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COBURGER – Das Magazin #25

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Nr. 25 | Februar 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018

NN


DIE

STONES

IM COBURGER?

NN

Und nicht nur die ...

Mehr aus der Sammlung

des Coburger Weltenbummlers

Peter Achtzehn

in unserer Galerie.

Seite 78

Und in der Sonderbar

im Unteren Bürglaß in

Coburg.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 25 FEBRUAR 2018

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

76 BUCHEMPFEHLUNG

77 THEATERVORSCHAU

84 SCHATZSUCHE

86 IN EIGENER SACHE

88 MONACO FRANKE

89 AUF EIN WORT

90 DAS LETZTE

CHRIS WINTER

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

CHRIS WINTER

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

BENEDIKT DELLERT

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

PETER ACHTZEHN

14

18

26

30

44

NICHTS FÜR WEICHEIER

Anleitung für das Alt werden

TRAUM IN WEISS

Winterlandschaften

DAS NEUE WIR-GEFÜHL?

Da geht doch mehr …

SONDERTHEMA ZUKUNFT

Positionen und Geschichten

DER HALBE MANN

Flo Sitzmann im Portrait

48 MACHER

Dieses Mal: Matthias Dietz

54 KÖRPERWELTEN

Fit in den Frühling

70

HIER WOHNTE …

… Schuster, Metzger und Leineweber

78 GALERIE

Aus der Sammlung eines Weltenbummlers

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Hier wohnte ...

… in diesem Magazin auf Seite 70 in

Kooperation mit dem Stadtbild Coburg e.V.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

„Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, „Es ist noch kein Meister vom Himmel

gefallen“, „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden“, „Das Ganze ist mehr als

die Summe seiner Teile“: Weisheiten, abgedroschen wie ein Weizenfeld im Herbst,

Worthülsen mit wenig Luftwiderstand, Phrasen, für die man beim sonntäglichen

Bundesligatalk zur Strafe 5 Euro zahlen müsste (Sorry, dieser Ausflug in die

Niederungen der profanen Wochenendgestaltung deutscher Durchschnittsmänner,

zu denen sich natürlich auch der Autor zählt, lag einfach auf der Zunge, deswegen

haben wir ihn kurzerhand ausgespuckt und hier verbal eingebunden). Schade

eigentlich … nur weil ein Aphorismus in die Jahre gekommen ist, muss er ja nicht

falsch sein, oder – drehen wir es einmal um: Gerade weil eine Erkenntnis dem

Zeitgeist widersteht, könnte es doch sein, dass sie … vielleicht … richtig ist?

Jeder dieser Sätze macht auf seine Weise Mut, krempelt die Ärmel hoch: Vom Jammern nämlich wird die

Zukunft nicht besser. Deswegen haben wir uns in unserem Sonderthema „Darf ich auch mitreden? Thema

Zukunft“ ausnahmslos mit Menschen unterhalten, die ihren Lebensweg an Koordinaten wie Freude,

Enthusiasmus, Ideen, Visionen, Durchhaltevermögen, Glauben an sich und an das Gute ausgerichtet haben.

Und, sind wir doch einmal ehrlich: Ein offener freudiger Blick nach vorne (und es gibt ja nur die subjektive

Wahrnehmung, nichts ist objektiv) und das entsprechende Handeln ist produktiver, sozialer und damit auch

„besser“ als griesgrämiges dummes nervtötendes zeitraubendes Rumgestänker … und macht außerdem mehr

Spaß.

Medien berichten in der Regel vor allem über das Übel in der Welt, Terror, Unfälle, Klimawandel,

Katastrophen, Tragödien, Morde, Krankheiten, böse Lobbyisten, dumme Politiker, arrogante Stars,

Korruption, Ungerechtigkeit. Damit treffen sie auf dankbare Leser, User, Hörer, Zuschauer. Ein Geschäft auf

Gegenseitigkeit. Und natürlich müssen kritische Journalisten in einer Demokratie Missstände recherchieren

und aufzeigen. Mangelt es da aber nicht am Gleichgewicht? An den Geschichten, die motivieren, Freude

machen, stimulieren?

Also: Weil es die Wirklichkeit an sich ja ohnehin nicht gibt, nur unser Bild von ihr, können wir dieses Bild

doch ein wenig bunter gestalten als es sich aktuell darstellt. Wir nennen das konstruktiven Journalismus. Das

ist nicht unsere Erfindung. Aber Sie werden ihn finden, an vielen Stellen in diesem Magazin. Wir hoffen, Sie

haben Freude daran, jetzt … wann denn sonst?

So, jetzt sind Sie dran.

Wolfram Hegen

P.S. Weil wir wieder mehrfach darauf angesprochen wurden, warum dieses Magazin nichts kostet, Fotos,

Geschichten, Papier, Farbe, Vertrieb, alles zum Nulltarif, wo gibt es denn sowas? Hm … kleine Umfrage:

a) Würden Sie jedes Mal 5 Euro bezahlen? JA? Dann gleich zu c) wechseln: NEIN? Dann mit b) weiter.

b) Haben Sie früher, in den ersten Jahren, als das Magazin nur käuflich zu erwerben war, dafür bezahlt?

NEIN? Schade. Machen Sie trotzdem mit c) weiter.

JA? Gut, machen Sie doch bitte mit c) weiter.

c) Bestellen Sie ein gerne ein kostenpflichtiges Abo ;-) … (möglich ist das über unsere Homepage, dann

kommt der COBURGER ganz bequem ins Haus).

d) Wenn c) für Sie nicht in Frage kommt, kein Problem, wir freuen uns, wenn Sie uns lesen und wir Sie

informieren, begeistern, belustigen, aufregen, zum Lachen oder Weinen bringen (am besten vor Lachen).

Nur einen Wunsch haben wir: Erzählen Sie anderen von uns, am besten nur Gutes, das freut uns am

meisten. Ihnen eine schöne Zeit.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


INHALT

14

NICHTS FÜR WEICHEIER

Alt werden für Fortgeschrittene

44

DER HALBE MANN

Florian Sitzmann im Portrait

26

DAS NEUE WIR-GEFÜHL

Geht da noch was …?

18

TRAUM IN WEISS

Fotos von Sebastian Buff

30

SONDERTHEMA ZUKUNFT

Positionen und Geschichten

54

KÖRPERWELT

Fit in den Frühling

70

HIER WOHNTEN …

Schuster, Metzger und Leineweber

78

GALERIE

Peter Achtzehn

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

So, das war aber auch ein langer Winter, gefühlt von September

bis jetzt … und uns schwant, dass wir ihn mit dem Fasching noch

lange nicht endgültig ausgetrieben haben. Fasten sollen wir ja

auch noch – dem COBURGER wird in diesen Wochen wirklich einiges

abverlangt. Gut, dass uns in unserem kleinen Großstädtchen

auch in der Unzeit zwischen Spätwinter und Vorfrühling

ein mit Kultur reich gedeckter Tisch nährt, an dem wir uns laben

können, der wenigstens unsere Herzen wärmt und unsere Hirne

SÄCHSISCHER JAZZEXPORT

DAS SINA RIEN QUARTETT

Ursprünglich begonnen als Projekt, mit dem die Dresdner Kontrabassistin

Sina Rien ihre Kompositionen mit wechselnden Musikern auf die Bühne

bringen wollte, gibt es das Sina-Rien-Quartett nun seit drei Jahren. Die Musik

ist eine Mischung aus Modern Jazz und Weltmusik. Dabei hört man Einflüsse

aus Südamerika, dem Orient, „New Yorker U-Bahn-Jazz“ und vielem mehr.

Sina Rien ist eine Dresdner Kontrabassistin und Komponistin. Schon während

ihrer Schulzeit hat sie sich in das größte Streichinstrument verliebt, das mit seinen

tiefen, warmen Tönen und den verschiedenen Möglichkeiten, es zu spielen, den

Puls der Musik ausmacht. Während ihres Musikstudiums in Dresden und Wrozlaw

spielte sie in vielen Bands unterschiedliche Musikrichtungen. Dabei wurde ihr

Interesse für lateinamerikanische Musik geweckt. Touren führten sie bisher durch

ganz Deutschland, nach China und Brasilien. Das „Sina Rien Quartett“ ist ein

eigenes Projekt, in dem es um ihre aktuellen Kompositionen geht, die Jazz und

Weltmusik zusammenbringen, realisiert von erstklassigen Musikern und auch

mit Gesang. Die Zusammensetzung der Instrumente auf der Bühne kann dabei

unterschiedlich sein – je nachdem, wie sich ihre Stücke oder Soundvorstellungen

mit der Zeit verändern.

mit geistigem Futter versorgt, wenn wir schon den vom Winter

ohnehin angeschwollenen Wanst nicht weiter vollstopfen dürfen,

sollten, müssten … ok, müssen. Also, Landestheater, Kongresshaus,

Kirchen, Clubs, Museen freuen sich auf den Besuch.

Und wir vom COBURGER haben auch wieder drei Veranstaltungen

ausgewählt, die wir für geeignet halten, wenigstens den

Geist und das Herz zu nähren. Wie immer wieder rein subjektiv

– wir stehen dazu und wünschen viel Spaß.

RARITÄTEN VOR OSTERN

BACHCHOR UND PHILHARMONISCHES ORCHESTER

Zwei ganz besondere Werke präsentieren Bachchor Coburg, Philharmonisches

Orchester und Solisten am Karfreitag: Das Miserere B-Moll von E.T.A

Hoffmann aus dem Jahr 1809 wurde zu dessen Lebzeiten nie aufgeführt. Ein

abwechslungsreiches Werk, in dem er eine Brücke zwischen der Musiksprache

seiner Zeit und dem von ihm bewunderten Stil der Palestrina-Schule schlägt.

Hoffmann selbst beschreibt seine Stimmung während der Arbeit an seinem

Miserere als „etwas krankhaften Zustand oder vielmehr Stimmung zum

romantisch Religiösen hin". (Quelle: Bodensee Musikversand.) Das zweite Werk

aus der Feder von Cesar Franck „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ war lange

völlig unbekannt. Man weiß nicht einmal, ob und wann das Stück uraufgeführt

wurde. Das Originalmanuskript tauchte erst 1954 wieder auf. Dabei haben die

Worte des Gekreuzigten schon immer als Textgrundlage von Passionsmusiken

gedient. Während aber normalerweise die Kernsätze im Zusammenhang des

Evangelienberichts belassen werden, nimmt Franck sie einzeln heraus und

kommentiert sie mit Abschnitten des Alten und Neuen Testaments, sowie

mit Teilen des „Stabat mater“, alles in lateinischer Sprache (Quelle Wolfgang

Hochstein).

Bild: www.sina-rien.de

Bild: Jochen Berger

Wann Wo Wie:

Sonntag, 18. März 2018 um 19:30 Uhr im Haus Contact. Karten im

Vorverkauf in der Buchhandlung Riemann, im Haus Contact, im

Gemeindebüro von St.Moriz und an der Abendkasse.

Wann Wo Wie:

Karfreitag, 30. März 2018 um 17 Uhr in der St.Moriz-Kirche in Coburg,

Karten zwischen 3,50 Euro und 25 Euro bei Coburg-Tourist in der

Herrngasse 4, Telefon 09561/89 80 43

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


HANDBALL

SEIT

2000

DREIGESTIRN

MUSIK WIE MOCCA

MULO FRANCEL & FRIENDS

Hochenergetisch, warm und aphrodisierend, pulsierend und nach fernen

Orten und Zeiten duftend. Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler.

Sein aktuelles Programm „Mocca Swing“ atmet seine 30-jährige Erfahrung als

World Music-Künstler und Komponist voller Reife und Inspiration. Bekannt

wurde er vor allem als kreativster Part des Ensembles Quadro Nuevo.

Mulo Francel – das klingt nach ferner weiter Welt. Musikalisch ja, aber Francel

stammt aus dem tiefsten Bayern, aufgewachsen nämlich ist er am Chiemsee. Schon

früh tat es ihm die Jazz-Plattensammlung seines Vaters an. Im Kinderzimmer

spielte er dazu Gitarre. Der Beginn einer Karriere: Er lernte selbständig Saxophon

und wurde spätestens 1996 mit dem Quartett Quadro Nuevo weit über seine

Heimat hinaus bekannt. Zahlreiche Preise sind Ausdruck des Erfolgs. Daneben

veröffentlichte er unter eigenem Namen viele eigene Alben. Seine Musik

nährt sich dabei den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren

Mythen: die spontane Improvisationskraft des Jazz, hypnotisierende oriental

Grooves, Melodien eines fast schon verklungenen Italiens, Tango und karibische

Lebensfreude. Das jüngste Album trägt jetzt nun den Titel „Mocca Swing“. Der

„wohl sinnlichste Saxophonist Europas“ gastiert mit seinem gleichnamigen

Programm in Coburg.

Spitzensport in Coburg

Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:

1 REGION. 1 ZIEL. H

GEME1NSAM

C.

HSC

COBURG

Bild: www.mulofrancel.de

Wann Wo Wie:

Sonntag, 25. März 2018 um 18 Uhr Leise am Markt in der Herrngasse in

Coburg. Karten für 25 Euro, Reservierung unter 09561/90856 oder über das

online-Formular: www.leise-am-markt.de.

Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Museumsschlenderer,

Lachsüchtige, Eventfanatiker, Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame

Herzen und Passivsportler:

▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download

▶ coburg.de/veranstaltungen

▶ landestheater-coburg.de

▶ coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ leise-am-markt.de

▶ gocoburg.de/veranstaltungen

▶ huk-coburg-arena.de/veranstaltungen

▶ agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen

▶ konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur

▶ vsbamberg.de/events.cfm

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Wobei es jedem

natürlich selbst überlassen bleibt, was er unter „Sinn“ versteht. Ein große

Elektrokette würde vielleicht sagen: „Hauptsache, Ihr habt Spaß“.

HSC 2000 Coburg vs. Wilhelmshavener HV

17. Februar 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. HC Rhein Vikings

25. Februar 2018

Anwurf: 17:00 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. HC Elbfl orenz

17. März 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. HG Saarlouis

31. März 2018

Anwurf: 19:30 Uhr

www.hsc2000.de

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

NICHT MEHR LANGE

Das Globe kommt (stand bei Redaktionsschluss zwar noch nicht fest, aber war

sollte der Stadtrat angesichts der Steilvorlagen – siehe zum Thema Steilvorlagen

auch den Leitartikel „Das neue WIR-Gefühl?“ – sonst entscheiden) also auf das

Güterbahnhofgelände. Sollte es wirklich gelingen, dieses am 26. August 2019

einzuweihen, dem 200. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Prinz

Albert, schwirren schon einige mögliche Namen für das Globe herum (und

auch für den Fall, dass es mit August 2019 nichts werden sollte): Von der „Royal

Albert Hall Coburg“, was das britische Königshaus aber möglicherweise als

anmaßend empfinden könnte, über das „Albert Global“ oder „Albert Globe“ bis

hin zum „Prinz-Albert-Theater“. Prinz-Albert-Forum übrigens scheidet als Name

aus: Dabei handelt es sich um eine Internetseite mit Tipps und Hinweisen zum

gleichnamigen Intimpiercing. Dieses immerhin, so gibt es Theorien, könnte nach

Prinz Albert benannt sein. Wir schlagen einen Wettbewerb vor, an dem sich alle

Bürger beteiligen können.

NICHT VON GUTEN ELTERN

Sogenannte „Helikoptereltern“ sorgen in Coburg zunehmend für Gesprächsstoff.

Nachdem der COBURGER in seiner Herbstausgabe unter der Überschrift

„Problemkind Eltern“ schon über die untragbaren Zustände vor Coburgs Schulen

kurz vor Schulbeginn berichtet hatte, widmete jetzt die Neue Presse unter dem

Titel „Vorsicht, Eltern“ der Problematik eine große Geschichte: Es geht um

überbesorgte Eltern, die ihre Kinder am liebsten bis direkt vors Schultor oder

zum Kindergarten fahren. Doch die Blechkarawane verstopft die Straßen,

behindert Busse, verschmutzt die Luft – und macht Kinder

unselbständig. In den „Coburger Stadtgesprächen“

auf Facebook entbrannte über das Thema

jetzt zudem eine Diskussion. Die

überwiegende Zahl der Kommentare

war eindeutig, von „Irrenhaus“ bis zu

„weichgespülten Kindern und

Jugendlichen“ als Folgen solcher

Zustände war die Rede.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


STADTGESPRÄCH

NICHT FÜR ERWACHSENE

Eine Neuheit kündigt sich für den Veranstaltungskalender der Stadt

Coburg an. Und zwar eine echte Premiere: Die ersten Kinderkulturtage

in Coburg. Laut dem Kinderbeauftragten der Stadt Coburg, Thomas

Apfel, ist seine Idee mittlerweile auf große Resonanz gestoßen. Viele

Unterstützer haben ihre Mitwirkung zugesagt. Und auch der Termin

steht fest: Die Herbstferien Ende Oktober und Anfang November werden

in diesem Jahr ganz den Jüngsten gehören. Ein großes Programm wird

aktuell zusammengestellt. Es reicht von freiem Eintritt in zahlreiche

der Museen in der Vestestadt über Lesungen mit Unterstützung

des lokalen Buchhandels bis hin zu einer Kooperation mit

dem Landestheater Coburg. Auch die

Kulturabteilung der Stadt Coburg

ist mit an Bord. Mit weiteren

Partnern laufen Gespräche.

Der endgültige Ablauf

wird rechtzeitig bekannt

gegeben.

AUCH DAS NOCH …

Coburgs beziehungsweise Lautertals prominenter

Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt

(alias Sebastian Fleischer im Franken-Tatort)

hat sich beim Sporteln verletzt und musste sich

einer OP unterziehen. Die Dreharbeiten für

den nächsten Tatort in Bayreuth im März

sind aber nicht gefährdet.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir

eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen

HOFBERICHT

wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Comedy-Gala im

Kongresshaus Rosengarten, bereits zum siebten Mal vom Round Table

organisiert, zum ersten Mal vom COBURGER präsentiert und vor allem

mit einem stolzen Ergebnis am Ende eines langen Abends: Über 14000

Euro kamen für gute Zwecke zusammen.

Die Stars des Abends: Frank Fischer, Costa Meronianakis, Hans-Hermann Thielke, Daphne De Luxe, Marcelini

Werner Hieber

Frank Sperschneider und Tanja Zöbelein, Bodystreet Sebastian Sonnauer und Björn Hieber, Round Table 151 André Stämmler, Präsident des RT210 Jena und Nadia Al-Hamadi

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


DER HOFBERICHT

Lilli und Papa Martin Vögele, Buchhandlung Riemann

Verena Martin und Anja Hampel

Rene Hähnlein

Alexander Kibe, Olga Kibe, Katrin Kibe, Patrick Lorenz, Mascha Zoll

Annette Hopfenmüller, BR-Filmemacherin und Tatort-Kommissar Andreas Leopoldt Schadt

Comedy-Gala vorbei

und immer noch

schlecht drauf ?

Dann hol Dir die neue iTVCOBURG APP. Mit allen Filmen,

Wohnungsmarkt, Stellenmarkt, Veranstaltungen, Schatzsuche.

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Scannt einfach den QR-Code oder sucht in den Stores nach „iTVCoburg“

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


NICHTS FÜR WEICHEIER

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE

VON CHRIS WINTER

Nichts

für

Weicheier

Alt werden für

Fortgeschrittene

Mit einem Handgriff soeben

30 bis 40 Jahre älter sein und

sich als Greis fühlen: Keine

erstrebenswerte Aussicht. Dabei

träumen viele Menschen davon,

ein hohes Lebensalter zu erreichen

– aber eben selbstverständlich

bei bester Gesundheit. Doch das

ist leichter gesagt als getan. Viele

Faktoren nämlich beeinflussen die

Lebenserwartung. Welchen Anteil

sie jeweils genau haben, lässt sich

allerdings kaum feststellen.

Mit einem Alterssimulationsanzug lassen sich viele

körperlichen Einschränkungen und Defizite am eigenen

Leib erfahren, die sich erst mit zunehmendem Lebensalter

einstellen. Eine Brille auf die Nase geschoben, und schon

ist die eben noch vorhandene Sehschärfe weg. Die Bilder an

der Wand, der Blick aus dem Fenster oder in die Zeitung –

nur noch unscharfe Bilder, verschwommene Kontraste und

verwaschene Farben, alles undeutlich. Das Leben im Alter

ist in der Regel nicht einfach, es ist nichts für Weicheier. Mit

der Zahl der Jahre verlangsamt sich das Leben. Der Gang

wird unsicher, die Schritte werden kürzer und vorsichtig.

Man steht nicht mehr mit beiden Füßen fest auf dem

Boden der Tatsachen, das Gefühl ist mehr schwammig.

Allgemein lässt die Beweglichkeit nach. Besonders die

Knie melden sich das ganz deutlich. Kniegelenke

älterer Menschen sind sehr häufig von krankhaften

Veränderungen betroffen, die besonders starke

Einschränkungen verursachen. Da bleibt

dann der heruntergefallene Stift auf dem

Fußboden liegen, denn bis man sich

wieder aufgerichtet hat …

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


NICHTS FÜR WEICHEIER

Falten, Altersflecken, lichtes Haar: Wenn der Mensch altert, ist das nicht zu

übersehen. Doch nicht jeder altert äußerlich gleich schnell. Und daran sind nicht

nur die Gene schuld. Wie schnell wir äußerlich altern, hängt auch zum großen

Teil davon ab, wie wir uns verhalten, wo wir leben und wie wir mit unserer

Umwelt umgehen. Alleine für Veränderungen der Haut, dem größten sichtbaren

Organ, sind die Zahlen eindeutig. „Null bis 30 Prozent der Hautveränderungen

werden durch genetische Faktoren bedingt. Die restlichen 70 bis 80 Prozent

entstehen durch Umwelteinflüsse, zum Beispiel durch UV-Strahlung und

Luftverschmutzung“, erklärt Jean Krutmann, Leiter des Leibniz-Instituts für

umweltmedizinische Forschung. Altern betrifft nie nur ein Organ, es altert immer

der gesamte Organismus. Ernähren wir uns fettig, trinken Alkohol, rauchen oder

liegen zu lange in der Sonne, setzen wir unserem Körper biologischem Stress aus.

Dadurch kommt es sowohl bei jungen als auch bei älteren Menschen zu molekularen

Schäden, etwa in der DNA. Solche Schäden treten in jeder Minute

tausendfach auf. Doch während ein junger Körper sie gut überwacht und schnell

repariert, ist ein älterer Körper dazu immer weniger in der Lage. Altern bedeutet,

dass der Körper immer schlechter mit Stress umgehen kann. In den Körperzellen

sammeln sich deshalb DNA-Mutationen. Dadurch können Organe leichter

versagen oder Tumore entstehen.

Auf die Haut haben solche Zellveränderungen zwei sichtbare Auswirkungen.

Das sind zum einen Veränderungen in der Hautpigmentierung. Sie wird

ungleichmäßig, es können Alterungsflecken auftreten. Zum anderen nimmt die

Hautelastizität ab, es entstehen also Falten. Immer wieder zeigt sich aber auch,

dass Menschen trotz ähnlicher Umwelteinflüsse unterschiedlich schnell alt

aussehen. Die schädigende Wirkung äußerer Faktoren hängt also auch eben auch

von den körperlichen Voraussetzungen ab. Menschen haben eine unterschiedliche

genetische Ausstattung. Die Einen werden weit über 100 Jahre alt, obwohl sie

rauchen oder Alkohol getrunken haben. Andere erkranken schwer trotz eines

gesunden Lebenswandels. Die chronologische und die biologische Uhr können

entkoppelt sein. Junges Aussehen kann ein Anzeichen dafür sein, dass ein Mensch

biologisch jung geblieben ist.

Der Alterungsprozess lässt sich aber

– in Grenzen – beeinflussen:

Sport: Sport ist ein wahrer Jungbrunnen. Wie Forscher an der Universität

Kopenhagen herausfanden, leben männliche Jogger im Vergleich zu Inaktiven

im Schnitt 6,2 Jahre länger. Frauen können sich immerhin 5,6 zusätzliche

Jahre erlaufen. Ausdauersport stärkt Herz und Kreislauf. Chronisch Kranke

oder sportliche Novizen sollten sich vorher vom Arzt untersuchen und zum

geeigneten Trainingspensum beraten lassen.

Gewicht: Vor allem Fettgewebe in der Bauchgegend fördert Krankheiten wie

Diabetes oder Herz- und Gefäßleiden. Wer deutliches Übergewicht vermeidet,

beugt diesen vor und schont gleichzeitig seine Gelenke. Mit zunehmendem

Alter wird der Blick auf die Waage außerdem wichtig, um einen starken

Gewichtsverlust zu erkennen. Das kann eine Warnung für Krankheiten oder

altersbedingten Muskelschwund sein, der Gebrechlichkeit und gefährliche Stürze

begünstigt.

Soziale Kontakte: Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen.

Der Austausch mit Freunden ist nicht nur wichtig fürs Wohlbefinden, sondern

aktiviert das Gehirn. Auch eine erfüllte Partnerschaft ist hilfreich: Es gibt

Hinweise, dass lang verheiratete Paare länger leben. Außerdem lassen sich

gesunde Gewohnheiten zusammen leichter umsetzen.

Rauchen aufhören: Nikotin ist die häufigste Ursache von Lungenkrebs,

schadet dem Herz-Kreislauf-System und kann Atemwegserkrankungen auslösen.

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums verkürzt Rauchen die

Lebenszeit durchschnittlich um zehn Jahre. Doch selbst dieses Laster erst im

Laufe seines Lebens aufgibt, kann sein Risiko für Folgekrankheiten noch deutlich

senken.

Vorsorge: Zum Arzt geht niemand gern. Dennoch ist es ratsam,

medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Je früher eine Krankheit

entdeckt wird, desto besser lässt sie sich in den meisten Fällen behandeln.

Stress: Dauer-Stress macht krank. Anhaltende psychische Belastungen

schwächen das Immunsystem und begünstigen Herzkrankheiten.

Neues erfahren: Jede neue Herausforderung ist gut fürs Gehirn. Jedes

Mal, wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich neue Verschaltungen im Gehirn.

Das kann geistigem Abbau im Alter entgegenwirken.

Gesunde Zähne: Kranke Zähne können sich auf den ganzen Körper

auswirken, wenn Entzündungen sich ausbreiten. Parodontitis gilt als

eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Deshalb sind

gepflegte Zähne wichtig.

Humor: Eine gute Prise Optimismus lässt die kleinen Nackenschläge des

Lebens leichter wegstecken. Eine US-amerikanische Studie legt nahe, dass

Optimisten länger leben als Menschen, die ihr Leben überwiegend negativ

betrachten.

Fisch, Obst und Gemüse: Es lohnt sich, anstelle fettigen Fleischs

öfters ein Fischfilet zu essen. Meerestiere enthalten Omega-3-Fettsäuren, die

vermutlich das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

senken. Es gibt zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, die Vitamine, Ballaststoffe

und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit

auswirken sollen. Und Trinken nicht vergessen: Selbst wenn im Alter das

Durstempfinden nachlässt, eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit sollten es täglich

sein.

„Der Rost macht erst die Münze wert.“

Johann Wolfgang von Goethe brachte das Altern auf den

Punkt. Und schon der römische Redner und Staatsmann

Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) wusste,

„nicht das Alter ist das Problem,

sondern unsere Einstellung dazu“.

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE

Gesponserter Beitrag

Geregelter

Lebensabend

Tipps von der Kanzlei Hörnlein & Feyler

Die Schritte werden mühsamer,

das Sehen schlechter, das Denken

langsamer, die Arztbesuche häufiger,

die Freunde werden weniger: Alt zu

werden fällt vielen Menschen schwer.

Immerhin aber ist die Lebenserwartung

in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Und vor allem gibt es auch immer

bessere Möglichkeiten für einen

würdigen und leidensfreien letzten

Lebensabschnitt: Wohlstand, moderne

Medizin, technische Hilfsmittel und ein

dichtes Netz an sozialen Einrichtungen

machen es möglich. Wenn dann auch

rechtzeitig rechtliche Fragen geklärt

sind, kann der Lebensabend sorgenfrei

und vielleicht sogar ganz gemütlich

verlaufen. Informationen dazu von

Rechtsanwältin Karoline Hartwig, die

bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in

Coburg unter anderem auf Familienrecht

und Erbrecht spezialisiert ist.

Man hat ein Leben lang gearbeitet, gebuckelt, Kinder

großgezogen, Lebensträume gelebt oder begraben,

ein Haus gebaut, kurzum: Man hat sein Leben in der

eigenen Hand gehabt, es gestaltet, war sein eigener

Herr oder seine eigene Dame. Nur allzu verständlich,

dass das, solange es geht, auch im Alter so bleiben

soll. Oft ist dazu ein behindertengerechter Ausbau

der eigenen vier Wände notwendig. Als Eigentümer

ist das nur eine Frage des Geldes, als Mieter muss man

eventuell notwendige Ein- oder Umbauten vorher

mit dem Vermieter klären, einen Anspruch darauf

gibt es nicht.

Am Anfang sollte auf jeden Fall die Frage geklärt

werden, ob es die eigenen vier Wände bleiben sollen,

auch wenn man vielleicht alleine lebt, weil der Partner

schon verstorben ist und die Kinder woanders leben,

oder ob es doch ein Heim sein kann, eine Senioren-

Wohngemeinschaft oder andere Lebensformen. Eine

Angst ist auf jeden Fall unbegründet, obwohl diese

von Pressemeldungen oft befeuert wird: Kinder

werden durch eventuelle Heim- oder Pflegekosten der

Eltern in der Regel nicht in den Konkurs getrieben.

Bevor die nämlich zur Kasse gebeten werden, greifen

relativ hohe Freibeträge.

Natürlich aber haben Kinder im Fall der Fälle

Verantwortung für ihre Eltern. Nicht nur moralisch,

aus Verbundenheit, Familiensinn und Liebe heraus,

auch rechtlich, wenn eine Vorsorgevollmacht

vorliegt. Diese betrifft alle Fälle, in denen ein

Mensch aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls

oder aus anderen Gründen geistig oder körperlich

nicht mehr selbst entscheiden und handeln kann. In

so einer Vollmacht können für so einen Fall nahezu

alle Zuständigkeiten geregelt werden: Wer darf

Banküberweisungen vornehmen, gesundheitliche

Fragen mit dem Arzt besprechen, einen Heimplatz

festlegen, das Haus verkaufen.

Vordrucke für solche Vorsorgevollmachten gibt es

bei den zuständigen Ministerien. Zu beachten ist

aber auch bei der Existenz einer Vorsorgevollmacht,

dass in den Fällen der Unterbringung mit

freiheitsentziehender Wirkung, ärztlicher Zwangsmaßnahmen

im Rahmen der Unterbringung, und

über freiheitsentziehende Maßnahmen in einem

Heim oder in einer sonstigen Einrichtung, die

Genehmigung des Betreuungsgerichtes erforderlich

ist.

Gleiches gilt, wenn zwischen dem Bevollmächtigten

und dem behandelnden Arzt kein Einvernehmen

darüber besteht, dass die Erteilung, die

Nichterteilung oder der Widerruf der Einwilligung

dem Willen des Vollmachtgebers entspricht. Für die

Vermögenssorge sollte auf die von den Bankinstituten

angebotenen Vollmachten zurückgegriffen

werden. Für die Aufnahme von Darlehen ist eine

notariell beurkundete Vollmacht erforderlich.

Für Immobiliengeschäfte muss die Unterschrift

unter der Vollmacht durch den Notar oder den

Urkundsbeamten der Betreuungsbehörde beglaubigt

sein. Liegt keine solche Vollmacht vor, übernimmt

letztlich ein amtlicher Betreuer die Geschäfte.

Keiner unterschreibt sie gerne, weil keiner daran

denken möchte, dass sie vielleicht einmal wirklich

notwendig werden könnte: eine Patientenverfügung,

der „verkörperte mutmaßliche Wille einer

Person“. Erst kürzlich hat der Bundesgerichtshof

die Anforderungen an eine rechtlich bindende

Patientenverfügung nach oben geschraubt, sie müsse

nämlich „ganz genau definiert sein“. Weil aber jeder

Fall zwischen Leben und Tod ein Einzelfall ist, ist

es oft Auslegungssache, ob eine Verfügung greift

oder nicht. Daher seien, so die Kanzlei Hörnlein

& Feyler, „der beste und sicherste Weg, um keine

Fehler zu machen, Vordrucke und Checklisten, die

bei den zuständigen Bundes- oder Landesministerien

auch online erhältlich sind, oder der Gang zum

Rechtsanwalt oder Notar.“

Und letztlich sollte auch für den eigenen Todesfall

eine letztwillige Verfügung errichtet werden. In

diesem Zusammenhang sollte man heutzutage auch

seinen digitalen Nachlass regeln, wo befinden sich

Passwörter, was soll mit digital hinterlegten Daten,

Fotos, Dokumenten nach dem Tod geschehen.

Karoline Hartwig bei der Kanzlei Hörnlein &

Feyler und unterstützt Frau Rechtsanwältin

Feyler im Ressort Erbrecht. Zusätzlich ist auch

Fachanwältin für Familienrecht.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


TRAUM IN WEISS

Fotos von Sebastian Buff

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TRAUM IN WEISS

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FOTOS VON SEBASTIAN BUFF

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Foto: Coburger Designforum

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Das neue

WIR-Gefühl?

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


DAS NEUE WIR-GEFÜHL?

Ein rundes hölzernes Globe fasziniert Bürger, Unternehmen

und Politiker über Parteigrenzen hinweg, ein neuer

modernster Gesundheitscampus auf dem ehemaligen

BGS-Gelände klingt visionär aber realistisch, mit CO-CRE-

APOLIS stärkt die Hochschule Coburg das innovative

Potential mit über 6 Millionen Euro Fördergeldern, und auch

der ICE macht nach leichten Anfahrproblemen in Coburg

regelmäßig Halt: Ein neues WIR-Gefühl hat Coburg gepackt.

Selten in einer Stadt, in der sich vor nicht wenigen Jahren

Politik und Teile der Wirtschaft unversöhnlich gegenüber

standen, und auch die Politik zerstritten war. Geht da jetzt

noch mehr?

Ein vorfrühlingshafter Wunschzettel von Wolfram Hegen

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


GEHT DA NOCH WAS?

Erst einmal: Worum geht es eigentlich?

Steilvorlage aus München?

Um Lebensqualität. Lebensqualität ist der Schlüssel zum Erfolg.

Städte, die Lebensqualität bieten, haben Zukunft. Nachfrage ist

da: Immer mehr Menschen ziehen in Städte. Bisher vor allem

in die Metropolen. Städte in ländlichen Räumen hatten keine

Zukunft. Jetzt aber haben auch Klein- und Mittelstädte wieder

Perspektiven: In München, Frankfurt, Stuttgart und in anderen

deutschen Großstädten wird der Platz knapp, die Luft schlecht,

der Mietpreis unerschwinglich. Auf den Straßen staut es sich, der

Kindergartenplatz wird zur Lotterie, das eigene Häuschen bleibt

ein Traum, das Leben in der Metropole ist oft nur mit mehreren

Jobs bezahlbar. In Klein- und Mittelstädten wie Coburg ist vieles

anders. Vieles besser. Dazu kommt der demographische Wandel:

Eine ältere Bevölkerung wählt lieber ein sicheres intaktes gesundes

überschaubares Umfeld.

Ein perfektes Zuspiel bekommen Städte wie Coburg zudem durch

das erklärte Ziel Bayerns, für gleichwertige Lebensverhältnisse

und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu sorgen. Seit der

Übernahme in die Bayerische Verfassung am 1.1.2014 handelt es

sich dabei um ein Staatsziel. Basis war ein Volksentscheid aus dem

Jahr 2013. Eine eingesetzte Enquete-Kommission hat jetzt eine

Fülle an Handlungsempfehlungen erarbeitet und vorgestellt, um

dieses Ziel zu erreichen: Vom schnellen Internet über medizinische

Versorgung bis hin zu kulturellen Angeboten. Metropolen

entlasten, indem ländliche Regionen attraktiver gemacht werden.

Die Handlungsempfehlungen enthalten viele Steilvorlagen. Wenn

man sie verwertet.

Ein Kantersieg für Coburg?

Weg aus der Provinz oder nicht?

Warum aber brechen dennoch immer noch mehr Menschen aus

kleinstädtischen Strukturen aus und suchen das Flirren und die

Anonymität der Großstadt, egal was sie das kostet? Weil dort das

Leben pulsiert, Kultur, Vielfalt, Innovation, weil im ländlichen Raum

vielerorts Tristesse eingekehrt ist, provinzieller Mief nicht mehr

mit einer globalisierten von urbanen Strukturen getriebenen Welt

kompatibel ist. „Städte sind Entwicklungszentren und Testlabore“,

beschreibt es das Zukunftsinstitut. Auch diese Art an Lebensqualität

muss Coburg abbilden, mindestens in kleinem Maßstab, um im

Wettbewerb bestehen zu können. Die taktische Aufstellung ist

gut: Viele Unternehmen, ein noch immer ordentliches Bankkonto,

eine innovative Hochschule, zahlreiche vorbildliche Bildungs-,

Betreuungs- und Gesundheitseinrichtungen, Autobahn und ICE,

Breitband, Freizeit, Natur, Kultur, ein intaktes Stadtbild, Ideen wie

ein Globe auf einem Güterbahngelände als neues Kreativzentrum,

ein High-End-Gesundheitscampus. „Die Mannschaft ist der Star“,

sagte Berti Vogts einmal und wurde Europameister. Das „Team

Coburg“ ist auch gut genug aufgestellt, um in die Offensive zu gehen.

Am besten, indem man schon einen Plan hat, wie man aus perfekter

taktischer Aufstellung, gepaart mit Teamgeist und schönen Pässen

in die Spitze auch möglichst viele Tore macht. Das ist ja letztlich

das Ziel des Spieles. Und was könnte man für schöne Tore schießen:

1:0 Grün 2:0 Schön 3:0 Offen 4:0 Digital 5:0 Gesund 6:0 Kreativ 7:0

Sozial 8:0 Sicher 9:0 Gemeinsam

Angriff ist die beste Verteidigung. Für Coburg. Genau jetzt.

Mit Ideen, die bewährt sind, sich gerade andernorts bewähren,

erprobt werden, innovativ sind: Von E-Mobilität bis Makerspace,

von kostenlosem ÖPNV bis Urban Gardening, von Carsharing

bis Smart Grid, von Crowdfunding bis Teilhabe. Konzepte für

eine erfolgreiche Zukunft. Sachthemen ohne Parteibrille, ohne

Ideologie.

Mit einem neuen WIR-Gefühl könnte es gehen. Schön wäre es.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


Zukunft

SONDERTHEMA

Darf ich

auch mitreden?“

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


SONDERTHEMA ZUKUNFT

Stephen Hawking, der schon zu Lebzeiten legendäre

Wissenschaftler, lud einmal zu einer Party ein, die schon

lange vorbei war. Verrückt? Nein, ein Versuch. Er wollte

beweisen, dass Zeitreisen in die Vergangenheit nicht

funktionieren. Und in der Tat: Hawking blieb alleine,

niemand folgte seiner Einladung. Einen ähnlichen

Versuch unternahmen amerikanische Wissenschaftler

2013: Sie untersuchten rückwirkend Tweets im

Kurznachrichtendienst Twitter darauf, ob in ihnen

Hinweise auf die Entdeckung des Kometen Ison 2012

und die Wahl des neuen Papstes 2013 zu finden waren –

obwohl diese Ereignisse noch bevorstanden. Ergebnis:

Fehlanzeige.

Wenn also Reisen in die Vergangenheit nach derzeitigem

Stand nicht möglich sind, wenn wir also Vergangenes auch

theoretisch nie mehr werden reparieren können, weil das

ja auch in sich paradox wäre, wenn also „endgültig“ ist, was

vorbei ist, warum machen wir uns dann so viele Gedanken

über die Vergangenheit? Um aus ihr zu lernen? Unser Jetzt

zu erklären? Unsere Kultur zu verstehen? Ja, aber auch das

tun wir niemals aus Selbstzweck (auch nicht als Historiker,

der mit dem Blick zurück die Gegenwart erklären möchte,

auch nicht als Patient in einer psychologischen Praxis, der

wissen möchte, was in der Kindheit falsch gelaufen ist,

um in Zukunft – vielleicht – befreiter leben zu können,

auch nicht als Datensammler, der mit alten Informationen

zukünftigen Profit machen möchte), sondern immer

nach vorne gerichtet. Wenn zudem noch Reisen in die

Zukunft theoretisch sehr wohl möglich und nach Ansicht

mancher Wissenschaftler auch täglich im Kleinen aber

eben mit handelsüblichen Beobachtungen und Geräten

nicht messbaren Zeiträumen passieren (schon auf dem

Berggipfel „altert“ man schneller als am Meer), ist es dann

nicht „höchste Zeit“, sich ihr zuzuwenden, der „Zukunft“

in unserem vermutlich trotz Einstein und Hawking sehr

beschränkten Verständnis von Zeit, aber ein anderes

haben wir nun einmal noch nicht.

Also dann: Interviews, Visionen, Ausblicke zu unserem

Sonderthema „Zukunft – Darf ich auch mitreden?“

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


DIGITALE

AGENDA

COBURG

EINE LEITLINIE FÜR DIE ZUKUNFT

Ein Journalist recherchiert auf dem Coburger

Marktplatz vor seinem Interview mit dem

Oberbürgermeister noch schnell ein paar

Hintergründe und nutzt mit CoburgHOTSPOT

das kostenfreie Wlan der Stadt. Melanie B.

aus Erfurt besucht am Wochenende ihre

Mutter in der Vestestadt und freut sich auf den

verkaufsoffenen Sonntag. Auf GoCoburg findet

sie die Öffnungszeiten ihrer Lieblingsgeschäfte

und viele aktuelle Angebote. Im Coburger Baublog

erfährt der Rentner Uli G. mit einem Mausklick

alle Neuigkeiten rund um die Sanierungsarbeiten

in seinem Viertel. Michael M. hat in Coburg

seinen Traumjob gefunden und informiert sich

auf der Internetseite der Stadt Coburg, wo der

Stammtisch für Neubürger stattfindet.

Die Welt vernetzt sich immer stärker digital. Das

wirkt sich mehr und mehr auf unseren Alltag aus:

Wie und wo wir arbeiten, leben und unsere Freizeit

gestalten. In diesem Fortschritt liegen große Chancen

für mehr Wohlstand, eine bessere Lebensqualität

und unsere wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Der

digitale Wandel bedeutet vor allem Veränderung.

Deshalb ist es wichtig, dass die positive Wirkung der

Digitalisierungsprozesse in der Mitte der Gesellschaft

ankommt und von allen gesellschaftlichen Gruppen

mitgestaltet werden kann. Das betrifft auf individuelle

Weise jeden von uns. Bürgerinnen und Bürger stellen

hohe Ansprüche an ihr Lebensumfeld, ihre Versorgung

und die Dienste ihrer Stadtverwaltungen. Dies gilt für

alle Bereiche: Von der Mobilität und Infrastruktur

über die Energie- und Gesundheitsversorgung bis

hin zu den Themen Bildung, Arbeiten und Freizeit.

Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen und

die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an die

Stadtgesellschaft.

Coburg auf dem Weg

zur smarten Kommune

Städte stehen somit vor großen gesellschaftlichen

Herausforderungen. Doch wie können sich Städte,

Menschen, der Handel, Verwaltungen und ganze

Unternehmenskulturen verändern, um fit für die

digitale Zukunft zu werden? Auf was müssen wir uns

zukünftig einstellen und welche digitalen Neuerungen

bewähren sich bereits? Wie sieht er aus, der Weg

in eine digitalisierte Welt? Coburg strebt einen

nachhaltigen Transformationsprozess an. Ziel ist es,

die Stadt zu einer zukunftsfähigen und „smarten“

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Advertorial

SONDERTHEMA ZUKUNFT

Kommune weiterzuentwickeln. Um Antworten auf

viele Fragen zu erhalten und das Wissen sowie die

Expertise Vieler zu nutzen, startet die Stadt Coburg

unter der Leitung von Oberbürgermeister Norbert

Tessmer, der 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber,

dem 3. Bürgermeister Thomas Nowak und der

Stadtkämmerin Regina Eberwein die Erstellung

einer „Digitale Agenda Coburg“. Eingeladen

sind verschiedenen Akteure aus Bürgerschaft,

Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und

den Unternehmen. „Ziel der Ausarbeitung

ist es, gemeinsam zukunftweisende Ideen

zusammenbringen, zu bewerten und konkrete

Maßnahmen für ein digitales Coburg der Zukunft

formulieren. Wir nehmen die Herausforderungen

der Digitalisierung an - den digitalen Wandel

nachhaltig positiv zu begleiten und mitzugestalten“,

erklärt Karin Engelhardt von der Stabsstelle

E-Government der Stadt Coburg, die das Projekt

gemeinsam mit Stephan Horn, Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg steuert.

Zeitgemäße Lösungen

für Bürgerinnen und Bürger

Die Digitale Agenda der Stadt Coburg will Menschen

sensibilisieren, zur Abstimmung laufender

Projekte beitragen, neue Projekte initiieren und

Szenarien entwickeln, wie die Digitalisierung das

zukünftige Leben in der Stadt beeinflussen wird.

Auch Fördermittel, die von der EU, dem Bund

oder dem Freistaat Bayern bereit gestellt werden,

können auf diese Weise zielgerichtet ermittelt und

beantragt werden. So erhöhen sich die Chancen

Zukunftsthemen aktiv anzugehen und umzusetzen.

Erarbeitet wird ein strategisches Dokument, das

in den kommenden drei Jahren den zukünftigen

digitalen Weg der Stadt Coburg deutlich macht.

„Wir wollen wissen, was schon gut läuft, wo noch

Ängste und Herausforderungen zu bewältigen

sind, welche Projekte und Förderungen zukünftig

zu Coburg passen, und welche Maßnahmen

gewinnbringend eingesetzt werden können“,

resümiert Engelhardt. Die Projektmanagerin hat

eine genaue Vorstellung, wie der digitale Weg ihrer

Stadt aussehen soll. „Wenn ich beruflich unterwegs

bin und neue Projekte kennenlerne, überlege ich,

was davon auch für Coburg passen würde. Doch

nicht jede Maßnahme, die in anderen Kommunen

erfolgreich umgesetzt wird, funktioniert auch bei

uns“, erklärt sie. Wichtig sei es herauszufinden,

welche Strategien und neuen Konzepte nachhaltig

wirken und gleichzeitig von möglichst vielen

Menschen mitgetragen werden. „Das, was wir

suchen, sind zeitgemäße Lösungen, mit denen

möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Coburg

zurecht kommen“, weiß Engelhardt.

Deutscher Städte- und

Gemeindebund ermittelt Grundlagen

Die „Digitale Agenda“ wird in mehreren Runden

bestehend aus Interviews und Workshops erarbeitet.

Die Leitung übernimmt die Steuerungsgruppe,

die sich aus Oberbürgermeister Norbert Tessmer,

Mitarbeitern der Stabsstelle E-Government, der

Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Mitgliedern

der Stadtverwaltung, des SÜC-Konzerns, des CEB

sowie der Wohnbau zusammensetzt. Außerdem

treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus

Institutionen, Stadt und Wirtschaft auf lokaler und

auf nationaler Ebene. Insgesamt sammeln rund 30

Personen effektive Vorschläge und Informationen

rund um das Thema Digitalisierung in Coburg,

um daraus eine Bestandsaufnahme zu ermitteln

und Lösungsvorschläge zu formulieren. Bevor

viele Akteure aus kommunalen Handlungsfeldern

wie Bildung, Wirtschaft, Wohnen, Mobilität

und Gesundheit sowie Verwaltung und

Stadtgesellschaft gemeinsam diskutieren und

ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen, wird

ein Expertenteam des Deutschen Städte- und

Gemeindebundes und des Instituts für Information

und Technik (iit) die bestehenden Grundlagen

ermitteln. Im Rahmen der Initiative „Transform

Local“ können sich mittelgroße Städte und

Gemeinden wie Coburg bei den anstehenden

Transformationsprozessen auf dem Weg ins digitale

Zeitalter unterstützten lassen. Die Ergebnisse

werden als Handlungsempfehlungen in die Digitale

Agenda der Stadt Coburg einfließen und dienen als

Arbeitsbasis.

Coburg Vorreiter in

Sachen Digitalisierung

Die Digitale Agenda wird kein in sich

abgeschlossener Prozess sein oder bleiben, im

Wesen der Digitalisierung ist bereits bedingt, dass

sich alles im Fluss befindet. So wird auch die Digitale

Agenda der Stadt Coburg ein dauerhafter Prozess

sein, der sich verändernden Rahmenbedingungen

unterwerfen und mit zwischengeschalteten

Meilensteinen und Entscheidungsphasen

über einen langen Zeitraum immer wieder

fortgeschrieben wird, ja sogar fortgeschrieben

werden muss. Die Ausarbeitung der „Digitalen

Agenda Coburg“ ist ein weiterer wichtiger

Schritt Coburgs zur digitalen Weiterentwicklung

unserer Stadt. Schon seit 2001 beschäftigt sich

die Stabsstelle E-Government damit, die digitale

Daseinsvorsorge immer weiter zu entwickeln.

So beteiligte sich das Team an der Ausarbeitung

der Smart-City-Charta „Digitale Transformation

in den Kommunen nachhaltig gestalten“, wirkte

an der im Rahmen der Digitalen Agenda der

Bundesregierung initiierten „Initiative Intelligente

Vernetzung“ mit, oder nahm erfolgreich am

Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“

teil. Erst kürzlich wurde das Projekt „Zukunft.

Coburg.Digital“ ins Leben gerufen, wobei mittels

gezielter Netzwerkaktivitäten und innovativer

Veranstaltungsformate Gründungsideen sowie die

digitale Transformation der hiesigen Wirtschaft

unterstützt werden. An dessen Ende soll ein

Digitales Gründer- und Kompetenzzentrum stehen,

mit dem die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts

Coburg ausgebaut wird.

E-Government, Smart-City-Charta,

Initiative Intelligente Vernetzung,

Digitale Einkaufsstadt, GoCoburg,

CoburgHotSpot, Zukunft.Coburg.

Digital: Coburg nutzt die Chancen

der Digitalisierung schon seit fast

20 Jahren. Der nächste Schritt ist

eine Digitale Agenda.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Advertorial

SO HÖRT

MAN IN

ZUKUNFT

DER KNOPF IM OHR WIRD IMMER MEHR ZUM LIFESTYLEPRODUKT

Urlaub in der Ferne, aber jede Sprache verstehen?

Automatische Kontrolle von Blutzucker, Puls und

Sauerstoffgehalt im Blut? Perfektes Hörerlebnis je

nach Aufenthaltsort automatisch programmiert?

Musik oder Podcasts hören? Telefonieren? Dabei

aber keine wichtigen Informationen aus der

Umgebung verpassen?

Fast alles ist möglich mit den Hörgeräten der Zukunft, die Hörakustikermeister

Christian Kornexl von Optik Müller aus Coburg

deswegen auch eher Hörsysteme beziehungsweise Hörassistenten

nennt. Die eher etwas klobigen Geräte hinter dem Ohr, die einfach

nur als Verstärker dienen, wenn jemand nicht mehr so gut hört, ein

Synonym fürs Älterwerden, gehören der Vergangenheit an. Heute sind

Hörsysteme Hochleistungscomputer, die in Verbindung mit APPs auf

dem Smartphone weitaus mehr leisten als nur Töne verstärken, die klein

sind, chic aussehen, mit 3-D-Druck an das Ohr angepasst werden können.

Kurzum: Hörsysteme werden zu Lifestyleprodukten.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


SONDERTHEMA ZUKUNFT

Komfortable Alltagsbegleiter

Das zeigt sich, so Kornexl, auch an den Kunden,

die zu ihm kommen: Früher waren es vor allem

ältere Menschen, die sich ein Hörgerät zulegten.

Menschen, die wieder an Gesprächen teilnehmen

wollten, ein Konzert genießen, die einfach

wieder hören wollten, was um sie herum passiert,

immerhin gilt der Hörsinn ja noch vor dem

Sehen als entscheidend für soziale Teilhabe, für

Kommunikation mit den Mitmenschen. Heute aber

kommen auch zunehmend jüngere Menschen ins

Geschäft. Hörsysteme sind ideale Alltagsbegleiter,

unauffällig, praktisch und immer komfortabler:

Moderne Systeme verbinden sich kabellos mit

dem Fernseher, so kann jeder die Lautstärke und

den Sound einstellen, der ihm entspricht. Und

trotzdem reagiert der Hörsystem zum Beispiel auf

den Partner, man bleibt ansprechbar.

Programmierbar ist fast alles

Auf diese Weise kann das Hörsystem entweder

selbst oder über entsprechende APPs am

Smartphone an jede erdenkliche Alltagssituation

angepasst werden: ob fürs Theater, Büro, die

Sporthalle, ein Restaurant, das eigene Auto. Ob

man 360 Grad rundherum hören möchte oder

nur frontal oder nur auf einer Seite, ob eher

Musik oder eher Sprache, welche Frequenzen,

welche Störgeräusche oder auch Personen in der

Nähe man lieber nicht, welche Geräusche oder

Menschen man dagegen lieber mehr hören möchte

– alles ist einfach programmierbar, Mikrofone im

Hörsystem richten sich entsprechend aus, Software

übernimmt den Rest.

Multimedia im Ohr

Schon bald werden sich Hörsysteme über GPS

den Standort einer Einstellung merken und auf

diese bei Bedarf wieder zurückgreifen. Und

selbstverständlich dient das Hörsystem auch heute

schon als Freisprecheinrichtung oder ganz einfach

als Knopf im Ohr fürs Musikhören. Ein Hörsystem

von heute ist Hörgerät und Multimediasystem in

Einem. Und wenn man mit den Einstellungen mal

selbst nicht mehr zurechtkommen sollte, können

bei manchen Herstellern diese per Ferndiagnostik

nachreguliert werden – ohne deswegen einen

Termin beim Hörakustiker vereinbaren zu müssen.

Ein bisschen Science-fiction

Und ganz fantastisch wird der Blick in die

Zukunft: Daten wie Puls, Blutdruck, Sauerstoff

und Zuckergehalt im Blut werden wohl in den

nächsten Jahren über das Hörsystem ermittelt

und aufs Smartphone übertragen. Nicht nur

ein perfektes Warnsystem für gesundheitlich

angeschlagene Menschen, sondern auch ideal

für Fitnessfreaks. Hersteller arbeiten auch an

einer Dolmetscher-Funktion. Einige Jahre wird

es dauern, dann übernimmt das Hörsystem wohl

auch die Übersetzung einer fremden Sprache. Und

weil erste Hörsysteme ja auch schon auf die eigene

Sprache reagieren, sind vielleicht irgendwann auch

einmal Lösungen möglich, mit denen man in einer

Landessprache antwortet. Aber das ist wirklich

Zukunftsmusik.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Wiedereröffnet nach Komplettsanierung!

Freuen Sie sich auf das neueste Hörstudio

der Region!

Optik Müller bietet Ihnen:

• Kostenlosen Hörtest

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• Zubehör wie TV-Sets, Telefone

und Kommunikationslösungen

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Hörstudios

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Coburg, Mohrenstraße 31

Tel. 0 95 61 / 98 49

Rödental, Bürgerplatz 8

Tel. 0 95 63 / 26 26

Bad Rodach, Markt 10

Tel. 0 95 64 / 14 82

(bei Meister Optik)

Laura Pietz

Hörakustikerin, besucht

aktuell die Meisterschule

Brigitta Hübl

Hörakustikerin mit

40 Jahren Erfahrung

Christian Kornexl

Meister im Hörakustik-

Handwerk

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


DER

GLAUBE

AN SICH

SELBST

Prof. Dr. Manfred Winterheller ist Vortragender,

Unternehmer, Coach und Autor. Er berät große

Unternehmen, pusht erfolgreiche Stars. Seine

Vorträge werden weltweit nachgefragt. Kürzlich

sprach der Österreicher vor vielen hundert

Coburger Schülern. Er hat motiviert und

begeistert, andere aber auch verstört. Sein Blick

nämlich ist ausgerichtet auf maximalen Erfolg.

Gelegenheit für den COBURGER, nachzufragen.

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


SONDERTHEMA ZUKUNFT

COBURGER: Sie haben in Coburg vor Schülern geredet, haben

sie dazu motiviert, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, sich

Ziele zu stecken, hart daran zu arbeiten, durchzuhalten - also die

eigene Zukunft zu gestalten. Kommt diese Botschaft bei der jungen

Generation heutzutage an?

WINTERHELLER: Ich denke es ist so wie es wohl immer war.

Manche Menschen sind bereit zu lernen und zu wachsen, auch wenn

es nicht immer einfach ist, und manche suchen eher den leichten Weg.

Dass sich dieser leichte Weg dann später als Sackgasse erweist ist in

jungen Jahren nicht leicht zu erkennen.

COBURGER: Man kann ja aber noch so zielstrebig und fleißig und

motiviert sein, aber es gibt ja auch Schätzungen, dass etwa 50% des

Erfolgs Glückssache sind, die richtige Zeit, die richtigen Umstände,

die richtigen Entscheidungen, würden Sie dem zustimmen?

WINTERHELLER: Es gibt sicherlich leichtere und schwierigere

Umstände. Aber unter allen Umständen, und seien sie noch so

unterschiedlich, sind es bestimmte Einstellungen, die es erlauben,

das Beste aus diesen Umständen zu machen. Es sind vor allem eine

positive Einstellung und klare Ziele, die den Erfolg beflügeln.

COBURGER: Um die eigene Zukunft mitzugestalten, muss man

ja erst einmal wissen, wie man sich die vorstellt, „Die Zukunft“.

Möglichkeiten gibt es ja endlos viele. Genauso schwer ist für viele

Menschen die Orientierung. Was ist Ihr Tipp: Wie weiß man denn

überhaupt, was man will?

WINTERHELLER: Mit dieser Frage berühren Sie ein zentrales

Thema. Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto schwerer ist die

Entscheidung. Jede Entscheidung bedeutet ja ein Ja zu einer

Möglichkeit und unzähliges Nein zu allen anderen. Da können sich

viele Menschen dann nicht entscheiden vor lauter Angst, es falsch

zu machen. Aus dieser Situation gibt es nur den Weg, mit einer

Alternative anzufangen. Erst im Tun entsteht dann mehr Sicherheit,

ob es wirklich das ist, was man will. Das ewige Nachdenken vor lauter

Entscheidungsangst ist die schlechteste Wahl.

COBURGER: Wie wichtig sind Emotionen, ist Begeisterung, um

dranzubleiben an der Gestaltung der eigenen Zukunft?

WINTERHELLER: Es ist wichtig, das zu tun was man gerne tut.

Sonst hält man schlicht nicht lange genug durch. Begeisterung

kommt, wenn man etwas tut, was man erstens gerne tut und zweitens

gut kann. Bis man zu diesem zweiten Punkt kommt, kann es dauern

und da geben viele Menschen zu früh auf. Es ist also einerseits

wichtig, Begeisterung zu entwickeln, genauso wichtig ist es aber,

dann durchzuhalten, wenn diese Begeisterung manchmal nicht zu

spüren ist. Üben und sich verbessern ist selten wirklich lustig, aber

ohne kommt kein Erfolg zustande.

COBURGER: Die eigene Zukunft bewusst gestalten, sein Leben

optimieren, um zum einen Geld zu verdienen, aber vor allem, um in

einer Überflussgesellschaft Sinn zu empfinden– wird das einer der

zentralen Werte der Zukunft?

WINTERHELLER: Die beste Voraussetzung für Glück ist es, seine

Fähigkeiten zu entwickeln und damit den anderen Menschen zu

dienen. Erfolg kommt nur dann zustande, wenn man dient. Microsoft,

Google und viele andere haben das Leben der Menschen entscheidend

verändert und sind dadurch erfolgreich geworden. Das gilt auch für

jeden kleinen Gewerbebetrieb. Wenn er seine Kunden bereichert,

ihr Leben verbessert, dann braucht er sich keine Sorgen zu machen.

Diese Einstellung gilt immer, egal ob Überflussgesellschaft oder nicht.

Und sie gilt auch für den einzelnen Menschen. Wer der Gesellschaft

dient, wird von ihr belohnt. Das gilt nur dann nicht, wenn der oder die

Einzelne ganz auf sich selbst vergisst.

COBURGER: Was halten Sie von den vielen technischen Hilfsmitteln,

mit denen man die Einhaltung seiner z.B. Fitnessziele, Schlafzeiten,

geschäftliche Ziele etc… kontrollieren und optimieren kann? Sind die

ein sinnvolles Hilfsmittel auf dem Weg zu einem erfüllten Leben –

oder eher ein Big Brother, der einen zum Sklaven macht?

WINTERHELLER: Wie bei allem kommt es auf die Art und Weise

an, in der wir mit den Dingen rund um uns umgehen. Es sind nicht die

Dinge, die uns versklaven, es sind wir selber, wenn wir das Wichtige

im Leben vergessen. Wir sollen die Menschen lieben und die Dinge

benutzen, häufig aber machen wir es genau umgekehrt und lieben die

Dinge, Autos, Luxus etc. und benutzen Menschen. Ich bin für jede

Art von gutem Leben, solange wir diese Reihenfolge nicht vergessen.

Und speziell die Bedeutung der von Ihnen erwähnten Hilfsmittel

zur Einhaltung der eigenen Ziele kann man gar nicht hoch genug

einschätzen.

Alles was eine Maschine, ein Programm, eine App leisten kann, sollten

wir diesen Hilfsmitteln übertragen. Dadurch wird die Zeit frei, das zu

tun, was man nicht programmieren oder einer Maschine übertragen

kann. Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Zuhören und

Verstehen, das sind spezifische menschliche Eigenschaften, für die wir

Zeit brauchen. Und letztlich können wir alle diese dienstbaren Geister

auch ausschalten. Wer sein Handy rund um die Uhr auf Empfang hat,

der braucht sich nicht beschweren, wenn er nie Ruhe hat. Der „Aus“-

Knopf ist permanent in Reichweite.

COBURGER: Wer so hart an eigenen Zielen arbeitet, seine Zukunft

diesen Zielen unterordnet, kann der überhaupt noch Zeit, mentale

und emotionale Kapazität zur Verfügung haben für menschliche

Bindungen, für Nähe? Ist die so stark leistungsorientierte Gesellschaft

der Zukunft nicht mehr und mehr familienfeindlich, obwohl von

vielen Unternehmen das Gegenteil behauptet wird?

WINTERHELLER: Wenn man weiß, wie hart Menschen früherer

Zeiten für ihr Leben arbeiten mussten, dann sieht man die enormen

Chancen, die unsere heutige Zeit uns bietet. Die verbreitete Ansicht,

dass heute alles schwieriger sei und dadurch zwangsläufig keine Zeit

für Familie und Freunde bleibt, teile ich nicht im Mindesten. Im

Gegenteil. Wir leben zum ersten Mal in einer Zeit, in der wir unzählige

Optionen haben, und wie wir in diesem Gespräch schon erörtert

haben, macht das die Wahl schwer. Aber das Gute, das wir ständig

vergessen, ist, dass wir erstmals überhaupt eine Wahl haben. Wenn

wir diese Wahl dann so benutzen, dass sie uns belastet, so kann man

das nicht den Umständen vorwerfen. Wir müssen unsere beruflichen

Emails am Wochenende nicht lesen! Wir müssen nicht ständig über

Telefon, Threema, WhatsApp, Facebook, Instagram etc. erreichbar

sein. Es sind nicht diese Dienste an sich, die uns das Leben schwer

machen, es ist unsere mangelnde Bereitschaft, klare Entscheidungen

darüber zu treffen, wie wir unser Leben führen wollen.

COBURGER: Ist in der Welt der Zukunft wer nichts leistet, nichts

wert? Und wer weniger leistet, weniger wert?

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


POSITIONEN UND GESCHICHTEN

WINTERHELLER: Auch in diesem Punkt sehe ich eine Verbesserung

und keine Verschlechterung. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es

weit mehr unwürdige Eingriffe in das Leben des kleinen Mannes

als wir uns heute vorstellen können. Gerade in Europa starben die

Menschen ununterbrochen für die Eitelkeiten der verschiedenen

Adeligen und ihre Kämpfe gegeneinander um Macht und Einfluss. Der

Einzelne zählte buchstäblich nichts. Nur die Klasse der Adeligen war

wichtig. Mädchen mussten eine Nacht mit dem Fürsten verbringen

wenn sie heiraten wollten etc. etc. Wir haben heute die Chance, uns

einzubringen und zu wehren, ohne gleich zu Outlaws wie Robin Hood

werden zu müssen. Aber das bedeutet wie fast in jedem Punkt unseres

Gesprächs, dass wir aus den neuen Chancen etwas machen, dass wir

sie benutzen statt von ihnen benutzt zu werden.

„Diese Angst vor der

Zukunft bildet in keiner

Weise die Realität ab.

Die Zukunft bietet uns

Chancen wie nie zuvor. “

COBURGER: Müsste man Menschen, die andere Werte als die

betriebswirtschaftlich verwertbare Leistungen erbringen, mehr

Wertschätzung entgegenbringen, damit die Gesellschaft der Zukunft

nicht auseinanderbricht?

WINTERHELLER: Wir brauchen erfolgreiche und großzügige

Menschen, die bereit sind, einen Beitrag zum allgemeinen

Wohlergehen zu leisten. Die Idee, dass der Staat dafür zuständig ist,

kann man als gescheitert betrachten. Trotz ständig steigender Steuern

sinkt der Dienstleistungsgrad des Staates. Wir müssen uns an die Idee

gewöhnen, dass wir – der einzelne Bürger – uns wieder vermehrt

um das allgemeine Wohl kümmern werden müssen. Mein Vortrag

vor Coburger Schülern wurde von Unternehmern der Stadt Coburg

gesponsert und ich habe auf mein Honorar verzichtet. Gemeinsam

konnten wir etwas auf die Beine stellen. Das wird eines der Modelle

der Zukunft sein. Das Richtige und Wichtige erkennen und auch tun.

Das gilt auch für den überall tobenden Verteilungskampf. Wir werden

wieder lernen müssen, zugunsten anderer auf das eine oder andere

Privileg zu verzichten. Solange jede Gruppierung nur weiß, wo die

Anderen zu verzichten haben, wird sich nichts ändern.

COBURGER: Zukunft – das klingt für viele Menschen als Bedrohung.

Und sie fühlen sich von vielen Meldungen in den Medien dann auch

bestätigt. Wie kommt man aus dieser Denkweise heraus?

WINTERHELLER: Diese Angst vor der Zukunft bildet in keiner

Weise die Realität ab. Die Zukunft bietet uns Chancen wie nie zuvor.

Der Schlüssel zur Zukunft heißt relevantes Lernen, also Lernen, das

etwas bewirkt, das etwas ändert. Das Internet demokratisiert Wissen

und den Zugang dazu in noch nie da gewesener Weise. Über YouTube

können Menschen Neues lernen und Neues lehren, ohne das Haus

zu verlassen. Das meiste davon ist sogar gratis zu haben, und wenn

es um Geld geht, dann sind es in der Regel verschwindende Kosten,

verglichen mit dem, was man dafür vor Jahren ausgeben hätte

müssen, wenn es dasselbe Angebot damals überhaupt gegeben hat.

Es ist tatsächlich verrückt, das als Bedrohung wahrzunehmen und

dennoch ist das die öffentliche Meinung. Arbeiten, die eine Maschine

besser erledigen kann als ein Mensch, sollen von Maschinen gemacht

werden. Das ist doch eine Erlösung der Menschheit von roboterhaften

Tätigkeiten und keine Bedrohung. Aber wenn wir uns dieser Einsicht

verschließen und stur darauf beharren, dass alles bleiben soll wie es

ist, dann werden wir zu den Verlierern zählen und dann – aber nur

dann – entsteht Angst.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


Gesponserter Inhalt

MUTIG

NACH

VORNE

Impulse für das Leben,

Wahrnehmung eigener

Fähigkeiten, Mut - weil

Ihnen Prof. Dr. Manfred

Winterheller so viel für ihren

Lebensweg mitgegeben hat,

haben sie ihn nach Coburg

geholt: Thomas Bittorf und

Max Beyersdorf. Ein Gespräch

über die Zukunft, eigene

Träume, gesellschaftliche

Zwänge - und den Besuch ihres

österreichischen Freundes.

COBURGER: Der Vortrag von Prof. Winterheller

vor Schülern hat viele begeistert, war aber auch

umstritten. Manche werfen ihm eine regelrechte

Gehirnwäsche vor. Was sagen Sie dazu?

BEYERSDORF: Es ist ja genau andersrum:

Es geht doch darum, bei sich zu sein,

seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten,

Träumen und Zielen. Daran hindern uns

aber viele althergebrachte, anerzogene und

gesellschaftliche Zwänge sowie die permanente

Manipulation durch die Medien. Die sind doch die

eigentliche Gehirnwäsche. Winterheller möchte

den Blick dagegen wieder auf die eigenen Stärken

richten, Selbstvertrauen aufbauen, Begeisterung

für die eigenen Ziele. Das ist für den Einzelnen

besser, aber vor allem auch für die Gemeinschaft,

weil dann jeder sein Bestes einbringt.

BITTORF: Es geht darum, wieder an sich selbst

zu glauben und die eigenen Träume in sein

Leben zu lassen. Man soll die Träume nicht als

Luftschlösser abtun, wie es uns viele einreden,

sondern alles daran setzen, sie zu verwirklichen.

Das kostet Mühe und Arbeit, die dann letztendlich

aber nicht mehr als solche empfunden wird. Das

von Prof. Winterheller angesprochene Thema

Geld und Reichtum kam bei einigen Schülern

falsch rüber. Persönliches Glück hat mit viel

Geld nichts zu tun, man kann natürlich auch mit

wenig glücklich sein. Wenn aber jeder wirklich

das macht, was seinen Talenten entspricht und

wofür er wirkliche Leidenschaft empfindet, wird

er darin mit Sicherheit Erfolg haben. Und ist es

das richtige Thema, wird es sich auch finanziell

auszahlen. Wenn jeder an seinen persönlichen

Zielen arbeitet und sich selbst verwirklicht, ist

allen gedient, weil die Gesellschaft insgesamt

eine bessere wird.

COBURGER: Der Blick nach vorne hängt aber

eben sehr von eigenen Erfahrungen ab …

BEYERSDORF: Das ist klar, wir und natürlich

vor allem unsere Elterngeneration, die uns

geprägt hat, kommen aus einer Zeit, da waren

die Ziele vorgegeben. Man musste dranbleiben,

sich immer bemühen, damit es vorwärts

geht, sonst ist nichts passiert. Heute ist die

Gesellschaft überversorgt, weichgebettet, da

kann das Streben nach einem Ziel auf der Strecke

bleiben. Diese Vollkasko-Mentalität ist die größte

Gefährdung eines erfüllten Lebens. Wir müssen

aber wieder hungrig auf die Zukunft sein. Die

heutige Generation braucht Mut, und wir müssen

sie machen lassen.

BITTORF: Mut und Vertrauen in das Leben.

Viele Stationen des eigenen Lebens ergeben erst

im Nachhinein einen Sinn. Vom ewigen Grübeln

und Nachdenken allein bewegt man sich nicht

von der Stelle. Man muss anfangen, etwas zu tun,

etwas auszuprobieren. Der Weg wird sich zeigen,

wenn man auf sein Herz und seinen Bauch hört.

COBURGER: Was denken Sie, sind wichtige

Werte der Zukunft?

BITTORF: Dankbar und freundlich zu sein,

dies auch auszudrücken und dadurch anderen

etwas zu geben, auch wenn einem vielleicht nicht

gerade danach ist. Danach wird es auch einem

selbst besser gehen. Das ist eine Grundhaltung,

die letztlich jeden nach vorne bringt. Ein großes

Zukunftsthema ist sicherlich, die innere Balance,

die Ausgeglichenheit der Psyche zu finden, die

auch für körperliches Wohlbefinden sorgt. Es

geht darum, bewusster zu leben, ein gesundes

Umfeld zu schaffen, z.B. durch Sport, Familie

und Freunde. Und sich vor allem nicht vom

Energievampiren nach unten ziehen zu lassen.

Denn wir haben nur das eine Leben!

BEYERSDORF: Ich möchte gerne junge

Menschen dafür begeistern, ihr eigenes Leben

in die Hand zu nehmen. Das gibt mir viel Kraft.

Denn Alles was Du Deinen Mitmenschen Gutes

tust, kommt tausendfach zurück und trägt Dich

durch‘s Leben - es ist Dein Leben!

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Wie besorgt sind Sie, wenn Sie jetzt an den

Zustand der Welt in 20 Jahren denken?

13% 48% 38% 1%

Kaum

besorgt

mittelmäßig

besorgt

stark

besorgt

keine

Angabe

Worüber sorgen Sie sich am meisten?

Kriminalität 71%

Aggresivität

Soziale Kälte

Gleichgültigkeit

Egoismus

Soziale Konflikte

Kinderfeindlichkeit

Weniger Hilfsbereitschaft

Intoleranz

Stress & Hektik

Weniger Ehrlichkeit

45%

44%

42%

40%

40%

39%

38%

38%

59%

58%

67% der

der AfD-Wähler geben an, dass sie sich

Sorgen um ihre persönliche Zukunft

machen; in der Gesamtbevölkerung liegt

Anteil unter 50%.

Wie stellen Sie sich

ihre eigene Zukunft vor?

49,5%

41,9%

8,5%

Eher düster

Eher

zuversichtlich

Gemischt

Laut Zukunftsinstitut GmbH

die 12 Megatrends der Zukunft:

Wissenskultur

Urbanisierung

Konnektivität

Neo-Ökologie

Globalisierung

Individualisierung

Gesundheit

New Work

Gender Shift

Silver Society

Mobilität

Sicherheit

Zukunft

in 52 Wörtern

Die gegenwärtige physikalische Definition des

Begriffs der Zukunft ergibt sich aus der allgemeinen

Relativitätstheorie. Dort wird die Zukunft eines

Ereignisses als der Raumzeitbereich verstanden, der

von dem Ereignis ausgehend durch kausale Weltlinien

erreicht wird. Ein Beobachter kann also jedes Ereignis

in seiner Zukunft erleben, wenn er sich auf die

entsprechende Weltlinie begibt.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


IM PORTRAIT

VON CHRIS WINTER

… und ein „halber“ Coburger

Florian Sitzmann

steht mit beiden

Beinen im Leben,

obwohl er keine

mehr hat. Doch

gerade aus diesem

Schicksal schöpft

er seine Kraft.

„Wenn du deine Ziele im Blick hast, wenn du dir selbst vertraust,

dann kannst du nicht scheitern.“ Ein solcher Satz ist in den unzähligen

Veröffentlichungen der Lebens- und Erfolgsberaterzunft in den

verschiedensten Formulierungen omnipräsent. Kommt er aber aus

dem Mund von Florian Sitzmann, wird der Satz Wirklichkeit und

authentisch. Seit nun einem viertel Jahrhundert sitzt Florian Sitzmann

im Rollstuhl. Im Alter von 15 Jahren verlor der gebürtige Frankfurter

bei einem Motorradunfall beide Beine. „Ich habe keine Beine – und

dennoch stehe ich voll im Leben. ‚Sitzmann‘ ist kein Künstlername,

sondern mein Lebens-Programm!“, sagt Flo über „den Sitzmann“.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


IM PORTRAIT

„Die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen mir.“

Coburg ist für Florian Sitzmann eine wichtige Adresse. Der Vater lehrt an der

Hochschule, mit Stadtrat und Bauunternehmer Max Beyersdorf verbindet

Florian eine lange und intensive Freundschaft. „2005 hatte ich in Darmstadt eine

Wohnung gekauft und Max sollte sie barrierefrei umbauen.“ Daraus, und aus

der Seelenverwandtschaft mit seinem Freund, entstand eine enge Verbindung.

„Coburg“, so Florian Sitzmann in einem Interview, „ist dein Land der guten

Schwingungen.“

Der 31. August 1992 ist der Tag, der alles im Leben von Florian Sitzmann verändert.

„Ein Schicksalsschlag, gar eine Lebenskrise, sagen die einen. Eine zweite Chance,

mein zweiter Geburtstag, sage ich, der halbe Mann. Meine Einstellung und meine

Willensstärke erhielten mir immer mein ganzes Herz: Darin schlägt ein starkes Ja

zum Leben. Ein Tag, der alles veränderte und der mich zu dem machte, was ich

heute bin. Wortwörtlich: Der Sitzmann.“

Am Rasthof Hunsrück-Ost steigen sein Kumpel Stefan und Flo Sitzmann auf ihre

Honda, Florian ist Sozius. Es regnet in Strömen, eine Dreiviertelstunde Fahrt

haben die beiden noch vor sich. Auf dem Beschleunigungsstreifen trudelt die

Honda nach links, dort fährt ein Lkw. Es knallt. Trucker Daniel, auf dem Weg nach

Stuttgart, spürt zwei leichte Schläge, sieht im Rückspiegel Funken fliegen, denkt:

„Scheiße, jetzt hab’ ich was verloren.“ Er stoppt den Laster, steigt aus, sieht erst

den unverletzten Stefan, dann Florian in seinem Blut. Der 40-Tonner ist ihm über

die Hüfte gerollt. Der Lkw-Fahrer nimmt Florians Hand und deckt ihn zu. Mehr,

denkt er, kann man nicht für ihn tun.

Florian hat keine Schmerzen. „Ich hab’ nur gedacht, die Haxen sind wahrscheinlich

ziemlich kaputt. Aber ich hätte nie gedacht, dass sie so kaputt sind, dass man

sie absägen muss“, bekennt er in einem Interview. Man schiebt ihn in einen

Rettungswagen, dann erst wird es um ihn dunkel. Sein Becken ist gebrochen, er

blutet ohne Unterlass. Seine Mutter sieht ihn im Krankenhaus, denkt: Herr, lass’

ihn sterben, wenn es gnädiger ist. Florian übersteht einen Herzstillstand, die

Beine sind nicht mehr zu retten. Damals ahnt er nicht, wie es um ihn steht. Aus

dem Koma erwacht, bittet er seinen Vater am Krankenbett, seine schweren Beine

bequemer zu legen. „Was meinst du, was von Beinen noch übrig ist, wenn ein

Laster drübergefahren ist?“, fragt er den Sohn. „Auf einmal war alles still. Alles

war auf einmal deutlich und klar. Als würde ein Vorhang weggezogen. Es war

mein 16. Geburtstag,“ erinnert er sich. Zwei Jahre liegt Florian im Krankenhaus,

50-mal wird er operiert, weitere zwei Jahre dauern die verschiedenen

Rehabilitationsmaßnahmen.

Die Schulausbildung beendet Florian Sitzmann in der Reha, mit 17 Jahren wohnt

er allein und selbstständig. Den Führerschein macht er ein Jahr später und eine

kaufmännische Lehre. „Aus mir selbst heraus konnte ich das Beste schaffen, das

lernte ich jeden Tag. Es dauerte, bis ein 15-jähriger Zwei-Meter-Kerl zu einem

wirklichen Sitzmann wurde. Doch die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen

mir dabei, dem Leben wieder Beine zu machen.“

Acht Jahre nach dem Unfall startet Florian seine Karriere als erfolgreicher

Behindertensportler, der Höchstleistungen in seiner Palamarès verzeichnen

kann. Die Liste der sportlichen Erfolge beeindruckt: Seit 2002 ist er Handbiker

mit mehreren Titeln als deutscher Meister, einer Silbermedaille bei der

Weltmeisterschaft in dieser Disziplin und einer Teilnahme bei den Paralympics

2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner Karriere als Handbiker sieht er seine

Teilnahme an dem Styrkeprøven-Rennen im Jahr 2006. Die Strecke führt von

Trondheim nach Oslo. Jedes Jahr nehmen zur Sommersonnwende an der „großen

Kraftprobe“ (so die Übersetzung) rund 10.000 Radsportler teil. Das Zeitlimit auf

der 540 Kilometer langen Strecke mit insgesamt 3600 Höhenmetern liegt bei 36

Stunden. Wer danach ankommt, wird nicht gewertet. Florian Sitzmann fährt

auf seinem Handbike nach 30 Stunden und 30 Minuten über die Ziellinie in der

norwegischen Hauptstadt. Bis heute ist dieser Handbike-Rekord ungebrochen.

Er nimmt am New York-Marathon teil, Skipisten sehen ihn auf

dem Monoski und beim Drachenfliegen sieht er die Welt aus

der Vogelperspektive. Reisen führen Florian Sitzmann in

viele Länder dieser Welt. Im vergangenen November

erhält Florian Sitzmann in Innsbruck von liveaward

eine besondere Ehrung für sein Engagement in

Sachen Barrierefreiheit.

46 Foto: Guido Schiek

COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


FLORIAN SITZMANN

Mehr unter

www.dersitzmann.de

Veröffentlichungen von Flo

Sitzmann: „Der halbe Mann, dem

Leben Beine machen“ erschien

2009. Eine positive Biografie,

die Mut macht. Mut, sich zu

trauen, weiter an sich zu glauben

und nach vorne zu blicken. 2011

dann das passende Hörbuch.

Lesereisen, oftmals mit Musik

untermalt. Anfang 2012 dann

sein zweites Buch: „Bloß keine

halben Sachen – Deutschland

ein Rollstuhlmärchen“. Sitzmann

sieht sich auch als Vermittler

zwischen den Welten. Zwischen

„Behinderten“ und „Fußgängern“.

„Auf einmal war

alles still.“

Foto: AUSGABE Boris Heimke 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Matthias Dietz, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dietz GmbH in Neustadt bei Coburg,

Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK zu Coburg, Aufsichtsratsvorsitzender der HSC Coburg GmbH

& Co. KG, Initiator der Ausbildungsmesse NECAzubi, Vorstand von ofraCar e.V.

Sind Sie ein Macher?

Ich fühle mich weniger als Macher, ich halte es eher wie die Produkte meiner

Firma: Technische Federn sind im Hintergrund, man sieht sie nicht, aber

nichts funktioniert ohne sie. Ich sehe mich auch lieber als der Gestalter, als der

Unternehmer im Hintergrund.

Wie ging es los mit dem Unternehmer Matthias Dietz?

Ich habe nach dem Studium die elterliche Firma mit 40 Leuten übernommen.

Mir ging es seither darum, so innovativ wie möglich zu sein, neue Marktnischen

zu suchen, die Produkte durch mehr Nutzen, durch mehr Beratung den

Kunden näher zu bringen. So sind wir vom reinen Lieferanten heute zum

Systementwickler geworden, sind ganz nah dran bei strategischen Fragen

unserer Kunden. Wenn man so will, war diese Entwicklung hin zu einer Firma

mit mittlerweile 170 Leuten in den letzten 15 Jahren mein Einstieg ins Machen.

Heute sind wir soweit, dass wir „Industrie 4.0“ umsetzen, bei uns bestellen

zum Beispiel an einem Standort die Maschinen ihre Waren selbst. Trotz oder

gerade wegen dieses hohen Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades

sind wir erfolgreich und gewachsen.

Sie engagieren sich über das Unternehmen hinaus auf vielfältige Weise. Warum?

Ich habe schnell gemerkt, dass man als Einzelkämpfer nur begrenzte Mittel hat.

Deswegen habe ich mich schon bald mit dem Netzwerkgedanken beschäftigt.

Netzwerke sind extrem wichtig, weil es viele Themen gibt, die man gemeinsam

besser machen kann als alleine. Daher zum Beispiel das Engagement bei der

IHK oder bei ofraCar. Beim HSC Coburg bin ich im Aufsichtsrat aktiv, weil

sich in der Philosophie des Vereins, vor allem in der von Trainer Jan Gorr auch

unsere unternehmerische Einstellung widerspiegelt: Hier wie dort geht es um

Nachwuchs. Darum, junge Menschen zu begeistern und auszubilden, um eine

Investition in die Zukunft. Auch die Idee der Ausbildungsmesse NECAzubi ist

so entstanden, die findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt.

Was treibt sie an?

Unternehmen kommt von etwas unternehmen, das ist auch mein Leitmotiv.

Es ist der Wille, etwas zu bewegen, immer besser zu werden, immer ein

bisschen vor den anderen zu sein.

Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen?

Im Prinzip bewegt man sich zwar schon immer am Limit. Auf der anderen

Seite macht man ja aber vieles gerne. Das kompensiert natürlich den hohen

zeitlichen Aufwand. Wenn man dann Erfolge sieht, wenn man sieht, dass

aus kleinen Pflänzchen große Bäume mit saftigen Früchten werden, die man

ernten kann, dann befriedigt das ungemein. All das ist aber nur möglich mit

einer starken Rückendeckung, also einer Familie, die hinter einem steht.

Ist Coburg und bei Ihnen vor allem auch Neustadt ein guter Standort zum

Machen?

Der Standort ist eher nebensächlich. Wenn man nur danach gehen würde,

hätten wir infrastrukturelle Nachteile. Aber wir haben hier topmotivierte

Leute, mit denen man viel bewegen kann. Und wir sind eine enorm starke

Wirtschaftsregion. Wir stellen auch fest, dass viele Menschen gerne wieder

hierher zurückkommen, nachdem sie woanders studiert oder gearbeitet

haben. Unsere Region ist ja auch absolut lebenswert. Ob Natur, Kultur, Sport,

Immobilienpreise. Wenn ich Leuten aus den Metropolen davon erzähle, wie

gut wir es hier haben, können die das oft gar nicht glauben.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

49 AUSGABE COBURGER 25 / FEBRUAR | 2018 DAS MAGAZIN COBURGER AUSGABE | DAS MAGAZIN 24 / DEZEMBER 2017 49


HOCHZEIT MIT STIL

Hochzeit

mit

Stil

Roberto Bauer

über Individualität

fürs Familienfest

Wenn Schneewolken in sich zusammenfallen, Winterluft

Frühlingsduft Platz macht, Knospen Eiskristalle sprengen,

dann steht er unmittelbar bevor, der klassische Hochzeitsmonat

Mai. Dabei kann man jederzeit den Bund der Ehe

eingehen, wichtig ist ja nur, dass man den Schritt in ein gemeinsames

Leben voller Überzeugung geht, und – das man

diesem besonderen Tag des Lebens auch mit einem stilvollen

Äußeren gerecht wird. Wie Mann sich für seine Hochzeit

am besten kleidet, und auch was bei anderen Familienfesten

angemessen ist, dafür gibt es in der Region vor allem eine

Adresse: ROB – Roberto Bauer Herrenmoden im Stadttor.

COBURGER: Der schönste Tag des Jahres, das heißt klassisch die Braut in

Weiß und der Mann im schicken schwarzen Anzug. Ist das auch heute noch

so?

ROBERTO BAUER: Im Zeitalter der Individualität gibt es keine Regeln für

alle. Wir spüren aber bei den Hochzeitspaaren LUST auf Neues, wobei Black

and White nach wie vor ein großes Thema ist. Letztlich geht es doch darum,

den Tag als einzigartig in Erinnerung zu behalten. Ob schwarz oder blau,

Smoking oder Anzug mit Weste oder auch ohne ist nicht so entscheidend.

Entscheidend sind der Look, die Passform und der Schnitt, die Accessoires.

Kreativität und die Feinheiten machen den Unterschied. So kann man den

Anzug auch danach wieder, zwar anders kombiniert, weiter verwenden.

COBURGER: Auf was kommt es als Bräutigam an, worauf sollte er vor allem

Wert legen bei seinem Anzug, bei den Schuhen, einfach beim Gesamtbild?

ROBERTO BAUER: Für uns in der Beratung ist zunächst einmal

entscheidend, wann die Hochzeit stattfindet, also zu welcher Jahreszeit, ob

drin oder draußen, wie könnte das Wetter sein, in welcher Location findet die

Feier statt, oder ob es zum Beispiel ein Thema gibt. Immerhin übernehmen

wir ja die Verantwortung für das Äußere unserer Kunden. Anzug, Smoking,

Farbe, Schnitt, das ist das eine. Dann aber legen wir vor allem Wert auf die

kleinen Details, die oft den großen Unterschied ausmachen: Plastron, Fliege,

Hosenträger, Kummerbund, Krawatte, Einstecktuch, Schuhe tragen erst

zu einem perfekten Gesamtbild bei. Dabei helfen uns über 1000 Stoffe in

verschiedenen Farben.

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


ROBERTO BAUER

COBURGER: Es heißt ja, der Mann sollte sich bei

der Wahl des Anzugs schon ein bisschen nach dem

Hochzeitskleid der Frau richten. Hat es der Mann also

einfacher?

ROBERTO BAUER: Als zunächst einmal sollte

der Bräutigam das Hochzeitskleid ja nicht vorher

sehen. Also lassen wir uns die Kleider oft per Foto

zuschicken. Erst danach können wir seinen Look

individuell zusammenstellen. Wir wollen zum einen

ja, dass man es sieht, dass er sich wohlfühlt. Und

natürlich müssen beide farblich zusammenpassen. Es

soll ein schöner Tag werden, der ewig in Erinnerung

bleibt und ja auch auf vielen Fotos dokumentiert

wird.

COBURGER: Auch bei anderen Familienfesten ist

Chic angesagt, bei Konfirmationen zum Beispiel oder

Firmungen. Wie sollte man als Mann dort erscheinen?

UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT

AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND

UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK.

Unser Anspruch ist die stetige

Entwicklung in unserem Handwerk.

ROBERTO BAUER: Hier geht es zwar etwas lässiger

zu, aber bitte auch hier mit Niveau und Stil. Man

sollte sich wohlfühlen, trendy sein, Spaß haben beim

Tragen.

COBURGER: Ist Chic, ist Stil wieder gefragter

bei Familienfesten aller Art? Legen die Menschen

wieder mehr Wert auf ein besonderes Outfit an einem

besonderen Tag?

ROBERTO BAUER: Ein Sprichwort sagt: „Mode

ist vergänglich, der Stil nie“. Modischer Wandel

ist zum Bestandteil unserer Branche geworden.

Neues entsteht ja permanent - aber wir vergessen

das Vertraute nie. Auf diese Weise versuchen wir

für unsere Kunden immer mit größter Leidenschaft

Individualität für Business, spezielle Anlässe und

natürlich auch für Freizeit möglich zu machen.

COBURGER: Ein Tipp noch?

ROBERTO BAUER: Rechtzeitig bei uns

vorbeikommen, am besten vier Wochen vor einem

besonderen Ereignis, damit wir genug Zeit für

Beratung, Anpassung oder gegebenenfalls einen

Maßanzug haben.

ROB

Roberto Bauer Herrenmoden

im Stadttor

Bamberger Straße 2

96215 Lichtenfels

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 10.00 – 19.00 Uhr

Samstag:

9.00 – 15.00 Uhr

oder nach Vereinbarung

Kontakt:

Telefon: 09571 42 55

E-Mail: info@robertobauer.d

www.robertobauer.de

Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg

Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922

www.studio-freese.de

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


HOCHZEITSFOTOGRAF

Wie finde ich den besten

Hochzeitsfotografen?

Überblick verschaffen – oder – welche Hochzeitsfotos wollen wir?

Der erste Schritt: Fragt euch, was ihr euch in

Sachen Hochzeitsreportage wünscht. Einfach ein

paar nette Erinnerungen an euren großen Tag?

Ganz anspruchslos, Hauptsache Fotos? Völlig in

Ordnung! Nicht jedes Brautpaar legt Wert auf große

Hochzeitsfotografiekunst. „Genau, wir auch nicht“.

Prima, dann gar nicht lange suchen.

Der nette Fotograf vor Ort, mit den sympathischen

Preisen mag genau die richtige Wahl sein. Vielleicht

sogar der Hobbyfotograf im Freundeskreis. Er

wird sich auf die Herausforderung freuen, und ihr

bekommt eure Hochzeitsfotos.

Auweia, sitzen da jetzt zwei Verliebte kopfschüttelnd

vor dem Bildschirm. Einfach nur irgendwelche

Fotos? Echt jetzt? Stehen Hochzeitsfotos auf

eurer Prioritätenliste ganz oben, dann ist der

Hobbyfotomann keine gute Wahl.

Aber ihr merkt schon, es gibt ganz unterschiedliche

Ansichten zu diesem Thema. Normalerweise regelt

ein Budget X die Gesamtausgaben der Hochzeit,

die Priorität der einzelnen Dienstleistungen

deren Aufteilung. Deshalb ist der Stellenwert der

Hochzeitsfotografie euer primärer Wegweiser. Und

daher euer Budget ein erstes Riff an dem sich die

Wasser teilen werden. Denn, es sind beileibe nicht

alle teuren Hochzeitsfotografen gut, aber die guten

gibt´s leider nicht umsonst.

Stellt euch vor, ihr seit zum Testessen beim Wunsch-

Caterer geladen. Man serviert feinste Weine und

allerbeste Küche. Aber nur an diesem Abend - an

der Hochzeit gibt es Currywurst und Wein aus dem

Tetrapack. Starke Nummer!

Was unter Hochzeitsfotografen schwer angesagt

ist, sind sogenannte „Styled Shoots“. Man engagiert

Models, packt sie in Hochzeitskleider, noch eine

schicke Location und passende Hochzeitsdeko dazu,

und dann wird fotografiert. Das ist ein tolle Sache

Richtung Inspiration, und genau deshalb findet

man zu Recht viele Beispiele in Hochzeitsblogs und

Hochzeitsmagazinen. Aber Achtung! Mit echter

Hochzeitsfotografie hat das nichts zu tun!

Es kommt vor, dass Fotografen auf ihren Websites

auch viele Bilder von Model-Pärchen, oder aus

besuchten Workshops zeigen. Fragt euch immer: die

Fotos da vor mir, echte Hochzeitspaare oder nicht?

Eine wichtige Frage, denn ihr wollt ja herausfinden

wie eure Hochzeitsfotos aussehen könnten, wenn

genau dieser Hochzeitsfotograf fotografiert. Ihr

seht natürlich auch aus wie Models, aber die realen

Hochzeitsbedingungen machen den Unterschied.

Der enge Zeitplan, die Herausforderung, in diesem

Moment die richtige Entscheidung für das richtige

Foto zu treffen, das Wissen, nicht versagen zu dürfen,

mit vorhandenem Licht klar kommen müssen, … all

das ist das Arbeitsumfeld realer Hochzeitsfotografie.

Hier zeigt sich, was jemand kann, und hier seht

ihr, was ihr bekommen werdet. Also, immer genau

hinschauen und im Zweifel nachfragen.

www.sebastianbuff.de

facebook.com/sebastianbuff

HOCHZEITSFOTOGRAFIE

FILM

Kirchweg 12 · 96472 Rödental

+49 (0) 178 510 70 46 · mail@sebastianbuff.de

www.sebastianbuff.de

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


GESUNDHEIT.

SEELE. GEIST.

Das Gleichgewicht, das

uns glücklich macht.

Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und viele haben ihre Vorsätze

schon über den Jordan geschmissen. Schaut man dann aber einmal in

den Spiegel, sieht man doch das ein oder andere Festtagspfund, das es

so schnell wie möglich zu verlieren gilt. Ein bisschen mehr Sportlichkeit

und Gesundheit, weniger Faulheit und Fastfood – das wünscht sich

so mancher. Dazu dann noch einen besserer Teint und straffere Haut

und man kann wieder die Seele baumeln lassen. Denn sind es doch die

Säulen: Gesundheit, Seele und Geist, die uns im Gleichgewicht halten,

und nur wenn dieses denn auch stimmt, sind wir wirklich glücklich.

Meine Zielgruppe sind

Führungskräfte, Selbstständige,

Unternehmer und Ärzte, die ihr

Potenzial beruflich, privat und

gesellschaftlich voll und effektiv

ausschöpfen wollen.

Personaltrainer/Fitnessfachwirt

Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg

Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21

hallo@frank-sperschneider.de

www.frank-sperschneider.de

Doch wie können wir das Gleichgewicht finden? Da ist die Gesundheit

noch am einfachsten zufrieden zu stellen. Gesunde Ernährung gepaart

mit sportlichen Aktivitäten und ein Verzicht auf Genussmittel, und um

unsere Gesundheit ist es nicht so schlecht gestellt.

Seele und Geist sind da schon schwieriger zu bedienen? So schwierig

ist es dann noch nicht. Denn Seele und Geist hängen doch irgendwie

zusammen. Der einfachste Tipp hier zum Gleichgewicht zu finden ist

ganz einfach und kostet nicht mal etwas: Vor die Haustür gehen – mit

viel Zeit im Gepäck und das alles ohne ein festes Ziel. Einfach einmal tief

durchatmen, ganz bei sich sein und die Gedanken um Arbeit, Stress oder

Streit hinter sich lassen.

Ein weiterer Tipp um den Körper, den Geist und die Seele zu reinigen

ist das Fasten. Und Fasten wird Jahr für Jahr immer mehr zum Trend.

Besonders das Heilfasten. Die „Fans“ des Heilfastens wissen, dass sie

nach ihrer Fastenkur belohnt werden - mit einem unbelasteten Körper

und strahlendem Äußeren.

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


FIT IN DEN FRÜHLING

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Samstag 17.02.2018 und

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Die fünf gesündesten Nahrungsmittel:

1 Heidelbeeren: Viel Vitamin C und Vitamin E

/ Gerbstoffe gegen Magenprobleme / nur 36

Kalorien pro 100 Gramm

2 Apfel: Vitamin B, C und E, Kalium, Natrium,

Magnesium, Kalzium, Phosphor und Eisen / nur

54 Kalorien pro 100 Gramm

3 Ingwer: Vitamin C und B6, Magnesium,

Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor

4 Avocado: Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B5

und B6, Vitamin A, Phytosterole, Ballaststoffe,

gesunde Fette und reich an Mineralien

5 Eier: Vitamin A, E, K, Biotin, Eisen, Zink,

Folsäure /100 Gramm Ei enthalten 85 Kalorien

Fünf klassische Diäten:

1 Energiereduzierte Mischkost: Viele

Ballaststoffe, Gemüse und Obst, weniger Eiweiß

und Fett

2 Low-Carb-Diät: Maximal 30-40%

Kohlenhydrate dafür viel Eiweiß

3 Glyx-Diät: Gute Kohlenhydrate mit

niedrigem GI (glykämischer Index) halten den

Insulinspiegel niedrig, was den Abbau von

Körperfett erleichtern soll

4 Trennkost-Diät: Kohlenhydrate und Eiweiße

werden über den Tag getrennt gegessen

5 Formular-Diät: Nährstoffgemische ersetzen

Mahlzeiten teilweise oder ganz

Fünf Lebensmittel auf die

wir verzichten sollten

1 Weißer Reis: macht nur satt / keine Nährstoffe

2 Instant-Gemüsebrühe: Besteht zu größten Teil

aus Geschmacksverstärkern, Zucker, Aromen

und Palmöl

3 Fertig-Salat: erhöhter Nitratwert / oft mit

Pestiziden und Chlorat belastet

4 Weißmehlprodukte: keine Nährstoffe / nur

Sattmacher

5 Light- und Diät-Lebensmittel:

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Nach 10 Stunden fühlst du

den Unterschied,

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4 Fahrradfahren: Beinmuskeln werden

hauptsächlich beansprucht

5 Muskeltraining: baut Fettspeicher ab

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Signia GmbH ist eine Markenlizenznehmerin der Siemens AG

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56 und COBURGER -namen gehören | DAS den jeweiligen MAGAZIN Inhabern.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


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Vitaminstöße von

der Lauterer Höhe

Praktisch, lecker und gesund: Die Salatbar und die

Smoothie-Tankstelle im Frische-Center Wagner

Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Ballaststoffe – ausgewogen sollte es sein,

das tägliche Essen. Schmecken natürlich auch. Und vor allem sollte es

vitaminreich sein. Vitamine nämlich braucht der Körper, um die Nahrung

überhaupt ordentlich verarbeiten zu können, Vitamine sind existenziell für

unseren Stoffwechsel. Der Körper selbst nämlich kann sie nicht oder in nicht

ausreichender Menge selbst herstellen. Wahre Vitaminbomben sind Gemüse,

Obst und Salate. Die bekommt man in großer Auswahl beim Frische-Center

Wagner auf der Lauterer Höhe.

Dort findet man gleich im Eingangsbereich eine Salatbar mit einer großen

Auswahl an Blattsalaten, Tomaten, Erbsen, Bohnen, Paprikas, Gurken, Peperoni,

Zucchini, Mais, Möhren, Rote Beete, angemachte Salate mit Nudeln, Schafskäse,

Kartoffeln oder orientalisch, Zutaten wie Eier, Thunfisch, Schinken oder Oliven.

Jeder Kunde kann sich seinen Vitaminstoß ganz nach persönlichem Geschmack

zusammenstellen, ob italienisch, griechisch, asiatisch, ob grün oder bunt. Bezahlt

wird ganz einfach nach Gewicht an der Kasse.

Und direkt daneben gibt’s Gesundheit zum Trinken – an der neuen Smoothie-

Tankstelle. Täglich drei verschiedene Sorten stehen zur Verfügung. Frisch

zubereitet, einfach vor Ort abfüllen. Wenn es lieber ein frischer Orangensaft

sein soll, den kann man sich vor Ort aus frischen Orangen pressen lassen. Wer

dann noch mehr über Vitamine wissen möchte, kann sich in einer Warenkunde

informieren, wer sich gerne von leckeren gesunden Rezepten anregen lassen

möchte, kann sich an einem Terminal sein Rezept samt Zutaten auswählen.

Der Frische-Center Wagner steht damit für gesunde Produkte, beste Qualität, eine

große Auswahl und den ganz besonderen Service.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


KÖRPERWELT

DIÄT

KRANKMACHER

„Modelmaße?

Darum geht es nicht.“

Interview mit Uwe Fink über

den richtigen Weg zu mehr Vitalität

COBURGER: Was ist das Problem an Diäten?

FINK: Alle Blitzdiäten konzentrieren sich nur auf die Waage, nur auf den

Gewichtsverlust, nur aufs Abnehmen als Selbstzweck. Das aber ist der falsche

Weg. Es geht nicht ums Abnehmen an sich. Es geht darum, Fett zu verbrennen,

aber eben nicht Muskeln und aktive Körperzellmasse, also alles, was dem Körper

nutzt, was für Vitalität und Lebensqualität steht. Genau das passiert aber, wenn

wir nur abnehmen.

COBURGER: Was passiert bei einer Diät im Körper?

FINK: Der Körper kennt ja keinen Genuss, er ist simple Biologie, er will uns am

Leben erhalten. Wenn jemand mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht,

schiebt der Körper alles in die Fettzellen. Das hat früher Sinn gemacht, um durch

den entbehrungsreichen Winter zu kommen. Wir haben aber keine schlechten

Zeiten mehr. Also nehmen wir zu. Diäten sollen dann schlechte Zeiten simulieren.

Der Frühling naht. Mit ihm rollt die alljährliche

Diätwelle übers Land: Weniger Essen oder

kein Alkohol oder keine Kohlehydrate oder

nur einseitig Kartoffeln oder Ananas oder Kohl

oder Trennen oder oder oder… Es gibt fast

kein Ess- und Trinkverhalten, das nicht als Diät

Hoffnungen auf dauerhaftes Wohlbefinden,

Fitness, Vitalität und einen schlanken Körper

weckt. Das meiste ist Quatsch, sagt Uwe Fink,

der sich seit vielen Jahrzehnten intensiv mit den

Themen Ernährung und Fitness beschäftigt,

sein Wissen auch in Vorträgen weitergibt. Uwe

Die Rechnung erscheint einfach: Ich nehme weniger Kalorien zu mir, z.B. 500

Kalorien pro Tag weniger, das macht etwa 1 Pfund Fett in einer Woche. Aber eben

nur rechnerisch. Der Körper nämlich merkt nach ein paar Tagen, daß er weniger

bekommt. Also fährt er den Stoffwechsel herunter, haushaltet sparsamer mit den

Kalorien und greift nicht mehr auf die Fettdepots zu.

Im Extremfall nehme ich nur noch 750 Kalorien am Tag zu mir, damit kommt

der Körper gerade noch zurecht, die lebenserhaltenden Systeme funktionieren

noch. Aber man ist schlaff, nicht leistungsfähig, mangelernährt, weil der Körper

essentielle Nährstoffe nicht mehr bekommt. Eine Notsituation. Deswegen wird

der Körper mit den paar Kalorien auch noch bis zu drei Monate haushalten, selbst

wenn wir wieder normal essen. Die Folge: Wir nehmen überproportional zu, der

Körper saugt sich richtiggehend voll, um für die nächste Notsituation gerüstet zu

sein.

COBURGER: Aber viele Diäten haben doch den Effekt, dass man nach ein paar

Tagen ein paar Kilo weniger auf der Waage hat und sich wieder besser fühlt,

oder?

FINK: Das mag sein, ist aber ein Trugschluss: Grundprinzip aller Blitz-Diäten ist

ja: Kohlenhydrate weglassen. Kohlenhydrate wiederum binden Wasser. Wenn

ich dann noch auf Salz verzichte, das ja auch Wasser bindet, habe ich schnell drei

Kilogramm verloren. Aber eben nur Wasser. Das bringt gar nichts. Im Gegenteil:

Wenn der Wasserhaushalt nicht stimmt, kommt der Stoffwechsel nicht in Gang.

Ich bin dehydriert, und die Muskulatur ist in einem schlechten Zustand – und ich

verbrenne kein Fett.

Fink ist Geschäftsführender Gesellschafter des

VitaDROM Fitnessstudios in Coburg.

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


FIT IN DEN FRÜHLING

Gesponserter Beitrag

COBURGER: Warum leidet die Muskulatur?

7

Tipps

FINK: Wir haben ja nur einen Fettverbrenner im Körper, das sind die Muskeln.

Und mit einer Diät schwäche ich die Muskeln. Zum einen fährt der Stoffwechsel

herunter, der Körper lebt sparsamer, verbrennt also weniger, baut Muskulatur ab,

zum anderen bedient sich auch noch unser Gehirn an den Muskeln. Es braucht ja

täglich ca. 120 Gramm Glukose, also einfache Kohlenhydrate, um zu funktionieren,

wach, aufmerksam, konzentriert zu sein. Blöderweise aber kann der Körper aus

Fett keinen Zucker machen, sondern nur aus Muskelprotein. Großes und wirklich

ganz ernsthaftes Problem dabei: Weil ja auch unser Herz ein Muskel ist, schädige

ich mit einem Verzicht auf Kohlenhydrate auch noch unser wichtigstes Organ.

COBURGER: Also was empfehlen Sie?

FINK: Zunächst einmal muss man das Fett ja unterscheiden: Es gibt das

essentielle für den Körper, das er braucht, um zu wärmen, als Schutz. Dazu kommt

das unangenehme kosmetische Fett, das sind die eigentlichen Fettreserven für

schlechte Zeiten, am Bauch, am Oberarm, unter dem Po. Das gefährlichste aber

ist das überschüssige Fett: viszerales Fett und Bauchfett, das sieht man von außen

gar nicht, ist aber die Ursache aller sog. Zivilisationskrankheiten. Wenn ich dieses

Fett dauerhaft verbrennen will, muss ich mich bewusst ernähren, nicht asketisch,

und richtig trainieren. Es gibt ja einen alten Satz: „Fett verbrennt im Feuer der

Kohlenhydrate.“ Das Kraftwerk wiederum sind die Mitochondrien in den Zellen.

Und diese werden durch nichts so aktiviert wie durch Muskeltraining. Also: Ein

vernünftiger Kohlenhydrathaushalt, dazu dosiertes Muskeltraining. Mehr muss

nicht sein. Der reine Gewichtsverlust ist dabei nicht entscheidend: Muskeln sind

ja viel schwerer als Fett, haben eine viel höhere Dichte, aber ich kann eben nur

nachhaltig Fett verbrennen, wenn ich meine Muskulatur trainiere. Und nur dann

werde ich mich vital und attraktiv fühlen.

1

2

3

4

5

6

7

Muskeltraining

Genügend trinken

5-mal täglich kleine Mahlzeiten

65 % davon Kohlenhydrate, 20

bis 25 % Protein, 10 bis 15 % Fett

Zucker meiden

Kein sichtbares Fett essen

Langsam essen, unser Gehirn

meldet erst nach 20 Minuten:

satt

„Smoothies?

Obst ist gesünder und billiger.“

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


Advertorial

KÖRPERWELT

Das Pilates Loft

Eine Methode, die traditionell

und modern zugleich ist,

ein Training für den ganzen

Körper, ein Trainer mit

internationaler Erfahrung,

und das alles in einem Umfeld

wie in einer Metropole: Das ist

BROADWAY BODY – das neue

Pilates Loft in Rödental.

Klassisches Training und ein Traditionsgebäude zu

vereinen war das Ziel der Gründer Dr. Jens-Heinz

Wahner und Claus-Peter Wahner. Für das Studio

nämlich wurden eigens über 330 Quadratmeter

einer alten Fertigungshalle der ehemaligen

W.Goebel Porzellanfabrik aufwändig saniert. Ein

Loft wie in einer Megacity mit einem Blick ins

Grüne – schon diese Location ist einmalig.

International gefragter Trainer

Und das Training ohnehin. Jens Wahner

nämlich ist nicht nur der einzige vom Deutschen

Pilatesverband zertifizierte Trainer in der

Region, er blickt auch auf viel Erfahrung und

Ausbildungen auf höchstem internationalen

Niveau zurück: Mit acht Jahren ging er bereits in

Ballettinternat, mit 15 machte er sein Diplom. Er

absolvierte Ausbildungen zum klassischen Tänzer,

Sänger und Schauspieler in den Niederlanden, in

Hamburg und am Broadway Dance Center in New

York. Dort kam der Diplom-Bühnentänzer und –

Musicaldarsteller in Kontakt zu Pilatesmethode,

in der Stadt also, in der auch der Erfinder Joseph

Pilates jahrzehntelange wirkte. Jens Wahner

war sofort fasziniert und ließ sich zum Pilates-

Trainer ausbilden. Seither bildet er sich ständig

weiter und gibt sein Wissen auch international

in Meisterklassen weiter. Er unterrichtete in

renommierten Studios in Hamburg, Stuttgart und

München und jetzt hier in der Region, wo er sich

gemeinsam mit Claus-Peter Wahner den Traum

vom eigenen Studio erfüllte.

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


FIT IN DEN FRÜHLING

Trainer Jens Wahner ist der einzige vom Deutschen Pilatesverband

zertifizierte Trainer in der Region. Der Diplom-Bühnentänzer und –

Musicaldarsteller absolvierte seine Ausbildung zum Pilates-Trainer unter

anderem in New York. Er verfü gt ü ber Unterrichtserfahrung und Lizenzen

in folgenden Fä chern: Pilates (Matten und Gerä tetraining), Tä nzerische

Frü herziehung, klassischer Tanz, Jazzdance, Modern (Cunningham/

Limon), Steptanz, Wirbelsä ulengymnastik, Aerobic, Dance Aerobic, BBP,

Flexibar, Cardio Workout und vieles mehr.

Regelmä ßiges Pilates-Training

verbessert die Beweglichkeit

stä rkt die Muskulatur

baut Stress ab

krä ftigt die Kö rpermitte

lindert chronische Rü cken- und Gelenkbeschwerden

verbessert Gleichgewicht und Koordination

verbessert die Ausdauer

formt eine schlanke Taille und Figur

regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an

steigert die Leistungsfä higkeit im Sport

sorgt fü r eine aufrechte Haltung

unterstü tzt die Rü ckbildung nach einer Schwangerschaft

steigert das Selbstbewusstsein

verbessert die Sauerstoffaufnahme

beugt Osteoporose vor

strafft das Bindegewebe

Madonna, Nowitzki und Jogis Jungs

Pilates ist ein Ganzkörpertraining, benannt nach

Joseph Pilates. Der gelernte Bierbrauer, Boxlehrer

und Erfinder führte in seiner Wahlheimat

New York ein erfolgreiches Fitnessstudio,

in dem viele Prominente trainierten. Heute

praktizieren Millionen Menschen auf der ganzen

Welt Pilates. Zum großen Erfolg beigetragen

hat sicherlich, dass Madonna, Uma Thurman,

David Beckham, Dirk Nowitzki, die deutsche

Fußballnationalmannschaft und viele andere

bekannte Persö nlichkeiten von dem Erfolg der

Pilatesmethode ü berzeugt sind.

Am besten online buchen

Eine Stunde Training ist im BROADWAY BODY

wirklich eine Stunde – und immer betreut von

einem Trainer. Das Training in der Gruppe auf

Matten kostet dann gerade mal 15, mit Geräten 18

Euro. Auch Personal Training alleine oder Zweit

ist möglich für 65 bzw. 85 Euro die Stunde. 10-

er Tickets und Monatsabonnements runden das

Angebot ab. Die Buchung einer Trainingsstunde

ist ganz einfach online möglich: Unter „Kursplan“

Account anlegen und den gewünschten Kurs

anklicken

Pilates für den ganzen Körper

Die Pilates-Methode ist ein sehr effektives

Kö rpertraining, das gesamte Muskelketten

gleichzeitig stä rkt und dehnt, um einen

ausgeglichenen und geschmeidigen Kö rper

zu schaffen. Alle Bewegungen gehen von der

Kö rpermitte aus und werden von ihr unterstü tzt.

Pilates bietet ein abwechslungsreiches und

stimulierendes Training mit ü ber 500 Ü bungen,

die teilweise mit oder ohne Gerä te ausgefü hrt

werden. Eine bewusste Atmung wird geschult

um den Kreislauf anzuregen und Verkrampfungen

abzubauen. Die Ü bungen kö nnen individuell

an jedes Fitness-Niveau angepasst werden, und

eignen sich daher auch fü r die Rehabilitation.

„Nach 10 Stunden fühlst

Du den Unterschied, nach

20 Stunden siehst Du den

Unterschied, nach 30 Stunden

hast Du einen neuen Körper.“

Joseph Pilates

Kontakt

BROADWAY BODY - Das Pilates Loft

Coburger Straße 7 (ehemals Goebel)

96472 Rödental

info@broadwaybody.de

Telefon: 09563/5113107

Weitere Infos unter

www.broadwaybody.de

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


DAS AUTOJAHR 2018

Das Autojahr 2018

TRAUMAUTOS

Klar: Man möchte auch etwas vom „Elektro-Kuchen“

abhaben und endlich die Vormachtstellung von Tesla

beenden. In den nächsten zehn Monaten legen gleich

mehrere Autobauer die Karten in Sachen E-Mobilität

auf den Tisch. Aus Deutschland kommt, ja man muss

schon sagen endlich, Konkurrenz für Teslas Model

X. Die beiden Elektro-SUVs Audi e-tron quattro

und Mercedes EQC sollen dem amerikanischen

Tesla Model X quasi die Sicherungen ausschalten.

Besonders in Sachen Reichweite sind dann auch

deutsche E-Autos konkurrenzfähig. Beide sollen

rein elektrisch 500 Kilometer weit kommen. Doch

auch die ausländische Konkurrenz schläft nicht.

Aus dem Hause Ford und Jaguar werden auch neue

E-Autos auf dem Markt gebracht. Der Kampf um

den E-Auto Markt scheint eröffnet, was sich nach

üblichen Marktgesetzen auch auf die Preise der

Autos auswirken sollte. Damit das „E“ bald auch für

„erschwinglich“ steht.

Mindestens genauso unerschwinglich wie

Elektroautos aktuell ist - zumindest für die Meisten

- Porsche. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb

gibt es viele, die sehnlichst auf die Premiere des neuen

Porsche 911 warten. Die achte Generation glänzt

nicht nur mit neuer Optik, sondern auch technisch

ändert sich beim 992 so einiges. Doch eines bleibt

beim Alten – der neue 911 bleibt schnell, teuer und

für Viele ein Traum. Fast genau so fix unterwegs ist

man mit dem RS5 Cabrio von Audi, bei dem 450 PS

unter der Motorhaube stecken. In München schaut

man bei der Modelloffensive aus Ingolstadt nicht

untätig zu und bringt den neuen BMW 8er auf die

Straße.

Neben dem Buchstaben „E“ für Elektro spielt auch der

Buchstabe „A“ 2018 eine große Rolle. A wie A-Klasse

und A wie Alfa. 2018 kommt die neue A-Klasse in die

Autohäuser und will den Erfolg des Vorgängermodels,

der so gar nichts mehr mit der ersten Generation der

A-Klasse zu tun hatte, noch toppen. Alfa setzt mit

seiner neue Giulietta auf italienisches Design und

möchte sportliche Fahrer ansprechen. Ebenfalls neu

2018 sind der Peugeot 208, der Kia c'eed, der Mazda

3 und die kompakten PS-Monster Ford Focus RS500

und BMW M2.

Eines ist sicher: Das Autojahr 2018 wird heiß! Nach

Abgas- und Tierversuchsskandal sind die Autobauer

in der Pflicht, wieder positive Schlagzeilen zu

schreiben. Von klein bis groß, von der vermeintlichen

„Benzinschleuder“ ala Sportwagen bis hin zum

E-Auto – der Markt wird überschwemmt von

Neuigkeiten und Facelifts. Jetzt muss nur noch das

Budget zum Auto passen, damit das Traumauto nicht

immer ein Traum bleibt.

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


AUTOHAUS HERBERT GROSCH

Advertorial

Der neue CITROËN C3 Aircross

COMPACT SUV DER

NEUESTEN GENERATION

Vom Anfang 2017 vorgestellten Concept Car

C-Aircross inspiriert, setzt der neue CITROËN C3

Aircross die SUV-Offensive der Marke fort: Sein Stil,

der Originalität, Robustheit und Stärke miteinander

kombiniert, spiegelt die Gene der Marke und

Kernelemente des SUV Designs wieder.

DAS DESIGN

Mit seiner originellen, frischen und kraftvollen

Ausstrahlung ist der neue CITROËN C3 Aircross

eine echte Ausnahmeerscheinung unter den SUVs.

Sein Design vermittelt Schutz und Robustheit mit

einer hohen, kurzen Motorhaube. Sie wird vom

verchromten Doppelwinkel und der integrierten

LED-Lichtsignatur betont. Wie schon beim Concept

Car C-Aircross sind die hintersten Seitenfenster, je

nach Version, aus Polycarbonat mit einer farbigen

Folie überzogen. Sie erzeugen einen Jalousie-Effekt

und setzen einen starken grafischen Kontrast auf

Höhe der C-Säule.

DER INNENRAUM

Die hohe und durchdachte Architektur des neuen

CITROËN C3 Aircross Compact SUV verleiht ihm

eines der besten Platzangebote seiner Kategorie

und einen herausragenden Komfort: 5 Sitzplätze

mit reichlich Bein- und Kopffreiheit. Er besitzt ein

außergewöhnlich großes Kofferraumvolumen von

410 Liter. Dank der im Verhältnis 60/40 teil- und

verschiebbaren Rücksitzbanklehne kann es auf bis

zu 520 Liter vergrößert werden. Für noch mehr

Variabilität und eine Ladelänge von bis zu 2,40 Meter

kann selbst der Beifahrersitz umgeklappt werden.

MULTIMEDIA

Der neue CITROËN C3 Aircross bietet eine intuitive

Vernetzung. In einem eigenen Staufach in der

Mittelkonsole kann das Smartphone kabellos, d. h. per

Induktion aufgeladen werden. Darüber hinaus sind

mit der optionalen Mirror Screen Funktion inklusive

Apple CarPlay und Android Auto alle kompatiblen

Smartphone-Apps auf dem Touchscreen verfügbar.

FAHRERASSISTENZSYSTEME

Der neue CITROËN C3 Aircross ist aufgeladen mit

intuitiven Technologien, die für Gelassenheit und ein

gutes Sicherheitsgefühl am Steuer sorgen. Zentral

in der Mitte des Armaturenbretts angeordnet,

steht eine umfassende Palette an Fahrerassistenzund

Sicherheitsausstattungen gebündelt auf dem

Touchscreen zur Verfügung, die alle Fahrten sicherer

gestalten. Diese reichen vom Parkassistent über einen

Fernlichtassistent bis hin zum Notbremsassistent.

MOTOR & PREIS

Eine breite Palette hochmoderner und effizienter

Motoren der neuesten Generation verbindet

innovative Technologie mit der Aussicht auf

eine Flucht aus dem Alltag. Der SUV ist mit dem

Benzinmotor PureTech (82, 110 und 130) und dem

Dieselmotor BlueHDi (100 und 120) erhältlich.

Der Benzinmotor PureTech 110 ist mit einem

Automatikgetriebe EAT6 mit Stop&Start-Automatik

verfügbar, ein 6-Gang-Schaltgetriebe wird in

Verbindung mit den Motoren PureTech 130 und

BlueHDi 120 angeboten. Zu haben ist der C3 Aircross

ab 15.290,00 Euro.

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66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


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2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


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KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

POP, MUSICAL UND VOLKSMUSIK

Zwischen Musical und Volksmusik das Jahr bringt einiges an Abwechslung für die Musikfans in der Region.

Das legendäre norwegische Trio a-ha verlängert seine Electric Summer Tour

um neun Termine in Deutschland im Juli und August 2018!

a-ha sind weltweit eine der kultigsten Pop-Bands der 80er Jahre. Das mehrfach

mit Platin ausgezeichnete norwegische Trio gilt noch heute als wahrer Pionier in

Sachen Musik- und Videotechnologie und nur wenige Bands können es mit dem

Vermächtnis und der Langlebigkeit dieser Band aufnehmen. Auch bei der Electric

Summer Tour 2018 werden a-ha wieder das tun, was sie am besten können: Von

Herzen für ihre Fans performen. Im Gegensatz zur MTV Unplugged-Tour werden

sie im kommenden Sommer mit Band und Streichersektion ein volles Elektro-

Set spielen und sowohl altbekannte Hits als auch neues Material in sorgfältig

ausgewählten, deutschen Städten präsentieren.

A-HA

22. AUGUST I 20 UHR I SCHLOSSPLATZ COBURG

HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018

Über die anstehende Tour sagt Morten Harket: „Wir haben eine enge Beziehung

zu Deutschland und unseren Fans dort und haben auch Fans gesehen, die zu all

unseren Shows reisen und die wir herzlich willkommen heißen. Es ist aufregend,

draußen zu spielen und unsere Musik zu Orten zu bringen, die keine traditionellen

Arena-Tour-Orte sind. Wie immer wollen wir die Dinge immer auf eine neue Art

und Weise tun, damit die Dinge für unsere Fans aufregend bleiben. Wir freuen uns

sehr auf diesen Electric Summer!“

GREASE – DAS MUSICAL

10. APRIL I 20.00 UHR

BROSE ARENA BAMBERG

KASTELRUTHER SPATZEN

09. MÄRZ CONGRESS CENTRUM SUHL

10. MÄRZ BROSE ARENA BAMBERG

GREASE – wer kennt es nicht – ist DAS Musical schlechthin

und feiert in 2018 40jähriges Jubiläum des Films und

aktuell 45jähriges Jubiläum der Theaterproduktion, die ihre

Premiere am Broadway hatte und dort mit 3388 Vorstellungen

insgesamt siebeneinhalb Jahre lief.

Grund genug, die Liebesgeschichte zwischen dem coolen

Danny (Darsteller Alexander Jahnke) und der schüchternen

Sandy (Darstellerin Veronika Riedl) in einer neuen, modernen

Multimedia-Inszenierung auf Jubiläumstour zu schicken.

Alexander Jahnke (2. Gewinner der letzten DSDS Staffel) wird

schon jetzt als neuer John Travolta gehandelt und begeistert

die Produzenten mit seiner Performance. Bei den Auditions

war sich das Kreativ Team einig: „Alexander Jahnke ist für

GREASE ein Glücksgriff und wird den Danny Zucko, den

der junge John Travolta vor 40 Jahren im Film kreierte, jetzt

zurück auf die Bühne bringen.“ Die Figur der Marty wurde mit

Chanelle Wyrsch besetzt, die ebenfalls DSDS Teilnehmerin

und unter den Top 6 der letzten Staffel war. Im April ist

GREASE zu Gast in Bamberg, ein Muss für alle Musicalfans.

Die Kastelruther Spatzen sind wieder im Anflug! Sie sind der Inbegriff der Volksmusik, sie sind

einzigartig, sie sind ein Phänomen! Seit Anfang Januar 2018 sind die Kastelruther Spatzen mit

ihrem neuen Album auf Tournee!

Seit mehreren Jahrzehnten erfreuen sich die Kastelruther Spatzen ungebrochener Beliebtheit.

Als Botschafter der Verbundenheit zur Heimat und der Natur sowie ihrer Fähigkeit, sich mit ihrer

Musik und ihren Texten in die Höhen und Tiefen des Lebens, die Sehnsüchte und Sorgen ihrer Fans

einzufühlen, sorgen sie für unvergessliche Konzerterlebnisse. Die sieben Vollblutmusiker stehen

für Heimatliebe, Tradition, für die Freude am Leben und an der Musik. Ihre Evergreens, wie „Eine

weiße Rose“ oder „Tränen passen nicht zu dir“ sowie aktuelle Hits, wie „Die Sonne scheint für

alle“ oder „Heimat“ verleiten nicht nur zum stimmungsvollen Schunkeln und Mitsingen im Chor,

sondern berühren Herzen. Ein Konzertbesuch dieser Südtiroler Institution verspricht „Balsam für

die Seele“ – eine Reise in die Berge, ein Kurzurlaub in die Weite der Natur, nicht nur für die Ohren!

Mit ihrer unvergleichlichen Bodenhaftung, ihrer Menschlichkeit und Authentizität treffen sie den

Gefühlsnerv ihrer Fans. Die Superstars der Volksmusik, die selbst im Glanz des Rampenlichts

geerdet und heimatverbunden geblieben sind, umgibt eine starke generationsübergreifende

Anziehungskraft. Ihre Erfolge und Auszeichnungen sprechen für sich: Mehr als 80 Gold- und

Platinalben in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 13 Echos, 11 Kronen der Volksmusik,

fünf Goldene Stimmgabeln und zwei Edelweiß sind nur ein Auszug ihrer einzigartigen Karriere.

Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de

oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


Dieter

Nuhr

hier,

nur

heute

Tickets zu Veranstaltungen im Kongresshaus erhalten Sie bei den örtlichen Tageszeitungen oder bei www.eventim.de

Kongresshaus Rosengarten, Berliner Platz 1, 96450 Coburg, Telefon: 09561 89-830, www.coburg-kongress.de

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


HIER WOHNTEN …

HIER WOHNTEN…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… SCHUSTER, METZGER

UND LEINEWEBER

Fast wie in Florenz fühlt man sich hier

oben im 3. Stock. Ringsherum windschiefe

Stadthäuser, rote Dächer und dazwischen

immer wieder ein Stückchen Himmel. Aus

einem der Fenster sieht man direkt auf das

üppige Salvatorportal mit der Christusfigur.

Die Fensterfront nach Süden lässt die kleinen

Räume erstrahlen. Und klein sind sie wirklich,

die Räume in dem grünen Häuschen in der

Salvatorgasse 1.

Auf einer Grundfläche von nur 40 Quadratmetern

steht das Haus, dessen Grundmauern auf das Jahr

1404 zurückgehen. Zwischenzeitlich beherbergte

es 15 Bewohner. Und dies mit nur einer Toilette,

die sich zudem noch im Treppenhaus befand.

Bemerkenswert. Nichts erinnert heute bei dem

mit einer Stadtbild-Medaille ausgezeichneten

und liebevolle restaurierten Gebäude mehr an die

düsteren, verrußten Räume, die hier im Mittelalter

verschiedene Handwerksberufe beherbergten.

Egal ob Leineweber, Schuster oder Metzger. Eng

und stickig muss es hier dereinst zugegangen sein.

Schließlich lebten und arbeiteten die Handwerker

mit ihren Familien zu dieser Zeit unter einem Dach.

Und nicht nur das. Die Häuser waren Werkstatt,

Wohn-, Geschäfts- und Speicherhaus. Auch einen

Kamin im heutigen Sinne besaßen diese erst zu

späterer Zeit. Üblich war eine offene Feuerstelle –

natürlich ohne Rauchabzug. Entsprechend schlecht

war die Luft. Unten also Arbeitsstelle, in den oberen

Etagen wurde gewohnt. Immer wieder wurde das

Gebäude den Lebensbedingungen der Menschen

angepasst. Im 18. Jahrhundert stockten die Besitzer

ein weiteres Geschoss auf. Im 19. Jahrhundert kam

ein schmückendes Zwerchhaus dazu. In den 1960er

Jahren wurde gar eine Garage angebaut. Im Jahre 2014

war das Handwerkerhäuschen eigentlich eine Ruine.

Es stand seit vielen Jahren leer, seit Jahrzehnten

kümmerte sich keiner um die Instandhaltung. Und

dennoch wagten es Sabine und Frank Zeitner, und

kauften das kleine Häuschen direkt am Eingang

zum Salvatorfriedhof. Ob es ein Zufall war, dass

der Hausherr bei der ersten Begehung im 3.Stock

einen Strick entdeckte, der vom Dachbalken hing?

Heute kann Frank Zeitner darüber lachen. Die

Sanierung verschlang viel Zeit und viel Geld. Und

ohne die Fachkenntnisse von Sabine Zeitner, die in

einem Architekturbüro arbeitet, wäre das Ergebnis

vielleicht nicht so hübsch ausgefallen. Aber es hat

sich gelohnt. Die kleinen schmucken Eckchen und

Winkel. Die Holztreppe, die im Originalzustand

erhalten werden konnte. Die schiefen Fenster, die

von alleine aufgehen, wenn man den Hebel löst. Die

Ausblicke auf markante Stadtbilder. Die wertvollen

Balken aus dem 16. Jahrhundert. Allein die

Restaurierung einer Balkendecke kostete ein kleines

Vermögen. Die Bohlenstube aus dem Spätmittelalter

war ein besonderer Raum. Nicht nur aufgrund der

Tatsache, dass das hierbei verwendete Holz auf das

Jahr 1594 datiert werden konnte. Diese gute Stube

hatte eine Art Heizung. Zur damaligen Zeit höchster

Luxus. Man geht davon aus, dass die Befeuerung eines

Ofens im Treppenhaus die Wände derart aufheizte,

dass diese Bohlenstube im 1.Stock tatsächlich mit

geheizt werden konnte. Ein bisschen Gemütlichkeit

im harten Handwerkerdasein.

Heute freut sich die junge Mieterin über ihre hübsche

rote Balkendecke in ihrer kleinen, feinen Wohnung.

Erstaunlich, was man auf weniger als 5 mal 8 Metern

alles unterbekommt, wenn man gut plant. Nämlich

ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Schlafzimmer und

ein Bad. Und auch die Mieterin im 2. und 3. Stock ist

ganz verliebt in ihre Miniaturwohnung, die dennoch

alles beherbergt, was man zum Leben braucht.

Und besonders schön ist es außerdem noch hier.

Mitten in der Stadt. Über den Dächern Coburgs. In

einem wieder belebten Handwerkerhäuschen in der

Salvatorgasse. Früher nannten sie die Einheimischen

Totengasse. Denn hier mussten die Leichenzüge

durch, die zum Friedhof zogen. Aber das ist zum

Glück lange her.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


HIER WOHNTEN …

72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


SCHUSTER, METZGER UND LEINEWEBER

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


Advertorial

GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.

Coburg zuliebe – Aus Liebe zu Coburg

DER VEREIN

„GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.“

Coburgs Architektur ist so vielseitig wie seine

Geschichte - die Häuser der Stadt Zeugnisse

verschiedenster Epochen. Ein Spaziergang durch

Coburg gleicht einer Zeitreise. Bürgerhäuser,

herzogliche Bauten, Neugotik, Gründerzeitvillen,

Fachwerkcharme, Bauhaus. Ein wahrer Schatz,

sichtbar für alle, Tag für Tag. Das gilt es zu erhalten.

Darum kümmert sich der Verein „Gemeinschaft

Stadtbild Coburg e.V.“. Gerade in den letzten

Jahren sind viele Projekte mit finanziellen Mitteln

in Millionenhöhe gefördert worden.

Für den Vorsitzender Dr. Hans-Heinrich Eidt ist seine

Tätigkeit für den Verein manchmal „ein Vollzeitjob“,

wie er lachend sagt. Anträge bearbeiten, beraten,

Angebote einholen, die Öffentlichkeit informieren. Er

aber tut es gerne, genau wie alle, die sich im Vorstand

und als Mitglieder dem optischen Bild Coburgs

verschrieben haben. Ihnen geht es um Schönheit,

um Ästhetik - aber vor allem geht um Identität, um

Heimat.

Das Gesicht einer Stadt wandelt sich im Laufe der

Jahrhunderte. Wie das Gesicht eines Menschen

wird es geprägt durch die Erlebnisse in den

verschiedenen Altersstufen bzw. Epochen. Nicht

nur denkmalgeschützte Bauten prägen dabei das

Gesicht einer Stadt. Dem Großteil des historischen

Baubestandes, den anonymen Häusern, fehlt der

Eigenwert einer Sehenswürdigkeit. Trotzdem sind

sie für die Atmosphäre einer Stadt, für die Gestaltung

der Straßen und Platzräume ebenso wichtig wie die

wenigen Denkmale von besonders hervorgehobener

Bedeutung.

Dabei hatte Coburg Glück: Zerstörungen durch

Krieg und Nachkriegsereignisse gingen an der

Stadt Coburg weitgehend vorbei. Sie konnte ihre

Identität retten. In den 70er Jahren aber erfasste

Bürger und Wissenschaftler die Sorge um den Verlust

der Identität deutscher Städte. Diese Gefahren

bestanden und bestehen auch in Coburg, das in den

60er Jahren nach dem Wunsch vieler Planer und

Entscheidungsträger mehr und mehr "modernisiert",

d. h. aber gleichgemacht werden sollte. Coburg

drohte seine Unverwechselbarkeit zu verlieren.

Deswegen wurde die „Gemeinschaft Stadtbild

Coburg e.V.“ 1973 gegründet, weil aktive Bürger,

Senioren und Jugendliche erzürnt waren über die

Verantwortlichen der Stadt, die ohne Rücksicht

auf das Stadtbild abbrechen ließen, was einer

vermeintlichen „Modernisierung“ im Wege stand: die

Spindler-Villa, den Hofbräu-Saal, den Torturm über

der Schwarzen Allee, den „ Bären“ in der Spitalgasse

und eines der drei Jugendstilbäder in Bayern, das

Ernst-Alexandrinen-Bad.

Heute haben sich die Verwaltung und auch der

Stadtrat die Ideen der Gemeinschaft teilweise zu

Eigen gemacht haben. Doch auch heute achtet die

Gemeinschaft Stadtbild Coburg bei der Abwägung

zwischen Stadterhaltung und Denkmalschutz

einerseits und der Wirtschaftlichkeit andererseits

sehr genau darauf, dass der Wert des erhaltenswerten

Stadtbildes berücksichtigt wird.

Der Verein unterstützt mit Mitteln des Coburger Unternehmers

Michael Stoschek und seiner Schwester Elisabeth Volkmann

Sanierungsmaßnahmen in Coburg. Bislang liegen 246

Förderanträge vor, etwa 120 Projekte sind bisher unterstützt

worden mit Beträgen zwischen 500 Euro und 70 000 Euro.

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


AUS LIEBE ZU COBURG

Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild

Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie

vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer

Reihe „Hier wohnte“.

DAS MACHT DER VEREIN

Denkmalspflege und Stadtbildgestaltung

Allgemeine Informationen über

Denkmalspflege

Prämierung herausragend renovierter und

sanierter Gebäude und Fassaden jeweils

zusammen mit der Stadt

„Stadtbildfahrten“ zu Städten, die

vergleichbare Vereine haben.

Kritische Leserbriefe und Stellungnahmen

zu Eingriffen ins Stadtbild.

Als Träger öffentlicher Belange

Stellungnahmen zu Bauvorhaben und

Bebauungs- und teilweise auch Bauplänen.

Unterstützung von Renovierungsprojekten

denkmalwürdiger oder stadtbildprägender

Gebäude in Coburg mit finanziellen

Mitteln des Coburger Unternehmers

Michael Stoschek und seiner Schwester

Christine Volkmann. Die beiden hatten die

Reste ihrer Millionenspende an die durch

den Brand in der Herrngasse geschädigten

Bürger der Gemeinschaft überlassen

– insgesamt über 4 Millionen Euro. Je

bedeutender das Gebäude für das Stadtbild

ist und je förderwürdiger die finanziellen

Verhältnisse des Eigentümers sind, desto

größer die Förderung. Der größere Teil

einer Investition sollte dabei immer vom

Bauherrn selbst kommen

Ansprechpartner ist Dr. Hans-Heinrich Eidt,

der erste Vorsitzende des Vereins.

Interessierte Mitglieder und Bürger können

jeweils am zweiten Montag im Monat an der

„Stadtbildrunde“ im Hexenturm ab 19.00

Uhr teilnehmen.

Mehr Informationen unter

www.stadtbild-coburg.de

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises

für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


Gesponserter Beitrag

DONALD RAY POLLOCK – „DIE HIMMLISCHE TAFEL“

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

Donald Ray Pollock, der Autor der mit dem Deutschen Krimi Preis 2017 ausgezeichneten Gangsterballade

„Die himmlische Tafel“ ist für mich eine der Entdeckungen der letzten Jahre. Als Spätberufener ist er mit

nur einem Kurzgeschichtenband und zwei Romanen zu einer der aufregendsten literarischen Stimmen

der USA geworden.

Um es vorweg zu nehmen: „Die himmlische Tafel“ ist kein Roman für zarte Gemüter. Hier wird gemordet

und geraubt, gesoffen, gehurt und geflucht – so bildhaft beschrieben, dass die Lektüre eine wahre Freude

ist. Ein Buch wie ein Film von Quentin Tarantino oder den Coen-Brüdern: heftig, spannend, mit schwarzem

Humor und teils schrägen Charakteren …

Der Lohnfarmer Pearl Jewett, inspiriert von einer Begegnung mit einem eigenartigen Wanderprediger,

ist fest entschlossen, sich seinen Platz an der himmlischen Tafel durch ein entbehrungsreiches Leben

auf Erden zu sichern. Mit harter Hand zwingt er seine drei Söhne (einer einfältig, einer klug und einer ein

gefährlicher Hitzkopf) jeden Morgen aufs Neue in ihr mieses Schicksal als billig abgespeiste, über den

Tisch gezogene Tagelöhner ohne jedwede Perspektive.

Taschenbuch, Klappenbroschur,

432 Seiten:

ISBN: 978-3-453-67715-9

10,99 Euro

Als der Vater überraschend stirbt, beschließen die Söhne – ihrerseits inspiriert durch einen Groschenroman,

der das gewalttätige Leben des Bankräubers „Bloody Bill Bucket“ glorifiziert - den väterlichen Pfad der

Tugend zu verlassen und den Weg zur himmlischen Tafel durch zeitnahe irdische Erfüllung abzukürzen.

Dabei ist ihnen jedes Mittel recht und es kommt, wie es kommen muss: Bald schon geht der erste Mord

auf das Konto des Trios, raubend und plündernd ziehen Sie durch den Süden der USA. Auf Ihrer Odyssee

treffen Sie auf Räuber, Huren und Latrinenputzer, auf Soldaten, Zirkusleute und einfache Farmer.

Viele dieser teils skurrilen Figuren wirken wie einem Panorama der derzeitigen amerikanischen Gesellschaft

entsprungen und wie Donald Ray Pollock diese Charaktere beschreibt ist ganz großes Kino: direkt und

schnörkellos, gewürzt mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors und dabei so bildhaft, dass das

„Kopfkino“ mit der ersten Zeile beginnt.

Inhaltsangabe

„Die Prosa von Donald Ray Pollock

ist hartgesotten und zugleich von

grausamer Schönheit“

The New York Times

Georgia, 1917. Der Farmer Pearl

Jewett will sich durch seine Armut auf

Erden einen Platz an der himmlischen

Tafel verdienen – und seine drei

Söhne darben mit ihm, ob sie wollen

oder nicht. Nachdem Pearl von den

Entbehrungen ausgezehrt stirbt,

müssen sich die jungen Männer

allein durchs Leben schlagen. Auf

gestohlenen Pferden und schwer

bewaffnet plündern sie sich ihren

Weg durchs Land ...

Donald Ray Pollock

Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-

Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die

Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an.

Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle,

zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte

er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb

sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein

literarisches Debüt, der von der amerikanischen Presse

gefeierte Erzählband »Knockemstiff«. Donald Ray Pollock lebt

mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.

© ©Patsy Pollock

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


VORSCHAU

Foto: www.wikipedia.de

Mike aus dem Bayerwald

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER

DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER

ASCHENPUTTEL

LA CENERENTOLA

Oper von Gioacchino Rossini

MUSICAL-MEISTERWERK

HIGH SOCIETY

Musical von Cole Porter

A DARUM GEHT ES

Der Inhalt der Oper basiert auf dem Märchen

Cendrillo (Aschenputtel) aus der Sammlung von

Charles Perraults, aus welcher jedoch alle Elemente

von Phantastik und Magie entfernt wurden. Die böse

Stiefmutter, die in anderen Fassungen des Märchens

bereits durch einen Stiefvater ersetzt wurde, ist hier

ein verarmter Adliger. Die Rolle der Fee übernimmt

der Lehrmeister des Prinzen, Alidoro. Der vom

Prinzen zu suchende Pantoffel wurde durch einen

Armreifen ersetzt.

B WO UND WANN SPIELT ES

Die Uraufführung von La Cenerentola erfolgte am 25.

Januar 1817 im Teatro Valle in Rom.

C WAS ERWARTET MICH

Schon in der Ouvertüre wird deutlich, dass der

Komponist an Klassizismus denkt und italienischen

Karneval liefert. Wenn nach der puristischen

Orchestereinleitung ein ebenso freudiges wie

geheimnisvolles Springen und Hüpfen anhebt, sieht

man die Festgemeinde förmlich die Masken aufsetzen

und zum nächsten Ball marschieren. Ironie und

tiefere Bedeutung fliegen dann angeheitert vorüber,

obgleich das Märchen anders klingt, als wir es in

Deutschland kennen: Der berühmte Schuh ist ein

Armreif und die gute Fee ein Philosoph. Das tut

dem Spaß aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es

öffnet dem Betrachter und der Regie wundervolle

Spielräume und doppelte Böden. Die böse Mutter,

die fiesen Schwestern: Nie kamen sie so leichtfüßig

daher wie in dieser Aschenputtel-Fassung. Doch

Rossini wäre nicht Rossini, wüsste er nicht, wie er

ihnen ein Bein stellen könnte. Schadenfreude? I

wo! Schließlich folgt meist sogleich eine so schöne

Arie, dass man all die kleinen Bosheiten gar nicht so

wichtig nehmen kann. Und wer von uns mag schon

an der Menschheit verzweifeln, wenn sie doch in der

Lage ist, so schön zu singen?

D WANN

Premiere und die ersten Aufführungen waren Anfang

Februar. Weitere Aufführungen sind geplant für den

20. und 25. Februar und im März (15., 23., 25., 29.)

jeweils 19:30 Uhr, nur am 25.2. und am 25.3. um

15 Uhr.

A DARUM GEHT ES

Die Handlung des Musicals entspricht im

Wesentlichen der des Films: Die schöne und

hochmütige Tracy Lord fiebert mal wieder ihrer

bevorstehenden Heirat entgegen – und fragt sich nur

im Stillen, ob sie ihren Zukünftigen nicht doch etwas

langweilig findet. Indes hält sich die Anteilnahme

an dem freudigen Ereignis im Hause Lord ohnehin

in Grenzen: Der Vater weilt fern in den Armen

einer Tänzerin, die Brautmutter verbreitet emsig

umherflatternd nur Konfusion, der Onkel frönt als

Gastgeber der Feierlichkeit vor allem seinem Hang

zum Gin und zum Küchenpersonal und die Schar

der Dienstboten beobachtet indigniert das Treiben

ihrer Herrschaft. Die kleine Schwester schwärmt für

Tracys geschiedenen Mann Dexter Haven und würde

die beiden am liebsten wieder zusammenbringen.

Wie peinlich für alle Beteiligten, als Dexter

tatsächlich überraschend auftaucht! Die friedliche

Familienfeier scheint durch neu aufflammende

Gefühle gefährdet. Zu allem Überfluss treten auch

noch zwei Klatschreporter auf den Plan, um über

die neuesten Skandale der so genannten besseren

Gesellschaft zu berichten. Jetzt muss der leider etwas

vergessliche Onkel den abwesenden Brautvater

mimen – just in dem Moment, als dieser nach Hause

zurückkehrt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Tracy

mit Mike, einem der beiden Reporter, anbändelt.

Die Party gerät bald völlig aus den Fugen: In der

Sommernacht verfolgen die alkoholisierten Gäste

einander durch den Lordschen Park, und Tracy und

Mike landen gemeinsam im Swimmingpool...

Am nächsten Morgen herrscht allgemeiner

Katzenjammer. Der brüskierte Bräutigam sucht

das Weite. Aber da Tracy endlich ihren seelischen

Panzer durchbricht und ihre Liebe zu Dexter

eingesteht, kann zum glücklichen Ende doch noch

eine Hochzeit stattfinden.

B WO UND WANN SPIELT ES

Als 1997 der Film "High Society" als Musical in San

Francisco auf die Bühne kam war der Erfolg schon

vorprogrammiert: die bekannte Liebesgeschichte

im Umfeld der oberen Zehntausend verbunden

mit den unsterblichen Melodien Cole Porters

garantierten allein einen swingenden Musicalabend

der Extraklasse.

C WAS ERWARTET MICH

Cole Porters Musik macht diese Komödie zu

einem Edelstein. Das wurde nicht zuletzt durch die

Verfilmung mit Grace Kelly, Frank Sinatra und Louis

Armstrong in den 1950er-Jahren klar. Als bei den

Londoner „Proms", den sommerlichen Konzerten

der BBC, vor wenigen Jahren ein schmächtiger

Dirigent namens John Wilson auftauchte, wurde

dieser Edelstein neu aufpoliert. Wilson hatte die Idee,

die in den 1960er-Jahren geschredderten Original-

Partituren der großen MGM-Filmmusicals wieder zu

beleben und hörte die Musik einfach von den alten

Tonspuren ab – Ton für Ton. Herausgekommen sind

wahre Musical-Meisterwerke, die dazu inspirieren,

Stücke wie „High Society" neu zu entdecken. Der

Broadway Oberfrankens nimmt sich jetzt also

zur zweiten Renaissance des Stoffes dieses hell

funkelnden Musik-Edelsteins an. In ihm spiegeln

sich Hits wie „True Love", „I love Paris" oder „Let's

Misbehave". Viel Vergnügen!

D WANN

Die Premiere des Musicals findet am 24. Februar

statt. Weitere Vorstellungen finden im März (1., 2., 7.,

8., 13., 16., 31.) und April (4., 8., 14.) statt. Auch im

Mai, Juni und Juli wird das Musical im Großen Haus

gespielt.

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS

G A L E R I E

PETER ACHTZEHN

SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS

Peter Achtzehn wurde in Coburg geboren. Er

lebte in München, New York und Paris und

arbeitete als Moderator, unter anderem bei

Peters Pop Shop im Bayerischen Fernsehen,

als DJ unter anderem im Studio 54 in New York,

war A&R-Manager in der Musikindustrie (u. a.

Madness und Kid Creole), Booking Agent für

Internationale Top-Models bei Dominique

Gallas und schließlich Fotorepräsentant für

viele internationale Künstler. Schließlich

gründete er die TOP Fotoagentur mit eigenem

Atelier und internationalen Künstlern. Heute

lebt Peter Achtzehn wieder in Coburg. Seine

Bildersammlung umfasst Fotografien von

Mondino, Michelle Comte, Marc Hispard,

Peter Lindbergh und anderen namhaften

Künstlern. Einige dieser Schwarz-Weiß-

Aufnahmen mit den Portraits von Weltstars

sind seit einigen Wochen in der Sonderbar in

Coburg zu bewundern. Also am besten mal

vorbeischauen.

www.photo-artstudio.de

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


GALERIE – PETER ACHTZEHN

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


GALERIE – PETER ACHTZEHN

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


SCHATZSUCHE 2018

Das Rätsel Für die Region präsentiert von

SECHSMAL

1000,- EURO

ZU GEWINNEN!

Für Coburgversteher und

solche die es werden wollen

Sie geht weiter: Die SCHATZSUCHE 2018.

Miträtseln, Spaß haben, gewinnen.

Wie immer – und doch anders

Rätselfreunde, Knobelfans, Grübler, Googler und ein wenig auch Coburgversteher

– freut Euch: die Schatzsuche, das Rätsel der Region geht weiter. Wieder mit

Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels, wieder gemeinsam mit

iTVCoburg, wieder sechsmal mit Gutscheinen und Bargeld in Höhe von jeweils

1000 Euro, aber doch ein wenig anders: Hinweise zu den Fragen gibt es ab sofort

schon in jedem COBURGER rechtzeitig vor dem Beginn der Schatzsuche,

außerdem habt Ihr zur Lösung eine Woche mehr Zeit – und Ihr solltet Euch die

iTVCoburgApp herunterladen, kostenlos, versteht sich. Dort nämlich wird immer

ein entscheidender Hinweis zu finden sein.

84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Und so geht’s 2018 – ganz einfach:

Die Schatzsuche findet sechsmal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es um Preise

im Wert von 1000 Euro.

Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen

COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Mitte

Februar, Anfang April, Mitte Juni, Ende Juli, Anfang Oktober, Anfang Dezember.

Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils

ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des

COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-

Wochen: 03. bis 09. März, 21. Bis 27. April, 23. Bis 29. Juni, 18. Bis 25. August,

20. Bis 26. Oktober, 08. Bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten.

Aus den sieben Antworten kommt Ihr dann mit dem abschließenden Hinweis

auf der iTVCoburgApp auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Diesen dann

per Mail an hegen@coburger-magazin.de mailen, dazu habt Ihr immer etwa eine

Woche Zeit.

Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Jeweils Preise im Wert

von 1000 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen ab 16 Jahre. Der

Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr Gewinnen, stimmt Ihr mit der

Teilnahme zu. Wir wollen doch allen Lesern und Zuschauern zeigen, wer dieses

Mal schlau war – und auch noch Glück hatte.

Ihr benötigt also

zum Miträtseln nur:

Und hier die sieben Hinweise für die sieben Fragen der

ersten Schatzsuche 2018 vom 03. bis 09. März. Dann

könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten:

1 Ende 2017 haben Coburger mächtig aufgehübscht.

2 Keine Kapazitäten mehr, also machte man sich auf die Suche nach

einem Ort in Coburg.

3 Er sah unter anderem einen Engel und sprang von einer Klippe.

4 Groß aufgespielt, futuristisch und in der virtuellen Welt.

5 Seit etwas mehr als 11 Jahren unterwegs in Coburg.

6 Sie waren über mehr als ein halbes Jahrhundert eins, doch dann

trennten sich die Wege.

7 1 Millionen Euro, das ist viel Geld für einen Menschen.

Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage unserer ersten Schatzsuche

am Samstag, den 3. März um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den

Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg.

Ach ja, und hier noch unsere Gewinnerin der letzten Schatzsuche 2017:

Glückwunsch an Caro Miholic aus Weitramsdorf. Sie hat Gutscheine im Wert von

900 Euro und dazu Bargeld in Höhe von 400 Euro gewonnen – weil Weihnachten

war. Die Lösung war der Satz „Zwischen den Jahren“. Alle Fragen, alle Antworten

von damals auf www.coburger-magazin.de

Unsere Sponsoren 2018 u.a.:

Jeweils den neuen COBURGER gedruckt

oder online unter www.coburger-magazin.de

alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder

iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App

Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Das war es – viel Spaß.

Viel Spaß & viel Erfolg

beim Rätseln …

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018

COBURGER | DAS MAGAZIN 85


IN EIGENER SACHE

IN EIGENER SACHE

COBURGER-ABO

DIE IDEALE GESCHENKIDEE

Wir freuen uns darüber, andere ärgern sich:

Der COBURGER an den rund 200 gehobenen

Verteilstellen in Stadt und Landkreis Coburg ist

immer schnell vergriffen. Doch es gibt einen einfachen

Weg, sich jedes Mal seine Ausgabe vom COBURGER

zu sichern – und bequemer als der Fußmarsch in die

Stadt ist dieser Weg auch: Einfach den COBURGER

abonnieren, dann kommt er sechsmal per Post nach

Hause, und das für nur 30 Euro – im ganzen Jahr!

Dazu einfach reinklicken auf www.coburgermagazin.de/abo

und bestellen. Im Übrigen ist das

COBURGER-ABO auch eine ideale Geschenkidee

für alle Coburger, die nicht mehr in Coburg leben,

aber dennoch nicht auf die besten Stories und Fotos

aus ihrer Heimatstadt verzichten wollen.

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Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg

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Wir setzen auf Spezialisierung.

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Wohnungseigentumsrecht

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Diese Kanzlei ist nach

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86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


PREMIUM PARTNER 2018

DANKE FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT

Wir freuen uns über alle Kunden, die den

COBURGER für Ihre Werbebotschaft nutzen. Der

COBURGER verfolgt den Anspruch einer hohen

inhaltlichen, optischen und haptischen Qualität,

er wird gelesen, gesammelt, wertgeschätzt. Jeden

Tag arbeitet das Team des COBURGER an diesem

Ziel. Als Leitmedium für die Region dient der

COBURGER vor allem der hochwertigen und

qualitätsorientierten Geschäftswelt in Coburg Stadt

und Land damit als wertiges Umfeld für deren

Dienstleistungen, Produkte, schafft Wahrnehmung

für deren gesellschaftliches Engagement und

Lebensleistungen. Viele dieser Geschäftskunden sind

zu PREMIUM-PARTNERn geworden.

Dafür bedanken wir uns. Wer auch Interesse

an diesem Status hat, Informationen über die

Vorteile gibt es unter www.coburger-magazin.

de/premium-partner. So sind beispielsweise in

unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials

inklusive. Für eigene Stories, Bilder, Leistungen, die

es wert sind, erzählt zu werden. Und neu in 2018:

Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der

COBURGER einen 2-4-minütigen Filmbeitrag im

Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer Länge

auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf

unserer Webseite coburger-magazin.de zu hören sein

wird.

DAS ONLINEMEDIUM

… FÜR DIE VESTESTADT

Der COBURGER gedruckt, jetzt schon die 25.

Ausgabe, gehört zur Vestestadt wie die Bratwurst oder

die Coburger Schmätzchen. Doch alle Geschichten

aus dem COBURGER gibt es seit über einem Jahr

darüberhinaus auch virtuell.

Unter www.coburger-magazin.de finden Sie alle

Geschichten, alle Fotos – einzeln und auch als

Blätterbuch. Bei uns ist dieses Angebot übrigens

kostenlos! Ob auf dem heimischen Rechner, dem

Tablet oder dem Smartphone. Gerne können

Sie unsere Geschichten auf diese Weise auch mit

anderen teilen, verlinken, verschicken, wir freuen

uns darüber. Außerdem finden Sie auf unserer

Homepage auch alte Ausgaben zum Nachbestellen,

die Schatzsuche, die Verteilstellen und vieles mehr.

Und wenn Sie mitdiskutieren möchten, dann geht

das am besten und direktesten über facebook.com/

CoburgerMagazin. Also werden Sie doch unser Fan,

das freut uns ganz besonders.

IN EIGENER SACHE

Und das sind bisher unsere

PREMIUM-KUNDEN 2018:

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Broadway Body GmbH

Buchhandlung Riemann

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

Frische-Center Wagner

IHK zu Coburg

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

Lasco Umformtechnik

Optik Müller

ROB – Roberto Bauer Herrenmoden

Schumacher Packaging

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Tourismus & Stadtmarketing/

Citymanagement Coburg

Studio Freese

SÜC

süc//dacor

Thomas Bittorf tb.legal

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

Von Poll Immobilien

VR-Bank Coburg

JETZT AUCH ZUM HÖREN

COBURGER ALS PODCAST

Lesen bildet, sagt der Volksmund – hören aber auch.

Deswegen gibt es die wichtigsten Stories aus dem

COBURGER ab sofort als Podcast.

Also reinklicken auf www.coburger-magazin.de,

downloaden und dann bequem auf der Autofahrt, bei

der Hausarbeit, beim Joggen oder ganz einfach so die

aktuellsten Stories hören, Portraits, Kommentare,

Service, unsere Sonderthemen. Sie haben die

Auswahl.

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 25 / Februar 2018

Sechster Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Heidi Schulz-Scheidt

Benedikt Dellert

Wolfram Porr

Chris Winter

Wolfgang Weiß

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

Sebastian Buff

„Coburg im Winter“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


MONACO FRANKE

Momentan rotzen ja alle widder recht umanander. Bazillenschleudern, wo man

hieschaut! Es wird gehustet und genossen – Xundheit! – die Viren und Bakterien

haben es sich an Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln

gemütlich gemacht, als hätten sie Vollpension in einem Wellnesshotel gebucht!

Fast jeden hat’s schon erwischt. Sie aa, gell?! Irgendwann hilft auch ka Schwitzkur,

ka Zink und ka Viddamin C mehr. Wenn die Mandeln erstmal rot sind, die

Nebenhöhlen dicht und die Nase zu ist, dann muss man da durch! Zu Risiken und

Nebenwirkungen der Medikamente fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker … oba

fei auf goar kann Fall die Fraa, gell! Weil die eh immer findet, dass wir Männer uns

ned so anstellen sollen. Dabei ist inzwischen erwiesen: Männer leiden zwar mehr,

empfinden aber auch mehr Schmerzen. Also von wegen „Männerschnupfen“!

Manchmal ist die Wissenschaft also auch amoll zu was nütze!

Wie hat scho Monacos Vadder früher immer g’socht? „Die beste Krankheit taugt

nix“, und Recht hat er g’habt! Es reicht ja schon, dass einen fortna der Arbeitgeber,

die bleeden Leit‘ und die Politiker schier krank machen! Do brauch ich ned aa

nuch a Erkältung oder goar a ausgewachsene Gripp’n!

Oder etwa nicht? Man kann ja schon Kopfschmerzen kriegen, wenn man sich die

extrem schwierige und langwierige Regierungsbildung in Berlin anschaut. Erst

hat die FDP „Jamaika“ platzen lassen, um nicht an der berüchtigten, meist vier

Jahre dauernden Merkelitis zu erkranken. Danach musste die SPD eine 180-Grad-

Wende mit Doppel-Schulz und dreifacher Nahles-Schraube hinlegen, um dann

doch wieder mit der Union über eine neue „GroKo“ zu verhandeln. Für viele an

der Parteibasis kam das einer Ansteckung von einer Sekunde auf die andere gleich

– quasi ohne Inkubationszeit! Also mei Hirn kummt da aa nimmer mit!

DER MONACO FRANKE

Franke schon zu fürchten, wenn bald ein Landsmann Ministerpräsident wird?!

Hat er’s endlich geschafft, der Söder! War ja auch nicht mehr schön anzuschauen,

das Rumgeeiere um die Seehofer-Nachfolge und sein öffentliches Stuhlsägen.

Spätestens im März soll der Hans Dampf aus Mittelfranken nun also zum neuen

„Landesvadder“ gewählt werden.

Politisch kann man von dem (wie es immer so schön heißt) polarisierenden Noch-

Heimatminister ja halten, was man will. Eins muss man ihm lassen: Humor hat er!

Zum legendären „Fastnacht in Franken“ kam er Anfang Februar als Prinzregent

Luitpold verkleidet nach Veitshöchheim und sagte: „Nach ihm ist eine eigene

Torte benannt - die Prinzregententorte. Und das ist für einen Politiker, finde ich,

doch viel dankbarer, als wenn's nur ein Denkmal ist, auf dem Tauben sitzen."

Ned schlecht, Herr Söder! Außerdem ist Luitpold von Bayern in Franken geboren

(wenn auch „nur“ in Würzburg). „Passt doch ganz gut“, dachte sich der Söder. Des

vielleicht schon, aber ob er sich da wirklich gut erkundigt hat? Erstens übernahm

Luitpold die Herrschaft vom geisteskranken Otto I. (naa, da hod er sicher ned an

den Horst gedacht). Luitpolds Politikstil wird von Historikern außerdem als eher

„präsidial-repräsentativ“ beschrieben. Bei politischen Entscheidungen, heißt es,

habe er sich meist zurückgehalten. Bassd jetzt ned wirklich zum Söder. Aber der

Monaco findet ja eher, dass das ein Grund ist zu hoffen. Darauf, dass es unterm

Söder vielleicht gar nicht so schlimm wird wie einige befürchten. Oder aber, es

geht uns mit ihm wie mit dem „Männerschnupfen“. Am End‘ woar’s noch viel

schlimmer als alle vorher gedacht ham!

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Kein Wunder, dass der SPD jetzt die Schwindsucht

droht. Laut der aktuellen „Sonntagsfrage“ kämen die

Sozen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, nur noch auf

18 bis 19 Prozent. Soong ma mal so: Die bayerische SPD

würde bei diesen Zahlen in Jubel, Trubel, Heiterkeit

ausbrechen und vor lauter Begeisterung Betablocker

schlucken. Aber die Bundes-SPD? Die verliert nicht

nur den Nimbus als „Volkspartei“. Ihr droht auch noch

eine schlimme, lang anhaltende Depression, denn weit

und breit ist keine Frau und kein Mann in Sicht, der die

altehrwürdige Partei wieder auf Kurs bringen könnte.

Dabei hätten wir die SPD doch in der Opposition

gebraucht! Hat der Schulz noch am Abend der verlorenen

Bundestagswahl selber gesagt! Der selbsternannten

„Alternative für Deutschland“ (dass ich ned lach‘!) die

Rolle der stärksten Oppositionspartei im Bundestag zu

überlassen – es wird sich erst noch herausstellen, ob das

so eine gute Idee ist. Der Monaco jedenfalls bekommt

nur beim Gedanken daran scho a Fetzn-Moongg’schwür!

Dagegen sind die Sorgen, was den anstehenden

Stabwechsel in Bayern angeht, eher gering. Was hat ein

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Klimaschutz – nein danke?

Dieses Mal von Wolfgang Weiß, Klimaschutzbeaufragter der Stadt Coburg

Mit der Verfügung des Oberbürgermeisters vom 22. Januar ist es entschieden: Seit 1. Februar gibt es im Referat 2

von Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber ein neues Amt, ein „Bauverwaltungs- und Umweltamt“ unter Leitung

von Monika Gagel, die bisher die Bauverwaltungsabteilung im Bauamt leitete. Diese Abteilung geht komplett im

neuen Amt auf. Eine Neuorganisation also. Die Tage der Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz scheinen gezählt: Das

neue Amt ist nun zuständig für den „verwaltungsmäßigen Vollzug“ in den Bereichen Immissionsschutzrecht,

Wasserrecht, fachkundige Stelle Wasserrecht sowie Bodenschutz und Altlasten. Der Großteil dieser Aufgaben

wurde bisher von der Stabsstelle wahrgenommen. Das Thema Klimaschutz soll künftig verwaltungstechnisch

zur Stadtplanung.

Zufrieden mit dieser neuen Struktur sind wohl Oberbürgermeister Norbert Tessmer, „Baubürgermeisterin“

Dr. Birgit Weber, Corinna Muckelbauer als Chefin des Personalamtes und Monika Gagel, die nun Amtsleiterin im

Referat 2 wird. Nicht zufrieden sind Umweltingenieur Gerold Schnabl und ich als Klimaschutzbeauftragter der

Stadt Coburg. Wir sehen in der organisatorischen Trennung der Bereiche Umwelt und Klimaschutz einen Fehler,

da es viel mehr Gemeinsamkeiten bei diesen beiden Bereichen als zwischen Stadtplanung und Klimaschutz

gibt. Man hätte besser die Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz personell stärken und sie von Verwaltungsaufgaben

entlasten sollen. Es ist die Stabsstelle, die das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg von Anfang an

begleitete und dafür verantwortlich war. Es sind die Mitarbeiter der Stabsstelle, die innerhalb und außerhalb

der Stadtverwaltung die Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz waren. Und als Stabsstelle haben sie die Stadt

bei Veranstaltungen wie „Coburger Energiespartage“ und „Coburger Klima-Markt“ vertreten.

Mit dem Konzept von Stabsstellen werden Querstrukturen geschaffen. Ohne Stabsstelle wird es schwierig, in

den einzelnen Referaten, die in sich geschlossene Aufgaben- und Verwaltungsbereiche sind, Mitstreiterinnen

und Mitstreiter zu finden, wenn es um Zusammenarbeit und ressortübergreifendes Denken geht. Bei der 10.

Kommunalen Klimakonferenz vom Deutschen Institut für Urbanistik und dem Bundesumweltministerium

wurde vor wenigen Wochen in Berlin über Verwaltungsstrukturen diskutiert, die Klimaschutz stärker in der

kommunalen Arbeit verankern. Spannend war der Vortrag von Oliver Christoph Will, Geschäftsführer von „Die

Strategiemanufaktur“ aus Karlsruhe. Manche Kommunen, so Will, versuchen mit verwaltungsorganisatorischen

Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert (strenge Unterteilung der Aufgaben in Ressorts oder Referate, straffe

hierarchische Strukturen) Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (wie Klimaschutz oder Klimaanpassungen)

zu lösen. Er plädiert dagegen für eine „offene und integrierte Verwaltung“. Die hatte Coburg mit dieser

Stabsstelle. Und diese will sie jetzt auflösen. Das soll der richtige Weg sein?

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 06. April 2018

Anzeigenschluss ist

der 26. März 2018.

WM-JAHR … ALSO SIND „SCHLAUE“ FUSSBALLER HEUTE DAS LETZTE

Lothar Matthäus: „Wir dürfen jetzt nur nicht den

Sand in den Kopf stecken!“

Fritz Walter jun.: „Die Sanitäter haben mir sofort

eine Invasion gelegt.“

Andi Möller: „Mein Problem ist, dass ich immer sehr

selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“

Paul Breitner: „Da kam dann das Elfmeterschießen.

Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief ‘ s ganz

flüssig.“

Olaf Thon: „In erster Linie stehe ich voll hinter dem

Trainer, in zweiter Linie hat er recht.“

Rudi Völler: „Zu 50 Prozent stehen wir im

Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange

nicht!“

Thomas Häßler: „Ich bin körperlich und physisch

topfit.“

Mario Basler: „Das habe ich ihm dann auch verbal

gesagt.“

Rolf Rüssmann: „Wenn wir hier nicht gewinnen,

dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.“

Aleksandar Ristic:

„Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht

mehr möglich.“

Steffen Freund: „Es war ein wunderschöner

Augenblick, als der Bundestrainer sagte: ‚Komm

Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht‘s los.‘“

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018


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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


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92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018

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