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COBURGER – Das Magazin #23

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Nr. 23 | Oktober 2017

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Bilder des Live-Painting-Event in der alten

Pakethalle am Güterbahnhof finden Sie

hier im COBURGER auf Seite 12.

Holen Sie sich Ihren persönlichen Billy

doch nach Hause – im Goebel-Shop unter

www.goebel-shop.de.

Bewegete Bilder von iTV unter

itv-coburg.de/billy-the-artist-in-coburg

Dort finden Sie auch

viele andere Ideen für

Weihnachten.

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 23 OKTOBER 2017

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

86 BUCHEMPFEHLUNG

87 THEATERVORSCHAU

92 SCHATZSUCHE

94 IN EIGENER SACHE

96 MONACO FRANKE

97 AUF EIN WORT

98 DAS LETZTE

BENEDIKT DELLERT

TONI MILICEVIC

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

BENEDIKT DELLERT

VOLKER LESCH

14

18

24

28

SAG MIR WO DIE BLUMEN SIND …

Trennungskriege

DAS ERSTE MAL …

Coburg aus der Sicht eines Neuankömmlings

PROBLEMKIND ELTERN

Chauffeure wider besseres Wissen

SONDERTHEMA VERANTWORTUNG

Positionen und Geschichten von Menschen und Unternehmen

44 BÜHNENREIF

Laura Mann aus Coburg

48 MACHER

Dieses Mal: Michael „Mick“ Böhm

54 NEU-GIERIG

Oli Schneider von der Agentur Streckenbach

60

64

78

88

SPORT? KAMPF! KUNST!

Karate oder die leere Hand

HIER WOHNTE …

…ein amerikanischer Botschafter

ICH SEH GOLDENE LICHTLEIN BLITZEN

Sonderthema „Vor – Weihnachten“: Märkte und Shoppen

AUS DEM PORTFOLIO

Herbstlandschaften

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Es war ein Schock. Selbst am Morgen danach benebelt wie nach

einem verzechten Abend. Deutschland und auch Coburg hatte es so

gewollt: Die alten Geister nehmen wieder Platz im Reichstag. Doch

einem trüben Herbsttag gleich kämpfte sich gegen Nachmittag

die Sonne wieder durch die Schwaden, machte einen klaren Blick

möglich. Demokratie heißt eben auch, die Meinung anderer

zuzulassen, auch wenn man sie kaum ertragen kann. Ein starkes

Land wie Deutschland muss das aushalten. Es wird daraus lernen. Fast neunzig

Prozent hatten für ein modernes Deutschland gestimmt, das mutig in die Zukunft

blickt. Geführt nicht von naiven Gutmenschen, nicht von Wutbürgern, nicht von

Hetzern, sondern von Realisten, die gestalten, ohne rosarot zu malen. Menschen, die

sich stellen, streiten, entscheiden: Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Verantwortung ist auch der Schwerpunkt in diesem COBURGER. Jeder übernimmt

Verantwortung, mindestens für sein Leben. Viele aber wesentlich mehr: Wir haben

uns mit solchen Menschen unterhalten. Die Familie Diez aus Sonneberg zum

Beispiel, die sich aus dem Nichts zur Wendezeit zu einem angesehenen Mittelständler

emporgearbeitet hat, und zwar grenzenlos, eine deutsch-deutsche Geschichte, die

Mut macht. Oder mit dem Coburger Unternehmer Max Beyersdorf, der sich über seine

Tätigkeit hinaus politisch und sozial engagiert. Und auch mit dem Macher Michael

Böhm, der beweist, dass man auch im öffentlichen Dienst etwas nach vorne treiben

kann.

Wer Verantwortung übernimmt, möchte gestalten, Freude am Tun haben. Das ist die

beste Motivation. Deswegen zeigen wir in diesem COBURGER auch wieder viele

schöne Seiten des Lebens. In Portraits von Laura Mann zum Beispiel, die vor lauter

Lust an Musik und Theater nur so strotzt, eine Bühnenreife im besten Sinn, und von

Oli Schneider, der immer neue Locations sucht für immer neue Veranstaltungen –

ein Neugieriger im besten Sinn. In unserer Galerie mit eindrucksvollen Herbst- und

Winterfotos des früheren Coburgers Volker Lesch, der mittlerweile in Oberbayern

lebt. Und auf vielen Seiten, in denen wir Vorfreude auf Weihnachten wecken, in

unserem Überblick auf die schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Und schon

scheint wieder die Sonne.

So, jetzt sind Sie dran.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


INHALT

28

VERANTWORTUNG

Sonderthema

60

KARATE

Sport? Kampf! Kunst!

24

PROBLEMKIND ELTERN

Chauffeure wider besseres Wissen

14

ROSENKRIEGE HABEN DORNEN

Es beginnt mit der großen Liebe …

Elisabeth Sippel

Seit 6 Jahren trainiere ich jetzt bei

Bodystreet. Und es macht mir immer

noch einen riesigen Spaß. Mir gefällt

hier alles: die nette Atmosphäre,

die kompetenten Trainer, die kurze

Trainingszeit.

Mein Erfolg sind starke Muskeln und

vor allem ein aufrechter Gang. Das trägt

bei uns älteren Menschen viel zu einem

positiven Erscheinungsbild bei.

44

LAURA MANN

Im Portrait

58

CASIOPEIA

Luther aufs Maul geschaut

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Bahnhofstrasse 14

96450 Coburg

Tel.: 09561 / 973 44 66

www.bodystreet.com

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

Der Herbst in Coburg ist kein graues Einerlei, sondern bunt und

vielfältig. Dazu muss man hinein ins Event- und Nachtleben.

Landestheater, Kongresshaus, Arena - Schauspiel, Oper, Ballett,

Kabarett, Sport, Fasching: Der Coburger Eventkalender für Oktober

und November ist ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für

alle Nachteulen und Kulturinteressierten. Was aber ist im Herbst

2017 außergewöhnlich, einmalig, kurzum – einen Besuch ganz

besonders wert? Die Redaktion des COBURGER hat gemäß dieser

Prämisse drei Veranstaltungen ausgewählt. Wie immer rein

subjektiv. Wenn Sie Gefallen an den Veranstaltungen finden,

freuen wir uns über ihre Rückmeldung. Wenn nicht … behalten

Sie es für sich. Wir wünschen viel Spaß.

GRAMMYGLANZ IN COBURG

SINGER-SONGWRITERIN GABY MORENO

Den Veranstaltern bei Leise am Markt gelingt es immer wieder, musikalische

Ausnahmetalente in die Vestestadt zu locken, so auch wieder Mitte Oktober.

Dann nämlich besucht eine ganz besondere Künstlerin die Herrngasse, nicht

nur weil sie aus Guatemala stammt, sondern vor allem wegen ihrer Musik.

Die junge Singer-Songwriterin und Gitarristin Gaby Moreno gilt als eine der

spannendsten musikalischen Entdeckungen der vergangenen Jahre. Ihre Mischung

aus Soul, Folk, Blues, Rock über Bossa Nova bis hin zu lateinamerikanischen

Einflüssen ist außergewöhnlich und macht die Künstlerin mit der samtweichen

Stimme zu etwas ganz Besonderem. Weltweit wird Gaby Moreno als eine

der bedeutendsten Songwriterinnen der letzten Jahre gefeiert. Zahlreiche

Musikpreise unterstreichen ihren Innovationsreichtum. Unter anderem gewann

sie 2013 den Latin Grammy Award als beste Nachwuchskünstlerin. Ihr aktuelles

Album „Illusion“ wurde zudem 2017 für den Grammy nominiert. Sie sang mit

Größen wie Kris Kristofferson, Bono, Bob Geldof, Tracy Chapman und anderen.

In Deutschland war sie kürzlich als „Special Guest“ auf Konstantin Weckers

Jubiläumstour zu bewundern.

Wann Wo Wie:

Dienstag, 17. Oktober 20 Uhr. Leise am Markt Herrngasse.

Tickets für 25 Euro unter 09561/ 90856 oder www.leise-am-markt.de.

Bild: © Gaby Moreno

SCHLAGENDE ARGUMENTE

UNGEWÖHNLICHES TRIO IN DER HUK

„Percussion ist das vielfältigste Instrumentarium der Welt. Nirgends kann

man besser sehen, wie Musik als Klang in die Welt kommt“, sagt Vivi Vassileva.

Die gebürtige Hoferin gilt als die derzeit wohl interessanteste aufstrebende

Percussionistin. In Coburg kann man sich davon persönlich überzeugen - wenn

sie im Trio mit Gitarre und Klavier das Foyer der HUK zum Klingen bringt.

Noch ganz am Anfang Ihrer Karriere erhielt Vivi bereits Sonderpreise beim

ARD-Wettbewerb 2014. Sie ist darüber hinaus Trägerin des Bayerischen

Kunstförderpreises im Fach Musik 2017. Und auch ihre beiden Begleiter sind

hörenswert: Lucas Campara Diniz kommt aus Brasilien. Er gewann erste Preise bei

internationalen Gitarrenwettbewerben und trat bei den größten Gitarrenfestivals

in Südamerika auf. 2015 kam er nach Deutschland, um sein Studium fortzusetzen.

Neben zahlreichen Konzerten im Solo- und Kammermusikbereich widmet er sich

auch dem Komponieren. Carina Sylvia Madsius komplettiert das Trio. Sie ist eine

erstklassige klassisch ausgebildete Pianistin, die sich der modernen Musik aller

Genres widmet. Sie improvisiert und komponiert, so merkt man in jedem Ton

ihre Musizierfreude und ihre unvergleichliche Begabung.

Wann Wo Wie:

Montag, 23. Oktober, 20 Uhr. Foyer der HUK-COBURG, Willi-Hussong-

Straße 2. Karten für 20 Euro im Vorverkauf bei der Buchhandlung Riemann

(Telefon 09561/ 808712) sowie an der Abendkasse.

Bild: © Vivi Vassileva

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


HANDBALL SEIT 2000

DREIGESTIRN

VERY BRITISH?

DON CLARKE LACHT IN COBURG

Mit seinem neuen Soloprogramm „SEXundSECHZIG“ knüpft der Comedian Don Clarke dort an, wo er

niemals aufgehört hat: Nichts tun! Und da er glücklicherweise nicht der Einzige ist, der ihm dabei gerne

zuhört, wird seine Fangemeinde immer größer.

In über 1000 Shows von Flensburg bis nach München und von Köln bis nach Dresden begeisterte Don Clarke in

den letzten Jahren sein Publikum und hinterließ eine Schneise der Zwerchfellvernichtung. Mit neuen, skurrilen

Geschichten ist er wieder auf Tour, plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Lebenstipps der etwas anderen

Art: „Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen! Das lief bei mir so gut, dass ich ein paar Mal

verdoppelt habe...“ Und um trotzdem nicht ganz untätig zu sein, betreibt er wieder Sport: Rittersport ... Was

treibt diesen Mann an, der außer zwei Exfrauen, vier Kindern, fünf Enkelkindern und einem dicken Bankkonto

nichts hat? Die pure Lust zu Leben! Und ihm wird immer klarer, warum sich Großeltern und Enkelkinder so

gut verstehen: Sie haben die gleichen Feinde. Publikum und Kritiker sind sich gleichermaßen uneinig: „Der

kann ja wirklich nichts – aber das verdammt gut!“

Spitzensport

in Coburg

Die Heimspiele in der

HUK-COBURG arena:

1 REGION. 1 ZIEL. H

GEME1NSAM

C.

HSC

COBURG

Bild: © Guido Kollmeier

Wann Wo Wie:

Do, 2. November, 20 Uhr. Münchner Hofbräu. Tickets ab 18,80 unter www.coburg-lacht.de.

Weitere Angebote für Nachteulen, Freunde der Hochkultur, Lachsüchtige und Passivsportler:

▶ www.coburg.de/veranstaltungen

▶ www.landestheater-coburg.de

▶ www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ www.leise-am-markt.de

▶ www.gocoburg.de/veranstaltungen

▶ www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen

▶ u.v.m.

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Und heben Sie sich Kraft und den einen oder

anderen Euro für Weihnachtsmärkte und –shopping in der Region auf.

HSC 2000 Coburg vs. Dessau-Rosslauer HV

14. Oktober 2017

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. ASV Hamm-Westfalen

04. November 2017

Anwurf: 19:30 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. HSG Konstanz

12. November 2017

Anwurf: 17:00 Uhr

HSC 2000 Coburg vs. EHV Aue

25. November 2017

Anwurf: 19:30 Uhr

www.hsc2000.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

TORSTEN ZWITSCHERT FÜR HELGE

Eine besondere Geschichte verbindet Radio-EINS Moderator Torsten Hanft mit

Bühnen-Multitalent Helge Schneider, und das bereits seit 23 Jahren. 1994 nämlich

bastelt der damals 14jährige Hanft aus eigenem Antrieb die allererste Helge-

Schneider-Internetseite. Helges Fanclub wird auf ihn aufmerksam, Hanft zum

offiziellen Betreuer der Online-Präsenz. Das geht jahrelang, bis irgendwann die

Plattenfirma den Job übernimmt. Hanft aber gehört seither zum „Helge-Kosmos“,

wie er es nennt. Immer wieder steht er auf der Gästeliste von Konzerten, darf

auch hinter die Bühne. Im letzten Jahr zum Beispiel an zwei Tagen hintereinander

(„Helge Konzerte sind nie gleich, da im Grunde fast alles improvisiert ist“) in

München. Da wechselt man dann auch ein paar Worte miteinander. Und Torsten

Hanft schwirrt auch weiterhin online durch den Helge-Kosmos: Er betreut den

Twitter-Account. 13000 Fans folgen ihm, das ist eine ganze Menge, „auch wenn

Helge mich mal gefragt hat, warum es nicht mehr sind“, lacht Hanft.

NORBERT SPRICHT ENGLISCH

Das Traumspiel in Coburg im August lockte viele Tausend Fans ins Stadion

und zahlreiche Schaulustige an den Flugplatz Brandensteinsebene, auf dem

die Bayernstars landeten. Auf dem Rollfeld hatte sich natürlich auch eine große

Coburger Delegation eingefunden, um die Gäste aus der Landeshauptstadt

gebührend zu begrüßen.

Dabei kam es zu einer netten Begebenheit, als Oberbürgermeister Norbert Tessmer

einen dunkelhäutigen Fußballer in bestem fränkischen Englisch begrüßte und

sich als der „Mayor“ von Coburg vorstellte. Der so nett willkommen Geheißene

allerdings antwortete nicht in Englisch, sondern in bestem Wienerdeutsch. Es

handelte sich um David Alaba, den dunkelhäutigen Österreicher in Diensten des

FCB.

EIGENLOB DARF AUCH MAL SEIN

Eine besondere Auszeichnung hat die Werbeagentur markatus erhalten, unter

deren Obhut auch der COBURGER verlegt wird: Das Bundesamt für Wirtschaft

und Ausfuhrkontrolle hat die Agentur als Beratungsunternehmen akkreditiert.

Das in Coburg und Berlin ansässige Unternehmen ist jetzt in einem Programm

zur Förderung unternehmerischen Know-hows gelistet. Dieses Programm richtet

sich an junge und etablierte Unternehmen, die sich beraten lassen möchten, und

übernimmt dafür zwischen 50 und bis 90% der Kosten. Klar, dass markatus-

Gründer Björn Hieber strahlt: „Wir freuen uns riesig über so eine Anerkennung

von offizieller Seite. Und für unsere Kunden ist es natürlich eine tolle Möglichkeit,

sich strategisch beraten zu lassen, die Ausgangssituation fundiert zu analysieren,

sich relevante Ziele zu setzen, damit den Schlüssel für Marketing- und

Unternehmenserfolg zu bekommen, und diese Leistung auch noch zu guten

Teilen gefördert zu bekommen.“

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


STADTGESPRÄCH

LICHTENFELSER BRINGT COBURG GROSS RAUS

Friedrich Rückert goes CD: 2018 soll eine Produktion mit Vertonungen

von Gedichten des berühmten Coburgers erscheinen. Das ist der Plan des

Lichtenfelsers Malte Müller, der gemeinsam mit dem Rückertkreis Bad Rodach

und dem Plattenlabel Spektral an einer entsprechenden CD arbeitet. Wenngleich

die Vertonungen Rückerts im Konzertrepertoire weltweit zu hören sind, gibt es

sehr wenige CD-Produktionen, die sich ausschließlich diesem großartigen Dichter

widmen. Dieser Umstand sowie Begeisterung für die vielen Rückert-Vertonungen

und auch die räumliche Nähe zu Coburg waren für Male Müller Anlass, sich des

Repertoires anzunehmen. So soll diese CD in einem Querschnitt unterschiedliche

Herangehensweisen an die Texte des großen Gelehrten und Dichters Friedrich

Rückert und die musikalische Umsetzung seiner facettenreichen Gedichte durch

verschiedene Komponisten aufzeigen. Die CD soll Anfang 2018 erscheinen.

AUCH DAS NOCH

Zwei Welten: Während die 12.Klässler des Gymnasiums Alexandrinum ihre

Studienfahrt nach Sorrent mit dem Bus antraten und um die 20 Stunden

unterwegs waren, durften nahezu zeitgleich die Schüler des Casimirianums mit

dem Flugzeug nach Rom. Deutlich schneller und entspannter.

Der Sommer 2017: In Coburg waren wesentlich mehr Touristen als üblich

unterwegs, die Landesausstellung machte es möglich. Wenn die allerdings

Hunger hatten, standen sie im Ferienmonat August oft vor verschlossenen

Türen. Landesausstellung hin oder her.

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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen

Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn

wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen,

HOFBERICHT

zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom Auftritt des

international bekannten Street Art Künstlers Billy The Artist aus New

York. Gemeinsam mit Goebel Porzellan, dem Coburger Designforum

und der Galerie Späth hatte er eingeladen zum Live-Painting-Event in

die Pakethalle am Güterbahnhof in Coburg.

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


DER HOFBERICHT

Wiesenstr. 22

COBURG

09561. 247688

www.galerie-spaeth.com

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


VON BENEDIKT DELLERT

Rosenkriege

haben Dornen.

14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Es beginnt mit der großen Liebe und endet als schmierige

Seifenoper. Besonders Trennungen von Promis schaffen

es oft in die Öffentlichkeit. Wie zum Beispiel die

Schlammschlacht von Johnny Depp und Amber Heard, in

der sie ihm häusliche Gewaltausbrüche und krankhafte

Eifersucht vorgeworfen hat. Aber auch „ganz normale“

Menschen schaffen es ab und an mit ihrem Rosenkrieg in

die Medien, wie vor ein paar Wochen im normalerweise

idyllischen Bad Pyrmont in Niedersachsen, wo eine Frau

ihren Ex-Mann mit Reizgas in die Knie zwang. Dieser hatte

ihr beim Shoppen aufgelauert und sie verbal angegriffen.

Die Folge? Ein verletzter Ex-Mann und jeweils eine Anzeige.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

gegen die Frau. Ihrem von ihr getrennt lebenden Ex-Mann

wird Beleidigung zur Last gelegt.

„DER ROSENKRIEG“

Noch heftiger zur Sache ging es beim Hollywood-Streifen „Der Rosenkrieg“,

der 1989 in die Kinos kam, und noch heute ein echter Klassiker ist. In dem Film

erzählt Rechtsanwalt Gavin d'Amato einem scheidungswilligen Klienten eine

Geschichte, ohne ein Honorar dafür zu verlangen. Und wenn ein Spitzenanwalt,

der Unmengen in der Stunde verdient, so etwas tut, sollte man schon genau

zuhören. Er erzählt von der Liebesgeschichte des angehenden Juristen Oliver

Rose und der Sportstudentin Barbara Gordon, die sich bei einer Kunstauktion

kennenlernen. Sie heiraten und ziehen zusammen zwei Kinder auf. Um sich zu

beschäftigen, stellt Barbara Leberpastete her und eröffnet einen Partyservice.

Oliver unterstützt seine Frau und stellt die Hausangestellte Susan ein, um

Barbara zu entlasten. Im 18. Ehejahr bricht Oliver während eines Geschäftsessens

zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte befürchten, dass

es sich um einen Herzinfarkt handelt. Auf der Bahre kritzelt Oliver liebevolle

Abschiedszeilen an seine Frau. Nach ein paar Tagen kann Oliver das Krankenhaus

aber gesund verlassen. Seine Frau hat ihn kein einziges Mal besucht, sie holt ihn

auch nicht ab. Zu Hause erfährt er den Grund: Bei dem Gedanken, er könne

tot sein, fühlte sie sich frei und wie von einer Last befreit. Barbara verlangt die

Scheidung. Auf Alimente verzichtet sie, aber sie will das Haus, das sie gefunden

und eingerichtet hat - auch wenn es ihr Mann bezahlt hat. Doch auf die Villa will

Oliver nicht verzichten. Er bietet Barbara eine halbe Million Dollar dafür, aber sie

geht nicht darauf ein. Sein Freund und Scheidungsanwalt rät ihm, nicht länger im

Hotel zu wohnen, sondern wieder in die Villa zu ziehen. Damit fängt das Chaos an.

Die Villa wird zum Kriegsschauplatz. Dieser Rosenkrieg endet in keinem Happy

End.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


Rosenkriege

haben Dornen.

KINDER – DIE SCHÄRFSTE WAFFE IM ROSENKRIEG

Die schärfste Waffe in Rosenkriegen aber sind die, die sich nicht wehren können –

die eigenen Kinder. Solange die Beziehung intakt ist, sind sie das größte Glück für

ihre Eltern. Ist sie es nicht und steht eine Trennung bevor, stürzen sie allzu oft ins

Unglück. Oft nämlich müssen sie nicht nur den Streit und die Trennung verkraften,

sondern werden häufig auch gegen den Ex-Partner eingesetzt. Aus verletzten

Gefühlen, einer Kränkung, verletzter Eitelkeit oder aus Stolz heraus wird in einem

Rosenkrieg immer der andere für das Scheitern der Ehe verantwortlich gemacht.

Also soll er/ sie leiden. Und oftmals ist eben der verwundbarste Punkt des Partners

der Nachwuchs, also tut das besonders weh.

Auch wenn Kinder scheinbar ein sehr effektives Mittel im Kampf gegen den

verhassten Ex-Partner sind, sollten sich die Eltern ganz genau überlegen, ob sie

den „Krieg“ auf dem Rücken und auf Kosten ihrer Kinder führen wollen. Eine

gescheiterte Ehe ändert nichts an der Tatsache, dass beide Elternteile gemeinsam

nach wie vor die Verantwortung gegenüber ihren Kindern haben und diese ein

Recht haben auf Kontakt zu beiden Elternteilen.

BEIM GELD ENDET DIE FREUNDSCHAFT

Neben den Kindern ist es vor allem das Geld um das es geht. Und beim Geld

endet bekanntlich für viele die Freundschaft. Und erst recht der Spaß. Wenn der

verhasste Ex-Partner schon die Ehe auf dem Gewissen hat und jetzt seine eigenen

Wege geht, soll er das nach Möglichkeit auch mit seinem eigenen Geld tun, ganz

egal ob er Anspruch auf Unterhalt hat oder nicht. Um diesen Ansprüchen zu

umgehen, greifen viele ganz tief in die Trickkiste: Das Geld wird einfach verprasst

oder Dokumente wie Eheverträge vernichtet. Doch Vorsicht: Die absichtliche

Vernichtung von Dokumenten zum Nachteil von anderen Personen ist strafbar.

DER STREIT UM DEN WÄSCHETROCKNER

Neben dem Geld und den Kindern ist auch das Scheidungsverfahren ein Grund

für einen heftigen Rosenkrieg. Denn bevor eine Ehe tatsächlich beendet ist,

gibt es rein rechtlich einiges zu beachten und zu durchlaufen. Das gemeinsame

Vermögen und der Haushalt müssen aufgeteilt, das Trennungsjahr überstanden

und ein Scheidungsantrag gestellt werden. Wenn jetzt die Scheidung zum

Rosenkrieg wird, müssen sich die Partner darauf einstellen, dass die einstige Liebe

zur Seifenoper verkommt. Beide Partner werden jetzt versuchen dem Anderen

das Leben in der Scheidung möglichst schwer zu machen. Dann streitet man sich

nicht nur Ewigkeiten um den Wäschetrockner, sondern räumt beispielsweise die

Wohnung in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus, oder zieht das Trennungsjahr bis

zum Sankt-Nimmerleinstag in die Länge. Extreme Rosenkriege enden dann sogar

im Krankenhaus, vor dem Staatsanwalt und im Gefängnis.

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


TIPPS

Gesponserter Beitrag

WENN AUS LIEBE HASS WIRD – TIPPS FÜR DEN FALL DER FÄLLE

Wenn die Schmetterlinge im Bauch irgendwann nicht

mehr fliegen, wenn aus dem Traumpartner ein Alptraum

wird, wenn Zärtlichkeit in Handgreiflichkeiten mündet,

wenn ein Beziehungsstreit einer Kriegserklärung gleicht,

wenn der Schaden des anderen Freude auslöst, Rache statt

Vergebung das Handeln leitet, dann hat man wohl das, was

man einen Rosenkrieg nennt. Die Zeit der Privatdiplomatie

ist gescheitert, Frieden nicht mehr möglich. Nur ein

Waffenstillstand, eine Trennung, kann dann noch helfen,

um das Schlimmste zu vermeiden, persönliche oder sogar

körperliche Verletzungen, Schaden an Hab und Gut und vor

allem: den Missbrauch der eigenen Kinder als Waffe gegen

den Partner. Maren Feyler, die bei der Kanzlei Hörnlein &

Feyler in Coburg auf Familienrecht spezialisiert ist, weiß,

was in solchen Fällen zu tun ist, oder wie man es gar nicht

so weit kommen lässt.

DAS KOMMT IN DEN

BESTEN FAMILIEN VOR

Der klassische Auslöser ist - früher wie heute - das

Fremdgehen, eine Affäre, schlimmstenfalls über

einen längeren Zeitraum, Heimlichkeiten, am Ende

sogar der Wechsel zu einem neuen Partner. Der

Betrogene fühlt sich dann als Verlierer, und oft ist

er es auch. Verlassen zu werden schmerzt, weckt

zunächst Rachegelüste. „Typisch ist, dass Frauen

dann sagen, meine Kinder bekommt er nicht“,

sagt Maren Feyler, oder „Die Neue darf meine

Kinder nicht kennenlernen.“ Aber auch das Auto

wird als Waffe eingesetzt, der Autoschlüssel wird

versteckt, die Garage bleibt verschlossen, in der das

Lieblingsmotorrad steht.

Aber, so erzählt sie auch aus ihrer Erfahrung,

Rosenkriege sind heute sehr seltene Fälle. „Vor 25

Jahren waren Fremdgehen und Trennungen noch

oftmals Katastrophen, heute wird damit in der Regel

weitaus sachlicher umgegangen.“ Es gilt nicht mehr

als Schande, verlassen zu werden. Gerade Frauen sind

unabhängiger geworden, stehen auf eigenen Füßen

oder wissen zumindest um ihre Rechte. Mit dem

Verlustschmerz einhergehende existenzielle Ängste

haben daher nicht mehr das Bedrohungspotential

wie früher und brechen sich daher auch seltener

in ungezügelten Aggressionen Bahn. Viele

Beratungsstellen und umfassende rechtliche

Vorschriften sorgen für den Fall einer Trennung für

Transparenz und Sicherheit.

KEIN RECHTSFREIER RAUM

So gibt es schon seit Ende der 1970er Jahre keinen

Verschuldensparagrafen mehr. Das heißt, wer sich

trennen möchte, kann das tun, ob als Mann oder als

Frau. Es bedarf keines schuldhaften Verhaltens des

anderen, kein Fremdgehen, keine körperliche Gewalt,

um sich scheiden zu lassen. Allerdings muss man vor

einer Scheidung erst einmal ein Jahr getrennt leben,

„im Gesetz heißt das so schön Trennung von Tisch

und Bett.“ Also entweder im eigenen Haus einen

getrennten Bereich schaffen oder gleich getrennt

wohnen, keine gemeinsamen Aktivitäten mehr, kein

gemeinsames Kochen, kein auch nur sporadisches

Kümmern um den anderen. Erst nach diesem Jahr

kann ein Scheidungsantrag gestellt werden. Sollten

sich beide Parteien einig sein, können Probleme wie

Unterhaltzahlungen, der Aufenthalt der Kinder und

Vermögensaufteilung ohne Gericht geklärt werden.

Nur den Ausgleich von Rentenanwartschaften klärt

das Gericht automatisch. Gelingt das nicht, muss

über die strittigen Fragen in einem länger dauernden

Scheidungsverfahren entschieden werden.

VIEL ZU KLÄREN

Denn zumeist gibt es in einem Trennungsjahr und

auch danach bis zur vollzogenen Scheidung eine

Vielzahl an Fragen, die nicht so leicht geklärt werden

können. Wieviel Unterhalt steht dem finanziell

Schwächeren vom anderen zu? Dabei gilt der

Grundsatz der Halbteilung. Nach dem 3. Lebensjahr

eines eventuellen Kindes muss jedoch spätestens auch

die Frau wieder arbeiten gehen. Wer nutzt in einem

Trennungsjahr das gemeinsame Wohneigentum? Das

nämlich wird in der Regel dem zugewiesen, der es

nötiger braucht. Der andere Partner hat dann kein

Recht auf Zugang. Natürlich stellt sich die Frage, wer

sich um die Kinder kümmert. Grundsätzlich gilt ein

Kontinuitätsgrundsatz, damit Kinder nicht aus ihrem

Umfeld gerissen werden. „Selten leben die Kinder

dauerhaft bei ihrem Vater“, weiß Maren Feyler zu

berichten. Auf der anderen Seite haben beide Partner

grundsätzlich ein Umgangs- und Sorgerecht, das auch

einklagbar ist.

Und dann die Frage des Unterhalts. Wieviel Geld

muss für die Kinder bezahlt werden? Ausführliche

Tabellen geben darüber Aufschluss. Wenn der

Unterhaltspflichtige dann nicht bezahlt, weil er

nicht will, kann eine einstweilige Verfügung erlassen

werden. Wenn er nicht zahlen kann, kann für

jedes Kind Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt

beantragt werden. Und die Hauptfrage: Was ist

mit dem Seelenheil der Kinder? Oft geraten sie in

Loyalitätskonflikte, stellen sich meistens schützend

vor das vermeintlich verletzte Elternteil. „Da haben

dann auch wir Rechtsanwälte in meinen Augen die

Verantwortung, vor allem auch an die Zukunft der

Kinder zu denken und zu vermitteln.“

TIPPS FÜR DEN FALL DER FÄLLE

Nur nicht in Panik verfallen, empfiehlt Maren Feyler.

„Wenn erst einmal zu viel Porzellan zerschlagen ist,

kann es zu spät sein.“ Also so sachlich bleiben wir

irgendwie möglich und sich Hilfe von außen holen.

Von Beratungsstellen oder eben auch von einem

Anwalt. Vor einer Trennung sollte man die Finanzen

abklopfen, einen Überblick verschaffen über die

Vermögenssituation, die Verbindlichkeiten und vor

allem immer das Wohl die Kinder im Blick haben.

Das Jugendamt kann helfen und beraten, wie auch

andere Stellen. Neutrale Dritte sollten auf jeden Fall

hinzugezogen werden, bevor es zu ernsten Konflikten

kommt. „Und um einen Rosenkrieg von vorneherein

zu vermeiden, kann auch ein Ehevertrag hilfreich

sein.“

Maren Feyler ist bei der Kanzlei Hörnlein &

Feyler in Coburg auf Familien- und Erbrecht

spezialisiert, arbeitet außerdem als zertifizierte

Testamentsvollstreckerin und ausgebildete

Mediatorin. Und natürlich ist sie in erster

Linie auch Gründerin und Mitinhaberin der

Anwaltskanzlei Hörnlein und Feyler.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


Wie sieht eigentlich ein

Neuankömmling Coburg?

Das haben wir Toni Milicevic gefragt, der mit Frau

und Kindern seit dem Sommer in Coburg lebt. Seine

ersten ganz einfach "geknipsten" Eindrücke dieses

Mal in unserer Fotostrecke.

18 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 19


20 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 23


24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Eine beliebige Stadt in Deutschland, nehmen wir doch als Beispiel

Coburg, Innenstadt, ein beliebiger Werktag, dreiviertel acht am Morgen.

Fahrzeuge formieren sich zu Kolonnen, Stoßstange an Stoßstange. Sie

rangieren, wenden, parken. Sie halten auf Gehwegen, die Türen fliegen

auf, Kinder springen aus ihrem Sitz, Heckklappen spucken Schulranzen

aus: Nur noch jeder zweite Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren macht

sich ohne Eltern auf den Weg zur Schule, 60% der Passagiere hätten einen

Schulweg von weniger als 800 Metern. Ihre Chauffeure aber fühlen sich

gut – und sie meinen es auch gut. Dabei rauben sie ihren Kindern ein

Stück Kindheit.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 25


PROBLEMKIND ELTERN

Ein Virus greift um sich

Deutschland ist ein Land von Kinderchauffeuren - Symptom

eines gesellschaftlichen Krankheitsbildes. „Helikopter-Eltern“,

Titel eines Bestsellers des bis Juni 2017 amtierenden Chefs des

Deutschen Lehrerverbands Josef Kraus, schwirren permanent über

ihrem Nachwuchs. Nach Schätzung des Psychotherapeuten Martin

Klett aus Freiburg tendieren schon rund 15 Prozent bis 20 Prozent

der Eltern zu solch einem Verhaltensmuster. Überbehütung - ein

Virus, der auf andere Eltern übergreift, Angst ist ansteckend.

Man möchte sein kleines Mädchen, seinen kleinen Jungen immer

beschützen, folglich auch auf dem Schulweg, vor Belästigungen,

Demütigungen, Risiken, Un- und Überfällen, Dunkelheit, Regen,

Schnee, Kälte und Sturm. Also fährt man es. Gut gemeint, aber

damit aber erreicht man gar nichts, ganz im Gegenteil. Und zwar

gleich mehrfach.

Eltern sind eine Gefahr

Zahlen des ADAC, des statistischen Bundesamts und der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV zeigen, dass

auf dem Schulweg verunglückte Kindern häufiger als Mitfahrer im

Auto verletzt werden als auf der Straße von einem Auto angefahren.

Die Zahlen differieren zwar je nach Erhebungsmethode, Jahr und

Bundesland, die Tendenz aber ist eindeutig. So waren laut DGUV

die mit Abstand häufigsten Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-

Unfallversicherung im Jahr 2014 mit fast 50% die Fahrradunfälle

(insgesamt etwa 27000). Danach folgen die Unfälle von Schülern

als Mitfahren in einem Auto (17,5%/ 10000). Und weniger als

zehn Prozent der Straßenverkehrsunfälle mit Schülern betreffen

Fußgänger (5000). An diesen wiederum ist die täglich über die

Innenstädte rollende Blechlawine an Elterntaxis nicht ganz

schuldlos. Michael Siefener, Sprecher des für den Verkehr in

Bayern zuständigen Innenministeriums, drückte es gegenüber der

Augsburger Allgemeinen einmal so aus: „Wir gehen davon aus,

dass das Verhalten mancher Eltern die Unfallgefahren für andere

Schulkinder deutlich erhöht.“

Heile Welt Coburg

Warum gerade auch in Coburg viele Eltern ihre Kinder bis vor die

Schultüre kaschieren, ist besonders rätselhaft: Coburg Stadt und

Land gehören zu den sichersten Regionen bayern- und bundesweit

in Sachen Schulwegunfälle. Eine Stadt der kurzen Wege, ob zur

Schule direkt oder zur nächsten Bushaltestelle, Verbindungen

mit Bus und Bahn stadt- und landkreisweit und sogar darüber

hinaus, Tempo-30-Zonen in weiten Bereichen der Innenstadt

und in der Nähe von Schulen. Es gibt Training mit ABC-

Schützen, reflektierende Jacken, Schülerlotsen, Schulweghelfer

und andere Ehrenamtliche, die jeden Morgen - maximal für eine

Aufwandsentschädigung – bei Wind und Wetter an neuralgischen

Punkten in Stadt und Landkreis für Sicherheit sorgen. Alleine im

Stadtgebiet von Coburg sind an 19 möglichen Gefahrenstellen

Schulwegübergänge vorhanden. Hier werden die Schulkinder der

Grund- und Hauptschulen vor Schulbeginn und nach Schulschluss

von erwachsenen Schulweghelfern über die Straße geleitet. Es

liegt also ein feingesponnenes Sicherheitsnetz über der Region, im

dem fast jeder auf seinem Schulweg sanft aufgefangen wird, wären

da nicht diese gefährlichen Fahrzeugschwärme.

Sitzen macht krank

Und für die eigenen Kinder ist die elterliche Rumkutschiererei

ohnehin schädlich. Der Fachverband Fußverkehr FUSS e.V.

hat sich die Mühe gemacht, einige Zahlen zur Gesundheit

von Kindern zusammenzutragen. Demnach sei ein Viertel der

Fünf- bis Siebenjährigen deutlich übergewichtig, eine Ursache:

Bewegungsmangel. Es gibt ein erhöhtes Osteoporose-Risiko,

die Ursache: Bewegungsmangel. Etwa jeder zehnte Jugendliche

leidet an einer Fehlentwicklung des Skelettsystems und der

Wirbelsäule, die Ursache: Bewegungsmangel. Häufige Unruhe

und Konzentrationsmängel, oft die Ursache: Bewegungsmangel.

Die Langzeitstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts zur

gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland

beobachtet eine deutliche Verschlechterung der Motorik bei jungen

Menschen. „Kinder leben in einer Sitzwelt“, stellt Dr. Berthold

Koletzko fest, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. "Der

bestürzende Mangel an körperlicher Aktivität ist mittlerweile zu

einem ernsten Problem für die Familien und für die Gesellschaft

geworden“.

Laufen macht gesund

Dabei gäbe es die Gelegenheit zur täglichen Bewegung, ein paar

Schritte zur Schule und zurück, immerhin zwei Kilometer einfach

gelten allgemein als „zumutbar“. Das wären in einer normalen

Schulwoche 20 Kilometer zu Fuß. Eine bessere Medizin gibt es

nicht. Nicht nur für den Körper, auch für den Kopf: Nur durch

Gehen nämlich wird das Gehirn schon um 13 Prozent besser

durchblutet, wird aktiviert, neue Nervenverbindungen entstehen.

26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


CHAUFFEURE WIDER BESSERES WISSEN

Wer sich viel bewegt, kann sich besser konzentrieren, besser

lernen, ist motivierter, gewinnt an Koordination, verfügt über ein

stärkeres Immunsystem, und ist weniger aggressiv. Eine dänische

Studie zeigt, dass Kinder, die zur Schule laufen oder radeln, sich in

den ersten vier Unterrichtsstunden deutlich besser konzentrieren

können als ihre Mitschüler, die gefahren wurden. 20000 Kinder

und Jugendliche zwischen 5 und 19 Jahren haben an dieser Studie

teilgenommen.

Es ist eine Katastrophe

Im Glauben, ihrem Kind Gutes zu tun, treiben Taxieltern

es mit ungebetenen Fahrdiensten zudem auch noch in

die Unselbständigkeit. Überversorgung ist Ausdruck des

Misstrauens gegenüber dem Anderen, seinen Fähigkeiten,

seiner Eigenverantwortung. So hemmt man Selbstständigkeit,

schreibt der Focus erst in diesem Jahr. Wie sollen Kinder sich

später im Leben zurechtfinden, Lösungskompetenz entwickeln,

mit Gefahren umgehen, Risiken einschätzen lernen, wenn man

ihnen nicht einmal ein paar hundert Meter Schulweg zu Fuß

zutraut? Auch die Polizei teilt diese Ansicht, fordert und fördert

Selbständigkeit. Das Kinderhilfswerk geht noch einen Schritt

weiter, bezeichnet den Schulweg gar als einen Bildungsort,

„auf dem Kinder lernen, die einzelnen geographischen Punkte

in einem Stadtteil oder einer Stadt geistig zu verknüpfen.“ Der

Organisation zufolge führe das zu einem größeren Sicherheits- und

Wohlgefühl. Der Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch, Autor

des Buches „Die Verwöhnungsfalle“ bezeichnet Taxieltern gar als

eine "Katastrophe“. Er macht sich stark für das, was manche Eltern

vielleicht, Großeltern aber bestimmt von ihrem Schulweg früher

noch zu erzählen wissen: der gemeinsame Weg in der Gruppe, das

Geschichtenerzählen, das Gehen von Umwegen, die Neugier, das

Kennenlernen des eigenen Umfelds. Das alles werde den Kindern

aus Bequemlichkeit vorenthalten, so sein Vorwurf.

Neun Fichten für ein Kind

Und gegen Ende noch ein kleines Rechenbeispiel: Der

Verkehrsclub Deutschland hat eine Unterrichtsidee kreiert, mit

der Schüler die Co2-Belastung eines mit dem Auto gefahrenen

Schulwegs errechnen können. Vereinfacht gesagt ging es um die

Frage: Wie viele Fichten sind notwendig, um das durch die Fahrt

entstehende Kohlendioxid zu binden? Das Ergebnis: Für einen

Schüler, der während des Schuljahres jeweils 3 Kilometer zur

Schule gefahren und wieder abgeholt wird, müssten rechnerisch

9 Fichten gepflanzt werden, um das entstandene Treibhausgas zu

binden. Bei einer Schulklasse mit 30 Kindern wäre das ein halbes

Fußballfeld voller Fichten. Aber das nur nebenbei.

Lasst sie doch einfach laufen. Eure Kinder.

Sie schaffen das.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


VON WOLFRAM HEGEN

Sonderthema Verantwortung

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


SONDERTHEMA VERANTWORTUNG

Vorab ein paar Gedanken zu einem von Philosophen, Religionen,

Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmern, Cheftrainern, Papas, Mamas,

Autofahrern und –fahrerinnen und allen, aber auch wirklich allen, die etwas

mehr tun als nichts, benutzten, oft missbrauchten und nach eigenem Gusto

definierten Begriffs, der letztlich erstens etwas mit Pflicht zu tun hat, sich

zweitens definiert durch einen Rahmen, in dem er sich bewegt, der wiederum

drittens mögliche Konsequenzen für ein Fehlverhalten festlegt (Fegefeuer,

Konkurs, Einsamkeit o.ä. Widerlichkeiten), der viertens so etwas wie freies

Handeln erfordert und der fünftens immer nur in Bezug zur Außenwelt

existiert, sei es nun zu anderen Menschen oder irgendeiner wie auch immer

gearteten übergeordneten Macht:

V

E

R

A

N

T

W

O

R

Wenn zwei verantwortlich sind, fühlt sich am Ende keiner verantwortlich. Verantwortung

also ist unteilbar. Am Ende ist jeder verantwortlich. Für alles.

Immer gleiche und gerade dadurch unzeitgemäße Kritik an den jeweils aktuellen Zuständen

ist unausrottbar. „Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“, heißt so

eine Zustandsbeschreibung. Kann man immer sagen, stammt aber von Otto von Bismarck aus

dem 1870. Der Mensch ist halt so.

Vor Gott Verantwortung übernehmen? Wie soll das gehen? Wann? Nach dem Tod? Das ist ja

einfach.

„Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung?“. Warum wird das eigentlich nur gefragt,

wenn etwas schiefgelaufen ist?

Verantwortung für sich selbst übernehmen gibt es nicht. Verantwortung für sich selbst

übernehmen meint letztlich nur die Konsequenz, die man persönlich zu tragen hat.

Unternehmen pflegen heute eine „Fehlerkultur“, heißt, für falsche Entscheidungen nicht

gleich die Verantwortung tragen zu müssen. Klingt toll, ist aber reiner Selbstzweck. Wer soll

den Job denn sonst machen?

In Fuck-Up-Nights erzählen Menschen heute von ihren Misserfolgen, die Leistungsgesellschaft

therapiert sich selbst: Die einen fühlen sich nicht alleine mit ihren Ängsten, die

anderen verarbeiten die Konsequenzen des eigenen Versagens: Sie sind pleite, krank, im

Knast, abgewählt, entlassen, ausgestoßen.

Eine Weisheit aus Binsen: „Der Erfolg hat immer viele Väter“. Oder anders: „Wo alles klappt,

übernimmt man gerne Verantwortung“, hat schon Erhard Horst Bellermann gesagt, 1937.

Dem Worte nach bedeutet verantworten „sich als Angeklagter vor Gericht verteidigen“.

Und wann haben Sie das letzte Mal Verantwortung übernommen?

Bitte hier eintragen:

T

U

N

G

Danke.

Jetzt viel Spaß beim Lesen unserer Geschichten über Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Wir sind dafür verantwortlich, dass sie ihnen gefallen. Wenn nicht, schreiben Sie uns. Wir werden

ihre Kritik ernst nehmen, den COBURGER aber deswegen nicht einstellen. Wenn Ihnen die Stories

gefallen, schreiben Sie uns auch, oder besser: Loben Sie uns. Erzählen sie anderen von uns. Trinken

Sie, machen Sie ein Fass auf. Werfen Sie den Grill an. Laden Sie ihre Nachbarn ein. Und uns auch.

Und alle, über die wir erzählen. Bewegen Sie uns.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


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30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


DIEZ FÖRDERTECHNIK & SYSTEME

Eine deutsch-deutsche Geschichte über Verantwortung

Als die Diez Fördertechnik und Systeme GmbH Anfang der

1990er Jahre im Gewerbegebiet An der Müß in Sonneberg

gebaut wurde, gab es eigentlich noch kein Gewerbegebiet

dort, nur braches Land. Es gab kaum Infrastruktur.

Es gab viele Arbeitslose. Aber es gab Menschen, die

Verantwortung übernommen haben. Für sich, für andere,

und vor allem für ein Miteinander der Menschen auf beiden

Seiten der ehemaligen Grenze. Eine kleine Familiensaga,

aufgeschrieben von Wolfram Hegen.

Verantwortung trägt viele Gesichter. In diesem Fall die von Werner Diez und

seiner Tochter Cindy Diez-Zien, die Platz genommen haben an einem Tisch, der

zum gemütlichen Hinlümmeln nicht taugt, sondern eher in Stehhöhe angebracht

als Symbol für Dynamik steht, im ersten Stock ihrer Firma in Sonneberg an der

Müß in einem Raum, „in dem wir uns eigentlich kaum aufhalten, weil wir ja

dauernd unterwegs sind“, wie Werner Diez am Ende des Gesprächs sagen wird,

Verantwortung trägt aber auch das Gesicht der Familie , seines mittlerweile

verstorbenen Schwiegervaters, und seiner Frau, die zwar diesem Gespräch nicht

beiwohnen konnte, aber immer irgendwie gegenwärtig schien, „weil wenn wir

von Verantwortung für die Region sprechen, ist sie der absolute Prototyp“, ein

Satz, der andeutet, wie vielseitig Verantwortung empfunden und gelebt werden

kann, ob für die Heimat, für ein Unternehmen, für Mitarbeiter, für Freunde, für

Hilfsbedürfte - und natürlich für die Familie.

Wenn man Erfolg haben will, muss man

hart arbeiten und man muss Verantwortung

übernehmen, sonst geht das nicht. Und man

braucht viel Geduld.“

Die beiden Geschäftsführer Werner Diez

und seine Tochter Cindy Diez-Zien am

ehemaligen Grenzstreifen zwischen Neustadt

und Sonneberg.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


SONDERTHEMA VERANTWORTUNG

EXISTENZFRAGEN

Diese Frage nämlich steht am Anfang einer eindrucksvollen fast idealtypischen

deutsch-deutschen Geschichte, die ohne die Übernahme von Verantwortung nie

geschrieben worden wäre. Werner Diez aus Judenbach bei Sonneberg, damals ein

Mann in den sogenannten besten Jahren, muss sich 1990 die Frage stellen, wie es

weitergehen soll in seinem Leben, das bis dahin von einer Spielwarenindustrie

geprägt worden war, die nun vor dem Untergang steht. Eine Frage, die er für

sich und seine Familie dringend beantworten muss, um eine Zukunft zu haben,

um überhaupt existieren zu können. Doch zunächst gerät er in die Mühlen

der Wendebürokratie, als er das Kombinat Spielwaren in die Marktwirtschaft

hinüberretten, den Betrieb in seinem Heimatort Judenbach weiterführen möchte,

Arbeitsplätze erhalten, Treuhand und Kombinat aber Summen wollen, die er und

sein Schwiegervater nicht stemmen können. Werner Diez also steht ohne Job da,

wie so viele Menschen in der ehemaligen DDR in den bei aller Euphorie zutiefst

verunsichernden Zeiten Anfang der 1990er Jahre, die viel von den Menschen

verlangen, von manchen zu viel, die scheitern, viele aber kämpfen sich hinein in

ein neues System, Schicksale, die bis heute wenig gewürdigt werden, vielleicht zu

wenig, so dass viele Menschen in den neuen Bundesländern sich bis heute nicht

angekommen fühlen, oder besser, nicht angenommen fühlen.

GLÜCKSMOMENTE

Wenn wir von Verantwortung

für die Region sprechen, ist der

Prototyp meine Frau. Sie ist in der

Industrie- und Handelskammer

aktiv, hat Firmenstammtische

gegründet, den WIR-Verein nach

vorne gebracht, die Famos-Messe,

hat die Mitgliedschaft in der

Metropolregion Nürnberg forciert.“

Werner Diez gehört zu den Kämpfern. Dabei wird er unterstützt von seiner Frau,

die ihm beratend zur Seite steht, sich verantwortlich fühlt, ihn in die Verpflichtung

für die Familie nimmt, eine Frau, deren Rolle in seinem Leben er mit jenem Satz

beschreibt, der heute wie aus der Zeit gefallen daherkommt, archaisch, weil er

so gar nichts mit einem modernen Rollenbild zu tun hat: „Hinter jedem guten

Mann steckt ebenso eine ebenso zielorientierte Frau“. Er sagt das in Demut, voller

Anerkennung, nicht aus einem rückwärtsgewandten Männerbild heraus. Werner

Diez also tut das, was seine Familie als richtig ansieht: „Such Dir was anderes“.

Und auch dabei hat er Glück. Bei einem Bewerbungsgespräch um eine Stelle lernt

er zufällig einen Mann kennen, der im Staplergeschäft tätig ist, ein Scharlatan

zwar, wie sich später herausgestellt, ein Mann, der sein vermeintliches Know-How

anwendete, um die momentane politische Lage für sich zu nutzen und das mit

nicht immer rechtschaffenden Mitteln, einer fast skrupellosen Geschäftemacherei

mit den damals in Sachen Marktwirtschaft unerfahrenen und verunsicherten

Menschen aus den neuen Bundesländern vielleicht mehr kaputtgemacht haben

als Politik, Gesellschaft und verantwortungsvolle Unternehmen es in knapp 30

Jahren wieder heilen können, aber eben der Einstieg in das Geschäft, das er bis

heute betreibt. Als er nämlich kein Geld mehr bekommt, die Firma in Steinach

bei Sonneberg vor dem Aus steht, übernehmen sein Schwiegervater und er

Verantwortung, den Betrieb, einen Teil der alten Verbindlichkeiten. Doch wie es

weitergehen soll, wissen sie nicht, eine Perspektive gibt es nicht. Wieder aber hat

Diez auch Glück.

AUFBRUCHSZEITEN

In seiner Freizeit nämlich geht er gerne seinem großen Hobby nach, dem

Chorsingen. Dabei kommt er in Kontakt mit einem Mann aus Göppingen,

das Kehrbild zu denen, die diese Zeit der Wende nur für sich nutzen wollten,

einem Steuerberater, wie sich herausstellt, mit dem er sich lange auch über das

Unternehmen unterhält, über seine Pläne, Sorgen und Nöte, wieder einer aus dem

Westen, „ich hatte aber ein gutes Bauchgefühl“, und der ihn dann „an die Hand

nimmt“, der sich irgendwie verantwortlich fühlt für seinen Freund aus Judenbach.

„Das war ein Glückstreffer für uns“, sagt Werner Diez rückblickend. „Machschs was

odr machschd nix“ fragt der Göppinger in tiefstem Schwäbisch seinen Chorfreund

Diez. Und der beschließt, jetzt etwas zu machen. Eine richtige Rechtsform muss

her, ein Neubau, eine Strategie, der Göppinger hilft, wo er kann, ist mehrmals pro

Woche in Sonneberg, die beiden grasen die Banken ab auf der Suche nach einem

Darlehen. Fast zwei Millionen Mark sind damals nötig, ein befreundeter Architekt

aus Coburg hat die Summe ermittelt für das neue Betriebsgelände in Hönbach und

die neuen Betriebsgebäude. Dieses steht für Diez als Synonym für den Aufbau der

Ost-West-Kooperation, für das Geben und Nehmen in einem sich neu prägenden

deutsch-deutschen Freundschaftsbild.

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


DIEZ FÖRDERTECHNIK & SYSTEME

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GRENZGÄNGE

Diez bekommt das Geld, der Bau beginnt, sein Schwiegervater betreut ihn, die

Aufträge gehen an Firmen aus Bayern und Thüringen, die Grenzen im Kopf haben

die Diezens schon lange abgelegt, auch wegen solcher Begebenheiten wie 1993,

als am Wochenende ein Jeep an der Baustelle hält, ein Mann aussteigt, fragt, was

das für ein Unternehmen werden soll. „Gabelstapler“, sagt Diez. „So ein Quatsch.

Wieder nichts Produzierendes“, motzt der plötzlich auftretende Gast. Diez trinkt

einen Kaffee mit ihm, die beiden werden später gute Freunde. Der Jeepfahrer ist

Chef einer im Landkreis Kronach ansässigen Firma, auch er hilft Diez, übernimmt

Verantwortung, vermittelt Kontakte zu zahlreichen Firmen aus Oberfranken.

„Das vergesse ich ihm nie“, sagt Diez rückblickend. Ihm wird auch klar, dass er

ausbilden muss, damals, als junge Menschen noch händeringend auf der Suche

nach einem Ausbildungsplatz sind, als es zu wenig Lehrstellen gibt. „Das haben

wir gemacht, heute haben wir vor allem Leute in der Belegschaft, die wir selbst

ausgebildet haben.“ Der Kronacher Freund ist einer von vielen, mit denen Diez ein

enges Band verbindet, weit über das geschäftliche hinaus, Kronacher, Coburger,

Sonneberger, viele Selbständige wie er.

FAMILIENFRAGEN

So kann Diez „step-by-step“ das Unternehmen bis heute aufbauen, oft mit

„schlaflosen Nächten, wie soll ich bloß jemals die Schulden zurückzahlen.“ Und

auch die familiäre Situation bereitet Sorgen, der Schwiegervater wird krank,

verstirbt und hinterlässt ein menschliches Loch und auch eines im Unternehmen.

Was tun? Die Familie ist gefordert. Die Frau ist Beamtin, ein sicherer Job auf

Lebenszeit. Sie überlegen, denken nach. Ein halbes Jahr lang. Dann fällt die

Entscheidung: Sabine Diez lässt den Staatsdienst hinter sich, drückt noch einmal

die Schulbank, wechselt in die freie Wirtschaft. „Alles nur, damit es mit unserem

Unternehmen weitergeht.“ Sabine Diez übernimmt die Finanzen, hat das Geld

im Griff, „die hatte die 17 als hausinterne Telefonnummer, immer wenn die 17

bei mir geklingelt hat, habe ich die Hacken zusammengeschlagen“, schmunzelt

Werner Diez heute. Nur für die Kinder hat er nicht viel Zeit, der Sohn, heute Arzt

im Landkreis Kronach, und auch Tochter Cindy wachsen mehr bei der Oma auf als

bei den Eltern. „Es war einfach keine Zeit.“ Die Tochter studiert Recht, will dann

Ärztin werden, doch zwei Kinder kommen dazwischen, sie übernimmt zunächst

die Mutterrolle, von Verantwortung für das wirtschaftliche Familienunternehmen

ist sie dagegen damals noch weit weg.

GENERATIONENTREFFEN

Doch irgendwann, erinnert sich Werner Diez, kam sie und fragte, „ob er etwas zu

tun hätte.“ Das ist ihr Einstieg in die Firma, stundenweise zunächst, und eigentlich

„war das furchtbar, ich habe gedacht, nein, da gehe ich nie mehr hin“, lacht

Cindy heute. Doch auch sie kämpft sich hinein in die neue Aufgabe im eigenen

Unternehmen, lernt Buchhaltung, übernimmt nach einiger Zeit die Bücher des

Unternehmens, „wenn man dann nach ein paar Jahren so eine Verantwortung

übertragen bekommt, macht das auch Freude. Verantwortung heißt ja auch

Mitgestalten.“ So gründet Cindy Diez-Zien 2003 auch eine Tochterfirma mit dem

Schwerpunkt Schulungen und baut diese alleine auf, wächst an dieser Aufgabe.

Sehr zur Freude ihres Vaters. Denn mit den Jahren stellt sich Werner Diez immer

häufiger die Frage „Wer führt das Unternehmen eigentlich weiter“, verkaufen aber

möchte er nicht, er spürt die Pflicht, dass Diez Fördertechnik und Systeme auch

in Zukunft für die Mitarbeiter, für die Kunden da sein muss, er will zurückgeben,

was er in den letzten fast 30 Jahren an Unterstützung erfahren hat, „niemals aber

hätte ich zu einem meiner Kinder gesagt, dass es die Firma übernehmen muss.“,

die Tochter aber will, ein Glücksfall. Jetzt hat er ihr schon 49% überschrieben,

immerhin, aber „ich bin auch ein Mensch, der sich auch schwertut mit dem

Loslassen. Wenn ich nur zuhause wäre, würde ich kaputt gehen.“

VERANTWORTUNGSGEFÜHL

Und natürlich gibt es einen Plan, das Zepter ganz an seine Tochter zu übergeben,

Schritt für Schritt, in zwei bis drei Jahren. „Das hat er zwar schon vor zwei

Jahren gesagt“, schmunzelt sie, aber „das kriegen wir schon hin.“ Freilich wird

das Unternehmen mit ihr ein anderes Gesicht haben. „Ich bin halt eine andere

Generation.“ Aber zu ihrer Verantwortung, zu den Werten des Unternehmens wird

sie immer stehen. „Meine Mutter sagt immer: Wir müssen für unser Unternehmen

kämpfen und vor allem für unser Region. Das hat sie tausendmal gesagt, und

mein Vater hat das jahrelang gemacht. Genauso werde ich das Unternehmen auch

weiterführen.“

Wir sind doch ein Wirtschaftsraum

hier, für mich gibt es kein Ost

und kein West, es gibt nur ein

Miteinander, gemeinsam sind

wir etwas Besonderes, ein

starker Wirtschaftsraum, der für

Entwicklung, Stabilität, Fortschritt

und Nachhaltigkeit steht.“

Diez Fördertechnik und Systeme GmbH

Sonneberg/Hönbach

Vertrieb, Service, Vermietung von Hebezeugen und Flurfördertechnik

samt Sondergerätebau, Zubehör, Anbauteile uvm. bis hin zu Schulungen

Gegründet: 1991

Mitarbeiter: 27

Geschäftsführer: Werner Diez und Cindy Diez-Zien

www.diez-gmbh.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 33


34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


INTERVIEW MAX BEYERSDORF

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Verantwortung übernehmen ist auch eine Verpflichtung

Er ist Unternehmer, Stadtrat, engagiert sich

sozial und gesellschaftlich: Max Beyersdorf,

Geschäftsführer der Otto Hauch GmbH & Co. KG.

Ein Gespräch mit ihm über Verantwortung.

Herr Beyersdorf, was heißt für Sie Verantwortung?

Verantwortung fängt bei einem selbst an. Nur wer für sich

selbst Verantwortung übernehmen kann, für das eigene

Leben, für die eigene Gesundheit, die eigene Seele, der

sollte auch für andere Verantwortung übernehmen. Sonst

funktioniert das nicht: Man spiegelt ja nach außen die eigene

Verfassung. Und wenn die von Unsicherheit über das eigene

Ich geprägt ist, kann die Übernahme von Verantwortung nur

in Chaos und Enttäuschung enden – für sich selbst, aber auch

für andere. Verantwortung heißt eben immer auch Führung.

Man muss Mut haben zur Entscheidung und sagen können,

so machen wir das jetzt.

Wie haben Sie Verantwortung gelernt?

Ich hatte als junger Mensch das Privileg, von einem familiären

Umfeld geführt worden zu sein, das für mich, das für die

Firma Verantwortung übernommen hat, das Verantwortung

vorgelebt, und das mir den Zugang zu Bildung, Schule und

Studium ermöglicht hat. Das alles will ich zurückgeben. Es

kann ja nicht sein, dass man gefördert wird von Zuhause und

auch vom eigenen Land und daraus nichts macht.

Aber gibt es nicht Riesenunterschiede zwischen wirtschaftlicher und

politischer Verantwortung?

Das stimmt natürlich. Leider ist es oft heute so, dass in der

Politik keine Konsequenzen drohen. Verantwortliche machen

Fehler, das kann passieren, aber wenn etwas schiefläuft, muss

das halt auch Folgen haben, aber meistens passiert gar nichts.

Das kann nicht sein. Wenn ich als Unternehmer einen Fehler

mache, dann muss ich dafür persönlich, materiell, existenziell

gerade stehen, das ist etwas ganz anderes.

Herr Beyersdorf, heißt Verantwortung dann auch Mehr arbeiten als

andere?

Mehr vielleicht nicht, aber zumindest heißt Verantwortung,

dass ich das, was ich von anderen verlange, auch von mir

fordern muss. Ich habe mir in diesem Sommer zum Beispiel

mal keinen Urlaub gegönnt. Wir haben gerade gut zu tun.

Und wenn die Mitarbeiter unter Volllast laufen, kann ich mich

nicht am Adriastrand suhlen.

Wie leben Sie Verantwortung?

Verantwortung heißt für mich nicht, etwas für das eigene Ego

zu tun, sondern sich selbst hintenanzustellen, demütig zu sein,

sich verpflichtet fühlen. Das ist zum einen in meiner Firma

so, da übernimmt man Verantwortung für seine Projekte,

für den Erhalt historischer Bausubstanz, für die Werte seiner

Kunden, und vor allem für seine Mitarbeiter. Gerade junge

Menschen muss man da heute mehr an die Hand nehmen,

weil ihnen zunehmend Orientierung fehlt. Da sind wir als

Unternehmen gefordert. Ich versuche aber auch politisch

Verantwortung zu übernehmen. Unser aller Wohlstand und

das Gemeinwohl hängen untrennbar zusammen, also muss

ich mich auch dafür engagieren.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


Soziale Verantwortung am Beispiel eines Serviceclubs

Verantwortung übernehmen für andere. Dazu haben sich auch Serviceclubs verpflichtet wie zum

Beispiel Round Table 151 Coburg. Sein Motto „Helfen durch Handeln“. Ziel ist die Unterstützung

hilfsbedürftiger Menschen. Wie zum Beispiel dem kleinen Luis aus Burgkunstadt.

Luis Hofmann aus Burgkunstadt kam im November 2012 auf die

Welt. Drei Monate zu früh. Notkaiserschnitt. Ein Floppy Baby.

Mit diesem putzigen Begriff bezeichnen Ärzte eine dramatische

Fehlentwicklung: Luis hatte keine Muskelspannung. Sofort muss

er beatmet werden, sonst wäre er bereits bei der Geburt gestorben.

Fast neun Monate bleibt er auf der Intensivstation in Bayreuth.

Schnell ist die Ursache seiner Muskelschwäche gefunden, eine

seltene Krankheit, 16 Fälle gibt es in Deutschland: Myotubuläre

Myopathie, eine Muskelreifestörung. Ein Jahr Lebenszeit geben

ihm die Ärzte damals, jetzt, im November 2017, wird er fünf.

Das hat er auch seiner Familie zu verdanken: Seinem Vater Daniel,

seinen Großeltern Bernd und Bruni Hofmann, die gemeinsam

beschließen, sich um das Kind zu kümmern. „Wir wollten ihn nicht

ins Pflegeheim schicken.“ Im Dachgeschoß des Wohnhauses in

Burgkunstadt ist ein Zimmer frei, es wird Luis` Zimmer. Gemeinsam

kümmern sie sich um das schwerstbehinderte Kind, das bis heute

nicht selbst atmen, schlucken, sprechen oder laufen kann. Ein

Pflegedienst unterstützt sie fast rund um die Uhr. Zwei Jahre geht

das gut, da stürzt die Oma, mit Luis auf dem Arm, beim Transfer

vom Dach- ins Erdgeschoss, bricht sich den Fuß. „Gott sei Dank ist

Luis nichts passiert. Da haben wir bemerkt, so geht das nicht weiter.“

Die einzige Alternative ist ein behindertengerechter barrierefreier

Anbau. Der aber ist teuer. Ca. 115.000 Euro. Also wendet sich die

Familie an die Zeitung. Es gibt einen Spendenaufruf, man verteilt

einen Flyer. So gelangt die Geschichte auch zum Serviceclub Round

Table 151 nach Coburg, der sich schnell entscheidet, Luis zu helfen.

Dringend notwendig ist ein Treppenlift, Round Table übernimmt

die Bezahlung der Rechnungen dafür in Höhe von 15.000 Euro. „Ein

großes Dankeschön dafür, vor allem, weil alles so unkompliziert

und schnell ablief “, freut sich Bernd Hofmann. Weitere 30.000 Euro

sammelt die Familie an kleineren Spenden ein, viele Baufirmen

aus der Region helfen zum Selbstkostenpreis, am Ende muss die

Familie aber auch noch 70.000 Euro aufbringen, damit der kleine

Luis ein neues behindertengerechtes Zuhause bekommt.

Der Aufwand hat sich gelohnt, für die Familie, die sich der

Verantwortung gestellt hat, und für Luis, der sich gut entwickelt,

geistig Gleichaltrigen voraus ist, Youtube-Filme schon nur noch auf

Englisch schaut, weil er sie auf Deutsch schon kennt. „Wahrscheinlich

könnte er auch schon englisch oder russisch sprechen“, sagt seine

Familie und lacht. Aber wenn er sich mit ihnen unterhält, dann geht

das nur mit den Unterarmen und den Fingern in Gebärdensprache,

oder über die Computertastatur.Damit ist Luis aber gut gerüstet für

die Zukunft. Dann soll er nämlich zur Schule gehen: nach Coburg

zur „Schule am Hofgarten“ auf der Bertelsdorfer Höhe.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Round Table 151 Coburg – Ein Club, der anpackt und hilft

Ein fester und wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten von Round

Table ist das ehrenamtliche soziale Engagement seiner Mitglieder –

frei nach dem Motto „Helfen durch Handeln“. Ziel ist es, besonders

bedürftigen Kindern und ihren Familien regional, aber auch

international unbürokratisch zu helfen. So unterstützt der RT 151

Coburg unter anderen die Projekte „Raus dem Toten Winkel“,

für Integrationsprojekte für Flüchtlinge, „Hartz & Herzlich“ und

darüber hinaus viele einzelne Projekte. So sind in diesem Jahr

unter anderem auch 3500 Euro an den Caritasverband Coburg

gespendet worden. Geld für Schul- und Lernmaterialien, die in

der Einrichtung der Caritas in der Ernst-Faber-Straße bedürftigen

Familien zu Gute kommen.

Um die entsprechenden Gelder zu sammeln, veranstaltet der

Round Table 151 Coburg unter anderem zahlreiche Benefiz-

Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino im Innenhof der Ehrenburg

oder auch das Kindersportfest in der HUK-Coburg arena kürzlich im

September, und vor allem auch die mittlerweile schon traditionelle

Coburger Comedy Gala. Seit 2013 versammeln sich dabei Anfang

des Jahres zahlreiche Comedians auf der Bühne im Kongresshaus

Rosengarten. Alle Sitzplätze sind belegt, und das für einen guten

Zweck: Die Erlöse des Abends kommen wieder sozialen Zwecken

zu Gute, wie dem kleinen Luis.

www.rt151.de

Coburger Comedy Gala

Die 6. Coburger Comedy Gala - Spaß haben

und Gutes tun. Präsentiert vom COBURGER.

In diesem Jahr mit Daphne De Luxe, Costa

Meronianakis, Frank Fischer, Hans-Hermann

Thielke und natürlich Marcelini & Oskar.

Am 5.1.2018 um 20 Uhr im Kongresshaus

Rosengarten. Karten ab sofort beim Coburger

Tageblatt.

www.coburger-comedy-gala.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


6.COBURGER

Präsentiert von

EINE BENEFIZVERANSTALTUNG

VON ROUND TABLE 151 COBURG

MODERATION

MARCELINI & OSKAR

COSTA

DAPHNE

FRANK

HANS-HERMANN

MERONIANAKIS

DELUXE

FISCHER

THIELKE

multikultureller Humor

aus Frankfurt

die Entertainerin

mit Leib und Seele

ausgezeichnet mit

20 Kabarettpreisen

spießiger Humor

aus Norddeutschland

BENEFIZ-VERANSTALTUNG

LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

ROUND TABLE 151 COBURG

FREITAG

EINLASS AB 19.00 UHR

BEGINN UM 20.00 UHR

KARTEN IM VORVERKAUF AB 19,– EUR

ERHÄLTLICH BEIM COBURGER TAGEBLATT

KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!

05.01.2018

KONGRESSHAUS

ROSENGARTEN

EINE BENEFIZ-VERANSTALTUNG ZUGUNSTEN DES

VEREIN DER FREUNDE VON ROUND TABLE COBURG E.V.

Medienpartner

WWW.COBURGER-COMEDY-GALA.DE inFranken.de

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft

Neue Wertschöpfung

durch Digitalisierung

Schwerpunkt Versicherungswirtschaft

am 24. Oktober 2017 in Coburg

Jetzt anmelden!

Aktuelles Leitthema des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft

ist ein digitaler Zukunftsentwurf. In dieser Veranstaltung

liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den Potenzialen

der Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft.

Präsentation der Studie Neue Wertschöpfung

durch Digitalisierung – Ökonomische Aspekte und

Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft

Input aus der Praxis – Berichte aus Unternehmen

Präsentation der Studie

Blockchain und Smart Contracts

Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats

für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Frag den Rat – Live-Diskussion von Besuchern mit

dem Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft

Melden Sie sich noch heute an

24. 10. 2017 von 17:00 bis 19:30 Uhr

mit anschließendem Get-together

HUK Coburg,

Willi-Hussong-Str. 2, 96450 Coburg

www.vbw-bayern.de/VA98640

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


Verantwortung durch Ausbildung

Auszubildende Kathrin Kutzer

Foto: Sebastian Buff

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


GELDER & SORG

Gesponserter Beitrag

Autos sind Männersache? Von wegen. Die 18jährige

Kathrin Kutzer ist das beste Gegenbeispiel. Bei

Gelder und Sorg in Coburg wird sie zurzeit zur

KFZ-Mechatronikerin ausgebildet. „Ich bin in der

Werkstatt zwar die einzige Frau, aber ich habe die

Jungs schon im Griff “, lacht sie. Die Stimmung

ist gut, die Aufgabe interessant: Inspektionen,

Kundendienste, Räderwechseln, Getriebe

ausbauen – Alltag für die junge Rödentalerin jetzt

im zweiten von drei Lehrjahren.

Kathrin ist eine von aktuell 93 Auszubildenden

der Gelder & Sorg Gruppe. Neben KFZ-

Mechatronikern bildet die Unternehmensgruppe

in ihren acht Betrieben in Ober- und Unterfranken

auch Automobilkaufleute aus, Kaufleute für

Büromanagement und Fahrzeuglackierer. „Wir sind

bestrebt, alle unsere Auszubildenden in unserem

Unternehmen unterzubringen“, sagt Personalchefin

Heike Murmann. Gelder & Sorg übernimmt damit

in Zeiten des Fachkräftemangels Verantwortung für

die eigene Zukunft und vor allem für ein erfolgreiches

und erfülltes Leben junger Menschen. Dafür tut das

Unternehmen viel, stellt jedem Auszubildenden

einen Gesellen zur Seite, räumt gewerblichen

Auszubildenden die Möglichkeit ein, sich zusätzlich

bei Volkswagen zu qualifizieren, um sie noch

gezielter auf ihre Aufgabe in einem VW-Autohaus

vorzubereiten, und vermittelt vor allem - über das reine

Fachwissen hinaus - auch Werte wie Freundlichkeit,

Pünktlichkeit, Sorgfalt, Eigenverantwortung und

Selbständigkeit. „Auch für uns als Unternehmen sind

diese Attribute enorm wichtig, vor allem in Bezug auf

die Kundenzufriedenheit.“

Für Kathrin auf jeden Fall ist die Ausbildung genau

das richtige. In Praktika vorher hat sie sich als

Hotelfachfrau probiert und in einer Behörde, doch

die Tätigkeit bei Gelder & Sorg machte ihr am

meisten Freude. Nun möchte sie ihre Ausbildung

erfolgreich zu Ende bringen, dann „mal sehen, ob

ich nicht irgendwann meinen Meister mache.“ Erst

einmal aber hat Kathrin kürzlich ihren Führerschein

geschafft. „Jetzt darf ich Autos nicht nur pflegen und

reparieren, sondern endlich auch fahren.“

Ausbildungsberufe bei Gelder & Sorg:

KFZ-Mechatroniker/-in, Automobilkaufleute,

Kaufleute für Büromanagement und

Fahrzeuglackierer/in. Bewerber sollten

mindestens die mittlere Reife oder einen sehr

guten qualifizierten Hauptschulabschluss

mitbringen und natürlich neben dem

Interesse am Thema Fahrzeuge auch ein

entsprechendes Auftreten, Team- und

Kommunikationsfähigkeit und vor allem die

Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Die GELDER & SORG Gruppe hat Betriebe in

Coburg, Lichtenfels, Ebern, Haßfurt, Hofheim,

Bad Neustadt, Sand am Main, Burgebrach,

Schweinfurt und Bad Kissingen und beschäftigt

550 Mitarbeiter und Auszubildende.

www.gelderundsorg.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


INFOGRAFIK

VERANTWORTUNG

IN ZAHLEN

Trifft teilweise zu

48%

Trifft nicht zu

14%

Übernehmen Sie

gerne Verantwortung?

38%

Trifft zu

… in 77 Wörtern

Der Begriff der Verantwortung bezeichnet nach

verbreiteter Auffassung die Zuschreibung einer Pflicht

zu einer handelnden Person oder Personengruppe

(Subjekt) gegenüber einer anderen Person oder

Personengruppe (Objekt) aufgrund eines normativen

Anspruchs, der durch eine Instanz eingefordert

werden kann.

Handlungen und ihre Folgen können je nach

gesellschaftlicher Praxis und Wertesystem für den

Verantwortlichen zu Konsequenzen wie Lob und

Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach

Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation)

zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis

des Handelns an.

Finanzen

44%

Aufgabenteilung aus Sicht der Väter.

Wer kümmert sich um was:

Hobbys

der Kinder

Mit den

Kindern spielen

Elternabende

Erziehung

der Kinder

10% 9% 6% 5%

40%

18%

44%

41%

66%

Ist es Ihrer Meinung

nach bei Jugendlichen

heute "in" oder "out"

Verantwortung zu

übernehmen?

30.6%

19%

33%

41%

Ja

68% 39%

50%

Kümmert sich der Mann mehr Kümmert sich die Frau mehr Beide gleich

An 100% fehlende Werte „Trifft nicht zu“ bzw. „Erledigt ein anderer“

Franz Josef Jung (CDU)

Verteidigungsminister 2009

Hans Schuberth (CSU)

Postminister 1953

Erhard Eppler (SPD)

Minister für wirtschaftliche

Zusammenarbeit 1974

Hans-Peter Friedrich (CSU)

Landwirtschaftsminister 2014

30

50

53

59

Nein

Hans Krüger (CDU)

Vertriebenenminister 1964

Oskar Lafontaine (SPD)

Finanzminister 1999

113

142

Keine

Angabe

1%

62% 37%

Hans Friedrichs (FDP)

Wirtschaftsminister 1977

Reinhard Klimmt (SPD)

Verkehrsminister 2000

295

413

0 50 100 150 300 400

Tage

Quelle: Statista

Meinen Sie, Personen des öffentlichen

Lebens haben eine besondere

moralische Verantwortung?

Die schnellsten Rücktritte von

Bundesministern in einer Legislaturperiode

in Deutschland von 1949 bis 2014.

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


FINANZTIPP

Gesponserter Beitrag

GUTES RICHTIG TUN

TIPPS RUND UMS SPENDEN

Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater

Thomas Bittorf | www.tb.legal

Wer spenden will, muss einige Dinge beachten, damit die gute Tat auch von der Steuer

abgesetzt werden kann. Unser Steuerexperte Thomas Bittorf, Rechtsanwalt und

Steuerberater von tb.legal, klärt auf:

Wann können Ausgaben als

Spenden abgesetzt werden?

Aufwendungen von Privatpersonen oder

Unternehmen gelten nach § 10b als Spende, wenn sie

der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger

oder kirchlicher Zwecke dienen (§ 52 bis 54

Abgabenordnung),

freiwillig bzw. uneigennützig sind oder aufgrund

einer freiwillig eingegangenen Verpflichtung

geleistet werden,

kein Entgelt für eine bestimmte Gegenleistung

sind (im Gegensatz zum Sponsoring),

nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang

mit den Leistungen des Empfängers stehen.

Wie viel darf maximal als Spende abgesetzt werden?

Insgesamt können Spenden pro Jahr bis zu einer Höhe

von 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte oder

4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der

im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter

geltend gemacht werden.

Macht es einen Unterschied, ob Privatpersonen

oder Unternehmen spenden?

Wird ein Unternehmen in der Rechtsform eines

Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft

wie einer OHG, KG oder GbR geführt, dürfen

Spenden grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben

vom Gewinn, sondern - wie bei Privatpersonen -

nur als Sonderausgaben in der Steuererklärung des

Inhabers oder Gesellschafters abgezogen werden.

Stammt die Spende aus Betriebsmitteln, kann sie

aber in der Gewerbesteuererklärung geltend gemacht

werden und mindert die zu zahlende Gewerbesteuer.

Es gibt ja nicht nur Geldspenden…

Richtig, spenden z.B. ein Einzelunternehmer oder

eine Gesellschaft z.B. nicht mehr benötigte PCs für

Schulen oder gemeinnützige Einrichtungen, sind

das Sachspenden. Diese Sachspende kann aber dann

zum Buchwert und nicht dem höheren Verkehrswert

aus dem Betriebsvermögen entnommen

werden, so dass keine Einkommenoder

Körperschaftssteuer entsteht.

Jedoch müssen trotzdem 19%

Umsatzsteuer aus dem noch

vorhandenen Verkehrswert

abgeführt werden, d.h. bei

einem Wert von 100 € würde

das Finanzsamt 19 € erhalten.

Die Umsatzsteuer kann nicht als Betriebsausgabe,

sondern nur als Sonderausgabe geltend gemacht

werden. Auf der Spendenquittung muss aber der

gesamte Betrag eingetragen werden (zum Beispiel 1

Euro (Buchwert) plus 19 Euro). Insgesamt muss dort

also beim obigen Beispiel ein Betrag von 20 Euro

stehen.

Worauf muss der Spender sonst noch achten?

Er braucht einen Spendennachweis. Für Spenden bis

zu 200 Euro ist eine Bareinzahlungsquittung von der

Bank oder ein Kontoauszug ausreichend. Zusätzlich

muss sichergestellt sein, dass der Spendenempfänger

steuerbegünstigte Zwecke wie Gemeinnützigkeit

verfolgt, was ihm durch das Finanzamt bescheinigt

worden sein muss.

Bei Spenden von mehr als 200 € oder Sachspenden

ist eine Spendenbescheinigung nötig. Sie muss

den Namen des Spenders, die Höhe der Spende

und die Angabe enthalten, dass der Empfänger

zum begünstigten Personenkreis gehört und die

Zuwendung nur zur Förderung des begünstigten

Zwecks verwendet wird. Bei Sachspenden muss

außerdem der Wert der Ware angegeben sein.

Für Spenden ab dem Jahr 2017 muss man

den Spendennachweis nicht mehr direkt der

Einkommensteuererklärung beifügen. Die

Bescheinigungen müssen Steuerzahler dem

Finanzamt nur noch auf Nachfrage vorlegen.

Sie sollten aber auch nach Bekanntgabe des

Steuerbescheides aufbewahrt werden.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg

Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402

E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


VON WOLFRAM HEGEN

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


PORTRAIT

BÜHNENREIF

Kennen Sie die? Menschen, die über sich erzählen

ohne von sich zu reden? Menschen, die im

Angesicht des Tages nicht ihren eigenen Schatten

werfen, weil ihr Koordinatensystem Achsbruch

erlitten hat? Denen man immer sagen möchte:

Und was willst Du mir eigentlich wirklich sagen?

Laura Mann gehört nicht zu ihnen. Sie ist ganz

„bei sich“. Angefangen von einer spürbaren, aber

ehrlichen Nervosität am Anfang des Gesprächs,

unverstellt - sie ist mit ihren 27 Jahren zwar schon

bühnenerfahren, aber eben noch kein abgezockter

Interviewprofi - bis hin zur Ihrem jungen aber

konsequenten Lebenslauf.

Laura Mann – über den

mutigen Weg, die Berufung

zum Beruf zu machen

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 45

Foto: Sebastian Buff


PORTRAIT

Frühe Liebe zur Musik

Eigentlich skizziert ihr Leben schon früh einen künstlerischen Weg. Die

Eltern sind zwar beide keine Musiker, die Mutter aber ist sehr „theateraffin“,

erzählt Laura, nicht nur, weil der Besuch des Weihnachtsmärchens am

Theater jährliches Ritual ist, auch die musikalische Ausbildung ihrer Tochter

ist ihr wichtig, nicht so sehr zur frühkindlichen Berufsorientierung, eher

zur ganzheitlichen Formung. „Meine Mutter hat mir ihre Liebe zur Musik

weitergegeben“, sagt sie: Laura bekommt musikalische Früherziehung, lernt

Klavier, später Gesang. Sie geht auf musische Gymnasium, singt im Chor,

im Fränkischen Kinderchor, im Kammerchor, nimmt an „Jugend musiziert“

teil, entdeckt ihre Liebe zum Musical, als sie, gerade mal 16 Jahre jung, bei

der Produktion von „Jesus Christ Superstar“ als Soulgirl auf der Bühne des

Landestheaters Coburg steht – ein besonderer Kick. Sie lernt Klassiker,

wendet sich dem Schauspiel zu. Es gibt wenig, das nicht ihr Interesse findet.

Die Entscheidung

Dann aber kommt der Punkt, an dem sich jeder die Frage stellt, wo denn die

Lebensreise hingehen soll. An dem bei vielen die Kunst aufs Abstellgleis der

Liebhaberei abgeschoben wird, weil sie zum Geldverdienen vermeintlich

nicht taugt. Die Berufsberatung kommt ans Gymnasium, auch die Eltern

verfallen für ihre Tochter auf die Idee, „vielleicht was Richtiges zu machen“,

irgendetwas mit Sprachen zum Beispiel, „und Musik nur als Hobby weiter

zu betreiben.“ Eben eine vernünftige Entscheidung zu treffen, verständlich

an der Schwelle zum Erwachsenwerden - Laura ist 18. Dann aber stellt das

Leben die Weichen: Sie bekommt einen Gutschein für die Musical Schule in

Hamburg und ist gleichzeitig erfolgreich beim Bundeswettbewerb Jugend

musiziert in Berlin. „Da war es dann natürlich keine Frage mehr, dass ich

das mache.“ Und auch, wenn sie mit Klassik groß geworden ist, „das ist ja

die Mutter der Kunst“, und Lauras Lieblingsarie aus frühesten Kinderjahren

stammt folgerichtig auch von Mozart: „Der Hölle Rache kocht in meinem

Herzen“ der Königin der Nacht aus der Zauberflöte, entscheidet sie sich

für das Musicalfach. „Ich finde das direkter als Oper, auch spannender.“

Die Eltern unterstützen sie, „sie waren und sind meine größten Förderer

und Kritiker“, sagt Laura. Sie studiert ein Semester an der San Diego State

University in Kalifornien, macht Ballett, Modern Dance, parallel dazu Jazz

Dance, Hip Hop, später drei Jahre lang an der Stage School die Ausbildung

zur Bühnen-/ Musicaldarstellerin.

»Hamburg ist mein Hafen, und Coburg

mein Heimathafen: Im Hofgarten sitzen,

auf den Schlossplatz schauen, über den

Markt gehen, den alten Schulweg laufen,

ins Theater gehen«

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


LAURA MANN

»Die Ausübung der Kunst ist ein großer

Teil meines Ichs, es ist mir die Luft,

in der ich atme.«

Clara Schumann (1819-96), dt. Klaviervirtuosin u. Komponistin

Lieblingszitat von Laura Mann

Ernst des Lebens

Jetzt also hat sie ihre Berufung zum Beruf gemacht. Kein leichter Weg. Viele

wollen auf die Bühne, Karriere machen, „die Konkurrenz ist halt sehr groß“,

gerade am Anfang „hangelt man sich von Engagement zu Engagement“,

Laura war an verschiedenen Theatern beschäftigt, „du musst halt einfach viele

Bälle gleichzeitig jonglieren“, in Hamburg, in der „Perle von Stadt“, in der sie

heute lebt, an der Landesbühne Oberfranken, in Bamberg, jetzt am Theater

für Niedersachsen in Hildesheim. „Du brauchst da schon viel Geduld“. Ihr

Umfeld kann ihren Weg oft nicht nachvollziehen, manche „finden das skurril,

andere mutig“, erzählt sie, „manchmal hat man halt gut Geld im Monat,

manchmal wenig, das Leben als Künstlerin ist kein Wunschkonzert.“ Sie will

die Unsicherheit nicht schönreden, die existenziellen Ängste, die schwierigen

Vorstellungsgespräche, bei denen man oft abgelehnt wird, „weil es auch halt

ein sehr subjektives Geschäft ist, weil Du die falsche Haarfarbe hast, zu groß,

zu klein bist“, aber sie hat es nicht bereut, den Weg gegangen zu sein. Sie ist

stolz auf das Erreichte. „Ich will ja auch nichts anderes machen.“ Und dafür

kämpft sie: „Du muss raus in die Welt, Dich zeigen, das ist entscheidend.“

Das Leben ist Kunst

Und das tut sie. Neben ihren Theaterengagements macht sie Lesungen,

moderiert Galas, ist Sprecherin, Sängerin der Uni Big Band Bamberg und hat

so ganz nebenbei noch ein Jazzprogramm gestaltet, in dem sie an der Seite

des Gitarristen Florian Berndt die legendäre Ella Fitzgerald wieder zum

Leben erweckt, das nächste Mal am 17. November im Pelikan in Bamberg.

Sie träumt von einer eigenen Jazz-CD mit eigenen Arrangements, findet aber

auch Elektroswing „ziemlich gut“. Musik, Theater, darstellende Kunst, damit

drückt sie sich aus, in diesen Genres fühlt sich sie wohl. „Ich habe das große

Glück, das ich den Beruf liebe, den ich ausüben darf, das erfüllt mich.“ Ihre

große Liebe aber gehört dem Musical: „Ich finde, dass ich mich da am besten

ausdrücken kann, weil da alles zusammenkommt: Musik, Tanz, Gesang,

Schauspiel.“ Sie träumt von großen Rollen, vielleicht kommen sie einmal,

erfolgreich aber ist sie heute schon, sie nämlich hat ihre Berufung zum Beruf

gemacht.

„Ella – First Lady of Song“

Laura Mann am 17.11.2017

im Pelikan Bamberg

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Mick Böhm, seit fast 25 Jahren im Veranstaltungsgeschäft tätig. Seit 2010 sorgt er als Koordinator

Stadtmarketing für neuen Schub in der Außendarstellung der Stadt.

Sind Sie ein Macher?

Ich setze gerne verrückte Ideen um. Wenn man damit ein „Macher“ ist, bin

ich einer. Das geht aber nur in einem Team, in dem jeder mal die Rolle des

Treibers übernimmt. Also wenn man so will, ist immer das Team der Macher.

Warum fühlen Sie sich als Macher?

Im Stadtmarketing geht es ja darum, Menschen von Coburg zu begeistern.

Von der Schönheit, der Qualität, dem Lebensgefühl, den tollen Angeboten

unserer Stadt. Zu allererst richtet sich Stadtmarketing daher an die Coburger

selbst. Sie sind die wichtigsten Botschafter ihrer Stadt nach außen. Wenn wir

sie mit unseren Aktionen und Veranstaltungen begeistern können, ist schon

viel erreicht. Darüber hinaus besetzen wir gezielt Themen, um überregional

auf Coburg aufmerksam zu machen. Dazu müssen wir über den Tellerrand

hinausschauen, Strömungen aufgreifen, kreativ sein, neue Ideen entwickeln.

Und das sind für mich genau die Aufgaben eines Machers.

Was treibt sie an?

Meine Neugierde, mein kreativer Druck, meine Lust an ungewöhnlichen

Konzepten und letztlich die Freude daran, wenn die dabei entstehenden

Themen in das Bewusstsein der Menschen und Entscheider dieser Stadt

vorgedrungen sind.

Was waren neue Ideen und Orte, auf die sie stolz sind?

Wir haben ja schon einiges bewegt: Gemeinsam mit anderen haben

wir zum Beispiel die Pakethalle zu einem kreativen Veranstaltungsort

entwickelt, der über die Grenzen Coburgs hinaus für Beachtung sorgt. Wir

haben beispielsweise mit der Aktion „Weihnachtsbaum für die Queen“

ein überregionales Medieninteresse erzeugt wie nahezu kein anderes

Thema aus Coburg es davor geschafft hat. Wir haben damit die herzogliche

Geschichte Coburgs und die Verbindung zu vielen Königshäusern wieder in

das Bewusstsein gebracht. Das alles wird uns helfen, wenn wir 2019 den 200.

Geburtstag von Albert und Victoria feiern. Aber wir machen auch viele kleine

Dinge, neue Wege für Fach- und Führungskräfte, ein Programm für Exil-

Coburger, um ihnen unsere Stadt wieder schmackhaft zu machen. Und vieles

mehr.

Wie ging es eigentlich los mit dem Machen?

Das war damals bei der Coburger Brauerei Scheidmantel, als die großen

Feste wie Schlossplatzfest oder Sambafest entstanden sind und man einen

starken Partner für die Logistik der Feste gebraucht hat. Da habe ich mich

drum gekümmert und bin so in das Geschäft reingewachsen. Später vor dem

Stadtmarketing war ich dann für große Betriebe bundesweit tätig in Sachen

Logistik, Personal und Materialmanagement.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Wenn man außergewöhnliche Projekte machen will, muss man immer auch

mit starkem Gegenwind rechnen. Damit kann ich leben, das muss man

aushalten. Letztlich ist doch entscheidend, ob man am Schluss erfolgreich

war.

Ist Coburg ein guter Standort zum Machen?

Ich bin überzeugter Coburger, ich bin hier geboren, ich lebe und liebe diesen

Standort und sehe wahnsinnig viele Möglichkeiten. Um aus denen noch mehr

zu machen, müssen wir alle noch mehr an das Ganze als nur an uns denken,

müssen alle auch mal über unseren Schatten springen. Dann werden wir große

Projekte für unser Coburg ermöglichen.

Die Fragen stelle Wolfram Hegen.

Projekte, Beispiele, Filme unter www.coburg.de/stadtmarketing

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


Großes

50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Generalsanierung, Interimsspielstätte, Intendantenwechsel – das Landestheater Coburg

schrieb und schreibt in diesen Monaten in der öffentlichen Wahrnehmung viele Dramen selbst.

Die Leidenschaft der Diskussionen darüber zeigt, wieviel Herz die Coburger und Coburg für ihr

Theater empfinden. Kein Wunder – wie ein Blick auf den ambitionierten Spielplan in diesem

Jahr und die vielen interessanten Neuen und neuen Alten im Team zeigt.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


GROSSES THEATER

Gleich zur Eröffnungspremiere – Puccinis „Tosca“

– gab es ein Wiedersehen und –hören mit zwei

Publikumslieblingen: Für die Titelpartie konnte die

Sopranistin Celeste Siciliano gewonnen werden,

und in der Rolle des Cavaradossi kehrte Tenor Milen

Bozhkov zurück ans Haus am Schlossplatz.

Und auch mit „A Spider Murphy Story“ (ab 14.

Oktober 2017) dürfte Schauspieldirektor Matthias

Straub gleich zum Beginn der Saison einen veritablen

Kassenschlager landen: Das Rock’n’Roll-Musical

kommt als turbulente Coming-of-age-Story gespickt

mit Hits der Spider Murphy Gang daher.

Im Schauspielprogramm finden Klassiker wie „Der

zerbrochne Krug“ (ab 13. Januar 2018) oder „Macbeth“

(ab 2. Juni 2018) ebenso Platz wie zeitgenössische

Theaterstücke: Mit Ayad Aktars „Geächtet“ (ab 7.

April 2018) gelangt eine hervorragende Polit-Satire

zur Aufführung; Florian Zellers „Vater“ (ab 14.

April 2018) erzählt mal frech, mal anrührend die

Geschichte eines an Demenz erkrankten Mannes, die

– konsequent aus der Sicht des Betroffenen erzählt –

beinahe zum Psycho-Thriller gerät.

Oliver Bukowskis Boulevard-Komödie „Bis Denver“

(ab 7. Oktober 2017), ursprünglich im Lausitzer Idiom

geschrieben, wird fränkischen Hörgewohnheiten

angepasst (Übertragung: Peter Schanz). Nicht zu

vergessen das Weihnachtsmärchen: Eigens für das

Landestheater Coburg erarbeitet der renommierte

Dramatiker Philipp Löhle eines Spielfassung von

Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ (ab 19.

November 2017).

Familienfreundlichkeit wurde auch im

Musiktheaterspielplan der Saison 2017/2018 groß

geschrieben: Produktionen wie „La Cenerentola“

(ab 3. Februar 2018), „Rusalka“ (ab 22. April 2018)

oder Pierangelo Valtinonis Familienoper „Pinocchio“

(ab 10. März 2018) dürften junge Besucher, die zum

ersten Mal in die Welt der Oper eintauchen, ebenso

ansprechen wie passionierte Theatergänger.

Eine bissige Revue bildet den krönenden Abschluss

der Saison: In der Inszenierung von Konstanze

Lauterbach kommt Kurt Weills „Aufstieg und Fall der

Stadt Mahagonny“ (ab 22. Juni 2018) auf die Bühne

des Großen Hauses.

Zwischen klassischem Ballett und modernem

Tanztheater präsentiert sich in dieser Saison das

Ballett Coburg. Für seinen Ballettabend „After Dark“

(ab 28. Oktober 2017) hat sich Coburgs Ballettdirektor

Mark McClain vom gleichnamigen Roman des

japanischen Autors Haruki Murakami inspirieren

lassen. Und Strawinskys „Feuervogel“ (ab 12. Mai

2018) präsentiert sich gepaart mit zwei modernen

Tanzstücken von Takashi Yamamoto und dem früh

verstorbenen Choreografen Uwe Scholz als Abend

mit drei ganz unterschiedlichen Handschriften.

In der Reithalle steht ein weiterer Strawinsky auf

dem Programm: „Die Geschichte vom Soldaten“

(ab 2. Februar 2018) wird von Orchestermusikern,

Tänzern und Schauspielern des Hauses gemeinsam

als spartenübergreifendes Projekt erarbeitet.

Der komplette Spielplan und Tickets unter

www.landestheater-coburg.de

Der Umbau

Das Hochbauamt der Stadt arbeitet

zusammen mit Architekten der Stadt

Coburg aktuell an einem Raum- und

Funktionsprogramm für das Landestheater in

Form der Generalsanierung. Erste Entwürfe

sind im Entstehen. Die Sanierung soll nach

aktuellem Stand im Jahr 2019 beginnen. Um

die für die Zeit der Sanierung notwendige

Interimsspielstätte gab und gibt es immer

wieder Diskussionen. Der Stadtrat hatte im

September nach vielstündiger Sitzung einen

Eilantrag abgewiesen, der den Bau einer

provisorischen Ersatzspielstätte bei den nach

neuesten Berechnungen zu erwartenden

Kosten über der bisherigen Grenze von

maximal 6 Millionen Euro in Frage gestellt

hatte. Diskutiert wird auch noch der Bau einer

dauerhaften Multifunktionshalle, die nach

der Nutzung durch das Theater während der

Bauarbeiten nicht - wie eine Ersatzspielstätte

- abgerissen werden müsste. An dieser würde

sich allerdings der Freistaat nicht mit 75% an

den Kosten beteiligen, sondern nur mit 25%.

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


DIE NEUE SAISON IM LANDESTHEATER COBURG

Neue im Team

Milen Bozhkov, Tenor

Der bulgarische Tenor absolvierte seine

Gesangsausbildung an der Musikakademie in Sofia

und der Universität für Musik in Graz. Seine ersten

Engagements brachten ihn an die Nationaloper

Sofia und das Grazer Opernhaus. Konzerttätigkeiten

führten ihn u. a. nach Japan, Österreich, Deutschland

und Slowenien. Milen Bozhkov ist auch beim

Coburger Publikum kein Unbekannter: Ab der

Spielzeit 2008/09 war er schon einmal einige Jahre

Ensemblemitglied. Derzeit steht er als Cavaradossi in

„Tosca“ auf der Bühne des Landestheaters.

Paul Kroeger, Tenor

Der texanische Tenor trat bereits während seines

Studiums an der Southern Methodist University

in Dallas in zahlreichen Opernproduktionen

auf. 2015 machte er seinen Master-Abschluss an

der University of Colorado. In dieser Zeit war er

Finalist bei mehreren Wettbewerben und konnte

weitere Opernerfahrungen sammeln. Im Thüringer

Opernstudio hat er an den Theatern in Erfurt,

Nordhausen und Gera gesungen. In Coburg wird

er in dieser Spielzeit z. B. als Don Ramiro in „La

Cenerentola“ oder Fuchs in „Pinocchio“ zu sehen

sein.

Franz Xaver Schlecht, Bariton

Der Sänger studierte an den Musikhochschulen in

Augsburg, Leipzig und Würzburg. Während des

Studiums debütierte er als Haly in Rossinis „L'italiana

in Algeri“ an den Stadttheatern Augsburg und

Ingolstadt. Gastengagements führten ihn u. a. an

das Mainfranken Theater Würzburg, die Staatsoper

Berlin und die Deutsche Oper Berlin. Gerade hat

er an der Oper Leipzig als Papageno debütiert. Am

Landestheater ist er aktuell als Graf Almaviva in „Die

Hochzeit des Figaro“ zu erleben und ab Februar als

Dandini in „La Cenerentola“.

Solvejg Schomers, Schauspielerin

Die 1993 geborene Schauspielerin wuchs in Tübingen

auf, wo sie auch an zahlreichen Produktionen

des Zimmertheaters Tübingen mitwirkte. Ihr

Schauspielstudium absolvierte sie an der Universität

der Künste Berlin. Dort spielte sie unter anderem

am Deutschen Theater Berlin und am Stadttheater

Brandenburg. Seit dieser Spielzeit ist sie festes

Mitglied des Schauspielensembles des Landestheaters

Coburg und wird demnächst in „A Spider Murphy

Story“ und „Am Boden“ zu sehen sein.

Alexandra Weis, Schauspielerin

Alexandra Weis wurde als Tochter russischer Eltern

mit ukrainisch-bulgarischen Wurzeln in Karlsruhe

geboren. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an

der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und

war im Rahmen des Studiums zwei Jahre Mitglied des

Schauspielstudios am Staatsschauspiel Dresden. In

dieser Zeit arbeitete sie u. a. mit Volker Lösch, Oliver

Frljic und Jan Gehler zusammen. In Coburg ist die

Schauspielerin in dieser Spielzeit u. a. in „Wallenstein“

und „Die fetten Jahre sind vorbei“ zu sehen.

Thomas Kaschel, Schauspieler

Der 1990 in Recklinghausen geborene Schauspieler

landete noch vor seinem Studium am Off-

Theater "Rottstraße 5 Theater" in Bochum. Dort

assistierte, beleuchtete, baute, las und spielte

er in vielen Produktionen. Auch neben seinem

Schauspielstudium, das er schließlich an der

Folkwang Universität der Künste absolvierte, spielte

er dort sowie an den Schauspielhäusern in Bochum

und Dortmund. Mit dem Festengagement in Coburg

beginnt seine professionelle Laufbahn. Zu erleben ist

er hier ab 14. Oktober in „A Spider Murphy Story“.

Valentin Kleinschmidt, Schauspieler

Der gebürtige Dresdner realisierte nach dem

Abitur diverse freie Theater- und Filmprojekte und

begann ein Studium der „Szenischen Künste“ an der

Universität Hildesheim. Nach einem Jahr wechselte er

an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

Im Rahmen der Schauspielausbildung war er von

2015-2017 Teil des Ensembles des Staatsschauspiels

Dresden, wo er u. a. in „Wie es euch gefällt“ zu sehen

war. Auf der Coburger Bühne ist er z. B. zu sehen in

„Wallenstein“, „A Spider Murphy Story“ und „Eine

Weihnachtsgeschichte“.

Johannes Braun, 1. Kapellmeister

Der junge Dirigent hat bereits mit einer Vielzahl

nationaler wie internationaler Orchester

zusammengearbeitet, assistierte namhaften

Dirigenten und wurde in die Künstlerliste

„Maestros von Morgen“ des Deutschen Musikrates

aufgenommen. 2016 gab er sein Operndebut mit

Verdis „Rigoletto“ am Staatstheater Mainz. Derzeit

studiert er im Konzertexamen Orchesterdirigieren.

Am Landestheater ist Johannes Braun in dieser

Spielzeit u. a. mit „Die Hochzeit des Figaro“, „Das

Land des Lächelns“ und „Der Feuervogel“ am Pult zu

erleben.

Davide Lorenzato,

Chordirektor und Kapellmeister

Der aus Trient stammende neue Chordirektor und

Kapellmeister dirigierte schon mit 14 seinen ersten

Kirchenchor und trat mit verschiedenen Bands

auf. Er diplomierte in Flöte, Kirchenmusik sowie

Chorleitung; studierte Physik, Komposition und

Orchesterdirigieren. Nach einigen Jahren intensiver

Konzerttätigkeit und vieler Meisterklassen, studierte

er an der Musikhochschule Mannheim Orchesterund

Chordirigieren. Er arbeitete mit zahlreichen

Orchestern zusammen und ist selbst künstlerischer

Leiter mehrerer Orchester und Chöre.

Katarzyna Bogucka, Regieassistentin

Die aus Krakau stammende Katarzyna Bogucka begann

in ihrer Kindheit mit klassischem Gitarrenunterricht.

Später widmete sie sich der literarischen Tätigkeit

und Übersetzungen. Ihr Studium der Skandinavistik

und Germanistik absolvierte sie an den Universitäten

in Krakau und Münster. Für ihre Abschlussarbeit

bekam sie eine Auszeichnung. Dem Studium folgten

Regiepraktika am Theater Münster, dem Theater

Chemnitz und der Staatsoper Hannover. Seit dieser

Spielzeit ist sie Regieassistentin für Musiktheater am

Landestheater.

Katharina Malur, Regieassistentin

Die gebürtige Erfurterin absolvierte nach dem

Abitur ein FSJ Kultur in der Öffentlichkeitsarbeit

der Jenaer Philharmonie. Anschließend studierte

sie Musiktheaterwissenschaften an der Universität

Bayreuth und schloss 2017 den Bachelor ab. Während

ihrer Studienzeit hospitierte sie in der Dramaturgie

am Theater Erfurt und der Regie am Nationaltheater

Weimar. Zudem arbeitete sie für sechs Monate

als Volontärin im KBB der Ludwigsburger

Schlossfestspiele sowie als Festivalassistenz bei den

Thüringer Bachwochen 2017.

Marten Straßenberg, Regieassistent

Nach seinem Schulabschluss sammelte Marten

Straßenberg am Meininger Theater erste

Bühnenerfahrung als Regieassistent und Spieler

für die Sparte Junges Theater/Bürgerbühne. 2015

absolvierte er seinen Bundesfreiwilligendienst am

Kinder- und Jugendtheater Tohuwabohu. Dort

realisierte er bereits eigene kleine Projekte. Es

folgte ein Engagement am Staatstheater Meiningen

als Regieassistent. Nun ist er am Landestheater als

Regieassistent tätig und präsentiert mit „Ein Herz

und eine Seele“ seine erste Regiearbeit.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


VON WOLFRAM HEGEN

54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Gesponserter Beitrag

Oliver Schneider, einer der Köpfe der Agentur Streckenbach GbR

Wir könnten uns für das Gespräch und für die Fotos in Coburg

treffen, in einem Café, oder in Großgarnstadt, in seinem Büro, das

wäre sicherlich am einfachsten, aber das ist seine Sache nicht, er

sucht, das wird im Laufe des Gesprächs klar, nicht unbedingt den

kürzesten schnellsten Weg, eher solche, die ihn über Umwege

leiten und so aber dann eben zum Dank auch an Ziele führen, die

beim Beginn eines Weges oft noch nicht einmal klar definiert sind,

vielleicht ist aber genau das der Grund, warum er und seine Agentur

so viel entdecken, neue Künstler, die sie behutsam aufbauen,

von denen es einige „schaffen“, auf große Bühnen, ins nationale

Fernsehen, aber auch neue Locations hier in ihrer Heimat, die

sie für die Themen Kabarett und Comedy erschließen, so wie das

Ziel unserer Fahrt dann eben auch von Coburg weg an seinem

Heimatort Meeder vorbei nach Heldritt auf die Waldbühne führt,

zu diesem „regionalen Kleinod“, wie Oli Schneider schwärmt,

die seine Agentur seit 2015 bespielt, erst zaghaft, seit diesem Jahr

aber selbstbewusst mit dem „Heldritter Kabarettsommer“, der

fest im Jahresprogramm dieser faszinierenden Naturbühne mitten

im Nirgendwo verankert werden soll.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


AGENTUR STRECKENBACH GBR

… ist eine Künstleragentur, die sich auf

die Bereiche Kabarett und Comedy

spezialisiert hat. Das Aufgabengebiet

umfasst Tourbooking & Galavermittlung,

Medienarbeit & Promotion, Organisation

von TV-, DVD-, CD-, und Buchproduktionen

sowie die Ausarbeitung gezielter Vertriebsund

Marketingstrategien für Künstler. Ebenso

realisiert die Agentur Streckenbach GbR

diverse Event-Projektarbeiten und ist als

freier Veranstalter für Konzerte, Events sowie

Kabarett- und Comedyveranstaltungen tätig.

Agentur Streckenbach GbR

Eichenweg 11

96237 Ebersdorf b. Coburg

Tel.: +49 (0) 9562 784 4025

Fax.: +49 (0) 9562 786 568

mail.: info@agentur-streckenbach.de

www.agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen

56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


PORTRAIT OLIVER SCHNEIDER

Umkämpfter Markt

Oli Schneider führt die Agentur Streckenbach GbR

gemeinsam mit Agenturgründer André Streckenbach. Eine

junge Agentur, die vor etwa sieben Jahren einen Marktplatz

betreten hat, der hart umkämpft ist und nicht viel Raum zur

Entwicklung bietet. Den aber will man nutzen. Den anderen

Anbietern auf diesem Marktplatz nachzueifern, konnte nicht

das Ziel der Agentur sein. „Wir haben keine Ambitionen in

Richtung großer Veranstaltungen, schon jahrelang etablierter

Musiker oder Comedians, da gibt es andere, vor denen wir

großen Respekt haben“, sagt Oli Schneider. „Wir wollen das

Angebot eher ergänzen, Impulse setzen“. Er sei daher immer

an Aufbau von Künstlern interessiert, die zwar talentiert

genug für eine Karriere, die Wahrnehmungsschwelle der

breiten Öffentlichkeit aber noch nicht überwinden konnten.

Und auch an neuen Locations für das Thema Kabarett und

Comedy wie eben die Waldbühne Heldritt, oder auch das

Münchner Hofbräu im Herzen Coburgs, in dem man in

diesem Jahr bis Mai 2018 zum zweiten Mal „Coburg lacht“

veranstaltet (www.coburg-lacht.de), oder im nächsten Jahr

der Neustadter Frankenhalle, für die man die „Altneihauser

Feuerwehrkapelln“ gewinnen konnte.

Offen für und unterwegs in der Welt

Oli Schneider ist aber viel über seine Heimatregion hinaus

unterwegs, spult jährlich einige zehntausend Kilometer

auf den Tachometern seines Dienstwagens. „Mit Coburg

verbunden, aber offen für die Welt“, sagt er lachend, obwohl er

oft nicht weiß, wo er gerade ist, obwohl bei aller Begeisterung

der Stress manchmal überhandnimmt, der zeitliche, und

auch der existenzielle: Das Veranstaltungsgeschäft ist in der

Außenbetrachtung vielleicht schillernd, in der Innenbeziehung

aber knallhart. Niederlagen inklusive. Viel darf man sich da

nicht leisten. Letztlich geht es ums Geschäft. So funktionieren

junge unbekanntere Comedians eher in Universitätsstädten wie

Bamberg, Bayreuth oder Würzburg, weiß er aus Erfahrung. Die

Agentur betreut darüber hinaus auch die „Lachnacht“ (www.

lachtnacht.com) in 25 Städten im gesamten Bundesgebiet, „so

oft es geht, versuche ich dabei zu sein“, und nicht selten ist Oli

Schneider mit einem seiner Künstler für Fernsehproduktionen

in Köln, Hamburg oder Berlin unterwegs.

Bembers, Das Eich, Stöckel

„Wir sind ja nicht nur Veranstalter, sondern vor allem auch

Künstleragentur.“ 15 Künstler vertritt man exklusiv. „Bembers“

zum Beispiel, diesen Brachialfranken, „Das Eich“, mittlerweile

zum Kult avanciert, den „verrückten Wissenschaftler“

Konrad Stöckel, erst kürzlich beim NDR-Comedy-Contest,

auf 3SAT oder im MDR zu sehen, oder Stefan Danziger,

mittlerweile mehr als ein hoffnungsvoller Nachwuchskünstler

aus Berlin, „von dem werden wir bestimmt auch noch viel

hören.“ Gute ehrliche Verhältnisse zu diesen Künstlern sind

das Entscheidende, „persönlicher Kontakt, Gesicht zeigen“,

Vertrauen aufbauen, miteinander wachsen. Oliver Schneider

sagt das nicht so leicht hin, weil es gut klingt, man nimmt

es ihm ab, auch das Gespräch über ihn und seine Agentur

ist von gegenseitigem Respekt und jener Ernsthaftigkeit

geprägt, die auch entscheidend für den Erfolg einer Agentur

ist. „Belastbare“ Beziehungen aufbauen, gut vernetzt sein

in der Branche, in Deutschland, Österreich, Schweiz, zu

„Medienmenschen“, Verlässlichkeit eben, darauf kommt es an,

und natürlich „Ideen, Ideen, Ideen.“

Erinnerungen schaffen

Aus diesem Fundus an Inspirationen und Künstlern, aus

diesem mittlerweile internationalen Netzwerk, schöpfen

Oliver Schneider, sein Kompagnon André Streckenbach

und die mittlerweile drei Angestellten auch für den dritten

Geschäftsbereich, die allgemeine Künstlervermittlung. Man

hat schon runden Geburtstagen, Hochzeiten oder großen

Firmenjubiläen die kabarettistische Krone aufgesetzt,

Höhepunkte geschaffen, die im Gedächtnis bleiben, wenn

der Anlass längst verblasst ist. „Du musst ja immer etwas

Besonderes bieten, das ist auch unser Anspruch.“ Das ganze

Team macht sich für diese Vision stark, vorne dran er, „der

Visionäre“, daneben sein Mitgeschäftsführer und Gegenpol

André Streckenbach, „der Rationale“, „da wird es schon auch

mal hitzig, emotional, da reiben wir uns, aber unter dem Strich

haben wir immer ein gemeinsames Ziel.“

Eben NEU-gierig zu bleiben im besten Sinn. Und so führt

der Weg nach dem Termin an der Waldbühne Heldritt auch

nicht gleich zurück nach Coburg, sondern nach Bad Rodach.

Der kurzen Brotzeit in einer Bäckerei wegen zum einen, aber

vor allem, weil es auch dort eine interessante Location für

Veranstaltungen, die Gerold-Strobel-Halle gibt, in denen die

Agentur Streckenbach GbR schon aktiv ist.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


SCHÜLERZEITUNG CASIOPEIA

VON WOLFRAM HEGEN

Worte haben Macht

Die Schülerzeitung

Casiopeia im Lutherjahr

Die beiden Chefredakteure León Eberhardt (links) und Vanessa Wagner (rechts) mit Betreuungslehrerin Cathleen Berger

Sie haben Luther aufs Maul geschaut, im wahrsten Sinne des Wortes, und

das auch noch richtig gut: die Redakteure der Casiopeia, der Schülerzeitung

des Casimirianums. Das Team rund um die beiden Chefredakteure Vanessa

Wagner und León Eberhardt hat beim Schülerzeitungswettbewerb

„Blattmacher“ von Bayerischem Kultusministerium und Süddeutscher

Zeitung mit seiner Sonderausgabe zum Lutherjahr den zweiten Platz

geholt.

58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


LUTHER AUFS MAUL GESCHAUT

„Das war eine Riesenehre für uns“, freut sich Vanessa

Wagner. Selbstverständlich sei man im Sommer

mit einem Großteil des Teams zur Preisverleihung

gefahren. Und 30 Schüler waren auch nach den großen

Ferien bei der ersten Redaktionssitzung wieder dabei.

Es ist in der Schule wie im richtigen Leben. Erfolg

zieht an, und zwar Schüler aus allen Jahrgangsstufen.

Sie recherchieren, schreiben, fotografieren, zeichnen,

layouten. „Da ist ungeheuer viel Euphorie dabei“,

sagt Vanessa, „auch in der Zeit von Computern

und Smartphone kann das geschriebene Wort also

Begeisterung auslösen.“ Kein Wunder, dass auch

Cathleen Berger, die sich in diesem Fall „eher als

Betreuerin denn als Lehrerin“ begreift, voll des

Lobes über ihr Team ist, dass schon auch mal in der

Schule übernachtet hat, um ein Magazin rechtzeitig

fertigzubringen. „Letztlich haben die Schüler

auch noch für den Vertrieb der 1500 Exemplare im

Stadtgebiet gesorgt. Die auf eine Initiative von Mick

Böhm vom Stadtmarketing Coburg zurückgehende

Sonderausgabe war für die Redaktion etwas

Besonderes, auch für die beiden Chefredakteure,

obwohl die jetzt schon vier Jahre dabei sind. Die

Bedeutung Luthers auch für die deutsche Sprache ist

dem Team nämlich erst während der Recherche klar

geworden. „Welche Begriffe heutzutage auf Luther

zurückgehen, ohne dass man sich dessen bewusst ist,

ist schon erstaunlich“, so Vanessa. Die Sonderausgabe

bot zudem wieder viel Gelegenheit, „besser zu

werden“, sagt Leon, „das ist unser Ziel, aktuelle

Strömungen aufzugreifen, neue Darstellungsformen

zu finden, uns weiterzuentwickeln.“ Die Fotostory

aus der Sonderausgabe war so ein „… großer Wurf.

Das kam so gut an, das wird Kult“.

Übrigens: die nächste Ausgabe zum Sonderthema

„Zensur“ ist schon im Sommer erschienen, aktuell

arbeiten die Schüler eifrig an einem weiteren Heft.

Was dieses Mal das Sonderthema sein wird, verraten

sie noch nicht. Ende dieses Jahres wissen wir mehr.

„Luther aufs Maul geschaut“: Die preisgekrönte

Ausgabe der Schülerzeitung zum Lutherjahr am

besten noch besorgen, die vier Euro lohnen sich.

willkommen

in coburg

www.coburg.de/la2017

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


Sport?

KAMPF!

KUNST!

VON WOLFRAM HEGEN

FOTOS SEBASTIAN BUFF

Nicole Krauß aus Jagdshof trainiert seit 7 Jahren

Karate im Budokan Sonneberg. Für sie ist die

fernöstliche Kampfkunst kein Sport, sondern

Schule fürs Leben.

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


SPORT? KAMPF! KUNST!

KARATE

ODER

DIE

LEERE

HAND

Wohl kaum eine andere Sportart verbindet

so sehr Sport, Kampf, Ästhetik, Kunst und

Meditation wie Karate. Der Kampf mit der

„leeren Hand“ hat seit vielen Jahren und

Jahrzehnten den Breitensport erreicht.

Zur Fitness, zum Aufbau der Muskulatur,

zur Verbesserung der Haltung, für mehr

Konzentration und auch, um für den Fall der

Fälle gerüstet zu sein, um sich verteidigen

zu können. Dabei ist Karate vor allem eines:

Eine hohe Kunst. Mit Anspruch an Perfektion,

Selbstbeherrschung, Kontrolle und

Geduld. Kein Zeitgeist. Kein Konsum. Kein

Massensport. Kein Spiel. Sagt der Rödentaler

Markus Amberg, lange Jahre Trainer und seit

einigen Monaten Autor eines Buches.

Markus Amberg, geboren 1973 in Coburg, Karateka,

Träger des 3. DAN, zertifizierter Karatelehrer, A-Trainer

und Mental-Trainer in Ausbildung

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


KARATE

Markus Amberg liebt und lebt Karate. Seit 1991, als die Leidenschaft in ihm entfacht

wurde, noch bevor er ein Jahr später mit 19 beim Fußball umkippte, stundenlang

bewusstlos war, danach Sporthose und Trikot dauerhaft gegen den Karateanzug

tauschte. Wie viele Jungs dieser Zeit faszinierten ihn Jean-Claude van Damme

oder Sylvester Stallone in seinen Rocky-Filmen, die unbändige Kraft, Technik

und Disziplin der Filmhelden. Sie waren seine Idole, wie besessen trainierte der

Spätberufene Karate, Kraft und Kondition. Die Athletik, die Körperbeherrschung

waren seine Ziele. Karate bot eine Vielfalt, eine Komplexität wie kaum eine andere

Kampfkunst.

MEDIENMACHT

Perfekt trainiert

in 30 Minuten!

Karate-do, der Weg (Do) der leeren, der unbewaffneten Hand, stammt

ursprünglich aus Okinawa, einer Inselgruppe südlich von Japan. Ursprünglich

diente Karate nur dem Kampf, dem Sieg in einer Schlacht, dem Töten mit einem

Schlag auf den Solarplexus, die Schläfe oder die Halsschlagader, daraufhin wurden

junge Kämpfer trainiert. Wer die Ausführung solcher Schläge heute in einem

Verein sucht, wer Karate für den Straßenkampf missbrauchen möchte, ist fehl

am Platz. Karate nämlich hat sich zu einer umfassenden Weg-Lehre gewandelt,

seit es sich mit chinesischen Traditionen vermischte, bevor es Anfang des 20.

Jahrhunderts über Japan in die ganze Welt gelangte. Europa kam Anfang der

1950er Jahre in Berührung mit der fernöstlichen Kampfkunst, als Karate in

Paris gelehrt wurde. Ein deutscher Judoka brachte den Sport schließlich in die

Bundesrepublik, wo er sich Anfang der 1960er Jahre emanzipierte. Vor allem in

den 1970er bis 1990er Jahren war Karate in Deutschland sehr beliebt, begünstigt

auch durch den Hype um den chinesisch-amerikanischen Filmhelden Bruce Lee,

dessen Mutter eine Deutsch-Chinesin war, einer der Stars der Kampfkunstszene,

der, obwohl schon mit 32 verstorben, eine Fülle an Filmen produzierte und zum

Idol einer ganzen Generation wurde. Heute zählt der Deutsche Karate Verband

etwa 100 000 Mitglieder.

Maximaler Effekt durch innovativste

Trainingsmethoden wie

eGym Premium, fle-xx, ems und

Power-Plate im ersten Fitnessclub

Deutschlands, der ISO

9001 zertifiziert ist.

GÜRTELINFLATION

Doch um diesen Trend hin zum Breitensport tobt ein Glaubenskampf. Markus

Amberg zitiert gerne den höchsten Karateka-Meister Europas Fritz Nöpel mit den

Worten: „Man darf Karate eigentlich nicht als Breitensport betreiben.“ Entweder,

so auch der Standpunkt Ambergs, ist Karate eine Kampfkunst, oder Karate ist

durch Gürtelprüfungen und Wettkämpfe leistungsorientiert, dann ist es ein

Leistungssport. Die vielen Gürtel aber, die mit ihren Farben ja immerhin Aussagen

treffen über beherrschte Techniken, werden heute „fast inflationär“ vergeben, „es

kann aber nun mal nicht jeder Meister sein und einen schwarzen Gürtel tragen“,

kritisiert Amberg. Außerdem könnten sich die wenigsten Breitensportler heute

mit ihren Techniken im Ernstfall wirklich einmal selbst verteidigen, sagt er. Auch

wenn schon das Wissen um die Beherrschung der Technik an sich reichen sollte,

um im Bedrohungsfall einen Gegner auf Distanz zu halten.

» Wer Karate für den

Straßenkampf missbrauchen

möchte, ist fehl am Platz «

Jetzt informieren:

vitadrom.de

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


SPORT? KAMPF! KUNST!

» Karate ist Coaching fürs

Leben, kein bloßer Sport «

GLÜCKSGEFÜHLE

Karate lebt vor allem von Schlag-, Stoß-, Tritt-, Block- und Fußfegetechniken,

erfordert Kondition, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Achtsamkeit, Konzentration

und viel Geduld. Ein langer, ein anstrengender Weg mit viel Quälerei,

Selbstüberwindung, so gar nicht dem aktuellen Lifestyle entsprechend, kein

Sport zum kurzen abendlichen Auspowern, eine Kampfkunst eben, aber vielleicht

genau daher so interessant, weil sie den Blick nach innen öffnet, auf die eigenen

Widerstände, die eigenen Grenzen. Die zu überwinden, sich abzuhärten,

Schmerzen zu ertragen, das treibt auch Amberg an. „Gerade das bringt ja

Glücksgefühle“, sagt er. Dann wird Karate zur Meditation, zur Kunst, dann gerät

man im besten Fall in einen Flow, man tritt aus sich heraus, beobachtet die eigene

Perfektion, alles läuft wie von selbst. „Karate ist Coaching fürs Leben, kein bloßer

Sport“, sagt Markus Amberg.

Markus Amberg: Der Karate-Weg - Lehre und Leidenschaft.

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Sport für Sie bedeutet –

Spaß, Motivation und

Erfolge! Jede Sportart

verlangt ihre spezifische

Ausrüstung.“

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gegen Blendung bei tiefstehender

Sonne, auch in

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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… EIN AMERIKANISCHER

BOTSCHAFTER

Als Platz zum Begegnen und Lustwandeln war die

Stelle dereinst angelegt worden. Doch als solche

wird sie kaum mehr wahr genommen, diese herrlich

begrünte Verlängerung des Albertsplatzes entlang der

ehemaligen Stadtmauer: der Ernstplatz. Dabei erlangte

das Haus mit der Nummer 2 sechs Jahre lang höhere

Ehren, nachdem zu Anfang des 20. Jahrhunderts das

Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika

hier seine diplomatischen Zelte aufschlug.

Erst durch den Rückbau der inneren Wehranlage

und die Verfüllung des Wallgrabens Ende des

18.Jahrhunderts entstand hier die heute noch

erhaltene Stützmauer aus Sandsteinquadern mit

der Treppenverbindung in die Kleine Rosengasse,

die jetzt viele Einheimische benutzen, um von

den Parkhäusern in die Innenstadt zu gelangen.

Durch diese Auffüllung entstand auch eine kleine

Grünanlage mit Spazierwegen als Lustgarten für

friedliche Wanderer, wie der damals regierende

Herzog Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld

sich ausdrückte. Wie schön, dass die Bewehrungen

der Residenzstadt in den anbrechenden friedlicheren

Zeiten nun nicht mehr als nötig erachtet wurden.

Übrig geblieben davon ist nur der kleine Schnipsel

Rasenfläche im Anschluss an den Pausenhof der

Lutherschule. Und diesen haben innerstädtisch

wohnende Bürger mit den zahlreich vorhandenen

Vierbeinern mittlerweile zum Hundeklo

umfunktioniert. Seit 1874 ziert außerdem ein

adlerbekröntes Kriegerdenkmal die ehemalige

Parkanlage und gedenkt damit der gefallenen

Coburger Soldaten des Deutsch-Französischen

Krieges von 1870/71. Einträchtig stehen hier die

Namen von Offizieren und einfachen Soldaten

nebeneinander. Bemerkenswert modern.

Von der ehemaligen Pracht geblieben sind dennoch

einige Gebäude rund um den Ernstplatz, wie er

erst seit 1875 heißt. Das eindrucksvollste Ensemble

besteht aus den drei nahtlos aneinander gereihten

Einzelhäusern mit den Hausnummern 1,2 und 3, die

unter Einbeziehung mittelalterlicher Stadtmauerreste

und sogar eines Turmes an der Nordwestseite

errichtet wurden. Im Volksmund der Einfachheit

halber kurz „Alte Botschaft“ genannt. Das vom

belgischen Architekten Adolphe Schuster 1865/66

als Spekulationsobjekt konzipierte Ensemble

beherbergte seither bürgerliche Mieter, Gesandte

ferner Länder, städtische Hirten und Wirtsleute. Ein

paar Jahre später baute der Belgier rückwärtig an

das Mittelhaus sogar noch ein palaisartiges Gebäude

Richtung Metzgergasse an und vereinigte es so mit

dem Gebäude am Ernstplatz.

Auf diese Weise fand der wohl bekannteste Mieter

des Hauses Ernstplatz 2 an seinem Arbeitsplatz

auch gleich eine Wohnung: von 1908 bis 1914

residierte hier der Generalkonsul der Vereinigten

Staaten von Amerika. Wirtschaftliche Interessen

führten die Amerikaner nach Coburg. Der Bedarf

an Kinderspielzeug wuchs gegen Ende des 19.

Jahrhunderts in den bürgerlichen Familien stark

an. Besonders, seit Weihnachten zu einem Fest

der Bescherung von Kindern avancierte. Zwei

Drittel der in Europa gefertigten Puppen stammten

aus deutscher Produktion, der größte Teil davon

wurde in Sonneberg hergestellt. Zur Erleichterung

des Handels errichteten die Amerikaner 1851 ein

Konsulat in Sonneberg.

Warum dieses im Jahre 1897 nach Coburg verlegt

wurde, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wollten

die Amerikaner neue Märkte erschließen und

erhofften sich vom aufstrebenden Herzogtum

Coburg neue Formen der Zusammenarbeit.

Schließlich gab es in Coburg damals eine ganze

Reihe von Spezialbetrieben, wie beispielsweise eine

Wagenfabrik für hochwertige Kutschen und etliche

exklusive Hoflieferanten. Auch die zentrale Lage der

Vestestadt an der Fernhandelsstraße von Nürnberg

nach Leipzig und der Bau der Werrabahn mit dem

späteren Anschluss nach Lichtenfels war sicher kein

Standortnachteil. Die Amerikaner setzten auf eine

gedeihliche Zusammenarbeit mit dem alten Europa.

Zuerst residierte der Botschafter noch im Gebäude

Theaterplatz 10 – heute die VR-Bank – bis er dann

im Jahre 1908 in das herrschaftliche Gebäude am

Ernstplatz umzog. Die über vier Meter hohen Räume

strahlen auch heute noch Eleganz und Großzügigkeit

aus. Behutsam sanierte der neue Besitzer alte Türen,

Holzdecken und Beschläge und gab den in die Jahre

gekommenen Räumlichkeiten im 1.Stock ihre Würde

zurück. Sicher war das einer der Gründe, weswegen

eine italienische Möbelmanufaktur hier vor kurzem

einen Showroom eröffnete. Seither zieren feinste

Ledersofas, Glastische und futuristische Lampen die

großzügigen Räume in der ehemaligen Botschaft. Bis

heute werden die exklusiven italienischen Möbel in

Handarbeit gefertigt und passen in ihrer Individualität

wunderbar in dieses repräsentative Gebäude am

Ernstplatz.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


HIER WOHNTE …

66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


… EIN AMERIKANISCHER BOTSCHAFTER

Nicht alle Immobilien können Vesteblick haben.

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Engel & Völkers Coburg • Ketschengasse 41 • 96450 Coburg • Tel 09561-795 24 00 • www.engelvoelkers.de/coburg

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


Advertorial

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

GROSSE NAMEN

VERANSTALTUNGEN VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG

HAGEN RETHER

SONNTAG, 5. NOVEMBER I 20.00 UHR

KONZERTHALLE - HEGELSAAL BAMBERG

HELMUT LOTTI

DONNERSTAG, 9. NOVEMBER I 20.00 UHR

KONZERTHALLE BAMBERG

LIEBE, so heißt Titel des Programms von Hagen Rether. Diese kommt aber darin

nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und

romantisch stimmt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten. Sichtbar

wird jedoch die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die

Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.

Helmut Lotti feiert sein Comeback. Am 9. November wird er dabei auch in

Bamberg Halt machen. Seine Karriere ist nahezu einzigartig: Bereits 1995 startete

sein internationaler Durchbruch, er eroberte die ganze Welt. Das Album erreichte

auf Anhieb Gold-Status. Lotti verkaufte über 13 Millionen Tonträger. Man kann

also getrost von einer lupenreinen Weltkarriere sprechen.

OLAF SCHUBERT

15. NOVEMBER I 20.00 UHR

KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

KELLY FAMILY

17. AUGUST 2018 I 19.30 UHR

HUK-COBURG-SOMMER-OPEN-AIR

Er ist Musiker, Poet, Weltbürger, Kosmopolit, Steuermann und Freidenker –

die Rede ist von Olaf Schubert. „Sexy Forever“ heißt sein neues Programm. Er

offenbart sich, neue Wege zu gehen. Dieses großartige Erlebnis sollte man sich

nicht entgehen lassen.

THE KELLY FAMILY ist zurück und sie geht auf Tournee. Ob mit überzeugender

Lichtshow, Konfettiregen, spektakulärer Pyrotechnik oder auch mit

Videoeinspielungen - jedes Element ist ein Hommage an jeden einzelnen vieler

unvergesslicher Songs.

Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de

oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


BUSINESSPRODUKTIONEN 2017

Foto-Advertorial

iTVCoburg. Mehr als Fernsehen.

Businessproduktionen 2017

Seit 2007 ist iTVCoburg der TV-Sender für die Region: Online und

mobil erreicht iTVCoburg etwa 110 000 verschiedene Nutzer, zudem

über das Kabel in Coburg und Rödental und den Partnersender SRF in

Südthüringen noch einmal 160 000 und über öffentliche Bildschirme

weitere 10 000 Zuschauer (2016). Darüber hinaus ist iTVCoburg

führender Partner für Businesskunden: Fernseh-, Kino- und Socialmedia-Produktionen,

Image- und Produktfilme, Werbespots, Videoclips,

Vor-Ort-Moderationen, Liveübertragungen. Alles aus einer Hand.

Von der Kreation über den Dreh bis zum fertigen Film. Von erfahrenen

Mitarbeitern. Zu fairen Preisen. Einige Beispiele aus dem Jahr 2017 in

Bildern.

Serie „Coburg bildet aus“: Dreh bei Active World in Niederfüllbach

Heißer Reifen: Kinospot für süc//dacor

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


ITV COBURG

Partner seit Jahren: Lasco Umformtechnik

Neuer Radweg rund um Luther: Dreharbeiten im Auftrag der

Initiative Rodachtal auf E-Bikes vom Sporthaus Wohlleben

Sponsorpartner:Regelmäßig dabei beim BBC Coburg

COBiz: Das Wirtschaftsfernsehen der VR-Bank Coburg

Masha macht sich fit: Dreharbeiten im Vitadrom

Auch beim Parsifal vor Ort: Dreharbeiten im Auftrag des Landestheaters Coburg

Bilder für die Großbildleinwand: Der iTV-Beitrag zum Traumspiel

Ganz in Weiß: Schlossplatz-TV im Auftrag der VR-Bank Coburg mit Topmodel-Finalistin Taynara Joy

Fünf Tage live aus Coburg: iTV bringt Waldrich

Maschinen virtuell auf den Messestand nach Hannover

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


MEHR ALS FERNSEHEN

Foto-Advertorial

Ausbildungsberufe vor der Kamera:

Dreharbeiten für ZÖWIE in Neustadt

Spotdreh für Kongresshaus Rosengarten in

Kooperation mit markatus – markantes marketing

Für den Messestand: Produktfilme für KAPP NILES

Auf dem Parkett: Der Retencon Business Cup

Liveproduktion: Das Team von „Auf den Punkt“, dem Regionentalk der Sparkasse Coburg – Lichtenfels

gemeinsam mit Coburger Tageblatt und Radio EINS

OBO-TV, Fernsehen von und für Behinderte

Parfumflakons für die Welt: Neuer Film für Heinz Glas

Kurzgeschoren: Studio Freese lud zum Haarschnitt

Einlauftrailer: Studiodreh für HSC Coburg

Mehr Informationen:

www.itv-coburg.de

www.facebook.com/itvcoburg

Kontakt

iTVCoburg c/o süc//dacor GmbH.

Schillerplatz 1

96450 Coburg

Telefon: 09561/976215-0

info@itv-coburg.de

Leitung: Wolfram Hegen

Chef vom Dienst: Sebastian Rüger

Kontakt Imagefilme: Wolfram Hegen

Kontakt Werbung: Maria Zoll

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 71


EIN STARKES TEAM

IN DER REGION

Niorter Straße 10, DE-96450 Coburg

Telefon: +49 (0)9561 2343031

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Niorter Straße 10, DE-96450 Coburg

Telefon: +49 (0)9561 2343270

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72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Perfekte Mobilität braucht

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Niorter Straße 10, DE-96450 Coburg

Telefon: +49 (0)9561 2383580

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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


Für mehr Nachhaltigkeit

drücken wir gerne

aufs Gas.

Die Audi g-tron Modelle* – 80 % weniger CO₂-Emissionen

mit der Audi e-gas Technologie. 1

Der Audi A3 Sportback g-tron*, der A4 Avant g-tron* und der A5 Sportback g-tron* folgen einem Mobilitätsansatz,

der weiterdenkt. Denn die Forschung und Entwicklung nachhaltiger Technologien ist für Audi ein wichtiger

Baustein auf dem Weg in eine emissionsreduzierte Mobilität. In einem innovativen Verfahren produzieren Audi

und Kooperationspartner mit Hilfe von erneuerbaren Energien einen eigenen Kraftstoff: Audi e-gas.

Ein attraktives Leasingangebot:

z.B. Audi A4 Avant 2.0 TFSI g-tron, 6-Gang**

Brillantschwarz, MMI Navigationsmodul, Audi phone box, Audi pre sense basic, Einparkhilfe hinten,

Geschwindigkeitsregelanlage, Licht-/Regensensor, Sitzheizung vorn u.v.m.

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Leasingrate

Leistung:

125 kW (170 PS)

Fahrzeugpreis: € 43.990,–

inkl. Werksabholung

Leasing Sonderzahlung: € 9.500,–

Nettodarlehensbetrag (Anschaffungspreis): € 40.038,21

Sollzinssatz (gebunden) p.a.: 1,60 %

Effektiver Jahreszins: 1,60 %

Vertragslaufzeit:

36 Monate

Jährliche Fahrleistung:

10.000 km

36 monatliche Leasingraten à € 229,–

Gesamtbetrag: € 17.744,–

Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57,

38112 Braunschweig, für die wir als ungebundener Vermittler gemeinsam mit dem Kunden die für den

Abschluss des Leasingvertrags nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen. Bonität vorausgesetzt. Es

besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher.

* Kraftstoffverbrauch kombiniert: Benzin in l/100 km: 6,5–5,1; CNG in kg/100 km: 4,3–3,3; CO₂-Emissionen:

Benzin in g/km: 147–117; CNG in g/km: 117–89. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO₂-Emissionen

bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

** Kraftstoffverbrauch: Benzin in l/100 km: innerorts 8,3; außerorts 5,4; kombiniert 6,5; CNG in kg/100 km:

innerorts 5,6; außerorts 3,5; kombiniert 4,3; CO₂-Emissionen: Benzin in g/km: 147, CNG in g/km: 117;

Energieeffizienzklasse A-A+

Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berücksichtigt. Alle Angaben basieren

auf den Merkmalen des deutschen Marktes.

1

Im reinen Gasbetrieb (CNG) in einer Well-to-Wheel-Betrachtung (Umweltbilanz, die die Kraftstoffproduktion

und den Fahrbetrieb des Fahrzeuges mit einschließt) im Vergleich des Audi A3 Sportback g-tron zum

Audi A3 Sportback 1.5 TFSI cod mit 110 kW (Kraftstoffverbrauch Benzin kombiniert: 5,3–5,0 l/100 km;

CO₂-Emissionen kombiniert: 120–114 g/km), des Audi A4 Avant g-tron zum Audi A4 Avant 2.0 TFSI ultra

mit 140 kW (Kraftstoffverbrauch Benzin kombiniert: 5,9–5,3 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert:

135–119 g/km), des Audi A5 Sportback g-tron zum A5 Sportback 2.0 TFSI mit 140 kW (Kraftstoffverbrauch

Benzin kombiniert: 5,9–5,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 133–124 g/km): Als g-tron

Kunde tanken Sie wie gewohnt an einer beliebigen CNG-Tankstelle. Die AUDI AG stellt sicher, dass die auf

Basis der gesetzlichen Normen zur Verbrauchs-und Emissionsmessung nach NEFZ/WLTP sowie regelmäßig

von Audi erhobener statistischer Daten zur jährlichen Fahrleistung der im Zeitraum 7. März 2017 –

31. Mai 2018 bestellten Audi g-tron Fahrzeuge errechneten Gasmengen durch Audi e-gas ersetzt werden

– für 3 Jahre ab der Erstzulassung als Neufahrzeug. Das Audi e-gas wird in das europäische Erdgasnetz

eingespeist und verdrängt somit fossiles Erdgas. Der ebenfalls auf dieser Grundlage ermittelte Umfang

der CO₂-Einsparung kann im tatsächlichen Fahrbetrieb geringer ausfallen. Mehr unter audi.de/g-tron

Anzahlung ergibt sich aus der Audi Umweltprämie. *Verschrottung eines Diesel-Fahrzeugs mit Schadstoffklasse EURO 1 bis EURO 4

Gelder & Sorg Coburg GmbH, Neustadter Str. 26, 96450 Coburg, Tel.: 0 95 61 / 8 68-0,

info-coburg@gelderundsorg.de, www.audi-coburg.de

Gelder & Sorg GmbH & Co. KG, Ohmstraße 4, 97437 Haßfurt, Tel.: 0 95 21 / 92 20-0,

info-hassberge@gelderundsorg.de, www.audi-hassfurt.de

74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Advertorial

Professionelle Autoaufbereitung aller Marken

Paket STANDARD

Eine glänzende Idee

Autoaufbereitung beim Autohaus Ernst

Früher, ja früher: Das hat man sein Fahrzeug in der Hofeinfahrt geparkt, den

Staubsauger aus dem Haus geholt, den Gartenschlauch angeschlossen, sich mit

Putzmitteln und Lappen bewaffnet, und dann ging es Schmutz, Staub, Dreck

und Flecken an den Kragen. Am Ende sah des Deutschen liebstes Stück zwar

aus wie neu, die Zeiten aber sind lange her. Heute bringt man sein Auto zur

professionellen Fahrzeugaufbereitung. Das garantiert den fachmännischen

Umgang mit Lack, Stoffen, Beschlägen, Cockpit, Leder, Motor, Felgen,

Karosserie und sichert damit den Werterhalt eines Fahrzeugs. Dafür stehen die

Fachleute vom Autohaus Ernst – und zwar für alle Marken.

Dazu stehen verschiedene Pakete zur Verfügung – je nach Größe des Fahrzeugs

und je nach Umfang der gewünschten Pflege (siehe Kasten) gibt es Festpreise.

Am beliebtesten, verrät Serviceleiter Steffen Lusch, ist das Luxus-Paket. „Dann

sieht das Auto fast aus wie neu – innen und außen.“ Lack, Innenraum, Polster –

alles frisch. Übrigens werden auch alle Autos, die man beim Autohaus Ernst kauft,

vor der Übergabe an den Kunden so einer Luxusbehandlung unterzogen. Und

wenn einem das nicht reicht, gibt es Sonderbehandlungen wie Motorwäsche, die

Entfernung von Tierhaaren, das Beseitigen unangenehmer Gerüche oder auch das

Entfernen von Beschriftungen.

Dazu kommen beim Autohaus Ernst erfahrene ausgebildete Fachleute zum

Einsatz und natürlich Profigeräte und hochwertige Reinigungsmittel. Auf diese

Art und Weise sorgt man nicht nur für einen glänzenden Eindruck und für ein

gutes Fahrgefühl in den mobilen „eigenen vier Wänden“, sondern auch für den

Werterhalt des eigenen Fahrzeugs.

Autohaus Willy Ernst GmbH

Neustadter Straße 14 | Coburg

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Intensive Oberwäsche, Scheibenreinigung innen und außen,

Aussaugen des Innenraums und Kofferraums

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Van, Geländewagen, Transporter: 60,00 €

Paket KOMFORT

intensive Oberwäsche, vollständige Innenreinigung; Dachhimmel,

Polster und Teppich schamponieren

Kleinstwagen bis Oberklasse: 111,00 €

Van, Geländewagen, Transporter: 167,00 €

Paket LUXUS

komplette Außenpflege mit intensiver Oberwäsche; 3-Stufen-

Lackpflege inkl. reinigen, polieren, versiegeln; Kunststoff- und

Gummipflege außen; Scheibenreinigung innen und außen

Kleinstwagen bis Oberklasse: 129,00 €

Van, Geländewagen, Transporter: 194,00 €

Paket LUXUS-PLUS

die starke Kombination aus KOMFORT UND LUXUS

Kleinstwagen bis Oberklasse: 169,00 €

Van, Geländewagen, Transporter: 254,00 €

Motorwäsche

Reinigung und Versiegelung des Motors/ Motorraumes 25,00€

Van/Geländewagen/Transporter: 38,00 €

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Ozonbehandlung:

Beseitigung unangenehmer Gerüche 60,00 €

Van/Geländewagen/Transporter: 90,00 €

Tierhaare entfernen im kompletten Fahrzeug 30,00 €

Van/Geländewagen/Transporter: 45,00 €

Schriftzüge/Beschriftungen entfernen 45,00 €

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Van/Geländewagen/Transporter: 68,00 €

COBURGER | DAS MAGAZIN 75

Preise incl. MwSt.


Anzahlung ergibt sich aus der VW Umweltprämie.

*Verschrottung eines Diesel-Fahrzeugs mit Schadstoffklasse EURO 1 bis EURO 4

76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Ohne Suche und Gefluche – mit dem Bus entspannt zu Arbeit und Schule.

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Verbrauchs- und Emissionswerte: Neuer CITROËN C3 PureTech 68 Live (50 KW): kombiniert 4,7 l/100 km; CO 2

-Emissionen kombiniert 108 g/km.Werte nach vorgeschriebenem Messverfahren in der gegenwärtig geltenden Fassung.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


Foto: Sebastian Buff

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


BALD IST WEIHNACHTEN

Gesponserter Beitrag

Es wir kälter und kälter, im Supermarkt gibt es schon

lange Lebkuchen, Glühwein und Spekulatius – klar:

bald ist Weihnachten. Und in der Zeit davor wird die

Region zum wahrsten Weihnachtsmarkt-Paradies.

Tausende von Lichtern strahlen und laden ein.

GLÜHWEIN UNTERM STERNENHIMMEL

Weihnachtsmarkt Coburg

Eingebettet zwischen historischem Rathaus und der alten herzoglichen

Kanzlei liegt der Coburger Marktplatz, der sich zur Weihnachtszeit

in einen sehenswerten Weihnachtsmarkt verwandelt. Mit einer

Eröffnungsfeier am Freitag, dem 1. Dezember um 17 Uhr öffnen sich

die vier leuchtenden mit Tannengrün geschmückten Tore. Mehr als

40 Händler laden dann zu ihren liebevoll verzierten Buden ein. Der

Coburger Weihnachtsmarkt – sicher einer der stimmungsvollsten in

ganz Franken.

In den Verkaufshäuschen werden viele einheimische Produkte

angeboten. Maler, Kunstglasbläser, Töpfer und Schmuckmacher

lassen Besucher bei der Herstellung ihrer Kunstwerke zusehen und

bieten ihre handwerklichen Produkte zum Kauf an. An den Ständen

gibt es Geschenkideen, Kuscheliges, Christbaumschmuck, alles für

eine gelungene Weihnachtszeit. Dazu sorgen Glühwein, Punsch,

Deftiges, Süßes und Pikantes für das leibliche Wohl. Vor allem der

Lichterhimmel rund um das Denkmal Prinz Albert lädt dann zum

Verweilen ein. An kalten Tagen und Abenden steht zudem die wohlige

Wärme der Kaminfeuerstelle bereit. Für die kleinen Besucher gibt

es ein nostalgisches Kinderkarussell und an den Sonntagen besucht

das Christkind gemeinsam mit dem Weihnachtsmann sowie am 6.

Dezember mit dem Nikolaus die großen und kleinen Besucher und

verteilt süße Überraschungen. Das lässt Kinderaugen strahlen. Für

die musikalische Unterhaltung sorgen täglich in den Abendstunden

verschiedene Künstler, Chöre und Kapellen aus der Region. Und

jeweils Samstag und Sonntag können sich Besucher mit einer Kutsche

und Freiberger Rossen durch Coburgs Innenstadt kutschieren lassen.

COBURGER

WEIHNACHTSMARKT

Vom 01. bis 23. Dezember 2017

11:00 – 20:00 Uhr

Speisen und Getränke

Bis 21:30 Uhr

Eröffnung

01. Dezember 2017

um 17:00 Uhr

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


BALD IST WEIHNACHTEN

FESTSTIMMUNG IN DER GANZEN STADT

Fränkische Weihnacht in Bad Rodach (3. Advent)

Die „Fränkische Weihnacht“ verzaubert am dritten Advent (17. Dezember) das romantische Fachwerkstädtchen

Bad Rodach mit vielen Attraktionen auf dem festlich geschmückten Markt- und auf dem Schlossplatz. Die

beiden historischen Plätze bilden somit den Mittelpunkt der „Fränkischen Weihnacht“, die um 11 Uhr mit

einem ökumenischen Gottesdienst in der Johanniskirche eröffnet wird. In nostalgischen Hütten und Buden

wird Weihnachtliches von kunstvoll hergestelltem Baumschmuck bis zu fränkischen Spezialitäten angeboten.

Auf der großen Bühne vor dem Rathaus gibt es ein festliches und stimmungsvolles Musik- und

Unterhaltungsprogramm mit Chören und Ensembles aus Bad Rodach und Umgebung.

In mehreren öffentlichen Gebäuden finden begleitende Veranstaltungen statt. Bummeln Sie bei Glühweinund

Plätzchenduft über die historischen Plätze, bestaunen Sie den „Park der Generationen“, der auch im

Winter eine bezaubernde Atmosphäre ausstrahlt und durch den Sie ein „Weg der Lichter“ zur „Lebenden

Krippe“ führt.

LICHTERGLANZ IN DER PUPPENSTADT

Nikolausmarkt in Neustadt bei Coburg (2. Advent)

Zu der wohl schönsten Zeit des Jahres erstrahlt rund um das Rathaus ein festlicher Lichterglanz. Auf dem

historischen Marktplatz sind am 2. Adventswochenende zahlreiche Händler und Verkaufsstände anzutreffen,

die zu einem gemütlichen Bummel über den Nikolausmarkt und durch die Neustadter Altstadt einladen. Auf

Grund der überwiegend weihnachtlichen Produkte aus heimischer Fertigung ist der Nikolausmarkt über die

Grenzen der Region bekannt und beliebt. Neben den Angeboten gewerblicher Händler sind verschiedene

Vereine und Organisationen mit selbstgebasteltem Spielzeug aus Holz, Puppen, Plüschspielwaren und

natürlich weihnachtlichen Dekorationsartikeln zu finden, die nicht nur die Kinderaugen hell leuchten lassen.

Der Duft von frisch gerösteten Mandeln, Glühwein, Stollen und Plätzchen sowie ein umfangreiches Musikund

Showprogramm laden die Besucher zum Verweilen um die Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren

und dem Stern an der Stadtkirche sowie dem großen Christbaum in der Mitte des Neustadter Marktplatzes

ein.

ZAUBERHAFTER ADVENTSMARKT

Adventsmarkt Seßlach (1. Advent)

Jedes Jahr am 1. Adventswochenende findet im mittelalterlichen Städtchen Seßlach der Adventsmarkt statt. Es

erwartet Sie ein liebevoll geschmückter Markt mit exklusiven Marktständen, es erwartet Sie das Besondere!

Auch für das leibliches Wohl ist in der Genuss-Stadt Seßlach bestens gesorgt. Highlight ist u.a. das große

Kinderprogramm ab 14 Uhr, ab 18 Uhr der Auftritt des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht sowie dem

Christkind und seinen Engelchen. Lassen Sie sich verzaubern, erleben Sie einen der bedeutendsten

historischen Stadtkerne Deutschlands, und verbinden Sie Ihren Adventsmarktbesuch mit einem

Stadtrundgang.

WEIHNACHTSMARKT DER BESONDEREN ART

27. Kugelmarkt in Lauscha

In der Vorweihnachtszeit lädt die berühmte Glasbläserstadt Lauscha zu einem Weihnachtsmarkt der ganz

besonderen Art ein: Der Lauschaer Kugelmarkt findet am ersten und zweiten Advents-Wochenende bereits

zum 27. Mal statt. Hier findet man einen traditionellen Markt mit einer großen Auswahl an

handgefertigtem Christbaumschmuck und Original Lauschaer Glaskunst. Die Besucher können live

erleben, wie der berühmte Christbaumschmuck entsteht. Entlang der Glasmeile reihen sich viele

Anziehungspunkte aneinander, dazu gehören das Museum für Glaskunst, die Hüttenweihnacht in

der Elias-Glashütte und die Weihnachtsmanufaktur im Glaszentrum. In zahlreichen Glasbläsereien

und Glasboutiquen erwartet die Besucher eine Sortimentsvielfalt, die keine Wünsche offen lässt.

Lauschaer Vereine, Gastwirte und Markthändler sorgen mit reichhaltigen Angeboten für eine gute

Bewirtung der Marktbesucher.

Weitere Infos zu den Weihnachtsmärkten der Region finden Sie unter:

www.coburger-weihnachtsland.de

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


Himmelblau und urgesund …

… typisch ThermeNatur Bad Rodach

Jetzt schon an

Weihnachten

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96476 Bad Rodach

Tel. 09564 9232-0

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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 81

Urlaubsregion Coburg.Rennsteig

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www.therme-natur.de


Alte Weihnachtsfabrik und

Historisches Weihnachtsmuseum in Neustadt

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


SO SCHÖN IST WEIHNACHTEN

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Wenn Kinderaugen leuchten, Plätzchen duften, Glöckchen klingen und Lichter glänzen, dann

ist sie wieder da, die schönste Zeit des Jahres, die Weihnachtszeit. Dann ist es auch in der Alten

Weihnachtsfabrik in Neustadt bei Coburg besonders schön. Auf über 800 Quadratmetern gibt es

nicht nur eine Riesenauswahl an wunderschönem Weihnachts- und Adventsschmuck von Inge`s

Christmas Decor aus Neustadt und anderen Herstellern, sondern auch viele Geschenkideen,

besondere, individuelle und originelle Produkte für Groß und Klein.

Und im oberen Stockwerk haben Inhaber Klaus-Müller-Blech und seine Frau Birgit im Laufe von

zwanzig Jahren eine der schönsten und größten Sammlungen von antikem Weihnachtsschmuck

zusammengetragen.

Die Alte

Weihnachtsfabrik Neustadt

Weihnachtsschmuck und

Geschenkideen

Öffnungszeiten

Wochentags: 09:00 – 18:00 Uhr

Sonntags: 13:00 – 18:00 Uhr

Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen

Weihnachtsschnäppchenmarkt

Jeden Samstag

vom 28. Oktober bis 23. Dezember 2017

ab 1,50€ je Box

Kugelblasen für Kinder

Kinder ab 5 Jahren dürfen ihre eigene

Glaskugel blasen.

Ab 29. Oktober 2017

jeden Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr

Die persönliche Glaskugel

Vor Ort von einer Malerin angefertigt

– LIVE ab 25. November 2017

jeden Samstag bis 17. Dezember 2017

Von 13:00 bis 17:00 Uhr

Alte Weihnachtsfabrik

Sternenweg 2

Neustadt bei Coburg

Tel. 0 95 68 / 89 19 30

www.alteweihnachtsfabrik.de

Das Historische Weihnachtsmuseum

Eine der größten Sammlungen weltweit

Öffnungszeiten Museumsjahr 2017

von Freitag, 29. September 2017 bis Freitag, 5. Januar 2018

Montag bis Samstag: 09:30 bis 18:00 Uhr

Sonntag:

13:00 bis 18:00 Uhr

Geschlossen: Weihnachten, 25. und 26. Dezember, Neujahr, 1. Januar.

Eintrittspreise Museum

Erwachsene: 4,50 €

Kinder bis 16 Jahre: 2,50 €

Familienkarte (2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern): 12,00 €

Gruppentarif Erwachsene (ab 15 Personen), pro Person: 3,50 €

Gruppentarif Kinder (ab 15 Personen), pro Person: 2,00 €

Gruppen-Package für Erwachsene (ab 15 Personen)

Eintritt und Weihnachtsmuseum-Ornament

(mundgeblasen und handbemalt im Wert von 9,95 €): 12,00 €

Führungen

Museumsführung (45 Minuten) Sprache Deutsch: 35,00 €

Museumsführung (45 Minuten) Sprache Englisch: 50,00 €

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 83


84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


HANDWERKSTRADITION AUS NEUSTADT

Alte Handwerkstradition

aus Neustadt

Mitten in der traditionellen Region der

deutschen

Glasschmuckherstellung

werden in der INGE-GLAS® Manufaktur

in Neustadt bei Coburg einzigartige Glas-

Ornamente von erfahrenen Glasbläsern und

engagierten Malerinnen wie vor 100 Jahren

mundgeblasen und mit viel Liebe zum Detail

von Hand gefertigt. Jedes Ornament wird

von versierten Meistern ihres Handwerks

in bis zu 30 Arbeitsgängen, mundgeblasen,

handbemalt und dabei mehrfachen

Qualitätskontrollen unterzogen, bis ihm am

Ende des Fertigungsprozesses ein Zertifikat

höchste Qualität bescheinigt. Das weltweit

geschützte Sternkrönchen® garantiert, dass es

sich um ein echtes Ornament aus der INGE-

GLAS® Manufaktur handelt. Ein echtes Stück

Handarbeit aus der Region.

www.inge-glas.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 85


Gesponserter Beitrag

CLAIRE HAJAJ – DER WASSERDIEB

Buchempfehlung

Martina Riegert, Buchhandlung RIEMANN:

Mit ihrem neuen Roman „Der Wasserdieb“ ist Claire Hajaj nach dem großen Erfolg „Der Duft von bitteren

Orangen“ eine weitere herausragende Geschichte gelungen.

„Der Wasserdieb“, sehr einfühlsam und detailgenau von Karin Dufner übersetzt, erscheint pünktlich zur

Buchmesse am 16. Oktober.

Der englische Bauingenieur Nicholas kommt nach Afrika, um den Bau eines Kinderkrankenhauses zu

unterstützen. Zunächst versucht er sich in dem fremden Land zurecht zu finden, entdeckt die faszinierende

Natur und trifft die unterschiedlichsten Menschen, die er oft nicht richtig einschätzen kann. Er freundet

sich mit Jojo an, dem Sohn seiner Gastgeberfamilie, der ihn verehrt und bewundert. Und er verliebt sich

in dessen Mutter, was fatale Folgen haben wird…

Sein Projekt, ein Kinderkrankenhaus zu bauen, steht unter einem schlechten Stern. Der korrupte

Gouverneur legt ihm ständig Steine in den Weg. Ihm gehört die einzige sichere und saubere Wasserquelle

in der Gegend und er bestimmt die Preise für das kostbare Nass.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch mit

Schutzumschlag, 512 Seiten:

ISBN: 978-3-7645-0634-6

19,99 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-21602-3

15,99 Euro

Als Nick die aussichtslose Lage der Bevölkerung erkennt, beschließt er zu helfen. Er stiehlt das erforderliche

Geld und macht sich an die Arbeit. Eine Entscheidung mit dramatischen Folgen …

Hajaj, selbst aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, erzählt die Geschichte aus den wechselnden

Perspektiven und Sichtweisen von Nick und Jojo, ein erzählerischer Kniff, der es dem Leser möglich

macht, das Geschehen von allen Seiten zu beleuchten.

„Der Wasserdieb“ ist eine ungemein spannende und einfühlsam erzählte Geschichte um Hoffnung, Liebe

und Verrat, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat und ein Bild von Afrika zeichnet, das mir diesen uns

oft so fremden Kontinent in allen Facetten ein Stück näher bringt.

Er kam, um zu helfen, doch

zwischen Hoffnung, Liebe

und Verrat verließ er den

Weg der Gerechten ...

Nach dem Tod seines Vaters, eines

Arztes, der ihn stets ermahnte, etwas

Sinnvolles zu tun, geht der englische

Ingenieur Nick nach Afrika, um dort

ein Kinderkrankenhaus zu bauen.

Doch nach kurzer Euphorie gerät

er zwischen alle Fronten. Er verliebt

sich in Margaret, die Frau seines

Gastgebers. Ihre Affäre droht nicht

nur, das Glück einer ganzen Familie

zu zerstören – sondern auch die

Zukunft des jungen JoJo, der zu

Nick wie zu einem Helden aufschaut.

Darüber hinaus erkennt Nick, dass

sein Arbeitgeber, der Gouverneur,

korrupt ist.

Claire Hajaj

Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges

Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der

palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren.

In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im

ländlichen England. Sie bereiste alle Kontinente und arbeitete

für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Bagdad. Sie

schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem

veröffentlichte sie Artikel in Time Out und Literary Review.

Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in

Oxford gemacht. Zuletzt lebte sie mit ihrem Mann und ihrer

Tochter in Beirut.

Er will aber nicht mehr tatenlos

zusehen, wie die Bevölkerung von

teuren Wasserlieferungen abhängig

ist, obwohl ein einfacher Brunnen

alle retten könnte. Er entwendet

Geld und macht sich an die

Arbeit. Eine wohlgemeinte Tat, die

schwerwiegende Folgen für ihn hat –

und für alle, die er liebt …

© Joe Saade

86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


VORSCHAU

Spielzeit

2017/2018

LANDESTHEATER

COBURG

WALLENSTEIN|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER

Premieren 2017/2018 Auswahl

AUF GEHT'S, BUAM!

A SPIDER MURPHY STORY

Rock ´n´Roll-Musical

A DARUM GEHT ES

„Singts doch auf Bairisch!" Dieser Tipp von Georg Kostya, dem Rock-'n'-

Roll-Plattenaufleger des Bayerischen Rundfunks, änderte für die Spider

Murphy Gang 1977 alles. Und dabei hatte sich gerade schon alles geändert.

Am 16. August starb Elvis Presley, der den Rock 'n' Roll einst als GI bis ins

kleine bayerische Grafenwöhr gebracht hatte. In seinem „Jailhouse Rock"

erwähnte er jenen Tenor-Saxofonisten Spider Murphy, nach dem sich nun die

Band um Günther Sigl benannte. Ihr Ziel: Mit Rock 'n' Roll das musikalische

München erobern, und danach vielleicht den Rest der Welt. Für viele Teenager

in der Provinz war die Musik ein Weg, aus der enger werdenden deutschen

Wirtschaftswunder- und Kleinstadtwelt herauszukommen. Entweder schaffte

man es tatsächlich, oder man hatte die Jukebox, aus der die Musik kam, mit

deren Hilfe man sich wegträumen konnte. Schwer angesagt waren Jungs, die

ihre Stromgitarren zu bedienen wussten, was ihnen weibliche Groupies und so

manch blaues Auge einbrachte. Das neue Coburger Rock 'n' Roll-Musical mit der

Musik der Spider Murphy Gang erzählt ein Märchen aus den Tagen, in denen es

nicht selbstverständlich war, dass man „einfach so" in die Großstadt zog. Viele

träumten sich hinaus aus den Mauern ihrer kleinen Welt und zogen sie daher an,

die „Rock 'n' Roll-Schua". Auf geht's, Buam!

B WO UND WANN SPIELT ES

Das neue Musical von Matthias Straub und Rüdiger Eisenhauer benutzt Musik der

Spider Murphy Gang, um eine Geschichte über Rock'n'Roll und Großstadtträume

zu erzählen.

C WAS ERWARTET MICH

Rock-’n’-Roll auf Bayerisch? Das kann nie funktionieren - könnte man denken.

Man kann sich aber auch eines Besseren belehren lassen.

TOSCA

Oper von Giacomo Puccini

30. September 2017, Großes Haus

GOODBAYREUTHORIGINALTITELBISDENVER

Boulevard-Komödie von Oliver Bukowski, ins Oberfränkische übertragen von

Peter Schanz, 7. Oktober 2017, Reithalle

ASPIDERMURPHYSTORYURAUFFÜHRUNG

Ein Rock-’n’-Roll-Musical von Matthias Straub und Rüdiger Eisenhauer

14. Oktober 2017, Großes Haus

AFTERDARKURAUFFÜHRUNG

Ballett von Mark McClain nach einem Roman von Haruki Murakami

28. Oktober 2017, Großes Haus

EINHERZUNDEINESEELE

Nach der gleichnamigen Fernsehserie von Wolfgang Menge

16. November 2017, Münchner Hofbräu

EINEWEIHNACHTSGESCHICHTE URAUFFÜHRUNG

Weihnachtsmärchen nach dem Roman von Charles Dickens

19. November 2017, Großes Haus

LACENERENTOLAASCHENPUTTEL

Oper von Gioacchino Rossini

3. Februar 2018, Großes Haus

RICOOSKARUNDDIETIEFERSCHATTEN

Krimi für junge Menschen nach dem Roman von Andreas Steinhöfel

22. Februar 2018, Reithalle

PINOCCHIO

Familienoper von Pierangelo Valtinoni

10. März 2018, Großes Haus

RUSALKA

Oper von Antonín Dvořák

22. April 2018, Großes Haus

MACBETH

Tragödie von William Shakespeare

2. Juni 2018, Großes Haus

D WANN

Die Premiere findet am 14. Oktober statt.

Weiter Vorstellungen:

Oktober

November

Dezember

20. Oktober

22. Oktober

26. Oktober

27. Oktober

Im neuen Jahr geht es dann weiter.

2. November

8. November

11. November

17. November

25. November

1. Dezember

8. Dezmber

13. Dezember

16. Dezember

19. Dezember

30. Dezember

31. Dezember

(2 Aufführungen)

DIEHOCHZEITDESFIGARO|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER

HERZLICHWILLKOMMEN!

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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 87

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88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


GALERIE – VOLKER LESCH

G A L E R I E

B I L D E R V O N V O L K E R L E S C H

Erleuchtende Momente machen einsam. Manchmal.

Viele Motive, die seine Linse betreten, rücken erst

dann freiwillig ins richtige Licht, wenn kaum jemand

unterwegs ist. Kurz vor oder nach Sonnenaufgang, vor

einem aufziehenden Gewitter, bei klirrender Kälte - im

Nebel. Bisweilen an Stellen, die nicht unbedingt leicht

zu erreichen sind. Im Eingang einer Eishöhle oder im

Wasserfall. Ein Herumziehen als Nomade in Südbayern

hat - fotografisch gesehen - durchaus Vorteile. Man ist

auf geheimnisvolle Weise immer zur rechten Stunde

am richtigen Ort. Das Leben bestimmt die Zeit - und

nicht umgekehrt. Das alles sagt der gebürtige Coburger

Volker Lesch über seine Fotografien. Er pendelt seit

knapp einem Jahrzehnt zwischen dem Ammersee und

Berchtesgaden durch das Voralpenland.

www.alpenland-fotografie.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89


90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


GALERIE – VOLKER LESCH

30 Jahre Kongresshaus Rosengarten

Das Kongresshaus Rosengarten begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen als modernisierter

Bau, der vom renommierten Architekten Hans-Busso von Busse zwischen 1985 und 1987 zu einem

innovativen Kongress- und Eventhaus umgedacht worden war. Ein Ort, mit dem viele Besucher

wichtige persönliche Momente verbinden, an dem sie getanzt, gelacht, gefeiert und gestaunt haben.

Seit seiner Wiedereröffnung hat das Haus bis heute mehr als 2 Millionen Besucher in über 10.000

Veranstaltungen empfangen – eine ansehnliche Bilanz, die für das kommende Jahrzehnt eine mehr

als gebührende Vorlage liefert.

Kongresshaus Rosengarten

Berliner Platz 1 ∤ 96450 Coburg

Tel.: +49 (0) 9561 8283-0

Fax: +49 (0) 9561 8283-84

info@kongress.coburg.de

www.coburg-kongress.de

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 91


SCHATZSUCHE 2017

DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON

DARUM HAT ES SICH GEDREHT …

UM DAS „RONDELL" AUF

DEM SCHLOSSPLATZFEST.

Herzlichen Glückwunsch an Ernani Schneider aus Coburg. Der

deutsch-brasilianische Koch hat dieses Mal den Schatz gehoben

– gemeinsam mit seinem Freund und Mitknobler Dennis

Fiedler. Zum Lohn bekommt Dennis von Ernani auch seinen

verdienten Anteil an den Preisen der vierten Schatzsuche 2017

vom COBURGER und iTVCoburg im Gesamtwert von 1000

Euro. Das Lösungswort: „Rondell“. Darum nämlich dreht es

sich im wahrsten Sinne des Wortes beim alljährlichen Coburger

Schlossplatzfest.

Glückliche Gewinner: Ernani Schneider (Mitte) und Knobelfreund Dennis Fiedler (Rechts).

92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Dieses Mal nämlich ging es um die Coburger selbst. Einige von ihnen hatte

iTVCoburg beim Schlossplatzfest vor der Kamera. Die haben wir alle in einem

kurzen Trailer für unsere Schatzsuche zusammengefasst. Alle Lösungen konnte

man also schon sehen, aber wir wollten eben nur von einigen der dort gezeigten

Coburger den Nachnamen wissen:

1 Frage: Ein nicht gerade kleiner „Apfel“ spielt in dem Berufsleben dieser

Person eine große Rolle. iTVCoburg war vor langer Zeit auch schon mal

dort. Wie heißt diese Coburger Person mit Nachnamen?

Antwort: Römich. Dr. Hannelore Römich arbeitet seit vielen Jahren in New

York.

2 Frage: Die Person ist Teil einer „multipersonalen“ Übergangslösung in

Coburg. Wie heißt die Person mit Nachnamen?

Antwort: Straub. Schauspieldirektor Matthias Straub leitet mit 3 anderen

Führungskräften das Landestheater Coburg gemeinsam bis zum Beginn der

neuen Intendanz von Dr. Bernhard F. Loges.

3 Frage: Die gesuchte Person arbeitet seit einigen Jahren in einem im Jahr

1903 erbauten Haus, in dem schon damals diesem Handwerk nachgegangen

wurde. Wie heißt die Person mit Nachnamen?

Antwort: Freese. Friseurmeister Torsten Freese hat sein Studio Freese in

einem im Jahr 1903 erbauen Jugendstilhaus in der Judengasse.

4 Frage: Die gesuchte Person wollte schon einmal einen in Coburg gedrehten

Film zu den Oscars schicken. Hat aber nicht geklappt, wie die Person im

Interview mit dem COBURGER einmal erzählt hat. Wie heißt die Person

mit Nachnamen?

Antwort: Höhn. Robin Höhn, das in Berlin lebende Coburger Multitalent

hat einmal im Hofgarten einen 3D-Kurzfilm gedreht, mit dem man sich bei

den Oscars bewerben wollte.

5 Frage: Die Person spielt nicht nur in unserem Schatzsuche-Film eine Rolle,

sondern schlüpft auch gerne in die von Martin Luther. Wisst Ihr, wen wir

meinen?

Antwort: Lessig. Thomas Lessig führt oft in originalem Luther-Kostüm

Besucher durch die Vestestadt.

6 Frage: Auf der beruflichen Homepage dieser Person findet sich eine Rubrik

„Humor“, obwohl ihr Handwerk damit eigentlich gar nichts zu tun hat. Wie

heißt diese Person?

Antwort: Beland. Malermeister Jens Beland hat auf seiner Seite www.

beland-gmbh.de eine eigene Rubrik für humoristische Cartoons vorgesehen.

7 Frage: Sagen wir es mal so: Die Person verkauft in ihrem Beruf sozusagen

„Gefühl“, nur in einer anderen Sprache. Wie heißt die Person mit

Nachnamen?

Antwort: Cestone. Steffi Cestone ist Inhaberin des Modegeschäfts

„Emozione“ in der Herrngasse.

1. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?

2. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?

3. Der Nachname mit vier Buchstaben?

4. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?

5. Der Nachname mit sieben Buchstaben?

6. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?

7. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?

Diese sieben Nachnamen musste man dann

„nur noch“ nach einem Schema in unser

Kreuzworträtsel eintragen. Das Schwierige

dabei: Fünf Nachnamen hatten sechs

Buchstaben. Wir haben allerdings eine

kleine Hilfe gegeben: Das Lösungswort

beantwortet die Frage: „Worum dreht es sich

beim Schlossplatzfest?“

Alles richtig eingetragen, ergab sich als Schlüssel zum Schatz dann eben „Rondell“.

Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht. Danke für das Mitspielen.

UND WIE GEHT’S?

Sie wollen uns beweisen, dass Sie doch schlauer sind als wir? Dass Sie unsere

Rätsel der Region lösen? Und vielleicht wollen Sie sogar jeweils Gutscheine und

Bargeld im Wert 1000 Euro gewinnen? Dann schauen Sie rein: Immer am ersten

Tag der Schatzsuche auf www.itv-coburg.de, www.coburger-magazin.de, unter

facebook.com/itvcoburg oder facebook.com/coburgermagazin.

Dann heben Sie sich den COBURGER immer gut auf! Den brauchen Sie! Dann

schauen Sie sich die Filme auf itv-coburg.de gut an! Alles das werden Sie benötigen

– vielleicht. Sie müssen querdenken, recherchieren, kombinieren. Stellen Sie am

besten ein Team zusammen, um uns zu besiegen. Sieben Tage, sieben Fragen, eine

Lösung.

WEITERE TERMINE

SCHATZSUCHE 2017:

Schon jetzt rot markieren:

21. bis 29.Oktober

9. bis 18. Dezember

Urlaubsregion Coburg.Rennsteig


IN EIGENER SACHE

IN EIGENER SACHE

COBURGER SCHENKEN UND 10 € GUTSCHEIN SICHERN!

COBURGER-ABO FÜR COBURGER

Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg, viele Coburger, die das Jahr

über nicht in ihrer Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland, Europa

oder auf einem anderen Kontinent leben und arbeiten. Ab sofort aber kommt

Coburg auch zu Ihnen, das ganze Jahr lang, sechsmal, durch den neuen

Aboservice für „Exil-Coburger“.

Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und andere Coburger: Macht Euren

Kindern, Enkeln, Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine besondere Freude

– verschenkt zu Weihnachten ein Jahresabo für den COBURGER im Wert von

30 Euro für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt: Schenken nämlich

macht glücklich, außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg kommt ab

sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder

anderen nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen Gutschein von

der „Heimatliebe“ im Wert von 10 Euro. Also am besten gleich reinklicken auf

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anderen eine Freude.

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94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


IN EIGENER SACHE

NEUE BEIM COBURGER

WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM

Schon bald ein Jahr also verlegt die Marketingagentur

markatus den COBURGER. Das Magazin hat sich

in dieser Zeit verändert, hat sich weiterentwickelt,

und ist sich doch treu geblieben, als das hochwertige

Leitmedium für Coburg und die Region. Das haben

wir zu großen Teilen dem engagierten markatus-

Team zu verdanken: Axel Straubinger hat sich an

dieser Stelle schon vorgestellt und Aryna Stark und

Oliver Popp, auch Firmenchef Björn Hieber schon.

Jetzt ist unsere Führungsdame dran: Ines Hein, die

von unserer Niederlassung in Berlin aus …, ach, soll

auch sie sich doch am besten selbst vorstellen. Auch

sie wieder nicht, weil sie das will, sondern weil wir

das uns von ihr wünschen:

“In Berlin zu Hause, fühle ich mich selbst schon wie

eine Exil-Coburgerin und freue mich über jede neue

Ausgabe des COBURGERs. Ich leite das Berliner

markatus-Büro und verantworte bei uns den Bereich

Konzept und Text. Was mich am meisten von

unserem Medium begeistert, ist die Verbindung aus

besonderen Themen, die vom Redaktionsteam um

Wolfram Hegen mit viel Herzblut recherchiert und

aufgemacht werden, und hochwertigem Magazin-

Layout.

Für die Unternehmen, die in der Region Coburg

zur Hause sind, ist der COBURGER deshalb so

attraktiv, weil wir darin authentische Geschichten

von Menschen und Firmen erzählen, die ihre

Heimatregion bewegen. Und für unsere Leser, weil sie

sich darin wiederfinden. Mein persönliches Highlight

sind die Redaktionskonferenzen, weil uns die Arbeit

am Magazin gemeinsam so viel Spaß macht. Und so

hat der COBURGER – übrigens nicht nur für mich! –

seinen festen Platz auch an der Spree.“

PREMIUM PARTNER

… JETZT SCHON AN 2018 DENKEN …

Unternehmer und Vertreter der Region, die uns über

das ganze Jahr begleiten - das sind noch ein paar

Wochen lang unsere PREMIUM-Partner 2017. Mit

Vorteilen für beide Seiten: Uns geben treue Partner

Planungssicherheit – und wir bedanken uns dafür mit

interessanten Geschichten.

Weil also diese Partnerschaften so ein Erfolg waren,

werden wir Sie auch 2018 fortführen. Mit zahlreichen

neuen Vorteilen für PREMIUM-Kunden, z.B. mit

- je nach Paket - einem Portrait in unserem neuen

Magazin „COBURGS BEST“, einem eigenen Video

in unserem neuen Format „COBURGER-TV“,

einer eigenen Unterseite auf unserer Seite www.

coburger-magazin.de uvm. Mehr finden Sie unter

www.coburger-magazin.de/premium-partner. Bei

Interesse am besten kurzfristig melden und die

Partnerschaft für 2018 sichern.

Danke an unsere PREMIUM-Partner 2017 (einige

finden Sie auf grund der Partnerschaft mit ihren

Geschichten auch in diesem Magazin):

Agentur Streckenbach

Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler

Autohaus Gelder & Sorg

Autohaus Willy Ernst

Baugesellschaft Otto Hauch

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Buchhandlung Riemann

Citroen Grosch

Coburg Stadt und Land aktiv

Engel & Völkers

IHK zu Coburg

iTVCoburg

Kongresshaus Rosengarten

Landestheater Coburg

LASCO Umformtechnik

Optik Müller

Romantik Hotel Goldene Traube

Sparkasse Coburg – Lichtenfels

Tourismus & Stadtmarketing/

Citymanagement Coburg

SÜC

süc//dacor

Thomas Bittorf tb.legal

Veranstaltungsservice Bamberg

Vitadrom

VR-Bank Coburg

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 23 / Oktober 2017

Vierter Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Heidi Schulz-Scheidt

Benedikt Dellert

Wolfram Porr

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Toni Milicevic

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

„Goldener Herbst im Hofgarten“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017

Druck:

DCT GmbH

www.dct.de

Preis:

kostenlos

Vertrieb:

über 200 Verteilstellen

in Coburg Stadt und Land

Bestellung:

Online über www.coburger-magazin.de

Preis inkl. Verpackung und Versand

innerhalb Deutschlands

5 Euro inkl. MwSt.

P.S. und Pssst: Wir werden übrigens alle PREMIUM-

Partner einladen: zur vom COBURGER präsentierten

Coburger Comedy Gala in die „COBURGER“-Loge

des Kongresshauses Rosengarten. Auch gemeinsam

einen schönen Abend zu verleben, gehört für uns

unter guten Partnern zum guten Ton.

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 95


MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE

Erschtens kummt’s annersch und zweitens als ma denkt! Das wussten schon unsere

Großmütter! Umso erstaunlicher, dass sich ein „alter Hase“ wie Horst Seehofer -

ein solch erfahrener Politiker, der schon alles erlebt hat - dann doch so auf dem

falschen Fuß erwischen lässt. Die CSU in Bayern bei der Bundestagswahl bei unter

40 Prozent –da sind die Gesichtszüge ganz schön verrutscht oder wie der Franke

sagt: Da ham se in der CSU alle a ganz scheene Läädschn zo’ng! Es war aber schon

auch ein Erdrutsch!

Scheinbar nichts konnte unserem bayerischen Landesvater in diesem Wahlkampf

etwas anhaben. Nicht die Kanzlerin mit ihrer sturen Haltung bei der Frage

nach einer Obergrenze, auch nicht die AFD, erst recht nicht die Konkurrenten

und Konkurrentinnen in den eigenen Reihen, die seit Jahren wie die Geier um

ihren Chef kreisen, um sich in dem Moment auf ihn zu stürzen, wenn dieser mal

schwächeln sollte. Und er hatte sich’s auch so schön ausgemalt: Mit Rückenwind

in die Koalitionsverhandlungen, die Wiederwahl als Ministerpräsident im

kommenden Jahr und dann – nach zwei Jahren oder so – der wohl überlegte und

gut vorbereitete Rückzug auf dem Höhepunkt der Macht. Zur Krönung vielleicht

noch ein hübsches Prestigeprojekt wie die geplante neue Konzerthalle in München

(„was Hamburg kann, das können wir schon längst und noch besser!“), schließlich

würde er dem bis dahin behutsam aufgebauten Nachfolger (kein Name an dieser

Stelle!) die Schlüssel der Staatskanzlei übergeben. Wer sollte dem Ingolstädter da

noch den verdienten Platz in der „Walhalla“ streitig machen?

Die Anbindung von Coburg und Bamberg, wie sie jetzt schwarz auf weiß im neuen

Winterfahrplan steht, könne nur der Anfang sein, findet nicht nur Tessmer. Dabei

sind diese beiden Städte noch richtig gut weggekommen, wenn man noch dazu

bedenkt, dass sie nach der Wiedervereinigung erstmal geschlossen gegen alles

waren, was die Region - nun in der geographischen Mitte Europas - mit dem Rest

der Welt verbinden sollte. Weiter im Osten warten sie bis heute immer noch auf

die Elektrifizierung – da herrscht infrastrukturell frühes Mittelalter! Wer mit

der Bahn von Bayreuth nach Berlin will, braucht künftig zwei Stunden länger als

diejenigen, die 230 Kilometer weiter südlich in München einsteigen.

Wie gesagt: Erschtens kummt’s halt annersch und zweitens als ma denkt! Noch

ein (irgendwie tröstliches) Beispiel für diesen Merksatz, der auf Wilhelm Busch

zurückgehen soll, kursiert dieser Tage in München und berührt ein Thema, das

alle angeht: den Fußball, genauer gesagt die beiden Münchner Erzrivalen FC

Bayern und TSV 1860. Und es geht so: „Da ist gerade mal Oktober, aber die einen

haben in der Liga schon wieder acht Punkte Vorsprung und die anderen schon

wieder den Trainer entlassen ... Aber irgendwas ist dieses Jahr anders.“

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Doch daraus wird nun nichts. Jedenfalls nicht so! Teile der Parteibasis sägen

längst laut und vernehmlich an Horstis Stuhl. In Berlin droht „Jamaika“, also die

Zusammenarbeit mit den Grünen, die man jahrzehntelang als naiv-spinnerte

Chaotentruppe belächelt hat. Dahaam in Bayern will Seehofer derweil die „rechte

Flanke“ schließen, in die die AFD gestoßen ist - immer Franz Josef Strauß‘

berühmtes Credo im Sinn, rechts von der CSU dürfe es „keine demokratisch

legitimierte Partei“ geben. Des is a bissla so, wie wenn ma duschn, oba auf

goar kann Fall nass werden will! Sagen wir mal so: Wenn die CSU den Spagat

hinkriegt – bundespolitisch liberal und ökologisch ausgerichtet, stramm nationalkonservativ

im Land – dann Reschbeggd, Herr Drehhofer!

Auch in Oberfranken hat die CSU mächtig verloren. Doch auch das allein an der

„Flüchtlingskrise“ festzumachen, wäre zu billig. Teile des zweifellos scheensten

Flecklas Bayerns fühlen sich abgehängt und über den Tisch gezogen. Wie zum

Beispiel beim Prestige-Bahnprojekt, der nun endlich fertiggestellten ICE-Trasse

Nürnberg – Berlin. Denn auch hier kam vieles ganz anders, als man erst dachte!

Was wurde in den letzten Jahren über die Trassenführung nicht diskutiert und

verhandelt! Die oberfränkische Wirtschaft hat sich mal richtig auf die Hinterbeine

gestellt und argumentiert, wie wichtig diese Anbindung für die Region ist.

Und die Freude war entsprechend groß, als bekannt wurde, dass vor allem das

westliche Oberfranken profitieren und an die Schnellverbindung angeschlossen

werden würde. In Bamberg und Coburg jubilierten die Bosse schon. Und nun

das! In zweieinhalb Stunden mit dem Zug in die Hauptstadt – hört sich ja erstmal

ganz gut an. Aber nur dreimal am Tag? Klingt dann doch nicht nach dem großen

Hauptgewinn! Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer wurde direkt

deutlich, als er sagte: "Wir sind einer der wirtschaftsstärksten Räume Europas,

mit großen Firmen, die ihre Headquarters hier haben. Deswegen sind wir bei drei

Halten am Tag nicht vor Freude über den Tisch gesprungen."

© Chris Madden

96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Bullshit und Lügen

Von Wolfram Porr

Heiner Müller ist nun mal tot. Auch Christoph Schlingensief, Klaus Kinski und Dieter Hildebrandt.

Heinrich Böll und Ernst Bloch fehlen noch viel länger. Und keiner, der vielleicht noch etwas zu sagen

hätte, macht noch seinen Mund auf.

“We cannot turn back the clock/

Cannot go back in time/

But we can say:/

Fuck you, we will not listen to/

your bullshit and lies/

your bullshit and lies”

Irgendwie haben sie alle die Sprache verloren, unsere „Intellektuellen“, die wohl letzten ihrer Art. Alle

mit sich selbst beschäftigt, so scheint’s. Und denjenigen, die etwas zu sagen haben, hört niemand mehr

zu. Klar. Text, noch dazu länger als in zwei Tweets passt, ist ja Niemandem mehr zuzumuten.

Trotzdem danke, Professor Dieter Thomä! Nie von ihm gehört? Wohlan, nur zu! Denn von unseren

Künstlern hören wir so gar nichts. Nichts zu Trump oder Snowden. Nichts zum Ende der schon lange

siechenden sozialen Solidargemeinschaft , nichts zu den neuen Rechten, nichts zur Klimakatastrophe.

Der Klimakollaps ist im Gange und unumkehrbar. (Das sage nicht ich, das besagen neueste Studien,

übrigens aus den USA.) Despoten unwidersprochen auf dem Vormarsch. Nazis im Bundestag.

Der intellektuelle Beitrag dazu? Ein Rauschen im lichter werdenden Regenwald! Der Wolfgang? Macht

sich Sorgen um den „Effzeh“. Der Udo? Mehr dicht als Denker. Der Herbert? Eine Karikatur seiner

selbst, die (zu Recht) niemand mehr ernst nimmt. Der Heinz? Schimpft zwar aus denselben Gründen

über Neil Young, Bob Dylan oder Bruce Springsteen, freut sich inzwischen über Airplay bei Radio

Rechts! Wie armselig, Brille! Was bleibt? Ein paar Zeilen vom letzten Aufrechten, Roger Waters. Wut.

Und Trotz!

“We cannot turn back the clock/

Cannot go back in time/

But we can say:/

Fuck you, we will not listen to/

your bullshit and lies/

your bullshit and lies”

AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder im Dezember 2017

Anzeigenschluss ist

der 17.11.2017

© Marian Kamensky

RANDGRUPPENWITZE SIND HEUTE DAS LETZTE

Was macht ein schwuler Adler? Er fliegt zu seinem

Horst.

Wie stellen sich Nazis die arische Rasse vor? Klar – so

schlank wie Göring, blond wie Hitler und so groß wie

Göbbels.

Zwei Beamte treffen sich früh im Büro. Sagt der eine:

„Käffchen?“ Sagt der andere: „Nein danke, dann kann

ich nicht schlafen.“

„Haben Sie noch Restalkohol?“ „Nein, nein, wir

haben alles getrunken!“

Wie viele Hoffenheim-Fans braucht man um eine

Glühbirne zu wechseln? Beide!

„Ich habe mich heute gewogen. Ich bin zu klein.“

Sagt ein Einbeiniger zum Blinden: „Ich tret’ Dir in

den Arsch!“ „Das will ich sehen!“

Vegetarier vor dem Abendessen: „Kinder, kommt

rein, das Essen wird welk.“

98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017


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100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017

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