COBURGER – Das Magazin #24
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Nr. 24 | Dezember 2017
Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
Stelldichein der Prominenz beim Bundespresseball 2017
im Hotel Adlon in Berlin - und der COBURGER war dabei.
Die ganze Geschichte auf Seite 54.
2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 3
INHALT
AUSGABE 24 DEZEMBER 2017
8 DREIGESTIRN
10 STADTGESPRÄCH
12 DER HOFBERICHT
90 BUCHEMPFEHLUNG
91 THEATERVORSCHAU
98 SCHATZSUCHE
100 IN EIGENER SACHE
104 MONACO FRANKE
105 AUF EIN WORT
106 DAS LETZTE
PETER SMALDENBRANDT
SEBASTIAN BUFF
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
AXEL STRAUBINGER
VERSCHIEDENE AUTOREN
HEINRICH BEDFORD-STROHM
JONAS BEDFORD-STROHM
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
SEBASTIAN BUFF
BENEDIKT DELLERT
SEBASTIAN KOLM
14
20
28
36
42
LEBENSRISIKO UNFALL
Die Gefahr lauert überal
DER COBURGER WEIHNACHTSMARKT
Stimmungsvolle Zeit
DER UNGLEICHE KAMPF
Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater
WORÜBER WIR UNS AUFREGEN
Das war 2017 im Coburger Land
SONDERTHEMA SINN
Positionen und Geschichten von Menschen und Unternehmen
44
SINN IM GLAUBEN
Auszüge aus einem Buch
54
PROMINENTE KÖPFE
Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball
58 MACHER
Dieses Mal: Christof Pilarzyk
62
74
92
HIER WOHNTE …
… die vornehmen Leut
GENUSS UND SHOPPING
Tipps, Ideen und neue Läden in Coburg
AUS DEM PORTFOLIO
Coburg schläft
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
20
COBURGER WEIHNACHTSMARKT
Bilder von Sebastian Buff
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Atemlos durch den Herbst, atemlos durch die Nacht. Immerzu
Dunkelheit, immerzu Hektik. Jahresendfieber! Jahresabschlüsse!
Jahresplanung! Budgetplanung! Rückblicke! Ausblicke!
Weihnachtsfeiern! (Am Ende noch mit diesem überflüssigen
Wichteln, bei dem man eh immer nur Nippes auspacken darf, den
man seinem ärgsten Feind nicht wünscht, wer kam eigentlich auf
diese Idee? Man sollte ihn unter allen Wichtelgeschenken begraben
(Sorry, das war unsachlich)). Und überhaupt diese vielen Geschenke! Und dann noch
der ganze Alkohol! Und die ganzen Plätzchen, und der viele Stollen!
Besinnlichkeit? Besinnungslosigkeit! Wo bleibt denn da der Sinn? Und was ist das
überhaupt: Sinn?
Das wollten wir wissen, in unserem Sonderthema in diesem Jahresübergangs-
COBURGER 2017/2018. Wir haben dazu nachdenkenswerte Auszüge aus einem Buch
des ehemaligen Coburgers und jetzigen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in
Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, zusammengetragen, das er gemeinsam mit
seinem Sohn Jonas verfasst hat, wir haben Coburger Frauen über ihre Sicht zum Sinn
des Lebens befragt. Warum Frauen? Weil sie sich mit der Sinnsuche zwischen Familie
und Beruf oftmals mehr aufreiben, weil sie erdverbundener sind als wir (als ich) Mann
(Frauen, das wissen irgendwie alle, sind die eigentliche Krone der Schöpfung). Wir
haben mit Roberto Bauer einen Coburger in Lichtenfels besucht, der sich sinnvoll
sozial engagiert, wir stellen Frank Sperschneider vor, der Menschen auf dem Weg zu
ihrem Sinn helfen kann, auch, weil er seinen eigenen sinnvollen Weg schon gefunden
hat.
Und natürlich erzählen wir wieder viele Geschichten von vielen Menschen aus der
Region, die uns beeindrucken, die selbst eine Story haben. Wie Torsten Freese, der
uns mit zum Bundespresseball genommen hat, weil er dort der Prominenz die Haare
schön gemacht hat, bei sozusagen Deutschlands „Opernball“. Oder unser „MACHER“
in diesem Magazin, Christof Pilarzyk. Was er – neben dem Sambafestival – alles
„gemacht“ hat, Respekt … oder auch Sebastian Kolm mit seinen so leeren, aber gerade
dadurch so wahnsinnig aussagekräftigen Fotos über das schlafende Coburg.
Außerdem kostet das Landestheater zwar Geld – es verdient aber mehr. Auch das im
Magazin.
So, jetzt sind Sie dran.
P.S. Da fällt uns ein: Wir feiern jetzt im Dezember mit der 24. Ausgabe unser
5jähriges Jubiläum. Falsch: 5jähriges Bestehen, Jubiläen gibt’s ja erst ab 25 (in diesem
Zusammenhang alles Gute Radio EINS zum 25., in diesem Magazin mehr Bilder zur
großen Feier übrigens im Hofbericht). Und es gibt uns (genau wie das Radio, oder auch
wie iTVCoburg) seit über einem Jahr kostenfrei. Das geht nur, weil uns Werbekunden
als Medium nutzen. Und nur, wenn Sie die Werbekunden nutzen - oder zumindest
wertschätzen und auch Ihren Geschichten Aufmerksamkeit zuwenden. OK ;-)? Sind
wir im Geschäft ;-)?
Danke an alle Unterstützer des COBURGER, ob Leser oder Werbekunden. Ohne
Euch gäbe es uns nicht.
P.P.S. Schöne Weihnachten
P.P.P.S Frohes neues Jahr
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
INHALT
28
DER UNGLEICHE KAMPF
Versuch einer Waffengleichheit für das Landestheater
Sinn
60
INVEST IN DIE REGION
42
SONDERTHEMA SINN
36
DAS WAR 2017
Medical School REGIOMED
Positionen und Geschichten
Worüber wir uns aufregen
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 7
DREIGESTIRN
DREIGESTIRN
Winterzeit in Coburg – die geht nicht etwa mit dem Weihnachtsmarkt
zu Ende, nein, dann geht’s erst richtig los. Im Landestheater
(mehr dazu wie immer im COBURGER), in der HUK-Coburg
arena beim Hand- und Basketball, im Kongresshaus und in vielen
kleinen und großen Locations in der Region bei einer großen
Menge an hochkarätigen Veranstaltungen. Bis dann Mitte
Februar auf dem Coburger Marktplatz, in Seßlach und anderen
NICHT VON DIESER WELT
EINE MAGISCHE NACHT
Mit unglaublicher Leichtigkeit zieht er das Publikum in seinen Bann und
berührt mit unerklärlichen und vor allem unfassbar mentalen Experimenten
und visuellen Effekten. Die Symbiose aus Logik, Intuition und unbemerkter
Beeinflussung lässt eine Bühnenshow entstehen, die über das Herkömmliche
hinausgeht und lange im Gedächtnis bleibt: Danny Ocean.
Würden Sie zum Beispiel glauben, dass man durch reines Gedankenlesen den
Geburtstag eines Gastes herausfinden oder unmögliche Vorhersagen treffen kann?
Halten Sie es für möglich, dass man Metall nur mithilfe mentaler Fähigkeiten zum
Schmelzen bringt? Oder dass zwei Menschen, die mehrere Meter voneinander
entfernt stehen, nicht nur gedanklich, sondern sogar physisch miteinander
verbunden werden? Danny Ocean steht für eine zweite Wirklichkeit, die durch
Naturgesetze nicht erklärbar scheint - eine Mischung aus erlesenen mentalen
Effekten, psychologischer Finesse und moderner Zauberkunst. Schon während
seines Architekturstudiums beschäftigte sich der Magier und Mentalist mit
Verhaltens- und Denkmustern seiner Mitmenschen und schulte sein Auge für den
richtigen Moment. Mit Charme und Witz machte er sein Hobby vor mittlerweile
über zehn Jahren zum Beruf. Im Rahmen internationaler TV-Auftritte fasziniert er
heute ein Millionenpublikum.
karnevalistischen Hochburgen der Fasching den Winter vertreibt–
mal abwarten, ob das funktioniert. Was aber ist im Winter
außergewöhnlich, einmalig, kurzum – einen Besuch ganz
besonders wert? Wir vom COBURGER haben gemäß dieser Prämisse
wieder drei Veranstaltungen ausgewählt. Und wie immer
wieder rein subjektiv – geht ja nicht anders. Wir wünschen viel
Spaß.
LACHEN UND HELFEN
DIE 6. COBURGER COMEDY GALA
Spaß haben – und einen guten Zweck unterstützen. Dafür steht im Januar
bereits zum 6. Mal die Coburger Comedy Gala. Alle Erlöse der Veranstaltung
nämlich kommen auch in diesem Jahr dem Service Club Round Table 151
Coburg zu Gute, der damit bedürftige Kinder und Familien unterstützt (ein
Beispiel war im letzten COBURGER der kleine Luis aus Altenkunstadt).
Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter wieder ein Feuerwerk der witzigen
Abendunterhaltung zusammengestellt: Ausgewählte Comedians, die sich sonst
am liebsten in TV und Radio tummeln, reisen für den guten Zweck eigens
nach Coburg. Mit dabei sind Daphne De Luxe, die nicht nur den Besuchern der
Prunksitzung der Narrhalla im letzten Jahr in lebhafter Erinnerung sein dürfte,
der mit 20 Kabarettpreisen ausgezeichnete Frank Fischer, der „spießige“ Hans-
Hermann Thielke aus Norddeutschland und Multikulti-Humor aus Frankfurt
mit Costa Meronianakis. Außerdem darf natürlich Marcelini nicht fehlen – samt
Hund versteht sich. Das Allerbeste aber: Alle Einnahmen an diesem Abend
fließen in die Projekte des Service-Club! Ohne einen Cent Abzug. Präsentiert
wird die Comedy-Gala 2018 zum ersten Mal vom COBURGER. Also noch schnell
Restkarten besorgen.
6.COBURGER
Präsentiert von
Wann Wo Wie:
Donnerstag 28. Dezember 2017 um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten.
Karten ab 29,00 Euro unter www.eventim.de.
Bild: www.danny-ocean.de
EINE BENEFIZVERANSTALTUNG
VON ROUND TABLE 151 COBURG
COSTA
MERONIANAKIS
multikultureller Humor
aus Frankfurt
DAPHNE
DELUXE
die Entertainerin
mit Leib und Seele
MODERATION
MARCELINI & OSKAR
FRANK
FISCHER
ausgezeichnet mit
20 Kabarettpreisen
HANS-HERMANN
THIELKE
Spießiger Humor
aus Norddeutschland
Wann Wo Wie:
Freitag, 5. Januar 2018 20 Uhr Kongresshaus FREITAGRosengarten. Karten ab 19
Euro unter www.coburger-comedy-gala.de oder 05.01.2018
beim Coburger Tageblatt in
EINLASS AB 19.00 UHR
BEGINN UM 20.00 UHR KONGRESSHAUS ROSENGARTEN
der Hindenburgstraße.
Bild: www.coburger-comedy-gala.de
KARTENVORVERKAUF AB DEM 04.10. BEIM COBURGER TAGEBLATT.
KARTEN BEREITS AB 19,– EUR ERHÄLTLICH – KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
DREIGESTIRN
TIPPS DER
ANDEREN ART
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Bild:www.adambaldych.com
TEUFEL NOCH EINS
ADAM BALDYCH GEIGT COBURG EINEN
„Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz“, schrieb die FAZ
nach dem umjubelten Auftritt des erst 26-jährigen polnischen Jazzgeigers
Adam Bałdych beim Jazzfest Berlin 2011. Spätestens seit der „ECHO Jazz“
Auszeichnung 2013 gehört er zu den wenigen großen Virtuosen der Violine im
Jazz. Und jetzt kommt er nach Coburg.
Niemand interpretiert die Violine so vielfältig wie Adam Bałdych. „Mal packt er
zu wie ein Rockmusiker, mal malt er lyrisch wie Claude Debussy. Mal schwebt
er melancholisch durch die osteuropäische Volksmusik und landet wieder sicher
auf dem Groove des Jazz“ schreibt die Kritik. Und er ist bei seinen musikalischen
Ausflügen nicht alleine. Im Duo mit dem gefragten norwegischen Jazzpianisten,
Komponisten und Bandleader Helge Lien changieren beide zwischen den Genres,
zwischen kompositorischer Perfektion und improvisatorischer Spontaneität, und
entführen ihr Publikum auf eine atemberaubende Reise.
Wann Wo Wie:
Donnerstag, 25. Januar 2018 Leise am Markt Herrngasse.
Tickets für 25 Euro unter www.leise-am-markt.de.
Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Lachsüchtige, Eventfanatiker,
Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame Herzen und Passivsportler:
▶ www.coburg.de/veranstaltungen
▶ www.landestheater-coburg.de
▶ www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender
▶ www.leise-am-markt.de
▶ www.gocoburg.de/veranstaltungen
▶ www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen
▶ www.agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen
▶ www.konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur
▶ www.vsbamberg.de/events.cfm
Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit.
Und denken Sie dran: Fasching kommt auch noch.
VERDAMMT, ICH WILL DOCH … ZU MATTHIAS REIM … ?
Noch eine Geschenkidee für Weihnachten für alle Fans von
Matthias Reim? Dann haben wir noch was. Reim gastiert
nämlich am 1. September 2018 auf der Naturbühne in Steinbach-
Langenbach. Tickets unter www.semmel.de. Oder hier 2
Tickets gewinnen: Wir verlosen 2x2 Karten für das Konzert
am 1. September 2018. Einfach bis 23.12.2017 Mail an hegen@
coburger-magazin.de schreiben. Unter allen Mails verlosen wir
die 2 x 2 Tickets. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
04.JANUAR 2018
MÜNCHNER HOFBRÄU COBURG
EINLASS 18 UHR
STEFAN DANZIGER
im Rahmen von Coburg lacht: Geboren
in der DDR, wollten er und seine Familie
in die BRD fliehen. Doch leider sind sie
falsch abgebogen und in der Sowjetunion
gelandet. Nach der Wende schaffte er es
endlich in den Westen und landete in
Berlin Wedding. Auf den Straßen Berlins
erlernte er seinen Stil und die entdeckte
seine Gabe, Menschen stundenlang mit Geschichte vollzubrabbeln. Seine
Comedy beleuchtet charmant Geschichte und die Geschichten dahinter,
kulturelle Widersprüche und Absurditäten des Alltags.
www.coburg-lacht.de
1.JUNI 2018
WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN
DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS
HANS KLAFFL
„40 Jahre Ferien“. Hans Klaffl, (Musik-)
Lehrer aus Leidenschaft, geht in seinem
kabarettistischen Soloprogramm
über Lehrer, Schüler und Eltern den
weitverbreiteten Klischees über die Zunft
der Pädagogen auf den Grund. Dass diese
Einblicke in eine pädagogische Subkultur längst überfällig waren, erkennt
man am nicht nachlassenden Interesse, das Lehrer, Eltern und Schüler
dieser selbstironischen Abrechnung entgegenbringen.
www.agentur-streckenbach.de/heldritter-kabarettsommer
08.JUNI 2018 | 20 UHR
WALDBÜHNE HELDRITT IM RAHMEN
DES HELDRITTER KABARETTSOMMERS
BEMBERS
„Best of: Mit Alles und Schaf “.
Wahnsinn! – Bembers feiert nicht
nur sein 30 jähriges Frisurenjubiläum,
sondern auch 5 Jahre Bembers live
auf den Bühnen der Republik. Das
schwarze Schaf der deutschen Comedy-
Szene präsentiert die Perlen aus seinen letzten drei Soloprogrammen
und auch diverse unveröffentlichte Geschichten, die ihm eigentlich seine
Mutter verboten hatte zu erzählen. Willkommen in der Bembers Welt.
Bizarre Perspektiven gemischt mit derbem Humor machen aus scheinbar
alltäglichen Situationen seine Echtleben-Komik. Brachial und weit unter
der Gürtellinie, aber zwischen den Zeilen immer mit einem Augenzwinkern
und extrem authentisch wie ein bunter Strauß H-Milch. Ja - „Mit Alles und
Schaf!”.
Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online
unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de
Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
BESONDERE EHRE 1
Eine ganz besondere Ehre wurde dem Coburger Max Beyersdorf vor wenigen
Tagen in Innsbruck zuteil. Im Rahmen des 10-ten „life award barrierefrei“ durfte
er als Laudator beim life award barrierefrei für seinen Freund Flo Sitzmann
vor großem Publikum auftreten. Der life award barrierefrei geht an Menschen
mit besonderen Schicksalen, die dennoch Ihr Leben vorbildlich meistern.
In der Kategorie Life Award Special wurde Sitzmann ausgezeichnet für sein
übergreifendes gesellschaftliches Engagement als Autor, Moderator, Sportler
und vor allem als Mutmacher. Florian Sitzmann hatte 1992 im Alter von 15
Jahren bei einem schweren Motorradunfall beide Beine verloren, zwei Jahre in
Krankenhäusern verbracht, sich 50 Operationen unterziehen und zwei Jahre
Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nehmen müssen. Im Jahr 2000 begann
er verschiedene Behinderten-Sportarten auszuüben. Seit 2002 ist er erfolgreicher
Handbiker mit mehreren Titeln als Deutscher Meister, einer WM-Silbermedaille
und einer Teilnahme bei den Paralympics 2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner
Karriere sieht er seine Teilnahme an dem 560 Kilometer langen Styrkeprøven-
Rennen im Jahr 2006, das er nach 30 Stunden und 30 Minuten nonstop abschloss.
Sein Handbike-Rekord auf dieser Strecke ist bis heute ungebrochen. Flo Sitzmann
und Max Beyersdorf verbindet seit 12 Jahren eine ganz besondere Freundschaft.
Die beiden sind unter anderen schon zusammen den New York Marathon gelaufen.
BESONDERE EHRE 2
Großartige Gelegenheit für fast 1000 Schüler der 10. bis 12. Klassen der fünf
Gymnasien in Coburg Stadt und Land: Am 18. Januar kommt der international
renommierte Redner und Coach Prof. Dr. Manfred Winterheller zu einem
Vortrag ins Kongresshaus Rosengarten. Seinen Ursprung hat Prof. Dr. Manfred
Winterheller in der klassischen Betriebswirtschaftslehre und Steuerberatung.
Sein Buch über die kurzfristige Unternehmensplanung ist ein Standardwerk
und Pflichtlektüre an vielen Universitäten. Für seine Beiträge zur Entwicklung
der Betriebswirtschaftslehre wurde er als Honorarprofessor der Alpen-Adria
Universität Klagenfurt und als Gastprofessor an der Donau Universität Krems
geehrt. Im Jahre 1988 gründete er die WINTERHELLER software GmbH und
entwickelte die mehrfach ausgezeichnete Planungs- und Budgetierungssoftware
Professional Planner. Dr. Winterheller wurde 2003 von der Europäischen
Kommission mit der Great Place to Work Auszeichnung geehrt — als bester
Arbeitgeber Österreichs und einer der 10 besten Arbeitgeber Europas. Seine
Vorträge werden seit vielen Jahren weltweit nachgefragt – vom internationalen
Stahlkonzern über den zur lokal tätigen Verein bis hin Vorträgen für Schüler,
so wie jetzt in Coburg, zustande gekommen auf Vermittlung vom Rotary Club
Coburg rund um Thomas Bittorf und Max Beyersdorf.
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
HANDBALL SEIT 2000
BESONDERE EHRE 3
Der Coburger Medienpreis 2018 verspricht ein
ganz besonderes Ereignis zu werden: Angekündigt
hat sich als Moderator des Abends kein Geringerer
als Tagesschausprecher Jan Hofer. Zudem findet
die Verleihung des Coburger Medienpreises am
Donnerstag, den 14. Juni in diesem Jahr in der
HUK-Coburg auf der Bertelsdorfer Höhe statt. Das
Coburger Versicherungsunternehmen ist damit
erstmals Partner des Veranstalters, des Medienclub
STADTGESPRÄCH
Coburg. Auch die Kulmbacher Akademie für
Neue Medien ist erstmals mit im Boot. Weitere
Informationen über das Showprogramm des Abends,
das Bewerbungsverfahren und die ausgelobten
Preisgelder gibt es in den nächsten Wochen. Jan
Hofer soll, so wurde schon bekannt, auch für eine
Diskussionsrunde im Vorfeld der Preisverleihung zur
Verfügung stehen. Der Coburger Medienpreis wird
im Jahr 2018 bereits zum siebten Mal verliehen.
Spitzensport
in Coburg
Die Heimspiele in der
HUK-COBURG arena:
1 REGION. 1 ZIEL. H
GEME1NSAM
C.
HSC
COBURG
UND DANN NOCH WAS DUMMES
Ein ganz besonderes Fundstück ist unserer Redaktion
ins Auge gefallen: Der Begriff „Dummer August“, mit
dem man gerne andere Personen lächerlich macht, hat
eine Coburger Vorgeschichte: Der frühere Coburger
Oberbürgermeister und Bundesjustizminister
Wolfgang Stammberger nämlich war es, der den
Begriff auf den Weg gebracht hat. Demnach habe er
besonders Repräsentationsaufgaben gerne delegiert,
weil er sein Amt nicht als „Grüß-Gott-August“
verstehen wolle. Daraus hat sich im Laufe der Zeit
der Begriff „dummer August“ entwickelt, so eine
Theorie.
AUCH DAS NOCH
Mangelwirtschaft: Coburg hat nach dem Weggang
von Jörg Hormann vorübergehend keinen
Citymanager. Ein paar Monate also wird der Handel
also wohl auf einen städtischen Ansprechpartner
verzichten müssen.
Und die Medien im Übrigen auch: Coburg hat aktuell
keinen offiziellen Pressesprecher. Die Stelle ist
ausgeschrieben und auf zwei Jahre befristet.
HSC 2000 Coburg vs. HSG Nordhorn-Lingen
09. Dezember 2017
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. Bergischer HC
22. Dezember 2017
Anwurf: 20:00 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. Vfl Lübeck-Schwartau
26. Dezember 2017
Anwurf: 17:00 Uhr
www.hsc2000.de
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
DER HOFBERICHT
FOTOS: CHRISTIAN GUBERT
WWW.GUBERT.DE
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg
sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist
sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen
Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne
kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn
HOFBERICHT
wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen,
zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Feier zum
25jährigen Jubiläum von Radio EINS, dem Lokalsender für Coburg,
Kronach und Lichtenfels, am 28. November 2017 im Kongresshaus
Rosengarten in Coburg.
Tim Pechauf und Tina Heinz (beide R1)
Thomas Auer (R1), Rico Böhme (R1), Rainer Engelhardt (Sparkasse), Mischa Salzmann (R1)
Bürgermeistertrio Thomas Nowak, Birgit Weber und Norbert Tessmer
Julia Otte und Michael Geyer
Julia Bach (R1) und Martin Mittag (Bürgermeister Seßlach)
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
DER HOFBERICHT
OB Norbert Tessmer und Thomas Apfel (R1)
Wolfgang Friedrich und Beate Münch-Friedrich
Stolz auf 25 Jahre: Das Radio EINS-Team
Irene Reinhardt und Karlheinz Kipke (VR-Bank) Lisa Roppelt und Constantin Hirsch (R1) Ralph Bilek (R1) und Petra Bilek
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 13
LEBENSRISIKO UNFALL
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
DIE GEFAHR LAUERT ÜBERALL
VON WOLFRAM HEGEN
L E B E N S R I S I K O
UNFALL
Die Gefahr lauert überall
Wir wissen, dass es sie gibt, wir haben
selbst darunter gelitten, kannten Menschen,
die durch sie ums Leben kamen, kennen
Menschen, die sich dabei verletzt haben.
Und doch hoffen wir immer, dass wir
verschont werden. Dabei sterben jedes Jahr
in Deutschland um die 25 000 Menschen bei
Unfällen, fast zehn Millionen werden verletzt.
Die meisten Unfälle ereignen sich dabei nicht
auf der Straße, sondern im Privatleben.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 15
LEBENSRISIKO UNFALL
Er passiert von einer Minute auf die andere, plötzlich, ohne
Vorwarnung. Keine Reaktion kann ihn verhindern. Und oft ist nach
ihm nichts mehr, wie es einmal war: ein Unfall. So wie in diesem
Jahr in Coburg, als an einem Haus ein Balkon abbrach und einen
55jährigen Bauarbeiter unter sich begrub. Jede Hilfe kam für den
Mann zu spät. Ein Arbeitsunfall mit tragischen Folgen. Oder der
furchtbare Sturz eines 22jährigen Fahrradfahrers ebenfalls in diesem
Jahr. Der junge Mann hatte auf einem Gefälle in Coburg die Kontrolle
über das Rad verloren, fuhr gegen den Bordstein und knallte mit dem
Kopf an eine Mauer. Auch er konnte nicht mehr gerettet werden. Zum
Glück gehen die meisten Unfälle nicht so schlimm aus wie diese zwei
aktuellen Beispiele, meistens bleibt es bei Sachschäden, verbeulten
Fahrzeugen, zerbrochenen Gläsern. Oft genug aber gibt es auch mehr
oder weniger schlimme Verletzungen, Brüche, Bänderrisse, Schnitte
oder auch Brandwunden. Wie bei dem Fall eines Mädchens, das sich
beim Baden an einem heißen Sommertag an einer Metallrampe beide
Füße verbrannt hatte und im Krankenhaus behandelt wurde. Ein Fall,
der kürzlich vor dem Landgericht Coburg verhandelt wurde. Die für
den Badesee zuständige Gemeinde aus dem Landkreis Coburg wurde
zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. Die Beispiele zeigen:
Unfälle ereignen sich in allen Lebensbereichen. Überall passieren
die „plötzlichen, zeitlich und örtlich bestimmbaren und von außen
einwirkenden Ereignisse, bei den eine Person unfreiwillig einen
Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt
wird“, wie es in nüchternem Definitionsdeutsch heißt. Unfallursache
ist demnach meistens ein Mensch, der falsch handelt, eine Situation
falsch interpretiert, versagt und damit sich in Gefahr bringt, oft genug
aber eben auch völlig Unbeteiligte.
Das Risiko lauert daheim
Wenn man von Unfall spricht, denkt man häufig zuallererst an einen
Verkehrsunfall. Ein Crash auf der Straße findet den Weg in die
Schlagzeilen, in die Zeitungen, in Radio und Fernsehen, ins Netz. Und
Jahr für Jahr weit über 3000 Tote bei Verkehrsunfällen in Deutschland
sind eine große Zahl, viele Tausend Einzelfälle mit ihrer ganzen
Trauer, ihren Schmerzen, oft nicht mehr begreifbarer Tragik wie bei
dem Unfall auf einer Übungsfahrt der Coburger Feuerwehr in diesem
Jahr, als ein junger Mann sein Leben verlor. Doch weit mehr Menschen
verlieren ihr Leben bei Unfällen im Haushalt oder der Freizeit. Zwar
gibt es keine einheitliche Statistik für Deutschland, doch insgesamt
sterben zuhause, bei der Hausarbeit, beim Heimwerken, im Garten,
beim Sport, beim Baden, Radeln, Wandern, im Urlaub um die 20 000
Menschen jährlich. Etwa sechsmal so viele wie im Straßenverkehr.
Doch weil es sich ums Private handelt, weil sich die Unfälle meist
fernab der Öffentlichkeit ereignen, spielen sie in der öffentlichen
Wahrnehmung kaum eine Rolle, wird das Risiko unterschätzt. Zu den
vielen Toten kommen noch etwa 7 Millionen Verletzte, jedes Jahr. Im
Straßenverkehr sind es (nur) etwa 400 000. Im Privatleben lauert das
Unfallrisiko bei etwa der Hälfte aller Fälle vor allem beim Sport oder bei
Bewegungen wie Gehen oder Fahrradfahren. Jeder dritte Sportunfall
ereignet sich beim Fußball, gefolgt von Skiunfällen. Zuhause, in den
eigenen vier Wänden, geht von Treppen oder Leitern die größte
Gefahr aus. Aber auch beim Heimwerken, der Hausarbeit, im Garten,
beim Kochen oder Spielen passieren zahlreiche Unfälle. Und die
Zahlen steigen Jahr für Jahr. Eine Ursache nach Expertenmeinung
ist das steigende Durchschnittalter der Deutschen. Ältere Menschen
sind mehr gefährdet, vor allem das Sturzrisiko ist erhöht - 4 von 5
verunglückten Personen in der eigenen Wohnung sind älter als 75
Jahre.
Absolute Sicherheit gibt es nicht
In Haushalt oder Freizeit
verunglückten sechsmal mehr
Menschen tödlich als auf der
Straße.
Jeder kann allerdings dazu beitragen, das Risiko für Unfälle zu
verringern. So beobachten Fachleute, dass Zeitdruck eine häufige
Ursache ist. Wenn möglich, sollte die Hausarbeit, das Waschen,
Bügeln, Putzen, Kochen daher so eingeplant werden, dass kein
Stress aufkommt, keine Hektik, und die eigene Sicherheit dadurch
vernachlässigt wird. Und weil es sich bei den meisten Haushaltsunfällen
um Stürze handelt, sollten alle Steighilfen, Leitern und Stühle stabil
und sicher genug sein, um nicht umzukippen, zusammenzuklappen,
wegzurutschen oder zusammenzubrechen, wenn man gerade auf
ihnen steht. Eine mit Nippes, Blumentöpfen, Spielzeug oder anderen
Kleinkram vollgestellte Treppe kann ebenso zur tödlichen Gefahr
werden. Also weg mit allem Unrat, der sich dort gerne ansammelt.
Auch defekte Elektrogeräte gehören nicht in den Haushalt, sondern
zur Reparatur zum Fachmann. Ein Stromschlag kann lebensgefährlich
sein. Selbstverständlich gilt auch heute: Messer, Schere, Feuer,
Licht, sind für kleine Kinder nicht, und Erwachsene sollten ebenso
behutsam und vorsichtig mit allem umgehen, was scharfkantig ist, was
kocht, heiß ist, was Strom führt. Als Fußgänger im Straßenverkehr
wiederum sollte man sich gerade im Herbst und Winter so anziehen,
dass man von Autofahrern rechtzeitig erkannt werden kann, und
Schuhe mit rutschfesten Sohlen tragen. Dann hat man schon viel für
die eigene Sicherheit getan. Das Lebensrisiko Unfall aber wird man
immer tragen müssen.
16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
UNFALL – UND JETZT?
Gesponserter Beitrag
UNFALL
UND JETZT?
Zur falschen Zeit am falschen Ort, Pech gehabt oder
ganz einfach selbst schuld – ein Unfall im Straßenverkehr
ist schnell passiert. Manchmal bleibt es bei einem
Kratzer im Lack, manchmal bei verbeultem Blech,
manchmal haben Fahrzeuge nur noch Schrottwert
und im schlimmsten Fall sind Menschen verletzt oder
gar getötet worden. Doch wie kommt man nach einem
Unfall eigentlich zu seinem Recht? Informationen
dazu von Rechtsanwalt Wolfgang Hörnlein, der bei der
Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg unter anderem
auf Verkehrsrecht spezialisiert ist.
Schon vor einem möglichen Crash sollte man als Autofahrer
Vorsorge treffen: So sei eine Verkehrsrechtsschutzversicherung auf
jeden Fall zu empfehlen, sagt Wolfgang Hörnlein. Wenn sie nicht
ohnehin in einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung enthalten
ist, sei sie als Zusatzversicherung günstig und „im Straßenverkehr
eigentlich essentiell“. Aus vielen Fällen weiß Hörnlein, dass gerade
bei Verletzungen nach einem Unfall oft wesentlich höhere Ansprüche
durchgesetzt werden können, wenn man nicht auf das erste
Angebot der gegnerischen Versicherung eingehen muss, sondern
sich anwaltlich beraten lassen kann, was ohnehin grundsätzlich zu
empfehlen ist.
So habe eine von einem Auto angefahrene und dabei schwerverletzte
Fußgängerin von der Versicherung eine sechsstellige Summe als
Schmerzensgeld und für sonstige Schäden erhalten, nachdem ein
Fachanwalt eingeschaltet worden war. Die Versicherung hatte eine
Zahlung davor noch verweigert. Begründung: Die ältere Dame
habe die Straße nicht auf einem Zebrastreifen überquert. Bei einem
anderen Fall ohne Personenschaden war ein Mercedes ins Schleudern
geraten und schwer beschädigt worden. Bei voller Fahrt waren zwei
Reifen geplatzt, die erst unmittelbar zuvor in einer Fachwerkstatt
gewechselt worden waren. Ein Reifensachverständiger sollte helfen,
die Schuldfrage zu klären. Dazu war allerdings ein nicht unerheblicher
Vorschuss fällig, den die Verkehrsrechtsschutzversicherung
übernahm. Am Ende stellte der Gutachter fest, dass die Reifen falsch
aufgezogen worden waren. Der Unfallfahrer bekam daraufhin seinen
Schaden voll ersetzt.
Wichtig sei es auf jeden Fall, so Hörnlein, einen spezialisierten
Anwalt zu beauftragen, der vertiefte Kenntnis und Erfahrung bei der
Abwicklung von Verkehrs- und Personenschäden hat. Er erinnert sich
an das Beispiel eines jungen Mannes, der nach einem Verkehrsunfall
ein neues Hüftgelenk bekommen habe. Erst Jahre später stellte
Rechtsanwalt Hörnlein anlässlich einer Beauftragung im Bereich
des Medizinrechts fest, dass damals durch den früher beauftragten
Rechtsanwalt der sogenannte „Haushaltsführungsschaden“ in Folge
der Unfallverletzung nicht geltend gemacht worden war. Am Ende kam
der junge Mann dann auf diese Weise noch zu einer Entschädigung in
Höhe einer hohen fünfstelligen Summe. „Das zeigt, dass vor allem bei
einem Personenschaden fachanwaltliche Hilfe unabdingbar ist.“
Und einen besonderen Tipp hat Wolfgang Hörnlein noch für den
kommenden Winter: Wenn man auf glatter Straße, bei Schnee oder
Eis an den Baum oder in den Graben fährt und sich dabei ohne
gegnerische Beteiligung verletzt, geht man in der Regel leer aus.
Eine günstige - aber kaum bekannte - Fahrerschutzversicherung
übernimmt in solchen Fällen Schmerzensgeld, Pflege- oder
Haushaltsführungskosten, sozusagen als Fahrer-Kasko-Versicherung.
Wolfgang Hörnlein ist Gründer und Sozius
der Kanzlei Hörnlein & Feyler und unter
anderem Fachanwalt für Verkehrsrecht.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
Advertorial
ORTHO SPORT
GESUNDHEIT KENNT
KEINE KOMPROMISSE
ortho sport, Zentrum für Orthopädie,
Unfallchirurgie und Sportmedizin in Coburg
Wenn die Handballer des HSC Coburg auf Punktejagd gehen, sind sie mit dabei,
kümmern sich um Blessuren, Schmerzen, Verletzungen: die Fachärzte von
ortho sport. Auch Fußballvereine aus der Region bauen auf das medizinische
Team von ortho sport, und selbst für Golfer oder Taucher verfügt die Praxis
über nachgewiesenes Know-how.
Doch nicht nur für Hochleistungs- und Freizeitsportler, sondern weit über den
Sport hinaus hat sich ortho sport seit der Praxisgründung im Jahr 1998 bis heute
zu einem Zentrum für orthopädische Fachkompetenz in Coburg und Kronach
entwickelt, von einem Team mit vier Angestellten zu einer hochkompetenten
Mannschaft mit ca. 50 Mitarbeitern. Gerade in Coburg hat ortho sport dabei stark
expandiert: In der Vestestadt verfügt man seit zwei Jahren über ein ambulantes
OP-Zentrum mit Schwerpunkt für arthroskopische Gelenk- und Unfallchirurgie,
sowie Hand- und Fußchirurgie, sowie über eine Privatambulanz mit offener
Kernspintomographie (in TBAG). Die Praxis erstreckt sich an ihren Standorten
auf insgesamt 800 Quadratmetern.
Personal weiter verstärkt
Zudem ergänzen seit kurzem zwei weitere Fachärztinnen das Coburger Team:
Die Gründerin und Leiterin des Kronacher Praxisstandortes, Dr. med Brigitta
Bär-Rothhaupt, bringt ihre langjährige Erfahrung als Fachärztin für Orthopädie
jetzt auch in Coburg ein, vor allem im Rahmen von Fachsprechstunden für
Schulter-, Knie- und Hüftgelenkerkrankungen, einer Kindersprechstunde und
eigener Privatambulanz. Zum anderen bekommt orthosport in der Vestestadt
tatkräftige Unterstützung von Dr. Linda Mergner, Fachärztin für Orthopädie
und Unfallchirurgie mit mehrjähriger Klinik- und Praxiserfahrung in der
Abteilung für Unfallchirurgie des Klinikums Hof und im Zentrum für Orthopädie
und Neurochirurgie Hof. Mit der Fußchirurgie bringt sie einen weiteren
Tätigkeitsschwerpunkt ein, konkret wird das operative Spektrum beispielsweise
um Korrekturoperationen am Vorfuß erweitert. „Fehlstellungen der Zehen sind
entgegen der häufigen Meinung nicht nur ein kosmetisches Problem, sie können
die Lebensqualität erheblich einschränken und einen hohen Leidensdruck und
starke Schmerzen verursachen“, so Dr. Mergner.
Innovative Terminplanung
Auch in Sachen Terminvergabe geht ortho sport moderne patientenfreundliche
Wege: Ein durchdachtes Sprechstundenkonzept minimiert Wartezeiten für
Termine und stellt sicher, dass Beschwerdebilder effizient und bedürfnisnah durch
das Fachärzteteam behandelt werden. Dieses innovative Konzept ermöglicht
Termine in verschiedenen Kategorien: Akuttermine stehen Patienten mit plötzlich
auftretenden Schmerzen zur Verfügung, die nicht auf einen regulären Termin
warten können. Dazu muss online ein kurzer Erfassungsbogen ausgefüllt werden.
Das Team sichtet diese Informationen zeitnah und unterbreitet dann einen
kurzfristigen Terminvorschlag. Patienten mit akuten Folgen aus Arbeits-, Sportund
Privatunfällen ermöglicht das moderne Terminvergabekonzept außerdem
den Besuch der Unfallsprechstunde in den Praxisräumen in der Ketschengasse
22-24 in Coburg. Selbstverständlich können Termine für die Privatambulanz,
Fachsprechstunden oder OP-Termine telefonisch vereinbart werden.
Gesundheit kennt keine Kompromisse. Und ortho sport ist im Fall des Falles die
richtige Adresse.
v.l.n.r. Dr. Linda Mergner und Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt
18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
ORTHOPÄDEN COBURG
Das bietet ortho sport
Orthopädie
Unfallchirurgie
Sportmedizin
Digitale Röntgendiagnostik
Ultraschalluntersuchungen einschließlich
Vorsorgeuntersuchungen von Säuglingshüften
Versorgung von Arbeits- und
Schulunfällen (D-Ärzte)
Ambulantes OP-Zentrum mit Schwerpunkt
arthroskopischer Gelenkchirurgie,
Hand- und Fußchirurgie
Offene Kernspintomografie (MRT)(in TBAG)
Blättchenreiches Plasma (PRP/ACP)
Chirotherapie
Muskelfunktionsdiagnostik (EMG)
Tauchtauglichkeitsuntersuchung
Akupunktur
Invasive Orthopädische Schmerztherapie
Hyaluronsäurebehandlung
Extrakorporale Stoßwellentherapie
Osteodensitometrie (Knochendichtemessung)
Terminvergabe bei ortho sport
Ihr Ärzteteam von
ortho sport:
Dr. Dirk Rothhaupt
Dr. Lutz Schweißinger
Thomas Wagner
Dr. Brigitta Bär-Rothhaupt
Dr. Gerolf Bergenthal
Anke Schrecker
Dr. Linda Mergner
Zentrale: 09561-23340
Privatambulanz: Terminvergabe für privat
versicherte Patienten unter 09561 733 48-11
Fachsprechstunde: Terminvergabe für
spezifische Beschwerden und Fragestellungen
unter 09561 733 48-12
OP–Anmeldung:
Terminvergabe zur OP-Planung
unter 09561 733 48-13
Kassenambulanz: Terminvergabe beim
Wunscharzt für gesetzlich versicherte Patienten
unter 09561 733 48-14
Akuttermin: Terminvergabe für Patienten mit
einem akuten Schmerzgeschehen. Zunächst
online Erfassungsbogen ausfüllen.
Terminvergabe erfolgt kurzfristig.
Unfallsprechstunde: Für die Versorgung von
Folgen aus Arbeits-,Sport- und Privatunfällen,
die maximal 72 Stunden zurückliegen.
coburg zentrum | op-zentrum
Ketschengasse 22 – 24
96450 Coburg
stadthaus
Ketschengasse 25
96450 Coburg
kronach zentrum
Rosenau 9a
96317 Kronach
Einfach online Termin vereinbaren:
www.orthopaeden-coburg.de/terminvereinbarung
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 19
COBURGER WEIHNACHTSMARKT
Bilder von Sebastian Buff
20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 21
22 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 23
24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 27
Aber wie? Ganz einfach: Es gibt andere Städte mit gleichen Problemen.
Leipzig zum Beispiel. Gut, die Stadt ist viel größer, hat 540 000 Einwohner,
hat Schauspiel, Oper, junges Theater, aber auch dort schlugen sich vor ein paar
Jahren Kulturbefürworter und Gegner um die Frage, wieviel Kultur sich die Stadt
leisten wolle. Ein Beratungsunternehmen schaltete sich ein. Fusionen oder die
Schließung von Häusern wurde diskutiert. Die Befürworter betonten immerzu
die immaterielle Bedeutung von Kultur. Wie in Coburg. Eine Entscheidung
musste her. Eine Entscheidung auf der Basis von Fakten. Also gab die Stadt
Leipzig bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig eine
Studie in Auftrag zur „Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt
Leipzig.“ Umwegrentabilität, das meint nichts anderes, als dass der indirekte
Nutzen einer kulturellen Einrichtung für eine Region (=Umwegrendite) diese
insgesamt rentabel macht – und zwar im wirtschaftlichen Sinn.
Also nahm man zum Beispiel das Schauspiel Leipzig betriebswirtschaftlich unter
die Lupe. Das Haus hatte 2016 110.000 Besucher, es liegt damit in einer ähnlichen
Größenordnung wie Coburg, das Defizit liegt allerdings um die 15 Millionen Euro,
geschultert alleine von der Stadt Leipzig, die außerdem noch 45 Millionen für die
Oper ausgibt und 3,5 Millionen für das Theater der jungen Welt. Das Ergebnis der
Studie: Alle drei Häuser erwirtschaften dennoch für die Region mehr Geld als
sie an Zuschüssen erhalten. Sowohl in optimistischen als auch in pessimistischen
Szenarien. Diese Studie haben wir mit Coburger Zahlen gefüllt. Wir haben
dabei einige Faktoren der Leipziger Studie, die zugunsten einer noch besseren
Umwegrentabilität wirken, weggelassen, weil diese, das räumen auch die Macher
der Leipziger Studie ein, aufgrund zahlreicher Annahmen und Hypothesen nur
einen Schätzcharakter aufweisen kann und eine Aufstellung daher angreifbar
macht.
28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
In der einen Ecke: Die Kritik am Landestheater Coburg. Bestens vorbereitet,
handfeste Argumente, schwarz auf weiß: An die sieben Millionen Euro jährlich
zahlt die Stadt drauf. Dazu bald Millionen für eine Ausweichspielstätte. Ob
acht, zehn oder zwölf - die Stadt wird ein Viertel davon zu tragen haben. Dazu
die Sanierung des Landestheaters. Werden es 60, 80, oder 100 Millionen?
Auch hier ein Viertel. Was für eine Waffe, um den anderen schwindlig
zu prügeln, von Sparwut besessen, bereit für populistische Tiefschläge:
höhere Kitagebühren, Buslinien in Gefahr, kein Geld für den Sport auf der
einen Seite, auf der anderen Millionen für eine kleine Kulturelite? Schnell
kocht die Stimmung im weiten Rund. Und in der anderen Ecke?
Das Landestheater Coburg. Seine Waffen: Kultur und Bildung.
Das ist nett. Das ist lieb. Das ist schön. Das ist wichtig. Aber
in einem Boxring? Wenn einer bereit ist, zuzuschlagen?
Dann muss auch der andere aufrüsten. Der Versuch einer
Waffengleichheit von Wolfram Hegen.
Wir gehen von den uns genannten 11.100.000 Euro Personalkosten für 270
Mitarbeiter aus, werten aber nur den Anteil der Kosten für die 240 Mitarbeiter
in Stadt und Landkreis Coburg. Wir gehen davon aus, dass an jedem Mitarbeiter
statistisch 1,5 Familienmitglieder hängen, also er selbst und ein halber. Wir gehen
von den uns vom Landestheater genannten Mieten und Energiekosten etc. in Höhe
von 570.000 Euro aus, von Kosten in Höhe von 500.000 für Verkehrskadetten,
Fotografen, Druckereien, Anzeigen, Reinigung, Statisten etc. Die 1.300.000 Euro
Kosten für Gastkünstler, Urlaubsvertretungen etc. sind nicht berücksichtigt,
obwohl auch davon ein Teil der Hotellerie, Gastronomie, dem Einzelhandel
zu Gute kommt. Wir gehen davon aus, dass etwa die uns vom Landestheater
genannten 120.000 Menschen jährlich Vorstellungen besuchen, leider, das wäre
eine Anregung für die Zukunft, gibt es keine Aufstellung darüber, woher diese
Gäste kommen, bekannt aber ist, dass viele Bamberger, Lichtenfelser und
Südthüringer den Weg nach Coburg finden.
Auf dieser Basis also wollen wir Waffengleichstand herstellen, indem sich im
Boxring den vielen Millionen Zuschüssen aus der Coburger Stadtkasse an das
Landestheater Coburg nicht mehr nur weiche Faktoren wie Bildung und Kultur
entgegenstellen, sondern Cash: Erlöse, Umsätze, Wertschöpfung.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 29
DER UNGLEICHE KAMPF
Kosten für die Stadt Coburg für
das Landestheater Coburg 2016
Umsätze in Stadt und Landkreis Coburg
durch das Landestheater Coburg
6.900.000 Euro
7.636.068 Euro
Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land
durch das Landestheater: 736.068 Euro
…und so setzen sich die Zahlen zusammen:
Besucher Landestheater jährlich 120000
Auswärtige Besucher (nicht Stadt und Landkreis Coburg, Lichtenfels, Kronach, Bamberg, Südthüringen) geschätzt 20000
Anteil an diesen auswärtigen Besuchern nur durch das Landestheater 25%
Anteil dieser 25% auswärtigen Besucher mit Übernachtung 85%
Ausgaben der Übernachtungsgäste pro Tag (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus) 111 €
Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste durchschnittlich
2 Tage
Ausgaben Tagesbesucher (Basis: DWIF, 2012 Frankentourismus) 30 €
Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Übernachtungsgäste 943.500 €
Also zusätzliche Einnahmen für Coburg Stadt und Land durch diese Tagesbesucher 22.500 €
Gesamteinnahmen durch zusätzliche Besucher durch Landestheater für Coburg Stadt und Land
abzgl. 14,2% MwSt. (Durchschnittssatz gemäß DWIF)
828.828 €
Löhne und Gehälter der 240 Mitarbeiter mit Wohnsitz Coburg Stadt und Land 9.880.000 €
Also zusätzliche Einnahmen in Coburg Stadt und Land durch Ausgaben der Mitarbeiter aus ihrem
Nettoeinkommen (abzgl. Lohnsteuern/ Sozialabgaben/ Mehrwertsteueranteil)
Gemeindeanteil Einkommens- und Mehrwertsteuer (240 Mitarbeiter x 1,5 Personen/Haushalt = 360
Einwohner x 659 Euro/Person gemäß Haushalt Coburg)
5.500.000 €
237.240 €
Also zusätzliche Einnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Mitarbeiter Landestheater 5.737.240 €
Einnahmen in der Region durch Ausgaben des Landestheaters für Lieferungen und Leistungen 1.070.000 €
Gesamteinnahmen in Stadt und Landkreis Coburg durch Landestheater 7.636.068 €
Kosten für das Landestheater (Zuschuss der Stadt Coburg) 6.900.000 €
Gewinn für die Region Coburg Stadt und Land durch das Landestheater + 736.068 €
Angelehnt an eine Studie zur Umwegrentabilität der kulturellen Eigenbetriebe der Stadt Leipzig der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig aus dem Jahr 2014. Zahlen aus 2016, soweit vorliegend, ansonsten jüngste erhältliche Zahlen.
Auf typische Faktoren der Umwegrentabilität wie einen Multiplikator zu „induzierten Ausgaben“ oder einen sogenannten „Tourismusmultiplikator“ der Leipziger Studie ist auf Grund zweifelhafter Vergleichbarkeit der Standorte und ihres starken
Schätzcharakters verzichtet worden: Die bei unserer Aufstellung sogenannten „Umsätze“ durch das Landestheater wären sonst weit höher ausgefallen. Der durch Landestheater-Mitarbeiter erbrachte Anteil „kleinerer“ Steuerarten wie Grundsteuer B
oder Hundesteuer zum Haushalt der Stadt Coburg ist ebenso nicht berücksichtigt. Auch der Anteil an Gewerbesteuereinnahmen (immerhin mit um die 50 bis 60 Millionen Euro größter Einnahmenblock der Stadt Coburg) durch Ausgaben in Coburger
Betrieben, die gewerbesteuerpflichtig sind, ist nicht berücksichtigt. Insgesamt ist der Versuch einer Gesamtbilanz also sehr konservativ angesetzt.
30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
LANDESTHEATER COBURG
Fazit:
Das Landestheater Coburg erwirtschaftet nach dieser Aufstellung
für die Region Coburg mehr Geld, als es kostet. Doch darum geht
es nicht alleine. Die Aufstellung nämlich ist sicherlich angreifbar, bei
allen unseren Versuchen, vorsichtig mit Zahlen zu agieren. Sie ist
populärwissenschaftlich. Vielleicht bleibt am Ende nur eine schwarze
Null stehen. Vielleicht kann man auch kritisieren, dass die Verluste die
Stadt Coburg trägt, die Umsätze ihr aber nur zu einem kleinen Teil
über Steuern, Abgaben und Gebühren wieder zu Gute kommen, der
große Teil aber der Privatwirtschaft, dem Handel, Dienstleistern,
Energieversorgern, Hotels, Gaststätten. Und zwar nicht nur in der
Stadt, sondern auch im Landkreis, der sich an den Kosten nicht
beteiligen muss.
In Wirklichkeit aber geht um ein Umdenken. Es geht darum, ein
Theater nicht nur an seinen Kosten auf der einen, und seinem
Bildungs- und Kulturauftrag auf der anderen Seite zu messen, sondern
es auch als Wertschöpfungseinrichtung für die Region zu begreifen,
und zwar finanzieller Art. Vielleicht würde es helfen, nicht mehr
von Kultursubvention zu reden, sondern von Wirtschaftsförderung.
Genau um diesen Perspektivenwechsel geht es.
Coburg wäre dumm, vom Landestheater mehr Sparwillen zu
verlangen als er bei einer vernünftigen Haushaltsführung ohnehin
selbstverständlich sein muss. Coburg wäre dumm, das Landestheater
in Frage zu stellen, weil ja auch noch über 5.000.000 Euro jährlich vom
Freistaat Bayern nach Coburg fließen. Und für Ersatzspielstätte und
Sanierung vorsichtig geschätzt noch einmal etwa 40.000.000 Euro. Das
sind Finanzspritzen, um die andere Coburg beneiden. Dazu der nicht
monetarisierbare Wert als Standortfaktor für die großen und kleinen
Unternehmen vor Ort, für die Attraktivität der Stadt, für ihre Urbanität,
ihr Lebensgefühl. Dazu der nichtbezahlbare Werbewert für Coburg als
attraktive Kleinstadt durch die überregionale Berichterstattung über
das Landestheater.
Das Landestheater ist wertvoll. Sehr wertvoll. Und nicht nur für Kultur
und Bildung. Das sowieso. Das ist sein eigentlicher Auftrag.
Alle, die es gut mit Coburg meinen, sollten sich für ihr Landestheater
stark machen. Alle.
Ohne Wenn. Ohne Aber.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 31
Am Anfang des Jahres hieß es die Werbetrommel
schlagen: „Coburg feiert Luther“ titelte der
COBURGER im Februar 2017 und warf einen Blick
auf die vielen geplanten Veranstaltungen 2017:
die Landesausstellung, eine Sonderausstellung im
Naturkundemuseum, das Chorfest, nicht zuletzt
der Kirchenkreis-Kirchentag und viele mehr.
Coburg spielte eine große Rolle im Jubiläumsjahr
– wegen seiner besonderen geopolitischen Lage:
Die Stadt befand sich an der südlichen Grenze des
Kurfürstentums Sachsen, dessen Zentrum damals
Wittenberg war. 1530 zog Kurfürst Johann (der
Beständige) mit großem Gefolge nach Augsburg,
um dort auf dem Reichstag für die Reformation
einzustehen. Martin Luther ließ er für fast sechs
Monate in Coburg und damit innerhalb des für ihn
sicheren kursächsischen Machtbereichs zurück.
Als Luther den Festungsberg zu Fuß hinaufging,
fasst er seinen ersten Eindruck in diese Worte:
"Es ist ein überaus reizender und für Studien
geeigneter Ort.“ Hier verfasste er zahlreiche
Bekenntnis- und Streitschriften und widmete sich
Übersetzungsarbeiten. Er schrieb mehr als 120 Briefe
in 172 Tagen an seine Freunde in Augsburg und
auch an seine Familie in Wittenberg. Viele bekannte
Schriften sind hier entstanden wie der „Sendbrief
vom Dolmetschen“, Beiträge zur Vereinheitlichung
der deutschen Schriftsprache, die zum Teil bis heute
Gültigkeit besitzen.
32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
COBURG FEIERT LUTHER
Gesponserter Beitrag
Ein Jahr im Zeichen Luthers
Eine Bilanz ganz ohne Zahlen
Das Reformationsjubiläum ist Geschichte.
Was bleibt, ist die Erinnerung an viele
Veranstaltungen, an weit über 200 000 Gäste
und vor allem an viele Geschichten, die in
diesem Jahr in Coburg geschrieben wurden.
Der COBURGER hat sie in jeder Ausgabe
erzählt, Werbung gemacht für das Lutherjahr
– mit Unterstützung des Stadtmarketing
Coburg. Geschichten mit Nachhaltigkeit für die
Bayerische Lutherstadt. Ein Rückblick.
Im Frühjahr dann begann an ebenjener Stelle, auf der
Veste Coburg, die große Landesausstellung „Ritter,
Bauern, Lutheraner“. Und der COBURGER widmete
ihr viele Seiten – in Bildern und im Text. Es gab ja
auch viel zu entdecken und zu erfahren während des
halben Jahres der Ausstellung: Sie zeigte das damalige
Leben auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern
und den Ritterburgen, kostbare und ungewöhnliche
Originale, Kunstwerke von Dürer, Cranach und
vielen anderen Meistern.
Eindrucksvolle Inszenierungen und moderne
Ausstellungstechnik halfen bei der Antwort auf die
Fragen: Was trieb die Menschen in bewegten Zeiten
um? Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und
Schriften Martin Luthers verändert? Und was hat das
mit uns heute zu tun? Auch Coburgs evangelische
Kirche Sankt Moriz, auf deren Kanzel Luther
mehrfach persönlich predigte, präsentierte zur
Landesausstellung eine Ausstellung. Coburg war dabei
als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, weil
die Stadt als zentrales Nadelöhr wichtiger Schauplatz
der Reformation gewesen ist. Diese Bedeutung
würdigte auch eine besondere Livesendung: 90
Minuten "Auf geht’s" des Bayerischen Fernsehens.
Coburg stand im Mittelpunkt des medialen Interesses.
Und die TV-Kameras liefen auch Anfang Juli beim
Sängerfest des Fränkischen Sängerbundes, als viele
Tausend Stimmen die gesamte Coburger Innenstadt
zum Klingen brachten und dem Musikfreund Luther
damit eine besondere Ehre erwiesen. Die Vestestadt
war als Veranstaltungsort genau die richtige Wahl:
Hier gründete sich der Deutsche Sängerbund 1862.
Er war lange Zeit der weltgrößte Laienchorverband,
bevor er 2005 mit dem Deutschen Allgemeinen
Sängerbund zum Deutschen Chorverband
fusionierte. Heute zählt Jens-Uwe Peter, der
Vorsitzende der Sängergruppe Fränkische Krone
im Fränkischen Sängerbund, alleine 23 Chöre in
Coburg Stadt und Land, die Mitglied im Fränkischen
Sängerbund sind. Dazu kommen ungezählte weitere
Kinder-, Schul- und Erwachsenenchöre. Und viele
von ihnen waren dabei beim Chorfest in Coburg.
Über 100 Chöre reisten insgesamt an, über 3000
Sänger, freute sich Günter Freitag, Vorsitzender vom
Sängerkreis Coburg Kronach Lichtenfels, der leider
völlig unerwartet kurz nach dieser stimmungsvollen
Veranstaltung verstarb.
Im Lutherjahr stand mit Unterstützung des
Stadtmarketings auch ein ganz besonderer
Wanderweg im Mittelpunkt des Interesses: Eine
aktive Werbemaßnahme für die Landesausstellung
führte Radio EINS-Moderator Thomas Apfel
und Michael Böhm vom Stadtmarketing Coburg
nämlich auf den Weg – den Lutherweg. Er verbindet
Bundesländer und die Menschen, die ihn bewandern,
mit den Stätten der Reformation: der Lutherweg – ein
Pfad, der Pilger, Wanderer und Besucher animieren
soll, sich auf den Spuren von Martin Luther und
der Reformation zu bewegen oder einfach herrliche
Landschaften und kulturelle Räume zu genießen. Der
Lutherweg - ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchen,
Tourismusverbänden und Kommunen.
Und letztlich schaute man im Reformationsjahr
Luther natürlich auch mal ordentlich aufs Maul.
Das wiederum übernahm mit Unterstützung des
Stadtmarketing die mehrfach ausgezeichnete
Schülerzeitung des Gymnasiums Casimirianum, die
Casiopeia, in einer Sonderausgabe. Die war für die
Redaktion wirklich etwas Besonderes, auch für die
beiden Chefredakteure, obwohl die jetzt schon vier
Jahre im fleißigen Casiopeia-Team dabei sind. Die
Bedeutung Luthers auch für die deutsche Sprache ist
dem Team nämlich erst während der Recherche klar
geworden. „Welche Begriffe heutzutage auf Luther
zurückgehen, ohne dass man sich dessen bewusst
ist, ist schon erstaunlich“, so Chefredakteurin
Vanessa Wagner. Die Sonderausgabe bot zudem
wieder viel Gelegenheit, „besser zu werden“, sagt ihr
Kollege Leon Eberhardt, „das ist unser Ziel, aktuelle
Strömungen aufzugreifen, neue Darstellungsformen
zu finden, uns weiterzuentwickeln.“
Genauso eben, wie Luther gewirkt hat, wie er die
Welt verändert hat, genauso eben, wie auch das
Lutherjahr Coburg verändert hat, wie es viele
Menschen begeistert, zum Mitmachen animiert, zum
Nachdenken gebracht hat. Es war ein gutes Jahr für
Coburg.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
IHK COBURG
Ein gutes Jahr für „made in Coburg“
IHK zu Coburg zieht positive Bilanz
Freude über den Integrationspreis der Regierung von Oberfranken (von links:) 3. Bürgermeister Thomas Nowak, Stadt Coburg, Michael Busch, Landrat des Landkreises Coburg, Friedrich Herdan, Präsident der IHK
zu Coburg, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken, Integrationsstaatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, Merouane Qsiyer, Ausbildungsakquisiteur für Flüchtlinge der IHK zu Coburg, Siegmar
Schnabel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg.
Positiv hervorzuheben ist das vorbildliche
Ausbildungsengagement der Coburger Wirtschaft.
Zum Ausbildungsstart im September 2017 haben
734 Schulabgänger eine duale Berufsausbildung
in Betrieben in Stadt und Landkreis Coburg
aufgenommen. Damit nahm die Zahl der neu
eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im IHK-
Bezirk Coburg trotz rückläufiger Schulabgänger
nochmals leicht zu. „Erneut heben wir uns im Trend
positiv ab, denn bayernweit sind Neueintragungen
rückläufig“, resümiert Friedrich Herdan.
Bei aller Freude über die positive Jahresbilanz bleiben
aber doch Felder mit dringendem Handlungsbedarf,
um die Wettbewerbsfähigkeit der exportstarken
Coburger Unternehmen abzusichern bzw. weiter
auszubauen. Dazu zählt IHK-Präsident Herdan
beispielsweise den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
– Luft, Straße, Schiene – sowie Stärkung von Aus- und
Weiterbildung zur Deckung des Fachkräftebedarfs.
Die Verkehrsanbindung der Coburger
Wirtschaftsregion wurde im zu Ende gehenden
Jahr wesentlich erweitert: Ab 10. Dezember 2017
erhält Coburg immerhin sechs ICE-Systemhalte
statt des ursprünglich angekündigten ICE-Halts in
Tagesrandlagen. Morgens, nachmittags und abends
können Fahrgäste dann an unserem Bahnhof in den
ICE in/aus Richtung Berlin oder München ein-/
aussteigen. Das ist ein Teilerfolg, aber kein Ergebnis,
das der wirtschaftlichen Bedeutung der Region
Nordwest-Oberfranken und Südthüringen und
den Bedürfnissen von 1,4 Millionen Einwohnern
gerecht wird. Um den ICE-Anschluss am Bahnhof
Coburg nachhaltig zu sichern, ist es wichtig, dass
das ICE-Angebot möglichst intensiv angenommen
wird. Erfreulich, wenn man den benötigten
Planungszeitraum unberücksichtigt lässt, ist die
Entwicklung bei der Staatsstraße 2205, eine der
wichtigsten Verkehrsachsen unserer Region, mit
grenzüberschreitender Bedeutung. Für die Strecke
zwischen Coburg-Bertelsdorf und Wiesenfeld
besteht nun endlich Baurecht – nach über 20 Jahren.
Zur künftigen Luftverkehrsanbindung Coburgs
ist eine abschließende Bewertung zum jetzigen
Zeitpunkt nicht möglich. Wie die von der Bayerischen
Staatsregierung vorgeschlagene Kombilösung –
Ertüchtigung der bestehenden Flugplätze in Coburg
und Bamberg für den Instrumentenflugverkehr (IFR)
– sich für die Coburger Wirtschaft auswirkt, wird sich
im Zeitablauf herauskristallisieren. IHK-Präsident
Herdan betont: „Uneingeschränkter, planbarer
und nachhaltig gesicherter IFR-Flugverkehr ist
insbesondere für unsere exportorientierten Coburger
Unternehmen ein wesentlicher Standortfaktor.“
Einhergehend mit der positiven wirtschaftlichen
Entwicklung in Stadt und Landkreis Coburg ist die
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
MADE IN COBURG
Advertorial
2017 war für Produkte und Dienstleistungen „made in Coburg“ ein gutes Jahr. „Die
positive Entwicklung der Coburger Wirtschaft gründet vor allem auf kräftigem
Binnenkonsum und gestiegenen Investitionsvorhaben unserer Unternehmen“,
erläutert der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Coburg, Friedrich
Herdan. Die Betriebe schätzen die aktuelle Geschäftslage überwiegend als gut ein,
der IHK-Konjunkturklima-Indikator, der sowohl die Lage der Unternehmen als auch
die Geschäftserwartungen abbildet, überschreitet seit vier Jahren seinen langfristigen
Durchschnittswert erheblich.
Der zwischen IHK zu Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene Kooperationsvertrag eröffnet neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung (im Bild von links): Regiomed-Hauptgeschäftsführer
Joachim Bovelet, Regiomed-Akademie-Leiterin Dr. Dorothea Thieme, IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel, IHK-Präsident Friedrich Herdan und die Leiterin des Bereichs Weiterbildung der IHK zu Coburg,
Doris Köhler.
Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern gestiegen.
Die IHK zu Coburg als Vertreter der gewerblichen
Wirtschaft hat deshalb sowohl die duale Berufs- und
Weiterbildung voll im Fokus als auch verschiedenste
Projekte auf den Weg gebracht, um durch Erschließung
bislang ungenutzter Potenziale dem partiell bereits
vorhandenen Fachkräftemangel zu begegnen. Mit
dem bundesweit einmaligen Kombimodell „1+3“
setzt die IHK zu Coburg auf ein Kombimodell zur
Integration junger Flüchtlinge, indem Spracherwerb,
berufliche Ausbildung im Unternehmen, Theorie in
der Berufsschule und selbst bestimmtes Leben durch
eigenes Einkommen zusammenwirken und sich
ergänzen. Nach durchweg positiven Erfahrungen ist
bereits die zweite „1+3“-Fachklasse des vierjährigen
Ausbildungsmodells an der Staatlichen Berufsschule
I Coburg gestartet. Das überregionale Interesse
von Unternehmen und Wirtschaftskammern an
diesem Kombimodell ist bereits groß. Erst kürzlich
wurde das Pilotprojekt mit dem Integrationspreis
der Regierung von Oberfranken ausgezeichnet.
Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz dankte in
ihrer Laudatio für das erfolgreiche Engagement in
Coburg. IHK-Präsident Friedrich Herdan, auf den das
„1+3“-Konzept zurückgeht, bewertet die Würdigung
als Verdienst vieler Beteiligter: das Bayerische Kultus-,
Wirtschafts- und Sozialministerium, die Agentur
für Arbeit, die Berufsschule I Coburg sowie die
beteiligten Unternehmen, Brose Fahrzeugteile,
Dietze & Schell Maschinenfabrik, Federnfabrik Dietz,
Reichenbacher Hamuel, Lasco Umformtechnik, Martin
Metallverarbeitung, Schumacher Packaging und Valeo
Klimasysteme. Herdan: „Die Coburger Wirtschaft
übernimmt in vorbildlicher Weise Verantwortung und
ich appelliere an unsere Betriebe, weiter am Erfolg von
,1+3‘ mitzuwirken.“
Neue Möglichkeiten und Bereiche der Fachkräftesicherung
eröffnet der zwischen IHK zu
Coburg und Klinikverbund Regiomed geschlossene
Kooperationsvertrag. Bei den für Regiomed neben der
fachspezifischen Ausbildung zunehmend wichtigen
Bildungsthemen, wie Betriebswirtschaft, Organisation,
Führung und Digitalisierung, hat die IHK zu Coburg
umfassendes Know-how aufgebaut. Die ersten
Seminare starten im Frühjahr 2018, damit ist die
Industrie- und Handelskammer zu Coburg innerhalb der
Kammerorganisation Vorreiter in der Zusammenarbeit
mit Partnern aus dem Gesundheitswesen.
„Auch unser Kompetenzzentrum für Maschinen-,
Anlagenbau und Automotive hat sich gut etabliert, in
diesem Jahr wurde die Nachwuchsarbeit in Mittel- und
Realschulen sowie Gymnasien nochmals intensiviert“,
erklärt IHK-Präsident Friedrich Herdan. Bei
Infoveranstaltungen, Firmenbesuchen und Workshops
wurden den Schülern die vielfältigen Karrierewege
dieser starken Branche vermittelt.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
AUFREGER 2018
WORÜBER WIR UNS
AUFREGEN!
Das war 2017 im
Coburger Land. Drei
Liedzeilen. Weil wir
sauer sind.
36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT
„Über den Wolken
muss die Dummheit
wohl grenzenlos sein“
Diese Geschichte taugt für Schilda, spielt aber im Coburger Land: Seit 2002
macht sich die Region Gedanken um die Zukunft des Verkehrslandeplatzes
Coburg-Brandensteinsebene, 2007 überprüft eine Raumordnung die möglichen
neuen Flugplatzstandorte Bieberbach, Gossenberg und Neida, wirtschaftliche,
umwelttechnische, kulturelle und soziale Gesichtspunkte. 2008 wird nach einem
Gutachten Meeder-Neida als Vorzugsstandort festgelegt. 2010 beginnt die
Planfeststellung. 2014 wird der Planfeststellungsantrag eingereicht. Es werden
Fachleute beschäftigt, Arbeitsgemeinschaften gegründet, Projektgesellschaften
notariell eingetragen, Kreis- und Stadträte beschäftigt, Verwaltungsangestellte,
Ministerien, es wird ein Bürgerentscheid durchgeführt, mehrere
Podiumsdiskussionen veranstaltet, es werden Schilder aufgestellt, Prospekte,
Flyer und Flugblätter gedruckt, Webseiten programmiert, Kampagnen geplant.
Es werden geheime Treffen vereinbart, Sitzungen, Besprechungen. Es werden
Fakten gesammelt, Stellungnahmen, Meinungen. Es wird behauptet, gelogen und
gehetzt. Es werden viele Jahre Arbeit investiert, viele Millionen Euro Steuer- und
privates Geld ausgegeben, viele Milliarden Nerven bis an ihren Grenzen belastet
– alles umsonst: Nach 15 Jahren Suche nach einem neuen Flugplatz für die Region
Coburg kommt im Herbst 2017 der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und teilt
lapidar mit, dass man jetzt dann doch eine andere Lösung bevorzuge, quasi eine
Arbeitsaufteilung der bestehenden Flugplätze in Coburg und Bamberg. Das soll es
jetzt gewesen sein? Könnten wir uns wahnsinnig drüber aufregen.
„Dieser Steinweg
wird kein leichter sein“
Alle paar Jahre schafft es der Coburger Steinweg auf die politische Tagesordnung.
So auch 2017. Das innerstädtische Schmuddelkind sei ein gefährliches Pflaster,
machen polizeiliche Statistiken Glauben. Das ruft die Parteien auf den Plan. Die
Kneipen früher zumachen, Sperrzeit also verlängern, fordern die einen. Damit
endlich Ruhe ist. Mehr Videoüberwachung im Steinweg, damit Abschreckung,
fordern die anderen. Damit endlich Ruhe ist. Doch die Statistiken fallen bald in
sich zusammen. Klar ist das persönliche Risiko in einem Kneipenviertel höher
als andernorts in der Stadt, wo niemand unterwegs ist, klar ist das Risiko in
den Morgenstunden höher, wenn dann schon mehr Alkohol geflossen ist, klar
ist aber auch: Der Steinweg ist nicht das lebensgefährliche Pflaster, zu dem ihn
die öffentliche Diskussion in regelmäßigen Abständen macht. 86 Delikte an 52
Wochenenden bei geschätzten 100 000 Besuchern im Jahr 2016 - solche Zahlen
taugen schon bald nicht mehr zur Panikmache, sondern ermöglichen eher einen
klaren Blick auf die wahren Hintergründe: eine unterbesetzte und deswegen
überforderte Polizei auf der einen Seite, eine Politik auf der anderen, die das
Sanierungsgebiet Steinweg langfristig aufhübschen möchte. Ein „Schmuddelkind“
wie der Steinweg mit Kneipenlärm bis in die frühen Morgenstunden passt nicht in
so ein einfältiges Weltbild. Coburg aber täte gut daran, Vielfalt zuzulassen. Also
bitte nicht mehr auf den Steinweg einprügeln. Sonst verkommt die Stadt zur
langweiligen Puppenstube. Darüber würden wir uns aufregen. Und sicher sind wir
damit nicht alleine.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
WAS UNS WIRKLICH AUFGEREGT HAT
„Mit 6 Millionen Euro
da fing das Beben an“
Dieser Aufreger beginnt schon im Dezember 2016, den Monat der Ursünde der
aktuellen Diskussion ums Landestheater. Damals klopften sich eifrige Stadträte
stolz auf ihre Schultern, zum Wohle der Stadt die Kosten für eine Interimsspielstätte
für die Zeit der Sanierung des Landestheaters auf 6 Millionen Euro
beschränkt zu haben. Aber wie sagt der Volksmund schon: Wir sind hier nicht
bei Wünsch-Dir-was, sondern bei So-ist-Es. Und so ist er eben, der Markt: Keiner
wollte den Coburgern für sechs Millionen Euro eine Ersatzspielstätte bauen,
im Laufe dieses Jahres wurde deutlich, sie wird teurer werden, viel teurer. Das
hat dann auch der Stadtrat eingesehen und die Entscheidung vom letzten Jahr
revidiert. Doch der blanke Aktionismus in der Vorweihnachtszeit 2016 hat
noch mehr Schaden angerichtet: Der mittlerweile preisgekrönte Entwurf eines
hölzernen Globe Theaters war damals zerknüllt im Papierkorb gelandet - zu teuer.
Heute bedauern das nicht nur einige Stadträte. Sie hatten sich von der Sparpolitik
blenden lassen, nur noch Kosten im Blick. Mit derart verengtem Gesichtsfeld
sieht man dann die Ränder nicht mehr, kann nicht mehr erkennen, was ein Globe
Theater für Coburg hätte sein können: Eine Investition, keine Kosten. Jetzt dürfte
es zu spät sein, befürchten wir. Der Papierkorb ist schon auf der Müllkippe. Das
regt uns wirklich auf.
38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Das nächste
Jahr wird heiß,
sehr heiß
Weitere Infos unter
www.aquaria-coburg.de
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 39
VORSCHAU
2018
KOMMT …
Jahreswechsel – da setzt man sich gerne hin, lässt die zu
Ende gehenden 365 Tage Revue passieren, zieht Bilanz,
ist wahlweise frustriert oder maximal einverstanden
mit dem Erreichten, selten begeistert. Der Mensch
neigt zur Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation.
Es könnte ja immer besser sein. Stimmt. Aber
schlechter eben auch. Und wie es wirklich war,
wissen wir nicht. Weil es sich ja ohnehin nur um eine
subjektive Momentaufnahme handelt. Fakt ist: Es war
früher nicht besser als heute, anders vielleicht. Und wie
es morgen wird, wissen wir nicht. Aber planen können
wir. Uns etwas vornehmen. Das können wir auch heute
machen. Und wir können uns vielleicht darauf freuen.
Das ist doch schon mal etwas. Vielleicht kann unser
kleiner rein persönlicher Ausblick auf Jahresthemen
2018 dabei Hilfestellung leisten.
Gut, zunächst einmal ärgern wir uns rückblickend
gleich am 1. Januar. Dann bezahlen wir nämlich seit
50 Jahren auf jedes Produkt die Mehrwertsteuer an
Vater Staat. Damals lag sie übrigens noch bei 10, der
ermäßigte Satz bei fünf Prozent. Und im Übrigen gab
es den Vorläufer, die bedeutungsgleiche Umsatzsteuer,
schon viel länger, nämlich schon seit 1918. Damals
betrug sie …. 0,5%. Ein Jubiläum feiert gleich zu
Jahresanfang auch die Verkehrssünderkartei. Sie
wird am 1. Januar 60 Jahre jung.
Im Januar wird sich wohl auch erst die nächste
bundesdeutsche Regierung finden. Nach
Jamaika-Aus und SPD-Geziere ziehen sich
mögliche Koalitionsverhandlungen sicher
bis ins neue Jahr. Oder es gibt doch noch
Neuwahlen. Oder Angela merkelt an
Minderheitskrücken vor sich hin. Und wenn
wir schon bei der großen Politik sind: Ob
es in Bayern bald södert noch nicht, das
entscheidet sich im Herbst. Dann muss
jeder bei den Landtagswahlen seine
Stimme abgeben.
Wie es sein kann, wenn irgendwann in
der Zukunft einmal das runderneuerte
Coburger Landestheater eingeweiht
wird, kann man sich im April in
Bayreuth, gar nicht weit weg,
anschauen: Dort wird das
Markgräfliche Opernhaus, UNESCO
Weltkulturerbe, wiedereröffnet.
Sechs Jahre hat die Sanierung in
Anspruch genommen.
Vorher aber ist es Zeit für sportliche Höhepunkte
des Jahres: Im Februar finden in Südkorea die
Olympischen Winterspiele statt. Zu sehen gibt es sie
erstmals vor allem bei Eurosport, ganz normal im TV
oder auch Netz. Der Sender zeigt alle Wettbewerbe,
über 900 Stunden live, 4000 Stunden Programm
insgesamt. Aber auch die Öffentlich-Rechtlichen
haben sich nach hartem Poker noch Rechte gesichert.
Bei BR & Co kann man sich also ebenso die Augen
wundsehen. Dank der Zeitverschiebung übrigens ab
1 Uhr morgens.
Ein paar Monate später, ab Mitte Juni, dreht sich
von Russland aus die ganze Erde nicht mehr um
die Sonne, sondern um das runde Leder: Fußball-
Weltmeisterschaft, das größte Sportereignis der
Welt, auch ohne Top-Teams wie Italien oder
Holland, die sich nicht qualifizieren konnten.
Die deutsche Mannschaft betritt die russischen
Rasenballsportplätze als Titelverteidiger und damit
quasi automatisch als Mitfavorit auf den Titel. Ob
der Jogi es wieder hinbekommt, wissen wir Mitte
Juli. Dann ist Endspiel. Selbst wenn es sich danach
wegen Misserfolgs ausgelöwt haben sollte, wird die
Welt nicht untergehen, auch wenn es in der Nacht
vom 27. Juli unerwartet fast den Anschein haben
könnte. Dann nämlich wird es stockdunkel – eine
totale Mondfinsternis kündigt sich an. Gegen Ende
des Jahres heißt es dann schon wieder einen Ausblick
auf 2019 wagen: Dann nämlich, im August, jährt sich
der Geburtstag des Coburger Prinzen Albert zum
200. Mal. Irgendwann Ende 2018 muss er also gezeugt
worden sein. Details allerdings sind nicht bekannt.
40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
… AUCH IN COBURG
2018 KOMMT …
5. Januar Coburger Comedy Gala,
zum ersten Mal präsentiert vom COBURGER
11. Februar Gaudiwurm durch die Coburger Innenstadt
18. März Verkaufsoffener Sonntag
20. April Beginn Frühlingsfest auf dem Anger
5. Mai Sparkassen-NightRun in der Innenstadt
18.Mai
22.Mai
Beginn Coburger Convent
Marktfest Coburger Convent
25. Mai Beginn Weinfest (geplant) Marktplatz
29. Mai Auftakt Coburger Designtage | Güterbahnhofsgelände
9. Juni Flohmarkt | Innenstadt
14. Juni Coburger Medienpreis
23. Juni Beginn Kinder- und Jugendfestival
YouCo Jugendzentrum Coje
30. Juni Klassik Open-air | Rosengarten
13. Juli Beginn Internationales Sambafestival | Innenstadt
19. Juli Beginn Schlossplatzfest | Schlossplatz
27. Juli Beginn Coburger Vogelschießen | Anger
27. Juli Beginn Tambacher Sommer | Schloss Tambach
17. August Kelly Family | Schlossplatz Coburg
18. August James Blunt | Schlossplatz Coburg
19. August Revolverheld | Schlossplatz Coburg
22. August a-ha | Schlossplatz Coburg
31. August Beginn Coburger Klößmarkt | Marktplatz
8. September Coburger Museumsnacht | Innenstadt
29. September Tag der offenen Türe | SÜC
7. Oktober Verkaufsoffener Sonntag
3. November Neue Presse Kneipennacht
4. November Verkaufsoffener Sonntag
30. November Beginn Coburger Weihnachtsmarkt
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
SONDERTHEMA SINN
Sonderthema
Sinn
42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
POSITIONEN UND GESCHICHTEN
Positionen &
Geschichten
von
Menschen und Unternehmen
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
SONDERTHEMA SINN
Sinn im
Glauben
ÜBER GLAUBEN
Jonas: Wer es glaubt, wird selig. Stimmt das?
Heinrich: Nicht wie in einem Kochrezept jedenfalls, wo man nur ein paar Zutaten zusammenmischt nach dem
Motto: Ein bisschen Lukasevangelium, ein bisschen Paulusbrief, ein bisschen Altes Testament, dann ordentlich
schütteln, und es kommt das Glück heraus. So funktioniert`s nicht! Aber ich bin in der Tat der Meinung, dass
man anhand von vielen Einzelaspekten zeigen kann, dass Glaube ein erfülltes Leben ermöglicht.
Jonas: Kann man im Umkehrschluss genauso sagen: Wer nicht glaubt, wird auch nicht selig?
Heinrich: Nein, ich glaube, das kann man nicht im Umkehrschluss so sagen. Ich würde theologisch sagen: Gott
hat viele Möglichkeiten, den Menschen ein erfülltes Leben zu schenken. Aber gleichzeitig sage ich, dass der
Weg, den ich kenne und der sich für mich bewährt hat, der Weg über den christlichen Glauben ist. Man kann
die Kraft dieses Weges anhand von Erkenntnissen der Glücksforscher sehr schön zeigen.
ÜBER WEIHNACHTEN
Jonas: (…) Wie kommt es, dass Jesus, der Messias, in irgendeiner Absteige statt in einem Palast geboren wird?
Warum Krippe und nicht Himmelbett?
Heinrich: Die Geschichte von der Geburt Jesus ist für mich eine der faszinierendsten des christlichen Glaubens.
Wir haben es hier mit jemandem zu tun, der als Sohn Gottes bezeichnet wird, als Verkörperung Gottes,
als fleischgewordener Gott auf Erden. Und dieser sichtbar gewordene Gott ist einer, der unter ähnlichen
Umständen geboren wird. Das passt überhaupt nicht zu den Gottesbildern, die Menschen sonst gerne haben,
nämlich die vom erhabenen mächtigen prunkvollen Gott. Christen sind herausgefordert zu glauben, dass
der christliche Gott ein mächtiger Gott ist, dass er aber seine Macht eben gerade nicht in der Herrschaft im
herkömmlichen Sinne zeigt, sondern darin, dass er ganz bei den Schwachen, bei den Armen, ganz im Dreck
sozusagen ist. Das stellt viele Gottesbilder in Frage, die Menschen sich zurechtlegen. Deswegen muss man
sagen, dass die Weihnachtsgeschichte völlig unabhängig davon, wie die genauen historischen Umstände
waren, so aufgeschrieben wurde, weil sie etwas Zentrales über Jesus und Gott sagt. Gott wendet sich den
Armen zu und lässt die frohe Botschaft ausgerechnet von den Hirten weitertragen. Wir wüssten - das legen die
Texte nahe - von der frohen Botschaft heute vielleicht nicht, wenn nicht einfache Menschen sie weitergetragen
hätten. Und dass die Engel in der Geschichte zu den Hirten sagen: „Fürchtet euch nicht, denn es ist euch eine
große Freude widerfahren“, ist kein Zufall. Die Schutzlosigkeit des Kindes und die Tatsache, dass dieses nicht
auf einem Thron geboren wird, sondern in einer Krippe, ist eine bewusste kraftvolle Aussage über den Gott,
an den die Christen glauben.
44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
POSITIONEN UND GESCHICHTEN
Hunderttausende Kirchenaustritte in den letzten Jahren, Zweifel an
der Institution Kirche, stattdessen eine zunehmende Popularität von
Rationalismus und Atheismus: Glauben an einen Gott war schon einmal
attraktiver als heutzutage hierzulande. Und ob wer glaubt, wirklich selig
wird, darüber haben sich der heutige Ratsvorsitzende der Evangelischen
Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, lange Jahre Pfarrer an
der Coburger Morizkirche, und sein Sohn Jonas unterhalten, der heute
in Heidelberg evangelische Theologie studiert. Das komplette Gespräch
gibt es in einem Buch, das 2013 erschienen ist. Hier einige Auszüge zum
Sinn im Glauben.
ÜBER DAS LEID
Heinrich: Jeder, der schon mal erlebt hat, wie dicht menschliche Beziehungen werden, wenn Menschen sich
im Leid gegenseitig bestehen, der weiß ganz genau, dass auch solche Zeiten zum Lebensglück beitragen können
– wenn man einen ganzen Lebensbogen in den Blick nimmt. Menschen, die schwere Zeiten durchgemacht
haben, wachsen und verändern sich durch diese schweren Zeiten. Immer wieder bin ich in der Seelsorge alten
Menschen begegnet, die ihr Leben so gedeutet haben, dass auch die schweren Zeiten Führung und Begleitung
durch Gott sind.
Jonas: Kann das nicht zynisch wirken? Wie erklärt man das Leuten, die dauerhaftem Leid ausgesetzt sind
durch Umstände, die sie selbst gar nicht beeinflussen können?
Heinrich: Ich würde nicht versuchen, eine „Erklärung“ zu finden. Das wäre falsch. Es gibt tatsächlich
Situationen des Leidens, in denen gibt es nichts zu erklären. Es gibt Erfahrungen von Sinnlosigkeit, in denen
jeder Versuch, einem betroffenen Menschen einen Sinn vermitteln zu wollen, fast grausam ist. Schließlich
erlebt dieser Mensch gerade einfach Sinnlosigkeit. Und was ein solcher Mensch braucht, ist jemand, der diese
Sinnlosigkeit mit ihm zusammen aushält. Genau das ist aus meiner Sicht die Chance des christlichen Glaubens.
Christen glauben schließlich an einen Gott, dessen menschliche Erscheinung in Jesus Christus am Kreuz
geschrien hat „Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen?“ Es ist ein ungeheuerliches Phänomen
der Religionsgeschichte, dass einer, der so schreit und die absolute Abgründigkeit des Leidens erlebt, als
Sohn Gottes bezeichnet wird. Das ist für mich ein Grund, warum ich der festen Überzeugung bin, dass es
vielleicht keine andere Perspektive des Lebens überhaupt gibt, die so stark fähig ist, genau solche Situationen
der Sinnlosigkeit und der Verzweiflung aufzunehmen, indem sie sie einfach aushält, anstatt sie wegzuerklären.
ÜBER DEN TOD
Jonas: Ich finde es eine interessante Idee, dass der Tod Teil der Lebensbejahung ist. Das Leben wäre ohne den
Tod nicht so kostbar. Das Leben verläuft nicht im Unendlichen, sondern spannt eine Art Lebensbogen, der
endlich ist.
Heinrich: Ich glaube schon, dass es so etwas wie einen Lebensbogen gibt und es irgendwann auch Zeit ist, zu
sterben. Sehr alte Menschen bringen auch immer wieder zum Ausdruck, dass es jetzt reicht und es jetzt genug
ist. Sie haben vielleicht ein langes erfülltes Leben gehabt und dann das Gefühl, dass es irgendwann an der Zeit
ist. Über Abraham heißt es in der Bibel: „Er starb alt und lebenssatt.“ Ich finde das einen schönen Ausdruck. Er
beschreibt einen Tod, der am Ende eines erfüllten Lebens steht und - für mich jedenfalls - keinen Schrecken
hat. Insofern gehört der Tod in der Tat zu einem gelingenden Leben dazu. Ich kann schon gut nachvollziehen,
was hinter dem alten Kinofilm-Titel „Hunde, Wollt ihr ewig Leben?“ steht. Der Versuch, sich selbst unsterblich
zu machen, ist nichts Attraktives.
Auszüge aus dem Buch „Wer`s glaubt, wird selig“ von Heinrich und Jonas Bedford-Strohm, erschienen im
KREUZ VERLAG in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2013. www.kreuz-verlag.de
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 45
46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
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Sinnvolles
erreichen
Er ist Coburger. Er ist Lichtenfelser.
Er ist eine Institution in Sachen
Männermode. Er ist aktiv. Am
liebsten engagiert er sich für die
Region, für andere Menschen.
„Sinnvolle Dinge tun“, das ist sein
Ansporn. Ein Interview mit Roberto
Bauer.
Herr Bauer, Sie werben für ihre Heimat, für den Handel, für die Städte, sie haben
außerdem schon zahlreiche Benefizkonzerte veranstaltet und vieles mehr. Was treibt
Sie an?
Es ist die Faszination und die Begeisterung, Neues zu schaffen, also events auf die
Beine zu stellen, bei denen sich Menschen treffen und hoffentlich glückliche Momente
gemeinsam erleben dürfen. Natürlich geht es auch darum, unsere Stadt und die gesamte
Region in ein anderes Licht zu setzen. Den Menschen zu zeigen, warum es sich lohnt,
nach Lichtenfels zu kommen. Die Stadt ist im Aufbruch. Da entsteht gerade viel Neues.
Sie sind ja beruflich sehr erfolgreich. Würden Sie mir aber zustimmen, dass Ihr
Engagement, dieses mit anderen etwas auf die Beine zu stellen, und damit ja auch das
Helfen, dass das befriedigender ist als beruflicher Erfolg, dass es dem Leben mehr Sinn
gibt?
Der Begriff „Sinn“ trifft es nicht so ganz, ich würde lieber sagen es macht das Leben
noch „sinnvoller“. Beides ist wichtig, das eine, also der Beruf, so wie das andere, das
gesellschaftliche Engagement. Sinnvolle Dinge zu tun heißt für mich bereit sein für
Neues, denn die Zukunft ist eine permanente Evolution, heißt, Dinge tun zu dürfen,
die Spaß machen und damit Gutes zu erreichen, Menschen zu helfen. Der Mensch steht
nicht nur in meinem Beruf, sondern in meinem Leben immer im Mittelpunkt.
Im Sommer hatten Sie die koreanische Pianistin Younee in Lichtenfels für ein
Benefizkonzert zu Gast. Was war das für ein Abend auch für Sie persönlich?
Es war ein glückliches Erlebnis, vormittags hat es noch geregnet, dann schien von 16
Uhr bis Mitternacht die Sonne, am Marktplatz hatten wir ein blütenweißes Ambiente
geschaffen und weit über 1000 Besucher sind gekommen. Alle haben die Musik einer
außergewöhnlich herausragenden Pianistin genossen, die ohne Noten gespielt hat,
eher nach Emotion. Die Menschen haben den Abend mit standing ovations gefeiert.
Ich finde diese Momente mit meinen Stiftungsräten zu erleben war Glück.
Wem kommen die Erlöse der Benefizkonzerte zugute?
Man muss unterscheiden. Da gibt es die Veranstaltungen der Stiftung Lichtenfels, das
sind fünf Stiftungsräte. Alle anderen Veranstaltungen macht die Firma Roberto Bauer
alleine. Mit der Stiftung wollen wir ohne bürokratischen Aufwand sofort reagieren.
Wir helfen in der Umwelt, Alten- und Jugendhilfe, in Sachen Bildung oder Kultur.
Ziel ist einfach mehr Lebensqualität für Lichenfels. Meine persönlichen Events gingen
meistens an die Aktion Helfen mit Spaß. Diese unterstützt Menschen in Lichtenfels,
denen es nicht so gut geht. Das Rote Kreuz verwaltet letztlich die Gelder und
entscheidet, wohin das Geld fließt.
Roberto Bauer ist Inhaber von Roberto Bauer
Herrenmoden im Stadttor in Lichtenfels,
einem der führenden Fachgeschäfte für
Herrenmode mit Kunden weit über die
Region hinaus seit über 30 Jahren, das
er mit seiner Tochter Sara Bauer-Oertel
leitet. Darüber hinaus engagiert er sich im
Einzelhandel, in der Aktionsgemeinschaft
Treffpunkt Lichtenfels, der Stiftung Unser
Lichtenfels - und er veranstaltet selbst und
gemeinsam mit vielen Partnern aus der
Region regelmäßig Benefizkonzerte, zuletzt
im Sommer ein großes Open-air mit der
koreanischen Pianistin Younee vor weit
über 1000 Besuchern in der Lichtenfelser
Innenstadt.
Was ist denn für die nächste Zeit, für nächstes Jahr geplant?
Also wie gesagt, wir sind immer offen für Neues. Mit der Stiftung haben wir aktuell 2
Veranstaltungen geplant. Und dann planen wir mit meiner Firma Roberto Bauer eine
Premiere, etwas, das es noch nicht gegeben hat. Wenn alles klappt, werde ich auch
darüber sprechen. Vorher wird nichts verraten.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 47
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
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Leben mit
QualitAt
Frank Sperschneider
Personaltrainer
Es gibt Lebens-, es gibt Berufswege, deren
Konsequenz man erst in einem Rückblick,
einer ersten persönlichen Bilanz, aus einer
gewissen Distanz heraus erkennt, wenn
einzelne Schritte hintereinander gesetzt
einen Weg erschaffen haben, der Ziel
zugleich ist. Viele kleine in der Erinnerung
schon verblassende Entscheidungen
fügen sich dann zusammen und ergeben
plötzlich einen Sinn. So verhält es sich
wohl bei Frank Sperschneider, den
immer Getriebenen, der „immer aus dem
Bauchgefühl heraus“ entscheidet, früher
Werkzeugmacher, dann Fitnessrevoluzzer
und heute Personaltrainer in Coburg.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 49
SONDERTHEMA SINN
So einer wie Frank Sperschneider fängt nicht mit Fuß- oder Handball an,
sondern mit Judo, damals, im zarten Alter von fünf Jahren. Freilich findet auch
er den Weg zu den üblichen Sportarten, das aber reicht ihm nicht, es folgen
Reiten, Schwimmen, Leichtathletik. Sperschneider ist immer auf der Suche
nach Bewegung, nach Spiel, nach Sport, Wettbewerb. Doch auch an dem fast
2 Meter großen Modellathleten geht die Belastung nicht spurlos vorüber: Auf
Sport aber verzichten, das kommt für ihn nicht in Frage, nur – Gesünder muss
er sein, nicht nur spaßbetont. Also geht der junge Mann ins Fitnessstudio, um
Muskeln aufzubauen. Aus dem Vorsatz, mehr für die Gesundheit zu tun, wird eine
„verrückte Zeit in einer verrückten Szene“. „Strongman“ heißen die Wettbewerbe
der Kraftsportler, die etwas archaisch-männliches an sich haben, maximale Last
für Muskeln, Bänder, Gelenke, aber gesund?
Sperschneider beendet den Irrweg, erwirbt die Fitnesstrainer B-Lizenz,
und so wird „Stück für Stück die Idee zum Beruf.“ Noch nämlich ist der Sport
Freizeit. Tagsüber arbeitet er im elterlichen Betrieb für Furnier- und Sperrholz
in Mengersgereuth-Hämmern, als Werkzeugmacher hatte er gelernt, was harte
Arbeit ist, wollte sich aber auch dort immer neu erfinden, ging in die Produktion,
wurde Abteilungsleiter. Heute unterstützt er das Unternehmen sporadisch, ist
Gesellschafter.
Seit 2001 aber strukturiert vor allem sein früheres Hobby seinen Tagesablauf.
Zunächst arbeitet er als selbständiger Fitnesstrainer in „parallel in bis zu fünf
Studios gleichzeitig“. Dann lernt er 2010 ein neuartiges Training kennen, das EMS,
ein Ganzkörpertraining mit niedrigem Reizstrom, das aus der Physiotherapie
kommt, hocheffizient. Bodystreet heißt der Anbieter, Sperschneider überzeugt das
Franchiseunternehmen vom Standort Coburg – und setzt sich durch. Eigentlich
nämlich ist die Geschäftsidee Großstädten vorbehalten. Doch Sperschneider spürt
etwas: Mit Bodystreet kann er einer breiten Bevölkerung qualitativ hochwertiges
Personaltraining zugängig machen. In Coburg gab es das bis dahin in der
öffentlichen Wahrnehmung nicht. In der Tat reagieren die Coburger skeptisch,
es gebe genug Fitnessstudios, hört er, und vor allem das Training quasi „im
Schaufenster mitten in der Stadt“ gehe gar nicht. Heute ist Bodystreet weltweit
die Nummer 1 mit über 250 Studios. Und auch in Coburg hat sich seit 2011 die
innovative Trainingsmethode mit ihrem 20-Minuten-Training einmal die Woche
etabliert. Das Bauchgefühl hat ihm Recht gegeben.
Sperschneider aber denkt schon ein Jahr nach der Eröffnung schon wieder weiter.
Eine Coaching-Ausbildung führt ihn auf den Kilimandscharo, mit knapp 6000
Metern das höchste Bergmassiv Afrikas. Im November 2012 steht er ganz oben.
Er hatte seine Grenzen austesten wollen, und das hat er, durch fünf Klimazonen
von tropisch bis arktisch. „Das war für mich privat, beruflich, gesellschaftlich
lebensverändernd“, sagt er heute, „ich kann das nur jedem empfehlen.“ Für ihn
ist der Aufstieg auf den Berg gleichzeitig der Einstieg ins Coaching, weil dort
eine Frage am Anfang steht, eine in seinem Leben zentrale Frage, die viele seiner
Schritte, seiner Entscheidungen unbewusst gesteuert hat: „Was treibt mich
wirklich an?“ Heute weiß er es.
Als Personaltrainer arbeitet er heute mit seinen Kunden an der Antwort auf diese
Frage, immer ganz individuell, an ihren Bedürfnissen, ihren Wünschen orientiert.
Es gibt so viele Lebenswege, wie es Menschen gibt. Sperschneider möchte seinen
Kunden das Rüstzeug mit auf ihren Weg geben, damit sie diesen gehen können
- nachhaltig. „Jeder sollte verstehen, warum er etwas tut, jeder sollte sich seiner
selbst bewusst sein.“ Er versteht Personaltraining ganzheitlich, als Zusammenspiel
von Körper, Geist und Seele, einem übergeordneten Ziel folgend: der eigenen
Gesundheit. „Jeder muss doch mit seinen Ressourcen und mit seinem Körper
bis zum Schluss auskommen. Die Frage ist nur, auf welcher Ebene. Ich bin der
Meinung, das Leben sollte auf allen Ebenen eine gute Qualität haben. Wir können
nicht ändern, dass wir älter werden, aber wir können dafür sorgen, Spaß dabei zu
haben.“
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
Gesponserter Beitrag
Was ist fur
Sie Sinn?
Statements von Mitarbeiterinnen
des Coburger Unternehmens Otto
Hauch GmbH & Co. KG
Sinn-volle Gesprächsrunde am Morgen im Büro: (v.l.n.r.): Andrea Jugenheimer, Madeleine Wagner, Isabell Popp, Yonca Ön-Barth, Miriam Hanloh,
Andrea Jugenheimer, seit 1997 im Unternehmen:
„Mein Job ist mein Lebensinhalt. Auch wenn der
Wecker um 5 Uhr klingelt – es warten Aufgaben, die
ich erledigen möchte, und die mir Freude machen.
Ich mache den Job gerne, er gibt meinem Leben
Sinn, weil wir wie eine große Familie sind. Wir haben
Freude und Spaß. Wenn man mit Frust ins Büro
gehen würde, hätte das alles keinen Sinn. Es ist klar,
solange im Leben Kinder da sind, wenn man eine
Familie gründet, ist der Sinn auf diese Kinder fixiert,
das verschiebt sich im Laufe des Lebens.“
Madeleine Wagner, seit 2016 im Unternehmen, lernt
Bürokauffrau: „Ich war früher Hotelfachfrau, mein
Mann arbeitet im Dreischichtbetrieb, wir haben
einen Sohn, deswegen habe ich etwas Neues mit
familienfreundlichen Arbeitszeiten gesucht, einen
Arbeitgeber, bei dem ich den Job und Zeit für die
Familie unter einen Hut bringen kann, das gibt mir
Sinn.“
Isabell Popp, seit 2003 im Unternehmen,
Bürokauffrau, bald in Elternzeit: „Meinen Lebenssinn
sehe ich zum einen bei meiner Familie, also
meinem Mann und bald auch einem Baby, das schon
unterwegs ist, und das den Sinn sicherlich erweitert.
Aber ich sehe meinen Sinn gleichwertig auch hier
im Job. Wir haben uns hier etwas erarbeitet, ich bin
ein Teil davon, und das will ich auch fortführen, nur
Hausfrau und Mutter wäre mir zu wenig. Ich will
gefordert werden, will über den Tellerrand schauen.“
Yonca Ön-Barth, seit 1997 mit Unterbrechungen im
Unternehmen, aktuell in Elternzeit: „Vor meinen drei
Kindern gab es für mich nur Arbeit Arbeit Arbeit, ich
habe das auch sehr gerne gemacht, ich habe mich im
Job verwirklicht. Das hat sich dann schon gewandelt,
aktuell empfinde ich Sinn in der Familie, aber
immer mit dem Bewusstsein, dass das sich wieder
verschieben wird: Ich möchte natürlich wieder
zurück und beides, Familie und Beruf, parallel laufen
lassen. Auch weil man sonst den Anschluss verliert
im Job. Dieses Thema Vereinbarkeit von Familie und
Beruf ist gerade für uns Frauen schon extrem wichtig,
damit man ein erfülltes, ein sinnvolles Leben hat.“
Miriam Hanloh, seit 2017 im Unternehmen: „Ein
großer Sinn besteht für mich darin, authentisch
zu sein. Ich konnte mich lange im Beruf entfalten,
damals in Karlsruhe, da war ich authentisch. Dann
habe ich zwei Kinder bekommen, der Focus hat sich
verschoben. Ich wollte nicht die Mutter sein, die
ihre Kinder irgendwo parkt, also habe ich drei Jahre
Auszeit genommen, da war ich auch authentisch. Jetzt
habe ich mir die Frage gestellt, wie geht es für mich
beruflich wieder weiter, weil nur Kochen geht einem
irgendwann auf den Keks. Ich wollte auch wieder mit
Freude und Leidenschaft meinem Beruf nachgehen.
Deswegen bin ich mit meiner Familie zurück nach
Coburg hier ins Familienunternehmen. Hier suche
ich meine berufliche Rolle und möchte dabei meine
Kinder nicht aus den Augen verlieren. Um Beruf
und Familie zu vereinbaren, bietet das Unternehmen
meines Vaters wunderbare Möglichkeiten.“
Madeleine Wagner
Isabell Popp
Miriam Hanloh
Andrea Jugenheimer
Yonca Ön-Barth
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Welchen Sinn
hat unser Leben?
42
Der Sinn des Lebens ist
das Leben selbst – und
damit verbringen wir es.
[laut P.M. 2014]
Privates Glück
Dass ich glücklich bin,
viel Freude habe.
67 %
Dass meine Familie versorgt ist.
Das Leben genießen.
Im Leben etwas leisten.
Die Welt sehen.
Ein Haus besitzen.
Viel Geld haben.
46 %
Ethische Verpflichtungen
Dass ich vor mir selbst
bestehen kann.
56 %
55 %
24 %
13 %
53 %
Tun, was mein Gewissen mir sagt.
Tun, was Gott von mir erwartet.
66 %
Beziehung zur Gesellschaft
Dass ich beliebt bin.
52 %
Mithelfen, eine bessere Gesellschaft zu schaffen.
17 %
40 %
Mich mit allen Kräften für eine bestimmte Idee einzusetzen.
Anderen zu helfen.
Umfrage Allensbacher Institut (2002)
21 %
47 %
22 %
Unser Leben in Zahlen
1 Jahr, 7 Monate
treiben wir Sport
16 Monate
putzen wir
1 Jahr
gehen wir ins Kino,
Theater oder Konzert
9 Monate
waschen und bügeln wir
9 Monate
spielen wir mit den eigenen Kindern
6 Monate
sitzen wir auf der Toilette
2 Wochen
beten wir
www
„Sinn des Lebens“:
10.900.000 Einträge
bei google
„Sinn“: 96.700.000
Einträge bei google,
der erste ist die Sinn
Spezialuhren GmbH
aus Frankfurt
Was meinen Sie –
sollte man das Leben als
Aufgabe betrachten oder
es einfach genießen?
4 Monate
spielen wir am Computer
„Unsinn“: 5.510.000
Einträge bei google
„Sinnlos“: 5.670.000
Einträge bei google
24 Jahre, 4 Monate
schlafen wir
12 Jahre
sitzen wir vorm Fernseher
12 Jahre
unterhalten wir uns
8 Jahre
arbeiten wir
5 Jahre
essen wir
2,5 Jahre
verbringen wir im Auto
1 Jahr, 10 Monate
gehen für Schul- und Weiterbildung drauf
3 Monate
verbringen wir auf Vereinssitzungen und ebensoviel
Zeit in Kneipen oder beim Arzt
Island
14,8 % Irland
12,1 %
Quellen:
Statista, Interbrand
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
31 %
Das Leben als
Aufgabe sehen
21 %
unentschieden
48 %
Das Leben genießen
EU-Länder mit den
meisten Depressiven
Finnland
10,5 %
Lettland
9,1%
Portugal
11,9 %
Schweden
9,6%
Luxemburg
9,5%
Slowenien
8,8%
Deutschland
10,6 %
Großbritannien
8,9%
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL
Gesponserter Beitrag
Das Coburger Studio Freese beim Bundespresseball in Berlin
Das Hotel Adlon in Berlin. Direkt
am Brandenburger Tor. Ende
November 2017. Bundespresseball.
Gesellschaftlicher Höhepunkt des
Jahres. Über 2000 Gäste aus Medien,
Politik, Wirtschaft und Kultur mit
dem Bundespräsidenten an der Spitze.
Ein Stelldichein der Prominenz. Ein
Schaulaufen auf dem roten Teppich,
der hier schwarz ist. Die Herren
im Smoking. Die Damen im langen
Abendkleid - perfekt frisiert. Auch
dank zweiter Coburger: Torsten
Freese und seine Mitarbeiterin Jasmin
Dietzel vom Coburger Studio Freese
sind die beiden Hairstylisten in der
Beauty Lounge. Eine besondere Ehre,
ein besonderer Tag, eine aufregende
Nacht in der Hauptstadt. Und eine
Auszeichnung, jetzt, kurz vor dem
zehnten Geburtstag des Studio Freese.
Prominenz auf dem roten Teppich
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 55
PROMINENTE KÖPFE
„Ich habe erst einmal
den Hörer fallen lassen“
Torsten Freese über den
Moment der Anfrage
Vor ein paar Monaten klingelt
bei Torsten Freese in Coburg
das Telefon. Am Apparat
ist Mirjam Gran aus Graz in
Österreich. Ihr Unternehmen
gran.cosmetic hat den Auftrag
bekommen, sich im Namen des
Kosmetikherstellers diego dalla
palma beim Bundespresseball um
das Styling von Gästen zu kümmern.
Mirjam kennt Torsten Freese, sie schätzt ihn
und sein Team als hochprofessionell, also ruft sie ihn an und fragt ihn, ob er das
Hairstyling übernehmen kann. „Ich habe erst einmal den Hörer fallen lassen“, sagt
Freese heute, „dann habe ich zugesagt, das war sozusagen das emotionale Ja …,
dann habe ich nochmal nachgedacht … und dann kam das rationale Ja“. Torsten
Freese weiß: so eine Chance, in so einer Atmosphäre sein Können zu zeigen, „da
kann man eigentlich nicht nein sagen“.
Ein paar Monate später, Freitag, 23. November 2017, 11:30 Uhr. Hotel Adlon.
Einchecken. Höchste Sicherheitsstufe, das Bundeskriminalamt hat schon im
Vorfeld alle Namen des achtköpfigen Beautyteams und der vier Begleiter gecheckt,
der Veranstalter Passfotos angefordert. Jetzt werden die Ausweise ausgehändigt,
ohne die in den nächsten Stunden nichts geht. Ein rotes Plastikkärtchen mit
Foto, Namen, Geburtsdatum, Firma. Ein Band zum Umhängen mit der Aufschrift
Bundespresseball. Zeit bleibt noch für ein Foto an der Sponsorenwand auf dem
roten Teppich, der hier schwarz ist. Dann geht es in Richtung Rückseite des Hotels
Adlon, ein Name, der untrennbar mit dem Kaiserreich, mit prächtigen Zeiten,
aber eben auch mit Krieg und Zerstörung verbunden ist. Heute trägt das Hotel
nur noch den altehrwürdigen Namen, die alten Steine sind längst geschliffen.
Die geradezu mystische Aura aber begleitet das Team auf den Weg in Richtung
Beautylounge, auch wenn die Vorbereitungen auf den Ballabend aus dem Haus
eine Baustelle machen. Kisten, Paletten. Bühnenelemente. Soundcheck. Technik.
Eisschränke. Blumenarrangements.
Die Beauty-Lounge, das sind sechs Arbeitsplätze mit Spiegel, eine Miniküche, ein
Minilager. Es bleiben knapp zwei Stunden für das Team, sich hier einzurichten.
Zwei Plätze für die beiden Coburger Hairstylisten, vier für die Make-Up-Stylisten
Robin und Karina aus Graz, Nora aus Berlin und Gianluca aus Nizza. Mirjam
koordiniert, Corinna organisiert, Tobias, der Ehemann von Torsten, packt mit an,
und Johannes, der Mann von Jasmin, kümmert sich um den acht Monate alten
Sohn. Torsten Freese sortiert Sprays, Scheren, Bürsten, Kämme, Lockenstäbe,
Glätteisen, Hochstecknadeln. Jasmin und er bauen ein System auf, „mit dem
man später schnell arbeiten kann“. Alles in Griffweite, alles hat seinen Platz. Das
Licht ist nicht optimal, sie sind angespannt, nervös, trotz aller Vorbereitung,
trotz des Trainings, aber sie freuen sich auf einen ganz besonderen Abend ihrer
Karriere als Stylisten. Der Anspruch ist hoch, „das Ambiente, der Event an sich,
das spezielle Licht, und vor allem müssen die Frisuren natürlich den jeweiligen
Typ Mensch unterstützen, er soll sich wohlfühlen, soll auf dem roten Teppich
ein gutes Bild abgeben.“ Wer unter seine Schere kommt, weiß Freese zu diesem
Zeitpunkt nicht. Zwar gibt eine Liste einen schnellen Takt vor, wer sich für welche
Zeit angekündigt hat, wer Make-up wünscht, wer Frisur, wer beides, wer nur ein
Fresh-up. Doch wer zu wem kommt, klärt sich erst kurzfristig. Für Torsten Freese
spielt das letztlich auch keine Rolle. Er werde es halten wie immer in seinem Job,
wie in seinem Coburger Salon, sagt er. Er werde auf seine Kunden zugehen, sich
höflich vorstellen und dann die Frage stellen „Was wünschen Sie sich denn von
mir?“ Freese ist gut vorbereitet, auch auf aktuelle Trends aus Modezeitschriften
oder der Gala. Vor den großen Fenstern der Beautylounge, dünne Vorhänge
schirmen allzu neugierige Blicke von Passanten ab, nehmen Polizeibusse Stellung,
Hundestaffeln streifen um das Gebäude, niemand darf mehr ohne Ausweis in das
Hotel Adlon, Sicherheit ist allgegenwärtig.
14:30 Uhr. An die 20 Damen stehen bis 18:30 Uhr auf der Liste. Vertreterinnen
des Veranstalters, Unternehmerfrauen, Regisseurinnen, Gattinnen von
Tatort-Kommissaren, bekannte deutsche Schauspielerinnen - Schönheit im
Viertelstundentakt. Alle sechs Plätze sind immer belegt. Für die Kunden gibt es
ein Glas Wasser, gerne auch ein Gläschen Champagner. Tobias kümmert sich um
die Begrüßung und den Empfang der Gäste, nimmt Mäntel und Jacken ab, füllt
die Gläser, Corinna verteilt Werbegeschenke des Sponsors, sorgt für Ordnung
und gute Laune, Mirjam hat alles im Blick, achtet auf die Liste, hakt ab, wer
dran war. Ihr Team funktioniert, „sich immer gegenseitig zu helfen“, sei wichtig,
sagt sie, die Laune ist gut. Der Stolz auch: „Bundespresseball in Deutschland ist
wie der Opernball in Österreich.“ Jetzt ist auch Torsten in seinem Element, die
Anspannung fällt ab. „Wenn man einmal dabei ist und seinen Job liebt, wird man
nicht müde, das ist das pure Adrenalin.“ Stundenlang macht er „einen Kopf nach
56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
STUDIO FREESE BEIM BUNDESPRESSEBALL
dem anderen“, wie man in der Branche sagt, immer freundlich, immer korrekt,
immer professionell, und immer offen für ein Gespräch. Er erfährt viel von seinen
prominenten Kundinnen, „Namen möchte ich natürlich nicht nennen“, er lernt
Damen kennen, die aus der eigenen Heimat sind und jetzt in Berlin leben, und
er wird nicht müde, selbst zu erzählen, von Coburg, dass die kleine Stadt auch
eine Reise wert ist, wegen des Theaters, der Schlösser, des Ambientes – ein echter
Botschafter.
Es ist 19 Uhr. Der Showdown auf dem Teppich im Eingangsbereich des Adlon ist
abgeklungen, der Bundespräsident lädt zum Galadiner mit über 300 Gästen. Der
Abend für Torsten Freese, Jasmin Dietzel, Robin, Karina, Nora, Corinna, Mirjam
und Gianluca aber ist noch lange nicht vorbei. Die Beautylounge steht auf dem
offiziellen Programm, viele Damen und im Laufe des Abends auch mehr und mehr
Herren suchen und finden den Weg zum Team rund um Torsten Freese, lassen
sich verwöhnen, wünschen sich ein Fresh-up für Gesicht und Haare. Am Ende
hat er alleine an die 40 Köpfe gemacht, es ist nach Mitternacht, als sich die Türen
zum Beautybereich schließen. Das Team ist erschöpft, Gianluca „destroyed“,
aber alle sind glücklich, sie haben einen harten, erfolgreichen Tag und eine halbe
Nacht hinter sich, die für einige noch nicht zu Ende ist: Smoking und Abendkleid
hängen in der Miniküche. Die offizielle Einladung zum Bundespresseball nimmt
man gerne an und mischt sich unter die Prominenz.
„Namen möchte ich
natürlich nicht nennen“
Torsten Freese und die
Prominenz auf seinem Stuhl
Jasmin Dietzel, Tobias Freese, Torsten Freese,
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der
großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe
einer oder eine - Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Christof Pilarzyk, Mitbegründer des Sambafestivals, Gründer des Bierlands Oberfranken, Aufbau
der Brauerei Grosch, erfolgreicher Hotelier und Gastronom.
Sind Sie ein Macher?
Ja. Bin ich.
Warum fühlen Sie sich als Macher?
Neues zu entwickeln und dabei Bewährtes weiterzuentwickeln, das ist für
mich Machen. Neues war zum Beispiel das Sambafestival vor 27 Jahren. Das
haben wir damals im Team zu Dritt aus der Taufe gehoben und bis heute zu
Europas größtem Sambafestival entwickelt. Neues waren die Idee und der
Aufbau der Organisation Bierland Oberfranken. Neu ist auch die Brauerei.
Am Anfang hatten wir zwei Biere, mittlerweile sind es 12, und Sondersude
zu speziellen Ereignissen kommen noch dazu. Neu ist die Alm in Rödental,
die wir übernommen haben, der Biergarten in der Domäne, neu ist meine
Position als Geschäftsführer der privaten Braugasthöfe von Italien bis nach
Dänemark. Neu ist auch die Zusammenarbeit mit dem „Oktopafest“. Wir sind
ins Gespräch gekommen, jetzt sind wir ein Teil dieser Riesengaudi. Bewährtes
dagegen ist die Gastronomie, „Der Grosch“, der Standort in Rödental, das
Interieur, die fränkische Küche. Das alles gibt es schon seit über 590 Jahren.
Aber auch „Der Grosch“ musste fit gemacht werden für die Zukunft. So wie
er heute dasteht, hat er nichts mehr mit dem Grosch von vor 20 Jahren zu tun.
Die Hülle ist noch da, aber neu ist das Hotel, neu ist die Art und Weise, wie
wir seither Gastronomie leben. Wenn man so will, ist mein Macherleben also
zweigeteilt: Samba ist das eine, und das Gastronomieleben das andere.
Was treibt sie an?
Es ist die pure Lebensneugier. Ich bin immerzu am Suchen. Und es muss mir
auch Spaß machen, ich muss da überall mit Herzblut dabei sein, sonst könnte
ich nichts machen, sonst hätte ich keine Energie, sonst wäre ich kein Macher.
Außerdem muss man immer ein Team um sich haben und man braucht
unbedingt ein gut funktionierendes Netzwerk. Das alles habe ich. Und vor
allem habe ich mit meiner Frau eine ganz wichtige bodenständige Konstante
an meiner Seite. Ohne sie würde ich das alles nicht schaffen.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Alles, was ich mache, ist für mich gleichwertig. Das alles zu schaffen, alles
so gut wie möglich, darauf bin ich stolz. Der Grosch war damals in einer
schwierigen Situation. Jetzt gehören wir ganz vorne mit dazu, was gute
gehobene fränkische Küche angeht, wir gehören zu den fünf Prozent der
größten Gastronomiebetriebe in Bayern. Das Sambafest funktioniert, die
Brauerei, das Hotel. Das alles macht mich schon stolz. Und privat bin ich
natürlich auf meine Kinder sehr stolz.
Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen?
Ich mache immer alles mit 100 Prozent. Mehr geht auch nicht. Aber, das
habe ich auch gemerkt, immerzu an seine Grenzen zu gehen, ist auf Dauer
nicht gesund. Auch Macher brauchen Pausen, und die muss man sich auch
zugestehen. Wenn ich etwas gelernt habe, ist es Loslassen, wenn mal was nicht
klappt.
Ist Coburg ein guter Standort zum Machen?
Wenn es kein Standort zum Machen wäre, gäbe es hier nicht so viele
Veranstaltungen. Coburg ist ein Topstandort zum Machen. Natürlich gibt es
auch viele Sachen, die nicht so laufen, trotzdem haben wir insgesamt ganz
viele tolle Entwicklungen vorzuweisen. Manchmal muss man die Macher
einfach auch machen lassen.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 59
EIN INVEST IN DIE REGION
Medical School REGIOMED gGmbH sucht weitere Unterstützer
Die Fakten erschrecken: Immer weniger niedergelassene Ärzte in der Region, Durchschnittsalter der Hausärzte bei 59 Jahren,
Praxen mit bis zu 3000 Kassenpatienten im Quartal, Menschen, die keinen Hausarzt mehr finden, Schwierigkeiten, offene Stellen
zu besetzen, Sprachbarrieren durch fremdsprachige Ärzte. Der Personalmangel – wohl in kaum einer anderen Branche ist er so zu
spüren wie im Gesundheitswesen. Und in keiner tut er mehr weh – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ursache: Aus den Universitäten
kommt zu wenig Nachwuchs. Fünf Bewerber konkurrieren um einen Studienplatz, andere scheitern schon am Numerus Clausus.
Dem steuert der Gesundheitsverbund REGIOMED, zu dem auch das Klinikum Coburg gehört, entgegen, indem er in Kooperation
mit der staatlichen Universität Split eine eigene Medical School gegründet hat und seit Oktober 2016 Ärzte ausbildet – in dieser Form
einmalig. Und jeder kann diese Initiative unterstützen.
60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
MEDICAL SCHOOL REGIOMED
Advertorial
Für REGIOMED und die ganze Region ist die Idee existenziell, damit es in Zukunft
wieder genug Ärzte gibt. Zum einen nämlich wird der zweite Teil des sechsjährigen
Studiums an den Kliniken von REGIOMED absolviert, die angehenden Ärzte
werden dadurch an die Region gebunden, zum anderen vergibt REGIOMED an
ausgewählte Studenten Stipendien in Höhe der Studiengebühren der Universität
Split, die mit einer sechsjährigen Bindungsverpflichtung an die Region nach
dem Studienabschluss einhergehen. Die Chancen stehen gut, dass solche Ärzte
in der Region sesshaft bleiben. Das nämlich ist die eigentliche Idee der Medical
School, das ist der eigentliche Profit für Coburg Stadt und Land, Lichtenfels,
Hildburghausen und Sonneberg: die Sicherstellung der medizinischen Versorgung
in der Region.
Und jedes Unternehmen, jede Organisation, jede Person kann darin investieren.
Als Tochter des kommunalen REGIOMED-Verbundes sucht die als
gemeinnützig anerkannte Medical School Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Möglichkeiten der Unterstützung gibt es viele: So können Partner ein
Stipendium für einen Studenten übernehmen, also die Studiengebühren der
Universität Split in Höhe von 9000 Euro im Jahr. Auch Spenden sind erwünscht,
ob nun an die Medical School allgemein oder zweckgebunden z.B. für den Aufbau
der Infrastruktur (Bibliothek, Unterrichtsräume, Labore), der technischen
Ausstattung (EDV-Bedarf, E-Learning, Videoübertragungssysteme nach Split)
sowie der medizinischen Lehre und Didaktik (Skills Lab, Online-Literatur,
Statistik-Support). Möglich ist auch das Sponsoring von Veranstaltungen wie der
Summer School oder den Einführungstagen.
Mit Patenschaften oder Spenden an die Medical School leisten alle Partner einen
Dienst an der Allgemeinheit. 2019 nämlich kommen die ersten Studenten nach drei
Jahren Studium der Humanmedizin an der international anerkannten Universität
Split in die Region zurück, 30 Studienplätze werden seit Oktober 2016 jährlich
vergeben, aktuell beginnt der zweite Jahrgang. Es sind junge Menschen, die nicht
unbedingt ein Einser-Zeugnis vorweisen müssen, wohl aber Persönlichkeit,
praktische Fähigkeiten, Interesse an der Arbeit mit Menschen, Empathie für die
Patienten. Das alles wird in einem aufwändigen Auswahlverfahren getestet. Die
ersten Prüfungsergebnisse aus Split belegen, dass man damit auf dem richtigen
Weg ist. Im Oktober 2018 startet der dritte Jahrgang nach Split – 2021 studieren
erstmals 90 Nachwuchsärzte parallel in Coburg und der Region. Und viele
von ihnen werden nach ihrem Abschluss in der Region Coburg, Lichtenfels,
Hildburghausen und Sonneberg bleiben.
Erstsemester während der Einführungstage auf Kloster Banz - viele kommen aus der Region
SIE MÖCHTEN SPENDEN?
Beste Ärzte – von uns für uns. Stärken Sie die medizinische Versorgung in
der Region mit einer Spende an die Medical School REGIOMED gGmbH.
Weitere Informationen unter: www.medicalschool-regiomed.com
oder telefonisch unter 09561/97332231
Spendenkonto: DE86 7835 0000 0040 7889 60, BYLADEM1COB
Das Studium an der Medical School. Im Interview berichtet Riccardo Schmidt, 27, geboren und aufgewachsen in Neuhaus am Rennweg, seit Oktober 2017
Student der Humanmedizin an der Medical School REGIOMED bzw. der University of Split School of Medicine, von seinen Erfahrungen.
Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Drei Jahre verbringen wir jetzt hier in Kroatien und kehren dann für den
überwiegend klinischen Teil der Ausbildung an die REGIOMED Kliniken
zurück nach Deutschland. Nach dann insgesamt sechs Jahren Studium und
erfolgreicher Approbation beginnt die Zeit der Facharztausbildung. Diese
wird in den meisten Fällen etwa weiterer sechs Jahre bedürfen. Ich interessiere
mich ausgesprochen für die Notfallmedizin und hoffe in diesem Zweig der
gesundheitlichen Versorgung schon bald meinen Teil leisten zu dürfen.
Riccardo beim Ausspannen nach der Uni am Meer
Wie sind deine ersten Erfahrungen mit der Ausbildung?
So ein Studium ist harte Arbeit. Vor allem wenn man es nicht nur fern der
Heimat, sondern auch noch in einer fremden Sprache absolviert. Dennoch
bereue ich meine Entscheidung nicht im Geringsten, bin motivierter und
fokussierter als je zu vor und behalte meine Ziele fest vor Augen.
Wie ist die Stimmung unter den Studierenden in Split?
Wir kommen als Team von ca. 60 Studenten wirklich außerordentlich
gut miteinander klar. Schon nach wenigen Tagen entwickelten sich
Freundschaften, Wohngemeinschaften und Lerngruppen. Gemeinsame
Ausflüge finden statt, man treibt zusammen Sport und hilft sich gegenseitig
wo man nur kann.
Was sagst du zu der Chance, die dir die Medical School REGIOMED bietet?
Hättest du ohne diese Möglichkeit überhaupt Arzt werden können?
Optionen wie diese sind überaus rar und gewinnen durch die komplizierten
und sehr unpersönlichen Auswahlverfahren der deutschen Universitäten
immer mehr an Wert und Zuspruch. Das auf NC-, bzw. Wartesemestern
basierende Auswahlverfahren ist mit Sicherheit weder zeitgemäß noch auf
wirklich relevante Schlüsselkompetenzen der Bewerber ausgerichtet, was die
hohen Abbruchs- und Durchfallquoten wohl deutlich belegen. Ein 1,0 Abitur
ist eben noch kein Garant dafür, auch wirklich für ein Medizinstudium und
die anschließende Tätigkeit prädestiniert zu sein. Ich hätte vermutlich noch
einige Jahre auf einen deutschen Studienplatz warten müssen, wäre ich bei
meinen Recherchen nicht auf das Programm der Medical School REGIOMED
gestoßen, welches mich sofort neugierig gemacht hat. Für mich ist das Angebot
auch deshalb von besonderem Interesse, da ich mich nach wie vor sehr mit
meiner Heimat verbunden fühle und so nicht nur Arzt werden, sondern auch
noch in der eigenen Region als solcher tätig werden kann.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 61
62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
HIER WOHNTEN …
HIER WOHNTEN…
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
… DIE VORNEHMEN LEUT
Eine vornehme Straße ist sie einst
gewesen. Vielleicht die vornehmste
überhaupt in der Vestestadt mit all
ihren feinen Ladengeschäften und
herzoglichen Hoflieferanten. Gar ein
Boulevard hätte sie sein können, die
Mohrenstraße. Wäre da nicht dieser
seltsame Knick in ihrem Verlauf nach
der Itzbrücke Richtung Westen.
Manch Zugereister mag sich das schon gefragt haben,
warum diese aus- und einladende, kerzengerade
Hauptstraße mitten in der Innenstadt nach der Itz
plötzlich ihre Richtung ändert. Würde sie geradeaus
weiter führen, wie es von den Stadtentwicklern in
der Mitte des 19. Jahrhunderts geplant war, führte sie
direkt auf den Bahnhof zu. Sie wäre somit tatsächlich
ein prachtvoller Gehweg vom Bahnhof bis in die
Innenstadt geworden. Im Zuge der Stadtentwicklung
wurde sie 1860 angelegt, um die Spitalgasse mit
dem Bahnhof zu verbinden. Anfangs war die nach
der Coburger Wappenfigur benannte Straße eine
Wohnstraße des gehobenen Mittelstandes. Rentiers,
wohlhabende Witwen, Geschäftsleute ließen sich
hier nieder. Lediglich fünf Ladengeschäfte gab es am
Ende des 19. Jahrhunderts.
Den 1893 ausgeführten Bau des dreigeschossigen
Wohn- und Geschäftshauses mit der Hausnummer
31 mit Mansarddach leitete Maurermeister Martin
Renner. Auftraggeber war der Hofkonditor Albert
Axthelm. Die dreigeteilte Fassade greift, wie
viele Häuser in Coburg, die Formensprache des
manieristischen Historismus auf, was sich in der
Verwendung genuteter Pilaster verdeutlicht. Den
Mittelteil der Fassade bildet ein flacher Risalit, in
dem die Fenster zu Dreiergruppen zusammengefasst
und von Sturzgesimsen überfangen sind. Auch die
seitlichen Fenster tragen solche Sturzgesimse, die
mit denen des Mittelteils eine betonte Bänderung
bilden. Das mittlere Fenster im ersten Obergeschoss
wird zusätzlich durch einen Segmentbogen mit
Kartusche hervorgehoben. Das Zwerchhaus mit
Mansardwalmdach greift die Gliederung der mittleren
Fassade vereinfacht auf (Wikipedia).
Das bekannteste Haus der Mohrenstraße aber ist
zugleich das am längsten vor Ort existierende -
das Café und die Konditorei Schubart. 1891 vom
Eisfelder Konditor Carl Schubart gegründet, stieg das
Unternehmen schnell zum Hoflieferanten auf, was
das herzogliche Wappen über dem Wappen bis heute
zeigt. Weiter oben in der Hausnummer 25 zog im
Jahre 1894 Clara Blümig mit ihrem Wäschegeschäft
ein. Auch diese feine Adresse avancierte mit feiner
Wäsche und erlesener Herrenkonfektion zum
Hoflieferanten.
Der Coburger Mohr gab der Straße einst ja ihren
Namen. Eine Zeit lang hatte er als Namensgeber
der Straße sozusagen abgedankt und erhielt einen
anderen, wenig schmeichelhaften Namen. Nach
Hitlers Machtübernahme ersetzten die Stadtobersten
nach 500 Jahren zuerst den Mohren in ihrem
Stadtwappen durch Schwert und Hakenkreuz.
Danach wurde aus der Mohrenstraße kurzerhand
die Straße der SA. Vom Coburger Mohr existiert
aber auch eine unterhaltsame Anekdote. Seit den
fünfziger Jahren führte der Coburger Möbelhändler
Rudolf Jacob einen kraushaarigen Mohren in
seinem Firmenschild. Bis zum Jahre 1967 ohne
Beanstandung. Dann kam die Stadtverwaltung unter
ihrem damaligen Oberbürgermeister Dr. Langer
auf die Idee, nach einer Erlaubnis zur Führung
des Stadtwappens zu fragen. Vielleicht war die
Stadtführung ja nur auf der Suche nach neuen
Einnahmequellen – der Bau des Kongresshauses und
des neuen Wohngebietes Demo verschlangen in den
sechziger Jahre große Summen. Der für seinen rauen
Umgangston bekannte Bürgermeister klagte nämlich
auf Unterlassung. Der Möbelhändler sollte den
Mohren nicht mehr als Firmenlogo führen dürfen.
Oder eine Genehmigung nach entsprechender
Zahlung einer Gebühr beantragen. Doch die Stadt
verlor in erster Instanz. Denn das Gericht entschied,
dass der den Mohrenkopf umgebende Kreis des Logos
nicht als Wappenschild angesehen werden kann und
somit nicht verwechslungsfähig sei.
Die Mohrenstraße jedenfalls darf ganz ungescholten
weiterhin so heißen und beherbergt im 21. Jahrhundert
Coburger Bürger die hier wohnen, Ladengeschäfte,
Bäckereien, Optiker, Läden für Telekommunikation,
Kaufhäuser und Fast food Restaurants und ist somit
ein Beweis dafür, dass wichtige Straßen sich ihrer
Benutzung anpassen können und damit mitten durch
das Leben ihrer Bewohner führen.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 63
HIER WOHNTEN …
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
… DIE VORNEHMEN LEUT
Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?
Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises
für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 65
66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Damit jeder
zu seinem
RECHT
kommen
kann.
Die Spezialisten der Fachanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
Advertorial
DAMIT JEDER ZU SEINEM RECHT KOMMEN KANN
Die beiden Gründer der Kanzlei: Wolfgang Hörnlein und Maren Feyler
Rund 5500 Bundesgesetze mit über 100000 einzelnen
Vorschriften gibt es in Deutschland – wohlgemerkt
ohne die Regelwerke der Bundesländer. Und auch die
dazu ergangenen Gerichtsurteile und Rechtsmeinungen
gewinnen permanent an Umfang. Da leuchtet es schnell
ein, dass das alt hergebrachte Bild vom Rechtsanwalt
quasi als „Fachmann auf allen Gebieten“ überholt ist. Die
große Coburger Rechtsanwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
geht deshalb einen anderen, inzwischen erprobten Weg
und setzt auf Spezialisierung. Mit dem Anspruch, in allen
wesentlichen Rechtsgebieten eine erste Adresse zu sein,
haben die Kanzleigründer Wolfgang Hörnlein und Maren
Feyler ein Team von Fachleuten aufgebaut. Zehn Kolleginnen
und Kollegen teilen sich die juristische Arbeit – mit dem
Unterschied, dass jeder nur Fälle aus den Rechtsgebieten
bearbeitet, in denen er sich am besten auskennt. Daneben
werden natürlich auch alle anderen Rechtsgebiete juristisch
abgedeckt.
Durch diese Spezialisierung kann das Team von Hörnlein & Feyler unterschiedliche
Rechtsgebiete auf unterschiedliche Schultern verteilen und so genauer auf Details
schauen – kleinste juristische Details, die oft genug den Unterschied zwischen
Erfolg und Misserfolg ausmachen. In den jeweiligen Spezialgebieten bilden sich
die Anwälte permanent fort. Dies wird zum Beispiel verbürgt in Fachanwaltstiteln,
die nur durch mehrfach unter Beweis gestellte Detailkenntnisse sowie große
Praxiserfahrung erworben werden können. Das garantiert eine Betreuung auf
dem aktuellen Stand der höchstrichterlichen und regionalen Rechtsprechung.
Dabei ist nicht immer ein Prozess der beste Weg zur Lösung eines Problems. In der
Tat lohnt es sich häufig, einen Konflikt durch außergerichtliche Streitschlichtung
zu vermeiden. Auch dabei steht Hörnlein & Feyer aktiv zur Seite, zumal
Rechtsanwältin Feyler über eine universitäre Ausbildung zur Mediatorin verfügt.
Einen besonderen Service der Kanzlei bildet die sogenannte WebAkte - eine neue
Dimension in der Rechtsberatung. Diese ermöglicht den Zugriff auf alle Fallakten
– per Internet. 24 Stunden am Tag kann sich auf diese Weise ein Mandant schnell,
weltweit, ohne zusätzliche Software und sicher wie im Safe, einen Überblick
verschaffen. Die persönlichen Zugangsdaten erhält ein Mandant direkt von
der Kanzlei. Darüber hinaus schützt ein umfangreiches Sicherheitspaket die
Daten vor unberechtigten Zugriffen. Sie lagern sicher auf einem zertifizierten
Hochsicherheitsserver.
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
HÖRNLEIN & FEYLER
DIE ANWÄLTE DER
RECHTSANWALTSKANZLEI HÖRNLEIN & FEYLER
Diese Kanzlei ist nach
ISO 9001:2008 zertifiziert für
anwaltliches Dienstleistungsund
Kanzleimanagement.
Für die Qualität unseres anwaltlichen
Dienstleistungs- und Kanzleimanagements
sind wir nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Das Begutachtungsunternehmen DEKRA
bescheinigt uns insbesondere eine straffe
Organisation aller Abläufe in der Kanzlei,
die eine reibungslose Zusammenarbeit
untereinander und mit Mandanten
sicherstellt. Das Qualitätssiegel haben wir
u. a. für Kundenorientierung, Lenkung von
Dokumenten, Verantwortung der Leitung
und Ressourcenmanagement erhalten.
Wolfgang Hörnlein
Fachanwalt für Medizinrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Maren Feyler
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Erbrecht
Mediatorin (univ.)
Frank Sitte
Fachanwalt für Miet- und
Wohnungseigentumsrecht
Lutz Lindner
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Dr. Wolfgang Hacker
Fachanwalt für Medizinrecht
Vertrauensanwalt des Medizinrechts-Beratungsnetzes
Master in Health and Medical Management
Heidi Schüler
Fachanwältin für Verwaltungsrecht
Seit der Kanzleigründung 1994 findet man
den Bürokomplex in der Kasernenstraße
14 in Coburg – verkehrsgünstig nahe des
Thüringer Kreuzes gelegen und umringt von
zahlreichen, kostenlosen Parkmöglichkeiten.
In den großzügig geschnittenen Räumen
des Geschäftshauses aus der Gründerzeit
arbeiten derzeit elf Rechtsanwälte sowie
rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Hand in Hand mit modernster Technik auf
zwei Etagen und über 700 Quadratmetern
Grundfläche.
Volker Albrecht
Fachanwalt für Sozialrecht
Fachanwalt für Strafrecht
Dr. Thomas Kunze
Fachanwalt für Verkehrsrecht
ADAC Vertragsanwalt
Karoline Hartwig
Fachanwältin für Familienrecht
Die Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler ist Montag bis Freitag von 8.00 Uhr
bis 18.00 Uhr geöffnet. Um möglichst gut planen zu können, bitte Termine
vorher telefonisch vereinbaren.
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Kasernenstraße 14
D-96450 Coburg
Tel: (09561) 80 11 0
Fax: (09561) 80 11 20
info(at)hoernlein-feyler.de
Eva Grabolus
Fachanwältin für Familienrecht
Julia Gremmelmaier
Strafrecht
Ordnungswidrigkeitenrecht
Bankrecht
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
WIEDER MEHR
INTERNATIONALITÄT
AUF SCHLOSSPLATZ
70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
WOLFGANG HEYDER ÜBER
EVENTS, BASKET- UND HANDBALL
Seine Firma, der Veranstaltungsservice
Bamberg, steht für viele große Events in
der Region wie die Open-Airs auf dem
Schlossplatz oder jetzt auch die Lieder auf
Banz, dazu zahlreiche kleine und große
Konzerte und andere Veranstaltungen in der
Region, er steht für Basketball in Bamberg,
jetzt in Thüringen bei den Oettinger Rockets,
und er steht auch für ein Übergangsphase
während seiner Zeit beim HSC 2000 Coburg:
Wolfgang Heyder. Wir haben uns mit ihm
über sein Geschäft, Events, und über Coburg
unterhalten.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 71
WIEDER MEHR
INTERNATIONALITÄT
AUF SCHLOSSPLATZ
INTERVIEW
WOLFGANG HEYDER
ÜBER EVENTS, BASKET- UND HANDBALL
Herr Heyder, wenn Sie zurückblicken auf das Jahr 2017,
auf den Standort Coburg, was war Ihr persönliches
Highlight in Sachen Veranstaltungen?
Ganz klar, und ohne Wenn und Aber, war das
Marius Müller Westernhagen, von dem ich seit
vielen Jahren großer Fan bin und der in Coburg
auf dem Schlossplatz im August ein absolutes
Gänsehaut-Konzert abgeliefert hat.
Viele Veranstaltungen, viele Events konkurrieren
gerade auch in Coburg und der gesamten Region um
Zuschauer, die Konzerte auf dem Schlossplatz, in
Tambach, auf Kloster Banz, im Innenhof von Schloss
Eyrichshof. Gibt das der Markt überhaupt noch her?
Alle diese Locations haben ein einmaliges Flair,
das von den Menschen, ob Fans oder nicht, geliebt
wird, da zieht der Künstler, aber eben auch die
Umgebung. So waren alle diese Reihen auch
wirtschaftlich erfolgreich. Und nach dem Start des
Vorverkaufs deutet alles darauf hin, dass das auch
2018 wieder so sein wird.
2018 jetzt beim HUK-Coburg-open-air-Sommer
kommen auch wieder internationale Stars wie James
Blunt, das war ja in den letzten Jahren eher weniger der
Fall, da waren fast nur deutsche Interpreten zu Gast.
Erfolgt hier wieder ein Umdenken?
Ich muss sagen, dass das auch uns überrascht hat:
Plötzlich stehen auch internationale Stars im August
zur Verfügung. So rocken 2018 drei internationale
Acts den Schlossplatz.
Auf welche Events können sich denn die Coburger 2018
hier in der Region noch freuen?
Ein Highlight werden natürlich wieder die Lieder
auf Banz in Bad Staffelstein werden. Letztes Jahr
sind wir ja mit diesem Mammutprojekt gestartet und
haben monatelang geplant und vorbereitet. Es hat
sich dann aber auch gelohnt. Auf der Klosterwiese
bei Banz herrscht bei diesem Liedermacherfestival
einfach eine tolle Atmosphäre. Und wir sind
natürlich froh, dass wir für dieses Projekt wieder
die ganz Großen aus der Szene dabei haben. Das
gleiche gilt auch für das Open Air in Eyrichshof.
Aber auch in den Hallen haben wir große Sachen
vor: Kraftklub oder das Schlagerfest mit Florian
Silbereisen in der Brose Arena, und Eckard von
Hirschhausen haben wir in den großen Häusern
in Nürnberg und Suhl. Persönlich freue ich mich,
dass wir im Februar Tom Astor im Kulturboden
in Hirschaid haben und natürlich auf unsere neue
Theaterreihe im Kulturboden.
Noch was persönliches: Neben den Veranstaltungen, das
weiß man ja, sind Sie vor allem auch ein erfolgreicher
Sportmanager. Wie läuft es aus Ihrer Sicht aktuell
bei den Oettinger Rockets in Erfurt/Gotha und wie
bewerten sie die aktuelle Entwicklung beim HSC 2000
Coburg?
Nach dem überraschenden fast sensationellen
Aufstieg in kurzer Zeit, sind wir jetzt zu Beginn
dieser Saison ziemlich gebeutelt worden. Gestartet
mit einem Konzept, junge deutsche Spieler zu
entwickeln, hatten wir zum Saisonstart sechs bis
sieben schwer verletzte Spieler, vieles was wir uns
vorgenommen hatten, war nicht mehr umzusetzen.
Wir stecken aber nicht den Kopf in den Sand
und kämpfen weiter. Eine kalte Dusche war vor
einigen Wochen die Ankündigung von Oettinger
am Saisonende auszusteigen, was mit einem
Erbstreit zweier Familienteile zusammenhängt.
Und zum HSC: Es war klar, dass es nach dem
Abstieg nicht einfach wird, sofort in die Erfolgspur
zurückzukommen, aber es ist ja noch alles offen,
was den zweiten Platz betrifft. Enttäuschend ist
aus meiner Sicht die Zuschauerresonanz. Hier
ist es nicht gelungen, die gesamte Region aus
Südthüringen, Ostoberfranken und Bamberg zu
mobilisieren.
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
WIEDER VIEL VOR
KLEINER AUSBLICK AUF 2018
DAS GROSSE CHINESISCHE NEUJAHRSKONZERT 2018
02. FEBRUAR 2018 | 20 UHR
KONZERTHALLE IN BAMBERG
JAMES BLUNT: THE AFTERLOVE
18. AUGUST 2018 | 20 UHR
SCHLOSSPLATZ COBURG
In 2018 wird das Große Chinesische Neujahrskonzert das dritte Jahrzehnt seines
Bestehens einläuten. Nach einer grandiosen Jubiläumstournee in 2017, die vier
verschiedene traditionelle Orchester in vier Tourneen für 27 Konzerte in 13
verschiedenen Ländern schickte, steht nun die 21.Tournee in ihren Startlöchern,
um im kommenden Jahr das chinesische Sternzeichen des Hundes zu feiern. Dabei
macht einer der erfolgreichsten unkonventionellen Konzertformate der Welt
Station in Bamberg.
Sein Durchbruch gelang ihm im Jahr 2005 mit dem Megahit „You’re Beautiful“
und dem dazugehörigen Album „Back To Bedlam“, welches in seiner Heimat zur
meistverkauften Platte der Nuller-Jahre wurde, auf Platz 17 der bestverkauften
Platten der vergangenen 60 Jahre landete, weltweit rund 80 Platinauszeichnungen
erhielt und, das sollte man keinesfalls vergessen, seinerzeit auch von der kritischen
Presse sehr gut aufgenommen wurde. Seither macht Blunt, was er will: Genau die
Musik, die ihm gefällt. Und seinen Fans gefällt die sowieso.
„LIEDER AUF BANZ“ 2018: EIN ABEND MIT FREUNDEN
6. UND 7. JULI 2018
KLOSTERWIESE BANZ, BAD STAFFELSTEIN
REVOLVERHELD
19. AUGUST 2018 | 20 UHR
SCHLOSSPLATZ COBURG
Revolverheld begann ihre Karriere mit zahlreichen kleinen Konzerten in den
Jahren 2002-2004. Mehrere 100.000 Alben haben sie bisher verkauft, die Republik
hoch und runter beschallt. Mittlerweile sind sie über ein Jahrzehnt ein Team.
Es gibt wahrscheinlich nicht viele Bands dieser Generation mit diesem Grad an
Öffentlichkeit, die so lange zusammenarbeiten. So lange füreinander da sind, sich
gegenseitig unterstützen und beschlossen haben, gemeinsam daran zu wachsen.
Nach dem gelungenen Auftakt der „Lieder auf Banz“ 2017 geht es nahtlos weiter.
In Fortführung der langjährigen Tradition auf der Klosterwiese wird auch 2018
wieder am ersten Juli-Wochenende, also am 6. und 7. Juli, ein Liedermacherfestival
stattfinden. Bereits jetzt steht ein erlesenes Programm voller bekannter und
herausragender Künstler fest. Allen voran wird wie schon im letzten Jahr
Konstantin Wecker als Headliner auf der Bühne stehen. Außerdem mit dabei: der
wohl erfolgreichste Musikexport Österreichs, Rainhard Fendrich, sowie Bodo
Wartke, Pippo Pollina und Andreas Kümmert. Zudem mit Anna Depenbusch
und Michael Fitz zwei weitere erstklassige Liedermacher- Mit ihrer Moderation
haben die fünf Sänger von VIVA VOCE bei den vergangenen „Liedern“ für eine
sensationelle Stimmung gesorgt. Auch 2018 darf das A-Capella-Quintett nicht
fehlen! Gewohnt charmant und musikalisch herausragend werden die Gastgeber
das Publikum durch den Abend führen.
Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de
oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
GENUSS & SHOPPING
Julian Temperley -
the man behind our
Burrow Hill
English Crafted
Cider
Perry
Brandy
& Likör
Maßlos mäßiges Leben?
Photo ©Somerset Brandy Company
BEST ENGLISH CIDER, PERRY
CIDERBRANDY UND LIKÖR
Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80,
Telefon 09561-83234 . Öffnungszeiten:
Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr
(Winterpause 1. Januar bis 1.März)
Webshop ganzjährig: www.ciderhof.de
Das Zitat "Wir dürfen niemals vergessen: Unsere vornehmste
Aufgabe ist es zu leben" des französischen Philosophen
Michel de Montaigne klingt, als komme es aus der heutigen
Zeit. Zumindest liegt bis heute eine bedrückende Wahrheit
darin. Denn das Leben zu leben, es zu genießen, das scheint
ausgerechnet in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft
immer schwieriger, wenn gar unmöglich zu werden. Der
Genuss bleibt bei unserer heutigen Hektik, dem Stress und
dem ständigen Drang nach Erreichbarkeit auf der Strecke –
und mit ihm oft genug sogar der Sinn für die kleinen Freuden
am Leben. Heutzutage stellen sich die Leute eher die Frage,
wie man möglichst lange lebt anstatt zu fragen, wofür wir
leben. Wir mäßigen uns maßlos und verlernen den Genuss.
Hier also ein paar Tipps zum Genießen und neue Shoppingund
Gastroangebote in Coburg.
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
TIPPS & IDEEN
SÜSSES GEGEN DIE TRISTESSE
Waffeln vom Weihnachtsmarkt, Lauensteiner Pralinen, Coburger Schmätzchen
oder wie die anderen „Glücklichmacher“ auch heißen – im Winter haben sie
Hauptsaison. Doch macht uns der süße Genuss auch wirklich glücklich? Ja. Die
Kombination aus Kohlenhydraten, Zucker und Fett lässt unseren Serotoninspiegel
am schnellsten ansteigen und dieser ist bekanntermaßen für unser Glücksgefühl
verantwortlich. Also ruhig mal dem schlechten Gewissen trotzen. Im Frühjahr
gibt es ja wieder genug Zeit für Sport.
EINFACH MAL ENTSPANNEN
Genuss geht aber nicht nur durch den Magen, sondern auch durch Entspannen.
Was gibt es schöneres, als an einem kalten Wintertag, im warmen Wasser, die Seele
baumeln zu lassen? In der Umgebung gibt es mehrere tolle Thermalbäder in Bad
Staffelstein, Bad Rodach oder auch Bad Steben. Wer Coburg nicht verlassen will,
geht einfach ins Aquaria und die dortige Sauna und wer nicht mal vor die Haustüre
will, der lässt sich einfach die Wanne volllaufen und entspannt zuhause, auch
wenn dort das Wasser nicht so schön dampft wie in den warmen Außenbecken
der Bäder.
We Coburg und seine schönen Immobilien.
Aus allen Epochen – zu jeder Jahreszeit.
Engel & Völkers Coburg • Ketschengasse 41 • 96450 Coburg • Tel 09561-795 24 00 • www.engelvoelkers.de/coburg
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 75
GENUSS & SHOPPING
EIN GUTES BUCH AM KAMIN
Das Buch ist in – aber war es jemals wirklich out?
Ein Buch enthält nicht nur Buchstaben und eine
Story, sondern auch meistens eine Lehre. Mit jedem
gelesenen Buch nimmt man etwas mit. Die Literatur
prägt uns und erweitert unseren Horizont, sie
eröffnet neue Welten und lässt uns entspannen. Zum
absoluten Genuss fehlt jetzt nur noch ein flackender
Kamin und ein gutes Glas Wein oder auch Tee. Wem
die Buchstaben dann doch zu viel sind, der greift zum
Podcast oder Hörbuch und entspannt beim Zuhören.
NEUES ZUM
SHOPPEN & SCHLEMMEN
IN COBURG 2017
Eine Auswahl an Neueröffnungen in Coburg im Jahr 2017.
18.11.2017 | Neueröffnung am Markt: Engbers Herrenmode
9.9.2017 | Neueröffnung der Markthalle in Coburg am Albertsplatz mit Bäckerei, frischen
regionalen Produkten, Mode, Sushi, italienischem Eis, Destillerieprodukten.
12.08.2017 | In der Mohrenstraße, schräg gegenüber dem Kaufhof Galerie ist KAIDO ins
Backsteinhaus eingezogen, Asiaspezialitäten vom Feinsten
29.06.2017 | Für Sie geöffnet: DEPOT am Marktplatz mit vielen Einrichtungs-, Deko- und
Geschenkideen! Viel Spaß beim Stöbern!
07.06.2017: Thai Siam mit original thailändischer Küche hat am Gemüsemarkt eröffnet!
12.01.2017 | Endlich ist es soweit, im Januar hat Christine Fischer mit Ihrem Team ihre offizielle
Neueröffnung von Optik Busch im Steinweg gefeiert.
09.01.2017 | Meistens liegen Schätze ja etwas versteckt und
auch der neue Laden in der Mohrenstrasse 32 will entdeckt
werden: das Deko Home`s.
Quelle: www.gocoburg.de
Coburg · Mohrenstr. 31
0 95 61 / 98 49
Rödental · Bürgerplatz 8
0 95 63 / 26 26
Bad Rodach · Markt 10
0 95 64 / 14 82
(Hörgeräteservice bei Meister Optik)
www.optikmueller24.de
„Das Beste kommt zum Schluss:
20 % Nachlass auf die Fassung – bis 31.12.2017“
Nachlass nicht kombinierbar mit anderen Aktionen.
Keine Barauszahlung möglich. Nachlass nur auf
lagernde Fassungen bis zum 31.12.2017
76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Gesponserter Beitrag
RICHTIG SCHENKEN WILL
ÜBERLEGT SEIN
Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater
Thomas Bittorf | www.tb.legal
Eine Schachtel Pralinen, ein schöner Kalender, Theaterkarten oder
eine gute Flasche Wein zu Weihnachten - kleine Geschenke erhalten
bekanntlich die Freundschaft, sie zeigen zugleich die Wertschätzung
gegenüber dem Kunden oder dem Mitarbeiter. Was Sie hierbei steuerlich
beachten müssen, hat uns Rechtsanwalt/Steuerberater Thomas Bittorf
von www.tb.legal auf Nachfrage erläutert.
Bis zu welchem Wert dürfen Geschäftsfreunde
und Kunden zu Weihnachten beschenkt werden?
Kundengeschenke sind bis zu einer Freigrenze von 35 € je Kunde und Jahr
als Betriebsausgaben abzugsfähig. Ist der Zuwendende zum Vorsteuerabzug
berechtigt, sind die 35 € ein Nettobetrag, d.h. das Geschenk darf maximal
41,65 € kosten. Ist kein Vorsteuerabzug möglich, wie z.B. bei Ärzten, sind
die 35 € ein Bruttobetrag. In keinem Fall darf die Zuwendung auch nur um 1
Cent höher sein, sonst besteht ein Abzugsverbot beim Schenker.
Muss der Beschenkte das Geschenk als Einnahme versteuern?
Eine steuerpflichtige Einnahme beim Geschäftspartner wird in der Regel
vorliegen, wenn nämlich für die Zuwendung ein objektiv sachlicher
wirtschaftlicher und tatsächlicher Zusammenhang mit dem Betrieb besteht.
Eine Steuerfreiheit besteht nur für sog. Streuwerbeartikel, unter die alle
Zuwendungen mit Anschaffungskosten von maximal 10 € fallen. Wenn ein
Vorsteuerabzug des Schenkers besteht, darf das Geschenk also maximal
11,90 € brutto kosten, ansonsten nur 10 € brutto.
Kann der Schenker für den Beschenkten die Versteuerung übernehmen?
Das ist möglich, wenn er die Pauschalversteuerung von 30 % zuzüglich
Kirchensteuer und Soli nach § 37 b EStG beim Finanzamt beantragt. Dies
funktioniert nur, wenn alle Geschenke innerhalb eines Jahres, egal an wen
und in welcher Höhe, vom Schenker gleich behandelt und in derselben
Weise pauschal versteuert werden. Dann bleibt die Sachzuwendung beim
Empfänger außer Ansatz. Die Pauschalversteuerung muss der Schenker
dem Beschenkten aber schriftlich mitteilen. Zudem ist die Übernahme der
pauschalen Steuer selbst ein weiteres Geschenk, das dazu führen könnte, dass
die 35 € Grenze überschritten wird und dadurch der Betriebsausgabenabzug
beim Schenker verloren ginge. In diesem Fall würde das Geschenk im
Ergebnis mit über 60 % Steuern belastet und sehr teuer werden. Die
Finanzverwaltung ist bislang noch großzügiger als der Bundesfinanzhof
und stellt bei der 35 € Grenze nur auf die Höhe des eigentlichen Geschenks
ab und bezieht die Pauschalsteuer nicht als weiteres Geschenk mit ein.
Geht es auch einfacher ?
Man könnte dem Beschenkten den Wert des Geschenks mitteilen und
der Beschenkte versteuert es als Betriebseinnahme, was aber oft aus
verständlichen Gründen nicht gewollt ist. Manchmal ist schlicht besser, das
Geschenk dann doch privat zu kaufen oder kleinere, absetzbare Geschenke
von bis zu 10 € zu machen, die in keinem Fall versteuert werden müssen.
Hintergrund ist, dass der Staat das Spesenunwesen bekämpfen will und
übertriebenen Repräsentationsaufwand nicht auf die Allgemeinheit
umlegen will.
Sieht es bei Mitarbeitern besser aus?
Und was darf ich meinen Mitarbeitern zuwenden?
Eindeutig! Mitarbeitern kann der Arbeitgeber u.a. jeden Monat Geschenke
und Sachzuwendungen, z.B. Tankgutscheine, bis zu einem Betrag von
maximal 44 € brutto zukommen lassen, ohne dass eine Lohnsteuer oder
Sozialversicherungspflicht besteht. Daneben können Mitarbeitern aus
einem besonderen persönlichen Anlass Gelegenheitsgeschenke von
maximal 60 € steuer- und sozialversicherungsfrei zugewendet werden,
ggf. auch mehrfach im Jahr. Bei Geschenken mit größeren Wert kann man
zudem die oben genannte Pauschalierungsmöglichkeit anwenden.
125 Jahre
HOFLIEFERANT, BAYERISCHE
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FEINGEBÄCKMANUFAKTUR
ROSENGASSE 6 – 8
96450 COBURG
TELEFON: 0 95 61 / 8 04 80
TELEFAX: 0 95 61 / 8 04 8 80
E-MAIL: INFO@FEYLER.COM
INTERNET: WWW.FEYLER-LEBKUCHEN.DE
Wichtig zu beachten ist, dass kein Bargeld zugewendet werden darf, auch
nicht teilweise, d.h. dass beispielweise Restbeträge von Gutscheinen nicht
ausbezahlt werden dürfen.
NACH ÜBERLIEFERTENFAMILIEN-REZEPTUREN
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
Advertorial
DIE BUCHHANDLUNG RIEMANN
Am Coburger Markt und im Netz –
die perfekte Kombination.
Nicht ohne Grund lieben die
Coburger „ihre“ Stadt: Sie bietet
eine Vielzahl von Wohn-, Arbeitsund
Einkaufsmöglichkeiten, schöne
Grünanlagen sowie ein reichhaltiges
Angebot an kulturellen Attraktionen und
Freizeit-Aktivitäten. Mit einem Wort:
Lebensqualität. Erlebbar wird diese
Lebensqualität zum Beispiel bei einem
samstäglichen Stadtbesuch: Man trifft
sich auf dem Markt beim Kauf regionaler
Produkte, genießt anschließend die
„Musik zur Marktzeit“ in der Morizkirche,
bevor man weitere Erledigungen tätigt,
zum Essen geht oder sich auf einen
Espresso oder ein Glas Wein trifft. Abends
rundet ein Besuch des Landestheaters
den schönen „Stadt-Tag“ ab.
Doch diese Vielfalt ist in Gefahr: der Strukturwandel im Einzelhandel macht
vielen Händlern zu schaffen – der Online-Handel bedroht sie zunehmend
in ihrer Existenz. Die Folgen: Ein sich veränderndes Stadtbild, weniger
Einkaufsmöglichkeiten, sinkende Gewerbesteuereinnahmen der Stadt und somit
weniger Mittel für freiwillige Leistungen im sozialen, kulturellen oder sportlichen
Bereich.
Dabei gibt es gute Alternativen zum Kauf beim „steuerminimierenden“ Online-
Giganten: Viele Coburger Händler haben erkannt, dass ein wichtiger Schlüssel
für die Zukunft des stationären Einzelhandels in der Verbindung von Online-
Aktivitäten und dem Ladengeschäft vor Ort liegt. Sie präsentieren Ihr Angebot
Online (z.B. auf dem Internet-Schaufenster www.GoCoburg.de) oder betreiben
einen eigenen Online-Shop, der das Geld in der Stadt lässt.
Seit 20 Jahren online
Eine Vorreiterin in Sachen „Digitalisierung“ ist die Buchhandlung RIEMANN
am Markt. Seit 20 (!) Jahren bietet die Buchhandlung neben Büchern und eBooks
auch Hörbücher, Filme, Musik, Kalender und Spiele im eigenen Online-Shop
an mit derzeit über 1 Mio. lieferbaren Artikeln. Den in diesem Jahr komplett
überarbeiteten Shop erreichen Sie über www.riemann.de.
Mit diesem Angebot muss sich die Traditionsbuchhandlung keineswegs hinter der
vermeintlich übermächtigen Online-Konkurrenz verstecken. Ganz im Gegenteil
- in Punkto Liefergeschwindigkeit ist RIEMANN unschlagbar: Bis 16.40 Uhr
im Shop bestellte Artikel können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr
im Laden abgeholt werden (telefonischer Annahmeschluss für Lieferungen am
Folgetag: 17.30 Uhr). Selbstverständlich wird die Bestellung auch portofrei direkt
nach Hause gesandt.
Bücher online kaufen – das geht bei Riemann schneller:
Bis 16.40 Uhr im onlineshop www.riemann.de bestellte Artikel
können am nächsten Tag bereits ab kurz nach 9 Uhr im Laden
abgeholt werden. Selbstverständlich wird die Bestellung auch
portofrei direkt nach Hause gesandt.
78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AM COBURGER MARKT UND IM NETZ
Mit dem Bücherabo kommt jeden
Monat eine Neuerscheinung
direkt nach Hause. Die perfekte
Geschenkidee für Leseratten.
Geschenkidee Bücherabo
Eine besondere Erfolgsgeschichte im Rahmen der Online-Aktivitäten der
Buchhandlung ist das RIEMANN-Bücherabo. Das Bücherabo ist die ganz besondere
Geschenkidee für alle, die gerne lesen: Mit dem Bücherabo kommt Monat für
Monat eine individuell nach Lesegeschmack ausgewählte und als Geschenk
verpackte Neuerscheinung per Post nach Hause. Ob Krimi-Fan, Schmöker-
Freund, Literatur-Liebhaber, ob Groß oder Klein – für jeden ist das Richtige dabei.
Die seit 2014 bestehende Internetseite zum Bücherabo (www.buecherabo.de) hat
diesen zuvor rein lokalen Service aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und zu
einem Paradebeispiel dafür gemacht, wie lokale Beratungskompetenz erfolgreich
ins Internet verlängert werden kann.
Wurden die Bücher früher fast ausschließlich in der Region ausgeliefert, erfreut
sich das Bücherabo inzwischen großer Beliebtheit und hat Fans nicht nur in
Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Überraschend ist diese
Entwicklung nicht – wird doch beim Bücherabo konsequent ein Service online
vermarktet, den sonst niemand im Netz anbieten kann: die Beratungskompetenz
der Coburger Buchhandlung. Auch die Internetseite des Bücherabos präsentiert
sich seit wenigen Tagen nach kompletter Überarbeitung neu. Die Abo-Auswahl
ist nun deutlich detaillierter und kundenfreundlicher. Außerdem wurde die
Seite für die Verwendung auf mobilen Endgeräten optimiert und um gefragte
Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal ergänzt.
Ein paar Kunden-Statements:
„Ich habe das Abo zum Geburtstag geschenkt bekommen
und durfte 1 Jahr lang die ausgewählten Bücher lesen.
Ich habe mich jeden Monat darauf gefreut und war
begeistert über die Auswahl. Mein Geschmack wurde
immer getroffen.“
Elke A.
„Habe das Abo letztes Jahr meiner Mutter zu
Weihnachten geschenkt- die Freude war jeden Monat
riesig- und das diesjährige Geschenk war somit schnell
gefunden - Abo wird verlängert!!! VIELEN DANK
IHNEN!!!“
Kristina J.
„Ich habe mir letztes Jahr das Bücherabo selber zu
Weihnachten geschenkt und muss sagen, dass ich einfach
nur begeistert war über die Bücher, die ausgesucht
wurden. Jeden Monat habe ich gespannt gewartet,
welches Buch jetzt in meinem Briefkasten wandert.
Deswegen habe ich auch für nächstes Jahr wieder
ein Abo bestellt um die Freude weiterhin aufrecht zu
erhalten.“
Julia W.
„Vielen Dank, dass Sie mir ein Jahr lang jeden Monat
die Freizeit mit einem Buch versüßt haben. Die Auswahl
hat mir sehr gut gefallen, es war abwechslungsreich und
kurzweilig. Ich werde sofort ein Abo für das nächste
Jahr abschließen, denn darauf möchte ich nicht mehr
verzichten. Man merkt einfach, dass die Wahl mit viel
Liebe und Bedacht getroffen wurde! Vielen, vielen Dank
dafür!“
Johanna H."
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 79
Advertorial
GENUSSREICH …
Frisches, Feines,
Besonderes, Regionales
Ab sofort im „Genussreich“
in der Markthalle Coburg
Wohl an kaum einem anderen Ort in Coburg wie in der neuen
Markthalle am Albertsplatz kommen so viele Geschichten
unserer vielen kleinen regionalen Anbieter zusammen, die
alle für leckere, genussvolle und nachhaltige Produkte stehen.
Gestartet im Spätsommer, übernahm die Genussregion
Coburger Land dort zum November den großen Marktstand
gleich im Eingangsbereich rechts mit vielen frischen, feinen,
besonderen und regionalen Angeboten. Und die ersten
Wochen haben Mut gemacht, sagt Regionalmanager Stefan
Hinterleitner: „Unser Team im Genussreich bekommt viel
positives Feedback, dass wir sowohl unser Frischangebot wie
auch die regionalen Spezialitäten und feinen Besonderheiten
kontinuierlich weiter ausbauen. Das bestärkt uns, diesen Weg
konsequent weiter auszubauen.“
Die Auslagen am Stand „Genussreich“ jedenfalls sind gut gefüllt mit duftenden,
farbigen, vielseitigen, geschmackvollen Angeboten aus der Region und darüber
hinaus. Wer also das Besondere genießen möchte und dabei noch etwas für
Nachhaltigkeit und Ökologie tun will, der kann hier guten Gewissens einkaufen.
Und mehr und mehr Coburger tun das auch, sagen die Verkäuferinnen Daniela,
Jasmin und Sabine, die auch so etwas wie Geschichtenerzählerinnen sind. Denn
schließlich haben viele Produkte ihre ganze eigene kleine Story. Und fast immer
hat sie mit der Region Coburg zu tun.
Wie die Salami der Jöchners aus Seßlach-Gemünda. Die Familie steht für
artgerechte Aufzucht und Mast von Schweinen, setzt bereits seit 1992 auf
Direktvermarktung, hat einen eigenen Hofladen gebaut und vor fünf Jahren ihr
Sortiment um ein reichhaltiges Angebot an Bio-Produkten erweitert. Oder auch
Schreiners Hofladen aus Meeder-Wiesenfeld, der sich auch seit vielen Jahren der
artgerechten Haltung von Schweinen verschrieben hat genauso wie bei seinen
15 Mastbullen. Klar, dass die vielseitigen Wurstspezialitäten der Schreiners
besonders schmackhaft sind. Auch der Angushof Schauer aus Ebern steht für so
eine Geschichte von Weiderindern, die den ganzen Sommer über draußen sind.
Ergänzt werden die Angebote dieser Direktvermarkter aus der Region in der
Markthalle von einem Traditionsbetrieb aus Neustadt bei Coburg: Die Fleischerei
Luther steht seit vielen Jahrzehnten für handwerkliche Meisterqualität. Die
beliebten Würstchen, Rauchpeitschen, Wiener oder Rohpolnische aus der
80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
… IN DER MARKTHALLE COBURG
Fotos: Sebastian Buff
Produktion der Fleischerei Luther gibt es ab sofort also auch in der Markthalle.
Auch ein anderer großer Hersteller aus der Region darf nicht fehlen: die
Milchwerke Oberfranken-West mit ihren zahlreichen Käsespezialitäten aus dem
Coburger Land. Wer sich lieber fischhaltig ernährt, kann sich dagegen auf die
Saiblinge, Forellen oder Lachsforellen der Fischzucht Seidmannsdorf freuen. Als
einzige ihrer Art in Coburg Stadt und Land zieht man dort die Fische noch selbst
groß. Auch die frischen Eier am Stand der Genussregion Coburger Land sind das
Ergebnis kleiner Erfolgsgeschichten: Sie kommen vom Biohof Wölfert aus dem
Meererer Ortsteil Ahlstadt, der auch Eier-Nudeln verkauft, von der ökologischen
Legehennenhaltung der Wefa aus Seßlach, oder vom Hessenhof aus Großwalbur,
der auch Nudeln, Gemüse, Öle und Eierlikör aus eigener Produktion anbietet.
Jetzt fehlen eigentlich nur noch - zum Zubereiten der Speisen - leckere
einheimische Öle, dann ist das Coburger Genusskochbuch mit Produkten aus der
Region fast perfekt, und in der Tat gibt es auch die: Der Maschinenring Coburg-
Kronach-Lichtenfels nämlich hat 2001 die Firma Mara gegründet, um Raps aus der
Region zu verarbeiten und zu vermarkten. So gibt es heute auch in der Markthalle
das appetitliche kaltgepresste Rapsöl von Mara. Und auch vom Emmer oder den
schwarzen Linsen von den „Langen Bergen“ oder dem Mehl aus der Carl Mühle,
den vielen Schnäpsen, Likören und Destillaten aus regionalen Brennereien sowie
den Brotspezialitäten vom Gärtnerhof Callenberg oder der Meisterbäckerei
Motschmann aus Neustadt könnte man ein Geschichte erzählen. Oder live in der
Markthalle am Albertsplatz erzählt bekommen …
Und wer lieber nicht frisch kocht, kein Problem: Aus Sülzfeld nämlich kommen
Fertiggerichte aus nachhaltiger Landwirtschaft. Das Besondere: Es gibt sie im
schicken Weck-Glas. Ihr Name „Sülzfelder Genuss“.
Die Markthalle also erzählt schöne Geschichten. Die auch noch gut schmecken
und nachhaltig sind. Und so schaut auch Regionalmanager Stefan Hinterleitner
positiv in die Zukunft und hat schon neue Ideen: Ab Januar soll es täglich einen
traditionellen fränkischen Mittagstisch geben – frisch zubereitet vom künftigen
Pächter des Sportheims der Coburger Turnerschaft, Gerd Hartmann und seiner
Frau. Und mit gemütlichen Afterwork-Events macht die Markthalle ebenfalls
positiv von sich reden: „Wir hören unseren Kunden gut zu und versuchen
möglichst viele Wünsche zu erfüllen“, dankt Hinterleitner einem „wirklich tollen
Team, das mutig und engagiert diesen neuen Weg erst ermöglicht.“
Genussreich in der Markthalle Coburg
Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr
und Samstags von 8 bis 17 Uhr.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
DER AUTOFAHRER
WIRD ZUM AUTONUTZER
Während es vor nicht allzu langer Zeit noch besonders die PS-Euphorie
war, bei der sich die Autobauer Jahr für Jahr übertrumpften, zählen
heute andere Werte, die mit Autos in Verbindung gebracht werden. Kein
„tiefer, stärker, schneller“ mehr - heute zählen „sparsamer, intuitiver
und ökologischer“. Der Automarkt hat sich in den vergangen Jahren
gewandelt, und das nicht nur allein auf Grund des Abgasskandals.
Der Mensch möchte ein Auto, das ihn vernetzt, ihn versteht und ihm
hilft, und dabei noch sparsam dort hinbringt, wo er denn hin möchte.
Diese Faktoren werden auch in 2018 für einen Großteil die wichtigsten
Kaufargumente sein.
Rückblick 2017
Mit über 150 Neuerscheinungen bot das
Auto-Jahr 2017 so viele Verlockungen
wie schon lange nicht mehr. Das
Modellfeuerwerk der Hersteller
deckte jeden Kundenwunsch ab – vom
Kleinwagen über den riesigen SUV
und die Luxus-Limousine bis zum
Supersportler. Der „Renner“ in 2017
waren aber wohl die SUVs, von denen
mittlerweile fast jeder Autobauer
zumindest ein Modell im Showroom
stehen hat.
Ausblick auf 2018
2018 rollen wieder jede Menge
Highlights zu den Autohändlern.
Der Trend für das kommende Jahr
und wohl auch die Jahre danach
heißt: Digitalisierung der Autos.
Mit Hilfe intelligenter Systeme
soll das Fahrzeug immer mehr
selbständige Entscheidungen treffen
können. Zusätzlich soll es Smart
Mobility Services Verfügung stellen.
Diese bieten die Möglichkeit,
ein Hotelzimmer oder Flüge per
Touchscreen zu buchen, künstliche
Intelligenz übernimmt das
Kommando, und das Auto fungiert
„nur“ noch als Hardware für digitale
Dienste.
Dass dies ein Trend ist, der zuerst
in die Luxusklassen der Premium-
Hersteller einzieht, scheint klar. Aber
auch klar ist, dass früher oder später
wohl jedes Auto über ein gewisses
Maß an Intelligenz verfügen wird.
DER NEUE CITROËN C3
SO EINMALIG WIE DU
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82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Advertorial
DER NEUE VW T-ROC
ÜBERZEUGT. VON ANFANG AN.
Fotos: Sebastian Buff
Manchmal offenbart sich ein starker Charakter sofort. Beim neuen T-Roc reicht dafür
ein Blick. Jetzt beim Autohaus Ernst in der Neustadter Straße in Coburg
DAS DESIGN
Der neue T-Roc erregt Aufsehen. Ein herausstechendes
Gestaltungselement ist die auffällige
C-Säule: Eine Glanzleiste in Chrom betont die
coupehafte, lang gezogene Dachlinie des Fahrzeugs.
Die Front mit Nebelscheinwerfern und dem
auffälligen LED-Tagfahrlicht in Ring-Optik strotzt
vor Selbstbewusstsein. Beim neuen T-Roc Style
kann jeder darüber hinaus selbst dafür sorgen, dass
noch ein paar Blicke hinzukommen, je nachdem für
welche Farbe man sich beim Dach, bei A-Säule und
Außenspiegelkappen entscheidet.
DER INNENRAUM
Hinter dem Steuer des neuen T-Roc Sport wird
schnell klar: Für seinen starken Auftritt gibt es gute
Gründe. Mit Ambientebeleuchtung, roten Ziernähten
und edlen Chromapplikationen zeigt er sich von
seiner sportlich-eleganten Seite. Zudem überzeugt
er mit einem großzügigen Raumangebot sowie
zahlreichen optionalen Connectivity-Funktionen
und Assistenzsystemen. Hier kann man seinem Drang
nach Mitbestimmung freien Lauf lassen und dafür
sorgen, dass der neue T-Roc Style nur einem folgt:
dem persönlichen Geschmack.
Telefonschnittstelle „Comfort“ ermöglicht das
ganz bequeme Handyladen unterwegs. Und das
kraftvolle Soundsystem „beats“ begeistert selbst
anspruchsvollste Ohren.
FAHRERASSISTENZSYSTEME
Selbstbewusstes Auftreten wird einfacher, wenn man
um seine Stärken weiß. Der neue T-Roc bringt dank
seiner innovativen Assistenten einige davon mit.
Optionale Assistenten wie zum Beispiel 4MOTION
Active Control, der Stauassistent, der proaktive
Insassenschutz oder das Umfeldbeobachtungssystem
machen jede Fahrt angenehmer. Und den souveränen
Auftritt perfekt.
MOTOR & PREIS
Der T-Roc kommt als Benziner oder Diesel. Beim
Benziner kommen ein 6-Gang 115 PS TSI Motor
und ein DSG 7-Gang 190 PS Motor mit 4Motion zum
Einsatz. Der Diesel leistet 150 PS und kommt auch
mit 4Motion und dem 7-Gang DSG Getriebe. Der
T-Roc ist in der Grundversion schon für 20.390 EUR
zu haben
MULTIMEDIA
Multimedia, das begeistert. Mit dem optionalen
Active Info Display und Navigationssystem
„Discover Media“ kommen man nicht nur gut,
sondern auch gut unterhalten ans Ziel. Die innovative
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
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Wir bewegen uns zu wenig. Der Durchschnittsdeutsche sitzt 7,5 Stunden pro Tag, Büroarbeiter sogar
11 Stunden. Dabei ist Bewegung extrem wichtig - auch um Husten, Schnupfen und Co. vorzubeugen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt mindestens 30 Minuten Aktivität täglich, um den
Körper, die Atemwege und die Abwehrkräfte fit zu halten. Geeignet sind zügiges Gehen, Walken oder
Radfahren, außerdem Yoga, Tanzen, alle Arten von Fitnesstraining und Tätigkeiten wie Gartenarbeit.
Durch die gleichmäßige Belastung werden der Kreislauf und die Durchblutung angeregt. Der Körper
schüttet Glückshormone aus; Stress wird abgebaut, die Stimmung steigt. Mäßiges Training aktiviert
zudem Makrophagen und natürliche Killerzellen, das Immunsystem wird effektiv unterstützt. Und
nicht zuletzt ist körperliche Aktivität gut für die Atemwege. PD Dr. med. Kai-Michael Beeh, ärztlicher
Leiter des insaf Instituts für Atemwegsforschung in Wiesbaden, sagt dazu: „Auch unsere Lunge
braucht Training.“ Es sorge für eine Belüftung der Bereiche der Lunge, die bei flacher Atmung kaum
genutzt werden. „Durch Inaktivität drohen langfristig Funktionsstörungen der Lunge. Es kann zu einer
Überempfindlichkeit der Bronchien kommen und Reinigungsmechanismen werden gestört“, erklärt
der Experte. Auf Dauer würden so Infektionen und Erkältungen begünstigt.
2 ERNÄHRUNG
Endlich mal ein Winter ohne Taschentuch-Abo und Stunden im vollen Wartezimmer? Das könnte
klappen, denn unser Immunsystem lässt sich auf viele Arten fit machen für die kalte Jahreszeit.
Die Ernährung spielt dabei die Hauptrolle. So kann ein cleverer Speiseplan für den Winter ergänzt
werden: Äpfel, Birnen, Trauben, Nüsse in den Mixer, mit Orangensaft püriert - ein vitaminreicher
Smoothie, nicht nur zum Start in den Tag. Ein Spritzer Sonnenblumenöl sorgt dafür, dass auch die
fettlöslichen Vitamine A und E vom Körper gut aufgenommen werden. Und die Devise muss im
Winter auch heißen: „Wasser, marsch“. So richtig durstig ist man bei kühlen Temperaturen zwar selten.
Trotzdem sollte jetzt eine Flasche Wasser am Tag mehr geleert werden. Denn trockene Heizungsluft
macht die Schleimhäute im Nasenrachenraum durchlässiger für Viren und Bakterien. Saftschorlen
und Kräutertee sind ebenfalls gute Flüssigkeitsquellen. Extratipp: Nasensprays auf Meerwasserbasis
halten die Schleimhäute zusätzlich feucht. Und natürlich gilt auch „basisch essen“: Ein übersäuertes
Gewebe, das vor allem durch tierische Lebensmittel, Zucker oder Weißmehl entsteht, kann die
Nährstoffversorgung der einzelnen Zellen blockieren. Eine überwiegend pflanzliche, also basische
Kost kann hier gegensteuern und die Abwehrkräfte stärken.
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
WINTER? NA UND!
3 MAGNESIUM
Wer sich regelmäßig und sportlich bewegt, muss damit rechnen, dass akute Überlastungen der
Muskulatur zu Beschwerden wie Muskelkater oder Krämpfen führen können. Die häufigste Ursache für
Muskelkrämpfe im Sport sei ein Magnesiumdefizit, das durch den erhöhten Bedarf des Mineralstoffs
entsteht, erklärt die ehemalige Duathlon-Nationaltrainerin Mollnhauer. Neben vermehrtem Schwitzen
tragen ein beschleunigter Stoffwechsel, eine gesteigerte Ausscheidung über die Nieren sowie eine
erhöhte Muskelaktivität zu Magnesiumverlusten beim Sport bei. Dann wäre es mit dem so gesunden
Sport erst einmal vorbei. Also sollten es vor allem Untrainierte deshalb langsam angehen lassen.
Und während und nach der Belastung sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeits-, Mineral- und
Nährstoffversorgung achten. Magnesiumreiche Lebensmittel wie etwa Vollkornprodukte, Nüsse und
Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt sind daher das mindeste, was man für den eigenen Körper
tun muss. Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie eine Massage oder ein entspannendes, warmes
Bad könnten nach Belastungsende helfen, den Muskelkater zu umgehen.
4 ARGININ
Rund 150.000 Kilometer Blutgefäße versorgen den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Mehr
als 1.400-mal am Tag zirkuliert das Blut durch den Organismus. Damit spielt das Gefäßsystem eine
zentrale Rolle für unsere Gesundheit - was sich im Negativen auch daran zeigt, dass Herz-Kreislauf-
Erkrankungen in Deutschland nach wie vor die Todesursache Nummer eins sind. Umso wichtiger ist
es, für eine gute Durchblutung zu sorgen und Gefäßrisiken zu vermeiden. Hierbei spielen bestimmte
Nährstoffe, wie etwa der gefäßerweiternde Eiweißbaustein Arginin und die Vitamine der B-Gruppe
eine wichtige Rolle. Wie diese Rolle aussieht und welche Funktionen die Nährstoffe genau erfüllen,
wurde kürzlich in einer im „European Journal of Nutrition“ veröffentlichten klinischen Studie
untersucht. Darin betrachteten die Forscher den Einfluss von Arginin und B-Vitaminen auf wichtige
Risikofaktoren für das Herz-Kreislauf-System genauer. Die Studienergebnisse bestätigen, dass eine
gezielte Nahrungsoptimierung mit Arginin und B-Vitaminen Herz und Kreislauf schützen kann, indem
sie Durchblutungsstörungen sowie frühe Stadien von Arteriosklerose und Bluthochdruck messbar
reduziert.
Quelle: djd
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89
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HÅKAN NESSER – „DER FALL KALLMANN“
Buchempfehlung
Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:
„Der Fall Kallmann“ von Håkan Nesser ist genau der richtige Roman für lange Sofastunden. Dabei ist er
weniger Kriminalroman als vielmehr literarisches Sittengemälde einer schwedischen Kleinstadt.
Bei einem tragischen Bootsunfall stirbt die Frau von Leon Berger, einem Lehrer aus Stockholm. Seine
Tochter wird seither vermisst. Dieses Unglück veranlasst Berger, Stockholm zu verlassen und eine
freie Stelle in einer fernen Kleinstadt anzunehmen, wo er die Nachfolge des kürzlich verstorbenen
Schwedischlehrers Eugen Kallmann antritt.
Kallmann war – obschon ein Einzelgänger und gelegentlich etwas sonderbar – bei seinen Schülern sehr
beliebt und im Kollegium hoch angesehen. Doch niemand stand ihm wirklich nahe. Die Polizei ermittelt
einen Unfall als Todesursache, doch die Umstände seines Todes muten vielen in der Gemeinde suspekt
an.
Beim Ausräumen von Kallmanns Schreibtisch im Lehrerzimmer stößt Leon Berger auf dessen Tagebücher.
Deren Inhalt ist verwirrend, Wahrheit und Fiktion scheinen vermischt zu sein. War Kallmann möglicherweise
einem Mordfall auf der Spur? Gemeinsam mit seiner Kollegin Ludmilla und dem Mathematiklehrer Igor,
beginnt Berger nachzuforschen.
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Gebundenes Buch mit
Schutzumschlag, 576 Seiten:
ISBN: 978-3-442-75728-2
20,00 Euro
eBook:
ISBN: 978-3-641-20817-2
15,99 Euro
Hörbuch:
ISBN: 978-3-844-52831-2
19,99 Euro
Zu dritt rätseln sie über den irritierenden Inhalt der Tagebücher: Hat Kallmann tatsächlich als Elfjähriger
seine Mutter ermordet, weil sie seinen Vater betrogen hatte? Konnte er wirklich in den Augen anderer
Menschen erkennen, ob diese schon einmal gemordet haben?
Und welche Rolle spielt die Familie der fünfzehnjährigen Schülerin Andrea, die irgendwie der Angelpunkt
der ganzen Angelegenheit zu sein scheint? Hängen die antisemitischen und rassistischen Vorfälle in der
Schule irgendwie mit Kallmanns Nachforschungen und seinem Tod zusammen?
Aus verschiedenen Erzählperspektiven setzt Håkan Nesser die verschiedenen Puzzleteile zu
einem ergreifenden Finale zusammen. „Der Fall Kallmann“ ist ein vielschichtiger und tief gehender
Gesellschaftsroman, der ein überraschendes Bild eines liberalen Landes im Umbruch zeichnet. Ein
großartiger Lesegenuss!
Wie lebt es sich im
Schatten eines Mordes?
Wer war Eugen Kallmann? Warum
musste der beliebte Gesamtschullehrer
in der beschaulichen
schwedischen Kleinstadt sterben?
Håkan Nesser
Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten
Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er
zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen
übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan
Nesser lebt abwechselnd in Stockholm und auf Gotland.
Wirklich nur ein Unglücksfall,
wie die Polizei behauptet? Sein
Nachfolger im Schwedischunterricht,
Leon Berger, hegt Zweifel, dass
sein Vorgänger tatsächlich eines
natürlichen Todes gestorben ist.
Denn dieser behauptete, er würde die
Gabe besitzen, in den Augen anderer
Menschen erkennen zu können, ob
sie gemordet haben. Und er scheint
in den letzten Monaten seines
Lebens einem nie entdeckten und nie
gesühnten Verbrechen auf der Spur
gewesen zu sein.
Leon Berger will den Fall Kallmann
lösen - seine privaten Ermittlungen
setzen etwas in Gang, das schließlich
die ganze Kleinstadt erschüttert.
© Lotte Fernvall
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
VORSCHAU
Foto: www.wikipedia.de
Mike aus dem Bayerwald
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER
DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER
TRAGISCHE OPERETTE
DAS LAND DES LÄCHELNS
Operette von Franz Lehár
A DARUM GEHT ES
Lisa, die verwöhnte Tochter des Grafen Lichtenfels,
verliebt sich bei einem Fest im Hause ihres Vaters
in den chinesischen Prinzen Sou-Chong. Seine
verhaltene Leidenschaft, verbunden mit der
exotischen Aura seines Auftretens, beeindruckt sie
sehr. Prinz Sou-Chong erwidert ihre Gefühle, und
entgegen den Warnungen ihres Vaters folgt sie ihrer
Liebe nach China. In China jedoch wird das verliebte
Paar bald auf den Boden der gesellschaftlichen
Wirklichkeit zurückgeworfen. Die Unvereinbarkeit
ihrer Charaktere wird ihnen mehr und mehr
bewusst. Lisas früherer Verehrer, Graf Gustav von
Pottenstein (genannt Gustl), der ihr nach China
nachgereist ist, spendet ihr Trost. Sou-Chong wird
von seinem sittenstrengen Onkel aufgefordert,
wie ein alter Brauch es verlangt, vier Mandschu-
Mädchen zu heiraten. Als er dieser Tradition folgt,
stürzt er Lisa in tiefe Verzweiflung. Diese plant
daraufhin, getrieben von der Sehnsucht nach ihrem
früheren Leben, gemeinsam mit Gustl die Flucht
aus dem Palast. Sou-Chong durchkreuzt ihren Plan,
doch er erkennt, dass er Lisa nicht halten kann, und
lässt sie mit einem traurigen Lächeln ziehen.
B WO UND WANN SPIELT ES
Die romantische Operette spielt in drei Akten. Der
Text stammt von Ludwig Herzer und Fritz Löhner-
Beda nach einer Vorlage von Victor Léon. Zunächst
hieß das Bühnenstück „Die gelbe Jacke“. Das
Stück spielt in Wien und Peking im Jahre 1912. Die
Uraufführung des Stückes in seiner ersten Fassung
unter dem Titel Die gelbe Jacke fand am 9. Februar
1923 in Wien statt; unter dem Titel Land des Lächelns
wurde es erstmals am 10. Oktober 1929 im Berliner
Metropol-Theater aufgeführt.
C WAS ERWARTET MICH
Im Land des Lächelns gelingt es Franz Lehár,
musikalisch die zwei unterschiedlichen Welten, die
aufeinanderprallen, zu schildern: Die Fülle wienerisch
gefärbter Melodien steht in packendem Kontrast zur
fernöstlichen Seele. Der Komponist verarbeitete
folkloristisches Kolorit mit rhythmischem
Schwung und schuf überzeugende Charaktere. Sein
melodischer Einfallsreichtum verband Gefühl und
Drama, Humor und Sinnlichkeit.
D WANN
Die Vorstellungen im Dezember finden am 5., 7., 14.,
17., 20. und 22. statt. Im neuen Jahr geht es dann am
10., 12. und 21. Januar weiter.
FURIOSER MONOLOG
AM BODEN
Schauspiel von George Brant
A DARUM GEHT ES
Eine Kampfpilotin, wird Mutter. Ihr Traum vom
Fliegen, ihre Sehnsucht nach Entgrenzung durch
Tempo und Maschine, fällt zu Boden. Und siehe da,
das Militär ist fürsorglich. Das Kind war zwar nicht
geplant, eine biologische Befehlsverweigerung,
aber – eine Mutter in eine F-16 setzen und Bomben
werfen lassen, nein. Und so versetzen sie die Pilotin.
An einen sehr unwirklichen Ort, in die Wüste nahe
Las Vegas, dieser künstlichen Glitzermetropole
des Glücksspiels. 8.000 km weg vom Krieg in
Afghanistan sitzt die junge Frau fortan an einem
Computersystem, das eine Drohne steuert. Selbst
ferngesteuert von Leuten im Kopfhörer, die schuldig
sprechen, ehe sie per Joystick tötet. Tagsüber im
Krieg, abends Frau und Mutter. Der böse alte Krieg
mit den Panzern und Granaten, wie sauber erscheint
dagegen dieser virtuelle Krieg, diese elegante
Vervollkommnung der modernen westlichen
Strategien, die gar kein Land mehr erobern, sondern
nur noch überfliegen wollen, Luftangriffe führen,
unberührt vom Staub und Dreck und Blut da
unten. An unsichtbare Drohnen, schnell, präzise,
chirurgisch, wie tödliche Insekten, die aus dem
Nichts zuschlagen, klebt doch kein Blut?
B WO UND WANN SPIELT ES
AM BODEN erlangte nach der Uraufführung 2013
rasch nationalen und internationalen Erfolg und
wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter The
Smith Prize und der Scotsman Fringe First Award.
Am Düsseldorfer Schauspielhaus wurde es im Mai
2015 zum ersten Mal in deutscher Sprache aufgeführt.
C WAS ERWARTET MICH
AM BODEN erzählt die Geschichte einer F-16-
Kampfpilotin, deren ungewollte Schwangerschaft
ihre Karriere in der Luft beendet. Sie kämpft sich
durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom
Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist
abends Frau und Mutter. Ein furioser, hochaktueller
Monolog über die bizarren Auswüchse virtueller
Kampftechniken.
D WANN
AM BODEN wird im Dezember am 7. und 9.
Dezember in der Reithalle aufgeführt. Im Januar
spielt das Schauspiel am 6. und 7. Januar. Weiter geht
es dann in Februar.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 91
92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
GALERIE – SEBASTIAN KOLM
G A L E R I E
B I L D E R V O N S E B A S T I A N K O L M
Eine kurze, begrenzte Zeit an jedem Morgen, häufig
als Morgendämmerung bezeichnet, birgt jeden Tag
nahezu magische Momente. Sebastian Kolm hat
sie eingefangen. Der heutige Architekturfotograf
studierte Innenarchitektur an der Hochschule Coburg.
Bereits im Studium beschäftigte er sich nicht nur
planerisch mit Raumstimmungen, Atmosphären und
Raumqualitäten, sondern war schon immer daran
interessiert, diese auch zu versieren und fotografisch
festzuhalten. Nach Anstellungen bei Architektenbüros
in München und Grub am Forst widmet er sich seit
2016 hauptberuflich der Architekturfotografie in
Auftragsarbeiten als auch in freien Arbeiten.
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 93
GALERIE – SEBASTIAN KOLM
94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
COBURG SCHLÄFT
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 95
GALERIE – SEBASTIAN KOLM
96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
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AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97
SCHATZSUCHE 2017
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON
BILDERRÄTSEL & SIEBEN ZAHLEN
Sie war schwer dieses Mal, unsere Schatzsuche im Oktober,
sehr schwer. Und trotzdem haben ein paar wenige den richtigen
Schlüssel zum Schatz zugemailt. Also hat das Los entschieden:
Die Gutscheine vom Romantik Hotel Goldene Traube, vom
Frischecenter Wagner, von INTERSPORT WOHLLEBEN, von
der ThermeNatur Bad Rodach und der Agentur Streckenbach
GbR sowie 400 Euro in bar gingen dieses Mal an Paul Schmidtfall.
Die richtige Antwort und damit der richtige Schlüssel zum Schatz lautete diesmal
sinngemäß: „An diesem Datum wurde Coburg erstmal urkundlich als Stadt
bezeichnet.“ Und das war der Weg zum Schatz:
ZUNÄCHST HABEN WIR EUCH SIEBEN
BILDERRÄTSEL AUFGEGEBEN
Welcher österreichische Weltcuport wird in einem Gebäude eines Coburgers
verwaltet? Antwort: Schladming. (Das Schladminger Rathaus wurde 1884 von
August Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha als Jagdschloss erbaut)
Lichterloh verschwand sein Vorbild vor gut 400 Jahren? Antwort: Globe
Theater. (Das Globe Theater wurde – und wir von manchen immer noch - als
mögliche Ausweichspielstätte für das Landestheater Coburg diskutiert. Das
Vorbild ist das Globe Theatre, das vor allem durch Aufführungen von William
Shakespeares berühmt wurde. Es brannte 1613 ab.)
Wo klebt man gerne sich? Antwort: Ketschendorf. (Der Fussballverein SV
Ketschendorf ist der erste Verein in der Region, der ein eigenes Sammelalbum
ähnlich der berühmten Panini-Alben sein eigen nennt, in das Bilder der Mitglieder
eingeklebt werden können.)
Wer bewegt sich sozusagen in der Umlaufbahn des Erfinders der musikalischen
Katzentoilette? Antwort: Hanft. (Torsten Hanft von Radio EINS ist befreundet
mit Katzenklo-Komponist Helge Schneider. Er gehört wie es in einem
Stadtgespräch im COBURGER 23 vom Oktober hieß, „zum Helge-Kosmos“.)
98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
In welchem Gebäude konnte man sich in diesem Jahr auf die Spuren dieses
verstorbenen Wahlcoburgers begeben? Antwort: Kunstverein. (Im Coburger
Kunstverein fand 2017 eine Ausstellung zum Leben und Werk von Friedrich
Rückert statt, des berühmten Orientalisten, der in Schweinfurt geboren wurde
und in Coburg lebte, unter anderem auch gerne in einem Häuschen oberhalb des
Goldbergsees.)
Welcher Coburger „Sprecher“ fährt gerne Ski? Antwort: Heitmann. (Klaus-
Jürgen Heitmann ist Vorstandssprecher bei der HUK-Coburg, des Hauptsponsors
der HSC 2000 Coburg. Ursprünglich kommt er aus der KFZ-Versicherung. Dass er
gerne Ski fährt, erzählte er in einem Interview bei iTVCoburg.)
Wer hat sich das denn ausgedacht? Antwort: Schuster. (Der königlich
belgische Architekt Adolf Schuster entwickelte das Haus Ernststraße 2 als
Spekulationsobjekt. Später war hier die amerikanische Botschaft untergebracht.)
JETZT HATTET IHR SIEBEN LÖSUNGSWORTE.
Dann haben wir noch eine Hilfe gegeben: Die erste Lösung hat 10 Buchstaben, die
zweite zwei Worte, die dritte 12 Buchstaben, die vierte 5, die fünfte 11, die sechste
8 und die siebte 8.
Zu jeder dieser Lösungen gab es in chronologischer Reihenfolge
jetzt noch je eine Frage in unserem Kreuzworträtsel:
1
Welcher Coburger fuhr hier 2017 auf Platz 25? Antwort:
Stoschek. (Bei der Rallye Planai Classic, die in Schladming
endet, fuhr Michael Stoschek mit seinem Porsche auf Platz 25)
5
6
7
Wer verbaut denn den Blick darauf? Nimm das erste Wort
vom Namen… Antwort: Projekt. (Die Bauträgergesellschaft
Projekt Bauart Invest realisiert zurzeit einen Neubau an der
Leopoldstraße. Daher sieht man den Kunstverein von der
Leopoldstraße aus fast nicht mehr.)
Wie heißt nochmal das Adjektiv im bekannten Slogan des
Unternehmens? Antwort: Günstig. (Der bekannte Slogan
der HUK-Coburg ist „Aus Tradition günstig“. Günstig ist das
Adjektiv.)
Dieser Architekt versuchte sich auch als ..., wie aus seinem
Nachlass hervorgeht. Als was versuchte er sich? Antwort:
Maler. (Adolf Schuster konnte nicht nur zeichnen, sondern
versuchte sich auch als Maler, wie aus seinem Nachlass
hervorgeht.)
Jetzt hattet Ihr sieben Buchstaben ohne Sinn. Jeder
Buchstabe stand für eine Zahl, G stand für die 1 …
Mehr haben wir nicht verraten. Klar, dass „H“ stand
dann für 2, das „J“ für 4, das „K“ für 5 und das „M“
für 7. Am Ende hattet Ihr 7 Zahlen. Diese Zahlen
ergaben in der richtigen Reihenfolge ein Datum: Den
24.5.1217. Wir wollten wissen, welche wichtige Rolle
dieses Datum für Coburg spielte. Die Antwort war
der Schlüssel zum Schatz: Coburgs erste urkundliche
Erwähnung als Stadt (nicht zu verwechseln mit der
ersten Erwähnung 1056).
2
Wo wurde diese Idee in diesem Jahr geehrt? Antwort:
Hannover. (Der Entwurf des Globe Theaters Coburg wurde
mit dem Deutschen Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet, der in
Hannover verliehen wurde.)
Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht.
Danke für das Mitspielen.
3
4
Was kann man mit dem entscheidenden Teil der ersten Silbe
tun, was man dort sicherlich nicht tun kann, weshalb die
Herkunft unklar ist? Antwort: Segeln. (Eine „Ketsch“, Teil der
ersten Silbe, ist ein Segelboot, mit dem man „segeln“ kann.)
Wie hieße der Name ohne t und wäre dann berauschend?
Antwort: Hanf. (Das Wort Hanf bekommt man, wenn man das
t von Hanft weglässt.)
DIE NÄCHSTE SCHATZSUCHE
Schon jetzt rot markieren:
vom 9. bis zum 17. Dezember
Urlaubsregion Coburg.Rennsteig
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 99
IN EIGENER SACHE
IN EIGENER SACHE
COMEDY GALA
PRÄSENTIERT VON COBURGER
Sie gehört mittlerweile fest dazu in Coburg – die
Comedy Gala zugunsten der Projekte des Service-
Clubs Round Table 151 Coburg, der mit seiner
ehrenamt lichen und unbürokratischen Arbeit
besonders bedürftigen Kindern und ihren Familien
hilft. Und der COBURGER hat die besondere Ehre,
die nächste Comedy-Gala am 5. Januar 2018 im
Kongresshaus Rosengarten präsentieren zu dürfen.
Alle Besucher erwartet ein äußerst unterhaltsamer
Comedy-Abend mit preisgekrönten Kabarettisten
und Stand-up-Comedians aus der ganzen Republik,
darunter dem bekannten TV-Komiker Hans-Hermann
Thielke, dem vielfach ausgezeichneten Kabarettisten
Frank Fischer, dem Frankfurter Rapper und Comicer
Costas Meronianakis und natürlich den Coburger
Lokalmathadoren des gepflegten Humors, Marcelini
& Oskar. Der große Saal wird sicherlich wieder bis
auf den letzten Platz gefüllt sein, darunter
auch zahlreiche PREMIUM-PARTNER des
COBURGER, die wir als Dankeschön für dieses Jahr
Zusammenarbeit eingeladen haben. Wer auch noch
dabei sein möchte: Unter www.coburger-comedygala.de
gibt es Informationen und Resttickets. Oder
auch beim Medienpartner Coburger Tageblatt.
6.COBURGER
Präsentiert von
EINE BENEFIZVERANSTALTUNG
VON ROUND TABLE 151 COBURG
MODERATION
MARCELINI & OSKAR
COSTA
MERONIANAKIS
multikultureller Humor
aus Frankfurt
BENEFIZ-VERANSTALTUNG
LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!
ROUND TABLE 151 COBURG
DAPHNE
DELUXE
die Entertainerin
mit Leib und Seele
FREITAG
EINLASS AB 19.00 UHR
BEGINN UM 20.00 UHR
KARTEN IM VORVERKAUF AB 19,– EUR
ERHÄLTLICH BEIM COBURGER TAGEBLATT
KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!
FRANK
FISCHER
ausgezeichnet mit
20 Kabarettpreisen
HANS-HERMANN
THIELKE
spießiger Humor
aus Norddeutschland
05.01.2018
KONGRESSHAUS
ROSENGARTEN
EINE BENEFIZ-VERANSTALTUNG ZUGUNSTEN DES
VEREIN DER FREUNDE VON ROUND TABLE COBURG E.V.
Medienpartner
WWW.COBURGER-COMEDY-GALA.DE inFranken.de
inFranken.de
100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
IN EIGENER SACHE
COBURGER-ABO ALS GESCHENK
UND GLEICHZEITIG GUTSCHEIN SICHERN
Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg,
viele Coburger, die das Jahr über nicht in ihrer
Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland,
Europa oder auf einem anderen Kontinent leben
und arbeiten. Ab sofort aber kommt Coburg auch
zu Ihnen, das ganze Jahr lang, sechsmal, durch den
neuen Aboservice für „Exil-Coburger“.
Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und
andere Coburger: Macht Euren Kindern, Enkeln,
Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine
besondere Freude – verschenkt zu Weihnachten ein
Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro
für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt:
Schenken nämlich macht zum einen glücklich,
außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg
kommt ab sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen
Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder anderen
nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen
Gutschein von der „Heimatliebe“ im Wert von 10
Euro. Also am besten gleich reinklicken auf www.
coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den
Gutschein und macht anderen eine Freude. So kommt
Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht
mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene
Geschenkidee.
NEUE BEIM COBURGER
WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM
Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende, das erste
Jahr des COBURGER unter der Flagge der
Marketingagentur markatus. Dieser Schritt hat den
COBURGER nach vorne gebracht.
Doch nicht nur das Magazin hat sich in dieser Zeit
verändert, sondern auch der der Internetauftritt unter
www.coburger-magazin.de. Die Webseite besticht
durch Ihr schlichtes Design, eine übersichtliche
Strukturierung der Inhalte und die barrierefreie
Nutzung.
Und damit das auch so bleibt, kümmert sich Lisa
Obermüller mit großer Sorgfalt um die Einpflege
der aktuellen Artikel, sobald eine neue Ausgabe
des Coburgers erschienen ist. Unterstützt wird
sie hierbei mit Rat und Tat von Theresa Heeb, die
außerdem dafür sorgt, dass die Online-Beiträge
„Die Schatzsuche – Das Rätsel für die Region“
termingerecht veröffentlich werden. Somit bilden die
beiden ein Mini-Online-Team für den Coburger und
freuen sich, auf diese Weise am Erfolg des Magazins
mitarbeiten zu können.
Für 2 Personen
ab
99,- €
Das COBURGER Online-Team: Lisa Obermüller und Theresa Heeb
Zu Gast
in der
Hotelentdecker-
Wochenende
Coburg.Rennsteig
13. – 14.01.2018
Heimat
Entdecken Sie Ihre Heimat aus einer neuen
Perspektive bei einer Übernachtung mit Frühstück
und Drei-Gänge-Menü in einem der teilnehmenden
Hotels sowie einer Entdeckertour mit Blick hinter
die Kulissen der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig!
Mehr Information unter
www.zu-gast-in-der-heimat.de
Die Region
Coburg.Rennsteig
neu erleben
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 101
IMPRESSUM
IN EIGENER SACHE
PREMIUM PARTNER
BESONDERE KUNDEN DES COBURGER
Im Jahr 2017 waren viele Unternehmen und Organisationen PREMIUM-
PARTNER des COBURGER. Dafür jetzt noch einmal im Namen des ganzen
Teams ein dickes DANKESCHÖN an:
Agentur Streckenbach
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Autohaus Gelder & Sorg
Autohaus Willy Ernst
Baugesellschaft Otto Hauch
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Buchhandlung Riemann
Citroen Grosch
Coburg Stadt und Land aktiv
Engel & Völkers
IHK zu Coburg
iTVCoburg
Kongresshaus Rosengarten
Landestheater Coburg
Lasco Umformtechnik
Optik Müller
Romantik Hotel Goldene Traube
Sparkasse Coburg – Lichtenfels
Tourismus & Stadtmarketing/
Citymanagement Coburg
SÜC
süc//dacor
Thomas Bittorf tb.legal
Veranstaltungsservice Bamberg
Vitadrom
VR-Bank Coburg
Die zahlreichen PREMIUM-PARTNERSCHAFTEN haben uns Planungssicherheit
gegeben und uns persönlich und inhaltlich viel Freude bereitet.
Herzlichen Dank dafür. Natürlich auch an die vielen anderen Geschäftskunden,
die den COBURGER für ihre Werbebotschaften, Informationen und Geschichten
genutzt haben. Sie alle machen es möglich, dass der COBURGER in Coburg Stadt
und Land kostenfrei verteilt werden kann.
Und so freuen wir uns auf 2018 und wieder auf viele PREMIUM-
PARTNERSCHAFTEN. Diese beinhaltet viele Vorteile. So sind beispielsweise
in unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials inklusive. Und neu in
2018: Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der COBURGER einen
2-4-minütigen Filmbeitrag im Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer
Länge auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf unserer Webseite
coburger-magazin.de zu hören sein wird.
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 24 / Dezember 2017
Vierter Jahrgang
Auflage 3500 Stück
www.coburger-magazin.de
Verlag:
markatus | markantes marketing
Mohrenstr. 31
96450 Coburg
Telefon 0 95 61 / 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Autoren dieser Ausgabe:
Heidi Schulz-Scheidt
Benedikt Dellert
Wolfram Porr
Peter Smaldenbrandt
Fotografen dieser Ausgabe:
Sebastian Buff
Yves Alloinde
Layout/ Illustrationen:
Axel Straubinger
Titel-Illustration:
„Coburger Weihnachtsdorf“
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
markatus | markantes marketing
Anzeigenvertrieb:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017
Druck:
DCT GmbH
www.dct.de
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.coburger-magazin.de
Preis inkl. Verpackung und Versand
innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
Mehr Informationen dazu unter www.coburger-magazin.de/premium-partner.
Für Ihre Fragen, Ihre PREMIUM-PARTNERSCHAFT oder Kampagnenideen
stehen wir Ihnen gerne jederzeit unter 0171/6905284 zur Verfügung. Wir freuen
uns auf das Gespräch mit Ihnen.
102 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
2.000
neue Kunden im Jahr 2017 –
so sieht Vertrauen aus!
Danke dafür!
Ihre süc//dacor GmbH – Schnelles Internet für die Region.
Werden auch Sie unser Kunde - für unsere Produkte
Verfügbarkeitsabfrage für ihre Adresse: www.dacor.de
Schillerplatz 1
96450 Coburg
Telefon: (09561) 97621-0
E-Mail: info@dacor.de
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 103
MONACO FRANKE
Und schon wieder ist ein Jahr um. Leut‘, die Zeit rennt wie a Freibiergesicht,
wenn der Gerch a Rund’n schmeißt! Kaum hat der Monaco seinen Lindt-Hasen
z’sammg’fressn, gibt’s auch schon wieder die Nikoläuse! Und die quälende Frage
steht im Raum: Was schenk‘ ich dieses Jahr?
Bevor es ans Schenken geht, muss freilich erstmal geschaut werden, was der
Geldbeutel eigentlich so hergibt. Das ist ja heutzutage gar nicht mehr so einfach
in der Adventszeit! Früher gab’s in vielen Firmen noch ein „Weihnachtsgeld“ –
die Älteren werden sich erinnern. Dieses ist inzwischen aber praktisch nur noch
Beamten und einer privilegierten Minderheit vorbehalten. Bei den meisten
„normalen“ Arbeitnehmern wird das sogenannte 13. Monatsgehalt schon
lange nicht mehr ausbezahlt. Da ist dann im Dezember schon mal Ebbe im
Portemonnaie, zumal ja der Januar vor der Tür steht, in dem alle Jahresbeiträge,
Versicherungen etc. weggehen. Die von der ganz schnellen Sorte, die im Herbst
vielleicht gar schon den nächsten Sommerurlaub mit „Frühbucherrabatt“ bezahlt
haben, werden jetzt ganz schön fluchen. So viel ist klar.
Wer clever ist, kann ja die Flugtickets oder den Hotelprospekt unter den
Christbaum legen. Aber simma ehrlich: Des wär bleed! Also doch – Obacht:
Klischee! - a scheens Kettla oder Ringla und an warmen Schal für die Fraa, die
neue Playstation und das aktuelle Glubb-Heimtrikot für den Sohnemann und
weiße Schlittschuhe und die Barbie für die Tochter! Damit das mit den Ausgaben
so halbwegs im Rahmen bleibt, baut der selbstlose Familienvater vor, indem er
ankündigt, selbst keine Geschenke zu erwarten: „A boar Plätzla und a Halbe
Bier zur Bescherung, hinterher Wörschdla mit Kartoffelsalod und a weng a
Besinnlichkeit – mehr brauchd’s doch an Heiligabend ned. Und wenn die Kinner
was Selbstgebastelt’s ham und drei Weihnachtslieder vorspielen, is doch alles
prima! Wos will ma nuch mehr?!“
DER MONACO FRANKE
ned auszudenken, wenn … ach, der Monaco will lieber ned drüber nochdenk‘n!
Und was wünscht man den Münchnern? Viel Gelassenheit beim Gedanken an den
künftigen fränkischen Ministerpräsidenten zum Beispiel (die brauchen’s wirklich,
vielleicht sogar Tapferkeit!) und damit verbunden viel Kraft, diesen Machtverlust
irgendwie zu verarbeiten und zu kompensieren. Als unmittelbar Betroffener des
Münchner „Kotzhäufchen-Slaloms“ Ende September/Anfang Oktober mag man
vielen Bewohnern der Landeshauptstadt zudem zwei schöne freie Wochen zur
Wiesnzeit wünschen – am liebsten natürlich da, wo die Wörschd und das Bier eh
viel besser schmecken …!
Aber wieder zurück zu den noch fehlenden Geschenken. Den Großteil der
buckligen Verwandtschaft kann man ja zum Glück mit Weihnachtskarten
abspeisen. Übrigens ganz gerne mit einem Foto, auf dem sich die ganze Familie
inklusive Hund eine Nikolausmütze aufgesetzt hat! Subber Idee! Na ja, und für die
Schwiegereltern, die Schwägerin und die Patenkinder fällt uns schon auch noch
was ein. „Soch amoll, der sauren Wein, den wir vom Gerch g’schenkt kriechd ham,
kennt’n ma den ned Deiner Mutter eipacken?“
Schätzla, schau wie iech schau!
Für den COBURGER von Wolfram Porr
Ach ja, Kinner - Weihnachten. Gschmeidiger wär’s aber halt schon, man hätt a
weng a Geld! Aber is‘ halt ned. Der Lottogewinn will sich einfach nicht einstellen.
Bis sich da eine Lösung findet, kann man ja aber schon mal überlegen, was man
so wünscht! Wünsche, das ist der Vorteil, kosten erstmal gar nichts und können
ganz schön was her machen! Was zu Weihnachten und zum Jahreswechsel immer
geht: „Xundheit“! Gerne mit dem Zusatz: „Des is eh des Wichtigste.“ Wer wollte
das schon ernsthaft bestreiten? Ansonsten freuen sich Menschen immer darüber,
wenn man ihnen Glück und Erfolg wünscht. Auch „mehr Zeit für die Familie,
Freunde oder das Hobby“ liegt als guter Wunsch total im Trend. Zeit schenken ist
zwar schwierig, Zeit wünschen aber ein Leichtes!
Der Monaco hat sich auch schon ein paar Sonderwünsche für dieses Jahr ausgedacht.
Allen Oberfranken wünscht er a guude Portion Geduld und Nachsehen mit den
Münchnern und Oberbayern, wenn die mal wieder ihr selbstherrliches „mia san
mia“ zur Schau tragen und den großen Maxe spielen. Sie können halt nicht anders.
Speziell den Menschen in der Nähe von Aufseß in der Fränkischen Schweiz (und
allen Freunden des hiesigen Gerstensaftes) wünscht er freilich auch noch, dass sie
dort das Problem mit dem Wasser endlich in den Griff kriegen. Gleich zweimal
mussten die Bewohner dort in letzter Zeit wegen Keimen ihr Trinkwasser tagelang
abkochen. Und das Schlimmste: Die örtlichen Brauereien mussten ihren Betrieb
vorübergehend einstellen. Gott sei Dank waren genügend Reserven im Tank. Goar
104 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Farbkasten
Also. Was bleibt denn nun? Von diesem Jahr? Ein Ticket nach Jamaika, nicht eingelöst? Weil die
schwarz-gelb-grüne Reisegesellschaft eigentlich nicht wirklich denselben Urlaub machen wollte?
Eine gelbe Partei, die jetzt gelindnert wird, das neue Wort für ausgegrenzt, weil sie gesagt hat, was
andere dadurch nicht sagen mussten? Eine verpasste Chance für eine ökologisch-liberale-konservativeultrakonservative
Truppe, die Deutschland erneuern hätte können?
Oder eher der von vorneherein zum Scheitern verurteilte Versuch einer ökologisch-liberalen-konservativen-ultrakonservativen-von-bevorstehenden-Landtagswahlen-bedrängten
Balkongesellschaft, Verantwortung
zu übernehmen, die sie nie vorhatte zu übernehmen, eine bunte Mischung, die mit einer
Erneuerung Deutschlands ohnehin überfordert gewesen wäre, weil sie der berühmten Quadratur des
Kreises gleichgekommen wäre, die bekanntermaßen unmöglich ist?
Eine Wahl, die – welch Überraschung – eine neue Farbe ins den politischen Malkasten gebracht hat,
die zur Mischung für andere – noch – zum Glück - nicht taugt?
Die Erkenntnis, dass man lieber das enggeschnittene unifarbene Parteihemd anzieht als die zu weite
knallbunte Staatshose?
Oder eher, dass den Großteil der Bevölkerung die politische Farbenlehre mittlerweile mehr langweilt
als jeder Malunterricht in der Grund-, Haupt- oder Realschule oder im Gymnasium? Weil sie mehr dem
politischen Kalkül, dem Selbsterhaltungstrieb von Parteien und Politikern dient als dem Kunden, dem
Wählern? Weil sie genau dadurch eher dem „Volk“ die Zeichenschüler in den Unterricht treibt, denen
ein weißes Blatt und ein schwarzer Bleistift ohnehin genügt, um ihre Sicht der Welt zu malen.
Bleibt also einfach, dass ein großer Teil der Bevölkerung, nach eigener Ansicht gebildet, aufgeklärt,
offen, modern, urban, global, weiterhin alles dafür tut, den kleineren Teil der Bevölkerung, nach eigener
Ansicht weniger gebildet, verschlossen, ländlich, abgehängt, im einer gefährlichen Selbstgefälligkeit
und Überheblichkeit noch weiter abhängt, damit aber noch größer macht und damit das Risiko einer
schwarz- oder im schlimmsten Fall braun-weißen Farbenlehre samt gesellschaftlicher Teilung damit
noch weiter heraufbeschwört, anstatt sich einfach mal zuzuhören?
Hoffen wir auf 2018.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 105
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder am 18. Februar 2018
Anzeigenschluss ist
der 04. Februar 2018.
JAHRESWECHSEL-WITZE SIND HIER DAS LETZTE
Meint ein Mann zu einem anderen auf einer
Silvesterparty: „Also ganz im Vertrauen, die Blondine
dort drüben ist meine Frau und die Brünette meine
Geliebte!“ Der andere: „Bei mir verhält es sich genau
umgekehrt!“
„Hey, die Silvesterraketen, die ich bei dir gekauft
habe, funktionieren alle nicht!“ „Komisch, dabei hab'
ich sie alle vorher noch mal getestet.“
Es ist Mitternacht und nur noch wenige sind in
der Bar an der Theke. Da geht die Tür auf und ein
Mann schwankt herein und bestellt ein Glas Sekt.
Nachdem er es erhält ruft er: „Prosit Neujahr !“ Fragt
ihn der Wirt: „Was soll denn das jetzt? – Wir haben
Ostern!“ Der Mann wird bleich, schaut den Wirt mit
verkaterten Augen an und stammelt: „Ostern? Oh
Gott – das gibt Ärger. So lange war ich nie auf Tour!“
Beim Silvesteressen tropft ihm Tomatensoße auf
sein weißes Hemd und er meint: „Oje, jetzt sehe ich
ja aus wie ein Schwein!“ Sie erwidert: „Stimmt und
eingesaut hast du dich auch noch!“
Lieber zwischen Weihnachten und Silvester arbeiten
als zwischen Silvester und Weihnachten.
An alle Ende September Geborenen: Eurer Vater hat
an Silvester nicht nur Raketen abgeschossen.
106 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
Gesponserter Beitrag
Helfen, wo Helfer gebraucht werden
Weihnachten – das Fest der Geschenke. Auch Unternehmen geben in der
Regel viel Geld dafür aus, Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern eine kleine
Anerkennung zu schenken. Zeichen der Wertschätzung, guter Brauch. Dennoch
hat sich GELDER & SORG in diesem Jahr anders entschieden.
Das Unternehmen mit Niederlassungen unter anderem auch in Coburg verzichtet
dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke. Stattdessen möchte man mit der Erfüllung
von Herzenswünschen Kindern und Bedürftigen ein Lächeln ins Gesicht zaubern
und hat dafür einen hohen vierstelligen Betrag zur Verfügung gestellt. Und alle
Partner, Kunden und Lieferanten konnten ein Teil dieses ganz besonderen
Weihnachtsaktion sein: Gelder & Sorg hat alle aufgefordert, soziale Projekte
oder Organisationen zu empfehlen, die Hilfe dringend nötig haben. Und viele
Vorschläge sind eingegangen, viele Herzenswünsche können erfüllt werden, über
die später ausführlich berichtet wird.
Denn ob Kunde, Mitarbeiter, Lieferant, Hersteller oder das gesellschaftliche
Umfeld: GELDER & SORG möchte, dass sich alle aufgehoben fühlen. Dieses
partnerschaftliche Miteinander ist auch die Basis der familiären und sozialen
Unternehmenskultur von GELDER & SORG. Hinzu kommt das Bewusstsein der
eigenen regionalen Verantwortung im Bereich Ausbildung, Kultur und Sport.
In diesem Sinn wünschen alle Mitarbeiter
von GELDER & SORG frohe Weihnachten.
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 107
Frohes
Vest
wünscht iTVCoburg
108 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017