellular Architecture“, welche die
Daten der teilnehmenden Firmen innerhalb
einer Marke, also etwa seiner
Lohnfertiger und Distributoren,
verläßlich getrennt hält.
Interoperable Vernetzung
als Schlüssel zum Erfolg
Um die Anforderungen des Digital
Product Passport (DPP) zu erfüllen
und den geltenden ISO-Standards
gerecht zu werden, führt kein Weg
an einer plattform-übergreifenden
Vernetzung vorbei. Dr. Marietta Ulrich-Horn,
seit vielen Jahren in der
internationalen Standardisierung tätig,
war selbst die Projektleiterin des
ersten ISO Standards zur Interoperabilität
von UID-basierten Systemen
zur Fälschungsbekämpfung.
DPP Standards
Sie sagte, „Ein bisschen stolz bin
ich schon, dass der von mir redigierte
Standard dann von der EU als
Richtlinie für die Ausformulierung
der europäischen DPP Standards
empfohlen wurde. Uns ISO-Komitee-Mitgliedern
war schon damals
klar, dass nicht Konkurrenzdenken,
sondern Interoperabilität der Produkt
Digitalisierung zum weiteren
Durchbruch verhelfen würde.“
Achtung vor neuen Plattformen
Sicherheitstechnisch wird zur Vorsicht
geraten gegenüber Code-Plattformanbietern,
die – „wie Pilze aus
dem Boden schießend“ – oft keine
ausreichende Sicherheitsarchitektur
aufweisen. Ganz anders das AURA
Blockchain Consortium. Gegründet
von namhaften Vertretern der Luxusgüter-Industrie
hat es sich zum
Ziel gesetzt, Digitale Produktpässe
in einer eigenen Blockchain abzulegen.
Ein interessanter Ansatz, wenn
man dazu noch den Trend nach Vintage
und Eigentümerwechseln von
Luxusgütern in Betracht sieht. Securikett
und AURA punkten mit Interoperation,
wie anhand eines Fallbeispiels
dargelegt werden konnte.
Gemeinsame Strategien zur
Ansprache der Konsumenten
„Fälscher schlafen nicht – sie sind
gut vernetzt und arbeiten rund um
die Uhr“, lautete eine zentrale Botschaft.
Im Verlauf des Kongresses
wurden verschiedene zusätzliche Sicherheitssysteme
vorgestellt, die als
Anregung für neue Strategien dienen
können.
Diskussion
Eine lebhafte Diskussion entstand
rund um die Frage, warum
Konsument:innen QR-Codes überhaupt
scannen sollten. In seiner
Keynote betonte Güneri Tugcu, dass
Nachhaltigkeit allein kein ausreichender
Anreiz sei: „Nur wenn Konsumenten
einen spürbaren Mehrwert
erhalten, werden sie regelmäßig
scannen.“ Er präsentierte mehrere
praxisnahe Ansätze, die Vertrauen
schaffen und Markenerlebnisse stärken.
Diese Meinung teilte Dr. Felix
Badura von Digicycle. Ohne Anreize
geht es nicht. Unique Identifier
werden für längerlebige Produkte
unerlässlich werden, um die Recyclingquoten
der EU zu erreichen.
Aber auch bei Fast Moving Consumer
Goods werden bei vielen Projekten
UIDs eingesetzt, etwa um den
Pfandbetrug zu verhindern. Innovation,
Aufklärung und Konsumentenerziehung
sind entscheidende Werkzeuge
um die Recyclingziele zu erreichen,
genau gleich wie im Kampf
gegen Produktpiraterie.
Datenanalyse,
Datenschutz und KI
Digitale Systeme zur Produktverfolgung
zielen in erster Linie auf das
Aufdecken von Fälschung und Graumarkthandel
ab. Neu ist, dass durch
die EU-Regulierung das Recyclingund
Reparaturverhalten verbessert
werden soll. Dass aber durch die
Kommunikation mit Endverbrauchern
für die Hersteller auch wertvolle
Daten über das Verbraucherverhalten
als Nebenprodukt abfallen,
ist bekannt. Bei voller Wahrung des
Datenschutzes können diese Daten
statistisch ausgewertet werden.
Neu ist da der Einsatz von künstlicher
Intelligenz. Unterhaltsam und
eindrucksvoll konnte Jürgen Bogner
zeigen, wie seine KI-Assistenten aus
einem Echtdatenbestand wertvolle
Trends von Fälschungen und Graumarkt
finden konnten.
Rückblick und Ausblick
Dank renommierter Sprecher:innen
aus Europa und den USA sowie
hochkarätigen Besuchern wurde
das Event zu einem „Melting Pot
of Experts“. Das 5th Forum Unique
Codes ist daher schon in Planung.
Mehr unter: www.securikett.com
22 06/25
Veranstalter: Dr. Marietta Ulrich-Horn
und Werner Horn
Foto: Securikett
WIRTSCHAFT
Drei Druckverfahren an einem Standort
KOMPACK traf Roman Lampeter, Geschäftsleiter von Rondo St. Ruprecht, während
der FachPack zum Gespräch. Seit 1. Juni 2025 leitet der gebürtige St. Ruprechter das
steirische Werk des Verpackungsspezialisten – ein Ort, an dem er bereits als Ferialpraktikant
erste Einblicke in die Branche erhielt.
Nach mehreren Jahren in
der internationalen Druckund
Verpackungsbranche
freut sich Lampeter, nun zu seinen
Wurzeln zurückzukehren und – back
to the roots – wieder Teil des Teams
in St. Ruprecht zu sein: „Ich habe
hier in jungen Jahren nahezu alle
Abteilungen kennengelernt. Umso
mehr freut es mich, wieder bei Rondo
zu sein – gerade in St. Ruprecht,
wo die Wellpappe mit drei Druckverfahren
bedruckt werden kann,
können wir besonders gut auf individuelle
Kundenwünsche eingehen“
so Lampeter im Gespräch.
Roman Lampter/Foto - Rondo
Druckverfahren
Im Flexodruckbereich bietet
Rondo in St. Ruprecht optimale
Lösungen für Großauflagen und erreicht
dabei eine Druckqualität, die
höchsten Ansprüchen genügt. Für
mittlere Auflagen ist der Standort
seit Jahren als Spezialist im Offsetdruck
etabliert – künftig auch
bis zur D-Welle. Lampeter betont:
„Gerade in diesem Bereich wollen
wir unsere möglichen Kapazitäten
in Zukunft noch besser ausschöpfen
als bisher.“
Außerdem stellt das Unternehmen
in St. Ruprecht hochwertige
Displays her, welche vorrangig
im dritten Druckverfahren vor Ort,
dem Digitaldruck, produziert werden.
Denn besonders dieser Markt
verlangt nach Flexibilität und individueller
Vielfalt. „Mit der Druckmaschine
Delta SPC 130 Flex-
Line können wir sehr schnell auf
Marktanforderungen reagieren und
unsere Kunden bei Produkteinführungen
und Relaunches perfekt unterstützen“,
so Lampeter. „Speziell
saisonale Produkte, Sondereditionen,
individuelle (Wein-) Verpackungen
oder P.O.S.-Platzierungen
Displays lassen sich im Digitaldruck
in höchster Qualität realisieren.“
Damit deckt Rondo St. Ruprecht
ein breites Kundenspektrum
ab – von Kleinserien bis hin zu Lösungen
für Industrieunternehmen.
Karriere
Um die hohe Produktqualität
langfristig zu sichern – wie sechs
Nominierungen beim diesjährigen
Wellpappe Austria Award belegen
– setzt Rondo auf exzellente Lehrlingsausbildung.
Aktuell sind 13
Lehrlinge in St. Ruprecht beschäftigt,
zwei davon wurden in diesem
Jahr mit dem „Stars of Styria“-
Award ausgezeichnet. Diese Ehrung
erhalten Lehrlinge, die ihre
Lehrabschlussprüfung mit ausgezeichnetem
Erfolg absolviert haben.
„Neben diesen Auszeichnungen,
welche die Qualität unserer Innovationen
und Ausbildung bestätigen,
können sich unsere Nachwuchskräfte
tagtäglich selbst von den Perspektiven
bei Rondo überzeugen.
So hat beispielsweise unser Produktionsleiter
ebenfalls als Lehrling bei
uns begonnen“, so Lampeter.
Er möchte den eingeschlagenen
Weg konsequent fortsetzen, sowohl
was die bestehende Vielfalt im
hochwertigen Produktportfolio als
auch die Förderung junger Talente
betrifft. Und wünscht sich abschließend,
dass die wirtschaftliche Stimmung
allgemein wieder ins positive
Licht gerückt werden kann, so, wie
dies bei Rondo St. Ruprecht bereits
der Fall ist.
Mehr auch unter:
www.rondo-ganahl.com
Der neue Verpackungspodcast:
Harrys und Gernots Packstube
auf und !
Wir freuen uns über zahlreiche Besucher - und natürlich auch über Kommentare und Abos.
Unter allen Kommentaren mit Sektglas verlosen wir gerne eine Flasche Sparkling!
(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)
06/25
23
IM GESPRÄCH / MESSE
all about automation Premiere in Wels
I N T E R V I E W
Europas erfolgreiche Fachmessereihe für Industrieautomation, Robotik und
Digitalisierung kommt nach Österreich! Auf der all about automation treffen
sich Anwender und Entscheider mit Herstellern von Automatisierungskomponenten
und -systemen, Anbietern von Robotiklösungen, Integratoren,
Softwareanbietern, Dienstleistern und Distributoren. KOMPACK sprach mit
Easyfairs GmbH Geschäftsführerin Tanja Waglöhner über die Veranstaltung.
KOMPACK: Langsam aber sicher
steht die erste all about automation
in Österreich im nächsten Jahr im
Mai in den Startlöchern. Für alle, die
Ihr Messeformat noch nicht kennen –
was erwartet die Besucher?
Tanja Waglöhner: Die all about
automation ist eine Fachmesse, die
sich ganz auf das konzentriert, was
Maschinenbauer, Anlagenbauer und
Systemintegratoren brauchen: Praxisrelevante
Lösungen für die Maschinen-
und Anlagenautomation.
In Wels treffen Besucher auf Komponenten,
Systeme, Software und
Dienstleistungen, die sie direkt in
ihren Maschinenprojekten einsetzen
können. Von Steuerungs- und Antriebstechnik
über Sensorik, Robotik
und industrielle Kommunikation bis
hin zu Sicherheitstechnik, Bildverarbeitung
und IIoT.
Das Besondere ist die kompakte,
praxisnahe Form: Die Wege sind
kurz, die Gespräche direkt, und die
Atmosphäre ist persönlich, der Service
hervorragend.
Besucher erleben keine anonyme
Großveranstaltung, sondern eine
Messe, auf der man die richtigen
Ansprechpartner schnell findet und
umfangreiche technische Gespräche
führt.
KOMPACK: Die Messe ist, was
ich gehört habe, seitens der Aussteller
bereits gut angenommen worden
– gibt es noch freie Flächen für
Kurzentschlossene?
Tanja Waglöhner: Die Resonanz
ist tatsächlich beeindruckend. Mehr
als 220 Aussteller haben sich bereits
für die Premiere angemeldet –
damit ist die all about automation
in Wels schon bei ihrer ersten Ausgabe
die ausstellerstärkste Automatisierungsmesse
Österreichs. Viele
Unternehmen sind zum ersten Mal
überhaupt oder nach langer Zeit
wieder auf einer Automatisierungsmesse
in Österreich vertreten. Das
zeigt, wie groß der Bedarf nach
einem neuen, klar fokussierten Messeformat
war. Einige wenige Flächen
sind Ende Oktober noch frei,
aber bis dieses Interview erscheint,
dürfte die neue Messehalle in Wels,
in der die aaa stattfindet, ausgebucht
sein.
KOMPACK: Noch bevor die
erste Messe in Österreich stattgefunden
hat, wurde jetzt für übernächstes
Jahr die zweite Veranstaltung in
Graz ausgeschrieben. Warum schon
so zeitig? Ist dann ein alternierender
Rhythmus geplant oder vielleicht
noch ein weiterer Standort in Österreich?
Tanja Waglöhner: Wir planen
bewusst langfristig, um Ausstellern
früh Planungssicherheit zu geben.
Für Österreich ist ein alternierender
Rhythmus vorgesehen – in
den geraden Jahren findet die all
about automation in Wels, in den ungeraden
Jahren in Graz statt.
So entsteht Kontinuität, ohne Überschneidungen,
und jede Region bekommt
ihren eigenen, starken Messetermin.
Weitere Standorte würden
wir dann angehen, wenn Industrie
und Partner sich das wünschen.
KOMPACK: Warum gerade Wels
und Graz?
Tanja Waglöhner:: Wels überzeugt
mit moderner Infrastruktur,
hervorragender Erreichbarkeit und
der starken industriellen Basis in
Tanja Waglöhner/ Fotos: Easyfairs GmbH
Oberösterreich. Die Innovationszyklen
in der Automatisierung sind
kurz. Anwender wollen neue Aufgaben
und technische Entwicklungen
genau dann besprechen, wenn sie
aktuell auf der Agenda stehen. Daher
hat es in der starken Region
Oberösterreich in jedem Jahr Platz
für eine Automatisierungsmesse.
Graz wiederum ist eines der Innovationszentren
des Landes, mit hoher
Kompetenz in Maschinen- und
Fahrzeugbau, Engineering und
Forschung. Zudem ist die Steiermark
die Brücke in die Märkte von
Slowenien und Kroatien. Das all
about automation Konzept mit seiner
Einfachheit in der Umsetzung
für Aussteller passt in diese Region
und als zusätzliche Messe in den
Terminkalender.
KOMPACK: Es gibt auch eine
Kooperation mit dem Automation
Forum in Wien – wie hat sich diese
Partnerschaft ergeben, und was ist
der Hintergedanke?
Tanja Waglöhner: Wir, Easyfairs
als Veranstalter der all about automation,
und JU.connects als Organisator
des Automation Forums, haben
schnell gemerkt, dass wir Veranstaltungen
gleich denken: immer aus
der Perspektive des Nutzens für unsere
Kunden. Zwischen uns stimmt
die Chemie, und das merkt man in
der Zusammenarbeit.
Mit der Partnerschaft bieten wir
dem österreichischen Automatisierungsmarkt
ein abgestimmtes Konzept
aus praxisnahen Fachmessen
und innovativen, zukunftsorientierten
Kongressformaten. Beide
Formate ergänzen sich ideal: Gemeinsam
spannen wir den Bogen
von Vision bis Umsetzung – vom
strategischen Denken bis zur technischen
Realisierung. So entsteht ein
starkes Netzwerk für die Automatisierung
in Österreich.
KOMPACK: Ist es denkbar, dass
in Zukunft die Messe und der Kongress
noch näher zusammenrücken
und gleichzeitig stattfinden?
Tanja Waglöhner:: Das sehe ich
eher kritisch. Beide Formate haben
ihre eigene Stärke und sollen diese
auch behalten. Entscheidend ist,
dass allen Teilnehmern ein echter
Mehrwert entsteht. Das gelingt aus
meiner Erfahrung besser, wenn
Messe und Kongress zeitlich abgestimmt,
aber eigenständig bleiben.
KOMPACK: Gibt es noch etwas
Wichtiges, das Sie möglichen Besuchern
sagen möchten, warum sie
sich den Termin rot im Kalender anstreichen
sollten?
Tanja Waglöhner:: Es war in Österreich
noch nie so einfach, sich
gezielt und umfassend über Automatisierung
zu informieren. Auf der
all about automation in Wels treffen
Sie Anbieter, die nicht nur Produkte
zeigen, sondern Lösungen anbieten.
Viele Besucher an den bisherigen
Standorten sagen, die all about automation
sei ihre Lieblingsmesse.
Erleben Sie nun selbst in Österreich,
wie persönlich, fokussiert und
effizient diese Messe ist. Daher unbedingt
den 20. und 21. Mai 2026
vormerken und sich ein eigenes Bild
von der all about automation in Wels
machen.
KOMPACK: Danke fürs Gespräch!
24 06/25
Mehr über die Veransaltung: www.automation-wels.at
RESOURCENSCHONUNG
Neuer Kartonaufrichter
SACMI Packaging & Chocolate hat einen neuen Kartonaufrichter entwickelt.
Der TF12 Small eignet sich beispielsweise für die effiziente Verpackung von
Obst und Gemüse in Steigen. Ein besonderes Merkmal der Maschine ist ihre
äußerst kompakte Bauweise.
Der Kartonaufrichter TF12
Small erreicht eine Geschwindigkeit
von bis zu
40 Takten pro Minute und ist mit
seinen geringen Abmessungen prädestiniert
für Produktionen mit wenig
Platz. Anwender können damit
flexibel eine Vielzahl von Tray-Formaten
einschließlich des beliebten
Citrus-Formats herstellen und sie
profitieren von schnellen Produktwechseln.
Weiterentwicklung
Beim TF12 Small handelt es sich
um eine Weiterentwicklung der
bewährten Kartonaufrichter TF12.
Das neue Modell zeichnet sich
durch ein optimiertes Design aus,
das bei gleicher Leistung die Ge-
ÖIV und OFI
Das Präsidium des Österreichischen Instituts für
Verpackungswesen ÖIV als auch der Vorstand
des Österreichischen Forschungsinstituts für
Chemie und Technik OFI haben einstimmig eine
Zusammenführung der Kompetenzen und eine
Eingliederung des ÖIV in das OFI beschlossen.
samtabmessungen reduziert. Darüber
hinaus vereinfacht die Verwendung
standardisierter Komponenten
die Wartung und das Ersatzteilmanagement.
Die Maschinen sind optional
mit einem integrierten Stapler
erhältlich, um noch mehr Platz
zu sparen und die Effizienz der Verpackungslinie
zu steigern.
SACMI
Packaging & Chocolate:
SACMI Packaging & Chocolate
S.p.A. ist eine 2018 gegründete
Business Unit der SACMI-Group
mit Hauptsitz im norditalienischen
Imola. Unter den Marken Carle &
Montanari (Schokoladenherstellung)
sowie OPM (Verpackung)
bietet SACMI Packaging & Chocolate
als einziges Unternehmen
weltweit Maschinen und komplette
Linien für den gesamten Prozess
von der Kakaorohmasse bis zur
Endverpackung. Das Sortiment beinhaltet
Maschinen zum Mischen,
Raffinieren, Conchieren, Temperieren,
Formen sowie Einwickeln
und Verpacken jeder Art von schokoladenbasierten
Produkten. Auch
Schlauchbeutelmaschinen, Flow-
Packaging und Lösungen für die
Sekundärverpackung gehören zum
Portfolio.
Mehr unter:
www.sacmi.com
Der neue
Kartonaufrichter
TF12 Small ist
eine effiziente
Verpackungslösung
für
Produktionen
mit wenig Platz.
Foto: SACMI
Udo Pappler/OFI, Dipl. Ing. (FH)
Michael Auer, MSc/ÖIV und Verpackungspräsident
Franz Grafendorfer
Die Eingliederung steht unter
dem Motto „1 + 1 = 3“.
Durch das Bündeln organisatorischer
und inhaltlicher Stärken
entsteht eine zentralen Stelle, die
alle Werkstoffe im Bereich Verpackungen
sowie Gefahrguttransportbehälter
abdeckt.
Zusammenführung
Die Eingliederung bietet die
Möglichkeit zur Zusammenführung
aller Verpackungsmaterialien
und Verpackungsfunktionen, mit
einer umfassenden Beratungs- und
Unterstützungskompetenz (analytische
Kompetenz, Beurteilung
der Recyclingfähigkeit, Ringversuchshomepage,
Beratung und
Prüfungen bzgl. PPWR) über alle
Materialien hinweg. Weiters ist eine
starke Zusammenarbeit bei Forschungs-,
Entwicklungs- und Innovationsprojekten
und die Nutzung
von Synergien in Bezug auf die
Gremienarbeit und gemeinsamen
Netzwerkaktivitäten gegeben.
Vollversammlung
Bei der Vollversammlung am 19.
November wurden diesbezüglich
die stimmberechtigten Mitglieder
befragt die ohne Gegenstimme zustimmten.
KOMPACK wird über
weitere Schritte bezuglich der geplanten
Zusammenlegung berichten.
06/25
25
AWARD
Carton Austria Award 2025
Die Einreichungen zum bereits 8. Carton Austria Award 2025 waren sehr vielfältig,
die Preisträger zukunftsweisend: gewonnen haben sowohl Lebensgenuss
wie praktischer Umweltschutz. Den Carton Austria Award der Jury für die beste
Kartonverpackung aus Österreich gewann der „Kotányi Adventkalender“,
Finalisten waren außerdem „Läderach Mini Mousse“ und „Alfkens Hof Beerenschale“.
Den Publikumspreis erhielt „DosenKARTON“. Gefeiert wurde bei der
Verleihung am 7. Oktober im Rahmen des Packaging Dialog 2025.
Der österreichische Preis
für nachhaltige Kreativität
stellt aktuelle Kreationen
aus Karton vor. Wie immer entschieden
zwei Jurys über die Gewinner:
eine Expertenjury und ein Publikumsvoting.
Großartige Einreichungen
Die Jury war in diesem Jahr besonders
beeindruckt von den vielen
großartigen Einreichungen. „Jahr für
Jahr ist die Jury wieder überrascht,
wie vielfältig Faltkarton einsetzbar
ist“, meinte sie. „Wenn die innovativsten
Designs des Jahres bewertet
werden sollen, gibt es oft eine
Tendenz zu den besonders hübsch
aufbereiteten Produkten, etwa Adventkalender
oder Geschenkboxen.
Dabei sind jene Einreichungen, die
durch ihre durchdachte Funktionalität
bestechen, ebenso relevant.
Unsere Shortlist für die diesjährigen
Preisträger ist daher ein starker Mix
gewesen, bei dem jede Verpackung
auf ihre eigene Art und Weise beeindruckend
war. Daher: Kompliment
an alle beteiligten Personen, Ihre
Arbeit hat uns vom CASH-Team ins
Staunen versetzt.“
Aufmerksamkeit
Bei der Preisverleihung betonte
Horst Bittermann, Director General
von Pro Carton: „Der Wettbewerb
bringt allen Teilnehmern große Aufmerksamkeit,
die über Monate anhält
– in Österreich, aber auch international.
Deshalb lohnt sich die Einreichung
auch für jene, die in diesem
Jahr noch nicht gewonnen haben.
Das Wichtigste, um voranzukommen,
ist immer die Kooperation!“
Martin Widermann (PROPAK Austria), Paul Leitner (PROPAK Austria
Faltschachtelindustrie), Doris Bösmüller (Bösmüller Printmanagement),
Markus Purker (Bösmüller Printmanagement), Horst Bittermann (Pro
Carton), Alexander Loimayr (MM Board & Paper),
Alexander Eidelpes (Kotányi), Anais Forgues (Kotányi) Foto:Klaus Titzer
Sieger - Expertenjury
Mit dem Adventkalender kann
man 24 Tage lang die besten Gewürze
von Kotányi in Originalgröße genießen
– inklusive digitaler Rezepte
für noch mehr Inspiration in der
Weihnachtszeit! Das perfekte kleine
Weihnachtsgeschenk und ein tägliches
Highlight in der Adventzeit
für Feinschmecker und Genießer.
Dazu die Jury:
„24 Mal Freude schenken, das
ist mit einem eindrucksvollen Adventkalender
nicht schwer. Wenn
dieser wie der Kotanyi Adventkalender
von Bösmüller Printmanagement
auch noch so durchdacht
ist, hat er das Zeug zum Jury-Sieger
des diesjährigen Carton Austria
Award. Der Jury hat neben dem
hübschen Design gefallen, dass
der Kalender einen Sleeve als Verpackung
hat und das eigentliche
Podiumsdiskussion beim Packaging Dialog
vor der Preisverleihung
Produkt somit für sich stehen kann.
Der eingebaute Gewürz-Sackerl-
Spender ist ebenso clever wie die
digitalen Rezepte, die hinter den
Türchen warten.“
Public Award Winner
Dieser stapelbare Dosenkarton
wurde aufgrund der seit Januar
2025 in Österreich geltenden Pflicht
zur Rückgabe von Getränkedosen
entwickelt. Die Neuentwicklung
erleichtert das Sammeln und Zurückgeben
von Pfanddosen. Dieses
Produkt gehört zu den wirklich
einzigartigen Konzepten auf dem
Markt. DosenKarton weckt bereits
Interesse bei Vereinen, Schulen und
Campingplätze.
Mehr unter:
https://www.cartonaustria.live/
Siegerprojekte: links - Preis der Expertenjury
und oben der Sieger des Publikumsvotings
26 06/25
Die Schraube
des Archimedes ...
FÖRDERTECHNIK
……ist einer der Ewigkeitswerte der Fördertechnik. „Wir haben
dieses Prinzip verbessert. Da keine Achse vorhanden ist, steigt
die Förderleistung um fast 2/3, ... und wir fördern auch um die
Kurven.“ erklärt Herta Wildfellner.
CLOSE THE CIRCLE:
DER S-LINER MULTIFILL
Neuheiten in der achsenlosen Spiralfördertechnik
gibt es ständig mit jeder Förderanlage:
Ü Anderes Fördergut,- andere Materialzusammensetzung,-
anderes Schüttgewicht,-
andere Aufstellung und Montage, entweder
in biegsamer oder starrer Ausführung und
immer den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Deshalb entwickelten wir uns seit Jahrzehnten
vom Pionier, über den Visionär zum Teamplayer
in der achsenlosen Spiralfördertechnik. Qualität,
Innovation und Know - How mit viel Engagement
und Erfindergeist prägen seit 45 Jahren unseren Familienbetrieb
Wenn Ihre bestehenden Fördersysteme zu wartungsintensiv
sind, oder Sie haben genug von Verstopfungen
in Förderrohren oder Verschmutzung
der Transportumgebung?
Wir haben die Lösung für Sie!
Mit den achsenlosen Spiralen fördern wir
• über 5.000 unterschiedliche Schüttgüter von 0,03
bis 400mm Länge mit
• Förderleistungen erreichen wir bis zu 600 m3/ Unsere Zielbranchen sind: Abfall – Recycling
Stunde (je nach Schüttgewicht) und
– Energie – Holz- Glas-, Papierabfälle, Frässpäne,
• Förderhöhen von bis zu 28 m senkrecht, oder Tiereinstreu, Schrott, Schlamm oder auch in der
waagrecht, schräg oder in Kurven und über Steigungen
Chemieindustrie, Wein- und Obstindustrie und es
Lebensmittel-, Futtermittel-, Tabak-, Pharma-, und
kommen ständig neue Aufgabenbereiche dazu.
Vorteile der Förderanlage:
• Weniger Wartung durch Wegfall des Innenkerns,
keine Zwischenlager, Umlenkrollen, Ketten usw…
• geringer Energieverbrauch, geräuscharm, nahezu
staubfrei und materialschonend.
• nachhaltige Rückführung von Resten, Staub,
Mehl etc… in den Produktionsablauf mit
der biegsamen Spirale
• Zum Transport und Beladen von/zu LKWs, Silos,
Behältern, Vorratsbehältern, als Dosieranlagen
etc.
• Für die Zuförderung für Holzvergaseranlagen
• Erhöhte Effizienz für Sie durch Automatisierung
der Produktionsprozesse. Manuelle Arbeit wird
reduziert und dadurch Fehler minimiert.
• Entwicklung – Planung – Produktion – Montage
und Service aus einer Hand mit individuellen,
maßgeschneiderten Lösungen mit geringstem
Investitionsaufwand in dauerhafter Qualität
• Rasche Verfügbarkeit durch unser enormes
Spirallager vor Ort
EINE FLEXIBLE LÖSUNG ZUR MEHR-
FACHVERWENDUNG VON EIMERGE-
BINDEN. DURCH DEN EINGELEGTEN,
ENTNEHMBAREN UND SEPARAT
ABFÜLLBAREN S-LINER MULTIFILL
BLEIBT DER ÄUSSERE TRÄGEREI-
MER SAUBER UND KANN MEHRFACH
GENUTZT WERDEN.
ENTNEHMBARER
INLINER
MINIMALE
UMWELTBELASTUNG
PP
EINSPARUNG
BARRIERE
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WIEDERVERWENDUNG
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06/25
27
DISPLAYS
Großformat und neuer Plotter
Der Inhaber des Komplettanbieters und Ideenlieferanten für Displays am
POS-Bereich, der Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. (MVG),
Dipl. Ing. Richard Höfer, entdeckte vor einiger Zeit im Ausland das Faster
Display und war sofort von der Geschwindigkeit beim Aufrichten dieser
Displays begeistert. Mittlerweile schätzen dies auch viele Kunden in Österreich.
Auf Kundenwunsch wurde kürzlich sogar ein Faster Display im Großformat
entwickelt. Dies ist aber nicht die einzige Neuigkeit bei MVG – aktuell
wurde auch ein neuer Highspeedplotter von Kongsberg in Betrieb genommen.
Die Handhabung des Faster
Displays ist kinderleicht
und schnell im Aufbau:
Aufklappen – Einlegeboden einlegen
- fertig. Das patentierte System
ist in weniger als einer Minute aufgebaut
(KOMPACK konnte sich
bei einem Versuch selbst davon
überzeugen) und hält seine Stabilität
ohne Zusatzteile wie Kunststoff,
Holz oder Metall. Pro Regal trägt
das Faster Display bis zu 50 kg. Das
Display ist individuell gestaltbar -
sowohl das Format des Displays ist
variabel wie auch die Anzahl der Fächer
(bis 5). Nach Verwendung kann
das Display auch schnell wieder zusammengelegt
werden und flach, so
ganz im Sinne der Nachhaltigkeit,
auf seine Wiederverwendung als
Mehrwegdisplay warten. „Gerade
für Marktbetreuer ist diese Lösung
ideal. Da das zusammengelegte Display
ein sehr kompaktes Format hat
benötigt es dann auch im Auto nicht
viel Platz.“ erklärt Dipl. Ing. Höfer.
Format und Druck
Bis jetzt wurden die Displays als
Achtel- und Viertelpalettendisplays
produziert. Auf Grund der Erfolge
in diesem Bereich wurde jetzt erstmals
auch ein Faster Display im
Großformat umgesetzt. Prinzipiell
können die Faster-Displays sowohl
Dipl. Ing. Richard Höfer zeigt hier
ein auf dem neuen Plotter gefertigtes Display
im Offset- als auch im Digitaldruck
individuell bedruckt werden und
alle Flächen sind als Werbeflächen
nutzbar. Gerade auch für den Digitaldruck
eignet es sich ideal, da
hier alle Teile bei der Umsetzung auf
nur zwei Bögen produziert werden.
Für die perfekte Promotion können
die Sujets im Digitaldruck auch variiert
werden. Auf Kundenwunsch
kann das vielseitige Display auch
auf Chep- oder Dollypaletten montiert
werden.
Investition
„Nach dem Digitaldruck hatten wir,
auch durch die gute Annahme der
Faster Displays seitens der Kunden,
mit Kapazitätsengpässen in der
Weiterverarbeitung zu tun. Dieses
Problem haben wir mit dem neuen
Highspeedplotter von Kongsberg
jetzt gelöst. Damit konnte die
Leistung auf das 2 bis 3-fache gesteigert
werden.“ erklärt Dipl. Ing.
Höfer. Der Kongsberg Ultimate ist
ein brandneuer Schneidetisch für
digitales Schneiden, der sich sehr
gut für die Produktion von Wellpappe
und Verkaufsdisplays eignet.
Der Plotter stellt einen bedeutenden
technologischen Fortschritt dar, der
die besonderen Anforderungen von
Kleinauflagen für die Wellpappeweiterverarbeitung
erfüllt. Die von
28 06/25
Der neuer Highspeedplotter ...
... von Kongsberg in Aktion
mehr auf Seite 30
Experten entwickelte Tischkonstruktion
liefert präzise Ergebnisse
bei unübertroffenen Schnitt- und
Durchsatzgeschwindigkeiten mit
bis zu 2,7 G Beschleunigung und
Spitzenschnittgeschwindigkeiten
von 165 m/min. „Erwähnenswert
ist sicher auch, dass wir dank des
neuen Plotters, bei Auflagen von bis
zu 500 Stück jetzt ohne Stanzwerkzeug
auskommen. Dies ich nicht nur
nachhaltig, sondern macht uns auch
Eines der ersten in Österreich
umgesetzten Faster Displays
war für Katzenfutter
bis zum jeweiligen Produktionsstart
flexibler.“ erklärt Dipl. Ing. Höfer.
Auszeichnung
Aktuell wurde MVG auch wieder
beim Wellpappe Austria Award
ausgezeichnet - mehr über das ausgezeichnete
„Bad Apple Display“
lesen Sie ab Seite 30.
Auch das Faster-Display im Großformat besteht vor dem Zusammenbau (Foto rechts) nur aus 6 Teilen
Mehr auch unter: www.mvg.co.at
06/25
29
AWARDS
Die Gewinner der Wellpappe Austria Awards 2025 stehen fest:
Von Apfelbaum bis Piraten-Box ...
Sollen Waren sicher und effizient transportiert werden, ist Wellpappe in
Österreich die bevorzugte Verpackung. Ob Milch, Chips oder Solarpaneele:
Verpackungen aus Wellpappe lassen sich maßgeschneidert auf jedes Produkt
abstimmen. Bereits zum elften Mal würdigte das Forum Wellpappe Austria die
Innovationskraft einer Branche, die beweist: Wellpappe kann schützen,
überraschen, verkaufen, und sogar spielen.
41 Einreichungen waren in das Rennen um die begehrten Wellpappe
Austria Awards 2025 gegangen. Nach eingehender Prüfung nominierte
die unabhängige Fachjury 18 herausragende Innovationen und kürte
die sieben Gewinner. Die Auszeichnungen wurden in den Kategorien kreativ,
konstruktiv, Point of Sale, Displays, nachhaltig und Nachwuchs vergeben,
ergänzt um einen Sonderpreis für herausragende Druckgestaltung. Gewinner
und Nominierte sind berechtigt, zu den Worldstars, dem wichtigsten internationalen
Verpackungspreis, einzureichen.
Wellpappe-Champions mit Wellenlänge
„Unsere Wellpappe-Champions zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie vielseitig
und zukunftsfähig unsere Verpackungskonzepte sind“, sagt Stephan Kaar,
Sprecher des Forum Wellpappe Austria. „Verpackungen aus Wellpappe lassen
sich maßgeschneidert auf das Produkt abstimmen und vermeiden Leerraum.
Das spart Platz in den Lieferketten, schützt die Ware zuverlässig und
kann so zur Reduktion von CO 2 -Emissionen beitragen. Von der leichten Versandverpackung
bis zum nachhaltigen Display: Wellpappe verbindet Design,
Funktionalität und Umweltbewusstsein auf einzigartige Weise.“Die Verleihung
fand wieder in stimmungsvoller Atmosphäre im CasaNova Vienna statt.
Für Unterhaltung sorgte Sängerin und Kabarettistin Eva Maria Marold.
Sehen Sie hier die Gewinner - denen
KOMPACK an dieser Stelle gerne gratuliert:
Foros: com_unit/APA-Fotoservice/Schedl - Ludwig Schedl
Sponsoren
Der Wellpappe Austria Award wurde auch heuer von namhaften Kategorie-Sponsoren unterstützt: ARA – Altstoff Recycling Austria, BOBST, Chespa,
Doneck Euroflex, Hamburger Containerboard, Koenig & Bauer, sowie Smurfit Westrock Nettingsdorf. Ein weiterer Dank geht an die Partner-Sponsoren:
Apex international, Billerud, Fosber, Göpfert, Heinerich Flexoklischee, Metsä Board, Minda, Mondi und Sappi.
Mehr auch unter: www.wellpappe.at
Kategorie Point of Sale
Alpenmilch 6er-Pack, eingereicht von
Dunapack Packaging, Strasswalchen,
für Milchwerke Berchtesgadener Land.
Funktional, 100 Prozent recyclingfähig
und mit ergonomischem Griff.
30 06/25
Kategorie Displays
Bad Apple Display, eingereicht von
Margarethner Verpackungsgesellschaft
m.b.H. für Asian
Sourcing Link (Coca-Cola). Ein
Apfelbaum aus Wellpappe als echter
Verkaufs-Booster am P.O.S.
Foto: KOMPACK
Seitenansicht
Kategorie Kreativ
Versandverpackung für drei
Flaschengrößen, eingereicht von
DS Smith Packaging Austria, Kalsdorf,
für Privatbrauerei Hirt. Die clevere
E-Commerce-Lösung, die Flaschen in
drei Größen sicher ans Ziel bringt.
Kategorie Nachhaltig
Verpackung für StablePak®,
eingereicht von Dunapack
Packaging, Wien. Ein revolutionäres
Faltkonzept: Eine Verpackung,
vier Größen, weniger Material.
Kategorie Konstruktiv
Versandverpackung für
BIOCAT KS-C, eingereicht
von Rondo Ganahl AG,
Frastanz, für WATERCryst Wassertechnik.
Der perfekte Maßanzug
aus Wellpappe, robust, nachhaltig
und durchdacht.
Sonderpreis für
herausragende Druckgestaltung
Milch-Tray, eingereicht von
Dunapack Packaging, Strasswalchen.
Scharf im Druck, stark im Klimaschutz.
Das ist brillante Optik mit weniger CO 2 .
06/25
e
31
AWARDS
Kategorie Nachwuchs
PucknPack, eingereicht von Rondo
Ganahl AG, Frastanz. Das
Spiel aus Wellpappe, entwickelt
von Lehrling Jannis Leiter.
Zwei Wellpappe Austria Awards 2025 für Rondo!
Bei der stimmungsvollen Preisverleihung am 7. November 2025 konnte das Entwicklerteam von Rondo Frastanz gleich zweimal jubeln:
in der Kategorie „Konstruktiv“ wurde die Versandverpackung für Biocat als Sieger prämiert, den Nachwuchs-Award sicherte sich Jannis
Leiter, Verpackungstechnik-Lehrling bei Rondo, für das Spiel „PucknPack“.
Auszeichnung für den „perfekten Maßanzug“ aus Wellpappe
Für den europaweiten Versand des Kalkschutzgeräte BIOCAT KS 5000-C bis KS 8000-C hat Rondo gemeinsam mit der Firma WATERCryst
eine neue Monomaterial-Verpackung aus Wellpappe entwickelt. Die Lösung überzeugte die Jury des Wellpappe Austria Awards in der Kategorie
„Konstruktiv“: Formstabile Keile fixieren das Gerät, eine MC-Wabenplatte passt sich an drei Gerätelängen an. Der klappbare Seitenteil ermöglicht die
sichere Entnahme des Produkts im Stehen, die Zusatzteile sind in zwei Boxen praktisch verpackt. (siehe Seite 31)
„Wir setzen für die Verpackung unserer Geräteserien und Anlagen bereits seit vielen Jahren auf die nachhaltigen Konzepte von Rondo“, erklärt
Clemens Leiter, Leitung Technik & Produktion bei WATERCryst. „Der Wellpappe Austria Award 2025 für die neu entwickelte Monomaterial-Verpackung
unserer Kalkschutzgeräte freut uns enorm. Es ist eine schöne Bestätigung unserer jahrelangen, guten Zusammenarbeit, durch die wir für unsere
neuesten Technologien auch immer eine maßgeschneiderte Verpackungslösung finden und umsetzen.“
Nachwuchs-Award für Frastanz
Besonders erfreulich war für Stephan Kaar, Geschäftsleiter des Rondo Wellpappe-Werkes in Frastanz und
Sprecher des Forum Wellpappe Austria, die Überreichung der Trophäe in der Kategorie „Nachwuchs“.
Der Sieger dieser Kategorie wurde, wie in den Vorjahren, über ein Online-Voting ermittelt – welches in diesem
Jahr der Rondo-Verpackungstechnik-Lehrling Jannis Leiter mit „PucknPack“ für sich entscheiden konnten.
(siehe Fotos oben) Er hat ein Spiel entwickelt, das Spaß mit handwerklichem Geschick verbindet.
Das Brettspiel ist leicht, stabil und flexibel einsetzbar, und zieht auf Messen oder bei Lehrlings-Events alle
Blicke auf sich.
„Unsere Wellpappe-Champions zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie vielseitig und zukunftsfähig unsere
Verpackungskonzepte sind. Mit dem Wellpappe Austria Award holen wir diese Innovationen vor den Vorhang“,
so Kaar (Foto rechts). „Der Nachwuchs-Award ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Mit dieser Auszeichnung
zeigen wir unseren Lehrlingen, wie wichtig sie für unsere Unternehmen und für die gesamte Branche sind.“
32 06/25
Die Freude war bei allen Gewwinnern des
Wellpappe Austria Awards natürlich groß.
Das Forum Wellpappe Austria
(Veranstalter des Awards)
vertritt die österreichische Wellpappe-Industrie
und ist Sprachrohr gegenüber Handel,
Behörden, Politik und Öffentlichkeit.
Die Mitgliedsfirmen sind:
DONAUWELL Wellpappe
Verpackungsgesellschaft m.b.H.,
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H,
Mondi Grünburg GmbH,
Mosburger GmbH
(Standorte: Wien und Straßwalchen),
Rondo Ganahl Aktiengesellschaft
(Standorte: Frastanz und St. Ruprecht),
Steirerpack GmbH und
Wellpappenfabrik TEWA GmbH
Pawel packing & logistics GmbH verpackt Stahl und
versendet eine komplette Produktion
Seit 1898 ist das Verpacken und Versenden die Profession von PAWEL
packing & logistics GmbH. Von den Anfängen einer Kisten- und Möbeltischlerei
entwickelte sich das Unternehmen zu einem führenden Verpackungslogistiker
Österreichs. Die über Generationen dauernde Weitergabe von
Erfahrungen und Erkenntnissen ist die Grundlage von Ideenreichtum und
Zuverlässigkeit. Dies beweisen auch zahlreiche nationale und internationale
Auszeichnungen und Patente. Das Unternehmen ruht sich aber nicht auf seinen
Lorbeeren aus und hat heuer seinen nächsten Standort in Betrieb genommen.
INTERNATIONAL
Mit seinen Standorten in
Wien Freudenau und
Gratwein war das Unternehmen
auch bisher gut für den
internationalen Versand aus Österreich
aufgestellt. „Gerade in Oberösterreich,
wo die österreichische
Industrie besonders stark vertreten
ist, waren wir auf der Suche nach
einem idealen Standort und sind
in Ennshafen fündig geworden.“
so Ing. Mag. Michael Pawel, Geschäftsführer
des wahrscheinlich
mit Staatspreisen meistausgezeichnete
Unternehmen Europas.
Neuer Standort
Bei der Suche kam es auch zu Gesprächen
mit dem Terminal Enns.
Der ehemalige Leercontainerplatz
war hier frei. „An dieser Stelle ist
zwar nur eine Leichtbauweise möglich
– der Standort hat aber einen
großen Vorteil zu anderen Plätzen.
Da wir sehr nahe dem Terminal
sind kann der Containerterminalbetreiber
die Container uns direkt
zuführen – was den Kunden die
klassischen Trackingkosten erspart“
so der Geschäftsführer. Auf dem
rund 5.000m2 großen Grundstück
hat das Unternehmen die größtmögliche
Halle für Kunden gebaut
(mit 15 eigenen Containerplätzen).
Damit können die Dienste auch ab
dem österreichischen Raum den
Kunden noch besser zur Verfügung
Ing. Mag. Michael Pawel zeigt hier stolz auf die neue Halle
in Leichtbauweise neben dem Terminal in Ennshafen vor der
mittlerweile auch das Büro fertiggestellt wurde (kleine Fotos)
gestellt werden. Durch den direkten
Anschluss ans Gleis und den Hafen
sind hier ideale Begebenheiten für
den internationalen Versand gegeben.
„Diese neue Westdrehscheibe
wurde von uns mit einem neuen
Büro heuer in Betrieb genommen.
Mittlerweile 4 Mitarbeiter stehen
unseren Kunden hier zur Verfügung“
erklärt Ing. Mag. Pawel.
Schwere Lasten
Hier können auch dank Schwerlaststaplern
(12 und 17 Tonnen)
Perfekte Containerbeladung
auch schwere Güter wie Stahl ideal
bewegt werden. Dies beweist
gerade auch ein Großauftrag bei
dem 3.200 Tonnen Stahl (wird für
den Bau von Lagern benötigt) bis
April verladen werden. Die Firma
Pawel garantieren Ihrem Kunden
dabei die bestmögliche Auslastung
der 20Tonnen Container, die nach
Amerika geliefert werden. Interessant
war auch ein Auf-trag, der hier
bereits abgeschlossen wurde – dabei
wurde eine ganze Proteinriegelproduktion,
die in Österreich abgebaut
wurde in 9 Container verpackt
und nach Dubai versendet.
Stauen und entstauen
Zum Einsatz kommt bei der Beladung
der Container ein eigenes
Stauprogramm. „Mittlerweile sind
wir aber nicht nur die Experten für
den Export und dem Verstauen der
Produkte, sondern auch für den Import
und dem damit verbundenen
Entstauen der Container.“ erklärt
Ing. Mag. Pawel zum Abschluss.
Mehr unter: www.pawel.at
Mit Hilfe von
Schwerlaststaplern wird
in Ennsahafen auch Stahl
in Container verladen
06/25
33
SBTi validiert Klimaziele:
Constantia Flexibles erreicht wichtigen
Meilenstein auf Nachhaltigkeitsweg
Constantia Flexibles, der weltweit drittgrößte Hersteller von flexiblen Verpackungen,
hat einen bedeutenden Meilenstein auf seinem Weg zu mehr Nachhaltigkeit erreicht.
Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat die aktualisierten kurzfristigen und
langfristigen Klimaziele des Unternehmens offiziell validiert. Damit wurde bestätigt,
dass die Ziele mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel
sowie dem Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, übereinstimmen.
Gestützt auf langjährige Fortschritte in den Consumer- und Pharma-Divisionen sowie
an den Produktionsstandorten geht Constantia Flexibles nun den nächsten Schritt und
verpflichtet sich zu deutlich ambitionierteren Treibhausgas-Reduktionszielen entlang
der gesamten Produktions- und Wertschöpfungskette.
Die aktualisierten Ziele
weisen einen klaren Weg
in die Zukunft. Bis 2032
plant Constantia Flexibles, seine
absoluten Scope-1- und Scope-
2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr
2024 um mehr als die Hälfte
– konkret um 50,4 % – zu senken.
Im gleichen Zeitraum sollen
auch die Scope-3-Emissionen aus
eingekauften Waren und Dienstleistungen,
energiebezogenen Aktivitäten,
Abfällen aus der Produktion
sowie der Weiterverarbeitung
verkaufter Produkte um 30% reduziert
werden. Langfristig verfolgt
Constantia Flexibles ein Net-Zero-
Ziel: Bis 2050 sollen die Scope-1-,
Scope-2- und Scope-3-Emissionen
gegenüber dem Basisjahr 2024 um
90 % gesenkt werden - Restemissionen
müssen neutralisiert werden.
Emissionen gesenkt
Diese neuen Verpflichtungen ersetzen
frühere Zielsetzungen und
spiegeln bereits erzielte Fortschritte
wider. Im Jahr 2024 stammten 79%
des in der Produktion von Constantia
Flexibles eingesetzten Stroms
aus erneuerbaren Quellen – das
entspricht rund 37% des gesamten
Energiemixes. Ausgehend vom bisherigen
Basisjahr 2015 konnte das
Unternehmen die Emissionen aus
eigener Produktion (Scope 1) um
15% und die Emissionen aus eingekauftem
Strom (Scope 2) um mehr
als 60% senken.
Kontinuierliche Anstrengung
„Die Validierung durch die SBTi
ist mehr als eine Anerkennung –
sie ist eine Verpflichtung“, sagt
Marc Rademacher, EVP Consumer
Commercial sowie Group R&D
und Sustainability bei Constantia
Flexibles. „Wir wissen, dass die
Erreichung von Net- Zero kontinuierliche
Anstrengungen, Innovation
und Zusammenarbeit entlang der
gesamten Wertschöpfungskette erfordert.
Unsere aktualisierten Ziele
spiegeln sowohl unsere Fortschritte
als auch unsere Entschlossenheit
Marc Rademacher,
EVP Consumer Commercial
sowie Group R&D und
Sustainability bei
Constantia Flexibles
Foto:Constantia Flexibles
wider, in der Verpackungsindustrie
mit gutem Beispiel voranzugehen.“
Reduktionsmaßnahmen
Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen,
entwickelt Constantia Flexibles
die bestehende Klimastrategie
weiter. Diese wird eine detaillierte
Analyse von Reduktionsmaßnahmen
an den Produktionsstandorten
beinhalten sowie einen
stärkeren Fokus auf die Einbindung
von Lieferanten und Kunden, um
Emissionen im Zusammenhang mit
Rohstoffen wie Aluminium, Folien
und Chemikalien zu senken. Das
Unternehmen versteht diesen Weg
als gemeinsame Reise, die kollektives
Handeln erfordert.
Mehr unter:
www.cflex.com
34
06/25
Innovative Versiegelungslösung für PP- und Aluminiumdeckel:
Partnerschaft zwischen Constantia Flexibles und watttron
Constantia Flexibles hat in Zusammenarbeit mit dem Thermotechnologie-Spezialisten
watttron einen neuen Ansatz zur Deckelversiegelung entwickelt. Dieser ermöglicht,
sowohl Polypropylen- (PP) als auch Aluminiumdeckel auf PP-Bechern mit einem
einzigen System zu versiegeln. Die Initiative basiert auf dem PPCover von Constantia
Flexibles – einer Monomaterial-PP-Deckellösung, die Recyclingstandards erfüllt, ohne
Fotos: links Constantia Flexibles
rechts: wattron
Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Obwohl PPCover klare ökologische Vorteile bietet, stellte die Integration in bestehende
Versiegelungsmaschinen eine technische Herausforderung dar: Es galt, gleichbleibend hochwertige Versiegelungen für unterschiedliche
Deckelmaterialien zu gewährleisten, ohne Ineffizienzen oder Materialverformungen zu verursachen.
Traditionelle Versiegelungssysteme erhitzen typischerweise den gesamten Versiegelungskopf, was zu Problemen wie Materialverzug durch
übermäßige Hitze führen kann. Um dies zu vermeiden, suchte Constantia Flexibles präzisere und anpassungsfähigere
Versiegelungsmethoden, um langfristige Zuverlässigkeit und Kompatibilität sicherzustellen.
Die Lösung: watttrons Ringheiztechnologie. Sie bringt Wärme gezielt nur auf den äußeren Versiegelungsring auf, reduziert die
thermische Belastung und steigert die Energieeffizienz erheblich. Das System heizt und kühlt schnell – typischerweise mit einer Rate von
10 bis 20 °C pro Sekunde – und hält die eingestellte Temperatur mit hoher Genauigkeit (±1 °C). Diese Eigenschaften unterstützen nicht
nur eine gleichbleibende Qualität, sondern ermöglichen auch ein sicheres Abschalten des Systems bei Produktionsstopps, was zu
Energieeinsparungen von bis zu 50 % im Vergleich zu herkömmlichen Versiegelungsmethoden führt.
Labortests mit PPCover bestätigten die Wirksamkeit des Ansatzes und zeigten hervorragendes Abziehverhalten, hohe Druckbeständigkeit
und zuverlässige Versiegelung für sowohl PP- als auch Aluminiumdeckel mit demselben Equipment. Marcus Stein, CEO von watttron,
erklärte: „Wir haben unsere Ringheiztechnologie entwickelt, um Energie genau dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird – nicht mehr und
nicht weniger. Diese Präzision verbessert nicht nur Qualität und Flexibilität, sondern trägt auch wesentlich zur Energieeffizienz in
Verpackungslinien bei.“
Die universelle Versiegelungstechnologie bietet Herstellern zahlreiche praktische Vorteile. Sie macht separate Maschinen oder
Einstellungen für unterschiedliche Deckelmaterialien überflüssig, vereinfacht Produktionsprozesse und reduziert die Komplexität der
Anlagen. Das System lässt sich zudem mit 100%iger Inspektionsfähigkeit kombinieren, wodurch fehlerhafte Becher in Echtzeit erkannt
und aussortiert werden können – für gleichbleibende Produktqualität. Claus Dworschak, Market Product Manager Die Cut Lids bei
Constantia Flexibles, kommentierte: „Das ist eine starke One-fits-all-Lösung für Deckel im Molkereibereich. Sie vereinfacht Abläufe und verbessert
die Qualität – genau das, was unsere Kunden brauchen.“ Durch die Kombination von Materialinnovation und Präzisionstechnik gestalten Constantia
Flexibles und watttron eine anpassungsfähigere und effizientere Zukunft für die Verpackungsindustrie.
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06/25
35
NACHHALTIGKEIT
Nachhaltigkeit im Fokus: Warum ESG-Anforderungen
Lagerprozesse transformieren
Die Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften steigen rapide – getrieben durch neue
Regulierungen, gesellschaftliche Erwartungen und ein wachsendes Verantwortungsbewusstsein
in Unternehmen. Was lange als freiwillige Unternehmensethik galt, entwickelt
sich unter dem Schlagwort ESG (Environmental Social Governance) zur strategischen
Pflicht. Autoren leogistics GmbH: Matthias Kraus (Consulting Director EWM)
und Björn Ingwersen (Senior Consultant SAP Logistics)/ www.leogistics.com
Besonders die Logistik steht
dabei im Fokus, denn die
durch Transport und Lagerung
von Gütern verursachten
Emissionen sind ein wesentlicher
Bestandteil des CO 2 -Fußabdrucks
eines Industrieunternehmens. Während
in der vorgelagerten Wertschöpfungskette
entstandene CO 2
Emissionen ausschließlich durch
die Auswahl der Lieferanten gesteuert
werden können, haben Unternehmen
die Möglichkeit, die
Logistikaktivitäten im Rahmen der
eigenen Geschäftstätigkeit zu optimieren
und so Klimaneutralität und
Kosteneffizienz gleichermaßen anzustreben.
Optimierungspotential
In Bezug auf Transparenz und
Effizienz bietet dieser Bereich ein
hohes Optimierungspotential, weshalb
Lagerprozesse stärker in den
Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsdebatte
rücken. Zur Ausschöpfung
des Potentials werden technologische
Antworten benötigt. SAP
Extended Warehouse Management
(SAP EWM) sowie SAP Cloud
Warehouse Management (SAP
Cloud WM) bieten genau hier ein
solides Fundament.
ESG als strategische Pflicht
Die Relevanz nachhaltigen Handelns
für den Unternehmenserfolg
wird gegenwärtig von den Stakeholdern
vieler Unternehmen hinterfragt.
Gesetzgeber und private Organisationen
fordern national und international
agierende Unternehmen dazu
auf, Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit
zu schaffen. Die externe
Nachhaltigkeitsberichterstattung
soll sowohl die ökologischen, sozialen
und unternehmensführungsbezogenen
Auswirkungen unternehmerischen
Handelns als auch das
Management von entsprechenden
Chancen und Risiken umfassen. Da
ebenso private und institutionelle
Investoren solche Informationen
nachfragen und bei ihren Investitionsentscheidungen
berücksichtigen,
können sich Unternehmen dieser
neuen Aufgabe nicht entziehen.
Ökologische Dimensionen
Der Umweltaspekt („E“ für „Environmental“)
erstreckt sich über
das Thema des Klimawandels hinaus
und umfasst unter anderem
die Erfassung und Bewertung der
Treibhausemissionen eines Unternehmens.
Darüber hinaus werden
weitere ökologische Dimensionen
berücksichtigt, darunter die Ressourcennutzung,
der Erhalt der Biodiversität
sowie der verantwortungsvolle
Umgang mit Gefahrenstoffen.
Soziale Faktoren
Die Aspekte „S“ für „Social „und
„G“ für „Governance“ ergänzen den
ESG-Nachhaltigkeitsbegriff um
soziale Faktoren wie den Umgang
mit Stakeholdern – etwa Mitarbeitern,
Lieferanten, Kunden und
Endnutzern – sowie um bestimmte
Bereiche der Unternehmensführung.
Der Blickwinkel beschränkt sich
hierbei nicht nur auf die eigene Geschäftstätigkeit
eines Unternehmens,
sondern umfasst auch die vor- und
nachgelagerte Wertschöpfungskette.
CSRD
Die EU-Unternehmensrichtlinie
zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
(Corporate Sustainability Reporting
Directive - CSRD) sowie die EU-Taxonomie
werden Unternehmen gesetzlich
zu einem ESG-konformen
Verhalten veranlassen. Damit einhergehende
Berichtspflichten und
Transparenzanforderungen machen
ESG zur Querschnittsaufgabe, die
alle Unternehmensbereiche betrifft
– auch die Intralogistik. Während
viele Organisationen bereits Maß-
nahmen in den Bereichen Produktion
und Beschaffung eingeleitet
haben, bleibt das Lager oft unterschätzt.
Dabei bietet gerade dieser
Bereich erhebliche Hebel für ökologische
und soziale Optimierung.
Zum Beispiel, wenn Prozesse systemisch
unterstützt und Daten verfügbar
gemacht werden.
Nachhaltigkeit
beginnt bei der Transparenz
Ohne valide Daten ist ESG-Compliance
grundsätzlich nicht umsetzbar.
SAP EWM und SAP Cloud
WM ermöglichen eine durchgängige
Prozessdokumentation und stellen
damit die Grundlage für nachhaltige
Steuerung und Berichterstattung
bereit. Rückverfolgbarkeit von
Warenströmen, Chargenverfolgung,
transparente Materialflüsse – all
dies lässt sich systemgestützt in
Echtzeit abbilden. Die Integration
von IoT-Komponenten, etwa zur
Temperaturüberwachung oder zur
Energieverbrauchserfassung einzelner
Lagerzonen, schafft zusätzlich
operative Einblicke, die weit über
klassische Lagerkennzahlen hinausgehen.
So wird Nachhaltigkeit nicht
zur manuellen Zusatzaufgabe, sondern
integraler Bestandteil der digitalen
Lagersteuerung.
Lagerkennzahlen neu denken
Ein nachhaltiges Lager zeichnet
sich nicht nur durch grüne Energie
aus, sondern auch durch intelligente
Nutzung vorhandener Ressourcen.
Das SAP EWM bietet die
Möglichkeit, Slotting-Strategien zu
implementieren. Indem das Produkt
auf den passenden Platz eingelagert
wird, können Wege optimiert,
Durchlaufzeiten reduziert und die
Kapazität der Lagerfläche gesteigert
werden. Die Platzfindung ist dabei
von verschiedenen, individuell definierbaren
Faktoren abhängig. Die
Prozessoptimierung führt zu einer
Reduzierung des Energieaufwands
der Kommissionierung.
SAP Cloud WM
Die automatisierte Steuerung von
Fördertechnik oder temperaturgeführten
Bereichen lässt sich über
SAP EWM regeln – abhängig von
Nutzung, Zeitfenstern oder Prozessauslastung.
SAP Cloud WM geht
hier noch einen Schritt weiter: Die
cloudbasierte Architektur erlaubt eine
feinere Skalierung und damit eine
passgenaue Ressourcennutzung.
Reduzierung
und Wiederverwendung
Auch Verpackungs- und Retourenmanagement
werden systemisch optimiert,
was einen zusätzlichen Beitrag
zur effizienten Ressourcennutzung
und folglich CO2-Reduktion
liefert. Ein zentraler Aspekt nachhaltiger
Lagerlogistik liegt in der systemischen
Erfassung und Bewertung
von Ressourcenverbräuchen, ein Bereich,
der zunehmend regulatorisch
in den Fokus rückt. So verpflichtet
die EU-Unternehmensrichtlinie zur
Nachhaltigkeitsberichterstattung
(CSRD) dazu, auch die Ressourcenabflüsse
eines Unternehmens
offenzulegen. Maßnahmen, wie das
Reduzieren von Verpackungsabfällen
und das Wiederverwenden von
Materialien, leisten einen messbaren
Beitrag zur Verbesserung der ESG-
Kennzahlen.
Relevante Daten
Im Lager lassen sich relevante Daten
generieren, etwa über die Verweildauer
einzelner Produkte oder
Chargen. Diese Kennzahl ermöglicht
es, den standortspezifischen
CO 2 -Fußabdruck anteilig auf Produkte
oder Produktgruppen zu verrechnen
– ein entscheidender Schritt
für die innerbetriebliche Allokation
von Emissionen.
36
06/25
Cloud-Infrastruktur als
Enabler nachhaltiger IT
Nachhaltigkeit endet nicht beim
Lagerlayout. Ebenso die darunterliegende
IT-Infrastruktur steht zunehmend
auf dem ESG-Prüfstand.
SAP Cloudlösungen eröffnen Unternehmen
die Möglichkeit, sich von
lokal betriebenen Rechenzentren zu
lösen und stattdessen auf skalierbare,
energieeffiziente Cloud-Infrastrukturen
zu setzen. Abhängig von den
spezifischen Anforderungen kann
SAP S/4HANA als Public- oder Private-Cloud
Lösung implementiert
werden. Neben der ökologischen
Dimension bietet dieser Schritt wirtschaftliche
Vorteile: Flexible Nutzung,
reduzierte Hardwarebedarfe
und kürzere Innovationszyklen
schaffen eine moderne IT-Basis, die
ESG-Vorgaben langfristig besser unterstützen
kann – nicht zuletzt durch
Anbindungen an zentrale ESG-Reporting-Systeme
oder SAP Sustainability
Control Tower.
Herausforderungen
und Voraussetzungen
So groß die Potenziale sind, so klar
ist auch: Nachhaltigkeit im Lager
gelingt nicht allein durch Technologie.
Es bedarf eines integrierten
Ansatzes, der Prozesse, Datenqualität,
Organisation und Kultur umfasst.
Eine durchdachte Stammdatenpflege,
klare Verantwortlichkeiten und
ein Bewusstsein für ESG-relevante
Lagerkennzahlen sind essenziell.
SAP EWM und SAP Cloud WM
bieten dafür die Werkzeuge – ihre
Wirksamkeit entfalten sie jedoch
nur im Zusammenspiel mit einem
ganzheitlichen ESG-Ansatz. Unternehmen,
die diesen Weg gehen,
stärken nicht nur ihre Umweltbilanz,
sondern auch ihre Resilienz gegen-
über regulatorischen und marktwirtschaftlichen
Veränderungen.
Operative Realität
Die ESG-Anforderungen wirken
wie ein Katalysator für die digitale
Transformation in der Intralogistik.
Lagerprozesse, lange Zeit unter rein
operativen Gesichtspunkten betrachtet,
müssen neu gedacht werden –
als Beitrag zur Nachhaltigkeit, als
Datenquelle für Reportingpflichten,
als Plattform für unternehmerische
Verantwortung. SAP EWM und SAP
Cloud WM liefern hierfür leistungsfähige
Instrumente. Es gilt, diese
gezielt einzusetzen, um ökologische
Ziele und wirtschaftliche Effizienz
in Einklang zu bringen. Nachhaltigkeit
im Lager ist kein Zukunftsthema
mehr – sie ist operative Realität.
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05/25
37
WIRTSCHAFT
Privatbrauerei Hirt mit neuen, nachhaltigen
E-Commerce-Verpackungen
Vielfach prämierte Biere, aber auch
Spirituosen oder Essige werden ab
sofort in innovativenWellpappe-Lösungen
von DS Smith Packaging Austria ausgeliefert.
Foto: © Christof Hütter Fotografie
Charaktervolle Biere, Essige
oder Spirituosen der Privatbrauerei
Hirt sind weit über
Kärntens Landesgrenzen hinaus
ein beliebtes Geschenk. Um der
steigenden Nachfrage im Onlinehandel
1 sowie dem Trend zu Verpackungslösungen
2 aus nachwachsenden
Rohstoffen gerecht zu werden,
wurde gemeinsam mit dem internationalen
Wellpappenhersteller DS
Smith eine neue, nachhaltige Premium-E-Commerce-Verpackung
entwickelt. Diese schützt Flaschen
von 0,5 l und 0,75 l optimal und
wirkt dabei auch optisch ansprechend.
Die beste Verpackung
Erstklassiges Bier, aber auch ausgewählte
Spirituosen oder würzige
Essige verdienen die beste Verpackung,
damit sie den Transport unbeschadet
überstehen. Weil Genuss
eben erst beim Öffnen der Flasche
so richtig beginnt, sorgt die neue
Premium-E-Commerce-Verpackung
dafür, dass jede Bestellung
sicher, stilvoll und mit dem gewissen
Etwas bei den Kundinnen und
Kunden ankommt.
Sicher „in der Schwebe“
Die innovative Wellpappelösung
des Verpackungsherstellers
DS Smith fixiert die Flaschen
von hochwertigen Spezialitäten
wie Bier, Spirituosen & Essigen
so, dass sie sicher „in der Schwebe“
sind und an kritischen Stellen
wie Verschluss und Boden besonderen
Schutz genießen. Stoßrand
und Sicherungslasche sorgen dafür,
dass jede Lieferung unbeschadet
ankommt. Smart und nachhaltig
verpackt Die neue Verpackung
verbindet Produktschutz mit ökologischer
Verantwortung. Das Designteam
von DS Smith wandte
seine in der Branche einzigartigen
Kreislaufdesign-Prinzipien an, um
eine Lösung zu entwickeln, die
vollständig ohne Kunststoffkomponenten
auskommt, zu 100 Prozent
recycelbar ist und für die Logistik
optimiert wurde. „Wir wollten eine
möglichst materialsparende Lösung
schaffen, die nachhaltig, smart und
kundenfreundlich ist. Dadurch wird
sie den hohen Ansprüchen einer
sicheren Lieferung von Premium-
Lebensmitteln gerecht“, sagt Dieter
Glawischnig, Geschäftsführer von
DS Smith Packaging Austria. Dass
die sichere Lieferung ein entscheidender
Faktor in der heutigen, boomenden
E-Commerce-Landschaft
ist, untermalt auch eine von DS
Die schnell aufbaubare Verpackungslösung von
DS Smith mit großzügigen Flächen für den
Markenauftritt verwandelt das Auspacken der
Produkte der Privatbrauerei Hirt in ein Highlight.
Foto: © Christof Hütter Fotografie
Smith in Großbritannien beauftragte
Studie 3 . Demnach erhielten 47
Prozent der E-Commerce-Verbrauchenden
im Jahr 2023 beschädigte
Waren aus Online-Käufen, was zu
einem durchschnittlichen Verlust
von 132 € pro Person führte. „Die
innovative Lösung von DS Smith
für die Privatbrauerei Hirt begegnet
diesen Herausforderungen, indem
sie das sichere Verpacken verschiedener
Flaschengrößen und -typen
gewährleistet und zusätzliche Komponenten
überflüssig macht. Glawischnig
ergänzt: „Dadurch wird
auch der Abpackvorgang erheblich
beschleunigt, was letztendlich eine
kosteneffiziente Lagerhaltung ermöglicht.“
Mehr als Schutz: Ein Erlebnis
Die neue Verpackung vereint
Funktionalität mit Design. Sie lässt
sich schnell aufbauen, bietet großzügige
Flächen für Markenauftritte
und verwandelt das Auspacken in
ein kleines Highlight. Sie besticht
durch ihre schlichte Eleganz. Die
natürliche Optik in Verbindung mit
der dezenten weißen Flexo-Bedruckung
lässt bereits vor dem Öffnen
die Qualität des Inhalts erahnen. So
erhalten Konsumentin und Konsument
einen visuell ansprechenden
Vorgeschmack auf das verpackte
Produkt.
Tradition trifft Innovation
Mit über 755 Jahren Brautradition
steht die Privatbrauerei Hirt für
Qualität, Regionalität und Sorgfalt.
DS Smith bringt seine Expertise
in nachhaltigen Verpackungslösungen
ein. Gemeinsam entstand
so eine Kooperation, die zeigt, wie
Tradition und Innovation Hand in
Hand gehen. Heimo Schader, Geschäftsführer
der Privatbrauerei
Hirt, betont „Während wir uns
mit Leidenschaft unseren erstklas-
38
06/25
mehr auf Seite 30
Dieter Glawischnig, Geschäftsführer
von DS Smith Packaging Austria,
und Heimo Schader,
Geschäftsführer der Privatbrauerei
Hirt Vertrieb GmbH,
präsentieren die innovative
Premium-Verpackungslösung,
die auch beim Wellpappe Austria
Award ausgezeichnet wurde,
für den neuen Online-Shop
der Privatbrauerei Hirt.
Foto: © DS Smith
sigen Produkten widmen, sorgt DS
Smith für die perfekte, nachhaltige
Verpackung. So können unsere
Kundinnen und Kunden unsere
Produktvielfalt auch über eine Bestellung
im neuen Online-Shop in
bester Qualität genießen.“
Mehr unter: www.hirterbier.at
oder unter: www.dssmith.com
1 Zwischen 2019 und 2024 stieg der Verkauf von alkoholischen Getränken über E-Commerce in Österreich mit einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 9,7 %. Damit machte er rund 3 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus.
Quelle: Euromonitor International.
2 Der weltweite Markt für Verpackungen auf Faserbasis wurde für das Jahr 2024 auf 313,6 Milliarden Euro geschätzt. Bis zum Jahr 2030
soll er einen Wert von 384,94 Milliarden Euro erreichen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,5 %
zwischen 2025 und 2030. Quelle: Grand View Research.
3 DS Smith Studie „Unveiling the true cost of damaged deliveries in 2023”. Quelle:
https://www.dssmith.com/uk/media/our-stories/2023/11/unveilingthetruecostofdamageddeliveriesin20232.
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06/25 39
INNOVATIVE SERVICEKONZEPTE
Service neu definiert:
Digital, strategisch, vorausschauend
Hohe Energiepreise, Kreislaufwirtschaft und fehlender Nachwuchs setzen die
Verpackungsindustrie zunehmend unter Zugzwang. Digitalisierung und KI treiben
den Umbruch zusätzlich voran – mit viel Potenzial, aber auch mit neuen
Fragen. Im Interview spricht Uwe Galm, Prokurist und Serviceleiter bei
Schubert, über aktuelle Kundenanforderungen, die Folgen des Fachkräftemangels
und wie innovative Servicekonzepte helfen können, Produktionsprozesse
zukunftsfest aufzustellen.
Herr Galm, der Servicebereich
bei Schubert wurde zuletzt deutlich
ausgebaut. Was hat sich verändert
– und was sind die Gründe dafür?
Uwe Galm: Wir sehen bei unseren
Kunden einen strukturellen Wandel.
In den letzten Jahren werden klassische
Serviceangebote wie Wartung
und Inspektion wieder stärker
nachgefragt – allerdings aus ganz
anderen Gründen als früher. Viele
Kunden können diese Aufgaben
schlichtweg nicht mehr selbst stemmen,
etwa weil ihnen die passenden
Fachkräfte fehlen. Hinzu kommen
der Druck durch steigende Energie-
und Rohstoffpreise – denken
Sie nur an den Kakao-Preis – sowie
die gestiegene Bedeutung der Maschinenverfügbarkeit.
Produktionsverluste
können heute schnell sehr
teuer werden.
Welche Auswirkungen hat das
konkret auf Ihre Serviceeinsätze?
Früher hatten wir mitunter drei
Wochen Zeit für eine Wartung, heute
sind es oft nur noch wenige Tage
– und diese Zeitfenster sind fix.
Unsere Kunden legen ihre Produktionsslots
teils ein Jahr im Voraus
fest, oft bleibt uns dann nur ein einziger
Shutdown pro Jahr. Das verändert
alles: unsere Planung, unsere
Ressourcenallokation und die Art,
wie wir unsere Einsätze vorbereiten.
Wie reagieren Sie auf diese knappen
Zeitfenster?
Wir setzen auf maximale Vorbereitung
und Effizienz. Dazu gehören
zum Beispiel vorgefertigte
Ersatzteilkits, die wir direkt einsatzbereit
liefern. So minimieren
wir die Zeit vor Ort. Parallel bauen
wir unsere digitalen Services stark
aus. Das Kundenportal 4YOUconnect
ist dafür das zentrale Werkzeug.
Dort stellen wir seit Kurzem
alle relevanten Maschinenunterlagen
digital zur Verfügung – vom
Stromlaufplan bis zur Stückliste.
Diese lässt sich als 3D-Modell an-
40 05/25
Uwe Galm – Bereichsleiter Service/Fotos: Gerhard Schubert GmbH
zeigen, um Bauteile schneller zu
identifizieren und direkt im Webshop
zu bestellen. Denn klar ist:
Eine Maschine, die steht, erzeugt
Emotionen – und das ist mehr als
ein technisches Problem. Wir setzen
daher alles daran, Stillstände
weitestgehend zu reduzieren. Anstatt
nur auf Störungen zu reagieren,
arbeiten wir daran, diesen
durch vorausschauende, datenbasierte
Prozesse gezielt vorzubeugen,
beispielsweise durch die Weiterentwicklung
unserer Maschinen-Monitoringlösung
CARE.
In welchem Stadium befindet sich
die Digitalisierung derzeit?
Rund ein Viertel unserer Kunden
nutzt das Portal bereits – mit deutlich
steigender Tendenz. Der nächste
große Schritt ist ein gemeinsamer
digitaler Wartungskalender,
der den Weg zu einem digitalen
Scheckheft mit lückenloser Servicehistorie
ebnen soll.
Schließlich spielt Transparenz für
uns im Service eine genauso große
Rolle wie die Vernetzung mit unseren
Kunden. In diesem Sinne entwickeln
wir zudem geführte Wartungsroutinen,
die Bediener und Instandhalter
Schritt für Schritt durch
den Wartungsprozess führen sollen
– ein direkter Beitrag zur Überwindung
des Fachkräftemangels.
Stichwort Fachkräftemangel –
gibt es da bestimmte Herausforderungen
in der Branche, die Sie besonders
kritisch sehen?
Die Rolle des Servicetechnikers
wandelt sich gerade enorm. Versierte
Techniker, die früher 200 Tage
im Jahr unterwegs waren, sind heute
kaum noch zu finden. Wenn doch,
bleiben sie meist nur kurz. Reisen
ist unattraktiv geworden, die Work-
Life-Balance gewinnt an Bedeutung.
Deshalb denken wir über
hybride Modelle nach – die neben
dem Einsatz in der Montage auch
temporäre Hotline-Betreuung oder
individuell planbare Reisephasen
ermöglichen.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz
bei der Bewältigung dieser
Herausforderungen?
Eine große, wobei sich aus meiner
Sicht Technologie stets daran messen
lassen muss, welchen Nutzen
sie tatsächlich bringt. KI-Implementierungen
bilden da keine Ausnahme.
Großes Potential sehe ich
etwa im Bereich Wissensmanagement
an der Schnittstelle zwischen
Schulung und Anwendung im realen
Fehlerfall. Ein junger Servicetechniker
könnte beispielsweise
mithilfe der KI Schritt für Schritt
durch die Entstörung einer komplexen
Maschine geleitet werden,
obwohl er noch weit weg ist von
der hohen Expertise eines Senior-
Kollegen. Auch beim Maschinen-
Monitoring gilt es die Entwicklung
voranzutreiben.
Gibt es darüber hinaus weitere
Anwendungsmöglichkeiten für KIgestütztes
Datenmanagement?
Bereits heute können wir unseren
Kunden anhand gesammelter Maschinendaten
aus unserer aktualisierten
Monitoringlösung CARE
zeigen, ob etwaige Produktionsverluste
auf die Maschine selbst oder
bestimmte Vorprozesse zurückgehen.
Perspektivisch wollen wir diesen
Mehrwert an Information direkt
in Form von konkreten Handlungsempfehlungen
in unsere Berichte
integrieren. Auch hier kann KI unterstützen,
etwa bei der Berichtserstellung.
Der Mensch muss jedoch
bleiben, um mit seiner Erfahrung
gut begründete Schlüsse aus den
Informationen zu ziehen. Aus den
Monitoringdaten ließen sich auch
Benchmarks für Unternehmen ableiten,
die an unterschiedlichen
Standorten das gleiche Produkt
verarbeiten und eine maschinenübergreifende
Leistungsbeurteilung
benötigen.
Wie berücksichtigen Sie Nachhaltigkeit
im Service?
Ein Beispiel ist die digitale Lernplattform
„Schubert Learning
Space“, die Bedienern zeit- und
ortsunabhängige Maschinenschulungen
ermöglicht. Damit entfallen
Reisen – was nicht nur effizient,
sondern mit Blick auf eingesparte
Energie und Treibhausgase auch
nachhaltiger ist. Gleichzeitig reduzieren
wir durch transparenteres
Monitoring Produktverluste – sei
es durch Erkennen abweichender
Muster, die zu mehr Ausschuss führen
oder Faktoren, die zu Produktionsstopps
führen könnten. Und mit
Blick auf künftige EU-Vorgaben
wie die PPWR unterstützt Schubert
seine Kunden dabei, ihre Verpackungen
beispielsweise von Kunststoff
auf Karton umzustellen. Dazu
beraten Experten aus dem Packaging
Competence Center von Schubert
sie hinsichtlich Verpackungsdesigns
und Maschinenumbauten
– stets in engem Austausch mit unseren
Service-Kollegen.
Was bedeutet das alles für den
klassischen Maschinenlebenszyklus?
Wir versprechen unseren Kunden,
dass sie ihre Maschinen mindestens
20 Jahre lang nutzen können – auch
das gehört zu einem nachhaltigen
Service dazu. Das verlangt eine
Schubert Learning Space – Das Lernportal der Schubert Group
strategisch geplante Customer Journey
mit passenden Servicebausteinen
für alle Phasen der Nutzung. In
frühen Jahren stehen Wartungskonzepte,
Produktionsoptimierung und
Formatberatung im Vordergrund,
später geht es um Themen wie
Komponentenverfügbarkeit, Modernisierung
oder Umrüstung. All
das ermöglichen wir mit unserem
umfassenden Portfolio, damit Maschinen
jederzeit zuverlässig und
wirtschaftlich laufen.
Wohin geht die Reise – was steht
bis zur interpack 2026 noch an?
Bis zur interpack wollen wir unser
digitales Angebot weiter komplettieren.
Neben dem Wartungskalender
und dem Scheckheft planen
wir ein digitales Ticketsystem im
Portal. Dann können Kunden rund
um die Uhr Serviceanfragen stellen
– ganz ohne Anruf, Sprachbarriere
oder Wartezeit. Transparenz über
den Bearbeitungsstatus inklusive.
Langfristig entsteht so ein durchgängiger,
digital unterstützter Endto-End-Prozess
im Service – effizient,
nachhaltig und kundenfreundlich.
Mehr unter: www.schubert.group
06/25
41
IM GESPRÄCH
Innovative Technologien für effiziente
Die Singer & Sohn GmbH aus Bayern hat sich seit ihrer Gründung im Jahr
1988 als Spezialist für Förderanlagen, thermische Produktionsanlagen und
hocheffiziente Automatisierungslösungen einen Namen weit über Deutschlands
Grenzen hinaus gemacht. Heute gehört das einst familiengeführte
Unternehmen zur schwedischen JCE Group und profitiert von einem starken
internationalen Netzwerk mit nachhaltigen Wachstumsstrategien. Zu dem
Netzwerk gehört in Österreich auch die Firma Franz Gramiller & Sohn GmbH.
KOMPACK sprach mit Geschäftsführer Jens Barlozek über die aktuellen
Entwicklungen.
I N T E R V I E W
KOMPACK: Mit der JCE Group
wurde auch Euer Angebotsspekturm
erweitert?
Jens Barlozek: Ja, mit der JCE
Group wurde auch das Lösungsspektrum
entsprechend erweitert
– um Freezing-Technologien durch
den Partner Octofrost sowie um
Frittiertechnologien durch den
Partner HiTec. Beide Unternehmen
gehören ebenfalls zur JCE Group.
Damit bietet Singer & Sohn heute
ein breites Spektrum maßgeschneiderter
Lösungen für die Lebensmittelindustrie
und kann auch komplexe
Gesamtlösungen aus einer
Hand liefern. Für Österreich hat
sich das Unternehmen erfolgreich
mit Gramiller zusammengeschlossen,
sodass eine nahtlose und regionale
Betreuung auch hier jederzeit
sichergestellt ist.
KOMPACK: Was können Sie
jetzt ihren Kunden anbieten?
Jens Barlozek: In der neuen unternehmerischen
Aufstellung deckt
das Portfolio von Singer & Sohn
heute eine umfangreiche Bandbreite
ab, die für große industrielle
Produktionsstätten ebenso passt
wie für Handwerksbetriebe, die an
der Schwelle zur Automatisierung
stehen.
Von kundenspezifischen Förderbändern
über mobile Darmaufzieher-Anlagen
bis hin zu platzspa-
Wurstkettentrenner WKT50, der bis
zu 1800 Würste pro Minute trennt.
Fotos: Singer&Sohn
Das VGE 2.0 – das Einlege-System in einen Verpackungs-Tiefzieher
renden Wurstkettentrennmaschinen,
die bis zu 1.800 Würstchen
pro Minute trennen können und
in jeden Handwerksbetrieb passen,
reicht das Angebot. Wenn es
um ganz große Anlagen geht, sind
die Kocher, Kühler und Pasteure
im Rahmen der thermischen Produktbehandlung
zu nennen, die als
Spirale oder Wasserbadlösung angeboten
werden. Hier hat Singer
& Sohn standardisierte Lösungen
entwickelt, die problemlos mit hohen
Tonnagen und verschiedenen
Produktarten fertig werden.
KOMPACK: Das Angebot wurde
jetzt auch für mittelständische
Betriebe optimiert?
Jens Barlozek: Singer & Sohn
hat in diesem Jahr seine Kompetenz
beim Einlegen von Würsten
in Tiefziehverpackungen erweitert.
Das Unternehmen war bislang vor
allem für Hochleistungseinleger
bekannt – 1.200 Würste pro Minute
auf kleinstem Raum einlegen zu
können, war lange das Credo von
Singer & Sohn.
Um aber auch mittelständische
Betriebe optimal bedienen zu kön-
nen, wurde das Portfolio nun um
die Zentrifugen-Technologie ergänzt.
Deren Leistung ist zwar geringer,
aber gerade für Betriebe
mit kleineren Produktionsmengen
preislich interessant. Wir haben
eine tiefgreifende Expertise im Einlegen
von Würsten – es war daher
nur konsequent, unsere Bandbreite
hier auszubauen.. Heute sind wir in
der Lage, Unternehmen jeder Größe
bedarfsorientiert zu bedienen.
Kunden mit großer Sortimentsvielfalt
ebenso wie Hersteller mit hohem
Durchsatz finden bei uns den
richtigen Ansprechpartner.
KOMPACK: Interessant ist auch
Euer neues Multi-Picker-System!
Jens Barlozek: Ja, Anfang des
Jahres haben wir mit einem KIgestützten
Multi-Picker-System
zusätzlich auf uns aufmerksam ge-
Geschäftsführer Jens Barlozek
macht. Das System legt Produkte
unterschiedlichster Art millimetergenau
in Verpackungsanlagen
– schnell, flexibel und intelligent.
Eine smarte Bildverarbeitung erkennt
dabei Form, Lage und Art
der Produkte in Echtzeit, sortiert
automatisch und legt sie in die
verschiedensten Verpackungen ein.
Fehlprodukte werden sofort erkannt,
aussortiert und einem Recyclingprozess
zugeführt – ein klarer Beitrag
zu Effizienz und Nachhaltigkeit.
Sichtbar ist diese Innovationskraft
zum Beispiel beim Knödelspezialisten
Burgis, wo eine solche Anlage
heuer in Betrieb gegangen ist.
KOMPACK: Sie arbeiten auch
mit Hochschulen zusammen?
Jens Barlozek: Richtig. Steigende
Produktanforderungen betreffen
heute längst nicht mehr nur die reine
Produktbearbeitung. Einwandfreie
Qualität bei höchster Effizienz
ist das Ziel der Zeit. Mit großer
Innovationskraft forscht Singer
& Sohn daher gemeinsam mit der
Technischen Hochschule Nürnberg
daran, zum Beispiel Fremdkörper
in und an Lebensmitteln sicher zu
erkennen. Von der Mehrseiteninspektion
auf dem Förderband über
die Durchlicht-Detektion innerhalb
von Produkten bis hin zur kontinu-
42 06/25
Lebensmittelproduktion
MEAT, SAUSAGE BAKERY & PET FOOD & FISH & CHEESE FRUIT &
& HAM CONFECTIONERY SNACKS SEAFOOD VEGETABLES
Das Portfolio der
Firma Singer & Sohn
Loading
Systems
ierlichen Kontrolle im freien Fall
innerhalb von Mehrkopfwaagen
arbeitet das Unternehmen an Lösungen,
die zusammen mit anderen
Industriepartnern völlig neue
Wege eröffnen. Unsere Forschung
berücksichtigt dabei die aktuellen
IFS-Guidelines, sodass wir damit
einen signifikanten Beitrag zur Absicherung
auch zukünftiger Qualitätsprozesse
leisten.
Thermal
Product
Treatment
Automated
Solutions
mit einem wachsenden Partnernetzwerk.
Nur wer seine Technik stetig
verbessert und auf neue Marktanforderungen
anpasst, kann Kunden
zukunftssichere Lösungen anbieten.
An dieser Stelle bleibt unser Anspruch
klar: Automatisierungskompetenz
auf höchstem Niveau.
Ge-
KOMPACK: Danke für
spräch!
KOMPACK: Können Sie noch
einen kleinen Blick in die Zukunft
machen.
Jens Barlozek: Der Markt für
Automatisierung in der Lebensmittelindustrie
wächst stetig. Singer &
Sohn will hier weiter eine führende
Rolle einnehmen – mit konsequenter
Weiterentwicklung der Systeme und
Mehr: www.singer-und-sohn.de
oder beim österreichischen
Partner: www.gramiller.at
Alte Lösung mit hohem Personalaufwand
Jens Barlozek erörtert das Anwendungsbeispiel Burgis:
„Der bayerische Qualitätshersteller Burgis, bekannt als einer der
führenden Knödelspezialisten Deutschlands, stand vor einer spannenden
Aufgabe: Für eine neue Produktlinie sollte ein vollautomatisierter
Verpackungsprozess geschaffen werden – leistungsstark, flexibel und
hygienisch.
Früher erforderten ähnlich gelagerte manuelle Prozesse einen hohen
Personalaufwand – teilweise mit bis zu acht Mitarbeitenden pro
Linie – um Produkte zu erkennen, zu sortieren und korrekt zu platzieren.
Für die neue Linie war von Anfang an klar:
Eine innovative Automatisierungs-lösung muss her, die diesen Aufwand
überflüssig macht und gleichzeitig höchste Qualitätsstandards erfüllt.
Gemeinsam mit Burgis haben wir eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt:
Ein vollautomatisierter SAC Loader mit Multipicking-Funktion,
ausgestattet mit sechs hochdynamischen SCARA-Robotern und einer
intelligenten Bildverarbeitungssoftware. Dieses System erkennt
verschiedenste Produktformen und -größen in Echtzeit, greift sie gezielt
und legt sie exakt in die Verpackung ab – schnell, hygienisch und absolut
zuverlässig. Produkte, die außerhalb der Spezifikation liegen, werden
dabei automatisch aussortiert und einem Wiederverwertungsprozess
zugeführt – ein klarer Beitrag zur Nachhaltigkeit
in der Lebensmittelverarbeitung“
06/25
43
LEBENSMITTELVERPACKUNG
Integrierte Ishida-Lösung für wiegen und verpacken unterstützt
Wachstum Das Sixpack von neu Chips erfinden Way
Die neueste Snackverpackungstechnologie von Ishida Europe ermöglicht es
dem serbischen Kartoffelchipshersteller Chips Way, seine Produktionskapazität
zu verdreifachen und seine Effizienz deutlich zu steigern. So kann
Chips Way der stetig wachsenden Nachfrage gerecht werden.
Chips Way, 1971 gegründet,
gehört zu den Marktführ-
ern im Bereich der salzigen
Snacks in Mittel- und Osteuropa.
Die beliebten Marken Čačanski čips
und Gricko werden in Serbien und
zehn weiteren europäischen Ländern
verkauft. Da die Produktions-
kapazitäten des Werks vollständig
ausgelastet waren, benötigte das Unternehmen
eine schnelle, zuverläs-
sige und effiziente Lösung, um den
ständig steigenden Marktbedarf an
Snacks zu decken.
Servicepartner
Über den serbischen Handels-
und Servicepartner CD System
lieferte und installierte Ishida drei
integrierte
Gesamtverpackungssy-
steme (iTPS), die jeweils aus einer
18-Kopf-Mehrkopfwaage
Ishida
CCW-RV-218 über zwei Inspira
Snackbeutelmaschinen mit integ-
rierten Metalldetektoren bestehen.
Diese vollständig integrierten Verpackungssysteme
bieten maxima-
le Effizienz, Zuverlässigkeit und
Flexibilität, und bei der Verarbei-
tung entsteht kein Folienverschnitt
und nahezu kein Folienabfall. Die
Gesamtanlageneffektivität
(OEE)
liegt bei über 99%. Luka Jovanovic,
Chief Operating Officer bei Chips
Way, erläutert die Kriterien bei der
Investitionsentscheidung: „Ishida ist
eine weltweit anerkannte Marke und
bietet beste Leistung, beste Qualität
und besten Service.”
20 bis 280 Gramm
Die drei iTPS-Systeme bei Chips
Luka Jovanovic, Chief Operating Officer bei Chips Way
Fotos: ISHIDA
Way verarbeiten Verpackungsgrößen
von 20 bis 280 Gramm. Bei 40
Gramm-Einheiten verpackt jede
Schlauchbeutelmaschine 70 bis 80
Beutel pro Minute (BPM). Insgesamt
können also bis zu 240 BPM
verpackt werden, was deutlich
über der Leistung der Produktionsanlage
von 120 BPM für Kartoffelchips
liegt. Das heißt: Die
Verpackungstechnik ist bereits auf
eine höhere Produktionskapazität
eingerichtet. Auch die Genauigkeit
und Gleichmäßigkeit des Wägeund
Verpackungsprozesses haben
sich mit dem Ishida iTPS verbessert.
Das Ergebnis: Im Vergleich
zum vorherigen Verpackungssystem
konnte die Überfüllung der
Verpackungseinheiten um 2% reduziert
werden.
Verbesserte Effizienz
Dank der verbesserten Effizienz
kann Chips Way nun in nur zwei
Schichten ebenso viele Chips verpacken
wie zuvor in sechs Schichten.
Zugleich wurde die Verpackungsgeschwindigkeit
pro Kilogramm
nahezu verdoppelt. Die
Ishida-Maschinen sind täglich in
zwei Acht-Stunden-Schichten im
Einsatz. Die RV-Mehrkopfwaagen
können die leichten und empfindlichen
Produkte, die bei Chips Way
mit bis zu neun verschiedenen
Gewürzen überzogen sind, bei hohen
Geschwindigkeiten scho-nend
behandeln. Da pro Schicht bis zu
drei Produktwechsel erforderlich
sind, ist ein weiterer großer Vorteil
des iTPS die schnelle und einfache
Durchführung dieser Wechsel. Luka
Jovanovic: „Wir brauchen jetzt
nur noch fünf Minuten für einen
Produktwechsel, bisher waren
es bis zu 20 Minuten. Außerdem
musste technisch geschultes Personal
diese Aufgabe übernehmen. Bei
den Ishida-Maschinen muss jetzt
nur nur das Formen-Set gewechselt
werden – das kann der Anlagenbediener
erledigen.“
Reinigung
Die Reinigung erfordert ebenfalls
geringeren Zeitaufwand. Wie Chips
Way berichtet, nimmt die regelmäßige
tägliche Reinigung nach den
beiden Schichten nur noch zwei
Stunden Ausfallzeit in Anspruch,
was einer Halbierung entspricht.
Außerdem führt die einfache Bedienung
des wartungsarmen iTPS-
Systems dazu, dass die Serviceabteilung
des Unterneh-mens mehr
Zeit für andere Aufgaben hat, weil
Routineaufgaben vom Linienpersonal
erledigt werden können. Ein
weiterer wichtiger Aspekt: Die
Vielseitigkeit des Ishida iTPS-Systems
gibt Chips Way die Flexibilität,
schnell auf sich ändernde Kundenaufträge
und Anforderungen zu
reagieren.
Einfaches Umrüsten
Luka Jovanovic fasst zusammen:
„Für uns sind die Geschwindigkeit
und die Zuverlässigkeit des Ishida
iTPS, seine präzise Wiege- und
Verpackungsleistung sowie seine
einfache Umrüstung und Reinigung
enorme Vorteile. Die Maschinen
Daten und Fakten
1. Chips Way hat jetzt drei Inspira Integrated Total Packaging Systems
(iTPS) im Einsatz. Jedes System besteht aus einer Ishida 18-Kopf
Mehrkopfwaage der RV-Serie, die über zwei Inspira-Schlauchbeutel-maschinen
montiert ist.
2. Die neuen Snackverpackungssysteme verarbeiten Kartoffelchips
mit einer Geschwindigkeit von 70 bis 80 Beuteln pro Minute.
3. Im Vergleich zum vorherigen Verpackungssystem reduzieren sie die
Überfüllung um 2% und steigern dieLeistung um fast 100%.
4. Chips Way kann jetzt in zwei Schichten so viele Einheiten verpacken
wie vorher in sechs Schichten.
5. Die Produktumstellung auf den neuen Anlagen wurde von 20 auf nur
noch fünf Minuten pro System reduziert, und die Ausfallzeiten für
die Reinigung aller Verpackungslinien haben sich auf zwei Stunden
halbiert.
44 06/25
haben die Grundlage für zukünftiges
Wachstum geschaffen, und
wir werden in zusätzliche Geräte
investieren, um unser Produktportfolio
weiter auszubauen.“
Chips Way
Die Produktionsstätte von Chips
Way in Čačak/ Serbien wurde 1971
eröffnet. Zu dieser Zeit war das
Unternehmen der erste und einzige
Snackhersteller im Land. Seitdem
hat Chips Way die Produktion
kontinuierlich erweitert und dank
seiner vielfältigen Produktpalette
und einem hohen Anspruch an
Qualität und Geschmack immer
wieder neue Kunden gewonnen und
neue Märkte erschlossen. Kontinuierliche
Investitionen in neueste
Technologie und laufende Verbesserungen
der Produktionsprozesse
haben Chips Way zu einem Marktführer
für salzige Snacks gemacht.
Das Unternehmen beschäftigt über
180 Mitarbeiter und erzielt einen
Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen
Euro.
Über Ishida
Ishida ist ein weltweit führendes
Unternehmen in der Entwicklung,
Herstellung und Installation von
End-to-End-Wäge-, Verpackungsund
Sicherheitslösungen für die
Lebensmittelindustrie. Ishida unterstützt
die Nahrungsmittelhersteller
darin, den Automatisierungsgrad
in der Produktion zu erhöhen und
Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren,
die Betriebseffizienz zu steigern
und dauerhaft wirtschaftlich
zu produzieren.
Mehr unter:
www.ishidaeurope.com/de
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06/25
45
LAGER
Dank hängender Schilder läuft Logistik
Mit der Eröffnung seiner neuen Unternehmenszentrale 2019 setzte Del Fabro Kolarik
ein Zeichen für moderne Getränkelogistik in Österreich. Das Zentrallager in Wien
verbindet auf 23.000 m² Automatisierung, unterschiedliche Lagerstrukturen und nachhaltige
Energieversorgung. Die Kombination aus vollautomatischem Kleinteilelager
(AKL), Hochregal- und Blocklagern sowie manuellen Bereichen stellt sicher, dass
sowohl Premiumprodukte als auch großvolumige Standardartikel effizient und wirtschaftlich
gelagert und ausgeliefert werden können. Als „Flaschenhals“ erwiesen sich
jedoch die bedruckten oder zu beschriftenden Bodenmarkierungen im Blocklager, die
immer wieder zu Problemen führten. Mit einer neuen Beschilderung von ONK läuft es
jetzt rund.
Pro Tag werden rund 200
Tonnen Ware im Logistikzentrum
in Wien bewegt.
Von dort aus beliefert der Getränkegroßhändler
Gastronomie, Hotellerie,
Handel sowie Unternehmen.
Für die effiziente Bewirtschaftung
des Vollsortiments von mehr als
8.000 Getränken werden das automatische
Kleinteilelager, Hochregal-
und Blocklager in Verbindung
mit manuellen Bereichen genutzt.
Besonders hervorzuheben ist das
vollautomatische Kleinteilelager
(AKL) mit 26.600 Kistenlagerplätzen,
in dem hochwertige Spirituosen
und Weine sicher und platzsparend
gelagert werden. Die automatisierte
Ein- und Auslagerung sorgt
für ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit,
Sicherheit und Präzision.
Blocklagerfläche
Ein zentrales Element in der Lagerorganisation
stellt die Blocklagerfläche
dar. Sie bietet Platz für
1.500 Palettenstellplätze mit Fässern
und Getränkekisten – Produkte,
die sich in größeren Mengen besonders
gut auf Palettenstellplätzen bewirtschaften
lassen. Die Stellplätze
waren bislang mit Bodenmarkierungen
gekennzeichnet – eine Lösung,
die sich im intensiven Staplerverkehr
als unzureichend erwies.
„Die Markierungen wurden durch
die hohe Beanspruchung schnell
beschädigt und mussten regelmäßig
erneuert werden“, erklärt Marinko
Perkov, Bereichsleitung Nachschub
und Kommissionierung Wien bei
Del Fabro Kolarik.
Nachhaltige Lösung
Eine praxisbewährte Lösung fand
Del Fabro Kolarik in den über den
Stellplätzen angebrachten Schildern
von ONK. Nach einer intensiven
Beratung durch den Vertrieb
und einer Bemusterung montierte
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Im Zentrallager von Del Fabro Kolarik in Wien stellt die Kombination
aus vollautomatischem Kleinteilelager mit 26.600 Kistenlagerplätzen,
Hochregal- und Blockla-gern mit 4.500 Palettenstellplätzen
sowie manuellen Bereichen sicher, dass sowohl
Premiumprodukte als auch großvolumige Standardartikel
effizient und wirtschaftlich gelagert und ausgeliefert werden können.
das Team von ONK die Konstruktion
im April. Zur Aufhängung der
Schilder dient eine 200 Meter lange
Unterkonstruktion an der Hallendecke
aus haftenden Magneten,
Knotenketten, Drahtspangen sowie
Aluminiumstreben mit eingeschobenen
Lochleisten. Darin eingehängt
sind 140 Schilder. Um auch
bei wechselnden Lichtverhältnissen
und größerer Entfernung eine optimale
Scannbarkeit sicherzustellen,
sind die Schilder zum einen abgewinkelt,
zum anderen sind die Barcodes
auf retroreflektierender Folie
gedruckt.
Robuster, besser
sichtbar und wartungsarm
„Wir haben uns bewusst für die
von der Hallendecke abgehängte
Beschilderung entschieden, da sie
für unsere Anforderungen die beste
Lösung darstellt“, so Perkov. „Im
Vergleich zu bedruckten Bodenmarkierungen
sind die Schilder
deutlich robuster, besser sichtbar
und wartungsarm. Gleichzeitig
unterstützen die klaren und festen
Kennzeichnungen unsere digitale
Lagerverwaltung und erleichtern
die Kommissionierung.“
Effizienzsteigerung
im Blocklager
Die neue Beschilderung verbessert
die Orientierung, erleichtert
die schnelle Zuord-nung von Lagerplätzen
und reduziert Fehler bei
Ein- sowie Auslagerungen. „Gerade
im Blocklager ist eine klare
Zuordnung entscheidend, da wir
hier großvolumige Artikel wie Fässer
und Kisten lagern. Mit der Beschilderung
schaffen wir eine eindeutige
Struktur, die sowohl unsere
Mitarbeiter im Lager als auch die
Steuerungssysteme unterstützt“,
betont Perkov.
Zusammenarbeit
„Von der ersten Beratung über
die Bemusterung bis hin zur finalen
Montage hat ONK durch eine
reibungslose und verlässliche Zusammenarbeit
überzeugt. Unsere
Erwartungen wurden voll erfüllt“,
resümiert der Logistikverantwortliche
bei Del Fabro Kolarik.
Zukunftsorientierte Logistik
Neben Effizienz und Digitalisierung
setzt der Getränkegroßhändler
auf Nachhaltigkeit. Seit 2019 wird
am Wiener Standort Sonnenenergie
genutzt – sowohl für den Betrieb
der Stapler als auch für Teile des
Lagerbetriebs und die Ladeinfrastruktur.
Das Unternehmen verfolgt
das Ziel, bis 2030 mehr als ein Drittel
seines Fuhrparks auf alternative
Antriebe umzustellen.
Über Del Fabro Kolarik
Das Unternehmen entstand aus
den Traditionshäusern Kolarik
Pro Tag werden rund
200 Tonnen Ware bewegt.
Fotos: Del Fabro Kolarik
rund bei Getränkegroßhändler
(gegründet 1937) und Del Fabro
(1963), die 2018/2019 fusionierten
und 2022 sowie 2024 durch weitere
Betriebe ergänzt wurden. Heute
zählt Del Fabro Kolarik zu den
führenden Getränkegroßhändlern
in Österreich und beliefert Gastronomie,
Hotellerie, Handel so-wie
Unternehmen wie Familiengasthäuser,
Cocktailbars, Hotelketten
und gehobene Gastronomie. Das
Sortiment umfasst mehr als 8.000
Getränke – von Wein und Schaumwein
über Spirituosen und Bier bis
hin zu alkoholfreien Spezialitäten
aus Österreich und der ganzen Welt.
Kunden profitieren von einer individuellen
Fachberatung durch erfahrene
Sommeliers, maßgeschneiderte
Services und modernster
Logistik – alles aus einer Hand.
An sieben Standorten in Österreich
sind rund 330 Mitarbeiter beschäftigt.
Mit einer eigenen Photovoltaikanlage
und einem wachsenden
E-Fuhrpark verfolgt das Unternehmen
das Ziel, bis 2030 über
ein Drittel seiner Logistikflotte auf
alternative Antriebe umzustellen.
Mehr unter: www.onk.de
Im Blocklager ist eine klare Zuordnung entscheidend, da hier
großvolumige Artikel wie Fässer und Kisten lagern. Für eine gute
Sichtbarkeit auch von Weitem hat das Team von ONK 140 Schilder an
einer 200 Meter langen Unterkonstruktion aus haf-tenden Magneten,
Knotenketten, Drahtspangen sowie Aluminiumstreben mit eingeschobenen
Lochleisten von der Hallendecke abgehängt.
60
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INTERNATIONAL
Partnerschaft zur Digitalisierung
der Flüssig- und Feststoffabfüllung
Die GREIF-VELOX Maschinenfabrik GmbH hat eine strategische Partnerschaft
mit dem US-amerikanischen Spezialisten ei³ geschlossen, einem führenden
Anbieter für sichere industrielle Konnektivität und IIoT-Anwendungen. Ziel ist
die native Integration von Datenerfassung, -analyse und -bereitstellung in die
Abfüllsysteme von GREIF-VELOX – als Grundlage für fortschrittliches Monitoring,
vorausschauende Analysen und eine kontinuierliche Prozessoptimierung.
Durch die Kombination
der Verpackungsexpertise
von GREIF-VELOX mit
der sicheren Konnektivitäts- und
Datenplattform von ei³ werden
GREIF-VELOX-Anlagen zu digital
erweiterten Verpackungssystemen.
Diese digitale Ebene bildet
die Grundlage für das Serviceprogramm
VeloXpert, das alle digitalen
und operativen Serviceleistungen
in einem ganzheitlichen
Performance-Ansatz bündelt. Neben
klassischem Service wie Inbetriebnahme,
Wartung, Schulungen
sowie Ersatzteil- und Lagerlogistik
umfasst VeloXpert auch VPN-basierten
Remote Support, Condition
Monitoring, datengestützte Effizienzanalysen
und übersichtliche
Dashboards zur Überwachung von
Maschinen und Prozessen. Ergänzt
wird das Angebot mit „Packaging
as a Service“ (PaaS) durch Finanzierungslösungen
und Versorgungspakete
für Verbrauchs- und Verschleißteile.
VeloInside
Ein zentrales Element des Programms
ist VeloInside – ein systemspezifisches
Performance-Dashboard,
das Echtzeit-Betriebsdaten
visualisiert. Es hilft dabei, Ineffizienzen
zu erkennen, Frühwarnzeichen
zu identifizieren und gezielte
Maßnahmen zur Steigerung der
Greif-Velox Equipment Effectiveness
(GVEE) zu ergreifen. Dieser
auf dem etablierten OEE-Standard
basierende Kennwert wurde speziell
für Abfüll- und Absackprozesse
angepasst und kombiniert Verfügbarkeits-,
Leistungs- und Qualitätsdaten
zu einem ganzheitlichen Bild
der Linienproduktivität und Prozesssicherheit.
Technologiebasis: Präzise Pulverund
Flüssigkeitsabfüllung
GREIF-VELOX verfügt über
langjährige Expertise in der Abfüllung
komplexer Pulver und Flüssigkeiten.
Die BVP- und BVPV-
Systeme gewährleisten eine hohe
Sebastian Pohl, Geschäftsführer von GREIF-VELOX und
Spencer Cramer, CEO und Gründer von ei³:
Dosiergenauigkeit und Flexibilität.
Die Vakuumpacker VeloVac und
VeloVac XL ermöglichen zudem eine
staubfreie Absackung mit bis zu
400 % Verdichtung – insbesondere
bei anspruchsvollen Produkten wie
Ruß, Kieselsäure, Pigmenten oder
technischen Fasern. Diese Technologien
steigern nicht nur die Prozesssicherheit,
sondern reduzieren
auch Ausschuss und Logistikkosten
signifikant.
Vollautomatische Anlagen
Auch im Bereich der Flüssigkeitsabfüllung
bietet GREIF-VELOX
maßgeschneiderte Lösungen. Die
vollautomatische A-DOS-P1-
Anlage ermöglicht das sichere
Befüllen von bis zu 40 Fässern
oder 15 IBCs pro Stunde – ideal
für palettenbasierte Anwendungen
in der Chemie-, Petrochemie- und
Lebensmittelindustrie.
Sichere IIoT-Konnektivität
ei³ liefert die sichere digitale Infrastruktur,
die Anlagen aller Generationen
miteinander vernetzt
– von Neuanlagen über Bestands-
maschinen bis hin zu älteren Systemen.
Mit skalierbaren Gateway-
Lösungen ermöglicht ei³ die standardisierte
Erfassung, Kontextualisierung
und Analyse von Maschinendaten
– unabhängig von Alter
oder Steuerungstyp der Anlage.
Stukturierte Datenbasis erkennt
frühzeitg Abweichungen
Diese strukturierte Datenbasis
erlaubt Monitoring, Benchmarking,
frühzeitige Abweichungserkennung
und kontinuierliche Prozessverbesserung.
Die Plattform
basiert auf einem „Security-First“-
Ansatz und schützt derzeit mehr
als 190.000 industrielle Systeme
weltweit – seit über 25 Jahren
ohne gemeldete Sicherheitsverletzungen.
Verbindung
langjähriger Expertisen
Sebastian Pohl, Geschäftsführer
von GREIF-VELOX: „Mit ei³
verbinden wir unsere langjährige
Expertise im Maschinenbau mit
einem Partner, der seit Jahrzehnten
für sichere industrielle Konnektivität
steht. Gemeinsam schaffen
wir die Grundlage für eine neue
Dimension von Effizienz, Transparenz
und Zuverlässigkeit in der
Pulver- und Flüssigkeitsabfüllung.“
Spencer Cramer,
CEO und Gründer von ei³:
„Die Partnerschaft mit GREIF-
VELOX ist für uns ein logischer
Schritt – denn wir verfolgen dasselbe
Ziel: durch intelligente Datennutzung
industrielle Prozesse
leistungsfähiger und nachhaltiger
zu gestalten. Indem wir Datenintelligenz
direkt in den Verpackungsprozess
integrieren, ermöglichen
wir unseren Kunden frühzeitige
Reaktionen, Ressourcenschonung
und kontinuierliche Effizienzsteigerung
– das nützt der Produktivität
ebenso wie der Umwelt.“
Mehr unter:
www.greif-velox.com/de
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06/25
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STAPLER
Neuer kompakter Schubmaststapler
Nicht alle Herausforderungen im Lager lassen sich mit schierer Kraft und Größe
bewältigen. Manchmal sind gerade Kompaktheit und Wendigkeit die Attribute,
auf die es ankommt. Zum Beispiel, um auf engstem Raum eine optimale
Lagerverdichtung zu realisieren und in schmalen Gängen sicher und intuitiv zu
manövrieren. Der Hamburger Intralogistikspezialist STILL erweitert daher sein
Portfolio an innovativen Schubmaststaplern um den besonders kompakten FXR
14C-16C. Für eine effiziente Lageroptimierung im Ein- oder Zweischichtbetrieb,
bei hoher Wirtschaftlichkeit und einem attraktiven Preis.
Effizienz und Wirtschaftlichkeit
stehen für viele Unternehmen
ganz oben auf der
Agenda, wenn es um die Organisation
ihrer innerbetrieblichen Materialflüsse
geht. Ein wichtiger Aspekt
dabei ist, ein Fahrzeug wählen zu
können, das exakt den eigenen Anforderungen
entspricht – und damit
letztlich nur für die Leistungs- und
Ausstattungsmerkmale zu bezahlen,
die man auch benötigt. Mit
differenzierten Lösungsportfolios
wird STILL dieser Anforderung in
allen Bereichen gerecht, sei es mit
einem vielseitigen Batterieportfolio,
modularen Servicepaketen oder
differenzierten Fahrzeugportfolios.
Mit dem Schubmaststapler FXR
14C-16C präsentiert der Hamburger
Spezialist für passgenaue Intralogistiklösungen
nun eine kompakte Ergänzung
zu seinem Hochleistungsschubmaststapler
FM-X und bietet
damit Unternehmen mit eher moderaten
Anforderungen an ihr Lagertechnikfahrzeug,
aber einem hohen
Bedarf an Kompaktheit, Sicherheit
und Wirtschaftlichkeit eine smarte
Alternative für ihre Prozessoptimierung
im Lager.
der Raumausnutzung jeder Meter
zählt. Dazu trägt auch das besonders
kompakte l2-Maß von mindestens
1.231 Millimetern bei, also die Maße
vom Heck des Staplers bis zu den
Gabelrücken.
Hohe Geschwindigkeiten
Trotz seiner schlanken Maße punktet
der FXR 14C-16C mit Power und
Verfügbarkeit. Sein wartungsarmer
12-kW-Hubmotor sorgt für hohe
Hub- und Senkgeschwindigkeiten
und einen effizienten Warenumschlag,
seine integrierte Lithium-Ionen-Batterie
inklusive Schnellladezugang
garantiert eine verlässliche
Verfügbarkeit im Ein- und Zweischichtbetrieb.
Sicherheit und durchgängiges
Ergonomiekonzept
Der FXR 14C-16C ist auch für Nutzende
mit wenig Erfahrung intuitiv
und sicher zu bedienen, dank serienmäßiger
Sicherheitssysteme wie der
Kurvengeschwindigkeitsregelung
Curve Speed Control (CSC) oder
der automatischen Fahrgeschwindigkeitsreduzierung
im Haupthub.
Zudem ermöglicht der einzigartige
Mastquerverschub den Fahrenden
beste Durchsicht und trägt damit
ebenfalls zu hoher Sicherheit für
Personen, Fahrzeug und Ware bei.
Weitere Sicherheitsfeatures sind optional
wählbar, beispielsweise das
STILL Safety Light, der Panoramaspiegel
oder das Panzerglasdach für
besten Schutz vor Flüssigkeiten oder
herabfallenden Kleinteilen.
Ermüdungsfreies Arbeiten
Für Ergonomie, Komfort und ermüdungsfreies
Arbeiten lässt sich
der Fahrerarbeitsplatz des FXR
14C-16C individuell einrichten – sei
es mit unterschiedlichen Sitzvarianten
und -einstellungen, flexibel
konfigurierbarer Lenkung, einer präzisen
und intuitiven Steuerung mit
dem Joystick 4Plus oder mit dem
modernen Touch-Display, um alle
relevanten Informationen jederzeit
im Blick zu behalten. Viele weitere
kleine Details, wie ein USB-An-
schluss oder eine Handyhalterung
im Cockpit, sorgen für Komfort und
Zufriedenheit der Fahrenden.
Smarte Lösungen
All das macht den FXR 14C-16C
zur idealen Portfolioergänzung des
erfolgreichen STILL Schubmaststaplers
FM-X. Dieser steht auch
weiterhin für Lagerverdichtung und
Präzision auf höchster Ebene und
ermöglicht das effiziente Ein- und
Auslagern von schweren Lasten in
bis zu 14 Metern Höhe. So deckt
STILL das gesamte Spektrum der
Einsatzszenarien von Schubmaststaplern
ab.
Premiere auf der LogiMAT 2026
Live erleben können Interessierte
den neusten Schubmaststapler aus
dem Hause STILL schon in wenigen
Monaten auf der internationalen
Fachmesse LogiMAT in Stuttgart,
vom 24. bis 26. März 2026 in Halle
10 an Stand B 40 & 41.
Mehr unter: www.still.at
Optimierte Effizienz
für den täglichen Betrieb
Der Schubmaststapler FXR 14C-
16C ist der kompakte Lagerhelfer
für Betriebe, in denen Lager eng,
Gänge schmal und Regale maximal
9 Meter hoch sind. Bis zu dieser Höhe
und mit einer Resttragfähigkeit
von bis zu 940 kg lagert das neueste
Mitglied der STILL Schubmaststapler-Familie
Waren sicher ein und
aus, und das dank mechanischer Höhenmessung
besonders präzise und
schnell. Der Schubmast in Kombination
mit der geringen Arbeitsgangbreite
von Minimum 2.723 Millimetern
ermöglicht zudem flexibles
Arbeiten und wendiges Manövrieren
auch in besonders schmalen Gängen
– ein wichtiger Pluspunkt in hochverdichteten
Lagern, in denen bei
50 06/25
In bis zu neun Metern Höhe und mit einer Resttragfähigkeit von bis zu 940 kg lagert der FXR 14C-16C
Waren sicher ein und aus, und das dank mechanischer Höhenmessung besonders präzise und schnell.
Fotos: STILL GmbH
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Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,
die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt
zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt
unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.
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