Immobilia Dezember 2025
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SCHWEIZ
# 12 — DEZEMBER 2025 — 92. Jahrgang / Erscheint monatlich / CHF 7.– / www.svit.ch
IMMOBILIA
FOKUS
DEVI BÜHLER
IM INTERVIEW
04
POLITIK
ISOS-DIREKTAN
WENDUNG WIRD
EINGESCHRÄNKT
12
WIRTSCHAFT
AUSBLICK AUF
DEN IMMOBILIEN
MARKT 2026
14
BAU & HAUS
KREISLAUF
WIRTSCHAFT
36
KREISLAUFFÄHIG
GEBAUT
EDITORIAL
VON—MICHEL MOLINARI
GEMEINSAM FÜR
MEHR WOHNRAUM
Der Schweizer Immobilienmarkt blickt auf ein
erfreuliches Jahr 2025 zurück, und auch die Aussichten
für die kommenden Jahre sind grundsätzlich
positiv. Dennoch gibt es Entwicklungen, die
– mit Blick auf unsere Gesellschaft – zunehmend
Anlass zur Sorge geben. Die schleppende Bautätigkeit
trifft auf eine konstant hohe Nachfrage; in
der Folge steigen die Preise unaufhörlich. Für immer
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unerschwinglich. Gleichzeitig verteuern sich
nicht nur Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen,
sondern auch Renditeliegenschaften und
Mietwohnungen – was die Mietzinse weiter antreibt.
Immer mehr Wohnungssuchende konkurrieren
um immer weniger verfügbaren
Wohnraum. Die Schere zwischen Haushaltseinkommen
und Immobilienpreisen öffnet sich
weiter – mit spürbaren Konsequenzen.
In diesem Umfeld gewinnen staatliche Eingriffe
und zusätzliche Regulierungen als vermeintlich
schnelle Lösungen an Zuspruch. Die
anstehenden Volksinitiativen «Keine 10-Millionen-Schweiz!»
und «Ja zum Schutz vor missbräuchlichen
Mieten» sind deutliche Gradmesser
für die aktuelle Stimmungslage im Land. Gelingt
es Politik und Wirtschaft nicht, überzeugende
Antworten auf die Herausforderungen einer
wachsenden Bevölkerung zu liefern, drohen einschneidende
Folgen für unseren Sektor.
Für 2026 und die darauffolgenden Jahre sind
wir alle gefordert, mehrheitsfähige Lösungen für
die Bedürfnisse einer wachsenden Schweiz zu
entwickeln. Ohne eine konsequente Förderung
der inneren Verdichtung in den Städten und
eine effizientere Nutzung des bestehenden
Wohnraums wird dies nicht möglich sein. Dafür
müssten wir als Gesellschaft bereit sein, den Gemeinsinn
über Einzelinteressen zu stellen und
Verdichtungsprojekte in urbanen Zentren breit zu
unterstützen, statt sie zu bekämpfen. – Sind wir
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2
INHALT
IMMOBILIA —INHALT NR. 12 DEZEMBER 2025
FOKUS
04 «KREISLAUFFÄHIGES BAUEN IST IMMER NOCH EINE NISCHE»
Umweltingenieurin Devi Bühler erklärt im Interview, weshalb Kreislaufwirtschaft
beim Bauen erst sehr langsam Fahrt aufnimmt.
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
12
IMMOBILIENPOLITIK
ISOS: KORREKTUR BEI
DIREKTANWENDUNG
DER BUNDESRAT SCHRÄNKT DIE DIREKT
ANWENDUNG EIN UND GIBT DAMIT GEGENSTEUER.
14
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
WOHNEIGENTUM:
MARKTAUSBLICK
EXPERTEN ERWARTEN IN DEN NÄCHSTEN
ZWÖLF MONATEN STEIGENDE PREISE FÜR
WOHNEIGENTUM.
BAU & HAUS
KREISLAUFORIENTIERTES
BAUEN
GESETZESREVISIONEN SCHAFFEN EINEN RAHMEN,
UM DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT ZU STÄRKEN.
WIE GEHT DIE UMSETZUNG VORAN?
BILD: FOTOEMBER, STOCK.ADOBE.COM
36 – 45
14 WOHNEIGENTUM: MARKTAUSBLICK SCHWEIZ
Laut Umfrage erwarten zwei Drittel der befragten Immobilienexperten in den
nächsten zwölf Monaten steigende Preise, vor allem an zentralen Lagen.
16 MARKTANALYSE AM BEISPIEL ASCONA
Trotz hoher Nachfrage kann sich der Verkauf einer Eigentums wohnung in die
Länge ziehen. Was sind die Gründe dafür? Ein Beispiel aus dem Tessin.
18 INDIREKTE IMMOBILIENANLAGEN: RÜCK- UND AUSBLICK
2025 verzeichneten die indirekten Immobilienanlagen in der Schweiz einen
rekordhohen Kapitalzufluss. Auch der Transaktionsmarkt zeigt sich belebt.
20 ONLINE-WOHNUNGSINDEX OWI
Hohe Drehzahl am Mietwohnungsmarkt: Zwischen Oktober 2024 und
September 2025 wurden 6% mehr Wohnungen aus geschrieben als im Vorjahr.
22 «MARCHÉ PATRIMOINE» – DER ETWAS ANDERE MARKTPLATZ
Immobilienmarktplatz für schützenswerte Objekte feiert 5-jähriges Bestehen.
24 IMMO-BAROMETER 2025: DOWNSIZING-BEREITSCHAFT
Ein Umzug in eine kleinere Wohnung ist für rund die Hälfte aller Mieter denkbar.
26 DER MONAT IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT
IMMOBILIENRECHT
32 BUNDESGERICHTSENTSCHEID: «SCHLACHT» DER GUTACHTER
In einem Lehrstück zeigt das Bundesgericht auf, wie es mit sich widersprechenden
Gutachten umgeht.
34 UNTERGEMEINSCHAFT IM STOCKWERKEIGENTUM
Die Untergemeinschaft ist ein Mittel zur internen Strukturierung einer
Stockwerk eigentümergemeinschaft. Sie ist aber nicht im Gesetz geregelt.
BAU & HAUS
36 MATERIALIEN IM KREISLAUF HALTEN
Mit der «Charta Kreislauforientiertes Bauen» bekennt sich eine Reihe der
bedeutendsten Schweizer Bauauftraggeber zur Kreislaufwirtschaft.
38 KREISLAUFFÄHIGE AUFSTOCKUNG IN ZÜRICH-BINZ
«Viele Bauherrschaften sind offen für Kreislaufwirtschaft». Anhand eines
Beispiels in Zürich wird aufgezeigt, wie kreislauffähiges Bauen gelingen kann.
40 STATUSBERICHT SCHWEIZER KREISLAUFWIRTSCHAFT 2024
Anfang September haben die Berner Fachhochschule und die Konjunkturforschungsstelle
KOF der ETH Zürich einen Statusbericht veröffentlicht, der die
Verankerung der Kreislaufwirtschaft und den Stand der Umsetzung aufzeigt.
42 GEBAUT WIE EIN HOCHREGALLAGER
Ein Zürcher Mehrfamilienhaus mit spezieller Ausgangslage wurde so geplant,
dass es sich sorten rein zurückbauen lässt. 2023 und 2025 wurde es ausgezeichnet.
46 ENERGIE SPAREN DANK GEBÄUDEAUTOMATION
IMMOBILIENBERUF
50 FACHAUSWEIS IMMOBILIENBEWERTUNG
Der nächste Lehrgang startet im Januar 2026 in Bern und Zürich (Greencity).
51 RÜCKBLICK LUNCHGESPRÄCH DER KUB
53 MAKLER-CONVENTION 2025
55 SEMINARE UND WEITERBILDUNGEN
56 BERUFSBILDUNGSANGEBOTE DES SVIT
VERBAND
59 «IMMOMENT» 2025: ENERGIE, ZEV UND KI IM FOKUS
Am 19. November fand der Weiterbildungsanlass des SVIT Ostschweiz statt.
STANDARDS: MARKTPLATZ & PRODUKTE-NEWS 60 / BEZUGSQUELLENREGISTER 66 / ADRESSEN & TERMINE 69 / ZUGUTERLETZT & IMPRESSUM 70
IMMOBILIA / Dezember 2025 3
FOKUS INTERVIEW
KREISLAUFWIRTSCHAFT
«KREISLAUFFÄHIGES
BAUEN IST IMMER
NOCH EINE NISCHE»
4
IMMOBILIA / Dezember 2025
Umweltingenieurin Devi Bühler
hat im zürcherischen Feldbach
ein Haus nach den Prinzipien
der Kreislaufwirtschaft gebaut.
Darin wurde über vier Jahre
gleich zeitig gewohnt und
geforscht. Im Interview erklärt
sie, warum Kreislaufwirtschaft
beim Bauen erst sehr langsam
Fahrt aufnimmt. Sie plädiert
dafür, dass sich mehr Fachleute
mit kreislauffähigem Bauen
auseinandersetzen und sich
entsprechend weiterbilden.
INTERVIEW—YVONNE LEMMER*
FOTOS—URS BIGLER
Frau Bühler, Sie haben mit dem KREIS-Haus
in Feldbach den Zürcher Zukunftspreis 2025
gewonnen. Was ist das KREIS-Haus?
Das KREIS-Haus ist ein Demonstrations- und
Forschungsobjekt für kreislauffähiges Bauen und
Wohnen, KREIS steht für «Klima und Ressourcen-
Effizientes Suffizienz»-Haus. Mein Ziel war es,
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IMMOBILIA / Dezember 2025 5
FOKUS INTERVIEW
KREISLAUFWIRTSCHAFT
die Umweltauswirkungen des Gebäudes möglichst
gesamtheitlich zu betrachten. Denn zur Kreislaufwirtschaft
gehört nicht nur das Wiederverwenden
von Baumaterialien. Auch Wasserkreis läufe, Abfälle,
Energie, Auswirkungen auf den Boden, Platzverbrauch
und Lebensmittelanbau fliessen mit ein. Im
KREIS-Haus habe ich versucht, alle diese verschiedenen
Kreisläufe für Materialien und Ressourcen
zu schliessen.
Wie genau?
Im multifunktionalen Wintergarten wird Sonnenenergie
zum Heizen genutzt, Solarmodule produzieren
Strom und mit einem Dachgarten hole ich die
Nahrungsmittelproduktion ins Haus. Ausserdem
wird das Regenwasser vom Dach gesammelt und
mittels Filter zu Trinkwasser aufbereitet. Auch das
Abwasser wird aufbereitet und im Haus für die Bewässerung
und Waschmaschine wiederverwendet.
Eine Trockentrenntoilette separiert Urin und Kot.
Urin wird in einem Tank unter dem Haus gesammelt
und zu Dünger für den Dachgarten aufbereitet. Ein
Wurmkomposter verarbeitet den Kot zu Kompost.
Wie kamen Sie auf die Idee?
2013 habe ich meine Bachelorarbeit in Umweltingenieurwesen
zum Thema «Best Practices
BIOGRAPHIE
DEVI BÜHLER
(*1987) ist Umweltingenieurin,
Master of
Science ZFH in Life Sciences
/ Natural Resource
Sciences; PhD Bioscience
Engineering: Environmental
Sciences and
Technology. Im Jahr 2025
hat sie mit dem KREIS-
Haus in Feldbach den Zürcher
Zukunftspreis gewonnen.
Als Dozentin an
der Zürcher Hochschule
für Angewandte Wissenschaften
forscht sie an der
Entwicklung und Umsetzung
geschlossener Wasserkreisläufe
in Südafrika.
Baubeschrieb des Hauses:
zhaw.ch/iunr/kreishaus
of Zero Emission Buildings in Switzerland» geschrieben.
Dafür porträtierte ich Gebäude mit
Vorzeigecharakter und interviewte verschiedene
Leute. Ich kam zum Schluss, dass in der Schweiz
ein Raum fehlt, in dem man kreislauffähiges Bauen
und Wohnen testen kann. Ein Raum, der gleichzeitig
bewohnt wird und in dem man an neuen Entwicklungen
forschen kann. Damals gab es auch
das NEST der Empa noch nicht. In meiner Masterarbeit
habe ich das Design für das KREIS-Haus
entwickelt und dabei die gesamten Umweltauswirkungen
des Gebäudes betrachtet. Realisieren
konnte ich das Haus auf einem Grundstück in Feldbach,
wo ich aufgewachsen bin. Ich war erst 26-jährig
und hatte noch kein grosses Netzwerk, dafür
viele Ideen. Die Entwicklung dauerte acht Jahre.
Welche Materialien sind im KREIS-Haus
verbaut?
Wir setzten wiederverwendete Materialien wie gebrauchte
Fenster oder Parkett ein. Im Bad kommt
recyceltes Glas zum Einsatz. Gerade im Innern eines
Gebäudes darf man bei der Wiederverwendung
von Materialien kreativ sein. Bei der Aussenhülle
ist es schwieriger, weil mehr Vorschriften bestehen.
Vereinzelt haben wir auch Neues verbaut, eine
6
IMMOBILIA / Dezember 2025
qualitativ hochwertige, langlebige Stahlküche beispielsweise.
Daneben bauten wir mit natürlichen
Materialien ohne Schadstoffe wie Lehm und Holz
und hielten uns an die Grundsätze des baubiologischen
Bauens. Den Energienachweis haben wir nur
für den Innenraum eingeholt, weil der Wintergarten
nicht beheizt wird.
Das Haus wurde vier Jahre bewohnt und es
wurde darin geforscht. Mit welchem Ziel?
Seit 2021 vermietete ich das Haus über Airbnb,
und die Bewohner konnten das Wohnen im kreislauffähigen
Haus selbst erleben. Am Ende ihres
Aufenthalts haben sie einen Fragebogen zu Forschungszwecken
ausgefüllt. Das ist Forschung an
der Schnittstelle zwischen Nutzer und Technologie.
Ich untersuchte unter anderem, welchen Effekt
das Wohnerlebnis bei den Bewohnern in Bezug
auf deren Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für
nachhaltiges Wohnen hat. Zum Beispiel, ob sie bereit
wären, die im KREIS-Haus umgesetzten Technologien
auch in ihrem eigenen Alltag zu nutzen.
Oder ob sie bereit wären, mehr pro Monat für eine
nachhaltige Wohnung bzw. mehr für Unterhalt zu
bezahlen, weil Kreisläufe schliessen mehr kostet.
Herausgekommen ist, dass das Wohnerlebnis einen
positiven Einfluss hatte, und zwar statistisch signifikant.
Zusätzlich untersuchten wir einzelne technische
Aspekte wie den Betrieb des Wasserkreislaufs.
Welche anderen Lehren ziehen Sie aus dem
Bau und Betrieb des Hauses?
Wir haben versucht, im KREIS-Haus so gut es
geht das «Design for Disassembly» umzusetzen,
das heisst, dass man alle eingesetzten Materialien
wieder in den Kreislauf bringen kann. Das
braucht jedoch viel Planungsarbeit. Die Planungsund
Bauphase für das KREIS-Haus war aber relativ
kurz, wir befanden uns mitten in der Pandemie,
hatten nur fünf Monate Zeit. Gewisse Ideen konnte
ich nicht vollständig umsetzen. Der erste Ab- und
Wiederaufbau des KREIS-Hauses an einem anderen
Ort könnte deshalb aufwendiger sein als nötig.
Meine Vision ist, dass sich Häuser wie Lego-Bausteine
auf- und abbauen lassen. Eine weitere Lehre
aus dem Projekt ist, dass der Aufwand für die
IMMOBILIA / Dezember 2025 7
FOKUS INTERVIEW
KREISLAUFWIRTSCHAFT
ES BRAUCHT
MEHR FACH-
LEUTE, DIE SICH
WEITERBILDEN
UND MIT KREIS-
LAUFFÄHIGEM
BAUEN AUSEIN-
ANDERSETZEN.
Materialbeschaffung grösser ist, wenn wiederverwendete
Materialien eingesetzt werden. Da geht
man sozusagen auf die Jagd nach passenden Bauteilen
– und das braucht Zeit.
Bei einzelnen kleinen Objekten lässt sich
kreislauforientiertes Bauen relativ gut und
einfach realisieren, wie gelingt die Umsetzung
aber bei grossen Wohnsiedlungen?
Die meisten Ideen, die im KREIS-Haus umgesetzt
wurden, lassen sich auch im grossen Massstab umsetzen.
Einfach nicht eins zu eins. Bei grösseren
Wohnbauprojekten müssen nicht alle Bauteile wiederverwendet
sein. Nachhaltige Siedlungen lassen
sich auch durch den Einsatz natürlicher Materialien
realisieren. Das Wichtigste ist, dass es gelingt,
die Auftraggeber von den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft
zu überzeugen.
Wie themenbewusst sind die Auftraggeber
heute schon?
Man sieht einen allgemeinen Trend in der Gesellschaft
zu nachhaltigerem oder reduzierterem
Leben. Auch in der Baubranche ist dieser Trend
vermehrt spürbar, allerdings eher in der Form, dass
man darüber spricht, als dass er konkret umgesetzt
wird. Im Moment ist kreislauffähiges Bauen immer
noch eine Nische und beschränkt sich vor allem auf
Pilotprojekte und engagierte Personen oder Institutionen.
Es braucht mehr Fachleute, die sich damit
auseinandersetzen und sich weiterbilden. Bildung
ist enorm wichtig.
Gibt es Beispiele realisierter kreislauffähiger
Projekte im grossen Stil?
Das fünfgeschossige Bürogebäude Hortus in Allschwil,
Basel-Landschaft, das dieses Jahr eröffnet
wurde, ist ein Beispiel radikal nachhaltiger Architektur.
Jedes Bauelement wurde auf seine Nachhaltigkeit
überprüft. Die Architekten haben viel
umgesetzt: Massivholzbau mit Steckverbindungen,
Lehmdecken – der Lehm dafür wurde dem eigenen
Grundstück entnommen – und eine Regenwassersammlung.
Und Wohnbauprojekte?
Das 12 000 qm grosse Frank-Areal in Basel, das in
den nächsten Jahren nachhaltig entwickelt wird
und drei Wohnbauprojekte enthalten soll, könnte
ein Vorzeigeprojekt werden.
8
IMMOBILIA / Dezember 2025
Wie ist es mit Vorbildern aus dem Ausland?
Im Norden von Amsterdam wird zurzeit das Projekt
«Circular Buiksloterham» geplant. Bis 2034 soll auf
dem 100 Hektaren grossen ehemaligen Industrieareal
eine komplett zirkuläre Siedlung entstehen.
Oder Singapur: Das Land baut schon seit Jahren
sehr grün. Da gehört es zum guten Ton, die Begrünung
ins Gebäude zu holen.
Lohnt sich Kreislaufwirtschaft für
Investoren und Bauherren?
Es können Mehrkosten, aber auch Einsparungen
entstehen, wenn man nachhaltig baut. Deshalb
sollten nicht nur die Erstellungskosten betrachtet
werden, sondern es geht um die Gesamtlebenszykluskosten.
Heute sind alle Bauinvolvierten so
kostengetrimmt – Kosten und Effizienz stehen an
oberster Stelle. Vielleicht sollten wir unsere Wertvorstellungen
hinterfragen. Es geht ja auch um
den gesellschaftlichen Wert eines Projekts. Gerade
institutionelle Bauherren wie Pensionskassen
und Versicherungen oder staatliche Träger sehen
sich immer mehr mit der Anforderung konfrontiert,
dass ihre Bauprojekte nachhaltig sein sollen.
JEDER SIEHT
DAS PROBLEM
BEIM ANDEREN.
Pensionskassengelder sind ja unsere Gelder, und
am Ende sind wir alle an einem lebenswerten Leben
interessiert und daran, dass es unserer Umwelt
gut geht. Ideal wäre, wenn Gelder für Bauprojekte
nur dann gesprochen würden, wenn nachhaltig gebaut
wird.
Woran scheitert es heute noch?
Es ist nicht so, dass Bauherren nicht nachhaltig
bauen möchten. Aber jeder sieht das Problem
beim anderen. Man spricht vom «Teufelskreis
der Schuldzuweisung». Die Mieter sagen, sie würden
schon nachhaltig wohnen, aber es gebe keine
nachhaltigen Wohnungen. Die Bauherren sagen,
die Mieter wollten keine höheren Mietzinse für
nachhaltiges Wohnen bezahlen, sie könnten also
die Kosten nicht auf die Mieten überwälzen. Und
die Architekten sagen, sie könnten ja schon so bauen,
aber die Bauherren würden nicht mehr bezahlen
wollen.
Wie lässt sich dieser Teufelskreis Ihrer
Meinung nach durchbrechen?
Anstatt das Problem jemand anderem zuzuschieben,
wäre es sinnvoller, zu schauen, was ich als Bauherrin
oder Bauherr selbst tun kann. Wie viel Geld
bin ich bereit, für ein nachhaltiges Projekt zu bezahlen?
Das ist die erste Frage, die man sich stellen sollte.
Oder das Gesetz hilft nach. 2024 wurde die
parlamentarische Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft
stärken» verabschiedet. Seit
Januar 2025 ist Kreislaufwirtschaft u. a. im
Umweltschutzgesetz verankert. So müssen
z. B. Abfälle der Wiederverwendung zugeführt
oder stofflich verwertet werden, wenn
dies technisch möglich und wirtschaftlich
tragbar ist und die Umwelt weniger belastet
als eine andere Entsorgung oder die Herstellung
neuer Produkte. Wie lässt sich das
umsetzen?
Im Gesetz wird meist «wenn dies technisch und
wirtschaftlich tragbar ist» erwähnt. Das ist der
springende Punkt. Die Formulierung schafft enorm
viel Spielraum in der Umsetzung. Was heisst «technisch
möglich»? Dass man es theoretisch so machen
kann? Und was bedeutet «wirtschaftlich»?
Welche Mehrkosten sind vertretbar? Ausschlaggebend
wird sein, wie Kantone und Behörden an die
Umsetzung herangehen.
Es könnte auch einfach zu einem grösseren
administrativen Aufwand führen.
In der Tat haben wir heute schon viele Auflagen,
die das Bauen kompliziert machen, und ein Architekt
ist mittlerweile fast ebenso Rechtsberater wie
Planer. Wie gross der zusätzliche Aufwand wird,
hängt jedoch stark davon ab, wie die Massnahmen
ausgestaltet sind. Beispielsweise kann mit Anreizen
anstelle von Vorgaben gearbeitet werden. Entscheidend
ist eine praxisnahe Umsetzung.
IMMOBILIA / Dezember 2025 9
FOKUS INTERVIEW
KREISLAUFWIRTSCHAFT
AUCH GESELL-
SCHAFTLICHE,
NICHT MONETÄRE
WERTE SOLLTEN
BEIM BAUEN MIT
EINBEZOGEN
WERDEN.
Zum Schluss: «Kreislaufwirtschaft» ist auch
ein Modewort und liegt im Trend. Wird das
Wort teilweise missbraucht? Beobachten
Sie «Greenwashing» im Bau?
Greenwashing sehen wir überall, auch in der Baubranche.
Viele Unternehmen machen das sogar unbewusst.
Ihnen fehlen vielleicht Fachpersonen, die
prüfen, ob etwas wirklich nachhaltig ist. Auch Konsumenten
lassen sich leicht beirren. Vor zehn Jahren
wurde ich im Studium dazu ausgebildet, Nachhaltigkeit
überhaupt in die Unternehmen oder die Ämter
reinzubringen. Heute ist das Thema omnipräsent und
die Frage ist mehr, wie man sicherstellt, dass Nachhaltigkeit
richtig umgesetzt wird. Buzzwords wie Kreislaufwirtschaft
und Nachhaltigkeit sollte man auf
jeden Fall immer zuerst kritisch hinterfragen.
Satzball
Der Zürcher Zukunftspreis 2025 ist für mich … eine
grosse Anerkennung für die Arbeit, die ich über
viele Jahre geleistet habe.
Wenn ich noch einmal ein Haus bauen dürfte,
dann … wäre ich von Anfang an besser
aufgestellt mit finanziellen und fachlichen
Ressourcen und guter Organisation.
In 20 Jahren wird Kreislaufwirtschaft
beim Bauen … hoffentlich Standard sein.
*YVONNE
LEMMER
ist Chefredaktorin
der Zeitschrift
Immobilia.
10
IMMOBILIA / Dezember 2025
VORTEIL #09
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IMMOBILIENPOLITIK
ISOS
BUNDESRAT SCHRÄNKT
DIREKT ANWENDUNG EIN
Das Bundesinventar der schützenswerten
Ortsbilder der Schweiz (ISOS) hat in jüngerer
Zeit angesichts des lahmenden Wohnungsbaus
und überdehnter Bundesgerichtsentscheide
für rote Köpfe gesorgt. Nun gibt der
Bundesrat in einem Teilbereich Gegensteuer.
TEXT—IVO CATHOMEN*
BILD: SINA ETTMER, STOCK.ADOBE.COM
Wo Gewässerschutz
auf ISOS trifft,
kommt aktuell die
Direktantwendung
des ISOS zum Tragen.
Im Bild: Blick
auf den Dorfkern
von Appenzell.
29
ÜBERSPITZTE GERICHTS
PRAXIS KORRIGIEREN
Die Beschleunigung der Baubewilligungsverfahren
ist eines der Kernanliegen
des bundesrätlichen «Aktionsplans
Wohnungsknappheit». 60 bzw. 61% der
Bauherren und Baufachleute bezeichneten
unlängst in einer Studie von Bundesamt
für Raumentwicklung und Bundesamt
für Wohnungswesen Rekurse bzw. Einsprachen
als die grössten Hürden für die
Bereitstellung von Wohnraum 1 . Das ISOS
kommt dabei regelmässig ins Spiel, allein,
weil durch dessen flächenmässige Ausdehnung
viele Bauvorhaben tangiert sind. In
der Stadt Zürich sind 75% der Siedlungsfläche
mit einem Erhaltungsziel belegt, in
Winterthur gar 80%. Die Ausuferung ist
immanent, denn das ISOS erfasst nicht
Einzelbauten, sondern Siedlungen in ihrer
Gesamtheit.
Es ist aber vielfach nicht das Inventar
selbst und dessen Ausdehnung, das bei
Bauvorhaben Probleme verursacht oder
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diese gar verhindert, sondern die Anwendung
durch die Behörden und die überspitzte
Gerichtspraxis. Nun greift der
Bundesrat korrigierend ein. Er teilte Ende
September mit, dass er die zuständigen Departemente
beauftragt habe, Massnahmen
umzusetzen, um die Anwendung des ISOS
zu verbessern und zu präzisieren.
Die Massnahmen wurden im Rahmen
eines runden Tisches erarbeitet. Konkret
sehen diese vor, die sogenannte Direktanwendung
des ISOS auf Fälle zu beschränken,
die eine unmittelbare Auswirkung
auf das Ortsbild haben. Nach derzeitiger
umstrittener Gerichtspraxis ist es so, dass
jede Bundesaufgabe, die durch ein Bauprojekt
tangiert wird, eine Direktanwendung
des ISOS auslöst. Damit sind die Hürden
für eine Bewilligung in der Regel höher, die
Behandlungszeiten entsprechend länger.
Das ISOS kann dann sogar Vorgaben aus
der Bau- und Zonenordnung, aus Richtund
Gestaltungsplänen übersteuern.
Romana Heuberger, bei dem am runden
Tisch beteiligten Baumeisterverband
zuständig für Raumplanung und Wohnungsbau,
begrüsst, dass nun mit den
Bundesaufgaben Gewässerschutz und Zivilschutzanlagen
zwei häufig vorgebrachte
Begründungen für eine Direktanwendung
wegfallen. Für alle Bundesangaben «an der
Oberfläche» komme die Direktanwendung
aber leider weiterhin uneingeschränkt zur
Anwendung (siehe dazu im Weiteren ihren
Beitrag in der Immobilia, Juni 2025). Auch
der Verband Wohnbaugenossenschaften
Schweiz kommentiert die Neuerung zustimmend.
ISOS sei in letzter Zeit mehr
und mehr zu einem Einfallstor für Rekurse
verkommen. Schuld an dieser Entwicklung
seien eine verschärfte Gerichtspraxis,
die immer häufiger eine Direktanwendung
fordere.
INTERESSENABWÄGUNG
STÄRKEN
Der Bundesrat will im Weiteren den
Ermessensspielraum der Kantone und
Gemeinden klarer definieren und die vom
ISOS geforderten Erhaltungsziele «offener
formulieren». Auch die Installation
von Solaranlagen auf Neubauten soll erleichtert
werden: Künftig ist nur noch bei
bestehenden Bauten eine ISOS-Direktanwendung
erforderlich. Der Bundesrat setzt
damit verschiedene Vorstösse des Parlaments
um. Die Änderungen treten voraussichtlich
im Herbst 2026 in Kraft.
1
ARE/BWO (HRSG.): RECHTSMITTELSYSTEME IM ÖFFENTLICHEN
BAURECHT – ERKENNTNISSE AUS DER BEFRAGUNG
VON WOHNUNGSPRODUZENTEN, JURISTEN, PLANERN UND
FACHEXPERTEN. JULI 2025.
*IVO CATHOMEN
Dr. oec. HSG, ist Verleger der
Zeitschrift Immobilia und stellvertretender
Geschäftsführer
des SVIT Schweiz.
12
IMMOBILIA / Dezember 2025
IMMOBILIENPOLITIK
KURZMELDUNGEN
SCHWEIZ
RÜCKGANG DER
SCHLICHTUNGS
VERFAHREN
Im Jahresvergleich hat
die Zahl der eingeleiteten
Schlichtungsverfahren im
1. Halbjahr 2025 gegenüber
der Vorjahresperiode um 30%
auf 17 758 Fälle abgenommen.
Gegenüber der Vorperiode
resultiert auf tiefem Niveau
eine geringfügige Zunahme
um 4%. Im 1. Halbjahr 2025
wurden 18 359 Fälle erledigt,
der Löwenanteil durch Einigung
(10 825 Fälle) und durch
Rückzug, Nichteintreten, Gegenstandslosigkeit
oder Überweisung
an ein Schiedsgericht
(3999 Fälle). Mit 16% bzw.
2964 Fällen machen Anfechtungen
aufgrund von Mietzinserhöhungen
den grössten
Anteil an den erledigten Verfahren
aus, wobei der Anteil
innert Jahresfrist kontinuierlich
zurückging.
VERNEHMLAS
SUNG ZUM GWG
Der Bundesrat hat Mitte
Oktober eine Vorlage zur
Geldwäschereibekämpfung
in die Vernehmlassung geschickt.
Die Verordnung konkretisiert
das vom Parlament
beschlossene Register der
wirtschaftlich Berechtigten
sowie die Ausweitung des
Geldwäschereigesetzes auf
bestimmte Beratungstätigkeiten
auf Verordnungsstufe. Die
Vernehmlassung dauert bis
zum 30. Januar 2026.
PROFESSIONAL
BACHELOR UND
MASTER
Die Kommission für Wissenschaft,
Bildung und Kultur
des Nationalrats (WBK-N)
hat sich Mitte November mit
der bundesrätlichen Vorlage
zur Änderung des Bundesgesetzes
über die Berufsbildung
befasst. Diese sieht namentlich
die Verankerung eines
Bezeichnungsrechts «Höhere
Fachschulen», die Einführung
der Titelzusätze «Professional
Bachelor» und «Professional
Master» für die Abschlüsse
der höheren Berufsbildung
und die Einführung von Englisch
als mögliche zusätzliche
Prüfungssprache bei eidgenössischen
Berufs- und höheren
Fachprüfungen vor. Die
Kommission beantragt dem
Rat die Annahme der Vorlage.
KEINE EVENTUAL
VERPFLICHTUNG
Die Umweltkommission
des Ständerats hat sich in
ihrer Sitzung von Ende Oktober
knapp gegen eine Verfassungsänderung
für eine
Bundeskompetenz im Bereich
der Finanzierung der Behebung
von Gebäudeschäden bei
Erdbeben ausgesprochen. Sie
erachtet es nicht als notwendig,
auf Ebene des Bundes eine
Grundlage für eine finanzielle
Vorsorgelösung zu schaffen
für den Fall eines schweren
Erdbebens in der Schweiz.
GEBÄUDE
PROGRAMM
BEIBEHALTEN
Die Umweltkommission
des Ständerats hat sich
im Weiteren mit dem Entlastungspaket
27 befasst. In
einem Mitbericht an die Finanzkommission
des Ständerats
beantragt sie, dass im
Gebäudebereich auch künftig
Fördermittel in angemessener
Höhe bereitstehen. Auf
Bundesebene soll ein Fördervolumen
von maximal
450 Mio. CHF sichergestellt
werden. Dies könne erreicht
werden, indem die Teilzweckbindung
der CO2-Abgabe auf
45% erhöht werde.
Projektentwicklung
macht aus Visionen
Renditeobjekte.
Bautreuhand
Wenn findige Köpfe aus unterschiedlichen Disziplinen des
Bau- und Immobilienbereichs zusammenspannen, entstehen
Projekte, die am Markt gefragt sind. Projektentwicklung
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IMMOBILIA / Dezember 2025
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
MARKTAUSBLICK SCHWEIZ
WOHNEIGENTUM:
AUF WACHSTUM
EINGESTELLT
Immobilienfachleute blicken optimistisch
auf den Schweizer Wohneigentumsmarkt.
Laut Umfrage erwarten
zwei Drittel der Befragten in den
nächsten zwölf Monaten steigende
Preise, vor allem an zentralen Lagen.
TEXT—PASCAL ZÜGER*
PREISERWARTUNG FÜR EIGENTUMSWOHNUNGEN IN DER SCHWEIZ (KOMMENDE 12 MONATE)
Frage an die Expertinnen und Experten: «Wie werden sich die Preise von Eigentumswohnungen in Ihrer Region in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?»
Quelle: HEV Schweiz / FPRE
100%
200
80%
160
60%
120
Anteil der Antworten*
40%
20%
0%
–20%
–40%
80
40
0
–40
–80
Indexpunkte (Preiserwartungsindex)
–60%
–120
–80%
–160
–100%
–200
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
Sinkend Stark sinkend Steigend Stark steigend Preiserwartungsindex (rechts Skala)
*Die Antwortmöglichkeit «stabil» wird in dieser Abbildung nicht dargestellt, was erklärt, weshalb die Antworten nicht auf 100% summieren.
Anmerkung: Strukturbrüche im 4. Quartal 1996 und im 4. Quartal 2008
ROBUST UND AUFWÄRTS
GERICHTET
Der Schweizer Wohneigentumsmarkt
präsentiert sich Ende 2025 so, wie er dies
schon in den vergangenen Jahren relativ
zuverlässig getan hat: robust und aufwärtsgerichtet.
Im 3. Quartal 2025 stiegen
die Preise im mittleren Segment für Eigentumswohnungen
um 8,7% gegenüber dem
Vorjahresquartal, Einfamilienhäuser legten
um 2,2% zu. Dies zeigen Auswertungen
von Fahrländer Partner Raumentwicklung
(FPRE). Regional traten Unterschiede
auf: Besonders gut entwickelten sich
Eigentumswohnungen an zentralen Lagen,
etwa in Städten wie Aarau, Basel und
Lausanne. Auch stadtnahe Gegenden wie
March- Höfe SZ oder Freiamt AG sowie
Ferien- und Bergregionen wie Davos GR und
Saanen-Obersimmental BE verzeichneten
überdurchschnittliche Preissteigerungen.
Weniger zentrale oder periphere Regionen
legten hingegen teilweise nur moderat zu.
Und der Markt bleibt auch künftig
aufwärtsgerichtet, zumindest wenn es
nach den Schweizer Immobilienexpertinnen
und -experten geht: Laut der halbjährlichen
Marktumfrage von FPRE und dem
Hauseigentümerverband Schweiz (HEV)
erwarten die meisten der Befragten für
die kommenden zwölf Monate steigende
Transaktionspreise für Wohneigentum,
besonders an zentralen beziehungsweise
gut erschlossenen Lagen. Der auf den Umfrageergebnissen
basierende Preiserwartungsindex
liegt derzeit bei 66,6 Punkten
für Eigentumswohnungen und 73,2 Punkten
für Einfamilienhäuser, was steigende
Preis erwartungen widerspiegelt. Der Index
reicht von –200 (absolute Einigkeit
über stark sinkende Preise) bis 200 (absolute
Einigkeit über stark steigende Preise),
IMMOBILIEN
MARKT 2026
Wie entwickelt sich der Schweizer
Immobilienmarkt im nächsten Jahr?
Gemäss den Experten von Wüest
Partner führen Wohnungsmangel und
hohe Mieten dazu, dass die Zahl an
Mehrpersonenhaushalten steigt,
während die der Singlehaushalte gebremst
wird. Es wird eine gemässigte
Miet- und Preisdynamik für das
Jahr 2026 erwartet: Angebotsmieten
steigen um +0,7%, Bestandsmieten
sinken um – 0,8%.
Wohneigentum wird sich 2026
weiter verteuern: Bei den Eigentumswohnungen
ist von einem Preisanstieg
von +2,8% auszugehen, bei
Einfamilienhäusern sogar von +3,1%.
Büroflächen dürften 2026 schwieriger
zu vermarkten sein. Die Gründe
dafür sehen die Experten von Wüest
Partner im schwächeren Beschäftigungswachstum.
In den Bürobranchen
lag das Wachstum nur noch bei
+0,9%, also klar unter dem Schnitt
der letzten zehn Jahre (+1,7%). Als
wachsender Teilmarkt werden Coworking-Spaces
genannt.
Der Baumarkt wird 2026 ein Wachstum
erfahren: Die Abschaffung des
Eigenmietwerts ab 2028 führt in den
nächsten zwei Jahren zu mehr Renovationen,
weil steuerliche Abzüge für
Unterhaltsarbeiten noch erlaubt sind.
Ein weiterer Grund sind die zunehmenden
Investitionen in die Neubautätigkeit
(+3,4%).
14
IMMOBILIA / Dezember 2025
Werte über 0 signalisieren grundsätzlich
positive Preiserwartungen.
Seit 1986 werden im Rahmen einer Umfrage
die Immobilienprofis der Schweiz
zu ihrer Preis erwartung von Eigentumswohnungen
über die kommenden 12 Monate
befragt – früher nur jährlich, seit
2009 halbjährlich. Dies erlaubt eine Einschätzung
über die aktuelle Stimmung am
Schweizer Immobilienmarkt im historischen
Vergleich (siehe Abbildung links).
Die aktuellen 66,6 Punkte markieren eine
sehr optimistische Phase am hiesigen
Immobilienmarkt, die nur im Jahr 1988
übertroffen wurde und sich derzeit auf
einem ähnlichen Level wie in den Jahren
2000, 2004 und 2021 befindet.
REGIONALE PREISERWARTUNGEN FÜR WOHNEIGENTUM
IN DEN KOMMENDEN 12 MONATEN
Quelle: HEV Schweiz / FPRE. Datenstand: 4. Quartal 2025
Kategorie
Stark überdurchschnittliche Wachstumsdynamik
(Indexwerte über 80)
Leicht unterdurchschnittliche Wachstumsdynamik
(Indexwerte 40 bis 65)
Seitwärts bis leichtes Wachstum
(Indexwerte <40)
MS-Region
Aarau, Bern, Glattal-Furttal ZH, Luzern,
Oberaargau AG, Pfannenstiel ZH, Willisau LU,
Zimmerberg ZH, Zug
La Gruyère FR, La Sarine FR, Murten/Morat FR,
Solothurn, Unteres Baselbiet BL
Locarno, Lugano, Oberthurgau TG
Hinweis: Nur ausgewählte Regionen mit genügend Teilnehmenden (n>5) wurden berücksichtigt.
Die Umfrage wurde im Oktober 2025 durchgeführt.
MODERATES WIRTSCHAFTS
WACHSTUM
Das makroökonomische Umfeld trägt
zur Stabilität des Marktes bei, dürfte im
kommenden Jahr jedoch die Wachstumsdynamik
dämpfen. Gleichzeitig nehmen
die Abwärtsrisiken deutlich zu und erhöhen
die allgemeine Unsicherheit. Diese Risiken
reichen vom möglichen Platzen der
KI-Blase an den Aktienmärkten über das
Erodieren der regelbasierten internationalen
Wirtschaftsordnung bis hin zu einer
potenziellen Schuldenkrise in mehreren
westlichen Ländern.
Für 2026 wird – bereinigt um Sondereffekte
grosser Sportereignisse – ein Wirtschaftswachstum
von rund 0,9% erwartet
und damit ein etwas geringerer Wert als
im Jahr 2025 (1,3%). Die tiefe Zinspolitik
der Schweizerischen Nationalbank begünstigt
weiterhin Hypothekarfinanzierungen,
während eine moderate Zuwanderung
die Nachfrage nach Wohneigentum stützt.
Gleichzeitig berichten Marktteilnehmende
von zunehmend restriktiveren Kreditbedingungen,
insbesondere bei stark fremdfinanzierten
Projekten, was die Marktdynamik
etwas dämpfen dürfte. Das Angebot an Neubauten
bleibt knapp, die Anzahl bewilligter
Bauten liegt weiterhin unter der langfristigen
Nachfrage. Insgesamt schaffen diese
Rahmenbedingungen ein Umfeld für moderates,
aber kontinuierliches Preiswachstum.
REGIONALE PERSPEKTIVEN
Die Grundtendenz zeigt klar aufwärts,
doch Umfrageergebnisse der einzelnen
MS-Regionen (MS = mobilité spatiale,
106 kleinräumige, funktional orientierte
Regionen der Schweiz, die für Analysen von
Immobilien, Wirtschaft und Raumplanung
genutzt werden) verdeutlichen, dass der
Wohn eigentumsmarkt in der Schweiz keineswegs
homogen ist. Regionen wie Zimmerberg
ZH, Pfannenstiel ZH, Bern und
Zug erreichen hohe Indexwerte über 80
Punkte und zeigen damit deutliches Aufwärtspotenzial.
Auch Agglomerationen wie
Glattal/Furttal ZH, Oberaargau AG, Willisau
LU sowie Limmattal ZH, Winterthur,
Aarau und Luzern zählen zu den besonders
dynamischen Märkten. Fachleute begründen
dies vor allem mit guter Infrastruktur,
attraktiver Lage, Zuwanderung und knappem
Angebot. Teilnehmende betonten zudem
die starke Nachfrage nach Neubauten
und energetisch modernen Liegenschaften,
während einige hervorhoben, dass
ältere Objekte deutlich preissensibler gehandelt
werden.
Moderates Wachstum, leicht unter dem
schweizweiten Durchschnitt, erwarten die
Befragten für Regionen wie La Sarine FR,
La Gruyère FR, Murten FR, Solothurn
oder das Untere Baselbiet BL. Hier werden
zwar ebenfalls steigende Preise für Wohneigentum
erwartet, aber eben nicht in dem
Tempo der urbanen Zentren.
MS-Regionen mit Seitwärtsbewegung
oder nur leichter Dynamik, mit Indexwerten
unter 40 Punkten, finden sich vor allem
in der Südschweiz oder in peripheren Gebieten.
Dazu zählen Lugano TI, Locarno TI
oder Oberthurgau TG. Im Tessin zeigt sich
diese Zurückhaltung besonders deutlich:
Die internationale Zuwanderung ist auf
einem niedrigen Niveau, junge Erwerbstätige
ziehen vermehrt in die Deutschschweiz,
die Geburtenrate liegt deutlich
unter dem schweizerischen Durchschnitt
und das Alter der Bevölkerung steigt überdurchschnittlich.
Fachleute erwarten hier
überwiegend stabile Preise, wobei Teilnehmende
darauf hinweisen, dass gut gelegene,
qualitativ hochwertige Objekte weiterhin
gefragt bleiben, während die allgemeine
Nachfrage insgesamt begrenzter ist.
POSITIVE STIMMUNG,
ABER NICHT ÜBERALL
Insgesamt bleibt Wohneigentum in
der Schweiz attraktiv. Die Preisentwicklung
wird von Angebot, Nachfrage und regionaler
Dynamik bestimmt, während das
makroökonomische Umfeld zumindest
Stabilität verleiht. Immobilienfachleute
erwarten 2026 klare Preissteigerungen in
zentralen Lagen und gut erschlossenen Agglomerationen,
moderates Wachstum in
mittelgrossen Regionen sowie Seitwärtsbewegungen
in einigen peripheren Märkten.
Wer in zentral gelegene, gut erschlossene
oder hochwertige Objekte investiert, darf
mit überdurchschnittlichen Preiserwartungen
rechnen, während periphere Märkte
oder weniger attraktive Liegenschaften
moderater reagieren dürften.
*PASCAL ZÜGER
Der Autor ist Ökonom und Analyst
bei Fahrländer Partner Raumentwicklung
(FPRE).
IMMOBILIA / Dezember 2025 15
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
MARKTANALYSE
VON DER GROSS
WETTERLAGE
ZUM MIKROKLIMA
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen
ist wieder im Steigen
begriffen, während das Angebot
tendenziell abnimmt. Trotzdem kann
sich der Verkauf einer Eigentumswohnung
in die Länge ziehen. Was
sind die Gründe dafür?
TEXT—DIETER MARMET*
ABBILDUNG 1 – EIGENTUMSWOHNUNGEN: NACHFRAGE UND ANGEBOT IN ASCONA NACH ZIMMERZAHL UND
PREISSEGMENT
Quelle: Realmatch360
NACHFRAGE
ANGEBOT
Preis (CHF) / Zimmerzahl
Preis (CHF) / Zimmerzahl
>3 000 000
>3 000 000
2 500 001–3 000 000
2 500 001–3 000 000
2 000 001–2 500 000
2 000 001–2 500 000
1 500 001–2 000 000
3–3.5
Nachfrage: 68
1 500 001–2 000 000
3–3.5
Angebot: 31
1 000 001–1 500 000
1 000 001–1 500 000
500 001–1 000 000
500 001–1 000 000
500 000
500 000
1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+
1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+
Hoch
Mittel
Tief
<1% Hoch
Mittel
Tief
<1%
WIEDER STEIGENDE
NACHFRAGE
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen
hat sich vom «Trump-Schock» (vgl. Immobilia
März 2025, «Trendwende bei der
Nachfrage») erholt und ist seit Mitte dieses
Jahres wieder im Steigen begriffen. Die Unsicherheiten
hinsichtlich der Auswirkungen
der von den USA eingeführten Zölle scheinen
sich stark verringert zu haben. Gemäss KOF
Konjunkturbarometer, einem vorlaufenden
Indikator für die Schweizer Konjunktur, haben
sich auch die Konjunkturaussichten
wieder etwas aufgehellt. Kommt dazu, dass
die Schweizer Nationalbank den Leitzins im
März und Juni dieses Jahres um je 0,25 Prozentpunkte
auf null gesenkt hat, mit entsprechenden
Folgen für die Hypothekarzinsen,
insbesondere für jene der Geldmarkthypotheken
(Saron-Hypotheken).
gangenen Jahres auf noch 13 500 im Sommer
des laufenden Jahres zurückgebildet. Die zunehmende
Nachfrage trifft also auf ein kleiner
werdendes Angebot.
POSITIVE GROSSWETTERLAGE
Als Resultat dieser divergierenden Entwicklungen
haben sich 2025 die Leerstände
im Eigenheimsegment reduziert, und dies,
nachdem sie sowohl 2023 als auch 2024
leicht zugenommen hatten (vgl. Immobilia
September 2025, «Ein Resultat von Angebot
und Nachfrage»). Die Preise für Eigentumswohnungen
steigen deshalb weiter. Alle
verfügbaren Preisindizes zeigen im laufenden
Jahr nach oben: Wüest Partner weisen
2025 für die schweizweiten Eigentumswohnungspreise
bislang einen Anstieg von 3,5%
aus, IAZI einen solchen von 2,5% und Fahrländer
Partner gar einen solchen von über
5%. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen
Verkauf einer Eigentumswohnung
scheinen also gegeben.
UND MEINE WOHNUNG?
Doch von der Grosswetterlage aufs Mikroklima
rückzuschliessen, kann auch im Immobilienmarkt
trügerisch sein. Zwar gibt es
RÜCKLÄUFIGES ANGEBOT
Dieser steigenden Nachfrage steht ein
tendenziell abnehmendes Angebot an Eigentumswohnungen
gegenüber. Gemäss den
Zahlen von Wüest Partner hat sich das quartalsweise
Angebot in der Schweiz von gegen
15 000 Eigentumswohnungen Ende des verregionale
Preisindizes, doch auch die helfen
wenig, wenn sich die Dinge in einer Gemeinde
anders entwickeln als in der Region.
Und auch innerhalb einer Gemeinde kann
es grosse Unterschiede geben, zum Beispiel
hinsichtlich der Wohnungsgrössen oder des
Preissegments. Gefragt wäre eigentlich ein
Instrument, das nicht nur die Grosswetterlage
richtig einschätzt, sondern auch die
Marktsituation für ein spezifisches Objekt
aufgrund lokaler Besonderheiten beurteilen
helfen kann.
NEUES ANALYSEINSTRUMENT
Genau ein solches Instrument hat
Real match360 im laufenden Jahr entwickelt.
Der «Market Explorer» erlaubt
die Einschätzung der Marktsituation für
ein konkretes Objekt anhand der lokalen
Nachfrage- und Angebotssituation für die
einzelnen Wohnungsgrössen und in den
verschiedenen Preissegmenten – und dies
immer in Relation zur vorherrschenden
Grosswetterlage.
KONKRETES BEISPIEL
Beim untersuchten Beispielobjekt handelt
es sich um eine Ferienwohnung in
16
IMMOBILIA / Dezember 2025
ABBILDUNG 2 – MARKTSITUATION FÜR EIGENTUMSWOHNUNGEN IN ASCONA NACH ZIMMERZAHL UND PREISSEGMENT
Quelle: Realmatch360
MARKTSITUATION
Preis (CHF)/ Zimmerzahl
>3 000 000
2500001–3000000
2000001–2500000
1500001–2000000
1000001–1500000
500001–1000000
500000
1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+
Zimmerzahl Preis (CHF) Verhältnis
Nachfrage / Angebot
1–1,5 Total 15,3
2–2,5 Total 1,8
3–3,5 Total 2,1
500 000 0,0
500 001–1 000 000 1,7
1 000 001–1 500 000 2,2
1 500 001–2 000 000 4,0
2 000 001–2 500 000 0,3
4–4,5 Total 3,1
5+ Total 3,7
Nachfrage Hoch
Mittel Tief <1%
Übernachfrage
Normaler Markt
Überangebot
Durchschnitt Gemeinde 2,7
Durchschnitt MS-Region 1,5
Schweizer Durchschnitt 8,0
Ascona, die trotz umfassender Bemühungen
der Eigentümer und des eingeschalteten
Maklers seit Längerem keinen Abnehmer
findet. Die Wohnung umfasst 3,5 Zimmer
und wurde zu einem – mit verschiedenen
Marktwerttools geschätzten – Verkaufspreis
von 1,2 Mio. CHF ausgeschrieben.
Betrachtet man die Nachfrageseite (Abbildung
1, linke Seite), ist im ersten Moment
unklar, weshalb sich die Vermarktung so
lange hinzieht. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen
in Ascona ist hoch. Aktuell
zählt die Realmatch360-Datenbank 484
Suchabos für Eigentumswohnungen in der
Gemeinde, 151 davon für 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen
und immerhin noch 68
NEUES TOOL: «MARKET EXPLORER»
Das neue Analysetool vermag auf einen Blick eine Erklärung für die lange
Vermarktungsdauer liefern. Es lässt sich aber zum Beispiel auch dafür nutzen,
Marktlücken zu entdecken, denn es beantwortet die Frage, bei welchen
Nutzungen, Wohnungsgrössen und Preissegmenten eine Übernachfrage
besteht und in welchen Segmenten mit Konkurrenz zu rechnen ist – und
für viele weitere Analysen des Mikroklimas.
www.realmatch360.com/market-explorer
für 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen in einem
Preisbereich von 1 bis 1,5 Mio. CHF.
Der Blick auf die Angebotsseite (Abbildung
1, rechte Seite) bringt die Erklärung
einen Schritt näher. Denn der erheblichen
Nachfrage steht ein grosses Angebot gegenüber.
Gegenwärtig werden in Ascona 182
Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten,
75 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen
und 31 davon im Preissegment von 1 bis
1,5 Mio. CHF.
EINSCHÄTZUNG DER MARKT
SITUATION
Die Marktsituation für das Beispielobjekt
präsentiert sich also wie folgt: Für die
31 angebotenen Wohnungen gibt es 68 potenzielle
Interessenten. Das Verhältnis zwischen
Nachfrage und Angebot beträgt für
3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen im betreffenden
Preissegment 2,2 (vgl. Abbildung 2).
Auf jede in diesem Segment ausgeschriebene
Wohnung kommen etwas mehr als zwei
potenzielle Nachfrager. Das ist heutzutage
zwar nicht aussergewöhnlich – die Marktsituation
in diesem Marktsegment wird deshalb
als «normal» eingeschätzt –, doch liegt
das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot
im Schweizer Durchschnitt bei 8,0.
Im Mittel stösst eine Eigentumswohnung
in der Schweiz also auf ein fast viermal höheres
Interesse als das Beispielobjekt, und
selbst in Ascona liegt das typische Verhältnis
zwischen Nachfrage und Angebot bei den
Eigentumswohnungen mit 2,7 höher als im
betreffenden Segment.
*DIETER MARMET
Der Autor ist Mitglied des Advisory
Boards von Realmatch360, das Projektentwickler,
Investoren, Bewirtschafter,
Makler, Berater und Bewerter
mit aktuellen Informationen
zur Immobiliennachfrage beliefert.
IMMOBILIA / Dezember 2025 17
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
INDIREKTE IMMOBILIENANLAGEN
REKORDJAHR FÜR
INDIREKTE IMMO
BILIENANLAGEN
Indirekte Immobilienanlagen in der
Schweiz verzeichnen 2025 einen
rekordhohen Kapitalzufluss. Auch der
Transaktionsmarkt zeigt sich belebt.
Tiefe Zinsen, robuste Konjunktur und
solide Fundamentaldaten sorgen
weiterhin für ein freundliches
Marktumfeld.
TEXT—ALFONSO TEDESCHI, NENA WINKLER*
KAPITALERHÖHUNGEN SCHWEIZER IMMOBILIENANLAGEN
(IN MRD. CHF)
Quelle: Swiss Finance Property, Wüest Partner, Helvetia Asset Management AG, per Ende September 2025
8
7
6
5
4
3
2
1
0
2020 2021 2022 2023 2024 2025
Immobilien-AGs Immobilienfonds Immobilienanlagestiftungen Immobilien-AGs, -fonds und -anlagestiftungen erzielten 2025
ein starkes Plus. BILD: FLASH VECTOR, STOCK.ADOBE.COM
SCHWEIZ ALS INSEL DER STABILITÄT
Inmitten geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlicher
Herausforderungen präsentieren sich
direkte und indirekte Schweizer Immobilienanlagen
als attraktive Anlageklasse mit Safe-Haven-Charakter.
Das tiefe Zinsumfeld – mit einem Leitzins von 0% –
wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach Immobilien
aus. Schweizer Immobilien gelten als attraktive
An lageklasse mit stabilen Einkommensrenditen in
Schweizer Franken. Der Markt ist stark von inländischen
Investoren geprägt, die Erträge entstehen
überwiegend im Inland. Dadurch ist das Segment
weitgehend immun gegen internationale handelspolitische
Spannungen. Die Fundamental daten des hiesigen
Immobilienmarkts bleiben robust. Mietwachstum
und steigende Mieten und Preise unterstreichen die
Attraktivität der Anlageklasse und verstärken die
Nachfrage institutioneller, aber auch privater Investoren.
Trotz schwieriger Rahmen bedingungen zeigt
sich die Schweizer Wirtschaft resilient.
DIREKTER IMMOBILIENMARKT MIT
WERTSTEIGERUNGEN
Nach einer Korrektur von –1,8% im Jahr 2023
aufgrund des Zinsanstiegs verzeichnete der direkte
Schweizer Renditeimmobilienmarkt im Durchschnitt
2024 wieder eine positive Wertänderungsrendite.
Laut MSCI/Wüest Partner stieg die Wertänderungsrendite
für alle Nutzungen im Durchschnitt 2024 auf
+1,1% (Durchschnitt Zeitraum 2014–2024: 1,7%).
Die Aussichten für 2025 bleiben positiv: Die Zinssenkungen
der SNB haben die Rahmenbedingungen
deutlich verbessert. Erste publizierte Geschäftsberichte
indirekter Immobilienanlagen deuten auf
hohe Wertänderungsrenditen hin. Sinkende Finanzierungskosten
und wachsendes Investoreninteresse
sorgen zusätzlich für Rückenwind für den Sektor.
VERSCHÄRFTE
REGULIERUN
GEN IM WOHN
SEKTOR UND
EIN UNERWAR
TETER ZINS
ANSTIEG SIND
MÖGLICHE
RISIKEN.
Die erwartete Fortsetzung der Nullzinspolitik dürfte
den Schweizer Immobilienmarkt weiter stützen und
für sehr hohe Transaktionsvolumen im Jahr 2025
sorgen. Wir erwarten, dass das Transaktionsvolumen
2025 das Vorjahr erneut übertreffen wird
und laut ersten Schätzungen von CBRE bei über
15 Mrd. CHF liegen dürfte.
WOHNIMMOBILIEN BLEIBEN ERSTE
WAHL FÜR ANLEGER
Die Anleger fokussieren sich weiterhin auf
Wohn immobilien als defensive Anlage mit stabilen
Erträgen und tiefen Leerständen. Das Bevölkerungswachstum
von rund 0,9% pro Jahr trifft auf ein knappes
Angebot: Hohe Baukosten, begrenztes Bauland
und langwierige Bewilligungsverfahren bremsen den
Neubau. Die strukturelle Knappheit führt zu steigenden
Mieten, insbesondere in den grossen Zentren,
die von wachsender Bevölkerung, Haushaltswachstum
und Urbanisierung profitieren. Nach Mietsteigerungen
von +7,2% im Jahr 2024 und 1,9% im
Jahr 2025 prognostiziert Wüest Partner für 2026 ein
deutlich moderateres Wachstum von 0,7% (Durchschnitt
Mietpreiswachstum 2015–2025: +1,6% p. a.).
Grund dafür ist eine leicht nachlassende Nachfrage
infolge eines weniger dynamischen Beschäftigungsund
Bevölkerungswachstums. Strukturelle Knappheit,
geringe Volatilität und defensive Merkmale
machen Wohnen trotz hoher Preise zur bevorzugten
Anlageklasse.
KOMMERZIELLE IMMOBILIEN:
POLARISIERUNG SETZT SICH FORT
Bei kommerziellen Immobilien zeigt sich eine Polarisierung
zwischen zentralen, erstklassigen Liegenschaften
und Immobilien in peripheren Lagen, was
sich in der Entwicklung der Mieten und Kaufpreise
18
IMMOBILIA / Dezember 2025
PERFORMANCE-ENTWICKLUNG DER IMMOBILIENANLAGEN- UND AKTIEN-INDICES (2015 – OKT. 2025)
Quelle: 300 SIX, Helvetia Asset Management AG, per November 2025
250
200
150
100
50
01.2015
04.2015
07.2015
10.2015
01.2016
04.2016
07.2016
10.2016
01.2017
04.2017
07.2017
10.2017
01.2018
04.2018
07.2018
10.2018
01.2019
04.2019
07.2019
10.2019
01.2020
04.2020
07.2020
10.2020
01.2021
04.2021
07.2021
10.2021
01.2022
04.2022
07.2022
10.2022
01.2023
04.2023
07.2023
10.2023
01.2024
04.2024
07.2024
10.2024
01.2025
04.2025
07.2025
10.2025
Kotierte Immobilien-
AGs (REAL Index)
REAL Index Kotierte Immobilienfonds
SWIIT Index SPI Index Aktienindex KGAST (SPI Index) Immo-Index Immobilienanlagestiftungen
SWIIT Index
(KGAST Immo-Index)
manifestiert. Kommerzielle Immobilien bieten einen
Renditevorteil, weil sie einen höheren Cashflow und
eine höhere Risikoprämie gegenüber Wohnimmobilien
bieten. Sie könnten daher aus Diversifikationsüberlegungen
für Portfolios interessant sein.
Zudem sind sie im Normalfall auch weniger stark von
Regulierungs risiken betroffen.
KAPITALMARKT MIT HOHER DYNAMIK
Indirekte Immobilienanlagen verzeichneten in
diesem Jahr eine starke Entwicklung. Die Immobilien
aktiengesellschaften (REAL Index) legten per
31. Oktober 2025 um 16,8% zu. Immobilienfonds
(SWIIT Index) erzielten ein Plus von 8,7%, nachdem
sie bereits 2024 eine Rendite von 17,6% erreicht
hatten. Die Immobilienanlagestiftungen
(KGAST Immo Index) stiegen per Ende Oktober um
3,9%. Die durchschnittlichen Agios der Immobilienaktiengesellschaften
von +20,6% und der kotierten
Immobilienfonds von +36,8% (per 31.10.2025)
zeigen das Investoreninteresse, bergen aber auch
eine hohe Fallhöhe. Die Agios zeigen sich trotz der
jüngsten Rekord-Kapitalerhöhungen weiterhin unbeeindruckt.
Das aktuelle Agio-Niveau wird wesentlich
von der weiteren Zinspolitik der SNB bestimmt
werden.
Aktuell klafft bei den Agios eine deutliche Lücke
zwischen den Agios für Wohnimmobilien (40%) und
den Agios für kommerzielle Immobilien (20%). Dies
spiegelt die bereits erwähnte Präferenz der Anleger
für Wohnimmobilien wider.
Der Kapitalmarkt für indirekte Immobilienanlagen
zeigte 2025 eine rekordhohe Aktivität und bis
Jahresende dürfte das Gesamtvolumen der Kapitalerhöhungen
über alle Vehikel hinweg bei nahezu 8
Mrd. CHF liegen. Dies entspricht einem markanten
Anstieg von rund 74% gegenüber 2024 und gar einem
Anstieg von 186% gegenüber 2023. Auch die IPO-
Dynamik ist rege: Zwei Immobilienfonds sind 2025
neu an die Börse gegangen und zwei weitere Gefässe
planen eine Kotierung in den nächsten Monaten.
AUSBLICK FÜR 2026:
POSITIVE PERSPEKTIVEN, SELEKTIVE
CHANCEN
Der Ausblick für 2026 bleibt grundsätzlich positiv.
Immobilien profitieren von einem attraktiven
Marktumfeld, unterstützt durch das Tiefzinsumfeld,
eine stabile Konjunktur und eine ungebrochene
Nachfrage nach Sachwerten. Chancen bieten sich
in der Repositionierung von Assets, Umsetzung der
Nachhaltigkeitsanforderungen und Wertschaffung
durch Ausnutzung von Potenzialen. Zu den zentralen
Risiken zählen neben der Konjunkturentwicklung
ein unerwarteter Zinsanstieg sowie verschärfte
Regulierungen im Wohnsektor – insbesondere im
Schlüsselmarkt Zürich. Laut der aktuellen HSLU-
Studie zu Immobilienanlagen 2025 sehen Investoren
vor allem die Regulierung als grösstes Risiko für
ein mögliches Ende des laufenden Immobilienzyklus.
Zusätzlich bleibt eine mögliche Verschärfung
der Lex Koller im Bereich kommerzielle Immobilien
und indirekte Immobilien zu beobachten. Auch
die Bedingungen für Finanzierungen und Anforderungen
im Bereich Nachhaltigkeit beeinflussen den
Immobilienmarkt. Investoren sollten ihr Portfolio
zukunfts sicher positionieren durch Diversifikation,
selektives Investieren und Wertschaffung durch aktives
Asset Management.
Fazit: Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt
auch 2026 eine attraktive Anlageklasse – getragen
von soliden Fundamentaldaten, stabilem Ertragsprofil
und einem Marktumfeld, das in unsicheren
Zeiten Sicherheit bietet.
*ALFONSO
TEDESCHI
Der Autor ist Leiter
Portfolio Management
Real Estate und Geschäftsleitungsmitglied
bei Helvetia Asset
Management AG.
*NENA WINKLER
Die Autorin ist Product
Specialist Real Estate &
Mortgages bei Helvetia
Asset Management AG.
IMMOBILIA / Dezember 2025 19
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
ONLINE-WOHNUNGSINDEX OWI
HOHE DREHZAHL
AM WOHNUNGS
MARKT
Das Angebot an Mietwohnungen auf
den wichtigsten Schweizer Immobilienportalen
wächst weiter. Zwischen
Oktober 2024 und September 2025
wurden 6% mehr Wohnungen ausgeschrieben.
Gleichzeitig verkürzt sich
die Insertionsdauer auf rekordtiefe
24 Tage. TEXT—IVO CATHOMEN*
«HEATMAP» – DURCHSCHNITTLICHE INSERTIONSDAUER PRO KANTON
Periode Oktober 2024 – September 2025, in Klammern: Vorjahr
SH: 26 (25)
Insertionstage (Intervalle)
14.0 – 17.7
17.7 – 21.4
21.4 – 25.1
25.1 – 28.8
28.8 – 32.5
32.5 – 36.2
BS: 28 (29)
SO: 30 (35)
JU: 51 (53)
NE: 40 (47)
BL: 35 (35)
AG: 20 (22)
LU: 18 (19)
NW: 16 (17)
ZH: 16 (16)
ZG: 14 (10)
SZ:
16 (15)
TG: 26 (27)
SG: 27 (28)
GL:
29 (28)
AR: 33 (38)
AI: 25 (27)
36.2 – 39.9
39.9 – 43.6
43.6 – 47.3
47.3 – 51.0
VD: 23 (24)
GE: 14 (15)
FR: 25 (28)
BE: 26 (28)
VS: 23 (30)
OW: 19 (18)
UR: 26 (27)
TI: 37 (31)
GR: 17 (18)
Die Unterschiede
der Insertionsdauer
nehmen ab. Insgesamt
zeigt sich eine
Nivellierung auf
tieferem Niveau.
DARSTELLUNG: SVIT SCHWEIZ
sende Auswahl als Gelegenheit für einen
Wohnungswechsel. Dies ist ein Zeichen erhöhter
Mobilität und eines dynamischen,
aber weiterhin angespannten Markts.
… TROTZ MEHRANGEBOT
IN DEN MEISTEN KANTONEN
Das wachsende Mietwohnungsangebot
ist praktisch flächendeckend über die ganze
Schweiz hinweg zu beobachten. In 19 von
26 Kantonen werden mehr Wohnungen
ausgeschrieben, in 14 Kantonen verkürzen
sich gleichzeitig die Insertionszeiten. Besonders
markant ist die Zunahme des Angebots
in Appenzell Ausserrhoden (+61%),
im Wallis (+39%), in der Waadt (+29%) und
in Graubünden (+29%). Trotzdem finden
Vermieter in all diesen Kantonen schneller
Mieter für ihre Wohnungen. Dies gilt
ganz besonders für das Wallis, wo sich die
Insertionsdauer um 7 auf 23 Tage verkürzt.
In den Ballungsräumen ist das Bild gemischt:
Der Kanton Zürich bleibt mit einer
Vermarktungsdauer von 16 Tagen stabil
und weiterhin bei den kürzesten Insertionszeiten.
In der Innerschweiz, namentlich
in Zug, Schwyz und Obwalden, nimmt
das Angebot deutlich zu (22 bis 29%), was
REKORDSCHNELLE
VERMIETUNG …
Das Mietwohnungsangebot auf den
grossen Schweizer Immobilienplattformen
wächst weiter. In der Periode Oktober 2024
bis September 2025 werden rund 408 600
Objekte ausgeschrieben – ein Plus von rund
24 000 Inseraten oder 6% gegenüber dem
Vorjahr. Damit setzt sich die Erholung des
Angebots nach einer deutlichen Abkühlung
in der Vergleichsperiode 2022/23
(364 000 Insertionen) im zweiten Jahr in
Folge fort, auch wenn das Niveau während
der Covidpandemie 2021/22 (443 000)
noch nicht wieder erreicht ist. Parallel dazu
verkürzt sich die Insertionsdauer auf
24 Tage. Nach einer kontinuierlichen Verkürzung
gegenüber dem Langzeithoch von
35 Tagen (2019/20) markiert dieser Wert
die Rückkehr auf das Niveau des 1. Quartals
2015 während der ersten Erhebungsperiode
des OWI.
Die Entwicklung zeigt, dass die Zunahme
der Nachfrage grösser ist als jene des
Angebots. Es kommen mehr Wohnungen
auf den Markt, die aber noch rascher wieder
vermietet werden. Viele Mieterinnen
und Mieter nutzen offensichtlich die wachsich
in leicht längeren, aber immer noch
sehr kurzen Insertionszeiten zwischen 14
und 19 Tagen niederschlägt.
Am anderen Ende der Skala bleiben
Neuenburg (40 Tage) und Jura (51 Tage)
die Kantone mit den längsten, allerdings
ebenfalls leicht rückläufigen Ausschreibungszeiten.
Sie zeigen einen Rückgang der
Insertionsdauer, trotz teils starker Zunahme
der ausgeschriebenen Objekte. Die betreffenden
Mietwohnungsmärkte weisen
weiterhin eine lokale Überkapazität aus.
Im Tessin ist die Situation umgekehrt: Weniger
ausgeschriebene Wohnungen (–23%)
gehen mit einer deutlich längeren Insertionszeit
einher (+6 Tage). Die Nachfrage in
der Südschweiz ist somit rückläufig.
HÄLFTE DER STÄDTE
LANGSAMER ALS DIE SCHWEIZ
Allgemein wird angenommen, dass
besonders in Schweizer Städten Wohnungsknappheit
herrsche. Die Zahlen der
vorliegenden Studie relativeren diese Einschätzung
jedoch – mindestens was den
Vergleich zur Gesamtschweiz betrifft. In 5
der 12 untersuchten Städte liegt die Insertionsdauer
über dem Schweizer Mittel. In
20
IMMOBILIA / Dezember 2025
34
Die Stadt Neuenburg gehört zusammen mit
Lugano zu den langsamsten Transaktionsmärkten.
Die Insertionsdauer für eine Wohnung
in Neuenburg beträgt 35 Tage.
BILD: GDEFILIP, STOCK.ADOBE.COM
den Städten Basel, Freiburg, St. Gallen, Lugano
und Neuenburg muss eine Wohnung
knapp einen Monat oder länger inseriert
werden, um einen Mieter zu finden. Lugano
(34 Tage, +8 Tage) und Neuenburg (35 Tage,
+2 Tage) gehören erneut zu den langsamsten
Transaktionsmärkten im Landesvergleich.
Während sich in Lugano die Insertionsdauer
nach dem markanten Rückgang in der
Vorperiode wieder verlängert und erneut
nach hinten rutscht, bleibt Neuenburg fast
auf dem hohen Vorjahresniveau.
Auf der anderen Seite des Spektrums
finden Vermieter in Chur am schnellsten
einen Mieter. Die durchschnittliche Insertionsdauer
liegt bei nur 10 Tagen (–1 Tag)
und damit an der Spitze des Städtevergleichs.
Auch Winterthur (13 Tage), Genf
(13 Tage) und Zürich (16 Tage) liegen weiterhin
auf einem sehr tiefen Niveau und
zählen zu den Städten mit dem grössten
Nachfrageüberhang. Im Mittelfeld der Insertionsdauer
bewegen sich Städte wie
Luzern, Bern und Lausanne, die gegenüber
dem Vorjahr kaum Veränderungen erfahren,
aber weiter unter dem schweizerischen
Durchschnitt liegen. Damit bestätigen sie
den Trend einer leichten Stabilisierung in
den grossen Zentren, ohne dass sich die
Marktanspannung spürbar löst.
Gleichzeitig kommen in 8 der 12 Städte
zum Teil deutlich mehr Wohnungen
auf den Markt. Spitzenreiter ist auch hier
Chur mit +48%, gefolgt von Lausanne mit
+41%. Erfreulich ist auch die weitere leichte
Zunahme auf bereits hohem Niveau in
Zürich (+7%).
Im Quartalsvergleich zeigt sich die
grösste Aktivität zu Jahresbeginn: In 6 von
12 Städten wird das höchste Insertionsvolumen
im 1. Quartal 2025 registriert. Danach
ebbt die Dynamik wieder ab. Bei der
Mehrheit der Städte fällt das Angebot bis
zum Schlussquartal (Q3/25) zurück auf das
Ausgangsniveau im Winter 2024 (Q4/24)
oder sogar leicht darunter.
ONLINE-
WOHNUNGSINDEX OWI
10/2024 – 09/2025
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*IVO CATHOMEN
Dr. oec. HSG, ist Verleger der
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IMMOBILIENWIRTSCHAFT
«MARCHÉ PATRIMOINE»
DER ETWAS ANDERE
IMMOBILIENMARKT
PLATZ
Eine Nische unter den Schweizer
Immobilienmarktplätzen: Der «Marché
Patrimoine» feiert sein fünfjähriges
Bestehen. In dieser Zeit haben Eigentümer
von 200 schützenswerten
Objekten diesen besonderen Weg
zu einem Käufer gesucht. TEXT—RED.
BILD: MARCHÉ PATRIMOINE
Stadthaus in
Laupen BE, dessen
Eigentümer derzeit
über den «Marché
Patrimoine» einen
Käufer suchen.
SCHÜTZENSWERTE BAUTEN
SIND AUCH KAUFOBJEKTE
Seit fünf Jahren setzen sich der Schweizer Heimatschutz
und die Stiftung Ferien im Baudenkmal mit
dem Projekt «Marché Patrimoine» für die Vermittlung
von schützens- und erhaltenswerter Häuser ein.
Die schweizweit tätige Online-Plattform dient dabei
als Marktplatz, der diesen besonderen Objekten mehr
Sichtbarkeit verleiht.
Der Erhalt dieser vielfältigen Bauwerke sei von grosser
Bedeutung, denn historische Häuser seien nicht
nur prägende Zeugnisse der regionalen Geschichte,
sondern auch identitätsstiftende Bestandteile unserer
Kulturlandschaften, ist David Vuillaume, Geschäftsführer
des Schweizer Heimatschutzes, überzeugt. Als
gemeinnütziges Projekt verzichtet die Plattform bewusst
auf eine provisionsbasierte Vermittlung. Ihr
Ziel ist es, historische Bauten in der ganzen Schweiz
an engagierte Käufer zu vermitteln und somit die reichhaltige
Vielfalt der Schweizer Baukultur langfristig zu
bewahren.
Immobilia hat David Vuillaume anlässlich des fünfjährigen
Bestehens des Marktplatzes über dessen Besonderheiten
befragt.
DAS BAUKUL
TURELLE ERBE
LÄSST SICH
OFT SCHWER
IN FRANKEN
BETRÄGEN
AUSDRÜCKEN.
DAVID VUILLAUME
Herr Vuillaume, warum braucht es
neben den gängigen Marktplätzen
einen solchen für historische Bauten
und Liebhaberobjekte?
«Marché Patrimoine» richtet sich an Menschen, die
sich mit Leidenschaft für den Erhalt des baukulturellen
Erbes einsetzen und dabei bewusst auf finanzielle
Spekulationen verzichten. Sie sehen in
historischen Gebäuden nicht nur einen materiellen
Wert, sondern auch ein Stück Geschichte, das es zu
bewahren gilt. Für diese wertorientierte Zielgruppe
gibt es einen Nischenmarkt – und genau diesen
möchten wir mit «Marché Patrimoine» bedienen.
Warum engagieren sich Heimatschutz und
«Ferien im Baudenkmal» in dieser
besonderen Form des Immobilienmarkts?
Beide Institutionen setzen sich bekanntlich für den
Erhalt und die Vielfalt der Schweizer Baukultur ein.
Als grösste Non-Profit-Organisation im Bereich
Baukultur erreicht der Schweizer Heimatschutz
dies durch Öffentlichkeitsarbeit und politisches
Engagement. Die Stiftung «Ferien im Baudenkmal»
gibt historisch wertvollen Häusern nach einer sanften
Restaurierung eine nachhaltige Zukunft als
22
IMMOBILIA / Dezember 2025
31
Ferienobjekte. Mit dem Projekt «Marché Patrimoine»
erweitern die beiden Institutionen ihr Wirken,
vernetzen Interessierte und erleichtern die
schweizweite Vermittlung historischer Gebäude.
Was aufgrund ihres breiten Netzwerks durchaus
sinnvoll ist.
Wie fällt die Bilanz des Marktplatzes nach
fünf Jahren aus?
Seit der Aufschaltung im Jahr 2020 wurden uns 200
Objekte zur Vermittlung auf unserer Plattform angeboten.
Mehr als 2000 Interessierte haben unseren
Newsletter abonniert, um sofort informiert zu
werden, wenn ein neues Angebot veröffentlicht
wird. Gleich viele folgen uns auf Instagram. In unserem
Fall geht Qualität vor Quantität. Uns war von
Anfang an klar, dass es sich bei unserem Online-
Marktplatz um eine Nische handelt, eine notwendige
Nische im Schweizer Immobilienmarkt. Uns
ist auch wichtig, dass die Objekte an Liebhaber vermittelt
werden, denn nach dem Kauf kommt die
Erhaltung. Das muss gut überlegt sein. Je nach Zustand
der Immobilie kann die Restaurierung mit
hohen Kosten verbunden sein.
Sind die Objekte immer auch
denkmalgeschützte Gebäude?
Alle angebotenen Häuser sind schützenswert und
erhaltenswert. Unter den Objekten befinden sich
auch formell denkmalgeschützte Gebäude. Dies ist
jedoch kein Kriterium für die Aufnahme eines Objekts
auf unserer Plattform.
Ist Ihnen ein Objekt besonders in
Erinnerung, das Sie vermitteln konnten?
Es sind einige darunter. Was mich sehr freut und
sich auch in unserem Angebot widerspiegelt, ist:
Baukultur ist viel mehr als alte Schlösser und Bauernhöfe.
Sie umfasst auch Hochhauswohnungen
aus den 1960er-Jahren oder eine Bauhaus-Villa. Ich
bin jedes Mal voller Stolz, wenn sich eine Käuferin
oder ein Käufer so sehr für ein Objekt begeistert,
dass sie oder er die Geschichte eines Weinbauernhauses
am Neuenburgersee oder eines mittelalterlichen
Wohnhauses in der Zürcher Altstadt
weiterschreiben möchte. Diese Verbindung zwischen
Mensch und Bauwerk ist für mich der schönste
Beweis dafür, dass der Heimatschutz lebendig ist.
Auf «Marché Patrimoine»› stechen Hotels
und Restaurants ins Auge. Sind das nicht
Ladenhüter?
Ja, sie bleiben oft länger angeboten, aus dem einfachen
Grund, dass die Erhaltung und der Betrieb
solcher Objekte sehr komplex sind. Kleinere
Ferien- und Wohnhäuser lassen sich natürlich
schneller vermitteln. Um ein Hotel oder Restaurant
zu betreiben, ist eine andere Vision nötig. Die
Vielfalt ist uns aber wichtig, denn erhaltenswerte
Objekte sind nicht nur Wohnhäuser, sondern auch
grössere Objekte.
Was müssen Verkäufer beachten?
Wichtig sind ihre hohe Sensibilität für Baukultur
sowie ihr Respekt vor der Substanz und Geschichte
des Hauses. Historische Gebäude unterliegen mitunter
besonderen behördlichen Auflagen. In solchen
Fällen ist viel Respekt gegenüber der
Bausubstanz sowie Kreativität bei der Renovierung
gefragt, was manchmal mit entsprechenden Kosten
verbunden ist. Allerdings stehen noch lange nicht
alle historischen Objekte unter Schutz und auch
hier gibt es kantonale Unterschiede.
Wie lange ist eine typische Verkaufsdauer
bei historischen Bauten?
Das ist sehr unterschiedlich. Das kann ich nicht
pauschal beantworten. Es gab zum Beispiel ein Objekt,
das nach weniger als zwei Wochen eine neue
Besitzerin hatte. Andere Objekte können eventuell
auch nach langer Zeit nicht vermittelt werden und
finden dann eine andere Nutzung.
Worauf müssen sich Käufer von
historischen Bauten gefasst machen?
Das hängt sehr stark vom jeweiligen Objekt ab. Zunächst
ist der Zustand des Hauses entscheidend,
dann natürlich die Ansprüche der Käufer. Die Finanzierung
eines historischen Hauses ist nicht mit
dem Kauf abgeschlossen. Historische Häuser erfordern
regelmässige Wartung. Aus diesem Grund
werden sie auch Liebhaberobjekte genannt. Ein
historisches Haus erfordert viel Zuneigung.
Wie sieht es mit dieser Finanzierung aus?
Banken sind oft sehr zurückhaltend bei
Liebhaberobjekten.
Das stimmt. Die Bank kann für historische Gebäude
höhere Zinsen verlangen, wenn sie das Risiko als
höher einschätzt. In diesen Fällen kann eine höhere
Eigenkapitalquote gefordert werden, um das erhöhte
Risiko auszugleichen. Historische Gebäude können
jedoch einen hohen Marktwert haben, was die
Finanzierung wiederum erleichtert. In der Schweiz
gibt es ausserdem verschiedene staatliche und kantonale
Fördermittel und Subventionen für die Restaurierung
und den Erhalt historischer Gebäude.
Banken beziehen diese in ihre Finanzierungsanalyse
mit ein, weil sie den erforderlichen Eigenkapitalanteil
der Antragsteller reduzieren können. Je
nachdem, wie renoviert wird, kann auch gespart
werden. Viele Elemente, die in sich wertvoll und
geschichtsträchtig sind, können auch nur aufgefrischt
werden.
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IMMOBILIA / Dezember 2025 23
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
IMMO-BAROMETER 2025
BEREITSCHAFT
ZUM DOWNSIZING
IST VORHANDEN
Rund die Hälfte der Mieterinnen und
Mieter könnte sich vorstellen, in eine
kleinere Wohnung zu ziehen, namentlich
wenn dadurch die Wohnkosten
sinken würden. Auch ein längerer
Arbeitsweg wäre für viele angesichts
des Mietzinsgefälles Stadt-Land eine
Option. TEXT—IVO CATHOMEN*
ABBILDUNG 1: ERHÖHUNG DER UMZUGS-
BEREITSCHAFT IN EINE KLEINERE WOHNUNG
«Inwiefern würde eine Verbesserung der folgenden Faktoren Ihre Umzugsbereitschaft in
eine kleinere Wohnung erhöhen?»; Quelle: Wüest Partner, YouGov Schweiz, SVIT Schweiz
ABBILDUNG 2: VERZICHT AUF AUSBAUSTANDARD,
GRÖSSE UND LAGEKRITERIEN
«Worauf könnten Sie zugunsten eines tieferen Mietzinses verzichten?»;
Quelle: Wüest Partner, YouGov Schweiz, SVIT Schweiz
Tiefere
Wohnkosten
Bessere Wohnlage
(z. B. Sicht/Lärm)
Bessere
ÖV-Anbindung
Weniger Entfernung
zum Arbeitsplatz
Nähe zu
Freunden/Familie
Höherer
Ausbaustandard
Barrierefreier
Ausbau
Kürzere Wege zu
Einkaufsmöglichkeit
Bessere Erreich barkeit
mit MIV
Co-Working-Space
in der Nähe
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%
41,9% 39,1%
15,9% 36,1%
13,7% 31,2%
13,2% 40,5%
12,4% 19,6%
10,9% 31,9%
6,1%
20,1% 37,4%
19,4% 31,5%
10,8%
21,9%
2. / 3. WC/Bad
Garten
Qualität der Umgebungsgestaltung
WM + Tumbler zur alleinigen Nutzung
Hoher Ausbaustandard allg.
Zusätzliches Zimmer (Büro/Hobby)
Privater Parkplatz beim Haus
Hoher Standard der Küche
Qualität der Wohnlage
Grössere Wohnfläche
Gute Erreichbarkeit mit dem Auto
Nähe zum Arbeitsplatz
Anschluss an den ÖV
Kellerabteil
Balkon / Terrasse
starke Erhöhung
mässige Erhöhung
TRADE-OFF VORSTELLBAR
Wüest Partner, SVIT Schweiz und HEV
Schweiz haben im Rahmen der Befragung
zum Immo-Barometer 2025 Mieterinnen
und Mieter gefragt, ob und unter welchen
Bedingungen sie bereit wären, in eine kleinere
Wohnung zu ziehen oder einen längeren
Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.
Wie der Immo-Barometer 2025 zeigt,
bleiben die Ansprüche an den Wohnraum
und die Lage hoch, auch bei steigenden
Mietzinsen. Ein beachtlicher Anteil der
befragten Mieter könnte sich jedoch einen
Trade-off vorstellen, entweder eine kleinere
Wohnung bei ansonsten besseren Bedingungen
oder eine günstigere Wohnung
durch Verzicht auf bestimmte Ausstattungsmerkmale.
TIEFERE WOHNKOSTEN ALS
MOTIVATOR
Fragt man die Mieter, ob sie sich grundsätzlich
vorstellen könnten, in eine kleinere
Wohnung zu ziehen, könnten sich dies
22,2% allenfalls, 25,3% eher und 10,6% sehr
gut vorstellen. Die grösste Motivation, einen
Umzug in eine kleinere Wohnung in Erwägung
zu ziehen, stellen tiefere Wohnkosten
dar. Für 41,9% würde eine Vergünstigung
die Umzugsbereitschaft stark erhöhen,
gefolgt von besserer Wohnlage (20,1%),
besserer ÖV-Anbindung (19,4%) und geringere
Distanz zum Arbeitsort (15,9%).
In der Praxis scheitert die Wohnkostenersparnis
an der durch das geltende
Mietrecht bedingten Schere zwischen Bestands-
und Angebotsmieten. Wer seine
bisherige Wohnung über einen längeren
Zeitraum gemietet hat, wird in der aktuellen
Wohnsituation kaum eine adäquate
kleinere Wohnung zu tieferem Mietzins
finden. Dieser Lock-in-Effekt schränkt die
Mobilität von Mietern ein.
MIETZINSREDUKTION DURCH
ANSPRUCHSVERZICHT
Ein anderer Weg, seine Wohnkosten zu
senken, besteht im Verzicht auf bestimmte
Ausstattungs- und Lagemerkmale.
53,7% der befragten Mieter würden zugunsten
eines tieferen Mietzinses auf ein
zusätzliches WC oder Bad verzichten, gefolgt
vom Garten (43,6%) und der Qualität
der Umgebungsgestaltung (34,5%). Insgesamt
fällt bei den Antworten auf, dass Aspekte,
die in die Entscheidungshoheit des
Bauherrn/Eigentümers fallen, häufiger
genannt werden als Lagekriterien wie Anschluss
an den ÖV (13,2%) oder Nähe zum
Arbeitsplatz (17,3%). Offensichtlich würden
viele Mieter einen geringeren Ausbaustandard
zugunsten tieferer Mietzinse in
Kauf nehmen. Einzig auf Kellerabteil und
Balkon (11,0 bzw. 10,8%) möchten die wenigsten
Mieter verzichten.
LÄNGERER ARBEITSWEG GEGEN
MIETZINSREDUKTION
Und schliesslich geht der Immo-Barometer
2025 der Frage nach, wie hoch die
Mietzinsersparnis für einen längeren Arbeitsweg
mindestens sein müsste. So wären
beispielsweise 11% der Antwortenden
mit einer Mietzinsersparnis von mindestens
100 bis 199 CHF bereit, einen um 16 bis
30 Minuten längeren Arbeitsweg in Kauf zu
nehmen. Weitere 28% wären dazu ab einer
Ersparnis von 200 bis 499 CHF bereit. Einsparungen
über 200 CHF oder sogar über
500 CHF sind am aktuellen Mietwohnungsmarkt
angesichts des Mietzinsgefälles
zwischen Kernstädten, Agglomeration
und Land nicht unrealistisch. Eine um 16
bis 30 Minuten längere zusätzliche Pendlerstrecke
entspräche beispielsweise der
Zugstrecke von Lenzburg nach Zürich oder
von Herzogenbuchsee nach Bern.
*IVO CATHOMEN
Dr. oec. HSG, ist Verleger der
Zeitschrift Immobilia und stellvertretender
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24
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IMMOBILIENWIRTSCHAFT
DER MONAT
11
Der Kanton Aargau will Geothermie gezielter nutzen.
Ein neuer Geothermiekataster zeigt das Potenzial
des Kantons auf und dient als Basis für Projekte und
Investitionen. BILD: AG.CH/GEOPORTAL (ONLINE-KARTEN)
SCHWEIZ
BWO-BAUKASTEN
ERWEITERT
Für Haushalte mit tiefem
bis mittlerem Einkommen
wird es immer schwieriger,
bezahlbaren Wohnraum zu
finden. Das Bundesamt für
Wohnungswesen (BWO)
hat deshalb die Publikation
«Preisgünstiger Wohnraum
– Ein Baukasten für Städte
und Gemeinden» aktualisiert.
Die Broschüre stellt zehn
Bausteine vor, mit denen
Gemeinden im lokalen Wohnungsmarkt
mitwirken können.
Die BWO-Website bietet
zusätzliche Informationen,
darunter zwei Videos, in denen
die Gemeinden Köniz BE
und Saignelégier JU über ihre
Erfahrungen berichten. Das
neu entwickelte Online-Tool
«WohnKompass Gemeinde»
steht ebenfalls zur Verfügung.
bwo.admin.ch/
forschungspublikationen
STIFTUNG
BAUKULTUR
LANCIERT KODEX
Die Stiftung Baukultur
Schweiz hat Mitte November
den «Kodex hohe Baukultur»
lanciert. Der ganzheitliche
Ansatz berücksichtigt soziale,
kulturelle und emotionale sowie
technische, ökologische
und wirtschaftliche Aspekte.
Zahlreiche Akteure und Unternehmen
haben sich dem
Kodex verpflichtet. Darunter
zum Beispiel Burkhalter AG,
Immofonds Asset Management,
Kanton Genf, Losinger
Marazzi, Marti Gesamtleistungen,
SBB Immobilien,
Swiss Prime Site, die Städte
Lugano und St. Gallen.
stiftung-baukultur-schweiz.ch
AARGAU WILL
GEOTHERMIE
GEZIELT NUTZEN
Die Abteilung Energie des
Departements Bau, Verkehr
und Umwelt des Kantons
Aargau hat das Geothermiepotenzial
im Kanton näher
untersucht. Die Ergebnisse
sind in einem öffentlichen
Online-Geothermiekataster
einsehbar. Die Geothermie
trägt bereits heute zu einer
nachhaltigen und sicheren
Energieversorgung des Kantons
bei. Der Regierungsrat
unterstützt deshalb die Nutzung
der Erdwärme als Teil
der Strategie energieAargau.
ag.ch/geoportal
(siehe Online-Karten)
WENIGER SINGLE-
HAUSHALTE
GEGRÜNDET
Der Zuwachs an Einpersonenhaushalten
erreichte
2021 mit 35 530 Einheiten
den Höchststand der letzten
Dekade. Seither schwächt
sich die Dynamik ab. Die
Zunahme lag 2024 noch bei
22 400 Haushalten. Dies,
obwohl das Bevölkerungswachstum
2024 um 30% höher
ausfiel als 2021. Parallel
dazu nahmen die Mehrpersonen-Haushalte
spürbar zu.
Nach dem Tief von 15 600 im
Jahr 2022 lag der Zuwachs
2024 bei 28 910 Einheiten.
Dies ergibt sich aus einer
Trendanalyse von Wüest
Partner im Rahmen des
Immo-Monitorings.
wuestpartner.com
WOHNAUSGABEN
DER HAUSHALTE
STABIL
Das Bundesamt für Statistik
hat Mitte November
die Daten von 2023 zu den
Budgets der Schweizer Haushalte
veröffentlicht. Das
durchschnittliche Bruttoeinkommen
pro Monat und
pro Haushalt mit zwei Personen
ist im Jahresvergleich
um 413 CHF auf 10 341 CHF
gestiegen (+4%). Die Ausgaben
für Hypothekarzinsen
und Mietzinsen am Hauptwohnsitz
stieg von 1047 CHF
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Anteil am Bruttoeinkommen
ging damit marginal auf
10,46% zurück. Zum Vergleich:
2006 lag der Anteil bei
11,6%. Die sinkenden Hypothekarzinsen
stehen in der
Entwicklung dem steigenden
Mietzins niveau entgegen.
AUSSCHREIBUNGEN
BINDING PREIS
2026
der Bau- und Immobilienwirtschaft.
Die Veranstaltung
informiert über Neuheiten
und aktuelle Herausforderungen.
Sie findet in der
Messe Basel statt.
swissbau.ch
UNTERNEHMEN
SAZ KÄMPFT MIT
ENGPÄSSEN
– Objektüberwachung
– Personenkontrolle
– Personenzählung
– Autonummernerkennung
– Marktanalyse
– Warensicherung
– Schnittstellen
– Gesichtserkennung
Der Binding Preis für Biodiversität
fokussiert 2026
auf Infrastrukturbauten. Gesucht
werden Projekte im
Siedlungsraum, bei denen
die Naturvielfalt mitgedacht
und Flächen für deren
Förderung geschaffen wurden.
Die Eingaben sind bis
31. Januar 2026 möglich.
www.preis-biodiversitaet.ch
AUSZEICHNUNGEN
Das Schreinerausbildungszentrum
Zürich (SAZ) steht
an einem kritischen Punkt.
Um den Betrieb zu sichern,
wurde ein Crowdfunding
ins Leben gerufen. Das SAZ
bietet in der Stadt Zürich
40 Lehrstellen in der Fachrichtung
Möbel und Innenausbau.
Die Stadt Zürich
hatte dem SAZ bereits 2022
unter die Arme gegriffen und
evaluiert nun weitere Massnahmen.
saz.swiss
SWISS ARC
AWARD 2025
Ende Oktober wurden zum
12. Mal die besten Bauten des
Landes mit dem Swiss Arc
Award ausgezeichnet. Aus
418 Einreichungen kürte die
Jury zehn Projekte, die für
Qualität und Innovation in
der Architektur stehen. Erstmals
wurde auch ein Preis für
Innenarchitektur vergeben.
arcaward.swiss-arc.ch
VERANSTALTUNGEN
SWISSBAU 2026
Vom 20. bis 24. Januar
2026 versammelt die Swissbau
alle wichtigen Akteure
STAHL
GERLAFINGEN
KANN AUFATMEN
Der Kanton Solothurn
unterstützt die Stahl Gerlafingen
gemeinsam mit dem
Bund. Das Unternehmen
hatte im Mai ein Gesuch für
Staatshilfe eingereicht. National-
und Ständerat hatten
diese Möglichkeit für
vier strategisch wichtige, mit
Besuchen Sie uns an der
Messe «SWISSBAU» in Basel.
20. – 23. Januar 2026
Halle 1.1, Stand B62
IMMOBILIA / Dezember 2025
www.kochag.ch
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
DER MONAT
19
Auf dem Areal «Weyermannshaus West» in Bern-
Ausserholligen entsteht ab 2026/27 ein Quartier mit
Potenzial für rund 1000 Wohnungen. Das Vorhaben
ist Teil des Entwicklungsschwerpunkts, den die Stadt
Bern vorantreibt. BILD: ROLF MÜHLETHALER ARCHITEKTEN
hohen Stromkosten belastete
Aluminium- und Stahlwerke
geschaffen. Bund und Kanton
übernehmen nun während
vier Jahren einen Teil der
Gebühren von Stahl Gerlafingen.
Der Betrieb muss im
Gegenzug eine Standortgarantie
abgeben und sich bei
Boni und Gewinnausschüttungen
einschränken.
EMPIRA ÜBER-
NIMMT AREAL IN
STEINHAUSEN
Die Empira Group hat das
«Crypto-Areal» in Steinhausen
ZG erworben. Damit
steigt das Unternehmen in
den Schweizer Wohnimmobilienmarkt
ein. Auf dem Gelände
sollen bis 2029 rund
230 Wohnungen sowie Gewerbeflächen
entstehen. Die
Empira Group mit Hauptsitz
in Zug investiert in Immobilien
in Europa und den USA.
crypto-areal.ch
NORDMANN GIBT
IMMOBILIE AUF
Die Nordmann-Gruppe
hat in Freiburg die Einkaufspassage
«La Galerie» und das
Parking des Grand-Places an
die Procimmo SA verkauft.
«La Galerie» verbindet das
Einkaufszentrum Fribourg
Centre mit dem Warenhaus
Manor. Nebst den Verkaufsflächen
umfasst die Passage
auch ein Kino mit zehn Sälen.
Mit dem Verkauf ihrer letzten
kommerziellen Immobilie
steigt Nordmann aus diesem
Bereich aus.
groupe-nordmann.ch
MAMMUT VER-
KAUFT HAUPTSITZ
wicklung voran – gemeinsam
mit der Burgergemeinde
Bern und Post Immobilien als
Grundeigentümerinnen.
hallo-ausserholligen.ch
weyermannshaus-west.ch
BASLER
HAUPTPOST IN
NEUEM GLANZ
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SFPKIW SFPKIW SFPKIW CSE CSE EI CSE EI EI CEPS
EICEPS
EI
Ausschreibung / Inserat
Berufsprüfung Immobilienbewertung 2026
Berufsprüfung Anfang Mai Immobilienbewertung 2025 wird die Berufsprüfung 2025 Immobilienbewert ung
durchgeführt. Die Prüfung erfolgt gemäss der Prüfungsordnung
Anfang Mai 2025 wird die Berufsprüfung Immobilienbewertung durchgeführt.
vom 17. Februar 2017 und gemäss der Wegleitung vom
Die Prüfung erfolgt gemäss der Prüfungsordnung vom 17. Februar 2017 und
26. November 2015.
gemäss der Wegleitung vom 26. November 2015.
Prüfungsdaten: Prüfungsdaten: Dienstag Dienstag, 6. Mai 5. 2025 Mai & 2026 Mittwoch & 7. Mai 2025
(schriftlicher Mittwoch, Teil) 6. Mai 2026 (schriftlicher Teil)
Donnerstag Donnerstag, 8. Mai 7. 2025 Mai & 2026 Freitag & 9. Mai 2025
(mündlicher Freitag, 8. Teil) Mai 2026 (mündlicher Teil)
Prüfungsort:
Prüfungsort:
Prüfungsgebühr:
Anmeldeschluss:
Dates 28 de l’examen :
Schriftliche Prüfungen: Hotel Radisson Blu,
Flughafen Schriftliche Zürich, Prüfungen: Rondellstrasse, 8058 Zürich
Mündliche Hotel Radisson Prüfungen: Blu, Hotel Flughafen Radisson Zürich, Blu,
Flughafen Rondellstrasse, Zürich, Rondellstrasse, 8058 Zürich8058 Zürich
Mündliche Prüfungen:
CHF 2700.–
Hotel Radisson Blu, Flughafen Zürich,
Montag Rondellstrasse, 20. Januar 2025 8058 (Poststempel) Zürich
Die Anmeldung erfolgt über unsere Website (https://www.sfpkiw.ch/deutsch/
pruefungen/bewertung/).
Prüfungsgebühr: CHF 2700.–
Anmeldeschluss: Mittwoch, 21. Januar 2026 (Poststempel)
Die ausführlichen Dokumentationen, wie die Prüfungsordnung, die Wegleitung,
die Prüfungsdaten sowie Anmeldeunterlagen können auf der Website unter
Die Anmeldung erfolgt über unsere Website
https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/
(https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/).
eingesehen oder heruntergeladen werden.
Die ausführlichen Dokumentationen, wie die Prüfungsordnung,
Sekretariat die Wegleitung, SFPKIW die Prüfungsdaten sowie Anmeldeunterlagen
Maneggstrasse können auf 17, der 8041 Website Zürich unter
Telefon: https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/
044 434 78 86, E-Mail: info@sfpk.ch
eingesehen oder heruntergeladen werden.
Publication Sekretariat / Annonce SFPKIW
Examen Maneggstrasse professionnel 17, d’experte 8041 Zürich / d’expert en estimations immobilières 2025
Telefon: 044 434 78 86, E-Mail: info@sfpk.ch
L’examen professionnel en vue de l’obtention du brevet fédéral d’experte et
d’expert en estimations immobilières aura lieu en mai 2025.
L’examen se déroule conformément au règlement d’examen du 17 février 2017 et
aux directives du 26 novembre 2015.
Mardi 6 et mercredi 7 mai 2025 (partie écrite)
Jeudi 8 et vendredi 9 mai 2025 (partie orale)
Die Mammut Sports Group
hat die Liegenschaft ihres
Hauptsitzes an die Procimmo
SA verkauft. Grund dafür
ist der Umzug von Seon AG
nach Lenzburg AG. Bis zum
Bezug der neuen Flächen
Anfang 2027 wird Mammut
die Immobilie weiter nutzen.
Die Smeyers Immobilien AG
hat die Vermarktung und den
Vertrag koordiniert.
procimmo.ch
PROJEKTE
GROSSE PLÄNE IN
AUSSERHOLLIGEN
Im nächsten Jahrzehnt
soll sich in Bern-Ausserholligen
ein Quartier entwickeln,
in dem es sich leben, arbeiten
und verweilen lässt. Das
Areal «Weyermannshaus
West» gehört zu den Schlüsselarealen.
Vorgesehen sind
rund 1000 Wohnungen sowie
Gewerbeflächen, Büros,
Läden, Gastronomiebetriebe
und Kultureinrichtungen.
Die Stadt Bern treibt die Ent-
Die Sanierung der Basler
Hauptpost ist nach rund zwei
Jahren fast abgeschlossen.
Die ersten Flächen im Erdgeschoss
sind per Frühjahr
2026 bezugsbereit. Einziehen
werden der Schmuckladen
Pandora, Tchibo, eine Kaffeerösterei
und Basel Tourismus.
Letztere wird auch
Büros im Obergeschoss beziehen.
Im dritten bis fünften
Obergeschoss wird das Präsidialdepartment
des Kantons
Basel-Stadt einziehen. Die
Passage (Bild) und die denkmalgeschützte
Schalterhalle
bleiben öffentlich zugänglich.
hauptpost-basel.ch
VISIONÄRES
PROJEKT
FÜR BASEL
Ein Komitee rund um die
Architekten Herzog & de
Meuron hat im Kanton Basel-
Stadt eine Initiative lanciert.
Ziel ist es, die Innenstadtach-
IMMOBILIA / Dezember 2025
12
se zwischen Barfüsserplatz,
Marktplatz und Schifflände
als verkehrsfreien Raum für
den öffentlichen Aufenthalt
zu gestalten. Ermöglichen
soll dies eine neue Tramlinienführung
via Petersgraben.
Die Stimmberechtigten
der Gemeinden Basel, Riehen
und Bettingen können die
Initiative bis 31. März 2027
unterzeichnen.
go-basel-go.ch
MARKANTER BAU
AM BAHNHOF
STADELHOFEN
Nach rund zweieinhalb
Jahren Bauzeit ist das «Haus
zum Falken» vollendet. Das
Gebäude beim Bahnhof Stadelhofen
in Zürich stammt
aus der Feder des Architekten
Santiago Calatrava. Dieser
hatte bereits den Bahnhof
Stadelhofen entworfen.
Allreal hat das Projekt für
die Axa Anlagestiftung realisiert,
die laut Aussage alle
Stockwerke bereits vermietet
hat. Im Erdgeschoss zieht
die Confiserie Bachmann ein.
Für die vier Obergeschosse
sind ein Ambulatorium des
Spitals Zollikerberg sowie
weitere medizinische Angebote
vorgesehen. Die Untergeschosse
beherbergen rund
800 Velo-Abstellplätze.
falkenstadelhofen.ch
GREENCITY
BEKOMMT
ZUWACHS
Im Zürcher Quartier
Greencity realisiert die
Pensimo Management AG
179 Wohnungen für ältere
Menschen. Die Stiftung
Alterswohnungen der Stadt
Zürich (SAW) vermietet
60 Wohnungen, während Regimo
Zürich im Auftrag von
Pensimo 119 Wohnungen vermietet.
Der «Manegghof» ist
per Herbst 2026 bezugsbereit.
Es ist der letzte Baustein
des Entwicklungsgebiets
Greencity. manegghof.ch
PILOTQUARTIER
ZEIGT NEUE WEGE
In den Stadtteilen Binz
und Alt-Wiedikon lädt die
Stadt Zürich zur Mitwirkung
im Klimaschutz ein. Im
Pilotquartier «Netto-Null»
können lokale Bevölkerung,
Unternehmen und Schulen
neue Ansätze in den Bereichen
Energie, Mobilität und
Konsum erproben. Erfolgreiche
Modelle und Massnahmen
sollen auf andere
Stadtteile übertragen werden.
Ideen kann man bis
31. März 2026 einreichen.
Danach entscheiden Fachjury
und lokale Bevölkerung,
welche Projekte realisiert
werden.
pilotquartier.ch
DRITTER TURM
FÜR CHUR WEST
Die Stadt Chur hat den Bau
eines dritten Wohnturms in
Chur West bewilligt. Das von
Domenig Architekten entworfene
Hochhaus umfasst
22 Stockwerke und bietet
77 Wohnungen. Sie sind per
2028 bezugsbereit. Das Gebäude
entsteht gleich neben
dem Bahnhof Chur West, den
die Rhätische Bahn (RhB)
und die Stadt Chur zu einem
Verkehrsknotenpunkt ausbauen.
domenig.ch
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IMMOBILIA / Dezember 2025 29
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
DER MONAT
NEUER DORFTEIL
FÜR DÖTTINGEN
STABSÜBERGABE
BEI RAPP
Auf dem Areal «DOT» der
Birchmeier Hess Immobilien
AG und der Gemeinde
Döttingen AG entsteht beim
Bahnhof ein neues Quartier.
Vorgesehen sind öffentliche
Begegnungsorte, Grünflächen,
Gewerberäume
und rund 550 Wohnungen.
Das Projekt «Industrie wird
Nachbarschaft» des Planerteams
fsp Architekten (Spreitenbach),
ASTOC Architects
and Planners (Köln) und
LAND Suisse (Lugano) hat
den Studienauftrag für sich
entschieden. Die Wohnungen
sind per 2030 bezugsbereit.
dot-doettingen.ch
BIEL WERTET
KREUZPLATZ AUF
Die Stadt Biel will im
Quartier Madretsch den
Kreuzplatz (Bild) neu gestalten.
Der Verkehrsknotenpunkt
bildet das Zentrum des
Quartiers und beherbergt Geschäfte,
Restaurants, Schulen
und Gebetshäuser. Die Strassen
können jedoch nur punktuell
überquert werden und
der öffentliche Raum ist beschränkt.
Parallel dazu plant
die Migros-Pensionskasse als
Grundeigentümerin einen
Neubau für die Wohn- und
Geschäftsliegenschaft an der
Brüggstrasse. Die Ausgestaltung
des Kreuzplatzes soll
im Frühling 2026 gemeinsam
mit der Bevölkerung definiert
werden. Vorgesehen
sind Workshops und öffentliche
Begehungen.
biel-bienne.ch
migrosmadretsch.ch
PERSONEN
HWZ ERNENNT
DEPARTEMENTS-
LEITERIN
Die Hochschule für Wirtschaft
Zürich (HWZ) lanciert
das Departement Banking &
Finance, Controlling und
Real Estate. Nadine Eve
Rusch-Schenker leitet es ab
Januar 2026. Sie hat an der
Universität St. Gallen (HSG)
promoviert und ist dort als
Senior Lecturer und Affiliated
Researcher tätig. Davor
war sie in leitenden Funktionen
für CBRE, Johnson Controls
und SBB Immobilien
tätig. fh-hwz.ch
HWZ WÄHLT
BEREICHSLEITER
Adrian Wildenauer leitet
ab Februar 2026 das neu geschaffene
Center for Smart
Building & Real Estate der
HWZ. Wildenauer ist aktuell
Professor für digitales Bauen
an der Berner Fachhochschule
(BFH). Zuvor war er
bei den SBB als Leiter BIM
Standardisierung & Branchenaktivitäten
tätig sowie
in leitenden Funktionen bei
pom+ Consulting und Ernst &
Young Real Estate. Das Center
for Smart Building & Real
Estate ist dem Departement
Banking & Finance, Controlling
und Real Estate angegliedert.
Annette Rapp (oberes
Bild) wird per 1. Januar 2026
CEO der Rapp AG. Sie folgt
auf Daniel Scheifele (darunter),
der das Unternehmen
weiterhin als Mitglied
der Geschäftsleitung und für
Spezialprojekte unterstützen
wird. Annette Rapp begann
ihre Karriere bei der
Rapp Gruppe 1998. Seit Mitte
2022 ist sie Bereichsleiterin
Energie, Mitglied der
Geschäftsleitung und Partnerin.
Die Hochbauzeichnerin
hat sich in den Bereichen General
Management, Facility
Management und Finanzen
weitergebildet. Die Rapp AG
bietet Lösungen in den Bereichen
Generalplanung, Baumanagement,
Architektur,
Infrastruktur, Mobilität sowie
Energie. rapp.ch
TERRESTA STELLT
SICH NEU AUF
Die Terresta Immobilien
und Verwaltungs AG organisiert
ihre Spitze neu. In der
Geschäftsleitung nehmen
zusätzlich zu den Abteilungen
Entwicklung und Bau sowie
Bewirtschaftung auch
das Portfolio- und Facility-
Management Einsitz. Neben
Geschäftsführerin Claudia
Siegle (Bild) und der Leiterin
Entwicklung und Bau, Claudia
Suter, sind im Führungsgremium
nun: Vera Zubek,
Leiterin Bewirtschaftung,
Christian Felker, Leiter Portfolio
Management, und Fabrice
Schoch, Leiter Facility
Management. Das Unternehmen
mit Sitz in Winterthur
ZH verwaltet über 200 Liegenschaften
der Stiftung für
Kunst, Kultur und Geschichte
(SKKG). terresta.ch
NEUER CEO
BEIM TECHNO-
PARK ZÜRICH
Der Technopark Zürich
erhält mit Marcel Gurrath
einen neuen CEO. Davor
war der Immobilienfachmann
drei Jahre als Dozent
für den Lehrgang Immobilientreuhand
der SVIT School
tätig und über zehn Jahre
für die Livit AG. Gurrath
verfügt über einen MAS in
Real Estate Management.
Im Technopark sind rund
260 Unternehmen, Forschungsinstitutionen
und
Hochschulen angesiedelt.
technopark.ch
PROPERTY ONE
WÄHLT PARTNER
Property One hat Ramon J.
Kälin in den Kreis der Mitinhaber
und Partner aufgenom-
30
IMMOBILIA / Dezember 2025
16
CAPEDER VER-
LÄSST VEBEGO
men. Kälin ist seit September
2023 als COO für das Unternehmen
tätig. Er ist verantwortlich
für die Etablierung
einer gruppenweiten «People
& Culture»-Strategie, die
Modernisierung der IT- und
Kollaborationsumgebung
sowie für allgemeine Business-Development-Themen.
Der Immobilientreuhänder
hat einen MAS in Real Estate
Management und ist Vizepräsident
des SVIT Zürich.
propertyone.ch
PROPERTY ONE
ERGÄNZT
LEITUNGSTEAM
Stefano Sanna ist seit
November Mitglied der Geschäftsleitung
von Property
One und wird gleichzeitig
Partner. In seiner Funktion
als Chief Capital & Investor
Relations Officer (CCIO)
leitet er das Investor-Relations-Team.
Davor war Sanna
zwölf Jahre als Head Investor
Relations und Mitglied der
Geschäftsleitung für die Fundamenta
Group tätig.
AZEMOS ERGÄNZT
VERWALTUNGSRAT
Terence Kast ist neu Mitglied
des Verwaltungsrats
der Azemos Property AG. Der
Jurist ist seit 2014 für die
Procimmo SA tätig, die auf
die Verwaltung von Immobilienanlageprodukten
spezialisiert
ist. Kast war dort
zunächst Legal & Compliance
Officer, übernahm 2017 die
Leitung des Bereichs und ist
seit 2022 COO von Procimmo.
Davor war er zwei Jahre
als Rechtsanwalt für die Finma
tätig.
azemos-property.ch
Marc Capeder, Mitglied
der Geschäftsleitung und
Managing Director Business
Development, verlässt die
Vebego AG per Ende Januar
2026. Er ist seit 2018 für das
Unternehmen tätig. Laut
Mitteilung wechselt er zum
Immobilienbewirtschafter
Regimo und wird dort CEO.
Die Vebego AG mit Hauptsitz
in Zürich bietet Immobilienund
Facility-Management-
Dienstleistungen an.
vebego.ch
CBRE ERNENNT
CO-TEAMLEITER
Simon Schmid ist seit
Oktober Co-Leiter des Teams
Hotels & Operational Real
Estate bei CBRE Schweiz. Er
betreut den Bereich gemeinsam
mit Julia Wyss, die seit
2022 für das Unternehmen
arbeitet. Davor war Schmid
für EY-Parthenon und m3
Immobilier tätig. Er hat einen
Master in Real Estate an der
Hochschule Luzern (HSLU)
und einen Bachelor in Hospitality
Management an der
EHL Hospitality Business
School erworben. cbre.ch
SERAINA HOLT
VERSTÄRKUNG
Andreas Staub ist seit dem
1. November als Senior Client
Relationship Manager für
Seraina Invest tätig. Er soll
die Präsenz des Unternehmens
in der Romandie weiter
verankern und die Beziehungen
zu den lokal ansässigen
Anlegern vertiefen. Die Seraina
Invest AG mit Sitz in Zug
bietet Mandatslösungen und
Vermarktungskonzepte für
Immobilienprojekte.
serainainvest.ch
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IMMOBILIENRECHT
BUNDESGERICHTSENTSCHEID
DIE «SCHLACHT»
DER GUTACHTER
Zu viele Köche verderben den Brei. Das
gilt auch im Immobilienwesen, wenn die
höchste kantonale Instanz eigen ständig
weitere Experten beizieht und auf deren
Expertise abstellt. In einem Lehrstück
zeigt das Bundesgericht auf, wie es mit
sich widersprechenden Gutachten
umgeht und wie es um sogenannte
«Ästhetikklauseln» steht. Letztere können
Bauprojekten ein jähes Ende bereiten.
TEXT — SIMON SCHÄDLER*
In Paspels GR war ein zeitgemässer Mehrfamilienhaus-Neubau mit Garage geplant. Das Grundstück liegt in der Dorfzone, die Teil des Schweizer Bundesinventars
der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) und der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) ist. SYMBOLBILD: PRISMA BY DUKAS PRESSEAGENTUR GMBH
MEHRFAMILIENHAUS IM
KREUZFEUER
Stein des Anstosses im vorliegenden
Fall war ein Baugesuch der A AG im
bündnerischen Paspels, einem Ortsteil
der Gemeinde Domleschg. Die Bauherrin
plante ein zeitgemässes Mehrfamilienhaus
samt Garage. Das Grundstück befindet
sich in der örtlichen Dorfzone – stolzer
Teil des Schweizer Bundesinventars der
schützenswerten Ortsbilder (ISOS) und
der Landschaften und Naturdenkmäler
(BLN). Der entlang der Parzelle führende
Weg gilt zudem als historischer Weg der
Schweiz gemäss Inventar historischer
Verkehrswege Schweiz (IVS). Wenig verwunderlich,
dass das Bauvorhaben den
Nachbarn ein Dorn im Auge war und Einsprachen
erfolgten. Während die Baukommission
Domleschg grünes Licht erteilte,
verweigerte das Bündner Verwaltungsgericht
dem Bauvorhaben die Bewilligung.
GUTACHTER MARSCHIEREN AUF
Pikant: Die Abfuhr kam, nachdem die
Vorinstanz eigenständig einen Amtsbericht
der Denkmalpflege eingeholt hatte.
Zwar hatte das Verwaltungsgericht
beschieden, dass trotz der Betroffenheit
eines ISOS-Objekts kein zusätzliches Gutachten
der Eidgenössischen Natur- und
Heimatschutzkommission eingeholt werden
müsse. Die Krux war vielmehr die
ästhetische Generalklausel im lokalen Baugesetz.
Das Bauprojekt stand nämlich im
Verdacht, dessen Ästhetikklausel zu verletzen.
Während das Gutachten der Gemeinde
kein Problem erkannte, erklangen
im Privatgutachten der Einsprechenden
die Alarmglocken. Was tun? Da zwei Gutachten
existierten, die einander – kaum
überraschend – widersprachen, holten die
Verwaltungsrichter zusätzlich die kantonale
Denkmalpflege und deren Drittmeinung
ins Boot. Ihr kritischer Amts bericht
machte klar: Von einer harmonischen Einfügung
könne keine Rede sein und der
Ortsbildschutz wiege schwerer als die Gemeindeinteressen
an einer Verdichtung.
Die A AG beharrte auf der Baubewilligung
und gelangte – mit Rückendeckung
durch die Gemeinde – vor Bundesgericht.
Das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt
offensichtlich falsch festgestellt: Es
habe die Expertise der örtlichen Bauberaterin
(kommunales Gutachten) leichthin mit
dem Bericht der Beschwerdegegnerin (Privatgutachten)
gleichgesetzt. Ein Affront, so
die Beschwerdeführerin, denn das Bauberatungsbüro
der Gemeinde sei wie die kantonale
Denkmalpflege eine unabhängige
Fachbehörde. Völlig absurd, willkürlich
und eine Verletzung der Gemeindeautonomie
sei es zudem, dass ein Privatgutachten
– eine blosse Parteibehauptung – die gleiche
Beweiskraft geniesse wie das formelle
Gutachten der kommunalen Bauberatung.
32
IMMOBILIA /Dezember 2025
SACHVERHALTSERMITTLUNG
VON AMTES WEGEN
Das Bundesgericht führte aus, dass die
Vorinstanz dem Untersuchungsgrundsatz
unterliege und den Sachverhalt von Amtes
wegen ermittle und notwendige Beweise
erhebe. Es sei also logisch, dass sie sich mit
den Beweismitteln der Parteien auseinandersetze.
Würden die Verwaltungsrichter
das Privatgutachten nicht beachten, wäre
dies eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
nach Art. 29 Abs. 2 BV. Völlig unerheblich
sei es, ob die Vorinstanz die Expertise
der Bauberaterin und den Privatbericht
«gleichgesetzt» habe und welche objektive
Beweiskraft sie den Dokumenten beigemessen
habe, so das Bundesgericht.
Denn: «Selbst wenn man (…) dem Bericht
der kommunalen Bauberaterin eine höhere
Beweiskraft zuerkennen wollte als der
Einschätzung des (…) privat mandatierten
Beratungsbüros, ändert dies nichts daran,
dass letztere geeignet sein kann, Zweifel an
der Schlüssigkeit des ersteren aufkommen
zu lassen.» Für das Bundesgericht ist als
Erstes klar, dass die Vorinstanz eigenständig
einen Amtsbericht einholen darf, wenn
sie Zweifel hat oder wenn ihr nötiges Fachwissen
fehlt.
«ÄSTHETIKKLAUSELN» UND
GEMEINDEAUTONOMIE?
Tatsächlich garantiert das lokale Baurecht
den Schutz und den Erhalt der Dorfzone
sowie den Charakter der bestehenden
Siedlung. Neu- und Umbauten müssen in
Bezug auf ihre Proportionen und Gestaltung
so konzipiert werden, dass sie sich
harmonisch in ihre Umgebung einfügen,
und Bauprojekte sollen sich an der alten,
über Jahrhunderte gewachsenen Bausubstanz
des Dorfkerns orientieren. Juristisch
heikel ist, dass solche «Ästhetikklauseln»
kommunale Ermessensspielräume schaffen.
Diese dürfen weder von den Kantonen
noch vom Bund übermässig eingeengt werden,
was das Bundesgericht mehrfach bestätigt
hatte.
Schönheit liegt also im Auge des Betrachters,
dachten wohl die Beschwerdeführerin
und die Gemeinde Paspels.
Deshalb habe man auch die eigene langjährige
Bauberaterin beigezogen, die sich
DIE VORINSTANZ SEI
NICHT VERPFLICHTET,
SICH AUSSCHLIESS
LICH AUF DIE
AUSFÜHRUNGEN
DER GEMEINDE UND
DEREN BAUBERATERIN
ABZUSTÜTZEN.
inhaltlich überzeugend mit dem Bauprojekt
auseinandergesetzt und eine umfassende
und kritische Interessenabwägung
vorgenommen habe. Diese sei zum Schluss
gelangt, dass man dem Bauprojekt grünes
Licht erteilen könne, und habe dies ausführlich
begründet. Das Gutachten und der
Bauentscheid seien nachvollziehbar und
ohne Widerspruch. Damit habe die Gemeinde
ihr Ermessen pflichtgemäss ausgeübt,
argumentierte die A AG. Indem das
Verwaltungsgericht eigenwillig einen Zusatzbericht
der Denkmalpflege einholte
und sich plötzlich unkritisch auf diesen abstelle,
verletzte es die Gemeindeautonomie.
Mit diesem Vorstoss bissen Bauherrin
und Gemeinde beim Bundesgericht auf
Granit. Von einer Verletzung der Gemeindeautonomie
oder einem Verstoss gegen
das Willkürverbot könne keine Rede sein.
Die Vorinstanz sei nicht verpflichtet, sich
ausschliesslich auf die Ausführungen der
Gemeinde und deren Bauberaterin abzustützen.
Das Gericht stelle den Sachverhalt
fest und würdige Beweismittel frei,
erinnerte das Bundesgericht. Die Ansicht
der Beschwerdeführerin würde bedeuten,
dass Gerichte keine freie Sachverhaltskontrolle
und Beweiswürdigung vornehmen
dürften. In einem Punkt gaben die
Lausanner Richter der Beschwerdeführerin
indes recht: Ästhetikklauseln dürfen
kommunale Zonenordnungen nicht ausser
Kraft setzen. Dies sei aber nicht geschehen.
Das Verwaltungsgericht habe lediglich aus
ästhetischen Gründen eine Reduktion der
Baumasse verlangt. Dass die örtliche Ästhetikklausel
ursächlich ist für eine Verweigerung
der Baubewilligung, obwohl
alle Baumasse eingehalten wurden, ist für
die A AG also stossend, bedeutet aber keine
Verletzung der Gemeindeautonomie.
ÄSTHETIK SCHLÄGT KORREKT
HEIT UND VERDICHTUNG
Gestützt auf den Bericht der Denkmalpflege
habe die Vorinstanz einlässlich begründet,
dass das Bauprojekt wegen seines
quadratischen Grundrisses massgeblich
von der Baustruktur der umliegenden Gebäude
abweiche und wuchtig und dominant
wirke, folgerte das Bundesgericht.
Mit seiner solitären Positionierung werde
zudem schützenswerter Freiraum beeinträchtigt,
der für das Ortsbild wichtig
sei. Der geplante Neubau füge sich mit seinen
Proportionen und seiner Gestaltung
weder harmonisch in seine Umgebung ein
noch orientiere er sich an der über Jahrhunderte
gewachsenen Bausubstanz des
Dorfkerns. Völlig überraschend mag dieses
Verdikt auch für die A AG nicht sein. Selbst
das Gutachten der Bauberaterin räumte
ein, das Bauvorhaben wirke imposant. Dass
die Beschwerdeführerin bekräftigte, man
habe Anstrengungen unternommen, um
den Charakter und die Einbettung harmonisch
auf das Umfeld abzustimmen, reichte
dem Bundesgericht aber nicht. Es bleibe
dabei: Paspels habe die harmonische Einfügung
des Mehrfamilienhauses zu Unrecht
bejaht und fälschlicherweise grünes Licht
erteilt. Damit endete das geplante Neubauprojekt
jäh.
Im Immobilienwesen zeigt sich anschaulich,
wie das Sprichwort der Unheil
bringenden Schar Köche eine besonders
pikante Analogie annehmen kann: Zu viele
Gutachter verderben den Brei auch im Baurecht
– besonders gravierend ist das Malheur
aber, wenn der Chef de Cuisine als
Letzter die Küche betritt.
ENTSCHEID DES BUNDESGERICHTS 1C_635/2024
VOM 14. AUGUST 2025
*SIMON SCHÄDLER
Der Autor, Dr. iur., ist Rechtsanwalt
und in Basel tätig.
IMMOBILIA / Dezember 2025 33
IMMOBILIENRECHT
STOCKWERKEIGENTUM
DIE UNTERGEMEIN
SCHAFT IM STOCK
WERKEIGENTUM
Die Untergemeinschaft ist ein Mittel zur
internen Strukturierung einer Stockwerkeigentümergemeinschaft.
Sie ist nicht im
Gesetz geregelt, es liegt diesbezüglich
eine Gesetzeslücke vor. Zurzeit befinden
sich die Bestimmungen zum Stockwerkeigentum
in Revision. Die Vernehmlassungsfrist
ist Ende 2024 abgelaufen. Es
bietet sich die Gelegenheit, diese Gesetzeslücke
zu füllen. TEXT — ROLAND PFÄFFLI*
BILD: AH_FOTOBOX, STOCK.ADOBE.COM
In der Schweiz gibt es
geschätzt rund 1 Mio.
Stockwerkeinheiten.
Anwendungs fälle von
Untergemeinschaften
sind vor allem beim
kombinierten Stockwerkeigentum,
vertikal / horizontal,
anzutreffen.
GESCHICHTE DES
STOCKWERKEIGENTUMS
Obschon das Stockwerkeigentum vor der Einführung
des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) am
1. Januar 1912 in nahezu allen Kantonen in der einen
oder anderen Erscheinungsform ein Begriff war, wurde
es nur übergangsrechtlich im ZGB verankert. Zwischen
1912 und Ende 1964 war die Begründung von
Stockwerkeigentum nicht zulässig. Sie wurde erst wieder
mit einer Ergänzung des Immobiliarsachenrechts
ab 1. Januar 1965 zugelassen (Art. 712a ff. ZGB). Dadurch
wurde es einer grossen Anzahl von Personen
ermöglicht, ein Eigenheim zu erwerben. Fachleute
schätzen, dass es in der Schweiz rund 1 Million Stockwerkeinheiten
gibt.
Stockwerkeigentum ist der Miteigentumsanteil
an einem Grundstück, der dem Miteigentümer das
Sonderrecht gibt, bestimmte Teile eines Gebäudes
ausschliesslich zu benutzen und innen auszubauen
(Art. 712a Abs. 1 ZGB). Der Stockwerkeigentümer ist
im Rahmen seiner Wertquote Miteigentümer an den
Bauten und Anlagen des im Stockwerkeigentum aufgeteilten
Grundstücks, d. h. der gemeinschaftlichen
Teile. Für jede Stockwerkeinheit eröffnet das Grundbuchamt
ein eigenes Grundbuchblatt. Es entsteht ein
Grundstück, das veräussert und mit Grundpfandrechten
(Schuldbriefen) belastet werden kann.
DER UNTER
GEMEINSCHAFT
KOMMT
KEINE EIGENE
RECHTS
FÄHIGKEIT ZU.
BILDUNG VON UNTERGEMEINSCHAFTEN
Der Gesetzgeber ging davon aus, dass die Mitglieder
der Stockwerkeigentümergemeinschaft ein
identisches Nutzungsinteresse an den gemeinschaftlichen
Teilen des Stockwerkeigentums haben. Dieses
Interesse kann jedoch in Bezug auf bestimmte gemeinschaftliche
Teile innerhalb der Stockwerkeigentümergemeinschaft
divergieren, was zur Bildung von
Untergemeinschaften führt. Dies wurde vom Gesetzgeber
nur am Rande, konkret bei der Verteilung der
Kosten (Art. 712h Abs. 3 ZGB), berücksichtigt. Man
spricht in diesem Zusammenhang auch von Kostengemeinschaften.
Der Gesetzgeber ging vom horizontalen Stockwerkeigentum
aus, bestehend aus einem einzigen Gebäude,
das waagrecht in Stockwerkeinheiten aufgeteilt
ist. Dies bildet auch heute noch den Normalfall. Es ist
aber auch möglich, dass verschiedene Gebäude auf
einem Grundstück erstellt werden, wobei jedes Gebäude
eine Stockwerkeinheit bildet. Hier liegt vertikales
Stockwerkeigentum vor. Dies kann dann der Fall
sein, wenn aus öffentlich-rechtlichen Bau- oder Raumplanungsvorschriften
eine Parzellierung des Grundstücks
nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Zudem ist
eine Kombination beider Möglichkeiten denkbar. Das
kombinierte Stockwerkeigentum besteht aus mehreren
voneinander unabhängigen Gebäuden (vertikales
Stockwerkeigentum), die je horizontal zu mehreren
Stockwerkeinheiten (horizontales Stockwerkeigentum)
aufgeteilt sind.
ANWENDUNGSFÄLLE
Die Anwendungsfälle von Untergemeinschaften
sind hauptsächlich beim kombinierten Stockwerkeigentum
anzutreffen. Wichtig ist, dass die Bildung
und die Kompetenzen von Untergemeinschaften in der
Gemeinschaftsordnung für das Stockwerkeigentum,
also im Reglement (Art. 712g Abs. 3 ZGB), geregelt sind.
Der Untergemeinschaft kommt keine eigene
Rechtsfähigkeit zu. Regelmässig ist die Mitgliedschaft
bei einer Untergemeinschaft an das Eigentum an einer
Stockwerkeinheit geknüpft.
34
IMMOBILIA /Dezember 2025
42
DIE RECHTSGESCHÄFTLICHE
UNTERGEMEINSCHAFT IM
STOCKWERKEIGENTUM
Nadja D. Leuthardt, Die rechtsgeschäftliche
Untergemeinschaft
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Die sich bei Untergemeinschaften stellenden besonderen
Nutzungsverhältnisse in Bezug auf gemeinschaftliche
Teile, das heisst Umfang und Grenzen
der Nutzungsbefugnisse der Mitglieder der Untergemeinschaft,
können über «ausschliessliche Nutzungsrechte»
geregelt werden. Im Reglement können diese
ausschliesslichen Nutzungsrechte (Art. 712g Abs. 4
ZGB) einzelnen Stockwerkeigentümern eingeräumt
werden, die in der Praxis als reglementarische Sondernutzungsrechte
bezeichnet werden. Hier sind als
«Schutzrechte» namentlich die Vetorechte der berechtigten
Stockwerkeigentümer gemäss Art. 647d Abs. 2
ZGB und Art. 647e Abs. 2 ZGB zu beachten. Weiter sind
die Kompetenzen der Mitglieder der Untergemeinschaft
im Bereich der Beschlussfassung und der gemeinschaftlichen
Verwaltung zu definieren.
Anspruchsvoll ist zudem die Verteilung der gemeinschaftlichen
Kosten und die damit verbundene
Buchführung. Auch das Risiko der Errichtung eines
Bauhandwerkerpfandrechts bedarf besonderer Beachtung,
da in der Regel das Verbot Art. 648 Abs. 3 ZGB
ausschliesst, dass das Stammgrundstück belastet werden
kann.
Fazit: Sofern Stockwerkeigentümergemeinschaften
mehrere Gebäude auf dem gleichen Grundstück
umfassen, ist die Bildung von selbstständigen Untergemeinschaften
angezeigt.
*PROF. DR. IUR.
ROLAND PFÄFFLI
Der Autor ist Notar und
em. Titularprofessor
für Privatrecht an der
Universität Freiburg
sowie Konsulent bei
Von Graffenried Recht,
Bern.
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BAU & HAUS
KREISLAUFORIENTIERTES BAUEN
MATERIALIEN IM
KREISLAUF HALTEN
Das Engagement im Bau- und
Immobiliensektor ist entscheidend für
die Realisierung der Verpflichtung der
Schweiz, die Emissionen gemäss dem
Pariser Klimaabkommen zu reduzieren.
Die Kreislaufwirtschaft bietet einen
innovativen Ansatz zur Reduzierung
der Treibhausgasemissionen.
TEXT—REMI BUCHSCHACHER*
Auch beim Rückbau und der Entsorgung eines Gebäudes (Phase C) entstehen Emissionen. BILD: ZVG
TREIBHAUSGASE SENKEN
Die zirkuläre Bau- und Immobilienwirtschaft
ist ein zentraler Baustein für eine
nachhaltige Zukunft in der Immobilienbranche.
Im Fokus steht ein grundlegender
Perspektivenwechsel: weg von linearen
Prozessen, hin zum Ansatz des «Nachhaltigen
Designs». Dieser ermöglicht es, Materialien
im Kreislauf zu halten und Gebäude
so zu planen, dass ihre Materialien lange
funktionstüchtig bleiben und später wiederverwendet
werden können. Im Rahmen
des Pariser Übereinkommens hat
sich die Schweiz verpflichtet, ihren Treibhausgasausstoss
bis 2030 im Vergleich zu
1990 um mindestens 50 Prozent zu senken.
Zwischen 2018 und 2023 hat die Welt
mehr Ressourcen abgebaut und verbraucht
als im gesamten 20. Jahrhundert hochgerechnet
(Circularity Gap Report, 2023). Die
Kreislaufwirtschaft unterstützt eine zukunftsfähige
Gesellschaft, die sich darauf
konzentriert, dass Ressourcen nicht verloren
gehen.
GESETZLICHER RAHMEN
BEREITS IN KRAFT
Am 15. März 2024 haben die eidgenössischen
Räte die parlamentarische Initiative
20.433 «Schweizer Kreislaufwirtschaft
stärken» verabschiedet. Die Revisionen des
Umweltschutzgesetzes (USG), des Energiegesetzes
(EnG) und des Bundesgesetzes
über das öffentliche Beschaffungswesen
(BöB) schaffen einen übergeordneten gesetzlichen
Rahmen für die Stärkung der
Kreislaufwirtschaft in der Schweiz. Dadurch
werden die wichtigsten Grundsätze
der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft
gesetzlich verankert. Die Gesetzesänderung
trat am 1. Januar 2025 in Kraft.
Im Bau- und Immobilienbereich erhalten
nun die Kantone den Auftrag, Grenzwerte
für die graue Energie bei Neubauten und bei
wesentlichen Erneuerungen bestehender
Gebäude festzulegen. Dadurch sollen Anreize
für umweltschonende und zirkuläre
Bauweisen entstehen und es werden Grundlagen
geschaffen, um Materialkreisläufe zu
schliessen und die Kreislaufwirtschaft bei
Produkten und Bauwerken zu stärken.
Doch die Investitionen in die Kreislaufwirtschaft
kosten Geld. In den letzten Jahren
haben nachhaltige Investitionen in der
Schweiz zugenommen, darunter auch solche,
die Verfahren für zirkuläres Bauen
unterstützen. Dennoch ist die Bauindustrie
nach wie vor einer der grössten Verursacher
von CO2-Emissionen und Abfällen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen,
sind innovative Lösungen, die sich auf
die Finanzierung von Nachhaltigkeit und
Kreislaufwirtschaft konzentrieren, dringend
erforderlich.
Als Beispiel lässt sich der «Circular Building
Industry Innovation Booster» nennen,
gefördert von Innosuisse. Dieser hat sich
zum Ziel gesetzt, den Übergang zu einer
Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Bauwirtschaft
durch systematische und gemeinsame
Innovation zu ermöglichen. In
der Industrie ist das Bedürfnis nach einem
kollaborativen Ansatz bereits vorhanden.
Nun will der Booster das Schweizer Bauund
Gebäudeökosystem mit wichtigen
Innovations- und Forschungszentren zusammenbringen.
Der CBI Innovation Booster
bietet die Möglichkeit, eine Idee für ein
Produkt, eine Dienstleistung, einen Prozess
oder ein Geschäftsmodell im Zusammenhang
mit der Kreislaufwirtschaft in
der Bauindustrie zu entwickeln, zu testen
und zu verfeinern.
KREISLAUF-
WIRTSCHAFT
Auf den nächsten Seiten richten
wir den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft,
die im Schweizer Bauwesen
spürbar an Bedeutung gewinnt.
Mit Annahme der parlamentarischen
Initiative 20.433 wurde die Kreislaufwirtschaft
per Januar 2025 gesetzlich
verankert – ein wichtiger
Schritt, um Ressourcenverbrauch
und Emissionen im Sektor zu senken.
Wir zeigen die zentralen Treiber
der Entwicklung auf, darunter
die Charta kreislauforientiertes
Bauen und weitere Initiativen, um
Materialien im Kreislauf zu halten
und die Zusammenarbeit entlang der
Wertschöpfungskette zu fördern.
Ein KOF-Statusbericht beleuchtet
den Stand der Kreislaufwirtschaft in
der Schweiz: Die Bereitschaft ist da,
Investitionen und Umsetzung hinken
jedoch noch hinterher.
Zwei aktuelle Beispiele – eine Gewerbeliegenschaft
und ein Mehrfamilienhaus
– verdeutlichen, wie
kreislauffähiges Bauen in der Praxis
funktionieren kann: von wiederverwendeten
Bauteilen über
sorten reine Konstruktionen bis zu
Gebäuden, die sich später einfach
demontieren lassen.
Kreislaufwirtschaft ist kein Zukunftsthema
mehr: Sie verändert die Planung,
den Bau und die Nutzung von
Immobilien Schritt für Schritt.
36
IMMOBILIA / Dezember 2025
23
CHARTA KREISLAUFORIENTIER
TES BAUEN
Mit der Charta Kreislauforientiertes
Bauen bekennt sich eine Reihe der bedeutendsten
Schweizer Bauauftraggeber
zur Kreislaufwirtschaft. Die Charta-Partner
wollen ihr Wissen und ihre Erfahrung
bündeln, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft
im Schweizer Bauwesen voranzutreiben.
Im Vordergrund steht das
Zusammenwirken und Vernetzen und das
gemeinsame Lernen mit dem Ziel, konkrete
Schritte in Richtung kreislauforientiertes
Bauen auszulösen. Gemeinsame Ambition
ist es, bis 2030 die Verwendung von nicht
erneuerbaren Primärrohstoffen auf 50 Prozent
der Gesamtmasse zu reduzieren, den
Ausstoss indirekter Treibhausgasemissionen
zu erfassen und stark zu reduzieren
sowie die Kreislauffähigkeit von Sanierungen
und Neubauten zu erfassen und stark
zu verbessern. Alle Akteure in der Bau- und
Immobilienbranche seien angehalten, ein
neues Mindset zu etablieren, um auch in
Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, sagt dazu
Philipp Cescato von der Charta Kreislauforientiertes
Bauen. Wichtig dabei sei, dass
ein gemeinsames Grundverständnis besteht.
Mit einem Leitfaden soll seitens der
Charta ein Beitrag dazu geleistet werden.
Philipp Cescato: «Der Leitfaden richtet sich
in erster Linie an alle Partnerorganisationen
der Charta. Darüber hinaus dient er anderen
Bauherren und Interessierten als Orientierungshilfe,
um Messgrössen und Massnahmen
für das kreislauforientierte Bauen
gezielt anzuwenden.»
Durch die Wiederverwendung von Bauteilen
und das Einsetzen von Sekundärrohstoffen
soll also der Verbrauch von
Primärrohstoffen minimiert werden. Gebäude
sollen so konzipiert werden, dass ihre
DER LEITFADEN DIENT
BAUHERREN UND
INTERESSIERTEN ALS
ORIENTIERUNGSHILFE.
PHILIPP CESCATO, CHARTA
KREISLAUF ORIENTIERTES BAUEN
Materialien und Bauteile am Ende der Nutzungsdauer
wiederverwendet oder recycelt
werden können. Die konsequente Erfassung
und Reduktion von Scope-3-Emissionen
spielen eine wichtige Rolle in der Dekarbonisierung
des Gebäudesektors. Denn klar
ist: Netto-Null geht nicht ohne die Reduktion
der grauen Emissionen. Noch fehlen
aber klare Standards zur Integration von
Scope-3-Emissionen in Absenkpfade von
Unternehmen, wie Wüest Partner in einem
Blog-Beitrag erwähnen. Graue Emissionen
sind die Treibhausgasemissionen,
die bei der Erstellung eines Gebäudes entlang
des gesamten Lebenszyklus entstehen:
also vor und beim Bau des Gebäudes
(Phase A), bei Instandsetzungen und Erneuerung
während der Nutzung (Phase B)
und am Ende des Lebenszyklus beim Rückbau
und der Entsorgung eines Gebäudes
( Phase C). In der Schweiz zeigt die «SIA-
Norm 390/1 Klimapfad Netto-Null» kompatible
Zielwerte auf für die Erstellung und
den Betrieb von Umbauten und Neubauten
und verdeutlicht den zunehmenden Anteil
der Erstellungsemissionen an den Gesamtemissionen.
Die MuKEn 2025 (Mustervorschriften
der Kantone im Energiebereich)
würden hier ebenfalls einen neuen wichtigen
Akzent setzen, unterstreichen die Autoren
von Wüest Partner.
KOORDINATION DER AKTEURE
Das Engagement im Bausektor und in
der Immobilienbranche ist entscheidend
für die Realisierung der Verpflichtung der
Schweiz, die Emissionen gemäss dem Pariser
Klimaabkommen zu reduzieren. Um
das zu erreichen, ist Koordinierung zentral,
denn die Kollaboration zwischen öffentlichen
und privaten Initiativen stärkt
die Resilienz der gesamten Industrie. Diese
Koordination der Akteure hat sich die «C33
– Schweizer Koordinationsstelle für zirkuläres
Bauen» auf die Fahne geschrieben.
«Mit C33 wollen wir einen Beitrag leisten,
bis spätestens 2033 zirkuläres Bauen als
neues Normal zu etablieren,» sagt Marloes
Fischer, Mitgründerin von C33 und CEO
von Circular Hub. Der Circular Hub ist
die offene Wissens- und Netzwerkplattform
für ein zirkuläres Bauwesen in der
Schweiz. «Durch Koordination und Verteilen
von Wissen aus konkreten Projekten
und der öffentlichen Bereitstellung über
die C33-Plattform können wir den Aufbau
des nötigen Fachwissens für die Schweizer
Baubranche beschleunigen.»
WEITERE INFOS
Via QR-Code gelangen
Sie zur Charta Kreislauforientiertes
Bauen.
*REMI
BUCHSCH ACHER
Der Autor ist Wirtschaftsjournalist
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IMMOBILIA / Dezember 2025 37
BAU & HAUS
KREISLAUFFÄHIGES BAUEN
AUFSTOCKUNG MIT
WIEDERVERWEN-
DETEN BAUTEILEN
Die Kreislaufwirtschaft verlangt von
vielen Baubeteiligten ein Umdenken.
Bestandserweiterungen statt Ersatzneubau
und Wiederverwendung von
Bauteilen statt Neuware sind zwei
wichtige Prinzipien. Studieren lassen
sie sich zum Beispiel in Zürich-Binz.
TEXT—MICHAEL STAUB*
ZWEITES LEBEN FÜR BAUTEILE
Im Zürcher Binz-Quartier steht ein interessanter
Bau. Die Bauherrschaft ist die Modissa Immobilien
AG, Projektentwickler und Bauherrenvertreter ist die
Hanuver AG. Über der bewitterten Fassade eines gut
90-jährigen Gewerbegebäudes erhebt sich eine neue
Aufstockung. Hinter deren himmelblauen Stahlblechen
verbirgt sich eine raffinierte, zweigeschossige Holzständerkonstruktion.
Diese wurde mit Strohballen gedämmt
und mit Lehm verputzt. Die blauen Bleche erlebten ihre
erste Karriere als Dacheindeckung einer Scheune, die
zweite folgt nun in der Binz. Dafür musste das Material
demontiert, transportiert, gewaschen, auf der Baustelle
passend zugeschnitten und schliesslich montiert werden.
Die Wiederverwendung von Bauteilen zieht sich im
Innern des Gebäudes weiter. Zahlreiche Heizkörper und
Türen waren bereits vor der Aufstockung vorhanden –
aber an einem anderen Ort im Gebäude montiert. Mit einer
aufwendigen Arbeit, die an Tetris erinnert, hat das
Baubüro in situ möglichst viel der alten Substanz erhalten.
Andere Bauteile stammen aus Abbruch objekten,
Sanierungen oder Fehlproduktionen. Von den Türzargen
über die Herde, Spülbecken und Küchenfronten
bis zu den WC-Schüsseln gibt es in diesem Gebäude
sehr wenig «neue» Ware.
Hinter dem himmelblauen Stahlblech aus zweiter Hand verbirgt sich eine hochmoderne
Holzkonstruktion mit Strohdämmung und Lehmputz. BILDER: MICHAEL STAUB
DIE WIEDER
VERWENDUNG
IST IN DEN
GEWOHNTEN
PROZESSEN
NICHT
ABGEBILDET.
ANNE BAUR, ARCHITEKTIN
FH UND NACHHALTIGKEITS
EXPERTIN BEI DER SENN AG
UMDENKEN IST NÖTIG
Zwei Leitprinzipien der Kreislaufwirtschaft, die
Wiederverwendung von Bauteilen und das Weiterbauen
im Bestand, werden damit mustergültig umgesetzt.
Doch dafür müssen die Bauherrschaft und die Baubehörden
das Potenzial des Bauens mit Re-Use erkennen
und offen sein für Pionierarbeit, sagt This Alder,
Architekt bei «in situ». Zwar ist das heutige kreislauffähige
Bauen historisch gesehen keine Neuerfindung.
Wer aber heutzutage Vertrauen in einen flexiblen Planungsprozess
aufbringt, gilt hierzulande immer noch
als Pionier. Mit der Aufstockung kann das Gebäude
an der Grubenstrasse weitere 20 bis 30 Jahre genutzt
werden – und das mit minimalem Aufwand an neuen
Ressourcen und grauer Energie. Fachleute aus Architektur,
Planung und Forschung sind sich einig, dass die
Kreislaufwirtschaft die Baubranche und damit auch
die Immobilienbranche tiefgreifend verändern wird.
Doch was ist die Haltung der Bauträger?
«Obwohl Bauherrschaften für das Thema offen sind,
ist die Umsetzung doch sehr anspruchsvoll. Ein Grund
dafür ist, dass die Wiederverwendung in den gewohnten
Prozessen nicht abgebildet ist», sagt Anne Baur.
Sie ist Architektin FH und Nachhaltigkeitsexpertin
bei der Senn AG. Gemäss einem aktuellen Faktenblatt
des SIA (vgl. QR-Code) verursacht die Schweizer Bauwirtschaft
jedes Jahr 17 Millionen Tonnen Abfall. Dazu
kommen ein sehr hoher Materialeinsatz sowie negative
Auswirkungen auf Landschaften, Biosphäre und Klima.
Die Kreislaufwirtschaft will dies ändern. «Das Ziel
ist, nicht mehr Deponien zu füllen und Bauabfälle thermisch
zu verwerten, sondern möglichst viele Elemente
aufzubereiten und dann ein zweites oder ein drittes
Mal zu verwenden», erläutert Anne Baur. Dazu brauche
es zweifellos ein Umdenken: «Materialien sollten
möglichst sortenrein und problemlos entsorgbar sein.
Natürliche Baustoffe wie Stroh für die Dämmung oder
Lehm als Innenputz erfüllen diese Vorgabe.» Verbindungen
zwischen Bauteilen sollten zudem lösbar sein,
damit eine spätere Umgestaltung oder Erweiterung
respektive ein Rückbau möglichst leichtfällt.
WIEDERVERWENDEN STATT WEGWERFEN
Einzelne Aspekte der Kreislaufwirtschaft sind heute
schon im Mainstream angekommen. So etwa der
Holzbau oder Holz-Hybridbau. Als Baustoff ist Holz
ein perfekter Kandidat für die Kreislaufwirtschaft. Er
kann regional geerntet und geliefert werden, was kurze
Transportwege ermöglicht. Zudem hat Holz gute
bauphysikalische Eigenschaften, etwa bezüglich Statik
oder Brandschutz. Das Material ist zudem prädestiniert
für eine Kaskadennutzung: Tragende Balken
können beim Rückbau zum Beispiel zu Latten ver-
38
IMMOBILIA / Dezember 2025
SIA-FAKTEN
BLATT «PLANEN
UND BAUEN IN
DER KREISLAUF
WIRTSCHAFT»
PROJEKT
« WINDOWS OF
OPPORTUNITIES»
Die Zargen und Türen stammen aus einem Abbruchobjekt.
Neue Holzfenster ergänzen die originalen Fensterfronten.
U- Werte zwischen 4 und 6 W/m 2 K auf, sind es bei den
heute üblichen dreifach verglasten Fenstern noch
0,5 W/m 2 K. Das macht den Fensterersatz zu einer äusserst
wirkungsvollen energetischen Sanierungsmassnahme.
Deren Kehrseite ist aber der immense Abfallberg. Deshalb
wird mit dem Projekt «Windows of Opportunities»
(vgl. QR-Code) an der ZHAW derzeit untersucht, wie die
Recyclingquote bei Fenstern erhöht werden kann. Dazu
werden aus bestehenden Fenstern neue, vierfach verglaste
Fenster mit gutem U-Wert hergestellt.
Der Schein trügt: Die Stufen sind wiederverwendet, der
Träger aus Cortenstahl hingegen neu.
arbeitet und nach dem Ende der zweiten Nutzung sogar
noch als Stückholz oder Pellets thermisch verwertet
werden. Über die gesamte Nutzungsdauer speichert
das Holz zudem beträchtliche Mengen von CO2, was
die Klimabilanz verbessert.
Andere Bauteile wie Fenster stehen hingegen
noch ganz am Anfang ihrer «Re-Use»-Karriere. Von
den ungefähr 500 000 Tonnen Fensterglas, die in der
Schweiz jedes Jahr entsorgt werden, erleben weniger
als 100 000 Tonnen eine zweite Verwendung in Form
von Flaschenglas. Der Rest landet auf den Deponien.
Ein Grund dafür ist der grosse Graben zwischen alten
und neuen Fenstern bezüglich Wärmedurchgangskoeffizent.
Weisen einfache oder doppelte Fenster
aus den 1970er-Jahren noch schlechte bis mässige
WIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE
Der Übergang von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft
ergibt aus Sicht der Ressourcen und des
Klimas zweifellos Sinn. Zudem ist er gesetzlich vorgeschrieben.
Mit dem dieses Jahr in Kraft getretenen
Klima- und Innovationsgesetz (KIG) wurde das
Netto-Null-Ziel gesetzlich verankert. Doch was ist mit
den Kosten? «Kreislauffähiges Bauen ist eine Investition
in Werterhalt und Zukunftsfähigkeit», sagt Olga
Moatsou-Ess, Projektleiterin Nachhaltiges Bauen bei
der EBP Schweiz AG. Wiederverwendete Bauteile oder
natürliche Materialien könnten kostengünstiger sein;
der Mehraufwand entstehe vielmehr in der Planung
und Umsetzung – «etwa durch die Suche und Prüfung
geeigneter Bauteile, angepasste Detaillösungen oder
wiederholte Planungsrunden».
Damit die Kreislaufwirtschaft Wirkung entfaltet,
brauche es zudem Systematisierung und Skalierung:
«Vereinheitlichte Daten, vernetzte Tools und Kooperation
zwischen Planung, Betrieb, Herstellern und
Datenanbietern.» Für Bauherrschaften und Verwaltungen
lohnt sich eine Beschäftigung mit der Kreislaufwirtschaft
auf jeden Fall. Denn wer sie rechtzeitig
meistert, hat es in den nächsten Jahrzehnten deutlich
einfacher.
*MICHAEL STAUB
Der Autor ist Journalist
BR mit Schwerpunkten
Bau- und Immobilienwirtschaft,
Energie und
Gebäudetechnik.
www.nightshift.ch
IMMOBILIA / Dezember 2025 39
BAU & HAUS
SCHWEIZER KREISLAUFWIRTSCHAFT 2024
4
STRATEGIE BOOMT,
AN UMSETZUNG
FEHLT ES NOCH
In der Theorie entwickelt sich die
Kreislaufwirtschaft in Schweizer Unternehmen
rasant – 27% haben die Kreislaufwirtschaft
im Geschäftsmodell
verankert. In der Praxis setzt jedoch
erst rund jedes zehnte Unternehmen
diese breit um. Die Branchen Bau und
Immobilien stehen noch am Anfang
der Transformation. Das zeigt der
Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft
2024. TEXT— RED.
KREISLAUFWIRTSCHAFT IST
EIN THEMA – AUF DEM PAPIER
Am 2. September 2025 haben die Berner
Fachhochschule und die Konjunkturforschungsstelle
KOF der ETH Zürich den
Statusbericht zur «Schweizer Kreislaufwirtschaft
2024» veröffentlicht. Der Bericht
zeigt einerseits auf, dass Schweizer
Unternehmen die Kreislaufwirtschaft rasant
entdecken, zumindest auf dem Papier.
27% der rund 10 000 befragten Unternehmen
verankern die Kreislaufwirtschaft bereits
spürbar im Geschäftsmodell.
Andererseits setzt erst rund jedes zehnte
Unternehmen die Wende wirklich breit um.
Investitionen und Umsatzanteile mit Bezug
zur Kreislaufwirtschaft bleiben gemäss
Statusbericht zurück. «Die Entwicklung auf
strategischer Ebene ist sehr dynamisch, das
ist positiv und zeigt, dass das Konzept der
Kreislaufwirtschaft bei Unternehmerinnen
und Unternehmern zunehmend etabliert
ist», sagt Co-Autor Prof. Tobias Stucki vom
Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule.
«Aber die Schweiz bleibt an der
Oberfläche, noch fehlt die Tiefe. Im aktuellen
geopolitischen Umfeld, in dem Lieferketten
zunehmend unberechenbar werden,
wäre es wichtig, mit Ressourcen zunehmend
effizienter umzugehen.»
Im Vergleich zum Statusbericht, der vor
vier Jahren veröffentlicht wurde, hat sich
die strategische Verankerung der Kreislaufwirtschaft
bei Unternehmen mehr als verdoppelt:
von 11% auf neu 27%. Lediglich 15%
erzielen mehr als 10% des Umsatzes mit zirkulären
Produkten (2020: 12%). Nur 10%
der Firmen setzen mehr als zehn Aktivitäten
um (2020: 8%). Und nur 7% investieren
mehr als 10% ihrer Gesamtinvestitionen in
Kreislaufwirtschaft (2020: 9%).
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UNTERNEHMENSGRÖSSE SPIELT
EINE WICHTIGE ROLLE
Die Vorreiter der Kreislaufwirtschaft in
der Schweiz sind gemäss der vorliegenden
repräsentativen Studie Unternehmen mit
mehr als 250 Mitarbeitenden. Diese haben
die Kreislaufwirtschaft im Schnitt schon
zu 54% strategisch verankert, bei mittleren
Unternehmen sind es 39%, bei Unternehmen
mit weniger als 50 Mitarbeitenden
23%. Die grossen Unternehmen haben auch
bei den drei Indikatoren (Investitionsanteil,
Umsatzanteil und Anzahl Aktivitäten)
die Nase vorn.
Über alle Unternehmen hinweg werden
besonders oft auch Aktivitäten im Bereich
des Energieverbrauchs oder der Nutzung
erneuerbarer Energiequellen umgesetzt.
«Im Vergleich dazu sind Aktivitäten im Bereich
der Lieferkette oder der eingekauften
Rohstoffe deutlich seltener. Dies wohl deshalb,
weil deren Umsetzung meist komplexer
und oft von externen Partnern abhängig
ist», sagt Co-Autor Prof. Martin Wörter
von der KOF. «Im Durchschnitt der Unternehmen
steht die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft
derzeit nur dann in einem
WWW.SIMULATION.SOLAR
Simulation und Gutachten für Blendung, Beschattung, Tageslicht
Während über ein Fünftel der untersuchten Unternehmen der Bau- und Immobilienbranchen die
Kreislaufwirtschaft in deren Geschäftsmodellen verankert hat, setzen erst 12% (Bau) und 11%
(Immobilien/Vermietung) die Kreislaufwirtschaft auch um. BILD: KANCHANIT, STOCK.ADOBE.COM
positiven Zusammenhang mit der Umsatzproduktivität,
wenn sie gleichzeitig die Effizienz
des Unternehmens steigert.»
BRANCHEN- UND REGIONALE
UNTERSCHIEDE
Grosse Unterschiede bestehen zwischen
den Branchen und Regionen. Keine Branche
schneidet bei allen Indikatoren durchgängig
gut ab. Die Branchen Bau, Immobilien
oder persönliche Dienstleistungen stehen
noch am Anfang der Transformation. Generell
eher stark bei der Umsetzung von Aktivitäten
im Bereich der Kreislaufwirtschaft
schneiden Branchen wie Telekommunikation,
Elektronik und Medizinaltechnik ab.
Auch regional gibt es grosse Unterschiede:
Bei der strategischen Verankerung liegen
Unternehmen in der Zentralschweiz
(35%) und Ostschweiz (30%) vorne, das
Tessin (16%) bildet das Schlusslicht. Bei
Umsatzanteilen im Bereich Kreislaufwirtschaft
von mehr als 10% bildet dagegen
das Tessin (16%) zusammen mit der Zentralschweiz
(19%) und der Ostschweiz (21%)
das Spitzentrio.
40
IMMOBILIA / Dezember 2025
DIE VIER HAUPTINDIKATOREN NACH INDUSTRIEN
Quelle: Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft 2024, Berner Fachhochschule und
KOF Konjunkturforschungsstelle ETH Zürich, 1. Auflage, September 2025
Industrie
Anteil der
Unternehmen,
die zirkuläre
Geschäftsaktivitäten
substanziell
in ihrem
Geschäftsmodell
verankert
haben
Anteil der
Unternehmen,
die mehr als
10% ihrer
Gesamtinvestitionen
in die Umsetzung
zirkulärer
Geschäftsaktivitäten
investieren
Anteil der
Unternehmen,
die mehr als
10 Aktivitäten
im Bereich
der Kreislaufwirtschaft
umgesetzt
haben
Anteil der
Unternehmen,
die mehr als
10% ihres
Umsatzes mit
zirkulären
Produkten
oder Dienstleistungen
erzielen
Energie 43% 6% 12% 14%
Elektrotechnik 43% 15% 30% 22%
Maschinen 41% 17% 15% 18%
Kunststoffe 41% 19% 12% 27%
Elektronik/Instrumente 39% 11% 24% 30%
Druck 38% 5% 15% 12%
Textil/Bekleidung 38% 17% 13% 21%
Sonstige Industrie 38% 7% 22% 23%
Chemie/Pharma 37% 16% 18% 18%
Metallherstellung 36% 11% 4% 26%
Steine und Erden 35% 12% 17% 27%
Wasser/Umwelt 35% 15% 14% 8%
Medizinaltechnik 35% 15% 10% 32%
Nahrungsmittel 34% 14% 13% 18%
Uhren 31% 26% 9% 12%
Holz 30% 7% 13% 4%
Metallerzeugnisse 30% 11% 16% 15%
Reparatur 26% 6% 18% 21%
STATUSBERICHT HERUNTERLADEN
Der vollständige Statusbericht der Schweizer
Kreislaufwirtschaft 2024 kann auf der Website
der Konjunkturforschungsstelle KOF heruntergeladen
werden: https://kof.ethz.ch/
Fahrzeuge 19% 15% 26% 14%
Bau 23% 5% 12% 7%
Persönliche DL 48% 36% 8% 1%
Telekommunikation 38% 13% 42% 26%
Grosshandel 36% 6% 15% 24%
Informationstechnologie 32% 8% 6% 24%
Gastgewerbe 23% 11% 7% 13%
Verkehr/Logistik 23% 6% 7% 11%
Immobilien / Vermietung 22% 3% 11% 10%
Banken/Versicherungen 21% 7% 2% 13%
CIRCULARITY CHECK: WO STEHT IHR
UNTERNEHMEN BEI DER UMSETZUNG
DER KREISLAUFWIRTSCHAFT?
Der Circularity Check ist ein kostenloses
Online-Tool, das von der Berner Fachhochschule
und der KOF Konjunkturforschungsstelle der
ETH Zürich entwickelt wurde. Das Tool ist bewusst
niederschwellig gestaltet und soll Unternehmen
den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft
bzw. deren Ausbau erleichtern:
Detailhandel 20% 8% 13% 15%
Nicht-techn. Unternehmens-DL 20% 2% 5% 15%
Techn. Unternehmens-DL und F+E 20% 5% 2% 14%
Medien 13% 13% 0% 13%
https://circularitycheck.ch
IMMOBILIA / Dezember 2025 41
BAU & HAUS
KREISLAUFWOHNHAUS
GEBAUT WIE EIN
HOCHREGALLAGER
In Zürich Oerlikon haben Graser Troxler
Architekten ein Wohnhaus realisiert,
das auf zwei Parzellen steht und unterschiedlichen
Ansprüchen gerecht wird.
Das Haus ist so gebaut, dass es sich
sortenrein zurückbauen lässt. 2023
wurde es mit dem Schweizer Stahlund
Metallbaupreis «Prix Acier» ausgezeichnet,
2025 mit der Anerkennung
für gute Bauten der Stadt Zürich.
TEXT—YVONNE LEMMER*
BILD : GAUCH & SCHWARTZ
Blick in die Innenräume
nach
Fertig stellung
VON DER WINTERGARTEN-
IDEE ZUM ERSATZNEUBAU
Wo seit 2021 das neue Kreislaufwohnhaus
steht, war früher ein klassisches Doppeleinfamilienhaus
zu finden. Einer der
beiden Eigentümer plante, an seinen Gebäudeteil
einen Wintergarten anzubauen
und gelangte zwecks Näherbaurecht an den
Eigentümer der anderen Haushälfte. Zur
gleichen Zeit entstand im Quartier ein interessanter
Neubau, der die Aufmerksamkeit
beider Eigentümer auf sich zog. Anstatt
sich weiter über das Näherbaurecht für den
Wintergarten zu unterhalten, kontaktierten
die beiden Eigentümer die Architekten
des in der Nähe entstandenen Neubaus.
«Um das Potenzial der beiden Parzellen mit
insgesamt 690 qm Grundstücksfläche aufzuzeigen,
schlugen wir den Eigentümern
eine architektonische Machbarkeitsstudie
vor», sagt Beda Troxler von Graser Troxler
Architekten in Zürich.
Die Studie brachte zwei Optionen hervor:
Entweder pflegt und saniert jede Partei
den Bestand ihrer fast 100-jährigen Doppelhaushälfte.
Oder die beiden Eigentümer
spannen zusammen, bauen gemeinsam auf
ihren zwei Parzellen etwas Neues und erzielen
damit eine vierfache Ausnutzung.
«Alles dazwischen hätte viel Geld gekostet,
ohne einen grossen Mehrwert zu bieten»,
erklärt der Architekt. Die vierfache
Ausnutzung überzeugte die Eigentümer,
sie entschieden sich für den Ersatzneubau.
GEWAGTE AUSGANGSLAGE
Rechtlich gesehen handelt es sich beim
neu gebauten Kreislaufwohnhaus um separate
Gebäude, die auf zwei Parzellen
stehen. Eine Voraussetzung war, dass
DER ERSATZNEUBAU
ERMÖGLICHTE
EINE VIERFACHE
AUSNUTZUNG.
beide Haushälften über gleich viel Wohnfläche
verfügen. Wo in einem Gebäudeteil
der Lift verbaut wurde, kompensierte
man im anderen Teil an Wohnfläche. Etwa
40 Dienstbarkeiten regeln heute die Nutzung
von Eingang, Tiefgarage etc. zwischen
den Parteien.
Stahlträger gliedern die Wohnräume.
BILD: GAUCH & SCHWARTZ
Während eine Partei im Quartier verwurzelt
ist und mit der erweiterten Familie
in der einen Gebäudehälfte wohnen wollte,
hatte der zweite Eigentümer andere Pläne:
Seine Haushälfte sollte in möglichst viele
kleine Mietwohnungen aufgeteilt werden
– ohne Anspruch auf Eigennutzung. Der
Neubau verfügt über zwei längliche Gebäudeflügel.
Der eine Flügel enthält drei
von Familienmitgliedern selbst bewohnte
Einheiten plus zwei Mietwohnungen;
im anderen Gebäudeteil sind acht kleinere
Mietwohnungen untergebracht, die der
Eigentümer selbst verwaltet. «Den Neubau
gemeinsam zu realisieren, war eine
Herausforderung und sicherlich auch ein
Wagnis für die Eigentümer wie auch für uns
Architekten», sagt Beda Troxler.
BAULICHE HERAUS
FORDERUNGEN
In enger Zusammenarbeit mit Büeler
Fischli Bauingenieure planten die Architekten
das statische Konzept. Aufgrund
42
IMMOBILIA / Dezember 2025
10
Fassadenseitig sind die Stahlträger mit Holzbalken
ausgestattet. BILD: GRASER TROXLER ARCHITEKTEN
Das Mehrfamilienhaus steht auf zwei Parzellen, beide Gebäudehälften
verfügen über andere Innenleben. BILD: PHILIP HECKHAUSEN
enger Platzverhältnisse vor Ort mussten
die Bauschritte möglichst effizient erfolgen.
So wurde nicht geschossweise,
sondern gewerksweise gebaut, was eine
schnelle Ausführung ermöglichte. Gestartet
hat der Baumeister mit dem Betonieren
von Untergeschoss, Tiefgarage und
Brandmauer. Die 30 cm dicke Brandmauer
(Feuerwiderstand von 180 Min.) trennt
die beiden Gebäudehälften voneinander ab.
Brandmauer und Tiefgarage sind auch die
einzigen Elemente am Bau, die aus Beton
und folglich nicht wiederverwendbar sind.
«45% der grauen Energie des Hauses stecken
im betonierten Untergeschoss und in
der Brandmauer», erklärt der Architekt.
Im Anschluss an die Baumeisterarbeiten
erfolgte der Aufbau der Stahlträger, die
der Stahlbauer zuvor in seinem Werk vorbereitet
hatte. In nur zwei Mal zwei Wochen
und mit lediglich drei Arbeitern vor
Ort wurde der Stahlbau aufgerichtet – ganz
ohne Gerüst, nur mithilfe eines Krans. «Ein
äusserst effizienter Ablauf, der sich auch
positiv im Preis niederschlägt», sagt Beda
Troxler. Man bezahle quasi ein «Hochregallager».
Zum Schluss übernahm der Holzbauer
die Baustelle.
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BAU & HAUS
KREISLAUFWOHNHAUS
Vorgefertigte Raumelemente mit Stahlbauteilen
und Holoridblechdecken
BILD: GRASER TROXLER ARCHITEKTEN
KREISLAUF GEDANKE
Die aus Recyclingstahl gefertigten
Stahlträger des Gerüsts, das wie ein
Hochregal konzipiert ist, lassen sich dank
Schrauben- und Bolzen-Verbindungen
unbeschadet rückbauen. Die Kammern
der Stahlbauteile wurden mit Holzbalken
ausgerüstet, um schonende Holz-Holz-
Verbindungen zu ermöglichen. Alle Innenwände
sind nicht tragende Elemente. Dies
erlaubt ohne grossen Aufwand zukünftige
Änderungen der Raumkonfiguration.
Die Fassade ist demontierbar, ohne dass
die Grundstruktur tangiert wird. «Wo wir
den Kreislaufgedanken leider nicht durchziehen
konnten, ist bei den Decken», sagt
Beda Troxler. Die Decken bestehen aus Holoridblech
und 7 bis 12 cm Beton. Bei einem
Rückbau des Gebäudes müssten sie herausgeschnitten
werden und wären danach
nicht mehr wiederverwendbar. Immerhin
konnten die Architekten den Betoneinsatz
minimieren: Normalerweise sind Betondecken
25 cm dick.
2023 wurde das Haus mit dem Prix Acier
des Stahlbau Zentrums Schweiz ausgezeichnet.
Die Laudatio betonte den Kreislaufgedanken:
«Eigenschaften, die für die
Kreislaufwirtschaft notwendig sind, wurden
hier exemplarisch umgesetzt. Der
räumliche Aufbau des Hauses ist so konzipiert
und technisch umgesetzt, dass die
einzelnen Elemente der Konstruktion demontiert
und wiederverwendet werden
können. So kann das Haus auch problemlos
wechselnden Bedürfnissen angepasst
oder wieder rückgebaut werden.»
STAHL ALS BAUSTOFF
Gewagt war nicht nur die Ausgangslage,
sondern auch der Einsatz von Stahl. «Ohne
die Offenheit beider Parteien hätten wir
MIT DEM STAHLBAU
WOLLTEN WIR
KONVENTIONEN
HINTERFRAGEN.
BEDA TROXLER
Stahl nicht als Baustoff und Gestaltungselement
einsetzen können», erklärt der Architekt.
Stahl sei immer noch ein Exot und
habe einen schlechten Ruf – die Brandthematik
schrecke viele ab. Stahl brauche
behandelnde Massnahmen wie Brandschutzanstriche,
damit er die Brandschutzbestimmungen
erfülle und im Wohnbau
eingesetzt werden könne. «Wir wollten mit
Brandmauer, Liftschacht, Treppenhaus und
Tiefgarage sind aus Beton. BILD: GAUCH & SCHWARTZ
dem Stahlbau auch Konventionen hinterfragen
und zur Diskussion anregen», sagt
Beda Troxler. Als Gestaltungselement sei
der Baustoff aber unglaublich interessant.
Durch den Einsatz von Stahl konnte beispielsweise
16 cm Raumhöhe gewonnen
werden. Die Stahlträger im Innern verleihen
dem Gebäude Charakter und machen
sichtbar, wie es konstruiert ist.
WEITERE INFOS
Architektur: Graser Troxler Architekten, Zürich
Bauingenieure: Büeler Fischli Bauingenieure
Bauherrschaft: privat
Standort: Herbstweg, Zürich Oerlikon
Bauzeit: Sommer 2019 bis Winter 2021
*YVONNE
LEMMER
ist Chefredaktorin der Zeitschrift
Immobilia.
IMMOBILIA / Dezember 2025 45
BAU & HAUS
DIGITALISIERUNG IM GEBÄUDEBESTAND
MIT GEBÄUDE -
AUTO MATION
ENERGIE SPAREN
Der Schweizer Gebäudebestand ist ein
zentraler Hebel für die Erreichung der
Energieziele. Mit einem jährlichen Energieverbrauch
von rund 90 TWh – das
entspricht ca. 40% des nationalen Endenergiebedarfs
– steht die Immobilienbranche
unter starkem Modernisierungsdruck.
Um die Energie strategie-
Ziele 2050 zu erreichen, muss der Verbrauch
laut BFE auf 65 TWh sinken.
TEXT—JÜRG HERZOG*
Die Strategie «Gebäudepark 2050» des BFE gibt klare Ziele vor: In der Schweiz muss bis 2050 die Energieeffizienz jedes Gebäudes messbar und
transparent sein. Bereits im Jahr 2030 soll die energetische Betriebsoptimierung für alle Gebäude verpflichtend werden. BILD: ZVG
GEBÄUDEAUTOMATION
UNTERSTÜTZT UMWELTZIELE
ESG-Vorgaben, behördliche Pläne
zur Dekarbonisierung sowie wachsende
Anforderungen an Komfort und Wirtschaftlichkeit
erfordern neue Konzepte,
insbesondere für bestehende Bauten. Umso
wichtiger ist es, die Betriebsleistungen
durch intelligente Systeme zu optimieren.
Am Markt sind entsprechende Plattformlösungen
verfügbar, mit denen Gebäude bedarfsgerecht
geregelt und vernetzt werden
können. Gebäudeautomation unterstützt
die Umweltziele und verlängert den Lebenszyklus
von Immobilien deutlich, was
natürlich sehr positive Auswirkungen auf
die Wirtschaftlichkeit hat
POLITISCHE IMPULSE, REGULA
TORISCHE ANFORDERUNGEN
Die Strategie «Gebäudepark 2050» des
Bundesamts für Energie (BFE gibt klare
Ziele vor: Bis 2030 soll die energetische
Betriebsoptimierung für alle Gebäude
verpflichtend werden. Bis 2050 muss die
Energieeffizienz jedes Gebäudes messbar
und transparent sein. Internationale
Standards wie SNBS, LEED, DGNB/SGNI
oder WELL bieten dabei verlässliche Orientierungspunkte
für eine nachhaltige Sanierung.
Die bekannten Effizienzklassen
A/B/C und die Norm ISO 52120 dienen als
Referenz für die Effizienzbewertung von
Gebäudeautomationssystemen und erleichtern
die systematische Integration in
bestehende Nachhaltigkeitsstrategien.
MIT DIGITALISIERUNG DEN
GEBÄUDEBESTAND ZUKUNFTS
FÄHIG MACHEN
Durch Digitalisierung sorgt moderne
Gebäudeautomation (GA) für die präzise,
bedarfsgerechte Regelung von Klima,
Licht und Beschattung – automatisch und
energieeffizient. Die GA bildet damit die
Grundlage für einen nachhaltigen und wirtschaftlichen
Betrieb im Neubau wie auch
im Bestand. Besonders wirkungsvoll wird
Automation, wenn Systeme kontinuierlich
Daten erfassen, analysieren und daraus automatisch
Optimierungen ableiten. So lassen
sich Energieflüsse sichtbar machen
und Betriebsprozesse anpassen, je nach
Nutzung, Tageszeit oder Belegung. Studien
belegen Einsparungen von bis zu 40%.
Gleichzeitig verbessern sich Sicherheit,
Raumklima und Nutzerkomfort deutlich.
Im Gebäudebestand liegt ein enormes,
oft unterschätztes Potenzial: Viele ältere
Liegenschaften sind kaum oder gar nicht
automatisiert, obwohl der Energieverbrauch
dort besonders hoch ist. Modulare
Automationssysteme schaffen die Voraussetzungen
für eine schrittweise Nachrüstung,
ohne tiefgreifende bauliche Eingriffe.
INTELLIGENTE VERNETZUNG
SCHAFFT FLEXIBILITÄT
Bestehende und neue Gebäudekomponenten
können mittels offener Plattformen,
wie etwa Building X aus dem
Siemens-Xcelerator-Portfolio, zu einem
ganzheitlichen, datenbasierten System
verbunden werden. Sie schaffen die Grundlage
für Transparenz, Skalierbarkeit und
datengetriebene Optimierung über den
gesamten Lebenszyklus. Standardisierte
Schnittstellen wie BACnet Secure Connect
– das derzeit einzige standardisierte Cybersicherheitsprotokoll
für die Gebäudeautomation
– sowie IP-basierte Netzwerke
46
IMMOBILIA / Dezember 2025
32
sichern langfristige Kompatibilität und ermöglichen
die sichere Integration neuer
Funktionen.
IoT-basierte Sensoren und Algorithmen
machen Energieflüsse nicht nur sichtbar,
sondern erlauben auch prädiktive Wartung.
Das senkt ungeplante Ausfallzeiten,
verlängert die Lebensdauer technischer
Anlagen und verbessert die Verfügbarkeit
– ein entscheidender Vorteil im wirtschaftlichen
Betrieb älterer Gebäude.
NUTZERKOMFORT UND
GESUNDHEIT VERBESSERN
Auch in Bestandsgebäuden rückt das
Wohlbefinden der Nutzer zunehmend
in den Fokus. Automatisierte Systeme
schaffen ein gesundes Raumklima durch
adaptive Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit
und Frischluftzufuhr. Digitale
Sensoren erfassen kontinuierlich Werte
wie CO2-Konzentration oder Feinstaubbelastung
und ermöglichen eine optimale
Luftqualität. Dies steigert den Komfort
und wirkt sich messbar auf Gesundheit,
Produktivität und Zufriedenheit der Gebäudenutzenden
aus.
WIRTSCHAFTLICHKEIT UND
LEBENSZYKLUSBETRACHTUNG
Die Gebäudemodernisierung erfordert
eine vorausschauende Investitionsplanung.
Dabei sollten nicht nur die
Anschaffungskosten, sondern auch die Lebenszykluskosten
berücksichtigt werden
– von Betrieb und Wartung über Umbau
bis hin zum Rückbau. Moderne Gebäudeautomation
amortisiert sich häufig bereits
Das Wohlbefinden der Gebäudenutzer rückt zunehmend in den Fokus. Automatisierte Systeme,
die mit IoT-Sensoren und Algorithmen ausgestattet sind, schaffen ein gesundes Raumklima
durch adaptive Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Frischluftzufuhr. BILD: ZVG
nach wenigen Jahren – durch geringere
Energiekosten, optimierte Wartungsprozesse
und die Vorteile vorausschauender
Instandhaltung. Zusätzlich verbessert sie
die ESG-Bilanz, steigert den Immobilienwert
und erhöht die Attraktivität für Investoren
und Mietende. Zudem unterstützen
zahlreiche Förderprogramme gezielt energetische
Modernisierungsmassnahmen.
MODULARE UMSETZUNG
Für bestehende Bauten eignet sich ein
modularer Modernisierungsansatz besonders
gut. Häufig beginnt die Automatisierung
mit zentralen HLK-Gewerken
(Heizung, Lüftung, Klima) und dem Aufbau
eines digitalen Energiemonitorings.
Aufbauend darauf lassen sich weitere
Funktionen wie Beleuchtung, Beschattung
oder Luftqualitätsmanagement schrittweise
integrieren. Diese etappenweise
Vorgehensweise ermöglicht eine effiziente
Investitionsplanung, reduziert Risiken
und schafft Raum für betriebliche Lernprozesse,
insbesondere bei komplexen
oder heterogenen Bestandsstrukturen.
Zudem lassen sich bestehende Systeme
häufig in die neue Architektur einbinden,
was Ressourcen schont und Kosten spart.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die
technologischen Lösungen für energieeffiziente
Immobilien sind etabliert und praxiserprobt.
Die systematische Integration
von Gebäudeautomationssystemen ist ein
wesentlicher Baustein für die Umsetzung
der Schweizer Energie- und Klimaziele.
*JÜRG HERZOG
Der Autor ist Country Head
Smart Infrastructure bei
Siemens Schweiz AG.
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Ich bin Reinigerin
und sorge für Sauberkeit
und Ordnung.
vebego.ch
IMMOBILIA / Dezember 2025 47
PUBLIREPORTAGE
DECKENTRÄGER UND STÜTZEN
AUS ALTEN SCHIENEN
Nachhaltigkeit bedeutet für SBB Immobilien, bei allen Arealentwicklungen
ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermassen
zu berücksichtigen. Der Kreislaufwirtschaft – also dem
Wiederverwenden von Bauteilen – kommt dabei immer grösseres
Gewicht zu.
Beatrice Bichsel,
Leiterin SBB Immobilien
Kreislaufwirtschaft ist heute
in vielen Bereichen selbstverständlich.
Wir sammeln Altglas
und -papier, weil uns klar
ist: Wertstoffe zu vernichten,
statt sie erneut zu nutzen, wäre
eine Verschwendung. In anderen
Bereichen hat sich Kreislaufwirtschaft
aber noch nicht
durchgesetzt. Zum Beispiel in
der Baubranche. «Kreislaufwirtschaft
steckt im Hochbau
noch in den Kinderschuhen»,
weiss Beatrice Bichsel, Leiterin
von SBB Immobilien. «Die
Produktionsprozesse der Bauwirtschaft
sind nicht auf die
Verwendung schon einmal
verbauter Materialien ausgerichtet.»
Weil an der Kreislaufwirtschaft
aber langfristig
kein Weg vorbei führe, brauche
es Pioniere, die Knowhow
erarbeiten und neue Prozesse
entwickeln. «Wir wollen dieses
Knowhow aufbauen und
mit der Branche weiterentwickeln», sagt Beatrice Bichsel. «Wir
wollen mit starken Partnern – den Standortgemeinden, Planern
und Bauunternehmen – lernen, ausprobieren und Erfahrungen
sammeln, um tragfähige Lösungen für die Kreislaufwirtschaft
der Zukunft zu schaffen.»
SBB Immobilien verwandelt Flächen, die der Bahnbetrieb nicht
mehr benötigt, zu «Arealen der Zukunft»; gegenwärtig verfolgt das
Unternehmen rund 150 Anlageprojekte in der ganzen Schweiz.
Warum wird dabei Kreislaufwirtschaft immer wichtiger? «Wir
sind der grösste Dienstleister im Bereich nachhaltige Mobilität»,
so Beatrice Bichsel. «Nachhaltigkeit ist daher ein wichtiger Teil
unserer Identität.» Die SBB verfolgt ambitionierte Absenkpfade
hinsichtlich des CO2-Ausstosses, und da sei zum Beispiel die
graue Energie, die im Material steckt, ein wichtiger Hebel.
Das Konzept der Kreislaufwirtschaft schlägt sich bei der SBB an
zahlreichen Stellen nieder: Alter Schotter wird aufbereitet und
wiederverwendet, bis 2030 soll die Kreislaufquote des Schotters
eindrückliche 50 Prozent betragen. An vielen Bahnhöfen können
Reisende die Wertstoffe Papier, PET und Aluminium getrennt
entsorgen. «Zudem bereiten wir auch altes Mobiliar auf und verwenden
es erneut in unseren Büros», liefert Beatrice Bichsel ein
weiteres Beispiel. Und jetzt setzt die SBB also auch beim Hochbau
auf Kreislaufwirtschaft. «Am Anfang jedes Projekts steht
heute die Frage: Was brauchen wir wirklich? Was ist genug?»,
sagt Beatrice Bichsel. «Durch reduzierte Anforderungen und Bedarfe,
einen intelligenteren Materialeinsatz sowie die Verwendung
nachhaltiger und wiederverwendeter Materialien reduzieren
wir Ressourcen- und Energieverbrauch.»
Geprüft wird auch, ob aufbereitetes Material eingesetzt werden
kann. Ein Vorzeigeprojekt ist in dieser Hinsicht das Gebäude X
auf dem Areal Werkstadt in Zürich. Dort werden zwölf Kilometer
gebrauchte Eisenbahnschienen für die Grundkonstruktion des
Gebäudes genutzt, auch gebrauchte Fenster aus ausgemusterten
Eisenbahnwaggons kommen zum Einsatz. «Wichtig ist die Wiederverwendung
vor allem bei materialintensiven Bauteilen», wie
Beatrice Bichsel sagt.
Die SBB besitzt mit über 77 Millionen Tonnen Material eine der
grössten Materialbanken der Schweiz. Gegenwärtig wird dafür
ein Inventar aufgebaut, das die Kreislaufwirtschaft deutlich
vereinfachen kann. Doch die Herausforderungen bleiben gross:
Wiederverwendung führt gegenüber einem Neubauprojekt zu
Mehrkosten für die Bauteilsuche, Eignungsprüfung, Planung,
Lagerung und den Einbau wiederverwendeter Materialien. «Zudem
sind viele Behörden noch nicht mit solchen Projekten vertraut»,
weiss Beatrice Bichsel. Sie spüre aber, dass das Konzept
überall grundsätzlich auf Wohlwollen stosse – «weil allen klar
ist: Kreislaufwirtschaft wird immer wichtiger.» Und je stärker
grosse Akteure wie SBB Immobilien Kompetenzen bezüglich
Kreislaufwirtschaft entwickeln, desto eher wird diese auch im
Hochbau zur Selbstverständlichkeit.
SBB AG
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Trüsselstrasse 2
3000 Bern 65
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48
1 IMMOBILIA / Dezember 2025
Trauen Sie keiner Bodenheizung
über 35 Jahren!
Beschweren sich Bewohner über kalte Böden, trotz Bodenheizung? Verwalten oder besitzen
Sie Liegenschaften mit Bodenheizungen, die seit über 35 Jahren in Betrieb sind? Dann
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KÖNNEN BODENHEIZUNGEN ALTERN?
Von 1970 bis in die Neunzigerjahre verwendete
man simple Plastikrohre für Bodenheizungen.
Diese Rohre altern. Das
führt zu Versprödungen und Verschlammungen
– oder sogar zu Leckagen. In
jedem Fall aber nimmt die Heizleistung
immer mehr ab. Das Problem ist seit langem
bekannt, und während vieler Jahre
war ein Komplettersatz der Bodenheizung
der einzige Weg.
OHNE BAUSTELLE SANIEREN
Seit 1999 saniert die Naef GROUP in der
ganzen Schweiz Bodenheizungen mit
dem HAT-System, einer Innovation des
Schweizer Ingenieurs Werner Näf. Eine
Sanierung mit dem HAT-System ist rund
zehnmal schneller als ein Totalersatz –
und die Bewohner können während der
gesamten Sanierungsphase in ihren vier
Wänden wohnen bleiben.
SANIERUNG NÖTIG UND MACHBAR?
Sind die Rohre bereits zu stark versprödet,
lassen sie sich auch mit dem HAT-
System nicht mehr retten. Eine Analyse
der Bodenheizung lässt aber eine verlässliche
Aussage über die Machbarkeit
und Notwendigkeit einer Sanierung zu.
Dabei werden sämtliche Komponenten
der Bodenheizung miteinbezogen, und
die Ergebnisse anhand von normierten
SWKI-Richtlinien ausgewertet.
SO WIRD SANIERT
Als Erstes werden die Rohre mit Druckluft
getrocknet. Dann erfolgt die Innenreinigung
durch einen schonenden und chemiefreien
Feinschliff. Schlammrückstände
und Verkrustungen werden entfernt.
Nun werden die Rohre von innen mit einem
eigens entwickelten Material nahtlos
beschichtet. Dadurch entsteht ein neues
Rohr im Rohr. Funktionalität und Haltbarkeit
einer Bodenheizung verlängern sich
für die nächste Generation.
WIE STEHT ES UM DIE GARANTIE?
Wir bieten eine 10-jährige Garantie mit
dem Original HAT-System, weil es das
einzige Rohrinnensanierungsverfahren
ist, das Kunststoff-Bodenheizungen gemäss
DIN-Norm 4726 sauerstoffdicht
macht und so die Alterung stoppt. Darüber
hinaus werden auch gleich alle anderen
wesentlichen Komponenten der
Bodenheizung gewartet oder ersetzt.
10-jährige Garantie unterstrichen.
AUF KEINEN FALL SPÜLEN!
Seit vielen Jahren werden von diversen
Anbietern auch Spülungen und Reinigungsverfahren
angeboten. Es ist wichtig
zu wissen, dass damit das eigentliche
Problem – die Versprödung des Rohrmaterials
– nicht behoben wird. Mit dem
HAT-System wird eine Bodenheizung hingegen
tatsächlich saniert und in einen
neuwertigen Zustand versetzt.
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DER LEHRGANG!
Ein realistischer Verkehrswert ist für den
erfolgreichen Marktauftritt einer Immobilie
essenziell. Als Entscheidungs grund lage für
Investitions-, Verkaufs- oder Bestands -
entscheide nimmt die Immobilien bewertung
deshalb eine wichtige Rolle ein. Wer sorgfältig
bewertet, schafft die Voraussetzungen,
dass Kapital richtig eingesetzt und Erträge
erzielt werden können.
TEXT—RAFFAEL WEHRLI*
BILD: PHUSHUTTER, STOCK.ADOBE.COM
Die Bewertung von
Immobilien ist
zeitintensiv, aber
unverzichtbar.
Es braucht mehr
Fachleute, die sich
auf die Bewertung
spezialisieren.
DIE AUSBILDUNG BEI DER
SVIT SCHOOL AG
Sie haben bereits Erfahrung in
der Immobilienbranche und
wollen sich im Bereich der
Bewertung spezialisieren?
Dann hat die SVIT School AG
mit dem Vorbereitungslehrgang
FA Immobilien bewertung die
ideale Ausbildung für Sie. Dank
der Verbandsnähe und erfahrener
Dozierenden aus der Immobilienbranche
ermöglicht die
SVIT School AG einen hohen
Praxisbezug im Unterricht und
stellt sicher, dass die Ausbildung
den Anforderungen der Immobilienbranche
entspricht.
Nächster Start des
Vorbereitungs lehrgangs
FA Immobilienbewertung bei
der SVIT School AG ist für
Januar 2026 geplant, mit Durchführungen
an den Standorten in
Bern und Zürich (Greencity).
MARKTKENNTNIS
UND ANALYSE
KOMPETENZ
Der Verkehrswert einer
Immobilie wird von zahlreichen
Faktoren bestimmt und
ist dementsprechend dynamisch.
Relevante Faktoren
sind etwa die Verkehrsanbindung,
Instandhaltungs- und
Sanierungskosten, baurechtliche
Einschränkungen, Zonenordnungen,
Einkaufsmöglichkeiten
– und natürlich ist auch
die Lage stets ein zentrales
Element einer Bewertung.
Ebenso entscheidend ist die
bauliche Substanz, das Baujahr
und der Modernisierungsstand.
Diesbezüglich stellen
sich verschiedene Fragen: Wie
oft kommen vergleichbare
Objekte auf den Markt? Entspricht
das Objekt noch den
aktuell geltenden rechtlichen
Anforderungen? All dies sind
wesentliche Faktoren, die in
eine Bewertung einfliessen.
Eine fundierte Bewertung
umfasst daher sowohl Objektund
Ausstattungsmerkmale als
auch die energetische Effizienz
und die Einbettung in die
Umgebung. Ebenso stellt sich
die Frage, ob das Objekt den
zeitlichen Anforderungen noch
entspricht. All diese und weitere
Punkte müssen zusammengetragen
werden, um eine
verlässliche Berechnung erstellen
und eine aussagekräftige
Bewertung machen zu
können.
VIELFÄLTIGE EINSATZ
GEBIETE
Immobilienbewertung ist
nicht auf den Privatmarkt beschränkt.
Institutionelle Akteure
wie Investoren, Banken,
Pensionskassen und Versicherungen
sind ebenso auf präzise
Bewertungen angewiesen. Nur
wenn der tatsächliche Wert
einer Immobilie bekannt ist,
kann diese in einem Portfolio
richtig eingestuft werden, sei
dies im privaten Bereich oder
in einem Anlagefonds. Fachpersonen
der Immobilienbewertung
sind daher in den
unterschiedlichsten Organisationen
tätig: so zum Beispiel
bei spezialisierten Bewertungsunternehmen,
Banken,
Versicherungen oder bei öffentlichen
Verwaltungen. Für
Absolventinnen und Absolventen
dieses Lehrgangs eröffnet
sich damit ein vielfältiges Tätigkeitsgebiet
mit abwechslungsreichen
Aufgaben.
DER FACHAUSWEIS
Kandidierende für den eidgenössischen
Fachausweis
Immobilienbewertung absolvieren
eine umfassende Ausbildung,
bei der sie unter anderem
in Recht, baulichen Kenntnissen,
Bewertungs methoden, Finanzmathematik,
DCF, BWL
und VWL geschult werden. Anschliessend
an den Lehrgang
folgt die eidgenössische Prüfung,
an der das erlangte Wissen
sowohl schriftlich als auch
mündlich abgefragt wird. Organisiert
und durchgeführt wird
die eidgenössische Prüfung von
der Schweizerischen Fachprüfungskommission
Immobilienwirtschaft,
die auch die
Lernziele und die Zulassungsbedingungen
zur Prüfung vorgibt
– dazu gehören unter
anderem drei Jahre hauptberufliche
Praxiserfahrung in der
Immobilienbranche.
Ausführliche Informationen
und die Anmeldemöglichkeit
finden Sie unter: svit-school.ch.
Bei Fragen steht Ihnen das Team
der SVIT School AG im Greencity
gerne beratend zur Seite.
SUBJEKTFINANZIERUNG
DES BUNDES
Unser Vorbereitungslehrgang
befindet sich auf der
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Kurse mit eidgenössischer
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Kursteilnehmenden,
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zu beantragen.
*RAFFAEL
WEHRLI
Der Autor ist
Lehrgangskoordinator
bei der
SVIT School AG.
50
IMMOBILIA / Dezember 2025
IMMOBILIENBERUF
KUB-LUNCHGESPRÄCH
LÖSUNGEN FÜR
DIE MOBILITÄT DER
ZUKUNFT
Die Zeiten, als pro Wohnung 1,5 oder mehr
Parkplätze erstellt wurden, sind vorbei – vor
allem im urbanen Raum. Gesetzliche Vorgaben
verlangen heute oft geringere Zahlen.
Zudem haben sich die Bedürfnisse vieler Bewohner
geändert. Am 86. Lunchgespräch
der Kammer unabhängiger Bauherrenberater
(KUB) stellte Arjan Vlaskamp von Allride
moderne Mobilitätskonzepte mit Sharing-
Angeboten für Autos, Cargo- und E-Bikes vor.
TEXT—RETO WESTERMANN*
Allride-Chef Arjan Vlaskamp sprach über Mobilitätskonzepte. BILD: ZVG
VERZICHT AUFS
ZWEIT- UND DRITTAUTO
Gebäude sind zwar immobil,
trotzdem spielt die Mobilität bei
Bauprojekten – vor allem im
städtischen Raum – heute eine
wichtige Rolle. Denn neuer
Wohnraum oder zusätzliche
Arbeitsplätze lösen einerseits
immer auch Verkehr aus. Andererseits
benötigen die Fahrzeuge
der Bewohner- und
Nutzerschaft – allen voran die
Autos – teuer zu erstellende Parkierungsflächen.
Vor allem für
grössere Bauprojekte kommen
deshalb heute Mobilitätskonzepte
zur Anwendung, die meist
das Ziel verfolgen, die Anzahl
der Autofahrten und den Platzbedarf
für die Parkierung möglichst
klein zu halten. Ein oft
genutzter Ansatz sind Konzepte,
bei denen die Nutzerinnen und
Nutzer der Gebäude möglichst
auf eigene Autos verzichten und
stattdessen Sharing-Angebote
nutzen. Diese umfassen nicht
nur Autos, sondern meist auch
Lastenfahrräder oder E-Bikes.
Einer der Anbieter in diesem
Bereich – im Fachjargon Mobility
as a Service (MaaS) genannt –
ist Allride, die Mobilitätsplattform
der AMAG-Gruppe.
Allride-Chef Arjan Vlaskamp
begründete am 86. Lunchgespräch
der KUB, warum ausgerechnet
ein Autoimporteur
Velos vermietet, welche Anforderungen
an die Mobilität bei
heutigen Bauprojekten gestellt
werden, welche Vorteile Sharing-Angebote
haben und wohin
die Zukunft führen könnte – etwa
bei der Integration von Sharing-Elektrofahrzeugen
als
Speicher für die Energieversorgung
von Arealen.
MOBILITÄT SOLL
BEQUEM SEIN
«Die Zahl der Neuzulassungen
hat in den letzten Jahren
j eweils etwas abgenommen»,
klärte Vlaskamp den scheinbaren
Widerspruch von Autoimporteur
und Velovermieter auf.
Der Trend gehe dahin, zugunsten
von Sharing-Fahrzeugen
zumindest aufs Zweit- oder
Drittauto zu verzichten. «Deshalb
will die AMAG-Gruppe
rechtzeitig neue Geschäftsfelder
erschliessen und dazu gehört
auch das Anbieten von
Mobilitätsdienstleistungen.»
Elektroautos, Cargo-Bikes oder
E-Bikes vermietet Allride etwa
auf dem Papieri-Areal in Cham
oder in der Genossenschaftssiedlung
«Mehr als Wohnen» in
Winterthur. Mit solchen Angeboten
im Auftrag der Arealbesitzer
hilft Allride bei der
Erreichung lokaler Klimaziele,
dem Erfüllen von Zertifikatsvorgaben
oder der effizienten
Nutzung der aufgrund von Vorschriften
sinkenden Anzahl
Parkplätze – so erlaubt die Stadt
Bern bei neuen Wohnbauten etwa
nur noch 0,2 Parkplätze pro
Wohnung. Doch auch die Präferenzen
der Bewohnerschaft
spielen eine Rolle: «Viele wünschen
sich eine möglichst bequeme
Mobilität, bei der sie
sich um nichts kümmern müssen
– also etwa keinen Autokauf,
keinen Service oder keine
Versicherung», sagte Vlaskamp.
Für die Bauherrschaften hätten
gescheite Mobilitätskonzepte
aber ebenfalls Vorteile: «Durch
die geringere Parkplatzzahl
kann unter Umständen mehr
teurer vermietbare Fläche geschaffen
werden.»
MOBILITÄTSKONZEPTE
FRÜH PLANEN
Der Mehrwert von Mobilitätskonzepten
war eines der
Themen, über die am KUB-Anlass
anschliessend in kleinen
Gruppen diskutiert wurde. Die
Gespräche an den vier Whiteboards,
aber auch danach im
Plenum zeigten: Die Mobilität
beeinflusst die Entwicklung und
Planung von Immobilienprojekten
auf diversen Ebenen. So etwa
bei der Ausrichtung auf die
angepeilten Zielgruppen, der
Wirtschaftlichkeit, der Einhaltung
baurechtlicher Vorgaben
oder dem Energiemanagement
– sei es für die Nutzung von
Solarstrom oder bei der Einbindung
von Fahrzeugen als
Energiespeicher. Letzteres wurde
in den Diskussionen eher kritisch
betrachtet, weil sich hier
unter Umständen die rege Nutzung
der Fahrzeuge und deren
Verfügbarkeit zur Speicherung
von Solarstrom in die Quere
kommen könnten. Herausforderungen
sahen die Bauherrenberaterinnen
und -berater auch
beim Übergang vom Bau zum
Betrieb: «Vieles von dem, was in
EINE GERINGERE
PARKPLATZZAHL
SCHAFFT UNTER
UMSTÄNDEN
PLATZ FÜR
MEHR TEURER
VERMIETBARE
FLÄCHE.
ARJAN VLASKAMP
der Projektierung für die Mobilitätskonzepte
detailliert
erarbeitet wird, geht bei der
Übernahme durch den Arealbetreiber
gerne verloren», fasste
einer der Anwesenden die Problematik
zusammen. Nicht
zuletzt deshalb sollte gemäss
Allride-Chef Arjan Vlaskamp
der Mobilitäts-Anbieter frühzeitig
ausgewählt werden. Ebenso
wichtig sei es, die benötigten
Flächen für die Mobilitätsangebote
früh festzulegen. «Erfahrungsgemäss
geschieht das
eher zu spät und führt dann zu
Kompromisslösungen – deshalb
sollten Sie als Bauherrenberaterinnen
und -berater hier ein
Auge darauf haben», brachte es
Vlaskamp auf den Punkt.
NÄCHSTE TERMINE
KUB-Lunchgespräche 2026:
8. April / 3. Juni / 17. November
Ort und Zeit: Hercules Club, Rennweg
55, Zürich, 11.15–14.00 Uhr
Details/Anmeldung: www.kub.ch
* RETO
WESTERMANN
Der Autor ist Journalist
BR, dipl. Arch.
ETH, Mit inhaber der
Alpha Media AG und
Kommunikationsbeauftragter
der KUB.
IMMOBILIA / Dezember 2025 51
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STATT NUR DABEI:
DIE ZUKUNFT IST JETZT
Die Immobilienvermarktung wird laufend
komplexer. Wie gelingt es, die grossen
Herausforderungen zu meistern – und
zugleich die sich bietenden Chancen zu
erkennen und zu nutzen? Die Makler-
Convention 2025 gab Antworten darauf.
TEXT—RUEDI TANNER*
Mario Facchinetti,
Unternehmer und
Leiter des Studiengangs
Real Estate
Management HWZ
Major Digital & AI,
analysierte die
Treiber im Immobilienmarkt
im
Hinblick auf den
voranschreitenden
Einsatz von KI.
BILDER: ALESSANDRO DELLA BELLA
Die Panelteilnehmenden blickten gemeinsam in
die Zukunft der Immobilienvermarktung.
Matthias Holzhey, Immobilienökonom, UBS Chief Investment
Office, und Christine Eugster, Partnerin bei Wüest Partner.
Nach Referaten und Panelgespräch
wurde rege weiter diskutiert.
AKTUELLE
DYNAMIKEN
«The Future is now! – Chancen
erkennen, Herausforderungen
meistern, Zukunft
gestalten»: Der Titel der diesjährigen
Makler-Convention
der Schweizerischen Maklerkammer
SMK in Zürich nahm
die aktuellen Dynamiken in der
Immobilienvermarktung auf.
Gemeinsam mit der Referentin
Christine Eugster, Partnerin
bei Wüest Partner, und den
Referenten Matthias Holzhey,
Immobilienökonom, UBS
Chief Investment Office, und
Mario Facchinetti, Unternehmer
und Leiter des Studiengangs
Real Estate Management
HWZ Major Digital & AI,
wurden die Treiber im Immobilienmarkt
analysiert. Im
Vordergrund standen dabei
Zinsentwicklung, Finanzierungsvorgaben,
geringe Bautätigkeit
und digitale Disruption
gerade auch durch die voranschreitende
Etablierung von
künstlicher Intelligenz. Im
Panel nahmen Roman Timm,
CEO von newhome.ch, Milos
Nedic, Key Account Manager
von Immo Sparrow, Corina
Bühler, Inhaberin von Immoraum,
und Michael Racle, Inhaber
und CEO von visualista.ch,
die Inputs aus den Referaten
auf und blickten in die Zukunft
der Immobilienvermarktung.
QUALITÄT UND
STRATEGIE
Die Impulse der Expertinnen
und Experten bestätigten
das Kernanliegen der SMK:
Erfolg ist kein Zufall, sondern
das Resultat von Qualität und
Strategie. Das Bewusstsein,
dass die Zusammenarbeit mit
einer professionellen Maklerin,
einem professionellen Makler
zielführend ist, steigt mit den
Herausforderungen im Markt.
Denn entscheidend für den
Immobilienverkauf, der die
Verkäuferschaft und die Käuferschaft
zufriedenstellt, sind
die persönliche Beratung und
die fachliche Expertise von
Qualitäts-Maklerinnen und
-Maklern – von der Bautechnik,
der Immobilienbewertung und
-finanzierung bis zu umfassendem
rechtlichem Wissen, Marketing-
und Werbekenntnissen
sowie Versicherungsfragen. Beratung
und Expertise schaffen
Vertrauen und Sicherheit.
*RUEDI TANNER
Der Autor ist Präsident
der Schweizerischen
Maklerkammer
SMK und Mitinhaber
der Wirz Tanner Immobilien
AG in Bern.
IMMOBILIA / Dezember 2025 53
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über Marketing bis hin zum
Portfoliomanagement.
INHALT
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auf fünf Bereiche und vermittelt Führungsqualitäten,
wirtschaftliche Fähigkeiten,
Marketing-Know-how sowie Wissen in
den Bereichen Bewertung, Vermarktung,
Bewirtschaftung und Treuhand.
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Immobilienfachleute mit einem eidg. Fachausweis,
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SMART BUILDING –
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SCHAFTUNG UND
VERMARKTUNG VON
IMMOBILIEN
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INHALT
Künstliche Intelligenz verändert den Alltag
und bietet grosse Chancen in der Verwaltung
und Vermarktung von Immobilien. In
diesem Seminar wird aufgezeigt, wie KIgestützte
Anwendungen interne Abläufe
optimieren und gezielt im Arbeitsalltag
eingesetzt werden können. Dies wird anhand
praxisnaher Beispiele verdeutlicht.
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Vermarktung von Immobilien
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Management, ZHAW
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MIETZINSINKASSO
04. JUNI 2026
INHALT
Die rechtlichen Grundlagen aus dem OR
und SchKG werden aufgefrischt, mit Fokus
auf Zahlungsverzug des Mietzinses, das
Betreibungsverfahren, das Retentionsverfahren
und die Ausweisung von Mietparteien.
Anhand von konkreten Fällen
werden Lösungen skizziert und diskutiert.
ZIELPUBLIKUM
Fachpersonen aus der Immobilienwirtschaft
REFERENT
Oliver Pfitzenmayer, Stadtammann,
Betreibungsamt Winterthur-Stadt,
Dozent SVIT School
ORT / DATUM
Holiday Inn Zürich Messe,
Wallisellenstrasse 48, 8050 Zürich
04. Juni 2026, 09.00–17.15 Uhr
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Anmeldung über
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AN- BZW. ABMELDEKONDITIONEN FÜR ALLE SEMINARE (OHNE INTENSIVSEMINARE)
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt.
Kostenfolge bei Abmeldung: Eine Annullierung (nur schriftlich) ist bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos möglich,
bis 7 Tage vorher wird die Hälfte der Teilnahmegebühr erhoben. Bei Absagen danach wird die volle Gebühr fällig.
Ersatzteilnehmer werden ohne zusätzliche Kosten akzeptiert.
Programmänderungen aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.
SVIT School AG, Maneggstrasse 17, 8041 Zürich, Tel. 044 434 78 98
IMMOBILIA / Dezember 2025 55
IMMOBILIENBERUF
AUS- UND WEITERBILDUNG
BERUFSBILDUNGS -
ANGEBOTE DES SVIT
DIE ASSISTENZ- UND SACHBEARBEITERKURSE –
ANGEPASST AN ARBEITS- UND BILDUNGSMARKT
Die Assistenzkurse und der Sachbearbeiterkurs bilden einen festen Bestandteil des Ausbildungsangebotes
innerhalb der verschiedenen Regionen des Schweizerischen Verbandes
der Immobilienwirtschaft (SVIT). Die Assistenzkurse können in beliebiger Reihenfolge
besucht werden und berechtigen nach bestandener Prüfung zum Tragen des Titels
«Assistent/in SVIT». Zur Erlangung des Titels «Sachbearbeiter/in SVIT» sind die Assistenzkurse
in vorgegebener Kombination zu absolvieren. Als Alternative kann das Zertifikat
in Immobilienbewirtschaftung direkt mit dem Kurs in Sachbearbeitung erlangt
werden. Die Kurse richten sich insbesondere an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger
und dienen auch zur Erlangung von Zusatzkompetenzen von Immobilienfachleuten.
BILDUNGSANGEBOTE
SACHBEARBEITERKURSE
SACHBEARBEITER / IN
IMMO BILIEN-
BEWIRTSCHAFTUNG SVIT
SVIT AARGAU
10.03.2026 – 07.11.2026
Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr
Samstag, 08.00 – 14.10 Uhr
BSL Berufsschule, Lenzburg
SVIT BEIDER BASEL
11.02.2026 – 20.01.2027
Mittwoch, 08.15 – 16.45 Uhr
kv pro AG, Basel
SVIT BERN
09.09.2026 – 22.09.2027
Mittwoch, 16.15 – 20.30 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT GRAUBÜNDEN
09.01.2026 – 21.11.2026
Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr
Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr
HWS Graubünden, Chur
SVIT ZÜRICH
13.01.2026 – 20.10.2026
Dienstag, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
05.03.2026 – 10.12.2026
Donnerstag, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
18.08.2026 – 24.05.2027
Montag und Freitag
18.00 – 20.45 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
19.10.2026 – 23.08.2027
Montag, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
ASSISTENZKURSE
ASSISTENT / IN BEWIRT
SCHAFTUNG MIET
LIEGENSCHAFTEN SVIT
SVIT AARGAU
10.03.2026 – 20.10.2026
Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr
Samstag, 08.00 – 14.10 Uhr
BSL Berufsschule, Lenzburg
SVIT BEIDER BASEL
11.02.2026 – 14.10.2026
Mittwoch, 08.15 – 11.45 Uhr
kv pro AG, Basel
SVIT BERN
27.04.2026 – 23.09.2026
Montag, 18.00 – 20.30 Uhr
Samstag, 08.30 – 12.00 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT GRAUBÜNDEN
09.01.2026 – 09.05.2026
Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr
Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr
HWS Graubünden, Chur
SVIT SOLOTHURN
17.02.2026 – 02.07.2026
Dienstag und Donnerstag,
18.00 – 21.15 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Solothurn
SVIT ZENTRALSCHWEIZ
09.03.2026 – 06.07.2026
Montag und Mittwoch,
18.30 – 21.00 Uhr
Kasernenplatz 1, Luzern
SVIT ZÜRICH
04.03.2026 – 19.08.2026
Mittwoch, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
ASSISTENT / IN
IMMOBILIEN-
VERMARKTUNG SVIT
SVIT BERN
02.03.2026 – 15.06.2026
Montag, 17.45 – 21.00 Uhr
Samstag, 08.30 – 12.00 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT SOLOTHURN
06.10.2026 – 15.12.2026
Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr
Donnerstag, 18.00 – 21.15 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Solothurn
SVIT ZÜRICH
27.02.2026 – 10.07.2026
Freitag, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
ASSISTENT / IN BEWIRT
SCHAFTUNG STOCK-
WERK EIGENTUM SVIT
SVIT AARGAU
26.09.2026 – 03.11.2026
Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr
Samstag, 08.00 – 11.35 Uhr
BSL Berufsschule, Lenzburg
SVIT BEIDER BASEL
21.10.2026 – 11.11.2026
Mittwoch, 08.15 – 16.45 Uhr
kv pro AG, Basel
SVIT BERN
23.04.2026 – 02.07.2026
Donnerstag, 18.00 – 20.30 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT SOLOTHURN
11.08.2026 – 01.10.2026
Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Solothurn
SVIT ZENTRALSCHWEIZ
05.01.2026 – 23.02.2026
Montag und Mittwoch,
18.30 – 21.00 Uhr
Kasernenplatz 1, Luzern
SVIT ZÜRICH
18.03.2026 – 17.07.2026
Mittwoch, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
ASSISTENT / IN
LIEGENSCHAFTS
BUCH HALTUNG SVIT
SVIT AARGAU
Modul 1: 05.05.2026 – 25.08.2026
Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr
Modul 2: 01.09.2026 – 07.11.2026
Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr
Samstag, 08.00 – 10.45 Uhr
BSL Berufsschule, Lenzburg
SVIT BEIDER BASEL
Modul 1: 25.11./09.12.2026
Mittwoch, 12.45 – 16.00 Uhr
Modul 1: 18.11./02.12.2026
Mittwoch, 08.30 – 16.00 Uhr
Modul 2: 06.01./20.01.2026
Mittwoch, 12.45 – 16.00 Uhr
Modul 2: 16.12.2026/13.01.2027
Mittwoch, 08.30 – 16.00 Uhr
kv pro AG, Basel
SVIT BERN
Modul 1: 24.02.2026 – 28.04.2026
Dienstag, 17.30 – 20.00 Uhr
Modul 2: 05.05.2026 – 30.06.2026
Dienstag, 17.30 – 20.00 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT GRAUBÜNDEN
21.08.2026 – 26.09.2026
Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr
Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr
HWS Graubünden, Chur
SVIT SOLOTHURN
Modul 1: 13.10.2026 – 17.11.2026
Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr
Modul 2: 24.11.2026 – 19.01.2027
Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Solothurn
SVIT ZÜRICH
07.05.2026 – 29.10.2026
Donnerstag, 18.00 – 20.45 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
SVIT ZENTRALSCHWEIZ
Modul 1: 19.08.2026 – 16.09.2026
Modul 2: 12.10.2026 – 11.11.2026
Montag und Mittwoch,
18.30 – 21.00 Uhr
Kasernenplatz 1, Luzern
ASSISTENT / IN
IMMOBILIEN
BEWERTUNG SVIT
SVIT BERN
13.10.2026 – 10.12.2026
Dienstag und Donnerstag,
17.45 – 21.00 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Bern
SVIT SOLOTHURN
21.04.2026 – 25.06.2026
Dienstag und Donnerstag,
18.00 – 21.15 Uhr
Feusi Bildungszentrum, Solothurn
SVIT ZÜRICH
21.08.2026 – 04.12.2026
Freitag, 09.00 – 15.30 Uhr
SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon
COURS EN SUISSE
ROMANDE
COURS
D’INTRODUCTION À
L’ÉCONOMIE
IMMOBILIÈRE
3 × par an : début du cours en février
et en août à Lausanne et en
novembre à Genève
CERTIFICAT EN
COURTAGE IMMOBILIER
1 × par an : début du cours en
novembre, Lausanne
CERTIFICAT EN GESTION
TECHNIQUE DU
BÂTIMENT
1 × par an : début du cours en août,
Lausanne
CERTIFICAT DE SPÉCIA
LISTE EN LOCATION
1 × par an : début du cours en mars,
Lausanne
CERTIFICAT DE SPÉCIA
LISTE EN COMPTABILITÉ
IMMOBILIÈRE
1 × par an : début du cours en août,
Lausanne
OBJECTIF NET ZÉRO
1 × par an : début du cours en août,
Lausanne
FINANCEMENT
IMMOBILIER
1 × par an : début du cours en mars,
Lausanne
56
IMMOBILIA / Dezember 2025
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Regionen Basel, Bern, Ostschweiz,
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SVIT School AG
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BEWERTUNG FA
Jährlicher Start im Januar in Bern,
Zürich und alle zwei Jahre im
November in Lausanne
Dauer: 18 Monate
REGIONALE LEHR
GANGSLEITUNGEN IN
DEN SVIT-MITGLIEDER
ORGANISATIONEN
LEHRGANG
VERMARKTUNG FA
Jährlicher Start im August
in Bern und Zürich
Dauer: 15 Monate
LEHRGANG
ENTWICKLUNG FA
Durchführung jährlich in Zürich und
alle zwei Jahre ab Mai in Lausanne
Dauer: 18 – 19 Monate
LEHRGANG IMMOBILIEN
TREUHAND HFP
Jährlicher Start im Januar / Februar
in Bern, Luzern und Zürich und alle
zwei Jahre im März in Lausanne
Dauer: 18 – 19 Monate
STOCKWERKEIGENTUM-
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Jährlicher Start im Mai in Bern und im
September in Zürich
Dauer: 9 Monate
CAS IMMOBILIEN-
BUCHHALTUNG
Jährlicher Beginn im Frühjahr an
der Hochschule für Wirtschaft Zürich
(www.fh-hwz.ch)
BACHELOR OF ARTS
IMMOBILIENWIRT
SCHAFT/REAL ESTATE
Weitere Informationen finden Sie
unter www.steinbeis-cres.de
MASTER OF ADVANCED
STUDIES IN REAL
ESTATE MANAGEMENT
Weitere Informationen finden Sie
unter www.fh-hwz.ch
BILDUNGSINSTITUTIONEN
SVIT SCHOOL
BILDUNGSZENTRUM
Die SVIT School koordiniert alle
Ausbildungen für den Verband.
Dazu gehören die Assistenzkurse,
der Sachbearbeiterkurs, Lehrgänge
für Fachausweise und in Immobilientreuhand.
Weitere Informationen:
www.svit-school.ch
DEUTSCHSCHWEIZ
SVIT School
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
T 044 434 78 98
school@svit.ch
WESTSCHWEIZ
(Cours et examens en français)
SVIT School SA, Avenue Rumine 13,
1005 Lausanne; T 021 331 20 90
hello@svit-school.ch
TESSIN
(corsi ed esami in italiano)
Segretariato SVIT Ticino
Karin Meiners
Via Carvina 3, 6807 Taverne
T 091 921 10 73
school-ticino@svit.ch
HWZ HOCHSCHULE FÜR
WIRTSCHAFT ZÜRICH
SEKRETARIAT
Lagerstrasse 5, Postfach,
8021 Zürich; + 41 43 322 26 00
sekretariat@fh-hwz.ch
OKGT ORGANISATION
KAUF MÄNNISCHE
GRUNDBILDUNG
TREUHAND / IMMOBILIEN
Branchenkunde Treuhand- und Immobilientreuhand
für KV-Lernende
GESCHÄFTSSTELLE
Josefstrasse 53, 8005 Zürich
T 043 333 36 65; F 043 333 36 67
info@okgt.ch, www.okgt.ch
Die regionalen Lehrgangsleitungen
beantworten gerne Ihre Anfragen zu
Assistenzkursen, zum Sachbearbeiterkurs
und zum Lehrgang Immobilienbewirtschaftung.
Für Fragen zu
den Lehrgängen in Immobilienbewertung,
-entwicklung, -vermarktung
und zum Lehrgang Immobilientreuhand
wenden Sie sich an die
SVIT School.
REGION AARGAU
Zuständig für Interessenten
aus dem Kanton AG sowie
angrenzenden Fachschulund
Prüfungsregionen:
SVIT-Ausbildungsregion Aargau
SVIT Aargau, Fabienne Lüthi
Bahnhofstrasse 55, 5001 Aarau
T 062 836 20 82; F 062 836 20 81
info@svit-aargau.ch
REGION BASEL
Zuständig für die Interessenten aus
den Kantonen BS, BL, dem nach
Basel orientierten Teil des Kantons
SO, Fricktal:
SVIT School c/o SVIT beider Basel
Aeschenvorstadt 55, 4051 Basel
T 061 283 24 80
svit-basel@svit.ch
REGION BERN
Zuständig für Interessenten aus den
Kantonen BE, dem Bern orientierten
Teil SO, den deutschsprachigen Gebieten
VS und FR:
Feusi Bildungszentrum
Max-Daetwyler-Platz 1, 3014 Bern
T 031 537 36 36; F 031 537 37 38
weiterbildung@feusi.ch
REGION OSTSCHWEIZ
SVIT School
c/o Cornel Eisenring
Tobler Immobilien Treuhand AG,
Thundorferstr. 3, 8500 Frauenfeld
T 052 728 00 90
cornel.eisenring@svit-ost.ch
REGION GRAUBÜNDEN
Regionale Lehrgangsleitung:
Marc Berger
SVIT Graubünden
Bahnhofstrasse 8, 7001 Chur
T 081 257 00 05; F 081 257 00 01
svit-graubuenden@svit.ch
REGION ROMANDIE
Lehrgänge in französischer
Sprache: SVIT School SA
Avenue Rumine 13, 1005 Lausanne
T 021 331 20 90
hello@svit-school.ch
REGION SOLOTHURN
Zuständig für Interessenten aus
dem Kanton SO,
Solothurn orientierter Teil BE
Feusi Bildungszentrum
Sandmattstr. 1, 4500 Solothurn
T 032 544 54 54; F 032 544 54 55
solothurn@feusi.ch
REGIONE TICINO
Regionale Lehrgangsleitung /
Direzione regionale dei corsi:
Segretariato SVIT Ticino
Karin Meiners
Carvina 3, 6807 Taverne
T 091 921 10 73
school-ticino@svit.ch
REGION
ZENTRALSCHWEIZ
Zuständig für die Interessenten aus
den Kantonen LU, NW, OW, SZ
(ohne March und Höfe), UR, ZG
Regionale Lehrgangsleitung:
Nathalia Hofer
Kasernenplatz 1, 6003 Luzern
T 041 508 20 19
nathalia.hofer@svit.ch
svit-zentralschweiz@svit.ch
REGION ZÜRICH
Zuständig für Interessenten aus
den Kantonen GL, SH, SZ
(nur March und Höfe) sowie ZH:
SVIT School
c/o SVIT Zürich
Siewerdtstrasse 8, 8050 Zürich
T 044 200 37 80
svit-zuerich@svit.ch
IMMOBILIA / Dezember 2025 57
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Für Privathaushalte stehen Enthärtungsanlagen auf Basis
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bis zu 40 Prozent. Ergänzt werden diese Systeme durch Filtrations-
und Umkehrosmose-Anlagen, Heizungswasserlösungen
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VERBAND
WEITERBILDUNGSEVENT SVIT OSTSCHWEIZ
«IMMOMENT» 2025:
ENERGIE, ZEV UND KI
IM FOKUS
Die zweite Durchführung des «IMMOment»
am 19. November widmete sich auch in
diesem Jahr brandaktuellen Themen. Knapp
100 Teilnehmende aus der Immobilienbranche
nahmen am Weiterbildungsevent
des SVIT Ostschweiz in der Fachhochschule
St. Gallen teil. TEXT—MARKUS FÄSSLER*
Die Referenten und der SVIT-Ostschweiz-Vorstand (v. l.): Marcel Hug (CEO SVIT Schweiz), Marco Zahner (Energieagentur St. Gallen), Claudia Strässle
(Präsidentin SVIT Ostschweiz), Marco Derungs (Schmid Immobilien AG) und Thomas Mesmer (SVIT Ostschweiz). BILD: ZVG
ZUM ZWEITEN MAL
Im November 2024 feierte
der neue Weiterbildungsanlass
«IMMOment» des SVIT Ostschweiz
Premiere – 82 Personen
kamen. Über ein Jahr
später, am 19. November 2025,
fanden sich im Vortragsraum
am Campus St. Gallen der Ostschweizer
Fachhochschule gar
knapp 100 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer zur zweiten
Ausgabe ein. Auf die Immobilien-Profis
warteten mit «Energie
im Wandel – Chancen und
Herausforderungen für Immobilien»,
«Vertiefung ZEV – Anwendung
für den Praktiker»
und «Chatbot und KI – Neueste
Entwicklungen in der Branche
und im Branchenverband» drei
spannende Referate. Den Auftakt
machte allerdings das
Grusswort von Ines Grebenar
vom «IMMOment»-Sponsor
Swisscaution.
EIN GIGAWATT ZUBAU
PRO TAG
Einen Blick in die Zukunft
warf danach Marco Zahner,
Geschäftsleiter Energieagentur
St. Gallen. «Das globale
Energiesystem ändert sich aktuell
rasant. Die Welt wird
definitiv elektrisch», sagte er
und lieferte dazu gleich Zahlen.
2004 gab es weltweit einen
Photovoltaik-Zubau von jährlich
1 Gigawatt, 2024 sind es
täglich so viel. Die Schweiz befindet
sich derweil in einem
energiepolitischen Trilemma.
Sie will Versorgungssicherheit
sowie günstigen und im Hinblick
auf das Netto-Null-Ziel
2050 grünen Strom. Dieses
Trilemma lasse sich aber ohne
Kompromisse nicht auflösen,
so Zahner. Und so spielen auf
dem Weg in eine erneuerbare
Zukunft insbesondere Gebäude
eine Schlüsselrolle. Zumal die
Förderprogramme Investitionen
auch finanziell attraktiv
machen.
ZEV: ES GIBT VIEL
ZU BEACHTEN
Finanziell attraktiv kann
auch ein «Zusammenschluss
zum Eigenverbrauch» (ZEV)
sein. Beim ZEV produzieren
und verbrauchen mehrere
Parteien wie Stockwerkeigentümer
oder Mieterinnen und
Mieter gemeinsam Solarstrom
und profitieren dadurch von
sinkenden Stromkosten.
Marco Derungs, Leiter Immobilienmanagement
bei der
Schmid Immobilien AG mit
Sitz in Ebikon, zeigte anhand
von durchgeführten Projekten
auf, wie wichtig eine sorgfältige
Vorbereitung bei der ZEV-
Gründung ist. So müsse man
den ZEV-Dienstleister möglichst
früh festlegen. Denn:
«Ein ZEV ohne Dienstleister
ist wie ein Gebäude ohne Bewirtschaftung»,
sagte Derungs.
Ebenfalls wichtig: Darauf achten,
dass der PV-Berater kein
PV-Verkäufer ist.
KI ALS CHANCE FÜR
DIE BRANCHE
Bevor es für die Teilnehmenden
zum Apéro und Networking
ging, hielt SVIT-Schweiz-CEO
Marcel Hug das Schlussreferat.
Er widmete sich in einem äusserst
unterhaltsamen Referat
der künstlichen Intelligenz
(KI). «Ich bin nicht gerade ein
Digital Native. Sie fragen sich
nun sicher, weshalb genau ich
hier stehe», so Hug. Aber: Der
SVIT Schweiz sei ein typisches
KMU und mache als solches
in Sachen Digitalisierung und
KI so weit mit, wie es sinnvoll
sei. Chancen für die Branche
durch KI sieht Hug durchaus.
So lassen sich dank KI im Bereich
der Bewirtschaftung etwa
der digitale (Wieder-)Vermietungsprozess
vereinfachen oder
EIN ZEV OHNE
DIENSTLEISTER
IST WIE EIN
GEBÄUDE
OHNE BEWIRT-
SCHAFTUNG.
MARCO DERUNGS, LEITER
IMMOBILIENMANAGEMENT
SCHMID IMMOBILIEN AG
bei der Vermarktung Verbesserungsvorschläge
für Verkaufsdokumentationen
generieren.
Neben den Chancen sprach Hug
aber auch die Grenzen der
Technologie an: Dazu zählte er
etwa die Datenabhängigkeit,
den hohen Implementierungsaufwand
sowie ethische und
rechtliche Unsicherheiten.
*MARKUS
FÄSSLER
Der Autor ist Medienbeauftragter
des SVIT
Ostschweiz.
IMMOBILIA / Dezember 2025 59
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
Handläufe – Pflicht, Schutz und Mehrwert für jede Immobilie
Nachgerüsteter Handlauf bei einer Fluchttreppe
Normgerechte, wandseitige Handläufe für die optimale Sicherheit
Treppen gehören zu den meistgenutzten,
aber oft unterschätzten Bereichen eines
Gebäudes. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit,
eine schwere Tasche, nasse
Schuhe oder nachlassende Kraft in der
Hand – und schon kann ein Sturz gravierende
Folgen haben. Für Eigentümer, Verwaltungen
und Planer bedeutet das: Sicherheit
ist keine Kür, sondern Pflicht.
SICHERHEIT MIT SYSTEM
Normgerechte Handläufe sind ein zentrales
Element der Gebäudesicherheit. Sie
bieten Halt, Orientierung und Vertrauen
– insbesondere für ältere Menschen oder
Personen mit eingeschränkter Mobilität.
Die Schweizer Normen (SIA 500 und SIA
358) definieren klare Anforderungen: Auf
Fluchttreppen und sogenannten notwendigen
Treppen sind beidseitige, durchgängige
Handläufe vorgeschrieben. Diese müssen
gut greifbar, visuell erkennbar und mit sicheren
Enden ausgeführt sein.
Gerade in Notsituationen, etwa bei Feuer,
wenn Lifte nicht benutzt werden dürfen,
können Handläufe Leben retten. Sie helfen,
Panik zu vermeiden, und ermöglichen auch
bei schlechter Sicht oder Rauchentwicklung
einen sicheren Halt.
HAFTUNG: VERANTWORTUNG MIT
KONSEQUENZEN
Neben der menschlichen Verantwortung
spielt auch die juristische eine grosse
Rolle. Fehlen Handläufe oder sind sie
mangelhaft ausgeführt, können Eigentümer,
Bauherren oder Betreiber im Schadensfall
haftbar gemacht werden. Die
Rechtsprechung legt zunehmend Wert darauf,
dass «zumutbare Sicherheitsmassnahmen»
umgesetzt werden. Wer hier
spart oder sich auf den Bestand verlässt,
riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch finanzielle
und reputative Folgen.
FACHGERECHTE AUSFÜHRUNG ZÄHLT
Ein Handlauf ist nur so sicher wie seine
Montage. Entscheidend sind Durchgängigkeit,
richtige Befestigung, normkonforme
Enden und eine ergonomische Greifbarkeit.
Genau hier setzen Fachbetriebe wie
Flexo-Handlauf GmbH an: Das Unternehmen
ist auf die Nachrüstung normgerechter
Handläufe spezialisiert – in bestehenden
Gebäuden ebenso wie im Neubau.
VORSORGE STATT NACHSORGE
In Wohnanlagen, Spitälern, Schulen oder
Hotels zeigt sich immer wieder: Nachgerüstete
Handläufe erhöhen nicht nur die
Sicherheit, sondern auch den wahrgenommenen
Wert einer Immobilie. Zudem lassen
sich viele Projekte ohne grossen Aufwand
realisieren – häufig innerhalb eines
Tages und ohne Einschränkungen für Bewohner
oder Nutzer.
Flexo-Handlauf bietet eine kostenlose Beratung
vor Ort, prüft die bauliche Situation
und erstellt eine individuelle Offerte. Dabei
stehen Normtreue, Wirtschaftlichkeit und
Ästhetik gleichermassen im Fokus.
FAZIT
Handläufe sind kein architektonisches Detail,
sondern ein wesentliches Sicherheitsund
Haftungselement jeder Immobilie. Sie
schützen Menschen, reduzieren Risiken
und signalisieren Verantwortungsbewusstsein.
Wer heute in normgerechte Handläufe
investiert, sorgt dafür, dass seine
Liegenschaft nicht nur sicher, sondern
auch zukunftsfähig bleibt.
Beidseitige Handläufe in einem Bürogebäude
Die Systeme bestehen aus robustem
Stahl oder Aluminium mit einer strapazierfähigen
Laminat-Ummantelung. Diese
Oberfläche ist nicht nur langlebig, sondern
auch angenehm warm im Griff und
in zahlreichen Dekoren erhältlich – von
klassischer Holzoptik bis zu modernem
Anthrazit. Damit lassen sich Handläufe
harmonisch ins architektonische Gesamtbild
integrieren, ohne den gestalterischen
Anspruch eines Gebäudes zu
beeinträchtigen.
WEITERE INFORMATIONEN:
Flexo-Handlauf GmbH
Hauptstrasse 70
8546 Islikon
Tel. 052 534 41 31
kontakt@flexo-handlauf.ch
www.flexo-handlauf. ch
60
IMMOBILIA / Dezember 2025
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
Industrieböden – robuste Beschichtungen für starke Belastungen
Ein Alsan InduFloor ist ideal für Lagerhallen mit hohen Belastungen.
Industrieböden haben je nach Einsatzbereich
verschiedene Anforderungen – sei
es im Keller, wo eine einfache Beschichtung
als Schutz genügt, oder in Lagerräumen,
wo der Boden hohen Belastungen
standhalten sollte. Mit Alsan InduFloor
steht für jede Anforderung der passende
Aufbau zur Verfügung.
FLEXIBILITÄT MIT ALSAN INDUFLOOR
Die Alsan InduFloor Systeme basieren
auf hochwertigen Flüssigkunststoffen, die
sich individuell an die jeweiligen Einsatzbedingungen
anpassen lassen. Ob Produktionshalle,
Lagerräume, Keller oder
auch Grossküchen – der flexible Systemaufbau
ermöglicht passende Lösungen für
jede Beanspruchung.
Dank der flüssigen Verarbeitung passt
sich der Belag nahtlos an jeden Untergrund
an und bildet eine fugenlose,
gleichmässige Oberfläche. Diese Eigenschaften
sorgen nicht nur für eine ansprechende
Optik, sondern auch für eine
besonders einfache Reinigung und Pflege
– ein entscheidender Vorteil in sensiblen
Bereichen wie der Lebensmittel- und
Pharmaindustrie.
QUALITÄT, DIE HÄLT
Industrieböden mit Alsan Flüssigkunststoffen
überzeugen durch ihre hohe mechanische
und chemische Beständigkeit. Sie sind
resistent gegenüber Belastungen durch
Staplerverkehr, Chemikalien, Öle oder Fette
und garantieren so eine lange Lebensdauer
selbst unter härtesten Einsatzbedingungen.
Die Oberflächen lassen sich zudem individuell
gestalten – von rutschfesten Ausführungen
für erhöhte Sicherheit bis zu geschlossenen,
porenfreien Systemen, die
eine maximale Hygiene gewährleisten.
Flüssige Verarbeitung, kurze Abtrocknungszeiten und wenn gewünscht rasch wieder
begehbar – Alsan InduFloor.
Hygienische, fugenlose Beschichtungen in Grossküchen sorgen für eine keimfreie
Umgebung und einen geringen Pflegeaufwand.
SCHNELL, SICHER UND VIELSEITIG
Ein weiterer Vorteil der Alsan Systeme liegt in
der schnellen Verarbeitung und Aushärtung.
Die Flächen sind in kürzester Zeit wieder begeh-
oder befahrbar, wodurch Stillstandzeiten
im Betrieb auf ein Minimum reduziert werden.
Auch optisch bieten Alsan InduFloor Böden
eine beeindruckende Vielfalt: Zahlreiche
Farbtöne und Oberflächenstrukturen
ermöglichen individuelle Gestaltungskonzepte,
die sowohl funktional als auch ästhetisch
überzeugen.
Farbliche Vielfalt ermöglicht die Bodenbeschichtung
in nahezu allen NCS/RAL
Farben zu erstellen.
Alsan InduFloor Bodenbeschichtungen
sind eine zukunftsorientierte Lösung für
diverse Einsatzorte – robust, langlebig,
hygienisch und flexibel anpassbar. Ob in
der Produktion, im Lager oder im technischen
Bereich: Sie erfüllen höchste Qualitätsstandards
und verbinden Funktionalität
mit moderner Ästhetik.
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AUF HÖCHSTEM NIVEAU.
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IMMOBILIA / Dezember 2025 61
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
Kaldewei gibt Luxstainability ® eine Bühne
Eine Podiumsdiskussion in Zürich vermittelt
Impulse für die Branche: Im September
diskutierten im 25hours Hotel in
Zürich Expertinnen und Experten aus Architektur,
Design und Hotellerie über die
zukunftsweisende Verbindung von hochwertigem
Interieur, Luxus und ökologischer
Verantwortung.
Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stand
die Frage, wie sich nachhaltige Lösungen
in luxuriöse Räume integrieren lassen –
von innovativen Materialien über Kreislaufwirtschaft
bis hin zu neuen Technologien.
Moderiert wurde das Panel von Judit Solt,
Chefredaktorin von Tec 21. Zu den Teilnehmenden
gehörten Friederike Kluge, Architektin
und Gründungsmitglied von Countdown
2030, Daniel Schneider, Architekt und
Gründer von Monoplan, Stefan Diez, Designer,
Christian Büttner, Portfolio- und Innovationsverantwortlicher
bei Kaldewei, sowie
Christoph Hoffmann, Gründer der 25hours
Hotel Company.
«Wir müssen neue Bilder erzeugen, die zeigen,
dass Nachhaltigkeit der neue Chic
von morgen ist», betonte Architektin Friederike
Kluge. «Luxus ist umzudenken: von
Überfluss hin zu Handwerk und Sorgfalt.
Die Qualität zukunftsfähiger Räume ist der
Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer von links nach rechts: Judit Solt, Moderatorin,
Daniel Schneider, Stefan Diez, Christian Büttner, Friederike Kluge und Christoph Hoffmann
wahre Luxus». An genau dieses Verständnis
knüpft der Badhersteller Kaldewei mit dem
Konzept Luxstainability® an. Das Unternehmen
versteht darunter ein zukunftsweisendes
Modell, das zeigt, wie sich Luxus und
Nachhaltigkeit in Einklang bringen lassen:
eine gelebte Symbiose aus zeitlosem Design,
Langlebigkeit und verantwortungsvoller
Produktion.
Unter der Moderation von Judit Solt entwickelte
sich eine lebendige Diskussion über
die Zukunft nachhaltiger Bau- und Gestaltungskonzepte
im Spannungsfeld von Luxus,
Funktionalität und Verantwortung. Einen
praxisnahen Einstieg in das Thema
bot ein Pilotprojekt im 25hours Hotel Bikini
Berlin und damit auch die Brücke zum
Veranstaltungsort in Zürich. Erstmals hat
Kaldewei ausgediente Duschflächen und
Badewannen recycelt und erneut als vollwertige
Produkte verbaut – ein bislang einzigartiger
Ansatz im Objektgeschäft. «Das
Projekt im 25hours Hotel war für uns ein
Meilenstein», erklärte Christian Büttner von
Kaldewei. «Indem wir gebrauchte Produkte
aufbereiten und neu einsetzen, schaffen wir
langlebige Werte, mit Verantwortung für die
nachfolgenden Generationen.»
Kaldewei an der Swissbau 2026:
vom 20. – 24. Januar 2026 in Basel
am Stand A51 in der Trendwelt Bad,
Halle 1.2. www.kaldewei.ch
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CH-5000 Aarau
Tel.: +41 62 205 21 00
info.schweiz@kaldewei.com
www.kaldewei.ch
Schweizer Präzision trifft digitale Innovation: Zutrittskontrolle für Profis
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schützt SecuSuisse Wohn- und Gewerbeliegenschaften
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mechanischen Schliessanlagen bis hin zu
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vereinfacht und Mehrwert schafft.
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zertifizierte Fluchtwegtechnik oder komplette
Schliess- und Verschlusstechnik:
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die gesamte Tür- und Zutrittskette. Für
Immobilienverwaltungen digitalisieren wir
bestehende Schliessanlagen, bieten komfortable
Verwaltungslösungen inklusive digitaler
Schlüsselquittung und ermöglichen
die einfache Online-Nachbestellung von
Schlüsseln.
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Lösungen – wir verbinden moderne Zutrittssysteme
mit Drittsystemen und
Gebäudetechnik. So entsteht eine zentrale,
standortübergreifende Verwaltung mit
klar geregelten Berechtigungen. Unsere
Expertise reicht von Wohnüberbauungen
und Gewerbebauten bis hin zu Hotels,
KMU und kritischer Infrastruktur –
schweizweit, lokal verankert.
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+41 55 263 17 77
62
IMMOBILIA / Dezember 2025
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
Weniger ist mehr
KLUGE WAHL
Im Zuge eines über 15 Jahre dauernden
Projekts hat Nussbaum eine neue, bleifreie
Rotguss-Legierung entwickelt und patentiert.
Seit Sommer 2023 sind somit komplett
bleifreie Installationen möglich. «Die
Geschichte der Bleigrenzwerte ist eine Geschichte
der Absenkungen. Es ist sinnvoll,
schon heute vollständig bleifrei zu installieren»,
meint Patrik Zeiter. Der diplomierte
Materialwissenschaftler ist Leiter Grundlagenforschung
bei Nussbaum. Die Verwendung
von bleifreien Komponenten, ermögliche
eine Trinkwasserinstallation, die bei
einer späteren Verschärfung der Grenzwerte
weder nachgerüstet noch saniert werden
müsse. «Rotguss-Armaturen können rezykliert
werden und sind damit kreislauffähig
– ein starkes Argument für nachhaltiges
Bauen», sagt Patrik Zeiter.
Seit Sommer 2024 giesst Nussbaum ausschliesslich mit einer patentierten, bleifreien Rotguss-Legierung.
Mit den Produkten und Systemen von
Nussbaum kann schon heute vollständig
bleifrei installiert werden. Besonders vorteilhaft
für die Trinkwasserhygiene und
die Langlebigkeit der Installation ist eine
Kombination von bleifreien Fittings und
Armaturen mit Edelstahl.
UNTERTITEL
Dank umfassender Grundlagenforschung
weiss man heute, dass die Materialwahl
die Trinkwasserhygiene in zweifacher Hinsicht
beeinflussen kann: Erstens, indem bei
Kunststoff-Installationssystemen organische
Verbindungen in das Trinkwasser migrieren
und damit einen Nährboden für unerwünschte
Mikroorganismen bilden können.
Zweitens, indem ins Trinkwasser eingetragene
Fremdstoffe zum Problem werden.
Dies ist bei Blei der Fall. Die überarbeitete
EU-Trinkwasserrichtlinie sieht vor, dass der
Grenzwert für Blei von derzeit 10 µg/l bis
spätestens am 12. Januar 2036 auf 5 µg/l
Qualitätskontrolle der Rohling-Armaturen in Trimbach
gesenkt werden muss. Deutschland setzt
diese Vorgabe bereits ab 2028 um. Es ist
davon auszugehen, dass die Schweiz diesen
Wert ebenfalls übernehmen wird.
Die optimale Ergänzung für bleifreie Fittings
und Armaturen sind Edelstahlrohre, wie zum
Beispiel beim Optipress-System. Das Material
ist anorganisch, wodurch es Mikroorganismen
keinen Nährboden bietet. Ebenso
wenig enthält es problematische Verbindungen
wie PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen).
Wegen seiner hervorragenden
hygienischen Eigenschaften wird
Edelstahl seit vielen Jahren bei besonders
sensitiven Installationen – etwa in Spitälern
oder Alters- und Pflegeheimen bevorzugt
installiert. Doch auch im Privat- und Gewerbebereich
bietet es Vorteile. «Edelstahl ist
korrosionsbeständig und geschmacksneutral,
versprödet auch nach langer Zeit nicht
und ist formstabil. Das sind grosse Pluspunkte
für einen reibungslosen, sicheren
Betrieb ohne teure Wartungseinsätze», sagt
Patrik Zeiter. Zudem könne Edelstahl fast
zu 100 Prozent rezykliert und für ein neues
Projekt verwendet werden – ein grosser
Vorteil gegenüber Kunststoffrohren.
Seit Sommer 2024 sind sämtliche
Armaturen von Nussbaum vollständig
bleifrei. In die Entwicklung der
neuen, bleifreien Rotguss-Legierung
und die sukzessive Umrüstung der
hauseigenen Giesserei in Trimbach
SO investierte das Unternehmen
über 15 Jahre und einen beträchtlichen
Betrag.
www.nussbaum.ch/bleifrei
WEITERE INFORMATIONEN:
R. Nussbaum AG/SA
4601 Olten
Tel. 062 286 81 11
info@nussbaum.ch
www.nussbaum.ch
Optipress Edelstahlrohre bieten höchste Qualität und Hygiene dank unveränderlichen Materialei-genschaften.
IMMOBILIA / Dezember 2025 63
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
mySORBA - Digitale Power für die Baustelle
Bauprozesse einfach digitalisieren – genau
das zeigt SORBA EDV AG an der Swissbau.
Mit praxisnahen Tools für kleine und
mittelständische Unternehmen im Bau präsentieren
wir, wie Digitalisierung im Alltag
funktioniert.
Mehr Zeit für Ihre Baustellen. Mit diesem
Motto ist SORBA auch dieses Mal an der
Swissbau 2026 vertreten. Mit einer breiten
Palette an Modulen zeigt SORBA, wie
Digitalisierung auf dem Bau funktionieren
kann. Durchgängige Abläufe, von der
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Sie den neuen SORBA KI-Chat, die
Sprachbedienung der Activity App sowie
automatische Textgenerierung.
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Papier – Lieferungen werden digital
erfasst, dokumentiert, mit der Baustelle
verknüpft und verrechnet.
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digitalisieren und direkt weiterverarbeiten,
dank der intelligenten
Scanning-Lösung.
• Mobiler Tagesrapport: Vor Ort erfassen,
direkt übertragen. Exakte Erfassung
der Arbeitswege und -zeiten
durch Integration von Google Maps -
ganz ohne Zusatzaufwand.
• Activity Workflows: Erleben Sie die
Möglichkeiten des Activity. Nützliche
Workflows und Automatisierungen,
die Ihnen den Alltag vereinfachen,
wie automatische Mahnungen oder
digitaler Lohnabrechnungsversand.
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• Live-Demos
• Persönliche Beratung
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• Inspiration für mehr Effizienz im
Bauwesen
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und alle, die ihren Betrieb digital
weiterbringen wollen – ganz ohne komplizierte
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Verwaltungsratspräsident SIREA
Baurechtsgeber hat im grafischen Beispiel
Boden =
Anspruch auf 1/3 des Nettoertrages, da sein
1/3
Anteil am Gesamtinvestment (Gebäude und
Boden) 1/3 beträgt. Gebäude =
2/3
noch andere Baurechtsmodelle wie das
Zürcher Baurechtsmodell und Umsatzmodelle
z.B. bei Parkhäusern. Als Fazit ist
festzuhalten, dass die Situation und die
Immobile vorgeben, welches Baurechtsmodell
zur Anwendung gelangen soll. Für
interessierte Teilnehmer, die einen fundierten
Einblick über die Einsatzmöglichkeiten
von Baurechten und die verschiedenen
Vertragsmodelle erhalten möchten, gibt
es bei SIREA regelmässig den Kurs «Baurechtsverträge
– Analyse und Synthese».
Dr. iur. Christian Schuster
Master of Science in Real Estate (CUREM)
Immobilienbewerter CAS
Verwaltungsratspräsident SIREA
Stv. Leiter Immobilien Basel-Stadt
Leiter Rechtsdienst&Baurechte
Baurechtsverträge nach ZGB: Boden als
Produktionsfaktor ist seit jeher immer
knapp gewesen und dies führt dazu, dass
in Zentrumslagen und deren Agglomeration
zunehmend Land im Baurecht abgegeben
wird. Dabei wird das Baurecht als
Mittel für Gemeinwesen gewählt, um erwünschte
Ansiedlungen und Nutzungen
zu realisieren. Idealerweise ist dasselbe
Gemeinwesen auch Träger der Nutzungsplanung
und zudem für die Erschliessung
und Versorgung der im Baurecht abgegebenen
Areale zuständig. Auch private
Investoren wählen das Baurecht aus
anderen Gründen, wie einer enkelfähigen
Bodenrente und der Risikominimierung.
Aus diesen Gründen ist es relevant
das jeweils geeignete Vertragswerk
anzuwenden, denn Fehler in Baurechtsverträgen
sind härter zu beseitigen als
der gebaute Backstein oder Beton. Dabei
kommen heute zwei Modelle zum Einsatz:
Das traditionelle Baurechtsmodell
mit einer Verzinsung des Bodens und das
Partnerschaftsmodell.
Verkürzt können wir festhalten, dass das
traditionelle Vertragsmodell grundsätzlich
dem Zinsverlauf folgt. Hier liegt die Herausforderung,
wie diese Volatilität im Zeitverlauf
von bis zu 100 Jahren vertraglich
fair abgebildet werden soll. Beim Partnerschaftsmodell
erhält jede Vertragspartei,
sei es Baurechtsgeber oder Baurechtsnehmer
so viel vom Nettoertrag der Liegenschaft,
als es seiner Quote des Kapitaleinsatzes
entspricht. D.h. auch, dass
die Immobilien saniert werden, weil es
diesen Anreiz gibt, seinen Kapitaleinsatz
zu erhöhen.
Unser Team bei Immobilien Basel-Stadt
konnte während Dekaden empirisch feststellen,
dass das Partnerschaftsmodell bei
über 700 Verträgen funktioniert. Es gibt
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044 322 10 10
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64
IMMOBILIA / Dezember 2025
MARKTPLATZ
FIRMEN-NEWS
Messe Bauen+Wohnen 2026 im KKL Luzern –
Wichtige Impulse für das Bauen in der Zentralschweiz
Vom 27. Februar bis 1. März 2026 wird
die Messe für Bauen, Sanieren, Wohnen
und Energie zum dritten Mal im Kulturund
Kongresszentrum Luzern zum unverzichtbaren
Treffpunkt für Hauseigentümer,
Bauinteressierte, Planer und Architekten.
Dass die dreitägige Bauen+Wohnen
eine geschätzte Plattform mit wichtigen
Impulsen für das Bauen in der Zentralschweiz
darstellt, zeigten 2025 die
über 7 000 zufriedenen Besucher und das
erweiterte Angebot an Fachvorträgen und
Foren in den Bereichen Bauen & Immobilien,
Innenausbau und Energie deutlich.
Über 50 Fachvorträge, Foren und Beratungsmöglichkeiten
liefern den Besuchern
wissenswerte Informationen und
praxisnahe Tipps zu den Themen Küche
und Bad, Fenster und Türen, Parkett- und
Bodenbeläge, Solar und Speicher, Wärmepumpen
und alternative Heizsysteme
sowie Ladestrom und E-Mobilität. Die Veranstaltung
ist optimal auf die Bedürfnisse
privater und kommerzieller Immobilienbesitzer
ausgerichtet, wobei der Freitag zum
Fachtag wird.
Messeveranstalter Marco Biland freut sich
auf die kommende Durchführung 2026
und erklärt, warum es gerade jetzt wichtig
ist, die Baumesse im KKL zu besuchen:
«Aktuell ist es schwer, Wohneigentum zu
erwerben – die Objekte, die zum Kauf angeboten
werden, sind rar und die Landpreise
hoch. Umso wichtiger ist das Umbauen
und Renovieren geworden. Die
Abschaffung des Eigenmietwertes wird
den Umbau- und Sanierungsschub zudem
BAUEN+WOHNEN LUZERN 2026
27. Februar – 1. März 2026
Freitag: 13 – 19 Uhr
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beachtlich verstärken. An unserer Messe
erhalten die Besucherinnen und Besucher
kompetente Beratung und Unterstützung,
um mit den richtigen Partnern den
Umbau und die energetische Sanierung
zu realisieren und ein ideales Ergebnis zu
erzielen.»
Die Messe schafft mit den über 50 kostenlosen
Vorträgen, den 100 erstklassigen
Ausstellern und dem professionellen
Ambiente den exklusiven Begegnungsort
für spannende Kontakte, interessante
Gespräche und wertvolles Wissen rund
ums Bauen, Wohnen und die energetische
Optimierung.
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Wer sich für eine Photovoltaikanlage entscheidet,
setzt seinen Fokus zwar in erster
Linie auf saubere Energie – doch ebenso
massgebend sind Vertrauen, Qualität
und eine Lösung, die perfekt zu den eigenen
Bedürfnissen passt. Genau darin liegt
die Stärke der Solarstar GmbH, eines unabhängigen
Solarexperten an den beiden
Standorten Buchs und Wallisellen.
Das engagierte Team von Solarstar zeichnet
sich durch seine langjährige Erfahrung in
Beratung, Planung und Ausführung aus. Von
der ersten Idee bis zum Anschluss durch
den eigenen Elektromeister erhalten Kundinnen
und Kunden alles aus einer Hand – zuverlässig,
präzise und termintreu.
Bedürfnisse der Kundschaft eingehen und
so eine optimale Kombination aus Modulen,
Speichern, Wallboxen und Wechselrichtern
zusammenstellen. Dabei setzt das Unternehmen
konsequent auf dreiphasige Notstromlösungen
mit Back-up-Box, um auch
bei einem eventuellen Stromausfall das
höchste Mass an Versorgungssicherheit zu
gewährleisten.
TRANSPARENZ SCHAFFT VERTRAUEN
Der wichtigste Erfolgsindikator des Unternehmens
ist die Zufriedenheit der Kundinnen und
Kunden. Diese wird durch einen reibungslosen
internen wie externen Ablauf und eine offene,
geradlinige Kommunikation sichergestellt.
Höchste Präzision, Verlässlichkeit und
Ehrlichkeit sind dabei die Werte, die Solarstar
täglich lebt – und die das Unternehmen zu
einem vertrauenswürdigen Partner auf dem
Weg in eine nachhaltige Energiezukunft werden
lassen. Energie für Generationen – realisiert
durch individuelle Lösungswege.
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Bei Solarstar werden Planung, Installation
und intelligentes Energiemanagement
für Photovoltaikanlagen, Speichersysteme,
Wärmepumpen und Wallboxen zu einem
Rundum-sorglos-Paket geschnürt, welches
durch ein umfangreiches Dienstleistungsangebot
ergänzt wird. Ein besonders hervorzuhebender
Pluspunkt, den Solarstar zu
bieten hat: Jede Offerte wird individuell angepasst.
Dank einer unabhängigen Produktauswahl
kann Solarstar massgeschneidert
bis ins letzte Detail auf die jeweiligen
Mathias Matloch (Gründer, Geschäftsführer): «Unser Unternehmen steht für innovative
Technologien, nachhaltige Energie und massgeschneiderte Lösungen, die genau auf Ihre
Bedürfnisse zugeschnitten sind. In einer Welt, die zunehmend auf erneuerbare Energien
setzt, möchten wir als verlässlicher Begleiter an Ihrer Seite stehen und gemeinsam mit Ihnen
die Energie von morgen gestalten.»
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IMMOBILIA / Dezember 2025 65
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68
IMMOBILIA / Dezember 2025
ADRESSEN & TERMINE
ORGANE UND MITGLIEDERORGANISATIONEN
SCHWEIZ
PRÄSIDIUM UND
GESCHÄFTSLEITUNG
SVIT SCHWEIZ
Präsident:
Michel Molinari, SVIT Schweiz,
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
michel.molinari@blkb.ch
Vizepräsident, Vertretung Deutschschweiz
& Ressort Branchenentwicklung:
David Zumsteg, AARBRUGG AG,
Seidenstrasse 3, 5200 Brugg
david.zumsteg@aarbrugg.ch
Vizepräsidentin, Vertretung lateinische
Schweiz & Ressort Bildung:
Cécile Berger Meyer, Lenz & Staehelin,
Route de Chêne 30, 1211 Genf 6
cecile.berger@lenzstaehelin.com
Ressort Recht & Politik:
Andreas Dürr, Battegay Dürr AG,
Heuberg 7, 4001 Basel
andreas.duerr@bdlegal.ch
Ressort Finanzen:
Gabriel Schmid, Buchhaltungs AG,
Gotthardstrasse 55, 8800 Thalwil
gabriel.schmid@buchhaltungs-ag.ch
CEO SVIT Schweiz:
Marcel Hug, SVIT Schweiz,
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
mh@svit.ch
Stv. CEO SVIT Schweiz:
Ivo Cathomen, SVIT Schweiz,
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
ic@svit.ch
SCHIEDSGERICHT DER
IMMOBILIENWIRTSCHAFT
Sekretariat: Heuberg 7, Postfach 2032,
4001 Basel, T 061 225 03 03
info@svit-schiedsgericht.ch
www.svit-schiedsgericht.ch
SVIT-STANDESGERICHT
Sekretariat: SVIT Schweiz,
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
T 044 434 78 88, info@svit.ch
REGIONALE
SVIT-MITGLIEDER-
ORGANISATIONEN
SVIT AARGAU
Sekretariat: Fabienne Lüthi,
Bahnhofstrasse 55, 5001 Aarau
T 062 836 20 82, info@svit-aargau.ch
SVIT BEIDER BASEL
Geschäftsstelle: Tanja Molinari,
Aeschenvorstadt 55, 4051 Basel
T 061 283 24 80, svit-basel@svit.ch
SVIT BERN
Sekretariat: SVIT Bern,
Murtenstrasse 18, Postfach,
3203 Mühleberg-Bern
T 031 378 55 00, svit-bern@svit.ch
SVIT GRAUBÜNDEN
Sekretariat: Marc Berger,
Bahnhofstrasse 8, 7001 Chur
T 081 257 00 05
svit-graubuenden@svit.ch
SVIT OSTSCHWEIZ
Sekretariat: Claudia Eberhart,
Haldenstrasse 6, 9200 Gossau
T 071 380 02 20, svit-ostschweiz@svit.ch
Drucksachenversand: ATIG AG,
Heidi Artuso, T 071 380 02 20
heidi.artuso@atig.ch
SVIT ROMANDIE
Sekretariat: Avenue Rumine 13,
1005 Lausanne, T 021 331 20 95
info@svit-romandie.ch
SVIT SOLOTHURN
Sekretariat: Tina Strausak,
Strausak Immobilien GmbH,
Rötistrasse 22, 4500 Solothurn
T 062 212 32 88, svit-solothurn@svit.ch
SVIT TICINO
Sekretariat: Laura Panzeri Cometta,
Via Carvina 3, 6807 Taverne
T 091 921 10 73, svit-ticino@svit.ch
SVIT ZENTRALSCHWEIZ
Geschäftsstelle:
Nicole Kirch, Kasernenplatz 1,
6003 Luzern, T 041 508 20 18
nicole.kirch@svit.ch
Rechtsauskunft für Mitglieder:
svit.ch/de/svit-zentralschweiz/
services-svit-zentralschweiz
SVIT ZÜRICH
Sekretariat: Siewerdtstrasse 8,
8050 Zürich, T 044 200 37 80
svit-zuerich@svit.ch
Rechtsauskunft für Mitglieder:
rechtsauskunft-svitzuerich.ch
SVIT-FACHKAMMERN
BEWERTUNGSEXPERTEN-
KAMMER SVIT
Sekretariat:
Brunaustrasse 39, 8002 Zürich
T 044 521 02 06, info@bek.ch
www.bewertungsexperte.ch
FACHKAMMER STWE SVIT
Sekretariat:
Brunaustrasse 39, 8002 Zürich
T 044 521 02 05, info@fkstwe.ch
www.fkstwe.ch
KAMMER UNABHÄNGIGER
BAUHERRENBERATER KUB
Sekretariat:
Brunaustrasse 39, 8002 Zürich
T 044 521 02 07, info@kub.ch
www.kub.ch
SCHWEIZERISCHE
MAKLERKAMMER SMK
Sekretariat:
Brunaustrasse 39, 8002 Zürich
T 044 521 02 08, welcome@smk.ch
www.smk.ch
SVIT FM SCHWEIZ
Sekretariat:
Brunaustrasse 39, 8002 Zürich
T 044 521 02 04, info@kammer-fm.ch
www.kammer-fm.ch
TERMINE
SVIT SCHWEIZ
SWISS REAL ESTATE FORUM UND DV
11./12.06.26 Bern
SVIT-MITGLIEDERORGANISATIONEN
SVIT BEIDER BASEL
19.01.26 BKB-Neujahrsapéro
28.04.26 Generalversammlung
SVIT BERN
09.09.26 Generalversammlung
SVIT GRAUBÜNDEN
12.01.26 Neujahrsapéro
SVIT ZENTRALSCHWEIZ
09.01.26 Neujahrsparty
17.04.26 Generalversammlung
SVIT ZÜRICH
16.01.26 Berufsbildner-Meeting
22.01.26 Neujahrsfeier
05.02.26 Stehlunch
27.02.26 Fotokurs
04.03.26 Sozialverträglich
Entmieten
05.03.26 Stehlunch
16.04.26 Generalversammlung
13.05.26 Fachseminar ZEV
03.06.26 Seminar «Schlichter»
04.06.26 Stehlunch
02.07.26 Sommerevent
SVIT Schweiz
Maneggstrasse 17, 8041 Zürich
T 044 434 78 88
www.svit.ch
BEWERTUNGS EXPERTEN-
KAMMER
26.03.26 Generalversammlung
26.03.26 Real Estate
Symposium
FACHKAMMER
STOCKWERKEIGENTUM
26.03.26 Generalversammlung
26.03.26 Real Estate
Symposium
KAMMER UNABHÄNGIGER
BAUHERRENBERATER
26.03.26 Generalversammlung
26.03.26 Real Estate
Symposium
SCHWEIZERISCHE
MAKLERKAMMER
26.03.26 Generalversammlung
26.03.26 Real Estate
Symposium
SVIT FM SCHWEIZ
26.03.26 Generalversammlung
26.03.26 Real Estate
Symposium
IMMOBILIA / Dezember 2025 69
FOKUS
DEVI BÜHLER
WIRTSCHAFT
AUSBLICK AUF
DEN IMMOBILIEN
POLITIK
ISOSDIREKTAN
WENDUNG WIRD
BAU & HAUS
KREISLAUF
ZUGUTERLETZT
DIE HERAUSFORDERUNGEN DER KREISLAUFWIRTSCHAFT ...
IMPRESSUM
SCHWEIZ
# 12 — DEZEMBER 2025 — 92. Jahrgang / Erscheint monatlich / CHF 7.– / www.svit.ch
IMMOBILIA
IM INTERVIEW
04
EINGESCHRÄNKT
12
MARKT 2026
14
WIRTSCHAFT
36
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GEBAUT
ISSN 2297-2374
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(WEMF 2024)
Gedruckte Auflage: 3500
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8041 Zürich
Telefon 044 434 78 88
Telefax 044 434 78 99
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REDAKTION
Dr. Ivo Cathomen (Verlag)
Yvonne Lemmer (Chefredaktion)
Claudia Wagner (Dienstredaktion)
Mirjam Michel Dreier (Korrektorat)
Urs Bigler (Fotografie, Titelbild)
DRUCK UND VERTRIEB
E-Druck AG, PrePress & Print
Lettenstrasse 21, 9016 St.Gallen
Telefon 071 246 41 41
Telefax 071 243 08 59
www.edruck.ch, info@edruck.ch
SATZ UND LAYOUT
E-Druck AG, PrePress & Print
Rita Kurmann
Andreas Feurer
GASTSPIEL RUEDI WIDMER
Der oben gezeigte Cartoon unterstreicht das Schwerpunktthema
dieser Immobilia-Ausgabe, die Kreislaufwirtschaft. Im
Fokus- Interview auf Seite 4 wie auch in den Artikeln der Rubrik
«Bau & Haus» (Seiten 36 bis 45) gehen wir vertieft darauf ein.
Auf witzige Art und Weise greift Cartoonist Ruedi Widmer in
der Immobilia aktuelle Themen auf, welche die Immobilienund
Baubranche beschäftigen.
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Nachdruck nur mit Quellenangabe
gestattet. Über nicht bestellte
Manuskripte kann keine Korrespondenz
geführt werden. Inserate, PR
und Produkte-News dienen lediglich
der Information unserer Mitglieder
und Leser über Produkte und
Dienstleistungen.
70
IMMOBILIA / Dezember 2025
Digitale Drehscheibe bei der
Vergabe durch Drittparteien
Die Yarowa-Plattform bringt Transparenz und Effizienz in das Auftragsmanagement der Immobilienwirtschaft. Mit einer
Erweiterung der Plattform werden Facility Management-Provider und Hauswarte ganzheitlich in den Auftragsprozess
eingebunden – für geführte Prozesse und weniger Fehler.
Das Auftragsmanagement in der Immobilienwirtschaft
ist oft geprägt von Intransparenz,
Medienbrüchen und unklaren Zuständigkeiten.
Besonders bei der Vergabe
durch Dritte – etwa Mitarbeitern von Facility
Management-Providern – entstehen Prozesslücken,
die zu fehlerhaften Rechnungen
und erhöhtem Klärungsaufwand führen. Die
Yarowa AG begegnet diesem Problem mit
einer innovativen Plattformlösung, die alle
relevanten Akteure miteinander vernetzt und
für mehr Effizienz sorgt.
«Rund 30 bis 40 Prozent der Instandhaltungsaufträge
werden nicht direkt von Bewirtschaftern
vergeben, sondern durch Facility
Management-Providern oder Hauswarten,
die als verlängerter Arm der Bewirtschaftung
agieren», erklärt Cyril Kägi, Co-Founder
von Yarowa. «Das ist zwar pragmatisch,
führt aber zu Intransparenz.» Die Plattform
von Yarowa schafft hier Abhilfe: Sie ermög-
licht eine strukturierte, digitale Vergabe und
Nachverfolgung von Aufträgen – auch durch
Drittparteien. So kann etwa ein Facility Management-Provider
direkt über die Plattform
eine Reparatur beauftragen, der Bewirtschafter
wie zum Beispiel Wincasa sieht dann
transparent, woher die Rechnung stammt
und auf welche Leistung sie sich bezieht.
«Gemeinsam mit Wincasa, dem führenden
Immobilien-Dienstleister der Schweiz
und diversen Facility Management-Providern
haben wir über ein Jahr an der Lösung
gearbeitet, die alle Stakeholder einbezieht»,
ergänzt Bendicht Eggimann, Product Owner
bei Yarowa. «Bald wird die Erweiterung mit
ausgewählten Partnern getestet und das Produkt
im 2026 final lanciert.»
Das Ziel: eine Win-Win-Win-Situation
für Verwaltung, Dienstleister und Mieterschaft.
Klare Zuständigkeiten, keine Medienbrüche
und fehlerfreie Rechnungen.
Yarowa begleitet Kunden eng bei der Umsetzung,
mit Customer Success Managern und
Projektleitern. Facility Management-Provider
wie auch Handwerker werden als wichtige
Kunden betrachtet: «Wir holen aktiv Feedback
ein und prüfen, was für alle Beteiligten
zumutbar und sinnvoll ist», so Kägi. Heute
ist Yarowa der grösste B2B-Lösungsanbieter
für digitales Auftragsmanagement in der
Schweiz, mit über 6’000 Dienstleistern,
300'000 Aufträgen jährlich und Präsenz in
vier Ländern.
Die Vision: In zehn Jahren sollen 90
Prozent der B2B-Aufträge medienbruchfrei
zwischen den ERPs der Auftraggeber und
Dienstleister fliessen. Yarowa will dabei als
digitales Rückgrat agieren – fokussiert, agil
und mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.yarowa.com
Yarowa AG, Metallstrasse 9, 6300 Zug
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Wäschepflege
wie ein Champion.
Beste schnelle Fleckenentfernung
auf dem Markt bei schonenden 30 °C
in nur 49 Minuten.*
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Basierend auf einem externen Test zur Fleckentfernung von 59 Flecken mit
dem AbsoluteWash 49-Programm (49 Min. bei 4 kg Beladung) im Vergleich
zu marktführenden Marken in Europa mit Kurzprogrammen von 1 Stunde bei 30 °C.