COBURGER – Das Magazin #23
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Nr. 23 | Oktober 2017
Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
Bilder des Live-Painting-Event in der alten
Pakethalle am Güterbahnhof finden Sie
hier im COBURGER auf Seite 12.
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doch nach Hause – im Goebel-Shop unter
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viele andere Ideen für
Weihnachten.
2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 3
INHALT
AUSGABE 23 OKTOBER 2017
8 DREIGESTIRN
10 STADTGESPRÄCH
12 DER HOFBERICHT
86 BUCHEMPFEHLUNG
87 THEATERVORSCHAU
92 SCHATZSUCHE
94 IN EIGENER SACHE
96 MONACO FRANKE
97 AUF EIN WORT
98 DAS LETZTE
BENEDIKT DELLERT
TONI MILICEVIC
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
WOLFRAM HEGEN
WOLFRAM HEGEN
SEBASTIAN BUFF
HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
SEBASTIAN BUFF
BENEDIKT DELLERT
VOLKER LESCH
14
18
24
28
SAG MIR WO DIE BLUMEN SIND …
Trennungskriege
DAS ERSTE MAL …
Coburg aus der Sicht eines Neuankömmlings
PROBLEMKIND ELTERN
Chauffeure wider besseres Wissen
SONDERTHEMA VERANTWORTUNG
Positionen und Geschichten von Menschen und Unternehmen
44 BÜHNENREIF
Laura Mann aus Coburg
48 MACHER
Dieses Mal: Michael „Mick“ Böhm
54 NEU-GIERIG
Oli Schneider von der Agentur Streckenbach
60
64
78
88
SPORT? KAMPF! KUNST!
Karate oder die leere Hand
HIER WOHNTE …
…ein amerikanischer Botschafter
ICH SEH GOLDENE LICHTLEIN BLITZEN
Sonderthema „Vor – Weihnachten“: Märkte und Shoppen
AUS DEM PORTFOLIO
Herbstlandschaften
4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 5
EDITORIAL
EDITORIAL
WOLFRAM HEGEN
Es war ein Schock. Selbst am Morgen danach benebelt wie nach
einem verzechten Abend. Deutschland und auch Coburg hatte es so
gewollt: Die alten Geister nehmen wieder Platz im Reichstag. Doch
einem trüben Herbsttag gleich kämpfte sich gegen Nachmittag
die Sonne wieder durch die Schwaden, machte einen klaren Blick
möglich. Demokratie heißt eben auch, die Meinung anderer
zuzulassen, auch wenn man sie kaum ertragen kann. Ein starkes
Land wie Deutschland muss das aushalten. Es wird daraus lernen. Fast neunzig
Prozent hatten für ein modernes Deutschland gestimmt, das mutig in die Zukunft
blickt. Geführt nicht von naiven Gutmenschen, nicht von Wutbürgern, nicht von
Hetzern, sondern von Realisten, die gestalten, ohne rosarot zu malen. Menschen, die
sich stellen, streiten, entscheiden: Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Verantwortung ist auch der Schwerpunkt in diesem COBURGER. Jeder übernimmt
Verantwortung, mindestens für sein Leben. Viele aber wesentlich mehr: Wir haben
uns mit solchen Menschen unterhalten. Die Familie Diez aus Sonneberg zum
Beispiel, die sich aus dem Nichts zur Wendezeit zu einem angesehenen Mittelständler
emporgearbeitet hat, und zwar grenzenlos, eine deutsch-deutsche Geschichte, die
Mut macht. Oder mit dem Coburger Unternehmer Max Beyersdorf, der sich über seine
Tätigkeit hinaus politisch und sozial engagiert. Und auch mit dem Macher Michael
Böhm, der beweist, dass man auch im öffentlichen Dienst etwas nach vorne treiben
kann.
Wer Verantwortung übernimmt, möchte gestalten, Freude am Tun haben. Das ist die
beste Motivation. Deswegen zeigen wir in diesem COBURGER auch wieder viele
schöne Seiten des Lebens. In Portraits von Laura Mann zum Beispiel, die vor lauter
Lust an Musik und Theater nur so strotzt, eine Bühnenreife im besten Sinn, und von
Oli Schneider, der immer neue Locations sucht für immer neue Veranstaltungen –
ein Neugieriger im besten Sinn. In unserer Galerie mit eindrucksvollen Herbst- und
Winterfotos des früheren Coburgers Volker Lesch, der mittlerweile in Oberbayern
lebt. Und auf vielen Seiten, in denen wir Vorfreude auf Weihnachten wecken, in
unserem Überblick auf die schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Und schon
scheint wieder die Sonne.
So, jetzt sind Sie dran.
6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
INHALT
28
VERANTWORTUNG
Sonderthema
60
KARATE
Sport? Kampf! Kunst!
24
PROBLEMKIND ELTERN
Chauffeure wider besseres Wissen
14
ROSENKRIEGE HABEN DORNEN
Es beginnt mit der großen Liebe …
Elisabeth Sippel
Seit 6 Jahren trainiere ich jetzt bei
Bodystreet. Und es macht mir immer
noch einen riesigen Spaß. Mir gefällt
hier alles: die nette Atmosphäre,
die kompetenten Trainer, die kurze
Trainingszeit.
Mein Erfolg sind starke Muskeln und
vor allem ein aufrechter Gang. Das trägt
bei uns älteren Menschen viel zu einem
positiven Erscheinungsbild bei.
44
LAURA MANN
Im Portrait
58
CASIOPEIA
Luther aufs Maul geschaut
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Bahnhofstrasse 14
96450 Coburg
Tel.: 09561 / 973 44 66
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 7
DREIGESTIRN
DREIGESTIRN
Der Herbst in Coburg ist kein graues Einerlei, sondern bunt und
vielfältig. Dazu muss man hinein ins Event- und Nachtleben.
Landestheater, Kongresshaus, Arena - Schauspiel, Oper, Ballett,
Kabarett, Sport, Fasching: Der Coburger Eventkalender für Oktober
und November ist ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für
alle Nachteulen und Kulturinteressierten. Was aber ist im Herbst
2017 außergewöhnlich, einmalig, kurzum – einen Besuch ganz
besonders wert? Die Redaktion des COBURGER hat gemäß dieser
Prämisse drei Veranstaltungen ausgewählt. Wie immer rein
subjektiv. Wenn Sie Gefallen an den Veranstaltungen finden,
freuen wir uns über ihre Rückmeldung. Wenn nicht … behalten
Sie es für sich. Wir wünschen viel Spaß.
GRAMMYGLANZ IN COBURG
SINGER-SONGWRITERIN GABY MORENO
Den Veranstaltern bei Leise am Markt gelingt es immer wieder, musikalische
Ausnahmetalente in die Vestestadt zu locken, so auch wieder Mitte Oktober.
Dann nämlich besucht eine ganz besondere Künstlerin die Herrngasse, nicht
nur weil sie aus Guatemala stammt, sondern vor allem wegen ihrer Musik.
Die junge Singer-Songwriterin und Gitarristin Gaby Moreno gilt als eine der
spannendsten musikalischen Entdeckungen der vergangenen Jahre. Ihre Mischung
aus Soul, Folk, Blues, Rock über Bossa Nova bis hin zu lateinamerikanischen
Einflüssen ist außergewöhnlich und macht die Künstlerin mit der samtweichen
Stimme zu etwas ganz Besonderem. Weltweit wird Gaby Moreno als eine
der bedeutendsten Songwriterinnen der letzten Jahre gefeiert. Zahlreiche
Musikpreise unterstreichen ihren Innovationsreichtum. Unter anderem gewann
sie 2013 den Latin Grammy Award als beste Nachwuchskünstlerin. Ihr aktuelles
Album „Illusion“ wurde zudem 2017 für den Grammy nominiert. Sie sang mit
Größen wie Kris Kristofferson, Bono, Bob Geldof, Tracy Chapman und anderen.
In Deutschland war sie kürzlich als „Special Guest“ auf Konstantin Weckers
Jubiläumstour zu bewundern.
Wann Wo Wie:
Dienstag, 17. Oktober 20 Uhr. Leise am Markt Herrngasse.
Tickets für 25 Euro unter 09561/ 90856 oder www.leise-am-markt.de.
Bild: © Gaby Moreno
SCHLAGENDE ARGUMENTE
UNGEWÖHNLICHES TRIO IN DER HUK
„Percussion ist das vielfältigste Instrumentarium der Welt. Nirgends kann
man besser sehen, wie Musik als Klang in die Welt kommt“, sagt Vivi Vassileva.
Die gebürtige Hoferin gilt als die derzeit wohl interessanteste aufstrebende
Percussionistin. In Coburg kann man sich davon persönlich überzeugen - wenn
sie im Trio mit Gitarre und Klavier das Foyer der HUK zum Klingen bringt.
Noch ganz am Anfang Ihrer Karriere erhielt Vivi bereits Sonderpreise beim
ARD-Wettbewerb 2014. Sie ist darüber hinaus Trägerin des Bayerischen
Kunstförderpreises im Fach Musik 2017. Und auch ihre beiden Begleiter sind
hörenswert: Lucas Campara Diniz kommt aus Brasilien. Er gewann erste Preise bei
internationalen Gitarrenwettbewerben und trat bei den größten Gitarrenfestivals
in Südamerika auf. 2015 kam er nach Deutschland, um sein Studium fortzusetzen.
Neben zahlreichen Konzerten im Solo- und Kammermusikbereich widmet er sich
auch dem Komponieren. Carina Sylvia Madsius komplettiert das Trio. Sie ist eine
erstklassige klassisch ausgebildete Pianistin, die sich der modernen Musik aller
Genres widmet. Sie improvisiert und komponiert, so merkt man in jedem Ton
ihre Musizierfreude und ihre unvergleichliche Begabung.
Wann Wo Wie:
Montag, 23. Oktober, 20 Uhr. Foyer der HUK-COBURG, Willi-Hussong-
Straße 2. Karten für 20 Euro im Vorverkauf bei der Buchhandlung Riemann
(Telefon 09561/ 808712) sowie an der Abendkasse.
Bild: © Vivi Vassileva
8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
HANDBALL SEIT 2000
DREIGESTIRN
VERY BRITISH?
DON CLARKE LACHT IN COBURG
Mit seinem neuen Soloprogramm „SEXundSECHZIG“ knüpft der Comedian Don Clarke dort an, wo er
niemals aufgehört hat: Nichts tun! Und da er glücklicherweise nicht der Einzige ist, der ihm dabei gerne
zuhört, wird seine Fangemeinde immer größer.
In über 1000 Shows von Flensburg bis nach München und von Köln bis nach Dresden begeisterte Don Clarke in
den letzten Jahren sein Publikum und hinterließ eine Schneise der Zwerchfellvernichtung. Mit neuen, skurrilen
Geschichten ist er wieder auf Tour, plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Lebenstipps der etwas anderen
Art: „Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen! Das lief bei mir so gut, dass ich ein paar Mal
verdoppelt habe...“ Und um trotzdem nicht ganz untätig zu sein, betreibt er wieder Sport: Rittersport ... Was
treibt diesen Mann an, der außer zwei Exfrauen, vier Kindern, fünf Enkelkindern und einem dicken Bankkonto
nichts hat? Die pure Lust zu Leben! Und ihm wird immer klarer, warum sich Großeltern und Enkelkinder so
gut verstehen: Sie haben die gleichen Feinde. Publikum und Kritiker sind sich gleichermaßen uneinig: „Der
kann ja wirklich nichts – aber das verdammt gut!“
Spitzensport
in Coburg
Die Heimspiele in der
HUK-COBURG arena:
1 REGION. 1 ZIEL. H
GEME1NSAM
C.
HSC
COBURG
Bild: © Guido Kollmeier
Wann Wo Wie:
Do, 2. November, 20 Uhr. Münchner Hofbräu. Tickets ab 18,80 unter www.coburg-lacht.de.
Weitere Angebote für Nachteulen, Freunde der Hochkultur, Lachsüchtige und Passivsportler:
▶ www.coburg.de/veranstaltungen
▶ www.landestheater-coburg.de
▶ www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender
▶ www.leise-am-markt.de
▶ www.gocoburg.de/veranstaltungen
▶ www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen
▶ u.v.m.
Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Und heben Sie sich Kraft und den einen oder
anderen Euro für Weihnachtsmärkte und –shopping in der Region auf.
HSC 2000 Coburg vs. Dessau-Rosslauer HV
14. Oktober 2017
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. ASV Hamm-Westfalen
04. November 2017
Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HSG Konstanz
12. November 2017
Anwurf: 17:00 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. EHV Aue
25. November 2017
Anwurf: 19:30 Uhr
www.hsc2000.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 9
STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
TORSTEN ZWITSCHERT FÜR HELGE
Eine besondere Geschichte verbindet Radio-EINS Moderator Torsten Hanft mit
Bühnen-Multitalent Helge Schneider, und das bereits seit 23 Jahren. 1994 nämlich
bastelt der damals 14jährige Hanft aus eigenem Antrieb die allererste Helge-
Schneider-Internetseite. Helges Fanclub wird auf ihn aufmerksam, Hanft zum
offiziellen Betreuer der Online-Präsenz. Das geht jahrelang, bis irgendwann die
Plattenfirma den Job übernimmt. Hanft aber gehört seither zum „Helge-Kosmos“,
wie er es nennt. Immer wieder steht er auf der Gästeliste von Konzerten, darf
auch hinter die Bühne. Im letzten Jahr zum Beispiel an zwei Tagen hintereinander
(„Helge Konzerte sind nie gleich, da im Grunde fast alles improvisiert ist“) in
München. Da wechselt man dann auch ein paar Worte miteinander. Und Torsten
Hanft schwirrt auch weiterhin online durch den Helge-Kosmos: Er betreut den
Twitter-Account. 13000 Fans folgen ihm, das ist eine ganze Menge, „auch wenn
Helge mich mal gefragt hat, warum es nicht mehr sind“, lacht Hanft.
NORBERT SPRICHT ENGLISCH
Das Traumspiel in Coburg im August lockte viele Tausend Fans ins Stadion
und zahlreiche Schaulustige an den Flugplatz Brandensteinsebene, auf dem
die Bayernstars landeten. Auf dem Rollfeld hatte sich natürlich auch eine große
Coburger Delegation eingefunden, um die Gäste aus der Landeshauptstadt
gebührend zu begrüßen.
Dabei kam es zu einer netten Begebenheit, als Oberbürgermeister Norbert Tessmer
einen dunkelhäutigen Fußballer in bestem fränkischen Englisch begrüßte und
sich als der „Mayor“ von Coburg vorstellte. Der so nett willkommen Geheißene
allerdings antwortete nicht in Englisch, sondern in bestem Wienerdeutsch. Es
handelte sich um David Alaba, den dunkelhäutigen Österreicher in Diensten des
FCB.
EIGENLOB DARF AUCH MAL SEIN
Eine besondere Auszeichnung hat die Werbeagentur markatus erhalten, unter
deren Obhut auch der COBURGER verlegt wird: Das Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle hat die Agentur als Beratungsunternehmen akkreditiert.
Das in Coburg und Berlin ansässige Unternehmen ist jetzt in einem Programm
zur Förderung unternehmerischen Know-hows gelistet. Dieses Programm richtet
sich an junge und etablierte Unternehmen, die sich beraten lassen möchten, und
übernimmt dafür zwischen 50 und bis 90% der Kosten. Klar, dass markatus-
Gründer Björn Hieber strahlt: „Wir freuen uns riesig über so eine Anerkennung
von offizieller Seite. Und für unsere Kunden ist es natürlich eine tolle Möglichkeit,
sich strategisch beraten zu lassen, die Ausgangssituation fundiert zu analysieren,
sich relevante Ziele zu setzen, damit den Schlüssel für Marketing- und
Unternehmenserfolg zu bekommen, und diese Leistung auch noch zu guten
Teilen gefördert zu bekommen.“
10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
STADTGESPRÄCH
LICHTENFELSER BRINGT COBURG GROSS RAUS
Friedrich Rückert goes CD: 2018 soll eine Produktion mit Vertonungen
von Gedichten des berühmten Coburgers erscheinen. Das ist der Plan des
Lichtenfelsers Malte Müller, der gemeinsam mit dem Rückertkreis Bad Rodach
und dem Plattenlabel Spektral an einer entsprechenden CD arbeitet. Wenngleich
die Vertonungen Rückerts im Konzertrepertoire weltweit zu hören sind, gibt es
sehr wenige CD-Produktionen, die sich ausschließlich diesem großartigen Dichter
widmen. Dieser Umstand sowie Begeisterung für die vielen Rückert-Vertonungen
und auch die räumliche Nähe zu Coburg waren für Male Müller Anlass, sich des
Repertoires anzunehmen. So soll diese CD in einem Querschnitt unterschiedliche
Herangehensweisen an die Texte des großen Gelehrten und Dichters Friedrich
Rückert und die musikalische Umsetzung seiner facettenreichen Gedichte durch
verschiedene Komponisten aufzeigen. Die CD soll Anfang 2018 erscheinen.
AUCH DAS NOCH
Zwei Welten: Während die 12.Klässler des Gymnasiums Alexandrinum ihre
Studienfahrt nach Sorrent mit dem Bus antraten und um die 20 Stunden
unterwegs waren, durften nahezu zeitgleich die Schüler des Casimirianums mit
dem Flugzeug nach Rom. Deutlich schneller und entspannter.
Der Sommer 2017: In Coburg waren wesentlich mehr Touristen als üblich
unterwegs, die Landesausstellung machte es möglich. Wenn die allerdings
Hunger hatten, standen sie im Ferienmonat August oft vor verschlossenen
Türen. Landesausstellung hin oder her.
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Kanzleimanagement.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 11
DER HOFBERICHT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg
sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist
sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen
Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne
kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn
wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen,
HOFBERICHT
zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom Auftritt des
international bekannten Street Art Künstlers Billy The Artist aus New
York. Gemeinsam mit Goebel Porzellan, dem Coburger Designforum
und der Galerie Späth hatte er eingeladen zum Live-Painting-Event in
die Pakethalle am Güterbahnhof in Coburg.
12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
DER HOFBERICHT
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 13
VON BENEDIKT DELLERT
Rosenkriege
haben Dornen.
14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Es beginnt mit der großen Liebe und endet als schmierige
Seifenoper. Besonders Trennungen von Promis schaffen
es oft in die Öffentlichkeit. Wie zum Beispiel die
Schlammschlacht von Johnny Depp und Amber Heard, in
der sie ihm häusliche Gewaltausbrüche und krankhafte
Eifersucht vorgeworfen hat. Aber auch „ganz normale“
Menschen schaffen es ab und an mit ihrem Rosenkrieg in
die Medien, wie vor ein paar Wochen im normalerweise
idyllischen Bad Pyrmont in Niedersachsen, wo eine Frau
ihren Ex-Mann mit Reizgas in die Knie zwang. Dieser hatte
ihr beim Shoppen aufgelauert und sie verbal angegriffen.
Die Folge? Ein verletzter Ex-Mann und jeweils eine Anzeige.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung
gegen die Frau. Ihrem von ihr getrennt lebenden Ex-Mann
wird Beleidigung zur Last gelegt.
„DER ROSENKRIEG“
Noch heftiger zur Sache ging es beim Hollywood-Streifen „Der Rosenkrieg“,
der 1989 in die Kinos kam, und noch heute ein echter Klassiker ist. In dem Film
erzählt Rechtsanwalt Gavin d'Amato einem scheidungswilligen Klienten eine
Geschichte, ohne ein Honorar dafür zu verlangen. Und wenn ein Spitzenanwalt,
der Unmengen in der Stunde verdient, so etwas tut, sollte man schon genau
zuhören. Er erzählt von der Liebesgeschichte des angehenden Juristen Oliver
Rose und der Sportstudentin Barbara Gordon, die sich bei einer Kunstauktion
kennenlernen. Sie heiraten und ziehen zusammen zwei Kinder auf. Um sich zu
beschäftigen, stellt Barbara Leberpastete her und eröffnet einen Partyservice.
Oliver unterstützt seine Frau und stellt die Hausangestellte Susan ein, um
Barbara zu entlasten. Im 18. Ehejahr bricht Oliver während eines Geschäftsessens
zusammen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte befürchten, dass
es sich um einen Herzinfarkt handelt. Auf der Bahre kritzelt Oliver liebevolle
Abschiedszeilen an seine Frau. Nach ein paar Tagen kann Oliver das Krankenhaus
aber gesund verlassen. Seine Frau hat ihn kein einziges Mal besucht, sie holt ihn
auch nicht ab. Zu Hause erfährt er den Grund: Bei dem Gedanken, er könne
tot sein, fühlte sie sich frei und wie von einer Last befreit. Barbara verlangt die
Scheidung. Auf Alimente verzichtet sie, aber sie will das Haus, das sie gefunden
und eingerichtet hat - auch wenn es ihr Mann bezahlt hat. Doch auf die Villa will
Oliver nicht verzichten. Er bietet Barbara eine halbe Million Dollar dafür, aber sie
geht nicht darauf ein. Sein Freund und Scheidungsanwalt rät ihm, nicht länger im
Hotel zu wohnen, sondern wieder in die Villa zu ziehen. Damit fängt das Chaos an.
Die Villa wird zum Kriegsschauplatz. Dieser Rosenkrieg endet in keinem Happy
End.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 15
Rosenkriege
haben Dornen.
KINDER – DIE SCHÄRFSTE WAFFE IM ROSENKRIEG
Die schärfste Waffe in Rosenkriegen aber sind die, die sich nicht wehren können –
die eigenen Kinder. Solange die Beziehung intakt ist, sind sie das größte Glück für
ihre Eltern. Ist sie es nicht und steht eine Trennung bevor, stürzen sie allzu oft ins
Unglück. Oft nämlich müssen sie nicht nur den Streit und die Trennung verkraften,
sondern werden häufig auch gegen den Ex-Partner eingesetzt. Aus verletzten
Gefühlen, einer Kränkung, verletzter Eitelkeit oder aus Stolz heraus wird in einem
Rosenkrieg immer der andere für das Scheitern der Ehe verantwortlich gemacht.
Also soll er/ sie leiden. Und oftmals ist eben der verwundbarste Punkt des Partners
der Nachwuchs, also tut das besonders weh.
Auch wenn Kinder scheinbar ein sehr effektives Mittel im Kampf gegen den
verhassten Ex-Partner sind, sollten sich die Eltern ganz genau überlegen, ob sie
den „Krieg“ auf dem Rücken und auf Kosten ihrer Kinder führen wollen. Eine
gescheiterte Ehe ändert nichts an der Tatsache, dass beide Elternteile gemeinsam
nach wie vor die Verantwortung gegenüber ihren Kindern haben und diese ein
Recht haben auf Kontakt zu beiden Elternteilen.
BEIM GELD ENDET DIE FREUNDSCHAFT
Neben den Kindern ist es vor allem das Geld um das es geht. Und beim Geld
endet bekanntlich für viele die Freundschaft. Und erst recht der Spaß. Wenn der
verhasste Ex-Partner schon die Ehe auf dem Gewissen hat und jetzt seine eigenen
Wege geht, soll er das nach Möglichkeit auch mit seinem eigenen Geld tun, ganz
egal ob er Anspruch auf Unterhalt hat oder nicht. Um diesen Ansprüchen zu
umgehen, greifen viele ganz tief in die Trickkiste: Das Geld wird einfach verprasst
oder Dokumente wie Eheverträge vernichtet. Doch Vorsicht: Die absichtliche
Vernichtung von Dokumenten zum Nachteil von anderen Personen ist strafbar.
DER STREIT UM DEN WÄSCHETROCKNER
Neben dem Geld und den Kindern ist auch das Scheidungsverfahren ein Grund
für einen heftigen Rosenkrieg. Denn bevor eine Ehe tatsächlich beendet ist,
gibt es rein rechtlich einiges zu beachten und zu durchlaufen. Das gemeinsame
Vermögen und der Haushalt müssen aufgeteilt, das Trennungsjahr überstanden
und ein Scheidungsantrag gestellt werden. Wenn jetzt die Scheidung zum
Rosenkrieg wird, müssen sich die Partner darauf einstellen, dass die einstige Liebe
zur Seifenoper verkommt. Beide Partner werden jetzt versuchen dem Anderen
das Leben in der Scheidung möglichst schwer zu machen. Dann streitet man sich
nicht nur Ewigkeiten um den Wäschetrockner, sondern räumt beispielsweise die
Wohnung in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus, oder zieht das Trennungsjahr bis
zum Sankt-Nimmerleinstag in die Länge. Extreme Rosenkriege enden dann sogar
im Krankenhaus, vor dem Staatsanwalt und im Gefängnis.
16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
TIPPS
Gesponserter Beitrag
WENN AUS LIEBE HASS WIRD – TIPPS FÜR DEN FALL DER FÄLLE
Wenn die Schmetterlinge im Bauch irgendwann nicht
mehr fliegen, wenn aus dem Traumpartner ein Alptraum
wird, wenn Zärtlichkeit in Handgreiflichkeiten mündet,
wenn ein Beziehungsstreit einer Kriegserklärung gleicht,
wenn der Schaden des anderen Freude auslöst, Rache statt
Vergebung das Handeln leitet, dann hat man wohl das, was
man einen Rosenkrieg nennt. Die Zeit der Privatdiplomatie
ist gescheitert, Frieden nicht mehr möglich. Nur ein
Waffenstillstand, eine Trennung, kann dann noch helfen,
um das Schlimmste zu vermeiden, persönliche oder sogar
körperliche Verletzungen, Schaden an Hab und Gut und vor
allem: den Missbrauch der eigenen Kinder als Waffe gegen
den Partner. Maren Feyler, die bei der Kanzlei Hörnlein &
Feyler in Coburg auf Familienrecht spezialisiert ist, weiß,
was in solchen Fällen zu tun ist, oder wie man es gar nicht
so weit kommen lässt.
DAS KOMMT IN DEN
BESTEN FAMILIEN VOR
Der klassische Auslöser ist - früher wie heute - das
Fremdgehen, eine Affäre, schlimmstenfalls über
einen längeren Zeitraum, Heimlichkeiten, am Ende
sogar der Wechsel zu einem neuen Partner. Der
Betrogene fühlt sich dann als Verlierer, und oft ist
er es auch. Verlassen zu werden schmerzt, weckt
zunächst Rachegelüste. „Typisch ist, dass Frauen
dann sagen, meine Kinder bekommt er nicht“,
sagt Maren Feyler, oder „Die Neue darf meine
Kinder nicht kennenlernen.“ Aber auch das Auto
wird als Waffe eingesetzt, der Autoschlüssel wird
versteckt, die Garage bleibt verschlossen, in der das
Lieblingsmotorrad steht.
Aber, so erzählt sie auch aus ihrer Erfahrung,
Rosenkriege sind heute sehr seltene Fälle. „Vor 25
Jahren waren Fremdgehen und Trennungen noch
oftmals Katastrophen, heute wird damit in der Regel
weitaus sachlicher umgegangen.“ Es gilt nicht mehr
als Schande, verlassen zu werden. Gerade Frauen sind
unabhängiger geworden, stehen auf eigenen Füßen
oder wissen zumindest um ihre Rechte. Mit dem
Verlustschmerz einhergehende existenzielle Ängste
haben daher nicht mehr das Bedrohungspotential
wie früher und brechen sich daher auch seltener
in ungezügelten Aggressionen Bahn. Viele
Beratungsstellen und umfassende rechtliche
Vorschriften sorgen für den Fall einer Trennung für
Transparenz und Sicherheit.
KEIN RECHTSFREIER RAUM
So gibt es schon seit Ende der 1970er Jahre keinen
Verschuldensparagrafen mehr. Das heißt, wer sich
trennen möchte, kann das tun, ob als Mann oder als
Frau. Es bedarf keines schuldhaften Verhaltens des
anderen, kein Fremdgehen, keine körperliche Gewalt,
um sich scheiden zu lassen. Allerdings muss man vor
einer Scheidung erst einmal ein Jahr getrennt leben,
„im Gesetz heißt das so schön Trennung von Tisch
und Bett.“ Also entweder im eigenen Haus einen
getrennten Bereich schaffen oder gleich getrennt
wohnen, keine gemeinsamen Aktivitäten mehr, kein
gemeinsames Kochen, kein auch nur sporadisches
Kümmern um den anderen. Erst nach diesem Jahr
kann ein Scheidungsantrag gestellt werden. Sollten
sich beide Parteien einig sein, können Probleme wie
Unterhaltzahlungen, der Aufenthalt der Kinder und
Vermögensaufteilung ohne Gericht geklärt werden.
Nur den Ausgleich von Rentenanwartschaften klärt
das Gericht automatisch. Gelingt das nicht, muss
über die strittigen Fragen in einem länger dauernden
Scheidungsverfahren entschieden werden.
VIEL ZU KLÄREN
Denn zumeist gibt es in einem Trennungsjahr und
auch danach bis zur vollzogenen Scheidung eine
Vielzahl an Fragen, die nicht so leicht geklärt werden
können. Wieviel Unterhalt steht dem finanziell
Schwächeren vom anderen zu? Dabei gilt der
Grundsatz der Halbteilung. Nach dem 3. Lebensjahr
eines eventuellen Kindes muss jedoch spätestens auch
die Frau wieder arbeiten gehen. Wer nutzt in einem
Trennungsjahr das gemeinsame Wohneigentum? Das
nämlich wird in der Regel dem zugewiesen, der es
nötiger braucht. Der andere Partner hat dann kein
Recht auf Zugang. Natürlich stellt sich die Frage, wer
sich um die Kinder kümmert. Grundsätzlich gilt ein
Kontinuitätsgrundsatz, damit Kinder nicht aus ihrem
Umfeld gerissen werden. „Selten leben die Kinder
dauerhaft bei ihrem Vater“, weiß Maren Feyler zu
berichten. Auf der anderen Seite haben beide Partner
grundsätzlich ein Umgangs- und Sorgerecht, das auch
einklagbar ist.
Und dann die Frage des Unterhalts. Wieviel Geld
muss für die Kinder bezahlt werden? Ausführliche
Tabellen geben darüber Aufschluss. Wenn der
Unterhaltspflichtige dann nicht bezahlt, weil er
nicht will, kann eine einstweilige Verfügung erlassen
werden. Wenn er nicht zahlen kann, kann für
jedes Kind Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt
beantragt werden. Und die Hauptfrage: Was ist
mit dem Seelenheil der Kinder? Oft geraten sie in
Loyalitätskonflikte, stellen sich meistens schützend
vor das vermeintlich verletzte Elternteil. „Da haben
dann auch wir Rechtsanwälte in meinen Augen die
Verantwortung, vor allem auch an die Zukunft der
Kinder zu denken und zu vermitteln.“
TIPPS FÜR DEN FALL DER FÄLLE
Nur nicht in Panik verfallen, empfiehlt Maren Feyler.
„Wenn erst einmal zu viel Porzellan zerschlagen ist,
kann es zu spät sein.“ Also so sachlich bleiben wir
irgendwie möglich und sich Hilfe von außen holen.
Von Beratungsstellen oder eben auch von einem
Anwalt. Vor einer Trennung sollte man die Finanzen
abklopfen, einen Überblick verschaffen über die
Vermögenssituation, die Verbindlichkeiten und vor
allem immer das Wohl die Kinder im Blick haben.
Das Jugendamt kann helfen und beraten, wie auch
andere Stellen. Neutrale Dritte sollten auf jeden Fall
hinzugezogen werden, bevor es zu ernsten Konflikten
kommt. „Und um einen Rosenkrieg von vorneherein
zu vermeiden, kann auch ein Ehevertrag hilfreich
sein.“
Maren Feyler ist bei der Kanzlei Hörnlein &
Feyler in Coburg auf Familien- und Erbrecht
spezialisiert, arbeitet außerdem als zertifizierte
Testamentsvollstreckerin und ausgebildete
Mediatorin. Und natürlich ist sie in erster
Linie auch Gründerin und Mitinhaberin der
Anwaltskanzlei Hörnlein und Feyler.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 17
Wie sieht eigentlich ein
Neuankömmling Coburg?
Das haben wir Toni Milicevic gefragt, der mit Frau
und Kindern seit dem Sommer in Coburg lebt. Seine
ersten ganz einfach "geknipsten" Eindrücke dieses
Mal in unserer Fotostrecke.
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 19
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 23
24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Eine beliebige Stadt in Deutschland, nehmen wir doch als Beispiel
Coburg, Innenstadt, ein beliebiger Werktag, dreiviertel acht am Morgen.
Fahrzeuge formieren sich zu Kolonnen, Stoßstange an Stoßstange. Sie
rangieren, wenden, parken. Sie halten auf Gehwegen, die Türen fliegen
auf, Kinder springen aus ihrem Sitz, Heckklappen spucken Schulranzen
aus: Nur noch jeder zweite Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren macht
sich ohne Eltern auf den Weg zur Schule, 60% der Passagiere hätten einen
Schulweg von weniger als 800 Metern. Ihre Chauffeure aber fühlen sich
gut – und sie meinen es auch gut. Dabei rauben sie ihren Kindern ein
Stück Kindheit.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 25
PROBLEMKIND ELTERN
Ein Virus greift um sich
Deutschland ist ein Land von Kinderchauffeuren - Symptom
eines gesellschaftlichen Krankheitsbildes. „Helikopter-Eltern“,
Titel eines Bestsellers des bis Juni 2017 amtierenden Chefs des
Deutschen Lehrerverbands Josef Kraus, schwirren permanent über
ihrem Nachwuchs. Nach Schätzung des Psychotherapeuten Martin
Klett aus Freiburg tendieren schon rund 15 Prozent bis 20 Prozent
der Eltern zu solch einem Verhaltensmuster. Überbehütung - ein
Virus, der auf andere Eltern übergreift, Angst ist ansteckend.
Man möchte sein kleines Mädchen, seinen kleinen Jungen immer
beschützen, folglich auch auf dem Schulweg, vor Belästigungen,
Demütigungen, Risiken, Un- und Überfällen, Dunkelheit, Regen,
Schnee, Kälte und Sturm. Also fährt man es. Gut gemeint, aber
damit aber erreicht man gar nichts, ganz im Gegenteil. Und zwar
gleich mehrfach.
Eltern sind eine Gefahr
Zahlen des ADAC, des statistischen Bundesamts und der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV zeigen, dass
auf dem Schulweg verunglückte Kindern häufiger als Mitfahrer im
Auto verletzt werden als auf der Straße von einem Auto angefahren.
Die Zahlen differieren zwar je nach Erhebungsmethode, Jahr und
Bundesland, die Tendenz aber ist eindeutig. So waren laut DGUV
die mit Abstand häufigsten Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-
Unfallversicherung im Jahr 2014 mit fast 50% die Fahrradunfälle
(insgesamt etwa 27000). Danach folgen die Unfälle von Schülern
als Mitfahren in einem Auto (17,5%/ 10000). Und weniger als
zehn Prozent der Straßenverkehrsunfälle mit Schülern betreffen
Fußgänger (5000). An diesen wiederum ist die täglich über die
Innenstädte rollende Blechlawine an Elterntaxis nicht ganz
schuldlos. Michael Siefener, Sprecher des für den Verkehr in
Bayern zuständigen Innenministeriums, drückte es gegenüber der
Augsburger Allgemeinen einmal so aus: „Wir gehen davon aus,
dass das Verhalten mancher Eltern die Unfallgefahren für andere
Schulkinder deutlich erhöht.“
Heile Welt Coburg
Warum gerade auch in Coburg viele Eltern ihre Kinder bis vor die
Schultüre kaschieren, ist besonders rätselhaft: Coburg Stadt und
Land gehören zu den sichersten Regionen bayern- und bundesweit
in Sachen Schulwegunfälle. Eine Stadt der kurzen Wege, ob zur
Schule direkt oder zur nächsten Bushaltestelle, Verbindungen
mit Bus und Bahn stadt- und landkreisweit und sogar darüber
hinaus, Tempo-30-Zonen in weiten Bereichen der Innenstadt
und in der Nähe von Schulen. Es gibt Training mit ABC-
Schützen, reflektierende Jacken, Schülerlotsen, Schulweghelfer
und andere Ehrenamtliche, die jeden Morgen - maximal für eine
Aufwandsentschädigung – bei Wind und Wetter an neuralgischen
Punkten in Stadt und Landkreis für Sicherheit sorgen. Alleine im
Stadtgebiet von Coburg sind an 19 möglichen Gefahrenstellen
Schulwegübergänge vorhanden. Hier werden die Schulkinder der
Grund- und Hauptschulen vor Schulbeginn und nach Schulschluss
von erwachsenen Schulweghelfern über die Straße geleitet. Es
liegt also ein feingesponnenes Sicherheitsnetz über der Region, im
dem fast jeder auf seinem Schulweg sanft aufgefangen wird, wären
da nicht diese gefährlichen Fahrzeugschwärme.
Sitzen macht krank
Und für die eigenen Kinder ist die elterliche Rumkutschiererei
ohnehin schädlich. Der Fachverband Fußverkehr FUSS e.V.
hat sich die Mühe gemacht, einige Zahlen zur Gesundheit
von Kindern zusammenzutragen. Demnach sei ein Viertel der
Fünf- bis Siebenjährigen deutlich übergewichtig, eine Ursache:
Bewegungsmangel. Es gibt ein erhöhtes Osteoporose-Risiko,
die Ursache: Bewegungsmangel. Etwa jeder zehnte Jugendliche
leidet an einer Fehlentwicklung des Skelettsystems und der
Wirbelsäule, die Ursache: Bewegungsmangel. Häufige Unruhe
und Konzentrationsmängel, oft die Ursache: Bewegungsmangel.
Die Langzeitstudie KiGGS des Robert Koch-Instituts zur
gesundheitlichen Lage der Kinder und Jugendlichen in Deutschland
beobachtet eine deutliche Verschlechterung der Motorik bei jungen
Menschen. „Kinder leben in einer Sitzwelt“, stellt Dr. Berthold
Koletzko fest, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. "Der
bestürzende Mangel an körperlicher Aktivität ist mittlerweile zu
einem ernsten Problem für die Familien und für die Gesellschaft
geworden“.
Laufen macht gesund
Dabei gäbe es die Gelegenheit zur täglichen Bewegung, ein paar
Schritte zur Schule und zurück, immerhin zwei Kilometer einfach
gelten allgemein als „zumutbar“. Das wären in einer normalen
Schulwoche 20 Kilometer zu Fuß. Eine bessere Medizin gibt es
nicht. Nicht nur für den Körper, auch für den Kopf: Nur durch
Gehen nämlich wird das Gehirn schon um 13 Prozent besser
durchblutet, wird aktiviert, neue Nervenverbindungen entstehen.
26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
CHAUFFEURE WIDER BESSERES WISSEN
Wer sich viel bewegt, kann sich besser konzentrieren, besser
lernen, ist motivierter, gewinnt an Koordination, verfügt über ein
stärkeres Immunsystem, und ist weniger aggressiv. Eine dänische
Studie zeigt, dass Kinder, die zur Schule laufen oder radeln, sich in
den ersten vier Unterrichtsstunden deutlich besser konzentrieren
können als ihre Mitschüler, die gefahren wurden. 20000 Kinder
und Jugendliche zwischen 5 und 19 Jahren haben an dieser Studie
teilgenommen.
Es ist eine Katastrophe
Im Glauben, ihrem Kind Gutes zu tun, treiben Taxieltern
es mit ungebetenen Fahrdiensten zudem auch noch in
die Unselbständigkeit. Überversorgung ist Ausdruck des
Misstrauens gegenüber dem Anderen, seinen Fähigkeiten,
seiner Eigenverantwortung. So hemmt man Selbstständigkeit,
schreibt der Focus erst in diesem Jahr. Wie sollen Kinder sich
später im Leben zurechtfinden, Lösungskompetenz entwickeln,
mit Gefahren umgehen, Risiken einschätzen lernen, wenn man
ihnen nicht einmal ein paar hundert Meter Schulweg zu Fuß
zutraut? Auch die Polizei teilt diese Ansicht, fordert und fördert
Selbständigkeit. Das Kinderhilfswerk geht noch einen Schritt
weiter, bezeichnet den Schulweg gar als einen Bildungsort,
„auf dem Kinder lernen, die einzelnen geographischen Punkte
in einem Stadtteil oder einer Stadt geistig zu verknüpfen.“ Der
Organisation zufolge führe das zu einem größeren Sicherheits- und
Wohlgefühl. Der Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch, Autor
des Buches „Die Verwöhnungsfalle“ bezeichnet Taxieltern gar als
eine "Katastrophe“. Er macht sich stark für das, was manche Eltern
vielleicht, Großeltern aber bestimmt von ihrem Schulweg früher
noch zu erzählen wissen: der gemeinsame Weg in der Gruppe, das
Geschichtenerzählen, das Gehen von Umwegen, die Neugier, das
Kennenlernen des eigenen Umfelds. Das alles werde den Kindern
aus Bequemlichkeit vorenthalten, so sein Vorwurf.
Neun Fichten für ein Kind
Und gegen Ende noch ein kleines Rechenbeispiel: Der
Verkehrsclub Deutschland hat eine Unterrichtsidee kreiert, mit
der Schüler die Co2-Belastung eines mit dem Auto gefahrenen
Schulwegs errechnen können. Vereinfacht gesagt ging es um die
Frage: Wie viele Fichten sind notwendig, um das durch die Fahrt
entstehende Kohlendioxid zu binden? Das Ergebnis: Für einen
Schüler, der während des Schuljahres jeweils 3 Kilometer zur
Schule gefahren und wieder abgeholt wird, müssten rechnerisch
9 Fichten gepflanzt werden, um das entstandene Treibhausgas zu
binden. Bei einer Schulklasse mit 30 Kindern wäre das ein halbes
Fußballfeld voller Fichten. Aber das nur nebenbei.
Lasst sie doch einfach laufen. Eure Kinder.
Sie schaffen das.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 27
VON WOLFRAM HEGEN
Sonderthema Verantwortung
28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
SONDERTHEMA VERANTWORTUNG
Vorab ein paar Gedanken zu einem von Philosophen, Religionen,
Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmern, Cheftrainern, Papas, Mamas,
Autofahrern und –fahrerinnen und allen, aber auch wirklich allen, die etwas
mehr tun als nichts, benutzten, oft missbrauchten und nach eigenem Gusto
definierten Begriffs, der letztlich erstens etwas mit Pflicht zu tun hat, sich
zweitens definiert durch einen Rahmen, in dem er sich bewegt, der wiederum
drittens mögliche Konsequenzen für ein Fehlverhalten festlegt (Fegefeuer,
Konkurs, Einsamkeit o.ä. Widerlichkeiten), der viertens so etwas wie freies
Handeln erfordert und der fünftens immer nur in Bezug zur Außenwelt
existiert, sei es nun zu anderen Menschen oder irgendeiner wie auch immer
gearteten übergeordneten Macht:
V
E
R
A
N
T
W
O
R
Wenn zwei verantwortlich sind, fühlt sich am Ende keiner verantwortlich. Verantwortung
also ist unteilbar. Am Ende ist jeder verantwortlich. Für alles.
Immer gleiche und gerade dadurch unzeitgemäße Kritik an den jeweils aktuellen Zuständen
ist unausrottbar. „Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit“, heißt so
eine Zustandsbeschreibung. Kann man immer sagen, stammt aber von Otto von Bismarck aus
dem 1870. Der Mensch ist halt so.
Vor Gott Verantwortung übernehmen? Wie soll das gehen? Wann? Nach dem Tod? Das ist ja
einfach.
„Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung?“. Warum wird das eigentlich nur gefragt,
wenn etwas schiefgelaufen ist?
Verantwortung für sich selbst übernehmen gibt es nicht. Verantwortung für sich selbst
übernehmen meint letztlich nur die Konsequenz, die man persönlich zu tragen hat.
Unternehmen pflegen heute eine „Fehlerkultur“, heißt, für falsche Entscheidungen nicht
gleich die Verantwortung tragen zu müssen. Klingt toll, ist aber reiner Selbstzweck. Wer soll
den Job denn sonst machen?
In Fuck-Up-Nights erzählen Menschen heute von ihren Misserfolgen, die Leistungsgesellschaft
therapiert sich selbst: Die einen fühlen sich nicht alleine mit ihren Ängsten, die
anderen verarbeiten die Konsequenzen des eigenen Versagens: Sie sind pleite, krank, im
Knast, abgewählt, entlassen, ausgestoßen.
Eine Weisheit aus Binsen: „Der Erfolg hat immer viele Väter“. Oder anders: „Wo alles klappt,
übernimmt man gerne Verantwortung“, hat schon Erhard Horst Bellermann gesagt, 1937.
Dem Worte nach bedeutet verantworten „sich als Angeklagter vor Gericht verteidigen“.
Und wann haben Sie das letzte Mal Verantwortung übernommen?
Bitte hier eintragen:
T
U
N
G
Danke.
Jetzt viel Spaß beim Lesen unserer Geschichten über Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Wir sind dafür verantwortlich, dass sie ihnen gefallen. Wenn nicht, schreiben Sie uns. Wir werden
ihre Kritik ernst nehmen, den COBURGER aber deswegen nicht einstellen. Wenn Ihnen die Stories
gefallen, schreiben Sie uns auch, oder besser: Loben Sie uns. Erzählen sie anderen von uns. Trinken
Sie, machen Sie ein Fass auf. Werfen Sie den Grill an. Laden Sie ihre Nachbarn ein. Und uns auch.
Und alle, über die wir erzählen. Bewegen Sie uns.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 29
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30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
DIEZ FÖRDERTECHNIK & SYSTEME
Eine deutsch-deutsche Geschichte über Verantwortung
Als die Diez Fördertechnik und Systeme GmbH Anfang der
1990er Jahre im Gewerbegebiet An der Müß in Sonneberg
gebaut wurde, gab es eigentlich noch kein Gewerbegebiet
dort, nur braches Land. Es gab kaum Infrastruktur.
Es gab viele Arbeitslose. Aber es gab Menschen, die
Verantwortung übernommen haben. Für sich, für andere,
und vor allem für ein Miteinander der Menschen auf beiden
Seiten der ehemaligen Grenze. Eine kleine Familiensaga,
aufgeschrieben von Wolfram Hegen.
Verantwortung trägt viele Gesichter. In diesem Fall die von Werner Diez und
seiner Tochter Cindy Diez-Zien, die Platz genommen haben an einem Tisch, der
zum gemütlichen Hinlümmeln nicht taugt, sondern eher in Stehhöhe angebracht
als Symbol für Dynamik steht, im ersten Stock ihrer Firma in Sonneberg an der
Müß in einem Raum, „in dem wir uns eigentlich kaum aufhalten, weil wir ja
dauernd unterwegs sind“, wie Werner Diez am Ende des Gesprächs sagen wird,
Verantwortung trägt aber auch das Gesicht der Familie , seines mittlerweile
verstorbenen Schwiegervaters, und seiner Frau, die zwar diesem Gespräch nicht
beiwohnen konnte, aber immer irgendwie gegenwärtig schien, „weil wenn wir
von Verantwortung für die Region sprechen, ist sie der absolute Prototyp“, ein
Satz, der andeutet, wie vielseitig Verantwortung empfunden und gelebt werden
kann, ob für die Heimat, für ein Unternehmen, für Mitarbeiter, für Freunde, für
Hilfsbedürfte - und natürlich für die Familie.
Wenn man Erfolg haben will, muss man
hart arbeiten und man muss Verantwortung
übernehmen, sonst geht das nicht. Und man
braucht viel Geduld.“
Die beiden Geschäftsführer Werner Diez
und seine Tochter Cindy Diez-Zien am
ehemaligen Grenzstreifen zwischen Neustadt
und Sonneberg.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 31
SONDERTHEMA VERANTWORTUNG
EXISTENZFRAGEN
Diese Frage nämlich steht am Anfang einer eindrucksvollen fast idealtypischen
deutsch-deutschen Geschichte, die ohne die Übernahme von Verantwortung nie
geschrieben worden wäre. Werner Diez aus Judenbach bei Sonneberg, damals ein
Mann in den sogenannten besten Jahren, muss sich 1990 die Frage stellen, wie es
weitergehen soll in seinem Leben, das bis dahin von einer Spielwarenindustrie
geprägt worden war, die nun vor dem Untergang steht. Eine Frage, die er für
sich und seine Familie dringend beantworten muss, um eine Zukunft zu haben,
um überhaupt existieren zu können. Doch zunächst gerät er in die Mühlen
der Wendebürokratie, als er das Kombinat Spielwaren in die Marktwirtschaft
hinüberretten, den Betrieb in seinem Heimatort Judenbach weiterführen möchte,
Arbeitsplätze erhalten, Treuhand und Kombinat aber Summen wollen, die er und
sein Schwiegervater nicht stemmen können. Werner Diez also steht ohne Job da,
wie so viele Menschen in der ehemaligen DDR in den bei aller Euphorie zutiefst
verunsichernden Zeiten Anfang der 1990er Jahre, die viel von den Menschen
verlangen, von manchen zu viel, die scheitern, viele aber kämpfen sich hinein in
ein neues System, Schicksale, die bis heute wenig gewürdigt werden, vielleicht zu
wenig, so dass viele Menschen in den neuen Bundesländern sich bis heute nicht
angekommen fühlen, oder besser, nicht angenommen fühlen.
GLÜCKSMOMENTE
Wenn wir von Verantwortung
für die Region sprechen, ist der
Prototyp meine Frau. Sie ist in der
Industrie- und Handelskammer
aktiv, hat Firmenstammtische
gegründet, den WIR-Verein nach
vorne gebracht, die Famos-Messe,
hat die Mitgliedschaft in der
Metropolregion Nürnberg forciert.“
Werner Diez gehört zu den Kämpfern. Dabei wird er unterstützt von seiner Frau,
die ihm beratend zur Seite steht, sich verantwortlich fühlt, ihn in die Verpflichtung
für die Familie nimmt, eine Frau, deren Rolle in seinem Leben er mit jenem Satz
beschreibt, der heute wie aus der Zeit gefallen daherkommt, archaisch, weil er
so gar nichts mit einem modernen Rollenbild zu tun hat: „Hinter jedem guten
Mann steckt ebenso eine ebenso zielorientierte Frau“. Er sagt das in Demut, voller
Anerkennung, nicht aus einem rückwärtsgewandten Männerbild heraus. Werner
Diez also tut das, was seine Familie als richtig ansieht: „Such Dir was anderes“.
Und auch dabei hat er Glück. Bei einem Bewerbungsgespräch um eine Stelle lernt
er zufällig einen Mann kennen, der im Staplergeschäft tätig ist, ein Scharlatan
zwar, wie sich später herausgestellt, ein Mann, der sein vermeintliches Know-How
anwendete, um die momentane politische Lage für sich zu nutzen und das mit
nicht immer rechtschaffenden Mitteln, einer fast skrupellosen Geschäftemacherei
mit den damals in Sachen Marktwirtschaft unerfahrenen und verunsicherten
Menschen aus den neuen Bundesländern vielleicht mehr kaputtgemacht haben
als Politik, Gesellschaft und verantwortungsvolle Unternehmen es in knapp 30
Jahren wieder heilen können, aber eben der Einstieg in das Geschäft, das er bis
heute betreibt. Als er nämlich kein Geld mehr bekommt, die Firma in Steinach
bei Sonneberg vor dem Aus steht, übernehmen sein Schwiegervater und er
Verantwortung, den Betrieb, einen Teil der alten Verbindlichkeiten. Doch wie es
weitergehen soll, wissen sie nicht, eine Perspektive gibt es nicht. Wieder aber hat
Diez auch Glück.
AUFBRUCHSZEITEN
In seiner Freizeit nämlich geht er gerne seinem großen Hobby nach, dem
Chorsingen. Dabei kommt er in Kontakt mit einem Mann aus Göppingen,
das Kehrbild zu denen, die diese Zeit der Wende nur für sich nutzen wollten,
einem Steuerberater, wie sich herausstellt, mit dem er sich lange auch über das
Unternehmen unterhält, über seine Pläne, Sorgen und Nöte, wieder einer aus dem
Westen, „ich hatte aber ein gutes Bauchgefühl“, und der ihn dann „an die Hand
nimmt“, der sich irgendwie verantwortlich fühlt für seinen Freund aus Judenbach.
„Das war ein Glückstreffer für uns“, sagt Werner Diez rückblickend. „Machschs was
odr machschd nix“ fragt der Göppinger in tiefstem Schwäbisch seinen Chorfreund
Diez. Und der beschließt, jetzt etwas zu machen. Eine richtige Rechtsform muss
her, ein Neubau, eine Strategie, der Göppinger hilft, wo er kann, ist mehrmals pro
Woche in Sonneberg, die beiden grasen die Banken ab auf der Suche nach einem
Darlehen. Fast zwei Millionen Mark sind damals nötig, ein befreundeter Architekt
aus Coburg hat die Summe ermittelt für das neue Betriebsgelände in Hönbach und
die neuen Betriebsgebäude. Dieses steht für Diez als Synonym für den Aufbau der
Ost-West-Kooperation, für das Geben und Nehmen in einem sich neu prägenden
deutsch-deutschen Freundschaftsbild.
32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
DIEZ FÖRDERTECHNIK & SYSTEME
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GRENZGÄNGE
Diez bekommt das Geld, der Bau beginnt, sein Schwiegervater betreut ihn, die
Aufträge gehen an Firmen aus Bayern und Thüringen, die Grenzen im Kopf haben
die Diezens schon lange abgelegt, auch wegen solcher Begebenheiten wie 1993,
als am Wochenende ein Jeep an der Baustelle hält, ein Mann aussteigt, fragt, was
das für ein Unternehmen werden soll. „Gabelstapler“, sagt Diez. „So ein Quatsch.
Wieder nichts Produzierendes“, motzt der plötzlich auftretende Gast. Diez trinkt
einen Kaffee mit ihm, die beiden werden später gute Freunde. Der Jeepfahrer ist
Chef einer im Landkreis Kronach ansässigen Firma, auch er hilft Diez, übernimmt
Verantwortung, vermittelt Kontakte zu zahlreichen Firmen aus Oberfranken.
„Das vergesse ich ihm nie“, sagt Diez rückblickend. Ihm wird auch klar, dass er
ausbilden muss, damals, als junge Menschen noch händeringend auf der Suche
nach einem Ausbildungsplatz sind, als es zu wenig Lehrstellen gibt. „Das haben
wir gemacht, heute haben wir vor allem Leute in der Belegschaft, die wir selbst
ausgebildet haben.“ Der Kronacher Freund ist einer von vielen, mit denen Diez ein
enges Band verbindet, weit über das geschäftliche hinaus, Kronacher, Coburger,
Sonneberger, viele Selbständige wie er.
FAMILIENFRAGEN
So kann Diez „step-by-step“ das Unternehmen bis heute aufbauen, oft mit
„schlaflosen Nächten, wie soll ich bloß jemals die Schulden zurückzahlen.“ Und
auch die familiäre Situation bereitet Sorgen, der Schwiegervater wird krank,
verstirbt und hinterlässt ein menschliches Loch und auch eines im Unternehmen.
Was tun? Die Familie ist gefordert. Die Frau ist Beamtin, ein sicherer Job auf
Lebenszeit. Sie überlegen, denken nach. Ein halbes Jahr lang. Dann fällt die
Entscheidung: Sabine Diez lässt den Staatsdienst hinter sich, drückt noch einmal
die Schulbank, wechselt in die freie Wirtschaft. „Alles nur, damit es mit unserem
Unternehmen weitergeht.“ Sabine Diez übernimmt die Finanzen, hat das Geld
im Griff, „die hatte die 17 als hausinterne Telefonnummer, immer wenn die 17
bei mir geklingelt hat, habe ich die Hacken zusammengeschlagen“, schmunzelt
Werner Diez heute. Nur für die Kinder hat er nicht viel Zeit, der Sohn, heute Arzt
im Landkreis Kronach, und auch Tochter Cindy wachsen mehr bei der Oma auf als
bei den Eltern. „Es war einfach keine Zeit.“ Die Tochter studiert Recht, will dann
Ärztin werden, doch zwei Kinder kommen dazwischen, sie übernimmt zunächst
die Mutterrolle, von Verantwortung für das wirtschaftliche Familienunternehmen
ist sie dagegen damals noch weit weg.
GENERATIONENTREFFEN
Doch irgendwann, erinnert sich Werner Diez, kam sie und fragte, „ob er etwas zu
tun hätte.“ Das ist ihr Einstieg in die Firma, stundenweise zunächst, und eigentlich
„war das furchtbar, ich habe gedacht, nein, da gehe ich nie mehr hin“, lacht
Cindy heute. Doch auch sie kämpft sich hinein in die neue Aufgabe im eigenen
Unternehmen, lernt Buchhaltung, übernimmt nach einiger Zeit die Bücher des
Unternehmens, „wenn man dann nach ein paar Jahren so eine Verantwortung
übertragen bekommt, macht das auch Freude. Verantwortung heißt ja auch
Mitgestalten.“ So gründet Cindy Diez-Zien 2003 auch eine Tochterfirma mit dem
Schwerpunkt Schulungen und baut diese alleine auf, wächst an dieser Aufgabe.
Sehr zur Freude ihres Vaters. Denn mit den Jahren stellt sich Werner Diez immer
häufiger die Frage „Wer führt das Unternehmen eigentlich weiter“, verkaufen aber
möchte er nicht, er spürt die Pflicht, dass Diez Fördertechnik und Systeme auch
in Zukunft für die Mitarbeiter, für die Kunden da sein muss, er will zurückgeben,
was er in den letzten fast 30 Jahren an Unterstützung erfahren hat, „niemals aber
hätte ich zu einem meiner Kinder gesagt, dass es die Firma übernehmen muss.“,
die Tochter aber will, ein Glücksfall. Jetzt hat er ihr schon 49% überschrieben,
immerhin, aber „ich bin auch ein Mensch, der sich auch schwertut mit dem
Loslassen. Wenn ich nur zuhause wäre, würde ich kaputt gehen.“
VERANTWORTUNGSGEFÜHL
Und natürlich gibt es einen Plan, das Zepter ganz an seine Tochter zu übergeben,
Schritt für Schritt, in zwei bis drei Jahren. „Das hat er zwar schon vor zwei
Jahren gesagt“, schmunzelt sie, aber „das kriegen wir schon hin.“ Freilich wird
das Unternehmen mit ihr ein anderes Gesicht haben. „Ich bin halt eine andere
Generation.“ Aber zu ihrer Verantwortung, zu den Werten des Unternehmens wird
sie immer stehen. „Meine Mutter sagt immer: Wir müssen für unser Unternehmen
kämpfen und vor allem für unser Region. Das hat sie tausendmal gesagt, und
mein Vater hat das jahrelang gemacht. Genauso werde ich das Unternehmen auch
weiterführen.“
Wir sind doch ein Wirtschaftsraum
hier, für mich gibt es kein Ost
und kein West, es gibt nur ein
Miteinander, gemeinsam sind
wir etwas Besonderes, ein
starker Wirtschaftsraum, der für
Entwicklung, Stabilität, Fortschritt
und Nachhaltigkeit steht.“
Diez Fördertechnik und Systeme GmbH
Sonneberg/Hönbach
Vertrieb, Service, Vermietung von Hebezeugen und Flurfördertechnik
samt Sondergerätebau, Zubehör, Anbauteile uvm. bis hin zu Schulungen
Gegründet: 1991
Mitarbeiter: 27
Geschäftsführer: Werner Diez und Cindy Diez-Zien
www.diez-gmbh.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 33
34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
INTERVIEW MAX BEYERSDORF
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Verantwortung übernehmen ist auch eine Verpflichtung
Er ist Unternehmer, Stadtrat, engagiert sich
sozial und gesellschaftlich: Max Beyersdorf,
Geschäftsführer der Otto Hauch GmbH & Co. KG.
Ein Gespräch mit ihm über Verantwortung.
Herr Beyersdorf, was heißt für Sie Verantwortung?
Verantwortung fängt bei einem selbst an. Nur wer für sich
selbst Verantwortung übernehmen kann, für das eigene
Leben, für die eigene Gesundheit, die eigene Seele, der
sollte auch für andere Verantwortung übernehmen. Sonst
funktioniert das nicht: Man spiegelt ja nach außen die eigene
Verfassung. Und wenn die von Unsicherheit über das eigene
Ich geprägt ist, kann die Übernahme von Verantwortung nur
in Chaos und Enttäuschung enden – für sich selbst, aber auch
für andere. Verantwortung heißt eben immer auch Führung.
Man muss Mut haben zur Entscheidung und sagen können,
so machen wir das jetzt.
Wie haben Sie Verantwortung gelernt?
Ich hatte als junger Mensch das Privileg, von einem familiären
Umfeld geführt worden zu sein, das für mich, das für die
Firma Verantwortung übernommen hat, das Verantwortung
vorgelebt, und das mir den Zugang zu Bildung, Schule und
Studium ermöglicht hat. Das alles will ich zurückgeben. Es
kann ja nicht sein, dass man gefördert wird von Zuhause und
auch vom eigenen Land und daraus nichts macht.
Aber gibt es nicht Riesenunterschiede zwischen wirtschaftlicher und
politischer Verantwortung?
Das stimmt natürlich. Leider ist es oft heute so, dass in der
Politik keine Konsequenzen drohen. Verantwortliche machen
Fehler, das kann passieren, aber wenn etwas schiefläuft, muss
das halt auch Folgen haben, aber meistens passiert gar nichts.
Das kann nicht sein. Wenn ich als Unternehmer einen Fehler
mache, dann muss ich dafür persönlich, materiell, existenziell
gerade stehen, das ist etwas ganz anderes.
Herr Beyersdorf, heißt Verantwortung dann auch Mehr arbeiten als
andere?
Mehr vielleicht nicht, aber zumindest heißt Verantwortung,
dass ich das, was ich von anderen verlange, auch von mir
fordern muss. Ich habe mir in diesem Sommer zum Beispiel
mal keinen Urlaub gegönnt. Wir haben gerade gut zu tun.
Und wenn die Mitarbeiter unter Volllast laufen, kann ich mich
nicht am Adriastrand suhlen.
Wie leben Sie Verantwortung?
Verantwortung heißt für mich nicht, etwas für das eigene Ego
zu tun, sondern sich selbst hintenanzustellen, demütig zu sein,
sich verpflichtet fühlen. Das ist zum einen in meiner Firma
so, da übernimmt man Verantwortung für seine Projekte,
für den Erhalt historischer Bausubstanz, für die Werte seiner
Kunden, und vor allem für seine Mitarbeiter. Gerade junge
Menschen muss man da heute mehr an die Hand nehmen,
weil ihnen zunehmend Orientierung fehlt. Da sind wir als
Unternehmen gefordert. Ich versuche aber auch politisch
Verantwortung zu übernehmen. Unser aller Wohlstand und
das Gemeinwohl hängen untrennbar zusammen, also muss
ich mich auch dafür engagieren.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 35
Soziale Verantwortung am Beispiel eines Serviceclubs
Verantwortung übernehmen für andere. Dazu haben sich auch Serviceclubs verpflichtet wie zum
Beispiel Round Table 151 Coburg. Sein Motto „Helfen durch Handeln“. Ziel ist die Unterstützung
hilfsbedürftiger Menschen. Wie zum Beispiel dem kleinen Luis aus Burgkunstadt.
Luis Hofmann aus Burgkunstadt kam im November 2012 auf die
Welt. Drei Monate zu früh. Notkaiserschnitt. Ein Floppy Baby.
Mit diesem putzigen Begriff bezeichnen Ärzte eine dramatische
Fehlentwicklung: Luis hatte keine Muskelspannung. Sofort muss
er beatmet werden, sonst wäre er bereits bei der Geburt gestorben.
Fast neun Monate bleibt er auf der Intensivstation in Bayreuth.
Schnell ist die Ursache seiner Muskelschwäche gefunden, eine
seltene Krankheit, 16 Fälle gibt es in Deutschland: Myotubuläre
Myopathie, eine Muskelreifestörung. Ein Jahr Lebenszeit geben
ihm die Ärzte damals, jetzt, im November 2017, wird er fünf.
Das hat er auch seiner Familie zu verdanken: Seinem Vater Daniel,
seinen Großeltern Bernd und Bruni Hofmann, die gemeinsam
beschließen, sich um das Kind zu kümmern. „Wir wollten ihn nicht
ins Pflegeheim schicken.“ Im Dachgeschoß des Wohnhauses in
Burgkunstadt ist ein Zimmer frei, es wird Luis` Zimmer. Gemeinsam
kümmern sie sich um das schwerstbehinderte Kind, das bis heute
nicht selbst atmen, schlucken, sprechen oder laufen kann. Ein
Pflegedienst unterstützt sie fast rund um die Uhr. Zwei Jahre geht
das gut, da stürzt die Oma, mit Luis auf dem Arm, beim Transfer
vom Dach- ins Erdgeschoss, bricht sich den Fuß. „Gott sei Dank ist
Luis nichts passiert. Da haben wir bemerkt, so geht das nicht weiter.“
Die einzige Alternative ist ein behindertengerechter barrierefreier
Anbau. Der aber ist teuer. Ca. 115.000 Euro. Also wendet sich die
Familie an die Zeitung. Es gibt einen Spendenaufruf, man verteilt
einen Flyer. So gelangt die Geschichte auch zum Serviceclub Round
Table 151 nach Coburg, der sich schnell entscheidet, Luis zu helfen.
Dringend notwendig ist ein Treppenlift, Round Table übernimmt
die Bezahlung der Rechnungen dafür in Höhe von 15.000 Euro. „Ein
großes Dankeschön dafür, vor allem, weil alles so unkompliziert
und schnell ablief “, freut sich Bernd Hofmann. Weitere 30.000 Euro
sammelt die Familie an kleineren Spenden ein, viele Baufirmen
aus der Region helfen zum Selbstkostenpreis, am Ende muss die
Familie aber auch noch 70.000 Euro aufbringen, damit der kleine
Luis ein neues behindertengerechtes Zuhause bekommt.
Der Aufwand hat sich gelohnt, für die Familie, die sich der
Verantwortung gestellt hat, und für Luis, der sich gut entwickelt,
geistig Gleichaltrigen voraus ist, Youtube-Filme schon nur noch auf
Englisch schaut, weil er sie auf Deutsch schon kennt. „Wahrscheinlich
könnte er auch schon englisch oder russisch sprechen“, sagt seine
Familie und lacht. Aber wenn er sich mit ihnen unterhält, dann geht
das nur mit den Unterarmen und den Fingern in Gebärdensprache,
oder über die Computertastatur.Damit ist Luis aber gut gerüstet für
die Zukunft. Dann soll er nämlich zur Schule gehen: nach Coburg
zur „Schule am Hofgarten“ auf der Bertelsdorfer Höhe.
36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Round Table 151 Coburg – Ein Club, der anpackt und hilft
Ein fester und wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten von Round
Table ist das ehrenamtliche soziale Engagement seiner Mitglieder –
frei nach dem Motto „Helfen durch Handeln“. Ziel ist es, besonders
bedürftigen Kindern und ihren Familien regional, aber auch
international unbürokratisch zu helfen. So unterstützt der RT 151
Coburg unter anderen die Projekte „Raus dem Toten Winkel“,
für Integrationsprojekte für Flüchtlinge, „Hartz & Herzlich“ und
darüber hinaus viele einzelne Projekte. So sind in diesem Jahr
unter anderem auch 3500 Euro an den Caritasverband Coburg
gespendet worden. Geld für Schul- und Lernmaterialien, die in
der Einrichtung der Caritas in der Ernst-Faber-Straße bedürftigen
Familien zu Gute kommen.
Um die entsprechenden Gelder zu sammeln, veranstaltet der
Round Table 151 Coburg unter anderem zahlreiche Benefiz-
Veranstaltungen wie das Open-Air-Kino im Innenhof der Ehrenburg
oder auch das Kindersportfest in der HUK-Coburg arena kürzlich im
September, und vor allem auch die mittlerweile schon traditionelle
Coburger Comedy Gala. Seit 2013 versammeln sich dabei Anfang
des Jahres zahlreiche Comedians auf der Bühne im Kongresshaus
Rosengarten. Alle Sitzplätze sind belegt, und das für einen guten
Zweck: Die Erlöse des Abends kommen wieder sozialen Zwecken
zu Gute, wie dem kleinen Luis.
www.rt151.de
Coburger Comedy Gala
Die 6. Coburger Comedy Gala - Spaß haben
und Gutes tun. Präsentiert vom COBURGER.
In diesem Jahr mit Daphne De Luxe, Costa
Meronianakis, Frank Fischer, Hans-Hermann
Thielke und natürlich Marcelini & Oskar.
Am 5.1.2018 um 20 Uhr im Kongresshaus
Rosengarten. Karten ab sofort beim Coburger
Tageblatt.
www.coburger-comedy-gala.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 37
6.COBURGER
Präsentiert von
EINE BENEFIZVERANSTALTUNG
VON ROUND TABLE 151 COBURG
MODERATION
MARCELINI & OSKAR
COSTA
DAPHNE
FRANK
HANS-HERMANN
MERONIANAKIS
DELUXE
FISCHER
THIELKE
multikultureller Humor
aus Frankfurt
die Entertainerin
mit Leib und Seele
ausgezeichnet mit
20 Kabarettpreisen
spießiger Humor
aus Norddeutschland
BENEFIZ-VERANSTALTUNG
LACHEN FÜR EINEN GUTEN ZWECK!
ROUND TABLE 151 COBURG
FREITAG
EINLASS AB 19.00 UHR
BEGINN UM 20.00 UHR
KARTEN IM VORVERKAUF AB 19,– EUR
ERHÄLTLICH BEIM COBURGER TAGEBLATT
KEINE VORVERKAUFSGEBÜHREN!
05.01.2018
KONGRESSHAUS
ROSENGARTEN
EINE BENEFIZ-VERANSTALTUNG ZUGUNSTEN DES
VEREIN DER FREUNDE VON ROUND TABLE COBURG E.V.
Medienpartner
WWW.COBURGER-COMEDY-GALA.DE inFranken.de
38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft
Neue Wertschöpfung
durch Digitalisierung
Schwerpunkt Versicherungswirtschaft
am 24. Oktober 2017 in Coburg
Jetzt anmelden!
Aktuelles Leitthema des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft
ist ein digitaler Zukunftsentwurf. In dieser Veranstaltung
liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den Potenzialen
der Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft.
Präsentation der Studie Neue Wertschöpfung
durch Digitalisierung – Ökonomische Aspekte und
Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft
Input aus der Praxis – Berichte aus Unternehmen
Präsentation der Studie
Blockchain und Smart Contracts
Handlungsempfehlungen des Zukunftsrats
für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
Frag den Rat – Live-Diskussion von Besuchern mit
dem Zukunftsrat der Bayerischen Wirtschaft
Melden Sie sich noch heute an
24. 10. 2017 von 17:00 bis 19:30 Uhr
mit anschließendem Get-together
HUK Coburg,
Willi-Hussong-Str. 2, 96450 Coburg
www.vbw-bayern.de/VA98640
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 39
Verantwortung durch Ausbildung
Auszubildende Kathrin Kutzer
Foto: Sebastian Buff
40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
GELDER & SORG
Gesponserter Beitrag
Autos sind Männersache? Von wegen. Die 18jährige
Kathrin Kutzer ist das beste Gegenbeispiel. Bei
Gelder und Sorg in Coburg wird sie zurzeit zur
KFZ-Mechatronikerin ausgebildet. „Ich bin in der
Werkstatt zwar die einzige Frau, aber ich habe die
Jungs schon im Griff “, lacht sie. Die Stimmung
ist gut, die Aufgabe interessant: Inspektionen,
Kundendienste, Räderwechseln, Getriebe
ausbauen – Alltag für die junge Rödentalerin jetzt
im zweiten von drei Lehrjahren.
Kathrin ist eine von aktuell 93 Auszubildenden
der Gelder & Sorg Gruppe. Neben KFZ-
Mechatronikern bildet die Unternehmensgruppe
in ihren acht Betrieben in Ober- und Unterfranken
auch Automobilkaufleute aus, Kaufleute für
Büromanagement und Fahrzeuglackierer. „Wir sind
bestrebt, alle unsere Auszubildenden in unserem
Unternehmen unterzubringen“, sagt Personalchefin
Heike Murmann. Gelder & Sorg übernimmt damit
in Zeiten des Fachkräftemangels Verantwortung für
die eigene Zukunft und vor allem für ein erfolgreiches
und erfülltes Leben junger Menschen. Dafür tut das
Unternehmen viel, stellt jedem Auszubildenden
einen Gesellen zur Seite, räumt gewerblichen
Auszubildenden die Möglichkeit ein, sich zusätzlich
bei Volkswagen zu qualifizieren, um sie noch
gezielter auf ihre Aufgabe in einem VW-Autohaus
vorzubereiten, und vermittelt vor allem - über das reine
Fachwissen hinaus - auch Werte wie Freundlichkeit,
Pünktlichkeit, Sorgfalt, Eigenverantwortung und
Selbständigkeit. „Auch für uns als Unternehmen sind
diese Attribute enorm wichtig, vor allem in Bezug auf
die Kundenzufriedenheit.“
Für Kathrin auf jeden Fall ist die Ausbildung genau
das richtige. In Praktika vorher hat sie sich als
Hotelfachfrau probiert und in einer Behörde, doch
die Tätigkeit bei Gelder & Sorg machte ihr am
meisten Freude. Nun möchte sie ihre Ausbildung
erfolgreich zu Ende bringen, dann „mal sehen, ob
ich nicht irgendwann meinen Meister mache.“ Erst
einmal aber hat Kathrin kürzlich ihren Führerschein
geschafft. „Jetzt darf ich Autos nicht nur pflegen und
reparieren, sondern endlich auch fahren.“
Ausbildungsberufe bei Gelder & Sorg:
KFZ-Mechatroniker/-in, Automobilkaufleute,
Kaufleute für Büromanagement und
Fahrzeuglackierer/in. Bewerber sollten
mindestens die mittlere Reife oder einen sehr
guten qualifizierten Hauptschulabschluss
mitbringen und natürlich neben dem
Interesse am Thema Fahrzeuge auch ein
entsprechendes Auftreten, Team- und
Kommunikationsfähigkeit und vor allem die
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Die GELDER & SORG Gruppe hat Betriebe in
Coburg, Lichtenfels, Ebern, Haßfurt, Hofheim,
Bad Neustadt, Sand am Main, Burgebrach,
Schweinfurt und Bad Kissingen und beschäftigt
550 Mitarbeiter und Auszubildende.
www.gelderundsorg.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 41
INFOGRAFIK
VERANTWORTUNG
IN ZAHLEN
Trifft teilweise zu
48%
Trifft nicht zu
14%
Übernehmen Sie
gerne Verantwortung?
38%
Trifft zu
… in 77 Wörtern
Der Begriff der Verantwortung bezeichnet nach
verbreiteter Auffassung die Zuschreibung einer Pflicht
zu einer handelnden Person oder Personengruppe
(Subjekt) gegenüber einer anderen Person oder
Personengruppe (Objekt) aufgrund eines normativen
Anspruchs, der durch eine Instanz eingefordert
werden kann.
Handlungen und ihre Folgen können je nach
gesellschaftlicher Praxis und Wertesystem für den
Verantwortlichen zu Konsequenzen wie Lob und
Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach
Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation)
zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis
des Handelns an.
Finanzen
44%
Aufgabenteilung aus Sicht der Väter.
Wer kümmert sich um was:
Hobbys
der Kinder
Mit den
Kindern spielen
Elternabende
Erziehung
der Kinder
10% 9% 6% 5%
40%
18%
44%
41%
66%
Ist es Ihrer Meinung
nach bei Jugendlichen
heute "in" oder "out"
Verantwortung zu
übernehmen?
30.6%
19%
33%
41%
Ja
68% 39%
50%
Kümmert sich der Mann mehr Kümmert sich die Frau mehr Beide gleich
An 100% fehlende Werte „Trifft nicht zu“ bzw. „Erledigt ein anderer“
Franz Josef Jung (CDU)
Verteidigungsminister 2009
Hans Schuberth (CSU)
Postminister 1953
Erhard Eppler (SPD)
Minister für wirtschaftliche
Zusammenarbeit 1974
Hans-Peter Friedrich (CSU)
Landwirtschaftsminister 2014
30
50
53
59
Nein
Hans Krüger (CDU)
Vertriebenenminister 1964
Oskar Lafontaine (SPD)
Finanzminister 1999
113
142
Keine
Angabe
1%
62% 37%
Hans Friedrichs (FDP)
Wirtschaftsminister 1977
Reinhard Klimmt (SPD)
Verkehrsminister 2000
295
413
0 50 100 150 300 400
Tage
Quelle: Statista
Meinen Sie, Personen des öffentlichen
Lebens haben eine besondere
moralische Verantwortung?
Die schnellsten Rücktritte von
Bundesministern in einer Legislaturperiode
in Deutschland von 1949 bis 2014.
42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
FINANZTIPP
Gesponserter Beitrag
GUTES RICHTIG TUN
TIPPS RUND UMS SPENDEN
Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater
Thomas Bittorf | www.tb.legal
Wer spenden will, muss einige Dinge beachten, damit die gute Tat auch von der Steuer
abgesetzt werden kann. Unser Steuerexperte Thomas Bittorf, Rechtsanwalt und
Steuerberater von tb.legal, klärt auf:
Wann können Ausgaben als
Spenden abgesetzt werden?
Aufwendungen von Privatpersonen oder
Unternehmen gelten nach § 10b als Spende, wenn sie
der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger
oder kirchlicher Zwecke dienen (§ 52 bis 54
Abgabenordnung),
freiwillig bzw. uneigennützig sind oder aufgrund
einer freiwillig eingegangenen Verpflichtung
geleistet werden,
kein Entgelt für eine bestimmte Gegenleistung
sind (im Gegensatz zum Sponsoring),
nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang
mit den Leistungen des Empfängers stehen.
Wie viel darf maximal als Spende abgesetzt werden?
Insgesamt können Spenden pro Jahr bis zu einer Höhe
von 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte oder
4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der
im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter
geltend gemacht werden.
Macht es einen Unterschied, ob Privatpersonen
oder Unternehmen spenden?
Wird ein Unternehmen in der Rechtsform eines
Einzelunternehmens oder einer Personengesellschaft
wie einer OHG, KG oder GbR geführt, dürfen
Spenden grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben
vom Gewinn, sondern - wie bei Privatpersonen -
nur als Sonderausgaben in der Steuererklärung des
Inhabers oder Gesellschafters abgezogen werden.
Stammt die Spende aus Betriebsmitteln, kann sie
aber in der Gewerbesteuererklärung geltend gemacht
werden und mindert die zu zahlende Gewerbesteuer.
Es gibt ja nicht nur Geldspenden…
Richtig, spenden z.B. ein Einzelunternehmer oder
eine Gesellschaft z.B. nicht mehr benötigte PCs für
Schulen oder gemeinnützige Einrichtungen, sind
das Sachspenden. Diese Sachspende kann aber dann
zum Buchwert und nicht dem höheren Verkehrswert
aus dem Betriebsvermögen entnommen
werden, so dass keine Einkommenoder
Körperschaftssteuer entsteht.
Jedoch müssen trotzdem 19%
Umsatzsteuer aus dem noch
vorhandenen Verkehrswert
abgeführt werden, d.h. bei
einem Wert von 100 € würde
das Finanzsamt 19 € erhalten.
Die Umsatzsteuer kann nicht als Betriebsausgabe,
sondern nur als Sonderausgabe geltend gemacht
werden. Auf der Spendenquittung muss aber der
gesamte Betrag eingetragen werden (zum Beispiel 1
Euro (Buchwert) plus 19 Euro). Insgesamt muss dort
also beim obigen Beispiel ein Betrag von 20 Euro
stehen.
Worauf muss der Spender sonst noch achten?
Er braucht einen Spendennachweis. Für Spenden bis
zu 200 Euro ist eine Bareinzahlungsquittung von der
Bank oder ein Kontoauszug ausreichend. Zusätzlich
muss sichergestellt sein, dass der Spendenempfänger
steuerbegünstigte Zwecke wie Gemeinnützigkeit
verfolgt, was ihm durch das Finanzamt bescheinigt
worden sein muss.
Bei Spenden von mehr als 200 € oder Sachspenden
ist eine Spendenbescheinigung nötig. Sie muss
den Namen des Spenders, die Höhe der Spende
und die Angabe enthalten, dass der Empfänger
zum begünstigten Personenkreis gehört und die
Zuwendung nur zur Förderung des begünstigten
Zwecks verwendet wird. Bei Sachspenden muss
außerdem der Wert der Ware angegeben sein.
Für Spenden ab dem Jahr 2017 muss man
den Spendennachweis nicht mehr direkt der
Einkommensteuererklärung beifügen. Die
Bescheinigungen müssen Steuerzahler dem
Finanzamt nur noch auf Nachfrage vorlegen.
Sie sollten aber auch nach Bekanntgabe des
Steuerbescheides aufbewahrt werden.
Löwenstraße 27 | 96450 Coburg
Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402
E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 43
VON WOLFRAM HEGEN
44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
PORTRAIT
BÜHNENREIF
Kennen Sie die? Menschen, die über sich erzählen
ohne von sich zu reden? Menschen, die im
Angesicht des Tages nicht ihren eigenen Schatten
werfen, weil ihr Koordinatensystem Achsbruch
erlitten hat? Denen man immer sagen möchte:
Und was willst Du mir eigentlich wirklich sagen?
Laura Mann gehört nicht zu ihnen. Sie ist ganz
„bei sich“. Angefangen von einer spürbaren, aber
ehrlichen Nervosität am Anfang des Gesprächs,
unverstellt - sie ist mit ihren 27 Jahren zwar schon
bühnenerfahren, aber eben noch kein abgezockter
Interviewprofi - bis hin zur Ihrem jungen aber
konsequenten Lebenslauf.
Laura Mann – über den
mutigen Weg, die Berufung
zum Beruf zu machen
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 45
Foto: Sebastian Buff
PORTRAIT
Frühe Liebe zur Musik
Eigentlich skizziert ihr Leben schon früh einen künstlerischen Weg. Die
Eltern sind zwar beide keine Musiker, die Mutter aber ist sehr „theateraffin“,
erzählt Laura, nicht nur, weil der Besuch des Weihnachtsmärchens am
Theater jährliches Ritual ist, auch die musikalische Ausbildung ihrer Tochter
ist ihr wichtig, nicht so sehr zur frühkindlichen Berufsorientierung, eher
zur ganzheitlichen Formung. „Meine Mutter hat mir ihre Liebe zur Musik
weitergegeben“, sagt sie: Laura bekommt musikalische Früherziehung, lernt
Klavier, später Gesang. Sie geht auf musische Gymnasium, singt im Chor,
im Fränkischen Kinderchor, im Kammerchor, nimmt an „Jugend musiziert“
teil, entdeckt ihre Liebe zum Musical, als sie, gerade mal 16 Jahre jung, bei
der Produktion von „Jesus Christ Superstar“ als Soulgirl auf der Bühne des
Landestheaters Coburg steht – ein besonderer Kick. Sie lernt Klassiker,
wendet sich dem Schauspiel zu. Es gibt wenig, das nicht ihr Interesse findet.
Die Entscheidung
Dann aber kommt der Punkt, an dem sich jeder die Frage stellt, wo denn die
Lebensreise hingehen soll. An dem bei vielen die Kunst aufs Abstellgleis der
Liebhaberei abgeschoben wird, weil sie zum Geldverdienen vermeintlich
nicht taugt. Die Berufsberatung kommt ans Gymnasium, auch die Eltern
verfallen für ihre Tochter auf die Idee, „vielleicht was Richtiges zu machen“,
irgendetwas mit Sprachen zum Beispiel, „und Musik nur als Hobby weiter
zu betreiben.“ Eben eine vernünftige Entscheidung zu treffen, verständlich
an der Schwelle zum Erwachsenwerden - Laura ist 18. Dann aber stellt das
Leben die Weichen: Sie bekommt einen Gutschein für die Musical Schule in
Hamburg und ist gleichzeitig erfolgreich beim Bundeswettbewerb Jugend
musiziert in Berlin. „Da war es dann natürlich keine Frage mehr, dass ich
das mache.“ Und auch, wenn sie mit Klassik groß geworden ist, „das ist ja
die Mutter der Kunst“, und Lauras Lieblingsarie aus frühesten Kinderjahren
stammt folgerichtig auch von Mozart: „Der Hölle Rache kocht in meinem
Herzen“ der Königin der Nacht aus der Zauberflöte, entscheidet sie sich
für das Musicalfach. „Ich finde das direkter als Oper, auch spannender.“
Die Eltern unterstützen sie, „sie waren und sind meine größten Förderer
und Kritiker“, sagt Laura. Sie studiert ein Semester an der San Diego State
University in Kalifornien, macht Ballett, Modern Dance, parallel dazu Jazz
Dance, Hip Hop, später drei Jahre lang an der Stage School die Ausbildung
zur Bühnen-/ Musicaldarstellerin.
»Hamburg ist mein Hafen, und Coburg
mein Heimathafen: Im Hofgarten sitzen,
auf den Schlossplatz schauen, über den
Markt gehen, den alten Schulweg laufen,
ins Theater gehen«
46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
LAURA MANN
»Die Ausübung der Kunst ist ein großer
Teil meines Ichs, es ist mir die Luft,
in der ich atme.«
Clara Schumann (1819-96), dt. Klaviervirtuosin u. Komponistin
Lieblingszitat von Laura Mann
Ernst des Lebens
Jetzt also hat sie ihre Berufung zum Beruf gemacht. Kein leichter Weg. Viele
wollen auf die Bühne, Karriere machen, „die Konkurrenz ist halt sehr groß“,
gerade am Anfang „hangelt man sich von Engagement zu Engagement“,
Laura war an verschiedenen Theatern beschäftigt, „du musst halt einfach viele
Bälle gleichzeitig jonglieren“, in Hamburg, in der „Perle von Stadt“, in der sie
heute lebt, an der Landesbühne Oberfranken, in Bamberg, jetzt am Theater
für Niedersachsen in Hildesheim. „Du brauchst da schon viel Geduld“. Ihr
Umfeld kann ihren Weg oft nicht nachvollziehen, manche „finden das skurril,
andere mutig“, erzählt sie, „manchmal hat man halt gut Geld im Monat,
manchmal wenig, das Leben als Künstlerin ist kein Wunschkonzert.“ Sie will
die Unsicherheit nicht schönreden, die existenziellen Ängste, die schwierigen
Vorstellungsgespräche, bei denen man oft abgelehnt wird, „weil es auch halt
ein sehr subjektives Geschäft ist, weil Du die falsche Haarfarbe hast, zu groß,
zu klein bist“, aber sie hat es nicht bereut, den Weg gegangen zu sein. Sie ist
stolz auf das Erreichte. „Ich will ja auch nichts anderes machen.“ Und dafür
kämpft sie: „Du muss raus in die Welt, Dich zeigen, das ist entscheidend.“
Das Leben ist Kunst
Und das tut sie. Neben ihren Theaterengagements macht sie Lesungen,
moderiert Galas, ist Sprecherin, Sängerin der Uni Big Band Bamberg und hat
so ganz nebenbei noch ein Jazzprogramm gestaltet, in dem sie an der Seite
des Gitarristen Florian Berndt die legendäre Ella Fitzgerald wieder zum
Leben erweckt, das nächste Mal am 17. November im Pelikan in Bamberg.
Sie träumt von einer eigenen Jazz-CD mit eigenen Arrangements, findet aber
auch Elektroswing „ziemlich gut“. Musik, Theater, darstellende Kunst, damit
drückt sie sich aus, in diesen Genres fühlt sich sie wohl. „Ich habe das große
Glück, das ich den Beruf liebe, den ich ausüben darf, das erfüllt mich.“ Ihre
große Liebe aber gehört dem Musical: „Ich finde, dass ich mich da am besten
ausdrücken kann, weil da alles zusammenkommt: Musik, Tanz, Gesang,
Schauspiel.“ Sie träumt von großen Rollen, vielleicht kommen sie einmal,
erfolgreich aber ist sie heute schon, sie nämlich hat ihre Berufung zum Beruf
gemacht.
„Ella – First Lady of Song“
Laura Mann am 17.11.2017
im Pelikan Bamberg
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 47
48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der
großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe
einer oder eine - Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Mick Böhm, seit fast 25 Jahren im Veranstaltungsgeschäft tätig. Seit 2010 sorgt er als Koordinator
Stadtmarketing für neuen Schub in der Außendarstellung der Stadt.
Sind Sie ein Macher?
Ich setze gerne verrückte Ideen um. Wenn man damit ein „Macher“ ist, bin
ich einer. Das geht aber nur in einem Team, in dem jeder mal die Rolle des
Treibers übernimmt. Also wenn man so will, ist immer das Team der Macher.
Warum fühlen Sie sich als Macher?
Im Stadtmarketing geht es ja darum, Menschen von Coburg zu begeistern.
Von der Schönheit, der Qualität, dem Lebensgefühl, den tollen Angeboten
unserer Stadt. Zu allererst richtet sich Stadtmarketing daher an die Coburger
selbst. Sie sind die wichtigsten Botschafter ihrer Stadt nach außen. Wenn wir
sie mit unseren Aktionen und Veranstaltungen begeistern können, ist schon
viel erreicht. Darüber hinaus besetzen wir gezielt Themen, um überregional
auf Coburg aufmerksam zu machen. Dazu müssen wir über den Tellerrand
hinausschauen, Strömungen aufgreifen, kreativ sein, neue Ideen entwickeln.
Und das sind für mich genau die Aufgaben eines Machers.
Was treibt sie an?
Meine Neugierde, mein kreativer Druck, meine Lust an ungewöhnlichen
Konzepten und letztlich die Freude daran, wenn die dabei entstehenden
Themen in das Bewusstsein der Menschen und Entscheider dieser Stadt
vorgedrungen sind.
Was waren neue Ideen und Orte, auf die sie stolz sind?
Wir haben ja schon einiges bewegt: Gemeinsam mit anderen haben
wir zum Beispiel die Pakethalle zu einem kreativen Veranstaltungsort
entwickelt, der über die Grenzen Coburgs hinaus für Beachtung sorgt. Wir
haben beispielsweise mit der Aktion „Weihnachtsbaum für die Queen“
ein überregionales Medieninteresse erzeugt wie nahezu kein anderes
Thema aus Coburg es davor geschafft hat. Wir haben damit die herzogliche
Geschichte Coburgs und die Verbindung zu vielen Königshäusern wieder in
das Bewusstsein gebracht. Das alles wird uns helfen, wenn wir 2019 den 200.
Geburtstag von Albert und Victoria feiern. Aber wir machen auch viele kleine
Dinge, neue Wege für Fach- und Führungskräfte, ein Programm für Exil-
Coburger, um ihnen unsere Stadt wieder schmackhaft zu machen. Und vieles
mehr.
Wie ging es eigentlich los mit dem Machen?
Das war damals bei der Coburger Brauerei Scheidmantel, als die großen
Feste wie Schlossplatzfest oder Sambafest entstanden sind und man einen
starken Partner für die Logistik der Feste gebraucht hat. Da habe ich mich
drum gekümmert und bin so in das Geschäft reingewachsen. Später vor dem
Stadtmarketing war ich dann für große Betriebe bundesweit tätig in Sachen
Logistik, Personal und Materialmanagement.
Wie gehen Sie mit Kritik um?
Wenn man außergewöhnliche Projekte machen will, muss man immer auch
mit starkem Gegenwind rechnen. Damit kann ich leben, das muss man
aushalten. Letztlich ist doch entscheidend, ob man am Schluss erfolgreich
war.
Ist Coburg ein guter Standort zum Machen?
Ich bin überzeugter Coburger, ich bin hier geboren, ich lebe und liebe diesen
Standort und sehe wahnsinnig viele Möglichkeiten. Um aus denen noch mehr
zu machen, müssen wir alle noch mehr an das Ganze als nur an uns denken,
müssen alle auch mal über unseren Schatten springen. Dann werden wir große
Projekte für unser Coburg ermöglichen.
Die Fragen stelle Wolfram Hegen.
Projekte, Beispiele, Filme unter www.coburg.de/stadtmarketing
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 49
Großes
50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Generalsanierung, Interimsspielstätte, Intendantenwechsel – das Landestheater Coburg
schrieb und schreibt in diesen Monaten in der öffentlichen Wahrnehmung viele Dramen selbst.
Die Leidenschaft der Diskussionen darüber zeigt, wieviel Herz die Coburger und Coburg für ihr
Theater empfinden. Kein Wunder – wie ein Blick auf den ambitionierten Spielplan in diesem
Jahr und die vielen interessanten Neuen und neuen Alten im Team zeigt.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 51
GROSSES THEATER
Gleich zur Eröffnungspremiere – Puccinis „Tosca“
– gab es ein Wiedersehen und –hören mit zwei
Publikumslieblingen: Für die Titelpartie konnte die
Sopranistin Celeste Siciliano gewonnen werden,
und in der Rolle des Cavaradossi kehrte Tenor Milen
Bozhkov zurück ans Haus am Schlossplatz.
Und auch mit „A Spider Murphy Story“ (ab 14.
Oktober 2017) dürfte Schauspieldirektor Matthias
Straub gleich zum Beginn der Saison einen veritablen
Kassenschlager landen: Das Rock’n’Roll-Musical
kommt als turbulente Coming-of-age-Story gespickt
mit Hits der Spider Murphy Gang daher.
Im Schauspielprogramm finden Klassiker wie „Der
zerbrochne Krug“ (ab 13. Januar 2018) oder „Macbeth“
(ab 2. Juni 2018) ebenso Platz wie zeitgenössische
Theaterstücke: Mit Ayad Aktars „Geächtet“ (ab 7.
April 2018) gelangt eine hervorragende Polit-Satire
zur Aufführung; Florian Zellers „Vater“ (ab 14.
April 2018) erzählt mal frech, mal anrührend die
Geschichte eines an Demenz erkrankten Mannes, die
– konsequent aus der Sicht des Betroffenen erzählt –
beinahe zum Psycho-Thriller gerät.
Oliver Bukowskis Boulevard-Komödie „Bis Denver“
(ab 7. Oktober 2017), ursprünglich im Lausitzer Idiom
geschrieben, wird fränkischen Hörgewohnheiten
angepasst (Übertragung: Peter Schanz). Nicht zu
vergessen das Weihnachtsmärchen: Eigens für das
Landestheater Coburg erarbeitet der renommierte
Dramatiker Philipp Löhle eines Spielfassung von
Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ (ab 19.
November 2017).
Familienfreundlichkeit wurde auch im
Musiktheaterspielplan der Saison 2017/2018 groß
geschrieben: Produktionen wie „La Cenerentola“
(ab 3. Februar 2018), „Rusalka“ (ab 22. April 2018)
oder Pierangelo Valtinonis Familienoper „Pinocchio“
(ab 10. März 2018) dürften junge Besucher, die zum
ersten Mal in die Welt der Oper eintauchen, ebenso
ansprechen wie passionierte Theatergänger.
Eine bissige Revue bildet den krönenden Abschluss
der Saison: In der Inszenierung von Konstanze
Lauterbach kommt Kurt Weills „Aufstieg und Fall der
Stadt Mahagonny“ (ab 22. Juni 2018) auf die Bühne
des Großen Hauses.
Zwischen klassischem Ballett und modernem
Tanztheater präsentiert sich in dieser Saison das
Ballett Coburg. Für seinen Ballettabend „After Dark“
(ab 28. Oktober 2017) hat sich Coburgs Ballettdirektor
Mark McClain vom gleichnamigen Roman des
japanischen Autors Haruki Murakami inspirieren
lassen. Und Strawinskys „Feuervogel“ (ab 12. Mai
2018) präsentiert sich gepaart mit zwei modernen
Tanzstücken von Takashi Yamamoto und dem früh
verstorbenen Choreografen Uwe Scholz als Abend
mit drei ganz unterschiedlichen Handschriften.
In der Reithalle steht ein weiterer Strawinsky auf
dem Programm: „Die Geschichte vom Soldaten“
(ab 2. Februar 2018) wird von Orchestermusikern,
Tänzern und Schauspielern des Hauses gemeinsam
als spartenübergreifendes Projekt erarbeitet.
Der komplette Spielplan und Tickets unter
www.landestheater-coburg.de
Der Umbau
Das Hochbauamt der Stadt arbeitet
zusammen mit Architekten der Stadt
Coburg aktuell an einem Raum- und
Funktionsprogramm für das Landestheater in
Form der Generalsanierung. Erste Entwürfe
sind im Entstehen. Die Sanierung soll nach
aktuellem Stand im Jahr 2019 beginnen. Um
die für die Zeit der Sanierung notwendige
Interimsspielstätte gab und gibt es immer
wieder Diskussionen. Der Stadtrat hatte im
September nach vielstündiger Sitzung einen
Eilantrag abgewiesen, der den Bau einer
provisorischen Ersatzspielstätte bei den nach
neuesten Berechnungen zu erwartenden
Kosten über der bisherigen Grenze von
maximal 6 Millionen Euro in Frage gestellt
hatte. Diskutiert wird auch noch der Bau einer
dauerhaften Multifunktionshalle, die nach
der Nutzung durch das Theater während der
Bauarbeiten nicht - wie eine Ersatzspielstätte
- abgerissen werden müsste. An dieser würde
sich allerdings der Freistaat nicht mit 75% an
den Kosten beteiligen, sondern nur mit 25%.
52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
DIE NEUE SAISON IM LANDESTHEATER COBURG
Neue im Team
Milen Bozhkov, Tenor
Der bulgarische Tenor absolvierte seine
Gesangsausbildung an der Musikakademie in Sofia
und der Universität für Musik in Graz. Seine ersten
Engagements brachten ihn an die Nationaloper
Sofia und das Grazer Opernhaus. Konzerttätigkeiten
führten ihn u. a. nach Japan, Österreich, Deutschland
und Slowenien. Milen Bozhkov ist auch beim
Coburger Publikum kein Unbekannter: Ab der
Spielzeit 2008/09 war er schon einmal einige Jahre
Ensemblemitglied. Derzeit steht er als Cavaradossi in
„Tosca“ auf der Bühne des Landestheaters.
Paul Kroeger, Tenor
Der texanische Tenor trat bereits während seines
Studiums an der Southern Methodist University
in Dallas in zahlreichen Opernproduktionen
auf. 2015 machte er seinen Master-Abschluss an
der University of Colorado. In dieser Zeit war er
Finalist bei mehreren Wettbewerben und konnte
weitere Opernerfahrungen sammeln. Im Thüringer
Opernstudio hat er an den Theatern in Erfurt,
Nordhausen und Gera gesungen. In Coburg wird
er in dieser Spielzeit z. B. als Don Ramiro in „La
Cenerentola“ oder Fuchs in „Pinocchio“ zu sehen
sein.
Franz Xaver Schlecht, Bariton
Der Sänger studierte an den Musikhochschulen in
Augsburg, Leipzig und Würzburg. Während des
Studiums debütierte er als Haly in Rossinis „L'italiana
in Algeri“ an den Stadttheatern Augsburg und
Ingolstadt. Gastengagements führten ihn u. a. an
das Mainfranken Theater Würzburg, die Staatsoper
Berlin und die Deutsche Oper Berlin. Gerade hat
er an der Oper Leipzig als Papageno debütiert. Am
Landestheater ist er aktuell als Graf Almaviva in „Die
Hochzeit des Figaro“ zu erleben und ab Februar als
Dandini in „La Cenerentola“.
Solvejg Schomers, Schauspielerin
Die 1993 geborene Schauspielerin wuchs in Tübingen
auf, wo sie auch an zahlreichen Produktionen
des Zimmertheaters Tübingen mitwirkte. Ihr
Schauspielstudium absolvierte sie an der Universität
der Künste Berlin. Dort spielte sie unter anderem
am Deutschen Theater Berlin und am Stadttheater
Brandenburg. Seit dieser Spielzeit ist sie festes
Mitglied des Schauspielensembles des Landestheaters
Coburg und wird demnächst in „A Spider Murphy
Story“ und „Am Boden“ zu sehen sein.
Alexandra Weis, Schauspielerin
Alexandra Weis wurde als Tochter russischer Eltern
mit ukrainisch-bulgarischen Wurzeln in Karlsruhe
geboren. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie an
der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und
war im Rahmen des Studiums zwei Jahre Mitglied des
Schauspielstudios am Staatsschauspiel Dresden. In
dieser Zeit arbeitete sie u. a. mit Volker Lösch, Oliver
Frljic und Jan Gehler zusammen. In Coburg ist die
Schauspielerin in dieser Spielzeit u. a. in „Wallenstein“
und „Die fetten Jahre sind vorbei“ zu sehen.
Thomas Kaschel, Schauspieler
Der 1990 in Recklinghausen geborene Schauspieler
landete noch vor seinem Studium am Off-
Theater "Rottstraße 5 Theater" in Bochum. Dort
assistierte, beleuchtete, baute, las und spielte
er in vielen Produktionen. Auch neben seinem
Schauspielstudium, das er schließlich an der
Folkwang Universität der Künste absolvierte, spielte
er dort sowie an den Schauspielhäusern in Bochum
und Dortmund. Mit dem Festengagement in Coburg
beginnt seine professionelle Laufbahn. Zu erleben ist
er hier ab 14. Oktober in „A Spider Murphy Story“.
Valentin Kleinschmidt, Schauspieler
Der gebürtige Dresdner realisierte nach dem
Abitur diverse freie Theater- und Filmprojekte und
begann ein Studium der „Szenischen Künste“ an der
Universität Hildesheim. Nach einem Jahr wechselte er
an die Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.
Im Rahmen der Schauspielausbildung war er von
2015-2017 Teil des Ensembles des Staatsschauspiels
Dresden, wo er u. a. in „Wie es euch gefällt“ zu sehen
war. Auf der Coburger Bühne ist er z. B. zu sehen in
„Wallenstein“, „A Spider Murphy Story“ und „Eine
Weihnachtsgeschichte“.
Johannes Braun, 1. Kapellmeister
Der junge Dirigent hat bereits mit einer Vielzahl
nationaler wie internationaler Orchester
zusammengearbeitet, assistierte namhaften
Dirigenten und wurde in die Künstlerliste
„Maestros von Morgen“ des Deutschen Musikrates
aufgenommen. 2016 gab er sein Operndebut mit
Verdis „Rigoletto“ am Staatstheater Mainz. Derzeit
studiert er im Konzertexamen Orchesterdirigieren.
Am Landestheater ist Johannes Braun in dieser
Spielzeit u. a. mit „Die Hochzeit des Figaro“, „Das
Land des Lächelns“ und „Der Feuervogel“ am Pult zu
erleben.
Davide Lorenzato,
Chordirektor und Kapellmeister
Der aus Trient stammende neue Chordirektor und
Kapellmeister dirigierte schon mit 14 seinen ersten
Kirchenchor und trat mit verschiedenen Bands
auf. Er diplomierte in Flöte, Kirchenmusik sowie
Chorleitung; studierte Physik, Komposition und
Orchesterdirigieren. Nach einigen Jahren intensiver
Konzerttätigkeit und vieler Meisterklassen, studierte
er an der Musikhochschule Mannheim Orchesterund
Chordirigieren. Er arbeitete mit zahlreichen
Orchestern zusammen und ist selbst künstlerischer
Leiter mehrerer Orchester und Chöre.
Katarzyna Bogucka, Regieassistentin
Die aus Krakau stammende Katarzyna Bogucka begann
in ihrer Kindheit mit klassischem Gitarrenunterricht.
Später widmete sie sich der literarischen Tätigkeit
und Übersetzungen. Ihr Studium der Skandinavistik
und Germanistik absolvierte sie an den Universitäten
in Krakau und Münster. Für ihre Abschlussarbeit
bekam sie eine Auszeichnung. Dem Studium folgten
Regiepraktika am Theater Münster, dem Theater
Chemnitz und der Staatsoper Hannover. Seit dieser
Spielzeit ist sie Regieassistentin für Musiktheater am
Landestheater.
Katharina Malur, Regieassistentin
Die gebürtige Erfurterin absolvierte nach dem
Abitur ein FSJ Kultur in der Öffentlichkeitsarbeit
der Jenaer Philharmonie. Anschließend studierte
sie Musiktheaterwissenschaften an der Universität
Bayreuth und schloss 2017 den Bachelor ab. Während
ihrer Studienzeit hospitierte sie in der Dramaturgie
am Theater Erfurt und der Regie am Nationaltheater
Weimar. Zudem arbeitete sie für sechs Monate
als Volontärin im KBB der Ludwigsburger
Schlossfestspiele sowie als Festivalassistenz bei den
Thüringer Bachwochen 2017.
Marten Straßenberg, Regieassistent
Nach seinem Schulabschluss sammelte Marten
Straßenberg am Meininger Theater erste
Bühnenerfahrung als Regieassistent und Spieler
für die Sparte Junges Theater/Bürgerbühne. 2015
absolvierte er seinen Bundesfreiwilligendienst am
Kinder- und Jugendtheater Tohuwabohu. Dort
realisierte er bereits eigene kleine Projekte. Es
folgte ein Engagement am Staatstheater Meiningen
als Regieassistent. Nun ist er am Landestheater als
Regieassistent tätig und präsentiert mit „Ein Herz
und eine Seele“ seine erste Regiearbeit.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 53
VON WOLFRAM HEGEN
54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Gesponserter Beitrag
Oliver Schneider, einer der Köpfe der Agentur Streckenbach GbR
Wir könnten uns für das Gespräch und für die Fotos in Coburg
treffen, in einem Café, oder in Großgarnstadt, in seinem Büro, das
wäre sicherlich am einfachsten, aber das ist seine Sache nicht, er
sucht, das wird im Laufe des Gesprächs klar, nicht unbedingt den
kürzesten schnellsten Weg, eher solche, die ihn über Umwege
leiten und so aber dann eben zum Dank auch an Ziele führen, die
beim Beginn eines Weges oft noch nicht einmal klar definiert sind,
vielleicht ist aber genau das der Grund, warum er und seine Agentur
so viel entdecken, neue Künstler, die sie behutsam aufbauen,
von denen es einige „schaffen“, auf große Bühnen, ins nationale
Fernsehen, aber auch neue Locations hier in ihrer Heimat, die
sie für die Themen Kabarett und Comedy erschließen, so wie das
Ziel unserer Fahrt dann eben auch von Coburg weg an seinem
Heimatort Meeder vorbei nach Heldritt auf die Waldbühne führt,
zu diesem „regionalen Kleinod“, wie Oli Schneider schwärmt,
die seine Agentur seit 2015 bespielt, erst zaghaft, seit diesem Jahr
aber selbstbewusst mit dem „Heldritter Kabarettsommer“, der
fest im Jahresprogramm dieser faszinierenden Naturbühne mitten
im Nirgendwo verankert werden soll.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 55
AGENTUR STRECKENBACH GBR
… ist eine Künstleragentur, die sich auf
die Bereiche Kabarett und Comedy
spezialisiert hat. Das Aufgabengebiet
umfasst Tourbooking & Galavermittlung,
Medienarbeit & Promotion, Organisation
von TV-, DVD-, CD-, und Buchproduktionen
sowie die Ausarbeitung gezielter Vertriebsund
Marketingstrategien für Künstler. Ebenso
realisiert die Agentur Streckenbach GbR
diverse Event-Projektarbeiten und ist als
freier Veranstalter für Konzerte, Events sowie
Kabarett- und Comedyveranstaltungen tätig.
Agentur Streckenbach GbR
Eichenweg 11
96237 Ebersdorf b. Coburg
Tel.: +49 (0) 9562 784 4025
Fax.: +49 (0) 9562 786 568
mail.: info@agentur-streckenbach.de
www.agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen
56 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
PORTRAIT OLIVER SCHNEIDER
Umkämpfter Markt
Oli Schneider führt die Agentur Streckenbach GbR
gemeinsam mit Agenturgründer André Streckenbach. Eine
junge Agentur, die vor etwa sieben Jahren einen Marktplatz
betreten hat, der hart umkämpft ist und nicht viel Raum zur
Entwicklung bietet. Den aber will man nutzen. Den anderen
Anbietern auf diesem Marktplatz nachzueifern, konnte nicht
das Ziel der Agentur sein. „Wir haben keine Ambitionen in
Richtung großer Veranstaltungen, schon jahrelang etablierter
Musiker oder Comedians, da gibt es andere, vor denen wir
großen Respekt haben“, sagt Oli Schneider. „Wir wollen das
Angebot eher ergänzen, Impulse setzen“. Er sei daher immer
an Aufbau von Künstlern interessiert, die zwar talentiert
genug für eine Karriere, die Wahrnehmungsschwelle der
breiten Öffentlichkeit aber noch nicht überwinden konnten.
Und auch an neuen Locations für das Thema Kabarett und
Comedy wie eben die Waldbühne Heldritt, oder auch das
Münchner Hofbräu im Herzen Coburgs, in dem man in
diesem Jahr bis Mai 2018 zum zweiten Mal „Coburg lacht“
veranstaltet (www.coburg-lacht.de), oder im nächsten Jahr
der Neustadter Frankenhalle, für die man die „Altneihauser
Feuerwehrkapelln“ gewinnen konnte.
Offen für und unterwegs in der Welt
Oli Schneider ist aber viel über seine Heimatregion hinaus
unterwegs, spult jährlich einige zehntausend Kilometer
auf den Tachometern seines Dienstwagens. „Mit Coburg
verbunden, aber offen für die Welt“, sagt er lachend, obwohl er
oft nicht weiß, wo er gerade ist, obwohl bei aller Begeisterung
der Stress manchmal überhandnimmt, der zeitliche, und
auch der existenzielle: Das Veranstaltungsgeschäft ist in der
Außenbetrachtung vielleicht schillernd, in der Innenbeziehung
aber knallhart. Niederlagen inklusive. Viel darf man sich da
nicht leisten. Letztlich geht es ums Geschäft. So funktionieren
junge unbekanntere Comedians eher in Universitätsstädten wie
Bamberg, Bayreuth oder Würzburg, weiß er aus Erfahrung. Die
Agentur betreut darüber hinaus auch die „Lachnacht“ (www.
lachtnacht.com) in 25 Städten im gesamten Bundesgebiet, „so
oft es geht, versuche ich dabei zu sein“, und nicht selten ist Oli
Schneider mit einem seiner Künstler für Fernsehproduktionen
in Köln, Hamburg oder Berlin unterwegs.
Bembers, Das Eich, Stöckel
„Wir sind ja nicht nur Veranstalter, sondern vor allem auch
Künstleragentur.“ 15 Künstler vertritt man exklusiv. „Bembers“
zum Beispiel, diesen Brachialfranken, „Das Eich“, mittlerweile
zum Kult avanciert, den „verrückten Wissenschaftler“
Konrad Stöckel, erst kürzlich beim NDR-Comedy-Contest,
auf 3SAT oder im MDR zu sehen, oder Stefan Danziger,
mittlerweile mehr als ein hoffnungsvoller Nachwuchskünstler
aus Berlin, „von dem werden wir bestimmt auch noch viel
hören.“ Gute ehrliche Verhältnisse zu diesen Künstlern sind
das Entscheidende, „persönlicher Kontakt, Gesicht zeigen“,
Vertrauen aufbauen, miteinander wachsen. Oliver Schneider
sagt das nicht so leicht hin, weil es gut klingt, man nimmt
es ihm ab, auch das Gespräch über ihn und seine Agentur
ist von gegenseitigem Respekt und jener Ernsthaftigkeit
geprägt, die auch entscheidend für den Erfolg einer Agentur
ist. „Belastbare“ Beziehungen aufbauen, gut vernetzt sein
in der Branche, in Deutschland, Österreich, Schweiz, zu
„Medienmenschen“, Verlässlichkeit eben, darauf kommt es an,
und natürlich „Ideen, Ideen, Ideen.“
Erinnerungen schaffen
Aus diesem Fundus an Inspirationen und Künstlern, aus
diesem mittlerweile internationalen Netzwerk, schöpfen
Oliver Schneider, sein Kompagnon André Streckenbach
und die mittlerweile drei Angestellten auch für den dritten
Geschäftsbereich, die allgemeine Künstlervermittlung. Man
hat schon runden Geburtstagen, Hochzeiten oder großen
Firmenjubiläen die kabarettistische Krone aufgesetzt,
Höhepunkte geschaffen, die im Gedächtnis bleiben, wenn
der Anlass längst verblasst ist. „Du musst ja immer etwas
Besonderes bieten, das ist auch unser Anspruch.“ Das ganze
Team macht sich für diese Vision stark, vorne dran er, „der
Visionäre“, daneben sein Mitgeschäftsführer und Gegenpol
André Streckenbach, „der Rationale“, „da wird es schon auch
mal hitzig, emotional, da reiben wir uns, aber unter dem Strich
haben wir immer ein gemeinsames Ziel.“
Eben NEU-gierig zu bleiben im besten Sinn. Und so führt
der Weg nach dem Termin an der Waldbühne Heldritt auch
nicht gleich zurück nach Coburg, sondern nach Bad Rodach.
Der kurzen Brotzeit in einer Bäckerei wegen zum einen, aber
vor allem, weil es auch dort eine interessante Location für
Veranstaltungen, die Gerold-Strobel-Halle gibt, in denen die
Agentur Streckenbach GbR schon aktiv ist.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 57
SCHÜLERZEITUNG CASIOPEIA
VON WOLFRAM HEGEN
Worte haben Macht
Die Schülerzeitung
Casiopeia im Lutherjahr
Die beiden Chefredakteure León Eberhardt (links) und Vanessa Wagner (rechts) mit Betreuungslehrerin Cathleen Berger
Sie haben Luther aufs Maul geschaut, im wahrsten Sinne des Wortes, und
das auch noch richtig gut: die Redakteure der Casiopeia, der Schülerzeitung
des Casimirianums. Das Team rund um die beiden Chefredakteure Vanessa
Wagner und León Eberhardt hat beim Schülerzeitungswettbewerb
„Blattmacher“ von Bayerischem Kultusministerium und Süddeutscher
Zeitung mit seiner Sonderausgabe zum Lutherjahr den zweiten Platz
geholt.
58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
LUTHER AUFS MAUL GESCHAUT
„Das war eine Riesenehre für uns“, freut sich Vanessa
Wagner. Selbstverständlich sei man im Sommer
mit einem Großteil des Teams zur Preisverleihung
gefahren. Und 30 Schüler waren auch nach den großen
Ferien bei der ersten Redaktionssitzung wieder dabei.
Es ist in der Schule wie im richtigen Leben. Erfolg
zieht an, und zwar Schüler aus allen Jahrgangsstufen.
Sie recherchieren, schreiben, fotografieren, zeichnen,
layouten. „Da ist ungeheuer viel Euphorie dabei“,
sagt Vanessa, „auch in der Zeit von Computern
und Smartphone kann das geschriebene Wort also
Begeisterung auslösen.“ Kein Wunder, dass auch
Cathleen Berger, die sich in diesem Fall „eher als
Betreuerin denn als Lehrerin“ begreift, voll des
Lobes über ihr Team ist, dass schon auch mal in der
Schule übernachtet hat, um ein Magazin rechtzeitig
fertigzubringen. „Letztlich haben die Schüler
auch noch für den Vertrieb der 1500 Exemplare im
Stadtgebiet gesorgt. Die auf eine Initiative von Mick
Böhm vom Stadtmarketing Coburg zurückgehende
Sonderausgabe war für die Redaktion etwas
Besonderes, auch für die beiden Chefredakteure,
obwohl die jetzt schon vier Jahre dabei sind. Die
Bedeutung Luthers auch für die deutsche Sprache ist
dem Team nämlich erst während der Recherche klar
geworden. „Welche Begriffe heutzutage auf Luther
zurückgehen, ohne dass man sich dessen bewusst ist,
ist schon erstaunlich“, so Vanessa. Die Sonderausgabe
bot zudem wieder viel Gelegenheit, „besser zu
werden“, sagt Leon, „das ist unser Ziel, aktuelle
Strömungen aufzugreifen, neue Darstellungsformen
zu finden, uns weiterzuentwickeln.“ Die Fotostory
aus der Sonderausgabe war so ein „… großer Wurf.
Das kam so gut an, das wird Kult“.
Übrigens: die nächste Ausgabe zum Sonderthema
„Zensur“ ist schon im Sommer erschienen, aktuell
arbeiten die Schüler eifrig an einem weiteren Heft.
Was dieses Mal das Sonderthema sein wird, verraten
sie noch nicht. Ende dieses Jahres wissen wir mehr.
„Luther aufs Maul geschaut“: Die preisgekrönte
Ausgabe der Schülerzeitung zum Lutherjahr am
besten noch besorgen, die vier Euro lohnen sich.
willkommen
in coburg
www.coburg.de/la2017
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 59
Sport?
KAMPF!
KUNST!
VON WOLFRAM HEGEN
FOTOS SEBASTIAN BUFF
Nicole Krauß aus Jagdshof trainiert seit 7 Jahren
Karate im Budokan Sonneberg. Für sie ist die
fernöstliche Kampfkunst kein Sport, sondern
Schule fürs Leben.
60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
SPORT? KAMPF! KUNST!
KARATE
ODER
DIE
LEERE
HAND
Wohl kaum eine andere Sportart verbindet
so sehr Sport, Kampf, Ästhetik, Kunst und
Meditation wie Karate. Der Kampf mit der
„leeren Hand“ hat seit vielen Jahren und
Jahrzehnten den Breitensport erreicht.
Zur Fitness, zum Aufbau der Muskulatur,
zur Verbesserung der Haltung, für mehr
Konzentration und auch, um für den Fall der
Fälle gerüstet zu sein, um sich verteidigen
zu können. Dabei ist Karate vor allem eines:
Eine hohe Kunst. Mit Anspruch an Perfektion,
Selbstbeherrschung, Kontrolle und
Geduld. Kein Zeitgeist. Kein Konsum. Kein
Massensport. Kein Spiel. Sagt der Rödentaler
Markus Amberg, lange Jahre Trainer und seit
einigen Monaten Autor eines Buches.
Markus Amberg, geboren 1973 in Coburg, Karateka,
Träger des 3. DAN, zertifizierter Karatelehrer, A-Trainer
und Mental-Trainer in Ausbildung
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 61
KARATE
Markus Amberg liebt und lebt Karate. Seit 1991, als die Leidenschaft in ihm entfacht
wurde, noch bevor er ein Jahr später mit 19 beim Fußball umkippte, stundenlang
bewusstlos war, danach Sporthose und Trikot dauerhaft gegen den Karateanzug
tauschte. Wie viele Jungs dieser Zeit faszinierten ihn Jean-Claude van Damme
oder Sylvester Stallone in seinen Rocky-Filmen, die unbändige Kraft, Technik
und Disziplin der Filmhelden. Sie waren seine Idole, wie besessen trainierte der
Spätberufene Karate, Kraft und Kondition. Die Athletik, die Körperbeherrschung
waren seine Ziele. Karate bot eine Vielfalt, eine Komplexität wie kaum eine andere
Kampfkunst.
MEDIENMACHT
Perfekt trainiert
in 30 Minuten!
Karate-do, der Weg (Do) der leeren, der unbewaffneten Hand, stammt
ursprünglich aus Okinawa, einer Inselgruppe südlich von Japan. Ursprünglich
diente Karate nur dem Kampf, dem Sieg in einer Schlacht, dem Töten mit einem
Schlag auf den Solarplexus, die Schläfe oder die Halsschlagader, daraufhin wurden
junge Kämpfer trainiert. Wer die Ausführung solcher Schläge heute in einem
Verein sucht, wer Karate für den Straßenkampf missbrauchen möchte, ist fehl
am Platz. Karate nämlich hat sich zu einer umfassenden Weg-Lehre gewandelt,
seit es sich mit chinesischen Traditionen vermischte, bevor es Anfang des 20.
Jahrhunderts über Japan in die ganze Welt gelangte. Europa kam Anfang der
1950er Jahre in Berührung mit der fernöstlichen Kampfkunst, als Karate in
Paris gelehrt wurde. Ein deutscher Judoka brachte den Sport schließlich in die
Bundesrepublik, wo er sich Anfang der 1960er Jahre emanzipierte. Vor allem in
den 1970er bis 1990er Jahren war Karate in Deutschland sehr beliebt, begünstigt
auch durch den Hype um den chinesisch-amerikanischen Filmhelden Bruce Lee,
dessen Mutter eine Deutsch-Chinesin war, einer der Stars der Kampfkunstszene,
der, obwohl schon mit 32 verstorben, eine Fülle an Filmen produzierte und zum
Idol einer ganzen Generation wurde. Heute zählt der Deutsche Karate Verband
etwa 100 000 Mitglieder.
Maximaler Effekt durch innovativste
Trainingsmethoden wie
eGym Premium, fle-xx, ems und
Power-Plate im ersten Fitnessclub
Deutschlands, der ISO
9001 zertifiziert ist.
GÜRTELINFLATION
Doch um diesen Trend hin zum Breitensport tobt ein Glaubenskampf. Markus
Amberg zitiert gerne den höchsten Karateka-Meister Europas Fritz Nöpel mit den
Worten: „Man darf Karate eigentlich nicht als Breitensport betreiben.“ Entweder,
so auch der Standpunkt Ambergs, ist Karate eine Kampfkunst, oder Karate ist
durch Gürtelprüfungen und Wettkämpfe leistungsorientiert, dann ist es ein
Leistungssport. Die vielen Gürtel aber, die mit ihren Farben ja immerhin Aussagen
treffen über beherrschte Techniken, werden heute „fast inflationär“ vergeben, „es
kann aber nun mal nicht jeder Meister sein und einen schwarzen Gürtel tragen“,
kritisiert Amberg. Außerdem könnten sich die wenigsten Breitensportler heute
mit ihren Techniken im Ernstfall wirklich einmal selbst verteidigen, sagt er. Auch
wenn schon das Wissen um die Beherrschung der Technik an sich reichen sollte,
um im Bedrohungsfall einen Gegner auf Distanz zu halten.
» Wer Karate für den
Straßenkampf missbrauchen
möchte, ist fehl am Platz «
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62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
SPORT? KAMPF! KUNST!
» Karate ist Coaching fürs
Leben, kein bloßer Sport «
GLÜCKSGEFÜHLE
Karate lebt vor allem von Schlag-, Stoß-, Tritt-, Block- und Fußfegetechniken,
erfordert Kondition, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Achtsamkeit, Konzentration
und viel Geduld. Ein langer, ein anstrengender Weg mit viel Quälerei,
Selbstüberwindung, so gar nicht dem aktuellen Lifestyle entsprechend, kein
Sport zum kurzen abendlichen Auspowern, eine Kampfkunst eben, aber vielleicht
genau daher so interessant, weil sie den Blick nach innen öffnet, auf die eigenen
Widerstände, die eigenen Grenzen. Die zu überwinden, sich abzuhärten,
Schmerzen zu ertragen, das treibt auch Amberg an. „Gerade das bringt ja
Glücksgefühle“, sagt er. Dann wird Karate zur Meditation, zur Kunst, dann gerät
man im besten Fall in einen Flow, man tritt aus sich heraus, beobachtet die eigene
Perfektion, alles läuft wie von selbst. „Karate ist Coaching fürs Leben, kein bloßer
Sport“, sagt Markus Amberg.
Markus Amberg: Der Karate-Weg - Lehre und Leidenschaft.
Zu bestellen über www.my-power-energy.de.
„Ihre Sportbrille muss Ihnen
all das ermöglichen, was Ihr
Sport für Sie bedeutet –
Spaß, Motivation und
Erfolge! Jede Sportart
verlangt ihre spezifische
Ausrüstung.“
„Meine Empfehlung für Ihre
Sicherheit: Polarisierende
Gläser. Der beste Schutz
gegen Blendung bei tiefstehender
Sonne, auch in
Ihrer Sehstärke.“
Markus Palm
Sportbrillen-Experte
in Coburg
Achim Meyer
Sportbrillen-Experte
in Rödental
Coburg · Mohrenstr. 31 · 0 95 61 / 98 49
Rödental · Bürgerplatz 8 · 0 95 63 / 26 26
Bad Rodach · Markt 10 · 0 95 64 / 14 82
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 63
64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
HIER WOHNTE …
HIER WOHNTE…
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
… EIN AMERIKANISCHER
BOTSCHAFTER
Als Platz zum Begegnen und Lustwandeln war die
Stelle dereinst angelegt worden. Doch als solche
wird sie kaum mehr wahr genommen, diese herrlich
begrünte Verlängerung des Albertsplatzes entlang der
ehemaligen Stadtmauer: der Ernstplatz. Dabei erlangte
das Haus mit der Nummer 2 sechs Jahre lang höhere
Ehren, nachdem zu Anfang des 20. Jahrhunderts das
Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika
hier seine diplomatischen Zelte aufschlug.
Erst durch den Rückbau der inneren Wehranlage
und die Verfüllung des Wallgrabens Ende des
18.Jahrhunderts entstand hier die heute noch
erhaltene Stützmauer aus Sandsteinquadern mit
der Treppenverbindung in die Kleine Rosengasse,
die jetzt viele Einheimische benutzen, um von
den Parkhäusern in die Innenstadt zu gelangen.
Durch diese Auffüllung entstand auch eine kleine
Grünanlage mit Spazierwegen als Lustgarten für
friedliche Wanderer, wie der damals regierende
Herzog Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld
sich ausdrückte. Wie schön, dass die Bewehrungen
der Residenzstadt in den anbrechenden friedlicheren
Zeiten nun nicht mehr als nötig erachtet wurden.
Übrig geblieben davon ist nur der kleine Schnipsel
Rasenfläche im Anschluss an den Pausenhof der
Lutherschule. Und diesen haben innerstädtisch
wohnende Bürger mit den zahlreich vorhandenen
Vierbeinern mittlerweile zum Hundeklo
umfunktioniert. Seit 1874 ziert außerdem ein
adlerbekröntes Kriegerdenkmal die ehemalige
Parkanlage und gedenkt damit der gefallenen
Coburger Soldaten des Deutsch-Französischen
Krieges von 1870/71. Einträchtig stehen hier die
Namen von Offizieren und einfachen Soldaten
nebeneinander. Bemerkenswert modern.
Von der ehemaligen Pracht geblieben sind dennoch
einige Gebäude rund um den Ernstplatz, wie er
erst seit 1875 heißt. Das eindrucksvollste Ensemble
besteht aus den drei nahtlos aneinander gereihten
Einzelhäusern mit den Hausnummern 1,2 und 3, die
unter Einbeziehung mittelalterlicher Stadtmauerreste
und sogar eines Turmes an der Nordwestseite
errichtet wurden. Im Volksmund der Einfachheit
halber kurz „Alte Botschaft“ genannt. Das vom
belgischen Architekten Adolphe Schuster 1865/66
als Spekulationsobjekt konzipierte Ensemble
beherbergte seither bürgerliche Mieter, Gesandte
ferner Länder, städtische Hirten und Wirtsleute. Ein
paar Jahre später baute der Belgier rückwärtig an
das Mittelhaus sogar noch ein palaisartiges Gebäude
Richtung Metzgergasse an und vereinigte es so mit
dem Gebäude am Ernstplatz.
Auf diese Weise fand der wohl bekannteste Mieter
des Hauses Ernstplatz 2 an seinem Arbeitsplatz
auch gleich eine Wohnung: von 1908 bis 1914
residierte hier der Generalkonsul der Vereinigten
Staaten von Amerika. Wirtschaftliche Interessen
führten die Amerikaner nach Coburg. Der Bedarf
an Kinderspielzeug wuchs gegen Ende des 19.
Jahrhunderts in den bürgerlichen Familien stark
an. Besonders, seit Weihnachten zu einem Fest
der Bescherung von Kindern avancierte. Zwei
Drittel der in Europa gefertigten Puppen stammten
aus deutscher Produktion, der größte Teil davon
wurde in Sonneberg hergestellt. Zur Erleichterung
des Handels errichteten die Amerikaner 1851 ein
Konsulat in Sonneberg.
Warum dieses im Jahre 1897 nach Coburg verlegt
wurde, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wollten
die Amerikaner neue Märkte erschließen und
erhofften sich vom aufstrebenden Herzogtum
Coburg neue Formen der Zusammenarbeit.
Schließlich gab es in Coburg damals eine ganze
Reihe von Spezialbetrieben, wie beispielsweise eine
Wagenfabrik für hochwertige Kutschen und etliche
exklusive Hoflieferanten. Auch die zentrale Lage der
Vestestadt an der Fernhandelsstraße von Nürnberg
nach Leipzig und der Bau der Werrabahn mit dem
späteren Anschluss nach Lichtenfels war sicher kein
Standortnachteil. Die Amerikaner setzten auf eine
gedeihliche Zusammenarbeit mit dem alten Europa.
Zuerst residierte der Botschafter noch im Gebäude
Theaterplatz 10 – heute die VR-Bank – bis er dann
im Jahre 1908 in das herrschaftliche Gebäude am
Ernstplatz umzog. Die über vier Meter hohen Räume
strahlen auch heute noch Eleganz und Großzügigkeit
aus. Behutsam sanierte der neue Besitzer alte Türen,
Holzdecken und Beschläge und gab den in die Jahre
gekommenen Räumlichkeiten im 1.Stock ihre Würde
zurück. Sicher war das einer der Gründe, weswegen
eine italienische Möbelmanufaktur hier vor kurzem
einen Showroom eröffnete. Seither zieren feinste
Ledersofas, Glastische und futuristische Lampen die
großzügigen Räume in der ehemaligen Botschaft. Bis
heute werden die exklusiven italienischen Möbel in
Handarbeit gefertigt und passen in ihrer Individualität
wunderbar in dieses repräsentative Gebäude am
Ernstplatz.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 65
HIER WOHNTE …
66 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
… EIN AMERIKANISCHER BOTSCHAFTER
Nicht alle Immobilien können Vesteblick haben.
Aber alle Immobilien haben einen guten Makler verdient.
Engel & Völkers Coburg • Ketschengasse 41 • 96450 Coburg • Tel 09561-795 24 00 • www.engelvoelkers.de/coburg
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 67
Advertorial
KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
GROSSE NAMEN
VERANSTALTUNGEN VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG
HAGEN RETHER
SONNTAG, 5. NOVEMBER I 20.00 UHR
KONZERTHALLE - HEGELSAAL BAMBERG
HELMUT LOTTI
DONNERSTAG, 9. NOVEMBER I 20.00 UHR
KONZERTHALLE BAMBERG
LIEBE, so heißt Titel des Programms von Hagen Rether. Diese kommt aber darin
nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und
romantisch stimmt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten. Sichtbar
wird jedoch die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die
Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.
Helmut Lotti feiert sein Comeback. Am 9. November wird er dabei auch in
Bamberg Halt machen. Seine Karriere ist nahezu einzigartig: Bereits 1995 startete
sein internationaler Durchbruch, er eroberte die ganze Welt. Das Album erreichte
auf Anhieb Gold-Status. Lotti verkaufte über 13 Millionen Tonträger. Man kann
also getrost von einer lupenreinen Weltkarriere sprechen.
OLAF SCHUBERT
15. NOVEMBER I 20.00 UHR
KONGRESSHAUS ROSENGARTEN
KELLY FAMILY
17. AUGUST 2018 I 19.30 UHR
HUK-COBURG-SOMMER-OPEN-AIR
Er ist Musiker, Poet, Weltbürger, Kosmopolit, Steuermann und Freidenker –
die Rede ist von Olaf Schubert. „Sexy Forever“ heißt sein neues Programm. Er
offenbart sich, neue Wege zu gehen. Dieses großartige Erlebnis sollte man sich
nicht entgehen lassen.
THE KELLY FAMILY ist zurück und sie geht auf Tournee. Ob mit überzeugender
Lichtshow, Konfettiregen, spektakulärer Pyrotechnik oder auch mit
Videoeinspielungen - jedes Element ist ein Hommage an jeden einzelnen vieler
unvergesslicher Songs.
Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de
oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
BUSINESSPRODUKTIONEN 2017
Foto-Advertorial
iTVCoburg. Mehr als Fernsehen.
Businessproduktionen 2017
Seit 2007 ist iTVCoburg der TV-Sender für die Region: Online und
mobil erreicht iTVCoburg etwa 110 000 verschiedene Nutzer, zudem
über das Kabel in Coburg und Rödental und den Partnersender SRF in
Südthüringen noch einmal 160 000 und über öffentliche Bildschirme
weitere 10 000 Zuschauer (2016). Darüber hinaus ist iTVCoburg
führender Partner für Businesskunden: Fernseh-, Kino- und Socialmedia-Produktionen,
Image- und Produktfilme, Werbespots, Videoclips,
Vor-Ort-Moderationen, Liveübertragungen. Alles aus einer Hand.
Von der Kreation über den Dreh bis zum fertigen Film. Von erfahrenen
Mitarbeitern. Zu fairen Preisen. Einige Beispiele aus dem Jahr 2017 in
Bildern.
Serie „Coburg bildet aus“: Dreh bei Active World in Niederfüllbach
Heißer Reifen: Kinospot für süc//dacor
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 69
ITV COBURG
Partner seit Jahren: Lasco Umformtechnik
Neuer Radweg rund um Luther: Dreharbeiten im Auftrag der
Initiative Rodachtal auf E-Bikes vom Sporthaus Wohlleben
Sponsorpartner:Regelmäßig dabei beim BBC Coburg
COBiz: Das Wirtschaftsfernsehen der VR-Bank Coburg
Masha macht sich fit: Dreharbeiten im Vitadrom
Auch beim Parsifal vor Ort: Dreharbeiten im Auftrag des Landestheaters Coburg
Bilder für die Großbildleinwand: Der iTV-Beitrag zum Traumspiel
Ganz in Weiß: Schlossplatz-TV im Auftrag der VR-Bank Coburg mit Topmodel-Finalistin Taynara Joy
Fünf Tage live aus Coburg: iTV bringt Waldrich
Maschinen virtuell auf den Messestand nach Hannover
70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
MEHR ALS FERNSEHEN
Foto-Advertorial
Ausbildungsberufe vor der Kamera:
Dreharbeiten für ZÖWIE in Neustadt
Spotdreh für Kongresshaus Rosengarten in
Kooperation mit markatus – markantes marketing
Für den Messestand: Produktfilme für KAPP NILES
Auf dem Parkett: Der Retencon Business Cup
Liveproduktion: Das Team von „Auf den Punkt“, dem Regionentalk der Sparkasse Coburg – Lichtenfels
gemeinsam mit Coburger Tageblatt und Radio EINS
OBO-TV, Fernsehen von und für Behinderte
Parfumflakons für die Welt: Neuer Film für Heinz Glas
Kurzgeschoren: Studio Freese lud zum Haarschnitt
Einlauftrailer: Studiodreh für HSC Coburg
Mehr Informationen:
www.itv-coburg.de
www.facebook.com/itvcoburg
Kontakt
iTVCoburg c/o süc//dacor GmbH.
Schillerplatz 1
96450 Coburg
Telefon: 09561/976215-0
info@itv-coburg.de
Leitung: Wolfram Hegen
Chef vom Dienst: Sebastian Rüger
Kontakt Imagefilme: Wolfram Hegen
Kontakt Werbung: Maria Zoll
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 71
EIN STARKES TEAM
IN DER REGION
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Telefon: +49 (0)9561 2343031
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Niorter Straße 10, DE-96450 Coburg
Telefon: +49 (0)9561 2343270
www.vergoelst-coburg.de
72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Perfekte Mobilität braucht
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 73
Für mehr Nachhaltigkeit
drücken wir gerne
aufs Gas.
Die Audi g-tron Modelle* – 80 % weniger CO₂-Emissionen
mit der Audi e-gas Technologie. 1
Der Audi A3 Sportback g-tron*, der A4 Avant g-tron* und der A5 Sportback g-tron* folgen einem Mobilitätsansatz,
der weiterdenkt. Denn die Forschung und Entwicklung nachhaltiger Technologien ist für Audi ein wichtiger
Baustein auf dem Weg in eine emissionsreduzierte Mobilität. In einem innovativen Verfahren produzieren Audi
und Kooperationspartner mit Hilfe von erneuerbaren Energien einen eigenen Kraftstoff: Audi e-gas.
Ein attraktives Leasingangebot:
z.B. Audi A4 Avant 2.0 TFSI g-tron, 6-Gang**
Brillantschwarz, MMI Navigationsmodul, Audi phone box, Audi pre sense basic, Einparkhilfe hinten,
Geschwindigkeitsregelanlage, Licht-/Regensensor, Sitzheizung vorn u.v.m.
€ 229,–
monatliche
Leasingrate
Leistung:
125 kW (170 PS)
Fahrzeugpreis: € 43.990,–
inkl. Werksabholung
Leasing Sonderzahlung: € 9.500,–
Nettodarlehensbetrag (Anschaffungspreis): € 40.038,21
Sollzinssatz (gebunden) p.a.: 1,60 %
Effektiver Jahreszins: 1,60 %
Vertragslaufzeit:
36 Monate
Jährliche Fahrleistung:
10.000 km
36 monatliche Leasingraten à € 229,–
Gesamtbetrag: € 17.744,–
Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57,
38112 Braunschweig, für die wir als ungebundener Vermittler gemeinsam mit dem Kunden die für den
Abschluss des Leasingvertrags nötigen Vertragsunterlagen zusammenstellen. Bonität vorausgesetzt. Es
besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher.
* Kraftstoffverbrauch kombiniert: Benzin in l/100 km: 6,5–5,1; CNG in kg/100 km: 4,3–3,3; CO₂-Emissionen:
Benzin in g/km: 147–117; CNG in g/km: 117–89. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO₂-Emissionen
bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.
** Kraftstoffverbrauch: Benzin in l/100 km: innerorts 8,3; außerorts 5,4; kombiniert 6,5; CNG in kg/100 km:
innerorts 5,6; außerorts 3,5; kombiniert 4,3; CO₂-Emissionen: Benzin in g/km: 147, CNG in g/km: 117;
Energieeffizienzklasse A-A+
Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berücksichtigt. Alle Angaben basieren
auf den Merkmalen des deutschen Marktes.
1
Im reinen Gasbetrieb (CNG) in einer Well-to-Wheel-Betrachtung (Umweltbilanz, die die Kraftstoffproduktion
und den Fahrbetrieb des Fahrzeuges mit einschließt) im Vergleich des Audi A3 Sportback g-tron zum
Audi A3 Sportback 1.5 TFSI cod mit 110 kW (Kraftstoffverbrauch Benzin kombiniert: 5,3–5,0 l/100 km;
CO₂-Emissionen kombiniert: 120–114 g/km), des Audi A4 Avant g-tron zum Audi A4 Avant 2.0 TFSI ultra
mit 140 kW (Kraftstoffverbrauch Benzin kombiniert: 5,9–5,3 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert:
135–119 g/km), des Audi A5 Sportback g-tron zum A5 Sportback 2.0 TFSI mit 140 kW (Kraftstoffverbrauch
Benzin kombiniert: 5,9–5,5 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 133–124 g/km): Als g-tron
Kunde tanken Sie wie gewohnt an einer beliebigen CNG-Tankstelle. Die AUDI AG stellt sicher, dass die auf
Basis der gesetzlichen Normen zur Verbrauchs-und Emissionsmessung nach NEFZ/WLTP sowie regelmäßig
von Audi erhobener statistischer Daten zur jährlichen Fahrleistung der im Zeitraum 7. März 2017 –
31. Mai 2018 bestellten Audi g-tron Fahrzeuge errechneten Gasmengen durch Audi e-gas ersetzt werden
– für 3 Jahre ab der Erstzulassung als Neufahrzeug. Das Audi e-gas wird in das europäische Erdgasnetz
eingespeist und verdrängt somit fossiles Erdgas. Der ebenfalls auf dieser Grundlage ermittelte Umfang
der CO₂-Einsparung kann im tatsächlichen Fahrbetrieb geringer ausfallen. Mehr unter audi.de/g-tron
Anzahlung ergibt sich aus der Audi Umweltprämie. *Verschrottung eines Diesel-Fahrzeugs mit Schadstoffklasse EURO 1 bis EURO 4
Gelder & Sorg Coburg GmbH, Neustadter Str. 26, 96450 Coburg, Tel.: 0 95 61 / 8 68-0,
info-coburg@gelderundsorg.de, www.audi-coburg.de
Gelder & Sorg GmbH & Co. KG, Ohmstraße 4, 97437 Haßfurt, Tel.: 0 95 21 / 92 20-0,
info-hassberge@gelderundsorg.de, www.audi-hassfurt.de
74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Advertorial
Professionelle Autoaufbereitung aller Marken
Paket STANDARD
Eine glänzende Idee
Autoaufbereitung beim Autohaus Ernst
Früher, ja früher: Das hat man sein Fahrzeug in der Hofeinfahrt geparkt, den
Staubsauger aus dem Haus geholt, den Gartenschlauch angeschlossen, sich mit
Putzmitteln und Lappen bewaffnet, und dann ging es Schmutz, Staub, Dreck
und Flecken an den Kragen. Am Ende sah des Deutschen liebstes Stück zwar
aus wie neu, die Zeiten aber sind lange her. Heute bringt man sein Auto zur
professionellen Fahrzeugaufbereitung. Das garantiert den fachmännischen
Umgang mit Lack, Stoffen, Beschlägen, Cockpit, Leder, Motor, Felgen,
Karosserie und sichert damit den Werterhalt eines Fahrzeugs. Dafür stehen die
Fachleute vom Autohaus Ernst – und zwar für alle Marken.
Dazu stehen verschiedene Pakete zur Verfügung – je nach Größe des Fahrzeugs
und je nach Umfang der gewünschten Pflege (siehe Kasten) gibt es Festpreise.
Am beliebtesten, verrät Serviceleiter Steffen Lusch, ist das Luxus-Paket. „Dann
sieht das Auto fast aus wie neu – innen und außen.“ Lack, Innenraum, Polster –
alles frisch. Übrigens werden auch alle Autos, die man beim Autohaus Ernst kauft,
vor der Übergabe an den Kunden so einer Luxusbehandlung unterzogen. Und
wenn einem das nicht reicht, gibt es Sonderbehandlungen wie Motorwäsche, die
Entfernung von Tierhaaren, das Beseitigen unangenehmer Gerüche oder auch das
Entfernen von Beschriftungen.
Dazu kommen beim Autohaus Ernst erfahrene ausgebildete Fachleute zum
Einsatz und natürlich Profigeräte und hochwertige Reinigungsmittel. Auf diese
Art und Weise sorgt man nicht nur für einen glänzenden Eindruck und für ein
gutes Fahrgefühl in den mobilen „eigenen vier Wänden“, sondern auch für den
Werterhalt des eigenen Fahrzeugs.
Autohaus Willy Ernst GmbH
Neustadter Straße 14 | Coburg
www.ernst-auto.de
Intensive Oberwäsche, Scheibenreinigung innen und außen,
Aussaugen des Innenraums und Kofferraums
Kleinstwagen bis Oberklasse: 40,00 €
Van, Geländewagen, Transporter: 60,00 €
Paket KOMFORT
intensive Oberwäsche, vollständige Innenreinigung; Dachhimmel,
Polster und Teppich schamponieren
Kleinstwagen bis Oberklasse: 111,00 €
Van, Geländewagen, Transporter: 167,00 €
Paket LUXUS
komplette Außenpflege mit intensiver Oberwäsche; 3-Stufen-
Lackpflege inkl. reinigen, polieren, versiegeln; Kunststoff- und
Gummipflege außen; Scheibenreinigung innen und außen
Kleinstwagen bis Oberklasse: 129,00 €
Van, Geländewagen, Transporter: 194,00 €
Paket LUXUS-PLUS
die starke Kombination aus KOMFORT UND LUXUS
Kleinstwagen bis Oberklasse: 169,00 €
Van, Geländewagen, Transporter: 254,00 €
Motorwäsche
Reinigung und Versiegelung des Motors/ Motorraumes 25,00€
Van/Geländewagen/Transporter: 38,00 €
Versiegelung Cabrioverdeck 65,00€
Für mehr Werterhalt und Komfort
Ozonbehandlung:
Beseitigung unangenehmer Gerüche 60,00 €
Van/Geländewagen/Transporter: 90,00 €
Tierhaare entfernen im kompletten Fahrzeug 30,00 €
Van/Geländewagen/Transporter: 45,00 €
Schriftzüge/Beschriftungen entfernen 45,00 €
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Van/Geländewagen/Transporter: 68,00 €
COBURGER | DAS MAGAZIN 75
Preise incl. MwSt.
Anzahlung ergibt sich aus der VW Umweltprämie.
*Verschrottung eines Diesel-Fahrzeugs mit Schadstoffklasse EURO 1 bis EURO 4
76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Ohne Suche und Gefluche – mit dem Bus entspannt zu Arbeit und Schule.
Stadtbus
Die clevere Alternative.
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Verbrauchs- und Emissionswerte: Neuer CITROËN C3 PureTech 68 Live (50 KW): kombiniert 4,7 l/100 km; CO 2
-Emissionen kombiniert 108 g/km.Werte nach vorgeschriebenem Messverfahren in der gegenwärtig geltenden Fassung.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 77
Foto: Sebastian Buff
78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
BALD IST WEIHNACHTEN
Gesponserter Beitrag
Es wir kälter und kälter, im Supermarkt gibt es schon
lange Lebkuchen, Glühwein und Spekulatius – klar:
bald ist Weihnachten. Und in der Zeit davor wird die
Region zum wahrsten Weihnachtsmarkt-Paradies.
Tausende von Lichtern strahlen und laden ein.
GLÜHWEIN UNTERM STERNENHIMMEL
Weihnachtsmarkt Coburg
Eingebettet zwischen historischem Rathaus und der alten herzoglichen
Kanzlei liegt der Coburger Marktplatz, der sich zur Weihnachtszeit
in einen sehenswerten Weihnachtsmarkt verwandelt. Mit einer
Eröffnungsfeier am Freitag, dem 1. Dezember um 17 Uhr öffnen sich
die vier leuchtenden mit Tannengrün geschmückten Tore. Mehr als
40 Händler laden dann zu ihren liebevoll verzierten Buden ein. Der
Coburger Weihnachtsmarkt – sicher einer der stimmungsvollsten in
ganz Franken.
In den Verkaufshäuschen werden viele einheimische Produkte
angeboten. Maler, Kunstglasbläser, Töpfer und Schmuckmacher
lassen Besucher bei der Herstellung ihrer Kunstwerke zusehen und
bieten ihre handwerklichen Produkte zum Kauf an. An den Ständen
gibt es Geschenkideen, Kuscheliges, Christbaumschmuck, alles für
eine gelungene Weihnachtszeit. Dazu sorgen Glühwein, Punsch,
Deftiges, Süßes und Pikantes für das leibliche Wohl. Vor allem der
Lichterhimmel rund um das Denkmal Prinz Albert lädt dann zum
Verweilen ein. An kalten Tagen und Abenden steht zudem die wohlige
Wärme der Kaminfeuerstelle bereit. Für die kleinen Besucher gibt
es ein nostalgisches Kinderkarussell und an den Sonntagen besucht
das Christkind gemeinsam mit dem Weihnachtsmann sowie am 6.
Dezember mit dem Nikolaus die großen und kleinen Besucher und
verteilt süße Überraschungen. Das lässt Kinderaugen strahlen. Für
die musikalische Unterhaltung sorgen täglich in den Abendstunden
verschiedene Künstler, Chöre und Kapellen aus der Region. Und
jeweils Samstag und Sonntag können sich Besucher mit einer Kutsche
und Freiberger Rossen durch Coburgs Innenstadt kutschieren lassen.
COBURGER
WEIHNACHTSMARKT
Vom 01. bis 23. Dezember 2017
11:00 – 20:00 Uhr
Speisen und Getränke
Bis 21:30 Uhr
Eröffnung
01. Dezember 2017
um 17:00 Uhr
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 79
BALD IST WEIHNACHTEN
FESTSTIMMUNG IN DER GANZEN STADT
Fränkische Weihnacht in Bad Rodach (3. Advent)
Die „Fränkische Weihnacht“ verzaubert am dritten Advent (17. Dezember) das romantische Fachwerkstädtchen
Bad Rodach mit vielen Attraktionen auf dem festlich geschmückten Markt- und auf dem Schlossplatz. Die
beiden historischen Plätze bilden somit den Mittelpunkt der „Fränkischen Weihnacht“, die um 11 Uhr mit
einem ökumenischen Gottesdienst in der Johanniskirche eröffnet wird. In nostalgischen Hütten und Buden
wird Weihnachtliches von kunstvoll hergestelltem Baumschmuck bis zu fränkischen Spezialitäten angeboten.
Auf der großen Bühne vor dem Rathaus gibt es ein festliches und stimmungsvolles Musik- und
Unterhaltungsprogramm mit Chören und Ensembles aus Bad Rodach und Umgebung.
In mehreren öffentlichen Gebäuden finden begleitende Veranstaltungen statt. Bummeln Sie bei Glühweinund
Plätzchenduft über die historischen Plätze, bestaunen Sie den „Park der Generationen“, der auch im
Winter eine bezaubernde Atmosphäre ausstrahlt und durch den Sie ein „Weg der Lichter“ zur „Lebenden
Krippe“ führt.
LICHTERGLANZ IN DER PUPPENSTADT
Nikolausmarkt in Neustadt bei Coburg (2. Advent)
Zu der wohl schönsten Zeit des Jahres erstrahlt rund um das Rathaus ein festlicher Lichterglanz. Auf dem
historischen Marktplatz sind am 2. Adventswochenende zahlreiche Händler und Verkaufsstände anzutreffen,
die zu einem gemütlichen Bummel über den Nikolausmarkt und durch die Neustadter Altstadt einladen. Auf
Grund der überwiegend weihnachtlichen Produkte aus heimischer Fertigung ist der Nikolausmarkt über die
Grenzen der Region bekannt und beliebt. Neben den Angeboten gewerblicher Händler sind verschiedene
Vereine und Organisationen mit selbstgebasteltem Spielzeug aus Holz, Puppen, Plüschspielwaren und
natürlich weihnachtlichen Dekorationsartikeln zu finden, die nicht nur die Kinderaugen hell leuchten lassen.
Der Duft von frisch gerösteten Mandeln, Glühwein, Stollen und Plätzchen sowie ein umfangreiches Musikund
Showprogramm laden die Besucher zum Verweilen um die Weihnachtskrippe mit lebensgroßen Figuren
und dem Stern an der Stadtkirche sowie dem großen Christbaum in der Mitte des Neustadter Marktplatzes
ein.
ZAUBERHAFTER ADVENTSMARKT
Adventsmarkt Seßlach (1. Advent)
Jedes Jahr am 1. Adventswochenende findet im mittelalterlichen Städtchen Seßlach der Adventsmarkt statt. Es
erwartet Sie ein liebevoll geschmückter Markt mit exklusiven Marktständen, es erwartet Sie das Besondere!
Auch für das leibliches Wohl ist in der Genuss-Stadt Seßlach bestens gesorgt. Highlight ist u.a. das große
Kinderprogramm ab 14 Uhr, ab 18 Uhr der Auftritt des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht sowie dem
Christkind und seinen Engelchen. Lassen Sie sich verzaubern, erleben Sie einen der bedeutendsten
historischen Stadtkerne Deutschlands, und verbinden Sie Ihren Adventsmarktbesuch mit einem
Stadtrundgang.
WEIHNACHTSMARKT DER BESONDEREN ART
27. Kugelmarkt in Lauscha
In der Vorweihnachtszeit lädt die berühmte Glasbläserstadt Lauscha zu einem Weihnachtsmarkt der ganz
besonderen Art ein: Der Lauschaer Kugelmarkt findet am ersten und zweiten Advents-Wochenende bereits
zum 27. Mal statt. Hier findet man einen traditionellen Markt mit einer großen Auswahl an
handgefertigtem Christbaumschmuck und Original Lauschaer Glaskunst. Die Besucher können live
erleben, wie der berühmte Christbaumschmuck entsteht. Entlang der Glasmeile reihen sich viele
Anziehungspunkte aneinander, dazu gehören das Museum für Glaskunst, die Hüttenweihnacht in
der Elias-Glashütte und die Weihnachtsmanufaktur im Glaszentrum. In zahlreichen Glasbläsereien
und Glasboutiquen erwartet die Besucher eine Sortimentsvielfalt, die keine Wünsche offen lässt.
Lauschaer Vereine, Gastwirte und Markthändler sorgen mit reichhaltigen Angeboten für eine gute
Bewirtung der Marktbesucher.
Weitere Infos zu den Weihnachtsmärkten der Region finden Sie unter:
www.coburger-weihnachtsland.de
80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Himmelblau und urgesund …
… typisch ThermeNatur Bad Rodach
Jetzt schon an
Weihnachten
denken
Die Kraft der Steine
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schöpfen Sie neue Energie abseits von Lärm, Hektik und Gedränge
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& 25 minütige Wohlfühl-Aromamassage
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den klassischen Rückenmassage im Anschluss
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Kleine Auszeit
Tageskarte für die Thermenlandschaft
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5-STERNE SAUNAWELT
Öffnungszeiten: So–Do: 9–21 Uhr I Fr und Sa: 9–23 Uhr I Sauna tägl. ab 10 Uhr
Große Auszeit
Tageskarte für die Thermenlandschaft inkl.
5-Sterne Saunawelt
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Thermalbadstraße 18
96476 Bad Rodach
Tel. 09564 9232-0
Fax 09564 9232-32
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 81
Urlaubsregion Coburg.Rennsteig
thermenatur@bad-rodach.de
www.therme-natur.de
Alte Weihnachtsfabrik und
Historisches Weihnachtsmuseum in Neustadt
82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
SO SCHÖN IST WEIHNACHTEN
Gesponserter Beitrag
Wenn Kinderaugen leuchten, Plätzchen duften, Glöckchen klingen und Lichter glänzen, dann
ist sie wieder da, die schönste Zeit des Jahres, die Weihnachtszeit. Dann ist es auch in der Alten
Weihnachtsfabrik in Neustadt bei Coburg besonders schön. Auf über 800 Quadratmetern gibt es
nicht nur eine Riesenauswahl an wunderschönem Weihnachts- und Adventsschmuck von Inge`s
Christmas Decor aus Neustadt und anderen Herstellern, sondern auch viele Geschenkideen,
besondere, individuelle und originelle Produkte für Groß und Klein.
Und im oberen Stockwerk haben Inhaber Klaus-Müller-Blech und seine Frau Birgit im Laufe von
zwanzig Jahren eine der schönsten und größten Sammlungen von antikem Weihnachtsschmuck
zusammengetragen.
Die Alte
Weihnachtsfabrik Neustadt
Weihnachtsschmuck und
Geschenkideen
Öffnungszeiten
Wochentags: 09:00 – 18:00 Uhr
Sonntags: 13:00 – 18:00 Uhr
Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen
Weihnachtsschnäppchenmarkt
Jeden Samstag
vom 28. Oktober bis 23. Dezember 2017
ab 1,50€ je Box
Kugelblasen für Kinder
Kinder ab 5 Jahren dürfen ihre eigene
Glaskugel blasen.
Ab 29. Oktober 2017
jeden Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr
Die persönliche Glaskugel
Vor Ort von einer Malerin angefertigt
– LIVE ab 25. November 2017
jeden Samstag bis 17. Dezember 2017
Von 13:00 bis 17:00 Uhr
Alte Weihnachtsfabrik
Sternenweg 2
Neustadt bei Coburg
Tel. 0 95 68 / 89 19 30
www.alteweihnachtsfabrik.de
Das Historische Weihnachtsmuseum
Eine der größten Sammlungen weltweit
Öffnungszeiten Museumsjahr 2017
von Freitag, 29. September 2017 bis Freitag, 5. Januar 2018
Montag bis Samstag: 09:30 bis 18:00 Uhr
Sonntag:
13:00 bis 18:00 Uhr
Geschlossen: Weihnachten, 25. und 26. Dezember, Neujahr, 1. Januar.
Eintrittspreise Museum
Erwachsene: 4,50 €
Kinder bis 16 Jahre: 2,50 €
Familienkarte (2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern): 12,00 €
Gruppentarif Erwachsene (ab 15 Personen), pro Person: 3,50 €
Gruppentarif Kinder (ab 15 Personen), pro Person: 2,00 €
Gruppen-Package für Erwachsene (ab 15 Personen)
Eintritt und Weihnachtsmuseum-Ornament
(mundgeblasen und handbemalt im Wert von 9,95 €): 12,00 €
Führungen
Museumsführung (45 Minuten) Sprache Deutsch: 35,00 €
Museumsführung (45 Minuten) Sprache Englisch: 50,00 €
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 83
84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
HANDWERKSTRADITION AUS NEUSTADT
Alte Handwerkstradition
aus Neustadt
Mitten in der traditionellen Region der
deutschen
Glasschmuckherstellung
werden in der INGE-GLAS® Manufaktur
in Neustadt bei Coburg einzigartige Glas-
Ornamente von erfahrenen Glasbläsern und
engagierten Malerinnen wie vor 100 Jahren
mundgeblasen und mit viel Liebe zum Detail
von Hand gefertigt. Jedes Ornament wird
von versierten Meistern ihres Handwerks
in bis zu 30 Arbeitsgängen, mundgeblasen,
handbemalt und dabei mehrfachen
Qualitätskontrollen unterzogen, bis ihm am
Ende des Fertigungsprozesses ein Zertifikat
höchste Qualität bescheinigt. Das weltweit
geschützte Sternkrönchen® garantiert, dass es
sich um ein echtes Ornament aus der INGE-
GLAS® Manufaktur handelt. Ein echtes Stück
Handarbeit aus der Region.
www.inge-glas.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 85
Gesponserter Beitrag
CLAIRE HAJAJ – DER WASSERDIEB
Buchempfehlung
Martina Riegert, Buchhandlung RIEMANN:
Mit ihrem neuen Roman „Der Wasserdieb“ ist Claire Hajaj nach dem großen Erfolg „Der Duft von bitteren
Orangen“ eine weitere herausragende Geschichte gelungen.
„Der Wasserdieb“, sehr einfühlsam und detailgenau von Karin Dufner übersetzt, erscheint pünktlich zur
Buchmesse am 16. Oktober.
Der englische Bauingenieur Nicholas kommt nach Afrika, um den Bau eines Kinderkrankenhauses zu
unterstützen. Zunächst versucht er sich in dem fremden Land zurecht zu finden, entdeckt die faszinierende
Natur und trifft die unterschiedlichsten Menschen, die er oft nicht richtig einschätzen kann. Er freundet
sich mit Jojo an, dem Sohn seiner Gastgeberfamilie, der ihn verehrt und bewundert. Und er verliebt sich
in dessen Mutter, was fatale Folgen haben wird…
Sein Projekt, ein Kinderkrankenhaus zu bauen, steht unter einem schlechten Stern. Der korrupte
Gouverneur legt ihm ständig Steine in den Weg. Ihm gehört die einzige sichere und saubere Wasserquelle
in der Gegend und er bestimmt die Preise für das kostbare Nass.
DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Gebundenes Buch mit
Schutzumschlag, 512 Seiten:
ISBN: 978-3-7645-0634-6
19,99 Euro
eBook:
ISBN: 978-3-641-21602-3
15,99 Euro
Als Nick die aussichtslose Lage der Bevölkerung erkennt, beschließt er zu helfen. Er stiehlt das erforderliche
Geld und macht sich an die Arbeit. Eine Entscheidung mit dramatischen Folgen …
Hajaj, selbst aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, erzählt die Geschichte aus den wechselnden
Perspektiven und Sichtweisen von Nick und Jojo, ein erzählerischer Kniff, der es dem Leser möglich
macht, das Geschehen von allen Seiten zu beleuchten.
„Der Wasserdieb“ ist eine ungemein spannende und einfühlsam erzählte Geschichte um Hoffnung, Liebe
und Verrat, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat und ein Bild von Afrika zeichnet, das mir diesen uns
oft so fremden Kontinent in allen Facetten ein Stück näher bringt.
Er kam, um zu helfen, doch
zwischen Hoffnung, Liebe
und Verrat verließ er den
Weg der Gerechten ...
Nach dem Tod seines Vaters, eines
Arztes, der ihn stets ermahnte, etwas
Sinnvolles zu tun, geht der englische
Ingenieur Nick nach Afrika, um dort
ein Kinderkrankenhaus zu bauen.
Doch nach kurzer Euphorie gerät
er zwischen alle Fronten. Er verliebt
sich in Margaret, die Frau seines
Gastgebers. Ihre Affäre droht nicht
nur, das Glück einer ganzen Familie
zu zerstören – sondern auch die
Zukunft des jungen JoJo, der zu
Nick wie zu einem Helden aufschaut.
Darüber hinaus erkennt Nick, dass
sein Arbeitgeber, der Gouverneur,
korrupt ist.
Claire Hajaj
Claire Hajaj, 1973 in London geboren, hat ihr bisheriges
Leben zwischen zwei Kulturen, der jüdischen und der
palästinensischen, verbracht und versucht, sie zu vereinbaren.
In ihrer Kindheit lebte sie sowohl im Nahen Osten als auch im
ländlichen England. Sie bereiste alle Kontinente und arbeitete
für die UN in Kriegsgebieten wie Burma oder Bagdad. Sie
schrieb Beiträge für den BBC World Service, außerdem
veröffentlichte sie Artikel in Time Out und Literary Review.
Ihren Master in Klassischer und Englischer Literatur hat sie in
Oxford gemacht. Zuletzt lebte sie mit ihrem Mann und ihrer
Tochter in Beirut.
Er will aber nicht mehr tatenlos
zusehen, wie die Bevölkerung von
teuren Wasserlieferungen abhängig
ist, obwohl ein einfacher Brunnen
alle retten könnte. Er entwendet
Geld und macht sich an die
Arbeit. Eine wohlgemeinte Tat, die
schwerwiegende Folgen für ihn hat –
und für alle, die er liebt …
© Joe Saade
86 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
VORSCHAU
Spielzeit
2017/2018
LANDESTHEATER
COBURG
WALLENSTEIN|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER
Premieren 2017/2018 Auswahl
AUF GEHT'S, BUAM!
A SPIDER MURPHY STORY
Rock ´n´Roll-Musical
A DARUM GEHT ES
„Singts doch auf Bairisch!" Dieser Tipp von Georg Kostya, dem Rock-'n'-
Roll-Plattenaufleger des Bayerischen Rundfunks, änderte für die Spider
Murphy Gang 1977 alles. Und dabei hatte sich gerade schon alles geändert.
Am 16. August starb Elvis Presley, der den Rock 'n' Roll einst als GI bis ins
kleine bayerische Grafenwöhr gebracht hatte. In seinem „Jailhouse Rock"
erwähnte er jenen Tenor-Saxofonisten Spider Murphy, nach dem sich nun die
Band um Günther Sigl benannte. Ihr Ziel: Mit Rock 'n' Roll das musikalische
München erobern, und danach vielleicht den Rest der Welt. Für viele Teenager
in der Provinz war die Musik ein Weg, aus der enger werdenden deutschen
Wirtschaftswunder- und Kleinstadtwelt herauszukommen. Entweder schaffte
man es tatsächlich, oder man hatte die Jukebox, aus der die Musik kam, mit
deren Hilfe man sich wegträumen konnte. Schwer angesagt waren Jungs, die
ihre Stromgitarren zu bedienen wussten, was ihnen weibliche Groupies und so
manch blaues Auge einbrachte. Das neue Coburger Rock 'n' Roll-Musical mit der
Musik der Spider Murphy Gang erzählt ein Märchen aus den Tagen, in denen es
nicht selbstverständlich war, dass man „einfach so" in die Großstadt zog. Viele
träumten sich hinaus aus den Mauern ihrer kleinen Welt und zogen sie daher an,
die „Rock 'n' Roll-Schua". Auf geht's, Buam!
B WO UND WANN SPIELT ES
Das neue Musical von Matthias Straub und Rüdiger Eisenhauer benutzt Musik der
Spider Murphy Gang, um eine Geschichte über Rock'n'Roll und Großstadtträume
zu erzählen.
C WAS ERWARTET MICH
Rock-’n’-Roll auf Bayerisch? Das kann nie funktionieren - könnte man denken.
Man kann sich aber auch eines Besseren belehren lassen.
TOSCA
Oper von Giacomo Puccini
30. September 2017, Großes Haus
GOODBAYREUTHORIGINALTITELBISDENVER
Boulevard-Komödie von Oliver Bukowski, ins Oberfränkische übertragen von
Peter Schanz, 7. Oktober 2017, Reithalle
ASPIDERMURPHYSTORYURAUFFÜHRUNG
Ein Rock-’n’-Roll-Musical von Matthias Straub und Rüdiger Eisenhauer
14. Oktober 2017, Großes Haus
AFTERDARKURAUFFÜHRUNG
Ballett von Mark McClain nach einem Roman von Haruki Murakami
28. Oktober 2017, Großes Haus
EINHERZUNDEINESEELE
Nach der gleichnamigen Fernsehserie von Wolfgang Menge
16. November 2017, Münchner Hofbräu
EINEWEIHNACHTSGESCHICHTE URAUFFÜHRUNG
Weihnachtsmärchen nach dem Roman von Charles Dickens
19. November 2017, Großes Haus
LACENERENTOLAASCHENPUTTEL
Oper von Gioacchino Rossini
3. Februar 2018, Großes Haus
RICOOSKARUNDDIETIEFERSCHATTEN
Krimi für junge Menschen nach dem Roman von Andreas Steinhöfel
22. Februar 2018, Reithalle
PINOCCHIO
Familienoper von Pierangelo Valtinoni
10. März 2018, Großes Haus
RUSALKA
Oper von Antonín Dvořák
22. April 2018, Großes Haus
MACBETH
Tragödie von William Shakespeare
2. Juni 2018, Großes Haus
D WANN
Die Premiere findet am 14. Oktober statt.
Weiter Vorstellungen:
Oktober
November
Dezember
20. Oktober
22. Oktober
26. Oktober
27. Oktober
Im neuen Jahr geht es dann weiter.
2. November
8. November
11. November
17. November
25. November
1. Dezember
8. Dezmber
13. Dezember
16. Dezember
19. Dezember
30. Dezember
31. Dezember
(2 Aufführungen)
DIEHOCHZEITDESFIGARO|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER
HERZLICHWILLKOMMEN!
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AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 87
LTC_Anzeige_Coburger_Spielplan1718_RZ.indd 1 19.07.17 22:15
88 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
GALERIE – VOLKER LESCH
G A L E R I E
B I L D E R V O N V O L K E R L E S C H
Erleuchtende Momente machen einsam. Manchmal.
Viele Motive, die seine Linse betreten, rücken erst
dann freiwillig ins richtige Licht, wenn kaum jemand
unterwegs ist. Kurz vor oder nach Sonnenaufgang, vor
einem aufziehenden Gewitter, bei klirrender Kälte - im
Nebel. Bisweilen an Stellen, die nicht unbedingt leicht
zu erreichen sind. Im Eingang einer Eishöhle oder im
Wasserfall. Ein Herumziehen als Nomade in Südbayern
hat - fotografisch gesehen - durchaus Vorteile. Man ist
auf geheimnisvolle Weise immer zur rechten Stunde
am richtigen Ort. Das Leben bestimmt die Zeit - und
nicht umgekehrt. Das alles sagt der gebürtige Coburger
Volker Lesch über seine Fotografien. Er pendelt seit
knapp einem Jahrzehnt zwischen dem Ammersee und
Berchtesgaden durch das Voralpenland.
www.alpenland-fotografie.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 89
90 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
GALERIE – VOLKER LESCH
30 Jahre Kongresshaus Rosengarten
Das Kongresshaus Rosengarten begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen als modernisierter
Bau, der vom renommierten Architekten Hans-Busso von Busse zwischen 1985 und 1987 zu einem
innovativen Kongress- und Eventhaus umgedacht worden war. Ein Ort, mit dem viele Besucher
wichtige persönliche Momente verbinden, an dem sie getanzt, gelacht, gefeiert und gestaunt haben.
Seit seiner Wiedereröffnung hat das Haus bis heute mehr als 2 Millionen Besucher in über 10.000
Veranstaltungen empfangen – eine ansehnliche Bilanz, die für das kommende Jahrzehnt eine mehr
als gebührende Vorlage liefert.
Kongresshaus Rosengarten
Berliner Platz 1 ∤ 96450 Coburg
Tel.: +49 (0) 9561 8283-0
Fax: +49 (0) 9561 8283-84
info@kongress.coburg.de
www.coburg-kongress.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 91
SCHATZSUCHE 2017
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON
DARUM HAT ES SICH GEDREHT …
UM DAS „RONDELL" AUF
DEM SCHLOSSPLATZFEST.
Herzlichen Glückwunsch an Ernani Schneider aus Coburg. Der
deutsch-brasilianische Koch hat dieses Mal den Schatz gehoben
– gemeinsam mit seinem Freund und Mitknobler Dennis
Fiedler. Zum Lohn bekommt Dennis von Ernani auch seinen
verdienten Anteil an den Preisen der vierten Schatzsuche 2017
vom COBURGER und iTVCoburg im Gesamtwert von 1000
Euro. Das Lösungswort: „Rondell“. Darum nämlich dreht es
sich im wahrsten Sinne des Wortes beim alljährlichen Coburger
Schlossplatzfest.
Glückliche Gewinner: Ernani Schneider (Mitte) und Knobelfreund Dennis Fiedler (Rechts).
92 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
Dieses Mal nämlich ging es um die Coburger selbst. Einige von ihnen hatte
iTVCoburg beim Schlossplatzfest vor der Kamera. Die haben wir alle in einem
kurzen Trailer für unsere Schatzsuche zusammengefasst. Alle Lösungen konnte
man also schon sehen, aber wir wollten eben nur von einigen der dort gezeigten
Coburger den Nachnamen wissen:
1 Frage: Ein nicht gerade kleiner „Apfel“ spielt in dem Berufsleben dieser
Person eine große Rolle. iTVCoburg war vor langer Zeit auch schon mal
dort. Wie heißt diese Coburger Person mit Nachnamen?
Antwort: Römich. Dr. Hannelore Römich arbeitet seit vielen Jahren in New
York.
2 Frage: Die Person ist Teil einer „multipersonalen“ Übergangslösung in
Coburg. Wie heißt die Person mit Nachnamen?
Antwort: Straub. Schauspieldirektor Matthias Straub leitet mit 3 anderen
Führungskräften das Landestheater Coburg gemeinsam bis zum Beginn der
neuen Intendanz von Dr. Bernhard F. Loges.
3 Frage: Die gesuchte Person arbeitet seit einigen Jahren in einem im Jahr
1903 erbauten Haus, in dem schon damals diesem Handwerk nachgegangen
wurde. Wie heißt die Person mit Nachnamen?
Antwort: Freese. Friseurmeister Torsten Freese hat sein Studio Freese in
einem im Jahr 1903 erbauen Jugendstilhaus in der Judengasse.
4 Frage: Die gesuchte Person wollte schon einmal einen in Coburg gedrehten
Film zu den Oscars schicken. Hat aber nicht geklappt, wie die Person im
Interview mit dem COBURGER einmal erzählt hat. Wie heißt die Person
mit Nachnamen?
Antwort: Höhn. Robin Höhn, das in Berlin lebende Coburger Multitalent
hat einmal im Hofgarten einen 3D-Kurzfilm gedreht, mit dem man sich bei
den Oscars bewerben wollte.
5 Frage: Die Person spielt nicht nur in unserem Schatzsuche-Film eine Rolle,
sondern schlüpft auch gerne in die von Martin Luther. Wisst Ihr, wen wir
meinen?
Antwort: Lessig. Thomas Lessig führt oft in originalem Luther-Kostüm
Besucher durch die Vestestadt.
6 Frage: Auf der beruflichen Homepage dieser Person findet sich eine Rubrik
„Humor“, obwohl ihr Handwerk damit eigentlich gar nichts zu tun hat. Wie
heißt diese Person?
Antwort: Beland. Malermeister Jens Beland hat auf seiner Seite www.
beland-gmbh.de eine eigene Rubrik für humoristische Cartoons vorgesehen.
7 Frage: Sagen wir es mal so: Die Person verkauft in ihrem Beruf sozusagen
„Gefühl“, nur in einer anderen Sprache. Wie heißt die Person mit
Nachnamen?
Antwort: Cestone. Steffi Cestone ist Inhaberin des Modegeschäfts
„Emozione“ in der Herrngasse.
1. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?
2. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?
3. Der Nachname mit vier Buchstaben?
4. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?
5. Der Nachname mit sieben Buchstaben?
6. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?
7. Einer der Nachnamen mit sechs Buchstaben?
Diese sieben Nachnamen musste man dann
„nur noch“ nach einem Schema in unser
Kreuzworträtsel eintragen. Das Schwierige
dabei: Fünf Nachnamen hatten sechs
Buchstaben. Wir haben allerdings eine
kleine Hilfe gegeben: Das Lösungswort
beantwortet die Frage: „Worum dreht es sich
beim Schlossplatzfest?“
Alles richtig eingetragen, ergab sich als Schlüssel zum Schatz dann eben „Rondell“.
Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht. Danke für das Mitspielen.
UND WIE GEHT’S?
Sie wollen uns beweisen, dass Sie doch schlauer sind als wir? Dass Sie unsere
Rätsel der Region lösen? Und vielleicht wollen Sie sogar jeweils Gutscheine und
Bargeld im Wert 1000 Euro gewinnen? Dann schauen Sie rein: Immer am ersten
Tag der Schatzsuche auf www.itv-coburg.de, www.coburger-magazin.de, unter
facebook.com/itvcoburg oder facebook.com/coburgermagazin.
Dann heben Sie sich den COBURGER immer gut auf! Den brauchen Sie! Dann
schauen Sie sich die Filme auf itv-coburg.de gut an! Alles das werden Sie benötigen
– vielleicht. Sie müssen querdenken, recherchieren, kombinieren. Stellen Sie am
besten ein Team zusammen, um uns zu besiegen. Sieben Tage, sieben Fragen, eine
Lösung.
WEITERE TERMINE
SCHATZSUCHE 2017:
Schon jetzt rot markieren:
21. bis 29.Oktober
9. bis 18. Dezember
Urlaubsregion Coburg.Rennsteig
IN EIGENER SACHE
IN EIGENER SACHE
COBURGER SCHENKEN UND 10 € GUTSCHEIN SICHERN!
COBURGER-ABO FÜR COBURGER
Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg, viele Coburger, die das Jahr
über nicht in ihrer Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland, Europa
oder auf einem anderen Kontinent leben und arbeiten. Ab sofort aber kommt
Coburg auch zu Ihnen, das ganze Jahr lang, sechsmal, durch den neuen
Aboservice für „Exil-Coburger“.
Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und andere Coburger: Macht Euren
Kindern, Enkeln, Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine besondere Freude
– verschenkt zu Weihnachten ein Jahresabo für den COBURGER im Wert von
30 Euro für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt: Schenken nämlich
macht glücklich, außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg kommt ab
sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder
anderen nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen Gutschein von
der „Heimatliebe“ im Wert von 10 Euro. Also am besten gleich reinklicken auf
www.coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den Gutschein und macht
anderen eine Freude.
Essen | Trinken | Feiern
Theatergasse 1, Coburg
www.heimatliebe-coburg.de
94 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
IN EIGENER SACHE
NEUE BEIM COBURGER
WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM
Schon bald ein Jahr also verlegt die Marketingagentur
markatus den COBURGER. Das Magazin hat sich
in dieser Zeit verändert, hat sich weiterentwickelt,
und ist sich doch treu geblieben, als das hochwertige
Leitmedium für Coburg und die Region. Das haben
wir zu großen Teilen dem engagierten markatus-
Team zu verdanken: Axel Straubinger hat sich an
dieser Stelle schon vorgestellt und Aryna Stark und
Oliver Popp, auch Firmenchef Björn Hieber schon.
Jetzt ist unsere Führungsdame dran: Ines Hein, die
von unserer Niederlassung in Berlin aus …, ach, soll
auch sie sich doch am besten selbst vorstellen. Auch
sie wieder nicht, weil sie das will, sondern weil wir
das uns von ihr wünschen:
“In Berlin zu Hause, fühle ich mich selbst schon wie
eine Exil-Coburgerin und freue mich über jede neue
Ausgabe des COBURGERs. Ich leite das Berliner
markatus-Büro und verantworte bei uns den Bereich
Konzept und Text. Was mich am meisten von
unserem Medium begeistert, ist die Verbindung aus
besonderen Themen, die vom Redaktionsteam um
Wolfram Hegen mit viel Herzblut recherchiert und
aufgemacht werden, und hochwertigem Magazin-
Layout.
Für die Unternehmen, die in der Region Coburg
zur Hause sind, ist der COBURGER deshalb so
attraktiv, weil wir darin authentische Geschichten
von Menschen und Firmen erzählen, die ihre
Heimatregion bewegen. Und für unsere Leser, weil sie
sich darin wiederfinden. Mein persönliches Highlight
sind die Redaktionskonferenzen, weil uns die Arbeit
am Magazin gemeinsam so viel Spaß macht. Und so
hat der COBURGER – übrigens nicht nur für mich! –
seinen festen Platz auch an der Spree.“
PREMIUM PARTNER
… JETZT SCHON AN 2018 DENKEN …
Unternehmer und Vertreter der Region, die uns über
das ganze Jahr begleiten - das sind noch ein paar
Wochen lang unsere PREMIUM-Partner 2017. Mit
Vorteilen für beide Seiten: Uns geben treue Partner
Planungssicherheit – und wir bedanken uns dafür mit
interessanten Geschichten.
Weil also diese Partnerschaften so ein Erfolg waren,
werden wir Sie auch 2018 fortführen. Mit zahlreichen
neuen Vorteilen für PREMIUM-Kunden, z.B. mit
- je nach Paket - einem Portrait in unserem neuen
Magazin „COBURGS BEST“, einem eigenen Video
in unserem neuen Format „COBURGER-TV“,
einer eigenen Unterseite auf unserer Seite www.
coburger-magazin.de uvm. Mehr finden Sie unter
www.coburger-magazin.de/premium-partner. Bei
Interesse am besten kurzfristig melden und die
Partnerschaft für 2018 sichern.
Danke an unsere PREMIUM-Partner 2017 (einige
finden Sie auf grund der Partnerschaft mit ihren
Geschichten auch in diesem Magazin):
Agentur Streckenbach
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler
Autohaus Gelder & Sorg
Autohaus Willy Ernst
Baugesellschaft Otto Hauch
Bodystreet Coburg Heiligkreuz
Buchhandlung Riemann
Citroen Grosch
Coburg Stadt und Land aktiv
Engel & Völkers
IHK zu Coburg
iTVCoburg
Kongresshaus Rosengarten
Landestheater Coburg
LASCO Umformtechnik
Optik Müller
Romantik Hotel Goldene Traube
Sparkasse Coburg – Lichtenfels
Tourismus & Stadtmarketing/
Citymanagement Coburg
SÜC
süc//dacor
Thomas Bittorf tb.legal
Veranstaltungsservice Bamberg
Vitadrom
VR-Bank Coburg
IMPRESSUM
COBURGER – Das Magazin
Ausgabe 23 / Oktober 2017
Vierter Jahrgang
Auflage 3500 Stück
www.coburger-magazin.de
Verlag:
markatus | markantes marketing
Mohrenstr. 31
96450 Coburg
Telefon 0 95 61 / 973 45 00
www.markatus.de
Herausgeber und Chefredakteur:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Gründungsherausgeber:
Peter Einheuser
Wolfram Hegen
Autoren dieser Ausgabe:
Heidi Schulz-Scheidt
Benedikt Dellert
Wolfram Porr
Fotografen dieser Ausgabe:
Sebastian Buff
Toni Milicevic
Layout/ Illustrationen:
Axel Straubinger
Titel-Illustration:
„Goldener Herbst im Hofgarten“
Grundlayout:
Peter Einheuser
Anzeigengestaltung:
markatus | markantes marketing
Anzeigenvertrieb:
Wolfram Hegen
Telefon 01 71 / 690 52 84
hegen@coburger-magazin.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017
Druck:
DCT GmbH
www.dct.de
Preis:
kostenlos
Vertrieb:
über 200 Verteilstellen
in Coburg Stadt und Land
Bestellung:
Online über www.coburger-magazin.de
Preis inkl. Verpackung und Versand
innerhalb Deutschlands
5 Euro inkl. MwSt.
P.S. und Pssst: Wir werden übrigens alle PREMIUM-
Partner einladen: zur vom COBURGER präsentierten
Coburger Comedy Gala in die „COBURGER“-Loge
des Kongresshauses Rosengarten. Auch gemeinsam
einen schönen Abend zu verleben, gehört für uns
unter guten Partnern zum guten Ton.
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 95
MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE
Erschtens kummt’s annersch und zweitens als ma denkt! Das wussten schon unsere
Großmütter! Umso erstaunlicher, dass sich ein „alter Hase“ wie Horst Seehofer -
ein solch erfahrener Politiker, der schon alles erlebt hat - dann doch so auf dem
falschen Fuß erwischen lässt. Die CSU in Bayern bei der Bundestagswahl bei unter
40 Prozent –da sind die Gesichtszüge ganz schön verrutscht oder wie der Franke
sagt: Da ham se in der CSU alle a ganz scheene Läädschn zo’ng! Es war aber schon
auch ein Erdrutsch!
Scheinbar nichts konnte unserem bayerischen Landesvater in diesem Wahlkampf
etwas anhaben. Nicht die Kanzlerin mit ihrer sturen Haltung bei der Frage
nach einer Obergrenze, auch nicht die AFD, erst recht nicht die Konkurrenten
und Konkurrentinnen in den eigenen Reihen, die seit Jahren wie die Geier um
ihren Chef kreisen, um sich in dem Moment auf ihn zu stürzen, wenn dieser mal
schwächeln sollte. Und er hatte sich’s auch so schön ausgemalt: Mit Rückenwind
in die Koalitionsverhandlungen, die Wiederwahl als Ministerpräsident im
kommenden Jahr und dann – nach zwei Jahren oder so – der wohl überlegte und
gut vorbereitete Rückzug auf dem Höhepunkt der Macht. Zur Krönung vielleicht
noch ein hübsches Prestigeprojekt wie die geplante neue Konzerthalle in München
(„was Hamburg kann, das können wir schon längst und noch besser!“), schließlich
würde er dem bis dahin behutsam aufgebauten Nachfolger (kein Name an dieser
Stelle!) die Schlüssel der Staatskanzlei übergeben. Wer sollte dem Ingolstädter da
noch den verdienten Platz in der „Walhalla“ streitig machen?
Die Anbindung von Coburg und Bamberg, wie sie jetzt schwarz auf weiß im neuen
Winterfahrplan steht, könne nur der Anfang sein, findet nicht nur Tessmer. Dabei
sind diese beiden Städte noch richtig gut weggekommen, wenn man noch dazu
bedenkt, dass sie nach der Wiedervereinigung erstmal geschlossen gegen alles
waren, was die Region - nun in der geographischen Mitte Europas - mit dem Rest
der Welt verbinden sollte. Weiter im Osten warten sie bis heute immer noch auf
die Elektrifizierung – da herrscht infrastrukturell frühes Mittelalter! Wer mit
der Bahn von Bayreuth nach Berlin will, braucht künftig zwei Stunden länger als
diejenigen, die 230 Kilometer weiter südlich in München einsteigen.
Wie gesagt: Erschtens kummt’s halt annersch und zweitens als ma denkt! Noch
ein (irgendwie tröstliches) Beispiel für diesen Merksatz, der auf Wilhelm Busch
zurückgehen soll, kursiert dieser Tage in München und berührt ein Thema, das
alle angeht: den Fußball, genauer gesagt die beiden Münchner Erzrivalen FC
Bayern und TSV 1860. Und es geht so: „Da ist gerade mal Oktober, aber die einen
haben in der Liga schon wieder acht Punkte Vorsprung und die anderen schon
wieder den Trainer entlassen ... Aber irgendwas ist dieses Jahr anders.“
Schätzla, schau wie iech schau!
Für den COBURGER von Wolfram Porr
Doch daraus wird nun nichts. Jedenfalls nicht so! Teile der Parteibasis sägen
längst laut und vernehmlich an Horstis Stuhl. In Berlin droht „Jamaika“, also die
Zusammenarbeit mit den Grünen, die man jahrzehntelang als naiv-spinnerte
Chaotentruppe belächelt hat. Dahaam in Bayern will Seehofer derweil die „rechte
Flanke“ schließen, in die die AFD gestoßen ist - immer Franz Josef Strauß‘
berühmtes Credo im Sinn, rechts von der CSU dürfe es „keine demokratisch
legitimierte Partei“ geben. Des is a bissla so, wie wenn ma duschn, oba auf
goar kann Fall nass werden will! Sagen wir mal so: Wenn die CSU den Spagat
hinkriegt – bundespolitisch liberal und ökologisch ausgerichtet, stramm nationalkonservativ
im Land – dann Reschbeggd, Herr Drehhofer!
Auch in Oberfranken hat die CSU mächtig verloren. Doch auch das allein an der
„Flüchtlingskrise“ festzumachen, wäre zu billig. Teile des zweifellos scheensten
Flecklas Bayerns fühlen sich abgehängt und über den Tisch gezogen. Wie zum
Beispiel beim Prestige-Bahnprojekt, der nun endlich fertiggestellten ICE-Trasse
Nürnberg – Berlin. Denn auch hier kam vieles ganz anders, als man erst dachte!
Was wurde in den letzten Jahren über die Trassenführung nicht diskutiert und
verhandelt! Die oberfränkische Wirtschaft hat sich mal richtig auf die Hinterbeine
gestellt und argumentiert, wie wichtig diese Anbindung für die Region ist.
Und die Freude war entsprechend groß, als bekannt wurde, dass vor allem das
westliche Oberfranken profitieren und an die Schnellverbindung angeschlossen
werden würde. In Bamberg und Coburg jubilierten die Bosse schon. Und nun
das! In zweieinhalb Stunden mit dem Zug in die Hauptstadt – hört sich ja erstmal
ganz gut an. Aber nur dreimal am Tag? Klingt dann doch nicht nach dem großen
Hauptgewinn! Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer wurde direkt
deutlich, als er sagte: "Wir sind einer der wirtschaftsstärksten Räume Europas,
mit großen Firmen, die ihre Headquarters hier haben. Deswegen sind wir bei drei
Halten am Tag nicht vor Freude über den Tisch gesprungen."
© Chris Madden
96 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
AUF EIN WORT
In jedem
COBURGER laden wir
an dieser Stelle Coburger
oder Nicht-Coburger
ein, ihre Meinung
zu sagen.
Bullshit und Lügen
Von Wolfram Porr
Heiner Müller ist nun mal tot. Auch Christoph Schlingensief, Klaus Kinski und Dieter Hildebrandt.
Heinrich Böll und Ernst Bloch fehlen noch viel länger. Und keiner, der vielleicht noch etwas zu sagen
hätte, macht noch seinen Mund auf.
“We cannot turn back the clock/
Cannot go back in time/
But we can say:/
Fuck you, we will not listen to/
your bullshit and lies/
your bullshit and lies”
Irgendwie haben sie alle die Sprache verloren, unsere „Intellektuellen“, die wohl letzten ihrer Art. Alle
mit sich selbst beschäftigt, so scheint’s. Und denjenigen, die etwas zu sagen haben, hört niemand mehr
zu. Klar. Text, noch dazu länger als in zwei Tweets passt, ist ja Niemandem mehr zuzumuten.
Trotzdem danke, Professor Dieter Thomä! Nie von ihm gehört? Wohlan, nur zu! Denn von unseren
Künstlern hören wir so gar nichts. Nichts zu Trump oder Snowden. Nichts zum Ende der schon lange
siechenden sozialen Solidargemeinschaft , nichts zu den neuen Rechten, nichts zur Klimakatastrophe.
Der Klimakollaps ist im Gange und unumkehrbar. (Das sage nicht ich, das besagen neueste Studien,
übrigens aus den USA.) Despoten unwidersprochen auf dem Vormarsch. Nazis im Bundestag.
Der intellektuelle Beitrag dazu? Ein Rauschen im lichter werdenden Regenwald! Der Wolfgang? Macht
sich Sorgen um den „Effzeh“. Der Udo? Mehr dicht als Denker. Der Herbert? Eine Karikatur seiner
selbst, die (zu Recht) niemand mehr ernst nimmt. Der Heinz? Schimpft zwar aus denselben Gründen
über Neil Young, Bob Dylan oder Bruce Springsteen, freut sich inzwischen über Airplay bei Radio
Rechts! Wie armselig, Brille! Was bleibt? Ein paar Zeilen vom letzten Aufrechten, Roger Waters. Wut.
Und Trotz!
“We cannot turn back the clock/
Cannot go back in time/
But we can say:/
Fuck you, we will not listen to/
your bullshit and lies/
your bullshit and lies”
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 97
Coburger | Das Magazin
erscheint wieder im Dezember 2017
Anzeigenschluss ist
der 17.11.2017
© Marian Kamensky
RANDGRUPPENWITZE SIND HEUTE DAS LETZTE
Was macht ein schwuler Adler? Er fliegt zu seinem
Horst.
Wie stellen sich Nazis die arische Rasse vor? Klar – so
schlank wie Göring, blond wie Hitler und so groß wie
Göbbels.
Zwei Beamte treffen sich früh im Büro. Sagt der eine:
„Käffchen?“ Sagt der andere: „Nein danke, dann kann
ich nicht schlafen.“
„Haben Sie noch Restalkohol?“ „Nein, nein, wir
haben alles getrunken!“
Wie viele Hoffenheim-Fans braucht man um eine
Glühbirne zu wechseln? Beide!
„Ich habe mich heute gewogen. Ich bin zu klein.“
Sagt ein Einbeiniger zum Blinden: „Ich tret’ Dir in
den Arsch!“ „Das will ich sehen!“
Vegetarier vor dem Abendessen: „Kinder, kommt
rein, das Essen wird welk.“
98 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
Turbinenschaufeln
geschmiedet auf
LASCO-Spindelpressen
Präzision und Formgenauigkeit von
Verdichterschaufeln sind entscheidend für
die Leistungsfähigkeit von Strahltriebwerken.
Das Schmieden der komplexen Geometrie
aerodynamisch geformter Schaufelblätter ist
eine produktionstechnische Spitzenleistung.
Auf LASCO-Spindelpressen mit Direktantrieb
werden Turbinenkomponenten unterschiedlicher
Werkstoffe mit höchster Genauigkeit und
Wirtschaftlichkeit hergestellt.
Erfolg durch
Kreativität.
lasco.com
Hahnweg 139 - 96450 Coburg - Tel. 0 95 61/ 6 42-0
LASCO entwickelt,
konstruiert & produziert:
Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen
Hydraulische Pressen für die
Massiv- und Blechumformung
sowie die Pulvermetallurgie
Spindelpressen
Querkeil- und Reckwalzen
Stauchanlagen
Sondermaschinen
Automatisierungen
Hahnweg 139 96450 Coburg
www.lms-coburg.de
AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
www.lasco.com
COBURGER
–
|
Tel.
DAS MAGAZIN
09561/642-0
99
Verstehen
ist einfach.
Wenn man einen
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der die Region und
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Coburg - Lichtenfels
100 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 23 / OKTOBER 2017
S