12-2025
Fachzeitschrift für Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik
Fachzeitschrift für Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik
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Dezember 12/2025 Jahrgang 30
HF- und
Mikrowellentechnik
Breitbandige Antennen
für sichere Signalanalysen
Aaronia, S. 6
0.05 MHZ TO 86 GHZ
High-Frequency
Amplifiers
Ultra-Wideband Performance
Features for Almost Any Requirement Now up to E-Band
• High gain, up to 45 dB
• Noise figure as low as 1.7 dB
• Output power up to 1W
• Rugged designs with built-in protections
• Wide DC input voltage range
NEW TO MARKET
ZVA-71863+ Series
• 71 to 86 GHz
• Low Noise & Medium
Power Models
ZVA-35703+
• 35 to 71 GHz
DISTRIBUTORS
Editorial
Technische Beratung und Distribution
Peter May
Leiter Messtechnik der Aaronia AG
Die unsichtbare Bedrohung enttarnen
Die Bedrohungslandschaft für kritische Infrastrukturen hat sich
fundamental gewandelt. Während physische Sicherheitsmaßnahmen
nach wie vor unverzichtbar sind, verlagern sich Angriffsvektoren
zunehmend in den elektromagnetischen Raum. Hier
offenbart sich eine Schwachstelle, die vielen Sicherheitsverantwortlichen
noch nicht ausreichend bewusst ist: die mangelnde
Transparenz über das genutzte Funkspektrum.
Monitoring-Lösungen mit Echtzeit-Spektrumanalysatoren
schließen genau diese Lücke. Diese hochspezialisierten Systeme
erfassen kontinuierlich das gesamte Frequenzspektrum und identifizieren
Anomalien innerhalb von Millisekunden. Anders als
konventionelle Detektionssysteme, die auf vordefinierte Signaturen
angewiesen sind, erkennen moderne Spektrumanalysatoren
auch unbekannte oder modifizierte Signale. Diese Fähigkeit ist
entscheidend, denn Angreifer passen ihre Methoden ständig an.
Die Bedrohung durch Drohnen illustriert die Dringlichkeit
eindrucksvoll. Kommerzielle Drohnen lassen sich mittlerweile
für Aufklärung, Abhöraktionen oder sogar physische
Angriffe einsetzen. Herkömmliche Radarsysteme stoßen bei
der Erfassung kleiner tieffliegender Objekte an ihre Grenzen.
Spektrumanalysatoren hingegen detektieren die Kommunikation
zwischen Drohne und Fernsteuerung zuverlässig und ermöglichen
so frühzeitige Gegenmaßnahmen. Für Energieversorger,
Regierungsgebäude oder Produktionsstätten ist diese Früherkennung
von unschätzbarem Wert.
Doch nicht nur die Luftraumüberwachung profitiert von dieser
Technologie. Industriespionage durch drahtlose Abhör geräte,
unautorisierte WLAN-Zugangspunkte oder manipulierte IoT-
Geräte lassen sich durch kontinuierliche Spektrumüber wachung
aufdecken. Die Systeme erstellen ein Basislinien-Profil der
legitimen Funkaktivität und alarmieren bei Abweichungen
automatisch. So werden auch subtile Angriffe erkennbar, die
traditionelle Netzwerksicherheits-Lösungen übersehen würden.
Die Integration von künstlicher Intelligenz verstärkt diese Fähigkeiten
zusätzlich. Machine-Learning-Algorithmen lernen normale
Signalmuster und verbessern die Treffergenauigkeit kontinuierlich,
während Fehlalarme minimiert werden. Die Investition in
Echtzeit-Spektrumanalyse ist längst keine Option mehr, sondern
eine Notwendigkeit für jeden, der kritische Infrastrukturen ernsthaft
schützen will. Die Frage ist nicht ob, sondern wann diese
Technologie zum Standard wird. ◄
municom
wünscht
friedliche
Feiertage
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Antennen (Patch, Chip,
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für die Hochfrequenztechnik,
Optoelektronik sowie
Hochfrequenzmessgeräte
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hf-praxis 12/2025 3
Inhalt 12/2025
Dezember 12/2025 Jahrgang 30
Die ganze Bandbreite
der HF-und MW-Technik
HF- und
Mikrowellentechnik
Breitbandige Antennen
für sichere Signalanalysen
Aaronia, S. 6
MBX02K
Komplettes Starter-Kit
für mmWave-
Antennentests
Titelstory:
Breitbandige Antennen
für sichere Signalanalysen
Allzweckwaffen zur Abwehr
von EMV-Problemen,
Netzwerkstörungen und
Drohnenattacken. 6
GIM06
Preisgünstiger 2-Achsen-Positionierer
für Antennen und Radargeräte
Over-the-Air-Test von mmWave-Antennen
Antennentests sind oft ein entscheidender Schritt
im HF-Design-Prozess. 24
International News starting on page 68
MBX02
modulare Schirmkammer (Benchtop)
MBX02K ist ein Einstiegspaket, das preisbewussten
Anwendern eine komplette Over-
The-Air-Testlösung bietet. Dieses Paket ist
ideal für Start-ups, Bildungseinrichtungen und
die Industrie. MBX02K besteht aus einer kompletten
MBX02-Kammer (1,2 m) und einem
GIM06-Antennenpositionierer sowie einer
vollständigen Software-Steuerung in Python.
Optional erweiterbar mit Extendern unseres
Partners ERAVANT.
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Coherent Optical Transceiver With Evaluation
Function to Network Test Instruments
Anritsu Corp. has added 100ZR coherent optical
transceiver evaluation to its portable Network Master Pro
MT1040A/MT1000A testers, enabling comprehensive
communication performance testing for the nextgeneration
100ZR standard (QSFP28) as part of network
verification, installation, and maintenance. 68
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Abstimmbare HF-Filter:
Vorteile, Nachteile und Anwendungen
Abstimmbare Hochfrequenzfilter sind
wesentliche Komponenten in modernen
Kommunikations- und elektronischen
Kriegführungssystemen, in Radarsystemen
und Signalverarbeitungsanwendungen. 42
Rubriken:
3 Editorial
4 Inhalt
6 Titelstory
10 Aktuelles
18 Schwerpunkt: Empfänger,
Sender und Antennen
34 Funkchips und -module
42 Bauelemente und Baugruppen
46 Kabel und Verbinder
51 Quarze und Oszillatoren
52 Verstärker
54 Aerospace & Defense
55 Messtechnik
68 RF & Wireless
78 Impressum
JYEBAO
16-nm-Transceiver-
Familie für das
6-GHz-Band
Durch die kürzlich erfolgte
Zuweisung des 6-GHz-
Frequenzbands für drahtlose
Kommunikationssysteme
eröffnen sich neue
Möglichkeiten für die
Entwicklung innovativer
Anwendungen, die hohe
Datenraten und niedrige
Latenzzeiten erfordern. 34
Grundlagen des Software Defined Radios
In der heutigen sich rasant entwickelnden
Technologielandschaft hat sich das Konzept des
Software Defined Radio (SDR) als transformative
Kraft erwiesen und die Art und Weise revolutioniert,
wie wir Funkkommunikationssysteme wahrnehmen
und mit ihnen interagieren. 20
Neue,
hochflexible
Testkabel
von JYEBAO
• Very Flexible
(PUR jacket)
• Stainless Precision
Connectors used
• Excellent RF
performance
• Extra sturdy connector/
cable connection
(Solder clamp designs)
• Taper Sleeve added
• Intended for lab use/
intensive handling
UWB-Funktechnologie
der nächsten Generation
für Radarsensorik und Daten-
Streaming-Anwendungen
Ein neues Impulsfunk-UWB-System
ist 802.15.4ab-konform, geeignet für
Vollduplex-MIMO-Radarsensorik mit
einer Reichweite von 30 cm bis 3 m
bei geringem Stromverbrauch und einer
Datenrate von 124,8 MHz. 10
Modernste Steckverbinder
für bessere HF-Eigenschaften von SDR
Die Anforderungen an softwaredefinierte
Funkgeräte (SDR) übersteigen immer häufiger
die Leistungsfähigkeit vieler herkömmlicher
HF-Bauelemente. 48
hf-praxis 12/2025 5
5
Titelstory
Breitbandige Antennen für sichere Signalanalysen
Allzweckwaffen zur Abwehr von EMV-Problemen, Netzwerkstörungen und Drohnenattacken
Die Stärke der Omnidirektionalität liegt
in der Geschwindigkeit und Effizienz der
Erfassung. Ein einziger Messpunkt kann
ein weites Spektrum abdecken und damit
in dynamischen Umgebungen, etwa bei der
Untersuchung von WLAN-Störszenarien in
Bürogebäuden oder öffentlichen Hotspots,
rasch Aufschluss geben. Auch im Mobilfunkbereich,
wo unterschiedliche Funkzellen
und Frequenzbänder gleichzeitig
aktiv sind, ermöglicht die omnidirektionale
Antenne eine schnelle Bestandsaufnahme.
Gerade Störfälle im sicherheitskritischen
Funkverkehr wie Flugfunk oder BOS-Funkdienste
müssen umgehend untersucht sowie
abgestellt werden, zum Beispiel durch die
Bundesnetzagentur. Gibt es tatsächlich eine
Beeinträchtigung muss klar sein auf welchen
Frequenzbereich sich diese erstreckt und ob
es sich um breitbandige oder schmalbandige
Störer handelt.
Die elektromagnetische Umwelt ist heute
dichter bevölkert als je zuvor. Von privaten
WLAN-Netzen über Mobilfunk bis hin
zu satellitengestützten Kommunikationssystemen
durchdringen unzählige Funkverbindungen
den Luftraum. Gleichzeitig
nimmt die Komplexität potenzieller Störquellen
zu. Sei es durch Emissionen elektronischer
Geräte, fehlerhafte Baugruppen,
Störsender oder das Eindringen von Drohnen
in geschützte Bereiche.
Antennen sind das A & O
In diesem Spannungsfeld spielen Antennen
mit unterschiedlichen Richtcharakteristiken
eine Schlüsselrolle. Insbesondere die Kombination
von omnidirektionalen und direktionalen
Antennen ermöglicht eine effiziente
Detektion und Lokalisierung von
Störsignalen – sowohl im entwicklungsbegleitenden
EMV-Pre-Compliance-Bereich
als auch im sicherheitsrelevanten Umfeld
kritischer Infrastrukturen.
Aaaronia
www.aaronia.com
Neben den Antennen sind Echtzeit-Spectrumanalyzer
zum unverzichtbaren Begleiter
geworden, wenn es um die Analyse und
Detektion von Störsignalen bis hin zur
Abwehr von Angriffen beispielsweise durch
Drohnen geht.
Profis für die Rundumortung
Omnidirektionale Antennen zeichnen sich
durch ihre gleichmäßige Empfangsempfindlichkeit
in allen horizontalen Richtungen
aus. Sie sind das Werkzeug der Wahl,
wenn es darum geht, ein möglichst vollständiges
Bild der elektromagnetischen
Situation zu erfassen. In EMV-Voruntersuchungen
während der Produktentwicklung
dienen sie dazu, festzustellen, ob ein
Gerät unbeabsichtigte Störaussendungen
verursacht oder ob externe Einflüsse den
Prüfumfang beeinträchtigen könnten. Ihre
Rundumempfangscharakteristik gewährleistet,
dass keine Signalquelle im Raum
unbeachtet bleibt. Damit bilden sie die Basis
für eine erste Einschätzung der elektromagnetischen
Belastung. Ähnlich wie ein
breit gefächertes Radar, welches das Vorhandensein
von Interferenzen signalisiert, ohne
deren Ursprung zunächst zu identifizieren.
Kostengünstige Breitbandantennen
Mit der OmniLOG-PRO-Serie bietet Aaronia
ausgezeichnete und kostengünstige Breitbandantennen
für radiale isotrope Messungen
von 150 MHz bis 18 GHz an. Damit decken
die Antennen die meisten HF-Quellen wie
Mobilfunknetze oder WLAN ab. Die Omni-
LOG-PRO-Serie besteht zum einen aus einer
ultra-breitbandigen Empfangsantenne (1 W
CW) und zum anderen aus einer 100 W
Hochleistungs-Sende- & Empfangsantenne
(100 W CW). Somit eignen sie sich hervorragend
für die Frequenzüberwachung oder
Störungssuche sowie eventuell notwendiger
Gegenmaßnahmen in Konferenzräumen.
Die breitbandigen Antennen der OmniLOG PRO-
Serie, hier als Bestandteil der RODB, eignen sich
hervorragend für radiale isotrope Messungen, für
die Störungssuche oder zur Frequenzüberwachung.
6 hf-praxis 12/2025
Titelstory
Die HyperLOG-EMI-Antennen bieten eine
extrem hohe Genauigkeit von 0,3 dB über den
gesamten Frequenzbereich von 20 MHz bis 6 GHz
und können daher sogar als Referenzantennen
eingesetzt werden.
Je nach Typ decken sie alle HF-Quellen von
VHF bis Ku-Band ab (zum Beispiel Radio
und TV, Mobilfunk, DECT, Bluetooth und
WLAN, aber auch Satellitenkommunikation).
Zum Schutz vor Umwelteinflüssen
ist jede OmniLOG PRO mit einem High-
Tech-Überzug ausgestattet, welcher sie für
den Außeneinsatz tauglich macht.
Die IsoLOG 3D Mobile hingegen ist die
nahezu perfekte Lösung für 3D-Messungen.
Die Antenne verfügt je Messachse sowohl
über einen Dipol wie auch einen Loop.
Zusätzlich ist sie mit bis zu zwei integrierten
Vorverstärkern mit einem hohen Gewinn
und niedrigem Rauschen ausgestattet. Dabei
wird der Frequenzbereich von 9 kHz bis
8 GHz abgedeckt. Da keine Software-Installation
oder Netzwerkverbindung notwendig
ist, ist die leichte als auch handliche
Antenne sofort einsatzbereit und erleichtert
3D- Messungen unter Zeitdruck sowie
unterwegs. Der eingebaute Akku liefert bis
zu sechs Stunden lang Strom für die beiden
integrierten Bypass-Vorverstärker (je 15 dB
bei 2 GHz). Im Bypass-Modus eignet sich
die Antenne auch für sehr starke Signale. Die
Konfiguration von Verstärkerstufe, Sensor,
Messachse sowie Durchschaltgeschwindigkeit
erfolgt per integrierter Steuerplatine
direkt an der Antenne.
Stör signals bestimmen. Durch sukzessive
Messungen von verschiedenen Positionen
lässt sich der Ursprungsort triangulieren.
Diese Methode, die bereits seit Jahrzehnten
im Bereich der Funkaufklärung und
Frequenzüberwachung eingesetzt wird,
hat in Zeiten digitaler Signalverarbeitung
und automatisierter Spektrumanalyse an
Präzision gewonnen.
In der entwicklungsbegleitenden EMV-Pre-
Compliance-Prüfung dienen direktionale
Antennen dazu, interne Störquellen innerhalb
eines Testaufbaus oder eines Prototyps
gezielt zu identifizieren. Ein Gerät, das in
einer Laborumgebung unzulässige Emissionen
zeigt, kann mithilfe einer Richtantenne
oder Sonde schrittweise analysiert werden.
Durch Variation des Abstands, des Winkels
und der Frequenzbereiche lässt sich der
Ursprungsbereich – etwa ein taktgesteuerter
Schaltregler oder eine schlecht abgeschirmte
Datenleitung – lokalisieren. Damit
beschleunigt sich der Debugging-Prozess
erheblich, noch bevor eine formale EMV-
Zertifizierung ansteht. Hersteller vermeiden
so kostenintensive Nachprüfungen in
akkreditierten Laboren und gewinnen Zeit
in der Entwicklungsphase.
Hohe Richtgenauigkeit auch unterwegs
Die handlichen und leichten Hyperlog-
Antennen von Aaronia sind neben der
Verwendung im Labor besonders für
mobile Einsätze konzipiert. Vier verschiedene
Baureihen decken alle erdenklichen
Messaufgaben ab. Die hochwertigen logarithmisch-periodischen
(LogPer) Antennen
mit erweiterter Frequenzgrenze bis 35 GHz
überzeugen durch ihre Bandbreite bei hoher
Richtgenauigkeit und hohem Gewinn. Bei
der aktiven HyperLOG-X-Serie beträgt der
Gewinn sogar bis zu 45 dBi. Dank des High-
Tech-Radoms aus Spezialkunststoff sind
die Antennen spritzwassergeschützt und
für den Außeneinsatz geeignet. Spezielle
Outdoor-Versionen mit IP66-Zertifikation
sind ebenfalls verfügbar.
Die neuen, nochmals verbesserten Hyper-
LOG-PRO-Antennen decken je nach Ausführung
einen Frequenzbereich von 380 MHz
bis zu 40 GHz ab. Hierfür stehen zurzeit
neun Modelle zur Verfügung. Über einen
Spezialanschluss lässt sich optional ein
Kompass oder gegebenenfalls ein taktischer
Hochleistungs-Laser anschließen, womit
eine optimale Ausrichtung beispielweise
zur Ziellokalisierung möglich ist.
Sichern von Funknetzen
Für Betreiber öffentlicher und privater Funknetze
ergibt sich ebenfalls eine Art Arbeitsteilung.
Omnidirektionale Antennen dienen
als „Frühwarnsysteme“, die kontinuierlich
den Funkraum überwachen und Auffälligkeiten
registrieren. Sobald eine Störung
detektiert wird – etwa ein unautorisierter
WLAN-Repeater, ein defekter Router, ein
absichtlich eingesetzter Jammer oder eine
Drohne – kann eine direktionale Antenne zur
räumlichen Eingrenzung eingesetzt werden.
Erkennen und Lokalisieren
Sobald jedoch ein Störsignal nach gewiesen
wurde, verlagert sich der Fokus von der
Erkennung auf die Lokalisierung. Hier treten
direktionale Antennen auf den Plan. Mit ihrer
gebündelten Empfangscharakteristik können
sie den Ursprung eines Signals räumlich
eingrenzen. In der Praxis kann ein Techniker
so die Antenne ausrichten und anhand
der Signalstärke den Einfallswinkel des
Die Antennenarrays der IsoLOG-DF-Antennenfamilie sind durch ihren Aufbau für den Empfang aus
allen Richtungen ausgelegt. Durch die 360°-Anordnung der Einzelantennen und dem speziellen Aufbau
ohne mechanisch drehende Teile sind sie wahre Profis in der Zielortung. Es gibt sie jeweils als 2D- oder
3D-UWB-Tracking-Peilantenne.
hf-praxis 12/2025 7
Titelstory
Besonders sensibel ist die Situation im Bereich
kritischer Infrastrukturen. Flughäfen, Bahnhöfe,
Energieversorger, Banken oder staatliche
Verwaltungen sind in hohem Maße auf
störungsfreie Funkkommunikation angewiesen
– sei es für den Betriebsablauf, die
Überwachung von Anlagen oder den Notfallbetrieb.
Ein gezielter Angriff kann hier
erhebliche Auswirkungen haben. Deshalb
wird zunehmend auf hybride Überwachungssysteme
mit omnidirektionalen als auch
direktionalen Antennen gesetzt.
Die Vorteile aus beiden Welten
Die Antennenarrays der IsoLOG-DF-
Antennen familie von Aaronia nutzen die
bessere Reichweite von direktionalen Antennen,
sind durch ihren Aufbau aber für den
Empfang aus allen Richtungen ausgelegt.
Durch die 360°-Anordnung der Einzelantennen
und dem speziellen Aufbau ohne
mechanisch drehende Teile sind sie wahre
Profis in der Zielortung. Es gibt sie jeweils
als 2D oder 3D UWB Tracking-Peilantenne.
Die 3D-RF-Tracking-Antennen verfolgen
die RF-Positionierung in drei Dimensionen
über ein hochdichtes, anpassbares Antennenarray
mit bis zu 32 Antennen für Azimut
und Elevationsinformationen.
Der Frequenz bereich der aktuellen und künftig
verfügbaren Modelle reicht von 400 MHz
bis 40 GHz. Dank ihrer extrem hohen Peilgenauigkeit
von bis zu 1° bei Verwendung
der SPECTRAN- oder Aartos-Peillösungen
mit integrierten Echtzeit-Spectrumanalyzern
ist die IsoLOG-3D-DF-Serie die nahezu
ideale Lösung für die Signalortung oder für
Drohnen-Detektionssysteme.
Das SPECTRUM COMMAND kann einen Frequenzbereich
von 400 MHz bis 40 GHz bei einer Echtzeit-
Bandbreite von bis zu 1960 MHz abdecken und
stellt so die ultimative Lösung im Bereich der
Frequenzregulierung oder Signalortung dar.
Die Analyzer der SPECTRAN-V6-PLUS-Serie mit einer RTBW von 245 MHz
ermöglichen ein lückenloses Streamen von IQ-Daten.
Bei Bedarf lässt sich auch eine RTBW mit der enormen Bandbreite von 490 MHz realisieren.
Stark im Verbund
Die passenden Antennen sind der eine Teil,
Analysesysteme der andere. In der Praxis
werden Echtzeit-Spektrumanalysatoren mit
hohen Bandbreiten eingesetzt. Die Analyzer
der SPECTRAN-V6-PLUS-Serie
von Aaronia mit einer RTBW (Real-Time
Bandwidth) von 245 MHz ermöglichen ein
lückenloses Streamen von IQ-Daten, was
in dieser Bandbreite einzigartig ist. Bei
Bedarf lässt sich auch eine RTBW mit der
enormen Bandbreite von 490 MHz realisieren,
eine Option, die sonst nur bei extrem
teuren Geräten vorhanden ist. So können
intermittierende oder kurzlebige Signale,
die mit herkömmlichen Methoden schwer
zu detektieren sind, ohne Probleme sichtbar
gemacht werden.
Prädestiniert für Messungen im X-Band,
das für militärische und kommerzielle
Anwendungen genutzt wird, und im Ku-
Band, das für Satelliteninternet und Rundfunkdienste
von Bedeutung ist, sind die
Produkte aus der SPECTRAN-V6-ECO-
Serie. Der SPECTRAN V6 ECO 100XA-
18 verfügt über einen Frequenzbereich bis
18 GHz sowie einer RTBW von >50 MHz.
Zusätzlich kann die bereits im Standard
beein druckende Sweep-Geschwindigkeit
von ca. 500 GHz/s per Software-Lizenz auf
über 3 THz/s erhöht werden, und das über
einen einzigen USB 3.1 Port.
Schutz kritischer Infrastruktur
Der Schutz kritischer Infrastrukturen erfordert
nicht nur technische, sondern auch organisatorische
Maßnahmen. Antennennetze
können Teil eines umfassenden Situationsbewertungssystems
sein, das mit IT-Sicherheitsplattformen
gekoppelt ist. Erkennt ein
als Sensor eingesetztes System etwa ein
nichtautorisiertes Funksignal im Frequenzbereich
eines BOS-Funkkanals, kann es
automatisch Alarm auslösen, entsprechende
Sektoren überwachen und Sicherheitskräfte
informieren.
Durch die Kombination mehrerer Sensorstandorte
oder stationärer und mobiler
Systeme entsteht eine mehrschichtige Verteidigungslinie,
die physikalische und digitale
Schutzmechanismen verbindet. Die
Kombination aus breitbandiger Erfassung
und gezielter Analyse erlaubt es, sowohl
zufällige Störereignisse als auch vorsätzliche
Angriffe schnell zu differenzieren,
zu lokalisieren und gezielt zu bekämpfen.
Peilung, Decodierung, Aufzeichnung und
Analyse solch komplexer Signale mobil
und an jedem Ort sind die Stärken des
SPECTRUM COMMAND von Aaronia.
Das System kann einen breiten Frequenzbereich
von 400 MHz bis 40 GHz bei einer
Echtzeit-Bandbreite von bis zu 1960 MHz
abdecken und stellt so die ultimative Lösung
im Bereich der Frequenzregulierung oder
Signalortung dar.
Omni- vs. directional
Letztlich zeigt sich, dass die Kombination
beider Antennenprinzipien mehr ist als
die Summe ihrer Teile. Omnidirektionale
Antennen schaffen Transparenz über die
elektromagnetische Gesamtsituation, während
direktionale Antennen die notwendige
Tiefenschärfe für Ursachen analyse
und Intervention liefern. In Kombination
mit schnellen Echtzeitspektrumanalyzern
ergeben sich schnelle, resiliente Systeme,
die gerade beim Schutz kritischer Infrastrukturen
einen wesentlichen Beitrag zur
Ab sicherung moderner Gesellschaften
gegen über Stör ereignissen und Angriffen
im elektromagnetischen Raum leisten. ◄
8 hf-praxis 12/2025
PRÄZISE ANTENNENLÖSUNGEN FÜR JEDE ANWENDUNG
3D Direction
Finding Antennen
Hochleistungs-
Sendeantennen
Breitbandige
Omni-Antennen
EMC/EMI
Messantennen
Richtantennen
• 9 kHz bis 70 GHz
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• Für Labor- und Feldeinsatz geeignet
DF Tracking Antennen
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• Geolokalisierung
Omnidirektional / Bikonisch
• 20 MHz bis 18 GHz
• Kostengünstige Breitbandantennen
• Konstante Verstärkung
• Optimiert für den Außenbereich
EMC / EMI-Antennen
• 20 MHz bis 8 GHz
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• Extreme Genauigkeit
• Sehr hohe Verstärkung
3D-Isotrope Antennen
• 9 kHz bis 8 GHz
• 3D-Messungen
• Zwei integrierte Vorverstärker
• Hoher Gain und geringes Rauschen
Sonden
• DC bis 9 GHz
• Präzise Ortung von Störquellen
• Messung von Störfeldstärken, Abschirmungen
und Filtermaßnahmen
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Aktuelles
UWB-Funktechnologie der nächsten Generation
für Radarsensorik und Daten-Streaming-Anwendungen
Ein neues Impulsfunk-UWB-System ist 802.15.4ab-konform, geeignet für Vollduplex-MIMO-Radarsensorik
mit einer Reichweite von 30 cm bis 3 m bei geringem Stromverbrauch und einer Datenrate von 124,8 MHz.
In den letzten Jahren hat die
UWB-Technologie dank ihrer
sicheren und präzisen Entfernungsmessung
zahlreiche Anwendungen
in der Automobilindustrie,
der Smart-Industry-Branche
und im Bereich Smart Home ermöglicht.
Die erwartete Einführung
des neuen Standards IEEE
802.15.4ab wird den Anwendungsbereich
weiter ausdehnen
und UWB-Geräte um Radar-
Funktionalität und verbesserte
Entfernungsmessung ergänzen.
bietet einen zweiten Vorteil: Es
sendet und empfängt Signale
mit rekordverdächtigen Datenraten
und eröffnet damit neue
Anwendungsmöglichkeiten wie
energiesparendes Audio- und
Videodaten-Streaming.
Die Erfolgsgeschichte
von UWB für sichere
und präzise Distanzmessungen
Seit Anfang der 2000er Jahre hat
die Ultrabreitband-Technologie
(UWB) nach und nach Einzug
in eine Vielzahl kommerzieller
Anwendungen gehalten, die
sichere und präzise Ortungsfunktionen
erfordern. Bekannte
Beispiele sind schlüssellose
Zugangslösungen für Autos und
Gebäude, die Ortung von Gegenständen
in Lagerhäusern, Krankenhäusern
und Fabriken sowie
die Navigationsunterstützung in
großen Räumen wie Flughäfen
und Einkaufszentren.
Ein Merkmal der drahtlosen
UWB-Signalübertragung ist
die Aussendung sehr kurzer
Impulse im Zeitbereich. Bei
der Impulsfunk-UWB-Technologie
(IR) wird dies auf die
Spitze getrieben, indem Impulse
im Nanosekunden- oder sogar
Pikosekundenbereich gesendet
werden. Folglich belegt sie im
Frequenzbereich eine Bandbreite,
die viel größer ist als
bei drahtlosen „Schmalband”-
Autor:
Christian Bachmann
Portfolio Director
Wireless and Edge
Imec
www.imec-int.com
Die neueste Generation der
802.15.4ab-konformen Impulsfunk-UWB-Technologie
(IR)
von Imec bietet hervorragende
Radarsensorik-Fähigkeiten.
Dies wird durch Experimente
zur Überwachung im Fahrzeuginnenraum
demonstriert,
darunter die Erkennung von
Insassen und die Schätzung der
Atemfrequenz für die Feststellung
der Anwesenheit von Kindern
(CPD). Das energiesparende
IR-UWB-Funksystem
Darstellung der UWB- und Schmalbandsignalübertragung im (oberen)
Frequenz- und (unteren) Zeitbereich
10 hf-praxis 12/2025
Aktuelles
Abbildung des IR-UWB-Funksystems der Generation 4 von imec.
Vollduplex-2x2-MIMO-Architektur für energiesparende Radarsensorik in
einem Bereich von 30 cm bis 3 m
Kommunikationstechniken wie
WiFi und Bluetooth.
Die UWB-Technologie arbeitet
in einem breiten Frequenzbereich
(typischerweise von 6 bis
10 GHz) und nutzt Kanalbandbreiten
von etwa 500 MHz und
mehr. Aus diesem Grund ist ihre
Entfernungsmessgenauigkeit
viel höher als die von Schmalbandtechnologien.
Heute kann
UWB Standortinformationen
im cm- bis sogar mm-Bereich
zwischen einem Sender (TX)
und einem Empfänger (RX)
liefern, die in der Regel 10 bis
15 m voneinander entfernt sind.
Darüber hinaus haben Verbesserungen
des Physical Layer von
UWB – als Teil der Einführung
der IEEE 802.15.4z-Ergänzung
zum IEEE-Standard für drahtlose
Netzwerke mit niedriger
Übertragungsrate – maßgeblich
zur Realisierung sicherer
Entfernungsmessfunktionen
beigetragen.
Im Laufe der Jahre hat imec
wesentlich zur Weiterentwicklung
der UWB-Technologie und
zur Überwindung der Hürden
beigetragen, die einer breiten
Einführung im Wege standen:
Senkung des Stromverbrauchs,
Erhöhung der Bitrate, Verbesserung
der Messgenauigkeit, Erhöhung
der Störfestigkeit des Empfängerchips
gegenüber anderen
drahtlosen Technologien, die im
gleichen Frequenzband arbeiten
[1], und Ermöglichung kostengünstiger
CMOS-Siliziumchip-
Implementierungen.
Die Forscher von imec haben
mehrere Generationen von
UWB-Funkchips entwickelt, die
dem IEEE 802.15.4z-Standard
für Entfernungsmessung und
Kommunikation entsprechen.
Die Senderschaltungen von
imec arbeiten mit innovativen
Pulsform- und Modulationstechniken,
die durch fortschrittliche
Polar-Sender, digitale Phasenregelkreise
(PLL) und ringoszillatorbasierte
Architekturen
ermöglicht werden und eine
Entfernungsmessgenauigkeit
im Millimeterbereich bei geringem
Stromverbrauch bieten.
Auf der Empfängerseite haben
Innovationen im Schaltungs-
Design zu einer hervorragenden
Störfestigkeit bei minimalem
Stromverbrauch beigetragen.
Die verschiedenen Generationen
von UWB-Prototyp-Sender- und
Transceiver-Chips wurden alle
mit kostengünstigen CMOSkompatiblen
Verarbeitungstechniken
hergestellt und zeichnen
sich durch kleine Silizium -
flächen aus.
Das Potenzial
der UWB-Technologie
für die Radarsensorik
Durch die herausragende Leistung
der UWB-Technologie
ermutigt, behaupten Experten
seit einiger Zeit, dass das
Potenzial von UWB weit über
„genaue und sichere Entfernungsmessung“
hinausgeht. Sie
sehen Chancen in radarähnlichen
Anwendungen, die im Gegensatz
zur Entfernungsmessung ein
einziges Gerät verwenden, das
UWB-Impulse aussendet und die
reflektierten Signale analysiert,
um „passive“ Objekte zu erkennen.
In Kombination mit den
präzisen Entfernungsmessfunktionen
von UWB könnte dies die
Anwendungsmöglichkeiten auf
den Automobilbereich ausweiten,
beispielsweise zur Anwesenheitserkennung
im Fahrzeuginnenraum
und zur Überwachung
der Gesten und der Atmung der
Insassen – mit dem Ziel, deren
Architektur des 2TRX (wie auf der VLSI 2025 vorgestellt)
hf-praxis 12/2025 11
Aktuelles
RX-Signalen zu isolieren, was
zu einer Isolation von >30 dB
über eine Bandbreite von 500
MHz führt.
Die Signalübertragung basiert
auf einem hybriden analog/digitalen
Polarsender, der Filtereffekte
im analogen Bereich für
die Signalmodulation einführt.
Dies führt zu einem sauberen
Sendesignalspektrum, das die
gute Leistung und den energiesparenden
Betrieb des UWB-
Radarsensors unterstützt.
Demonstration des IR-UWB-Radars im Fahrzeuginnenraum (vorgestellt auf der PIMRC 2025)
Sicherheit zu erhöhen. Oder
denken Sie an Smart Homes,
wo UWB-Radarsensoren eingesetzt
werden könnten, um
die Beleuchtung entsprechend
der Anwesenheit von Personen
anzupassen. In Pflegeheimen
könnte die Technologie eingesetzt
werden, um bei Stürzen
einen Alarm auszulösen, ohne
dass eine aufdringliche Kameraüberwachung
erforderlich ist.
Die Umsetzung solcher UWB-
Anwendungsfälle wird durch
IEEE 802.15.4ab erleichtert, den
Standard der nächsten Generation
für drahtlose Technologien,
der voraussichtlich Ende des
Jahres offiziell verabschiedet
wird. 802.15.4ab bietet zahlreiche
Verbesserungen, darunter
Radar-Funktionalität in IR-
UWB-Geräten, wodurch diese
zu Sensoren werden.
Die vierte Generation
der IR-UWB-Funktechnologie
von imec, kompatibel
mit 802.15.4z/ab
Auf dem VLSI Technology and
Circuits Symposium 2025 (VLSI
2025) stellte imec seinen UWB-
Transceiver der vierten Generation
vor, der die in den vorläufigen
Versionen von 802.15.4ab
[2] definierten Grundanforderungen
für die Radarsensorik
erfüllt. Zu den grundlegenden
Eigenschaften gehören u.a. eine
verbesserte Modulation, die
durch hohe Datenraten unterstützt
wird. Darüber hinaus
verfügt die UWB-Radarsensorik
von imec über einzigartige
Funktionen, die verbesserte
Radarsensorikfunktionen (z.B.
erweiterte Reichweite) und
eine rekordverdächtige Datenrate
von 124,8 Mb/s bieten –
integriert in einem System-on-
Chip. Der neue Funkstandard
entspricht auch dem aktuellen
802.15.4z-Standard und kombiniert
seine Radarsensorikfunktionen
mit Kommunikation und
sicherer Entfernungsmessung.
Eine Besonderheit des IR-UWB-
Radarsensorsystems von imec
ist die 2x2-MIMO-Architektur
mit zwei Sendern und zwei
Empfängern, die im Vollduplexmodus
konfiguriert sind. In
dieser Konfiguration steuert ein
Duplexer, ob der Transceiver im
Sende- oder Empfangsmodus
arbeitet. Außerdem sind die TXs
und RXs miteinander gekoppelt
(TX1-RX1, TX1-RX2 und TX2-
RX2) und über den Duplexer
verbunden. Dadurch kann das
Radar gleichzeitig im Sendeund
Empfangsmodus betrieben
werden, ohne dass RF-Schalter
zum Umschalten zwischen den
beiden Modi erforderlich sind.
Diese Arbeitsweise ermöglicht
es, die kürzeste Entfernung,
über die das Radar betrieben
werden kann, zu reduzieren –
eine Größe, die bisher durch
die Zeit begrenzt war, die zum
Umschalten zwischen beiden
Modi benötigt wurde. Das Vollduplex-basierte
Radar von Imec
kann in einem Bereich zwischen
30 cm und 3 m betrieben werden
– eine bahnbrechende Leistung.
In dieser Vollduplex-MIMO-
Konfiguration wird die kürzeste
Entfernung nur durch die Bandbreite
des Radars von 500 MHz
begrenzt.
Das IR-UWB 2TRX-Radar
verfügt physisch über zwei
Antennenelemente, wobei jede
Antenne von einem TX und
einem RX gemeinsam genutzt
wird. Die 2x2-MIMO-Vollduplex-Konfiguration
ermöglicht
jedoch ein Array mit virtuell drei
Antennen, was die Winkelauflösung
und den Flächenverbrauch
des Radars erheblich verbessert.
Im Vergleich zu modernsten Single-Input-Single-Output-Radargeräten
(SISO) benötigt das
Radar 1,7-mal weniger Fläche
und 2,5-mal weniger Antennen,
was es zu einer leistungsstarken,
kompakten und kostengünstigen
Lösung macht. Es werden
fortschrittliche Techniken
eingesetzt, um die TX- von den
Schließlich verfügt das UWB-
Radarsensorgerät zusätzlich
zum MIMO-basierten Analog-/
HF-Teil über eine fortschrittliche
digitale Basisband- (oder
Modem-)Komponente, die für
die Signalverarbeitung zuständig
ist. Diese Komponente extrahiert
relevante Informationen wie die
Entfernung zwischen dem Radar
und dem Objekt sowie eine
Schätzung des Eintrittswinkels.
Proof-of-Concept: Demonstration
des MIMO-Radarsystems
für die Überwachung im Fahrzeuginnenraum
Die Eigenschaften der IR-
UWB-MIMO-basierten Radartechnologie
sind besonders
attraktiv für Anwendungsfälle
im Automobilbereich, wo das
UWB-Radar nicht nur dazu verwendet
werden kann, um festzustellen,
ob sich jemand im
Auto befindet (z. B. Erkennung
der Anwesenheit von Kindern),
sondern auch, um die Belegung
des Fahrzeugs zu erfassen und
Vitalfunktionen wie die Atmung
zu überwachen. Diese Funktion
steht derzeit auf der Roadmap
mehrerer Automobilhersteller
und Tier-1-Zulieferer. Derzeit
gibt es jedoch keine Radartechnologie,
die diese Funktionalität
mit der erforderlichen Genauigkeit
bieten kann. Eine besondere
Herausforderung ist es, die Winkelauflösung
zu erreichen, die
erforderlich ist, um zwei Ziele
in derselben (kurzen) Entfernung
vom Radar zu unterscheiden.
Darüber hinaus müssen für die
Atemüberwachung kleine Bewegungen
des Ziels innerhalb weniger
Sekunden erkannt werden.
12 hf-praxis 12/2025
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Aktuelles
Auf dem IEEE International
Symposium on Personal, Indoor
and Mobile Radio Communications
(IEEE PIMRC 2025) präsentierten
Forscher von imec
einen ersten Proof-of-Concept,
der die Fähigkeit des neuesten
IR-UWB-MIMO-Radarsystems
von imec zur Durchführung von
zwei Sensing-Aufgaben im Fahrzeuginnenraum
demonstrierte:
Belegungserkennung und Schätzung
der Atemfrequenz [3]. Die
Messungen im Fahrzeuginneren
wurden in einem Kleinwagen
durchgeführt. Die UWB-Plattform
wurde vor einer Anordnung
von zwei selbst entwickelten
Antennenelementen platziert, die
in der Mitte des Fahrzeugdachs
in der Nähe des Rückspiegels
angebracht waren. Der Abstand
zwischen den Antennen und der
Mitte des Fahrer- und Beifahrersitzes
betrug 55 cm. Die Versuchsergebnisse
bestätigen, dass
eine hohe Genauigkeit bei der
Schätzung des Ankunftswinkels
und der Atemfrequenz erreicht
wurde. In einem Szenario, in
dem sowohl der Beifahrer- als
auch der Fahrersitz besetzt sind,
erreicht das UWB-Radarsystem
von imec beispielsweise eine
Standardabweichung von weniger
als 1,9° für die Schätzung des
Ankunftswinkels und von 2,95
Atemzügen pro Minute für die
Schätzung der Atemfrequenz.
In ihrem Beitrag heben die
Autoren von imec einen weiteren
Vorteil der Verwendung der
UWB-Technologie für die Überwachung
im Fahrzeuginnenraum
hervor: Die TRX-Architektur,
die bereits in einigen Fahrzeugen
für die schlüssellose Zugangskontrolle
verwendet wird, kann
für Radaranwendungen umfunktioniert
werden, wodurch die
Gesamtkosten gesenkt werden.
Rekord-Datenrate eröffnet
neue Möglichkeiten für Daten-
Streaming-Anwendungen
Neben seinen hervorragenden
Radarsensorik-Fähigkeiten bietet
der neueste IR-UWB-Transceiver
von imec eine weitere
Funktion, die ihn von bestehenden
UWB-Lösungen unterscheidet:
Er liefert eine Rekord-
Datenrate von 124,8 Mb/s – die
höchste Datenrate, die noch
mit dem kommenden Standard
802.15.4ab [2] kompatibel ist.
Dies ist etwa 20-mal höher als
die derzeit in Entfernungsmessungs-
und Kommunikationsanwendungen
verwendete Datenrate
von 6,8 Mbit/s und resultiert
aus einer Optimierung sowohl
des analogen Frontends als auch
des digitalen Basisbands. Die
hohe Datenrate geht auch mit
einem geringen Energieverbrauch
pro Bit einher – deutlich
geringer als beispielsweise bei
WiFi –, insbesondere auf der
Sendeseite.
Diese Eigenschaften eröffnen
neue Anwendungsmöglichkeiten
sowohl im Audio- als auch im
Videodaten-Streaming. Mögliche
Anwendungsfälle sind
Smart-Brillen der nächsten
Generation oder VR/AR-Geräte,
für die der kleine Formfaktor
des UWB-TRX ein zusätzlicher
Vorteil ist.
Fazit und Ausblick: Erweiterung
des Technologieportfolios
von UWB um hochentwickelte
Entfernungsmessung
In den letzten zwei Jahrzehnten
hat die IEEE 802.15.4z-konforme
UWB-Technologie ihre
Eignung für den Einsatz in massentauglichen
Anwendungen zur
sicheren Entfernungsmessung
und Lokalisierung unter Beweis
gestellt und Anwendungsfälle in
den Bereichen Automobil, Smart
Industry, Smart Home und Smart
Building ermöglicht. Unterstützt
durch den kommenden Standard
IEEE 802.15.4ab können neu
entwickelte UWB-Geräte nun
auch mit Radar-Funktionalität
ausgestattet werden.
Die vierte Generation der IR-
UWB-Technologie von Imec ist
das erste (öffentlich vorgestellte)
802.15.4ab-konforme Radarsensorgerät,
das sich durch hervorragende
Radarsensorik auszeichnet
und sich sowohl für den Einsatz
im Automobilbereich als auch im
Smart Home eignet. Die rekordverdächtige
Datenrate zeigt auch
das Potenzial von UWB für die
Erschließung neuer Märkte:
Low-Power-Datenstreaming
Ausgelesene Atmungssignale für Fahrer und Beifahrer (vorgestellt auf der
PIMRC 2025)
für intelligente Brillen oder AR/
VR-Geräte.
Der IEEE 802.15.4ab-Standard
unterstützt noch eine weitere
Funktion: Advanced Ranging.
Dies verbessert das Link-Budget
für die Signalübertragung und
führt zu einer Vervierfachung
der Reichweite – bis zu 100
m bei freier Sichtverbindung.
Diese Funktion wird voraussichtlich
das Benutzererlebnis für
schlüssellose Zugangslösungen
für Autos und Smart Buildings
erheblich verbessern. Sie kann
nicht nur die Reichweite verbessern,
sondern auch schwierige
Umgebungen besser bewältigen,
beispielsweise wenn das
Signal durch ein anderes Objekt
(z. B. einen Körper) blockiert
wird. Laufende Entwicklungen
werden diese erweiterte Entfernungsmessung
als neue Funktion
in der fünften Generation
der UWB-Technologie von imec
ermöglichen.
Die Zukunft der UWB-Technologie
sieht also vielversprechend
aus. Nicht nur, dass sich
die technologischen Fortschritte
in rasantem Tempo vollziehen,
auch die laufenden Standardisierungsbemühungen
tragen
dazu bei, aktuelle und zukünftige
UWB-Anwendungen zu
gestalten.
Wer schreibt:
Christian Bachmann ist Port -
folio Director Wireless & Edge
und leitet die Forschung und
Entwicklung des Forschungszentrums
im Bereich Wireless
und Edge Computing. Dazu
gehören UWB- und Bluetooth-
Programme, die eine energiesparende
Konnektivität der nächsten
Generation für Automobil-,
Medizin-, Verbraucher- und
IoT-Anwendungen ermöglichen.
Christian kam 2011 zu imec,
nachdem er bei Infineon Technologies
und der Technischen
Universität Graz gearbeitet hatte.
Im Laufe seiner Karriere hat er
sich mit einem breiten Spektrum
an drahtlosen Kommunikationslösungen
für 802.11ah
Wi-Fi, Bluetooth LE, 802.15.4
(Zigbee) und Ultrabreitband-
Impulsfunk befasst.
Literaturhinweise
[1] The future of UWB: reconciling
sensing with low energy
consumption and high bitrates,
C. Bachmann et al., Microwave
Journal 2023
[2] An IEEE802.15.4ab/a/z compatible
IR-UWB 2TRX with
dual-antenna full-duplex 1x3
SIMO radar sensing and aliasing
suppressing semi-synchronous
TX, A. Narajan Bhat et al., IEEE
VLSI 2025
[3] An IEEE 802.15.4z/Ab-Compatible
IR-UWB MIMO Radar
System for in-Cabin Monitoring,
A. Farsaei et al., IEEE MIMRC
2025 ◄
14 hf-praxis 12/2025
Aktuelles
Hochleistungs-PACTOR-Modem
In Zusammenarbeit mit SCS – Spezial Communications
Systeme GmbH & Co. KG
brachte WiMo Antennen und Elektronik
GmbH ein neuentwickeltes Hochleistungs-
PACTOR-Modem auf den Markt. Mit dem
PXDragon DR-9400 präsentiert SCS die
nächste Generation professioneller Kurzwellen-Datenmodems,
die konsequent auf
Leistung, Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit
ausgelegt ist.
WiMo Antennen und Elektronik GmbH
www.wimo.com/de
Das neue Modell führt die erfolgreiche DR-
Serie fort und bestätigt den langfristigen
Ausbau der PACTOR-Technologie – für
weltweite Anwendungen im Katastrophenschutz,
Amateurfunk, Seefunk und behördlicher
Kommunikation.
Zuverlässige und sichere Kommunikation –
auch Off-Grid, ohne Internet in Krisenlagen
Wenn herkömmliche Kommunikationsnetze
ausfallen, bleibt der PXDragon DR-9400
online. Er ermöglicht stabile und verschlüsselte
Datenverbindungen unabhängig von
bestehender Infrastruktur – ein entscheidender
Vorteil für Off-Grid Communications
ohne Zugang zum Internet, Einsätze in
abgelegenen Regionen oder Katastrophengebieten.
Damit ist das Gerät ideal für den
Einsatz durch Behörden, BOS, Botschaften,
auswärtige Ämter, Katastrophenschutz und
Hilfsorganisationen, die in kritischen Situationen
auf verlässliche Kommunikation
angewiesen sind.
Einsatzszenarien:
• Not- und Katastrophenkommunikation:
verlässlicher und verschlüsselter Datenaustausch
für Behörden, BOS, auswärtige
Ämter, Botschaften, Katastrophenschutz
und Hilfsorganisationen
• Off-Grid-Betrieb: Aufbau stabiler und verschlüsselter
Datenverbindungen in Regionen
ohne Netzversorgung, Internet oder
Satellitenabdeckung
• maritime Kommunikation: Zuverlässiger
E-Mail- und Datenverkehr an Bord, unabhängig
von Satellitennetzen
• Amateurfunk weltweit: effiziente digitale
Kommunikation über Kurzwelle – auch
unter schwierigen Ausbreitungsbedingungen
• Telemetrie und Monitoring: Positions- und
Status-Beaconing (APRS), Sensor datenübertragung,
Wetter- und Umweltdaten
Technische Highlights:
• Unterstützung aller PACTOR-Modi (PAC-
TOR-1, -2, -3, -4) – für stabile Verbindungen
weltweit
• integrierte Datenverschlüsselung – für
sichere Kommunikation und Schutz
sensibler Inhalte
• flexible Schnittstellen: USB-C, LAN
(Standard), optional WLAN/Bluetooth
via USB-Dongle
• Kompatibilität: große Audiopegel-Bandbreite
für einfache Integration mit zahlreichen
Transceivern
Adapterkabel für gängige Transceiver, Zubehör
und technischer Support sind ebenfalls
über WiMo erhältlich. ◄
Modelithics CLR-Library jetzt auch für MathWorks MATLAB
Modelithics, Inc. (Tampa, Florida)
unterstützt nun auch Entwickler,
die auf die Fähigkeiten
von Matlab für Entwurf und
Optimierung von HF-Schaltungen
auf MATLAB/Simulink
vertrauen.
Der Grund: In Hochfrequenzanwendungen
genügt es nicht
mehr, passive Bauteile durch
ideale R-, L- oder C-Werte
anzugeben, da Eigenresonanzen,
parasitäre Effekte
und Leiterbahnen das Verhalten
massiv beeinflussen. Hier
kommen die intelligenten
Libraries von Modelithics zum
Tragen. Die Modelle berücksichtigen
diese Einflüsse und
erlauben somit präzise Vorhersagen
der Schaltungseigenschaften.
Durch umfangreiche
Messungen wurden physikalisch
valide Ersatzschaltbilder
erstellt, die auch bei hohen Frequenzen
bis in den Mikrowellenbereich
gültig sind.
Die Library umfasst mehr als
400 Modellfamilien aller namhaften
Hersteller; damit sind
ca. 28.000 Einzelbauteile eingeschlossen.
Eine „Schnupperversion“
der Library kann
kostenlos nach Registrierung
auf www.modelithics.com heruntergeladen
werden.
TACTRON ELEKTRONIK
GmbH & Co. KG
www.tactron.de
hf-praxis 12/2025 15
Aktuelles
Hochpräzise Zeitübertragung im Sub-Nanosekundenbereich
bis 800 km mittels optischer Langstreckennetze
Der TimeProvider 4500 v3 ist ein wichtiger
Schritt, den ITU-T-G.8272.2-Standard
zu unterstützen, der im Anhang 2 (2024)
eine kohärente Netzwerk-Referenzzeituhr
(cnPRTC) definiert. Eine solche Architektur
gewährleistet eine hochpräzise, widerstandsfähige
und robuste Zeitmessung im gesamten
Telekommunikationsnetz. Dies ermöglicht
eine stabile, netzwerkweite ePRTC-Zeitgenauigkeit,
selbst während Zeiten regionaler
oder netzwerkweiter GNSS-Ausfälle oder
anderer Störungen und Unterbrechungen.
Regierungen weltweit fordern Betreiber
kritischer Infrastrukturen auf, neben GNSS
weitere Zeitquellen zu nutzen, um die Ausfallsicherheit
und Zuverlässigkeit zu verbessern
und einen unterbrechungsfreien
Betrieb auch bei potenziellen Störungen
oder Service- Einschränkungen zu gewährleisten.
Microchip Technology stellt dafür
jetzt den Grandmaster-Zeitgeber Time-
Provider 4500 v3 (TP4500) vor, der für
eine Zeitverteilung mit einer Genauigkeit
im Sub-Nanosekundenbereich über eine
optische Lang streckenübertragung von
800 km ausgelegt ist.
Betreiber kritischer Infrastrukturen erhalten
damit das fehlende Bindeglied, auf das die
Branche im Hinblick auf ergänzende Positionierung,
Navigation und Zeitgebung/
Timing (PNT) gewartet hat. Der TP4500
bietet eine robuste terrestrische Lösung für
präzise Zeitgebung ohne Globales Navigationssatellitensystem
(GNSS) und reduziert
damit die Kosten für physische Hindernisse,
Sicherheit und Signalstörungen, die
mit GNSS-abhängigen Implementierungen
verbunden sind.
Microchip Technology, Inc.
www.microchip.com
Die meisten aktuellen Implementierungen
erfordern GNSS an Grandmaster- Standorten.
Der TP4500 ermöglicht jedoch eine hochrobuste
Synchronisierung ohne GNSS-
Abhängigkeit. Der Zeitgeber unterstützt
die von nationalen Laboren bereitgestellte
UTC(k)-Zeitreferenz und ist der erste Grandmaster
mit Premium-Funktion für hochgenaue
Zeitübertragung (HA-TT) gemäß
ITU-T G.8271.1/Y. 1366.1 (01/2024). Er
hält eine Zeitverzögerung von 5 ns über
800 km ein (entspricht durchschnittlich
500 ps pro Knoten bei zehn Knoten) und
setzt damit einen neuen Branchenmaßstab
für Genauigkeit.
Das TP4500-System lässt sich mit mehreren
Betriebsmodi konfigurieren, um eine
durchgehende Architektur zu bilden, die
als virtuelles PRTC (vPRTC) bekannt ist
und PRTC-Genauigkeit über ein optisches
Langstreckennetzwerk bereitstellt.
vPRTC ist eine Carrier-Grade-Architektur
für die terrestrische Verteilung von HA-TT,
die weltweit in Betreibernetzen weit verbreitet
ist.
HA-TT ist ein bewährter und kosten günstiger
Ansatz im Gegensatz zu anderen alternativen
PNT-Lösungen, die bisher nicht in kritischen
Infrastrukturnetzen weit verbreitet sind,
einen niedrigen Technologie reifegrad (TRL)
aufweisen und nach wie vor auf GNSS als
ultimative Zeitquelle angewiesen sind.
Wesentliche Leistungsmerkmale
des TimeProvider 4500 v3:
• Genauigkeit
im Sub-Nanosekundenbereich
liefert eine Zeitverzögerung von 5 ns über
große Entfernungen bis 800 km
• terrestrische Alternative zu GNSS
ermöglicht den Betrieb kritischer
Infra strukturen mit widerstandsfähigen
Synchronisationsmechanismen unabhängig
von GNSS
• nahtlose Integration
Standardbasiertes terrestrisches Netzwerk
für die Zeitübertragung, das sich einfach
in gängige Small-Form-Factor-(SFF-)
Pluggable-Lösungen sowie bestehende
Ethernet- und optische Implementierungen
integrieren lässt
• exklusive Funktionen
Premium-Software-Funktionen, die nur
auf dem TP4500 v3 verfügbar sind und
den PolarFire®-FPGA und Azurite-Synthesizer
von Microchip für hohe Präzision
integrieren.
Der TP4500 Grandmaster ist für Telekommunikation,
Versorgungsunternehmen,
Transportwesen, Behörden und Verteidigungstechnik
optimiert und sorgt für präzise
und robuste Zeitmessung dort, wo es
darauf ankommt. Die neueste Version bietet
Betreibern eine skalierbare Lösung für
die sichere und zuverlässige Zeitverteilung
über große Entfernungen.
Der TP4500 ist das neueste Produkt im
Angebot IEEE®-1588-konformer Preci-
sion-Time-Protocol-(PTP-)Grandmaster-
Zeitgeber von Microchip, die branchenführende
Leistungsfähigkeit und ein hervorragendes
Preis/Leistungs-Verhältnis bieten.
Die praxiserprobten Lösungen reichen von
kompakten Anwendungen in Innenräumen
bis hin zu hohen Anforderungen an die Zeitsteuerung
in 5G-Netzwerken. ◄
16 hf-praxis 12/2025
/
Aktuelles
Hochleistungs-Down-Converter für 5...5,5 GHz
Die Alaris Kuhne Gruppe präsentierte mit
dem KU LNC 5055 C PRO einen innovativen
und leistungsstarken Down-Converter,
der speziell für anspruchsvolle Anwendungen
im Frequenzbereich von 5 bis 5,5
GHz ausgelegt ist. Mit seinem herausragenden
Rauschverhalten, hoher Linearität
und robustem Design adressiert das Modul
insbesondere Märkte wie Telekommunikation,
Broadcast/Video-Links, Radar- und
Forschungsanwendungen.
Anwendungsbereiche und Stärken
Der KU LNC 5055 C PRO eröffnet hochperformante
Lösungen für Empfänger-Frontends
in Satelliten- und Flugverkehrskommunikation,
Radar- und Meßtechnik sowie
Broadcast- und Telemetriesysteme. Dank
seiner großen Bandbreite, konfigurierbaren
LO-Frequenzen und robusten Bauweise
eignet er sich für anspruchsvolle Standorte
— etwa auf Sendemasten, Fahrzeugen oder
mobilen Systemen.
Kuhne electronic GmbH
https://kuhne.alaris.tech/
Besonders hervorzuheben sind:
• extrem niedriges Rauschmaß –
ermöglicht höhere Empfindlichkeit
und geringere Systemanforderungen an
nachfolgende Komponenten
• Weitspannungsversorgung und
wetterfestes Gehäuse – ideal für
Außeninstallationen ohne zusätzliche
Schutzmaßnahmen
• hohe Linearität bei hoher Verstärkung
– reduziert Verzerrungen und
Interferenzen in stark frequentierten
RF-Umgebungen
• flexible LO-Auswahl – erleichtert
die Integration in bestehende
Systemarchitekturen und reduziert die
Anzahl unterschiedlicher Komponenten
im Portfolio.
Kerntechnische Merkmale:
• Betriebsfrequenz: 5… 5,5 GHz
• Zwischenfrequenzbereich: 300…800 MHz
• Rauschmaß (Noise Figure)
@ 18 °C: typ. 1,7 dB, max. 2 dB
• maximale Eingangsleistung:
1 mW (0 dBm)
• Versorgungsspannung:
9…36 V DC – damit flexibel einsetzbar
auch für Außen- oder Turmmontage
• robustes Gehäuse mit Aluminium-
Frästeilung und IP67-Schutzklasse
– geeignet für Outdoor-Betrieb unter
rauen Bedingungen
• mehrere LO-Frequenzen
(z.B. 4 konfigurierbar) zur Anpassung an
verschiedene Empfängerarchitekturen;
auch „Reverse Output Spectrum“
wählbar
• umschaltbare Verstärkungsmodi, hohe
Linearisierung (Output IP3 typisch
23 dBm) bei gleichzeitig niedrigem
Rauschen ◄
// Hochfrequenztechnik // EMV Technik // CNC Frästechnik
Jahre
M a ß g e s c h n e
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Die zuverlässige Nutzung globaler
Satellitennavigationssysteme
(GNSS) ist längst nicht
mehr nur für die Navigation
von Bedeutung. Zeit- und Positionsdaten
aus GPS, Galileo,
GLONASS oder BeiDou steuern
Energie- und Kommunikationsnetze,
Finanzsysteme
und Referenzstationen in der
Geodäsie. Doch die Verwundbarkeit
dieser Signale wächst:
Störsender, defekte Elektronik
oder gezielte Manipulationen
gefährden zunehmend die Integrität
der Daten.
Mit dem CRPA-Guard entsteht
derzeit ein kompaktes Vorschaltgerät,
das GNSS-Empfänger
aktiv gegen Jamming- und Spoofing-Einflüsse
schützt. Das System
basiert auf einem über Jahre
entwickelten DLR Prototyp und
wird nun für den industriellen
Einsatz weitergeführt.
Verwundbarkeit
und aktuelle Störszenarien
Da GNSS-Signale mit typischen
Empfangspegeln um -130 dBm
sehr schwach sind, können sie
leicht gestört oder verfälscht
werden. Jamming (Störung) und
Spoofing (Täuschung) führen in
der Praxis zunehmend zu Fehlpositionierungen
oder Synchronisationsausfällen
– ein Risiko,
das besonders Betreiber kritischer
Infrastrukturen betrifft.
In den vergangenen Jahren wurden
großflächige GNSS-Störungen
insbesondere in der Nähe
aktiver Konfliktgebiete, etwa
über dem Baltikum, Finnland,
dem Schwarzen Meer und dem
östlichen Mittelmeer, dokumentiert.
Luftfahrtbehörden berichten
regelmäßig über zeitweilige
Ausfälle der Satellitennavigation
im zivilen Luftverkehr. Diese
Ereignisse verdeutlichen, dass
GNSS-Interferenzen längst ein
reales sicherheitstechnisches
Problem darstellen.
Miniaturisierte CRPA-Architektur
als Vorschaltgerät
Am DLR Institut für Kommunikation
und Navigation entstand
über mehrere Jahre hinweg ein
Demonstrator für ein GNSS-
Vorschaltgerät mit Mehrantennensystem.
Diese Forschung
erreichte einen Technologiereifegrad
(TRL) von 4 bis 5 und bildet
die Grundlage für den CRPA-
Guard, der auf dieser Basis zu
einem industrietauglichen Produkt
weiterentwickelt wird.
Das Ziel ist, die am DLR validierten
Verfahren – adaptive
Nullstellensteuerung, Beamforming
und Spoofing-Erkennung
– in ein robustes, CE-zertifizierbares
Vorschaltgerät zu
überführen, das sich direkt mit
bestehenden GNSS-Empfängern
verbinden lässt.
Kern des Systems ist ein miniaturisiertes
CRPA-Antennenarray
(Controlled Reception Pattern
Antenna) mit vier Elementen.
Jedes Element wird separat digitalisiert
und in Raum-, Zeitund
Frequenzdomäne verarbeitet.
Adaptive Verfahren wie
Nulling, Beamforming und spektrale
Signalanalyse ermöglichen
es, Richtung und Charakteristik
von Störquellen zu bestimmen
und deren Signalkomponenten
gezielt zu unterdrücken. Das
resultierende adaptive Null-Steering
erzeugt ein dynamisches
Antennendiagramm, das Störsignale
ausblendet, während die
Nutzsignale der Satelliten erhalten
bleiben.
Integrierte Signalverarbeitung
und RTK-Fähigkeit
Das System kombiniert das
Antennenarray mit einem integrierten
GNSS-Empfänger, der
RTK-Funktionalität (Real-Time
Kinematic) unterstützt. Dadurch
bleibt die Positionsbestimmung
auch unter Störeinflüssen im
Zentimeterbereich stabil.
Die Signalverarbeitung erfolgt in
Echtzeit und analysiert Phasen-,
Amplituden- und Laufzeitdifferenzen
der Antennenelemente.
Auf dieser Basis erkennt der
CRPA-Guard Spoofing-Versuche
und unterscheidet sie
zuverlässig von echten Satellitensignalen.
18 hf-praxis 12/2025
Empfänger, Sender und Antennen
Darüber hinaus kann er eigenständig
Positions- und Zeitdaten
bereitstellen, etwa für
Interferenz-Monitoring-Anwendungen
oder Prüfumgebungen
sicherheitskritischer Systeme.
Das Gerät übernimmt damit
bei Bedarf die volle Funktion
eines geschützten GNSS-Empfängers,
ohne dass nachfolgende
Komponenten angepasst werden
müssen.
Kompatible Nachrüstlösung
für bestehende Systeme
Das Vorschaltgerät ersetzt eine
bestehende GNSS-Antenne
direkt – Anpassungen an Empfängern
oder Infrastruktur sind
nicht erforderlich. Diese Kompatibilität
erlaubt eine einfache
Nachrüstung, insbesondere
in Systemen mit langen
Lebenszyklen oder strengen
Zulassungsvorgaben.
Typische Einsatzbereiche liegen
derzeit vor allem im stationären
Umfeld – etwa in Telekommunikations-
und Energienetzen,
bei Betreibern kritischer Infrastrukturen
sowie im Vermessungswesen,
insbesondere an
GNSS-Referenzstationen. Auch
Anwendungen in der maritimen
Navigation und bei Behörden
oder Forschungseinrichtungen,
die Interferenzen überwachen
oder Störquellen lokalisieren,
gehören zu den angestrebten
Einsatzfeldern.
Unterschiede
zu klassischen CRPA-Systemen
Klassische CRPA-Systeme
beschränken sich meist auf
räumliche Nullstellensteuerung
und liefern ein gefiltertes HF-
Summensignal an einen separaten
Empfänger. Der CRPA-
Guard integriert dagegen die
Mehrantennen-Signalverarbeitung
und die Navigationselektronik
in einem Gerät. Dadurch
kann er neben der Störunterdrückung
auch Richtungs- und
Analyseinformationen bereitstellen
– ein Mehrwert für Betreiber,
die Interferenzquellen lokalisieren
oder deren Verhalten bewerten
müssen.
Das System verwendet ausschließlich
zivil empfangbare
GNSS-Signale und unterliegt
damit keinen Exportbeschränkungen,
wie sie bei militärischen
CRPA-Lösungen üblich sind.
Perspektive
Der Entwicklungsstand liegt
derzeit bei TRL 4–5. Im Rahmen
weiterer Forschungs- und
Entwicklungsprojekte soll das
System auf TRL 6–7 gebracht
werden, um es in realen Einsatzumgebungen
zu demonstrieren
und für die CE-Zertifizierung
vorzubereiten.
Mit seiner Kombination aus
adaptiver Antennentechnik, integrierter
Signalverarbeitung und
industrieller Kompaktausführung
zeigt der CRPA-Guard, wie
sich langjährige Hochfrequenzund
Navigationsforschung in
eine praxisnahe Lösung zur
Erhöhung der GNSS-Resilienz
überführen lässt. ◄
Mit Dank an das DLR
Institut für Kommunikation
und Navigation für die
Hintergrundinformationen
Keine Kompromisse zwischen Leistung und Gewicht
Telemeter Electronic GmbH
info@telemeter.de
www.telemeter.info
Telemeter Electronic GmbH
hat eine Innovation für luftgestützte
oder mobile HF-Messungen
vorgestellt: die neue
QRH0218 Quad Ridged Horn
Antenne. Mit einem Gewicht
von nur 166 g ist die QRH0218
ein absolutes Leichtgewicht für
alle, die Präzision mit Mobilität
verbinden müssen.
Diese Antenne wurde speziell
für luftgestützte und portable
Messanwendungen entwickelt
und ermöglicht Messungen in
einem breiten Frequenzbereich
von 2 bis 18 GHz in sowohl
horizontaler als auch vertikaler
Polarisation. Trotz ihrer
kompakten Bauform liefert die
QRH0218 zuverlässige Breitband-Performance
und wurde
mit Fokus auf hohe Haltbarkeit,
für anspruchsvolle Anwendungen,
konstruiert.
Die QRH0218 Antenne deckt
einen breiten Frequenzbereich
von 2 bis 18 GHz ab und hat
eine Impedanz von 50 Ohm.
Das SWR liegt typischerweise
bei etwa 1,4 und erreicht maximal
2,2. Für den Anschluss
steht ein SMA-Stecker zur Verfügung.
Die Antenne unterstützt
eine Leistung von 100 W (CW)
beziehungsweise 170 W (Peak).
Zudem bietet sie eine dual lineare
Polarisation, die bei Bedarf
mithilfe eines Hybrids auch
in eine zirkulare Polarisation
umgesetzt werden kann.
Mit der QRH0218 von Telemeter
Electronic GmbH erschließen
Anwender neue Potenziale
in der Drohnenmesstechnik
und bei portablen Messanwendungen.
◄
hf-praxis 12/2025 19
Empfänger, Sender und Antennen
Grundlagen des Software Defined Radios
In der heutigen sich rasant entwickelnden Technologielandschaft hat sich das Konzept des Software
Defined Radio (SDR) als transformative Kraft erwiesen und die Art und Weise revolutioniert, wie wir
Funkkommunikationssysteme wahrnehmen und mit ihnen interagieren.
Wofür werden SDRs verwendet?
Die Vielseitigkeit von SDRs ermöglicht
eine Vielzahl von Anwendungen in verschiedenen
Bereichen:
Von Radarsystemen bis hin zur GPS-Navigation,
von drahtlosen Verbindungen bis hin
zur Spektrumüberwachung – SDRs werden
in einer Vielzahl von Anwendungen immer
allgegenwärtiger. Wir werfen darum hier
einen Blick auf die Feinheiten der SDR-
Technologie und untersuchen ihre Grundprinzipien,
vielfältigen Anwendungen und
ihre Funktionsweise. Dabei sei das Konzept
der Abtastung des ZF-Signals bemüht, das
im Empfangsfall eine Zwischenstufe auf
dem Weg zur heute bereits oft realisierten
Direktabtastung des Antennensignals hin
darstellt.
Was vermag ein SDR?
Im Wesentlichen stellt ein SDR einen Paradigmenwechsel
von traditioneller Funk-
Hardware zu software-basierten Lösungen
dar und ermöglicht dynamische Rekonfiguration
und Anpassungsfähigkeit. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Funkgeräten mit
fester Hardware-Architektur nutzen SDRs
Software-Algorithmen, die auf universellen
Computerplattformen laufen, um Funksignalverarbeitung,
Modulation und Demodulation
durchzuführen.
Quelle:
„Exploring the World of Software Defined
Radio (SDR)“
Brandon Malatest
Per Vices Corporation
www.pervices.com/
übersetzt von FS
Diese inhärente Flexibilität ermöglicht
es Anwendern, die Funkfunktionalität im
laufenden Betrieb zu modifizieren und zu
optimieren und so an verschiedene Anwendungen
und sich entwickelnde Kommunikationsstandards
anzupassen.
Das Wesentliche an einem SDR ist die Fähigkeit,
nahtlos zwischen verschiedenen Kommunikationsprotokollen,
Frequenzen und
Modulationsschemata zu wechseln, ohne
dass Hardware-Modifikationen erforderlich
sind. Durch die Entkopplung der Funkfunktionalität
von spezifischen Hardware-Komponenten
bieten SDRs beispiellose Vielseitigkeit
und Skalierbarkeit für eine Vielzahl
von Anwendungen. Ob in Radarsystemen,
drahtlosen Netzwerken oder Frequenzüberwachungsstationen
– SDRs bieten eine
einheitliche Plattform für die Implementierung,
das Testen und den Einsatz modernster
Funktechnologien mit minimalen Hardware-Einschränkungen.
Die Einführung der SDR-Technologie hat
den Zugang zu fortschrittlichen Funkkommunikationsmöglichkeiten
demokratisiert
und Forschern, Ingenieuren und Enthusiasten
ermöglicht, wie nie zuvor mit Funksystemen
zu experimentieren und Innovationen
zu entwickeln. Von Hobbyprojekten
bis hin zu unternehmenskritischen Anwendungen
ermöglichen SDRs Innovationen
und ermöglichen es Einzelpersonen und
Organisationen, neue Wege in der drahtlosen
Kommunikation zu erkunden.
Da sich das SDR-Feld dank Fortschritten bei
Software-Algorithmen, digitaler Signalverarbeitung
und Hardware-Integration ständig
weiterentwickelt, bleibt das Potenzial,
die Art und Weise, wie wir kommunizieren
und mit der Welt um uns herum interagieren,
grenzenlos. Das Aufmacherbild zeigt
ein hochleistungsfähiges Software Defined
Radio (Cyan von Per Vices).
• Radar
SDRs werden in Radarsystemen aufgrund
ihrer Anpassungsfähigkeit und Fähigkeit
zur Verarbeitung komplexer Signale eingesetzt
und erleichtern so Aufgaben wie Zielerkennung,
-verfolgung und -bildgebung.
• GPS/GNSS
Im Bereich globaler Navigationssatellitensysteme
(GNSS) spielen SDRs eine
zentrale Rolle bei der Decodierung von
Satellitensignalen und der Bestimmung
präziser Positionsinformationen, wodurch
die Standortgenauigkeit und -zuverlässigkeit
verbessert wird.
• Test- und Messtechnik
SDRs sind unschätzbare Werkzeuge in
Test- und Messanwendungen. Sie bieten
Echtzeit-Signalanalyse, Modulations-/
Demodulationsmöglichkeiten und eine
anpassbare Signalerzeugung zum Testen
und Validieren von Kommunikationssystemen.
• Drahtlose Verbindungen
SDRs bilden das Rückgrat moderner drahtloser
Kommunikationsnetze und ermöglichen
die Implementierung verschiedener
Mobilfunkstandards (z.B. WLAN, LTE,
5G) sowie die nahtlose Interoperabilität
zwischen verschiedenen Protokollen.
• Spektrumüberwachung
und -aufzeichnung
SDRs ermöglichen die Spektrumüberwachung
durch Breitbandabdeckung, hochauflösende
Spektrumanalyse und die Aufzeichnung
und Analyse von Funksignalen
zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften,
für Sicherheits- und Forschungszwecke.
• Elektronische Kriegsführung
SDRs sind in der elektronischen Kriegsführung
unverzichtbar. Sie werden dort für
Signalaufklärung, elektronische Gegenmaßnahmen
und die Frequenzdominanz
eingesetzt, indem sie sich schnell an dynamische
Bedrohungsumgebungen anpassen.
20 hf-praxis 12/2025
Empfänger, Sender und Antennen
Bild 1: Beispielhafte Architekturübersicht eines SDRs
Wie funktionieren SDRs?
Um die Funktionsweise eines SDRs zu verstehen,
analysieren wir seine grundlegenden
Funktionen und Komponenten. Alle SDR-
Transceiver bestehen aus vier kritischen Elementen:
Empfangsfunktion, Sendefunktion,
Timing und der digitalen Komponente, wie
in Bild 1 dargestellt.
Die Empfangskette
Eine der Hauptkomponenten eines SDRs ist
die Empfangskette, eine komplexe Anordnung
von Komponenten, die sorgfältig aufeinander
abgestimmt sind, um eingehende
Funksignale zu erfassen, zu verarbeiten und
in digitale Form umzuwandeln. Lassen Sie
uns die wichtigsten Komponenten genauer
betrachten:
• Low-Noise Amplifiers (LNAs)
LNAs sind an vorderster Front der Empfangskette
positioniert und spielen eine
entscheidende Rolle bei der Verstärkung
schwacher Funksignale bei minimalem
Rauschen. Ihre hohe Verstärkung und
ihr niedriges Rauschmaß gewährleisten
optimalen Signalempfang, insbesondere
in Umgebungen mit niedrigem Signal/
Rausch-Verhältnis.
• Mischer
Mischer dienen als zentrale Komponenten
der Signalfrequenzumsetzung innerhalb
der Empfangskette. Durch die Kombination
eingehender Signale mit Lokaloszillatorfrequenzen
(LO) erzeugen Mischer
Zwischenfrequenzsignale (ZF), die sich
leichter verarbeiten und digitalisieren lassen.
Wählbare Mischverhältnisse ermöglichen
eine flexible Frequenzabstimmung
für ein breites Spektrum an Signalbandbreiten
und -frequenzen.
• Filter
Nach der Mischung werden die Signale
gefiltert, um gewünschte Frequenzbänder
zu isolieren und unerwünschte Störungen
und Rauschen zu dämpfen. Bandpassfilter,
häufig mit akustischen Oberflächenwellen
(SAW) oder Keramikresonatoren implementiert,
gewährleisten Signalreinheit und
-selektivität, die für die Aufrechterhaltung
der Kommunikationsintegrität in überlasteten
oder signalstarken Funkumgebungen
entscheidend sind.
• Analog/Digital-Wandler (ADCs)
Die letzte Stufe der Empfangskette umfasst
ADCs, die analoge ZF-Signale in ein digitales
Format umwandeln, das vom digitalen
Subsystem des SDRs weiterverarbeitet
werden kann. Hochauflösende ADCs mit
unterschiedlichen Abtastraten begrenzen
die maximal erfassbare Signalbandbreite
und gewährleisten eine präzise Darstellung
analoger Signale im digitalen Bereich unter
Wahrung der Signaltreue und -integrität.
Der Senderzug
Im Sendebereich verarbeiten SDRs digitale
Signale, um modulierte Funksignale für die
Übertragung zu erzeugen. Sehen wir uns die
Komponenten dieser Funkübertragungskette
genauer an:
• Digital-Analog-Wandler (DACs)
DACs bilden die Brücke zwischen digitaler
Signalverarbeitung und analoger Funkübertragung.
Sie wandeln digitale Basisbandsignale,
die mit den gewünschten
Modulationsschemata und Daten moduliert
sind, in analoge Wellenformen um, die für
die drahtlose Übertragung geeignet sind.
Hochauflösende DACs mit geringen Verzerrungen
gewährleisten eine originalgetreue
Wiedergabe digitaler Signale im
analogen Bereich.
hf-praxis 12/2025 21
Empfänger, Sender und Antennen
Bild 2: Beispiel einer Empfangs-DSP-Architektur
• Verstärker
Sendeverstärker verstärken die modulierten
analogen Signale auf die gewünschte Sendeleistung.
Leistungsverstärker (PAs) erhöhen
die Signalstärke bei gleichzeitiger
Wahrung von Linearität und spektraler
Reinheit, gewährleisten die Einhaltung
gesetzlicher Vorschriften und minimieren
Signalverzerrungen.
• Mischer und Filter
Ähnlich wie in der Empfangskette können
auch im Sendepfad Mischer und Filter
zur Frequenzumsetzung und spektralen
For mung eingesetzt werden. Mischer
kombinieren modulierte Signale mit
Trägerfrequenzen, während Filter Außerbandemissionen
und Oberwellen eliminieren
und so die spektrale Konformität und
Signalreinheit gewährleisten.
• Timing und Synchronisation
Im Bereich der SDRs sind präzises Timing
und Synchronisation für einen kohärenten
Betrieb von entscheidender Bedeutung,
insbesondere in Mehrkanal- oder Mehrantennenkonfigurationen.
Zu den wichtigsten
Timing-Komponenten gehören:
• Oszillatoren
Stabile, hochpräzise Oszillatoren dienen
als Timing-Referenzen für verschiedene
SDR-Subsysteme und gewährleisten eine
präzise Signal abtastung, -mischung und
-modulation. Temperaturkompensierte
Quarzoszillatoren (TCXOs) oder ofengesteuerte
Quarzoszillatoren (OCXOs)
liefern stabile Frequenzreferenzen mit
minimaler Drift über Zeit und Temperaturschwankungen.
• Phasenregelkreise (PLLs)
PLLs spielen eine wichtige Rolle bei der
Frequenzsynthese und -synchronisation,
indem sie die Frequenzen der lokalen
Oszillatoren mit hoher Genauigkeit und
Stabilität an Referenzsignale koppeln.
Durch die Anpassung von Phase und
Frequenz ermöglichen PLLs einen kohärenten
Betrieb mehrerer SDR-Einheiten
oder -Kanäle, was für Anwendungen wie
Beamforming und MIMO-Kommunikation
unerlässlich ist.
Digitale Verarbeitung
Das digitale Rückgrat eines SDRs umfasst
eine Vielzahl von Komponenten, die die
Signalverarbeitung, Modulation/Demodulation
und Protokollverarbeitung ermöglichen:
• Chips für die digitale
Signalverarbeitung (DSP)
Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs)
oder FPGA-System-on-Chips (SoCs) dienen
als Rechenzentren von SDRs und
führen komplexe Signalverarbeitungsalgorithmen
mit beispielloser Flexibilität
und Geschwindigkeit aus. Ihre Rekonfigurierbarkeit
ermöglicht schnelles Prototyping
und die Optimierung von Signalverarbeitungs-Pipelines,
die auf spezifische
Anwendungsanforderungen zugeschnitten
sind. Auf diesen Chips werden viele Funktionen,
wie digitales Mischen, Resampling,
Paketverarbeitung, Triggerung, Pufferung
und Framing, ausgeführt. Durch das Laden
verschiedener IP-Cores oder die Entwicklung
kundenspezifischer DSPs können
diese und weitere Funktionen innerhalb
des FPGAs verwaltet werden. Beispielsweise
benötigen SDRs mit Hochgeschwindigkeits-ADCs
und -DACs, die mit extrem
hohen Abtastraten und in kohärenter Weise
arbeiten können, eine anspruchsvolle
Schnittstelle. In vielen Fällen nutzt diese
Schnittstelle JESD204, einen seriellen
Hochgeschwindigkeits-Schnittstellenstandard,
der hauptsächlich in Datenkonvertern
und digitalen Signalverarbeitungsanwendungen
verwendet wird. JESD204 steht
für „JEDEC Standard Nr. 204“ und wird
von der JEDEC Solid State Technology
Association, einer globalen Halbleiter-
Standardisierungsorganisation, entwickelt
und gepflegt. Einer der Hauptvorteile von
JESD204 ist die Fähigkeit, hohe Datenraten
zu unterstützen und gleichzeitig die
Anzahl der Verbindungen zu reduzieren
und das Platinen-Layout im Vergleich zu
herkömmlichen parallelen Schnittstellen
zu vereinfachen. Durch die serielle Datenübertragung
über schnelle serielle Verbindungen
ermöglicht JESD204 eine effiziente
Nutzung der verfügbaren Bandbreite
und reduziert Signalversatz und Timing-
Unsicherheiten. Bild 2 bringt ein Beispiel
für eine Empfangs-DSP-Architektur.
• Onboard-RAM
Eingebettete RAM-Module bieten temporäre
Speicherung und Pufferung für digitale
Signalabtastwerte und ermöglichen so die
Echtzeitverarbeitung und -manipulation
eingehender und ausgehender Datenströme.
Der schnelle RAM-Zugriff gewährleistet
einen reibungslosen Datendurchsatz und
latenzempfindliche Vorgänge, die für die
SDR-Leistung entscheidend sind.
• Digitale Schnittstellen
SDRs verfügen über eine Vielzahl digitaler
Schnittstellen für Steuerung, Datenaustausch
und Synchronisierung mit externen
Geräten und Netzwerken. Schnittstellen
wie Ethernet, USB, PCIe und JTAG
ermöglichen eine nahtlose Integration mit
Hostsystemen und ermöglichen Fernkonfiguration,
Datenstreaming und Synchronisierung
in verteilten SDR-Implementierungen.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass
Software Defined Radio einen entscheidenden
Meilenstein in der Entwicklung der
Funktechnologie darstellt und eine neue
Ära der Flexibilität, Anpassungsfähigkeit
und Innovation einläutete. Im Kern verkörpert
SDR die Konvergenz von Software-Algorithmen,
digitaler Signalverarbeitung
und digitalen Hochgeschwindigkeits-Schnittstellen
und ermöglicht so die
nahtlose Integration und Interoperabilität
unterschiedlicher Komponenten und Systeme.
Die Vielseitigkeit von SDRs geht
über die traditionelle Funkkommunikation
hinaus und durchdringt Bereiche wie Test
und Messung, elektronische Kriegsführung
und wissenschaftliche Forschung. Mit jedem
Technologiesprung ebnen SDRs den Weg
für beispiellose Fortschritte in Konnektivität,
Automatisierung und mehr und prägen
die Zukunft der drahtlosen Kommunikation
für kommende Generationen. ◄
22 hf-praxis 12/2025
9 TO 72 GHz
Coaxial Frequency
Multipliers
For High-Frequency LO Chains,
Upconverters & More
LEARN MORE
High-frequency multipliers cover 9 to 72 GHz with
+12 to +20 dBm input in compact, coaxial housings.
Model Name Description F Low F High
ZXF90-3-223-K+ X3 Frequency Multiplier, SMA-F to 2.92 mm-M, 50Ω 10 GHz 22 GHz
ZXF90-3-443-K+ X3 Frequency Multiplier, SMA-F to 2.92 mm-M, 50Ω 20 GHz 43.5 GHz
ZXF90-3-453-V+ X3 Frequency Multiplier, SMA-F to 1.85 mm-M, 50Ω 20 GHz 45 GHz
ZXF90-3-64-E+ X3 Frequency Multiplier, 2.92 mm-F to 1.85 mm-M, 50Ω 30 GHz 60 GHz
ZXF90-3-723-E+ X3 Frequency Multiplier, 2.92 mm-F to 1.85 mm-M, 50Ω 40 GHz 72 GHz
ZXF90-2-44-K+ X2 Frequency Multiplier, 2.92 mm-F to 2.92 mm-F, 50Ω 12.4 GHz 40 GHz
ZXF90-2-153-K+ X2 Frequency Multiplier, 2.92 mm-F to 2.92 mm-F, 50Ω 9 GHz 15 GHz
DISTRIBUTORS
Empfänger, Sender und Antennen
Over-the-Air-Test von mmWave-Antennen
Glücklicherweise ist für Frequenzen
über 18 GHz keine
Abschirmung der Messung mit
Metallwänden erforderlich,
und die Kammer kann für eine
Fernfeldmessung von nur 235
cm deutlich kleiner sein. Milliwave
Silicon Solutions hat das
Millibox-System mit diesen
Eigenschaften für Over-the-Air
(OTA) mmWave Antennentests
entwickelt und sich mit Copper
Mountain Technologies zusammengetan,
um eine schlüsselfertige
Lösung für OTA-Messungen
bereitzustellen.
Antennentests sind oft ein entscheidender
Schritt im HF-
Design-Prozess. Tragbare Geräte
im 5G-Band oberhalb von 24
GHz verwenden möglicherweise
eingebettete Antennen mit
Strahlsteuerung mittels MIMO
oder Metamaterialtechnologie
[1, 2]. Dies gilt insbesondere
für Fixed Wireless Access Terminals,
die trotz hoher Dämpfung
durch Gebäudeinfrastruktur
effektiv funktionieren müssen.
Das Strahlungsmuster eines
24-GHz-Radars zur kommerziellen
Personenerkennung oder
eines 79-GHz-Automobilradars
muss charakterisiert werden, um
eine ordnungsgemäße Zielerkennung
in definierten Zonen
zu gewährleisten.
Ein Radom-Material kann durch
Platzieren einer Folie zwischen
zwei Referenzantennen bewertet
werden, um die Dämpfung
über der Frequenz zu messen.
Für diese Projekte wird ein leistungsfähiges
und kostengünstiges
OTA-Testsystem benötigt.
Was ist ein ideales System?
Ein ideales OTA-System
sollte einfach zu bedienen,
kostengünstig und platzsparend
sein. Doch die herkömmliche
reflexionsarme Kammer für
VHF, UHF und Frequenzen bis
18 GHz ist groß und teuer. Der
Raum muss auch hier groß genug
sein, um den Fernfeldanforderungen
dieser relativ niedrigen
Frequenzen gerecht zu werden
[3]. Zusätzlich muss er vor externen
Signalen abgeschirmt sein.
Metallwände und abgedichtete
Türen sind erforderlich. Absorber
müssen die Wände abdecken,
um Reflexionen von den
Metallwänden zu dämpfen. Die
Kosten für eine solche Kammer
sind sehr hoch und können bis
zu einer Million Dollar betragen.
Die Grundfläche beträgt mehrere
hundert Quadratmeter.
Das System besteht aus zwei
bis vier Würfeln in zwei Größen
(24 oder 30 Zoll Kantenlänge).
Die Paneele bestehen aus Holz,
sind mit PVC-Strukturelementen
umrahmt und innen mit absorbierenden
Absorbern 50 dB verkleidet.
Eine Referenzantenne befindet
sich in einem starren Rahmen
auf der linken Seite, während die
zu testende Antenne (AUT) in
einem USB-gesteuerten Gimbal
auf der rechten Seite montiert
ist. (Gimbal = motorisierte kardanische
Aufhängung, welche
die Bewegungen eines Objekts
oder Gerätes ruckelärmer und
flüssiger macht). Die mitgelieferte
Python-Software steuert die
Gimbal-Bewegung und den mitgelieferten
9-GHz-CMT-VNA.
Die im Referenzantennenrahmen
und im AUT-Gimbal integrierten
mmWave-Frequenzextender
von Eravant ermöglichen die
vollautomatische Messung der
Antenneneigenschaften über
Quelle:
Over-the-Air (OTA) mmWave
Antenna Testing
Copper Mountain Technologies
www.coppermountaintech.com
übersetzt von FS
CMT/Millibox-OTA-System
24 hf-praxis 12/2025
Empfänger, Sender und Antennen
Gimbal mit integriertem Extender
3D-gedrucktes Strahlungsdiagramm
Frequenzen von 50 bis 220 GHz
in den durch die Wellenleitergröße
bestimmten Bändern. Die
Referenzantenne kann auch um
90° gedreht werden, um die Messung
der anderen Polarisation zu
ermöglichen.
Das System führt Fernfeldmessungen
von 72 bis 235 cm durch,
die sich für die Charakterisierung
von mmWellen-Antennen
eignen. Eine Nahfeld-Fernfeld-
Konvertierung erfolgt nicht
und sollte auch nicht erforderlich
sein.
Funktionsweise
Der dargestellte Gimbal dreht
sich programmgesteuert vertikal
und horizontal um 360° mit
einer Auflösung von 0,088°.
Die Benutzeroberfläche stellt
die Daten in verschiedenen Formaten
dar, darunter 1D-Linie,
H-V-Linien, 2D-Oberfläche,
2D-Heatmap, 2D-Multilinienschnitt
und 3D-Strahlungsmuster.
Die Diagramme können
während der Datenerfassung
oder aus gespeicherten Ergebnissen
erstellt werden. Es kann auch
eine STL-Datei des 3D-Strahlungsdiagramms
erstellt werden,
um eine 3D-Darstellung der
Antenne auszudrucken.
dann wird zum nächsten vertikalen
Winkel gewechselt. Alle
Daten werden in einer CSV-
Datei gespeichert, und die
gewählte Frequenz generiert
das Diagramm im ausgewählten
Format.
Die Benutzeroberfläche ist in
Python geschrieben und kann
für bestimmte Anwendungsfälle
angepasst werden. Zusätzlich
stehen DLL-Treiber zur Verfügung,
um die Integration von
Antennentests in ein bestehendes
Test-Framework zu ermöglichen.
Dank der 50-dB-Isolation
der internen HF-Absorber lassen
sich zwei Systeme nebeneinander
betreiben, ohne dass Störungen
erkennbar sind.
Fazit
Viele Branchen können von
einem kompakten OTA-System
profitieren, beispielsweise bei
28-GHz-Antennen für den Festnetzzugang,
77-GHz-Automobilradar-
und Radom-Materialprüfungen
oder 60- und 24-GHz-
Personenerkennungsradaren.
Universitäten experimentieren
mit Metamaterialantennen für
kompakte Designs, die eine OTA-
Charakterisierung erfordern.
Die Zusammenstellung aller
Teile zu einem Testsystem kann
eine Herausforderung sein, aber
Copper Mountain Technologies
hat es mit schlüsselfertigen
Systemen, die die meisten
Anforderungen erfüllen, einfach
gemacht.
Referenzen:
[1] Shiban K., Using Metamaterials
in mmWave 5G Antennas,
Microwave Journal, June
13, 2024.
[2] Metamaterials’ Potential in
mmWave 5G Telecommunications
and Beyond, Nature, Scientific
Reports, Microwave Journal,
December 14, 2022.
[3] Walker B, Near and Far Field
Measurement. Copper Mountain
Technologies, September
26, 2022 ◄
Der Gimbal startet bei einem
programmierten vertikalen Startwinkel
und bewegt sich horizontal
durch die programmierten
Start- und Stoppwinkel. Dabei
werden an jedem Punkt VNA-
Messungen von einer Antenne
zur anderen durchgeführt und
Ausgabediagramme
hf-praxis 12/2025 25
Empfänger, Sender und Antennen
Smarte Antennenlösung für EMV-Tests
EMCO Elektronik GmbH
info@emco-elektronik.de
www.emco-elektronik.de
ETS-Lindgren bietet eine große Auswahl
an Lösungen zur Optimierung von EMV-
Prüfungen. Lt. ETS beginnt mit der neuen
Intell-I-Tune-Antenne Modell 3170 eine
neue Ära im Bereich der Störfestigkeitsprüfungen.
Konform mit MIL-STD-461G
RS103 (30...200 MHz) erreicht sie 200 V/m
bei 1 m – ohne störende Oberwellen.
Dank patentierter, automatischer Abstimmung
optimiert die Antenne sich selbst für
jede Frequenz – ganz ohne manuelles Eingreifen.
Das Ergebnis: niedriges SWR, klarere
Signale, geringerer Verstärkerbedarf.
Vorteile auf einen Blick:
• 30...200 MHz
• 200 V/m bei 1 m (MIL-STD-461G/Draft
HG RS103)
• automatische Abstimmung mit TILE!
Software
• niedriger SWR (<3, typ. 1,5)
• >25 dB weniger Oberwellen
• freihändiger Betrieb mit gespeicherten
Profilen
• unterstützt DO-160 & ISO 11452-2
Damit ist diese Antenne nahezu ideal
für Militär, Luftfahrt, Automotive und
Industrie. ◄
5-in-1-Boxantenne für Multibandbetrieb
Die LK1920101 von Leankon
ist eine 5-in-1-Boxantenne,
die in den Frequenzbändern
698...960 und 1400...6000
MHz (4G LTE), 2400...2500
und 5150...7125 MHz (WiFi)
sowie 1559...1610 MHz (GPS/
GNSS) arbeitet. Sie umfasst
eine 2x2-MIMO-4G-LTE-
Antenne, eine 2x2-MIMO-
WiFi-Antenne und eine GPS/
GNSS-Antenne.
Diese omnidirektionale
Antenne erreicht eine maximale
Verstärkung von bis zu 7,1 dBi
bei einem durchschnittlichen
Wirkungsgrad von über 20%.
Sie verfügt über lineare (LTE,
WiFi) und rechtszirkular polarisierte
(GNSS) Eigenschaften
und eine Rückflussdämpfung
von unter 10 dB.
Die LK1920101 integriert
einen aktiven LNA-Schaltkreis,
der eine Verstärkung von 28
dB bei einem Rauschmaß von
unter 3 dB und einem SWR von
unter 2 dB bietet.
Diese Antenne ist in einem
IPX7-zertifizierten Gehäuse
mit den Abmessungen 154,5
x 65 x 20 mm erhältlich und
verfügt über flexible Kabel
mit SMA-Steckern. Sie eignet
sich ideal für Tracker, Transportwesen,
Gesundheitswesen,
Smart Homes und Router für
anspruchsvolle Anwendungen
in den Bereichen Transport und
Telematik.
Weitere
Produktspezifikationen:
• Impedanz 50 Ohm
• RoHS-konform
• Stromstärke 9 ±3 mA
• Spannung 3 bis 5,5 V
Leankon
www.leankon.com
26 hf-praxis 12/2025
RF-Lambda Europe GmbH ● +49 69 153 29 39 40 ● sales@rflambda.eu
Empfänger, Sender und Antennen
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Moderne HF-Lösungen für effizienten Rundfunk
von SPINNER schafft ein breites
und zukunftsfähiges Antennenportfolio
für unterschiedlichste
Rundfunkanforderungen.
Ob Turmsanierung oder Aufbau
eines neuen Standorts –
SPINNER unterstützt mit passenden
Antennen lösungen, die
auf Effizienz, Abdeckung und
lang fristige Betriebssicherheit
ausgelegt sind.
Entwickelt für hohe
Leistungsanforderungen
Die Antennen zeichnen sich
durch robuste Materialien,
ein modulares Design und
geprüfte Wetterbeständigkeit
aus. Dadurch bieten sie auch
unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen
konstante
Performance. Das Angebot
umfasst unter anderem:
• Fachberatung und technische
Spezifikation
• Berechnungen, inklusive
Strahlungsdiagrammen und
mechanischem Design
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Systemkonfiguration
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SPINNER mit über 50 Jahren
Erfahrung in der Entwicklung
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zwischen Sender und Antenne,
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HF-Übertragungs systeme zu
realisieren – von der ersten Idee
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Broadcast-IP-Portfolios erweitert
SPINNER sein Angebot um
hochwertige Rundfunkantennen,
die sich durch zuverlässige
28 hf-praxis 12/2025
Empfänger, Sender und Antennen
Das Antenna Monitoring
System (AMS)
Das SPINNER AMS wurde
entwickelt, um Lichtbögen und
Wassereintritt in Rundfunk-
Übertragungssystemen in einem
frühen Stadium zu erkennen
und Sie auf mögliche Probleme
hinzuweisen, bevor größere
Schäden auftreten können. Es
sorgt dafür, dass Ihr System auf
Sendung bleibt.
Denn: Rundfunknetz- Betreiber
müssen sich darauf verlassen
können, dass ihre Sende inhalte
an die Empfänger geliefert werden.
Doch obwohl die Infrastruktur
sehr robust ist, kann
es zu Ausfällen kommen. Das
SPINNER AMS überwacht
das gesamte Antennensystem,
einschließlich Umschaltfelder,
Speisekabeln und Dipolen. Neue,
kürzlich patentierte Messmethoden
erkennen zuverlässig selbst
minimale Lichtbögen und beeinträchtigte
Isolierung in Antennen
jeder Höhe. Es erkennt Fehler
und Schwachstellen in einer
Rundfunk-Infrastruktur und
warnt vor möglichen Problemen,
bevor ein Schaden eintritt.
Es sorgt dafür, dass Ihr System
auf Sendung bleibt.
Alle Komponenten lassen sich
einfach und schnell installieren–
ohne größere Änderungen
am bestehenden System. Der
AMS-Detektor kann direkt in
den SPINNER-Bügelstecker
des Umschaltfeldes oder in
ein Stück der Rohrleitung integriert
werden.
Merkmale des SPINNER AMS:
• Distance-to-Fault Erkennung
• keine Einspeisung
eines Signals in die
Antennenleitung
• Früherkennung von
Lichtbogenbildung
• Früherkennung bei
Wassereintritt
• kontinuierliche Überwachung
des gesamten Systems
• Fernüberwachungsmöglichkeiten
• keine Signalverzerrungen
• kompaktes Design
• schnelle und einfache
Installation
• alle Komponenten im
Innenbereich
• kein großer Eingriff in
bestehendes System
• geeignet für Antennen
beliebiger Höhe
Die Isolierung von Kabeln und
Dipolantennen kann spröde werden
und bei längerer Einwirkung
von UV-Strahlung Risse
bekommen.
Speisekabel können durch
starken Wind, Eis oder Korrosion
beschädigt werden. Auch durch
Fehler bei der Installation oder
durch HF-Überlastungen können
Probleme entstehen.
Auf lange Sicht kann dies dazu
führen, dass ein Standort durch
zerstörte HF-Komponenten
nicht auf Sendung gehen kann
oder sogar ein Brand entsteht,
wodurch das Rundfunksystem
vollständig deaktiviert wird.
Betreiber benötigen daher ein
System, das frühzeitig Probleme
zuverlässig erkennt und identifiziert,
bevor es zu schwerwiegenden
Schäden kommt. Das
SPINNER-Antennenüberwachungssystem
leistet all dies und
noch mehr.
Das SPINNER AMS warnt nicht
nur vor Fehlern, sondern lokalisiert
sie auch für eine schnelle
Reparatur, was Zeit und Kosten
reduziert.
• Erkennung aller Arten
von Bögen (matched und
unmatched)
• keine Einspeisung eines
Signals in die Antennenleitung
• zuverlässige Erkennung
mit Antennen beliebiger
Höhe
• alle Komponenten im
Innenbereich
• geeignet für unter Druck
stehende Leitungen
• Fernüberwachung über
SNMP und Web-Schnittstelle
5G Broadcast:
Effiziente Verteilung
über Zellenbegrenzungen
hinweg
Steigende Mobilfunknutzung,
größerer Datenverbrauch,
zunehmende Vernetzung – die
Mobilfunknetze haben in den
letzten zehn Jahren einen Trend
zu enormen Datenmengen verzeichnet.
5G Broadcast reduziert mit
einem High Power High Tower
Overlay Netzwerk die Be lastung
des Mobilfunknetzes. und
erhöht die Geschwindigkeit
von Mobilfunk-Netzwerken
erheblich. Gleichzeitig bietet
es eine größere Bandbreite, Frequenzverfügbarkeit
und geringere
Latenz für eine bessere
Ab deckung.
Der zugrunde liegende Standard
ist FeMBMS (Further
evolved Multimedia Broadcast
Multicast Service). Mit Release
14 des 3GPP-Mobilfunkstandards
wurde ein LTE-basierter
Ansatz definiert, der heute als
5G Broadcast oder FeMBMS
bezeichnet wird. Er ergänzt
das bestehende Mobilfunknetz
durch ein überlagertes HPHT-
Netz. Bemerkenswert ist, dass
erstmals die vollständige Übertragungskapazität
für Rundfunkdienste
nutzbar ist.
Was ist das Besondere
an FeMBMS?
• 100% Downlink-Signal
• unterstützt Gleichwellennetze
hf-praxis 12/2025 29
Empfänger, Sender und Antennen
5G Broadcast Testläufe
FeMBMS wird weltweit in
5G-Broadcast-Testläufen eingesetzt,
um das Potenzial von
Broadcast-Lösungen auf der
Grundlage der neuen 5G-Technologie
zu beleuchten. So wurde
beispielsweise in den Jahren
2018 und 2019 das 5G-TODAY-
Testfeld in Bayern mit zwei
Gleichwellennetz-Sendern, die
SPINNER-Produkte einsetzen,
erfolgreich betrieben. Im Vereinigten
Königreich installierte
die BBC ein 5G-Netz auf einer
abgelegenen Insel, um das Live-
Streaming zu testen. Weitere
Versuche folgten, z.B. auf dem
Rock Rio Festival in Brasilien
und in Peking, China.
High Power High Tower:
Wie könnten 5G-Broadcast-
Systeme aussehen?
Der Schlüssel für eine erfolgreiche
5G-Broadcast-Installation
ist ein tragfähiger Plan, der
auf die vorhandene Ausrüstung
im Rundfunkturm abgestimmt
ist. Rundfunkstationen,
die mit SPINNER-Systemen
ausgestattet sind, lassen sich
besonders einfach auf 5G Broadcast
aufrüsten. Da man mit den
technischen Daten und mechanischen
Abmessungen der installierten
Geräte vertraut ist, kann
man schnell und einfach ein
Konzept erstellen. ◄
5G Broadcast: effiziente Verteilung über Zellenbegrenzungen hinweg
SPINNER 5G Broadcast 5 MHz Maskenfilter,
installiert u.a. im Torre de Collserola in
Barcelona im Jahr 2020
Unabhängige Combiner-Kette mit gemeinsamer Antenne
Unabhängiges System
Gemischtes System
30 hf-praxis 12/2025
PROPRIETARY TECHNOLOGIES
LTCC Filter
Innovations
The Industry’s Widest Selection
Ultra-High Rejection
LEARN MORE
• Rejection floor down to 100+ dB
• Excellent selectivity
• Built-in shielding
• 1812 package style
• Patent pending
mmWave Passbands
• Passbands to 50+ GHz
• The industry’s widest selection of LTCC
filters optimized for 5G FR2 bands
• Growing selection of models for
Ku- and Ka-band Satcom downlink
• 1812 & 1008 package styles
Substrate Integrated Waveguide
• First commercially available
SIW LTCC filter in the industry
• Narrow bandwidth (~5%)
and good selectivity
• Internally shielded to prevent detuning
• 1210 package style
Integrated Balun-Bandpass Filters
• Combine balun transformer and
bandpass filter in a single device
• Saves space and simplifies board layouts
in ADCs, DACs and other circuits
• 1210, 1008 & 0805 package styles
DISTRIBUTORS
Empfänger, Sender und Antennen
On-Board-Kondensatorantenne fürs L-Band
Die 9002225L0-L01 von KYOCERA AVX
ist eine On-Board-Kondensatorantenne.
Diese Antenne arbeitet im Frequenzbereich
von 1559 bis 1610 und 1616 bis 1626,5 MHz
und deckt damit das L-Band ab. Sie ist eine
leichte Antenne für Satellitenanwendungen
und unterstützt sowohl Iridium- als auch
GNSS-Konstellationen.
Die omnidirektionale Antenne wird im
Laser-Direktstrukturierungsverfahren
(LDS) gefertigt, was eine hervorragende
HF-Feldabschirmung und somit eine reduzierte
Wechselwirkung mit umliegenden
Komponenten ermöglicht. Sie bietet einen
Gewinn von bis zu 2,2 dBi im Zenit bei
einem Wirkungsgrad von 62%. Die rechtszirkular
polarisierte Antenne hat ein Achsenverhältnis
von unter 2 dB. Sie kann eine
Eingangsleistung von 4 W verarbeiten und
weist eine Rückflussdämpfung von unter
16,1 dB auf.
Die 9002225L0-L01 ist in einem SMD-
Gehäuse mit den Abmessungen 37,50 x
17,98 mm erhältlich. Diese RoHS-konforme
Antenne eignet sich ideal für Anwendungen
in den Bereichen Anlagenverfolgung, Industrieanlagen,
intelligente Landwirtschaft,
Smart City, Telematik und IoT.
Weitere Daten:
• Impedanz 50 Ohm
• Gewicht 6,85 g
• Betriebstemperatur -40 bis +85 °C
• RoHS-konform
Kyocera AVX
www.kyocera-avx.com
Nahfeldsonde für 9 kHz bis 10 GHz
Die RS2010M von Raditeq
ist eine elektrische Feldsonde,
die im Frequenzbereich
von 9 kHz bis 10 GHz
(auch bis 12 GHz einsetzbar)
arbeitet. Sie basiert auf einer
patentierten Technologie mit
sphärischer Bauweise, sechs
Antennenelementen und einer
innovativen Stromversorgung
(Laser), was zu einem
sehr kleinen Sondenvolumen
führt. Das geringe Volumen
ermöglicht eine hohe Messgenauigkeit,
und das einzigartige
Antennen-Design
erlaubt optimierte isotrope
Messungen über einen weiten
Frequenzbereich.
Die Sonde erreicht eine Messgeschwindigkeit
von 100
Punkten/s und einen Messbereich
von 0,1 bis 500 V/m mit
einer Auflösung von 0,01 V/m.
Die RS2010M speichert die
Daten zur Linearitätsanpassung
standardmäßig intern und
ermöglicht es dem Benutzer
außerdem, die Frequenzgang-
Kalibrierungsdaten der X-, Y-
und Z-Achse als benutzerdefinierte
Korrekturdaten in der
Sonde zu speichern. Dadurch
entfällt die Notwendigkeit,
frequenzabhängige Korrekturen
für einzelne Achsen in
der Software anzuwenden,
was die Bedienung vereinfacht.
Die HF-Sonde verbraucht
weniger als 0,5 W. Sie misst
4,9 x 4,9 x 4,9 cm und verfügt
über FC/PC-Anschlüsse
für den Laser sowie ST/PC-
Glasfaseranschlüsse für die
Datenübertragung. Diese
Sonde eignet sich für EMV-
Prüfanwendungen.
Raditeq B.V.
www.raditeq.com
Vielseitige GPS/GNSS-Antenne
Die A46 von Hemisphere ist
eine GNSS-Antenne, die in
den GPS-Netzen L1/L2/L5
und Glonass G1/G2 sowie
BeiDou B1/B2/B3, SBAS,
L-Band, Galileo E1/E5a/b
und QZSS-Bändern arbeitet.
Die Antenne wurde für Millimeterwellen-Genauigkeit
in
der Maschinensteuerung entwickelt.
Dank ihrer Robustheit
eignet sie sich auch für
anspruchsvolle Umgebungen
(z.B. in der Nähe von Gebäuden
und dichtem Bewuchs)
und bietet eine hervorragende
Mehrwege-Ausbreitungsunterdrückung,
eine stabile Phasenlage
(Abweichung unter
2 mm im GPS-L1-Band bei
Höhenwinkeln über 15°) und
ein hohes Signal/Rausch-Verhältnis
(SNR).
Der GNSS-Sensor liefert eine
Verstärkung von 30 dB bei
einem Rauschmaß von 2 dB,
der L-Band-Sensor ebenfalls
30 dB. Die Antenne benötigt
eine Gleichstromversorgung
von 3,3 bis 15 V und verbraucht
25 mA. Das Gehäuse
der A46 mit den Maßen 4,7
(H) x 15,2 (Ø) cm und N-Steckern
(gerade) besteht aus Aluminium.
Sie hat den Falltest
aus 2 m Höhe bestanden und
ist IP69K-zertifiziert.
Hemisphere GNSS
www.hemispheregnss.com
32 hf-praxis 12/2025
Empfänger, Sender und Antennen
4G-MIMO-Dualband-Außenantenne für WiFi 6
Mit der neuen 4G MIMO Dualband WiFi 6
Antenne präsentiert Delock eine kompakte
und wetterfeste Lösung für vielfältige Funkanwendungen.
Die Antenne deckt zahlreiche
Standards ab – darunter 4G, WLAN, ZigBee,
Z-Wave, NB-IoT, LoRa 868/915 MHz und
Bluetooth – und ist damit ideal für Industrie-,
Smart-Home- oder IoT-Projekte geeignet.
Dank MIMO-Technologie und Dualband-
WLAN-Unterstützung (2,4/5 GHz) ermöglicht
die Antenne stabile, schnelle Datenverbindungen.
Über zwei SMA- und einen
RP-SMA-Anschluss lässt sie sich flexibel an
Router, Modem oder Gateway anschließen.
Das robuste Polycarbonat-Gehäuse ist nach
IP67 zertifiziert und widersteht Staub,
Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen.
Die Schraubmontage sorgt für festen Halt
auch bei Wind oder Vibrationen. Für eine
verlustarme Signalübertragung sorgt das
integrierte Low-Loss-Koaxialkabel ULA
100, das mit nur 1,3 dB Dämpfung pro Meter
bei 2,5 GHz deutlich bessere Werte erzielt
als viele herkömmliche Kabel.
„Mit dieser Antenne bieten wir unseren
Kunden eine leistungsstarke und zugleich
flexible Lösung für anspruchsvolle Außeninstallationen“,
erklärt Frau Nuglisch, Produktmanagerin
bei Delock. „Besonders
die Kombination aus MIMO-Technologie,
Dualband-WLAN und dem Low-Loss-
Kabel ULA 100 hebt das Produkt deutlich
von Standardlösungen ab.“
Mit einem Frequenzbereich von 698 bis 5875
MHz, einem Gewinn von bis zu 4,5 dBi und
einem kompakten Format von 78 × 50 mm
steht die neue Delock-Antenne für Zuverlässigkeit,
Vielseitigkeit und durchdachtes
Design – entwickelt für stabile Verbindungen
in jeder Umgebung.
Delock
info@delock.de
www.delock.de
Colineare Antenne für 136 bis 174 MHz
Die SC201-SF2SNF von Sinclair
Technologies ist eine colineare
Antenne für den Frequenzbereich
von 136 bis 174 MHz.
Diese Breitband-Rundstrahlantenne
bietet hohe Betriebssicherheit
auch unter extremen
Bedingungen wie Wind, Eis und
korrosiven Umgebungen. Die
vertikal polarisierte Antenne
hat einen Gewinn von 3,1 dBi,
eine 3-dB-Öffnungsbreite von
72° und eine elektrische Neigung
von 0°. Sie kann eine Eingangsleistung
von bis zu 150 W
(durchschnittlich) verarbeiten
und hat ein SWR von 1,5.
Die SC201-SF2SNF verfügt
über eine integrierte Klemme
und ein geringes Windlastprofil
für eine einfache Installation.
Die Antenne ist in einem UVgeschützten
Glasfaser-Radomgehäuse
mit den Maßen 61,0
x 2,0 x 3,5 Zoll erhältlich und
besitzt eine N-Buchse. Sie eignet
sich nahezu ideal für Anwendungen
in der Luftfahrt und im
Landfunk.
Weitere Produktspezifikationen:
• Montage: Schraubmontage
• Impedanz: 50 Ohm
• Abmessungen: Breite 89
mm, Höhe 1549 mm
• Gewicht: 1,36 kg
• Betriebstemperatur:
-40 bis 60 °C
Sinclair Technologies
www.sinctech.com
hf-praxis 12/2025 33
Funkchips und -module
16-nm-Transceiver-Familie für das 6-GHz-Band
Durch die kürzlich erfolgte Zuweisung des 6-GHz-Frequenzbands für drahtlose Kommunikationssysteme
eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Entwicklung innovativer Anwendungen, die hohe Datenraten
und niedrige Latenzzeiten erfordern.
Einführung
Angesichts der zunehmenden
Dynamik im Bereich der drahtlosen
Kommunikationssysteme
sucht die Branche kontinuierlich
nach neuen Technologien
und Frequenzbereichen. Für die
Mobilfunkbranche ist die Aufnahme
des 6-GHz-Frequenzbandes
in den Frequenzbereich
1 (FR1) durch die Standardisierungsorganisation
3GPP eine
erfreuliche Entwicklung. Durch
die Erweiterung des ursprünglichen
Frequenzbereichs FR1
sowohl in die niedrigen als auch
in die höheren Frequenzen – von
450 MHz bis 6 GHz auf 410
MHz bis 7,125 GHz – erhält
die Mobilfunkbranche Zugang
zu einer erheblichen Menge an
verfügbaren Frequenzen, was
neue Möglichkeiten für Wachstum
und Innovation schafft.
Bild 1: Blockschaltung der 16-nm-Transceiver
Die hochintegrierten 16-nm-
Transceiver von Analog Devices
(ADI) bieten trotz ihres geringen
Energiebedarfs eine hohe
Performance und eignen sich
somit ideal für Anwendungen im
neuen Frequenzband. Der Artikel
beschreibt die Besonderheiten
des 6-GHz-Frequenzbands und
erläutert die Vorteile der Zero-
IF-Architektur, die in ADIs
Transceiver-Familie eingesetzt
wird. Darüber hinaus geht der
Artikel auf Merkmale der Transceiver
ein und beleuchtet deren
Anwendung in unterschiedlichen
Szenarien.
Verglichen mit dem traditionellen
FR1-Frequenzband
stellt das neue 6-GHz-Band
wesentlich größere Bandbreiten
zur Verfügung. Die spezifischen
Bandbreiten bzw.
Frequenznutzungsklassen sind:
n96 mit 1,2 GHz (von 5925 bis
7125 MHz), n102 mit 500 MHz
(von 5925 bis 6425 MHz) und
n104 mit 700 MHz (von 6425
bis 7125 MHz).
Autor:
Howie Jing
Senior Manager
Analog Devices (ADI)
www.analog.com
Bild 2: SINC-Antwort des DAC und unerwünschte Frequenzen (Images)
34 hf-praxis 12/2025
Funkchips und -module
Bild 3: Transmitter-Ausgangsleistung und flacher Frequenzgang (Flatness)
im 6-GHz-Band
Bild 4: Frequenzgang des Empfängers im 6-GHz-Band
Die Bereitstellung eines Frequenzspektrums,
das hohe
Datenraten, eine verbesserte
Energieeffizienz im Netzwerk
und vorteilhaftere Ausbreitungseigenschaften
gegenüber
FR2 ermöglicht, macht das neue
6-GHz-Band zu einer wichtigen
Basis für die drahtlose Kommunikation
zwischen Geräten.
Im Jahr 2020 hat die US-amerikanische
Regulierungsbehörde
FCC (Federal Communications
Commission) das 6-GHz-Band
für unlizenzierte WLAN-Nutzung
freigegeben, was es in
diesem Marktumfeld besonders
attraktiv und wettbewerbsfähig
macht.
Eigenschaften und Vorteile
der 16-nm-Transceiver-Familie
von ADI
Die hochintegrierten Transceiver
gibt es in den Konfigurationen
8T8R (acht Sender und acht
Empfänger) und 4T4R (vier Sender
und vier Empfänger). Sie enthalten
umfangreiche Funktionen
im digitalen Frontend, darunter
digitale Vorverzerrung (Digital
Predistortion, DPD), Spitzenfaktorreduktion
(Crest Factor
Reduction, CFR) sowie CDDC
(Channel Digital Down Converter)
und CDUC (Channel Digital
Up Converter), die Signale für
die Übertragung in niedrigere
bzw. höhere Frequenzen wandeln.
Des Weiteren enthalten
die Transceiver energiesparende
Funktionen.
Architektur
Die 16-nm-Transceiver-Serie
von ADI (Bild 1) verfügt über
jeweils acht differentielle Sende-
(Tx0-Tx7) und Empfangskanäle
(Rx0-Rx7) sowie zwei differentielle
Beobachtungsempfänger
(ORx0-ORx1), welche die empfangenen
Signale überwachen
und analysieren. Der einstellbare
Frequenzbereich erstreckt
sich von 400 bis 7,125GHz und
wird mithilfe von zwei Hochfrequenzsynthesizern
als lokale
Oszillatoren (LO) abgedeckt.
Die maximale einstellbare Bandbreite
beträgt 600MHz. Für die
Anbindung an den Basisbandprozessor
steht eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle
gemäß JESD204B/JESD204C
zur Verfügung.
Transmitter
Es kommt eine Zero-IF-Architektur
zum Einsatz. Die In-
Phase- und Quadratur-Basisbandsignale
(I/Q) aus den D/A-
Wandlern (DACs) werden durch
Tiefpassfilter (LPFs) im Basisband
rekonstruiert und geglättet.
Anschließend werden sie von
einem analogen Modulator und
einem lokalen Oszillator (LO)
auf eine hohe Frequenz (HF)
gebracht. Der Zero-IF-Transmitter
erreicht eine höhere Linearität
und ein besseres Rauschverhalten
bei vergleichsweise
geringerer Leistungsaufnahme
als ein HF-Sampling-Wandler.
Die Übertragungsfunktion des
DAC entspricht allgemein dem
Verlauf von sin(x)/x, wodurch
der Frequenzgang nicht linear
ist (Bild 2). Das analoge Ausgangssignal
wird bei höheren
Frequenzen abgeschwächt.
Während des Abtastvorgangs
entstehen unerwünschte Frequenzen
(Images), die herausgefiltert
werden müssen. Sonst
können sie das Funkspektrum
beeinträchtigen und gegen die
Emissionsvorgaben von 3GPP
und der FCC verstoßen.
Daher liegt die maximal nutzbare
Ausgangsfrequenz eines
DAC typischerweise bei 40%
der Abtastfrequenz. Damit die
HF-Abtastung im 6-GHz-Band
(bis zu 7,125 GHz) effektiv
funktioniert, muss die Abtastrate
des DACs über 18 GHz liegen,
was einen erheblichen Energieverbrauch
zur Folge hat. An
dieser Stelle zeigt sich der Vorteil
eines Zero-IF-Transmitters.
Da er lediglich das Basisband-
I/Q-Signal digitalisieren muss,
genügt eine DAC-Abtastrate
von 3 GHz, um das 6-GHz-Band
abzudecken.
Dies sorgt für eine gleichmäßigere
Ausgangsleistung über
das gesamte 6-GHz-Band (Bild
3) und eine niedrigere spektrale
Rauschdichte (NSD) bei vergleichsweise
niedrigem Energieverbrauch.
Typischerweise
verbrauchen HF-Sampling-
Wandler, selbst bei denselben
Verfahren, etwa 125% mehr
Energie als Basisband-I/Q-
Wandler, um für eine typische
Anwendung mit nur einem
einzelnen Frequenzband (Single
Band) ein vergleichbares
Rauschverhalten zu erreichen.
Empfänger
Im Empfangspfad wird das HF-
Eingangssignal mithilfe eines
analogen Demodulators und
eines lokalen Oszillators (LO)
auf ein Basisband-I/Q-Signal
heruntergemischt. Dieses wird
anschließend von einem Continuous
Time Delta-Sigma-ADC
(CTSD-Wandler) digitalisiert,
der speziell für die Verarbeitung
von Basisbandsignalen
ausgelegt ist.
Der CTSD-Wandler verfügt über
eine integrierte Anti-Aliasing-
Filterung, die die Anforderungen
an externe Filter im Vergleich zu
traditionellen Abtastverfahren
erheblich verringert. Am HF-
Eingang sorgt die Breitbandanpassung
für einen gleichmäßigen
Frequenzgang über das gesamte
6-GHz-Band (Bild 4).
Der Basisbandverstärker kann
in einer klassischen Topologie
mit Rückkopplungschaltungen
ausgeführt sein, um eine hohe
hf-praxis 12/2025 35
Funkchips und -module
Bild 5: Spektrale Rauschdichte (NSD) des Empfängers
Linearität und ein gutes Rauschverhalten
zu erreichen. HF-Sampling-Empfänger
hingegen erfordern
zusätzliche, aufwendige Filtermaßnahmen
im HF-Bereich,
was zu höheren Kosten führt.
Für die Abtastung des 6-GHz-
Bands benötigt der HF-Sampling-ADC
eine Abtastrate von 8
GSample/s, um das gewünschte
Signal aus der zweiten Nyquist-
Zone zu erfassen. Ohne geeignete
Filtermaßnahmen lassen
sich unerwünschte Frequenzanteile
(Aliasing-Produkte) dabei
nicht ausreichend unterdrücken,
was die Signalqualität beeinträchtigen
kann.
Alternativ kann mit einer Abtastfrequenz
von über 15 GSample/s
gearbeitet werden, um die Anforderungen
an die Anti-Aliasing-
Filterung zu verringern. Dieser
Ansatz führt jedoch im Vergleich
zum Basisband-I/Q-Sampling
des Zero-IF-Senders zu einem
erheblich höheren Energieverbrauch.
Im Gegensatz dazu
benötigt die Basisband-I/Q-
Abtastung des Zero-IF-Senders
nur einen niedrigen I/Q-Abtasttakt
von etwa 3 GSample/s, um
eine ausreichende Performance
zu erzielen.
Zusätzlich ist die spektrale
Rauschdichte (NSD) des Zero-
IF-Empfängers im Allgemeinen
unabhängig vom Frequenzband.
Wie Bild 5 zeigt, sind die NSD-
Werte bei 6300 und 7100 MHz
nahezu identisch.
Beobachtungsempfänger
In diesem hochintegrierten
Transceiver sind zwei Beobachtungsempfänger
als HF-
Abtast-Architektur implementiert.
Sie dienen der Bereitstellung
von Leistungsdaten für
den Loopback-Empfänger der
digitalen Vorverzerrung (DPD)
des Leis tungsverstärkers, dem
Überwachungspfad für die Ausgangsleistung
des Senders sowie
dem Abhörempfänger (Sniffing
Receiver) zur Analyse des HF-
Spektrums, unterstützt durch
ein geeignetes Frontend-Design.
Abtasttakt
nutzbare
Nyquist-Bandbreite
Um verschiedene Anwendungen
zu ermöglichen, kann
der Beobachtungs empfänger
so konfiguriert werden, dass
er mit vier unterschiedlichen
Abtasttaktfrequenzen arbeitet.
Dies bietet die Flexibilität,
zwischen Bandbreite, NSD und
Energieverbrauch zu variieren.
In Tabelle 1 sind NSD und
Leistungsaufnahme bei verschiedenen
Abtasttaktfrequenzen
zusammengefasst.
Anwendung
als drahtloses MIMO-System
ADIs 16-nm-Transceiver haben
sich bestens in Sub-6G-MIMO-
Systemen etabliert. Millionen
Basis-Transceiver-Stationen
(BTS), die diese Technologie
nutzen, sind erfolgreich in der
Praxis im Einsatz. Die Bauteile
haben ihre Eignung als zuverlässige
Funklösungen im Sub-
6G-Frequenzspektrum unter
Beweis gestellt. Ab sofort sind
die Transceiver in der Lage, die
Vorteile der erweiterten FR1-
Spezifikation zu nutzen, die für
die Performance im 6-GHz-Band
optimiert wurden und folgende
Vorteile bieten:
• große Bandbreite: Bereitstellung
einer Momentanbandbreite
(Instantaneous Bandwidth,
IBW) von 600 MHz
beim Sender und Empfänger
sowie einer Synthesebandbreite
von 800 MHz für die digitale
Vorverzerrung (Digital Predistortion,
DPD) des Leistungsverstärkers.
• Zwei Beobachtungsempfänger
können als Rückkopplungskanal
für die digitale Vorverzerrung
(DPD) des PAs verwendet
werden.
• Die digitale Schnittstelle
nach JESD204B/JESD204C
ermöglicht Datenübertragungsraten
von bis zu 19,66 bzw.
32,44 Gbit/s, um die große
Bandbreite abzudecken.
Technologie zur Verringerung
der Phasenabweichungen
über Kanäle
• Multichip-Synchronisation
(MCS)
Bei der Geräteinitialisierung
nutzt die MCS-Zustandsmaschine
das globale Systemreferenzsignal
SYSREF, um
die Taktgeber der Datenwandler
und anderer Taktgeber im
digitalen Datenpfad zurückzusetzen.
Dadurch wird die Taktphase
mit dem Gerätekontakt
DEVCLK synchronisiert, was
die Taktsignale, die von der
JESD-Schnittstelle ausgegeben
werden, mit denen der
Datenwandler synchronisiert.
Zusätzlich setzt die MCS-
Zustandsmaschine die Phase
der HF-PLL zurück, um sie
mit DEVCLK und den Teilern
im Verteilungsweg des lokalen
Oszillators abzugleichen. Dies
sorgt für eine einheitliche Phasensynchronisation
an den HF-
Ein- und Ausgängen.
• Phasenkorrektur
bei der Senderdämpfung
Änderungen in der Verstärkung
oder Dämpfung im Signalweg
können zu Phasenabweichungen
führen. Um diese
Phasenänderungen zu verringern,
wurde eine vorcharakterisierte
Phasenkorrektur für
jeden Dämpfungsindex des
Senders implementiert. Dies
stellt sicher, dass die Phasenkorrektur
immer angewendet
wird, wenn das System die
Dämpfung anpasst.
Die Implementierung dieser
Technologien im Transceiver
vereinfacht die Antennenkalibrierung
im System, indem die
Kanäle in einen konsistenteren
Ausgangszustand versetzt werden.
Dies führt dazu, dass die
36 hf-praxis 12/2025
NSD
relativer Anstieg der Leistungsaufnahme
auf 2949.12 MS/s
2949.12 M/s 1274.56 MHz –144 dBFS/Hz 0 mW
3932.16 MS/s 1766.08 MHz –145 dBFS/Hz 235 mW
5898.24 MS/s 2749.12 MHz –147 dBFS/Hz 365 mW
7864.32 MS/s 3732.16 MHz –148 dBFS/Hz 780 mW
Tabelle 1: NSD und Leistungsaufnahme bei unterschiedlichen Abtasttaktfrequenzen
Funkchips und -module
Bild 6: Konfiguration A für eine große Bandbreite – 4× Antennendiversität
U-NII-Bänder
Antennenkalibrierung im Betrieb
seltener durchgeführt werden
muss, da die Temperaturempfindlichkeit
des HF-PLLs reduziert
und die Phasenvariationen
bei Verstärkungsänderungen verringert
werden.
Energie sparen durch
diskontinuierliche
Übertragung (DTX)
Herkömmliche Funkstationen
verbrauchen auch dann viel
Energie, wenn keine Benutzer
in der Funkzelle aktiv sind. Die
Transceiver von ADI nutzen
DTX, um Komponenten im Senderdatenpfad
während der nicht
Frequenzbereich
(GHz)
Bandbreite
(MHz)
U-NII-5 5,925 bis 6,425 500
U-NII-6 6,425 bis 6,525 100
U-NII-7 6,525 bis 6,875 350
U-NII-8 6,875 bis 7,125 250
Tabelle 2: Unlizenzierte U-NII-Bänder im 6-GHz-Band
genutzten Übertragungszeitintervalle
(TTIs) abzuschalten.
Mit aktivierter DTX-Funktion
schaltet der Transceiver den
Leistungsverstärker und andere
Senderkomponenten ab, sobald
er erkennt, dass keine Daten zur
Übertragung vorliegen. Sobald
Daten zur Übertragung vorliegen,
wird das System schnell
wieder aktiv. In Szenarien, die
reale Daten von Mobilfunkanbietern
nutzen, hat diese Technologie
den Energieverbrauch der
RU um mehr als 30% verringert,
ohne die Qualität des Dienstes
(Quality of Service, QoS) zu
beeinträchtigen.
Anwendung für WLAN im
unlizenzierten 6-GHz-Band
Nach der Freigabe des 6-GHz-
Bands für den unlizenzierten
WLAN-Betrieb durch die USamerikanische
FCC im Jahr 2020
unterteilte die WiFi Alliance den
Frequenzbereich von 5925 bis
7125 MHz in Kanäle für WiFi
6E3. Dies ergänzt die bestehenden
2,4- und 5-GHz-Bänder
um 14 zusätzliche 80-MHz-
Kanäle bzw. sieben zusätzliche
160-MHz-Kanäle. Tabelle 2 gibt
eine Übersicht über die unlizenzierten
Frequenzbereiche im
6-GHz-Band.
Das 6-GHz-Band wird von der
16-nm-Transceiver-Serie von
ADI abgedeckt, die eine gute
Performance bietet und Anwendern
die Möglichkeit gibt, einen
Kompromiss zwischen Energieverbrauch
und Bandbreite zu finden.
Ferner profitieren die Transceiver
von den Vorteilen der
in den vorherigen Abschnitten
erläuterten Zero-IF-Architektur.
Einchip-Funkmodul für 1,2 GHz
mit räumlicher Diversität (4×
oder 2× Antennendiversität)
Wie bereits erwähnt, können
die Transceiver eine IBW von
600 MHz verarbeiten. Durch
den Einsatz von zwei internen
lokalen Oszillatoren lässt sich
das gesamte 1,2-GHz-Band mit
einem einzigen Chip abdecken.
Wie in Bild 6 dargestellt, sind
die Transceiver so konfiguriert,
dass sie Signale von vier Antennen
(vier Kanäle) gleichzeitig
für das gesamte 1,2-GHz-Band
verarbeiten können.
LO0 wird für die Kanäle 0 bis
3 verwendet, um die Bereiche
U-NII-5 und U-NII-6 auf allen
vier Kanälen abzudecken. LO1
wird auf 6825 MHz eingestellt,
um die Kanäle 4 bis 7 für die
Bereiche U-NII-7 und U-NII-8
abzudecken. Beide 600-MHz-
Bänder können gleichzeitig
über die Hochgeschwindigkeits-
Schnittstelle nach JESD204C
zum Basisband übertragen werden.
Tabelle 3 zeigen die Konfigurationsdetails.
Anzahl der
Antennen
LO IBW Datenrate JESD Lane Rate
Anzahl der
Lanes
U-NII-5/6 4 LO0 = 6.225 MHz 600 MHz 983,04 MS/s JESD204C 32,44 GBit/s 4
U-NII-7/8 4 LO1 = 6.825 MHz 600 MHz 983,04 MS/s JESD204C 32,44 GBit/s 4
Tabelle 3: Konfiguration des Transceivers für breite Bandbreite
hf-praxis 12/2025 37
Funkchips und -module
Energieeffiziente Lösung
für 1,2 GHz mit Frequenz-
Sweeping des LOs
Das 6-GHz-WiFi-Spektrum
kann in 59 Kanäle mit jeweils
20 MHz Bandbreite unterteilt
werden oder sieben Kanäle
mit jeweils 160 MHz Bandbreite
nutzen. Anstelle der oben
genannten Konfigurationen für
eine große Bandbreite können
die Transceiver auch für eine
schmale Bandbreite und niedrige
Leistungsaufnahme konfiguriert
werden.
Bei einer Datenrate von 245,76
MSample/s kann die Signalbandbreite
160 MHz betragen,
während die JESD-Lanerate auf
bis zu 9,8 GBit/s reduziert werden
kann. Die HF-LO-Frequenz
lässt sich flexibel innerhalb des
1,2-GHz-Bandes konfigurieren,
um das gesamte 6-GHz-Band
abzudecken. Der Energieverbrauch
des Transceivers für die
Konfiguration mit geringem
Stromverbrauch verringert sich
um 20% gegenüber der Konfiguration
mit großer Bandbreite.
Beispiele für die Konfiguration
zeigen Bild 7 und Tabelle 4.
Breitband-
Beobachtungsempfänger
für Frequenz-Sweeping
Für diese Anwendung kann der
Beobachtungsempfänger auf
7,8 GHz konfiguriert werden,
wodurch das 6-GHz-Band für
WLAN lückenlos abgedeckt
wird. Bild 8 zeigt die Position
des 6-GHz-Bandes im oberen
Bereich der zweiten Nyquist-
Zone. In der ersten Nyquist-Zone
kann das umgekehrte 6-GHz-
Spektrum mithilfe des numerisch
gesteuerten Oszillators (NCO)
im Empfangsdatenpfad in das
Basisband umgewandelt werden.
Bild 7: Konfiguration B für eine schmale Bandbreite – 4× Antennendiversität
Neue Lösungen
für neue Anforderungen
Im Bereich der drahtlosen Kommunikation
erfordern neue
Technologien und das ständig
erweiterte Frequenzspektrum
kosteneffiziente Lösungen von
den Betreibern. Daher gewinnen
hochintegrierte und energieeffiziente
Lösungen zunehmend an
Bedeutung.
Die 16-nm-Transceiver-Familie
von ADI integriert acht Kanäle
mit dem Hochleistungs-Analog-
Frontend sowie digitalen Frontend-Funktionen
(DPD, CFR
und CDDC/CDUC) auf nur
einem Chip. Ferner bildet die
Zero-IF-Architektur die Basis
für eine energieeffiziente Transceiver-Lösung.
Die integrierte Energiesparfunktion
(DTX) trägt dazu bei, den
Energieverbrauch des Systems
weiter zu senken, indem sie
den Leistungsverstärker (PA)
steuert. Darüber hinaus ermöglicht
die flexible Konfiguration
eine einfache Anpassung an
verschiedene Anwendungen,
darunter Basisstationen für den
Mobilfunk (BTS) und WLAN-
Systeme.
Literatur
Bild 8: 6-GHz-Spektrum am Beobachtungsempfänger
Equalizing Techniques Flatten
DAC Frequency Response, Analog
Devices Inc., August 2012
Brad Brannon: Radio Architecture
Matters: A Review of RF
Sampling vs. Zero-IF, Analog
Devices Inc., Dezember 2021
FCC Opens 6 GHz Band to
Wi-Fi and Other Unlicensed
Uses, Federal Communications
Commission, April 2020
Autorenvorstellung
Howie Jing ist Product Applications
Manager in der Wireless
Platform Group (WPG) bei Analog
Devices (ADI) und arbeitet
im RTP-Büro. Er trat 2011 bei
ADI China ein und begann als
Applikationsingenieur, um die
Transceiver-Produkte auf dem
chinesischen Markt zu betreuen.
2019 wechselte er ins ADI-
Büro in den USA als Application
Manager und setzte seine
Unterstützung für Transceiver
für Kunden weltweit fort. Vor
seiner Tätigkeit bei ADI arbeitete
Jing als Applikationsingenieur
bei Maxim Integration (jetzt
ADI) für digitale Audio-/Video-
Netzwerke und 3G-Mobilfunkanwendungen.
◄
Anzahl der
Antennen
LO IBW Datenrate JESD Lane Rate
Anzahl der
Lanes
U-NII-5/6 4 LO0 160 MHz 245,76 MS/s JESD204B 9,8 GBit/s 4
U-NII-7/8 4 LO1 160 MHz 245,76 MS/s JESD204B 9,8 GBit/s 4
Tabelle 4. Konfiguration des Transceivers für schmale Bandbreite
38 hf-praxis 12/2025
Funkchips und -module
Höchste Datenraten und zuverlässige Verbindungen
mit neusten WiFi-7-Lösungen
Rutronik GmbH
www.rutronik.com
Rutronik bietet mit den Intel
WiFi 7-Modulen BE200 und
BE202 zwei leistungsstarke
Lösungen für moderne, drahtlose
Kommunikation mit Höchstgeschwindigkeit.
Dank Unterstützung
des neuesten IEEE-
802.11be-Standards (WiFi 7)
ermöglichen sie Datenraten
von bis zu 5,8 Gbit/s, besonders
geringe Latenzen und
stabile Verbindungen – selbst bei
paralleler Nutzung mehrerer Frequenzbänder.
Die Module eignen
sich ideal für vernetzte Anwendungen
in Industrie, Medizin,
Transportation und Consumer
Electronics. Die Module Intel
BE200 und BE202 und andere
IoTCom-Lösungen von Intel
sind unter www.rutronik24.com
erhältlich.
Diese Module markieren den
nächsten Entwicklungsschritt
in der kabellosen Datenübertragung.
Basierend auf dem WiFi-
7-Standard (IEEE 802.11be)
bieten sie extrem hohe Bandbreiten
und deterministische
Latenzzeiten, was sie zur idealen
Wahl für alle Anwendungen
macht, in denen Geschwindigkeit
und Zuverlässigkeit
entscheidend sind.
Das BE200-Modul erreicht
Übertragungsraten von bis zu
5,8 Gbit/s, während das BE202-
Modul für Datenraten bis 2,4
Mbit/s ausgelegt ist. Beide
Module verfügen über eine
Kanalbandbreite von 320 MHz,
4K QAM-Modulation und die
Fähigkeit zur Multi-Link Operation
(MLO) – dadurch lassen sich
zwei Frequenzbänder gleichzeitig
nutzen, was die Verbindungsgüte
deutlich erhöht.
Mit Frequenzbändern von 2,4,
5 und 6 GHz, 2x2 TX/RX-
Streams sowie integriertem
Bluetooth 5.4 kombinieren sie
hohe Performance mit flexibler
Integration. Sie sind sowohl
als steckbare M.2-2230-Version
als auch als lötbare M.2-1216-
Variante erhältlich und unterstützen
Windows 10, Windows
11 und Linux.
Für maximale Sicherheit sorgt
die WPA3-Verschlüsselung,
die auch in kritischen Industrieoder
Medizinanwendungen ein
hohes Maß an Schutz gewährleistet.
In Verbindung mit ihrer
Energieeffizienz und Kompatibilität
zu bestehenden Plattformen
bieten die Module eine
ideale Lösung für aktuelle und
zukünftige IIoT-, Transport- und
Smart-Device-Designs.
Für Q2/2026 ist zudem der
Launch einer Embedded-Version
des BE200 (für Betriebstemperaturen
von 0 bis 70 °C)
geplant. Die Markteinführung
der Industrial- Modelle mit
einem erweiterten Temperaturbereich
von -40 bis +85 °C soll
in Q4/2026 erfolgen.
Benefits im Überblick:
• Unterstützung des neuesten
WiFi 7 (IEEE 802.11be)
Standards
• Datenraten bis 5,8 Gbit/s
(BE200) bzw. 2,4 Mbit/s
(BE202)
• Kanalbandbreite
von 320 MHz
und 4K QAM-Modulation
• Multi-Link Operation (MLO)
für gleichzeitige Nutzung
mehrerer Frequenzbänder
• deterministische Latenz für
stabile Echtzeitverbindungen
• Frequenzbänder:
2,4, 5 und 6 GHz
• TX/RX 2x2-Streams,
integriertes Bluetooth v5.4
• verfügbar als M.2 2230
(steckbar) oder M.2 1216
(lötbar)
• WPA3-Sicherheitsstandard
Typische Einsatzbereiche:
• Laptops, PCs
und Edge-Computer
• Transportation und vernetzte
Fahrzeugarchitekturen
• medizinische Geräte
und Healthcare-Systeme
• POS-Terminals
und interaktive Kiosks
• Digital-Signage-Lösungen
und Video-Streaming-
Systeme
• Überwachungstechnik
und Smart-Security
• Consumer- und IIoT-
Applikationen ◄
hf-praxis 12/2025 39
Funkchips und -module
Funkmodule mit minimaler Größe und maximaler Flexibilität
Würth Elektronik stellte zwei sehr kleine
Funkmodule vor. Sie geben Entwicklern
maximale Freiheiten in der Konzeption
von proprietären Funklösungen jenseits
von Standardprotokollen. Die Hardware der
nur 12 × 8 × 2 mm großen Module Tarvos
e und Olis e ist identisch mit dem Funkmodul
Metis e, die auf dem Chipsatz SoC
CC1310 von Texas Instruments basieren
und das 868-MHz-Frequenzband nutzen.
Würth Elektronik eiSos
GmbH & Co. KG
www.we-online.com
Metis-e wurde Ende des Jahres 2024 als
Lösung speziell für die Funkübertragung
von Zählerständen vorgestellt ( wireless
M-Bus). Nicht nur die kompakte Bauweise,
auch die energieeffizienten Betriebsmodi der
Funkmodule machen sie ideal für den Einsatz
in batteriebetriebenen Geräten. In den
Energiesparmodi Standby und Shutdown
benötigen die Module nur 1,6 µA beziehungsweise
200 nA.
Gezielte Optimierung
der Funkkommunikation
Das Tarvos-e Modul nutzt das proprietäre
WE-ProWare-Funkprotokoll von Würth
Elektronik und ist kompatibel zu Tarvos-
III und Thebe-II. Es erlaubt eine gezielte
Optimierung der Funkkommunikation – entweder
für hohe Datenraten von bis zu 400
kbps oder für Reichweiten von 2,7 km. Es
bietet damit maximale Flexibilität und eignet
sich ideal für Anwendungen, bei denen
Standardprotokolle an ihre Grenzen stoßen.
Das Modul liefert eine HF-Ausgangsleistung
von 14 dBm und nutzt zur Kommunikation
eine UART-Schnittstelle.
Noch mehr Gestaltungsfreiheit bietet das
Olis-e Modul durch den Betrieb eigener
Firmware (Built-Your-Own-Firmware).
Über das TI SIMPLELINK CC13x0 SDK
können Entwicklerinnen und Entwickler ihre
Applikation direkt auf dem SoC realisieren
– inklusive maß geschneiderter Funkprotokolle
und Systemlogik.
Proprietäre Funkprotokolle als
leistungsstarke Alternative zu Bluetooth LE
Die Funkmodule nutzen proprietäre Protokolle
und bieten damit eine besonders
attraktive Lösung für Anwendungen, bei
denen sowohl Sender- als auch Empfängerseite
individuell entwickelt werden.
Im Vergleich zu Bluetooth überzeugt das
Modul durch eine höhere Reichweite – insbesondere
in Gebäuden – dank der Nutzung
des 868 MHz-Frequenzbands anstelle von
2.4 GHz. Dies ermöglicht eine zuverlässigere
Kommunikation auch durch Wände
und andere bauliche Hindernisse.
Neben der Standardausführung im
868-MHz-Bereich bietet das vorgestellte
Funkmodul bei entsprechender Kundenanfrage
auch eine speziell angepasste Variante
für den 915-MHz-Bereich. Diese Option ermöglicht
den Einsatz in Märkten wie den
USA, in denen das 915-MHz-Band lizenzfrei
nutzbar ist.
Zu allen drei Versionen (Metis-e, Tarvos-e,
Olis-e) stehen Evaluation Boards mit USB-
Schnittstelle zum Anschluss an einen PC,
ein ausführliches Benutzerhandbuch und
Software-Tools zur Verfügung. ◄
Kompakter, vorab zertifizierter Schmalband-Transceiver
für industrielle Telemetrie- und Fernsteuerungsanwendungen
Circuit Design GmbH
info@circuitdesign.de
www.circuitdesign.de
Circuit Design, Inc. kündigte
die Markteinführung des
vorab zertifizierten Transceivers
STD-602-429 429 MHz
an, eines Moduls, das speziell
für Telemetrie- und Fernsteuerungsanwendungen
in Japan
ent wickelt wurde.
Das Modul eignet sich aber
nicht nur für den Einsatz auf
dem japanischen Markt, sondern
wurde von Circuit Design
zusätzlich mit der Typenzulassung
für das Giteki-Zeichen
(Type Certification of Construction
Design) vorab zertifiziert.
Dies ist ein großer Vorteil für
Anwendungen mit kleineren
Produktionsmengen.
Das Modul ist mit zwei Schnittstellen
ausgestattet, eine davon
für Datenkommunikation. Für
mehr Flexibilität ist die Schnittstelle
transparent, sodass der
Anwender während der Kommunikation
sein eigenes Protokoll
verwenden kann. Darüber
hinaus ermöglicht die zweite
Schnittstelle für die proprietären
Befehle von Circuit
Design eine einfache Konfiguration
des Moduls, einschließlich
der Einstellung verschiedener
HF-Ausgangsleistungen
bis zu maximal 10 mW sowie
der Einstellung von Kanälen
und verschiedenen Datenraten.
Dank der kompakten Bauweise
und der geringen Bauhöhe von
nur 6,1 mm nimmt das Modul
nur wenig Platz ein und bietet
eine hohe Portabilität.
Wie von den japanischen Vorschriften
gefordert, wird die
Trägererkennung automatisch
ausgeführt, sobald das Modul
in den Sendemodus wechselt.
Die Nutzer können den Status
über das CSE-Terminal überprüfen.
Produktionsmuster sind
verfügbar.
Technische Eigenschaften:
• erfüllt ARIB STD-T67
• einstellbare HF-Bitrate:
4800/2400 bps
40 hf-praxis 12/2025
KNOW-HOW VERBINDET
Funkchips und -module
Mobilfunk-Ersatzbaugruppen
in LTE/5G-Technik
EMV, WÄRME
ABLEITUNG UND
ABSORPTION
SETZEN SIE AUF
QUALITÄT
Elastomer- und Schaumstoffabsorber
Europäische Produktion
Kurzfristige Verfügbarkeit
Kundenspezifisches Design
oder Plattenware
Bild 1: Embedded 2G-Modembaugruppe
Bild 2: Ersatzbaugruppe in LTE/5G-Technik
Dr.-Ing. Ulrich Pilz
technologieundservice@gmail.com
• einstellbare HF-Ausgangsleistung:
10/5/1 mW
• einstellbare HF-Kanäle bei 4800
bps: 40 (bei 10 mW)
• einstellbare HF-Kanäle bei 2400
bps: 79 (bei 10 mW), 96 (bei 1 mW)
• asynchroner Dateneingang/
transparente Schnittstelle
• kompakte Abmessungen:
36 × 26 × 6,1 mm
• 27 mA typ. (TX 10 mW, 3 V),
17 mA typ. (RX)
• Übertragungsreichweite:
600 m (freie Sicht) bei 10 mW
Applikationen:
• industrielle
Fernsteuerungssysteme
• Telemetrie- und
Überwachungssysteme ◄
Zahlreiche technische Anwendungen der
Telematik und Fernwartung sind in den letzten
Jahren mit der Möglichkeit zur Kommunikation
über Funktelefonnetze ausgestattet
worden. Oft kamen dabei „embedded
GSM-Module für 2G-Netzwerke“ in Form
von Baugruppen verschiedenster Hersteller
zum Einsatz.
Da durch die Umstellung auf 5G immer mehr
Antennenstandorte in 2G- Netzwerken wegfallen,
werden die funktechnischen Bedingungen
für diese Modems immer schlechter.
Zudem ist für 2028 auch die Stilllegung
von 2G auch in Deutschland geplant. Damit
drohen Investitionen, die im Einzelfall bei
hunderten von Feldeinheiten sehr hoch sein
können, wertlos zu werden, nur weil das
2G-Netz unzuverlässig wird bzw. irgendwann
auch ganz wegfallen kann.
Als Spezialist für LTE und 5G ist das Ingenieurbüro
Dr.-Ing. Ulrich Pilz in Hohen
Neuendorf in der Lage kostengünstig und
schnell „embedded GSM-Baugruppen für
LTE/5G-Netzwerke“ zu entwickeln, die
veraltete 2G-Baugruppen ersetzen können.
So ist es möglich die Nutzungsdauer früherer
Investitionen durch das Ersetzen der
Modembaugruppe zu verlängern.
In einem aktuellen Fall wurde für eine nicht
mehr lieferbare und veraltete 2G-Baugruppe
(Bild 1) ein technologisch aktueller LTE-
Nachfolger entwickelt (Bild 2). Die neuentwickelte
Baugruppe passt 1:1 in den für
das Modem vorgesehenen Steckplatz der
Gerätehauptplatine und harmoniert auch
zu 100% mit den komplexen software-technischen
Anforderungen. Auf diese Weise
können hunderte technische Anlagen des
Auftraggebers von 2G auf LTE/5G umgerüstet
und weiterhin genutzt werden. ◄
hf-praxis 12/2025 41
-EA1 & -EA4
Frequenzbereich ab 1 GHz (EA1)
bzw. 4 GHz (EA4)
Urethan oder Silikon
Temperaturbereich von 40°C bis 170°C
(Urethanversion bis 120°C)
Standardabmessung 305mm x 305mm
MLA
Multilayer Breitbandabsorber
Frequenzbereich ab 0,8GHz
ReflectivityLevel 17db oder besser
Temperaturbereich bis 90°C
Standardabmessung 610mm x 610mm
Hohe Straße 3
61231 Bad Nauheim
T +49 (0)6032 96360
F +49 (0)6032 963649
info@electronicservice.de
www.electronicservice.de
ELECTRONIC
SERVICE GmbH
Bauelemente und Baugruppen
Abstimmbare HF-Filter:
Vorteile, Nachteile und Anwendungen
Diese Anwendungen erstrecken sich über
zahlreiche Branchen, von der kommerziellen
Telekommunikation bis hin zu militärischen
und luftfahrttechnischen Systemen.
Sie ermöglichen eine dynamische Frequenzzuweisung,
verbessern die Störungsunterdrückung
und reduzieren den Hardware-
Platzbedarf, indem mehrere Filter mit fester
Frequenz durch eine einzige rekonfigurierbare
Komponente ersetzt werden. Diese
Vorteile gehen jedoch mit Kompromissen
einher, darunter Komplexität, Kosten und
potenzielle Leistungsbeschränkungen.
Vorteile abstimmbarer HF-Filter
Typisches abstimmbares Notch-HF-Filter
Abstimmbare Hochfrequenzfilter sind
wesentliche Komponenten in modernen
Kommunikations- und elektronischen Kriegführungssystemen,
in Radarsystemen und
Signalverarbeitungsanwendungen. Diese Filter
ermöglichen eine effiziente Frequenzverwaltung
und Interferenzminderung. Dieser
Artikel untersucht die Vor- und Nachteile
abstimmbarer HF-Filter, ihre Hauptmärkte
und wichtigsten Endanwendungen sowie
die technologischen Fortschritte, die ihre
Entwicklung vorantreiben.
Quelle:
„Tunable RF Filters:
Advantages, Disadvantages,
and Market Applications“
Mtron
www.mtron.com
Autor/Technischer Kontakt:
Bill Drafts
bdrafts@mtron.com
Eric Hoppenjans
eric@indianamicro.com
übersetzt von FS
Traditionell werden Filter mit fester Frequenz
verwendet, um diese Funktion zu
erfüllen, aber da drahtlose Systeme immer
komplexer geworden sind, ist der Bedarf
an anpassungsfähigen Filtern im Gegensatz
zu Filtern mit fester Frequenz gewachsen,
denn abstimmbare HF-Filter bieten Flexibilität,
um die Leistung in unterschiedlichen
Betriebsumgebungen zu optimieren.
Diese Anpassungsfähigkeit ist besonders
vorteilhaft in zunehmend überlasteten und
umkämpften Bereich des elektromagnetischen
Spektrums.
Abstimmbare HF-Filter können in folgenden
Bereichen Anwendung finden:
• Störungsunterdrückung
• Kommunikationsempfänger
• elektronische
Unterstützungsmaßnahmen (ESM)
• Empfängerschutz
• TR-Module
• elektronische Kriegsführung
• LTE Co-Channel-Interferenz
• 5G SatCom C-Band-Interferenz
• 5G Aircraft Radio Alimeter Interferenz
Frequenzagilität und Anpassungsfähigkeit
Einer der wichtigsten Vorteile abstimmbarer
HF-Filter ist ihre Fähigkeit, ihren
Frequenzbereich dynamisch anzupassen.
Die Bilder 1 bis 3 zeigen typische Einfügungsdämpfung,
Rückflussdämpfung und
Phasenleistung eines Notch-Filters (Kerbfilters)
über einen Abstimmbereich von 625
bis 950 MHz.
Die Flexibilität, die Mittenfrequenz eines
Filters dynamisch anzupassen, bietet folgende
Möglichkeiten:
• Echtzeit-Spektrumoptimierung
Durch abstimmbare Filter können sich
Systeme an veränderte elektromagnetische
Umgebungen anpassen, indem sie
in Echtzeit die geeigneten Frequenzbänder
auswählen.
• Multiband-Betrieb
Im Gegensatz zu festen Filtern, die für
bestimmte Frequenzen ausgelegt sind,
ermöglichen abstimmbare HF-Filter den
Betrieb eines einzelnen Geräts über mehrere
Bänder hinweg. Typische abstimmbare
Filter arbeiten im Bereich von 100
MHz bis etwa 10 GHz.
• Co-located Devices
In Umgebungen mit zahlreichen drahtlosen
Geräten helfen abstimmbare Filter bei der
Verwaltung der Frequenzzuweisungen und
reduzieren Interferenzen.
Spektrumseffizienz
und Interferenzminderung
Die Spektrumskonzentration ist sowohl in
kommerziellen als auch in Verteidigungsanwendungen
eine zunehmende Herausforderung.
Abstimmbare HF-Filter tragen durch
folgende Maßnahmen zur Optimierung der
Frequenznutzung bei:
• Adaptive Filterung
Durch selektive Dämpfung unerwünschter
Signale verbessern abstimmbare Filter die
Signalintegrität und reduzieren die Auswirkungen
von Nachbarkanalstörungen.
42 hf-praxis 12/2025
Bauelemente und Baugruppen
Bild 1: Typischer Einfügungsverlust von weniger
als 1 dB für einen Notch-Abstimmbereich von 625
bis 950 MHz
• Störfestigkeit
In militärischen und elektronischen Kriegsführungsanwendungen
ermöglichen
ab stimm bare Filter ein agiles Frequenzspringen,
wodurch die Widerstandsfähigkeit
gegen Störungen und elektronische
Angriffe verbessert wird.
• kognitive Funkanwendungen
Kognitive Funksysteme profitieren von
abstimmbaren Filtern, um dynamisch auf
ungenutzte Frequenzbänder zuzugreifen,
ohne Störungen zu verursachen.
Optimierung von Größe, Gewicht
und Leistung (SWaP)
• Reduzierung der Komponentenanzahl
Ein einziger abstimmbarer Filter kann
mehrere Festfrequenzfilter ersetzen und
vereinfacht so das System-Design.
• geringerer Stromverbrauch
Optimierte Abstimmmechanismen können
den Strombedarf minimieren, was bei
batteriebetriebenen oder platzbeschränkten
Anwendungen von entscheidender
Bedeutung ist.
• kompaktes Design
Fortschritte bei abstimmbaren Filtermaterialien
und -technologien, darunter MEMS
(mikroelektromechanische Systeme) und
Si-, GaAs- oder BST-Varactor-basierte
Lösungen, haben zu miniaturisierten
Designs geführt, die für moderne Kommunikationssysteme
geeignet sind.
Kosteneffizienz
• geringere Hardware-Anforderungen
Anstatt mehrere Filter mit fester Frequenz
zu entwickeln und herzustellen, können
Hersteller ein einziges abstimmbares Filter
verwenden, wodurch die Gesamtkosten
des Systems gesenkt werden.
Bild 2: Typische Rückflussdämpfung für einen
Notch-Abstimmbereich von 625 bis 950 MHz
• langfristige Betriebskosteneinsparungen
Die Möglichkeit, Frequenzen ohne Hardware-Änderungen
neu zu konfigurieren,
reduziert den Bedarf an häufigen Austausch
oder Upgrades.
• Vorteile für die Lieferkette
Da weniger einzigartige Komponenten
benötigt werden, werden Beschaffung und
Logistik optimiert.
Nachteile abstimmbarer HF-Filter
Komplexität und Herausforderungen
beim Design
• etwas komplizierte
Abstimmschaltungen
Die elektronische Abstimmung mit Varaktoren,
MEMS oder ferroelektrischen Materialien
erfordert hochentwickelte Steuerschaltungen.
Bild 4 zeigt das typische
Blockdiagramm für ein abstimmbares
Filter.
• Nichtlinearitäten in der
Abstimmungsreaktion
Einige Abstimmungselemente weisen ein
nichtlineares Verhalten auf, was die Leistungsstabilität
beeinträchtigt.
• Temperaturempfindlichkeit
Die Abstimmgenauigkeit kann durch
Umgebungsbedingungen beeinträchtigt
werden, was zusätzliche Kompensationsschaltungen
erforderlich macht.
Linearität und Kompromisse
bei der Leistung
• Einfügungsverlust
Abstimmbare Filter verursachen in der
Regel einen höheren Einfügungsverlust
als feste Filter, was sich auf die Gesamteffizienz
des Systems auswirkt.
• Filterselektivität
Diese Filter sind zwar abstimmbar, können
jedoch breitere Durchlassbereiche als
Bild 3: Typische Phasenantwort für einen Notch-
Abstimmbereich von 625 bis 950 MHz
feste Filter haben, was sich auf die Leistung
der Nachbarkanalunterdrückung auswirkt.
• Verzerrung und Oberwellen
Bei einigen Designs kann die Abstimmbarkeit
zu unerwünschten Nichtlinearitäten
führen, die eine zusätzliche Signalaufbereitung
erfordern.
Reaktionszeit
und Abstimmgeschwindigkeit
• Latenz bei der Abstimmung
Elektronische und mechanische Abstimmmechanismen
ermöglichen nicht immer
eine sofortige Frequenzänderung, was
Anwendungen mit extrem schnellen
Umschaltvorgängen einschränkt. Es wurden
jedoch Abstimmzeiten im Submikrosekundenbereich
(<1 µs) nachgewiesen.
• Stabilisierungszeit
Einige Technologien erfordern nach der
Abstimmung kurze Stabilisierungszeiten,
was sich auf die Echtzeit-Anpassungsfähigkeit
auswirken kann.
Einschränkungen bei Herstellung
und Zuverlässigkeit
• höhere Anschaffungskosten
Aufgrund der Komplexität abstimmbarer
Filterkonstruktionen sind die Herstellungskosten
höher als bei herkömmlichen
festen Filtern.
• Zuverlässigkeit beweglicher Teile
Bei MEMS-basierten oder mechanisch
abgestimmten Filtern kann die Langlebigkeit
aufgrund von Verschleiß im Laufe der
Zeit ein Problem darstellen.
• Kalibrierung und Wartung
Eine regelmäßige Neukalibrierung kann
erforderlich sein, um eine optimale Leistung
aufrechtzuerhalten, insbesondere bei
Präzisionsanwendungen.
hf-praxis 12/2025 43
Bauelemente und Baugruppen
Marktsegmente
und Anwendungen
Telekommunikation und 5G-Netze
• Dynamische Frequenzzuweisung
Mit der Ausweitung der 5G-Netze tragen
abstimmbare Filter dazu bei, die Frequenznutzung
auf der Grundlage der Netzauslastung
zu optimieren.
• Adaptive Basisstationen
Basisstationen, die mit abstimm baren
HF-Filtern ausgestattet sind, können die
Frequenz bänder anpassen, um sich ändern -
den Nutzer anforderungen gerecht zu werden.
• Interferenzminderung
in dichten Umgebungen
Städtische und dicht besiedelte Gebiete profitieren
von abstimmbaren Filtern, die Interferenzen
dynamisch unterdrücken.
Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung
• Elektronische Kriegsführung (EW)
Abstimmbare Filter ermöglichen Frequenzagilität
und verbessern Gegenmaßnahmen.
• Militärische Radarsysteme
Adaptive Filterung ermöglicht den effizienten
Betrieb von Radarsystemen in
gestörten elektromagnetischen Umgebungen.
• Sichere Kommunikation
Abstimmbare Filter verbessern die Verschlüsselungs-
und Entstörungsfähigkeiten
für sichere militärische Netzwerke.
Satellitenkommunikation
• Frequenzagilität im Weltraum
Satelliten profitieren von abstimmbaren
Filtern, um die Signalweiterleitung dynamisch
zu verwalten und Störungen zu
vermeiden.
• Multimissionssatelliten
Ein einzelner Satellit kann mehrere Kommunikationsstandards
unter Verwendung
abstimmbarer HF-Filter unterstützen.
Test- und Messgeräte
• Flexible HF-Tests
Hersteller von Testgeräten integrieren
abstimmbare Filter für vielseitige Multiband-Testlösungen.
• Spektrumanalysatoren und
Signalgeneratoren
Diese Geräte sind auf abstimmbare Filter
angewiesen, um eine präzise Frequenzsteuerung
in Labor- und Feldumgebungen
zu gewährleisten.
IoT und drahtlose Sensornetzwerke
• Adaptives Frequenz-Management
Abstimmbare HF-Filter tragen dazu bei,
dass IoT-Geräte in Umgebungen mit
gemeinsam genutzten Frequenzen effizient
arbeiten.
• Geringerer Stromverbrauch
Eine effiziente Frequenzauswahl minimiert
unnötige Signalverarbeitung und verlängert
so die Batterielebensdauer.
Softwaredefinierte Funkgeräte
• Rekonfigurierbare Frequenzantwort
Abstimmbare Filter in softwaredefinierten
Funkgeräten (SDRs) spielen eine entscheidende
Rolle bei der selektiven Frequenzfilterung.
Sie ermöglichen es dem SDR,
sich verschiedene Frequenzen und Funkfunktionen
anzupassen, was in der flexiblen
Umgebung des SDR unerlässlich ist.
• Verbesserte Systemleistung in
Ultrabreitband-RFSoC-Anwendungen
Neue Ultrabreitband-Radiofrequenz-
System-on-Chip-Produkte (RFSoC) bieten
mehrere ADC- und DAC-Kanäle für
SDR-Anwendungen, wobei einige RFSoC-
Produkte Abtastraten von bis zu 64 GSPS
bieten. Die große momentane Bandbreite
dieser RFSoC-Geräte macht sie besonders
anfällig für Störungen. Abstimmbare und
rekonfigurierbare Filter spielen eine entscheidende
Rolle bei der Aufrechterhaltung
der Signalintegrität und des Dynamikbereichs
von RFSoC-Geräten.
Neue Trends
und zukünftige Entwicklungen
• KI-gesteuerte Spektrumoptimierung
Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz
werden integriert, um die Filterleistung
in Echtzeit zu optimieren.
• Fortschrittliche Gehäuse
Die Forschung arbeitet weiterhin daran,
die Größe der Filter zu reduzieren, was
zu integrierten Modulen von Chip-Scale-
Filtern für Ku-Band-Frequenzen und darüber
führt.
• Ultrabreitbandige abstimmbare Filter
Die Forschung konzentriert sich auf
die Erweiterung des Abstimmbarkeitsbereichs,
um drahtlose Systeme der nächsten
Generation zu unterstützen.
Bild 4: Typisches Blockdiagramm eines
abstimmbaren Notch-Filters
• Fortschrittliche Materialien
für verbesserte Leistung
Innovationen bei abstimmbaren Di elektrika,
magnetostatischen Wellen resonatoren,
ferro magnetischen Materialien (YIG) und
MEMS-Technologie verbessern die Effizienz,
Rekonfigurierbarkeit und Haltbarkeit
von Filtern. Die Materialentwicklung und
neuartige Fertigungstechniken erweitern
die Leistung abstimmbarer Filter über den
Mikrowellenfrequenz bereich hinaus auf
mmWellen-Anwendungen.
• Fortschrittliche Filterarchitekturen
Die Forschung an einzigartigen Filterdesignmethoden
und -architekturen ermöglicht
mehrere simultane abstimmbare Filterantworten,
bietet intrinsische Filterschaltung,
reduziert die Filterfläche, bietet mehrere
Konfigurationsstufen und ermöglicht Echtzeitumschaltung
zwischen Bandpass- und
Bandstoppantworten in einem einzigen
Filter-Design.
Fazit
Abstimmbare HF-Filter bieten erhebliche
Vorteile in Bezug auf Frequenzagilität,
Spektrumseffizienz und SWaP-Optimierung.
Ihre Einführung ist jedoch mit Herausforderungen
hinsichtlich Komplexität,
Kompromissen bei der Leistung und Kosten
verbunden.
Mit der Weiterentwicklung der Technologie
werden kontinuierliche Innovationen bei
Materialien und Abstimmungsmechanismen
die Fähigkeiten und Anwendungsmöglichkeiten
von abstimmbaren HF-Filtern in
kritischen Branchen weiter verbessern. ◄
44 hf-praxis 12/2025
Bauelemente und Baugruppen
Neue Bauelemente von Mini-Circuits
SMD-Schalter SP4T
für DC bis 30 GHz
Der absorptive GaAs-MMIC-
Schalter M4SWA4-34DR+ von
Mini-Circuits deckt den breiten
Frequenzbereich von DC bis 30
GHz ab und bietet einen Eingangs-IP3-Wert
von mindestens
33 dBm. Er verfügt über einen
internen Treiber und weist eine
typische Einfügedämpfung von
0,9 dB bei 10 MHz und 3,3 dB
bei 30 GHz auf. Die Isolation
zwischen den Schaltanschlüssen
beträgt typischerweise 76 dB bei
10 MHz und 42 dB bei 30 GHz.
Der Schalter wird in einem 4 ×
4 mm großen QFN-Gehäuse mit
24 Anschlüssen geliefert.
Koaxialer Diplexer für
Frequenzbereiche von DC
bis 3 GHz und 4 bis 8 GHz
LTCC-Richtkoppler
mit 50 W Leistung
von 3,3 bis 4 GHz
Das Modell HPCJ-20-43+ von
Mini-Circuits ist ein miniaturisierter
LTCC-Richtkoppler
(Low-Temperature Cofired
Ceramic) mit einer typischen
Kopplung von 20 dB im Frequenzbereich
von 3,3 bis 4 GHz.
Die typische Einfügedämpfung
beträgt nur 0,09 dB, die typische
Rückflussdämpfung (Eingang,
Ausgang und gekoppelt) hingegen
24 dB. Die Richtwirkung
beträgt mindestens 18 dB und
typischerweise 26 bis 30 dB.
Trotz seiner kompakten Abmessungen
von nur 3,175 × 5,08 ×
1,19 mm (0,125 × 0,20 × 0,047
Zoll) verarbeitet der LTCC-
Richtkoppler Eingangsleistungen
bis zu 50 W. Der Betriebstemperaturbereich
liegt
zwischen -55 und +125 °C.
Einfügungsdämpfung 3 dB bei
einer Grenzfrequenz (Cut-Off)
von 2,53 GHz. Die Sperrdämpfung
liegt typischerweise bei 25
dB im Bereich von 3,1 bis 4,8
GHz, bei 55 dB im Bereich von
4,8 bis 18 GHz und bei 38 dB
bis 43 GHz. Das 50-Ohm-Filter
ist für eine Eingangsleistung von
7,5 W ausgelegt und im Keramikgehäuse
1008 ausgeführt.
Surface-Mount-LNA
für 8 bis 24 GHz
Das Modell PMA4-8243LN+
von Mini-Circuits ist ein
pHEMT-LNA mit einem
typischen Rauschmaß von 2 bis
2,3 dB im Frequenzbereich von
8 bis 24 GHz. Die Kleinsignalverstärkung
beträgt typischerweise
22,7 bis 24,2 dB und die
typische Ausgangsleistung bei
1-dB-Kompression (P1dB) wird
mit 11 bis 12,3 dBm angegeben.
Der 50-Ohm-LNA wird in einem
4 × 4 mm großen, 24-poligen
QFN-Gehäuse für die Oberflächenmontage
geliefert und
benötigt typischerweise 72 mA
bei einer Versorgungsspannung
von 5 V DC. Er eignet sich hervorragend
für Backhaul-Funkund
Satellitenkommunikations-
Anwendungen (SatCom).
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
Der koaxiale Diplexer ZDSS-
3G4G-25WS+ von Mini-Circuits
verarbeitet eine Eingangsleistung
von bis zu 25 W verzerrungsfrei
und weist eine typische
Einfügungsdämpfung von 0,3 dB
im Tiefpassbereich von DC bis
3 GHz und im Hochpassbereich
von 4 bis 8 GHz auf. Er bietet
eine typische Sperrdämpfung
von 30 dB im Tiefpassbereich
von 4 bis 8 GHz sowie von 80
dB im Bereich von DC bis 2 GHz
und 15 dB im Hochpassbereich
von 2 bis 3 GHz. Der 50-Ohm-
Diplexer mit freitragender Substrat-Streifenleitung
verfügt über
SMA-Buchsen.
LTCC-Tiefpassfilter für
Gleichstrom bis 2,25 GHz
Das Modell LFHKI-2250+ von
Mini-Circuits ist ein LTCC-
Tiefpassfilter (Low-Temperature
Cofired Ceramic) mit einer
typischen Einfügungsdämpfung
von 1,8 dB im Durchlassbereich
von Gleichstrom bis 2,25
GHz. Die Rückflussdämpfung
im Durchlassbereich beträgt
typischerweise 14 dB, die
hf-praxis 12/2025 45
Kabel und Verbinder
Schnittstelle für hochpräzise HF-Messtechnik,
Terahertz-Kommunikation, Kryo- und Quantentechnologie
sowie Radar- und Satellitensysteme
RPC-0.80 Applikationen Chip Testing
RPC-0.80 Präzisionssteckverbinder, alle Bilder ©Rosenberger
Die Rosenberger Hochfrequenztechnik
GmbH & Co. KG stellt mit der neuen Serie
RPC-0.80 eine innovative Schnittstelle für
spezifizierte Übertragungen bis 145 GHz
vor. Der koaxiale Präzisionssteckverbinder
ermöglicht hochpräzise Messungen
und verlustarme Verbindungen im Sub-
THz-Bereich und eignet sich insbesondere
für Anwendungen, in denen herkömmliche
Schnittstellen wie 1,0 oder 1,85 mm an physikalischen
Grenzen stoßen.
Rosenberger Hochfrequenztechnik
GmbH & Co. KG
www.rosenberger.com
Grundlage bilden die internationalen Standards
IEC 61169-64 und IEEE Std 287, die
die mechanischen und elektrischen Schnittstellen
sowie die Anforderungen an Präzisionskoaxialsteckverbinder
für Hochfrequenzund
Mikrowellenmessungen definieren.
Hintergrund
Der steigende Bedarf an breitbandigen
Hochfrequenzlösungen in Bereichen wie
Sub-THz- und Terahertz-Kommunikation,
Radar- und Satellitensysteme, wissenschaftlicher
Spektroskopie und Materialcharakterisierung
erfordert präzise, impedanzkontrollierte
Steckverbindersysteme.
Der RPC-0.80 erfüllt diese Anforderungen
durch hohe Signalintegrität und stabile
Frequenzübertragungs eigenschaften.
Stabile elektrische Eigenschaften
Der RPC-0.80 basiert auf einer Luftdielektrikum-Koaxialstruktur
mit einer charakteristischen
Impedanz von 50 Ohm und
zeichnet sich aus durch:
• sehr geringe Modendispersion
• minimalen Reflexionsfaktor
• präzise mechanische Toleranzen und
enge Fertigungsgrenzen
Dies gewährleistet hohe Wiederholgenauigkeit
auch bei häufigem Stecken und Entkoppeln
und sorgt für eine stabile Signalintegrität
im gesamten Frequenzbereich.
Präzise Messergebnisse
Mit exzellenten Rückflussdämpfungswerten
(S11/S22) über den gesamten Frequenzbereich
sowie einer geringen Einfügedämpfung
(S21/S12) im Anwendungs bereich bis 145
GHz eignet sich der RPC-0.80 optimal für
den Einsatz in Bereichen, die eine hochpräzise
HF-Messtechnik erfordern:
• Kryo- und Quantentechnologie
• hochpräzise HF-Messtechnik
• On-Wafer-Probing
• Radar- und Satellitensysteme
• modulare Testsysteme
46 hf-praxis 12/2025
Kabel und Verbinder
Ein wichtiger Schritt in Richtung Terahertz
Die Einführung des RPC-0.80-Steckverbinders
markiert einen entscheidenden
Fortschritt in der Miniaturisierung und Leistungssteigerung
von HF-Schnittstellen.
Er schließt die Lücke zwischen etablierten
Serien wie 1,0 mm (110 GHz) und zukünftigen
Terahertz-Systemen und ermöglicht
eine definierte Modenfreiheit bis 145 GHz.
Komplettes Lösungsportfolio
Der neue RPC-0.80 ergänzt das umfassende
Rosenberger-Portfolio, das Leiterplatten-
und Kabelsteckverbinder, Test-PCBs, Standard-
und kundenspezifische Kabelassemblies,
Adapter ( In-Series und Inter-Series),
Waveguide-to-Coaxial-Adapter sowie ein
breites Spektrum an spezialisierten Werkzeugen
umfasst. Damit bietet Rosenberger
Anwendern eine ganzheitliche Lösungskompetenz
– von der Entwicklung über
die Messtechnik bis hin zur zuverlässigen
Systemintegration. ◄
Weitere Informationen finden Sie hier:
www.rosenberger.com/de/produkt/ rpc-080/
RPC-0.80-Produktportfolio
Phasen- und amplitudenstabile Kabelkonfektion
für Frequenzen bis 110 GHz
Samtec, Inc.
rfgroup@samtec.com
www.samtec.com
samtec.com/nitrowave
Die leistungsfähigen Mikrowellenkabel
aus der Serie Nitrowave
von Samtec überzeugen
durch Stabilität auch bei
Biegewechselbeanspruchung
in der Labortechnik, in ATE-
Systemen und in verlustarmen,
rauen Umgebungen, wie z.B.
bei Anwendungen in der Luft-,
Raumfahrt-, Wehr- und Datenkommunikationstechnik.
Samtec führt seine hochstabilen
und verlustarmen flexiblen
Mikrowellen-Kabelkonfektionen
in Nitrowave-Technik
jetzt in Produktionsmengen
im Sortiment. Das Nitrowave-
Kabel mit FEP-Mantel im
unverwechselbaren Samtec-
Orange ist jetzt für Frequenzen
bis 32, 43,5, 71, 95 und 110
GHz erhältlich. Die entsprechenden
Produktreihen dazu
sind LL032, LL043, LL071,
LL095 und LL110. Die hervorragende
Stabilität wird
durch den neuartigen Aufbau
des Nitrowave Kabels erreicht,
der durch Investitionen in
modernste Fertigungstechnologien
mit verbesserter Prozessführung
ermöglicht wurde.
Der Dynamic Performance
Layer (DPL) ist eine dünne
PTFE-Lage zwischen silberbeschichteter
Schirmfolie und
Schirmgeflecht und erhöht
die Langlebigkeit und Stabilität
des Kabels, indem die Reibung
zwischen den einzelnen
Schirmkomponenten eliminiert
und die Festigkeit gestärkt wird.
Das Ergebnis ist ein präziseres
und sehr viel verlässlicheres
Verhalten über die gesamte
Lebensdauer des Kabels hinweg,
auch unter durchgängiger
Bewegungs- und Biegebelastung.
Das Nitrowave-Kabel in
Samtec-Orange ist in einer
Vielzahl konfektionierter Steckverbinderoptionen
und Kabellängen
erhältlich und erfüllt
so bereits viele anwendungsspezifische
Anforderungen.
Zu den konfektionierten Steckverbinderoptionen
gehören 1,0,
1,85, 2,40, 2,92 mm und SMA.
Die im Katalog bestellbaren
konfektionierten Standardlängen
sind 305 mm (12 Zoll), 610
mm (24 Zoll) und 1000 mm
(39,37 Zoll). Sonderlängen
sind ebenfalls erhältlich. Die
optionale Phasenanpassung
von Kabelpaaren auf 1, 2 oder
5 Pikosekunden ermöglicht
die präzise Taktung und optimale
Signalintegrität bei der
Signalübertragung über Differential
Pairs.
Zu den Zielanwendungen gehören
Laborprüfumgebungen, wie
z.B. in der Prüf- und Messtechnik
und beim Testen digitaler
Hochgeschwindigkeitsübertragungen,
bei ATE-Systemen
und bei der verlustarmen
Datenübertragung in rauen
Umgebungen, wie z.B. in der
Luft- und Raumfahrt- sowie
Wehr- und Datenkommunikationstechnik.
Bei der Produktentwicklung
wurde der Frequenzbereich
bewusst über die herkömmlichen
Branchenstandards
hinaus konzipiert, um die Weiterentwicklung
von Anwendungen
und die Zuweisung
von Spektren zu unterstützen
und eine bessere Einfügungsdämpfung
zu ermöglichen. ◄
hf-praxis 12/2025 47
Kabel und Verbinder
Design von Slipstream übernimmt Steckverbinder von Samtec
Modernste Steckverbinder
für bessere HF-Eigenschaften von SDR
Diese Fallstudie geht darauf ein, wie Entwickler bei Slipstream Engineering Design Ltd. (Slipstream) mithilfe
der SEARAYTM-Steckverbinder von Samtec mit einem maßgeschneiderten Übergang von Steckverbinder auf
die Leiterplatte (PCB Launch) die geforderte HF-Leistung für deren modulare ASTROTM-Kartenlösung für SDR
erreichen konnten. Bei Samtec wird dieses technologische Konzept als Analog over Array bezeichnet.
um eine kundenspezifische SDR-
Plattform zu schaffen. Die kompakte
SDR-Plattform mit mehreren
Platinen ist mit Dual Slot-
PCIe-Steckplätzen und einem
HDI-Anschluss ausgestattet.
Bild 1: SDR-Plattform von Slipstream mit ASTRO-Karte, auf der ein RFSoC Gen 3 und ein 8T8R-Kanal-RFFE im PCIe-Dual
Slot-Formfaktor installiert sind. Die ASTRO-Karte ist mit den SEARAY-Steckverbindern und die Trägerkarte mit den
Magnum-RF-Gruppensteckverbindern von Samtec ausgestattet.
Autoren:
Dr. Rucha Smith
Slipstream Engineering
Design Ltd.
https://slipstream-design.co.uk
Janine Love
Samtec, Inc.
www.samtec.com
Die Anforderungen an softwaredefinierte
Funkgeräte (SDR)
übersteigen immer häufiger die
Leistungsfähigkeit vieler herkömmlicher
HF-Bauelemente.
Diese Herausforderung verleitet
die Architekten von HF-
Systemen dazu, Steckverbinder
zu wählen, die ursprünglich
entwickelt wurden, um die
anspruchsvollen Spezifikationen
digitaler Hochgeschwindigkeits-
Anwendungen in punkto Signalintegrität
zu erfüllen.
Das Design
Eine SDR-Plattform bietet funktionale
Flexibilität und Anpassbarkeit
durch rekonfigurierbare
Hardware. Das Konzept
von Slipstream sieht RFSoC-
Bauelemente vor, die mehrere
HF-Kanäle in einen kompakten
PCIe- und VPX-Formfaktor
integrieren. Das modulare Konzept
von Slipstream für das
Systemdesign baut auf anwendungs-
und frequenzspezifische
HF-Karten auf. Diese Karten
können in die digitale Hardwareplattform
eingesteckt werden,
Bild 1 zeigt die typische SDR-
Plattform ASTRO mit einer PCIe
x8-Trägerkarte. Die anwendungsspezifische
RFFE-Karte
(RF Front End) umfasst 8 Sendeund
8 Empfangskanäle (8T8R)
und ist für Betrieb in den 5G NR-
Frequenzbändern N78 und N77u
(3,4 bis 4,2 GHz) konzipiert. Die
SDR-Plattform ASTRO ermöglicht
die Auslegung der RFFE-
Platine als Plug&Play-Modul,
die in Abhängigkeit des jeweiligen
Anwendungszwecks ausgetauscht
werden kann. Neben
den SEARAY-Steckverbindern
werden für die Plattform auch
die Magnum RF-Steckverbinder
von Samtec für die Führung
der 8 Tx/Rx-Signale und
einiger Taktsignale zum Front
Panel verwendet. Die Ingenieure
von Slipstream haben sich aufgrund
der konstruktiv Gruppierung
und Miniaturisierung für
die Magnum RF-Steckverbinder
entschieden, was besonders für
sehr kleine Formfaktoren sowie
für die Trennung zwischen den
Kanälen vorteilhaft ist.
Herausforderungen meistern
Die Führung der HF-Signale
vom RFSoC-Bauelement zur
RFFE-Platine über mehrere
Steckverbinder bei möglichst
optimalem Rückflussdämpfungs-
und Übersprechverhalten
war in Bezug auf das Design die
große Herausforderung.
48 hf-praxis 12/2025
Kabel und Verbinder
Bild 2: Verbindung mehrerer Leiterplatten mit den SEARAY-Steckverbindern von Samtec
Um die gewünschte Funktionalität
erreichen zu können,
war eine viellagige Leiterplatte
mit schmalen Bahnbreiten und
Mikrovias erforderlich. Für die
Übergänge zwischen mehreren
Platinen wurden die SEARAY-
Steckverbinder in Open Pin
Field Array Technik mit hoher
Kontaktdichte genutzt. Diese
Samtec-Steckverbinder werden
sonst für schnelle digitale Signalverbindungen
verwendet, aber in
dieser Umsetzung sollen sie das
Routing von HF-Signalen bis zu
6 GHz übernehmen.
Die differentiellen Bahnen vom
Steckverbinder wurden auf
Innenlagen geführt, um strahlungsbedingte
Verluste und
das Übersprechen zwischen
den Kanälen auf ein Minimum
zu reduzieren (s. Bild 2). Die
Übergänge zu den Innenlagen
werden mithilfe von differentiellen
Übertragungsstrukturen
aus Durchkontaktierungen und
Microvias realisiert. Da diese
differentiellen Via-Übergänge
Teil des Steckverbinder-zu-Leiterplatte-Übergangs
sind, war ein
sorgfältiges Design des Bereichs
erforderlich, um die Auswirkung
durch Änderung der Leitungseigenschaften
zu minimieren und
die Signalintegrität zu erhalten.
Das Team von Slipstream entwarf
eine Testplatine für die
Evaluation dieser Steckverbindergruppe.
Des Weiteren
simulierten sie anhand eines
von Samtec bereitgestellten
3D-Komponentenmodells in
Ansys HFSS eine SEARAY-
Stecker-Buchse-Gruppe (SEAM/
SEAF) mit 11 mm Stapelhöhe.
Die differentiellen Übertragungsstrukturen
aus Durchkontaktierungen
und Microvias wurden
erst einzeln simuliert und
dann mit den Anschlusspads der
Steckverbinder integriert, um
einen optimierten Steckverbinderübergang
zur Leiterplatte für
den gewählten Lagenaufbau zu
entwerfen. Die beiden Modelle
wurden zusammen simuliert,
um das gesamte Leiterplatte-zu-
Leiterplatte-Verhalten abbilden
zu können. Die Sollspezifikationen
sind in Tabelle 1 aufgeführt.
In diesem Design wurden die
angestrebten hochdichten Verbindungen
durch den Einsatz von
Microvias realisiert. (Microvias
sind lasergebohrte Vias, die in
der Regel kleiner sind als durchkontaktierte
Vias, die für die
Verbindung benachbarter Leiterplattenlagen
verwendet werden).
Vertikal übereinliegende
Microvias werden stacked oder
gestapelte Microvias genannt
und sind in dieser Arbeit ausgiebig
betrachtet wurden.
Eine feinbearbeitete Durchkontaktierung
mit 0,15 mm Durchmesser
und 0,50 mm Padgröße
und ein Microvia mit 0,15 mm
Durchmesser und 0,30 mm Padgröße
wurden in diesem Design
verwendet. Die Microvias wurden
mit Kupfer gefüllt und die
beschichteten Durchkontaktierungen
wurden mit Epoxidharz
verfüllt. Als Substrat wurde
Maximum frequency of interest
Target impedance for the differential traces
Worst-case return loss
Maximum insertion loss
Crosstalk between channels
Tabelle 1: Sollspezifikationen für den
Steckverbinder-auf-Leiterplatte-Übergang
Isola I-Tera MT40 gewählt, da
es ein auf FR4 basierender und
mit mehrlagigen Prozessen
kompatibler Prepreg ist. Darüber
hinaus verfügt es über eine
äußerst stabile Dielektrizitätskonstante
und einen niedrigen
Verlustfaktor, wodurch es sich
für HF-Anwendungen eignet.
Bedeutung der Simulation
von Stapel- und Lagenaufbau
Der Übergang von Steckverbinder
zu Leiterplatte muss die Pads
für die Steckerstifte mit einem
Durchmesser von 0,64 mm bei
einem Rastermaß von 1,27 mm
integrieren. Durch Integration
dieser Pads mit den differentiellen
Via-Übergängen wird eine
zusätzliche Kapazität in den
Bild 3: Ansicht einer gesteckten SEAX-Steckverbindergruppe, eines verschlüsselten 3D-EM-Modells
der SEAX-Steckverbindergruppe und die entsprechende Kontaktbelegung. Signalpaare sind nach den Portnamen
in der Simulation bezeichnet. Die Bezeichnungen für die Steckverbinderanschlüsse für die Simulation
entsprechen der obigen Kontaktbelegung.
Bild 4: Kopplung über die schmale und breite Seite der SEARAY-Steckverbinderstifte
hf-praxis 12/2025 49
6 GHz
100 Ω
-20 dB
-0.5 dB
-60 dBc
Kabel und Verbinder
Bild 5: Simuliertes Übersprechverhalten der SEAX-Steckverbindergruppe
Anschlussbereich eingebracht.
Daher wird beim Übergang
von Steckverbinder zu Leiterplatte
durch einen Via-Abstand
mit erhöhter induktiver Kopplung
die zusätzliche Kapazität
der Steckverbinderpads ausgeglichen.
Als Anfangswert für die
Auslegung des Übergangs von
Steckverbinder zur Leiterplatte
wurde ein Abstand von 0,85 mm
für die Durchkontaktierungen
festgelegt.
Samtec stellt hilfreiche Modelle,
Bemaßungen und Messwerte
für Testsimulationen bereit, mit
denen die Eignung ihrer Steckverbinder
ermittelt werden kann.
In Bild 3 ist ein 3D-Komponentenmodell
einer Stapelung von
SEARAY-Steckverbindern von
Samtec mit 8 Reihen und 10
Spalten in Ansys HFSS dargestellt.
Die aufeinander gesteckten
Steckverbinder wurden
isoliert simuliert, um die Kontaktbelegung
bestimmen zu
können, die für das Erreichen
der gewünschten Isolierung
zwischen den Kanälen erforderlich
ist. Die differentiellen
Signalpaare wurden entlang der
Spalte (Column) angeordnet,
um eher eine Kopplung über
die schmale als über die breite
Seite (s. Bild 4) zu erreichen,
da erste Simulationen bei der
Kopplung über die schmale
Seite bessere Rückflussdämpfungswerte
gezeigt haben.
Mithilfe der Kontaktbelegung
des Steckverbinder sollte das
Übersprechverhalten untersucht
werden, das mit zwei oder mit
vier Massekontakten zwischen
zwei differentiellen Signalpaaren
erreicht werden konnte. Je
mehr Massekontakte zwischen
zwei Signalkontaktpaaren, je
besser das Übersprechverhalten.
Dies bedeutet aber auch größere
Steckverbinderabmessungen
und damit mehr Platzbedarf auf
der Leiterplatte.
Die ungünstigsten Werte bei
Rückflussdämpfung von 17
dB und Einfügungsdämpfung
von 0,27 dB konnten bei
6 GHz beobachtet werden.
Die Rückflussdämpfung des
weiblichen Steckverbinders
(SEAF) ist etwa 1,8 dB höher
als die des Gegensteckverbinders
(SEAM), was möglicherweise
auf die längeren SEAF-
Kontakte zurückzuführen ist.
Die Stapelhöhe der gesteckten
Verbindung sollte möglichst
verringert werden, um so die
Einfügungsdämpfung und das
Übersprechen zu begrenzen.
Das Übersprechverhalten der
Steckverbinder für die gewählte
Kontaktbelegung ist in Abbildung
5 dargestellt. Mit der
Erhöhung der Massekontaktpaare
von 2 auf 4 konnte die
Trennung zwischen den Kanälen
um ca. 11,5 dB verbessert
werden. Es muss allerdings
beachtet werden, dass sich
Bild 6: 3D-EM-Modell der SEARAY-Steckverbindergruppe zwischen zwei Leiterplatten
und der entsprechenden Übersprechsimulation
bei zunehmender Anzahl von
Störquellen (andere Signalpaare)
um eine Störsenke (der
betrachtete Kanal) herum deren
Übersprecheigenschaften verschlechtert.
Die Simulation in Bild 6 zeigt,
dass sich die Übersprecheigenschaften
zwischen Leiterplatten
und denen von Steckverbindern
ähnlich verhalten, woraus
sich schließen lässt, dass das
erreichte Übersprechverhalten
vor allem durch die steckverbinderbedingte
Kontaktbelegung
bestimmt wird. Dabei ist
zu beachten, dass diese Steckverbinder
in der Regel in digitalen
Anwendungen eingesetzt
werden, bei denen Übersprechen
kein wesentlicher Parameter der
Spezifikation ist. ◄
50 hf-praxis 12/2025
Quarze und Oszillatoren
SiTime steigt mit Titan Platform in den Markt für Resonatoren ein
Titan ist der kleinste, hochintegrierte Resonator
am Markt für Präzisions-Timing.
SiTime Corporation, das Unternehmen für
Präzisions-Timing, stellte mit der Titan Platform
eine Reihe von MEMS- Resonatoren vor,
die mindestens viermal kleiner sind als die
kleinsten herkömmlichen Quarzalternativen.
Titan ermöglicht optimale Miniaturisierung
und Integration in kleine, batterie betriebene,
vernetzte Geräte und treibt damit die nächste
Innovationswelle in den Bereichen Wearables,
Medizintechnik, Smart Home und industrielles
IoT voran. Titan erweitert den Serviceable
Addressable Market (SAM) von SiTime um
400 Mio. US-$.
SiTime
www.sitime.com
Rajesh Vashist, CEO von SiTime: „Titan
erfüllt unsere Vision, der einzige Anbieter
kompletter Timing-ICs zu sein – Oszillatoren,
Taktgeber und jetzt auch Resonatoren. Titan
ist das Ergebnis von über einem Jahrzehnt
Innovation in den Bereichen MEMS-Design,
Material wissenschaft und Halbleiterprozesstechnik.
Unsere proprietäre MEMS-Technologie,
die mit FujiMEMS nun in der sechsten
Generation vorliegt, bildet die Grundlage
für Titan und ist der Konkurrenz um Jahre
voraus. Durch die Integration von Resonatoren
in SoCs, MCUs und Funk-IC-Gehäuse
in großem Maßstab können Kunden mit ihren
Produkten den Systemwert und ihren Umsatz
steigern. Diese Integration wird die gesamte
Elektronik industrie revolutionieren.“
Für Integration entwickelt.
Für Neues konzipiert.
In Elektroniksystemen sind Resonatoren die
Grundlage des Taktbaums. Titan bietet zwei
flexible Implementierungs möglichkeiten:
• PCB-montiert für eine schnelle
Markteinführung
• Bare-Die-Co-Packaging mit SoCs oder
MCUs, was einen diskreten Resonator auf
der Platine erübrigt
Diese Flexibilität ermöglicht es OEMs und
Halbleiterpartnern, Produkte zu verkleinern
und neue Funktionen hinzuzufügen.
Miniaturquarz für moderne Wireless-Anwendungen
mit minimaler Bauteilalterung
Mit dem neuen JXS11WA erweitert Jauch
die WA-Quarzfamilie um einen besonders
kompakten SMD-Quarz (AT-Cut) im
Gehäuseformat 1,6 x 1,2 x 0,4 mm. Der
JXS11WA wurde speziell für den Einsatz
in drahtlosen Kommunikationssystemen
entwickelt, bei denen hohe Frequenzstabilität,
niedriger ESR und platzsparendes
Design entscheidend sind.
Dank typischer Frequenzen wie
24/26/27,12/32/37,4/38,4/40 MHz eignet
sich der Quarz ideal für RF-ASICs in
Anwendungen wie Bluetooth Low Energy
(BLE), Zigbee, LoRa, ISM und LPWAN.
Die hohe Frequenzstabilität und der niedrige
Resonanzwiderstand sorgen für eine
zuverlässige Taktung und ein schnelles
Anschwingen – auch bei niedriger Versorgungsspannung.
Typische Einsatzgebiete sind unter anderem
Wearables, Healthcare-Sensoren,
Miniaturgeräte sowie Wireless-Module
und IoT-Systeme. Besonders hervorzuheben
sind die geringe Bauteilalterung
(Aging) und die Minimierung unerwünschter
Nebenschwingungen, was
eine störungsfreie Signalqualität über
lange Zeiträume hinweg ermöglicht.
Diese sogenannte Spurious-Free Performance
ist ein entscheidender Vorteil für
langlebige, batteriebetriebene Geräte mit
hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit
und Energieeffizienz.
Jauch Quartz GmbH
info@jauch.com
www.jauch.com
Anwendungen in der Praxis
Titan wurde für anspruchsvolle Edge-
Anwendungen entwickelt:
• Wearables: Smartwatches, Fitnessarmbänder,
Geräte für kontinuierliche Blutzuckermessung,
Smart-Brillen und Fitnessringe
profitieren durch den geringen Platz
und Strom verbrauch von Titan.
• Medizintechnik: Hörgeräte, Implantate
und Biosensoren profitieren von einer
längeren Batterie lebensdauer und höhere
Zuverlässigkeit.
• Smart Home und Industrielles IoT:
Sensoren und Asset-Tracker werden kompakter,
robuster und energieeffizienter.
Scott Hanson, Gründer und CTO von Ambiq:
„Die Titan-Resonatoren von SiTime sind
eine bahnbrechende Neuerung. Unsere Partnerschaft
ermöglicht es uns, eine einzigartige
integrierte Lösung anzubieten, die einen
sehr niedrigen Stromverbrauch mit präziser
Taktgebung kombiniert. Kunden sind damit
in der Lage, intelligente, vernetzte Produkte
zu entwickeln, die die Grenzen des Möglichen
erweitern, insbesondere in Edge-KI-
Anwendungen, bei denen Leistungsfähigkeit
und Effizienz entscheidend sind.“
FujiMEMS-Technologie als Basis
Titan basiert auf der MEMS-Technologie
der sechsten Generation von SiTime:
FujiMEMS. Im Vergleich zu herkömmlichen
Quarzresonatoren ergibt sich damit
unübertroffene Leistungsfähigkeit und
Zuverlässigkeit:
• kleinste Größe: 0505 CSP (0,46 mm ×
0,46 mm) – 7-mal kleinere PCB- Fläche als
1210-Quarz, 4-mal kleiner als 1008-Quarz
• bis zu 50% geringerer Stromverbrauch der
Oszillator schaltung
• bis zu dreimal schnelleres Einschalten mit
dreimal geringerer Energie
• bis zu fünfmal bessere Alterungsstabilität
und spezifiziert für fünf Jahre bei maximaler
Temperatur
• höhere Stabilität über einen weiten Temperaturbereich
von -40 bis +125 °C
• bis zu 50-mal bessere Stoßfestigkeit und
50-mal bessere Vibrationsfestigkeit
Titan SiT11100 (32 MHz) Fertigungsmuster
sind ab sofort erhältlich. Titan
SiT11101 (76,8 MHz), SiT11102 (38,4
MHz), SiT11103 (48 MHz) und SiT11104
(40 MHz) Entwicklungs muster sind ab dem
15. Dezember 2025 erhältlich. ◄
hf-praxis 12/2025 51
Verstärker
Neue Verstärker von Mini-Circuits
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
Class-AB-Verstärker
liefert 100 W von 20 bis 1000 MHz
Der Mini-Circuits ZHL20M1G0100X+ ist ein
leistungsstarker Class-AB-Verstärker mit einer
typischen Sättigungsausgangsleistung von 100
W und einer typischen Verstärkung von 53 dB
im Frequenzbereich von 20 bis 1000 MHz. Leistung
und Verstärkung sind über den gesamten
Frequenzbereich innerhalb von ±1,5 dB konstant.
Der 50-Ohm- und RoHS-konforme Verstärker,
der bei 48 V DC 7 A aufnimmt, verfügt über
einen integrierten Schutz gegen Überhitzung,
Überstrom und Verpolung. Er ist mit einem
SMA-Eingangsanschluss und einem N-Ausgangsanschluss
ausgestattet und für Betriebstemperaturen
von -20 bis +80 °C ausgelegt. Er
verfügt über einen Kühlkörper. ◄
Koaxialverstärker
für 100 MHz bis 18 GHz
Der Koaxialverstärker ZVE-18GB+ von Mini-
Circuits liefert eine Ausgangsleistung von mindestens
29 dBm bei 1-dB-Kompression und
hat einen typischen IP3-Wert von 40 dBm im
Frequenzbereich von 100 MHz bis 18 GHz. Er
bietet eine flache Verstärkung von mindestens
29 dB und ein typisches Rauschmaß von 4 dB
über den gesamten Frequenzbereich.
Der 50-Ohm-Verstärker eignet sich hervorragend
für militärische Anwendungen in der
elektronischen Kampfführung (EW) und
Radar sowie für Testanwendungen. Er wird mit
einem Kühlkörper und SMA-Buchsen geliefert
und benötigt eine Versorgungsspannung von
15 V DC. ◄
12-W-Linearverstärker für 400...2700 MHz
Aluminiumgehäuse untergebracht und
besitzen eine thermische Abschaltung
mit Auto-Recovery-Funktion. Eine TDD-
Control-Funktion kann optional geliefert
werden.
Melatronik
Nachrichtentechnik GmbH
www.melatronik.de
Die Verstärkermodule der Serie SPA115
der englischen Firma SARAS Technologies,
Ltd. sind nahezu ideal für den Einsatz
in SDR-Anwendungen als auch für Small-
Cell-Mobilfunkanwendungen geeignet. Sie
decken die Frequenzbänder 2G, 3G, 4G
und 5G ab, die für die digitalen Modulationen,
wie LTE/UMTS, sehr hohe Anforderung
an die Linearität erfordern.
Die GaN Verstärkermodule sind in einem
mit 112 x 52 x 22,5 mm sehr kompakten
Das Verstärkermodul hat eine Ausgangsleistung
von 39 dBm, eine Verstärkung von
40 dB und eine Rauschzahl von 2 dB. Die
ACLR-Performance bei einer Pavg von
33 dBm und einem 10-MHz-LTE-Signal
mit 10,67 dB PAPR liegt bei -33 dBc. Die
Nicht-Harmonischen liegen bei -60 dBc,
die 2nd Harmonische bei max. -15 dBc
und die 3rd Harmonische bei max. -25 dBc.
Betrieben wir das Verstärkermodule mit 12
V DC bei einer Stromaufnahme bei Pavg
von 33 dBm und einem LTE-Signal mit
10,67 dB PAPR von 1 A. Die Switching
Time On-Off bei der TDD-Option liegt bei
2 µs. Ein- und Ausgangsstecker sind SMA
Female, das DC-Interface ist ein 5-Pin-
LEMO-Stecker für V DC, GND, PA Enable/Disable
TDD Control (optional) und
Temperatursensor Spannungsausgang. ◄
52 hf-praxis 12/2025
DC TO 50 GHz
MMIC
Amplifiers
300+ Models Designed in House
Options for Every Requirement
CATV (75Ω)
Dual Matched
Hi-Rel
Supporting DOCSIS® 3.1
and 4.0 requirements
Save space in balanced and
push-pull configurations
Rugged ceramic package
meets MIL requirements for
harsh operating conditions
High Linearity
Low Noise
Low Additive Phase Noise
High dynamic range over wide
bandwidths up to 45 GHz
NF as low as 0.38 dB for
sensitive receiver applications
As low as -173 dBc/Hz
@ 10 kHz offset
RF Transistors
Variable Gain
Wideband Gain Blocks
<1 dB NF with footprints as
small as 1.18 x 1.42mm
Up to 31.5 dB digital
gain control
Flat gain for broadband
and multi-band use
DISTRIBUTORS
Aerospace & Defense
Strahlungsresistente, hochzuverlässige
Kommunikationsschnittstelle für Weltraumanwendungen
Kommunikationsschnittstellen sind für
Weltraumanwendungen unverzichtbar, da
sie eine zuverlässige und effiziente Datenübertragung
gewährleisten und so Echtzeitsteuerung,
Systemintegration und verbesserte
Fehlererkennung ermöglichen.
Sie unterstützen skalierbare Designs und
tragen zur Redundanz und Fehlertoleranz
bei, die für erfolgreiche Weltraummissionen
erforderlich sind. Microchip Technology
(Nasdaq: MCHP) stellt dafür seinen strahlungsresistenten
(RT) CAN FD Transceiver
ATA6571RT vor, der als hochzuverlässige
Kommunikationslösung speziell für Weltraumanwendungen
entwickelt wurde. Der
Transceiver unterstützt flexible Datenraten
bis 5 MBit/s und eignet sich für Weltraumsysteme
wie Satelliten und Raumfahrzeuge,
die eine robuste und effiziente Datenübertragung
erfordern.
Microchip Technology, Inc.
www.microchip.com
Der Transceiver bietet gegenüber herkömmlichen
CAN-Lösungen, die meist auf eine
Kommunikationsbandbreite von 1 MBit/s
beschränkt sind, erhebliche Vorteile. Mit
einer Bitrate von bis zu 5 MBit/s unterstützt
er größere Nutzlasten bis 64 Byte pro Frame,
steigert so die Effizienz und reduziert die
Buslast. Der ATA6571RT ist abwärtskompatibel
zu klassischem CAN und ermöglicht
einen reibungslosen Übergang bestehender
Systeme.
Darüber hinaus verbessert sein zyklischer
Redundanz-Prüfmechanismus (CRC) die
Fehlererkennung und erhöht so die Zuverlässigkeit
für sicherheitskritische Anwendungen.
Der Transceiver wurde für Weltraumanwendungen
entwickelt, darunter
Plattformdatenverarbeitung, Antriebssystemsteuerung,
Sensorbussteuerung, Robotik,
Bordcomputer für Nanosatelliten etc. Für
eine einfache Integration auf Leiterplattenebene
bleibt er als RT-Baustein pin-kompatibel
zu den ursprünglichen handelsüblichen
(COTS) Kunststoff- oder Keramikversionen.
Leon Gross, Corporate Vice President, Aerospace
und Defense Business bei Microchip:
„Der Transceiver ATA6571RT ist ein kostengünstiger,
größenoptimierter und stromsparender
Baustein, der für die strengen Anforderungen
der Weltraumumgebung entwickelt
wurde. Als ein führender Anbieter im
Luft-/Raumfahrt- und Verteidigungsmarkt
sind wir stolz auf unsere Errungenschaften
im Raumfahrtbereich – mit Produkten, die
in New- und Deep-Space-Missionen zum
Einsatz kommen.“
Der ATA6571RT ist mit seiner Widerstandsfähigkeit
gegen Single-Event-Effekte (SEE)
und Gesamtionisierungsdosis (TID) für die
rauen Bedingungen im Weltraum ausgelegt.
Er verfügt über ein Low-Power-Management
mit lokaler und Remote-Wake-up-
Funktion sowie Kurzschluss- und Übertemperaturschutz.
Der neue CAN-FD-Transceiver unterstreicht
das Engagement von Microchip, zuverlässige,
sichere und leistungsstarke Lösungen
für anspruchsvolle Umgebungen anzubieten.
Das umfangreiche Angebot an Kommunikationsschnittstellen-Lösungen
für die
Luft-/Raumfahrt- und Verteidigungstechnik
umfasst strahlungsresistente und strahlungsgehärtete
Schnittstellen für Ethernet, MIL-
STD-1553 und SpaceWire.◄
54 hf-praxis 12/2025
Messtechnik
Quanten-Entwicklung:
Simulationslösung auf Systemebene
Keysight Technologies hat die Einführung
von Quantum System Analysis bekanntgegeben,
einer wegweisenden EDA-Lösung
(Electronic Design Automation), mit der
Entwickler von Quantensystemen diese
auf Systemebene simulieren und optimieren
können. Diese neue Funktion stellt eine
bedeutende Erweiterung des Quantum-EDA-
Portfolios von Keysight dar, zu dem Quantum
Layout, QuantumPro EM und Quantum
Circuit Simulation gehören. Diese Ankündigung
kommt zu einem entscheidenden
Zeitpunkt für diesen Bereich, insbesondere
nach der Verleihung des Nobelpreises
für Physik 2025, mit dem Fortschritte bei
supraleitenden Quantenschaltungen gewürdigt
wurden – einem Kernbereich der neuen
Lösung von Keysight.
Die Quantenanalyse auf Systemebene war
lange Zeit eine Herausforderung, da es sehr
komplex ist, verschiedene physikalische
Bereiche – Elektromagnetik, Schaltkreise
und Quantendynamik – in einer einheitlichen
Simulationsumgebung zu integrieren.
Herkömmliche Ansätze basieren oft auf
fragmentierten Tools und wiederholten kryogenen
Experimenten, die zeitraubend und
kostspielig sind. Quantum System Analysis
von Keysight schließt diese Lücke, indem es
eine einheitliche Plattform bereitstellt, die
eine frühzeitige Validierung von Quantensystemdesigns
ermöglicht, Entwicklungszyklen
verkürzt und die Zuverlässigkeit des
Designs verbessert.
Keysight Technologies
www.keysight.com
Quantum System Analysis ermöglicht es
Forschern, den Quanten-Workflow von
den ersten Design-Phasen bis hin zu Experimenten
auf Systemebene zu simulieren,
wodurch die Abhängigkeit von kostspieligen
kryogenen Tests verringert und die
Validierungszeit verkürzt wird. Dieser integrierte
Ansatz unterstützt Simulationen von
Quantenexperimenten und umfasst Tools
zur Optimierung der Eingangsleitungen von
Misch-Kryostaten hinsichtlich thermischem
Rauschen und Qubit-Temperaturberechnung.
Quantum System Analysis führt zwei entscheidende
Neuerungen ein:
• Time Dynamics Simulator
Modelliert die zeitliche Entwicklung von
Quantensystemen unter Verwendung von
Hamilton-Operatoren, die aus elektromagnetischen
oder Schaltungssimulationen
abgeleitet wurden. Das ermöglicht eine
genaue Simulation von Quantenexperimenten
wie Rabi- und Ramsey-Pulsing und
hilft Forschern, das Verhalten von Qubits
im Laufe der Zeit zu verstehen.
• Dilution Fridge Input Line Entwickler
Ermöglicht die präzise Modellierung von
Kryostat-Eingangsleitungen zu Qubits,
wodurch eine Analyse des thermischen
Rauschens und eine effektive Schätzung
der Qubit-Temperatur möglich sind. Durch
die Simulation der Eingangsarchitektur
des Kryostaten können Entwickler das
Eindringen thermischer Photonen minimieren
und die Systemtreue verbessern.
Chris Mueth, Senior Director for New
Markets bei Keysight, sagte: „Quantum
System Analysis markiert die Vollendung
eines wirklich einheitlichen Quanten-
Design-Workflows, der die elektromagnetische
und Schaltungsmodellierung nahtlos
mit einer umfassenden Simulation auf Systemebene
verbindet. Durch die Überbrückung
dieser Bereiche entfällt die Notwendigkeit
fragmentierter Toolchains und wiederholter
kryogener Tests, was schnellere Innovationen
und mehr Vertrauen in die Entwicklung
von Quantensystemen ermöglicht.“
Mohamed Hassan, Leiter der Abteilung
Quantum Solutions Planning bei Keysight,
sagte: „Quantum System Analysis ist ein
großer Fortschritt bei der Beschleunigung
der Quanteninnovation. Mit Simulationen
reduzieren wir die Notwendigkeit wiederholter
kryogener Experimente und ermöglichen
es Forschern, Designs auf Systemebene
früher im Entwicklungszyklus zu
validieren.“
Quantum System Analysis ist als Teil der
Plattform Advanced Design System (ADS)
2026 von Keysight verfügbar und ergänzt
bestehende Quanten-EDA-Lösungen. Es
unterstützt supraleitende Qubit-Plattformen
und ist auf andere Modalitäten wie Spin-
Qubits erweiterbar, was es zu einer vielseitigen
Wahl für Quanten-F&E-Teams
macht. ◄
hf-praxis 12/2025 55
Messtechnik
Mehrkanal-Digital-Transceiver
Die leistungsstarke Software-
Plattform bietet dem Anwender
eine offene Schnittstelle zum
Aufbau automatisierter Testprozesse
oder maßgeschneiderter
Lösungen in den Bereichen Fernerkundung,
industrielle Messtechnik,
Automobilelektronik
und mehr.
Die Mehrkanal-Digital-Transceiver
der SUA8000-Serie von
Rigol zeichnen sich durch eine
starke Hardware-Leistung und
intelligente Funktionen aus. Sie
senden mit 8 GS/s Abtastrate,
14 bit vertikale Auflösung und
empfangen mit 4 GS/s Abtastrate,
14 Bit vertikale Auflösung.
Sie sind mit 1 Gpts Speichertiefe
ausgestattet und arbeiten
mit 10-Gigabit-Ethernet.
Meilhaus Electronic GmbH
www.meilhaus.com
Der Rigol SUA8000 ist ein
mehrkanaliger digitaler Transceiver
mit bis zu acht Kanälen.
Das Gerät ist eine skalierbare,
modulare AWG- und/oder
Digitizer- Plattform und kann
als AWG, Digitalisierer, Signal-
Rekorder oder als Kombination
arbeiten.
Der SUA8000 wurde für den
Einsatz in hochdichten und automatisierten
Testumgebungen
konzipiert und ist für komplexe
Signalanwendungen ausgelegt,
wo er die Erzeugung beliebiger
Wellenformen, die Signalerfassung
und die Aufzeichnung von
Wellenformen ausführt.
Die Steuerungsart ist entweder
eine CPU (Modelle SUA8104,
SUA8204, SUA8208, SUA8304)
oder eine KI-gesteuerte GPU
(Modelle SUA8104G, SUA8204G,
SUA8208G, SUA8304G).
Signalgenerator mit einem Frequenzbereich von 0,7 bis 6 GHz
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
Der Signalgenerator SSG-R7N6GD-RC von
Mini-Circuits bietet eine Zweikanal-Abstimmauflösung
von 1 Hz im Frequenzbereich von
0,7 bis 6 GHz. Die Frequenzgenauigkeit liegt
bei Verwendung der internen Frequenzreferenz
innerhalb von ±1 ppm. Er liefert CW-, Puls-,
AM-, FM- und Chirp-Signale über SMA-Buchsen
mit Leistungspegeln von -60 bis +24 dBm.
Der kompakte Signalgenerator wird über Ethernet
oder USB an einen Windows- oder Linux-
Computer angeschlossen. Mehrere Geräte können
in Reihe geschaltet und über eine einzige
Schnittstelle gesteuert werden. ◄
Außerdem unterstützen die
Geräte der SUA8000-Serie den
synchronisierten Betrieb von
mehr als 100 Instrumenten mit
außergewöhnlicher Langzeitstabilität:
Die Verzögerung
zwischen den Kanälen innerhalb
eines Geräts bleibt innerhalb von
1 ps, während die Synchronisierung
zwischen den Kanälen
innerhalb von 10 ps bleibt.
Die Geräte der SUA8000-Serie
bieten zwei Master-Control-
Optionen für unterschiedliche
Anwendungsanforderungen:
ein CPU-Steuermodul, das
auf einem leistungsstarken
V2000-Prozessor basiert
(Modelle SUA8104, SUA8204,
SUA8208, SUA8304), und ein
GPU-AI-Steuermodul, das
auf der leistungsstarken Orin-
AGX-Plattform basiert und für
KI- und Deep-Learning-Workloads
optimiert ist (SUA8104G,
SUA8204G, SUA8208G,
SUA8304G).
Die Mehrkanal-Digital-Transceiver
SUA8000 von Rigol bieten
bis zu 3000 Signalsegmente,
schnelles Laden über eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle,
komplexe Signalsequenzen, wie
Schleifen, Sprünge, Verschachtelung
usw. Optional ist eine
16-TB-Signalaufzeichnung verfügbar.
◄
56 hf-praxis 12/2025
Messtechnik
Hochauflösende 12-Bit-Oszilloskope
Ihr Partner für
EMV und HF
Messtechnik-Systeme-Komponenten
EMV-
MESSTECHNIK
Absorberräume, GTEM-Zellen
Stromzangen, Feldsonden
Störsimulatoren & ESD
Leistungsverstärker
Messempfänger
Laborsoftware
Mit der MHO-Serie bietet Micsig hochauflösende
12-Bit-Oszilloskope mit bis
zu acht Kanälen. Die Geräte der MHO1-
Serie haben eine Bandbreite von 100 oder
200 MHz, 1 GS/s Abtastrate, vier Analogkanäle
und eine Speichertiefe von 110
Millionen Punkten (Mpts). Die Geräte
der MHO3-Serie sind 4-Kanal/12-Bit-
Oszilloskope mit einer Bandbreite von
max. 500 MHz. Sie haben eine Echtzeit-
Abtastrate von 3 GS/s und 360 Mpts
Speichertiefe. Die Geräte der MHO6-
Serie sind 12-Bit-Oszilloskopen mit
einer Bandbreite von 350, 500 MHz oder
1 GHz, 6 GS/s Abtastrate, acht Analogkanälen
und einer Speichertiefe von 1800
Millionen Punkten (Mpts).
Alle Modelle sind ultraflach, kompakt und
tragbar. Außerdem sind sie mit Touchscreen
und HDMI-Ausgang ausgestattet.
Das Modell MO3 ist modular aufgebaut
(ohne Display/mit HDMI-Ausgang sowie
USB-Host und Device, LAN/Ethernet,
SFP+ optisches Interface).
Die Firma Micsig bietet eine große Auswahl
an portablen, Flach-, Tablet- und
Automotive-Oszilloskopen. Die Geräte
der MHO-Serie sind hochauf lösende
12-Bit-Oszilloskope in ultra dünner
Bauweise mit bis zu acht Kanälen. Die
MHO1-Serie sind Oszilloskope mit einer
Bandbreite von 100 oder 200 MHz,
1 GS/s Abtastrate, vier Analogkanälen
und einer Speichertiefe von 110 Mpts.
hf-praxis 12/2025
Meilhaus Electronic GmbH
www.meilhaus.com
Die Geräte beinhalten in der Version
„ohne N“ zusätzlich ein vom Oszilloskop
unabhängiges 4½-Digit-Multimeter.
Die MHO1-Geräte haben ein
ultra dünnes Design von nur 3,1 cm und
einen 20,3-cm-Touchscreen.
Die Micsig-MHO3-Serie sind 4-Kanal-
Oszilloskope mit einer Bandbreite von
max. 500 MHz. Sie haben eine Echtzeit-
Abtastrate von 3 GS/s und 360 Mpts
Speichertiefe. Sie besitzen ein 3,58 cm
ultradünnes Desktop-Gehäuse mit Wandmontage-Schnittstelle.
Die Scopes haben
einen 35,6-cm-Touchscreen mit einer
Auflösung von 1920x1200.
Die MO3-Serie von Micsig ist eine
Familie von hochauflösenden 12-Bit-
Oszilloskopen mit einer Bandbreite von
250, 350 oder 500 MHz, 3 GS/s Abtastrate,
vier Analogkanälen und einer
Speicher tiefe von 360 Mpts. Die Geräte
sind vollständige Oszilloskope mit einem
kompakten, platzsparenden, modularen
Design, jedoch ohne ein integriertes
Display. Dieses kann über HDMI angeschlossen
werden.
Die MHO6-Serie von Micsig ist eine
Familie von hochauflösenden 12-Bit-
Oszilloskopen mit einer Bandbreite
von 350, 500 MHz oder 1 GHz, 6 GS/s
Abtast rate, acht Analogkanälen und
einer Speichertiefe von 1800 Mpts. Die
Geräte sind die nahezu ideale Lösung
für die schnellere Schaltungsanalyse und
synchronisierte Signaltests. Die MHO6-
Geräte haben ein ultradünnes Design von
nur 3,52 cm und einen 40,6-cm-Touchscreen.
◄
57
HF- & MIKROWELLEN-
MESSTECHNIK
Puls- & Signalgeneratoren
GNSS - Simulation
Netzwerkanalysatoren
Leistungsmessköpfe
Avionik - Prüfgeräte
Funkmessplätze
ANTENNEN-
MESSTECHNIK
Positionierer & Stative
Wireless-Testsysteme
Antennenmessplätze
Antennen
Absorber
Software
HF-KOMPONENTEN
Abschlusswiderstände
Adapter & HF-Kabel
Dämpfungsglieder
RF-over-Fiber
Richtkoppler
Kalibrierkits
Verstärker
Hohlleiter
Schalter
Tel. 089-895 565 0 * Fax 089-895 565 10
Email: info@emco-elektronik.de
Internet: www.emco-elektronik.de
Messtechnik
AC-Leistungskalibrator
mit Option zur Erzeugung von Harmonischen
Zudem kann der LS3300 auch über Schnittstellen
angesprochen und in eine Automation
eingebunden werden – ein klarer Vorteil für
Kalibrierlabore mit hohem Durchsatz und
wachsendem Prüfvolumen.
Die Yokogawa Test & Measurement Corporation
stellte eine Erweiterung des bewährten
AC-Leistungskalibrators LS3300 vor: Ab
sofort kann das Gerät auch optional eine
Oberschwingung – also ein Vielfaches der
Grundschwingungsfrequenz – erzeugen und
der Grundschwingung überlagern. Diese
Funktion ermöglicht eine praxisnähere Simulation
von Stromversorgungsbedingungen
mit Oberschwingungsanteilen.
Mit der neuen Funktion wird der LS3300
zur kompakten, leistungsfähigen All-in-
One-Lösung für Kalibrieraufgaben – für
den Einsatz bei Fertigungsprüfungen über
Qualitätssicherung bis hin zu öffentlichen
und privaten Kalibrierlaboren.
Die Erweiterung vereint fortschrittliche
Kalibriertechnik mit hoher Anwenderfreundlichkeit
– und das zu einem Bruchteil
der Kosten konventioneller Hochleistungs-Kalibriersysteme.
Anwender können
mit dem LS3300 AC-Leistungskalibrator
ihre Prüf- und Kalibrierprozesse effizient
gestalten, zusätzliche Investitionen in separate
Harmonischen-Generatoren vermeiden
und gleichzeitig den steigenden Anforderungen
moderner Netzqualitätsstandards
gerecht werden.
Hintergrund:
Oberschwingungen als Herausforderung
in modernen Anwendungen
In realen Stromnetzen treten häufig Oberschwingungen
auf – Verzerrungen, die durch
Vielfache der Grundschwingungsfrequenz
entstehen. Diese können die Netzqualität
erheblich beeinträchtigen, Energieverluste
verursachen und zu Fehlfunktionen, Ausfällen
und dem Nichteinhalten geltender
Normen wie beispielsweise der IEEE führen.
Besonders durch die zunehmende Verbreitung
von leistungsstarken Elektronikkomponenten
wie Wechselrichtern und
Schaltnetzteilen – sowohl in industriellen
als auch konsumorientierten Anwendungen
– wächst die Bedeutung von Oberschwingungen.
Während High-End-Kalibratoren Oberschwingungen
bereits erzeugen können,
sind sie oft kostenintensiv und komplex in
der Handhabung. Der LS3300 bietet nun
eine praktische und preiswerte Alternative:
Er ist einfach zu bedienen, platzsparend,
wirtschaftlich und liefert dennoch präzise
harmonische Signale.
Leistungsstark im Ein- und Mehrphasenbetrieb
Der LS3300 generiert hochpräzise und
stabile Kalibriersignale für Spannung und
Strom inkl. definierter Phasenlage und ermöglicht
damit eine Leistungskalibrierung.
Dabei ist der Leistungsfaktor zwischen -1
und 1 frei einstellbar. Mit der neuen Option
kann der Grundschwingungsfrequenz jetzt
eine beliebige Oberschwingung (max.
bis zu 51. Ordnung) überlagert werden.
Damit zählt das Gerät zu den vielseitigsten
und benutzerfreundlichsten AC-Leistungskalibratoren
seiner Klasse.
Bei Bedarf können bis zu drei Geräte miteinander
synchronisiert werden, wodurch sich
auch Dreiphasensysteme abbilden lassen –
ideal für die Kalibrierung von unterschiedlichsten
Geräten gemäß internationalen
Normen wie der IEC.
Hochstromanwendungen bis zu 180 A
werden ebenfalls unterstützt, bspw. zur
Kalibrierung von Stromwandlern.
Die integrierte Master-Slave-Synchronisation
ermöglicht eine einfache und zuverlässige
Steuerung mehrerer Geräte über das
Master-Gerät.
Vorteile auf einen Blick:
• hohe Stabilität und Genauigkeit
Liefert rückführbare, zuverlässige
Kalibriersignale gemäß nationalen
Standards.
• großer Ausgangsbereich
Deckt typische Spannungsund
Strombereiche für industrielle
Leistungsmessgeräte ab.
• kompakte Bauweise
Spart Platz in Kalibrierlaboren
und mobilen Anwendungen.
• Automatisierungsunterstützung
Beschleunigt Kalibriervorgänge, reduziert
Bedienfehler und sichert Konsistenz.
• intuitive Benutzeroberfläche (GUI)
Reduziert Schulungsaufwand
und vereinfacht die Bedienung.
• Simulation von Dreiphasensystemen
Ermöglicht realitätsnahe Kalibrierung dank
intelligenter Mehrgeräte-Synchronisation.
• Kosteneffizienz
Bietet erweiterte Funktionen zu einem
Bruchteil der Kosten komplexer Hochleistungssysteme.
Zielgruppen und Einsatzbereiche:
Die neue Funktionalität richtet sich an Hersteller
von elektrischen Betriebsmitteln,
leistungs¬elektronischen Komponenten, an
Kalibrier- und Prüflabore sowie an Qualitätssicherungsabteilungen
in der industriellen
Fertigung. Typische Anwendungsfelder sind:
• Kalibrierung von
AC-Leistungsmessgeräten und
Stromwandlern
• Geräteprüfung in Entwicklungs- und
Produktionsumgebungen
• Evaluation elektrischer Systeme unter
realistischen Netzbedingungen
Mit der Erweiterung des LS3300 stärkt
Yokogawa seine Position als zuverlässiger
Partner für moderne Test- und Kalibrierlösungen
– praxisnah, zukunftssicher und
wirtschaftlich.
Yokogawa Test & Measurement
https://tmi.yokogawa.com/de/
58 hf-praxis 12/2025
1 GHz quasi-peak real-time bandwidth.
Multi GHz in real-time up to 44 GHz.
Fully compliant in all modes.
The ULTIMATE performance.
The ULTIMATE speed.
The TDEMI® Ultimate is the only solution providing all the features of the "FFT-based measuring instrument"
according to the new standards with 1000 MHz real-time bandwidth and CISPR detectors.
by the inventors of the full compliance real-time FFT based measuring instrument.
gauss-instruments.com
Messtechnik
Erweiterung des LXI-Microwave-Schaltsystemsortiments
nicht terminiert (kein Transferschalter).
Darüber hinaus gibt es
zwei neue Familien von intern
konstruierten, vollständig integrierten
Multiplexer mit hoher
Kanal anzahl (SP16T bis SP48T
mit Einzel- bis Vierfachbänken:
Modell 60-805) und Matrixlösungen
(bis zu 12x12: Modell
60-807).
Pickering Interfaces hat eine
bedeutende Erweiterung seines
Angebots an standardisierten
COTS LXI Microwave
Schalt lösungen angekündigt.
Die fünf neuen RFIU-Familien
(RF Switching Interface Unit),
die im September auf der European
Microwave Week (EuMW)
in den Niederlanden vorgestellt
wurden, stellen die erforderlichen
Bausteine für eine Vielzahl
anspruchsvoller HF-Testanwendungen
zu Verfügung.
Pickering Interfaces
www.pickeringtest.com
„Die neuen Ergänzungen
unseres LXI-Microwave-
Switching-Portfolios migrieren
die RFIU-Funktionalität, die
bisher in unseren flexiblen und
schlüsselfertigen Sonderserien
verfügbar war, in unsere Standard-COTS-Familie“,
so Steven
Edwards, Leiter Produktmanagement
bei Pickering Interfaces,
„und bieten zusätzlich deutlich
erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten.
Das erweiterte Sortiment
maximiert nun Flexibilität,
Packungsdichte und Funktionalität,
um ein breites Spektrum
der neuesten branchenübergreifenden
Testanforderungen zu
unterstützen.“
Die Produkteinführung umfasst
zwei neue Katalogangebote
für LXI-Microwave-Schalteinheiten,
die bisher als kundenspezifische,
flexible (60-890)
und schlüsselfertige (60-891)
Sonderprodukte erhältlich
waren: die Standard-LXI-Serie
des Unternehmens, bestehend
aus mehreren Relais eines Typs,
die an der Frontplatte der Einheit
montiert sind und spezielle
Konfigurationen intern als vollständig
integrierte Multi plexerund
Matrixlösungen realisiert.
Die Eingliederung in Standard-
COTS-Katalogteile vereinfacht
den Auswahl- und Bestellprozess
für Kunden und verkürzt
die Lieferzeiten.
„LXI-basierte automatisierte
Testsysteme werden häufig zur
Verifizierung und Funktionsprüfung
von Microwave-Geräten
und -Subsystemen eingesetzt, oft
einschließlich Signalrouting. Die
zunehmende Komplexität dieser
Prüflinge geht in der Regel
mit einer höheren I/O-Anzahl
einher“, ergänzte Edwards.
„Unsere neue LXI-Reihe bietet
höhere Kanaldichten, maximiert
die Nutzlast bei minimierter
Gehäuse höhe und trägt dazu
bei, dass bei großen Schaltanwendungen
weniger Schalteinheiten
benötigt werden. Dies
reduziert die Testsystemgröße,
verbessert die Signalqualität und
vereinfacht die Programmierung.
Mit diesen Einheiten können
Test systementwickler schnell
und einfach Standard-COTS-
Lösungen für Schaltsubsysteme
mit hoher Kanalzahl in Microwave-Testsystemen
finden.“
Bestehende Standardprodukte
(Modelle 60-800/801/802/803)
decken die SP4T- und SP6T-
Funktionalität in nicht terminierten
sowie terminierten
Failsafe-Relaisversionen über
verschiedene Bandbreiten ab
(failsafe = ausfallsicher).
Drei neue Familien erweitern
das Sortiment um SP8T/SP10T/
SP12T (Modell 60-804),
SPDT (Modell 60-806) und
Transferschalter (Modell
60-808) in Konfigurationen
sowohl von Failsafe- als auch
von bi stabilen Relais, terminiert/
Dank der Frontplatten montierten
SPDT-, SP8T/SP10T/
SP12T- und Transferschalteroptionen
können Ingenieure
komplexe Schaltlösungen durch
einfaches Hinzufügen externer
Kabel erstellen. Integrierte Multiplexer-
und Matrixlösungen
schützen die HF-Verkabelung
vor Beschädigungen und Störungen
und gewährleisten
gleichzeitig eine wiederholbare
Performance zwischen den Fertigungschargen.
Die Bereitstellung
vollständig getesteter (mit
Testergebnissen gelieferter) vorverdrahteter
Lösungen entlastet
den Anwender in der Implementierungsphase.
Alle Modelle
verfügen über eine integrierte
Scan-Liste und Triggerfunktion
(Hardware oder Software), die
die Ausführung vordefinierter
Schaltsequenzen bei minimaler
Betriebszeit ermöglicht. Die
Sequenzen werden auf dem Produkt
selbst und nicht auf dem
Systemcomputer gespeichert,
um diesen zu entlasten.
Konfigurationen von 6 GHz bis
67 GHz werden über den gesamten
Bereich sowohl ohne als
auch mit Terminierung (außer
Transfer) angeboten, wobei die
110-GHz-Schaltung nur als terminierter
SPDT verfügbar ist.
Alle neuen Produktfamilien
werden entweder mit ausfallsicherem
oder selbsthaltendem
Relaisbetrieb angeboten. Die
HF-Leistung ist in beiden Modi
identisch, sodass der für die
Anwendung am besten geeignete
Modus ausgewählt werden
kann. Die Relaisbetriebszählung
ist über den gesamten Bereich
verfügbar und ermöglicht die
Überwachung der einzelnen
60 hf-praxis 12/2025
Messtechnik
Kontaktpegel für jedes Relais,
was für die vorausschauende
Wartung genutzt werden kann.
Mit Bandbreiten im Bereich von
6 bis 110 GHz unterstützen die
fünf neuen Schaltsystemfamilien
eine breite Palette von Anwendungen
in zahlreichen Sektoren,
von Halbleitern, Radar und
Kommunikation, einschließlich
Tests von Mobiltelefonen und
Antennen, bis hin zu A utomobilund
Medizingeräten.
Das kostenlose Pickering Online-
Tool „Microwave Switch Design
Tool“ (MSDT) ermöglicht die
Entwicklung und Simulation
von Microwave-Schaltsystemen.
Obwohl es auf flexible oder
schlüsselfertige Lösungen ausgerichtet
ist, kann MSDT auch
zur Leistungsbestimmung von
integrierten Standardprodukten
verwendet werden, bevor eine
physische Einheit geliefert wird.
Alle Transfer-, SPDT- und
Mehrkanal relais können auch in
der flexiblen Microwave-Schaltsystem-Plattform
60-890 von
Pickering spezifiziert werden.
Diese Lösung sollte in Betracht
gezogen werden, wenn Relaiskombination
erforderlich sind.
Mehrere bestehende Lösungen
mit Standardprodukten mit alternativer
Konfiguration sind auch
in PXI/PXIe und LXI verfügbar.
Treiber werden für Windows
und – im Gegensatz zu vielen
Wettbewerbern – für Linux und
Echtzeitbetriebssysteme mitgeliefert.
Für alle Produkte bis
67 GHz gilt eine Garantie von
drei Jahren. Für 110-GHz-Optionen
beträgt die Garantiezeit ein
Jahr. Pickering Interfaces bietet
außerdem garantierten Langzeit-
Produktsupport. ◄
Narda FieldMan mit neuer Firmware: DC Probe jetzt voll integriert
Die Narda Safety & Test Solutions GmbH
hat eine neue Firmware-Version (1.6.4)
für ihr FieldMan-Messgerät veröffentlicht.
Diese Version erweitert die Funktionalität
des tragbaren EM-Feldspektrometers und
macht es noch vielseitiger. Die wichtigste
Neuerung ist die vollständige Integration
und Unterstützung der DC Probe HP-01.
Mit dieser neuen Firmware können Anwender
die DC Probe nun direkt mit dem Field-
Man verbinden, um statische, elektrische
und magnetische Felder zu messen und zu
analysieren. Die Neuerungen der Firmware
1.6.4: bisher war die DC Probe HP-01 ein
eigenständiges Messinstrument. Mit der
neuen Firmware wird sie zu einem integralen
Bestandteil des FieldMan-Systems.
Narda Safety Test Solutions hat die Funktionalität
des FieldMan also entscheidend
erweitert – Telemeter Electronic bietet
diese erweiterte Lösung nun an. Die DC
Probe kann jetzt direkt an den FieldMan
angeschlossen werden, wodurch sowohl
Kommunikation als auch Stromversorgung
über die Schnittstelle des Geräts erfolgen.
Dadurch wird eine nahtlose Integration der
Messungen ermöglicht: Alle mit der DC
Probe durchgeführten Messungen lassen
sich direkt über den FieldMan steuern,
visualisieren und speichern.
Telemeter Electronic GmbH
info@telemeter.de
www.telemeter.info
Der FieldMan übernimmt dabei die zentrale
Rolle als Auswertungs- und Erfassungssystem.
Darüber hinaus erlaubt die
neue Lösung eine umfassende Datenanalyse.
Die von der DC Probe erfassten statischen
Felddaten können mit den übrigen
Messungen des FieldMan – etwa von
Hochfrequenzfeldern – kombiniert und
gemeinsam ausgewertet werden. Dies
ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung
der elektromagnetischen Umgebung
und liefert tiefere Einblicke in komplexe
Messsituationen.
Auch die Benutzererfahrung wurde optimiert:
Die Bedienung erfolgt über die vertraute
Benutzeroberfläche des FieldMan,
was den Arbeitsablauf deutlich vereinfacht
und die Notwendigkeit reduziert, zwischen
verschiedenen Geräten zu wechseln. Vorteile
für Anwender: die Integration der
DC Probe in den FieldMan bietet erhebliche
Vorteile für Fachleute, die in den
Bereichen Arbeitssicherheit, Forschung
und Entwicklung oder EMV-Messungen
tätig sind. Sie können nun statische (DC)
und dynamische (AC) Felder mit einem
einzigen, kompakten Messsystem erfassen.
Dies spart nicht nur Zeit und Aufwand,
sondern verbessert auch die Genauigkeit
und Nachverfolgbarkeit der Messreihen.
Die neue Firmware-Version ist ab sofort
über die offizielle Narda-Website zum
Download verfügbar. ◄
hf-praxis 12/2025 61
Messtechnik
DDS-Technologie ermöglicht Quantencomputer
mit Mikrowellen statt Lasern
Quantenwissenschaftler auf der
ganzen Welt versuchen Quantencomputer
zuverlässiger und
leistungsfähiger zu machen. Das
deutsche Start-up eleQtron verkauft
bahnbrechende Quantencomputer,
die Mikrowellen
anstelle von Lasern zur Steuerung
der einzelnen Ionen-Qubits
verwenden. Dies führt zu einem
einfacheren Design, deutlich
geringerer Kühlung und stark
reduziertem Stromverbrauch.
Möglich wird dieser enorme
Fortschritt durch Arbiträrgeneratoren
(AWGs) von Spectrum
Instrumentation, die fortschrittliche
Direct-Digital-Synthesis-
Technologie (DDS) mit bis zu
20 Sinuswellen pro Ausgang verwenden,
um damit die Quantenoperationen
durchzuführen.
Spectrum Instrumentation GmbH
spectrum-instrumentation.com
It´s MAGIC
Der AWG M4i.6631 von Spectrum Instrumentation erzeugt
quasi jede Wellenform. Im DDS-Modus liefert die Karte bis zu
20 unabhängige Sinuswellen pro Kanal für eine schnelle und
einfache Experimentsteuerung.
Das Unternehmen eleQtron, ein
Spin-off der Universität Siegen,
bietet einen Quantencomputer
an, der die patentierten MAGIC
(MAgnetic Gradient Induced
Coupling)-Prozessoren enthält.
MAGIC unterscheidet sich von
anderen Quanten-Prozessoren
durch die Verwendung von
Mikrowellen anstelle von Lasern
zur Steuerung und Manipulation
der Qubits.
Mittels Laser-Ablation wird
zunächst im Hochvakuum eine
Kette von Ytterbium-Ionen
(171 Yb+) erzeugt. Dieser Prozess
kann eine Kette von bis
zu 30 Ionen in einem einzigen
Register erzeugen, wobei jedes
Ion als Qubit fungiert, welches
schlussendlich die Berechnungen
ausführt. Der Schlüssel, um die
Ionen anzusteuern, ist die Verwendung
eines Magnetfelds und
eines oszillierenden elektrischen
Felds zur Erzeugung einer Paul-
Falle (Quadrapol-Ionenfalle).
Viele Designs verwenden dafür
einen Laser, um die Qubits zu
steuern und sie auf die Ausführung
von Quantengattern vorzubereiten.
Solche Laser müssen
jedoch jedes Ion einzeln und mit
außergewöhnlicher Genauigkeit
anvisieren und haben daher einen
hohen Energiebedarf.
Mikrowellen sind im Vergleich
zu Lasern technisch einfacher
und benötigen nur etwa ein
Fünftel der Energie. Für dieses
neue Design werden eine Hochfrequenz-
Oszillatorquelle und
der Ausgang der DDS-Karte von
Spectrum über einen Einseitenbandmischer
(SSB) kombiniert
und erzeugen so ein Signal mit
etwa 12,64 GHz. Dank des durch
das Magnetfeld verursachten
Zeeman-Effekts kann jedes Ion
durch Modulation des Signals in
Deltas von 3 bis 5 MHz „adressiert“
werden. Dies führt zu
geringem Übersprechen und lässt
sich gut in chipbasierte Ionenfallen
integrieren. Die DDS-
Karte erzeugt das Mehrtonsignal,
das für die individuelle
Steuerung und Manipulation der
Qubits erforderlich ist.
Verschiebung von Grenzen
Die Wissenschaftler von ele-
Qtron wandten sich an Spectrum
Instrumentation, als sie an die
Grenzen ihrer bestehenden
AWG-Hardware stießen. Die
erzeugten Signale müssen in
Amplitude, Phasenverschiebung,
Pulslänge und Frequenz präzise
veränderbar sein, um jedes
Qubit korrekt anzusteuern. Dies
trägt dazu bei, die gewünschte
Der MAGIC-Quantenprozessor von eleQtron verwendet Mikrowellen, was zu
weniger Kühlung und geringerem Stromverbrauch führt
62 hf-praxis 12/2025
Messtechnik
Rabi-Frequenz zu erreichen,
die die Geschwindigkeit der
Quantenoperationen bestimmt.
Solche Aufgaben stellen jedoch
erhebliche Anforderungen an
den verwendeten Arbiträrgenerator
(AWG).
Dem eleQtron-Team wurde
von Spectrum Instrumentation
die M4i.66xx-Serie empfohlen
– diese 16-Bit-AWGs werden
in der weltweiten Quantenforschung
sehr häufig eingesetzt.
Die PCIe-Karten bieten ein,
zwei oder vier synchrone Kanäle
mit einer Ausgaberate von bis
zu 1,25 GS/s und einen großen
integrierten Speicher, der zur
Wiedergabe verschiedener Wellenformen
segmentiert werden
kann. Mit den optimierten Treibern
von Spectrum sind Datenübertragungsraten
von 2,8 GB/s
erreichbar, und bis zu acht Karten
können bei Bedarf synchronisiert
werden.
Mit der zusätzlichen DDS-Firmware
erzeugen die PC-Karten
bis zu 20 individuelle Sinusfrequenzen
auf einem Kanal. Mit
nur wenigen Befehlen können
bei jedem DDS- Träger die Frequenz,
Amplitude, Phase sowie
Frequenz- und Amplitudenrampen
programmiert werden.
Die ultraschnellen Änderungen
der Sinuswellen mit einem
Abstand von nur 6,4 ns sind
der Schlüssel, um viele Qubits
anzusprechen und komplexere
Quanten schaltungen zu verwirklichen.
Für die Entwickler
bei eleQtron war die DDS-
Technologie die Lösung zur
Umsetzung ihres Konzepts.
Sie berichten außerdem von der
hervorragenden Unterstützung,
die sie von Spectrum erhielten,
von der Qualität der Dokumentation
bis hin zu schnellen
Problem lösungen direkt von den
Spectrum- Ingenieuren. ◄
Der eleQtron-Quantencomputer verwendet MAGIC-Prozessoren.
hf-praxis 12/2025 63
Messtechnik
Hochauflösende Messtechnik für präzise Signalanalyse
Telemeter Electronic, langjähriger
Fachhandels partner von Teledyne LeCroy,
stellte die neue T3DSO700HD-Serie vor –
digitale Oszilloskope der neuesten Generation
mit 12-Bit-Auflösung, bis zu 2 GSa/s
Abtastrate und Bandbreiten von 70 bis 200
MHz. Die Serie kombiniert hohe Messgenauigkeit
mit praxisorientierten Analysefunktionen
für Entwicklung, Fehlersuche
und Validierung elektronischer Systeme.
Die Oszilloskope der T3DSO700HD-Serie
bieten umfassende serielle Bus-Trigger- und
Dekodierfunktionen für I²C, SPI, UART,
CAN und LIN. Ein integrierter Funktionsgenerator
sowie die optionale MSO-Unterstützung
erweitern den Funktionsumfang
zusätzlich. Für die Charakterisierung 4C von
Verstärkern, Netzteilen und Regelkreisen
stehen Bode-Plot- und Leistungsanalyse-
Werkzeuge zur Verfügung.
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Messtechnik
EMF-Messungen und Störersuche in einem Gerät vereint
Mit seiner jüngsten Entwicklung,
dem SignalShark EMF,
definiert Narda STS die EMF-
Messtechnik neu. Dazu haben
die Ingenieure des Pioniers und
weltweit führenden Anbieters
hochwertiger Messtechnik im
Bereich elektromagnetischer
Felder „State of the Art“-EMF-
Funktionen mit dem SignalShark,
ihrem leistungsfähigen und
hochpräzisen Spectrum Analyzer
& Receiver fusioniert. Besonders
seine einfache, intuitive Bedienung
erschließt Experten wie
Einsteigern gleichermaßen eine
Welt, in der perfekte Präzision
und Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit
und Professionalität
nicht nur wohlklingende Versprechen
sind, sondern Realität.
Narda
Safety Test Solutions GmbH
info@narda-sts.com
www.narda-sts.com
Durch seine neue modulare Applikations-Software
beherrscht das
robuste portable Gerät jetzt
nicht nur modernste Echtzeit-
Spektrumanalyse, Signal-Überwachung
und - Lokalisierung,
sondern auch die frequenzselektive
EMF-Messung und
vollständige, normgerechte
EMF-Bewertung, inklusive
intelligenter Extrapolation realer
5G-Traffic-Signale.
Künftige Anforderungen
im Bereich EMF Safety
Mit diesem Schritt trägt Narda
STS in erster Linie den zahlreichen
neuen Anwendungsfeldern
im Bereich EMF Safety
Rechnung, die in absehbarer Zeit
neue Anforderungen an Leistungsfähigkeit,
Schnelligkeit
und Flexibilität stellen werden.
Dazu zählen neben den Standards
5G|5G-Advanced & 6G
vor allem Entwicklungen wie
TDD und Massive-MIMO,
Beamforming und dynamischer
Traffic sowie alle Bedarfe des
Marktes, die in Zukunft daraus
resultieren.
Daher stellen die Ingenieure von
Narda STS dem SRM-3006, der
sich über viele Jahre hinweg
weltweit als Industriestandard
für selektive EMF-Sicherheitsmessungen
zwischen 9 kHz
und 6 GHz etabliert hat, einen
SignalShark EMF mit isotroper
LNB-Antenne für frequenzselektive
EMF-Messungen. Seine hohe
Bedienfreundlichkeit wurde wie
auf einer Windows-Oberfläche über
moderne Kacheln bzw. Fenster auf
dem Display realisiert
„modernen großen Bruder“ an
die Seite. Ein High-End-Gerät
mit der wichtigen Spektrogramm-Funktion
(Frequenz über
der Zeit), das mit seiner isotropen
Antenne bis 8 GHz misst
und dessen Domäne schon jetzt
die neuen Standards 5G/6G mit
ihren neuen nutzbaren Frequenzbändern
sind.
Typische Anwender
Narda STS adressiert den
SignalShark EMF an Regulierungsbehörden
und Telekommunikationsanbieter,
Umweltund
Arbeitsschutzexperten,
EMF-Sachverständige und technische
Dienstleister, die reproduzierbare
Feldstärkemessungen
zukunftssicher in anspruchsvollen,
frequenzreichen Umgebungen
durchführen – etwa bei
5G-Mobilfunkzellen, Radaroder
Rundfunksendern.
Ferner richtet sich der Neue
auch an Messtechniker, die
künftig etwa durch Zusammenlegung
einzelner Abteilungen
anspruchsvolle Messaufgaben
in beiden Bereichen, EMF-Messungen
und Störersuche, übernehmen
müssen. All jenen steht
jetzt ein einziges Messgerät zur
Verfügung, das in keiner der beiden
Sparten technologisch auch
nur einen Kompromiss eingeht.
Ein einziges Messinstrument
für alle Aufträge bedeutet Zeitund
Kostenersparnis: nur einmal
anschaffen und nur einmal
die Bedienung erlernen, nur
ein Gerät kalibrieren und warten.
Selbstverständlich zahlt der
Anwender nur für die Funktionen,
die er tatsächlich nutzt. Der
SignalShark EMF ist jederzeit
per Software-Option auf neue
Funktionen erweiterbar.
Wenn ein Netzbetreiber beispielsweise
eine Standortfreigabe
nachweisen muss, kann
er mit dem SignalShark EMF
eine EMF-konforme Verkehrssimulation
remote per Smartphone
starten. Das Ergebnis wird
live extrapoliert, georeferenziert
gespeichert und direkt als
%-Wert des Standards ausgegeben
– fertig ist der Messbericht.
Nutzung des neuen
SignalShark EMF
Durch den Launch des neuen
SignalShark EMF verschmelzen
bei Narda die vormals
getrennten Bereiche EMF Safety
und RF Test & Measurement
in einem Gerät. Und das ausschließlich
über ein Firmware-
Update. Das heißt, wer bereits
über einen SignalShark verfügt,
ist mit einem Firmware-
Update in der Lage, Basis-EMF-
Messungen durchzuführen. Für
aufwendigere, hoch automatisierte
Messungen wie 4G- bzw.
5G-Decoder bietet Narda zahlreiche
weitere Software-Optionen
an.
Messtechniker im Bereich EMF
Safety, die bereits einen SRM-
3006 nutzen, und sich mit den
Gedanken tragen, ein neues
Gerät anzuschaffen, genießen
beim SignalShark EMF zahlreiche
Vorteile. Narda-Kunden
können all ihre SRM-Antennen
inklusive aller Kabel problemlos
mit dem SignalShark
weiternutzen. Darüber hinaus
können sie höhere Frequenzen
messen und profitieren von einer
intuitiven Bedienfreundlichkeit
und modernen Funktionalitäten
wie dem Spektrogramm
66 hf-praxis 12/2025
Messtechnik
oder weiteren Speicher- und
Dokumentationsmöglichkeiten.
Wollen sie auf 8 GHz hochgehen,
können sie die 8-GHz-Antenne
zu besonders günstigen Konditionen
erwerben.
Vorzüge
Die Liste der herausragenden
Vorzüge des SignalShark EMF
ist lang. Als Glanzlichter sind
u. a. die extrem hohe Messgeschwindigkeit,
die automatische
Bewertung des Grenzwertes und
seine hohe Einstrahl-Festigkeit,
die durchgängige Kalibrierung,
Sprachkommentare
sowie die SCPI-Steuerung und
nicht zuletzt eine durchdachte,
nutzerfreundliche EMF-Bedienoberfläche
zu nennen. Diese
steht zusammen mit extrem
schnellen Messungen und dem
hohen Automatisierungsgrad für
präzise, sichere Messungen mit
minimalem Fehlerrisiko. Ferner
eröffnet der SignalShark EMF
die Möglichkeit, parallele Messungen
durchzuführen.
Einfachheit der Bedienung
Ein Ziel der Entwickler war es
– obwohl die 5G/6G-Kommunikationssignale
immer komplexer
und komplizierter werden und
ein leistungsfähiges Messgerät
dementsprechend mehr können
muss –, die Bedienung so
Bild 2: SignalShark EMF - der professionelle Standard
für frequenzselektive EMF-Analyse und vollständige,
normgerechte EMF-Bewertung, inklusive intelligenter
Extrapolation realer 5G-Traffic-Signale.
intuitiv und einfach wie möglich
zu halten. Das hat viele gute
Gründe. Dadurch sind nicht nur
Experten nach kurzer Zeit in der
Lage, das umfassende Potenzial
des SignalShark EMF voll
zu nutzen. Auch Laien fühlen
sich in ihrem Messalltag schnell
sicher in der Bedienung des
Gerätes und können rasch selbstständig
valide Messungen im
Feld durchführen. Ein Experte
richtet das Gerät einmal fachmännisch
mit Setups und Messroutinen
ein. In der Folge sind
dann auch weniger erfahrene
User in der Lage, es sicher und
fehlerfrei zu bedienen. Unterm
Strich senkt eine einfache und
intuitive Handhabung, z.B. über
automatisierte Messroutinen,
das Fehlerrisiko bei Serienmessungen
bzw. Messkampagnen,
die im Bereich EMF Safety recht
häufig vorkommen.
Seine hohe Bedienfreundlichkeit
wurde wie auf einer Windows-Oberfläche
über moderne
Kacheln bzw. Fenster auf dem
Display realisiert. Sie nehmen
den Nutzer über anschauliche
Abbildungen, erläuternde Kurztexte
sowie knappe Handlungsanweisungen
bei der Hand und
führen ihn durchs Menü. Aber
ganz gleich, wie einfach die
Bedienung am Ende auch ausfällt,
lässt Narda seine Kunden
mit einem neuen Gerät niemals
allein. Regelmäßig im Angebot
sind Anwender-Schulungen und
Seminare zu all seinen hochentwickelten
Instrumenten.
Akkreditierte Kalibrierung
Jeder SignalShark EMF wird
kalibriert ausgeliefert. Eine
akkreditierte Kalibrierung folgt
Anfang 2026. Kalibrierte Antennen-
und Kabeldaten sorgen für
hochgenaue und rückführbare
Feldstärkemessungen. Narda
weist zudem – das ist besonders
wichtig – die Messunsicherheit
samt Kabel und Antenne aus, die
als offizielles Maß für die Güte
der Messung für jeden Messbericht
zwingend ist, der juristisch
auch vor Gericht Bestand haben
muss. Einmal ganz abgesehen
von der Reproduzierbarkeit, der
hohen Messqualität und Zuverlässigkeit
aller Messergebnisse.
Für den Feldeinsatz gebaut
In der Regel geht es bei EMF-
Messungen darum, herauszufinden,
ob ein bestimmter Pegel an
einem ganz bestimmten Ort im
erlaubten Grenzbereich liegt. So
ist der SignalShark im Unterschied
zu einem Labor-Analyzer
gezielt für den Außeneinsatz in
rauen Umgebungen konzipiert,
sehr robust (IP54) und ausgestattet
mit einer extrem hohen
Einstrahlfestigkeit bis 200 V/m.
Bild 3: SignalShark EMF ist ein
präziser Echtzeit-Analysator für
EMF-Messungen in komplexen
HF-Umgebungen.
Zudem ist er MIL-zertifiziert.
Dieses Gütesigel repräsentiert
die strengen Teststandards des
Militärs, die die Umgebungsbedingungen,
denen Geräte standhalten
müssen, spezifizieren wie
extreme Temperaturen, Feuchtigkeit
sowie Stöße, Vibrationen
und Staub.
Und um schließlich dem potenziellen
Zielkonflikt aus extrem
hoher Empfindlichkeit, die beim
Interference Finding oder Radio
Monitoring vonnöten ist, und
Übersteuerungsfestigkeit bei
sehr hohen elektromagnetischen
Feldern zu begegnen, verfügt der
SignalShark über ein zuschaltbares
internes Dämpfungsglied
von bis zu 30 dB. Nur ein weiteres
feines Detail unter vielen,
das belegt, dass die Narda-
Ingenieure all ihr Know-how
und all ihre umfassende Branchenerfahrung
in seine Entwicklung
eingebracht und an
alles gedacht haben. Das macht
den SignalShark EMF zum perfekten
Begleiter für Messtechniker
und verlässlichen Partner für
alle, die höchste Anforderungen
an ihr Mess-Equipment stellen
und dabei keine Kompromisse
dulden.◄
67
Coherent Optical Transceiver With Evaluation
Function to Network Test Instruments
essential to pre-verify interoperability
with products from different
vendors as well as transmission
quality.
As a member of the Optical
Internetworking Forum (OIF),
an industry group promoting
standardization of optical communications
technology, Anritsu
participated in the ECOC2025
Interoperability Demo in Copenhagen,
Denmark, in September
2025. At this event, Anritsu
demonstrated interoperability
with 100ZR devices from multiple
vendors.
Anritsu Corp. has added 100ZR
coherent optical transceiver
evaluation to its portable Network
Master Pro MT1040A/
MT1000A testers, enabling
comprehensive communication
performance testing for the
next-generation 100ZR standard
(QSFP28) as part of network
verification, installation, and
maintenance.
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
As a next-generation optical
transmission standard, 100ZR
reduces power consumption and
lower costs to facilitate deployment
of advanced data center
interconnects (DCI) and access
networks. Adding this new function
streamlines quality verification
for 100ZR optical transmission
and supports construction
of reliable networks.
Furthermore, the time-series
visualization function, which
is already available for 100G
Ethernet and OTU4 testing,
can now be used for 100ZR
as well. Combining these tests
allows detailed verification of
the coherent transmission quality
of 100ZR transceivers.
Development Background
The 100ZR/400ZR standard
adopts coherent transmission
technology in pluggable transceivers
for optical networks.
It is gaining attention as a technology
that enables wavelength
division multiplexing (WDM)
with low power consumption
and costs.
The 400ZR standard is preferred
for DCI due to the high
bandwidth required by the rapid
spread of technologies such as
generative AI and Cloud services.
Conversely, 100G provides
sufficient capacity for
short-range communications
like metropolitan area networks
(MAN) in urban areas and access
networks for enterprises and
homes. Consequently, 100ZR
adoption is anticipated due to
its ability to integrate easily into
existing 100G networks.
When deploying these coherent
optical transceivers, it is
The MT1040A/MT1000A builds
on this track record by enabling
evaluation of communication
quality over time in test environments.
Product Overview
Network Master Pro MT1040A/
MT1000A
The all-in-one portable
MT1040A/MT1000A tester
handles installation and maintenance
of various communications
networks as follows:
• MT1040A: Supports 10M to
400G with 400G FEC measurements,
remote operation, automated
and dual-port 400G
testing.
• MT1000A: Supports 10M to
100G with remote operation,
automated testing, GNSSsynchronized
high-precision
measurements and on-site
MAN and backhaul network
testing. ◄
68 hf-praxis 12/2025
RF & Wireless
RF Conformance Test Cases
for 5G NR NTN Devices
Anritsu Corp. has expanded its
5G NR NTN testing capabilities
by adding 3GPP-compliant wireless
test cases to the New Radio
RF Conformance Test System
ME7873NR.
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
The 3GPP RAN5 Technical Working
Group, which is responsible
for 5G device test specifications,
developed these test cases. Using
the ME7873NR allows creation
of an evaluation environment for
5G NR NTN devices.
The NTN is a communication
system that integrates satellite
communication and airborne
technologies along with terrestrial
infrastructure, leveraging
satellites in low Earth orbit
(LEO), medium Earth orbit
(MEO), and geostationary Earth
orbit (GEO).
3GPP Release 17 introduces „NR
NTN”, which includes Non-
Terrestrial Networks into the
5G New Radio (NR) standards.
With this advance, 5G devices
can connect to satellites using
the same protocols as terrestrial
base stations, paving the way for
global 5G coverage beyond traditional
infrastructure.
„By adding 3GPP-compliant
NR NTN test cases to the
ME7873NR, we enable faster
evaluation and certification of
5G NR NTN devices.“ says Daizaburo
Yokoo, General Manager
of Anritsu’s Mobile Solutions
Division. „This supports
development of devices delivering
uninterrupted mobile data,
voice, and messaging connectivity
everywhere on Earth.“
Moving forward, NR NTN
test cases will be designated as
Work Items for standardization
by GCF/PTCRB in the areas
of radio frequency (RF), radio
resource management (RRM),
and protocol conformity testing
(PCT). Anritsu collaborated
with chipset vendors to conduct
early verification, and successfully
obtained passing test data,
allowing the company to plan for
data submission and certification
acquisition immediately after the
Work Item is established.
Product Overview
The ME7873NR is a 3GPPcompliant
5G RF conformance
test platform certified by both
the Global Certification Forum
(GCF) and PCS Type Certification
Review Board (PTCRB).
It supports Frequency Range 1
(FR1, Sub-6 GHz) out-of-thebox,
and combining it with an
OTA (CATR) chamber*1 adds
support for Frequency Range 2
(FR2, mmWave).
*1 OTA (CATR) Chamber
Compact Antenna Test Range. A
3GPP-compliant CATR anechoic
chamber designed to block external
radio waves and prevent
internal reflections to accurately
measure wireless device performance
via over-the-air transmission
and reception. ◄
150 W Fixed Attenuator Series Designed for Automated Test Applications
Model series 352-369-XXX*,
a line of 50 Ohm fixed attenuators,
are rated 150 Watts
average power. The operating
frequency range is DC to
2.5 GHz, standard attenuation
values are 3, 6, 10, 20, and 30
dB, the operating temperature
range is -55 to +70 °C and the
RF connectors are N female/N
female.
Useful for analyzing harmonic
signals or isolating a device
under test, these attenuators
reduce the amount of power
BroadWave Technologies, Inc.
www.broadwavetechnologies.com
delivered in a transmission
line without introducing much
noise or distortion. Applications
include test equipment,
telecommunication systems,
base stations, radar applications,
high precision applications
such as aerospace and
defense programs. There is
an application note available
in the support section of our
website.
* Insert desired attenuation
value (example: 3 dB = 003)
hf-praxis 12/2025 69
SSG SERIES
Signal Generators
Single-Channel & Dual Channel
Highlights
LEARN MORE
• Wide output power range
• Dual outputs with 360° independent phase control
• Pulsed, CW, AM, FM, and chirp modulations
• USB, Ethernet & PoE control interfaces
• Daisy chain port for multi-module control
• Compact housing, 3.6 x 5.1 x 1.2”
Model Number Frequency Output Power # Channels Release Status
SSG-8N12G-RC 8 to 12.5 GHz -55 to 23 dBm 1 Production
SSG-8N12GD-RC 8 to 12.5 GHz -55 to 23 dBm 2 Production
SSG-5N9G-RC 5 to 9 GHz -55 to 23 dBm 1 Production
SSG-5N9GD-RC 5 to 9 GHz -55 to 23 dBm 2 Production
SSG-9G-RC 0.01 to 9 GHz -50 to 15 dBm 1 Q2, 2025
SSG-9GD-RC 0.01 to 9 GHz -50 to 15 dBm 2 Q2, 2025
SSG-R7N6G-RC 0.7 to 6 GHz -55 to 23 dBm 1 Q2, 2025
SSG-R7N6GD-RC 0.7 to 6 GHz -55 to 23 dBm 2 Q3, 2025
SSG-1R5G-RC 0.02 to 1.5 GHz -55 to 23 dBm 1 Q3, 2025
SSG-1R5GD-RC 0.02 to 1.5 GHz -55 to 23 dBm 2 Q3, 2025
minicircuits.com
PWR SERIES
Power Sensors
Turn Your PC into a High-Performance Power Meter
• Dynamic range options spanning -60 to +20 dBm
• CW, true RMS, peak and average measurement capability
• Sample rates up to 80 million samples per second
• 50 and 75Ω models
• Software package supports automated measurement with statistical analysis and time domain plots
• No external calibration required
LEARN MORE
Model #
Control Interface
Measurement
Type
Freq. Range
(MHz)
Input Power
Range (dBm)
Measurement
Speed (ms)
PWR-40PW-RC USB & Ethernet Peak & Avg. 500-40000 -20 to 20 5.00E-05
PWR-18PWHS-RC USB & Ethernet Peak & Avg. 50-18000 -60 to 20 1.30E-05
PWR-18RMS-RC USB & Ethernet RMS 50-18000 -60 to 20 0.5
PWR-9PWHS-RC USB & Ethernet Peak & Avg. 50-9000 -60 to 20 0.000013
PWR-9RMS-RC USB & Ethernet RMS 50-9000 -60 to 20 0.5
PWR-8P-RC USB & Ethernet Peak & Avg. 10-8000 -60 to 20 0.002
PWR-8FS USB CW 1-8000 -30 to 20 10
PWR-8GHS USB CW 1-8000 -30 to 20 30
PWR-8GHS-RC USB & Ethernet CW 1-8000 -30 to 20 30
PWR-8PW-RC USB & Ethernet Peak & Avg. 10-8000 -60 to 20 0.00005
RF & Wireless
Virtual Network Measurement Solution to Evaluate
Communication Quality in Cloud and Virtual Environments
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
Anritsu Corp. announced the
launch of its Virtual Network
Master for AWS MX109030PC,
a virtual network measurement
solution operating in Amazon
Web Services (AWS) Cloud
environments. This softwarebased
solution enables accurate,
repeatable evaluation of communication
quality across networks,
including Cloud and virtual
environments. It measures
key network quality indicators,
such as latency, jitter, throughput,
and packet (frame) loss rate,
in both one-way and round-trip
directions. This software can
accurately evaluate end-to-end
(E2E) communication quality
even in virtual environments
where hardware test instruments
cannot be installed.
Moreover, adding the Network
Master Pro MT1000A /
MT1040A test hardware to the
network cellular side supports
consistent quality evaluation
from the core and Cloud to fielddeployed
devices.
Development Background
With advances in Cloud technology
and virtualization, network
communication quality
is influenced significantly by
virtual layers, such as servers
and virtual switches. However,
installing test hardware in data
centres and Cloud environments
is difficult, causing challenges in
understanding the actual quality
of service between applications.
Anritsu has developed this solution
operating on Amazon Web
Services* (AWS) to accurately
and reproducibly evaluate endto-end
(E2E) quality under realistic
operating conditions even
in virtual environments.
Product Overview
• The Virtual Network Master
for AWS (MX109030PC) is
a software-based solution to
accurately evaluate network
communication quality in
Cloud and virtual environments.
Deploying software
probes running on AWS across
Cloud, data center, and virtual
networks enables precise communication
quality assessment,
even in environments where
hardware test instruments cannot
be located.
• Measurement Items: Throughput,
latency, jitter, and packet
(frame) loss rate
• Operability: Supports remote
operation and automation via
web browser GUI and API
• Interoperability: Supports
peer-to-peer testing between
MX109030PC units and provides
end-to-end network quality
visualization from field
to Cloud using MT1000A/
MT1040A
• Amazon Web Services and
AWS are registered trademarks
of Amazon.com, Inc. or its
affiliates. ◄
Keysight and MediaTek Collaborate to Advance Pre-6G Integrated Sensing
and Communication Technology
Keysight Technologies, Inc. and MediaTek
have collaborated to advance pre-6G integrated
sensing and communication (ISAC)
technology, merging data transmission and
sensing within a single radio framework
and demonstrating superior spectral efficiency
compared to current 5G approaches.
This milestone is intended to inform the
emerging 6G ISAC effort in 3GPP and
represents a key step toward practical 6G
deployment.
As wireless networks evolve toward 6G,
ISAC is emerging as a key capability that
enables devices to communicate and sense
their surroundings using the same radio
channel. Current methods, such as timeslot
blanking, reserve entire frames for
sensing, which limits throughput and reduces
overall spectrum efficiency. To make
ISAC viable for large-scale use, a more
flexible approach is required. For operators,
even single-digit spectral-efficiency
gains can deliver meaningful capacity and
cost benefits at scale. For device makers,
clearer ISAC scheduling in standards gives
a defined target for chipset optimization
and future performance.
Keysight addressed this challenge by
enabling smarter sharing of radio resources
so sensing and communication operate
together efficiently within the same spectrum.
This collaboration with MediaTek
demonstrates that radar sensing and data
transmission can coexist without compromising
quality, latency, and throughput.
Building on its proven expertise in wireless
test and emulation, Keysight applied
advanced capabilities from its Network
Emulation Solutions portfolio to support
efficient spectrum sharing for future 6G
systems. The result is a high-performance
ISAC setup that demonstrates superior
spectral efficiency compared with current
5G approaches. Through this collaboration,
MediaTek gains increased confidence in
integrated sensing and communication
techniques, supporting higher network
efficiency and improved device throughput
for future 6G applications.
Keysight Technologies
www.keysight.com
72 hf-praxis 12/2025
RF & Wireless
6G Waveform Verification with CMP180 Radio Communication Tester
Rohde & Schwarz announced
that MediaTek is utilizing the
CMP180 radio communication
tester to test and verify TC-DFTs-OFDM,
a proposed waveform
technology for 6G networks.
This collaboration demonstrates
the critical role of advanced test
equipment in developing foundational
technologies for nextgeneration
wireless communications.
TC-DFT-s-OFDM (Trellis
Coded Discrete Fourier Transform
spread Orthogonal Frequency
Division Multiplexing)
is being proposed to 3GPP as
a potential candidate technology
for 6G standardization.
MediaTek‘s research shows that
TC-DFT-s-OFDM delivers superior
Maximum Coupling Loss
(MCL) performance across various
modulation orders, including
advanced configurations like
16QAM.
Key benefits of this 6G waveform
proposed by MediaTek
include enhanced cell coverage
through reduced power backoff
requirements and improved
power efficiency through
optimized power amplifier operation
techniques such as Average
Power Tracking (APT).
TC-DFT-s-OFDM enables up to
4dB higher transmission power
compared to traditional modulation
schemes while maintaining
lower interference levels,
implying up to 50% gain in
coverage area.
“MediaTek‘s selection of our
CMP180 for their 6G waveform
verification work demonstrates
the instrument‘s capability
to support cutting-edge
research and development,”
said Fernando Schmitt, Product
Manager, Rohde & Schwarz. “
As the industry advances toward
6G, we‘re committed to providing
test solutions that enable our
customers to push the boundaries
of wireless technology.”
The collaboration will be showcased
at this year‘s Brooklyn
6G Summit, November 5-7,
highlighting industry progress
toward defining technical specifications
for future wireless
communications. As TC-DFTs-OFDM
advances through the
3GPP standardization process,
rigorous testing using advanced
equipment becomes increasingly
critical.
The CMP180 radio communication
tester is part of the comprehensive
test and measurement
portfolio from Rohde & Schwarz
designed to support wireless
technology development from
research through commercial
deployment.
Rohde & Schwarz
GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
hf-praxis 12/2025 73
RF & Wireless
EU Market Expansion by Ensuring Safety
and Compliance of 5G Wireless Devices
RED is an EU legal framework defining
the safety, electromagnetic compatibility
(EMC), radio-spectrum efficiency, and
cybersecurity requirements of wireless
devices in the EU. With the spread of wireless
technologies, such as 5G, the ETSI EN
301 908-25 standard for 5G NR devices has
been established based on 3GPP Release 15
regulating 5G specifications, and wireless
products now sold in the EU must comply
with this standard.
Through this latest enhancement, Anritsu
continues to play a key role in deployment
of commercial 5G services, helping create
a 5G-empowered society.
Product Overview
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
Anritsu Corp. has enhanced the functions
of its New Radio RF Conformance Test
System ME7873NR to support 5G wireless
device conformance tests and compliance
with the ETSI EN 301 908-25 standard
under the European Radio Equipment
Directive (RED).
By using these enhanced functions, manufacturers
can ensure regulatory compliance
for 5G wireless devices sold in the EU and
guarantee product quality and reliability.
Anritsu is dedicated to supporting smooth
market entry for products into the EU.
• The New Radio RF Conformance Test
System ME7873NR is a 5G test platform
compliant with 3GPP standards and is
certified by both the Global Certification
Forum (GCF) and PCS Type Certification
Review Board (PTCRB).
• In addition to supporting Frequency Range
1 (FR1, Sub-6 GHz), combining the system
with an OTA (CATR) chamber adds
support for Frequency Range 2 (FR2,
mmWave). The flexible configuration and
customizable design provide an upgrade
path from current ME7873LA systems,
offering enhanced 5G compatibility at a
lower capital cost. ◄
2...18 GHz High Power Amplifier
Richardson RFPD, Inc., an
Arrow Electronics company,
announced the availability and
full design support capabilities
for an RF power amplifier
module from Quantic PMI.
The PA-2G18G-43-5-40-SFF
features a low noise figure of
3.5 dB and saturated output
power of 40 dBm (10 W) over
the 2 to 18 GHz frequency
range, with a gain of 43 dB
and ±1.5 dB gain flatness. It
has removable SMA connectors
and an ultra-small package
size of 1.3-inches x 1.8-inches
x 0.88-inches. Optional features
include a heatsink and 120
Vac cooling fan (part number
PA-2G18G-43-5-40-SFF-HS).
Richardson RFPD
www.richardsonrfpd.com
74 hf-praxis 12/2025
SWITCH TO THE NEXT LEVEL
RF Lambda’s PIN, GaAs and
GaN switches come in a
variety of frequencies and
configurations up to 110GHz
and up to SP160T. They are
high isolation, low insertion
loss and fast switching.
Hermetically sealed options
and special configurations
are available upon request.
RF SOLUTIONS TO MATCH YOUR REQUIREMENTS
RF- Lambda is a global company that continues to
grow and evolve through challenging the boundaries
of technology. We are the industry leader in manufacturing
RF components specializing in RF broadband
and high power solutions.
Our highly innovative designs and extensive customization
capabilities are creating new and unimaginable
solutions connecting people, places and things through
high powered applications beyond expectations.
We are empowering and revolutionizing RF components
for military defense, aerospace, and commercial
applications.
Founded by engineers, managed by accomplished
industry leaders and driven by a talented diverse
workforce. At RF Lambda it is our mission to push the
boundaries of technology and engineer the impossible
for our customers.
As a leader of RF Broadband solutions, RF- Lambda
offers a broad range of high-end RF Components,
Modules, and Systems - from RF Solid State Power
Amplifiers and Low Noise Amplifiers, to RF Switches,
Phase Shifters, and Attenuators. Our products and
RF system designs are widely used for high power
radar stations, phased array systems, and broadband
jamming systems. Whatever your need, we can offer
customized designs and support a variety of applications,
including: wireless infrastructure, RF testing
equipment, military defense, and aerospace.
RF-Lambda Europe GmbH
Eisenstraße 2-4, 65428 Rüsselsheim
+49 69 1532939 40
sales@rflambda.eu
www.rflambda.eu
PRODUCTS: Adapter & DC Block | Amplifiers | Antenna | Attenuators | Benchtop / EMC Amplifier | Cables | Calibration Kits | Circulator
and Isolator | Coupler and Hybrid | Detector | Divider Combiner | Duplexer & Multiplexer | Filters | Flexible Waveguide | Heatsink | Limiter |
Load Termination | Mixer | Phase Array Antenna System | Phase Shifter | Rotary Joint | Signal Generator Synthesizer | Switches | TR Module
LOCATIONS: San Diego, CA, USA | Carrollton, TX, USA | Ottawa, ONT, Canada | Rüsselsheim, Hessen, Germany
RF & Wireless
RFMW Introduces New Products
High-Power, Packaged
Ku-Band MMIC Amplifier
Temperature-Variable
Attenuators
Wideband,
High-Linearity Driver
Amplifier
High-Power, High-Gain,
High-Efficiency Power
Amplifier
Ideal for satellite communications,
Qorvo‘s QPA1724D is
a high-power, packaged Ku-
Band MMIC amplifier fabricated
using Qorvo‘s production
0.15 µm GaN-on-SiC process.
The QPA1724D targets the
17.3...21.2 GHz SatCom band
providing 5 W of linear power
with third-order intermodulation
distortion products of 22 dBc.
The QPA1724D can deliver output
power up to 20 W with 25
dB of small-signal gain and 30%
power-added efficiency.
High-Performance
RF Isolator for the X-Band
The Smiths Interconnect WTVA
Thermopad Series temperaturevariable
attenuators deliver consistent,
broadband performance
from DC to 20 GHz. Built on an
alumina substrate with rugged
thick film construction, this
series offers multiple attenuation
values, temperature shift
options, and mounting configurations.
Ideal for amplifier
circuits, T/R modules, radar,
SatCom, and more, the WTVA
series is available in commercial
and high-reliability versions
to meet demanding application
needs.
Broadband, Ultra-Low
Noise Linear Amplifier
The Qorvo QPA9442 is a wideband,
high linearity driver amplifier.
With optimized tuning, this
device can provide up to 19 dB
of gain and achieve an output
P1dB of 1 W. The amplifier can
provide excellent linearity performance
with +46 dBm output
3rd order intercept (OIP3),
making it perfectly suited for
5G base station applications.
The QPA9442 is tunable over
all cellular bands in the entire
operating frequency band of 0.6
to 5.0 GHz and incorporates a
shut-down function through the
VPD pin.
High-Performance,
High-Q, Half-Turn
Trimmer Capacitors
The QPA9510 is a high-power,
high-gain, high-efficiency power
amplifier. The device is manufactured
with Qorvo’s advanced
GaAs process. The amplifier
provides 34 dB of max. gain
and able to achieve 32 dBm of
P1dB along with flexibility in
bias settings.
The QPA9510 is designed for
use as the final RF amplifier in
GSM hand-held equipment in
900 MHz band and other applications
in the UHF bands. An
analog on-board power controller
provides over 70 dB
range of gain adjustment. This
control also allows for power
down with a voltage equal to the
logic “Low” to sEt the device in
standby mode.
Sonoma Scientific’s T7ZJ1 is
a high-performance RF isolator
designed for X-Band operation
from 7 to 11 GHz. Engineered
for demanding applications
like phased array radar, it
typically offers 15 dB isolation
with 0.6 dB insertion loss, ensuring
minimal signal degradation
and protection against reflected
power. The isolator supports
peak power handling up to 100
W and reverse power up to 50
W, making it ideal for medium
to high-power arrays. Its drop-in/
flanged package with tabs enables
easy integration into compact
T/R modules and systems.
The T7ZJ1 delivers reliable performance
across -30 to +70 °C
and is RoHS compliant.
The Guerrilla RF GRF2111 is a
broadband, ultra-low noise linear
amplifier designed for X-Band
and other high-performance RF
applications up to 12 GHz. The
standard tune exhibits outstanding
noise figure (NF), linearity,
return loss and gain flatness
from 8 to 12 GHz. The device
can be used outside of intended
function from 3 to 12.6 GHz as
well. The device can be operated
from a supply voltage of 2.7 to 6
V with a typical bias condition
of 5 V and 80 mA for optimal
efficiency and linearity.
The Knowles JR100 (C min 2 pF,
C max 10 +100%/-0% pF) is part
of a series of high-performance,
high-Q, half-turn trimmer capacitors
that are proven performers,
delivering uncompromising stability
for even the most demanding
applications such as RFID,
medical devices, cellular technologies,
and tunable filters. These
trimmers are available in standard
and HV ranges, offering up
to 50 pF capacitance and 350 V
DC working voltage. The J series
also features very low magnetic
material content, making it ideal
for MRI applications.
Broadband Low-Noise
Gainblock
The Guerrilla RF GRF4002 is
a 0.015 to 5.9 GHz, broadband
low-noise gainblock designed for
small cell, wireless infrastructure
and other high-performance
applications. It exhibits outstanding
broadband NF, linearity and
return losses over 700 to 3800
MHz with a single match. The
GRF4002 is internally matched
to 50 Ohm at the input and output
ports, needng only external
DC blocks and a bias choke on
the output.
76 hf-praxis 12/2025
RF & Wireless
New Power Application
Controller
Balung for CATV
Networks and Broadband
Applications
MMIC DC to 22 GHz 2-Way
High-Isolation Power
Divider/Splitter
170 W LDMOS RF Power
Transistor
PAC5556A belongs to Qorvo‘s
Power Application Controller
(PAC) product family. This
family features highly-optimized
SOC devices that can implement
BLDC or PMSM programmable
motor controller and driver
in a single integrated IC. The
product integrates a FLASHbased
high-performance MCU,
power management, high-side
and low-side gate drivers and
signal conditioning components
in a single product. PAC5556
is optimized for AC-powered
BLDC or PMSM motor control
applications such as ACpowered
fans, white goods or
compressors.
The MiniRF MRFXF0090 was
developed for CATV Networks
and broadband applications that
require repeatable and reliable
performance to 2 GHz. The
balun offers excellent return
loss of 22 dB and low insertion
loss of 0.7 dB for balance to
single-ended RF applications.
It’s offered in a low-cost, RoHScompliant
SMT package, and
uses welded-wire construction
for increased reliability. This
device is a great match for Qorvo
QPL182X series of differential
amplifiers.
The Marki Microwave MPBR-
0022CSP3 is a small-footprint
MMIC DC...22 GHz 2-Way
high-isolation power divider/
power splitter featuring high 35
dB isolation and 4.6 dB insertion
loss. It can be used as an equal
amplitude/phase power splitter
or a power combiner with higher
isolation compared to standard
Wilkinson power dividers. Its
3.5 mm CSP3 package enables
extreme miniaturization of SMT
footprint, making the MPBR-
0022CSP3 ideal for applications
prioritizing low SWaP.
The Ampleon BLF981 is a 170
W LDMOS RF Power Transistor
that is designed for broadcast,
ISM, avionics, and noncellular
communication applications.
This HF to 1.4 GHz
transistor has excellent ruggedness,
making it ideal for digital
and analog transmitter applications.
With a high efficiency of
71% and gain of 24 dB, this 50
V power transistor also comes
in both flanged and earless
packages, making it suitable for
numerous applications.
RFMW
www.rfmw.com
Compact Dual-Wideband Channel Smart Frequency Synthesizer
Z-Communications, Inc.
www.zcomm.com
Z-Communications, Inc.
announced the release of the
SSG4522ALX. This new smart
PLL frequency synthesizer
delivers wideband tuning from
45 MHz to 22.6 GHz with 0.1
Hz resolution, and 18 dBm
rf output, providing the precision
and stability required
in advanced radar, SatCom,
defense, test instrumentation,
and field signal generation
systems. The SSG4522ALX
achieves this performance in
a compact enclosure measuring
4.25 x 2.25 x 0.5 inches,
allowing integration into both
lab-grade and portable architectures.
Key Performance Advantages
• Wide Frequency Range: 45
MHz to 22.6 GHz with 0.1
Hz frequency resolution
• Ultra-Low Phase Noise
(example at 8 GHz Output):
-101 dBc/Hz at 1 kHz offse
-105 dBc/Hz at 10 kHz offse
-109 dBc/Hz at 100 kHz
offset
-137 dBc/Hz at 1 MHz offset
-147 dBc/Hz at 10 MHz
offset
• Configurable Output
Power: 18 dBm nominal,
adjustable from 3 to
24 dBm with coarse
attenuation
• Spectral Purity: Harmonics
better than -20 dBc and
spurious suppression
exceeding -65 dBc
• Smart Connectivity: Mobile
app control for iOS and
Android, plus Serial UART
for GUI and integration
to LabVIEW or other user
provided programs
• System Support Features:
Mute control (typical -40
dB), lock detect output
(3.3 V), and phase
synchronization input
(PSYNC, 3.3 V) for use
with multiple devices.
Designed for Real Deployment
The SSG4522ALX supports
internal or external 100 MHz
referencing and is rated for
operation from -30 to +70
°C. The all-metal enclosure
improves electromagnetic
robustness, allowing the device
to maintain stability and signal
clarity in both controlled and
field environments.
Applications:
• radar and electronic
defense systems
• SatCom transceivers and
ground stations
• precision laboratory and
production test equipment
• portable and mobile signal
generation platforms ◄
hf-praxis 12/2025 77
RF & Wireless/Impressum
Nokia and Rohde & Schwarz
Collaborate on AI-powered 6G Receiver
hf-Praxis
ISSN 1614-743X
Fachzeitschrift
für HF- und
Mikrowellentechnik
• Herausgeber und Verlag:
beam-Verlag
Dipl.-Ing. Reinhard Birchel
Inh. Claudia Birchel
Georg-Voigt-Str. 41
35039 Marburg
info@beam-verlag.de
www.beam-verlag.de
• Redaktion:
Ing. Frank Sichla (FS)
redaktion@beam-verlag.de
• Anzeigen:
Myrjam Weide
Tel.: +49 155 68 051314
m.weide@beam-verlag.de
AI-powered receiver technology
using machine learning can greatly
enhance future 6G coverage,
creating cost savings and accelerating
time to market. The AI
technology identifies and compensates
for distortion in wireless
signals, leading to substantial
improvements in 6G uplink
coverage. Nokia and the test and
measurement company Rohde
& Schwarz have created and
successfully tested a 6G radio
receiver that uses AI technologies
to overcome one of the biggest
anticipated challenges of
6G network rollouts, coverage
limitations inherent in 6G’s
higher-frequency spectrum. The
machine learning capabilities in
the receiver greatly boost uplink
distance, enhancing coverage
for future 6G networks. This
will help operators roll out 6G
over their existing 5G footprints,
reducing deployment costs and
accelerating time to market.
Rohde & Schwarz
GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
Nokia Bell Labs developed the
receiver and validated it using
6G test equipment and methodologies
from Rohde & Schwarz.
The two companies will unveil
a proof-of-concept receiver at
the Brooklyn 6G Summit on
November 6, 2025.
Peter Vetter, President of Bell
Labs Core Research at Nokia,
said: “One of the key issues
facing future 6G deployments
is the coverage limitations inherent
in 6G’s higher-frequency
spectrum. Typically, we would
need to build denser networks
with more cell sites to overcome
this problem. By boosting
the coverage of 6G receivers,
however, AI technology will help
us build 6G infrastructure over
current 5G footprints.”
Nokia Bell Labs and Rohde &
Schwarz have tested this new AI
receiver under real world conditions,
achieving uplink distance
improvements over today’s
receiver technologies ranging
from 10% to 25%. The testbed
comprises an R&S SMW200A
vector signal generator, used
for uplink signal generation
and channel emulation. On the
receive side, the newly launched
FSWX signal and spectrum analyzer
from Rohde & Schwarz is
employed to perform the AI inference
for Nokia’s AI receiver. In
addition to enhancing coverage,
the AI technology also demonstrates
improved throughput and
power efficiency, multiplying
the benefits it will provide in
the 6G era.
Michael Fischlein, VP Spectrum
& Network Analyzers,
EMC and Antenna Test at Rohde
& Schwarz, said: “Rohde &
Schwarz is excited to collaborate
with Nokia in pioneering
AI-driven 6G receiver technology.
Leveraging more than 90
years of experience in test and
measurement, we’re uniquely
positioned to support the development
of next-generation wireless,
allowing us to evaluate and
refine AI algorithms at this crucial
pre-standardization stage.
This partnership builds on our
long history of innovation and
demonstrates our commitment
to shaping the future of 6G.” ◄
• Erscheinungsweise:
monatlich
• Satz und
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beam-Verlag
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Bonifatius GmbH,
Paderborn
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78 hf-praxis 12/2025
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