14.12.2025 Aufrufe

Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 106

Liebe Leserin, lieber Leser, erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr 2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder so schnell vorbei ist? Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht 2026. Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird, aber das ist die Optimistin in mir, die sich das wünscht. Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch und möchte immer nur die schönen Seiten unserer Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder mit Geschichten. Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2026! Bleiben Sie zuversichtlich, herzlichst, Susanne Lolk

Liebe Leserin, lieber Leser,

erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr 2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder so schnell vorbei ist?

Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht 2026.

Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird, aber das ist die Optimistin in mir, die sich das wünscht.

Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch und möchte immer nur die schönen Seiten unserer Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder mit Geschichten.

Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2026!

Bleiben Sie zuversichtlich,
herzlichst, Susanne Lolk

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KULTUR

Theater

Kino

Konzerte

Ausstellungen

PLAUDEREI

Majo Ussat

KUNST

Herwig Gillerke

WEIHNACHTEN

Schönes zum Schenken

HISTORIE

Leben und Mode in den 50ern

106

Dezember 2025 / Januar 2026

4,50 €

1


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Nr. 11

Nr. 103

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Editorial

Liebe Leserin,

lieber Leser,

erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht

es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder

steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr

2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder

so schnell vorbei ist?

Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden

hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht

2026.

Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird,

aber das ist die Optimistin in mir, die sich das

wünscht.

Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch

und möchte immer nur die schönen Seiten unserer

Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die

hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt

sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt

machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder

mit Geschichten.

Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder

auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche

Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten

Rutsch in das neue Jahr 2026!

Bleiben Sie zuversichtlich

herzlichst

Susanne Lolk

Mit dem QR-Code zuhause online

lesen und im Archiv stöbern!

3


Inhalt #106

06

PLAUDEREI

Majo Ussat

Urban Screen

16

KUNST

Herwig Gillerke

Elisa Giardina Papa

30

HISTORIE

Leben und Mode

in den 1950ern

in Bremen

40

WEIHNACHTEN

Schönes zum Schenken

4


62

MUSIK

Glocke

Sendesaal

Philharmoniker

Seebühne / Metropol

70

BÜHNE

Theater Bremen

Shakespeare Company

Stadttheater BRV

Blaumeier

Immobilienverkauf?

Dafür hab ich

jemanden!

78

AUSSTELLUNGEN

Marcks Haus

Focke-Wagenfeld

Reisen zur Kunst

Syker Vorwerk

88

UNTERHALTUNG

Kino

Horoskop

Cartoon

Kreuzworträtsel

Melanie Kritzer,

Haus & Grund-Mitglied seit 2013

· Verkauf

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Haus & Grund Bremen GmbH

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28203 Bremen

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5


„Wenn Häuser träumen“

Foto: Konstantin Zigmann

6


Majo Ussat von Urban Screen im Porträt

Von Lena Häfermann

Majo Ussat und das Team von Urbanscreen verwandeln Fassaden in Erzählflächen.

Mit Einbruch der Dunkelheit lassen sie Gebäude flüstern, fantasieren und leuchten.

Während andere jetzt in der Weihnachtszeit nach Kerzen greifen, arbeitet die Künstlergruppe

lieber im großen Maßstab. Mit Projektionen, die Poesie, Technik und Staunen

vereinen, lassen sie ganze Häuser, Plätze und Fronten erstrahlen. Und doch bleibt

der Bremer Boden unter ihren Füßen – auch wenn die Kunst längst um die Welt reist.

Ithra‘s Eid, Dharan, Saudi-Arabien, 2023, Foto: Urbanscreen

Kurz in einem Satz: Was macht Urbanscreen eigentlich?

„Wir machen interdisziplinäre Medienkunst im

öffentlichen Raum“, antwortet mir Majo Ussat, einer

von zwei Geschäftsführern des professionellen Künstlerkollektivs

Urbanscreen, den ich für unsere glitzernde

Winter-Ausgabe zum Gespräch treffen darf. Dann

lacht er kurz auf, wohl, weil er weiß, dass das kompliziert

klingt. Vielleicht komplizierter, als es ist. Im Laufe

unserer Unterhaltung spricht er aber noch von einer

Art Untertitel seiner Arbeit: „Was wäre, wenn ein

Haus träumt?“ Und das ist so wunderbar poetisch

und die eigentlich perfekte Beschreibung davon, was

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7


„Buntes Gold“, Fassadenprojektion, Schütting, Bremen, Foto: Urbanscreen

Urbanscreen so besonders macht: Gebäude tanzen

lassen, Mauern zum Sprechen bringen, Lichter zu

Fantasiereisen anstiften. Bei Urbanscreen wird dieser

Untertitel zu einem Motto, zur Arbeitsanweisung, sozusagen

zum Ausgangspunkt jeder Idee. Denn Ussat

und seine Mitstreiter erzählen nicht nur Geschichten

auf Häusern, sondern vor allem mit ihnen. Sie nehmen

die Architektur ernst. Als Charakter, als Bühne, als

Wesen, das etwas zu sagen hat.

Begonnen hat alles vor 20 Jahren im Bremer Viertel,

über einem alten Supermarkt. Zwei Projektoren,

eine Fassade, ein bisschen Improvisation, und plötzlich

wurde aus einer Wand ein lebendiger Körper aus

Licht. „Damals war das noch ein Experiment“, erzählt

Ussat, der zu jener Zeit noch gar nicht bei Urbanscreen

tätig war, die Details der Anfänge aber natürlich

trotzdem kennt. „Man hat sofort gemerkt, dass

das mehr ist als ein Effekt. Es ist eine Begegnung.“

Aus dieser Begegnung ist eine Kunstform geworden,

die das Bremer Kollektiv weit über Stadt- und Bundesgrenzen

hinaus bekannt gemacht hat. Wenn man

aus einem geschlossenen Raum raus- und in den

öffentlichen Raum hineingeht, muss man sich die

Frage stellen, was da passiert, meint Ussat. Und diese

konzeptionelle Auseinandersetzung mit digitaler

Kunst im öffentlichen Raum, das war der Ursprung.

Urbanscreen verbindet Theater, Design, Architektur

und digitale Technologie – oder, wie Ussat sagt, „eine

reale Ebene mit einer digitalen“. Wenn die beiden verschmelzen,

entsteht ein Zustand, „der weder ganz

analog noch ganz digital ist“.

Majo Ussat als Babelfisch

Einige Werke entstehen im Rahmen von Festivals,

werden von Wirtschaftsförderungen finanziert und

aus Kulturtöpfen bezahlt, andere werden von Industriekunden

beauftragt. Die Erzählkunst steht aber

immer im Vordergrund, zum Beispiel bei den neu vorgestellten

Baggern von Caterpillar in Spanien, die kurzerhand

zu den Protagonisten in ihrer eigenen Aufführung

wurden. „Da haben wir in einer Kiesgrube eine

richtige Show draus gemacht“, erzählt der Geschäftsführer

und seine Augen blitzen dabei. Bei Urbanscreen

kommen für solche Projekte verschiedene kreative

Disziplinen zusammen: Architekten, Kulturwissenschaftlerinnen,

3D-Designer, Grafikerinnen, Theaterund

Eventleute. Majo Ussat hatte schon in der Schulzeit

ein Faible für Kunst und Malerei. Später war er Teil

einer Ateliergemeinschaft, malte, stellte aus, suchte

Räume, in denen Kunst passieren konnte – und übernahm

dabei schnell das Organisieren, Planen und Umsetzen

der Gruppe.

8


Unauffällig im Besprechungsraum gestapelt: viele Auszeichnungen

Foto: Konstantin Zigmann

Diese Mischung aus Kreativität und Pragmatismus

blieb. Über Umwege landete er in der Medienproduktion,

arbeitete an Fernsehserien und Hörspielen, bevor

er wieder nach Bremen zurückkehrte – und dort

alte Bekannte traf. Einer von ihnen war Torsten Bauer,

einer der Gründer von Urbanscreen. „Er fragte mich,

ob ich nicht Lust hätte, wieder etwas mit Projektionen

zu machen“, erinnert sich Ussat. Er hatte. Und stieg

erst als Produktionsleiter ein, später in die Geschäftsführung

auf. Heute vermittelt er zwischen Kunst und

Majo Ussat im Gespräch mit Lena Häfermann

Foto: Konstantin Zigmann

Technik, zwischen Vision und Wirklichkeit; bringt alles

zusammen, als wäre es das Selbstverständlichste

der Welt. Als kreativer Übersetzer meistert Ussat den

Spagat zwischen Industriekundschaft und Kulturorganisationen,

zwischen Künstlern und Technikern,

zwischen Auftraggebern und Visionären. „Ich bin so

etwas wie der Babelfisch“, erklärt er. „Ich übersetze,

damit sich Kunst, Technik und Auftraggeber:innen gegenseitig

verstehen.“

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Wir laden am Donnerstag, den 18.12.2025

um 17:00 Uhr zur X-Mas After-Work-Party

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den Arbeitstag hinter euch, schmeißt euch

in euren besten Ugly-Christmas-Sweater und

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mit Beats von Frank Koopmann, heißen

Getränken und guter Laune – so klingt der

perfekte Feierabend im Advent!

Eine Vielfalt an kalten und warmen

Getränken und Snacks stehen an diesem

Abend zum Kauf zur Verfügung.

9


Kunsthalle Hamburg: „Was wäre, wenn ein Haus träumt?“, Foto: Urbanscreen

Magie zwischen Pixel und Putz

Urbanscreen ist inzwischen weltweit gefragt. In der

globalen Szene vielleicht sogar bekannter als in ihrer

Heimatstadt. Ihre Werke tauchen überall auf: an der

Hamburger Kunsthalle, der Oper von Sydney, an Fassaden

in Beirut, Berlin oder Taiwan. Immer geht es um

mehr als nur Licht. „Wir machen keine Effekt-Show

um des Effekts willen. Der Effekt muss schon Sinn

machen“, sagt Ussat entschieden. So verliehen die

Bremer Künstler den Standorten auch schon mal eine

ganz eigene Stimme. Beim Berliner Mauerfall-Jubiläum

zum Beispiel ließen sie sechs Gebäude sprechen.

Das waren die East Side Gallery, das Humboldtforum

(der damalige Palast der Republik), die Gethsemanekirche,

das ehemalige Stasigebäude, aber auch im

Westen das Europacenter am Breitscheidplatz. Sie

berichteten von der friedlichen Revolution, von geteilten

Städten und der Sehnsucht nach Freiheit. „Wir

haben aus Sicht der Orte erzählt“, sagt Ussat. „Das

war emotional, weil man gespürt hat, dass Geschichte

in Mauern weiterlebt.“ Eine der größten Projektionen,

die sie je gemacht haben.

Dass Medienkunst mehr ist als blinkende Fassaden,

beweisen die Installationen von Urbanscreen immer

wieder. In Bremerhaven erzählten sie in einer

360-Grad-Projektion die Geschichte der Fischerei.

Eine immersive Zeitreise zwischen Meeresrauschen

und historischen Aufnahmen. Beim Lichtkunstfestival

in Chemnitz verwandelte Urbanscreen Zukunftsvisionen

der Bürgerinnen und Bürger in Kunst: Mit KI wurden

ihre Ideen zum Marienplatz zu digitalen Bildern, die

als leuchtende Chronoportale im Stadtraum installiert

waren. Ein begehbarer Blick in das, was sein könnte. In

Taiwan haben sie gerade mehrere Lichtinstallationen

an einem historischen Bahnhof eröffnet, die Tag und

Nacht erlebbar sind. „Das ist die Richtung, in die es gerade

geht – Festinstallationen, die dauerhaft Teil des

öffentlichen Raums werden“, erklärt Ussat.

Zugang zu anderen Welten

Bei so großen Projekten läuft natürlich nicht immer alles

nach Plan – etwa wenn in Beirut die Projektion in

der Nacht vor der Eröffnung nicht funktioniert oder in

Wien die Berechnungen plötzlich nicht mehr stimmen.

„Da hilft nur ruhig bleiben und kreativ denken“, erzählt

er mit einem Lächeln. Solche Situationen gehören für

ihn zum Alltag: Improvisation, Geduld und ein bisschen

Nerven aus Stahl. Und dann gibt es diese magischen

Momente, die alles wert sind: wenn Menschen

klatschen, wenn eine Fassade plötzlich atmet, wenn

Licht und Musik verschmelzen. „Das ist wie ein Live-

Konzert. Man weiß, ob die Idee funktioniert, wenn die

Emotion im Raum spürbar wird.“ Ussat mag es, wenn

10


Fassadenprojektion, Eröffnung des Deuschlandjahres USA 2018/19, Foto: Urbanscreen

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11


„Lighting the Sails“, Installation an der berühmten Dachkonstruktion des Sydney Opera House, Foto: Urbanscreen

Kunst zum Nachdenken anregt. Er hat nichts gegen

bunte Lichter, aber ihm ist es am liebsten, wenn sie

etwas erzählen. „Wir wünschen uns, dass die Leute

nicht nur staunen, sondern auch spüren, dass da eine

Idee dahintersteckt.“ Was ihn an seiner Arbeit am meisten

erfüllt, ist nicht allein die Technik, nicht das fulminante

Spektakel, sondern die Zugänge. „Das Schönste

ist, welche Türen sich öffnen“, sagt Ussat. „Man bekommt

Einblicke in Welten, zu denen man sonst nie

Zutritt hätte – politische, kulturelle, künstlerische.“ Ob

in Beirut, wo Urbanscreen eine ihrer ersten Festinstallationen

realisierte, in Saudi-Arabien bei der Zusammenarbeit

mit einem Kulturzentrum oder in der Meyer

Werft in Papenburg zwischen gigantischen Schiffsrümpfen

– überall trifft Ussat auf Menschen und Beziehungen,

die ihn inspirieren.

Gibt es für Kunst und Experimente nicht vielleicht bessere

Städte als unser gemütliches Bremen, frage ich

vorsichtig, und Ussat nickt verstehend. Die Frage hört

er nicht zum ersten Mal. Fremde würden manchmal

wissen wollen, warum er denn in Bremen lebt. Warum

er dort so glücklich ist. Und dann antwortet er:

„Bremen ist eine unglaublich schöne Stadt, um nach

Hause zu kommen. Aber um nach Hause zu kommen,

muss man natürlich auch mal raus.“ Seine Kollegen

und Kolleginnen sehen das ähnlich. Alle sind sehr in

der Stadt verwurzelt und beheimatet. Am Ende seien

sie eben alle Bremer. Wenn der Kopf mal zu voll ist,

hilft Wasser. Das ist hier in der Alten Schnapsfabrik in

der Neustadt ja auch direkt vor der Tür: „Einfach an die

Weser gehen, durchatmen, aufs Wasser schauen. Danach

sieht die Welt wieder klar aus.“

Und was kommt als Nächstes?

Digitale Lichtkunst, sagt Ussat, wird sich weiter rasant

entwickeln. Vieles, was heute noch starr und fix ist, wird

durch Digitalisierung neue Betrachtungswinkel bekommen.

„Die Experimentierfreude ist Teil unserer DNA.

Das macht uns Spaß.“ Und dann gibt es da noch diesen

einen Traum, den er noch nicht aufgegeben hat: „Ich

würde gern einen Pixel auf den Mond projizieren.“ Er

lacht, fast ein bisschen verlegen. „Man hat mir gesagt,

das sei physikalisch unmöglich. Aber wer weiß – vielleicht

finden wir ja irgendwann einen Weg.“ Vielleicht

muss es auch gar nicht immer so abgedreht sein, so

spektakulär. So zum Beispiel eine Illumination, die Ussat

in den sozialen Medien begegnet und ihm in Erinnerung

geblieben ist: Auf heruntergekommene Häuser wurden

kleine Szenen projiziert – eine Katze hinterm Vorhang,

Licht, das durch eine halb geöffnete Tür fällt. Eine eher

einfache Idee, aber mit Seele. Auch in Bremen, sagt er,

gäbe es Orte, die Geschichten in sich tragen – sie müssten

nur jemandem begegnen, der sie sichtbar macht.

12


Installation im Fischbahnhof Bremerhaven, Foto: Urbanscreen

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13


Therapeutischer Ansatz in der Bindungsernergetik

Wohlwurzeln

Wie psychische Gesundheit wachsen kann

Unwohlsein

Manchmal fühlen wir uns nicht ganz wohl - und genau

darin liegt die Chance, uns neu zu verstehen. Wer

lernt, diese feinen Signale ernst zu nehmen, kann

Schritt für Schritt wieder zu mehr innerer Sicherheit

und Wohlgefühl finden.

Unwohlsein hat tatsächlich viele Gesichter. Ein inneres

Ungleichgewicht, das sich zeigt als Anspannung,

Schlaflosigkeit oder das Gefühl, den Kontakt zu sich

selbst verloren zu haben. Manchmal zeigt sich Unwohlsein

körperlich – als Spannung, Müdigkeit oder

Schmerz. Manchmal seelisch als Gereiztheit, Rückzug

oder das Gefühl, „nicht ganz man selbst zu sein“.

Manchmal zeigt es sich auch sozial – wenn Nähe

schwerfällt oder Gespräche anstrengend werden. Und

manchmal auch ganz still – ein leises Unbehagen,

das sich zwischen Gedanken und Gefühlen legt. Wir

wissen viel über Ernährung und Bewegung. Aber wie

steht es um unser gesamtes Wohlbefinden? Es lohnt

sich, die Bedingungen für das eigene Wohlbefinden

kennenzulernen. Menschen regenerieren unterschiedlich.

Welche Art, sich zu erholen, passt eigentlich

zu mir? Auch die Frage nach Belastung stellt sich,

wenn wir die Bedingungen des Wohlbefindens erforschen.

Menschen sind unterschiedlich belastbar. Der

dritte Punkt, der für Gesundheit und Wohlbefinden

von Bedeutung ist, betrifft die Widerstandskraft. Auch

hier gilt: Menschen sind in ihrem Umgang mit Stress

individuell. Die Frage, welchen Stress vertrage ich gar

nicht und welcher Stress setzt mir nicht sonderlich zu,

fordert also eine Antwort, wenn es um die psychische

bzw. mentale Gesundheit geht. Im Unwohlsein spiegeln

sich alle genannten Gesundheitsthemen, weshalb

hier Obacht gefragt ist.

14


Psychische Gesundheit ist erlernbar

Alle Formen von Unwohlsein sind also Signale: der

Mensch versucht wieder in sein Gleichgewicht zu

finden. Unwohlsein ist kein Fehler. Wenn wir lernen

diese Signale zu verstehen, kann aus Unwohlsein ein

Wegweiser zu deiner individuellen Art des Wohlfühlens

werden.

Aus dieser Erfahrung ist Wohlwurzeln entstanden

– eine Initiative für psychische Gesundheit. Bei Wohlwurzeln

gehen wir davon aus: psychische Gesundheit

ist erlernbar. Wer die Sprache seines Unwohlseins

versteht, kann Schritt für Schritt zu mehr innerer

Ruhe, Sicherheit und Lebensfreude finden.

So wie wir mit Training unseren Körper stärken, so

können wir auch lernen, mit Stress, Gefühlen und Beziehungen

gesünder umzugehen. Es geht nicht um

Perfektion, sondern um innere Beweglichkeit. – darum,

das eigene Wohlgefühl wiederzufinden und zu

pflegen.

Sicher fühlen macht gesund

Bei Wohlwurzeln steht das Gefühl von Sicherheit im

Mittelpunkt. Denn psychische Gesundheit beginnt

dort, wo sich der Mensch sicher fühlt – im Körper, im

Kontakt, im eigenen Leben. Erst, wenn wir uns innerlich

gehalten wissen, kann Entspannung entstehen,

Lernen möglich werden und Heilung beginnen. Viele

Menschen leben heute im Dauerzustand von Anspannung

und Unsicherheit – ohne es zu merken. Darum

legen wir so viel wert auf das Erlernen von innerer

Sicherheit: Sie ist die Grundlage für Wohlgefühl, Beziehungskraft

und seelische Stabilität.

Das Anliegen von Wohlwurzeln

Das Anliegen von Wohlwurzeln ist es, Erfahrungen

mit sicherer Bindung weiterzugeben – und mit wissenschaftlicher

Evidenz zu zeigen, wie stark sie unsere

psychische Gesundheit prägt. Neue Erkenntnisse

aus der Bindungsforschung und durch die bindungsenergetische

Therapie machen deutlich: Sicherheit ist

lernbar, und sie stärkt Körper, Geist und Beziehungen

gleichermaßen. Wohlwurzeln möchte dieses Wissen

alltagstauglich vermitteln – als Einladung, die Grundlagen

von innerer Sicherheit und Wohlgefühl selbst zu

entdecken. Wohlwurzeln verbindet folglich Wohlgefühl,

Lernen und Verwurzelung zu einem lebendigen

Lernweg, der wissenschaftlich fundiert und zugleich

persönlich erfahrbar ist.

Das Angebot von Wohlwurzeln

Unser Angebot konzentriert sich auf Themen, die für

psychische Gesundheit grundlegend sind: die Entwicklung

einer gesunden Persönlichkeit, das Verstehen

von Lern- und Lernstörungen, psychosomatische

Zusammenhänge – etwa bei Multipler Sklerose – sowie

den Umgang mit Stress, Sicherheit, Störung und

Empathie. Die Kurse reichen von alltagstauglichen

Erfahrungsangeboten bis hin zu hochspezialisierten

Langzeitkursen. Ziel ist es, psychische Gesundheit

verständlich und erlernbar zu machen – für jeden

Menschen in jedem Lebensabschnitt.

Wie wirst du fündig?

Wohlwurzeln ist noch jung – und wächst. In dieser

Gründungsphase entstehen fortlaufend neue Kurse,

Formate und Themen. Wer neugierig ist, kann sich

über den Newsletter auf dem Laufendem halten und

dort angeben, welche Themen besonders interessieren.

So wirst du automatisch informiert, sobald ein

passendes Angebot entsteht – und findest leichter,

was zu dir und deinem Lernweg passt.

Michael Munzel

Dipl. Psych

Begründer der Bindungsenergetik

und Gründer von Wohlwurzeln

Teilnehmende entdecken, wie sich Stress und innere

Anspannung regulieren lassen – nicht durch Druck,

sondern durch Verständnis und bewusste Erfahrung.

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15


16

Aus der Serie 10 Seconds – There Is A Horror In My Head-The Curve, 2025


Herwig Gillerke

Maler – Performer – Fotograf

von Karla Wagner

Richtig! Festlegen auf eine Rolle lässt Herwig Gillerke sich nicht, und genau das

macht das Spannungsfeld seines kreativen Schaffens aus. Der Künstler ist 1963

in Delmenhorst geboren. Er wächst auf dem Land auf, macht eine Lehre bei

einem Raumausstatter, danach Realschulabschluss und Abitur, studiert in den

neunziger Jahren bei Rolf Julius, Peter W. Schaefer und Franek an der Hochschule

für Künste in Bremen, ist Meisterschüler. Schon während dieser Zeit gilt

sein Interesse der Performance, dem Klang und selbstredend den Tafelbildern.

Seinen Abschluss macht er damals jedoch mit Objekten aus Federn und Holz.

Perfekt Plattdeutsch spricht Herwig Gillerke, betont,

dass es eine eigene Sprache und kein Dialekt sei, im

Plattdeutschen erfahre er andere Wahrnehmungen,

auch differenzierte Schwerpunkte auf sein kreatives

Schaffen. Der Künstler erhält 1999/2000 ein Atelierstipendium

im Haus Coburg der Stadt Delmenhorst,

und im Jahr 2004 wird er für ein Residenzstipendium

in New York City ausgewählt.

Im Rahmen eines Projektes „Woltmershausen. Wege

zur Weser“ setzt sich Herwig Gillerke bereits Anfang

der 2000er Jahre mit der Entwicklung des Stadtteils

Bremen/Woltmershausen – zentral gelegen direkt

am linken Weserufer - gemeinsam mit sieben anderen

Kunstschaffenden auseinander. Aufgrund der

Verkehrsentwicklung in den 1950er und 1960er Jahren

wird der Stadtteil in eine Randlage versetzt. Die

Beosound

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17


18

Aus der Serie; 10 Seconds – God Is In The House-Nick Cave, 2004


Nutzung des Weserufers als Naherholungsgebiet ist

zu diesem Zeitpunkt durch Verkauf und langfristige

Vermietung der Grundstücke an nicht maritime Gewerbetreibende

empfindlich erschwert und schmälert

die Aufenthaltsqualität, fernab davon, das Antlitz zu

schönen.

Auf Plakatwänden der Deutschen Städtereklame, entlang

der Woltmershauser Straße, präsentiert Herwig

Gillerke Fotografien und Fotografiecollagen. Sie entstehen

mit dem Selbstauslöser auf Stativ bei seinen

Streifzügen durch den nächtlichen, teilweise einsam

anmutenden Ortsteil. Funktionalität, nicht einladende

Gesten und der Wunsch zu verweilen stehen hier im

Vordergrund.

Der Künstler ist mit seiner Kamera allein, sucht die einsamen

Orte der Nacht – sowohl im Zentrum, beispielsweise

während seines Aufenthalts in New York City,

als auch an den Peripherien des städtischen Organismus.

Herwig Gillerke agiert im Schutz der Dunkelheit

und sucht gezielt „Unorte“ für seine Inszenierungen.

Die Arbeiten erinnern an Szenen des nächtlichen

Großstadtlebens, gepaart und akzentuiert mit den

unterschiedlichsten schrillen Outfits des Künstlers, die

Sonntagskind

EINE GUTE

KOLUMNE:

BESSER ALS

EIN DRINK AM

MORGEN.

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nicht nur die ästhetische Form und Inszenierung des

eigenen Selbst symbolisieren. Üblicherweise bleibt

die Nacht im Verborgenen, Herwig Gillerke verleiht

ihr Sichtbarkeit und Bedeutung. Die präsentierten

Gestalten in ihren vielschichtigen Inszenierungen und

dynamischen, lebendigen Identitäten erzählen von

den „Spielarten“ des Lebens - Verletzung und Glück,

aber ebenso Verzweiflung und Hoffnung, Einsamkeit

und Liebe wie auch die immerwährende Suche nach

sich selbst. Der Künstler „tätowiert“ seine Fotografien

gleichsam mit Textfragmenten zeitgenössischer Musik.

Dein Winter. Dein Denim.

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19


20


Das Element Sprache ist für den Künstler Medium,

um an den Alltag anzudocken. Die Textpassagen

sollen nicht illustrieren, sondern vielmehr korrigieren,

verstärken oder auf diese Weise relativieren. Im Vordergrund

steht dabei zunächst die visuelle Wahrnehmung

der Arbeit, im nächsten Schritt oder auch parallel

dazu wird der Text gelesen und gegebenenfalls an

Inhalte und Erfahrungen gekoppelt.

Lutz Krumbach

Herwig Gillerke gelingt es sich auf sehr vielfältige Weise

auszudrücken. Stets verbindet er Kunst und Alltag

auf immer wieder neue Art – eben mal als Performance,

dann wieder als Fotoinstallation. Sprache und

Malerei formieren sich bei dem Künstler als harmonische

Einheit und auch als verstörende und zugleich

als zum Nachdenken einladende Komposition. Zitate

von Songtexten, in seine Arbeiten mal mehr, mal

weniger sichtbar integriert, verleihen seinen Werken

vielfältige Schwerpunkte und ermöglichen den Betrachtern

und Betrachterinnen Geschichten zu entfalten,

Teil seiner Kompositionen und Konstruktionen zu

werden und ganz eigene, individuelle Interpretationen

und Assoziationen zu entwickeln. Akustische Elemente

kommen an die Oberfläche, die Betrachtenden haben

einen eigenen Song im Ohr.

Für Herwig Gillerke ist Musik wesentlicher Impulsgeber

seines künstlerischen Agierens. Sie vermittelt

ihm gleichsam Botschaften, die in seine Kunst mit

einfließen. Er reagiert auf das, was ihn umgibt, produziert

sich keineswegs aus dem Ich. Er lebt tagtäglich

mit Musik, ist weit davon entfernt Kunst und Alltag zu

trennen oder die eigene Biografie aus der Kunst herausnehmen.

Kunst und Alltag versteht Herwig Gillerke

nicht als Antipoden, sie nähern sich in seinen Arbeiten,

ohne eins zu werden.

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Hunderte von CDs, Stapel von Musikzeitschriften fallen

in seinem Zuhause ins Auge, Venyl-Scheiben und

Bücher von David Bowie, Patti Smith, Blondie, The

Fall, Low, Nick Cave, Cocteau Twins, Nico, Diamanda

Galás, aber auch Björk oder aktuelle Acts wie Idles

oder Black Midi oder auch Neutöner wie Arvo Pärt,

Henryk M.Górecki oder Max Richter und, und... mal

mit, mal ohne Signatur, gehören zu seinen Schätzen.

Punk - Velvet Underground, die Sex-Pistols - spielt

eine entscheidende Rolle für Herwig Gillerke, David

Bowie konnotiert er als zentrale Figur für seine künstlerische

Arbeit. Dessen Auftritte – geschminkt und

geschönt - seien sensationell gewesen. Heute sei das

kaum noch vorstellbar.

Als Musikfreak im besten Sinne versteht sich der

Künstler. Er arbeitet zeitweise als DJ, steht im Ein-

21


22

Aus der Serie; All Hands On The Bad One (Sleater Kinney) – Kacksommer 2025, Bist Du für das Rülpsen oder bist Du gegen das Rülpsen, 2025


klang mit seiner Kunst, es gelingt ihm sie mit den

Songs zu verschmelzen, präsentiert sie kontinuierlich

als Performances. Sie sind auch Stück seiner Lebenserfahrung,

Erinnerung an Extremitäten, die der Künstler

in seiner Jugend gemacht hat. inszeniert sich immer

wieder von Neuem, geschminkt, ungeschminkt,

auch verletzlich, schillernd und beweglich und stets

kompromisslos- die Bandbreite seiner Rollen reicht

von Diva bis Dandy, wobei eine klare Rollendefinition

kaum möglich erscheint. Sich selbst sieht Herwig Gillerke

als Rohmaterial für seine Performances und Inszenierungen,

die Ambivalenz der dargestellten Rollen

spiegeln für ihn das reale Bild des Menschen wider

und sind Beleg für die Welt in ihrer Vielschichtigkeit.

Die in seine Arbeiten einfließenden Zitate aus Musiktiteln

und Bandnamen sind für den Künstler auch Huldigungen

an die Sängerinnen und Sänger sowie die

Bands. Er verleiht ihnen so eine andere Öffentlichkeit

und Aufmerksamkeit als die im Kontext der Musikkonserve.

Herwig Gillerkes Figuren wirken anwesend

und doch verloren, lassen die Betrachtenden teilweise

Schutzbedürftigkeit assoziieren. Der Künstler setzt

sich in seinem kreativen Tun mit dem Phänomen des

Andersseins wie auch des Fremdseins, aber auch dem

Thema Gewalt auseinander, so sei immer ein Stück

Provokation dabei. Kunst sei keine Reparaturwerkstatt

der Gesellschaft, sie könne Anstöße geben und die

Wahrnehmung schärfen. In seinen Arbeiten setzt der

Künstler mal subtil, mal direkt seine Statements um.

Als Kunststipendiat der Bremer Evangelischen Kirche

greift er das Thema Flucht auf und macht die soziale

Symbolik der Lampedusa-Tragödie im Jahr 2013

auf. Mehr als 56 Millionen Menschen sind zu diesem

Zeitpunkt weltweit auf der Flucht, trauriger Rekord seit

Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Phänomen Flucht

und Migration ist für den Künstler und die Gesellschaft

ein uraltes Thema und auch heute aktueller denn je.

Im Rahmen seines Stipendiums präsentiert Herwig

Gillerke 2015 in der Kulturkirche St. Stephani die

Ausstellung Homeland/ Heimat. In den Gemälden

inszeniert der Künstler hier den „Konflikt der Kulturen“,

thematisiert das Spannungsfeld „Heimat – Flucht

– Fremde“ und macht darauf aufmerksam, dass im

Hebräischen „Fremder“ „Gast“ bedeutet. Geflüchtete

aufzunehmen sei gelebte Gastfreundschaft.

Steht in den Anfängen seines künstlerischen Wirkens

die Fotografie im Vordergrund, konzentriert sich

Herwig Gillerke in den letzten Jahren darauf eine

Klammer zwischen Fotografie zu Malerei zu entwickeln.

In diesem Kontext ist das gemalte Polaroid als

23


24

Aus der Serie; 10 Seconds – Bad Music For Bad People – The Cramps, 2025


Lösung zu verstehen: Das Format betreffend habe

er eine Beziehung zur Fotografie, wechsele aber das

Medium zur Malerei. Der Künstler grundiert dickere

Pappe mit Acrylfarbe, verteilt sie mit einem Spachtel,

lässt sich vom Prozess leiten, die Farbgebung entwickele

sich so sukzessiv. Vorher wisse er das Motiv

noch nicht, die Farbe entscheide häufig darüber. In

manchen Arbeiten ist der Untergrund noch zu sehen,

scheint transparent hindurch, erzeugt auf eigene Weise

Spannung. Dahingegen sind in anderen Arbeiten

die Flächen dicht, sind vorwiegend Bildträger für die

entstehenden Motive. Die Polaroids sind weitgehend

seriell angeordnet – wie ist der Raum im Kontext, was

kann als Weiteres offeriert werden? In den Polaroids

thematisiert der Künstler innere Befindlichkeiten. Auch

haben sie den Charakter von Tagebuchnotationen, da

sie als Serie fortlaufen.

Portraits bilden hier den Schwerpunkt, wobei die

Köpfe keine konkreten Personen darstellen, sondern

den Alltagserfahrungen des Künstlers entspringen.

„Ich beobachte gern Menschen“, so Herwig Gillerke

in einem Gespräch. In seinen Polaroids verzichtet der

Künstler auf Sprachfragmente. Die Arbeiten offerieren

teilweise deformierte oder verzerrte Gesichter, scheinen

in sich verschoben und können als Seismograph

des eigenen Gefühlslebens gedeutet werden.

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Herwig Gillerke arbeitet zudem auf großen Formaten

– überwiegend auf Leinwand und immer mit Acrylfarbe.

Teilweise wird die Leinwand dabei nicht aufgespannt,

sondern liegt auf dem Boden in Holzrahmen.

Der Künstler sagt, dass das Arbeiten an einer Staffelei

oder am Tisch für ihn keine Option sei. Der Blick von

oben sei für ihn Motor und Inspiration, es ermögliche

ihm freies Arbeiten, erlaube ihm Distanz und einen

differenzierten Blick, die Wirkung sei eine dynamischere,

biete mehr als die Arbeiten im Keilrahmen.

Der Künstler beschäftigt sich auch parallel mit verschiedenen

Bildern. Oft lässt er sie über einen längeren

Zeitraum „ruhen“, legt sie zur Seite, widmet sich

ihnen dann von Neuem, entdeckt dabei alternative

Schwerpunkte und neue Spielarten. Manchmal dreht

er die Arbeiten, übermalt sie, wenn sie für ihn nicht

mehr stimmig sind. Es entstehen Collagen Geschichten

und Dokumente des täglichen Seins. „Ich bin

radikal. Wenn mir was nicht gefällt, übermale ich es.“

Entscheidend sei, dass in allen Bildern der Kontext

von Schrift und Musik deutlich werde. Im Gespräch

sagt Herwig Gillerke: „Eigentlich arbeite ich wie ein

Bildhauer. Ich lasse gern die Farben stehen.“

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25


Aus der Serie; Face It – Face It, 2019

26

In seinem Instagram-Account bezeichnet sich

der Künstler als „perdu dans la music“ – in

der Musik verloren, was als Herausforderung,

Auftrag, Kompliment oder als Chance für neue

Sichtweisen des täglichen Seins in seiner Vielfältigkeit

und seinen Überraschungen gewertet

werden kann.

Instagram: @herwig_gillerke

Herwig Gillerke

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Alle Werke: Courtesy of the artist und Galerie Tanja Wagner, Fotos: Gabriela Valdespino

„U Scantu“: A Disorderly Tale

Vergessen Sie nicht unbedingt alles, was Ihnen bisher

beim Wort Zopf eingefallen ist. Nach einem Besuch

der Ausstellung „U Scantu“: A Disorderly Tale“ der

sizilianischen Künstlerin Elisa Giardina Papa kommen

spontan neue Bilder auf, wenn man an Zöpfe denkt.

Die Künstlerin befasst sich mit u scantu, einem spezifisch

sizilianischen Begriff für Angst und macht daraus

eine aus ihrer Sicht „unordentliche Erzählung“. In dem

großen Ausstellungsraum in der 1. Etage quellen dicke

Zöpfe, aus den Wänden. Die geflochtenen Stränge

aus unterarmdicken, weißglasiertem Ton scheinen

sich durch kreisrunde Öffnungen aus den Wänden

gewunden zu haben. Sie hängen schwungvoll gebogen

vor der Wand. Woher sie kommen, ist unklar.

Zöpfe und archaische Mythen

Elisa Giardina Papa schuf diese Arbeiten am Ende

eines Prozesses, der einer Recherche über alte Sizilianische

Mythen und Rituale galt. Angeregt von Liedern

und Erzählungen ihrer Großmutter spürte sie den

Sagen über die sogenannten donne di fora (Frauen

28


Elisa Giardina Papa im K:H

von Elke Kramer

Elisa Giardina Papa, Zitronen, Einige dieser Zitronen sind nach Ausstellungsende als Jahresgabe für das K:H zu erwerben.

außer sich und von außen) nach; magischen Wesen

zwischen menschlicher und tierischer Gestalt. Ihnen

wurde nachgesagt, des Nachts zu den Frauen in die

Häuser zu kommen, mit ihnen zu feiern und Liebeskranke

zu verstehen. Sie verfügten über Rituale, die

die Angst (u scantu) linderten, wie das Auflegen ihrer

Zöpfe als schützender Zauber für Neugeborene.

Mythen und Moderne

Das gedankliche Eintauchen in das magische Denken

der Vormoderne öffnet eine Assoziationskette hin zu

fluiden Rollen- und Körperbildern. Die donne di fora

sind für Giardina de Papa queere Figuren, die einem

Nicht-binären Denken Raum geben , in dem es nicht

nur ein Entweder/Oder, sondern auch ein Dazwischen

gibt. Die alten Mythen werden in zwei Videofilmen

mit den technologischen Fortschritts-Versprechen der

Moderne kontrastiert, wobei die Mythen langlebiger zu

sein scheinen als die Versprechungen der Moderne.

Die Verwandlung von Zitronen

Kurz vor dem Ausgang erreichen wir ein Zitronenfeld

in allen Reifestadien, von grün über gelb bis vollständig

verschimmelt, es ist ein Transformationsprozess.

Hier fehlt jedoch der typische Geruch verschimmelnder

Zitronen. Marie Oucherif, die neue Leiterin des K:H

erklärt, dass jede Zitrone eine von Hand modellierte

Arbeit einer italienischen Keramikerin ist. Die Keramiken

sind eine Anspielung auf die sizilianische Vorliebe

für idealisierte künstliche Zitronen in Obstschalen.

TERMIN

„U Scantu“: A Disorderly Tale

Elisa Giardina Papa

Bis 30. November 2025

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Leben und Mode

in den 1950ern

Von Peter Strotmann

Weihnachten 1956

Der Vater (ganz rechts) im dunkelblauen Anzug

mit Schlips und Kragen, Peter (ganz links) mit einer

dunkelblauen Strickjacke und weißem Oberhemd.

Quelle: Familienarchiv Strotmann

Eine Jahresendgeschichte über das Leben und die

Mode in den 1950ern unter besonderer Berücksichtigung

von Weihnachten und Silvester

Dieser Artikel kann nicht geschrieben werden, ohne

die 1930er und 1940er Jahre zu betrachten. Das

waren die Vorkriegs- und Nachkriegsjahre. Viele

Menschen hatten die Kaiserzeiten mit dem verlorenen

Ersten Weltkrieg erlebt. Sie waren trotz aller Ungewissheiten

in den 1920er-Jahren aufgeblüht. Mit

dem Jahre 1933 keimten große Hoffnungen. Aber

das deutsche Volk wurde uniformiert und machte

den Zweiten Weltkrieg durch. Nach der bedingungslosen

Kapitulation vom 8. Mai 1945 verfügten die

Alliierten, dass ab sofort keine Uniformen mehr getragen

werden durften. Das brachte etliche Menschen in

große Schwierigkeiten. Um die zu umgehen, zogen sie

jedes zur Verfügung stehende Kleidungsstück an.

Es war so, dass vielen Menschen, wie den Ausgebombten,

Flüchtlingen und Traumatisierten, das gewohnte

Umfeld fehlte. Der „gute Bürger“ mit einem

geregelten Haushalt, besaß einfache Kleidung für zuhause,

Straßenkleidung und Sonntagsgarderobe. Die

Wintersachen hing mit Mottenkugeln „gesichert“, auf

dem Boden oder im Keller.

30


Durch viele staatliche und wohltätige Maßnahmen

wurde die Versorgung mit Bekleidung allmählich

besser. Und mit der Währungsreform von 1948 gab

es in bescheidenem Maße auch wieder einzelne Anziehsachen

zu kaufen. Vorherrschend war jedoch

der Tauschhandel, privat oder gewerblich.Vor allem

mangelte es an Schuhen. Die waren entweder unreparierbar,

oder Kindern passten die Größen nicht. Die

Schüler sollen oft barfuß zur Schule gegangen sein. In

Bremen gab es zunächst städtische Schuhtauscheinrichtungen,

die später durch private abgelöst wurden.

Peter hatte es vergleichsweise gut. Aus den USA

sandte die Großtante Anna selbst gepackte Pakete.

Darin enthalten waren gelegentlich kleine weiße Anzug-Kombinationen

für Jungen. Das Besondere daran

war, dass das Oberteil und das Höschen zusammengeknöpft

werden mussten. Das war sicher so ähnlich,

wie es auch die Matrosen der US Navy trugen.

Für Peters Eltern brach der „Wohlstand“ schon eher

aus. Als Bauingenieur hatte Peters Vater 1951 den Wiederaufbau

des Bekleidungshauses Dyckhoff an der

Obernstraße geleitet. Als Dank für die geleistete Arbeit

durften er und seine Frau sich je einen Mantel von der

Stange aussuchen. Peter war leider nicht dabei und

musste weiter sein altes Wintermäntelchen tragen.

· ·

·

Gedanken zur Geschichte der Männermode

Fragt man heut so in die Runde: „ Gibt es auch eine

Männermode?“ Die Antwort ist meist: „ Ja, aber nicht

so wirklich.“ Sieht man sich aktuelle Modetrends an,

zählen wahrscheinlich dunkle Farben wie dunkelblau,

dunkelgrün und schwarz zu den bevorzugten Farben

von Männern. Dazu noch ein weißes T-Shirt oder ein

Holzfällerhemd. Wie sagt’s der Kinderreim: Punkt,

Punkt, Komma, Strich. Setzt man ihm ein Hütchen auf,

ist der Mann zum Ausverkauf.

Peter, angezogen mit einer geknöpften Anzugkombination und

Freundin Marion an der Hand, Frühjahr 1953.

Quelle: Familienarchiv Strotmann

Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Tatsächlich

sollen die Männer früher oft farbenfröhlicher

bekleidet gewesen sein. Sie hatten am Körper

anliegende Wämse und Hosen an. Das Material war

kostbare Seide. Später wurden große Mengen Wolltuche

für die wachsende Bevölkerung benötigt, z.B.

für Anzüge und auch für Militär-Uniformen. Da war

es kostengünstiger, die Tuche nur in wenigen Farben

herzustellen. So hat sich die Hinwendung der Männer

zu wenigen Grundfarben durch Gewöhnung und Erziehung

ergeben und liegt wohl nicht an den Genen.

In Verkaufsprospekten, Magazinen, Modenschauen

usw. werden Männer oft farbig bekleidet gezeigt. (übrigens:

Schwarz und Weiß sind im Sinne der Farblehre

keine Farbe). Tatsächlich sieht man auf den Kleider-

31


Schaufenster Karstadt Männermode 1954, Eines der wenigen Schaufenster, das für Männermode

gestaltet wurde. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-043

ständern in den Herrenabteilungen der Kaufhäuser fast nur Oberbekleidung

in dunklen Farben. Da brauchte der Textileinzelhandel eigentlich

kaum Werbung zu machen. Die Männer kauften sich sowieso alle paar

Jahre wieder einen dunkelblauen Anzug.

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Interessant ist in diesem Zusammenhang das von Julia Burde 2019 veröffentlichte

Buch „Die Begradigung der Taillenkontur in der Männermode“.

Sie beschreibt darin, wie sich die männliche Mode-Silhouette von einem

erst sichelförmig gebogenen, dann schmal taillierten Körper – modelliert

aus Watte und Stoff – zu einem modernen Körper in gerade geschnittener

Kleidung entwickelte. Das waren seinerzeit stolze Preise und nur wenige

werden das entsprechende Einkommen gehabt haben. Aber seinerzeit

galten noch strenge Kleidervorschriften. Wer auf einen Silvesterball ging,

konnte das nicht mit seinem alten Straßenanzug machen. Dafür brauchte

man schon das richtige Outfit. Als kleines Detail sei noch erwähnt, dass die

Strümpfe noch nicht den heute üblichen Gummizug am Bündchen hatten.

Die Herren mussten sie mit um die Waden oder Oberschenkel geschnallten

Strumpfhaltern befestigen. Wie die Strumpfbefestigung bei den Frauen

war, wird im Kapitel Frauenmode beschrieben.

Die Geselligkeit in den 1950ern

Die Geselligkeit insbesondere zu Silvester, wurde großgeschrieben: Man

lud Verwandte, Bekannte oder Nachbarn zur Jahresendfeier ein. Schön

war auch, wenn man eingeladen war. Dann hatte man nicht die Vorbereitungen

und die Aufräumarbeiten zu machen. Meist gab es Gulaschsuppe

mit Brot oder, wie schon zu Heiligabend üblich, Kartoffelsalat mit Würstchen.

Zwischendurch reichte man gefüllte Berliner vom Bäcker oder eine

Scheibe vom „Kalten Hund“.

Wichtig waren die Getränke. Da hielt man sich scheinbar an die Angebote

in den Schaufenstern der Geschäfte. So üppig, wie auf dem Schaufensterfoto

zum Jahreswechsel 1961/62, war es in den 1950ern noch nicht.

Die Männer tranken Bier und Korn. Die Frauen hatten sich eine Obstbowle

zubereitet. Für die Kinder gab es Limonade. Irgendwann wurde auch

der Rumtopf hereingeholt. Der wurde gekostet und gelobt. Später am

Abend kam bei den Frauen auch noch Eierlikör auf den Tisch. Die Kinder

32


Schaufenster Karstadt Getränkeangebot zum neuen Jahr 1962. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-375

wurden nicht müde und wuselten immer umher. Im Radio dudelte Musik.

Einen Fernseher hatten die meisten noch nicht. Die Männer rauchten

alles, was qualmte. Manche Frau holte sich auch mal einen Zigarrenzug,

zur Gaudi der anderen Frauen.

Von Ferne waren um Mitternacht die Domglocken zu hören. Alle stießen

miteinander an und wünschten sich alles Gute fürs neue Jahr. Dann ging

oder wankte die Gesellschaft auf den Bürgersteig. Es wurden ein paar

wenige Knaller gezündet. Das mussten die, im Umgang mit dem Feuer

gewohnten, Männer machen. Dann war die Feier auch bald beendet. Die

Gäste gingen nach Hause die Kinder ins Bett. Die Gastgeber und Hausgäste

blieben noch etwas auf. Oder man wollte nur kurz (manchmal wurde es

auch lang und länger) zu den Nachbarn hinüber. Das wars. Am Neujahrsmorgen

waren die Kinder schon früher wach und entdeckten die Flaschen

und Getränkereste in den Gläsern vom Vorabend. Sie haben an allem rumgenippt

und getrunken, obwohl es überhaupt nicht schmeckte.

Das Design der 1950er

Die 1950er haben ein ganz eigenes Design hervorgebracht, weil die Menschen,

nach den Entbehrungen der vergangenen Jahre eine neue Lebenskultur

entwickelten, sich anders kleideten, Parties feierten usw. Andererseits

mussten viele Wohnungen neu eingerichtet werden. Es wurden

Möbel und Dinge zum alltäglichen Gebrauch benötigt. In den 1950ern

Jahren war noch alles von Materialknappheit geprägt. Und damit

entstanden Dinge, wie der Cocktailsessel, die es früher nicht gegeben

hatte und die nach 1950ern wieder verschwanden. Heute

gilt das oft als billiger Kram. Aber die Menschen waren seinerzeit

froh, dass es überhaupt etwas zu kaufen gab. Als ein Beispiel sei

dieses Drahtgestell mit Glasschälchen gezeigt. Heute fragt man sich,

welche Funktion hatte diesesTeil gehabt? Um es kurz zu machen, es

ist ein „Salzstangenanbieter“.

In der 1950ern war das Angebot an Süßigkeiten und Knabbergebäck,

verglichen mit heute, noch gering. Man sieht, wie auch nur wenige Salzstangen

nett angeboten werden können. Man nahm sich auch immer nur

eine einzige Salzstange und nicht gleich die ganze Hand voll.

Salzstangenanbieter, 1950er. Quelle: Sammlung G. Hehling

33


Stoffe für die Damenmode, Schaufenster Karstadt, 1960

Quelle: Quelle: StAB 10,B FN 7-861-114

Das Grundgestell dieses Salzstangenanbieters besteht

aus vermessingtem, in Form gebogenem Draht. Wie

man sieht, vereinigt er alle Funktionen, die nötig sind:

Standfestigkeit, Griff zum Anfassen, Haltering für die

Salzstangen und den Einhängering für das (farblose)

Glasschälchen.

Gedanken zur Geschichte der Frauenmode

Wie schon anfangs beschrieben, hatte der Zweite

Weltkrieg in den 1930ern und 1940ern das Leben der

Gesellschaft bestimmt. Es herrschten Ernährungsknappheit,

Leid und Ungewissheit. Die Modewelt

bekam keine neuen Inspirationen. Die Frauen nähten

ihre Kleidung und die ihrer Angehörigen selbst. Hier

war Ideenreichtum gefragt – sei es, dass sie alte Kleidungsstücke

zu neuen Kreationen umarbeiteten oder

sich aus Stoffresten Kostüme nähten.

Hervorzuheben sind hier wirklich die Fähigkeiten und

der Einfallsreichtum von Frauen bei der Essenszubereitung,

der Textilverarbeitung, der Pflege usw. Auf

diesen Feldern waren die meisten Frauen den anders

ausgebildeten Männern überlegen. Welcher Mann

Dior: „Weihnachtskleid“ mit üppigem Rock

Quelle: Wikipedia

hätte aus einem Stück Stoff tragbare Kleidung herstellen

können? Kaum jemand. Eine Frau behauptete

gar: „Ein Mann kann sich allenfalls ein Bärenfell um

den Leib wickeln. Und damit hätten die Männer die

Bären ausgerottet.“ Das stimmt so nicht. Hätten sie

denn nackt herumlaufen sollen? Doch die Männerwelt

hat bedeutende Modeschöpfer hervorgebracht, denn

sonst hätten sich die Frauen die Stoffe um den Leib

wickeln müssen.

Der „New Look“ von Christian Dior

Nach 1945 brauchte es frische Ideen um wieder aus

dem Nachkriegsloch heraus zu kommen. Genau am

12. Februar 1947 begannen für die Modebranche neue

Zeiten. An diesem Tage stellte Christian Dior (1905-

1957) in Paris seine erste eigene Frühjahrs- Sommerkollektion

vor, die „Ligne Corolle“, auf deutsch: „Blütenkelchlinie“.

Die Ligne Corolle zeichnete sich durch eine

besonders feminine Sihouette, abgerundete Schultern,

eine schmale Taille und einem fülligen Rock in A-Linie

aus. Dazu bunte Farben, kunstvolle Details und viel,

viel Stoff. Aber diesen Überfluss brauchten die Menschen

der Nachkriegszeit. Sie hatten lange genug

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Model mit Wespentaille im Jahr 1952 © Aenne

Burda Verlag und Hubert Burda Media

Zur Vorweihnachtszeit des Jahres 1951 war der ganze Lichthof im Erdgeschoss ein Verkaufsraum

für Stoffe. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-021

mit Entbehrungen leben müssen. Mit diesem neuen

Modestil hatten Frauen die Möglichkeit, sich wieder

weiblich zu fühlen. Der „New Look“ war geboren. Christian

Dior sagte zu seinem New Look: „Wir kamen aus

einer Zeit des Krieges und der Uniformen, in der Frauen,

wie Soldaten aussahen, mit Schultern wie Boxer.

Ich entwarf Blumenfrauen, weiche Schultern, volle

Büsten, Taillen so schlank wie Lianen und Kleider wie

Blütenkelche.“

bildungen der fertigen Objekte. Klein und groß wurde

neu eingekleidet. Die Frauen waren enorm kreativ. Für

diejenigen, die keine Zeit oder keine Lust zur Selbstschneiderei

hatten, gab es auch fertige Kleidung aller

Art zu kaufen.

Zum Glück gab es die Burda Moden

Zur Ideenfindung und zum Gelingen des Selbstgeschneiderten

trugen maßgeblich die Schnitte der

Die von Dior kreierte Damenmode war, trotz ihrer Bezeichnung

„New Look“, rückwärtsgewandt, absolut alltagsuntauglich

und unpraktisch. Sie erforderte viel Arbeit

und Material und war allenfalls als elegante Abendgarderobe

geeignet. Aber der New Look hatte dennoch

Einfluss auf die praktische Schneiderei. Sie übernahm

Details wie gerundete Schultern (mit Schulterpolstern),

hervorgehobener Busen (mit vorgeformtem Büstenhalter),

gestraffte Unterleibpartie (mit Korsett), Wespentaille

(mit Korsett und strammem Gürtel), dazu Schuhe

(mit höheren Absätzen). Das alles fertigten die Frauen

zuhause an. Traten sie dann so bekleidet öffentlich in

Erscheinung, fielen so manch einem Mann die Augen

aus dem Kopf, wenn sich eine Arbeitsbiene zur durchgestylten

Prinzessin gemausert hatte.

Die Anregungen suchten und holten sich die Frauen

aus den Stoffgeschäften und Kaufhäusern. Die Dekorateure

der Kaufhäuser hatten alles aufgeboten, was

das Herz begehrt. Schöne Stoffe in allen Farben und

Mustern, schwingend im Raum aufgehängt, eingekleidete

Modepuppen: Es war in den 1950ern noch üblich,

dass man am Sonntagnachmittag Schaufenstergucken

ging. Und in der Woche kauften die Frauen

Stoffe und Zubehör. Dann wurde geschneidert. Nach

eigenen Entwürfen oder nach Schnittmustern, die man

kaufen konnte oder nach Schnittmusterheften mit Ab-

35


Mode um 1900, Photograph F.D. Schrader,

Wir sehen, dass das bodenlange Kleid

hochgeschlossen ist und ein Kragen um

den Hals liegt. Der Brustbereich ist mit

kleinen Stoffbahnen überdeckt. Die Taille

ist eng geschnürt, das ist wahrscheinlich

nur mit einem Mieder möglich. Der

Rock ist weit ausladend. Das ist nur mit

einem inneren Gestell oder Reifrock

möglich. Damit wird ein breites Becken

vorgetäuscht.

Quelle: Schwachhausen-Archiv

Der Plattmach-Büstenhalter 1920er Jahre

Quelle: Ostfriesisches Landesmuseum Emden

Zeitschrift Burda Moden (heute: Burda style) bei. 1950

erschien das erste Heft der Herausgeberin Aenne

Burda in einer Auflage von 100.000 Stück. Der Slogan

lautete: „Einen Mann hat jetzt die Käthe, weil sie

nach Burda Moden nähte.“ Burda Moden brachte die

Trends der Zeit und setze sie in Schnittmuster um.

Die fertigen Kleidungsstücke schenkten den Frauen

ein neues Selbstbewusstsein. Nach den Kriegsjahren

freuten sich die Menschen über die neuartigen Modetrends.

In den 1950ern trugen Frauen fast gar keine

Hosen. Sie galten als männlich. Die eigentlichen Kleidungstücke

waren Röcke und Kleider. In den ersten

Jahren der 50er gab es den Trend zu kürzeren Kleiderlängen.

Trotzdem waren sie elegant. Da nun die

Zeit der „Sackmode“ endgültig vorbei war, konnten die

Frauen mit ihren weiblichen Formen aufwarten. Das

taten sie mit ihrer Wespentaille, hautengen Röcken

und eng-anliegenden Blusen. Jede Modezeitschrift

lebt davon, dass sie nach einiger Zeit wieder einen

ganz neuen Trend veröffentlicht oder die alten variiert.

Das eigentlich Interessante war, dass die Burdaschnitte

für alle Größen anzupassen waren. Damit war eine

ganze Anzahl von Schnitt-Designern und Zeichnern

beschäftigt. Für extrem große Kleidergrößen wurden

die Frauen vermessen und erhielten ebenfalls ihre

Schnittmuster.

Und was trugen die Frauen darunter?

Bei der geschneiderten Oberbekleidung ist auch ein

Blick auf die Unterwäsche interessant. Denn, was

die Modemacher mit ein paar Strichen aufs Papier

bringen und dann auf einer Schneiderpuppe drapieren

bzw. einem Model anziehen, das musste mit den

Schnittmustern auf das Machbare umgesetzt werden.

Aber für einen echten weiblichen Körper müssen noch

Anpassungen vorgenommen werden, damit alles

richtig sitzt. Es sind sicher eine der intimsten Geheimnisse,

die nie so ganz ans Licht gekommen sind oder

kommen sollten. Um 1900 war der Bereich der weiblichen

Brust mit der Oberbekleidung unter wallenden

Stoffbahnen oder Rüschen bedeckt. Darunter wurde

sogenannte Leibchen getragen.

In den „goldenen 1920er Jahren“, also nach dem

Ersten Weltkrieg, war die Frauenmode sehr viel freizügiger

und moderner als die der vorangegangenen

Wir suchen, finden, raten, beraten,

besorgen (auch antiquarisch), stellen

zusammen, verpacken, bringen,

haben vieles rund ums Buch und

immer eine Idee mehr,

wir sind das Delikatessgeschäft für Leser!

Buchhandlung Melchers

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Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18.30, Sa bis 14 Uhr

36


Ausschnitt aus einer Playtex-Anzeige im

Weser-Kurier vom 24,11.1961.

Quelle: Weser-Kurier

Triumpf im Karstadt-Schaufenster von 1961

Slogans: „Miss Triumpf schenkt die Figur der Jugend“ und „Triumph krönt die Figur“

Quelle: StAB 10,B FN7-861_289

Generation. Um das Thema Unterwäsche weiter zu

verfolgen, sei hier ein Exponat beschrieben, das im

Ostfriesischen Landesmuseum in Emden ausgestellt

ist. Der Begleittext lautet:

Büstenhalter

Weibliche Formen waren in den (19)20er Jahren

nicht mehr gefragt. Das modische Vorbild war der

knabenhafte Frauentyp. Kaum ausgearbeitet, diente

das flache Wäschestück weniger zum Halten

denn zum Plattdücken der Brust. Typisch für die

Zeit sind auch Material und Farbe: apricotfarbene

Kunstseide, Spitze. Fabrikai: Winco, nach 1920

Spitztüten, das sind die Tüten, in denen auch Bonbons

verkauft wurden. Die BH-Spitzformen waren

verhältnismäßig hart und nicht jede Frau konnte sie

ausfüllen. Deshalb mussten sie mit Pads unterfüttert

werden. Das sah dann gewaltig aus. Peters Mutter

sagte früher; “Alles was sie hatte, war von Watte.“ Ein

Bekannter meinte spontan: „Diese Hörner! Das waren

die Waffen der Frauen.“

Das waren die 20er Jahre.Wie es danach mit der

weiblichen Unterwäsche weitergegangen ist, das

könnte noch ein eigenes Forschungsgebiet werden.

An Hand von Fotos kann man vermuten, dass Frauen

Anfang der 1950er Büstenhalter trugen. Und auch

Korsetts mussten zur Körperformgebung angezogen

werden. Die machten, die von der Mode propagierte

Wespentaille in den meisten Fällen erst möglich und

der Busen wirkte üppiger.

Mitte der 1950er kamen neue Mode-Einflüsse aus

den USA, zum Beispiel durch Elvis und den Rock‘n

Roll. Insbesondere die Jugend wollte sich durch einen

neuen Kleidungs-Stil von der Elterngeneration absetzen.

Um wieder zum Thema zu kommen: Der große

Umbruch in der Damen-Unterwäsche kam aus den

USA mit dem Namen Playtex. Das war und ist ein Büstenhalter-

und Korsettsystem.

Damit wurden der weibliche Körper und die Brüste

auf neue Art geformt. Optisch erschien die Brust nun

nicht mehr rundlich sondern kegelig mit zwei Spitzen.

Man nannte diese Formung auch „Spitztüten-BH“.

„Wir wünschen unseren Kunden ein

besinnliches Weihnachtsfest und

ein gesundes Neues Jahr 2026.“

Ihr Stefan Schr‘der & Team

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37


Strümpfe-außergewöhnlich billig, Schaufenster Karstadt, 1930

Quelle: StAB 10,B FN 7-861-125

Damen-Nachtwäsche aus Perlon,

Schaufenster bei Karstadt, 1960

Quelle: StAB 10,B FN 7-861-121

38

Strümpfe machten den „New Look“ erst perfekt

Frauen trugen unter ihren Röcken lange Strümpfe. Um

diese zu befestigen, benötigten sie einen Stumpfhaltergürtel,

auch Strapsgürtel genannt, oder mit Strapsen

am Hüfthalter, auch Korsett genannt. Mädchen hatten

natürlich nur einen Strumpfhaltergürtel.

In diesem Zusammenhang muss der Autor von den

wollenen Unterhosen und Strümpfen berichten. Bekanntermaßen

hatten die Jungen sommers wie winters

kurze Hosen an; die Mädchen ihre Röcke. Damit der

kalte Wind nicht so um die kleinen Hintern

strich, hatten die Mütter wollene Unterhosen

und wollene Strümpfe gestrickt. Meist wurden

dazu alte Pullover aufgeribbelt und neu

verstrickt. Diese wollenen Erzeugnisse juckten

und pieksten so stark, dass die Kinder schrien

und sich weigerten diese anzuziehen. Einen

Weichspüler gab es seinerzeit noch nicht.

Bereits gegen Ende der 1930er Jahre gab

es in den USA Nylonstrümpfe, sowie in

Deutschland Perlonstrümpfe. Fertigungsbedingt

hatten die Strümpfe eine Naht, die nach

dem Anziehen nach hinten zeigte. Erst 1955

kam der nahtlose Strumpf aus Perlon auf den

Markt. Aber es sollte noch 10 Jahre dauern,

bis er sich endgültig durchgesetzt hatte.

Eine kleine Geschichte aus der Zeit der Naht

behafteten Strümpfe: Das Ehepaar steht in

der Diele und bereitete sich aufs Ausgehen

vor. Er ist schon fertig. Sie fragt ihren Gatten:

„Sitzen die Nähte der Strümpfe gerade.“ Er

ARWA Strumpf, Anzeige

Quelle: Schwachhausen Archiv

sieht nur mit einem halbe Auge hin, und sagt: “Ja.“

„Du musst auch richtig hingucken.“ fordert sie ihn auf.

Er sieht mit dem anderen halben Auge hin und sagt

wieder: „Ja.“ Den Rest ersparen wir uns.

Eine Revolution gab es heute vor 65 Jahren. 1960

kam die erste Strumpfhose auf den deutschen Markt.

Sie saß perfekt und man brauchte keine Strumpfhalter

mehr. Der Minirock wurde 1963 von Mary Quant

präsentiert und erwurde im Laufe der Jahre immer

kürzer. Es war die Frage Henne oder Ei. Tatsächlich

war es wohl die Strumpfhose, die die Verbreitung

des Minirocks wesentlich unterstützt hat.

Es wird den deutschen Frauen nachgesagt,

dass sie so lange Beine hätten. Das mag gut

möglich sein. Jedenfalls gehen sie, wie bei

Menschen anderer Nationen auch, nur bis

zum Boden.

Die Strümpfe aus Karstadts-Schaufenster

kosteten zwar nur knapp zwei Mark pro Paar.

Leider bekamen diese Strümpfe sehr leicht

Laufmaschen. Schon beim An- und Ausziehen

konnte das passieren. Da hakte man irgendwo

an, schon war eine Laufmasche drin. So ging

keine Frau aus dem Haus. Nach ein paar Tagen

hatte man schnell ein Dutzend kaputter

Strümpfe zusammen. Die brachte man zum

Laufmaschenaufnehmen. Das machten meist

Frauen in der Umgegend oder die Textilgeschäfte.

Die besaßen eine Repassiermaschine,

Die Reparatur dauerte 15 Minuten und kostete

40 Pfennig. Dann war der Strumpf wieder

fertig.


Schaufensterdekoration bei Karstadt im Frühjahr 1960.

Quelle: Staatsarchiv Bremen 18,B FN7-861-112

Auch die Nachtwäsche wurde jetzt schicker

In den 1950ern stieg Frau nachts noch recht züchtig

gekleidet ins Bett, und zwar mit Schlafkleid oder

Schlafanzug. Schenkt man den Schaufensterauslagen

bei Karstadt Glauben, dann brach 1960 das Perlon-

Zeitalter an. Nachtwäsche aus diesem Material, wie

Baby Doll und Negligé wärmte nicht so, wie die herkömmliche

aus Baumwolle oder Seide, aber sie wirkten

befreiter. Das war Tradition: Zum Heiligabend war

schon die Dekoration im Schaufenster.

Um Mitternacht des 31. Dezember 1959 endeten die

1950er Jahre und die Sechziger Jahre begannen. Und

wie ausgewechselt alles plötzlich ist, sehen wir am

Schaufensterbild vom Frühjahr 1960: Es ist in Farbe,

es macht Reiselust und ein Lloyd Alexander Coupé

steht bereit.

Mit diesem Foto aus dem Jahre 1960 beschließt der

Autor den kleinen Streifzug durch die 1950er Jahre.

Es waren die Nachkriegsjahre, Jahre des Wirtschaftwunders.

Im Grunde waren es schwere Jahre, Jahre

in denen sich viel verändert hat. Diejenigen, die in dieser

Zeit groß geworden sind, erinnern sich an vieles,

was es damals gab und heute schon lange nicht mehr

gibt. So ist es bei jeder Generation.

39


Geschenkideen zum Fest

Mit diesen kleinen Kaufanregungen möchten wir Sie daran erinnern, dass wir viele

schöne Geschäfte in Bremen und umzu haben, die darauf warten von Ihnen entdeckt

und vor allem besucht zu werden. Jeder Stadtteil hat Schönes zu bieten!

Ausgefallen, nachhaltig, einzigartig.

Die Kinderkollektion von Pea & Pearls

wird in unserer kleinen Manufaktur in

Bremen gefertigt.

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nur in der Weihnachtszeit mit den goldenen Zonen alle

Herzen und sind wunderschön im täglichen Gebrauch.

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Ostertorsteinweg 68 I T 0421 4989367

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Liebevoll handgearbeitete

Accessoires für die Weihnachtszeit.

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Neapolitanisch opulent!

Die volle italienische Dekorationslust auf Porzellanherzen: besser können gute

Wünsche nicht ausgedrückt werden.

Die Künstler der kampanischen Manufaktur Porcellane Sbordone, östlich

von Neapel verzieren die Produkte ausschließlich von Hand, jedes Stück

ist einzigartig. Über die Liebe zum Detail, die handwerkliche Perfektion der

Objekte und ihr unverwechselbares Design freuen sich Sammler und Liebhaber

weltweit. Nun auch in der Werkschau in der Böttcherstraße.

Die handbemalten Herzen gibt’s stehend, liegend oder zum Hängen in der

Werkschau in der Böttcherstraße. Sie sind zwischen 14 und 18 cm hoch und

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perfekte Weihnachtsgeschenk für deinen Hund. Kleine

Leckerchen werden tief im Rasen vergraben und schön

verteilt. Auf Kommando lässt du dein Fellnase an den

Schnüffelteppich und das große Suchen beginnt.

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Foto: Thais Araujo, Pexels.com

Carsten Henn

Sonnenaufgang Nr. 5

Jonas hat sein Germanistikstudium

abgebrochen und hat seinen ersten

Auftrag als Ghostwriter erhalten. Er

soll für die ehemalige Schauspielerin

Stella Dor eine Biographie

schreiben. Eine Diva durch und

durch, die in einem baufälligen Strandpavillon lebt.

Jonas kommt bei den Schwestern Britta und Imke

Roose unter, die große Bewunderer von Stella sind. In

Stellas Haus gibt es eine Unmenge von Biografien und

Hunderte von Notizzetteln, auf denen sie Ereignisse

aus ihrem Leben notiert hat.

Die Zusammenarbeit mit Stella ist nicht einfach.

Denn sie erzählt nur das, was sie will und duldet

keine Nachfragen. Sie erzählt sozusagen eine geschönte

Version ihres Lebens, was Jonas durch eigene

Recherche in Erfahrung bringt.

Neben Stella lernt Jonas Nessa kennen, die

beiden treffen sich erst zufällig und merken nach und

nach, dass sie mehr füreinander empfinden. Dann gibt

es noch Paul, der schon immer in Stella verliebt ist und

sein treuer Hund „Guter Junge“, den Maler Geraldo

und die Witwe Bentje.

Alle haben im Lauf ihres Lebens schmerzliche

Erfahrungen gemacht, genau wie Jonas selbst auch,

Erlebnisse, die sie verdrängt haben und denen sie

sich nie gestellt haben. Aber sie merken auch, dass die

Erinnerungen nicht zuverlässig sind und sich von den

tatsächlichen Ereignissen unterscheiden. Denn nur

wer sich der Vergangenheit stellt, kann in der Gegenwart

ein zufriedenes Leben leben.

Eine poetische, warmherzige Geschichte. Als

Leser:in stellt man sich die Frage: „Wie würde man

seine eigene Biografie erzählen?“

Piper Verlag 18 €

50

Gaea Schoeters

Das Geschenk

Gaea Schoeters ist die Tochter eines

belgischen Politikers und hat somit

intime Einblicke in den Alltag des Politikbetriebes...

Diese unglaubliche Geschichte

beginnt im Berliner Regierungsviertel.

Holger Fuchs, Oppositioneller aus

einer Rechten Partei, steht an der Spree und sieht am

anderen Ufer Elefanten grasen. Bundeskanzler Hans-

Christian Winkler vermutet zunächst, dass sie aus

dem Zoo ausgebrochen sind. Nach einem Gespräch

mit dem Präsidenten von Botswana erfährt er aber,

dass es sich bei den Elefanten um ein „Geschenk“

des Präsidenten von Botswana handelt. Denn nachdem

die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von

Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen

Botswanas die Lebensgrundlage genommen

hatte, schickte der Präsident 20.000 Elefanten nach

Deutschland. Plötzlich ist Deutschland übervölkert mit

afrikanischen Elefanten.

Das politische Berlin und die Bevölkerung sind

in Aufruhr, der Tiergarten bereits von den Elefanten

verwüstet: Es werden Gremien gebildet, Expert:innen

befragt und, Wissenschaflter:innen werden um Unterstützung

gebeten, ungewöhnliche Lösungen gesucht,

auf Umfragewerte geschaut, der politische Gegner

wird im Auge behalten...

Es ist eine witzig erzählte Satire, die unsere

Politik möglicherweise treffsicher spiegelt.

Zsolnay Verlag, 22 €


Lena Häfermann

Weserblick und Bücherträume

So hat sich Frieda ihr Leben nicht

vorgestellt, als sie vor Jahren ihre

große Liebe heiratete und zu ihm

nach Schweden zog. Sie träumte

vom großen Glück und einer Karriere

als Autorin. Aber nun hat ihr Mann eine Affäre und

sie ist wieder zurück in Bremen bei ihren Eltern. Dort

wohnt sie im Dachgeschoss ihres Elternhauses, dass

mit geschenkten Möbeln ihrer Schwester ausgestattet

ist.

Ihre alte Heimatstadt hat für sie nichts an

Charme verloren und sie entdeckt nach und nach alte

und neue Lieblingsorte, allein oder mit ihren alten

Freundinnen. Die anfänglichen Befürchtungen, das

diese alten Freundschaften keine Zukunft mehr haben,

werden schnell zerstreut und geben Frieda neuen

Halt.

Durch Zufall begegnen sich Frieda und ihr alter

Freund Tom wieder, der im Haus ihrer Eltern einen

Wasserhahn repariert. Früher war sie in ihn verliebt,

hatte ihm aber nie ihre Liebe gestanden. Er lebt in

einem anderen Stadtteil und ist inzwischen geschieden...

Auf einer Radtour durch Bremen entdecken

Frieda und ihr Vater eine geschlossene Buchhandlung,

von der sich Frieda magisch angezogen fühlt.

Kurzentschlossen klingeln sie bei der Besitzerin, die

ihnen erzählt, dass sie die Buchhandlung nicht mehr

alleine betreiben wollte und deshalb den Betrieb geschlossen

habe. Frieda lässt nach diesem Gespräch

der Gedanke nicht los, diesen Laden wieder zu beleben.

Sie überzeugt die Besitzerin, und die beiden

Frauen planen den Neustart. Beim Aufräumen in der

Buchhandlung entdeckt Frieda ein Manuskript. Aber

wer hat es geschrieben...?!

Ein Roman über Neuanfänge und die Kraft

der Freundschaft. Für alle, die Bremen und Buchhandlungen

lieben. Ideal für gemütliche Stunden auf

dem Sofa: mit Wolldecke, Keksen und Tee.

Gmeiner Verlag, 14 €

Buchhandlung Sattler

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28203 Bremen

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Mittwoch

9:00 - 15:00 Uhr

Samstag

8:30 - 14:00 Uhr

51


Weihnachtlicher Markt

in der

LLOYD PASSAGE

Am 24. November ist es soweit und die Weihnachtshütten in der LLOYD

PASSAGE öffnen ihre Türen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein abwechslungsreiches

kulinarisches Angebot ergänzt um wärmende Mützen,

Schals und Handschuhe. Gerüche von Glühwein, Kakao und Waffeln durchziehen

dann die festlich geschmückte Passage und laden ein zum geselligen

Beisammensein unterm Glasdach.

52


November 2025. Längst liegen die Weihnachtsleckereien

in den Regalen, Kerzen und Deko für die

Adventszeit sorgen für eine heimelige Weihnachtsatmosphäre

in den Geschäften und hier und da hört

man bereits die erste Weihnachtsmusik. Auch in der

LLOYD PASSAGE gibt es in den Hütten wieder ein

vielfältiges Angebot an winterlichen Köstlichkeiten und

wärmenden Accessoires – für jeden Geschmack und

alle Generationen ist etwas dabei.

Am 24. November startet die Vorweihnachtszeit in der

Bremer City, denn dann öffnen die Weihnachts- und

Wintermärkte ihre Türen. Auch der Weihnachtsmarkt

in der LLOYD PASSAGE hat sich wieder herausgeputzt

und lockt mit seinem weihnachtlichen Sortiment.

Zwischen Sögestraße und Gosch bieten die Aussteller

in diesem Jahr eine vielfältige Auswahl an kulinarischen

Köstlichkeiten und inspirierenden Geschenkideen

an. Buten- und Binnenbremer sind zum Probieren,

Stöbern und Verweilen eingeladen.

Neben bekannten Gesichtern wie Silke und Jens

Fredrich, die seit über 30 Jahren mit ihrem eingespielten

Team dabei sind und neben Crêpes, Poffertjes

und Glühwein auch ihren hausgemachten Eierpunsch

nach Geheimrezept verkaufen oder dem Ehepaar

Lübben mit ihrem Sortiment aus Mützen, Schals,

Handschuhen und Lederwaren ist in diesem Jahr

auch Monika Veeser mit ihrem Espresso-Martini-

Stand wieder dabei. Neu in diesem Jahr ist der Stand

von Monia Pohl, die leckere Waffeln und Milchreis

anbieten wird.

Der Weihnachtsmarkt in der LLOYD PASSAGE hält

für alle das Passende bereit. Mit den zahlreichen Geschäften

direkt um die Ecke gibt es außerdem viele

weitere Adressen, um die Geschenke vom diesjährigen

Wunschzettel zu besorgen.

Öffnungszeiten 24.11.-28.12.:

Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr

Freitag und Samstag 11 bis 21:30 Uhr

Sonntag 12 bis 19 Uhr

Heiligabend 10 bis 14 Uhr.

Die LLOYD PASSAGE ist Deutschlands erste überdachte

öffentliche Straße. Ausschließlich mit privaten

Mitteln finanziert, entwickelten sich die Flächen der

ehemaligen Großen Hundestraße und Kreyenstraße

zur beliebten Einkaufspassage im Herzen der Bremer

City. Inzwischen besteht die Gemeinschaft der Anlieger

über 30 Jahre.

53


Die Vorbereitungsgruppe von finden!

v.l.n.r.: Böttcher, Lichtenstein, Schürmann, Alber

finden! Weihnachtsedition

Es gibt einen neuen hochwertigen Kunsthandwerkermarkt

in der Vorweihnachtszeit in Bremen!

Das AUS aller Veranstaltungen in der Unteren Rathaushalle

bedeutete auch das Ende der tradierten

Weihnachtsausstellung der KunsthandwerkerInnen.

Lange hat die AKB, Angewandte Kunst Bremen, nach

einem neuen geeigneten Ort und einem neuen Format

für feines Kunsthandwerk zu Weihnachten gesucht.

Die „kleine Schwester“ des langjährig bekannten

Weihnachtsmarktes findet in diesem Jahr zum

ersten Mal an vier Tagen in der Handwerkskammer

Bremen neben dem Winterwald am Ansgarikirchhof

statt: die Weihnachtsedition finden!

Schmuck von Marion Heilig + Joachim Dombrowski

54


Geflüchtete brauchen Schutz!

Menschen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen,

suchen Schutz. REFUGIO ist ein sicherer Ort.

Herzlichen Dank für Ihre Spenden, die bereits vielen

geflüchteten Menschen in Bremen eine kostenlose

Beratung und therapeutische Behandlung bei uns

ermöglicht haben. Unterstützen Sie uns auch weiterhin.

Spendenkonto:

DE93290501010001071281

Sparkasse Bremen

www.refugio-bremen.de

Steingut von Lisa Rosemann

Zwanzig KunsthandwerkerInnen aus Bremen, aber

auch aus ganz Deutschland zeigen juriertes hochwertiges

Handwerk für den täglichen Gebrauch. Zartes

Porzellan, feine Gläser, geschmiedeter und geformter

Schmuck werden ebenso zu sehen sein, wie Kleinmöbel,

Holzobjekte und Textiles.

Wunderschönes finden! Ist das Motto, unter dem

besondere individuelle Handwerkskunst in der Handwerkskammer

gezeigt und gefunden werden kann.

Vom aufwändigen Einzelstück bis zur Kleinserie, von

der kleinen Postkarte zum großen Druck, für alle Vorlieben

ist etwas im Angebot. Wie schön, dass Bremen

auch in diesem Jahr nicht ohne einen besonderen

Weihnachtsmarkt der Handwerkskunst bleiben wird!

finden! Weihnachtsedition

4. bis 7. Dezember, 11-18Uhr

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstr. 24

Do 14-18 Uhr, Fr-So 11-18 Uhr

Glassterne von Sybille Homann

55


Das Team von raum Handwerk & Design: v.l.n.r.: Ruprecht Holsten, Frauke Alber, Martin Wilmes

„Das Schöne Ding“

14 Jahre raum Handwerk & Design

Seit 14 Jahren bietet die Produzent:innengalerie raum

Handwerk & Design einen festen Ankerpunkt für

Handwerk, Gestaltungskunst und alltägliche Schönheit.

Seit sieben Jahren kuratieren und organisieren

die Keramikerin Frauke Alber, der Metallgestalter Ruprecht

Holsten und der Möbeltischler Martin

Wilmes diesen besonderen Laden

und wählen von befreundeten

und geschätzten Kolleginnen

aus ganz Deutschland

besondere

Stücke aus.

Auf knapp 40 Quadratmetern öffnet der raum regelmäßig

Türen zu Arbeiten von über 30 unterschiedlichen

Kunsthandwerker:innen. Das Repertoire reicht

von Keramik, Metall, Holz, Papierarbeiten bis hin zu

Korbflechterei und Textilkunst. Besuchende begegnen

in der Galerie formschönen Hockern aus einheimischen

und exotischen Laubhölzern, Schalen,

Bechern und Vasen mit üppigem Golddekor,

geschmiedeten

Pfan-

Pfeffer und Salzmühlen

Bratpfannen

56


Espressotassen

nen, fein geschnitzten Miniaturen, Auflaufformen,

Buch- und Schachteln aus Papier, filigranen Mobiles,

Fahrradkörben aus Weidengeflecht, handgewebten

Merinowollschals, bunten Wollfilz-Sitzkissen, gedrechselten

Stiften und Pfeffermühlen sowie handgenähten

Ledertaschen – und vielem vielem mehr. Das

Gemeinsame all dieser Arbeiten ist eine ausgeprägte

Materialkenntnis, eine eigenständige Gestaltungsprache

und eine bemerkenswert hohe Alltagstauglichkeit:

Jedes Stück soll im Alltag Freude bereiten.

Besonders hervorzuheben ist das Keramikprojekt:

Über 30 Keramiker:innen bieten Espressotassen

in aller Vielfalt an. „Am Thema Espressotasse lässt

sich wunderbar die unglaubliche Vielfalt der Keramik

Mobile

zeigen – von verschiedenen Arbeitsmethoden über

Glasuren bis hin zu Gestaltungsansätzen und Techniken“,

erklärt Frauke Alber. Dieses Projekt sei ihnen

ein großes Anliegen, so die Keramikerin und Gründerin

der Ladengalerie.

Der raum Handwerk & Design öffnet seine Pforten

saisonal von September bis Ende März. In den übrigen

Monaten verwandelt sich der Raum in einen

Spargel-, Obst- und Gemüseladen. „Meist werden wir

im September schon sehnsüchtig erwartet“, verrät der

Möbeltischler Martin Wilmes.

raum handwerk & Design

Ostertorsteinweg 68

28203 Bremen

Instagram: raum_handwerkunddesign

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag 14-18 Uhr

Samstag 11-16 Uhr

von November bis Weihnachten

täglich ab 11 Uhr

Kaffeebecher

57


Weihnachten

im Weserpark

Stimmungsvoll einkaufen gehen – der WESERPARK im festlichen Lichterglanz

Wenn der Duft von Glühwein und gebrannten

Mandeln in der Luft liegt, ist es wieder soweit: Die

festliche Saison beginnt und mit ihr öffnet der gemütliche

Weihnachtsmarkt auf dem Außengelände

des Weserparks seine Tore. Ab Freitag, dem 21. November,

verwandelt sich das Areal in ein funkelndes

Winterwunderland, das große und kleine Besucher

gleichermaßen begeistert.

Zwischen glitzernden Lichtern, liebevoll geschmückten

Ständen und stimmungsvoller Musik lässt sich

das Weihnachtsgefühl in vollen Zügen genießen. Ob

Pommes, Bratwurst, Schmalzkuchen oder ein heißer

Glühwein, hier findet jeder seine persönliche Leckerei.

Auch für Kinder gibt es viel zu entdecken: ein nostalgisches

Karussell sorgt für spaßige Runden und jede

Menge Abwechslung. Ein besonderes Highlight ist die

detailreich gestaltete Märchenwelt, in der Figuren wie

Frau Holle oder Die Schneekönigin Geschichten erzählen.

Hier kann gestaunt und entdeckt werden.

Der Winterzauber hat montags bis samstags

von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Weihnachtsstimmung im Weserpark

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Während der Adventszeit gibt es auch vor dem Weserpark einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt

Wo Weihnachten

lebendig wird

Und wer nach dem Bummel noch

auf Geschenksuche ist, wird direkt

im Weserpark fündig. In über 170

Fachgeschäften warten funkelnde

Geschenkideen – von Schmuck

und Parfüm bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten

und praktischen Alltagshelfern. Wer noch auf der

Suche nach dem richtigen Geschenk ist, der liegt mit

einem Weserpark-Gutschein genau richtig. Erhältlich

sind die Gutscheine an zwei Automaten in der Nähe

der Kundeninformation in den Werten 5 €, 10 €, 25 €

und 50 €.

Festliche Stimmung und Geschenkideen

Einkaufen wird im Weserpark in der Adventszeit zu

einem echten Erlebnis. Inmitten festlicher Dekoration,

funkelnder Lichter und stimmungsvoller Musik macht

das Bummeln durch die Geschäfte besonders viel

Freude. Verschiedene Chöre versetzen die Mall in eine

festliche Stimmung, die zum Verweilen und Träumen

einlädt. So wird selbst die Geschenksuche zum puren

Vergnügen.

Ob das perfekte Outfit für die Feiertage, Spielzeug für

die kleinen Entdecker, Konsolenspiele für die großen

Kids oder Parfüm, Schmuck und Elektronik für die

Liebsten – in den 170 Fachgeschäften des Weserparks

findet sich für jeden Geschmack und jedes Budget

das passende Präsent für die schönste Zeit des

Jahres.

Auch für das festliche Menü ist gesorgt: Norddeutschlands

größtes EDEKA center bietet eine beeindruckende

Auswahl an frischen Zutaten, Delikatessen und

kulinarischen Highlights, die jede Weihnachtsküche

bereichern. So wird der Besuch

im Weserpark zu einem rundum

genussvollen Erlebnis, voller

Inspiration, festlicher Stimmung

und Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

Mit Liebe verpackt – und für den guten Zweck

Ab dem 6. Dezember wird im Weserpark eine jährliche

Tradition fortgeführt: der beliebte Geschenke-

Einpackservice. Wer seine Einkäufe liebevoll und

festlich verpackt mit nach Hause nehmen möchte, ist

hier genau richtig.

Gegen eine Spende von 3 Euro verwandelt das

Einpack-Team jedes Präsent mit viel Sorgfalt in ein

kleines Kunstwerk, perfekt für das Weihnachtsfest.

Das Beste: Die gesamten Einnahmen kommen auch

in diesem Jahr einem karitativen Zweck zugute. Der

Einpackservice steht allen Besucherinnen und Besuchern

montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr zur

Verfügung. Eine wunderbare Gelegenheit, die Freude

am Schenken mit einer guten Tat zu verbinden.

Weserpark

Hans-Bredow-Str. 19, 28307 Bremen

Weitere Informationen zu allen festlichen

Aktionen und Terminen in der Weihnachtszeit

gibt es unter: weserpark.de

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Ein Symbol der Leichtigkeit und Inspiration

Die Worpsweder Wolke

Feine Geschenke und feines Essen, die Worpsweder Wolke

Sicher kennen Sie das Worpsweder Schlösschen an

der Hembergstr. 5? Dies ist nun seit dem 01. März

2025 von Frau Hildebrandt an Frau Sieg übergegangen,

die sich ihre Worpsweder Wolke eröffnet hat. In

dem kleinen aber feinen Geschenkeladen sind 10 Sitzplätze,

verteilt um einen großen Tisch und drei kleine

Sitzplätze entstanden, die zum Verweilen einladen.

Eis mit Oreos, in der Worpsweder Wolke bekannt und beliebt unter

dem Namen „Moorwaffel“

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Das Team der Worpsweder Wolke (v.l.n.r.): hintere Reihe: Petra Tauke, Alena Seibt, Dana Bekov, vorne: Andrea Sieg, Claudia Wohldorf

Eine Wolke schwebt frei, nimmt immer neue Formen

an und lädt dazu ein, den Blick nach oben zu richten

und zu träumen. Genau das macht sie zu einem

wunderbaren Symbol für einen Geschenkeladen: ein

Ort voller Inspiration, an dem sich kleine und große

Schätze finden lassen, die das Leben bereichern und

besondere Momente festhalten.

In Worpswede haben Wolken eine ganz besondere

Bedeutung. Der Himmel über diesem Künstlerdorf ist

weit und eindrucksvoll, und seine Wolkenlandschaften

sind seit jeher eine Quelle der Kreativität.

So wie die Wolken am Himmel Geschichten formen,

so erzählt auch jeder liebevoll ausgewählte Gegenstand

im Geschenkeladen von Andrea Sieg eine kleine

Geschichte. Und wer ein Stück dieser Leichtigkeit und

Inspiration mit nach Hause nehmen möchte, findet

hier genau das Richtige.

Andrea Sieg fest, dabei unterstützt von ihrem Team,

lädt sie ihre Kundinnen und Kunden zum genießen

ein. Denn ein ganz klarer Traum ist unter anderem die

Moorwaffel, einfach köstlich und dazu einen Kaffee,

perfekt. Dabei können die Augen entspannt nach

kleinen Geschenken oder Wohnaccessoires für das

eigene Heim suchen. Eine Leichtigkeit sich hier auf

verschiedene Art zu Schönem verführen zu lassen.

Fahren Sie doch mal wieder nach Worpswede, lassen

Sie sich nach einem Museumsbummel dort nieder

und bringen Sie sich Hübsches für zuhause mit. Viel

Freude dabei!

Die 57-jährige hat sich hier einen Traum erfüllt. Diese

Möglichkeit kam genauso angeflogen wie eine Wolke.

Nur wissen wir, dass wir Wolken nicht festhalten

können, aber ihren Traum vom eignen Geschäft hält

Geschenke, Deko,

Kaffee & Kuchen

Täglich von 11-18 Uhr

Mittwoch ist RUHETAG

Hembergstraße 5

27726 Worpswede

T 04792 9 87 79 90

worpsweder-wolke.de

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DIE GLOCKE

Januar / Februar 2026

Glocke: Außenansicht mit Dom bei Nacht.

Foto: Mark Bollhorst

Telmo Pires & Cristina Branco: »Viva o Fado«

GLOCKE Spezial

Mittwoch, 28. Januar, 20 Uhr

Was für Spanien gemeinhin der Flamenco, für Argentinien der Tango oder

für Griechenland der Rembetiko, das ist für Portugal der Fado: Jene Musik,

in der sich eine wehmütige Grundstimmung (»saudade«) in Liedern über

die Sehnsucht, das Schicksal, den Schmerz, die Liebe und den Abschied

äußert. Grund genug, diesem beliebten portugiesischen Musikstil einen

Abend mit gleich zwei herausragenden Vokalist*innen zu widmen: Telmo

Pires und Cristina Branco.

Telmo Pires, in Portugal geboren und in Deutschland aufgewachsen, ist

einer der wenigen international auftretenden Fado-Sänger. Erst über Umwege

zum Fado gekommen, verbindet er in diesem Genre Tradition mit

Innovation und begeistert mit einer Stimme, die sich durch große Kraft

und Wärme auszeichnet. All das bündelt er in seinen Interpretationen der

Songs von António Variações, einem bedeutenden Singer-Songwriter der

1980er-Jahre, der wiederum ein großer Verehrer der Fado-Ikone Amália

Rodrigues war.

Telmo Pires

Foto: Rita Carmo

Cristina Branco hingegen ist keine Unbekannte im Nordwesten. Bereits

2003 gab sie ihr Glocke-Debüt und hat sich seitdem mit weiteren Gastspielen

als eine der herausragenden Fado-Sängerinnen ihrer Generation

empfohlen. Mit »Mãe« hat sie ihr nunmehr 18. Studioalbum vorgelegt, das

den Fado einmal mehr neu definiert und gleichzeitig seine traditionsreichen

Wurzeln ehrt. Telmo Pires und Cristina Branco widmen sich mit ihren

ausdrucksstarken Stimmen aber nicht nur den melancholischen Seiten des

Fados, sondern feiern mit einem Tupfer Frohsinn auch die Schönheit des

Lebens.

Cristina Branco

Foto: Augusto Brázio

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»Orientalische Träume«

GLOCKE Sitzkissen Konzert

Dienstag, 27. Januar, 9:30 und 11:30 Uhr

Mit dem Baby ins Konzert gehen – das ermöglichen die Sitzkissenkonzerte

für Erwachsene und Babys im Alter von 0–18 Monaten. Sie werden von

verschiedenen Bremer Ensembles gestaltet, die knapp 45-minütige Programme

unterschiedlicher Stilrichtungen darbieten. Das Publikum macht

es sich auf gemütlichen Sitzkissen bequem, um spannende Musik kennenzulernen

und zu genießen.

Die Märchen aus Tausendundeiner Nacht werden in diesem Konzert

mit David Niedermeyer und Burkhard Schwier lebendig, wenn sie mit

Oud und Darbuka geradezu magische Klänge entfalten: Die orientalische

Knickhalslaute und die einfellige Bechertrommel bringen Musik aus dem

Herzen Arabiens und der Türkei in den Kleinen Saal, wodurch sich Orient

und Okzident vereinen. In ihren sanften und verträumten Melodien erklingen

Geschichten aus längst vergessenen Zeiten und durch ihre klangvollen

Rhythmen erwachen spannende Abenteuer zum Leben. Von traditionellen

Stücken bis hin zu neu interpretierten Kompositionen ist jeder Ton

eine Einladung, sich in diesem Konzert an den musikalischen Kulturen und

Traditionen der Türkei und Arabiens zu erfreuen und ein wenig in die Ferne

zu träumen.

Burkhard Schwie und David Niedermayer

Foto: Sima Koocheki

MIKIs Takeover! Ensemble feat. Joris

GLOCKE Spezial

Samstag, 14. Februar, 20 Uhr

Klassik und Pop zusammenzubringen – so lassen sich die Konzertprojekte

definieren, die der Violinist, Komponist und Arrangeur Miki Kekenj seit einigen

Jahren mit seinem Takeover! Ensemble erarbeitet. Er fragt bei Größen

aus der deutschen Rock-, Pop-, Soul- und HipHop-Szene an, um gemeinsam

eine Auswahl ihrer Songs in neuen, kammermusikalischen Arrangements

zu präsentieren – unplugged natürlich.

Nach gefeierten Auftritten mit Joy Denalane, Max Mutzke, Stefanie Heinzmann

oder Samy Deluxe, kommt MIKIs Takeover! Ensemble nun mit Joris

in die Glocke. Seit der Singer-Songwriter 2015 mit seiner Single »Herz über

Kopf« und seinem Debütalbum »Hoffnungslos Hoffnungsvoll« die Charts

stürmte, überzeugt er mit seiner ausdrucksstarken und gefühlvollen Stimme

in Songs voll unverkrampfter Indie-Stimmung zwischen Rock und Pop. Sein

aktuelles Album »Zu viel Retro« verzichtet bewusst auf den Einsatz von KI-

Tools und setzt ganz auf handgemachte Musik mit echten Instrumenten.

Was liegt da näher, als jetzt eine Auswahl seiner Songs in speziell für Kammerensemble

abgestimmten neuen Arrangements zu präsentieren?

Joris

Foto: Luis Jantsch

Ticket-Service der Glocke:

T 0421 33 66 99

Domsheide 6-8 I 28195 Bremen

Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa, 11-14 Uhr

Karten online unter:

glocke.de

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Die Bremer

Philharmoniker

Dezember 2025 / Januar 2026

Verehrt und verewigt

4. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

Mo 14.12.2025 19:30 Uhr

Di 15.12.2025 19:30 Uhr

Das 4. Philharmonische Konzert mit Hana Chang, Foto: Kaupo Kikkas

undenkbar. Mit Finnegan Downie Dear steht einer der

verheißungsvollsten Dirigenten der jüngeren Generation

am Pult und Violinistin Hana Chang gilt als Rising Star.

Da spielt die Zukunftsmusik. Und sie klingt spektakulär.

1879 – 1899 – 1919: Drei Kompositionen aus drei Epochen,

exakt 20 Jahre voneinander entfernt – und alle

sind eng mit ganz bestimmten Personen verknüpft:

Ravel setzt mit Le Tombeau de Couperin einem der

größten Komponisten des französischen Barocks ein

musikalisches Denkmal – François Couperin. Elgar

portraitiert in seinen Enigma-Variationen Freunde und

Wegbegleiter. Und Brahms‘ einziges Violinkonzert

wäre ohne den damaligen Stargeiger Joseph Joachim

Maurice Ravel (1875-1937)

Le Tombeau de Couperin Suite d' Orchestre

Johannes Brahms (1833-1897)

Violinkonzert D-Dur op. 77

Edward Elgar (1857-1934)

Enigma-Variationen op. 36

Finnegan Downie Dear, Dirigat

Hana Chang, Violine

Tradition mit Twist

5. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

Mo 12.1.2026

Di 13.1.2026

19:30 Uhr

19:30 Uhr

Igor Strawinsky war ein musikalisches Chamäleon:

radikaler Avantgardist sowie neugieriger Neoklassiker.

Seine Pulcinella Suite basiert auf Musik von Giovanni

Battista Pergolesi und spannt den Bogen vom Barock

zu modernen Klangwelten. Das Ergebnis ist ein

Klassiker der Moderne. Ein Klassiker der Klassik ist

Haydns Trompetenkonzert in Es-Dur – ein wahrer

Geniestreich: verspielt, virtuos, voll raffinierter Überraschungen

und bei Roman Lemmel, Solotrompeter der

Bremer Philharmoniker, genau in den richtigen Händen.

Und noch ein Highlight: Brahms´ dritte Symphonie,

von der Clara Schumann schwärmte: „Welch ein

Werk, welche Poesie! Jeder Satz ein Juwel, jede Note

aus einem Guss.“

Igor Strawinsky (1882–1971)

Pulcinella Suite

Joseph Haydn (1732–1809)

Trompetenkonzert Es-Dur Hob. Vlle:1

Johannes Brahms (1833-1897)

Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Roman Lemmel, Foto: Caspar Sessler

Marko Letonja, Dirigat

Roman Lemmel, Trompete

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5nachsechs – Das Afterwork-Konzert

Eine gute Stunde Musik und Moderation, ohne Pause,

kurzweilig, zwanglos, auf höchstem Niveau - die

Afterwork-Konzerte der Bremer Philharmoniker in der

Mi 17.12.2025 18:05 Uhr

Enigma – who is who?

Edward Elgar (1857-1934)

Enigma-Variationen op. 36

Finnegan Downie Dear, Dirigat und Moderation

Glocke bieten großes Orchester, interessante Gäste

und ein abwechslungsreiches Programm.

Mi 21.1.2026 18:05 Uhr

Polka Beats und Walzer Vibes

Johann Strauß, Sohn (1825-1899)

Walzer und Polkas

Johannes Brahms (1833-1897)

Ungarische Tänze WoO 1

Aurel Dawidiuk, Dirigat und Moderation

Familienkonzerte

Klassik für Kinder? Na klar! Die Familienkonzerte bieten

mit kindgerechter Dramaturgie einen vergnüglichen

Zugang zur klassischen Musik. Heiter, spannend,

märchenhaft – so abwechslungsreich wie die Klänge

eines Orchesters! Mit „Konzertinchen“, dem Konzertformat

für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren, sowie mit

dem großbesetzten Familienkonzert „Karneval der

Tiere“ und dem Familienkonzert „Der kleine Prinz“ für

Kinder ab 6 Jahren bieten die Bremer Philharmoniker

Spaß und Freude mit klassischer Musik.

So 7.12.2025 11 Uhr

Karneval der Tiere

Theater am Goetheplatz

So 21.12.2025 11 Uhr

Der kleine Prinz

Halle 1 im Tabakquartier

So 11.1.2026 10 und 11 Uhr

Konzertinchen

„Vogelgezwitscher“

Halle 1 im Tabakquartier / Musikwerkstatt

David Gutfleisch, Perkussion

Benefizadventskonzert

Die Glocke

Mi 3.12.2025 20 Uhr

Mit dem Benefiz-Adventskonzert läuten die Bremer

Philharmoniker gemeinsam mit dem Weser-Kurier

und Radio Bremen Zwei die Vorweihnachtszeit ein

und zaubern unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor

Marko Letonja weihnachtliche Atmosphäre in

den Konzertsaal. Das Konzertpublikum darf sich auf

ein stimmungsvolles und beschwingtes Programm

u.a. mit Camille Saint-Saëns Weihnachtsoratorium

sowie Auszügen aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Nussknacker

und der Nutcracker Suite von Duke Ellington

freuen.

Marko Letonja, Dirigat

Marko Letonja, Foto: Caspar Sessler

PHIL BENEFIT

Zusätzlich zur ABO-Reihe mit Preisvorteilen bis zu 35%, Stammplatz und weiteren Extras bieten die Bremer Philharmoniker

ab der Spielzeit 25/26 Einzelticketkäufer:innen mit PHIL BENEFIT ein attraktives neues Angebot:

Der Kauf einer Eintrittskarte für ein Philharmonisches Konzert oder für ein Afterwork-Konzert aus der Reihe

5nachsechs gewährt einen Rabatt von 20% auf Eintrittskarten für weitere Konzerte.

Nähere Details und Karten unter:

bremerphilharmoniker.de

Ticket-Service in der Glocke

Domsheide 6-8 I 28195 Bremen

T 0421 33 66 99

Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen

Vorverkaufsstellen

T 0421 36 36 36

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sendesaal

bremen

Dezember 2025 / Januar 2026

Nordic Christmas, Foto: Helene Blum u. Harald Haugaard

HB unplugged

Auf Sendung | Paloma & The Matches

Die neue Konzertreihe „HB unplugged“ bietet Bremer

Newcomer-Künstler:innen und -Bands eine Bühne.

Dieses Mal werden zwei Bremer Bands live auf der

Bühne zu sehen sein: „Auf Sendung“ präsentiert ihr

Repertoire erstmals in einer überwiegend akustischen

Version. „Paloma & The Matches“ bringen mit ihrer

neuen EP „Crush“ Funk, Soul und 60s-Vibes live auf

die Bühne.

Samstag, 6. Dezember 2025, 19.30 Uhr

Concierto Ibérico „El Fuego – Das Licht”

Eine hervorragende Mischung aus spanischen Weihnachtsliedern

und instrumentalen Werken verspricht

eine temperamentvolle und lebensfrohe Weihnachtszeit.

Sonntag, 7. Dezember 2025, 18.00 Uhr

residenz@sendesaal

Signum Quartett

Das Signum Quartett spielt Werke von Leoš Janáček

und von der Komponistin Vítězslava Kaprálová, deren

kraftvolle und berührende Werke viel zu selten zu hören

sind.

Freitag, 12. Dezember 2025, 19.30 Uhr

Fjarill „Strålande Juletid“

Skandinavische Weihnacht – mal leise und verträumt,

mal kraftvoll und lebendig. Fjarill ist ein Folk-Pop-Duo,

bestehend aus der schwedischen Pianistin und Sängerin

Aino Löwenmark und der südafrikanischen Violinistin

Hanmari Spiegel.

Samstag, 13. Dezember 2025, 19.30 Uhr

Nordic Christmas

Wenn die dänische Sängerin Helene Blum und der Geiger

Harald Haugaard die Bühne betreten, verwandelt

sich der Konzertsaal in eine nordische Winterlandschaft

aus Klang und Gefühl. Ihr Programm „Nordic Christmas“

feiert die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit

– mit fein ausgewählten Liedern, Geschichten und

Melodien, die zwischen Folk, Klassik und nordischem

Zauber schweben.

Sonntag, 14. Dezember 2025, 18.00 Uhr

Weiner’s Heihnacht

Weihnachtslieder auf links gedreht: Wenn die beiden

WDR-Jazzpreisträger Heiner Schmitz und Simon Oslender

ihre Highnite Brothers vereinen, wird es alles –

nur nicht besinnlich! Im Sendesaal präsentieren sie ihr

drittes Album „Weiner’s Heihnacht“. Zwischen Swing,

Groove und feiner Ironie verschmelzen Jazz-Standards

wie „Cute“ mit Klassikern wie „Schneeflöckchen“ zu einem

festlich-funkelnden Soundtrack für alle, die Weihnachten

lieber mit einem Augenzwinkern genießen.

Dienstag, 16. Dezember 2025, 19.30 Uhr

Ola Onabulé & The Hazelrigg Brothers

Soul- und Jazz-Singer Ola Onabulé und das US-amerikanische

„Hazelrigg Brothers Trio“ präsentieren ihr

neues Album „It’s never over“. Die Aufnahmen entstanden

im Sendesaal Bremen als ununterbrochene Takes

– ganz ohne Proben – und fangen die pure Spontaneität

und Kreativität der Musiker ein.

Sonntag, 21. Dezember 2025, 18.00 Uhr

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Januar 2026

Frielinghaus Ensemble, Foto: Peter Adamik

Neujahrskonzert mit Streichsextett

Frielinghaus-Ensemble

Das neue Jahr beginnt mit einem außergewöhnlichen

Kammermusikabend: Richard Strauss’ Streichsextett

aus „Capriccio“, ein spätes Meisterwerk voll klanglicher

Klarheit, trifft auf zwei Jugendwerke großer Komponisten.

Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ und Johannes

Brahms’ Streichsextett op. 36 zeigen den Aufbruch

zweier musikalischer Genies. Drei Werke, drei Epochen

- ein Fest für Liebhaber der Kammermusik!

Mittwoch, 07. Januar 2026, 19.30 Uhr

residenz@sendesaal

Tetzlaff Trio

Die Konzerte des Tetzlaff Trios gehören seit Jahren

zu den musikalischen Höhepunkten im Sendesaal.

Nach dem tragischen Tod ihres Pianisten Lars Vogt

kehren Christian und Tanja Tetzlaff mit Kiveli Dörken

am Klavier in neuer Besetzung zurück – verbunden

mit dem Ort, an dem viele ihrer gefeierten Aufnahmen

entstanden sind. Im ersten Konzert steht Bedřich

Smetanas Klaviertrio g-Moll op. 15 im Mittelpunkt – ein

Werk, das aus persönlicher Trauer zu großer musikalischer

Leidenschaft findet. Das zweite Konzert widmet

sich Peter Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op. 50,

überschrieben „À la mémoire d’un grand artiste“. Eine

ergreifende Hommage an seinen Freund und Mentor

Nikolaj Rubinstein.

Dienstag, 13. Januar 2026, 19.30 Uhr

Sonntag, 25. Januar 2026, 18.00 Uhr

Klavierfestival

Auf schwarzen und weißen Tasten

Das Festival beginnt am Samstag, dem 10. Januar

2026 mit einem echten Paukenschlag: Die französische

Starpianistin Lise de la Salle wird nach 2011 zum

zweiten Mal im Sendesaal auftreten. Sie gehört seit

über 20 Jahren zu den absoluten Spitzenpianistinnen

der weltweiten Klavierszene.

Im zweiten Konzert tritt der prominenteste Klavierkünstler

Belgiens auf, der 1990 geborene Florian

Noack. Er ist nicht nur ein Virtuose mit umwerfender

Beherrschung des Klaviers, er ist auch ein extrem origineller

und fantasievoller Bearbeiter für sein Instrument.

Das Finale des Bremer Klavierfestivals mit Medienpartner

Bremen Zwei bestreitet Andrey Gugnin, der zu

den spektakulärsten Pianisten der aktuellen Klavierwelt

gehört. Im November 2023 gewann Gugnin den 12.

Internationalen Deutschen Pianistenpreis.

Lise de la Salle: Samstag, 10. Januar 2026, 19.30 Uhr

Florian Noack: Mittwoch, 14. Januar 2026, 19.30 Uhr

Andrey Gugnin: Samstag, 17. Januar 2026, 19.30 Uhr

Peter Prange & Mark Scheibe

„Deutschland, mon amour“

Symphonische Lesung – Geschichte mit Gänsehaut!

Freitag, 16. Januar 2026, 19.30 Uhr

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Kammerkonzert „Neues aus Ungarn“

Ein Programm zwischen Tradition und Erneuerung:

Fünf Meisterwerke ungarischer Komponisten – László

Weiner, György Kurtág, Zoltán Kodály, Leó Weiner

und Ernst von Dohnányi – zeigen, wie Volksmusik und

Moderne zu einer eigenen Tonsprache verschmelzen.

Den Blick über die Grenze wirft Franz Schreker mit

seiner expressiven Musik zur Pantomime Der Wind

– ein österreichischer Beitrag aus der Zeit der Donaumonarchie.

Donnerstag, 22. Januar 2026, 19.30 Uhr

residenz@sendesaal

Albert-Schweitzer-Ensemble

Das Albert-Schweitzer-Quintett ist die Keimzelle des

Ensembles, das verstärkt durch Streicher der Deutschen

Kammerphilharmonie Bremen ein besonderes

Konzertprogramm bestreitet.

Samstag, 31. Januar 2026, 19.30 Uhr

Sendesaal Bremen

Bürgermeister-Spitta-Allee 45

28329 Bremen

Ticket Vorverkauf und Infos

sendesaal-bremen.de

oder an den Sendesaal-Abendkassen

ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

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SEEBÜHNE BREMEN

HIGHLIGHTS 2026

Die Seebühne Bremen startet 2026 bereits in ihre

sechste Saison – und das größer denn je: Vom 17. Juli

bis 23. August 2026 erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches

Programm mit mehr Shows, mehr

Stars und insgesamt fünfeinhalb Wochen voller Musik

und Entertainment. Unter freiem Himmel, direkt an der

Weser, entsteht so erneut eine spektakuläre Open-

Air-Kulisse für unvergessliche Abende. Das Programm

vereint beliebte Publikumslieblinge, die nach ihren

gefeierten Auftritten erneut auf die Seebühne zurück-

Foto: Helen Sobiralski

Foto: Linda Bujoli

Foto: Marcel Brell

kehren – darunter SCHILLER, Alphaville, Ben Zucker,

Philharmonic Rock und Highland Saga – ebenso wie

starke Neuzugänge, die 2026 erstmals auf dieser

Bühne zu erleben sind, etwa NENA und Madsen. Und

das ist längst nicht alles: Schon jetzt sind zahlreiche

weitere Shows im Vorverkauf, und das Programm füllt

sich laufend mit weiteren Highlights. Ein Sommer voller

einzigartiger Erlebnisse – jetzt Tickets sichern und Sommernächte

unter freiem Himmel genießen!

ALPHAVILLE

31.07.2026, 20:00 Uhr

Nach ihrem gefeierten Comeback mit dem Album „Eternally

Yours“ begeistern Alphaville weiterhin ihre Fans.

2026 feiern Marian Gold und seine Band das 40-jährige

Jubiläum ihres legendären Debüts „Forever Young“

– weiter mit einer großartigen Live-Produktion und all

ihren unvergesslichen Hits wie „Big in Japan“, „Sounds

Like a Melody“ und natürlich „Forever Young“..

NOUVELLE VAGUE

05.08.2026, 20:00 Uhr

Seit über 20 Jahren begeistert das französische Projekt

Nouvelle Vague mit seiner unverwechselbaren Mischung

aus melancholischem Post-Punk und sanftem

Bossa Nova. Mit neuen Interpretationen legendärer

Songs – zuletzt inspiriert von „Should I Stay Or Should

I Go“ – bleibt die Band ihrem Stil treu. 2026 bringen

Nouvelle Vague ihre entspannten Klänge zum Sonnenuntergang

auf die Seebühne Bremen!

DICK BRAVE – BACK FOR MORE

14.08.2026, 20:30 Uhr

Die Rockabilly-Legende ist zurück – lauter, cooler und

legendärer denn je! 2026 bringt Dick Brave den Rock ’n’

Roll auf die großen Open-Air-Bühnen. Mit seinem neuen

Album „Back for Good“, jeder Menge Retro-Charme

und ungebremster Live-Energie feiert er sein größtes

Comeback aller Zeiten. Freut euch auf mitreißende Hits,

wilde Nächte und echtes 50s-Feeling – Dick Brave is

ready for Rock ’n’ Roll!

Seebühne Bremen

AG-Weser-Straße

28237 Bremen

Das komplette Programm und

Tickets versandkostenfrei unter:

seebühne-bremen.de

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METROPOL THEATER

UPCOMING

13.12.2025

14.12.2025 17.-23.12.2025 25.-28.12.2025

03.01.2026 05.01.2026 14.-18.01.2026 20.-25.01.2026

Service, Vielfalt & Gute Unterhaltung

Montags

Metropol Jazz Lounge

01.12.2025

Last Christmas Miracle

02.12.2025

Giselle – Imperial Ballet

03.12.2025

The Dark Tenor

04.12.2025

Michael Mittermeier

05.12.2025

Alfons

06.12.2025

Philharmonic Rock

07.12.2025

FOREVER

08.12.2025

Die drei ???

09.12.2025

Tom Gaebel & Orchestra

11.12.2025

Biyon Kattilathu

12.12.2025

Lords of the Sound

18.12.2025

Bernd Stelter

19.12.2025

Ross Antony & Paul Reeves

27.12.2025

Schwanensee Grand Classic Ballet

Metropol Theater Bremen

Richtweg 7

28195 Bremen

Das komplette Programm und

Tickets versandkostenfrei unter:

metropol-theater-bremen.de

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DOCTOR ATOMIC, Foto: Jörg Landsberg

DEZEMBER 2025 / JANUAR 2026

MUSIKTHEATER

DOCTOR ATOMIC

Oper in zwei Akten von John Adams

In englischer Sprache mit deutschem Übertext

Das musikalische Kaleidoskop eines (un-)moralischen Experiments: Von Los Alamos ging kein Segen für die

Menschheit aus. Dort, in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico, war am 16. Juli 1945 der Versuch erfolgreich,

Plutonium, also nukleares Brennmaterial in großem Umfang zur Explosion zu bringen. Diesem Trinity-Test

des Manhattan-Projekts, bei dem die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte gezündet wurde, folgten

bereits drei Wochen später die Atombomben-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki. Komponist John Adams und

Librettist Peter Sellars griffen für ihre Oper auf freigegebene US-amerikanische Regierungsdokumente und auf

die Korrespondenz der am Projekt beteiligten Wissenschaftler, Regierungsbeamten und Militärvertreter zurück.

Zwischen Skrupeln und Selbstherrlichkeit, Larmoyanz und Kaltschnäuzigkeit stellt Adams mit kompositorischer

Wucht die Fragen nach der Verantwortung der Erkenntnis im Fortschrittseifer, wenn das Wissen zur Währung

der Macht wird und die vermeintliche Selbstlosigkeit im Dienste der Menschheit zwischen die Mühlen der (Un-)

Moral gerät.

Musikalische Leitung: Stefan Klingele // Regie: Frank Hilbrich

Wiederaufnahme: So 18. Januar um 15:30 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weiterer Termin: Sa 24. Januar um 19 Uhr

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MARIO UND DER ZAUBERER

nach Thomas Mann

Eine Familie im Urlaub: Sie baden im Meer, liegen am Strand und werden durch ihre bloße Anwesenheit

zum Problem für die Einheimischen. Da scheint eine Zaubershow eine willkommene Ablenkung.

Die Nacht bricht an, das Spektakel beginnt. Sobald die Peitsche des Zauberers erklingt, beginnen sich

die Gäste nach seinen Wünschen zu bewegen. Offenbart der Zauberer nur die Lust und den Willen der

Vorgeführten? Oder formt er ihre Gedanken nach seinem Wunsch? Die Nacht wird dunkler, das Spiel

grotesker, bis der unscheinbare Mario aufschreckt und sich aus dem Bann zu befreien versucht.

Regie: Caroline Anne Kapp

Premiere: Sa 17. Januar um 19:30 Uhr im Kleinen Haus

Weitere Termine: Fr. 30. Januar um 19:30 Uhr und So 25. Januar um 18:30 Uhr

SCHAUSPIEL

SOLANGE WIR LEBEN

nach dem Roman von David Safier

Foto: J. Landsberg

Die Geschichte von David Safiers Eltern Waltraut und Joschi führt vom

Wien der 1930er Jahre durch die Gefängnisse der Gestapo nach Tel Aviv,

in den Palästinakrieg und später auf die Weltmeere. Der Jude Joschi, der

niemals wieder deutschen Boden betreten wollte, wird Seemann – und

verliebt sich ausgerechnet beim Landgang in einer Eisdiele in Bremen.

Waltraut ist zwanzig Jahre jünger, Tochter eines Werftarbeiters in Walle,

bei ihrer ersten Begegnung bereits alleinerziehende Witwe. Gemeinsam

bekommen sie einen Sohn, David. Ihre Leben sind voller Höhenflüge

und Schicksalsschläge.

Regie: Alize Zandwijk

Vorstellung: Mo 22. Dezember um 18:00 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weitere Termine: theaterbremen.de

MUSIKTHEATER

LA BOHÈME

Oper von Giacomo Puccini // In Kooperation mit Bremer Tafel e. V.

Foto: J. Landsberg

Was kostet die Welt? Das Leben ist ein Spiel für die vier Männer, die

malen, schreiben, philosophieren und musizieren. Sie sind jung, sie haben

Zeit. Viel Zeit zum Feiern, viel Zeit für die Liebe, denn die großen

Gefühle, sie gehören schließlich dazu, zum Leben wie zur Kunst. Doch

dann bricht es ein: das echte Leben. Rodolfo hat sie geliebt, dann kam

der Frühling, sie sind auseinandergegangen und jetzt ist Mimì krank,

sterbenskrank. Schlagartig wird die Kälte kalt, die Armut bitter und die

Realität existenziell.

Musikalische Leitung: Sasha Yankevych // Regie: Alize Zandwijk

Wiederaufnahme: Fr 12. Dezember um 19:00 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weitere Termine: So 28. Dezember um 15:30 Uhr und Do 30. Dezember um 19:00 Uhr

sowie Sa 10. und Fr. 30. Januar jeweils um 19:00 Uhr

Theater Bremen

Goetheplatz 1-3

28203 Bremen

Theaterkasse

Goetheplatz 1-3

Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Termine und Karten unter

theaterbremen.de

T 0421 3653333

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VIEL LÄRM UM NICHTS, Foto: Marianne Menke

Dezember2025 / Januar 2026

GOODBYE 2025 – HELLO 2026

VIEL LÄRM UM NICHTS

Zwischen Claudio und Hero funkt es auf den ersten

Blick, zwischen Beatrice und Benedick dagegen

herrscht Streitlust, aber im Herzen „Funkstille“ – oder

scheint das nur so? Schwer zu sagen, denn jegliche

Liebe entsteht nicht in Zweisamkeit, sondern immer

vor den Blicken der anderen und ist eingefädelt durch

Hörensagen und Manipulationen. Intrigen können verliebte

Paare auseinanderreißen – so wird Hero vom eifersüchtigen

Don John bei Claudio verleumdet – oder

auch zusammenbringen: nur geschicktes Streuen von

Gerüchten bringt Beatrice und Benedick dazu, sich ihre

Gefühle zu gestehen. Shakespeares Komödie gibt der

Liebe, die sich hinter all dem wilden Maskenspiel verbirgt,

eine echte Chance!

TERMINE: 19.12. und Silvester: 31.12 um 16.00 Uhr

und um 21.15 Uhr im Theater am Leibnizplatz.

Anschließend Silvester-Feiern im Falstaff.

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KARRIEREN IN BREMEN NACH 1945

Kurt A. Becher, Käthe Popall, Alfred Ries

Grafik: Nils Steffen

Die 23. szenische Lesung aus der Reihe »Aus den Akten auf die Bühne«

zeigt anhand von drei exemplarischen Biographien von Bremer

Persönlichkeiten wie Nationalsozialismus und Krieg zu Brüchen, bzw.

Kontinuität in Lebensläufen führten. Die Dokumente beleuchten unterschiedliche

politische und wirtschaftliche Strukturen und deren

gesellschaftliche Bewertungen im Hinblick auf Verantwortung und

Schuld in Westdeutschland: Kurt A. Becher (1909-1995), NS-Täter

und Wirtschaftsmagnat nach 1945, Käthe Popall (1907-1984), in der

NS-Zeit verurteiltes KPD-Mitglied und Senatorin von 1946 und Alfred

Ries (1897-1967) Präsident des SV Werder in der Weimarer Republik

und in der Bundesrepublik.

TERMIN: 17.12. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz.

A MIDWINTER NIGHT’S DREAM

A family-friendly short adaptation of ‘A Midsummer Night’s Dream’.

Set in a magical winter-wonderland forest filled with fantastical fairies,

sprites and legendary creatures, this enchanting and spell-binding production,

brings audiences of all ages a glittering, sparkling holiday gift

from the Prague Shakespeare Company.

TERMIN: 8.1. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz.

A MIDWINTER NIGHT’S DREAM

Foto: Marianne Menke

PeterLicht

Foto: Albrecht Fuchs

PETERLICHT:

„WIR WERDEN ALLE GANZ SCHÖN VIEL

AUSGEHALTEN HABEN MÜSSEN“

Warum blinkt nachts im Bad die elektrische Zahnbürste, was will sie

uns damit sagen? Welche regionalen Unterschiede im Anranzungsverhalten

zwischen Männern und Frauen muss man beachten? Wie

soll man aus all dem noch schlau werden? Zum Beispiel durch eine

Welterklärungsmaschine. So etwas ganz ähnliches, vielleicht auch etwas

ganz anderes ist das neue Buch von PeterLicht: ein Begleiter für

die kleinen und großen Zumutungen des Alltags. Ein Buch über das

untrügliche Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann. Wie

werden wir das alle ausgehalten haben können? Nur mit diesem Buch.

TERMIN: 29.1. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz

bremer shakespeare company

Theater am Leibnizplatz

Schulstr. 26

28199 Bremen

Tickets

Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall

Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr

T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

shakespeare-company.com

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I CAPULETI E I MONTECCHI – ROMEO UND JULIA, Foto: Anni Strauss

SPIELPLAN DEZEMBER 2025 / JANUAR 2026

I CAPULETI E I MONTECCHI – ROMEO UND JULIA

Oper von Vincenzo Bellini / die berühmte Liebesgeschichte

als Konzerterlebnis / in italienischer

Sprache mit deutschen Übertiteln

Sa, 13.12., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

Sa, 20.12., 19:30 Uhr, Großes Haus

Sa, 03.01., 19:30 Uhr, Großes Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Verbotene Liebe, tragische Schicksale und ein verzweigter Konflikt, der alles zerstört – I Capuleti e i Montecchi

erzählt die Geschichte von Romeo und Julia aus der Perspektive der romantischen Oper. In der erbitterten Rivalität

zwischen ihren Familien finden sich Romeo und Julia in einem Strudel aus Leidenschaft, Hoffnungen und

Unglück wieder. Bellinis Ideal einer Musik, die «aufs Engste das Wort ausdrückt» kommt voller erlesen schöner

Melodien und großer dramatischer Spannungsbögen daher. Diese Nähe und Intimität wird in einer konzertanten

Aufführung noch authentischer und rückt das herzzerreißende Leid der Liebenden ungeschönt in den Mittelpunkt.

Musikalische Leitung: Davide Perniceni // Szenische Einrichtung: Toni Burkhardt

Projektionen: Wolfgang kurima Rauschning

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NILS HOLGERSSON

von Nils Zapfe nach Selma Lagerlöf

Familienstück zur Vorweihnachtszeit // ab 6 Jahren

So, 07.12., 14:00 Uhr, Großes Haus

So, 14.12., 14:00 Uhr, Großes Haus

Fr, 26.12., 16:00 Uhr, Großes Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Nils hat sich mit einem Wichtel gezofft. Der ist so sauer, dass er Nils in einen Winzling verzaubert. Was sollen nur

die Eltern denken? Als die Hausgans Martin mit den Wildgänsen davonfliegt, fliegt Nils einfach mit. Die Wildgänse

haben ein Ziel: Sie wollen den Sommer an ihrem See in Lappland verbringen. Doch der Weg in den Norden ist

beschwerlich, und es drohen große Gefahren: Der hungrige Fuchs, Troll und Bär lauern den Gänsen auf. Werden

Martin und Nils den Weg zurück nach Hause finden?

Nils Zapfe hat eine traumhaft-poetische Theaterfassung des Kinderbuchklassikers geschrieben – wie geschaffen

für das Märchenpublikum in Bremerhaven!

Regie: Bianca Sue Henne // Bühne: Sven Hansen // Kostüme: Viola Schütze

4. SINFONIEKONZERT «WAHLVERWANDTSCHAFTEN»

JOSEF SUK Scherzo fantastique op. 25

BOHUSLAV MARTINŮ Konzert für Oboe und Orchester H 353

GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 5 cis-Moll GWV 44

Mo, 12.01., 20:00 Uhr // Di, 13.01., 19:30 Uhr // Mi, 14.01., 19:30 Uhr, Großes Haus

Die Region Böhmen steht für einen unglaublichen

Reichtum an großartiger Musik. Aus einer Auswahl

von drei wunderbaren Werken hat unser Publikum

das Eröffnungsstück selbst ausgesucht: Scherzo fantastique

op. 25 von Josef Suk. Kai Frömbgen wird der

Solist des Abends und hat das ungemein spielfreudige

Oboenkonzert von Bohuslav Martinů mitgebracht.

Gustav Mahler wollte in seinen Sinfonien geradezu

«Welten aufbauen»; zu hören auch in seiner Fünften –

vom dunklen Trauermarsch, gefolgt von einem vehementen

Sonatenhauptsatz und einem fast überlangen

Scherzo führt sie zu dem liedhaften Adagietto, einem

sentimentalen Ruhepunkt vor dem groß auftrumpfenden

Finale.

Dirigent: Marc Niemann // Oboe: Kai Frömbgen // Philharmonisches Orchester Bremerhaven

DIE MÖWE

Tragikomödie von Anton Tschechow

in einer Bearbeitung von Martin Crimp

Deutschsprachige Erstaufführung

Sa, 10.01., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)

Fr, 16.01., 19:30 Uhr, Großes Haus

So, 25.01., 15:00 Uhr, Großes Haus

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Kostja hat einen Monolog geschrieben, der das Theater revolutionieren soll. Die von ihm geliebte Nina soll ihn

spielen. Nicht gerechnet hat der Jung-Dichter mit dem Spott der Gesellschaft, angeführt von seiner eigenen

Mutter, der Theater-Diva Irina Arkadina. Die wiederum versucht, ihr Älterwerden mit einem jungen Liebhaber zu

übertünchen, dem nichts Besseres einfällt, als sich in Nina zu verlieben.

In Tschechows berühmter «Komödienreise ins Herz der Finsternis» (G. Stadelmaier) sind alle unglücklich in die falschen

Leute verliebt und jammern darüber, dass das Geld nicht reicht. Dass es Wichtigeres gäbe als den eigenen

Bauchnabel, fällt ihnen nur selten auf, und auch dann wird die Erkenntnis mit Ironie zugedeckt.

Regie: Tobias Rott // Bühne & Kostüme: Cornelia Brey

Stadttheater Bremerhaven

Theodor-Heuss-Platz

27568 Bremerhaven

Öffnungszeiten Theaterkasse

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

T 0471 49001

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

stadttheaterbremerhaven.de

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Auf Sie warten Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen mit bis

zu 50% Rabatt, das schont den Geldbeutel, verschönert kahle Wände

im Nu mit echter Blaumeier-Kunst und macht schenkende und

beschenkte Person gleichermaßen glücklich. Und obendrein erfüllt es

noch einen guten Zweck: Ihr Kunst-Kauf unterstützt das Blaumeier-

Atelier ganz unmittelbar und hilft uns, nach dem 40-jährigen Jubiläum

im nächsten Jahr auch zuversichtlich in die weiteren Jahre zu blicken.

Die Auswahl ist groß, Sie dürfen die Werke gleich mitnehmen und natürlich

am nächsten Tag wieder kommen und nach weiteren Schätzen

Ausschau halten. Auch mit Getränken und kleinen Snacks versorgen wir

Sie, damit Sie die intensive Shoppingtour gut durchhalten. Nur für kurze

Zeit, kommen Sie vorbei, kaufen Sie Kunst, unterstützen Sie Blaumeier!

Start: Fr. 5.12. um 15 Uhr mit dem Blaumeier-Duo Kevinsky

Blaumeier-Atelier

Travemünder Str. 7a

28219 Bremen

Öffnungszeiten:

Fr. 5.12. von 15 bis 19 Uhr

Sa. 6.12. & So 7.12. von 11 bis 19 Uhr

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botanika leuchtet!

botanika leuchtet! Foto: Phil Porter

Mit den „Winterlichtern“ hat die botanika in der Vergangenheit

in der dunklen Jahreszeit kleine Lichtakzente

in den asiatischen Landschaften unter Glas

gesetzt. In diesem Jahr erstrahlt die botanika in einem

ganz besonderen Licht – und das im wahrsten Sinne

des Wortes. Denn aus „Winterlichter“ wird ab diesem

Jahr „botanika leuchtet!“. Doch nicht nur der Name

der licht- und farbgewaltigen Sonderausstellung hat

sich geändert, auch das Konzept wurde komplett

überarbeitet. Im Ergebnis steht ein beeindruckendes

Schauspiel aus Licht und Farbe, in dem große und

kleine Gäste nicht nur die faszinierende Tier- und

Pflanzenwelt der botanika entdecken, sondern sich

zugleich auch von eindrucksvollen Licht- und Farbkompositionen

verzaubern lassen können.

Verantwortlich für das atmosphärische Farbenspiel

sind zahlreiche Lichtinstallationen, die außergewöhnliche

Landschaften und exotische Pflanzenwelten in

farbige Illuminationen tauchen. Wechselnde Projektionen

und sanft bewegte Lichteffekte verleihen den

verschiedenen Schauhäusern eine lebendige Dynamik

und schaffen eindrucksvolle Szenen zwischen Natur

und Kunst. Das Zusammenspiel aus Licht, Schatten

und natürlichen Formen lässt bekannte Bereiche in

völlig neuer Gestalt erscheinen und eröffnet überraschende

Perspektiven auf vertraute botanische Landschaften.

So entsteht ein einzigartiges Erlebnis, das

Besucherinnen und Besucher in eine magische Lichtstimmung

eintauchen lässt.

Eine besondere Ergänzung stellen in diesem Jahr die

fantasievollen Werke der Künstlerin Gundel Latanza

dar, die mit ihren poetischen Lichtskulpturen zusätzliche

Akzente in den Pflanzenwelten setzt und die

einzigartige Atmosphäre von botanika leuchtet! unterstreicht.

Durch die Kombination aus künstlerischer

Inszenierung und botanischer Vielfalt wird jeder Rundgang

zu einer stimmungsvollen Entdeckungsreise, die

zum Verweilen und Staunen einlädt.

Die Sonderausstellung botanika leuchtet! ist im Eintritt

der botanika enthalten und kann bis einschließlich

08. Februar 2026 täglich mit Beginn der Dämmerung

besucht werden. Weitere Informationen zur botanika

finden Sie unter: botanika-bremen.de

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Olaf Brzeski

16. November 2025

bis 8. März 2026

Feast

Blick in die Ausstellung »Olaf Brzeski. Feast«. Foto: Sandra Beckefeldt

Die Arbeiten des 1975 in Breslau geborenen Künstlers

wurzeln in surrealen Visionen, Ängsten, Träumen

oder alltäglichen Anlässen, die er mithilfe von Skulptur,

Zeichnung und Film sichtbar macht. Dass die

Botschaften aus dem Unterbewusstsein des Künstlers

zuweilen auch Albträume sein können, zeigt der

von Brzeski geschaffene große blaue Vampirkopf, aus

dessen geöffnetem Mund rote, spitze Zähne blitzen.

Auch ein Löwe mit dekorativ gelockter Mähne bewohnt

das Museum. Warum er an einem winzigen,

grünen Frosch leckt, erfahren die Besucher*innen in

der Ausstellung.

Brzeskis Werke erzählen persönliche Geschichten

und schaffen neue Bildwelten. Dabei verbindet er mit

Leichtigkeit Popkultur, obskure tibetische Mythen und

Privates. Der Künstler arbeitet in unterschiedlichen

Modi und Techniken, die er jedes Mal neu ergründet,

mal massiv, mal leicht, fast zeichnend im Raum. Ebenso

variiert er den Maßstab seiner Arbeiten, sodass es

für die Besucher*innen sehr unterschiedliche Seherfahrungen

geben wird. Jeder Ausstellungsraum wird

zu einem besonderem Erfahrungsraum, in dem Brzeski

oft sehr intim zu erleben sein wird, auch in seinem

Kampf mit den eigenen Dämonen. In einem seiner

Filme geht der Künstler in den Dialog mit diesen Dämonen,

die durchaus positiv besetzt sind.

Der englische Titel der Ausstellung »Feast« kann sowohl

Substantiv als auch Verb sein und verbindet all

die Aspekte, die dem Künstler wichtig sind: Augenweide,

Bewirten, Ergötzen, (ausschweifend) Feier(n), (ein)

Festmahl (bereiten), Schwelgen. Kurz: ein vielseitiges

visuelles Festmahl.

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Bettina Thierig

16. November 2025 bis 8. März 2026

Blick in die Ausstellung »Bettina Thierig, Bienengedanken und Bodenleben«. Foto: Sandra Beckefeldt

Indem die Bildhauerin Bettina Thierig (geb. 1964)

Naturbeobachtung, wissenschaftliche Ordnungssysteme

und künstlerische Intuition zusammenführt,

schafft sie Arbeiten, die gleichermaßen sinnlich erfahrbar

sind und zum Nachdenken über das Verhältnis

von Mensch, Umwelt und Wissenschaft einladen.

Ihre Steinskulpturen sind zurückhaltend im Gestus und

fordern durch ihre starke Präsenz zu einem Dialog mit

dem eigenen Körper auf. Auch in ihren Papierarbeiten

ist die künstlerische Forschungsarbeit sichtbar. Seit

mehreren Jahren widmet sich die Künstlerin der Anatomie

der Bienen. Im Besonderen hat sie dabei deren

Flügel mithilfe des Mikroskops ins Visier genommen

und davon detaillierte Aufnahmen angefertigt. An-

schließend arrangiert sie die Strukturen frei und assoziativ

neu auf Papier. Darüber hinaus beschäftigen

sich ihre Linoleumdrucke mit Bodenerde und deren

Lebewesen.

Veranstaltungstipp »Reden wir über Kunst«

26. Februar, 18.30 Uhr

Das Buch »Bienengedanken« von Dorothea Brückner

und Bettina Thierig verbindet Wissenschaft und Kunst

und ermöglicht so eine poetische Form der Vermittlung

von (bedrohter) Natur. Gespräch zwischen der

Künstlerin Bettina Thierig, Dr. Dorothea Brückner,

Universität Bremen und Dr. Arie Hartog, Direktor des

Gerhard-Marcks-Hauses.

Ausstellung

»Keine Freundin von … Bildhauerinnen, die Sie kennen sollten«

16. November 2025 bis 8. März 2026

Gerhard-Marcks-Haus

Am Wall 208, 28195 Bremen

marcks.de

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Focke

meets

Spargelterrine, 1774; Foto: Focke-Museum/Martin Luther

Ragoutschüssel, Wilhelm Wagenfeld, 1934 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto:Focke-Museum/Martin Luther

Wagenfeld

19.9.2025 bis 22.3.2026 im Wilhelm Wagenfeld Haus

und im Haus Riensberg, Focke-Museum

Die Sammlungen des Focke-Museums und des Wilhelm

Wagenfeld Hauses könnten unterschiedlicher

nicht sein – und ergänzen sich gerade deshalb. Das

gemeinsame Ausstellungsprojekt kombiniert Alltagsobjekte

aus verschiedenen Jahrhunderten und erlaubt

so einen ganz neuen Blick auf Design-Themen.

Das Besondere an der Ausstellung „Focke meets

Wagenfeld“ ist die Verbindung von universalen

Fragestellungen mit außergewöhnlichen Bremen-

Bezügen.

Die Sammlungen der beiden Häuser unterscheiden

sich grundlegend: Das Landesmuseum für Kunst- und

Kulturgeschichte hat einen breiten Sammlungsfokus

und erzählt mit über 140.000 Objekten 300.000 Jahre

Geschichte. Das Designmuseum besitzt dagegen

eine monographisch ausgerichtete Sammlung, die ca.

7.000 Objekte aus dem 20. Jahrhundert bewahrt.

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Silbertablett für ein Schreibzeug

mit Kerzenhalter, 18. Jh., Foto:

Focke-Museum/Martin Luther

Butterdose, Wilhelm Wagenfeld,

1955/56 © VG Bild-Kunst, Bonn

2025, Foto: Jens Weyers

Warum eine gemeinsame Ausstellung?

Während seiner Lehrzeit bei der Bremer Silberwarenmanufaktur

Koch & Bergfeld studierte Wagenfeld

auch die Vorbildsammlung des Gewerbemuseums –

ein Bestand, der heute zum Focke-Museum gehört.

Was hätte der junge Wagenfeld wohl dazu gesagt,

dass 100 Jahre später auch seine Arbeiten im Focke-

Museum sein werden? Erstaunt wäre er wohl auch

gewesen, hätte er damals von der Einzelschau zu

seinem Werk erfahren, die 1987 im Focke-Museum

stattfand. Sie intensivierte den Kontakt zum Designer,

so dass er Bremen überhaupt erst als Ort für seinen

Nachlass ins Auge fasste.

Es gibt aber vor allem inhaltliche Gründe, denn beide

Sammlungen ergänzen sich hervorragend. In 37

Themenvitrinen stellt die Ausstellung grundlegende

Designfragen: Ändert sich das Verhältnis zu den

Dingen im Lauf der Jahrhunderte? Welche Rolle

spielen unterschiedliche Materialien? Wie reagieren

Designer:innen auf gesellschaftliche Veränderungen?

Das Prinzip der Ausstellung: Exponate als Freunde,

Diskussionspartner und Kontrahenten

Die Exponate der beiden Häuser gehen dabei spannende

Beziehungen ein. Manchmal bilden sie eine

fröhliche Gruppe, manchmal agieren sie als Gegenspieler.

Drei dieser Gruppierungen stellen wir genauer vor:

Thema „Ergonomie“

Aus dem Focke-Museum kommt ein silbernes

Schreibzeug aus dem 18. Jahrhundert, und es steht

sicher gerne neben einer Buterdose, die Wilhelm Wagenfeld

1956 entworfen hat. Das Schreibzeug wölbt

sich auf der linken Seite zu einem besonderen Detail:

Man steckt den Zeigefinger durch einen Ring und legt

den Daumen auf die Oberfläche des Tablets – ein

sicherer Griff! 200 Jahre später entwickelt Wilhelm

Wagenfeld diese Idee weiter: Für seine Butterdose

formt er eine elegante Mulde und schafft damit einen

ergonomisch geformten Griff.

Thema „Tischleuchte“

Haben sich diese beiden Tischleuchten viel zu sagen?

Auf jeden Fall zeigen sie sehr unterschiedliche Konzepte.

Die Leuchte aus dem Focke-Museum wurde

1928 in Frankreich gefertigt und ist ein Juwel des Art

déco: Ein pilzförmiger Schirm mit hellblauem Farbverlaufund

aufwändigem Ätzdekor – eine schmückende

Leuchte für ein gediegenes Wohnzimmer. Wagenfelds

Bauhausleuchte war 1924 dagegen ein Bruch

mit den Sehgewohnheiten: Metall und Glas in streng

geometrischen Formen – eine Leuchte für das Industriezeitalter.

.

Tischleuchte, Charles Schneider

1928, Foto: Focke-Museum/

Martin Luther

Tischleuchte, Wilhelm Wagenfeld

MT 8, 1924; © VG Bild-Kunst,

Bonn 2025, Foto: Jens Weyers

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Caroline Streck, Nimbus through the backdoor, 2024 © VG Bild-Kunst, Bonn

Fade into Form

Nina Maria Küchler & Caroline Streck

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Nina Maria Küchler, Gibellina_La Citta Moderne, 2023 © VG Bild-Kunst, Bonn

Mit der Ausstellung Fade into Form bringt die Kuratorin

Nicole Giese-Kroner zwei eigenständige künstlerische

PosiGonen erstmals in einen gemeinsamen

Raum: Nina Maria Küchler (*1978 Hamburg) und

Caroline Streck (*1986 Kempen am Niederrhein)

wurden eigens für dieses Projekt eingeladen, um im

Obergeschoss des Syker Vorwerks eine ortsspezifische

Ausstellung zu entwickeln..

Die beiden Künstlerinnen kannten sich vorab nicht, ihr

Zusammenkommen eröffnet jedoch einen experimentellen

Dialog, der neue Formen, Verbindungen und

Übergänge sichtbar macht. Küchler und Streck arbeiten

beide raumbezogen und installativ, doch auf ganz

unterschiedliche Weise:

Nina Maria Küchler entwickelt aus Malerei, Zeichnung,

Video und architekturbezogenen Arbeiten präzise gesetzte

Installationen, die urbane Strukturen, modulare

Systeme und geometrische Ordnungen reflekGeren.

Sie arbeitet mit abstrakten Formen, die mit wechselnden

Inhalten belegt werden können.

Caroline Streck verbindet Malerei mit installativen Setzungen

und räumlichen Interventionen, in denen Farbe

und Form organisch ineinanderwirken. Streck folgt

dabei einem intuitiven Prozess: Muster und Strukturen

entwickeln sich schichtweise, malerisch und lebendig,

als wären sie natürliche, sich ständig verändernde Organismen.

Hier entsteht eine andere Art von Ordnung

die assoziativ und körperlich erfahrbar ist.

Trotz dieser Unterschiede finden sich formale und

gedankliche Überschneidungen im Œuvre der beiden

Künstlerinnen insbesondere in Bezug auf die abstrakte

Bildsprache: Kreise, Farbflächen, Farbfamilien,

modulare Systeme und rhythmische Muster tauchen

in beiden Arbeiten auf. Für Fade into Form entwickeln

Küchler und Streck ein gemeinsames Display, in

dem keine klare Trennung zwischen ihren PosiGonen

erfolgt. Die Werke reagieren aufeinander, überlagern

sich und bilden ein offenes, begehbares Gefüge aus

Malerei, Zeichnung, Installation und Video.

Der Titel Fade into Form verweist auf das zentrale

Thema der Ausstellung: Übergänge, Transformationen

und das allmähliche Sichtbarwerden von Form.

Besucher*innen sind eingeladen, diese Übergänge

nachzuvollziehen, Verbindungen zwischen den Werken

zu entdecken und sich von den sich überlagernden

Bild- und Raumwelten in einen visuellen wie

gedanklichen Dialog führen zu lassen.

TERMIN

Fade into Form

Nina Maria Küchler & Caroline Streck

09. November 2025 bis 25. Januar 2025

SYKER VORWERK

Waldstraße 76 I 28857 Syke

syker-vorwerk.de

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Unterwegs

zur Kunst

Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?

Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl

sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen

inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.

PARIS: Fondation Louis Vuitton – Gerhard Richter

Ein stilles Beben: Gerhard Richter zählt zu den größten Künstlerpersönlichkeiten

unserer Zeit – und wurde gerade vom

Kunstmagazin Monopol als einflussreichster Künstler der Gegenwart

ausgezeichnet. Die Pariser Ausstellung präsentiert

Werkgruppen aus sechs Jahrzehnten: fotorealistische Porträts,

flirrende Landschaften, politisch aufgeladene Übermalungen

und seine ikonischen Abstraktionen, in denen Farbe zu Atmosphäre,

Rhythmus und Erkenntnis wird. Besonders eindrücklich

ist die Spannung zwischen Präzision und Unfassbarkeit,

die den Rundgang wie ein roter Faden durchzieht. Ein konzentrierter

Parcours von seltener Intensität – und enorm gefragt:

unbedingt vorab Zeitslot reservieren!

Gerhard Richter, Möhre [Carotte], 1984 (CR 558-2)

Oil on canvas, 200 x 160 cm

Fondation Louis Vuitton, Paris

© Gerhard Richter 2025 (18102025)

Bis zum 2. März 2026

in der Fondation Louis Vuitton, Paris

WIEN: Kunsthistorisches Museum – Michaela Wautier

Eine Wiederentdeckung mit Wucht: Michaela Wautier, im 17.

Jahrhundert gefeiert, später aus dem Kanon verdrängt, überrascht

heute mit einer malerischen Handschrift, die intimer, klüger

und moderner wirkt, als man es von einer Künstlerin ihrer

Zeit erwarten würde. Die Ausstellung zeigt Porträts, Historien

und Genrebilder, die eine psychologische Tiefe und eine souveräne

Bildregie entfalten, die man in der Epoche vor allem Männern

zugeschrieben hat. Dass ihr Werk nun im Wiener KHM

umfassend gewürdigt wird, gleicht einer späten Gerechtigkeit

– und macht den Museumsbesuch zu einem echten Augenöffner.

Und ein Besuch in Wien lohnt sich aktuell gleich dreifach:

In der nahegelegenen Albertina sind auch Leik Ikemura und

Marina Abramović mit starken Präsentationen vertreten.

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Michaela Wautier, 5 Sinne: Schmecken

Photograph © 2025 Museum of Fine Arts Boston

Bis zum 22. Februar 2026

im Kunsthistorischen Museum, Wien


DRESDEN: Albertinum – William Kentridge

William Kentridge gehört zu den großen visuellen Erzählern

unserer Gegenwart. Seine Arbeiten – von Kohlezeichnungen

über Animationsfilme bis zu raumgreifenden Videopanorama-

Installationen – verbinden politisches Bewusstsein mit poetischer

Kraft. Die Dresdner Ausstellung macht sichtbar, wie Kentridge

Erinnerung, Kolonialgeschichte und individuelle Fragilität

zu vielschichtigen Bildräumen verdichtet, die zwischen Humor,

Schwere und existenzieller Klarheit changieren. Besonders

eindrucksvoll ist, wie der Künstler die Linie selbst zum Akteur

seiner Geschichten macht. Ein intensiver Blick in ein Werk, das

unerschöpflich wirkt.

William Kentridge, Still aus „More Sweetly Play The

Dance", 2014 © William Kentridge

Bis zum 15. Februar 2026

im Albertinum, Dresden

BRAUNSCHWEIG: Herzog Anton Ulrich-Museum – „Weibermacht“

Ein Titel wie ein Schlag – „Weibermacht, Die schöne Böse“

spielt bewusst mit Zuschreibungen, Körperbildern und historisierten

Rollenklischees. Die Ausstellung bringt internationale

Positionen zusammen, die Schönheit und Verführung gegen

Gewalt, Kontrolle und Machtfantasien spiegeln. Dabei entstehen

Arbeiten, die zart, wütend, ironisch oder analytisch scharf sein

können – aber immer den Blick auf das Politische im Ästhetischen

lenken. Eine beeindruckend kuratierte Schau, die in ihrer

Vielstimmigkeit radikal gegen vereinfachte Narrative arbeitet.

Bis zum 22. Februar 2026

im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig

Lucas Cranach d. Ä., Herkules bei Omphale, 1537

© Herzog Anton Ulrich-Museum, Claus Cordes

BASEL: Fondation Beyeler – Yayoi Kusama

Ein Universum aus Spiegeln, Punkten und Wiederholungen:

Yayoi Kusama verwandelt die Fondation Beyeler in ein schillerndes

Labyrinth aus Unendlichkeit, Farbe und pulsierender

Energie. Die berühmten Infinity Rooms öffnen meditative, fast

entrückte Räume, während frühe Gemälde und Objekte zeigen,

wie konsequent Kusamas obsessives Formvokabular seit

den 1950er-Jahren gewachsen ist. Die Ausstellung lässt die

Besucher*innen in eine Welt eintauchen, die zugleich verspielt

und existenziell ist – ein poetisches Gegenstück zu einer oft allzu

lauten Gegenwart. Ein strahlendes Highlight im Basler Kunstwinter.

Yayoi Kusama, Everything about My Love, 2013, Aus der

Serie My Eternal Soul, 2009–2021, Acryl auf Leinwand,

194 x 194 cm, Collection of the artist © YAYOI KUSAMA

Bis zum 15. Januar 2026

in der Fondation Beyeler, Basel

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Das Schwachhauser Magazin ist Galerie

Aktuell: Collagen von Birthe Çil

Purple Jump

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 15.11.2025 war es zum ersten Mal so weit, und

nun kann ich endlich den Künstlerinnen und Künstlern

im Schwachhauser Magazin nicht nur Seiten

geben, sondern auch einen Raum, um ihre Kunst

auszustellen und noch sichtbarer zu machen.

Birthe Çil hat den Reigen der zukünftigen Ausstellungen

eröffnet. Pünktlich um 18:00 Uhr füllte sich

der schöne Raum an der Schwachhauser Heerstraße

47, den eigentlich das Bestattungsunternehmen von

Jonathan Weering als Besprechungsraum nutzt. Ein

Raum, der warm und gemütlich wirkt, trotz der hohen

Decken mit dem wunderschönen Stuck, wie er in alten

Bremer Häusern oft noch zu finden ist. Das schöne

Fischgrätparkett aus altem Eichenholz trug viele interessierte

Besucherinnen und Besucher, viele natürlich

auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von

Birthe Çil. Auch ihre beiden Töchter waren gekommen,

um die erste Ausstellung ihrer Mutter in Bremen zu

sehen.

Ich habe die Gäste begrüßt, Jonathan Weering vorgestellt

und dann an Karla Wagner weiter gegeben, den

Gästen Birthe Çil vorzustellen. Dies hat sie großartig

gemacht, und wir haben alle geübt, wie es ist, selbst

auszustellen und zu sehen, wer da kommt und interessiert

ist. Für Karla Wagner war es aber nicht die erste

Künstlerin, die sie vorgestellt hat. Lange Jahre war

sie als Vorsitzende der GEDOK (Gemeinschaft deut-

86


V.l.n.r.: Karla Wagner,

Jonathan Weering,

Susanne Lolk und

Birthe Çil

Fotos:

Konstantin Zigmann

Besucher bei der Eröffnung

scher und österreichischer Künstlerinnen) tätig und

darin geübt, kunstschaffende Frauen auf ihrem Weg

in die Öffentlichkeit über Vernissagen zu begleiten.

Jonathan Weering und sein Team haben sich um

das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher

gekümmert, es gab Crémant, denn so eine erste Vernissage

im Hause Caspary/Schwachhauser, musste

gebührend gefeiert werden.

Wenn Sie im Dezember noch schauen wollen, wir

öffnen die Tür zu den Collagen immer Montags und

Mittwochs von 17-19 Uhr und die Finissage wird am

Montag, den 15. Dezember, um 17-19 Uhr stattfinden.

Hier in dieser neuen Ausgabe 106, können Sie über

den Künstler Herwig Gillerke lesen und seine Arbeiten

ansehen, in der „Galerie“ hängen seine Fotos ab dem

22.01.2026 und zu dieser neuen Vernissage, wieder

von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen.

Bitte melden Sie sich vorher bei mir an:

lolk@schwachhauser.de

Birthe Çil

Collagen

Bis 15. Dezember 2025

Schwachhauser Galerie

Schwachhauser Heerstr. 47 I 28209 Bremen

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87


BREMER

FILMKUNST

FILMSTARTS IM DEZEMBER

SCHAUBURG // GONDEL // ATLANTIS

THEATER

Teresa Kalkutta, Szenenfoto, Foto: Verleih

Sorry Baby, Szenenfoto, Foto: Verleih

The Secret Agent

Ein schonungsloser Blick auf religiöse Berufung und

Schwesternschaft und ein eindringliches Portrait der

kompromisslosen Hingabe von Mutter Teresa.

Do. 04.12.

Jetzt Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck.

Für die einen war Habeck der pragmatische Idealist, für

die anderen die Projektionsfläche all dessen, was sie

an der Gegenwart ablehnen. Ein Dokumentarfilm blickt

hinter die Kulissen der Politik.

Do. 07.12.

Stromberg –

Wieder alles wie immer

Regie: Arne Feldhusen mit Christoph M.

Herbst, Bjarne Mädel.

Vor ca. zwanzig Jahren lernte Deutschland

Bernd Stromberg und sein Team von der

Schadensregulierung der CAPITOL Versicherung

kennen. Damals gab es noch nichts

Veganes in der Kantine, Mobbing war Breitensport

im Büro und Bernd Stromberg

sagte: „Ich respektiere Frauen. Als Idee…“.

Seither hat sich die Arbeitswelt enorm verändert.

Bernd Stromberg auch? Ein großes

Wiedersehen aller Beteiligter soll Klarheit

bringen. „Büro ist Krieg“, hieß es bei

Stromberg damals. Heute ist alles noch viel

schlimmer…. Do. 04.12.

Zweitland

Regie: Michael Kofler mit Thomas Prenn,

Aenne Schwarz.

Südtirol, 1961. Die norditalienische Region

wird durch eine Serie von separatistischen

Bombenanschlägen erschüttert. Während

der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit

seines Dorfes entkommen und

Malerei studieren will, kämpft sein älterer

Bruder Anton kompromisslos für den

Schutz der deutschsprachigen Minderheit.

Während die Lage eskaliert, beginnt Anna

sich zunehmend gegen die patriarchalen

Strukturen ihres Umfelds zu wehren. Paul

hingegen muss sich entscheiden – zwischen

familiärer Loyalität und persönlicher

Selbstverwirklichung. Do. 04.12.

Sentimental Velue

Regie: Joachim Trier Renate Reinsve,

tellan Skarsgård.

Nora und Agnes verbindet eine komplexe

Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit

stets über die Familie stellte. Nun steht

Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich

wieder vor der Tür – mit einem charmanten

Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines

halben Lebens. Augenblicklich geraten alte

Familiendynamiken ins Rollen. Und nach

und nach wird deutlich, dass sich Vater und

Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten.

Do. 04.12.

Teresa Kalkutta

Regie: Teona Mitevska mit Noomi Rapace,

Sylvia Hoeks.

Indien, August 1948. Mutter Teresa, Oberin

des Ordens der Schwestern von Loreto,

erhält die langersehnte Erlaubnis das Kloster

zu verlassen. Sie will einen neuen Orden

gründen als Antwort auf den Ruf, den

sie von Gott erhalten hat. Doch gerade am

wichtigsten Wendepunkt in ihrem Leben,

steht sie vor einem Dilemma, das ihre Ambitionen

und ihren Glauben herausfordert.

Do. 04.12.

The Doors:

When Your’re Strange

Regie: Tom DiCillio.

Dokumentarfilm über eine legendäre Band

The Doors zeigt unbekanntes Filmmaterial,

Archivaufnahmen und sogar Amateurschnipseln

des Maestros Morrison höchstselbst.

Das Ergebnis ist ein fesselndes Portrait

einer mythisch verklärten Band, eines

unsterblichen Popkultur-Phänomens!

Do. 04.12.

Der Held vom Bahnhof

Friedrichstrasse

Regie: Wolfgang Becker mit Charly Hübner,

Daniel Brühl, Jürgen Vogel.

Der Berliner Videothekenbesitzer Micha

Hartung steht kurz vor der Pleite, als er über

Nacht ungewollt zum Helden wird: Anlässlich

des 30. Jahrestag des Mauerfalls macht

ihn der ehrgeizige Journalist eines Nachrichtenmagazins

mal eben zum Drahtzieher

der größten Massenflucht der DDR. Als

Hochstapler wider Willen gerät Micha ins

Rampenlicht – und begegnet darin sogar

seiner Traumfrau, Paula. Doch die sich anbahnende

Liebesgeschichte droht ebenso

wie der Rest seines Lebens im Chaos aus

Lügen und Falschmeldungen unterzugehen.

Do. 11.12.

88


von der Regie über das Dirigat bis hin zu

den Tänzer:innen und Sänger:innen.

Do. 18.12.

Kein Weg zurück, Szenenfoto, Foto: Verleih

Kein Weg zurück

ist ein kraftvolles Drama über Hoffnung, Vergebung und

die bedingungslose Liebe zu unseren Kindern.

Do. 11.12.

Kein Weg zurück

Regie: Charlotte Sieling

mit Nikolaj L. Kaas, Albert R. Lindhardt .

Wie weit bist du bereit zu gehen, um den

Menschen zu retten, den du am meisten

liebst – dein eigenes Kind? Ex-Soldat Christian

macht sich auf den gefährlichen Weg

nach Syrien, um seinen Sohn Adam, der

sich einer islamistischen Gruppierung angeschlossen

hat, zurück nach Hause zu holen.

Die verzweifelte Suche führt ihn in ein

brutales und vom Krieg zerrüttetes Land.

Mit jeder Etappe, die er bewältigt, erfährt

Christian mehr über sich selbst und begreift

zunehmend, dass er seine Glaubensgrundsätze

hinter sich lassen muss. Do. 11.12.

Ein Leben ohne Liebe ist möglich,

aber sinnlos

Regie: Cesc Gay

mit Nora Navas, Juan Diego Botto.

Es ist vor allem eine Komödie, aber eine

Komödie, die sehr ernst genommen werden

sollte, voller Missverständnisse, Zweifel,

unerwarteter Lügen, absurder Momente

und lächerlicher Situationen. Denn genau

das passiert, wenn unsere Emotionen die

Oberhand gewinnen und in gewisser Weise

die Kontrolle über unser Leben übernehmen

und Entscheidungen für uns treffen, die wir

selbst nicht zu treffen wagen. Eine Komödie,

die die wichtigsten Momente in Evas

Leben im Laufe eines langen Jahres und

zweier Winter erzählt. Do. 11.12.

Sorry, Baby

Regie: Eva Victor mit Eva Victor,

Naomie Ackie.

Etwas Schlimmes ist Agnes passiert. Aber

das Leben geht weiter – zumindest für alle

um sie herum. Es ist eine Geschichte stiller,

kraftvoller Selbstbehauptung – davon, wie

man wieder festen Boden unter den Füßen

gewinnt, nachdem einem dieser entzogen

wurde. Dieses schonungslosehrliche Porträt

darüber, wie ein Mensch lernt, mit etwas zu

leben, über das man eigent-lich nie hinwegkommt,

ist gleichzeitig oft überraschend

und überwältigend komisch. Do. 18.12.

Lurker

Regie: Alex Russell (II)

mit Théodore Pellerin, Archie Madekwe.

Genug vom öden Einzelhandelsalltag findet

Matthew einen cleveren Weg, sich in die

exklusive Welt des Pop-Phänomens Oliver

einzuschleichen. Als Hochstapler in der Entourage

des Musikers genießt er endlich die

lang ersehnte Macht und das Gefühl, dazuzugehören.

Doch die ernüchternde Erkenntnis,

wie austauschbar seine Position tatsächlich

ist, zwingt ihn zu einem verzweifelten

Kampf seine Bedeutung zu zementieren

und den Traum nicht zu verlieren.

Do. 18.12.

La Scala –

Die Macht des Schicksals

Regie: Anissa Bonnefont. Dokumentarfilm.

Hinter den prächtigen Vorhang der Mailänder

Scala – Bonnefont blickt in ihrem Dokumentarfilm

auf die reiche Geschichte der

Scala seit 1931. Dabei nimmt sie uns mit zu

den Menschen, die die Magie erschaffen:

HIGHLIGHTS IN DEN KINOS

Filmgespräch:

Stromberg – Wieder alles wie immer.

Zu Gast Christoph Maria Herbst. In der

Schauburg um 15:30 Uhr am Samstag den

06. Dezember.

Dokumentarfilm: Jetzt. Wohin. Meine Reise

mit Robert Habeck.

Filmgespräch mit dem Regisseur Lars Jessen

in der Schauburg am Dienstag den

09. Dezember. Erste Aufführung am Sonntag

den 07. Dezember um 14:30 Uhr.

Wiederaufführung: Schauburg Mon Amour

Die Regisseurin Marie Claire Schmochow

zu Gast in der Schauburg um 12:00 Uhr am

Samstag den 13. Dezember.

Sparkassen Kinonachmittag: Momo

Im Atlantis am Samstag den 27. Dezember

um 15:00 Uhr. Freier Eintritt für Kinder!

bremerfilmkunsttheater.de

Die jüngste Tochter

Regie: Hafsia Herzi

mit Nadia Melliti, Ji-Min Park.

Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von

drei Töchtern einer französisch-algerischen

Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport

ist Fußball, in der Schule hängt

sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer

Klasse ab, und sie hat einen heimlichen

festen Freund. Fatima fällt es jedoch zunehmend

schwerer zu verbergen, dass Ihr Herz

für Frauen schlägt. Als sie ein Philosophiestudium

in Paris beginnt, eröffnet sich für

sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen

zwischen Familientradition, Glauben

und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima

ihren eigenen Weg finden. Do. 25.12.

Song Sung Blue

Regie: Craig Brewer mit Hugh Jackman,

Kate Hudson.

Ein mitreißen-des Epos über die innige und

kreative Verbindung zwischen einem Musiker

und einer Musikerin, die zeigen, dass es

keine Rolle spielt, wann im Leben man sich

findet – Hauptsache, Herz und Musik schlagen

im gleichen Takt Do. 25.12.

Therapie für Wikinger

Regie: Anders T. Jensen

mit Mads Mikkelsen, Nikolaj L.Kaas

Der Film untersucht, wie unsere Identität

durch die Wahrnehmung unserer Mitmenschen

geprägt wird, aber auch durch unsere

eigenen Ambitionen. Wir bestehen aus

vielen Facetten, und diese Erkenntnis kann

befreiend sein und uns hoffentlich dazu

bringen, die Eigenheiten anderer eher zu

akzeptieren. Es ist eine schwarze Komödie

voller Wendungen, die zum Nachdenken

darüber anregt, wer wir wirklich sind.

Do. 25.12.

Von uns für gut befunden: Casino (OmU)

Die Bremer Filmkunsttheater zeigen in dieser

Filmreihe zeitlose Klassiker, die auch

Jahre später noch begeistern! Mit seinem

Meisterwerk aus dem Jahr 1995 kreiert Martin

Scorsese ein furioses Mafia-Drama. Am

Sonntag den 28. Dezember um 20:00 Uhr

in der Schauburg.

Familienkino: Pumuckel und das große

Missverständnis.

Sonntags um 15.00 Uhr in der Schauburg.

Weird Xperience: DEMON POND(OmU)

Am Sonntag den 14. Dezember um 20:00

Uhr. Die Filmreihe Weird Xperience zeigt jeden

Monat Filme, die man sonst nicht im Kino

sieht. Underground, Trash, Kunst, vergessene

Genreklassiker oder spannende Newcomer.

All dies hat einen Platz bei Weird Xperience.

Immer in der Originalfassung, immer

mit einer fachkundigen Einführung.

89


Fotos: Bremer Bäder

Weihnachtliche

Wellness

Sauna-Events im Südbad und im Freizeitbad Vegesack

Die Bremer Bäder laden im Dezember zu zwei

besonderen Sauna-Events ein, die Vorfreude auf

Weihnachten und Entspannung pur vereinen.

Entspannung nur für Frauen:

Die Weihnachtssauna in Vegesack

Im Freizeitbad Vegesack dürfen sich die Frauen auf einen

Abend voller Entspannung freuen. Zur Begrüßung

gibt es ein heißes Getränk, bevor bei weihnachtlichen

Aufgüssen und verschiedenen Peelings Körper und

Seele in die Tiefenentspannung gehen. Ein besonderes

Erlebnis bietet die traditionelle Banja-Zeremonie, bei

der der Körper sanft mit Birkenzweigen abgeklopft wird

– ein wohltuendes Ritual, das die Durchblutung anregt.

Winterliche Aromen und Genussmomente:

Die Saunanacht im Südbad

Das Südbad wiederum lädt zur stimmungsvollen

„Weihnachtssauna“ ein. Die stündlichen Aufgüsse mit

winterlichen Aromen und Wohlfühlpeelings, verwöhnen

die Sinne und schaffen eine festliche Atmosphäre.

Ein echtes Highlight sind die Banja-Zeremonie mit

Birkenzweigen sowie die Klangschalen-Zeremonie, um

den Körper in Tiefenentspannung zu bringen.

90


Neben den vom Saunapersonal gereichten gemischten

Teesorten kann zwischen den Sauangängen zur

Stärkung von der Speisekarte des Novazena bestellt

werden.

Ab 18:30 Uhr ist das Hallenbad ausschließlich für die

Saunagäste für textilfreies Schwimmen geöffnet. So

können Besucher zwischen den Saunagängen in Ruhe

ein paar Bahnen ziehen und die wohltuende Wirkung

des Wassers voll und ganz genießen – eine wunderbare

Möglichkeit, Körper und Geist in Balance zu

bringen.

Die Gutscheinkarte der Bremer Bäder:

Das perfekte Weihnachtsgeschenk

Und für alle, die ihren Liebsten Entspannung und

Wohlbefinden schenken möchten, gibt es die Gutscheinkarte

der Bremer Bäder. Die Gutscheine können

nicht nur für Eintrittskarten, sondern auch für Aqua-

Training-Kurse, Schwimmkurse sowie für Accessoires

und Badebekleidung im Bremer Bäder-Shop verwendet

werden.

Egal ob für einen ausgiebigen Schwimmbadbesuch

oder eine wohltuende Saunanacht wie die „Weihnachtssauna“

– mit den Gutscheinen der Bremer Bäder

verschenkt man Sportliche Momente, echte Wellness

und Erholung pur.

Weitere Informationen zum

Angebot der Bremer Bäder

GmbH gibt es auf Facebook,

Instagram, bremer-baeder.de

und im Bremer Bäder-Shop

im Südbad.

Alle Veranstaltungen im Dezember

Kids Pool Party – Der Nikolaus kommt!

Samstag, 6. Dezember 2025

12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD

Kinder aufgepasst! Eine Poolparty nur für euch mit

Spielen, Musik und jeder Menge Spaß im Wasser.

Saunaevent „Weihnachtssauna nur für Frauen“

Freitag, 12. Dezember 2025

12:00 bis 20:00 Uhr im Freizeitbad Vegesack

Genießt wohltuende Aufgüsse, sanfte Peelings und

eine besondere Banja-Zeremonie. Ein Abend ganz im

Zeichen der Ruhe und Regeneration.

Frauenbadezeit

Samstag, 13. Dezember 2025

12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD

Ein Nachmittag nur für Frauen, ab 16 Jahren, um in

ruhiger Atmosphäre zu schwimmen und zu relaxen.

Männerbadezeit

Samstag, 20. Dezember 2025

12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD

Ein Nachmittag nur für Männer, ab 16 Jahren, um in

ruhiger Atmosphäre zu schwimmen und zu relaxen.

Lange Saunanacht „Weihnachtssauna“

Samstag, 20. Dezember 2025

17:00 bis 24:00 Uhr im Südbad

Freut euch auf festliche Aufgüsse, weihnachtliche

Düfte und kulinarische Highlights. Ein stimmungsvoller

Abend zum Abschalten und Genießen.

91


Wassermann 21.1.-19.2.

Partnerschaft

Sie müssen bereit sein, Ihrem Partner

mehr Raum für die persönliche Entwicklung

zu geben. Schließlich wollen Sie

doch miteinander auf Augenhöhe kommunizieren. Das geht

nicht, wenn Sie immer wieder vorgeben, was der andere zu

tun und zu lassen hat. Das würden Sie ja auf der anderen Seite

auch nicht mit sich machen lassen. Liebevolle Aufmerksamkeit

ist der Schlüssel zum Erfolg, der Ihnen ein erneutes Hoch in der

Liebe bescheren wird!

Gesundheit

Nicht nur Sie haben es bemerkt, sondern inzwischen auch andere:

Ihre Reaktionsschnelligkeit hat in den letzten Wochen spürbar

nachgelassen. Kann das daran liegen, dass Sie sich in den

letzten Monaten ständig überfordert haben und chronisch übermüdet

sind? Sie müssen einen Gang runterschalten und Pausen

einlegen. Ansonsten werden Sie am Arbeitsplatz, aber auch

gesundheitlich einen Preis zu zahlen haben, der viel zu hoch ist.

Fische 20.2.-20.3.

Partnerschaft

Sie wollen mit Volldampf ins und durch

das neue Jahr rauschen und am liebsten

ununterbrochen Gas geben. Das bringt

Sie in Gefahr, die partnerschaftliche Kommunikation zu vernachlässigen.

Dabei sollten Sie in den kommenden Monaten

insbesondere auf die leisen Zwischentöne achten, mit denen Ihr

Partner seinen Wünschen Ausdruck verleiht. Die zu überhören

wäre ein fataler Fehler, der nicht nur emotionale, sondern auch

finanzielle Folgen hätte!

Gesundheit

Wer immer nur auf der Überholspur unterwegs ist, kann sich

leicht ausrechnen, wie lange es dauert, bis er innerlich ausgebrannt

ist. Sie müssen sich in den kommenden Monaten mehr

Zeit für sich selber nehmen, sonst werden schwerwiegende

gesundheitliche Störungen nicht lange auf sich warten lassen.

Die können Sie sich aber weder beruflich noch privat leisten, Sie

haben sich schließlich für 2026 eine Menge vorgenommen.

Stier 21.4.-21.5.

Partnerschaft

Es ist nicht so, dass Sie sich zu wenig

Gedanken machen würden. Sie arbeiten

schon an Ihrer Beziehung, aber Sie haben

eben auch ein ausgesprochenes Talent zum Verdrängen.

Fühlen Sie sich da, wo Sie sind, immer noch wohl? Oder ist es

vielleicht doch nur die Angst vor Veränderung, die Sie verharren

lässt? Darüber müssen Sie sich in den kommenden Monaten

Gedanken machen – und dürfen dann nicht vor den sich ergebenden

Konsequenzen zurückschrecken.

JAH

HORO

20

Gesundheit

Sie fühlen sich fit und ausgeglichen und sehen den sich abzeichnenden

Herausforderungen des kommenden Jahres gelassen

entgegen. Tun Sie dennoch etwas für die Abwehrkräfte

Ihres Körpers: Eine ausgewogene Ernährung steht dabei an

oberster Stelle. Aber auch die körperliche Leistungsfähigkeit darf

keinesfalls vernachlässigt werden: Deswegen werden Sie auch

weiterhin auf regelmäßiges Training nicht verzichten können.

Zwilling 22.5.-21.6.

Partnerschaft

In der Vergangenheit haben Sie sich ein

wenig mehr Zeit für sich gewünscht und

weniger Alltagstrott. Das hat nur bedingt

geklappt. Wenn dieser Wunsche Sie auch weiterhin umtreibt,

müssen Sie mit Ihrem Partner reden: Kann sein, dass es darüber

Streit gibt, wahrscheinlicher ist aber, dass auch er sich Zeiten

wünscht, in denen er einfach machen kann, was er möchte.

Vielleicht haben Sie einfach zu viel Rücksicht aufeinander genommen.

Gesundheit

Derzeit Sind Sie etwas abgespannt und angeschlagen. Deswegen

würde Ihnen im neuen Jahr ein wenig Wellness guttun.

Also sorgen Sie für mehr Ruhe und kleine Schlafeinheiten zwischendurch.

Unterschätzen Sie auch nicht die Bedeutung Ihrer

Ernährung. Bei Stress neigen Sie zu zuviel Zucker und Koffein.

Versuchen Sie das zu regulieren. Das wird sich langfristig positiv

auszahlen und das ist für Ihre Lebensfreude mehr als wichtig.

Widder 21.3.-20.4.

Partnerschaft

Da liegt ein tolles Jahr vor Ihnen: Sie erhalten

elektrisierende Botschaften gleich

von mehreren Seiten und können darauf

stolz sein. Wenn Sie sich in einer glücklichen Partnerschaft

befinden, sollten Sie das Spiel mit dem Feuer aber nicht übertreiben

– sonst werden schon nach wenigen Wochen erhebliche

Probleme entstehen. Sind Sie dagegen Single, dürfen Sie

die verschiedenen Angebote, die man Ihnen macht, durchaus

eingehend prüfen.

Gesundheit

Es scheint fast so, als hätten die Anstrengungen der vergangenen

Monate Ihnen nichts anhaben können. Ihr Lächeln ist strahlend,

Ihre Ausstrahlung gewinnend und Ihre Kondition bewundernswert.

Damit das so bleibt, müssen Sie weiterhin auf Ihren

Körper achten: Warnsignale sollten Sie nicht einfach unbeachtet

lassen, sondern umgehend Gegenmaßnahmen ergreifen.

Krebs 22.6.-22.7.

Partnerschaft

Sie haben es nicht gerade leicht: Seit einigen

Wochen scheint Sand ins partnerschaftliche

Getriebe gekommen zu sein.

Mal gibt es lautstarke Auseinandersetzungen, mal schweigen

Sie sich einfach nur an. Zu Beginn des neuen Jahres auf ein

klärendes Gespräch zu setzen, kann der erste Schritt zu Verbesserung

der Situation sein. Diese Unterredung will aber gut vorbereitet

sein, sonst führt sie lediglich zu neuen Verletzungen.

Gesundheit

Weil Ihnen so viel durch den Kopf geht, finden Sie besonders in

den ersten Wochen des Jahres nicht den Schlaf, den Sie brauchen,

um fit und energiegeladen den Alltag zu gestalten. Sie

müssen mehr und häufiger abschalten. Bewegung ist das zweite

große Thema: Die kommt nämlich eindeutig zu kurz! Wenn die

Zeit manchmal nur für einen kurzen Spaziergang reicht, sollten

Sie den aber unbedingt machen. Weniger ist besser als nichts…

92


Löwe 23.7.-23.8.

Partnerschaft

Ihr Liebesleben bleibt auch weiterhin

durchwachsen: Es ist höchstwahrscheinlich,

dass Sie nach einigen frustrierenden

Erlebnissen nun wieder neue Hoffnung schöpfen können. Das

hat allerdings zur Voraussetzung, dass sie sich nicht wieder –

wie so oft – selbst im Weg stehen. Mehr als einmal sind Sie daran

gescheitert, dass Sie Ihren Partner zu sehr eingeengt und zu

viele Vorschriften gemacht haben, die er nicht ertragen konnte.

RES

SKOP

26

Gesundheit

Sie entwickeln mehr und mehr Gespür für Ihre Bedürfnisse.

Das ist keine besondere Leistung, auf die Sie stolz sein können

oder müssen, sondern das Ergebnis vieler Einbußen und auch

Schmerzen. Sie haben durchgehalten und für gute Lösungen

gesorgt. Bearbeiten Sie kontinuierlich Ihre gesundheitlichen Baustellen.

Ihr Einsatz hat sich schon gelohnt und wird es auch weiterhin

tun. Bleiben Sie dran und seien Sie ein Vorbild für andere.

Jungfrau 24.8.-23.9.

Partnerschaft

Ihre Ansprüche an eine Partnerschaft

sind in den letzten Jahren erheblich

gewachsen. Das ist natürlich berechtigt,

denn schließlich wollen Sie ja glücklich sein. Auf der anderen

Seite haben Außenstehende bisweilen den Eindruck, dass der

geeignete Partner für Sie erst noch gebacken werden muss.

Und ohne Kompromisse lässt sich das Leben kaum gestalten –

das sollten Sie wissen und bei der Partnersuche beherzigen.

Gesundheit

Davon träumt so mancher in Ihrer Altersklasse: Sie sind gut

in Bewegung und wahren das rechte Maß. Es sollte Ihnen eigentlich

nicht schwerfallen, die neugewonnene Körperlichkeit

weiterhin in Ihren Alltag einzubinden. Alles, was Ihre Muskeln

in Form bringt und Ihren Verdauungstrakt entlastet, können Sie

getrost beibehalten. Das sorgt für langfristiges Wohlbefinden

und lässt Sie insgesamt auch zufriedener den Alltag genießen.

Entspannung vor Weihnachten

SAUNA-EVENTS

IN VEGESACK 12.12.

IM SÜDBAD 20.12.

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Waage 24.9.-23.10.

Partnerschaft

Achten Sie im kommenden Jahr darauf,

sich nicht vorschnell auf die Seite derjenigen

Personen schlagen, die scheinbar

schwächer sind als ihre Konkurrenten. Manchmal ist das nämlich

eine hinterhältige Masche, die einige Leute anwenden, sich

gerne hinter anderen verstecken und keine Verantwortung für

das eigene Leben übernehmen wollen. Lassen Sie sich nicht

ausnutzen – auch nicht von Menschen, die Ihnen viel bedeuten.

Gesundheit

Ein paar gesundheitliche Einschränkungen beeinträchtigen

Ihr Wohlgefühl. Informieren Sie sich ruhig ein bisschen mehr,

als Sie es ohnehin schon getan haben. Vielleicht lässt sich ein

hartnäckiges körperliches Problem viel einfacher lösen, als Sie

bisher angenommen hatten. Erweitern Sie Ihr bisheriges Bewegungsspektrum.

Das macht den Kopf frei und stabilisiert einige

Körperregionen, die Ihnen zu schaffen machen.

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Cartoon von Til Mette


Skorpion 24.10.-22.11.

Partnerschaft

Sie fühlen sich immer noch ein bisschen

unter Druck gesetzt, aber Sie spüren

deutlich, dass sich das Blatt Ihrer Beziehung

zum Besseren wendet. Ihrem Partner entgeht es nicht,

wie sehr Sie sich bemühen, frischen Schwung in Ihre Beziehung

zu bringen. Das wiederum spornt auch ihn an, mehr Gefühl

zu zeigen und deutliche Schritte auf Sie zuzugehen. Insofern

stehen die Sterne gut, dass Ihre Partnerschaft sich deutlich

festigen wird.

Gesundheit

Bauen Sie in Ihren Wochenplan mehr Oasenzeiten ein, in denen

Sie sich einfach mal an einen See setzen oder im Wald spazieren

gehen. Dabei können Sie am schnellsten auftanken, ohne

ein besonders aufwändiges Programm zu absolvieren. Lassen

Sie sich zudem routinemäßig beim Arzt durchchecken. Vorsorge

ist immer besser als Nachsorge. Ja, das kostet Zeit und nervt

manchmal auch ein bisschen! Aber es gehört nun mal dazu und

tut auch nicht weh.

Steinbock 22.12.-20.1.

Partnerschaft

Bei der Partnerwahl haben Sie generell

ein zu schnelles Händchen und sind sich

jetzt unsicher, ob Sie tatsächlich Herz

Ass gezogen haben. In den letzten Monaten haben sich Ihre

Zweifel verstärkt, was nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei

Ihrem Partner aufs Gemüt drückt. Suchen Sie das Gespräch, um

herauszufinden, ob Sie noch gemeinsam in die gleiche Richtung

schauen. Das ist bekanntermaßen viel wichtiger, als sich gegenseitig

anzusehen.

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Gesundheit

Offensichtlich tun Sie so, als ob Ihnen der wachsende Druck, der

gerade im beruflichen Bereich auf Sie ausgeübt wird, nichts anhaben

kann. Dem ist aber nicht so. Sie brauchen mehr und auch

längere Ruhezeiten, um Ihre Arbeit in der gewohnten Qualität zu

erledigen. Dass heißt allerdings nicht, dass Sie sich ausschließlich

auf die Couch zurückziehen sollen – im Gegenteil: Moderates

Ausdauertraining hilft Ihnen gesundheitlich weiter!

Schütze 23.11.-21.12.

Partnerschaft

Nein, ganz zufrieden sind Sie mit der

aktuellen Situation nicht: Aber um das

Ruder herumzureißen, fehlt Ihnen offensichtlich

ein bisschen Mut. Sie sind zu sehr in den Mühlen

des Alltagstrotts gefangen und trauen sich nicht, mit Lebenslust

über Ihren Schatten zu springen. Dabei kann das so reizvoll

sein: Sie entdecken dabei nämlich neue Emotionen, die unendlich

wertvoll sind. Versuchen es einmal – es wird sich lohnen!

Gesundheit

Es war sehr sinnvoll, dass Sie sich bereits in den letzten Wochen

intensiver mit Ihrer Gesundheit beschäftigt haben. Jetzt müssen

Sie aber auch kontinuierlich bei der Sache bleiben, denn aufwendige

Einmal-Aktionen bringen Sie nicht wirklich weiter. Denn

nach wie vor fällt es Ihnen schwer, das rechte Maß einzuhalten,

was insbesondere Essen und Trinken anbelangt: Hier müssen

Sie unbedingt mehr Durchhaltevermögen an den Tag legen!

95


Ortsamt Schwachhausen/Vahr

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T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039

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ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr

nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063

Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-

ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40

MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:

Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE

Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)

Dr. Christine Börner, CDU

Lukas Dietzel, CDU

Jörg Findeisen, CDU

Yvonne Funke, CDU

Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU

Robert Lippardt, CDU

Gudrun Eickelberg, Grüne

York Golinski , Grüne

Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne

Antje Hoffmann-Land, Grüne

Klaus-Peter Land, Grüne

Jan Brockmann, SPD

Dr. Dagmar Burgdorf, SPD

Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD

Ingeborg Mehser, SPD

Malte Lier, DIE LINKE

Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE

Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP

Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD

Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)

Wann: 11.12.2025 und 22.01.2026 um 19:30 Uhr

Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal

Impressum 106

Herausgeberin und Chefredakteurin

Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47

Schwachhauser Heerstraße 47

28211 Bremen

Online

schwachhauser.de

facebook.com/schwachhauser.de/

instagram.com/schwachhauser/

Redaktionelle Mitarbeiter

Lena Häfermann

Elke Kramer

Susanne Lolk

Mark Scheibe

Karla Wagner

Layout /Art Direction

Konstantin Zigmann

PR- und Anzeigenberatung

Susanne Lolk I T 0421 2575747

lolk@schwachhauser.de

Erscheinungsweise

Zweimonatlich

Ausgabe 107

Februar / März 2026

Anzeigenschluss: 15. Januar 2026

Erhältlich und zu lesen

Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie

bei Anzeigenkunden und zu lesen an

über 1000 Auslegestellen in Arztpraxen,

bei Friseuren, in der Gastronomie und

in Vereinen und Institutionen.

Vertrieb

Lesezirkel Leserkreis Daheim,

Haferwende 29/a1, 28357 Bremen

Titelbild

Fassadenprojektion von Urban Screen

Schütting Bremen

Foto: Urban Screen

96


geschnitt.

Edelstein

Rosengewächs

der

Gattung

Sorbus

Polynesier

auf Neuseeland

Knorpel

im

Kniegelenk

russ.

männl.

Vorname

16

schweiz.:

laut

17

jemanden

einweisen

sozialkrit.

Lied

(engl.)

29

Zustand

niederl.: veränderter

Mädchen Wahrnehmung

8

Abk.:

argentinisch

nordsibir.

Halbinsel

früheres

Maß für

d. Überdruck

eines der

ältesten

Haustiere

Stadt

in

Syrien

2

30

ungar.

Gemüsegericht

homöopath.

Darreichungsform

(Mz.)

franz.

Wallfahrtsort

Abk.:

Stabilisation

Force

gehoben

für:

Raum

11

Stadt

in Anatolien

Affenart

engl.: ab,

aus, weg

9

span.

geistl.

Titel

4

eine

Hirseart

Horngeschwulst

Arzneirohstoff

drahtlose

Telegrafie

Kunstrichtung

Sprache

in Pakistan

Angestellte

i. Nachtlokal

15

Fluss in

Albanien

Stadt in

Belarus

(Weißrussland)

finn. See

(schwed.

Name)

20

griech.

Göttin d.

Gerechtigkeit

Unterarmknochen

24

ehem.

türk.

Ehrentitel

Ort auf

Sylt

heutiger

Name

von

Smyrna

Save-

Zufluss

japan.

Politiker

† 1909

brit. Konservativer

Stadt in

Japan

25

starke

Wärme

31

Gatte der

Medea

engl.:

Gruppe

23

28

Kopfpflegeprodukt

vollentwickeltes

Insekt

6

südamerik.

Staat

gebündelter

Lichtstrahl

(Med.)

26

poetisch:

Löwe

27

18

früherer

kroat.

Würdenträger

Extremität

Seidenplüsch

schott.

Binnensee

(Loch ...)

niederdt.:

Futtertrog

niederdt.:

Moorland

3

5

Ader, die Papstschulterkragen

Blut vom

Herzen Leistungsschulung

wegführt

griech.

Stadt

Nervenzentrum

Westafrikaner

gesellschaftlicher

Verkehr

Liliengewächs

engl.

Filmkomiker

(Stan) †

zylindr.

Glas für

Altbier,

Kölsch

engl.

Männername

Gaumensegellaut

22

21

12

zuerst

Stadt in

Friaul

(Oberitalien)

nordirischer

Fluss

13

Blutgefäß

10

früheres

Aalfanggerät,

Aalgabel

19

kurz für

Rehabilitation

südostasiat.

Staat

1

german.

Wurfspieß

Tor im

Ballsport

(engl.)

die Wahrnehmungsfähigkeiten

14

®

7

svd1719-34

Foto: Shutterstock.com

1

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97


KOLUMNE

Wie man beim Altern jung wird

Der alte Ohrensessel darf rissig sein, das antike Weinglas

leicht ermattet. Auf dem hundertjährigen Holztisch

prangen die Spuren der Dekaden wie Ehrenzeichen.

„Patina“ enthaucht es uns ehrfürchtig angesichts dieses

Zaubers, den nur die Vergangenheit hervorbringt.

Doch wenn unser Körper von derselben Zeit erzählt

wie die geliebten Gegenstände, rufen wir sofort den

Notarzt der Eitelkeit – warum? Ich schreibe das übrigens

nicht aus der Warte der Überlegenheit, schließlich

komme ich gerade vom Termin mit meinem Privatnotarzt:

Meisterfriseurin Claire. Ihr lege ich jeden Monat einen

kleinen dreistelligen Betrag auf den Tresen, damit

das sizilianische Grundschwarz im Haar nicht gänzlich

vom Grau der zweiten Lebenshälfte getüncht wird.

Natürlich sind weiße Zähne schöner als solche, denen

man die Hektoliter Barolo ansieht, die im Laufe der

Jahrzehnte über sie hinweggeflossen sind. Und beim

Kinn gilt ausnahmsweise: Weniger sind mehr.

Aber eigentlich ist Altern nicht zwangsläufig ein kosmetisches

Problem, sondern kann ein ästhetischer Prozess

sein – vorausgesetzt, wir pflegen mehr die besseren

als die schlechten Launen. Warum erniedrigen

wir dann das Altwerden mit der Entsorgungsvokabel

„Verfall“?

sere Haut glatter ist als die Titelseite des Magazins, das

Sie gerade in den Händen halten. Als schämten wir uns

für unser Leben. Die alte Ledertasche wurde von ihren

Reisen geformt, wir von den Dramen unseres Daseins.

Der Körper von Cher: nach zahllosen kosmetischen

Operationen ein Denkmal für den menschlichen Willen,

die Zeit zu besiegen – und ein Mahnmal, denn am

Ende gewinnt sie doch. Brad Pitt, der vielleicht attraktivste

Beweis für die Sinnlosigkeit von Botox, versucht,

gleichzeitig reif und zeitlos zu wirken – ein Paradox, das

ihn in die Nähe von Wachspuppen rückt. Ein schwarzer

Mann mit einem tiefen, warmen Bariton ist sich mit

chirurgischer Konsequenz beinah selbst entkommen:

Michael Jackson verwandelte sich in ein porzellanenes,

geschlechtsloses Wesen mit Kinderstimme – ein Engel

ohne Ursprung, dem die Lebenslust davonflog.

Die Signaturen der Zeit auf unserem Körper sind die Interpunktion

des Lebens; ein Komma nach einer zuende

gelebten Liebe – ein Gedankenstrich nach einem Verlust.

Ein Punkt, an dem man innehält und „Ja, das war

ich“, sagt. Ein Doppelpunkt, der mein Leben beweist:

Man kann es sehen. Patina erzählt nicht vom Verfall –

sondern vom Werden. Begreifen wir das, müssen wir

uns nicht mehr künstlich jung machen. Wir werden

jung auf die schönste Weise: beim Altern.

Im Antiquitätengeschäft kaufen wir Möbel mit Charakter,

weil wir unsere Seidenschlüpfer nicht in seelenlose

Spanplattenschränke aus Schweden stapeln wollen.

Doch stehen wir vorm Spiegel, möchten wir, dass un-

Möchten Sie hier über ein bestimmtes Thema lesen?

Schreiben Sie Mark Scheibe unter:

mark@sonntagskind.blog

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MONTAG – SAMSTAG

12.00 – 20.00 UHR

21.11.2025 – 03.01.2026

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