PROMAGAZIN November 2025
Unsere Themen in der November-Ausgabe: Landkreis Schwäbisch Hall, Bau-Offensive, Winterfreuden, Profile
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25 JAHRE für die Region Heilbronn-Franken.
11 I 25
25. Jahrgang | 4 Euro | 52856
Im Heft: Winterfreuden | Top Arbeitgeber | pro-magazin.de
Schmecken,
fühlen, staunen
Restaurant-Erlebnisse
der besonderen Art
Innovative Gastronomiemarke:
Die Heilbronner Voltino-Gruppe
verbindet Catering, Events
und Restaurants.
Mehr lesen Sie ab
Seite 24.
Karoline Eichhorn
im Gespräch
Scheene Weihnachda
mit Autor Edi Graf
Was Hans Hagdorn in
Hohenlohe gefunden hat
EDITORIAL
vb-hohenlohe.de/thebaenk
Grenzenlos
Zukunft gestalten.
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Advent verlangt den meisten von uns einiges ab. Unternehmen
gehen in den Jahresendspurt, die Terminkalender füllen
sich, parallel beginnt langsam die Grübelei über passende
Weihnachtsgeschenke für die Liebsten. Gut, dass das PROMA-
GAZIN in seiner „Winterfreuden“-Ausgabe genügend Anregungen
bereithält, wie trotz enger Advents-Zeitpläne die Vorfreude
aufs Fest steigt – inklusive Tipps, auf welchen
Weihnachtsmärkten und bei welchen Unternehmungen (ab
Seite 28) es besonders festlich zugeht.
PROFILE
Karriere machen in Heilbronn-Franken:
Im Sonderteil
„Profile“ stellen sich Unternehmen
aus der Region vor,
die Studienabgängern und
jungen Fachkräften beste
Zukunftsperspektiven bieten.
Als neues Magazin für Arbeitgebermarketing
erscheint
„Profile“ auch überregional.
Sie erreichen uns telefonisch und digital:
07941 933-0 · kontakt@vb-hohenlohe.de
Die Zeit rennt: Sogar die Bundesregierung schaltete gegen
Ende des Jahres nun einen Gang höher und brachte unter anderem
den Bau-Turbo durch den Bundesrat. Welche Chancen
er der Region bringen kann, lesen Sie ab Seite 16. Denn Städte
und Gemeinden blicken hoffnungsvoll auf Berlin – etwa Crailsheim
(Interview Seite 6). Die Stadt im Landkreis Schwäbisch
Hall registrierte in den vergangenen Jahren den größten Bevölkerungszuwachs
in Baden-Württemberg. Was sich im Kreisgebiet
ansonsten tut, lesen Sie ab Seite 10.
Und wer spätestens im neuen Jahr beruflich den Turbo einlegen
möchte, kann sich ab Seite 37 in der Rubrik „Profile“ über
Unternehmen informieren, die dafür die besten Voraussetzungen
bieten.
Gönnen Sie sich nun am besten eine kleine Pause und lesen
Sie das neue PROMAGAZIN.
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen
Winter 2025/26
LESE
STUNDE
Wurzeln & Wege
Gschichtle & Versla
Lilien & Igel
LEBENSART
Wer die aktuelle Ausgabe von
LebensArt aufschlägt, wird
diesmal sofort verzaubert.
Ob Schneespaziergänge,
adventlicher Türschmuck,
Bachs Kompositionen oder
Räucherrituale – das Magazin
versetzt in besinnliche
Winterstimmung. Dazu gibt
es wie immer spannende
Interviews und Geschichten
aus dem Ländle. Erhältlich
im Handel oder im Abo unter
www.pro-vs.de/lebensart/
Natalie Kotowski
Redaktion
natalie.kotowski@pro-vs.de
3
INHALT
INHALT
IN DIESER AUSGABE
Profile
Rubriken
„Es gibt keinen Grund für Resignation“
Mit überragenden 85 Prozent der Wählerstimmen wurde Crailsheims Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer im Amt
bestätigt. Er will die Stadt konsequent weiterentwickeln und auf Bildung, Kitas, Sport- und Festhallen fokussieren.
6
Fotos: Stadt Crailsheim, Ludmilla Parsyak Photography, Skadec GmbH
Die Macht der leisen
Innovations-Champions
38
Wie Heilbronn-Frankens Hidden Champions
Weltneuheiten und Coups landen – ohne viel Getöse.
03 Editorial
34 Neues aus der Region
46 Bürgerinitiative pro Region informiert
48 Veranstaltungskalender
50 Ausblick & Impressum
Zum Titelbild
Ein Vier-Gänge-Menü, das von Feuer, Wasser, Luft und Erde
inspiriert ist, eine außergewöhnliche Location und
edles Ambiente: Auf diese luxuriösen Zutaten setzt die
Heilbronner Voltino-Gruppe mit ihrem exklusiven Pop-up-
Restaurant „Elements“ auf dem Bildungscampus der Käthchenstadt.
Die Gäste erleben dort eine kulinarische Reise,
die alle Sinne ansprechen soll.
Foto: Fotos. Voltino Gruppe/Andreas Körner, bildhübsche fotografie
Landkreis Schwäbisch Hall
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10 In die Zukunft investieren
Bildung, Digitalisierung und Gesundheitsversorgung:
in diese Schwerpunkte investiert der Landkreis.
14 „Wer neugierig bleibt, wächst automatisch“
Vom Azubi zur Führungskraft: der Weg von Johannes
July, Leiter des Diakoneo Sonnenhofs Schwäbisch Hall.
Bau-Offensive
16 Motor für den Wohnungsbau
Die Bau-Turbo-Initiative der Bundesregierung stimmt
Entscheider in Heilbronn-Franken optimistisch.
20
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Titel
24 Wo essen zum Erlebnis wird
Im exklusiven Pop-up-Restaurant „Elements“ auf dem
Bildungscampus erleben Gäste feinste Kulinarik.
Winterfreuden
28 Zauber hinter jeder Tür
Weihnachtsmärkte, Adventskalender, Lichterglanz:
Wer sich aufs Fest freut, spürt weniger Stress.
„Der Blick von außen fällt oft
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4
November 2025
5
Landkreis Schwäbisch Hall | WIRTSCHAFT
Crailsheim wächst und gedeiht: Unternehmen investieren in den Standort, Quartiere werden entwickelt, die Stadt schuf in
den vergangenen Jahren 1300 neue Wohnungen.
„Es gibt keinen Grund
für Resignation“
Fotos: Stadt Crailsheim
lung der Barrierefreiheit am Bahnhof,
nachdem über Jahrzehnte nichts passiert
ist. In das Bildungsangebot, in Planungen
für die östliche Innenstadt und
das Paradeisquartier, Freiraumplanung
für sechs Teilbereiche in der Innenstadt,
um ihr ein neues Gesicht zu
geben, mit Begrünung und Verschattung.
Auch in Spielmöglichkeiten für
Kinder investieren wir und haben 1300
neue Wohnungen gebaut. Wenn man
da resigniert ist, weiß ich auch nicht
weiter.
Wie lässt sich die schwache
Wahlbeteiligung in Ihrer Stadt denn
dann erklären?
Grimmer: In Crailsheim ist sie leider
im Landesvergleich immer schon niedriger.
Es gibt unterschiedliche Erklärungsansätze.
Die einen sagen, manche
seien mit keinem der drei
Kandidaten glücklich gewesen und
hätten deshalb davon abgesehen, irgendeinem
die Stimme zu geben. Andere
sagen, das Ergebnis war so absehbar,
dass viele keine Notwendigkeit
sahen, zur Wahl zu gehen. Das ist trotzdem
eine schwache Begründung. Ich
habe mich als Amtsinhaber acht Jahre
lang engagiert. Da wünsche ich mir
schon, dass die Bürger sich eine halbe
Stunde Zeit nehmen, um ein Kreuz zu
machen und damit jenen Menschen,
die heutzutage in der Gesellschaft noch
Verantwortung übernehmen, etwas zurückzugeben.
Apropos etwas zurückgeben – die ansässigen
Unternehmen tun das, indem
sie sich klar zum Standort bekennen.
Sie investieren sogar: Weltmarktführer
Groninger baut beispielsweise für 30
Millionen Euro eine neue Montagehalle
mit Bürokomplex, die größte Einzelinvestition
in der Geschichte des Unternehmens.
Grimmer: Groninger, Schubert, Bürger,
Procter & Gamble, Hanselmann
und andere haben viel investiert. Dafür
sind wir dankbar und versuchen das
als Stadt, Verwaltung und Gemeinderat
nach Kräften zu unterstützen. Es macht
Freude, in einer Stadt zu wirken, in der
so erfolgreiche Unternehmen beheimatet
sind. Aber nicht nur die ganz
Zur Person
Dr. Christoph Grimmer
studierte in Hamburg
Diplom-Sportwissenschaft
mit Schwerpunkt Medien &
Journalistik. Parallel zu seiner Promotion
arbeitete er anschließend bei der
Nachrichtenagentur dpa und als
selbstständiger Lehrbeauftragter. Als
er 2017 erstmals in seiner Geburtstadt
ins Amt kam, war er der jüngste Oberbürgermeister
im Land.
Crailsheim zählte in der Vergangenheit zu den Städten im Land, die
am schnellsten wuchsen. Das birgt Chancen, aber auch Herausforderungen
für Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer, der
Anfang November von mehr als 85 Prozent der Wähler im Amt
bestätigt wurde.
dem Team hier in der Stadtverwaltung,
und mit Unterstützung des Gemeinderats.
Ich hatte vorab keine Wechselstimmung
wahrgenommen. Aber ich
bin natürlich erleichtert, dass ich es
jetzt schwarz auf weiß habe.
Interview von Natalie Kotowski
Herr Dr. Grimmer, ist Crailsheim eine
optimistische Stadt – erst recht jetzt, wo
sich die Bürger Anfang November so
klar für Ihre zweite Amtszeit ausgesprochen
haben?
Dr. Christoph Grimmer: Wer kann
schon permanent optimistisch sein?
Aber starken Unmut bemerke ich in
der Stadt nicht. Ich habe im Wahlkampf
viele Gespräche mit den Bürgerinnen
und Bürgern geführt und bekam
überwiegend die Rückmeldung,
dass die Menschen sehen, dass Crailsheim
auf einem guten Weg ist. Wir sind
ein großer Industriestandort mit wachsenden
Unternehmen, in Crailsheim
wird investiert. Grundsätzlich gab es
deshalb im Wahlkampf auch nicht das
eine dominierende Thema.
Die Zufriedenheit mit dem Status Quo
zeigte sich im Wahlergebnis. Mehr als
85 Prozent der Wähler wollten, dass Sie
Oberbürgermeister von Crailsheim
bleiben.
Grimmer: Ich bin glücklich, dass ich
nach acht Jahren noch einmal persönlich
die Bestätigung für meine Arbeit
bekomme – und sogar mehr Stimmen
erhalten habe als 2017. Was vielleicht
auch daran lag, dass es damals zwölf
Kandidaten gab und diesmal nur drei.
Trotzdem gibt es nie eine Garantie,
sich durchzusetzen. Gleichzeitig bin
ich auch nicht völlig überrascht – ich
weiß, was ich während der vergangenen
Amtsperiode getan habe, wie viele
Entscheidungen und Projekte wir umgesetzt
haben. Natürlich immer mit
Kleiner Wermutstropfen: Es ging nur
jeder dritte Crailsheimer überhaupt zur
Wahl. In einer Vorab-Umfrage des
SWR gaben viele befragte Bürger an,
dass sie nicht planten, an die Wahlurne
zu treten. Oft war die Begründung: kein
Interesse an der weiteren Entwicklung
der Stadt.
Grimmer: Die Aussage hat mich auch
verwundert. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Könnte das Ausdruck einer allgemeinen
Verdrossenheit sein?
Grimmer: Ich bin vielleicht befangen,
aber aus meiner Sicht gibt es in Crailsheim
keinen Grund für Resignation.
Wir haben ein Schulentwicklungsprogramm
für 100 Millionen Euro beschlossen.
Wir investieren in Kitas, in
Sport- und Festhallen. In die Herstel-
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6 November 2025
7
Landkreis Schwäbisch Hall | WIRTSCHAFT
Die Crailsheimer votierten am 2. November für Dr. Christoph Grimmer (Mitte) als
„neuen alten Oberbürgermeister“. Mit ihm freuten sich Lebensgefährtin Maren
Göller und Wahlleiter Jörg Steuler.
Großen sind gemeint, wir haben hier
auch starkes Handwerk und starke
Landwirtschaft. Der Stadtteil Tiefenbach
hat sogar die größten Dichte an
Landwirten auf dem verfügbaren Raum
in Baden-Württemberg.
Wie erleben Sie die Crailsheimer Unternehmer
in Gesprächen, ist die Stimmung
überall so gut?
Grimmer: Sie ist gemischt, um ehrlich
zu sein. Wenn ich früher mit Unternehmen
gesprochen habe, ging es um Themen
wie: Was kann die Stadt tun, um
attraktiver zu werden? Wie kann sie
mehr Lebensqualität bieten? Mittlerweile
höre ich immer häufiger generelle
Fragen. Ich bekomme mit, dass Unternehmen
sich überlegen, ob der
Standort Deutschland noch der Richtige
ist. Und das macht mir Sorgen.
Wenn Deutschland im internationalen
Wettbewerb ins Hintertreffen gerät,
wenn über Bürokratieabbau mehr gesprochen
als gehandelt wird, dann sind
auch für uns größere Probleme zu befürchten.
Die Investitionen, die Sie angesprochen
haben, deuten aber daraufhin, dass zumindest
die Crailsheimer noch vergleichsweise
optimistisch sind?
Grimmer: Ich glaube, ja. Die Wirtschaft
ist heterogen. Gesunden, größeren Unternehmen
fällt es vermutlich leichter
als den kleinen Betrieben, gewisse
Marktschwankungen zu verkraften –
und im Wettbewerb um Fachkräfte mit
ihrer Strahlkraft immer wieder Mitarbeiter
zu finden. Grundsätzlich wünsche
ich mir aber schon, dass die Politik
den stärkeren Dialog mit der
Wirtschaft und den Unternehmen
sucht, um für unsere Unternehmen in
Zukunft die richtigen Entscheidungen
zu treffen. Das versuchen wir hier auf
kommunaler Ebene – aber es ist auch
wichtig, dass die Abgeordneten in Berlin
diese Gespräche führen, um für die
Unternehmen gute Entscheidungen zu
treffen. Damit der Standort Deutschland
auch in Zukunft wettbewerbsfähig
bleibt.
Die Unternehmen haben viele Neubürger
angelockt, in den vergangenen Jahren
zählte Crailsheim zu den am
schnellsten wachsenden Städten in Baden-Württemberg.
Grimmer: Ursprünglich gab es Prognosen,
dass die Einwohnerzahl sinken
wird. Irgendwann hat man festgestellt,
dass diese Vorhersagen nicht den Tatsachen
entsprechen: Die Unternehmen
prosperierten und die Stadt legte
an Bevölkerung zu. Daraufhin sind in
kurzer Zeit relativ viele Wohnbaugebiete
entwickelt worden. Und damit
wuchs der Bedarf bei Infrastruktur, Verkehr,
Kinderbetreuung. Die Herausforderung
ist, alles in einen gesunden Einklang
zu bringen.
Wie stark beschäftigt Sie als Oberhaupt
einer rasant wachsenden Stadt das Thema
Innere Sicherheit?
Fotos: Stadt Crailsheim
Grimmer: Ich will gar nicht den Begriff
Stadtbild diskutieren. Aber das Thema
gefühlte Sicherheit beschäftigt zum
Beispiel auch uns. Es ist eine Tatsache,
dass Crailsheim von der Häufigkeit der
Vorfälle pro hunderttausend Einwohner
immer schon höher lag als beispielsweise
Schwäbisch Hall.
Was tut die Stadt, um das in den Griff
zu bekommen?
Grimmer: Wir arbeiten daran, das Sicherheitsgefühl
der Menschen zu verbessern.
Wir haben zum einen ein Sicherheitsaudit
durchlaufen, unterstützt
von der Uni Heidelberg und dem Institut
für Kriminologische Forschung Baden-Württemberg
, die das auch schon
für andere Städte gemacht haben. Auf
Basis dieser Ergebnisse wollen wir gemeinschaftlich
mit der Polizei Maßnahmen
ableiten. Zum anderen hat im
Gemeinderat eine Fraktion jüngst
50.000 Euro für den Ausbau der Beleuchtung
zwischen Bahnhof und Innenstadt
beantragt. Außerdem haben
wir schon vor einiger Zeit eine Masterplanung
für das sogenannte Paradeisquartier
am ZOB vorgelegt. Dieser Bereich
liegt zwischen Bahnhof und
Innenstadt. Dort halten sich immer
wieder Gruppen auf, die Unbehagen
auslösen. Solange sie sich dort nur aufhalten,
ist das aus meiner Sicht nicht
schlimm. Trotzdem fühlen sich die
Menschen unwohl, an diesen Gruppen
vorbeizugehen.
Was soll dort künftig anders werden?
Grimmer: Wir wollen diesen Bereich
im Zuge der Stadtentwicklung völlig
verändern, hatten ihn für die Landesgartenschau-Bewerbung
schon in der
Planung. Stadtentwicklung funktioniert
aber nicht so schnell, als dass
nächstes Jahr alles umgekrempelt und
bebaut wäre. Mittelfristig ist es das
Ziel, diesen Bereich zu entwickeln –
ganz unabhängig davon, dass sich besagte
Gruppen dort aufhalten.
Das klingt, als ob der Kurs klar ist. Aber
wieviel Verantwortung für Innere
Sicherheit können Städte aktuell selbst
überhaupt tragen?
Grimmer: Grundsätzlich haben wir
das Ziel, dass sich jeder in unserer
Stadt sicher fühlt. Aber man muss auch
offen und ehrlich darüber reden, wo
die Grenzen des Leistbaren sind. Vielleicht
lassen sich noch ein oder zwei
zusätzliche Stellen schaffen. Aber bei
einer Stadt – und wir sind nur Mittelzentrum
und keine Großstadt – ist es
trotzdem nicht einmal im Innenstadtbereich
möglich, überall Präsenz zu
bieten. Wir können den Personalbedarf
nicht so ausdehnen, dass, überspitzt
gesagt, jeder Bürger einzeln
durch die Stadt begleitet werden kann.
Man kann nie sicherstellen, dass nicht
doch irgendwo etwas passiert.
Das konnte man aber noch nie sicherstellen.
Grimmer: Richtig. Das war vor 40, 60
Jahren nicht anders. Heute herrscht
aber die Erwartungshaltung, dass die
Stadt und der Bürgermeister Lösungen
finden.
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Was ist Mitte?
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Heißt das, Menschen delegieren heute
zu viel Verantwortung?
Grimmer: Ja. Wenn man um 2 Uhr
nachts allein durch die Stadt läuft, sollte
man überlegen, ob man unbedingt
die Abkürzung nimmt oder doch lieber
den Weg an der Hauptstraße. Darauf
hat jeder einzelne durch sein Verhalten
Einfluss. Auch wenn die Zahlen der polizeilichen
Kriminalstatistik erfreulicherweise
aktuell rückläufig sind –
trotzdem sind wir uns einig: Jedes
Vorkommnis ist eines zu viel.
Sie sprachen die Grenzen des Leistbaren
einer Stadt an. Glauben Sie, dass
sich die finanzielle Ausstattung von
Kommunen in absehbarer Zeit
verbessern wird?
Grimmer: Sie muss sich verbessern.
Die Kommunalen Landesverbände,
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister
sind schon lauter geworden. Für
mich geht es dabei um mehr als die
Forderung, dass derjenige, der die
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Rechtsansprüche schafft, auch für die
finanzielle Ausstattung sorgen muss.
Dahinter stehe ich. Aber Aufgaben
müssen auch personell leistbar sein.
Geld hilft uns nicht, wenn wir niemanden
finden, der die vorgesehenen Aufgaben
übernimmt. Deshalb fordern die
kommunalen Landesverbände eine
Aufgabenkritik: Wir müssen die Standards
hinterfragen, die in guten Zeiten
geschaffen wurden – und prüfen, ob sie
aktuell leistbar sind. Über Abstriche zu
sprechen, ist aber unpopulär.
Was wünschen Sie sich für Ihre
kommende Amtszeit als Oberbürgermeister?
Grimmer: Wir in Crailsheim haben viele
richtungsweisende Entscheidungen
auf den Weg gebracht, zum Beispiel in
der Schulentwicklungsplanung, bei Kitas,
bei den Sport- und Festhallen, in
der Flächen- und Stadtentwicklung.
Ich freue mich nun darauf, diese Entscheidungen
umzusetzen.
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Baden-Württemberg beschlossen hat.
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8 November 2025
9
WIRTSCHAFT | Landkreis Schwäbisch Hall
Schwäbisch Hall schafft digitale Lösungen und investiert in Bildung, um den Standort nachhaltig zu stärken.
Foto: Stadt Schwäbisch Hall
me und die Umsetzung des Medizinkonzepts
für beide Standorte.“ Parallel
mussten zahlreiche Gespräche geführt
und Vertrauen aufgebaut werden, um
die Mitarbeitenden mitzunehmen.
Heute blickt Schmidt optimistisch
nach vorn: „Das Diak-Klinikum bleibt
der Zentralversorger in Hohenlohe mit
allen bestehenden medizinischen Leistungen.
Der erste Spatenstich für den
zweiten Bauabschnitt des Klinikneubaus
wird gefeiert. Alle Mitarbeitenden
sind zufrieden, motiviert und zuversichtlich.“
Die neue Struktur eröffnet
Chancen für eine moderne, vernetzte
Gesundheitsversorgung im Landkreis.
So wird in beiden Kliniken derzeit die
elektronische Patientenakte eingeführt.
„Mit der Digitalisierung wird ein
weiterer Meilenstein erreicht auf dem
Weg in eine gute Zukunft beider Kliniken“,
freut sich Werner Schmidt. Hier
schreitet der Landkreis auch bei der
Verwaltung voran. Das Serviceportal
des Landratsamts wurde deutlich erweitert:
Bürger können nun unter anderem
digitale Bauanträge, Wohngeld-
Anträge,
Einbürgerungen,
Infektionsschutzbelehrungen sowie
KFZ- und Führerscheinservices online
erledigen. Die Online-Terminvergabe
wurde auf weitere Ämter ausgedehnt,
um Wartezeiten zu reduzieren. „Mit
dem neu organisierten Fachbereich Digitalisierung
verfolgen wir das Ziel, unsere
Verwaltung serviceorientierter, effizienter
und zukunftsfähiger
aufzustellen. Wir wollen sowohl den
Bürgerinnen und Bürgern als auch unseren
Mitarbeitenden den Alltag spürbar
erleichtern“, erklärt Bauer. Ein
Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Ausbau
digitaler Antragsverfahren. Insgesamt
werden rund 90 Prozesse aus den
verschiedensten Ämtern schrittweise
modernisiert. Ziel ist, dass Anträge
künftig weitgehend digital eingereicht,
automatisiert vorbereitet und durch
den Sachbearbeiter bearbeitet werden
können. Auch im Bildungsbereich setzt
der Landkreis neue Maßstäbe. Mit einer
innovativen Strategie für die beruflichen
Schulen wird nicht nur die Infrastruktur
modernisiert, sondern auch
der digitale Auftritt gestärkt. „Wir wollten
nicht in endlosen Analysen verharren,
sondern gemeinsam mit den Schulen
schnell ins Handeln kommen“, so
Bauer.
Statt eines langwierigen Schulentwicklungsplans
setzt der Landkreis
auf eine praxisnahe Lösung: Alle beruflichen
Schulen treten künftig unter einer
gemeinsamen Dachmarke auf – mit
einheitlichem Logo, zentraler Website
und abgestimmtem Social-Media-Auftritt.
Ein besonderes Highlight ist „Buddy“,
ein KI-gestützter digitaler Schulund
Berufsfinder, der Jugendlichen
und Eltern mehrsprachig Orientierung
bietet. Damit wird nicht nur die Sichtbarkeit
der Schulen erhöht, sondern
auch die digitale Kompetenz der Region
gestärkt.
Doch bei aller positiver Entwicklung
im Landkreis selbst, stellen steigende
Kosten in der Kreiskasse manche
Kommunen vor finanzielle
In die Zukunft investieren
Ein Jahr voller Entscheidungen liegt hinter dem Landkreis Schwäbisch
Hall. Trotz steigender Kosten und hoher Erwartungen setzt die
Region auf Stärke: mit einer zukunftssicheren Gesundheitsversorgung
und mutigen Schritten in Richtung Digitalisierung und Bildung.
Die wirtschaftliche Ausgangslage
im Landkreis Schwäbisch Hall ist
gut: Die Steuerkraft ist im vergangenen
Jahr um über 10 Prozent gestiegen
und erreicht rund 447 Millionen
Euro. Die Steuerkraftmesszahl
– die Kennzahl, die angibt, wie viel
Steuerkraft der Landkreis im Verhältnis
zu seiner Einwohnerzahl hat – liegt
bei über 130 Millionen Euro. Damit
liegt Schwäbisch Hall deutlich über
dem Landesdurchschnitt und gehört
zu den wirtschaftlich starken Landkreisen
in Baden-Württemberg – vor
Hohenlohe und Main-Tauber und auf
Augenhöhe mit dem Ostalbkreis. Doch
die Stärke des Landkreises zeigt sich
nicht nur in der Wirtschaftskraft, sondern
auch in strategischen Entscheidungen
für die Zukunft – insbesondere
in den Bereichen Gesundheitsversorgung,
Digitalisierung und Bildung. Ein
zentrales Ereignis war die Übernahme
des Diak-Klinikums durch den Landkreis
im Januar 2025. „Jeder kommt in
seinem Leben mit dem Krankenhaus
in Kontakt. Die Erfüllung des stationären
Versorgungsauftrags hat für mich
oberste Priorität. Mit den beiden
Standorten Crailsheim und Schwäbisch
Hall schaffen wir das“, betont
Landrat Gerhard Bauer. Die Ausgangslage
war klar: Zum Ende des Jahres
2024 stand fest, dass Diakoneo das
Diak nicht weiterführen wird. „Es gab
keinen anderen Klinikträger für eine
alleinige Übernahme“, erklärt Werner
Schmidt, der neue Geschäftsführer des
Diak Klinikums. Der Kreistag beschloss
daher im Dezember 2024 die
Übernahme und die Zusammenführung
mit dem Klinikum Crailsheim in
einer Gesundheitsholding – eine Entscheidung,
die unter Zeitdruck getroffen
wurde, aber von allen Kreisräten
getragen war. Die Umsetzung brachte
dabei einige Herausforderungen mit
sich.
„Unsere erste Aufgabe war die
Trennung vom Diakoneo-Konzern
ohne Störung des laufenden Klinikbetriebs“,
so Schmidt. Dazu gehörten die
Rückholung ausgegliederter Personalbereiche,
die Neuordnung von Verantwortlichkeiten
und die Sicherstellung
technischer Funktionen. „Am schwierigsten
war die Trennung der IT-Syste-
zusammenhalt.
freiraum.
perspektive.
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Weitere Informationen und Online-Bewerbung unter www.mein-weissenhof.de
10
November 2025
Klinikum am Weissenhof, Zentrum für Psychiatrie, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg, 74189 Weinsberg
WIRTSCHAFT | Landkreis Schwäbisch Hall
Landkreis Schwäbisch Hall | WIRTSCHAFT
Das Diak-Klinikum bleibt der Zentralversorger im Landkreis Schwäbisch Hall.
Foto: Ufuk Arslan
Herausforderungen. Die Kreisumlage
wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen
2026 von der Verwaltung zunächst
mit 39,4 Prozent vorgeschlagen.
Durch das Finanzpaket des Landes
konnte dieser Wert inzwischen auf
39,0 Prozent reduziert werden. Der
endgültige Beschluss über den Haushalt
und damit auch die Kreisumlage
erfolgt voraussichtlich im Dezember
durch den Kreistag. Hintergrund der
Anpassung sind deutlich steigende
Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich.
(2024 lag der Wert bei 32 Prozent).
„Die Kosten für soziale Sicherung
steigen 2026 auf 155 Millionen
Euro – das sind 22,3 Millionen Euro
mehr als 2025. Die kommunale Ebene
ist zum Ausfallbürgen von Bund und
Land geworden. Dies können die Kommunen
nicht mehr schultern“, erklärt
Bauer. Besonders ins Gewicht fallen die
Der Landkreis Schwäbisch Hall gehört zu den wirtschaftlich starken Landkreisen
in Baden-Württemberg.
Foto: AdobeStock/Daniela Knipper
Eingliederungshilfe mit 69 Millionen
Euro, die Hilfe zur Pflege mit 11 Millionen
Euro und die Jugendhilfe mit
44 Millionen Euro. Auch die Städte und
Gemeinden spüren die Belastung. Daniel
Bullinger, Oberbürgermeister von
Schwäbisch Hall, warnt: „Die Erhöhung
der Kreisumlage verschärft die bereits
absehbare sehr schwierige Haushaltslage
im Jahr 2026. Ich möchte jedoch betonen,
dass die Landkreise selbst Opfer
vor allem der stetig stark ansteigenden
Kosten für die soziale Sicherung sind.
Diese rühren aus der Umsetzung von
Landes- und vor allem Bundesaufgaben.“
Dennoch müsse der Landkreis im
prüfen welche Konsolidierung er aus eigener
Kraft hat.“ Eine Erhöhung der
Mehrbelastung um einen Prozentpunkt
entspricht damit einer Mehrbelastung
von rund 870.000 Euro für die Stadt. Er
sieht die Gefahr, dass wichtige Projekte
auf der Stecke bleiben.
„Derzeit gleichen wir das Defizit
mit Rücklagen aus. Sobald diese Liquidität
nicht mehr vorhanden ist, müssen
wir alle Investitionen mit Krediten finanzieren.
Eine unbegrenzte Kreditaufnahme
ist aber nicht möglich und
übersteigt irgendwann unsere Leistungsfähigkeit“,
so Bullinger.tz
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12
November 2025
WIRTSCHAFT | Landkreis Schwäbisch Hall
Landkreis Schwäbisch Hall | WIRTSCHAFT
„Wer neugierig bleibt,
wächst automatisch“
Johannes July begann vor 25 Jahren seine Ausbildung zum
Heilerziehungspfleger im Diakoneo Sonnenhof in Schwäbisch Hall.
Heute leitet er die Einrichtung. Er erzählt, wie ihm sein Weg vom
Azubi ins Management gelang, welche Herausforderungen ihm begegnen
und was ihn motiviert.
Vom ersten Arbeitstag als Azubi bis zur Führungsrolle: Johannes July, Leiter des
Diakoneo Sonnenhofs Schwäbisch Hall, ist der Einrichtung seit einem Vierteljahrhundert
treu.
Foto: Diakoneo Sonnenhof Schwäbisch Hall
Herr July, was macht Sie als Leiter einer
Einrichtung mit rund 1000 Mitarbeitenden
richtig glücklich?
Johannes July: Wenn ich mit motivierten
Menschen zusammenkomme,
die trotz aller Herausforderungen und
manchmal auch frustrierender Momente
weiter etwas bewegen wollen.
Mich motiviert es, zu sehen, dass selbst
kleine Schritte etwas bewegen können.
Auch wenn es manchmal anstrengend
wird – der Gedanke, Teil von Veränderung
zu sein, gibt mir Kraft. Ich schätze
es sehr, mit Menschen zusammenzuarbeiten,
die trotz Rückschlägen dranbleiben
und positiv denken.
Was bedeutet Ihnen der Sonnenhof ?
Sie sind ja sozusagen mit ihm groß geworden.
July: Ich bin seit 25 Jahren im Sonnenhof
beschäftigt, weil mir diese Einrichtung
ans Herz gewachsen ist und ich
mit vielen Kolleginnen und Kollegen
eine gemeinsame Geschichte teile.
Welche konkreten Schritte und Unterstützungsangebote
bei Diakoneo Sonnenhof
haben Ihnen auf dem Weg vom
Azubi in die Leitung am meisten geholfen?
July: Ich habe recht früh in Arbeitskreisen
oder Projekten mitgearbeitet,
es hat mir Spaß gemacht, über meinen
Berufsalltag hinauszuschauen. Dann
kamen die Fortbildungen zur
Gruppen- und Verbunds-Leitung, später
zur Führungskraft, beide über einen
Zeitraum von zwei Jahren. Es hat
mir sehr viel Spaß gemacht, mich mit
verschiedenen Themengebieten zu
beschäftigen. Das wichtigste waren
aber immer Kolleginnen und Kollegen
um mich herum, an denen ich mich
orientieren konnte und die mich als
Persönlichkeit weiterentwickelt haben.
Welche Herausforderungen waren auf
diesem Karriereweg besonders groß?
July: Die größte Herausforderung war,
mir selbst einzugestehen, dass ich mir
eine leitende Tätigkeit vorstellen kann,
mich dafür aber aus der direkten Betreuung
verabschieden muss. Ich hatte
mich ja bewusst für die Ausbildung
zum Heilerziehungspfleger entschieden,
weil mir die direkte Arbeit mit den
Menschen mit Unterstützungsbedarf
große Freude bereitet. Gleichzeitig
habe ich gemerkt, dass ich auch auf einer
anderen Ebene etwas bewegen
kann, indem ich Rahmenbedingungen
gestalte, Teams unterstütze und gemeinsam
mit Kolleginnen und Kollegen
neue Wege finde. Der Übergang
war emotional und anspruchsvoll, aber
er hat mir gezeigt, dass Entwicklung
immer auch bedeutet, Altes loszulassen,
um Neues gestalten zu können.
„
Kleine Schritte können
Großes bewirken.
Johannes July, Leiter Diakoneo
Sonnenhof Schwäbisch Hall
“
Inwiefern fördern Sie als junge Führungskraft
bei Diakoneo innovative
Ideen und moderne Arbeitsweisen im
Team?
July (lacht): Als junge Führungskraft
würde ich mich mit 45 Jahren nicht
mehr bezeichnen. Ich lebe vor, dass wir
offen und neugierig auf moderne Arbeits-
und neue Herangehensweisen
sein und deren Potenzial prüfen sollten.
Gleichzeitig bleiben Erfahrungen
und das vorhandene Wissen in der Einrichtung
auch eine gute Ergänzung zu
der modernen Arbeitswelt von heute.
Sie stehen also sozusagen für eine wohldosierte
strukturelle Modernisierung?
July: Mir ist wichtig, beides zu verbinden:
Bewährtes schätzen und gleichzeitig
offen für Neues bleiben. Ich
fördere im Team eine Kultur, in der
Foto: Diakoneo Sonnenhof Schwäbisch Hall
Heitere Herbststimmung herrscht auf dem Gelände des Diakoneo Sonnenhofs.
Ideen gehört werden und Neues getestet
werden darf. Innovation entsteht
dort, wo Vertrauen, Austausch und Mut
zum Perspektivwechsel zusammenkommen.
So können wir gemeinsam
Strukturen gestalten, die zukunftsfähig
sind und gleichzeitig unsere Werte bewahren.
Welchen Rat würden Sie jungen Auszubildenden
geben, die eine ähnliche Karriere
anstreben – welche Fähigkeiten,
Einstellungen oder Erfahrungen sind
aus Ihrer Sicht entscheidend?
July: Ich finde es herausfordernd, als
junger Auszubildender sofort das Ziel
zu haben, eine Leitungsposition anzustreben.
Aussichtsreicher ist es, schrittweise
vorzugehen. Zuerst geht es darum,
die eigenen Fähigkeiten zu
erweitern, Erfahrungen zu sammeln
und sich einzubringen, wo dies möglich
ist. Dazu gehört, Fortbildungen zu
besuchen und offen zu sein für die Welt
drumherum, dann ergeben sich Wege
oftmals ganz von selbst. Wer neugierig
bleibt und Verantwortung übernimmt,
wächst automatisch.
So sind Sie auch selbst vorgegangen.
Haben Sie daraus ein eigenes Leitbild
für Ihre Tätigkeit entwickelt?
July: Eine gute Leitung entwickelt sich
aus Haltung, Erfahrung und dem
Wunsch, gemeinsam etwas zu bewegen,
nicht aus dem Titel.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft
des Sonnenhofs? Und was hoffen Sie für
die Menschen mit Behinderung und deren
Angehörige, die von Ihrem Team in
Kindergarten, Schule, Tagesförderstätte,
Wohnräumen sowie mit offenen Hilfen
und Freizeitangeboten unterstützt
werden?
July: Für die Einrichtung wünsche ich
mir in Zukunft, Spielräume für Entwicklung
und Ideen zu ermöglichen.
Für unsere Menschen mit Unterstützungsbedarf
wünsche ich mir in
schwierigen Zeiten, dass Sie weiterhin
gut begleitet werden können. nk
Info
Diakoneo ist mit rund 10.000 Mitarbeitenden
eines der größten Gesundheits-
und Sozialunternehmen in
Deutschland. In Schwäbisch Hall sind
rund 1000 Mitarbeitende in den
Bereichen Wohnen, Tagesförderstätte,
Schule, Kindergarten, Offene Hilfe und
Freizeitangebote tätig. Sie engagieren
sich täglich dafür, Menschen mit Behinderung
bedarfsgerechte Hilfen anzubieten
und auch ihre Angehörigen
zu begleiten. Mehr Informationen gibt
es unter https://www.sonnenhof-sha.
de/
14
November 2025
15
WIRTSCHAFT | Bau-Offensive
Bau-Offensive | WIRTSCHAFT
terland bebauen können. Weniger Bürokratie
spart Kosten, mehr Gestaltungsspielräume
führen zu mehr Bauvorhaben,
der Markt reagiert auf mehr
Wohnraumangebot wiederum mit sinkenden
Mieten. Das ist, kurzgefasst,
das Ziel der Gesetzesänderung.
Zuletzt hatte es bereits so ausgesehen,
als ob sich die Lage stabilisiere:
Verglichen mit dem Vorjahr war die
Zahl der Baugenehmigungen für neue
Wohnungen schon vor der „Bau-Turbo“-Initiative
deutschlandweit um
59,8 Prozent gestiegen, wie das Statistische
Bundesamt mitteilt. Laut Zentralverband
Deutsches Baugewerbe (ZDB)
entsprach das von Januar bis September
175.600 genehmigten Wohnungen.
Was die Wirkung des Bau-Turbos
angeht, mag in Heilbronn-Franken
nach dieser kurzen Zeit noch niemand
eine Prognose abgeben. Zuversicht
herrscht aber: Viele kommunale Entscheider
verbinden mit den Erleichterungen
die Chance, dass Investoren,
Projektierer und Gewerke Gas geben
können. „Der so genannte Bau-Turbo
ist ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung
von Planungs- und Genehmigungsverfahren“,
ist Ralf Schnörr überzeugt.
Der Hauptgeschäftsführer der
Handelskammer Heilbronn-Franken
(HWK) hofft, dass die Gesetzesänderung
ihre Wirkung entfaltet, Genehmigungen
tatsächlich schneller erteilt
werden und die Bautätigkeit steigt.
Dabei befindet sich Heilbronn-
Franken im Vergleich zu anderen Regionen
Baden-Württembergs beim Wohnungsbau
schon jetzt auf der
Überholspur: Seit 2014 stieg der Wohnungsbestand
zwischen Neckar und
Tauber um annähernd acht Prozentpunkte,
wie der Regionalverband auf
Grundlage der Daten des Statistischen
Landesamts berechnete. Bedeutet:
Platz zwei hinter Bodensee-Oberschwaben
und deutlich mehr Zuwachs
als im Landesdurchschnitt, der bei
etwa 6,5 Prozent liegt. Mit dem Bau-
Turbo könnte die Region nun auf die
Pole Position rutschen, hoffen viele.
„Er kann Impulse schaffen – zumindest
in den Fällen, in denen bislang
bauplanungsrechtliche Hindernisse
vorhanden sind“, sagt Klaus Holaschke,
Oberbürgermeister von Eppingen.
Für seine Stadt bringe der Turbo vor
allem bei Innenentwicklung, Nachverdichtung
und Umnutzung Chancen.
„Ein höheres Bautempo kann, ich
möchte sagen: muss sich positiv auf
die regionale Bauwirtschaft auswirken“,
konstatiert er.
Lokale Handwerksbetriebe, Bauunternehmen,
Planungs- und Ingenieurbüros
sowie andere Akteure
können von einer gesteigerten Auftragslage
profitieren – „denn der Betrieb
vor Ort garantiert schnelle und
zuverlässige Betriebswege und Ausführungen“,
ein lebendiger Bausektor
werde sich wiederum auf die gesamte
wirtschaftliche Entwicklung der Region
auswirken, Werte schaffen
Die Hoffnung ist groß, dass der Bau-Turbo der Bundesregierung auch das regionale Handwerk stärkt.
Foto: www.amh-online.de
Motor für den Wohnungsbau
Mit dem sogenannten Bau-Turbo will die Bundesregierung die Voraussetzungen
dafür schaffen, dass Städte und Gemeinden einfacher
bauen, nachverdichten und aufstocken könen. Das bedeutet
Chancen für die Region.
Das Prinzip des Turboladers muss
die Politiker in Berlin stark beeindruckt
haben. Der Turbo als
Synonym für Schnelligkeit und Effizienz
ist vielleicht nicht die originellste
Metapher. Verena Hubertz, Bundesministerin
für Wohnen, Stadtentwicklung
und Bauwesen, nutzt sie trotzdem für
ihre Initiative Bau-Turbo. Denn so, wie
der Verdichter die Motorleistung erhöht
und Autos beschleunigt, sollen
nach dem Willen der Bundesregierung
deutschlandweit nun schneller die
Bagger auf Baustellen rollen. Das Ziel:
mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen.
In Heilbronn-Franken blickt man
vorsichtig optimistisch auf die angekündigten
Erleichterungen, die Mitte
Oktober den Bundesrat passierten.
War Bauplanung zuletzt doch gerade
kein Synonym für Schnelligkeit und Effizienz,
sondern für zeitfressende baurechtliche
Vorgaben und Bürokratie.
Das will die Regierung für die
kommenden fünf Jahre ändern: Länder
und Kommunen sollen Planverfahren
künftig in wenigen Monaten
statt mehreren Jahren umsetzen können.
Vorschriften werden gelockert,
sodass Städte und Gemeinden unter
anderem leichter Bestandsgebäude
umnutzen, Geschosse aufstocken, Innenstädte
nachverdichten oder Hin-
16
November 2025
17
WIRTSCHAFT | Bau-Offensive
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Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken,
hofft auf volle Auftragsbücher für die Mitgliedsunternehmen.
und Beschäftigung sichern. „Wir haben
in Eppingen eine sehr breit aufgestellte
Handwerkerbranche, vor Ort
verwurzelte Familienbetriebe und junge
Unternehmen, die sich etabliert haben“,
sagt der Eppinger Oberbürgermeister.
Auf Impulse vor Ort setzt auch
Holaschkes Amtskollege, der Öhringer
Oberbürgermeister Patrick Wegener:
„Indem mehr Projekte schneller umgesetzt
werden können und zusätzliche
Nachfrage geschaffen wird“, werde
die Wirtschaftskraft in der Großen
Kreisstadt und der Region nachhaltig
gestärkt.
HWK-Geschäftsführer Schnörr
unterstreicht den Wunsch, dass sich
die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe
dank des Bau-Turbos füllen,
doch „ob es so kommt, werden die
kommenden Monate zeigen“, sagt er.
Bislang sei die Stimmung durchwachsen,
das zeige die Konjunkturumfrage
zum dritten Quartal 2025. 71 Prozent
der Mitglieder gehen nach seinen Angaben
von einer unveränderten Geschäftslage
aus. Zwar schätzten 54 Prozent
der Handwerksbetriebe ihre
Situation als gut ein – fünf Prozent
mehr als im Vorquartal. „Der Wert steht
aber eher für Ernüchterung als Aufbruch“,
ordnet der HWK-Chef die Zahlen
ein.
Schnörr hofft, dass der Bau-Turbo
anspringt. Doch um wirklich durchstarten
zu können, sei er nur ein erster
Schritt. Ergänzend braucht es aus seiner
Sicht weiteren Bürokratieabbau,
vereinfachte Verfahren auf Landesebene
und eine verlässliche Förderstruktur,
„denn Bauen ist für viele Familien
mittlerweile zu teuer geworden“. Dabei
stellten private Bauherren zwei Drittel
aller Wohnbauvorhaben. „Die Förderlandschaft
des Bundes und der Länder
sind von zentraler Bedeutung“, befindet
auch Öhringens Oberbürgermeister
Wegener, „hier sind langfristige und
nachhaltige Perspektiven gefragt.“
Nicht nur für Familien war Bauen
zuletzt immer schwerer erschwinglich,
auch für Investoren hatten sich Anlagen
kaum noch gelohnt. Wegener hofft
deshalb, dass die neuen Möglichkeiten
der Entbürokratisierung zu einer gesteigerten
Bautätigkeit und damit zu einer
Senkung der Baukosten führen:
„Sie sind aktuell der eigentliche
Hemmschuh, warum es zu wenige
Wohnungen, insbesondere bezahlbare
Wohnungen gibt.“ So sieht es auch der
Wertheimer Oberbürgermeister Mar-
Foto: Handwerkskammer Heilbronn-Franken
kus Herrera Torrez. Nicht Bauvorschriften
seien in seiner Stadt ein Tempolimit
für den Wohnungsbau, sondern die
hohen Preise. „Wenn Projekte – derzeit
besonders im Geschosswohnungsbau
– nicht realisiert werden, liegt das nicht
an den Genehmigungsverfahren, sondern
an der Diskrepanz zwischen den
Baukosten und den zu erlösenden Erträgen
bei Verkauf oder Vermietung.“
Bauen sei in den letzten Jahren deutlich
teurer geworden. Das schlage sich
in höheren Erschließungskosten und
damit gestiegenen Grundstückspreisen
nieder. „Sie liegen auch in den
Wertheimer Ortschaften bei bis zu 280
Euro pro Quadratmeter. Beim Geschosswohnungsbau
haben Investoren
Entstehungskosten von 4500 Euro pro
Quadratmeter. Solche Preise mögen im
Ballungsraum als marktgerecht gelten,
in Wertheim sind sie durch Verkauf
und Vermietung derzeit nur schwer refinanzierbar“,
konstatiert Herrera Torrez.
Ähnlich wie in Main-Tauber und
Hohenlohe sieht es im Heilbronner
Land aus. Eppingens Stadtoberhaupt
Holaschke räumt ein: „Das Angebot ist
begrenzt“, die Nachfrage aber hoch,
„vor allem für die Kernstadt mit ihrer
guten Anbindung an den Öffentlichen
Nahverkehr.“ Der Investitions- und
Wohnungsbaumarkt sei „unverändert
angespannt“, auch wenn die Stadtverwaltung
kontinuierlich daran arbeite,
gezielt Flächen für Wohnungsbau zu
entwickeln. Immerhin: „Nach zunächst
zögerlicher Umsetzung seitens des
Bauträgers verwirklicht nun ein Projektierer
im neuen Quartier „Zylinderhof
III“ auf 4200 Quadratmetern fünf
Wohnblöcke mit insgesamt 87 Wohnungen.“
Der Bau-Turbo könnte ein Zögern
beenden. Denn er dürfte die Attraktivität
für Investitionen steigern, prognostiziert
Oberbürgermeister Wegener.
„Schnellere Verfahren machen Wohnungsbauinvestitionen
attraktiver“,
stimmt auch HWK-Chef Schnörr zu:
Wenn die Maßnahmen greifen, „hat
der Bau-Turbo das Potenzial, die Misere
im Bausektor abzumildern.“
Natalie Kotowski
Fotos: Stadt Lauda-Königshofen
Schon seit jeher ein attraktiver Standort: Nun entwickelt die Stadt Lauda-Königshofen das historische Bahnhofsareal neu.
Die Bahnstadt Lauda wächst
Investitionen in die Zukunft: Historisches Bahnareal wird moderner Gewerbestandort
Zentral, vielfältig nutzbar, mit hervorragender
Infrastruktur: Die Stadt Lauda-
Königshofen entwickelt das historische
Bahnareal zu einem modernen, zukunftsorientierten
Gewerbestandort.
Die attraktiven Gewerbeflächen für Unternehmen,
Investoren und Projektentwickler
profitieren von einem dynamischen
wirtschaftlichen Umfeld.
Hinzu kommt die verkehrsgünstige
Lage im Herzen des Lieblichen Taubertals
mit dem direkten Anschluss an
die A 81 (Würzburg – Heilbronn – Stuttgart
– Singen), die Bundesstraßen B
290, B 292 und B 27 sowie der Eisenbahnknotenpunkt
(Stuttgart – Würzburg,
Crailsheim – Aschaffenburg).
In unmittelbarer Nachbarschaft
des Areals befindet sich das stark frequentierte
Einkaufszentrum „Tauber-
Center“ mit seinem umfassenden
Angebot an Einkaufsmöglichkeiten,
Dienstleistungen und Gastronomie.
Eine Fußgängerunterführung verbindet
diese Seite der Bahnlinie bequem mit
der Innenstadt und lädt zum Bummeln
ein. Die unmittelbare Nähe ermöglicht
ein stressfreies Einkaufserlebnis – ganz
ohne Umparken.
Moderne Mobilität bietet Bahnreisenden
der P+R-Platz. Auf diesem
stehen ihnen mehr als 75 kostenlose
Stellplätze sowie E-Ladesäulen zur Verfügung.
Mit der Entwicklung des Bahnareals
verbindet die Stadt Lauda-Königshofen
Geschichte und Zukunft und
schafft Raum für Innovation, Handel,
Ihr
Standort am
Eisenbahnknoten
Lauda
Handwerk, Dienstleistung und moderne
Arbeitswelten.
Die Stadt unterstützt Investoren
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18
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19
WIRTSCHAFT | Bau-Offensive
ELEMENTS
D a s P o p - u p - R e s t a u r a n t d e r v i e r E l e m e n t e
23. Jan - 07. Feb | Forum Bildungscampus HN
VR und KI eröffnen der Bauwirtschaft neue digitale Perspektiven.
Foto: Ludmilla Parsyak Photography
„Der Blick von außen fällt
oft kritischer aus“
Die Bauwirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Digitalisierung
und Nachhaltigkeit. Doch wo liegen die größten Hebel –
insbesondere für mittelständische Unternehmen?
In einem Stimmungsbarometer zum
Stand der Transformation der Baubranche
hat das Fraunhofer-Informationszentrum
Raum und Bau IRB
untersucht, wo die Branche in Sachen
Digitalisierung und Nachhaltigkeit
steht. Dabei wird klar: wo diese beiden
Bereiche sich verschränken, ist die
Wirkung besonders groß. „Digital und
nachhaltig zu transformieren bedeutet
jedoch für Betriebe eine Investition in
die Zukunft, die sich nicht sofort im
nächsten Projektcontrolling niederschlägt
und dennoch finanziell tragbar
bleiben muss“, erklärt Melissa Köhler,
wissenschaftliche Mitarbeiterin vom
Transformation Innovation Center des
Fraunhofer IRB. Das bedeute: Es brauche
Hebel, bei denen auch mittelständische
Unternehmen trotz höherer
Anfangsinvestitionen mitziehen würden.
„Wir haben daher gezielt gefragt,
bei welchen Technologien oder Innovationen
Akteure der Bauwirtschaft
den höchsten Return on Investment
sehen“, so Köhler. Das Ergebnis war
trotz sonst oft unterschiedlicher Einschätzungen
eindeutig: die digital unterstützte
Bestandserfassung und die
KI-gestützte Beurteilung des Gebäudebestands.
Hier seien Effizienzgewinne
im Planungs- und Sanierungsprozess
schnell spürbar, etwa durch Zeitersparnis,
geringere Fehlplanungen und
präzisere Kostenschätzungen bei geringerem
Risiko.
Fortschritte in diesem Bereich
treiben die Digitalisierung der Branche
voran und ermöglichen eine schnellere,
risikoärmere Bestandssanierung
mit messbarer Klimawirkung. Doch
P e r f e k t a u c h a l s
F i r m e n f e i e r
i m n e u e n J a h r !
20
November 2025
J e t z t e r l e b e n : w w w . v o l t i n o . h n / e l e m e n t s
e
WIRTSCHAFT | Bau-Offensive
Bau-Offensive | WIRTSCHAFT
Beim Transformationsforum Bau entstehen Strategien für die digitale und nachhaltige
Transformation der Branche.
Köhler räumt ein: „Leider sind viele Akteure
der Branche sowohl auf Anbieterals
auch auf Anwenderseite noch nicht
so weit, wie sie sein könnten.“ Das bestätigt
auch die jüngste Drees & Sommer-Studie
„Transform to Succeed“:
Der digitale Reifegrad stagniert. „Unsere
und andere Studien zeigen eine
deutliche Schere zwischen der Selbsteinschätzung
einzelner Unternehmen
Foto: Ludmilla Parsyak Photography
und der Bewertung der Gesamtbranche“,
sagt Köhler. Der Blick von außen
falle laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin
oft kritischer aus. Zwar gebe es
eine hohe Nachfrage nach Projekten
im Bereich Digitalisierung und KI,
doch die Umsetzung komme nur langsam
voran.
Erst seit KI eine gewisse Breite erreicht
hat, kommt wieder Bewegung in
die Branche. „Das Thema KI verleiht
aktuell der Digitalisierung in der Baubranche
gewaltigen Schwung. Denn KI
birgt ein riesiges Effizienzpotenzial:
von der Recherche und Auswertung
passender Ausschreibungen über Unterstützung
bei Planung und Baumanagement
bis hin zur teilautomatisierten
Qualitätssicherung oder zur
optimierten Betonrezeptur“, betont Albrecht
Franz, Projektleitung „Transformation
Bau“ beim Fraunhofer IRB. Erste
Lösungen sind bereits am Markt,
viele weitere entstehen in Unternehmen
– unterstützt durch Initiativen wie
KI-Sprints und Zukunftswerkstätten.
Doch Franz warnt: „Dieses Potenzial
kann nur nutzen, wer auf entsprechende
Daten und digitale Prozesse zurückgreifen
kann.“ Am Ende entsteht laut
dem Projektleiter idealerweise die
CO₂-Bilanz automatisch auf Basis des
BIM-Modells. Voraussetzung dafür sei
aber, dass alle nötigen Daten in der entsprechenden
Form digital zur Verfügung
stehen – und daran hapere es in
der Praxis aktuell oft noch.
Struktur bremst den Wandel
Neben technologischen Fragen gibt es
zudem strukturelle Hemmnisse: Die
kleinteilige Struktur der Branche und
begrenzte Budgets bremsen den Wandel.
Dazu kommen Regulierungen wie
der EU AI-Act, der Unternehmen, die
Künstliche Intelligenz für die Optimierung
ihrer Prozesse und Produktion
einsetzen wollen, wieder neue Pflichten
auferlegt. „Aber bevor wir auf die
üblichen Verdächtigen zu sprechen
kommen, möchte ich die Perspektive
etwas drehen. Denn mir begegnen so
viele Fälle, wo es vorangeht, wo tolle
Ideen und gute Lösungen entstehen
oder schon entstanden sind. Wenn gerade
kleinere und mittlere Unternehmen,
die die Baubranche prägen, Unterstützung
erfahren, dann bewegt sich
auch etwas“, erklärt Franz. Ein Beispiel
ist das S-TEC Zentrum für industrialisiertes
Bauen und Sanieren in Baden-
Württemberg, das Wissen aus Forschung
und Praxis zusammenbringe.
Auch auf dem Transformationsforum
Bau wird sichtbar, wie die Branche den
Schritt von der Theorie zur Praxis
schafft. In diesem Jahr präsentierte beispielsweise
die Erne AG Holzbau, wie
digitale Fertigung und Robotik den
Einsatz nachhaltiger Materialien wie
Holz und Lehm wirtschaftlich mache.
Und die Zukunft? Köhler bleibt
vorsichtig optimistisch: „Die meisten
Betriebe in der Bauwirtschaft sind klein
oder mittelständisch, viele davon familiengeführt
– das ermöglicht schnelle,
pragmatische Entscheidungen und
eine hohe Anpassungsfähigkeit.“ In
den kommenden Jahren stehe zudem
in vielen Betrieben ein Generationswechsel
an. „Wenn es gelingt, diese
Übergaben gut zu gestalten, liegt auch
darin ein enormer Hebel für Veränderung“,
so Köhler. Die Transformationsdynamik
mag noch nicht sonderlich
stark sein, doch die Transformationsfähigkeit
der Branche ist hoch – und das
ist ein gutes Zeichen. Teresa Zwirner
Info
Am 21. und 22. April 2026 trifft sich
die Baubranche in Heilbronn zum dritten
Transformationsforum Bau. Die
Veranstaltung bringt Entscheider aus
Bauwirtschaft, Forschung und Politik
zusammen. Beim Transformationsforum
2026 geht es schwerpunktmäßig
darum, wie Kooperation zum
Motor der Transformation wird.
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22
November 2025
23
Titel | WIRTSCHAFT
Erde, Wasser, Feuer und Luft: „Elements“ verbindet Kulinarik, Design und multisensorische Effekte.
Wo Essen zum Erlebnis wird
Ein besonderes Angebot öffnet im neuen Jahr seine Türen auf dem
Bildungscampus in Heilbronn: Das exklusive Pop-up-Restaurant
„Elements“ schickt seine Gäste auf eine kulinarische Sinnesreise.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu
und die Vorweihnachtszeit beginnt.
Doch die Zeit bis zu den
Feiertagen ist in Unternehmen oft weniger
von Besinnlichkeit als vielmehr
von Zeitdruck geprägt – wichtige Projekte
müssen zu Ende gebracht, zahlreiche
Aufgaben noch erledigt werden.
„Viele Unternehmen verlegen ihre
Weihnachtsfeiern mittlerweile ins
neue Jahr, um dem Stress und der Hektik
zum Jahresende zu entgehen und
gemeinsam mit neuen Impulsen in das
kommende Jahr zu starten“, weiß Stephanie
Singer. Sie führt seit Oktober
gemeinsam mit Christian Schmierer
die Geschäfte der Heilbronner Voltino-
Gruppe, ein Zusammenschluss aus
Catering, Eventlocations und Restaurants.
Inhaber sind Marcel und Hans-
Peter Küffner. „Es ist eine gute Zeit, ein
neues Angebot zu schaffen“, ist Singer
überzeugt und kündigt ein in Heilbronn
bisher einzigartiges Pop-up-
Restaurant an: „Elements“ öffnet vom
23. Januar bis zum 7. Februar 2026 im
Forum auf dem Bildungscampus seine
Türen.
Mit allen Sinnen genießen
Der Name des Pop-up-Restaurants ist
Programm: Das Menü ist von den vier
Elementen Erde, Wasser, Feuer und
Luft inspiriert, wobei jeder Gang eines
dieser Elemente nicht nur geschmacklich,
sondern auch visuell interpretiert.
„Elements ist ein Gesamtkonzept, das
über ein klassisches Dinner hinausgeht.
Jedes Detail, von der Raumgestaltung
über Licht und Ton bis hin
zum fein komponierten Vier-Gänge-
Menü, ist auf die Elemente Erde, Wasser,
Feuer und Luft abgestimmt. Das
macht den Abend zu einer einzigartigen
Erlebnisreise. Die Gäste tauchen
dabei in vier atmosphärisch gestaltete
Erlebniswelten ein, die Raumdesign,
Licht und Klang perfekt vereinen“, erläutert
Schmierer.
Das Konzept von „Elements“ verspricht
eine Sinnesreise, bei der Kulinarik,
Design und multisensorische
Effekte zu einem Gesamterlebnis verschmelzen.
Mit diesem neuen Projekt
will die Voltino-Gruppe ihren Anspruch
unterstreichen, innovative und
unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.
Fotos: Voltino Gruppe/Andreas Körner, bildhübsche fotografie
„Um einen Gast wirklich abzuholen,
muss der Besuch als Erlebnis gestaltet
werden. Man geht nicht einfach nur
essen. Man erlebt einen Abend mit
Freunden, Familie oder Kollegen, in einer
besonderen Atmosphäre, mit außergewöhnlichem
Service“, sagt Singer.
„Mit ‚Elements‘ wollen wir hier noch
einen Schritt weiter gehen. Wir wollen
die Gäste begeistern und durch das
Gesamterlebnis etwas schaffen, dass
es in der Art in Heilbronn noch nicht
gibt. Die vier Elemente bieten sich dabei
als perfekter Rahmen an, um alle
Sinne einzubeziehen.“
Fokus liegt auf der Region
Die Voltino-Gruppe ist in der Region
fest verwurzelt. Der Grundstein wurde
im Jahr 2009 mit der Bewirtung des Betriebsrestaurants
der ZEAG Heilbronn
gelegt. Schnell folgten Anfragen für externe
Caterings, woraus sich im Jahr
2011 das Voltino Catering entwickelte,
das heute für Eventcaterings bei privaten
und geschäftlichen Anlässen in der
Region bekannt ist. Die exklusive gastronomische
Bewirtung des Konzertund
Kongresszentrums Harmonie in
Heilbronn erfolgte im Jahr 2014. Die
exklusive Bewirtung des Schloss Assumstadt
kam 2015 hinzu.
Ein entscheidender Meilenstein
folgte anlässlich der Bundesgartenschau
2019 mit der Übernahme der
Gastronomie im ehemaligen Werkstattgebäude
der Reederei Schwaben.
Unter der Leitung von Voltino etablierte
sich die Alte Reederei zu einer der
führenden Eventlocations in Heilbronn,
ergänzt durch den zugehörigen
Biergarten, den Neckargarten.
Gastronomie verbindet
Sie stehen an der Spitze der Voltino-Gruppe (v.l.): Christian Schmierer und Stephanie
Singer, die die Geschäfte leiten, sowie Inhaber Marcel Küffner.
Kreative Menüs prägen die Karte.
Das Essen wird kunstvoll angerichtet.
2023 erweiterte die Gruppe ihr Portfolio
mit dem Campus Garden auf dem
Heilbronner Bildungscampus. Sein
modernes Konzept richtet sich mit einem
täglich wechselnden Mittagstisch
und einem abendlichen À-la-carte-
Angebot mit saisonalen, internationalen
Tapas bewusst an die gesamte
Bevölkerung und öffnet den Bildungscampus
nach außen.
„Der Campus Garden als gastronomisches
Angebot soll als Bindeglied
zwischen Bildungscampus und Innenstadt
fungieren und auch Menschen
anlocken, die dort nicht studieren oder
arbeiten“, erläutert Schmierer. Das gelte
auch für das geplante Pop-Up-Restaurant.
„Der Bildungscampus ist für
uns ein Kristallisationspunkt für viele
Themenbereiche, die auch unsere
Branche betreffen und prägen. Wir
freuen uns darüber, dass durch die
Nähe zu den dort ansässigen Institutionen
tolle Kooperationen entstehen.“
Die Voltino-Gruppe hat sich in
den vergangenen Jahren zu einer der
dynamischsten und vielfältigsten Gastronomiemarken
der Region entwickelt.
Um das kontinuierliche Wachstum
und die Zusammengehörigkeit
der einzelnen Betriebe auch nach außen
klar zu kommunizieren, hat die
Unternehmensgruppe ein neues, gemeinsames
Branding und eine neue
Website lanciert.
„Unsere Kunden haben nun einen
Überblick über das Portfolio und
können einen besseren Einblick in die
Professionalität und Leistungsfähigkeit
der Voltino-Gruppe erlangen“, sagt
Schmierer. „Außerdem wollen wir als
starke Arbeitgebermarke wahrgenommen
werden.“ Die neue Plattform
bündelt alle Marken – Voltino Catering,
Alte Reederei, Neckargarten und
Campus Garden – unter einem digitalen
Dach und spiegelt die gemeinsame
Vision und das umfassende Angebot
der Unternehmensgruppe wider. dt
24 November 2025
25
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WINTERFREUDEN
präsentiert
Zauber hinter jeder Tür
Foto: AdobeStock/Syhin Stas
nachtscircus“ im neuen Zeltpalast an
der Theresienwiese zu genießen.
Gegen das Feuerwerk an Artistik
wirkt der Altdeutsche Weihnachtsmarkt
in Bad Wimpfen beschaulich.
Aber genau das verleiht ihm besonderen
Charme und hat ihn sogar überregional
bekannt gemacht. Romantisch
geht es auch vor der Stadtkirche St. Michael
in Schwäbisch Hall zu. Wo im
Sommer die Freilichtspiele Schwäbisch
Hall auf der Freitreppe Theaterfreunde
begeistern, beleuchtet im Advent
die lichtergeschmückte, riesige
Tanne die Dächer der stimmungsvollen
Marktbuden. Was wiederum nicht
bedeutet, dass die Darsteller des Freilichtspiele-Ensembles
Pause haben:
Tickets für die Stücke ihres Winterprogramms
lassen sich hervorragend unter
den Baum legen – oder hinter
einem Adventskalendertürchen verstecken.
Eine besonders nachhaltige Idee
hatte die Stadt Öhringen in diesem
Jahr erstmals für ihren Weihnachtsmarkt.
Dort können die Bürger ausrangierte,
intakte Tassen (ohne Werbeund
Parteilogos) abgeben, aus denen
Weihnachtsmarkt-Besucher dann ihren
Glühwein oder Punsch genießen.
Bad Mergentheims Weihnachtsmarkt
heißt nicht umsonst „Lichterwelten“:
Die beleuchteten Häuserfassaden
rund um den Marktplatz
verbreiten weihnachtliches Flair. Ähnlich
sieht es zum Beispiel in Crailsheim
aus: Etwa 50 Aussteller bieten dort
ebenfalls Kunsthandwerk und Köstliches
im Schein elektrischer Kerzen.
Selbst kleinere Ortschaften wie Forchtenberg,
Wüstenrot und Löwenstein
mit seinem Lichtensterner Weihnachtsmarkt
– um nur drei zu nennen
– setzen auf besondere Programmpunkte,
regionale Produkte und festlichen
Glitzer.
Glänzende Aussichten im Advent
also. Und zwar nicht nur für Marktbesucher,
sondern auch für den Einzelhandel
in den Innenstädten: Im vergangenen
Jahr ließen sich deutsche
Weihnachtsmarktbesucher die geselligen
Stunden insgesamt 4,17 Milliarden
Euro kosten – ein Plus von 45 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Außerhalb
des Veranstaltungsgeländes brachten
die Marktbesucher dem Handel aber
sogar 4,8 Milliarden Euro Umsatz, errechnete
der Deutsche Schaustellerbund
für 2024.
Der wohl schönste Effekt von Adventskalendern,
Weihnachtsmärkten,
Winterwanderungen, von Plätzchen,
und Kerzenschein ist allerdings kein
monetärer: Sie steigern die Vorfreude.
Und das tut offenbar gut. Bei Menschen,
die sich mehr als andere auf
Weihnachten freuen, steigt die positive
Stimmung in der Vorweihnachtszeit
schneller an. Das ergab jüngst eine gemeinsame
Studie der Universitäten
Rostock, Bonn-Rhein-Sieg und Ulm.
Vorfreude schafft demnach höheres
Wohlbefinden und wappnet besser gegen
Stress. Höchste Zeit also für Türchen,
Traditionen und Tannengrün.
Natalie Kotowski
Wer sich auf Weihnachten freut, ist resilienter gegen Stress, ergab jüngst eine Studie.
Unternehmen, Initiativen und Veranstalter in ganz Heilbronn-Franken wirken demnach wie
Stimmungsaufheller: Sie bescheren den Menschen in der Region mit Adventskalendern,
Weihnachtsmärkten und Aktionen eine Extraportion positiver Gefühle.
Adventskalender sind alle Jahre
wieder die produktgewordene
Vorfreude. Nostalgische Kindheitserinnerung
an die Zeit, als möglichst
schon vor dem Frühstück ein
Stückchen Schokolade im Magen landete.
Heutzutage schüren nicht mehr
nur Süßes und adventliche Bildchen
das Versprechen auf ein stimmungsvolles
Fest. Kosmetika, Schmuck,
Spielzeug, Rätselfragen – Hersteller
werden Jahr für Jahr kreativer bei der
Bestückung. Der Absatz gibt ihnen
recht: Mehr als jeder zweite, den die
Meinungsforscher von YouGov befragt
haben, will in diesem Jahr einen Adventskalender
für seine Lieben oder
sich selbst kaufen. Das bedeutet: Auch
in Heilbronn-Franken werden sich
viele Menschen dem verlockenden
Countdown nicht entziehen können.
Weil die täglich häppchenweise
servierte Weihnachtsfreude Kunden,
Geschäftspartner, Mitarbeiter und Familienmitglieder
positiv stimmt, nutzen
viele regionale Unternehmen, Initativen
und Vereine Kalender als
Werbefläche. Manche befüllen sie sogar
mit eigenen Produkten, wie etwa
die Firma Würth. Auf deren Kalenderschachtel
ist in diesem Jahr der Weihnachtsmann
abgebildet, der im Schein
der Christbaumkerzen ein Werkzeugset
aus Künzelsau drapiert.
Falls der abgebildete Santa in Geschenke-Mission
Anfang Dezember
nach Künzelsau kommen sollte, kann
er beim Weihnachtsmarkt „Advent am
Schloss“ hübsches Kunsthandwerk zur
Weiterverteilung auf seinen Schlitten
laden und sich mit Köstlichkeiten für
die bevorstehende Tour stärken. Wobei
er bei der Wahl der Zwischenstopps auf
Märkten der Region die Qual der Wahl
hätte: 111 Städte und Gemeinden zählt
Heilbronn-Franken – und fast jeder Ort
hat seinen eigenen Budenzauber. Wer
selbst weihnachtliche Vorfreude nicht
nur mit Kalendern ankurbeln möchte,
sondern sie bei Glühwein, Spezialitäten
und Lichterglanz live erleben will,
hat also viele Möglichkeiten.
Käthchens Weihnachtsmarkt in
Heilbronn ist mit etwa 65 Holzhäuschen
der größte. Dort lässt es sich gut
einstimmen, um anschließend eine
Vorstellung des „Heilbronner Weih-
Foto:AdobeStock/Alexander Limbach
Wenn Schneeflocken tanzen und im Lichterglanz funkeln, sieht der Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Hall besonders festlich aus.
28 November 2025
29
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14:00 - 19:00 Uhr
mit dem Posauenchor Löwenstein
und Besuch vom Nikolaus
Sonntag | 30.11.2025
14:00 - 19:00 Uhr
mit dem Posaunenchor Löwenstein,
der Grundschule Lichtenstern, dem
Ensemble Cellissimo, dem Weinsberger
Tischharfen-Ensemble, der Musikschule
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NEUES AUS DER REGION
NEUES AUS DER REGION
Festspielsommer 2026 in Schwäbisch Hall
Alte Meister in der Sammlung Würth
Siederstadt im Weihnachtszauber
Das 100. Jubiläumsjahr der Freilichtspiele
Schwäbisch Hall geht
zu Ende. Mehr als 78.000 Menschen
haben 2025 die Freilichtspiele
besucht, laut Veranstalter
das zweitbeste Ergebnis in der
Festspielgeschichte.
Zwei beliebte Aufführungen
kommen in der 101. Saison 2026
erneut auf die Große Treppe: das
Musical „West Side Story“ mit
der Musik von Leonard Bernstein
und die Jubiläumsinszenierung
von Hofmannsthals „Jedermann“
unter Mitwirkung des
Großen Siedershofs und des
Festspielchores. Im Neuen Globe
werden Shakespeares „Romeo
und Julia“ und das Schauspiel
„All das Schöne“ von
Duncan Macmillan (jetzt in der
fünften Spielzeit) wieder aufgenommen.
Auch bei den Neuinszenierungen
setzen die Freilichtspiele
Schwäbisch Hall im kommenden
Jahr auf große Stoffe: Am
12. Juni 2026 läutet die Premiere
von „Kabale und Liebe“, Friedrich
Schillers Trauerspiel um die
Liebenden Luise und Ferdinand,
auf der Großen Treppe die neue
Spielzeit ein.
Ein weiterer großer Klassiker
folgt im Juli mit dem Musical
„Cabaret“, das mit seinen Revuenummern,
Jazzrhythmen und
einer vom Ragtime inspirierten
Musik die Klangwelten der untergehenden
Weimarer Republik
nachzeichnet.
Als Kinder- und Familienstück
(ab 6 Jahren) zeigt „Der gestiefelte
Kater“ in einer Neufassung
des Märchens mit viel
Musik, wie man mutig und gewitzt,
mit guten Stiefeln bekleidet,
dem armen Müllersohn
zum Glück verhilft.
In der musikalischen Komödie
„Stolz und Vorurteil* (*oder
so)“ verwandelt Isobel McArthur
Jane Austens berühmten Roman
in eine rasante Show voller Rollenwechsel,
Popsongs und pointierter
Gesellschaftskritik.
Die Sommerspielzeit findet
vom 12. Juni bis bis 6. September
2026 auf der Großen Treppe und
im Neuen Globe statt.
@ www.freilichtspiele-hall.de
Theaterstücke und Musicals begeistern jedes Jahr das Publikum
der Freilichtspiele Schwäbisch Hall. Gespielt wird auf
der Großen Treppe (im Bild) und im Neuen Globe.
Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall
Die Johanniterkirche in Schwäbisch
Hall präsentiert in Dauerausstellung
die „Alten Meister
der Sammlung Würth“, eine einmalige
Sammlung mittelalterlicher
Kunst des deutschen Südwestens,
des Bodenseeraumes
und der Nordschweiz. Unter
dem ältesten erhaltenen gotischen
Tonnengewölbe nördlich
der Alpen versammelt sich dort
ein einzigartiger Bilderschatz
vom Mittelalter bis in die Frühe
Neuzeit. Zu sehen sind unter anderem
der „Falkensteiner Altar“
und die Antonius-Retabel des
Zürcher Veilchenmeisters, Werke
von Tilman Riemenschneider,
Lucas Cranach d. Ä. und
natürlich die „Madonna des
Bürgermeisters Jacob Meyer
zum Hasen“ von Hans Holbein
d. J. – eines der berühmtesten
Foto: Volker Naumann
und wohl schönsten Gemälde
des 16. Jahrhunderts.
Hans Holbein d. J., Madonna
des Bürgermeisters Jacob
Meyer zum Hasen, 1525/26
und 1528, Sammlung
Würth, Inv. 14910.
@ www.kunstkultur.
wuerth.com
Weihnachtszauber in Schwäbisch
Hall – das bedeutet: Theateraufführungen
für Klein und
Groß, Kunsthandwerk-Markt um
die Hospitalkirche und im Hof
des Goethe-Instituts, spannende
Fackel- und Nachtwächterführungen
durch die Altstadt, Kinderprogramm
im Lebkuchenhaus
und ein Weihnachtsmarkt
auf einem der schönsten Marktplätze
Süddeutschlands.
Am Donnerstag, den 27. November,
wird um 18 Uhr der
Schwäbisch Haller Weihnachtsmarkt
feierlich mit dem Kleinen
Siedershof und dem Freundeskreis
Süddeutscher Alphornbläser
e.V. eröffnet. Vor der historischen
Kulisse des Marktplatzes
bietet er ein winterliches Warenangebot
sowie Speisen- und Getränke.
Der Markt hat täglich
von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Am
21. Dezember endet der Markt.
Um 18 Uhr schließlich der musikalische
Abschluss des Weihnachtszaubers
mit dem Großen
Siedershof statt.
Aussteller aus der ganzen Region
zeigen beim Kunsthandwerk-Markt
ihre Werke. Hier
wird gedrechselt, getöpfert, Glas
geblasen und vieles mehr.
Die kleinen Gäste dürfen sich
auf ein Kinderprogramm freuen:
Das Lebkuchenhaus am Marktbrunnen
bietet eine Backstube,
Bastelaktionen und vieles mehr.
Das Neue Globe zeigt „Novecento
– Die Legende vom Ozeanpianisten“
und Gerhards Marionettentheater
führt „Das Märchen
von Schneewittchen“ auf.
@ www.schwaebischhall.de
Lichtensterner Weihnachtsmarkt
Am ersten Adventswochenende
wird das ehemalige Klostergelände
der Evangelischen Stiftung
Lichtenstern zum stimmungsvollen
Schauplatz des traditionellen
Weihnachtsmarktes – mit
viel Herz, kulinarischen Highlights
und Musik. Erstmals findet
der Weihnachtsmarkt in der neu
errichteten Klosterscheune statt,
die eine überdachte, wettergeschützte
Umgebung bietet.
Zahlreiche Einrichtungen der
Stiftung sowie weitere Aussteller
präsentieren handgemachte Arbeiten
aus Holz, Papier und Ton,
sowie Strick- und Stoffwaren.
Dazu gibt es laut Veranstalter
eine Vielzahl an selbst zubereiteten
Köstlichkeiten: von Grillwürsten
und Raclette-Käsebrot
bis hin zu Crêpes und türkischen
Spezialitäten sowie Punsch- und
Glühwein. Der Weihnachtsmarkt
öffnet seine Pforten am
29. und 30. November – jeweils
von 14 bis 19 Uhr.
Am Samstag sorgt der Posaunenchor
Löwenstein ab 15.30
Uhr mit festlichen Melodien für
vorweihnachtliche Stimmung.
Auch der Nikolaus wird vorbeischauen
und Kleinigkeiten verteilen.
Am Sonntag steht „Musik
der Klosterkirche“ auf dem Programm.
Den Auftakt macht um
14 Uhr der Posaunenchor Löwenstein
an der Klosterscheune.
Danach geht es klangvoll in der
Klosterkirche weiter mit dem
Ensemble Cellissimo, dem
Weinsberger Tischharfen-Ensemble
und vielen weiteren Talenten
– alles unter der Leitung
von Marcus Trübendörfer von
der Musikschule „funtastico“.
@ www.lichtenstern.de
25. Heilbronner Weihnachtscircus
Der Heilbronner Weihnachtscircus
feiert in diesem Jahr sein
25-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrhundert,
in dem sich die
Produktion vom regionalen Geheimtipp
zu einem der führenden
Circus-Events in Deutschland
und Europa entwickelt hat.
Mit über 100 Künstlerinnen und
Künstlern aus aller Welt, darunter
Artisten, Tänzer, Musiker und
zwei stimmgewaltige Musicalstars,
verspricht der Heilbronner
Weihnachtscircus ein unvergessliches
Erlebnis.
Das Jubiläum steht laut Veranstalter
ganz im Zeichen der
Weiterentwicklung: Die Produktion
präsentiert sich demnach
technisch auf höchstem Niveau
mit modernster Licht- und Tontechnik
und einem innovativen
Showdesign, das klassische Circuskunst
mit zeitgenössischer
Inszenierung verbindet. „Für
uns ist das Jubiläum kein Abschluss,
sondern der Startschuss
für die Zukunft“, erklärt Sascha
Melnjak. „Wir setzen auf Qualität,
Internationalität und kreative
Innovation – und laden das
Publikum ein, mit uns gemeinsam
die nächste Stufe des Circus
zu erleben.“
Was 1999 als mutiges Projekt
begann, hat sich mit Leidenschaft,
Qualität und internationaler
Vernetzung zu einer Institution
etabliert, die jährlich über
80.000 Besucher anlockt. Das
25-jährige Jubiläum markiert
den klaren Aufbruch in eine
neue Ära, die den Heilbronner
Weihnachtscircus in den kommenden
Jahren als führende
Marke festigen soll.
@ www.weihnachtscircus.com
Winter, Wunder, Weihnachtsglanz:
Der Öhringer Weihnachtsmarkt
An den ersten drei Adventswochenenden
verwandelt sich Öhringen
in ein funkelndes Winterwunderland:
mit Dampfbähnle,
Kunsthandwerk, kulinarischen
Genüssen, lichterfüllten Wegen,
Musik und vielen Aktionen.
Die feierliche Eröffnung mit
Oberbürgermeister Patrick Wegener
findet am Freitag, 28. November
um 17 Uhr vor der Stiftskirche
statt – mit gemeinsamem
Weihnachtsliedersingen.
Am Samstag, 13. Dezember
um 16 Uhr findet in der Stiftskirche
das Adventskonzert „Öhringen
spielt Flöte – wer spielt mit?“
statt: Jung und Alt sind eingeladen,
gemeinsam mit der Blockflöte
Adventslieder zu spielen.
Der Märchenweg, historische
Krippen in den Schaufenstern
und liebevoll von Kindergartenkindern
geschmückte Tannenbäume
verleihen der Innenstadt
ein weihnachtliches Flair. Kinder
können am Eingang zum
Schlosshof ihre Wünsche ans
Christkind in den Briefkasten
werfen. Im Schlosskeller präsentieren
wechselnde Aussteller jedes
Wochenende Kunsthandwerk
sowie Geschenkideen.
Bücherbasar, Modelleisenbahnausstellung,
winterliches Grillen,
eine Sonderausstellung zum
Limes und die „60. Öhringer
Glücksschein Aktion“ runden
das Programm ab.
Im Sinne der Nachhaltigkeit
werden Gäste gebeten, eigene
Tassen für Heißgetränke mitzubringen,
es gibt aber auch Weihnachtsmarktbecher
zu kaufen.
@ www.oehringen.de
Bad Mergentheim leuchtet wieder
Stimmungsvolle Licht-Skulpturen,
gemütliche Märkte – dazu
eine internationale Circus-Gala
und eine rasante Eisbahn: Bad
Mergentheim verzaubert im
Winter mit „Lichterwelten“. Geplant
sind „Foto-Points“ mit
Licht-Skulpturen als Kulissen für
Fotos und Selfies: egal ob vor der
charmanten Altstadt-Kulisse mit
Residenzschloss oder auf dem
neuen Vorzeigeplatz Gänsmarkt.
Fast schon ein Klassiker sind
die wöchentlichen „Lichterwelten“-Führungen
nach Einbruch
der Dunkelheit, bei denen die
Teilnehmenden zum Beispiel
mit Taschenlampe oder Laterne
unterwegs sind.
Auch Fackelwanderungen
können Interessierte unternehmen
– oder im Residenzschloss
Geistern nachspüren. Wer es
noch spektakulärer mag, bekommt
„Feuerzauber“ im Markelsheimer
Weinberg geboten.
Der „Weihnachtsbasar“ im
Kulturforum der Stadt bietet
vom 21. bis 23. November Kunsthandwerk,
Filigranes und Regionales.
Der Weihnachtsmarkt im
Herzen der Altstadt findet vom
4. bis 7. Dezember sowie vom
11. bis 14. Dezember statt.
Der „Winterzauber“ mit der
laut Veranstalter größten Echt-
Eisbahn der Region und Hüttendorf
ist vom 7. November bis
6. Januar auf dem Volksfestplatz
zu finden.
Weiteres Highlight ist der
Main-Tauber Weihnachtscircus
Bad Mergentheim mit international
besetzter Spitzen-Gala. Er
findet vom 19. Dezember bis
6. Januar statt.
@ www.bad-mergentheim.de
34 November 2025
35
NEUES AUS DER REGION
Vom Werbegag zur Kultfigur: 50 Jahre Schwäbisch Hall-Fuchs
Was als ungewöhnlicher TV-Auftritt
begann, wurde zur Erfolgsgeschichte:
Ein ausgestopfter
Fuchs mit Geldbündel im Maul
warb unter dem Slogan „Bauspar-Füchse
schnappen jetzt zu“
für die Angebote der Bausparkasse
Schwäbisch Hall. Die Resonanz
war positiv, der Fuchs
kehrte 1976 zurück und ist bis
heute geblieben.
Der Schwäbisch Hall-Fuchs
zählt zu den bekanntesten Markenfiguren
Deutschlands. Nach
Angaben der Bausparkasse kennen
ihn neun von zehn Befragten.
„Der Fuchs prägt unsere Geschichte
und ist Teil unserer
DNA“, sagt Dr. Mario Thaten,
Vorstand der Bausparkasse
Schwäbisch Hall. „Er steht für
Sicherheit und Beständigkeit.
Gleichzeitig sind Füchse schlau,
schnell und immer einen Schritt
voraus. Genau das ist unser Anspruch.“
Seit seinem ersten Auftritt hat
der Fuchs im Lauf von fünf
Jahrzehnten viele Wandlungen
erlebt. „Unser Fuchs hat sich
immer wieder neu erfunden“, erklärt
Britta Streit, verantwortlich
für die Marke Schwäbisch Hall.
„Seine Botschaft bleibt: Er steht
für Wohnglück und ist Experte
für die individuelle Heimat unserer
Kunden.“
Zum 50-jährigen Jubiläum
feiert die Bausparkasse Schwäbisch
Hall den Fuchs als Superhelden
– mit einer Werbekampagne
und einem Gewinnspiel: Bis
31. März 2026 werden monatlich
10 x 1.000 Euro Bausparguthaben
verlost, wie das Unternehmen
mitteilt.
Nach eigenen Angaben ist die
Bausparkasse Schwäbisch Hall
mit rund 7 Millionen Verträgen
und einem Marktanteil im Bausparen
von fast 35 Prozent die
größte Bausparkasse Deutschlands.
Das Unternehmen gehört
außerdem zu den führenden
Baufinanzierern. Als subsidiärer
Partner der Genossenschaftsbanken
und Teil der DZ BANK
Gruppe bietet Schwäbisch Hall
Lösungen rund um nachhaltiges
Bauen und Wohnen.
@ www.schwaebisch-hall.de
Er ist eine der bekanntesten Markenfiguren Deutschlands:
Seit 50 Jahren begleitet der Schwäbisch Hall-Fuchs die
Menschen auf dem Weg ins Eigenheim.
Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall
Weihnachtsstimmung in Crailsheim
Effizienz in Unternehmen steigern
Nach mehreren Jahren im Spitalpark
füllt der Crailsheimer
Weihnachtsmarkt wieder Marktund
Schweinemarktplatz mit
Lichtern, Düften und winterlicher
Atmosphäre. Ab 28. November
laden zahlreiche Stände
zum Schlendern ein – und einzelne
Hütten auf dem Marktplatz
rund um die Rollschuhbahn haben
erstmals auch an Wochentagen
geöffnet.
Unter der Woche öffnen die
Stände rund um die Rollschuhbahn
auf dem Marktplatz von
14 bis 20 Uhr, am Wochenende
hat der Weihnachtsmarkt wie
gewohnt geöffnet: samstags von
12 bis 22 Uhr, sonntags von
12 bis 20 Uhr. Jedes Wochenende
prägen über 30 Aussteller das
bunte Marktbild. Von klassischen
Weihnachts-Leckereien
bis zu internationalen Gerichten
wie Thai-Spezialitäten oder Irish
Stew reicht das kulinarische Angebot.
Handgefertigte Deko,
Strickwaren, Kerzen und Holzarbeiten
bieten zusätzliche Inspiration
für besondere Geschenke.
Musikalisch wird es mit Auftritten
von Bürgerwache, Musikschule,
Jugendkapelle und dem
Bezirksposaunenchor in der
Liebfrauenkapelle gestaltet. Der
Stadtjugendring sorgt mit einem
abwechslungsreichen Indoor-
Programm im Ratskeller für eine
wetterfeste Ergänzung. Ein großes
Kinderkarussell am Karlsplatz
dreht täglich seine Runden
und ist ein Anziehungspunkt für
Familien. Für Spaß sorgt die
Rollschuhbahn auf dem Marktplatz
– ein besonderes Highlight
für große und kleine Winterfans.
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Foto: WHF
Steigende Energiekosten, neue
gesetzliche Anforderungen und
der Druck zur Klimaneutralität
stellen Unternehmen vor große
Herausforderungen. Mit KEFF+
unterstützt die Wirtschaftsregion
Heilbronn-Franken GmbH
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dabei, Ressourcen
zu schonen, Kosten zu senken
und ihre Wettbewerbsfähigkeit
zu stärken.
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36 November 2025
WIRTSCHAFT | Profile
Profile | WIRTSCHAFT
Das neue Firmengebäude der Skadec GmbH ist ein Bekenntnis zum Standort Waldenburg. Im Sog der Wirtschaftsregion
Hohenlohe will das Unternehmen weiter international wachsen.
Die Macht der leisen
Innovations-Champions
Die Hidden Champions in Heilbronn-Franken schaffen im Verborgenen
Weltneuheiten und große Schritte für Kunden und Nutzer – ohne
lautstark nach Aufmerksamkeit zu heischen. Drei Beispiele aus der
Region für zukunftsweisende Coups ohne viel Getöse.
Bahnbrechend: Das Wort klingt
nach Lärm. Nach einem tonnenschweren
Fahrzeug, das rumpelnd
seine bisherige Spur verlässt und
sich kraftvoll einen neuen Weg ebnet.
Bahnbrechende Innovationen sind
aber meistens nicht laut. Wenn Hidden
Champions Weltneuheiten entwickeln,
passiert das oft ohne mediales Getöse.
Manchmal erkennt nur die Fachwelt,
wie groß der Wurf ist, der einem Unternehmen
dank kontinuierlicher Forschung,
Entwicklung und Vermarktung
gelungen ist.
So ist vermutlich nur Wenigen bewusst,
dass kein Aufzug bislang ohne
sogenannte Seltene Erden angetrieben
werden konnte. Noch kleiner dürfte der
Prozentsatz der Deutschen sein, die
wissen, dass Ziehl-Abegg die erste Aufzugsmaschine
entwickelt hat, die ohne
kritische Rohstoffe wie Neodym und
Dysprosium funktioniert. Ihre Magnete
arbeiten mit Ferrit statt mit Seltenen Erden
aus China. „Wir haben damit nicht
nur ein technologisches Problem gelöst,
sondern auch ein strategisches“,
konstatiert Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender
bei Ziehl-Abegg.
So begegnet der Künzelsauer
Technologieführer für Luft-, Regel- und
Antriebstechnik nach eigener Aussage
mit seiner Innovation gleich mehreren
Herausforderungen: Die kritischen
Rohstoffe galten nach Unternehmensangaben
lange als unverzichtbar. Die
alternative Antriebstechnik schone
Ressourcen bei identisch hoher Leistung
und stärke die technologische Unabhängigkeit
gegenüber China, das zuletzt
die Exportbedingungen für Seltene
Erden massiv verschärft hatte. Der Einsatz
von Ferritmagneten könne verhindern,
dass Produktionen stillstehen,
weil Rohstoffe fehlen. Das neue System
ist bereits zum Patent angemeldet. Auf
der Messe Interlift in Nürnberg konnte
sich das internationale Fachpublikum
davon überzeugen, dass leise Innovationen
wirken. Die Aufzugsmaschine
glänzt nach Leys Worten nämlich außerdem
mit hoher Laufruhe.
Sprichwörtlich weniger Laufruhe
verheißt vermutlich der Coup, der einem
anderen Hidden Champion aus
Heilbronn-Franken geglückt ist. Der
Ilsfelder Biokunststoff-Vorreiter Tecnaro
lieferte die grüne Grundlage für den
modernsten Kunstrasen-Fußballplatz
der Welt. Der „NaKura“, ein Akronym
Foto: Skadec GmbH
Foto: Tecnaro GmbH
für „Nachhaltiger Kunstrasen“, liegt im
Waldstadion des FC Ellwangen, der
Heimatstadt von Tecnaro-Mitgeschäftsführer
Jürgen Pfitzer. Sein Unternehmen
bot mit dem Biopolymer
Arboblend das Material für künftige
Siege – im Sport, aber auch im Kampf
gegen Mikroplastik. Die verwendeten
Kunststoffe und das Einfüllgranulat
stammen aus nachwachsenden Rohstoffen
aus landwirtschaftlicher Produktion
und sind vollständig biologisch
abbaubar, wenn sie vom
Sportplatz in die Umgebung gelangen
sollten. Ein Leuchtturmprojekt in Sachen
Nachhaltigkeit und Biotechnologie
nannte Staatssekretärin Sabine
Kurz das Projekt anlässlich der Einweihung
des neuen Rasens im Rahmen eines
Festakts.
Auch diese Weltneuheit war nicht
von lautem Rummel begleitet: Die
Ehrengäste im Waldstadion – darunter
Professor Thorsten Weber von der
Deutschen Fußball-Liga – hielten ihre
Reden prägnant, aber kurz. Den
Anwesenden genügten Bierzeltgarnituren
am Rande des Grüns und optimistischer
Stolz, um den Meilenstein
zu feiern. Dabei hatten viele Akteure an
dem Projekt mitgewirkt – von der
Universität Stuttgart über weitere
Institute bis zu Partnerunternehmen,
der Stadt Ellwangen und dem Sportplatzarchitekten
Franz-Josef Eger.
Eine im übertragenen Sinne
sportliche Leistung lieferte in diesem
Jahr auch die Skadec GmbH mit Hauptsitz
in Waldenburg/Hohebuch im Hinblick
auf Umwelt und CO2-Bilanz: Die
Tochtergesellschaft der Kratschmeyer-
Unternehmensgruppe, ein Hidden
Champion in Kälte-, Klima-, Lüftungsund
Heizungstechnik sowie Mess-,
Steuer- und Regelungstechnik, zog
nach nur einem Jahr Bauzeit in ihr neues
Bürogebäude ein und nahm ihre
neue Firmenhalle in Betrieb. Zusätzlich
eröffnete sie einen zweiten Produktionsstandort
in Litauen und gründete
eine Vertriebsniederlassung im
norwegischen
„
Trondheim.
Man merkt, dass die
Mitarbeiter für technische
Themen brennen.
Dennis Kratschmayer
“
Vor sieben Jahren brachte Skadec die
erste R290-Wärmepumpe auf den
Markt. Das Besondere: Sie arbeitet mit
dem natürlichen und umweltschonenden
Kühlmittel Propan. Ein technologischer
Paukenschlag, der allerdings für
die Ohren des Normalbürgers kaum
vernehmbar war. Dabei investiert Skadec
bis heute als „Pionier auf dem Gebiet
der Heiz- und Kühlanforderungen
über 30 Kilowatt“, wie Geschäftsführer
Mitte September wurde der weltweit erste nachhaltige Kunstrasen-Sportplatz
eingeweiht – hergestellt aus Ilsfelder Biokunststoff von Tecnaro.
Foto: Ziehl-Abegg
Dennis Kratschmayer das Unternehmen
bezeichnet, bis zu acht Prozent in
Forschung und Entwicklung.
So geräuscharm, wie die Anlagen
laufen, so leise und strategisch expandiert
der Klimatechnik-Spezialist:
Nachdem man in Europa schnell Fuß
gefasst habe, konzentriere sich Skadec
nun auf Skandinavien. Im Norden
„sehen wir das Thema Nachhaltigkeit
noch etwas weiter fortgeschritten als in
anderen Teilen Europas“, berichtet
Kratschmayer. Weitere europäische
Töchter sollen folgen, auch in Kanada
und Ozeanien lägen Marktpotenziale.
Denn die Nachfrage, CO2-neutral Kälte
und Wärme zu generieren, ist laut Kratschmayer
aktuell auf einem sehr hohen
Niveau. Auch, weil politische Vorgaben
wie CO2-Zertifikate und die Verordnung
zur Reduzierung von Treibhausgasen
die Sensibilität der Kunden erhöht
hätten. Die Skadec-Wärmepumpe
sei damals „in Bezug auf kommende
Regulierungen von Seiten der Politik
ein strategischer Schachzug“ gewesen.
Mit dem Neubau des Firmensitzes
bekennt sich Dennis Kratschmayer
dennoch klar zum Standort Waldenburg.
Die hiesige starke Industrie mit
Top-Arbeitsgebern sei attraktiv für motivierte
Fachkräfte: „Man merkt, dass
die Mitarbeiter für technische Themen
brennen.“ Im Sog der Wirtschaftsregion
Hohenlohe weiter zu wachsen – das ist
das erklärte Ziel des Skadec-Geschäftsführers.
Natalie Kotowski
Ziehl-Abegg-CEO Joachim Ley setzt
auf Ferrit statt Seltene Erden.
38
November 2025
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Die Unternehmen der Schwarz Gruppe
gratulieren ihren Auszubildenden
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Vilina Adler (LI)
Marvin Ahrens (SDT)
Mercan-Tuhana Aldemir (SDT)
Chiara Altun (SCOS)
Isabel Auer (LI)
Carolina Auer (KL)
Lenny Bennarndt (LI)
Dustin-Tyron Berger (SDT)
Lukas Beyl (LI)
David Bieber (SCOS)
David Blach (SDT)
Madlin Bunjaku (LI)
Can Celik (SDT)
Emilia Celik (LI)
Emir Dagtekin (SCOS)
Mirlinda Dibrani (SCOS)
Naciye Dieseldorff (KL)
Daniel Mathias Dippel (KL)
Cedric Donwen (KL)
Lisa Eckert (SCOS)
Denise Frank (KL)
Jaden Levent Fruh (SCOS)
Rinor Gashi (KL)
Durjan Gashi (LI)
Lara-Sofie Gebauer (SCOS)
Emilia Gerner (LI)
Sina Gezer (LI)
Felix Gießler (SDT)
Jonas Glasbrenner (LI)
Emelie Gotthelf (LI)
Franziska Götz (LI)
Celine Graf (LI)
Lea Halter (LI)
Merve Henden (SDT)
Simon Hübner (LI)
Aaron Katzmann (SDT)
Cara Kirchherr (KL)
Rene Köder (SDT)
Lenny Kovacs (LI)
Marc Kramer (LI)
Chantalle Lampka (SCOS)
Lilly Marie Lang (LI)
Lukas Lange (SDT)
Ives Lock (SDT)
Elias Löffler (SDT)
Sarah Assalieh Mabroukeeh (LI)
Dominic Merkle (SDT)
Tim Merkle (SDT)
Assaad Naes (SDT)
Caroline Necker Medina (SCOS)
Lena Oehler (LI)
Emily Poldner (SDT)
Lara Marie Richter (KL)
Vincent Rochlitzer (SDT)
Mara Röck (KL)
Mario Sanchez Calle (LI)
Adelina Sardak (LI)
Kim Scheuermann (LI)
Melanie Schmidt (LI)
Tim Schröder (SDT)
Anselm Stahl (SDT)
Yana Timofeyeva (KL)
Noelle Tomse (LI)
Thi Hong Nhung Tran (KL)
Melisa Buesra Uzun (KL)
Giulia Vollmer (KL)
Oliver Wallisch (SDT)
Tobias Wegner (SDT)
Silas Weiß (LI)
Violeta Zejnaj (LI)
Christoph Zasche (KL)
Kristian Zirnsack (SDT)
Legende: KL = Kaufland | LI = Lidl | PZ = PreZero | SCOS = Schwarz Corporate Solutions | SDT = Schwarz Digits
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Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG
ELEKTROINDUSTRIE
DATEN & FAKTEN
Geschäftsfelder
Elektronische und elektromechanische
Bauelemente
Gründung
1984
Standorte
Stammsitz in Waldenburg,
Fertigungsstandorte in Europa,
Asien und Amerika, Direktvertrieb
in 50 Ländern der Welt
Mitarbeitende
7.500
Flexibel und teamorientiert
arbeiten bei Würth Elektronik
Ein Global Player mit starken Wurzeln in
der Region: Würth Elektronik eiSos, Hersteller
elektronischer und elektromechanischer
Bauelemente, behauptet
sich im Markt nicht zuletzt durch seine
ausgeprägte Serviceorientierung, angefangen
bei kostenlosen Bauteilmustern
für Entwickler bis hin zu Technologiepartnerschaften.
Motivierte Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sind dabei ein
entscheidender Erfolgsfaktor. Dafür engagiert
sich Würth Elektronik eiSos als
Arbeitgeber mit diversen Initiativen:
Eine Vielzahl von freiwilligen Leistungen,
bspw. Zuschüsse zu Verpflegung,
Kinderbetreuung und Fitness ergänzen
die persönlichen und karrierebezogenen
Förderungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.
Hier herrscht ein
ganz besonderer Spirit: Gegenseitige
Wertschätzung und Zusammenarbeit
auf Augenhöhe sowie eine Unabhängigkeit
von Hierarchien prägen den Führungsstil
und Arbeitsalltag. Dabei ist
eine gelebte Work-Life-Integration ein
zentrales Unternehmensziel. Was an-
dernorts unter dem Begriff „New Work“
diskutiert wird, ist bei Würth Elektronik
eiSos tägliche Praxis.
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gemeinsam erarbeitet
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Würth Elektronik eiSos
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Flexibilität und Teamzusammenhalt in
Einklang bringen lassen, etwa durch
Tage, an denen das ganze Team im Büro
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Mittelpunkt steht immer das Miteinander
und die erfolgreiche Zusammenarbeit.
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können sich einzelne
Teams voneinander unterscheiden. Allen
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Jede und jeder kann mitgestalten, etwa
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Alburg (LI), Wael Alkahhaleh (SDT), Niclas Alshut (LI),
Ben Ameskamp (SDT), Chantalle Anderle (KL), Abbas-
Alexander Assaf (SDT), Philipp Baars (SDT), Linus
Bachert (SCOS), Jonas Bartenschlager (LI), Max
Bartylla (KL), Sabrina Baschin (PZ), Hanna Bauer (KL),
Christian Becker (SDT), Felix Beckers (KL), Felix Elias
Bela (KL), Antonia Bertram (LI), David Bieber (LI), Marija
Blazevic (LI), Sarah Boley (SDT), Sara Sophie Bomplitz
(LI), Nico Börner (LI), Julius Brandt (KL), Niklas
Bräuninger (SDT), Mica Buccella (SDT), Alina Louisa
Campsen (LI), Laelia Chi (SDT), Jacqueline Christ
(SCOS), Maria Gaetana Tania Citera (LI), Julian Janis
Dammert (LI), Bart de Bruijn (PZ), Matteo Di Paolo
(SDT), Jonas William Dieckerhoff (LI), Nele Dinse (LI),
Luca Domay (LI), John Carl Eidner (LI), Sandro Eisenbarth
(LI), Bryan Englert (SDT), Kathy Ensslen (LI),
Marvin Ernst (LI), Julius Fabry (PZ), Alina Feil (LI),
Larissa Fey (LI), Michael Fiderer (LI), Tom Fischer (LI),
Pia Flechsberger (SCOS), Julian Fleischmann (SDT),
Dennis Forsch (LI), Tim Frank (LI), Florian Fuchs (LI),
Pia Gaikowski (LI), Nathalie Gallrach (LI), Lukas Geier
(KL), Jasmin Geißert (SCOS), Tim Leon Gelber (KL),
Marvin Gellert (KL), Danny Gloß (SDT), Carlo Goldammer
(LI), Lucas Goldstein (SDT), Joline Goll (LI),
Lukas Gramm (LI), Sandra Gross (KL), Ben Grünzig
(KL), Maxi milian Haak (SDT), Janis Hahn (SDT), Jan
Hammer (SDT), Ricardo Hammoor (LI), Kilian Harmes
(LI), Hanno Hartmann (LI), Antonia Haufe (SCOS), Lars
Hauler (LI), Julia Haußer (LI), Ellen Hemsen (LI), Tom
Heng (KL), Laurenz Hennecke (LI), Luca Herkel (SDT),
Sabrina Herold (SCOS), Tim Herrmann (LI), Jan-Philipp
Hess (KL), Christopher Hoffmann (SDT), Yannis Höpfl
(SDT), Lorena Horvat (SDT), Samira Hotz (LI), Samuel
Lennart Isaak (PZ), Arian Istogu (LI), Szymon Jakubowski
(KL), Joschua Jansen (LI), Hendrik Jennebach
(LI), Stefanie Christine Joebges (LI), Alicia Jörger (LI),
Lewin Leander Kahl (LI), Annalena Kaminski (LI), Sophia
Karangounis (LI), Leon Karpf (LI), Oliver Katzen bach
(SDT), Mehmet Kaya (LI), Victoria Kienzle (LI), Charleen
Kirchner (LI), Victoria Kis (LI), Timon Kleinknecht (SDT),
Leonie Klimas (LI), Lea Klughardt (KL), Victoria Knopp
(LI), Leon Koch (SDT), Fatih Köklü (KL), Arbias Kokollari
(KL), Gianfranca Kolanos (LI), Finja König (SCOS), Mike
König (SDT), Michelle Königseder (LI), Marvin Koopmann
(LI), Mathis Kordy (LI), Justus Körner (KL), Jolina
Kösters (LI), Christian Kowatschitsch (LI), Erich Kraus
(SDT), Laura Kriedemann (LI), Louisa Krieg (KL), Hugo
Alexander Krüger (KL), Moritz Krüger (KL), Pauline
Kucharzik (SDT), Tim Kühner (KL), Maximilian Kunert
(SDT), Lucas Kurnaz (LI), Nils Kutsche (LI), Marcel
Lambrecht (KL), Marlin Jonah Lederer (KL), Jacqueline
Lehner (SDT), Marvin Liedl (SDT), Kristina Lindmeyer
(KL), Paloma Linke (LI), Hanna Loibingdorfer (LI), Julia-
Sophia Lorch (KL), Catherina Lößl (LI), Max Mäder (LI),
Damaris Maier (KL), Lukas Maier (SDT), Theo Manthey
(LI), Pascal Martin (LI), Vesna Matic (KL), David Josias
Maurer (LI), Dana Mayer (SCOS), Lea Meißner (LI), Silas
Merten (LI), Robin Meyer (LI), Philipp Meyer (PZ), Daniel
Müller (LI), Maxi milian Müller (LI), Nele Müller (KL),
Anton Mundschau (KL), Christian Netzer (LI), Maximilian
Neubert (LI), Jeremia Neuhaus (SDT), Marvin Niemeyer
(LI), Louis Ortlieb (LI), Celine Parlar/Valentin (LI),
Lena Pawlowski (LI), Mika Peter (LI), Lea Petersen (LI),
Jan-Niklas Petschauer (KL), Nico Peuser (SDT),
Marius Piesker (LI), Carina Pilling (KL), Tom Plieninger
(SDT), Maximilian Pliszek (KL), Alina Plugar (LI),
Jasper Pollmann (LI), Julian Pollmer (LI), Marek Popp
(LI), Nils Postler (LI), Viktoria Potsch (PZ), Jan Quabeck
(LI), Paulina Reimann (KL), Lilly Marie Reinke (LI), Nils
Remshardt (SDT), Malena Ressel (SCOS), Nico Riedel
Nobre (LI), Dominik Rödler (SDT), Lukas Römer (LI),
Jacqueline Rücker (LI), Liane Rudolf (SDT), Philipp
Sailer (SDT), Marko Salig (SDT), Joe Marek Schäfer (LI),
Kevin Schäfer (SDT), Jessica Schällhammer (LI),
Norman Scheurig (SDT), Ole Schildt (SDT), Lucas Schill
(LI), Kai Schlütemann (LI), Levin Schmäing (PZ), Florian
Schmidt (LI), Alexander Schnakinberg (LI), Maurids
Schnell (LI), Joshua Schrenk (LI), Lucas Schröder (KL),
Maximilian Schüller (SDT), Tina Schulz (SCOS), Kevin
Schulz (LI), Mika Schünke (KL), Paula Schwab (KL),
Laura Schwierz (LI), Alexander Seitz (KL), Anne Seufert
(LI), Justus Benedict Siegert (SDT), Fritz Singer (LI),
Karamdip Singh-Bhangu (KL), Lena Steinbrink (SDT),
Aileen Steinfeld (LI), Tim Stelte (SCOS), Dennis Toni
Striggow (LI), Sanja Subotic (KL), Gül-Sena Süslü (KL),
Mert Tektas (SCOS), Sarah Thammer (SCOS), Philipp
Moritz Thesing (LI), Elias Tiessen (PZ), Vitaly Tischer
(SDT), Matteo Totaro (LI), Julia Truschke (SCOS), Carlo
Twyrdy (PZ), Benjamin Ullrich (SDT), Jonas Ulmer (KL),
Lukas Ulrich (LI), Elena Veigel (LI), Marius Vogt (PZ),
Matti von Berg (KL), Dominic von Olnhausen (SDT),
Laura Vorwerg (LI), Angelina Wahlandt (LI), Luca
Walzebuck (LI), Julia Wanielik (PZ), Kamilla Wanner
(KL), Tilo Wardenburg (LI), Philipp Weber (SPROD),
Damian Wessel (LI), Julia Wiedemann (LI), Dominik
Wiegandt (SDT), Linnea Wiesner (LI), Paul Wießner (LI),
Dennis Winkel höfer (LI), Luis Winkler (LI), Lilith Wittlake
(LI), Anna Philine Witzke (LI), Fabian Woischke (KL),
Jan Luca Wolbring (LI), Elanur Yilmaz (LI), Michelle
Zarrilli (LI), Vanessa Zelewski (LI), Simon Ziern (PZ)
44 November 2025 Legende: KL = Kaufland | LI = Lidl | PZ = PreZero | SCOS = Schwarz Corporate Solutions | SDT = Schwarz Digits | SProd = Schwarz Produktion
45
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Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert
Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende
Die Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. hat viele Projekte realisiert.
TOP-Unternehmen der Region
Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende
zu. Es ist und war ein weiteres Krisenjahr
– und für die Menschen in allen
Weltgegenden sehr herausfordernd. Zu
den allgegenwärtigen Themen Klima,
Digitalisierung, Demokratie und Demografie
mit den allseits bekannten Auswirkungen,
kommen die furchtbaren
Kriege in der Ukraine, in Gaza, Sudan
und vielen anderen Teilen der Welt. Die
deutsche Wirtschaft befindet sich nach
wie vor im Krisenmodus.
Auch für pro Region war es ein ereignisreiches
Jahr. Wir konnten eine
Vielzahl an Veranstaltungen realisieren
und damit unseren bescheidenen Beitrag
zum weiteren Zusammenwachsen
der Region Heilbronn-Franken leisten.
Denn gerade auch in diesen schwierigen
Zeiten ist der gesellschaftliche Zusammenhalt,
das Sprechen mit einer
Stimme, noch wichtiger geworden.
Das bürgerschaftliche Engagement
ist der Kitt für unsere freiheitlich
demokratische Gesellschaft. Gerade
wenn es schwierig wird, ist dieser Zusammenhalt,
das Wir-Gefühl, ein starkes
und notwendiges Signal. Lassen Sie
uns weiterhin zusammenhalten und
gemeinsam den Weg in die Zukunft gehen.
Auch wenn die Herausforderungen
immens sind, sind wir in Heilbronn-
Franken gut aufgestellt. Wir sind die
Region der Weltmarktführer mit einem
starken und innovativen Mittelstand,
schaffigen Menschen, einem noch intakten
Vereinsleben und vielfältigem
bürgerschaftlichen Engagement. Wir
sind mit dem IPAI in Heilbronn auf dem
besten Weg, zum zentralen Standort
für KI in Europa zu werden. Die Stadt
Heilbronn hat sich den Titel der Green
City erkämpft und damit ein Zeichen
für eine nachhaltige Region Heilbronn-
Franken gesetzt.
Gemeinsam mehr erreichen
Lässt man das Vereinsjahr Revue passieren,
sind der Regionaltag in Bad Rappenau
oder unsere „Touristische Wanderung“
in Lauffen hervorzuheben
Schon heute freuen wir uns gemeinsam
mit der Stadt Bad Mergentheim auf den
nächsten Regionaltag, der am 28. Juni
2026 in der hübschen Kurstadt stattfindet.
Zwei weitere Veranstaltungen zum
Stiftertum mit den Sozialstiftungen
und der Stiftung Würth zeugen von der
funktionierenden regionalen Zivilgesellschaft.
Auch mit dem Projekt „Nachhaltigkeit
– eine Strategie für die Region
Heilbronn-Franken“ sind wir ein
gutes Stück vorangekommen. Der Dialog
Zukunft zusammen mit der IHK
Heilbronn-Franken, der Audi AG und
der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken
ist ebenfalls ein wichtiges Signal
des Zusammenhalts und der Zukunftsorientierung
in der Region.
Ich möchte allen Unterstützern
und Förderern, dem Vorstand, Beirat
und natürlich unseren Mitgliedern für
die Unterstützung unserer Bürgerinitiative
und unserer Region Heilbronn-
Franken danken. Ich wünsche Ihnen allen
eine gesegnete Weihnachtszeit und
ein gutes neues Jahr 2026!
Ihre Friedlinde Gurr-Hirsch
Eine Aktion der Bürgerinitiative
pro Region Heilbronn-Franken e.V.
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Heilbronn-Franken
Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative
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Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region
Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für
ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein
als Plattform für den Meinungsaustausch von
Bürgern und Gremien.
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ein halbes Jahr kostenlos.
Beitrittserklärung
Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.
Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos.
Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:
Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG
Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15 52329 | info@pro-region.de | www.pro-region.de
Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag
in Höhe von
10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)
von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.
Full Color
Ihre Staatssekretärin a.D.
Friedlinde Gurr-Hirsch
Firma/Name, Vorname
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E-Mail (für Vereinspost)
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Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de
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Die Frau und Rot – Versuche, das
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Carmen Würth Forum
2.12. Heilbronn
Kammermusikreihe der KKS
Heilbronn „Pastori e Fantasmi“
Kreissparkasse Heilbronn:
Unter der Pyramide
5.12. Brackenheim
Tatort Tannenbaum
EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM DEZEMBER
Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.
Weitere Termine unter www.pro-region.de
Alle Angaben ohne Gewähr.
6.12. Künzelsau-Gaisbach
Weihnachtsoratorium
Gaechinger Cantorey
Carmen Würth Forum Heilbronn
6.12. Crailsheim
Bläsergala der Stadtkapelle Öhringen
6.12. Widdern
Felix Klieser Horn
Golden Christmas
Wilhelm-Frey-Kulturhalle
7.12. Künzelsau-Gaisbach
Würth Philharmoniker:
Familienkonzert Hänsel und Gretel
Carmen Würth Forum
7.12. Schwäbisch Hall
Adventssingen
Johanniterkirche
7.12. Bad Rappenau
Weltklassik am Klavier mit
Dr. Shoko Kawasaki
Wasserschloss/ Dachgeschoss
13.12. Schwaigern
Weihnachtskonzert mit dem
SWR Vokalensemble
und Freiburger Barockorchester
Stadtkirche
13.12. Künzelsau-Gaisbach
Würth Philharmoniker:
Musikalische Klangwelten
Carmen Würth Forum
16.12. Künzelsau
Singbar – Advents- und
Weihnachtslieder zum Mitsingen
Kulturhaus Würth mit
Bibliothek Frau Holle
16.12. Bad Rappenau
Danceperados
Kurhaus
17.12. Heilbronn
Frank Duprée Klavier &
Leitung
A Jazz Christmas
Harmonie
19.12. Heilbronn
Faszination Wagner
Harmonie, Theodor-Heuss-Saal
19.12. Neuenstadt
52. Gastkonzert des
Württembergischen
Kammerorchesters Heilbronn
Stadthalle
20.12. Künzelsau-Gaisbach
Würth Philharmoniker:
Festliche Klänge
Carmen-Würth Forum
20.12. Güglingen
Württembergisches Kammerorchester
mit Frank Duprée Trio
Herzogskelter
26.12. Tauberbischofsheim
Der Schlagerprinz & Band
Stadthalle
28.12. Bad Friedrichshall
Premiere: Musical auf Rollen
ABBA MIA – next Generation
Kocherwaldhalle
31.12. Crailsheim
SWR Swing Fagottett
Ratssaal
Theater
2.12. Bad Rappenau
Der zerbrochene Krug
Kurhaus
Tipp
Tipp
9.12. Wertheim
Eine Sommernacht
Aula Alte Steige
Feste
5.12. – 10.1.2016 Heilbronn
11. Spielzeit im
Radio Ton Gourmet Palast Tipp
Trappenseeschlösschen
27.12. – 28.12. Langenbrettach
Brettacher Markt
Märkte
1.12. Eppingen
Andreasmarkt
1.12. – 21.12. Heilbronn
55. Käthchen Weihnachtsmarkt
Kilians-, Marktplatz, Sülmerstraße
3.12. – 7.12. Künzelsau
Advent am Schloss –
Weihnachtsmarkt Künzelsau
4.12. – 7.12. Bad Mergentheim
Weihnachtsmarkt
Marktplatz
5.12. – 7.12. Bad Wimpfen
Altdeutscher Weihnachtsmarkt
Altstadt
5.12. – 7.12. Tauberbischofsheim
55. Käthchen Weihnachtsmarkt
Kilians-, Marktplatz, Sülmerstraße
5.12. – 6.12. Bad Rappenau
Nikolausmarkt
Stadtmitte
6.12. – 7.12. Wertheim
Bronnbacher Weihnachtsmarkt
Kloster Bronnbach, Kreuzgang
6.12. – 7.12. Crailsheim
Crailsheimer Weihnachtsmarkt
mit Thomasmarkt
Innenstadt
6.12. – 7.12. Obersulm
Seeweihnacht
Breitenauer See
6.12. Eppingen
Eppinger Weihnachtsmarkt
Altstadt
6.12. – 7.12. Schöntal
Schöntsler Weihnachtsmarkt
Klosterhof
10.12. Rot am See
55. Käthchen Weihnachtsmarkt
12.12. – 14.12. Möckmühl
Möckmühler Lichterglanz
Altstadt
12.12. – 14.12. Bad Rappenau
Parkweihnacht im Salinenpark
13.12. – 14.12. Waldenburg
Waldenburger Bergweihnacht
Altstadt
13.12. – 14.12. Vellberg
44. Christkindlesmarkt
Städtle
13.12. – 14.12. Wertheim
Kleiner Mittelalter-Weihnachtsmarkt
Mainplatz
13.12. Frankenhardt
Gründelhardter Weihnachtsmarkt
Gründelhardt
14.12. Bad Friedrichshall
Dorfadvent
Ortschaft Untergriesheim
21.12. Forchtenberg
Dorfweihnacht
Gasthaus Hirsch/ Wohlmutshausen
27.12. . Schrozberg
Taubenmarkt
Bartenstein-Vereinsheim
Mix
6.12. Neuenstein
Kabarett:
Barbara Grässle „Alle Jahre wieder“
Kulturbahnhof
6.12. Wertheim
Comedy mit Martin Fromme
Convenartiskeller
7.12. Heilbronn
Literatur:
Vier starke junge Stimmen –
eine Matinee
Trappenseeschlösschen
11.12. Künzelsau-Gaisbach
Kabarett: Helmut Zierl
Es weihnachtet schön
Carmen Würth Forum
12.12. Crailsheim
Lesung:
Monika Zeiner: „Villa Sternbald oder
Die Unschärfe der Jahre“
KulturWerk
12.12. Gaildorf
Kabarett: Hillu‘s Herzdropfa –
„Schtoireiche Albschwoaba“
Limpurghalle, Schenk-Albrecht-Saal
17.12. – 6.1.2026 Heilbronn
Heilbronner Weihnachtscircus
Theresienwiese
19.12. – 6.1.2026 Bad Mergentheim
Weihnachtscircus
12.12. Crailsheim
Lesung: Monika Zeiner: „Villa
Sternbald oder Die Unschärfe der
Jahre“
KulturWerk
Kontakt
Bürgerinitiative pro Region
Heilbronn-Franken e.V.
c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG
Postfach, 74650 Künzelsau
Tipp
31.12. Wallhausen
Sport: Silvesterlauf
der SpVgg Hengstfeld-Wallhausen
Ansprechpartner für Termine:
Ralph Wachter, Telefon 07940 152329
www.pro-region.de
Tipp
48
November 2025
49
Kreative Hobbyköche
erfinden Gerichte
Barbara Salesch ist
waschechte Badenerin
Jonas Gräter züchtet
Giganten
Palmen und Strand gibt
es auch in der Region
Eine sagenhafte Tour
durchs Ländle
Die Tatort-Kommissarin
zieht es nach draußen
Ein Gespräch über Bücher,
Bissen und Bildung
Großartige Skulpturen
von Bildhauer Lars Zech
Was Ursula Dees gegen
Rückenschmerzen tut
AUSBLICK
Frohe Botschaften aus der Ideenschmiede
Wir sind innovativ und mutig: Diese Botschaft steckt hinter dem Handeln vieler
Unternehmer und Akteure in Heilbronn-Franken. Wir zeigen, was ambitionierte
Gründer, Forschungs- und Entwicklungsteams regionaler Hidden Champions
und viele andere zu wachsender Wirtschaftskraft beitragen.
Nachhaltige Lichtblicke
Gute Nachrichten aus der Region in
Sachen Klimaschutz: Schwäbisch Hall
erreicht den Gold-Standard des
European Energy Award (EEA), der
ZfK-Nachhaltigkeitsaward in der
Kategorie „Energie“ in Gold geht nach
Crailsheim, Heilbronn wird gar
„Grüne Hauptstadt Europas“. Wir zeigen,
in welche nachhaltigen Projekte
Heilbronn-Franken Energie steckt.
Die nächste
Ausgabe
erscheint ab
15. Dezember
Traditionell zuversichtlich
Traditionsunternehmen bilden das
Rückgrat der deutschen Wirtschaft,
das beweisen die Unternehmen in
Heilbronn-Franken. Sie schaffen
nachhaltig Werte über Generationen.
Wir zeigen Beispiele für weitsichtiges
Unternehmertum zwischen
Bodenhaftung und Innovationskraft,
das zuversichtlich stimmt.
Fotos: Christian Laurin von Lingner, AdobeStock/mu, ebm-papst
Impressum
Offizielles Organ der Bürgerinitiative
pro Region Heilbronn-Franken e. V.;
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Herausgeber
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Tilmann Distelbarth
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Leitung Produktmanagement Print & Digital
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Darja Schiz-Salov
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Nr. 25 vom 1.1.2025
Vertrieb
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zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue
Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-
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ISSN 2509-5528
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HEIMAT
SCHMECKT
KEINE AUSGABE
Herbst 2025
Mit Pfiff serviert
Auf ein Viertele
Im Kürbisfieber
VERPASSEN!
Sonderheft Urlaub 2025
KLEINE
AUSZEIT
Urlaub wie
in Italien
Die schöne Lau und
der Spion von Aalen
Eva Löbau liebt den
Schwarzwald
Winter 2025/26
LESE
STUNDE
Wurzeln & Wege
Karoline Eichhorn
im Gespräch
Gschichtle & Versla
Scheene Weihnachda
mit Autor Edi Graf
Lilien & Igel
Was Hans Hagdorn in
Hohenlohe gefunden hat
Sommer 2025
LESEN,
BITTE!
Denis Scheck
schwätzt Tacheles
Holz zieht ihn
magisch an
Der Kick auf
den Schienen
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MIT HERZ
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seinen Facetten. Im Sonnenhof engagieren sich rund
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und Wohn-Einrichtungen.
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