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COBURGER – Das Magazin #24

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Nr. 24 | Dezember 2017

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Stelldichein der Prominenz beim Bundespresseball 2017

im Hotel Adlon in Berlin - und der COBURGER war dabei.

Die ganze Geschichte auf Seite 54.

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 24 DEZEMBER 2017

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

90 BUCHEMPFEHLUNG

91 THEATERVORSCHAU

98 SCHATZSUCHE

100 IN EIGENER SACHE

104 MONACO FRANKE

105 AUF EIN WORT

106 DAS LETZTE

PETER SMALDENBRANDT

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

AXEL STRAUBINGER

VERSCHIEDENE AUTOREN

HEINRICH BEDFORD-STROHM

JONAS BEDFORD-STROHM

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

BENEDIKT DELLERT

SEBASTIAN KOLM

14

20

28

36

42

LEBENSRISIKO UNFALL

Die Gefahr lauert überal

DER COBURGER WEIHNACHTSMARKT

Stimmungsvolle Zeit

DER UNGLEICHE KAMPF

Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater

WORÜBER WIR UNS AUFREGEN

Das war 2017 im Coburger Land

SONDERTHEMA SINN

Positionen und Geschichten von Menschen und Unternehmen

44

SINN IM GLAUBEN

Auszüge aus einem Buch

54

PROMINENTE KÖPFE

Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball

58 MACHER

Dieses Mal: Christof Pilarzyk

62

74

92

HIER WOHNTE …

… die vornehmen Leut

GENUSS UND SHOPPING

Tipps, Ideen und neue Läden in Coburg

AUS DEM PORTFOLIO

Coburg schläft

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


20

COBURGER WEIHNACHTSMARKT

Bilder von Sebastian Buff

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Atemlos durch den Herbst, atemlos durch die Nacht. Immerzu

Dunkelheit, immerzu Hektik. Jahresendfieber! Jahresabschlüsse!

Jahresplanung! Budgetplanung! Rückblicke! Ausblicke!

Weihnachtsfeiern! (Am Ende noch mit diesem überflüssigen

Wichteln, bei dem man eh immer nur Nippes auspacken darf, den

man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, wer kam eigentlich auf

diese Idee? Man sollte ihn unter allen Wichtelgeschenken begraben

(Sorry, das war unsachlich)). Und überhaupt diese vielen Geschenke! Und dann noch

der ganze Alkohol! Und die ganzen Plätzchen, und der viele Stollen!

Besinnlichkeit? Besinnungslosigkeit! Wo bleibt denn da der Sinn? Und was ist das

überhaupt: Sinn?

Das wollten wir wissen, in unserem Sonderthema in diesem Jahresübergangs-

COBURGER 2017/2018. Wir haben dazu nachdenkenswerte Auszüge aus einem Buch

des ehemaligen Coburgers und jetzigen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in

Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, zusammengetragen, das er gemeinsam mit

seinem Sohn Jonas verfasst hat, wir haben Coburger Frauen über ihre Sicht zum Sinn

des Lebens befragt. Warum Frauen? Weil sie sich mit der Sinnsuche zwischen Familie

und Beruf oftmals mehr aufreiben, weil sie erdverbundener sind als wir (als ich) Mann

(Frauen, das wissen irgendwie alle, sind die eigentliche Krone der Schöpfung). Wir

haben mit Roberto Bauer einen Coburger in Lichtenfels besucht, der sich sinnvoll

sozial engagiert, wir stellen Frank Sperschneider vor, der Menschen auf dem Weg zu

ihrem Sinn helfen kann, auch, weil er seinen eigenen sinnvollen Weg schon gefunden

hat.

Und natürlich erzählen wir wieder viele Geschichten von vielen Menschen aus der

Region, die uns beeindrucken, die selbst eine Story haben. Wie Torsten Freese, der

uns mit zum Bundespresseball genommen hat, weil er dort der Prominenz die Haare

schön gemacht hat, bei sozusagen Deutschlands „Opernball“. Oder unser „MACHER“

in diesem Magazin, Christof Pilarzyk. Was er – neben dem Sambafestival – alles

„gemacht“ hat, Respekt … oder auch Sebastian Kolm mit seinen so leeren, aber gerade

dadurch so wahnsinnig aussagekräftigen Fotos über das schlafende Coburg.

Außerdem kostet das Landestheater zwar Geld – es verdient aber mehr. Auch das im

Magazin.

So, jetzt sind Sie dran.

P.S. Da fällt uns ein: Wir feiern jetzt im Dezember mit der 24. Ausgabe unser

5jähriges Jubiläum. Falsch: 5jähriges Bestehen, Jubiläen gibt’s ja erst ab 25 (in diesem

Zusammenhang alles Gute Radio EINS zum 25., in diesem Magazin mehr Bilder zur

großen Feier übrigens im Hofbericht). Und es gibt uns (genau wie das Radio, oder auch

wie iTVCoburg) seit über einem Jahr kostenfrei. Das geht nur, weil uns Werbekunden

als Medium nutzen. Und nur, wenn Sie die Werbekunden nutzen - oder zumindest

wertschätzen und auch Ihren Geschichten Aufmerksamkeit zuwenden. OK ;-)? Sind

wir im Geschäft ;-)?

Danke an alle Unterstützer des COBURGER, ob Leser oder Werbekunden. Ohne

Euch gäbe es uns nicht.

P.P.S. Schöne Weihnachten

P.P.P.S Frohes neues Jahr

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


INHALT

28

DER UNGLEICHE KAMPF

Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater

Sinn

60

INVEST IN DIE REGION

42

SONDERTHEMA SINN

36

DAS WAR 2017

Medical School REGIOMED

Positionen und Geschichten

Worüber wir uns aufregen

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

Winterzeit in Coburg – die geht nicht etwa mit dem Weihnachtsmarkt

zu Ende, nein, dann geht’s erst richtig los. Im Landestheater

(mehr dazu wie immer im COBURGER), in der HUK-Coburg

arena beim Hand- und Basketball, im Kongresshaus und in vielen

kleinen und großen Locations in der Region bei einer großen

Menge an hochkarätigen Veranstaltungen. Bis dann Mitte

Februar auf dem Coburger Marktplatz, in Seßlach und anderen

NICHT VON DIESER WELT

EINE MAGISCHE NACHT

Mit unglaublicher Leichtigkeit zieht er das Publikum in seinen Bann und

berührt mit unerklärlichen und vor allem unfassbar mentalen Experimenten

und visuellen Effekten. Die Symbiose aus Logik, Intuition und unbemerkter

Beeinflussung lässt eine Bühnenshow entstehen, die über das Herkömmliche

hinausgeht und lange im Gedächtnis bleibt: Danny Ocean.

Würden Sie zum Beispiel glauben, dass man durch reines Gedankenlesen den

Geburtstag eines Gastes herausfinden oder unmögliche Vorhersagen treffen kann?

Halten Sie es für möglich, dass man Metall nur mithilfe mentaler Fähigkeiten zum

Schmelzen bringt? Oder dass zwei Menschen, die mehrere Meter voneinander

entfernt stehen, nicht nur gedanklich, sondern sogar physisch miteinander

verbunden werden? Danny Ocean steht für eine zweite Wirklichkeit, die durch

Naturgesetze nicht erklärbar scheint - eine Mischung aus erlesenen mentalen

Effekten, psychologischer Finesse und moderner Zauberkunst. Schon während

seines Architekturstudiums beschäftigte sich der Magier und Mentalist mit

Verhaltens- und Denkmustern seiner Mitmenschen und schulte sein Auge für den

richtigen Moment. Mit Charme und Witz machte er sein Hobby vor mittlerweile

über zehn Jahren zum Beruf. Im Rahmen internationaler TV-Auftritte fasziniert er

heute ein Millionenpublikum.

karnevalistischen Hochburgen der Fasching den Winter vertreibt–

mal abwarten, ob das funktioniert. Was aber ist im Winter

außergewöhnlich, einmalig, kurzum – einen Besuch ganz

besonders wert? Wir vom COBURGER haben gemäß dieser Prämisse

wieder drei Veranstaltungen ausgewählt. Und wie immer

wieder rein subjektiv – geht ja nicht anders. Wir wünschen viel

Spaß.

LACHEN UND HELFEN

DIE 6. COBURGER COMEDY GALA

Spaß haben – und einen guten Zweck unterstützen. Dafür steht im Januar

bereits zum 6. Mal die Coburger Comedy Gala. Alle Erlöse der Veranstaltung

nämlich kommen auch in diesem Jahr dem Service Club Round Table 151

Coburg zu Gute, der damit bedürftige Kinder und Familien unterstützt (ein

Beispiel war im letzten COBURGER der kleine Luis aus Altenkunstadt).

Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder ein Feuerwerk der witzigen

Abendunterhaltung zusammengestellt: Ausgewählte Comedians, die sich sonst

am liebsten in TV und Radio tummeln, reisen für den guten Zweck eigens

nach Coburg. Mit dabei sind Daphne De Luxe, die nicht nur den Besuchern der

Prunksitzung der Narrhalla im letzten Jahr in lebhafter Erinnerung sein dürfte,

der mit 20 Kabarettpreisen ausgezeichnete Frank Fischer, der „spießige“ Hans-

Hermann Thielke aus Norddeutschland und Multikulti-Humor aus Frankfurt

mit Costa Meronianakis. Außerdem darf natürlich Marcelini nicht fehlen – samt

Hund versteht sich. Das Allerbeste aber: Alle Einnahmen an diesem Abend

fließen in die Projekte des Service-Club! Ohne einen Cent Abzug. Präsentiert

wird die Comedy-Gala 2018 zum ersten Mal vom COBURGER. Also noch schnell

Restkarten besorgen.

6.COBURGER

Präsentiert von

Wann Wo Wie:

Donnerstag 28. Dezember 2017 um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten.

Karten ab 29,00 Euro unter www.eventim.de.

Bild: www.danny-ocean.de

EINE BENEFIZVERANSTALTUNG

VON ROUND TABLE 151 COBURG

COSTA

MERONIANAKIS

multikultureller Humor

aus Frankfurt

DAPHNE

DELUXE

die Entertainerin

mit Leib und Seele

MODERATION

MARCELINI & OSKAR

FRANK

FISCHER

ausgezeichnet mit

20 Kabarettpreisen

HANS-HERMANN

THIELKE

Spießiger Humor

aus Norddeutschland

Wann Wo Wie:

Freitag, 5. Januar 2018 20 Uhr Kongresshaus FREITAGRosengarten. Karten ab 19

Euro unter www.coburger-comedy-gala.de oder 05.01.2018

beim Coburger Tageblatt in

EINLASS AB 19.00 UHR

BEGINN UM 20.00 UHR KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

der Hindenburgstraße.

Bild: www.coburger-comedy-gala.de

KARTENVORVERKAUF AB DEM 04.10. BEIM COBURGER TAGEBLATT.

KARTEN BEREITS AB 19,– EUR ERHÄLTLICH – KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DREIGESTIRN

TIPPS DER

ANDEREN ART

-Anzeige-

Bild:www.adambaldych.com

TEUFEL NOCH EINS

ADAM BALDYCH GEIGT COBURG EINEN

„Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“, schrieb die FAZ

nach dem umjubelten Auftritt des erst 26-jährigen polnischen Jazzgeigers

Adam Bałdych beim Jazzfest Berlin 2011. Spätestens seit der „ECHO Jazz“

Auszeichnung 2013 gehört er zu den wenigen großen Virtuosen der Violine im

Jazz. Und jetzt kommt er nach Coburg.

Niemand interpretiert die Violine so vielfältig wie Adam Bałdych. „Mal packt er

zu wie ein Rockmusiker, mal malt er lyrisch wie Claude Debussy. Mal schwebt

er melancholisch durch die osteuropäische Volksmusik und landet wieder sicher

auf dem Groove des Jazz“ schreibt die Kritik. Und er ist bei seinen musikalischen

Ausflügen nicht alleine. Im Duo mit dem gefragten norwegischen Jazzpianisten,

Komponisten und Bandleader Helge Lien changieren beide zwischen den Genres,

zwischen kompositorischer Perfektion und improvisatorischer Spontaneität, und

entführen ihr Publikum auf eine atemberaubende Reise.

Wann Wo Wie:

Donnerstag, 25. Januar 2018 Leise am Markt Herrngasse.

Tickets für 25 Euro unter www.leise-am-markt.de.

Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Lachsüchtige, Eventfanatiker,

Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame Herzen und Passivsportler:

▶ www.coburg.de/veranstaltungen

▶ www.landestheater-coburg.de

▶ www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ www.leise-am-markt.de

▶ www.gocoburg.de/veranstaltungen

▶ www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen

▶ www.agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen

▶ www.konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur

▶ www.vsbamberg.de/events.cfm

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit.

Und denken Sie dran: Fasching kommt auch noch.

VERDAMMT, ICH WILL DOCH … ZU MATTHIAS REIM … ?

Noch eine Geschenkidee für Weihnachten für alle Fans von

Matthias Reim? Dann haben wir noch was. Reim gastiert

nämlich am 1. September 2018 auf der Naturbühne in Steinbach-

Langenbach. Tickets unter www.semmel.de. Oder hier 2

Tickets gewinnen: Wir verlosen 2x2 Karten für das Konzert

am 1. September 2018. Einfach bis 23.12.2017 Mail an hegen@

coburger-magazin.de schreiben. Unter allen Mails verlosen wir

die 2 x 2 Tickets. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

04.JANUAR 2018

MÜNCHNER HOFBRÄU COBURG

EINLASS 18 UHR

STEFAN DANZIGER

im Rahmen von Coburg lacht: Geboren

in der DDR, wollten er und seine Familie

in die BRD fliehen. Doch leider sind sie

falsch abgebogen und in der Sowjetunion

gelandet. Nach der Wende schaffte er es

endlich in den Westen und landete in

Berlin Wedding. Auf den Straßen Berlins

erlernte er seinen Stil und die entdeckte

seine Gabe, Menschen stundenlang mit Geschichte vollzubrabbeln. Seine

Comedy beleuchtet charmant Geschichte und die Geschichten dahinter,

kulturelle Widersprüche und Absurditäten des Alltags.

www.coburg-lacht.de

1.JUNI 2018

WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN

DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS

HANS KLAFFL

„40 Jahre Ferien“. Hans Klaffl, (Musik-)

Lehrer aus Leidenschaft, geht in seinem

kabarettistischen Soloprogramm

über Lehrer, Schüler und Eltern den

weitverbreiteten Klischees über die Zunft

der Pädagogen auf den Grund. Dass diese

Einblicke in eine pädagogische Subkultur längst überfällig waren, erkennt

man am nicht nachlassenden Interesse, das Lehrer, Eltern und Schüler

dieser selbstironischen Abrechnung entgegenbringen.

www.agentur-streckenbach.de/heldritter-kabarettsommer

08.JUNI 2018 | 20 UHR

WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN

DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS

BEMBERS

„Best of: Mit Alles und Schaf “.

Wahnsinn! – Bembers feiert nicht

nur sein 30 jähriges Frisurenjubiläum,

sondern auch 5 Jahre Bembers live

auf den Bühnen der Republik. Das

schwarze Schaf der deutschen Comedy-

Szene präsentiert die Perlen aus seinen letzten drei Soloprogrammen

und auch diverse unveröffentlichte Geschichten, die ihm eigentlich seine

Mutter verboten hatte zu erzählen. Willkommen in der Bembers Welt.

Bizarre Perspektiven gemischt mit derbem Humor machen aus scheinbar

alltäglichen Situationen seine Echtleben-Komik. Brachial und weit unter

der Gürtellinie, aber zwischen den Zeilen immer mit einem Augenzwinkern

und extrem authentisch wie ein bunter Strauß H-Milch. Ja - „Mit Alles und

Schaf!”.

Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online

unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de

Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

BESONDERE EHRE 1

Eine ganz besondere Ehre wurde dem Coburger Max Beyersdorf vor wenigen

Tagen in Innsbruck zuteil. Im Rahmen des 10-ten „life award barrierefrei“ durfte

er als Laudator beim life award barrierefrei für seinen Freund Flo Sitzmann

vor großem Publikum auftreten. Der life award barrierefrei geht an Menschen

mit besonderen Schicksalen, die dennoch Ihr Leben vorbildlich meistern.

In der Kategorie Life Award Special wurde Sitzmann ausgezeichnet für sein

übergreifendes gesellschaftliches Engagement als Autor, Moderator, Sportler

und vor allem als Mutmacher. Florian Sitzmann hatte 1992 im Alter von 15

Jahren bei einem schweren Motorradunfall beide Beine verloren, zwei Jahre in

Krankenhäusern verbracht, sich 50 Operationen unterziehen und zwei Jahre

Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nehmen müssen. Im Jahr 2000 begann

er verschiedene Behinderten-Sportarten auszuüben. Seit 2002 ist er erfolgreicher

Handbiker mit mehreren Titeln als Deutscher Meister, einer WM-Silbermedaille

und einer Teilnahme bei den Paralympics 2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner

Karriere sieht er seine Teilnahme an dem 560 Kilometer langen Styrkeprøven-

Rennen im Jahr 2006, das er nach 30 Stunden und 30 Minuten nonstop abschloss.

Sein Handbike-Rekord auf dieser Strecke ist bis heute ungebrochen. Flo Sitzmann

und Max Beyersdorf verbindet seit 12 Jahren eine ganz besondere Freundschaft.

Die beiden sind unter anderen schon zusammen den New York Marathon gelaufen.

BESONDERE EHRE 2

Großartige Gelegenheit für fast 1000 Schüler der 10. bis 12. Klassen der fünf

Gymnasien in Coburg Stadt und Land: Am 18. Januar kommt der international

renommierte Redner und Coach Prof. Dr. Manfred Winterheller zu einem

Vortrag ins Kongresshaus Rosengarten. Seinen Ursprung hat Prof. Dr. Manfred

Winterheller in der klassischen Betriebswirtschaftslehre und Steuerberatung.

Sein Buch über die kurzfristige Unternehmensplanung ist ein Standardwerk

und Pflichtlektüre an vielen Universitäten. Für seine Beiträge zur Entwicklung

der Betriebswirtschaftslehre wurde er als Honorarprofessor der Alpen-Adria

Universität Klagenfurt und als Gastprofessor an der Donau Universität Krems

geehrt. Im Jahre 1988 gründete er die WINTERHELLER software GmbH und

entwickelte die mehrfach ausgezeichnete Planungs- und Budgetierungssoftware

Professional Planner. Dr. Winterheller wurde 2003 von der Europäischen

Kommission mit der Great Place to Work Auszeichnung geehrt — als bester

Arbeitgeber Österreichs und einer der 10 besten Arbeitgeber Europas. Seine

Vorträge werden seit vielen Jahren weltweit nachgefragt – vom internationalen

Stahlkonzern über den zur lokal tätigen Verein bis hin Vorträgen für Schüler,

so wie jetzt in Coburg, zustande gekommen auf Vermittlung vom Rotary Club

Coburg rund um Thomas Bittorf und Max Beyersdorf.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


HANDBALL SEIT 2000

BESONDERE EHRE 3

Der Coburger Medienpreis 2018 verspricht ein

ganz besonderes Ereignis zu werden: Angekündigt

hat sich als Moderator des Abends kein Geringerer

als Tagesschausprecher Jan Hofer. Zudem findet

die Verleihung des Coburger Medienpreises am

Donnerstag, den 14. Juni in diesem Jahr in der

HUK-Coburg auf der Bertelsdorfer Höhe statt. Das

Coburger Versicherungsunternehmen ist damit

erstmals Partner des Veranstalters, des Medienclub

STADTGESPRÄCH

Coburg. Auch die Kulmbacher Akademie für

Neue Medien ist erstmals mit im Boot. Weitere

Informationen über das Showprogramm des Abends,

das Bewerbungsverfahren und die ausgelobten

Preisgelder gibt es in den nächsten Wochen. Jan

Hofer soll, so wurde schon bekannt, auch für eine

Diskussionsrunde im Vorfeld der Preisverleihung zur

Verfügung stehen. Der Coburger Medienpreis wird

im Jahr 2018 bereits zum siebten Mal verliehen.

Spitzensport

in Coburg

Die Heimspiele in der

HUK-COBURG arena:

1 REGION. 1 ZIEL. H

GEME1NSAM

C.

HSC

COBURG

UND DANN NOCH WAS DUMMES

Ein ganz besonderes Fundstück ist unserer Redaktion

ins Auge gefallen: Der Begriff „Dummer August“, mit

dem man gerne andere Personen lächerlich macht, hat

eine Coburger Vorgeschichte: Der frühere Coburger

Oberbürgermeister und Bundesjustizminister

Wolfgang Stammberger nämlich war es, der den

Begriff auf den Weg gebracht hat. Demnach habe er

besonders Repräsentationsaufgaben gerne delegiert,

weil er sein Amt nicht als „Grüß-Gott-August“

verstehen wolle. Daraus hat sich im Laufe der Zeit

der Begriff „dummer August“ entwickelt, so eine

Theorie.

AUCH DAS NOCH

Mangelwirtschaft: Coburg hat nach dem Weggang

von Jörg Hormann vorübergehend keinen

Citymanager. Ein paar Monate also wird der Handel

also wohl auf einen städtischen Ansprechpartner

verzichten müssen.

Und die Medien im Übrigen auch: Coburg hat aktuell

keinen offiziellen Pressesprecher. Die Stelle ist

ausgeschrieben und auf zwei Jahre befristet.

HSC 2000 Coburg vs. HSG Nordhorn-Lingen

09. Dezember 2017

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. Bergischer HC

22. Dezember 2017

Anwurf: 20:00 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. Vfl Lübeck-Schwartau

26. Dezember 2017

Anwurf: 17:00 Uhr

www.hsc2000.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS: CHRISTIAN GUBERT

WWW.GUBERT.DE

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn

HOFBERICHT

wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen,

zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Feier zum

25jährigen Jubiläum von Radio EINS, dem Lokalsender für Coburg,

Kronach und Lichtenfels, am 28. November 2017 im Kongresshaus

Rosengarten in Coburg.

Tim Pechauf und Tina Heinz (beide R1)

Thomas Auer (R1), Rico Böhme (R1), Rainer Engelhardt (Sparkasse), Mischa Salzmann (R1)

Bürgermeistertrio Thomas Nowak, Birgit Weber und Norbert Tessmer

Julia Otte und Michael Geyer

Julia Bach (R1) und Martin Mittag (Bürgermeister Seßlach)

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DER HOFBERICHT

OB Norbert Tessmer und Thomas Apfel (R1)

Wolfgang Friedrich und Beate Münch-Friedrich

Stolz auf 25 Jahre: Das Radio EINS-Team

Irene Reinhardt und Karlheinz Kipke (VR-Bank) Lisa Roppelt und Constantin Hirsch (R1) Ralph Bilek (R1) und Petra Bilek

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


LEBENSRISIKO UNFALL

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DIE GEFAHR LAUERT ÜBERALL

VON WOLFRAM HEGEN

L E B E N S R I S I K O

UNFALL

Die Gefahr lauert überall

Wir wissen, dass es sie gibt, wir haben

selbst darunter gelitten, kannten Menschen,

die durch sie ums Leben kamen, kennen

Menschen, die sich dabei verletzt haben.

Und doch hoffen wir immer, dass wir

verschont werden. Dabei sterben jedes Jahr

in Deutschland um die 25 000 Menschen bei

Unfällen, fast zehn Millionen werden verletzt.

Die meisten Unfälle ereignen sich dabei nicht

auf der Straße, sondern im Privatleben.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


LEBENSRISIKO UNFALL

Er passiert von einer Minute auf die andere, plötzlich, ohne

Vorwarnung. Keine Reaktion kann ihn verhindern. Und oft ist nach

ihm nichts mehr, wie es einmal war: ein Unfall. So wie in diesem

Jahr in Coburg, als an einem Haus ein Balkon abbrach und einen

55jährigen Bauarbeiter unter sich begrub. Jede Hilfe kam für den

Mann zu spät. Ein Arbeitsunfall mit tragischen Folgen. Oder der

furchtbare Sturz eines 22jährigen Fahrradfahrers ebenfalls in diesem

Jahr. Der junge Mann hatte auf einem Gefälle in Coburg die Kontrolle

über das Rad verloren, fuhr gegen den Bordstein und knallte mit dem

Kopf an eine Mauer. Auch er konnte nicht mehr gerettet werden. Zum

Glück gehen die meisten Unfälle nicht so schlimm aus wie diese zwei

aktuellen Beispiele, meistens bleibt es bei Sachschäden, verbeulten

Fahrzeugen, zerbrochenen Gläsern. Oft genug aber gibt es auch mehr

oder weniger schlimme Verletzungen, Brüche, Bänderrisse, Schnitte

oder auch Brandwunden. Wie bei dem Fall eines Mädchens, das sich

beim Baden an einem heißen Sommertag an einer Metallrampe beide

Füße verbrannt hatte und im Krankenhaus behandelt wurde. Ein Fall,

der kürzlich vor dem Landgericht Coburg verhandelt wurde. Die für

den Badesee zuständige Gemeinde aus dem Landkreis Coburg wurde

zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beispiele zeigen:

Unfälle ereignen sich in allen Lebensbereichen. Überall passieren

die „plötzlichen, zeitlich und örtlich bestimmbaren und von außen

einwirkenden Ereignisse, bei den eine Person unfreiwillig einen

Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt

wird“, wie es in nüchternem Definitionsdeutsch heißt. Unfallursache

ist demnach meistens ein Mensch, der falsch handelt, eine Situation

falsch interpretiert, versagt und damit sich in Gefahr bringt, oft genug

aber eben auch völlig Unbeteiligte.

Das Risiko lauert daheim

Wenn man von Unfall spricht, denkt man häufig zuallererst an einen

Verkehrsunfall. Ein Crash auf der Straße findet den Weg in die

Schlagzeilen, in die Zeitungen, in Radio und Fernsehen, ins Netz. Und

Jahr für Jahr weit über 3000 Tote bei Verkehrsunfällen in Deutschland

sind eine große Zahl, viele Tausend Einzelfälle mit ihrer ganzen

Trauer, ihren Schmerzen, oft nicht mehr begreifbarer Tragik wie bei

dem Unfall auf einer Übungsfahrt der Coburger Feuerwehr in diesem

Jahr, als ein junger Mann sein Leben verlor. Doch weit mehr Menschen

verlieren ihr Leben bei Unfällen im Haushalt oder der Freizeit. Zwar

gibt es keine einheitliche Statistik für Deutschland, doch insgesamt

sterben zuhause, bei der Hausarbeit, beim Heimwerken, im Garten,

beim Sport, beim Baden, Radeln, Wandern, im Urlaub um die 20 000

Menschen jährlich. Etwa sechsmal so viele wie im Straßenverkehr.

Doch weil es sich ums Private handelt, weil sich die Unfälle meist

fernab der Öffentlichkeit ereignen, spielen sie in der öffentlichen

Wahrnehmung kaum eine Rolle, wird das Risiko unterschätzt. Zu den

vielen Toten kommen noch etwa 7 Millionen Verletzte, jedes Jahr. Im

Straßenverkehr sind es (nur) etwa 400 000. Im Privatleben lauert das

Unfallrisiko bei etwa der Hälfte aller Fälle vor allem beim Sport oder bei

Bewegungen wie Gehen oder Fahrradfahren. Jeder dritte Sportunfall

ereignet sich beim Fußball, gefolgt von Skiunfällen. Zuhause, in den

eigenen vier Wänden, geht von Treppen oder Leitern die größte

Gefahr aus. Aber auch beim Heimwerken, der Hausarbeit, im Garten,

beim Kochen oder Spielen passieren zahlreiche Unfälle. Und die

Zahlen steigen Jahr für Jahr. Eine Ursache nach Expertenmeinung

ist das steigende Durchschnittalter der Deutschen. Ältere Menschen

sind mehr gefährdet, vor allem das Sturzrisiko ist erhöht - 4 von 5

verunglückten Personen in der eigenen Wohnung sind älter als 75

Jahre.

Absolute Sicherheit gibt es nicht

In Haushalt oder Freizeit

verunglückten sechsmal mehr

Menschen tödlich als auf der

Straße.

Jeder kann allerdings dazu beitragen, das Risiko für Unfälle zu

verringern. So beobachten Fachleute, dass Zeitdruck eine häufige

Ursache ist. Wenn möglich, sollte die Hausarbeit, das Waschen,

Bügeln, Putzen, Kochen daher so eingeplant werden, dass kein

Stress aufkommt, keine Hektik, und die eigene Sicherheit dadurch

vernachlässigt wird. Und weil es sich bei den meisten Haushaltsunfällen

um Stürze handelt, sollten alle Steighilfen, Leitern und Stühle stabil

und sicher genug sein, um nicht umzukippen, zusammenzuklappen,

wegzurutschen oder zusammenzubrechen, wenn man gerade auf

ihnen steht. Eine mit Nippes, Blumentöpfen, Spielzeug oder anderen

Kleinkram vollgestellte Treppe kann ebenso zur tödlichen Gefahr

werden. Also weg mit allem Unrat, der sich dort gerne ansammelt.

Auch defekte Elektrogeräte gehören nicht in den Haushalt, sondern

zur Reparatur zum Fachmann. Ein Stromschlag kann lebensgefährlich

sein. Selbstverständlich gilt auch heute: Messer, Schere, Feuer,

Licht, sind für kleine Kinder nicht, und Erwachsene sollten ebenso

behutsam und vorsichtig mit allem umgehen, was scharfkantig ist, was

kocht, heiß ist, was Strom führt. Als Fußgänger im Straßenverkehr

wiederum sollte man sich gerade im Herbst und Winter so anziehen,

dass man von Autofahrern rechtzeitig erkannt werden kann, und

Schuhe mit rutschfesten Sohlen tragen. Dann hat man schon viel für

die eigene Sicherheit getan. Das Lebensrisiko Unfall aber wird man

immer tragen müssen.

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


UNFALL – UND JETZT?

Gesponserter Beitrag

UNFALL

UND JETZT?

Zur falschen Zeit am falschen Ort, Pech gehabt oder

ganz einfach selbst schuld – ein Unfall im Straßenverkehr

ist schnell passiert. Manchmal bleibt es bei einem

Kratzer im Lack, manchmal bei verbeultem Blech,

manchmal haben Fahrzeuge nur noch Schrottwert

und im schlimmsten Fall sind Menschen verletzt oder

gar getötet worden. Doch wie kommt man nach einem

Unfall eigentlich zu seinem Recht? Informationen

dazu von Rechtsanwalt Wolfgang Hörnlein, der bei der

Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg unter anderem

auf Verkehrsrecht spezialisiert ist.

Schon vor einem möglichen Crash sollte man als Autofahrer

Vorsorge treffen: So sei eine Verkehrsrechtsschutzversicherung auf

jeden Fall zu empfehlen, sagt Wolfgang Hörnlein. Wenn sie nicht

ohnehin in einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung enthalten

ist, sei sie als Zusatzversicherung günstig und „im Straßenverkehr

eigentlich essentiell“. Aus vielen Fällen weiß Hörnlein, dass gerade

bei Verletzungen nach einem Unfall oft wesentlich höhere Ansprüche

durchgesetzt werden können, wenn man nicht auf das erste

Angebot der gegnerischen Versicherung eingehen muss, sondern

sich anwaltlich beraten lassen kann, was ohnehin grundsätzlich zu

empfehlen ist.

So habe eine von einem Auto angefahrene und dabei schwerverletzte

Fußgängerin von der Versicherung eine sechsstellige Summe als

Schmerzensgeld und für sonstige Schäden erhalten, nachdem ein

Fachanwalt eingeschaltet worden war. Die Versicherung hatte eine

Zahlung davor noch verweigert. Begründung: Die ältere Dame

habe die Straße nicht auf einem Zebrastreifen überquert. Bei einem

anderen Fall ohne Personenschaden war ein Mercedes ins Schleudern

geraten und schwer beschädigt worden. Bei voller Fahrt waren zwei

Reifen geplatzt, die erst unmittelbar zuvor in einer Fachwerkstatt

gewechselt worden waren. Ein Reifensachverständiger sollte helfen,

die Schuldfrage zu klären. Dazu war allerdings ein nicht unerheblicher

Vorschuss fällig, den die Verkehrsrechtsschutzversicherung

übernahm. Am Ende stellte der Gutachter fest, dass die Reifen falsch

aufgezogen worden waren. Der Unfallfahrer bekam daraufhin seinen

Schaden voll ersetzt.

Wichtig sei es auf jeden Fall, so Hörnlein, einen spezialisierten

Anwalt zu beauftragen, der vertiefte Kenntnis und Erfahrung bei der

Abwicklung von Verkehrs- und Personenschäden hat. Er erinnert sich

an das Beispiel eines jungen Mannes, der nach einem Verkehrsunfall

ein neues Hüftgelenk bekommen habe. Erst Jahre später stellte

Rechtsanwalt Hörnlein anlässlich einer Beauftragung im Bereich

des Medizinrechts fest, dass damals durch den früher beauftragten

Rechtsanwalt der sogenannte „Haushaltsführungsschaden“ in Folge

der Unfallverletzung nicht geltend gemacht worden war. Am Ende kam

der junge Mann dann auf diese Weise noch zu einer Entschädigung in

Höhe einer hohen fünfstelligen Summe. „Das zeigt, dass vor allem bei

einem Personenschaden fachanwaltliche Hilfe unabdingbar ist.“

Und einen besonderen Tipp hat Wolfgang Hörnlein noch für den

kommenden Winter: Wenn man auf glatter Straße, bei Schnee oder

Eis an den Baum oder in den Graben fährt und sich dabei ohne

gegnerische Beteiligung verletzt, geht man in der Regel leer aus.

Eine günstige - aber kaum bekannte - Fahrerschutzversicherung

übernimmt in solchen Fällen Schmerzensgeld, Pflege- oder

Haushaltsführungskosten, sozusagen als Fahrer-Kasko-Versicherung.

Wolfgang Hörnlein ist Gründer und Sozius

der Kanzlei Hörnlein & Feyler und unter

anderem Fachanwalt für Verkehrsrecht.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


Advertorial

ORTHO SPORT

GESUNDHEIT KENNT

KEINE KOMPROMISSE

ortho sport, Zentrum für Orthopädie,

Unfallchirurgie und Sportmedizin in Coburg

Wenn die Handballer des HSC Coburg auf Punktejagd gehen, sind sie mit dabei,

kümmern sich um Blessuren, Schmerzen, Verletzungen: die Fachärzte von

ortho sport. Auch Fußballvereine aus der Region bauen auf das medizinische

Team von ortho sport, und selbst für Golfer oder Taucher verfügt die Praxis

über nachgewiesenes Know-how.

Doch nicht nur für Hochleistungs- und Freizeitsportler, sondern weit über den

Sport hinaus hat sich ortho sport seit der Praxisgründung im Jahr 1998 bis heute

zu einem Zentrum für orthopädische Fachkompetenz in Coburg und Kronach

entwickelt, von einem Team mit vier Angestellten zu einer hochkompetenten

Mannschaft mit ca. 50 Mitarbeitern. Gerade in Coburg hat ortho sport dabei stark

expandiert: In der Vestestadt verfügt man seit zwei Jahren über ein ambulantes

OP-Zentrum mit Schwerpunkt für arthroskopische Gelenk- und Unfallchirurgie,

sowie Hand- und Fußchirurgie, sowie über eine Privatambulanz mit offener

Kernspintomographie (in TBAG). Die Praxis erstreckt sich an ihren Standorten

auf insgesamt 800 Quadratmetern.

Personal weiter verstärkt

Zudem ergänzen seit kurzem zwei weitere Fachärztinnen das Coburger Team:

Die Gründerin und Leiterin des Kronacher Praxisstandortes, Dr. med Brigitta

Bär-Rothhaupt, bringt ihre langjährige Erfahrung als Fachärztin für Orthopädie

jetzt auch in Coburg ein, vor allem im Rahmen von Fachsprechstunden für

Schulter-, Knie- und Hüftgelenkerkrankungen, einer Kindersprechstunde und

eigener Privatambulanz. Zum anderen bekommt orthosport in der Vestestadt

tatkräftige Unterstützung von Dr. Linda Mergner, Fachärztin für Orthopädie

und Unfallchirurgie mit mehrjähriger Klinik- und Praxiserfahrung in der

Abteilung für Unfallchirurgie des Klinikums Hof und im Zentrum für Orthopädie

und Neurochirurgie Hof. Mit der Fußchirurgie bringt sie einen weiteren

Tätigkeitsschwerpunkt ein, konkret wird das operative Spektrum beispielsweise

um Korrekturoperationen am Vorfuß erweitert. „Fehlstellungen der Zehen sind

entgegen der häufigen Meinung nicht nur ein kosmetisches Problem, sie können

die Lebensqualität erheblich einschränken und einen hohen Leidensdruck und

starke Schmerzen verursachen“, so Dr. Mergner.

Innovative Terminplanung

Auch in Sachen Terminvergabe geht ortho sport moderne patientenfreundliche

Wege: Ein durchdachtes Sprechstundenkonzept minimiert Wartezeiten für

Termine und stellt sicher, dass Beschwerdebilder effizient und bedürfnisnah durch

das Fachärzteteam behandelt werden. Dieses innovative Konzept ermöglicht

Termine in verschiedenen Kategorien: Akuttermine stehen Patienten mit plötzlich

auftretenden Schmerzen zur Verfügung, die nicht auf einen regulären Termin

warten können. Dazu muss online ein kurzer Erfassungsbogen ausgefüllt werden.

Das Team sichtet diese Informationen zeitnah und unterbreitet dann einen

kurzfristigen Terminvorschlag. Patienten mit akuten Folgen aus Arbeits-, Sportund

Privatunfällen ermöglicht das moderne Terminvergabekonzept außerdem

den Besuch der Unfallsprechstunde in den Praxisräumen in der Ketschengasse

22-24 in Coburg. Selbstverständlich können Termine für die Privatambulanz,

Fachsprechstunden oder OP-Termine telefonisch vereinbart werden.

Gesundheit kennt keine Kompromisse. Und ortho sport ist im Fall des Falles die

richtige Adresse.

v.l.n.r. Dr. Linda Mergner und Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


ORTHOPÄDEN COBURG

Das bietet ortho sport

Orthopädie

Unfallchirurgie

Sportmedizin

Digitale Röntgendiagnostik

Ultraschalluntersuchungen einschließlich

Vorsorgeuntersuchungen von Säuglingshüften

Versorgung von Arbeits- und

Schulunfällen (D-Ärzte)

Ambulantes OP-Zentrum mit Schwerpunkt

arthroskopischer Gelenkchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Offene Kernspintomografie (MRT)(in TBAG)

Blättchenreiches Plasma (PRP/ACP)

Chirotherapie

Muskelfunktionsdiagnostik (EMG)

Tauchtauglichkeitsuntersuchung

Akupunktur

Invasive Orthopädische Schmerztherapie

Hyaluronsäurebehandlung

Extrakorporale Stoßwellentherapie

Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)

Terminvergabe bei ortho sport

Ihr Ärzteteam von

ortho sport:

Dr. Dirk Rothhaupt

Dr. Lutz Schweißinger

Thomas Wagner

Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt

Dr. Gerolf Bergenthal

Anke Schrecker

Dr. Linda Mergner

Zentrale: 09561-23340

Privatambulanz: Terminvergabe für privat

versicherte Patienten unter 09561 733 48-11

Fachsprechstunde: Terminvergabe für

spezifische Beschwerden und Fragestellungen

unter 09561 733 48-12

OP–Anmeldung:

Terminvergabe zur OP-Planung

unter 09561 733 48-13

Kassenambulanz: Terminvergabe beim

Wunscharzt für gesetzlich versicherte Patienten

unter 09561 733 48-14

Akuttermin: Terminvergabe für Patienten mit

einem akuten Schmerzgeschehen. Zunächst

online Erfassungsbogen ausfüllen.

Terminvergabe erfolgt kurzfristig.

Unfallsprechstunde: Für die Versorgung von

Folgen aus Arbeits-,Sport- und Privatunfällen,

die maximal 72 Stunden zurückliegen.

coburg zentrum | op-zentrum

Ketschengasse 22 – 24

96450 Coburg

stadthaus

Ketschengasse 25

96450 Coburg

kronach zentrum

Rosenau 9a

96317 Kronach

Einfach online Termin vereinbaren:

www.orthopaeden-coburg.de/terminvereinbarung

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


COBURGER WEIHNACHTSMARKT

Bilder von Sebastian Buff

20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 21


22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


Aber wie? Ganz einfach: Es gibt andere Städte mit gleichen Problemen.

Leipzig zum Beispiel. Gut, die Stadt ist viel größer, hat 540 000 Einwohner,

hat Schauspiel, Oper, junges Theater, aber auch dort schlugen sich vor ein paar

Jahren Kulturbefürworter und Gegner um die Frage, wieviel Kultur sich die Stadt

leisten wolle. Ein Beratungsunternehmen schaltete sich ein. Fusionen oder die

Schließung von Häusern wurde diskutiert. Die Befürworter betonten immerzu

die immaterielle Bedeutung von Kultur. Wie in Coburg. Eine Entscheidung

musste her. Eine Entscheidung auf der Basis von Fakten. Also gab die Stadt

Leipzig bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig eine

Studie in Auftrag zur „Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt

Leipzig.“ Umwegrentabilität, das meint nichts anderes, als dass der indirekte

Nutzen einer kulturellen Einrichtung für eine Region (=Umwegrendite) diese

insgesamt rentabel macht – und zwar im wirtschaftlichen Sinn.

Also nahm man zum Beispiel das Schauspiel Leipzig betriebswirtschaftlich unter

die Lupe. Das Haus hatte 2016 110.000 Besucher, es liegt damit in einer ähnlichen

Größenordnung wie Coburg, das Defizit liegt allerdings um die 15 Millionen Euro,

geschultert alleine von der Stadt Leipzig, die außerdem noch 45 Millionen für die

Oper ausgibt und 3,5 Millionen für das Theater der jungen Welt. Das Ergebnis der

Studie: Alle drei Häuser erwirtschaften dennoch für die Region mehr Geld als

sie an Zuschüssen erhalten. Sowohl in optimistischen als auch in pessimistischen

Szenarien. Diese Studie haben wir mit Coburger Zahlen gefüllt. Wir haben

dabei einige Faktoren der Leipziger Studie, die zugunsten einer noch besseren

Umwegrentabilität wirken, weggelassen, weil diese, das räumen auch die Macher

der Leipziger Studie ein, aufgrund zahlreicher Annahmen und Hypothesen nur

einen Schätzcharakter aufweisen kann und eine Aufstellung daher angreifbar

macht.

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


In der einen Ecke: Die Kritik am Landestheater Coburg. Bestens vorbereitet,

handfeste Argumente, schwarz auf weiß: An die sieben Millionen Euro jährlich

zahlt die Stadt drauf. Dazu bald Millionen für eine Ausweichspielstätte. Ob

acht, zehn oder zwölf - die Stadt wird ein Viertel davon zu tragen haben. Dazu

die Sanierung des Landestheaters. Werden es 60, 80, oder 100 Millionen?

Auch hier ein Viertel. Was für eine Waffe, um den anderen schwindlig

zu prügeln, von Sparwut besessen, bereit für populistische Tiefschläge:

höhere Kitagebühren, Buslinien in Gefahr, kein Geld für den Sport auf der

einen Seite, auf der anderen Millionen für eine kleine Kulturelite? Schnell

kocht die Stimmung im weiten Rund. Und in der anderen Ecke?

Das Landestheater Coburg. Seine Waffen: Kultur und Bildung.

Das ist nett. Das ist lieb. Das ist schön. Das ist wichtig. Aber

in einem Boxring? Wenn einer bereit ist, zuzuschlagen?

Dann muss auch der andere aufrüsten. Der Versuch einer

Waffengleichheit von Wolfram Hegen.

Wir gehen von den uns genannten 11.100.000 Euro Personalkosten für 270

Mitarbeiter aus, werten aber nur den Anteil der Kosten für die 240 Mitarbeiter

in Stadt und Landkreis Coburg. Wir gehen davon aus, dass an jedem Mitarbeiter

statistisch 1,5 Familienmitglieder hängen, also er selbst und ein halber. Wir gehen

von den uns vom Landestheater genannten Mieten und Energiekosten etc. in Höhe

von 570.000 Euro aus, von Kosten in Höhe von 500.000 für Verkehrskadetten,

Fotografen, Druckereien, Anzeigen, Reinigung, Statisten etc. Die 1.300.000 Euro

Kosten für Gastkünstler, Urlaubsvertretungen etc. sind nicht berücksichtigt,

obwohl auch davon ein Teil der Hotellerie, Gastronomie, dem Einzelhandel

zu Gute kommt. Wir gehen davon aus, dass etwa die uns vom Landestheater

genannten 120.000 Menschen jährlich Vorstellungen besuchen, leider, das wäre

eine Anregung für die Zukunft, gibt es keine Aufstellung darüber, woher diese

Gäste kommen, bekannt aber ist, dass viele Bamberger, Lichtenfelser und

Südthüringer den Weg nach Coburg finden.

Auf dieser Basis also wollen wir Waffengleichstand herstellen, indem sich im

Boxring den vielen Millionen Zuschüssen aus der Coburger Stadtkasse an das

Landestheater Coburg nicht mehr nur weiche Faktoren wie Bildung und Kultur

entgegenstellen, sondern Cash: Erlöse, Umsätze, Wertschöpfung.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


DER UNGLEICHE KAMPF

Kosten für die Stadt Coburg für

das Landestheater Coburg 2016

Umsätze in Stadt und Landkreis Coburg

durch das Landestheater Coburg

6.900.000 Euro

7.636.068 Euro

Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land

durch das Landestheater: 736.068 Euro

…und so setzen sich die Zahlen zusammen:

Besucher Landestheater jährlich 120000

Auswärtige Besucher (nicht Stadt und Landkreis Coburg, Lichtenfels, Kronach, Bamberg, Südthüringen) geschätzt 20000

Anteil an diesen auswärtigen Besuchern nur durch das Landestheater 25%

Anteil dieser 25% auswärtigen Besucher mit Übernachtung 85%

Ausgaben der Übernachtungsgäste pro Tag (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus) 111 €

Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste durchschnittlich

2 Tage

Ausgaben Tagesbesucher (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus) 30 €

Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Übernachtungsgäste 943.500 €

Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Tagesbesucher 22.500 €

Gesamteinnahmen durch zusätzliche Besucher durch Landestheater für Coburg Stadt und Land

abzgl. 14,2% MwSt. (Durchschnittssatz gemäß DWIF)

828.828 €

Löhne und Gehälter der 240 Mitarbeiter mit Wohnsitz Coburg Stadt und Land 9.880.000 €

Also zusätzliche Einnahmen in Coburg Stadt und Land durch Ausgaben der Mitarbeiter aus ihrem

Nettoeinkommen (abzgl. Lohnsteuern/ Sozialabgaben/ Mehrwertsteueranteil)

Gemeindeanteil Einkommens- und Mehrwertsteuer (240 Mitarbeiter x 1,5 Personen/Haushalt = 360

Einwohner x 659 Euro/Person gemäß Haushalt Coburg)

5.500.000 €

237.240 €

Also zusätzliche Einnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Mitarbeiter Landestheater 5.737.240 €

Einnahmen in der Region durch Ausgaben des Landestheaters für Lieferungen und Leistungen 1.070.000 €

Gesamteinnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Landestheater 7.636.068 €

Kosten für das Landestheater (Zuschuss der Stadt Coburg) 6.900.000 €

Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land durch das Landestheater + 736.068 €

Angelehnt an eine Studie zur Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt Leipzig der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig aus dem Jahr 2014. Zahlen aus 2016, soweit vorliegend, ansonsten jüngste erhältliche Zahlen.

Auf typische Faktoren der Umwegrentabilität wie einen Multiplikator zu „induzierten Ausgaben“ oder einen sogenannten „Tourismusmultiplikator“ der Leipziger Studie ist auf Grund zweifelhafter Vergleichbarkeit der Standorte und ihres starken

Schätzcharakters verzichtet worden: Die bei unserer Aufstellung sogenannten „Umsätze“ durch das Landestheater wären sonst weit höher ausgefallen. Der durch Landestheater-Mitarbeiter erbrachte Anteil „kleinerer“ Steuerarten wie Grundsteuer B

oder Hundesteuer zum Haushalt der Stadt Coburg ist ebenso nicht berücksichtigt. Auch der Anteil an Gewerbesteuereinnahmen (immerhin mit um die 50 bis 60 Millionen Euro größter Einnahmenblock der Stadt Coburg) durch Ausgaben in Coburger

Betrieben, die gewerbesteuerpflichtig sind, ist nicht berücksichtigt. Insgesamt ist der Versuch einer Gesamtbilanz also sehr konservativ angesetzt.

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


LANDESTHEATER COBURG

Fazit:

Das Landestheater Coburg erwirtschaftet nach dieser Aufstellung

für die Region Coburg mehr Geld, als es kostet. Doch darum geht

es nicht alleine. Die Aufstellung nämlich ist sicherlich angreifbar, bei

allen unseren Versuchen, vorsichtig mit Zahlen zu agieren. Sie ist

populärwissenschaftlich. Vielleicht bleibt am Ende nur eine schwarze

Null stehen. Vielleicht kann man auch kritisieren, dass die Verluste die

Stadt Coburg trägt, die Umsätze ihr aber nur zu einem kleinen Teil

über Steuern, Abgaben und Gebühren wieder zu Gute kommen, der

große Teil aber der Privatwirtschaft, dem Handel, Dienstleistern,

Energieversorgern, Hotels, Gaststätten. Und zwar nicht nur in der

Stadt, sondern auch im Landkreis, der sich an den Kosten nicht

beteiligen muss.

In Wirklichkeit aber geht um ein Umdenken. Es geht darum, ein

Theater nicht nur an seinen Kosten auf der einen, und seinem

Bildungs- und Kulturauftrag auf der anderen Seite zu messen, sondern

es auch als Wertschöpfungseinrichtung für die Region zu begreifen,

und zwar finanzieller Art. Vielleicht würde es helfen, nicht mehr

von Kultursubvention zu reden, sondern von Wirtschaftsförderung.

Genau um diesen Perspektivenwechsel geht es.

Coburg wäre dumm, vom Landestheater mehr Sparwillen zu

verlangen als er bei einer vernünftigen Haushaltsführung ohnehin

selbstverständlich sein muss. Coburg wäre dumm, das Landestheater

in Frage zu stellen, weil ja auch noch über 5.000.000 Euro jährlich vom

Freistaat Bayern nach Coburg fließen. Und für Ersatzspielstätte und

Sanierung vorsichtig geschätzt noch einmal etwa 40.000.000 Euro. Das

sind Finanzspritzen, um die andere Coburg beneiden. Dazu der nicht

monetarisierbare Wert als Standortfaktor für die großen und kleinen

Unternehmen vor Ort, für die Attraktivität der Stadt, für ihre Urbanität,

ihr Lebensgefühl. Dazu der nichtbezahlbare Werbewert für Coburg als

attraktive Kleinstadt durch die überregionale Berichterstattung über

das Landestheater.

Das Landestheater ist wertvoll. Sehr wertvoll. Und nicht nur für Kultur

und Bildung. Das sowieso. Das ist sein eigentlicher Auftrag.

Alle, die es gut mit Coburg meinen, sollten sich für ihr Landestheater

stark machen. Alle.

Ohne Wenn. Ohne Aber.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


Am Anfang des Jahres hieß es die Werbetrommel

schlagen: „Coburg feiert Luther“ titelte der

COBURGER im Februar 2017 und warf einen Blick

auf die vielen geplanten Veranstaltungen 2017:

die Landesausstellung, eine Sonderausstellung im

Naturkundemuseum, das Chorfest, nicht zuletzt

der Kirchenkreis-Kirchentag und viele mehr.

Coburg spielte eine große Rolle im Jubiläumsjahr

– wegen seiner besonderen geopolitischen Lage:

Die Stadt befand sich an der südlichen Grenze des

Kurfürstentums Sachsen, dessen Zentrum damals

Wittenberg war. 1530 zog Kurfürst Johann (der

Beständige) mit großem Gefolge nach Augsburg,

um dort auf dem Reichstag für die Reformation

einzustehen. Martin Luther ließ er für fast sechs

Monate in Coburg und damit innerhalb des für ihn

sicheren kursächsischen Machtbereichs zurück.

Als Luther den Festungsberg zu Fuß hinaufging,

fasst er seinen ersten Eindruck in diese Worte:

"Es ist ein überaus reizender und für Studien

geeigneter Ort.“ Hier verfasste er zahlreiche

Bekenntnis- und Streitschriften und widmete sich

Übersetzungsarbeiten. Er schrieb mehr als 120 Briefe

in 172 Tagen an seine Freunde in Augsburg und

auch an seine Familie in Wittenberg. Viele bekannte

Schriften sind hier entstanden wie der „Sendbrief

vom Dolmetschen“, Beiträge zur Vereinheitlichung

der deutschen Schriftsprache, die zum Teil bis heute

Gültigkeit besitzen.

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


COBURG FEIERT LUTHER

Gesponserter Beitrag

Ein Jahr im Zeichen Luthers

Eine Bilanz ganz ohne Zahlen

Das Reformationsjubiläum ist Geschichte.

Was bleibt, ist die Erinnerung an viele

Veranstaltungen, an weit über 200 000 Gäste

und vor allem an viele Geschichten, die in

diesem Jahr in Coburg geschrieben wurden.

Der COBURGER hat sie in jeder Ausgabe

erzählt, Werbung gemacht für das Lutherjahr

– mit Unterstützung des Stadtmarketing

Coburg. Geschichten mit Nachhaltigkeit für die

Bayerische Lutherstadt. Ein Rückblick.

Im Frühjahr dann begann an ebenjener Stelle, auf der

Veste Coburg, die große Landesausstellung „Ritter,

Bauern, Lutheraner“. Und der COBURGER widmete

ihr viele Seiten – in Bildern und im Text. Es gab ja

auch viel zu entdecken und zu erfahren während des

halben Jahres der Ausstellung: Sie zeigte das damalige

Leben auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern

und den Ritterburgen, kostbare und ungewöhnliche

Originale, Kunstwerke von Dürer, Cranach und

vielen anderen Meistern.

Eindrucksvolle Inszenierungen und moderne

Ausstellungstechnik halfen bei der Antwort auf die

Fragen: Was trieb die Menschen in bewegten Zeiten

um? Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und

Schriften Martin Luthers verändert? Und was hat das

mit uns heute zu tun? Auch Coburgs evangelische

Kirche Sankt Moriz, auf deren Kanzel Luther

mehrfach persönlich predigte, präsentierte zur

Landesausstellung eine Ausstellung. Coburg war dabei

als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, weil

die Stadt als zentrales Nadelöhr wichtiger Schauplatz

der Reformation gewesen ist. Diese Bedeutung

würdigte auch eine besondere Livesendung: 90

Minuten "Auf geht’s" des Bayerischen Fernsehens.

Coburg stand im Mittelpunkt des medialen Interesses.

Und die TV-Kameras liefen auch Anfang Juli beim

Sängerfest des Fränkischen Sängerbundes, als viele

Tausend Stimmen die gesamte Coburger Innenstadt

zum Klingen brachten und dem Musikfreund Luther

damit eine besondere Ehre erwiesen. Die Vestestadt

war als Veranstaltungsort genau die richtige Wahl:

Hier gründete sich der Deutsche Sängerbund 1862.

Er war lange Zeit der weltgrößte Laienchorverband,

bevor er 2005 mit dem Deutschen Allgemeinen

Sängerbund zum Deutschen Chorverband

fusionierte. Heute zählt Jens-Uwe Peter, der

Vorsitzende der Sängergruppe Fränkische Krone

im Fränkischen Sängerbund, alleine 23 Chöre in

Coburg Stadt und Land, die Mitglied im Fränkischen

Sängerbund sind. Dazu kommen ungezählte weitere

Kinder-, Schul- und Erwachsenenchöre. Und viele

von ihnen waren dabei beim Chorfest in Coburg.

Über 100 Chöre reisten insgesamt an, über 3000

Sänger, freute sich Günter Freitag, Vorsitzender vom

Sängerkreis Coburg Kronach Lichtenfels, der leider

völlig unerwartet kurz nach dieser stimmungsvollen

Veranstaltung verstarb.

Im Lutherjahr stand mit Unterstützung des

Stadtmarketings auch ein ganz besonderer

Wanderweg im Mittelpunkt des Interesses: Eine

aktive Werbemaßnahme für die Landesausstellung

führte Radio EINS-Moderator Thomas Apfel

und Michael Böhm vom Stadtmarketing Coburg

nämlich auf den Weg – den Lutherweg. Er verbindet

Bundesländer und die Menschen, die ihn bewandern,

mit den Stätten der Reformation: der Lutherweg – ein

Pfad, der Pilger, Wanderer und Besucher animieren

soll, sich auf den Spuren von Martin Luther und

der Reformation zu bewegen oder einfach herrliche

Landschaften und kulturelle Räume zu genießen. Der

Lutherweg - ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen,

Tourismusverbänden und Kommunen.

Und letztlich schaute man im Reformationsjahr

Luther natürlich auch mal ordentlich aufs Maul.

Das wiederum übernahm mit Unterstützung des

Stadtmarketing die mehrfach ausgezeichnete

Schülerzeitung des Gymnasiums Casimirianum, die

Casiopeia, in einer Sonderausgabe. Die war für die

Redaktion wirklich etwas Besonderes, auch für die

beiden Chefredakteure, obwohl die jetzt schon vier

Jahre im fleißigen Casiopeia-Team dabei sind. Die

Bedeutung Luthers auch für die deutsche Sprache ist

dem Team nämlich erst während der Recherche klar

geworden. „Welche Begriffe heutzutage auf Luther

zurückgehen, ohne dass man sich dessen bewusst

ist, ist schon erstaunlich“, so Chefredakteurin

Vanessa Wagner. Die Sonderausgabe bot zudem

wieder viel Gelegenheit, „besser zu werden“, sagt ihr

Kollege Leon Eberhardt, „das ist unser Ziel, aktuelle

Strömungen aufzugreifen, neue Darstellungsformen

zu finden, uns weiterzuentwickeln.“

Genauso eben, wie Luther gewirkt hat, wie er die

Welt verändert hat, genauso eben, wie auch das

Lutherjahr Coburg verändert hat, wie es viele

Menschen begeistert, zum Mitmachen animiert, zum

Nachdenken gebracht hat. Es war ein gutes Jahr für

Coburg.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


IHK COBURG

Ein gutes Jahr für „made in Coburg“

IHK zu Coburg zieht positive Bilanz

Freude über den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken (von links:) 3. Bürgermeister Thomas Nowak, Stadt Coburg, Michael Busch, Landrat des Landkreises Coburg, Friedrich Herdan, Präsident der IHK

zu Coburg, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Integrationsstaatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, Merouane Qsiyer, Ausbildungsakquisiteur für Flüchtlinge der IHK zu Coburg, Siegmar

Schnabel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg.

Positiv hervorzuheben ist das vorbildliche

Ausbildungsengagement der Coburger Wirtschaft.

Zum Ausbildungsstart im September 2017 haben

734 Schulabgänger eine duale Berufsausbildung

in Betrieben in Stadt und Landkreis Coburg

aufgenommen. Damit nahm die Zahl der neu

eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im IHK-

Bezirk Coburg trotz rückläufiger Schulabgänger

nochmals leicht zu. „Erneut heben wir uns im Trend

positiv ab, denn bayernweit sind Neueintragungen

rückläufig“, resümiert Friedrich Herdan.

Bei aller Freude über die positive Jahresbilanz bleiben

aber doch Felder mit dringendem Handlungsbedarf,

um die Wettbewerbsfähigkeit der exportstarken

Coburger Unternehmen abzusichern bzw. weiter

auszubauen. Dazu zählt IHK-Präsident Herdan

beispielsweise den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur

– Luft, Straße, Schiene – sowie Stärkung von Aus- und

Weiterbildung zur Deckung des Fachkräftebedarfs.

Die Verkehrsanbindung der Coburger

Wirtschaftsregion wurde im zu Ende gehenden

Jahr wesentlich erweitert: Ab 10. Dezember 2017

erhält Coburg immerhin sechs ICE-Systemhalte

statt des ursprünglich angekündigten ICE-Halts in

Tagesrandlagen. Morgens, nachmittags und abends

können Fahrgäste dann an unserem Bahnhof in den

ICE in/aus Richtung Berlin oder München ein-/

aussteigen. Das ist ein Teilerfolg, aber kein Ergebnis,

das der wirtschaftlichen Bedeutung der Region

Nordwest-Oberfranken und Südthüringen und

den Bedürfnissen von 1,4 Millionen Einwohnern

gerecht wird. Um den ICE-Anschluss am Bahnhof

Coburg nachhaltig zu sichern, ist es wichtig, dass

das ICE-Angebot möglichst intensiv angenommen

wird. Erfreulich, wenn man den benötigten

Planungszeitraum unberücksichtigt lässt, ist die

Entwicklung bei der Staatsstraße 2205, eine der

wichtigsten Verkehrsachsen unserer Region, mit

grenzüberschreitender Bedeutung. Für die Strecke

zwischen Coburg-Bertelsdorf und Wiesenfeld

besteht nun endlich Baurecht – nach über 20 Jahren.

Zur künftigen Luftverkehrsanbindung Coburgs

ist eine abschließende Bewertung zum jetzigen

Zeitpunkt nicht möglich. Wie die von der Bayerischen

Staatsregierung vorgeschlagene Kombilösung –

Ertüchtigung der bestehenden Flugplätze in Coburg

und Bamberg für den Instrumentenflugverkehr (IFR)

– sich für die Coburger Wirtschaft auswirkt, wird sich

im Zeitablauf herauskristallisieren. IHK-Präsident

Herdan betont: „Uneingeschränkter, planbarer

und nachhaltig gesicherter IFR-Flugverkehr ist

insbesondere für unsere exportorientierten Coburger

Unternehmen ein wesentlicher Standortfaktor.“

Einhergehend mit der positiven wirtschaftlichen

Entwicklung in Stadt und Landkreis Coburg ist die

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


MADE IN COBURG

Advertorial

2017 war für Produkte und Dienstleistungen „made in Coburg“ ein gutes Jahr. „Die

positive Entwicklung der Coburger Wirtschaft gründet vor allem auf kräftigem

Binnenkonsum und gestiegenen Investitionsvorhaben unserer Unternehmen“,

erläutert der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Coburg, Friedrich

Herdan. Die Betriebe schätzen die aktuelle Geschäftslage überwiegend als gut ein,

der IHK-Konjunkturklima-Indikator, der sowohl die Lage der Unternehmen als auch

die Geschäftserwartungen abbildet, überschreitet seit vier Jahren seinen langfristigen

Durchschnittswert erheblich.

Der zwischen IHK zu Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene Kooperationsvertrag eröffnet neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung (im Bild von links): Regiomed-Hauptgeschäftsführer

Joachim Bovelet, Regiomed-Akademie-Leiterin Dr. Dorothea Thieme, IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel, IHK-Präsident Friedrich Herdan und die Leiterin des Bereichs Weiterbildung der IHK zu Coburg,

Doris Köhler.

Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern gestiegen.

Die IHK zu Coburg als Vertreter der gewerblichen

Wirtschaft hat deshalb sowohl die duale Berufs- und

Weiterbildung voll im Fokus als auch verschiedenste

Projekte auf den Weg gebracht, um durch Erschließung

bislang ungenutzter Potenziale dem partiell bereits

vorhandenen Fachkräftemangel zu begegnen. Mit

dem bundesweit einmaligen Kombimodell „1+3“

setzt die IHK zu Coburg auf ein Kombimodell zur

Integration junger Flüchtlinge, indem Spracherwerb,

berufliche Ausbildung im Unternehmen, Theorie in

der Berufsschule und selbst bestimmtes Leben durch

eigenes Einkommen zusammenwirken und sich

ergänzen. Nach durchweg positiven Erfahrungen ist

bereits die zweite „1+3“-Fachklasse des vierjährigen

Ausbildungsmodells an der Staatlichen Berufsschule

I Coburg gestartet. Das überregionale Interesse

von Unternehmen und Wirtschaftskammern an

diesem Kombimodell ist bereits groß. Erst kürzlich

wurde das Pilotprojekt mit dem Integrationspreis

der Regierung von Oberfranken ausgezeichnet.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dankte in

ihrer Laudatio für das erfolgreiche Engagement in

Coburg. IHK-Präsident Friedrich Herdan, auf den das

„1+3“-Konzept zurückgeht, bewertet die Würdigung

als Verdienst vieler Beteiligter: das Bayerische Kultus-,

Wirtschafts- und Sozialministerium, die Agentur

für Arbeit, die Berufsschule I Coburg sowie die

beteiligten Unternehmen, Brose Fahrzeugteile,

Dietze & Schell Maschinenfabrik, Federnfabrik Dietz,

Reichenbacher Hamuel, Lasco Umformtechnik, Martin

Metallverarbeitung, Schumacher Packaging und Valeo

Klimasysteme. Herdan: „Die Coburger Wirtschaft

übernimmt in vorbildlicher Weise Verantwortung und

ich appelliere an unsere Betriebe, weiter am Erfolg von

,1+3‘ mitzuwirken.“

Neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung

eröffnet der zwischen IHK zu

Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene

Kooperationsvertrag. Bei den für Regiomed neben der

fachspezifischen Ausbildung zunehmend wichtigen

Bildungsthemen, wie Betriebswirtschaft, Organisation,

Führung und Digitalisierung, hat die IHK zu Coburg

umfassendes Know-how aufgebaut. Die ersten

Seminare starten im Frühjahr 2018, damit ist die

Industrie- und Handelskammer zu Coburg innerhalb der

Kammerorganisation Vorreiter in der Zusammenarbeit

mit Partnern aus dem Gesundheitswesen.

„Auch unser Kompetenzzentrum für Maschinen-,

Anlagenbau und Automotive hat sich gut etabliert, in

diesem Jahr wurde die Nachwuchsarbeit in Mittel- und

Realschulen sowie Gymnasien nochmals intensiviert“,

erklärt IHK-Präsident Friedrich Herdan. Bei

Infoveranstaltungen, Firmenbesuchen und Workshops

wurden den Schülern die vielfältigen Karrierewege

dieser starken Branche vermittelt.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


AUFREGER 2018

WORÜBER WIR UNS

AUFREGEN!

Das war 2017 im

Coburger Land. Drei

Liedzeilen. Weil wir

sauer sind.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT

„Über den Wolken

muss die Dummheit

wohl grenzenlos sein“

Diese Geschichte taugt für Schilda, spielt aber im Coburger Land: Seit 2002

macht sich die Region Gedanken um die Zukunft des Verkehrslandeplatzes

Coburg-Brandensteinsebene, 2007 überprüft eine Raumordnung die möglichen

neuen Flugplatzstandorte Bieberbach, Gossenberg und Neida, wirtschaftliche,

umwelttechnische, kulturelle und soziale Gesichtspunkte. 2008 wird nach einem

Gutachten Meeder-Neida als Vorzugsstandort festgelegt. 2010 beginnt die

Planfeststellung. 2014 wird der Planfeststellungsantrag eingereicht. Es werden

Fachleute beschäftigt, Arbeitsgemeinschaften gegründet, Projektgesellschaften

notariell eingetragen, Kreis- und Stadträte beschäftigt, Verwaltungsangestellte,

Ministerien, es wird ein Bürgerentscheid durchgeführt, mehrere

Podiumsdiskussionen veranstaltet, es werden Schilder aufgestellt, Prospekte,

Flyer und Flugblätter gedruckt, Webseiten programmiert, Kampagnen geplant.

Es werden geheime Treffen vereinbart, Sitzungen, Besprechungen. Es werden

Fakten gesammelt, Stellungnahmen, Meinungen. Es wird behauptet, gelogen und

gehetzt. Es werden viele Jahre Arbeit investiert, viele Millionen Euro Steuer- und

privates Geld ausgegeben, viele Milliarden Nerven bis an ihren Grenzen belastet

– alles umsonst: Nach 15 Jahren Suche nach einem neuen Flugplatz für die Region

Coburg kommt im Herbst 2017 der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und teilt

lapidar mit, dass man jetzt dann doch eine andere Lösung bevorzuge, quasi eine

Arbeitsaufteilung der bestehenden Flugplätze in Coburg und Bamberg. Das soll es

jetzt gewesen sein? Könnten wir uns wahnsinnig drüber aufregen.

„Dieser Steinweg

wird kein leichter sein“

Alle paar Jahre schafft es der Coburger Steinweg auf die politische Tagesordnung.

So auch 2017. Das innerstädtische Schmuddelkind sei ein gefährliches Pflaster,

machen polizeiliche Statistiken Glauben. Das ruft die Parteien auf den Plan. Die

Kneipen früher zumachen, Sperrzeit also verlängern, fordern die einen. Damit

endlich Ruhe ist. Mehr Videoüberwachung im Steinweg, damit Abschreckung,

fordern die anderen. Damit endlich Ruhe ist. Doch die Statistiken fallen bald in

sich zusammen. Klar ist das persönliche Risiko in einem Kneipenviertel höher

als andernorts in der Stadt, wo niemand unterwegs ist, klar ist das Risiko in

den Morgenstunden höher, wenn dann schon mehr Alkohol geflossen ist, klar

ist aber auch: Der Steinweg ist nicht das lebensgefährliche Pflaster, zu dem ihn

die öffentliche Diskussion in regelmäßigen Abständen macht. 86 Delikte an 52

Wochenenden bei geschätzten 100 000 Besuchern im Jahr 2016 - solche Zahlen

taugen schon bald nicht mehr zur Panikmache, sondern ermöglichen eher einen

klaren Blick auf die wahren Hintergründe: eine unterbesetzte und deswegen

überforderte Polizei auf der einen Seite, eine Politik auf der anderen, die das

Sanierungsgebiet Steinweg langfristig aufhübschen möchte. Ein „Schmuddelkind“

wie der Steinweg mit Kneipenlärm bis in die frühen Morgenstunden passt nicht in

so ein einfältiges Weltbild. Coburg aber täte gut daran, Vielfalt zuzulassen. Also

bitte nicht mehr auf den Steinweg einprügeln. Sonst verkommt die Stadt zur

langweiligen Puppenstube. Darüber würden wir uns aufregen. Und sicher sind wir

damit nicht alleine.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT

„Mit 6 Millionen Euro

da fing das Beben an“

Dieser Aufreger beginnt schon im Dezember 2016, den Monat der Ursünde der

aktuellen Diskussion ums Landestheater. Damals klopften sich eifrige Stadträte

stolz auf ihre Schultern, zum Wohle der Stadt die Kosten für eine Interimsspielstätte

für die Zeit der Sanierung des Landestheaters auf 6 Millionen Euro

beschränkt zu haben. Aber wie sagt der Volksmund schon: Wir sind hier nicht

bei Wünsch-Dir-was, sondern bei So-ist-Es. Und so ist er eben, der Markt: Keiner

wollte den Coburgern für sechs Millionen Euro eine Ersatzspielstätte bauen,

im Laufe dieses Jahres wurde deutlich, sie wird teurer werden, viel teurer. Das

hat dann auch der Stadtrat eingesehen und die Entscheidung vom letzten Jahr

revidiert. Doch der blanke Aktionismus in der Vorweihnachtszeit 2016 hat

noch mehr Schaden angerichtet: Der mittlerweile preisgekrönte Entwurf eines

hölzernen Globe Theaters war damals zerknüllt im Papierkorb gelandet - zu teuer.

Heute bedauern das nicht nur einige Stadträte. Sie hatten sich von der Sparpolitik

blenden lassen, nur noch Kosten im Blick. Mit derart verengtem Gesichtsfeld

sieht man dann die Ränder nicht mehr, kann nicht mehr erkennen, was ein Globe

Theater für Coburg hätte sein können: Eine Investition, keine Kosten. Jetzt dürfte

es zu spät sein, befürchten wir. Der Papierkorb ist schon auf der Müllkippe. Das

regt uns wirklich auf.

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Das nächste

Jahr wird heiß,

sehr heiß

Weitere Infos unter

www.aquaria-coburg.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


VORSCHAU

2018

KOMMT …

Jahreswechsel – da setzt man sich gerne hin, lässt die zu

Ende gehenden 365 Tage Revue passieren, zieht Bilanz,

ist wahlweise frustriert oder maximal einverstanden

mit dem Erreichten, selten begeistert. Der Mensch

neigt zur Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation.

Es könnte ja immer besser sein. Stimmt. Aber

schlechter eben auch. Und wie es wirklich war,

wissen wir nicht. Weil es sich ja ohnehin nur um eine

subjektive Momentaufnahme handelt. Fakt ist: Es war

früher nicht besser als heute, anders vielleicht. Und wie

es morgen wird, wissen wir nicht. Aber planen können

wir. Uns etwas vornehmen. Das können wir auch heute

machen. Und wir können uns vielleicht darauf freuen.

Das ist doch schon mal etwas. Vielleicht kann unser

kleiner rein persönlicher Ausblick auf Jahresthemen

2018 dabei Hilfestellung leisten.

Gut, zunächst einmal ärgern wir uns rückblickend

gleich am 1. Januar. Dann bezahlen wir nämlich seit

50 Jahren auf jedes Produkt die Mehrwertsteuer an

Vater Staat. Damals lag sie übrigens noch bei 10, der

ermäßigte Satz bei fünf Prozent. Und im Übrigen gab

es den Vorläufer, die bedeutungsgleiche Umsatzsteuer,

schon viel länger, nämlich schon seit 1918. Damals

betrug sie …. 0,5%. Ein Jubiläum feiert gleich zu

Jahresanfang auch die Verkehrssünderkartei. Sie

wird am 1. Januar 60 Jahre jung.

Im Januar wird sich wohl auch erst die nächste

bundesdeutsche Regierung finden. Nach

Jamaika-Aus und SPD-Geziere ziehen sich

mögliche Koalitionsverhandlungen sicher

bis ins neue Jahr. Oder es gibt doch noch

Neuwahlen. Oder Angela merkelt an

Minderheitskrücken vor sich hin. Und wenn

wir schon bei der großen Politik sind: Ob

es in Bayern bald södert noch nicht, das

entscheidet sich im Herbst. Dann muss

jeder bei den Landtagswahlen seine

Stimme abgeben.

Wie es sein kann, wenn irgendwann in

der Zukunft einmal das runderneuerte

Coburger Landestheater eingeweiht

wird, kann man sich im April in

Bayreuth, gar nicht weit weg,

anschauen: Dort wird das

Markgräfliche Opernhaus, UNESCO

Weltkulturerbe, wiedereröffnet.

Sechs Jahre hat die Sanierung in

Anspruch genommen.

Vorher aber ist es Zeit für sportliche Höhepunkte

des Jahres: Im Februar finden in Südkorea die

Olympischen Winterspiele statt. Zu sehen gibt es sie

erstmals vor allem bei Eurosport, ganz normal im TV

oder auch Netz. Der Sender zeigt alle Wettbewerbe,

über 900 Stunden live, 4000 Stunden Programm

insgesamt. Aber auch die Öffentlich-Rechtlichen

haben sich nach hartem Poker noch Rechte gesichert.

Bei BR & Co kann man sich also ebenso die Augen

wundsehen. Dank der Zeitverschiebung übrigens ab

1 Uhr morgens.

Ein paar Monate später, ab Mitte Juni, dreht sich

von Russland aus die ganze Erde nicht mehr um

die Sonne, sondern um das runde Leder: Fußball-

Weltmeisterschaft, das größte Sportereignis der

Welt, auch ohne Top-Teams wie Italien oder

Holland, die sich nicht qualifizieren konnten.

Die deutsche Mannschaft betritt die russischen

Rasenballsportplätze als Titelverteidiger und damit

quasi automatisch als Mitfavorit auf den Titel. Ob

der Jogi es wieder hinbekommt, wissen wir Mitte

Juli. Dann ist Endspiel. Selbst wenn es sich danach

wegen Misserfolgs ausgelöwt haben sollte, wird die

Welt nicht untergehen, auch wenn es in der Nacht

vom 27. Juli unerwartet fast den Anschein haben

könnte. Dann nämlich wird es stockdunkel – eine

totale Mondfinsternis kündigt sich an. Gegen Ende

des Jahres heißt es dann schon wieder einen Ausblick

auf 2019 wagen: Dann nämlich, im August, jährt sich

der Geburtstag des Coburger Prinzen Albert zum

200. Mal. Irgendwann Ende 2018 muss er also gezeugt

worden sein. Details allerdings sind nicht bekannt.

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


… AUCH IN COBURG

2018 KOMMT …

5. Januar Coburger Comedy Gala,

zum ersten Mal präsentiert vom COBURGER

11. Februar Gaudiwurm durch die Coburger Innenstadt

18. März Verkaufsoffener Sonntag

20. April Beginn Frühlingsfest auf dem Anger

5. Mai Sparkassen-NightRun in der Innenstadt

18.Mai

22.Mai

Beginn Coburger Convent

Marktfest Coburger Convent

25. Mai Beginn Weinfest (geplant) Marktplatz

29. Mai Auftakt Coburger Designtage | Güterbahnhofsgelände

9. Juni Flohmarkt | Innenstadt

14. Juni Coburger Medienpreis

23. Juni Beginn Kinder- und Jugendfestival

YouCo Jugendzentrum Coje

30. Juni Klassik Open-air | Rosengarten

13. Juli Beginn Internationales Sambafestival | Innenstadt

19. Juli Beginn Schlossplatzfest | Schlossplatz

27. Juli Beginn Coburger Vogelschießen | Anger

27. Juli Beginn Tambacher Sommer | Schloss Tambach

17. August Kelly Family | Schlossplatz Coburg

18. August James Blunt | Schlossplatz Coburg

19. August Revolverheld | Schlossplatz Coburg

22. August a-ha | Schlossplatz Coburg

31. August Beginn Coburger Klößmarkt | Marktplatz

8. September Coburger Museumsnacht | Innenstadt

29. September Tag der offenen Türe | SÜC

7. Oktober Verkaufsoffener Sonntag

3. November Neue Presse Kneipennacht

4. November Verkaufsoffener Sonntag

30. November Beginn Coburger Weihnachtsmarkt

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


SONDERTHEMA SINN

Sonderthema

Sinn

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


POSITIONEN UND GESCHICHTEN

Positionen &

Geschichten

von

Menschen und Unternehmen

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


SONDERTHEMA SINN

Sinn im

Glauben

ÜBER GLAUBEN

Jonas: Wer es glaubt, wird selig. Stimmt das?

Heinrich: Nicht wie in einem Kochrezept jedenfalls, wo man nur ein paar Zutaten zusammenmischt nach dem

Motto: Ein bisschen Lukasevangelium, ein bisschen Paulusbrief, ein bisschen Altes Testament, dann ordentlich

schütteln, und es kommt das Glück heraus. So funktioniert`s nicht! Aber ich bin in der Tat der Meinung, dass

man anhand von vielen Einzelaspekten zeigen kann, dass Glaube ein erfülltes Leben ermöglicht.

Jonas: Kann man im Umkehrschluss genauso sagen: Wer nicht glaubt, wird auch nicht selig?

Heinrich: Nein, ich glaube, das kann man nicht im Umkehrschluss so sagen. Ich würde theologisch sagen: Gott

hat viele Möglichkeiten, den Menschen ein erfülltes Leben zu schenken. Aber gleichzeitig sage ich, dass der

Weg, den ich kenne und der sich für mich bewährt hat, der Weg über den christlichen Glauben ist. Man kann

die Kraft dieses Weges anhand von Erkenntnissen der Glücksforscher sehr schön zeigen.

ÜBER WEIHNACHTEN

Jonas: (…) Wie kommt es, dass Jesus, der Messias, in irgendeiner Absteige statt in einem Palast geboren wird?

Warum Krippe und nicht Himmelbett?

Heinrich: Die Geschichte von der Geburt Jesus ist für mich eine der faszinierendsten des christlichen Glaubens.

Wir haben es hier mit jemandem zu tun, der als Sohn Gottes bezeichnet wird, als Verkörperung Gottes,

als fleischgewordener Gott auf Erden. Und dieser sichtbar gewordene Gott ist einer, der unter ähnlichen

Umständen geboren wird. Das passt überhaupt nicht zu den Gottesbildern, die Menschen sonst gerne haben,

nämlich die vom erhabenen mächtigen prunkvollen Gott. Christen sind herausgefordert zu glauben, dass

der christliche Gott ein mächtiger Gott ist, dass er aber seine Macht eben gerade nicht in der Herrschaft im

herkömmlichen Sinne zeigt, sondern darin, dass er ganz bei den Schwachen, bei den Armen, ganz im Dreck

sozusagen ist. Das stellt viele Gottesbilder in Frage, die Menschen sich zurechtlegen. Deswegen muss man

sagen, dass die Weihnachtsgeschichte völlig unabhängig davon, wie die genauen historischen Umstände

waren, so aufgeschrieben wurde, weil sie etwas Zentrales über Jesus und Gott sagt. Gott wendet sich den

Armen zu und lässt die frohe Botschaft ausgerechnet von den Hirten weitertragen. Wir wüssten - das legen die

Texte nahe - von der frohen Botschaft heute vielleicht nicht, wenn nicht einfache Menschen sie weitergetragen

hätten. Und dass die Engel in der Geschichte zu den Hirten sagen: „Fürchtet euch nicht, denn es ist euch eine

große Freude widerfahren“, ist kein Zufall. Die Schutzlosigkeit des Kindes und die Tatsache, dass dieses nicht

auf einem Thron geboren wird, sondern in einer Krippe, ist eine bewusste kraftvolle Aussage über den Gott,

an den die Christen glauben.

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


POSITIONEN UND GESCHICHTEN

Hunderttausende Kirchenaustritte in den letzten Jahren, Zweifel an

der Institution Kirche, stattdessen eine zunehmende Popularität von

Rationalismus und Atheismus: Glauben an einen Gott war schon einmal

attraktiver als heutzutage hierzulande. Und ob wer glaubt, wirklich selig

wird, darüber haben sich der heutige Ratsvorsitzende der Evangelischen

Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, lange Jahre Pfarrer an

der Coburger Morizkirche, und sein Sohn Jonas unterhalten, der heute

in Heidelberg evangelische Theologie studiert. Das komplette Gespräch

gibt es in einem Buch, das 2013 erschienen ist. Hier einige Auszüge zum

Sinn im Glauben.

ÜBER DAS LEID

Heinrich: Jeder, der schon mal erlebt hat, wie dicht menschliche Beziehungen werden, wenn Menschen sich

im Leid gegenseitig bestehen, der weiß ganz genau, dass auch solche Zeiten zum Lebensglück beitragen können

– wenn man einen ganzen Lebensbogen in den Blick nimmt. Menschen, die schwere Zeiten durchgemacht

haben, wachsen und verändern sich durch diese schweren Zeiten. Immer wieder bin ich in der Seelsorge alten

Menschen begegnet, die ihr Leben so gedeutet haben, dass auch die schweren Zeiten Führung und Begleitung

durch Gott sind.

Jonas: Kann das nicht zynisch wirken? Wie erklärt man das Leuten, die dauerhaftem Leid ausgesetzt sind

durch Umstände, die sie selbst gar nicht beeinflussen können?

Heinrich: Ich würde nicht versuchen, eine „Erklärung“ zu finden. Das wäre falsch. Es gibt tatsächlich

Situationen des Leidens, in denen gibt es nichts zu erklären. Es gibt Erfahrungen von Sinnlosigkeit, in denen

jeder Versuch, einem betroffenen Menschen einen Sinn vermitteln zu wollen, fast grausam ist. Schließlich

erlebt dieser Mensch gerade einfach Sinnlosigkeit. Und was ein solcher Mensch braucht, ist jemand, der diese

Sinnlosigkeit mit ihm zusammen aushält. Genau das ist aus meiner Sicht die Chance des christlichen Glaubens.

Christen glauben schließlich an einen Gott, dessen menschliche Erscheinung in Jesus Christus am Kreuz

geschrien hat „Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen?“ Es ist ein ungeheuerliches Phänomen

der Religionsgeschichte, dass einer, der so schreit und die absolute Abgründigkeit des Leidens erlebt, als

Sohn Gottes bezeichnet wird. Das ist für mich ein Grund, warum ich der festen Überzeugung bin, dass es

vielleicht keine andere Perspektive des Lebens überhaupt gibt, die so stark fähig ist, genau solche Situationen

der Sinnlosigkeit und der Verzweiflung aufzunehmen, indem sie sie einfach aushält, anstatt sie wegzuerklären.

ÜBER DEN TOD

Jonas: Ich finde es eine interessante Idee, dass der Tod Teil der Lebensbejahung ist. Das Leben wäre ohne den

Tod nicht so kostbar. Das Leben verläuft nicht im Unendlichen, sondern spannt eine Art Lebensbogen, der

endlich ist.

Heinrich: Ich glaube schon, dass es so etwas wie einen Lebensbogen gibt und es irgendwann auch Zeit ist, zu

sterben. Sehr alte Menschen bringen auch immer wieder zum Ausdruck, dass es jetzt reicht und es jetzt genug

ist. Sie haben vielleicht ein langes erfülltes Leben gehabt und dann das Gefühl, dass es irgendwann an der Zeit

ist. Über Abraham heißt es in der Bibel: „Er starb alt und lebenssatt.“ Ich finde das einen schönen Ausdruck. Er

beschreibt einen Tod, der am Ende eines erfüllten Lebens steht und - für mich jedenfalls - keinen Schrecken

hat. Insofern gehört der Tod in der Tat zu einem gelingenden Leben dazu. Ich kann schon gut nachvollziehen,

was hinter dem alten Kinofilm-Titel „Hunde, Wollt ihr ewig Leben?“ steht. Der Versuch, sich selbst unsterblich

zu machen, ist nichts Attraktives.

Auszüge aus dem Buch „Wer`s glaubt, wird selig“ von Heinrich und Jonas Bedford-Strohm, erschienen im

KREUZ VERLAG in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2013. www.kreuz-verlag.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

Sinnvolles

erreichen

Er ist Coburger. Er ist Lichtenfelser.

Er ist eine Institution in Sachen

Männermode. Er ist aktiv. Am

liebsten engagiert er sich für die

Region, für andere Menschen.

„Sinnvolle Dinge tun“, das ist sein

Ansporn. Ein Interview mit Roberto

Bauer.

Herr Bauer, Sie werben für ihre Heimat, für den Handel, für die Städte, sie haben

außerdem schon zahlreiche Benefizkonzerte veranstaltet und vieles mehr. Was treibt

Sie an?

Es ist die Faszination und die Begeisterung, Neues zu schaffen, also events auf die

Beine zu stellen, bei denen sich Menschen treffen und hoffentlich glückliche Momente

gemeinsam erleben dürfen. Natürlich geht es auch darum, unsere Stadt und die gesamte

Region in ein anderes Licht zu setzen. Den Menschen zu zeigen, warum es sich lohnt,

nach Lichtenfels zu kommen. Die Stadt ist im Aufbruch. Da entsteht gerade viel Neues.

Sie sind ja beruflich sehr erfolgreich. Würden Sie mir aber zustimmen, dass Ihr

Engagement, dieses mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, und damit ja auch das

Helfen, dass das befriedigender ist als beruflicher Erfolg, dass es dem Leben mehr Sinn

gibt?

Der Begriff „Sinn“ trifft es nicht so ganz, ich würde lieber sagen es macht das Leben

noch „sinnvoller“. Beides ist wichtig, das eine, also der Beruf, so wie das andere, das

gesellschaftliche Engagement. Sinnvolle Dinge zu tun heißt für mich bereit sein für

Neues, denn die Zukunft ist eine permanente Evolution, heißt, Dinge tun zu dürfen,

die Spaß machen und damit Gutes zu erreichen, Menschen zu helfen. Der Mensch steht

nicht nur in meinem Beruf, sondern in meinem Leben immer im Mittelpunkt.

Im Sommer hatten Sie die koreanische Pianistin Younee in Lichtenfels für ein

Benefizkonzert zu Gast. Was war das für ein Abend auch für Sie persönlich?

Es war ein glückliches Erlebnis, vormittags hat es noch geregnet, dann schien von 16

Uhr bis Mitternacht die Sonne, am Marktplatz hatten wir ein blütenweißes Ambiente

geschaffen und weit über 1000 Besucher sind gekommen. Alle haben die Musik einer

außergewöhnlich herausragenden Pianistin genossen, die ohne Noten gespielt hat,

eher nach Emotion. Die Menschen haben den Abend mit standing ovations gefeiert.

Ich finde diese Momente mit meinen Stiftungsräten zu erleben war Glück.

Wem kommen die Erlöse der Benefizkonzerte zugute?

Man muss unterscheiden. Da gibt es die Veranstaltungen der Stiftung Lichtenfels, das

sind fünf Stiftungsräte. Alle anderen Veranstaltungen macht die Firma Roberto Bauer

alleine. Mit der Stiftung wollen wir ohne bürokratischen Aufwand sofort reagieren.

Wir helfen in der Umwelt, Alten- und Jugendhilfe, in Sachen Bildung oder Kultur.

Ziel ist einfach mehr Lebensqualität für Lichenfels. Meine persönlichen Events gingen

meistens an die Aktion Helfen mit Spaß. Diese unterstützt Menschen in Lichtenfels,

denen es nicht so gut geht. Das Rote Kreuz verwaltet letztlich die Gelder und

entscheidet, wohin das Geld fließt.

Roberto Bauer ist Inhaber von Roberto Bauer

Herrenmoden im Stadttor in Lichtenfels,

einem der führenden Fachgeschäfte für

Herrenmode mit Kunden weit über die

Region hinaus seit über 30 Jahren, das

er mit seiner Tochter Sara Bauer-Oertel

leitet. Darüber hinaus engagiert er sich im

Einzelhandel, in der Aktionsgemeinschaft

Treffpunkt Lichtenfels, der Stiftung Unser

Lichtenfels - und er veranstaltet selbst und

gemeinsam mit vielen Partnern aus der

Region regelmäßig Benefizkonzerte, zuletzt

im Sommer ein großes Open-air mit der

koreanischen Pianistin Younee vor weit

über 1000 Besuchern in der Lichtenfelser

Innenstadt.

Was ist denn für die nächste Zeit, für nächstes Jahr geplant?

Also wie gesagt, wir sind immer offen für Neues. Mit der Stiftung haben wir aktuell 2

Veranstaltungen geplant. Und dann planen wir mit meiner Firma Roberto Bauer eine

Premiere, etwas, das es noch nicht gegeben hat. Wenn alles klappt, werde ich auch

darüber sprechen. Vorher wird nichts verraten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

Leben mit

QualitAt

Frank Sperschneider

Personaltrainer

Es gibt Lebens-, es gibt Berufswege, deren

Konsequenz man erst in einem Rückblick,

einer ersten persönlichen Bilanz, aus einer

gewissen Distanz heraus erkennt, wenn

einzelne Schritte hintereinander gesetzt

einen Weg erschaffen haben, der Ziel

zugleich ist. Viele kleine in der Erinnerung

schon verblassende Entscheidungen

fügen sich dann zusammen und ergeben

plötzlich einen Sinn. So verhält es sich

wohl bei Frank Sperschneider, den

immer Getriebenen, der „immer aus dem

Bauchgefühl heraus“ entscheidet, früher

Werkzeugmacher, dann Fitnessrevoluzzer

und heute Personaltrainer in Coburg.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


SONDERTHEMA SINN

So einer wie Frank Sperschneider fängt nicht mit Fuß- oder Handball an,

sondern mit Judo, damals, im zarten Alter von fünf Jahren. Freilich findet auch

er den Weg zu den üblichen Sportarten, das aber reicht ihm nicht, es folgen

Reiten, Schwimmen, Leichtathletik. Sperschneider ist immer auf der Suche

nach Bewegung, nach Spiel, nach Sport, Wettbewerb. Doch auch an dem fast

2 Meter großen Modellathleten geht die Belastung nicht spurlos vorüber: Auf

Sport aber verzichten, das kommt für ihn nicht in Frage, nur – Gesünder muss

er sein, nicht nur spaßbetont. Also geht der junge Mann ins Fitnessstudio, um

Muskeln aufzubauen. Aus dem Vorsatz, mehr für die Gesundheit zu tun, wird eine

„verrückte Zeit in einer verrückten Szene“. „Strongman“ heißen die Wettbewerbe

der Kraftsportler, die etwas archaisch-männliches an sich haben, maximale Last

für Muskeln, Bänder, Gelenke, aber gesund?

Sperschneider beendet den Irrweg, erwirbt die Fitnesstrainer B-Lizenz,

und so wird „Stück für Stück die Idee zum Beruf.“ Noch nämlich ist der Sport

Freizeit. Tagsüber arbeitet er im elterlichen Betrieb für Furnier- und Sperrholz

in Mengersgereuth-Hämmern, als Werkzeugmacher hatte er gelernt, was harte

Arbeit ist, wollte sich aber auch dort immer neu erfinden, ging in die Produktion,

wurde Abteilungsleiter. Heute unterstützt er das Unternehmen sporadisch, ist

Gesellschafter.

Seit 2001 aber strukturiert vor allem sein früheres Hobby seinen Tagesablauf.

Zunächst arbeitet er als selbständiger Fitnesstrainer in „parallel in bis zu fünf

Studios gleichzeitig“. Dann lernt er 2010 ein neuartiges Training kennen, das EMS,

ein Ganzkörpertraining mit niedrigem Reizstrom, das aus der Physiotherapie

kommt, hocheffizient. Bodystreet heißt der Anbieter, Sperschneider überzeugt das

Franchiseunternehmen vom Standort Coburg – und setzt sich durch. Eigentlich

nämlich ist die Geschäftsidee Großstädten vorbehalten. Doch Sperschneider spürt

etwas: Mit Bodystreet kann er einer breiten Bevölkerung qualitativ hochwertiges

Personaltraining zugängig machen. In Coburg gab es das bis dahin in der

öffentlichen Wahrnehmung nicht. In der Tat reagieren die Coburger skeptisch,

es gebe genug Fitnessstudios, hört er, und vor allem das Training quasi „im

Schaufenster mitten in der Stadt“ gehe gar nicht. Heute ist Bodystreet weltweit

die Nummer 1 mit über 250 Studios. Und auch in Coburg hat sich seit 2011 die

innovative Trainingsmethode mit ihrem 20-Minuten-Training einmal die Woche

etabliert. Das Bauchgefühl hat ihm Recht gegeben.

Sperschneider aber denkt schon ein Jahr nach der Eröffnung schon wieder weiter.

Eine Coaching-Ausbildung führt ihn auf den Kilimandscharo, mit knapp 6000

Metern das höchste Bergmassiv Afrikas. Im November 2012 steht er ganz oben.

Er hatte seine Grenzen austesten wollen, und das hat er, durch fünf Klimazonen

von tropisch bis arktisch. „Das war für mich privat, beruflich, gesellschaftlich

lebensverändernd“, sagt er heute, „ich kann das nur jedem empfehlen.“ Für ihn

ist der Aufstieg auf den Berg gleichzeitig der Einstieg ins Coaching, weil dort

eine Frage am Anfang steht, eine in seinem Leben zentrale Frage, die viele seiner

Schritte, seiner Entscheidungen unbewusst gesteuert hat: „Was treibt mich

wirklich an?“ Heute weiß er es.

Als Personaltrainer arbeitet er heute mit seinen Kunden an der Antwort auf diese

Frage, immer ganz individuell, an ihren Bedürfnissen, ihren Wünschen orientiert.

Es gibt so viele Lebenswege, wie es Menschen gibt. Sperschneider möchte seinen

Kunden das Rüstzeug mit auf ihren Weg geben, damit sie diesen gehen können

- nachhaltig. „Jeder sollte verstehen, warum er etwas tut, jeder sollte sich seiner

selbst bewusst sein.“ Er versteht Personaltraining ganzheitlich, als Zusammenspiel

von Körper, Geist und Seele, einem übergeordneten Ziel folgend: der eigenen

Gesundheit. „Jeder muss doch mit seinen Ressourcen und mit seinem Körper

bis zum Schluss auskommen. Die Frage ist nur, auf welcher Ebene. Ich bin der

Meinung, das Leben sollte auf allen Ebenen eine gute Qualität haben. Wir können

nicht ändern, dass wir älter werden, aber wir können dafür sorgen, Spaß dabei zu

haben.“

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


Gesponserter Beitrag

Was ist fur

Sie Sinn?

Statements von Mitarbeiterinnen

des Coburger Unternehmens Otto

Hauch GmbH & Co. KG

Sinn-volle Gesprächsrunde am Morgen im Büro: (v.l.n.r.): Andrea Jugenheimer, Madeleine Wagner, Isabell Popp, Yonca Ön-Barth, Miriam Hanloh,

Andrea Jugenheimer, seit 1997 im Unternehmen:

„Mein Job ist mein Lebensinhalt. Auch wenn der

Wecker um 5 Uhr klingelt – es warten Aufgaben, die

ich erledigen möchte, und die mir Freude machen.

Ich mache den Job gerne, er gibt meinem Leben

Sinn, weil wir wie eine große Familie sind. Wir haben

Freude und Spaß. Wenn man mit Frust ins Büro

gehen würde, hätte das alles keinen Sinn. Es ist klar,

solange im Leben Kinder da sind, wenn man eine

Familie gründet, ist der Sinn auf diese Kinder fixiert,

das verschiebt sich im Laufe des Lebens.“

Madeleine Wagner, seit 2016 im Unternehmen, lernt

Bürokauffrau: „Ich war früher Hotelfachfrau, mein

Mann arbeitet im Dreischichtbetrieb, wir haben

einen Sohn, deswegen habe ich etwas Neues mit

familienfreundlichen Arbeitszeiten gesucht, einen

Arbeitgeber, bei dem ich den Job und Zeit für die

Familie unter einen Hut bringen kann, das gibt mir

Sinn.“

Isabell Popp, seit 2003 im Unternehmen,

Bürokauffrau, bald in Elternzeit: „Meinen Lebenssinn

sehe ich zum einen bei meiner Familie, also

meinem Mann und bald auch einem Baby, das schon

unterwegs ist, und das den Sinn sicherlich erweitert.

Aber ich sehe meinen Sinn gleichwertig auch hier

im Job. Wir haben uns hier etwas erarbeitet, ich bin

ein Teil davon, und das will ich auch fortführen, nur

Hausfrau und Mutter wäre mir zu wenig. Ich will

gefordert werden, will über den Tellerrand schauen.“

Yonca Ön-Barth, seit 1997 mit Unterbrechungen im

Unternehmen, aktuell in Elternzeit: „Vor meinen drei

Kindern gab es für mich nur Arbeit Arbeit Arbeit, ich

habe das auch sehr gerne gemacht, ich habe mich im

Job verwirklicht. Das hat sich dann schon gewandelt,

aktuell empfinde ich Sinn in der Familie, aber

immer mit dem Bewusstsein, dass das sich wieder

verschieben wird: Ich möchte natürlich wieder

zurück und beides, Familie und Beruf, parallel laufen

lassen. Auch weil man sonst den Anschluss verliert

im Job. Dieses Thema Vereinbarkeit von Familie und

Beruf ist gerade für uns Frauen schon extrem wichtig,

damit man ein erfülltes, ein sinnvolles Leben hat.“

Miriam Hanloh, seit 2017 im Unternehmen: „Ein

großer Sinn besteht für mich darin, authentisch

zu sein. Ich konnte mich lange im Beruf entfalten,

damals in Karlsruhe, da war ich authentisch. Dann

habe ich zwei Kinder bekommen, der Focus hat sich

verschoben. Ich wollte nicht die Mutter sein, die

ihre Kinder irgendwo parkt, also habe ich drei Jahre

Auszeit genommen, da war ich auch authentisch. Jetzt

habe ich mir die Frage gestellt, wie geht es für mich

beruflich wieder weiter, weil nur Kochen geht einem

irgendwann auf den Keks. Ich wollte auch wieder mit

Freude und Leidenschaft meinem Beruf nachgehen.

Deswegen bin ich mit meiner Familie zurück nach

Coburg hier ins Familienunternehmen. Hier suche

ich meine berufliche Rolle und möchte dabei meine

Kinder nicht aus den Augen verlieren. Um Beruf

und Familie zu vereinbaren, bietet das Unternehmen

meines Vaters wunderbare Möglichkeiten.“

Madeleine Wagner

Isabell Popp

Miriam Hanloh

Andrea Jugenheimer

Yonca Ön-Barth

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Welchen Sinn

hat unser Leben?

42

Der Sinn des Lebens ist

das Leben selbst – und

damit verbringen wir es.

[laut P.M. 2014]

Privates Glück

Dass ich glücklich bin,

viel Freude habe.

67 %

Dass meine Familie versorgt ist.

Das Leben genießen.

Im Leben etwas leisten.

Die Welt sehen.

Ein Haus besitzen.

Viel Geld haben.

46 %

Ethische Verpflichtungen

Dass ich vor mir selbst

bestehen kann.

56 %

55 %

24 %

13 %

53 %

Tun, was mein Gewissen mir sagt.

Tun, was Gott von mir erwartet.

66 %

Beziehung zur Gesellschaft

Dass ich beliebt bin.

52 %

Mithelfen, eine bessere Gesellschaft zu schaffen.

17 %

40 %

Mich mit allen Kräften für eine bestimmte Idee einzusetzen.

Anderen zu helfen.

Umfrage Allensbacher Institut (2002)

21 %

47 %

22 %

Unser Leben in Zahlen

1 Jahr, 7 Monate

treiben wir Sport

16 Monate

putzen wir

1 Jahr

gehen wir ins Kino,

Theater oder Konzert

9 Monate

waschen und bügeln wir

9 Monate

spielen wir mit den eigenen Kindern

6 Monate

sitzen wir auf der Toilette

2 Wochen

beten wir

www

„Sinn des Lebens“:

10.900.000 Einträge

bei google

„Sinn“: 96.700.000

Einträge bei google,

der erste ist die Sinn

Spezialuhren GmbH

aus Frankfurt

Was meinen Sie –

sollte man das Leben als

Aufgabe betrachten oder

es einfach genießen?

4 Monate

spielen wir am Computer

„Unsinn“: 5.510.000

Einträge bei google

„Sinnlos“: 5.670.000

Einträge bei google

24 Jahre, 4 Monate

schlafen wir

12 Jahre

sitzen wir vorm Fernseher

12 Jahre

unterhalten wir uns

8 Jahre

arbeiten wir

5 Jahre

essen wir

2,5 Jahre

verbringen wir im Auto

1 Jahr, 10 Monate

gehen für Schul- und Weiterbildung drauf

3 Monate

verbringen wir auf Vereinssitzungen und ebensoviel

Zeit in Kneipen oder beim Arzt

Island

14,8 % Irland

12,1 %

Quellen:

Statista, Interbrand

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 53

31 %

Das Leben als

Aufgabe sehen

21 %

unentschieden

48 %

Das Leben genießen

EU-Länder mit den

meisten Depressiven

Finnland

10,5 %

Lettland

9,1%

Portugal

11,9 %

Schweden

9,6%

Luxemburg

9,5%

Slowenien

8,8%

Deutschland

10,6 %

Großbritannien

8,9%


54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL

Gesponserter Beitrag

Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball in Berlin

Das Hotel Adlon in Berlin. Direkt

am Brandenburger Tor. Ende

November 2017. Bundespresseball.

Gesellschaftlicher Höhepunkt des

Jahres. Über 2000 Gäste aus Medien,

Politik, Wirtschaft und Kultur mit

dem Bundespräsidenten an der Spitze.

Ein Stelldichein der Prominenz. Ein

Schaulaufen auf dem roten Teppich,

der hier schwarz ist. Die Herren

im Smoking. Die Damen im langen

Abendkleid - perfekt frisiert. Auch

dank zweiter Coburger: Torsten

Freese und seine Mitarbeiterin Jasmin

Dietzel vom Coburger Studio Freese

sind die beiden Hairstylisten in der

Beauty Lounge. Eine besondere Ehre,

ein besonderer Tag, eine aufregende

Nacht in der Hauptstadt. Und eine

Auszeichnung, jetzt, kurz vor dem

zehnten Geburtstag des Studio Freese.

Prominenz auf dem roten Teppich

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


PROMINENTE KÖPFE

„Ich habe erst einmal

den Hörer fallen lassen“

Torsten Freese über den

Moment der Anfrage

Vor ein paar Monaten klingelt

bei Torsten Freese in Coburg

das Telefon. Am Apparat

ist Mirjam Gran aus Graz in

Österreich. Ihr Unternehmen

gran.cosmetic hat den Auftrag

bekommen, sich im Namen des

Kosmetikherstellers diego dalla

palma beim Bundespresseball um

das Styling von Gästen zu kümmern.

Mirjam kennt Torsten Freese, sie schätzt ihn

und sein Team als hochprofessionell, also ruft sie ihn an und fragt ihn, ob er das

Hairstyling übernehmen kann. „Ich habe erst einmal den Hörer fallen lassen“, sagt

Freese heute, „dann habe ich zugesagt, das war sozusagen das emotionale Ja …,

dann habe ich nochmal nachgedacht … und dann kam das rationale Ja“. Torsten

Freese weiß: so eine Chance, in so einer Atmosphäre sein Können zu zeigen, „da

kann man eigentlich nicht nein sagen“.

Ein paar Monate später, Freitag, 23. November 2017, 11:30 Uhr. Hotel Adlon.

Einchecken. Höchste Sicherheitsstufe, das Bundeskriminalamt hat schon im

Vorfeld alle Namen des achtköpfigen Beautyteams und der vier Begleiter gecheckt,

der Veranstalter Passfotos angefordert. Jetzt werden die Ausweise ausgehändigt,

ohne die in den nächsten Stunden nichts geht. Ein rotes Plastikkärtchen mit

Foto, Namen, Geburtsdatum, Firma. Ein Band zum Umhängen mit der Aufschrift

Bundespresseball. Zeit bleibt noch für ein Foto an der Sponsorenwand auf dem

roten Teppich, der hier schwarz ist. Dann geht es in Richtung Rückseite des Hotels

Adlon, ein Name, der untrennbar mit dem Kaiserreich, mit prächtigen Zeiten,

aber eben auch mit Krieg und Zerstörung verbunden ist. Heute trägt das Hotel

nur noch den altehrwürdigen Namen, die alten Steine sind längst geschliffen.

Die geradezu mystische Aura aber begleitet das Team auf den Weg in Richtung

Beautylounge, auch wenn die Vorbereitungen auf den Ballabend aus dem Haus

eine Baustelle machen. Kisten, Paletten. Bühnenelemente. Soundcheck. Technik.

Eisschränke. Blumenarrangements.

Die Beauty-Lounge, das sind sechs Arbeitsplätze mit Spiegel, eine Miniküche, ein

Minilager. Es bleiben knapp zwei Stunden für das Team, sich hier einzurichten.

Zwei Plätze für die beiden Coburger Hairstylisten, vier für die Make-Up-Stylisten

Robin und Karina aus Graz, Nora aus Berlin und Gianluca aus Nizza. Mirjam

koordiniert, Corinna organisiert, Tobias, der Ehemann von Torsten, packt mit an,

und Johannes, der Mann von Jasmin, kümmert sich um den acht Monate alten

Sohn. Torsten Freese sortiert Sprays, Scheren, Bürsten, Kämme, Lockenstäbe,

Glätteisen, Hochstecknadeln. Jasmin und er bauen ein System auf, „mit dem

man später schnell arbeiten kann“. Alles in Griffweite, alles hat seinen Platz. Das

Licht ist nicht optimal, sie sind angespannt, nervös, trotz aller Vorbereitung,

trotz des Trainings, aber sie freuen sich auf einen ganz besonderen Abend ihrer

Karriere als Stylisten. Der Anspruch ist hoch, „das Ambiente, der Event an sich,

das spezielle Licht, und vor allem müssen die Frisuren natürlich den jeweiligen

Typ Mensch unterstützen, er soll sich wohlfühlen, soll auf dem roten Teppich

ein gutes Bild abgeben.“ Wer unter seine Schere kommt, weiß Freese zu diesem

Zeitpunkt nicht. Zwar gibt eine Liste einen schnellen Takt vor, wer sich für welche

Zeit angekündigt hat, wer Make-up wünscht, wer Frisur, wer beides, wer nur ein

Fresh-up. Doch wer zu wem kommt, klärt sich erst kurzfristig. Für Torsten Freese

spielt das letztlich auch keine Rolle. Er werde es halten wie immer in seinem Job,

wie in seinem Coburger Salon, sagt er. Er werde auf seine Kunden zugehen, sich

höflich vorstellen und dann die Frage stellen „Was wünschen Sie sich denn von

mir?“ Freese ist gut vorbereitet, auch auf aktuelle Trends aus Modezeitschriften

oder der Gala. Vor den großen Fenstern der Beautylounge, dünne Vorhänge

schirmen allzu neugierige Blicke von Passanten ab, nehmen Polizeibusse Stellung,

Hundestaffeln streifen um das Gebäude, niemand darf mehr ohne Ausweis in das

Hotel Adlon, Sicherheit ist allgegenwärtig.

14:30 Uhr. An die 20 Damen stehen bis 18:30 Uhr auf der Liste. Vertreterinnen

des Veranstalters, Unternehmerfrauen, Regisseurinnen, Gattinnen von

Tatort-Kommissaren, bekannte deutsche Schauspielerinnen - Schönheit im

Viertelstundentakt. Alle sechs Plätze sind immer belegt. Für die Kunden gibt es

ein Glas Wasser, gerne auch ein Gläschen Champagner. Tobias kümmert sich um

die Begrüßung und den Empfang der Gäste, nimmt Mäntel und Jacken ab, füllt

die Gläser, Corinna verteilt Werbegeschenke des Sponsors, sorgt für Ordnung

und gute Laune, Mirjam hat alles im Blick, achtet auf die Liste, hakt ab, wer

dran war. Ihr Team funktioniert, „sich immer gegenseitig zu helfen“, sei wichtig,

sagt sie, die Laune ist gut. Der Stolz auch: „Bundespresseball in Deutschland ist

wie der Opernball in Österreich.“ Jetzt ist auch Torsten in seinem Element, die

Anspannung fällt ab. „Wenn man einmal dabei ist und seinen Job liebt, wird man

nicht müde, das ist das pure Adrenalin.“ Stundenlang macht er „einen Kopf nach

56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL

dem anderen“, wie man in der Branche sagt, immer freundlich, immer korrekt,

immer professionell, und immer offen für ein Gespräch. Er erfährt viel von seinen

prominenten Kundinnen, „Namen möchte ich natürlich nicht nennen“, er lernt

Damen kennen, die aus der eigenen Heimat sind und jetzt in Berlin leben, und

er wird nicht müde, selbst zu erzählen, von Coburg, dass die kleine Stadt auch

eine Reise wert ist, wegen des Theaters, der Schlösser, des Ambientes – ein echter

Botschafter.

Es ist 19 Uhr. Der Showdown auf dem Teppich im Eingangsbereich des Adlon ist

abgeklungen, der Bundespräsident lädt zum Galadiner mit über 300 Gästen. Der

Abend für Torsten Freese, Jasmin Dietzel, Robin, Karina, Nora, Corinna, Mirjam

und Gianluca aber ist noch lange nicht vorbei. Die Beautylounge steht auf dem

offiziellen Programm, viele Damen und im Laufe des Abends auch mehr und mehr

Herren suchen und finden den Weg zum Team rund um Torsten Freese, lassen

sich verwöhnen, wünschen sich ein Fresh-up für Gesicht und Haare. Am Ende

hat er alleine an die 40 Köpfe gemacht, es ist nach Mitternacht, als sich die Türen

zum Beautybereich schließen. Das Team ist erschöpft, Gianluca „destroyed“,

aber alle sind glücklich, sie haben einen harten, erfolgreichen Tag und eine halbe

Nacht hinter sich, die für einige noch nicht zu Ende ist: Smoking und Abendkleid

hängen in der Miniküche. Die offizielle Einladung zum Bundespresseball nimmt

man gerne an und mischt sich unter die Prominenz.

„Namen möchte ich

natürlich nicht nennen“

Torsten Freese und die

Prominenz auf seinem Stuhl

Jasmin Dietzel, Tobias Freese, Torsten Freese,

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Christof Pilarzyk, Mitbegründer des Sambafestivals, Gründer des Bierlands Oberfranken, Aufbau

der Brauerei Grosch, erfolgreicher Hotelier und Gastronom.

Sind Sie ein Macher?

Ja. Bin ich.

Warum fühlen Sie sich als Macher?

Neues zu entwickeln und dabei Bewährtes weiterzuentwickeln, das ist für

mich Machen. Neues war zum Beispiel das Sambafestival vor 27 Jahren. Das

haben wir damals im Team zu Dritt aus der Taufe gehoben und bis heute zu

Europas größtem Sambafestival entwickelt. Neues waren die Idee und der

Aufbau der Organisation Bierland Oberfranken. Neu ist auch die Brauerei.

Am Anfang hatten wir zwei Biere, mittlerweile sind es 12, und Sondersude

zu speziellen Ereignissen kommen noch dazu. Neu ist die Alm in Rödental,

die wir übernommen haben, der Biergarten in der Domäne, neu ist meine

Position als Geschäftsführer der privaten Braugasthöfe von Italien bis nach

Dänemark. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit dem „Oktopafest“. Wir sind

ins Gespräch gekommen, jetzt sind wir ein Teil dieser Riesengaudi. Bewährtes

dagegen ist die Gastronomie, „Der Grosch“, der Standort in Rödental, das

Interieur, die fränkische Küche. Das alles gibt es schon seit über 590 Jahren.

Aber auch „Der Grosch“ musste fit gemacht werden für die Zukunft. So wie

er heute dasteht, hat er nichts mehr mit dem Grosch von vor 20 Jahren zu tun.

Die Hülle ist noch da, aber neu ist das Hotel, neu ist die Art und Weise, wie

wir seither Gastronomie leben. Wenn man so will, ist mein Macherleben also

zweigeteilt: Samba ist das eine, und das Gastronomieleben das andere.

Was treibt sie an?

Es ist die pure Lebensneugier. Ich bin immerzu am Suchen. Und es muss mir

auch Spaß machen, ich muss da überall mit Herzblut dabei sein, sonst könnte

ich nichts machen, sonst hätte ich keine Energie, sonst wäre ich kein Macher.

Außerdem muss man immer ein Team um sich haben und man braucht

unbedingt ein gut funktionierendes Netzwerk. Das alles habe ich. Und vor

allem habe ich mit meiner Frau eine ganz wichtige bodenständige Konstante

an meiner Seite. Ohne sie würde ich das alles nicht schaffen.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Alles, was ich mache, ist für mich gleichwertig. Das alles zu schaffen, alles

so gut wie möglich, darauf bin ich stolz. Der Grosch war damals in einer

schwierigen Situation. Jetzt gehören wir ganz vorne mit dazu, was gute

gehobene fränkische Küche angeht, wir gehören zu den fünf Prozent der

größten Gastronomiebetriebe in Bayern. Das Sambafest funktioniert, die

Brauerei, das Hotel. Das alles macht mich schon stolz. Und privat bin ich

natürlich auf meine Kinder sehr stolz.

Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen?

Ich mache immer alles mit 100 Prozent. Mehr geht auch nicht. Aber, das

habe ich auch gemerkt, immerzu an seine Grenzen zu gehen, ist auf Dauer

nicht gesund. Auch Macher brauchen Pausen, und die muss man sich auch

zugestehen. Wenn ich etwas gelernt habe, ist es Loslassen, wenn mal was nicht

klappt.

Ist Coburg ein guter Standort zum Machen?

Wenn es kein Standort zum Machen wäre, gäbe es hier nicht so viele

Veranstaltungen. Coburg ist ein Topstandort zum Machen. Natürlich gibt es

auch viele Sachen, die nicht so laufen, trotzdem haben wir insgesamt ganz

viele tolle Entwicklungen vorzuweisen. Manchmal muss man die Macher

einfach auch machen lassen.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


EIN INVEST IN DIE REGION

Medical School REGIOMED gGmbH sucht weitere Unterstützer

Die Fakten erschrecken: Immer weniger niedergelassene Ärzte in der Region, Durchschnittsalter der Hausärzte bei 59 Jahren,

Praxen mit bis zu 3000 Kassenpatienten im Quartal, Menschen, die keinen Hausarzt mehr finden, Schwierigkeiten, offene Stellen

zu besetzen, Sprachbarrieren durch fremdsprachige Ärzte. Der Personalmangel – wohl in kaum einer anderen Branche ist er so zu

spüren wie im Gesundheitswesen. Und in keiner tut er mehr weh – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ursache: Aus den Universitäten

kommt zu wenig Nachwuchs. Fünf Bewerber konkurrieren um einen Studienplatz, andere scheitern schon am Numerus Clausus.

Dem steuert der Gesundheitsverbund REGIOMED, zu dem auch das Klinikum Coburg gehört, entgegen, indem er in Kooperation

mit der staatlichen Universität Split eine eigene Medical School gegründet hat und seit Oktober 2016 Ärzte ausbildet – in dieser Form

einmalig. Und jeder kann diese Initiative unterstützen.

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


MEDICAL SCHOOL REGIOMED

Advertorial

Für REGIOMED und die ganze Region ist die Idee existenziell, damit es in Zukunft

wieder genug Ärzte gibt. Zum einen nämlich wird der zweite Teil des sechsjährigen

Studiums an den Kliniken von REGIOMED absolviert, die angehenden Ärzte

werden dadurch an die Region gebunden, zum anderen vergibt REGIOMED an

ausgewählte Studenten Stipendien in Höhe der Studiengebühren der Universität

Split, die mit einer sechsjährigen Bindungsverpflichtung an die Region nach

dem Studienabschluss einhergehen. Die Chancen stehen gut, dass solche Ärzte

in der Region sesshaft bleiben. Das nämlich ist die eigentliche Idee der Medical

School, das ist der eigentliche Profit für Coburg Stadt und Land, Lichtenfels,

Hildburghausen und Sonneberg: die Sicherstellung der medizinischen Versorgung

in der Region.

Und jedes Unternehmen, jede Organisation, jede Person kann darin investieren.

Als Tochter des kommunalen REGIOMED-Verbundes sucht die als

gemeinnützig anerkannte Medical School Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft.

Möglichkeiten der Unterstützung gibt es viele: So können Partner ein

Stipendium für einen Studenten übernehmen, also die Studiengebühren der

Universität Split in Höhe von 9000 Euro im Jahr. Auch Spenden sind erwünscht,

ob nun an die Medical School allgemein oder zweckgebunden z.B. für den Aufbau

der Infrastruktur (Bibliothek, Unterrichtsräume, Labore), der technischen

Ausstattung (EDV-Bedarf, E-Learning, Videoübertragungssysteme nach Split)

sowie der medizinischen Lehre und Didaktik (Skills Lab, Online-Literatur,

Statistik-Support). Möglich ist auch das Sponsoring von Veranstaltungen wie der

Summer School oder den Einführungstagen.

Mit Patenschaften oder Spenden an die Medical School leisten alle Partner einen

Dienst an der Allgemeinheit. 2019 nämlich kommen die ersten Studenten nach drei

Jahren Studium der Humanmedizin an der international anerkannten Universität

Split in die Region zurück, 30 Studienplätze werden seit Oktober 2016 jährlich

vergeben, aktuell beginnt der zweite Jahrgang. Es sind junge Menschen, die nicht

unbedingt ein Einser-Zeugnis vorweisen müssen, wohl aber Persönlichkeit,

praktische Fähigkeiten, Interesse an der Arbeit mit Menschen, Empathie für die

Patienten. Das alles wird in einem aufwändigen Auswahlverfahren getestet. Die

ersten Prüfungsergebnisse aus Split belegen, dass man damit auf dem richtigen

Weg ist. Im Oktober 2018 startet der dritte Jahrgang nach Split – 2021 studieren

erstmals 90 Nachwuchsärzte parallel in Coburg und der Region. Und viele

von ihnen werden nach ihrem Abschluss in der Region Coburg, Lichtenfels,

Hildburghausen und Sonneberg bleiben.

Erstsemester während der Einführungstage auf Kloster Banz - viele kommen aus der Region

SIE MÖCHTEN SPENDEN?

Beste Ärzte – von uns für uns. Stärken Sie die medizinische Versorgung in

der Region mit einer Spende an die Medical School REGIOMED gGmbH.

Weitere Informationen unter: www.medicalschool-regiomed.com

oder telefonisch unter 09561/97332231

Spendenkonto: DE86 7835 0000 0040 7889 60, BYLADEM1COB

Das Studium an der Medical School. Im Interview berichtet Riccardo Schmidt, 27, geboren und aufgewachsen in Neuhaus am Rennweg, seit Oktober 2017

Student der Humanmedizin an der Medical School REGIOMED bzw. der University of Split School of Medicine, von seinen Erfahrungen.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Drei Jahre verbringen wir jetzt hier in Kroatien und kehren dann für den

überwiegend klinischen Teil der Ausbildung an die REGIOMED Kliniken

zurück nach Deutschland. Nach dann insgesamt sechs Jahren Studium und

erfolgreicher Approbation beginnt die Zeit der Facharztausbildung. Diese

wird in den meisten Fällen etwa weiterer sechs Jahre bedürfen. Ich interessiere

mich ausgesprochen für die Notfallmedizin und hoffe in diesem Zweig der

gesundheitlichen Versorgung schon bald meinen Teil leisten zu dürfen.

Riccardo beim Ausspannen nach der Uni am Meer

Wie sind deine ersten Erfahrungen mit der Ausbildung?

So ein Studium ist harte Arbeit. Vor allem wenn man es nicht nur fern der

Heimat, sondern auch noch in einer fremden Sprache absolviert. Dennoch

bereue ich meine Entscheidung nicht im Geringsten, bin motivierter und

fokussierter als je zu vor und behalte meine Ziele fest vor Augen.

Wie ist die Stimmung unter den Studierenden in Split?

Wir kommen als Team von ca. 60 Studenten wirklich außerordentlich

gut miteinander klar. Schon nach wenigen Tagen entwickelten sich

Freundschaften, Wohngemeinschaften und Lerngruppen. Gemeinsame

Ausflüge finden statt, man treibt zusammen Sport und hilft sich gegenseitig

wo man nur kann.

Was sagst du zu der Chance, die dir die Medical School REGIOMED bietet?

Hättest du ohne diese Möglichkeit überhaupt Arzt werden können?

Optionen wie diese sind überaus rar und gewinnen durch die komplizierten

und sehr unpersönlichen Auswahlverfahren der deutschen Universitäten

immer mehr an Wert und Zuspruch. Das auf NC-, bzw. Wartesemestern

basierende Auswahlverfahren ist mit Sicherheit weder zeitgemäß noch auf

wirklich relevante Schlüsselkompetenzen der Bewerber ausgerichtet, was die

hohen Abbruchs- und Durchfallquoten wohl deutlich belegen. Ein 1,0 Abitur

ist eben noch kein Garant dafür, auch wirklich für ein Medizinstudium und

die anschließende Tätigkeit prädestiniert zu sein. Ich hätte vermutlich noch

einige Jahre auf einen deutschen Studienplatz warten müssen, wäre ich bei

meinen Recherchen nicht auf das Programm der Medical School REGIOMED

gestoßen, welches mich sofort neugierig gemacht hat. Für mich ist das Angebot

auch deshalb von besonderem Interesse, da ich mich nach wie vor sehr mit

meiner Heimat verbunden fühle und so nicht nur Arzt werden, sondern auch

noch in der eigenen Region als solcher tätig werden kann.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


HIER WOHNTEN …

HIER WOHNTEN…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… DIE VORNEHMEN LEUT

Eine vornehme Straße ist sie einst

gewesen. Vielleicht die vornehmste

überhaupt in der Vestestadt mit all

ihren feinen Ladengeschäften und

herzoglichen Hoflieferanten. Gar ein

Boulevard hätte sie sein können, die

Mohrenstraße. Wäre da nicht dieser

seltsame Knick in ihrem Verlauf nach

der Itzbrücke Richtung Westen.

Manch Zugereister mag sich das schon gefragt haben,

warum diese aus- und einladende, kerzengerade

Hauptstraße mitten in der Innenstadt nach der Itz

plötzlich ihre Richtung ändert. Würde sie geradeaus

weiter führen, wie es von den Stadtentwicklern in

der Mitte des 19. Jahrhunderts geplant war, führte sie

direkt auf den Bahnhof zu. Sie wäre somit tatsächlich

ein prachtvoller Gehweg vom Bahnhof bis in die

Innenstadt geworden. Im Zuge der Stadtentwicklung

wurde sie 1860 angelegt, um die Spitalgasse mit

dem Bahnhof zu verbinden. Anfangs war die nach

der Coburger Wappenfigur benannte Straße eine

Wohnstraße des gehobenen Mittelstandes. Rentiers,

wohlhabende Witwen, Geschäftsleute ließen sich

hier nieder. Lediglich fünf Ladengeschäfte gab es am

Ende des 19. Jahrhunderts.

Den 1893 ausgeführten Bau des dreigeschossigen

Wohn- und Geschäftshauses mit der Hausnummer

31 mit Mansarddach leitete Maurermeister Martin

Renner. Auftraggeber war der Hofkonditor Albert

Axthelm. Die dreigeteilte Fassade greift, wie

viele Häuser in Coburg, die Formensprache des

manieristischen Historismus auf, was sich in der

Verwendung genuteter Pilaster verdeutlicht. Den

Mittelteil der Fassade bildet ein flacher Risalit, in

dem die Fenster zu Dreiergruppen zusammengefasst

und von Sturzgesimsen überfangen sind. Auch die

seitlichen Fenster tragen solche Sturzgesimse, die

mit denen des Mittelteils eine betonte Bänderung

bilden. Das mittlere Fenster im ersten Obergeschoss

wird zusätzlich durch einen Segmentbogen mit

Kartusche hervorgehoben. Das Zwerchhaus mit

Mansardwalmdach greift die Gliederung der mittleren

Fassade vereinfacht auf (Wikipedia).

Das bekannteste Haus der Mohrenstraße aber ist

zugleich das am längsten vor Ort existierende -

das Café und die Konditorei Schubart. 1891 vom

Eisfelder Konditor Carl Schubart gegründet, stieg das

Unternehmen schnell zum Hoflieferanten auf, was

das herzogliche Wappen über dem Wappen bis heute

zeigt. Weiter oben in der Hausnummer 25 zog im

Jahre 1894 Clara Blümig mit ihrem Wäschegeschäft

ein. Auch diese feine Adresse avancierte mit feiner

Wäsche und erlesener Herrenkonfektion zum

Hoflieferanten.

Der Coburger Mohr gab der Straße einst ja ihren

Namen. Eine Zeit lang hatte er als Namensgeber

der Straße sozusagen abgedankt und erhielt einen

anderen, wenig schmeichelhaften Namen. Nach

Hitlers Machtübernahme ersetzten die Stadtobersten

nach 500 Jahren zuerst den Mohren in ihrem

Stadtwappen durch Schwert und Hakenkreuz.

Danach wurde aus der Mohrenstraße kurzerhand

die Straße der SA. Vom Coburger Mohr existiert

aber auch eine unterhaltsame Anekdote. Seit den

fünfziger Jahren führte der Coburger Möbelhändler

Rudolf Jacob einen kraushaarigen Mohren in

seinem Firmenschild. Bis zum Jahre 1967 ohne

Beanstandung. Dann kam die Stadtverwaltung unter

ihrem damaligen Oberbürgermeister Dr. Langer

auf die Idee, nach einer Erlaubnis zur Führung

des Stadtwappens zu fragen. Vielleicht war die

Stadtführung ja nur auf der Suche nach neuen

Einnahmequellen – der Bau des Kongresshauses und

des neuen Wohngebietes Demo verschlangen in den

sechziger Jahre große Summen. Der für seinen rauen

Umgangston bekannte Bürgermeister klagte nämlich

auf Unterlassung. Der Möbelhändler sollte den

Mohren nicht mehr als Firmenlogo führen dürfen.

Oder eine Genehmigung nach entsprechender

Zahlung einer Gebühr beantragen. Doch die Stadt

verlor in erster Instanz. Denn das Gericht entschied,

dass der den Mohrenkopf umgebende Kreis des Logos

nicht als Wappenschild angesehen werden kann und

somit nicht verwechslungsfähig sei.

Die Mohrenstraße jedenfalls darf ganz ungescholten

weiterhin so heißen und beherbergt im 21. Jahrhundert

Coburger Bürger die hier wohnen, Ladengeschäfte,

Bäckereien, Optiker, Läden für Telekommunikation,

Kaufhäuser und Fast food Restaurants und ist somit

ein Beweis dafür, dass wichtige Straßen sich ihrer

Benutzung anpassen können und damit mitten durch

das Leben ihrer Bewohner führen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


HIER WOHNTEN …

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


… DIE VORNEHMEN LEUT

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises

für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H 2

O GmbH

energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555

www.suec.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Damit jeder

zu seinem

RECHT

kommen

kann.

Die Spezialisten der Fachanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


Advertorial

DAMIT JEDER ZU SEINEM RECHT KOMMEN KANN

Die beiden Gründer der Kanzlei: Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler

Rund 5500 Bundesgesetze mit über 100000 einzelnen

Vorschriften gibt es in Deutschland – wohlgemerkt

ohne die Regelwerke der Bundesländer. Und auch die

dazu ergangenen Gerichtsurteile und Rechtsmeinungen

gewinnen permanent an Umfang. Da leuchtet es schnell

ein, dass das alt hergebrachte Bild vom Rechtsanwalt

quasi als „Fachmann auf allen Gebieten“ überholt ist. Die

große Coburger Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

geht deshalb einen anderen, inzwischen erprobten Weg

und setzt auf Spezialisierung. Mit dem Anspruch, in allen

wesentlichen Rechtsgebieten eine erste Adresse zu sein,

haben die Kanzleigründer Wolfgang Hörnlein und Maren

Feyler ein Team von Fachleuten aufgebaut. Zehn Kolleginnen

und Kollegen teilen sich die juristische Arbeit – mit dem

Unterschied, dass jeder nur Fälle aus den Rechtsgebieten

bearbeitet, in denen er sich am besten auskennt. Daneben

werden natürlich auch alle anderen Rechtsgebiete juristisch

abgedeckt.

Durch diese Spezialisierung kann das Team von Hörnlein & Feyler unterschiedliche

Rechtsgebiete auf unterschiedliche Schultern verteilen und so genauer auf Details

schauen – kleinste juristische Details, die oft genug den Unterschied zwischen

Erfolg und Misserfolg ausmachen. In den jeweiligen Spezialgebieten bilden sich

die Anwälte permanent fort. Dies wird zum Beispiel verbürgt in Fachanwaltstiteln,

die nur durch mehrfach unter Beweis gestellte Detailkenntnisse sowie große

Praxiserfahrung erworben werden können. Das garantiert eine Betreuung auf

dem aktuellen Stand der höchstrichterlichen und regionalen Rechtsprechung.

Dabei ist nicht immer ein Prozess der beste Weg zur Lösung eines Problems. In der

Tat lohnt es sich häufig, einen Konflikt durch außergerichtliche Streitschlichtung

zu vermeiden. Auch dabei steht Hörnlein & Feyer aktiv zur Seite, zumal

Rechtsanwältin Feyler über eine universitäre Ausbildung zur Mediatorin verfügt.

Einen besonderen Service der Kanzlei bildet die sogenannte WebAkte - eine neue

Dimension in der Rechtsberatung. Diese ermöglicht den Zugriff auf alle Fallakten

– per Internet. 24 Stunden am Tag kann sich auf diese Weise ein Mandant schnell,

weltweit, ohne zusätzliche Software und sicher wie im Safe, einen Überblick

verschaffen. Die persönlichen Zugangsdaten erhält ein Mandant direkt von

der Kanzlei. Darüber hinaus schützt ein umfangreiches Sicherheitspaket die

Daten vor unberechtigten Zugriffen. Sie lagern sicher auf einem zertifizierten

Hochsicherheitsserver.

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


HÖRNLEIN & FEYLER

DIE ANWÄLTE DER

RECHTSANWALTSKANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER

Diese Kanzlei ist nach

ISO 9001:2008 zertifiziert für

anwaltliches Dienstleistungsund

Kanzleimanagement.

Für die Qualität unseres anwaltlichen

Dienstleistungs- und Kanzleimanagements

sind wir nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Das Begutachtungsunternehmen DEKRA

bescheinigt uns insbesondere eine straffe

Organisation aller Abläufe in der Kanzlei,

die eine reibungslose Zusammenarbeit

untereinander und mit Mandanten

sicherstellt. Das Qualitätssiegel haben wir

u. a. für Kundenorientierung, Lenkung von

Dokumenten, Verantwortung der Leitung

und Ressourcenmanagement erhalten.

Wolfgang Hörnlein

Fachanwalt für Medizinrecht

Fachanwalt für Versicherungsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Maren Feyler

Fachanwältin für Familienrecht

Fachanwältin für Erbrecht

Mediatorin (univ.)

Frank Sitte

Fachanwalt für Miet- und

Wohnungseigentumsrecht

Lutz Lindner

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Fachanwalt für Verkehrsrecht

Dr. Wolfgang Hacker

Fachanwalt für Medizinrecht

Vertrauensanwalt des Medizinrechts-Beratungsnetzes

Master in Health and Medical Management

Heidi Schüler

Fachanwältin für Verwaltungsrecht

Seit der Kanzleigründung 1994 findet man

den Bürokomplex in der Kasernenstraße

14 in Coburg – verkehrsgünstig nahe des

Thüringer Kreuzes gelegen und umringt von

zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten.

In den großzügig geschnittenen Räumen

des Geschäftshauses aus der Gründerzeit

arbeiten derzeit elf Rechtsanwälte sowie

rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Hand in Hand mit modernster Technik auf

zwei Etagen und über 700 Quadratmetern

Grundfläche.

Volker Albrecht

Fachanwalt für Sozialrecht

Fachanwalt für Strafrecht

Dr. Thomas Kunze

Fachanwalt für Verkehrsrecht

ADAC Vertragsanwalt

Karoline Hartwig

Fachanwältin für Familienrecht

Die Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler ist Montag bis Freitag von 8.00 Uhr

bis 18.00 Uhr geöffnet. Um möglichst gut planen zu können, bitte Termine

vorher telefonisch vereinbaren.

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Kasernenstraße 14

D-96450 Coburg

Tel: (09561) 80 11 0

Fax: (09561) 80 11 20

info(at)hoernlein-feyler.de

Eva Grabolus

Fachanwältin für Familienrecht

Julia Gremmelmaier

Strafrecht

Ordnungswidrigkeitenrecht

Bankrecht

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


WIEDER MEHR

INTERNATIONALITÄT

AUF SCHLOSSPLATZ

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WOLFGANG HEYDER ÜBER

EVENTS, BASKET- UND HANDBALL

Seine Firma, der Veranstaltungsservice

Bamberg, steht für viele große Events in

der Region wie die Open-Airs auf dem

Schlossplatz oder jetzt auch die Lieder auf

Banz, dazu zahlreiche kleine und große

Konzerte und andere Veranstaltungen in der

Region, er steht für Basketball in Bamberg,

jetzt in Thüringen bei den Oettinger Rockets,

und er steht auch für ein Übergangsphase

während seiner Zeit beim HSC 2000 Coburg:

Wolfgang Heyder. Wir haben uns mit ihm

über sein Geschäft, Events, und über Coburg

unterhalten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


WIEDER MEHR

INTERNATIONALITÄT

AUF SCHLOSSPLATZ

INTERVIEW

WOLFGANG HEYDER

ÜBER EVENTS, BASKET- UND HANDBALL

Herr Heyder, wenn Sie zurückblicken auf das Jahr 2017,

auf den Standort Coburg, was war Ihr persönliches

Highlight in Sachen Veranstaltungen?

Ganz klar, und ohne Wenn und Aber, war das

Marius Müller Westernhagen, von dem ich seit

vielen Jahren großer Fan bin und der in Coburg

auf dem Schlossplatz im August ein absolutes

Gänsehaut-Konzert abgeliefert hat.

Viele Veranstaltungen, viele Events konkurrieren

gerade auch in Coburg und der gesamten Region um

Zuschauer, die Konzerte auf dem Schlossplatz, in

Tambach, auf Kloster Banz, im Innenhof von Schloss

Eyrichshof. Gibt das der Markt überhaupt noch her?

Alle diese Locations haben ein einmaliges Flair,

das von den Menschen, ob Fans oder nicht, geliebt

wird, da zieht der Künstler, aber eben auch die

Umgebung. So waren alle diese Reihen auch

wirtschaftlich erfolgreich. Und nach dem Start des

Vorverkaufs deutet alles darauf hin, dass das auch

2018 wieder so sein wird.

2018 jetzt beim HUK-Coburg-open-air-Sommer

kommen auch wieder internationale Stars wie James

Blunt, das war ja in den letzten Jahren eher weniger der

Fall, da waren fast nur deutsche Interpreten zu Gast.

Erfolgt hier wieder ein Umdenken?

Ich muss sagen, dass das auch uns überrascht hat:

Plötzlich stehen auch internationale Stars im August

zur Verfügung. So rocken 2018 drei internationale

Acts den Schlossplatz.

Auf welche Events können sich denn die Coburger 2018

hier in der Region noch freuen?

Ein Highlight werden natürlich wieder die Lieder

auf Banz in Bad Staffelstein werden. Letztes Jahr

sind wir ja mit diesem Mammutprojekt gestartet und

haben monatelang geplant und vorbereitet. Es hat

sich dann aber auch gelohnt. Auf der Klosterwiese

bei Banz herrscht bei diesem Liedermacherfestival

einfach eine tolle Atmosphäre. Und wir sind

natürlich froh, dass wir für dieses Projekt wieder

die ganz Großen aus der Szene dabei haben. Das

gleiche gilt auch für das Open Air in Eyrichshof.

Aber auch in den Hallen haben wir große Sachen

vor: Kraftklub oder das Schlagerfest mit Florian

Silbereisen in der Brose Arena, und Eckard von

Hirschhausen haben wir in den großen Häusern

in Nürnberg und Suhl. Persönlich freue ich mich,

dass wir im Februar Tom Astor im Kulturboden

in Hirschaid haben und natürlich auf unsere neue

Theaterreihe im Kulturboden.

Noch was persönliches: Neben den Veranstaltungen, das

weiß man ja, sind Sie vor allem auch ein erfolgreicher

Sportmanager. Wie läuft es aus Ihrer Sicht aktuell

bei den Oettinger Rockets in Erfurt/Gotha und wie

bewerten sie die aktuelle Entwicklung beim HSC 2000

Coburg?

Nach dem überraschenden fast sensationellen

Aufstieg in kurzer Zeit, sind wir jetzt zu Beginn

dieser Saison ziemlich gebeutelt worden. Gestartet

mit einem Konzept, junge deutsche Spieler zu

entwickeln, hatten wir zum Saisonstart sechs bis

sieben schwer verletzte Spieler, vieles was wir uns

vorgenommen hatten, war nicht mehr umzusetzen.

Wir stecken aber nicht den Kopf in den Sand

und kämpfen weiter. Eine kalte Dusche war vor

einigen Wochen die Ankündigung von Oettinger

am Saisonende auszusteigen, was mit einem

Erbstreit zweier Familienteile zusammenhängt.

Und zum HSC: Es war klar, dass es nach dem

Abstieg nicht einfach wird, sofort in die Erfolgspur

zurückzukommen, aber es ist ja noch alles offen,

was den zweiten Platz betrifft. Enttäuschend ist

aus meiner Sicht die Zuschauerresonanz. Hier

ist es nicht gelungen, die gesamte Region aus

Südthüringen, Ostoberfranken und Bamberg zu

mobilisieren.

72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

WIEDER VIEL VOR

KLEINER AUSBLICK AUF 2018

DAS GROSSE CHINESISCHE NEUJAHRSKONZERT 2018

02. FEBRUAR 2018 | 20 UHR

KONZERTHALLE IN BAMBERG

JAMES BLUNT: THE AFTERLOVE

18. AUGUST 2018 | 20 UHR

SCHLOSSPLATZ COBURG

In 2018 wird das Große Chinesische Neujahrskonzert das dritte Jahrzehnt seines

Bestehens einläuten. Nach einer grandiosen Jubiläumstournee in 2017, die vier

verschiedene traditionelle Orchester in vier Tourneen für 27 Konzerte in 13

verschiedenen Ländern schickte, steht nun die 21.Tournee in ihren Startlöchern,

um im kommenden Jahr das chinesische Sternzeichen des Hundes zu feiern. Dabei

macht einer der erfolgreichsten unkonventionellen Konzertformate der Welt

Station in Bamberg.

Sein Durchbruch gelang ihm im Jahr 2005 mit dem Megahit „You’re Beautiful“

und dem dazugehörigen Album „Back To Bedlam“, welches in seiner Heimat zur

meistverkauften Platte der Nuller-Jahre wurde, auf Platz 17 der bestverkauften

Platten der vergangenen 60 Jahre landete, weltweit rund 80 Platinauszeichnungen

erhielt und, das sollte man keinesfalls vergessen, seinerzeit auch von der kritischen

Presse sehr gut aufgenommen wurde. Seither macht Blunt, was er will: Genau die

Musik, die ihm gefällt. Und seinen Fans gefällt die sowieso.

„LIEDER AUF BANZ“ 2018: EIN ABEND MIT FREUNDEN

6. UND 7. JULI 2018

KLOSTERWIESE BANZ, BAD STAFFELSTEIN

REVOLVERHELD

19. AUGUST 2018 | 20 UHR

SCHLOSSPLATZ COBURG

Revolverheld begann ihre Karriere mit zahlreichen kleinen Konzerten in den

Jahren 2002-2004. Mehrere 100.000 Alben haben sie bisher verkauft, die Republik

hoch und runter beschallt. Mittlerweile sind sie über ein Jahrzehnt ein Team.

Es gibt wahrscheinlich nicht viele Bands dieser Generation mit diesem Grad an

Öffentlichkeit, die so lange zusammenarbeiten. So lange füreinander da sind, sich

gegenseitig unterstützen und beschlossen haben, gemeinsam daran zu wachsen.

Nach dem gelungenen Auftakt der „Lieder auf Banz“ 2017 geht es nahtlos weiter.

In Fortführung der langjährigen Tradition auf der Klosterwiese wird auch 2018

wieder am ersten Juli-Wochenende, also am 6. und 7. Juli, ein Liedermacherfestival

stattfinden. Bereits jetzt steht ein erlesenes Programm voller bekannter und

herausragender Künstler fest. Allen voran wird wie schon im letzten Jahr

Konstantin Wecker als Headliner auf der Bühne stehen. Außerdem mit dabei: der

wohl erfolgreichste Musikexport Österreichs, Rainhard Fendrich, sowie Bodo

Wartke, Pippo Pollina und Andreas Kümmert. Zudem mit Anna Depenbusch

und Michael Fitz zwei weitere erstklassige Liedermacher- Mit ihrer Moderation

haben die fünf Sänger von VIVA VOCE bei den vergangenen „Liedern“ für eine

sensationelle Stimmung gesorgt. Auch 2018 darf das A-Capella-Quintett nicht

fehlen! Gewohnt charmant und musikalisch herausragend werden die Gastgeber

das Publikum durch den Abend führen.

Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de

oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


GENUSS & SHOPPING

Julian Temperley -

the man behind our

Burrow Hill

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& Likör

Maßlos mäßiges Leben?

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Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80,

Telefon 09561-83234 . Öffnungszeiten:

Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr

(Winterpause 1. Januar bis 1.März)

Webshop ganzjährig: www.ciderhof.de

Das Zitat "Wir dürfen niemals vergessen: Unsere vornehmste

Aufgabe ist es zu leben" des französischen Philosophen

Michel de Montaigne klingt, als komme es aus der heutigen

Zeit. Zumindest liegt bis heute eine bedrückende Wahrheit

darin. Denn das Leben zu leben, es zu genießen, das scheint

ausgerechnet in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft

immer schwieriger, wenn gar unmöglich zu werden. Der

Genuss bleibt bei unserer heutigen Hektik, dem Stress und

dem ständigen Drang nach Erreichbarkeit auf der Strecke –

und mit ihm oft genug sogar der Sinn für die kleinen Freuden

am Leben. Heutzutage stellen sich die Leute eher die Frage,

wie man möglichst lange lebt anstatt zu fragen, wofür wir

leben. Wir mäßigen uns maßlos und verlernen den Genuss.

Hier also ein paar Tipps zum Genießen und neue Shoppingund

Gastroangebote in Coburg.

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


TIPPS & IDEEN

SÜSSES GEGEN DIE TRISTESSE

Waffeln vom Weihnachtsmarkt, Lauensteiner Pralinen, Coburger Schmätzchen

oder wie die anderen „Glücklichmacher“ auch heißen – im Winter haben sie

Hauptsaison. Doch macht uns der süße Genuss auch wirklich glücklich? Ja. Die

Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und Fett lässt unseren Serotoninspiegel

am schnellsten ansteigen und dieser ist bekanntermaßen für unser Glücksgefühl

verantwortlich. Also ruhig mal dem schlechten Gewissen trotzen. Im Frühjahr

gibt es ja wieder genug Zeit für Sport.

EINFACH MAL ENTSPANNEN

Genuss geht aber nicht nur durch den Magen, sondern auch durch Entspannen.

Was gibt es schöneres, als an einem kalten Wintertag, im warmen Wasser, die Seele

baumeln zu lassen? In der Umgebung gibt es mehrere tolle Thermalbäder in Bad

Staffelstein, Bad Rodach oder auch Bad Steben. Wer Coburg nicht verlassen will,

geht einfach ins Aquaria und die dortige Sauna und wer nicht mal vor die Haustüre

will, der lässt sich einfach die Wanne volllaufen und entspannt zuhause, auch

wenn dort das Wasser nicht so schön dampft wie in den warmen Außenbecken

der Bäder.

We Coburg und seine schönen Immobilien.

Aus allen Epochen – zu jeder Jahreszeit.

Engel & Völkers Coburg • Ketschengasse 41 • 96450 Coburg • Tel 09561-795 24 00 • www.engelvoelkers.de/coburg

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


GENUSS & SHOPPING

EIN GUTES BUCH AM KAMIN

Das Buch ist in – aber war es jemals wirklich out?

Ein Buch enthält nicht nur Buchstaben und eine

Story, sondern auch meistens eine Lehre. Mit jedem

gelesenen Buch nimmt man etwas mit. Die Literatur

prägt uns und erweitert unseren Horizont, sie

eröffnet neue Welten und lässt uns entspannen. Zum

absoluten Genuss fehlt jetzt nur noch ein flackender

Kamin und ein gutes Glas Wein oder auch Tee. Wem

die Buchstaben dann doch zu viel sind, der greift zum

Podcast oder Hörbuch und entspannt beim Zuhören.

NEUES ZUM

SHOPPEN & SCHLEMMEN

IN COBURG 2017

Eine Auswahl an Neueröffnungen in Coburg im Jahr 2017.

18.11.2017 | Neueröffnung am Markt: Engbers Herrenmode

9.9.2017 | Neueröffnung der Markthalle in Coburg am Albertsplatz mit Bäckerei, frischen

regionalen Produkten, Mode, Sushi, italienischem Eis, Destillerieprodukten.

12.08.2017 | In der Mohrenstraße, schräg gegenüber dem Kaufhof Galerie ist KAIDO ins

Backsteinhaus eingezogen, Asiaspezialitäten vom Feinsten

29.06.2017 | Für Sie geöffnet: DEPOT am Marktplatz mit vielen Einrichtungs-, Deko- und

Geschenkideen! Viel Spaß beim Stöbern!

07.06.2017: Thai Siam mit original thailändischer Küche hat am Gemüsemarkt eröffnet!

12.01.2017 | Endlich ist es soweit, im Januar hat Christine Fischer mit Ihrem Team ihre offizielle

Neueröffnung von Optik Busch im Steinweg gefeiert.

09.01.2017 | Meistens liegen Schätze ja etwas versteckt und

auch der neue Laden in der Mohrenstrasse 32 will entdeckt

werden: das Deko Home`s.

Quelle: www.gocoburg.de

Coburg · Mohrenstr. 31

0 95 61 / 98 49

Rödental · Bürgerplatz 8

0 95 63 / 26 26

Bad Rodach · Markt 10

0 95 64 / 14 82

(Hörgeräteservice bei Meister Optik)

www.optikmueller24.de

„Das Beste kommt zum Schluss:

20 % Nachlass auf die Fassung – bis 31.12.2017“

Nachlass nicht kombinierbar mit anderen Aktionen.

Keine Barauszahlung möglich. Nachlass nur auf

lagernde Fassungen bis zum 31.12.2017

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

RICHTIG SCHENKEN WILL

ÜBERLEGT SEIN

Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater

Thomas Bittorf | www.tb.legal

Eine Schachtel Pralinen, ein schöner Kalender, Theaterkarten oder

eine gute Flasche Wein zu Weihnachten - kleine Geschenke erhalten

bekanntlich die Freundschaft, sie zeigen zugleich die Wertschätzung

gegenüber dem Kunden oder dem Mitarbeiter. Was Sie hierbei steuerlich

beachten müssen, hat uns Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas Bittorf

von www.tb.legal auf Nachfrage erläutert.

Bis zu welchem Wert dürfen Geschäftsfreunde

und Kunden zu Weihnachten beschenkt werden?

Kundengeschenke sind bis zu einer Freigrenze von 35 € je Kunde und Jahr

als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ist der Zuwendende zum Vorsteuerabzug

berechtigt, sind die 35 € ein Nettobetrag, d.h. das Geschenk darf maximal

41,65 € kosten. Ist kein Vorsteuerabzug möglich, wie z.B. bei Ärzten, sind

die 35 € ein Bruttobetrag. In keinem Fall darf die Zuwendung auch nur um 1

Cent höher sein, sonst besteht ein Abzugsverbot beim Schenker.

Muss der Beschenkte das Geschenk als Einnahme versteuern?

Eine steuerpflichtige Einnahme beim Geschäftspartner wird in der Regel

vorliegen, wenn nämlich für die Zuwendung ein objektiv sachlicher

wirtschaftlicher und tatsächlicher Zusammenhang mit dem Betrieb besteht.

Eine Steuerfreiheit besteht nur für sog. Streuwerbeartikel, unter die alle

Zuwendungen mit Anschaffungskosten von maximal 10 € fallen. Wenn ein

Vorsteuerabzug des Schenkers besteht, darf das Geschenk also maximal

11,90 € brutto kosten, ansonsten nur 10 € brutto.

Kann der Schenker für den Beschenkten die Versteuerung übernehmen?

Das ist möglich, wenn er die Pauschalversteuerung von 30 % zuzüglich

Kirchensteuer und Soli nach § 37 b EStG beim Finanzamt beantragt. Dies

funktioniert nur, wenn alle Geschenke innerhalb eines Jahres, egal an wen

und in welcher Höhe, vom Schenker gleich behandelt und in derselben

Weise pauschal versteuert werden. Dann bleibt die Sachzuwendung beim

Empfänger außer Ansatz. Die Pauschalversteuerung muss der Schenker

dem Beschenkten aber schriftlich mitteilen. Zudem ist die Übernahme der

pauschalen Steuer selbst ein weiteres Geschenk, das dazu führen könnte, dass

die 35 € Grenze überschritten wird und dadurch der Betriebsausgabenabzug

beim Schenker verloren ginge. In diesem Fall würde das Geschenk im

Ergebnis mit über 60 % Steuern belastet und sehr teuer werden. Die

Finanzverwaltung ist bislang noch großzügiger als der Bundesfinanzhof

und stellt bei der 35 € Grenze nur auf die Höhe des eigentlichen Geschenks

ab und bezieht die Pauschalsteuer nicht als weiteres Geschenk mit ein.

Geht es auch einfacher ?

Man könnte dem Beschenkten den Wert des Geschenks mitteilen und

der Beschenkte versteuert es als Betriebseinnahme, was aber oft aus

verständlichen Gründen nicht gewollt ist. Manchmal ist schlicht besser, das

Geschenk dann doch privat zu kaufen oder kleinere, absetzbare Geschenke

von bis zu 10 € zu machen, die in keinem Fall versteuert werden müssen.

Hintergrund ist, dass der Staat das Spesenunwesen bekämpfen will und

übertriebenen Repräsentationsaufwand nicht auf die Allgemeinheit

umlegen will.

Sieht es bei Mitarbeitern besser aus?

Und was darf ich meinen Mitarbeitern zuwenden?

Eindeutig! Mitarbeitern kann der Arbeitgeber u.a. jeden Monat Geschenke

und Sachzuwendungen, z.B. Tankgutscheine, bis zu einem Betrag von

maximal 44 € brutto zukommen lassen, ohne dass eine Lohnsteuer oder

Sozialversicherungspflicht besteht. Daneben können Mitarbeitern aus

einem besonderen persönlichen Anlass Gelegenheitsgeschenke von

maximal 60 € steuer- und sozialversicherungsfrei zugewendet werden,

ggf. auch mehrfach im Jahr. Bei Geschenken mit größeren Wert kann man

zudem die oben genannte Pauschalierungsmöglichkeit anwenden.

125 Jahre

HOFLIEFERANT, BAYERISCHE

L E B K U C H E N - U N D

FEINGEBÄCKMANUFAKTUR

ROSENGASSE 6 – 8

96450 COBURG

TELEFON: 0 95 61 / 8 04 80

TELEFAX: 0 95 61 / 8 04 8 80

E-MAIL: INFO@FEYLER.COM

INTERNET: WWW.FEYLER-LEBKUCHEN.DE

Wichtig zu beachten ist, dass kein Bargeld zugewendet werden darf, auch

nicht teilweise, d.h. dass beispielweise Restbeträge von Gutscheinen nicht

ausbezahlt werden dürfen.

NACH ÜBERLIEFERTENFAMILIEN-REZEPTUREN

IN LIEBEVOLLER HANDARBEIT

MIT ERLESENEN ZUTATEN GEFERTIGT

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


Advertorial

DIE BUCHHANDLUNG RIEMANN

Am Coburger Markt und im Netz –

die perfekte Kombination.

Nicht ohne Grund lieben die

Coburger „ihre“ Stadt: Sie bietet

eine Vielzahl von Wohn-, Arbeitsund

Einkaufsmöglichkeiten, schöne

Grünanlagen sowie ein reichhaltiges

Angebot an kulturellen Attraktionen und

Freizeit-Aktivitäten. Mit einem Wort:

Lebensqualität. Erlebbar wird diese

Lebensqualität zum Beispiel bei einem

samstäglichen Stadtbesuch: Man trifft

sich auf dem Markt beim Kauf regionaler

Produkte, genießt anschließend die

„Musik zur Marktzeit“ in der Morizkirche,

bevor man weitere Erledigungen tätigt,

zum Essen geht oder sich auf einen

Espresso oder ein Glas Wein trifft. Abends

rundet ein Besuch des Landestheaters

den schönen „Stadt-Tag“ ab.

Doch diese Vielfalt ist in Gefahr: der Strukturwandel im Einzelhandel macht

vielen Händlern zu schaffen – der Online-Handel bedroht sie zunehmend

in ihrer Existenz. Die Folgen: Ein sich veränderndes Stadtbild, weniger

Einkaufsmöglichkeiten, sinkende Gewerbesteuereinnahmen der Stadt und somit

weniger Mittel für freiwillige Leistungen im sozialen, kulturellen oder sportlichen

Bereich.

Dabei gibt es gute Alternativen zum Kauf beim „steuerminimierenden“ Online-

Giganten: Viele Coburger Händler haben erkannt, dass ein wichtiger Schlüssel

für die Zukunft des stationären Einzelhandels in der Verbindung von Online-

Aktivitäten und dem Ladengeschäft vor Ort liegt. Sie präsentieren Ihr Angebot

Online (z.B. auf dem Internet-Schaufenster www.GoCoburg.de) oder betreiben

einen eigenen Online-Shop, der das Geld in der Stadt lässt.

Seit 20 Jahren online

Eine Vorreiterin in Sachen „Digitalisierung“ ist die Buchhandlung RIEMANN

am Markt. Seit 20 (!) Jahren bietet die Buchhandlung neben Büchern und eBooks

auch Hörbücher, Filme, Musik, Kalender und Spiele im eigenen Online-Shop

an mit derzeit über 1 Mio. lieferbaren Artikeln. Den in diesem Jahr komplett

überarbeiteten Shop erreichen Sie über www.riemann.de.

Mit diesem Angebot muss sich die Traditionsbuchhandlung keineswegs hinter der

vermeintlich übermächtigen Online-Konkurrenz verstecken. Ganz im Gegenteil

- in Punkto Liefergeschwindigkeit ist RIEMANN unschlagbar: Bis 16.40 Uhr

im Shop bestellte Artikel können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr

im Laden abgeholt werden (telefonischer Annahmeschluss für Lieferungen am

Folgetag: 17.30 Uhr). Selbstverständlich wird die Bestellung auch portofrei direkt

nach Hause gesandt.

Bücher online kaufen – das geht bei Riemann schneller:

Bis 16.40 Uhr im onlineshop www.riemann.de bestellte Artikel

können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr im Laden

abgeholt werden. Selbstverständlich wird die Bestellung auch

portofrei direkt nach Hause gesandt.

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AM COBURGER MARKT UND IM NETZ

Mit dem Bücherabo kommt jeden

Monat eine Neuerscheinung

direkt nach Hause. Die perfekte

Geschenkidee für Leseratten.

Geschenkidee Bücherabo

Eine besondere Erfolgsgeschichte im Rahmen der Online-Aktivitäten der

Buchhandlung ist das RIEMANN-Bücherabo. Das Bücherabo ist die ganz besondere

Geschenkidee für alle, die gerne lesen: Mit dem Bücherabo kommt Monat für

Monat eine individuell nach Lesegeschmack ausgewählte und als Geschenk

verpackte Neuerscheinung per Post nach Hause. Ob Krimi-Fan, Schmöker-

Freund, Literatur-Liebhaber, ob Groß oder Klein – für jeden ist das Richtige dabei.

Die seit 2014 bestehende Internetseite zum Bücherabo (www.buecherabo.de) hat

diesen zuvor rein lokalen Service aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und zu

einem Paradebeispiel dafür gemacht, wie lokale Beratungskompetenz erfolgreich

ins Internet verlängert werden kann.

Wurden die Bücher früher fast ausschließlich in der Region ausgeliefert, erfreut

sich das Bücherabo inzwischen großer Beliebtheit und hat Fans nicht nur in

Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Überraschend ist diese

Entwicklung nicht – wird doch beim Bücherabo konsequent ein Service online

vermarktet, den sonst niemand im Netz anbieten kann: die Beratungskompetenz

der Coburger Buchhandlung. Auch die Internetseite des Bücherabos präsentiert

sich seit wenigen Tagen nach kompletter Überarbeitung neu. Die Abo-Auswahl

ist nun deutlich detaillierter und kundenfreundlicher. Außerdem wurde die

Seite für die Verwendung auf mobilen Endgeräten optimiert und um gefragte

Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal ergänzt.

Ein paar Kunden-Statements:

„Ich habe das Abo zum Geburtstag geschenkt bekommen

und durfte 1 Jahr lang die ausgewählten Bücher lesen.

Ich habe mich jeden Monat darauf gefreut und war

begeistert über die Auswahl. Mein Geschmack wurde

immer getroffen.“

Elke A.

„Habe das Abo letztes Jahr meiner Mutter zu

Weihnachten geschenkt- die Freude war jeden Monat

riesig- und das diesjährige Geschenk war somit schnell

gefunden - Abo wird verlängert!!! VIELEN DANK

IHNEN!!!“

Kristina J.

„Ich habe mir letztes Jahr das Bücherabo selber zu

Weihnachten geschenkt und muss sagen, dass ich einfach

nur begeistert war über die Bücher, die ausgesucht

wurden. Jeden Monat habe ich gespannt gewartet,

welches Buch jetzt in meinem Briefkasten wandert.

Deswegen habe ich auch für nächstes Jahr wieder

ein Abo bestellt um die Freude weiterhin aufrecht zu

erhalten.“

Julia W.

„Vielen Dank, dass Sie mir ein Jahr lang jeden Monat

die Freizeit mit einem Buch versüßt haben. Die Auswahl

hat mir sehr gut gefallen, es war abwechslungsreich und

kurzweilig. Ich werde sofort ein Abo für das nächste

Jahr abschließen, denn darauf möchte ich nicht mehr

verzichten. Man merkt einfach, dass die Wahl mit viel

Liebe und Bedacht getroffen wurde! Vielen, vielen Dank

dafür!“

Johanna H."

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


Advertorial

GENUSSREICH …

Frisches, Feines,

Besonderes, Regionales

Ab sofort im „Genussreich“

in der Markthalle Coburg

Wohl an kaum einem anderen Ort in Coburg wie in der neuen

Markthalle am Albertsplatz kommen so viele Geschichten

unserer vielen kleinen regionalen Anbieter zusammen, die

alle für leckere, genussvolle und nachhaltige Produkte stehen.

Gestartet im Spätsommer, übernahm die Genussregion

Coburger Land dort zum November den großen Marktstand

gleich im Eingangsbereich rechts mit vielen frischen, feinen,

besonderen und regionalen Angeboten. Und die ersten

Wochen haben Mut gemacht, sagt Regionalmanager Stefan

Hinterleitner: „Unser Team im Genussreich bekommt viel

positives Feedback, dass wir sowohl unser Frischangebot wie

auch die regionalen Spezialitäten und feinen Besonderheiten

kontinuierlich weiter ausbauen. Das bestärkt uns, diesen Weg

konsequent weiter auszubauen.“

Die Auslagen am Stand „Genussreich“ jedenfalls sind gut gefüllt mit duftenden,

farbigen, vielseitigen, geschmackvollen Angeboten aus der Region und darüber

hinaus. Wer also das Besondere genießen möchte und dabei noch etwas für

Nachhaltigkeit und Ökologie tun will, der kann hier guten Gewissens einkaufen.

Und mehr und mehr Coburger tun das auch, sagen die Verkäuferinnen Daniela,

Jasmin und Sabine, die auch so etwas wie Geschichtenerzählerinnen sind. Denn

schließlich haben viele Produkte ihre ganze eigene kleine Story. Und fast immer

hat sie mit der Region Coburg zu tun.

Wie die Salami der Jöchners aus Seßlach-Gemünda. Die Familie steht für

artgerechte Aufzucht und Mast von Schweinen, setzt bereits seit 1992 auf

Direktvermarktung, hat einen eigenen Hofladen gebaut und vor fünf Jahren ihr

Sortiment um ein reichhaltiges Angebot an Bio-Produkten erweitert. Oder auch

Schreiners Hofladen aus Meeder-Wiesenfeld, der sich auch seit vielen Jahren der

artgerechten Haltung von Schweinen verschrieben hat genauso wie bei seinen

15 Mastbullen. Klar, dass die vielseitigen Wurstspezialitäten der Schreiners

besonders schmackhaft sind. Auch der Angushof Schauer aus Ebern steht für so

eine Geschichte von Weiderindern, die den ganzen Sommer über draußen sind.

Ergänzt werden die Angebote dieser Direktvermarkter aus der Region in der

Markthalle von einem Traditionsbetrieb aus Neustadt bei Coburg: Die Fleischerei

Luther steht seit vielen Jahrzehnten für handwerkliche Meisterqualität. Die

beliebten Würstchen, Rauchpeitschen, Wiener oder Rohpolnische aus der

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


… IN DER MARKTHALLE COBURG

Fotos: Sebastian Buff

Produktion der Fleischerei Luther gibt es ab sofort also auch in der Markthalle.

Auch ein anderer großer Hersteller aus der Region darf nicht fehlen: die

Milchwerke Oberfranken-West mit ihren zahlreichen Käsespezialitäten aus dem

Coburger Land. Wer sich lieber fischhaltig ernährt, kann sich dagegen auf die

Saiblinge, Forellen oder Lachsforellen der Fischzucht Seidmannsdorf freuen. Als

einzige ihrer Art in Coburg Stadt und Land zieht man dort die Fische noch selbst

groß. Auch die frischen Eier am Stand der Genussregion Coburger Land sind das

Ergebnis kleiner Erfolgsgeschichten: Sie kommen vom Biohof Wölfert aus dem

Meererer Ortsteil Ahlstadt, der auch Eier-Nudeln verkauft, von der ökologischen

Legehennenhaltung der Wefa aus Seßlach, oder vom Hessenhof aus Großwalbur,

der auch Nudeln, Gemüse, Öle und Eierlikör aus eigener Produktion anbietet.

Jetzt fehlen eigentlich nur noch - zum Zubereiten der Speisen - leckere

einheimische Öle, dann ist das Coburger Genusskochbuch mit Produkten aus der

Region fast perfekt, und in der Tat gibt es auch die: Der Maschinenring Coburg-

Kronach-Lichtenfels nämlich hat 2001 die Firma Mara gegründet, um Raps aus der

Region zu verarbeiten und zu vermarkten. So gibt es heute auch in der Markthalle

das appetitliche kaltgepresste Rapsöl von Mara. Und auch vom Emmer oder den

schwarzen Linsen von den „Langen Bergen“ oder dem Mehl aus der Carl Mühle,

den vielen Schnäpsen, Likören und Destillaten aus regionalen Brennereien sowie

den Brotspezialitäten vom Gärtnerhof Callenberg oder der Meisterbäckerei

Motschmann aus Neustadt könnte man ein Geschichte erzählen. Oder live in der

Markthalle am Albertsplatz erzählt bekommen …

Und wer lieber nicht frisch kocht, kein Problem: Aus Sülzfeld nämlich kommen

Fertiggerichte aus nachhaltiger Landwirtschaft. Das Besondere: Es gibt sie im

schicken Weck-Glas. Ihr Name „Sülzfelder Genuss“.

Die Markthalle also erzählt schöne Geschichten. Die auch noch gut schmecken

und nachhaltig sind. Und so schaut auch Regionalmanager Stefan Hinterleitner

positiv in die Zukunft und hat schon neue Ideen: Ab Januar soll es täglich einen

traditionellen fränkischen Mittagstisch geben – frisch zubereitet vom künftigen

Pächter des Sportheims der Coburger Turnerschaft, Gerd Hartmann und seiner

Frau. Und mit gemütlichen Afterwork-Events macht die Markthalle ebenfalls

positiv von sich reden: „Wir hören unseren Kunden gut zu und versuchen

möglichst viele Wünsche zu erfüllen“, dankt Hinterleitner einem „wirklich tollen

Team, das mutig und engagiert diesen neuen Weg erst ermöglicht.“

Genussreich in der Markthalle Coburg

Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr

und Samstags von 8 bis 17 Uhr.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


DER AUTOFAHRER

WIRD ZUM AUTONUTZER

Während es vor nicht allzu langer Zeit noch besonders die PS-Euphorie

war, bei der sich die Autobauer Jahr für Jahr übertrumpften, zählen

heute andere Werte, die mit Autos in Verbindung gebracht werden. Kein

„tiefer, stärker, schneller“ mehr - heute zählen „sparsamer, intuitiver

und ökologischer“. Der Automarkt hat sich in den vergangen Jahren

gewandelt, und das nicht nur allein auf Grund des Abgasskandals.

Der Mensch möchte ein Auto, das ihn vernetzt, ihn versteht und ihm

hilft, und dabei noch sparsam dort hinbringt, wo er denn hin möchte.

Diese Faktoren werden auch in 2018 für einen Großteil die wichtigsten

Kaufargumente sein.

Rückblick 2017

Mit über 150 Neuerscheinungen bot das

Auto-Jahr 2017 so viele Verlockungen

wie schon lange nicht mehr. Das

Modellfeuerwerk der Hersteller

deckte jeden Kundenwunsch ab – vom

Kleinwagen über den riesigen SUV

und die Luxus-Limousine bis zum

Supersportler. Der „Renner“ in 2017

waren aber wohl die SUVs, von denen

mittlerweile fast jeder Autobauer

zumindest ein Modell im Showroom

stehen hat.

Ausblick auf 2018

2018 rollen wieder jede Menge

Highlights zu den Autohändlern.

Der Trend für das kommende Jahr

und wohl auch die Jahre danach

heißt: Digitalisierung der Autos.

Mit Hilfe intelligenter Systeme

soll das Fahrzeug immer mehr

selbständige Entscheidungen treffen

können. Zusätzlich soll es Smart

Mobility Services Verfügung stellen.

Diese bieten die Möglichkeit,

ein Hotelzimmer oder Flüge per

Touchscreen zu buchen, künstliche

Intelligenz übernimmt das

Kommando, und das Auto fungiert

„nur“ noch als Hardware für digitale

Dienste.

Dass dies ein Trend ist, der zuerst

in die Luxusklassen der Premium-

Hersteller einzieht, scheint klar. Aber

auch klar ist, dass früher oder später

wohl jedes Auto über ein gewisses

Maß an Intelligenz verfügen wird.

DER NEUE CITROËN C3

SO EINMALIG WIE DU

AUTOHAUS HERBERT GROSCH COBURG

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82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Advertorial

DER NEUE VW T-ROC

ÜBERZEUGT. VON ANFANG AN.

Fotos: Sebastian Buff

Manchmal offenbart sich ein starker Charakter sofort. Beim neuen T-Roc reicht dafür

ein Blick. Jetzt beim Autohaus Ernst in der Neustadter Straße in Coburg

DAS DESIGN

Der neue T-Roc erregt Aufsehen. Ein herausstechendes

Gestaltungselement ist die auffällige

C-Säule: Eine Glanzleiste in Chrom betont die

coupehafte, lang gezogene Dachlinie des Fahrzeugs.

Die Front mit Nebelscheinwerfern und dem

auffälligen LED-Tagfahrlicht in Ring-Optik strotzt

vor Selbstbewusstsein. Beim neuen T-Roc Style

kann jeder darüber hinaus selbst dafür sorgen, dass

noch ein paar Blicke hinzukommen, je nachdem für

welche Farbe man sich beim Dach, bei A-Säule und

Außenspiegelkappen entscheidet.

DER INNENRAUM

Hinter dem Steuer des neuen T-Roc Sport wird

schnell klar: Für seinen starken Auftritt gibt es gute

Gründe. Mit Ambientebeleuchtung, roten Ziernähten

und edlen Chromapplikationen zeigt er sich von

seiner sportlich-eleganten Seite. Zudem überzeugt

er mit einem großzügigen Raumangebot sowie

zahlreichen optionalen Connectivity-Funktionen

und Assistenzsystemen. Hier kann man seinem Drang

nach Mitbestimmung freien Lauf lassen und dafür

sorgen, dass der neue T-Roc Style nur einem folgt:

dem persönlichen Geschmack.

Telefonschnittstelle „Comfort“ ermöglicht das

ganz bequeme Handyladen unterwegs. Und das

kraftvolle Soundsystem „beats“ begeistert selbst

anspruchsvollste Ohren.

FAHRERASSISTENZSYSTEME

Selbstbewusstes Auftreten wird einfacher, wenn man

um seine Stärken weiß. Der neue T-Roc bringt dank

seiner innovativen Assistenten einige davon mit.

Optionale Assistenten wie zum Beispiel 4MOTION

Active Control, der Stauassistent, der proaktive

Insassenschutz oder das Umfeldbeobachtungssystem

machen jede Fahrt angenehmer. Und den souveränen

Auftritt perfekt.

MOTOR & PREIS

Der T-Roc kommt als Benziner oder Diesel. Beim

Benziner kommen ein 6-Gang 115 PS TSI Motor

und ein DSG 7-Gang 190 PS Motor mit 4Motion zum

Einsatz. Der Diesel leistet 150 PS und kommt auch

mit 4Motion und dem 7-Gang DSG Getriebe. Der

T-Roc ist in der Grundversion schon für 20.390 EUR

zu haben

MULTIMEDIA

Multimedia, das begeistert. Mit dem optionalen

Active Info Display und Navigationssystem

„Discover Media“ kommen man nicht nur gut,

sondern auch gut unterhalten ans Ziel. Die innovative

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


Das Update für Ihre

Vorstellungskraft.

Der neue Audi A8.

Sein Design ist geprägt von Eleganz und Dynamik – und einer weitläufigen

Linienführung, die den innovativen Charakter des Audi A8 unterstreicht. Dieser

zeichnet sich aus durch neueste Technologien wie die Touch-Displays mit Black-

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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 87


GESUNDHEITSTIPPS

WINTER? NA UND!

G E S U N D H E I T S T I P P S

1 BEWEGEN

Ihr Team

Das Team von Bodystreet Coburg-

Heiligkreuz bedankt sich bei seinen

Kunden und Freunden für ein tolles

erfolgreiches Jahr 2017 !

Gerne begleiten wir Ihre sportlichen

Ziele auch im neuen Jahr.

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Wir bewegen uns zu wenig. Der Durchschnittsdeutsche sitzt 7,5 Stunden pro Tag, Büroarbeiter sogar

11 Stunden. Dabei ist Bewegung extrem wichtig - auch um Husten, Schnupfen und Co. vorzubeugen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt mindestens 30 Minuten Aktivität täglich, um den

Körper, die Atemwege und die Abwehrkräfte fit zu halten. Geeignet sind zügiges Gehen, Walken oder

Radfahren, außerdem Yoga, Tanzen, alle Arten von Fitnesstraining und Tätigkeiten wie Gartenarbeit.

Durch die gleichmäßige Belastung werden der Kreislauf und die Durchblutung angeregt. Der Körper

schüttet Glückshormone aus; Stress wird abgebaut, die Stimmung steigt. Mäßiges Training aktiviert

zudem Makrophagen und natürliche Killerzellen, das Immunsystem wird effektiv unterstützt. Und

nicht zuletzt ist körperliche Aktivität gut für die Atemwege. PD Dr. med. Kai-Michael Beeh, ärztlicher

Leiter des insaf Instituts für Atemwegsforschung in Wiesbaden, sagt dazu: „Auch unsere Lunge

braucht Training.“ Es sorge für eine Belüftung der Bereiche der Lunge, die bei flacher Atmung kaum

genutzt werden. „Durch Inaktivität drohen langfristig Funktionsstörungen der Lunge. Es kann zu einer

Überempfindlichkeit der Bronchien kommen und Reinigungsmechanismen werden gestört“, erklärt

der Experte. Auf Dauer würden so Infektionen und Erkältungen begünstigt.

2 ERNÄHRUNG

Endlich mal ein Winter ohne Taschentuch-Abo und Stunden im vollen Wartezimmer? Das könnte

klappen, denn unser Immunsystem lässt sich auf viele Arten fit machen für die kalte Jahreszeit.

Die Ernährung spielt dabei die Hauptrolle. So kann ein cleverer Speiseplan für den Winter ergänzt

werden: Äpfel, Birnen, Trauben, Nüsse in den Mixer, mit Orangensaft püriert - ein vitaminreicher

Smoothie, nicht nur zum Start in den Tag. Ein Spritzer Sonnenblumenöl sorgt dafür, dass auch die

fettlöslichen Vitamine A und E vom Körper gut aufgenommen werden. Und die Devise muss im

Winter auch heißen: „Wasser, marsch“. So richtig durstig ist man bei kühlen Temperaturen zwar selten.

Trotzdem sollte jetzt eine Flasche Wasser am Tag mehr geleert werden. Denn trockene Heizungsluft

macht die Schleimhäute im Nasenrachenraum durchlässiger für Viren und Bakterien. Saftschorlen

und Kräutertee sind ebenfalls gute Flüssigkeitsquellen. Extratipp: Nasensprays auf Meerwasserbasis

halten die Schleimhäute zusätzlich feucht. Und natürlich gilt auch „basisch essen“: Ein übersäuertes

Gewebe, das vor allem durch tierische Lebensmittel, Zucker oder Weißmehl entsteht, kann die

Nährstoffversorgung der einzelnen Zellen blockieren. Eine überwiegend pflanzliche, also basische

Kost kann hier gegensteuern und die Abwehrkräfte stärken.

88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


WINTER? NA UND!

3 MAGNESIUM

Wer sich regelmäßig und sportlich bewegt, muss damit rechnen, dass akute Überlastungen der

Muskulatur zu Beschwerden wie Muskelkater oder Krämpfen führen können. Die häufigste Ursache für

Muskelkrämpfe im Sport sei ein Magnesiumdefizit, das durch den erhöhten Bedarf des Mineralstoffs

entsteht, erklärt die ehemalige Duathlon-Nationaltrainerin Mollnhauer. Neben vermehrtem Schwitzen

tragen ein beschleunigter Stoffwechsel, eine gesteigerte Ausscheidung über die Nieren sowie eine

erhöhte Muskelaktivität zu Magnesiumverlusten beim Sport bei. Dann wäre es mit dem so gesunden

Sport erst einmal vorbei. Also sollten es vor allem Untrainierte deshalb langsam angehen lassen.

Und während und nach der Belastung sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeits-, Mineral- und

Nährstoffversorgung achten. Magnesiumreiche Lebensmittel wie etwa Vollkornprodukte, Nüsse und

Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt sind daher das mindeste, was man für den eigenen Körper

tun muss. Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie eine Massage oder ein entspannendes, warmes

Bad könnten nach Belastungsende helfen, den Muskelkater zu umgehen.

4 ARGININ

Rund 150.000 Kilometer Blutgefäße versorgen den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Mehr

als 1.400-mal am Tag zirkuliert das Blut durch den Organismus. Damit spielt das Gefäßsystem eine

zentrale Rolle für unsere Gesundheit - was sich im Negativen auch daran zeigt, dass Herz-Kreislauf-

Erkrankungen in Deutschland nach wie vor die Todesursache Nummer eins sind. Umso wichtiger ist

es, für eine gute Durchblutung zu sorgen und Gefäßrisiken zu vermeiden. Hierbei spielen bestimmte

Nährstoffe, wie etwa der gefäßerweiternde Eiweißbaustein Arginin und die Vitamine der B-Gruppe

eine wichtige Rolle. Wie diese Rolle aussieht und welche Funktionen die Nährstoffe genau erfüllen,

wurde kürzlich in einer im „European Journal of Nutrition“ veröffentlichten klinischen Studie

untersucht. Darin betrachteten die Forscher den Einfluss von Arginin und B-Vitaminen auf wichtige

Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System genauer. Die Studienergebnisse bestätigen, dass eine

gezielte Nahrungsoptimierung mit Arginin und B-Vitaminen Herz und Kreislauf schützen kann, indem

sie Durchblutungsstörungen sowie frühe Stadien von Arteriosklerose und Bluthochdruck messbar

reduziert.

Quelle: djd

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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


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HÅKAN NESSER – „DER FALL KALLMANN“

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

„Der Fall Kallmann“ von Håkan Nesser ist genau der richtige Roman für lange Sofastunden. Dabei ist er

weniger Kriminalroman als vielmehr literarisches Sittengemälde einer schwedischen Kleinstadt.

Bei einem tragischen Bootsunfall stirbt die Frau von Leon Berger, einem Lehrer aus Stockholm. Seine

Tochter wird seither vermisst. Dieses Unglück veranlasst Berger, Stockholm zu verlassen und eine

freie Stelle in einer fernen Kleinstadt anzunehmen, wo er die Nachfolge des kürzlich verstorbenen

Schwedischlehrers Eugen Kallmann antritt.

Kallmann war – obschon ein Einzelgänger und gelegentlich etwas sonderbar – bei seinen Schülern sehr

beliebt und im Kollegium hoch angesehen. Doch niemand stand ihm wirklich nahe. Die Polizei ermittelt

einen Unfall als Todesursache, doch die Umstände seines Todes muten vielen in der Gemeinde suspekt

an.

Beim Ausräumen von Kallmanns Schreibtisch im Lehrerzimmer stößt Leon Berger auf dessen Tagebücher.

Deren Inhalt ist verwirrend, Wahrheit und Fiktion scheinen vermischt zu sein. War Kallmann möglicherweise

einem Mordfall auf der Spur? Gemeinsam mit seiner Kollegin Ludmilla und dem Mathematiklehrer Igor,

beginnt Berger nachzuforschen.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch mit

Schutzumschlag, 576 Seiten:

ISBN: 978-3-442-75728-2

20,00 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-20817-2

15,99 Euro

Hörbuch:

ISBN: 978-3-844-52831-2

19,99 Euro

Zu dritt rätseln sie über den irritierenden Inhalt der Tagebücher: Hat Kallmann tatsächlich als Elfjähriger

seine Mutter ermordet, weil sie seinen Vater betrogen hatte? Konnte er wirklich in den Augen anderer

Menschen erkennen, ob diese schon einmal gemordet haben?

Und welche Rolle spielt die Familie der fünfzehnjährigen Schülerin Andrea, die irgendwie der Angelpunkt

der ganzen Angelegenheit zu sein scheint? Hängen die antisemitischen und rassistischen Vorfälle in der

Schule irgendwie mit Kallmanns Nachforschungen und seinem Tod zusammen?

Aus verschiedenen Erzählperspektiven setzt Håkan Nesser die verschiedenen Puzzleteile zu

einem ergreifenden Finale zusammen. „Der Fall Kallmann“ ist ein vielschichtiger und tief gehender

Gesellschaftsroman, der ein überraschendes Bild eines liberalen Landes im Umbruch zeichnet. Ein

großartiger Lesegenuss!

Wie lebt es sich im

Schatten eines Mordes?

Wer war Eugen Kallmann? Warum

musste der beliebte Gesamtschullehrer

in der beschaulichen

schwedischen Kleinstadt sterben?

Håkan Nesser

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten

Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er

zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen

übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan

Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.

Wirklich nur ein Unglücksfall,

wie die Polizei behauptet? Sein

Nachfolger im Schwedischunterricht,

Leon Berger, hegt Zweifel, dass

sein Vorgänger tatsächlich eines

natürlichen Todes gestorben ist.

Denn dieser behauptete, er würde die

Gabe besitzen, in den Augen anderer

Menschen erkennen zu können, ob

sie gemordet haben. Und er scheint

in den letzten Monaten seines

Lebens einem nie entdeckten und nie

gesühnten Verbrechen auf der Spur

gewesen zu sein.

Leon Berger will den Fall Kallmann

lösen - seine privaten Ermittlungen

setzen etwas in Gang, das schließlich

die ganze Kleinstadt erschüttert.

© Lotte Fernvall

90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


VORSCHAU

Foto: www.wikipedia.de

Mike aus dem Bayerwald

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER

DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER

TRAGISCHE OPERETTE

DAS LAND DES LÄCHELNS

Operette von Franz Lehár

A DARUM GEHT ES

Lisa, die verwöhnte Tochter des Grafen Lichtenfels,

verliebt sich bei einem Fest im Hause ihres Vaters

in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Seine

verhaltene Leidenschaft, verbunden mit der

exotischen Aura seines Auftretens, beeindruckt sie

sehr. Prinz Sou-Chong erwidert ihre Gefühle, und

entgegen den Warnungen ihres Vaters folgt sie ihrer

Liebe nach China. In China jedoch wird das verliebte

Paar bald auf den Boden der gesellschaftlichen

Wirklichkeit zurückgeworfen. Die Unvereinbarkeit

ihrer Charaktere wird ihnen mehr und mehr

bewusst. Lisas früherer Verehrer, Graf Gustav von

Pottenstein (genannt Gustl), der ihr nach China

nachgereist ist, spendet ihr Trost. Sou-Chong wird

von seinem sittenstrengen Onkel aufgefordert,

wie ein alter Brauch es verlangt, vier Mandschu-

Mädchen zu heiraten. Als er dieser Tradition folgt,

stürzt er Lisa in tiefe Verzweiflung. Diese plant

daraufhin, getrieben von der Sehnsucht nach ihrem

früheren Leben, gemeinsam mit Gustl die Flucht

aus dem Palast. Sou-Chong durchkreuzt ihren Plan,

doch er erkennt, dass er Lisa nicht halten kann, und

lässt sie mit einem traurigen Lächeln ziehen.

B WO UND WANN SPIELT ES

Die romantische Operette spielt in drei Akten. Der

Text stammt von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-

Beda nach einer Vorlage von Victor Léon. Zunächst

hieß das Bühnenstück „Die gelbe Jacke“. Das

Stück spielt in Wien und Peking im Jahre 1912. Die

Uraufführung des Stückes in seiner ersten Fassung

unter dem Titel Die gelbe Jacke fand am 9. Februar

1923 in Wien statt; unter dem Titel Land des Lächelns

wurde es erstmals am 10. Oktober 1929 im Berliner

Metropol-Theater aufgeführt.

C WAS ERWARTET MICH

Im Land des Lächelns gelingt es Franz Lehár,

musikalisch die zwei unterschiedlichen Welten, die

aufeinanderprallen, zu schildern: Die Fülle wienerisch

gefärbter Melodien steht in packendem Kontrast zur

fernöstlichen Seele. Der Komponist verarbeitete

folkloristisches Kolorit mit rhythmischem

Schwung und schuf überzeugende Charaktere. Sein

melodischer Einfallsreichtum verband Gefühl und

Drama, Humor und Sinnlichkeit.

D WANN

Die Vorstellungen im Dezember finden am 5., 7., 14.,

17., 20. und 22. statt. Im neuen Jahr geht es dann am

10., 12. und 21. Januar weiter.

FURIOSER MONOLOG

AM BODEN

Schauspiel von George Brant

A DARUM GEHT ES

Eine Kampfpilotin, wird Mutter. Ihr Traum vom

Fliegen, ihre Sehnsucht nach Entgrenzung durch

Tempo und Maschine, fällt zu Boden. Und siehe da,

das Militär ist fürsorglich. Das Kind war zwar nicht

geplant, eine biologische Befehlsverweigerung,

aber – eine Mutter in eine F-16 setzen und Bomben

werfen lassen, nein. Und so versetzen sie die Pilotin.

An einen sehr unwirklichen Ort, in die Wüste nahe

Las Vegas, dieser künstlichen Glitzermetropole

des Glücksspiels. 8.000 km weg vom Krieg in

Afghanistan sitzt die junge Frau fortan an einem

Computersystem, das eine Drohne steuert. Selbst

ferngesteuert von Leuten im Kopfhörer, die schuldig

sprechen, ehe sie per Joystick tötet. Tagsüber im

Krieg, abends Frau und Mutter. Der böse alte Krieg

mit den Panzern und Granaten, wie sauber erscheint

dagegen dieser virtuelle Krieg, diese elegante

Vervollkommnung der modernen westlichen

Strategien, die gar kein Land mehr erobern, sondern

nur noch überfliegen wollen, Luftangriffe führen,

unberührt vom Staub und Dreck und Blut da

unten. An unsichtbare Drohnen, schnell, präzise,

chirurgisch, wie tödliche Insekten, die aus dem

Nichts zuschlagen, klebt doch kein Blut?

B WO UND WANN SPIELT ES

AM BODEN erlangte nach der Uraufführung 2013

rasch nationalen und internationalen Erfolg und

wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter The

Smith Prize und der Scotsman Fringe First Award.

Am Düsseldorfer Schauspielhaus wurde es im Mai

2015 zum ersten Mal in deutscher Sprache aufgeführt.

C WAS ERWARTET MICH

AM BODEN erzählt die Geschichte einer F-16-

Kampfpilotin, deren ungewollte Schwangerschaft

ihre Karriere in der Luft beendet. Sie kämpft sich

durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom

Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist

abends Frau und Mutter. Ein furioser, hochaktueller

Monolog über die bizarren Auswüchse virtueller

Kampftechniken.

D WANN

AM BODEN wird im Dezember am 7. und 9.

Dezember in der Reithalle aufgeführt. Im Januar

spielt das Schauspiel am 6. und 7. Januar. Weiter geht

es dann in Februar.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

G A L E R I E

B I L D E R V O N S E B A S T I A N K O L M

Eine kurze, begrenzte Zeit an jedem Morgen, häufig

als Morgendämmerung bezeichnet, birgt jeden Tag

nahezu magische Momente. Sebastian Kolm hat

sie eingefangen. Der heutige Architekturfotograf

studierte Innenarchitektur an der Hochschule Coburg.

Bereits im Studium beschäftigte er sich nicht nur

planerisch mit Raumstimmungen, Atmosphären und

Raumqualitäten, sondern war schon immer daran

interessiert, diese auch zu versieren und fotografisch

festzuhalten. Nach Anstellungen bei Architektenbüros

in München und Grub am Forst widmet er sich seit

2016 hauptberuflich der Architekturfotografie in

Auftragsarbeiten als auch in freien Arbeiten.

www.sebastiankolm.de

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 93


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


COBURG SCHLÄFT

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


GALERIE – SEBASTIAN KOLM

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


SCHATZSUCHE 2017

DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON

BILDERRÄTSEL & SIEBEN ZAHLEN

Sie war schwer dieses Mal, unsere Schatzsuche im Oktober,

sehr schwer. Und trotzdem haben ein paar wenige den richtigen

Schlüssel zum Schatz zugemailt. Also hat das Los entschieden:

Die Gutscheine vom Romantik Hotel Goldene Traube, vom

Frischecenter Wagner, von INTERSPORT WOHLLEBEN, von

der ThermeNatur Bad Rodach und der Agentur Streckenbach

GbR sowie 400 Euro in bar gingen dieses Mal an Paul Schmidtfall.

Die richtige Antwort und damit der richtige Schlüssel zum Schatz lautete diesmal

sinngemäß: „An diesem Datum wurde Coburg erstmal urkundlich als Stadt

bezeichnet.“ Und das war der Weg zum Schatz:

ZUNÄCHST HABEN WIR EUCH SIEBEN

BILDERRÄTSEL AUFGEGEBEN

Welcher österreichische Weltcuport wird in einem Gebäude eines Coburgers

verwaltet? Antwort: Schladming. (Das Schladminger Rathaus wurde 1884 von

August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha als Jagdschloss erbaut)

Lichterloh verschwand sein Vorbild vor gut 400 Jahren? Antwort: Globe

Theater. (Das Globe Theater wurde – und wir von manchen immer noch - als

mögliche Ausweichspielstätte für das Landestheater Coburg diskutiert. Das

Vorbild ist das Globe Theatre, das vor allem durch Aufführungen von William

Shakespeares berühmt wurde. Es brannte 1613 ab.)

Wo klebt man gerne sich? Antwort: Ketschendorf. (Der Fussballverein SV

Ketschendorf ist der erste Verein in der Region, der ein eigenes Sammelalbum

ähnlich der berühmten Panini-Alben sein eigen nennt, in das Bilder der Mitglieder

eingeklebt werden können.)

Wer bewegt sich sozusagen in der Umlaufbahn des Erfinders der musikalischen

Katzentoilette? Antwort: Hanft. (Torsten Hanft von Radio EINS ist befreundet

mit Katzenklo-Komponist Helge Schneider. Er gehört wie es in einem

Stadtgespräch im COBURGER 23 vom Oktober hieß, „zum Helge-Kosmos“.)

98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

In welchem Gebäude konnte man sich in diesem Jahr auf die Spuren dieses

verstorbenen Wahlcoburgers begeben? Antwort: Kunstverein. (Im Coburger

Kunstverein fand 2017 eine Ausstellung zum Leben und Werk von Friedrich

Rückert statt, des berühmten Orientalisten, der in Schweinfurt geboren wurde

und in Coburg lebte, unter anderem auch gerne in einem Häuschen oberhalb des

Goldbergsees.)

Welcher Coburger „Sprecher“ fährt gerne Ski? Antwort: Heitmann. (Klaus-

Jürgen Heitmann ist Vorstandssprecher bei der HUK-Coburg, des Hauptsponsors

der HSC 2000 Coburg. Ursprünglich kommt er aus der KFZ-Versicherung. Dass er

gerne Ski fährt, erzählte er in einem Interview bei iTVCoburg.)

Wer hat sich das denn ausgedacht? Antwort: Schuster. (Der königlich

belgische Architekt Adolf Schuster entwickelte das Haus Ernststraße 2 als

Spekulationsobjekt. Später war hier die amerikanische Botschaft untergebracht.)

JETZT HATTET IHR SIEBEN LÖSUNGSWORTE.

Dann haben wir noch eine Hilfe gegeben: Die erste Lösung hat 10 Buchstaben, die

zweite zwei Worte, die dritte 12 Buchstaben, die vierte 5, die fünfte 11, die sechste

8 und die siebte 8.

Zu jeder dieser Lösungen gab es in chronologischer Reihenfolge

jetzt noch je eine Frage in unserem Kreuzworträtsel:

1

Welcher Coburger fuhr hier 2017 auf Platz 25? Antwort:

Stoschek. (Bei der Rallye Planai Classic, die in Schladming

endet, fuhr Michael Stoschek mit seinem Porsche auf Platz 25)

5

6

7

Wer verbaut denn den Blick darauf? Nimm das erste Wort

vom Namen… Antwort: Projekt. (Die Bauträgergesellschaft

Projekt Bauart Invest realisiert zurzeit einen Neubau an der

Leopoldstraße. Daher sieht man den Kunstverein von der

Leopoldstraße aus fast nicht mehr.)

Wie heißt nochmal das Adjektiv im bekannten Slogan des

Unternehmens? Antwort: Günstig. (Der bekannte Slogan

der HUK-Coburg ist „Aus Tradition günstig“. Günstig ist das

Adjektiv.)

Dieser Architekt versuchte sich auch als ..., wie aus seinem

Nachlass hervorgeht. Als was versuchte er sich? Antwort:

Maler. (Adolf Schuster konnte nicht nur zeichnen, sondern

versuchte sich auch als Maler, wie aus seinem Nachlass

hervorgeht.)

Jetzt hattet Ihr sieben Buchstaben ohne Sinn. Jeder

Buchstabe stand für eine Zahl, G stand für die 1 …

Mehr haben wir nicht verraten. Klar, dass „H“ stand

dann für 2, das „J“ für 4, das „K“ für 5 und das „M“

für 7. Am Ende hattet Ihr 7 Zahlen. Diese Zahlen

ergaben in der richtigen Reihenfolge ein Datum: Den

24.5.1217. Wir wollten wissen, welche wichtige Rolle

dieses Datum für Coburg spielte. Die Antwort war

der Schlüssel zum Schatz: Coburgs erste urkundliche

Erwähnung als Stadt (nicht zu verwechseln mit der

ersten Erwähnung 1056).

2

Wo wurde diese Idee in diesem Jahr geehrt? Antwort:

Hannover. (Der Entwurf des Globe Theaters Coburg wurde

mit dem Deutschen Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet, der in

Hannover verliehen wurde.)

Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht.

Danke für das Mitspielen.

3

4

Was kann man mit dem entscheidenden Teil der ersten Silbe

tun, was man dort sicherlich nicht tun kann, weshalb die

Herkunft unklar ist? Antwort: Segeln. (Eine „Ketsch“, Teil der

ersten Silbe, ist ein Segelboot, mit dem man „segeln“ kann.)

Wie hieße der Name ohne t und wäre dann berauschend?

Antwort: Hanf. (Das Wort Hanf bekommt man, wenn man das

t von Hanft weglässt.)

DIE NÄCHSTE SCHATZSUCHE

Schon jetzt rot markieren:

vom 9. bis zum 17. Dezember

Urlaubsregion Coburg.Rennsteig

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 99


IN EIGENER SACHE

IN EIGENER SACHE

COMEDY GALA

PRÄSENTIERT VON COBURGER

Sie gehört mittlerweile fest dazu in Coburg – die

Comedy Gala zugunsten der Projekte des Service-

Clubs Round Table 151 Coburg, der mit seiner

ehrenamt lichen und unbürokratischen Arbeit

besonders bedürftigen Kindern und ihren Familien

hilft. Und der COBURGER hat die besondere Ehre,

die nächste Comedy-Gala am 5. Januar 2018 im

Kongresshaus Rosengarten präsentieren zu dürfen.

Alle Besucher erwartet ein äußerst unterhaltsamer

Comedy-Abend mit preisgekrönten Kabarettisten

und Stand-up-Comedians aus der ganzen Republik,

darunter dem bekannten TV-Komiker Hans-Hermann

Thielke, dem vielfach ausgezeichneten Kabarettisten

Frank Fischer, dem Frankfurter Rapper und Comicer

Costas Meronianakis und natürlich den Coburger

Lokalmathadoren des gepflegten Humors, Marcelini

& Oskar. Der große Saal wird sicherlich wieder bis

auf den letzten Platz gefüllt sein, darunter

auch zahlreiche PREMIUM-PARTNER des

COBURGER, die wir als Dankeschön für dieses Jahr

Zusammenarbeit eingeladen haben. Wer auch noch

dabei sein möchte: Unter www.coburger-comedygala.de

gibt es Informationen und Resttickets. Oder

auch beim Medienpartner Coburger Tageblatt.

6.COBURGER

Präsentiert von

EINE BENEFIZVERANSTALTUNG

VON ROUND TABLE 151 COBURG

MODERATION

MARCELINI & OSKAR

COSTA

MERONIANAKIS

multikultureller Humor

aus Frankfurt

BENEFIZ-VERANSTALTUNG

LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

ROUND TABLE 151 COBURG

DAPHNE

DELUXE

die Entertainerin

mit Leib und Seele

FREITAG

EINLASS AB 19.00 UHR

BEGINN UM 20.00 UHR

KARTEN IM VORVERKAUF AB 19,– EUR

ERHÄLTLICH BEIM COBURGER TAGEBLATT

KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!

FRANK

FISCHER

ausgezeichnet mit

20 Kabarettpreisen

HANS-HERMANN

THIELKE

spießiger Humor

aus Norddeutschland

05.01.2018

KONGRESSHAUS

ROSENGARTEN

EINE BENEFIZ-VERANSTALTUNG ZUGUNSTEN DES

VEREIN DER FREUNDE VON ROUND TABLE COBURG E.V.

Medienpartner

WWW.COBURGER-COMEDY-GALA.DE inFranken.de

inFranken.de

100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


IN EIGENER SACHE

COBURGER-ABO ALS GESCHENK

UND GLEICHZEITIG GUTSCHEIN SICHERN

Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg,

viele Coburger, die das Jahr über nicht in ihrer

Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland,

Europa oder auf einem anderen Kontinent leben

und arbeiten. Ab sofort aber kommt Coburg auch

zu Ihnen, das ganze Jahr lang, sechsmal, durch den

neuen Aboservice für „Exil-Coburger“.

Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und

andere Coburger: Macht Euren Kindern, Enkeln,

Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine

besondere Freude – verschenkt zu Weihnachten ein

Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro

für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt:

Schenken nämlich macht zum einen glücklich,

außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg

kommt ab sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen

Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder anderen

nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen

Gutschein von der „Heimatliebe“ im Wert von 10

Euro. Also am besten gleich reinklicken auf www.

coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den

Gutschein und macht anderen eine Freude. So kommt

Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht

mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene

Geschenkidee.

NEUE BEIM COBURGER

WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende, das erste

Jahr des COBURGER unter der Flagge der

Marketingagentur markatus. Dieser Schritt hat den

COBURGER nach vorne gebracht.

Doch nicht nur das Magazin hat sich in dieser Zeit

verändert, sondern auch der der Internetauftritt unter

www.coburger-magazin.de. Die Webseite besticht

durch Ihr schlichtes Design, eine übersichtliche

Strukturierung der Inhalte und die barrierefreie

Nutzung.

Und damit das auch so bleibt, kümmert sich Lisa

Obermüller mit großer Sorgfalt um die Einpflege

der aktuellen Artikel, sobald eine neue Ausgabe

des Coburgers erschienen ist. Unterstützt wird

sie hierbei mit Rat und Tat von Theresa Heeb, die

außerdem dafür sorgt, dass die Online-Beiträge

„Die Schatzsuche – Das Rätsel für die Region“

termingerecht veröffentlich werden. Somit bilden die

beiden ein Mini-Online-Team für den Coburger und

freuen sich, auf diese Weise am Erfolg des Magazins

mitarbeiten zu können.

Für 2 Personen

ab

99,- €

Das COBURGER Online-Team: Lisa Obermüller und Theresa Heeb

Zu Gast

in der

Hotelentdecker-

Wochenende

Coburg.Rennsteig

13. – 14.01.2018

Heimat

Entdecken Sie Ihre Heimat aus einer neuen

Perspektive bei einer Übernachtung mit Frühstück

und Drei-Gänge-Menü in einem der teilnehmenden

Hotels sowie einer Entdeckertour mit Blick hinter

die Kulissen der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig!

Mehr Information unter

www.zu-gast-in-der-heimat.de

Die Region

Coburg.Rennsteig

neu erleben

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 101


IMPRESSUM

IN EIGENER SACHE

PREMIUM PARTNER

BESONDERE KUNDEN DES COBURGER

Im Jahr 2017 waren viele Unternehmen und Organisationen PREMIUM-

PARTNER des COBURGER. Dafür jetzt noch einmal im Namen des ganzen

Teams ein dickes DANKESCHÖN an:

Agentur Streckenbach

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Gelder & Sorg

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Buchhandlung Riemann

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

IHK zu Coburg

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

Lasco Umformtechnik

Optik Müller

Romantik Hotel Goldene Traube

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Tourismus & Stadtmarketing/

Citymanagement Coburg

SÜC

süc//dacor

Thomas Bittorf tb.legal

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

VR-Bank Coburg

Die zahlreichen PREMIUM-PARTNERSCHAFTEN haben uns Planungssicherheit

gegeben und uns persönlich und inhaltlich viel Freude bereitet.

Herzlichen Dank dafür. Natürlich auch an die vielen anderen Geschäftskunden,

die den COBURGER für ihre Werbebotschaften, Informationen und Geschichten

genutzt haben. Sie alle machen es möglich, dass der COBURGER in Coburg Stadt

und Land kostenfrei verteilt werden kann.

Und so freuen wir uns auf 2018 und wieder auf viele PREMIUM-

PARTNERSCHAFTEN. Diese beinhaltet viele Vorteile. So sind beispielsweise

in unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials inklusive. Und neu in

2018: Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der COBURGER einen

2-4-minütigen Filmbeitrag im Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer

Länge auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf unserer Webseite

coburger-magazin.de zu hören sein wird.

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 24 / Dezember 2017

Vierter Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Heidi Schulz-Scheidt

Benedikt Dellert

Wolfram Porr

Peter Smaldenbrandt

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Yves Alloinde

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

„Coburger Weihnachtsdorf“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

Mehr Informationen dazu unter www.coburger-magazin.de/premium-partner.

Für Ihre Fragen, Ihre PREMIUM-PARTNERSCHAFT oder Kampagnenideen

stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter 0171/6905284 zur Verfügung. Wir freuen

uns auf das Gespräch mit Ihnen.

102 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


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neue Kunden im Jahr 2017 –

so sieht Vertrauen aus!

Danke dafür!

Ihre süc//dacor GmbH – Schnelles Internet für die Region.

Werden auch Sie unser Kunde - für unsere Produkte

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Telefon: (09561) 97621-0

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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 103


MONACO FRANKE

Und schon wieder ist ein Jahr um. Leut‘, die Zeit rennt wie a Freibiergesicht,

wenn der Gerch a Rund’n schmeißt! Kaum hat der Monaco seinen Lindt-Hasen

z’sammg’fressn, gibt’s auch schon wieder die Nikoläuse! Und die quälende Frage

steht im Raum: Was schenk‘ ich dieses Jahr?

Bevor es ans Schenken geht, muss freilich erstmal geschaut werden, was der

Geldbeutel eigentlich so hergibt. Das ist ja heutzutage gar nicht mehr so einfach

in der Adventszeit! Früher gab’s in vielen Firmen noch ein „Weihnachtsgeld“ –

die Älteren werden sich erinnern. Dieses ist inzwischen aber praktisch nur noch

Beamten und einer privilegierten Minderheit vorbehalten. Bei den meisten

„normalen“ Arbeitnehmern wird das sogenannte 13. Monatsgehalt schon

lange nicht mehr ausbezahlt. Da ist dann im Dezember schon mal Ebbe im

Portemonnaie, zumal ja der Januar vor der Tür steht, in dem alle Jahresbeiträge,

Versicherungen etc. weggehen. Die von der ganz schnellen Sorte, die im Herbst

vielleicht gar schon den nächsten Sommerurlaub mit „Frühbucherrabatt“ bezahlt

haben, werden jetzt ganz schön fluchen. So viel ist klar.

Wer clever ist, kann ja die Flugtickets oder den Hotelprospekt unter den

Christbaum legen. Aber simma ehrlich: Des wär bleed! Also doch – Obacht:

Klischee! - a scheens Kettla oder Ringla und an warmen Schal für die Fraa, die

neue Playstation und das aktuelle Glubb-Heimtrikot für den Sohnemann und

weiße Schlittschuhe und die Barbie für die Tochter! Damit das mit den Ausgaben

so halbwegs im Rahmen bleibt, baut der selbstlose Familienvater vor, indem er

ankündigt, selbst keine Geschenke zu erwarten: „A boar Plätzla und a Halbe

Bier zur Bescherung, hinterher Wörschdla mit Kartoffelsalod und a weng a

Besinnlichkeit – mehr brauchd’s doch an Heiligabend ned. Und wenn die Kinner

was Selbstgebastelt’s ham und drei Weihnachtslieder vorspielen, is doch alles

prima! Wos will ma nuch mehr?!“

DER MONACO FRANKE

ned auszudenken, wenn … ach, der Monaco will lieber ned drüber nochdenk‘n!

Und was wünscht man den Münchnern? Viel Gelassenheit beim Gedanken an den

künftigen fränkischen Ministerpräsidenten zum Beispiel (die brauchen’s wirklich,

vielleicht sogar Tapferkeit!) und damit verbunden viel Kraft, diesen Machtverlust

irgendwie zu verarbeiten und zu kompensieren. Als unmittelbar Betroffener des

Münchner „Kotzhäufchen-Slaloms“ Ende September/Anfang Oktober mag man

vielen Bewohnern der Landeshauptstadt zudem zwei schöne freie Wochen zur

Wiesnzeit wünschen – am liebsten natürlich da, wo die Wörschd und das Bier eh

viel besser schmecken …!

Aber wieder zurück zu den noch fehlenden Geschenken. Den Großteil der

buckligen Verwandtschaft kann man ja zum Glück mit Weihnachtskarten

abspeisen. Übrigens ganz gerne mit einem Foto, auf dem sich die ganze Familie

inklusive Hund eine Nikolausmütze aufgesetzt hat! Subber Idee! Na ja, und für die

Schwiegereltern, die Schwägerin und die Patenkinder fällt uns schon auch noch

was ein. „Soch amoll, der sauren Wein, den wir vom Gerch g’schenkt kriechd ham,

kennt’n ma den ned Deiner Mutter eipacken?“

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Ach ja, Kinner - Weihnachten. Gschmeidiger wär’s aber halt schon, man hätt a

weng a Geld! Aber is‘ halt ned. Der Lottogewinn will sich einfach nicht einstellen.

Bis sich da eine Lösung findet, kann man ja aber schon mal überlegen, was man

so wünscht! Wünsche, das ist der Vorteil, kosten erstmal gar nichts und können

ganz schön was her machen! Was zu Weihnachten und zum Jahreswechsel immer

geht: „Xundheit“! Gerne mit dem Zusatz: „Des is eh des Wichtigste.“ Wer wollte

das schon ernsthaft bestreiten? Ansonsten freuen sich Menschen immer darüber,

wenn man ihnen Glück und Erfolg wünscht. Auch „mehr Zeit für die Familie,

Freunde oder das Hobby“ liegt als guter Wunsch total im Trend. Zeit schenken ist

zwar schwierig, Zeit wünschen aber ein Leichtes!

Der Monaco hat sich auch schon ein paar Sonderwünsche für dieses Jahr ausgedacht.

Allen Oberfranken wünscht er a guude Portion Geduld und Nachsehen mit den

Münchnern und Oberbayern, wenn die mal wieder ihr selbstherrliches „mia san

mia“ zur Schau tragen und den großen Maxe spielen. Sie können halt nicht anders.

Speziell den Menschen in der Nähe von Aufseß in der Fränkischen Schweiz (und

allen Freunden des hiesigen Gerstensaftes) wünscht er freilich auch noch, dass sie

dort das Problem mit dem Wasser endlich in den Griff kriegen. Gleich zweimal

mussten die Bewohner dort in letzter Zeit wegen Keimen ihr Trinkwasser tagelang

abkochen. Und das Schlimmste: Die örtlichen Brauereien mussten ihren Betrieb

vorübergehend einstellen. Gott sei Dank waren genügend Reserven im Tank. Goar

104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Farbkasten

Also. Was bleibt denn nun? Von diesem Jahr? Ein Ticket nach Jamaika, nicht eingelöst? Weil die

schwarz-gelb-grüne Reisegesellschaft eigentlich nicht wirklich denselben Urlaub machen wollte?

Eine gelbe Partei, die jetzt gelindnert wird, das neue Wort für ausgegrenzt, weil sie gesagt hat, was

andere dadurch nicht sagen mussten? Eine verpasste Chance für eine ökologisch-liberale-konservativeultrakonservative

Truppe, die Deutschland erneuern hätte können?

Oder eher der von vorneherein zum Scheitern verurteilte Versuch einer ökologisch-liberalen-konservativen-ultrakonservativen-von-bevorstehenden-Landtagswahlen-bedrängten

Balkongesellschaft, Verantwortung

zu übernehmen, die sie nie vorhatte zu übernehmen, eine bunte Mischung, die mit einer

Erneuerung Deutschlands ohnehin überfordert gewesen wäre, weil sie der berühmten Quadratur des

Kreises gleichgekommen wäre, die bekanntermaßen unmöglich ist?

Eine Wahl, die – welch Überraschung – eine neue Farbe ins den politischen Malkasten gebracht hat,

die zur Mischung für andere – noch – zum Glück - nicht taugt?

Die Erkenntnis, dass man lieber das enggeschnittene unifarbene Parteihemd anzieht als die zu weite

knallbunte Staatshose?

Oder eher, dass den Großteil der Bevölkerung die politische Farbenlehre mittlerweile mehr langweilt

als jeder Malunterricht in der Grund-, Haupt- oder Realschule oder im Gymnasium? Weil sie mehr dem

politischen Kalkül, dem Selbsterhaltungstrieb von Parteien und Politikern dient als dem Kunden, dem

Wählern? Weil sie genau dadurch eher dem „Volk“ die Zeichenschüler in den Unterricht treibt, denen

ein weißes Blatt und ein schwarzer Bleistift ohnehin genügt, um ihre Sicht der Welt zu malen.

Bleibt also einfach, dass ein großer Teil der Bevölkerung, nach eigener Ansicht gebildet, aufgeklärt,

offen, modern, urban, global, weiterhin alles dafür tut, den kleineren Teil der Bevölkerung, nach eigener

Ansicht weniger gebildet, verschlossen, ländlich, abgehängt, im einer gefährlichen Selbstgefälligkeit

und Überheblichkeit noch weiter abhängt, damit aber noch größer macht und damit das Risiko einer

schwarz- oder im schlimmsten Fall braun-weißen Farbenlehre samt gesellschaftlicher Teilung damit

noch weiter heraufbeschwört, anstatt sich einfach mal zuzuhören?

Hoffen wir auf 2018.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 105


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder am 18. Februar 2018

Anzeigenschluss ist

der 04. Februar 2018.

JAHRESWECHSEL-WITZE SIND HIER DAS LETZTE

Meint ein Mann zu einem anderen auf einer

Silvesterparty: „Also ganz im Vertrauen, die Blondine

dort drüben ist meine Frau und die Brünette meine

Geliebte!“ Der andere: „Bei mir verhält es sich genau

umgekehrt!“

„Hey, die Silvesterraketen, die ich bei dir gekauft

habe, funktionieren alle nicht!“ „Komisch, dabei hab'

ich sie alle vorher noch mal getestet.“

Es ist Mitternacht und nur noch wenige sind in

der Bar an der Theke. Da geht die Tür auf und ein

Mann schwankt herein und bestellt ein Glas Sekt.

Nachdem er es erhält ruft er: „Prosit Neujahr !“ Fragt

ihn der Wirt: „Was soll denn das jetzt? – Wir haben

Ostern!“ Der Mann wird bleich, schaut den Wirt mit

verkaterten Augen an und stammelt: „Ostern? Oh

Gott – das gibt Ärger. So lange war ich nie auf Tour!“

Beim Silvesteressen tropft ihm Tomatensoße auf

sein weißes Hemd und er meint: „Oje, jetzt sehe ich

ja aus wie ein Schwein!“ Sie erwidert: „Stimmt und

eingesaut hast du dich auch noch!“

Lieber zwischen Weihnachten und Silvester arbeiten

als zwischen Silvester und Weihnachten.

An alle Ende September Geborenen: Eurer Vater hat

an Silvester nicht nur Raketen abgeschossen.

106 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017


Gesponserter Beitrag

Helfen, wo Helfer gebraucht werden

Weihnachten – das Fest der Geschenke. Auch Unternehmen geben in der

Regel viel Geld dafür aus, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern eine kleine

Anerkennung zu schenken. Zeichen der Wertschätzung, guter Brauch. Dennoch

hat sich GELDER & SORG in diesem Jahr anders entschieden.

Das Unternehmen mit Niederlassungen unter anderem auch in Coburg verzichtet

dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke. Stattdessen möchte man mit der Erfüllung

von Herzenswünschen Kindern und Bedürftigen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

und hat dafür einen hohen vierstelligen Betrag zur Verfügung gestellt. Und alle

Partner, Kunden und Lieferanten konnten ein Teil dieses ganz besonderen

Weihnachtsaktion sein: Gelder & Sorg hat alle aufgefordert, soziale Projekte

oder Organisationen zu empfehlen, die Hilfe dringend nötig haben. Und viele

Vorschläge sind eingegangen, viele Herzenswünsche können erfüllt werden, über

die später ausführlich berichtet wird.

Denn ob Kunde, Mitarbeiter, Lieferant, Hersteller oder das gesellschaftliche

Umfeld: GELDER & SORG möchte, dass sich alle aufgehoben fühlen. Dieses

partnerschaftliche Miteinander ist auch die Basis der familiären und sozialen

Unternehmenskultur von GELDER & SORG. Hinzu kommt das Bewusstsein der

eigenen regionalen Verantwortung im Bereich Ausbildung, Kultur und Sport.

In diesem Sinn wünschen alle Mitarbeiter

von GELDER & SORG frohe Weihnachten.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 107


Frohes

Vest

wünscht iTVCoburg

108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

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