Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 106
Liebe Leserin, lieber Leser, erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr 2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder so schnell vorbei ist? Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht 2026. Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird, aber das ist die Optimistin in mir, die sich das wünscht. Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch und möchte immer nur die schönen Seiten unserer Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder mit Geschichten. Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2026! Bleiben Sie zuversichtlich, herzlichst, Susanne Lolk
Liebe Leserin, lieber Leser,
erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr 2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder so schnell vorbei ist?
Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht 2026.
Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird, aber das ist die Optimistin in mir, die sich das wünscht.
Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch und möchte immer nur die schönen Seiten unserer Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder mit Geschichten.
Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr 2026!
Bleiben Sie zuversichtlich,
herzlichst, Susanne Lolk
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KULTUR
Theater
Kino
Konzerte
Ausstellungen
PLAUDEREI
Majo Ussat
KUNST
Herwig Gillerke
WEIHNACHTEN
Schönes zum Schenken
HISTORIE
Leben und Mode in den 50ern
106
Dezember 2025 / Januar 2026
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Nr. 103
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Editorial
Liebe Leserin,
lieber Leser,
erschrecken Sie sich auch gerade wieder? Mir geht
es am Ende des Jahres immer gleich. Schon wieder
steht Weihnachten vor der Tür und bald ist das Jahr
2025 zu Ende. Was ist alles passiert, dass es wieder
so schnell vorbei ist?
Viel Schlimmes, überall auf der Welt, und das Leiden
hört leider nicht auf und ganz sicher auch nicht
2026.
Ich hoffe immer, dass es peux a peux besser wird,
aber das ist die Optimistin in mir, die sich das
wünscht.
Dieses Magazin ist und bleibt gänzlich unpolitisch
und möchte immer nur die schönen Seiten unserer
Stadt zeigen. Gerne auch die aktiven Menschen, die
hier viel bewirken und mit ihrer Arbeit diese Stadt
sogar über die Grenzen Bremens hinaus bekannt
machen. Ob mit Licht, mit Bildern, mit Musik oder
mit Geschichten.
Bremen ist schön, und ich freue mich schon wieder
auf das nächste Jahr in dieser Stadt. Ich wünsche
Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten
Rutsch in das neue Jahr 2026!
Bleiben Sie zuversichtlich
herzlichst
Susanne Lolk
Mit dem QR-Code zuhause online
lesen und im Archiv stöbern!
3
Inhalt #106
06
PLAUDEREI
Majo Ussat
Urban Screen
16
KUNST
Herwig Gillerke
Elisa Giardina Papa
30
HISTORIE
Leben und Mode
in den 1950ern
in Bremen
40
WEIHNACHTEN
Schönes zum Schenken
4
62
MUSIK
Glocke
Sendesaal
Philharmoniker
Seebühne / Metropol
70
BÜHNE
Theater Bremen
Shakespeare Company
Stadttheater BRV
Blaumeier
Immobilienverkauf?
Dafür hab ich
jemanden!
78
AUSSTELLUNGEN
Marcks Haus
Focke-Wagenfeld
Reisen zur Kunst
Syker Vorwerk
88
UNTERHALTUNG
Kino
Horoskop
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Kreuzworträtsel
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5
„Wenn Häuser träumen“
Foto: Konstantin Zigmann
6
Majo Ussat von Urban Screen im Porträt
Von Lena Häfermann
Majo Ussat und das Team von Urbanscreen verwandeln Fassaden in Erzählflächen.
Mit Einbruch der Dunkelheit lassen sie Gebäude flüstern, fantasieren und leuchten.
Während andere jetzt in der Weihnachtszeit nach Kerzen greifen, arbeitet die Künstlergruppe
lieber im großen Maßstab. Mit Projektionen, die Poesie, Technik und Staunen
vereinen, lassen sie ganze Häuser, Plätze und Fronten erstrahlen. Und doch bleibt
der Bremer Boden unter ihren Füßen – auch wenn die Kunst längst um die Welt reist.
Ithra‘s Eid, Dharan, Saudi-Arabien, 2023, Foto: Urbanscreen
Kurz in einem Satz: Was macht Urbanscreen eigentlich?
„Wir machen interdisziplinäre Medienkunst im
öffentlichen Raum“, antwortet mir Majo Ussat, einer
von zwei Geschäftsführern des professionellen Künstlerkollektivs
Urbanscreen, den ich für unsere glitzernde
Winter-Ausgabe zum Gespräch treffen darf. Dann
lacht er kurz auf, wohl, weil er weiß, dass das kompliziert
klingt. Vielleicht komplizierter, als es ist. Im Laufe
unserer Unterhaltung spricht er aber noch von einer
Art Untertitel seiner Arbeit: „Was wäre, wenn ein
Haus träumt?“ Und das ist so wunderbar poetisch
und die eigentlich perfekte Beschreibung davon, was
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7
„Buntes Gold“, Fassadenprojektion, Schütting, Bremen, Foto: Urbanscreen
Urbanscreen so besonders macht: Gebäude tanzen
lassen, Mauern zum Sprechen bringen, Lichter zu
Fantasiereisen anstiften. Bei Urbanscreen wird dieser
Untertitel zu einem Motto, zur Arbeitsanweisung, sozusagen
zum Ausgangspunkt jeder Idee. Denn Ussat
und seine Mitstreiter erzählen nicht nur Geschichten
auf Häusern, sondern vor allem mit ihnen. Sie nehmen
die Architektur ernst. Als Charakter, als Bühne, als
Wesen, das etwas zu sagen hat.
Begonnen hat alles vor 20 Jahren im Bremer Viertel,
über einem alten Supermarkt. Zwei Projektoren,
eine Fassade, ein bisschen Improvisation, und plötzlich
wurde aus einer Wand ein lebendiger Körper aus
Licht. „Damals war das noch ein Experiment“, erzählt
Ussat, der zu jener Zeit noch gar nicht bei Urbanscreen
tätig war, die Details der Anfänge aber natürlich
trotzdem kennt. „Man hat sofort gemerkt, dass
das mehr ist als ein Effekt. Es ist eine Begegnung.“
Aus dieser Begegnung ist eine Kunstform geworden,
die das Bremer Kollektiv weit über Stadt- und Bundesgrenzen
hinaus bekannt gemacht hat. Wenn man
aus einem geschlossenen Raum raus- und in den
öffentlichen Raum hineingeht, muss man sich die
Frage stellen, was da passiert, meint Ussat. Und diese
konzeptionelle Auseinandersetzung mit digitaler
Kunst im öffentlichen Raum, das war der Ursprung.
Urbanscreen verbindet Theater, Design, Architektur
und digitale Technologie – oder, wie Ussat sagt, „eine
reale Ebene mit einer digitalen“. Wenn die beiden verschmelzen,
entsteht ein Zustand, „der weder ganz
analog noch ganz digital ist“.
Majo Ussat als Babelfisch
Einige Werke entstehen im Rahmen von Festivals,
werden von Wirtschaftsförderungen finanziert und
aus Kulturtöpfen bezahlt, andere werden von Industriekunden
beauftragt. Die Erzählkunst steht aber
immer im Vordergrund, zum Beispiel bei den neu vorgestellten
Baggern von Caterpillar in Spanien, die kurzerhand
zu den Protagonisten in ihrer eigenen Aufführung
wurden. „Da haben wir in einer Kiesgrube eine
richtige Show draus gemacht“, erzählt der Geschäftsführer
und seine Augen blitzen dabei. Bei Urbanscreen
kommen für solche Projekte verschiedene kreative
Disziplinen zusammen: Architekten, Kulturwissenschaftlerinnen,
3D-Designer, Grafikerinnen, Theaterund
Eventleute. Majo Ussat hatte schon in der Schulzeit
ein Faible für Kunst und Malerei. Später war er Teil
einer Ateliergemeinschaft, malte, stellte aus, suchte
Räume, in denen Kunst passieren konnte – und übernahm
dabei schnell das Organisieren, Planen und Umsetzen
der Gruppe.
8
Unauffällig im Besprechungsraum gestapelt: viele Auszeichnungen
Foto: Konstantin Zigmann
Diese Mischung aus Kreativität und Pragmatismus
blieb. Über Umwege landete er in der Medienproduktion,
arbeitete an Fernsehserien und Hörspielen, bevor
er wieder nach Bremen zurückkehrte – und dort
alte Bekannte traf. Einer von ihnen war Torsten Bauer,
einer der Gründer von Urbanscreen. „Er fragte mich,
ob ich nicht Lust hätte, wieder etwas mit Projektionen
zu machen“, erinnert sich Ussat. Er hatte. Und stieg
erst als Produktionsleiter ein, später in die Geschäftsführung
auf. Heute vermittelt er zwischen Kunst und
Majo Ussat im Gespräch mit Lena Häfermann
Foto: Konstantin Zigmann
Technik, zwischen Vision und Wirklichkeit; bringt alles
zusammen, als wäre es das Selbstverständlichste
der Welt. Als kreativer Übersetzer meistert Ussat den
Spagat zwischen Industriekundschaft und Kulturorganisationen,
zwischen Künstlern und Technikern,
zwischen Auftraggebern und Visionären. „Ich bin so
etwas wie der Babelfisch“, erklärt er. „Ich übersetze,
damit sich Kunst, Technik und Auftraggeber:innen gegenseitig
verstehen.“
ROCKING AROUND
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mit Beats von Frank Koopmann, heißen
Getränken und guter Laune – so klingt der
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Eine Vielfalt an kalten und warmen
Getränken und Snacks stehen an diesem
Abend zum Kauf zur Verfügung.
9
Kunsthalle Hamburg: „Was wäre, wenn ein Haus träumt?“, Foto: Urbanscreen
Magie zwischen Pixel und Putz
Urbanscreen ist inzwischen weltweit gefragt. In der
globalen Szene vielleicht sogar bekannter als in ihrer
Heimatstadt. Ihre Werke tauchen überall auf: an der
Hamburger Kunsthalle, der Oper von Sydney, an Fassaden
in Beirut, Berlin oder Taiwan. Immer geht es um
mehr als nur Licht. „Wir machen keine Effekt-Show
um des Effekts willen. Der Effekt muss schon Sinn
machen“, sagt Ussat entschieden. So verliehen die
Bremer Künstler den Standorten auch schon mal eine
ganz eigene Stimme. Beim Berliner Mauerfall-Jubiläum
zum Beispiel ließen sie sechs Gebäude sprechen.
Das waren die East Side Gallery, das Humboldtforum
(der damalige Palast der Republik), die Gethsemanekirche,
das ehemalige Stasigebäude, aber auch im
Westen das Europacenter am Breitscheidplatz. Sie
berichteten von der friedlichen Revolution, von geteilten
Städten und der Sehnsucht nach Freiheit. „Wir
haben aus Sicht der Orte erzählt“, sagt Ussat. „Das
war emotional, weil man gespürt hat, dass Geschichte
in Mauern weiterlebt.“ Eine der größten Projektionen,
die sie je gemacht haben.
Dass Medienkunst mehr ist als blinkende Fassaden,
beweisen die Installationen von Urbanscreen immer
wieder. In Bremerhaven erzählten sie in einer
360-Grad-Projektion die Geschichte der Fischerei.
Eine immersive Zeitreise zwischen Meeresrauschen
und historischen Aufnahmen. Beim Lichtkunstfestival
in Chemnitz verwandelte Urbanscreen Zukunftsvisionen
der Bürgerinnen und Bürger in Kunst: Mit KI wurden
ihre Ideen zum Marienplatz zu digitalen Bildern, die
als leuchtende Chronoportale im Stadtraum installiert
waren. Ein begehbarer Blick in das, was sein könnte. In
Taiwan haben sie gerade mehrere Lichtinstallationen
an einem historischen Bahnhof eröffnet, die Tag und
Nacht erlebbar sind. „Das ist die Richtung, in die es gerade
geht – Festinstallationen, die dauerhaft Teil des
öffentlichen Raums werden“, erklärt Ussat.
Zugang zu anderen Welten
Bei so großen Projekten läuft natürlich nicht immer alles
nach Plan – etwa wenn in Beirut die Projektion in
der Nacht vor der Eröffnung nicht funktioniert oder in
Wien die Berechnungen plötzlich nicht mehr stimmen.
„Da hilft nur ruhig bleiben und kreativ denken“, erzählt
er mit einem Lächeln. Solche Situationen gehören für
ihn zum Alltag: Improvisation, Geduld und ein bisschen
Nerven aus Stahl. Und dann gibt es diese magischen
Momente, die alles wert sind: wenn Menschen
klatschen, wenn eine Fassade plötzlich atmet, wenn
Licht und Musik verschmelzen. „Das ist wie ein Live-
Konzert. Man weiß, ob die Idee funktioniert, wenn die
Emotion im Raum spürbar wird.“ Ussat mag es, wenn
10
Fassadenprojektion, Eröffnung des Deuschlandjahres USA 2018/19, Foto: Urbanscreen
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11
„Lighting the Sails“, Installation an der berühmten Dachkonstruktion des Sydney Opera House, Foto: Urbanscreen
Kunst zum Nachdenken anregt. Er hat nichts gegen
bunte Lichter, aber ihm ist es am liebsten, wenn sie
etwas erzählen. „Wir wünschen uns, dass die Leute
nicht nur staunen, sondern auch spüren, dass da eine
Idee dahintersteckt.“ Was ihn an seiner Arbeit am meisten
erfüllt, ist nicht allein die Technik, nicht das fulminante
Spektakel, sondern die Zugänge. „Das Schönste
ist, welche Türen sich öffnen“, sagt Ussat. „Man bekommt
Einblicke in Welten, zu denen man sonst nie
Zutritt hätte – politische, kulturelle, künstlerische.“ Ob
in Beirut, wo Urbanscreen eine ihrer ersten Festinstallationen
realisierte, in Saudi-Arabien bei der Zusammenarbeit
mit einem Kulturzentrum oder in der Meyer
Werft in Papenburg zwischen gigantischen Schiffsrümpfen
– überall trifft Ussat auf Menschen und Beziehungen,
die ihn inspirieren.
Gibt es für Kunst und Experimente nicht vielleicht bessere
Städte als unser gemütliches Bremen, frage ich
vorsichtig, und Ussat nickt verstehend. Die Frage hört
er nicht zum ersten Mal. Fremde würden manchmal
wissen wollen, warum er denn in Bremen lebt. Warum
er dort so glücklich ist. Und dann antwortet er:
„Bremen ist eine unglaublich schöne Stadt, um nach
Hause zu kommen. Aber um nach Hause zu kommen,
muss man natürlich auch mal raus.“ Seine Kollegen
und Kolleginnen sehen das ähnlich. Alle sind sehr in
der Stadt verwurzelt und beheimatet. Am Ende seien
sie eben alle Bremer. Wenn der Kopf mal zu voll ist,
hilft Wasser. Das ist hier in der Alten Schnapsfabrik in
der Neustadt ja auch direkt vor der Tür: „Einfach an die
Weser gehen, durchatmen, aufs Wasser schauen. Danach
sieht die Welt wieder klar aus.“
Und was kommt als Nächstes?
Digitale Lichtkunst, sagt Ussat, wird sich weiter rasant
entwickeln. Vieles, was heute noch starr und fix ist, wird
durch Digitalisierung neue Betrachtungswinkel bekommen.
„Die Experimentierfreude ist Teil unserer DNA.
Das macht uns Spaß.“ Und dann gibt es da noch diesen
einen Traum, den er noch nicht aufgegeben hat: „Ich
würde gern einen Pixel auf den Mond projizieren.“ Er
lacht, fast ein bisschen verlegen. „Man hat mir gesagt,
das sei physikalisch unmöglich. Aber wer weiß – vielleicht
finden wir ja irgendwann einen Weg.“ Vielleicht
muss es auch gar nicht immer so abgedreht sein, so
spektakulär. So zum Beispiel eine Illumination, die Ussat
in den sozialen Medien begegnet und ihm in Erinnerung
geblieben ist: Auf heruntergekommene Häuser wurden
kleine Szenen projiziert – eine Katze hinterm Vorhang,
Licht, das durch eine halb geöffnete Tür fällt. Eine eher
einfache Idee, aber mit Seele. Auch in Bremen, sagt er,
gäbe es Orte, die Geschichten in sich tragen – sie müssten
nur jemandem begegnen, der sie sichtbar macht.
12
Installation im Fischbahnhof Bremerhaven, Foto: Urbanscreen
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13
Therapeutischer Ansatz in der Bindungsernergetik
Wohlwurzeln
Wie psychische Gesundheit wachsen kann
Unwohlsein
Manchmal fühlen wir uns nicht ganz wohl - und genau
darin liegt die Chance, uns neu zu verstehen. Wer
lernt, diese feinen Signale ernst zu nehmen, kann
Schritt für Schritt wieder zu mehr innerer Sicherheit
und Wohlgefühl finden.
Unwohlsein hat tatsächlich viele Gesichter. Ein inneres
Ungleichgewicht, das sich zeigt als Anspannung,
Schlaflosigkeit oder das Gefühl, den Kontakt zu sich
selbst verloren zu haben. Manchmal zeigt sich Unwohlsein
körperlich – als Spannung, Müdigkeit oder
Schmerz. Manchmal seelisch als Gereiztheit, Rückzug
oder das Gefühl, „nicht ganz man selbst zu sein“.
Manchmal zeigt es sich auch sozial – wenn Nähe
schwerfällt oder Gespräche anstrengend werden. Und
manchmal auch ganz still – ein leises Unbehagen,
das sich zwischen Gedanken und Gefühlen legt. Wir
wissen viel über Ernährung und Bewegung. Aber wie
steht es um unser gesamtes Wohlbefinden? Es lohnt
sich, die Bedingungen für das eigene Wohlbefinden
kennenzulernen. Menschen regenerieren unterschiedlich.
Welche Art, sich zu erholen, passt eigentlich
zu mir? Auch die Frage nach Belastung stellt sich,
wenn wir die Bedingungen des Wohlbefindens erforschen.
Menschen sind unterschiedlich belastbar. Der
dritte Punkt, der für Gesundheit und Wohlbefinden
von Bedeutung ist, betrifft die Widerstandskraft. Auch
hier gilt: Menschen sind in ihrem Umgang mit Stress
individuell. Die Frage, welchen Stress vertrage ich gar
nicht und welcher Stress setzt mir nicht sonderlich zu,
fordert also eine Antwort, wenn es um die psychische
bzw. mentale Gesundheit geht. Im Unwohlsein spiegeln
sich alle genannten Gesundheitsthemen, weshalb
hier Obacht gefragt ist.
14
Psychische Gesundheit ist erlernbar
Alle Formen von Unwohlsein sind also Signale: der
Mensch versucht wieder in sein Gleichgewicht zu
finden. Unwohlsein ist kein Fehler. Wenn wir lernen
diese Signale zu verstehen, kann aus Unwohlsein ein
Wegweiser zu deiner individuellen Art des Wohlfühlens
werden.
Aus dieser Erfahrung ist Wohlwurzeln entstanden
– eine Initiative für psychische Gesundheit. Bei Wohlwurzeln
gehen wir davon aus: psychische Gesundheit
ist erlernbar. Wer die Sprache seines Unwohlseins
versteht, kann Schritt für Schritt zu mehr innerer
Ruhe, Sicherheit und Lebensfreude finden.
So wie wir mit Training unseren Körper stärken, so
können wir auch lernen, mit Stress, Gefühlen und Beziehungen
gesünder umzugehen. Es geht nicht um
Perfektion, sondern um innere Beweglichkeit. – darum,
das eigene Wohlgefühl wiederzufinden und zu
pflegen.
Sicher fühlen macht gesund
Bei Wohlwurzeln steht das Gefühl von Sicherheit im
Mittelpunkt. Denn psychische Gesundheit beginnt
dort, wo sich der Mensch sicher fühlt – im Körper, im
Kontakt, im eigenen Leben. Erst, wenn wir uns innerlich
gehalten wissen, kann Entspannung entstehen,
Lernen möglich werden und Heilung beginnen. Viele
Menschen leben heute im Dauerzustand von Anspannung
und Unsicherheit – ohne es zu merken. Darum
legen wir so viel wert auf das Erlernen von innerer
Sicherheit: Sie ist die Grundlage für Wohlgefühl, Beziehungskraft
und seelische Stabilität.
Das Anliegen von Wohlwurzeln
Das Anliegen von Wohlwurzeln ist es, Erfahrungen
mit sicherer Bindung weiterzugeben – und mit wissenschaftlicher
Evidenz zu zeigen, wie stark sie unsere
psychische Gesundheit prägt. Neue Erkenntnisse
aus der Bindungsforschung und durch die bindungsenergetische
Therapie machen deutlich: Sicherheit ist
lernbar, und sie stärkt Körper, Geist und Beziehungen
gleichermaßen. Wohlwurzeln möchte dieses Wissen
alltagstauglich vermitteln – als Einladung, die Grundlagen
von innerer Sicherheit und Wohlgefühl selbst zu
entdecken. Wohlwurzeln verbindet folglich Wohlgefühl,
Lernen und Verwurzelung zu einem lebendigen
Lernweg, der wissenschaftlich fundiert und zugleich
persönlich erfahrbar ist.
Das Angebot von Wohlwurzeln
Unser Angebot konzentriert sich auf Themen, die für
psychische Gesundheit grundlegend sind: die Entwicklung
einer gesunden Persönlichkeit, das Verstehen
von Lern- und Lernstörungen, psychosomatische
Zusammenhänge – etwa bei Multipler Sklerose – sowie
den Umgang mit Stress, Sicherheit, Störung und
Empathie. Die Kurse reichen von alltagstauglichen
Erfahrungsangeboten bis hin zu hochspezialisierten
Langzeitkursen. Ziel ist es, psychische Gesundheit
verständlich und erlernbar zu machen – für jeden
Menschen in jedem Lebensabschnitt.
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Wohlwurzeln ist noch jung – und wächst. In dieser
Gründungsphase entstehen fortlaufend neue Kurse,
Formate und Themen. Wer neugierig ist, kann sich
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dort angeben, welche Themen besonders interessieren.
So wirst du automatisch informiert, sobald ein
passendes Angebot entsteht – und findest leichter,
was zu dir und deinem Lernweg passt.
Michael Munzel
Dipl. Psych
Begründer der Bindungsenergetik
und Gründer von Wohlwurzeln
Teilnehmende entdecken, wie sich Stress und innere
Anspannung regulieren lassen – nicht durch Druck,
sondern durch Verständnis und bewusste Erfahrung.
Fedelhören 106
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15
16
Aus der Serie 10 Seconds – There Is A Horror In My Head-The Curve, 2025
Herwig Gillerke
Maler – Performer – Fotograf
von Karla Wagner
Richtig! Festlegen auf eine Rolle lässt Herwig Gillerke sich nicht, und genau das
macht das Spannungsfeld seines kreativen Schaffens aus. Der Künstler ist 1963
in Delmenhorst geboren. Er wächst auf dem Land auf, macht eine Lehre bei
einem Raumausstatter, danach Realschulabschluss und Abitur, studiert in den
neunziger Jahren bei Rolf Julius, Peter W. Schaefer und Franek an der Hochschule
für Künste in Bremen, ist Meisterschüler. Schon während dieser Zeit gilt
sein Interesse der Performance, dem Klang und selbstredend den Tafelbildern.
Seinen Abschluss macht er damals jedoch mit Objekten aus Federn und Holz.
Perfekt Plattdeutsch spricht Herwig Gillerke, betont,
dass es eine eigene Sprache und kein Dialekt sei, im
Plattdeutschen erfahre er andere Wahrnehmungen,
auch differenzierte Schwerpunkte auf sein kreatives
Schaffen. Der Künstler erhält 1999/2000 ein Atelierstipendium
im Haus Coburg der Stadt Delmenhorst,
und im Jahr 2004 wird er für ein Residenzstipendium
in New York City ausgewählt.
Im Rahmen eines Projektes „Woltmershausen. Wege
zur Weser“ setzt sich Herwig Gillerke bereits Anfang
der 2000er Jahre mit der Entwicklung des Stadtteils
Bremen/Woltmershausen – zentral gelegen direkt
am linken Weserufer - gemeinsam mit sieben anderen
Kunstschaffenden auseinander. Aufgrund der
Verkehrsentwicklung in den 1950er und 1960er Jahren
wird der Stadtteil in eine Randlage versetzt. Die
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17
18
Aus der Serie; 10 Seconds – God Is In The House-Nick Cave, 2004
Nutzung des Weserufers als Naherholungsgebiet ist
zu diesem Zeitpunkt durch Verkauf und langfristige
Vermietung der Grundstücke an nicht maritime Gewerbetreibende
empfindlich erschwert und schmälert
die Aufenthaltsqualität, fernab davon, das Antlitz zu
schönen.
Auf Plakatwänden der Deutschen Städtereklame, entlang
der Woltmershauser Straße, präsentiert Herwig
Gillerke Fotografien und Fotografiecollagen. Sie entstehen
mit dem Selbstauslöser auf Stativ bei seinen
Streifzügen durch den nächtlichen, teilweise einsam
anmutenden Ortsteil. Funktionalität, nicht einladende
Gesten und der Wunsch zu verweilen stehen hier im
Vordergrund.
Der Künstler ist mit seiner Kamera allein, sucht die einsamen
Orte der Nacht – sowohl im Zentrum, beispielsweise
während seines Aufenthalts in New York City,
als auch an den Peripherien des städtischen Organismus.
Herwig Gillerke agiert im Schutz der Dunkelheit
und sucht gezielt „Unorte“ für seine Inszenierungen.
Die Arbeiten erinnern an Szenen des nächtlichen
Großstadtlebens, gepaart und akzentuiert mit den
unterschiedlichsten schrillen Outfits des Künstlers, die
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EINE GUTE
KOLUMNE:
BESSER ALS
EIN DRINK AM
MORGEN.
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nicht nur die ästhetische Form und Inszenierung des
eigenen Selbst symbolisieren. Üblicherweise bleibt
die Nacht im Verborgenen, Herwig Gillerke verleiht
ihr Sichtbarkeit und Bedeutung. Die präsentierten
Gestalten in ihren vielschichtigen Inszenierungen und
dynamischen, lebendigen Identitäten erzählen von
den „Spielarten“ des Lebens - Verletzung und Glück,
aber ebenso Verzweiflung und Hoffnung, Einsamkeit
und Liebe wie auch die immerwährende Suche nach
sich selbst. Der Künstler „tätowiert“ seine Fotografien
gleichsam mit Textfragmenten zeitgenössischer Musik.
Dein Winter. Dein Denim.
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19
20
Das Element Sprache ist für den Künstler Medium,
um an den Alltag anzudocken. Die Textpassagen
sollen nicht illustrieren, sondern vielmehr korrigieren,
verstärken oder auf diese Weise relativieren. Im Vordergrund
steht dabei zunächst die visuelle Wahrnehmung
der Arbeit, im nächsten Schritt oder auch parallel
dazu wird der Text gelesen und gegebenenfalls an
Inhalte und Erfahrungen gekoppelt.
Lutz Krumbach
Herwig Gillerke gelingt es sich auf sehr vielfältige Weise
auszudrücken. Stets verbindet er Kunst und Alltag
auf immer wieder neue Art – eben mal als Performance,
dann wieder als Fotoinstallation. Sprache und
Malerei formieren sich bei dem Künstler als harmonische
Einheit und auch als verstörende und zugleich
als zum Nachdenken einladende Komposition. Zitate
von Songtexten, in seine Arbeiten mal mehr, mal
weniger sichtbar integriert, verleihen seinen Werken
vielfältige Schwerpunkte und ermöglichen den Betrachtern
und Betrachterinnen Geschichten zu entfalten,
Teil seiner Kompositionen und Konstruktionen zu
werden und ganz eigene, individuelle Interpretationen
und Assoziationen zu entwickeln. Akustische Elemente
kommen an die Oberfläche, die Betrachtenden haben
einen eigenen Song im Ohr.
Für Herwig Gillerke ist Musik wesentlicher Impulsgeber
seines künstlerischen Agierens. Sie vermittelt
ihm gleichsam Botschaften, die in seine Kunst mit
einfließen. Er reagiert auf das, was ihn umgibt, produziert
sich keineswegs aus dem Ich. Er lebt tagtäglich
mit Musik, ist weit davon entfernt Kunst und Alltag zu
trennen oder die eigene Biografie aus der Kunst herausnehmen.
Kunst und Alltag versteht Herwig Gillerke
nicht als Antipoden, sie nähern sich in seinen Arbeiten,
ohne eins zu werden.
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Hunderte von CDs, Stapel von Musikzeitschriften fallen
in seinem Zuhause ins Auge, Venyl-Scheiben und
Bücher von David Bowie, Patti Smith, Blondie, The
Fall, Low, Nick Cave, Cocteau Twins, Nico, Diamanda
Galás, aber auch Björk oder aktuelle Acts wie Idles
oder Black Midi oder auch Neutöner wie Arvo Pärt,
Henryk M.Górecki oder Max Richter und, und... mal
mit, mal ohne Signatur, gehören zu seinen Schätzen.
Punk - Velvet Underground, die Sex-Pistols - spielt
eine entscheidende Rolle für Herwig Gillerke, David
Bowie konnotiert er als zentrale Figur für seine künstlerische
Arbeit. Dessen Auftritte – geschminkt und
geschönt - seien sensationell gewesen. Heute sei das
kaum noch vorstellbar.
Als Musikfreak im besten Sinne versteht sich der
Künstler. Er arbeitet zeitweise als DJ, steht im Ein-
21
22
Aus der Serie; All Hands On The Bad One (Sleater Kinney) – Kacksommer 2025, Bist Du für das Rülpsen oder bist Du gegen das Rülpsen, 2025
klang mit seiner Kunst, es gelingt ihm sie mit den
Songs zu verschmelzen, präsentiert sie kontinuierlich
als Performances. Sie sind auch Stück seiner Lebenserfahrung,
Erinnerung an Extremitäten, die der Künstler
in seiner Jugend gemacht hat. inszeniert sich immer
wieder von Neuem, geschminkt, ungeschminkt,
auch verletzlich, schillernd und beweglich und stets
kompromisslos- die Bandbreite seiner Rollen reicht
von Diva bis Dandy, wobei eine klare Rollendefinition
kaum möglich erscheint. Sich selbst sieht Herwig Gillerke
als Rohmaterial für seine Performances und Inszenierungen,
die Ambivalenz der dargestellten Rollen
spiegeln für ihn das reale Bild des Menschen wider
und sind Beleg für die Welt in ihrer Vielschichtigkeit.
Die in seine Arbeiten einfließenden Zitate aus Musiktiteln
und Bandnamen sind für den Künstler auch Huldigungen
an die Sängerinnen und Sänger sowie die
Bands. Er verleiht ihnen so eine andere Öffentlichkeit
und Aufmerksamkeit als die im Kontext der Musikkonserve.
Herwig Gillerkes Figuren wirken anwesend
und doch verloren, lassen die Betrachtenden teilweise
Schutzbedürftigkeit assoziieren. Der Künstler setzt
sich in seinem kreativen Tun mit dem Phänomen des
Andersseins wie auch des Fremdseins, aber auch dem
Thema Gewalt auseinander, so sei immer ein Stück
Provokation dabei. Kunst sei keine Reparaturwerkstatt
der Gesellschaft, sie könne Anstöße geben und die
Wahrnehmung schärfen. In seinen Arbeiten setzt der
Künstler mal subtil, mal direkt seine Statements um.
Als Kunststipendiat der Bremer Evangelischen Kirche
greift er das Thema Flucht auf und macht die soziale
Symbolik der Lampedusa-Tragödie im Jahr 2013
auf. Mehr als 56 Millionen Menschen sind zu diesem
Zeitpunkt weltweit auf der Flucht, trauriger Rekord seit
Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Phänomen Flucht
und Migration ist für den Künstler und die Gesellschaft
ein uraltes Thema und auch heute aktueller denn je.
Im Rahmen seines Stipendiums präsentiert Herwig
Gillerke 2015 in der Kulturkirche St. Stephani die
Ausstellung Homeland/ Heimat. In den Gemälden
inszeniert der Künstler hier den „Konflikt der Kulturen“,
thematisiert das Spannungsfeld „Heimat – Flucht
– Fremde“ und macht darauf aufmerksam, dass im
Hebräischen „Fremder“ „Gast“ bedeutet. Geflüchtete
aufzunehmen sei gelebte Gastfreundschaft.
Steht in den Anfängen seines künstlerischen Wirkens
die Fotografie im Vordergrund, konzentriert sich
Herwig Gillerke in den letzten Jahren darauf eine
Klammer zwischen Fotografie zu Malerei zu entwickeln.
In diesem Kontext ist das gemalte Polaroid als
23
24
Aus der Serie; 10 Seconds – Bad Music For Bad People – The Cramps, 2025
Lösung zu verstehen: Das Format betreffend habe
er eine Beziehung zur Fotografie, wechsele aber das
Medium zur Malerei. Der Künstler grundiert dickere
Pappe mit Acrylfarbe, verteilt sie mit einem Spachtel,
lässt sich vom Prozess leiten, die Farbgebung entwickele
sich so sukzessiv. Vorher wisse er das Motiv
noch nicht, die Farbe entscheide häufig darüber. In
manchen Arbeiten ist der Untergrund noch zu sehen,
scheint transparent hindurch, erzeugt auf eigene Weise
Spannung. Dahingegen sind in anderen Arbeiten
die Flächen dicht, sind vorwiegend Bildträger für die
entstehenden Motive. Die Polaroids sind weitgehend
seriell angeordnet – wie ist der Raum im Kontext, was
kann als Weiteres offeriert werden? In den Polaroids
thematisiert der Künstler innere Befindlichkeiten. Auch
haben sie den Charakter von Tagebuchnotationen, da
sie als Serie fortlaufen.
Portraits bilden hier den Schwerpunkt, wobei die
Köpfe keine konkreten Personen darstellen, sondern
den Alltagserfahrungen des Künstlers entspringen.
„Ich beobachte gern Menschen“, so Herwig Gillerke
in einem Gespräch. In seinen Polaroids verzichtet der
Künstler auf Sprachfragmente. Die Arbeiten offerieren
teilweise deformierte oder verzerrte Gesichter, scheinen
in sich verschoben und können als Seismograph
des eigenen Gefühlslebens gedeutet werden.
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Herwig Gillerke arbeitet zudem auf großen Formaten
– überwiegend auf Leinwand und immer mit Acrylfarbe.
Teilweise wird die Leinwand dabei nicht aufgespannt,
sondern liegt auf dem Boden in Holzrahmen.
Der Künstler sagt, dass das Arbeiten an einer Staffelei
oder am Tisch für ihn keine Option sei. Der Blick von
oben sei für ihn Motor und Inspiration, es ermögliche
ihm freies Arbeiten, erlaube ihm Distanz und einen
differenzierten Blick, die Wirkung sei eine dynamischere,
biete mehr als die Arbeiten im Keilrahmen.
Der Künstler beschäftigt sich auch parallel mit verschiedenen
Bildern. Oft lässt er sie über einen längeren
Zeitraum „ruhen“, legt sie zur Seite, widmet sich
ihnen dann von Neuem, entdeckt dabei alternative
Schwerpunkte und neue Spielarten. Manchmal dreht
er die Arbeiten, übermalt sie, wenn sie für ihn nicht
mehr stimmig sind. Es entstehen Collagen Geschichten
und Dokumente des täglichen Seins. „Ich bin
radikal. Wenn mir was nicht gefällt, übermale ich es.“
Entscheidend sei, dass in allen Bildern der Kontext
von Schrift und Musik deutlich werde. Im Gespräch
sagt Herwig Gillerke: „Eigentlich arbeite ich wie ein
Bildhauer. Ich lasse gern die Farben stehen.“
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25
Aus der Serie; Face It – Face It, 2019
26
In seinem Instagram-Account bezeichnet sich
der Künstler als „perdu dans la music“ – in
der Musik verloren, was als Herausforderung,
Auftrag, Kompliment oder als Chance für neue
Sichtweisen des täglichen Seins in seiner Vielfältigkeit
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Alle Werke: Courtesy of the artist und Galerie Tanja Wagner, Fotos: Gabriela Valdespino
„U Scantu“: A Disorderly Tale
Vergessen Sie nicht unbedingt alles, was Ihnen bisher
beim Wort Zopf eingefallen ist. Nach einem Besuch
der Ausstellung „U Scantu“: A Disorderly Tale“ der
sizilianischen Künstlerin Elisa Giardina Papa kommen
spontan neue Bilder auf, wenn man an Zöpfe denkt.
Die Künstlerin befasst sich mit u scantu, einem spezifisch
sizilianischen Begriff für Angst und macht daraus
eine aus ihrer Sicht „unordentliche Erzählung“. In dem
großen Ausstellungsraum in der 1. Etage quellen dicke
Zöpfe, aus den Wänden. Die geflochtenen Stränge
aus unterarmdicken, weißglasiertem Ton scheinen
sich durch kreisrunde Öffnungen aus den Wänden
gewunden zu haben. Sie hängen schwungvoll gebogen
vor der Wand. Woher sie kommen, ist unklar.
Zöpfe und archaische Mythen
Elisa Giardina Papa schuf diese Arbeiten am Ende
eines Prozesses, der einer Recherche über alte Sizilianische
Mythen und Rituale galt. Angeregt von Liedern
und Erzählungen ihrer Großmutter spürte sie den
Sagen über die sogenannten donne di fora (Frauen
28
Elisa Giardina Papa im K:H
von Elke Kramer
Elisa Giardina Papa, Zitronen, Einige dieser Zitronen sind nach Ausstellungsende als Jahresgabe für das K:H zu erwerben.
außer sich und von außen) nach; magischen Wesen
zwischen menschlicher und tierischer Gestalt. Ihnen
wurde nachgesagt, des Nachts zu den Frauen in die
Häuser zu kommen, mit ihnen zu feiern und Liebeskranke
zu verstehen. Sie verfügten über Rituale, die
die Angst (u scantu) linderten, wie das Auflegen ihrer
Zöpfe als schützender Zauber für Neugeborene.
Mythen und Moderne
Das gedankliche Eintauchen in das magische Denken
der Vormoderne öffnet eine Assoziationskette hin zu
fluiden Rollen- und Körperbildern. Die donne di fora
sind für Giardina de Papa queere Figuren, die einem
Nicht-binären Denken Raum geben , in dem es nicht
nur ein Entweder/Oder, sondern auch ein Dazwischen
gibt. Die alten Mythen werden in zwei Videofilmen
mit den technologischen Fortschritts-Versprechen der
Moderne kontrastiert, wobei die Mythen langlebiger zu
sein scheinen als die Versprechungen der Moderne.
Die Verwandlung von Zitronen
Kurz vor dem Ausgang erreichen wir ein Zitronenfeld
in allen Reifestadien, von grün über gelb bis vollständig
verschimmelt, es ist ein Transformationsprozess.
Hier fehlt jedoch der typische Geruch verschimmelnder
Zitronen. Marie Oucherif, die neue Leiterin des K:H
erklärt, dass jede Zitrone eine von Hand modellierte
Arbeit einer italienischen Keramikerin ist. Die Keramiken
sind eine Anspielung auf die sizilianische Vorliebe
für idealisierte künstliche Zitronen in Obstschalen.
TERMIN
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Elisa Giardina Papa
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29
Leben und Mode
in den 1950ern
Von Peter Strotmann
Weihnachten 1956
Der Vater (ganz rechts) im dunkelblauen Anzug
mit Schlips und Kragen, Peter (ganz links) mit einer
dunkelblauen Strickjacke und weißem Oberhemd.
Quelle: Familienarchiv Strotmann
Eine Jahresendgeschichte über das Leben und die
Mode in den 1950ern unter besonderer Berücksichtigung
von Weihnachten und Silvester
Dieser Artikel kann nicht geschrieben werden, ohne
die 1930er und 1940er Jahre zu betrachten. Das
waren die Vorkriegs- und Nachkriegsjahre. Viele
Menschen hatten die Kaiserzeiten mit dem verlorenen
Ersten Weltkrieg erlebt. Sie waren trotz aller Ungewissheiten
in den 1920er-Jahren aufgeblüht. Mit
dem Jahre 1933 keimten große Hoffnungen. Aber
das deutsche Volk wurde uniformiert und machte
den Zweiten Weltkrieg durch. Nach der bedingungslosen
Kapitulation vom 8. Mai 1945 verfügten die
Alliierten, dass ab sofort keine Uniformen mehr getragen
werden durften. Das brachte etliche Menschen in
große Schwierigkeiten. Um die zu umgehen, zogen sie
jedes zur Verfügung stehende Kleidungsstück an.
Es war so, dass vielen Menschen, wie den Ausgebombten,
Flüchtlingen und Traumatisierten, das gewohnte
Umfeld fehlte. Der „gute Bürger“ mit einem
geregelten Haushalt, besaß einfache Kleidung für zuhause,
Straßenkleidung und Sonntagsgarderobe. Die
Wintersachen hing mit Mottenkugeln „gesichert“, auf
dem Boden oder im Keller.
30
Durch viele staatliche und wohltätige Maßnahmen
wurde die Versorgung mit Bekleidung allmählich
besser. Und mit der Währungsreform von 1948 gab
es in bescheidenem Maße auch wieder einzelne Anziehsachen
zu kaufen. Vorherrschend war jedoch
der Tauschhandel, privat oder gewerblich.Vor allem
mangelte es an Schuhen. Die waren entweder unreparierbar,
oder Kindern passten die Größen nicht. Die
Schüler sollen oft barfuß zur Schule gegangen sein. In
Bremen gab es zunächst städtische Schuhtauscheinrichtungen,
die später durch private abgelöst wurden.
Peter hatte es vergleichsweise gut. Aus den USA
sandte die Großtante Anna selbst gepackte Pakete.
Darin enthalten waren gelegentlich kleine weiße Anzug-Kombinationen
für Jungen. Das Besondere daran
war, dass das Oberteil und das Höschen zusammengeknöpft
werden mussten. Das war sicher so ähnlich,
wie es auch die Matrosen der US Navy trugen.
Für Peters Eltern brach der „Wohlstand“ schon eher
aus. Als Bauingenieur hatte Peters Vater 1951 den Wiederaufbau
des Bekleidungshauses Dyckhoff an der
Obernstraße geleitet. Als Dank für die geleistete Arbeit
durften er und seine Frau sich je einen Mantel von der
Stange aussuchen. Peter war leider nicht dabei und
musste weiter sein altes Wintermäntelchen tragen.
· ·
·
Gedanken zur Geschichte der Männermode
Fragt man heut so in die Runde: „ Gibt es auch eine
Männermode?“ Die Antwort ist meist: „ Ja, aber nicht
so wirklich.“ Sieht man sich aktuelle Modetrends an,
zählen wahrscheinlich dunkle Farben wie dunkelblau,
dunkelgrün und schwarz zu den bevorzugten Farben
von Männern. Dazu noch ein weißes T-Shirt oder ein
Holzfällerhemd. Wie sagt’s der Kinderreim: Punkt,
Punkt, Komma, Strich. Setzt man ihm ein Hütchen auf,
ist der Mann zum Ausverkauf.
Peter, angezogen mit einer geknöpften Anzugkombination und
Freundin Marion an der Hand, Frühjahr 1953.
Quelle: Familienarchiv Strotmann
Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Tatsächlich
sollen die Männer früher oft farbenfröhlicher
bekleidet gewesen sein. Sie hatten am Körper
anliegende Wämse und Hosen an. Das Material war
kostbare Seide. Später wurden große Mengen Wolltuche
für die wachsende Bevölkerung benötigt, z.B.
für Anzüge und auch für Militär-Uniformen. Da war
es kostengünstiger, die Tuche nur in wenigen Farben
herzustellen. So hat sich die Hinwendung der Männer
zu wenigen Grundfarben durch Gewöhnung und Erziehung
ergeben und liegt wohl nicht an den Genen.
In Verkaufsprospekten, Magazinen, Modenschauen
usw. werden Männer oft farbig bekleidet gezeigt. (übrigens:
Schwarz und Weiß sind im Sinne der Farblehre
keine Farbe). Tatsächlich sieht man auf den Kleider-
31
Schaufenster Karstadt Männermode 1954, Eines der wenigen Schaufenster, das für Männermode
gestaltet wurde. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-043
ständern in den Herrenabteilungen der Kaufhäuser fast nur Oberbekleidung
in dunklen Farben. Da brauchte der Textileinzelhandel eigentlich
kaum Werbung zu machen. Die Männer kauften sich sowieso alle paar
Jahre wieder einen dunkelblauen Anzug.
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Interessant ist in diesem Zusammenhang das von Julia Burde 2019 veröffentlichte
Buch „Die Begradigung der Taillenkontur in der Männermode“.
Sie beschreibt darin, wie sich die männliche Mode-Silhouette von einem
erst sichelförmig gebogenen, dann schmal taillierten Körper – modelliert
aus Watte und Stoff – zu einem modernen Körper in gerade geschnittener
Kleidung entwickelte. Das waren seinerzeit stolze Preise und nur wenige
werden das entsprechende Einkommen gehabt haben. Aber seinerzeit
galten noch strenge Kleidervorschriften. Wer auf einen Silvesterball ging,
konnte das nicht mit seinem alten Straßenanzug machen. Dafür brauchte
man schon das richtige Outfit. Als kleines Detail sei noch erwähnt, dass die
Strümpfe noch nicht den heute üblichen Gummizug am Bündchen hatten.
Die Herren mussten sie mit um die Waden oder Oberschenkel geschnallten
Strumpfhaltern befestigen. Wie die Strumpfbefestigung bei den Frauen
war, wird im Kapitel Frauenmode beschrieben.
Die Geselligkeit in den 1950ern
Die Geselligkeit insbesondere zu Silvester, wurde großgeschrieben: Man
lud Verwandte, Bekannte oder Nachbarn zur Jahresendfeier ein. Schön
war auch, wenn man eingeladen war. Dann hatte man nicht die Vorbereitungen
und die Aufräumarbeiten zu machen. Meist gab es Gulaschsuppe
mit Brot oder, wie schon zu Heiligabend üblich, Kartoffelsalat mit Würstchen.
Zwischendurch reichte man gefüllte Berliner vom Bäcker oder eine
Scheibe vom „Kalten Hund“.
Wichtig waren die Getränke. Da hielt man sich scheinbar an die Angebote
in den Schaufenstern der Geschäfte. So üppig, wie auf dem Schaufensterfoto
zum Jahreswechsel 1961/62, war es in den 1950ern noch nicht.
Die Männer tranken Bier und Korn. Die Frauen hatten sich eine Obstbowle
zubereitet. Für die Kinder gab es Limonade. Irgendwann wurde auch
der Rumtopf hereingeholt. Der wurde gekostet und gelobt. Später am
Abend kam bei den Frauen auch noch Eierlikör auf den Tisch. Die Kinder
32
Schaufenster Karstadt Getränkeangebot zum neuen Jahr 1962. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-375
wurden nicht müde und wuselten immer umher. Im Radio dudelte Musik.
Einen Fernseher hatten die meisten noch nicht. Die Männer rauchten
alles, was qualmte. Manche Frau holte sich auch mal einen Zigarrenzug,
zur Gaudi der anderen Frauen.
Von Ferne waren um Mitternacht die Domglocken zu hören. Alle stießen
miteinander an und wünschten sich alles Gute fürs neue Jahr. Dann ging
oder wankte die Gesellschaft auf den Bürgersteig. Es wurden ein paar
wenige Knaller gezündet. Das mussten die, im Umgang mit dem Feuer
gewohnten, Männer machen. Dann war die Feier auch bald beendet. Die
Gäste gingen nach Hause die Kinder ins Bett. Die Gastgeber und Hausgäste
blieben noch etwas auf. Oder man wollte nur kurz (manchmal wurde es
auch lang und länger) zu den Nachbarn hinüber. Das wars. Am Neujahrsmorgen
waren die Kinder schon früher wach und entdeckten die Flaschen
und Getränkereste in den Gläsern vom Vorabend. Sie haben an allem rumgenippt
und getrunken, obwohl es überhaupt nicht schmeckte.
Das Design der 1950er
Die 1950er haben ein ganz eigenes Design hervorgebracht, weil die Menschen,
nach den Entbehrungen der vergangenen Jahre eine neue Lebenskultur
entwickelten, sich anders kleideten, Parties feierten usw. Andererseits
mussten viele Wohnungen neu eingerichtet werden. Es wurden
Möbel und Dinge zum alltäglichen Gebrauch benötigt. In den 1950ern
Jahren war noch alles von Materialknappheit geprägt. Und damit
entstanden Dinge, wie der Cocktailsessel, die es früher nicht gegeben
hatte und die nach 1950ern wieder verschwanden. Heute
gilt das oft als billiger Kram. Aber die Menschen waren seinerzeit
froh, dass es überhaupt etwas zu kaufen gab. Als ein Beispiel sei
dieses Drahtgestell mit Glasschälchen gezeigt. Heute fragt man sich,
welche Funktion hatte diesesTeil gehabt? Um es kurz zu machen, es
ist ein „Salzstangenanbieter“.
In der 1950ern war das Angebot an Süßigkeiten und Knabbergebäck,
verglichen mit heute, noch gering. Man sieht, wie auch nur wenige Salzstangen
nett angeboten werden können. Man nahm sich auch immer nur
eine einzige Salzstange und nicht gleich die ganze Hand voll.
Salzstangenanbieter, 1950er. Quelle: Sammlung G. Hehling
33
Stoffe für die Damenmode, Schaufenster Karstadt, 1960
Quelle: Quelle: StAB 10,B FN 7-861-114
Das Grundgestell dieses Salzstangenanbieters besteht
aus vermessingtem, in Form gebogenem Draht. Wie
man sieht, vereinigt er alle Funktionen, die nötig sind:
Standfestigkeit, Griff zum Anfassen, Haltering für die
Salzstangen und den Einhängering für das (farblose)
Glasschälchen.
Gedanken zur Geschichte der Frauenmode
Wie schon anfangs beschrieben, hatte der Zweite
Weltkrieg in den 1930ern und 1940ern das Leben der
Gesellschaft bestimmt. Es herrschten Ernährungsknappheit,
Leid und Ungewissheit. Die Modewelt
bekam keine neuen Inspirationen. Die Frauen nähten
ihre Kleidung und die ihrer Angehörigen selbst. Hier
war Ideenreichtum gefragt – sei es, dass sie alte Kleidungsstücke
zu neuen Kreationen umarbeiteten oder
sich aus Stoffresten Kostüme nähten.
Hervorzuheben sind hier wirklich die Fähigkeiten und
der Einfallsreichtum von Frauen bei der Essenszubereitung,
der Textilverarbeitung, der Pflege usw. Auf
diesen Feldern waren die meisten Frauen den anders
ausgebildeten Männern überlegen. Welcher Mann
Dior: „Weihnachtskleid“ mit üppigem Rock
Quelle: Wikipedia
hätte aus einem Stück Stoff tragbare Kleidung herstellen
können? Kaum jemand. Eine Frau behauptete
gar: „Ein Mann kann sich allenfalls ein Bärenfell um
den Leib wickeln. Und damit hätten die Männer die
Bären ausgerottet.“ Das stimmt so nicht. Hätten sie
denn nackt herumlaufen sollen? Doch die Männerwelt
hat bedeutende Modeschöpfer hervorgebracht, denn
sonst hätten sich die Frauen die Stoffe um den Leib
wickeln müssen.
Der „New Look“ von Christian Dior
Nach 1945 brauchte es frische Ideen um wieder aus
dem Nachkriegsloch heraus zu kommen. Genau am
12. Februar 1947 begannen für die Modebranche neue
Zeiten. An diesem Tage stellte Christian Dior (1905-
1957) in Paris seine erste eigene Frühjahrs- Sommerkollektion
vor, die „Ligne Corolle“, auf deutsch: „Blütenkelchlinie“.
Die Ligne Corolle zeichnete sich durch eine
besonders feminine Sihouette, abgerundete Schultern,
eine schmale Taille und einem fülligen Rock in A-Linie
aus. Dazu bunte Farben, kunstvolle Details und viel,
viel Stoff. Aber diesen Überfluss brauchten die Menschen
der Nachkriegszeit. Sie hatten lange genug
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Model mit Wespentaille im Jahr 1952 © Aenne
Burda Verlag und Hubert Burda Media
Zur Vorweihnachtszeit des Jahres 1951 war der ganze Lichthof im Erdgeschoss ein Verkaufsraum
für Stoffe. Quelle: StAB 10,B FN 7-861-021
mit Entbehrungen leben müssen. Mit diesem neuen
Modestil hatten Frauen die Möglichkeit, sich wieder
weiblich zu fühlen. Der „New Look“ war geboren. Christian
Dior sagte zu seinem New Look: „Wir kamen aus
einer Zeit des Krieges und der Uniformen, in der Frauen,
wie Soldaten aussahen, mit Schultern wie Boxer.
Ich entwarf Blumenfrauen, weiche Schultern, volle
Büsten, Taillen so schlank wie Lianen und Kleider wie
Blütenkelche.“
bildungen der fertigen Objekte. Klein und groß wurde
neu eingekleidet. Die Frauen waren enorm kreativ. Für
diejenigen, die keine Zeit oder keine Lust zur Selbstschneiderei
hatten, gab es auch fertige Kleidung aller
Art zu kaufen.
Zum Glück gab es die Burda Moden
Zur Ideenfindung und zum Gelingen des Selbstgeschneiderten
trugen maßgeblich die Schnitte der
Die von Dior kreierte Damenmode war, trotz ihrer Bezeichnung
„New Look“, rückwärtsgewandt, absolut alltagsuntauglich
und unpraktisch. Sie erforderte viel Arbeit
und Material und war allenfalls als elegante Abendgarderobe
geeignet. Aber der New Look hatte dennoch
Einfluss auf die praktische Schneiderei. Sie übernahm
Details wie gerundete Schultern (mit Schulterpolstern),
hervorgehobener Busen (mit vorgeformtem Büstenhalter),
gestraffte Unterleibpartie (mit Korsett), Wespentaille
(mit Korsett und strammem Gürtel), dazu Schuhe
(mit höheren Absätzen). Das alles fertigten die Frauen
zuhause an. Traten sie dann so bekleidet öffentlich in
Erscheinung, fielen so manch einem Mann die Augen
aus dem Kopf, wenn sich eine Arbeitsbiene zur durchgestylten
Prinzessin gemausert hatte.
Die Anregungen suchten und holten sich die Frauen
aus den Stoffgeschäften und Kaufhäusern. Die Dekorateure
der Kaufhäuser hatten alles aufgeboten, was
das Herz begehrt. Schöne Stoffe in allen Farben und
Mustern, schwingend im Raum aufgehängt, eingekleidete
Modepuppen: Es war in den 1950ern noch üblich,
dass man am Sonntagnachmittag Schaufenstergucken
ging. Und in der Woche kauften die Frauen
Stoffe und Zubehör. Dann wurde geschneidert. Nach
eigenen Entwürfen oder nach Schnittmustern, die man
kaufen konnte oder nach Schnittmusterheften mit Ab-
35
Mode um 1900, Photograph F.D. Schrader,
Wir sehen, dass das bodenlange Kleid
hochgeschlossen ist und ein Kragen um
den Hals liegt. Der Brustbereich ist mit
kleinen Stoffbahnen überdeckt. Die Taille
ist eng geschnürt, das ist wahrscheinlich
nur mit einem Mieder möglich. Der
Rock ist weit ausladend. Das ist nur mit
einem inneren Gestell oder Reifrock
möglich. Damit wird ein breites Becken
vorgetäuscht.
Quelle: Schwachhausen-Archiv
Der Plattmach-Büstenhalter 1920er Jahre
Quelle: Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Zeitschrift Burda Moden (heute: Burda style) bei. 1950
erschien das erste Heft der Herausgeberin Aenne
Burda in einer Auflage von 100.000 Stück. Der Slogan
lautete: „Einen Mann hat jetzt die Käthe, weil sie
nach Burda Moden nähte.“ Burda Moden brachte die
Trends der Zeit und setze sie in Schnittmuster um.
Die fertigen Kleidungsstücke schenkten den Frauen
ein neues Selbstbewusstsein. Nach den Kriegsjahren
freuten sich die Menschen über die neuartigen Modetrends.
In den 1950ern trugen Frauen fast gar keine
Hosen. Sie galten als männlich. Die eigentlichen Kleidungstücke
waren Röcke und Kleider. In den ersten
Jahren der 50er gab es den Trend zu kürzeren Kleiderlängen.
Trotzdem waren sie elegant. Da nun die
Zeit der „Sackmode“ endgültig vorbei war, konnten die
Frauen mit ihren weiblichen Formen aufwarten. Das
taten sie mit ihrer Wespentaille, hautengen Röcken
und eng-anliegenden Blusen. Jede Modezeitschrift
lebt davon, dass sie nach einiger Zeit wieder einen
ganz neuen Trend veröffentlicht oder die alten variiert.
Das eigentlich Interessante war, dass die Burdaschnitte
für alle Größen anzupassen waren. Damit war eine
ganze Anzahl von Schnitt-Designern und Zeichnern
beschäftigt. Für extrem große Kleidergrößen wurden
die Frauen vermessen und erhielten ebenfalls ihre
Schnittmuster.
Und was trugen die Frauen darunter?
Bei der geschneiderten Oberbekleidung ist auch ein
Blick auf die Unterwäsche interessant. Denn, was
die Modemacher mit ein paar Strichen aufs Papier
bringen und dann auf einer Schneiderpuppe drapieren
bzw. einem Model anziehen, das musste mit den
Schnittmustern auf das Machbare umgesetzt werden.
Aber für einen echten weiblichen Körper müssen noch
Anpassungen vorgenommen werden, damit alles
richtig sitzt. Es sind sicher eine der intimsten Geheimnisse,
die nie so ganz ans Licht gekommen sind oder
kommen sollten. Um 1900 war der Bereich der weiblichen
Brust mit der Oberbekleidung unter wallenden
Stoffbahnen oder Rüschen bedeckt. Darunter wurde
sogenannte Leibchen getragen.
In den „goldenen 1920er Jahren“, also nach dem
Ersten Weltkrieg, war die Frauenmode sehr viel freizügiger
und moderner als die der vorangegangenen
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36
Ausschnitt aus einer Playtex-Anzeige im
Weser-Kurier vom 24,11.1961.
Quelle: Weser-Kurier
Triumpf im Karstadt-Schaufenster von 1961
Slogans: „Miss Triumpf schenkt die Figur der Jugend“ und „Triumph krönt die Figur“
Quelle: StAB 10,B FN7-861_289
Generation. Um das Thema Unterwäsche weiter zu
verfolgen, sei hier ein Exponat beschrieben, das im
Ostfriesischen Landesmuseum in Emden ausgestellt
ist. Der Begleittext lautet:
Büstenhalter
Weibliche Formen waren in den (19)20er Jahren
nicht mehr gefragt. Das modische Vorbild war der
knabenhafte Frauentyp. Kaum ausgearbeitet, diente
das flache Wäschestück weniger zum Halten
denn zum Plattdücken der Brust. Typisch für die
Zeit sind auch Material und Farbe: apricotfarbene
Kunstseide, Spitze. Fabrikai: Winco, nach 1920
Spitztüten, das sind die Tüten, in denen auch Bonbons
verkauft wurden. Die BH-Spitzformen waren
verhältnismäßig hart und nicht jede Frau konnte sie
ausfüllen. Deshalb mussten sie mit Pads unterfüttert
werden. Das sah dann gewaltig aus. Peters Mutter
sagte früher; “Alles was sie hatte, war von Watte.“ Ein
Bekannter meinte spontan: „Diese Hörner! Das waren
die Waffen der Frauen.“
Das waren die 20er Jahre.Wie es danach mit der
weiblichen Unterwäsche weitergegangen ist, das
könnte noch ein eigenes Forschungsgebiet werden.
An Hand von Fotos kann man vermuten, dass Frauen
Anfang der 1950er Büstenhalter trugen. Und auch
Korsetts mussten zur Körperformgebung angezogen
werden. Die machten, die von der Mode propagierte
Wespentaille in den meisten Fällen erst möglich und
der Busen wirkte üppiger.
Mitte der 1950er kamen neue Mode-Einflüsse aus
den USA, zum Beispiel durch Elvis und den Rock‘n
Roll. Insbesondere die Jugend wollte sich durch einen
neuen Kleidungs-Stil von der Elterngeneration absetzen.
Um wieder zum Thema zu kommen: Der große
Umbruch in der Damen-Unterwäsche kam aus den
USA mit dem Namen Playtex. Das war und ist ein Büstenhalter-
und Korsettsystem.
Damit wurden der weibliche Körper und die Brüste
auf neue Art geformt. Optisch erschien die Brust nun
nicht mehr rundlich sondern kegelig mit zwei Spitzen.
Man nannte diese Formung auch „Spitztüten-BH“.
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37
Strümpfe-außergewöhnlich billig, Schaufenster Karstadt, 1930
Quelle: StAB 10,B FN 7-861-125
Damen-Nachtwäsche aus Perlon,
Schaufenster bei Karstadt, 1960
Quelle: StAB 10,B FN 7-861-121
38
Strümpfe machten den „New Look“ erst perfekt
Frauen trugen unter ihren Röcken lange Strümpfe. Um
diese zu befestigen, benötigten sie einen Stumpfhaltergürtel,
auch Strapsgürtel genannt, oder mit Strapsen
am Hüfthalter, auch Korsett genannt. Mädchen hatten
natürlich nur einen Strumpfhaltergürtel.
In diesem Zusammenhang muss der Autor von den
wollenen Unterhosen und Strümpfen berichten. Bekanntermaßen
hatten die Jungen sommers wie winters
kurze Hosen an; die Mädchen ihre Röcke. Damit der
kalte Wind nicht so um die kleinen Hintern
strich, hatten die Mütter wollene Unterhosen
und wollene Strümpfe gestrickt. Meist wurden
dazu alte Pullover aufgeribbelt und neu
verstrickt. Diese wollenen Erzeugnisse juckten
und pieksten so stark, dass die Kinder schrien
und sich weigerten diese anzuziehen. Einen
Weichspüler gab es seinerzeit noch nicht.
Bereits gegen Ende der 1930er Jahre gab
es in den USA Nylonstrümpfe, sowie in
Deutschland Perlonstrümpfe. Fertigungsbedingt
hatten die Strümpfe eine Naht, die nach
dem Anziehen nach hinten zeigte. Erst 1955
kam der nahtlose Strumpf aus Perlon auf den
Markt. Aber es sollte noch 10 Jahre dauern,
bis er sich endgültig durchgesetzt hatte.
Eine kleine Geschichte aus der Zeit der Naht
behafteten Strümpfe: Das Ehepaar steht in
der Diele und bereitete sich aufs Ausgehen
vor. Er ist schon fertig. Sie fragt ihren Gatten:
„Sitzen die Nähte der Strümpfe gerade.“ Er
ARWA Strumpf, Anzeige
Quelle: Schwachhausen Archiv
sieht nur mit einem halbe Auge hin, und sagt: “Ja.“
„Du musst auch richtig hingucken.“ fordert sie ihn auf.
Er sieht mit dem anderen halben Auge hin und sagt
wieder: „Ja.“ Den Rest ersparen wir uns.
Eine Revolution gab es heute vor 65 Jahren. 1960
kam die erste Strumpfhose auf den deutschen Markt.
Sie saß perfekt und man brauchte keine Strumpfhalter
mehr. Der Minirock wurde 1963 von Mary Quant
präsentiert und erwurde im Laufe der Jahre immer
kürzer. Es war die Frage Henne oder Ei. Tatsächlich
war es wohl die Strumpfhose, die die Verbreitung
des Minirocks wesentlich unterstützt hat.
Es wird den deutschen Frauen nachgesagt,
dass sie so lange Beine hätten. Das mag gut
möglich sein. Jedenfalls gehen sie, wie bei
Menschen anderer Nationen auch, nur bis
zum Boden.
Die Strümpfe aus Karstadts-Schaufenster
kosteten zwar nur knapp zwei Mark pro Paar.
Leider bekamen diese Strümpfe sehr leicht
Laufmaschen. Schon beim An- und Ausziehen
konnte das passieren. Da hakte man irgendwo
an, schon war eine Laufmasche drin. So ging
keine Frau aus dem Haus. Nach ein paar Tagen
hatte man schnell ein Dutzend kaputter
Strümpfe zusammen. Die brachte man zum
Laufmaschenaufnehmen. Das machten meist
Frauen in der Umgegend oder die Textilgeschäfte.
Die besaßen eine Repassiermaschine,
Die Reparatur dauerte 15 Minuten und kostete
40 Pfennig. Dann war der Strumpf wieder
fertig.
Schaufensterdekoration bei Karstadt im Frühjahr 1960.
Quelle: Staatsarchiv Bremen 18,B FN7-861-112
Auch die Nachtwäsche wurde jetzt schicker
In den 1950ern stieg Frau nachts noch recht züchtig
gekleidet ins Bett, und zwar mit Schlafkleid oder
Schlafanzug. Schenkt man den Schaufensterauslagen
bei Karstadt Glauben, dann brach 1960 das Perlon-
Zeitalter an. Nachtwäsche aus diesem Material, wie
Baby Doll und Negligé wärmte nicht so, wie die herkömmliche
aus Baumwolle oder Seide, aber sie wirkten
befreiter. Das war Tradition: Zum Heiligabend war
schon die Dekoration im Schaufenster.
Um Mitternacht des 31. Dezember 1959 endeten die
1950er Jahre und die Sechziger Jahre begannen. Und
wie ausgewechselt alles plötzlich ist, sehen wir am
Schaufensterbild vom Frühjahr 1960: Es ist in Farbe,
es macht Reiselust und ein Lloyd Alexander Coupé
steht bereit.
Mit diesem Foto aus dem Jahre 1960 beschließt der
Autor den kleinen Streifzug durch die 1950er Jahre.
Es waren die Nachkriegsjahre, Jahre des Wirtschaftwunders.
Im Grunde waren es schwere Jahre, Jahre
in denen sich viel verändert hat. Diejenigen, die in dieser
Zeit groß geworden sind, erinnern sich an vieles,
was es damals gab und heute schon lange nicht mehr
gibt. So ist es bei jeder Generation.
39
Geschenkideen zum Fest
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Sonnenaufgang Nr. 5
Jonas hat sein Germanistikstudium
abgebrochen und hat seinen ersten
Auftrag als Ghostwriter erhalten. Er
soll für die ehemalige Schauspielerin
Stella Dor eine Biographie
schreiben. Eine Diva durch und
durch, die in einem baufälligen Strandpavillon lebt.
Jonas kommt bei den Schwestern Britta und Imke
Roose unter, die große Bewunderer von Stella sind. In
Stellas Haus gibt es eine Unmenge von Biografien und
Hunderte von Notizzetteln, auf denen sie Ereignisse
aus ihrem Leben notiert hat.
Die Zusammenarbeit mit Stella ist nicht einfach.
Denn sie erzählt nur das, was sie will und duldet
keine Nachfragen. Sie erzählt sozusagen eine geschönte
Version ihres Lebens, was Jonas durch eigene
Recherche in Erfahrung bringt.
Neben Stella lernt Jonas Nessa kennen, die
beiden treffen sich erst zufällig und merken nach und
nach, dass sie mehr füreinander empfinden. Dann gibt
es noch Paul, der schon immer in Stella verliebt ist und
sein treuer Hund „Guter Junge“, den Maler Geraldo
und die Witwe Bentje.
Alle haben im Lauf ihres Lebens schmerzliche
Erfahrungen gemacht, genau wie Jonas selbst auch,
Erlebnisse, die sie verdrängt haben und denen sie
sich nie gestellt haben. Aber sie merken auch, dass die
Erinnerungen nicht zuverlässig sind und sich von den
tatsächlichen Ereignissen unterscheiden. Denn nur
wer sich der Vergangenheit stellt, kann in der Gegenwart
ein zufriedenes Leben leben.
Eine poetische, warmherzige Geschichte. Als
Leser:in stellt man sich die Frage: „Wie würde man
seine eigene Biografie erzählen?“
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Gaea Schoeters
Das Geschenk
Gaea Schoeters ist die Tochter eines
belgischen Politikers und hat somit
intime Einblicke in den Alltag des Politikbetriebes...
Diese unglaubliche Geschichte
beginnt im Berliner Regierungsviertel.
Holger Fuchs, Oppositioneller aus
einer Rechten Partei, steht an der Spree und sieht am
anderen Ufer Elefanten grasen. Bundeskanzler Hans-
Christian Winkler vermutet zunächst, dass sie aus
dem Zoo ausgebrochen sind. Nach einem Gespräch
mit dem Präsidenten von Botswana erfährt er aber,
dass es sich bei den Elefanten um ein „Geschenk“
des Präsidenten von Botswana handelt. Denn nachdem
die deutsche Regierung ein Einfuhrverbot von
Jagdtrophäen beschlossen und damit den armen Regionen
Botswanas die Lebensgrundlage genommen
hatte, schickte der Präsident 20.000 Elefanten nach
Deutschland. Plötzlich ist Deutschland übervölkert mit
afrikanischen Elefanten.
Das politische Berlin und die Bevölkerung sind
in Aufruhr, der Tiergarten bereits von den Elefanten
verwüstet: Es werden Gremien gebildet, Expert:innen
befragt und, Wissenschaflter:innen werden um Unterstützung
gebeten, ungewöhnliche Lösungen gesucht,
auf Umfragewerte geschaut, der politische Gegner
wird im Auge behalten...
Es ist eine witzig erzählte Satire, die unsere
Politik möglicherweise treffsicher spiegelt.
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Weserblick und Bücherträume
So hat sich Frieda ihr Leben nicht
vorgestellt, als sie vor Jahren ihre
große Liebe heiratete und zu ihm
nach Schweden zog. Sie träumte
vom großen Glück und einer Karriere
als Autorin. Aber nun hat ihr Mann eine Affäre und
sie ist wieder zurück in Bremen bei ihren Eltern. Dort
wohnt sie im Dachgeschoss ihres Elternhauses, dass
mit geschenkten Möbeln ihrer Schwester ausgestattet
ist.
Ihre alte Heimatstadt hat für sie nichts an
Charme verloren und sie entdeckt nach und nach alte
und neue Lieblingsorte, allein oder mit ihren alten
Freundinnen. Die anfänglichen Befürchtungen, das
diese alten Freundschaften keine Zukunft mehr haben,
werden schnell zerstreut und geben Frieda neuen
Halt.
Durch Zufall begegnen sich Frieda und ihr alter
Freund Tom wieder, der im Haus ihrer Eltern einen
Wasserhahn repariert. Früher war sie in ihn verliebt,
hatte ihm aber nie ihre Liebe gestanden. Er lebt in
einem anderen Stadtteil und ist inzwischen geschieden...
Auf einer Radtour durch Bremen entdecken
Frieda und ihr Vater eine geschlossene Buchhandlung,
von der sich Frieda magisch angezogen fühlt.
Kurzentschlossen klingeln sie bei der Besitzerin, die
ihnen erzählt, dass sie die Buchhandlung nicht mehr
alleine betreiben wollte und deshalb den Betrieb geschlossen
habe. Frieda lässt nach diesem Gespräch
der Gedanke nicht los, diesen Laden wieder zu beleben.
Sie überzeugt die Besitzerin, und die beiden
Frauen planen den Neustart. Beim Aufräumen in der
Buchhandlung entdeckt Frieda ein Manuskript. Aber
wer hat es geschrieben...?!
Ein Roman über Neuanfänge und die Kraft
der Freundschaft. Für alle, die Bremen und Buchhandlungen
lieben. Ideal für gemütliche Stunden auf
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Mittwoch
9:00 - 15:00 Uhr
Samstag
8:30 - 14:00 Uhr
51
Weihnachtlicher Markt
in der
LLOYD PASSAGE
Am 24. November ist es soweit und die Weihnachtshütten in der LLOYD
PASSAGE öffnen ihre Türen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein abwechslungsreiches
kulinarisches Angebot ergänzt um wärmende Mützen,
Schals und Handschuhe. Gerüche von Glühwein, Kakao und Waffeln durchziehen
dann die festlich geschmückte Passage und laden ein zum geselligen
Beisammensein unterm Glasdach.
52
November 2025. Längst liegen die Weihnachtsleckereien
in den Regalen, Kerzen und Deko für die
Adventszeit sorgen für eine heimelige Weihnachtsatmosphäre
in den Geschäften und hier und da hört
man bereits die erste Weihnachtsmusik. Auch in der
LLOYD PASSAGE gibt es in den Hütten wieder ein
vielfältiges Angebot an winterlichen Köstlichkeiten und
wärmenden Accessoires – für jeden Geschmack und
alle Generationen ist etwas dabei.
Am 24. November startet die Vorweihnachtszeit in der
Bremer City, denn dann öffnen die Weihnachts- und
Wintermärkte ihre Türen. Auch der Weihnachtsmarkt
in der LLOYD PASSAGE hat sich wieder herausgeputzt
und lockt mit seinem weihnachtlichen Sortiment.
Zwischen Sögestraße und Gosch bieten die Aussteller
in diesem Jahr eine vielfältige Auswahl an kulinarischen
Köstlichkeiten und inspirierenden Geschenkideen
an. Buten- und Binnenbremer sind zum Probieren,
Stöbern und Verweilen eingeladen.
Neben bekannten Gesichtern wie Silke und Jens
Fredrich, die seit über 30 Jahren mit ihrem eingespielten
Team dabei sind und neben Crêpes, Poffertjes
und Glühwein auch ihren hausgemachten Eierpunsch
nach Geheimrezept verkaufen oder dem Ehepaar
Lübben mit ihrem Sortiment aus Mützen, Schals,
Handschuhen und Lederwaren ist in diesem Jahr
auch Monika Veeser mit ihrem Espresso-Martini-
Stand wieder dabei. Neu in diesem Jahr ist der Stand
von Monia Pohl, die leckere Waffeln und Milchreis
anbieten wird.
Der Weihnachtsmarkt in der LLOYD PASSAGE hält
für alle das Passende bereit. Mit den zahlreichen Geschäften
direkt um die Ecke gibt es außerdem viele
weitere Adressen, um die Geschenke vom diesjährigen
Wunschzettel zu besorgen.
Öffnungszeiten 24.11.-28.12.:
Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag und Samstag 11 bis 21:30 Uhr
Sonntag 12 bis 19 Uhr
Heiligabend 10 bis 14 Uhr.
Die LLOYD PASSAGE ist Deutschlands erste überdachte
öffentliche Straße. Ausschließlich mit privaten
Mitteln finanziert, entwickelten sich die Flächen der
ehemaligen Großen Hundestraße und Kreyenstraße
zur beliebten Einkaufspassage im Herzen der Bremer
City. Inzwischen besteht die Gemeinschaft der Anlieger
über 30 Jahre.
53
Die Vorbereitungsgruppe von finden!
v.l.n.r.: Böttcher, Lichtenstein, Schürmann, Alber
finden! Weihnachtsedition
Es gibt einen neuen hochwertigen Kunsthandwerkermarkt
in der Vorweihnachtszeit in Bremen!
Das AUS aller Veranstaltungen in der Unteren Rathaushalle
bedeutete auch das Ende der tradierten
Weihnachtsausstellung der KunsthandwerkerInnen.
Lange hat die AKB, Angewandte Kunst Bremen, nach
einem neuen geeigneten Ort und einem neuen Format
für feines Kunsthandwerk zu Weihnachten gesucht.
Die „kleine Schwester“ des langjährig bekannten
Weihnachtsmarktes findet in diesem Jahr zum
ersten Mal an vier Tagen in der Handwerkskammer
Bremen neben dem Winterwald am Ansgarikirchhof
statt: die Weihnachtsedition finden!
Schmuck von Marion Heilig + Joachim Dombrowski
54
Geflüchtete brauchen Schutz!
Menschen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen,
suchen Schutz. REFUGIO ist ein sicherer Ort.
Herzlichen Dank für Ihre Spenden, die bereits vielen
geflüchteten Menschen in Bremen eine kostenlose
Beratung und therapeutische Behandlung bei uns
ermöglicht haben. Unterstützen Sie uns auch weiterhin.
Spendenkonto:
DE93290501010001071281
Sparkasse Bremen
www.refugio-bremen.de
Steingut von Lisa Rosemann
Zwanzig KunsthandwerkerInnen aus Bremen, aber
auch aus ganz Deutschland zeigen juriertes hochwertiges
Handwerk für den täglichen Gebrauch. Zartes
Porzellan, feine Gläser, geschmiedeter und geformter
Schmuck werden ebenso zu sehen sein, wie Kleinmöbel,
Holzobjekte und Textiles.
Wunderschönes finden! Ist das Motto, unter dem
besondere individuelle Handwerkskunst in der Handwerkskammer
gezeigt und gefunden werden kann.
Vom aufwändigen Einzelstück bis zur Kleinserie, von
der kleinen Postkarte zum großen Druck, für alle Vorlieben
ist etwas im Angebot. Wie schön, dass Bremen
auch in diesem Jahr nicht ohne einen besonderen
Weihnachtsmarkt der Handwerkskunst bleiben wird!
finden! Weihnachtsedition
4. bis 7. Dezember, 11-18Uhr
Handwerkskammer Bremen
Ansgaritorstr. 24
Do 14-18 Uhr, Fr-So 11-18 Uhr
Glassterne von Sybille Homann
55
Das Team von raum Handwerk & Design: v.l.n.r.: Ruprecht Holsten, Frauke Alber, Martin Wilmes
„Das Schöne Ding“
14 Jahre raum Handwerk & Design
Seit 14 Jahren bietet die Produzent:innengalerie raum
Handwerk & Design einen festen Ankerpunkt für
Handwerk, Gestaltungskunst und alltägliche Schönheit.
Seit sieben Jahren kuratieren und organisieren
die Keramikerin Frauke Alber, der Metallgestalter Ruprecht
Holsten und der Möbeltischler Martin
Wilmes diesen besonderen Laden
und wählen von befreundeten
und geschätzten Kolleginnen
aus ganz Deutschland
besondere
Stücke aus.
Auf knapp 40 Quadratmetern öffnet der raum regelmäßig
Türen zu Arbeiten von über 30 unterschiedlichen
Kunsthandwerker:innen. Das Repertoire reicht
von Keramik, Metall, Holz, Papierarbeiten bis hin zu
Korbflechterei und Textilkunst. Besuchende begegnen
in der Galerie formschönen Hockern aus einheimischen
und exotischen Laubhölzern, Schalen,
Bechern und Vasen mit üppigem Golddekor,
geschmiedeten
Pfan-
Pfeffer und Salzmühlen
Bratpfannen
56
Espressotassen
nen, fein geschnitzten Miniaturen, Auflaufformen,
Buch- und Schachteln aus Papier, filigranen Mobiles,
Fahrradkörben aus Weidengeflecht, handgewebten
Merinowollschals, bunten Wollfilz-Sitzkissen, gedrechselten
Stiften und Pfeffermühlen sowie handgenähten
Ledertaschen – und vielem vielem mehr. Das
Gemeinsame all dieser Arbeiten ist eine ausgeprägte
Materialkenntnis, eine eigenständige Gestaltungsprache
und eine bemerkenswert hohe Alltagstauglichkeit:
Jedes Stück soll im Alltag Freude bereiten.
Besonders hervorzuheben ist das Keramikprojekt:
Über 30 Keramiker:innen bieten Espressotassen
in aller Vielfalt an. „Am Thema Espressotasse lässt
sich wunderbar die unglaubliche Vielfalt der Keramik
Mobile
zeigen – von verschiedenen Arbeitsmethoden über
Glasuren bis hin zu Gestaltungsansätzen und Techniken“,
erklärt Frauke Alber. Dieses Projekt sei ihnen
ein großes Anliegen, so die Keramikerin und Gründerin
der Ladengalerie.
Der raum Handwerk & Design öffnet seine Pforten
saisonal von September bis Ende März. In den übrigen
Monaten verwandelt sich der Raum in einen
Spargel-, Obst- und Gemüseladen. „Meist werden wir
im September schon sehnsüchtig erwartet“, verrät der
Möbeltischler Martin Wilmes.
raum handwerk & Design
Ostertorsteinweg 68
28203 Bremen
Instagram: raum_handwerkunddesign
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 14-18 Uhr
Samstag 11-16 Uhr
von November bis Weihnachten
täglich ab 11 Uhr
Kaffeebecher
57
Weihnachten
im Weserpark
Stimmungsvoll einkaufen gehen – der WESERPARK im festlichen Lichterglanz
Wenn der Duft von Glühwein und gebrannten
Mandeln in der Luft liegt, ist es wieder soweit: Die
festliche Saison beginnt und mit ihr öffnet der gemütliche
Weihnachtsmarkt auf dem Außengelände
des Weserparks seine Tore. Ab Freitag, dem 21. November,
verwandelt sich das Areal in ein funkelndes
Winterwunderland, das große und kleine Besucher
gleichermaßen begeistert.
Zwischen glitzernden Lichtern, liebevoll geschmückten
Ständen und stimmungsvoller Musik lässt sich
das Weihnachtsgefühl in vollen Zügen genießen. Ob
Pommes, Bratwurst, Schmalzkuchen oder ein heißer
Glühwein, hier findet jeder seine persönliche Leckerei.
Auch für Kinder gibt es viel zu entdecken: ein nostalgisches
Karussell sorgt für spaßige Runden und jede
Menge Abwechslung. Ein besonderes Highlight ist die
detailreich gestaltete Märchenwelt, in der Figuren wie
Frau Holle oder Die Schneekönigin Geschichten erzählen.
Hier kann gestaunt und entdeckt werden.
Der Winterzauber hat montags bis samstags
von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Weihnachtsstimmung im Weserpark
58
Während der Adventszeit gibt es auch vor dem Weserpark einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt
Wo Weihnachten
lebendig wird
Und wer nach dem Bummel noch
auf Geschenksuche ist, wird direkt
im Weserpark fündig. In über 170
Fachgeschäften warten funkelnde
Geschenkideen – von Schmuck
und Parfüm bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten
und praktischen Alltagshelfern. Wer noch auf der
Suche nach dem richtigen Geschenk ist, der liegt mit
einem Weserpark-Gutschein genau richtig. Erhältlich
sind die Gutscheine an zwei Automaten in der Nähe
der Kundeninformation in den Werten 5 €, 10 €, 25 €
und 50 €.
Festliche Stimmung und Geschenkideen
Einkaufen wird im Weserpark in der Adventszeit zu
einem echten Erlebnis. Inmitten festlicher Dekoration,
funkelnder Lichter und stimmungsvoller Musik macht
das Bummeln durch die Geschäfte besonders viel
Freude. Verschiedene Chöre versetzen die Mall in eine
festliche Stimmung, die zum Verweilen und Träumen
einlädt. So wird selbst die Geschenksuche zum puren
Vergnügen.
Ob das perfekte Outfit für die Feiertage, Spielzeug für
die kleinen Entdecker, Konsolenspiele für die großen
Kids oder Parfüm, Schmuck und Elektronik für die
Liebsten – in den 170 Fachgeschäften des Weserparks
findet sich für jeden Geschmack und jedes Budget
das passende Präsent für die schönste Zeit des
Jahres.
Auch für das festliche Menü ist gesorgt: Norddeutschlands
größtes EDEKA center bietet eine beeindruckende
Auswahl an frischen Zutaten, Delikatessen und
kulinarischen Highlights, die jede Weihnachtsküche
bereichern. So wird der Besuch
im Weserpark zu einem rundum
genussvollen Erlebnis, voller
Inspiration, festlicher Stimmung
und Vorfreude auf das Weihnachtsfest.
Mit Liebe verpackt – und für den guten Zweck
Ab dem 6. Dezember wird im Weserpark eine jährliche
Tradition fortgeführt: der beliebte Geschenke-
Einpackservice. Wer seine Einkäufe liebevoll und
festlich verpackt mit nach Hause nehmen möchte, ist
hier genau richtig.
Gegen eine Spende von 3 Euro verwandelt das
Einpack-Team jedes Präsent mit viel Sorgfalt in ein
kleines Kunstwerk, perfekt für das Weihnachtsfest.
Das Beste: Die gesamten Einnahmen kommen auch
in diesem Jahr einem karitativen Zweck zugute. Der
Einpackservice steht allen Besucherinnen und Besuchern
montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr zur
Verfügung. Eine wunderbare Gelegenheit, die Freude
am Schenken mit einer guten Tat zu verbinden.
Weserpark
Hans-Bredow-Str. 19, 28307 Bremen
Weitere Informationen zu allen festlichen
Aktionen und Terminen in der Weihnachtszeit
gibt es unter: weserpark.de
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Ein Symbol der Leichtigkeit und Inspiration
Die Worpsweder Wolke
Feine Geschenke und feines Essen, die Worpsweder Wolke
Sicher kennen Sie das Worpsweder Schlösschen an
der Hembergstr. 5? Dies ist nun seit dem 01. März
2025 von Frau Hildebrandt an Frau Sieg übergegangen,
die sich ihre Worpsweder Wolke eröffnet hat. In
dem kleinen aber feinen Geschenkeladen sind 10 Sitzplätze,
verteilt um einen großen Tisch und drei kleine
Sitzplätze entstanden, die zum Verweilen einladen.
Eis mit Oreos, in der Worpsweder Wolke bekannt und beliebt unter
dem Namen „Moorwaffel“
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Das Team der Worpsweder Wolke (v.l.n.r.): hintere Reihe: Petra Tauke, Alena Seibt, Dana Bekov, vorne: Andrea Sieg, Claudia Wohldorf
Eine Wolke schwebt frei, nimmt immer neue Formen
an und lädt dazu ein, den Blick nach oben zu richten
und zu träumen. Genau das macht sie zu einem
wunderbaren Symbol für einen Geschenkeladen: ein
Ort voller Inspiration, an dem sich kleine und große
Schätze finden lassen, die das Leben bereichern und
besondere Momente festhalten.
In Worpswede haben Wolken eine ganz besondere
Bedeutung. Der Himmel über diesem Künstlerdorf ist
weit und eindrucksvoll, und seine Wolkenlandschaften
sind seit jeher eine Quelle der Kreativität.
So wie die Wolken am Himmel Geschichten formen,
so erzählt auch jeder liebevoll ausgewählte Gegenstand
im Geschenkeladen von Andrea Sieg eine kleine
Geschichte. Und wer ein Stück dieser Leichtigkeit und
Inspiration mit nach Hause nehmen möchte, findet
hier genau das Richtige.
Andrea Sieg fest, dabei unterstützt von ihrem Team,
lädt sie ihre Kundinnen und Kunden zum genießen
ein. Denn ein ganz klarer Traum ist unter anderem die
Moorwaffel, einfach köstlich und dazu einen Kaffee,
perfekt. Dabei können die Augen entspannt nach
kleinen Geschenken oder Wohnaccessoires für das
eigene Heim suchen. Eine Leichtigkeit sich hier auf
verschiedene Art zu Schönem verführen zu lassen.
Fahren Sie doch mal wieder nach Worpswede, lassen
Sie sich nach einem Museumsbummel dort nieder
und bringen Sie sich Hübsches für zuhause mit. Viel
Freude dabei!
Die 57-jährige hat sich hier einen Traum erfüllt. Diese
Möglichkeit kam genauso angeflogen wie eine Wolke.
Nur wissen wir, dass wir Wolken nicht festhalten
können, aber ihren Traum vom eignen Geschäft hält
Geschenke, Deko,
Kaffee & Kuchen
Täglich von 11-18 Uhr
Mittwoch ist RUHETAG
Hembergstraße 5
27726 Worpswede
T 04792 9 87 79 90
worpsweder-wolke.de
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DIE GLOCKE
Januar / Februar 2026
Glocke: Außenansicht mit Dom bei Nacht.
Foto: Mark Bollhorst
Telmo Pires & Cristina Branco: »Viva o Fado«
GLOCKE Spezial
Mittwoch, 28. Januar, 20 Uhr
Was für Spanien gemeinhin der Flamenco, für Argentinien der Tango oder
für Griechenland der Rembetiko, das ist für Portugal der Fado: Jene Musik,
in der sich eine wehmütige Grundstimmung (»saudade«) in Liedern über
die Sehnsucht, das Schicksal, den Schmerz, die Liebe und den Abschied
äußert. Grund genug, diesem beliebten portugiesischen Musikstil einen
Abend mit gleich zwei herausragenden Vokalist*innen zu widmen: Telmo
Pires und Cristina Branco.
Telmo Pires, in Portugal geboren und in Deutschland aufgewachsen, ist
einer der wenigen international auftretenden Fado-Sänger. Erst über Umwege
zum Fado gekommen, verbindet er in diesem Genre Tradition mit
Innovation und begeistert mit einer Stimme, die sich durch große Kraft
und Wärme auszeichnet. All das bündelt er in seinen Interpretationen der
Songs von António Variações, einem bedeutenden Singer-Songwriter der
1980er-Jahre, der wiederum ein großer Verehrer der Fado-Ikone Amália
Rodrigues war.
Telmo Pires
Foto: Rita Carmo
Cristina Branco hingegen ist keine Unbekannte im Nordwesten. Bereits
2003 gab sie ihr Glocke-Debüt und hat sich seitdem mit weiteren Gastspielen
als eine der herausragenden Fado-Sängerinnen ihrer Generation
empfohlen. Mit »Mãe« hat sie ihr nunmehr 18. Studioalbum vorgelegt, das
den Fado einmal mehr neu definiert und gleichzeitig seine traditionsreichen
Wurzeln ehrt. Telmo Pires und Cristina Branco widmen sich mit ihren
ausdrucksstarken Stimmen aber nicht nur den melancholischen Seiten des
Fados, sondern feiern mit einem Tupfer Frohsinn auch die Schönheit des
Lebens.
Cristina Branco
Foto: Augusto Brázio
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»Orientalische Träume«
GLOCKE Sitzkissen Konzert
Dienstag, 27. Januar, 9:30 und 11:30 Uhr
Mit dem Baby ins Konzert gehen – das ermöglichen die Sitzkissenkonzerte
für Erwachsene und Babys im Alter von 0–18 Monaten. Sie werden von
verschiedenen Bremer Ensembles gestaltet, die knapp 45-minütige Programme
unterschiedlicher Stilrichtungen darbieten. Das Publikum macht
es sich auf gemütlichen Sitzkissen bequem, um spannende Musik kennenzulernen
und zu genießen.
Die Märchen aus Tausendundeiner Nacht werden in diesem Konzert
mit David Niedermeyer und Burkhard Schwier lebendig, wenn sie mit
Oud und Darbuka geradezu magische Klänge entfalten: Die orientalische
Knickhalslaute und die einfellige Bechertrommel bringen Musik aus dem
Herzen Arabiens und der Türkei in den Kleinen Saal, wodurch sich Orient
und Okzident vereinen. In ihren sanften und verträumten Melodien erklingen
Geschichten aus längst vergessenen Zeiten und durch ihre klangvollen
Rhythmen erwachen spannende Abenteuer zum Leben. Von traditionellen
Stücken bis hin zu neu interpretierten Kompositionen ist jeder Ton
eine Einladung, sich in diesem Konzert an den musikalischen Kulturen und
Traditionen der Türkei und Arabiens zu erfreuen und ein wenig in die Ferne
zu träumen.
Burkhard Schwie und David Niedermayer
Foto: Sima Koocheki
MIKIs Takeover! Ensemble feat. Joris
GLOCKE Spezial
Samstag, 14. Februar, 20 Uhr
Klassik und Pop zusammenzubringen – so lassen sich die Konzertprojekte
definieren, die der Violinist, Komponist und Arrangeur Miki Kekenj seit einigen
Jahren mit seinem Takeover! Ensemble erarbeitet. Er fragt bei Größen
aus der deutschen Rock-, Pop-, Soul- und HipHop-Szene an, um gemeinsam
eine Auswahl ihrer Songs in neuen, kammermusikalischen Arrangements
zu präsentieren – unplugged natürlich.
Nach gefeierten Auftritten mit Joy Denalane, Max Mutzke, Stefanie Heinzmann
oder Samy Deluxe, kommt MIKIs Takeover! Ensemble nun mit Joris
in die Glocke. Seit der Singer-Songwriter 2015 mit seiner Single »Herz über
Kopf« und seinem Debütalbum »Hoffnungslos Hoffnungsvoll« die Charts
stürmte, überzeugt er mit seiner ausdrucksstarken und gefühlvollen Stimme
in Songs voll unverkrampfter Indie-Stimmung zwischen Rock und Pop. Sein
aktuelles Album »Zu viel Retro« verzichtet bewusst auf den Einsatz von KI-
Tools und setzt ganz auf handgemachte Musik mit echten Instrumenten.
Was liegt da näher, als jetzt eine Auswahl seiner Songs in speziell für Kammerensemble
abgestimmten neuen Arrangements zu präsentieren?
Joris
Foto: Luis Jantsch
Ticket-Service der Glocke:
T 0421 33 66 99
Domsheide 6-8 I 28195 Bremen
Mo-Fr 12-18 Uhr, Sa, 11-14 Uhr
Karten online unter:
glocke.de
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Die Bremer
Philharmoniker
Dezember 2025 / Januar 2026
Verehrt und verewigt
4. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
Mo 14.12.2025 19:30 Uhr
Di 15.12.2025 19:30 Uhr
Das 4. Philharmonische Konzert mit Hana Chang, Foto: Kaupo Kikkas
undenkbar. Mit Finnegan Downie Dear steht einer der
verheißungsvollsten Dirigenten der jüngeren Generation
am Pult und Violinistin Hana Chang gilt als Rising Star.
Da spielt die Zukunftsmusik. Und sie klingt spektakulär.
1879 – 1899 – 1919: Drei Kompositionen aus drei Epochen,
exakt 20 Jahre voneinander entfernt – und alle
sind eng mit ganz bestimmten Personen verknüpft:
Ravel setzt mit Le Tombeau de Couperin einem der
größten Komponisten des französischen Barocks ein
musikalisches Denkmal – François Couperin. Elgar
portraitiert in seinen Enigma-Variationen Freunde und
Wegbegleiter. Und Brahms‘ einziges Violinkonzert
wäre ohne den damaligen Stargeiger Joseph Joachim
Maurice Ravel (1875-1937)
Le Tombeau de Couperin Suite d' Orchestre
Johannes Brahms (1833-1897)
Violinkonzert D-Dur op. 77
Edward Elgar (1857-1934)
Enigma-Variationen op. 36
Finnegan Downie Dear, Dirigat
Hana Chang, Violine
Tradition mit Twist
5. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
Mo 12.1.2026
Di 13.1.2026
19:30 Uhr
19:30 Uhr
Igor Strawinsky war ein musikalisches Chamäleon:
radikaler Avantgardist sowie neugieriger Neoklassiker.
Seine Pulcinella Suite basiert auf Musik von Giovanni
Battista Pergolesi und spannt den Bogen vom Barock
zu modernen Klangwelten. Das Ergebnis ist ein
Klassiker der Moderne. Ein Klassiker der Klassik ist
Haydns Trompetenkonzert in Es-Dur – ein wahrer
Geniestreich: verspielt, virtuos, voll raffinierter Überraschungen
und bei Roman Lemmel, Solotrompeter der
Bremer Philharmoniker, genau in den richtigen Händen.
Und noch ein Highlight: Brahms´ dritte Symphonie,
von der Clara Schumann schwärmte: „Welch ein
Werk, welche Poesie! Jeder Satz ein Juwel, jede Note
aus einem Guss.“
Igor Strawinsky (1882–1971)
Pulcinella Suite
Joseph Haydn (1732–1809)
Trompetenkonzert Es-Dur Hob. Vlle:1
Johannes Brahms (1833-1897)
Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Roman Lemmel, Foto: Caspar Sessler
Marko Letonja, Dirigat
Roman Lemmel, Trompete
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5nachsechs – Das Afterwork-Konzert
Eine gute Stunde Musik und Moderation, ohne Pause,
kurzweilig, zwanglos, auf höchstem Niveau - die
Afterwork-Konzerte der Bremer Philharmoniker in der
Mi 17.12.2025 18:05 Uhr
Enigma – who is who?
Edward Elgar (1857-1934)
Enigma-Variationen op. 36
Finnegan Downie Dear, Dirigat und Moderation
Glocke bieten großes Orchester, interessante Gäste
und ein abwechslungsreiches Programm.
Mi 21.1.2026 18:05 Uhr
Polka Beats und Walzer Vibes
Johann Strauß, Sohn (1825-1899)
Walzer und Polkas
Johannes Brahms (1833-1897)
Ungarische Tänze WoO 1
Aurel Dawidiuk, Dirigat und Moderation
Familienkonzerte
Klassik für Kinder? Na klar! Die Familienkonzerte bieten
mit kindgerechter Dramaturgie einen vergnüglichen
Zugang zur klassischen Musik. Heiter, spannend,
märchenhaft – so abwechslungsreich wie die Klänge
eines Orchesters! Mit „Konzertinchen“, dem Konzertformat
für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren, sowie mit
dem großbesetzten Familienkonzert „Karneval der
Tiere“ und dem Familienkonzert „Der kleine Prinz“ für
Kinder ab 6 Jahren bieten die Bremer Philharmoniker
Spaß und Freude mit klassischer Musik.
So 7.12.2025 11 Uhr
Karneval der Tiere
Theater am Goetheplatz
So 21.12.2025 11 Uhr
Der kleine Prinz
Halle 1 im Tabakquartier
So 11.1.2026 10 und 11 Uhr
Konzertinchen
„Vogelgezwitscher“
Halle 1 im Tabakquartier / Musikwerkstatt
David Gutfleisch, Perkussion
Benefizadventskonzert
Die Glocke
Mi 3.12.2025 20 Uhr
Mit dem Benefiz-Adventskonzert läuten die Bremer
Philharmoniker gemeinsam mit dem Weser-Kurier
und Radio Bremen Zwei die Vorweihnachtszeit ein
und zaubern unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor
Marko Letonja weihnachtliche Atmosphäre in
den Konzertsaal. Das Konzertpublikum darf sich auf
ein stimmungsvolles und beschwingtes Programm
u.a. mit Camille Saint-Saëns Weihnachtsoratorium
sowie Auszügen aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Nussknacker
und der Nutcracker Suite von Duke Ellington
freuen.
Marko Letonja, Dirigat
Marko Letonja, Foto: Caspar Sessler
PHIL BENEFIT
Zusätzlich zur ABO-Reihe mit Preisvorteilen bis zu 35%, Stammplatz und weiteren Extras bieten die Bremer Philharmoniker
ab der Spielzeit 25/26 Einzelticketkäufer:innen mit PHIL BENEFIT ein attraktives neues Angebot:
Der Kauf einer Eintrittskarte für ein Philharmonisches Konzert oder für ein Afterwork-Konzert aus der Reihe
5nachsechs gewährt einen Rabatt von 20% auf Eintrittskarten für weitere Konzerte.
Nähere Details und Karten unter:
bremerphilharmoniker.de
Ticket-Service in der Glocke
Domsheide 6-8 I 28195 Bremen
T 0421 33 66 99
Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen
Vorverkaufsstellen
T 0421 36 36 36
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sendesaal
bremen
Dezember 2025 / Januar 2026
Nordic Christmas, Foto: Helene Blum u. Harald Haugaard
HB unplugged
Auf Sendung | Paloma & The Matches
Die neue Konzertreihe „HB unplugged“ bietet Bremer
Newcomer-Künstler:innen und -Bands eine Bühne.
Dieses Mal werden zwei Bremer Bands live auf der
Bühne zu sehen sein: „Auf Sendung“ präsentiert ihr
Repertoire erstmals in einer überwiegend akustischen
Version. „Paloma & The Matches“ bringen mit ihrer
neuen EP „Crush“ Funk, Soul und 60s-Vibes live auf
die Bühne.
Samstag, 6. Dezember 2025, 19.30 Uhr
Concierto Ibérico „El Fuego – Das Licht”
Eine hervorragende Mischung aus spanischen Weihnachtsliedern
und instrumentalen Werken verspricht
eine temperamentvolle und lebensfrohe Weihnachtszeit.
Sonntag, 7. Dezember 2025, 18.00 Uhr
residenz@sendesaal
Signum Quartett
Das Signum Quartett spielt Werke von Leoš Janáček
und von der Komponistin Vítězslava Kaprálová, deren
kraftvolle und berührende Werke viel zu selten zu hören
sind.
Freitag, 12. Dezember 2025, 19.30 Uhr
Fjarill „Strålande Juletid“
Skandinavische Weihnacht – mal leise und verträumt,
mal kraftvoll und lebendig. Fjarill ist ein Folk-Pop-Duo,
bestehend aus der schwedischen Pianistin und Sängerin
Aino Löwenmark und der südafrikanischen Violinistin
Hanmari Spiegel.
Samstag, 13. Dezember 2025, 19.30 Uhr
Nordic Christmas
Wenn die dänische Sängerin Helene Blum und der Geiger
Harald Haugaard die Bühne betreten, verwandelt
sich der Konzertsaal in eine nordische Winterlandschaft
aus Klang und Gefühl. Ihr Programm „Nordic Christmas“
feiert die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit
– mit fein ausgewählten Liedern, Geschichten und
Melodien, die zwischen Folk, Klassik und nordischem
Zauber schweben.
Sonntag, 14. Dezember 2025, 18.00 Uhr
Weiner’s Heihnacht
Weihnachtslieder auf links gedreht: Wenn die beiden
WDR-Jazzpreisträger Heiner Schmitz und Simon Oslender
ihre Highnite Brothers vereinen, wird es alles –
nur nicht besinnlich! Im Sendesaal präsentieren sie ihr
drittes Album „Weiner’s Heihnacht“. Zwischen Swing,
Groove und feiner Ironie verschmelzen Jazz-Standards
wie „Cute“ mit Klassikern wie „Schneeflöckchen“ zu einem
festlich-funkelnden Soundtrack für alle, die Weihnachten
lieber mit einem Augenzwinkern genießen.
Dienstag, 16. Dezember 2025, 19.30 Uhr
Ola Onabulé & The Hazelrigg Brothers
Soul- und Jazz-Singer Ola Onabulé und das US-amerikanische
„Hazelrigg Brothers Trio“ präsentieren ihr
neues Album „It’s never over“. Die Aufnahmen entstanden
im Sendesaal Bremen als ununterbrochene Takes
– ganz ohne Proben – und fangen die pure Spontaneität
und Kreativität der Musiker ein.
Sonntag, 21. Dezember 2025, 18.00 Uhr
66
Januar 2026
Frielinghaus Ensemble, Foto: Peter Adamik
Neujahrskonzert mit Streichsextett
Frielinghaus-Ensemble
Das neue Jahr beginnt mit einem außergewöhnlichen
Kammermusikabend: Richard Strauss’ Streichsextett
aus „Capriccio“, ein spätes Meisterwerk voll klanglicher
Klarheit, trifft auf zwei Jugendwerke großer Komponisten.
Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ und Johannes
Brahms’ Streichsextett op. 36 zeigen den Aufbruch
zweier musikalischer Genies. Drei Werke, drei Epochen
- ein Fest für Liebhaber der Kammermusik!
Mittwoch, 07. Januar 2026, 19.30 Uhr
residenz@sendesaal
Tetzlaff Trio
Die Konzerte des Tetzlaff Trios gehören seit Jahren
zu den musikalischen Höhepunkten im Sendesaal.
Nach dem tragischen Tod ihres Pianisten Lars Vogt
kehren Christian und Tanja Tetzlaff mit Kiveli Dörken
am Klavier in neuer Besetzung zurück – verbunden
mit dem Ort, an dem viele ihrer gefeierten Aufnahmen
entstanden sind. Im ersten Konzert steht Bedřich
Smetanas Klaviertrio g-Moll op. 15 im Mittelpunkt – ein
Werk, das aus persönlicher Trauer zu großer musikalischer
Leidenschaft findet. Das zweite Konzert widmet
sich Peter Tschaikowskys Klaviertrio a-Moll op. 50,
überschrieben „À la mémoire d’un grand artiste“. Eine
ergreifende Hommage an seinen Freund und Mentor
Nikolaj Rubinstein.
Dienstag, 13. Januar 2026, 19.30 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2026, 18.00 Uhr
Klavierfestival
Auf schwarzen und weißen Tasten
Das Festival beginnt am Samstag, dem 10. Januar
2026 mit einem echten Paukenschlag: Die französische
Starpianistin Lise de la Salle wird nach 2011 zum
zweiten Mal im Sendesaal auftreten. Sie gehört seit
über 20 Jahren zu den absoluten Spitzenpianistinnen
der weltweiten Klavierszene.
Im zweiten Konzert tritt der prominenteste Klavierkünstler
Belgiens auf, der 1990 geborene Florian
Noack. Er ist nicht nur ein Virtuose mit umwerfender
Beherrschung des Klaviers, er ist auch ein extrem origineller
und fantasievoller Bearbeiter für sein Instrument.
Das Finale des Bremer Klavierfestivals mit Medienpartner
Bremen Zwei bestreitet Andrey Gugnin, der zu
den spektakulärsten Pianisten der aktuellen Klavierwelt
gehört. Im November 2023 gewann Gugnin den 12.
Internationalen Deutschen Pianistenpreis.
Lise de la Salle: Samstag, 10. Januar 2026, 19.30 Uhr
Florian Noack: Mittwoch, 14. Januar 2026, 19.30 Uhr
Andrey Gugnin: Samstag, 17. Januar 2026, 19.30 Uhr
Peter Prange & Mark Scheibe
„Deutschland, mon amour“
Symphonische Lesung – Geschichte mit Gänsehaut!
Freitag, 16. Januar 2026, 19.30 Uhr
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Kammerkonzert „Neues aus Ungarn“
Ein Programm zwischen Tradition und Erneuerung:
Fünf Meisterwerke ungarischer Komponisten – László
Weiner, György Kurtág, Zoltán Kodály, Leó Weiner
und Ernst von Dohnányi – zeigen, wie Volksmusik und
Moderne zu einer eigenen Tonsprache verschmelzen.
Den Blick über die Grenze wirft Franz Schreker mit
seiner expressiven Musik zur Pantomime Der Wind
– ein österreichischer Beitrag aus der Zeit der Donaumonarchie.
Donnerstag, 22. Januar 2026, 19.30 Uhr
residenz@sendesaal
Albert-Schweitzer-Ensemble
Das Albert-Schweitzer-Quintett ist die Keimzelle des
Ensembles, das verstärkt durch Streicher der Deutschen
Kammerphilharmonie Bremen ein besonderes
Konzertprogramm bestreitet.
Samstag, 31. Januar 2026, 19.30 Uhr
Sendesaal Bremen
Bürgermeister-Spitta-Allee 45
28329 Bremen
Ticket Vorverkauf und Infos
sendesaal-bremen.de
oder an den Sendesaal-Abendkassen
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
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SEEBÜHNE BREMEN
HIGHLIGHTS 2026
Die Seebühne Bremen startet 2026 bereits in ihre
sechste Saison – und das größer denn je: Vom 17. Juli
bis 23. August 2026 erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches
Programm mit mehr Shows, mehr
Stars und insgesamt fünfeinhalb Wochen voller Musik
und Entertainment. Unter freiem Himmel, direkt an der
Weser, entsteht so erneut eine spektakuläre Open-
Air-Kulisse für unvergessliche Abende. Das Programm
vereint beliebte Publikumslieblinge, die nach ihren
gefeierten Auftritten erneut auf die Seebühne zurück-
Foto: Helen Sobiralski
Foto: Linda Bujoli
Foto: Marcel Brell
kehren – darunter SCHILLER, Alphaville, Ben Zucker,
Philharmonic Rock und Highland Saga – ebenso wie
starke Neuzugänge, die 2026 erstmals auf dieser
Bühne zu erleben sind, etwa NENA und Madsen. Und
das ist längst nicht alles: Schon jetzt sind zahlreiche
weitere Shows im Vorverkauf, und das Programm füllt
sich laufend mit weiteren Highlights. Ein Sommer voller
einzigartiger Erlebnisse – jetzt Tickets sichern und Sommernächte
unter freiem Himmel genießen!
ALPHAVILLE
31.07.2026, 20:00 Uhr
Nach ihrem gefeierten Comeback mit dem Album „Eternally
Yours“ begeistern Alphaville weiterhin ihre Fans.
2026 feiern Marian Gold und seine Band das 40-jährige
Jubiläum ihres legendären Debüts „Forever Young“
– weiter mit einer großartigen Live-Produktion und all
ihren unvergesslichen Hits wie „Big in Japan“, „Sounds
Like a Melody“ und natürlich „Forever Young“..
NOUVELLE VAGUE
05.08.2026, 20:00 Uhr
Seit über 20 Jahren begeistert das französische Projekt
Nouvelle Vague mit seiner unverwechselbaren Mischung
aus melancholischem Post-Punk und sanftem
Bossa Nova. Mit neuen Interpretationen legendärer
Songs – zuletzt inspiriert von „Should I Stay Or Should
I Go“ – bleibt die Band ihrem Stil treu. 2026 bringen
Nouvelle Vague ihre entspannten Klänge zum Sonnenuntergang
auf die Seebühne Bremen!
DICK BRAVE – BACK FOR MORE
14.08.2026, 20:30 Uhr
Die Rockabilly-Legende ist zurück – lauter, cooler und
legendärer denn je! 2026 bringt Dick Brave den Rock ’n’
Roll auf die großen Open-Air-Bühnen. Mit seinem neuen
Album „Back for Good“, jeder Menge Retro-Charme
und ungebremster Live-Energie feiert er sein größtes
Comeback aller Zeiten. Freut euch auf mitreißende Hits,
wilde Nächte und echtes 50s-Feeling – Dick Brave is
ready for Rock ’n’ Roll!
Seebühne Bremen
AG-Weser-Straße
28237 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
seebühne-bremen.de
68
METROPOL THEATER
UPCOMING
13.12.2025
14.12.2025 17.-23.12.2025 25.-28.12.2025
03.01.2026 05.01.2026 14.-18.01.2026 20.-25.01.2026
Service, Vielfalt & Gute Unterhaltung
Montags
Metropol Jazz Lounge
01.12.2025
Last Christmas Miracle
02.12.2025
Giselle – Imperial Ballet
03.12.2025
The Dark Tenor
04.12.2025
Michael Mittermeier
05.12.2025
Alfons
06.12.2025
Philharmonic Rock
07.12.2025
FOREVER
08.12.2025
Die drei ???
09.12.2025
Tom Gaebel & Orchestra
11.12.2025
Biyon Kattilathu
12.12.2025
Lords of the Sound
18.12.2025
Bernd Stelter
19.12.2025
Ross Antony & Paul Reeves
27.12.2025
Schwanensee Grand Classic Ballet
Metropol Theater Bremen
Richtweg 7
28195 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
metropol-theater-bremen.de
69
DOCTOR ATOMIC, Foto: Jörg Landsberg
DEZEMBER 2025 / JANUAR 2026
MUSIKTHEATER
DOCTOR ATOMIC
Oper in zwei Akten von John Adams
In englischer Sprache mit deutschem Übertext
Das musikalische Kaleidoskop eines (un-)moralischen Experiments: Von Los Alamos ging kein Segen für die
Menschheit aus. Dort, in der Wüste des US-Bundesstaates New Mexico, war am 16. Juli 1945 der Versuch erfolgreich,
Plutonium, also nukleares Brennmaterial in großem Umfang zur Explosion zu bringen. Diesem Trinity-Test
des Manhattan-Projekts, bei dem die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte gezündet wurde, folgten
bereits drei Wochen später die Atombomben-Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki. Komponist John Adams und
Librettist Peter Sellars griffen für ihre Oper auf freigegebene US-amerikanische Regierungsdokumente und auf
die Korrespondenz der am Projekt beteiligten Wissenschaftler, Regierungsbeamten und Militärvertreter zurück.
Zwischen Skrupeln und Selbstherrlichkeit, Larmoyanz und Kaltschnäuzigkeit stellt Adams mit kompositorischer
Wucht die Fragen nach der Verantwortung der Erkenntnis im Fortschrittseifer, wenn das Wissen zur Währung
der Macht wird und die vermeintliche Selbstlosigkeit im Dienste der Menschheit zwischen die Mühlen der (Un-)
Moral gerät.
Musikalische Leitung: Stefan Klingele // Regie: Frank Hilbrich
Wiederaufnahme: So 18. Januar um 15:30 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weiterer Termin: Sa 24. Januar um 19 Uhr
70
MARIO UND DER ZAUBERER
nach Thomas Mann
Eine Familie im Urlaub: Sie baden im Meer, liegen am Strand und werden durch ihre bloße Anwesenheit
zum Problem für die Einheimischen. Da scheint eine Zaubershow eine willkommene Ablenkung.
Die Nacht bricht an, das Spektakel beginnt. Sobald die Peitsche des Zauberers erklingt, beginnen sich
die Gäste nach seinen Wünschen zu bewegen. Offenbart der Zauberer nur die Lust und den Willen der
Vorgeführten? Oder formt er ihre Gedanken nach seinem Wunsch? Die Nacht wird dunkler, das Spiel
grotesker, bis der unscheinbare Mario aufschreckt und sich aus dem Bann zu befreien versucht.
Regie: Caroline Anne Kapp
Premiere: Sa 17. Januar um 19:30 Uhr im Kleinen Haus
Weitere Termine: Fr. 30. Januar um 19:30 Uhr und So 25. Januar um 18:30 Uhr
SCHAUSPIEL
SOLANGE WIR LEBEN
nach dem Roman von David Safier
Foto: J. Landsberg
Die Geschichte von David Safiers Eltern Waltraut und Joschi führt vom
Wien der 1930er Jahre durch die Gefängnisse der Gestapo nach Tel Aviv,
in den Palästinakrieg und später auf die Weltmeere. Der Jude Joschi, der
niemals wieder deutschen Boden betreten wollte, wird Seemann – und
verliebt sich ausgerechnet beim Landgang in einer Eisdiele in Bremen.
Waltraut ist zwanzig Jahre jünger, Tochter eines Werftarbeiters in Walle,
bei ihrer ersten Begegnung bereits alleinerziehende Witwe. Gemeinsam
bekommen sie einen Sohn, David. Ihre Leben sind voller Höhenflüge
und Schicksalsschläge.
Regie: Alize Zandwijk
Vorstellung: Mo 22. Dezember um 18:00 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: theaterbremen.de
MUSIKTHEATER
LA BOHÈME
Oper von Giacomo Puccini // In Kooperation mit Bremer Tafel e. V.
Foto: J. Landsberg
Was kostet die Welt? Das Leben ist ein Spiel für die vier Männer, die
malen, schreiben, philosophieren und musizieren. Sie sind jung, sie haben
Zeit. Viel Zeit zum Feiern, viel Zeit für die Liebe, denn die großen
Gefühle, sie gehören schließlich dazu, zum Leben wie zur Kunst. Doch
dann bricht es ein: das echte Leben. Rodolfo hat sie geliebt, dann kam
der Frühling, sie sind auseinandergegangen und jetzt ist Mimì krank,
sterbenskrank. Schlagartig wird die Kälte kalt, die Armut bitter und die
Realität existenziell.
Musikalische Leitung: Sasha Yankevych // Regie: Alize Zandwijk
Wiederaufnahme: Fr 12. Dezember um 19:00 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: So 28. Dezember um 15:30 Uhr und Do 30. Dezember um 19:00 Uhr
sowie Sa 10. und Fr. 30. Januar jeweils um 19:00 Uhr
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Theaterkasse
Goetheplatz 1-3
Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Termine und Karten unter
theaterbremen.de
T 0421 3653333
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VIEL LÄRM UM NICHTS, Foto: Marianne Menke
Dezember2025 / Januar 2026
GOODBYE 2025 – HELLO 2026
VIEL LÄRM UM NICHTS
Zwischen Claudio und Hero funkt es auf den ersten
Blick, zwischen Beatrice und Benedick dagegen
herrscht Streitlust, aber im Herzen „Funkstille“ – oder
scheint das nur so? Schwer zu sagen, denn jegliche
Liebe entsteht nicht in Zweisamkeit, sondern immer
vor den Blicken der anderen und ist eingefädelt durch
Hörensagen und Manipulationen. Intrigen können verliebte
Paare auseinanderreißen – so wird Hero vom eifersüchtigen
Don John bei Claudio verleumdet – oder
auch zusammenbringen: nur geschicktes Streuen von
Gerüchten bringt Beatrice und Benedick dazu, sich ihre
Gefühle zu gestehen. Shakespeares Komödie gibt der
Liebe, die sich hinter all dem wilden Maskenspiel verbirgt,
eine echte Chance!
TERMINE: 19.12. und Silvester: 31.12 um 16.00 Uhr
und um 21.15 Uhr im Theater am Leibnizplatz.
Anschließend Silvester-Feiern im Falstaff.
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KARRIEREN IN BREMEN NACH 1945
Kurt A. Becher, Käthe Popall, Alfred Ries
Grafik: Nils Steffen
Die 23. szenische Lesung aus der Reihe »Aus den Akten auf die Bühne«
zeigt anhand von drei exemplarischen Biographien von Bremer
Persönlichkeiten wie Nationalsozialismus und Krieg zu Brüchen, bzw.
Kontinuität in Lebensläufen führten. Die Dokumente beleuchten unterschiedliche
politische und wirtschaftliche Strukturen und deren
gesellschaftliche Bewertungen im Hinblick auf Verantwortung und
Schuld in Westdeutschland: Kurt A. Becher (1909-1995), NS-Täter
und Wirtschaftsmagnat nach 1945, Käthe Popall (1907-1984), in der
NS-Zeit verurteiltes KPD-Mitglied und Senatorin von 1946 und Alfred
Ries (1897-1967) Präsident des SV Werder in der Weimarer Republik
und in der Bundesrepublik.
TERMIN: 17.12. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz.
A MIDWINTER NIGHT’S DREAM
A family-friendly short adaptation of ‘A Midsummer Night’s Dream’.
Set in a magical winter-wonderland forest filled with fantastical fairies,
sprites and legendary creatures, this enchanting and spell-binding production,
brings audiences of all ages a glittering, sparkling holiday gift
from the Prague Shakespeare Company.
TERMIN: 8.1. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz.
A MIDWINTER NIGHT’S DREAM
Foto: Marianne Menke
PeterLicht
Foto: Albrecht Fuchs
PETERLICHT:
„WIR WERDEN ALLE GANZ SCHÖN VIEL
AUSGEHALTEN HABEN MÜSSEN“
Warum blinkt nachts im Bad die elektrische Zahnbürste, was will sie
uns damit sagen? Welche regionalen Unterschiede im Anranzungsverhalten
zwischen Männern und Frauen muss man beachten? Wie
soll man aus all dem noch schlau werden? Zum Beispiel durch eine
Welterklärungsmaschine. So etwas ganz ähnliches, vielleicht auch etwas
ganz anderes ist das neue Buch von PeterLicht: ein Begleiter für
die kleinen und großen Zumutungen des Alltags. Ein Buch über das
untrügliche Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmen kann. Wie
werden wir das alle ausgehalten haben können? Nur mit diesem Buch.
TERMIN: 29.1. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
bremer shakespeare company
Theater am Leibnizplatz
Schulstr. 26
28199 Bremen
Tickets
Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall
Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr
T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
shakespeare-company.com
73
I CAPULETI E I MONTECCHI – ROMEO UND JULIA, Foto: Anni Strauss
SPIELPLAN DEZEMBER 2025 / JANUAR 2026
I CAPULETI E I MONTECCHI – ROMEO UND JULIA
Oper von Vincenzo Bellini / die berühmte Liebesgeschichte
als Konzerterlebnis / in italienischer
Sprache mit deutschen Übertiteln
Sa, 13.12., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
Sa, 20.12., 19:30 Uhr, Großes Haus
Sa, 03.01., 19:30 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Verbotene Liebe, tragische Schicksale und ein verzweigter Konflikt, der alles zerstört – I Capuleti e i Montecchi
erzählt die Geschichte von Romeo und Julia aus der Perspektive der romantischen Oper. In der erbitterten Rivalität
zwischen ihren Familien finden sich Romeo und Julia in einem Strudel aus Leidenschaft, Hoffnungen und
Unglück wieder. Bellinis Ideal einer Musik, die «aufs Engste das Wort ausdrückt» kommt voller erlesen schöner
Melodien und großer dramatischer Spannungsbögen daher. Diese Nähe und Intimität wird in einer konzertanten
Aufführung noch authentischer und rückt das herzzerreißende Leid der Liebenden ungeschönt in den Mittelpunkt.
Musikalische Leitung: Davide Perniceni // Szenische Einrichtung: Toni Burkhardt
Projektionen: Wolfgang kurima Rauschning
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NILS HOLGERSSON
von Nils Zapfe nach Selma Lagerlöf
Familienstück zur Vorweihnachtszeit // ab 6 Jahren
So, 07.12., 14:00 Uhr, Großes Haus
So, 14.12., 14:00 Uhr, Großes Haus
Fr, 26.12., 16:00 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Nils hat sich mit einem Wichtel gezofft. Der ist so sauer, dass er Nils in einen Winzling verzaubert. Was sollen nur
die Eltern denken? Als die Hausgans Martin mit den Wildgänsen davonfliegt, fliegt Nils einfach mit. Die Wildgänse
haben ein Ziel: Sie wollen den Sommer an ihrem See in Lappland verbringen. Doch der Weg in den Norden ist
beschwerlich, und es drohen große Gefahren: Der hungrige Fuchs, Troll und Bär lauern den Gänsen auf. Werden
Martin und Nils den Weg zurück nach Hause finden?
Nils Zapfe hat eine traumhaft-poetische Theaterfassung des Kinderbuchklassikers geschrieben – wie geschaffen
für das Märchenpublikum in Bremerhaven!
Regie: Bianca Sue Henne // Bühne: Sven Hansen // Kostüme: Viola Schütze
4. SINFONIEKONZERT «WAHLVERWANDTSCHAFTEN»
JOSEF SUK Scherzo fantastique op. 25
BOHUSLAV MARTINŮ Konzert für Oboe und Orchester H 353
GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 5 cis-Moll GWV 44
Mo, 12.01., 20:00 Uhr // Di, 13.01., 19:30 Uhr // Mi, 14.01., 19:30 Uhr, Großes Haus
Die Region Böhmen steht für einen unglaublichen
Reichtum an großartiger Musik. Aus einer Auswahl
von drei wunderbaren Werken hat unser Publikum
das Eröffnungsstück selbst ausgesucht: Scherzo fantastique
op. 25 von Josef Suk. Kai Frömbgen wird der
Solist des Abends und hat das ungemein spielfreudige
Oboenkonzert von Bohuslav Martinů mitgebracht.
Gustav Mahler wollte in seinen Sinfonien geradezu
«Welten aufbauen»; zu hören auch in seiner Fünften –
vom dunklen Trauermarsch, gefolgt von einem vehementen
Sonatenhauptsatz und einem fast überlangen
Scherzo führt sie zu dem liedhaften Adagietto, einem
sentimentalen Ruhepunkt vor dem groß auftrumpfenden
Finale.
Dirigent: Marc Niemann // Oboe: Kai Frömbgen // Philharmonisches Orchester Bremerhaven
DIE MÖWE
Tragikomödie von Anton Tschechow
in einer Bearbeitung von Martin Crimp
Deutschsprachige Erstaufführung
Sa, 10.01., 19:30 Uhr, Großes Haus (Premiere)
Fr, 16.01., 19:30 Uhr, Großes Haus
So, 25.01., 15:00 Uhr, Großes Haus
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Kostja hat einen Monolog geschrieben, der das Theater revolutionieren soll. Die von ihm geliebte Nina soll ihn
spielen. Nicht gerechnet hat der Jung-Dichter mit dem Spott der Gesellschaft, angeführt von seiner eigenen
Mutter, der Theater-Diva Irina Arkadina. Die wiederum versucht, ihr Älterwerden mit einem jungen Liebhaber zu
übertünchen, dem nichts Besseres einfällt, als sich in Nina zu verlieben.
In Tschechows berühmter «Komödienreise ins Herz der Finsternis» (G. Stadelmaier) sind alle unglücklich in die falschen
Leute verliebt und jammern darüber, dass das Geld nicht reicht. Dass es Wichtigeres gäbe als den eigenen
Bauchnabel, fällt ihnen nur selten auf, und auch dann wird die Erkenntnis mit Ironie zugedeckt.
Regie: Tobias Rott // Bühne & Kostüme: Cornelia Brey
Stadttheater Bremerhaven
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
Öffnungszeiten Theaterkasse
Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
T 0471 49001
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
stadttheaterbremerhaven.de
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Auf Sie warten Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Skulpturen mit bis
zu 50% Rabatt, das schont den Geldbeutel, verschönert kahle Wände
im Nu mit echter Blaumeier-Kunst und macht schenkende und
beschenkte Person gleichermaßen glücklich. Und obendrein erfüllt es
noch einen guten Zweck: Ihr Kunst-Kauf unterstützt das Blaumeier-
Atelier ganz unmittelbar und hilft uns, nach dem 40-jährigen Jubiläum
im nächsten Jahr auch zuversichtlich in die weiteren Jahre zu blicken.
Die Auswahl ist groß, Sie dürfen die Werke gleich mitnehmen und natürlich
am nächsten Tag wieder kommen und nach weiteren Schätzen
Ausschau halten. Auch mit Getränken und kleinen Snacks versorgen wir
Sie, damit Sie die intensive Shoppingtour gut durchhalten. Nur für kurze
Zeit, kommen Sie vorbei, kaufen Sie Kunst, unterstützen Sie Blaumeier!
Start: Fr. 5.12. um 15 Uhr mit dem Blaumeier-Duo Kevinsky
Blaumeier-Atelier
Travemünder Str. 7a
28219 Bremen
Öffnungszeiten:
Fr. 5.12. von 15 bis 19 Uhr
Sa. 6.12. & So 7.12. von 11 bis 19 Uhr
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botanika leuchtet!
botanika leuchtet! Foto: Phil Porter
Mit den „Winterlichtern“ hat die botanika in der Vergangenheit
in der dunklen Jahreszeit kleine Lichtakzente
in den asiatischen Landschaften unter Glas
gesetzt. In diesem Jahr erstrahlt die botanika in einem
ganz besonderen Licht – und das im wahrsten Sinne
des Wortes. Denn aus „Winterlichter“ wird ab diesem
Jahr „botanika leuchtet!“. Doch nicht nur der Name
der licht- und farbgewaltigen Sonderausstellung hat
sich geändert, auch das Konzept wurde komplett
überarbeitet. Im Ergebnis steht ein beeindruckendes
Schauspiel aus Licht und Farbe, in dem große und
kleine Gäste nicht nur die faszinierende Tier- und
Pflanzenwelt der botanika entdecken, sondern sich
zugleich auch von eindrucksvollen Licht- und Farbkompositionen
verzaubern lassen können.
Verantwortlich für das atmosphärische Farbenspiel
sind zahlreiche Lichtinstallationen, die außergewöhnliche
Landschaften und exotische Pflanzenwelten in
farbige Illuminationen tauchen. Wechselnde Projektionen
und sanft bewegte Lichteffekte verleihen den
verschiedenen Schauhäusern eine lebendige Dynamik
und schaffen eindrucksvolle Szenen zwischen Natur
und Kunst. Das Zusammenspiel aus Licht, Schatten
und natürlichen Formen lässt bekannte Bereiche in
völlig neuer Gestalt erscheinen und eröffnet überraschende
Perspektiven auf vertraute botanische Landschaften.
So entsteht ein einzigartiges Erlebnis, das
Besucherinnen und Besucher in eine magische Lichtstimmung
eintauchen lässt.
Eine besondere Ergänzung stellen in diesem Jahr die
fantasievollen Werke der Künstlerin Gundel Latanza
dar, die mit ihren poetischen Lichtskulpturen zusätzliche
Akzente in den Pflanzenwelten setzt und die
einzigartige Atmosphäre von botanika leuchtet! unterstreicht.
Durch die Kombination aus künstlerischer
Inszenierung und botanischer Vielfalt wird jeder Rundgang
zu einer stimmungsvollen Entdeckungsreise, die
zum Verweilen und Staunen einlädt.
Die Sonderausstellung botanika leuchtet! ist im Eintritt
der botanika enthalten und kann bis einschließlich
08. Februar 2026 täglich mit Beginn der Dämmerung
besucht werden. Weitere Informationen zur botanika
finden Sie unter: botanika-bremen.de
77
Olaf Brzeski
16. November 2025
bis 8. März 2026
Feast
Blick in die Ausstellung »Olaf Brzeski. Feast«. Foto: Sandra Beckefeldt
Die Arbeiten des 1975 in Breslau geborenen Künstlers
wurzeln in surrealen Visionen, Ängsten, Träumen
oder alltäglichen Anlässen, die er mithilfe von Skulptur,
Zeichnung und Film sichtbar macht. Dass die
Botschaften aus dem Unterbewusstsein des Künstlers
zuweilen auch Albträume sein können, zeigt der
von Brzeski geschaffene große blaue Vampirkopf, aus
dessen geöffnetem Mund rote, spitze Zähne blitzen.
Auch ein Löwe mit dekorativ gelockter Mähne bewohnt
das Museum. Warum er an einem winzigen,
grünen Frosch leckt, erfahren die Besucher*innen in
der Ausstellung.
Brzeskis Werke erzählen persönliche Geschichten
und schaffen neue Bildwelten. Dabei verbindet er mit
Leichtigkeit Popkultur, obskure tibetische Mythen und
Privates. Der Künstler arbeitet in unterschiedlichen
Modi und Techniken, die er jedes Mal neu ergründet,
mal massiv, mal leicht, fast zeichnend im Raum. Ebenso
variiert er den Maßstab seiner Arbeiten, sodass es
für die Besucher*innen sehr unterschiedliche Seherfahrungen
geben wird. Jeder Ausstellungsraum wird
zu einem besonderem Erfahrungsraum, in dem Brzeski
oft sehr intim zu erleben sein wird, auch in seinem
Kampf mit den eigenen Dämonen. In einem seiner
Filme geht der Künstler in den Dialog mit diesen Dämonen,
die durchaus positiv besetzt sind.
Der englische Titel der Ausstellung »Feast« kann sowohl
Substantiv als auch Verb sein und verbindet all
die Aspekte, die dem Künstler wichtig sind: Augenweide,
Bewirten, Ergötzen, (ausschweifend) Feier(n), (ein)
Festmahl (bereiten), Schwelgen. Kurz: ein vielseitiges
visuelles Festmahl.
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Bettina Thierig
16. November 2025 bis 8. März 2026
Blick in die Ausstellung »Bettina Thierig, Bienengedanken und Bodenleben«. Foto: Sandra Beckefeldt
Indem die Bildhauerin Bettina Thierig (geb. 1964)
Naturbeobachtung, wissenschaftliche Ordnungssysteme
und künstlerische Intuition zusammenführt,
schafft sie Arbeiten, die gleichermaßen sinnlich erfahrbar
sind und zum Nachdenken über das Verhältnis
von Mensch, Umwelt und Wissenschaft einladen.
Ihre Steinskulpturen sind zurückhaltend im Gestus und
fordern durch ihre starke Präsenz zu einem Dialog mit
dem eigenen Körper auf. Auch in ihren Papierarbeiten
ist die künstlerische Forschungsarbeit sichtbar. Seit
mehreren Jahren widmet sich die Künstlerin der Anatomie
der Bienen. Im Besonderen hat sie dabei deren
Flügel mithilfe des Mikroskops ins Visier genommen
und davon detaillierte Aufnahmen angefertigt. An-
schließend arrangiert sie die Strukturen frei und assoziativ
neu auf Papier. Darüber hinaus beschäftigen
sich ihre Linoleumdrucke mit Bodenerde und deren
Lebewesen.
Veranstaltungstipp »Reden wir über Kunst«
26. Februar, 18.30 Uhr
Das Buch »Bienengedanken« von Dorothea Brückner
und Bettina Thierig verbindet Wissenschaft und Kunst
und ermöglicht so eine poetische Form der Vermittlung
von (bedrohter) Natur. Gespräch zwischen der
Künstlerin Bettina Thierig, Dr. Dorothea Brückner,
Universität Bremen und Dr. Arie Hartog, Direktor des
Gerhard-Marcks-Hauses.
Ausstellung
»Keine Freundin von … Bildhauerinnen, die Sie kennen sollten«
16. November 2025 bis 8. März 2026
Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208, 28195 Bremen
marcks.de
79
Focke
meets
Spargelterrine, 1774; Foto: Focke-Museum/Martin Luther
Ragoutschüssel, Wilhelm Wagenfeld, 1934 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto:Focke-Museum/Martin Luther
Wagenfeld
19.9.2025 bis 22.3.2026 im Wilhelm Wagenfeld Haus
und im Haus Riensberg, Focke-Museum
Die Sammlungen des Focke-Museums und des Wilhelm
Wagenfeld Hauses könnten unterschiedlicher
nicht sein – und ergänzen sich gerade deshalb. Das
gemeinsame Ausstellungsprojekt kombiniert Alltagsobjekte
aus verschiedenen Jahrhunderten und erlaubt
so einen ganz neuen Blick auf Design-Themen.
Das Besondere an der Ausstellung „Focke meets
Wagenfeld“ ist die Verbindung von universalen
Fragestellungen mit außergewöhnlichen Bremen-
Bezügen.
Die Sammlungen der beiden Häuser unterscheiden
sich grundlegend: Das Landesmuseum für Kunst- und
Kulturgeschichte hat einen breiten Sammlungsfokus
und erzählt mit über 140.000 Objekten 300.000 Jahre
Geschichte. Das Designmuseum besitzt dagegen
eine monographisch ausgerichtete Sammlung, die ca.
7.000 Objekte aus dem 20. Jahrhundert bewahrt.
80
Silbertablett für ein Schreibzeug
mit Kerzenhalter, 18. Jh., Foto:
Focke-Museum/Martin Luther
Butterdose, Wilhelm Wagenfeld,
1955/56 © VG Bild-Kunst, Bonn
2025, Foto: Jens Weyers
Warum eine gemeinsame Ausstellung?
Während seiner Lehrzeit bei der Bremer Silberwarenmanufaktur
Koch & Bergfeld studierte Wagenfeld
auch die Vorbildsammlung des Gewerbemuseums –
ein Bestand, der heute zum Focke-Museum gehört.
Was hätte der junge Wagenfeld wohl dazu gesagt,
dass 100 Jahre später auch seine Arbeiten im Focke-
Museum sein werden? Erstaunt wäre er wohl auch
gewesen, hätte er damals von der Einzelschau zu
seinem Werk erfahren, die 1987 im Focke-Museum
stattfand. Sie intensivierte den Kontakt zum Designer,
so dass er Bremen überhaupt erst als Ort für seinen
Nachlass ins Auge fasste.
Es gibt aber vor allem inhaltliche Gründe, denn beide
Sammlungen ergänzen sich hervorragend. In 37
Themenvitrinen stellt die Ausstellung grundlegende
Designfragen: Ändert sich das Verhältnis zu den
Dingen im Lauf der Jahrhunderte? Welche Rolle
spielen unterschiedliche Materialien? Wie reagieren
Designer:innen auf gesellschaftliche Veränderungen?
Das Prinzip der Ausstellung: Exponate als Freunde,
Diskussionspartner und Kontrahenten
Die Exponate der beiden Häuser gehen dabei spannende
Beziehungen ein. Manchmal bilden sie eine
fröhliche Gruppe, manchmal agieren sie als Gegenspieler.
Drei dieser Gruppierungen stellen wir genauer vor:
Thema „Ergonomie“
Aus dem Focke-Museum kommt ein silbernes
Schreibzeug aus dem 18. Jahrhundert, und es steht
sicher gerne neben einer Buterdose, die Wilhelm Wagenfeld
1956 entworfen hat. Das Schreibzeug wölbt
sich auf der linken Seite zu einem besonderen Detail:
Man steckt den Zeigefinger durch einen Ring und legt
den Daumen auf die Oberfläche des Tablets – ein
sicherer Griff! 200 Jahre später entwickelt Wilhelm
Wagenfeld diese Idee weiter: Für seine Butterdose
formt er eine elegante Mulde und schafft damit einen
ergonomisch geformten Griff.
Thema „Tischleuchte“
Haben sich diese beiden Tischleuchten viel zu sagen?
Auf jeden Fall zeigen sie sehr unterschiedliche Konzepte.
Die Leuchte aus dem Focke-Museum wurde
1928 in Frankreich gefertigt und ist ein Juwel des Art
déco: Ein pilzförmiger Schirm mit hellblauem Farbverlaufund
aufwändigem Ätzdekor – eine schmückende
Leuchte für ein gediegenes Wohnzimmer. Wagenfelds
Bauhausleuchte war 1924 dagegen ein Bruch
mit den Sehgewohnheiten: Metall und Glas in streng
geometrischen Formen – eine Leuchte für das Industriezeitalter.
.
Tischleuchte, Charles Schneider
1928, Foto: Focke-Museum/
Martin Luther
Tischleuchte, Wilhelm Wagenfeld
MT 8, 1924; © VG Bild-Kunst,
Bonn 2025, Foto: Jens Weyers
81
Caroline Streck, Nimbus through the backdoor, 2024 © VG Bild-Kunst, Bonn
Fade into Form
Nina Maria Küchler & Caroline Streck
82
Nina Maria Küchler, Gibellina_La Citta Moderne, 2023 © VG Bild-Kunst, Bonn
Mit der Ausstellung Fade into Form bringt die Kuratorin
Nicole Giese-Kroner zwei eigenständige künstlerische
PosiGonen erstmals in einen gemeinsamen
Raum: Nina Maria Küchler (*1978 Hamburg) und
Caroline Streck (*1986 Kempen am Niederrhein)
wurden eigens für dieses Projekt eingeladen, um im
Obergeschoss des Syker Vorwerks eine ortsspezifische
Ausstellung zu entwickeln..
Die beiden Künstlerinnen kannten sich vorab nicht, ihr
Zusammenkommen eröffnet jedoch einen experimentellen
Dialog, der neue Formen, Verbindungen und
Übergänge sichtbar macht. Küchler und Streck arbeiten
beide raumbezogen und installativ, doch auf ganz
unterschiedliche Weise:
Nina Maria Küchler entwickelt aus Malerei, Zeichnung,
Video und architekturbezogenen Arbeiten präzise gesetzte
Installationen, die urbane Strukturen, modulare
Systeme und geometrische Ordnungen reflekGeren.
Sie arbeitet mit abstrakten Formen, die mit wechselnden
Inhalten belegt werden können.
Caroline Streck verbindet Malerei mit installativen Setzungen
und räumlichen Interventionen, in denen Farbe
und Form organisch ineinanderwirken. Streck folgt
dabei einem intuitiven Prozess: Muster und Strukturen
entwickeln sich schichtweise, malerisch und lebendig,
als wären sie natürliche, sich ständig verändernde Organismen.
Hier entsteht eine andere Art von Ordnung
die assoziativ und körperlich erfahrbar ist.
Trotz dieser Unterschiede finden sich formale und
gedankliche Überschneidungen im Œuvre der beiden
Künstlerinnen insbesondere in Bezug auf die abstrakte
Bildsprache: Kreise, Farbflächen, Farbfamilien,
modulare Systeme und rhythmische Muster tauchen
in beiden Arbeiten auf. Für Fade into Form entwickeln
Küchler und Streck ein gemeinsames Display, in
dem keine klare Trennung zwischen ihren PosiGonen
erfolgt. Die Werke reagieren aufeinander, überlagern
sich und bilden ein offenes, begehbares Gefüge aus
Malerei, Zeichnung, Installation und Video.
Der Titel Fade into Form verweist auf das zentrale
Thema der Ausstellung: Übergänge, Transformationen
und das allmähliche Sichtbarwerden von Form.
Besucher*innen sind eingeladen, diese Übergänge
nachzuvollziehen, Verbindungen zwischen den Werken
zu entdecken und sich von den sich überlagernden
Bild- und Raumwelten in einen visuellen wie
gedanklichen Dialog führen zu lassen.
TERMIN
Fade into Form
Nina Maria Küchler & Caroline Streck
09. November 2025 bis 25. Januar 2025
SYKER VORWERK
Waldstraße 76 I 28857 Syke
syker-vorwerk.de
83
Unterwegs
zur Kunst
Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?
Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl
sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen
inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.
PARIS: Fondation Louis Vuitton – Gerhard Richter
Ein stilles Beben: Gerhard Richter zählt zu den größten Künstlerpersönlichkeiten
unserer Zeit – und wurde gerade vom
Kunstmagazin Monopol als einflussreichster Künstler der Gegenwart
ausgezeichnet. Die Pariser Ausstellung präsentiert
Werkgruppen aus sechs Jahrzehnten: fotorealistische Porträts,
flirrende Landschaften, politisch aufgeladene Übermalungen
und seine ikonischen Abstraktionen, in denen Farbe zu Atmosphäre,
Rhythmus und Erkenntnis wird. Besonders eindrücklich
ist die Spannung zwischen Präzision und Unfassbarkeit,
die den Rundgang wie ein roter Faden durchzieht. Ein konzentrierter
Parcours von seltener Intensität – und enorm gefragt:
unbedingt vorab Zeitslot reservieren!
Gerhard Richter, Möhre [Carotte], 1984 (CR 558-2)
Oil on canvas, 200 x 160 cm
Fondation Louis Vuitton, Paris
© Gerhard Richter 2025 (18102025)
Bis zum 2. März 2026
in der Fondation Louis Vuitton, Paris
WIEN: Kunsthistorisches Museum – Michaela Wautier
Eine Wiederentdeckung mit Wucht: Michaela Wautier, im 17.
Jahrhundert gefeiert, später aus dem Kanon verdrängt, überrascht
heute mit einer malerischen Handschrift, die intimer, klüger
und moderner wirkt, als man es von einer Künstlerin ihrer
Zeit erwarten würde. Die Ausstellung zeigt Porträts, Historien
und Genrebilder, die eine psychologische Tiefe und eine souveräne
Bildregie entfalten, die man in der Epoche vor allem Männern
zugeschrieben hat. Dass ihr Werk nun im Wiener KHM
umfassend gewürdigt wird, gleicht einer späten Gerechtigkeit
– und macht den Museumsbesuch zu einem echten Augenöffner.
Und ein Besuch in Wien lohnt sich aktuell gleich dreifach:
In der nahegelegenen Albertina sind auch Leik Ikemura und
Marina Abramović mit starken Präsentationen vertreten.
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Michaela Wautier, 5 Sinne: Schmecken
Photograph © 2025 Museum of Fine Arts Boston
Bis zum 22. Februar 2026
im Kunsthistorischen Museum, Wien
DRESDEN: Albertinum – William Kentridge
William Kentridge gehört zu den großen visuellen Erzählern
unserer Gegenwart. Seine Arbeiten – von Kohlezeichnungen
über Animationsfilme bis zu raumgreifenden Videopanorama-
Installationen – verbinden politisches Bewusstsein mit poetischer
Kraft. Die Dresdner Ausstellung macht sichtbar, wie Kentridge
Erinnerung, Kolonialgeschichte und individuelle Fragilität
zu vielschichtigen Bildräumen verdichtet, die zwischen Humor,
Schwere und existenzieller Klarheit changieren. Besonders
eindrucksvoll ist, wie der Künstler die Linie selbst zum Akteur
seiner Geschichten macht. Ein intensiver Blick in ein Werk, das
unerschöpflich wirkt.
William Kentridge, Still aus „More Sweetly Play The
Dance", 2014 © William Kentridge
Bis zum 15. Februar 2026
im Albertinum, Dresden
BRAUNSCHWEIG: Herzog Anton Ulrich-Museum – „Weibermacht“
Ein Titel wie ein Schlag – „Weibermacht, Die schöne Böse“
spielt bewusst mit Zuschreibungen, Körperbildern und historisierten
Rollenklischees. Die Ausstellung bringt internationale
Positionen zusammen, die Schönheit und Verführung gegen
Gewalt, Kontrolle und Machtfantasien spiegeln. Dabei entstehen
Arbeiten, die zart, wütend, ironisch oder analytisch scharf sein
können – aber immer den Blick auf das Politische im Ästhetischen
lenken. Eine beeindruckend kuratierte Schau, die in ihrer
Vielstimmigkeit radikal gegen vereinfachte Narrative arbeitet.
Bis zum 22. Februar 2026
im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig
Lucas Cranach d. Ä., Herkules bei Omphale, 1537
© Herzog Anton Ulrich-Museum, Claus Cordes
BASEL: Fondation Beyeler – Yayoi Kusama
Ein Universum aus Spiegeln, Punkten und Wiederholungen:
Yayoi Kusama verwandelt die Fondation Beyeler in ein schillerndes
Labyrinth aus Unendlichkeit, Farbe und pulsierender
Energie. Die berühmten Infinity Rooms öffnen meditative, fast
entrückte Räume, während frühe Gemälde und Objekte zeigen,
wie konsequent Kusamas obsessives Formvokabular seit
den 1950er-Jahren gewachsen ist. Die Ausstellung lässt die
Besucher*innen in eine Welt eintauchen, die zugleich verspielt
und existenziell ist – ein poetisches Gegenstück zu einer oft allzu
lauten Gegenwart. Ein strahlendes Highlight im Basler Kunstwinter.
Yayoi Kusama, Everything about My Love, 2013, Aus der
Serie My Eternal Soul, 2009–2021, Acryl auf Leinwand,
194 x 194 cm, Collection of the artist © YAYOI KUSAMA
Bis zum 15. Januar 2026
in der Fondation Beyeler, Basel
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Das Schwachhauser Magazin ist Galerie
Aktuell: Collagen von Birthe Çil
Purple Jump
Liebe Leserin, lieber Leser,
am 15.11.2025 war es zum ersten Mal so weit, und
nun kann ich endlich den Künstlerinnen und Künstlern
im Schwachhauser Magazin nicht nur Seiten
geben, sondern auch einen Raum, um ihre Kunst
auszustellen und noch sichtbarer zu machen.
Birthe Çil hat den Reigen der zukünftigen Ausstellungen
eröffnet. Pünktlich um 18:00 Uhr füllte sich
der schöne Raum an der Schwachhauser Heerstraße
47, den eigentlich das Bestattungsunternehmen von
Jonathan Weering als Besprechungsraum nutzt. Ein
Raum, der warm und gemütlich wirkt, trotz der hohen
Decken mit dem wunderschönen Stuck, wie er in alten
Bremer Häusern oft noch zu finden ist. Das schöne
Fischgrätparkett aus altem Eichenholz trug viele interessierte
Besucherinnen und Besucher, viele natürlich
auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von
Birthe Çil. Auch ihre beiden Töchter waren gekommen,
um die erste Ausstellung ihrer Mutter in Bremen zu
sehen.
Ich habe die Gäste begrüßt, Jonathan Weering vorgestellt
und dann an Karla Wagner weiter gegeben, den
Gästen Birthe Çil vorzustellen. Dies hat sie großartig
gemacht, und wir haben alle geübt, wie es ist, selbst
auszustellen und zu sehen, wer da kommt und interessiert
ist. Für Karla Wagner war es aber nicht die erste
Künstlerin, die sie vorgestellt hat. Lange Jahre war
sie als Vorsitzende der GEDOK (Gemeinschaft deut-
86
V.l.n.r.: Karla Wagner,
Jonathan Weering,
Susanne Lolk und
Birthe Çil
Fotos:
Konstantin Zigmann
Besucher bei der Eröffnung
scher und österreichischer Künstlerinnen) tätig und
darin geübt, kunstschaffende Frauen auf ihrem Weg
in die Öffentlichkeit über Vernissagen zu begleiten.
Jonathan Weering und sein Team haben sich um
das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher
gekümmert, es gab Crémant, denn so eine erste Vernissage
im Hause Caspary/Schwachhauser, musste
gebührend gefeiert werden.
Wenn Sie im Dezember noch schauen wollen, wir
öffnen die Tür zu den Collagen immer Montags und
Mittwochs von 17-19 Uhr und die Finissage wird am
Montag, den 15. Dezember, um 17-19 Uhr stattfinden.
Hier in dieser neuen Ausgabe 106, können Sie über
den Künstler Herwig Gillerke lesen und seine Arbeiten
ansehen, in der „Galerie“ hängen seine Fotos ab dem
22.01.2026 und zu dieser neuen Vernissage, wieder
von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr, sind Sie herzlich eingeladen.
Bitte melden Sie sich vorher bei mir an:
lolk@schwachhauser.de
Birthe Çil
Collagen
Bis 15. Dezember 2025
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87
BREMER
FILMKUNST
FILMSTARTS IM DEZEMBER
SCHAUBURG // GONDEL // ATLANTIS
THEATER
Teresa Kalkutta, Szenenfoto, Foto: Verleih
Sorry Baby, Szenenfoto, Foto: Verleih
The Secret Agent
Ein schonungsloser Blick auf religiöse Berufung und
Schwesternschaft und ein eindringliches Portrait der
kompromisslosen Hingabe von Mutter Teresa.
Do. 04.12.
Jetzt Wohin. Meine Reise mit Robert Habeck.
Für die einen war Habeck der pragmatische Idealist, für
die anderen die Projektionsfläche all dessen, was sie
an der Gegenwart ablehnen. Ein Dokumentarfilm blickt
hinter die Kulissen der Politik.
Do. 07.12.
Stromberg –
Wieder alles wie immer
Regie: Arne Feldhusen mit Christoph M.
Herbst, Bjarne Mädel.
Vor ca. zwanzig Jahren lernte Deutschland
Bernd Stromberg und sein Team von der
Schadensregulierung der CAPITOL Versicherung
kennen. Damals gab es noch nichts
Veganes in der Kantine, Mobbing war Breitensport
im Büro und Bernd Stromberg
sagte: „Ich respektiere Frauen. Als Idee…“.
Seither hat sich die Arbeitswelt enorm verändert.
Bernd Stromberg auch? Ein großes
Wiedersehen aller Beteiligter soll Klarheit
bringen. „Büro ist Krieg“, hieß es bei
Stromberg damals. Heute ist alles noch viel
schlimmer…. Do. 04.12.
Zweitland
Regie: Michael Kofler mit Thomas Prenn,
Aenne Schwarz.
Südtirol, 1961. Die norditalienische Region
wird durch eine Serie von separatistischen
Bombenanschlägen erschüttert. Während
der junge Bauernsohn Paul der Perspektivlosigkeit
seines Dorfes entkommen und
Malerei studieren will, kämpft sein älterer
Bruder Anton kompromisslos für den
Schutz der deutschsprachigen Minderheit.
Während die Lage eskaliert, beginnt Anna
sich zunehmend gegen die patriarchalen
Strukturen ihres Umfelds zu wehren. Paul
hingegen muss sich entscheiden – zwischen
familiärer Loyalität und persönlicher
Selbstverwirklichung. Do. 04.12.
Sentimental Velue
Regie: Joachim Trier Renate Reinsve,
tellan Skarsgård.
Nora und Agnes verbindet eine komplexe
Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit
stets über die Familie stellte. Nun steht
Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich
wieder vor der Tür – mit einem charmanten
Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines
halben Lebens. Augenblicklich geraten alte
Familiendynamiken ins Rollen. Und nach
und nach wird deutlich, dass sich Vater und
Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten.
Do. 04.12.
Teresa Kalkutta
Regie: Teona Mitevska mit Noomi Rapace,
Sylvia Hoeks.
Indien, August 1948. Mutter Teresa, Oberin
des Ordens der Schwestern von Loreto,
erhält die langersehnte Erlaubnis das Kloster
zu verlassen. Sie will einen neuen Orden
gründen als Antwort auf den Ruf, den
sie von Gott erhalten hat. Doch gerade am
wichtigsten Wendepunkt in ihrem Leben,
steht sie vor einem Dilemma, das ihre Ambitionen
und ihren Glauben herausfordert.
Do. 04.12.
The Doors:
When Your’re Strange
Regie: Tom DiCillio.
Dokumentarfilm über eine legendäre Band
The Doors zeigt unbekanntes Filmmaterial,
Archivaufnahmen und sogar Amateurschnipseln
des Maestros Morrison höchstselbst.
Das Ergebnis ist ein fesselndes Portrait
einer mythisch verklärten Band, eines
unsterblichen Popkultur-Phänomens!
Do. 04.12.
Der Held vom Bahnhof
Friedrichstrasse
Regie: Wolfgang Becker mit Charly Hübner,
Daniel Brühl, Jürgen Vogel.
Der Berliner Videothekenbesitzer Micha
Hartung steht kurz vor der Pleite, als er über
Nacht ungewollt zum Helden wird: Anlässlich
des 30. Jahrestag des Mauerfalls macht
ihn der ehrgeizige Journalist eines Nachrichtenmagazins
mal eben zum Drahtzieher
der größten Massenflucht der DDR. Als
Hochstapler wider Willen gerät Micha ins
Rampenlicht – und begegnet darin sogar
seiner Traumfrau, Paula. Doch die sich anbahnende
Liebesgeschichte droht ebenso
wie der Rest seines Lebens im Chaos aus
Lügen und Falschmeldungen unterzugehen.
Do. 11.12.
88
von der Regie über das Dirigat bis hin zu
den Tänzer:innen und Sänger:innen.
Do. 18.12.
Kein Weg zurück, Szenenfoto, Foto: Verleih
Kein Weg zurück
ist ein kraftvolles Drama über Hoffnung, Vergebung und
die bedingungslose Liebe zu unseren Kindern.
Do. 11.12.
Kein Weg zurück
Regie: Charlotte Sieling
mit Nikolaj L. Kaas, Albert R. Lindhardt .
Wie weit bist du bereit zu gehen, um den
Menschen zu retten, den du am meisten
liebst – dein eigenes Kind? Ex-Soldat Christian
macht sich auf den gefährlichen Weg
nach Syrien, um seinen Sohn Adam, der
sich einer islamistischen Gruppierung angeschlossen
hat, zurück nach Hause zu holen.
Die verzweifelte Suche führt ihn in ein
brutales und vom Krieg zerrüttetes Land.
Mit jeder Etappe, die er bewältigt, erfährt
Christian mehr über sich selbst und begreift
zunehmend, dass er seine Glaubensgrundsätze
hinter sich lassen muss. Do. 11.12.
Ein Leben ohne Liebe ist möglich,
aber sinnlos
Regie: Cesc Gay
mit Nora Navas, Juan Diego Botto.
Es ist vor allem eine Komödie, aber eine
Komödie, die sehr ernst genommen werden
sollte, voller Missverständnisse, Zweifel,
unerwarteter Lügen, absurder Momente
und lächerlicher Situationen. Denn genau
das passiert, wenn unsere Emotionen die
Oberhand gewinnen und in gewisser Weise
die Kontrolle über unser Leben übernehmen
und Entscheidungen für uns treffen, die wir
selbst nicht zu treffen wagen. Eine Komödie,
die die wichtigsten Momente in Evas
Leben im Laufe eines langen Jahres und
zweier Winter erzählt. Do. 11.12.
Sorry, Baby
Regie: Eva Victor mit Eva Victor,
Naomie Ackie.
Etwas Schlimmes ist Agnes passiert. Aber
das Leben geht weiter – zumindest für alle
um sie herum. Es ist eine Geschichte stiller,
kraftvoller Selbstbehauptung – davon, wie
man wieder festen Boden unter den Füßen
gewinnt, nachdem einem dieser entzogen
wurde. Dieses schonungslosehrliche Porträt
darüber, wie ein Mensch lernt, mit etwas zu
leben, über das man eigent-lich nie hinwegkommt,
ist gleichzeitig oft überraschend
und überwältigend komisch. Do. 18.12.
Lurker
Regie: Alex Russell (II)
mit Théodore Pellerin, Archie Madekwe.
Genug vom öden Einzelhandelsalltag findet
Matthew einen cleveren Weg, sich in die
exklusive Welt des Pop-Phänomens Oliver
einzuschleichen. Als Hochstapler in der Entourage
des Musikers genießt er endlich die
lang ersehnte Macht und das Gefühl, dazuzugehören.
Doch die ernüchternde Erkenntnis,
wie austauschbar seine Position tatsächlich
ist, zwingt ihn zu einem verzweifelten
Kampf seine Bedeutung zu zementieren
und den Traum nicht zu verlieren.
Do. 18.12.
La Scala –
Die Macht des Schicksals
Regie: Anissa Bonnefont. Dokumentarfilm.
Hinter den prächtigen Vorhang der Mailänder
Scala – Bonnefont blickt in ihrem Dokumentarfilm
auf die reiche Geschichte der
Scala seit 1931. Dabei nimmt sie uns mit zu
den Menschen, die die Magie erschaffen:
HIGHLIGHTS IN DEN KINOS
Filmgespräch:
Stromberg – Wieder alles wie immer.
Zu Gast Christoph Maria Herbst. In der
Schauburg um 15:30 Uhr am Samstag den
06. Dezember.
Dokumentarfilm: Jetzt. Wohin. Meine Reise
mit Robert Habeck.
Filmgespräch mit dem Regisseur Lars Jessen
in der Schauburg am Dienstag den
09. Dezember. Erste Aufführung am Sonntag
den 07. Dezember um 14:30 Uhr.
Wiederaufführung: Schauburg Mon Amour
Die Regisseurin Marie Claire Schmochow
zu Gast in der Schauburg um 12:00 Uhr am
Samstag den 13. Dezember.
Sparkassen Kinonachmittag: Momo
Im Atlantis am Samstag den 27. Dezember
um 15:00 Uhr. Freier Eintritt für Kinder!
bremerfilmkunsttheater.de
Die jüngste Tochter
Regie: Hafsia Herzi
mit Nadia Melliti, Ji-Min Park.
Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von
drei Töchtern einer französisch-algerischen
Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport
ist Fußball, in der Schule hängt
sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer
Klasse ab, und sie hat einen heimlichen
festen Freund. Fatima fällt es jedoch zunehmend
schwerer zu verbergen, dass Ihr Herz
für Frauen schlägt. Als sie ein Philosophiestudium
in Paris beginnt, eröffnet sich für
sie eine völlig neue Welt. Hin- und hergerissen
zwischen Familientradition, Glauben
und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima
ihren eigenen Weg finden. Do. 25.12.
Song Sung Blue
Regie: Craig Brewer mit Hugh Jackman,
Kate Hudson.
Ein mitreißen-des Epos über die innige und
kreative Verbindung zwischen einem Musiker
und einer Musikerin, die zeigen, dass es
keine Rolle spielt, wann im Leben man sich
findet – Hauptsache, Herz und Musik schlagen
im gleichen Takt Do. 25.12.
Therapie für Wikinger
Regie: Anders T. Jensen
mit Mads Mikkelsen, Nikolaj L.Kaas
Der Film untersucht, wie unsere Identität
durch die Wahrnehmung unserer Mitmenschen
geprägt wird, aber auch durch unsere
eigenen Ambitionen. Wir bestehen aus
vielen Facetten, und diese Erkenntnis kann
befreiend sein und uns hoffentlich dazu
bringen, die Eigenheiten anderer eher zu
akzeptieren. Es ist eine schwarze Komödie
voller Wendungen, die zum Nachdenken
darüber anregt, wer wir wirklich sind.
Do. 25.12.
Von uns für gut befunden: Casino (OmU)
Die Bremer Filmkunsttheater zeigen in dieser
Filmreihe zeitlose Klassiker, die auch
Jahre später noch begeistern! Mit seinem
Meisterwerk aus dem Jahr 1995 kreiert Martin
Scorsese ein furioses Mafia-Drama. Am
Sonntag den 28. Dezember um 20:00 Uhr
in der Schauburg.
Familienkino: Pumuckel und das große
Missverständnis.
Sonntags um 15.00 Uhr in der Schauburg.
Weird Xperience: DEMON POND(OmU)
Am Sonntag den 14. Dezember um 20:00
Uhr. Die Filmreihe Weird Xperience zeigt jeden
Monat Filme, die man sonst nicht im Kino
sieht. Underground, Trash, Kunst, vergessene
Genreklassiker oder spannende Newcomer.
All dies hat einen Platz bei Weird Xperience.
Immer in der Originalfassung, immer
mit einer fachkundigen Einführung.
89
Fotos: Bremer Bäder
Weihnachtliche
Wellness
Sauna-Events im Südbad und im Freizeitbad Vegesack
Die Bremer Bäder laden im Dezember zu zwei
besonderen Sauna-Events ein, die Vorfreude auf
Weihnachten und Entspannung pur vereinen.
Entspannung nur für Frauen:
Die Weihnachtssauna in Vegesack
Im Freizeitbad Vegesack dürfen sich die Frauen auf einen
Abend voller Entspannung freuen. Zur Begrüßung
gibt es ein heißes Getränk, bevor bei weihnachtlichen
Aufgüssen und verschiedenen Peelings Körper und
Seele in die Tiefenentspannung gehen. Ein besonderes
Erlebnis bietet die traditionelle Banja-Zeremonie, bei
der der Körper sanft mit Birkenzweigen abgeklopft wird
– ein wohltuendes Ritual, das die Durchblutung anregt.
Winterliche Aromen und Genussmomente:
Die Saunanacht im Südbad
Das Südbad wiederum lädt zur stimmungsvollen
„Weihnachtssauna“ ein. Die stündlichen Aufgüsse mit
winterlichen Aromen und Wohlfühlpeelings, verwöhnen
die Sinne und schaffen eine festliche Atmosphäre.
Ein echtes Highlight sind die Banja-Zeremonie mit
Birkenzweigen sowie die Klangschalen-Zeremonie, um
den Körper in Tiefenentspannung zu bringen.
90
Neben den vom Saunapersonal gereichten gemischten
Teesorten kann zwischen den Sauangängen zur
Stärkung von der Speisekarte des Novazena bestellt
werden.
Ab 18:30 Uhr ist das Hallenbad ausschließlich für die
Saunagäste für textilfreies Schwimmen geöffnet. So
können Besucher zwischen den Saunagängen in Ruhe
ein paar Bahnen ziehen und die wohltuende Wirkung
des Wassers voll und ganz genießen – eine wunderbare
Möglichkeit, Körper und Geist in Balance zu
bringen.
Die Gutscheinkarte der Bremer Bäder:
Das perfekte Weihnachtsgeschenk
Und für alle, die ihren Liebsten Entspannung und
Wohlbefinden schenken möchten, gibt es die Gutscheinkarte
der Bremer Bäder. Die Gutscheine können
nicht nur für Eintrittskarten, sondern auch für Aqua-
Training-Kurse, Schwimmkurse sowie für Accessoires
und Badebekleidung im Bremer Bäder-Shop verwendet
werden.
Egal ob für einen ausgiebigen Schwimmbadbesuch
oder eine wohltuende Saunanacht wie die „Weihnachtssauna“
– mit den Gutscheinen der Bremer Bäder
verschenkt man Sportliche Momente, echte Wellness
und Erholung pur.
Weitere Informationen zum
Angebot der Bremer Bäder
GmbH gibt es auf Facebook,
Instagram, bremer-baeder.de
und im Bremer Bäder-Shop
im Südbad.
Alle Veranstaltungen im Dezember
Kids Pool Party – Der Nikolaus kommt!
Samstag, 6. Dezember 2025
12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD
Kinder aufgepasst! Eine Poolparty nur für euch mit
Spielen, Musik und jeder Menge Spaß im Wasser.
Saunaevent „Weihnachtssauna nur für Frauen“
Freitag, 12. Dezember 2025
12:00 bis 20:00 Uhr im Freizeitbad Vegesack
Genießt wohltuende Aufgüsse, sanfte Peelings und
eine besondere Banja-Zeremonie. Ein Abend ganz im
Zeichen der Ruhe und Regeneration.
Frauenbadezeit
Samstag, 13. Dezember 2025
12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD
Ein Nachmittag nur für Frauen, ab 16 Jahren, um in
ruhiger Atmosphäre zu schwimmen und zu relaxen.
Männerbadezeit
Samstag, 20. Dezember 2025
12:30 bis 15:30 Uhr im OTeBAD
Ein Nachmittag nur für Männer, ab 16 Jahren, um in
ruhiger Atmosphäre zu schwimmen und zu relaxen.
Lange Saunanacht „Weihnachtssauna“
Samstag, 20. Dezember 2025
17:00 bis 24:00 Uhr im Südbad
Freut euch auf festliche Aufgüsse, weihnachtliche
Düfte und kulinarische Highlights. Ein stimmungsvoller
Abend zum Abschalten und Genießen.
91
Wassermann 21.1.-19.2.
Partnerschaft
Sie müssen bereit sein, Ihrem Partner
mehr Raum für die persönliche Entwicklung
zu geben. Schließlich wollen Sie
doch miteinander auf Augenhöhe kommunizieren. Das geht
nicht, wenn Sie immer wieder vorgeben, was der andere zu
tun und zu lassen hat. Das würden Sie ja auf der anderen Seite
auch nicht mit sich machen lassen. Liebevolle Aufmerksamkeit
ist der Schlüssel zum Erfolg, der Ihnen ein erneutes Hoch in der
Liebe bescheren wird!
Gesundheit
Nicht nur Sie haben es bemerkt, sondern inzwischen auch andere:
Ihre Reaktionsschnelligkeit hat in den letzten Wochen spürbar
nachgelassen. Kann das daran liegen, dass Sie sich in den
letzten Monaten ständig überfordert haben und chronisch übermüdet
sind? Sie müssen einen Gang runterschalten und Pausen
einlegen. Ansonsten werden Sie am Arbeitsplatz, aber auch
gesundheitlich einen Preis zu zahlen haben, der viel zu hoch ist.
Fische 20.2.-20.3.
Partnerschaft
Sie wollen mit Volldampf ins und durch
das neue Jahr rauschen und am liebsten
ununterbrochen Gas geben. Das bringt
Sie in Gefahr, die partnerschaftliche Kommunikation zu vernachlässigen.
Dabei sollten Sie in den kommenden Monaten
insbesondere auf die leisen Zwischentöne achten, mit denen Ihr
Partner seinen Wünschen Ausdruck verleiht. Die zu überhören
wäre ein fataler Fehler, der nicht nur emotionale, sondern auch
finanzielle Folgen hätte!
Gesundheit
Wer immer nur auf der Überholspur unterwegs ist, kann sich
leicht ausrechnen, wie lange es dauert, bis er innerlich ausgebrannt
ist. Sie müssen sich in den kommenden Monaten mehr
Zeit für sich selber nehmen, sonst werden schwerwiegende
gesundheitliche Störungen nicht lange auf sich warten lassen.
Die können Sie sich aber weder beruflich noch privat leisten, Sie
haben sich schließlich für 2026 eine Menge vorgenommen.
Stier 21.4.-21.5.
Partnerschaft
Es ist nicht so, dass Sie sich zu wenig
Gedanken machen würden. Sie arbeiten
schon an Ihrer Beziehung, aber Sie haben
eben auch ein ausgesprochenes Talent zum Verdrängen.
Fühlen Sie sich da, wo Sie sind, immer noch wohl? Oder ist es
vielleicht doch nur die Angst vor Veränderung, die Sie verharren
lässt? Darüber müssen Sie sich in den kommenden Monaten
Gedanken machen – und dürfen dann nicht vor den sich ergebenden
Konsequenzen zurückschrecken.
JAH
HORO
20
Gesundheit
Sie fühlen sich fit und ausgeglichen und sehen den sich abzeichnenden
Herausforderungen des kommenden Jahres gelassen
entgegen. Tun Sie dennoch etwas für die Abwehrkräfte
Ihres Körpers: Eine ausgewogene Ernährung steht dabei an
oberster Stelle. Aber auch die körperliche Leistungsfähigkeit darf
keinesfalls vernachlässigt werden: Deswegen werden Sie auch
weiterhin auf regelmäßiges Training nicht verzichten können.
Zwilling 22.5.-21.6.
Partnerschaft
In der Vergangenheit haben Sie sich ein
wenig mehr Zeit für sich gewünscht und
weniger Alltagstrott. Das hat nur bedingt
geklappt. Wenn dieser Wunsche Sie auch weiterhin umtreibt,
müssen Sie mit Ihrem Partner reden: Kann sein, dass es darüber
Streit gibt, wahrscheinlicher ist aber, dass auch er sich Zeiten
wünscht, in denen er einfach machen kann, was er möchte.
Vielleicht haben Sie einfach zu viel Rücksicht aufeinander genommen.
Gesundheit
Derzeit Sind Sie etwas abgespannt und angeschlagen. Deswegen
würde Ihnen im neuen Jahr ein wenig Wellness guttun.
Also sorgen Sie für mehr Ruhe und kleine Schlafeinheiten zwischendurch.
Unterschätzen Sie auch nicht die Bedeutung Ihrer
Ernährung. Bei Stress neigen Sie zu zuviel Zucker und Koffein.
Versuchen Sie das zu regulieren. Das wird sich langfristig positiv
auszahlen und das ist für Ihre Lebensfreude mehr als wichtig.
Widder 21.3.-20.4.
Partnerschaft
Da liegt ein tolles Jahr vor Ihnen: Sie erhalten
elektrisierende Botschaften gleich
von mehreren Seiten und können darauf
stolz sein. Wenn Sie sich in einer glücklichen Partnerschaft
befinden, sollten Sie das Spiel mit dem Feuer aber nicht übertreiben
– sonst werden schon nach wenigen Wochen erhebliche
Probleme entstehen. Sind Sie dagegen Single, dürfen Sie
die verschiedenen Angebote, die man Ihnen macht, durchaus
eingehend prüfen.
Gesundheit
Es scheint fast so, als hätten die Anstrengungen der vergangenen
Monate Ihnen nichts anhaben können. Ihr Lächeln ist strahlend,
Ihre Ausstrahlung gewinnend und Ihre Kondition bewundernswert.
Damit das so bleibt, müssen Sie weiterhin auf Ihren
Körper achten: Warnsignale sollten Sie nicht einfach unbeachtet
lassen, sondern umgehend Gegenmaßnahmen ergreifen.
Krebs 22.6.-22.7.
Partnerschaft
Sie haben es nicht gerade leicht: Seit einigen
Wochen scheint Sand ins partnerschaftliche
Getriebe gekommen zu sein.
Mal gibt es lautstarke Auseinandersetzungen, mal schweigen
Sie sich einfach nur an. Zu Beginn des neuen Jahres auf ein
klärendes Gespräch zu setzen, kann der erste Schritt zu Verbesserung
der Situation sein. Diese Unterredung will aber gut vorbereitet
sein, sonst führt sie lediglich zu neuen Verletzungen.
Gesundheit
Weil Ihnen so viel durch den Kopf geht, finden Sie besonders in
den ersten Wochen des Jahres nicht den Schlaf, den Sie brauchen,
um fit und energiegeladen den Alltag zu gestalten. Sie
müssen mehr und häufiger abschalten. Bewegung ist das zweite
große Thema: Die kommt nämlich eindeutig zu kurz! Wenn die
Zeit manchmal nur für einen kurzen Spaziergang reicht, sollten
Sie den aber unbedingt machen. Weniger ist besser als nichts…
92
Löwe 23.7.-23.8.
Partnerschaft
Ihr Liebesleben bleibt auch weiterhin
durchwachsen: Es ist höchstwahrscheinlich,
dass Sie nach einigen frustrierenden
Erlebnissen nun wieder neue Hoffnung schöpfen können. Das
hat allerdings zur Voraussetzung, dass sie sich nicht wieder –
wie so oft – selbst im Weg stehen. Mehr als einmal sind Sie daran
gescheitert, dass Sie Ihren Partner zu sehr eingeengt und zu
viele Vorschriften gemacht haben, die er nicht ertragen konnte.
RES
SKOP
26
Gesundheit
Sie entwickeln mehr und mehr Gespür für Ihre Bedürfnisse.
Das ist keine besondere Leistung, auf die Sie stolz sein können
oder müssen, sondern das Ergebnis vieler Einbußen und auch
Schmerzen. Sie haben durchgehalten und für gute Lösungen
gesorgt. Bearbeiten Sie kontinuierlich Ihre gesundheitlichen Baustellen.
Ihr Einsatz hat sich schon gelohnt und wird es auch weiterhin
tun. Bleiben Sie dran und seien Sie ein Vorbild für andere.
Jungfrau 24.8.-23.9.
Partnerschaft
Ihre Ansprüche an eine Partnerschaft
sind in den letzten Jahren erheblich
gewachsen. Das ist natürlich berechtigt,
denn schließlich wollen Sie ja glücklich sein. Auf der anderen
Seite haben Außenstehende bisweilen den Eindruck, dass der
geeignete Partner für Sie erst noch gebacken werden muss.
Und ohne Kompromisse lässt sich das Leben kaum gestalten –
das sollten Sie wissen und bei der Partnersuche beherzigen.
Gesundheit
Davon träumt so mancher in Ihrer Altersklasse: Sie sind gut
in Bewegung und wahren das rechte Maß. Es sollte Ihnen eigentlich
nicht schwerfallen, die neugewonnene Körperlichkeit
weiterhin in Ihren Alltag einzubinden. Alles, was Ihre Muskeln
in Form bringt und Ihren Verdauungstrakt entlastet, können Sie
getrost beibehalten. Das sorgt für langfristiges Wohlbefinden
und lässt Sie insgesamt auch zufriedener den Alltag genießen.
Entspannung vor Weihnachten
SAUNA-EVENTS
IN VEGESACK 12.12.
IM SÜDBAD 20.12.
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Waage 24.9.-23.10.
Partnerschaft
Achten Sie im kommenden Jahr darauf,
sich nicht vorschnell auf die Seite derjenigen
Personen schlagen, die scheinbar
schwächer sind als ihre Konkurrenten. Manchmal ist das nämlich
eine hinterhältige Masche, die einige Leute anwenden, sich
gerne hinter anderen verstecken und keine Verantwortung für
das eigene Leben übernehmen wollen. Lassen Sie sich nicht
ausnutzen – auch nicht von Menschen, die Ihnen viel bedeuten.
Gesundheit
Ein paar gesundheitliche Einschränkungen beeinträchtigen
Ihr Wohlgefühl. Informieren Sie sich ruhig ein bisschen mehr,
als Sie es ohnehin schon getan haben. Vielleicht lässt sich ein
hartnäckiges körperliches Problem viel einfacher lösen, als Sie
bisher angenommen hatten. Erweitern Sie Ihr bisheriges Bewegungsspektrum.
Das macht den Kopf frei und stabilisiert einige
Körperregionen, die Ihnen zu schaffen machen.
PRAXIS FÜR GANZHEITLICHE
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Leiden Sie unter diesen Symptomen?
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Skorpion 24.10.-22.11.
Partnerschaft
Sie fühlen sich immer noch ein bisschen
unter Druck gesetzt, aber Sie spüren
deutlich, dass sich das Blatt Ihrer Beziehung
zum Besseren wendet. Ihrem Partner entgeht es nicht,
wie sehr Sie sich bemühen, frischen Schwung in Ihre Beziehung
zu bringen. Das wiederum spornt auch ihn an, mehr Gefühl
zu zeigen und deutliche Schritte auf Sie zuzugehen. Insofern
stehen die Sterne gut, dass Ihre Partnerschaft sich deutlich
festigen wird.
Gesundheit
Bauen Sie in Ihren Wochenplan mehr Oasenzeiten ein, in denen
Sie sich einfach mal an einen See setzen oder im Wald spazieren
gehen. Dabei können Sie am schnellsten auftanken, ohne
ein besonders aufwändiges Programm zu absolvieren. Lassen
Sie sich zudem routinemäßig beim Arzt durchchecken. Vorsorge
ist immer besser als Nachsorge. Ja, das kostet Zeit und nervt
manchmal auch ein bisschen! Aber es gehört nun mal dazu und
tut auch nicht weh.
Steinbock 22.12.-20.1.
Partnerschaft
Bei der Partnerwahl haben Sie generell
ein zu schnelles Händchen und sind sich
jetzt unsicher, ob Sie tatsächlich Herz
Ass gezogen haben. In den letzten Monaten haben sich Ihre
Zweifel verstärkt, was nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei
Ihrem Partner aufs Gemüt drückt. Suchen Sie das Gespräch, um
herauszufinden, ob Sie noch gemeinsam in die gleiche Richtung
schauen. Das ist bekanntermaßen viel wichtiger, als sich gegenseitig
anzusehen.
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Gesundheit
Offensichtlich tun Sie so, als ob Ihnen der wachsende Druck, der
gerade im beruflichen Bereich auf Sie ausgeübt wird, nichts anhaben
kann. Dem ist aber nicht so. Sie brauchen mehr und auch
längere Ruhezeiten, um Ihre Arbeit in der gewohnten Qualität zu
erledigen. Dass heißt allerdings nicht, dass Sie sich ausschließlich
auf die Couch zurückziehen sollen – im Gegenteil: Moderates
Ausdauertraining hilft Ihnen gesundheitlich weiter!
Schütze 23.11.-21.12.
Partnerschaft
Nein, ganz zufrieden sind Sie mit der
aktuellen Situation nicht: Aber um das
Ruder herumzureißen, fehlt Ihnen offensichtlich
ein bisschen Mut. Sie sind zu sehr in den Mühlen
des Alltagstrotts gefangen und trauen sich nicht, mit Lebenslust
über Ihren Schatten zu springen. Dabei kann das so reizvoll
sein: Sie entdecken dabei nämlich neue Emotionen, die unendlich
wertvoll sind. Versuchen es einmal – es wird sich lohnen!
Gesundheit
Es war sehr sinnvoll, dass Sie sich bereits in den letzten Wochen
intensiver mit Ihrer Gesundheit beschäftigt haben. Jetzt müssen
Sie aber auch kontinuierlich bei der Sache bleiben, denn aufwendige
Einmal-Aktionen bringen Sie nicht wirklich weiter. Denn
nach wie vor fällt es Ihnen schwer, das rechte Maß einzuhalten,
was insbesondere Essen und Trinken anbelangt: Hier müssen
Sie unbedingt mehr Durchhaltevermögen an den Tag legen!
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ÖFFNUNGSZEITEN:
Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr
nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063
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ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40
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Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE
Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)
Dr. Christine Börner, CDU
Lukas Dietzel, CDU
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Yvonne Funke, CDU
Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU
Robert Lippardt, CDU
Gudrun Eickelberg, Grüne
York Golinski , Grüne
Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne
Antje Hoffmann-Land, Grüne
Klaus-Peter Land, Grüne
Jan Brockmann, SPD
Dr. Dagmar Burgdorf, SPD
Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD
Ingeborg Mehser, SPD
Malte Lier, DIE LINKE
Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE
Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP
Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD
Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)
Wann: 11.12.2025 und 22.01.2026 um 19:30 Uhr
Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal
Impressum 106
Herausgeberin und Chefredakteurin
Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47
Schwachhauser Heerstraße 47
28211 Bremen
Online
schwachhauser.de
facebook.com/schwachhauser.de/
instagram.com/schwachhauser/
Redaktionelle Mitarbeiter
Lena Häfermann
Elke Kramer
Susanne Lolk
Mark Scheibe
Karla Wagner
Layout /Art Direction
Konstantin Zigmann
PR- und Anzeigenberatung
Susanne Lolk I T 0421 2575747
lolk@schwachhauser.de
Erscheinungsweise
Zweimonatlich
Ausgabe 107
Februar / März 2026
Anzeigenschluss: 15. Januar 2026
Erhältlich und zu lesen
Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie
bei Anzeigenkunden und zu lesen an
über 1000 Auslegestellen in Arztpraxen,
bei Friseuren, in der Gastronomie und
in Vereinen und Institutionen.
Vertrieb
Lesezirkel Leserkreis Daheim,
Haferwende 29/a1, 28357 Bremen
Titelbild
Fassadenprojektion von Urban Screen
Schütting Bremen
Foto: Urban Screen
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geschnitt.
Edelstein
Rosengewächs
der
Gattung
Sorbus
Polynesier
auf Neuseeland
Knorpel
im
Kniegelenk
russ.
männl.
Vorname
16
schweiz.:
laut
17
jemanden
einweisen
sozialkrit.
Lied
(engl.)
29
Zustand
niederl.: veränderter
Mädchen Wahrnehmung
8
Abk.:
argentinisch
nordsibir.
Halbinsel
früheres
Maß für
d. Überdruck
eines der
ältesten
Haustiere
Stadt
in
Syrien
2
30
ungar.
Gemüsegericht
homöopath.
Darreichungsform
(Mz.)
franz.
Wallfahrtsort
Abk.:
Stabilisation
Force
gehoben
für:
Raum
11
Stadt
in Anatolien
Affenart
engl.: ab,
aus, weg
9
span.
geistl.
Titel
4
eine
Hirseart
Horngeschwulst
Arzneirohstoff
drahtlose
Telegrafie
Kunstrichtung
Sprache
in Pakistan
Angestellte
i. Nachtlokal
15
Fluss in
Albanien
Stadt in
Belarus
(Weißrussland)
finn. See
(schwed.
Name)
20
griech.
Göttin d.
Gerechtigkeit
Unterarmknochen
24
ehem.
türk.
Ehrentitel
Ort auf
Sylt
heutiger
Name
von
Smyrna
Save-
Zufluss
japan.
Politiker
† 1909
brit. Konservativer
Stadt in
Japan
25
starke
Wärme
31
Gatte der
Medea
engl.:
Gruppe
23
28
Kopfpflegeprodukt
vollentwickeltes
Insekt
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südamerik.
Staat
gebündelter
Lichtstrahl
(Med.)
26
poetisch:
Löwe
27
18
früherer
kroat.
Würdenträger
Extremität
Seidenplüsch
schott.
Binnensee
(Loch ...)
niederdt.:
Futtertrog
niederdt.:
Moorland
3
5
Ader, die Papstschulterkragen
Blut vom
Herzen Leistungsschulung
wegführt
griech.
Stadt
Nervenzentrum
Westafrikaner
gesellschaftlicher
Verkehr
Liliengewächs
engl.
Filmkomiker
(Stan) †
zylindr.
Glas für
Altbier,
Kölsch
engl.
Männername
Gaumensegellaut
22
21
12
zuerst
Stadt in
Friaul
(Oberitalien)
nordirischer
Fluss
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Blutgefäß
10
früheres
Aalfanggerät,
Aalgabel
19
kurz für
Rehabilitation
südostasiat.
Staat
1
german.
Wurfspieß
Tor im
Ballsport
(engl.)
die Wahrnehmungsfähigkeiten
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®
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svd1719-34
Foto: Shutterstock.com
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KOLUMNE
Wie man beim Altern jung wird
Der alte Ohrensessel darf rissig sein, das antike Weinglas
leicht ermattet. Auf dem hundertjährigen Holztisch
prangen die Spuren der Dekaden wie Ehrenzeichen.
„Patina“ enthaucht es uns ehrfürchtig angesichts dieses
Zaubers, den nur die Vergangenheit hervorbringt.
Doch wenn unser Körper von derselben Zeit erzählt
wie die geliebten Gegenstände, rufen wir sofort den
Notarzt der Eitelkeit – warum? Ich schreibe das übrigens
nicht aus der Warte der Überlegenheit, schließlich
komme ich gerade vom Termin mit meinem Privatnotarzt:
Meisterfriseurin Claire. Ihr lege ich jeden Monat einen
kleinen dreistelligen Betrag auf den Tresen, damit
das sizilianische Grundschwarz im Haar nicht gänzlich
vom Grau der zweiten Lebenshälfte getüncht wird.
Natürlich sind weiße Zähne schöner als solche, denen
man die Hektoliter Barolo ansieht, die im Laufe der
Jahrzehnte über sie hinweggeflossen sind. Und beim
Kinn gilt ausnahmsweise: Weniger sind mehr.
Aber eigentlich ist Altern nicht zwangsläufig ein kosmetisches
Problem, sondern kann ein ästhetischer Prozess
sein – vorausgesetzt, wir pflegen mehr die besseren
als die schlechten Launen. Warum erniedrigen
wir dann das Altwerden mit der Entsorgungsvokabel
„Verfall“?
sere Haut glatter ist als die Titelseite des Magazins, das
Sie gerade in den Händen halten. Als schämten wir uns
für unser Leben. Die alte Ledertasche wurde von ihren
Reisen geformt, wir von den Dramen unseres Daseins.
Der Körper von Cher: nach zahllosen kosmetischen
Operationen ein Denkmal für den menschlichen Willen,
die Zeit zu besiegen – und ein Mahnmal, denn am
Ende gewinnt sie doch. Brad Pitt, der vielleicht attraktivste
Beweis für die Sinnlosigkeit von Botox, versucht,
gleichzeitig reif und zeitlos zu wirken – ein Paradox, das
ihn in die Nähe von Wachspuppen rückt. Ein schwarzer
Mann mit einem tiefen, warmen Bariton ist sich mit
chirurgischer Konsequenz beinah selbst entkommen:
Michael Jackson verwandelte sich in ein porzellanenes,
geschlechtsloses Wesen mit Kinderstimme – ein Engel
ohne Ursprung, dem die Lebenslust davonflog.
Die Signaturen der Zeit auf unserem Körper sind die Interpunktion
des Lebens; ein Komma nach einer zuende
gelebten Liebe – ein Gedankenstrich nach einem Verlust.
Ein Punkt, an dem man innehält und „Ja, das war
ich“, sagt. Ein Doppelpunkt, der mein Leben beweist:
Man kann es sehen. Patina erzählt nicht vom Verfall –
sondern vom Werden. Begreifen wir das, müssen wir
uns nicht mehr künstlich jung machen. Wir werden
jung auf die schönste Weise: beim Altern.
Im Antiquitätengeschäft kaufen wir Möbel mit Charakter,
weil wir unsere Seidenschlüpfer nicht in seelenlose
Spanplattenschränke aus Schweden stapeln wollen.
Doch stehen wir vorm Spiegel, möchten wir, dass un-
Möchten Sie hier über ein bestimmtes Thema lesen?
Schreiben Sie Mark Scheibe unter:
mark@sonntagskind.blog
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