Baublatt Magazin November 2025
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www.baublatt.at
NR. 11 | 2025
ein magazin der
specialmediacom
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
12 | Wiener Wasser
Wien errichtet den weltweit größten
geschlossenen Trinkwasser-Behälter
66 | Messe-Rückblick
Neuheiten der RecyclingAktiv
& TiefbauLive in Karlsruhe
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
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Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
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EDITORIAL
Neue Regelwerke
Aus Brüssel kommen wieder neue
Regelungen auf uns zu, die in
diesem Fall speziell für die Baumaschinenbranche
relevant sind. Die Rede ist
von der neuen EU-Maschinenverordnung
und dem Cyber Resilience Act. Beide
Regelwerke bringen ab 2027 verbindliche
gesetzliche Anforderungen für die Hersteller
von Maschinen und digitalen Produkten
mit sich. Sie verfolgen das Ziel, die
Sicherheit im europäischen
Binnenmarkt zu erhöhen,
setzen jedoch unterschiedliche
Schwerpunkte. Konkret
konzentriert sich die EU-
Maschinenverordnung auf die
mechanische, elektrische und
funktionale Sicherheit von
Maschinen und sicherheitsrelevanten
Komponenten. Wie
die Experten betonen, werden
erstmals auch digitale
Risiken berücksichtigt, etwa
durch künstliche Intelligenz
oder die Zusammenarbeit von
Mensch und Roboter. In Folge
der EU-Maschinenverordnung sind
Hersteller verpflichtet, eine umfassende
Risikobewertung durchzuführen, technische
Dokumentationen zu erstellen und
eine CE-Kennzeichnung sowie Konformitätserklärung
vorzulegen. Die Verordnung
tritt am 20. Jänner 2027 verbindlich in
Kraft. Das zweite Regelwerk, der Cyber
Resilience Act, bezieht sich hingegen
ausschließlich auf Produkte mit digitalen
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
Elementen wie Software, IoT-Geräte oder
vernetzte Steuerungen mit dem Ziel, diese
Produkte gegen Cyberangriffe zu schützen.
Hersteller müssen Sicherheitsmaßnahmen
wie „Security by Design“, ein aktives
Schwachstellenmanagement, regelmäßige
Sicherheitsupdates und Meldepflichten
umsetzen. Auch hier endet die Übergangsfrist
Anfang 2027. Beide Regelwerke sind
für Hersteller von Maschinen mit digitalen
Komponenten besonders
relevant, denn sie müssen
sowohl die Anforderungen der
Maschinenverordnung als
auch des Cyber Resilience
Acts erfüllen, um ihre
Produkte auch nach 2027
rechtskonform in den EU-
Markt bringen zu können.
Sie sehen: Auch in der
Bauwirtschaft ist die Digitalisierung
von großer Dynamik
geprägt und es ist nicht
immer leicht, neben dem
Alltagsgeschäft auch in
diesem Bereich auf dem
Laufenden zu bleiben. Wir möchten Sie bei
dieser Herausforderung unterstützen und
so finden Sie begleitend zu dieser Ausgabe
ein umfangreiches Special, dass sich der
Digitalisierung am Bau in ihren verschiedenen
Facetten widmet. In diesem Sinne
wünsche ich Ihnen ein informatives
Lesevergnügen!
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
www.baublatt.at
NR. 11 | 2025
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
12 | Wiener Wasser
Wien errichtet den weltweit größten
geschlossenen Trinkwasser-Behälter
66 | Messe-Rückblick
Neuheiten der RecyclingAktiv
& TiefbauLive in Karlsruhe
Kiesel Austria: starker
Partner für viele Branchen
Mit einem tiefen Verständnis für die
Prozesse in den jeweiligen Branchen
bietet Kiesel Austria unter dem Motto
„Kiesel – Mein Systempartner“ hochwertige
Lösungen für die Bau- und
Umschlagindustrie. Dazu zählen die
Produkte führender Hersteller, ausgereifte
digitale Assistenzsysteme sowie
Schnellwechselsysteme und Anbaugeräte.
Für den bestmöglichen
Kunden-Service sorgen die
professionellen Teams an den vier
Standorten in Wien, Salzburg,
Vorarlberg und Tirol. Mit Makineo
als jüngsten Partner gibt Kiesel
Austria auch im Hinblick auf
die digitale Baustelle Vollgas.
IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe November 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,
Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,
Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,
Chefredakteur: Alexander Riell (AR) alexander.riell@specialmedia.com, DW 840, Redaktionelle Mitarbeit: Peter Landsmann, Stefan Hawlicek, Grafik/Layout: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft, mit besonderer Berichterstattung
über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–
(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,
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keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck
freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.
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4 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
INHALT
INHALT
47 Kobelco: Neuer Hauptsitz für Europa.
48 VDMA: Eine Antidumpingbeschwerde soll zu
einem fairen Wettbewerb für die europäische
Mobilkranindustrie beitragen.
50 Avesco: Die Firmengruppe Mittendorfer
investierte in ein neues Sandvik Ranger
DX800 Außenhammerbohrgerät.
54 Wolffkran: Zwei Wolff Krane kommen in
Riad bei einem Großprojekt zum Einsatz.
56 HS Schoch: Ein neuer Felstieflöffel erweitert
das Angebot für schwerste Einsätze.
57 Doppstadt: Mit einem Handelspartner
wurde die Präsenz in Österreich verstärkt.
58 Strabag testet einen Wasserstoff Radlader
von Liebherr im Kanzelsteinbruch Gratkorn.
59 Kuhn Ladetechnik: Beim neuen Palfinger
PK 880 TEC trifft Kraft auf Hightech.
60 SBM Mineral Processing: Bei der Sanierung
eines 11 km langen Teilstücks der A2 kommen
ein Großprallbrecher sowie zwei mobile
Betonmischanlagen zum Einsatz.
64 Gestrata: Im Zuge der Herbstveranstaltung
wurde bekannt gegeben, dass die Gestrata
in die Österreichische Bautechnik Vereinigung
eingegliedert wird.
MESSE-RÜCKBLICK
Die Sanierung eines 11 km langen Teilstücks der
A2 ist geprägt durch geschlossene Stoffkreisläufe 60und hohe Wiederverwertungsquoten.
MENSCHEN + SZENE
8 Aktuelles bei Kuhn Gruppe, Messe Excon,
Zeppelin, Kinshofer, VCE Vienna Consulting
Engineers, Doka und Austin Powder.
PROJEKTE + PLANUNG
12 Wiener Wasser: Im Trinkwasser-Behälter
in Neusiedl am Steinfeld wird im Auftrag der
Stadt Wien - Wiener Wasser das Speichervolumen
schrittweise auf rund eine Milliarde
Liter Wasser erhöht.
MASCHINEN + TECHNIK
18 Zeppelin: Drei neue Cat Geräte sorgen
im Quarzsand-Abbau der Friedl-Gruppe
in Lackenbach für ebenso rasche wie
effiziente Abläufe.
22 Kreislaufwirtschaft: In Stockerau wurde von
Porr, Saint Gobain und Saubermacher das
erste Gips-zu-Gips-Recyclingwerk eröffnet.
24 Geel: Seit über 20 Jahren setzt die Firma
Pölzleitner Erdbau auf Geel Produkte.
25 Herrenknecht: Für den Brenner Basistunnel
haben bisher acht Vortriebsmaschinen von
Herrenknecht rund 83 km Tunnel aufgefahren.
26 Kiesel: Die Porr AG setzt im Stahlwerk der
voestalpine AG in Leoben einen speziell
modifizierten Bagger vom Typ KTEG 890LD 7
für das anspruchsvolle Schlackehandling ein.
28 Liebherr: Im Werk in Telfs informierte
Liebherr über die Planierraupen PR 776 G8,
das System Liebherr Autonomous Operations,
die neueste Teleskoplader Generation 6 und
das Konzeptfahrzeug S1 Vision.
32 MWT: Mobile Bandwaagen liefern auch unter
härtesten Bedingungen präzise Messungen.
34 Komatsu: Ein neuer Komatsu WA80M-8 mit
einer Fliegl-Astschere sorgt im Bauhof einer
deutschen Gemeinde für mehr Effizienz.
Dieser Ausgabe liegt ein
Baublatt.Österreich Special zum
Thema „Digitalisierung am Bau“ bei.
35 Hitachi: Die Umbenennung in Landcros leitet
eine strategische Neupositionierung ein.
36 AM Baugeräte: Mit Dezember 2025 ist das
Unternehmen exklusiver Vertriebspartner
für Flygt Baupumpen.
38 AAB Eisterer: Eine große Bandbreite an
leistungsstarken Bohrlafetten steht für die
Kunden auch im Mietpark zur Verfügung.
40 Zeppelin Rental: Die Firma Schilowsky
und Zeppelin Rental Österreich gehen eine
strategische Partnerschaft ein.
42 OÖ Geotechniktag: Im Fokus standen
die Energiewende und wie geotechnische
Projekte diese Transformation im Industrieland
Oberösterreich unterstützen.
46 Holp: Mit dem CutWheel können Böschungen,
Lichtraumprofile und Hecken an Straßen und
Wegen mit nur einem Gerät gepflegt werden.
66 Karlsruhe: Als Demonstrationsmesse für
Bau, Abbruch und Recycling informierten die
RecyclingAktiv & TiefbauLive vom 9. bis 11.
Oktober 2025 über innovative Maschinentechnik
und richtungsweisende Trends.
72 Baublatt.Österreich Test:
MGS5 EV Luxury
VW Tayron Life ETSI DSG
Dacia Bigster Extreme Mild Hybrid 130 4X4
04 Editorial
74 Literatur
FUHRPARK
STANDARDS
MERLO ROTO
DER DREHBARE
WOLKEN
KRATZER
BURGKIRCHEN 07724 2107 mauch.at
6 NOVEMBER 2025
BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 7
MENSCHEN + SZENE
MENSCHEN + SZENE
KUHN-GRUPPE
Festessen für die Jubilare
In feierlichem Rahmen fand in Elixhausen das traditionelle
Festessen für die Jubilare der Kuhn-Gruppe statt.
Gemeinsam mit der Eigentümerfamilie Kuhn wurden
langjährige Kolleginnen und Kollegen gefeiert, die mit
ihrem Engagement, ihrer Erfahrung und ihrer Loyalität
einen wertvollen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung
der Unternehmensgruppe leisten. Geehrt
wurden für 20 Jahre Walter Dullinger, Johannes
Dürnecker, Mathias Gaigg, Christine Jetzinger, Gerhard
Kronlachner, Peter Präauer; für 25 Jahre Christian
Barth, Stefan Kofler, Markus Pinwinkler, Franz Schausberger,
Gerhard Wimroither; für 30 Jahre Martin
Kolber und Christian Ragger; für 35 Jahre Andreas
Grasberger und Johann Hietl sowie für 40 Jahre
Martina Salzlechner. Im Bild die Jubilare der Kuhn-
Gruppe mit der Eigentümerfamilie. www.kuhn.at
KINSHOFER
Wechsel in der Geschäftsführung
Die Kinshofer GmbH gibt
bekannt, dass Harald Thum zum
1. Oktober 2025 die Position des
Geschäftsführers für die Kinshofer
GmbH in Deutschland, sowie
die Mars Greiftechnik in Österreich
und Kinshofer CZ in
Tschechien übernommen hat. Er
folgt auf Thomas Friedrich, der
das Unternehmen seit 2001
erfolgreich geleitet und maßgeblich
geprägt hat. Thomas
Friedrich bleibt weiterhin
Geschäftsführer der PPG
Greiftechnik, sowie Vorstandsvor-
sitzender und Vertreter des
Anteilseigners, Lifco AB. Harald
Thum bringt langjährige Erfahrung
in der Bau- und Anbaugerätebranche
mit. Zuletzt war er
Geschäftsführer der Kiesel GmbH
und dort verantwortlich für den
Bereich Herstellung und Vertrieb
der KTEG-Lösungen. Während
seiner Zeit bei Kiesel hat er die
strategische Ausrichtung und das
internationale Wachstum des
Unternehmens entscheidend
vorangetrieben.
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EXCON 2025
Vom 9. bis 13. Dezember 2025 findet in Bengaluru
die 13. Ausgabe der Excon statt. Die Messe präsentiert
auf rund 1 Mio. m 2 über 1.250 Aussteller,
darunter 160 internationale Teilnehmer aus mehr
als 25 Ländern. Erwartet werden mehr als
100.000 Besucherinnen und Besucher. Diese erwarten
8 Länderpavillons und über 500 Produktneuheiten.
Excon präsentiert sich als Plattform
für Innovationen und nachhaltige Infrastrukturentwicklung.
Die thematischen Schwerpunkte
sind smarte und grüne Infrastruktur; Urbanisierung
und ländliche Entwicklung; saubere, sichere
Bauprozesse sowie die Kompetenzentwicklung
rund um die Marke „Make in India“. Begleitende
Konferenzen bringen Politik, Industrie und Experten
zusammen, um Zukunftstrends, Finanzierung
und Technologieintegration zu diskutieren. Ziel
der Organisatoren der Excon 2025 ist es, die Messe
als globalen Treffpunkt für die Zukunft des
Bauens zu positionieren. www.excon.in
ZEPPELIN
Key-Account-Management:
Patrick Stellmach folgt Chris Gil
Zeppelin stellt sein Key-Account-Management
für Konzernkunden neu auf, um
Großkunden mit Firmensitz in Österreich
noch gezielter zu beraten, die auch über
die Ländergrenzen hinweg Cat Baumaschinen
einsetzen. Die Intention der
Neupositionierung: sich auf Kundenanforderungen
flexibler einzustellen und
gemeinsam Wachstumspotenziale zu
erschließen. Seit September ist Patrick
Stellmach an Bord von Zeppelin und
betreut als Verkaufsleiter internationale
und nationale Konzerne mit Fokus auf
Bauwirtschaft, Gewinnung, Entsorgung
und Industrie. Sein Vorgänger, Chris Gil,
hat bei Zeppelin die Aufgaben als Verkaufsleiter
in Baden-Württemberg
übernommen.
„Die neue Struktur im Key-Account-
Management ermöglicht eine fokussierte
Betreuung strategischer Kunden und
schafft Voraussetzungen für eine noch
engere Zusammenarbeit. Unser Prinzip
basiert auf einem zentralen Ansprechpartner
mit einem Team, das speziell auf die
Bedürfnisse der Großkunden ausgerichtet
ist, sich um alle Kunden-Belange kümmert
und direkt mit den Standorten sowie
dem Zentraleinkauf den Bedarf der
Kunden koordiniert. Das hat sich bestens
bewährt. Wir freuen uns, dass wir mit
Patrick Stellmach eine versierte Führungskraft
mit umfassender Erfahrung
gewinnen konnten. Ein besonderes
Dankeschön geht an Chris Gil für seinen
außerordentlichen Einsatz. Er hat die
erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren
Konzernkunden aus Österreich seit 2019
aufgebaut und intensiviert“, erklärt Jörg
Gröning, Zeppelin Bereichsleiter Konzernkunden.
Patrick Stellmach stammt aus Oberösterreich.
Nach seiner Ausbildung zum
Luftfahrzeugtechniker führte ihn sein
Berufsweg über den Einkauf und die
Materiallogistik in den Vertrieb. Nach
Stationen im Onlinehandel und im
B2B-Verkauf von Werkzeug- und Befestigungstechnik
wechselte er 2011 in die
Baumaschinenbranche. Dort war er über
ein Jahrzehnt als Verkaufsrepräsentant
bei einem führenden Baumaschinenhändler
tätig, bevor er ab 2023 die
Bereichsleitung Gebrauchtmaschinen
für Österreich
und Osteuropa übernahm.
www.zeppelin-cat.at
Patrick Stellmach, neuer
Verkaufsleiter Konzernkunden
von Zeppelin Österreich.
8 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Foto: privat
Foto: Christoph Gruber / BOKU-IT
VCE
Innovationspreis 2025 vergeben
Der VCE Innovationspreis für
Exzellenzforschung im nachhaltigen
Bauen geht 2025 an Dr. Lara
Bettinelli. Ihre Dissertation mit
dem Titel „Vergleich verschiedener
Modellierungsstrategien für
dynamische Berechnungen von
Eisenbahnbrückenschwingungen“
überzeugte die Jury durch
wissenschaftliche Präzision, hohe
Praxisrelevanz und einen klaren
Beitrag zur Weiterentwicklung
des nachhaltigen Bauens. In
Harald Thum
(Iinks) folgt
Thomas Friedrich
nach.
ihrer Arbeit untersucht Dr.
Bettinelli, wie unterschiedliche
Modellierungsstrategien das
Beschleunigungsverhalten von
einfeldrigen Eisenbahnbrücken
mit Schotterbett unter Hochgeschwindigkeitsverkehr
beeinflussen.
Im Bild: DI Peter Furtner,
Handlungsbevollmächtigtem der
VCE Vienna Consulting Engineers
ZT GmbH überreichte Dr.
Lara Bettinelli die Auszeichnung.
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MENSCHEN + SZENE
Der Doka-Sicherheitsdialog
war geprägt
durch eine interessante
Symbiose aus Vorträgen
und Praxisstationen,
begleitet von genügend
Raum zum Erfahrungsaustausch.
*
DOKA
Sicherheit erlebbar gemacht
Am 3. November 2025 lud die Doka
Österreich GmbH unter dem Motto
„Kleine Ursache – große Wirkung“ zum
Sicherheits-Dialog ins Doka Infocenter
in Amstetten. Zahlreiche Vertreter aus
Bauwirtschaft, Arbeitsschutz und
Forschung folgten der Einladung, um
über aktuelle Entwicklungen, praxisnahe
Lösungen und die Rolle digitaler
Technologien im Sicherheitsmanagement
zu diskutieren. In seiner Eröffnung
betonte Helmut Weißengruber (Doka
Safety Management), dass Arbeitssicherheit
kein Zufallsprodukt, sondern das
Ergebnis vorausschauender Planung,
klarer Prozesse und gelebter Verantwortung
ist. Nur wenn Schulung, Kommunikation
und Sicherheitskultur Hand in
Hand gehen, kann Sicherheit nachhaltig
verankert werden. DI Dr. Steffen Robbi
(Digital Findet Stadt) zeigte in seinem
Vortrag „Künstliche Intelligenz in der
Bauwirtschaft – Schwerpunkt Sicherheit“,
wie KI-Systeme bereits heute
Risiken erkennen und Unfälle vermeiden
können. Bei den Praxisstationen
konnten die Teilnehmenden erleben, wie
vielfältig Sicherheitsaspekte auf der
Baustelle sind – von der richtigen
Materialbewertung bis zur intelligenten
Überwachung. Besonderes Interesse
weckte die Station der FH Hagenberg
mit Ansätzen zur „Smarten Baustelle“.
Mithilfe von Sensorik, KI-gestützter
Bildanalyse und Virtual Reality zeigten
die Forschenden, wie sich Gefahrensituationen
frühzeitig erkennen und
vermeiden lassen.
www.doka.com
Foto: Doka
TERMINE
Abfallrechtliche Aufzeichnung
und Meldung
03.12.2025, Graz www.brv.at
Workshop Recycling & Abfallmanagement
im Bauwesen
16.12.2025, Wien www.ars.at
Fehlende CE-Kennzeichnung
bei Bauprodukten
15.01.2026, Wien www.ars.at
Beton im Straßenbau
19.- 20.01.2026, Wien
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Kalkulation von Bauleistungen
nach ÖNorm B 2061:2020
20.01.2026, Wien und Virtual Classroom
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Ausbildung zum zertifizierten
Baukoordinator
21.-23.01.2026, Wien www.ars.at
Lehrgang Claims & Co
für Baupraktiker
28.01.-12.02.2026,
Wien und Virtual Classroom www.ars.at
Berechnung von Erdwärmesonden
19.02.2026, Wien www.voebu.at
AUSTIN POWDER
Neuer Vertriebsleiter in Österreich
Bei Austin Powder, einem der führenden
Anbieter von Sprengstoffen und Zündsystemen
für die Industrie, steht eine personelle
Veränderung in der Vertriebsleitung bevor.
Mit Harald Polleros übernimmt ein erfahrener
Branchenkenner die Leitung des Vertriebs
in Österreich. Er folgt auf Thomas Umfer und
dessen Assistentin Michaela Umfer, die sich
entschieden haben, neue berufliche Wege
einzuschlagen und Austin Powder zum
Jahresende verlassen werden. „Wir danken
Thomas und Michaela Umfer herzlich für
ihren langjährigen Einsatz und die gute
Zusammenarbeit“, betont Mark Ganster,
Geschäftsführer von Austin Powder. „Gleichzeitig
freuen wir uns, mit Harald Polleros
einen kompetenten Nachfolger gewonnen zu
haben, der die erfolgreiche Entwicklung
unseres Vertriebs mit neuen Impulsen
fortsetzen wird.“ Harald Polleros bringt über
24 Jahre Erfahrung im Vertrieb mit, davon 14
Jahre in der Investitionsgüterbranche. In
seiner bisherigen Laufbahn konnte er
umfangreiche Kenntnisse in Technik, Organisationsführung
und Projektbetreuung
aufbauen.
„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit
unseren Kunden und dem gesamten Vertriebsteam
die Zukunft aktiv zu gestalten“, sagt
Harald Polleros. „Mir ist wichtig, auf partnerschaftliche
Zusammenarbeit, offene Kommunikation
und ein starkes Miteinander zu
setzen – intern im Team genauso wie in der
Beziehung zu unseren Kunden.“ Mit seinem
Know-how, seiner praxisorientierten Herangehensweise
und einem
Fokus auf Kundennähe
wird Harald Polleros
künftig die strategische
Weiterentwicklung des
Vertriebs von Austin
Powder in Österreich
übernehmen.
www.austinpowder.at
Harald
Polleros
Foto: Majland
• Beste Wartungszugänglichkeit durch kippbare Kabine
• Joysticklenkung und Tempomatfunktion
• Klimaanlage auch bei Maschinen mit Einsatzgewicht unter 2,5t
10
NOVEMBER 2025
BAUBLATT.ÖSTERREICH
* Weitere Details zur Finanzierung und der Aktion finden Sie auf zeppelin-cat.at
PROJEKTE + PLANUNG
PROJEKTE + PLANUNG
WIENER WASSER
Wien errichtet den weltweit größten
geschlossenen Trinkwasser-Behälter
1 2
3
Als Teil der I. Wiener Hochquellenleitung
erfüllt der
Trinkwasser-Behälter in
Neusiedl am Steinfeld seit
rund 70 Jahren eine wichtige
Funktion für die Wasserversorgung
der Stadt Wien. Im
Auftrag der Stadt Wien -
Wiener Wasser wird das
Speichervolumen nun schrittweise
auf rund eine Milliarde
Liter Wasser erhöht.
M
it der Trinkwasser-Strategie „Wiener
Wasser 2050“ verfolgt die Stadt Wien
das Ziel, die Versorgungssicherheit für
kommende Generationen zu erhöhen. Die
Stadt bezieht ihr Trinkwasser vorwiegend
aus 70 alpinen Quellen, die großflächig
geschützt sind. Für die Versorgung stehen
zusätzlich 30 Grundwasser-Brunnen in
Wien und im nahen Umland zur
Verfügung.
Eine der großen Herausforderungen in
den nächsten Jahrzehnten ist das prognostizierte
Wachstum der Wiener
Bevölkerung von derzeit rund 2 Mio. auf
etwa 2,3 Mio. Einwohnerinnen und
Einwohner. Dadurch wird der durchschnittliche
Wasserbedarf von aktuell
400.000 m 3 auf etwa 450.000 m 3 pro Tag
steigen. Großen Einfluss hat auch der
Klimawandel, denn mehr heiße Tage und
langanhaltende Hitzewellen bedeuten für
Wasserversorgungs-Unternehmen meist
Spitzenverbräuche. Gleichzeitig führt der
Klimawandel verstärkt zu Extremwetterereignissen
wie Dürre und Starkregen.
Das kann die Verfügbarkeit von Wasser
beeinträchtigen. Im Sinne der Trinkwas-
4 5 6
7
Fotos: Stadt Wien/Martin Votava; Wiener Wasser/Zinner
1 Stand der Bauarbeiten bei der
Kammer E im Oktober 2025. Die Bodenplatte
ist bis auf das finale Schwundfeld
fertiggestellt, ebenso der Großteil der
Wände. 2 Der Wiener Bürgermeister
Michael Ludwig (rechts) und Paul
Hellmeier (Leiter Wiener Wasser)
informierten über die Dimensionen des
Mega-Projekts. 3 Mehr als 530 Bohrpfähle
wurden als Baugrubensicherung hergestellt.
4+5 Historische Aufnahmen von
der Errichtung der ersten vier Kammern
in den 1950er Jahren. 6 Parallel zum
bestehenden Trinkwasser-Behälter unter
der begrünten Fläche werden in zwei
Bauphasen vier neue Kammern errichtet.
7 In der neuen Kammer E werden rund
170 Stützen errichtet.
12 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025
13
PROJEKTE + PLANUNG
1
Wasserwerk wird von 17 Grundwasser-Brunnen auf der
Donauinsel sowie in Nußdorf gespeist. Baustart für das
Donauinsel-Wasserwerk ist im Frühjahr 2026.
Bürgermeister Michael Ludwig betont: „Die Versorgungssicherheit
der Wienerinnen und Wiener hat für mich oberste
Priorität. Wir in Wien handeln mit Weitblick und übernehmen
Verantwortung. Damit wir für künftige Generationen die
beste und modernste Wasserversorgung gewährleisten,
investieren wir vorausschauend jedes Jahr bis zu 100 Mio.
Euro in die Wasser-Infrastruktur. So sorgen wir auch in
Zukunft für die beste Lebensqualität und das beste Trinkwasser
der Welt.“
2 3
Schrittweise Erweiterung
des Trinkwasser-Behälters
In Neusiedl am Steinfeld befindet sich bereits jetzt der
imposanteste Behälter von Wiener Wasser und einer der
größten Europas. Der in den 1950er Jahren errichtete
Behälter wurde in das Gefälle der I. Hochquellenleitung
eingebunden. Er besteht aus den vier riesigen Wasserkammern
A, B, C und D, die derzeit rund 600 Mio. l Wasser fassen.
Das Hochquellwasser fließt ohne Einsatz von Pumpen durch
den Behälter und weiter bis nach Wien. Die Kammern weisen
eine Raumhöhe von 11 m auf und sind bis in eine Höhe von
rund 10 m mit Wasser gefüllt. Sie werden durch Leitungen in
einem unterirdischen Rohrkeller versorgt und sind jeweils
mit einer eigenen Zu- und Ableitung DN 600 mit einer
Regelarmatur ausgerüstet.
Dazu Paul Hellmeier, Leiter von Wiener Wasser: „Der
Behälter Neusiedl am Steinfeld ist schon jetzt zentral für die
Versorgungssicherheit von Wien. Zukünftig können wir allein
in diesem Behälter das 2,5-fache des durchschnittlichen
Wiener Tagesverbrauchs decken. Das stellt sicher, dass auch
zu Spitzenverbrauchszeiten ausreichend Trinkwasser in
höchster Qualität zur Verfügung steht.“
Der Ausbau des Speichervolumens erfolgt in zwei Etappen.
Bis Ende 2028 wird der Behälter um die beiden neuen
Kammern E und F erweitert. Diese können insgesamt
200 Mio. l Wasser speichern. Damit erhöht sich das Speichervolumen
nach vier Jahren Bauzeit auf insgesamt 800 Mio. l
Wasser. Der Kostenrahmen für die erste Etappe beträgt rund
1 Die Aufnahme verdeutlicht die Gliederung der Bodenplatte in einzelne Betonierfelder. Sie dient der Vorbeugung der Rissbildung
durch das Schwindverhalten des Betons. 2 Versetzen der Fertigteile für eine Rohrleitung. 3 Herstellung des neuen Rohrkollektors,
der ebenfalls als Weiße Wanne ausgeführt wird.
ser-Strategie „Wiener Wasser 2050“ wird
daher die Wasser-Infrastruktur an das
Bevölkerungs-Wachstum und den Klimawandel
angepasst. Im Jahr 2025 wurde die
Strategie evaluiert, denn seit 2022 wurde
bereits ein Drittel der Maßnahmen der
Strategie umgesetzt.
Die einzelnen Projekte umfassen den
gesamten Weg des Wiener Trinkwassers
– von der Wassergewinnung bis zu den
Haushalten. Die Schwerpunkte bilden die
Erhöhung der verfügbaren Wassermenge,
die Sanierung und Erweiterung des
Wiener Rohrnetzes sowie der Ausbau der
Wasserbehälter. Neben vielen weiteren
Maßnahmen starteten im Oktober 2025
auch die Vorarbeiten für die Erweiterung
des Wasserwerks Donauinsel. Zur Stärkung
der Wiener Wasserversorgung soll es
ab 2029 bei Bedarf bis zu 1.000 l Trinkwasser
pro Sekunde liefern können. Das
Von links: Florian Ziegler, DI Elke Wiesmair
und Dominic Brandmayr.
14 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
BUILT
FOR
SUCCESS
GEEL.AT
PROJEKTE + PLANUNG
98 Mio. Euro. Die Konzeption und
betriebliche Planung wurde durch die
MA 31 – Wiener Wasser durchgeführt, die
statisch-konstruktive Planung von der
PCD ZT-GmbH. Mit den Erd- und Baumeisterarbeiten
des ersten Bauabschnitts
ist die ARGE Gebrüder Haider, bestehend
aus Gebrüder Haider Erdbau und Gebrüder
Haider Betonbau, als Bestbieter im
Vergabeverfahren hervorgegangen.
Die Vorbereitungsarbeiten für den
ersten Erweiterungsschritt starteten im
November 2024. Durch eine neue Zufahrt
wird der Rückstau des Baustellenverkehrs
auf die Blätterstraße verhindert. Auch
wurde eine Brücke errichtet, damit die
darunterliegende Zuleitung für den
Bestandsbehälter nicht durch schweres
Baugerät beschädigt wird. Mit Ostern
2025 startete der großvolumige Aushub,
der in diesem Abschnitt bis in eine Tiefe
von 8 m erfolgte. Das Aushubmaterial
wird teilweise für die weitere Verwertung
auf dem Gelände zwischengelagert.
Der Standort zeichnet sich durch einen
tief liegenden Grundwasserspiegel und
den sehr tragfähigen und homogenen
Baugrund aus. Dadurch sind für die
Fundierung keine speziellen Tiefbau-Maßnahmen
erforderlich. Um das Grundstück
für die angestrebte Kubatur bestmöglich
auszunützen, wurden von der Firma
Bauer im Auftrag der ARGE 534 Bordpfähle
als Baugrubensicherung errichtet.
Zum Einsatz kamen eine BG 23 H für
verrohrte Bohrpfähle und eine BG 30 H
für die SOB-Pfähle. Wo keine Bohrpfähle
erforderlich waren, ist die Baugrube
geböscht ausgeführt.
Projektleiter DI Tobias Gauster,
Fachbereich Planung und Bau der MA 31
- Wiener Wasser: „Wir streben für den
Trinkwasser-Behälter eine Lebensdauer
von 100 bis 150 Jahren an. Die I. Hochquellenleitung
wurde 1873 eröffnet und
beweist, dass dieser Anspruch bereits von
früheren Generationen umgesetzt werden
konnte. Die dafür notwendige Ausführungsqualität
erreichen wir aber nur,
indem wir sehr genau darauf achten, dass
alle Arbeitsschritte mit größter Sorgfalt
durchgeführt werden. Aus diesem Grund
übernimmt unser Team auch die Örtliche
Bauaufsicht.“
Der Schwerpunkt der Kontrollen liegt
bei der Herstellung der Bodenplatte und
der Wände der beiden neuen Kammern.
Sie werden als Weiße Wanne ausgeführt
– allerdings bei diesem Projekt mit dem
Ziel, dass aus dem Behälter kein Wasser
austritt. Aus hygienischen Gründen
werden durch den Einsatz von speziellen
Bahnen, die auf die Schalung aufgebracht
werden, besonders glatte Beton-Oberflächen
realisiert. Grundsätzlich werden alle
wasserberührten Flächen mit Schalungsbahnen
geschalt.
Ein besonderes Augenmerk wird auch
auf die Vermeidung von Rissen in der
Bodenplatte gelegt. Sie weist in der Regel
eine Stärke von 45 cm auf, wird aber
entsprechend der statischen Erfordernisse
Projektleiter DI Tobias Gauster überprüft regelmäßig, ob die Qualität der Beton-
Oberflächen den geforderten hohen Ansprüchen gerecht wird.
– so wie die Decke – in einzelnen Bereichen
auf bis zu 70 cm verstärkt. Durch die
Gliederung der Bodenplatte in mehrere
Betonier-Abschnitte erhält der Beton
ausreichend Zeit für sein natürliches
Schwindverhalten. Erst danach werden
die Schwindfelder in den einzelnen
Abschnitten betoniert. Um jeden Betonier-
Abschnitt läuft ein Arbeitsfugenband und
ein Verpress-Schlauch, durch den ein für
Trinkwasser geeignetes Injektionsgut
gepresst wird. Als letzter Schritt wird bei
der Herstellung der Bodenplatte das
durchlaufende, kreuzförmige Schwindfeld
betoniert.
Für die Errichtung der Weißen Wanne
ist es wichtig, dass zwischen den 75 cm
starken Wänden des Trinkwasser-Behälters
und der Vorsatzschale, die an der
Innenseite der Bohrpfähle errichtet wurde,
Gleitebenen eingebaut werden. So wird
sichergestellt, dass sich die Bauteile
bewegen können und dadurch Spannungen
und Risse vermieden werden. Die 170
Stützen der Kammer E weisen einen
Durchmesser von 70 cm auf und werden
– so wie später auch die Stützen der
Kammer F – vor Ort geschalt und betoniert.
Zu den bereits erwähnten Vorteilen des
Standorts kommt auch die Tatsache, dass
die Fahrmischer von den umliegenden
Betonwerken nur wenige Minuten
benötigen und daher zeitlich exakt
getaktet werden können. Verbaut wird
eine sehr spezielle Betonrezeptur, die
hinsichtlich ihrer Qualität entsprechend
kontrolliert und protokolliert wird.
Zusätzlich wurde die Rezeptur auf
unerwünschte Interaktionen zwischen
dem Betonwerkstoff und dem Wasser
überprüft.
Mit Stand Anfang November 2025 sind
die Arbeiten an der Bodenplatte der
Kammer E abgeschlossen. Auch die
Herstellung der Außenwände und Stützen
ist bereits weit fortgeschritten. Die Wände
zum Rohrkollektor sind ebenfalls fertig,
die Mittelwand zur Kammer F wird
demnächst begonnen. Über der Mittelwand
wird das Betriebsgebäude errichtet,
das Einstiegsmöglichkeiten in die Kammern
E und F für notwendige Inspektionsund
Reinigungstätigkeiten bieten wird. In
den nächsten Monaten werden die ersten
Deckenfelder der Kammer E betoniert.
Parallel beginnen bereits die Aushub-
Arbeiten für die Kammer F. Ab 2029 ist
ein weiterer Ausbau durch die anschließenden
Kammern G und H sowie die
Sanierung bzw. Erneuerung der
bestehenden Kammern geplant. Insgesamt
kann Wiener Wasser zukünftig in seinen
31 Wasserbehältern rund 2 Mrd. l Wasser
speichern.
16 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Steinwerke in Weppersdorf benötigte
Rohstoff wird u. a. vom Quarzsandwerk in
Lackenbach und dem Kieswerk in Eggendorf
bezogen.
ZEPPELIN
Der neue Cat 323 im Einsatz bei der Quarzsandgewinnung
in Lackenbach. Ausgerüstet
mit einem Schnellwechsler und Löffelpaket
der Firma Winkelbauer übernimmt er noch
weitere Aufgaben, etwa bei der Rekultivierung
in den verschiedenen Abbaustätten.
Die mit dem hochwertigen Quarzsand
produzierten Pflastersteine der Friedl
Steinwerke kommen im öffentlichen
Bereich zum Einsatz, beispielsweise in
der neugestalteten Argentinierstraße
oder dem WU-Campus in Wien.
Friedl-Gruppe: neue Cat Power
für den Quarzsand-Abbau in Lackenbach
Bei der Gestaltung von Außenanlagen zählt die Firma Friedl Steinwerke mit ihrer hochwertigen
Produktpalette an Steinen aus Beton zu den ersten Adressen. Mit dem im März 2024
erworbenen Quarzsandwerk im nahegelegenen Lackenbach ergänzte die Friedl-Gruppe ihr
Portfolio um einen wertvollen Rohstoff, der auch in Sportstätten wie Golf- und Reitplätzen,
Fußball- und Beachvolleyballplätzen sowie im Bauwesen eingesetzt wird. Im Quarzwerk
Friedl sorgen die beiden neuen Radlader Cat 966XE und Cat 972XE sowie der neue
Hydraulikbagger Cat 323 für ebenso rasche wie effiziente Abläufe.
M
it nur zwei Mitarbeitern startete
Firmengründer Gustav Friedl im
Jahr 1953 in Sieggraben mit der Produktion
von kleinen Betonteilen. Sohn Alfred
G. Friedl übernahm das Unternehmen
1967 und begann rund 20 Jahre später am
Standort Weppersdorf mit der Herstellung
von Pflastersteinen. Heute wird das
Unternehmen in dritter Generation von
Alfred M. Friedl geführt. Es konzentriert
sich ausschließlich auf die Produktion von
Steinen für die Außenraumgestaltung, wie
Pflastersteine, Terrassenplatten, Zaunund
Mauersteine in vielen Größen und
unterschiedlichen Stilrichtungen. Passend
dazu werden auch Blockstufen, Einfassungssteine,
Blocksteine, Palisaden und
viele weitere Elemente für die Gartengestaltung
angeboten. Über 60 Standardfarben
und verschiedene Oberflächenausführungen
befinden sich im Programm. Um
dem eigenen, hohen Qualitätsanspruch
gerecht zu werden, wird laufend in den
neuesten Stand der Technik investiert. Die
Anzahl an Fertigungs- und Veredelungsanlagen
von Betonsteinen an einem
Standort ist einzigartig in Österreich.
Unter anderem wurde 2015 eine neue
Anlage für gegossene Produkte angeschafft,
eine sogenannte WetCast-Anlage.
2020 nahm das Unternehmen auch eine
neue Anlage zur Fertigung von Zaun- und
Mauersteinen in Betrieb. Der von Friedl
Fotos: Friedl Steinwerke / Architekturfotografie: Markus Kaiser; Baublatt.Österreich
Erfolg durch Qualität und Innovation
Schritt für Schritt entwickelte sich in den
sieben Jahrzehnten aus dem ehemaligen
Drei-Mann-Betrieb eine erfolgreiche und
innovative Unternehmensgruppe mit rund
120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
und Absatzmärkten in mehreren Ländern.
Mit der Quarzwerke Friedl GmbH kam
ein Abbaugebiet hinzu, das sich durch
seinen hohen Quarzgehalt und eine
optimale Kornverteilung auszeichnet. Der
hohe Feinsand-Anteil macht das Vorkommen
besonders wertvoll. Für die Betonproduktion
in nächster Nähe bedeutet das
Quarzsandwerk Versorgungssicherheit
und kurze Lieferwege. Aber auch bei der
Ausstattung und Pflege von Sportanlagen
wie Golfplätze, Reit- und Turnierplätze,
Fußball- und Beachvolleyballplätze, im
Bauwesen und der Landschaftsgestaltung
kommt der Quarzsand zur Anwendung.
Ing. Alexander Janitsch, Betriebsleiter
der Quarzwerke Friedl und im Projektmanagement
der Friedl Steinwerke GmbH
tätig: „Wir arbeiten laufend an Innovationen,
um den Bedürfnissen von Architekten
und Planern, privaten Gartenbesitzern,
Baufirmen und Pflastererbetrieben
entgegen zu kommen. Das betrifft Form,
Farbe, Verlegung und wir beschäftigen uns
damit, wie Pflastersteine im urbanen
Bereich mit klimatischem Mehrwert
eingesetzt werden können. Unsere
Pflastersteine und Platten sind Ö-Norm
geprüft und durchlaufen strenge hausinterne
Kontrollen. Unser Anspruch ist es,
dass unsere Produkte mehrere Jahrzehnte
nicht nur funktionieren, sondern auch
optisch überzeugen. Beispielsweise kamen
unsere Pflastersteine vor kurzem bei der
Neugestaltung der Argentinierstraße in
Qualität –
Made in Germany
Der neue Cat 972XE
transportiert den
Rohsand von der
Wand zum Aufgabetrichter.
So wie
der Cat 966XE beeindruckt
er dank
des stufenlosen
Getriebes durch
seinen niedrigen
Verbrauch.
Von rechts: Ing.
Alexander Janitsch
(Betriebsleiter
Quarzwerke Friedl)
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18 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 19
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Freude über den
Komfort und die
moderne Technik des
Cat 972XE beim
Quarzwerke Mitarbeiter.
Er versorgt über
die neue Bandanlage
die modernisierten
Aufbereitungsanlagen
im Abbaubetrieb in
Lackenbach.
Auch der neue
Cat 966XE ist
dank des
stufenlosen
Getriebes
sparsam im
Verbrauch. Er
kommt hauptsächlich
für die
Lkw-Verladung
zum Einsatz und
wechselt dank
Straßenzulassung
bei Bedarf
auch in die
anderen Abbaustätten.
Firma Zeppelin, der uns aufgezeigt hat,
dass wir mit dem Betrag, den wir laufend
in den bestehenden Fuhrpark stecken
würden, auch in neue Geräte investieren
können. Diese neuen Geräte sind in
Lackenbach für uns der richtige Weg,
damit sich unsere Mitarbeiter auf die
Produktion konzentrieren können und der
Fuhrpark zuverlässig zur Verfügung steht.
Die Zusammenarbeit mit der Firma
Zeppelin funktioniert ausgezeichnet und
die Langlebigkeit bzw. Wertstabilität der
Cat Geräte steht für uns außer Frage.
Nicht zuletzt hat unser Maschinist betont,
dass er noch nie so einen guten Bagger
bedient hat. In diesem Sinne freuen wir
uns auf die weitere Zusammenarbeit mit
der Firma Zeppelin.“
www.steinwerke.at
www.quarzsand-friedl.at
www.zeppelin-cat.at
Wien zum Einsatz. Die Qualitätssicherung
beginnt bereits bei den Rohstoffen. Unsere
erfahrenen Mitarbeiter kontrollieren bei
jeder Anlieferung die Reinheit zugelieferter
Sande und Kiese. Im Quarzwerk haben
wir mit großem finanziellen Aufwand die
gesamte Quarzsandaufbereitung umfassend
modernisiert, um auch hier unserem
Qualitätsanspruch gerecht zur werden.“
Konkret wurden in Lackenbach die
Wasser- und Sandaufbereitung erneuert,
die Stahlbau-Elemente der Siebanlagen
sandgestrahlt bzw. neu beschichtet und die
Steuerung erneuert. Versorgt werden die
Aufbereitungsanlagen jetzt über eine neue
250 m lange Bandanlage mit einem neuen
Aufgabebunker. Eine Wegstrecke, die sich
der Radlader in der Beschickung nun
spart. Das Unternehmen verfügt im
Umkreis auch über weitere Abbaustätten,
von denen das Material zur Aufbereitung
nach Lackenbach transportiert wird.
Neue Cat Power
Zum Zeitpunkt der Übernahme im Jahr
2024 bestand der Fuhrpark in Lackenbach
im Wesentlichen aus drei Radladern. Sie
wurden im Sommer 2025 durch die beiden
neuen Radlader Cat 966XE und Cat
972XE sowie den neuen Hydraulikbagger
Cat 323 ersetzt. Typisch für die Cat
Kettenbagger der neuen Generation ist die
elektronische Vorsteuerung der Hydraulik
und die ungewöhnlich reichhaltige
Ausstattung mit Assistenzsystemen. Der
Cat 323 verfügt über die serienmäßig
integrierte Cat Connect-Technologie und
sorgt in Kombination mit dem niedrigeren
Kraftstoffverbrauch und geringerem
Wartungsaufwand für hohe Produktivität
bei reduzierten Kosten. Er ist von der
Firma Winkelbauer mit einem multiconnect
Schnellwechsler und einem Löffelpaket
ausgerüstet. Im Arbeitsablauf befördert
der Cat 323 das Material auf die
tieferliegende Etage, von wo es der Cat
972XE in den Aufgabebunker der Bandanlage
aufgibt. Da die reine Abbautätigkeit
nicht für die volle Auslastung des Geräts
reicht, wird er mit einem Böschungslöffel
an anderen Standorten auch für Rekultivierungsarbeiten
eingesetzt.
Der Cat 966XE übernimmt bei den Siebanlagen
die Beladung der Lkw mit dem
aufbereiteten Material und kommt auch
für die Herstellung der speziellen Sandmischungen
zum Einsatz, wie sie etwa für
Reit- und Sportplätze benötigt werden. Da
der Cat 966XE über eine Straßenzulassung
verfügt, unterstützt er bei Bedarf auch die
Materialverladung in den anderen
Abbaustätten. In diesem Fall übernimmt
der Cat 972XE mit seinem geeichten
Wiegesystem die Beladung der Lkw.
Beeindruckt zeigt sich Ing. Janitsch
vom geringen Verbrauch der Cat Geräte,
der beim Cat 966XE bei etwa 10 l in der
Stunde liegt und beim Cat 972XE nur
geringfügig höher ist. Einer der Gründe
dafür ist das stufenlose Getriebe von
Caterpillar, über das sowohl der Cat
966XE als auch der Cat 972XE verfügt
und das speziell für den Load & Carry
Einsatz konzipiert ist. Die umfassende
Systemintegration des stufenlosen
Cat-Getriebes sowie der Motor-, Hydraulik-
und Kühlsysteme führt zu einer
wesentlich höheren Leistung und Kraftstoffeffizienz.
Der Wegfall des Drehmomentwandlers
ermöglicht es, die Motordrehzahl
und die Maschinengeschwindigkeit
unabhängig voneinander zu steuern.
Dies führt nicht nur zur effizienteren
Grableistung und Feinsteuerung, sondern
erleichtert auch die Bedienung.
Neben den bereits erwähnten Geräten
komplettiert ein Cat Minibagger 301.8 das
Geräte-Paket. Er kommt im Werk für
präzise Arbeiten auf engem Raum zum
Einsatz. Die aktuelle Minibagger-Generation
besitzt einheitlich ein kraftstoffsparendes
Load-Sensing-Hydrauliksystem
mit elektronisch geregelter Axialkolben-
Verstellpumpe, deren großer Ölvolumenstrom
von 66 Liter pro Minute schnelle
Arbeitstakte gewährleistet.
Ing. Alexander Janitsch über die
Fuhrpark-Erneuerung: „Bei der Übernahme
des Abbaubetriebes in Lackenbach
war unser erster Ansatz, die bestehenden
Geräte weiter zu betreiben. Es war unser
Betreuer Gerhard Hagleitner von der
20 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KREISLAUFWIRTSCHAFT
Erstes Gips-zu-Gips-Recyclingwerk eröffnet
Die von Porr, Saint-Gobain und Saubermacher in Stockerau errichtete Anlage
hat eine Jahreskapazität von 60.000 t und markiert einen Meilenstein für die
Kreislaufwirtschaft in Österreich: Erstmals wird Gips im industriellen
Maßstab wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt.
M
it der Inbetriebnahme ihres neuen
Recyclingwerks hat die GzG Gipsrecycling
GmbH – ein Joint-Venture von
Bauunternehmen Porr, Trockenbauspezialist
Saint-Gobain und Entsorgungs- und
Recyclingprofi Saubermacher – den ersten
geschlossenen Gipskreislauf in Österreich
eingeleitet. Gipsabfälle können nun in
Österreich zu Rezyklat verarbeitet
werden, das künftig bei Saint-Gobain in
Bad Aussee neuen Gipskartonplatten
beigefügt wird. Das schont die natürlichen
Vorkommen und setzt den Weg frei für die
Umsetzung der Recyclinggips-Verordnung
und des kommenden Deponierungsverbots.
Bereits im Sommer 2025 wurde mit der
Annahme erster Gipsabfälle begonnen.
Der Widerhall am Markt ist seit der
Inbetriebnahme groß. Die Abfälle werden
Am 23. Oktober
2025 wurde in
Stockerau das erste
Gips-zu-Gips-Recyclingwerk
Österreichs
eröffnet. Der
Transport erfolgt
emissionsreduziert
über den eigenen
Bahnanschluss.
Eröffnung des Gips-zu-Gips-Recyclingwerks
(von links): GZG-Geschäftsführer Julian Lechner,
Peter Giffinger (CEO Austria bei Saint-Gobain),
Benoit Bazin (Präsident und CEO der Saint-Gobain
Gruppe), GZG-Geschäftsführerin Monika Döll, Porr
COO Josef-Dieter Deix, Saubermacher-Gründer
Hans Roth und GZG-Geschäftsführer Andreas
Mehlmauer-Larcher.
Porr COO Josef-Dieter Deix: „Der früher als wertlos
erachtete Gipsabfall wird mit dieser Anlage in
ein wertvolles Recyclingmaterial umgewandelt.“
in der Anlage sorgfältig vorsortiert, mechanisch
aufbereitet und in mehreren
Siebstufen behandelt, um die maximale
Sortenreinheit sicherzustellen.
Die Recyclinggips-Verordnung stellt
eine wesentliche Voraussetzung für den
Bau- und die Inbetriebnahme der Anlage
dar. Diese gilt seit 1. April 2025 und schuf
erstmals verbindliche Vorgaben für eine
sortenreine Trennung und Aufbereitung
von Gipsabfällen. Mit dem zum 1. Jänner
2026 in Kraft tretenden Deponierungsverbot
wird die Nachfrage nach einer Recyclingmöglichkeit
zur Notwendigkeit.
Gips ist zu 100% recycelbar. Im ersten
Schritt werden die Abfälle dafür in
Stockerau in einer maßgeschneiderten
mechanischen Abfallbehandlungsanlage
für die weitere Verarbeitung vorbereitet.
Dazu wird der Gipskern von Karton und
anderen Störstoffen getrennt, zerkleinert
und einer Qualitätskontrolle unterzogen.
Danach wird das hergestellte Rezyklat zu
Saint-Gobain nach Bad Aussee gebracht.
Bis zu 40% des Rezyklats können dort in
neuen Gipskartonplatten verarbeitet
werden.
Porr COO Josef-Dieter Deix betont: „Als
Bauunternehmen nehmen wir unsere
Verantwortung für die Nachhaltigkeit sehr
ernst. Uns war es wichtig, bereits frühzeitig
eine innovative Antwort auf das
Deponieverbot zu schaffen und damit die
Kreislaufwirtschaft in Österreich substanziell
mitzugestalten. Mit dieser Anlage
haben wir einen Prozess geschaffen, der
Vorbildwirkung hat: Der früher als wertlos
erachtete Gipsabfall wird in ein wertvolles
Recyclingmaterial umgewandelt. Die Porr
hat hier gemeinsam mit ihren Partnern
Pionierarbeit in der Sammlung und
Aufbereitung der Gipsabfälle geleistet.“
Saubermacher-Gründer Hans Roth
ergänzt: „Indem wir Gipsabfälle hochwertig
recyceln, reduzieren wir Deponievolumen,
sparen Primärrohstoffe und senken
Emissionen. Gemeinsam mit unseren
Partnern Porr und Saint-Gobain setzen
wir ein starkes Zeichen für Innovation und
Verantwortung in der Bauwirtschaft und
sichern zugleich die Versorgung mit
nachhaltigen Rohstoffen für die Zukunft.“
www.gzg.at | www.saubermacher.at
www.porr-group.com | www.saint-gobain.at
Fotos: GzG / Richard Tanzer; Porr / MW Architekturfotografie
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22 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 23
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
GEEL
Bei den verschiedenen Arbeiten möchte das Team der Pölzleitner
Erdbau GmbH auf die Vorteile der hochwertigen Geel Anbaugeräte
nicht mehr verzichten. Thomas Pölzleitner (rechts) vertraut
seit der Gründung auf die Partnerschaft mit Gerhard Ellmauer,
Geschäftsführer der Geel Austria GmbH.
BRENNER BASISTUNNEL
Erfolgreich durch den Fels der Alpen
Rund 83,4 km Tunnel haben bisher acht Vortriebsmaschinen des Herstellers
Herrenknecht für den BBT in Österreich und Italien aufgefahren.
A
m 11. November 2025 feierten Vertreter
von Bauherren, Bauunternehmen
und weiterer Projektpartner den Durchschlag
der auf den Namen „Lilia“ und „Ida“
getauften Maschinen im Haupttunnel des
Bauabschnittes H41 Sillschlucht-Pfons südlich
von Innsbruck. Die Maschinen vom Typ
Einfachschild-TBM wiegen über 2.400 t
und sind rund 160 m lang. Das alles bei
einem beachtlichen Durchmesser von
10,25 m und einem Bohrkopf mit einer
Antriebsleistung von 4.550 kW (6.050 PS).
Mit diesen Kraftpaketen haben die
bauaus führenden Unternehmen Implenia,
Webuild und CSC (ARGE H41 Sillschlucht-
Pfons) seit Vortriebsstart im Mai bzw. Juni
2023 jeweils über 8 km Tunnel ausgebrochen
und mit Betonfertigteilen (Tübbinge)
ausgebaut.
„Lilia“ ist die sechste Herrenknecht-TBM,
die für den BBT ihre Arbeit Anfang
Oktober in der östlichen Hauptröhre
erfolgreich abgeschlossen hatte. Ihre
Schwestermaschine, die TBM „Ida“, hatte
Ende August in der Weströhre desselben
Bauloses den Durchbruch gefeiert. Zwei
weitere Maschinen (Doppelschild-TBM,
Ø 10.330 mm) befinden sich derzeit noch
auf dem weiter südlich folgenden Baulos
H53 Pfons-Brenner im Vortrieb. Ebenfalls
Maschinenmontage von
„Lilia“ in der unterirdischen
Kaverne vor
dem Vortriebsstart.
aus dem Herrenknecht Konzern stammen
beim BBT die Anlagen für die Tübbingproduktion
(Herrenknecht Formwork),
Systeme für die TBM-Navigation und
Ringbaufolgeberechnung (VMT GmbH)
sowie viele Kilometer lange Förderbandanlagen
(H+E GmbH).
www.herrenknecht.com
Starke Partnerschaft am Bau: Pölzleitner Erdbau
setzt seit über 20 Jahren auf Geel Produkte
Mit einem modernen Fuhrpark aus fünf Baggern und zwei Traktoren ist die Pölzleitner
Erdbau GmbH aus Unterach am Attersee flexibel für unterschiedlichste Einsatzbereiche
aufgestellt. Dabei vertraut Pölzleitner seit der Gründung auf die hochwertigen Anbaugeräte
der Geel Austria GmbH – eine Partnerschaft, die auf Innovation, Praxiserfahrung
und gegenseitigem Vertrauen basiert.
D
ie Pölzleitner Erdbau GmbH aus
Unterach am Attersee wurde im Jahr
2003 von Thomas Pölzleitner gegründet
und hat sich seither zu einem verlässlichen
und innovativen Partner in den
Bereichen Erdbewegung, Wasserbau,
Gartenbau, Winterdienst, Mähen &
Mulchen, Spezialtransporte sowie Hangsicherungen
entwickelt.
Geelmax Schnellwechsler und
Geel Sandwich-Rotator im Einsatz
Pionierarbeit leistete Thomas Pölzleitner
als erster Kunde des innovativen Geelmax
Schnellwechslers und fungiert seither als
eine Art Haus- und Hof-Tester für Geel.
Viele neue Produkte und Anbaugeräte
werden von ihm im harten Alltagseinsatz
geprüft, bevor sie in Serie gehen. „Ich teste
die Geel-Anbaugeräte unter realen und oft
extremen Bedingungen. So kann ich
wertvolle Rückmeldungen geben, die
direkt in die Weiterentwicklung einfließen“,
erklärt Pölzleitner.
Die jüngste Erweiterung im Maschinenpark
ist der Sandwich-Rotator mit vollhydraulischer
Aufnahme und hydraulischem
Schnellwechsler – ein System, das
besonders schnelle und flexible Werkzeugwechsel
ermöglicht. Der Drehantrieb lässt
sich endlos rotieren und arbeitet ebenso
schnell wie vergleichbare Rotatoren bzw.
Tiltrotatore.
„Der Sandwich-Rotator ist bei mir
mittlerweile bei rund 70% aller täglichen
Arbeiten im Einsatz und aus meinem
Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken“,
berichtet Pölzleitner. „Gerade bei schweren
Hebearbeiten zeigt sich der große Vorteil:
Das System kann bei Bedarf einfach
abgelegt werden, und man kann ohne
Rotator weiterarbeiten – effizient und
sicher.“
Nachhaltiger Mehrwert
durch Kompatibilität
Ein wesentlicher Vorteil des Geelmax ist
laut Pölzleitner die Kompatibilität mit
bestehenden Anbaugeräten: „Der Geelmax
Schnellwechsler hat sich bei mir bereits
nach wenigen Jahren amortisiert. Das
Beste ist, dass ich meine vorhandenen
Werkzeuge und Anbaugeräte weiterhin
verwenden kann – das spart Kosten und
schont Ressourcen.“
www.geel.at
www.poelzleitner.eu
24 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
KIESEL
Spezialbagger für Schlackehandling:
KTEG 890LD-7 bei Porr im Einsatz
Die Porr AG setzt im Stahlwerk der Voestalpine AG in Leoben einen speziell
modifizierten Bagger vom Typ KTEG 890LD-7 von „Kiesel – Mein Systempartner“
für das anspruchsvolle Schlackehandling ein.
A
ls eines der führenden Bauunternehmen
Europas mit Schwerpunkten im
Hoch-, Tief- und Infrastrukturbau ist die
international tätige Porr AG bekannt für
innovative Lösungen und komplexe
Großprojekte im Bauwesen. Ursprünglich
für den Einsatz im Mining und Steinbruch
konzipiert, wurde die Maschine gezielt an
die extremen Bedingungen beim Umschlag
heißer Stahlschlacke angepasst.
Statt wie üblich Radlader einzusetzen,
entschied sich Porr für eine alternative
Lösung: Der KTEG 890LD-7 in Hochlöffelkonfiguration
basiert auf dem Hitachi-
Großbagger ZX890-7 und bietet durch
seine Bauweise und Ausstattung entscheidende
Vorteile im Umgang mit heißen
Materialien. „Radlader benötigen in
solchen Einsätzen Reifenschutzketten,
weil sie direkt in heiße Asche fahren. Der
KTEG 890LD-7 ist durch seine Bauweise
und Konfiguration deutlich besser für
diese Bedingungen geeignet“, erklärt Uwe
Herber, Vertriebsleiter Branche Gewinnung
bei Kiesel.
Zu den wichtigsten Anpassungen
zählen hitzebeständige Hydraulikschläuche,
eine thermisch geschützte Zentralschmieranlage
sowie eine hochverschleißfeste
Klappschaufel mit 5,2 m³ Volumen.
Die Spezialmaschine wurde konzipiert, um
heiße Stahlschlacke zu verladen.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine
automatische Löschanlage (PowerTech Fire
Evo), die im Ernstfall selbstständig den
Motorraum löscht. Eine Schutzbelüftungsanlage
mit Vorfiltern gewährleistet saubere
Luft im Fahrerhaus, auch bei starker
Staubbelastung. Notausschalter auf beiden
Maschinenseiten ermöglichen ein schnelles
Eingreifen im Notfall. Ein markanter
Gorilla-Kopf ziert den Bagger, der intern
den Spitznamen „King Kong“ trägt – ein
Hinweis auf die Kraft und Ausdauer der
Maschine im täglichen Einsatz.
Die Umsetzung dieses Projekts ist ein
weiteres Beispiel für die erfolgreiche
Zusammenarbeit zwischen Porr und
„Kiesel – Mein Systempartner“. „Wir
haben in Kiesel einen Partner, der unsere
Anforderungen versteht und Lösungen
liefert, die im Alltag wirklich funktionieren“,
betont Wolfgang Likosar, Betriebsleiter
bei Porr.
www.kiesel.net
Außendienst-Ansprechpartner Österreich
Thomas Wörner
Vertriebsleitung OTR
DACH
Olaf Schäfer
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Christian Horngacher
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26 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
LIEBHERR
Die Baustelle der Zukunft:
Effizienz trifft Intelligenz
In ihrem Werk in Telfs informierte die Firma Liebherr die internationale Baufachpresse über
aktuelle Entwicklungen. Im Fokus standen die Planierraupen PR 776 G8, die 2026 auch
zusammen mit dem LiReCon-Fernsteuerungssystem zum Einsatz kommen. Weitere Themen
waren das Technologieportfolio IoMine, das System Liebherr Autonomous Operations, das
Konzeptfahrzeug S1 Vision und die neueste Teleskoplader-Generation 6.
D
ie Liebherr-Werk Telfs GmbH entwickelt
und produziert seit 1976 Baumaschinen
mit hydrostatischem Antrieb. Das
Werk greift auf die langjährige Erfahrung
der Firmengruppe Liebherr in diesem
Bereich zurück und fertigt Planierraupen,
Laderaupen, Rohrleger und Teleskoplader
für den Weltmarkt.
Zu Beginn informierte Steffen Günther,
Managing Director and Member of the
Board of Directors der Liebherr-International
AG, über die wirtschaftlichen
Herausforderungen, mit denen die
Liebherr Gruppe in vielen Märkten
konfrontiert ist. Trotz gleichbleibendem
oder wachsendem Marktanteil ist man bei
vielen Produktsparten mit einem
schrumpfenden Gesamt-Volumen konfrontiert.
Dazu kommt, dass auch für das Jahr
2026 keine entscheidenden Wachstums-
Impulse erwartet werden. Mit weiteren
Investitionen in Europa und den USA
rüstet sich die Liebherr Gruppe aber
bereits jetzt für die nächste Wachstumsphase.
Ziel ist es, den rund 55.000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern langfristig
einen sicheren Arbeitsplatz bieten zu
können.
Beeindruckende Schubkraft:
Planierraupe PR 776 G8
Im Jahr 2024 kündigte Liebherr auf der
MINExpo in Las Vegas die Generationsaktualisierung
seiner Flaggschiff-Planierraupe
für den Bergbau an – die PR 776
Generation 8. Seit der Markteinführung
unterstützt die PR 776 G8 bereits in
mehreren Ländern die Kunden erfolgreich
dabei, in Bergbau- und Steinbruchbetrieben
operative Spitzenleistungen zu
erzielen. Alle Modelle der Generation 8
sind mit einem hydrostatischen Fahrantrieb
ausgestattet, der im Vergleich zu
herkömmlichen Antriebssträngen bis zu
20% Kraftstoff einspart.
Die Planierraupe PR 776 G8 verfügt
über fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme
(OAS), die bisher nur bei kleineren
Planierraupenmodellen verfügbar waren.
Für Mining-Planierraupen sind zwei
zusätzliche Pakete erhältlich: das Paket
„Blade Control Assistance“, das die
Steuerung des Schildes ermöglicht, um die
Leistung zu steigern und gleichzeitig die
Ermüdung des Fahrers zu verringern, und
das Paket „Ripper Control Assistance“, das
sich wiederholende Ripper-Aufgaben
Das Video zeigt die
vollautomatisierte
Schweißanlage für das
Kettenlaufwerk der
Liebherr-Planierraupen.
automatisiert, um ebenfalls die Ermüdung
des Fahrers zu verringern. Für die PR 776
kann OAS als Erstausstattung konfiguriert
werden oder nachträglich in bereits
in Betrieb befindliche Maschinen eingebaut
werden.
Ein neues Load Control-Paket, das auf
den bestehenden Paketen aufbaut, wird
2026 für die PR 776 G8 Planierraupe auf
den Markt kommen. Das neue OAS-Paket
wurde entwickelt, um die Traktion zu
maximieren, das Durchrutschen der
Ketten zu reduzieren und eine gleichbleibende
Leistung bei unterschiedlichen
Bodenbedingungen zu gewährleisten.
Um die Produktion der Generation 8 zu
unterstützen, hat Liebherr erhebliche
Investitionen in das Werk Telfs getätigt.
Diese Modernisierungen umfassen die
Erweiterung der Fertigungskapazitäten,
die Verkürzung der Lieferzeiten, moderne
Montagelinien und die Einführung
energieeffizienter Produktionstechnologien.
Insbesondere wurden ein neues
Logistikzentrum mit einem Kostenaufwand
von ca. 35 Mio. Euro und ein neues
Verwaltungsgebäude mit einem neuen
Kundenbereich in Betrieb genommen,
Fotos: Liebherr; moodley; Baublatt.Österreich
Das verbesserte Planierraupen-Modell
PR 776
Generation 8 bewährt sich
bereits weltweit und soll
2026 auch zusammen mit
dem LiReCon-Fernsteuerungssystem
zum Einsatz
kommen. Jede Maschine
wird im Werk Telfs mit modernen
Fertigungsverfahren
unter höchsten Qualitätsstandards
produziert.
Florian Ott (Liebherr Werk
Telfs GmbH) erläuterte vor
den Testfahrten die fortschrittlichen
Fahrerassistenzsysteme.
Informierten über die aktuellen Entwicklungen (von links): Steffen Günther (Managing
Director and Member of the Board of Directors; Liebherr-International AG), Joachim
Strobel (Managing Director Sales; Liebherr-EMtec GmbH), Martin Längle (Managing
Director Sales; Liebherr-Werk Telfs GmbH) und Swann Blaise (Divisional General
Manager Marketing; Liebherr Mining).
Meter die entscheiden!
Palfinger Krane haben immer die Nase vorne. Dank überlegener
Hubkraft und Reichweite, mit der Sie um die entscheidenden
Meter voraus sind. Sprechen Sie jetzt mit den Kranprofis von
Kuhn-Ladetechnik über Palfinger-Super-Krane, die einfach mehr
leisten und weniger kosten als Sie denken.
sowie erhebliche Investitionen in die
Forschungs- und Entwicklungsabteilung
getätigt.
Fernsteuerungssystem LiReCon
Liebherr Remote Control System (LiRe-
Con) ermöglicht die präzise Steuerung von
Baumaschinen aus sicherer Entfernung.
Liebherr Mining wird im nächsten Jahr
das erste LiReCon-Fernsteuerungssystem
(„Liebherr Remote Control“) in einer
Mining-Anwendung bei SQM einsetzen –
einem globalen Bergbauunternehmen, das
im Norden Chiles tätig ist. Zwei PR 776
G8-Planierraupen werden mit dem
LiReCon-System gesteuert werden. Der
Maschinist tauscht dabei die Fahrerkabine
der Baumaschine mit einem Teleoperationsstand.
Von dort aus lenkt er mit
Joysticks und Bildschirmen über ein
Video-Fernsteuerungssystem die mit der
LiReCon-Steuerungsarchitektur und
Assistenzsystemen ausgerüstete Maschine
aus der Ferne.
Ob die Anwendung sicherheitsrelevanten
Einsätzen dient, wie beim österreichischen
Heer, wo Brandschutzarbeiten in
einem potenziellen Blindgängergebiet mit
einer Planierraupe durchgeführt werden
oder Aufräumarbeiten nach einem
Hangrutsch betreffen: Das Liebherr
Remote Control System erfüllt schon
heute ganz unterschiedliche Kundenanforderungen.
Liebherr-Assistenzsysteme für alle
Mining-Maschinen sind im aktualisierten
und erweiterten IoMine Technologieportfolio
von Liebherr Mining verfügbar. Das
erweiterte IoMine-Portfolio bietet neue
Steuerungs- und Kontrollfunktionen,
Datenintegration und Fernwartungsdienste,
die es Kunden ermöglichen, den
integrierten Betriebsansatz zu ihrem
Vorteil zu nutzen.
4840 Vöcklabruck, Peter-Anich-Strasse 1
Tel. 0 76 72 / 72 532-0, Fax: 0 76 72 / 72 532-290
E-mail: office-lt@kuhn.at
28 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 29
MASCHINEN + TECHNIK
Manuel Bös (Abteilungsleiter für
Aufstrebende Technologien bei der Liebherr-
Werk Bischofshofen GmbH) demonstrierte
in einer Live-Vorführung von „Liebherr
Autonomous Operations“ den
fahrerlosen Radlader-Betrieb.
Software
jeweilige Automatisierungsgrad von
verschiedenen Faktoren ab: Maschinentyp,
Einsatzgebiet und Kundenanforderungen
sind ausschlaggebend dafür, wie viel
Automatisierung zum aktuellen Zeitpunkt
sinnvoll und vom Kunden gewünscht ist.
„Wir stellen differenzierte Lösungen für
jeden Einsatz bereit, um unseren Kunden
maximalen Nutzen zu bieten“, sagt
Manuel Bös, Leiter Aufstrebende Technologien
bei Liebherr in Bischofshofen. „Alle
haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind
einfach zu bedienen, es braucht dafür
keine IT-Experten.“
Geht es um wiederkehrende Routineaufgaben
wie das Graben oder Einbauen
von Materialien, erledigt diese der
autonome Radlader von Liebherr selbstständig.
Die Maschine arbeitet auf Basis
einer grafischen Aufgabendefinition und
trifft alle nötigen Entscheidungen pro
Arbeitszyklus selbstständig. Herzstück des
autonomen Radladers ist das System
Liebherr Autonomous Operations und die
Webapplikation Autonomous Job Planner.
Was die Systeme im Zusammenspiel
leisten, zeigte Liebherr bereits auf der
bauma 2025.
Das neue Transportkonzept
des S1
Vision konzentriert
sich nur auf die für
den Materialtransport
notwendigen
Kernkomponenten.
Mit einer Reichweite
von 8 m bietet der
neue T48-8S für die
verschiedensten
Einsatzbereiche entscheidende
Vorteile.
Die Software Komplettlösung für
Erdbau
Sand und Kies
Entsorgung
Recycling
Transport
Beton
ErdProfi Kurzvideo
Perfekt mit ErdMobile zur wirklich
durchgängigen Digitalisierung
für alle Mitarbeiter!
Im Rahmen des Werk-Besuches bestand die Möglichkeit, einen Liebherr Bagger
mit dem LiReCon-Fernsteuerungssystem zu bedienen.
Maschinensteuerung der Zukunft
Die Baustelle der Zukunft ist digital,
automatisiert, vernetzt und – wo es
sinnvoll ist – autonom. Mit intelligenter
Software, KI-gestützten Assistenz- und
Autonomiefunktionen sowie dem innovativen
LiReCon-System für seine Baumaschinen,
Krane und Mininggeräte treibt
Liebherr diese Entwicklung kraftvoll
voran.
In der digitalen Transformation der
Bauindustrie spielt die Automatisierung
von Maschinen und Prozessen eine
Schlüsselrolle, denn sie steigert die
Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit
von Baustellen. Dabei hängt der
S1 Vision: neue Perspektiven
beim Materialtransport
Der S1 Vision hat seinen Ursprung im
Liebherr Produktsegment Mining und
entstand mit dem Ziel, das klassische
Muldenkipper-Transportkonzept zu
definieren. Der batterieelektrische,
autonome, einachsige Muldenkipper
überzeugt durch seine Kompaktheit und
Flexibilität. Mit einer Nutzlast von 220 kg
bis zu 131 t ist er vielseitig einsetzbar,
etwa im Bau, in der Logistik, in der
Landwirtschaft oder im Bergbau. Im
Wesentlichen besteht das Produkt nur aus
einer Achse und zwei Reifen. Dazu verfügt
der S1 Vision über ein selbstnivellierendes
System, das maximale Stabilität und
Sicherheit auch auf holprigem oder
unebenem Gelände gewährleistet. Der
Nullwenderadius des S1 Vision bedeutet,
dass der Stapler problemlos auf der Stelle
wenden und in alle Richtungen fahren
kann. Sind mehrere S1 Vision-Trucks an
einem Ort im Einsatz, ermöglicht das
System die Vernetzung und den Austausch
von Echtzeitinformationen, was den
Flottenbetrieb optimiert, Staus reduziert
und die Gesamteffizienz steigert.
Liebherr Teleskopen: neueste
Modelle der Generation 6
Liebherr hat an seinem Produktionsstandort
in Telfs den Rollout seiner
neuesten Teleskoplader-Generation 6
abgeschlossen. Nach den auf der bauma
2025 vorgestellten Weltpremieren steht
die umfangreiche Modellpalette nun
Kunden weltweit zur Verfügung. Der
hydrostatische Fahrantrieb ermöglicht
zusammen mit der ausgefeilten Steuerungslogik
und der ausgewogenen
Gewichtsverteilung eine effiziente
Leistung unter allen Einsatzbedingungen.
Die Tragfähigkeit von bis zu 4,2 t
bei den „S“-Modellen wurde im Vergleich
zu den Vorgängermodellen um bis
zu 9% erhöht. Zum Thema Sicherheit
verfügen die Teleskoplader der Generation
6 über eine neu gestaltete Fahrerkabine
mit noch besserer Rundumsicht,
30 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
moderne LED-Beleuchtungssysteme,
neue Warnleuchten und akustische
Gurtwarnungen sowie die neueste
Generation von Assistenzsystemen –
darunter eine verbesserte feinhydraulische
Steuerung, Schaufelschüttelung
und ein automatisches Powermanagement.
Ein besonderes Highlight des
aktuellen Programms ist der neue
Liebherr T 48-8s. Dieses Modell markiert
den Einstieg in die 8 m Hubhöhenklasse
und stellt eine strategische Erweiterung
des Angebots im Industriesegment dar.
Basierend auf der bewährten Plattform
des größeren T 55-7s kombiniert der
T 48-8s eine hohe Hubkraft mit den für
Liebherr-Teleskoplader typischen
kompakten Abmessungen und einer
hohen Wendigkeit.
www.liebherr.com
Katherl Software GmbH
Am Fürtherbach 9
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MWT
Mobile Bandwaagen von MWT: Präzise
Messungen auch unter härtesten Bedingungen
Förderbänder im Einsatz auf Baustellen oder in der Rohstoffgewinnung stellen hohe
Anforderungen an Messsysteme. Die Bandwaagen von MWT sind selbst diesen
extremen Bedingungen gewachsen und liefern exakte Ergebnisse.
A
uf Baustellen zählt jedes Kilo, besonders,
wenn Förderbänder im Dauereinsatz
sind, da sich hier selbst kleine Messfehler
sehr schnell aufsummieren. Mobile
Wiegetechnik (MWT) bietet mit den
mobilen Bandwaagen auf Basis von BM10
und WK60 präzise und robuste Lösungen,
die selbst bei Vibrationen, Staub und
Temperaturschwankungen zuverlässig
arbeiten. Selbst unter ständiger Bewegung
auf den Bändern und Vibrationen können
hochpräzise Messergebnisse erzielt werden.
Selbst bei Vibrationen, Staub und Temperaturschwankungen arbeiten die mobilen
Bandwaagen von MWT präzise und zuverlässig.
Die Kombination aus ausgereifter
Messtechnik und dynamischer Wiegung
ermöglicht verlässliche Daten auch in
diesen anspruchsvollsten Umgebungen.
Voraussetzung dafür sind unter anderem
eine präzise Bandgeschwindigkeitsmessung
und lückenloses Monitoring. Die
Ausrüstung bzw. Nachrüstung ist leicht
möglich. Die Wiegesysteme werden
unauffällig unter den Förderbändern
installiert und erfassen das Gewicht des
Förderguts unabhängig vom Steigungswinkel.
Ein integriertes Neigungsmesssystem
korrigiert automatisch Abweichungen.
In dieser Konfiguration erreichen die
Bandwaagen Leistungen von bis zu 1.000 t
pro Stunde.
Robuste Bauweise,
einfache Integration
Sowohl bei den mobilen als auch bei den
stationären Bandwaagen setzt MWT auf
hochwertige Komponenten, die auch im
harten Baustellenalltag bestehen und die
beiden Einsatzbereiche perfekt abdecken.
In beiden Fällen ermöglicht die spezielle
Konstruktion eine einfache Nachrüstung
in nahezu jeder Förderbandanlage. Ein
wichtiger Pluspunkt für die Nachrüstung
der Wiegemodule bei verschiedensten
Modellen ist die geringe Einbauhöhe.
Einmal installiert, arbeiten die Systeme
BM10 und WK60 zuverlässig und wartungsarm.
Zudem sind die Bandwaagen auch
wichtige Bausteine in der Digitalisierung
der Arbeitsprozesse und der damit
verbundenen Effizienzsteigerung: Echtzeitdaten
ermöglichen eine präzise
Analyse, beschleunigen Ladeprozesse und
reduzieren Stillstandzeiten. Das Ergebnis:
Mehr Produktivität und messbare
Effizienz im täglichen Einsatz.
S
EINFACH
C
H
SCHNELLER .
R
Rahofer.
Die robusten Wiegesysteme erfassen das Gewicht des Förderguts unabhängig vom
Steigungswinkel des Förderbandes. In dieser Konfiguration erreichen die
Bandwaagen Leistungen von bis zu 1.000 t pro Stunde.
Individuell an Kundenanforderungen
angepasst
Damit die Systeme optimal in bestehende
Abläufe integriert werden können, setzt
MWT auf digitale Schnittstellen. „Unsere
Bandwaagen liefern digitale Wiegedaten
in Echtzeit und integrieren sich nahtlos
in bestehende Systeme. Dank Technologien
wie GPS, Mobilfunk und WLAN
lassen sie sich komfortabel über ein
Touch-Display steuern. Der Zugriff über
Tablet, Smartphone oder PC bietet
höchste Mobilität und Benutzerfreundlichkeit“,
erklärt Günter
Schmalnauer, Geschäftsführer von
MWT in Pichl bei Wels.
So bietet MWT eine moderne, vernetzte
und komfortable Lösung für die Betriebsdatenerfassung
im Baugewerbe – robust
im Einsatz, präzise in der Messung und
einfach in der Handhabung.
www.mwt-systeme.at
DAS SCHNELLWECHSELSYSTEM VON BAUMASCHINENTECHNIK
Dank der Schnellwechselsysteme SW2-Q, SW2-Q6 und SW3-Q mit Oil-Quickfunktion
für Hydraulikbagger (12t bis 40t) erledigt sich der Werkzeugwechsel wie von alleine.
Mit bis zu sechs automatisch kuppelbaren Hydraulikanschlüssen inklusive
Elektroanschluss wechseln Sie Hydraulikhämmer, Abbruch- und Sortiergreifer
sowie andere hydraulische und elektrische Zusatzwerkzeuge
einfach, schneller – und sicher. Denn durch die selbstnachstellende,
konische Verriegelung mit permanent vorgespanntem Konstantdruck sitzt
das Werkzeug immer fest und ist somit spielfrei. Mehr auf bmt.at
32 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
KUHN
Neuer Komatsu WA80M-8 mit Fliegl-Astschere:
moderne Technik für mehr Effizienz im Bauhof
Die in der Nähe von Stuttgart liegende Gemeinde Bissingen an der Teck freut sich
über die Zeitersparnis, die ihr neuer Komatsu WA80M-8 Radlader mit einer
Fliegl FlexCut 100 Kompakt 2000 Astschere ermöglicht.
A
m Fuße der Schwäbischen Alb,
idyllisch eingebettet zwischen Streuobstwiesen,
Wald und Biosphärengebiet,
liegt die Gemeinde Bissingen an der Teck.
Hier setzt man nicht nur auf landschaftliche
Schönheit und Lebensqualität,
sondern auch auf moderne Technik und
nachhaltige Prozesse – besonders im
kommunalen Bauhof. Jüngster Beleg
dafür ist die Investition in einen neuen
Komatsu WA80M-8 Radlader mit vielseitigem
Anbaugerät: einer Fliegl FlexCut 100
Kompakt 2000 Astschere. Geliefert und
betreut wird die Maschine durch Kuhn
Baumaschinen Deutschland GmbH.
Der neue Komatsu-Radlader ersetzt ein
Vorgängermodell, mit dem die Gemeinde
rundum zufrieden war. Deshalb fiel die
Wahl auch wieder auf eine Komatsu-
Maschine aus dem Hause Kuhn. Der
WA80M-8 überzeugt mit einer Reihe
klarer Vorteile: hohe Produktivität,
moderne technologische Ausstattung, ein
starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und
– besonders wichtig für den Bauhof – absolute
Vielseitigkeit im Tagesgeschäft.
Zum Lieferumfang gehören neben der
Fliegl-Astschere auch eine 4-in-1-Klappschaufel,
eine Palettengabel sowie ein variabler
Kriechgang für Anbaugeräte, die
– wie auch die Astschere – eine hohe
Ölmenge bei geringen Fahrgeschwindigkeiten
benötigen. Eingesetzt wird der
WA80M-8 auf dem gemeindlichen Bauhof,
insbesondere beim Wegebau und bei der
Pflege öffentlicher Grünflächen.
„Die Kombination aus Astschere und
Radlader bringt uns eine enorme Zeitersparnis“,
erklärt Uli Pangerl, Leiter des
Bauhofs. „Gerade beim Rückschnitt von
Hecken und Sträuchern ist die FlexCut
eine große Hilfe. Wir können das Schnittgut
direkt aufnehmen, verladen und
abtransportieren – alles mit nur einem
Fahrer.“
Die Gemeinde Bissingen hat in den
letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen für
mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf
den Weg gebracht – von regenerativer
Energieversorgung über energetische
Sanierung bis hin zu einer eigenen
Onlineplattform zum Thema Nachhaltigkeit.
Der neue Komatsu-Radlader passt
Der neue Komatsu WA80M-8 der Gemeinde Bissingen arbeitet im Einsatz mit der Fliegl
FlexCut 100 präzise, kraftvoll und sicher beim Rückschnitt entlang der Gemeindeflächen.
Die Kombination aus Radlader und Astschere macht den Bauhof flexibel –
ob Transport, Schnitt oder Verladung: alles mit nur einem Fahrzeug.
perfekt in dieses Konzept: geringer
Kraftstoffverbrauch, moderne Motorentechnologie
und höchste Sicherheitsstandards
machen ihn zum idealen Partner im
kommunalen Alltag.
Die 3.500 Einwohner Gemeinde am
Albtrauf überzeugt nicht nur durch
landschaftliche Reize, sondern auch durch
Standortqualität für Unternehmen und
engagierte kommunale Strukturen. Der
Bauhof übernimmt dabei viele Aufgaben
in Eigenregie – vom Winterdienst über
Feldwegbau bis zur Wasserversorgung.
„Wir wollen Arbeits- und Lebensqualität
vereinen – und setzen deshalb auf
moderne, zuverlässige Maschinen, auf die
wir uns verlassen können“, so das Fazit
der Verwaltung. Rund 300 Einsatzstunden
pro Jahr sind für den neuen WA80M-8
geplant – und das durch das gesamte
5-köpfige Bauhof-Team. Die Zusammenarbeit
mit Kuhn Baumaschinen wurde
durchweg als „kompetent, schnell und
zuverlässig“ bewertet. „Der Service und
die Betreuung stimmen einfach – und mit
Komatsu haben wir sehr gute Erfahrungen
gemacht.“
www.kuhn.at
34 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Kuhn Baumaschinen Deutschland GmbH
HITACHI
Hitachi Construction Machinery wird Landcros
Mit der Umbenennung in Landcros leitet Hitachi Construction Machinery eine strategische
Neupositionierung ein, die weit über das klassische Maschinenangebot hinausgeht.
D
MOBILE BRECHER-, SIEB- und FÖRDERANLAGEN
RAUPENMOBILE SIEB- UND BRECHERANLAGEN
HALDENBÄNDER, SICHTER, SPRÜHER
Gruppe
ie Namensänderung markiert den
Übergang von einem reinen Maschinenhersteller
zu einem Anbieter von
Gesamtlösungen: Landcros richtet den
Fokus konsequent auf Digitalisierung,
moderne Assistenzsysteme und die
Entwicklung zum Systemanbieter. Die
intelligente Verbindung von Maschine,
Mensch und Daten soll künftig mehr
Effizienz, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit
auf den Baustellen
ermöglichen.
Trotz der Namensänderung bleiben
die Maschinen orange und die
Produktpalette bestehen, bekannte
Namen wie Zaxis oder ConSite
bleiben erhalten. Die neuen Produktlinien
werden so konzipiert, dass
Anbaugeräte einfach und unkompliziert
integriert werden können –
offene Schnittstellen sorgen für
maximale Flexibilität und ermöglichen
eine nahtlose Einbindung verschiedenster
Systeme. Damit profitieren
Kunden von einer deutlich erweiterten
Auswahl und können ihre Maschinen
individuell und bedarfsgerecht ausstatten.
Ein weiteres Highlight ist das neue
Customizing Center in Amsterdam, das ab
PERFORMANCE IN EVERY DETAIL
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
März 2026 individuelle Anpassungen wie
Lackierungen und Sonderausstattungen
speziell für den europäischen Markt
ermöglicht. Ziel ist es, die Anforderungen
und Wünsche der europäischen Kunden
noch gezielter zu erfüllen. Ergänzt wird
das Portfolio durch digitale Lösungen wie
Landcros Connect, die ein intelligentes
Flottenmanagement und proaktive
Wartung ermöglichen. Vertriebspartner
und Servicenetzwerke
sollen künftig noch stärker in das
neue Markenökosystem eingebunden
werden. Die weltweite Markenstrategie
wird bis April 2027 vollständig
umgesetzt.
www.landcros.com
Der Konzeptbagger Landcros One, der
intelligentes Design mit digitaler Innovation
verbindet, stieß auf der bauma
2025 in München auf großes Interesse.
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
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AM BAUGERÄTE
AM Baugeräte wird exklusiver
Vertriebspartner für Flygt Baupumpen
INNOVATIONSTOUR 2026
Digitale Baustelle im Fokus
Auch im Jahr 2026 veranstaltet die Firma
AM Baugeräte wieder ihre bereits
traditionelle Innovationstour. Rund um
den Schwerpunkt „Digitale Baustelle“
stehen Themen wie „3D Reality Capture“,
„Leica iCS vs. iCR“, „Vermessung aus der
Luft“ und „PinPoint Software“ im Mittelpunkt.
Die Stationen der Innovationstour
2026 im Überblick:
28.01.2026 Steiermark,
Bauakademie Übelbach
04.02.2026 Oberösterreich,
CAD+T Solutions GmbH,
Ansfelden
05.02.2026 Salzburg,
Bauakademie Salzburg
25.02.2026 Tirol,
AM Baugeräte Niederlassung
in Kematen
05.03.2026 Niederösterreich,
AM Baugeräte Zentrale
in Raasdorf
Mit Dezember 2025 übernimmt AM Baugeräte
den exklusiven Vertrieb in Österreich für elektrisch
betriebene Flygt-Baupumpen, dieselbetriebene
Godwin-Saugpumpen sowie hochverschleißfeste
Flygt-Panzerpumpen der Baureihe 5000 inklusive
den dazu gehörenden Ersatzteilen.
Die AM Baugeräte Handels GmbH ist ab Dezember 2025 autorisierter Premium Partner
von Xylem, einem der weltweit führenden Wassertechnologie-Unternehmen. Damit wird
eine über 20-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen auf ein
neues Niveau gehoben – eine Entwicklung, von der vor allem die Kunden profitieren.
X
ylem vereint unter seinem Dach
renommierte Pumpenmarken wie
Flygt, Godwin und Lowara – Synonyme
für Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit.
Besonders hervorzuheben ist
die Flygt Bibo, die erste elektrisch
betriebene Baupumpe der Welt, von der
seit ihrer Erfindung 1948 in Schweden,
über eine Million Stück weltweit verkauft
wurden.
Mit Dezember 2025 übernimmt AM
Baugeräte den exklusiven Vertrieb in
Österreich für elektrisch betriebene
Flygt-Baupumpen (z.B. Bibo, Ready, usw.),
dieselbetriebene Godwin-Saugpumpen
sowie hochverschleißfeste Flygt-Panzerpumpen
der Baureihe 5000 inklusive den
dazu gehörenden Ersatzteilen. Damit
erhalten österreichische Kunden direkten
Zugang zu effizienten Premiumprodukten
und umfassenden Service aus einer Hand.
Tobias Seterbakken, WSS Sales
Manager Central & East Europe der
Xylem Water Solutions Deutschland
GmbH, über die Hintergründe für diese
Vertiefung der Partnerschaft: „Ende
letzten Jahres hat Xylem damit begonnen,
die Präsenz auf den einzelnen Märkten
neu auszurichten. Waren früher die
einzelnen Ländergesellschaften für alle
Produkte zuständig, so wurde nun auf ein
segmentbasiertes Modell umgestellt. Das
bringt den großen Vorteil, dass sich jedes
der vier Segmente von Xylem nun europaweit
auf eine bestimmte Produktgruppe
und deren Vermarktung fokussieren kann.
Aufgrund der langen und erfolgreichen
Zusammenarbeit mit der Firma AM
Baugeräte war es für Xylem in Österreich
naheliegend, das Unternehmen im Bereich
Baupumpen und Mietgeschäft zum
autorisierten Premium Partner von Xylem
für die Marken Flygt und Godwin zu
ernennen.“
Neben der Zentrale in Raasdorf verfügt
die Firma AM Baugeräte über Miet- und
Servicestationen in Graz, Villach und
Salzburg sowie seit kurzem auch in
Kematen in Tirol. Eine reine Pumpen
Mietstation steht für die Kunden in
Pusarnitz bereit. Damit bietet AM
Baugeräte österreichweit flächendeckenden
Vertrieb, Wartung und After-Sales-
Service. Kunden profitieren von rascher
36 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Ersatzteilverfügbarkeit, fachkundiger
Beratung und einem erfahrenen Serviceteam.
„Wir sind stolz, diese Premiumprodukte
exklusiv in Österreich vertreiben zu
dürfen und unseren Kunden damit
höchste Qualität und Verlässlichkeit
bieten zu können. Das Team von AM
Baugeräte ist für unsere Kunden ein
kompetenter Partner für Pumpenlösungen
mit Qualität, Erfahrung und Service“,
betont Ing. Georg Hobbiger, technischer
Leiter für Pumpen bei AM Baugeräte.
Neuer Standort in Kematen und
Südtirol als neues Vertriebsgebiet
Ein weiterer Aspekt der intensivierten
Zusammenarbeit ist die Übernahme des
ehemaligen Standortes von Xylem in
Kematen in Tirol durch die Firma AM
Baugeräte. Damit steht auch für die
Kunden in West-Österreich eine leistungsfähige
Niederlassung zur Verfügung,
über die alle Produkte aus dem
Vertriebsprogramm von AM Baugeräte
bezogen werden können – von der
Vermessung über die Pumpen und
Verbausysteme bis hin zur Maschinensteuerung
oder den Ortungs- und
Umweltmessgeräten.
Für die bestehenden Xylem-Kunden
ändert sich aber nichts, denn die neue
Niederlassung von AM Baugeräte in
Kematen bleibt auch weiterhin ein
Mietstandort für Xylem-Mietpumpen. Hier
werden die Pumpen gelagert, gewartet
bzw. repariert und auf Wunsch zum
Kunden transportiert. In Zukunft wird der
Standort durch einen Schauraum und
einen Shop aufgewertet. Auch die Innovationstour
2026 wird in Kematen Station
WIEGEN
MIT SYSTEM...
Von links: Andreas Kummer (Vertriebsleiter Pumpen; Vermessung; Allround Kanalverbau;
AM Baugeräte), Geschäftsführer Johannes Gruber (AM Baugeräte), Tobias Seterbakken
(WSS Sales Manager Central & East Europe; Xylem Water Solutions Deutschland GmbH) und
Ing. Georg Hobbiger (Leiter Technik Wasser- und Abwasserpumpen; AM Baugeräte).
machen (siehe Info-Kasten) und damit den
Kunden in Tirol und Vorarlberg die
Möglichkeit geben, sich aus erster Hand
zu informieren.
Mit der Übernahme des Standortes in
Kematen ist die Firma AM Baugeräte nun
auch in Südtirol berechtigt, die Baubranche
mit Grindex-Pumpen zu versorgen
bzw. exklusiv Flygt-Pumpen an die
Feuerwehr- und Katastrophenschutzbranche
zu liefern. Um für die neuen Aufgaben
entsprechend gerüstet zu sein, wird das
Team schrittweise durch drei neue
Mitarbeiter verstärkt.
AM Baugeräte Geschäftsführer
Johannes Gruber abschließend: „Von der
Intensivierung unserer Partnerschaft mit
Xylem profitieren vor allem unsere
Kunden, denn sie haben nur noch einen
Ansprechpartner, der sich um alles
kümmert. Gleichzeitig steht den Kunden
eine größere Produktauswahl zur Verfügung.
Dadurch ist es nun möglich, auch
Kundensegmente im Industrie- und
Kommunalbereich, umfangreicher zu
bedienen. Nicht zuletzt erhöht sich auch
das Angebot im Mietpark, wo wir nun den
gesamten Bereich der Abwasser- und
Tauchpumpen abdecken können. Wir
werden in Zukunft eine größere Pumpenauswahl
auf Lager haben und auch die
Ersatzteilverfügbarkeit weiter verbessern.
Ein Kunde hat es einmal sehr schön auf
den Punkt gebracht: Bei der Firma AM
Baugeräte hast du schon die Pumpe, da
hast du wo anders noch nicht einmal das
Angebot.“
www.am-laser.at
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flexibel arbeiten – und Kosten sparen
Bohrlafetten machen Bagger zu vollwertigen Bohrgeräten und schaffen damit mehr
Effizienz, Flexibilität und Präzision auf der Baustelle. So wird ihr Einsatzspektrum
nochmals erweitert und ermöglicht selbst anspruchsvolle Bohrprojekte.
B
ei Bohrarbeiten sind Erfahrung und
das richtige Equipment entscheidend.
Denn Geologie, Material und Aufgabenstellung
unterscheiden sich von Baustelle zu
Baustelle. Durch diese Rahmenbedingungen
werden die anspruchsvollen Aufgaben
der Maschinenführer zusätzlich erschwert.
Gleichzeitig können bei korrektem Einsatz
wichtige Arbeitsschritte schnell und
ressourcenschonend ausgeführt werden.
AAB Eisterer bietet dafür nicht nur
leistungsstarke Bohrlafetten, sondern
auch die Expertise, um den optimalen
Einsatz individuell abzustimmen. Ob
Kauf, Miete oder Service – Kunden
profitieren von fundierter Beratung und
praxisnaher Unterstützung durch ein
erfahrenes Team.
Vielseitig einsetzbar
und schnell im Betrieb
Die Bohrlafetten von AAB Eisterer eignen
sich für ein breites Spektrum an Anwendungen:
von Sprengbohrungen über
Verankerungen und Felsverschraubungen
bis hin zu Entwässerungs- und Sicherungsarbeiten.
Durch den Anschluss an
die bestehende Hydraulik des Baggers
wird die Maschine nach kurzer Rüstzeit
zum präzisen Bohrgerät. Das reduziert
den Bedarf zusätzlicher Maschinen und
erhöht die Wirtschaftlichkeit.
Die Geräte sind in verschiedenen
Größen erhältlich und decken Bohrdurchmesser
von rund 30 bis 120 mm ab. Damit
lassen sie sich auf Trägergeräte von etwa 5
bis 27 t optimal abstimmen. Für Anwender
bedeutet das: maximale Flexibilität und
zuverlässige Ergebnisse – auch unter
schwierigen Bodenbedingungen.
Effizienz durch durchdachte Technik
Mit den hochwertigen Bohrlafetten, unter
anderem von Montabert, lassen sich
Bohrungen schnell, sicher und mit hoher
Präzision durchführen. Eine integrierte
Steuerung sichert gleichmäßigen Bohrfortschritt
und saubere Ergebnisse, selbst in
festem Gestein. Die spezielle Konstruktion
minimiert Vibrationen und reduziert die
Belastung sowohl der Bohrlafette als auch
des Trägergeräts.
Die einfache Montage und Demontage
ist ein weiterer Pluspunkt: Mit wenigen
Handgriffen lässt sich die Bohrlafette
an- oder abbauen, wodurch die Einsatzzeiten
des Baggers deutlich steigen. So bleibt
die Baumaschine flexibel und vielseitig
nutzbar, was sich insbesondere bei
wechselnden Projekten bezahlt macht.
„Der Einsatz einer Bohrlafette bringt
enorme Vorteile, setzt aber Know-how
voraus“, betont Geschäftsführer Herbert
Eisterer. „Wir helfen unseren Kunden, die
richtige Lösung für ihre Anforderungen zu
finden – abgestimmt auf Maschine,
Bodenverhältnisse und Ziel des Projekts.“
Die Firma AAB
Eisterer bietet
nicht nur leistungsstarke
Bohrlafetten,
sondern auch eine
kompetente Einsatz-Beratung.
Durch den umfassenden
Mietservice
sind verschiedenste
hydraulische
Anbauteile
auch für
kurzfristige Einsätze
verfügbar.
Beratung, Vermietung und
Service – alles aus einer Hand
AAB Eisterer versteht sich nicht nur als
Anbieter, sondern als Partner seiner
Kunden. Ein umfassender Mietservice
verschiedenster hydraulischer Anbauteile
bietet sich für kurzfristige oder punktuelle
Einsätze an. Gleichzeitig können die
Geräte auch gekauft werden. Regelmäßige
Wartung, fachkundige Beratung und
umfangreicher technischer Support sorgen
dafür, dass alle Anbauteile (und damit
auch die Bohrlafetten) optimal eingesetzt
werden können. So werden aus leistungsstarken
Geräten effiziente Werkzeuge, die
auf jeder Baustelle spürbare Arbeitserleichterung
schaffen.
www.aab-eisterer.at
38 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
SCHILOWSKY I ZEPPELIN RENTAL ÖSTERREICH
Neue Partnerschaft bietet Baustoffe,
Werkzeuge und Mietgeräte unter einem Dach
1 2 3
Schilowsky, ein Unternehmen von Stark Österreich, und Zeppelin Rental Österreich
gehen eine strategische Partnerschaft ein. Damit erhalten Schilowsky-Kunden künftig
nicht nur Baustoffe, Werkzeuge und Zubehör, sondern auch direkten Zugang zum
Mietangebot des Vermiet- und Baulogistikdienstleisters Zeppelin Rental.
D
en Auftakt der Zusammenarbeit
markierte die Eröffnung eines
Schilowsky Pop-Up Stores auf dem
Gelände des Bauprojekts „Oberes Hausfeld“
in Wien, wo Zeppelin Rental die
übergeordnete Baulogistik verantwortet.
Mitten im Stadtentwicklungsgebiet bringt
Schilowsky Baustoffe und Beratung direkt
auf die Baustelle. Das neue Konzept
„Schilowsky in a Box“ steht für kurze
Wege, schnelle Abwicklung und nachhaltige
Prozesse.
„Wir wollen unseren Kunden nicht nur
Material verkaufen, sondern echte
Lösungen bieten“, erklärt Christoph
Schilowsky-Käfer, Geschäftsführer von
Schilowsky. „Gerade in herausfordernden
Zeiten braucht es Mut, neue Wege zu
gehen und den Baustoffhandel neu zu
denken.“ Auch Heiner Tappe, CEO von
Stark Österreich, betont den Mehrwert der
Kooperation: „Unsere Kunden erwarten
heute mehr als Produkte – sie erwarten
Services, Schnelligkeit und Effizienz.
Gemeinsam mit Zeppelin Rental schaffen
wir genau das: eine innovative Partnerschaft,
die Bauprozesse vereinfacht und
Ressourcen schont.“
Der Pop-up Store ist direkt neben der
Baulogistikzentrale und der temporären
Mietstation von Zeppelin Rental angesiedelt.
So erhalten die Gewerke vor Ort
sowohl Mietmaschinen als auch Baustoffe
inklusive Fachberatung. Das spart Zeit,
Wege und vor allem CO2. „Wenn Baustoffe
und Maschinen aus einer Hand kommen,
Anfang November wurde der Pop-up Store im „Oberen Hausfeld“ offiziell eröffnet (von links):
Dino Leistenschneider (Director International Business Rental bei Zeppelin Rental), Dominik
Müller (GF von Zeppelin Rental Österreich), Christoph Schilowsky-Käfer (GF Schilowsky
Baustoffhandel) und Heiner Tappe (CEO von Stark Austria).
entfallen viele Einzelfahrten – das ist
messbarer Umweltnutzen“, so Schilowsky-
Käfer.
Dominik Müller, Geschäftsführer von
Zeppelin Rental Österreich, sieht in der
Zusammenarbeit großes Potenzial: „Wir
bündeln ab sofort unsere Kompetenzen:
unsere Expertise in der Vermietung
einerseits und die hohe Beratungs- und
Produktkompetenz im Bereich der
Baustoffe von Schilowsky andererseits.
Dank der Partnerschaft sind unsere Mitarbeitenden
nun in der Lage, ihren Kunden
nicht nur unser Mietangebot, sondern
auch das komplementäre Baustoffportfolio
von Schilowsky vorzustellen und somit
ganzheitliche Lösungen für die Baustellenausstattung
und -einrichtung zu vermitteln.
Von der Zusammenarbeit erhoffen
wir uns zudem die Erschließung neuer
Kundengruppen, insbesondere aus dem
Handwerk und Kleingewerbe.“
Die Kooperation wird an ausgewählten
Schilowsky-Standorten sichtbar gemacht
– zunächst im Raum Wien. In den Baufachmärkten
in Wien und Neunkirchen
stellt der Vermiet- und Baulogistikdienstleister
exemplarisch Mietprodukte wie
Verdichtungstechnik, Stromerzeuger,
Flutlichtanlagen und Minibagger aus.
Schilowsky-Kunden, die Mietgeräte
benötigen, erhalten direkten Zugang zu
einem persönlichen Ansprechpartner von
Zeppelin Rental. Dieser erstellt schnell
und unkompliziert ein individuelles
Angebot – ohne Umwege. Dabei steht das
gesamte Mietportfolio zur Verfügung, weit
40 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Schilowsky; Baublatt.Österreich
DD
über die ausgestellten Produkte hinaus.
Das Besondere dabei: Kunden finden so
sowohl Baumaterialien als auch die
passenden Mietmaschinen und -geräte für
deren Verarbeitung unter einem Dach.
Hat ein Kunde von Zeppelin Rental
Österreich Bedarf an Baumaterialien oder
Werkzeugen aus dem Sortiment von
Schilowsky, wird auch hier der direkte
Draht zu einem Ansprechpartner des
Baufachmarkts vermittelt. Kunden
werden auf diese Weise unkompliziert und
persönlich beraten. Unterstützt wird der
Produktdetails
& Anwendervideo
Jetzt umrüsten auf das
neueste und vollhydraulische
Schnellwechselsystem von Winkelbauer.
Kombinierbar mit den
marktüblichen Systemen.
Passend für alle gängigen Anbaugeräte,
robust und wartungsarm. Patentiertes System.
Prozess durch gezielte Verweise und
Informationsangebote – zunächst in der
Mietstation Laxenburg von Zeppelin
Rental und direkt vor Ort in den
Schilowsky-Baufachmärkten.
Dino Leistenschneider, Director
International Business Rental bei Zeppelin
Rental, ordnet die Kooperation in einen
größeren Kontext ein: „Die Bauwirtschaft
ist eine der ineffizientesten Branchen
überhaupt – nur rund 30% der Zeit wird
produktiv gearbeitet. Unser Ziel ist es,
diesen Wert gemeinsam mit Partnern wie
GRÖSSEN:
3,5 - 10 Tonnen
SI10, M10, MH10, MQ10, SW020
10 - 18 Tonnen
SI18, M18, MH18, MQ18, SW035
1 Dominik Müller (links, GF von Zeppelin
Rental Österreich) und Heiner Tappe (CEO
von Stark Österreich) geben die neue
Partnerschaft bekannt. 2+3 Ab sofort
sind zunächst an einzelnen Schilowsky-
Standorten im Großraum Wien ausgewählte
Mietprodukte von Zeppelin Rental
ausgestellt. Gleichzeitig macht das Unternehmen
auf das breite Sortiment des
Baustoffhändlers aufmerksam.
Schilowsky deutlich zu steigern. Effizienz
und Nachhaltigkeit müssen Hand in Hand
gehen.“
Zum Auftakt der Partnerschaft wurde
Anfang November der Pop-up Store im
„Oberen Hausfeld“ offiziell eröffnet.
Zahlreiche Vertreter beider Unternehmen,
Kunden und Partner nutzten die Gelegenheit,
um das Konzept kennenzulernen und
sich auszutauschen. „Am Ende profitieren
vor allem unsere Kunden“, fasst
Schilowsky-Käfer zusammen. „Sie müssen
weniger organisieren – und können mehr
bauen.“
www.zeppelin-rental.at
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Projektleiter DI Franz Rathmair
bei seinem Vortrag über Spezialtiefbauarbeiten
unter schwierigen
hydrologischen Verhältnissen
beim Bau des Laufkraftwerks
Stegenwald der Verbund Hydro
Power an der Salzach.
nutzbar. Welche geotechnischen Herausforderungen
eine solche Tiefenbohrung wie
in Ried dennoch mit sich bringt – hier
bohrte Züblin bis rund 2 km in die Tiefe
– schilderte Reuter sehr praktisch in
seinem Vortrag.
Die Nutzung von Wasserkraft mittels
Pumpspeicherkraftwerk präsentierten Ing.
Reinhard Bukowsky von der Firma Porr
am Beispiel des Kraftwerkes in Ebensee.
Anders als bei Flusskraftwerken ist
Energie unabhängig von Niederschlag
oder Wasserstand verfügbar und soll
Stromangebot und -nachfrage langfristig
ausgleichen.
Aber Versorgungssicherheit hat ihren
Preis. Die Experten schilderten eindringlich
die langen Planungs- und Bewilligungsphasen
dieses geotechnischen
Mega-Projektes und die komplexen
technischen Herausforderungen in der
Erstellung der Stollen mit einer Fallhöhe
von fast 500 m über dem Traunsee. Der
Innenausbau des 170 MW starken
Pumpspeicherkraftwerks ist für 2026
geplant.
Auf die Leistungsfähigkeit erneuerbarer
Energien mit Wasserkraft setzt die
Energie AG auch beim Kraftwerk Traunfall.
DI Rafael Putz zeigt in seinem
Vortrag, wie der Altbestand der mehrteiligen
Kraftwerks-Anlage abgetragen und
Schritt für Schritt erneuert wird. Geotechnologisch
beeindruckt der Neubau vor
allem durch die von außen kaum sichtbaren
Bauanlagen und soll – ökologisch
wertvoll – saubere Energie für viele
tausend Haushalte aus der Traun liefern.
Geotechnik im Kraftwerksund
Leitungsbau
Grünen Strom soll auch das Laufkraftwerk
der Verbund Hydro Power an der
Salzach liefern. Mit dem Bau einer tiefen
Baugrube unter Grundwasser für das
Kraftwerk Stegenwald wurde die Keller
Grundbau Ges.mbH in Linz beauftragt.
Projektleiter DI Franz Rathmair beleuchtete
samt Kollegen die Komplexität der
Der ÖO Geotechniktag beleuchtete die Energiewende im Industrieland. Zur Nutzung des geothermischen Potenzials wurde
unter anderem das Projekt einer Tiefenbohranlage in der Gemeinde Mehrnbach im Bezirk Ried im Innviertel präsentiert.
OÖ GEOTECHNIKTAGUNG
Geotechnik für klimaneutralen Strom
Zum 14. Mal fand der Oberösterreichische Geotechniktag (OÖGTT) in der Bauakademie
BWZ OÖ statt. Am 23. Oktober 2025 legten die Veranstalter Bauakademie OÖ und
VÖBU (Vereinigung Österreichischer Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen)
den Fokus auf das allgegenwärtige Thema Energiewende und wie geotechnische
Projekte diese Transformation im Industrieland Oberösterreich unterstützen.
D
abei versammelten die Veranstalter
wieder Fachleute aus den Bereichen
Spezialtiefbau sowie Geotechnik und
Energiewirtschaft, die mit vielseitigen
Vortragshighlights 128 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern spannende Einblicke
zum aktuellen Stand der Energiewende
aus unterschiedlichen Blinkwinkeln in
Oberösterreich boten. Unter der Moderation
von VÖBU-Alt-Präsident Ing. Kurt
Kogler zeigten die Vortragenden renommierter
Unternehmen Beispiele aus
aktuellen Kraftwerksprojekten und wie
die Umstellung auf erneuerbare Energien
dort erfolgt.
Erneuerbare Energie
aus Oberösterreich
Fakt ist, österreichweit steigt der Energiebedarf.
Dies gilt insbesondere für Regionen,
die Betriebe mit hohem Energieverbrauch
beheimaten, was auch für das
Industrieland Oberösterreich zutrifft.
Gleichzeitig steigt der (inter-)nationale
Druck, den CO2 Fußabdruck zu reduzieren,
was mit der Abkehr von fossilen
Brennstoffen hin zu alternativen Energiequellen
gelingen soll.
Neben Wind- und Sonnenenergie rückt
hier unter anderem die Geothermie in den
Vordergrund. Hier kommt Wärme aus dem
Erdkern für die Energiegewinnung zum
Einsatz, geothermisches Potenzial gibt es
dafür in Österreich ausreichend. Wie dies
zum Beispiel mit „Tiefer Geothermie“
erfolgreich gelingt, beleuchtete DI Karl-
Philipp Reuter von der Firma Züblin
Spezialtiefbau Ges.m.b.H aus Wien im
Einstiegsvortrag über eine Tiefenbohranlage
in Ried/Mehrnbach (siehe Bild oben).
Die dort gewonnene Energie kann in
Strom umgewandelt und zum Wärmen
oder Kühlen verwendet werden. Großer
Vorteil: Erdwärme ist nahezu überall
verfügbar und als nachhaltige Energiequelle
mit nahezu keinem Footprint
Fotos: VÖBU; ZÜBLIN Spezialtiefbau
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42 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 43
MASCHINEN + TECHNIK
RAUPENTELEKRANE –
FLEXIBILITÄT FÜR IHRE BAUSTELLE
Mit informativen Vorträgen bot der gut besuchte ÖO Geotechniktag wieder
spannende Einblicke zum aktuellen Stand der Energiewende.
Spezialtiefbauarbeiten unter schwierigen
hydrologischen Verhältnissen, um trotz
starkem Wassereinbruch Platz für
Turbinen und Krafthaus zu schaffen.
Zur sicheren Stromversorgung benötigt
es auch gut ausgebaute Leitungen, um
Strom vom Erzeuger zum Verbraucher zu
bringen. Im Zentralraum Oberösterreich
erfolgte im Zeitraum 2024-26 ein großes
Projekt von der Austrian Power Grid, dass
die Firma Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft
umgesetzt hat. Für eine effiziente
Stromübertragung wurden gemeinsam
mit der Netz Linz und Netz OÖ GmbH
acht Umspannwerke miteinander verbunden
und 138 Maste auf einer Trassenlänge
von 43 km errichtet, was DI (FH) Peter
Jungbauer mit zahlreichen Fotos eindrucksvoll
darstellte und dabei besonders
die speziellen Bohrpfahl- und Fundamentarbeiten
herausstrich.
Klimaschutz dank Geotechnik innerund
außerhalb Oberösterreichs
DI Dr.techn. Patrick Pichler von Bauer
Spezialtiefbau in Graz schilderte zum
einen die generell positive Entwicklung in
Richtung Klimaschutz und Windkraft in
Österreich und die Ausbaumöglichkeiten
im Raum Oberösterreich. Aber egal wo
diese Windkraftanlagen stehen, Baugrunderkundungen
geben Auskunft
darüber, ob der Standort für die statischen
und dynamischen Belastungen von
Windkraftanlagen geeignet ist. In den
„Fundierungen von Windkraftanlagen“
liegt auch die besondere Herausforderung
in der Umsetzung, weshalb Pichler auch
die Wichtigkeit der Vorbereitungsarbeiten
in diesen Bauprojekten unterstrich.
Das größte Klimaschutz-Programm
Österreichs stellten Ing. Michael Schaller,
MEng von der Porr Bau GmbH und
Thomas Moser, MSc von der voestalpine
Stahl GmbH vor. Unter dem Namen
„Greentec Steel“ präsentierten sie, wie die
voestalpine an ihrem Standort in Linz
ihren Weg in eine grüne Zukunft in der
Stahlherstellung gestalten wird. Dabei soll
das traditionelle LD-Verfahren Schritt für
Schritt mit CO2-ärmeren Methoden
abgelöst werden. Moser zeigte anhand
wesentlicher Meilensteine auf, wie die
aufwändige Umstellung auf einen Elektrolichtbogen-Ofen
erfolgen soll. Dazu zählen
u.a. die Anbindung an eine neue 220 kV
Stromleitung und zahlreiche geotechnisch
anspruchsvolle Umbauarbeiten, die das
Gebäude für den neuen Ofen, Elektro- und
Filteranlagen, ein Umspannwerk und eine
Rohrbrücke umfassen.
Baustoff Beton
klimaneutral herstellen
Eine weitere Möglichkeit für prozesstechnische
Optimierung in der Industrie findet
man bei der Produktion von Beton, die mit
hohem Energieaufwand verbunden ist. Ein
positives Beispiel für klimafreundliche
Betonherstellung lieferte DI Erich Moser
(Firma Oberndorfer) mit der Präsentation
des energieneutralen Betonfertigteilwerks
in Dietach. Hier werden seit 2022 Betonfertigteile
mithilfe einer großen PV-Anlage
und Erdwärme produziert. Damit machte
sie sich nicht nur unabhängig von Erdöl,
sondern modernisierte den zugekauften
Standort von Grund auf, u.a. durch eine
automatisierte Fertigungsstraße.
Dieses Vorzeigeprojekt machte deutlich,
dass weitsichtige Planung Einschränkungen
auch zu Wettbewerbsvorteilen machen
können. Durch die Einbeziehung nachhaltiger,
energiesparender Produktionsprozesse
im Hinblick auf zukünftige rechtliche
Vorgaben, hat sich die Positionierung
des Unternehmens geändert und man
blickt in eine stabile Zukunft.
Harald Kopececk, Geschäftsführer der
Bauakademie OÖ: „Neben unserer
etablierten Aus- und Weiterbildung im
Bauhauptgewerbe freuen wir uns mit dem
OÖ. Geotechniktag auch die Top-Spezialistinnen
und Spezialisten der Geotechnik
als Teil unseres Wissens-Netzwerks zu
haben. Die enge Kooperation mit der
VÖBU ermöglicht es uns, den Austausch
und Wissenstransfer in diesem hochspezialisierten
Fachbereich zu stärken.“
Ing. Thomas Pirkner, Geschäftsführer
der VÖBU, fasste aus Sicht der VÖBU
zusammen: „Energiefragen gehen uns alle
an. Als Spezialtiefbauer sind wir stolz,
dass wir mit unserem geotechnischen
Know-how positiv zum Ausbau und zur
Erhaltung der Stromversorgung in (Ober-)
Österreich beitragen können. Das haben
die Vortragenden heute in vielen Facetten
eindrucksvoll gezeigt.“
www.voebu.at
www.bauakademie.at
44 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Maximale Flexibilität auf der Baustelle
dank der Raupentelekrane von SENNEBOGEN
Insgesamt 9 Modelle mit 16 - 200 t Einsatzgewicht
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Hans-Peter Bay aus
Backnang bei Stuttgart
arbeitet seit über 15 Jahren
mit RotoTop, RotoX und den
Speziallöffeln von Holp. So
war er auch einer der ersten,
der das CutWheel für die
Baum- und Landschaftspflege
im Einsatz hatte.
S
HOLP
CutWheel: Sauberes Schnittbild
und großes Einsatzspektrum
eit 1990 arbeitet Hans-Peter Bay als
selbständiger Einzelunternehmer und
erledigt seine Aufgaben überwiegend
alleine mit Hilfe seiner gut ausgestatteten
Maschinen. Bay hat das neue CutWheel
von Holp über mehrere Tage an seinem
Bagger in verschiedenen Arbeitseinsätzen
getestet, wie dem Freischneiden von
Waldwegen und dem Zurückstutzen der
angrenzenden Bäume oder beim Schneiden
einer hohen Hecke oder bei der
Grabenpflege.
Dabei sind ihm einige Vorteile im
Vergleich zur Arbeit mit einer herkömmlichen
Schere aufgefallen: Der grundsätzliche
Vorteil ist die deutlich höhere
Geschwindigkeit, die entsteht, wenn man
mit dem CutWheel schnelle Wischbewegungen
vollführe, durch dessen hohe
Schnittgeschwindigkeit können die Aufund
Ab-Bewegungen schneller als bei der
Schere ausfallen. Hinzu komme die
Möglichkeit, mit dem CutWheel nicht nur
in der Höhe, sondern auch Gras und
Büsche flach am Boden schneiden zu
können und so beispielsweise parallel das
Bankett und Böschungen im gleichen
Durchgang zu pflegen.
Dieser Arbeitsablauf funktioniert
hervorragend im Zusammenspiel mit dem
RotoTop, da das CutWheel für die reine
Rotation konzipiert ist. Bay nutzt es mit
dem RotoX, um durch die zusätzliche
Bewegungsmöglichkeit einen noch
besseren Blick auf sein Arbeitsfeld zu
haben – dafür nimmt er auch das Mehrgewicht
des RotoX im Vergleich zum RotoTop
in Kauf. In der Kombination CutWheel
und Rotator könne man gleichzeitig fahren
und schneiden, was natürlich den Vorgang
deutlich beschleunige. Zudem sei man
durch die Bewegungsmöglichkeiten sehr
viel besser in der Lage, den heutigen
anspruchsvolleren Anforderungen an
Lichtraumprofilen zu entsprechen. Derzeit
würde es häufig von den Kommunen oder
Straßenmeistereien vorgegeben, viel
weiter als bisher in die Böschung hineinzuschneiden,
sodass der Rückschnitt
insgesamt seltener erfolgen müsse. Mit
dem CutWheel könne man alle Pflegeaufgaben
entsprechend der individuellen
Wünsche und Vorgaben erledigen.
Weitere Vorteile sieht Bay in der
Schnittstärke des CutWheel: Während
man mit der Schere kleinere Bäumchen
oft nicht direkt geschnitten bekomme und
noch ein Stück mitziehe, könne CutWheel
diese sauber abschneiden, sodass der
Schnitt insgesamt einheitlicher werde. Da
das CutWheel nicht nur schneiden,
sondern auch sägen könne, sei es einfacher,
längere Äste mit großem Durchmesser,
die ins Lichtraumprofil fielen, recht
nahe am Baum abzusägen, sodass sich
insgesamt ein sauberes Bild der Hecke
oder Böschung ergebe. Mit der Schere
müsse man oft notgedrungen Äste weiter
vorne bei geringerem Durchmesser
abschneiden. Insgesamt bewertet Bay das
Schnittbild des CutWheel an Bäumen und
Büschen besser als das der Schere.
Mit dem CutWheel könne man aber
noch mehr Arbeiten erledigen: So ist es bei
der Grabenpflege nicht nur möglich, damit
Mit dem CutWheel können Böschungen, Lichtraumprofile und Hecken
an Straßen und Wegen mit nur einem Maschinenbediener gepflegt
werden – effizient, komfortabel und mit gutem Schnittbild.
die überflüssigen Äste entlang der
Böschung zu schneiden, sondern man
kann diese im gleichen Zug aufgrund
seiner runden Form direkt aus dem
Graben entfernen, bevor man diesen mit
dem VarioLöffel nachziehe. „Das ist ein
ganz großer Vorteil und beschleunigt die
komplette Grabenpflege deutlich“, sagt
Hans-Peter Bay, der von der Qualität der
Holp-Produkte überzeugt ist: „Es gibt ja
vieles auf dem Markt, aber ich will nichts
anderes als die Geräte von Holp, denn
zusätzlich zur Standard-Abwinkelung
bietet nur Holp die 90°-Abwinkelung an,
ebenso wie den hohen Öldurchfluss und
die extrem robuste und langlebige
Bauweise. Das ist für mich wichtig, denn
ich verlange meinen Geräten einiges ab.“
Mit den verschiedenen Anbaugeräten
kann er fast alle anfallenden Pflegearbeiten
vom Bagger aus erledigen und braucht
nur in wenigen Fällen zusätzliche Unterstützung.
www.holp.eu
KOBELCO
Neuer Kobelco-Hauptsitz für Europa
Nach knapp zwei Jahren Bauzeit nahm Kobelco Construction Machinery Europe
seine neue Europa-Zentrale im niederländischen Lelystad in Betrieb.
D
amit bündelt der japanische Hersteller
von Kettenbaggern und Raupenkranen
alle Aktivitäten der Dachorganisation
seines europäischen Händler- und
Service-Netzwerks an einem attraktiven
und gut erreichbaren Standort, rund 20
km nordöstlich von Amsterdam.
Auf etwa 30 ha entstand ein moderner
Gebäudekomplex mit rund 17.500 m²
Fläche, der neben mehreren Büroetagen
für Verwaltung, Vertrieb und Produktentwicklung
auch ein umfassendes Teilelager,
große Werkstattkapazitäten sowie ein
vollausgestattetes Schulungszentrum
bietet. Ein eigener Ausstellungsbereich
sowie ein rund 3.500 m² großes Vorführgelände
für Maschinentests komplettieren
den neuen Hauptsitz, der auch als
Kundenzentrum für alle europäischen
Händler und Partner offensteht.
Bislang wurde die Ersatzteilversorgung
von Kunden und Lieferpartnern in ganz
Europa über verschiedene niederländische
Standorte organisiert. Jetzt sorgt das neue
hocheffiziente Zentrallager mit fortschrittlichen
Inventarsystemen und einer
DIE STÄRKE, DIE BLEIBT!
Foto: Kobelco
In nur knapp zwei Jahren
entstand die neue Kobelco-
Europazentrale im niederländischen
Lelystad.
optimierten Logistik für kürzere Vorlaufzeiten
und eine höhere Verfügbarkeit.
Neben den operativen Verbesserungen, soll
der neue Standort Lelystad auch den
direkten Austausch mit Kunden und
Händlern fördern. Das sichert auch
langfristig die unmittelbare Ausrichtung
der kontinuierlichen Weiterentwicklung
von Kobelco-Technologien an den Bedürfnissen
im europäischen Markt als Grundvoraussetzung
für das angestrebte
langfristige Wachstum.
www.kobelco-europe.com
Member of
46 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Rockster GmbH / Tagerbachstrasse 2, 4490 St.Florian / office@rockster.at / +43 720701212
www.rockster.at
MASCHINEN + TECHNIK
VDMA
Antidumpingbeschwerde gegen offensichtlich
unfaire Einfuhren chinesischer Mobilkrane
In der Mobilkranindustrie tätige Mitglieder des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und
Intralogistik haben bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen die Einfuhr
von Mobilkranen aus China in die Europäische Union eingereicht.
G
efordert wird die sofortige Einleitung
einer Antidumpinguntersuchung
gegen Importe chinesischer Mobilkrane,
die in der EU zu Bedingungen vermarktet
werden, welche zu einem offensichtlich
unlauteren Wettbewerb für europäische
Hersteller führen. Die an der Beschwerde
beteiligten Unternehmen, die zusammen
rund 99% der EU-Industrie repräsentieren,
sind:
n Liebherr, ein weltweit führender
Anbieter von Mobilkranen mit Hauptsitz
in Ehingen (Deutschland) und
Nenzing (Österreich),
n Manitowoc, einer der weltweit führenden
Anbieter von technischen Hebelösungen
mit europäischem Hauptsitz in
Wilhelmshaven (Deutschland),
n Sennebogen, ein Marktführer in vielen
Bereichen der Kranindustrie mit
besonderem Schwerpunkt auf Raupenkrane,
mit Hauptsitz in Straubing
(Deutschland), und
n Tadano, ein weltweit führender Anbieter
von Hebe- und Höhenzugangstechnik
mit deutschen Produktionsstätten in
Zweibrücken und Lauf an der Pegnitz,
aktiv in der Entwicklung und Herstellung
von All-Terrain-Kranen, City-
Kranen und Raupenkranen.
Die Antidumpingbeschwerde bezieht sich
auf Mobilkrane für das Heben und
Bewegen von Lasten an Land, die eine
Tragfähigkeit von mindestens 30 t haben
und auf selbstfahrenden Fahrzeugen
montiert sind. Mobilkrane dieser Art sind
für die Sicherstellung der strategischen
Unabhängigkeit Europas von entscheidender
Bedeutung, insbesondere in Bezug auf
kritische Infrastrukturen, Verteidigung
und Energie.
Hochleistungs-Mobilkrane spielen eine
wesentliche Rolle beim Bau von neuen
Stromleitungen und Umspannwerken für
erneuerbare Energien. Mobilkrane sind
auch für den Bau und die Instandhaltung
effizienter Straßen-, Schienen- und
Brückennetze von entscheidender Bedeutung.
Diese wiederum sind notwendig, um
Lieferketten und den schnellen Einsatz
von Rettungsdiensten zu ermöglichen.
Darüber hinaus sind Mobilkrane für
militärische Einsätze von entscheidender
Die Antidumpingbeschwerde unterstreicht die Notwendigkeit für Europa, die
Lebensfähigkeit dieser strategisch wichtigen europäischen Industrie zu erhalten.
Bedeutung und bieten Schutz für Militärpersonal
im Einsatz.
Die europäischen Hersteller erfüllen
nicht nur die europäischen und globalen
Umwelt- und Datenschutzstandards,
sondern haben auch in wesentliche Verbesserungen
der Sicherheit und Leistung von
Mobilkranen investiert und bieten ihren
Kunden zugleich Qualität und Wert. Die
Antidumpingbeschwerde unterstreicht die
Notwendigkeit für Europa, die Lebensfähigkeit
dieser strategisch wichtigen
europäischen Industrie zu erhalten und
eine künftige Abhängigkeit von außereuropäischen
Lieferanten zu vermeiden.
Dazu Christoph Kleiner, Geschäftsführer
Vertrieb, Liebherr-Werk Ehingen
GmbH: „Unsere europäische Industrie
begrüßt fairen Wettbewerb, aber es ist
offensichtlich unfair, mit Produkten zu
konkurrieren, deren Preise nicht annähernd
die Rohstoff-, Energie- und Produktionskosten
eines europäischen Mobilkranherstellers
decken. Chinesische Hersteller
profitieren von einer Vielzahl von Subventionsmechanismen,
die ihnen einen massiv
unfairen Vorteil beim Export in die EU
verschaffen.“
Erich Sennebogen, Gesellschafter und
Geschäftsführer, Sennebogen Maschinenfabrik
GmbH, ergänzt: „Chinesische
Hersteller von Mobilkranen konzentrieren
sich zunehmend auf Exportmärkte, wobei
der EU-Markt ein Hauptziel ist. Die
Kombination aus ungenutzten Produktionskapazitäten
in China, bestehenden
Lagerbeständen und erheblicher Unterstützung
durch die chinesische Regierung
bedeutet, dass die bedeutende Schädigung
der gefährdeten europäischen Industrie
anhalten wird, wenn keine Antidumpingmaßnahmen
verhängt werden. Diese
Maßnahmen müssen ergriffen werden, um
einen fairen globalen Wettbewerb zu
gewährleisten.“
www.vdma.org
Foto: Shuttestock
LÖFFEL-
KONFIGURATOR
wimmer.info
48 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
MASCHINEN + TECHNIK
AVESCO
Im Steinbruch
Kerschbaumeben der Firma
Mittendorfer bei Bad Ischl kommt
für die Bohrarbeiten seit einigen
Monaten ein neues Sandvik Ranger
DX800 Außenhammerbohrgerät
mit drehbarem Oberwagen
zum Einsatz.
Mittendorfer: neuer Sandvik Ranger DX800
bringt mehr Flexibilität in den Abbaubetrieben
Im Salzkammergut sind die umfangreichen Kompetenzen der Firmengruppe Mittendorfer
bei vielen Bauprojekten gefragt. Die Rohstoffgewinnung, mit der vor fast 80 Jahren alles
begonnen hat, ist nach wie vor ein wichtiges Standbein. Seit kurzem steht hier im Fuhrpark
ein neues Sandvik Ranger DX800 Außenhammerbohrgerät zur Verfügung, das je
nach Bedarf in allen Abbaubetrieben zum Einsatz kommt. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung
waren die bewährte Sandvik Gerätequalität und die verlässliche Betreuung
durch das Team der Avesco GmbH Österreich.
M
it einem Pferdefuhrwerk gründete
Alois Mittendorfer 1948 sein eigenes
Unternehmen und unterstützte damit den
Wiederaufbau in der Nachkriegszeit. Kurz
darauf folgte mit den ersten eigenen
Schottergruben auch der Einstieg in die
Rohstoffgewinnung. Damit begann die
Erfolgsgeschichte der Firmengruppe
Mittendorfer, die das Ergebnis der zielstrebigen
Arbeit von drei Generationen ist.
Das Leistungsspektrum umfasst heute
die Bereiche Betonbau, Transportbeton,
Hochwasserschutz, Abbruch und Erdbau
bis hin zur Straßen- und Rohrsanierung.
Neben der Zentrale in Altmünster betreibt
die Firmengruppe zahlreiche weitere
Standorte. Dazu zählen im Bereich der
Rohstoffgewinnung der Steinbruch
Kerschbaumeben bei Bad Ischl, der
Steinbruch Himmeleben bei Bad Aussee,
die Kieswerke in Ebensee sowie
Steinfelden und die Schottergrube
Kreuzeder in Micheldorf. Weiters betreibt
das Unternehmen in der Region etliche
Deponien und Zwischenlager.
Ein wichtiges Standbein der Firmengruppe
ist der Bereich Transportbeton.
Dazu Alois Mittendorfer jun.: „Unsere
beiden Betonwerke in Ebensee und in
Timelkam gewährleisten die zuverlässige
Versorgung auch großer Baustellen mit
Transportbeton. Aufgrund der erfolgreichen
Entwicklung haben wir die von mir
geleitete Mittendorfer Beton GmbH & Co
KG gegründet. Seit 2024 betreiben wir in
diesem Bereich eine strategische Partnerschaft
mit den Salzburger Sand- und
Kieswerken. Gemeinsam haben wir in
diesem Jahr ein zusätzliches Betonwerk in
Steinfelden errichtet, das eine wichtige
Die neue Partnerschaft mit der
Avesco GmbH Österreich ermöglicht der
Firma Mittendorfer, die Bohrarbeiten in
den Abbaubetrieben mit dem eigenen
Team durchzuführen (von links): Alois
Mittendorfer sen., Manuel Glanzer (Avesco
GmbH) und Alois Mittendorfer jun.
Ergänzung zu den bestehenden Werken in
Ebensee und Timelkam bildet.“
Auch im Bereich der Rohr-, Leitungsund
Kanalsanierung verfügt man durch
die Integration der Rohrsanierungs & Bau
GmbH in das Firmenportfolio über ein
umfangreiches Know-how. Weiters wurde
vor einigen Jahren die Pirovits Ges.m.b.H.
in Kirchdorf übernommen und unter
Erhalt aller Arbeitsplätze und des
Firmennamens weitergeführt. Gemeinsam
mit Mittendorfer fungiert Pirovits als
Nahversorger für Sand, Kies, Splitt und
Schotter in bester Qualität. Rund 200
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen
aktuell dafür, dass sich die Unternehmen
der Mittendorfer Gruppe ständig weiterentwickeln.
Neue Ranger DX800 im
Steinbruch Kerschbaumeben
Bis vor wenigen Monaten wurden die
Bohr- und Sprengtätigkeiten in den
verschiedenen Abbaubetrieben von einem
externen Dienstleister durchgeführt.
Nachdem das Team der Firma Mittendorfer
durch einen erfahrenen Bohristen und
ausgebildeten Sprengmeister verstärkt
werden konnte, fiel auch die Entscheidung,
in ein eigenes Bohrgerät zu investieren.
Dazu Alois Mittendorfer sen.: „Eines
der Hauptkriterien war aufgrund der
verschiedenen Einsatzorte die einfache
Transportierbarkeit. Da nicht nur unser
externer Dienstleister sehr gute Erfahrungen
mit Sandvik Geräten gemacht hatte,
sondern auch unser Bohrist Patrick
Plursch von dieser Marke überzeugt ist,
nahmen wir Kontakt mit der Avesco
GmbH Österreich auf. Aufgrund der
kompetenten Beratung und der gut
aufgestellten Service-Mannschaft haben
wir uns dazu entschlossen, in ein neues
Außenhammerbohrgerät zu investieren.
Dieses steht grundsätzlich auch für
Kunden zur Verfügung, ist aber auf
absehbare Zeit durch unsere eigenen
Ihr verlässlicher Partner
für Baumaschinen zum
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Wir sind Spezialisten für die
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Mit dem Sandvik Ranger DX800 werden im Steinbruch Kerschbaumeben
Bohrlochlängen bis 12 m hergestellt. Der Power Extractor verhindert ein
Steckenbleiben des Bohrstranges bei schwierigen Geologien.
Abbaubetriebe ausgelastet.“
Haupteinsatzgebiet für den neuen
Sandvik Ranger DX800 ist zurzeit der
Steinbruch Kerschbaumeben bei Bad
Ischl, wo er im Rahmen der laufenden
Aufschluss-Bohrungen für den weiteren
Abbau bereits wichtige Dienste leistet. Im
Steinbruch Kerschbaumeben wird seit
2005 Kalkstein abgebaut, wobei der
Schwerpunkt vor allem bei den Wasserbausteinen
liegt. Zu den wichtigsten
Auftraggebern zählen hier unter anderem
die Wildbach- und Lawinenverbauung
sowie diverse Gewässerbezirke. Größere
Projekte, die derzeit versorgt werden, sind
das Kraftwerk am Traunfall sowie das
Kraftwerk Wankham. Der in Bad Ischl
aufbereitete Kalkstein ist aber auch im
Straßenbau bzw. bei den Kalk- und
Zementwerken der Umgebung gefragt.
Zum Einsatz kommen hier mehrere mobile
Brech- und Siebanlagen, mit denen bei
Bedarf auch sehr schnell Sonderkörnungen
hergestellt werden können.
Manuel Glanzer, Verkaufsberater für
Sandvik Produkte der Avesco GmbH: „Vor
Eisenwagen Baumaschinen GmbH • Industriestraße 31, 2325 Himberg, Österreich • office@eisenwagen.co.at • +43 (0)2235/846 22
50 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 51
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
1 2
Ihre Kompetenzen stellte die Firma Mittendorfer
auch bei dieser Erweiterung eines
bekannten Gastronomie-Betriebes am
Traunsee unter Beweis. Bei dem technisch
anspruchsvollen Projekt war man maßgeblich
beteiligt und führte unter anderem
die präzisen Sprengarbeiten durch.
1 Souverän bewegt sich der Sandvik Ranger DX800 auch in steilem Gelände auf die nächste Etage. 2 Für die Aufschlussbohrungen können
mit dem Sandvik Ranger DX800 auch horizontale Löcher hergestellt werden. Da die Standheizung auch die Hammerschmierung vorwärmt,
können die Bohrarbeiten auch in der kalten Jahreszeit sofort und ohne Verschleiß beginnen.
etwa eineinhalb Jahren wurde ich von der
Firma Mittendorfer eingeladen, unser
Sandvik Produktprogramm zu präsentieren.
Aufgrund des Einsatzprofils und der
geforderten einfachen Transportmöglichkeit
war der Sandvik Ranger die erste
Wahl. Im Sinne einer langen Lebensdauer
habe ich empfohlen, die stärkere Hammer-
Ausführung des Modells Ranger DX800 zu
wählen, mit dem auch härteres Gestein
ohne Probleme gebohrt werden kann. Dass
der Steinbruch sein Zuhause ist, zeigt der
Ranger DX800 mit seiner Ausstattung.
Um unnötiges Rangieren zu vermeiden,
was zu hohem Verschleiß an der Maschine
und hohem Verbrauch führt, verfügt dieses
Außenhammerbohrgerät über einen
drehbaren Oberwagen. Dieser lässt sich
ähnlich wie bei einem Bagger bis zu 180°
drehen. Somit sind Bohrlöcher leichter zu
erreichen, ohne dass die Maschine von
Loch zu Loch manövriert werden muss.
Das erspart Zeit und der Verbrauch wird
deutlich gesenkt.“
Der Sandvik Ranger DX800 ist für
Lochdurchmesser von 76-127 mm konzipiert.
Der Cat Motor C7.1 Stage V leistet
230 PS und ist dabei besonders sparsam
im Verbrauch. Mit seinem leistungsstarken
Bohrhammer HL820 mit 21 kW, 53 Hz
Schlagleistung und 1.750 NM bohrt er
auch härtestes Gestein und kann für jede
Beschaffenheit des Gebirges eingesetzt
werden. Die Spülluftkapazität liegt bei
9,1 m 3 , ein Spitzenwert bei Außenhammermaschinen.
Ein weiteres
Von rechts: Alois Mittendorfer sen. (Mittendorfer), Manuel Glanzer (Verkaufsberater für
Sandvik Produkte, Avesco GmbH), Volker Eichberger (Technischer Leiter), Sprengmeister
Patrick Plursch und Mario Hinterberger (Standortverantwortlicher, alle Mittendorfer).
Highlight des Bohrhammers ist der
sogenannte Power Extractor. Diesen
schätzt Bohrist Patrick Plursch, denn er
verhindert ein Steckenbleiben des
Bohrstranges bei schwierigen Geologien.
Durch seine kompakten Abmessungen und
das geringe Gewicht von nur 15.600 kg ist
er besonders leicht von einer Baustelle zur
anderen zu transportieren.
Eine hintere Bodenstütze, die sich
hydraulisch absenken lässt, verleiht dem
Ranger in jeder Lage höchste Stabilität.
Somit ist speziell beim Anbohren ein guter
Stand gewährleistet und dadurch erhöht
sich die Bohrlochgenauigkeit. Geschätzt
wird von Bohrist Patrick Plursch auch der
Komfort und die Sicherheitsausstattung
des Ranger DX800. Neben dem Radio
inklusive Bluetooth Verbindung gibt es
eine Klimaanlage, einen Komfortbediensitz
ISRI600 mit Sitzheizung sowie eine
Standheizung für Kabine und Motor. Da
die Standheizung auch die Hammerschmierung
vorwärmt, können die
Bohrarbeiten auch in der kalten Jahreszeit
sofort und ohne Verschleiß beginnen.
Die Kabine ist ROPS-FOPS zertifiziert.
Zur Sicherheit des Bohristen, aber auch
für die Sicherheit anderer Personen, die
sich im Steinbruch im Umfeld der
Maschine befinden, ist der Sandvik
Ranger DX800 nicht nur mit Rück- und
Seitenkameras für die bessere Rundumsicht
ausgestattet, sondern auch mit 6
LED Scheinwerfern zur besseren Ausleuchtung
bei schlechter Sicht und
Dunkelheit.
Die Avesco GmbH Österreich verfügt in
der neuen Zentrale in Herzogsdorf über
moderne Büros und großzügige Flächen
für die Werkstätte und das Ersatzteillager.
52 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Die Kunden werden durch zwei aktive
Verkäufer und sieben Servicetechniker mit
teils langjähriger Erfahrung betreut.
Argumente, die auch für Alois Mittendorfer
jun. einen hohen Stellenwert haben:
„Neben dem technisch ausgereiften
Bohrgerät war für uns die zuverlässige
After Sales Betreuung ein entscheidender
Punkt. Avesco Österreich verfügt in allen
Bereichen über ein kompetentes und
erfahrenes Team. Dazu kommt, dass für
uns die Kosten in Zukunft kalkulierbar
sind. Durch diese Partnerschaft können
wir die gesamte Bohrtätigkeit in allen
unseren Abbaubetrieben selbst durchführen
und uns dabei ganz auf die Sicherstellung
der bestmöglichen Produktqualität
für unsere Kunden konzentrieren.“
www.avesco.at
www.mittendorfer.at
KAUF / RÜCKKAUF / MIETE
TRADITION UND KOMPETENZ - DIE HIRNBÖCK STABAU GMBH
› SPUNDBOHLEN
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› SCHLOSSDICHTUNG MELAVILL SP
› STAHLBLECHE
› STAHLROHRE
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› AUFBEREITUNG / ANARBEITUNG
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– weil der Fahrer entscheidet
Ein Wolff 6015.8 Clear (links) und ein Wolff 7532.12 Cross errichten seit März die rund 5.300 m 2 große Sheikh Saleh Al-Rajhi
Moschee an der King Abdullah Road in Riad. Die Krane ermöglichen präzise Hebevorgänge mit hoher Reichweite. Das
herausfordernde Klima und ein hohes Verkehrsaufkommen erfordern eine durchdachte Planung des Kraneinsatzes.
WOLFFKRAN
Planung und Präzision auf engstem Raum
An der belebten King Abdullah Road mitten im Zentrum von Saudi-Arabiens Hauptstadt
Riad entsteht mit der Sheikh Saleh Al-Rajhi Moschee ein neuer moderner Treffpunkt für
Religion und Gemeinschaft. Zwei Wolff Krane helfen, das Bauwerk zu errichten.
Besonders die Lage der Baustelle erfordert einen enormen Planungsaufwand.
D
Das Gebäude kombiniert traditionelle Zeltformen
mit modernen Dachschalen und
Glasportalen und bietet Platz für rund
2.300 Gläubige. Für Wolffkran ist das
Projekt ein weiterer Meilenstein, mit dem
der Premiumhersteller seine Präsenz
im Nahen Osten ausbaut.
er Auftraggeber Rowad al Riyadh
mietete für das Projekt einen Wolff
6015.8 Clear mit einer Hakenhöhe von
51 m, einer Ausladung von 60 m und einer
Traglast von 8,0 t sowie einen Wolff
7532.12 Cross mit 41,6 m Hakenhöhe bei
70 m Ausladung und 12,0 t Tragfähigkeit.
Beide Krane unterstützen die Arbeiten
seit März 2025.
Die großen vorgefertigten Fassadenelemente
und die komplexe Dachkonstruktion
erfordern eine besonders exakte
Positionierung. Gleichzeitig müssen die
Ausleger mit maximaler Reichweite
konzipiert sein, um alle Bereiche der rund
10.000 m 2 großen Baustelle abdecken zu
können.
Die Lage direkt an der stark befahrenen
King Abdullah Road und neben einer
Metrostation bringt enge Platzverhältnisse
und umfangreichen Koordinationsaufwand
mit sich. Auch das Klima stellt
hohe Anforderungen: Hitze, Staub und
nachmittägliche Stürme erfordern eine
durchdachte, streng getaktete Einsatzplanung.
„Viele der Hebevorgänge finden
deshalb aus Sicherheitsgründen in den
frühen Morgen- oder späten Abendstunden
statt, wenn die Wetterbedingungen
stabil und Verkehrs- sowie Passantenströme
gering sind“, erläutert Tariq
Al-Sawaie, Managing Director Wolffkran
Ltd, Saudi-Arabien.
Die Krane sind sowohl mit einem
Anti-Kollisionssystem als auch mit Wolff
Link ausgestattet. Ersteres verhindert
Kollisionen, indem es Krane automatisch
abbremst oder stoppt, wenn sie Hindernissen
oder anderen Kranen zu nahe kommen.
Letzteres ermöglicht die Live-Überwachung
der Kranaktivitäten und gibt in
kritischen Betriebssituationen Echtzeitwarnungen
aus.
Bereits in der Planungsphase erstellte
das Wolffkran-Team Reichweitenstudien,
definierte Sicherheitszonen und passte
Ausleger- und Hakenstellungen so an,
dass eine maximale Abdeckung der
Baustelle bei minimaler Beeinträchtigung
öffentlicher Bereiche möglich ist. Der
Auftraggeber schätzt neben den zuverlässigen
und allwettererprobten Wolff Kranen
besonders diese präzise Vorarbeit, die jetzt
und noch bis Ende 2026 für einen reibungslosen
Baufortschritt sorgt.
Tradition in neuem Gewand
Die Sheikh Saleh Al-Rajhi Moschee
entsteht auf einer Fläche von rund
5.300 m 2 und bietet Platz für etwa
2.300 Gläubige. Durch ihre zentrale Lage
ist sie hervorragend in die öffentliche
Infrastruktur eingebunden. Architektonisch
erinnert sie an traditionelle, islamische
Wüstenzelte, interpretiert diese
jedoch in einer modernen Art und Weise
mit prägnanten Dachschalen, Glasportalen
und schattigen Vorplätzen. Mit dem
Projekt erweitert Wolffkran seine Präsenz
in Saudi-Arabien und realisiert erstmals
gemeinsam mit dem Rowad al Riyadh ein
Moschee-Projekt.
www.wolffkran.com
Komatsu PC220LCi-12:
Individuell eingestellt. Spürbar effizienter.
Mit dem neuen Komatsu PC220LC-12 stellt der Fahrer
die Hydraulik selbst ein – ganz nach seinem Gefühl.
Ob Geschwindigkeit oder Feinfühligkeit: Die Maschine
passt sich an den Menschen an. Ergebnis: Bis zu
18 % weniger Treibstoffverbrauch*. Ausgestattet
mit einem leistungsstarken 129-kW-Komatsu-
Motor der nächsten Generation und der neuesten
intelligenten Maschinensteuerung (iMC) 3.0 verbindet
diese hochmoderne Maschine maximale Effizienz mit
einzigartigen Funktionen und allerhöchstem Komfort.
* im Vergleich zum Vorgängermodell
www.kuhn.at
54 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Kuhn Baumaschinen GmbH · Zentrale Eugendorf, Kuhn Straße 1, A-5301 Eugendorf bei Salzburg
Telefon: 0043 (0)6225 8206 0 · Telefax: 0043 (0)6225 8206 190 · e-mail: office-bm@kuhn.at
MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
HS-SCHOCH
Neuer Felstieflöffel für härteste Einsätze
Die HS-Schoch Gruppe erweitert mit einem neuen Felstieflöffel der Klasse 16
ihr Angebot für den schweren Erdbau und Gesteinsabbau.
I
m Fokus der Entwicklung stand ein
smarter Materialeinsatz: Durch die
Kombination aus Hardox 400 und
450 – teils in 30 mm Materialstärke
– konnte auf zusätzliche Verschleißstreifen
verzichtet werden. Das
Ergebnis: Bis zu 500 kg weniger
Eigengewicht bei unveränderter
Standzeit. Das spart nicht nur Sprit,
sondern reduziert auch die Belastung
für die Maschine – und damit
langfristig die Betriebskosten. „30
mm Hardox in Form zu bringen ist
eine Herausforderung, die nicht jeder
beherrscht. Dank unserer Fertigungsexpertise
konnten wir eine
Konstruktion nach Kundenbedürfnissen
umsetzen, die sowohl leicht
als auch extrem robust ist“, erklärt
Firmeninhaber Hermann Schoch.
Bei den Zähnen kommt das bewährte
Esco Nemisys-System zum Einsatz
– ein Garant für maximale Durchdringung
und Langlebigkeit im
harten Steinbruchbetrieb. Die
perfekt abgestimmte Kombination
aus Zahn und Löffelform sorgt für
exzellente Materialaufnahme und
hohe Produktivität. Auch andere
gängige Zahnsysteme sind in
Kombination mit unseren Anbaugeräten
möglich. Ein besonderes
Der neue Felstieflöffel
der Klasse 16 wurde
gezielt für schwerste
Einsätze im Steinbruch
und Großflächenabbau
entwickelt.
Die Bilder zeigen
die neue Bauweise:
eine glatte
Oberfläche sorgt für
müheloses Eindringen
ohne überflüssigen
Widerstand. Im Inneren
des Löffels verhindert
eine gezielte Muldenform,
dass große
Gesteinskugeln den
Löffel beschädigen.
Augenmerk lag auf einer Kugelbahn
mit integrierter Bremse: Im Inneren
des Löffels sorgt eine gezielte
Muldenform dafür, dass große
Gesteinskugeln kontrolliert zum
Stillstand kommen – bevor sie
ungebremst nach hinten rollen und
den Löffel beschädigen.
HS-Schoch unterstreicht damit
seinen Anspruch, individuelle
Anbaugeräte mit durchdachter
Technik und höchster Fertigungsqualität
auf den Markt zu bringen. Ab
sofort setzt HS-Schoch im Großbaggerbereich
nur noch auf die neue
spritsparende Bauweise. Dabei
kommt auch der Werkzeugstahl
Hardox 500 TUF zum Einsatz,
welcher die Verarbeitung erleichtert
und gleichzeitig die Standfestigkeit
erhöht. Dadurch können Gewichtseinsparungen
von bis zu 10%
realisiert werden. Die Produktion
dieser Grabgefäße findet bei der ZFE
GmbH in Achern, einer Tochter
innerhalb der HS-Schoch-Gruppe
statt. Diese hat sich auf den Bau von
innovativen Grabgefäßen spezialisiert.
Kunden schätzen deren
langjährige Erfahrung und
Zuverlässigkeit.
www.hs-schoch.at
Fotos: Doppstadt Umwelttechnik GmbH
DOPPSTADT
Mehr Kundennähe, schnellerer Service
Die Doppstadt-Gruppe hat ihre Präsenz in Österreich verstärkt und
mit RoM-Solution einen erfahrenen Handelspartner gewonnen.
D
as Wiener Unternehmen vertreibt ab
sofort alle Doppstadt-Lösungen im
Bereich Aufbereitungstechnik. Für den
Ersatzteilvertrieb und After-Sales-Service
arbeiten Doppstadt und RoM-Solution eng
mit der Martin Schuh KG zusammen.
„Mit RoM-Solution haben wir unser
globales Händlernetzwerk um einen
kompetenten und erfahrenen Vertriebspartner
erweitert. Gemeinsam
können wir unsere österreichischen
Kunden nun noch persönlicher, direkter
und schneller betreuen und beraten“,
betont Gerd Schreier, Geschäftsführer der
Doppstadt Umwelttechnik GmbH. RoM-
Solution übernimmt ab sofort den Vertrieb
und Service des gesamten Doppstadt-Portfolios
in Österreich. Ziel der Zusammenarbeit
ist es, den Kunden maßgeschneiderte
Lösungen für ihre individuellen Anforderungen
und Bedürfnisse anzubieten.
Darüber hinaus soll die strategische
Partnerschaft die Präsenz und Wahrnehmung
der Marke Doppstadt im österreichischen
Markt stärken.
Als Mitglied des Verbands Österreichischer
Entsorgungsbetriebe verfügt RoM-Solution
über langjährige Expertise in der Aufbereitungstechnik.
Darüber hinaus stellt das
Wiener Unternehmen einen zuverlässigen
und schnellen Service direkt vor Ort sicher.
Beim Ersatzteilvertrieb und After-Sales-
RoM-Solution übernimmt ab
sofort den Vertrieb und Service
des gesamten Doppstadt-Portfolios
in Österreich. Dazu zählt
auch der besonders effizient
und wirtschaftlich arbeitende
Zerkleinerer Inventhor 6.2.
Gerd Schreier (oben),
Geschäftsführer der Doppstadt
Umwelttechnik GmbH.
Robert Mücklich von
RoM-Solution freut sich über
die strategische Partnerschaft
mit Doppstadt.
Service vertrauen RoM-Solution und
Doppstadt auf die Martin Schuh KG –
einem etablierten Experten mit mehr als
25 Jahren Branchenerfahrung.
Mit der strategischen Partnerschaft setzt
Doppstadt seinen internationalen Expansionskurs
fort. „Die Nachfrage nach effizienten
und wirtschaftlichen Aufbereitungslösungen
wächst weltweit. Unser globales
Händlernetzwerk stellt sicher, dass wir
unsere Kunden auf der ganzen Welt
verlässlich und schnell betreuen können“,
weiß Schreier. Doppstadt arbeitet derzeit
mit Vertriebspartnern in rund 50 Ländern
zusammen.
www.doppstadt.de
28.01.2026
Steiermark
TOP-THEMEN DER VERMESSUNG BEI UNSEREN FACHVORTRÄGEN
30 JAHRE KOMPETENZ ON TOUR
04.02.2026
Oberösterreich
Treffen Sie uns an folgenden Terminen persönlich vor Ort:
05.02.2026
Salzburg
25.02.2026
Tirol
05.03.2026
Niederösterreich
3D Reality C apture
Leica iCS vs. i CR
V ermessung aus der Luft
P inP oint Software
BAUAkademie Steiermark
Gleinalmstraße 73
8124 Übelbach
CAD+T Solutions GmbH
Gewerbepark 16
4052 Ansfelden
BAUAkademie Salzburg
Moosstraße 197
5020 Salzburg
AM Baugeräte Niederlassung
Messerschmittweg 7a
6175 Kematen in Tirol
AM Baugeräte Zentrale
Oberes Bahnfeld 2
2281 Raasdorf
AM Baugeräte HandelsgmbH ■ Oberes Bahnfeld 2 ■ A-2281 Raasdorf/Wien ■ Tel. +43 2249 28495 ■ tour26@am-laser.at
www.am-laser.at
MASCHINEN + TECHNIK
STRABAG
Wasserstoff-Radlader startet in den Praxistest
Ab sofort fährt ein Wasserstoff-Radlader von Liebherr im Kanzelsteinbruch Gratkorn.
Strabag testet das Gerät mit Wasserstoffmotor zwei Jahre lang und mindestens
50 Stunden pro Woche auf Herz und Niere.
K
Der Wasserstoffradlader fährt im Steinbruch Gratkorn ganz ohne Emissionen.
Der Radlader tankt an der konzerneigenen
Tankstelle grünen Wasserstoff.
raftstoffe sind bei Strabag der größte
CO2-Verursacher – etwa 40% der
konzerneigenen Emissionen entfallen auf
den Dieselverbrauch der Baumaschinen,
Nutzfahrzeuge und Pkw. „Um bis 2040
klimaneutral zu werden, brauchen wir
effektive Lösungen: die Umstellung
unserer Baumaschinen auf erneuerbare
Antriebstechnologien ist ein essenzieller
Hebel. Wir führen unseren Nachhaltigkeitskurs
konsequent weiter: wissenschaftsbasiert
und technologieoffen. Der
Testeinsatz mit dem Wasserstoff-Radlader
ist ein Beispiel, wie ein nachhaltiger
Betrieb und die Dekarbonisierung unserer
Großbaugeräte aussehen kann“, sagt
Strabag CEO Stefan Kratochwill.
Die kommenden Jahre sind für das
Unternehmen entscheidend, um von
fossilen auf erneuerbare Energieträger
umzustellen. Strabag hat sich dafür der
globalen Science Based Targets Initiative
(SBTi) verpflichtet. Bis 2030 will das
Unternehmen 42% seiner Scope 1- und
2-Emissionen reduzieren – also die
Treibhausgase, auf die Strabag direkten
Einfluss hat. In diesem Rahmen wurden
drei zentrale Hebel definiert: den Fuhrpark,
die Baumaschinen und die Asphaltmischanlagen.
Eigene Tankstelle sorgt
für grünen Wasserstoff
Die Umstellung von schweren Baumaschinen
auf nachhaltige Antriebstechnologien
ist herausfordernd. Eine marktreife
Lösung fehlt bisher. Der Wasserstoffmotor
des Radladers ist hier ein wichtiger Ansatz
und hat großes Potenzial. „Neben der
Wirkung für den Klimaschutz ermöglicht
diese Technologie, ein hohes Maß an
Wertschöpfung und technologischem
Know-how in Westeuropa zu halten. Sie
stärkt die Resilienz in den Lieferketten
und bietet damit strategische Vorteile“,
erklärt Dr.-Ing. Herbert Pfab, technischer
Geschäftsführer der Liebherr-Werk
Bischofshofen GmbH. Für den Praxistest
wurde eine eigene Wasserstofftankstelle
im Steinbruch errichtet, damit der
Radlader unkompliziert betankt werden
kann. Die Energie Steiermark verfügt als
starke regionale Partnerin über wichtige
lokale Kompetenzen und wird die Versorgung
der Tankstelle im Steinbruch
gewährleisten.
Internen Berechnungen zufolge können
durch den Einsatz des Radladers 37.500 l
Diesel und etwa 100 t CO2 pro Jahr
eingespart werden. Durch den wasserstoffbasierten
Betrieb entstehen keine Emissionen,
die das Klima belasten. Für eine
größtmögliche Auslastung des wasserstoffbetriebenen
Radladers wird er nicht nur
wichtige Arbeiten im Steinbruch übernehmen,
sondern auch bei der Asphaltmischanlage
auf dem Gelände eingesetzt.
www.strabag.com
58 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
Fotos: Strabag / Stefan Bock
Mit dem neuen Palfinger
PK 880 TEC bringt Kuhn-
Ladetechnik einen Hochleistungsladekran
auf den
Markt, der hinsichtlich Kraft,
Präzision und digitale
Steuerung beeindruckt.
D
Gruppe
KUHN-LADETECHNIK
Kraft trifft auf Hightech: der
neue Palfinger PK 880 TEC
er PK 880 TEC gehört zur neuesten
Generation der Palfinger TEC-Krane
und ist für anspruchsvollste Einsätze im
Baugewerbe, bei Transportunternehmen
sowie im schweren Hebeeinsatz konzipiert.
Die P-Profile in der Auslegerkonstruktion
sorgen für maximale Stabilität bei
gleichzeitig reduziertem Eigengewicht –
ideal für hohe Lasten bei großer Reichweite.
Die technischen Highlights im
Überblick: Hubmoment bis zu 82,8
Metertonnen; Reichweite bis zu 21,7 m
(mit Jib bis zu 36,5 m); Maximale Hubkraft
bis 25.000 kg und Steuerung
Paltronic 180 mit LX-6 Steuerventil. Ein
neues Beleuchtungskonzept für maximale
Sicherheit umfasst zwei Arbeitsscheinwerfer
am Kran und Fly-Jib sowie LED-Streifen
unter dem Knickarm. Die Assistenzsysteme
umfassen Smart Control (intuitive
Auslegersteuerung), P-Fold (automatisiertes
Ein- und Ausklappen), Mext/Weigh
(erweiterte Reichweitenberechnung und
Lastüberwachung), Support Force Limit
(für eine präzise Überwachung der
120 YEARS EXPERIENCE
MOBILE KOMPAKT-BRECHERANLAGEN
wie zb. REMAX 200: 25 To, Leistung bis 200 To/h
VERTRAGSHÄNDLER, MIET- UND SERVICEPARTNER FÜR:
Der neue PK 880 TEC: Intelligente und
leistungsstarke Features sorgen im Zusammenspiel
mit erstklassiger Präzision für
noch mehr Effizienz und Bedienkomfort.
Stützkräfte) und Height & Bound (für ein
einfaches Festlegen von vertikalen und
horizontalen Sperrbereichen).
„Mit dem PK 880 TEC geben wir unseren
Kunden ein Hightech-Werkzeug in die
Hand, das nicht nur maximale Leistung
bringt, sondern gleichzeitig durch smarte
Systeme Zeit spart und die Sicherheit auf
ein neues Niveau hebt“, so Kuhn-Ladetechnik.
Neben dem Kran selbst bietet
Kuhn umfassende Servicepakete – von der
individuellen Konfiguration über die
Inbetriebnahme bis zur Wartung und
Ersatzteilversorgung. Als exklusiver
Palfinger-Partner in Österreich steht
Kuhn-Ladetechnik für Qualität, Zuverlässigkeit
und technische Innovationskraft.
www.kuhn.at
www.mineraltech.at
mineraltech - ing. erwin hofstätter GmbH, 2512 Tribuswinkel, Werksgasse 11, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 82, mail: office@mineraltech.at
mineraltech west - Handel mit Aufbereitungsanlagen GmbH, 6911 Lochau, Hofriedenstraße 71, Zentrale: +43 (0) 664 80 82 82 18
MASCHINEN + TECHNIK
SBM MINERAL PROCESSING
Das temporäre „Recycling/Betonwerk“
in unmittelbarer Nähe zur Baustelle A2.
Drei Recyclingkörnungen in
einem Durchgang produziert
der SBM Remax 600 bei Tages -
leistungen von rund 2.000 t.
Im Solobetrieb erleichtert der
Remax 600 die interne
Materiallogistik durch
minimalen Platzbedarf.
– dies alles nur mit einer Maschine? Seit
April dieses Jahres leistet der Großprallbrecher
SBM Remax 600 der niederösterreichischen
Hans Zöchling GmbH dieses
Pensum an der A2. Im Solo-Betrieb
arbeitet die Maschine auf dem zentralen
Recyclingplatz mit Vorratshalden von
mehreren 1.000 t je Endprodukt und
wechselt nach schneller Demontage
seines Dreideck-Anbausiebes flexibel auf
die Baustelle.
„Das bringt uns natürlich enorme
logistische Vorteile“, erklärt Johannes
Zöchling, Geschäftsführer der Zöchling-
Gruppe, die heute mit über 500 Mitarbeitern
österreichweit in den Bereichen
Abbruch und Recycling, Erdbau und
Transporte tätig ist und daneben
mehrere Steinbrüche und Kiesgruben
betreibt. „Auf dem Recyclingplatz
produziert der Remax 600 alle Endprodukte
in einem Durchgang aus Betonaufbruch
0/800, wobei wir Stundenleistungen
bis zu 200 t erreichen. Das schafft
man selbst mit vergleichbaren Großbrechern
nur mit einem zusätzlichen
Produktionssieb – also mit mehr Aufwand
im Transport und mehr Platzbedarf
vor Ort. Je nach Ausrüstung muss
man auch mit mehr Personal rechnen,
ganz sicher aber mit höheren Treibstoffkosten
für die Anlagenkombi bzw. den in
der Vorzerkleinerung arbeitenden
Geräten“, unterstreicht Johannes
Zöchling.
„Wir fahren den diesel-elektrischen
Remax 600 an der A2 mit einem Durchschnittsverbrauch
von etwa 38 l/h“,
erklärt Projektleiter Paul Sabaditsch.
Wie alle SBM-Mobilbrecher ist auch das
aktuelle Flaggschiff „hybrid electrified“:
Nahezu alle Antriebe auf der Maschine
sind elektrifiziert – wo eine Hydraulik
unverzichtbar bleibt, werden die Pumpen
elektrisch angetrieben. Zentrale Kraftquelle
ist ein 520-kVA-Onboard-Generator,
was die Drehzahlen des vorgeschalteten
Dieselmotors im dieselgestützten
Baustellenbetrieb konstant niedrig hält.
Steht Netzstrom oder eine andere
externe Stromquelle zur Verfügung, kann
der Remax 600 in Minutenschnelle
angeschlossen werden, wobei alle
Anlagenfunktionen voll erhalten bleiben.
Vertrauen in die Technik
Seit gut vier Jahren arbeiten Zöchling-
Teams mit dem SBM-Flaggschiff. Wie
viele andere Entwicklungen der „Hybrid-
Pioniere“ aus Oberweis in den vergangenen
30 Jahren durchlief auch der „600er“
über mehrere Prototypen- und Vorserien-
Stufen umfangreiche Praxistests in
Betrieben der Zöchling-Gruppe. Parallel
dazu unterstützt das Unternehmen aktiv
auch die gemeinsam mit der Universität
Leoben laufende SBM-Entwicklung des
KI-gestützten „autonomen Brechers“.
Hierfür bildet der Remax 600 mit seiner
einzigartigen Kombination mehrerer
Prozessstufen die technologische Basis,
entsprechend wichtig ist für Forscher
und Ingenieure das direkte Feedback
und der Input der Praktiker im Steinbruch
und Recycling.
„Auch wir profitieren direkt von
diesem Austausch, wenn die Maschine
exakt auf unsere Anforderungen im Feld
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TATRA,
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Schrittmacher im Baustoff-Kreislauf
Von April 2025 bis Oktober 2026 saniert die Strabag AG in zwei Etappen ein 11 km langes,
in beiden Fahrtrichtungen dreispuriges Teilstück der Südautobahn A2 südlich von Wien.
Dabei werden Ressourcenschonung und Klimaschutz durch hohe Wiederverwertungsquoten
und Stoffkreisläufe der eingesetzten Straßenbaumaterialien besonders großgeschrieben.
Als Schlüsseltechnologien vor Ort: ein Großprallbrecher sowie zwei mobile
Betonmischanlagen von SBM Mineral Processing.
as gilt für die Sanierung des Straßen-
bei der Dunterbaus, Asphaltaufbruch
direkt auf der Trasse fortschreitend mobil
aufbereitet wird. Insbesondere aber für die
beim Projekt anfallenden etwa 250.000 t
Betonaufbruch: Diese werden nur wenige
hundert Meter von den Bauabschnitten
entfernt in einem temporären „Recycling-/
Betonwerk“ mobil zu zertifizierten
Recyclingkörnungen aufbereitet. Direkt
vor Ort produzieren zwei mobile Mischanlagen
daraus den „Unterbeton“ für die ca.
350.000 m² zementstabilisierte Tragschicht
und liefern den Baustoff für die
rund 310.000 m² neu zu erstellende
Fahrbahndecke.
Durch den Wegfall mehrerer Tausend
Lieferkilometer für den Schutt-Abtransport,
Rohstoffe und Beton beschleunigt
dieser Betonkreislauf alle Abläufe, spart
deutlich Kosten und entlastet massiv
Anwohner und Umwelt. Beide beauftragten
Unternehmen, Hans Zöchling (Aufbereitung)
und Mobile Betonkonzepte,
arbeiten mit moderner Anlagentechnik
von SBM Mineral Processing, was einmal
mehr die Sonderstellung des oberösterreichischen
Herstellers als Fullliner in den
Bereichen Aufbereitung/Recycling und
Betonproduktion herausstellt.
Einer für alles
Pro Tag 1.450 t Beton-Recyclingkörnungen
0/4, 4/16, 16/32 oder wahlweise rund
2.000 t/Tag Unterbaumaterial 0/63 in der
Direktaufbereitung von Asphaltaufbruch
Fotos: SBM Mineral Processing
Langjährige Partnerschaft (von links): SBM-Vertriebsleiter Aufbereitung
Helmut Haider und Geschäftsführer Johannes Zöchling.
SALZBURG • PREMSTÄTTEN
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60 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
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MASCHINEN + TECHNIK
MASCHINEN + TECHNIK
Die doppelte Magnetausrüstung
an Hauptaustrag und Anbausieb
ewährleistet metallfreie Endprodukte.
Zusätzlich entfernt die Dreifach-Windsichtung
auf allen Siebdecks zuverlässig
Holz und andere Leichtstoffe.
Dank minimalem Platzbedarf bieten die
beiden Betonmischanlagen Euromix 3000
viel Raum für schnellen und sicheren Lieferverkehr.
Die Euromix-Gesteinsbunker in
90°-Aufstellung gewährleisten eine rationelle
Beschickung beider Mischanlagen.
oder die Ansprüche unserer Kunden an die
Endprodukte abgestimmt wird“, erklärt
Johannes Zöchling. So wie mit der
doppelten Magnetausrüstung, die SBM am
Remax 600 erstmals auf der bauma
präsentierte: „Das Dreideck-Nachsieb mit
aufgebautem Magnet-Längsaustrag lässt
sich schnell demontieren, dann spielt der
REMAX 600 die Stärken seines 1.400er-
Prallbrechers als Primärbrecher mit bis zu
600 t/h voll aus. Ohne weitere Umbauten
zieht der Magnet am Hauptaustragsband
bereits das meiste Metall aus der Grobkörnung
heraus.“
Das gilt auch für die dreifache Windsichtung,
die SBM jetzt für alle Stufen des
Dreideck-Nachsiebs mit insgesamt knapp
30 m² Siebfläche bietet: „Wie alle anderen
Ausrüstungen verbleiben auch die Windsichter
beim Transport an der Maschine
und sind ohne aufwändige Montage
unmittelbar einsatzbereit. Das macht das
neue System sehr wirtschaftlich, seine
hohe Effizienz im Separieren von Holz und
anderen Leichtstoffen sorgt für qualitativ
hochwertige Endprodukte, die auch
strengste Anforderungen erfüllen.“
Mobiler Beton à la carte
Das zahlt sich auch bei der Erneuerung
der A2 aus: Ohne weitere Nachbehandlung
wandern die Recyclingkörnungen in die
beiden mobilen Betonmischanlagen SBM
Euromix 3000 der Mobile Betonkonzepte
GmbH (MBK). Keine 200 m beträgt dieses
entscheidende Teilstück im Baustoff-
Kreislauf: Direkt ab Zwischenhalde wird
das RC-Gestein per Radlader in die
Gesteinsbunker der beiden unmittelbar
nebeneinander positionierten Mischanlagen
verladen. Über die knapp 16-monatige
Bauzeit liefern beide 130-m³/h-Anlagen in
vier jeweils rund einmonatigen Kampagnen
insgesamt 75.000 m³ Unterbeton mit
einem Recycling-Anteil von 90%, sowie
weitere 15.000 m³ Oberbeton auf Hartsteinbasis.
Beide Anlagen arbeiten
unabhängig, was die parallele Bereitstellung
beider Betonsorten gewährleistet, je
nach Baustellenplanung jedoch auch die
flexible Abdeckung von Bedarfsspitzen
ermöglicht.
Dank 90°-Aufstellung der beiden
Gesteinsbunker, den flexibel neben bzw.
hinter den Mischereinheiten platzierten
69 m³ Bindemittelsilos sowie dem gemeinsam
genutzten Zusatzmittellager bzw.
Steuerungscontainer für beide Euromix-
Anlagen beansprucht die Kombination nur
wenig Platz. Das sorgt auch bei Spitzenauslastung
für eine zuverlässige Beschickung
der Gesteinsbunker und eine
schnelle und sichere Verladung der
unterschiedlichen Betonsorten auf Muldenauflieger
bzw. Fahrmischer. Die modulare
Zusammenstellung aller Komponenten
ermöglichte den betriebsbereiten Aufbau
der Gesamtanlage mit lediglich fünf
Mobilfundamenten für die Bindemittelsilos
in nur anderthalb Arbeitstagen. Auch der
tägliche Betrieb gestaltet sich dank
weitgehender automatisierter Prozesse
62 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
sehr rationell: Ganztägig lieferbereit,
produzieren drei Mitarbeiter hauptsächlich
nachts die benötigten Einbaumengen,
wobei die durchschnittliche Produktion pro
12-Stunden-Schicht bei rund 1.500 m³
liegt.
Insgesamt 18 Euromix-Mischanlagen
mit Stundenleistungen von 80 bis 175 m³/h
Festbeton und eine Vielzahl projektspezifisch
kombinierbare SBM-Technikmodule
bilden heute den kurzfristig abrufbaren
Anlagenpark der deutsch-österreichischen
MBK mit Hauptsitz in München und
Tochtergesellschaft im steirischen Röthelstein.
Als einer der führenden Spezialisten
im deutschsprachigen und angrenzenden
europäischen Raum gewährleistet das
heute zur Schwenk-Gruppe zählende
Unternehmen seit 2009 die Betonversorgung
auf Großbaustellen im Straßen- und
Tunnelbau, bei Kraftwerken oder im
Hoch- oder Ingenieurbau. Neben der
Bereitstellung der benötigten Beton-Qualitäten
auf Basis präzise ausgearbeiteter
betontechnologischer Konzepte, übernimmt
MBK bei Bedarf auch die fachgerechte
Wiederaufbereitung anfallender Aufbruchbzw.
Aushubmaterialien sowie die Rohstofflogistik.
Wie an der A2, wo man die
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Links: Zöchling-Projektleiter Paul Sabaditsch kennt alle Stärken des
Remax 600. Rechts: MBK-Geschäftsführer Ewald Köllner.
benötigten Hartstein-Lieferungen sowie
die Vorhaltung von Zement und Bauchemie
koordiniert.
„Das Zusammenspiel moderner
Produktionstechnologien trägt maßgeblich
zur Ressourcenschonung bei. Die Aufbereitung
und Erzeugung vor Ort sorgt für
kurze Fahrwege und reduziert damit
Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß
erheblich“, würdigt auch MBK-Geschäftsführer
Ewald Köllner das zukunftsweisende
Projekt.
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Herbstveranstaltung: aktuelle Themen und
Weichenstellung für die Zukunft der Gestrata
Die Umsetzung einer kraftstofflosen Baustelle in Wien und aktuelle Themen rund um das
Asphaltmischgut standen im Fokus der Gestrata Herbstveranstaltung, die am 27. Oktober
2025 in Wien stattfand. Weiters wurde im Zuge der Veranstaltung bekannt gegeben, dass
die Gestrata in die Österreichische Bautechnik Vereinigung eingegliedert wird.
S
INFO
Termine der Straßenbautagung 2026
19. Jänner 2026 Innsbruck
20. Jänner 2026 Linz
21. Jänner 2026 Vösendorf
22. Jänner 2026 Graz
23. Jänner 2026 Villach
tand der Beginn des Jahres 2025 noch
ganz im Zeichen des Doppel-Jubiläums
75 Jahre Gestrata und 50. Gestrata
Bauseminar, so erwies sich die Herbstveranstaltung
als Wendepunkt für die
Gestrata – Gesellschaft zur Pflege der
Straßenbautechnik mit Asphalt. In der
Generalversammlung, die unmittelbar vor
der Herbstveranstaltung durchgeführt
wurde, stimmte der Vorstand für die
Auflösung der Gestrata und die Eingliederung
der Agenden in die Österreichische
Bautechnik Vereinigung.
Diese Entscheidung wurde mit der
Zielsetzung getroffen, für die künftigen
Informations- und Weiterbildungsaufgaben
rund um das Thema Straßenbautechnik
mit Asphalt die Vorteile eines größeren
Netzwerkes nutzen zu können. Als Konsequenz
daraus wird das vormalige Gestrata
Bauseminar im kommenden Jänner unter
dem Titel „Straßenbautagung 2026“
stattfinden. Im Zuge der Neustrukturierung
wurden die Termine reduziert und auf
eine Woche verdichtet (siehe Info-Kasten).
Mit großem Applaus bedankten sich die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
Herbstveranstaltung bei Ing. Maximilian
Weixlbaum, der die Gestrata als Geschäftsführer
über 16 Jahre mit großem Einsatz
und Engagement geleitet hat.
Als erster Vortragender stellte DI Paul
Schönauer von der TU Wien das Projekt
„METAsphalt“ vor, das sich mit der
Analyse der zentralen Einflussfaktoren
auf den Energieverbrauch und die
Umweltauswirkungen bei der Asphaltherstellung
befasst. Die Daten von vier
Asphaltmischanlagen zeigten, dass der
Brennstoffverbrauch der Trockentrommel
komplex ist und von verschiedenen
Parametern abhängt – wie beispielsweise
Produktionsmenge, Anzahl der gemischten
Rezepte pro Tag, Brennerstarts, Mischguttemperatur,
Umgebungstemperatur oder
Gesteinsfeuchtigkeit. Daher ist es nicht
möglich, einem einzelnen Asphaltmischgut
einen spezifischen Energieverbrauch
zuzuordnen. Die größten Umweltauswirkungen
entstehen in der Herstellungsphase,
wobei insbesondere die Rohstoffbereitstellung
und der Brennstoffverbrauch
der Trockentrommel die entscheidenden
Treiber sind. Das größte Einsparungspotenzial
liegt folglich in der Substitution
von Primärstoffen durch Sekundärstoffe
(Recyclingasphalt) sowie in der Reduktion
des Brennstoffverbrauchs im Trocknungsprozess
in Kombination mit dem Einsatz
sauberer Brennstoffe.
Im Anschluss informierte DI Dr. techn.
Michael Gruber über die notwendigen
Schritte, um „EPDs für Asphaltmischgut“
mit digitalen Lösungen zu meistern. Im
Zuge der Novelle der Bauprodukteverordnung
wird künftig die Angabe von
Umweltdaten verpflichtend. Schon jetzt
fordern jedoch sowohl öffentliche als auch
private Auftraggeber neben den technischen
und wirtschaftlichen Kennwerten
von Baustoffen zunehmend auch ökologische
Bewertungen. Diese werden durch
Ökobilanzierungen modelliert und in Form
von Umweltproduktdeklarationen
(Environmental Product Declarations,
EPDs) vergleichbar dargestellt. Auf dem
Weg zur EPD für Asphaltmischgut müssen
Hersteller mehrere definierte Schritte
durchlaufen. Diese Prozesse können bei
Änderungen – etwa von Lieferanten oder
Mischgutrezepturen – wiederkehrend und
zeitaufwendig sein. Um eine rechtzeitige
Bereitstellung der EPD bei Ausschreibungen
bei gleichzeitig minimalem bürokratischen
Aufwand zu ermöglichen, wurde das
Web-Tool „AsEPD“ der Firma zerobyte
(www.zerobyte.at) entwickelt. Es erlaubt
Mischanlagen eine einfache Eingabe der
Produktionsdaten und generiert automatisiert
EPDs inklusive externer Validierung
durch Austrian Standards – und
kann damit sowohl für internes Benchmarking
als auch für die Einreichung im
Rahmen von Ausschreibungen verwendet
werden.
Auf großes Interesse stießen auch die
Ausführungen von Dipl.-Wirtschaftsing.
(FH) Alexander Happenhofer, M.Sc., der
bei der Beantwortung der Frage „Ist die
kraftstofflose Baustelle in Wien möglich?“
interessante Gesichtspunkte
aufzeigte. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele
der Strabag wurde 2025
eine Initiative zwischen der Strabag
BMTI (Baumaschinentechnik International)
und einer operativen Verkehrswegebaueinheit
in Wien ins Leben gerufen,
um neben gängigen Einzelgerätetests
mit alternativen Antriebstechnologien
(wie Wasserstoff oder akkubetrieben),
64 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH
eine komplette Baustelleneinheit zu
elektrifizieren und in Folge dessen eine
kraftstofflose Baustelle vollumfänglich
abzuwickeln. Zu den größten Herausforderungen
zählten die geeigneten
Rahmenbedingungen im Hinblick auf
eine funktionierende Lade- und Baustellenlogistik
zu schaffen, sowie weiterhin
die Mobilität und Einsatzfähigkeit der
Mannschaft sicherzustellen. Happenhofer:
„Aufgrund der ständig fortschreitenden
Entwicklung am alternativ angetriebenen
Geräte- und Fahrzeugmarkt ist es
notwendig, genau solche Initiativprojekte
zu forcieren, um selbst, aber auch
gemeinsam mit allen Stakeholdern
Erfahrungen unter Realbedingungen im
täglichen Baustellenbetrieb zu sammeln
und für künftige Entscheidungen
miteinzubeziehen.“
www.gestrata.at | www.bautechnik.pro
Der Gestrata Vorstand bedankte sich bei Ing. Maximilian Weixlbaum für seinen Einsatz
und sein Engagement als Gestrata Geschäftsführer in den letzten 16 Jahren. Von links: Dir.
Ing. Michael Pichler; Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Ing. Harald Krammer, MBA; Ing. Maximilian
Weixlbaum; Dipl.-Ing. Dr. Markus Spiegl; DI Beda Werner Bauer (Vorsitzender des Gestrata
Vorstands); Prok. Bmstr. DI Georg Desch und Franz Redl.
Von links: Gestrata Geschäftsführer Ing. Maximilian Weixlbaum und DI Beda Werner
Bauer (Vorsitzender des Gestrata Vorstands) mit den Vortragenden Dipl.-Wirtschaftsing.
(FH) Alexander Happenhofer, M.Sc., DI Paul Schönauer und DI Dr. techn. Michael Gruber.
Österreichischer
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Nr. 0124850
11
12
1
10
31
30 25
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Ob „Elektromobilität“, „Holz + Biomasse“, „Infrastrukturbau“, „Schrott + Metall“, „Live Werkstatt“ oder
„Anbaugeräte Arena“ – die Demo-Formate der RecyclingAktiv & TiefbauLive stießen auf großes Interesse.
MESSE-RÜCKBLICK
Aktuelle Gerätetechnik zeigt auf der
RecyclingAktiv & TiefbauLive ihre Stärken
Als Demonstrationsmesse für Bau, Abbruch und Recycling informierten die
RecyclingAktiv & TiefbauLive (kurz: RATL) vom 9. bis 11. Oktober 2025 in Karlsruhe
über innovative Maschinentechnik und richtungsweisende Trends. Zahlreiche Aktionsflächen
und Musterbaustellen prägten das Freigelände. Auch immer mehr Aussteller
nutzten die Möglichkeit zur aktiven Vorstellung ihrer Produkte und Lösungen
an ihrem eigenen Messestand. Die sechste Ausgabe der RATL in der
Messe Karlsruhe findet vom 3. bis 5. Juni 2027 statt. Weitere Infos unter www.ratl-messe.com
Beton2Go stellte seine aktuelle Tankstellen-Generation mit bis zu sechs Vorratskammern
vor, die Platz für 30 m³ Mischmaterial bieten.
Beton2Go
„Unsere Betontankstellen sind so konzipiert,
dass auch recycelte Gesteinskörnungen
verarbeitet werden können. Besonders
für Fachbetriebe, die kleine Mengen Beton
vor Ort benötigen, eröffnet das System
neue Möglichkeiten der nachhaltigen
Eigenversorgung“, erklärt Geschäftsführer
Lukas Massfeller. Zu sehen war die
aktuelle Tankstellen-Generation mit bis zu
sechs Vorratskammern. Sie bieten Platz
für 30 m³ Mischmaterial und sind ideal,
um unterschiedliche Körnungen, Zement
und recycelte Bestandteile individuell zu
kombinieren.
Granit Parts
In Kooperation mit der Messe Karlsruhe
zeigte Granit Parts in der „Live Werkstatt“
aktuelle Lösungen für die moderne
Werkstatt 4.0. Diese reichen vom Hand-
Fotos: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner; Baublatt.Österreich
und Spezialwerkzeug über Diagnosesysteme
und Messtechnik bis hin zu Hebebühnen
und Reifenmontier-Geräten. Die
praxisnahe Messepräsentation war
interaktiv mit dem Publikum aufgebaut.
Während des dreitägigen Messebetriebs
wurde gezeigt, wie innovative Werkstattlösungen
in Echtzeit „am offenen Herzen“
an einem Bagger und Radlader live
angewendet wurden. Gleichzeitig präsentierte
sich Granit Parts auch für den
Baumaschinensektor als kompetenter
Partner für Fachhandel und Werkstätten.
Kiesel
Neben dem Messestand war Kiesel auch
auf den Aktionsflächen „Schrott + Metall“,
„Infrastrukturbau“ und der „Anbaugeräte
Arena“ vertreten. Gezeigt wurden die
aktuellen Neuheiten von Hitachi, Terex
Fuchs oder den Kramer Teleskopradladern.
Im Rahmen einer Musterbaustelle
kam die P-Line der KTEG GmbH zum
Einsatz. Die Idee hinter der KTEG P-Line
ist ein ganzheitliches modulares System,
bestehend aus Maschine, digitalem
Assistenzsystem, vollhydraulischem
Rotationsschnellwechsler und bauteiloptimierten
Anbaugeräten. Vertreten war am
Stand auch Makineo. Dazu Geschäftsführer
Jan Hakert: „Die Zukunft der Baubranche
und der Baustelle ist digital.
Deshalb bieten wir bei Makineo Lösungen
und Dienstleistungen, um die Prozesse
unserer Kunden zu optimieren und die
digitale Baustelle Schritt für Schritt zu
realisieren. Dabei betrachten wir den
gesamten Bauprozess – vom Aufmaß, über
3D-Steuerung und Dokumentation, bis hin
zur Abrechnung.“
Komatsu
Das Highlight auf dem Stand von
Komatsu war der neue PC220LC-12, einer
der ersten Komatsu-Bagger der nächsten
Generation. Er steht für hohe Produktivität,
Kraftstoffeffizienz und bietet eine
Vielzahl von Assistenz- und Sicherheitsfunktionen.
Darunter befinden sich die
Kiesel Im Mittelpunkt standen die P-Line von KTEG und die aktuellen Neuheiten
bei Hitachi, Terex Fuchs und den Kramer Teleskopradladern. Makineo informierte
darüber, wie die digitale Baustelle Schritt für Schritt realisiert werden kann.
Granit Parts zeigte in der „Live Werkstatt“ Einblicke in Arbeitsabläufe
und Einsatzmöglichkeiten modernster Werkstattechnik.
EAG Florian Schmellenkamp (EAG Einfach
Aufbereiten GmbH) freut sich über das
steigende Interesse österreichischer Kunden
an den Produkten. Im Bild das semimobile
Baustoff-Recyclingsieb SBR 5.
Die HS-Schoch Gruppe gab einen
Überblick über ihr breites Angebot in den
Bereichen Baumaschinenzubehör und Verschleißteile.
Ein Eye-Catcher war einmal
mehr der Reißlöffel „The Beast“, der für
Trägergeräte bis 100 t konzipiert ist.
66 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 67
RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE
RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE
2D-Maschinensteuerung, die Einrichtung
virtueller Wände (2D), die Nutzlastwaage,
der Standsicherheitsassistent und eine
anpassbare Belegung der Bedienelemente.
So wie der PC220LCi-12 ist der
PC220LC-12 mit einem neuen, leistungsstarken
129 kW Motor der nächsten
Generation von Komatsu sowie dem neuen
elektronisch gesteuerten, hydrostatischen
Antrieb ausgerüstet. Dies sorgt für einen
um 18% gesenkten Kraftstoffverbrauch,
sodass Kunden im Vergleich zum Vorgängermodell
etwa 2,1 l Kraftstoff pro Stunde
sparen und geringere Betriebskosten
zahlen. Das neue Hydrauliksystem sorgt
mit den größeren Hydraulikzylindern und
der leistungsstarken Hydraulikpumpe für
eine Steigerung der Reiß- und Losbrechkräfte
um 7%. Des Weiteren bietet die
Maschine dank dem fortschrittlichen
Hydrauliksystem schnelle Bewegungen
und ein ideales Ansprechverhalten.
Liebherr
Ein Schwerpunkt lag bei Liebherr bei der
Präsentation der Liebherr-Anbauwerkzeuge
für verschiedenste Einsatzszenarien
im Recycling und Tiefbau. Unter anderem
stellte Liebherr erstmals den neuen
Mehrschalengreifer GMM 20-5 vor. Er ist
das Nachfolgemodell des GM 55B und
bietet verschiedene technische Raffinessen,
wie das zuverlässig verschraubte
Kolbenstangenlager. Weitere Highlights
waren der Grabenräumlöffel mit Drehmotor
GLRM 20 und das vollautomatische
Schnellwechselsystem Likufix 48-10. Das
neue Modell ergänzt das vollautomatische
Schnellwechselsystem Likufix mit allen
Vorteilen um bis zu vier zusätzlichen
Komatsu Zur Produktivitätssteigerung des neuen Komatsu PC220LC-12 trägt auch die neue
Betriebsart P+ bei. Damit kann die Produktivität um 18% und die Kraftstoffeffizienz um 20%
gesteigert werden.
Kupplungen. Im Likufix-Block integriert
sind damit ein zusätzlicher Hydraulikkreis
sowie die Leck- und Schmierleitung.
Dadurch können hydraulische Anbauwerkzeuge
schnell, einfach und vor allem
sicher aus der Fahrerkabine heraus
Moerschen Mobile
Aufbereitung Der
Leichtstoffabscheider
wash-bear pro190 bietet
eine Produktionsleistung
bis 190 t/h. Die Grundlage
der einfachen und
unverwüstlichen Technologie
einer rein mechanischen
Abscheidung von
Leichtstoffen besteht in
der patentierten Förderschnecke.
BIODEGRADABLE HYDRAULIC OIL
STARK IN DER PERFORMANCE,
SCHONEND FÜR DIE UMWELT.
ECOSYNT HEPR
Lehnhoff zeigte neue
Rotator- und Tiltrotator-
Lösungen. Von links:
Thomas Elberskirch (Vertrieb,
Lehnhoff), Produkt
Manager Joachim Stein
(Kubota) und Sebastian
Denniston (Vertriebsleiter
OEM, Lehnhoff) vor dem
Kubota KX060-5 auf dem
Lehnhoff Stand.
MTS Mobile Tiefbau Saugsysteme
Der neue Dino T-Rex ist ein leistungsstarker
Saugbagger der nächsten Generation. Herzstück
ist der Evoslide-Kraftarm, eine Eigenentwicklung
von MTS, die den Arbeitsbereich
des Saugbaggers deutlich erweitert.
gewechselt werden. So lassen sich
beispielsweise die Stielverlängerung, der
Parallelgreifer oder Woodcracker ohne
Umschaltung austauschen. Das neue
Likufix 48-10 ist nachrüstbar und voll
kompatibel mit allen Anbauwerkzeugen,
die mit dem Schnellwechselsystem Likufix
ausgestattet sind.
Kobelco Hanns Markus Renz (Business
Director DACH bei Kobelco Construction
Machinery Europe) mit dem Kobelco
SK85MSR, der als Vertreter der neuen
Serie-7 über erhöhte Motorleistung sowie
Ausleger und Stielgeschwindigkeit verfügt.
Liebherr Auf der Aktionsfläche
„Infrastrukturbau“ war
der Liebherr-Zweiwegebagger
A 922 Rail zu sehen. Im Bereich
„Holz + Biomasse“
zeigte die Materialumschlagmaschine
LH 26 M Industry
Litronic samt ausgewählten
Anbauwerkzeugen ihre
Stärken. Ein Highlight auf
dem Liebherr Stand war der
neue Mehrschalengreifer
GMM 20-5.
1
2
3
BIOLOGISCHE ABBAUBARKEIT
HYDROLYTISCHE STABILITÄT
HOHE MATERIALVERTRÄGLICHKEIT
4
5
GUTES LUFTABSCHEIDEVERMÖGEN
VERLÄNGERTE SERVICEINTERVALLE
68 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
motorex.com/
biodegradable-hydraulicoils
RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE
RECYCLINGAKTIV & TIEFBAULIVE
Paus Wendig, kompakt und leistungsstark zeigt sich der Rundmuldenkipper
AKR 9060 auf der Baustelle.
Rosenberger
Telematics
Christian Meschnig
(CEO Rosenberger
Telematics) und Sabine
Compernass (Sales
Manager Germany)
informierten über die
aktuellen Telematik-
Innovationen.
SBM Mineral Processing Von links: Martin Wizinger (SBM Regional Sales Manager
Deutschland/Schweiz), Vertriebsleiter Aufbereitung Helmut Haider und Marketing-Chef
Jürgen Reischenböck vor dem Remax 300 Max.
Paus
Dank seiner hohen Wendigkeit und
Standfestigkeit – selbst bei starken
Steigungen – ist der Dumper AKR 9060
das ideale Flurfahrzeug für anspruchsvolles
Gelände. Der stufenlose, hydrostatische
Allradantrieb mit zwei Fahrstufen sorgt
für beeindruckende Zugkraft, während die
automatische Feststellbremse zusätzliche
Sicherheit gewährleistet. Mit einem
Muldenvolumen von 3.240 l, Ausschüttweiten
von 680 mm in Fahrtrichtung und
330 mm seitlich, ersetzt der AKR 9060
mühelos einen Lkw auf der Baustelle und
steigert damit die Effizienz der Abläufe
deutlich. Weitere Highlights waren der
Senkmuldenkipper SMK 9036 und der
Paus Schwenklader SL 9075, der mit
seinem um 180° schwenkbaren Hubwerk
und der 40° Knicklenkung zu beiden
Seiten durch herausragende Manövrierfähigkeit
überzeugt.
Rosenberger Telematics
Rosenberger Telematics informierte über
seine aktuellen Telematik-Innovationen.
Im Fokus stand das mit dem eAward
ausgezeichnete Asset-Tracking-System zur
Digitalisierung und Verwaltung von
Klein- und Kleinstgeräten. Die Lösung
überzeugte durch ihren hohen Mehrwert
für Anwender. Zahlreiche Fachbesucher
aus den Bereichen OEM, Bau und Logistik
zeigten großes Interesse daran, wie das
System Abläufe optimiert, Kosten reduziert
und Transparenz erhöht. Die
Gespräche vor Ort verdeutlichten die
Relevanz solcher Technologien für die
Zukunft der Telematik.
SBM Mineral Processing
Über zwei seiner deutschen Händler war
SBM Mineral Processing in Karlsruhe
vertreten. Neben der süddeutschen
Kurz-Gruppe präsentierte sich auch die
seit Anfang 2025 für den SBM-Vertrieb in
den westdeutschen Regionen und dem
Rheinland zuständige BSF Aufbereitungstechnik
aus Ettringen bei Koblenz auf der
Messe. Im Demo-Bereich der unmittelbar
angrenzenden Stände zeigte Kurz den
Remax 300 MAX: Inklusive Rückführung
und Windsichter optimiert ein extralanges
Eindeck-Nachsieb mit rund 6 m² Siebfläche
die Ausstoßleistung des 300 t/h
Prallbrechers mit großem Einlauf (1.100 x
700 mm). Als Nachbrecher hinter einem
Großshredder verarbeitete die knapp 38 t
schwere Maschine im Messe-Einsatz stark
armierte Eisenbahn-Betonschwellen.
Wacker Neuson
Im Mittelpunkt standen kompakte
Baumaschinen und -geräte sowie die
akkubetriebenen Lösungen der zero
emission Reihe. Dazu Axel Fischer,
Geschäftsführer Wacker Neuson Deutschland:
„Mit dem vollelektrischen EZ10e, der
neuen Radlader-Generation und unseren
überarbeiteten Rüttelplatten zeigen wir,
wie konsequent wir unser Portfolio in
Richtung Effizienz, Leistung und Nachhaltigkeit
weiterentwickeln. Ein besonderes
Highlight ist der Einsatz des EZ26e und
WL300e auf der Musterbaustelle für
Elektromobilität – hier erleben Besucher
unsere Maschinen hautnah im Praxiseinsatz.“
Im Bereich der Dual View Dumper
präsentierte Wacker Neuson ein innovatives
Muldenwechselsystem am bewährten
DV60 Dumper. Es ermöglicht ein schnelles
und einfaches Austauschen der Mulde, um
beispielsweise von einer Drehkippmulde
auf eine Dreiseitenkippplattform umzusteigen.
Zeppelin
Die Zeppelin Baumaschinen GmbH
demonstrierte, wie sie Unternehmen bei
ihren vielschichtigen Aufgaben unterstützen
kann. Begrüßt wurde das Fachpublikum
am Übergang zum Freigelände von
einem Cat MH3022. Wie alle Cat Bagger
der neuen Generation sind auch die
Umschlagbagger mit einer elektrohydraulischen
Vorsteuerung ausgerüstet, die eine
besonders feinfühlige Ansteuerung
ermöglicht und dem Fahrer zahlreiche
individuelle Einstellmöglichkeiten bietet.
Ebenfalls am Eingang positioniert war ein
Cat Mobilbagger M319 mit Kurzheck, der
dank seines hochentwickelten Hydrauliksystems
durch eine perfekte Balance aus
Leistung, Effizienz und Feinsteuervermögen
überzeugt. Mit dem Cat 315 wurde am
Stand von Zeppelin ein weiterer Kurzheckbagger
sowie mit dem Cat 308 ein Minibagger
mit Verstellausleger und Tiltrotator
präsentiert. In Aktion zu sehen war ein
Cat MH3024 bei der Live-Demo „Holz +
Zeppelin Ein Cat Mobilbagger
M319 mit Kurzheck und ein
Cat MH3022 standen am
Übergang zum Freigelände
Spalier für das Fachpublikum.
Weitere Cat Geräte waren auf
den Demoflächen „Holz + Biomasse“,
„Schrott + Metall“
sowie in der „Anbau geräte-
Arena“ zu sehen. Stellvertretend
für die Cat Deltalader
wurde am Stand ein Cat 265
gezeigt, ausgerüstet mit einem
Cat Graderschild GB120 mit
Trimble Steuerung.
Biomasse“, ein MH3026 demonstrierte
seine Features im Umschlag von Schrott
und Metall. In der „Anbaugeräte-Arena“
stellte der Cat Kettenbagger 330 mit der
Universalschere MP324 seine Stärken
unter Beweis. Als Vertreter der neuesten
Cat Radladertechnik war ein 908 in der
Highlift-Version zu sehen.
„Wir freuen uns, mit dem ZT 10.40 und
dem ZT 6.26 Elektro auch zwei Vertreter
der Zeppelin Telehandler zeigen zu
können“, so Standleiter Marc Kallies. Er
Rubble Master Im Zusammenspiel mit einer Schwerlastsiebanlage
war der kompakte Prallbrecher RM 100X Teil einer Aufbereitungskette.
Sein kraftstoffsparender diesel-elektrischer Direktantrieb reduziert
die Betriebskosten und den Wartungsaufwand.
verweist dabei auf die Zuverlässigkeit der
vielseitigen Arbeitsmaschinen, die sich als
Allrounder für das Handling unterschiedlichster
Materialien bewähren. Stellvertretend
für die Cat Deltalader war auch ein
265 ausgestellt. Als Vertreter der neuen
Generation bietet er mehr Kraft, Leistung
und Komfort als die Vorgänger. Im Fokus
standen auch die Applikationen, die im
digitalen Eco-System von Caterpillar
zusammengeführt werden, dem Türöffner
in die digitale Baumaschinen-Welt.
SBH Im Mittelpunkt stand die neue Mechanisierung im
Verbaubereich. Ketten gehören mit dem Einsatz dieser
Geräte der Vergangenheit an – damit entfällt nicht nur
die Herausforderung, die richtige Kette in der passenden
Stärke auszuwählen, sondern auch deren regelmäßige
Prüfung auf Sicherheit und Funktionsfähigkeit.
70 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025 71
FUHRPARK
FACTS
Motor: Elektro, 84 kW (114 PS)
Eigengewicht: 1.725 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/750 kg
Reichweite: um die 400 km
Listenpreis: 34.990,– Euro
(inkl. MwSt.)
+ brauchbare Reichweite
+ ansprechende Verarbeitung
+ Preis-/Leistungsverhältnis
- abrupte Lenkeingriffe
- kleine Schriftgröße am Display
- ungenaue Verkehrszeichenerkennung
W
enn es um den neuen MGS5 EV
Luxury geht, so hatten wir es mit
ihm wirklich nicht leicht. Doch bevor Sie
jetzt triumphierend den Rest des Textes
negieren und sich denken: „Ist ja logisch,
was soll man von einem Elektroauto aus
China auch anderes erwarten“, lesen Sie
bitte in aller Ruhe weiter. Denn der
Nachfolger des MG ZS EV hat es aus allen
erdenklichen Perspektiven faustdick hinter
den Ohren. Was es uns alles andere als
leicht gemacht hat, objektive Kritikpunkte
VW TAYRON LIFE ETSI DSG
Sowas wie ein Mittelwert
F
alls Ihnen die Namen der mittlerweile
17 (!) verschiedenen Pkw-Modelle von
VW schon durcheinanderkommen, eine
kurze familiäre Einleitung: Der neue VW
Tayron, als Hauptdarsteller dieser
Geschichte, ist in der Hierarchie der
Wolfsburger Fahrzeugschmiede zwischen
dem Tiguan und dem Touareg angesiedelt,
wobei er sich mehr am größeren Touareg
orientieren darf. Was ja kein Nachteil sein
muss. Sein Vorgänger hörte noch auf den
In der Mitte – der neue
VW Tayron ist modellmäßig
zwischen dem VW
Tiguan und dem VW
Touareg positioniert.
Überzeugend – nicht
nur sein ausgewogenes
Preis-Leistungsverhältnis
machen den
neuen MGS5 EV Luxury
zu einem tollen
Elektromobil.
MGS5 EV LUXURY
Nicht zu unterschätzen
zu finden, bei denen wir ganz genüsslich
hätten ansetzen können. Einige der
durchwegs positiven Beispiele gefällig?
Reichweite: Mit der größeren der beiden
verfügbaren Batterien (64 kWh Kapazität)
schaffte der 5-Sitzer in unserem Test
durchwegs reale Reichweiten um die 400
km. Verarbeitung: Die ist einfach nur
beispielgebend, selbst Marktbegleiter, die
wir ob ihrer Passgenauigkeit und Materialwahl
gerne und immer wieder loben,
könnten sich hier noch eine kleine Scheibe
Namen Tiguan Allspace, der dem Modell
offenbar zu wenig phonetische Selbständigkeit
mit auf den Weg gegeben hat. Platz
gibt es im optional auch als 7-Sitzer
verfügbaren SUV auf jeden Fall reichlich.
Ob der große Kofferraum (Fassungsvermögen
bis zu 885 l) als Passagier- oder
Gepäckraum genutzt werden soll, bleibt
dem angedachten Einsatz überlassen. Eine
dezente Kritik zwischendurch: Für einen
Fahrzeugpreis von immerhin 54.614,41
abschneiden. Preis-/Leistungsverhältnis:
Hier dürfte eher der Mitbewerb in Argumentationsnot
geraten, ist der MGS5 EV
vorsichtig verglichen doch locker um 9.000
Euro billiger als vergleichbare Modelle
anderer Hersteller. Und die Kritikpunkte?
Die sind tatsächlich dermaßen minimal,
dass wir sie der Einfachheit halber in
unserer Facts-Box zusammengefasst
haben.
Unser Fazit: Wer beim MGS5 EV Luxury
lange überlegt, ist selber schuld.
FACTS
Motor: 1,5 l Benzin, 110 kW (150 PS)
Eigengewicht: 1.629 kg
Sitzplätze: 4+1
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.800 kg
Testverbrauch: 6,1 l/100 km
Listenpreis: 54.614,41 Euro
(inkl. MwSt. & NoVa)
+ vielseitiges Innenraumkonzept
+ qualitativ überzeugend
+ eigenständiges Design
- lauter Motor
- DSG: ruckartiges Anfahren
- stolzer Preis
Euro (inkl. MwSt. und NoVA) wäre
zumindest ein elektrisch verstellbarer
Fahrersitz eine feine Sache. Apropos feine
Sache: Der von uns gefahrene 150 PS
starke Benziner macht eine gute Figur, was
uns aber noch mehr freut: Der Tayron ist
auch mit Turbodieselmotor zu haben! Das
größte Lob gibt es aber zum Schluss: In
Sachen Verarbeitung und Materialwahl hat
der VW Tayron im Vergleich zu anderen
VW-Modellen ganz gewaltig zugelegt.
Gratulation.
Diskussionsgrundlage – der 3-Zylinder Turbobenziner
mit 131 PS gibt sich souverän.
DACIA BIGSTER EXTREME MILD HYBRID 130 4X4
Ein wortwörtlich großer Wurf
s geht also noch größer. Mit immerhin
E4,57 m Länge hat der Dacia Duster
einen gleich um 23 cm längeren Flügelmann
zur Seite gestellt bekommen, der
auf den Namen Bigster hört. Und der
schaut, seinem Namen gerecht werdend,
nicht nur groß aus, sondern fährt sich
auch so. Wobei es in diesem konkreten Fall
eigentlich ein statisches Erlebnis mit dem
aktuellen Testkandidaten war, das uns die
Augen für sein wahres Ego geöffnet hat.
Denn gleich beim ersten Tankstopp von
einem Waidmann, der noch dazu einen
weitaus teureren Allradler fährt, mit
überschwänglichen Worten auf den gerade
zu betankenden Bigster angesprochen zu
werden, spricht schon Bände. Aber was
soll´s, recht hat er. Der Bigster schaut
fesch aus, fährt sich quer durch das
gesamte Geschwindigkeitsportfolio
wirklich angenehm und hat, seinem
Namen sei erneut dank, Platz genug.
Witzig – mit einem Sleep Pack im Kofferraum
lässt sich der Dacia Bigster zu einem Wohnmobil
im Kompaktformat verwandeln.
Bis zuletzt eher zwiegespalten waren wir
allerdings wegen dem Motor des Dacia
Bigster. Der verbaute 1,2 l 3-Zylinder
Turbobenziner (!) mit exakt 131 PS ist
technisch sicher ein großer Wurf. Zwar
braucht er beim Beschleunigen entsprechende
Drehzahlen, um auf Touren zu
kommen, hält sich akustisch dafür aber
nobel im Hintergrund.
Zu unserer wirklich großen Verwunderung
lässt sich der Otto-Motor auch absolut
schaltfaul fahren. Trotzdem ist er eines
nicht: ein gemütlich dahingurgelnder
Turbodiesel, der in einem Auto vom Typus
Dacia Bigster einfach besser aufgehoben
wäre. Verbrauchsmäßig war er mit
durchschnittlich 6,3 l/100 km im gemischten
Einsatz auch nicht gerade auf Turbodieselniveau
unterwegs.
In Sachen Verarbeitungsqualität und
Haptik befindet sich der Dacia Bigster in
bester Gesellschaft mit namhaften und
FACTS
FUHRPARK
Erscheinung – der
Dacia Bigster ist mit
4,57 m Gesamtlänge
um 23 cm länger als
der Dacia Duster.
Motor: 1,2 l Turbobenzin, 96 kW (131 PS)
Eigengewicht: 1.487 kg
Testverbrauch: 6,3 l/100 km
Anhängelast (ungebremst/
gebremst): 750 kg/1.500 kg
Listenpreis: 30.590,– Euro
(inkl. MwSt. & NoVA)
+ einprägsames Design
+ tolles Platzangebot
+ Preis-/Leistungsverhältnis
- schwache Heizleistung
- unhandliche Schlüsselkarte
- etwas hakeliger Handschalter
weitaus teureren Wegbegleitern. Eine
Geschichte für sich wäre übrigens schon
der Kofferrauminhalt unseres Testkandidaten.
Bestückt mit einem sogenannten
Sleep Pack, das für stolze 1.490 Euro (inkl.
MwSt.) Aufpreis zu haben ist, lässt sich
auch der große Bruder des Duster zu
einem Wohnmobil im ausgesprochenen
Kompaktformat aufrüsten. Die Liegefläche
misst 190x133 cm, campingtaugliche
Ablageflächen gibt es in der im Kofferraum
mittels Spanngurt sicher verstauten
Holzbox, die das Herzstück des Sleep
Packs bildet. Probeweise übernachtet
haben wir im Hotel Bigster dann zugegebener
Weise doch nicht, was jedoch mehr
an den eisigen Außentemperaturen und
der nicht vorhandenen Standheizung, als
an mangelndem Arbeitsbewusstsein
gelegen ist.
Unser Fazit: Wer Dacia Bigster sagt, darf
gerne auch Lifestyle sagen.
72 BAUBLATT.ÖSTERREICH
BAUBLATT.ÖSTERREICH NOVEMBER 2025
73
SERVICE
BÜCHER
BETON-KALENDER 2026
Hardcover; 2 Teile; 944 Seiten; 123 Abbildungen
ISBN: 978-3-433-03464-4; 184,00 Euro
Der Beton Kalender 2026 bietet Bauingenieuren
fundierte Einblicke in „Brücken im Bestand“ und
„nichtmetallische Bewehrungen“. Von Nachrechnung
und FE-Modellierung bis zu innovativen
Bewehrungstechniken und aktuellen Normen – ein
unverzichtbares Werk für den modernen Ingenieurbau.
Teil 1 bietet umfassende Einblicke in die
numerische Modellierung und Nachrechnung von
Brücken, zeigt, wie bestehende Bauwerke
untersucht sowie durch innovative Verfahren
nachhaltig ertüchtigt werden können. Ein
besonderes Highlight ist die Betrachtung der
In-situ-Betoneigenschaften, die durch moderne
Prüfverfahren direkt an bestehenden Tragwerken
ermittelt werden können. Der Teil 2 widmet sich
der nichtmetallischen Bewehrung, einer Schlüsseltechnologie für die
Zukunft des Betonbaus. Neben einer fundierten Darstellung traditioneller
Bewehrungsmaterialien wie Betonstahl und Spannstahl werden
innovative Verankerungs- und Bewehrungstechniken vorgestellt. Die
praxisnahen Erläuterungen zur DAfStb-Richtlinie für Fertigteilhohlplatten
und für Bauteile mit nichtmetallischer Bewehrung bieten wertvolle
Orientierungshilfen für den
Entwurf und die Umsetzung.
Ingenieure profitieren
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3. Auflage Hardcover; 520 Abbildungen
ISBN: 978-3-433-03476-7; 139,00 Euro
Was wissen Bauingenieure heute über die Herkunft der Baustatik?
Wann und welcherart setzte das statische Rechnen im Entwurfsprozess
ein? Wir ahnen wohl, dass die Entwicklung von Berechnungsmethoden
und -verfahren im engen Zusammenhang mit der
Entdeckung neuer Baumaterialien und der Hervorbringung und
Entfaltung von Tragformen stehen. Mit dem vorliegenden Buch lädt
der Verfasser seine Leser zur
Suche nach dem Gleichgewicht
von Tragwerken auf Zeitreisen
ein. Die Zeitreisen setzen mit der
Entstehung der Statik und
Festigkeitslehre eines Leonardo
und Galilei ein und erreichen
ihren ersten Höhepunkt mit den
baustatischen Theorien über den
Balken, den Erddruck und das
Gewölbe von Coulomb am Ende
des 18. Jahrhunderts. Im
folgenden Jahrhundert formiert
sich die Baustatik mit Navier,
Culmann, Maxwell, Rankine,
Mohr, Castigliano und Müller-
Breslau zu einer technikwissenschaftlichen
Grundlagendisziplin, die im 20. Jahrhundert in Gestalt
der modernen Strukturmechanik bei der Herausbildung der
konstruktiven Sprache des Stahl-, Stahlbeton-, Flugzeug-, Automobil-
und des Schiffbaus eine tragende Rolle spielt. Dem Autor gelingt
es, die Unterschiedlichkeit der Akteure hinsichtlich ihres technischwissenschaftlichen
Profils und ihrer Persönlichkeit plastisch zu
schildern und das Verständnis für den gesellschaftlichen Kontext zu
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Dimension der Baustatik und der Strukturmechanik von der frühen
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74 NOVEMBER 2025 BAUBLATT.ÖSTERREICH
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