COBURGER – Das Magazin #25
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Nr. 25 | Februar 2018
Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
NN
DIE
STONES
IM COBURGER?
NN
Und nicht nur die ...
Mehr aus der Sammlung
des Coburger Weltenbummlers
Peter Achtzehn
in unserer Galerie.
Seite 78
Und in der Sonderbar
im Unteren Bürglaß in
Coburg.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 3
INHALT
AUSGABE 25 FEBRUAR 2018
8 DREIGESTIRN
10 STADTGESPRÄCH
12 DER HOFBERICHT
76 BUCHEMPFEHLUNG
77 THEATERVORSCHAU
84 SCHATZSUCHE
86 IN EIGENER SACHE
88 MONACO FRANKE
89 AUF EIN WORT
90 DAS LETZTE
CHRIS WINTER
SEBASTIAN BUFF
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
CHRIS WINTER
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
WOLFRAM HEGEN
BENEDIKT DELLERT
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
SEBASTIAN BUFF
PETER ACHTZEHN
14
18
26
30
44
NICHTS FÜR WEICHEIER
Anleitung für das Alt werden
TRAUM IN WEISS
Winterlandschaften
DAS NEUE WIR-GEFÜHL?
Da geht doch mehr …
SONDERTHEMA ZUKUNFT
Positionen und Geschichten
DER HALBE MANN
Flo Sitzmann im Portrait
48 MACHER
Dieses Mal: Matthias Dietz
54 KÖRPERWELTEN
Fit in den Frühling
70
HIER WOHNTE …
… Schuster, Metzger und Leineweber
78 GALERIE
Aus der Sammlung eines Weltenbummlers
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Hier wohnte ...
… in diesem Magazin auf Seite 70 in
Kooperation mit dem Stadtbild Coburg e.V.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
„Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, „Es ist noch kein Meister vom Himmel
gefallen“, „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden“, „Das Ganze ist mehr als
die Summe seiner Teile“: Weisheiten, abgedroschen wie ein Weizenfeld im Herbst,
Worthülsen mit wenig Luftwiderstand, Phrasen, für die man beim sonntäglichen
Bundesligatalk zur Strafe 5 Euro zahlen müsste (Sorry, dieser Ausflug in die
Niederungen der profanen Wochenendgestaltung deutscher Durchschnittsmänner,
zu denen sich natürlich auch der Autor zählt, lag einfach auf der Zunge, deswegen
haben wir ihn kurzerhand ausgespuckt und hier verbal eingebunden). Schade
eigentlich … nur weil ein Aphorismus in die Jahre gekommen ist, muss er ja nicht
falsch sein, oder – drehen wir es einmal um: Gerade weil eine Erkenntnis dem
Zeitgeist widersteht, könnte es doch sein, dass sie … vielleicht … richtig ist?
Jeder dieser Sätze macht auf seine Weise Mut, krempelt die Ärmel hoch: Vom Jammern nämlich wird die
Zukunft nicht besser. Deswegen haben wir uns in unserem Sonderthema „Darf ich auch mitreden? Thema
Zukunft“ ausnahmslos mit Menschen unterhalten, die ihren Lebensweg an Koordinaten wie Freude,
Enthusiasmus, Ideen, Visionen, Durchhaltevermögen, Glauben an sich und an das Gute ausgerichtet haben.
Und, sind wir doch einmal ehrlich: Ein offener freudiger Blick nach vorne (und es gibt ja nur die subjektive
Wahrnehmung, nichts ist objektiv) und das entsprechende Handeln ist produktiver, sozialer und damit auch
„besser“ als griesgrämiges dummes nervtötendes zeitraubendes Rumgestänker … und macht außerdem mehr
Spaß.
Medien berichten in der Regel vor allem über das Übel in der Welt, Terror, Unfälle, Klimawandel,
Katastrophen, Tragödien, Morde, Krankheiten, böse Lobbyisten, dumme Politiker, arrogante Stars,
Korruption, Ungerechtigkeit. Damit treffen sie auf dankbare Leser, User, Hörer, Zuschauer. Ein Geschäft auf
Gegenseitigkeit. Und natürlich müssen kritische Journalisten in einer Demokratie Missstände recherchieren
und aufzeigen. Mangelt es da aber nicht am Gleichgewicht? An den Geschichten, die motivieren, Freude
machen, stimulieren?
Also: Weil es die Wirklichkeit an sich ja ohnehin nicht gibt, nur unser Bild von ihr, können wir dieses Bild
doch ein wenig bunter gestalten als es sich aktuell darstellt. Wir nennen das konstruktiven Journalismus. Das
ist nicht unsere Erfindung. Aber Sie werden ihn finden, an vielen Stellen in diesem Magazin. Wir hoffen, Sie
haben Freude daran, jetzt … wann denn sonst?
So, jetzt sind Sie dran.
Wolfram Hegen
P.S. Weil wir wieder mehrfach darauf angesprochen wurden, warum dieses Magazin nichts kostet, Fotos,
Geschichten, Papier, Farbe, Vertrieb, alles zum Nulltarif, wo gibt es denn sowas? Hm … kleine Umfrage:
a) Würden Sie jedes Mal 5 Euro bezahlen? JA? Dann gleich zu c) wechseln: NEIN? Dann mit b) weiter.
b) Haben Sie früher, in den ersten Jahren, als das Magazin nur käuflich zu erwerben war, dafür bezahlt?
NEIN? Schade. Machen Sie trotzdem mit c) weiter.
JA? Gut, machen Sie doch bitte mit c) weiter.
c) Bestellen Sie ein gerne ein kostenpflichtiges Abo ;-) … (möglich ist das über unsere Homepage, dann
kommt der COBURGER ganz bequem ins Haus).
d) Wenn c) für Sie nicht in Frage kommt, kein Problem, wir freuen uns, wenn Sie uns lesen und wir Sie
informieren, begeistern, belustigen, aufregen, zum Lachen oder Weinen bringen (am besten vor Lachen).
Nur einen Wunsch haben wir: Erzählen Sie anderen von uns, am besten nur Gutes, das freut uns am
meisten. Ihnen eine schöne Zeit.
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
INHALT
14
NICHTS FÜR WEICHEIER
Alt werden für Fortgeschrittene
44
DER HALBE MANN
Florian Sitzmann im Portrait
26
DAS NEUE WIR-GEFÜHL
Geht da noch was …?
18
TRAUM IN WEISS
Fotos von Sebastian Buff
30
SONDERTHEMA ZUKUNFT
Positionen und Geschichten
54
KÖRPERWELT
Fit in den Frühling
70
HIER WOHNTEN …
Schuster, Metzger und Leineweber
78
GALERIE
Peter Achtzehn
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 7
DREIGESTIRN
DREIGESTIRN
So, das war aber auch ein langer Winter, gefühlt von September
bis jetzt … und uns schwant, dass wir ihn mit dem Fasching noch
lange nicht endgültig ausgetrieben haben. Fasten sollen wir ja
auch noch – dem COBURGER wird in diesen Wochen wirklich einiges
abverlangt. Gut, dass uns in unserem kleinen Großstädtchen
auch in der Unzeit zwischen Spätwinter und Vorfrühling
ein mit Kultur reich gedeckter Tisch nährt, an dem wir uns laben
können, der wenigstens unsere Herzen wärmt und unsere Hirne
SÄCHSISCHER JAZZEXPORT
DAS SINA RIEN QUARTETT
Ursprünglich begonnen als Projekt, mit dem die Dresdner Kontrabassistin
Sina Rien ihre Kompositionen mit wechselnden Musikern auf die Bühne
bringen wollte, gibt es das Sina-Rien-Quartett nun seit drei Jahren. Die Musik
ist eine Mischung aus Modern Jazz und Weltmusik. Dabei hört man Einflüsse
aus Südamerika, dem Orient, „New Yorker U-Bahn-Jazz“ und vielem mehr.
Sina Rien ist eine Dresdner Kontrabassistin und Komponistin. Schon während
ihrer Schulzeit hat sie sich in das größte Streichinstrument verliebt, das mit seinen
tiefen, warmen Tönen und den verschiedenen Möglichkeiten, es zu spielen, den
Puls der Musik ausmacht. Während ihres Musikstudiums in Dresden und Wrozlaw
spielte sie in vielen Bands unterschiedliche Musikrichtungen. Dabei wurde ihr
Interesse für lateinamerikanische Musik geweckt. Touren führten sie bisher durch
ganz Deutschland, nach China und Brasilien. Das „Sina Rien Quartett“ ist ein
eigenes Projekt, in dem es um ihre aktuellen Kompositionen geht, die Jazz und
Weltmusik zusammenbringen, realisiert von erstklassigen Musikern und auch
mit Gesang. Die Zusammensetzung der Instrumente auf der Bühne kann dabei
unterschiedlich sein – je nachdem, wie sich ihre Stücke oder Soundvorstellungen
mit der Zeit verändern.
mit geistigem Futter versorgt, wenn wir schon den vom Winter
ohnehin angeschwollenen Wanst nicht weiter vollstopfen dürfen,
sollten, müssten … ok, müssen. Also, Landestheater, Kongresshaus,
Kirchen, Clubs, Museen freuen sich auf den Besuch.
Und wir vom COBURGER haben auch wieder drei Veranstaltungen
ausgewählt, die wir für geeignet halten, wenigstens den
Geist und das Herz zu nähren. Wie immer wieder rein subjektiv
– wir stehen dazu und wünschen viel Spaß.
RARITÄTEN VOR OSTERN
BACHCHOR UND PHILHARMONISCHES ORCHESTER
Zwei ganz besondere Werke präsentieren Bachchor Coburg, Philharmonisches
Orchester und Solisten am Karfreitag: Das Miserere B-Moll von E.T.A
Hoffmann aus dem Jahr 1809 wurde zu dessen Lebzeiten nie aufgeführt. Ein
abwechslungsreiches Werk, in dem er eine Brücke zwischen der Musiksprache
seiner Zeit und dem von ihm bewunderten Stil der Palestrina-Schule schlägt.
Hoffmann selbst beschreibt seine Stimmung während der Arbeit an seinem
Miserere als „etwas krankhaften Zustand oder vielmehr Stimmung zum
romantisch Religiösen hin". (Quelle: Bodensee Musikversand.) Das zweite Werk
aus der Feder von Cesar Franck „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ war lange
völlig unbekannt. Man weiß nicht einmal, ob und wann das Stück uraufgeführt
wurde. Das Originalmanuskript tauchte erst 1954 wieder auf. Dabei haben die
Worte des Gekreuzigten schon immer als Textgrundlage von Passionsmusiken
gedient. Während aber normalerweise die Kernsätze im Zusammenhang des
Evangelienberichts belassen werden, nimmt Franck sie einzeln heraus und
kommentiert sie mit Abschnitten des Alten und Neuen Testaments, sowie
mit Teilen des „Stabat mater“, alles in lateinischer Sprache (Quelle Wolfgang
Hochstein).
Bild: www.sina-rien.de
Bild: Jochen Berger
Wann Wo Wie:
Sonntag, 18. März 2018 um 19:30 Uhr im Haus Contact. Karten im
Vorverkauf in der Buchhandlung Riemann, im Haus Contact, im
Gemeindebüro von St.Moriz und an der Abendkasse.
Wann Wo Wie:
Karfreitag, 30. März 2018 um 17 Uhr in der St.Moriz-Kirche in Coburg,
Karten zwischen 3,50 Euro und 25 Euro bei Coburg-Tourist in der
Herrngasse 4, Telefon 09561/89 80 43
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
HANDBALL
SEIT
2000
DREIGESTIRN
MUSIK WIE MOCCA
MULO FRANCEL & FRIENDS
Hochenergetisch, warm und aphrodisierend, pulsierend und nach fernen
Orten und Zeiten duftend. Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler.
Sein aktuelles Programm „Mocca Swing“ atmet seine 30-jährige Erfahrung als
World Music-Künstler und Komponist voller Reife und Inspiration. Bekannt
wurde er vor allem als kreativster Part des Ensembles Quadro Nuevo.
Mulo Francel – das klingt nach ferner weiter Welt. Musikalisch ja, aber Francel
stammt aus dem tiefsten Bayern, aufgewachsen nämlich ist er am Chiemsee. Schon
früh tat es ihm die Jazz-Plattensammlung seines Vaters an. Im Kinderzimmer
spielte er dazu Gitarre. Der Beginn einer Karriere: Er lernte selbständig Saxophon
und wurde spätestens 1996 mit dem Quartett Quadro Nuevo weit über seine
Heimat hinaus bekannt. Zahlreiche Preise sind Ausdruck des Erfolgs. Daneben
veröffentlichte er unter eigenem Namen viele eigene Alben. Seine Musik
nährt sich dabei den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren
Mythen: die spontane Improvisationskraft des Jazz, hypnotisierende oriental
Grooves, Melodien eines fast schon verklungenen Italiens, Tango und karibische
Lebensfreude. Das jüngste Album trägt jetzt nun den Titel „Mocca Swing“. Der
„wohl sinnlichste Saxophonist Europas“ gastiert mit seinem gleichnamigen
Programm in Coburg.
Spitzensport in Coburg
Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:
1 REGION. 1 ZIEL. H
GEME1NSAM
C.
HSC
COBURG
Bild: www.mulofrancel.de
Wann Wo Wie:
Sonntag, 25. März 2018 um 18 Uhr Leise am Markt in der Herrngasse in
Coburg. Karten für 25 Euro, Reservierung unter 09561/90856 oder über das
online-Formular: www.leise-am-markt.de.
Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Museumsschlenderer,
Lachsüchtige, Eventfanatiker, Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame
Herzen und Passivsportler:
▶ iTVCoburgApp, kostenlos zum Download
▶ coburg.de/veranstaltungen
▶ landestheater-coburg.de
▶ coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender
▶ leise-am-markt.de
▶ gocoburg.de/veranstaltungen
▶ huk-coburg-arena.de/veranstaltungen
▶ agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen
▶ konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur
▶ vsbamberg.de/events.cfm
Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Wobei es jedem
natürlich selbst überlassen bleibt, was er unter „Sinn“ versteht. Ein große
Elektrokette würde vielleicht sagen: „Hauptsache, Ihr habt Spaß“.
HSC 2000 Coburg vs. Wilhelmshavener HV
17. Februar 2018
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HC Rhein Vikings
25. Februar 2018
Anwurf: 17:00 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HC Elbfl orenz
17. März 2018
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HG Saarlouis
31. März 2018
Anwurf: 19:30 Uhr
www.hsc2000.de
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
NICHT MEHR LANGE
Das Globe kommt (stand bei Redaktionsschluss zwar noch nicht fest, aber war
sollte der Stadtrat angesichts der Steilvorlagen – siehe zum Thema Steilvorlagen
auch den Leitartikel „Das neue WIR-Gefühl?“ – sonst entscheiden) also auf das
Güterbahnhofgelände. Sollte es wirklich gelingen, dieses am 26. August 2019
einzuweihen, dem 200. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Prinz
Albert, schwirren schon einige mögliche Namen für das Globe herum (und
auch für den Fall, dass es mit August 2019 nichts werden sollte): Von der „Royal
Albert Hall Coburg“, was das britische Königshaus aber möglicherweise als
anmaßend empfinden könnte, über das „Albert Global“ oder „Albert Globe“ bis
hin zum „Prinz-Albert-Theater“. Prinz-Albert-Forum übrigens scheidet als Name
aus: Dabei handelt es sich um eine Internetseite mit Tipps und Hinweisen zum
gleichnamigen Intimpiercing. Dieses immerhin, so gibt es Theorien, könnte nach
Prinz Albert benannt sein. Wir schlagen einen Wettbewerb vor, an dem sich alle
Bürger beteiligen können.
NICHT VON GUTEN ELTERN
Sogenannte „Helikoptereltern“ sorgen in Coburg zunehmend für Gesprächsstoff.
Nachdem der COBURGER in seiner Herbstausgabe unter der Überschrift
„Problemkind Eltern“ schon über die untragbaren Zustände vor Coburgs Schulen
kurz vor Schulbeginn berichtet hatte, widmete jetzt die Neue Presse unter dem
Titel „Vorsicht, Eltern“ der Problematik eine große Geschichte: Es geht um
überbesorgte Eltern, die ihre Kinder am liebsten bis direkt vors Schultor oder
zum Kindergarten fahren. Doch die Blechkarawane verstopft die Straßen,
behindert Busse, verschmutzt die Luft – und macht Kinder
unselbständig. In den „Coburger Stadtgesprächen“
auf Facebook entbrannte über das Thema
jetzt zudem eine Diskussion. Die
überwiegende Zahl der Kommentare
war eindeutig, von „Irrenhaus“ bis zu
„weichgespülten Kindern und
Jugendlichen“ als Folgen solcher
Zustände war die Rede.
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
STADTGESPRÄCH
NICHT FÜR ERWACHSENE
Eine Neuheit kündigt sich für den Veranstaltungskalender der Stadt
Coburg an. Und zwar eine echte Premiere: Die ersten Kinderkulturtage
in Coburg. Laut dem Kinderbeauftragten der Stadt Coburg, Thomas
Apfel, ist seine Idee mittlerweile auf große Resonanz gestoßen. Viele
Unterstützer haben ihre Mitwirkung zugesagt. Und auch der Termin
steht fest: Die Herbstferien Ende Oktober und Anfang November werden
in diesem Jahr ganz den Jüngsten gehören. Ein großes Programm wird
aktuell zusammengestellt. Es reicht von freiem Eintritt in zahlreiche
der Museen in der Vestestadt über Lesungen mit Unterstützung
des lokalen Buchhandels bis hin zu einer Kooperation mit
dem Landestheater Coburg. Auch die
Kulturabteilung der Stadt Coburg
ist mit an Bord. Mit weiteren
Partnern laufen Gespräche.
Der endgültige Ablauf
wird rechtzeitig bekannt
gegeben.
AUCH DAS NOCH …
Coburgs beziehungsweise Lautertals prominenter
Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt
(alias Sebastian Fleischer im Franken-Tatort)
hat sich beim Sporteln verletzt und musste sich
einer OP unterziehen. Die Dreharbeiten für
den nächsten Tatort in Bayreuth im März
sind aber nicht gefährdet.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
DER HOFBERICHT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg
sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist
sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen
Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne
kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir
eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen
HOFBERICHT
wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Comedy-Gala im
Kongresshaus Rosengarten, bereits zum siebten Mal vom Round Table
organisiert, zum ersten Mal vom COBURGER präsentiert und vor allem
mit einem stolzen Ergebnis am Ende eines langen Abends: Über 14000
Euro kamen für gute Zwecke zusammen.
Die Stars des Abends: Frank Fischer, Costa Meronianakis, Hans-Hermann Thielke, Daphne De Luxe, Marcelini
Werner Hieber
Frank Sperschneider und Tanja Zöbelein, Bodystreet Sebastian Sonnauer und Björn Hieber, Round Table 151 André Stämmler, Präsident des RT210 Jena und Nadia Al-Hamadi
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
DER HOFBERICHT
Lilli und Papa Martin Vögele, Buchhandlung Riemann
Verena Martin und Anja Hampel
Rene Hähnlein
Alexander Kibe, Olga Kibe, Katrin Kibe, Patrick Lorenz, Mascha Zoll
Annette Hopfenmüller, BR-Filmemacherin und Tatort-Kommissar Andreas Leopoldt Schadt
Comedy-Gala vorbei
und immer noch
schlecht drauf ?
Dann hol Dir die neue iTVCOBURG APP. Mit allen Filmen,
Wohnungsmarkt, Stellenmarkt, Veranstaltungen, Schatzsuche.
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Scannt einfach den QR-Code oder sucht in den Stores nach „iTVCoburg“
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 13
NICHTS FÜR WEICHEIER
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE
VON CHRIS WINTER
Nichts
für
Weicheier
Alt werden für
Fortgeschrittene
Mit einem Handgriff soeben
30 bis 40 Jahre älter sein und
sich als Greis fühlen: Keine
erstrebenswerte Aussicht. Dabei
träumen viele Menschen davon,
ein hohes Lebensalter zu erreichen
– aber eben selbstverständlich
bei bester Gesundheit. Doch das
ist leichter gesagt als getan. Viele
Faktoren nämlich beeinflussen die
Lebenserwartung. Welchen Anteil
sie jeweils genau haben, lässt sich
allerdings kaum feststellen.
Mit einem Alterssimulationsanzug lassen sich viele
körperlichen Einschränkungen und Defizite am eigenen
Leib erfahren, die sich erst mit zunehmendem Lebensalter
einstellen. Eine Brille auf die Nase geschoben, und schon
ist die eben noch vorhandene Sehschärfe weg. Die Bilder an
der Wand, der Blick aus dem Fenster oder in die Zeitung –
nur noch unscharfe Bilder, verschwommene Kontraste und
verwaschene Farben, alles undeutlich. Das Leben im Alter
ist in der Regel nicht einfach, es ist nichts für Weicheier. Mit
der Zahl der Jahre verlangsamt sich das Leben. Der Gang
wird unsicher, die Schritte werden kürzer und vorsichtig.
Man steht nicht mehr mit beiden Füßen fest auf dem
Boden der Tatsachen, das Gefühl ist mehr schwammig.
Allgemein lässt die Beweglichkeit nach. Besonders die
Knie melden sich das ganz deutlich. Kniegelenke
älterer Menschen sind sehr häufig von krankhaften
Veränderungen betroffen, die besonders starke
Einschränkungen verursachen. Da bleibt
dann der heruntergefallene Stift auf dem
Fußboden liegen, denn bis man sich
wieder aufgerichtet hat …
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 15
NICHTS FÜR WEICHEIER
Falten, Altersflecken, lichtes Haar: Wenn der Mensch altert, ist das nicht zu
übersehen. Doch nicht jeder altert äußerlich gleich schnell. Und daran sind nicht
nur die Gene schuld. Wie schnell wir äußerlich altern, hängt auch zum großen
Teil davon ab, wie wir uns verhalten, wo wir leben und wie wir mit unserer
Umwelt umgehen. Alleine für Veränderungen der Haut, dem größten sichtbaren
Organ, sind die Zahlen eindeutig. „Null bis 30 Prozent der Hautveränderungen
werden durch genetische Faktoren bedingt. Die restlichen 70 bis 80 Prozent
entstehen durch Umwelteinflüsse, zum Beispiel durch UV-Strahlung und
Luftverschmutzung“, erklärt Jean Krutmann, Leiter des Leibniz-Instituts für
umweltmedizinische Forschung. Altern betrifft nie nur ein Organ, es altert immer
der gesamte Organismus. Ernähren wir uns fettig, trinken Alkohol, rauchen oder
liegen zu lange in der Sonne, setzen wir unserem Körper biologischem Stress aus.
Dadurch kommt es sowohl bei jungen als auch bei älteren Menschen zu molekularen
Schäden, etwa in der DNA. Solche Schäden treten in jeder Minute
tausendfach auf. Doch während ein junger Körper sie gut überwacht und schnell
repariert, ist ein älterer Körper dazu immer weniger in der Lage. Altern bedeutet,
dass der Körper immer schlechter mit Stress umgehen kann. In den Körperzellen
sammeln sich deshalb DNA-Mutationen. Dadurch können Organe leichter
versagen oder Tumore entstehen.
Auf die Haut haben solche Zellveränderungen zwei sichtbare Auswirkungen.
Das sind zum einen Veränderungen in der Hautpigmentierung. Sie wird
ungleichmäßig, es können Alterungsflecken auftreten. Zum anderen nimmt die
Hautelastizität ab, es entstehen also Falten. Immer wieder zeigt sich aber auch,
dass Menschen trotz ähnlicher Umwelteinflüsse unterschiedlich schnell alt
aussehen. Die schädigende Wirkung äußerer Faktoren hängt also auch eben auch
von den körperlichen Voraussetzungen ab. Menschen haben eine unterschiedliche
genetische Ausstattung. Die Einen werden weit über 100 Jahre alt, obwohl sie
rauchen oder Alkohol getrunken haben. Andere erkranken schwer trotz eines
gesunden Lebenswandels. Die chronologische und die biologische Uhr können
entkoppelt sein. Junges Aussehen kann ein Anzeichen dafür sein, dass ein Mensch
biologisch jung geblieben ist.
Der Alterungsprozess lässt sich aber
– in Grenzen – beeinflussen:
Sport: Sport ist ein wahrer Jungbrunnen. Wie Forscher an der Universität
Kopenhagen herausfanden, leben männliche Jogger im Vergleich zu Inaktiven
im Schnitt 6,2 Jahre länger. Frauen können sich immerhin 5,6 zusätzliche
Jahre erlaufen. Ausdauersport stärkt Herz und Kreislauf. Chronisch Kranke
oder sportliche Novizen sollten sich vorher vom Arzt untersuchen und zum
geeigneten Trainingspensum beraten lassen.
Gewicht: Vor allem Fettgewebe in der Bauchgegend fördert Krankheiten wie
Diabetes oder Herz- und Gefäßleiden. Wer deutliches Übergewicht vermeidet,
beugt diesen vor und schont gleichzeitig seine Gelenke. Mit zunehmendem
Alter wird der Blick auf die Waage außerdem wichtig, um einen starken
Gewichtsverlust zu erkennen. Das kann eine Warnung für Krankheiten oder
altersbedingten Muskelschwund sein, der Gebrechlichkeit und gefährliche Stürze
begünstigt.
Soziale Kontakte: Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen.
Der Austausch mit Freunden ist nicht nur wichtig fürs Wohlbefinden, sondern
aktiviert das Gehirn. Auch eine erfüllte Partnerschaft ist hilfreich: Es gibt
Hinweise, dass lang verheiratete Paare länger leben. Außerdem lassen sich
gesunde Gewohnheiten zusammen leichter umsetzen.
Rauchen aufhören: Nikotin ist die häufigste Ursache von Lungenkrebs,
schadet dem Herz-Kreislauf-System und kann Atemwegserkrankungen auslösen.
Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums verkürzt Rauchen die
Lebenszeit durchschnittlich um zehn Jahre. Doch selbst dieses Laster erst im
Laufe seines Lebens aufgibt, kann sein Risiko für Folgekrankheiten noch deutlich
senken.
Vorsorge: Zum Arzt geht niemand gern. Dennoch ist es ratsam,
medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Je früher eine Krankheit
entdeckt wird, desto besser lässt sie sich in den meisten Fällen behandeln.
Stress: Dauer-Stress macht krank. Anhaltende psychische Belastungen
schwächen das Immunsystem und begünstigen Herzkrankheiten.
Neues erfahren: Jede neue Herausforderung ist gut fürs Gehirn. Jedes
Mal, wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich neue Verschaltungen im Gehirn.
Das kann geistigem Abbau im Alter entgegenwirken.
Gesunde Zähne: Kranke Zähne können sich auf den ganzen Körper
auswirken, wenn Entzündungen sich ausbreiten. Parodontitis gilt als
eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Deshalb sind
gepflegte Zähne wichtig.
Humor: Eine gute Prise Optimismus lässt die kleinen Nackenschläge des
Lebens leichter wegstecken. Eine US-amerikanische Studie legt nahe, dass
Optimisten länger leben als Menschen, die ihr Leben überwiegend negativ
betrachten.
Fisch, Obst und Gemüse: Es lohnt sich, anstelle fettigen Fleischs
öfters ein Fischfilet zu essen. Meerestiere enthalten Omega-3-Fettsäuren, die
vermutlich das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
senken. Es gibt zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, die Vitamine, Ballaststoffe
und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit
auswirken sollen. Und Trinken nicht vergessen: Selbst wenn im Alter das
Durstempfinden nachlässt, eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit sollten es täglich
sein.
„Der Rost macht erst die Münze wert.“
Johann Wolfgang von Goethe brachte das Altern auf den
Punkt. Und schon der römische Redner und Staatsmann
Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) wusste,
„nicht das Alter ist das Problem,
sondern unsere Einstellung dazu“.
16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE
Gesponserter Beitrag
Geregelter
Lebensabend
Tipps von der Kanzlei Hörnlein & Feyler
Die Schritte werden mühsamer,
das Sehen schlechter, das Denken
langsamer, die Arztbesuche häufiger,
die Freunde werden weniger: Alt zu
werden fällt vielen Menschen schwer.
Immerhin aber ist die Lebenserwartung
in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Und vor allem gibt es auch immer
bessere Möglichkeiten für einen
würdigen und leidensfreien letzten
Lebensabschnitt: Wohlstand, moderne
Medizin, technische Hilfsmittel und ein
dichtes Netz an sozialen Einrichtungen
machen es möglich. Wenn dann auch
rechtzeitig rechtliche Fragen geklärt
sind, kann der Lebensabend sorgenfrei
und vielleicht sogar ganz gemütlich
verlaufen. Informationen dazu von
Rechtsanwältin Karoline Hartwig, die
bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in
Coburg unter anderem auf Familienrecht
und Erbrecht spezialisiert ist.
Man hat ein Leben lang gearbeitet, gebuckelt, Kinder
großgezogen, Lebensträume gelebt oder begraben,
ein Haus gebaut, kurzum: Man hat sein Leben in der
eigenen Hand gehabt, es gestaltet, war sein eigener
Herr oder seine eigene Dame. Nur allzu verständlich,
dass das, solange es geht, auch im Alter so bleiben
soll. Oft ist dazu ein behindertengerechter Ausbau
der eigenen vier Wände notwendig. Als Eigentümer
ist das nur eine Frage des Geldes, als Mieter muss man
eventuell notwendige Ein- oder Umbauten vorher
mit dem Vermieter klären, einen Anspruch darauf
gibt es nicht.
Am Anfang sollte auf jeden Fall die Frage geklärt
werden, ob es die eigenen vier Wände bleiben sollen,
auch wenn man vielleicht alleine lebt, weil der Partner
schon verstorben ist und die Kinder woanders leben,
oder ob es doch ein Heim sein kann, eine Senioren-
Wohngemeinschaft oder andere Lebensformen. Eine
Angst ist auf jeden Fall unbegründet, obwohl diese
von Pressemeldungen oft befeuert wird: Kinder
werden durch eventuelle Heim- oder Pflegekosten der
Eltern in der Regel nicht in den Konkurs getrieben.
Bevor die nämlich zur Kasse gebeten werden, greifen
relativ hohe Freibeträge.
Natürlich aber haben Kinder im Fall der Fälle
Verantwortung für ihre Eltern. Nicht nur moralisch,
aus Verbundenheit, Familiensinn und Liebe heraus,
auch rechtlich, wenn eine Vorsorgevollmacht
vorliegt. Diese betrifft alle Fälle, in denen ein
Mensch aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls
oder aus anderen Gründen geistig oder körperlich
nicht mehr selbst entscheiden und handeln kann. In
so einer Vollmacht können für so einen Fall nahezu
alle Zuständigkeiten geregelt werden: Wer darf
Banküberweisungen vornehmen, gesundheitliche
Fragen mit dem Arzt besprechen, einen Heimplatz
festlegen, das Haus verkaufen.
Vordrucke für solche Vorsorgevollmachten gibt es
bei den zuständigen Ministerien. Zu beachten ist
aber auch bei der Existenz einer Vorsorgevollmacht,
dass in den Fällen der Unterbringung mit
freiheitsentziehender Wirkung, ärztlicher Zwangsmaßnahmen
im Rahmen der Unterbringung, und
über freiheitsentziehende Maßnahmen in einem
Heim oder in einer sonstigen Einrichtung, die
Genehmigung des Betreuungsgerichtes erforderlich
ist.
Gleiches gilt, wenn zwischen dem Bevollmächtigten
und dem behandelnden Arzt kein Einvernehmen
darüber besteht, dass die Erteilung, die
Nichterteilung oder der Widerruf der Einwilligung
dem Willen des Vollmachtgebers entspricht. Für die
Vermögenssorge sollte auf die von den Bankinstituten
angebotenen Vollmachten zurückgegriffen
werden. Für die Aufnahme von Darlehen ist eine
notariell beurkundete Vollmacht erforderlich.
Für Immobiliengeschäfte muss die Unterschrift
unter der Vollmacht durch den Notar oder den
Urkundsbeamten der Betreuungsbehörde beglaubigt
sein. Liegt keine solche Vollmacht vor, übernimmt
letztlich ein amtlicher Betreuer die Geschäfte.
Keiner unterschreibt sie gerne, weil keiner daran
denken möchte, dass sie vielleicht einmal wirklich
notwendig werden könnte: eine Patientenverfügung,
der „verkörperte mutmaßliche Wille einer
Person“. Erst kürzlich hat der Bundesgerichtshof
die Anforderungen an eine rechtlich bindende
Patientenverfügung nach oben geschraubt, sie müsse
nämlich „ganz genau definiert sein“. Weil aber jeder
Fall zwischen Leben und Tod ein Einzelfall ist, ist
es oft Auslegungssache, ob eine Verfügung greift
oder nicht. Daher seien, so die Kanzlei Hörnlein
& Feyler, „der beste und sicherste Weg, um keine
Fehler zu machen, Vordrucke und Checklisten, die
bei den zuständigen Bundes- oder Landesministerien
auch online erhältlich sind, oder der Gang zum
Rechtsanwalt oder Notar.“
Und letztlich sollte auch für den eigenen Todesfall
eine letztwillige Verfügung errichtet werden. In
diesem Zusammenhang sollte man heutzutage auch
seinen digitalen Nachlass regeln, wo befinden sich
Passwörter, was soll mit digital hinterlegten Daten,
Fotos, Dokumenten nach dem Tod geschehen.
Karoline Hartwig bei der Kanzlei Hörnlein &
Feyler und unterstützt Frau Rechtsanwältin
Feyler im Ressort Erbrecht. Zusätzlich ist auch
Fachanwältin für Familienrecht.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
TRAUM IN WEISS
Fotos von Sebastian Buff
18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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TRAUM IN WEISS
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FOTOS VON SEBASTIAN BUFF
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 25
Foto: Coburger Designforum
26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Das neue
WIR-Gefühl?
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 27
DAS NEUE WIR-GEFÜHL?
Ein rundes hölzernes Globe fasziniert Bürger, Unternehmen
und Politiker über Parteigrenzen hinweg, ein neuer
modernster Gesundheitscampus auf dem ehemaligen
BGS-Gelände klingt visionär aber realistisch, mit CO-CRE-
APOLIS stärkt die Hochschule Coburg das innovative
Potential mit über 6 Millionen Euro Fördergeldern, und auch
der ICE macht nach leichten Anfahrproblemen in Coburg
regelmäßig Halt: Ein neues WIR-Gefühl hat Coburg gepackt.
Selten in einer Stadt, in der sich vor nicht wenigen Jahren
Politik und Teile der Wirtschaft unversöhnlich gegenüber
standen, und auch die Politik zerstritten war. Geht da jetzt
noch mehr?
Ein vorfrühlingshafter Wunschzettel von Wolfram Hegen
28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
GEHT DA NOCH WAS?
Erst einmal: Worum geht es eigentlich?
Steilvorlage aus München?
Um Lebensqualität. Lebensqualität ist der Schlüssel zum Erfolg.
Städte, die Lebensqualität bieten, haben Zukunft. Nachfrage ist
da: Immer mehr Menschen ziehen in Städte. Bisher vor allem
in die Metropolen. Städte in ländlichen Räumen hatten keine
Zukunft. Jetzt aber haben auch Klein- und Mittelstädte wieder
Perspektiven: In München, Frankfurt, Stuttgart und in anderen
deutschen Großstädten wird der Platz knapp, die Luft schlecht,
der Mietpreis unerschwinglich. Auf den Straßen staut es sich, der
Kindergartenplatz wird zur Lotterie, das eigene Häuschen bleibt
ein Traum, das Leben in der Metropole ist oft nur mit mehreren
Jobs bezahlbar. In Klein- und Mittelstädten wie Coburg ist vieles
anders. Vieles besser. Dazu kommt der demographische Wandel:
Eine ältere Bevölkerung wählt lieber ein sicheres intaktes gesundes
überschaubares Umfeld.
Ein perfektes Zuspiel bekommen Städte wie Coburg zudem durch
das erklärte Ziel Bayerns, für gleichwertige Lebensverhältnisse
und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu sorgen. Seit der
Übernahme in die Bayerische Verfassung am 1.1.2014 handelt es
sich dabei um ein Staatsziel. Basis war ein Volksentscheid aus dem
Jahr 2013. Eine eingesetzte Enquete-Kommission hat jetzt eine
Fülle an Handlungsempfehlungen erarbeitet und vorgestellt, um
dieses Ziel zu erreichen: Vom schnellen Internet über medizinische
Versorgung bis hin zu kulturellen Angeboten. Metropolen
entlasten, indem ländliche Regionen attraktiver gemacht werden.
Die Handlungsempfehlungen enthalten viele Steilvorlagen. Wenn
man sie verwertet.
Ein Kantersieg für Coburg?
Weg aus der Provinz oder nicht?
Warum aber brechen dennoch immer noch mehr Menschen aus
kleinstädtischen Strukturen aus und suchen das Flirren und die
Anonymität der Großstadt, egal was sie das kostet? Weil dort das
Leben pulsiert, Kultur, Vielfalt, Innovation, weil im ländlichen Raum
vielerorts Tristesse eingekehrt ist, provinzieller Mief nicht mehr
mit einer globalisierten von urbanen Strukturen getriebenen Welt
kompatibel ist. „Städte sind Entwicklungszentren und Testlabore“,
beschreibt es das Zukunftsinstitut. Auch diese Art an Lebensqualität
muss Coburg abbilden, mindestens in kleinem Maßstab, um im
Wettbewerb bestehen zu können. Die taktische Aufstellung ist
gut: Viele Unternehmen, ein noch immer ordentliches Bankkonto,
eine innovative Hochschule, zahlreiche vorbildliche Bildungs-,
Betreuungs- und Gesundheitseinrichtungen, Autobahn und ICE,
Breitband, Freizeit, Natur, Kultur, ein intaktes Stadtbild, Ideen wie
ein Globe auf einem Güterbahngelände als neues Kreativzentrum,
ein High-End-Gesundheitscampus. „Die Mannschaft ist der Star“,
sagte Berti Vogts einmal und wurde Europameister. Das „Team
Coburg“ ist auch gut genug aufgestellt, um in die Offensive zu gehen.
Am besten, indem man schon einen Plan hat, wie man aus perfekter
taktischer Aufstellung, gepaart mit Teamgeist und schönen Pässen
in die Spitze auch möglichst viele Tore macht. Das ist ja letztlich
das Ziel des Spieles. Und was könnte man für schöne Tore schießen:
1:0 Grün 2:0 Schön 3:0 Offen 4:0 Digital 5:0 Gesund 6:0 Kreativ 7:0
Sozial 8:0 Sicher 9:0 Gemeinsam
Angriff ist die beste Verteidigung. Für Coburg. Genau jetzt.
Mit Ideen, die bewährt sind, sich gerade andernorts bewähren,
erprobt werden, innovativ sind: Von E-Mobilität bis Makerspace,
von kostenlosem ÖPNV bis Urban Gardening, von Carsharing
bis Smart Grid, von Crowdfunding bis Teilhabe. Konzepte für
eine erfolgreiche Zukunft. Sachthemen ohne Parteibrille, ohne
Ideologie.
Mit einem neuen WIR-Gefühl könnte es gehen. Schön wäre es.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 29
Zukunft
SONDERTHEMA
Darf ich
auch mitreden?“
“
30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
SONDERTHEMA ZUKUNFT
Stephen Hawking, der schon zu Lebzeiten legendäre
Wissenschaftler, lud einmal zu einer Party ein, die schon
lange vorbei war. Verrückt? Nein, ein Versuch. Er wollte
beweisen, dass Zeitreisen in die Vergangenheit nicht
funktionieren. Und in der Tat: Hawking blieb alleine,
niemand folgte seiner Einladung. Einen ähnlichen
Versuch unternahmen amerikanische Wissenschaftler
2013: Sie untersuchten rückwirkend Tweets im
Kurznachrichtendienst Twitter darauf, ob in ihnen
Hinweise auf die Entdeckung des Kometen Ison 2012
und die Wahl des neuen Papstes 2013 zu finden waren –
obwohl diese Ereignisse noch bevorstanden. Ergebnis:
Fehlanzeige.
Wenn also Reisen in die Vergangenheit nach derzeitigem
Stand nicht möglich sind, wenn wir also Vergangenes auch
theoretisch nie mehr werden reparieren können, weil das
ja auch in sich paradox wäre, wenn also „endgültig“ ist, was
vorbei ist, warum machen wir uns dann so viele Gedanken
über die Vergangenheit? Um aus ihr zu lernen? Unser Jetzt
zu erklären? Unsere Kultur zu verstehen? Ja, aber auch das
tun wir niemals aus Selbstzweck (auch nicht als Historiker,
der mit dem Blick zurück die Gegenwart erklären möchte,
auch nicht als Patient in einer psychologischen Praxis, der
wissen möchte, was in der Kindheit falsch gelaufen ist,
um in Zukunft – vielleicht – befreiter leben zu können,
auch nicht als Datensammler, der mit alten Informationen
zukünftigen Profit machen möchte), sondern immer
nach vorne gerichtet. Wenn zudem noch Reisen in die
Zukunft theoretisch sehr wohl möglich und nach Ansicht
mancher Wissenschaftler auch täglich im Kleinen aber
eben mit handelsüblichen Beobachtungen und Geräten
nicht messbaren Zeiträumen passieren (schon auf dem
Berggipfel „altert“ man schneller als am Meer), ist es dann
nicht „höchste Zeit“, sich ihr zuzuwenden, der „Zukunft“
in unserem vermutlich trotz Einstein und Hawking sehr
beschränkten Verständnis von Zeit, aber ein anderes
haben wir nun einmal noch nicht.
Also dann: Interviews, Visionen, Ausblicke zu unserem
Sonderthema „Zukunft – Darf ich auch mitreden?“
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 31
DIGITALE
AGENDA
COBURG
EINE LEITLINIE FÜR DIE ZUKUNFT
Ein Journalist recherchiert auf dem Coburger
Marktplatz vor seinem Interview mit dem
Oberbürgermeister noch schnell ein paar
Hintergründe und nutzt mit CoburgHOTSPOT
das kostenfreie Wlan der Stadt. Melanie B.
aus Erfurt besucht am Wochenende ihre
Mutter in der Vestestadt und freut sich auf den
verkaufsoffenen Sonntag. Auf GoCoburg findet
sie die Öffnungszeiten ihrer Lieblingsgeschäfte
und viele aktuelle Angebote. Im Coburger Baublog
erfährt der Rentner Uli G. mit einem Mausklick
alle Neuigkeiten rund um die Sanierungsarbeiten
in seinem Viertel. Michael M. hat in Coburg
seinen Traumjob gefunden und informiert sich
auf der Internetseite der Stadt Coburg, wo der
Stammtisch für Neubürger stattfindet.
Die Welt vernetzt sich immer stärker digital. Das
wirkt sich mehr und mehr auf unseren Alltag aus:
Wie und wo wir arbeiten, leben und unsere Freizeit
gestalten. In diesem Fortschritt liegen große Chancen
für mehr Wohlstand, eine bessere Lebensqualität
und unsere wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Der
digitale Wandel bedeutet vor allem Veränderung.
Deshalb ist es wichtig, dass die positive Wirkung der
Digitalisierungsprozesse in der Mitte der Gesellschaft
ankommt und von allen gesellschaftlichen Gruppen
mitgestaltet werden kann. Das betrifft auf individuelle
Weise jeden von uns. Bürgerinnen und Bürger stellen
hohe Ansprüche an ihr Lebensumfeld, ihre Versorgung
und die Dienste ihrer Stadtverwaltungen. Dies gilt für
alle Bereiche: Von der Mobilität und Infrastruktur
über die Energie- und Gesundheitsversorgung bis
hin zu den Themen Bildung, Arbeiten und Freizeit.
Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen und
die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an die
Stadtgesellschaft.
Coburg auf dem Weg
zur smarten Kommune
Städte stehen somit vor großen gesellschaftlichen
Herausforderungen. Doch wie können sich Städte,
Menschen, der Handel, Verwaltungen und ganze
Unternehmenskulturen verändern, um fit für die
digitale Zukunft zu werden? Auf was müssen wir uns
zukünftig einstellen und welche digitalen Neuerungen
bewähren sich bereits? Wie sieht er aus, der Weg
in eine digitalisierte Welt? Coburg strebt einen
nachhaltigen Transformationsprozess an. Ziel ist es,
die Stadt zu einer zukunftsfähigen und „smarten“
32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Advertorial
SONDERTHEMA ZUKUNFT
Kommune weiterzuentwickeln. Um Antworten auf
viele Fragen zu erhalten und das Wissen sowie die
Expertise Vieler zu nutzen, startet die Stadt Coburg
unter der Leitung von Oberbürgermeister Norbert
Tessmer, der 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber,
dem 3. Bürgermeister Thomas Nowak und der
Stadtkämmerin Regina Eberwein die Erstellung
einer „Digitale Agenda Coburg“. Eingeladen
sind verschiedenen Akteure aus Bürgerschaft,
Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und
den Unternehmen. „Ziel der Ausarbeitung
ist es, gemeinsam zukunftweisende Ideen
zusammenbringen, zu bewerten und konkrete
Maßnahmen für ein digitales Coburg der Zukunft
formulieren. Wir nehmen die Herausforderungen
der Digitalisierung an - den digitalen Wandel
nachhaltig positiv zu begleiten und mitzugestalten“,
erklärt Karin Engelhardt von der Stabsstelle
E-Government der Stadt Coburg, die das Projekt
gemeinsam mit Stephan Horn, Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg steuert.
Zeitgemäße Lösungen
für Bürgerinnen und Bürger
Die Digitale Agenda der Stadt Coburg will Menschen
sensibilisieren, zur Abstimmung laufender
Projekte beitragen, neue Projekte initiieren und
Szenarien entwickeln, wie die Digitalisierung das
zukünftige Leben in der Stadt beeinflussen wird.
Auch Fördermittel, die von der EU, dem Bund
oder dem Freistaat Bayern bereit gestellt werden,
können auf diese Weise zielgerichtet ermittelt und
beantragt werden. So erhöhen sich die Chancen
Zukunftsthemen aktiv anzugehen und umzusetzen.
Erarbeitet wird ein strategisches Dokument, das
in den kommenden drei Jahren den zukünftigen
digitalen Weg der Stadt Coburg deutlich macht.
„Wir wollen wissen, was schon gut läuft, wo noch
Ängste und Herausforderungen zu bewältigen
sind, welche Projekte und Förderungen zukünftig
zu Coburg passen, und welche Maßnahmen
gewinnbringend eingesetzt werden können“,
resümiert Engelhardt. Die Projektmanagerin hat
eine genaue Vorstellung, wie der digitale Weg ihrer
Stadt aussehen soll. „Wenn ich beruflich unterwegs
bin und neue Projekte kennenlerne, überlege ich,
was davon auch für Coburg passen würde. Doch
nicht jede Maßnahme, die in anderen Kommunen
erfolgreich umgesetzt wird, funktioniert auch bei
uns“, erklärt sie. Wichtig sei es herauszufinden,
welche Strategien und neuen Konzepte nachhaltig
wirken und gleichzeitig von möglichst vielen
Menschen mitgetragen werden. „Das, was wir
suchen, sind zeitgemäße Lösungen, mit denen
möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Coburg
zurecht kommen“, weiß Engelhardt.
Deutscher Städte- und
Gemeindebund ermittelt Grundlagen
Die „Digitale Agenda“ wird in mehreren Runden
bestehend aus Interviews und Workshops erarbeitet.
Die Leitung übernimmt die Steuerungsgruppe,
die sich aus Oberbürgermeister Norbert Tessmer,
Mitarbeitern der Stabsstelle E-Government, der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Mitgliedern
der Stadtverwaltung, des SÜC-Konzerns, des CEB
sowie der Wohnbau zusammensetzt. Außerdem
treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus
Institutionen, Stadt und Wirtschaft auf lokaler und
auf nationaler Ebene. Insgesamt sammeln rund 30
Personen effektive Vorschläge und Informationen
rund um das Thema Digitalisierung in Coburg,
um daraus eine Bestandsaufnahme zu ermitteln
und Lösungsvorschläge zu formulieren. Bevor
viele Akteure aus kommunalen Handlungsfeldern
wie Bildung, Wirtschaft, Wohnen, Mobilität
und Gesundheit sowie Verwaltung und
Stadtgesellschaft gemeinsam diskutieren und
ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen, wird
ein Expertenteam des Deutschen Städte- und
Gemeindebundes und des Instituts für Information
und Technik (iit) die bestehenden Grundlagen
ermitteln. Im Rahmen der Initiative „Transform
Local“ können sich mittelgroße Städte und
Gemeinden wie Coburg bei den anstehenden
Transformationsprozessen auf dem Weg ins digitale
Zeitalter unterstützten lassen. Die Ergebnisse
werden als Handlungsempfehlungen in die Digitale
Agenda der Stadt Coburg einfließen und dienen als
Arbeitsbasis.
Coburg Vorreiter in
Sachen Digitalisierung
Die Digitale Agenda wird kein in sich
abgeschlossener Prozess sein oder bleiben, im
Wesen der Digitalisierung ist bereits bedingt, dass
sich alles im Fluss befindet. So wird auch die Digitale
Agenda der Stadt Coburg ein dauerhafter Prozess
sein, der sich verändernden Rahmenbedingungen
unterwerfen und mit zwischengeschalteten
Meilensteinen und Entscheidungsphasen
über einen langen Zeitraum immer wieder
fortgeschrieben wird, ja sogar fortgeschrieben
werden muss. Die Ausarbeitung der „Digitalen
Agenda Coburg“ ist ein weiterer wichtiger
Schritt Coburgs zur digitalen Weiterentwicklung
unserer Stadt. Schon seit 2001 beschäftigt sich
die Stabsstelle E-Government damit, die digitale
Daseinsvorsorge immer weiter zu entwickeln.
So beteiligte sich das Team an der Ausarbeitung
der Smart-City-Charta „Digitale Transformation
in den Kommunen nachhaltig gestalten“, wirkte
an der im Rahmen der Digitalen Agenda der
Bundesregierung initiierten „Initiative Intelligente
Vernetzung“ mit, oder nahm erfolgreich am
Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“
teil. Erst kürzlich wurde das Projekt „Zukunft.
Coburg.Digital“ ins Leben gerufen, wobei mittels
gezielter Netzwerkaktivitäten und innovativer
Veranstaltungsformate Gründungsideen sowie die
digitale Transformation der hiesigen Wirtschaft
unterstützt werden. An dessen Ende soll ein
Digitales Gründer- und Kompetenzzentrum stehen,
mit dem die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts
Coburg ausgebaut wird.
E-Government, Smart-City-Charta,
Initiative Intelligente Vernetzung,
Digitale Einkaufsstadt, GoCoburg,
CoburgHotSpot, Zukunft.Coburg.
Digital: Coburg nutzt die Chancen
der Digitalisierung schon seit fast
20 Jahren. Der nächste Schritt ist
eine Digitale Agenda.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Advertorial
SO HÖRT
MAN IN
ZUKUNFT
DER KNOPF IM OHR WIRD IMMER MEHR ZUM LIFESTYLEPRODUKT
Urlaub in der Ferne, aber jede Sprache verstehen?
Automatische Kontrolle von Blutzucker, Puls und
Sauerstoffgehalt im Blut? Perfektes Hörerlebnis je
nach Aufenthaltsort automatisch programmiert?
Musik oder Podcasts hören? Telefonieren? Dabei
aber keine wichtigen Informationen aus der
Umgebung verpassen?
Fast alles ist möglich mit den Hörgeräten der Zukunft, die Hörakustikermeister
Christian Kornexl von Optik Müller aus Coburg
deswegen auch eher Hörsysteme beziehungsweise Hörassistenten
nennt. Die eher etwas klobigen Geräte hinter dem Ohr, die einfach
nur als Verstärker dienen, wenn jemand nicht mehr so gut hört, ein
Synonym fürs Älterwerden, gehören der Vergangenheit an. Heute sind
Hörsysteme Hochleistungscomputer, die in Verbindung mit APPs auf
dem Smartphone weitaus mehr leisten als nur Töne verstärken, die klein
sind, chic aussehen, mit 3-D-Druck an das Ohr angepasst werden können.
Kurzum: Hörsysteme werden zu Lifestyleprodukten.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
SONDERTHEMA ZUKUNFT
Komfortable Alltagsbegleiter
Das zeigt sich, so Kornexl, auch an den Kunden,
die zu ihm kommen: Früher waren es vor allem
ältere Menschen, die sich ein Hörgerät zulegten.
Menschen, die wieder an Gesprächen teilnehmen
wollten, ein Konzert genießen, die einfach
wieder hören wollten, was um sie herum passiert,
immerhin gilt der Hörsinn ja noch vor dem
Sehen als entscheidend für soziale Teilhabe, für
Kommunikation mit den Mitmenschen. Heute aber
kommen auch zunehmend jüngere Menschen ins
Geschäft. Hörsysteme sind ideale Alltagsbegleiter,
unauffällig, praktisch und immer komfortabler:
Moderne Systeme verbinden sich kabellos mit
dem Fernseher, so kann jeder die Lautstärke und
den Sound einstellen, der ihm entspricht. Und
trotzdem reagiert der Hörsystem zum Beispiel auf
den Partner, man bleibt ansprechbar.
Programmierbar ist fast alles
Auf diese Weise kann das Hörsystem entweder
selbst oder über entsprechende APPs am
Smartphone an jede erdenkliche Alltagssituation
angepasst werden: ob fürs Theater, Büro, die
Sporthalle, ein Restaurant, das eigene Auto. Ob
man 360 Grad rundherum hören möchte oder
nur frontal oder nur auf einer Seite, ob eher
Musik oder eher Sprache, welche Frequenzen,
welche Störgeräusche oder auch Personen in der
Nähe man lieber nicht, welche Geräusche oder
Menschen man dagegen lieber mehr hören möchte
– alles ist einfach programmierbar, Mikrofone im
Hörsystem richten sich entsprechend aus, Software
übernimmt den Rest.
Multimedia im Ohr
Schon bald werden sich Hörsysteme über GPS
den Standort einer Einstellung merken und auf
diese bei Bedarf wieder zurückgreifen. Und
selbstverständlich dient das Hörsystem auch heute
schon als Freisprecheinrichtung oder ganz einfach
als Knopf im Ohr fürs Musikhören. Ein Hörsystem
von heute ist Hörgerät und Multimediasystem in
Einem. Und wenn man mit den Einstellungen mal
selbst nicht mehr zurechtkommen sollte, können
bei manchen Herstellern diese per Ferndiagnostik
nachreguliert werden – ohne deswegen einen
Termin beim Hörakustiker vereinbaren zu müssen.
Ein bisschen Science-fiction
Und ganz fantastisch wird der Blick in die
Zukunft: Daten wie Puls, Blutdruck, Sauerstoff
und Zuckergehalt im Blut werden wohl in den
nächsten Jahren über das Hörsystem ermittelt
und aufs Smartphone übertragen. Nicht nur
ein perfektes Warnsystem für gesundheitlich
angeschlagene Menschen, sondern auch ideal
für Fitnessfreaks. Hersteller arbeiten auch an
einer Dolmetscher-Funktion. Einige Jahre wird
es dauern, dann übernimmt das Hörsystem wohl
auch die Übersetzung einer fremden Sprache. Und
weil erste Hörsysteme ja auch schon auf die eigene
Sprache reagieren, sind vielleicht irgendwann auch
einmal Lösungen möglich, mit denen man in einer
Landessprache antwortet. Aber das ist wirklich
Zukunftsmusik.
36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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Hörakustikerin, besucht
aktuell die Meisterschule
Brigitta Hübl
Hörakustikerin mit
40 Jahren Erfahrung
Christian Kornexl
Meister im Hörakustik-
Handwerk
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
DER
GLAUBE
AN SICH
SELBST
Prof. Dr. Manfred Winterheller ist Vortragender,
Unternehmer, Coach und Autor. Er berät große
Unternehmen, pusht erfolgreiche Stars. Seine
Vorträge werden weltweit nachgefragt. Kürzlich
sprach der Österreicher vor vielen hundert
Coburger Schülern. Er hat motiviert und
begeistert, andere aber auch verstört. Sein Blick
nämlich ist ausgerichtet auf maximalen Erfolg.
Gelegenheit für den COBURGER, nachzufragen.
38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 39
SONDERTHEMA ZUKUNFT
COBURGER: Sie haben in Coburg vor Schülern geredet, haben
sie dazu motiviert, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, sich
Ziele zu stecken, hart daran zu arbeiten, durchzuhalten - also die
eigene Zukunft zu gestalten. Kommt diese Botschaft bei der jungen
Generation heutzutage an?
WINTERHELLER: Ich denke es ist so wie es wohl immer war.
Manche Menschen sind bereit zu lernen und zu wachsen, auch wenn
es nicht immer einfach ist, und manche suchen eher den leichten Weg.
Dass sich dieser leichte Weg dann später als Sackgasse erweist ist in
jungen Jahren nicht leicht zu erkennen.
COBURGER: Man kann ja aber noch so zielstrebig und fleißig und
motiviert sein, aber es gibt ja auch Schätzungen, dass etwa 50% des
Erfolgs Glückssache sind, die richtige Zeit, die richtigen Umstände,
die richtigen Entscheidungen, würden Sie dem zustimmen?
WINTERHELLER: Es gibt sicherlich leichtere und schwierigere
Umstände. Aber unter allen Umständen, und seien sie noch so
unterschiedlich, sind es bestimmte Einstellungen, die es erlauben,
das Beste aus diesen Umständen zu machen. Es sind vor allem eine
positive Einstellung und klare Ziele, die den Erfolg beflügeln.
COBURGER: Um die eigene Zukunft mitzugestalten, muss man
ja erst einmal wissen, wie man sich die vorstellt, „Die Zukunft“.
Möglichkeiten gibt es ja endlos viele. Genauso schwer ist für viele
Menschen die Orientierung. Was ist Ihr Tipp: Wie weiß man denn
überhaupt, was man will?
WINTERHELLER: Mit dieser Frage berühren Sie ein zentrales
Thema. Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto schwerer ist die
Entscheidung. Jede Entscheidung bedeutet ja ein Ja zu einer
Möglichkeit und unzähliges Nein zu allen anderen. Da können sich
viele Menschen dann nicht entscheiden vor lauter Angst, es falsch
zu machen. Aus dieser Situation gibt es nur den Weg, mit einer
Alternative anzufangen. Erst im Tun entsteht dann mehr Sicherheit,
ob es wirklich das ist, was man will. Das ewige Nachdenken vor lauter
Entscheidungsangst ist die schlechteste Wahl.
COBURGER: Wie wichtig sind Emotionen, ist Begeisterung, um
dranzubleiben an der Gestaltung der eigenen Zukunft?
WINTERHELLER: Es ist wichtig, das zu tun was man gerne tut.
Sonst hält man schlicht nicht lange genug durch. Begeisterung
kommt, wenn man etwas tut, was man erstens gerne tut und zweitens
gut kann. Bis man zu diesem zweiten Punkt kommt, kann es dauern
und da geben viele Menschen zu früh auf. Es ist also einerseits
wichtig, Begeisterung zu entwickeln, genauso wichtig ist es aber,
dann durchzuhalten, wenn diese Begeisterung manchmal nicht zu
spüren ist. Üben und sich verbessern ist selten wirklich lustig, aber
ohne kommt kein Erfolg zustande.
COBURGER: Die eigene Zukunft bewusst gestalten, sein Leben
optimieren, um zum einen Geld zu verdienen, aber vor allem, um in
einer Überflussgesellschaft Sinn zu empfinden– wird das einer der
zentralen Werte der Zukunft?
WINTERHELLER: Die beste Voraussetzung für Glück ist es, seine
Fähigkeiten zu entwickeln und damit den anderen Menschen zu
dienen. Erfolg kommt nur dann zustande, wenn man dient. Microsoft,
Google und viele andere haben das Leben der Menschen entscheidend
verändert und sind dadurch erfolgreich geworden. Das gilt auch für
jeden kleinen Gewerbebetrieb. Wenn er seine Kunden bereichert,
ihr Leben verbessert, dann braucht er sich keine Sorgen zu machen.
Diese Einstellung gilt immer, egal ob Überflussgesellschaft oder nicht.
Und sie gilt auch für den einzelnen Menschen. Wer der Gesellschaft
dient, wird von ihr belohnt. Das gilt nur dann nicht, wenn der oder die
Einzelne ganz auf sich selbst vergisst.
COBURGER: Was halten Sie von den vielen technischen Hilfsmitteln,
mit denen man die Einhaltung seiner z.B. Fitnessziele, Schlafzeiten,
geschäftliche Ziele etc… kontrollieren und optimieren kann? Sind die
ein sinnvolles Hilfsmittel auf dem Weg zu einem erfüllten Leben –
oder eher ein Big Brother, der einen zum Sklaven macht?
WINTERHELLER: Wie bei allem kommt es auf die Art und Weise
an, in der wir mit den Dingen rund um uns umgehen. Es sind nicht die
Dinge, die uns versklaven, es sind wir selber, wenn wir das Wichtige
im Leben vergessen. Wir sollen die Menschen lieben und die Dinge
benutzen, häufig aber machen wir es genau umgekehrt und lieben die
Dinge, Autos, Luxus etc. und benutzen Menschen. Ich bin für jede
Art von gutem Leben, solange wir diese Reihenfolge nicht vergessen.
Und speziell die Bedeutung der von Ihnen erwähnten Hilfsmittel
zur Einhaltung der eigenen Ziele kann man gar nicht hoch genug
einschätzen.
Alles was eine Maschine, ein Programm, eine App leisten kann, sollten
wir diesen Hilfsmitteln übertragen. Dadurch wird die Zeit frei, das zu
tun, was man nicht programmieren oder einer Maschine übertragen
kann. Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Zuhören und
Verstehen, das sind spezifische menschliche Eigenschaften, für die wir
Zeit brauchen. Und letztlich können wir alle diese dienstbaren Geister
auch ausschalten. Wer sein Handy rund um die Uhr auf Empfang hat,
der braucht sich nicht beschweren, wenn er nie Ruhe hat. Der „Aus“-
Knopf ist permanent in Reichweite.
COBURGER: Wer so hart an eigenen Zielen arbeitet, seine Zukunft
diesen Zielen unterordnet, kann der überhaupt noch Zeit, mentale
und emotionale Kapazität zur Verfügung haben für menschliche
Bindungen, für Nähe? Ist die so stark leistungsorientierte Gesellschaft
der Zukunft nicht mehr und mehr familienfeindlich, obwohl von
vielen Unternehmen das Gegenteil behauptet wird?
WINTERHELLER: Wenn man weiß, wie hart Menschen früherer
Zeiten für ihr Leben arbeiten mussten, dann sieht man die enormen
Chancen, die unsere heutige Zeit uns bietet. Die verbreitete Ansicht,
dass heute alles schwieriger sei und dadurch zwangsläufig keine Zeit
für Familie und Freunde bleibt, teile ich nicht im Mindesten. Im
Gegenteil. Wir leben zum ersten Mal in einer Zeit, in der wir unzählige
Optionen haben, und wie wir in diesem Gespräch schon erörtert
haben, macht das die Wahl schwer. Aber das Gute, das wir ständig
vergessen, ist, dass wir erstmals überhaupt eine Wahl haben. Wenn
wir diese Wahl dann so benutzen, dass sie uns belastet, so kann man
das nicht den Umständen vorwerfen. Wir müssen unsere beruflichen
Emails am Wochenende nicht lesen! Wir müssen nicht ständig über
Telefon, Threema, WhatsApp, Facebook, Instagram etc. erreichbar
sein. Es sind nicht diese Dienste an sich, die uns das Leben schwer
machen, es ist unsere mangelnde Bereitschaft, klare Entscheidungen
darüber zu treffen, wie wir unser Leben führen wollen.
COBURGER: Ist in der Welt der Zukunft wer nichts leistet, nichts
wert? Und wer weniger leistet, weniger wert?
40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
POSITIONEN UND GESCHICHTEN
WINTERHELLER: Auch in diesem Punkt sehe ich eine Verbesserung
und keine Verschlechterung. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es
weit mehr unwürdige Eingriffe in das Leben des kleinen Mannes
als wir uns heute vorstellen können. Gerade in Europa starben die
Menschen ununterbrochen für die Eitelkeiten der verschiedenen
Adeligen und ihre Kämpfe gegeneinander um Macht und Einfluss. Der
Einzelne zählte buchstäblich nichts. Nur die Klasse der Adeligen war
wichtig. Mädchen mussten eine Nacht mit dem Fürsten verbringen
wenn sie heiraten wollten etc. etc. Wir haben heute die Chance, uns
einzubringen und zu wehren, ohne gleich zu Outlaws wie Robin Hood
werden zu müssen. Aber das bedeutet wie fast in jedem Punkt unseres
Gesprächs, dass wir aus den neuen Chancen etwas machen, dass wir
sie benutzen statt von ihnen benutzt zu werden.
„Diese Angst vor der
Zukunft bildet in keiner
Weise die Realität ab.
Die Zukunft bietet uns
Chancen wie nie zuvor. “
COBURGER: Müsste man Menschen, die andere Werte als die
betriebswirtschaftlich verwertbare Leistungen erbringen, mehr
Wertschätzung entgegenbringen, damit die Gesellschaft der Zukunft
nicht auseinanderbricht?
WINTERHELLER: Wir brauchen erfolgreiche und großzügige
Menschen, die bereit sind, einen Beitrag zum allgemeinen
Wohlergehen zu leisten. Die Idee, dass der Staat dafür zuständig ist,
kann man als gescheitert betrachten. Trotz ständig steigender Steuern
sinkt der Dienstleistungsgrad des Staates. Wir müssen uns an die Idee
gewöhnen, dass wir – der einzelne Bürger – uns wieder vermehrt
um das allgemeine Wohl kümmern werden müssen. Mein Vortrag
vor Coburger Schülern wurde von Unternehmern der Stadt Coburg
gesponsert und ich habe auf mein Honorar verzichtet. Gemeinsam
konnten wir etwas auf die Beine stellen. Das wird eines der Modelle
der Zukunft sein. Das Richtige und Wichtige erkennen und auch tun.
Das gilt auch für den überall tobenden Verteilungskampf. Wir werden
wieder lernen müssen, zugunsten anderer auf das eine oder andere
Privileg zu verzichten. Solange jede Gruppierung nur weiß, wo die
Anderen zu verzichten haben, wird sich nichts ändern.
COBURGER: Zukunft – das klingt für viele Menschen als Bedrohung.
Und sie fühlen sich von vielen Meldungen in den Medien dann auch
bestätigt. Wie kommt man aus dieser Denkweise heraus?
WINTERHELLER: Diese Angst vor der Zukunft bildet in keiner
Weise die Realität ab. Die Zukunft bietet uns Chancen wie nie zuvor.
Der Schlüssel zur Zukunft heißt relevantes Lernen, also Lernen, das
etwas bewirkt, das etwas ändert. Das Internet demokratisiert Wissen
und den Zugang dazu in noch nie da gewesener Weise. Über YouTube
können Menschen Neues lernen und Neues lehren, ohne das Haus
zu verlassen. Das meiste davon ist sogar gratis zu haben, und wenn
es um Geld geht, dann sind es in der Regel verschwindende Kosten,
verglichen mit dem, was man dafür vor Jahren ausgeben hätte
müssen, wenn es dasselbe Angebot damals überhaupt gegeben hat.
Es ist tatsächlich verrückt, das als Bedrohung wahrzunehmen und
dennoch ist das die öffentliche Meinung. Arbeiten, die eine Maschine
besser erledigen kann als ein Mensch, sollen von Maschinen gemacht
werden. Das ist doch eine Erlösung der Menschheit von roboterhaften
Tätigkeiten und keine Bedrohung. Aber wenn wir uns dieser Einsicht
verschließen und stur darauf beharren, dass alles bleiben soll wie es
ist, dann werden wir zu den Verlierern zählen und dann – aber nur
dann – entsteht Angst.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
Gesponserter Inhalt
MUTIG
NACH
VORNE
Impulse für das Leben,
Wahrnehmung eigener
Fähigkeiten, Mut - weil
Ihnen Prof. Dr. Manfred
Winterheller so viel für ihren
Lebensweg mitgegeben hat,
haben sie ihn nach Coburg
geholt: Thomas Bittorf und
Max Beyersdorf. Ein Gespräch
über die Zukunft, eigene
Träume, gesellschaftliche
Zwänge - und den Besuch ihres
österreichischen Freundes.
COBURGER: Der Vortrag von Prof. Winterheller
vor Schülern hat viele begeistert, war aber auch
umstritten. Manche werfen ihm eine regelrechte
Gehirnwäsche vor. Was sagen Sie dazu?
BEYERSDORF: Es ist ja genau andersrum:
Es geht doch darum, bei sich zu sein,
seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten,
Träumen und Zielen. Daran hindern uns
aber viele althergebrachte, anerzogene und
gesellschaftliche Zwänge sowie die permanente
Manipulation durch die Medien. Die sind doch die
eigentliche Gehirnwäsche. Winterheller möchte
den Blick dagegen wieder auf die eigenen Stärken
richten, Selbstvertrauen aufbauen, Begeisterung
für die eigenen Ziele. Das ist für den Einzelnen
besser, aber vor allem auch für die Gemeinschaft,
weil dann jeder sein Bestes einbringt.
BITTORF: Es geht darum, wieder an sich selbst
zu glauben und die eigenen Träume in sein
Leben zu lassen. Man soll die Träume nicht als
Luftschlösser abtun, wie es uns viele einreden,
sondern alles daran setzen, sie zu verwirklichen.
Das kostet Mühe und Arbeit, die dann letztendlich
aber nicht mehr als solche empfunden wird. Das
von Prof. Winterheller angesprochene Thema
Geld und Reichtum kam bei einigen Schülern
falsch rüber. Persönliches Glück hat mit viel
Geld nichts zu tun, man kann natürlich auch mit
wenig glücklich sein. Wenn aber jeder wirklich
das macht, was seinen Talenten entspricht und
wofür er wirkliche Leidenschaft empfindet, wird
er darin mit Sicherheit Erfolg haben. Und ist es
das richtige Thema, wird es sich auch finanziell
auszahlen. Wenn jeder an seinen persönlichen
Zielen arbeitet und sich selbst verwirklicht, ist
allen gedient, weil die Gesellschaft insgesamt
eine bessere wird.
COBURGER: Der Blick nach vorne hängt aber
eben sehr von eigenen Erfahrungen ab …
BEYERSDORF: Das ist klar, wir und natürlich
vor allem unsere Elterngeneration, die uns
geprägt hat, kommen aus einer Zeit, da waren
die Ziele vorgegeben. Man musste dranbleiben,
sich immer bemühen, damit es vorwärts
geht, sonst ist nichts passiert. Heute ist die
Gesellschaft überversorgt, weichgebettet, da
kann das Streben nach einem Ziel auf der Strecke
bleiben. Diese Vollkasko-Mentalität ist die größte
Gefährdung eines erfüllten Lebens. Wir müssen
aber wieder hungrig auf die Zukunft sein. Die
heutige Generation braucht Mut, und wir müssen
sie machen lassen.
BITTORF: Mut und Vertrauen in das Leben.
Viele Stationen des eigenen Lebens ergeben erst
im Nachhinein einen Sinn. Vom ewigen Grübeln
und Nachdenken allein bewegt man sich nicht
von der Stelle. Man muss anfangen, etwas zu tun,
etwas auszuprobieren. Der Weg wird sich zeigen,
wenn man auf sein Herz und seinen Bauch hört.
COBURGER: Was denken Sie, sind wichtige
Werte der Zukunft?
BITTORF: Dankbar und freundlich zu sein,
dies auch auszudrücken und dadurch anderen
etwas zu geben, auch wenn einem vielleicht nicht
gerade danach ist. Danach wird es auch einem
selbst besser gehen. Das ist eine Grundhaltung,
die letztlich jeden nach vorne bringt. Ein großes
Zukunftsthema ist sicherlich, die innere Balance,
die Ausgeglichenheit der Psyche zu finden, die
auch für körperliches Wohlbefinden sorgt. Es
geht darum, bewusster zu leben, ein gesundes
Umfeld zu schaffen, z.B. durch Sport, Familie
und Freunde. Und sich vor allem nicht vom
Energievampiren nach unten ziehen zu lassen.
Denn wir haben nur das eine Leben!
BEYERSDORF: Ich möchte gerne junge
Menschen dafür begeistern, ihr eigenes Leben
in die Hand zu nehmen. Das gibt mir viel Kraft.
Denn Alles was Du Deinen Mitmenschen Gutes
tust, kommt tausendfach zurück und trägt Dich
durch‘s Leben - es ist Dein Leben!
42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Wie besorgt sind Sie, wenn Sie jetzt an den
Zustand der Welt in 20 Jahren denken?
13% 48% 38% 1%
Kaum
besorgt
mittelmäßig
besorgt
stark
besorgt
keine
Angabe
Worüber sorgen Sie sich am meisten?
Kriminalität 71%
Aggresivität
Soziale Kälte
Gleichgültigkeit
Egoismus
Soziale Konflikte
Kinderfeindlichkeit
Weniger Hilfsbereitschaft
Intoleranz
Stress & Hektik
Weniger Ehrlichkeit
45%
44%
42%
40%
40%
39%
38%
38%
59%
58%
67% der
der AfD-Wähler geben an, dass sie sich
Sorgen um ihre persönliche Zukunft
machen; in der Gesamtbevölkerung liegt
Anteil unter 50%.
Wie stellen Sie sich
ihre eigene Zukunft vor?
49,5%
41,9%
8,5%
Eher düster
Eher
zuversichtlich
Gemischt
Laut Zukunftsinstitut GmbH
die 12 Megatrends der Zukunft:
Wissenskultur
Urbanisierung
Konnektivität
Neo-Ökologie
Globalisierung
Individualisierung
Gesundheit
New Work
Gender Shift
Silver Society
Mobilität
Sicherheit
Zukunft
in 52 Wörtern
Die gegenwärtige physikalische Definition des
Begriffs der Zukunft ergibt sich aus der allgemeinen
Relativitätstheorie. Dort wird die Zukunft eines
Ereignisses als der Raumzeitbereich verstanden, der
von dem Ereignis ausgehend durch kausale Weltlinien
erreicht wird. Ein Beobachter kann also jedes Ereignis
in seiner Zukunft erleben, wenn er sich auf die
entsprechende Weltlinie begibt.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
IM PORTRAIT
VON CHRIS WINTER
… und ein „halber“ Coburger
Florian Sitzmann
steht mit beiden
Beinen im Leben,
obwohl er keine
mehr hat. Doch
gerade aus diesem
Schicksal schöpft
er seine Kraft.
„Wenn du deine Ziele im Blick hast, wenn du dir selbst vertraust,
dann kannst du nicht scheitern.“ Ein solcher Satz ist in den unzähligen
Veröffentlichungen der Lebens- und Erfolgsberaterzunft in den
verschiedensten Formulierungen omnipräsent. Kommt er aber aus
dem Mund von Florian Sitzmann, wird der Satz Wirklichkeit und
authentisch. Seit nun einem viertel Jahrhundert sitzt Florian Sitzmann
im Rollstuhl. Im Alter von 15 Jahren verlor der gebürtige Frankfurter
bei einem Motorradunfall beide Beine. „Ich habe keine Beine – und
dennoch stehe ich voll im Leben. ‚Sitzmann‘ ist kein Künstlername,
sondern mein Lebens-Programm!“, sagt Flo über „den Sitzmann“.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 45
IM PORTRAIT
„Die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen mir.“
Coburg ist für Florian Sitzmann eine wichtige Adresse. Der Vater lehrt an der
Hochschule, mit Stadtrat und Bauunternehmer Max Beyersdorf verbindet
Florian eine lange und intensive Freundschaft. „2005 hatte ich in Darmstadt eine
Wohnung gekauft und Max sollte sie barrierefrei umbauen.“ Daraus, und aus
der Seelenverwandtschaft mit seinem Freund, entstand eine enge Verbindung.
„Coburg“, so Florian Sitzmann in einem Interview, „ist dein Land der guten
Schwingungen.“
Der 31. August 1992 ist der Tag, der alles im Leben von Florian Sitzmann verändert.
„Ein Schicksalsschlag, gar eine Lebenskrise, sagen die einen. Eine zweite Chance,
mein zweiter Geburtstag, sage ich, der halbe Mann. Meine Einstellung und meine
Willensstärke erhielten mir immer mein ganzes Herz: Darin schlägt ein starkes Ja
zum Leben. Ein Tag, der alles veränderte und der mich zu dem machte, was ich
heute bin. Wortwörtlich: Der Sitzmann.“
Am Rasthof Hunsrück-Ost steigen sein Kumpel Stefan und Flo Sitzmann auf ihre
Honda, Florian ist Sozius. Es regnet in Strömen, eine Dreiviertelstunde Fahrt
haben die beiden noch vor sich. Auf dem Beschleunigungsstreifen trudelt die
Honda nach links, dort fährt ein Lkw. Es knallt. Trucker Daniel, auf dem Weg nach
Stuttgart, spürt zwei leichte Schläge, sieht im Rückspiegel Funken fliegen, denkt:
„Scheiße, jetzt hab’ ich was verloren.“ Er stoppt den Laster, steigt aus, sieht erst
den unverletzten Stefan, dann Florian in seinem Blut. Der 40-Tonner ist ihm über
die Hüfte gerollt. Der Lkw-Fahrer nimmt Florians Hand und deckt ihn zu. Mehr,
denkt er, kann man nicht für ihn tun.
Florian hat keine Schmerzen. „Ich hab’ nur gedacht, die Haxen sind wahrscheinlich
ziemlich kaputt. Aber ich hätte nie gedacht, dass sie so kaputt sind, dass man
sie absägen muss“, bekennt er in einem Interview. Man schiebt ihn in einen
Rettungswagen, dann erst wird es um ihn dunkel. Sein Becken ist gebrochen, er
blutet ohne Unterlass. Seine Mutter sieht ihn im Krankenhaus, denkt: Herr, lass’
ihn sterben, wenn es gnädiger ist. Florian übersteht einen Herzstillstand, die
Beine sind nicht mehr zu retten. Damals ahnt er nicht, wie es um ihn steht. Aus
dem Koma erwacht, bittet er seinen Vater am Krankenbett, seine schweren Beine
bequemer zu legen. „Was meinst du, was von Beinen noch übrig ist, wenn ein
Laster drübergefahren ist?“, fragt er den Sohn. „Auf einmal war alles still. Alles
war auf einmal deutlich und klar. Als würde ein Vorhang weggezogen. Es war
mein 16. Geburtstag,“ erinnert er sich. Zwei Jahre liegt Florian im Krankenhaus,
50-mal wird er operiert, weitere zwei Jahre dauern die verschiedenen
Rehabilitationsmaßnahmen.
Die Schulausbildung beendet Florian Sitzmann in der Reha, mit 17 Jahren wohnt
er allein und selbstständig. Den Führerschein macht er ein Jahr später und eine
kaufmännische Lehre. „Aus mir selbst heraus konnte ich das Beste schaffen, das
lernte ich jeden Tag. Es dauerte, bis ein 15-jähriger Zwei-Meter-Kerl zu einem
wirklichen Sitzmann wurde. Doch die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen
mir dabei, dem Leben wieder Beine zu machen.“
Acht Jahre nach dem Unfall startet Florian seine Karriere als erfolgreicher
Behindertensportler, der Höchstleistungen in seiner Palamarès verzeichnen
kann. Die Liste der sportlichen Erfolge beeindruckt: Seit 2002 ist er Handbiker
mit mehreren Titeln als deutscher Meister, einer Silbermedaille bei der
Weltmeisterschaft in dieser Disziplin und einer Teilnahme bei den Paralympics
2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner Karriere als Handbiker sieht er seine
Teilnahme an dem Styrkeprøven-Rennen im Jahr 2006. Die Strecke führt von
Trondheim nach Oslo. Jedes Jahr nehmen zur Sommersonnwende an der „großen
Kraftprobe“ (so die Übersetzung) rund 10.000 Radsportler teil. Das Zeitlimit auf
der 540 Kilometer langen Strecke mit insgesamt 3600 Höhenmetern liegt bei 36
Stunden. Wer danach ankommt, wird nicht gewertet. Florian Sitzmann fährt
auf seinem Handbike nach 30 Stunden und 30 Minuten über die Ziellinie in der
norwegischen Hauptstadt. Bis heute ist dieser Handbike-Rekord ungebrochen.
Er nimmt am New York-Marathon teil, Skipisten sehen ihn auf
dem Monoski und beim Drachenfliegen sieht er die Welt aus
der Vogelperspektive. Reisen führen Florian Sitzmann in
viele Länder dieser Welt. Im vergangenen November
erhält Florian Sitzmann in Innsbruck von liveaward
eine besondere Ehrung für sein Engagement in
Sachen Barrierefreiheit.
46 Foto: Guido Schiek
COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
FLORIAN SITZMANN
Mehr unter
www.dersitzmann.de
Veröffentlichungen von Flo
Sitzmann: „Der halbe Mann, dem
Leben Beine machen“ erschien
2009. Eine positive Biografie,
die Mut macht. Mut, sich zu
trauen, weiter an sich zu glauben
und nach vorne zu blicken. 2011
dann das passende Hörbuch.
Lesereisen, oftmals mit Musik
untermalt. Anfang 2012 dann
sein zweites Buch: „Bloß keine
halben Sachen – Deutschland
ein Rollstuhlmärchen“. Sitzmann
sieht sich auch als Vermittler
zwischen den Welten. Zwischen
„Behinderten“ und „Fußgängern“.
„Auf einmal war
alles still.“
Foto: AUSGABE Boris Heimke 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 47
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der
großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe
einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Matthias Dietz, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dietz GmbH in Neustadt bei Coburg,
Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK zu Coburg, Aufsichtsratsvorsitzender der HSC Coburg GmbH
& Co. KG, Initiator der Ausbildungsmesse NECAzubi, Vorstand von ofraCar e.V.
Sind Sie ein Macher?
Ich fühle mich weniger als Macher, ich halte es eher wie die Produkte meiner
Firma: Technische Federn sind im Hintergrund, man sieht sie nicht, aber
nichts funktioniert ohne sie. Ich sehe mich auch lieber als der Gestalter, als der
Unternehmer im Hintergrund.
Wie ging es los mit dem Unternehmer Matthias Dietz?
Ich habe nach dem Studium die elterliche Firma mit 40 Leuten übernommen.
Mir ging es seither darum, so innovativ wie möglich zu sein, neue Marktnischen
zu suchen, die Produkte durch mehr Nutzen, durch mehr Beratung den
Kunden näher zu bringen. So sind wir vom reinen Lieferanten heute zum
Systementwickler geworden, sind ganz nah dran bei strategischen Fragen
unserer Kunden. Wenn man so will, war diese Entwicklung hin zu einer Firma
mit mittlerweile 170 Leuten in den letzten 15 Jahren mein Einstieg ins Machen.
Heute sind wir soweit, dass wir „Industrie 4.0“ umsetzen, bei uns bestellen
zum Beispiel an einem Standort die Maschinen ihre Waren selbst. Trotz oder
gerade wegen dieses hohen Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades
sind wir erfolgreich und gewachsen.
Sie engagieren sich über das Unternehmen hinaus auf vielfältige Weise. Warum?
Ich habe schnell gemerkt, dass man als Einzelkämpfer nur begrenzte Mittel hat.
Deswegen habe ich mich schon bald mit dem Netzwerkgedanken beschäftigt.
Netzwerke sind extrem wichtig, weil es viele Themen gibt, die man gemeinsam
besser machen kann als alleine. Daher zum Beispiel das Engagement bei der
IHK oder bei ofraCar. Beim HSC Coburg bin ich im Aufsichtsrat aktiv, weil
sich in der Philosophie des Vereins, vor allem in der von Trainer Jan Gorr auch
unsere unternehmerische Einstellung widerspiegelt: Hier wie dort geht es um
Nachwuchs. Darum, junge Menschen zu begeistern und auszubilden, um eine
Investition in die Zukunft. Auch die Idee der Ausbildungsmesse NECAzubi ist
so entstanden, die findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt.
Was treibt sie an?
Unternehmen kommt von etwas unternehmen, das ist auch mein Leitmotiv.
Es ist der Wille, etwas zu bewegen, immer besser zu werden, immer ein
bisschen vor den anderen zu sein.
Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen?
Im Prinzip bewegt man sich zwar schon immer am Limit. Auf der anderen
Seite macht man ja aber vieles gerne. Das kompensiert natürlich den hohen
zeitlichen Aufwand. Wenn man dann Erfolge sieht, wenn man sieht, dass
aus kleinen Pflänzchen große Bäume mit saftigen Früchten werden, die man
ernten kann, dann befriedigt das ungemein. All das ist aber nur möglich mit
einer starken Rückendeckung, also einer Familie, die hinter einem steht.
Ist Coburg und bei Ihnen vor allem auch Neustadt ein guter Standort zum
Machen?
Der Standort ist eher nebensächlich. Wenn man nur danach gehen würde,
hätten wir infrastrukturelle Nachteile. Aber wir haben hier topmotivierte
Leute, mit denen man viel bewegen kann. Und wir sind eine enorm starke
Wirtschaftsregion. Wir stellen auch fest, dass viele Menschen gerne wieder
hierher zurückkommen, nachdem sie woanders studiert oder gearbeitet
haben. Unsere Region ist ja auch absolut lebenswert. Ob Natur, Kultur, Sport,
Immobilienpreise. Wenn ich Leuten aus den Metropolen davon erzähle, wie
gut wir es hier haben, können die das oft gar nicht glauben.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
49 AUSGABE COBURGER 25 / FEBRUAR | 2018 DAS MAGAZIN COBURGER AUSGABE | DAS MAGAZIN 24 / DEZEMBER 2017 49
HOCHZEIT MIT STIL
Hochzeit
mit
Stil
Roberto Bauer
über Individualität
fürs Familienfest
Wenn Schneewolken in sich zusammenfallen, Winterluft
Frühlingsduft Platz macht, Knospen Eiskristalle sprengen,
dann steht er unmittelbar bevor, der klassische Hochzeitsmonat
Mai. Dabei kann man jederzeit den Bund der Ehe
eingehen, wichtig ist ja nur, dass man den Schritt in ein gemeinsames
Leben voller Überzeugung geht, und – das man
diesem besonderen Tag des Lebens auch mit einem stilvollen
Äußeren gerecht wird. Wie Mann sich für seine Hochzeit
am besten kleidet, und auch was bei anderen Familienfesten
angemessen ist, dafür gibt es in der Region vor allem eine
Adresse: ROB – Roberto Bauer Herrenmoden im Stadttor.
COBURGER: Der schönste Tag des Jahres, das heißt klassisch die Braut in
Weiß und der Mann im schicken schwarzen Anzug. Ist das auch heute noch
so?
ROBERTO BAUER: Im Zeitalter der Individualität gibt es keine Regeln für
alle. Wir spüren aber bei den Hochzeitspaaren LUST auf Neues, wobei Black
and White nach wie vor ein großes Thema ist. Letztlich geht es doch darum,
den Tag als einzigartig in Erinnerung zu behalten. Ob schwarz oder blau,
Smoking oder Anzug mit Weste oder auch ohne ist nicht so entscheidend.
Entscheidend sind der Look, die Passform und der Schnitt, die Accessoires.
Kreativität und die Feinheiten machen den Unterschied. So kann man den
Anzug auch danach wieder, zwar anders kombiniert, weiter verwenden.
COBURGER: Auf was kommt es als Bräutigam an, worauf sollte er vor allem
Wert legen bei seinem Anzug, bei den Schuhen, einfach beim Gesamtbild?
ROBERTO BAUER: Für uns in der Beratung ist zunächst einmal
entscheidend, wann die Hochzeit stattfindet, also zu welcher Jahreszeit, ob
drin oder draußen, wie könnte das Wetter sein, in welcher Location findet die
Feier statt, oder ob es zum Beispiel ein Thema gibt. Immerhin übernehmen
wir ja die Verantwortung für das Äußere unserer Kunden. Anzug, Smoking,
Farbe, Schnitt, das ist das eine. Dann aber legen wir vor allem Wert auf die
kleinen Details, die oft den großen Unterschied ausmachen: Plastron, Fliege,
Hosenträger, Kummerbund, Krawatte, Einstecktuch, Schuhe tragen erst
zu einem perfekten Gesamtbild bei. Dabei helfen uns über 1000 Stoffe in
verschiedenen Farben.
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
ROBERTO BAUER
COBURGER: Es heißt ja, der Mann sollte sich bei
der Wahl des Anzugs schon ein bisschen nach dem
Hochzeitskleid der Frau richten. Hat es der Mann also
einfacher?
ROBERTO BAUER: Als zunächst einmal sollte
der Bräutigam das Hochzeitskleid ja nicht vorher
sehen. Also lassen wir uns die Kleider oft per Foto
zuschicken. Erst danach können wir seinen Look
individuell zusammenstellen. Wir wollen zum einen
ja, dass man es sieht, dass er sich wohlfühlt. Und
natürlich müssen beide farblich zusammenpassen. Es
soll ein schöner Tag werden, der ewig in Erinnerung
bleibt und ja auch auf vielen Fotos dokumentiert
wird.
COBURGER: Auch bei anderen Familienfesten ist
Chic angesagt, bei Konfirmationen zum Beispiel oder
Firmungen. Wie sollte man als Mann dort erscheinen?
UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT
AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND
UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK.
Unser Anspruch ist die stetige
Entwicklung in unserem Handwerk.
ROBERTO BAUER: Hier geht es zwar etwas lässiger
zu, aber bitte auch hier mit Niveau und Stil. Man
sollte sich wohlfühlen, trendy sein, Spaß haben beim
Tragen.
COBURGER: Ist Chic, ist Stil wieder gefragter
bei Familienfesten aller Art? Legen die Menschen
wieder mehr Wert auf ein besonderes Outfit an einem
besonderen Tag?
ROBERTO BAUER: Ein Sprichwort sagt: „Mode
ist vergänglich, der Stil nie“. Modischer Wandel
ist zum Bestandteil unserer Branche geworden.
Neues entsteht ja permanent - aber wir vergessen
das Vertraute nie. Auf diese Weise versuchen wir
für unsere Kunden immer mit größter Leidenschaft
Individualität für Business, spezielle Anlässe und
natürlich auch für Freizeit möglich zu machen.
COBURGER: Ein Tipp noch?
ROBERTO BAUER: Rechtzeitig bei uns
vorbeikommen, am besten vier Wochen vor einem
besonderen Ereignis, damit wir genug Zeit für
Beratung, Anpassung oder gegebenenfalls einen
Maßanzug haben.
ROB
Roberto Bauer Herrenmoden
im Stadttor
Bamberger Straße 2
96215 Lichtenfels
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10.00 – 19.00 Uhr
Samstag:
9.00 – 15.00 Uhr
oder nach Vereinbarung
Kontakt:
Telefon: 09571 42 55
E-Mail: info@robertobauer.d
www.robertobauer.de
Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg
Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
HOCHZEITSFOTOGRAF
Wie finde ich den besten
Hochzeitsfotografen?
Überblick verschaffen – oder – welche Hochzeitsfotos wollen wir?
Der erste Schritt: Fragt euch, was ihr euch in
Sachen Hochzeitsreportage wünscht. Einfach ein
paar nette Erinnerungen an euren großen Tag?
Ganz anspruchslos, Hauptsache Fotos? Völlig in
Ordnung! Nicht jedes Brautpaar legt Wert auf große
Hochzeitsfotografiekunst. „Genau, wir auch nicht“.
Prima, dann gar nicht lange suchen.
Der nette Fotograf vor Ort, mit den sympathischen
Preisen mag genau die richtige Wahl sein. Vielleicht
sogar der Hobbyfotograf im Freundeskreis. Er
wird sich auf die Herausforderung freuen, und ihr
bekommt eure Hochzeitsfotos.
Auweia, sitzen da jetzt zwei Verliebte kopfschüttelnd
vor dem Bildschirm. Einfach nur irgendwelche
Fotos? Echt jetzt? Stehen Hochzeitsfotos auf
eurer Prioritätenliste ganz oben, dann ist der
Hobbyfotomann keine gute Wahl.
Aber ihr merkt schon, es gibt ganz unterschiedliche
Ansichten zu diesem Thema. Normalerweise regelt
ein Budget X die Gesamtausgaben der Hochzeit,
die Priorität der einzelnen Dienstleistungen
deren Aufteilung. Deshalb ist der Stellenwert der
Hochzeitsfotografie euer primärer Wegweiser. Und
daher euer Budget ein erstes Riff an dem sich die
Wasser teilen werden. Denn, es sind beileibe nicht
alle teuren Hochzeitsfotografen gut, aber die guten
gibt´s leider nicht umsonst.
Stellt euch vor, ihr seit zum Testessen beim Wunsch-
Caterer geladen. Man serviert feinste Weine und
allerbeste Küche. Aber nur an diesem Abend - an
der Hochzeit gibt es Currywurst und Wein aus dem
Tetrapack. Starke Nummer!
Was unter Hochzeitsfotografen schwer angesagt
ist, sind sogenannte „Styled Shoots“. Man engagiert
Models, packt sie in Hochzeitskleider, noch eine
schicke Location und passende Hochzeitsdeko dazu,
und dann wird fotografiert. Das ist ein tolle Sache
Richtung Inspiration, und genau deshalb findet
man zu Recht viele Beispiele in Hochzeitsblogs und
Hochzeitsmagazinen. Aber Achtung! Mit echter
Hochzeitsfotografie hat das nichts zu tun!
Es kommt vor, dass Fotografen auf ihren Websites
auch viele Bilder von Model-Pärchen, oder aus
besuchten Workshops zeigen. Fragt euch immer: die
Fotos da vor mir, echte Hochzeitspaare oder nicht?
Eine wichtige Frage, denn ihr wollt ja herausfinden
wie eure Hochzeitsfotos aussehen könnten, wenn
genau dieser Hochzeitsfotograf fotografiert. Ihr
seht natürlich auch aus wie Models, aber die realen
Hochzeitsbedingungen machen den Unterschied.
Der enge Zeitplan, die Herausforderung, in diesem
Moment die richtige Entscheidung für das richtige
Foto zu treffen, das Wissen, nicht versagen zu dürfen,
mit vorhandenem Licht klar kommen müssen, … all
das ist das Arbeitsumfeld realer Hochzeitsfotografie.
Hier zeigt sich, was jemand kann, und hier seht
ihr, was ihr bekommen werdet. Also, immer genau
hinschauen und im Zweifel nachfragen.
www.sebastianbuff.de
facebook.com/sebastianbuff
HOCHZEITSFOTOGRAFIE
FILM
Kirchweg 12 · 96472 Rödental
+49 (0) 178 510 70 46 · mail@sebastianbuff.de
www.sebastianbuff.de
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
GESUNDHEIT.
SEELE. GEIST.
Das Gleichgewicht, das
uns glücklich macht.
Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und viele haben ihre Vorsätze
schon über den Jordan geschmissen. Schaut man dann aber einmal in
den Spiegel, sieht man doch das ein oder andere Festtagspfund, das es
so schnell wie möglich zu verlieren gilt. Ein bisschen mehr Sportlichkeit
und Gesundheit, weniger Faulheit und Fastfood – das wünscht sich
so mancher. Dazu dann noch einen besserer Teint und straffere Haut
und man kann wieder die Seele baumeln lassen. Denn sind es doch die
Säulen: Gesundheit, Seele und Geist, die uns im Gleichgewicht halten,
und nur wenn dieses denn auch stimmt, sind wir wirklich glücklich.
Meine Zielgruppe sind
Führungskräfte, Selbstständige,
Unternehmer und Ärzte, die ihr
Potenzial beruflich, privat und
gesellschaftlich voll und effektiv
ausschöpfen wollen.
Personaltrainer/Fitnessfachwirt
Frank Sperschneider
Trainingsstützpunkt
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Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21
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Doch wie können wir das Gleichgewicht finden? Da ist die Gesundheit
noch am einfachsten zufrieden zu stellen. Gesunde Ernährung gepaart
mit sportlichen Aktivitäten und ein Verzicht auf Genussmittel, und um
unsere Gesundheit ist es nicht so schlecht gestellt.
Seele und Geist sind da schon schwieriger zu bedienen? So schwierig
ist es dann noch nicht. Denn Seele und Geist hängen doch irgendwie
zusammen. Der einfachste Tipp hier zum Gleichgewicht zu finden ist
ganz einfach und kostet nicht mal etwas: Vor die Haustür gehen – mit
viel Zeit im Gepäck und das alles ohne ein festes Ziel. Einfach einmal tief
durchatmen, ganz bei sich sein und die Gedanken um Arbeit, Stress oder
Streit hinter sich lassen.
Ein weiterer Tipp um den Körper, den Geist und die Seele zu reinigen
ist das Fasten. Und Fasten wird Jahr für Jahr immer mehr zum Trend.
Besonders das Heilfasten. Die „Fans“ des Heilfastens wissen, dass sie
nach ihrer Fastenkur belohnt werden - mit einem unbelasteten Körper
und strahlendem Äußeren.
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
FIT IN DEN FRÜHLING
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Samstag 17.02.2018 und
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1 Heidelbeeren: Viel Vitamin C und Vitamin E
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3 Ingwer: Vitamin C und B6, Magnesium,
Kalzium, Kalium, Natrium, Phosphor
4 Avocado: Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B5
und B6, Vitamin A, Phytosterole, Ballaststoffe,
gesunde Fette und reich an Mineralien
5 Eier: Vitamin A, E, K, Biotin, Eisen, Zink,
Folsäure /100 Gramm Ei enthalten 85 Kalorien
Fünf klassische Diäten:
1 Energiereduzierte Mischkost: Viele
Ballaststoffe, Gemüse und Obst, weniger Eiweiß
und Fett
2 Low-Carb-Diät: Maximal 30-40%
Kohlenhydrate dafür viel Eiweiß
3 Glyx-Diät: Gute Kohlenhydrate mit
niedrigem GI (glykämischer Index) halten den
Insulinspiegel niedrig, was den Abbau von
Körperfett erleichtern soll
4 Trennkost-Diät: Kohlenhydrate und Eiweiße
werden über den Tag getrennt gegessen
5 Formular-Diät: Nährstoffgemische ersetzen
Mahlzeiten teilweise oder ganz
Fünf Lebensmittel auf die
wir verzichten sollten
1 Weißer Reis: macht nur satt / keine Nährstoffe
2 Instant-Gemüsebrühe: Besteht zu größten Teil
aus Geschmacksverstärkern, Zucker, Aromen
und Palmöl
3 Fertig-Salat: erhöhter Nitratwert / oft mit
Pestiziden und Chlorat belastet
4 Weißmehlprodukte: keine Nährstoffe / nur
Sattmacher
5 Light- und Diät-Lebensmittel:
Geschmacksverstärker, Süßstoff und Aromen
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3 Schwimmen: gelenkschonend
4 Fahrradfahren: Beinmuskeln werden
hauptsächlich beansprucht
5 Muskeltraining: baut Fettspeicher ab
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Signia GmbH ist eine Markenlizenznehmerin der Siemens AG
Die Bluetooth ® -Wortmarke und das Logo sind eingetragene Warenzeichen der Bluetooth SIG, Inc. Jegliche Nutzung dieser Marke durch die Signia GmbH geschieht unter Lizenz. Andere Handelsmarken
56 und COBURGER -namen gehören | DAS den jeweiligen MAGAZIN Inhabern.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Advertorial
Vitaminstöße von
der Lauterer Höhe
Praktisch, lecker und gesund: Die Salatbar und die
Smoothie-Tankstelle im Frische-Center Wagner
Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Ballaststoffe – ausgewogen sollte es sein,
das tägliche Essen. Schmecken natürlich auch. Und vor allem sollte es
vitaminreich sein. Vitamine nämlich braucht der Körper, um die Nahrung
überhaupt ordentlich verarbeiten zu können, Vitamine sind existenziell für
unseren Stoffwechsel. Der Körper selbst nämlich kann sie nicht oder in nicht
ausreichender Menge selbst herstellen. Wahre Vitaminbomben sind Gemüse,
Obst und Salate. Die bekommt man in großer Auswahl beim Frische-Center
Wagner auf der Lauterer Höhe.
Dort findet man gleich im Eingangsbereich eine Salatbar mit einer großen
Auswahl an Blattsalaten, Tomaten, Erbsen, Bohnen, Paprikas, Gurken, Peperoni,
Zucchini, Mais, Möhren, Rote Beete, angemachte Salate mit Nudeln, Schafskäse,
Kartoffeln oder orientalisch, Zutaten wie Eier, Thunfisch, Schinken oder Oliven.
Jeder Kunde kann sich seinen Vitaminstoß ganz nach persönlichem Geschmack
zusammenstellen, ob italienisch, griechisch, asiatisch, ob grün oder bunt. Bezahlt
wird ganz einfach nach Gewicht an der Kasse.
Und direkt daneben gibt’s Gesundheit zum Trinken – an der neuen Smoothie-
Tankstelle. Täglich drei verschiedene Sorten stehen zur Verfügung. Frisch
zubereitet, einfach vor Ort abfüllen. Wenn es lieber ein frischer Orangensaft
sein soll, den kann man sich vor Ort aus frischen Orangen pressen lassen. Wer
dann noch mehr über Vitamine wissen möchte, kann sich in einer Warenkunde
informieren, wer sich gerne von leckeren gesunden Rezepten anregen lassen
möchte, kann sich an einem Terminal sein Rezept samt Zutaten auswählen.
Der Frische-Center Wagner steht damit für gesunde Produkte, beste Qualität, eine
große Auswahl und den ganz besonderen Service.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 59
KÖRPERWELT
DIÄT
KRANKMACHER
„Modelmaße?
Darum geht es nicht.“
Interview mit Uwe Fink über
den richtigen Weg zu mehr Vitalität
COBURGER: Was ist das Problem an Diäten?
FINK: Alle Blitzdiäten konzentrieren sich nur auf die Waage, nur auf den
Gewichtsverlust, nur aufs Abnehmen als Selbstzweck. Das aber ist der falsche
Weg. Es geht nicht ums Abnehmen an sich. Es geht darum, Fett zu verbrennen,
aber eben nicht Muskeln und aktive Körperzellmasse, also alles, was dem Körper
nutzt, was für Vitalität und Lebensqualität steht. Genau das passiert aber, wenn
wir nur abnehmen.
COBURGER: Was passiert bei einer Diät im Körper?
FINK: Der Körper kennt ja keinen Genuss, er ist simple Biologie, er will uns am
Leben erhalten. Wenn jemand mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht,
schiebt der Körper alles in die Fettzellen. Das hat früher Sinn gemacht, um durch
den entbehrungsreichen Winter zu kommen. Wir haben aber keine schlechten
Zeiten mehr. Also nehmen wir zu. Diäten sollen dann schlechte Zeiten simulieren.
Der Frühling naht. Mit ihm rollt die alljährliche
Diätwelle übers Land: Weniger Essen oder
kein Alkohol oder keine Kohlehydrate oder
nur einseitig Kartoffeln oder Ananas oder Kohl
oder Trennen oder oder oder… Es gibt fast
kein Ess- und Trinkverhalten, das nicht als Diät
Hoffnungen auf dauerhaftes Wohlbefinden,
Fitness, Vitalität und einen schlanken Körper
weckt. Das meiste ist Quatsch, sagt Uwe Fink,
der sich seit vielen Jahrzehnten intensiv mit den
Themen Ernährung und Fitness beschäftigt,
sein Wissen auch in Vorträgen weitergibt. Uwe
Die Rechnung erscheint einfach: Ich nehme weniger Kalorien zu mir, z.B. 500
Kalorien pro Tag weniger, das macht etwa 1 Pfund Fett in einer Woche. Aber eben
nur rechnerisch. Der Körper nämlich merkt nach ein paar Tagen, daß er weniger
bekommt. Also fährt er den Stoffwechsel herunter, haushaltet sparsamer mit den
Kalorien und greift nicht mehr auf die Fettdepots zu.
Im Extremfall nehme ich nur noch 750 Kalorien am Tag zu mir, damit kommt
der Körper gerade noch zurecht, die lebenserhaltenden Systeme funktionieren
noch. Aber man ist schlaff, nicht leistungsfähig, mangelernährt, weil der Körper
essentielle Nährstoffe nicht mehr bekommt. Eine Notsituation. Deswegen wird
der Körper mit den paar Kalorien auch noch bis zu drei Monate haushalten, selbst
wenn wir wieder normal essen. Die Folge: Wir nehmen überproportional zu, der
Körper saugt sich richtiggehend voll, um für die nächste Notsituation gerüstet zu
sein.
COBURGER: Aber viele Diäten haben doch den Effekt, dass man nach ein paar
Tagen ein paar Kilo weniger auf der Waage hat und sich wieder besser fühlt,
oder?
FINK: Das mag sein, ist aber ein Trugschluss: Grundprinzip aller Blitz-Diäten ist
ja: Kohlenhydrate weglassen. Kohlenhydrate wiederum binden Wasser. Wenn
ich dann noch auf Salz verzichte, das ja auch Wasser bindet, habe ich schnell drei
Kilogramm verloren. Aber eben nur Wasser. Das bringt gar nichts. Im Gegenteil:
Wenn der Wasserhaushalt nicht stimmt, kommt der Stoffwechsel nicht in Gang.
Ich bin dehydriert, und die Muskulatur ist in einem schlechten Zustand – und ich
verbrenne kein Fett.
Fink ist Geschäftsführender Gesellschafter des
VitaDROM Fitnessstudios in Coburg.
60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
FIT IN DEN FRÜHLING
Gesponserter Beitrag
COBURGER: Warum leidet die Muskulatur?
7
Tipps
FINK: Wir haben ja nur einen Fettverbrenner im Körper, das sind die Muskeln.
Und mit einer Diät schwäche ich die Muskeln. Zum einen fährt der Stoffwechsel
herunter, der Körper lebt sparsamer, verbrennt also weniger, baut Muskulatur ab,
zum anderen bedient sich auch noch unser Gehirn an den Muskeln. Es braucht ja
täglich ca. 120 Gramm Glukose, also einfache Kohlenhydrate, um zu funktionieren,
wach, aufmerksam, konzentriert zu sein. Blöderweise aber kann der Körper aus
Fett keinen Zucker machen, sondern nur aus Muskelprotein. Großes und wirklich
ganz ernsthaftes Problem dabei: Weil ja auch unser Herz ein Muskel ist, schädige
ich mit einem Verzicht auf Kohlenhydrate auch noch unser wichtigstes Organ.
COBURGER: Also was empfehlen Sie?
FINK: Zunächst einmal muss man das Fett ja unterscheiden: Es gibt das
essentielle für den Körper, das er braucht, um zu wärmen, als Schutz. Dazu kommt
das unangenehme kosmetische Fett, das sind die eigentlichen Fettreserven für
schlechte Zeiten, am Bauch, am Oberarm, unter dem Po. Das gefährlichste aber
ist das überschüssige Fett: viszerales Fett und Bauchfett, das sieht man von außen
gar nicht, ist aber die Ursache aller sog. Zivilisationskrankheiten. Wenn ich dieses
Fett dauerhaft verbrennen will, muss ich mich bewusst ernähren, nicht asketisch,
und richtig trainieren. Es gibt ja einen alten Satz: „Fett verbrennt im Feuer der
Kohlenhydrate.“ Das Kraftwerk wiederum sind die Mitochondrien in den Zellen.
Und diese werden durch nichts so aktiviert wie durch Muskeltraining. Also: Ein
vernünftiger Kohlenhydrathaushalt, dazu dosiertes Muskeltraining. Mehr muss
nicht sein. Der reine Gewichtsverlust ist dabei nicht entscheidend: Muskeln sind
ja viel schwerer als Fett, haben eine viel höhere Dichte, aber ich kann eben nur
nachhaltig Fett verbrennen, wenn ich meine Muskulatur trainiere. Und nur dann
werde ich mich vital und attraktiv fühlen.
1
2
3
4
5
6
7
Muskeltraining
Genügend trinken
5-mal täglich kleine Mahlzeiten
65 % davon Kohlenhydrate, 20
bis 25 % Protein, 10 bis 15 % Fett
Zucker meiden
Kein sichtbares Fett essen
Langsam essen, unser Gehirn
meldet erst nach 20 Minuten:
satt
„Smoothies?
Obst ist gesünder und billiger.“
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 61
Advertorial
KÖRPERWELT
Das Pilates Loft
Eine Methode, die traditionell
und modern zugleich ist,
ein Training für den ganzen
Körper, ein Trainer mit
internationaler Erfahrung,
und das alles in einem Umfeld
wie in einer Metropole: Das ist
BROADWAY BODY – das neue
Pilates Loft in Rödental.
Klassisches Training und ein Traditionsgebäude zu
vereinen war das Ziel der Gründer Dr. Jens-Heinz
Wahner und Claus-Peter Wahner. Für das Studio
nämlich wurden eigens über 330 Quadratmeter
einer alten Fertigungshalle der ehemaligen
W.Goebel Porzellanfabrik aufwändig saniert. Ein
Loft wie in einer Megacity mit einem Blick ins
Grüne – schon diese Location ist einmalig.
International gefragter Trainer
Und das Training ohnehin. Jens Wahner
nämlich ist nicht nur der einzige vom Deutschen
Pilatesverband zertifizierte Trainer in der
Region, er blickt auch auf viel Erfahrung und
Ausbildungen auf höchstem internationalen
Niveau zurück: Mit acht Jahren ging er bereits in
Ballettinternat, mit 15 machte er sein Diplom. Er
absolvierte Ausbildungen zum klassischen Tänzer,
Sänger und Schauspieler in den Niederlanden, in
Hamburg und am Broadway Dance Center in New
York. Dort kam der Diplom-Bühnentänzer und –
Musicaldarsteller in Kontakt zu Pilatesmethode,
in der Stadt also, in der auch der Erfinder Joseph
Pilates jahrzehntelange wirkte. Jens Wahner
war sofort fasziniert und ließ sich zum Pilates-
Trainer ausbilden. Seither bildet er sich ständig
weiter und gibt sein Wissen auch international
in Meisterklassen weiter. Er unterrichtete in
renommierten Studios in Hamburg, Stuttgart und
München und jetzt hier in der Region, wo er sich
gemeinsam mit Claus-Peter Wahner den Traum
vom eigenen Studio erfüllte.
62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
FIT IN DEN FRÜHLING
Trainer Jens Wahner ist der einzige vom Deutschen Pilatesverband
zertifizierte Trainer in der Region. Der Diplom-Bühnentänzer und –
Musicaldarsteller absolvierte seine Ausbildung zum Pilates-Trainer unter
anderem in New York. Er verfü gt ü ber Unterrichtserfahrung und Lizenzen
in folgenden Fä chern: Pilates (Matten und Gerä tetraining), Tä nzerische
Frü herziehung, klassischer Tanz, Jazzdance, Modern (Cunningham/
Limon), Steptanz, Wirbelsä ulengymnastik, Aerobic, Dance Aerobic, BBP,
Flexibar, Cardio Workout und vieles mehr.
Regelmä ßiges Pilates-Training
verbessert die Beweglichkeit
stä rkt die Muskulatur
baut Stress ab
krä ftigt die Kö rpermitte
lindert chronische Rü cken- und Gelenkbeschwerden
verbessert Gleichgewicht und Koordination
verbessert die Ausdauer
formt eine schlanke Taille und Figur
regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an
steigert die Leistungsfä higkeit im Sport
sorgt fü r eine aufrechte Haltung
unterstü tzt die Rü ckbildung nach einer Schwangerschaft
steigert das Selbstbewusstsein
verbessert die Sauerstoffaufnahme
beugt Osteoporose vor
strafft das Bindegewebe
Madonna, Nowitzki und Jogis Jungs
Pilates ist ein Ganzkörpertraining, benannt nach
Joseph Pilates. Der gelernte Bierbrauer, Boxlehrer
und Erfinder führte in seiner Wahlheimat
New York ein erfolgreiches Fitnessstudio,
in dem viele Prominente trainierten. Heute
praktizieren Millionen Menschen auf der ganzen
Welt Pilates. Zum großen Erfolg beigetragen
hat sicherlich, dass Madonna, Uma Thurman,
David Beckham, Dirk Nowitzki, die deutsche
Fußballnationalmannschaft und viele andere
bekannte Persö nlichkeiten von dem Erfolg der
Pilatesmethode ü berzeugt sind.
Am besten online buchen
Eine Stunde Training ist im BROADWAY BODY
wirklich eine Stunde – und immer betreut von
einem Trainer. Das Training in der Gruppe auf
Matten kostet dann gerade mal 15, mit Geräten 18
Euro. Auch Personal Training alleine oder Zweit
ist möglich für 65 bzw. 85 Euro die Stunde. 10-
er Tickets und Monatsabonnements runden das
Angebot ab. Die Buchung einer Trainingsstunde
ist ganz einfach online möglich: Unter „Kursplan“
Account anlegen und den gewünschten Kurs
anklicken
Pilates für den ganzen Körper
Die Pilates-Methode ist ein sehr effektives
Kö rpertraining, das gesamte Muskelketten
gleichzeitig stä rkt und dehnt, um einen
ausgeglichenen und geschmeidigen Kö rper
zu schaffen. Alle Bewegungen gehen von der
Kö rpermitte aus und werden von ihr unterstü tzt.
Pilates bietet ein abwechslungsreiches und
stimulierendes Training mit ü ber 500 Ü bungen,
die teilweise mit oder ohne Gerä te ausgefü hrt
werden. Eine bewusste Atmung wird geschult
um den Kreislauf anzuregen und Verkrampfungen
abzubauen. Die Ü bungen kö nnen individuell
an jedes Fitness-Niveau angepasst werden, und
eignen sich daher auch fü r die Rehabilitation.
„Nach 10 Stunden fühlst
Du den Unterschied, nach
20 Stunden siehst Du den
Unterschied, nach 30 Stunden
hast Du einen neuen Körper.“
Joseph Pilates
Kontakt
BROADWAY BODY - Das Pilates Loft
Coburger Straße 7 (ehemals Goebel)
96472 Rödental
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 63
DAS AUTOJAHR 2018
Das Autojahr 2018
TRAUMAUTOS
Klar: Man möchte auch etwas vom „Elektro-Kuchen“
abhaben und endlich die Vormachtstellung von Tesla
beenden. In den nächsten zehn Monaten legen gleich
mehrere Autobauer die Karten in Sachen E-Mobilität
auf den Tisch. Aus Deutschland kommt, ja man muss
schon sagen endlich, Konkurrenz für Teslas Model
X. Die beiden Elektro-SUVs Audi e-tron quattro
und Mercedes EQC sollen dem amerikanischen
Tesla Model X quasi die Sicherungen ausschalten.
Besonders in Sachen Reichweite sind dann auch
deutsche E-Autos konkurrenzfähig. Beide sollen
rein elektrisch 500 Kilometer weit kommen. Doch
auch die ausländische Konkurrenz schläft nicht.
Aus dem Hause Ford und Jaguar werden auch neue
E-Autos auf dem Markt gebracht. Der Kampf um
den E-Auto Markt scheint eröffnet, was sich nach
üblichen Marktgesetzen auch auf die Preise der
Autos auswirken sollte. Damit das „E“ bald auch für
„erschwinglich“ steht.
Mindestens genauso unerschwinglich wie
Elektroautos aktuell ist - zumindest für die Meisten
- Porsche. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb
gibt es viele, die sehnlichst auf die Premiere des neuen
Porsche 911 warten. Die achte Generation glänzt
nicht nur mit neuer Optik, sondern auch technisch
ändert sich beim 992 so einiges. Doch eines bleibt
beim Alten – der neue 911 bleibt schnell, teuer und
für Viele ein Traum. Fast genau so fix unterwegs ist
man mit dem RS5 Cabrio von Audi, bei dem 450 PS
unter der Motorhaube stecken. In München schaut
man bei der Modelloffensive aus Ingolstadt nicht
untätig zu und bringt den neuen BMW 8er auf die
Straße.
Neben dem Buchstaben „E“ für Elektro spielt auch der
Buchstabe „A“ 2018 eine große Rolle. A wie A-Klasse
und A wie Alfa. 2018 kommt die neue A-Klasse in die
Autohäuser und will den Erfolg des Vorgängermodels,
der so gar nichts mehr mit der ersten Generation der
A-Klasse zu tun hatte, noch toppen. Alfa setzt mit
seiner neue Giulietta auf italienisches Design und
möchte sportliche Fahrer ansprechen. Ebenfalls neu
2018 sind der Peugeot 208, der Kia c'eed, der Mazda
3 und die kompakten PS-Monster Ford Focus RS500
und BMW M2.
Eines ist sicher: Das Autojahr 2018 wird heiß! Nach
Abgas- und Tierversuchsskandal sind die Autobauer
in der Pflicht, wieder positive Schlagzeilen zu
schreiben. Von klein bis groß, von der vermeintlichen
„Benzinschleuder“ ala Sportwagen bis hin zum
E-Auto – der Markt wird überschwemmt von
Neuigkeiten und Facelifts. Jetzt muss nur noch das
Budget zum Auto passen, damit das Traumauto nicht
immer ein Traum bleibt.
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUTOHAUS HERBERT GROSCH
Advertorial
Der neue CITROËN C3 Aircross
COMPACT SUV DER
NEUESTEN GENERATION
Vom Anfang 2017 vorgestellten Concept Car
C-Aircross inspiriert, setzt der neue CITROËN C3
Aircross die SUV-Offensive der Marke fort: Sein Stil,
der Originalität, Robustheit und Stärke miteinander
kombiniert, spiegelt die Gene der Marke und
Kernelemente des SUV Designs wieder.
DAS DESIGN
Mit seiner originellen, frischen und kraftvollen
Ausstrahlung ist der neue CITROËN C3 Aircross
eine echte Ausnahmeerscheinung unter den SUVs.
Sein Design vermittelt Schutz und Robustheit mit
einer hohen, kurzen Motorhaube. Sie wird vom
verchromten Doppelwinkel und der integrierten
LED-Lichtsignatur betont. Wie schon beim Concept
Car C-Aircross sind die hintersten Seitenfenster, je
nach Version, aus Polycarbonat mit einer farbigen
Folie überzogen. Sie erzeugen einen Jalousie-Effekt
und setzen einen starken grafischen Kontrast auf
Höhe der C-Säule.
DER INNENRAUM
Die hohe und durchdachte Architektur des neuen
CITROËN C3 Aircross Compact SUV verleiht ihm
eines der besten Platzangebote seiner Kategorie
und einen herausragenden Komfort: 5 Sitzplätze
mit reichlich Bein- und Kopffreiheit. Er besitzt ein
außergewöhnlich großes Kofferraumvolumen von
410 Liter. Dank der im Verhältnis 60/40 teil- und
verschiebbaren Rücksitzbanklehne kann es auf bis
zu 520 Liter vergrößert werden. Für noch mehr
Variabilität und eine Ladelänge von bis zu 2,40 Meter
kann selbst der Beifahrersitz umgeklappt werden.
MULTIMEDIA
Der neue CITROËN C3 Aircross bietet eine intuitive
Vernetzung. In einem eigenen Staufach in der
Mittelkonsole kann das Smartphone kabellos, d. h. per
Induktion aufgeladen werden. Darüber hinaus sind
mit der optionalen Mirror Screen Funktion inklusive
Apple CarPlay und Android Auto alle kompatiblen
Smartphone-Apps auf dem Touchscreen verfügbar.
FAHRERASSISTENZSYSTEME
Der neue CITROËN C3 Aircross ist aufgeladen mit
intuitiven Technologien, die für Gelassenheit und ein
gutes Sicherheitsgefühl am Steuer sorgen. Zentral
in der Mitte des Armaturenbretts angeordnet,
steht eine umfassende Palette an Fahrerassistenzund
Sicherheitsausstattungen gebündelt auf dem
Touchscreen zur Verfügung, die alle Fahrten sicherer
gestalten. Diese reichen vom Parkassistent über einen
Fernlichtassistent bis hin zum Notbremsassistent.
MOTOR & PREIS
Eine breite Palette hochmoderner und effizienter
Motoren der neuesten Generation verbindet
innovative Technologie mit der Aussicht auf
eine Flucht aus dem Alltag. Der SUV ist mit dem
Benzinmotor PureTech (82, 110 und 130) und dem
Dieselmotor BlueHDi (100 und 120) erhältlich.
Der Benzinmotor PureTech 110 ist mit einem
Automatikgetriebe EAT6 mit Stop&Start-Automatik
verfügbar, ein 6-Gang-Schaltgetriebe wird in
Verbindung mit den Motoren PureTech 130 und
BlueHDi 120 angeboten. Zu haben ist der C3 Aircross
ab 15.290,00 Euro.
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2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
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KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
POP, MUSICAL UND VOLKSMUSIK
Zwischen Musical und Volksmusik das Jahr bringt einiges an Abwechslung für die Musikfans in der Region.
Das legendäre norwegische Trio a-ha verlängert seine Electric Summer Tour
um neun Termine in Deutschland im Juli und August 2018!
a-ha sind weltweit eine der kultigsten Pop-Bands der 80er Jahre. Das mehrfach
mit Platin ausgezeichnete norwegische Trio gilt noch heute als wahrer Pionier in
Sachen Musik- und Videotechnologie und nur wenige Bands können es mit dem
Vermächtnis und der Langlebigkeit dieser Band aufnehmen. Auch bei der Electric
Summer Tour 2018 werden a-ha wieder das tun, was sie am besten können: Von
Herzen für ihre Fans performen. Im Gegensatz zur MTV Unplugged-Tour werden
sie im kommenden Sommer mit Band und Streichersektion ein volles Elektro-
Set spielen und sowohl altbekannte Hits als auch neues Material in sorgfältig
ausgewählten, deutschen Städten präsentieren.
A-HA
22. AUGUST I 20 UHR I SCHLOSSPLATZ COBURG
HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018
Über die anstehende Tour sagt Morten Harket: „Wir haben eine enge Beziehung
zu Deutschland und unseren Fans dort und haben auch Fans gesehen, die zu all
unseren Shows reisen und die wir herzlich willkommen heißen. Es ist aufregend,
draußen zu spielen und unsere Musik zu Orten zu bringen, die keine traditionellen
Arena-Tour-Orte sind. Wie immer wollen wir die Dinge immer auf eine neue Art
und Weise tun, damit die Dinge für unsere Fans aufregend bleiben. Wir freuen uns
sehr auf diesen Electric Summer!“
GREASE – DAS MUSICAL
10. APRIL I 20.00 UHR
BROSE ARENA BAMBERG
KASTELRUTHER SPATZEN
09. MÄRZ CONGRESS CENTRUM SUHL
10. MÄRZ BROSE ARENA BAMBERG
GREASE – wer kennt es nicht – ist DAS Musical schlechthin
und feiert in 2018 40jähriges Jubiläum des Films und
aktuell 45jähriges Jubiläum der Theaterproduktion, die ihre
Premiere am Broadway hatte und dort mit 3388 Vorstellungen
insgesamt siebeneinhalb Jahre lief.
Grund genug, die Liebesgeschichte zwischen dem coolen
Danny (Darsteller Alexander Jahnke) und der schüchternen
Sandy (Darstellerin Veronika Riedl) in einer neuen, modernen
Multimedia-Inszenierung auf Jubiläumstour zu schicken.
Alexander Jahnke (2. Gewinner der letzten DSDS Staffel) wird
schon jetzt als neuer John Travolta gehandelt und begeistert
die Produzenten mit seiner Performance. Bei den Auditions
war sich das Kreativ Team einig: „Alexander Jahnke ist für
GREASE ein Glücksgriff und wird den Danny Zucko, den
der junge John Travolta vor 40 Jahren im Film kreierte, jetzt
zurück auf die Bühne bringen.“ Die Figur der Marty wurde mit
Chanelle Wyrsch besetzt, die ebenfalls DSDS Teilnehmerin
und unter den Top 6 der letzten Staffel war. Im April ist
GREASE zu Gast in Bamberg, ein Muss für alle Musicalfans.
Die Kastelruther Spatzen sind wieder im Anflug! Sie sind der Inbegriff der Volksmusik, sie sind
einzigartig, sie sind ein Phänomen! Seit Anfang Januar 2018 sind die Kastelruther Spatzen mit
ihrem neuen Album auf Tournee!
Seit mehreren Jahrzehnten erfreuen sich die Kastelruther Spatzen ungebrochener Beliebtheit.
Als Botschafter der Verbundenheit zur Heimat und der Natur sowie ihrer Fähigkeit, sich mit ihrer
Musik und ihren Texten in die Höhen und Tiefen des Lebens, die Sehnsüchte und Sorgen ihrer Fans
einzufühlen, sorgen sie für unvergessliche Konzerterlebnisse. Die sieben Vollblutmusiker stehen
für Heimatliebe, Tradition, für die Freude am Leben und an der Musik. Ihre Evergreens, wie „Eine
weiße Rose“ oder „Tränen passen nicht zu dir“ sowie aktuelle Hits, wie „Die Sonne scheint für
alle“ oder „Heimat“ verleiten nicht nur zum stimmungsvollen Schunkeln und Mitsingen im Chor,
sondern berühren Herzen. Ein Konzertbesuch dieser Südtiroler Institution verspricht „Balsam für
die Seele“ – eine Reise in die Berge, ein Kurzurlaub in die Weite der Natur, nicht nur für die Ohren!
Mit ihrer unvergleichlichen Bodenhaftung, ihrer Menschlichkeit und Authentizität treffen sie den
Gefühlsnerv ihrer Fans. Die Superstars der Volksmusik, die selbst im Glanz des Rampenlichts
geerdet und heimatverbunden geblieben sind, umgibt eine starke generationsübergreifende
Anziehungskraft. Ihre Erfolge und Auszeichnungen sprechen für sich: Mehr als 80 Gold- und
Platinalben in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 13 Echos, 11 Kronen der Volksmusik,
fünf Goldene Stimmgabeln und zwei Edelweiß sind nur ein Auszug ihrer einzigartigen Karriere.
Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de
oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Dieter
Nuhr
hier,
nur
heute
Tickets zu Veranstaltungen im Kongresshaus erhalten Sie bei den örtlichen Tageszeitungen oder bei www.eventim.de
Kongresshaus Rosengarten, Berliner Platz 1, 96450 Coburg, Telefon: 09561 89-830, www.coburg-kongress.de
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
HIER WOHNTEN …
HIER WOHNTEN…
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
… SCHUSTER, METZGER
UND LEINEWEBER
Fast wie in Florenz fühlt man sich hier
oben im 3. Stock. Ringsherum windschiefe
Stadthäuser, rote Dächer und dazwischen
immer wieder ein Stückchen Himmel. Aus
einem der Fenster sieht man direkt auf das
üppige Salvatorportal mit der Christusfigur.
Die Fensterfront nach Süden lässt die kleinen
Räume erstrahlen. Und klein sind sie wirklich,
die Räume in dem grünen Häuschen in der
Salvatorgasse 1.
Auf einer Grundfläche von nur 40 Quadratmetern
steht das Haus, dessen Grundmauern auf das Jahr
1404 zurückgehen. Zwischenzeitlich beherbergte
es 15 Bewohner. Und dies mit nur einer Toilette,
die sich zudem noch im Treppenhaus befand.
Bemerkenswert. Nichts erinnert heute bei dem
mit einer Stadtbild-Medaille ausgezeichneten
und liebevolle restaurierten Gebäude mehr an die
düsteren, verrußten Räume, die hier im Mittelalter
verschiedene Handwerksberufe beherbergten.
Egal ob Leineweber, Schuster oder Metzger. Eng
und stickig muss es hier dereinst zugegangen sein.
Schließlich lebten und arbeiteten die Handwerker
mit ihren Familien zu dieser Zeit unter einem Dach.
Und nicht nur das. Die Häuser waren Werkstatt,
Wohn-, Geschäfts- und Speicherhaus. Auch einen
Kamin im heutigen Sinne besaßen diese erst zu
späterer Zeit. Üblich war eine offene Feuerstelle –
natürlich ohne Rauchabzug. Entsprechend schlecht
war die Luft. Unten also Arbeitsstelle, in den oberen
Etagen wurde gewohnt. Immer wieder wurde das
Gebäude den Lebensbedingungen der Menschen
angepasst. Im 18. Jahrhundert stockten die Besitzer
ein weiteres Geschoss auf. Im 19. Jahrhundert kam
ein schmückendes Zwerchhaus dazu. In den 1960er
Jahren wurde gar eine Garage angebaut. Im Jahre 2014
war das Handwerkerhäuschen eigentlich eine Ruine.
Es stand seit vielen Jahren leer, seit Jahrzehnten
kümmerte sich keiner um die Instandhaltung. Und
dennoch wagten es Sabine und Frank Zeitner, und
kauften das kleine Häuschen direkt am Eingang
zum Salvatorfriedhof. Ob es ein Zufall war, dass
der Hausherr bei der ersten Begehung im 3.Stock
einen Strick entdeckte, der vom Dachbalken hing?
Heute kann Frank Zeitner darüber lachen. Die
Sanierung verschlang viel Zeit und viel Geld. Und
ohne die Fachkenntnisse von Sabine Zeitner, die in
einem Architekturbüro arbeitet, wäre das Ergebnis
vielleicht nicht so hübsch ausgefallen. Aber es hat
sich gelohnt. Die kleinen schmucken Eckchen und
Winkel. Die Holztreppe, die im Originalzustand
erhalten werden konnte. Die schiefen Fenster, die
von alleine aufgehen, wenn man den Hebel löst. Die
Ausblicke auf markante Stadtbilder. Die wertvollen
Balken aus dem 16. Jahrhundert. Allein die
Restaurierung einer Balkendecke kostete ein kleines
Vermögen. Die Bohlenstube aus dem Spätmittelalter
war ein besonderer Raum. Nicht nur aufgrund der
Tatsache, dass das hierbei verwendete Holz auf das
Jahr 1594 datiert werden konnte. Diese gute Stube
hatte eine Art Heizung. Zur damaligen Zeit höchster
Luxus. Man geht davon aus, dass die Befeuerung eines
Ofens im Treppenhaus die Wände derart aufheizte,
dass diese Bohlenstube im 1.Stock tatsächlich mit
geheizt werden konnte. Ein bisschen Gemütlichkeit
im harten Handwerkerdasein.
Heute freut sich die junge Mieterin über ihre hübsche
rote Balkendecke in ihrer kleinen, feinen Wohnung.
Erstaunlich, was man auf weniger als 5 mal 8 Metern
alles unterbekommt, wenn man gut plant. Nämlich
ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Schlafzimmer und
ein Bad. Und auch die Mieterin im 2. und 3. Stock ist
ganz verliebt in ihre Miniaturwohnung, die dennoch
alles beherbergt, was man zum Leben braucht.
Und besonders schön ist es außerdem noch hier.
Mitten in der Stadt. Über den Dächern Coburgs. In
einem wieder belebten Handwerkerhäuschen in der
Salvatorgasse. Früher nannten sie die Einheimischen
Totengasse. Denn hier mussten die Leichenzüge
durch, die zum Friedhof zogen. Aber das ist zum
Glück lange her.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 71
HIER WOHNTEN …
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
SCHUSTER, METZGER UND LEINEWEBER
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
Advertorial
GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.
Coburg zuliebe – Aus Liebe zu Coburg
DER VEREIN
„GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.“
Coburgs Architektur ist so vielseitig wie seine
Geschichte - die Häuser der Stadt Zeugnisse
verschiedenster Epochen. Ein Spaziergang durch
Coburg gleicht einer Zeitreise. Bürgerhäuser,
herzogliche Bauten, Neugotik, Gründerzeitvillen,
Fachwerkcharme, Bauhaus. Ein wahrer Schatz,
sichtbar für alle, Tag für Tag. Das gilt es zu erhalten.
Darum kümmert sich der Verein „Gemeinschaft
Stadtbild Coburg e.V.“. Gerade in den letzten
Jahren sind viele Projekte mit finanziellen Mitteln
in Millionenhöhe gefördert worden.
Für den Vorsitzender Dr. Hans-Heinrich Eidt ist seine
Tätigkeit für den Verein manchmal „ein Vollzeitjob“,
wie er lachend sagt. Anträge bearbeiten, beraten,
Angebote einholen, die Öffentlichkeit informieren. Er
aber tut es gerne, genau wie alle, die sich im Vorstand
und als Mitglieder dem optischen Bild Coburgs
verschrieben haben. Ihnen geht es um Schönheit,
um Ästhetik - aber vor allem geht um Identität, um
Heimat.
Das Gesicht einer Stadt wandelt sich im Laufe der
Jahrhunderte. Wie das Gesicht eines Menschen
wird es geprägt durch die Erlebnisse in den
verschiedenen Altersstufen bzw. Epochen. Nicht
nur denkmalgeschützte Bauten prägen dabei das
Gesicht einer Stadt. Dem Großteil des historischen
Baubestandes, den anonymen Häusern, fehlt der
Eigenwert einer Sehenswürdigkeit. Trotzdem sind
sie für die Atmosphäre einer Stadt, für die Gestaltung
der Straßen und Platzräume ebenso wichtig wie die
wenigen Denkmale von besonders hervorgehobener
Bedeutung.
Dabei hatte Coburg Glück: Zerstörungen durch
Krieg und Nachkriegsereignisse gingen an der
Stadt Coburg weitgehend vorbei. Sie konnte ihre
Identität retten. In den 70er Jahren aber erfasste
Bürger und Wissenschaftler die Sorge um den Verlust
der Identität deutscher Städte. Diese Gefahren
bestanden und bestehen auch in Coburg, das in den
60er Jahren nach dem Wunsch vieler Planer und
Entscheidungsträger mehr und mehr "modernisiert",
d. h. aber gleichgemacht werden sollte. Coburg
drohte seine Unverwechselbarkeit zu verlieren.
Deswegen wurde die „Gemeinschaft Stadtbild
Coburg e.V.“ 1973 gegründet, weil aktive Bürger,
Senioren und Jugendliche erzürnt waren über die
Verantwortlichen der Stadt, die ohne Rücksicht
auf das Stadtbild abbrechen ließen, was einer
vermeintlichen „Modernisierung“ im Wege stand: die
Spindler-Villa, den Hofbräu-Saal, den Torturm über
der Schwarzen Allee, den „ Bären“ in der Spitalgasse
und eines der drei Jugendstilbäder in Bayern, das
Ernst-Alexandrinen-Bad.
Heute haben sich die Verwaltung und auch der
Stadtrat die Ideen der Gemeinschaft teilweise zu
Eigen gemacht haben. Doch auch heute achtet die
Gemeinschaft Stadtbild Coburg bei der Abwägung
zwischen Stadterhaltung und Denkmalschutz
einerseits und der Wirtschaftlichkeit andererseits
sehr genau darauf, dass der Wert des erhaltenswerten
Stadtbildes berücksichtigt wird.
Der Verein unterstützt mit Mitteln des Coburger Unternehmers
Michael Stoschek und seiner Schwester Elisabeth Volkmann
Sanierungsmaßnahmen in Coburg. Bislang liegen 246
Förderanträge vor, etwa 120 Projekte sind bisher unterstützt
worden mit Beträgen zwischen 500 Euro und 70 000 Euro.
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUS LIEBE ZU COBURG
Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild
Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie
vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer
Reihe „Hier wohnte“.
DAS MACHT DER VEREIN
Denkmalspflege und Stadtbildgestaltung
Allgemeine Informationen über
Denkmalspflege
Prämierung herausragend renovierter und
sanierter Gebäude und Fassaden jeweils
zusammen mit der Stadt
„Stadtbildfahrten“ zu Städten, die
vergleichbare Vereine haben.
Kritische Leserbriefe und Stellungnahmen
zu Eingriffen ins Stadtbild.
Als Träger öffentlicher Belange
Stellungnahmen zu Bauvorhaben und
Bebauungs- und teilweise auch Bauplänen.
Unterstützung von Renovierungsprojekten
denkmalwürdiger oder stadtbildprägender
Gebäude in Coburg mit finanziellen
Mitteln des Coburger Unternehmers
Michael Stoschek und seiner Schwester
Christine Volkmann. Die beiden hatten die
Reste ihrer Millionenspende an die durch
den Brand in der Herrngasse geschädigten
Bürger der Gemeinschaft überlassen
– insgesamt über 4 Millionen Euro. Je
bedeutender das Gebäude für das Stadtbild
ist und je förderwürdiger die finanziellen
Verhältnisse des Eigentümers sind, desto
größer die Förderung. Der größere Teil
einer Investition sollte dabei immer vom
Bauherrn selbst kommen
Ansprechpartner ist Dr. Hans-Heinrich Eidt,
der erste Vorsitzende des Vereins.
Interessierte Mitglieder und Bürger können
jeweils am zweiten Montag im Monat an der
„Stadtbildrunde“ im Hexenturm ab 19.00
Uhr teilnehmen.
Mehr Informationen unter
www.stadtbild-coburg.de
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Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises
für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 75
Gesponserter Beitrag
DONALD RAY POLLOCK – „DIE HIMMLISCHE TAFEL“
Buchempfehlung
Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:
Donald Ray Pollock, der Autor der mit dem Deutschen Krimi Preis 2017 ausgezeichneten Gangsterballade
„Die himmlische Tafel“ ist für mich eine der Entdeckungen der letzten Jahre. Als Spätberufener ist er mit
nur einem Kurzgeschichtenband und zwei Romanen zu einer der aufregendsten literarischen Stimmen
der USA geworden.
Um es vorweg zu nehmen: „Die himmlische Tafel“ ist kein Roman für zarte Gemüter. Hier wird gemordet
und geraubt, gesoffen, gehurt und geflucht – so bildhaft beschrieben, dass die Lektüre eine wahre Freude
ist. Ein Buch wie ein Film von Quentin Tarantino oder den Coen-Brüdern: heftig, spannend, mit schwarzem
Humor und teils schrägen Charakteren …
Der Lohnfarmer Pearl Jewett, inspiriert von einer Begegnung mit einem eigenartigen Wanderprediger,
ist fest entschlossen, sich seinen Platz an der himmlischen Tafel durch ein entbehrungsreiches Leben
auf Erden zu sichern. Mit harter Hand zwingt er seine drei Söhne (einer einfältig, einer klug und einer ein
gefährlicher Hitzkopf) jeden Morgen aufs Neue in ihr mieses Schicksal als billig abgespeiste, über den
Tisch gezogene Tagelöhner ohne jedwede Perspektive.
Taschenbuch, Klappenbroschur,
432 Seiten:
ISBN: 978-3-453-67715-9
10,99 Euro
Als der Vater überraschend stirbt, beschließen die Söhne – ihrerseits inspiriert durch einen Groschenroman,
der das gewalttätige Leben des Bankräubers „Bloody Bill Bucket“ glorifiziert - den väterlichen Pfad der
Tugend zu verlassen und den Weg zur himmlischen Tafel durch zeitnahe irdische Erfüllung abzukürzen.
Dabei ist ihnen jedes Mittel recht und es kommt, wie es kommen muss: Bald schon geht der erste Mord
auf das Konto des Trios, raubend und plündernd ziehen Sie durch den Süden der USA. Auf Ihrer Odyssee
treffen Sie auf Räuber, Huren und Latrinenputzer, auf Soldaten, Zirkusleute und einfache Farmer.
Viele dieser teils skurrilen Figuren wirken wie einem Panorama der derzeitigen amerikanischen Gesellschaft
entsprungen und wie Donald Ray Pollock diese Charaktere beschreibt ist ganz großes Kino: direkt und
schnörkellos, gewürzt mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors und dabei so bildhaft, dass das
„Kopfkino“ mit der ersten Zeile beginnt.
Inhaltsangabe
„Die Prosa von Donald Ray Pollock
ist hartgesotten und zugleich von
grausamer Schönheit“
The New York Times
Georgia, 1917. Der Farmer Pearl
Jewett will sich durch seine Armut auf
Erden einen Platz an der himmlischen
Tafel verdienen – und seine drei
Söhne darben mit ihm, ob sie wollen
oder nicht. Nachdem Pearl von den
Entbehrungen ausgezehrt stirbt,
müssen sich die jungen Männer
allein durchs Leben schlagen. Auf
gestohlenen Pferden und schwer
bewaffnet plündern sie sich ihren
Weg durchs Land ...
Donald Ray Pollock
Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-
Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die
Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an.
Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle,
zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte
er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb
sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein
literarisches Debüt, der von der amerikanischen Presse
gefeierte Erzählband »Knockemstiff«. Donald Ray Pollock lebt
mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.
© ©Patsy Pollock
76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
VORSCHAU
Foto: www.wikipedia.de
Mike aus dem Bayerwald
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER
DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER
ASCHENPUTTEL
LA CENERENTOLA
Oper von Gioacchino Rossini
MUSICAL-MEISTERWERK
HIGH SOCIETY
Musical von Cole Porter
A DARUM GEHT ES
Der Inhalt der Oper basiert auf dem Märchen
Cendrillo (Aschenputtel) aus der Sammlung von
Charles Perraults, aus welcher jedoch alle Elemente
von Phantastik und Magie entfernt wurden. Die böse
Stiefmutter, die in anderen Fassungen des Märchens
bereits durch einen Stiefvater ersetzt wurde, ist hier
ein verarmter Adliger. Die Rolle der Fee übernimmt
der Lehrmeister des Prinzen, Alidoro. Der vom
Prinzen zu suchende Pantoffel wurde durch einen
Armreifen ersetzt.
B WO UND WANN SPIELT ES
Die Uraufführung von La Cenerentola erfolgte am 25.
Januar 1817 im Teatro Valle in Rom.
C WAS ERWARTET MICH
Schon in der Ouvertüre wird deutlich, dass der
Komponist an Klassizismus denkt und italienischen
Karneval liefert. Wenn nach der puristischen
Orchestereinleitung ein ebenso freudiges wie
geheimnisvolles Springen und Hüpfen anhebt, sieht
man die Festgemeinde förmlich die Masken aufsetzen
und zum nächsten Ball marschieren. Ironie und
tiefere Bedeutung fliegen dann angeheitert vorüber,
obgleich das Märchen anders klingt, als wir es in
Deutschland kennen: Der berühmte Schuh ist ein
Armreif und die gute Fee ein Philosoph. Das tut
dem Spaß aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es
öffnet dem Betrachter und der Regie wundervolle
Spielräume und doppelte Böden. Die böse Mutter,
die fiesen Schwestern: Nie kamen sie so leichtfüßig
daher wie in dieser Aschenputtel-Fassung. Doch
Rossini wäre nicht Rossini, wüsste er nicht, wie er
ihnen ein Bein stellen könnte. Schadenfreude? I
wo! Schließlich folgt meist sogleich eine so schöne
Arie, dass man all die kleinen Bosheiten gar nicht so
wichtig nehmen kann. Und wer von uns mag schon
an der Menschheit verzweifeln, wenn sie doch in der
Lage ist, so schön zu singen?
D WANN
Premiere und die ersten Aufführungen waren Anfang
Februar. Weitere Aufführungen sind geplant für den
20. und 25. Februar und im März (15., 23., 25., 29.)
jeweils 19:30 Uhr, nur am 25.2. und am 25.3. um
15 Uhr.
A DARUM GEHT ES
Die Handlung des Musicals entspricht im
Wesentlichen der des Films: Die schöne und
hochmütige Tracy Lord fiebert mal wieder ihrer
bevorstehenden Heirat entgegen – und fragt sich nur
im Stillen, ob sie ihren Zukünftigen nicht doch etwas
langweilig findet. Indes hält sich die Anteilnahme
an dem freudigen Ereignis im Hause Lord ohnehin
in Grenzen: Der Vater weilt fern in den Armen
einer Tänzerin, die Brautmutter verbreitet emsig
umherflatternd nur Konfusion, der Onkel frönt als
Gastgeber der Feierlichkeit vor allem seinem Hang
zum Gin und zum Küchenpersonal und die Schar
der Dienstboten beobachtet indigniert das Treiben
ihrer Herrschaft. Die kleine Schwester schwärmt für
Tracys geschiedenen Mann Dexter Haven und würde
die beiden am liebsten wieder zusammenbringen.
Wie peinlich für alle Beteiligten, als Dexter
tatsächlich überraschend auftaucht! Die friedliche
Familienfeier scheint durch neu aufflammende
Gefühle gefährdet. Zu allem Überfluss treten auch
noch zwei Klatschreporter auf den Plan, um über
die neuesten Skandale der so genannten besseren
Gesellschaft zu berichten. Jetzt muss der leider etwas
vergessliche Onkel den abwesenden Brautvater
mimen – just in dem Moment, als dieser nach Hause
zurückkehrt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Tracy
mit Mike, einem der beiden Reporter, anbändelt.
Die Party gerät bald völlig aus den Fugen: In der
Sommernacht verfolgen die alkoholisierten Gäste
einander durch den Lordschen Park, und Tracy und
Mike landen gemeinsam im Swimmingpool...
Am nächsten Morgen herrscht allgemeiner
Katzenjammer. Der brüskierte Bräutigam sucht
das Weite. Aber da Tracy endlich ihren seelischen
Panzer durchbricht und ihre Liebe zu Dexter
eingesteht, kann zum glücklichen Ende doch noch
eine Hochzeit stattfinden.
B WO UND WANN SPIELT ES
Als 1997 der Film "High Society" als Musical in San
Francisco auf die Bühne kam war der Erfolg schon
vorprogrammiert: die bekannte Liebesgeschichte
im Umfeld der oberen Zehntausend verbunden
mit den unsterblichen Melodien Cole Porters
garantierten allein einen swingenden Musicalabend
der Extraklasse.
C WAS ERWARTET MICH
Cole Porters Musik macht diese Komödie zu
einem Edelstein. Das wurde nicht zuletzt durch die
Verfilmung mit Grace Kelly, Frank Sinatra und Louis
Armstrong in den 1950er-Jahren klar. Als bei den
Londoner „Proms", den sommerlichen Konzerten
der BBC, vor wenigen Jahren ein schmächtiger
Dirigent namens John Wilson auftauchte, wurde
dieser Edelstein neu aufpoliert. Wilson hatte die Idee,
die in den 1960er-Jahren geschredderten Original-
Partituren der großen MGM-Filmmusicals wieder zu
beleben und hörte die Musik einfach von den alten
Tonspuren ab – Ton für Ton. Herausgekommen sind
wahre Musical-Meisterwerke, die dazu inspirieren,
Stücke wie „High Society" neu zu entdecken. Der
Broadway Oberfrankens nimmt sich jetzt also
zur zweiten Renaissance des Stoffes dieses hell
funkelnden Musik-Edelsteins an. In ihm spiegeln
sich Hits wie „True Love", „I love Paris" oder „Let's
Misbehave". Viel Vergnügen!
D WANN
Die Premiere des Musicals findet am 24. Februar
statt. Weitere Vorstellungen finden im März (1., 2., 7.,
8., 13., 16., 31.) und April (4., 8., 14.) statt. Auch im
Mai, Juni und Juli wird das Musical im Großen Haus
gespielt.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
G A L E R I E
PETER ACHTZEHN
SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
Peter Achtzehn wurde in Coburg geboren. Er
lebte in München, New York und Paris und
arbeitete als Moderator, unter anderem bei
Peters Pop Shop im Bayerischen Fernsehen,
als DJ unter anderem im Studio 54 in New York,
war A&R-Manager in der Musikindustrie (u. a.
Madness und Kid Creole), Booking Agent für
Internationale Top-Models bei Dominique
Gallas und schließlich Fotorepräsentant für
viele internationale Künstler. Schließlich
gründete er die TOP Fotoagentur mit eigenem
Atelier und internationalen Künstlern. Heute
lebt Peter Achtzehn wieder in Coburg. Seine
Bildersammlung umfasst Fotografien von
Mondino, Michelle Comte, Marc Hispard,
Peter Lindbergh und anderen namhaften
Künstlern. Einige dieser Schwarz-Weiß-
Aufnahmen mit den Portraits von Weltstars
sind seit einigen Wochen in der Sonderbar in
Coburg zu bewundern. Also am besten mal
vorbeischauen.
www.photo-artstudio.de
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 79
GALERIE – PETER ACHTZEHN
80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
GALERIE – PETER ACHTZEHN
82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 83
SCHATZSUCHE 2018
Das Rätsel Für die Region präsentiert von
SECHSMAL
1000,- EURO
ZU GEWINNEN!
Für Coburgversteher und
solche die es werden wollen
Sie geht weiter: Die SCHATZSUCHE 2018.
Miträtseln, Spaß haben, gewinnen.
Wie immer – und doch anders
Rätselfreunde, Knobelfans, Grübler, Googler und ein wenig auch Coburgversteher
– freut Euch: die Schatzsuche, das Rätsel der Region geht weiter. Wieder mit
Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels, wieder gemeinsam mit
iTVCoburg, wieder sechsmal mit Gutscheinen und Bargeld in Höhe von jeweils
1000 Euro, aber doch ein wenig anders: Hinweise zu den Fragen gibt es ab sofort
schon in jedem COBURGER rechtzeitig vor dem Beginn der Schatzsuche,
außerdem habt Ihr zur Lösung eine Woche mehr Zeit – und Ihr solltet Euch die
iTVCoburgApp herunterladen, kostenlos, versteht sich. Dort nämlich wird immer
ein entscheidender Hinweis zu finden sein.
84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
Und so geht’s 2018 – ganz einfach:
Die Schatzsuche findet sechsmal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es um Preise
im Wert von 1000 Euro.
Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen
COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Mitte
Februar, Anfang April, Mitte Juni, Ende Juli, Anfang Oktober, Anfang Dezember.
Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils
ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des
COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-
Wochen: 03. bis 09. März, 21. Bis 27. April, 23. Bis 29. Juni, 18. Bis 25. August,
20. Bis 26. Oktober, 08. Bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten.
Aus den sieben Antworten kommt Ihr dann mit dem abschließenden Hinweis
auf der iTVCoburgApp auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Diesen dann
per Mail an hegen@coburger-magazin.de mailen, dazu habt Ihr immer etwa eine
Woche Zeit.
Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Jeweils Preise im Wert
von 1000 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen ab 16 Jahre. Der
Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr Gewinnen, stimmt Ihr mit der
Teilnahme zu. Wir wollen doch allen Lesern und Zuschauern zeigen, wer dieses
Mal schlau war – und auch noch Glück hatte.
Ihr benötigt also
zum Miträtseln nur:
Und hier die sieben Hinweise für die sieben Fragen der
ersten Schatzsuche 2018 vom 03. bis 09. März. Dann
könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten:
1 Ende 2017 haben Coburger mächtig aufgehübscht.
2 Keine Kapazitäten mehr, also machte man sich auf die Suche nach
einem Ort in Coburg.
3 Er sah unter anderem einen Engel und sprang von einer Klippe.
4 Groß aufgespielt, futuristisch und in der virtuellen Welt.
5 Seit etwas mehr als 11 Jahren unterwegs in Coburg.
6 Sie waren über mehr als ein halbes Jahrhundert eins, doch dann
trennten sich die Wege.
7 1 Millionen Euro, das ist viel Geld für einen Menschen.
Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage unserer ersten Schatzsuche
am Samstag, den 3. März um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den
Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg.
Ach ja, und hier noch unsere Gewinnerin der letzten Schatzsuche 2017:
Glückwunsch an Caro Miholic aus Weitramsdorf. Sie hat Gutscheine im Wert von
900 Euro und dazu Bargeld in Höhe von 400 Euro gewonnen – weil Weihnachten
war. Die Lösung war der Satz „Zwischen den Jahren“. Alle Fragen, alle Antworten
von damals auf www.coburger-magazin.de
Unsere Sponsoren 2018 u.a.:
Jeweils den neuen COBURGER gedruckt
oder online unter www.coburger-magazin.de
alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder
iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App
Dann noch Freude am Rätseln und Glück.
Das war es – viel Spaß.
Viel Spaß & viel Erfolg
beim Rätseln …
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
COBURGER | DAS MAGAZIN 85
IN EIGENER SACHE
IN EIGENER SACHE
COBURGER-ABO
DIE IDEALE GESCHENKIDEE
Wir freuen uns darüber, andere ärgern sich:
Der COBURGER an den rund 200 gehobenen
Verteilstellen in Stadt und Landkreis Coburg ist
immer schnell vergriffen. Doch es gibt einen einfachen
Weg, sich jedes Mal seine Ausgabe vom COBURGER
zu sichern – und bequemer als der Fußmarsch in die
Stadt ist dieser Weg auch: Einfach den COBURGER
abonnieren, dann kommt er sechsmal per Post nach
Hause, und das für nur 30 Euro – im ganzen Jahr!
Dazu einfach reinklicken auf www.coburgermagazin.de/abo
und bestellen. Im Übrigen ist das
COBURGER-ABO auch eine ideale Geschenkidee
für alle Coburger, die nicht mehr in Coburg leben,
aber dennoch nicht auf die besten Stories und Fotos
aus ihrer Heimatstadt verzichten wollen.
www.hoernlein-feyler.de
Kasernenstraße 14 • 96450 Coburg
T. 09561/80110
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Wir setzen auf Spezialisierung.
Wolfgang Hörnlein
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Fachanwalt Versicherungsrecht
Fachanwalt Verkehrsrecht
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Mediatorin (univ.)
Zert. Testamentsvollstreckerin
Heidi Schüler
Fachanwältin Verwaltungsrecht
Volker Albrecht
Fachanwalt Sozialrecht
Fachanwalt Strafrecht
Frank Sitte
Fachanwalt Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Eva Grabolus
Fachanwältin Familienrecht
Julia Gremmelmaier
Rechtsanwältin
Dr. Thomas Kunze
Fachanwalt Verkehrsrecht
ADAC-Vertragsanwalt
Dr. Wolfgang Hacker
Fachanwalt Medizinrecht
Lutz Lindner
Fachanwalt Arbeitsrecht
Fachanwalt Verkehrsrecht
Karoline Hartwig
Fachanwältin Familienrecht
Diese Kanzlei ist nach
ISO 9001:2008 zertifiziert für
anwaltliches Dienstleistungsund
Kanzleimanagement.
86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
PREMIUM PARTNER 2018
DANKE FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT
Wir freuen uns über alle Kunden, die den
COBURGER für Ihre Werbebotschaft nutzen. Der
COBURGER verfolgt den Anspruch einer hohen
inhaltlichen, optischen und haptischen Qualität,
er wird gelesen, gesammelt, wertgeschätzt. Jeden
Tag arbeitet das Team des COBURGER an diesem
Ziel. Als Leitmedium für die Region dient der
COBURGER vor allem der hochwertigen und
qualitätsorientierten Geschäftswelt in Coburg Stadt
und Land damit als wertiges Umfeld für deren
Dienstleistungen, Produkte, schafft Wahrnehmung
für deren gesellschaftliches Engagement und
Lebensleistungen. Viele dieser Geschäftskunden sind
zu PREMIUM-PARTNERn geworden.
Dafür bedanken wir uns. Wer auch Interesse
an diesem Status hat, Informationen über die
Vorteile gibt es unter www.coburger-magazin.
de/premium-partner. So sind beispielsweise in
unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials
inklusive. Für eigene Stories, Bilder, Leistungen, die
es wert sind, erzählt zu werden. Und neu in 2018:
Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der
COBURGER einen 2-4-minütigen Filmbeitrag im
Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer Länge
auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf
unserer Webseite coburger-magazin.de zu hören sein
wird.
DAS ONLINEMEDIUM
… FÜR DIE VESTESTADT
Der COBURGER gedruckt, jetzt schon die 25.
Ausgabe, gehört zur Vestestadt wie die Bratwurst oder
die Coburger Schmätzchen. Doch alle Geschichten
aus dem COBURGER gibt es seit über einem Jahr
darüberhinaus auch virtuell.
Unter www.coburger-magazin.de finden Sie alle
Geschichten, alle Fotos – einzeln und auch als
Blätterbuch. Bei uns ist dieses Angebot übrigens
kostenlos! Ob auf dem heimischen Rechner, dem
Tablet oder dem Smartphone. Gerne können
Sie unsere Geschichten auf diese Weise auch mit
anderen teilen, verlinken, verschicken, wir freuen
uns darüber. Außerdem finden Sie auf unserer
Homepage auch alte Ausgaben zum Nachbestellen,
die Schatzsuche, die Verteilstellen und vieles mehr.
Und wenn Sie mitdiskutieren möchten, dann geht
das am besten und direktesten über facebook.com/
CoburgerMagazin. Also werden Sie doch unser Fan,
das freut uns ganz besonders.
IN EIGENER SACHE
Und das sind bisher unsere
PREMIUM-KUNDEN 2018:
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Autohaus Willy Ernst
Baugesellschaft Otto Hauch
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Broadway Body GmbH
Buchhandlung Riemann
Citroen Grosch
Coburg Stadt und Land aktiv
Engel & Völkers
Frische-Center Wagner
IHK zu Coburg
iTVCoburg
Kongresshaus Rosengarten
Landestheater Coburg
Lasco Umformtechnik
Optik Müller
ROB – Roberto Bauer Herrenmoden
Schumacher Packaging
Sparkasse Coburg – Lichtenfels
Tourismus & Stadtmarketing/
Citymanagement Coburg
Studio Freese
SÜC
süc//dacor
Thomas Bittorf tb.legal
Veranstaltungsservice Bamberg
Vitadrom
Von Poll Immobilien
VR-Bank Coburg
JETZT AUCH ZUM HÖREN
COBURGER ALS PODCAST
Lesen bildet, sagt der Volksmund – hören aber auch.
Deswegen gibt es die wichtigsten Stories aus dem
COBURGER ab sofort als Podcast.
Also reinklicken auf www.coburger-magazin.de,
downloaden und dann bequem auf der Autofahrt, bei
der Hausarbeit, beim Joggen oder ganz einfach so die
aktuellsten Stories hören, Portraits, Kommentare,
Service, unsere Sonderthemen. Sie haben die
Auswahl.
IMPRESSUM
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 25 / Februar 2018
Sechster Jahrgang
Auflage 3500 Stück
www.coburger-magazin.de
Verlag:
markatus | markantes marketing
Mohrenstr. 31
96450 Coburg
Telefon 0 95 61 / 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Autoren dieser Ausgabe:
Heidi Schulz-Scheidt
Benedikt Dellert
Wolfram Porr
Chris Winter
Wolfgang Weiß
Fotografen dieser Ausgabe:
Sebastian Buff
Layout/ Illustrationen:
Axel Straubinger
Titel-Illustration:
Sebastian Buff
„Coburg im Winter“
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
markatus | markantes marketing
Anzeigenvertrieb:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018
Druck:
DCT GmbH
www.dct.de
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.coburger-magazin.de
Preis inkl. Verpackung und Versand
innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
MONACO FRANKE
Momentan rotzen ja alle widder recht umanander. Bazillenschleudern, wo man
hieschaut! Es wird gehustet und genossen – Xundheit! – die Viren und Bakterien
haben es sich an Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln
gemütlich gemacht, als hätten sie Vollpension in einem Wellnesshotel gebucht!
Fast jeden hat’s schon erwischt. Sie aa, gell?! Irgendwann hilft auch ka Schwitzkur,
ka Zink und ka Viddamin C mehr. Wenn die Mandeln erstmal rot sind, die
Nebenhöhlen dicht und die Nase zu ist, dann muss man da durch! Zu Risiken und
Nebenwirkungen der Medikamente fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker … oba
fei auf goar kann Fall die Fraa, gell! Weil die eh immer findet, dass wir Männer uns
ned so anstellen sollen. Dabei ist inzwischen erwiesen: Männer leiden zwar mehr,
empfinden aber auch mehr Schmerzen. Also von wegen „Männerschnupfen“!
Manchmal ist die Wissenschaft also auch amoll zu was nütze!
Wie hat scho Monacos Vadder früher immer g’socht? „Die beste Krankheit taugt
nix“, und Recht hat er g’habt! Es reicht ja schon, dass einen fortna der Arbeitgeber,
die bleeden Leit‘ und die Politiker schier krank machen! Do brauch ich ned aa
nuch a Erkältung oder goar a ausgewachsene Gripp’n!
Oder etwa nicht? Man kann ja schon Kopfschmerzen kriegen, wenn man sich die
extrem schwierige und langwierige Regierungsbildung in Berlin anschaut. Erst
hat die FDP „Jamaika“ platzen lassen, um nicht an der berüchtigten, meist vier
Jahre dauernden Merkelitis zu erkranken. Danach musste die SPD eine 180-Grad-
Wende mit Doppel-Schulz und dreifacher Nahles-Schraube hinlegen, um dann
doch wieder mit der Union über eine neue „GroKo“ zu verhandeln. Für viele an
der Parteibasis kam das einer Ansteckung von einer Sekunde auf die andere gleich
– quasi ohne Inkubationszeit! Also mei Hirn kummt da aa nimmer mit!
DER MONACO FRANKE
Franke schon zu fürchten, wenn bald ein Landsmann Ministerpräsident wird?!
Hat er’s endlich geschafft, der Söder! War ja auch nicht mehr schön anzuschauen,
das Rumgeeiere um die Seehofer-Nachfolge und sein öffentliches Stuhlsägen.
Spätestens im März soll der Hans Dampf aus Mittelfranken nun also zum neuen
„Landesvadder“ gewählt werden.
Politisch kann man von dem (wie es immer so schön heißt) polarisierenden Noch-
Heimatminister ja halten, was man will. Eins muss man ihm lassen: Humor hat er!
Zum legendären „Fastnacht in Franken“ kam er Anfang Februar als Prinzregent
Luitpold verkleidet nach Veitshöchheim und sagte: „Nach ihm ist eine eigene
Torte benannt - die Prinzregententorte. Und das ist für einen Politiker, finde ich,
doch viel dankbarer, als wenn's nur ein Denkmal ist, auf dem Tauben sitzen."
Ned schlecht, Herr Söder! Außerdem ist Luitpold von Bayern in Franken geboren
(wenn auch „nur“ in Würzburg). „Passt doch ganz gut“, dachte sich der Söder. Des
vielleicht schon, aber ob er sich da wirklich gut erkundigt hat? Erstens übernahm
Luitpold die Herrschaft vom geisteskranken Otto I. (naa, da hod er sicher ned an
den Horst gedacht). Luitpolds Politikstil wird von Historikern außerdem als eher
„präsidial-repräsentativ“ beschrieben. Bei politischen Entscheidungen, heißt es,
habe er sich meist zurückgehalten. Bassd jetzt ned wirklich zum Söder. Aber der
Monaco findet ja eher, dass das ein Grund ist zu hoffen. Darauf, dass es unterm
Söder vielleicht gar nicht so schlimm wird wie einige befürchten. Oder aber, es
geht uns mit ihm wie mit dem „Männerschnupfen“. Am End‘ woar’s noch viel
schlimmer als alle vorher gedacht ham!
Schätzla, schau wie iech schau!
Für den COBURGER von Wolfram Porr
Kein Wunder, dass der SPD jetzt die Schwindsucht
droht. Laut der aktuellen „Sonntagsfrage“ kämen die
Sozen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, nur noch auf
18 bis 19 Prozent. Soong ma mal so: Die bayerische SPD
würde bei diesen Zahlen in Jubel, Trubel, Heiterkeit
ausbrechen und vor lauter Begeisterung Betablocker
schlucken. Aber die Bundes-SPD? Die verliert nicht
nur den Nimbus als „Volkspartei“. Ihr droht auch noch
eine schlimme, lang anhaltende Depression, denn weit
und breit ist keine Frau und kein Mann in Sicht, der die
altehrwürdige Partei wieder auf Kurs bringen könnte.
Dabei hätten wir die SPD doch in der Opposition
gebraucht! Hat der Schulz noch am Abend der verlorenen
Bundestagswahl selber gesagt! Der selbsternannten
„Alternative für Deutschland“ (dass ich ned lach‘!) die
Rolle der stärksten Oppositionspartei im Bundestag zu
überlassen – es wird sich erst noch herausstellen, ob das
so eine gute Idee ist. Der Monaco jedenfalls bekommt
nur beim Gedanken daran scho a Fetzn-Moongg’schwür!
Dagegen sind die Sorgen, was den anstehenden
Stabwechsel in Bayern angeht, eher gering. Was hat ein
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Klimaschutz – nein danke?
Dieses Mal von Wolfgang Weiß, Klimaschutzbeaufragter der Stadt Coburg
Mit der Verfügung des Oberbürgermeisters vom 22. Januar ist es entschieden: Seit 1. Februar gibt es im Referat 2
von Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber ein neues Amt, ein „Bauverwaltungs- und Umweltamt“ unter Leitung
von Monika Gagel, die bisher die Bauverwaltungsabteilung im Bauamt leitete. Diese Abteilung geht komplett im
neuen Amt auf. Eine Neuorganisation also. Die Tage der Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz scheinen gezählt: Das
neue Amt ist nun zuständig für den „verwaltungsmäßigen Vollzug“ in den Bereichen Immissionsschutzrecht,
Wasserrecht, fachkundige Stelle Wasserrecht sowie Bodenschutz und Altlasten. Der Großteil dieser Aufgaben
wurde bisher von der Stabsstelle wahrgenommen. Das Thema Klimaschutz soll künftig verwaltungstechnisch
zur Stadtplanung.
Zufrieden mit dieser neuen Struktur sind wohl Oberbürgermeister Norbert Tessmer, „Baubürgermeisterin“
Dr. Birgit Weber, Corinna Muckelbauer als Chefin des Personalamtes und Monika Gagel, die nun Amtsleiterin im
Referat 2 wird. Nicht zufrieden sind Umweltingenieur Gerold Schnabl und ich als Klimaschutzbeauftragter der
Stadt Coburg. Wir sehen in der organisatorischen Trennung der Bereiche Umwelt und Klimaschutz einen Fehler,
da es viel mehr Gemeinsamkeiten bei diesen beiden Bereichen als zwischen Stadtplanung und Klimaschutz
gibt. Man hätte besser die Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz personell stärken und sie von Verwaltungsaufgaben
entlasten sollen. Es ist die Stabsstelle, die das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg von Anfang an
begleitete und dafür verantwortlich war. Es sind die Mitarbeiter der Stabsstelle, die innerhalb und außerhalb
der Stadtverwaltung die Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz waren. Und als Stabsstelle haben sie die Stadt
bei Veranstaltungen wie „Coburger Energiespartage“ und „Coburger Klima-Markt“ vertreten.
Mit dem Konzept von Stabsstellen werden Querstrukturen geschaffen. Ohne Stabsstelle wird es schwierig, in
den einzelnen Referaten, die in sich geschlossene Aufgaben- und Verwaltungsbereiche sind, Mitstreiterinnen
und Mitstreiter zu finden, wenn es um Zusammenarbeit und ressortübergreifendes Denken geht. Bei der 10.
Kommunalen Klimakonferenz vom Deutschen Institut für Urbanistik und dem Bundesumweltministerium
wurde vor wenigen Wochen in Berlin über Verwaltungsstrukturen diskutiert, die Klimaschutz stärker in der
kommunalen Arbeit verankern. Spannend war der Vortrag von Oliver Christoph Will, Geschäftsführer von „Die
Strategiemanufaktur“ aus Karlsruhe. Manche Kommunen, so Will, versuchen mit verwaltungsorganisatorischen
Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert (strenge Unterteilung der Aufgaben in Ressorts oder Referate, straffe
hierarchische Strukturen) Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (wie Klimaschutz oder Klimaanpassungen)
zu lösen. Er plädiert dagegen für eine „offene und integrierte Verwaltung“. Die hatte Coburg mit dieser
Stabsstelle. Und diese will sie jetzt auflösen. Das soll der richtige Weg sein?
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder am 06. April 2018
Anzeigenschluss ist
der 26. März 2018.
WM-JAHR … ALSO SIND „SCHLAUE“ FUSSBALLER HEUTE DAS LETZTE
Lothar Matthäus: „Wir dürfen jetzt nur nicht den
Sand in den Kopf stecken!“
Fritz Walter jun.: „Die Sanitäter haben mir sofort
eine Invasion gelegt.“
Andi Möller: „Mein Problem ist, dass ich immer sehr
selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“
Paul Breitner: „Da kam dann das Elfmeterschießen.
Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief ‘ s ganz
flüssig.“
Olaf Thon: „In erster Linie stehe ich voll hinter dem
Trainer, in zweiter Linie hat er recht.“
Rudi Völler: „Zu 50 Prozent stehen wir im
Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange
nicht!“
Thomas Häßler: „Ich bin körperlich und physisch
topfit.“
Mario Basler: „Das habe ich ihm dann auch verbal
gesagt.“
Rolf Rüssmann: „Wenn wir hier nicht gewinnen,
dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.“
Aleksandar Ristic:
„Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht
mehr möglich.“
Steffen Freund: „Es war ein wunderschöner
Augenblick, als der Bundestrainer sagte: ‚Komm
Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht‘s los.‘“
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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neue Kunden im Jahr 2017 –
so sieht Vertrauen aus!
Danke dafür!
Ihre süc//dacor GmbH – Schnelles Internet für die Region.
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Verfügbarkeitsabfrage für ihre Adresse: www.dacor.de
Schillerplatz 1
96450 Coburg
Telefon: (09561) 97621-0
E-Mail: info@dacor.de
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018 COBURGER | DAS MAGAZIN 91
Verstehen
ist einfach.
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der die Region und
ihre Menschen kennt.
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Coburg - Lichtenfels
92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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