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Immobilia Dezember 2025

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SCHWEIZ

# 12 — DEZEMBER 2025 — 92. Jahrgang / Erscheint monatlich / CHF 7.– / www.svit.ch

IMMOBILIA

FOKUS

DEVI BÜHLER

IM INTERVIEW

04

POLITIK

ISOS-DIREKTAN­

WENDUNG WIRD

EINGESCHRÄNKT

12

WIRTSCHAFT

AUSBLICK AUF

DEN IMMOBILIEN­

MARKT 2026

14

BAU & HAUS

KREISLAUF­

WIRTSCHAFT

36

KREISLAUFFÄHIG

GEBAUT


EDITORIAL

VON—MICHEL MOLINARI

GEMEINSAM FÜR

MEHR WOHNRAUM

Der Schweizer Immobilienmarkt blickt auf ein

erfreuliches Jahr 2025 zurück, und auch die Aussichten

für die kommenden Jahre sind grundsätzlich

positiv. Dennoch gibt es Entwicklungen, die

– mit Blick auf unsere Gesellschaft – zunehmend

Anlass zur Sorge geben. Die schleppende Bautätigkeit

trifft auf eine konstant hohe Nachfrage; in

der Folge steigen die Preise unaufhörlich. Für immer

mehr Menschen, insbesondere für junge Personen

und Familien, wird Wohneigentum damit

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unerschwinglich. Gleichzeitig verteuern sich

nicht nur Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen,

sondern auch Renditeliegenschaften und

Mietwohnungen – was die Mietzinse weiter antreibt.

Immer mehr Wohnungssuchende konkurrieren

um immer weniger verfügbaren

Wohnraum. Die Schere zwischen Haushaltseinkommen

und Immobilienpreisen öffnet sich

weiter – mit spürbaren Konsequenzen.

In diesem Umfeld gewinnen staatliche Eingriffe

und zusätzliche Regulierungen als vermeintlich

schnelle Lösungen an Zuspruch. Die

anstehenden Volksinitiativen «Keine 10-Millionen-Schweiz!»

und «Ja zum Schutz vor missbräuchlichen

Mieten» sind deutliche Gradmesser

für die aktuelle Stimmungslage im Land. Gelingt

es Politik und Wirtschaft nicht, überzeugende

Antworten auf die Herausforderungen einer

wachsenden Bevölkerung zu liefern, drohen einschneidende

Folgen für unseren Sektor.

Für 2026 und die darauffolgenden Jahre sind

wir alle gefordert, mehrheitsfähige Lösungen für

die Bedürfnisse einer wachsenden Schweiz zu

entwickeln. Ohne eine konsequente Förderung

der inneren Verdichtung in den Städten und

eine effizientere Nutzung des bestehenden

Wohnraums wird dies nicht möglich sein. Dafür

müssten wir als Gesellschaft bereit sein, den Gemeinsinn

über Einzelinteressen zu stellen und

Verdichtungsprojekte in urbanen Zentren breit zu

unterstützen, statt sie zu bekämpfen. – Sind wir

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2


INHALT

IMMOBILIA —INHALT NR. 12 DEZEMBER 2025

FOKUS

04 «KREISLAUFFÄHIGES BAUEN IST IMMER NOCH EINE NISCHE»

Umweltingenieurin Devi Bühler erklärt im Interview, weshalb Kreislaufwirtschaft

beim Bauen erst sehr langsam Fahrt aufnimmt.

IMMOBILIENWIRTSCHAFT

12

IMMOBILIENPOLITIK

ISOS: KORREKTUR BEI

DIREKTANWENDUNG

DER BUNDESRAT SCHRÄNKT DIE DIREKT­

ANWENDUNG EIN UND GIBT DAMIT GEGENSTEUER.

14

IMMOBILIENWIRTSCHAFT

WOHNEIGENTUM:

MARKTAUSBLICK

EXPERTEN ERWARTEN IN DEN NÄCHSTEN

ZWÖLF MONATEN STEIGENDE PREISE FÜR

WOHNEIGENTUM.

BAU & HAUS

KREISLAUFORIENTIERTES

BAUEN

GESETZESREVISIONEN SCHAFFEN EINEN RAHMEN,

UM DIE KREISLAUFWIRTSCHAFT ZU STÄRKEN.

WIE GEHT DIE UMSETZUNG VORAN?

BILD: FOTOEMBER, STOCK.ADOBE.COM

36 – 45

14 WOHNEIGENTUM: MARKTAUSBLICK SCHWEIZ

Laut Umfrage erwarten zwei Drittel der befragten Immobilienexperten in den

nächsten zwölf Monaten steigende Preise, vor allem an zentralen Lagen.

16 MARKTANALYSE AM BEISPIEL ASCONA

Trotz hoher Nachfrage kann sich der Verkauf einer Eigentums wohnung in die

Länge ziehen. Was sind die Gründe dafür? Ein Beispiel aus dem Tessin.

18 INDIREKTE IMMOBILIENANLAGEN: RÜCK- UND AUSBLICK

2025 verzeichneten die indirekten Immobilienanlagen in der Schweiz einen

rekordhohen Kapitalzufluss. Auch der Transaktionsmarkt zeigt sich belebt.

20 ONLINE-WOHNUNGSINDEX OWI

Hohe Drehzahl am Mietwohnungsmarkt: Zwischen Oktober 2024 und

September 2025 wurden 6% mehr Wohnungen aus geschrieben als im Vorjahr.

22 «MARCHÉ PATRIMOINE» – DER ETWAS ANDERE MARKTPLATZ

Immobilienmarktplatz für schützenswerte Objekte feiert 5-jähriges Bestehen.

24 IMMO-BAROMETER 2025: DOWNSIZING-BEREITSCHAFT

Ein Umzug in eine kleinere Wohnung ist für rund die Hälfte aller Mieter denkbar.

26 DER MONAT IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT

IMMOBILIENRECHT

32 BUNDESGERICHTSENTSCHEID: «SCHLACHT» DER GUTACHTER

In einem Lehrstück zeigt das Bundesgericht auf, wie es mit sich widersprechenden

Gutachten umgeht.

34 UNTERGEMEINSCHAFT IM STOCKWERKEIGENTUM

Die Untergemeinschaft ist ein Mittel zur internen Strukturierung einer

Stockwerk eigentümergemeinschaft. Sie ist aber nicht im Gesetz geregelt.

BAU & HAUS

36 MATERIALIEN IM KREISLAUF HALTEN

Mit der «Charta Kreislauforientiertes Bauen» bekennt sich eine Reihe der

bedeutendsten Schweizer Bauauftraggeber zur Kreislaufwirtschaft.

38 KREISLAUFFÄHIGE AUFSTOCKUNG IN ZÜRICH-BINZ

«Viele Bauherrschaften sind offen für Kreislaufwirtschaft». Anhand eines

Beispiels in Zürich wird aufgezeigt, wie kreislauffähiges Bauen gelingen kann.

40 STATUSBERICHT SCHWEIZER KREISLAUFWIRTSCHAFT 2024

Anfang September haben die Berner Fachhochschule und die Konjunkturforschungsstelle

KOF der ETH Zürich einen Statusbericht veröffentlicht, der die

Verankerung der Kreislaufwirtschaft und den Stand der Umsetzung aufzeigt.

42 GEBAUT WIE EIN HOCHREGALLAGER

Ein Zürcher Mehrfamilienhaus mit spezieller Ausgangslage wurde so geplant,

dass es sich sorten rein zurückbauen lässt. 2023 und 2025 wurde es ausgezeichnet.

46 ENERGIE SPAREN DANK GEBÄUDEAUTOMATION

IMMOBILIENBERUF

50 FACHAUSWEIS IMMOBILIENBEWERTUNG

Der nächste Lehrgang startet im Januar 2026 in Bern und Zürich (Greencity).

51 RÜCKBLICK LUNCHGESPRÄCH DER KUB

53 MAKLER-CONVENTION 2025

55 SEMINARE UND WEITERBILDUNGEN

56 BERUFSBILDUNGSANGEBOTE DES SVIT

VERBAND

59 «IMMOMENT» 2025: ENERGIE, ZEV UND KI IM FOKUS

Am 19. November fand der Weiterbildungsanlass des SVIT Ostschweiz statt.

STANDARDS: MARKTPLATZ & PRODUKTE-NEWS 60 / BEZUGSQUELLENREGISTER 66 / ADRESSEN & TERMINE 69 / ZUGUTERLETZT & IMPRESSUM 70

IMMOBILIA / Dezember 2025 3


FOKUS INTERVIEW

KREISLAUFWIRTSCHAFT

«KREISLAUFFÄHIGES

BAUEN IST IMMER

NOCH EINE NISCHE»

4

IMMOBILIA / Dezember 2025


Umweltingenieurin Devi Bühler

hat im zürcherischen Feldbach

ein Haus nach den Prinzipien

der Kreislaufwirtschaft gebaut.

Darin wurde über vier Jahre

gleich zeitig gewohnt und

geforscht. Im Interview erklärt

sie, warum Kreislaufwirtschaft

beim Bauen erst sehr langsam

Fahrt aufnimmt. Sie plädiert

dafür, dass sich mehr Fachleute

mit kreislauffähigem Bauen

auseinandersetzen und sich

entsprechend weiterbilden.

INTERVIEW—YVONNE LEMMER*

FOTOS—URS BIGLER

Frau Bühler, Sie haben mit dem KREIS-Haus

in Feldbach den Zürcher Zukunftspreis 2025

gewonnen. Was ist das KREIS-Haus?

Das KREIS-Haus ist ein Demonstrations- und

Forschungsobjekt für kreislauffähiges Bauen und

Wohnen, KREIS steht für «Klima und Ressourcen-

Effizientes Suffizienz»-Haus. Mein Ziel war es,

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IMMOBILIA / Dezember 2025 5


FOKUS INTERVIEW

KREISLAUFWIRTSCHAFT

die Umweltauswirkungen des Gebäudes möglichst

gesamtheitlich zu betrachten. Denn zur Kreislaufwirtschaft

gehört nicht nur das Wiederverwenden

von Baumaterialien. Auch Wasserkreis läufe, Abfälle,

Energie, Auswirkungen auf den Boden, Platzverbrauch

und Lebensmittelanbau fliessen mit ein. Im

KREIS-Haus habe ich versucht, alle diese verschiedenen

Kreisläufe für Materialien und Ressourcen

zu schliessen.

Wie genau?

Im multifunktionalen Wintergarten wird Sonnenenergie

zum Heizen genutzt, Solarmodule produzieren

Strom und mit einem Dachgarten hole ich die

Nahrungsmittelproduktion ins Haus. Ausserdem

wird das Regenwasser vom Dach gesammelt und

mittels Filter zu Trinkwasser aufbereitet. Auch das

Abwasser wird aufbereitet und im Haus für die Bewässerung

und Waschmaschine wiederverwendet.

Eine Trockentrenntoilette separiert Urin und Kot.

Urin wird in einem Tank unter dem Haus gesammelt

und zu Dünger für den Dachgarten aufbereitet. Ein

Wurmkomposter verarbeitet den Kot zu Kompost.

Wie kamen Sie auf die Idee?

2013 habe ich meine Bachelorarbeit in Umweltingenieurwesen

zum Thema «Best Practices

BIOGRAPHIE

DEVI BÜHLER

(*1987) ist Umweltingenieurin,

Master of

Science ZFH in Life Sciences

/ Natural Resource

Sciences; PhD Bioscience

Engineering: Environmental

Sciences and

Technology. Im Jahr 2025

hat sie mit dem KREIS-

Haus in Feldbach den Zürcher

Zukunftspreis gewonnen.

Als Dozentin an

der Zürcher Hochschule

für Angewandte Wissenschaften

forscht sie an der

Entwicklung und Umsetzung

geschlossener Wasserkreisläufe

in Südafrika.

Baubeschrieb des Hauses:

zhaw.ch/iunr/kreishaus

of Zero Emission Buildings in Switzerland» geschrieben.

Dafür porträtierte ich Gebäude mit

Vorzeigecharakter und interviewte verschiedene

Leute. Ich kam zum Schluss, dass in der Schweiz

ein Raum fehlt, in dem man kreislauffähiges Bauen

und Wohnen testen kann. Ein Raum, der gleichzeitig

bewohnt wird und in dem man an neuen Entwicklungen

forschen kann. Damals gab es auch

das NEST der Empa noch nicht. In meiner Masterarbeit

habe ich das Design für das KREIS-Haus

entwickelt und dabei die gesamten Umweltauswirkungen

des Gebäudes betrachtet. Realisieren

konnte ich das Haus auf einem Grundstück in Feldbach,

wo ich aufgewachsen bin. Ich war erst 26-jährig

und hatte noch kein grosses Netzwerk, dafür

viele Ideen. Die Entwicklung dauerte acht Jahre.

Welche Materialien sind im KREIS-Haus

verbaut?

Wir setzten wiederverwendete Materialien wie gebrauchte

Fenster oder Parkett ein. Im Bad kommt

recyceltes Glas zum Einsatz. Gerade im Innern eines

Gebäudes darf man bei der Wiederverwendung

von Materialien kreativ sein. Bei der Aussenhülle

ist es schwieriger, weil mehr Vorschriften bestehen.

Vereinzelt haben wir auch Neues verbaut, eine

6

IMMOBILIA / Dezember 2025


qualitativ hochwertige, langlebige Stahlküche beispielsweise.

Daneben bauten wir mit natürlichen

Materialien ohne Schadstoffe wie Lehm und Holz

und hielten uns an die Grundsätze des baubiologischen

Bauens. Den Energienachweis haben wir nur

für den Innenraum eingeholt, weil der Wintergarten

nicht beheizt wird.

Das Haus wurde vier Jahre bewohnt und es

wurde darin geforscht. Mit welchem Ziel?

Seit 2021 vermietete ich das Haus über Airbnb,

und die Bewohner konnten das Wohnen im kreislauffähigen

Haus selbst erleben. Am Ende ihres

Aufenthalts haben sie einen Fragebogen zu Forschungszwecken

ausgefüllt. Das ist Forschung an

der Schnittstelle zwischen Nutzer und Technologie.

Ich untersuchte unter anderem, welchen Effekt

das Wohnerlebnis bei den Bewohnern in Bezug

auf deren Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für

nachhaltiges Wohnen hat. Zum Beispiel, ob sie bereit

wären, die im KREIS-Haus umgesetzten Technologien

auch in ihrem eigenen Alltag zu nutzen.

Oder ob sie bereit wären, mehr pro Monat für eine

nachhaltige Wohnung bzw. mehr für Unterhalt zu

bezahlen, weil Kreisläufe schliessen mehr kostet.

Herausgekommen ist, dass das Wohnerlebnis einen

positiven Einfluss hatte, und zwar statistisch signifikant.

Zusätzlich untersuchten wir einzelne technische

Aspekte wie den Betrieb des Wasserkreislaufs.

Welche anderen Lehren ziehen Sie aus dem

Bau und Betrieb des Hauses?

Wir haben versucht, im KREIS-Haus so gut es

geht das «Design for Disassembly» umzusetzen,

das heisst, dass man alle eingesetzten Materialien

wieder in den Kreislauf bringen kann. Das

braucht jedoch viel Planungsarbeit. Die Planungsund

Bauphase für das KREIS-Haus war aber relativ

kurz, wir befanden uns mitten in der Pandemie,

hatten nur fünf Monate Zeit. Gewisse Ideen konnte

ich nicht vollständig umsetzen. Der erste Ab- und

Wiederaufbau des KREIS-Hauses an einem anderen

Ort könnte deshalb aufwendiger sein als nötig.

Meine Vision ist, dass sich Häuser wie Lego-Bausteine

auf- und abbauen lassen. Eine weitere Lehre

aus dem Projekt ist, dass der Aufwand für die

IMMOBILIA / Dezember 2025 7


FOKUS INTERVIEW

KREISLAUFWIRTSCHAFT

ES BRAUCHT

MEHR FACH-

LEUTE, DIE SICH

WEITERBILDEN

UND MIT KREIS-

LAUFFÄHIGEM

BAUEN AUSEIN-

ANDERSETZEN.

Materialbeschaffung grösser ist, wenn wiederverwendete

Materialien eingesetzt werden. Da geht

man sozusagen auf die Jagd nach passenden Bauteilen

– und das braucht Zeit.

Bei einzelnen kleinen Objekten lässt sich

kreislauforientiertes Bauen relativ gut und

einfach realisieren, wie gelingt die Umsetzung

aber bei grossen Wohnsiedlungen?

Die meisten Ideen, die im KREIS-Haus umgesetzt

wurden, lassen sich auch im grossen Massstab umsetzen.

Einfach nicht eins zu eins. Bei grösseren

Wohnbauprojekten müssen nicht alle Bauteile wiederverwendet

sein. Nachhaltige Siedlungen lassen

sich auch durch den Einsatz natürlicher Materialien

realisieren. Das Wichtigste ist, dass es gelingt,

die Auftraggeber von den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft

zu überzeugen.

Wie themenbewusst sind die Auftraggeber

heute schon?

Man sieht einen allgemeinen Trend in der Gesellschaft

zu nachhaltigerem oder reduzierterem

Leben. Auch in der Baubranche ist dieser Trend

vermehrt spürbar, allerdings eher in der Form, dass

man darüber spricht, als dass er konkret umgesetzt

wird. Im Moment ist kreislauffähiges Bauen immer

noch eine Nische und beschränkt sich vor allem auf

Pilotprojekte und engagierte Personen oder Institutionen.

Es braucht mehr Fachleute, die sich damit

auseinandersetzen und sich weiterbilden. Bildung

ist enorm wichtig.

Gibt es Beispiele realisierter kreislauffähiger

Projekte im grossen Stil?

Das fünfgeschossige Bürogebäude Hortus in Allschwil,

Basel-Landschaft, das dieses Jahr eröffnet

wurde, ist ein Beispiel radikal nachhaltiger Architektur.

Jedes Bauelement wurde auf seine Nachhaltigkeit

überprüft. Die Architekten haben viel

umgesetzt: Massivholzbau mit Steckverbindungen,

Lehmdecken – der Lehm dafür wurde dem eigenen

Grundstück entnommen – und eine Regenwassersammlung.

Und Wohnbauprojekte?

Das 12 000 qm grosse Frank-Areal in Basel, das in

den nächsten Jahren nachhaltig entwickelt wird

und drei Wohnbauprojekte enthalten soll, könnte

ein Vorzeigeprojekt werden.

8

IMMOBILIA / Dezember 2025


Wie ist es mit Vorbildern aus dem Ausland?

Im Norden von Amsterdam wird zurzeit das Projekt

«Circular Buiksloterham» geplant. Bis 2034 soll auf

dem 100 Hektaren grossen ehemaligen Industrieareal

eine komplett zirkuläre Siedlung entstehen.

Oder Singapur: Das Land baut schon seit Jahren

sehr grün. Da gehört es zum guten Ton, die Begrünung

ins Gebäude zu holen.

Lohnt sich Kreislaufwirtschaft für

Investoren und Bauherren?

Es können Mehrkosten, aber auch Einsparungen

entstehen, wenn man nachhaltig baut. Deshalb

sollten nicht nur die Erstellungskosten betrachtet

werden, sondern es geht um die Gesamtlebenszykluskosten.

Heute sind alle Bauinvolvierten so

kostengetrimmt – Kosten und Effizienz stehen an

oberster Stelle. Vielleicht sollten wir unsere Wertvorstellungen

hinterfragen. Es geht ja auch um

den gesellschaftlichen Wert eines Projekts. Gerade

institutionelle Bauherren wie Pensionskassen

und Versicherungen oder staatliche Träger sehen

sich immer mehr mit der Anforderung konfrontiert,

dass ihre Bauprojekte nachhaltig sein sollen.

JEDER SIEHT

DAS PROBLEM

BEIM ANDEREN.

Pensionskassengelder sind ja unsere Gelder, und

am Ende sind wir alle an einem lebenswerten Leben

interessiert und daran, dass es unserer Umwelt

gut geht. Ideal wäre, wenn Gelder für Bauprojekte

nur dann gesprochen würden, wenn nachhaltig gebaut

wird.

Woran scheitert es heute noch?

Es ist nicht so, dass Bauherren nicht nachhaltig

bauen möchten. Aber jeder sieht das Problem

beim anderen. Man spricht vom «Teufelskreis

der Schuldzuweisung». Die Mieter sagen, sie würden

schon nachhaltig wohnen, aber es gebe keine

nachhaltigen Wohnungen. Die Bauherren sagen,

die Mieter wollten keine höheren Mietzinse für

nachhaltiges Wohnen bezahlen, sie könnten also

die Kosten nicht auf die Mieten überwälzen. Und

die Architekten sagen, sie könnten ja schon so bauen,

aber die Bauherren würden nicht mehr bezahlen

wollen.

Wie lässt sich dieser Teufelskreis Ihrer

Meinung nach durchbrechen?

Anstatt das Problem jemand anderem zuzuschieben,

wäre es sinnvoller, zu schauen, was ich als Bauherrin

oder Bauherr selbst tun kann. Wie viel Geld

bin ich bereit, für ein nachhaltiges Projekt zu bezahlen?

Das ist die erste Frage, die man sich stellen sollte.

Oder das Gesetz hilft nach. 2024 wurde die

parlamentarische Initiative «Schweizer Kreislaufwirtschaft

stärken» verabschiedet. Seit

Januar 2025 ist Kreislaufwirtschaft u. a. im

Umweltschutzgesetz verankert. So müssen

z. B. Abfälle der Wiederverwendung zugeführt

oder stofflich verwertet werden, wenn

dies technisch möglich und wirtschaftlich

tragbar ist und die Umwelt weniger belastet

als eine andere Entsorgung oder die Herstellung

neuer Produkte. Wie lässt sich das

umsetzen?

Im Gesetz wird meist «wenn dies technisch und

wirtschaftlich tragbar ist» erwähnt. Das ist der

springende Punkt. Die Formulierung schafft enorm

viel Spielraum in der Umsetzung. Was heisst «technisch

möglich»? Dass man es theoretisch so machen

kann? Und was bedeutet «wirtschaftlich»?

Welche Mehrkosten sind vertretbar? Ausschlaggebend

wird sein, wie Kantone und Behörden an die

Umsetzung herangehen.

Es könnte auch einfach zu einem grösseren

administrativen Aufwand führen.

In der Tat haben wir heute schon viele Auflagen,

die das Bauen kompliziert machen, und ein Architekt

ist mittlerweile fast ebenso Rechtsberater wie

Planer. Wie gross der zusätzliche Aufwand wird,

hängt jedoch stark davon ab, wie die Massnahmen

ausgestaltet sind. Beispielsweise kann mit Anreizen

anstelle von Vorgaben gearbeitet werden. Entscheidend

ist eine praxisnahe Umsetzung.

IMMOBILIA / Dezember 2025 9


FOKUS INTERVIEW

KREISLAUFWIRTSCHAFT

AUCH GESELL-

SCHAFTLICHE,

NICHT MONETÄRE

WERTE SOLLTEN

BEIM BAUEN MIT

EINBEZOGEN

WERDEN.

Zum Schluss: «Kreislaufwirtschaft» ist auch

ein Modewort und liegt im Trend. Wird das

Wort teilweise missbraucht? Beobachten

Sie «Greenwashing» im Bau?

Greenwashing sehen wir überall, auch in der Baubranche.

Viele Unternehmen machen das sogar unbewusst.

Ihnen fehlen vielleicht Fachpersonen, die

prüfen, ob etwas wirklich nachhaltig ist. Auch Konsumenten

lassen sich leicht beirren. Vor zehn Jahren

wurde ich im Studium dazu ausgebildet, Nachhaltigkeit

überhaupt in die Unternehmen oder die Ämter

reinzubringen. Heute ist das Thema omnipräsent und

die Frage ist mehr, wie man sicherstellt, dass Nachhaltigkeit

richtig umgesetzt wird. Buzzwords wie Kreislaufwirtschaft

und Nachhaltigkeit sollte man auf

jeden Fall immer zuerst kritisch hinterfragen.

Satzball

Der Zürcher Zukunftspreis 2025 ist für mich … eine

grosse Anerkennung für die Arbeit, die ich über

viele Jahre geleistet habe.

Wenn ich noch einmal ein Haus bauen dürfte,

dann … wäre ich von Anfang an besser

aufgestellt mit finanziellen und fachlichen

Ressourcen und guter Organisation.

In 20 Jahren wird Kreislaufwirtschaft

beim Bauen … hoffentlich Standard sein.

*YVONNE

LEMMER

ist Chefredaktorin

der Zeitschrift

Immobilia.

10

IMMOBILIA / Dezember 2025


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IMMOBILIENPOLITIK

ISOS

BUNDESRAT SCHRÄNKT

DIREKT ANWENDUNG EIN

Das Bundesinventar der schützenswerten

Ortsbilder der Schweiz (ISOS) hat in jüngerer

Zeit angesichts des lahmenden Wohnungsbaus

und überdehnter Bundesgerichtsentscheide

für rote Köpfe gesorgt. Nun gibt der

Bundesrat in einem Teilbereich Gegensteuer.

TEXT—IVO CATHOMEN*

BILD: SINA ETTMER, STOCK.ADOBE.COM

Wo Gewässerschutz

auf ISOS trifft,

kommt aktuell die

Direktantwendung

des ISOS zum Tragen.

Im Bild: Blick

auf den Dorfkern

von Appenzell.

29

ÜBERSPITZTE GERICHTS­

PRAXIS KORRIGIEREN

Die Beschleunigung der Baubewilligungsverfahren

ist eines der Kernanliegen

des bundesrätlichen «Aktionsplans

Wohnungsknappheit». 60 bzw. 61% der

Bauherren und Baufachleute bezeichneten

unlängst in einer Studie von Bundesamt

für Raumentwicklung und Bundesamt

für Wohnungswesen Rekurse bzw. Einsprachen

als die grössten Hürden für die

Bereitstellung von Wohnraum 1 . Das ISOS

kommt dabei regelmässig ins Spiel, allein,

weil durch dessen flächenmässige Ausdehnung

viele Bauvorhaben tangiert sind. In

der Stadt Zürich sind 75% der Siedlungsfläche

mit einem Erhaltungsziel belegt, in

Winterthur gar 80%. Die Ausuferung ist

immanent, denn das ISOS erfasst nicht

Einzelbauten, sondern Siedlungen in ihrer

Gesamtheit.

Es ist aber vielfach nicht das Inventar

selbst und dessen Ausdehnung, das bei

Bauvorhaben Probleme verursacht oder

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diese gar verhindert, sondern die Anwendung

durch die Behörden und die überspitzte

Gerichtspraxis. Nun greift der

Bundesrat korrigierend ein. Er teilte Ende

September mit, dass er die zuständigen Departemente

beauftragt habe, Massnahmen

umzusetzen, um die Anwendung des ISOS

zu verbessern und zu präzisieren.

Die Massnahmen wurden im Rahmen

eines runden Tisches erarbeitet. Konkret

sehen diese vor, die sogenannte Direktanwendung

des ISOS auf Fälle zu beschränken,

die eine unmittelbare Auswirkung

auf das Ortsbild haben. Nach derzeitiger

umstrittener Gerichtspraxis ist es so, dass

jede Bundesaufgabe, die durch ein Bauprojekt

tangiert wird, eine Direktanwendung

des ISOS auslöst. Damit sind die Hürden

für eine Bewilligung in der Regel höher, die

Behandlungszeiten entsprechend länger.

Das ISOS kann dann sogar Vorgaben aus

der Bau- und Zonenordnung, aus Richtund

Gestaltungsplänen übersteuern.

Romana Heuberger, bei dem am runden

Tisch beteiligten Baumeisterverband

zuständig für Raumplanung und Wohnungsbau,

begrüsst, dass nun mit den

Bundesaufgaben Gewässerschutz und Zivilschutzanlagen

zwei häufig vorgebrachte

Begründungen für eine Direktanwendung

wegfallen. Für alle Bundesangaben «an der

Oberfläche» komme die Direktanwendung

aber leider weiterhin uneingeschränkt zur

Anwendung (siehe dazu im Weiteren ihren

Beitrag in der Immobilia, Juni 2025). Auch

der Verband Wohnbaugenossenschaften

Schweiz kommentiert die Neuerung zustimmend.

ISOS sei in letzter Zeit mehr

und mehr zu einem Einfallstor für Rekurse

verkommen. Schuld an dieser Entwicklung

seien eine verschärfte Gerichtspraxis,

die immer häufiger eine Direktanwendung

fordere.

INTERESSENABWÄGUNG

STÄRKEN

Der Bundesrat will im Weiteren den

Ermessensspielraum der Kantone und

Gemeinden klarer definieren und die vom

ISOS geforderten Erhaltungsziele «offener

formulieren». Auch die Installation

von Solaranlagen auf Neubauten soll erleichtert

werden: Künftig ist nur noch bei

bestehenden Bauten eine ISOS-Direktanwendung

erforderlich. Der Bundesrat setzt

damit verschiedene Vorstösse des Parlaments

um. Die Änderungen treten voraussichtlich

im Herbst 2026 in Kraft.

1

ARE/BWO (HRSG.): RECHTSMITTELSYSTEME IM ÖFFENTLICHEN

BAURECHT – ERKENNTNISSE AUS DER BEFRAGUNG

VON WOHNUNGSPRODUZENTEN, JURISTEN, PLANERN UND

FACHEXPERTEN. JULI 2025.

*IVO CATHOMEN

Dr. oec. HSG, ist Verleger der

Zeitschrift Immobilia und stellvertretender

Geschäftsführer

des SVIT Schweiz.

12

IMMOBILIA / Dezember 2025


IMMOBILIENPOLITIK

KURZMELDUNGEN

SCHWEIZ

RÜCKGANG DER

SCHLICHTUNGS­

VERFAHREN

Im Jahresvergleich hat

die Zahl der eingeleiteten

Schlichtungsverfahren im

1. Halbjahr 2025 gegenüber

der Vorjahresperiode um 30%

auf 17 758 Fälle abgenommen.

Gegenüber der Vorperiode

resultiert auf tiefem Niveau

eine geringfügige Zunahme

um 4%. Im 1. Halbjahr 2025

wurden 18 359 Fälle erledigt,

der Löwenanteil durch Einigung

(10 825 Fälle) und durch

Rückzug, Nichteintreten, Gegenstandslosigkeit

oder Überweisung

an ein Schiedsgericht

(3999 Fälle). Mit 16% bzw.

2964 Fällen machen Anfechtungen

aufgrund von Mietzinserhöhungen

den grössten

Anteil an den erledigten Verfahren

aus, wobei der Anteil

innert Jahresfrist kontinuierlich

zurückging.

VERNEHMLAS­

SUNG ZUM GWG

Der Bundesrat hat Mitte

Oktober eine Vorlage zur

Geldwäschereibekämpfung

in die Vernehmlassung geschickt.

Die Verordnung konkretisiert

das vom Parlament

beschlossene Register der

wirtschaftlich Berechtigten

sowie die Ausweitung des

Geldwäschereigesetzes auf

bestimmte Beratungstätigkeiten

auf Verordnungsstufe. Die

Vernehmlassung dauert bis

zum 30. Januar 2026.

PROFESSIONAL

BACHELOR UND

MASTER

Die Kommission für Wissenschaft,

Bildung und Kultur

des Nationalrats (WBK-N)

hat sich Mitte November mit

der bundesrätlichen Vorlage

zur Änderung des Bundesgesetzes

über die Berufsbildung

befasst. Diese sieht namentlich

die Verankerung eines

Bezeichnungsrechts «Höhere

Fachschulen», die Einführung

der Titelzusätze «Professional

Bachelor» und «Professional

Master» für die Abschlüsse

der höheren Berufsbildung

und die Einführung von Englisch

als mögliche zusätzliche

Prüfungssprache bei eidgenössischen

Berufs- und höheren

Fachprüfungen vor. Die

Kommission beantragt dem

Rat die Annahme der Vorlage.

KEINE EVENTUAL­

VERPFLICHTUNG

Die Umweltkommission

des Ständerats hat sich in

ihrer Sitzung von Ende Oktober

knapp gegen eine Verfassungsänderung

für eine

Bundeskompetenz im Bereich

der Finanzierung der Behebung

von Gebäudeschäden bei

Erdbeben ausgesprochen. Sie

erachtet es nicht als notwendig,

auf Ebene des Bundes eine

Grundlage für eine finanzielle

Vorsorgelösung zu schaffen

für den Fall eines schweren

Erdbebens in der Schweiz.

GEBÄUDE­

PROGRAMM

BEIBEHALTEN

Die Umweltkommission

des Ständerats hat sich

im Weiteren mit dem Entlastungspaket

27 befasst. In

einem Mitbericht an die Finanzkommission

des Ständerats

beantragt sie, dass im

Gebäudebereich auch künftig

Fördermittel in angemessener

Höhe bereitstehen. Auf

Bundesebene soll ein Fördervolumen

von maximal

450 Mio. CHF sichergestellt

werden. Dies könne erreicht

werden, indem die Teilzweckbindung

der CO2-Abgabe auf

45% erhöht werde.

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IMMOBILIA / Dezember 2025


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

MARKTAUSBLICK SCHWEIZ

WOHNEIGENTUM:

AUF WACHSTUM

EINGESTELLT

Immobilienfachleute blicken optimistisch

auf den Schweizer Wohneigentumsmarkt.

Laut Umfrage erwarten

zwei Drittel der Befragten in den

nächsten zwölf Monaten steigende

Preise, vor allem an zentralen Lagen.

TEXT—PASCAL ZÜGER*

PREISERWARTUNG FÜR EIGENTUMSWOHNUNGEN IN DER SCHWEIZ (KOMMENDE 12 MONATE)

Frage an die Expertinnen und Experten: «Wie werden sich die Preise von Eigentumswohnungen in Ihrer Region in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?»

Quelle: HEV Schweiz / FPRE

100%

200

80%

160

60%

120

Anteil der Antworten*

40%

20%

0%

–20%

–40%

80

40

0

–40

–80

Indexpunkte (Preiserwartungsindex)

–60%

–120

–80%

–160

–100%

–200

1986

1987

1988

1989

1990

1991

1992

1993

1994

1995

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

2025

Sinkend Stark sinkend Steigend Stark steigend Preiserwartungsindex (rechts Skala)

*Die Antwortmöglichkeit «stabil» wird in dieser Abbildung nicht dargestellt, was erklärt, weshalb die Antworten nicht auf 100% summieren.

Anmerkung: Strukturbrüche im 4. Quartal 1996 und im 4. Quartal 2008

ROBUST UND AUFWÄRTS­

GERICHTET

Der Schweizer Wohneigentumsmarkt

präsentiert sich Ende 2025 so, wie er dies

schon in den vergangenen Jahren relativ

zuverlässig getan hat: robust und aufwärtsgerichtet.

Im 3. Quartal 2025 stiegen

die Preise im mittleren Segment für Eigentumswohnungen

um 8,7% gegenüber dem

Vorjahresquartal, Einfamilienhäuser legten

um 2,2% zu. Dies zeigen Auswertungen

von Fahrländer Partner Raumentwicklung

(FPRE). Regional traten Unterschiede

auf: Besonders gut entwickelten sich

Eigentumswohnungen an zentralen Lagen,

etwa in Städten wie Aarau, Basel und

Lausanne. Auch stadtnahe Gegenden wie

March- Höfe SZ oder Freiamt AG sowie

Ferien- und Bergregionen wie Davos GR und

Saanen-Obersimmental BE verzeichneten

überdurchschnittliche Preissteigerungen.

Weniger zentrale oder periphere Regionen

legten hingegen teilweise nur moderat zu.

Und der Markt bleibt auch künftig

aufwärtsgerichtet, zumindest wenn es

nach den Schweizer Immobilienexpertinnen

und -experten geht: Laut der halbjährlichen

Marktumfrage von FPRE und dem

Hauseigentümerverband Schweiz (HEV)

erwarten die meisten der Befragten für

die kommenden zwölf Monate steigende

Transaktionspreise für Wohneigentum,

besonders an zentralen beziehungsweise

gut erschlossenen Lagen. Der auf den Umfrageergebnissen

basierende Preiserwartungsindex

liegt derzeit bei 66,6 Punkten

für Eigentumswohnungen und 73,2 Punkten

für Einfamilienhäuser, was steigende

Preis erwartungen widerspiegelt. Der Index

reicht von –200 (absolute Einigkeit

über stark sinkende Preise) bis 200 (absolute

Einigkeit über stark steigende Preise),

IMMOBILIEN­

MARKT 2026

Wie entwickelt sich der Schweizer

Immobilienmarkt im nächsten Jahr?

Gemäss den Experten von Wüest

Partner führen Wohnungsmangel und

hohe Mieten dazu, dass die Zahl an

Mehrpersonenhaushalten steigt,

während die der Singlehaushalte gebremst

wird. Es wird eine gemässigte

Miet- und Preisdynamik für das

Jahr 2026 erwartet: Angebotsmieten

steigen um +0,7%, Bestandsmieten

sinken um – 0,8%.

Wohneigentum wird sich 2026

weiter verteuern: Bei den Eigentumswohnungen

ist von einem Preisanstieg

von +2,8% auszugehen, bei

Einfamilienhäusern sogar von +3,1%.

Büroflächen dürften 2026 schwieriger

zu vermarkten sein. Die Gründe

dafür sehen die Experten von Wüest

Partner im schwächeren Beschäftigungswachstum.

In den Bürobranchen

lag das Wachstum nur noch bei

+0,9%, also klar unter dem Schnitt

der letzten zehn Jahre (+1,7%). Als

wachsender Teilmarkt werden Coworking-Spaces

genannt.

Der Baumarkt wird 2026 ein Wachstum

erfahren: Die Abschaffung des

Eigenmietwerts ab 2028 führt in den

nächsten zwei Jahren zu mehr Renovationen,

weil steuerliche Abzüge für

Unterhaltsarbeiten noch erlaubt sind.

Ein weiterer Grund sind die zunehmenden

Investitionen in die Neubautätigkeit

(+3,4%).

14

IMMOBILIA / Dezember 2025


Werte über 0 signalisieren grundsätzlich

positive Preiserwartungen.

Seit 1986 werden im Rahmen einer Umfrage

die Immobilienprofis der Schweiz

zu ihrer Preis erwartung von Eigentumswohnungen

über die kommenden 12 Monate

befragt – früher nur jährlich, seit

2009 halbjährlich. Dies erlaubt eine Einschätzung

über die aktuelle Stimmung am

Schweizer Immobilienmarkt im historischen

Vergleich (siehe Abbildung links).

Die aktuellen 66,6 Punkte markieren eine

sehr optimistische Phase am hiesigen

Immobilienmarkt, die nur im Jahr 1988

übertroffen wurde und sich derzeit auf

einem ähnlichen Level wie in den Jahren

2000, 2004 und 2021 befindet.

REGIONALE PREISERWARTUNGEN FÜR WOHNEIGENTUM

IN DEN KOMMENDEN 12 MONATEN

Quelle: HEV Schweiz / FPRE. Datenstand: 4. Quartal 2025

Kategorie

Stark überdurchschnittliche Wachstumsdynamik

(Indexwerte über 80)

Leicht unterdurchschnittliche Wachstumsdynamik

(Indexwerte 40 bis 65)

Seitwärts bis leichtes Wachstum

(Indexwerte <40)

MS-Region

Aarau, Bern, Glattal-Furttal ZH, Luzern,

Oberaargau AG, Pfannenstiel ZH, Willisau LU,

Zimmerberg ZH, Zug

La Gruyère FR, La Sarine FR, Murten/Morat FR,

Solothurn, Unteres Baselbiet BL

Locarno, Lugano, Oberthurgau TG

Hinweis: Nur ausgewählte Regionen mit genügend Teilnehmenden (n>5) wurden berücksichtigt.

Die Umfrage wurde im Oktober 2025 durchgeführt.

MODERATES WIRTSCHAFTS­

WACHSTUM

Das makroökonomische Umfeld trägt

zur Stabilität des Marktes bei, dürfte im

kommenden Jahr jedoch die Wachstumsdynamik

dämpfen. Gleichzeitig nehmen

die Abwärtsrisiken deutlich zu und erhöhen

die allgemeine Unsicherheit. Diese Risiken

reichen vom möglichen Platzen der

KI-Blase an den Aktienmärkten über das

Erodieren der regelbasierten internationalen

Wirtschaftsordnung bis hin zu einer

potenziellen Schuldenkrise in mehreren

westlichen Ländern.

Für 2026 wird – bereinigt um Sondereffekte

grosser Sportereignisse – ein Wirtschaftswachstum

von rund 0,9% erwartet

und damit ein etwas geringerer Wert als

im Jahr 2025 (1,3%). Die tiefe Zinspolitik

der Schweizerischen Nationalbank begünstigt

weiterhin Hypothekarfinanzierungen,

während eine moderate Zuwanderung

die Nachfrage nach Wohneigentum stützt.

Gleichzeitig berichten Marktteilnehmende

von zunehmend restriktiveren Kreditbedingungen,

insbesondere bei stark fremdfinanzierten

Projekten, was die Marktdynamik

etwas dämpfen dürfte. Das Angebot an Neubauten

bleibt knapp, die Anzahl bewilligter

Bauten liegt weiterhin unter der langfristigen

Nachfrage. Insgesamt schaffen diese

Rahmenbedingungen ein Umfeld für moderates,

aber kontinuierliches Preiswachstum.

REGIONALE PERSPEKTIVEN

Die Grundtendenz zeigt klar aufwärts,

doch Umfrageergebnisse der einzelnen

MS-Regionen (MS = mobilité spatiale,

106 kleinräumige, funktional orientierte

Regionen der Schweiz, die für Analysen von

Immobilien, Wirtschaft und Raumplanung

genutzt werden) verdeutlichen, dass der

Wohn eigentumsmarkt in der Schweiz keineswegs

homogen ist. Regionen wie Zimmerberg

ZH, Pfannenstiel ZH, Bern und

Zug erreichen hohe Indexwerte über 80

Punkte und zeigen damit deutliches Aufwärtspotenzial.

Auch Agglomerationen wie

Glattal/Furttal ZH, Oberaargau AG, Willisau

LU sowie Limmattal ZH, Winterthur,

Aarau und Luzern zählen zu den besonders

dynamischen Märkten. Fachleute begründen

dies vor allem mit guter Infrastruktur,

attraktiver Lage, Zuwanderung und knappem

Angebot. Teilnehmende betonten zudem

die starke Nachfrage nach Neubauten

und energetisch modernen Liegenschaften,

während einige hervorhoben, dass

ältere Objekte deutlich preissensibler gehandelt

werden.

Moderates Wachstum, leicht unter dem

schweizweiten Durchschnitt, erwarten die

Befragten für Regionen wie La Sarine FR,

La Gruyère FR, Murten FR, Solothurn

oder das Untere Baselbiet BL. Hier werden

zwar ebenfalls steigende Preise für Wohneigentum

erwartet, aber eben nicht in dem

Tempo der urbanen Zentren.

MS-Regionen mit Seitwärtsbewegung

oder nur leichter Dynamik, mit Indexwerten

unter 40 Punkten, finden sich vor allem

in der Südschweiz oder in peripheren Gebieten.

Dazu zählen Lugano TI, Locarno TI

oder Oberthurgau TG. Im Tessin zeigt sich

diese Zurückhaltung besonders deutlich:

Die internationale Zuwanderung ist auf

einem niedrigen Niveau, junge Erwerbstätige

ziehen vermehrt in die Deutschschweiz,

die Geburtenrate liegt deutlich

unter dem schweizerischen Durchschnitt

und das Alter der Bevölkerung steigt überdurchschnittlich.

Fachleute erwarten hier

überwiegend stabile Preise, wobei Teilnehmende

darauf hinweisen, dass gut gelegene,

qualitativ hochwertige Objekte weiterhin

gefragt bleiben, während die allgemeine

Nachfrage insgesamt begrenzter ist.

POSITIVE STIMMUNG,

ABER NICHT ÜBERALL

Insgesamt bleibt Wohneigentum in

der Schweiz attraktiv. Die Preisentwicklung

wird von Angebot, Nachfrage und regionaler

Dynamik bestimmt, während das

makroökonomische Umfeld zumindest

Stabilität verleiht. Immobilienfachleute

erwarten 2026 klare Preissteigerungen in

zentralen Lagen und gut erschlossenen Agglomerationen,

moderates Wachstum in

mittelgrossen Regionen sowie Seitwärtsbewegungen

in einigen peripheren Märkten.

Wer in zentral gelegene, gut erschlossene

oder hochwertige Objekte investiert, darf

mit überdurchschnittlichen Preiserwartungen

rechnen, während periphere Märkte

oder weniger attraktive Liegenschaften

moderater reagieren dürften.

*PASCAL ZÜGER

Der Autor ist Ökonom und Analyst

bei Fahrländer Partner Raumentwicklung

(FPRE).

IMMOBILIA / Dezember 2025 15


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

MARKTANALYSE

VON DER GROSS­

WETTERLAGE

ZUM MIKROKLIMA

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen

ist wieder im Steigen

begriffen, während das Angebot

tendenziell abnimmt. Trotzdem kann

sich der Verkauf einer Eigentumswohnung

in die Länge ziehen. Was

sind die Gründe dafür?

TEXT—DIETER MARMET*

ABBILDUNG 1 – EIGENTUMSWOHNUNGEN: NACHFRAGE UND ANGEBOT IN ASCONA NACH ZIMMERZAHL UND

PREISSEGMENT

Quelle: Realmatch360

NACHFRAGE

ANGEBOT

Preis (CHF) / Zimmerzahl

Preis (CHF) / Zimmerzahl

>3 000 000

>3 000 000

2 500 001–3 000 000

2 500 001–3 000 000

2 000 001–2 500 000

2 000 001–2 500 000

1 500 001–2 000 000

3–3.5

Nachfrage: 68

1 500 001–2 000 000

3–3.5

Angebot: 31

1 000 001–1 500 000

1 000 001–1 500 000

500 001–1 000 000

500 001–1 000 000

500 000

500 000

1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+

1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+

Hoch

Mittel

Tief

<1% Hoch

Mittel

Tief

<1%

WIEDER STEIGENDE

NACHFRAGE

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen

hat sich vom «Trump-Schock» (vgl. Immobilia

März 2025, «Trendwende bei der

Nachfrage») erholt und ist seit Mitte dieses

Jahres wieder im Steigen begriffen. Die Unsicherheiten

hinsichtlich der Auswirkungen

der von den USA eingeführten Zölle scheinen

sich stark verringert zu haben. Gemäss KOF

Konjunkturbarometer, einem vorlaufenden

Indikator für die Schweizer Konjunktur, haben

sich auch die Konjunkturaussichten

wieder etwas aufgehellt. Kommt dazu, dass

die Schweizer Nationalbank den Leitzins im

März und Juni dieses Jahres um je 0,25 Prozentpunkte

auf null gesenkt hat, mit entsprechenden

Folgen für die Hypothekarzinsen,

insbesondere für jene der Geldmarkthypotheken

(Saron-Hypotheken).

gangenen Jahres auf noch 13 500 im Sommer

des laufenden Jahres zurückgebildet. Die zunehmende

Nachfrage trifft also auf ein kleiner

werdendes Angebot.

POSITIVE GROSSWETTERLAGE

Als Resultat dieser divergierenden Entwicklungen

haben sich 2025 die Leerstände

im Eigenheimsegment reduziert, und dies,

nachdem sie sowohl 2023 als auch 2024

leicht zugenommen hatten (vgl. Immobilia

September 2025, «Ein Resultat von Angebot

und Nachfrage»). Die Preise für Eigentumswohnungen

steigen deshalb weiter. Alle

verfügbaren Preisindizes zeigen im laufenden

Jahr nach oben: Wüest Partner weisen

2025 für die schweizweiten Eigentumswohnungspreise

bislang einen Anstieg von 3,5%

aus, IAZI einen solchen von 2,5% und Fahrländer

Partner gar einen solchen von über

5%. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen

Verkauf einer Eigentumswohnung

scheinen also gegeben.

UND MEINE WOHNUNG?

Doch von der Grosswetterlage aufs Mikroklima

rückzuschliessen, kann auch im Immobilienmarkt

trügerisch sein. Zwar gibt es

RÜCKLÄUFIGES ANGEBOT

Dieser steigenden Nachfrage steht ein

tendenziell abnehmendes Angebot an Eigentumswohnungen

gegenüber. Gemäss den

Zahlen von Wüest Partner hat sich das quartalsweise

Angebot in der Schweiz von gegen

15 000 Eigentumswohnungen Ende des verregionale

Preisindizes, doch auch die helfen

wenig, wenn sich die Dinge in einer Gemeinde

anders entwickeln als in der Region.

Und auch innerhalb einer Gemeinde kann

es grosse Unterschiede geben, zum Beispiel

hinsichtlich der Wohnungsgrössen oder des

Preissegments. Gefragt wäre eigentlich ein

Instrument, das nicht nur die Grosswetterlage

richtig einschätzt, sondern auch die

Marktsituation für ein spezifisches Objekt

aufgrund lokaler Besonderheiten beurteilen

helfen kann.

NEUES ANALYSEINSTRUMENT

Genau ein solches Instrument hat

Real match360 im laufenden Jahr entwickelt.

Der «Market Explorer» erlaubt

die Einschätzung der Marktsituation für

ein konkretes Objekt anhand der lokalen

Nachfrage- und Angebotssituation für die

einzelnen Wohnungsgrössen und in den

verschiedenen Preissegmenten – und dies

immer in Relation zur vorherrschenden

Grosswetterlage.

KONKRETES BEISPIEL

Beim untersuchten Beispielobjekt handelt

es sich um eine Ferienwohnung in

16

IMMOBILIA / Dezember 2025


ABBILDUNG 2 – MARKTSITUATION FÜR EIGENTUMSWOHNUNGEN IN ASCONA NACH ZIMMERZAHL UND PREISSEGMENT

Quelle: Realmatch360

MARKTSITUATION

Preis (CHF)/ Zimmerzahl

>3 000 000

2500001–3000000

2000001–2500000

1500001–2000000

1000001–1500000

500001–1000000

500000

1–1,5 2–2,5 3–3,5 4–4,5 5+

Zimmerzahl Preis (CHF) Verhältnis

Nachfrage / Angebot

1–1,5 Total 15,3

2–2,5 Total 1,8

3–3,5 Total 2,1

500 000 0,0

500 001–1 000 000 1,7

1 000 001–1 500 000 2,2

1 500 001–2 000 000 4,0

2 000 001–2 500 000 0,3

4–4,5 Total 3,1

5+ Total 3,7

Nachfrage Hoch

Mittel Tief <1%

Übernachfrage

Normaler Markt

Überangebot

Durchschnitt Gemeinde 2,7

Durchschnitt MS-Region 1,5

Schweizer Durchschnitt 8,0

Ascona, die trotz umfassender Bemühungen

der Eigentümer und des eingeschalteten

Maklers seit Längerem keinen Abnehmer

findet. Die Wohnung umfasst 3,5 Zimmer

und wurde zu einem – mit verschiedenen

Marktwerttools geschätzten – Verkaufspreis

von 1,2 Mio. CHF ausgeschrieben.

Betrachtet man die Nachfrageseite (Abbildung

1, linke Seite), ist im ersten Moment

unklar, weshalb sich die Vermarktung so

lange hinzieht. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen

in Ascona ist hoch. Aktuell

zählt die Realmatch360-Datenbank 484

Suchabos für Eigentumswohnungen in der

Gemeinde, 151 davon für 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen

und immerhin noch 68

NEUES TOOL: «MARKET EXPLORER»

Das neue Analysetool vermag auf einen Blick eine Erklärung für die lange

Vermarktungsdauer liefern. Es lässt sich aber zum Beispiel auch dafür nutzen,

Marktlücken zu entdecken, denn es beantwortet die Frage, bei welchen

Nutzungen, Wohnungsgrössen und Preissegmenten eine Übernachfrage

besteht und in welchen Segmenten mit Konkurrenz zu rechnen ist – und

für viele weitere Analysen des Mikroklimas.

www.realmatch360.com/market-explorer

für 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen in einem

Preisbereich von 1 bis 1,5 Mio. CHF.

Der Blick auf die Angebotsseite (Abbildung

1, rechte Seite) bringt die Erklärung

einen Schritt näher. Denn der erheblichen

Nachfrage steht ein grosses Angebot gegenüber.

Gegenwärtig werden in Ascona 182

Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten,

75 3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen

und 31 davon im Preissegment von 1 bis

1,5 Mio. CHF.

EINSCHÄTZUNG DER MARKT­

SITUATION

Die Marktsituation für das Beispielobjekt

präsentiert sich also wie folgt: Für die

31 angebotenen Wohnungen gibt es 68 potenzielle

Interessenten. Das Verhältnis zwischen

Nachfrage und Angebot beträgt für

3- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen im betreffenden

Preissegment 2,2 (vgl. Abbildung 2).

Auf jede in diesem Segment ausgeschriebene

Wohnung kommen etwas mehr als zwei

potenzielle Nachfrager. Das ist heutzutage

zwar nicht aussergewöhnlich – die Marktsituation

in diesem Marktsegment wird deshalb

als «normal» eingeschätzt –, doch liegt

das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot

im Schweizer Durchschnitt bei 8,0.

Im Mittel stösst eine Eigentumswohnung

in der Schweiz also auf ein fast viermal höheres

Interesse als das Beispielobjekt, und

selbst in Ascona liegt das typische Verhältnis

zwischen Nachfrage und Angebot bei den

Eigentumswohnungen mit 2,7 höher als im

betreffenden Segment.

*DIETER MARMET

Der Autor ist Mitglied des Advisory

Boards von Realmatch360, das Projektentwickler,

Investoren, Bewirtschafter,

Makler, Berater und Bewerter

mit aktuellen Informationen

zur Immobiliennachfrage beliefert.

IMMOBILIA / Dezember 2025 17


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

INDIREKTE IMMOBILIENANLAGEN

REKORDJAHR FÜR

INDIREKTE IMMO­

BILIENANLAGEN

Indirekte Immobilienanlagen in der

Schweiz verzeichnen 2025 einen

rekordhohen Kapitalzufluss. Auch der

Transaktionsmarkt zeigt sich belebt.

Tiefe Zinsen, robuste Konjunktur und

solide Fundamentaldaten sorgen

weiterhin für ein freundliches

Marktumfeld.

TEXT—ALFONSO TEDESCHI, NENA WINKLER*

KAPITALERHÖHUNGEN SCHWEIZER IMMOBILIENANLAGEN

(IN MRD. CHF)

Quelle: Swiss Finance Property, Wüest Partner, Helvetia Asset Management AG, per Ende September 2025

8

7

6

5

4

3

2

1

0

2020 2021 2022 2023 2024 2025

Immobilien-AGs Immobilienfonds Immobilienanlagestiftungen Immobilien-AGs, -fonds und -anlagestiftungen erzielten 2025

ein starkes Plus. BILD: FLASH VECTOR, STOCK.ADOBE.COM

SCHWEIZ ALS INSEL DER STABILITÄT

Inmitten geopolitischer Unsicherheiten und wirtschaftlicher

Herausforderungen präsentieren sich

direkte und indirekte Schweizer Immobilienanlagen

als attraktive Anlageklasse mit Safe-Haven-Charakter.

Das tiefe Zinsumfeld – mit einem Leitzins von 0% –

wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach Immobilien

aus. Schweizer Immobilien gelten als attraktive

An lageklasse mit stabilen Einkommensrenditen in

Schweizer Franken. Der Markt ist stark von inländischen

Investoren geprägt, die Erträge entstehen

überwiegend im Inland. Dadurch ist das Segment

weitgehend immun gegen internationale handelspolitische

Spannungen. Die Fundamental daten des hiesigen

Immobilienmarkts bleiben robust. Mietwachstum

und steigende Mieten und Preise unterstreichen die

Attraktivität der Anlageklasse und verstärken die

Nachfrage institutioneller, aber auch privater Investoren.

Trotz schwieriger Rahmen bedingungen zeigt

sich die Schweizer Wirtschaft resilient.

DIREKTER IMMOBILIENMARKT MIT

WERTSTEIGERUNGEN

Nach einer Korrektur von –1,8% im Jahr 2023

aufgrund des Zinsanstiegs verzeichnete der direkte

Schweizer Renditeimmobilienmarkt im Durchschnitt

2024 wieder eine positive Wertänderungsrendite.

Laut MSCI/Wüest Partner stieg die Wertänderungsrendite

für alle Nutzungen im Durchschnitt 2024 auf

+1,1% (Durchschnitt Zeitraum 2014–2024: 1,7%).

Die Aussichten für 2025 bleiben positiv: Die Zinssenkungen

der SNB haben die Rahmenbedingungen

deutlich verbessert. Erste publizierte Geschäftsberichte

indirekter Immobilienanlagen deuten auf

hohe Wertänderungsrenditen hin. Sinkende Finanzierungskosten

und wachsendes Investoreninteresse

sorgen zusätzlich für Rückenwind für den Sektor.

VERSCHÄRFTE

REGULIERUN­

GEN IM WOHN­

SEKTOR UND

EIN UNERWAR­

TETER ZINS­

ANSTIEG SIND

MÖGLICHE

RISIKEN.

Die erwartete Fortsetzung der Nullzinspolitik dürfte

den Schweizer Immobilienmarkt weiter stützen und

für sehr hohe Transaktionsvolumen im Jahr 2025

sorgen. Wir erwarten, dass das Transaktionsvolumen

2025 das Vorjahr erneut übertreffen wird

und laut ersten Schätzungen von CBRE bei über

15 Mrd. CHF liegen dürfte.

WOHNIMMOBILIEN BLEIBEN ERSTE

WAHL FÜR ANLEGER

Die Anleger fokussieren sich weiterhin auf

Wohn immobilien als defensive Anlage mit stabilen

Erträgen und tiefen Leerständen. Das Bevölkerungswachstum

von rund 0,9% pro Jahr trifft auf ein knappes

Angebot: Hohe Baukosten, begrenztes Bauland

und langwierige Bewilligungsverfahren bremsen den

Neubau. Die strukturelle Knappheit führt zu steigenden

Mieten, insbesondere in den grossen Zentren,

die von wachsender Bevölkerung, Haushaltswachstum

und Urbanisierung profitieren. Nach Mietsteigerungen

von +7,2% im Jahr 2024 und 1,9% im

Jahr 2025 prognostiziert Wüest Partner für 2026 ein

deutlich moderateres Wachstum von 0,7% (Durchschnitt

Mietpreiswachstum 2015–2025: +1,6% p. a.).

Grund dafür ist eine leicht nachlassende Nachfrage

infolge eines weniger dynamischen Beschäftigungsund

Bevölkerungswachstums. Strukturelle Knappheit,

geringe Volatilität und defensive Merkmale

machen Wohnen trotz hoher Preise zur bevorzugten

Anlageklasse.

KOMMERZIELLE IMMOBILIEN:

POLARISIERUNG SETZT SICH FORT

Bei kommerziellen Immobilien zeigt sich eine Polarisierung

zwischen zentralen, erstklassigen Liegenschaften

und Immobilien in peripheren Lagen, was

sich in der Entwicklung der Mieten und Kaufpreise

18

IMMOBILIA / Dezember 2025


PERFORMANCE-ENTWICKLUNG DER IMMOBILIENANLAGEN- UND AKTIEN-INDICES (2015 – OKT. 2025)

Quelle: 300 SIX, Helvetia Asset Management AG, per November 2025

250

200

150

100

50

01.2015

04.2015

07.2015

10.2015

01.2016

04.2016

07.2016

10.2016

01.2017

04.2017

07.2017

10.2017

01.2018

04.2018

07.2018

10.2018

01.2019

04.2019

07.2019

10.2019

01.2020

04.2020

07.2020

10.2020

01.2021

04.2021

07.2021

10.2021

01.2022

04.2022

07.2022

10.2022

01.2023

04.2023

07.2023

10.2023

01.2024

04.2024

07.2024

10.2024

01.2025

04.2025

07.2025

10.2025

Kotierte Immobilien-

AGs (REAL Index)

REAL Index Kotierte Immobilienfonds

SWIIT Index SPI Index Aktienindex KGAST (SPI Index) Immo-Index Immobilienanlagestiftungen

SWIIT Index

(KGAST Immo-Index)

manifestiert. Kommerzielle Immobilien bieten einen

Renditevorteil, weil sie einen höheren Cashflow und

eine höhere Risikoprämie gegenüber Wohnimmobilien

bieten. Sie könnten daher aus Diversifikationsüberlegungen

für Portfolios interessant sein.

Zudem sind sie im Normalfall auch weniger stark von

Regulierungs risiken betroffen.

KAPITALMARKT MIT HOHER DYNAMIK

Indirekte Immobilienanlagen verzeichneten in

diesem Jahr eine starke Entwicklung. Die Immobilien

aktiengesellschaften (REAL Index) legten per

31. Oktober 2025 um 16,8% zu. Immobilienfonds

(SWIIT Index) erzielten ein Plus von 8,7%, nachdem

sie bereits 2024 eine Rendite von 17,6% erreicht

hatten. Die Immobilienanlagestiftungen

(KGAST Immo Index) stiegen per Ende Oktober um

3,9%. Die durchschnittlichen Agios der Immobilienaktiengesellschaften

von +20,6% und der kotierten

Immobilienfonds von +36,8% (per 31.10.2025)

zeigen das Investoreninteresse, bergen aber auch

eine hohe Fallhöhe. Die Agios zeigen sich trotz der

jüngsten Rekord-Kapitalerhöhungen weiterhin unbeeindruckt.

Das aktuelle Agio-Niveau wird wesentlich

von der weiteren Zinspolitik der SNB bestimmt

werden.

Aktuell klafft bei den Agios eine deutliche Lücke

zwischen den Agios für Wohnimmobilien (40%) und

den Agios für kommerzielle Immobilien (20%). Dies

spiegelt die bereits erwähnte Präferenz der Anleger

für Wohnimmobilien wider.

Der Kapitalmarkt für indirekte Immobilienanlagen

zeigte 2025 eine rekordhohe Aktivität und bis

Jahresende dürfte das Gesamtvolumen der Kapitalerhöhungen

über alle Vehikel hinweg bei nahezu 8

Mrd. CHF liegen. Dies entspricht einem markanten

Anstieg von rund 74% gegenüber 2024 und gar einem

Anstieg von 186% gegenüber 2023. Auch die IPO-

Dynamik ist rege: Zwei Immobilienfonds sind 2025

neu an die Börse gegangen und zwei weitere Gefässe

planen eine Kotierung in den nächsten Monaten.

AUSBLICK FÜR 2026:

POSITIVE PERSPEKTIVEN, SELEKTIVE

CHANCEN

Der Ausblick für 2026 bleibt grundsätzlich positiv.

Immobilien profitieren von einem attraktiven

Marktumfeld, unterstützt durch das Tiefzinsumfeld,

eine stabile Konjunktur und eine ungebrochene

Nachfrage nach Sachwerten. Chancen bieten sich

in der Repositionierung von Assets, Umsetzung der

Nachhaltigkeitsanforderungen und Wertschaffung

durch Ausnutzung von Potenzialen. Zu den zentralen

Risiken zählen neben der Konjunkturentwicklung

ein unerwarteter Zinsanstieg sowie verschärfte

Regulierungen im Wohnsektor – insbesondere im

Schlüsselmarkt Zürich. Laut der aktuellen HSLU-

Studie zu Immobilienanlagen 2025 sehen Investoren

vor allem die Regulierung als grösstes Risiko für

ein mögliches Ende des laufenden Immobilienzyklus.

Zusätzlich bleibt eine mögliche Verschärfung

der Lex Koller im Bereich kommerzielle Immobilien

und indirekte Immobilien zu beobachten. Auch

die Bedingungen für Finanzierungen und Anforderungen

im Bereich Nachhaltigkeit beeinflussen den

Immobilienmarkt. Investoren sollten ihr Portfolio

zukunfts sicher positionieren durch Diversifikation,

selektives Investieren und Wertschaffung durch aktives

Asset Management.

Fazit: Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt

auch 2026 eine attraktive Anlageklasse – getragen

von soliden Fundamentaldaten, stabilem Ertragsprofil

und einem Marktumfeld, das in unsicheren

Zeiten Sicherheit bietet.

*ALFONSO

TEDESCHI

Der Autor ist Leiter

Portfolio Management

Real Estate und Geschäftsleitungsmitglied

bei Helvetia Asset

Management AG.

*NENA WINKLER

Die Autorin ist Product

Specialist Real Estate &

Mortgages bei Helvetia

Asset Management AG.

IMMOBILIA / Dezember 2025 19


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

ONLINE-WOHNUNGSINDEX OWI

HOHE DREHZAHL

AM WOHNUNGS­

MARKT

Das Angebot an Mietwohnungen auf

den wichtigsten Schweizer Immobilienportalen

wächst weiter. Zwischen

Oktober 2024 und September 2025

wurden 6% mehr Wohnungen ausgeschrieben.

Gleichzeitig verkürzt sich

die Insertionsdauer auf rekordtiefe

24 Tage. TEXT—IVO CATHOMEN*

«HEATMAP» – DURCHSCHNITTLICHE INSERTIONSDAUER PRO KANTON

Periode Oktober 2024 – September 2025, in Klammern: Vorjahr

SH: 26 (25)

Insertionstage (Intervalle)

14.0 – 17.7

17.7 – 21.4

21.4 – 25.1

25.1 – 28.8

28.8 – 32.5

32.5 – 36.2

BS: 28 (29)

SO: 30 (35)

JU: 51 (53)

NE: 40 (47)

BL: 35 (35)

AG: 20 (22)

LU: 18 (19)

NW: 16 (17)

ZH: 16 (16)

ZG: 14 (10)

SZ:

16 (15)

TG: 26 (27)

SG: 27 (28)

GL:

29 (28)

AR: 33 (38)

AI: 25 (27)

36.2 – 39.9

39.9 – 43.6

43.6 – 47.3

47.3 – 51.0

VD: 23 (24)

GE: 14 (15)

FR: 25 (28)

BE: 26 (28)

VS: 23 (30)

OW: 19 (18)

UR: 26 (27)

TI: 37 (31)

GR: 17 (18)

Die Unterschiede

der Insertionsdauer

nehmen ab. Insgesamt

zeigt sich eine

Nivellierung auf

tieferem Niveau.

DARSTELLUNG: SVIT SCHWEIZ

sende Auswahl als Gelegenheit für einen

Wohnungswechsel. Dies ist ein Zeichen erhöhter

Mobilität und eines dynamischen,

aber weiterhin angespannten Markts.

… TROTZ MEHRANGEBOT

IN DEN MEISTEN KANTONEN

Das wachsende Mietwohnungsangebot

ist praktisch flächendeckend über die ganze

Schweiz hinweg zu beobachten. In 19 von

26 Kantonen werden mehr Wohnungen

ausgeschrieben, in 14 Kantonen verkürzen

sich gleichzeitig die Insertionszeiten. Besonders

markant ist die Zunahme des Angebots

in Appenzell Ausserrhoden (+61%),

im Wallis (+39%), in der Waadt (+29%) und

in Graubünden (+29%). Trotzdem finden

Vermieter in all diesen Kantonen schneller

Mieter für ihre Wohnungen. Dies gilt

ganz besonders für das Wallis, wo sich die

Insertionsdauer um 7 auf 23 Tage verkürzt.

In den Ballungsräumen ist das Bild gemischt:

Der Kanton Zürich bleibt mit einer

Vermarktungsdauer von 16 Tagen stabil

und weiterhin bei den kürzesten Insertionszeiten.

In der Innerschweiz, namentlich

in Zug, Schwyz und Obwalden, nimmt

das Angebot deutlich zu (22 bis 29%), was

REKORDSCHNELLE

VERMIETUNG …

Das Mietwohnungsangebot auf den

grossen Schweizer Immobilienplattformen

wächst weiter. In der Periode Oktober 2024

bis September 2025 werden rund 408 600

Objekte ausgeschrieben – ein Plus von rund

24 000 Inseraten oder 6% gegenüber dem

Vorjahr. Damit setzt sich die Erholung des

Angebots nach einer deutlichen Abkühlung

in der Vergleichsperiode 2022/23

(364 000 Insertionen) im zweiten Jahr in

Folge fort, auch wenn das Niveau während

der Covidpandemie 2021/22 (443 000)

noch nicht wieder erreicht ist. Parallel dazu

verkürzt sich die Insertionsdauer auf

24 Tage. Nach einer kontinuierlichen Verkürzung

gegenüber dem Langzeithoch von

35 Tagen (2019/20) markiert dieser Wert

die Rückkehr auf das Niveau des 1. Quartals

2015 während der ersten Erhebungsperiode

des OWI.

Die Entwicklung zeigt, dass die Zunahme

der Nachfrage grösser ist als jene des

Angebots. Es kommen mehr Wohnungen

auf den Markt, die aber noch rascher wieder

vermietet werden. Viele Mieterinnen

und Mieter nutzen offensichtlich die wachsich

in leicht längeren, aber immer noch

sehr kurzen Insertionszeiten zwischen 14

und 19 Tagen niederschlägt.

Am anderen Ende der Skala bleiben

Neuenburg (40 Tage) und Jura (51 Tage)

die Kantone mit den längsten, allerdings

ebenfalls leicht rückläufigen Ausschreibungszeiten.

Sie zeigen einen Rückgang der

Insertionsdauer, trotz teils starker Zunahme

der ausgeschriebenen Objekte. Die betreffenden

Mietwohnungsmärkte weisen

weiterhin eine lokale Überkapazität aus.

Im Tessin ist die Situation umgekehrt: Weniger

ausgeschriebene Wohnungen (–23%)

gehen mit einer deutlich längeren Insertionszeit

einher (+6 Tage). Die Nachfrage in

der Südschweiz ist somit rückläufig.

HÄLFTE DER STÄDTE

LANGSAMER ALS DIE SCHWEIZ

Allgemein wird angenommen, dass

besonders in Schweizer Städten Wohnungsknappheit

herrsche. Die Zahlen der

vorliegenden Studie relativeren diese Einschätzung

jedoch – mindestens was den

Vergleich zur Gesamtschweiz betrifft. In 5

der 12 untersuchten Städte liegt die Insertionsdauer

über dem Schweizer Mittel. In

20

IMMOBILIA / Dezember 2025


34

Die Stadt Neuenburg gehört zusammen mit

Lugano zu den langsamsten Transaktionsmärkten.

Die Insertionsdauer für eine Wohnung

in Neuenburg beträgt 35 Tage.

BILD: GDEFILIP, STOCK.ADOBE.COM

den Städten Basel, Freiburg, St. Gallen, Lugano

und Neuenburg muss eine Wohnung

knapp einen Monat oder länger inseriert

werden, um einen Mieter zu finden. Lugano

(34 Tage, +8 Tage) und Neuenburg (35 Tage,

+2 Tage) gehören erneut zu den langsamsten

Transaktionsmärkten im Landesvergleich.

Während sich in Lugano die Insertionsdauer

nach dem markanten Rückgang in der

Vorperiode wieder verlängert und erneut

nach hinten rutscht, bleibt Neuenburg fast

auf dem hohen Vorjahresniveau.

Auf der anderen Seite des Spektrums

finden Vermieter in Chur am schnellsten

einen Mieter. Die durchschnittliche Insertionsdauer

liegt bei nur 10 Tagen (–1 Tag)

und damit an der Spitze des Städtevergleichs.

Auch Winterthur (13 Tage), Genf

(13 Tage) und Zürich (16 Tage) liegen weiterhin

auf einem sehr tiefen Niveau und

zählen zu den Städten mit dem grössten

Nachfrageüberhang. Im Mittelfeld der Insertionsdauer

bewegen sich Städte wie

Luzern, Bern und Lausanne, die gegenüber

dem Vorjahr kaum Veränderungen erfahren,

aber weiter unter dem schweizerischen

Durchschnitt liegen. Damit bestätigen sie

den Trend einer leichten Stabilisierung in

den grossen Zentren, ohne dass sich die

Marktanspannung spürbar löst.

Gleichzeitig kommen in 8 der 12 Städte

zum Teil deutlich mehr Wohnungen

auf den Markt. Spitzenreiter ist auch hier

Chur mit +48%, gefolgt von Lausanne mit

+41%. Erfreulich ist auch die weitere leichte

Zunahme auf bereits hohem Niveau in

Zürich (+7%).

Im Quartalsvergleich zeigt sich die

grösste Aktivität zu Jahresbeginn: In 6 von

12 Städten wird das höchste Insertionsvolumen

im 1. Quartal 2025 registriert. Danach

ebbt die Dynamik wieder ab. Bei der

Mehrheit der Städte fällt das Angebot bis

zum Schlussquartal (Q3/25) zurück auf das

Ausgangsniveau im Winter 2024 (Q4/24)

oder sogar leicht darunter.

ONLINE-

WOHNUNGSINDEX OWI

10/2024 – 09/2025

www.svit.ch/owi

*IVO CATHOMEN

Dr. oec. HSG, ist Verleger der

Zeitschrift Immobilia und stellvertretender

Geschäftsführer

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IMMOBILIENWIRTSCHAFT

«MARCHÉ PATRIMOINE»

DER ETWAS ANDERE

IMMOBILIENMARKT­

PLATZ

Eine Nische unter den Schweizer

Immobilienmarktplätzen: Der «Marché

Patrimoine» feiert sein fünfjähriges

Bestehen. In dieser Zeit haben Eigentümer

von 200 schützenswerten

Objekten diesen besonderen Weg

zu einem Käufer gesucht. TEXT—RED.

BILD: MARCHÉ PATRIMOINE

Stadthaus in

Laupen BE, dessen

Eigentümer derzeit

über den «Marché

Patrimoine» einen

Käufer suchen.

SCHÜTZENSWERTE BAUTEN

SIND AUCH KAUFOBJEKTE

Seit fünf Jahren setzen sich der Schweizer Heimatschutz

und die Stiftung Ferien im Baudenkmal mit

dem Projekt «Marché Patrimoine» für die Vermittlung

von schützens- und erhaltenswerter Häuser ein.

Die schweizweit tätige Online-Plattform dient dabei

als Marktplatz, der diesen besonderen Objekten mehr

Sichtbarkeit verleiht.

Der Erhalt dieser vielfältigen Bauwerke sei von grosser

Bedeutung, denn historische Häuser seien nicht

nur prägende Zeugnisse der regionalen Geschichte,

sondern auch identitätsstiftende Bestandteile unserer

Kulturlandschaften, ist David Vuillaume, Geschäftsführer

des Schweizer Heimatschutzes, überzeugt. Als

gemeinnütziges Projekt verzichtet die Plattform bewusst

auf eine provisionsbasierte Vermittlung. Ihr

Ziel ist es, historische Bauten in der ganzen Schweiz

an engagierte Käufer zu vermitteln und somit die reichhaltige

Vielfalt der Schweizer Baukultur langfristig zu

bewahren.

Immobilia hat David Vuillaume anlässlich des fünfjährigen

Bestehens des Marktplatzes über dessen Besonderheiten

befragt.

DAS BAUKUL­

TURELLE ERBE

LÄSST SICH

OFT SCHWER

IN FRANKEN­

BETRÄGEN

AUSDRÜCKEN.

DAVID VUILLAUME

Herr Vuillaume, warum braucht es

neben den gängigen Marktplätzen

einen solchen für historische Bauten

und Liebhaberobjekte?

«Marché Patrimoine» richtet sich an Menschen, die

sich mit Leidenschaft für den Erhalt des baukulturellen

Erbes einsetzen und dabei bewusst auf finanzielle

Spekulationen verzichten. Sie sehen in

historischen Gebäuden nicht nur einen materiellen

Wert, sondern auch ein Stück Geschichte, das es zu

bewahren gilt. Für diese wertorientierte Zielgruppe

gibt es einen Nischenmarkt – und genau diesen

möchten wir mit «Marché Patrimoine» bedienen.

Warum engagieren sich Heimatschutz und

«Ferien im Baudenkmal» in dieser

besonderen Form des Immobilienmarkts?

Beide Institutionen setzen sich bekanntlich für den

Erhalt und die Vielfalt der Schweizer Baukultur ein.

Als grösste Non-Profit-Organisation im Bereich

Baukultur erreicht der Schweizer Heimatschutz

dies durch Öffentlichkeitsarbeit und politisches

Engagement. Die Stiftung «Ferien im Baudenkmal»

gibt historisch wertvollen Häusern nach einer sanften

Restaurierung eine nachhaltige Zukunft als

22

IMMOBILIA / Dezember 2025


31

Ferienobjekte. Mit dem Projekt «Marché Patrimoine»

erweitern die beiden Institutionen ihr Wirken,

vernetzen Interessierte und erleichtern die

schweizweite Vermittlung historischer Gebäude.

Was aufgrund ihres breiten Netzwerks durchaus

sinnvoll ist.

Wie fällt die Bilanz des Marktplatzes nach

fünf Jahren aus?

Seit der Aufschaltung im Jahr 2020 wurden uns 200

Objekte zur Vermittlung auf unserer Plattform angeboten.

Mehr als 2000 Interessierte haben unseren

Newsletter abonniert, um sofort informiert zu

werden, wenn ein neues Angebot veröffentlicht

wird. Gleich viele folgen uns auf Instagram. In unserem

Fall geht Qualität vor Quantität. Uns war von

Anfang an klar, dass es sich bei unserem Online-

Marktplatz um eine Nische handelt, eine notwendige

Nische im Schweizer Immobilienmarkt. Uns

ist auch wichtig, dass die Objekte an Liebhaber vermittelt

werden, denn nach dem Kauf kommt die

Erhaltung. Das muss gut überlegt sein. Je nach Zustand

der Immobilie kann die Restaurierung mit

hohen Kosten verbunden sein.

Sind die Objekte immer auch

denkmalgeschützte Gebäude?

Alle angebotenen Häuser sind schützenswert und

erhaltenswert. Unter den Objekten befinden sich

auch formell denkmalgeschützte Gebäude. Dies ist

jedoch kein Kriterium für die Aufnahme eines Objekts

auf unserer Plattform.

Ist Ihnen ein Objekt besonders in

Erinnerung, das Sie vermitteln konnten?

Es sind einige darunter. Was mich sehr freut und

sich auch in unserem Angebot widerspiegelt, ist:

Baukultur ist viel mehr als alte Schlösser und Bauernhöfe.

Sie umfasst auch Hochhauswohnungen

aus den 1960er-Jahren oder eine Bauhaus-Villa. Ich

bin jedes Mal voller Stolz, wenn sich eine Käuferin

oder ein Käufer so sehr für ein Objekt begeistert,

dass sie oder er die Geschichte eines Weinbauernhauses

am Neuenburgersee oder eines mittelalterlichen

Wohnhauses in der Zürcher Altstadt

weiterschreiben möchte. Diese Verbindung zwischen

Mensch und Bauwerk ist für mich der schönste

Beweis dafür, dass der Heimatschutz lebendig ist.

Auf «Marché Patrimoine»› stechen Hotels

und Restaurants ins Auge. Sind das nicht

Ladenhüter?

Ja, sie bleiben oft länger angeboten, aus dem einfachen

Grund, dass die Erhaltung und der Betrieb

solcher Objekte sehr komplex sind. Kleinere

Ferien- und Wohnhäuser lassen sich natürlich

schneller vermitteln. Um ein Hotel oder Restaurant

zu betreiben, ist eine andere Vision nötig. Die

Vielfalt ist uns aber wichtig, denn erhaltenswerte

Objekte sind nicht nur Wohnhäuser, sondern auch

grössere Objekte.

Was müssen Verkäufer beachten?

Wichtig sind ihre hohe Sensibilität für Baukultur

sowie ihr Respekt vor der Substanz und Geschichte

des Hauses. Historische Gebäude unterliegen mitunter

besonderen behördlichen Auflagen. In solchen

Fällen ist viel Respekt gegenüber der

Bausubstanz sowie Kreativität bei der Renovierung

gefragt, was manchmal mit entsprechenden Kosten

verbunden ist. Allerdings stehen noch lange nicht

alle historischen Objekte unter Schutz und auch

hier gibt es kantonale Unterschiede.

Wie lange ist eine typische Verkaufsdauer

bei historischen Bauten?

Das ist sehr unterschiedlich. Das kann ich nicht

pauschal beantworten. Es gab zum Beispiel ein Objekt,

das nach weniger als zwei Wochen eine neue

Besitzerin hatte. Andere Objekte können eventuell

auch nach langer Zeit nicht vermittelt werden und

finden dann eine andere Nutzung.

Worauf müssen sich Käufer von

historischen Bauten gefasst machen?

Das hängt sehr stark vom jeweiligen Objekt ab. Zunächst

ist der Zustand des Hauses entscheidend,

dann natürlich die Ansprüche der Käufer. Die Finanzierung

eines historischen Hauses ist nicht mit

dem Kauf abgeschlossen. Historische Häuser erfordern

regelmässige Wartung. Aus diesem Grund

werden sie auch Liebhaberobjekte genannt. Ein

historisches Haus erfordert viel Zuneigung.

Wie sieht es mit dieser Finanzierung aus?

Banken sind oft sehr zurückhaltend bei

Liebhaberobjekten.

Das stimmt. Die Bank kann für historische Gebäude

höhere Zinsen verlangen, wenn sie das Risiko als

höher einschätzt. In diesen Fällen kann eine höhere

Eigenkapitalquote gefordert werden, um das erhöhte

Risiko auszugleichen. Historische Gebäude können

jedoch einen hohen Marktwert haben, was die

Finanzierung wiederum erleichtert. In der Schweiz

gibt es ausserdem verschiedene staatliche und kantonale

Fördermittel und Subventionen für die Restaurierung

und den Erhalt historischer Gebäude.

Banken beziehen diese in ihre Finanzierungsanalyse

mit ein, weil sie den erforderlichen Eigenkapitalanteil

der Antragsteller reduzieren können. Je

nachdem, wie renoviert wird, kann auch gespart

werden. Viele Elemente, die in sich wertvoll und

geschichtsträchtig sind, können auch nur aufgefrischt

werden.

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IMMOBILIA / Dezember 2025 23


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

IMMO-BAROMETER 2025

BEREITSCHAFT

ZUM DOWNSIZING

IST VORHANDEN

Rund die Hälfte der Mieterinnen und

Mieter könnte sich vorstellen, in eine

kleinere Wohnung zu ziehen, namentlich

wenn dadurch die Wohnkosten

sinken würden. Auch ein längerer

Arbeitsweg wäre für viele angesichts

des Mietzinsgefälles Stadt-Land eine

Option. TEXT—IVO CATHOMEN*

ABBILDUNG 1: ERHÖHUNG DER UMZUGS-

BEREITSCHAFT IN EINE KLEINERE WOHNUNG

«Inwiefern würde eine Verbesserung der folgenden Faktoren Ihre Umzugsbereitschaft in

eine kleinere Wohnung erhöhen?»; Quelle: Wüest Partner, YouGov Schweiz, SVIT Schweiz

ABBILDUNG 2: VERZICHT AUF AUSBAUSTANDARD,

GRÖSSE UND LAGEKRITERIEN

«Worauf könnten Sie zugunsten eines tieferen Mietzinses verzichten?»;

Quelle: Wüest Partner, YouGov Schweiz, SVIT Schweiz

Tiefere

Wohnkosten

Bessere Wohnlage

(z. B. Sicht/Lärm)

Bessere

ÖV-Anbindung

Weniger Entfernung

zum Arbeitsplatz

Nähe zu

Freunden/Familie

Höherer

Ausbaustandard

Barrierefreier

Ausbau

Kürzere Wege zu

Einkaufsmöglichkeit

Bessere Erreich barkeit

mit MIV

Co-Working-Space

in der Nähe

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60%

41,9% 39,1%

15,9% 36,1%

13,7% 31,2%

13,2% 40,5%

12,4% 19,6%

10,9% 31,9%

6,1%

20,1% 37,4%

19,4% 31,5%

10,8%

21,9%

2. / 3. WC/Bad

Garten

Qualität der Umgebungsgestaltung

WM + Tumbler zur alleinigen Nutzung

Hoher Ausbaustandard allg.

Zusätzliches Zimmer (Büro/Hobby)

Privater Parkplatz beim Haus

Hoher Standard der Küche

Qualität der Wohnlage

Grössere Wohnfläche

Gute Erreichbarkeit mit dem Auto

Nähe zum Arbeitsplatz

Anschluss an den ÖV

Kellerabteil

Balkon / Terrasse

starke Erhöhung

mässige Erhöhung

TRADE-OFF VORSTELLBAR

Wüest Partner, SVIT Schweiz und HEV

Schweiz haben im Rahmen der Befragung

zum Immo-Barometer 2025 Mieterinnen

und Mieter gefragt, ob und unter welchen

Bedingungen sie bereit wären, in eine kleinere

Wohnung zu ziehen oder einen längeren

Arbeitsweg in Kauf zu nehmen.

Wie der Immo-Barometer 2025 zeigt,

bleiben die Ansprüche an den Wohnraum

und die Lage hoch, auch bei steigenden

Mietzinsen. Ein beachtlicher Anteil der

befragten Mieter könnte sich jedoch einen

Trade-off vorstellen, entweder eine kleinere

Wohnung bei ansonsten besseren Bedingungen

oder eine günstigere Wohnung

durch Verzicht auf bestimmte Ausstattungsmerkmale.

TIEFERE WOHNKOSTEN ALS

MOTIVATOR

Fragt man die Mieter, ob sie sich grundsätzlich

vorstellen könnten, in eine kleinere

Wohnung zu ziehen, könnten sich dies

22,2% allenfalls, 25,3% eher und 10,6% sehr

gut vorstellen. Die grösste Motivation, einen

Umzug in eine kleinere Wohnung in Erwägung

zu ziehen, stellen tiefere Wohnkosten

dar. Für 41,9% würde eine Vergünstigung

die Umzugsbereitschaft stark erhöhen,

gefolgt von besserer Wohnlage (20,1%),

besserer ÖV-Anbindung (19,4%) und geringere

Distanz zum Arbeitsort (15,9%).

In der Praxis scheitert die Wohnkostenersparnis

an der durch das geltende

Mietrecht bedingten Schere zwischen Bestands-

und Angebotsmieten. Wer seine

bisherige Wohnung über einen längeren

Zeitraum gemietet hat, wird in der aktuellen

Wohnsituation kaum eine adäquate

kleinere Wohnung zu tieferem Mietzins

finden. Dieser Lock-in-Effekt schränkt die

Mobilität von Mietern ein.

MIETZINSREDUKTION DURCH

ANSPRUCHSVERZICHT

Ein anderer Weg, seine Wohnkosten zu

senken, besteht im Verzicht auf bestimmte

Ausstattungs- und Lagemerkmale.

53,7% der befragten Mieter würden zugunsten

eines tieferen Mietzinses auf ein

zusätzliches WC oder Bad verzichten, gefolgt

vom Garten (43,6%) und der Qualität

der Umgebungsgestaltung (34,5%). Insgesamt

fällt bei den Antworten auf, dass Aspekte,

die in die Entscheidungshoheit des

Bauherrn/Eigentümers fallen, häufiger

genannt werden als Lagekriterien wie Anschluss

an den ÖV (13,2%) oder Nähe zum

Arbeitsplatz (17,3%). Offensichtlich würden

viele Mieter einen geringeren Ausbaustandard

zugunsten tieferer Mietzinse in

Kauf nehmen. Einzig auf Kellerabteil und

Balkon (11,0 bzw. 10,8%) möchten die wenigsten

Mieter verzichten.

LÄNGERER ARBEITSWEG GEGEN

MIETZINSREDUKTION

Und schliesslich geht der Immo-Barometer

2025 der Frage nach, wie hoch die

Mietzinsersparnis für einen längeren Arbeitsweg

mindestens sein müsste. So wären

beispielsweise 11% der Antwortenden

mit einer Mietzinsersparnis von mindestens

100 bis 199 CHF bereit, einen um 16 bis

30 Minuten längeren Arbeitsweg in Kauf zu

nehmen. Weitere 28% wären dazu ab einer

Ersparnis von 200 bis 499 CHF bereit. Einsparungen

über 200 CHF oder sogar über

500 CHF sind am aktuellen Mietwohnungsmarkt

angesichts des Mietzinsgefälles

zwischen Kernstädten, Agglomeration

und Land nicht unrealistisch. Eine um 16

bis 30 Minuten längere zusätzliche Pendlerstrecke

entspräche beispielsweise der

Zugstrecke von Lenzburg nach Zürich oder

von Herzogenbuchsee nach Bern.

*IVO CATHOMEN

Dr. oec. HSG, ist Verleger der

Zeitschrift Immobilia und stellvertretender

Geschäftsführer

des SVIT Schweiz.

24

IMMOBILIA / Dezember 2025


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14

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IMMOBILIENWIRTSCHAFT

DER MONAT

11

Der Kanton Aargau will Geothermie gezielter nutzen.

Ein neuer Geothermiekataster zeigt das Potenzial

des Kantons auf und dient als Basis für Projekte und

Investitionen. BILD: AG.CH/GEOPORTAL (ONLINE-KARTEN)

SCHWEIZ

BWO-BAUKASTEN

ERWEITERT

Für Haushalte mit tiefem

bis mittlerem Einkommen

wird es immer schwieriger,

bezahlbaren Wohnraum zu

finden. Das Bundesamt für

Wohnungswesen (BWO)

hat deshalb die Publikation

«Preisgünstiger Wohnraum

– Ein Baukasten für Städte

und Gemeinden» aktualisiert.

Die Broschüre stellt zehn

Bausteine vor, mit denen

Gemeinden im lokalen Wohnungsmarkt

mitwirken können.

Die BWO-Website bietet

zusätzliche Informationen,

darunter zwei Videos, in denen

die Gemeinden Köniz BE

und Saignelégier JU über ihre

Erfahrungen berichten. Das

neu entwickelte Online-Tool

«WohnKompass Gemeinde»

steht ebenfalls zur Verfügung.

bwo.admin.ch/

forschungspublikationen

STIFTUNG

BAUKULTUR

LANCIERT KODEX

Die Stiftung Baukultur

Schweiz hat Mitte November

den «Kodex hohe Baukultur»

lanciert. Der ganzheitliche

Ansatz berücksichtigt soziale,

kulturelle und emotionale sowie

technische, ökologische

und wirtschaftliche Aspekte.

Zahlreiche Akteure und Unternehmen

haben sich dem

Kodex verpflichtet. Darunter

zum Beispiel Burkhalter AG,

Immofonds Asset Management,

Kanton Genf, Losinger

Marazzi, Marti Gesamtleistungen,

SBB Immobilien,

Swiss Prime Site, die Städte

Lugano und St. Gallen.

stiftung-baukultur-schweiz.ch

AARGAU WILL

GEOTHERMIE

GEZIELT NUTZEN

Die Abteilung Energie des

Departements Bau, Verkehr

und Umwelt des Kantons

Aargau hat das Geothermiepotenzial

im Kanton näher

untersucht. Die Ergebnisse

sind in einem öffentlichen

Online-Geothermiekataster

einsehbar. Die Geothermie

trägt bereits heute zu einer

nachhaltigen und sicheren

Energieversorgung des Kantons

bei. Der Regierungsrat

unterstützt deshalb die Nutzung

der Erdwärme als Teil

der Strategie energieAargau.

ag.ch/geoportal

(siehe Online-Karten)

WENIGER SINGLE-

HAUSHALTE

GEGRÜNDET

Der Zuwachs an Einpersonenhaushalten

erreichte

2021 mit 35 530 Einheiten

den Höchststand der letzten

Dekade. Seither schwächt

sich die Dynamik ab. Die

Zunahme lag 2024 noch bei

22 400 Haushalten. Dies,

obwohl das Bevölkerungswachstum

2024 um 30% höher

ausfiel als 2021. Parallel

dazu nahmen die Mehrpersonen-Haushalte

spürbar zu.

Nach dem Tief von 15 600 im

Jahr 2022 lag der Zuwachs

2024 bei 28 910 Einheiten.

Dies ergibt sich aus einer

Trendanalyse von Wüest

Partner im Rahmen des

Immo-Monitorings.

wuestpartner.com

WOHNAUSGABEN

DER HAUSHALTE

STABIL

Das Bundesamt für Statistik

hat Mitte November

die Daten von 2023 zu den

Budgets der Schweizer Haushalte

veröffentlicht. Das

durchschnittliche Bruttoeinkommen

pro Monat und

pro Haushalt mit zwei Personen

ist im Jahresvergleich

um 413 CHF auf 10 341 CHF

gestiegen (+4%). Die Ausgaben

für Hypothekarzinsen

und Mietzinsen am Hauptwohnsitz

stieg von 1047 CHF

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26

IMMOBILIA / Dezember 2025


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Anteil am Bruttoeinkommen

ging damit marginal auf

10,46% zurück. Zum Vergleich:

2006 lag der Anteil bei

11,6%. Die sinkenden Hypothekarzinsen

stehen in der

Entwicklung dem steigenden

Mietzins niveau entgegen.

AUSSCHREIBUNGEN

BINDING PREIS

2026

der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Die Veranstaltung

informiert über Neuheiten

und aktuelle Herausforderungen.

Sie findet in der

Messe Basel statt.

swissbau.ch

UNTERNEHMEN

SAZ KÄMPFT MIT

ENGPÄSSEN

– Objektüberwachung

– Personenkontrolle

– Personenzählung

– Autonummernerkennung

– Marktanalyse

– Warensicherung

– Schnittstellen

– Gesichtserkennung

Der Binding Preis für Biodiversität

fokussiert 2026

auf Infrastrukturbauten. Gesucht

werden Projekte im

Siedlungsraum, bei denen

die Naturvielfalt mitgedacht

und Flächen für deren

Förderung geschaffen wurden.

Die Eingaben sind bis

31. Januar 2026 möglich.

www.preis-biodiversitaet.ch

AUSZEICHNUNGEN

Das Schreinerausbildungszentrum

Zürich (SAZ) steht

an einem kritischen Punkt.

Um den Betrieb zu sichern,

wurde ein Crowdfunding

ins Leben gerufen. Das SAZ

bietet in der Stadt Zürich

40 Lehrstellen in der Fachrichtung

Möbel und Innenausbau.

Die Stadt Zürich

hatte dem SAZ bereits 2022

unter die Arme gegriffen und

evaluiert nun weitere Massnahmen.

saz.swiss

SWISS ARC

AWARD 2025

Ende Oktober wurden zum

12. Mal die besten Bauten des

Landes mit dem Swiss Arc

Award ausgezeichnet. Aus

418 Einreichungen kürte die

Jury zehn Projekte, die für

Qualität und Innovation in

der Architektur stehen. Erstmals

wurde auch ein Preis für

Innenarchitektur vergeben.

arcaward.swiss-arc.ch

VERANSTALTUNGEN

SWISSBAU 2026

Vom 20. bis 24. Januar

2026 versammelt die Swissbau

alle wichtigen Akteure

STAHL

GERLAFINGEN

KANN AUFATMEN

Der Kanton Solothurn

unterstützt die Stahl Gerlafingen

gemeinsam mit dem

Bund. Das Unternehmen

hatte im Mai ein Gesuch für

Staatshilfe eingereicht. National-

und Ständerat hatten

diese Möglichkeit für

vier strategisch wichtige, mit

Besuchen Sie uns an der

Messe «SWISSBAU» in Basel.

20. – 23. Januar 2026

Halle 1.1, Stand B62

IMMOBILIA / Dezember 2025

www.kochag.ch


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

DER MONAT

19

Auf dem Areal «Weyermannshaus West» in Bern-

Ausserholligen entsteht ab 2026/27 ein Quartier mit

Potenzial für rund 1000 Wohnungen. Das Vorhaben

ist Teil des Entwicklungsschwerpunkts, den die Stadt

Bern vorantreibt. BILD: ROLF MÜHLETHALER ARCHITEKTEN

hohen Stromkosten belastete

Aluminium- und Stahlwerke

geschaffen. Bund und Kanton

übernehmen nun während

vier Jahren einen Teil der

Gebühren von Stahl Gerlafingen.

Der Betrieb muss im

Gegenzug eine Standortgarantie

abgeben und sich bei

Boni und Gewinnausschüttungen

einschränken.

EMPIRA ÜBER-

NIMMT AREAL IN

STEINHAUSEN

Die Empira Group hat das

«Crypto-Areal» in Steinhausen

ZG erworben. Damit

steigt das Unternehmen in

den Schweizer Wohnimmobilienmarkt

ein. Auf dem Gelände

sollen bis 2029 rund

230 Wohnungen sowie Gewerbeflächen

entstehen. Die

Empira Group mit Hauptsitz

in Zug investiert in Immobilien

in Europa und den USA.

crypto-areal.ch

NORDMANN GIBT

IMMOBILIE AUF

Die Nordmann-Gruppe

hat in Freiburg die Einkaufspassage

«La Galerie» und das

Parking des Grand-Places an

die Procimmo SA verkauft.

«La Galerie» verbindet das

Einkaufszentrum Fribourg

Centre mit dem Warenhaus

Manor. Nebst den Verkaufsflächen

umfasst die Passage

auch ein Kino mit zehn Sälen.

Mit dem Verkauf ihrer letzten

kommerziellen Immobilie

steigt Nordmann aus diesem

Bereich aus.

groupe-nordmann.ch

MAMMUT VER-

KAUFT HAUPTSITZ

wicklung voran – gemeinsam

mit der Burgergemeinde

Bern und Post Immobilien als

Grundeigentümerinnen.

hallo-ausserholligen.ch

weyermannshaus-west.ch

BASLER

HAUPTPOST IN

NEUEM GLANZ

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SFPKIW SFPKIW SFPKIW CSE CSE EI CSE EI EI CEPS

EICEPS

EI

Ausschreibung / Inserat

Berufsprüfung Immobilienbewertung 2026

Berufsprüfung Anfang Mai Immobilienbewertung 2025 wird die Berufsprüfung 2025 Immobilienbewert ung

durchgeführt. Die Prüfung erfolgt gemäss der Prüfungsordnung

Anfang Mai 2025 wird die Berufsprüfung Immobilienbewertung durchgeführt.

vom 17. Februar 2017 und gemäss der Wegleitung vom

Die Prüfung erfolgt gemäss der Prüfungsordnung vom 17. Februar 2017 und

26. November 2015.

gemäss der Wegleitung vom 26. November 2015.

Prüfungsdaten: Prüfungsdaten: Dienstag Dienstag, 6. Mai 5. 2025 Mai & 2026 Mittwoch & 7. Mai 2025

(schriftlicher Mittwoch, Teil) 6. Mai 2026 (schriftlicher Teil)

Donnerstag Donnerstag, 8. Mai 7. 2025 Mai & 2026 Freitag & 9. Mai 2025

(mündlicher Freitag, 8. Teil) Mai 2026 (mündlicher Teil)

Prüfungsort:

Prüfungsort:

Prüfungsgebühr:

Anmeldeschluss:

Dates 28 de l’examen :

Schriftliche Prüfungen: Hotel Radisson Blu,

Flughafen Schriftliche Zürich, Prüfungen: Rondellstrasse, 8058 Zürich

Mündliche Hotel Radisson Prüfungen: Blu, Hotel Flughafen Radisson Zürich, Blu,

Flughafen Rondellstrasse, Zürich, Rondellstrasse, 8058 Zürich8058 Zürich

Mündliche Prüfungen:

CHF 2700.–

Hotel Radisson Blu, Flughafen Zürich,

Montag Rondellstrasse, 20. Januar 2025 8058 (Poststempel) Zürich

Die Anmeldung erfolgt über unsere Website (https://www.sfpkiw.ch/deutsch/

pruefungen/bewertung/).

Prüfungsgebühr: CHF 2700.–

Anmeldeschluss: Mittwoch, 21. Januar 2026 (Poststempel)

Die ausführlichen Dokumentationen, wie die Prüfungsordnung, die Wegleitung,

die Prüfungsdaten sowie Anmeldeunterlagen können auf der Website unter

Die Anmeldung erfolgt über unsere Website

https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/

(https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/).

eingesehen oder heruntergeladen werden.

Die ausführlichen Dokumentationen, wie die Prüfungsordnung,

Sekretariat die Wegleitung, SFPKIW die Prüfungsdaten sowie Anmeldeunterlagen

Maneggstrasse können auf 17, der 8041 Website Zürich unter

Telefon: https://www.sfpkiw.ch/deutsch/pruefungen/bewertung/

044 434 78 86, E-Mail: info@sfpk.ch

eingesehen oder heruntergeladen werden.

Publication Sekretariat / Annonce SFPKIW

Examen Maneggstrasse professionnel 17, d’experte 8041 Zürich / d’expert en estimations immobilières 2025

Telefon: 044 434 78 86, E-Mail: info@sfpk.ch

L’examen professionnel en vue de l’obtention du brevet fédéral d’experte et

d’expert en estimations immobilières aura lieu en mai 2025.

L’examen se déroule conformément au règlement d’examen du 17 février 2017 et

aux directives du 26 novembre 2015.

Mardi 6 et mercredi 7 mai 2025 (partie écrite)

Jeudi 8 et vendredi 9 mai 2025 (partie orale)

Die Mammut Sports Group

hat die Liegenschaft ihres

Hauptsitzes an die Procimmo

SA verkauft. Grund dafür

ist der Umzug von Seon AG

nach Lenzburg AG. Bis zum

Bezug der neuen Flächen

Anfang 2027 wird Mammut

die Immobilie weiter nutzen.

Die Smeyers Immobilien AG

hat die Vermarktung und den

Vertrag koordiniert.

procimmo.ch

PROJEKTE

GROSSE PLÄNE IN

AUSSERHOLLIGEN

Im nächsten Jahrzehnt

soll sich in Bern-Ausserholligen

ein Quartier entwickeln,

in dem es sich leben, arbeiten

und verweilen lässt. Das

Areal «Weyermannshaus

West» gehört zu den Schlüsselarealen.

Vorgesehen sind

rund 1000 Wohnungen sowie

Gewerbeflächen, Büros,

Läden, Gastronomiebetriebe

und Kultureinrichtungen.

Die Stadt Bern treibt die Ent-

Die Sanierung der Basler

Hauptpost ist nach rund zwei

Jahren fast abgeschlossen.

Die ersten Flächen im Erdgeschoss

sind per Frühjahr

2026 bezugsbereit. Einziehen

werden der Schmuckladen

Pandora, Tchibo, eine Kaffeerösterei

und Basel Tourismus.

Letztere wird auch

Büros im Obergeschoss beziehen.

Im dritten bis fünften

Obergeschoss wird das Präsidialdepartment

des Kantons

Basel-Stadt einziehen. Die

Passage (Bild) und die denkmalgeschützte

Schalterhalle

bleiben öffentlich zugänglich.

hauptpost-basel.ch

VISIONÄRES

PROJEKT

FÜR BASEL

Ein Komitee rund um die

Architekten Herzog & de

Meuron hat im Kanton Basel-

Stadt eine Initiative lanciert.

Ziel ist es, die Innenstadtach-

IMMOBILIA / Dezember 2025


12

se zwischen Barfüsserplatz,

Marktplatz und Schifflände

als verkehrsfreien Raum für

den öffentlichen Aufenthalt

zu gestalten. Ermöglichen

soll dies eine neue Tramlinienführung

via Petersgraben.

Die Stimmberechtigten

der Gemeinden Basel, Riehen

und Bettingen können die

Initiative bis 31. März 2027

unterzeichnen.

go-basel-go.ch

MARKANTER BAU

AM BAHNHOF

STADELHOFEN

Nach rund zweieinhalb

Jahren Bauzeit ist das «Haus

zum Falken» vollendet. Das

Gebäude beim Bahnhof Stadelhofen

in Zürich stammt

aus der Feder des Architekten

Santiago Calatrava. Dieser

hatte bereits den Bahnhof

Stadelhofen entworfen.

Allreal hat das Projekt für

die Axa Anlagestiftung realisiert,

die laut Aussage alle

Stockwerke bereits vermietet

hat. Im Erdgeschoss zieht

die Confiserie Bachmann ein.

Für die vier Obergeschosse

sind ein Ambulatorium des

Spitals Zollikerberg sowie

weitere medizinische Angebote

vorgesehen. Die Untergeschosse

beherbergen rund

800 Velo-Abstellplätze.

falkenstadelhofen.ch

GREENCITY

BEKOMMT

ZUWACHS

Im Zürcher Quartier

Greencity realisiert die

Pensimo Management AG

179 Wohnungen für ältere

Menschen. Die Stiftung

Alterswohnungen der Stadt

Zürich (SAW) vermietet

60 Wohnungen, während Regimo

Zürich im Auftrag von

Pensimo 119 Wohnungen vermietet.

Der «Manegghof» ist

per Herbst 2026 bezugsbereit.

Es ist der letzte Baustein

des Entwicklungsgebiets

Greencity. manegghof.ch

PILOTQUARTIER

ZEIGT NEUE WEGE

In den Stadtteilen Binz

und Alt-Wiedikon lädt die

Stadt Zürich zur Mitwirkung

im Klimaschutz ein. Im

Pilotquartier «Netto-Null»

können lokale Bevölkerung,

Unternehmen und Schulen

neue Ansätze in den Bereichen

Energie, Mobilität und

Konsum erproben. Erfolgreiche

Modelle und Massnahmen

sollen auf andere

Stadtteile übertragen werden.

Ideen kann man bis

31. März 2026 einreichen.

Danach entscheiden Fachjury

und lokale Bevölkerung,

welche Projekte realisiert

werden.

pilotquartier.ch

DRITTER TURM

FÜR CHUR WEST

Die Stadt Chur hat den Bau

eines dritten Wohnturms in

Chur West bewilligt. Das von

Domenig Architekten entworfene

Hochhaus umfasst

22 Stockwerke und bietet

77 Wohnungen. Sie sind per

2028 bezugsbereit. Das Gebäude

entsteht gleich neben

dem Bahnhof Chur West, den

die Rhätische Bahn (RhB)

und die Stadt Chur zu einem

Verkehrsknotenpunkt ausbauen.

domenig.ch

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IMMOBILIA / Dezember 2025 29


IMMOBILIENWIRTSCHAFT

DER MONAT

NEUER DORFTEIL

FÜR DÖTTINGEN

STABSÜBERGABE

BEI RAPP

Auf dem Areal «DOT» der

Birchmeier Hess Immobilien

AG und der Gemeinde

Döttingen AG entsteht beim

Bahnhof ein neues Quartier.

Vorgesehen sind öffentliche

Begegnungsorte, Grünflächen,

Gewerberäume

und rund 550 Wohnungen.

Das Projekt «Industrie wird

Nachbarschaft» des Planerteams

fsp Architekten (Spreitenbach),

ASTOC Architects

and Planners (Köln) und

LAND Suisse (Lugano) hat

den Studienauftrag für sich

entschieden. Die Wohnungen

sind per 2030 bezugsbereit.

dot-doettingen.ch

BIEL WERTET

KREUZPLATZ AUF

Die Stadt Biel will im

Quartier Madretsch den

Kreuzplatz (Bild) neu gestalten.

Der Verkehrsknotenpunkt

bildet das Zentrum des

Quartiers und beherbergt Geschäfte,

Restaurants, Schulen

und Gebetshäuser. Die Strassen

können jedoch nur punktuell

überquert werden und

der öffentliche Raum ist beschränkt.

Parallel dazu plant

die Migros-Pensionskasse als

Grundeigentümerin einen

Neubau für die Wohn- und

Geschäftsliegenschaft an der

Brüggstrasse. Die Ausgestaltung

des Kreuzplatzes soll

im Frühling 2026 gemeinsam

mit der Bevölkerung definiert

werden. Vorgesehen

sind Workshops und öffentliche

Begehungen.

biel-bienne.ch

migrosmadretsch.ch

PERSONEN

HWZ ERNENNT

DEPARTEMENTS-

LEITERIN

Die Hochschule für Wirtschaft

Zürich (HWZ) lanciert

das Departement Banking &

Finance, Controlling und

Real Estate. Nadine Eve

Rusch-Schenker leitet es ab

Januar 2026. Sie hat an der

Universität St. Gallen (HSG)

promoviert und ist dort als

Senior Lecturer und Affiliated

Researcher tätig. Davor

war sie in leitenden Funktionen

für CBRE, Johnson Controls

und SBB Immobilien

tätig. fh-hwz.ch

HWZ WÄHLT

BEREICHSLEITER

Adrian Wildenauer leitet

ab Februar 2026 das neu geschaffene

Center for Smart

Building & Real Estate der

HWZ. Wildenauer ist aktuell

Professor für digitales Bauen

an der Berner Fachhochschule

(BFH). Zuvor war er

bei den SBB als Leiter BIM

Standardisierung & Branchenaktivitäten

tätig sowie

in leitenden Funktionen bei

pom+ Consulting und Ernst &

Young Real Estate. Das Center

for Smart Building & Real

Estate ist dem Departement

Banking & Finance, Controlling

und Real Estate angegliedert.

Annette Rapp (oberes

Bild) wird per 1. Januar 2026

CEO der Rapp AG. Sie folgt

auf Daniel Scheifele (darunter),

der das Unternehmen

weiterhin als Mitglied

der Geschäftsleitung und für

Spezialprojekte unterstützen

wird. Annette Rapp begann

ihre Karriere bei der

Rapp Gruppe 1998. Seit Mitte

2022 ist sie Bereichsleiterin

Energie, Mitglied der

Geschäftsleitung und Partnerin.

Die Hochbauzeichnerin

hat sich in den Bereichen General

Management, Facility

Management und Finanzen

weitergebildet. Die Rapp AG

bietet Lösungen in den Bereichen

Generalplanung, Baumanagement,

Architektur,

Infrastruktur, Mobilität sowie

Energie. rapp.ch

TERRESTA STELLT

SICH NEU AUF

Die Terresta Immobilien

und Verwaltungs AG organisiert

ihre Spitze neu. In der

Geschäftsleitung nehmen

zusätzlich zu den Abteilungen

Entwicklung und Bau sowie

Bewirtschaftung auch

das Portfolio- und Facility-

Management Einsitz. Neben

Geschäftsführerin Claudia

Siegle (Bild) und der Leiterin

Entwicklung und Bau, Claudia

Suter, sind im Führungsgremium

nun: Vera Zubek,

Leiterin Bewirtschaftung,

Christian Felker, Leiter Portfolio

Management, und Fabrice

Schoch, Leiter Facility

Management. Das Unternehmen

mit Sitz in Winterthur

ZH verwaltet über 200 Liegenschaften

der Stiftung für

Kunst, Kultur und Geschichte

(SKKG). terresta.ch

NEUER CEO

BEIM TECHNO-

PARK ZÜRICH

Der Technopark Zürich

erhält mit Marcel Gurrath

einen neuen CEO. Davor

war der Immobilienfachmann

drei Jahre als Dozent

für den Lehrgang Immobilientreuhand

der SVIT School

tätig und über zehn Jahre

für die Livit AG. Gurrath

verfügt über einen MAS in

Real Estate Management.

Im Technopark sind rund

260 Unternehmen, Forschungsinstitutionen

und

Hochschulen angesiedelt.

technopark.ch

PROPERTY ONE

WÄHLT PARTNER

Property One hat Ramon J.

Kälin in den Kreis der Mitinhaber

und Partner aufgenom-

30

IMMOBILIA / Dezember 2025


16

CAPEDER VER-

LÄSST VEBEGO

men. Kälin ist seit September

2023 als COO für das Unternehmen

tätig. Er ist verantwortlich

für die Etablierung

einer gruppenweiten «People

& Culture»-Strategie, die

Modernisierung der IT- und

Kollaborationsumgebung

sowie für allgemeine Business-Development-Themen.

Der Immobilientreuhänder

hat einen MAS in Real Estate

Management und ist Vizepräsident

des SVIT Zürich.

propertyone.ch

PROPERTY ONE

ERGÄNZT

LEITUNGSTEAM

Stefano Sanna ist seit

November Mitglied der Geschäftsleitung

von Property

One und wird gleichzeitig

Partner. In seiner Funktion

als Chief Capital & Investor

Relations Officer (CCIO)

leitet er das Investor-Relations-Team.

Davor war Sanna

zwölf Jahre als Head Investor

Relations und Mitglied der

Geschäftsleitung für die Fundamenta

Group tätig.

AZEMOS ERGÄNZT

VERWALTUNGSRAT

Terence Kast ist neu Mitglied

des Verwaltungsrats

der Azemos Property AG. Der

Jurist ist seit 2014 für die

Procimmo SA tätig, die auf

die Verwaltung von Immobilienanlageprodukten

spezialisiert

ist. Kast war dort

zunächst Legal & Compliance

Officer, übernahm 2017 die

Leitung des Bereichs und ist

seit 2022 COO von Procimmo.

Davor war er zwei Jahre

als Rechtsanwalt für die Finma

tätig.

azemos-property.ch

Marc Capeder, Mitglied

der Geschäftsleitung und

Managing Director Business

Development, verlässt die

Vebego AG per Ende Januar

2026. Er ist seit 2018 für das

Unternehmen tätig. Laut

Mitteilung wechselt er zum

Immobilienbewirtschafter

Regimo und wird dort CEO.

Die Vebego AG mit Hauptsitz

in Zürich bietet Immobilienund

Facility-Management-

Dienstleistungen an.

vebego.ch

CBRE ERNENNT

CO-TEAMLEITER

Simon Schmid ist seit

Oktober Co-Leiter des Teams

Hotels & Operational Real

Estate bei CBRE Schweiz. Er

betreut den Bereich gemeinsam

mit Julia Wyss, die seit

2022 für das Unternehmen

arbeitet. Davor war Schmid

für EY-Parthenon und m3

Immobilier tätig. Er hat einen

Master in Real Estate an der

Hochschule Luzern (HSLU)

und einen Bachelor in Hospitality

Management an der

EHL Hospitality Business

School erworben. cbre.ch

SERAINA HOLT

VERSTÄRKUNG

Andreas Staub ist seit dem

1. November als Senior Client

Relationship Manager für

Seraina Invest tätig. Er soll

die Präsenz des Unternehmens

in der Romandie weiter

verankern und die Beziehungen

zu den lokal ansässigen

Anlegern vertiefen. Die Seraina

Invest AG mit Sitz in Zug

bietet Mandatslösungen und

Vermarktungskonzepte für

Immobilienprojekte.

serainainvest.ch

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IMMOBILIENRECHT

BUNDESGERICHTSENTSCHEID

DIE «SCHLACHT»

DER GUTACHTER

Zu viele Köche verderben den Brei. Das

gilt auch im Immobilienwesen, wenn die

höchste kantonale Instanz eigen ständig

weitere Experten beizieht und auf deren

Expertise abstellt. In einem Lehrstück

zeigt das Bundesgericht auf, wie es mit

sich widersprechenden Gutachten

umgeht und wie es um sogenannte

«Ästhetikklauseln» steht. Letztere können

Bauprojekten ein jähes Ende bereiten.

TEXT — SIMON SCHÄDLER*

In Paspels GR war ein zeitgemässer Mehrfamilienhaus-Neubau mit Garage geplant. Das Grundstück liegt in der Dorfzone, die Teil des Schweizer Bundesinventars

der schützenswerten Ortsbilder (ISOS) und der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) ist. SYMBOLBILD: PRISMA BY DUKAS PRESSEAGENTUR GMBH

MEHRFAMILIENHAUS IM

KREUZFEUER

Stein des Anstosses im vorliegenden

Fall war ein Baugesuch der A AG im

bündnerischen Paspels, einem Ortsteil

der Gemeinde Domleschg. Die Bauherrin

plante ein zeitgemässes Mehrfamilienhaus

samt Garage. Das Grundstück befindet

sich in der örtlichen Dorfzone – stolzer

Teil des Schweizer Bundesinventars der

schützenswerten Ortsbilder (ISOS) und

der Landschaften und Naturdenkmäler

(BLN). Der entlang der Parzelle führende

Weg gilt zudem als historischer Weg der

Schweiz gemäss Inventar historischer

Verkehrswege Schweiz (IVS). Wenig verwunderlich,

dass das Bauvorhaben den

Nachbarn ein Dorn im Auge war und Einsprachen

erfolgten. Während die Baukommission

Domleschg grünes Licht erteilte,

verweigerte das Bündner Verwaltungsgericht

dem Bauvorhaben die Bewilligung.

GUTACHTER MARSCHIEREN AUF

Pikant: Die Abfuhr kam, nachdem die

Vorinstanz eigenständig einen Amtsbericht

der Denkmalpflege eingeholt hatte.

Zwar hatte das Verwaltungsgericht

beschieden, dass trotz der Betroffenheit

eines ISOS-Objekts kein zusätzliches Gutachten

der Eidgenössischen Natur- und

Heimatschutzkommission eingeholt werden

müsse. Die Krux war vielmehr die

ästhetische Generalklausel im lokalen Baugesetz.

Das Bauprojekt stand nämlich im

Verdacht, dessen Ästhetikklausel zu verletzen.

Während das Gutachten der Gemeinde

kein Problem erkannte, erklangen

im Privatgutachten der Einsprechenden

die Alarmglocken. Was tun? Da zwei Gutachten

existierten, die einander – kaum

überraschend – widersprachen, holten die

Verwaltungsrichter zusätzlich die kantonale

Denkmalpflege und deren Drittmeinung

ins Boot. Ihr kritischer Amts bericht

machte klar: Von einer harmonischen Einfügung

könne keine Rede sein und der

Ortsbildschutz wiege schwerer als die Gemeindeinteressen

an einer Verdichtung.

Die A AG beharrte auf der Baubewilligung

und gelangte – mit Rückendeckung

durch die Gemeinde – vor Bundesgericht.

Das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt

offensichtlich falsch festgestellt: Es

habe die Expertise der örtlichen Bauberaterin

(kommunales Gutachten) leichthin mit

dem Bericht der Beschwerdegegnerin (Privatgutachten)

gleichgesetzt. Ein Affront, so

die Beschwerdeführerin, denn das Bauberatungsbüro

der Gemeinde sei wie die kantonale

Denkmalpflege eine unabhängige

Fachbehörde. Völlig absurd, willkürlich

und eine Verletzung der Gemeindeautonomie

sei es zudem, dass ein Privatgutachten

– eine blosse Parteibehauptung – die gleiche

Beweiskraft geniesse wie das formelle

Gutachten der kommunalen Bauberatung.

32

IMMOBILIA /Dezember 2025


SACHVERHALTSERMITTLUNG

VON AMTES WEGEN

Das Bundesgericht führte aus, dass die

Vorinstanz dem Untersuchungsgrundsatz

unterliege und den Sachverhalt von Amtes

wegen ermittle und notwendige Beweise

erhebe. Es sei also logisch, dass sie sich mit

den Beweismitteln der Parteien auseinandersetze.

Würden die Verwaltungsrichter

das Privatgutachten nicht beachten, wäre

dies eine Verletzung des rechtlichen Gehörs

nach Art. 29 Abs. 2 BV. Völlig unerheblich

sei es, ob die Vorinstanz die Expertise

der Bauberaterin und den Privatbericht

«gleichgesetzt» habe und welche objektive

Beweiskraft sie den Dokumenten beigemessen

habe, so das Bundesgericht.

Denn: «Selbst wenn man (…) dem Bericht

der kommunalen Bauberaterin eine höhere

Beweiskraft zuerkennen wollte als der

Einschätzung des (…) privat mandatierten

Beratungsbüros, ändert dies nichts daran,

dass letztere geeignet sein kann, Zweifel an

der Schlüssigkeit des ersteren aufkommen

zu lassen.» Für das Bundesgericht ist als

Erstes klar, dass die Vorinstanz eigenständig

einen Amtsbericht einholen darf, wenn

sie Zweifel hat oder wenn ihr nötiges Fachwissen

fehlt.

«ÄSTHETIKKLAUSELN» UND

GEMEINDEAUTONOMIE?

Tatsächlich garantiert das lokale Baurecht

den Schutz und den Erhalt der Dorfzone

sowie den Charakter der bestehenden

Siedlung. Neu- und Umbauten müssen in

Bezug auf ihre Proportionen und Gestaltung

so konzipiert werden, dass sie sich

harmonisch in ihre Umgebung einfügen,

und Bauprojekte sollen sich an der alten,

über Jahrhunderte gewachsenen Bausubstanz

des Dorfkerns orientieren. Juristisch

heikel ist, dass solche «Ästhetikklauseln»

kommunale Ermessensspielräume schaffen.

Diese dürfen weder von den Kantonen

noch vom Bund übermässig eingeengt werden,

was das Bundesgericht mehrfach bestätigt

hatte.

Schönheit liegt also im Auge des Betrachters,

dachten wohl die Beschwerdeführerin

und die Gemeinde Paspels.

Deshalb habe man auch die eigene langjährige

Bauberaterin beigezogen, die sich

DIE VORINSTANZ SEI

NICHT VERPFLICHTET,

SICH AUSSCHLIESS­

LICH AUF DIE

AUSFÜHRUNGEN

DER GEMEINDE UND

DEREN BAUBERATERIN

ABZUSTÜTZEN.

inhaltlich überzeugend mit dem Bauprojekt

auseinandergesetzt und eine umfassende

und kritische Interessenabwägung

vorgenommen habe. Diese sei zum Schluss

gelangt, dass man dem Bauprojekt grünes

Licht erteilen könne, und habe dies ausführlich

begründet. Das Gutachten und der

Bauentscheid seien nachvollziehbar und

ohne Widerspruch. Damit habe die Gemeinde

ihr Ermessen pflichtgemäss ausgeübt,

argumentierte die A AG. Indem das

Verwaltungsgericht eigenwillig einen Zusatzbericht

der Denkmalpflege einholte

und sich plötzlich unkritisch auf diesen abstelle,

verletzte es die Gemeindeautonomie.

Mit diesem Vorstoss bissen Bauherrin

und Gemeinde beim Bundesgericht auf

Granit. Von einer Verletzung der Gemeindeautonomie

oder einem Verstoss gegen

das Willkürverbot könne keine Rede sein.

Die Vorinstanz sei nicht verpflichtet, sich

ausschliesslich auf die Ausführungen der

Gemeinde und deren Bauberaterin abzustützen.

Das Gericht stelle den Sachverhalt

fest und würdige Beweismittel frei,

erinnerte das Bundesgericht. Die Ansicht

der Beschwerdeführerin würde bedeuten,

dass Gerichte keine freie Sachverhaltskontrolle

und Beweiswürdigung vornehmen

dürften. In einem Punkt gaben die

Lausanner Richter der Beschwerdeführerin

indes recht: Ästhetikklauseln dürfen

kommunale Zonenordnungen nicht ausser

Kraft setzen. Dies sei aber nicht geschehen.

Das Verwaltungsgericht habe lediglich aus

ästhetischen Gründen eine Reduktion der

Baumasse verlangt. Dass die örtliche Ästhetikklausel

ursächlich ist für eine Verweigerung

der Baubewilligung, obwohl

alle Baumasse eingehalten wurden, ist für

die A AG also stossend, bedeutet aber keine

Verletzung der Gemeindeautonomie.

ÄSTHETIK SCHLÄGT KORREKT­

HEIT UND VERDICHTUNG

Gestützt auf den Bericht der Denkmalpflege

habe die Vorinstanz einlässlich begründet,

dass das Bauprojekt wegen seines

quadratischen Grundrisses massgeblich

von der Baustruktur der umliegenden Gebäude

abweiche und wuchtig und dominant

wirke, folgerte das Bundesgericht.

Mit seiner solitären Positionierung werde

zudem schützenswerter Freiraum beeinträchtigt,

der für das Ortsbild wichtig

sei. Der geplante Neubau füge sich mit seinen

Proportionen und seiner Gestaltung

weder harmonisch in seine Umgebung ein

noch orientiere er sich an der über Jahrhunderte

gewachsenen Bausubstanz des

Dorfkerns. Völlig überraschend mag dieses

Verdikt auch für die A AG nicht sein. Selbst

das Gutachten der Bauberaterin räumte

ein, das Bauvorhaben wirke imposant. Dass

die Beschwerdeführerin bekräftigte, man

habe Anstrengungen unternommen, um

den Charakter und die Einbettung harmonisch

auf das Umfeld abzustimmen, reichte

dem Bundesgericht aber nicht. Es bleibe

dabei: Paspels habe die harmonische Einfügung

des Mehrfamilienhauses zu Unrecht

bejaht und fälschlicherweise grünes Licht

erteilt. Damit endete das geplante Neubauprojekt

jäh.

Im Immobilienwesen zeigt sich anschaulich,

wie das Sprichwort der Unheil

bringenden Schar Köche eine besonders

pikante Analogie annehmen kann: Zu viele

Gutachter verderben den Brei auch im Baurecht

– besonders gravierend ist das Malheur

aber, wenn der Chef de Cuisine als

Letzter die Küche betritt.

ENTSCHEID DES BUNDESGERICHTS 1C_635/2024

VOM 14. AUGUST 2025

*SIMON SCHÄDLER

Der Autor, Dr. iur., ist Rechtsanwalt

und in Basel tätig.

IMMOBILIA / Dezember 2025 33


IMMOBILIENRECHT

STOCKWERKEIGENTUM

DIE UNTERGEMEIN­

SCHAFT IM STOCK­

WERKEIGENTUM

Die Untergemeinschaft ist ein Mittel zur

internen Strukturierung einer Stockwerkeigentümergemeinschaft.

Sie ist nicht im

Gesetz geregelt, es liegt diesbezüglich

eine Gesetzeslücke vor. Zurzeit befinden

sich die Bestimmungen zum Stockwerkeigentum

in Revision. Die Vernehmlassungsfrist

ist Ende 2024 abgelaufen. Es

bietet sich die Gelegenheit, diese Gesetzeslücke

zu füllen. TEXT — ROLAND PFÄFFLI*

BILD: AH_FOTOBOX, STOCK.ADOBE.COM

In der Schweiz gibt es

geschätzt rund 1 Mio.

Stockwerkeinheiten.

Anwendungs fälle von

Untergemeinschaften

sind vor allem beim

kombinierten Stockwerkeigentum,

vertikal / horizontal,

anzutreffen.

GESCHICHTE DES

STOCKWERKEIGENTUMS

Obschon das Stockwerkeigentum vor der Einführung

des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) am

1. Januar 1912 in nahezu allen Kantonen in der einen

oder anderen Erscheinungsform ein Begriff war, wurde

es nur übergangsrechtlich im ZGB verankert. Zwischen

1912 und Ende 1964 war die Begründung von

Stockwerkeigentum nicht zulässig. Sie wurde erst wieder

mit einer Ergänzung des Immobiliarsachenrechts

ab 1. Januar 1965 zugelassen (Art. 712a ff. ZGB). Dadurch

wurde es einer grossen Anzahl von Personen

ermöglicht, ein Eigenheim zu erwerben. Fachleute

schätzen, dass es in der Schweiz rund 1 Million Stockwerkeinheiten

gibt.

Stockwerkeigentum ist der Miteigentumsanteil

an einem Grundstück, der dem Miteigentümer das

Sonderrecht gibt, bestimmte Teile eines Gebäudes

ausschliesslich zu benutzen und innen auszubauen

(Art. 712a Abs. 1 ZGB). Der Stockwerkeigentümer ist

im Rahmen seiner Wertquote Miteigentümer an den

Bauten und Anlagen des im Stockwerkeigentum aufgeteilten

Grundstücks, d. h. der gemeinschaftlichen

Teile. Für jede Stockwerkeinheit eröffnet das Grundbuchamt

ein eigenes Grundbuchblatt. Es entsteht ein

Grundstück, das veräussert und mit Grundpfandrechten

(Schuldbriefen) belastet werden kann.

DER UNTER­

GEMEINSCHAFT

KOMMT

KEINE EIGENE

RECHTS­

FÄHIGKEIT ZU.

BILDUNG VON UNTERGEMEINSCHAFTEN

Der Gesetzgeber ging davon aus, dass die Mitglieder

der Stockwerkeigentümergemeinschaft ein

identisches Nutzungsinteresse an den gemeinschaftlichen

Teilen des Stockwerkeigentums haben. Dieses

Interesse kann jedoch in Bezug auf bestimmte gemeinschaftliche

Teile innerhalb der Stockwerkeigentümergemeinschaft

divergieren, was zur Bildung von

Untergemeinschaften führt. Dies wurde vom Gesetzgeber

nur am Rande, konkret bei der Verteilung der

Kosten (Art. 712h Abs. 3 ZGB), berücksichtigt. Man

spricht in diesem Zusammenhang auch von Kostengemeinschaften.

Der Gesetzgeber ging vom horizontalen Stockwerkeigentum

aus, bestehend aus einem einzigen Gebäude,

das waagrecht in Stockwerkeinheiten aufgeteilt

ist. Dies bildet auch heute noch den Normalfall. Es ist

aber auch möglich, dass verschiedene Gebäude auf

einem Grundstück erstellt werden, wobei jedes Gebäude

eine Stockwerkeinheit bildet. Hier liegt vertikales

Stockwerkeigentum vor. Dies kann dann der Fall

sein, wenn aus öffentlich-rechtlichen Bau- oder Raumplanungsvorschriften

eine Parzellierung des Grundstücks

nicht möglich oder nicht sinnvoll ist. Zudem ist

eine Kombination beider Möglichkeiten denkbar. Das

kombinierte Stockwerkeigentum besteht aus mehreren

voneinander unabhängigen Gebäuden (vertikales

Stockwerkeigentum), die je horizontal zu mehreren

Stockwerkeinheiten (horizontales Stockwerkeigentum)

aufgeteilt sind.

ANWENDUNGSFÄLLE

Die Anwendungsfälle von Untergemeinschaften

sind hauptsächlich beim kombinierten Stockwerkeigentum

anzutreffen. Wichtig ist, dass die Bildung

und die Kompetenzen von Untergemeinschaften in der

Gemeinschaftsordnung für das Stockwerkeigentum,

also im Reglement (Art. 712g Abs. 3 ZGB), geregelt sind.

Der Untergemeinschaft kommt keine eigene

Rechtsfähigkeit zu. Regelmässig ist die Mitgliedschaft

bei einer Untergemeinschaft an das Eigentum an einer

Stockwerkeinheit geknüpft.

34

IMMOBILIA /Dezember 2025


42

DIE RECHTSGESCHÄFTLICHE

UNTERGEMEINSCHAFT IM

STOCKWERKEIGENTUM

Nadja D. Leuthardt, Die rechtsgeschäftliche

Untergemeinschaft

im Stockwerkeigentum,

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Die sich bei Untergemeinschaften stellenden besonderen

Nutzungsverhältnisse in Bezug auf gemeinschaftliche

Teile, das heisst Umfang und Grenzen

der Nutzungsbefugnisse der Mitglieder der Untergemeinschaft,

können über «ausschliessliche Nutzungsrechte»

geregelt werden. Im Reglement können diese

ausschliesslichen Nutzungsrechte (Art. 712g Abs. 4

ZGB) einzelnen Stockwerkeigentümern eingeräumt

werden, die in der Praxis als reglementarische Sondernutzungsrechte

bezeichnet werden. Hier sind als

«Schutzrechte» namentlich die Vetorechte der berechtigten

Stockwerkeigentümer gemäss Art. 647d Abs. 2

ZGB und Art. 647e Abs. 2 ZGB zu beachten. Weiter sind

die Kompetenzen der Mitglieder der Untergemeinschaft

im Bereich der Beschlussfassung und der gemeinschaftlichen

Verwaltung zu definieren.

Anspruchsvoll ist zudem die Verteilung der gemeinschaftlichen

Kosten und die damit verbundene

Buchführung. Auch das Risiko der Errichtung eines

Bauhandwerkerpfandrechts bedarf besonderer Beachtung,

da in der Regel das Verbot Art. 648 Abs. 3 ZGB

ausschliesst, dass das Stammgrundstück belastet werden

kann.

Fazit: Sofern Stockwerkeigentümergemeinschaften

mehrere Gebäude auf dem gleichen Grundstück

umfassen, ist die Bildung von selbstständigen Untergemeinschaften

angezeigt.

*PROF. DR. IUR.

ROLAND PFÄFFLI

Der Autor ist Notar und

em. Titularprofessor

für Privatrecht an der

Universität Freiburg

sowie Konsulent bei

Von Graffenried Recht,

Bern.

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BAU & HAUS

KREISLAUFORIENTIERTES BAUEN

MATERIALIEN IM

KREISLAUF HALTEN

Das Engagement im Bau- und

Immobiliensektor ist entscheidend für

die Realisierung der Verpflichtung der

Schweiz, die Emissionen gemäss dem

Pariser Klimaabkommen zu reduzieren.

Die Kreislaufwirtschaft bietet einen

innovativen Ansatz zur Reduzierung

der Treibhausgasemissionen.

TEXT—REMI BUCHSCHACHER*

Auch beim Rückbau und der Entsorgung eines Gebäudes (Phase C) entstehen Emissionen. BILD: ZVG

TREIBHAUSGASE SENKEN

Die zirkuläre Bau- und Immobilienwirtschaft

ist ein zentraler Baustein für eine

nachhaltige Zukunft in der Immobilienbranche.

Im Fokus steht ein grundlegender

Perspektivenwechsel: weg von linearen

Prozessen, hin zum Ansatz des «Nachhaltigen

Designs». Dieser ermöglicht es, Materialien

im Kreislauf zu halten und Gebäude

so zu planen, dass ihre Materialien lange

funktionstüchtig bleiben und später wiederverwendet

werden können. Im Rahmen

des Pariser Übereinkommens hat

sich die Schweiz verpflichtet, ihren Treibhausgasausstoss

bis 2030 im Vergleich zu

1990 um mindestens 50 Prozent zu senken.

Zwischen 2018 und 2023 hat die Welt

mehr Ressourcen abgebaut und verbraucht

als im gesamten 20. Jahrhundert hochgerechnet

(Circularity Gap Report, 2023). Die

Kreislaufwirtschaft unterstützt eine zukunftsfähige

Gesellschaft, die sich darauf

konzentriert, dass Ressourcen nicht verloren

gehen.

GESETZLICHER RAHMEN

BEREITS IN KRAFT

Am 15. März 2024 haben die eidgenössischen

Räte die parlamentarische Initiative

20.433 «Schweizer Kreislaufwirtschaft

stärken» verabschiedet. Die Revisionen des

Umweltschutzgesetzes (USG), des Energiegesetzes

(EnG) und des Bundesgesetzes

über das öffentliche Beschaffungswesen

(BöB) schaffen einen übergeordneten gesetzlichen

Rahmen für die Stärkung der

Kreislaufwirtschaft in der Schweiz. Dadurch

werden die wichtigsten Grundsätze

der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft

gesetzlich verankert. Die Gesetzesänderung

trat am 1. Januar 2025 in Kraft.

Im Bau- und Immobilienbereich erhalten

nun die Kantone den Auftrag, Grenzwerte

für die graue Energie bei Neubauten und bei

wesentlichen Erneuerungen bestehender

Gebäude festzulegen. Dadurch sollen Anreize

für umweltschonende und zirkuläre

Bauweisen entstehen und es werden Grundlagen

geschaffen, um Materialkreisläufe zu

schliessen und die Kreislaufwirtschaft bei

Produkten und Bauwerken zu stärken.

Doch die Investitionen in die Kreislaufwirtschaft

kosten Geld. In den letzten Jahren

haben nachhaltige Investitionen in der

Schweiz zugenommen, darunter auch solche,

die Verfahren für zirkuläres Bauen

unterstützen. Dennoch ist die Bauindustrie

nach wie vor einer der grössten Verursacher

von CO2-Emissionen und Abfällen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen,

sind innovative Lösungen, die sich auf

die Finanzierung von Nachhaltigkeit und

Kreislaufwirtschaft konzentrieren, dringend

erforderlich.

Als Beispiel lässt sich der «Circular Building

Industry Innovation Booster» nennen,

gefördert von Innosuisse. Dieser hat sich

zum Ziel gesetzt, den Übergang zu einer

Kreislaufwirtschaft in der Schweizer Bauwirtschaft

durch systematische und gemeinsame

Innovation zu ermöglichen. In

der Industrie ist das Bedürfnis nach einem

kollaborativen Ansatz bereits vorhanden.

Nun will der Booster das Schweizer Bauund

Gebäudeökosystem mit wichtigen

Innovations- und Forschungszentren zusammenbringen.

Der CBI Innovation Booster

bietet die Möglichkeit, eine Idee für ein

Produkt, eine Dienstleistung, einen Prozess

oder ein Geschäftsmodell im Zusammenhang

mit der Kreislaufwirtschaft in

der Bauindustrie zu entwickeln, zu testen

und zu verfeinern.

KREISLAUF-

WIRTSCHAFT

Auf den nächsten Seiten richten

wir den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft,

die im Schweizer Bauwesen

spürbar an Bedeutung gewinnt.

Mit Annahme der parlamentarischen

Initiative 20.433 wurde die Kreislaufwirtschaft

per Januar 2025 gesetzlich

verankert – ein wichtiger

Schritt, um Ressourcenverbrauch

und Emissionen im Sektor zu senken.

Wir zeigen die zentralen Treiber

der Entwicklung auf, darunter

die Charta kreislauforientiertes

Bauen und weitere Initiativen, um

Materialien im Kreislauf zu halten

und die Zusammenarbeit entlang der

Wertschöpfungskette zu fördern.

Ein KOF-Statusbericht beleuchtet

den Stand der Kreislaufwirtschaft in

der Schweiz: Die Bereitschaft ist da,

Investitionen und Umsetzung hinken

jedoch noch hinterher.

Zwei aktuelle Beispiele – eine Gewerbeliegenschaft

und ein Mehrfamilienhaus

– verdeutlichen, wie

kreislauffähiges Bauen in der Praxis

funktionieren kann: von wiederverwendeten

Bauteilen über

sorten reine Konstruktionen bis zu

Gebäuden, die sich später einfach

demontieren lassen.

Kreislaufwirtschaft ist kein Zukunftsthema

mehr: Sie verändert die Planung,

den Bau und die Nutzung von

Immobilien Schritt für Schritt.

36

IMMOBILIA / Dezember 2025


23

CHARTA KREISLAUFORIENTIER­

TES BAUEN

Mit der Charta Kreislauforientiertes

Bauen bekennt sich eine Reihe der bedeutendsten

Schweizer Bauauftraggeber

zur Kreislaufwirtschaft. Die Charta-Partner

wollen ihr Wissen und ihre Erfahrung

bündeln, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft

im Schweizer Bauwesen voranzutreiben.

Im Vordergrund steht das

Zusammenwirken und Vernetzen und das

gemeinsame Lernen mit dem Ziel, konkrete

Schritte in Richtung kreislauforientiertes

Bauen auszulösen. Gemeinsame Ambition

ist es, bis 2030 die Verwendung von nicht

erneuerbaren Primärrohstoffen auf 50 Prozent

der Gesamtmasse zu reduzieren, den

Ausstoss indirekter Treibhausgasemissionen

zu erfassen und stark zu reduzieren

sowie die Kreislauffähigkeit von Sanierungen

und Neubauten zu erfassen und stark

zu verbessern. Alle Akteure in der Bau- und

Immobilienbranche seien angehalten, ein

neues Mindset zu etablieren, um auch in

Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, sagt dazu

Philipp Cescato von der Charta Kreislauforientiertes

Bauen. Wichtig dabei sei, dass

ein gemeinsames Grundverständnis besteht.

Mit einem Leitfaden soll seitens der

Charta ein Beitrag dazu geleistet werden.

Philipp Cescato: «Der Leitfaden richtet sich

in erster Linie an alle Partnerorganisationen

der Charta. Darüber hinaus dient er anderen

Bauherren und Interessierten als Orientierungshilfe,

um Messgrössen und Massnahmen

für das kreislauforientierte Bauen

gezielt anzuwenden.»

Durch die Wiederverwendung von Bauteilen

und das Einsetzen von Sekundärrohstoffen

soll also der Verbrauch von

Primärrohstoffen minimiert werden. Gebäude

sollen so konzipiert werden, dass ihre

DER LEITFADEN DIENT

BAUHERREN UND

INTERESSIERTEN ALS

ORIENTIERUNGSHILFE.

PHILIPP CESCATO, CHARTA

KREISLAUF ORIENTIERTES BAUEN

Materialien und Bauteile am Ende der Nutzungsdauer

wiederverwendet oder recycelt

werden können. Die konsequente Erfassung

und Reduktion von Scope-3-Emissionen

spielen eine wichtige Rolle in der Dekarbonisierung

des Gebäudesektors. Denn klar

ist: Netto-Null geht nicht ohne die Reduktion

der grauen Emissionen. Noch fehlen

aber klare Standards zur Integration von

Scope-3-Emissionen in Absenkpfade von

Unternehmen, wie Wüest Partner in einem

Blog-Beitrag erwähnen. Graue Emissionen

sind die Treibhausgasemissionen,

die bei der Erstellung eines Gebäudes entlang

des gesamten Lebenszyklus entstehen:

also vor und beim Bau des Gebäudes

(Phase A), bei Instandsetzungen und Erneuerung

während der Nutzung (Phase B)

und am Ende des Lebenszyklus beim Rückbau

und der Entsorgung eines Gebäudes

( Phase C). In der Schweiz zeigt die «SIA-

Norm 390/1 Klimapfad Netto-Null» kompatible

Zielwerte auf für die Erstellung und

den Betrieb von Umbauten und Neubauten

und verdeutlicht den zunehmenden Anteil

der Erstellungsemissionen an den Gesamtemissionen.

Die MuKEn 2025 (Mustervorschriften

der Kantone im Energiebereich)

würden hier ebenfalls einen neuen wichtigen

Akzent setzen, unterstreichen die Autoren

von Wüest Partner.

KOORDINATION DER AKTEURE

Das Engagement im Bausektor und in

der Immobilienbranche ist entscheidend

für die Realisierung der Verpflichtung der

Schweiz, die Emissionen gemäss dem Pariser

Klimaabkommen zu reduzieren. Um

das zu erreichen, ist Koordinierung zentral,

denn die Kollaboration zwischen öffentlichen

und privaten Initiativen stärkt

die Resilienz der gesamten Industrie. Diese

Koordination der Akteure hat sich die «C33

– Schweizer Koordinationsstelle für zirkuläres

Bauen» auf die Fahne geschrieben.

«Mit C33 wollen wir einen Beitrag leisten,

bis spätestens 2033 zirkuläres Bauen als

neues Normal zu etablieren,» sagt Marloes

Fischer, Mitgründerin von C33 und CEO

von Circular Hub. Der Circular Hub ist

die offene Wissens- und Netzwerkplattform

für ein zirkuläres Bauwesen in der

Schweiz. «Durch Koordination und Verteilen

von Wissen aus konkreten Projekten

und der öffentlichen Bereitstellung über

die C33-Plattform können wir den Aufbau

des nötigen Fachwissens für die Schweizer

Baubranche beschleunigen.»

WEITERE INFOS

Via QR-Code gelangen

Sie zur Charta Kreislauforientiertes

Bauen.

*REMI

BUCHSCH ACHER

Der Autor ist Wirtschaftsjournalist

und Redaktionsleiter des

RealEstateReports in Luzern.

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IMMOBILIA / Dezember 2025 37


BAU & HAUS

KREISLAUFFÄHIGES BAUEN

AUFSTOCKUNG MIT

WIEDERVERWEN-

DETEN BAUTEILEN

Die Kreislaufwirtschaft verlangt von

vielen Baubeteiligten ein Umdenken.

Bestandserweiterungen statt Ersatzneubau

und Wiederverwendung von

Bauteilen statt Neuware sind zwei

wichtige Prinzipien. Studieren lassen

sie sich zum Beispiel in Zürich-Binz.

TEXT—MICHAEL STAUB*

ZWEITES LEBEN FÜR BAUTEILE

Im Zürcher Binz-Quartier steht ein interessanter

Bau. Die Bauherrschaft ist die Modissa Immobilien

AG, Projektentwickler und Bauherrenvertreter ist die

Hanuver AG. Über der bewitterten Fassade eines gut

90-jährigen Gewerbegebäudes erhebt sich eine neue

Aufstockung. Hinter deren himmelblauen Stahlblechen

verbirgt sich eine raffinierte, zweigeschossige Holzständerkonstruktion.

Diese wurde mit Strohballen gedämmt

und mit Lehm verputzt. Die blauen Bleche erlebten ihre

erste Karriere als Dacheindeckung einer Scheune, die

zweite folgt nun in der Binz. Dafür musste das Material

demontiert, transportiert, gewaschen, auf der Baustelle

passend zugeschnitten und schliesslich montiert werden.

Die Wiederverwendung von Bauteilen zieht sich im

Innern des Gebäudes weiter. Zahlreiche Heizkörper und

Türen waren bereits vor der Aufstockung vorhanden –

aber an einem anderen Ort im Gebäude montiert. Mit einer

aufwendigen Arbeit, die an Tetris erinnert, hat das

Baubüro in situ möglichst viel der alten Substanz erhalten.

Andere Bauteile stammen aus Abbruch objekten,

Sanierungen oder Fehlproduktionen. Von den Türzargen

über die Herde, Spülbecken und Küchenfronten

bis zu den WC-Schüsseln gibt es in diesem Gebäude

sehr wenig «neue» Ware.

Hinter dem himmelblauen Stahlblech aus zweiter Hand verbirgt sich eine hochmoderne

Holzkonstruktion mit Strohdämmung und Lehmputz. BILDER: MICHAEL STAUB

DIE WIEDER­

VERWENDUNG

IST IN DEN

GEWOHNTEN

PROZESSEN

NICHT

ABGEBILDET.

ANNE BAUR, ARCHITEKTIN

FH UND NACHHALTIGKEITS­

EXPERTIN BEI DER SENN AG

UMDENKEN IST NÖTIG

Zwei Leitprinzipien der Kreislaufwirtschaft, die

Wiederverwendung von Bauteilen und das Weiterbauen

im Bestand, werden damit mustergültig umgesetzt.

Doch dafür müssen die Bauherrschaft und die Baubehörden

das Potenzial des Bauens mit Re-Use erkennen

und offen sein für Pionierarbeit, sagt This Alder,

Architekt bei «in situ». Zwar ist das heutige kreislauffähige

Bauen historisch gesehen keine Neuerfindung.

Wer aber heutzutage Vertrauen in einen flexiblen Planungsprozess

aufbringt, gilt hierzulande immer noch

als Pionier. Mit der Aufstockung kann das Gebäude

an der Grubenstrasse weitere 20 bis 30 Jahre genutzt

werden – und das mit minimalem Aufwand an neuen

Ressourcen und grauer Energie. Fachleute aus Architektur,

Planung und Forschung sind sich einig, dass die

Kreislaufwirtschaft die Baubranche und damit auch

die Immobilienbranche tiefgreifend verändern wird.

Doch was ist die Haltung der Bauträger?

«Obwohl Bauherrschaften für das Thema offen sind,

ist die Umsetzung doch sehr anspruchsvoll. Ein Grund

dafür ist, dass die Wiederverwendung in den gewohnten

Prozessen nicht abgebildet ist», sagt Anne Baur.

Sie ist Architektin FH und Nachhaltigkeitsexpertin

bei der Senn AG. Gemäss einem aktuellen Faktenblatt

des SIA (vgl. QR-Code) verursacht die Schweizer Bauwirtschaft

jedes Jahr 17 Millionen Tonnen Abfall. Dazu

kommen ein sehr hoher Materialeinsatz sowie negative

Auswirkungen auf Landschaften, Biosphäre und Klima.

Die Kreislaufwirtschaft will dies ändern. «Das Ziel

ist, nicht mehr Deponien zu füllen und Bauabfälle thermisch

zu verwerten, sondern möglichst viele Elemente

aufzubereiten und dann ein zweites oder ein drittes

Mal zu verwenden», erläutert Anne Baur. Dazu brauche

es zweifellos ein Umdenken: «Materialien sollten

möglichst sortenrein und problemlos entsorgbar sein.

Natürliche Baustoffe wie Stroh für die Dämmung oder

Lehm als Innenputz erfüllen diese Vorgabe.» Verbindungen

zwischen Bauteilen sollten zudem lösbar sein,

damit eine spätere Umgestaltung oder Erweiterung

respektive ein Rückbau möglichst leichtfällt.

WIEDERVERWENDEN STATT WEGWERFEN

Einzelne Aspekte der Kreislaufwirtschaft sind heute

schon im Mainstream angekommen. So etwa der

Holzbau oder Holz-Hybridbau. Als Baustoff ist Holz

ein perfekter Kandidat für die Kreislaufwirtschaft. Er

kann regional geerntet und geliefert werden, was kurze

Transportwege ermöglicht. Zudem hat Holz gute

bauphysikalische Eigenschaften, etwa bezüglich Statik

oder Brandschutz. Das Material ist zudem prädestiniert

für eine Kaskadennutzung: Tragende Balken

können beim Rückbau zum Beispiel zu Latten ver-

38

IMMOBILIA / Dezember 2025


SIA-FAKTEN­

BLATT «PLANEN

UND BAUEN IN

DER KREISLAUF­

WIRTSCHAFT»

PROJEKT

« WINDOWS OF

OPPORTUNITIES»

Die Zargen und Türen stammen aus einem Abbruchobjekt.

Neue Holzfenster ergänzen die originalen Fensterfronten.

U- Werte zwischen 4 und 6 W/m 2 K auf, sind es bei den

heute üblichen dreifach verglasten Fenstern noch

0,5 W/m 2 K. Das macht den Fensterersatz zu einer äusserst

wirkungsvollen energetischen Sanierungsmassnahme.

Deren Kehrseite ist aber der immense Abfallberg. Deshalb

wird mit dem Projekt «Windows of Opportunities»

(vgl. QR-Code) an der ZHAW derzeit untersucht, wie die

Recyclingquote bei Fenstern erhöht werden kann. Dazu

werden aus bestehenden Fenstern neue, vierfach verglaste

Fenster mit gutem U-Wert hergestellt.

Der Schein trügt: Die Stufen sind wiederverwendet, der

Träger aus Cortenstahl hingegen neu.

arbeitet und nach dem Ende der zweiten Nutzung sogar

noch als Stückholz oder Pellets thermisch verwertet

werden. Über die gesamte Nutzungsdauer speichert

das Holz zudem beträchtliche Mengen von CO2, was

die Klimabilanz verbessert.

Andere Bauteile wie Fenster stehen hingegen

noch ganz am Anfang ihrer «Re-Use»-Karriere. Von

den ungefähr 500 000 Tonnen Fensterglas, die in der

Schweiz jedes Jahr entsorgt werden, erleben weniger

als 100 000 Tonnen eine zweite Verwendung in Form

von Flaschenglas. Der Rest landet auf den Deponien.

Ein Grund dafür ist der grosse Graben zwischen alten

und neuen Fenstern bezüglich Wärmedurchgangskoeffizent.

Weisen einfache oder doppelte Fenster

aus den 1970er-Jahren noch schlechte bis mässige

WIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE

Der Übergang von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft

ergibt aus Sicht der Ressourcen und des

Klimas zweifellos Sinn. Zudem ist er gesetzlich vorgeschrieben.

Mit dem dieses Jahr in Kraft getretenen

Klima- und Innovationsgesetz (KIG) wurde das

Netto-Null-Ziel gesetzlich verankert. Doch was ist mit

den Kosten? «Kreislauffähiges Bauen ist eine Investition

in Werterhalt und Zukunftsfähigkeit», sagt Olga

Moatsou-Ess, Projektleiterin Nachhaltiges Bauen bei

der EBP Schweiz AG. Wiederverwendete Bauteile oder

natürliche Materialien könnten kostengünstiger sein;

der Mehraufwand entstehe vielmehr in der Planung

und Umsetzung – «etwa durch die Suche und Prüfung

geeigneter Bauteile, angepasste Detaillösungen oder

wiederholte Planungsrunden».

Damit die Kreislaufwirtschaft Wirkung entfaltet,

brauche es zudem Systematisierung und Skalierung:

«Vereinheitlichte Daten, vernetzte Tools und Kooperation

zwischen Planung, Betrieb, Herstellern und

Datenanbietern.» Für Bauherrschaften und Verwaltungen

lohnt sich eine Beschäftigung mit der Kreislaufwirtschaft

auf jeden Fall. Denn wer sie rechtzeitig

meistert, hat es in den nächsten Jahrzehnten deutlich

einfacher.

*MICHAEL STAUB

Der Autor ist Journalist

BR mit Schwerpunkten

Bau- und Immobilienwirtschaft,

Energie und

Gebäudetechnik.

www.nightshift.ch

IMMOBILIA / Dezember 2025 39


BAU & HAUS

SCHWEIZER KREISLAUFWIRTSCHAFT 2024

4

STRATEGIE BOOMT,

AN UMSETZUNG

FEHLT ES NOCH

In der Theorie entwickelt sich die

Kreislaufwirtschaft in Schweizer Unternehmen

rasant – 27% haben die Kreislaufwirtschaft

im Geschäftsmodell

verankert. In der Praxis setzt jedoch

erst rund jedes zehnte Unternehmen

diese breit um. Die Branchen Bau und

Immobilien stehen noch am Anfang

der Transformation. Das zeigt der

Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft

2024. TEXT— RED.

KREISLAUFWIRTSCHAFT IST

EIN THEMA – AUF DEM PAPIER

Am 2. September 2025 haben die Berner

Fachhochschule und die Konjunkturforschungsstelle

KOF der ETH Zürich den

Statusbericht zur «Schweizer Kreislaufwirtschaft

2024» veröffentlicht. Der Bericht

zeigt einerseits auf, dass Schweizer

Unternehmen die Kreislaufwirtschaft rasant

entdecken, zumindest auf dem Papier.

27% der rund 10 000 befragten Unternehmen

verankern die Kreislaufwirtschaft bereits

spürbar im Geschäftsmodell.

Andererseits setzt erst rund jedes zehnte

Unternehmen die Wende wirklich breit um.

Investitionen und Umsatzanteile mit Bezug

zur Kreislaufwirtschaft bleiben gemäss

Statusbericht zurück. «Die Entwicklung auf

strategischer Ebene ist sehr dynamisch, das

ist positiv und zeigt, dass das Konzept der

Kreislaufwirtschaft bei Unternehmerinnen

und Unternehmern zunehmend etabliert

ist», sagt Co-Autor Prof. Tobias Stucki vom

Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule.

«Aber die Schweiz bleibt an der

Oberfläche, noch fehlt die Tiefe. Im aktuellen

geopolitischen Umfeld, in dem Lieferketten

zunehmend unberechenbar werden,

wäre es wichtig, mit Ressourcen zunehmend

effizienter umzugehen.»

Im Vergleich zum Statusbericht, der vor

vier Jahren veröffentlicht wurde, hat sich

die strategische Verankerung der Kreislaufwirtschaft

bei Unternehmen mehr als verdoppelt:

von 11% auf neu 27%. Lediglich 15%

erzielen mehr als 10% des Umsatzes mit zirkulären

Produkten (2020: 12%). Nur 10%

der Firmen setzen mehr als zehn Aktivitäten

um (2020: 8%). Und nur 7% investieren

mehr als 10% ihrer Gesamtinvestitionen in

Kreislaufwirtschaft (2020: 9%).

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UNTERNEHMENSGRÖSSE SPIELT

EINE WICHTIGE ROLLE

Die Vorreiter der Kreislaufwirtschaft in

der Schweiz sind gemäss der vorliegenden

repräsentativen Studie Unternehmen mit

mehr als 250 Mitarbeitenden. Diese haben

die Kreislaufwirtschaft im Schnitt schon

zu 54% strategisch verankert, bei mittleren

Unternehmen sind es 39%, bei Unternehmen

mit weniger als 50 Mitarbeitenden

23%. Die grossen Unternehmen haben auch

bei den drei Indikatoren (Investitionsanteil,

Umsatzanteil und Anzahl Aktivitäten)

die Nase vorn.

Über alle Unternehmen hinweg werden

besonders oft auch Aktivitäten im Bereich

des Energieverbrauchs oder der Nutzung

erneuerbarer Energiequellen umgesetzt.

«Im Vergleich dazu sind Aktivitäten im Bereich

der Lieferkette oder der eingekauften

Rohstoffe deutlich seltener. Dies wohl deshalb,

weil deren Umsetzung meist komplexer

und oft von externen Partnern abhängig

ist», sagt Co-Autor Prof. Martin Wörter

von der KOF. «Im Durchschnitt der Unternehmen

steht die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft

derzeit nur dann in einem

WWW.SIMULATION.SOLAR

Simulation und Gutachten für Blendung, Beschattung, Tageslicht

Während über ein Fünftel der untersuchten Unternehmen der Bau- und Immobilienbranchen die

Kreislaufwirtschaft in deren Geschäftsmodellen verankert hat, setzen erst 12% (Bau) und 11%

(Immobilien/Vermietung) die Kreislaufwirtschaft auch um. BILD: KANCHANIT, STOCK.ADOBE.COM

positiven Zusammenhang mit der Umsatzproduktivität,

wenn sie gleichzeitig die Effizienz

des Unternehmens steigert.»

BRANCHEN- UND REGIONALE

UNTERSCHIEDE

Grosse Unterschiede bestehen zwischen

den Branchen und Regionen. Keine Branche

schneidet bei allen Indikatoren durchgängig

gut ab. Die Branchen Bau, Immobilien

oder persönliche Dienstleistungen stehen

noch am Anfang der Transformation. Generell

eher stark bei der Umsetzung von Aktivitäten

im Bereich der Kreislaufwirtschaft

schneiden Branchen wie Telekommunikation,

Elektronik und Medizinaltechnik ab.

Auch regional gibt es grosse Unterschiede:

Bei der strategischen Verankerung liegen

Unternehmen in der Zentralschweiz

(35%) und Ostschweiz (30%) vorne, das

Tessin (16%) bildet das Schlusslicht. Bei

Umsatzanteilen im Bereich Kreislaufwirtschaft

von mehr als 10% bildet dagegen

das Tessin (16%) zusammen mit der Zentralschweiz

(19%) und der Ostschweiz (21%)

das Spitzentrio.

40

IMMOBILIA / Dezember 2025


DIE VIER HAUPTINDIKATOREN NACH INDUSTRIEN

Quelle: Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft 2024, Berner Fachhochschule und

KOF Konjunkturforschungsstelle ETH Zürich, 1. Auflage, September 2025

Industrie

Anteil der

Unternehmen,

die zirkuläre

Geschäftsaktivitäten

substanziell

in ihrem

Geschäftsmodell

verankert

haben

Anteil der

Unternehmen,

die mehr als

10% ihrer

Gesamtinvestitionen

in die Umsetzung

zirkulärer

Geschäftsaktivitäten

investieren

Anteil der

Unternehmen,

die mehr als

10 Aktivitäten

im Bereich

der Kreislaufwirtschaft

umgesetzt

haben

Anteil der

Unternehmen,

die mehr als

10% ihres

Umsatzes mit

zirkulären

Produkten

oder Dienstleistungen

erzielen

Energie 43% 6% 12% 14%

Elektrotechnik 43% 15% 30% 22%

Maschinen 41% 17% 15% 18%

Kunststoffe 41% 19% 12% 27%

Elektronik/Instrumente 39% 11% 24% 30%

Druck 38% 5% 15% 12%

Textil/Bekleidung 38% 17% 13% 21%

Sonstige Industrie 38% 7% 22% 23%

Chemie/Pharma 37% 16% 18% 18%

Metallherstellung 36% 11% 4% 26%

Steine und Erden 35% 12% 17% 27%

Wasser/Umwelt 35% 15% 14% 8%

Medizinaltechnik 35% 15% 10% 32%

Nahrungsmittel 34% 14% 13% 18%

Uhren 31% 26% 9% 12%

Holz 30% 7% 13% 4%

Metallerzeugnisse 30% 11% 16% 15%

Reparatur 26% 6% 18% 21%

STATUSBERICHT HERUNTERLADEN

Der vollständige Statusbericht der Schweizer

Kreislaufwirtschaft 2024 kann auf der Website

der Konjunkturforschungsstelle KOF heruntergeladen

werden: https://kof.ethz.ch/

Fahrzeuge 19% 15% 26% 14%

Bau 23% 5% 12% 7%

Persönliche DL 48% 36% 8% 1%

Telekommunikation 38% 13% 42% 26%

Grosshandel 36% 6% 15% 24%

Informationstechnologie 32% 8% 6% 24%

Gastgewerbe 23% 11% 7% 13%

Verkehr/Logistik 23% 6% 7% 11%

Immobilien / Vermietung 22% 3% 11% 10%

Banken/Versicherungen 21% 7% 2% 13%

CIRCULARITY CHECK: WO STEHT IHR

UNTERNEHMEN BEI DER UMSETZUNG

DER KREISLAUFWIRTSCHAFT?

Der Circularity Check ist ein kostenloses

Online-Tool, das von der Berner Fachhochschule

und der KOF Konjunkturforschungsstelle der

ETH Zürich entwickelt wurde. Das Tool ist bewusst

niederschwellig gestaltet und soll Unternehmen

den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft

bzw. deren Ausbau erleichtern:

Detailhandel 20% 8% 13% 15%

Nicht-techn. Unternehmens-DL 20% 2% 5% 15%

Techn. Unternehmens-DL und F+E 20% 5% 2% 14%

Medien 13% 13% 0% 13%

https://circularitycheck.ch

IMMOBILIA / Dezember 2025 41


BAU & HAUS

KREISLAUFWOHNHAUS

GEBAUT WIE EIN

HOCHREGALLAGER

In Zürich Oerlikon haben Graser Troxler

Architekten ein Wohnhaus realisiert,

das auf zwei Parzellen steht und unterschiedlichen

Ansprüchen gerecht wird.

Das Haus ist so gebaut, dass es sich

sortenrein zurückbauen lässt. 2023

wurde es mit dem Schweizer Stahlund

Metallbaupreis «Prix Acier» ausgezeichnet,

2025 mit der Anerkennung

für gute Bauten der Stadt Zürich.

TEXT—YVONNE LEMMER*

BILD : GAUCH & SCHWARTZ

Blick in die Innenräume

nach

Fertig stellung

VON DER WINTERGARTEN-

IDEE ZUM ERSATZNEUBAU

Wo seit 2021 das neue Kreislaufwohnhaus

steht, war früher ein klassisches Doppeleinfamilienhaus

zu finden. Einer der

beiden Eigentümer plante, an seinen Gebäudeteil

einen Wintergarten anzubauen

und gelangte zwecks Näherbaurecht an den

Eigentümer der anderen Haushälfte. Zur

gleichen Zeit entstand im Quartier ein interessanter

Neubau, der die Aufmerksamkeit

beider Eigentümer auf sich zog. Anstatt

sich weiter über das Näherbaurecht für den

Wintergarten zu unterhalten, kontaktierten

die beiden Eigentümer die Architekten

des in der Nähe entstandenen Neubaus.

«Um das Potenzial der beiden Parzellen mit

insgesamt 690 qm Grundstücksfläche aufzuzeigen,

schlugen wir den Eigentümern

eine architektonische Machbarkeitsstudie

vor», sagt Beda Troxler von Graser Troxler

Architekten in Zürich.

Die Studie brachte zwei Optionen hervor:

Entweder pflegt und saniert jede Partei

den Bestand ihrer fast 100-jährigen Doppelhaushälfte.

Oder die beiden Eigentümer

spannen zusammen, bauen gemeinsam auf

ihren zwei Parzellen etwas Neues und erzielen

damit eine vierfache Ausnutzung.

«Alles dazwischen hätte viel Geld gekostet,

ohne einen grossen Mehrwert zu bieten»,

erklärt der Architekt. Die vierfache

Ausnutzung überzeugte die Eigentümer,

sie entschieden sich für den Ersatzneubau.

GEWAGTE AUSGANGSLAGE

Rechtlich gesehen handelt es sich beim

neu gebauten Kreislaufwohnhaus um separate

Gebäude, die auf zwei Parzellen

stehen. Eine Voraussetzung war, dass

DER ERSATZNEUBAU

ERMÖGLICHTE

EINE VIERFACHE

AUSNUTZUNG.

beide Haushälften über gleich viel Wohnfläche

verfügen. Wo in einem Gebäudeteil

der Lift verbaut wurde, kompensierte

man im anderen Teil an Wohnfläche. Etwa

40 Dienstbarkeiten regeln heute die Nutzung

von Eingang, Tiefgarage etc. zwischen

den Parteien.

Stahlträger gliedern die Wohnräume.

BILD: GAUCH & SCHWARTZ

Während eine Partei im Quartier verwurzelt

ist und mit der erweiterten Familie

in der einen Gebäudehälfte wohnen wollte,

hatte der zweite Eigentümer andere Pläne:

Seine Haushälfte sollte in möglichst viele

kleine Mietwohnungen aufgeteilt werden

– ohne Anspruch auf Eigennutzung. Der

Neubau verfügt über zwei längliche Gebäudeflügel.

Der eine Flügel enthält drei

von Familienmitgliedern selbst bewohnte

Einheiten plus zwei Mietwohnungen;

im anderen Gebäudeteil sind acht kleinere

Mietwohnungen untergebracht, die der

Eigentümer selbst verwaltet. «Den Neubau

gemeinsam zu realisieren, war eine

Herausforderung und sicherlich auch ein

Wagnis für die Eigentümer wie auch für uns

Architekten», sagt Beda Troxler.

BAULICHE HERAUS­

FORDERUNGEN

In enger Zusammenarbeit mit Büeler

Fischli Bauingenieure planten die Architekten

das statische Konzept. Aufgrund

42

IMMOBILIA / Dezember 2025


10

Fassadenseitig sind die Stahlträger mit Holzbalken

ausgestattet. BILD: GRASER TROXLER ARCHITEKTEN

Das Mehrfamilienhaus steht auf zwei Parzellen, beide Gebäudehälften

verfügen über andere Innenleben. BILD: PHILIP HECKHAUSEN

enger Platzverhältnisse vor Ort mussten

die Bauschritte möglichst effizient erfolgen.

So wurde nicht geschossweise,

sondern gewerksweise gebaut, was eine

schnelle Ausführung ermöglichte. Gestartet

hat der Baumeister mit dem Betonieren

von Untergeschoss, Tiefgarage und

Brandmauer. Die 30 cm dicke Brandmauer

(Feuerwiderstand von 180 Min.) trennt

die beiden Gebäudehälften voneinander ab.

Brandmauer und Tiefgarage sind auch die

einzigen Elemente am Bau, die aus Beton

und folglich nicht wiederverwendbar sind.

«45% der grauen Energie des Hauses stecken

im betonierten Untergeschoss und in

der Brandmauer», erklärt der Architekt.

Im Anschluss an die Baumeisterarbeiten

erfolgte der Aufbau der Stahlträger, die

der Stahlbauer zuvor in seinem Werk vorbereitet

hatte. In nur zwei Mal zwei Wochen

und mit lediglich drei Arbeitern vor

Ort wurde der Stahlbau aufgerichtet – ganz

ohne Gerüst, nur mithilfe eines Krans. «Ein

äusserst effizienter Ablauf, der sich auch

positiv im Preis niederschlägt», sagt Beda

Troxler. Man bezahle quasi ein «Hochregallager».

Zum Schluss übernahm der Holzbauer

die Baustelle.

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IMMOBILIA / Dezember 2025 43


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Verwaltungen brauchen sich lediglich um den Grundausbau zu

kümmern. Mieter:innen und Nutzer:innen bestellen die Ladestation

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BAU & HAUS

KREISLAUFWOHNHAUS

Vorgefertigte Raumelemente mit Stahlbauteilen

und Holoridblechdecken

BILD: GRASER TROXLER ARCHITEKTEN

KREISLAUF GEDANKE

Die aus Recyclingstahl gefertigten

Stahlträger des Gerüsts, das wie ein

Hochregal konzipiert ist, lassen sich dank

Schrauben- und Bolzen-Verbindungen

unbeschadet rückbauen. Die Kammern

der Stahlbauteile wurden mit Holzbalken

ausgerüstet, um schonende Holz-Holz-

Verbindungen zu ermöglichen. Alle Innenwände

sind nicht tragende Elemente. Dies

erlaubt ohne grossen Aufwand zukünftige

Änderungen der Raumkonfiguration.

Die Fassade ist demontierbar, ohne dass

die Grundstruktur tangiert wird. «Wo wir

den Kreislaufgedanken leider nicht durchziehen

konnten, ist bei den Decken», sagt

Beda Troxler. Die Decken bestehen aus Holoridblech

und 7 bis 12 cm Beton. Bei einem

Rückbau des Gebäudes müssten sie herausgeschnitten

werden und wären danach

nicht mehr wiederverwendbar. Immerhin

konnten die Architekten den Betoneinsatz

minimieren: Normalerweise sind Betondecken

25 cm dick.

2023 wurde das Haus mit dem Prix Acier

des Stahlbau Zentrums Schweiz ausgezeichnet.

Die Laudatio betonte den Kreislaufgedanken:

«Eigenschaften, die für die

Kreislaufwirtschaft notwendig sind, wurden

hier exemplarisch umgesetzt. Der

räumliche Aufbau des Hauses ist so konzipiert

und technisch umgesetzt, dass die

einzelnen Elemente der Konstruktion demontiert

und wiederverwendet werden

können. So kann das Haus auch problemlos

wechselnden Bedürfnissen angepasst

oder wieder rückgebaut werden.»

STAHL ALS BAUSTOFF

Gewagt war nicht nur die Ausgangslage,

sondern auch der Einsatz von Stahl. «Ohne

die Offenheit beider Parteien hätten wir

MIT DEM STAHLBAU

WOLLTEN WIR

KONVENTIONEN

HINTERFRAGEN.

BEDA TROXLER

Stahl nicht als Baustoff und Gestaltungselement

einsetzen können», erklärt der Architekt.

Stahl sei immer noch ein Exot und

habe einen schlechten Ruf – die Brandthematik

schrecke viele ab. Stahl brauche

behandelnde Massnahmen wie Brandschutzanstriche,

damit er die Brandschutzbestimmungen

erfülle und im Wohnbau

eingesetzt werden könne. «Wir wollten mit

Brandmauer, Liftschacht, Treppenhaus und

Tiefgarage sind aus Beton. BILD: GAUCH & SCHWARTZ

dem Stahlbau auch Konventionen hinterfragen

und zur Diskussion anregen», sagt

Beda Troxler. Als Gestaltungselement sei

der Baustoff aber unglaublich interessant.

Durch den Einsatz von Stahl konnte beispielsweise

16 cm Raumhöhe gewonnen

werden. Die Stahlträger im Innern verleihen

dem Gebäude Charakter und machen

sichtbar, wie es konstruiert ist.

WEITERE INFOS

Architektur: Graser Troxler Architekten, Zürich

Bauingenieure: Büeler Fischli Bauingenieure

Bauherrschaft: privat

Standort: Herbstweg, Zürich Oerlikon

Bauzeit: Sommer 2019 bis Winter 2021

*YVONNE

LEMMER

ist Chefredaktorin der Zeitschrift

Immobilia.

IMMOBILIA / Dezember 2025 45


BAU & HAUS

DIGITALISIERUNG IM GEBÄUDEBESTAND

MIT GEBÄUDE -

AUTO MATION

ENERGIE SPAREN

Der Schweizer Gebäudebestand ist ein

zentraler Hebel für die Erreichung der

Energieziele. Mit einem jährlichen Energieverbrauch

von rund 90 TWh – das

entspricht ca. 40% des nationalen Endenergiebedarfs

– steht die Immobilienbranche

unter starkem Modernisierungsdruck.

Um die Energie strategie-

Ziele 2050 zu erreichen, muss der Verbrauch

laut BFE auf 65 TWh sinken.

TEXT—JÜRG HERZOG*

Die Strategie «Gebäudepark 2050» des BFE gibt klare Ziele vor: In der Schweiz muss bis 2050 die Energieeffizienz jedes Gebäudes messbar und

transparent sein. Bereits im Jahr 2030 soll die energetische Betriebsoptimierung für alle Gebäude verpflichtend werden. BILD: ZVG

GEBÄUDEAUTOMATION

UNTERSTÜTZT UMWELTZIELE

ESG-Vorgaben, behördliche Pläne

zur Dekarbonisierung sowie wachsende

Anforderungen an Komfort und Wirtschaftlichkeit

erfordern neue Konzepte,

insbesondere für bestehende Bauten. Umso

wichtiger ist es, die Betriebsleistungen

durch intelligente Systeme zu optimieren.

Am Markt sind entsprechende Plattformlösungen

verfügbar, mit denen Gebäude bedarfsgerecht

geregelt und vernetzt werden

können. Gebäudeautomation unterstützt

die Umweltziele und verlängert den Lebenszyklus

von Immobilien deutlich, was

natürlich sehr positive Auswirkungen auf

die Wirtschaftlichkeit hat

POLITISCHE IMPULSE, REGULA­

TORISCHE ANFORDERUNGEN

Die Strategie «Gebäudepark 2050» des

Bundesamts für Energie (BFE gibt klare

Ziele vor: Bis 2030 soll die energetische

Betriebsoptimierung für alle Gebäude

verpflichtend werden. Bis 2050 muss die

Energieeffizienz jedes Gebäudes messbar

und transparent sein. Internationale

Standards wie SNBS, LEED, DGNB/SGNI

oder WELL bieten dabei verlässliche Orientierungspunkte

für eine nachhaltige Sanierung.

Die bekannten Effizienzklassen

A/B/C und die Norm ISO 52120 dienen als

Referenz für die Effizienzbewertung von

Gebäudeautomationssystemen und erleichtern

die systematische Integration in

bestehende Nachhaltigkeitsstrategien.

MIT DIGITALISIERUNG DEN

GEBÄUDEBESTAND ZUKUNFTS­

FÄHIG MACHEN

Durch Digitalisierung sorgt moderne

Gebäudeautomation (GA) für die präzise,

bedarfsgerechte Regelung von Klima,

Licht und Beschattung – automatisch und

energieeffizient. Die GA bildet damit die

Grundlage für einen nachhaltigen und wirtschaftlichen

Betrieb im Neubau wie auch

im Bestand. Besonders wirkungsvoll wird

Automation, wenn Systeme kontinuierlich

Daten erfassen, analysieren und daraus automatisch

Optimierungen ableiten. So lassen

sich Energieflüsse sichtbar machen

und Betriebsprozesse anpassen, je nach

Nutzung, Tageszeit oder Belegung. Studien

belegen Einsparungen von bis zu 40%.

Gleichzeitig verbessern sich Sicherheit,

Raumklima und Nutzerkomfort deutlich.

Im Gebäudebestand liegt ein enormes,

oft unterschätztes Potenzial: Viele ältere

Liegenschaften sind kaum oder gar nicht

automatisiert, obwohl der Energieverbrauch

dort besonders hoch ist. Modulare

Automationssysteme schaffen die Voraussetzungen

für eine schrittweise Nachrüstung,

ohne tiefgreifende bauliche Eingriffe.

INTELLIGENTE VERNETZUNG

SCHAFFT FLEXIBILITÄT

Bestehende und neue Gebäudekomponenten

können mittels offener Plattformen,

wie etwa Building X aus dem

Siemens-Xcelerator-Portfolio, zu einem

ganzheitlichen, datenbasierten System

verbunden werden. Sie schaffen die Grundlage

für Transparenz, Skalierbarkeit und

datengetriebene Optimierung über den

gesamten Lebenszyklus. Standardisierte

Schnittstellen wie BACnet Secure Connect

– das derzeit einzige standardisierte Cybersicherheitsprotokoll

für die Gebäudeautomation

– sowie IP-basierte Netzwerke

46

IMMOBILIA / Dezember 2025


32

sichern langfristige Kompatibilität und ermöglichen

die sichere Integration neuer

Funktionen.

IoT-basierte Sensoren und Algorithmen

machen Energieflüsse nicht nur sichtbar,

sondern erlauben auch prädiktive Wartung.

Das senkt ungeplante Ausfallzeiten,

verlängert die Lebensdauer technischer

Anlagen und verbessert die Verfügbarkeit

– ein entscheidender Vorteil im wirtschaftlichen

Betrieb älterer Gebäude.

NUTZERKOMFORT UND

GESUNDHEIT VERBESSERN

Auch in Bestandsgebäuden rückt das

Wohlbefinden der Nutzer zunehmend

in den Fokus. Automatisierte Systeme

schaffen ein gesundes Raumklima durch

adaptive Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit

und Frischluftzufuhr. Digitale

Sensoren erfassen kontinuierlich Werte

wie CO2-Konzentration oder Feinstaubbelastung

und ermöglichen eine optimale

Luftqualität. Dies steigert den Komfort

und wirkt sich messbar auf Gesundheit,

Produktivität und Zufriedenheit der Gebäudenutzenden

aus.

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND

LEBENSZYKLUSBETRACHTUNG

Die Gebäudemodernisierung erfordert

eine vorausschauende Investitionsplanung.

Dabei sollten nicht nur die

Anschaffungskosten, sondern auch die Lebenszykluskosten

berücksichtigt werden

– von Betrieb und Wartung über Umbau

bis hin zum Rückbau. Moderne Gebäudeautomation

amortisiert sich häufig bereits

Das Wohlbefinden der Gebäudenutzer rückt zunehmend in den Fokus. Automatisierte Systeme,

die mit IoT-Sensoren und Algorithmen ausgestattet sind, schaffen ein gesundes Raumklima

durch adaptive Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Frischluftzufuhr. BILD: ZVG

nach wenigen Jahren – durch geringere

Energiekosten, optimierte Wartungsprozesse

und die Vorteile vorausschauender

Instandhaltung. Zusätzlich verbessert sie

die ESG-Bilanz, steigert den Immobilienwert

und erhöht die Attraktivität für Investoren

und Mietende. Zudem unterstützen

zahlreiche Förderprogramme gezielt energetische

Modernisierungsmassnahmen.

MODULARE UMSETZUNG

Für bestehende Bauten eignet sich ein

modularer Modernisierungsansatz besonders

gut. Häufig beginnt die Automatisierung

mit zentralen HLK-Gewerken

(Heizung, Lüftung, Klima) und dem Aufbau

eines digitalen Energiemonitorings.

Aufbauend darauf lassen sich weitere

Funktionen wie Beleuchtung, Beschattung

oder Luftqualitätsmanagement schrittweise

integrieren. Diese etappenweise

Vorgehensweise ermöglicht eine effiziente

Investitionsplanung, reduziert Risiken

und schafft Raum für betriebliche Lernprozesse,

insbesondere bei komplexen

oder heterogenen Bestandsstrukturen.

Zudem lassen sich bestehende Systeme

häufig in die neue Architektur einbinden,

was Ressourcen schont und Kosten spart.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die

technologischen Lösungen für energieeffiziente

Immobilien sind etabliert und praxiserprobt.

Die systematische Integration

von Gebäudeautomationssystemen ist ein

wesentlicher Baustein für die Umsetzung

der Schweizer Energie- und Klimaziele.

*JÜRG HERZOG

Der Autor ist Country Head

Smart Infrastructure bei

Siemens Schweiz AG.

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Ich bin Reinigerin

und sorge für Sauberkeit

und Ordnung.

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IMMOBILIA / Dezember 2025 47


PUBLIREPORTAGE

DECKENTRÄGER UND STÜTZEN

AUS ALTEN SCHIENEN

Nachhaltigkeit bedeutet für SBB Immobilien, bei allen Arealentwicklungen

ökonomische, ökologische und soziale Aspekte gleichermassen

zu berücksichtigen. Der Kreislaufwirtschaft – also dem

Wiederverwenden von Bauteilen – kommt dabei immer grösseres

Gewicht zu.

Beatrice Bichsel,

Leiterin SBB Immobilien

Kreislaufwirtschaft ist heute

in vielen Bereichen selbstverständlich.

Wir sammeln Altglas

und -papier, weil uns klar

ist: Wertstoffe zu vernichten,

statt sie erneut zu nutzen, wäre

eine Verschwendung. In anderen

Bereichen hat sich Kreislaufwirtschaft

aber noch nicht

durchgesetzt. Zum Beispiel in

der Baubranche. «Kreislaufwirtschaft

steckt im Hochbau

noch in den Kinderschuhen»,

weiss Beatrice Bichsel, Leiterin

von SBB Immobilien. «Die

Produktionsprozesse der Bauwirtschaft

sind nicht auf die

Verwendung schon einmal

verbauter Materialien ausgerichtet.»

Weil an der Kreislaufwirtschaft

aber langfristig

kein Weg vorbei führe, brauche

es Pioniere, die Knowhow

erarbeiten und neue Prozesse

entwickeln. «Wir wollen dieses

Knowhow aufbauen und

mit der Branche weiterentwickeln», sagt Beatrice Bichsel. «Wir

wollen mit starken Partnern – den Standortgemeinden, Planern

und Bauunternehmen – lernen, ausprobieren und Erfahrungen

sammeln, um tragfähige Lösungen für die Kreislaufwirtschaft

der Zukunft zu schaffen.»

SBB Immobilien verwandelt Flächen, die der Bahnbetrieb nicht

mehr benötigt, zu «Arealen der Zukunft»; gegenwärtig verfolgt das

Unternehmen rund 150 Anlageprojekte in der ganzen Schweiz.

Warum wird dabei Kreislaufwirtschaft immer wichtiger? «Wir

sind der grösste Dienstleister im Bereich nachhaltige Mobilität»,

so Beatrice Bichsel. «Nachhaltigkeit ist daher ein wichtiger Teil

unserer Identität.» Die SBB verfolgt ambitionierte Absenkpfade

hinsichtlich des CO2-Ausstosses, und da sei zum Beispiel die

graue Energie, die im Material steckt, ein wichtiger Hebel.

Das Konzept der Kreislaufwirtschaft schlägt sich bei der SBB an

zahlreichen Stellen nieder: Alter Schotter wird aufbereitet und

wiederverwendet, bis 2030 soll die Kreislaufquote des Schotters

eindrückliche 50 Prozent betragen. An vielen Bahnhöfen können

Reisende die Wertstoffe Papier, PET und Aluminium getrennt

entsorgen. «Zudem bereiten wir auch altes Mobiliar auf und verwenden

es erneut in unseren Büros», liefert Beatrice Bichsel ein

weiteres Beispiel. Und jetzt setzt die SBB also auch beim Hochbau

auf Kreislaufwirtschaft. «Am Anfang jedes Projekts steht

heute die Frage: Was brauchen wir wirklich? Was ist genug?»,

sagt Beatrice Bichsel. «Durch reduzierte Anforderungen und Bedarfe,

einen intelligenteren Materialeinsatz sowie die Verwendung

nachhaltiger und wiederverwendeter Materialien reduzieren

wir Ressourcen- und Energieverbrauch.»

Geprüft wird auch, ob aufbereitetes Material eingesetzt werden

kann. Ein Vorzeigeprojekt ist in dieser Hinsicht das Gebäude X

auf dem Areal Werkstadt in Zürich. Dort werden zwölf Kilometer

gebrauchte Eisenbahnschienen für die Grundkonstruktion des

Gebäudes genutzt, auch gebrauchte Fenster aus ausgemusterten

Eisenbahnwaggons kommen zum Einsatz. «Wichtig ist die Wiederverwendung

vor allem bei materialintensiven Bauteilen», wie

Beatrice Bichsel sagt.

Die SBB besitzt mit über 77 Millionen Tonnen Material eine der

grössten Materialbanken der Schweiz. Gegenwärtig wird dafür

ein Inventar aufgebaut, das die Kreislaufwirtschaft deutlich

vereinfachen kann. Doch die Herausforderungen bleiben gross:

Wiederverwendung führt gegenüber einem Neubauprojekt zu

Mehrkosten für die Bauteilsuche, Eignungsprüfung, Planung,

Lagerung und den Einbau wiederverwendeter Materialien. «Zudem

sind viele Behörden noch nicht mit solchen Projekten vertraut»,

weiss Beatrice Bichsel. Sie spüre aber, dass das Konzept

überall grundsätzlich auf Wohlwollen stosse – «weil allen klar

ist: Kreislaufwirtschaft wird immer wichtiger.» Und je stärker

grosse Akteure wie SBB Immobilien Kompetenzen bezüglich

Kreislaufwirtschaft entwickeln, desto eher wird diese auch im

Hochbau zur Selbstverständlichkeit.

SBB AG

Immobilien

Trüsselstrasse 2

3000 Bern 65

www.sbb.ch

48

1 IMMOBILIA / Dezember 2025


Trauen Sie keiner Bodenheizung

über 35 Jahren!

Beschweren sich Bewohner über kalte Böden, trotz Bodenheizung? Verwalten oder besitzen

Sie Liegenschaften mit Bodenheizungen, die seit über 35 Jahren in Betrieb sind? Dann

wird Sie dieser Artikel interessieren.

KÖNNEN BODENHEIZUNGEN ALTERN?

Von 1970 bis in die Neunzigerjahre verwendete

man simple Plastikrohre für Bodenheizungen.

Diese Rohre altern. Das

führt zu Versprödungen und Verschlammungen

– oder sogar zu Leckagen. In

jedem Fall aber nimmt die Heizleistung

immer mehr ab. Das Problem ist seit langem

bekannt, und während vieler Jahre

war ein Komplettersatz der Bodenheizung

der einzige Weg.

OHNE BAUSTELLE SANIEREN

Seit 1999 saniert die Naef GROUP in der

ganzen Schweiz Bodenheizungen mit

dem HAT-System, einer Innovation des

Schweizer Ingenieurs Werner Näf. Eine

Sanierung mit dem HAT-System ist rund

zehnmal schneller als ein Totalersatz –

und die Bewohner können während der

gesamten Sanierungsphase in ihren vier

Wänden wohnen bleiben.

SANIERUNG NÖTIG UND MACHBAR?

Sind die Rohre bereits zu stark versprödet,

lassen sie sich auch mit dem HAT-

System nicht mehr retten. Eine Analyse

der Bodenheizung lässt aber eine verlässliche

Aussage über die Machbarkeit

und Notwendigkeit einer Sanierung zu.

Dabei werden sämtliche Komponenten

der Bodenheizung miteinbezogen, und

die Ergebnisse anhand von normierten

SWKI-Richtlinien ausgewertet.

SO WIRD SANIERT

Als Erstes werden die Rohre mit Druckluft

getrocknet. Dann erfolgt die Innenreinigung

durch einen schonenden und chemiefreien

Feinschliff. Schlammrückstände

und Verkrustungen werden entfernt.

Nun werden die Rohre von innen mit einem

eigens entwickelten Material nahtlos

beschichtet. Dadurch entsteht ein neues

Rohr im Rohr. Funktionalität und Haltbarkeit

einer Bodenheizung verlängern sich

für die nächste Generation.

WIE STEHT ES UM DIE GARANTIE?

Wir bieten eine 10-jährige Garantie mit

dem Original HAT-System, weil es das

einzige Rohrinnensanierungsverfahren

ist, das Kunststoff-Bodenheizungen gemäss

DIN-Norm 4726 sauerstoffdicht

macht und so die Alterung stoppt. Darüber

hinaus werden auch gleich alle anderen

wesentlichen Komponenten der

Bodenheizung gewartet oder ersetzt.

10-jährige Garantie unterstrichen.

AUF KEINEN FALL SPÜLEN!

Seit vielen Jahren werden von diversen

Anbietern auch Spülungen und Reinigungsverfahren

angeboten. Es ist wichtig

zu wissen, dass damit das eigentliche

Problem – die Versprödung des Rohrmaterials

– nicht behoben wird. Mit dem

HAT-System wird eine Bodenheizung hingegen

tatsächlich saniert und in einen

neuwertigen Zustand versetzt.

Warten Sie nicht zu lange und vermeiden Sie solche Baustellen!

JETZT ZUSTANDSANALYSE BUCHEN

Die Zustandsanalyse wird von einem

Spezialisten der Naef GROUP bei Ihnen

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(Jubiläumspreis | inkl. MwSt.) durchgeführt.

Die Analyse umfasst eine aktuelle

Zustandserfassung und Wasseranalyse

nach geltenden Richtlinien und eine Beratung

über weitere Schritte.

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IMMOBILIENBERUF

FACHAUSWEIS IMMOBILIENBEWERTUNG

BEWERTUNG IST

PRÄZISIONSARBEIT:

IM JANUAR STARTET

DER LEHRGANG!

Ein realistischer Verkehrswert ist für den

erfolgreichen Marktauftritt einer Immobilie

essenziell. Als Entscheidungs grund lage für

Investitions-, Verkaufs- oder Bestands -

entscheide nimmt die Immobilien bewertung

deshalb eine wichtige Rolle ein. Wer sorgfältig

bewertet, schafft die Voraussetzungen,

dass Kapital richtig eingesetzt und Erträge

erzielt werden können.

TEXT—RAFFAEL WEHRLI*

BILD: PHUSHUTTER, STOCK.ADOBE.COM

Die Bewertung von

Immobilien ist

zeitintensiv, aber

unverzichtbar.

Es braucht mehr

Fachleute, die sich

auf die Bewertung

spezialisieren.

DIE AUSBILDUNG BEI DER

SVIT SCHOOL AG

Sie haben bereits Erfahrung in

der Immobilienbranche und

wollen sich im Bereich der

Bewertung spezialisieren?

Dann hat die SVIT School AG

mit dem Vorbereitungslehrgang

FA Immobilien bewertung die

ideale Ausbildung für Sie. Dank

der Verbandsnähe und erfahrener

Dozierenden aus der Immobilienbranche

ermöglicht die

SVIT School AG einen hohen

Praxisbezug im Unterricht und

stellt sicher, dass die Ausbildung

den Anforderungen der Immobilienbranche

entspricht.

Nächster Start des

Vorbereitungs lehrgangs

FA Immobilienbewertung bei

der SVIT School AG ist für

Januar 2026 geplant, mit Durchführungen

an den Standorten in

Bern und Zürich (Greencity).

MARKTKENNTNIS

UND ANALYSE­

KOMPETENZ

Der Verkehrswert einer

Immobilie wird von zahlreichen

Faktoren bestimmt und

ist dementsprechend dynamisch.

Relevante Faktoren

sind etwa die Verkehrsanbindung,

Instandhaltungs- und

Sanierungskosten, baurechtliche

Einschränkungen, Zonenordnungen,

Einkaufsmöglichkeiten

– und natürlich ist auch

die Lage stets ein zentrales

Element einer Bewertung.

Ebenso entscheidend ist die

bauliche Substanz, das Baujahr

und der Modernisierungsstand.

Diesbezüglich stellen

sich verschiedene Fragen: Wie

oft kommen vergleichbare

Objekte auf den Markt? Entspricht

das Objekt noch den

aktuell geltenden rechtlichen

Anforderungen? All dies sind

wesentliche Faktoren, die in

eine Bewertung einfliessen.

Eine fundierte Bewertung

umfasst daher sowohl Objektund

Ausstattungsmerkmale als

auch die energetische Effizienz

und die Einbettung in die

Umgebung. Ebenso stellt sich

die Frage, ob das Objekt den

zeitlichen Anforderungen noch

entspricht. All diese und weitere

Punkte müssen zusammengetragen

werden, um eine

verlässliche Berechnung erstellen

und eine aussagekräftige

Bewertung machen zu

können.

VIELFÄLTIGE EINSATZ­

GEBIETE

Immobilienbewertung ist

nicht auf den Privatmarkt beschränkt.

Institutionelle Akteure

wie Investoren, Banken,

Pensionskassen und Versicherungen

sind ebenso auf präzise

Bewertungen angewiesen. Nur

wenn der tatsächliche Wert

einer Immobilie bekannt ist,

kann diese in einem Portfolio

richtig eingestuft werden, sei

dies im privaten Bereich oder

in einem Anlagefonds. Fachpersonen

der Immobilienbewertung

sind daher in den

unterschiedlichsten Organisationen

tätig: so zum Beispiel

bei spezialisierten Bewertungsunternehmen,

Banken,

Versicherungen oder bei öffentlichen

Verwaltungen. Für

Absolventinnen und Absolventen

dieses Lehrgangs eröffnet

sich damit ein vielfältiges Tätigkeitsgebiet

mit abwechslungsreichen

Aufgaben.

DER FACHAUSWEIS

Kandidierende für den eidgenössischen

Fachausweis

Immobilienbewertung absolvieren

eine umfassende Ausbildung,

bei der sie unter anderem

in Recht, baulichen Kenntnissen,

Bewertungs methoden, Finanzmathematik,

DCF, BWL

und VWL geschult werden. Anschliessend

an den Lehrgang

folgt die eidgenössische Prüfung,

an der das erlangte Wissen

sowohl schriftlich als auch

mündlich abgefragt wird. Organisiert

und durchgeführt wird

die eidgenössische Prüfung von

der Schweizerischen Fachprüfungskommission

Immobilienwirtschaft,

die auch die

Lernziele und die Zulassungsbedingungen

zur Prüfung vorgibt

– dazu gehören unter

anderem drei Jahre hauptberufliche

Praxiserfahrung in der

Immobilienbranche.

Ausführliche Informationen

und die Anmeldemöglichkeit

finden Sie unter: svit-school.ch.

Bei Fragen steht Ihnen das Team

der SVIT School AG im Greencity

gerne beratend zur Seite.

SUBJEKTFINANZIERUNG

DES BUNDES

Unser Vorbereitungslehrgang

befindet sich auf der

Bundesliste für vorbereitende

Kurse mit eidgenössischer

Prüfung. Das ermöglicht es unseren

Kursteilnehmenden,

nach der Prüfungsteilnahme

und Erfüllung weiterer durch

den Bund definierten Bedingungen

einen Beitrag von 50%

auf die Kurskosten beim Bund

zu beantragen.

*RAFFAEL

WEHRLI

Der Autor ist

Lehrgangskoordinator

bei der

SVIT School AG.

50

IMMOBILIA / Dezember 2025


IMMOBILIENBERUF

KUB-LUNCHGESPRÄCH

LÖSUNGEN FÜR

DIE MOBILITÄT DER

ZUKUNFT

Die Zeiten, als pro Wohnung 1,5 oder mehr

Parkplätze erstellt wurden, sind vorbei – vor

allem im urbanen Raum. Gesetzliche Vorgaben

verlangen heute oft geringere Zahlen.

Zudem haben sich die Bedürfnisse vieler Bewohner

geändert. Am 86. Lunchgespräch

der Kammer unabhängiger Bauherrenberater

(KUB) stellte Arjan Vlaskamp von Allride

moderne Mobilitätskonzepte mit Sharing-

Angeboten für Autos, Cargo- und E-Bikes vor.

TEXT—RETO WESTERMANN*

Allride-Chef Arjan Vlaskamp sprach über Mobilitätskonzepte. BILD: ZVG

VERZICHT AUFS

ZWEIT- UND DRITTAUTO

Gebäude sind zwar immobil,

trotzdem spielt die Mobilität bei

Bauprojekten – vor allem im

städtischen Raum – heute eine

wichtige Rolle. Denn neuer

Wohnraum oder zusätzliche

Arbeitsplätze lösen einerseits

immer auch Verkehr aus. Andererseits

benötigen die Fahrzeuge

der Bewohner- und

Nutzerschaft – allen voran die

Autos – teuer zu erstellende Parkierungsflächen.

Vor allem für

grössere Bauprojekte kommen

deshalb heute Mobilitätskonzepte

zur Anwendung, die meist

das Ziel verfolgen, die Anzahl

der Autofahrten und den Platzbedarf

für die Parkierung möglichst

klein zu halten. Ein oft

genutzter Ansatz sind Konzepte,

bei denen die Nutzerinnen und

Nutzer der Gebäude möglichst

auf eigene Autos verzichten und

stattdessen Sharing-Angebote

nutzen. Diese umfassen nicht

nur Autos, sondern meist auch

Lastenfahrräder oder E-Bikes.

Einer der Anbieter in diesem

Bereich – im Fachjargon Mobility

as a Service (MaaS) genannt –

ist Allride, die Mobilitätsplattform

der AMAG-Gruppe.

Allride-Chef Arjan Vlaskamp

begründete am 86. Lunchgespräch

der KUB, warum ausgerechnet

ein Autoimporteur

Velos vermietet, welche Anforderungen

an die Mobilität bei

heutigen Bauprojekten gestellt

werden, welche Vorteile Sharing-Angebote

haben und wohin

die Zukunft führen könnte – etwa

bei der Integration von Sharing-Elektrofahrzeugen

als

Speicher für die Energieversorgung

von Arealen.

MOBILITÄT SOLL

BEQUEM SEIN

«Die Zahl der Neuzulassungen

hat in den letzten Jahren

j eweils etwas abgenommen»,

klärte Vlaskamp den scheinbaren

Widerspruch von Autoimporteur

und Velovermieter auf.

Der Trend gehe dahin, zugunsten

von Sharing-Fahrzeugen

zumindest aufs Zweit- oder

Drittauto zu verzichten. «Deshalb

will die AMAG-Gruppe

rechtzeitig neue Geschäftsfelder

erschliessen und dazu gehört

auch das Anbieten von

Mobilitätsdienstleistungen.»

Elektroautos, Cargo-Bikes oder

E-Bikes vermietet Allride etwa

auf dem Papieri-Areal in Cham

oder in der Genossenschaftssiedlung

«Mehr als Wohnen» in

Winterthur. Mit solchen Angeboten

im Auftrag der Arealbesitzer

hilft Allride bei der

Erreichung lokaler Klimaziele,

dem Erfüllen von Zertifikatsvorgaben

oder der effizienten

Nutzung der aufgrund von Vorschriften

sinkenden Anzahl

Parkplätze – so erlaubt die Stadt

Bern bei neuen Wohnbauten etwa

nur noch 0,2 Parkplätze pro

Wohnung. Doch auch die Präferenzen

der Bewohnerschaft

spielen eine Rolle: «Viele wünschen

sich eine möglichst bequeme

Mobilität, bei der sie

sich um nichts kümmern müssen

– also etwa keinen Autokauf,

keinen Service oder keine

Versicherung», sagte Vlaskamp.

Für die Bauherrschaften hätten

gescheite Mobilitätskonzepte

aber ebenfalls Vorteile: «Durch

die geringere Parkplatzzahl

kann unter Umständen mehr

teurer vermietbare Fläche geschaffen

werden.»

MOBILITÄTSKONZEPTE

FRÜH PLANEN

Der Mehrwert von Mobilitätskonzepten

war eines der

Themen, über die am KUB-Anlass

anschliessend in kleinen

Gruppen diskutiert wurde. Die

Gespräche an den vier Whiteboards,

aber auch danach im

Plenum zeigten: Die Mobilität

beeinflusst die Entwicklung und

Planung von Immobilienprojekten

auf diversen Ebenen. So etwa

bei der Ausrichtung auf die

angepeilten Zielgruppen, der

Wirtschaftlichkeit, der Einhaltung

baurechtlicher Vorgaben

oder dem Energiemanagement

– sei es für die Nutzung von

Solarstrom oder bei der Einbindung

von Fahrzeugen als

Energiespeicher. Letzteres wurde

in den Diskussionen eher kritisch

betrachtet, weil sich hier

unter Umständen die rege Nutzung

der Fahrzeuge und deren

Verfügbarkeit zur Speicherung

von Solarstrom in die Quere

kommen könnten. Herausforderungen

sahen die Bauherrenberaterinnen

und -berater auch

beim Übergang vom Bau zum

Betrieb: «Vieles von dem, was in

EINE GERINGERE

PARKPLATZZAHL

SCHAFFT UNTER

UMSTÄNDEN

PLATZ FÜR

MEHR TEURER

VERMIETBARE

FLÄCHE.

ARJAN VLASKAMP

der Projektierung für die Mobilitätskonzepte

detailliert

erarbeitet wird, geht bei der

Übernahme durch den Arealbetreiber

gerne verloren», fasste

einer der Anwesenden die Problematik

zusammen. Nicht

zuletzt deshalb sollte gemäss

Allride-Chef Arjan Vlaskamp

der Mobilitäts-Anbieter frühzeitig

ausgewählt werden. Ebenso

wichtig sei es, die benötigten

Flächen für die Mobilitätsangebote

früh festzulegen. «Erfahrungsgemäss

geschieht das

eher zu spät und führt dann zu

Kompromisslösungen – deshalb

sollten Sie als Bauherrenberaterinnen

und -berater hier ein

Auge darauf haben», brachte es

Vlaskamp auf den Punkt.

NÄCHSTE TERMINE

KUB-Lunchgespräche 2026:

8. April / 3. Juni / 17. November

Ort und Zeit: Hercules Club, Rennweg

55, Zürich, 11.15–14.00 Uhr

Details/Anmeldung: www.kub.ch

* RETO

WESTERMANN

Der Autor ist Journalist

BR, dipl. Arch.

ETH, Mit inhaber der

Alpha Media AG und

Kommunikationsbeauftragter

der KUB.

IMMOBILIA / Dezember 2025 51


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IMMOBILIENBERUF

MAKLER-CONVENTION 2025

MITTENDRIN

STATT NUR DABEI:

DIE ZUKUNFT IST JETZT

Die Immobilienvermarktung wird laufend

komplexer. Wie gelingt es, die grossen

Herausforderungen zu meistern – und

zugleich die sich bietenden Chancen zu

erkennen und zu nutzen? Die Makler-

Convention 2025 gab Antworten darauf.

TEXT—RUEDI TANNER*

Mario Facchinetti,

Unternehmer und

Leiter des Studiengangs

Real Estate

Management HWZ

Major Digital & AI,

analysierte die

Treiber im Immobilienmarkt

im

Hinblick auf den

voranschreitenden

Einsatz von KI.

BILDER: ALESSANDRO DELLA BELLA

Die Panelteilnehmenden blickten gemeinsam in

die Zukunft der Immobilienvermarktung.

Matthias Holzhey, Immobilienökonom, UBS Chief Investment

Office, und Christine Eugster, Partnerin bei Wüest Partner.

Nach Referaten und Panelgespräch

wurde rege weiter diskutiert.

AKTUELLE

DYNAMIKEN

«The Future is now! – Chancen

erkennen, Herausforderungen

meistern, Zukunft

gestalten»: Der Titel der diesjährigen

Makler-Convention

der Schweizerischen Maklerkammer

SMK in Zürich nahm

die aktuellen Dynamiken in der

Immobilienvermarktung auf.

Gemeinsam mit der Referentin

Christine Eugster, Partnerin

bei Wüest Partner, und den

Referenten Matthias Holzhey,

Immobilienökonom, UBS

Chief Investment Office, und

Mario Facchinetti, Unternehmer

und Leiter des Studiengangs

Real Estate Management

HWZ Major Digital & AI,

wurden die Treiber im Immobilienmarkt

analysiert. Im

Vordergrund standen dabei

Zinsentwicklung, Finanzierungsvorgaben,

geringe Bautätigkeit

und digitale Disruption

gerade auch durch die voranschreitende

Etablierung von

künstlicher Intelligenz. Im

Panel nahmen Roman Timm,

CEO von newhome.ch, Milos

Nedic, Key Account Manager

von Immo Sparrow, Corina

Bühler, Inhaberin von Immoraum,

und Michael Racle, Inhaber

und CEO von visualista.ch,

die Inputs aus den Referaten

auf und blickten in die Zukunft

der Immobilienvermarktung.

QUALITÄT UND

STRATEGIE

Die Impulse der Expertinnen

und Experten bestätigten

das Kernanliegen der SMK:

Erfolg ist kein Zufall, sondern

das Resultat von Qualität und

Strategie. Das Bewusstsein,

dass die Zusammenarbeit mit

einer professionellen Maklerin,

einem professionellen Makler

zielführend ist, steigt mit den

Herausforderungen im Markt.

Denn entscheidend für den

Immobilienverkauf, der die

Verkäuferschaft und die Käuferschaft

zufriedenstellt, sind

die persönliche Beratung und

die fachliche Expertise von

Qualitäts-Maklerinnen und

-Maklern – von der Bautechnik,

der Immobilienbewertung und

-finanzierung bis zu umfassendem

rechtlichem Wissen, Marketing-

und Werbekenntnissen

sowie Versicherungsfragen. Beratung

und Expertise schaffen

Vertrauen und Sicherheit.

*RUEDI TANNER

Der Autor ist Präsident

der Schweizerischen

Maklerkammer

SMK und Mitinhaber

der Wirz Tanner Immobilien

AG in Bern.

IMMOBILIA / Dezember 2025 53


DENKE GLOBAL, INVESTIERE LOKAL.

Die Schweizer Immobilienmesse für Investoren

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Immobilienbranche in

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Podiumsdiskussionen alles

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Entwicklungen im Bereich

der direkten und indirekten

Immobilienanlagen

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IMMOBILIENBERUF

AUS- UND WEITERBILDUNG

SEMINARE UND

WEITERBILDUNGEN

SCHOOL

Informationen zu

allen Angeboten:

www.svit-school.ch

HÖHERE FACHPRÜFUNG

IMMOBILIENTREUHAND

JAN 2026 – JUL 2027

AUSBILDUNGSZIEL

Wer in der Immobilienbranche eine Führungsposition

übernehmen möchte oder

sich selbstständig machen will, wählt die

Ausbildung Immobilientreuhand. Dieser

Lehrgang vermittelt breites Fachwissen

und vielfältige Kompetenzen – von Personalführung

über Marketing bis hin zum

Portfoliomanagement.

INHALT

Der umfassende Lehrgang fokussiert

auf fünf Bereiche und vermittelt Führungsqualitäten,

wirtschaftliche Fähigkeiten,

Marketing-Know-how sowie Wissen in

den Bereichen Bewertung, Vermarktung,

Bewirtschaftung und Treuhand.

ZIELPUBLIKUM

Immobilienfachleute mit einem eidg. Fachausweis,

die ihre Karriere Richtung Führung

oder Selbstständigkeit ausbauen möchten

ORT / DATUM

Bern, Luzern, Zürich

Die genauen Durchführungsorte, Daten und

Zeiten finden Sie auf www.svit-school.ch.

KOSTEN (INKL. MWST)

14 200 CHF (SVIT-Mitglieder)

15 100 CHF (übrige Teilnehmende)

SEMINAR

SMART BUILDING –

KI IN DER BEWIRT­

SCHAFTUNG UND

VERMARKTUNG VON

IMMOBILIEN

19. FEBRUAR 2026

INHALT

Künstliche Intelligenz verändert den Alltag

und bietet grosse Chancen in der Verwaltung

und Vermarktung von Immobilien. In

diesem Seminar wird aufgezeigt, wie KIgestützte

Anwendungen interne Abläufe

optimieren und gezielt im Arbeitsalltag

eingesetzt werden können. Dies wird anhand

praxisnaher Beispiele verdeutlicht.

ZIELPUBLIKUM

Fachpersonen aus der Bewirtschaftung und

Vermarktung von Immobilien

REFERENT

Prof. Dr. Andrea González,

Leiterin Kompetenzgruppe Smart Building

Management, ZHAW

ORT / DATUM

Renaissance Zurich Tower Hotel

Turbinenstrasse 20, 8005 Zürich

19. Februar 2026, 09.00–17.00 Uhr

KOSTEN (INKL. MWST)

783 CHF (SVIT-Mitglieder)

972 CHF (übrige Teilnehmende)

inkl. Seminarunterlagen, Pausengetränke

und Stehlunch/Mittagessen

SEMINAR

MIETZINSINKASSO

04. JUNI 2026

INHALT

Die rechtlichen Grundlagen aus dem OR

und SchKG werden aufgefrischt, mit Fokus

auf Zahlungsverzug des Mietzinses, das

Betreibungsverfahren, das Retentionsverfahren

und die Ausweisung von Mietparteien.

Anhand von konkreten Fällen

werden Lösungen skizziert und diskutiert.

ZIELPUBLIKUM

Fachpersonen aus der Immobilienwirtschaft

REFERENT

Oliver Pfitzenmayer, Stadtammann,

Betreibungsamt Winterthur-Stadt,

Dozent SVIT School

ORT / DATUM

Holiday Inn Zürich Messe,

Wallisellenstrasse 48, 8050 Zürich

04. Juni 2026, 09.00–17.15 Uhr

KOSTEN (INKL. MWST)

783 CHF (SVIT-Mitglieder)

972 CHF (übrige Teilnehmende)

inkl. Seminarunterlagen, Pausengetränke

und Stehlunch/Mittagessen

Anmeldung über

www.svit-school.ch oder

per E-Mail an school@svit.ch

AN- BZW. ABMELDEKONDITIONEN FÜR ALLE SEMINARE (OHNE INTENSIVSEMINARE)

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Die Anmeldungen werden in chronologischer Reihenfolge berücksichtigt.

Kostenfolge bei Abmeldung: Eine Annullierung (nur schriftlich) ist bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos möglich,

bis 7 Tage vorher wird die Hälfte der Teilnahmegebühr erhoben. Bei Absagen danach wird die volle Gebühr fällig.

Ersatzteilnehmer werden ohne zusätzliche Kosten akzeptiert.

Programmänderungen aus dringendem Anlass behält sich der Veranstalter vor.

SVIT School AG, Maneggstrasse 17, 8041 Zürich, Tel. 044 434 78 98

IMMOBILIA / Dezember 2025 55


IMMOBILIENBERUF

AUS- UND WEITERBILDUNG

BERUFSBILDUNGS -

ANGEBOTE DES SVIT

DIE ASSISTENZ- UND SACHBEARBEITERKURSE –

ANGEPASST AN ARBEITS- UND BILDUNGSMARKT

Die Assistenzkurse und der Sachbearbeiterkurs bilden einen festen Bestandteil des Ausbildungsangebotes

innerhalb der verschiedenen Regionen des Schweizerischen Verbandes

der Immobilienwirtschaft (SVIT). Die Assistenzkurse können in beliebiger Reihenfolge

besucht werden und berechtigen nach bestandener Prüfung zum Tragen des Titels

«Assistent/in SVIT». Zur Erlangung des Titels «Sachbearbeiter/in SVIT» sind die Assistenzkurse

in vorgegebener Kombination zu absolvieren. Als Alternative kann das Zertifikat

in Immobilienbewirtschaftung direkt mit dem Kurs in Sachbearbeitung erlangt

werden. Die Kurse richten sich insbesondere an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger

und dienen auch zur Erlangung von Zusatzkompetenzen von Immobilienfachleuten.

BILDUNGSANGEBOTE

SACHBEARBEITERKURSE

SACHBEARBEITER / IN

IMMO BILIEN-

BEWIRTSCHAFTUNG SVIT

SVIT AARGAU

10.03.2026 – 07.11.2026

Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr

Samstag, 08.00 – 14.10 Uhr

BSL Berufsschule, Lenzburg

SVIT BEIDER BASEL

11.02.2026 – 20.01.2027

Mittwoch, 08.15 – 16.45 Uhr

kv pro AG, Basel

SVIT BERN

09.09.2026 – 22.09.2027

Mittwoch, 16.15 – 20.30 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT GRAUBÜNDEN

09.01.2026 – 21.11.2026

Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr

Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr

HWS Graubünden, Chur

SVIT ZÜRICH

13.01.2026 – 20.10.2026

Dienstag, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

05.03.2026 – 10.12.2026

Donnerstag, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

18.08.2026 – 24.05.2027

Montag und Freitag

18.00 – 20.45 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

19.10.2026 – 23.08.2027

Montag, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

ASSISTENZKURSE

ASSISTENT / IN BEWIRT­

SCHAFTUNG MIET­

LIEGENSCHAFTEN SVIT

SVIT AARGAU

10.03.2026 – 20.10.2026

Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr

Samstag, 08.00 – 14.10 Uhr

BSL Berufsschule, Lenzburg

SVIT BEIDER BASEL

11.02.2026 – 14.10.2026

Mittwoch, 08.15 – 11.45 Uhr

kv pro AG, Basel

SVIT BERN

27.04.2026 – 23.09.2026

Montag, 18.00 – 20.30 Uhr

Samstag, 08.30 – 12.00 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT GRAUBÜNDEN

09.01.2026 – 09.05.2026

Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr

Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr

HWS Graubünden, Chur

SVIT SOLOTHURN

17.02.2026 – 02.07.2026

Dienstag und Donnerstag,

18.00 – 21.15 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Solothurn

SVIT ZENTRALSCHWEIZ

09.03.2026 – 06.07.2026

Montag und Mittwoch,

18.30 – 21.00 Uhr

Kasernenplatz 1, Luzern

SVIT ZÜRICH

04.03.2026 – 19.08.2026

Mittwoch, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

ASSISTENT / IN

IMMOBILIEN-

VERMARKTUNG SVIT

SVIT BERN

02.03.2026 – 15.06.2026

Montag, 17.45 – 21.00 Uhr

Samstag, 08.30 – 12.00 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT SOLOTHURN

06.10.2026 – 15.12.2026

Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr

Donnerstag, 18.00 – 21.15 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Solothurn

SVIT ZÜRICH

27.02.2026 – 10.07.2026

Freitag, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

ASSISTENT / IN BEWIRT­

SCHAFTUNG STOCK-

WERK EIGENTUM SVIT

SVIT AARGAU

26.09.2026 – 03.11.2026

Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr

Samstag, 08.00 – 11.35 Uhr

BSL Berufsschule, Lenzburg

SVIT BEIDER BASEL

21.10.2026 – 11.11.2026

Mittwoch, 08.15 – 16.45 Uhr

kv pro AG, Basel

SVIT BERN

23.04.2026 – 02.07.2026

Donnerstag, 18.00 – 20.30 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT SOLOTHURN

11.08.2026 – 01.10.2026

Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Solothurn

SVIT ZENTRALSCHWEIZ

05.01.2026 – 23.02.2026

Montag und Mittwoch,

18.30 – 21.00 Uhr

Kasernenplatz 1, Luzern

SVIT ZÜRICH

18.03.2026 – 17.07.2026

Mittwoch, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

ASSISTENT / IN

LIEGENSCHAFTS ­

BUCH HALTUNG SVIT

SVIT AARGAU

Modul 1: 05.05.2026 – 25.08.2026

Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr

Modul 2: 01.09.2026 – 07.11.2026

Dienstag, 18.00 – 20.35 Uhr

Samstag, 08.00 – 10.45 Uhr

BSL Berufsschule, Lenzburg

SVIT BEIDER BASEL

Modul 1: 25.11./09.12.2026

Mittwoch, 12.45 – 16.00 Uhr

Modul 1: 18.11./02.12.2026

Mittwoch, 08.30 – 16.00 Uhr

Modul 2: 06.01./20.01.2026

Mittwoch, 12.45 – 16.00 Uhr

Modul 2: 16.12.2026/13.01.2027

Mittwoch, 08.30 – 16.00 Uhr

kv pro AG, Basel

SVIT BERN

Modul 1: 24.02.2026 – 28.04.2026

Dienstag, 17.30 – 20.00 Uhr

Modul 2: 05.05.2026 – 30.06.2026

Dienstag, 17.30 – 20.00 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT GRAUBÜNDEN

21.08.2026 – 26.09.2026

Freitag, 17.30 – 20.45 Uhr

Samstag, 08.30 – 11.45 Uhr

HWS Graubünden, Chur

SVIT SOLOTHURN

Modul 1: 13.10.2026 – 17.11.2026

Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr

Modul 2: 24.11.2026 – 19.01.2027

Dienstag, 18.00 – 21.15 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Solothurn

SVIT ZÜRICH

07.05.2026 – 29.10.2026

Donnerstag, 18.00 – 20.45 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

SVIT ZENTRALSCHWEIZ

Modul 1: 19.08.2026 – 16.09.2026

Modul 2: 12.10.2026 – 11.11.2026

Montag und Mittwoch,

18.30 – 21.00 Uhr

Kasernenplatz 1, Luzern

ASSISTENT / IN

IMMOBILIEN­

BEWERTUNG SVIT

SVIT BERN

13.10.2026 – 10.12.2026

Dienstag und Donnerstag,

17.45 – 21.00 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Bern

SVIT SOLOTHURN

21.04.2026 – 25.06.2026

Dienstag und Donnerstag,

18.00 – 21.15 Uhr

Feusi Bildungszentrum, Solothurn

SVIT ZÜRICH

21.08.2026 – 04.12.2026

Freitag, 09.00 – 15.30 Uhr

SVIT Zürich, Zürich-Oerlikon

COURS EN SUISSE

ROMANDE

COURS

D’INTRODUCTION À

L’ÉCONOMIE

IMMOBILIÈRE

3 × par an : début du cours en février

et en août à Lausanne et en

novembre à Genève

CERTIFICAT EN

COURTAGE IMMOBILIER

1 × par an : début du cours en

novembre, Lausanne

CERTIFICAT EN GESTION

TECHNIQUE DU

BÂTIMENT

1 × par an : début du cours en août,

Lausanne

CERTIFICAT DE SPÉCIA­

LISTE EN LOCATION

1 × par an : début du cours en mars,

Lausanne

CERTIFICAT DE SPÉCIA­

LISTE EN COMPTABILITÉ

IMMOBILIÈRE

1 × par an : début du cours en août,

Lausanne

OBJECTIF NET ZÉRO

1 × par an : début du cours en août,

Lausanne

FINANCEMENT

IMMOBILIER

1 × par an : début du cours en mars,

Lausanne

56

IMMOBILIA / Dezember 2025


HÖHERE AUSBILDUNGEN

LEHRGANG

BEWIRTSCHAFTUNG FA

Jährlicher Start im Januar in den

Regionen Basel, Bern, Ostschweiz,

Luzern, Zürich und im November in

Lausanne sowie alle zwei Jahre in

Graubünden und im Tessin

Dauer: 12 – 13 Monate

Informationen zu

allen Angeboten:

www.svit-school.ch

SCHOOL

SVIT School AG

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

Tel. 044 434 78 98

school@svit.ch

LEHRGANG

BEWERTUNG FA

Jährlicher Start im Januar in Bern,

Zürich und alle zwei Jahre im

November in Lausanne

Dauer: 18 Monate

REGIONALE LEHR­

GANGSLEITUNGEN IN

DEN SVIT-MITGLIEDER­

ORGANISATIONEN

LEHRGANG

VERMARKTUNG FA

Jährlicher Start im August

in Bern und Zürich

Dauer: 15 Monate

LEHRGANG

ENTWICKLUNG FA

Durchführung jährlich in Zürich und

alle zwei Jahre ab Mai in Lausanne

Dauer: 18 – 19 Monate

LEHRGANG IMMOBILIEN­

TREUHAND HFP

Jährlicher Start im Januar / Februar

in Bern, Luzern und Zürich und alle

zwei Jahre im März in Lausanne

Dauer: 18 – 19 Monate

STOCKWERKEIGENTUM-

SPEZIALIST / IN SVIT

Jährlicher Start im Mai in Bern und im

September in Zürich

Dauer: 9 Monate

CAS IMMOBILIEN-

BUCHHALTUNG

Jährlicher Beginn im Frühjahr an

der Hochschule für Wirtschaft Zürich

(www.fh-hwz.ch)

BACHELOR OF ARTS

IMMOBILIENWIRT­

SCHAFT/REAL ESTATE

Weitere Informationen finden Sie

unter www.steinbeis-cres.de

MASTER OF ADVANCED

STUDIES IN REAL

ESTATE MANAGEMENT

Weitere Informationen finden Sie

unter www.fh-hwz.ch

BILDUNGSINSTITUTIONEN

SVIT SCHOOL

BILDUNGSZENTRUM

Die SVIT School koordiniert alle

Ausbildungen für den Verband.

Dazu gehören die Assistenzkurse,

der Sachbearbeiterkurs, Lehrgänge

für Fachausweise und in Immobilientreuhand.

Weitere Informationen:

www.svit-school.ch

DEUTSCHSCHWEIZ

SVIT School

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

T 044 434 78 98

school@svit.ch

WESTSCHWEIZ

(Cours et examens en français)

SVIT School SA, Avenue Rumine 13,

1005 Lausanne; T 021 331 20 90

hello@svit-school.ch

TESSIN

(corsi ed esami in italiano)

Segretariato SVIT Ticino

Karin Meiners

Via Carvina 3, 6807 Taverne

T 091 921 10 73

school-ticino@svit.ch

HWZ HOCHSCHULE FÜR

WIRTSCHAFT ZÜRICH

SEKRETARIAT

Lagerstrasse 5, Postfach,

8021 Zürich; + 41 43 322 26 00

sekretariat@fh-hwz.ch

OKGT ORGANISATION

KAUF MÄNNISCHE

GRUNDBILDUNG

TREUHAND / IMMOBILIEN

Branchenkunde Treuhand- und Immobilientreuhand

für KV-Lernende

GESCHÄFTSSTELLE

Josefstrasse 53, 8005 Zürich

T 043 333 36 65; F 043 333 36 67

info@okgt.ch, www.okgt.ch

Die regionalen Lehrgangsleitungen

beantworten gerne Ihre Anfragen zu

Assistenzkursen, zum Sachbearbeiterkurs

und zum Lehrgang Immobilienbewirtschaftung.

Für Fragen zu

den Lehrgängen in Immobilienbewertung,

-entwicklung, -vermarktung

und zum Lehrgang Immobilientreuhand

wenden Sie sich an die

SVIT School.

REGION AARGAU

Zuständig für Interessenten

aus dem Kanton AG sowie

angrenzenden Fachschulund

Prüfungsregionen:

SVIT-Ausbildungsregion Aargau

SVIT Aargau, Fabienne Lüthi

Bahnhofstrasse 55, 5001 Aarau

T 062 836 20 82; F 062 836 20 81

info@svit-aargau.ch

REGION BASEL

Zuständig für die Interessenten aus

den Kantonen BS, BL, dem nach

Basel orientierten Teil des Kantons

SO, Fricktal:

SVIT School c/o SVIT beider Basel

Aeschenvorstadt 55, 4051 Basel

T 061 283 24 80

svit-basel@svit.ch

REGION BERN

Zuständig für Interessenten aus den

Kantonen BE, dem Bern orientierten

Teil SO, den deutschsprachigen Gebieten

VS und FR:

Feusi Bildungszentrum

Max-Daetwyler-Platz 1, 3014 Bern

T 031 537 36 36; F 031 537 37 38

weiterbildung@feusi.ch

REGION OSTSCHWEIZ

SVIT School

c/o Cornel Eisenring

Tobler Immobilien Treuhand AG,

Thundorferstr. 3, 8500 Frauenfeld

T 052 728 00 90

cornel.eisenring@svit-ost.ch

REGION GRAUBÜNDEN

Regionale Lehrgangsleitung:

Marc Berger

SVIT Graubünden

Bahnhofstrasse 8, 7001 Chur

T 081 257 00 05; F 081 257 00 01

svit-graubuenden@svit.ch

REGION ROMANDIE

Lehrgänge in französischer

Sprache: SVIT School SA

Avenue Rumine 13, 1005 Lausanne

T 021 331 20 90

hello@svit-school.ch

REGION SOLOTHURN

Zuständig für Interessenten aus

dem Kanton SO,

Solothurn orientierter Teil BE

Feusi Bildungszentrum

Sandmattstr. 1, 4500 Solothurn

T 032 544 54 54; F 032 544 54 55

solothurn@feusi.ch

REGIONE TICINO

Regionale Lehrgangsleitung /

Direzione regionale dei corsi:

Segretariato SVIT Ticino

Karin Meiners

Carvina 3, 6807 Taverne

T 091 921 10 73

school-ticino@svit.ch

REGION

ZENTRALSCHWEIZ

Zuständig für die Interessenten aus

den Kantonen LU, NW, OW, SZ

(ohne March und Höfe), UR, ZG

Regionale Lehrgangsleitung:

Nathalia Hofer

Kasernenplatz 1, 6003 Luzern

T 041 508 20 19

nathalia.hofer@svit.ch

svit-zentralschweiz@svit.ch

REGION ZÜRICH

Zuständig für Interessenten aus

den Kantonen GL, SH, SZ

(nur March und Höfe) sowie ZH:

SVIT School

c/o SVIT Zürich

Siewerdtstrasse 8, 8050 Zürich

T 044 200 37 80

svit-zuerich@svit.ch

IMMOBILIA / Dezember 2025 57


Entdecken Sie

das beste Wasser!

BWT präsentiert modernste Wassertechnik

an der Swissbau

Egal ob für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, Industriegebäude

oder Spitäler – von Enthärtung über Filtration bis Umkehrosmose:

BWT ist der kompetente Partner für die Sanitär- und

Baubranche und präsentiert ihre neuesten Produkte und Lösungen

an der Swissbau – inkl. kostenlosem Eintritt.

Perfektes Wasser für Zuhause, Gewerbe und Industrie

BWT bietet Lösungen für die unterschiedlichsten Anforderungen.

Für Privathaushalte stehen Enthärtungsanlagen auf Basis

des bewährten Ionenaustauschverfahrens bereit, für Grossgebäude

sorgt die iR-Technologie für eine Wasserersparnis von

bis zu 40 Prozent. Ergänzt werden diese Systeme durch Filtrations-

und Umkehrosmose-Anlagen, Heizungswasserlösungen

sowie spezielle Rein- und Reinstwasseranlagen für die Pharmaund

Biotech-Branche.

Genuss und Komfort mit den BWT Wasserspendern

Die BWT Wasserspender können in einem Büro, Spital, in der

Gastronomie, an einem Event oder auch zu Hause eingesetzt

werden. Ganz gleich, ob sie für 5 oder für 5000 Personen benötigt

werden – sie liefern Wasser direkt aus der Leitung und stellen

es je nach Wunsch gekühlt, still oder mit Kohlensäure bereit.

Wir freuen uns, Sie bald an der Swissbau begrüssen zu dürfen.

Unsere BWT

Neuheiten

live erleben!

Halle 1.1 Stand C41

20. – 23. Januar 2026

Gratis

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sichern!


VERBAND

WEITERBILDUNGSEVENT SVIT OSTSCHWEIZ

«IMMOMENT» 2025:

ENERGIE, ZEV UND KI

IM FOKUS

Die zweite Durchführung des «IMMOment»

am 19. November widmete sich auch in

diesem Jahr brandaktuellen Themen. Knapp

100 Teilnehmende aus der Immobilienbranche

nahmen am Weiterbildungsevent

des SVIT Ostschweiz in der Fachhochschule

St. Gallen teil. TEXT—MARKUS FÄSSLER*

Die Referenten und der SVIT-Ostschweiz-Vorstand (v. l.): Marcel Hug (CEO SVIT Schweiz), Marco Zahner (Energieagentur St. Gallen), Claudia Strässle

(Präsidentin SVIT Ostschweiz), Marco Derungs (Schmid Immobilien AG) und Thomas Mesmer (SVIT Ostschweiz). BILD: ZVG

ZUM ZWEITEN MAL

Im November 2024 feierte

der neue Weiterbildungsanlass

«IMMOment» des SVIT Ostschweiz

Premiere – 82 Personen

kamen. Über ein Jahr

später, am 19. November 2025,

fanden sich im Vortragsraum

am Campus St. Gallen der Ostschweizer

Fachhochschule gar

knapp 100 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer zur zweiten

Ausgabe ein. Auf die Immobilien-Profis

warteten mit «Energie

im Wandel – Chancen und

Herausforderungen für Immobilien»,

«Vertiefung ZEV – Anwendung

für den Praktiker»

und «Chatbot und KI – Neueste

Entwicklungen in der Branche

und im Branchenverband» drei

spannende Referate. Den Auftakt

machte allerdings das

Grusswort von Ines Grebenar

vom «IMMOment»-Sponsor

Swisscaution.

EIN GIGAWATT ZUBAU

PRO TAG

Einen Blick in die Zukunft

warf danach Marco Zahner,

Geschäftsleiter Energieagentur

St. Gallen. «Das globale

Energiesystem ändert sich aktuell

rasant. Die Welt wird

definitiv elektrisch», sagte er

und lieferte dazu gleich Zahlen.

2004 gab es weltweit einen

Photovoltaik-Zubau von jährlich

1 Gigawatt, 2024 sind es

täglich so viel. Die Schweiz befindet

sich derweil in einem

energiepolitischen Trilemma.

Sie will Versorgungssicherheit

sowie günstigen und im Hinblick

auf das Netto-Null-Ziel

2050 grünen Strom. Dieses

Trilemma lasse sich aber ohne

Kompromisse nicht auflösen,

so Zahner. Und so spielen auf

dem Weg in eine erneuerbare

Zukunft insbesondere Gebäude

eine Schlüsselrolle. Zumal die

Förderprogramme Investitionen

auch finanziell attraktiv

machen.

ZEV: ES GIBT VIEL

ZU BEACHTEN

Finanziell attraktiv kann

auch ein «Zusammenschluss

zum Eigenverbrauch» (ZEV)

sein. Beim ZEV produzieren

und verbrauchen mehrere

Parteien wie Stockwerkeigentümer

oder Mieterinnen und

Mieter gemeinsam Solarstrom

und profitieren dadurch von

sinkenden Stromkosten.

Marco Derungs, Leiter Immobilienmanagement

bei der

Schmid Immobilien AG mit

Sitz in Ebikon, zeigte anhand

von durchgeführten Projekten

auf, wie wichtig eine sorgfältige

Vorbereitung bei der ZEV-

Gründung ist. So müsse man

den ZEV-Dienstleister möglichst

früh festlegen. Denn:

«Ein ZEV ohne Dienstleister

ist wie ein Gebäude ohne Bewirtschaftung»,

sagte Derungs.

Ebenfalls wichtig: Darauf achten,

dass der PV-Berater kein

PV-Verkäufer ist.

KI ALS CHANCE FÜR

DIE BRANCHE

Bevor es für die Teilnehmenden

zum Apéro und Networking

ging, hielt SVIT-Schweiz-CEO

Marcel Hug das Schlussreferat.

Er widmete sich in einem äusserst

unterhaltsamen Referat

der künstlichen Intelligenz

(KI). «Ich bin nicht gerade ein

Digital Native. Sie fragen sich

nun sicher, weshalb genau ich

hier stehe», so Hug. Aber: Der

SVIT Schweiz sei ein typisches

KMU und mache als solches

in Sachen Digitalisierung und

KI so weit mit, wie es sinnvoll

sei. Chancen für die Branche

durch KI sieht Hug durchaus.

So lassen sich dank KI im Bereich

der Bewirtschaftung etwa

der digitale (Wieder-)Vermietungsprozess

vereinfachen oder

EIN ZEV OHNE

DIENSTLEISTER

IST WIE EIN

GEBÄUDE

OHNE BEWIRT-

SCHAFTUNG.

MARCO DERUNGS, LEITER

IMMOBILIENMANAGEMENT

SCHMID IMMOBILIEN AG

bei der Vermarktung Verbesserungsvorschläge

für Verkaufsdokumentationen

generieren.

Neben den Chancen sprach Hug

aber auch die Grenzen der

Technologie an: Dazu zählte er

etwa die Datenabhängigkeit,

den hohen Implementierungsaufwand

sowie ethische und

rechtliche Unsicherheiten.

*MARKUS

FÄSSLER

Der Autor ist Medienbeauftragter

des SVIT

Ostschweiz.

IMMOBILIA / Dezember 2025 59


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

Handläufe – Pflicht, Schutz und Mehrwert für jede Immobilie

Nachgerüsteter Handlauf bei einer Fluchttreppe

Normgerechte, wandseitige Handläufe für die optimale Sicherheit

Treppen gehören zu den meistgenutzten,

aber oft unterschätzten Bereichen eines

Gebäudes. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit,

eine schwere Tasche, nasse

Schuhe oder nachlassende Kraft in der

Hand – und schon kann ein Sturz gravierende

Folgen haben. Für Eigentümer, Verwaltungen

und Planer bedeutet das: Sicherheit

ist keine Kür, sondern Pflicht.

SICHERHEIT MIT SYSTEM

Normgerechte Handläufe sind ein zentrales

Element der Gebäudesicherheit. Sie

bieten Halt, Orientierung und Vertrauen

– insbesondere für ältere Menschen oder

Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Schweizer Normen (SIA 500 und SIA

358) definieren klare Anforderungen: Auf

Fluchttreppen und sogenannten notwendigen

Treppen sind beidseitige, durchgängige

Handläufe vorgeschrieben. Diese müssen

gut greifbar, visuell erkennbar und mit sicheren

Enden ausgeführt sein.

Gerade in Notsituationen, etwa bei Feuer,

wenn Lifte nicht benutzt werden dürfen,

können Handläufe Leben retten. Sie helfen,

Panik zu vermeiden, und ermöglichen auch

bei schlechter Sicht oder Rauchentwicklung

einen sicheren Halt.

HAFTUNG: VERANTWORTUNG MIT

KONSEQUENZEN

Neben der menschlichen Verantwortung

spielt auch die juristische eine grosse

Rolle. Fehlen Handläufe oder sind sie

mangelhaft ausgeführt, können Eigentümer,

Bauherren oder Betreiber im Schadensfall

haftbar gemacht werden. Die

Rechtsprechung legt zunehmend Wert darauf,

dass «zumutbare Sicherheitsmassnahmen»

umgesetzt werden. Wer hier

spart oder sich auf den Bestand verlässt,

riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch finanzielle

und reputative Folgen.

FACHGERECHTE AUSFÜHRUNG ZÄHLT

Ein Handlauf ist nur so sicher wie seine

Montage. Entscheidend sind Durchgängigkeit,

richtige Befestigung, normkonforme

Enden und eine ergonomische Greifbarkeit.

Genau hier setzen Fachbetriebe wie

Flexo-Handlauf GmbH an: Das Unternehmen

ist auf die Nachrüstung normgerechter

Handläufe spezialisiert – in bestehenden

Gebäuden ebenso wie im Neubau.

VORSORGE STATT NACHSORGE

In Wohnanlagen, Spitälern, Schulen oder

Hotels zeigt sich immer wieder: Nachgerüstete

Handläufe erhöhen nicht nur die

Sicherheit, sondern auch den wahrgenommenen

Wert einer Immobilie. Zudem lassen

sich viele Projekte ohne grossen Aufwand

realisieren – häufig innerhalb eines

Tages und ohne Einschränkungen für Bewohner

oder Nutzer.

Flexo-Handlauf bietet eine kostenlose Beratung

vor Ort, prüft die bauliche Situation

und erstellt eine individuelle Offerte. Dabei

stehen Normtreue, Wirtschaftlichkeit und

Ästhetik gleichermassen im Fokus.

FAZIT

Handläufe sind kein architektonisches Detail,

sondern ein wesentliches Sicherheitsund

Haftungselement jeder Immobilie. Sie

schützen Menschen, reduzieren Risiken

und signalisieren Verantwortungsbewusstsein.

Wer heute in normgerechte Handläufe

investiert, sorgt dafür, dass seine

Liegenschaft nicht nur sicher, sondern

auch zukunftsfähig bleibt.

Beidseitige Handläufe in einem Bürogebäude

Die Systeme bestehen aus robustem

Stahl oder Aluminium mit einer strapazierfähigen

Laminat-Ummantelung. Diese

Oberfläche ist nicht nur langlebig, sondern

auch angenehm warm im Griff und

in zahlreichen Dekoren erhältlich – von

klassischer Holzoptik bis zu modernem

Anthrazit. Damit lassen sich Handläufe

harmonisch ins architektonische Gesamtbild

integrieren, ohne den gestalterischen

Anspruch eines Gebäudes zu

beeinträchtigen.

WEITERE INFORMATIONEN:

Flexo-Handlauf GmbH

Hauptstrasse 70

8546 Islikon

Tel. 052 534 41 31

kontakt@flexo-handlauf.ch

www.flexo-handlauf. ch

60

IMMOBILIA / Dezember 2025


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

Industrieböden – robuste Beschichtungen für starke Belastungen

Ein Alsan InduFloor ist ideal für Lagerhallen mit hohen Belastungen.

Industrieböden haben je nach Einsatzbereich

verschiedene Anforderungen – sei

es im Keller, wo eine einfache Beschichtung

als Schutz genügt, oder in Lagerräumen,

wo der Boden hohen Belastungen

standhalten sollte. Mit Alsan InduFloor

steht für jede Anforderung der passende

Aufbau zur Verfügung.

FLEXIBILITÄT MIT ALSAN INDUFLOOR

Die Alsan InduFloor Systeme basieren

auf hochwertigen Flüssigkunststoffen, die

sich individuell an die jeweiligen Einsatzbedingungen

anpassen lassen. Ob Produktionshalle,

Lagerräume, Keller oder

auch Grossküchen – der flexible Systemaufbau

ermöglicht passende Lösungen für

jede Beanspruchung.

Dank der flüssigen Verarbeitung passt

sich der Belag nahtlos an jeden Untergrund

an und bildet eine fugenlose,

gleichmässige Oberfläche. Diese Eigenschaften

sorgen nicht nur für eine ansprechende

Optik, sondern auch für eine

besonders einfache Reinigung und Pflege

– ein entscheidender Vorteil in sensiblen

Bereichen wie der Lebensmittel- und

Pharmaindustrie.

QUALITÄT, DIE HÄLT

Industrieböden mit Alsan Flüssigkunststoffen

überzeugen durch ihre hohe mechanische

und chemische Beständigkeit. Sie sind

resistent gegenüber Belastungen durch

Staplerverkehr, Chemikalien, Öle oder Fette

und garantieren so eine lange Lebensdauer

selbst unter härtesten Einsatzbedingungen.

Die Oberflächen lassen sich zudem individuell

gestalten – von rutschfesten Ausführungen

für erhöhte Sicherheit bis zu geschlossenen,

porenfreien Systemen, die

eine maximale Hygiene gewährleisten.

Flüssige Verarbeitung, kurze Abtrocknungszeiten und wenn gewünscht rasch wieder

begehbar – Alsan InduFloor.

Hygienische, fugenlose Beschichtungen in Grossküchen sorgen für eine keimfreie

Umgebung und einen geringen Pflegeaufwand.

SCHNELL, SICHER UND VIELSEITIG

Ein weiterer Vorteil der Alsan Systeme liegt in

der schnellen Verarbeitung und Aushärtung.

Die Flächen sind in kürzester Zeit wieder begeh-

oder befahrbar, wodurch Stillstandzeiten

im Betrieb auf ein Minimum reduziert werden.

Auch optisch bieten Alsan InduFloor Böden

eine beeindruckende Vielfalt: Zahlreiche

Farbtöne und Oberflächenstrukturen

ermöglichen individuelle Gestaltungskonzepte,

die sowohl funktional als auch ästhetisch

überzeugen.

Farbliche Vielfalt ermöglicht die Bodenbeschichtung

in nahezu allen NCS/RAL

Farben zu erstellen.

Alsan InduFloor Bodenbeschichtungen

sind eine zukunftsorientierte Lösung für

diverse Einsatzorte – robust, langlebig,

hygienisch und flexibel anpassbar. Ob in

der Produktion, im Lager oder im technischen

Bereich: Sie erfüllen höchste Qualitätsstandards

und verbinden Funktionalität

mit moderner Ästhetik.

ALSAN INDUFLOOR – INDUSTRIEBÖDEN

AUF HÖCHSTEM NIVEAU.

WEITERE INFORMATIONEN:

SOPREMA AG

www.soprema.ch/liquids

liquids@soprema.ch

+41 56 418 59 30

IMMOBILIA / Dezember 2025 61


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

Kaldewei gibt Luxstainability ® eine Bühne

Eine Podiumsdiskussion in Zürich vermittelt

Impulse für die Branche: Im September

diskutierten im 25hours Hotel in

Zürich Expertinnen und Experten aus Architektur,

Design und Hotellerie über die

zukunftsweisende Verbindung von hochwertigem

Interieur, Luxus und ökologischer

Verantwortung.

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion stand

die Frage, wie sich nachhaltige Lösungen

in luxuriöse Räume integrieren lassen –

von innovativen Materialien über Kreislaufwirtschaft

bis hin zu neuen Technologien.

Moderiert wurde das Panel von Judit Solt,

Chefredaktorin von Tec 21. Zu den Teilnehmenden

gehörten Friederike Kluge, Architektin

und Gründungsmitglied von Countdown

2030, Daniel Schneider, Architekt und

Gründer von Monoplan, Stefan Diez, Designer,

Christian Büttner, Portfolio- und Innovationsverantwortlicher

bei Kaldewei, sowie

Christoph Hoffmann, Gründer der 25hours

Hotel Company.

«Wir müssen neue Bilder erzeugen, die zeigen,

dass Nachhaltigkeit der neue Chic

von morgen ist», betonte Architektin Friederike

Kluge. «Luxus ist umzudenken: von

Überfluss hin zu Handwerk und Sorgfalt.

Die Qualität zukunftsfähiger Räume ist der

Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer von links nach rechts: Judit Solt, Moderatorin,

Daniel Schneider, Stefan Diez, Christian Büttner, Friederike Kluge und Christoph Hoffmann

wahre Luxus». An genau dieses Verständnis

knüpft der Badhersteller Kaldewei mit dem

Konzept Luxstainability® an. Das Unternehmen

versteht darunter ein zukunftsweisendes

Modell, das zeigt, wie sich Luxus und

Nachhaltigkeit in Einklang bringen lassen:

eine gelebte Symbiose aus zeitlosem Design,

Langlebigkeit und verantwortungsvoller

Produktion.

Unter der Moderation von Judit Solt entwickelte

sich eine lebendige Diskussion über

die Zukunft nachhaltiger Bau- und Gestaltungskonzepte

im Spannungsfeld von Luxus,

Funktionalität und Verantwortung. Einen

praxisnahen Einstieg in das Thema

bot ein Pilotprojekt im 25hours Hotel Bikini

Berlin und damit auch die Brücke zum

Veranstaltungsort in Zürich. Erstmals hat

Kaldewei ausgediente Duschflächen und

Badewannen recycelt und erneut als vollwertige

Produkte verbaut – ein bislang einzigartiger

Ansatz im Objektgeschäft. «Das

Projekt im 25hours Hotel war für uns ein

Meilenstein», erklärte Christian Büttner von

Kaldewei. «Indem wir gebrauchte Produkte

aufbereiten und neu einsetzen, schaffen wir

langlebige Werte, mit Verantwortung für die

nachfolgenden Generationen.»

Kaldewei an der Swissbau 2026:

vom 20. – 24. Januar 2026 in Basel

am Stand A51 in der Trendwelt Bad,

Halle 1.2. www.kaldewei.ch

WEITERE INFORMATIONEN:

Kaldewei Schweiz GmbH

Rohrerstrasse 102

CH-5000 Aarau

Tel.: +41 62 205 21 00

info.schweiz@kaldewei.com

www.kaldewei.ch

Schweizer Präzision trifft digitale Innovation: Zutrittskontrolle für Profis

SECUSUISSE – IHR PARTNER FÜR GANZ-

HEITLICHE SICHERHEITSLÖSUNGEN

Als führender Schweizer Systemintegrator

schützt SecuSuisse Wohn- und Gewerbeliegenschaften

mit massgeschneiderten

Zutrittslösungen – von hochwertigen

mechanischen Schliessanlagen bis hin zu

modernster elektronischer Zutrittskontrolle

via Badge, Smartphone und Biometrie.

Unser Anspruch: Sicherheit, die den Alltag

vereinfacht und Mehrwert schafft.

ALLES AUS EINER HAND – VON DER VER-

SCHLUSSTECHNIK BIS ZUM DIGITALEN

SCHLÜSSEL

Ob elektronische Zutrittskontrollsysteme,

zertifizierte Fluchtwegtechnik oder komplette

Schliess- und Verschlusstechnik:

SecuSuisse liefert, installiert und betreut

die gesamte Tür- und Zutrittskette. Für

Immobilienverwaltungen digitalisieren wir

bestehende Schliessanlagen, bieten komfortable

Verwaltungslösungen inklusive digitaler

Schlüsselquittung und ermöglichen

die einfache Online-Nachbestellung von

Schlüsseln.

DIGITAL. INTEGRIERT. ZUKUNFTSFÄHIG.

Mobile Access, RFID und biometrische

Lösungen – wir verbinden moderne Zutrittssysteme

mit Drittsystemen und

Gebäudetechnik. So entsteht eine zentrale,

standortübergreifende Verwaltung mit

klar geregelten Berechtigungen. Unsere

Expertise reicht von Wohnüberbauungen

und Gewerbebauten bis hin zu Hotels,

KMU und kritischer Infrastruktur –

schweizweit, lokal verankert.

SERVICE, DER BERUHIGT

Mit massgeschneiderten Wartungsverträgen

und einer 7×24h-Intervention sichern

wir den zuverlässigen Betrieb Ihrer Anlagen.

Unsere Spezialisten begleiten Sie von

der ersten Planungsphase bis zur Umsetzung

– für Lösungen, die sicher, komfortabel

und wirtschaftlich sind.

WIE KANN IHRE IMMOBILIE

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Besuchen Sie uns auf

www.secusuisse.ch oder kontaktieren

Sie uns direkt unter +41 55 263 17 77

für eine unverbindliche Beratung.

WEITERE INFORMATIONEN:

SecuSuisse AG

Kapfstrasse 44

8608 Bubikon

info@secusuisse.ch

+41 55 263 17 77

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IMMOBILIA / Dezember 2025


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

Weniger ist mehr

KLUGE WAHL

Im Zuge eines über 15 Jahre dauernden

Projekts hat Nussbaum eine neue, bleifreie

Rotguss-Legierung entwickelt und patentiert.

Seit Sommer 2023 sind somit komplett

bleifreie Installationen möglich. «Die

Geschichte der Bleigrenzwerte ist eine Geschichte

der Absenkungen. Es ist sinnvoll,

schon heute vollständig bleifrei zu installieren»,

meint Patrik Zeiter. Der diplomierte

Materialwissenschaftler ist Leiter Grundlagenforschung

bei Nussbaum. Die Verwendung

von bleifreien Komponenten, ermögliche

eine Trinkwasserinstallation, die bei

einer späteren Verschärfung der Grenzwerte

weder nachgerüstet noch saniert werden

müsse. «Rotguss-Armaturen können rezykliert

werden und sind damit kreislauffähig

– ein starkes Argument für nachhaltiges

Bauen», sagt Patrik Zeiter.

Seit Sommer 2024 giesst Nussbaum ausschliesslich mit einer patentierten, bleifreien Rotguss-Legierung.

Mit den Produkten und Systemen von

Nussbaum kann schon heute vollständig

bleifrei installiert werden. Besonders vorteilhaft

für die Trinkwasserhygiene und

die Langlebigkeit der Installation ist eine

Kombination von bleifreien Fittings und

Armaturen mit Edelstahl.

UNTERTITEL

Dank umfassender Grundlagenforschung

weiss man heute, dass die Materialwahl

die Trinkwasserhygiene in zweifacher Hinsicht

beeinflussen kann: Erstens, indem bei

Kunststoff-Installationssystemen organische

Verbindungen in das Trinkwasser migrieren

und damit einen Nährboden für unerwünschte

Mikroorganismen bilden können.

Zweitens, indem ins Trinkwasser eingetragene

Fremdstoffe zum Problem werden.

Dies ist bei Blei der Fall. Die überarbeitete

EU-Trinkwasserrichtlinie sieht vor, dass der

Grenzwert für Blei von derzeit 10 µg/l bis

spätestens am 12. Januar 2036 auf 5 µg/l

Qualitätskontrolle der Rohling-Armaturen in Trimbach

gesenkt werden muss. Deutschland setzt

diese Vorgabe bereits ab 2028 um. Es ist

davon auszugehen, dass die Schweiz diesen

Wert ebenfalls übernehmen wird.

Die optimale Ergänzung für bleifreie Fittings

und Armaturen sind Edelstahlrohre, wie zum

Beispiel beim Optipress-System. Das Material

ist anorganisch, wodurch es Mikroorganismen

keinen Nährboden bietet. Ebenso

wenig enthält es problematische Verbindungen

wie PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen).

Wegen seiner hervorragenden

hygienischen Eigenschaften wird

Edelstahl seit vielen Jahren bei besonders

sensitiven Installationen – etwa in Spitälern

oder Alters- und Pflegeheimen bevorzugt

installiert. Doch auch im Privat- und Gewerbebereich

bietet es Vorteile. «Edelstahl ist

korrosionsbeständig und geschmacksneutral,

versprödet auch nach langer Zeit nicht

und ist formstabil. Das sind grosse Pluspunkte

für einen reibungslosen, sicheren

Betrieb ohne teure Wartungseinsätze», sagt

Patrik Zeiter. Zudem könne Edelstahl fast

zu 100 Prozent rezykliert und für ein neues

Projekt verwendet werden – ein grosser

Vorteil gegenüber Kunststoffrohren.

Seit Sommer 2024 sind sämtliche

Armaturen von Nussbaum vollständig

bleifrei. In die Entwicklung der

neuen, bleifreien Rotguss-Legierung

und die sukzessive Umrüstung der

hauseigenen Giesserei in Trimbach

SO investierte das Unternehmen

über 15 Jahre und einen beträchtlichen

Betrag.

www.nussbaum.ch/bleifrei

WEITERE INFORMATIONEN:

R. Nussbaum AG/SA

4601 Olten

Tel. 062 286 81 11

info@nussbaum.ch

www.nussbaum.ch

Optipress Edelstahlrohre bieten höchste Qualität und Hygiene dank unveränderlichen Materialei-genschaften.

IMMOBILIA / Dezember 2025 63


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

mySORBA - Digitale Power für die Baustelle

Bauprozesse einfach digitalisieren – genau

das zeigt SORBA EDV AG an der Swissbau.

Mit praxisnahen Tools für kleine und

mittelständische Unternehmen im Bau präsentieren

wir, wie Digitalisierung im Alltag

funktioniert.

Mehr Zeit für Ihre Baustellen. Mit diesem

Motto ist SORBA auch dieses Mal an der

Swissbau 2026 vertreten. Mit einer breiten

Palette an Modulen zeigt SORBA, wie

Digitalisierung auf dem Bau funktionieren

kann. Durchgängige Abläufe, von der

UNSERE MESSE-HIGHLIGHTS:

• Künstliche Intelligenz (KI): Entdecken

Sie den neuen SORBA KI-Chat, die

Sprachbedienung der Activity App sowie

automatische Textgenerierung.

• Digitaler Lieferschein: Schluss mit

Papier – Lieferungen werden digital

erfasst, dokumentiert, mit der Baustelle

verknüpft und verrechnet.

• SORBA Scanning: Leistungsverzeichnisse

digitalisieren und direkt weiterverarbeiten,

dank der intelligenten

Scanning-Lösung.

• Mobiler Tagesrapport: Vor Ort erfassen,

direkt übertragen. Exakte Erfassung

der Arbeitswege und -zeiten

durch Integration von Google Maps -

ganz ohne Zusatzaufwand.

• Activity Workflows: Erleben Sie die

Möglichkeiten des Activity. Nützliche

Workflows und Automatisierungen,

die Ihnen den Alltag vereinfachen,

wie automatische Mahnungen oder

digitaler Lohnabrechnungsversand.

WAS ERWARTET SIE BEI UNS AM STAND?

• Live-Demos

• Persönliche Beratung

• Praxisbeispiele aus dem Baualltag

• Inspiration für mehr Effizienz im

Bauwesen

FÜR WEN IST DAS SPANNEND?

Für Bauleiter, Poliere, Projektleiter, Unternehmer

und alle, die ihren Betrieb digital

weiterbringen wollen – ganz ohne komplizierte

IT.

Besuchen Sie uns in Halle 1.1, Stand

A04 – oder vereinbaren Sie jetzt einen

Gesprächstermin mit unserem Team.

Offerte mit NPK, Kalkulation, mobiler Rapportierung,

bis hin zur vollständigen Buchhaltung

bietet SORBA eine modulare Lösung,

die sich nach den Bedürfnissen der

Baubranche richtet.

WEITERE INFORMATIONEN:

SORBA EDV AG

Schochengasse 6,

9000 St. Gallen

071 224 00 00

www.sorba.ch/sb26

Verwaltungsratspräsident SIREA

Baurechtsgeber hat im grafischen Beispiel

Boden =

Anspruch auf 1/3 des Nettoertrages, da sein

1/3

Anteil am Gesamtinvestment (Gebäude und

Boden) 1/3 beträgt. Gebäude =

2/3

noch andere Baurechtsmodelle wie das

Zürcher Baurechtsmodell und Umsatzmodelle

z.B. bei Parkhäusern. Als Fazit ist

festzuhalten, dass die Situation und die

Immobile vorgeben, welches Baurechtsmodell

zur Anwendung gelangen soll. Für

interessierte Teilnehmer, die einen fundierten

Einblick über die Einsatzmöglichkeiten

von Baurechten und die verschiedenen

Vertragsmodelle erhalten möchten, gibt

es bei SIREA regelmässig den Kurs «Baurechtsverträge

– Analyse und Synthese».

Dr. iur. Christian Schuster

Master of Science in Real Estate (CUREM)

Immobilienbewerter CAS

Verwaltungsratspräsident SIREA

Stv. Leiter Immobilien Basel-Stadt

Leiter Rechtsdienst&Baurechte

Baurechtsverträge nach ZGB: Boden als

Produktionsfaktor ist seit jeher immer

knapp gewesen und dies führt dazu, dass

in Zentrumslagen und deren Agglomeration

zunehmend Land im Baurecht abgegeben

wird. Dabei wird das Baurecht als

Mittel für Gemeinwesen gewählt, um erwünschte

Ansiedlungen und Nutzungen

zu realisieren. Idealerweise ist dasselbe

Gemeinwesen auch Träger der Nutzungsplanung

und zudem für die Erschliessung

und Versorgung der im Baurecht abgegebenen

Areale zuständig. Auch private

Investoren wählen das Baurecht aus

anderen Gründen, wie einer enkelfähigen

Bodenrente und der Risikominimierung.

Aus diesen Gründen ist es relevant

das jeweils geeignete Vertragswerk

anzuwenden, denn Fehler in Baurechtsverträgen

sind härter zu beseitigen als

der gebaute Backstein oder Beton. Dabei

kommen heute zwei Modelle zum Einsatz:

Das traditionelle Baurechtsmodell

mit einer Verzinsung des Bodens und das

Partnerschaftsmodell.

Verkürzt können wir festhalten, dass das

traditionelle Vertragsmodell grundsätzlich

dem Zinsverlauf folgt. Hier liegt die Herausforderung,

wie diese Volatilität im Zeitverlauf

von bis zu 100 Jahren vertraglich

fair abgebildet werden soll. Beim Partnerschaftsmodell

erhält jede Vertragspartei,

sei es Baurechtsgeber oder Baurechtsnehmer

so viel vom Nettoertrag der Liegenschaft,

als es seiner Quote des Kapitaleinsatzes

entspricht. D.h. auch, dass

die Immobilien saniert werden, weil es

diesen Anreiz gibt, seinen Kapitaleinsatz

zu erhöhen.

Unser Team bei Immobilien Basel-Stadt

konnte während Dekaden empirisch feststellen,

dass das Partnerschaftsmodell bei

über 700 Verträgen funktioniert. Es gibt

WEITERE INFORMATIONEN:

Sirea AG Schweiz

Aemtlerstrasse 17,

8003 Zürich

044 322 10 10

www.sirea.ch

64

IMMOBILIA / Dezember 2025


MARKTPLATZ

FIRMEN-NEWS

Messe Bauen+Wohnen 2026 im KKL Luzern –

Wichtige Impulse für das Bauen in der Zentralschweiz

Vom 27. Februar bis 1. März 2026 wird

die Messe für Bauen, Sanieren, Wohnen

und Energie zum dritten Mal im Kulturund

Kongresszentrum Luzern zum unverzichtbaren

Treffpunkt für Hauseigentümer,

Bauinteressierte, Planer und Architekten.

Dass die dreitägige Bauen+Wohnen

eine geschätzte Plattform mit wichtigen

Impulsen für das Bauen in der Zentralschweiz

darstellt, zeigten 2025 die

über 7 000 zufriedenen Besucher und das

erweiterte Angebot an Fachvorträgen und

Foren in den Bereichen Bauen & Immobilien,

Innenausbau und Energie deutlich.

Über 50 Fachvorträge, Foren und Beratungsmöglichkeiten

liefern den Besuchern

wissenswerte Informationen und

praxisnahe Tipps zu den Themen Küche

und Bad, Fenster und Türen, Parkett- und

Bodenbeläge, Solar und Speicher, Wärmepumpen

und alternative Heizsysteme

sowie Ladestrom und E-Mobilität. Die Veranstaltung

ist optimal auf die Bedürfnisse

privater und kommerzieller Immobilienbesitzer

ausgerichtet, wobei der Freitag zum

Fachtag wird.

Messeveranstalter Marco Biland freut sich

auf die kommende Durchführung 2026

und erklärt, warum es gerade jetzt wichtig

ist, die Baumesse im KKL zu besuchen:

«Aktuell ist es schwer, Wohneigentum zu

erwerben – die Objekte, die zum Kauf angeboten

werden, sind rar und die Landpreise

hoch. Umso wichtiger ist das Umbauen

und Renovieren geworden. Die

Abschaffung des Eigenmietwertes wird

den Umbau- und Sanierungsschub zudem

BAUEN+WOHNEN LUZERN 2026

27. Februar – 1. März 2026

Freitag: 13 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag: 10 – 17 Uhr

Weitere Infos

www.bautrends.ch

beachtlich verstärken. An unserer Messe

erhalten die Besucherinnen und Besucher

kompetente Beratung und Unterstützung,

um mit den richtigen Partnern den

Umbau und die energetische Sanierung

zu realisieren und ein ideales Ergebnis zu

erzielen.»

Die Messe schafft mit den über 50 kostenlosen

Vorträgen, den 100 erstklassigen

Ausstellern und dem professionellen

Ambiente den exklusiven Begegnungsort

für spannende Kontakte, interessante

Gespräche und wertvolles Wissen rund

ums Bauen, Wohnen und die energetische

Optimierung.

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Tel. +41 56 204 20 20

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MODULARE LÖSUNGEN FÜR EINE NACHHALTIGERE ZUKUNFT

Wer sich für eine Photovoltaikanlage entscheidet,

setzt seinen Fokus zwar in erster

Linie auf saubere Energie – doch ebenso

massgebend sind Vertrauen, Qualität

und eine Lösung, die perfekt zu den eigenen

Bedürfnissen passt. Genau darin liegt

die Stärke der Solarstar GmbH, eines unabhängigen

Solarexperten an den beiden

Standorten Buchs und Wallisellen.

Das engagierte Team von Solarstar zeichnet

sich durch seine langjährige Erfahrung in

Beratung, Planung und Ausführung aus. Von

der ersten Idee bis zum Anschluss durch

den eigenen Elektromeister erhalten Kundinnen

und Kunden alles aus einer Hand – zuverlässig,

präzise und termintreu.

Bedürfnisse der Kundschaft eingehen und

so eine optimale Kombination aus Modulen,

Speichern, Wallboxen und Wechselrichtern

zusammenstellen. Dabei setzt das Unternehmen

konsequent auf dreiphasige Notstromlösungen

mit Back-up-Box, um auch

bei einem eventuellen Stromausfall das

höchste Mass an Versorgungssicherheit zu

gewährleisten.

TRANSPARENZ SCHAFFT VERTRAUEN

Der wichtigste Erfolgsindikator des Unternehmens

ist die Zufriedenheit der Kundinnen und

Kunden. Diese wird durch einen reibungslosen

internen wie externen Ablauf und eine offene,

geradlinige Kommunikation sichergestellt.

Höchste Präzision, Verlässlichkeit und

Ehrlichkeit sind dabei die Werte, die Solarstar

täglich lebt – und die das Unternehmen zu

einem vertrauenswürdigen Partner auf dem

Weg in eine nachhaltige Energiezukunft werden

lassen. Energie für Generationen – realisiert

durch individuelle Lösungswege.

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Bei Solarstar werden Planung, Installation

und intelligentes Energiemanagement

für Photovoltaikanlagen, Speichersysteme,

Wärmepumpen und Wallboxen zu einem

Rundum-sorglos-Paket geschnürt, welches

durch ein umfangreiches Dienstleistungsangebot

ergänzt wird. Ein besonders hervorzuhebender

Pluspunkt, den Solarstar zu

bieten hat: Jede Offerte wird individuell angepasst.

Dank einer unabhängigen Produktauswahl

kann Solarstar massgeschneidert

bis ins letzte Detail auf die jeweiligen

Mathias Matloch (Gründer, Geschäftsführer): «Unser Unternehmen steht für innovative

Technologien, nachhaltige Energie und massgeschneiderte Lösungen, die genau auf Ihre

Bedürfnisse zugeschnitten sind. In einer Welt, die zunehmend auf erneuerbare Energien

setzt, möchten wir als verlässlicher Begleiter an Ihrer Seite stehen und gemeinsam mit Ihnen

die Energie von morgen gestalten.»

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Langäulistrasse 35

9470 Buchs SG

Richtistrasse 7

8304 Wallisellen

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IMMOBILIA / Dezember 2025 65


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IMMOBILIA // September Dezember 2025


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IMMOBILIA / Dezember September 2025 67 2


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GOLD»

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FOKUS

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BAU & HAUS

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UND ROBOTIK

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ZU WENIGER

KOMMUNIKATION»

« SHOPPING-

CENTER

SIND WIE

MARKEN»

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STATTHALTER

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GESPRÄCH

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WIRTSCHAFT

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PREISEN

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BAU & HAUS

SCHWEBEN ÜBER

DEM ZÜRICHSEE

36

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MÄRKTE AN DER

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informiert sein und bestelle ein Jahresabo (12 Ausgaben):

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68

IMMOBILIA / Dezember 2025


ADRESSEN & TERMINE

ORGANE UND MITGLIEDERORGANISATIONEN

SCHWEIZ

PRÄSIDIUM UND

GESCHÄFTSLEITUNG

SVIT SCHWEIZ

Präsident:

Michel Molinari, SVIT Schweiz,

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

michel.molinari@blkb.ch

Vizepräsident, Vertretung Deutschschweiz

& Ressort Branchenentwicklung:

David Zumsteg, AARBRUGG AG,

Seidenstrasse 3, 5200 Brugg

david.zumsteg@aarbrugg.ch

Vizepräsidentin, Vertretung lateinische

Schweiz & Ressort Bildung:

Cécile Berger Meyer, Lenz & Staehelin,

Route de Chêne 30, 1211 Genf 6

cecile.berger@lenzstaehelin.com

Ressort Recht & Politik:

Andreas Dürr, Battegay Dürr AG,

Heuberg 7, 4001 Basel

andreas.duerr@bdlegal.ch

Ressort Finanzen:

Gabriel Schmid, Buchhaltungs AG,

Gotthardstrasse 55, 8800 Thalwil

gabriel.schmid@buchhaltungs-ag.ch

CEO SVIT Schweiz:

Marcel Hug, SVIT Schweiz,

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

mh@svit.ch

Stv. CEO SVIT Schweiz:

Ivo Cathomen, SVIT Schweiz,

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

ic@svit.ch

SCHIEDSGERICHT DER

IMMOBILIENWIRTSCHAFT

Sekretariat: Heuberg 7, Postfach 2032,

4001 Basel, T 061 225 03 03

info@svit-schiedsgericht.ch

www.svit-schiedsgericht.ch

SVIT-STANDESGERICHT

Sekretariat: SVIT Schweiz,

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

T 044 434 78 88, info@svit.ch

REGIONALE

SVIT-MITGLIEDER-

ORGANISATIONEN

SVIT AARGAU

Sekretariat: Fabienne Lüthi,

Bahnhofstrasse 55, 5001 Aarau

T 062 836 20 82, info@svit-aargau.ch

SVIT BEIDER BASEL

Geschäftsstelle: Tanja Molinari,

Aeschenvorstadt 55, 4051 Basel

T 061 283 24 80, svit-basel@svit.ch

SVIT BERN

Sekretariat: SVIT Bern,

Murtenstrasse 18, Postfach,

3203 Mühleberg-Bern

T 031 378 55 00, svit-bern@svit.ch

SVIT GRAUBÜNDEN

Sekretariat: Marc Berger,

Bahnhofstrasse 8, 7001 Chur

T 081 257 00 05

svit-graubuenden@svit.ch

SVIT OSTSCHWEIZ

Sekretariat: Claudia Eberhart,

Haldenstrasse 6, 9200 Gossau

T 071 380 02 20, svit-ostschweiz@svit.ch

Drucksachenversand: ATIG AG,

Heidi Artuso, T 071 380 02 20

heidi.artuso@atig.ch

SVIT ROMANDIE

Sekretariat: Avenue Rumine 13,

1005 Lausanne, T 021 331 20 95

info@svit-romandie.ch

SVIT SOLOTHURN

Sekretariat: Tina Strausak,

Strausak Immobilien GmbH,

Rötistrasse 22, 4500 Solothurn

T 062 212 32 88, svit-solothurn@svit.ch

SVIT TICINO

Sekretariat: Laura Panzeri Cometta,

Via Carvina 3, 6807 Taverne

T 091 921 10 73, svit-ticino@svit.ch

SVIT ZENTRALSCHWEIZ

Geschäftsstelle:

Nicole Kirch, Kasernenplatz 1,

6003 Luzern, T 041 508 20 18

nicole.kirch@svit.ch

Rechtsauskunft für Mitglieder:

svit.ch/de/svit-zentralschweiz/

services-svit-zentralschweiz

SVIT ZÜRICH

Sekretariat: Siewerdtstrasse 8,

8050 Zürich, T 044 200 37 80

svit-zuerich@svit.ch

Rechtsauskunft für Mitglieder:

rechtsauskunft-svitzuerich.ch

SVIT-FACHKAMMERN

BEWERTUNGSEXPERTEN-

KAMMER SVIT

Sekretariat:

Brunaustrasse 39, 8002 Zürich

T 044 521 02 06, info@bek.ch

www.bewertungsexperte.ch

FACHKAMMER STWE SVIT

Sekretariat:

Brunaustrasse 39, 8002 Zürich

T 044 521 02 05, info@fkstwe.ch

www.fkstwe.ch

KAMMER UNABHÄNGIGER

BAUHERRENBERATER KUB

Sekretariat:

Brunaustrasse 39, 8002 Zürich

T 044 521 02 07, info@kub.ch

www.kub.ch

SCHWEIZERISCHE

MAKLERKAMMER SMK

Sekretariat:

Brunaustrasse 39, 8002 Zürich

T 044 521 02 08, welcome@smk.ch

www.smk.ch

SVIT FM SCHWEIZ

Sekretariat:

Brunaustrasse 39, 8002 Zürich

T 044 521 02 04, info@kammer-fm.ch

www.kammer-fm.ch

TERMINE

SVIT SCHWEIZ

SWISS REAL ESTATE FORUM UND DV

11./12.06.26 Bern

SVIT-MITGLIEDERORGANISATIONEN

SVIT BEIDER BASEL

19.01.26 BKB-Neujahrsapéro

28.04.26 Generalversammlung

SVIT BERN

09.09.26 Generalversammlung

SVIT GRAUBÜNDEN

12.01.26 Neujahrsapéro

SVIT ZENTRALSCHWEIZ

09.01.26 Neujahrsparty

17.04.26 Generalversammlung

SVIT ZÜRICH

16.01.26 Berufsbildner-Meeting

22.01.26 Neujahrsfeier

05.02.26 Stehlunch

27.02.26 Fotokurs

04.03.26 Sozialverträglich

Entmieten

05.03.26 Stehlunch

16.04.26 Generalversammlung

13.05.26 Fachseminar ZEV

03.06.26 Seminar «Schlichter»

04.06.26 Stehlunch

02.07.26 Sommerevent

SVIT Schweiz

Maneggstrasse 17, 8041 Zürich

T 044 434 78 88

www.svit.ch

BEWERTUNGS EXPERTEN-

KAMMER

26.03.26 Generalversammlung

26.03.26 Real Estate

Symposium

FACHKAMMER

STOCKWERKEIGENTUM

26.03.26 Generalversammlung

26.03.26 Real Estate

Symposium

KAMMER UNABHÄNGIGER

BAUHERRENBERATER

26.03.26 Generalversammlung

26.03.26 Real Estate

Symposium

SCHWEIZERISCHE

MAKLERKAMMER

26.03.26 Generalversammlung

26.03.26 Real Estate

Symposium

SVIT FM SCHWEIZ

26.03.26 Generalversammlung

26.03.26 Real Estate

Symposium

IMMOBILIA / Dezember 2025 69


FOKUS

DEVI BÜHLER

WIRTSCHAFT

AUSBLICK AUF

DEN IMMOBILIEN­

POLITIK

ISOS­DIREKTAN­

WENDUNG WIRD

BAU & HAUS

KREISLAUF­

ZUGUTERLETZT

DIE HERAUSFORDERUNGEN DER KREISLAUFWIRTSCHAFT ...

IMPRESSUM

SCHWEIZ

# 12 — DEZEMBER 2025 — 92. Jahrgang / Erscheint monatlich / CHF 7.– / www.svit.ch

IMMOBILIA

IM INTERVIEW

04

EINGESCHRÄNKT

12

MARKT 2026

14

WIRTSCHAFT

36

KREISLAUFFÄHIG

GEBAUT

ISSN 2297-2374

ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich, 12 × pro Jahr

ABOPREIS FÜR

NICHTMITGLIEDER

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EINZELPREIS

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Beglaubigte Auflage: 2905

(WEMF 2024)

Gedruckte Auflage: 3500

VERLAG

SVIT Verlag AG

Maneggstrasse 17

8041 Zürich

Telefon 044 434 78 88

Telefax 044 434 78 99

www.svit.ch / verlag@svit.ch

REDAKTION

Dr. Ivo Cathomen (Verlag)

Yvonne Lemmer (Chefredaktion)

Claudia Wagner (Dienstredaktion)

Mirjam Michel Dreier (Korrektorat)

Urs Bigler (Fotografie, Titelbild)

DRUCK UND VERTRIEB

E-Druck AG, PrePress & Print

Lettenstrasse 21, 9016 St.Gallen

Telefon 071 246 41 41

Telefax 071 243 08 59

www.edruck.ch, info@edruck.ch

SATZ UND LAYOUT

E-Druck AG, PrePress & Print

Rita Kurmann

Andreas Feurer

GASTSPIEL RUEDI WIDMER

Der oben gezeigte Cartoon unterstreicht das Schwerpunktthema

dieser Immobilia-Ausgabe, die Kreislaufwirtschaft. Im

Fokus- Interview auf Seite 4 wie auch in den Artikeln der Rubrik

«Bau & Haus» (Seiten 36 bis 45) gehen wir vertieft darauf ein.

Auf witzige Art und Weise greift Cartoonist Ruedi Widmer in

der Immobilia aktuelle Themen auf, welche die Immobilienund

Baubranche beschäftigen.

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8370 Sirnach

Telefon 071 969 60 30

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Nachdruck nur mit Quellenangabe

gestattet. Über nicht bestellte

Manuskripte kann keine Korrespondenz

geführt werden. Inserate, PR

und Produkte-News dienen lediglich

der Information unserer Mitglieder

und Leser über Produkte und

Dienstleistungen.

70

IMMOBILIA / Dezember 2025


Digitale Drehscheibe bei der

Vergabe durch Drittparteien

Die Yarowa-Plattform bringt Transparenz und Effizienz in das Auftragsmanagement der Immobilienwirtschaft. Mit einer

Erweiterung der Plattform werden Facility Management-Provider und Hauswarte ganzheitlich in den Auftragsprozess

eingebunden – für geführte Prozesse und weniger Fehler.

Das Auftragsmanagement in der Immobilienwirtschaft

ist oft geprägt von Intransparenz,

Medienbrüchen und unklaren Zuständigkeiten.

Besonders bei der Vergabe

durch Dritte – etwa Mitarbeitern von Facility

Management-Providern – entstehen Prozesslücken,

die zu fehlerhaften Rechnungen

und erhöhtem Klärungsaufwand führen. Die

Yarowa AG begegnet diesem Problem mit

einer innovativen Plattformlösung, die alle

relevanten Akteure miteinander vernetzt und

für mehr Effizienz sorgt.

«Rund 30 bis 40 Prozent der Instandhaltungsaufträge

werden nicht direkt von Bewirtschaftern

vergeben, sondern durch Facility

Management-Providern oder Hauswarten,

die als verlängerter Arm der Bewirtschaftung

agieren», erklärt Cyril Kägi, Co-Founder

von Yarowa. «Das ist zwar pragmatisch,

führt aber zu Intransparenz.» Die Plattform

von Yarowa schafft hier Abhilfe: Sie ermög-

licht eine strukturierte, digitale Vergabe und

Nachverfolgung von Aufträgen – auch durch

Drittparteien. So kann etwa ein Facility Management-Provider

direkt über die Plattform

eine Reparatur beauftragen, der Bewirtschafter

wie zum Beispiel Wincasa sieht dann

transparent, woher die Rechnung stammt

und auf welche Leistung sie sich bezieht.

«Gemeinsam mit Wincasa, dem führenden

Immobilien-Dienstleister der Schweiz

und diversen Facility Management-Providern

haben wir über ein Jahr an der Lösung

gearbeitet, die alle Stakeholder einbezieht»,

ergänzt Bendicht Eggimann, Product Owner

bei Yarowa. «Bald wird die Erweiterung mit

ausgewählten Partnern getestet und das Produkt

im 2026 final lanciert.»

Das Ziel: eine Win-Win-Win-Situation

für Verwaltung, Dienstleister und Mieterschaft.

Klare Zuständigkeiten, keine Medienbrüche

und fehlerfreie Rechnungen.

Yarowa begleitet Kunden eng bei der Umsetzung,

mit Customer Success Managern und

Projektleitern. Facility Management-Provider

wie auch Handwerker werden als wichtige

Kunden betrachtet: «Wir holen aktiv Feedback

ein und prüfen, was für alle Beteiligten

zumutbar und sinnvoll ist», so Kägi. Heute

ist Yarowa der grösste B2B-Lösungsanbieter

für digitales Auftragsmanagement in der

Schweiz, mit über 6’000 Dienstleistern,

300'000 Aufträgen jährlich und Präsenz in

vier Ländern.

Die Vision: In zehn Jahren sollen 90

Prozent der B2B-Aufträge medienbruchfrei

zwischen den ERPs der Auftraggeber und

Dienstleister fliessen. Yarowa will dabei als

digitales Rückgrat agieren – fokussiert, agil

und mit echtem Mehrwert für alle Beteiligten.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.yarowa.com

Yarowa AG, Metallstrasse 9, 6300 Zug

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Wäschepflege

wie ein Champion.

Beste schnelle Fleckenentfernung

auf dem Markt bei schonenden 30 °C

in nur 49 Minuten.*

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Basierend auf einem externen Test zur Fleckentfernung von 59 Flecken mit

dem AbsoluteWash 49-Programm (49 Min. bei 4 kg Beladung) im Vergleich

zu marktführenden Marken in Europa mit Kurzprogrammen von 1 Stunde bei 30 °C.

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