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COBURGER – Das Magazin #22

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Nr. 22 | August 2017

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Herzlich willkommen bei Ihren

Gleitsichtexperten der Region.

oben v.l.n.r.: Daniela Göttel, Bernd Gehrlicher, Erika Mulatsch, Bianka Schelhorn, Achim Meyer, Sandra Brauer, Doris Treiber, Silke Greif

unten v.l.n.r.: Janine Jäger, Jacqueline Hofmann, Brigitta Hübl, Daniela Stolz, Nicole Juhrsch, Christian Kornexl, Marion Hofmann, Björn Hieber, Laura Pietz, Markus Palm, Carolin Wild, Katja Kirchner

96450 Coburg · Mohrenstr. 31

Tel.: 0 95 61 / 98 49

coburg@optikmueller24.de

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr

Sa. 08.30 − 14.30 Uhr

96472 Rödental · Bürgerplatz 8

Tel.: 0 95 63 / 26 26

roedental@optikmueller24.de

Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr

Sa. 08.30 − 12.30 Uhr

www.optikmueller24.de

facebook.com/optikmueller24

2 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Der Moment, in dem

Sehen von nah bis fern

zur Entspannung wird.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 3


INHALT

AUSGABE 22 AUGUST 2017

8 DREIGESTIRN

10 STADTGESPRÄCH

12 DER HOFBERICHT

70 BUCHEMPFEHLUNG

71 THEATERVORSCHAU

76 SCHATZSUCHE

79 IN EIGENER SACHE

80 MONACO FRANKE

81 AUF EIN WORT

82 DAS LETZTE

BENEDIKT DELLERT

YVES ALLOING

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN RÜGER

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

WOLFRAM HEGEN

SEBASTIAN BUFF

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

SEBASTIAN BUFF

MARIO WOLF

14

18

24

28

30

38

44

50

52

58

72

NIE WIEDER

Wenn der Urlaub zum Fiasko wird

SEHNSUCHTSORT STAFFELBERG

Steinerne Legende im Bild

PRIMA KLIMA

Ein Sommernachtstraum von Wolfgang Weiß, Klimaschutzbeauftragter

SONDERTHEMA HEIMAT

Interviews, Fakten, Stories

HEIMAT IST KEINE IDYLLE

Aussagen der Initiative Stadtmuseum

EIN GUTES STÜCK HEIMAT

Dreißig Jahre Kongresshaus Rosengarten

DER FRONTMANN

Christian Limpert im Portrait

MACHER – DIE NEUE REIHE IM COBURGER

Dieses Mal: Ramona Scholz

POWERFOOD AUS DER REGION

Coburger Köche mit ihren Sommerrezepten

HIER WOHNTE …

… ein Braumeister

AUS DEM PORTFOLIO

Schwarzgemalt – Portraits von Mario Wolf

TITEL-ILLUSTRATION. „Ein Coburger Sommer“

4 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 5


EDITORIAL

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Endlich Ferien. Endlich Urlaub. Endlich Freisein. Es ist, als

hätte das Leben von uns bundesdeutschen Normalbürgern im

Jahreskalender vor allem einen Sinn oder besser zwei Fixpunkte:

Weihnachten. Sommerferien. Schade eigentlich um die vielen

Monate dazwischen. Und schade auch, dass im Urlaub oft nur

erstrebenswert erscheint, was im Alltag unerreichbar ist: Strand,

Gipfel, Metropolen.

Dabei ist auch die eigene Region eine Reise wert: Zum Beispiel zu den vielen

ambitionierten Köchen in einigen Restaurants der Region. Drei von Ihnen lernen

Sie in diesem Magazin kennen. Oder zur Landesausstellung, auch wieder ein Thema,

ähnlich wie die „geistvolle“ Museumsnacht, die wir „hochgeistig“ in einem Interview

vorankündigen. Es gibt also allen Grund, sich mal in der eigenen Gegend bewusst

umzuschauen. Es ist schön hier. Und wir dürfen hier leben. Andere müssen aus

ihrer Heimat weg, nicht um Urlaub zu machen, sondern weil sie es dort nicht mehr

aushalten. Weil sie verfolgt werden, keine Arbeit finden, keine Zukunft für sich und

ihre Kinder. Der Coburger Christian Limpert versucht in seiner Tätigkeit für das

Bayerische Fernsehen immer wieder, das Elend der Heimatlosen in Bilder und Worte

zu fassen. Wir stellen ihn vor.

Es zieht sich wie ein Faden durch dieses Magazin: Unser Sonderthema „Heimat“. Dass

die eben nicht immer nur Idylle ist, hat auch Coburg in seiner Geschichte schmerzhaft

erfahren. Ein Stadtmuseum gibt es freilich dennoch nicht, bemängelt die gleichnamige

Initiative im Interview. Beispiele aus der regionalen Wirtschaft werfen dagegen einen

optimistischen Blick auf Heimat im Sinne der Region, in der man lebt und arbeitet, die

einem vertraut ist. Heimat nämlich ist heute für die meisten Menschen nicht mehr der

ideologisch aufgeheizte Begriff, den Rattenfänger gerne für ihre Zwecke missbrauchen.

Wir können uns ja einfach daran freuen, dass wir es ganz gut haben hier in und um

Coburg. Mit vielen schönen Flecken: Der Staffelberg zum Beispiel. Sehnsuchtsziel

auch vieler Coburger. Ihm haben wir die Fotostrecke in diesem Magazin gewidmet.

So, jetzt sind Sie dran.

6 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INHALT

28

SONDERTHEMA HEIMAT

Interviews, Fakten, Stories

14

NIE WIEDER

Wenn der Urlaub zum Fiasko wird

24

PRIMA KLIMA

Ein Sommernachtstraum von Wolfgang Weiß, Klimaschutzbeauftragter

52

POWERFOOD AUS DER REGION

Coburger Köche mit Sommerrezepten

44

DER FRONTMANN

Christian Limpert im Portrait

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 7


DREIGESTIRN

DREIGESTIRN

Stars auf der Schlossplatzfest-Bühne, Kloßmarkt auf dem Marktplatz,

Museumsnacht in der Innenstadt und vieles mehr: Langweilig

wird es in Coburg nicht im August und September. Wo

aber lohnt sich sonst noch ein Besuch, was ist außergewöhnlich,

einmalig oder ganz besonders? Die Redaktion des COBURGER

hat wieder drei Veranstaltungen ausgewählt, die wir Ihnen an

ES RÖHRT IN COBURG

4. DIDGERIDOO SOUND DAYS

Zum vierten Mal bereits darf Coburg ein Event der etwas außergewöhnlichen

Art erleben. Vom ersten bis dritten September 2017 nämlich kommen die

Didgeridoo Sound Days auf die Ernstfarm in Coburg, mit vielen hochkarätigen

internationalen Künstlern und Lehrern dieses exotischen Musikinstruments.

Es wird röhren und tönen an diesen drei Tagen auf der Ernstfarm. Vor allem, wenn

die Profis am Samstag um 20 Uhr auf der Bühne sind. Sie zeigen eindrucksvoll,

was man diesem wohl ältesten Instrument der Welt für Töne entlocken kann.

Selbst ausprobieren geht natürlich auch: In Workshops können Besucher das

Instrument näher kennenlernen. Dazu zeigen verschiedenste Künstler und

Händler das Handwerk des Didgeridoobaus, der Messermacherei und des

Scrimshaw (Miniatur-Ritz und Gravur-Technik in tierische Materialien) und

natürlich verkaufen sie auch ihre Kunst. Am Samstagnachmittag wird außerdem

die Coburger Sambagruppe Tucurui den Besuchern auf der Ernstfarm richtig

einheizen, wenn es nicht ohnehin sommerlich heiß ist. Einen „Tag der offenen

Tür“ haben die ansässigen Händler der Ernstfarm für den Sonntag angedacht.

Die Weinstube, der Cider-Hof, die Kunstschmiede und die Keramik-Werkstatt

„TonArt“ öffnen Ihre Türen. Für kühle Getränke und reichlich kulinarische

Genüsse ist auch gesorgt. Also ein Event für die ganze Familie.

Herz legen – rein subjektiv. Wenn Sie daran Freude haben, freuen

wir uns mit Ihnen, wenn nicht, dann tut uns das natürlich leid,

aber … letztlich ist es dann doch Ihre Entscheidung, womit Sie

Ihre Freizeit verbringen. Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß

und schöne Sommerferien.

MEHR ALS EIN GEHEIMTIPP

SESSLACHER ALTSTADTFEST

Man nehme ein mittelalterliches Stadtbild, sorge für ein buntes zweitägiges

Programm mit Vorführungen, Umzügen, Märkten, Essen, Trinken und Musik,

verlange dafür keinen Eintritt und fertig ist eine Veranstaltung, die sich in

den letzten Jahren zu einem der Höhepunkte der Region entwickelt hat: das

Seßlacher Altstadtfest.

Trödler und Sammler sind die Ersten, die den historischen innerstädtischen

Kern Seßlachs bevölkern: Der große Flohmarkt beginnt nämlich bereits am

Samstagmorgen und geht bis 18 Uhr. An beiden Tagen zeigen Handwerker, was

sie können: Auf einem Markt präsentieren sie viele regionale Produkte, dem einen

oder anderen kann man auch bei der Arbeit über die Schulter schauen. Auch

für die Kinder haben die Organisatoren an beiden Tagen ein großes Programm

zusammengestellt. Außerdem entführt ein buntes Lagerleben am Stadtmauerring

ins Mittelalter. Was nicht fehlen darf, ist natürlich der historische Umzug am

Sonntag. Und selbstverständlich gibt es an beiden Tagen auch ordentlich was

auf die Ohren auf der Hauptbühne am Markt. Und für Essen und Trinken ist

natürlich auch gesorgt. An diesem Wochenende steht Seßlach Kopf – hingehen

und mitmachen.

Bild: www.facebook.com/DidgeridooSoundDays

Bild: www.sesslach.de

Wann Wo Wie:

Freitag, 1. September, Samstag, 2. September und Sonntag, 3. September

jeweils ganztägig auf der Ernstfarm in Coburg, Eintritt frei.

Wann Wo Wie:

Am Samstag, 19. August, ab 8 Uhr bis 01 Uhr und

Sonntag, 20. August ab 10 Uhr bis 23 Uhr, Eintritt frei.

8 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DREIGESTIRN

HOCH ZU ROSS

AUSFLUG IN DIE VERGANGENHEIT

Mutige Ritter, edle Pferde und der Wettstreit um Ruhm und Ehre: Unter dem

Motto „Un Paso honroso – Ein ehrenvoller Gang“ bietet die Veste Coburg eine

grandiose Kulisse für Living History-Vorführungen, die den Besucher in eine

spannende, romantische und farbenfrohe Vergangenheit entführen.

Darsteller sind die derzeit wohl weltbesten historischen Akteure. Sie präsentieren

die Reit- und Kampfkunst ästhetisch und in höchster Vollendung, so wie einst

die mittelalterlichen Ritter Suero de Quiñones oder Jacques de Lalaing. Die

Gruppe um den Niederländer Arne Koets ist dabei die einzige, die den Tjost – den

turniermäßigen Kampf zu Pferd – authentisch mit soliden, also ungeschwächten

Lanzen führt. Erstmals zu Gast in Coburg und Teil der Vorführung ist die

international bekannte Gruppe Contrada Monticelli. Sie beherrscht virtuos die

mittelalterliche Kunst des Fahnenschwenkens und ist vielfacher italienischer

Meister auf diesem Gebiet. Ergänzt und abgerundet durch zahlreiche weitere

bestens ausgestattete Akteure aus dem In- und Ausland ergibt sich ein lebendiges,

farbenprächtiges und klangvolles Bild – ein ereignisreiches Gesamtkunstwerk aus

der Welt des späten Mittelalters.

28.SEPTEMBER 2017 UM 20 UHR

BAMBERG / HALLSTADT, KULTURBODEN

MARKUS KREBS

„Permanent Panne“– Humor muss

Panne sein! Dies wird Markus Krebs

auch in seinem dritten Live Programm

unter Beweis stellen. Ein Comedian, der

es wie kaum ein anderer versteht, mit

herrlich schrägen Doppeldeutigkeiten

und Wortwitz eine Lachsalve nach der

anderen zu produzieren.

TIPPS DER

ANDEREN ART

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11.NOVEMBER 2017 UM 20 UHR

BAYREUTH, DAS ZENTRUM

GERNOT HASSKNECHT

„DAS HASSKNECHT PRINZIP- in

zwölf Schritten zum Choleriker“ – Hans-

Joachim Heist alias Gernot Hassknecht

hat als festes Ensemblemitglied der heute

show mittlerweile Kultstatus erreicht. Für

seine ständig wachsende Fangemeinde

ist Gernot Hassknecht DAS Sprachrohr,

wenn es darum geht, Frust und Ärger auf

Missstände in unserem Land lautstark

auf den Punkt zu bringen.

Einzige

Show in

Nordbayern.

Wann Wo Wie:

Mittwoch, 9. August, Donnerstag, 10. August, Samstag, 12. August und

Sonntag, 13. August, Einlass jeweils 16:30 Uhr, Veranstaltung ab 17 Uhr bis

20:30 Uhr im Burghof der Veste Coburg.

Tickets 15 Euro, Kinder/Schüler 8 Euro. Eintrittskarten bei Coburg Tourist,

info@tourist.coburg.de, Telefon 09561/ 898000, Herrngasse 4

Mo – Fr 9:30 bis 17:30 Uhr und Sa 10 bis 14:00 Uhr.

Das reicht Ihnen nicht? Ok …. Coburg und die Region haben natürlich noch

viel mehr zu bieten:

▶ www.coburg.de/veranstaltungen

▶ www.landestheater-coburg.de

▶ www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender

▶ www.leise-am-markt.de

▶ www.gocoburg.de/veranstaltungen

▶ www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen

▶ u.v.m.

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Und wenn Sie

in den Urlaub fahren: Kommen Sie heil und erholt wieder.

Bild: Stadtmarketing Coburg

23. NOVEMBER 2017 UM 20 UHR

KONGRESSHAUS ROSENGARTEN

RÜDIGER HOFFMANN

„Ich hab´s doch nur gut gemeint…“

Sein ostwestfälisches Temperament

ist legendär und jede Pointe weiß

er mit der nötigen emotionalen

Selbstbeherrschung zu entzünden. Zu

seinem 30-jährigen Bühnenjubiläum

widmet sich Rüdiger Hoffmann in seinem

neuen Programm ICH HAB'S DOCH

NUR GUT GEMEINT... noch intensiver

seinen Mitmenschen und dies, wie nicht anders zu erwarten, mit herrlich

absurden Alltagsdramen und verblüffenden Experimenten. Der Meister der

Nuancen, der mit seinem verschmitzten Gesicht so hintersinnig-intelligent

und unschuldig gucken kann, gewinnt jeder Katastrophe etwas Gutes ab. Sei

es der neuen Gesundheits-App, die er an seiner Bekannten testet, oder einer

Trauerrede, die er mit einem zehnminütigen Gag-Feuerwerk auflockert.

Rüdiger Hoffmann serviert seinem Publikum wieder einmal kabarettistische

Glanznummern zu den kleinen und großen ganz alltäglichen Katastrophen,

fein abgeschmeckt mit einer Prise Musik.

Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online

unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de

Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 9


STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH...

BE „GEIST“ERT

Hoher Besuch kürzlich auf der Veste Coburg: Der

international renommierte Lichtkünstler Philipp

Geist, der schon die Christusstatue in Rio de Janeiro

oder den Azadi Tower in Teheran illuminiert hat,

nahm die Burganlage persönlich unter die Lupe, um

seine Installation im Rahmen der Museumsnacht

im September vorzubereiten. Im Interview mit

dem COBURGER (Seite 68) sagt er zu seinem

Engagement: „Sie ist sicherlich ein spannender

Ort, die Veste Coburg. Ich mag solche besonderen

geschichtlichen Orte und bin davon inspiriert und

fasziniert … Daneben war für mich ganz entscheidend

die Tatsache, dass Luther ein halbes Jahr auf der Veste

Coburg gewohnt hat.“

„VERGESSEN“

Nahezu geräuschlos, ohne Gedenken, Ansprachen, Feierlichkeiten oder einer

geschichtlichen Erläuterung, verlief in Coburg ein historisches Datum. Vom

24. Mai 1217 nämlich datiert eine im 15. Jahrhundert kopierte ganz besondere

Urkunde, also von vor genau 800 Jahren. Das Besondere an der Urkunde: In ihr wird

der Name „Coburg“ erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Demnach bestätigt

das Dokument wörtlich, „dass Pfarrechte an der Kirche und der gesamten Stadt

Coburg, die früher Trufalistat genannt wurde, festgelegt wurden.“ Im digitalen

Stadtgedächtnis heißt es dazu, dass, gemessen an der vierzigjährigen „Halbzeit“-

Marke kollektiver Erinnerung, der Namenswechsel in etwa zwischen 40 und 80

Jahren vor der Urkundenausfertigung stattgefunden haben dürfte, also zwischen

1140 und 1180. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Coburg der Vollständigkeit

halber allerdings schon weit früher, 1056 nämlich. Sonst hätte man ja nicht 2006

das 950jährige Stadtjubiläum feiern können.

10 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


STADTGESPRÄCH

„ENTRECHTET“

Auf regionalen TV-Sendern wird es zukünftig wohl

weniger oder gar keine Spielberichte mehr von

den Auftritten des HSC Coburg geben dürfen. Die

nationalen Rechte nämlich liegen ab dieser Saison

bei Sky und ARD/ZDF. Diese Sender hatten sich im

Herbst letzten Jahres neben der Handball-Bundesliga

auch die Rechte an der zweiten Handball-Bundesliga

und dem DHB-Pokal gesichert. Der Vertrag läuft

für sechs Jahre. Bisher lagen die Rechte bei Sport 1.

Regionalen Sendern war es dabei bisher auch in

der DKB-Handball-Bundesliga unter gewissen

Voraussetzungen gestattet, zusammenfassende

Spielberichte zu produzieren. Auch gelegentliche

Liveübertragungen per Stream oder TV waren

möglich. Das könnte schon bald der Vergangenheit

angehören. Damit erleidet der Handballsport dasselbe

Schicksal wie Basketball. Seit die Deutsche Telekom

im Besitz der Rechte an der Basketball-Bundesliga

ist, finden die Spiele z.B. auch des mehrfachen

Deutschen Meisters Brose Bamberg unter Ausschluss

der regionalen Fernsehöffentlichkeit statt. Im

Unterschied zum Handball dürfen von Spielen der

zweiten Basketball-Bundesliga, zum Beispiel von

Spielen des BBC Coburg, noch Bewegtbilder gezeigt

werden.

Die Wahrheit liegt

am Strand.

4 Kilo weniger Fett

in 4 Wochen.

AUCH DAS NOCH

Die Region stellt sich geschlossen gegen neue

Stromtrassen durchs Coburger Land. Landrat

Michael Busch und alle Bürgermeister aus

dem Landkreis treffen sich zum gemeinsamen

Startschuss einer neuen Protestwelle. Die Stadt

Coburg ist auch dabei: Sie wird allerdings

vertreten von einer Mitarbeiterin der Stadt: Bianca

Haischberger, der persönlichen Mitarbeiterin des

Oberbürgermeisters.

Verabschiedung von Bodo Busse im Landestheater.

Über vier Stunden Gala. In der Pause spricht

ein Herr den Verfasser dieser Zeilen an, ob er

denn schon satt sei. Dieser entgegnet verwundert,

wie er das meine? Ja, sagt der Herr, weil er (der

Verfasser) ununterbrochen auf einem Kaugummi

herumkaue und weil er (der Herr) das ganz furchtbar

finde. Der Verfasser entgegnet erstaunt, ob der

Herr ihn wohl beobachte und er ergänzt, dass er

ihn enttäuschen müsse, er habe noch Hunger.

Tambacher Sommer. Zahlreiche Auftritte von

namhaften Künstlern vor Schloss Tambach. Ein

musikalisches Heimspiel für den Coburger Landrat

Michael Busch, Schirmherr der Veranstaltung. In

diesem Jahr aber mit leichten Dissonanzen: Im

Gegensatz zu früher hätte er nämlich nur noch

begrüßen dürfen, nicht aber die Künstler ansagen.

Das wollte er dann auch nicht und mischte sich

dagegen lieber nur als Gast unters Publikum.

Schnell.

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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 11


DER HOFBERICHT

FOTOS WEILER: HAGEN LEHMANN

FOTOS BUSSE: HENNING ROSENBUSCH

Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist

Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die

Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner

Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das

Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir

HOFBERICHT

vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und

was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In

unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Verabschiedung von

Dr. Wolfgang Weiler als Vorstandssprecher der HUK-Coburg und

von Bodo Busse als Intendant des Landestheaters Coburg.

Festlicher Rahmen für Weiler-Verabschiedung: Der Riesensaal von Schloss Ehrenburg

Verleihung der Bürgermedaille an Dr. Wolfgang Weiler (links) mit den

Bürgermeistern Dr. Birgit Weber und Thomas Nowak und OB Norbert Tessmer

HUK-COBURG Personalvorstand Sarah Rössler und

IHK-Präsident Friedrich Herdan

Klaus-Jürgen Heitmann, neuer HUK-COBURG Vorstandssprecher

mit Dr. Mathias Kleuker, E+S und Herbert K. Haas, Talanx

Rainer Neckermann, HUK-COBURG Vorstand, Bernd Hingkeldey, Abteilungsleiter HUK-

COBURG, Prof. Dr. Petra Gruner, Hochschule Coburg, Anne-Brit Söllner, HUK-COBURG

12 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DER HOFBERICHT

English Crafted

Cider,

Perry,

Brandy

& Likör

Bodo Busse meets Dorian Gray

Alt-OB Norbert Kastner mit Frau Konstanze Gefeller

und Prof. Johannes Brachmann

Schauspieldirektor Matthias Straub mit Schauspieler Benjamin Hübner

Traditionell hergestellter

englischer Cider,

Perry (Birnenwein),

Cider-Brandy und Likör

mit einer einzigartig

britischen Seele.

Cidertasting nach

Vereinbarung.

Thomas Apfel von Radio EINS, Claudia Dietz mit Mann, dem Koordinator

Stadtmarketing Michael Böhm

OB Norbert Tessmer mit der Mutter von Bodo Busse

BEST ENGLISH CIDER

Zwei „Ausscheider“: Ex-VR-Bank-Vorstand Wolfgang Gremmelmaier

im Gespräch mit Bodo Busse

Bodo Busse mit Theaterkreis-Vorsitzendem Gerhard Amend und Alexa Hahn,

1. Vorsitzende Balletfreunde Coburg

Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80,

Mobil 0171-9234203 . Öffnungszeiten:

Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr

www.ciderhof.de

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 13


14 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


NIE WIEDER!

VON BENEDIKT DELLERT

Die Sommerferien stehen vor der

Tür und mit ihnen geht es für Millionen

von Deutschen in den wohlverdienten

Urlaub. Im besten Fall

gibt man schnell sein Gepäck auf,

steigt zügig in den Flieger ein, landet

im Urlaubsparadies und verbringt

dort wunderbare Tage. Es

kann aber auch anders kommen …

WENN'S MAL WIEDER

LÄNGER DAUERT

Verspätung oder gar ein gecancelter Flug, wenn vor

dem eigentlichen Urlaub, der Weg dort hin zum

Albtraum wird, ist die Urlaubslaune schnell zerstört.

Das mussten auch vor einigen Tagen die Passagiere

der Airline erfahren, deren Flug von Frankfurt in

das Urlaubsparadies Kuba erst dreimal um je zwei

Stunden verschoben wurde und dann doch nicht

am geplanten Abflugtag abhob. Der Flug wurde am

Abend ohne Angaben von Gründen gecancelt, und

die Passagiere waren gezwungen sich entweder ein

Hotel zu suchen oder im Flughafen zu nächtigen.

Nach einer Nacht in Frankfurt sollte es endlich mit

einem weiteren Ersatzflug, nach Kuba gehen. Doch

es folgte wieder die Enttäuschung! Auch dieser Flug

wurde annulliert. Die Passagiere mussten noch weiter

zwölf Stunden warten. Erst am späten Abend hob der

Flieger ab in Richtung Kuba. Die Airline entschuldigt

sich ausdrücklich für die Unannehmlichkeiten. Ob

die Entschuldigung den Urlaubern reicht, ist aber

mehr als fraglich.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 15


Badelandschaft: Coburgs B

eintauchen, Spaß haben, genießen

WENN DER URLAUB ZUM FIASKO WIRD

URLAUBER DA – GEPÄCK VERSCHOLLEN

Ein weiteres Horrorszenario kann einem den Urlaub vermiesen obwohl er noch

nicht einmal richtig begonnen hat. Frisch im Urlaubsparadies gelandet eilt man

voller Vorfreude zur Gepäckausgabe, um den vollgepackten Koffer abzuholen.

Man wartet und wartet– und am Ende kommen viele Koffer, aber vom eigenen

Koffer fehlt jede Spur. Da kommt sicherlich keine Freude auf. So in etwa muss

sich auch ein deutscher Backpacker gefühlt haben, der eine vierwöchige Reise

durch Südostasien geplant hat und am Ende mehr als 48 Stunden am Flughafen

in Bangkok auf seinen Rucksack warten musste. Das ist dann mal ein super Start

in den Urlaub, wenn man quasi alles was man braucht auf einmal nicht mehr hat

und seine Route wegen der verstrichenen Zeit noch einmal neu durchplanen

muss. Dass ein solcher Gepäckverlust nicht gerade selten ist, zeigt eine Statistik

der auf Luftfahrtdaten spezialisierte Organisation SITA: Je 1000 Passagiere gehen

fast 12 Gepäckstücke verloren, in Summe sind das mehr als 25 Millionen Koffer

weltweit pro Jahr. Die gute Nachricht ist, nach etwas mehr als zwei Tagen hatte

der Backpacker seinen Rucksack wieder, der beim Zwischenstopp in Dubai wohl

vom Förderband fiel.

WO IST EIGENTLICH UNSER KOFFER?

Vorbeugen ist in diesem Fall sehr schwierig. Wichtig ist: Den Koffer zu

beschriften, im Koffer noch einmal die Handynummer nennen und bloß nicht den

Gepäckzettel vom Check-In verlieren. Von Vorteil können auch Direktflüge sein,

denn mehr als die Hälfte der Kofferverluste passieren bei Zwischenlandungen. Oft

werden die Koffer auf das falsche Förderband oder Gepäckwagen geschmissen

und reisen irgendwo ins Nirgendwo. Ein weiterer häufig vorkommender Fehler:

Die eingecheckten Gegenstände verlassen erst gar nicht den Abreiseflughafen um

die Reise mit seinen Besitzer anzutreten. Auch möglich sind die Klassiker Koffer-

Verwechslungen und Fehler beim Check-In. Die gute Nachricht für alle, die mit

angstbedingten Schweißperlen auf den Kopf an der Gepäckausgabe warten:

Fast alle verschollenen Koffer tauchen wieder auf. Nur 3,4 Prozent der Koffer

und Taschen, die verloren gingen, finden nicht mehr zu ihrem Eigentümer. Die

schlechte Nachricht: Man muss die Zeit ohne Koffer irgendwie überbrücken.

Manche Airlines bieten bei Verlust an sich mit dem Nötigsten auf deren Kosten

einzudecken. Wie das genau aussieht, entscheiden die Flugklasse und der

Flugpreis. Wenig zu erwarten haben somit die Passagiere, die in der Bananenklasse

der Billigairline unterwegs sind. Für die Hilft nur eines Toi, Toi, Toi!

IRGENDWIE SAH DAS IM PROSPEKT DOCH ANDERS AUS

Neben einem verspäteten Flug und dem verlorenen Koffer kann auch das Hotel

zum Albtraum für den Urlauber werden. Strahlend blauer Pool, weißer Sandstrand

und eine moderne Hotelanlage mit tollem Ambiente. Die Anzeigen von Hotels

in Reisekatalogen, Internet und im TV sind eigentlich immer vielversprechend,

was einen dann aber wirklich erwartet, bekommt man oft erst vor Ort präsentiert.

Wenn der Pool aussieht wie ein gekippter Weiher, vom Strand vor lauter Müll

der Sand kaum zu sehen oder das Zimmer einfach nur dreckig ist, wird aus dem

geplanten Traumurlaub schnell ein Albtraum. Um entschädigt zu werden ist

vor allem schnelles Handeln gefragt. Aber nicht jede Abweichung der eigenen

Vorstellung stellt auch tatsächlich einen Mangel dar. Wer etwa auf Sandmücken

am Strand trifft, kann nicht damit rechnen, eine Entschädigung zu bekommen. Die

Insekten sind meist ortsüblich und daher als Unannehmlichkeit zu akzeptieren.

Auch kann man keine Rückerstattung erwarten, wenn das Hotelpersonal im

Ausland kein Deutsch spricht. Wer vor hat zu Reklamieren, muss Beweise sichern,

am besten geeignet sind hier Fotos des Mangels machen, und sich die Namen von

ebenfalls betroffenen Mitreisenden geben lassen.

Rosenauer Straße 32, 96450 Coburg

Tel. 09561 749-1640, www.aquaria-coburg.de

16 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Gesponserter Beitrag

CHECKUP VOR DEM URLAUB

Sonne, Strand, Berge, Seen, Erholung. Ein paar Tage lang, ein, zwei, vielleicht

sogar drei Wochen keinen Alltag, keinen Stress. Sich verwöhnen lassen,

baden, wandern, einmal richtig Zeit für die Familie haben, andere Kulturen

kennenlernen. Die Erwartungen an den Urlaub sind groß. Er soll die schönste

Zeit des Jahres werden, die Vorfreude trägt durch die Wochen davor. Das

Planen, das Packen sind liebgewordene Gewohnheiten. Doch dann wird aus dem

Traumurlaub ein Albtraum. Weil alles schiefgeht, weil die Wirklichkeit mit den

Versprechungen nicht mithalten kann, weil etwas passiert. Was ist dann zu tun?

Informationen dazu von Lutz Lindner, der bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in

Coburg auf Reiserecht spezialisiert ist.

SICHER ANS ZIEL

Wenn im Urlaub etwas schiefgeht, dann meistens schon bei der Anreise, weiß

Lindner aus jahrelanger Erfahrung in der Kanzlei. Ein Stau durch einen Unfall,

eine Totalsperrung, es geht nicht vorwärts, stundenlang. Der Flieger ist schon

lange weg, der Urlaub noch viel weiter. Wenn so etwas passiert, hat man „Pech

gehabt“, drückt es Lindner aus. Probleme bei der Anreise, defektes Auto, Stau, „das

wird als normales Lebensrisiko gewertet.“ Chancen auf Entschädigung hat man

dagegen bei der Anreise mit dem Zug. Bei mindestens einstündiger Verspätung

heißt es nämlich: Schadensersatz von der Bahn. Wenn man beim Reiseveranstalter

die Option Rail&Fly gebucht hat, der Zug sich aber verspätet und man dadurch

den Flug verpasst, haftet der Reiseveranstalter - aber nur unter der Voraussetzung,

dass man als Reisender nicht den letztmöglichen Zug genommen hat.

Am Flughafen drohen die nächsten Pannen: Ein Flug wird gestrichen oder hat

mehr als drei Stunden Verspätung oder man verpasst einen Anschlussflug. In

solchen Fällen gibt es bis zu 600 Euro pro Person pauschalen Schadensersatz,

abhängig vom Land des Start- und Zielortes und vom Sitz der Fluglinie. Auch

Kosten für eine notwendige Hotelübernachtung, den Rücktransport oder sogar

Verdienstausfall können ersetzt werden. Die Fluglinie haftet allerdings nicht

bei höherer Gewalt, wie wenn Umweltkatastrophen oder auch ein einfacher

Vogelschwarm den Flieger außer Gefecht gesetzt haben, und vor allem wenn man

Kontakt zur Fluglinie aufnehmen und nach einem Gang vor Gericht ein Urteil

auch vollstrecken kann.

„Es gibt auch Fluggesellschaften, da ist schon die Kontaktaufnahme äußerst

schwierig“, weiß Lutz Lindner. Er empfiehlt daher seriöse Unternehmen, die

Interesse an guten Lösungen und einem entsprechenden Image haben. Deutsche

Fluggesellschaften seien außerdem von Vorteil, weil man schlichtweg einfacher

und in der eigenen Sprache kommunizieren kann. Aber auch das ist noch keine

Garantie, dass man zu seinem Recht kommt. Wenn das alles nichts nutzt, hilft

vielleicht noch die „Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr in

Berlin“. Oder am Ende natürlich auch der Gang vor Gericht.

MÄNGEL GLEICH MELDEN

In fast allen Fällen aber kommen Urlauber gut und auch pünktlich am Ziel der

Träume an. Das aber kann sich dann aber eben auch als absoluter Albtraum

herausstellen. Ein Klassiker sind Mängel beim Hotel. Die Betten sind zu kurz,

die Zimmer zu klein, der Pool ist kalt, das Essen auch. Und überhaupt sieht die

Unterkunft ganz anders aus als angekündigt. Wichtig ist es in einem solchen Fall,

„sofort die Reiseleitung oder den Reiseveranstalter zu informieren.“ Der bekommt

dadurch die Möglichkeit, zu reagieren und den Mangel abzustellen. Und er ist

auch derjenige, der haftet, wenn ein Mangel nicht abgestellt wird. „Wenn ich nicht

ordnungsgemäß beim Reiseveranstalter rüge, habe ich später keine Chance auf

Minderung des Reisepreises.“ Außerdem muss der Urlauber den Mangel ausgiebig

dokumentieren, Fotos oder Filme machen, ein Tagebuch führen. „Und wenn es

ganz unerträglich ist, muss man sagen, ich reise ab, ich kündige den Reisevertrag.“

So oder so geht es nach dem Urlaub darum, sich gleich um sein Geld zu kümmern:

Nach einem Monat nämlich erlöschen Ansprüche gegen den Veranstalter. Doch

wenn das Hotel wie in den meisten Fällen alle Wünsche erfüllt, dann kann einem

eigentlich nicht mehr viel die schönste Zeit des Jahres vermiesen: Krankheiten

oder Unfälle beispielsweise. Die machen natürlich auch vor Urlaubern nicht halt.

„Da sollte jeder Reisende vorher gucken, ob er eine Auslandskrankenversicherung

hat und vor allem was diese abdeckt.“ Oft nämlich beinhaltet die Versicherung nur

einen Transport bis zum nächsten Klinikum und eben nicht den Flug nach Hause.

Und bei besonderen Aktivitäten wie zum Beispiel Bergwandern muss außerdem

eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden, die Rettung von einem Berggipfel

nämlich kann sonst leicht einen fünfstelligen Betrag kosten.

Wenn man das aber alles vorher abgecheckt hat, steht einem sorgenfreien Urlaub

auch für den Fall des Falles nichts mehr im Wege. Schöne Ferien.

Lutz Lindner ist Fachanwalt für Arbeits- und Verkehrsrecht

in der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg. In seinen

Bereich fällt unter anderem der Bereich Reiserecht.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 17


„Sehnsuchtsort Staffelberg“ – Yves Alloing

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24 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


von Wolfgang Weiß,

Klimaschutzbeauftragter

der Stadt Coburg.

Ein Glosse mit sehr ernsthaftem

Hintergrund – und vielen Chancen für die

Zukunft Coburgs. Textlich verpackt und

ausgeschmückt von Wolfram Hegen.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 25


PRIMA KLIMA

Es gibt Tage, die gibt es nicht. Es ist so einer dieser Tage, und ich weiß ja, dass es ihn

nicht wirklich gibt, aber manchmal träume ich in dem Wissen, dass ich träume und lasse

es geschehen. Also schließe ich wieder die Augen und trete fleißig weiter in die Pedale

meines Fahrrades, sanft vor mich hinatmend, nur kleine wässrige Moleküle, zu wenig,

um sich zu einem Schweisstropfen zusammenrotten zu können, benetzen meine Haut,

und das, obwohl ich als Route vom Stadtrand zu meinem innerstädtischen Arbeitsplatz

nicht die durchaus mögliche ebene Strecke wähle, sondern einen kleinen Schlenker

über den Festungsberg mache (wobei es sich im Traum nicht erschließt, ob dort noch

Flugzeuge stehen, schade, das hätte mir der Traum auch noch verraten können), mein

Pedelec macht es möglich, das dritte mittlerweile, seit 15 Jahren besitze ich schon

eines, wir müssen also etwa das Jahr 2030 schreiben, ich bin an die 70, arbeite noch,

aber tue das wohl auch gerne, fühle mich zumindest im Traum auch fit, wahrscheinlich

dank der vielen Bewegung, der sauberen Luft und des guten fränkischen Essens, das

trotz einer gerade hereinbrechenden Tiefschlafphase ein leichtes Ziehen meiner

Geschmacksnerven verursacht.

DIE NEUE FLOCKEN-STIFTUNG

Die Sonne blitzt durch die Bäume im Hofgarten,

dessen frühmorgendlichen Duft ich tief einsauge

und an dessen Rand ich auf der vor zwei Jahren

fertiggestellten Hofgarten-Güterbahnhof-Elektro-

Tangente ins Tal brause wie es auch viele andere

tun, auch kleine sanft vor sich hinmurmelnde im

5-Minuten-Takt verkehrende Stadtbusse, endlich

hat man auch in Kleinstädten verstanden, dass der

öffentliche Personennahverkehr attraktiv sein muss,

um zu funktionieren. Ich treffe Kinder auf eigenen

besonders markierten Fahrspuren auf dem Weg zu

Schule, Sport, Theater oder Ballett. Auch einige

Fahrzeuge der elektrobasierten Carsharingflotten

mischen sich unter uns. Viele dieser Unternehmen

haben sich in Coburg niedergelassen, seit die Stadt

europäische E-City ist in Gedenken an den Erfinder

der Elektromobilität, den Coburger Andreas

Flocken. Die nach ihm benannte Flocken-Stiftung,

an der ich gerade vorbeisumme, stellt viel Geld

für die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien

zur Verfügung. Das erklärt auch die vielen neuen

Solaranlagen entlang des Wegs, auf vielen Dächern

und Häusern, die in den letzten Jahren entstanden

sind und die Coburg quasi unabhängig machen. Es

erfüllt mich schon ein wenig mit Stolz, auch weil – so

modern aufgestellt - die neue Coburger Stadtführung

die aktuell laufende Bayerische Landesausstellung

zum Thema „Fitter, schlauer, Elektrofahrer – “ nach

Coburg holen konnte. Viele Tausend Besucher

haben den jetzt im Stundentakt verkehrenden ICE

zur Anreise genutzt, andere die Ausstellung virtuell

besucht, eine mittlerweile gängige Alternative.

BIO IST BILLIGER

Störend ist nur der noch nicht beseitigte SUV-

Schrottplatz neben dem Ausstellungsgelände,

obwohl er eigentlich als Symbol einer abgewrackten

Altindustrie gut in das Ausstellungskonzept passen

würde, schmunzle ich noch vor mich hin, als es röhrt

und stinkt. Mein Gedankenstrom ist unterbrochen.

Vor mir schiebt sich ein alter Benziner auf die

Tangente. Wenn das mal gutgeht, denke ich bei

mir, ohne allerdings mit dem Fahrer so etwas wie

Mitgefühl zu entwickeln, schon seit vier Jahren

nämlich bekommen Verbrennungsmotoren keine

Zulassung mehr für die Innenstädte in Deutschland.

Lange genug waren sie privilegiert, steigt der langsam

verblassende Zorn früherer Jahre wieder auf, wurden

sie am Tropf innerstädtischer Parkplätze künstlich

am Leben gehalten ähnlich wie die steuerfinanzierte

Sterbebegleitung für Kohle- oder Atomstrom. Wozu

Innenstädte im Namen des Einzelhandels durch

Parksuchverkehr, Gestank und Lärm noch unwerter

machen, wenn doch gerade ihre Attraktivität,

Ästhetik, Ruhe und Schönheit, also ihre Qualität es

ist, die Menschen an kleineren Städten so schätzen,

beginne ich in altem Frust zu versinken, als die

Durchquerung des Stadtkerns mein Gemüt wieder

beruhigt: Der Marktplatz ist nicht nur Knotenpunkt

der Hofgarten-Güterbahnhof- mit der Lauterer-

Höhe-Brose-City-Tangente, sondern der pulsierende

Mittelpunkt der Stadt. Seit einigen Jahren hat sich

der Trend zu regionalen Lebensmitteln derartig

verstärkt, dass kaum ein Hersteller aus der Region

um das nahezu tägliche Gastspiel in der Innenstadt

herumkommt.

NIX MEHR AUF DEN MÜLL

Mit dem Pedelec, elektrischen Carsharinganbietern

oder den elektrischen Pendelbussen ist man schnell

dort und wieder weg. Seit Plastikverpackungen

so hoch besteuert werden, dass jedes

liebevoll gepflegte Biorind billiger ist als ein

eingeschweisstes Schweinenackensteak, hat sich

der Lebensmittelmarkt gedreht. Jetzt wird noch

regionaler gegessen, genussvoller, gesünder, und am

Ende sogar noch billiger. Weil nämlich nicht mehr

die Hälfte aller Lebensmittel am Ende auf dem Müll

landet wie noch 2017. Weil das Essen gehaltvoller

und nahrhafter ist. Und es braucht kaum mehr ein

Haushalt einen zweiten oder dritten Kühl- oder sogar

noch Tiefkühlschrank. Und es benötigt weniger

Transporte quer durch Europa, auch wenn die durch

autonom fahrende Elektrolastwagen jetzt für mich

erträglicher geworden sind. Und außerdem ist in der

Stadt jetzt mehr Platz für Außengastronomie, kleine

Veranstaltungen, Straßenmusik. Und überhaupt … Ich

wälze mich nach rechts, dann wieder nach links, das

Wissen darum, dass es sich um einen Traum handelt,

dessen Verwirklichung unmöglich erscheint, aber mit

heutigen Wissen und heutigen Technologien möglich

ist, lässt mich unruhig werden, hin- und hergerissen

zwischen dem Wunsch, den Traum weiter geschehen

und Glücksgefühle sprießen zu lassen, und dem

Impetus, aufzustehen und anzupacken, damit er

vielleicht in Teilen einmal Wirklichkeit wird. Es ist ja

auch nicht so, dussle ich so langsam wieder ein, mich

mittlerweile auf dem Weg in Richtung Frankenbrücke

befindend, dass nichts erreicht worden ist.

26 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DIE CHANCEN FÜR DIE ZUKUNFT COBURGS

Seit 2009 gibt es in Coburg

ein integriertes Klimaschutzkonzept.

EUROPÄISCHES MODELL

Ich träume mich zurück ins Jahr des Traumes, als in Coburg die

Dreifachsporthalle an der Karchestraße eingeweiht worden ist, mit

Passivhausstandard, gebaut fast nach den Kriterien der kompletten

Wiederverwertbarkeit aller genutzten Materialien. Das war innovativ.

Die Liegenschaften der Stadt selbst waren auf einem guten Weg,

Energieverbräuche sind reduziert worden. „Es geht doch“ höre ich

mich im Traum laut in mein Kissen raunen, als ich auf das frühere

Güterbahnhofgelände fahre, eines der ersten Cradle-to-Cradlezertifizierten

Entwicklungsgebiete Europas, Modellprojekt, autofrei,

über Kontaktschleifen steuern kleine futuristische Kabinen wie von

Geisterhand ihre Ziele an, architektonisch aufregende nachhaltige

Gebäude für Institute, Forschungseinrichtungen, Existenzgründer,

die sich seit zehn Jahren vom Innovationsgeist und Mut dieser kleinen

Stadt haben anlocken lassen. Glücklicherweise, mischt sich der

fantastische Traum mit dem Wissen um die aktuelle Realität, hat man

sich damals nicht vom Theaterumbau von diesem noch wichtigeren

Zukunftsthema ablenken lassen. Und glücklicherweise sind nach und

nach alteingesessene Unternehmen auf den Zug aufgesprungen, sind

dem 2016 noch gescheiterten Energieeffizienznetzwerk beigetreten

und haben sich auf neue Pfade begeben, die sie heute, fast fünfzehn

Jahre später, nie mehr verlassen würden, die sie wettbewerbsfähiger,

moderner, attraktiver für Fachkräfte gemacht haben.

ENDLICH AUFWACHEN

Ich schließe mein Pedelec an einer Stromtankstelle an und gehe ins

Büro, dessen verglaste Solarmodulaußenfassade in der Morgensonne

leuchtet. Das musste jetzt noch sein, jetzt erlaube ich mir das

Aufwachen.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

DIE STADT COBURG

… ist seit 1993 Mitglied im Klimabündnis

europäischer Städte. Der Antrag

damals ging einstimmig durch den

Stadtrat. Ziel des Klimabündnisses

ist es unter anderem, die Treibhausgasemissionen

kontinuierlich zu

vermindern und den Kohlendioxidausstoß

alle fünf Jahre um zehn

Prozent zu reduzieren. Die Halbierung

der Pro-Kopf-Emissionen, bezogen auf

das Basisjahr 1990, soll bis spätestens

2030 erreicht werden.

1990 emittierte jede Person in Coburg knapp

11 Tonnen Treibhausgase. Aus 11 Tonnen

sollen also 5,5 Tonnen werden. Aktuell sind es

10 Tonnen. Aktuell findet 98% der Mobilität

in Coburg mit Verbrennungsmotoren statt,

nur 2% mit Elektromotoren.

Weltweit verbrauchen 20% der

Menschheit 80% aller Ressourcen.

Wolfgang Weiß,

Klimaschutzbeauftragter

der Stadt Coburg

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 27


SONDERTHEMA HEIMAT

VON WOLFRAM HEGEN

Geschichten, Hintergründe, Fakten

zum deutschen Begriff „Heimat“

auf den nächsten Seiten.

28 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INTERVIEWS, FAKTEN, STORIES

Ist es Die H?

Ein Songtext von Wolfram Hegen

frei nach „Die Da“ von den Fantastischen Vier

Hallo Heimat Hallo, alles klar?

Naja. Wir sind jetzt in Europa, trotzdem bist Du wieder da

Und ich muss dir jetzt erzählen, wie Du auferstanden bist

Ich sehe das zwar skeptisch, aber bleibe Optimist.

Äh, Moment, was geht? Hoffentlich sag ich`s nicht zu spät

Aha In den letzten Jahren hast Du uns den Kopf verdreht.

Wir wollten Dich vergessen, viele sind durch Dich gefallen,

12 Jahre lang hieß Heimat ja nur Menschen abzuknallen

Dann standst Du halt so rum, bliebst unerkannt erhalten

Der Globus aber macht uns Angst, das ändert das Verhalten,

Wir haben dann an Dich gedacht, Dich heimgeholt und angemacht,

Haben uns oft getroffen und viele Jahre lang zusammen verbracht

Wir gingen oft zum Fußball, waren schnell wieder per Du

Und hast Du mich denn gefragt? Hey, gehört ja wohl dazu

Du bist auch interessant, Du nimmst uns an die Hand

Das ist ja das Problem, alle finden Dich charmant

Hey war ich die da, die um Einlass bat?

Oder wart Ihr es, mit Euerm Weltapparat?

Bin ich die da, die man gern ertragen kann, Mann?

Ja Mann, Du bist die Heimat, die Heimat liebt man ja.

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es der da, das da, dort da, oder H da?

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es die da? Ja, die Heimat liebt man ja.

Jetzt freu Dich doch mal Bürger, toi toi toi

Du kannst dir sicher sein, ich bleibe Dir auch treu

Ich selber bin es ja, und falls es dich interessiert

Beschreib ich das Gefühl, das wirklich nur durch mich grassiert.

Ich war alleine, und ich trink ein halbes Bier und steh,

als ich nen einsamen Typen in der Lederhosen stehen seh

Da stell ich mich dazu, hab ihm gesagt was ihm gefällt

Na ja, ich gebe zu, das war Fußball, Stolz und Geld

Er wird mich richtig spüren, Kanapee schön schlicht

Und macht er denn dann den Haushalt? Natürlich nicht

Und dann sagte er zu mir, dass wir jetzt zueinander stehen

Und seitdem weiß ich genau, es ist um ihn geschehen.

Hey war ich die da, die um Einlass bat?

Oder wart Ihr es, mit Euerm Weltapparat?

Bin ich die da, die man gern ertragen kann, Mann?

Ja Mann, Du bist die Heimat, die Heimat liebt man ja.

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es der da, das da, dort da, oder H da?

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es die da? Ja, die Heimat liebt man ja.

Tja, Heimat Tja Das ist ja schon sehr heilsam

Was Du mir so erzählst, damit bin ich nicht gemeinsam

Bitte stehe doch zu mir…äh ich hab mir vorgenommen

Möglichst bald nach ganz Europa zu kommen

Kein Spaß dabei! Wieso? Du gibst mir schön zu denken

Wegen Dir werd ich mir doch das Rückgrat nicht verrenken

Was soll denn das? Ist das jetzt der Dank?

Denn bisher ham wir doch jetzt kaum mal einen großen Zank

Hey, damals kamst Du doch auch so ganz harmlos an mich an

Und jetzt ham wir ja gesehen, wie das wirklich enden kann.

Ich aber bleib frei im Kopf und will Dich so nicht da

Äh, Moment mal Bürger, ich bin Dir doch so nah

Wo? Ich bin die da, die Dir zur Seite steht

Was? Die will ich nicht, die sich gerne mal überhebt.

Was? Wie dann? Nicht als Muss sondern als Kann?

Ja Mann, Du bist die Heimat, die Heimat liebt man ja.

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es der da, das da, dort da, oder H da?

Ist es der da, das da, dort da, die H, die?

Ist es die da? Ja, die Heimat liebt man ja.

Und alles lief wie geschmiert – er fühlt sich jetzt geborgen

Wir vergessen schnell das Gestern und freuen uns auf Morgen

Ich werde ihm den Schwarzwald zeigen, gerne auch mal Hessen

Wir werden speisen unter Geigen, Schweinebraten essen

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 29


VON WOLFRAM HEGEN

FOTO: SEBASTIAN RÜGER

HEIMAT IST KEINE IDYLLE.

Warum es in Coburg kein Stadtmuseum gibt.

Ein bewegte Geschichte entlang an Bruchlinien und mit Brüchen. Eine sächsische,

europäische, fränkische, bayerische Geschichte. Dunkle Kapitel neben strahlenden

Abschnitten. Und vor allem über 22.000 Exponate aus fast 1000 Jahren Coburg.

Doch die liegen unterirdisch begraben, der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein

Stadtmuseum nämlich gibt es nicht. Besser: Gibt es schon lange nicht mehr. Besser:

Gibt es noch nicht. Vielleicht: Gibt es nie?

Eine Spurensuche mit Stellungnahmen von Rupert Appeltshauser, dem 1.

Vorsitzenden und Andreas Lindemann, dem 2. Vorsitzenden der Initiative

Stadtmuseum, die sich seit über 20 Jahren für ein Stadtmuseum engagiert.

30 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INTERVIEWS, FAKTEN, STORIES

Bilder Copyright

Foto: Tamara Härty

Über 20.000 Exponate: Das Depot der städtischen Sammlungen.

„Was uns wirklich stört, ist die

mangelhafte Unterstützung der Stadtspitze.“

ZUR COBURGER GESCHICHTE:

Coburg ist wahnsinnig spannend und exemplarisch für die vielen Brüche der

Geschichte, für die Pole zwischen autokratischer Macht und Demokratie,

zwischen denen sich Geschichte bewegt. Coburg zur Zeit der Reformation

an der Nahtstelle von protestantischem Norden und katholischem Süden,

Coburg als Residenzstadt mit Verbindungen in viele Königshäuser in ganz

Europa, Coburg als Ort der Nationalbewegung und des Liberalismus, Coburg

als Hochburg des Nationalsozialismus, Coburg als Ort am eisernen Vorhang

zwischen Ost und West. Es bildet sich jede Epoche exemplarisch ab in

Coburg. Coburg war aber auch immer wieder Ort technischer Innovationen,

demokratischen und sozialen Fortschritts. Flocken als Wegbereiter der

Elektromobilität, die erste Arbeiterzeitung, das ehemalige Volksbad

als erstes Zeichen einer neuen Sozialkultur, das Postgebäude als Stück

moderne Architektur gegen die Engstirnigkeit der Nazis. An vielen Orten

im Stadtgebiet sehen wir Zeugnisse dieser bewegten Geschichte. Und diese

dokumentiert sich vor allem auch in vielen Archiven, Privatsammlungen,

anderen Beständen und vor allem in den 22000 Objekten im Depot der

Städtischen Sammlungen. Das alles liegt jetzt seit vielen Jahrzehnten brach.

ZU COBURGS SICHT AUF DIE GESCHICHTE:

In Coburg hat man gerne eine dynastische Sicht auf die Geschichte, weniger

aus dem Blickwinkel einer demokratischen Geschichtskultur. Dass man sich

gerne mit dem Krönchen zeigt, verengt und überstrahlt die ganze Geschichte.

Wir haben fast ein bisschen die Angst vor dem 200. Geburtstag von Prinz

Albert und Queen Victoria im Jahr 2019, dass das zu sehr in eine Richtung

geht, dass die dynastische Geschichte zum Mythos wird. Ich würde auch

gerne Albert und die Bildung, Albert und den Liberalismus, Albert und die

Weltausstellung aufbereitet sehen und nicht nur die Liebesbeziehung. Im

Übrigen könnte man da auch einmal die Abgründe der Beziehung zeigen,

das gehört auch dazu. Aber natürlich ist es völlig in Ordnung, wenn Coburg

diesen Teil der Geschichte nutzt, um Werbung für sich zu machen, um

Touristen in die Stadt zu holen.

ZUR BEDEUTUNG VON GESCHICHTE:

Geschichte ist eine Frage der eigenen Identität und auch der kollektiven

Identität. Man kann sich nur als Individuum orientieren an dem, was gegeben

ist, deswegen muss man das kennen. Geschichte ist also eine wichtige

Voraussetzung der eigenen Identität und nicht nur dazu da, um aus ihr zu

lernen. Die Geschichte erklärt mir die Gegenwart, und nur dann kann ich

die Zukunft verstehen. Der historisch gebildete Mensch hat eine höhere

Problemlösungskompetenz, er wird autarker, weil er sich helfen kann. Das

muss doch auch das Ziel eines Museums, von Ausstellungen sein. Auch dem

aktuellen Populismus können sich nur die Bildung und die demokratische

Kultur entgegenstellen.

ZUR INITIATIVE STADTMUSEUM:

Es gab von 1905 bis 1943 schon einmal ein Städtisches Museum, die

Nazis machten 1931 daraus ein Heimatmuseum, allerdings alles nur ganz

provisorisch im Rathaus. Danach waren die städtischen Sammlungen

jahrzehntelang in irgendwelchen Räumen gelagert, waren fast schon

verwahrlost. Es gab mal Bestrebungen, in der Herrngasse gemeinsam mit

dem Kunstverein eine Heimatmuseum einzurichten, aber das scheiterte. In

den 1990ern entstand dann eben das Bedürfnis, das zu ändern, so entstand

die Initiative Stadtmuseum. Es kann ja nicht sein, dass wir ein derartiges

Kulturgut, viele Objekte, Coburger Kunst, eine große Porzellansammlung,

dass wir alles das irgendwo unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegsperren

und der Vernachlässigung preisgeben. Das wollten wir verhindern.

„Dass man sich gerne mit dem Krönchen zeigt,

verengt und überstrahlt die ganze Geschichte.“

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 31


SONDERTHEMA HEIMAT

ZUR IDEE EINES STADTMUSEUMS:

Das ist ein Trauerspiel. Ursprünglich sollte es ja in der Steingasse untergebracht

werden, in einem eigentlich wunderschönen, aber heruntergekommenen

Barockhaus. Doch die Idee ist 2002 erst einmal am Geld gescheitert. Danach

haben wir gesagt, ok, dann probieren wir es in kleinen Schritten. Der ehemalige

Oberbürgermeister Norbert Kastner war da auch mit im Boot, unterstützte

die Idee, erst einmal anzufangen mit einer überdachten Halle zwischen

Stadtmuseum und Stadtarchiv mit einer Darstellung der Stadtgeschichte.

Das gab es eigentlich einen breiten Konsens. Doch 2004 haben wir dann

eine Ausstellung gemacht zum Thema "Voraus zur Unzeit': Coburg und

der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland". Das kam bei vielen

Personen in der Stadt nicht gut an, auch im Stadtrat. Dann haben wir uns 2005

noch einmal in einer Ausstellung mit der „Stunde Null“ auseinandergesetzt,

auch mit der Rolle des Herzogs. Auch das stieß auf Kritik. Wir als Initiative

Stadtmuseum Coburg galten plötzlich als Nestbeschmutzer, es wurde gesagt,

wir strebten nichts anderes an als ein Vergangenheitsbewältigungsmuseum,

dabei wollten wir nur zeigen, dass ein Stadtmuseum sich auch den Problemen

der Geschichte stellen, sie aufbereiten muss, Heimat ist ja keine Idylle. Der

Stadtrat hat das Projekt dann 2011 verschoben in die Zukunft. Doch bevor

man wieder darüber beraten konnte, hat man das Haus in der Steingasse

verkauft. Wir meinen, eigentlich entgegen des Stadtratsbeschlusses.

ZUM VERHÄLTNIS ZUR STADTPOLITIK:

Was uns wirklich stört, ist die mangelhafte Unterstützung der Politik, über

den 2011 vollzogenen Stillstand hinauszugehen. Die Kulturverwaltung

ist stets bereit, uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Aber auf

der Ebene darüber wird uns demonstrativ der Dialog verweigert. Wir

sind ein ehrenamtlicher Verein, der sich einsetzt, und da möchte man

drauf verzichten, man mag uns nicht. Die Stadtspitze heute hat eben ein

spezielles Verständnis von Harmonie. Und in diesem Harmoniebild nimmt

man uns als störend wahr. Auch über die Ideen wechselnder Ausstellungen

möchte die Stadt mit uns nicht sprechen. Das ist empörend. Dabei geht

es uns wirklich nur um die Aufbereitung der Geschichte. Wir sind völlig

überparteilich, unsere Mitglieder sind jeglicher Couleur, wir sind keine

Ankläger, keine Moralapostel, wir wollen nur mitgestalten in der Stadt,

aber wir haben manchmal das Gefühl, das ist nicht erwünscht, weil wir nur

Arbeit machen. Man sieht uns politischer als wir eigentlich sind. Wir sind

geschichtsinteressiert, aber nicht parteipolitisch.

ZUR ZUKUNFT EINES STADTMUSEUMS:

Wir wissen natürlich mittlerweile, dass ein großes Museum unwahrscheinlich

sein wird, daher suchen wir nach einer geeigneten Stätte für größere

wechselnde Ausstellungen. Seit einiger Zeit diskutieren wir gemeinsam mit

der Hochschule und im Rahmen des europäischen Innovationsprogramms

„MakingCulture“ eine Lösung im ehemaligen Schlachthof Coburg. Wobei

natürlich auch andere Orte wie z. B. im Sanierungsgebiet Steinweg in Frage

kommen. Man könnte mit so einem Museumsansatz auch sehr aktuelle

Themen aufgreifen, Hochkultur ist ja schön und gut, aber viele Menschen

erreicht man eher durch Ausstellungen mit aktuellen Bezügen. Dafür müsste

die Stadt einen Ort zur Verfügung stellen, müsste sich an Unterhalt und

Personal beteiligen. So ein stadtnaher Ort wäre geeignet für wechselnde

Ausstellungen, übrigens nicht nur von uns sondern z.B. auch vom

Kunstverein oder der Historischen Gesellschaft. Das stünde einer Kulturund

Bildungsstadt Coburg gut zu Gesicht. Außerdem geht es uns vor allem

auch um die Zukunft der städtischen Sammlungen. Es braucht eine sichere

Betreuung, es braucht Ankäufe und eine Ergänzung des Programms: Wenn

man jetzt nichts ankauft, ist das ein Kulturverlust der aktuellen Zeit, das wäre

nie mehr gutzumachen.

„Coburg ist wahnsinnig spannend und exemplarisch

für die vielen Brüche der Geschichte.“

Fotos: Habel / Herold

32 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INTERVIEWS, FAKTEN, STORIES

Gesponserter Beitrag

Laufen und Luther

Weitere Informationen unter www.lutherweg.de

Auf Wanderschaft in der Heimat: Koordinator Stadtmarketing Michael Böhm, Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt und Radio-EINS-Mann Thomas Apfel

Die Idee entstand als aktive Werbemaßnahme für die Bayerische

Landesaustellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“, die derzeit auf

der Veste Coburg und in der Morizkirche veranstaltet wird:

Wandern auf Luthers Spuren. Fünf Tage pilgerten Michael

Böhm und Thomas Apfel durchs Coburger Land und entdeckten

dabei viel mehr als historische Fakten.

Er verbindet Bundesländer und die Menschen, die

ihn bewandern, mit den Stätten der Reformation:

der Lutherweg – ein Pfad, der Pilger, Wanderer und

Besucher animieren soll, sich auf den Spuren von

Martin Luther und der Reformation zu bewegen

oder einfach herrliche Landschaften und kulturelle

Räume zu genießen. Das Coburger Land bietet sich

besonders in diesem Jahr für eine Wanderung auf dem

Lutherweg an, denn auf der Veste Coburg und in der

Morizkirche findet zum Abschluss der Lutherdekade

die Bayerische Landesausstellung: „Ritter, Bauern,

Lutheraner“ vom 9. Mai bis 5. November statt. Beide

Ausstellungsorte liegen direkt am Wanderpfad,

schließlich verbrachte Martin Luther 1530 fast sechs

Monate auf der Veste Coburg und predigte in der

Morizkirche.

Radio Eins - Moderator Thomas Apfel und Michael

Böhm vom Coburger Stadtmarketing haben deshalb

im Juli ihre Wanderschuhe ausgepackt, um gemeinsam

die rund 100 Kilometer auf dem Bayerischen Teil des

Lutherwegs zwischen Neustadt bei Coburg, Rödental,

Coburg, Meeder, Bad Rodach und der Heldburg

(Thüringen) zu erkunden. Prominente Unterstützung

bekamen die Beiden von Tatort-Kommissar Andreas

Leopold Schadt, der sie - als gebürtiger Franke -

begeistert auf einigen Streckenabschnitten begleitete.

„Wir haben schnell festgestellt: Wir leben hier in der

fränkischen Toskana. Uns hat vor allem die Natur im

Coburger Land sehr beeindruckt. Man läuft vorbei

an Getreidefeldern und Streuobstwiesen, Hügeln

und Tälern. Die Landschaft hat jeden Tag unser

Herz berührt“, erinnert sich Michael Böhm, der als

gebürtiger Coburger seine Heimat gut kennt, aber

auf dem Weg immer wieder von Fernsichten, Kirchen

und menschlichen Begegnungen überrascht wurde.

So genossen er und sein Wanderkollege Thomas

Apfel auf der Alexandrinenhütte tolle Aussichten

ins obere Maintal und staunten, wie gut der

Staffelberg, Kloster Banz oder Vierzehnheilgen zu

sehen waren. Immer dem weißen Quadrat mit einem

dunkelgrünen "L" samt grüner Umrandung folgend,

erkundete das Duo auch Denkmäler und Mahnstätten

wie das geschliffene Dorf Billmuthausen, an dem

Wanderer auf ihrem Weg zur Heldburg direkt auf der

Grenze zwischen Franken und Südthüringen vorbei

kommen. „Billmuthausen mit seinem Friedhof und

den Gedenktafeln hat viele Erinnerungen ausgelöst.

Die Spuren des einstigen Dorfes zu erkennen, hat

die Zeit aufleben lassen, als es die deutsch-deutsche

Grenze noch gab“, so Michael Böhm. Konzipiert

wurde der Lutherweg vor allem für Pilger und

Wanderer, die sich für reformationsgeschichtliche

Wirkungen und historische Fakten interessieren.

Auch Apfel und Böhm besuchten unterschiedliche

Kirchen und erfuhren viel über die Architektur und

geschichtlichen Hintergründe der Bauwerke.

Irritiert zeigte sich das Wanderteam von einigen

Streckenabschnitten, an denen es kaum Einkehroder

Einkaufsmöglichkeiten gab. „Es gibt Orte auf

diesem Weg, da findet man keinen Laden oder kein

geöffnetes Café. Das ist schade. Aber die Leute, die

uns auf unserer Wanderung begegnet sind, waren

sehr nett und haben uns immer wieder motiviert

und unterstützt“, so Böhm, der sich gerne an einen

Gastwirt erinnert, der trotz Ruhetag eine Runde

Bier spendierte. Der Marketingexperte würde

sich wünschen, dass noch mehr Menschen den

Lutherweg in der Region für sich entdecken, mit

all seinen Besonderheiten und einem Besuch der

Landesausstellung. „Der Weg muss erst einmal

die Coburger selbst begeistern. Das ist eine sehr

harmonische Landschaft. Man erfährt auf seiner

Reise viel Bodenständigkeit und Genuss, und kommt

beim Wandern zu sich. Wer Kultur, Spiritualität und

Achtsamkeit erleben möchte, ist hier genau richtig!“

Für Michael Böhm war die Wanderwoche trotz

hochsommerlicher, heißer Temperaturen eine

tolle Erfahrung. Die 20 bis 25 Kilometer, die pro

Tag gelaufen wurden, waren auch bei Hitze gut zu

schaffen. In Erinnerung bleiben ihm vor allem die

neuen Landschaftsperspektiven, die sich auf der Tour

immer wieder eröffneten: Kleine Dörfer, die sich

in Talsenken schmiegen, oder Felder, die mit ihren

unterschiedlichen Farben ein harmonisches Bild

zeichnen.

DER LUTHERWEG

… ist ein Gemeinschaftsprojekt von

Kirchen, Tourismusverbänden und

Kommunen. Der aufmerksame Wanderer

folgt der Beschilderung - einem weißen

Quadrat mit einem dunkelgrünen

"L" samt grüner Umrandung, das den

richtigen Weg zu den unterschiedlichsten

Orten weist, die in Verbindung mit der

Reformation stehen. Der Wanderpfad

ist grenzüberschreitend und führt auf

insgesamt rund 2500 Kilometern durch

Brandenburg, Sachsen, Sachsen Anhalt,

Hessen, Thüringen und Bayern. Er wurde

für Menschen konzipiert, die sich für

reformationsgeschichtliche Wirkungen

und historische Hintergründe zur

Reformation interessieren. Damit ist

die Strecke kein durchgehender Weg

mit einem Anfang oder Ende, sondern

ein weit verzweigtes Netzwerk, das

Brücken zwischen Menschen, Religionen,

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 Geschichte, COBURGER Kultur und | DAS Landschaft MAGAZIN baut. 33


GUT FÜR DIE REGION.

Die Sparkasse Coburg – Lichtenfels: Der Heimat verbunden.

Ihr Herz schlägt mitten in Coburg, am Marktplatz. Dort hat die Sparkasse Coburg –

Lichtenfels ihren Hauptsitz. Der Standort ist auch so etwas wie ein Symbol für die

regionale Verbundenheit des öffentlich-rechtlichen Kreditinstitutes: Sparkassen sind

auf Grund ihrer Struktur, ihrer Satzung und ihres Geschäftsmodells zutiefst mit der

Heimat verbunden. Ein Gespräch mit Dr. Martin Faber, Vorstandsvorsitzender der

Sparkasse Coburg – Lichtenfels.

34 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 35


SONDERTHEMA HEIMAT

Was verstehen Sie persönlich unter Heimat?

Heimat ist für mich Kindheit, ein Gefühl der Geborgenheit und Verwurzelung,

die Erinnerung an eine unbeschwerte Zeit, Familie natürlich. Das alles sind

Begriffe, die ich mit Heimat verbinde. Vielleicht drückt es das lateinische

Sprichwort „Ubi bene, ibi patria“ am besten aus: Wo es einem gutgeht, ist man

Zuhause. Das kann überall auf der Welt sein, es gibt deutsche Auswanderer,

die heute in Amerika leben und das jetzt als ihre Heimat bezeichnen. Das

nehme ich denen auch ab. Es gibt aber auch Menschen, die nach einem

langen Arbeitsleben sagen, jetzt gehe ich dahin zurück wo ich herkomme,

die alte Heimat ist dann Heimat geblieben, weil man dort noch viele Bezüge

hat, Freundschaften, Familie. Das kann ich auch nachvollziehen. Und

ursprünglich hatte auch ich sehr starke Beziehungen zu meinem Heimatort,

ich komme ja aus Amorbach in Unterfranken. Jetzt aber würde ich hier nicht

mehr weggehen wollen. Coburg ist mittlerweile meine Heimat geworden.

Der Begriff „Heimat“ ist ja in den letzten Jahren wieder positiver

besetzt, wie macht sich das in Ihrer täglichen Arbeit bemerkbar?

Man muss nur schauen, wie sich die Sparkasse noch vor einigen Jahren

in der Werbung präsentiert hat: Mit einem Helikopter, mit dem der

Sparkassenberater zu den Bankentürmen nach Frankfurt fliegt, die kleine

Sparkasse vor Ort also mit der ganzen Welt verbindet. Damals waren

Großbanken schick, wer etwas auf sich hielt, hatte ein Kreditkarte von

Deutscher oder Commerzbank. Die Zeiten sind vorbei. Das sieht man auch

an der Werbung: Da spielen heute Menschen wie du und ich und regionale

Nähe eine wichtige Rolle. Darauf setzen wir. Auf die Verbundenheit zur

Region. Unsere Heimat ist ja auch attraktiv und lebenswert und hat viel zu

bieten. Darüber hinaus werden zahlreiche neue Initiativen wie zum Beispiel

die Genussregion Coburger Land ins Leben gerufen, die sich für die Region

stark machen. Dieses regionale Engagement unterstützen wir als Sparkasse

gerne und regelmäßig.

Wie drückt sich die besondere Aufgabe der Sparkasse

Coburg – Lichtenfels für ihre Heimat aus?

Wir haben ja schon seit fast 200 Jahren ein ganz regionales Geschäftsmodell.

Damals haben wir die Spargroschen eingesammelt, verwaltet und vermehrt

und waren dadurch in der Lage, an Menschen, Handwerker, Unternehmer

vor Ort Kredite zu vergeben, damit die in der Region investieren können. Das

ist im Grundsatz heute immer noch so. Wir sind verlässlicher Finanzpartner

für kleine und mittelgroße mittelständische Unternehmen, für Kommunen

und Privatleute. Unser ImmobilienCenter unterstützt junge Familien, die in

ihrer Heimat nach den eigenen vier Wänden streben, Familien, die vielleicht

durch einen Arbeitsplatzwechsel hier bei uns eine neue Heimat suchen, oder

Menschen, die ihren Lebensabend in unserer Heimat verbringen wollen, bei

der Suche nach einer geeigneten Immobilie und der passenden Finanzierung.

Außerdem haben wir satzungsgemäß einen öffentlichen Auftrag, der sehr am

Gemeinwohl orientiert ist. Es geht um Wohlstand für alle, um Lebensqualität

vor Ort. 2016 konnten wir zahlreiche förderungswürdige Projekte vor Ort mit

fast 700.000 Euro unterstützen. Darüber hinaus initiieren oder unterstützen

wir bürgerschaftliches Engagement und gemeinwohlorientierte Aktionen

in unserer Heimat. Dazu zählt beispielsweise die Stiftergemeinschaft der

Sparkasse Coburg - Lichtenfels, die wir 2013 gegründet haben. An der kann

sich jeder Bürger beteiligen, ob Kunde oder Nichtkunde, und zwar schon

mit kleinsten Beiträgen, die zweckorientiert gestiftet werden. Viele Projekte

sind so schon unterstützt worden. Wir sind außerdem Gründungsmitglied

des Vereins „Hilfe für Nachbarn Coburg“, der sich aktiv für in Not geratene

Menschen in Coburg Stadt und Land einsetzt. Und natürlich werden wir

auch als Arbeitgeber mit aktuell gut 600 Mitarbeitern, als Ausbildungsbetrieb

und mit vielen Berufsorientierungsmaßnahmen für junge Menschen unserer

Verantwortung für die Heimat gerecht. Und wenn wir hier investieren, so wie

erst kürzlich mit dem neuen Beratungscenter in Neustadt, dann erfolgt die

Auftragsvergabe bevorzugt an heimische Firmen.

36 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INTERVIEWS, FAKTEN, STORIES

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Es gibt ja auch eine eigene Sparkassenstiftung,

was ist deren Aufgabe für die Region?

Sie wurde 1996 von der Vereinigte Coburger Sparkassen anlässlich

des 175-jährigen Jubiläums ins Leben gerufen. Dotiert wurde die

Stiftung mit einem Kapital von 3 Millionen D-Mark. Anlässlich der

Bildung der Sparkasse Coburg - Lichtenfels im Jahr 2005 brachte

sich die damalige Kreissparkasse Lichtenfels, entsprechend dem

Verhältnis der Einwohnerzahlen, mit rund 1 Mio. Euro ein, so dass

das Stiftungsvermögen jetzt 2,5 Mio. Euro beträgt. Die Grundidee

ist: Die Sparkasse als lokales, seit Generationen sehr eng mit

Kommunen, Wirtschaft und Bürgern verbundenes Geldinstitut, will

sich auf Dauer in der Förderung der heimischen Region engagieren.

Das ist insofern sichergestellt, als das Stiftungsvermögen laut Satzung

„dauerhaft und ungeschmälert erhalten bleiben muss“. Sinnvolle

Vorhaben aus der heimischen Region kann die Sparkasse über die

Stiftung hinaus auch mit anderen Mitteln, z. B. durch Sponsoring,

eigene Spenden oder Spenden aus dem Zweckertrag PS-Sparen

fördern. Als einziges Geldinstitut der Region verfügen wir also über

eine eigene lokale Stiftung, eine Tatsache, die voll und ganz zum

Leitsatz „Sparkasse. Gut für die Region.“ passt. Seit ihrer Gründung

hat die Sparkassenstiftung schon insgesamt 251 Vorhaben mit rund

1,2 Millionen Euro im Raum Coburg und Lichtenfels unterstützt.

Es gab und gibt ja aber auch eine Entwicklung hin zu

Fusionen, können Sie garantieren, dass die Sparkasse immer

der Heimat verbunden bleiben wird?

Wir denken aktuell nicht über eine Fusion nach. Die mittlerweile

zwölf Jahre zurückliegende Fusion der Vereinigte Coburger

Sparkassen und der Kreissparkasse Lichtenfels war sinnvoll und

richtig. Durch diesen wichtigen Schritt konnte unser Sparkasse

in eine Größenordnung hineinwachsen, mit der wir gut am Markt

bestehen können. Durch unsere jetzige Unternehmensgröße ist

es uns längerfristig möglich, den Bedürfnissen unserer Kunden

und den stetig wachsenden rechtlichen Anforderungen gerecht zu

werden. Weitere Fusionen lassen sich für die Zukunft natürlich nicht

ausschließen. Grenzen für derartige Marktveränderungen sehen wir

aber vor allem dort, wo der lokale Bezug verloren gehen würde. Die

Regionalität muss erhalten bleiben und die Sparkasse als lokales

Institut wahrgenommen werden. Wirtschaftsraumübergreifende

Zusammenschlüsse sind daher aus meiner Sicht mit dem

Geschäftsmodell der Sparkassen nicht vereinbar.

ZUR GESCHICHTE:

DIE SPARKASSE

COBURG - LICHTENFELS

Sparkassen sind vor mehr als 200 Jahren als

Selbsthilfeeinrichtungen durch Engagement

von Kommunen, Gemeinschaften freier

Bürger oder aufgeklärten Landesherren entstanden.

Die Sparkasse Coburg – Lichtenfels

gibt es seit 2005. Sie ging aus der Fusion der

Vereinigten Coburger Sparkassen mit der

Kreissparkasse Lichtenfels hervor. Traditionsreichste

Wurzel ist die Städtische Sparkasse

Coburg, die im gesamten Freistaat Bayern

zweitälteste Sparkasse. Ihre Gründungsstatuten

wurden am 13. November 1821 veröffentlicht,

der Geschäftsbetrieb im Februar 1822

aufgenommen.

Die Sparkasse Coburg – Lichtenfels ist eine

Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen

sind das Sparkassengesetz, die

bayerische Sparkassenordnung und die durch

den Träger der Sparkasse erlassene Satzung.

Organe der Sparkasse sind der Vorstand und

der Verwaltungsrat. Träger der Sparkasse

ist der „Zweckverband Sparkasse Coburg –

Lichtenfels“. Mitglieder des Zweckverbands

sind die Städte Coburg, Lichtenfels, Neustadt

bei Coburg, Burgkunstadt, Bad Rodach

und Bad Staffelstein sowie die Landkreise

Lichtenfels und Coburg. Jedes Mitglied des

Zweckverbandes entsendet auch ein Mitglied

in das Aufsichtsorgan der Sparkasse, den Verwaltungsrat.

„Ubi bene, ibi patria:

Wo es einem gutgeht, ist man Zuhause.“

Immer das gesamte Geschehen im Auge:

Dr. Martin Faber mit Blick auf den Markt .

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 37


Persönliche Momente.

30 Jahre Kongresshaus Rosengarten – ein gutes Stück Heimat.

Eigentlich müsste es Coburger Konzert- und Veranstaltungshalle heißen, das Kongresshaus

Rosengarten. Zwar finden hier viele Kongresse statt, vor allem aber ist das Kongresshaus

eines: ein gutes Stück Heimat. Ein Ort, mit dem viele Coburger wichtige persönliche

Momente verbinden, an dem sie getanzt, gelacht, gefeiert und gestaunt haben. Und das

seit Jahrzehnten. 2017 nämlich wartet das Kongresshaus mit einem bedeutenden Jubiläum

auf. Es begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen als modernisierter Bau. Seit seiner

Wiedereröffnung 1987 hat das Haus bis heute mehr als 2 Millionen Besucher zu über 10.000

Veranstaltungen empfangen.

Wichtiger Teil des Coburger Lebens

Dabei handelt es sich vor allem um Veranstaltungen von Coburgern für Coburger:

so laden hier viele Schulen zu ihren alljährlichen Konzerten oder Abschlussfeiern,

es verabschieden fast alle örtlichen Gymnasien, weiterführenden Schulen oder

auch die Hochschule Coburg hier ihre Absolventen. So ist das Kongresshaus

Rosengarten auch Zuhause für wichtige Lebensabschnitte des Coburger Kultur-,

Vereins- und Wirtschaftslebens. Ob die Coburger Narrhalla, die Effect`s, der

Coburger Mohr, die Gesellschaft der Musikfreunde, das Philharmonische

Orchester des Landestheaters Coburg, Coburger Chöre, Musikvereine, das

Sambafestival, Tanzschulen, Serviceclubs, die Polizei, die Industrie- und Handelsund

die Handwerkskammer, Parteien, große Unternehmen, die Stadt Coburg und

viele andere: Im Kongresshaus pulsiert das Coburger Leben, und zwar das ganze

Jahr über: Im Fasching, bei Ausbildungsmessen, Floh- und anderen Märkten,

Bällen, Hochzeitsmessen, Konzerten, Tagungen und Seminaren.

Stars nach Coburg gebracht

Und das Kongresshaus ist auch ein Tor zur Musik- und Show-Welt. Viel Prominenz

stand in den letzten drei Jahrzehnten im Rampenlicht auf der Bühne. Kleine

Erinnerungsreise gefällig? Vielleicht verbinden Sie mit einem oder mehreren

Namen ganz persönliche Erinnerungen an einen schönen Abend:

Das „Who is Who“ 2017 bis 1987:

Max Utthof, Holger Mück & die Egerländer Musikanten, Ingo Appelt, Oswald Sattler, Joachim

Gauck, Schmidbauer + Kälberer, Lizzy Aumeier, Gernot Hassknecht, Michael Holm, Ireen

Sheer, Mary Roos, Rolf Miller, Michel Müller, Sebastian Reich, Andreas Kümmert, Axel Hacke,

Martina Schwarzmann, Monika Gruber, Erwin Pelzig, Urban Priol, Hagen Rether, Olaf Schubert,

Bodo Wartke, Amigos, Chris Boettcher, Ingo Appelt, Trio Con Brio, Gerd Dudenhöffer, Volker

Heißmann, Josef Hader, Leo Martin, Dieter Nuhr, Urban Priol, Rüdiger Hoffmann, Max Greger

& Hugo Strasser, Christopher Hainz, Walter Riester, Olaf Schubert, Sascha Grammel, Rolf Miller,

Rainhard Fendrich, Dr. Rüdiger Dahlke, Matthias Horx, Michael Kobr & Volker Klüpfel, Ursprung

Buam, René Marik, Helmut Vorndran, Alexander Huber, Dr. Horst M. Teltschik, Karl-Theodor

zu Guttenberg, Peter Ramsauer, Volker Kauder, Dagmar Wöhrl, Dieter Hundt, Horst Seehofer,

Monika Hohlmeier, Gabriele Pauli, Justus Frantz, Philharmonie der Nationen, Wolfgang

Tiefensee, Wladimir Kaminer, Mirja Boes, Cassandra Steen, Heißmann & Rassau, Viva Voce,

Bridge to a Prayer, Florian Sitzmann, Django Asül, Weber Beckmann, Cindy aus Marzahn, Klaus

Karl-Kraus, Wolfgang Buck, Erich von Däniken, Detlev Jöcker, Hannes Wader, Gerd Dudenhöfer,

Joja Wendt, Dr. Günther Beckstein, Raul Gonzales, Prinz Leopold von Bayern, Rick Kavanian,

Hans Klaffl, Michael Altinger, Spider Murphy Gang, Max Raabe & Palastorchester, Captain

Cook und seine singenden Saxophone, Marianne & Michael, Johannes Heesters, Volker Pispers,

Marshal & Alexander, Konstantin Wecker, Eberhard Gienger, Nessi Tausendschön, Chiemgauer

Volkstheater, Chris Norman, Ausbilder Schmitt, Peter Steiner, Günter Grünwald, Axel Hacke,

Ingo Oschmann, Naomi Feil, Prof. Dr. Michael Braungart, Dave Davis, Claudia Dechand, Prof.

Dr. Dr. Manfred Spitzer, Christa Kinshofer, Marshall & Alexander, Glenn Miller Orchestra,

Hannes Wader, John Helsing Band, Hazy Osterwald, Peter Rupprecht, Dr. Edmund Stoiber,

38 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


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Sally Oldfield, Werner Olm, Klaus Kreuzeder, Haindling, Bernd Helfrich, King of Swing Orchestra, Konthur & Magie, Badesalz, Dr.

Ulf Merbold, Willy Astor, Freddy Quinn, Midnight Ladies Showband, Bernd Regenauer, Leipziger Pfeffermühle, Luigi, Alban Berg

Quartett, Reinhold Messner, Bruno Jonas, Thomas Goppel, Petra Schürmann, Comödie Fürth, Dieter Kottysch, Silke Kraushaar, Pat

Canlee, Barbara Vuhnsor, Michael Rauch, Mäc Härder, Andorras, Palast Orchester, Schlenger & Meilhamer, Uschi Disl, Ramona Fritz,

Lydia Huber, BR-Bayerntour, Big Band der Bundeswehr, Tegernseer Volkstheater, The Rocky Horror Show '96, Peter Steiner Sen.,

Orchester Ambros Seelos, Schorsch Bross, Antrak auf Stumph Sinn, John West an his famous big band, Struwwelpeter Sextett, Jenny &

Johnny, Nockalm Quintett, Hubert Schwarz, Die Schäfer, Georg Ringswandl, Dieter Bellmann, Hansl Krönauer, Brunner & Brunner,

Stefanie Hertel, Uriah Heep , Nazareth, Kristina Bach, Inspected, Ottfried Fischer, Wildecker Herzbuben, Elmar Gunsch, Geschwister

Hofmann, Fred van Geez, Ramona Leiß, Ivan Rebroff, La Rose Rouge, Carolin Reiber, Musikanten Express, Angela Wiedl, Claudia

Schlenger, Gaby Albrecht, Hubert Pfluger, Thomas Freitag, Karlheinz Blessing, Renate Schmidt, Original Naabtal Duo, Sepp und die

Steigerwälder Musikanten, Martin Kraus, Ruth McCartney, Conny, Truck Stop, Fredl Fesl, Ted Herold, Max Inzinger, Freddy Breck,

Die Flippers, Frantisek Pitra, Jan Tabasco, Les Clochards, Kastelruther Spatzen, Silke Weickenmeier, Jürgen von der Lippe, Gerhard

Polt und die Biermösl Blosn, Alpenoberkrainer, Die Wiener Sängerknaben, Patrick Lindner, Pößnecker Musikanten, First Residence

Orchestra, Rocky Horror Show, OMB Big Band, Stephan Wald, Franz Lambert, Trientinerbergsteigerchor S.O.S.A.T., Bernd Händel,

Festival Do Brasil, Euro Star Sextett, Albie Donnelly's, Slavko Avsenik, Cabarett Chez Nous Berlin, Smokie, Eric Burdon, The Barons,

Jürgen Marcus, Blues Brothers, Golden Gate Quartett, Orchester John West, Hanns Dieter Hüsch.

Ort für Bildung und Begegnung

Und natürlich bildet das Kongresshaus auch den

idealen Rahmen für Kongresse oder Seminare. Eine

funktionelle, schöne und transparente Architektur im

wundervollen Umfeld des Rosengartens. Zahlreiche

multifunktionale Räume, moderne Bühnen- , Medienund

Klimatechnik, serviceorientiertes Personal und

Bewirtung durch das Restaurant Rosengarten.

Das Kongresshaus Rosengarten ist damit im echten

Sinn ein gutes Stück Heimat.

Das „Who is Who“ vor 1987:

Dr. Alfons Goppel, Dr. Erich Mende, Dr. Thomas Dehler, Günter Grass , Herbert Wehner, Gerhard Wendland, Hildegard Hamm-

Bücher, Birth Control, Guru Guru, Karthago, Kraan, Diether Krebs, Roy Black, Costa Cordalis, Reinhard Mey, Otto Waalkes,

Wolfgang Ambros, Spider Murphy Gang, Rosi & Evi Mittermaier, Golden Gate Quartett, Shepherd's Magic-Girls-Show, Rodgau

Monotones, Tanzgruppe Maja-Lex, Vienna Festival, Christian Berg, Los Mexikanos, Franz Josef Degenhardt, Anne-Marie Sprotte,

Pepe Lienhard, Manfred Krug.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 39


Weitramsd

Die Heimat mit der

Die Heimat

Welt verbinden

Bad Rodach

Rhön-Grabfeld

Heldburger Unterland

Maroldsweisach

Seßlach

süc//dacor – schnelles Internet aus Coburg

In einem Keller in Sonnefeld im Landkreis Coburg fing 1997

alles an. Das Unternehmen dacor wurde aus der Taufe gehoben.

Das Ziel war ambitioniert: die Region fit zu machen für die

Telekommunikation des kommenden Jahrtausends. Seit 2003

heißt man süc//dacor GmbH, zieht um nach Coburg. Jetzt, 2017,

wird die süc//dacor 20 Jahre.

Der Traum der Gründer ist wahr geworden: Sie haben die Heimat

fit gemacht für die Telekommunikation des 3. Jahrtausends - die

süc//dacor GmbH ist der Dienstleister für schnelles Internet über

VDSL und Glasfaser in der Region Coburg und darüber hinaus bis

nach Thüringen und Unterfranken.

Unt

40 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


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Meeder

Weite Teile

Lautertal

Einzelne Teile

Dörfles-

Esbach

Rödental

orf

Coburg

Mitwitz

Ahorn

Grub a. Forst

Untersiemau

Niederfüllbach

Ebersdorf

Sonnefeld

Weidhausen

Großheirath

Lichtenfels

Redwitz an der

Rodach

ermerzbach

Bad Staffelstein

Altenkunstadt

www.dacor.de

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 41


HEIMAT IN ZAHLEN

Heimat bedeutet für mich:

Menschen, die ich liebe/mag (Familie, Freunde, Verwandschaft)

Mein Zuhause – da wo ich lebe

Gefühle & Empfindungen (Sicherheit, Zufriedenheit und Geborgenheit)

Der Ort, wo ich aufgewachsen bin

Landschaft, Städte, Umgebung

sehr stark

stark

%stark

%etwas

59 33 5

44 44 9

44 42 10

33 33 22

30 49 16

gar nicht / k.A.

3

3

4

12

5

Sehr wichtig

Persönliche Wichtigkeit

von Heimat in Prozent

52 38

Wichtig

Kulturelles (Tradition, Sprache, Mundart)

27 48 20

5

gar nicht

1

8

weniger wichtig

Heimat in 95 Wörtern:

Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine

Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im

allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort

angewendet, in den ein Mensch hineingeboren

wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse

stattfinden, die zunächst Identität,

Charakter, Mentalität, Einstellungen und

Weltauffassungen prägen. Der Begriff

„Heimat“ steht in einer speziellen Beziehung

zum Begriff der „Siedlung“; dieser bezieht

sich, und damit im Gegensatz zum Wohnplatz,

in der Regel auf eine sesshafte Lebensform,

d.h. auf ein dauerhaftes bzw. lang-fristiges Sich-

Niederlassen und Wohnen an einem Ort bzw. in einer

Region. Der Heimatbegriff befindet sich in ständiger

Diskussion.

HEIMAT IN ZAHLEN

63 500 000

Menschen sind weltweit auf der Flucht

Diese Länder haben 2016 die meisten Flüchtlinge Aufgenommen:

Türkei .................... 2 869 421

Pakistan ............... 1 352 560

Libanon ................. 1 012 969

Iran .......................... 979 435

Einwohner Coburg

41 257

(Stand: 31. Dez. 2015)

Uganda .................. 940 835

Äthiopien ............ 791 631

Jordanien ........... 685 197

Deutschland ...... 669 482

854

Einwohner in Coburg je km²

bei 48,29 km² Gesamtfläche

Kongo ..................... 451 956

Kenia ....................... 451 099

Ende des Jahres 2016 lebten rund

2,87 Millionen Flüchtlinge in der Türkei

53%

2 700 000

Somalia

Afghanistan

Syrien

1 100 000

4 900 000

… der Flüchtlinge weltweit

kommen aus nur drei Ländern

Quelle: Statista | Wikipedia

42 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


INTERVIEWS, FAKTEN, STORIES

ABENDLIED

Gedicht von Friedrich Rückert

Ich stand auf Berges Halde,

Als heim die Sonne ging,

Und sah, wie überm Walde

Des Abends Goldnetz hing.

Des Himmels Wolken tauten

Der Erde Frieden zu,

Bei Abendglockenlauten

Ging die Natur zur Ruh'.

Ich sprach: O Herz, empfinde

Der Schöpfung Stille nun,

Und schick' mit jedem Kinde

Der Flur dich auch, zu ruhn.

Die Blumen alle schließen

Die Augen allgemach,

Und alle Wellen fließen

Besänftiget im Bach.

Nun hat der müde Silfe

Sich unters Blatt gesetzt,

Und die Libell' am Schilfe

Entschlummert taubenetzt.

Es ward dem goldnen Käfer

Zur Wieg' ein Rosenblatt;

Die Herde mit dem Schäfer

Sucht ihre Lagerstatt.

Die Lerche sucht aus Lüften

Ihr feuchtes Nest im Klee,

Und in des Waldes Schlüften

Ihr Lager Hirsch und Reh.

Wer sein ein Hüttchen nennet,

Ruht nun darin sich aus;

Und wen die Fremde trennet,

Den trägt ein Traum nach Haus.

Mich fasset ein Verlangen,

Daß ich zu dieser Frist

Hinauf nicht kann gelangen,

Wo meine Heimat ist.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 43


CHRISTIAN LIMPERT – FRONTMANN

Ein Portrait von Wolfram Hegen.

44 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 45


PORTRAIT CHRISTIAN LIMPERT

Vom Tränengas gezeichnet: Einsatz an der Grenze

Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten.

Hartnäckig alles daran setzen, dass sie sich bieten.

Das Glück herausfordern, um es irgendwann auch

zu haben. Und vor allem erst einmal wissen, was

man eigentlich will. Dann kann es gut sein, dass

man irgendwann auf der Bühne ganz vorne steht.

So wie der Coburger Christian Limpert. Eigentlich

nämlich wollte er gar nicht Journalist werden. Jetzt

kann er sich nichts anderes mehr vorstellen, auch,

wenn ihn die Arbeit oft an die Grenzen bringt. An

die europäischen. Und an seine persönlichen.

Rom, München, Coburg, auf Reisen sein quer durch

Europa, das ist Alltag für Christian Limpert, Hektik

ein Teil seines Berufs, so dauert es ein wenig, bis

er ankommt im Gespräch über sich, sein bisher 37

Jahre umfassendes Leben und seinen Beruf, fast ein

wenig verloren sitzend auf einem Stuhl mitten in

einem großen weißen Raum, damit er für das parallel

mitlaufende Kamerabild von iTVCoburg wertig

und ohne große Ablenkung im Hintergrund ins Bild

gesetzt werden kann, eine dennoch ungewohnte

Situation für den Fernsehmann, ist er doch sonst

immer der Fragende, nicht der Antwortende, gibt

er den Takt vor, plant und kontrolliert, jetzt sitzt er

auf der anderen Seite und soll in sich hineinhorchen,

-fühlen, -denken, wollen wir doch wissen, was er für

ein Mensch ist.

AM LIEBSTEN IM FREIBAD

Eigentlich ein ganz normaler. So normal wie ein

Leben als Coburger sein kann: In der Vestestadt

geboren, Kindergarten, Grundschule, Abitur

am Gymnasium Albertinum, Zivildienst beim

Diakonischen Werk. Ein geordnetes Leben mit

vielen Ritualen, die er heute bei seinen Besuchen

in der alten Heimat noch pflegt. Spaziergänge um

die Veste, mindestens eine Coburger Bratwurst

pro Besuch, Sonntagmittag gerne Coburger Klöß,

den Besuch einer stadtbekannten Eisdiele und das

sommerliche Abtauchen im Coburger Freibad, das

ihn so an seine Jugend erinnert wie kaum etwas

anderes, „die Bademeister kenn ich noch von früher

und die mich auch.“ Coburg, das ist für ihn Familie,

Freundschaften, Spaß haben. „Immer wenn ich hier

bin, geht’s mit richtig gut“, sagt er und kann sich auch

vorstellen, irgendwann wieder hierher zu kommen

in die heile Coburger Welt. Sein Beruf aber hat ihn

erst einmal hinausgespült in die harte Wirklichkeit als

Fernsehjournalist beim Bayerischen Fernsehen.

GLÜCK GEHABT

„Irgendwas mit Medien oder Theater“ hatte er sich

ja auch vorgestellt. Und ein Zeitungspraktikum

nach dem Abitur weckt die Liebe zum Beruf. Er

geht nach Bayreuth, eine „Notfalllösung“, wie er

rückblickend sagt, weil die renommierte Deutsche

Journalistenschule in München ihn nicht aufnimmt.

Doch Bayreuth entpuppt sich als Glücksfall: Er

studiert dort Theater und Medien, kommt zum ersten

Mal in Berührung mit dem Medium, das heute sein

berufliches Zuhause ist: Fernsehen. Campus TV heißt

das Studentenfernsehen der Universität Bayreuth,

er bekommt die Chance, es mit aufzubauen, merkt,

dass er gerne die Kamera in der Hand hat, im

Schnitt arbeitet - und das Fernsehen die Zukunft

ist. „Die Fähigkeit journalistische Inhalte in Filme

zu packen, wird immer wichtiger“. Ein Praktikum

beim Bayerischen Fernsehen in Nürnberg bestätigt

ihn, auch wenn die Arbeit in einem so großen Laden

nach drei Jahren Campus-TV „eine ganz schöne

Umgewöhnung“ bedeutet. Doch auch die Deutsche

Journalistenschule lässt ihn nicht los, so probiert er

es nach dem Studium noch einmal, wieder klappt

es nicht, er landet auf Platz 16 – nur 15 werden

genommen. Kurz darauf darf Limpert nachrücken:

Einer der 15 springt ab - Glück gehabt.

46 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Reportereinsatz im Mittelmeer

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 47


PORTRAIT CHRISTIAN LIMPERT

ETWAS WAGEN

Oft tritt der Reporter hinter den Menschen

zurück: Wenn ein Grieche vom 2. Weltkrieg

erzählt, den er miterlebt hat, der aber

nicht so schlimm sei wie das, das sich heute

vor seiner Haustüre abspielt, wenn der

griechische Mitarbeiter am Schnittplatz

beim Schnitt in Tränen ausbricht und sie

eine Pause machen müssen, wenn das

ganze Team nach einem gemeinsamen

Einsatz nicht mehr kann, heult, ratlos ist.

Limpert also kommt nach den Stationen Coburg, Bayreuth und Nürnberg in

München an. Dort bleibt er auch nach der Journalistenschule, geht nicht wie

geplant zurück zum Studio Franken. In der Landeshauptstadt schlägt das Herz des

Bayerischen Rundfunks, dort können sich weitere Türen öffnen, „München war

einfach spannender“. Wieder also ergreift er eine Chance. Es ist ein Wesenszug

des Coburgers, offen zu sein, zuzupacken, auszuprobieren, nicht stehenzubleiben:

„Alles was man tut bringt einen mit Menschen zusammen. Manchmal wird mehr

daraus, manchmal gehen Türen auf, man lernt tolle Leute kennen, manchmal

auch nicht, aber es ist immer besser, etwas zu wagen, als es nicht probiert zu

haben“. Und Limpert wagt etwas: Als die ARD kurzfristig jemand sucht, der

aus Griechenland berichtet, ergreift er seine Chance. „Normalerweise dauert es

meistens ein paar Jahre, bist Du bei den Tagesthemen vor der Kamera stehst.“

EMOTIONALE MOMENTE

Seitdem flimmern mehr und mehr seiner eindringlichen Korrespondentenberichte

und Reportagen über das Geschehen in Südeuropa in die deutschen Haushalte.

Er war in Zypern zum Thema Finanzkrise, am Ostbahnhof in Budapest, an

der ungarisch-serbischen Grenze, auf dem Mittelmehr zwischen Italien und

Nordafrika, als zunächst hunderttausende Flüchtlinge auf dem Landweg nach

Europa strömten, als dann die Grenzen vergittert worden sind, als die Balkanroute

zur Sackgasse wurde, als seither die Menschen wieder den gefährlichen Weg über

das Meer in Richtung Europa auf sich nehmen. Und Limpert hat seither viele

Momente erlebt, in denen er sich hilflos fühlt, in denen der Reporter hinter den

Menschen zurücktritt, in denen es bei aller Professionalität einfach „schwer ist,

objektiv zu bleiben.“

Ostbahnhof Budapest September 2015

48 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DER FRONTMANN

Wenn er im Hotel lebt und 500 Meter weiter die Menschen im Schlamm

vegetieren, wenn sein Team den Satellitenwagen mit Bällen und Spielzeug

vollmacht, um Kindern eine kleine Freude zu bereiten, wenn ein Grieche vom

2. Weltkrieg erzählt, den er miterlebt hat, der aber nicht so schlimm sei wie das,

das sich heute vor seiner Haustüre abspielt, wenn der griechische Mitarbeiter am

Schnittplatz beim Schnitt in Tränen ausbricht und sie eine Pause machen müssen,

wenn das ganze Team nach einem gemeinsamen Einsatz nicht mehr kann, heult,

ratlos ist, wenn sie acht pakistanischen Männern auf einem Boot nicht helfen

dürfen, obwohl deren Schiff vor ihren Augen absäuft, sie warten müssen, ein lange

Stunde, bis die Küstenwache ihnen das OK gibt, weil sie sich sonst als Schlepper

strafbar machen würden. „Man ist einfach sehr nahe dran an den Menschen dort,

manchmal vielleicht zu nah, das kann man sicherlich auch kritisieren, aber die

große Politik ist bei so einem Dreh vor Ort so weit weg, da geht es einfach nur

noch um die Beschreibung der Situation, um die Geschichten der Menschen, um

das, was sich abspielt.“ Genau aber das ist sein Job, zu erzählen, wie es ist, vor Ort.

Alles was man tut bringt einen mit

Menschen zusammen. Manchmal wird

mehr daraus, manchmal gehen Türen auf,

man lernt tolle Leute kennen, manchmal

auch nicht, aber es ist immer besser, etwas

zu wagen, als es nicht probiert zu haben.

ZURÜCK ZUR NORMALITÄT

Trotz der vielen eindringlichen, traurigen, erschütternden Momente macht

ihm sein Beruf aber Spaß. Und es gibt sie ja auch, die vielen schönen, heiteren,

fröhlichen, menschlichen Augenblicke. Limpert hat viel Hilfsbereitschaft erlebt,

auch viel Normalität in Ortschaften und Städten abseits der Brennpunkte.

Außerdem ist er nicht nur in Krisenregionen unterwegs. Er berichtet auch aus

Rom - oder ganz einfach aus Bayern, bei der BR-Radltour zum Beispiel. Am

liebsten aber ist er in Coburg. Auch dort aber als Frontmann. Beim mittlerweile

aus einer Bierlaune heraus zum Kult avancierten jährlichen OktOPAfest nämlich,

wenn die Original Prinz Albertiner zur Blasmusikparty einladen. Dann geht’s ihm

richtig gut, dann ist er Zuhause. In Coburg.

Christian Limpert im Portrait auch auf www.itv-coburg.de

Blick durch Grenzzaun nach Mazedonien

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 49


50 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der

großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe

einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHERIN

Dieses Mal: Ramona Scholz, seit 34 Jahren hauptverantwortliche Trainerin der Tanzsportgarde Coburger

Mohr. Sie hat aus einer Randsportart eine bundesdeutsche Coburger Erfolgsgeschichte gemacht.

Sind Sie ein Macherin?

In einer gewissen Weise schon. Aber es gehört natürlich immer ein ganzes

Team dazu, das mitziehen muss. Alleine kann man nichts erreichen.

Warum fühlen Sie sich als Macherin?

Weil ich einen unheimlichen Enthusiasmus für den Tanzsport habe. Und weil

ich immer angreife, immer Neues wage, mich mit aller Kraft und höchster

Disziplin für die Sache engagiere, und – ganz wichtig - bei Problemen oder

Widerständen nie aufgebe.

Was treibt sie an?

Ich freue mich, wenn die Kinder nach einem Training oder einem Wettkampf

gutgelaunt rausgehen. Es macht mit einfach viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten.

Und wenn dann noch Erfolge dazukommen, ist es natürlich noch besser.

Wie ging es eigentlich los?

Der in diesem Jahr leider verstorbene ehemalige Präsident der Coburger

Narrhalla und später des Coburger Mohr Hubertus Schneider rief mich

1983 an, er brauche eine Prinzengarde, ein Tanzmariechen und eine

Kindertanzgarde. Und das am besten sofort. Damals hatte ich eine Aerobic-

Truppe und niemand dachte an Gardetanz. Trotzdem habe ich sofort gesagt,

das machen wir. So ging das los. Bis sich die ersten großen Erfolge einstellten,

was es aber natürlich ein langer Weg. Man darf nicht vergessen, dass Gardetanz

damals nicht als Sportart bekannt war. Als Faschingshüpfer hat man uns oft

abgetan. Das hat mich tierisch geärgert. Mittlerweile ist das anders. Gardetanz

hat sich etabliert in den letzten 20 Jahren. Jeder weiß heute, dass Gardetanz

Hochleistungssport ist. Und bei den Deutschen Meisterschaften haben wir

sechs- bis siebentausend Zuschauer in der Halle.

Wieviel verlangen Sie von ihren Schülern?

Ich bin als Trainerin schon sehr hart. Aber ich bin eben auch der Meinung,

entweder man zieht mit oder nicht. Denn ohne eine gewisse Disziplin und

Härte zu sich selbst kann man nichts erreichen. Und Kinder suchen und

brauchen ja Regeln. Wobei es heute immer schwieriger wird, diese Disziplin

einzufordern. Es gibt eben auch viele andere Angebote für Kinder und

Jugendliche, die bequemer, die vielleicht auch nicht so anstrengend sind.

Wie wird es weitergehen?

An die deutsche Spitze zu kommen, war ein langer harter Weg. Jetzt ist es

unser Ziel, das Niveau zu halten, vornedran zu bleiben, ob es dann mit

weiteren Meistertiteln klappt, werden wir sehen, das ist ja auch immer ein

wenig Glückssache. Auf jeden Fall bin ich sehr glücklich darüber, dass meine

Tochter seit fast schon 20 Jahren als Trainerin und Choreografin in meine

Fußstapfen getreten ist.

Ist Coburg ein guter Standort zum Machen?

Ja, man kann in Coburg schon viel auf die Beine stellen. So hat sich die Stadt

in Sachen Tanz ja wahnsinnig entwickelt. Wenn man sich überlegt, wie viele

Angebote es in dieser relativ kleinen Stadt mittlerweile gibt, das ist ja fast

schon zu viel: Private Tanzschulen, Ballettstudios, die Lateinformation vom

TV Ketschendorf, der Tanzsportverein Effect‘s, und wir als Tanzsportgarde

Coburger Mohr. Eigentlich ist das irre, und ich freue ich mich natürlich

darüber, dass wir alle gemeinsam das geschafft haben. Coburg ist zu einer

bundesdeutschen Tanzhochburg geworden. Aber jetzt müssen wir das Niveau

halten, es kann nämlich auch schnell wieder nach unten gehen.

Die Fragen stelle Wolfram Hegen.

Acht deutsche Meistertitel, siebzehn deutsche Vizemeistertitel, zahlreiche

Süddeutsche, Fränkische und Oberfränkische Meistertitel: Die Tanzsportgarde

Coburger Mohr ist im karnevalistischen Tanzsport die Nummer 1 in Coburg und

repräsentiert den Namen der Vestestadt in ganz Deutschland.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 51


Der Sommer. Ungetrübte Zeit im Freien. Im Biergarten, Urlaub, Garten. Doch manchmal

brennt die Sonne schon sehr, lastet die Schwüle auf unseren Schultern. Jedes Kilo zu viel

macht uns zu schaffen. Also greifen wir gerne zu kühlen Getränken und frischen leichten

Sommergerichten, die uns Kraft geben, nicht im Magen liegen und im Bestfall beim

Abnehmen helfen. Powerfood nennt man das wohl heutzutage. Doch wir geben es zu: Wir

würden ja gerne selbst zur Tat schreiten, doch uns fehlt es am Herd an Talent, Wissen,

Erfahrung, und auch an Ideen. Dafür gibt es in der Region aber ganz hervorragende Köche

in ganz hervorragenden Restaurants. Wir haben drei ausgewählt und Sie um jeweils ein

leichtes Gericht für den Sommer gebeten. Auch zum Nachkochen. Wir werden es probieren.

Powerfood aus der Region

Coburger Köche mit Sommergerichten

52 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


COBURGER KÖCHE MIT SOMMERGERICHTEN

Sein Sommergericht für den COBURGER:

Wildlachsfilet auf Honigmelonen-Salat mit Mango und Avocado

Zubereitung:

Für den Salat eine schöne reife Honigmelone schälen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Die

Mangos schälen, vom Stein schneiden und würfeln. Die Avocados längs halbieren, entkernen, das Fruchtfleisch

vorsichtig kreuzweise einschneiden und mit einem Löffel aus der Schale lösen. So ist die Avocado gleich

gewürfelt. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in feine Streifen schneiden. Für das Dressing den Limettensaft

und den Abrieb einer Limette mit dem Weißweinessig, dem Zucker und dem Olivenöl mischen. Tipp: Für

das Dressing nur hochwertiges Olivenöl (z.B. Olivenöl 21). Mit Meersalz und buntem Pfeffer abschmecken

und mit dem Salat vermischen. Den Lachs portionieren (á 250 g), mit Meersalz und buntem Pfeffer aus der

Mühle würzen. Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Lachs von beiden Seiten mit den Rosmarinzweigen eineinhalb

Minuten anbraten. Pfanne vom Herd nehmen und den Lachs noch ca. zwei Minuten in der Pfanne nachziehen

lassen. Salat und Lachs auf einem Teller anrichten und mit einer Limettenscheibe garnieren.

René Fiedel

„Lokal 1627“ Coburg.

Kochen ist für ihn eine Leidenschaft, egal ob

gemeinsam mit Lucki Maurer beim Kulinarik

Festival, zu Hause für seine Freundin und

seinen Sohn, mit Freunden bei einem

chilligen Grillabend oder eben in der Küche

des „Lokal 1627“.

Zutaten für 4 Personen:

1 Honigmelone (á 1kg)

3 reife Avocados

2 reife Mangos

2 rote Zwiebeln

6 EL frischer Limettensaft

12 EL Olivenöl (für den Salat)

1 EL Zucker

1 kg frischer Wildlachs mit Haut

2 Limetten

5 EL Olivenöl (für den Lachs)

Meersalz, Pfeffer (frisch gemahlen),

Rosmarinzweige, Weißweinessig

„Lokal 1627“: Restaurant. Bar. Sorgsam

ausgewählte Zutaten. Frisch. Wöchentlich neue

Kreationen. Experimente. Spaß. Freude.

www.restaurant1627.de

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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 53


Sein Sommergericht für den COBURGER:

Gebratenes Lachsforellenfilet auf geschwenkten Pfifferlingen mit Petersilien-Kartoffeln

Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen, schälen und in gesalzenem Wasser kochen. Die Lachsforellenfilets entschuppen (mit

dem Messerrücken entgegen der Schuppen streifen), waschen, in 170g-200g schwere Stücken portionieren

und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.

Die Pfifferlinge ordentlich waschen und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Nun die Lachsforellenfilets

auf der Hautseite in etwas Öl langsam anbraten. Währenddessen die Zwiebel in Olivenöl andünsten und die

Pfifferlinge beigeben und anschwenken, mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen. Die Kartoffeln in etwas

Butterfett anbraten und mit gehackter Petersilie bestreuen, natürlich auch da das Würzen nicht vergessen. Nun

die Lachsforellenfilets drehen und anrichten, mit Zitronenscheiben, Thymian und Rosmarin ausgarnieren.

Durch den hohen Eiweißgehalt in der Lachsforelle und den Pfifferlingen und den Kohlenhydraten in den

Kartoffeln ist das Gericht ein idealer Fitnessbegleiter. Nicht zu vergessen sind der hohe Beta-Carotin (Vitamin

A) Gehalt und der hohe Eisen und Kalium Gehalt in den Pfifferlingen. Ein ideales Gericht für heiße Sommertage.

Zutaten für 4 Personen:

700 – 800g Lachsforellenfilet

aus der Fischzucht Seidmannsdorf

1000g frische Pfifferlinge

1 Zwiebel

12 kleine Kartoffeln vom

Landwirt Eichhorn aus Neustadt

Öl, Salz, Pfeffer

Olivenöl, Petersilie, Butter

Zitrone, Thymian, Rosmarin

Christoph Komm

„DER GROSCH“ in Rödental

Ihn begeistert es, aus einfachsten Zutaten

leckere Speisen herzustellen.

„DER GROSCH“. Familiengeführt in 6ter

Generation. Monatlich wechselnde Karte und

Aktionswochen. Freitagsgerichte. Vegane

Gerichte. Bierige Gerichte. Saisonale und

regionale Produkte.

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54 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Daniel Polzer

„Alte Henne“ Hohenstein

Er steht für True & Slow Food. Die Zutaten

der Speisen stammen größtenteils aus der

Region und richten sich nach der jeweiligen

Saison.

Sein Sommergericht für den COBURGER:

Pasta mit Kaninchen in Sugo

Zubereitung:

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Die Salbeiblätter und

die Thymianzweige grob mit dem Messer zerkleinern. Die

Tomaten vierteln und entkernen. Die Kerngehäuse aufheben.

Die Tomatenfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Die

Kaninchenkeulen beidseitig mit Salz und Zucker würzen. Olivenöl

und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Knoblauchzehen mit

einem Messer anschlagen und mit den Kräutern ins heiße Fett

geben. Dann die Kaninchenkeulen bei mittlerer Hitze rundum gut

anbraten.

Zum Schluss das Tomatenmark zugeben und anrösten. Mit dem

Rotwein ablöschen und diesen verkochen lassen. Dann mit dem

Geflügelfond aufgießen, das Lorbeerblatt, die Tomatenkerne und

die Gewürze zugeben. Die Pfanne mit einem passenden Deckel

oder Alufolie abdecken und in den Ofen geben. Die Kaninchen

für 2 Stunden schmoren lassen. In der Zwischenzeit den Parmesan

hobeln und die Rosmarinnadeln in etwas Pflanzenöl knusprig

frittieren (auf Küchenkrepp abtropfen lassen). Am Ende der Garzeit

die Kaninchenkeulen vom Knochen lösen und das Fleisch in

mundgerechte Stücke zerteilen. Die Sauce durch ein Sieb passieren,

die vorbereiteten Tomatenfilets und die Fleischstücke hineingeben

und sanft warm halten. Die Nudeln al dente kochen, in etwas

Olivenöl schwenken und dann mit der Sauce vermengen. In tiefe

Teller geben und mit den Parmesanstreifen und Rosmarinnadeln

dekorieren.

Zutaten für 4 Personen:

2 Kaninchenkeulen

2 Knoblauchzehen

3 EL Tomatenmark

6 Tomaten

2 Rosmarinzweige

150 ml Rotwein

300 ml Geflügelfond

Pasta

Meersalz

Zucker

Olivenöl

Butter

ein paar Zweige Thymian

einige Blätter Salbei

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1 Prise Zimt

gemahlene Korianderkörner

1 Sternanis

2 Nelken

1 Lorbeerblatt

Pflanzenöl

Rosmarinnadeln

Parmesan

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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 55


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der Coburg Stadt und

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der Finanzen, für Landesentwicklung

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56 COBURGER | DAS MAGAZIN

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AUSGABE 22 / AUGUST 2017


AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 57


58 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


HIER WOHNTE …

HIER WOHNTE…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF

… EIN BRAUMEISTER

MIT KURZEM ARBEITSWEG

Außerhalb der Innenstadt gelegen auf dem steilen Weg aus dem Itztal hinauf nach

Wüstenahorn liegt der Marschberg. Um die Jahrhundertwende entstanden hier vor

den Toren der Stadt viele kleinere und größere Villen von Rentiers, gut situierten

Handwerksmeistern, ehemaligen Soldaten und Kaufleuten, die sich in der ehemaligen

Garnisonsstadt Coburg niederlassen wollten, um ihren Lebensabend so angenehm wie

möglich verbringen zu können. Coburg war Anfang des 20. Jahrhunderts eine Kleinstadt

mit etwa 20 000 Einwohnern, aber einem regen gesellschaftlichen Leben, einem Theater

und einer Fürstenfamilie, die ein bisschen Glanz und Glamour mitbrachte.

So mag wohl auch der gebürtige Arnstadter Dr.

Hermann Auleb gedacht haben, als er im Jahre 1898

den Auftrag zum Bau eines Hauses am ebendiesem

Marschberg gegeben hat. Viel hatte er jedoch nicht

mehr von seinem Ruhesitz im Grünen. Der studierte

Jurist und Mitglied des Landtags des Fürstentums

Schwarzburg-Sondershausen verstarb bereits 1911 in

Coburg. Daraufhin erwarb der Braumeister Heinrich

Stegner das Haus mit der Nummer 12. Vielleicht war

es nicht nur die herrliche Lage vor den Toren der Stadt

mit Vesteblick, die ihn zum Kauf des Hauses anregte.

Sondern auch der kurze Weg zur Arbeit. Liegt doch

das Hofbrauhaus nur wenige Meter entfernt.

Sechs Brauereien gab es schon in der Stadt, als 1856

die Actien-Bierbrauerei Coburg gegründet wurde.

Mit Herzog Ernst II. hatte man von der ersten Stunde

an einen berühmten Aktionär an seiner Seite. Unter

Herzog Carl Eduard bekam die Brauerei dann ihren

neuen Namen, „Hofbrauhaus Coburg AG“. In dieser

Zeit lief die Bierproduktion unter dem Namen

„Coburger Hofbräu“. Mit rund 100000 Hektolitern

war das gar keine kleine Brauerei mehr. Rund 10

Prozent des Ausstoßes wurde als „Coburg Bavarian

Beer“ in die USA exportiert. So entstand wohl im

Volksmund auch die Bezeichnung dieser Biersorte

als „Amerikaner“. Durch den Zukauf weiterer

Brauereien in der Stadt und im Landkreis, unter

anderem auch der Vereinsbrauerei im Hahnweg,

wurde das Hofbrauhaus bis zum Jahre 1921 die größte

Brauerin der Stadt mit 120 Mitarbeitern und einem

Bierausstoß von 150 000 Hektolitern.

Aus der ehemaligen Bierhalle in der Mohrenstraße

wurden im Laufe der Jahre die Hofbräugaststätten

mit zwei Sälen und insgesamt 1688 zugelassenen

Sitzplätzen. Bemerkenswert. Zeitzeugen berichten,

dass selbst diese beachtliche Zahl bei Veranstaltungen

oft noch hoffnungslos überschritten wurde. Wo heute

der Kaufhof steht, wurden damals nicht nur Konzerte

gegeben, die Coburger kamen zum Starkbierfest, zu

Boxveranstaltungen, Faschingsbällen, Ausstellungen

und politischen Kundgebungen. Traurige

Berühmtheit erlangte dabei die Kundgebung zum

3. Deutschen Tag am 14. und 15. Oktober 1922.

Hauptredner: Adolf Hitler. Zu dieser Veranstaltung

des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes

war die NSDAP zum ersten Mal eingeladen und

führte sich gleich entsprechend ein. Denn Hitlers

Auftritt zusammen mit über 600 SA-Mitgliedern

führte zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit

Anhängern der Linksparteien und ging als Coburger

Blutsonnabend in die Geschichtsbücher ein. Hitlers

militärisch gedrillte und gewaltbereite Männer

gingen auf jeden los, der sich ihnen in den Weg stellte.

Das ganze Wochenende über kam es zu regelrechten

Straßenschlachten und Prügeleien in der Innenstadt.

Am Samstagabend dann sprach Hitler vor etwa

3000 Zuhörern in den Hofbräugaststätten, welche

damals zentrale Versammlungsstätte des Deutschen

Tages waren. Wir erinnern uns: es gab lediglich 1688

Sitzplätze. Hitler zog aus diesem für ihn erfolgreichen

Wochenende in Coburg die Lehre, dass Gewalt

als Mittel zur politischen Auseinandersetzung zur

Regel werden sollte. Auch Herzog Carl Eduard und

seine Frau saßen unter den Zuhörern, während es

vor dem Eingang Mohrenstraße immer wieder zu

gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den

SA-Leuten und den Arbeitern kam.

Vom Braumeister Heinrich Stegner ist nicht bekannt,

welche Biersorte er favorisierte. Lager, Pils, Zwickl

oder Bockbier. Aber er würde sich sicherlich

freuen zu hören, dass in Coburg im Brauhaus in

der Nägleinsgasse endlich wieder ein Bier gebraut

wird, nachdem mit dem Aufkauf der Scheidmantel

von den Kulmbachern im Jahre 2011 auch die letzte

einheimische Brauerei aufgegeben hatte und die

Brautradition in der Stadt ein Ende fand.

Möglichweise liegt der Duft von Hopfen und Malz ja

auch noch ein bisschen in der Luft in den Räumen des

Hauses am Marschberg 12. Es wäre zumindest eine

poetische Erklärung für die Vorliebe des heutigen

Besitzers für jede Art fränkischen Bieres.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 59


HIER WOHNTE …

60 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


… EIN BRAUMEISTER

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 61


Der COBURGER hat allen im Bundestags vertretenen und

schon einmal vertretenen Parteien mit einem Coburg-

Kronacher Direktkandidaten die kostenpflichtige Möglichkeit

gegeben, sich an einem Wahlaufruf zu beteiligen inkl.

einer Werbung für den Direktkandidaten und die eigenen

Positionen. Herzlichen Dank fürs Mitmachen an Die Grünen,

die SPD und Die Linke. Und an alle Leser der Aufruf:

Zur Person

• 49 Jahre alt

• aus Neustadt bei Coburg

• seit 1998 in Coburg

• Historiker

„Politik muss wieder die Menschen in

den Blick nehmen.“

„Soziale Gerechtigkeit wie faire Rente

und bedingungsloses Grundeinkommen

steht dabei ganz vorne. Aber auch

Ökologie, Energie, Klima- und

Umweltschutz.“

„Zukunft wird aus Mut gemacht.“

Unsere 10 Punkte

• Klima schützen

• E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen

• Landwirtschaft nachhaltig machen

• Europa zusammenführen

• Familien stärken

• Soziale Sicherheit schaffen

• Integration zum Erfolg führen

• Gleichberechtigt und selbstbestimmt leben

• Freiheit sichern

• Fluchtursachen bekämpfen

Michael Eckstein

62 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Gesponserter Beitrag

„Wie wollen wir morgen leben? Ich möchte die Zukunft unserer Region

gestalten. Mit mehr Gerechtigkeit und einem Miteinander zwischen Jung und

Alt. Die SPD hat zahlreiche gute Konzepte für die Zukunft unseres Landes

vorgelegt: Damit wir auch morgen sicher leben können.

Ich bin 32 Jahre alt und komme aus Rödental, habe Informatik studiert und in

Robotik promoviert. Ich beschäftige mich beruflich mit der Zukunft unserer

Industrie (Industrie 4.0) und mache seit vielen Jahren Politik. Ich setze mich

dafür ein, dass unsere Region für alle Generationen attraktiv ist.“

Dr. Doris Aschenbrenner

„Wie es hierzulande weitergeht, hängt

entscheidend davon ab, wie stark DIE

LINKE am 24.9. wird. Es hängt von Ihrer

Stimme ab!

Soziale Gerechtigkeit, Sicherheit, Abrüstung

und Frieden. Dafür treten wir an, darauf ist

bei uns Verlass. Unsere Pläne sind konkret,

bezahlbar und gerecht.“

Schwerpunkte

• Friedenspolitik, Arbeit & Soziales

Zur Person

• 1988 Teilnahme an friedlichen

Demonstrationen in der

DDR, Verurteilung zu einer

12-monatigen pol. Haftstrafe

• 1990 Eintritt in die SPD

Coburg

• 2007 Mitglied und seit 2008

Vorsitzender DIE LINKE.

Coburg

• Verdi-Mtgl. und Stadtrat in Coburg“

Rene Hähnlein

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 63


Gesponserter Beitrag

WENN DER CHEF DAS E-BIKE ZAHLT

PER GEHALTSUMWANDLUNG ZUM TRAUMRAD

Tipps von Rechtsanwalt und Steuerberater

Thomas Bittorf | www.tb.legal

Fahrradfahren ist im Trend. Die Fortbewegung auf zwei Rädern ist gesund, macht

Spaß, muss dank E-Bikes auch nicht mehr so schweißtreibend wie früher sein. Und

vor allem fördern immer mehr Unternehmen Dienstfahrräder ihrer Mitarbeiter.

Mehr als 200.000 Dienstfahrräder gibt es es in Deutschland durch eine Barlohnumwandlung.

Was hat es damit auf sich?

Bei der Barlohnumwandlung verzichtet der Arbeitnehmer auf eine kommende Gehaltserhöhung

oder auch auf einen Teil seines bestehenden Gehalts. Im Gegenzug stellt ihm sein Arbeitgeber, meist

kostenlos, ein E-Bike als Dienstrad zur Verfügung, das der Arbeitnehmer auch privat nutzen kann.

Hierzu schließt der Arbeitgeber einen Rahmenvertrag mit einer Leasingfirma über meist 36 Monate

ab. Bei einem Vertragshändler wählt der Mitarbeiter dann ein Rad aus, das er gegebenenfalls nach der

Leasingzeit privat übernehmen kann.

Welche finanziellen Vorteile bietet ein „Dienstfahrrad“?

Der Arbeitnehmer braucht das E-Bike nicht von seinem Privatgeld zu kaufen, sondern erhält es von

seinem Arbeitgeber, inklusive einer Versicherung. Er versteuert als geldwerten Vorteil nur 1 Prozent des

Bruttolistenpreises, bei einem regulären Kaufpreis des Fahrrads von 2500 € wären das 25 € im Monat.

Dementsprechend sind auch die Sozialabgaben geringer als bei einer regulären Gehaltserhöhung. Als

Vorteil gegenüber einem Firmenwagen braucht der Arbeitnehmer die Fahrten zwischen Wohnung und

Arbeitsplatz nicht als geldwerten Vorteil zu versteuern.

Der Arbeitgeber hingegen kann sämtliche Kosten im Zusammenhang mit dem Dienstfahrrad wie

Leasingraten und Versicherung als Betriebsausgaben absetzen.

Insgesamt sind die Berechnungsgrundlagen für Lohnsteuer und Sozialversicherung niedriger, so dass

sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber hiervon profitieren können.

Dr. Andreas Höllein

Bodystreet ist ohne Frage das Trainingshighlight

dieser Tage. In Twenty

Minutes kann mans schaf fen, dass sich

schlaf fe Muskeln straf fen. Das Team

ist toll und familiär, drum geh ich

wöchentlich hierher!

Und wo liegt nun der Haken?

Die Leasinganbieter werben mit auffallend niedrigem Kaufpreis am Ende der Laufzeit. Sie betragen

manchmal nur 10 % des Neupreises oder noch weniger. Erwirbt der Arbeitnehmer tatsächlich am Ende

das Fahrrad zum Preis von 10 % des Neupreises, schlägt das Finanzamt zu. Wenn der Arbeitnehmer

nicht nachweisen kann, dass das Rad wirklich fast nichts mehr wert ist, unterstellt die Finanzverwaltung

einen Wert von 40 % der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Auf die 30 % Differenz

muss Lohnsteuer gezahlt werden, obwohl faktisch kein Geld fließt. Dies gilt unabhängig davon, von

wem der Arbeitnehmer letztendlich das Fahrrad erwirbt.

Das noch größere Risiko trägt der Arbeitgeber. Die Überlassung des Dienstrads und das Bestehen einer

Kaufoption für den Arbeitnehmer könnten dazu führen, dass der Arbeitnehmer als wirtschaftlicher

Eigentümer angesehen wird. In dem Fall könnte das Finanzamt das Leasingverhältnis als Mietkauf

des Arbeitnehmers ansehen. Dann würden die gezahlten Leasingraten und die Versicherung als

vom Arbeitgeber gewährter Nettolohn angesehen und hierauf rückwirkend Lohnsteuer und

Sozialversicherung nacherhoben. Hinzu kämen 6 % Zinsen p.a. für die Vergangenheit. Der Schaden

übersteigt bei weitem die ursprüngliche steuerliche Vorteilhaftigkeit.

Wie kann man dem vorbeugen?

Bodystreet Coburg Heiligkreuz

Bahnhofstrasse 14

96450 Coburg

Tel.: 09561 / 973 44 66

www.bodystreet.com

Der Arbeitgeber muss auf eine steuerkonforme Durchführung achten. Der mögliche Kaufpreis bei

Vertragsende darf nicht unter dem des Händlers bei Wiederverkauf liegen. Zudem sollte er sich von dem

Leasinganbieter bestätigen lassen, dass die steuerlichen Regeln eingehalten werden, die Arbeitnehmer

gerade nicht über eine Kaufoption oder eine vergleichbare Zusage verfügen und der Anbieter ggf. sich

bei einem Verstoß zum Schadensersatz verpflichtet. Der Arbeitgeber kann und muss sich vertraglich

absichern. Am besten: altes E-Bike am Ende zurückgeben und ein neues holen!

64 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DER NEUE CITROËN C3

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-Emissionen kombiniert 108 g/km.Werte nach vorgeschriebenem Messverfahren in der gegenwärtig geltenden Fassung.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 65


FANTASIE MITTELALTERMARKT 2017

Reisen Sie mit uns durch die Zeit zurück ins

Mittelalter. Vom 30. September bis zum 03. Oktober

findet Coburgs erster Fantasie Mittelaltermarkt statt.

Erleben Sie die fantastische Seite des Mittelalters im

zauberhaften Ambiente des Hofgartens von Coburg.

Vom 30.09. – 03.10. 2017 im Hofgarten Coburg

Pünktlich zu Marktbeginn um 10:00 Uhr wird über den

Marktschreier das Geschehen freigegeben. Stöbern Sie

durch mittelalterliche Marktstände oder probieren Sie sich in

verschiedenen Handwerkskünsten wie dem

Kettenhemdenflechten, Lederpunzieren oder vielen

anderen Kunsthandwerken selbst aus. Genießen Sie die

rustikalen kulinarischen Köstlichkeiten der Tavernen

und Händler. Fantastische Fabelwesen verzaubern die

Besucher und geben diesem Mittelaltermarkt ein ganz

eigens Flair. Bei musikalischer Untermalung gespielt auf

mittelalterlichen Instrumenten durch Gaukler und Barden

tauchen Sie in eine längst vergangene Zeit. Im Kinderland können

sich alle jungen Gäste gegen eine Schutzgebühr von 2,- € wie im

Mittelalter fühlen. Im Oger-Paradies können Sie Ihre Stärke testen

und Felsbrocken bewegen. In der Edelsteinschmiede gemeinsam

basteln oder im Strand nebenan Barbarossas Edelsteinschatz

suchen. Im Kampfkreis können sie sich in der Kampfkunst üben

oder gegenüber mit Airbrush-Tattoos zu fantastischen Wesen

verzaubern lassen, während sich die Großen weiter auf dem Markt

umsehen oder selbst zu Bogenschützen werden.

In den Abendstunden schallen die Klänge bekannter

Mittelalterbands von der Showbühne und als besonderes Highlight

verwandelt der Coburger Verein Mittelalter und Fantasy e.V. den

Markt mit seinen Feuershows zu einem Flammenmeer. Egal ob

stöbernd, mitmachend, den Klängen lauschend oder einfach nur

über den Markt mit seinem mittelalterlichen Treiben schlendernd,

Jung und Alt kommen bei diesem Spektakel auf ihre Kosten. Zum

Erntedankfest am 01. Oktober sind auch besondere Stände des

Coburger Wochenmarktes zu sehen, auch sie werden mit Ihren

Angeboten in der Zeit zurückreisen und den Besuchern ein Bild der

damaligen Märkte und Angebote präsentieren.

Am Montag, den 02. Oktober, findet zudem der Integrationstag

mit besonderen Aktionen für alle Menschen mit Einschränkungen

statt. Veranstaltet wird der Fantasie Mittelaltermarkt durch den

Verein Coburger Mittelalter und Fantasy e.V und dem städtischen

Eigenbetrieb Tourismus und Stadtmarketing/Citymanagement

Coburg anlässlich der bayrischen Landesausstellung Ritter, Bauern,

Lutheraner. Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

66 COBURGER | DAS MAGAZIN

AUSGABE 22 / AUGUST 2017


HOFGARTEN COBURG

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willkommen

in coburg

www.coburg.de/la2017

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 67


DIE NACHT DER KONTRASTE

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Lichtkunst auf der Veste Coburg

Interview mit dem Künstler Philipp Geist

© Philipp Geist/ VG Bildkunst 2017

© Philipp Geist/ VG Bildkunst 2017

Luther und Lichtkunst – wie geht das zusammen?

Mit Lichtkunst und Projektion ist nahezu jedes Thema faszinierend künstlerisch zu

erfassen. Das Thema Luther und die Reformation ist ein besonderes spannendes

Thema, da es ja auch mit dem Start der Aufklärung, des Buchdrucks und mit vielen

revolutionären Neuerungen einhergeht. Es war eine ganz wichtige Zeitenwende,

die sicherlich auch mit der Digitalisierung verglichen werden kann. Daher sehr

zeitgemäß und spannend.

Was hat Sie besonders an Coburg gereizt?

Sie ist sicherlich ein spannender Ort, die Veste Coburg. Ich mag solche besonderen

geschichtlichen Orte und bin davon inspiriert und fasziniert. Es ist eine spannende

Kombination aus historischen Orten aus der Zeitgeschichte und einer sehr jungen

modernen Kunstform.

Wie war Ihr erster Eindruck von der Veste Coburg?

Sicherlich spielte bei der Auswahl und Annahme des Projektes in Coburg meine

Installation 500 anlässlich der Reformation in Venedig eine entscheidende

Rolle, die von Ende April bis Mitte Juli in Venedig zu sehen war. Anlässlich

des Reformationsjubiläums zeige ich neben der Installation in Venedig auch in

Weilheim i.OBB. Lichtkunst-Projekte. Daneben war für mich ganz entscheidend

die Tatsache, dass Luther ein halbes Jahr auf der Veste Coburg gewohnt hat.

Welche lichttechnischen Neuerungen haben Ihre Arbeit in den letzten Jahren

beeinflusst? Und wohin geht die Entwicklung der Lichtkunst?

Das Feld und die unterschiedlichen Arbeitsweisen von verschiedenen Künstlern

sind vielfältig und spannend. Ich wünsche mir vor allem Lichtkunst-Projekte, wie

und mit welchen Mitteln ist dabei eigentlich gleich. Auch der Einsatz von alter

analoger Technik in Kombination mit neuesten Tools und Geräten ist spannend.

Aber klar wünsche ich mir irgendwann mit mini Beamer und Handy riesige

Fassaden zu bespielen.

Die Werke von Malern, Bildhauern oder Musikern sind „über den Tag

hinaus“ sichtbar und hörbar. Sehen Sie den Lichtkünstler hier – was die

Wirkungsdauer, aber auch die Möglichkeit der „Vermarktung“ betrifft – nicht

in einem Nachteil?

Bei den temporären Installationen spielen sicherlich Fotos und Videos eine ganz

besondere Rolle. In Form von Leuchtkästen und Prints, Videos, etc. werden die

Lichtprojekte konserviert und können somit über die eigentlichen Aufführungstag

weiterhin sichtbar gemacht werden.

Herr Geist, Sie waren auf der ganzen Welt im Einsatz – an welches Projekt

haben Sie besondere (gute oder schlechte) Erinnerungen?

Sicherlich werde ich nie meine Installationen in Rio de Janeiro am Cristo, einem

Doppelprojekt an der weltbekannten Christusstatue und auf einer Favela am Fuße

des Cristos vergesssen. Auch meine Installation in Teheran auf den Azadi Tower

zum Thema Frieden und Freiheit mit der Deutschen Botschaft war eine besondere

Erfahrung. Daneben meine Installation in Köln, letzte Silvesternacht, bei der ich

die gesamte Bodenfläche um den Kölner Dom mit eingereichten Begriffen der

Kölner bespielt hatte, dies war sehr emotional und ganz besonders. Aber auch die

Installation 2009 in Bangkok am Königspalast, die von 2,5 Millionen Besuchern

besucht wurde, war besonders für mich. Ich bin sehr dankbar, solche Projekte

umsetzen zu dürfen.

Für mich ist aber gerade der Wechsel zwischen kleinen und grossen Projekten im

Innen- und Aussenbereich das Interessante. Es faszinieren mich auch ganz kleine

Projekte, meine sogenannten 'Hidden Places' beispielsweise auf einer einzelnen

Pusteblume oder Magnolienblüte umzusetzen.

Das Projekt wird unterstützt von der Coburger Landesstiftung, der SÜC, Brose,

VVC Versicherungsmakler, der Galerie Späth und der Baugesellschaft Otto Hauch.

Weitere Informationen unter

www.museumsnacht-coburg.de

© Philipp Geist/ VG Bildkunst 2017

68 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


COBURGER SOMMER 2017

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VOLL AUF DIE OHREN

TIPPS VOM VERANSTALTUNGSSERVICE BAMBERG

HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER AUF DEM SCHLOSSPLATZ IN COBURG

SÖHNE MANNHEIMS ANDREAS BOURANI MARIUS MÜLLER-WESTERNHAGEN

FREITAG, 25. AUGUST 2017 SAMSTAG, 26. AUGUST 2017 SONNTAG, 27. AUGUST 2017

1995 gegründet, haben sich die Söhne Mannheims

mit bisher fünf Studio-Alben, zahlreichen Hits und

mit ausverkauften Tourneen seit über 20 Jahren zur

absoluten Kultband entwickelt. Das ist nicht zuletzt

dem unvergleichlichen Live-Feeling zu verdanken.

Zusammen mit viel Humor, einer perfekt

eingespielten Band und einer grandiosen Lichtshow

wird jedes Konzert von Andreas Bourani zu einem

Erlebnis.

Marius Müller-Westernhagen wird mit seiner MTV

Unplugged Tour vor der traumhaften Kulisse der

Ehrenburg in Coburg zu sehen sein.

UND 2 TIPPS FÜR HERBST UND WINTER:

PAPA ROACH

27. SEPTEMBER 2017 I 19 UHR I STADTHALLE FÜRTH

BROILERS

28.12.2017 I 20 UHR I BROSE ARENA BAMBERG

Platin-Rockband aus Kalifornien erneut live in Deutschland

Schon ihre letzte Co-Headliner-Tournee gemeinsam mit Five Finger Death Punch

im November 2015 wurde mit dem LEA Award als „Hallentournee des Jahres“

ausgezeichnet, jetzt hat die kalifornische Band Papa Roach erneut ein attraktives

Line-Up zusammengestellt, um im Rahmen von sieben Hallenkonzerten im Herbst

2017 ihr am 19. Mai 2017 erschienenes Album „Crooked Teeth“ live vorzustellen:

Unterstützt vom deutschen Metalcore-Quintett Callejon und der britischen

Hardcore Formation Frank Carter & The Rattlesnakes tritt das Grammynominierte

Quartett um den charismatischen Frontmann Jacoby Shaddix in

sieben deutschen Städten auf, darunter auch in Fürth, am 27. September 2017 in

der Stadthalle.

ECHO-Sieger zu Gast in Bamberg

2017 ist das Jahr der BROILERS: Ihr neues Album „(sic!)“ stieg auf dem ersten

Platz der deutschen Albumcharts ein und zur Krönung erhielten sie noch kurz

darauf den Echo in der Kategorie „Rock National“. Auf vielen ausverkauften

Konzerten feierten im Frühjahr über 160.000 Fans die Band, die diesen Sommer

auf den größten Festivals der Republik gastiert und mit ihren eigenen Open Airs

die Massen begeistert. Aufgrund der weiterhin ungebrochenen Nachfrage haben

die Broilers nun neue Konzerte für die zweite Jahreshälfte angesetzt und gehen ab

November auf die „Ein Teil von mir“-Tournee. Am 28. Dezember 2017 sind sie zu

Gast in der Brose Arena in Bamberg.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen

oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 69


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ABIR MUKHERJEE – EIN ANGESEHENER MANN

Buchempfehlung

Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN:

Mit „Ein angesehener Mann“ ist dem Engländer Abir Mukherjee ein herausragendes Debüt gelungen. Es

ist ein farbenprächtiger historischer Kriminalroman, den der junge Autor, Sohn indischer Einwanderer aus

Kalkutta, diesen Sommer vorlegt.

Kalkutta 1919: Als früherer Scotland Yard Detective folgt Captain Sam Wyndham dem Angebot eines

ehemaligen Vorgesetzten, ihn als Polizist bei der Imperial Police Force in Bengalen zu unterstützen. Die

Zentralregierung in Kalkutta steht zunehmend unter Druck der nach Unabhängigkeit strebenden Bengalen,

und es bedarf fähiger Polizisten in einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht.

Wyndham, durch seine Zeit im Krieg traumatisiert und seines Lebens müde durch den unerwarteten

Tod seiner jungen Frau, hofft in Indien seinen Erinnerungen zu entkommen und ergreift die sich bietende

Chance.

Wenige Tage nach seiner Ankunft wird er mit der Aufklärung eines brutalen Mordes an einem ranghohen

Mitglied der britischen Zentralregierung beauftragt: Der Tote, festlich gekleidet, liegt in einer Gosse

von Black Town, einem Elendsviertel der Stadt. In seinem Mund ein blutverschmierter Zettel mit der

Aufforderung, die Briten sollen Indien verlassen, ansonsten fließe noch mehr Blut. Vieles deutet auf einen

Terrorakt der nach Unabhängigkeit strebenden Bengalen hin.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Taschenbuch, Klappenbroschur,

512 Seiten:

ISBN: 978-3-453-42173-8

9,99 Euro

eBook:

ISBN: 978-3-641-20108-1

8,99 Euro

Wyndham nimmt die Ermittlungen auf, unterstützt von Inspector Digby, einem arroganten Polizisten, der

den Indern nicht über den Weg traut, sowie dem einheimischen Sergeant Banerjee, klug und gebildet, ob

seiner Herkunft im Polizeiapparat jedoch nur Polizist 2. Klasse. Ihre Nachforschungen führen sie von den

luxuriösen Salons der wohlhabenden Briten in die düstersten Opiumhöhlen der Stadt.

Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch hineingezogen in die drückende Schwüle Kalkuttas, atmete

ich die curry- und opiumgeschwängerte Hitze dieser faszinierend exotischen Metropole. Wir begleiten

facettenreich gezeichnete Charaktere bei der Aufklärung eines politisch brisanten Falls und lernen en

passant sehr viel über Geschichte und Alltag.

„Ein angesehener Mann“ ist ein großartiges Buch, das Krimifans und Liebhaber historischer Romane

gleichermaßen begeistert. Es bildet den Auftakt einer Serie, die sich über mehrere Jahrzehnte durch die

indische Kolonialgeschichte zieht.

Mord im Schatten

der Paläste

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den

Straßen einer Stadt, die im Chaos

der Kolonialisierung zu versinken

droht. Die Bevölkerung ist zerrissen

zwischen alten Traditionen und

der neuen Ordnung der britischen

Besatzung.

Abir Mukherjee

Abir Mukherjee ist Brite mit indischen Wurzeln: Seine Eltern

wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein

Debütroman „Ein angesehener Mann“ schaffte auf Anhieb den

Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit

seiner Familie in London.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt,

findet sich Captain

Sam Wyndham als Ermittler in

diesem Moloch aus tropischer

Hitze, Schlamm und bröckelnden

Kolonialbauten wieder. Doch er hat

kaum Gelegenheit, sich an seine

neue Umgebung zu gewöhnen. Denn

ein Mordfall hält die ganze Stadt in

Atem. Seine Nachforschungen führen

ihn in die opiumgetränkte Unterwelt

Kalkuttas – und immer wieder an den

Rand des Gesetzes.

© Nick Tucker

70 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


VORSCHAU

DIE NEUE SPIELZEIT AM

Spielzeit

2017/2018

LANDESTHEATER

COBURG

WALLENSTEIN|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER

Über zwanzig Neuproduktionen feiern zwischen September 2017 und Juni

2018 auf den Bühnen von Großem Haus, Reithalle und Münchner Hofbräu

Premiere.

Der Coburger Premierenreigen startet mir der Eröffnungspremiere von Puccinis

„Tosca“ (ab 30. September 2017). Hier gibt es ein Wiedersehen und -hören mit

zwei Coburger Publikumslieblingen: Für die Titelpartie konnte die Sopranistin

Celeste Siciliano gewonnen werden, und in der Rolle des Cavaradossi kehrt

Tenor Milen Bozhkov zurück ans Große Haus am Schlossplatz.

Besonders Familienfreundlichkeit wird im der neuen Spielzeit am Coburger

Landestheater groß geschrieben: Stücke wie „La Cenerentola“ (ab 3. Februar

2018), „Rusalka“ (ab 22. April 2018) oder Pierangelo Valtinonis Familienoper

„Pinocchio“ (ab 10. März 2018) dürften jungen Besuchern, die zum ersten Mal in

die Welt der Oper eintauchen, ebenso gefallen wie passionierten Theatergängern.

Zwischen klassisch und modern präsentiert sich das Ballett Coburg. Für

seinen Ballettabend „After Dark“ (ab 28. Oktober 2017) hat sich Coburgs

Ballettdirektor Mark McClain vom gleichnamigen Roman des japanischen

Autors Haruki Murakami inspirieren lassen; und Strawinskys „Feuervogel“

(ab 12. Mai 2018) präsentiert sich gepaart mit zwei modernen Tanzstücken von

Takashi Yamamoto und dem früh verstorbenen Choreografen Uwe Scholz als

Abend mit drei ganz unterschiedlichen Handschriften. In der Reithalle steht ein

weiterer Strawinsky auf dem Programm: „Die Geschichte vom Soldaten“ (ab

2. Februar 2018) wird von Orchestermusikern, Tänzern und Schauspielern des

Hauses gemeinsam als spartenübergreifendes Projekt erarbeitet.

Mit „A Spider Murphy Story“ (ab 14. Oktober 2017) dürfte Schauspieldirektor

Matthias Straub gleich zum Beginn der Saison einen richtigen Kassenschlager

landen: Das Rock’n’Roll-Musical kommt gespickt mit Hits der Spider Murphy

Gang daher. Im weiteren Schauspielprogramm finden Klassiker wie „Der

zerbrochne Krug“ (ab 13. Januar 2018) oder „Macbeth“ (ab 2. Juni 2018)

ebenso Platz wie zeitgenössische und moderne Theaterstücke: Mit Ayad

Aktars „Geächtet“ (ab 7. April 2018) gelangt eine hervorragende Polit-Satire

zur Aufführung; Florian Zellers „Vater“ (ab 14. April 2018) erzählt mal frech,

mal anrührend die Geschichte eines an Demenz erkrankten Mannes, die –

konsequent aus der Sicht des Betroffenen erzählt – beinahe zum Psycho-Thriller

gerät.

Premieren 2017/2018 Auswahl

TOSCA

Oper von Giacomo Puccini

30. September 2017, Großes Haus

GOODBAYREUTHORIGINALTITELBISDENVER

Boulevard-Komödie von Oliver Bukowski, ins Oberfränkische übertragen von

Peter Schanz, 7. Oktober 2017, Reithalle

ASPIDERMURPHYSTORYURAUFFÜHRUNG

Ein Rock-’n’-Roll-Musical von Matthias Straub und Rüdiger Eisenhauer

14. Oktober 2017, Großes Haus

AFTERDARKURAUFFÜHRUNG

Ballett von Mark McClain nach einem Roman von Haruki Murakami

28. Oktober 2017, Großes Haus

EINHERZUNDEINESEELE

Nach der gleichnamigen Fernsehserie von Wolfgang Menge

16. November 2017, Münchner Hofbräu

EINEWEIHNACHTSGESCHICHTE URAUFFÜHRUNG

Weihnachtsmärchen nach dem Roman von Charles Dickens

19. November 2017, Großes Haus

LACENERENTOLAASCHENPUTTEL

Oper von Gioacchino Rossini

3. Februar 2018, Großes Haus

RICOOSKARUNDDIETIEFERSCHATTEN

Krimi für junge Menschen nach dem Roman von Andreas Steinhöfel

22. Februar 2018, Reithalle

PINOCCHIO

Familienoper von Pierangelo Valtinoni

10. März 2018, Großes Haus

RUSALKA

Oper von Antonín Dvořák

22. April 2018, Großes Haus

MACBETH

Tragödie von William Shakespeare

2. Juni 2018, Großes Haus

Und Oliver Bukowskis Boulevard-Komödie „Bis Denver“ (ab 7. Oktober 2017),

ursprünglich im Lausitzer Idiom geschrieben, wird fränkischen Hörgewohnheiten

angepasst. Natürlich darf auch ein Weihnachtsmärchen nicht fehlen. Eigens für

das Landestheater Coburg erarbeitet der renommierte Dramatiker Philipp Löhle

eine Fassung von Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ (ab 19. November

2017).

Eine bissige Revue bildet dann den krönenden Abschluss der Saison: In der

Inszenierung von Konstanze Lauterbach kommt Kurt Weills „Aufstieg und Fall

der Stadt Mahagonny“ (ab 22. Juni 2018) auf die Bühne des Großen Hauses.

Seit Samstag, 1. Juli 2017 gibt es Tickets für die

Vorstellungen des neuen Theaterjahres.

DIEHOCHZEITDESFIGARO|WIEDERIMSPIELPLANABSEPTEMBER

HERZLICHWILLKOMMEN!

Jetzt Karten für die neue Spielzeit sichern:

www.landestheater-coburg.de

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72 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


G A L E R I E

P O R T R A I T S V O N M A R I O W O L F

Mario Wolf malt Bilder von Menschen – und ist stets auf

der Suche nach der Person hinter dem Bild. Portraits

von Unbekannten in ihrem Alltag, Momentaufnahmen

von Menschen in ihren ganz individuellen Situationen.

Über die Jahre ist so eine ganz persönliche Art der

Porträtmalerei entstanden. Der Maler und Grafiker

lebt und arbeitet in Rödental und Coburg.

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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 73


74 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


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AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 75


76 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

SCHATZSUCHE 2017

DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON

Das Interview mit

dem Gewinner auf

www.itv-coburg.de

IMMER SCHÖN EINCREMEN – GUTER RATSCHLAG WAR RICHTIGE LÖSUNG

Herzlichen Glückwunsch an Jürgen Ott aus Coburg. Er ist der Gewinner der dritten

Schatzsuche vom COBURGER und von iTVCoburg in diesem Jahr. Das Lösungswort

war ein mütterlicher Ratschlag für den Sommer: „Immer schön eincremen“. Jürgen

Ott hat diesen Schlüssel zum Schatz erknobelt und freut sich über Gutscheine unserer

Partner Sporthaus Wohlleben, der Goldenen Traube, der ThermeNatur Bad Rodach

und der Agentur Streckenbach im Wert von 600 Euro und dazu über 400 Euro in bar.

Und nach der Schatzsuche ist vor der Schatzsuche: Die nächste Ausgabe gibt es Mitte

August.

Der glückliche Gewinner der letzten Schatzsuche: Jürgen Ott.

SIEBEN TAGE, SIEBEN FRAGEN, UND DANN NOCH EIN KREUZWORTRÄTSEL. UNSER DRITTER SCHATZ WAR SCHWER ZU FINDEN.

1 Geht auf Seite 16 des COBURGER 21. Dort ist ein Ort erwähnt, der nicht in

Bayern liegt, sondern in einem anderen Bundesland. In diesem Bundesland

wurde ein „Geheimer Rat“ geboren, der eigentlich anders hieß, aber seinen

Geburtsort im Nachnamen trug: Nach seinem Tod vor über 300 Jahren

verfügte er etwas, das ältere Menschen unterstützt – bis heute. In welchem

Ort im heutigen Landkreis Coburg lebte dieser Mann bis zu seinem

Lebensende? Notiert Euch den Namen.

Antwort: Wiesenfeld. Dort lebte Johann Caspar Scheres-Zieritz (Zieritz ist

sein Geburtsort in Niedersachsen), der nach seinem Tod 1704 verfügte, dass

sein Wohnhaus und zwei Wiesenfelder Güter eine Stiftung bilden sollten, um

bedürftige und würdige Personen evangelisch-lutherischen Bekenntnisses

in Altenheimen zu unterstützen. Die Scheres-Zieritz-Stiftung wird bis heute

von der Niederfüllbacher Stiftung verwaltet.

2 Parzival war hier, Charles Edward ab dem Jahr seiner Eröffnung viel in

Bonn, in einem COBURGER in diesem Jahr drei Väter auf einmal. Wenn

man bei iTVCoburg nach dem gesuchten Ort sucht, erhält man an diesem

Sonntag noch 26 Ergebnisse. Wie heißt der Ort? Merkt ihn Euch gut.

Antwort: Güterbahnhof. Projekt „Parzival“ wurde in Ausschnitten hier

zum Auftakt der letzten Designtage aufgeführt, Charles Edward war der

Geburtsname des letzten Coburger Herzogs Carl Eduard, der 1903 im Jahr

der Eröffnung des Güterbahnhofs in Bonn ein Studium aufnahm, und im

Coburger 20 im Frühjahr gab es ein Interview mit Auwi Stübbe, Wolfram

Hegen und Mick Böhm in der Pakethalle auf dem Güterbahnhofgelände.

Außerdem bis 18.6.2017 noch 26 Einträge bei iTVCoburg für

„Güterbahnhof “. Jetzt sind es 27, weil iTVCoburg dann von der dortigen

Kunstmesse berichtet hat.

3 Im letzten COBURGER waren dort vier Doktoren auf einer Seite. In

welchem Ort haben Sie sich getroffen? Auch iTVCoburg war schon dort.

Notiert Euch den Ortsnamen

Antwort: Tambach. Im COBURGER 21 sieht man im Hofbericht vier

Doktoren beim Golfspielen. Auch iTVCoburg hat von diesem Benefizturnier

berichtet. Es fand in Tambach statt.

4 Er fand Rousseau klasse und Coburg paradiesisch. Trotzdem verließ er

die Vestestadt im Zorn. In welcher Gasse in Coburg lebte er? Notiert diese

Gasse. Ihr benötigt sie am Samstag für unser Kreuzworträtsel.

Antwort: Gymnasiumsgasse. Dort lebte der Dichter Jean Paul, der sich

das „Jean“ von Rousseau entliehen hatte, weil er ihn so verehrte, und der

Coburg liebte, bis er mit der Obrigkeit in Streit geriet und nach Bayreuth

zog. Bis dahin aber lebte er in der Gymnasiumsgasse.

5 Im COBURGER 21 spricht der lokal adaptierte Serienheld von diesem

Ort, auf iTVCoburg haben wir dort jemand getroffen, der ganz schön

aufgezwirbelt daherkam. Wie heißt der Ort? Merkt ihn Euch gut.

Antwort: Dörfles-Esbach. Der vom Münchner Serienheld Monaco Franze

lokal Adaptierte ist der „Monaco Franke“, der im COBURGER 21 kurz

Dörfles-Esbach erwähnt. 2008 hat iTVCoburg dort Bartmeister Helmut

Huck getroffen, der „aufgezwirbelt“ daherkam, wie man mit einer googleoder

iTV-Suche herausfinden konnte.

6 Der gesuchte Ort ist in Coburg. Es handelt sich um einen „Streifen zum

Begehen“, den es auch in einer verniedlichten Form in Coburg gibt und an

dessen einem Ende ein Durchgang steht, der nicht nach ihm benannt ist.

Wie heißt dieser „Streifen“?

Antwort: Steinweg. Ein Weg ist ein „Streifen zum Begehen“, den Steinweg

gibt es in Coburg auch als verniedlichtes „Steinweglein“, und am einen Ende

des Steinwegs steht als Durchgang nicht etwa das Steintor, sondern das

Spitaltor.

7 Der 14. Juni 2017 auf www.itv-coburg.de beschreibt eine ähnliche

Leidenschaft wie sie auch nach einer Geschichte im aktuellen COBURGER

erwähnt wird. Wo im Landkreis Coburg lebt dieser „Süchtige“?

Antwort: Lautertal. Am 14. Juni 2017 erzählt ein junger Coburger auf

iTVCoburg von seiner Leidenschaft, Platten zu sammeln. Ähnliches sagte

auch Andreas Leopold Schadt von sich im COBURGER im Abspann einer

Geschichte über den fränkischen Tatort-Kommissar. Er lebt in Lautertal.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 77


MIT DIESEN RICHTIGEN ANTWORTEN KONNTE

MAN DANN AUCH UNSER KREUZWORTRÄTSEL LÖSEN.

SCHATZSUCHE 2017

Die Fragen bezogen sich chronologisch auf die Antworten oder Wege zu den

Antworten aus dieser Woche.

1 Schaut Euch die Antwort gut an. Etwas anderes „Natürliches“ verbindet

diesen Ort mit Coburg. Etwas, das immer in Bewegung ist. Wie heißt dieses

„Natürliche“?

Antwort: Sulzbach (fließt von Wiesenfeld nach Coburg)

2 Diesen gesuchten Ort wird man schon bald über ein neues Bauwerk noch

besser erreichen. Das wollte die Stadt Coburg vor langer langer Zeit schon

einmal. In welchem Jahr? Schreibe in Buchstaben.

Antwort: Neunzehnhundertzweiundzwanzig (Damals gab es schon

Bestrebungen die Brücke vom Güterbahnhof Richtung Karchestraße zu

bauen, die aktuell entsteht)

3 An diesem Ort gibt es auch viele Tiere. Eine Anlage mit gleichem Namen

gibt es auch auf der anderen Seite von Coburg. Dort wird aber gekickt. In

welcher Stadt?

UND WIE GEHT’S?

Sie wollen uns beweisen, dass Sie doch schlauer sind als wir? Dass Sie unsere

Rätsel der Region lösen? Und vielleicht wollen Sie sogar jeweils Gutscheine und

Bargeld im Wert 1000 Euro gewinnen? Dann schauen Sie rein: Immer am ersten

Tag der Schatzsuche auf www.itv-coburg.de, www.coburger-magazin.de, unter

facebook.com/itvcoburg oder facebook.com/coburgermagazin.

Dann heben Sie sich den COBURGER immer gut auf! Den brauchen Sie! Dann

schauen Sie sich die Filme auf itv-coburg.de gut an! Alles das werden Sie benötigen

– vielleicht. Sie müssen querdenken, recherchieren, kombinieren. Stellen Sie am

besten ein Team zusammen, um uns zu besiegen. Sieben Tage, sieben Fragen, eine

Lösung.

Antwort: Rödental (Der Stadtteilverein TSV Mönchröden spielt im

Wildpark, den es als echten Wildpark in Tambach gibt)

4 Und wo hatte er sein Gartenhaus?

Antwort: Adamiberg ( Jean Paul lebte in der Gymnasiumsgasse und war

gern in seinem Gartenhaus)

5 Im ersten Teil soll es gespukt haben. In welchem Gebäude? Wie hieß es im

Volksmund?

Antwort: Hexenschloss (Das Dörfleser Hexenschloss im heutigen Dörfles-

Esbach)

6 Was war hier ganz am Ende bis 1890, obwohl es auch heute noch da ist, auch

noch so ähnlich heißt, manchmal aber auch eine andere Adresse hat?

Antwort: Hahnmühle (Ist im Steinweg 68 ganz am Ende kurz vor der Allee,

schloss 1890 als Mühle, heißt aber als Hotel immer noch so, und findet sich

online auch unter „Allee“ als Adresse)

WEITERE TERMINE SCHATZSUCHE 2017:

Schon jetzt rot markieren:

12. bis 21. August

14. bis 23.Oktober

9. bis 18. Dezember

7 Von hier kommt auch etwas „Natürliches“, das sich auf seinem Weg mit der

Antwort auf Frage 1 trifft. Wie heißt „Es“?

Antwort: Lauter (fließt von Lautertal nach Coburg und trifft dort auf den

Sulzbach)

Alle Infos auch unter www.coburger-magazin.de/schatzsuche

Urlaubsregion Coburg.Rennsteig

78 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin

Ausgabe 22 / August 2017

Vierter Jahrgang

Auflage 3500 Stück

www.coburger-magazin.de

Verlag:

markatus | markantes marketing

Mohrenstr. 31

96450 Coburg

Telefon 0 95 61 / 973 45 00

www.markatus.de

Herausgeber und Chefredakteur:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

hegen@coburger-magazin.de

Gründungsherausgeber:

Peter Einheuser

Wolfram Hegen

Autoren dieser Ausgabe:

Heidi Schulz-Scheidt

Benedikt Dellert

Wolfram Porr

Peter Smaldenbrand

Fotografen dieser Ausgabe:

Sebastian Buff

Sebastian Rüger

Yves Alloing

Layout/ Illustrationen:

Axel Straubinger

Titel-Illustration:

„Ein Sommer in Coburg“

Grundlayout:

Peter Einheuser

Anzeigengestaltung:

markatus | markantes marketing

Anzeigenvertrieb:

Wolfram Hegen

Telefon 01 71 / 690 52 84

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… JETZT SCHON AN 2018 DENKEN …

Das sind sie also, unsere PREMIUM-Partner 2017.

Unternehmer und Vertreter der Region, die uns über

das ganze Jahr begleiten. Dafür bedanken wir uns hier

und mit interessanten Stories oder Interviews. Wenn

Sie im Jahr 2018 auch PREMIUM-Partner werden

möchten, informieren Sie sich doch über Ihre Vorteile

unter: www.coburger-magazin.de/premium-partner.

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Besondere Geschichten, Typen, Fotos. Themen, die

begeistern, berühren, aufregen, traurig machen, aber

auch zum Lachen bringen: Der COBURGER bereitet

in den nächsten Wochen die Themenplanung für

das Jahr 2018 vor. Wenn Sie eine Story haben, einen

Menschen, eine Geschichte, die wir weitererzählen

könnten, dann geben Sie uns einen Tipp unter

hegen@coburger-magazin.de. Wir setzen uns dann

mit Ihnen in Verbindung.

NEUE BEIM COBURGER

WIEDER EINMAL HALLO IM TEAM

Seit 1. Januar 2017 also verlegt die Marketingagentur

markatus den COBURGER. Das hat frischen Wind ins

Magazin gebracht – und neue Leute. Axel Straubinger

hat sich an dieser Stelle schon vorgestellt und Aryna

Stark und Oliver Popp, dieses Mal muss der Chef ran:

Björn Hieber. Auch er tut das mit eigenen Worten,

nicht weil er das will, sondern weil er muss:

„Wir leben bei markatus eine Philosophie, bei der

wir nur Projekte starten, auf die wir uns freuen. Und

so war es auch mit dem COBURGER. Seit 2017 sind

wir der Verlag des Stadtmagazins und entwickeln es

mit Begeisterung weiter. Als letztes Jahr die ersten

Gespräche zur Eingliederung in unsere Agentur

stattfanden war schnell klar, dass ein dreifaches

win-win-win entstehen wird, da einfach alles

zusammenpasst. Unseren Kunden ermöglichen wir

thematisch platzierte Werbung, der COBURGER

erhält ein solides Fundament und unser langjähriger

Partner Wolfram Hegen erhält mit unserer Agentur

ein starkes Team. Und so freue ich mich auf jede neue

Ausgabe.“

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 79


MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE

Um einen Franken glücklich zu machen, braucht es

nicht wirklich viel. A scheens Festla, wos Gud’s zum

Essen und zum Trinken. Vielleicht noch a wengla

sei Ruh‘ – schon ist er der glücklichste Mensch!

Drum sieht der Franke dem Superwahlherbst mit

Bundestags- und Landtagswahl auch geradezu

gelassen bis völlig entspannt entgegen. Während

die Welt aus den Fugen gerät, der internationale

Terrorismus blüht und die Globalisierung uns die

Luft abdrückt, scheint es so, als machten sich die

Franken ihre Welt widdewiddewie sie ihnen gefällt.

Und der Monaco prognostiziert mal

– ja, ich weiß, do g’hört ned vill dazu:

In Bayern wird nach den Wahlen alles

so bleiben wie es ist. Ehe gleich das

ABER kommt: Horst Seehofer wird

uns auch in den kommenden vier

Jahren ein erfolgreicher Landesvater

sein. Einer, der Störfeuer, Probleme

und Widersprüchliches nonchalant

wegmoderiert, seine Nase notfalls

in den Wind halten und am

Ende seiner manchmal wirren

Argumentationsketten feststellen

wird: Kein anderes Land ist so

märchenhaft erfolgreich wie Bayern.

Nirgends sonst in Deutschland ist es

so schön. Nirgends sonst sind die

Menschen so sicher, so glücklich

und zufrieden, so heimatliebend und

zugleich so fortschrittlich.

Und stimmt das nicht auch? Man

kann es den Regierenden wohl

nicht vorwerfen, dass sie nun mal

das große Ganze sehen müssen und

das Süd-Nord-Gefälle geflissentlich

verschweigen. Ob „die anderen“ es wirklich anders

oder gar besser machen würden, ist wahrlich nicht

sicher. Überhaupt: Worüber sollen die Greinmeicherla

vo die Soz’n denn dann nuch jammern, wenn sa an

der Regierung sind?! Naa, des wär nix! Herausfinden

werden wir das in Bayern aber wohl nie! Und das liegt

– ja, ganz recht - auch an den Franken! Die haben sich

mit der Rolle des zwar nölenden, aber handsamen

Muffels (oberbayerisch: Grantler) angefreundet, der

sein Kreuz am Ende dann doch an der richtigen Stelle

macht. Ein zähnefletschender Terrier, der zwar mal

bellt, aber nicht beißt.

Ist aber auch klar: Denn es soll keiner sagen, der

Franke sei nicht lernfähig. Was wurde in den letzten

Jahrzehnten nicht alles versprochen! Einiges kam

spät und/oder ganz anders als zunächst geplant

(Stichwort: ICE-Anbindung), anderes lässt bis heute

auf sich warten. Heimatminister Markus Söder zum

Beispiel lässt sich zwar gefühlt mehrfach täglich dafür

feiern. Schnelles Internet auf dem Land ist aber auch

in weiten Teilen des (nördlichen) Freistaats noch

immer eine Angelegenheit für die gute Fee mit den

drei Wünschen. Dann also doch lieber nach dem

Mist! Die Deutschen waren wieder schneller.

Motto leben: Wer nichts erwartet, kann nur positiv

überrascht werden?!

Vergleicht man die getätigten und geplanten Ausgaben

in den verschiedenen Regierungsbezirken, fällt

schon auf, dass sich da nicht wirklich viel zugunsten

Nordbayerns verschoben hat. Dass Nürnberg eine

eigene Universität bekommen soll? Geschenkt

(und für den „kleinen Mann“ eher unerheblich).

In Seehofers Wunschpunsch schwimmen als

wichtigste Projekte ein neuer Konzertsaal und eine

zweite S-Bahn-Stammstrecke für München sowie

eine Uni-Klinik für Augsburg. Die Franken nehmen

diese Tatsache aber scheinbar immer stoischer zur

Kenntnis.

In München scheinen sie das längst zu wissen.

Die „großen Versprechen“ im Vorfeld der Wahlen

beschränken sich folgerichtig auf Allgemeines:

Digitalisierungsoffensive, neue Stellen für Lehrer

und Polizisten, Steuerentlastungen. Unangenehme

Themen wie die Stromtrassenführung quer

durchs Land oder der Bau der dritten Startbahn

am Münchner Flughafen über die

Köpfe der Menschen hinweg, die

sich in einem Bürgerentscheid

dagegen gewendet hatten, spielen

zumindest bisher keine Rolle und

werden seltsamerweise auch von der

Opposition nicht gespielt. Auch für

mehr direkte Demokratie setzen sich

„Horst im Glück“ Seehofer und seine

CSU ein. A echta Brüller, horch!

Denn wenn’s hart auf hart kommt

und die Bürger versehentlich nicht

so abgestimmt haben, wie man sich

das erhofft hat, fühlt man sich an das

Votum auch nicht mehr gebunden.

Siehe dritte Startbahn.

Immerhin hat die CSU, um sich

von ihrer großen Schwesterpartei

abzugrenzen, noch ein paar

andere Ziele in ihr Wahlprogramm

aufgenommen – wohl wissend, dass

die meisten davon mit einer Kanzlerin

Merkel nicht durchzusetzen sind.

„Bayern Plan“ heißt das Schriftstück.

Ein freilich irreführender Name,

denn Bayern kommt darin eigentlich so gut wie nicht

vor. Stattdessen geht es darin in erster Linie um die

schon immer geforderte Obergrenze für Flüchtlinge.

Manchmal wäre der Monaco wirklich für eine

Obergrenze – dann aber bitte eine Obergrenze für

bleede Vorschläge – und zwar egal von wem.

Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

80 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


AUF EIN WORT

In jedem

COBURGER laden wir

an dieser Stelle Coburger

oder Nicht-Coburger

ein, ihre Meinung

zu sagen.

Es lebe Marius

Aus zwei aktuellen Anlässen noch einmal leicht angepasste Auszüge aus einem „Auf ein

Wort“ aus dem Jahr 2013 … weil Marius kommt … und weil im September Wahlen sind.

„Freiheit, Freiheit, ist das einzige, was zählt“: Ein Klassiker von Marius Müller-Westernhagen.

Live in Coburg zu hören auf dem Schlossplatz Ende August.

Freie Entfaltung der Persönlichkeit, Handlungsfreiheit, Freiheit der Person, Glaubens- und

Gewissensfreiheit, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Kunst

und der Wissenschaft, Freizügigkeit, Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Freiheit

der Berufswahl. Die weit überwiegende Zahl an Grundrechten sichert den Staatsbürgern der

Bundesrepublik Deutschland Freiheiten zu. Diese Freiheiten jedes Einzelnen zu sichern, zu

schützen und einzuhalten, ist die Maxime des Handelns aller staatlichen Organe.

Freiheit ist ein hohes Gut in unserer Verfassung. 1848 hat die Nationalversammlung viele

Freiheiten festschrieben, Freiheiten sind davor und danach immer wieder hart erkämpft worden,

Menschen sind für Freiheit gestorben und tun es noch. Denn Freiheit ist immer in Gefahr. Sie

ist anstrengend für den Einzelnen, von dem sie Verantwortung fordert, von manchen zu viel. Sie

ist mühsam für den Staat und seine Organe, die tagtäglich Freiheiten gegeneinander abzuwägen

haben. Sie ist unbequem für Eliten, die sich Fragen gefallen lassen müssen. Und sie ist ohnehin

lästig für Fans eines „schlanken“ Staats: Freiheit hat viele Feinde. Wenn diese aus ihren Motiven

heraus gemeinsam ein Süppchen kochen, wird das am Ende aber niemandem schmecken. Am

wenigsten Ihnen selbst.

Die Zutaten aber liegen schon parat. Und sie sind ja auch schön verpackt: Mehr Sicherheit für

Leib und Leben, die eigene Zukunft, das Land. Wer wollte sich dagegen aussprechen? Mehr

Digitalisierung für ein noch bequemeres Leben, praktische Anwendungen, alles smart. Wer sollte

da etwas dagegen haben? Köchelt es also nicht schon längst, das Süppchen? Haben wir unsere

Freiheit nicht ohnehin schon längst geopfert? Oder müssen wir einfach weiter um sie kämpfen?

Tag für Tag?

„Freiheit, Freiheit…..ist die einzige, die fehlt“ singt Marius Müller-Westernhagen.

Im September ist Bundestagswahl.

AUSGABE 22 / AUGUST 2017 COBURGER | DAS MAGAZIN 81


Coburger | Das Magazin

erscheint wieder im Oktober 2017

Anzeigenschluss ist

der 22.09.2017

WITZE ZUR WAHL SIND HIER DAS LETZTE

Talkshow vor der Wahl, Frage an Angela Merkel:

„Wir wollen wissen, wie gut Sie Deutschland

mittlerweile kennen: Wie viele deutsche Inseln gibt

es in der Nordsee und wie heißen sie?“ Merkel: „Das

ist ja einfach, es gibt 26 Stück und ich heiße Angela

Merkel.“

Talkshow vor der Wahl, Frage an Martin Schulz: „Was

machen Sie, wenn Sie gewählt werden?“. Antwort:

„Keine Ahnung. Ich stelle mir mehr die Frage: Was

mache ich, wenn ich nicht gewählt werde?“

Wahlkampf. Ein Arbeitsloser spricht Merkel an:

„Wenn Sie so toll sind, haben Sie doch sicher einen Job

für mich?“. Merkel: „Freilich, Leiter im Kanzleramt,

35-Stunden-Woche, 200000 Euro Jahresgehalt,

Dienstwohnung, Dienstwagen.“ Der Arbeitslose:

„Wollen Sie mich verarschen?“ Merkel: „Ja, wer hat

denn damit angefangen?“

Treffen sich ein Thunfisch und ein Walfisch. Sagt

der Walfisch: „Was sollen wir tun, Fisch?“. Sagt der

Thunfisch: „Du hast die Wahl, Fisch.“

© Marian Kamensky

Blüm reicht seine Rente nicht mehr zum Leben. Er

geht zu Schulz: „Wenn ich Dich wähle, hilfst Du mir

dann?“ Schulz: „Warum sollte ich?“ Blüm: „Du sagst

doch immer, Du hilfst den kleinen Leuten?“

Was wird im Vatikan zu Tisch getrunken, nachdem

ein neuer Papst gewählt ist? Rotkäppchensekt!

82 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017


Implantate —

erneute Dynamik

geschmiedet auf LASCO

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Nur wenige hochspezialisierte Werkstoffe und

Legierungen eignen sich, um — eingebettet

im menschlichen Körper — natürliche Bestandteile

ersetzen zu können. Das macht sie besonders kostbar.

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83


Schöne Ferien und

schönen Urlaub …

… ob in der Ferne oder in der Heimat, wünschen

Ihnen der COBURGER und iTV Coburg.

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84 COBURGER | DAS MAGAZIN AUSGABE 22 / AUGUST 2017

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