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top THÜRINGEN Winterausgabe 2025

TOP MAGAZIN THÜRINGEN Lifestyle RÜBERG Erfurt, Winterausgabe 2025

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Winter <strong>2025</strong>/2026 · 5,– € M A G A Z I N F Ü R L E B E N S A R T<br />

sport<br />

Oberhof und<br />

Olympia<br />

Thüringer Rennrodler<br />

auf dem Weg nach Italien<br />

menschen<br />

Wein und<br />

Wandel<br />

Mario Voigt –<br />

seit einem Jahr Regierungschef<br />

spezial<br />

Sole und<br />

Sauerstoff<br />

Winter-Wellness<br />

in Thüringer Kurorten<br />

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editorial<br />

Foto: Mario Hochhaus<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

ich bin Sportfan … Wintersportfan. Und ich bin ganz ehrlich: Am besten gefällt<br />

mir die Disziplin „Wintersport im Zweiten“. Großer Sport vor teils atemberaubenden<br />

Kulissen – so wird es auch im Februar in Cortina d’Ampezzo sein. Gemeinsam<br />

mit Mailand ist der italienische Wintersportort Gastgeber der Olympischen<br />

Winterspiele 2026. Das Daumendrücken gilt – so viel Lokalpatriotismus muss<br />

sein – vor allem unseren Thüringer Startern. Auch den Rennrodlern, die auf<br />

dem Weg nach Cortina gleich bei zwei Weltcups in Oberhof bestehen müssen.<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> sprach mit der Suhlerin Merle Fräbel und Max Langenhan<br />

aus Friedrichroda über die Lust an den „Heim-Rennen“ und das Besondere an<br />

einer Olympia-Saison.<br />

Bekennender Sportfan ist auch Mario Voigt. Seine Zeit für Bewegung ist seit<br />

einem Jahr aus nachvollziehbaren Gründen überschaubar. Der 48-Jährige ist<br />

seit Dezember 2024 Ministerpräsident des Freistaates Thüringen. Über den Weg<br />

dahin und über sein erstes Jahr als Chef einer Koalition aus CDU, BSW und SPD<br />

haben wir mit Mario Voigt in einer ganz besonderen Location gesprochen: im<br />

Weinberg der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer an der Erfurter Pfaffenlehne.<br />

Mit einem feinen Chardonnay …<br />

Was haben Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Lobenstein, Bad Salzungen,<br />

Bad Sulza, Heilgenstadt und Bad Liebenstein gemeinsam? Alle führen das<br />

Prädikat „Heilbad“. Und Saalfeld, Stützerbach, Neustadt/Harz, Masserberg,<br />

Friedrichroda und Bad Berka sind zudem staatlich anerkannte Kurorte. Weil<br />

Winterzeit auch Wellnesszeit ist, haben wir für Sie jede Menge Indoor- und Outdoorangebote<br />

zusammengestellt. Ob Sole, Moor, Luft, Klima oder Heilwasser –<br />

in Thüringen können Sie mit zahlreichen Anwendungen und natürlichen Heilmitteln<br />

Abwehrkräfte sammeln. Und sich einfach nur wohlfühlen.<br />

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glücklich, in ihrem Rohstoff Kakaobohne stecken auch über 300 wertvolle<br />

Inhaltsstoffe. Kein Wunder also, dass Schokolade mittlerweile nicht nur genascht<br />

wird, sondern auch als Zutat in vielen leckeren Gerichten zu finden ist. Wir empfehlen<br />

Ihnen „Rehrücken an Schalotten-Confit mit Rotwein-Schokoladen-Soße“.<br />

Das Rezept und weitere Schoko-Fakten finden Sie in dieser Ausgabe.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Nachkochen und Genießen, beste<br />

Unterhaltung mit Ihrem TOP <strong>THÜRINGEN</strong> sowie ein gesundes, friedliches,<br />

glückliches und erfolgreiches Jahr 2026.<br />

Ihr<br />

zur Online-Ausgabe<br />

↓<br />

Peter Rüberg<br />

Verleger<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

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inhalt<br />

20<br />

12<br />

Inhalt:<br />

40<br />

sport<br />

Oberhof, Olympia, Optimismus<br />

Thüringer Rennrodler und die wichtigsten Rennen<br />

der Saison Seite 12<br />

Olympia-Fahrplan Seite 20<br />

tourismus<br />

SPEZIAL: WINTER-WELLNESS<br />

Schnupfenfrei und gut gelaunt<br />

durch den Winter<br />

Wir empfehlen: Thüringer Kurorte und Heilbäder Seite 26<br />

Reise-Gewinnspiel Seite 116<br />

26<br />

menschen<br />

Der jüngste Landesvater Deutschlands<br />

Mario Voigt und sein erstes Jahr als Ministerpräsident Seite 40<br />

kultur<br />

Wie gehört das alles zusammen?<br />

Ilse-Holzapfel-Stiftung, Berliner Ensemble und Gotha Seite 50<br />

Kulturstiftung Thüringen<br />

in Berlin und Ahrenshoop Seite 105<br />

50<br />

6 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


inhalt<br />

58<br />

74<br />

mode<br />

Walking im Winter Wonderland Seite 58<br />

geschichte<br />

Alte Knochen und Kleiderreste<br />

Uni-Alltag in Jena um 1600 wird wieder lebendig Seite 68<br />

68<br />

genuss<br />

Nicht nur zum Naschen:<br />

Schokolade trifft Rehrücken Seite 74<br />

<strong>top</strong> genuss Seite 82<br />

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inhalt<br />

100<br />

86<br />

wirtschaft<br />

Downtown Snaps:<br />

Fo<strong>top</strong>erspektiven auf Thüringer Innenstädte Seite 86<br />

Thüringen Ausstellung Seite 105<br />

<strong>top</strong> adressen Seite 95<br />

gesellschaft<br />

Barber Angels:<br />

Warum Engel Haare schneiden Seite 100<br />

<strong>top</strong> unterwegs Seite 104<br />

beauty<br />

120<br />

Best of Beauty Seite 111<br />

ereignis<br />

Thüringen Gala <strong>2025</strong><br />

im Volkshaus Jena Seite 120<br />

impressum Seite 117<br />

111<br />

kolumne<br />

GREINER BEHÄLT DEN ÜBERBLICK:<br />

… und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr Seite 118<br />

118<br />

8 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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12 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


sport<br />

Text: Jens Roder<br />

Fotos: Mario Hochhaus / BSD: Christian Heilwagen und Michael Kristen<br />

So langsam wird es Normalität, auch in diesem Winter<br />

finden in Oberhof wieder zwei Rennrodel-Weltcups statt.<br />

Die Bahn im bayerischen Königssee ist noch immer nicht<br />

einsatzbereit. Kurz zuvor oder zeitgleich finden am Rennsteig<br />

auch die Weltcups im Biathlon, Langlauf und in der<br />

Nordischen Kombination statt. Viele sprechen sogar schon<br />

von „Mini-Olympia“ in Thüringen. Warum? Diese Sportarten<br />

versprechen viele deutsche Medaillen bei den olympischen<br />

Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo im Februar.<br />

Vor vier Jahren in Peking holten allein die Rennrodler vier<br />

Mal Gold und zwei Mal Silber. TOP <strong>THÜRINGEN</strong> hat mit den<br />

Thüringer Rennrodlern Merle Fräbel und Max Langenhan<br />

über Olympia und den Doppel-Weltcup gesprochen.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

13


sport<br />

Bei Ihnen beginnt der Winter immer<br />

etwas früher als im Kalender und in<br />

der Natur. Wie war das Anfang Oktober<br />

in Norwegen, das erste Mal wieder<br />

auf Eis nach der Sommerpause?<br />

M. FRÄBEL: Für mich ist es immer wieder<br />

ein Glücksgefühl. Also wieder sehr viel<br />

Adrenalin.<br />

M. LANGENHAN: Ich weiß … früher war<br />

das bei mir auch immer so. Wenn ich als<br />

Jugendlicher das erste Mal wieder gefahren<br />

bin, war der Kitzel schon ziemlich<br />

groß. Weil ich das Gefühl hatte, dass die<br />

Distanz zwischen den letzten Läufen der<br />

vergangenen Saison und der neuen jetzt<br />

irgendwie größer war. Ich fühlte mich<br />

einfach schneller. Und jetzt ist es so … Ich<br />

fahre das erste Mal und fühle mich einfach<br />

wohl.<br />

Und das ganze Winterfeeling, das zu<br />

Ihrem Sport dazugehört …?<br />

M. LANGENHAN: Ich weiß nicht, wie es<br />

bei dir ist, aber mich nervt die Kälte am<br />

Anfang eher. Man kommt direkt aus dem<br />

Sommer und dann bist du schon wieder<br />

in einem dünnen Anzug auf der kalten<br />

Bahn.<br />

M. FRÄBEL: Stimmt. In der letzten Woche<br />

vor der Saison haben wir in der Regel Urlaub<br />

und die meisten fliegen noch mal<br />

ins Warme. Und dann der Temperaturunterschied<br />

von 20 Grad … das ist dann<br />

schon … naja, anspruchsvoll.<br />

Als Sportler stehen Sie unter ständiger<br />

Beobachtung der Trainer. Gibt<br />

es gleich Rückmeldungen wie: „Vergangenes<br />

Jahr um diese Zeit warst du<br />

schneller/langsamer“?<br />

M. FRÄBEL: Also wirkliche Rückmeldungen<br />

bekommen wir nicht. Das macht<br />

man eher mit sich selbst aus. Und eigentlich<br />

weiß man erst nach dem ersten Weltcup,<br />

wo man steht, wie man sich entwickelt<br />

hat. Erst dann kommen die Vergleiche.<br />

Davor heißt es: Wieder reinkommen<br />

und Material testen.<br />

M. LANGENHAN: Am Anfang willst du<br />

erst mal den neuen Schlitten testen und<br />

zügig wieder Kilometer sammeln. Man<br />

hat ja durch die Sommerpause auch an<br />

Routine verloren und braucht einfach<br />

viele Läufe, um wieder in die Automatismen<br />

reinzukommen. Dass man locker<br />

auf dem Schlitten liegt und nicht verkrampft<br />

ist.<br />

Was heißt „neuer Schlitten“?<br />

M. LANGENHAN: Normalerweise ist es<br />

so, dass man zu jeder neuen Saison ein<br />

Improvement hat, eine neue Form, in der<br />

man drinliegt. Oder neue Kufen, neue<br />

Schienen. Das ist bei uns ein immerwährender<br />

Prozess, dass sich immer etwas<br />

weiterentwickelt. Ähnlich wie in der<br />

Auto industrie. Da gibt es auch jedes Jahr<br />

eine Neuerung.<br />

Bei einem Auto kann ich mir Neuentwicklungen<br />

einigermaßen vorstellen,<br />

ein neuer Chip, ein neues Display …<br />

aber bei einem Schlitten?<br />

M. LANGENHAN: Da gibt es schon Möglichkeiten.<br />

Man hat so viele Komponenten,<br />

die immer wieder verändert werden<br />

und wo es jedes Jahr wieder von Neuem<br />

losgeht, weil man irgendwas neu gebaut<br />

hat. Deswegen haben wir ja unsere Mechaniker.<br />

Zum Beispiel …?<br />

M. LANGENHAN: Schienen, Kufen,<br />

manchmal ist es auch die ganze Liegeposition,<br />

die sich verändert hat. Weil<br />

man im Windkanal herausgefunden hat,<br />

dass es so und so besser ist.<br />

Sie fahren immer auf ein und demselben<br />

Schlitten oder …?<br />

M. LANGENHAN: Wir haben mehrere<br />

Schlitten.<br />

14 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

Merle Fräbel, WM Whistler <strong>2025</strong>


M.Fräbel und J.Taubitz feiern<br />

WM-Silber und -Gold <strong>2025</strong><br />

in Whistler<br />

Lassen Sie uns gleich bei Olympia bleiben<br />

… Sie haben Cortina d’Ampezzo<br />

und die Bahn schon beim Herbsttraining<br />

kennengelernt …<br />

M. FRÄBEL: Der Ort ist schon etwas klein,<br />

daran muss man sich gewöhnen. Gerade<br />

was Einkaufsläden angeht. Wir sind beim<br />

Training an einem Sonntag angekommen<br />

und ich hätte mir gern ein paar Flaschen<br />

Wasser gekauft. Aber es war nichts auf<br />

bzw. es gab nur so ganz kleine Läden. Auf<br />

Deutsch gesagt: einfach ein Kaff. Aber<br />

die Kulisse mit den Bergen ist schon toll.<br />

Und von den älteren Bahnen ist Cortina<br />

d’Ampezzo eigentlich am schönsten und<br />

hat mir mega viel Spaß gemacht. Oben<br />

hat sie eine kleine Tücke, ansonsten aber<br />

ist sie eher leicht zu fahren.<br />

M. LANGENHAN: Wenn man in Oberhof<br />

großgeworden ist, dann ist es kein großer<br />

Unterschied, Cortina d’Ampezzo ist gesport<br />

Merle Fräbel:<br />

„Wir sind daheim,<br />

zwei Wochen bevor<br />

wir nach Italien<br />

reisen. Besser kann<br />

es nicht laufen.“<br />

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Wie wird da ausgewählt? Nach Außentemperatur,<br />

Luftfeuchtigkeit …?<br />

M. FRÄBEL: Da tauscht man eher die<br />

Schiene oder verstellt den Winkel, je nach<br />

Wetterbedingungen. Beim Schlitten geht<br />

es mehr darum, dass man sich einfach<br />

wohlfühlt, auf welchem Gerät man besser<br />

performt.<br />

M. LANGENHAN: Aber es ist schon so,<br />

wie Sie es gerade gesagt haben: Luftfeuchtigkeit<br />

und natürlich auch Kälte<br />

und Wärme spielen eine Riesenrolle. Und<br />

auch die Eisbeschaffenheit: Ist es weich<br />

oder hart? Und die Bahn natürlich auch.<br />

Jede Bahn hat andere Ansprüche, andere<br />

Kurvenradien, mehr oder weniger Geraden,<br />

lange Kurven, enge Kurven. Das<br />

sind schon Faktoren, worauf man seine<br />

Technik abstimmt.<br />

Gibt es so etwas wie die persönliche<br />

Note am Schlitten? Farbgebung oder<br />

ein Glücksbringer vielleicht?<br />

M. FRÄBEL: Persönlich ist ja schon, wie<br />

man ihn lackiert. Also entweder, man hat<br />

einen Sponsor und lackiert ihn nach<br />

Sponsorenwünschen oder man lackiert<br />

ihn, wie man möchte. Ob jetzt mit Glitzer<br />

oder Pink oder was auch immer. Das ist<br />

schon persönlich oder privat.<br />

Jetzt sind Sie als Weltmeister und<br />

Vize weltmeisterin in die olympische<br />

Saison gestartet. Bedeutet das Motivation,<br />

zusätzlichen Druck, oder ist es<br />

beides?<br />

M. FRÄBEL: Für mich ist es Motivation,<br />

weil ich <strong>2025</strong> nicht Weltmeisterin geworden<br />

bin. Jetzt habe ich mir in dieser besonderen<br />

Saison natürlich höhere Ziele<br />

gesteckt und möchte noch mehr angreifen.<br />

Darauf freue ich mich, es sind meine<br />

ersten Olympischen Spiele.<br />

M. LANGENHAN: Es ist eigentlich uninteressant,<br />

was letztes Jahr war, weil alle<br />

wieder bei null starten. Ansonsten ist es<br />

eben eine olympische Saison, also schon<br />

etwas anderes. Man muss sich für die<br />

Spiele qualifizieren, das ist der erste Step.<br />

Und dann ist es ja so, dass ein Wettkampf<br />

über allen Wettkämpfen steht, und die<br />

Weltcups und die Europameisterschaft<br />

eigentlich ein wenig in Vergessenheit<br />

geraten, weil Olympia größer als alles<br />

andere ist.<br />

M. Fräbel, WC Oberhof <strong>2025</strong><br />

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sport<br />

Max Langenhan:<br />

„Ich würde gern<br />

auch 300 km/h<br />

fahren.“<br />

nauso klein … (lacht). Aber es hat einen<br />

anderen Charme. Für mich gibt es nur<br />

diese drei Orte in den Alpen: St. Moritz<br />

in der Schweiz, Kitzbühel in Österreich<br />

und in Italien ist es Cortina d’Ampezzo.<br />

Da muss man gewesen sein …<br />

M. LANGENHAN: Ja, und die Dolomiten<br />

sind einfach fantastisch, die ganze Szenerie<br />

mit den Bergen. Und dort eine Bahn<br />

zu haben, ist das i-Tüpfelchen. Und dann<br />

noch olympische Spiele … das ist noch<br />

viel cooler. Auch mit Blick auf die letzten<br />

Austragungsorte in Südkorea und China.<br />

Jetzt sind die Spiele wieder an einem Ort,<br />

wo man sagt, da gehört der Wintersport<br />

hin, in die Alpen!<br />

Sie waren vor vier Jahren schon dabei,<br />

mit Platz sechs in Peking. Was können<br />

Sie Ihrer etwas jüngeren Kollegin empfehlen<br />

oder mit auf den Weg geben?<br />

M. LANGENHAN: Eigentlich ist es ein<br />

Rennen wie jedes andere, es hat nur einen<br />

anderen Namen. Man fährt auch hier<br />

vier Läufe. Aber natürlich ist vieles anders,<br />

das fängt schon beim Training an.<br />

Sie sollte sich einfach nicht aus der Ruhe<br />

bringen lassen. Ansonsten glaube ich,<br />

Merle ist mehr als zehn Steps weiter als<br />

ich bei meinem ersten Mal in China. Deswegen<br />

bin ich mir sicher, sie wird sich<br />

nicht selbst im Weg stehen. Und sie wird<br />

am Ende besser abschneiden als ich mit<br />

meinem sechsten Platz, da bin ich mir<br />

sicher … (Merle lacht).<br />

Dann lassen Sie uns noch ein wenig<br />

über die Tage vor Olympia reden …<br />

zweimal Rodelweltcup zu Hause in<br />

Oberhof, an zwei aufeinander folgenden<br />

Wochenenden. Passt das mit Blick<br />

auf Cortina d’Ampezzo?<br />

M. FRÄBEL: Das spielt uns natürlich in<br />

die Karten. Wir sind daheim, zwei Wochen<br />

bevor wir nach Italien reisen. Besser<br />

kann es nicht laufen. Wir sind<br />

noch mal bei der Familie und<br />

können uns noch einmal die<br />

Stärke abholen, die wir brauchen.<br />

M. LANGENHAN: Ich finde<br />

das cool. Man schaut ja schon<br />

Richtung Olympische Spiele,<br />

und zwei Wochen davor zu<br />

Hause, im eigenen Bett zu<br />

schlafen, ist ein gewinnbringender<br />

Faktor, um einfach nur Energie<br />

zu sammeln. Und zweimal auf<br />

der Heimbahn zu fahren, wo man<br />

sich sehr wohlfühlt und weiß, was abgeht,<br />

ist auch gut. Und das ganze Umfeld<br />

natürlich auch. Du weißt ganz genau, wo<br />

dein Kraftraum ist, dein Schlittenraum,<br />

deine Werkstatt. Du kennst jeden an der<br />

Bahn. Ich denke auch, dass wir als „Einheimische“<br />

gute Rennen fahren. Und das<br />

ist unglaublich gut, noch einen positiven<br />

Schub nach Italien mitzunehmen.<br />

Reicht die Thüringer Rennrodel-Begeisterung<br />

für zweimal volles Haus<br />

kurz nacheinander?<br />

M. LANGENHAN: Vermutlich ist es am<br />

Ende schon so, dass es am zweiten Weltcup-Wochenende<br />

schwieriger wird, die<br />

Hütte vollzubekommen, da sind die<br />

Rennen Freitag und Samstag. Aber am<br />

Wochenende vorher wird es schon richtig<br />

voll werden, auch durch die Dreifach­<br />

Veranstaltung mit den Weltcups im<br />

Langlauf und in der Nordischen Kombination.<br />

Gibt es auch bei Rennrodlern so etwas<br />

wie eine Fankultur? Oder einen Fanklub?<br />

M. FRÄBEL: Bei mir ist es einfach die Familie.<br />

M. LANGENHAN: Gerade bei den Weltcups<br />

in Oberhof sehen wir ja immer wieder,<br />

wie viele Leute sich für unseren<br />

16 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


sport<br />

Max Langenhan:<br />

„Dadurch, dass die<br />

Fans lauter schreien,<br />

fahre ich auch nicht<br />

schneller. “<br />

M. Langenhan,<br />

WM Whistler <strong>2025</strong><br />

Sport begeistern. Und ich weiß auch, dass<br />

sehr, sehr viele nach Cortina d’Ampezzo<br />

fahren werden. Am Ende aber muss ich<br />

in der Bahn selbst performen. Ich kann<br />

nicht angeschoben werden. Und dadurch,<br />

dass die Fans lauter schreien, fahre ich<br />

auch nicht schneller.<br />

Sie schreiben auf Ihrer Homepage,<br />

dass Sie schon als kleiner Junge festgestellt<br />

haben, dass Rennrodeln genau<br />

Ihre Sportart ist, um den „unbändigen<br />

Hunger nach Geschwindigkeit“ zu stillen.<br />

Wie schnell darf es denn werden?<br />

M. LANGENHAN: Es gibt keine Grenze.<br />

Ich würde mich freuen, wenn die Oberhofer<br />

Bahn noch 20 km/h schneller wäre.<br />

Aber man ist ja reglementiert, ich kann<br />

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sport<br />

sie nicht einfach mal steiler machen.<br />

Aber es gibt den Bahnrekord. Da ist immer<br />

das Ziel, ihn zu unterbieten.<br />

Haben Sie ein „Speed-Ziel“?<br />

M. LANGENHAN: An der Stelle, wo wir<br />

jetzt sitzen, erreichen wir 125 km/h vom<br />

Herrenstart, vom Damenstart werden es<br />

so 115 km/h sein. Ich glaube, das Ziel sollte<br />

immer sein, dem Bahnrekord nahe zu<br />

kommen, das ist die „Time to beat“.<br />

Gibt es eine Speed-Grenze, wo Schluss<br />

ist mit lustig?<br />

M. LANGENHAN: Ich glaube, die natürliche<br />

Grenze liegt bei ca. 150 km/h, es ist<br />

noch nie jemand schneller gefahren. Ich<br />

würde gern auch 300 km/h fahren …<br />

(Merle lacht) … aber es muss sich noch jemand<br />

finden, der das mit mir umsetzt.<br />

Muss man als Rennrodler eigentlich<br />

in den Bergen geboren sein, oder wenigstens<br />

in der Nähe davon? Wegen<br />

Rodel-Gene?<br />

M. LANGENHAN: Wir hatten in den vergangenen<br />

Jahren mit Alex Ferlazzo einen<br />

Australier dabei, der aus dem tropischen<br />

Queensland stammt, das eher für seine<br />

Surf-Champions bekannt ist. Und Shiva<br />

Keshavan aus Indien hat sechsmal an<br />

Olympischen Winterspielen teilgenommen.<br />

Es gibt einfach Länder, wo man im­<br />

mer wieder sagt: Krass, wie die den Kontakt<br />

zum Rennrodeln herstellen! Aber<br />

wenn man aus Oberhof und Umgebung<br />

kommt, wird man im Grunde „gezwungen“,<br />

Biathlon, Rodeln, Langlauf, Skisprin<br />

gen oder Nordische Kombination zu<br />

machen. Im Fußball sind wir in Thüringen<br />

ja nun wirklich nicht gut. Da muss<br />

man sich für Wintersport entscheiden!<br />

M. Fräbel, M. Langenhan, vielen Dank<br />

für das Gespräch.<br />

Und das Lieblingseis<br />

auf der Zunge?<br />

Max Langenhan:<br />

„Pistazie grün.<br />

Wäre auch als Eis<br />

zum Rodeln cool.“<br />

Merle Fräbel:<br />

„Einfach nur<br />

Joghurteis. “<br />

WELTCUP-ZEITPLAN<br />

OBERHOF 2026:<br />

08.—11. Jan. Biathlon<br />

17./18. Jan. Rennrodeln, Langlauf,<br />

Nordische Kombination<br />

23./24. Jan. Rennrodeln<br />

Informationen und Tickets:<br />

18 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Events mit Erholungswert in Thüringens größtem Tagungshotel<br />

Wer Inspiration sucht, findet sie im winterlichen<br />

Thüringer Wald: Umgeben von frischer Bergluft, weiten<br />

Wäldern und klarer Ruhe liegt das größte Tagungshotel<br />

Thüringens: Das AHORN Panorama Hotel Oberhof.<br />

Für Erholung sorgen der Innen-Pool und die Sauna,<br />

bevor es in eines der 440 komfortablen Zimmer geht.<br />

Winterliche Incentives & Teamerlebnisse<br />

Oberhof gilt als eine der bekanntesten Wintersportstädte<br />

Deutschlands. Hier trainieren Weltklasse-Athlet:innen,<br />

und internationale Wettkämpfe wie Biathlon und<br />

Rennrodeln verleihen der Stadt eine einzigartige,<br />

sportliche Atmosphäre.<br />

Die moderne Eventhalle sowie 17 Tagungs- und<br />

Banketträume bieten Raum für Tagungen, Seminare und<br />

Incentives mit Kapazität bis zu 600 Personen. Ein 100 m²<br />

großes Tagungsfoyer schafft Platz für Empfänge und<br />

Pausen im offenen Austausch.<br />

Nach einem intensiven Tag laden das großzügige Foyer,<br />

verschiedene Restaurants und die Rennsteig Bar zum<br />

entspannten Netzwerken ein.<br />

Nutzen Sie die winterliche Kulisse des Thüringer Waldes<br />

für besondere Teamerlebnisse: Ob Biathlonschießen,<br />

Winterwanderungen oder sportliche Challenges – jedes<br />

Event wird zu einem unvergesslichen Erlebnis.<br />

Ihre Vorteile auf einen Blick<br />

• große Hotel- & Tagungskapazitäten<br />

• Tagungsräume mit Tageslicht & moderner Technik<br />

• zentrale Ansprechpartner & Planungssicherheit<br />

• budgetfreundliche Pauschalen<br />

• vielseitige Teambuilding-Angebote<br />

• Innen-Pool, Sauna & Fitnessraum<br />

Kontakt: Susan Hofmann<br />

Tel.: 036842-504171 | E-Mail: mice@ahorn-hotels.de<br />

ahorn-hotels.de/oberhof


sport<br />

Olympische Winterspiele<br />

in Mailand und Cortina d’Ampezzo<br />

ZEITPLAN DER ENTSCHEIDUNGEN<br />

7. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Alpin Abfahrt Männer<br />

13.00 Uhr Langlauf 10 km + 10 km Skiathlon Frauen<br />

16.00 Uhr Eisschnelllauf 3.000 Meter Frauen<br />

18.45 Uhr Skispringen Normalschanze Frauen<br />

19.30 Uhr Snowboard Big Air Männer<br />

8. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Alpin Abfahrt Frauen<br />

12.30 Uhr Langlauf Klassisch 10 km Männer<br />

14.05 Uhr Biathlon Verfolgung 12,5 km Frauen<br />

16.00 Uhr Eisschnelllauf 5.000 Meter Männer<br />

17.00 Uhr Rodeln Einer Männer<br />

19.30 Uhr Eiskunstlauf Team-Event<br />

9. Februar<br />

12.30 Uhr Ski Freestyle Slopestyle Frauen<br />

14.00 Uhr Ski Alpin Kombination/Slalom Männer<br />

17.30 Uhr Eisschnelllauf 1.000 Meter Frauen<br />

19.00 Uhr Skispringen Normalschanze Männer<br />

19.30 Uhr Snowboard Big Air Frauen<br />

10. Februar<br />

10.30 Uhr Shorttrack Team-Staffel Mixed<br />

11.45 Uhr Langlauf Klassik-Sprint Männer/Frauen<br />

12.30 Uhr Ski Freestyle Slopestyle Männer<br />

13.30 Uhr Biathlon Einzel 20 km Männer<br />

14.00 Uhr Ski Alpin Kombination / Slalom Frauen<br />

17.00 Uhr Rodeln Einsitzer Frauen<br />

17.30 Uhr Eisschnelllauf 1.000 Meter Frauen<br />

18.45 Uhr Skispringen Teamspringen Mixed<br />

11. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Alpin Super-G Männer<br />

11.45 Uhr Nordische Kombination 10 km Lauf Männer<br />

13.45 Uhr Ski Freestyle Aerials Frauen<br />

14.15 Uhr Biathlon Einzel 15 km Frauen<br />

14.15 Uhr Ski Freestyle Buckelpiste Frauen<br />

17.00 Uhr Rodeln Doppelsitzer Männer/Frauen<br />

18.30 Uhr Eiskunstlauf Eistanz Kür Paare<br />

12. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Alpin Super-G Frauen<br />

12.15 Uhr Ski Freestyle Buckelpiste Männer<br />

13.00 Uhr Langlauf 10 km Freier Stil Frauen<br />

13.45 Uhr Snowboard Snowboardcross Männer<br />

14.15 Uhr Eisschnelllauf 5.000 Meter Frauen<br />

18.30 Uhr Rodeln Teamstaffel Männer/Frauen<br />

19.30 Uhr Snowboard Halfpipe Frauen<br />

20.15 Uhr Shorttrack 500 Meter Frauen<br />

20.15 Uhr Shorttrack 1.000 Meter Männer<br />

© sports photos – stock.adobe.com<br />

13. Februar<br />

11.45 Uhr Langlauf 10 km Freistil Männer<br />

13.30 Uhr Snowboard Snowboardcross Frauen<br />

14.00 Uhr Biathlon Sprint 10 km Männer<br />

16.00 Uhr Eisschnelllauf 10.000 Meter Männer<br />

19.00 Uhr Eiskunstlauf Kür Männer<br />

19.30 Uhr Snowboard Halfpipe Männer<br />

19.30 Uhr Skeleton Einzel Männer<br />

20.15 Uhr Shorttrack 500 Meter Frauen<br />

20.15 Uhr Shorttrack 1.000 Meter Männer<br />

14. Februar<br />

10.30 Uhr Ski Freestyle Parallel-Buckelpiste Frauen<br />

12.00 Uhr Langlauf 4 × 7,5 km Staffel Frauen<br />

13.30 Uhr Ski Alpin Riesenslalom Männer<br />

14.00 Uhr Biathlon Sprint 7,5 km Frauen<br />

16.00 Uhr Eisschnelllauf 500 Meter Männer<br />

18.00 Uhr Skeleton Einzel Frauen<br />

18.45 Uhr Skispringen Großschanze Männer<br />

20.15 Uhr Shorttrack 1.500 Meter Männer<br />

15. Februar<br />

10.30 Uhr Ski Freestyle Parallel-Buckelpiste Frauen<br />

11.15 Uhr Biathlon Verfolgung 12,5 km Männer<br />

12.00 Uhr Langlauf 4 × 7,5 km Staffel Männer<br />

13.30 Uhr Ski Alpin Riesenslalom Frauen<br />

13.45 Uhr Snowboard Snowboardcross Mixed<br />

14.45 Uhr Biathlon Verfolgung 10 km Frauen<br />

16.00 Uhr Eisschnelllauf 500 Meter Frauen<br />

18.00 Uhr Skeleton Team Mixed<br />

18.45 Uhr Skispringen Großschanze Frauen<br />

20 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


sport<br />

Livigno:<br />

Snowboard<br />

Ski Freestyle<br />

Antholz:<br />

Biathlon<br />

Mailand:<br />

Bormio:<br />

Eishockey<br />

Eiskunstlaufen<br />

Eisschnelllauf<br />

Short Track<br />

Speedskating<br />

Ski alpin Männer<br />

Ski Bergsteigen<br />

Lombardia<br />

Trentino<br />

Alto-Adige<br />

Veneto<br />

Tesero:<br />

Langlauf<br />

Nordische Kombination<br />

Predazzo:<br />

Cortina:<br />

Ski alpin Frauen<br />

Rennrodeln<br />

Bob<br />

Skeleton<br />

Curling<br />

Skispringen<br />

Nordische Kombination<br />

Kartenvorlage: https://d-maps.eu/m/europa/italia/italienord<br />

16. Februar<br />

11.00 Uhr Shorttrack 1.000 Meter Frauen<br />

13.30 Uhr Ski Alpin Slalom Männer<br />

19.00 Uhr Bob Monobob Frauen<br />

19.00 Uhr Skispringen Super Team Männer<br />

19.30 Uhr Ski Freestyle Big Air Frauen<br />

20.00 Uhr Eiskunstlauf Kür Paare<br />

17. Februar<br />

13.00 Uhr Snowboard Slopestyle Frauen<br />

13.45 Uhr Nordische Kombination 10 km Männer<br />

14.30 Uhr Biathlon 4 × 7,5 km Staffel Männer<br />

14.30 Uhr Eisschnelllauf Teamverfolgung Frauen<br />

14.30 Uhr Eisschnelllauf Teamverfolgung Männer<br />

19.00 Uhr Bob Zweier Männer<br />

19.30 Uhr Ski Freestyle Big Air Männer<br />

18. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Freestyle Aerials Frauen<br />

11.45 Uhr Langlauf Sprint Freistil Team<br />

12.30 Uhr Snowboard Slopestyle Männer<br />

13.30 Uhr Ski Alpin Slalom Frauen<br />

14.45 Uhr Biathlon 4 × 6 km Staffel Frauen<br />

20.15 Uhr Shorttrack 500 Meter Männer<br />

20.15 Uhr Shorttrack 3 000 Meter Staffel Frauen<br />

21. Februar<br />

10.45 Uhr Ski Freestyle Aerials Mixed<br />

11.00 Uhr Langlauf Massenstart 50 km Männer<br />

12.00 Uhr Ski Freestyle Skicross Männer<br />

13.30 Uhr Ski Mountaineering Staffel Mixed<br />

14.15 Uhr Biathlon Massenstart 12,5 km Frauen<br />

15.00 Uhr Eisschnelllauf Massenstart Frauen<br />

15.00 Uhr Eisschnelllauf Massenstart Männer<br />

19.00 Uhr Bob Vierer Männer<br />

19.05 Uhr Curling Finale Männer<br />

19.30 Uhr Ski Freestyle Halfpipe Frauen<br />

22. Februar<br />

10.00 Uhr Bob Vierer Männer<br />

10.00 Uhr Langlauf Massenstart 50 km Frauen<br />

11.05 Uhr Curling Finale Frauen<br />

14.05 Uhr Eishockey Finale Männer<br />

Quelle: www.sportschau.de / Änderungen vorbehalten.<br />

19. Februar<br />

11.30 Uhr Ski Freestyle Aerials Männer<br />

12.55 Uhr Ski Mountaineering Sprint Frauen<br />

12.55 Uhr Ski Mountaineering Sprint Männer<br />

14.00 Uhr Nordische Kombination Sprint 2 × 7,5 km Team<br />

16.30 Uhr Eisschnelllauf 1 500 Meter Männer<br />

19.00 Uhr Eiskunstlauf Kür Frauen<br />

19.10 Uhr Eishockey Finale Frauen<br />

20. Februar<br />

12.00 Uhr Ski Freestyle Skicross Frauen<br />

14.15 Uhr Biathlon Massenstart 15 km Männer<br />

16.30 Uhr Eisschnelllauf 1.500 Meter Frauen<br />

19.30 Uhr Ski Freestyle Halfpipe Männer<br />

20.15 Uhr Shorttrack 1.500 Meter Frauen<br />

20.15 Uhr Shorttrack 5.000 Meter Staffel Männer<br />

© Alchemy – stock.adobe.com<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

21


EINE BÜHNE<br />

FÜR ILMENAU<br />

Festhalle Ilmenau – Impulsgeber für Kultur, Wirtschaft<br />

und Kongressleben<br />

Seit ihrer Wiedereröffnung im Frühjahr 2023 ist die Festhalle Ilmenau weit mehr als nur ein<br />

Veranstaltungsort. Sie ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen wachsen und<br />

Emotionen spürbar werden. Mit einem Investitionsvolumen von rund 24 Millionen Euro wurde<br />

eines der modernsten Kultur- und Kongresszentren Thüringens geschaffen – ein Haus, das Kultur,<br />

Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen inspiriert. Der Erfolg lässt sich sehen: Bereits 2024<br />

fanden rund 140 Veranstaltungen mit über 50.000 Besucher*innen statt, und für <strong>2025</strong> wird eine<br />

weitere Steigerung erwartet.<br />

"Wir sind stolz, dass wir so schnell durchgestartet sind und<br />

heute ein wichtiger Treffpunkt für Kultur, Wirtschaft und<br />

Wissenschaft in Thüringen sind."<br />

Patrick Schneider, Leiter der Festhalle Ilmenau<br />

Mit flexiblen Raumlösungen, modernster Technik<br />

und individuellem Service bietet die Festhalle ideale<br />

Voraussetzungen für Business-Events, Galas und<br />

Kongresse mit bis zu 2.400 Personen. Der Große<br />

und Kleine Saal, das Parkcafé und die Stadtpark-<br />

Terrasse schaffen den passenden Rahmen für jede<br />

Veranstaltung – von der Vorstandstagung bis zum<br />

Musik-Highlight. Zu den Referenzveranstaltungen<br />

zählen der Thüringer Forschungspreis, der Heilbädertag,<br />

der Außenwirtschaftstag, die InnoCon der LEG<br />

Thüringen und der Kirchentag der Diakonie Mitteldeutschland.<br />

Auch im Kultur- und Unterhaltungsbereich<br />

hat sich die Festhalle etabliert – etwa mit dem<br />

SpencerHill-Festival <strong>2025</strong>, das rund 20.000 Fans nach<br />

Ilmenau lockte. Ergänzt wird das Programm durch<br />

hochkarätige Kulturveranstaltungen, wie die<br />

Buchlesung mit Dr. Angela Merkel sowie ausverkaufte<br />

Konzerte von Die Prinzen, Heinz Rudolf Kunze und<br />

Fritz Kalkbrenner.<br />

Diese Vielfalt hat spürbare Wirkung: Sie belebt<br />

Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsdienstleistungen,<br />

schafft Arbeitsplätze und stärkt die lokale<br />

Wertschöpfung. Die Festhalle ist damit nicht nur<br />

kulturelles Herzstück, sondern auch ein<br />

wichtiger Wirtschaftsmotor für Ilmenau und die<br />

Region.<br />

„Hier wird nicht nur gefeiert und getagt –<br />

hier entsteht Begeisterung, die<br />

nachwirkt.“<br />

Dank der zentralen Lage, der guten Anbindung und<br />

des angrenzenden Stadtparks entsteht eine Atmosphäre,<br />

die Professionalität und Erlebnisqualität<br />

vereint. Wer also eine Location sucht, in der Business-<br />

Events, Gala oder Kongress unter einem Dach stattfinden<br />

können – modern, elegant und flexibel –, der<br />

findet in der Festhalle Ilmenau eine ausgezeichnete<br />

Wahl.


Steckbrief Festhalle Ilmenau<br />

Eröffnung: April 2023<br />

Investition:<br />

ca. 24 Mio. Euro<br />

Kapazität:<br />

bis zu 2.400 Personen gesamt<br />

Events 2024:<br />

140 Events | über 50.000 Besucher*innen<br />

Räume:<br />

Großer & Kleiner Saal, das Parkcafé,<br />

Wandelhalle, Terrasse mit Stadtparkzugang<br />

Technik:<br />

Hochwertige Licht-, Ton- und Medientechnik,<br />

Streaming, flexible Raumtrennung<br />

Service:<br />

Individuelle Event- und Technikplanung,<br />

Catering, Ticketing<br />

Barrierefreiheit:<br />

Vollständig barrierefrei<br />

(zertifiziert „Reisen für Alle“)<br />

Erfahre mehr auf<br />

unserer Website!<br />

Naumannstraße 22, 98693 Ilmenau<br />

www.festhalle-ilmenau.de<br />

festhalle_ilmenau<br />

Head of Booking, Katja Walther<br />

Mail: festhalle@ilmenau.de<br />

Tel.: 03677 600 352<br />

Kulturelle Highlights 2026<br />

05.-07.06. Altstadtfest<br />

07.08. Eröffnungskonzert MDR Musiksommer<br />

28.08.-06.09. Goethefestwoche<br />

03.-06.09. SpencerHill Festival


Falk und Sandra Thorwarth<br />

Intelligente<br />

Kommunikation –<br />

individuell<br />

und regional<br />

mit Tele Thorwarth<br />

In Schmalkalden laufen alle Fäden oder Leitungen<br />

zusammen. Hier befindet sich seit 1989 der Firmensitz<br />

von Tele Thorwarth. Inzwischen gehören zum inhabergeführten<br />

Unternehmen 61 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter im Innen- und Außendienst und 15 Filialen.<br />

Sie betreuen sowohl Firmen- als auch Privatkunden.<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> hat mit zufriedenen Kunden und<br />

mit Sandra Thorwarth über ihre Firmenphilosophie<br />

gesprochen.<br />

Michael Tröger (Foto oben) und Christian Heller<br />

Frau Thorwarth, was können Sie besser als andere Kommunikationsanbieter?<br />

Wir sind näher am Kunden als andere Anbieter. Bei uns gibt es<br />

keine Standardlösungen – wir hören zu, verstehen Ihre individuellen<br />

Anforderungen und reagieren schnell. Unsere Flexibilität<br />

und unsere kurzen Reaktionszeiten machen den Unterschied.<br />

Darüber hinaus nehmen wir unsere Kunden an die Hand<br />

und begleiten jedes Projekt von der ersten Konzeption bis zum<br />

erfolgreichen Onboarding.<br />

Was macht Ihre Kommunikationslösungen so attraktiv<br />

für Firmenkunden?<br />

Unsere Lösungen sind wie ein Maßanzug: perfekt auf die<br />

Bedürf nisse Ihres Unternehmens zugeschnitten … Sie erhalten<br />

keine Technik von der Stange, sondern Systeme, die Ihre<br />

Prozesse „Sie opti erhalten mal unterstützen bei uns keine und Technik Ihnen echten von der Mehrwert Stange,<br />

bieten. sondern Systeme, die Ihre Prozesse opti mal<br />

unterstützen und Ihnen echten Mehrwert bieten.“<br />

Sandra Thorwarth, Tele Thorwarth<br />

Welchen Service bieten Sie, nach der Installation?<br />

Wir sind nicht nur während der Installation an Ihrer Seite, sondern<br />

bleiben Ihr Partner für alle Themen rund um Telekommunikation.<br />

Wir betreuen Sie proaktiv, reagieren sofort bei akuten<br />

Anliegen und informieren Sie, wenn neue Tarife oder Technologien<br />

für Sie interessant sein könnten. So können Sie sich auf<br />

ihr Kerngeschäft konzentrieren und bleiben dennoch immer<br />

einen Schritt voraus.<br />

Warum gehe ich als Privatkunde zu Tele Thorwarth und<br />

nicht in den Telekom- oder Vodafone-Shop?<br />

Weil Sie bei uns unabhängig beraten werden. Wir finden die<br />

Lösung, die wirklich zu Ihnen passt – nicht die, die ein einzelner<br />

Anbieter vorgibt. Dank unseres breiten Portfolios können<br />

wir flexibel auf Ihre Wünsche eingehen und Ihnen die beste<br />

Option bieten.<br />

www.tele-thorwarth.de<br />

Nebenbei ist Tele Thorwarth auch sozial engagiert …<br />

Auch das gehört zu unserer Philosophie: Wir wollen in der Region<br />

verankert sein. So unterstützen wir Sportvereine, Kindergärten,<br />

die Tafel.<br />

24 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | wirtschaft<br />

„Guter Service ist für<br />

uns selbstverständlich.“<br />

Christian Heller,<br />

Systemtechniker Tele Thorwarth<br />

Die Transport-Spedition Friedrich & Sohn aus Erfurt hat<br />

200 Mitarbeiter. Sie beliefern mehr als 1.000 Kunden in<br />

Deutschland und Europa, mit 140 Fahrzeugen fahren sie im<br />

Jahr über 12 Millionen Kilometer. Wichtig für die erfolgreiche<br />

Arbeit ist die Vernetzung zwischen Zentrale und Fahrer.<br />

Herr Tino Friedrich, warum haben Sie sich für Tele Thorwarth<br />

entschieden?<br />

Das Konzept hat uns zugesagt, hier bekommen wir alles aus<br />

einer Hand. Entscheidend sind für uns das sympathische<br />

Auftreten der Mitarbeiter und die faire Beratung gewesen.<br />

Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hat überzeugt.<br />

Was finden Sie hier, was andere Anbieter nicht haben?<br />

Bei Tele Thorwarth werden Angebote aller Netzbetreiber entsprechend<br />

unserer Bedürfnisse verglichen und bewertet. Auch<br />

das hauseigene Produkt ThorTel hat uns mehr als überzeugt.<br />

Wie zufrieden sind Sie mit Service und Betreuung?<br />

Wir sind mit Tele Thorwarth gemeinsam gewachsen, z.B. durch<br />

die Integration von ThorTel in das Festnetz-Produkt von Tele<br />

Thorwarth, welches unsere alte Technik komplett abgelöst hat.<br />

Dazu kommen schnelle Lösungen, kompetente Betreuung und<br />

Abwicklung – wir sind vollauf zufrieden.<br />

Mit welchen Argumenten empfehlen Sie Tele Thorwarth<br />

weiter?<br />

Tele Thorwarth ist ein Ansprechpartner für alle Themen der<br />

Telekommunikation. Wer hier Kunde ist, muss sich über Telekommunikation<br />

keine Sorgen machen, weil das Gesamtpaket<br />

stimmt.<br />

„Ich habe immer einen<br />

Ansprech partner, egal, wie<br />

komplex das Thema ist.“<br />

Peter Möckel,<br />

Hörgeräte Möckel<br />

Das Familienunternehmen Hörgeräte Möckel wurde 1991 im<br />

Herzen der Theaterstadt Meiningen gegründet. Inzwischen ist<br />

der Firmenname auch in vielen anderen Thüringer Städten,<br />

wie Kahla, Saalfeld und Weimar sowie in Bayern zu hören. Ein<br />

wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Vernetzung zwischen<br />

dem Hauptsitz und den 23 Filialen mit über 90 engagierten<br />

Mitarbeitern. Die Cloud-Lösung, welche Tele Thorwarth mit<br />

ThorTel bereitstellt, zeigte sich hierfür als die optimale Lösung.<br />

Herr Peter Möckel, warum haben Sie sich für Tele Thorwarth<br />

entschieden?<br />

Wir waren auf der Suche nach einem verlässlichen Partner für<br />

Mobilfunk, Festnetz und Internet. Dabei war uns besonders<br />

wichtig, eine innovative und zugleich einfach nutzbare Lösung<br />

zu finden. Die Firma war mir bereits bekannt, sie genießt einen<br />

hervorragenden Ruf im südthüringer Raum. Zusätzlich bestärkte<br />

uns die Empfehlung eines langjährigen Geschäftspartners<br />

in unserer Entscheidung.<br />

Was finden Sie hier, was andere nicht haben?<br />

Wir haben sehr schnell gesehen, dass Tele Thorwarth keine<br />

Standardprodukte aus der Schublade anbietet, sondern das<br />

Angebot individuell auf uns zuschneidet. Das hat uns sehr beim<br />

Ausbau unseres Filialnetzes geholfen. Tele Thorwarth hat uns<br />

kompetent und proaktiv beraten: Was müssen wir beachten, wo<br />

müssen wir eventuell etwas anpassen, was gibt es Neues?<br />

Wie zufrieden sind Sie mit Service und Betreuung?<br />

Ich kann jederzeit anrufen, habe immer einen Ansprechpartner.<br />

Die Mitarbeiter wissen sofort Bescheid. Das ist einfach schön<br />

im Vergleich zu größeren Anbietern, wo man oft in der Warteschleife<br />

hängt.<br />

„Wer hier Kunde ist, muss<br />

sich über Telekommunikation<br />

keine Sorgen machen, weil<br />

das Gesamt paket stimmt.“<br />

Tino Friedrich,<br />

Spedition Friedrich & Sohn<br />

Mit welchen Argumenten empfehlen Sie Tele Thorwarth<br />

weiter?<br />

Im Prinzip mit allem, was ich bereits gesagt habe. Der für mich<br />

wichtigste Punkt sind die Mitarbeiter. Ich habe immer einen<br />

Ansprechpartner, egal, wie komplex das Thema ist. Und sie<br />

haben immer eine Lösung gefunden.<br />

Fotos: Tobias Kromke<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

25


Spezial: Winter-Wellness<br />

Gesund und<br />

gut gelaunt -<br />

garantiert<br />

von der Natur<br />

Foto: Kristall Therme Bad Klosterlausnitz<br />

Winter-Wellness in den Thüringer<br />

Kurorten und Heilbädern<br />

Egal ob wir es Stimmungstief oder Winterdepression<br />

nennen, die dunkle Jahreszeit ist eine echte Herausforderung.<br />

Die medizinische Diagnose lautet: Entzugs­<br />

erscheinung infolge Sonnenlichtmangels. Was also tun,<br />

um die gute Laune nicht zu verlieren, um Antriebslosig­<br />

keit und Müdigkeit zu vermeiden?<br />

Eine Extra-Portion Schokolade oder ein ganzer Beutel<br />

Weihnachtsplätzchen wären eine Möglichkeit, führen<br />

aber wegen ihrer Kalorien oft zu ungewünschten<br />

Nebenwirkungen. Sinnvoller ist es, die Thüringer Heilbäder<br />

und Kurorte in die Schlechte-Stimmungs-Präven­<br />

tion einzubeziehen. Ein Kurzurlaub an der frischen,<br />

klaren Luft in den Thüringer Luftkurorten kann Wunder<br />

bewirken! Sowohl für die Stimmung als auch für die<br />

Erkältungs-Abwehrkräfte. Gönnen Sie sich einen Kurz­<br />

urlaub, ein Wochenende oder einen Tagesausflug ganz<br />

in Ihrer Nähe – indoor oder outdoor. . Organisiert in<br />

Eigenregie mit Ihren Lieblingsanwendungen und ohne<br />

Rezept! TOP <strong>THÜRINGEN</strong> und die Thüringer Tourismus<br />

GmbH wollen Ihnen die Möglichkeiten der Thüringer<br />

Heilbäder und Kurorte mit ihren natürlichen Heilmitteln<br />

(Sole, Moor, Luft, Klima, Heilwasser) ) vorstellen.<br />

Text: Jens Roder<br />

Fotos: siehe Einzelbildnachweise<br />

Indoor – warm und nass<br />

Die Sole kommt als natürliches Heilmittel aus den Tiefen der Erde<br />

und ist vor Millionen von Jahren entstanden. Trotz ihres enormen<br />

Alters gelingt es ihr, uns Vitalität und Lebenslust einzuhauchen.<br />

Das schafft sie scheinbar mühelos durch ihre Mineralien und Spurenelemente<br />

wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Mangan,<br />

Zink und Jod. Alles für den Körper wichtige Beigaben der Natur,<br />

die im raffinierten Kochsalz fehlen.<br />

Sole kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewandt werden,<br />

im Solebad oder per Inhalation im Gradierwerk. Die Wärme im Solebad<br />

bewirkt eine schnelle Öffnung der Hautporen und beschleunigt<br />

die Aufnahme der Wirkstoffe. So lassen sich Erkrankungen<br />

der Atmungsorgane lindern oder ihnen vorbeugen, auch Verspannungen<br />

werden abgebaut. Mineralien und Spurenelemente wirken<br />

zudem auf den Serotoninspiegel. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff,<br />

der die Stimmung und das Wohlbefinden (Schlaf, Appetit,<br />

Psyche) beeinflusst.<br />

Auch das Moor zählt zu den natürlichen Heilmitteln. Die langsame<br />

Wärmeabgabe der Voll- oder Teilkörperbäder ermöglicht eine<br />

tiefere Wärmedurchdringung des Körpers und damit eine intensivere<br />

Wirkstoffaufnahme. So lassen sich Muskelverspannungen im<br />

Moorbad lösen. Die im Moor enthaltenen Inhaltsstoffe wie Huminsäure<br />

und Kieselsäure lindern Beschwerden bei rheumatischen<br />

Erkran kungen und Gelenkproblemen.<br />

Ausgestattet mit lebenswichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen<br />

kann Heilwasser helfen, die gesundheitlichen Herausforderungen<br />

des Alltags zu meistern. Für ein Gesundheitswochenende<br />

im Winter ist es nur bedingt geeignet. Es wird in der Regel<br />

getrunken, am besten über einen längeren Zeitraum. Eine Ausnahme<br />

ist das Wannen-Sitzbad in Bad Liebenstein.<br />

26 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Spezial: Winter-Wellness<br />

Bad Klosterlausnitz – Heilbad<br />

Kristall Therme<br />

Auch wenn der offizielle Titel noch fehlt, Bad Klosterlausnitz ist das<br />

Wellness zentrum in Ostthüringen. Der Ortsname geht auf ein altes<br />

Frauenkloster zurück. Hier wohnten bis zur Reformation also Damen,<br />

die gern für sich sein wollten. Dieses Prinzip kommt auch in der<br />

Kristall Therme zur Anwendung. Man ist für sich, weit weg vom Stress<br />

des Alltags, und genießt die Heilmittel der Natur.<br />

Wirkung der Sole: Muskulatur, Atemwege, zarte Haut<br />

Sole-Anwendungen:<br />

— Thermal-Solebecken: 1 % Sole, 31 °C mit Strömungskanal,<br />

Wasserpilz, Wellenbad<br />

— Thermal-Solebecken: 3 % Sole, 33 °C<br />

— Natron-Becken: 36 °C, ein Natronbad regt den Stoffwechsel an,<br />

entschlackt und macht die Haut samtweich<br />

Außerdem:<br />

Thermal-Außen-Solebecken: 12 % Sole, 36 °C (hier schweben Sie<br />

wie im Toten Meer), großer Saunabereich<br />

→ www.kristalltherme-bad-klosterlausnitz.de<br />

Fotos: Kristall Therme<br />

Tipp für die Sole-Praxis:<br />

Die empfohlene Badedauer liegt bei 10 bis 20 Minuten. Dieser Rhythmus<br />

sollte je nach Befinden wiederholt werden, denn Baden in warmer<br />

Sole ist eine gewollte Belastung von Körper und Kreislauf. Nach<br />

dem Bad sollte der Körper nicht sofort abgeduscht werden, damit die<br />

Mineralsalze noch auf der Haut wirken können.<br />

Fotos: Tino Sieland (1 u. 3), KTL Bad Langensalza (2)<br />

Bad Langensalza – Schwefel-Sole-Heilbad<br />

Friederiken Therme<br />

Seinen Namen verdankt das Thermalbad Herzogin Friederike von<br />

Sachsen-Weißenfels. Sie kam 1746 als junge Witwe nach Langen salza<br />

und lebte bis zu ihrem Tode im Friederikenschlösschen.<br />

Der Sage nach soll sie von Zwergen in deren unterirdisches Reich<br />

eingeladen und in die Geheimnisse von Schwefelwasser und dessen<br />

heilender Kraft eingeweiht worden sein. Die Realität sah dann etwas<br />

anders aus. 1811 wurden die Schwefelquellen entdeckt. Bereits ein<br />

Jahr später startete der Kurbetrieb mit der Eröffnung des ersten<br />

Schwefelbads. Die Sole sprudelt und heilt erst seit 1999, nachdem<br />

planmäßig nach ihr gesucht und gebohrt worden war.<br />

Wirkung der Sole: Haut- und Erkältungskrankheiten, Durchblutungs-,<br />

Stoffwechselstörungen<br />

Sole-Anwendungen:<br />

— Sole-Thermalbecken innen und außen: 3 %, 32 °C<br />

— Quellbecken: 5 %, 34 °C<br />

Außerdem:<br />

In der Friederiken Therme können Sie auch das Trinkheilwasser<br />

probieren. Es hilft u.a. bei Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislaufstörungen<br />

und Gelenks- und Muskelerkrankungen. Das Schwefelwasser<br />

kommt in der Rehaklinik zur Anwendung.<br />

→ www.friederikentherme.de<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

27


Spezial: Winter-Wellness<br />

Fotos: Florian Trykowski<br />

Bad Lobenstein – Moor-Heilbad<br />

Ardesia Therme<br />

Wenn man es mit Thüringens Mittelgebirgen wirklich genau<br />

nimmt, dann muss man zwischen Thüringer Wald und<br />

Thü ringer Schiefergebirge unterscheiden. Wo genau das eine<br />

endet und das andere beginnt, gehört nicht zur Thüringer<br />

Allgemeinbildung. Fakt ist aber, Bad Lobenstein liegt im<br />

Thüringer Schiefergebirge. Und da das Wort Schiefer im<br />

Italienischen etwas schöner klingt, hat man sich für Ardesia<br />

Therme und nicht für Schiefer Therme entschieden.<br />

Verschiedene Mooranwendungen sind das Markenzeichen der<br />

Ardesia Therme. Das Moorvollbad mit 39 °C ist die intensivste<br />

Anwendung, die abgegebene Wärme dringt gleichmäßig und<br />

besonders tief in den Körper ein. In der Moorsauna (exklusiv in<br />

Bad Lobenstein) entfaltet sich die Wirkung des Moores bei über<br />

48 °C über die Haut und die Atemwege in den gesamten Bewegungsapparat.<br />

Das Moor stammt aus dem Bad Lobensteiner<br />

Hochtorfmoorvorkommen. Die darin enthaltene Huminsäure<br />

wirkt entzündungshemmend, stoffwechselanregend und<br />

durchblutungsfördernd.<br />

Wirkung Moor: Muskelverspannungen, Durchblutung, Haut,<br />

Gelenke<br />

Außerdem: Verschiedene Thermalbecken mit Wasser aus örtlicher<br />

Quelle (32 bis 37 °C), Totes-Meer-Salzgrotte, Stellplatz für<br />

Wohnmobile<br />

→ www.ardesia-therme.de<br />

Fotos: Moritz Richling (Außenaufnahme),<br />

Daniela Göpel (Innenbereich)<br />

Bad Salzungen – Sole-Heilbad<br />

Solewelt<br />

Vor der Erfindung des Kühlschranks war Salz das einzige<br />

wirksame Mittel zur Konservierung von Lebensmitteln.<br />

Es war unentbehrlich, wer es besaß, hatte so etwas wie einen<br />

Goldesel oder eine Gelddruckmaschine unter der Erde.<br />

In Bad Salzungen wurden die Salzquellen schon zur Lutherzeit<br />

als Heilmittel genutzt. Im 19. Jahrhundert boomte dann<br />

der Bade- und Kurbetrieb, 1821 entstand das erste Badehaus.<br />

Mit einem natürlichen Salzgehalt von bis zu 27 % ist die Bad<br />

Salzunger Sole eine der stärksten Solen weltweit. Für den<br />

Kur- und Badebetrieb wird sie etwas verdünnt.<br />

Wirkung der Sole:<br />

Bewegungsapparat, Entlastung<br />

von Muskeln und Gelenken<br />

Sole-Anwendungen:<br />

— Soleaktivbad: 2 % Sole, 32 °C<br />

— Sole-Schwebebecken: 15 % Sole, 34 °C, hier schweben Sie<br />

schwerelos wie im Toten Meer und lauschen Unterwassermusik,<br />

ideal bei Verspannungen und Rückenbeschwerden<br />

— Baby- und Kleinkind-Becken „Salinchen“: 2 % Sole, 32 °C<br />

(leichter Salzgehalt und wohlige Wassertemperatur)<br />

Außerdem: Totes-Meer-Salzgrotte, Sole-Sauna (wirkt wie ein<br />

kleines Gradierwerk, gut für Atemwege und Haut)<br />

→ www.solewelt.de<br />

28 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


UNSER „WINTERSPECIAL“<br />

IHR 4-STERNE-<br />

SUPERIOR-REFUGIUM<br />

für Winterwellness, Genuss und echte Erholung<br />

• 2 Nächte inkl. Frühstück<br />

• 1x Abendessen (3-Gang-Menü oder Buffet)<br />

• 1x Eichsfelder Festtagsbraten<br />

mit Thüringer Kloß zum Abendessen<br />

• Glühwein zur Begrüßung<br />

• Winterüberraschung<br />

• 10 % auf Spa-Leistungen<br />

• 1x Heilbad Heiligenstadt erleben<br />

(Stadtführung oder Eintritt in ein Museum)<br />

Wenn der Winter das Eichsfeld in ein funkelndes<br />

Weiß hüllt, öffnet das Hotel am<br />

Vital park seine Türen für erholsame Tage<br />

voller Wärme und Wohlgefühl.<br />

Ein Tag beginnt hier genussvoll mit einem<br />

reichhal tigen Frühstück: aromatische Kaffeeund<br />

Tee spezialitäten, frische Eierspeisen,<br />

regionale Köstlichkeiten sowie allerlei<br />

gesunde und süße Leckereien lassen keinen<br />

Wunsch unerfüllt.<br />

Gestärkt und voller Energie zieht es einen<br />

hinaus in die winterliche Landschaft. Unter<br />

den Füßen knirscht der frostige Boden,<br />

während die Sonne auf den verschneiten<br />

Wiesen funkelnd glitzert. Bei einer Wanderung<br />

rund um Heilbad Heiligenstadt oder<br />

einem Spaziergang durch den Kurpark spürt<br />

man die Freiheit, die Stille und die belebende<br />

Kraft der Natur.<br />

Zurück im Hotel steht Aufwärmen und<br />

Abschalten auf dem Programm. Über einen<br />

Bademantelgang geht es direkt in den Vitalpark,<br />

eine der größten Wellnesslandschaften<br />

Nordthüringens. Auf 4.500 m2 entfaltet sich<br />

eine Vielfalt an Möglichkeiten der Entspannung.<br />

Acht unterschiedliche Saunen und<br />

Dampfbäder — von der finnischen Sauna<br />

über die Entdeckersauna bis zur Panoramasauna<br />

bringen den Körper auf Temperatur.<br />

Tägliche Aufgüsse beleben zudem die Sinne.<br />

In den fünf Pools, darunter ein Solebecken,<br />

ein Erlebnisbecken und ein beheiztes<br />

Außenbecken, gleiten die Gedanken und<br />

Alltags sorgen mühelos dahin. Und wer das<br />

Besondere sucht, lässt sich bei einer wohltuenden<br />

Massage verwöhnen.<br />

Auch Fitnessfans kommen auf ihre Kosten:<br />

Im modernen Trainingsbereich lassen sich<br />

Kraft und Ausdauer gezielt stärken — oder<br />

man bucht ein Personal Training, um ganz<br />

individuell an seinen Zielen zu arbeiten.<br />

Am Abend darf man sich auf kulinarischen<br />

Genuss im hauseigenen Restaurant „Theodor<br />

Storm“ freuen. Im stimmungsvollen<br />

Ambiente werden saisonale Gerichte und<br />

klassische Spezialitäten serviert.<br />

Nach dem Digestif an der Bar wartet dann<br />

das komfortable Zimmer oder die großzügige<br />

Suite gestaltet mit warmen Farben, natürlichen<br />

Materialien und kuscheligem Bett.<br />

Hier kann der Tag gemütlich ausklingen und<br />

vielleicht träumt man sogar schon vom<br />

nächsten unvergesslichen Wintertag im<br />

Hotel am Vitalpark.<br />

IHRE ADRESSE ZUM ENTSCHLEUNIGEN:<br />

Hotel am Vitalpark<br />

In der Leineaue 2<br />

37308 Heilbad Heiligenstadt<br />

www.hotel-am-vitalpark.de<br />

ab 249,— €<br />

Preis p.P. im DZ


Spezial: Winter-Wellness<br />

Bad Sulza – Sole-Heilbad<br />

Toskana Therme<br />

Wer im Italienischen neben Pizza und Pasta nicht gleich jede<br />

Vokabel parat hat, der könnte die bekannte Textzeile eines<br />

alten Klassikers möglicherweise falsch verstehen: „O sole mio“<br />

ist kein Werbeschlager für Sole-Thermalbäder, sondern bedeutet<br />

so viel wie „Meine Sonne“. Trotzdem würde „O sole mio“<br />

perfekt zu Bad Sulza passen, als Sonne des Thermalbadens<br />

sozusagen. Hier warten nicht nur fünf verschiedene Thermalbecken<br />

auf die Besucher, hier gibt es mit dem Liquid Sound®<br />

Tempel etwas Einmaliges in Thüringen. Hier lässt es sich<br />

herrlich entspannen, mit warmer Sole, einem verzaubernden<br />

Farb-Licht-Spiel und verschiedenen Klängen (mystisch, sphärisch,<br />

entspannend).<br />

Wirkung der Sole: Haut, Atemwege, Entspannung und Wohlbefinden<br />

Sole-Anwendungen:<br />

— 2 Kaskaden-Solebecken mit Massagedüsen, Speier,<br />

2 Whirlpools, 34 °C<br />

— Kindersolebecken: 36 °C<br />

— Liquid Sound® Tempel: 36 °C<br />

— Beheiztes Sole-Außenbecken mit Strömungskanal, Unterwasser-Massageliegen,<br />

Wasserpilz, Whirlpool, 30 °C<br />

Außerdem: After-Work-Relaxing, Lyrik unter Wasser, elektronische<br />

Musik mit DJ, Hotel für Wellness-Wochenende, Gradierwerk<br />

→ www.bad-sulza.info<br />

→ www.toskanaworld.net<br />

Heilbad Heiligenstadt – Sole-Heilbad<br />

Vitalpark<br />

Für die Christen im Mittelalter war der Ort etwas ganz Besonderes, hier<br />

wurden die Reliquien heiliger Männer aufbewahrt. Die heilige Stätte wird<br />

vermutlich auch viele Pilger angezogen haben und man musste deswegen<br />

auch nicht lange über den Ortsnamen nachdenken. Da die Zeiten sich<br />

inzwischen gewaltig geändert haben, hat Heiligenstadt auf zeitgemäße<br />

Attrak tionen umgestellt. Ein Teil der Lösung ist der Vitalpark.<br />

Wirkung der Sole: Haut weich und geschmeidig, Durchblutung,<br />

entspannt die Muskulatur, verbessert die Beweglichkeit<br />

Sole-Anwendungen:<br />

1 Sole-Thermalbecken: 32 °C<br />

Außerdem: Außen-, Sport-, Kinderbecken,<br />

Saunalandschaft, Spa-Anwendungen,<br />

4-Sterne-Superior-Hotel mit Wellness angeboten<br />

→ www.vitalpark-heiligenstadt.de<br />

Fotos: Christin Engel<br />

Fotos: Ollertz Architekten BDA (Außenaufnahme), Stefan Hopf/Picture-S.de, Ortwin Klipp<br />

30 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


ANZEIGE<br />

JEDER TAG EINE AUSZEIT VOM<br />

ALLTAG MIT VIEL ERHOLUNG<br />

UND ENTSPANNUNG<br />

Kristall - ein traumhaftes Erlebnis von Sommer bis Winter mit den heißesten<br />

Aufgüssen der Region und der wohligen Wärme gesunden Wassers. Eine Auszeit<br />

vom Alltag und Jungbrunnen für die Gesundheit an 364 Tagen im Jahr.<br />

Schon hinter der Eingangstür spürt man das Besondere der Therme. Wärme und<br />

Düfte umhüllen jeden Gast und die edle Gestaltung des Foyers lädt zum Verweilen<br />

ein. Eingebettet im Tal des idyllischen Kurortes Bad Klosterlausnitz ist die Kristall<br />

Wohlfühltherme Ziel von Saunafans aus nah und fern. Hier frönen sie der puren<br />

Entspannung und des allumfassenden Wohlergehens mit insgesamt 11 Themensaunen,<br />

2 Dampftempeln, Osmanischem Hamam, einem großen Wellenbecken<br />

mit stündlicher Brandung, Strömungskanal, einem 3%igen sowie 12%igen<br />

Solebecken und Natronbecken.<br />

Heilsaunieren und Gesundbaden ist die Kristall-Kombination für den perfekten<br />

Wellnesstag in einer wunderschönen Bade- und Saunalandschaft. Dabei wird man<br />

mit hervorragendem Solewasser verwöhnt, welches mit positiven Effekten auf<br />

Gelenke, Knochen und Atemwege schmerzlindernd wirkt und das Wohlbefinden<br />

maßgeblich steigert.<br />

In Anlehnung an die Lehre der hl. Hildegard von Bingen wird der gesamte Wasserlauf<br />

mit einer Grander Anlage belebt und mit der Energie kostbarer Edelsteine aufgewertet.<br />

Mit Kompetenz und Fürsorge verwöhnt das Kristall-Team die Besucher täglich mit<br />

Aufgüssen, Wassergymnastik, Zeremonien und insgesamt einem Rundum-<br />

Wohlfühlprogramm.<br />

Bei tollen Aufgüsse von kompetenter Hand mit intensiven Düften kommen<br />

Saunaprofis und -anfänger auf ihre Kosten.<br />

Entspannung auf höchstem Niveau erfahren Besucher außerdem, wenn sie aus<br />

dem großen Angebot an Massagen und therapeutische Anwendungen wählen.<br />

Man gönnt sich Dayspa bei welchem keine Wünsche unerfüllt bleiben.<br />

Das leibliche Wohl kommt mit täglich frisch zubereiteten Speisen im Thermenrestaurant<br />

SIR FRANZ auch nicht zu kurz. An der Saunabar, im weitläufigen Restaurantbereich<br />

der Therme oder im edlen Foyer genießt man eine hervorragende Küche.<br />

Öffnungszeiten/ Preise:<br />

www.kristalltherme-bad-klosterlausnitz.de<br />

Kristall Therme Bad Klosterlausnitz<br />

Köstritzer Str. 16 • 07639 Bad Klosterlausnitz • Tel. +49 36601 5980<br />

info@kristalltherme-bad-klosterlausnitz.de • www.kristalltherme-bad-klosterlausnitz.de<br />

@KristallthermeBadKlosterlausnitz<br />

@kristalltherme_klosterlausnitz


Spezial: Winter-Wellness<br />

Fotos: Tobias Kromke<br />

Bad Liebenstein – Heilbad<br />

Der Ort im Naturpark Thüringer Wald kann auf eine über<br />

400-jährige Heilwasser-Tradition verweisen, man kann also<br />

mit Ehrfurcht von Thüringens erstem Heilbad sprechen. Um<br />

1600 wurde die Liebensteiner Mineralquelle erstmals erwähnt.<br />

Auch der Coburger Herzog Johann Casimir bekam davon Wind,<br />

zeigte großes Interesse und schon bekam die Quelle seinen<br />

zweiten Vornamen. So funktionierte Marketing damals.<br />

200 Jahre später war es mit Meininger Herzog Georg wieder ein<br />

adliger Landesvater, der die Entwicklung des Badbetriebs im<br />

Ort organisierte. Viele Gebäude im klassizistischen Stil, wie der<br />

Brunnentempel, wurden errichtet. Später kamen Gebäude wie<br />

die Villa Feodora dazu, die auch als Mordkulisse für den Rennsteigkrimi<br />

diente.<br />

Das Heilwasser der Casimir-Quelle (es handelt sich um einen<br />

sogenannten Natrium-Calcium-Chlorid-Hydrogencarbonat­<br />

Säuerling) steht im Zentrum des Bad Liebensteiner Kurbetriebs.<br />

Im Vital-Brunnen bzw. Kurhaus können Sie sich ein Wannen­<br />

Sitzbad bei 34 °C Heilwassertemperatur genehmigen. Dank des<br />

hohen CO 2 -Gehalts sprudelt es angenehm auf der Haut, ist aber<br />

auch etwas kühl im Vergleich zur sonstigen Badewannentemperatur.<br />

Aber keine Sorge: Bei einer Badezeremonie im Vital­<br />

Brunnen können Sie sich wieder aufwärmen.<br />

Trinkbar ist das Heilwasser natürlich auch, im Winter sprudeln<br />

die Trinkbrunnen in der Wandelhalle und im Vital-Brunnen<br />

munter weiter. Auch hier kommt die Kohlensäure voll zur Geltung,<br />

es bitzelt erfrischend auf der Zunge. Gut für den gesamten<br />

Organis mus bei regelmäßiger Anwendung<br />

Wirkung Heilwasser: Immunsystem, Calcium- und Eisenmangel,<br />

Bluthochdruck<br />

Außerdem: Kneipp-Vital-Park, Terrainkurwege, Salzgrotte,<br />

Schloss und Park Altenstein, Altensteiner Höhle, Brauerei Stupps<br />

→ www.kurhaus-badliebenstein.de<br />

→ www.bad-liebenstein.de<br />

Indoor – warm eingepackt und trocken<br />

Saalfeld – Ort mit Heilstollenkurbetrieb<br />

Die Saalfelder Feengrotten sind ein Schaubergwerk, das schon<br />

1914 eröffnet wurde und aus einem stillgelegten Bergwerk<br />

hervorgegangen ist. Berühmt sind die farbigen Tropfsteine,<br />

die der Marienhöhle sind die schönsten und mit bis zu<br />

300 Jahren auch die ältesten. Überregio nal bekannt ist<br />

auch der Abenteuerwald Feenwäldchen. Da die Feengrotten<br />

auch über einen Naturheilstollen verfügen, darf<br />

sich Saalfeld „Ort mit Heilstollenkurbetrieb“ nennen.<br />

Der Naturheilstollen der Saalfelder Feengrotten ist der<br />

älteste seiner Art in ganz Deutschland. In einem separaten<br />

Grubenteil atmet man reine, kühle Luft, frei von Pollen und<br />

Allergenen. Die einzigartige Atmo sphäre tief im Berg schenkt<br />

außer dem Ruhe und Entspannung, kombiniert mit einer spürbaren Erleichterung<br />

der Atemwege, einer Verbesserung des Wohlbefindens und der Stärkung<br />

des Immunsystems. Ein bis zwei Stunden im Heilstollen wirken wie ein<br />

Kurzurlaub vom Alltag.<br />

Inhalationsdauer: wahlweise 1 oder 2 Stunden<br />

Wichtig: Unter Tage stehen komfortable Liegen mit Isomatten und Schlafsäcken<br />

zur Verfügung. Bitte an warme Kleidung denken, die Stollentemperatur beträgt<br />

ganz jährig erfrischende 10 °C.<br />

Außerdem: Klangschalenkonzerte und Yoga-Stunden im Naturheil stollen,<br />

Besuch im Schaubergwerk<br />

→ www.feengrotten.de<br />

Fotos: Florian Trykowski (links), M. F. Schmidt<br />

32 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Spezial: Winter-Wellness<br />

Outdoor – Heilklima und gesunde Luft<br />

Es ist eine anerkannte Tatsache: Je weniger Städte und Industrie<br />

in der Nähe, umso sauberer ist die Luft. Deshalb liegen alle<br />

Thüringer Luftkurorte bzw. Heilklimatischen Kurorte in einer<br />

waldreichen Gegend, im Thüringer Wald oder im Harz.<br />

Die Lage allein macht es natürlich nicht, die Luftqualität wird<br />

ständig durch den Deutschen Wetterdienst kontrolliert.<br />

Also einfach hinfahren und tief atmen … Und was passiert<br />

dann eigentlich?<br />

Besonders reine Luft schützt vor Erkrankungen der Atemwege,<br />

stärkt das Herz-Kreislaufsystem und beugt depressiven Verstimmungen<br />

und allgemeinen Erschöpfungszuständen vor.<br />

Eine Super-Alleskönnerin also, genauso wie das sogenannte<br />

„Wechselklima“ der Kurorte! Die Bewegung an frischer Luft<br />

unter den Klimareizen von Sonne, Wind, Wärme, Kälte und<br />

manchmal auch durch Regen und Schnee übt wichtige Reize<br />

auf unser Immunsystem aus und trägt zu einem besseren<br />

Wohlbefinden bei.<br />

Um das Naturheilverfahren „Reizklima“ zu optimieren, haben<br />

alle Kurorte sogenannte Terrainkurwege angelegt. Unter Terrainkur<br />

versteht man ein dosiertes Training von Herz und<br />

Kreislauf auf eigens dafür bestimmten Wegen unter Einbeziehung<br />

des positiven Heilklimas. Das Terraintraining strebt eine<br />

verbesserte Ausdauerleistungsfähigkeit sowie eine Stabilisierung<br />

des Immunsystems an. Auch für den Bewegungsapparat<br />

werden beim Terraintraining positive Wirkungen erreicht.<br />

Beim Gehen oder Wandern werden durch den rhythmischdynamischen<br />

Wechsel zwischen Be- und Ent lastung von Wirbelsäule<br />

und Gelenken positive Reize gesetzt.<br />

Stützerbach – Luftkurort<br />

Der Luftkurort liegt am Nordhang des Thüringer Waldes<br />

(590–828 Meter hoch) inmitten einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft.<br />

Eingebettet in ausgedehnte Wälder und Wiesen<br />

erleben Sie in einer Zone des UNESCO-Biosphärenreservats<br />

Thüringer Wald eine urwüchsige Landschaft.<br />

Neben vielen anderen Wanderwegen steht der Stützerbacher<br />

„Atem-Weg“ im Mittelpunkt. Der 3,3 km lange Rundweg führt<br />

durch eine idyllische Landschaft und lädt ein, sich bei Atemund<br />

Kneippübungen zu entspannen. Entlang des Weges werden<br />

außerdem Übungen zur Kräftigung der Lungen- und<br />

Herzfunktion vorgestellt. Ein integrierter Barfußpfad (in der<br />

schnee- und eisfreien Zeit) wirkt zudem anregend auf den<br />

Kreislauf und stärkt das Immunsystem. Also lassen Sie die<br />

Seele baumeln, entspannen und genießen Sie die Natur um<br />

Stützerbach.<br />

Außerdem: Beleuchtete Rodelbahn am Schlossberg,<br />

Rodelhänge am Präzeptorsgrund und am Auerhahn,<br />

gespurte Langlaufloipen, Wildbeobachtung<br />

→ www.stuetzerbach.de<br />

Fotos: Kurverwaltung Stützerbach, Karte: © Open Street Map<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

33


Spezial: Winter-Wellness<br />

Neustadt/Harz –<br />

Heilklimatischer Kurort/Luftkurort<br />

Der Ort liegt romantisch am Südhang des Harzes, umgeben von<br />

Mischwäldern, die nicht nur für saubere Luft sorgen, sondern<br />

auch Nachbarschaftshilfe betreiben! Das geschieht über sogenannte<br />

Boten- oder Duftstoffe (Terpene), mit denen Baumnachbarn<br />

vor Schädlingen gewarnt werden. Vermutlich ungewollt<br />

sind die Terpene auch für uns Menschen ganz nützlich: Sie wirken<br />

stressreduzierend, verbessern die psychische Verfassung<br />

und stärken das Immunsystem durch die Produktion von natürlichen<br />

Killerzellen. Die wiederum sind in der Lage, Krankheitserreger<br />

abzuwehren. Terpene sind auch in der Winterluft<br />

enthalten, v. a. dank der Nadelbäume.<br />

Auf den gut ausgeschilderten Wander- und Terrainkurwegen<br />

können Sie rund um Neustadt/Harz die Natur genießen, vom<br />

Alltagsstress abschalten und die Abwehrkräfte stärken. Sehenswert<br />

sind auch die Stadt mit Rolandsfigur am Ratskeller, altem<br />

Stadttor und vielen Fachwerkhäusern.<br />

Die zwei Terrainkurwege („Der Leichte“ und „Schöne Aussichten“)<br />

sind für alle Fitnesslevel geeignet, unter 2 Kilometer lang<br />

und in rund einer halben Stunde absolviert.<br />

Außerdem: Kurpark, Burg Hohnstein, Talsperre, Poppenberg<br />

mit Aussichtsturm<br />

Fotos: Alexandra Günther, Dirk Daniel<br />

→ www.harztor.de<br />

Masserberg – Heilklimatischer Kurort<br />

Dank der sauberen Luft gehört zur Rehaklinik Masserberg auch<br />

die Abteilung Augenheilkunde, die bundesweit einzigartig ist.<br />

Wer einfach nur Wohlbefinden und Abwehrkräfte steigern will,<br />

der findet hier auf rund 800 Metern Höhe 8 Terrainkurwege<br />

mit verschiedenen Belastungsstufen von leicht bis schwer.<br />

Der kürzeste ist 3,9 Kilometer lang, der längste 14,5 Kilometer.<br />

Alle Wege eignen sich auch hervorragend für Nordic Walking<br />

und zum Wandern. Auch ein Barfußweg (Rundweg, ca. 1 km<br />

lang, Untergrund: Tannenzapfen, Holzspäne, verschiedene<br />

Steine) kann für die Gesundheitsvorsorge genutzt werden,<br />

solange noch kein Schnee gefallen ist.<br />

Außerdem:<br />

Ca. 70 km Loipen und Skiwanderwege werden im Winter und<br />

nach Schneelage rund um Masserberg gezogen und nach den<br />

Qualitätsstandards des Deutschen Skiverbandes beschildert.<br />

Alpinfahrer und Snowboarder treffen sich in der Skiarea Heubach.<br />

Skiausrüstungen können Sie bequem vor Ort ausleihen.<br />

Fotos: Thüringer Tourismus GmbH / Udo Bernhart,<br />

Tourist-Information Masserberg<br />

→ www.masserberg.de<br />

34 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Spezial: Winter-Wellness<br />

Friedrichroda/Finsterbergen – Heilklimatischer Kurort Premium Class<br />

Der Pfarrer Sebastian Kneipp hat vor vielen Jahren das Gesundheits-<br />

und Wellness-Motto von Friedrichroda und Finsterbergen<br />

formuliert: „Die Natur ist die beste Apotheke“. Begrifflich<br />

hat man sich inzwischen auf „Heilklimawandern“ geeinigt<br />

und so funktioniert es: Der Organismus lernt wieder, sich auf<br />

schonende Weise mit Klimareizen wie Sonne, Wind und Kälte<br />

auseinanderzusetzen. Unser Körper kann sich so regenerieren,<br />

abhärten und vor Erkältungskrankheiten schützen.<br />

Zum Heilklimawandern stehen 12 zertifizierte Terrainkurwege<br />

rund um Friedrichroda zur Verfügung, in Finsterbergen sieben.<br />

Außerdem werden auch im Winter jeden Freitag geführte Klimaund<br />

Gesundheitswanderungen mit einer Klimatherapeutin<br />

angeboten, wechselnd ab Friedrichroda bzw. Finsterbergen.<br />

Außerdem: Skiwanderwege, Rodelhänge, Heilklima-Liegen<br />

an verschiedenen Standorten<br />

→ www.friedrichroda.info<br />

Fotos: Stadt Friedrichroda<br />

Luftkurort: Luftqualitätsmessung durch den Deutschen<br />

Wetterdienst (CO₂, Pollen-, Feinstaub- und Allergenbelastung)<br />

Heilklimatischer Kurort:<br />

zusätzlich thera peutische Angebote, Kurklinik, geführte<br />

Wanderungen mit Klima therapeuten<br />

Heilklimatischer Kurort mit Premium Class:<br />

Zusatzprädikat durch Engagement für Nach haltigkeit und<br />

Klima schutz (Einsatz erneuerbarer Ener gien, freier ÖPNV in<br />

Kurkarte). Deutschlandweit tragen nur 19 Heil klima tische<br />

Kur orte den Zusatz „Premium Class“ – einer davon ist Friedrichroda<br />

mit dem Ortsteil Finsterbergen.<br />

Bad Berka – Ort mit Heilquellenkurbetrieb<br />

Bad Berka steht seit über 200 Jahren im Dienst der Gesundheit.<br />

1813 wurde mit einem Schwefelbad die erste Kureinrichtung eröffnet.<br />

Heute wird das Heilwasser aus dem Goethebrunnen genutzt,<br />

das auch zur privaten Anwendung zur Verfügung steht,<br />

zum Beispiel bei Calciummangel. Wen das nicht betrifft, kann<br />

rund um Bad Berka auf jeden Fall seine Abwehrkräfte stärken.<br />

Das Areal des Bad Berkaer VitalParcours umfasst vier Nordic­<br />

Walking-Wege, zertifiziert durch den Deutschen Nordic-Walking-Verband.<br />

Für alle, die schonend – zugleich aber hoch­<br />

effektiv – zu mehr Fitness gelangen wollen, ist Nordic Walking<br />

die richtige Sportart. Es bewirkt einen deutlichen Muskel aufbau<br />

und Gewichtsabbau, beugt Krankheiten wie Bluthochdruck,<br />

Herzinfarkt und Diabetes vor. Es ist für Anfänger jeder Altersstufe<br />

und für Ungeübte leicht erlernbar.<br />

Außerdem:<br />

Bummel durch den Kurpark, Wanderung zum Paulinenturm<br />

→ www.bad-berka.de<br />

Fotos: Mario Hochhaus<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

35


Spezial: Winter-Wellness<br />

Outdoor – salzige<br />

Meeresluft<br />

Ursprünglich wurden Gradierwerke allein für die Salzgewinnung<br />

gebaut. Der Salzgehalt der natürlichen Sole aus der Erde<br />

war zu niedrig, um daraus effizient und wirtschaftlich Salz zu<br />

machen. Durch den Umweg über das Gradierwerk wurde der<br />

Salzgehalt der Sole gesteigert. Dadurch brauchte man beim Sieden<br />

weniger Wasser verdampfen, man gewann schneller Salz<br />

und verbrauchte weniger Brennmaterial. Aus heutiger Sicht<br />

wurde so auch CO 2 eingespart. In Bad Salzungen zum Beispiel<br />

standen beidseits der Werra mehr als 24 Gradierwerke, die bis<br />

zu 400 Meter lang waren.<br />

Im 19. Jahrhundert wären Gradierwerke fast aus der Mode gekommen.<br />

Durch tiefere Bohrungen war man jetzt in der Lage,<br />

gesättigte Sole zu fördern. Zum Glück wurde nahezu gleichzeitig<br />

die medizinische Nutzung der Sole entdeckt.<br />

Bad Sulza<br />

Auch für das Gradierwerk „Louise“ ist wissenschaftlich nachgewiesen,<br />

dass hier ein vergleichbares Mikroklima mit ähnlichen<br />

Salzkonzentrationen wie an der Ostsee vorzufinden ist. Die Salzpartikel<br />

im therapeutisch wirksamen Größenbereich gelangen<br />

tief in die Bronchien und entfalten dort ihre lindernde Wirkung.<br />

Bei Ihrem Bummel durchs Gradierwerk sollten Sie unbedingt<br />

die Zerstäuberhalle betreten. Viel zu sehen gibt es in der vernebelten<br />

Halle nicht, für ihre Lunge aber ist der Besuch ein Fest!<br />

Die Sole wird hier so fein zerstäubt, dass sie bis in die feinen<br />

Bronchialäste der Lunge vordringen und so Atemwegserkrankungen<br />

lindern kann.<br />

Übrigens: Das Gradierwerk „Louise“ ist nicht vom Einsturz<br />

bedroht, auch wenn das faserige Holz dies an manchen<br />

Stellen vermuten lässt. Da über die Jahrhunderte sämtliche<br />

Balken mit Sole durchtränkt wurden, ist das Holz<br />

sehr stabil und wird es noch viele Jahrzehnte bleiben.<br />

Öffnungszeiten:<br />

Dezember bis März: Mi, Sa, So 10–12 Uhr, 13–16 Uhr<br />

Außerdem: Einmalig in Thüringen ist die Verbindung von<br />

Sole und Wein. Im Sommerhalbjahr wird nicht nur Sole,<br />

sondern auch Saale-Unstrut Wein vernebelt!<br />

→ www.bad-sulza.info<br />

Bad Salzungen<br />

Die Bad Salzunger Luft soll sogar heilsamer als eine Meeresbrise<br />

an der Nordsee sein. Wissenschaftler des Deutschen<br />

Wetterdienstes fanden heraus, dass der Salzgehalt der Gradierwerksluft<br />

mindestens so hoch ist, wie der an der Küste.<br />

Außerdem ist er beständiger als in der Meeresluft. Vielleicht<br />

noch wichtiger ist die Tatsache, dass hier nicht einfach nur<br />

ein Gradierwerk auf Besucher und Gesundheitsbewusste<br />

wartet, sondern ein ganzes Sole Atem-Zentrum:<br />

Nur hier gibt es natürliche Solevorkommen in drei Konzentra<br />

tio nen mit 1, 6 und 27 % Salzgehalt. Einmalig ist die Vielfalt<br />

an Inhalationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen<br />

Tröpfchen­ Größen. Der Rundgang beginnt bei den großen<br />

und endet bei den kleinsten Sole-Tröpfchen. So gelangen<br />

diese immer tiefer in Ihre Atemwege.<br />

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 8.00 – 20.00 Uhr<br />

Außerdem: spezielles Winterangebot für Wohnmobile im Sole<br />

Reisemobil Hafen<br />

→ www.gradierwerk-badsalzungen.de<br />

Fotos: Kurgesellschaft Bad Sulza Fotos: Florian Trykowski (oben), Moritz Richling (Außenaufnahme)<br />

36 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | Spezial: Winter-Wellness<br />

Outdoor – kaltes Wasser<br />

für warme Füße<br />

Die Kneippkur geht auf Pfarrer Sebastian Kneipp zurück, der<br />

vor über 150 Jahren das aus fünf Säulen bestehende ganzheitliche<br />

Naturheilverfahren entwickelte: Wasser, Heilkräuter,<br />

Ernäh rung, Bewegung und innere Balance.<br />

Die Kneipp-Säule Wasser scheint inzwischen die populärste zu<br />

sein, Wassertretbecken sind in Thüringer Kurorten und Heilbädern<br />

mehr oder weniger Grundausstattung. Das Treten oder<br />

Waten in kaltem Wasser regt die Durchblutung des gesamten<br />

Körpers an und stärkt das Immunsystem. Außerdem hilft es<br />

gegen Migräne und Krampfadern und beim Einschlafen.<br />

Jetzt in den Wintermonaten befinden sich die meisten Kneipp­<br />

Tretbecken im Winterschlaf, auch im „Kneipp-Haupt ort“ Bad<br />

Tabarz. Wer dort trotzdem etwas für die Wintergesundheit tun<br />

will, der ist auf den Wanderwegen des Kurortes und im Sportund<br />

Gesundheitsbad Tabbs bestens aufgehoben. Zwei Kurorte<br />

aber trotzen Schnee und Kälte und laden alle Muti gen zum<br />

winterlichen Kneipp-Wassertreten ein.<br />

Bad Sulza<br />

Foto: Kurgesellschaft Bad Sulza<br />

Mit der Kneippanlage ist es ähnlich wie mit dem Gradierwerk. Am Anfang<br />

stand die Salzgewinnung, jetzt ist es die Gesundheit. Das Wasser<br />

des sogenannten „Kunstgrabens“ kommt aus der Ilm und wurde ursprünglich<br />

für den Antrieb der Salineanlagen genutzt. Das Fließwasser<br />

ermöglicht jetzt das ganzjährige Kneipp-Wassertreten. Wer es probieren<br />

will … Handtuch und warme Socken für danach nicht vergessen!<br />

Bad Liebenstein<br />

Fotos: Tobias Kromke<br />

Die 2022 neu entstandene Heilwasser-Kneipp-Anlage an der Kurparkklinik<br />

Dr. Lauterbach besteht aus zwei Wassertret- und mehreren<br />

Armtauchbecken. Das Besondere: Hier stehen oder treten Sie im Heilwasser<br />

der Casimir-Quelle mit ihren wertvollen Mineralien und spüren<br />

das angenehme Prickeln des stark CO 2 -haltigen Wassers. Durch die<br />

geringere Wassertiefe ist es für Familien mit Kindern bestens geeignet.<br />

Zur Anlage gehört auch ein Fußreflexzonenpfad mit unterschiedlichen<br />

naturbelassenen Untergründen. Ein zweites Kneipp-Becken befindet<br />

sich am Hotel Kaiserhof, verbunden mit einem Barfußpfad über 400<br />

Meter.<br />

Weitere Tipps für Winter-Wellness in Thüringen<br />

gibt es hier:<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

37


Spezial: Winter-Wellness<br />

Altstadtzauber im<br />

Premiumkurort Thüringens<br />

Bad Langensalza zeigt auch im Winter seinen besonderen Charme.<br />

Zwischen funkelnder Lichterpoesie im Japanischen Garten, historischer Altstadtkulisse<br />

und wohliger Thermenwärme entfaltet die Kurstadt ihren ganzen Zauber.<br />

38 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | Spezial: Winter-Wellness<br />

Bis zum 4. Januar 2026 lädt die Natureisbahn – gemeinsam<br />

mit der leuchtenden Inszenierung im Japanischen<br />

Garten – zu stimmungsvollen Momenten ein.<br />

Neu entdeckt werden kann die Altstadt mit dem Escape­<br />

Spiel auf den Spuren von Chris<strong>top</strong>h Wilhelm Hufeland:<br />

Lösen Sie spannende Rätsel, entdecken Sie historische<br />

Orte und erleben Sie die Kurstadt ganz neu! Durch die<br />

Mischung aus Wissen, Bewegung und Erlebnis ist dieses<br />

Angebot ideal für Touristen, Einheimische, Familien,<br />

Freundeskreise, Vereine oder Firmen. Abgerundet wird der<br />

Tag in den historischen Restaurants und Cafés mit Kaffee<br />

und Kuchen, hausgemachtem italienischem Eis, Thüringer<br />

Klassikern oder internationaler Küche.<br />

Erleben Sie Bad Langensalza im Winter –<br />

stimmungsvoll, inspirierend und überraschend<br />

vielseitig!<br />

Ein Höhepunkt des Winters ist die Friederiken Therme.<br />

Von Januar bis März begeistern die Arrangements „Winter<br />

Glow“ und „Winter Flow“ mit Regeneration, Yoga-Sequenzen,<br />

wohl tuender Sauna-Landschaft und exquisitem Menü<br />

der „Heimat Liebe“. Die beliebten Saunanächte an jedem<br />

ersten Freitag im Monat versprechen zusätzliche Entspannung<br />

und exklusive themenbezogene Aufgüsse.<br />

Kulturell wartet ein vielfältiges Programm: Neben dem<br />

Neujahrskonzert erleben Besucher besondere Highlights<br />

wie „Dingle FolkFest on Tour – Irish Folk“, „Ein Abend für<br />

Roger Whittaker“ oder „A Tribute to ABBA – Unforgettable“.<br />

Weitere Konzerte und Veranstaltungen finden bis Ende<br />

März in Gärten, Kirchen, auf dem Baumkronenpfad und<br />

im Kultur- und Kongresszentrum statt.<br />

Text: Katja Rudolph, Kurdirektorin Bad Langensalza, Geschäftsführerin der SHL Städtische<br />

Holding Bad Langensalza GmbH; Fotos: Tino Sieland, Trixi Mohring, Michael Osinzew<br />

www.badlangensalza.de<br />

Alle Informationen finden Sie auf → badlangensalza.de.<br />

Gutscheine und Tickets gibt es in der Tourist-Information<br />

sowie im Online-Shop → meinbadlangensalzashop.de.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

39


menschen<br />

Mit Leidenschaft,<br />

Zuversicht …<br />

und einem Glas<br />

Thüringer Wein<br />

Seit einem Jahr regiert Mario Voigt als Ministerpräsident den Freistaat<br />

Thüringen. Der 48-Jährige ist Deutschlands jüngster Landeschef.<br />

Und weil der CDU-Politiker auch Sportfan und Weinliebhaber ist, hat ihn<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> zum Interview ins Weingut der Vereinigten Kirchen- und<br />

Klosterkammer Erfurt eingeladen. Umgeben von Riesling-, Chardonnayund<br />

Spätburgunder-Reben blickt Mario Voigt persönlich zurück und<br />

politisch voraus.<br />

Interview: Peter Rüberg<br />

Fotos: Jacob Schröter<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

41


menschen<br />

Mit der Deutschen Einheit vor<br />

35 Jahren beginnt auch die Renaissance<br />

des Thüringer Weinanbaus.<br />

Welche Leidenschaft teilen Sie mit<br />

dem Wein, insbesondere mit dem<br />

aus Thüringen?<br />

Ich bin bekennender Thüringer- Wein-<br />

Fan – und zwar aus Überzeugung, nicht<br />

nur aus Lokalpatriotismus. Wir holen seit<br />

ein paar Jahren enorm auf. Dabei sind<br />

wir ja eigentlich ein uraltes Weinland:<br />

Schon vor über 1.000 Jahren wurde hier<br />

gekeltert, auch wenn die Geschichte<br />

zwischen durch ein paar „Durststrecken“<br />

hatte. Jetzt blüht die Region wieder auf –<br />

und ich unterstütze das leidenschaftlich.<br />

Dass mit Emma Meinhardt die Deutsche<br />

Weinprinzessin aus Bad Sulza kommt,<br />

freut mich riesig. Und mit Andreas Clauß<br />

haben wir auch noch den Präsidenten des<br />

Weinbauverbands Saale-Unstrut aus<br />

Thüringen.<br />

Welchen Wein schenken Sie sich<br />

am liebsten ein?<br />

Im Frühjahr und Sommer – besonders<br />

zur Spargelzeit – genieße ich gern einen<br />

Weißwein. Im Winter darf es dann auch<br />

mal ein französischer Rotwein sein. Das<br />

ist natürlich eine Geschmacksfrage. Eine<br />

Thüringer Flasche liegt jedenfalls immer<br />

griffbereit im Regal.<br />

Für mich ist das innovativste und dynamischste<br />

Weinbaugebiet das um Saale<br />

und Unstrut. Was wir hier in Thüringen<br />

aufgebaut haben, ist beeindruckend und<br />

die Gemeinschaft, die bei Winzerfesten<br />

oder Weinmeilen spürbar wird, einzigartig.<br />

Ich komme ja aus dem Saale-Gebiet,<br />

und wenn man sich das anschaut,<br />

kann die Toskana fast einpacken. Dieses<br />

Lebensgefühl sollten wir touristisch<br />

noch viel stärker nutzen. Für mich ist<br />

Thüringer Wein ein Teil des Thüringer<br />

Lebensgefühls.<br />

treten und unser gemeinsames Anbaugebiet<br />

auch zusammen vermarkten.<br />

Politisch betrachtet ist Mitteldeutschland<br />

35 Jahre nach der Deutschen Einheit<br />

an einem Punkt, an dem niemand<br />

mehr darauf wartet, dass wir den Finger<br />

heben. Wir müssen schon selbst aktiv<br />

werden. Deshalb arbeite ich mit Michael<br />

Kretschmer und Reiner Haseloff daran,<br />

dass die Menschen begreifen, was für<br />

eine starke Region wir sind. Dafür kämpfen<br />

wir in Berlin, in München oder auch<br />

in Düsseldorf gleichermaßen und vor<br />

allem gemeinsam.<br />

Ein Qualitätsmerkmal des Weines<br />

ist sein Jahrgang. Ihrer ist 1977.<br />

Wann und warum begann Ihr Interesse<br />

für Politik?<br />

Das ist bei mir tatsächlich familiär geprägt.<br />

Mein Großvater wurde in der „Aktion<br />

Ungeziefer“ zwangsweise umgesiedelt,<br />

innerhalb von sechs Stunden hatte<br />

er alles verloren. Ich habe den Brief zu<br />

Hause, in dem er als Gefahr und Feind<br />

der DDR bezeichnet wurde – er wohnte<br />

nur 300 Meter von der innerdeutschen<br />

Grenze entfernt. Politik war bei uns immer<br />

ein Familienthema. Meine Mutter<br />

war Bürgermeisterin meines Heimatortes<br />

und sehr engagiert – auch im Kreistag.<br />

Das hat mich geprägt. Für mich war sie<br />

ein politisches Vorbild, weil sie immer<br />

sehr nah an den Leuten war.<br />

Und warum ist Helmut Kohl Ihr<br />

Vorbild?<br />

Helmut Kohl habe ich in unterschiedlichen<br />

Situationen kennengelernt. Als<br />

Jugend licher war ich bei seiner berühmten<br />

Erfurter Rede im Februar 1990 dabei.<br />

Es war sehr beeindruckend, diese Menschenmassen<br />

auf dem Domplatz zu erleben.<br />

1998 wurde ich der erste ostdeutsche<br />

Vorsitzende des CDU-Studentenverbandes<br />

RCDS. Ihn dann persönlich zu treffen,<br />

war besonders: „Hallo Studentenführer,<br />

komm mal her … In Thüringen habe ich<br />

hier und da auch schon Bratwurst gegessen“,<br />

sagte er damals zu mir. Für mich ist<br />

er nicht nur der Kanzler der Einheit, sondern<br />

auch ein visionär starker und dabei<br />

immer menschlicher Politiker. Mit seiner<br />

Sie haben mal bei einer Wein-Veranstaltung<br />

die Weinbau-Länder Thüringen,<br />

Sachsen und Sachsen-Anhalt<br />

reflek­tiert. Und gefordert, dass die<br />

CDU-Ministerpräsidentschaften in<br />

allen drei Ländern eine einzigartige<br />

Chance seien und genutzt werden<br />

müssen. Wie meinen Sie das?<br />

Wir denken doch sehr ähnlich darüber,<br />

wie wichtig Identität und gemeinsame<br />

Entwicklung sind. Gerade beim Wein ist<br />

es entscheidend, dass wir als Region auf-<br />

„Für mich ist<br />

Thüringer Wein<br />

ein Teil des<br />

Thüringer<br />

Lebensgefühls.“<br />

42 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


menschen<br />

Vehemenz und seinem Durchsetzungsvermögen<br />

– auch zum Beispiel Margaret<br />

Thatcher und George Bush gegenüber –<br />

hat er meiner Generation eine Freiheit<br />

geschenkt, von der wir heute profitieren.<br />

Wir sollten nie vergessen, dass die Deutsche<br />

Einheit durch das Zusammenspiel<br />

vieler Menschen möglich wurde – der<br />

Mutigen auf den Straßen ebenso wie jener,<br />

die die historische Chance politisch ergriffen<br />

haben.<br />

„Politisch war<br />

für mich am<br />

prägendsten,<br />

wie ich in<br />

meinem kleinen<br />

Heimatdorf<br />

einen Jugendclub<br />

durchgesetzt<br />

habe.“<br />

als wenn „abgebrühte Typen“ von der<br />

Schulbank über den Hörsaal direkt<br />

in den Plenarsaal gehen. Man engagiert<br />

sich doch – auch verbal –, weil man etwas<br />

erreichen will. Einer meiner Lieblingssprüche<br />

ist „The future is to be made,<br />

not to be predicted.“ Man braucht Leidenschaft,<br />

um Dinge für die Zukunft zu bewegen.<br />

Für mich gilt: Ich bin heute mindestens<br />

noch genauso leidenschaftlich<br />

wie damals.<br />

Ihr erstes Mandat für den Thüringer<br />

Landtag haben Sie 2009 erhalten.<br />

War das rückblickend ein ganz besonderer<br />

Moment?<br />

Ganz ehrlich? Politisch war für mich am<br />

prägendsten, wie ich in meinem kleinen<br />

Heimatdorf – gemeinsam mit anderen –<br />

einen Jugendclub durchgesetzt habe. Wir<br />

sind damals zum Bürgermeister gegangen<br />

und haben gesagt: „So geht das nicht<br />

weiter, wir brauchen einen Raum, wo wir<br />

uns treffen können.“ Zu erleben, dass das<br />

funktioniert, hat mir gezeigt, dass Politik<br />

zu Verbesserungen führen kann.<br />

Mit der Landtagswahl 2009 habe ich einen<br />

neuen Lebensweg eingeschlagen. Zuvor<br />

war ich in der freien Wirtschaft, dann entschied<br />

ich mich, Politik hauptberuflich zu<br />

gestalten. Es war ein besonderes Moment,<br />

im Thüringer Landtag erstmals Entscheidungen<br />

zu treffen, die für das ganze Land<br />

Bedeutung haben. Dieser Verantwortung<br />

bin ich mir jeden Tag bewusst.<br />

Der junge Mario Voigt war damals als<br />

Vorsitzender der Jungen Union in Thüringen<br />

durchaus ein „Lautsprecher“.<br />

Muss man in jungen Jahren ein Heißsporn<br />

sein?<br />

Der sehr junge … (lacht) Ich finde es nicht<br />

schlimm, wenn Menschen etwas aus Leidenschaft<br />

machen. Das ist mir doch lieber,<br />

Dann ist zur Leidenschaft mit den<br />

Jahren Reife dazugekommen? Vom<br />

Streit zum Kompromiss – kann man<br />

es so beschreiben?<br />

Das ist wie bei einem guten Wein: Mit<br />

ein bisschen Reife gewinnt man an Ausgewogenheit.<br />

In der politischen Lage,<br />

in der wir uns derzeit befinden, braucht<br />

es Menschen, die unterschiedliche Interessen<br />

zusammenbringen. Unsere Gesellschaft<br />

ist aufgewühlt, viele achten nur<br />

auf sich, manche projizieren alle Probleme<br />

auf den Staat. Aber Politik bedeutet<br />

für mich, sich auf die Lebenswirklichkeit<br />

der Menschen einzulassen und daraus<br />

das Beste zu machen.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

43


menschen<br />

Thüringen war einmal stärker als heute –<br />

und ich will, dass wir wieder dahin kommen.<br />

Sie übernehmen 2020 den CDU-Fraktionsvorsitz<br />

im Thüringer Landtag,<br />

werden Spitzenkandidat der ausgefallenen<br />

Wahl 2021 und der regulären<br />

Abstimmung 2024. Einen solchen<br />

Schritt muss man persönlich wollen<br />

und mit der Familie abstimmen. Wie<br />

war das bei Ihnen?<br />

2020 stand die Thüringer CDU nach der<br />

gescheiterten Kemmerich-Wahl bei nur<br />

noch 12 Prozent. Ehrlich gesagt habe ich<br />

damals überlegt, ob ich wieder in die<br />

Wirtschaft zurückgehe. Es gab wirklich<br />

viele Gespräche mit meiner Frau und<br />

meiner Familie, jeden einzelnen Schritt<br />

haben wir gemeinsam diskutiert. Ich finde,<br />

man kann im Leben nur etwas erreichen,<br />

wenn man ein gutes Miteinander<br />

in der Beziehung und vor allem Rückhalt<br />

in der Familie hat. Fraktionsvorsitzender<br />

zu werden, war ein großer Schritt, den ich<br />

nicht aktiv angestrebt habe. Und mit der<br />

neuen Verantwortung kamen harte Herausforderungen:<br />

die Corona-Pandemie,<br />

die Partei im Inneren zusammenführen,<br />

Menschen wieder für die CDU begeistern,<br />

Thüringen regierbar halten. Das war eine<br />

echte Teamleistung, auf die ich auch<br />

stolz bin und aus der ich Kraft schöpfe.<br />

„Politik<br />

war bei uns<br />

immer ein<br />

Familienthema.“<br />

Am 12. Dezember 2024 werden Sie<br />

zum Ministerpräsidenten gewählt.<br />

In Thüringen war das in den letzten<br />

Jahrzehnten häufig ein Akt mit Hürden<br />

und Hindernissen. Bei Ihnen lief<br />

alles glatt. Wie erinnern Sie diesen<br />

Tag?<br />

Dass die Wahl im ersten Wahlgang gelungen<br />

ist – zum ersten Mal seit 20 Jahren in<br />

Thüringen – erfüllt mich mit Dankbarkeit<br />

und einem gewissen Stolz. Wir sind<br />

gemeinsam einen Riesenschritt gegangen:<br />

mit Georg Maier, mit Katja Wolf. Nach der<br />

Wahl im September hat man uns kaum<br />

zugetraut, bis Dezember eine Regierung<br />

zu bilden. Doch trotz aller Herausforderungen<br />

haben wir immer einen Weg gefunden.<br />

Mich hat das persönlich sehr bewegt,<br />

denn dafür braucht es Ideen, Kraft<br />

und Ausdauer. Gleichzeitig spürt man<br />

die Verantwortung, die dieses Amt mit<br />

sich bringt – jede Entscheidung wirkt für<br />

das ganze Land. Und trotzdem: Mit meiner<br />

Frau habe ich an Weihnachten auf<br />

diesen Moment angestoßen. Jüngster<br />

Minister präsident Deutschlands zu sein,<br />

ist eine große Chance und bereitet mir<br />

jeden Tag aufs Neue Lust, etwas zu bewegen<br />

und besser zu sein als die anderen.<br />

Sie sprachen die Regierungsbildung<br />

an, die auch von Kritik begleitet wurde.<br />

Denn Sie haben sich „linksaußen“<br />

für die eine Partei entschieden und<br />

die andere nicht einbezogen. Warum?<br />

Die Menschen haben am 1. September<br />

2024 Veränderung gewählt – und die CDU<br />

steht für diese Veränderung. Das merkt<br />

man in der Bildungspolitik, bei Migration<br />

„Eine Thüringer<br />

Flasche liegt<br />

immer griff bereit<br />

im Regal.“<br />

44 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


menschen<br />

und Wirtschaft. Wir schaffen mehr Freiraum,<br />

damit Menschen sich entfalten<br />

können. Und ehrlich gesagt: Rechnerisch<br />

hätte es auch nicht anders gereicht. Es<br />

ist natürlich stabiler, eine De-facto-Mehrheit<br />

im Parlament zu haben. Heute sagen<br />

mir viele auf der Straße: „Gut, dass Thüringen<br />

wieder regierbar ist.“ Und genau<br />

darum geht’s – nicht um Parteien, sondern<br />

um Menschen. In dieser Koalition steht<br />

nicht der persönliche Streit, sondern die<br />

Sache im Vordergrund.<br />

Warum ist aus Ihrer Sicht Thüringen<br />

aktuell nicht wettbewerbsfähig?<br />

Thüringen hat enormes Potenzial, das<br />

wir noch besser nutzen können. In den<br />

letzten zehn Jahren ist das wirtschaftliche<br />

Wachstum hinter dem Durchschnitt<br />

der ostdeutschen Länder zurückgeblieben<br />

– das spürt jeder Arbeitnehmer im<br />

Portemonnaie. Ursachen sind unter<br />

anderem zu viel Bürokratie, belastende<br />

Regu lierungen und Investitionsdefizite<br />

in Infrastruktur und wirtschaftlicher<br />

Freiheit.<br />

Mein Ziel ist es, die Wirtschaft zu entfesseln:<br />

den Rahmen vorzugeben, aber<br />

jedem die Freiheit zu lassen, seine Ideen<br />

umzusetzen. Politik muss nicht der bessere<br />

Unternehmer sein. Schon heute haben<br />

wir eines der modernsten Vergaberechte<br />

geschaffen. Die Wirtschaft atmet<br />

auf und wächst wieder: In diesem Jahr<br />

verzeichnet Thüringen ein Wachstum<br />

von 0,6 Prozent – mehr als im bundesweiten<br />

Schnitt. Gleichzeitig steht Thüringen<br />

im Glücksatlas im Osten auf Platz 1.<br />

Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen<br />

Weg, die Wettbewerbsfähigkeit unseres<br />

Landes spürbar zu steigern.<br />

Schauen wir in die Bildung! Ich bin zweifacher<br />

Familienvater. Wenn meine Kinder<br />

morgens in die Schule gehen und<br />

sagen, sie haben die erste Stunde frei,<br />

weil kein Lehrer da ist, dann nervt mich<br />

das – und viele andere in Thüringen<br />

auch. Da wurde jahrelang geschludert.<br />

Jetzt haben wir zum ersten Mal seit zehn<br />

Jahren mehr Lehrer eingestellt, als in<br />

den Ruhestand gegangen sind. Das spüren<br />

die Menschen – die Mütter und Väter<br />

– im Alltag. Sie merken, der Staat funktioniert<br />

wieder und konzentriert sich<br />

aufs Wesentliche.<br />

Und mein dritter Schwerpunkt ist die<br />

Migrationspolitik, die wir massiv verändert<br />

haben. Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive<br />

werden nicht mehr auf die Kommunen<br />

verteilt. Wer hier nicht sein darf,<br />

wird zurückgeführt. Wer einfach nur ins<br />

Sozialsystem einwandert, hat in Thüringen<br />

keine Zukunft. Wer aber arbeitet und<br />

sich an die Regeln hält, ist herzlich willkommen.<br />

Thüringen muss agil und anpassungsfähig<br />

sein, denn die Welt verändert sich<br />

rasant. Mein Ziel und meine Botschaft<br />

nach innen und außen: Thüringen voranbringen.<br />

Und wenn wir mitmachen<br />

und uns anstrengen, haben wir auch<br />

etwas davon.<br />

Sie sprechen oft vom „Lebensgefühl“.<br />

Was bedeutet das für Sie – und wie<br />

muss es sich ändern, damit Thüringen<br />

wieder ein zufriedenes Land ist?<br />

Lebensgefühl ist kein Marketingbegriff –<br />

es ist Alltag. Wenn Wirtschaft läuft, Staat<br />

funktioniert und Nachbarn zusammenhalten,<br />

dann entsteht Zuversicht. Ich höre<br />

so oft: „Deutschland ist auf der schiefen<br />

Ebene.“ Nein! Ich treffe überall Menschen,<br />

die anpacken – Unternehmerinnen, Pflegekräfte,<br />

Ehrenamtliche, Rentner mit Lebensweisheit.<br />

Einer sagte neulich zu mir:<br />

„Junger Mann, wir haben schon Schlimmeres<br />

geschafft – also los.“ Das ist Thüringen:<br />

nicht jammern, machen. Wir sind<br />

zwar klein – aber wir können Großes bewegen.<br />

Ihr Herzensprojekt trägt die Farbe<br />

Grün. Warum ist Ihnen so wichtig,<br />

dass Thüringen wieder das „Grüne<br />

Herz Deutschlands“ wird?<br />

Weil darin alles steckt, was uns ausmacht:<br />

Natur, Kultur, Gelassenheit, Nähe, Herz-<br />

„In zehn Jahren<br />

spielt Thüringen<br />

mit Bayern in<br />

einer Liga – als<br />

Vorzeigeland<br />

für Deutschland.“<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

45


menschen<br />

„Wir sind zwar<br />

klein, aber können<br />

Großes bewegen –<br />

für Deutschland<br />

und Europa.“<br />

lichkeit. Fragt man in Deutschland nach<br />

Thüringen, kommen drei Antworten:<br />

„Bratwurst, Wartburg, grünes Herz.“<br />

Also warum nicht selbstbewusst daraus<br />

ein Zukunftsprojekt machen? Das „Grüne<br />

Herz“ steht für so viel mehr: für Kultur,<br />

Natur, Nähe und Herzlichkeit. Thüringen<br />

hat die höchste Residenzdichte, eine einzigartige<br />

Verbindung von Natur und Kultur.<br />

Das „Grüne Herz“ ist Identität nach<br />

außen – und Zusammenhalt nach innen.<br />

Wir haben früher Pro bleme gemeinsam<br />

gelöst. Das will ich zurückholen.<br />

Sie sind sportbegeistert. Wie viel Zeit<br />

bleibt Ihnen noch für Sport – aktiv<br />

oder auf der Couch vor dem Fernseher?<br />

Fußball am Wochenende schaffe ich immer<br />

– das ist Familiensport. (lacht) Aktiv<br />

kommt Sport bei mir leider zu kurz, aber<br />

hin und wieder setze ich mich morgens<br />

aufs Fahrrad oder kicke mit meinen Jungs.<br />

Thüringen ist schließlich Sportland! Wir<br />

haben große Chancen auf olympische<br />

Medaillen, die Winterspiele in Mailand<br />

und Cortina stehen bevor. Wer einmal<br />

Oberhof erlebt hat, weiß, welche Energie<br />

hier drinsteckt. Und ja – ich spiele jeden<br />

Tag eine Partie Schach. Politik trainiert<br />

den Kopf, Schach die Geduld.<br />

Viele Minister wünschen sich beim<br />

Ressort-Zuschnitt den Sport. Sie<br />

haben ihn sich geholt. Warum ist<br />

Sport in Thüringen jetzt Chefsache?<br />

Weil Sport und Ehrenamt genau das<br />

stärken, was ein Land zusammenhält:<br />

Teamgeist, Fairness, Anstrengung.<br />

Und ich will ein klares Signal senden:<br />

Das, was Menschen in Vereinen, Hallen<br />

und auf Sportplätzen leisten, ist für mich<br />

nicht Nebensache – sondern Herzenssache.<br />

Die Gesellschaft lebt vom Engagement,<br />

ohne nach Zeit oder Geld zu<br />

fragen. Ich möchte genau das noch mehr<br />

wertschätzen und unterstützen.<br />

In der Bibel steht der Wein als Symbol<br />

für Gottes Segen und Wohlstand.<br />

Machen Sie sich Sorgen um den<br />

Wohlstand Thüringens in fünf, zehn<br />

oder fünfzig Jahren?<br />

Nein. Sorgen bringen keine Zukunft hervor<br />

– Tatkraft schon. Unsere Geschichte<br />

zeigt: Wir können Wandel, Fortschritt<br />

und Erneuerung, wenn wir wollen. Aber<br />

wir dürfen nicht danebenstehen und hoffen,<br />

dass andere es richten. Ich will, dass<br />

Thüringen die großen Zukunftsfragen<br />

zuerst beantwortet – Demografie, Technologie,<br />

Bildung, Innovation.<br />

Und mein Anspruch ist klar: In zehn Jahren<br />

spielt Thüringen mit Bayern in einer<br />

Liga – als Vorzeigeland für Deutschland.<br />

Daran arbeite ich jeden Tag.<br />

Herr Ministerpräsident, vielen Dank<br />

für das Gespräch!<br />

46 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Neuwerkstraße 3 in Erfurt<br />

trauringschmiede.de


Das Jahr mit dem ThEx<br />

Ob Gründung, Unternehmertum oder Nachfolge – <strong>2025</strong> bot das Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und<br />

Unternehmertum zahlreiche Gelegenheiten, Ideen wachsen zu lassen. Mit zielgruppenadäquaten Projekten,<br />

praxisnahen Workshops und kreativen Netzwerkevents brachte das ThEx Menschen zusammen, die Thüringens<br />

Wirtschaft gestalten.<br />

JUNI<br />

ThEx innovativ<br />

Investor Days Thüringen<br />

JANUAR<br />

ThEx FRAUENSACHE.<br />

Barcamp<br />

Im Januar diskutierten im<br />

Rahmen des Barcamps rund<br />

50 Teilnehmerinnen in offenen<br />

Sessions über KI, Sichtbarkeit<br />

im Netz, den Schritt in die<br />

Selbstständigkeit und Wege zur<br />

Vernetzung. Ein Tag voller ehrlicher<br />

Gespräche, Mut und Inspiration –<br />

organisiert von ThEx FRAUENSACHE.<br />

zur Stärkung und Vernetzung von<br />

Gründerinnen auf ihrem Weg in die<br />

Selbstständigkeit.<br />

Am 4. und 5. Juni präsentierten<br />

bei den Investor Days Thüringen<br />

- Edition X 33 Startups und<br />

10 Scaleups aus Life Science,<br />

IT und GreenTech ihre Ideen vor<br />

über 300 Teilnehmenden. Mit<br />

Südafrika als Partnerland entstand<br />

ein internationales Netzwerk<br />

voller Zukunftspotenzial. Eine<br />

Veranstaltung von ThEx innovativ,<br />

um Startups und innovative Projekte<br />

in Thüringen zu beschleunigen und<br />

gezielt zu vernetzen.<br />

ThEx Gründungszentren<br />

Prämierungen<br />

Gründungsideenwettbewerb<br />

<strong>2025</strong> präsentierten über<br />

40 Teams ihre Projekte bei den<br />

Gründungsideenwettbewerben<br />

- von Bildungstechnologien bis<br />

zu sozialen Innovationen. Die<br />

Gewinnerinnen und Gewinner<br />

überzeugten mit Mut, Kreativität<br />

und klarer Vision für die Zukunft.<br />

Neben den Wettbewerben bieten<br />

die ThEx Gründungszentren<br />

thüringenweit Räume, Infrastruktur<br />

und Netzwerke für innovative Ideen<br />

und junge Unternehmen.<br />

025<br />

Thüringer Agentur für die<br />

Kreativwirtschaft (THAK)<br />

branchentreff:kreativ<br />

Beim jährlichen<br />

branchentreff:kreativ in Erfurt<br />

treffen Ideen auf Austausch, Energie<br />

und neue Impulse. Die THAK<br />

vernetzt dabei Kreativschaffende,<br />

macht Potenziale sichtbar und<br />

stärkt Kooperationen über Branchen<br />

hinweg.<br />

Höhepunkt ist die Veröffentlichung<br />

von „Thüringen kreativ – Das<br />

Magazin“.<br />

Save the Date: 25. Juni 2026!<br />

Foto: Anja Feßer (Hellbunt Fotografie)<br />

ThEx Enterprise<br />

Herzensgründungen<br />

Die Talkshowreihe<br />

Herzensgründungen war <strong>2025</strong><br />

in Apolda, Schweina und Erfurt<br />

unterwegs. Gründerinnen und<br />

Gründer berichteten von ihren<br />

Wegen in die Selbstständigkeit<br />

– mit persönlichen Einblicken,<br />

Erfolgen und Herausforderungen.<br />

Als Projekt begleitet ThEx Enterprise<br />

Gründungsinteressierte von der<br />

ersten Idee bis zur Umsetzung.<br />

Gefördert durch:


Und auch 2026<br />

warten wieder<br />

viele spannende<br />

Veranstaltungen!<br />

AUGUST OKTOBER NOVEMBER<br />

ThEx Zukunftswirtschaft<br />

Jahreskonferenz<br />

Die Jahreskonferenz „Zukunft<br />

gestalten – Nachhaltigkeit erleben“<br />

in der Imaginata Jena war mit<br />

spannenden Impulsen, praxisnahen<br />

Beispielen und intensiver<br />

Vernetzung ein echter Treffpunkt der<br />

Zukunftsmacherinnen und -macher.<br />

Organisiert wird die Veranstaltung<br />

vom Projekt ThEx Zukunftswirtschaft,<br />

welches Thüringer Unternehmen auf<br />

ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit<br />

unterstützt und Gründerinnen und<br />

Gründer mit einem engagierten<br />

Mentoring-Programm fördert.<br />

Save the date: 02. September 2026!<br />

Foto: Thomas Müller<br />

ThEx Young Entrepreneurs<br />

Fachtag Entrepreneurship<br />

Education<br />

Beim zweiten Fachtag<br />

Entrepreneurship Education<br />

konnten Lehrkräfte selbst<br />

unternehmerisch aktiv werden,<br />

Ideen-Challenges ausprobieren<br />

und sich mit Gleichgesinnten<br />

vernetzen – praxisnahes Lernen<br />

inklusive. Sie erfuhren, wie<br />

lebendig unternehmerische<br />

Bildung an Schulen sein kann. So<br />

weckt ThEx Young Entrepreneurs<br />

Unternehmergeist bei Thüringer<br />

Schülerinnen und Schülern!<br />

Foto: DKJS<br />

ThEx Wirtschaft 4.0<br />

LinkedIn Local meets<br />

Thüringen<br />

Bei LinkedIn Local meets Thüringen<br />

wurde die digitale Community ins<br />

echte Leben geholt. Mit Impulsen<br />

zur Online-Präsenz und viel Raum<br />

zum Netzwerken zeigte sich, wie<br />

wertvoll Austausch und Sichtbarkeit<br />

für den Mittelstand sind. ThEx<br />

Wirtschaft 4.0 unterstützt<br />

Thüringens Unternehmen bei<br />

der digitalen Transformation.<br />

NOVEMBER<br />

2026<br />

ThEx<br />

Prämierung ThEx AWARD<br />

Der ThEx AWARD bietet den<br />

Menschen hinter Thüringens<br />

besten Geschäftsideen eine<br />

Bühne. Auch <strong>2025</strong> wurden wieder<br />

mutige Gründerinnen und Gründer,<br />

erfolgreiche Jungunternehmen,<br />

richtungsweisende Nachfolgen<br />

und eine engagierte Impulsgeberin<br />

ausgezeichnet. Jedes Jahr<br />

setzt der Preis ein starkes<br />

Zeichen für Haltung, Vielfalt und<br />

Innovationskraft in Thüringen.<br />

ThEx Nachfolge<br />

Finale Roadshow<br />

Unternehmensnachfolge<br />

Beim Finale der Roadshow<br />

Unternehmensnachfolge in Erfurt<br />

trafen Erfahrung und Zukunft<br />

aufeinander. Fachleute, Best-<br />

Practice-Beispiele und intensive<br />

Gespräche boten praxisnahe<br />

Impulse für nachhaltige Übergaben<br />

in Thüringen. ThEx Nachfolge<br />

begleitet Unternehmen und<br />

Nachfolgende auf dem Weg zum<br />

erfolgreichen Generationswechsel.<br />

ThEx<br />

Wildcard<br />

Mit der ThEx Faces Kampagne rückt<br />

das ThEx die Menschen hinter<br />

innovativen Ideen in den Mittelpunkt.<br />

<strong>2025</strong> konnten sich erstmals<br />

Thüringerinnen und Thüringer<br />

bewerben, um Teil der Kampagne<br />

zu werden. Die Wildcard <strong>2025</strong> ging<br />

an Stefan Rohe, der mit seinem<br />

Konzept „Informatik begreifen“<br />

Kindern spielerisch Mathematik<br />

und Informatik näherbringt. Eine<br />

Erfolgsgeschichte, die zeigt, wie<br />

aus einer Schul-AG ein echtes<br />

Bildungsprojekt werden kann.<br />

Zum Interview: https://thex.de/<br />

neuigkeiten/interview-stefan-rohe


kultur<br />

Bewegender Abend<br />

am Gedenktag<br />

PROMINENTES SCHAUSPIEL-ENSEMBLE BEGEISTERTE<br />

IN GOTHA DANK DER ILSE-HOLZAPFEL-STIFTUNG.<br />

Text: Wolfgang Leißling<br />

Fotos: Laurence Chaperon<br />

50 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


kultur<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

51


kultur<br />

Stifter sind besonders hochherzige Menschen, weshalb manche auf Gemälden<br />

oder – wie Falle der Uta im Naumburger Dom – auch skulptural verewigt wurden.<br />

Derzeit existieren in Deutschland über 25.000 Stiftungen bürgerlichen Rechts,<br />

davon 459 in Thüringen. Eine von ihnen ist die in Gotha ansässige und von<br />

Rolf Hochhuth gegründete Ilse-Holzapfel-Stiftung. Anlässlich der Aufführung<br />

des Schauspiels „Gestern zwar, doch nicht vergangen“ im Kulturhaus Gotha hat<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Mike Wündsch<br />

gesprochen.<br />

Herr Wündsch, wie kam es, dass Sie<br />

als Unternehmer und Projektentwickler<br />

zum Vorstandsvorsitzenden dieser<br />

Kulturstiftung wurden?<br />

Das war purer Zufall. Ein gemeinsamer<br />

Freund hat mich vor etwa zehn Jahren<br />

nach einem Theaterabend in Berlin Rolf<br />

Hochhuth (1931–2020) vorgestellt. Der international<br />

bekannte Schriftsteller fragte<br />

mich später, ob ich seine private Stiftung<br />

als Teil seines Lebenswerkes übernehmen<br />

möchte. Ich habe mir Bilanzen und Tätigkeitsberichte<br />

angeschaut, „Ja“ gesagt<br />

und dabei mit vereinbart, den Sitz der<br />

Stiftung nach Gotha zu verlegen. Daher<br />

bin ich seit 2018 Vorstand und die Stiftung<br />

– die Rolf Hochhuth nach seiner<br />

Mutter benannt hat – ist seit dem 1. Januar<br />

2019 in Gotha zu Hause.<br />

Der Dramatiker und Autor zahlreicher<br />

Bücher Rolf Hochhuth war bestimmt<br />

kein einfacher Partner?<br />

Als ich zusagte, ahnte ich nicht, was alles<br />

auf mich zukam. Hochhuth war einer der<br />

bedeutendsten, aber auch ein sehr umstrittener<br />

Schriftsteller der Gegenwartsliteratur.<br />

Mit seinem Welterfolg „Der<br />

Stellvertreter“ (1961, uraufgeführt 1963<br />

in Westberlin) hat er sich im wahrsten<br />

Sinne mit Gott und der Welt angelegt<br />

(u.a. folgte „Wessis in Weimar“ 1999).<br />

Und so überaus kritisch wie streitbar war<br />

er auch im Alltag.<br />

Immerhin gelang es ihm, das renommierte<br />

Berliner Theater am Schiffbauerdamm<br />

(Berliner Ensemble, BE)<br />

zu kaufen?<br />

Das „Brecht Theater“, in dem u.a. auch<br />

die „Dreigroschenoper“ uraufgeführt<br />

wurde, gehörte den jüdischen Familien<br />

Saloschin und Wertheim. Sie wurden von<br />

den Nazis enteignet und deren Nachfahren<br />

bekamen es nach dem Ende der DDR<br />

zurück. Den Familien war es sehr wichtig,<br />

dass nie wieder ein deutscher Staat<br />

Eigentümer dieses berühmten Theaters<br />

werden soll. Daher kaufte es 1996 die<br />

Ilse­Holzapfel-Stiftung.<br />

Normalerweise führen Sie Stücke<br />

inner halb der Stiftung im eigenen<br />

Haus am Schiffbauerdamm auf, aber<br />

sie verpachten die traditionsreiche<br />

Bühne auch.<br />

In erster Linie verpachten wir das Theater<br />

an das Land Berlin bzw. an die Berliner<br />

Ensemble gGmbH. Aber auch das<br />

„Litera rische Quartett“ wird bei uns vom<br />

ZDF aufgezeichnet. Daneben produzieren<br />

wir eigene Stücke. Es ist ein wunderbares<br />

Geschenk, mit Schauspielern wie<br />

Iris Berben, Meret Becker, Sabin Tambrea,<br />

Johann von Bülow, Uwe Preuss oder Thomas<br />

Thieme und anderen zusammenzuarbeiten.<br />

Wie kann man sich die Gemeinsamkeit<br />

im Haus vorstellen?<br />

Im Verwaltungsrat der Stiftung, deren<br />

Vorsitzende Johanna Binger-Hochhuth,<br />

die Witwe von Rolf Hochhuth, ist, beschließen<br />

wir, welches Thema wir wann<br />

bespielen wollen. Meine Aufgabe ist es<br />

dabei, einen geeigneten Autor und ein<br />

entsprechendes Regieteam für das ausgewählte<br />

Stück oder Thema zu finden. Danach<br />

sprechen wir gemeinsam ab, welche<br />

Künstler wir dazu engagieren wollen und<br />

können.<br />

Am 9. November lud die Stiftung zu<br />

einem besonderen Höhepunkt in<br />

Gotha ein. Das Interesse an dieser<br />

Eigen produktion war riesengroß …<br />

Zur Erinnerung: Am 27. Januar <strong>2025</strong> haben<br />

wir im Berliner Ensemble den dritten<br />

Teil unserer Eigenproduktion aufgeführt.<br />

Nach „Fünf Stellvertreter“ und „Ratten<br />

52 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


kultur<br />

auf der Flucht – Wie Nazitäter entkommen<br />

konnten“ ging das Stück „Gestern zwar, doch<br />

nicht vergangen“ von Alexander Pfeuffer<br />

als letzter Teil über die Bühne. Dies mit<br />

den Protagonisten Claudia Michelsen und<br />

Sylvester Groth sowie Jannik Schümann<br />

und Laura Talenti. In die Sonderveranstaltung<br />

eingebunden war der 1. Konzertmeister<br />

Alexej Barchevitch von der Thüringen<br />

Philharmonie Gotha-Eisenach. Das Publikum<br />

des Abends im Kulturhaus zeigte sich<br />

begeistert.<br />

Gab es einen besonderen Grund, das<br />

Stück gerade am 9. November in Gotha<br />

zu zeigen?<br />

Schon die Premiere in Berlin fand am Holocaust-Gedenktag<br />

statt. Seit ein paar Jahren<br />

bringen wir immer an diesem Tag ein Stück<br />

in der Tradition unseres Stifters Rolf Hochhuth<br />

auf die Bühne. Gothas Oberbürgermeister<br />

Knut Kreuch hatte die Idee, dass wir<br />

unsere Inszenierungen ebenso regelmäßig<br />

in Gotha aufführen können, in Kooperation<br />

mit der Stadt und der Thüringen Philharmonie<br />

Gotha-Eisenach.<br />

Was sollte man zum Inhalt der jüngsten<br />

Aufführung wissen?<br />

Das Schauspiel „Gestern zwar, doch nicht<br />

vergangen“ des besagten preisgekrönten<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

53


kultur<br />

Autors Alex ander Pfeuffer setzt sich mit<br />

der Begegnung einer jüdischen Shoah­<br />

Überlebenden mit einem straffrei durch<br />

Flucht nach Argentinien entkommenen<br />

Nazitäter auseinander. Es gab ja regelrechte<br />

Fluchtrouten führender Nationalsozialisten,<br />

über Italien und den Vatikan<br />

nach Südamerika, bekannt als die sogenannte<br />

„Rattenlinie“. Dem Autor ist ein<br />

sehr bewegendes, beeindruckendes Werk<br />

gelungen. Die junge Regisseurin Leonie<br />

Rebentisch, sie ist vor Kurzem als beste<br />

Nachwuchsregisseurin Deutschlands<br />

aus gezeichnet worden, hat dieses Stück<br />

um Traumata und fehlendes Unrechtsbewusstsein<br />

der Täter mit großer Leidenschaft<br />

inszeniert. Besonders erfreut waren<br />

wir, dass über 150 Schülerinnen und<br />

Schüler bei der Vorstellung anwesend<br />

waren. Eine Lehrerin schrieb uns, man<br />

hätte auch in den Reihen der Schüler eine<br />

Stecknadel fallen hören können, so gefesselt<br />

waren sie. Der Inhalt unseres Stücks<br />

wird in den Schulunterricht eingebaut.<br />

Was will man mehr?<br />

Wird die Zusammenarbeit mit der<br />

1.250-jährigen Stadt Gotha und der<br />

Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach<br />

unter der Intendantin Michaela<br />

Barchevitch fortgeführt?<br />

Klares Ja, und zwar vielfältig, zumal die<br />

Thüringen Philharmonie im neuen Jahr<br />

ihr 375. Jubiläum als Orchester begehen<br />

kann. So haben wir gemeinsam mit diesem<br />

herausragenden Klangkörper für<br />

den 27. Januar 2026 im Berliner Ensemble<br />

eine Veranstaltung mit der ZDF-Kinderund<br />

Jugendredaktion LOGO geplant.<br />

Wir hoffen, dass auch die Margot-Friedländer­<br />

Stiftung dabei mitwirkt. Schon<br />

im vergangenen Jahr hatten die ZDF-<br />

Redaktion und wir Frau Friedländer ins<br />

Berliner Ensemble zu einem Interview<br />

eingeladen. Dies wurde im Internet hunderttausendfach<br />

beachtet. Am 27. Januar<br />

wollen wir dieses Interview im Berliner<br />

Ensemble zeigen. Anschließend findet<br />

eine szenische Lesung unseres Stücks<br />

„Fünf Stellvertreter“ statt. Das gleiche<br />

Format möchten wir 2026 im Kultur haus<br />

Die Fotografin:<br />

Laurence Chaperon,<br />

geboren am 8. September<br />

1961 in Frankreich.<br />

Zunächst Ballett-Tänzerin,<br />

später Fotografie-Studium<br />

in Bonn. Seit 1992 freie<br />

Fotografin in Bonn und<br />

Berlin. Schwerpunkt ihrer<br />

Arbeit sind hochwertige<br />

Portraits. Zuletzt: Emmanuel<br />

Macron, Angela Merkel,<br />

Friedrich Merz, Christine<br />

Lagarde, Wim Wenders.<br />

Gotha als Schülerveranstaltung aufführen.<br />

Geplant ist wieder der 9. November.<br />

Musikalisch mit dabei ist erneut der Geigenvirtuose<br />

Alexej Barchevitch von der<br />

Thüringen Philharmonie. Wir sind alle<br />

sehr gespannt auf diese besondere Begegnung<br />

mit Worten, Szenen und Klängen<br />

vor Gothaer Schülern. Nicht von<br />

ungefähr lautet ja das Motto der Philharmonie<br />

zur Jubiläumsspielzeit „Wanderer<br />

zwischen den Welten“.<br />

Herr Wündsch, vielen Dank für das<br />

Gespräch.<br />

54 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Groß. Kraftvoll. Der Defender 130 mit Platz für bis zu 8 Personen.<br />

DEFENDER 130<br />

D250 Automatikgetriebe mit 183 kW (249 PS), AWD MHEV (kombinierter Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission: 9,2 l/100 km; 241 g/km)<br />

D300 Automatikgetriebe mit 221 kW (300 PS), AWD MHEV (kombinierter Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission: 9,2 l/100 km; 241 g/km)<br />

P400 Automatikgetriebe mit 294 kW (400 PS), AWD MHEV (kombinierter Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission: 11,6 l/100 km; 262 g/km)<br />

P500 Automatikgetriebe mit 368 kW (500 PS), AWD MEHV (kombinierter Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission: 14,8 l/100 km; 335 g/km)


Ein besonderer Meilenstein:<br />

35 Jahre ERFURT<br />

Bildungszentrum<br />

Das ERFURT Bildungszentrum (ebz) feiert<br />

in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen –<br />

ein stolzes Jubiläum, das Anlass gibt, auf<br />

eine bewegte und erfolgreiche Geschichte<br />

zurückzublicken. Seit seiner Gründung im<br />

Jahr 1990 hat sich das ebz zu einem der<br />

bedeutendsten Bildungs- und Qualifizierungszentren<br />

Thüringens entwickelt.<br />

Fotos: Michael Schlutter<br />

Feier mit prominenten Gästen<br />

Die Jubiläumsfeier fand in der großen Ausbildungshalle des<br />

luftfahrt- und metalltechnischen Bereichs statt. Zahlreiche Gäste<br />

folgten der Einladung, darunter unter anderem der Thüringer<br />

Ministerpräsident Prof. Dr. Mario Voigt, Erfurts Oberbürgermeister<br />

Andreas Horn, der Vorstandsvorsitzende der Thüringer<br />

Stiftung für Bildung und berufliche Qualifizierung Andreas Krey<br />

sowie der Präsident der IHK Erfurt Peter Zaiß. Alle verbanden<br />

ihre Grußworte mit Anerkennung und Wertschätzung für das<br />

Wirken des ebz.<br />

Ministerpräsident Mario Voigt betonte: „Weniger Bürokratie<br />

und unnötige Pflichten, mehr Chancen, um Ideen umzusetzen.<br />

Damit wollen wir Thüringen wieder zu dem industriellen Herz<br />

machen, das es einmal gewesen ist.“ Das Bildungszentrum, so<br />

Voigt weiter, sei genau der richtige Ort, um in Weiterbildung<br />

zu investieren. Über 750 Partner im In- und Ausland zeigten,<br />

wie groß die Akzeptanz und Bedeutung des ebz inzwischen sei.<br />

Auch Oberbürgermeister Andreas Horn hob hervor, dass das<br />

ebz ein „wirklich wichtiger Player im Aus- und Weiterbildungsbereich“<br />

sei, der aus der Bildungslandschaft Erfurts und darüber<br />

hinaus nicht mehr wegzudenken ist. Besonders die internationale<br />

Fachkräftegewinnung – etwa in Erfurts Partnerstadt<br />

in China oder in Shanghai – bezeichnete er als wichtigen „Türöffner“<br />

und ermutigte, diesen Weg fortzusetzen.<br />

Rückblick und Zukunftsvision<br />

„Es waren nicht nur gute, sondern auch manchmal schwierige<br />

Zeiten“, erinnerte sich Geschäftsführer Frank Belkner, der bereits<br />

seit 30 Jahren im ebz tätig ist. Mut zu bewahren, Chancen<br />

zu nutzen und gemeinsam Neues zu wagen – das sei die Devise,<br />

die das Bildungszentrum in den vergangenen Jahrzehnten geprägt<br />

habe.<br />

Was einst als regionales Schulungszentrum begann, ist heute<br />

ein anerkanntes Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung,<br />

Umschulung und Qualifizierung in vielfältigen technischen und<br />

kaufmännischen Berufen. Das ebz begleitet Menschen jeden<br />

Alters auf ihrem beruflichen Weg – von der Erstausbildung bis<br />

zur fachlichen Spezialisierung.<br />

Bildung mit Verantwortung<br />

Über 35 Jahre Erfahrung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung<br />

sind ein starkes Fundament, auf dem das ebz weiter aufbaut.<br />

Dabei steht der Mensch immer im Mittelpunkt: Lernende,<br />

Auszubildende, Fachkräfte und Unternehmen profitieren von<br />

einer praxisnahen Ausbildung, modern ausgestatteten Werkstätten<br />

und einem engagierten Team von Ausbilderinnen und<br />

Ausbildern.<br />

Die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue zukunftsweisende<br />

Technologien prägen heute das Bildungsangebot.<br />

Zukunfts orientierte Projekte, Kooperationen mit Unternehmen<br />

und Bildungsinstitutionen sowie maßgeschneiderte Schulungskonzepte<br />

machen das ebz zu einem verlässlichen Partner für die<br />

Fachkräfteentwicklung in Thüringen.<br />

Ein Dank an alle Wegbegleiter<br />

Das Jubiläum ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch<br />

zum Danke sagen – an Mitarbeitende, Partnerunternehmen, Teilnehmende<br />

und Unterstützer, die das Bildungszentrum über die<br />

Jahre begleitet haben. Ohne ihr Vertrauen, ihre Ideen und ihren<br />

Einsatz wäre diese Erfolgsgeschichte nicht möglich gewesen.<br />

Mit Blick in die Zukunft setzt das ERFURT Bildungszentrum<br />

weiterhin auf Qualität, Innovation und Menschlichkeit – für<br />

eine starke Bildungslandschaft in Thüringen, Deutschland und<br />

international.<br />

www.ebz-verbund.de<br />

56 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | wirtschaft<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

57


mode<br />

NEW<br />

FASHION<br />

MOVES<br />

COOL & KUSCHELIG-WARM –<br />

DIE SCHÖNSTEN LOOKS FÜR DIE WINTERFERIEN<br />

Gothic, Karo,<br />

Strick & Leder<br />

Was gibt es Schöneres als eine verschneite Landschaft?<br />

Urlaub in der kalten Jahreszeit lohnt sich nicht nur für<br />

Wintersportler. Ob Garmisch-Partenkirchen, Kitzbühel,<br />

Bayrischer Wald, Dolomiten, Harz oder Schwarzwald –<br />

neben Ski und Rodel ist noch so viel mehr gut: Spaziergänge,<br />

Schneeballschlachten, Hüttenzauber – und nicht<br />

zu vergessen: Après-Ski! Zu kalt? Nur in der falschen Kleidung!<br />

Hier die schönsten Frostschutz-Styles für traumhafte<br />

Wintertage.<br />

Vergessen Sie Mainstream!<br />

Minimalismus, klassische Eleganz,<br />

Uniformität? Langweilig. Und warum<br />

Quiet Luxury, wenn es auch laut geht?<br />

Das Leben ist zu kurz für Eintönigkeit.<br />

Der Herbst bringt zum Glück viele<br />

aufregende Möglichkeiten, sich<br />

styletechnisch neu zu erfinden, und<br />

auch mal aus der Reihe zu tanzen.<br />

Spannende Fashion-Moves in dieser<br />

Saison sind Gothic-, Karo-, Strick- und<br />

Leder-Looks.<br />

text & konzept Petra Käding fotos PR<br />

58 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


mode<br />

Après-Ski-Hase<br />

Das heimliche Highlight des Tages: Après-Ski. Der Look<br />

dazu: Mütze von Bogner, Schal von &other Stories,<br />

Pullover von We Norwegians, über breuninger.com,<br />

Steppmantel von Comma, Skihose von J.Lindeberg, Uhr<br />

von Omega, Ring von Calvin Klein, Socken von Hudson,<br />

Boots von Copenhagen Studios<br />

Gipfelstürmerin<br />

Funktional und funky: Ski-Outfit und Hardware<br />

von Bogner FIRE + ICE<br />

Shopping-Queen<br />

Manche Wintersportorte haben ja so tolle Boutiquen! Los geht’s in<br />

diesem Outfit: Mütze, Schal von Comma, Sonnenbrille von Carolina<br />

Herrera, Jacke von Marc Cain, Rock von FIRE + ICE<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

59


mode<br />

Almkönigin<br />

Strike a pose – vor atemberaubender Kulisse.<br />

Dank Longsleeve klappt’s auch mit dem Kurzarm-<br />

Pullover. Gesehen bei Maiami<br />

Pistenprinzessin<br />

Cool auf die Piste: Mütze von Goldbergh, über breuninger.com, Ohrwärmer, Fäustlinge und Boots von EMU Australia, Sonnenbrille von Bogner,<br />

Pullover von Perfect Moment, über breuninger.com, Skijacke und -hose von Bogner FIRE + ICE, Socken von Isabel Marant<br />

60 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


mode<br />

12<br />

Schneeweißchen<br />

+Rosenrot<br />

Warm und kuschelweich – Wolle trotzt der Kälte:<br />

Pullover und Strickmütze aus Alpaka- und Merinowolle,<br />

handmade, von Maiami<br />

Anti-Frost-Tipps<br />

Der bewährte Zwiebel-Look: drei dünne Schichten<br />

tragen – die Luft dazwischen wirkt wie eine<br />

Wärmeisolierung. Zuunterst ein eng anliegendes,<br />

atmungsaktives Piece, etwa ein Rolli oder Longsleeve.<br />

Darüber ein Pullover, Flanellhemd und<br />

ggfs. eine Woll- oder Steppweste, darüber eine<br />

warme Jacke oder Mantel, am besten feuchtigkeitsabweisend<br />

und winddicht.<br />

Alpin-Queen<br />

Ain’t no mountain high enough: Helm von Atomic, über breuninger.com, Fäustlinge und Gürteltasche von Bogner, Schal von Someday,<br />

Jacke und Skianzug von J. Lindeberg, Socken von &other Stories, Stiefel von Moon Boots<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

61


mode<br />

Bergführerin<br />

Viel Platz für den warmen Lagenlook drunter:<br />

extralanger Teddymantel von &other Stories<br />

Eisbrecherin<br />

Wo geht’s zur Seilbahn-Station? Perfekt gestylt und<br />

frostgeschützt für den Tag im Schnee: Look gesehen<br />

bei Bogner FIRE + ICE<br />

Curling-Meisterin<br />

Ein lässiger Look, warm und mit viel Bewegungsfreiheit: Kappe von Bogner,<br />

Brille von Gucci, Schal und Pullover von Baum und Pferdgarten, Jacke von<br />

Arket, Jeans von Rich & Royal, Handschuhe von EMU Australia, Keyring-<br />

Pouch von Liebeskind Berlin, Schnürstiefel von Birkenstock<br />

62 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


mode<br />

Fake-Fur-Fanatic<br />

Mit das Coolste am Winter: Fake Fur. Schal<br />

und Shopper gesehen bei Arket<br />

Anti-Frost-Tipps<br />

Ein alter Geheimtipp für Frostbeulen:<br />

Angora-Unterwäsche und Socken.<br />

Mütze, Schal und Handschuhe verhindern, dass viel<br />

Wärme über Kopf, Hände und Füße verlorengeht.<br />

Dünne Wollsocken sind besser als mehrere<br />

Synthetik-Flauschsocken übereinander.<br />

Wichtig: Es darf nicht zu eng werden im Schuh.<br />

Wenn Platz ist, empfiehlt sich eine<br />

Thermo- oder Lammfell-Einlegesohle.<br />

Rekord-Hüterin<br />

Voilà, die wahrscheinlich größte Uschanka aller Zeiten. Die Fellmütze<br />

mit Ohrenklappen ist die russische Geheimwaffe gegen Kälte.<br />

Sie muss ja nicht so groß ausfallen wie bei Etro auf dem Catwalk<br />

Hüttenzauberin<br />

Hüttenzauber? Nicht ohne Teddy! Am schönsten in Cremeweiß: Balaklava von Rich & Royal, Sonnenbrille, Weste, Handtasche und Stiefel von Bogner,<br />

Strickrolli und -hose von Sandro Paris, Mantel von Marc O’Polo, Socken von Hudson, Ring von Chanel<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

63


mode<br />

Polo-Groupie<br />

Edle Rosse, Schneeglitzer und Glam<br />

– von Kitzbühel bis St. Moritz gibt’s<br />

Snow-Polo-Turniere. Der Look zum<br />

Sport kommt von Brunello Cucinelli<br />

Schneeball-Expertin<br />

Eine Schneeballschlacht macht auch Ü-30 noch Spaß. Der Look dazu: Mütze von Maiami, Pullover von Marc Cain.<br />

Steppweste von Fuchs Schmitt, Cordhose von King Louie, Teddy-Fäustlinge von Hugo, über breuninger.com,<br />

Socken von Arket, Lammfell-Einlegesohlen von EMU Australia, Schnürboots und Gürteltasche von Marc O’Polo<br />

64 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

Sky-Bar-Blickfang<br />

Für ein bisschen Glamour beim Après-Abstecher in der Roof<strong>top</strong>-Bar: Eyecatcher-Ohrringe<br />

von CLASSYANDFABULOUS, Pullover von Etro, Ski-Hose von FIRE + ICE, Fake-Fur-Jacke von<br />

Marcel Ostertag, Täschchen von Ganni, Socken von &other Stories, Schuhe von Isabel Marant


mode<br />

Anti-Frost-Tipps<br />

Warme/gefütterte Winterstiefel tragen,<br />

möglichst mit rutschfester Sohle und<br />

nässeabweisendem Obermaterial. Nass<br />

gewordene Schuhe mit Zeitungspapier<br />

auss<strong>top</strong>fen und vorm nächsten Tragen<br />

vollständig trocknen lassen. Achtung: Nicht<br />

auf die Heizung stellen, sonst wird das<br />

Material spröde.<br />

Fashion Walker<br />

Spazierengehen kann so stylish sein: Mütze und Handschuhe von Ganni, Ohrringe von Pilgrim,<br />

Sonnenbrille von DSQUARED, Rolli und Teddyfelljacke von Comma, Pullover von Maiami,<br />

Hose und Fellboots von Bogner, Kniestrümpfe von &other Stories<br />

Colour-Blocker<br />

So viel Schneeweiß — da tut etwas<br />

Farbe gut: Style gesehen bei Maiami<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

65


GANZ PERSÖNLICH<br />

ZUM STILVOLLEN OUTFIT<br />

Ein Shopping-Raum wie ein Wohnzimmer, Beratung mit Herz und ein Service, der keine Wünsche offenlässt:<br />

Bei Breuninger in Erfurt wird Einkaufen zum ganz individuellen Event. Wer Mode, Individualität und<br />

persönliche Betreuung sucht, findet hier weit mehr als nur neue Kleidung.<br />

Köpfe, die das Personal Shopping bei Breuninger in Erfurt prägen.<br />

„Wir sind für unsere Kunden exklusiv da – in entspannter Atmosphäre<br />

und mit viel Zeit“, erklärt Janeta Pinther. Die Gastgeberrolle<br />

nehmen sie dabei wörtlich: Jeder Termin wird persönlich<br />

vorbereitet, Wünsche werden im Vorfeld erfragt und der Service<br />

reicht weit über das Übliche hinaus. Ob per Online-Buchung,<br />

QR-Code im Haus oder ganz klassisch über die persönliche Visitenkarte<br />

– der Weg zum eigenen Shopping-Erlebnis ist unkompliziert.<br />

„Wir möchten, dass sich unsere Kunden rundum wohlfühlen<br />

und immer wieder gerne zu uns kommen“, so Dietz.<br />

Wer das Breuninger-Haus am Erfurter Junkersand betritt,<br />

spürt sofort: Hier geht es nicht nur ums Einkaufen, sondern um<br />

ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Schon beim Betreten des<br />

exklusiven Personal-Shopping-Raums empfängt einen eine<br />

Atmo sphäre, die an ein elegantes Wohnzimmer erinnert – fernab<br />

vom Trubel der Verkaufsflächen. „Wir möchten der perfekte<br />

Gastgeber sein“, betont Nils Thomas Dietz. Mit viel Herzblut<br />

und einem feinen Gespür für Stil wird hier jeder Kunde in eine<br />

Welt entführt, in der Shopping zum Genuss wird.<br />

Hinter dem besonderen Einkaufserlebnis steht ein engagiertes<br />

Team, das sich ganz der individuellen Beratung verschrieben<br />

hat. Janeta Pinther und Nils Thomas Dietz sind zwei der sieben<br />

Gerade die Herren der Schöpfung finden bei Breuninger in<br />

Erfurt ein Angebot, das in Thüringen seinesgleichen sucht.<br />

„Wir sind hier die Nummer eins, wenn es um stilvolle Herrenbekleidung<br />

geht“, betont Janeta Pinther mit einem Augenzwinkern.<br />

Von Kopf bis Fuß wird der Kunde eingekleidet – ob klassischer<br />

Anzug, lässiges Freizeit-Outfit oder das passende Accessoire.<br />

Die Beratung ist dabei so individuell wie die Kunden selbst:<br />

„Jeder hat andere Wünsche, andere Maße, andere Vorstellungen.<br />

Wir nehmen uns die Zeit, genau darauf einzugehen“, erklärt<br />

Pinther.<br />

Die Kompetenz des Teams zeigt sich nicht nur in der Auswahl,<br />

sondern auch im Gespür für Trends und Passformen. „Jeder<br />

Kunde ist einzigartig, und das spiegelt sich auch in unseren Services<br />

wider“, betont Nils Thomas Dietz. Sollte ein Anzug nicht<br />

auf Anhieb perfekt sitzen, sorgt die hauseigene Änderungsschneiderei<br />

für den letzten Schliff. Für besondere Wünsche oder<br />

spezielle Größen – bis Konfektionsgröße 64 – bietet Breuninger<br />

sogar Maßanfertigungen an. „Wir arbeiten dafür mit einem nie-<br />

66 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | wirtschaft<br />

Fotos: Benjamin Stolle<br />

derländischen Unternehmen zusammen, gefertigt wird in<br />

Marokko. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauert es etwa<br />

fünf bis sechs Wochen“, erklärt Dietz. So entstehen Outfits, die<br />

nicht nur passen, sondern auch die Persönlichkeit des Trägers<br />

unterstreichen – ein Service, der Breuninger wirklich besonders<br />

macht. Und so wird aus jedem Einkauf ein maßgeschneidertes<br />

Erlebnis – und aus jedem Kunden ein Stammgast.<br />

Und wenn die Hochzeit und damit der ganz große Tag naht,<br />

wird das Personal Shopping bei Breuninger zum Treffpunkt für<br />

die ganze Gesellschaft. „Wir machen nicht nur den Bräutigam<br />

von Kopf bis Fuß schick, sondern gerne auch die Trauzeugen,<br />

den Schwiegervater und sogar die Kinder“, erzählt Janeta Pinther<br />

mit einem Lächeln. Oft wird aus dem Einkauf ein kleines<br />

Happening: Freundesgruppen oder ganze Familien kommen<br />

gemeinsam, probieren Outfits an, tauschen sich aus und genießen<br />

die entspannte Atmosphäre.<br />

„Die Männer machen sich da manchmal einen richtigen Spaß<br />

draus – zu dritt oder viert, mit einem Espresso oder einem Glas<br />

Sekt in der Hand wird das Anprobieren zum Happening“, berichtet<br />

Pinther. Auch für Paare, die gemeinsam für eine Gala<br />

oder Feier ein passendes Outfit suchen, wird der Shopping-<br />

Raum kurzerhand zum privaten Showroom.<br />

„Wir stellen uns auf jeden Wunsch ein und machen fast alles<br />

möglich“, ergänzt Nils Thomas Dietz. Besonders gefragt: Outfits,<br />

die nicht nur am Hochzeitstag, sondern auch danach noch<br />

tragbar sind. Mit viel Fingerspitzen gefühl werden Anzüge und<br />

Accessoires so kombiniert, dass sie auch im Alltag eine gute<br />

Figur machen. So wird die Hochzeitsgesellschaft zum stilvollen<br />

„Hingucker“.<br />

Auch in Sachen Digitalisierung geht Breuninger neue Wege.<br />

Mit dem digitalen Kundenbuch wird die persönliche Betreuung<br />

noch gezielter: „Wir können die Wünsche und Vorlieben unserer<br />

Stammkunden speichern und sie bei neuen Kollektionen oder<br />

passenden Ergänzungen direkt informieren“, erklärt Nils Thomas<br />

Dietz. So wird das Persönliche noch persönlicher – und der<br />

Service bleibt immer am Puls der Zeit.<br />

Am Ende bleibt vor allem eines: die Begeisterung des Teams für<br />

Mode und Service. „Wir machen das alle mit Herz“, sagt Janeta<br />

Pinther und lächelt. Wer einmal das besondere Einkaufserlebnis<br />

bei Breuninger genossen hat, kommt gerne wieder – sei es für<br />

das nächste große Fest, ein neues Business-Outfit oder einfach,<br />

um sich inspirieren zu lassen. Die Einladung steht: Wer Mode<br />

mit allen Sinnen erleben will, ist hier genau richtig.<br />

BESUCHEN SIE UNS IM HAUS DER SCHÖNEN DINGE<br />

JUNKERSAND 4, ERFURT<br />

BREUNINGER.COM<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

67


Im Escape-Room der Geschichte –<br />

Jena und seine Universität<br />

Text: Helene Breitenbach<br />

Fotos: Mario Hochhaus<br />

68 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


geschichte<br />

Im Herbst <strong>2025</strong> begibt sich der Archäologe Enrico Paust auf eine Reise<br />

durch das Raum-Zeit-Kontinuum der Jenaer Universität und damit<br />

der Stadt. Er fügt die Forschungs ergebnisse seines interdisziplinären<br />

Teams zusammen. In den letzten Jahren waren sie gemeinsam im<br />

„Escape- Room“ der Geschichte, haben Rätsel gelöst, Schlüssel entdeckt,<br />

Türen geöffnet, alte Klischees überwunden und Neues entdeckt.<br />

Ein Rückblick.<br />

Im Sommer 2022 tragen Mitarbeiter der Jenaer Universität<br />

Kisten über Kisten in einen gewaltigen Gewölbekeller unter<br />

der Stadt, in das neue Magazin des Seminars für Ur- und Frühgeschichte.<br />

Für den Kustos, Dr. Enrico Paust (im Foto linke<br />

Seite), ein großer Tag: Endlich werden alle Objekte der Sammlung<br />

in einem klimatisch perfekten Raum zusammengeführt.<br />

Darunter auch der vielleicht größte Schatz der Sammlung:<br />

die „DNA“ der Univer sität und damit der Stadt Jena.<br />

Die Kisten bergen Keramik, Grabbeigaben, Bücher … und<br />

auch bürger liche Kleidung aus dem 17. Jahrhundert. Und das<br />

in einer Fülle, wie sie sonst kaum erhalten blieb. Enrico Paust<br />

ist sich sicher: „Diese Sammlung ist eine der größten ihrer Art<br />

in Europa.“<br />

Aber vor allem birgt sie menschliche Gebeine. Über tausend<br />

Indi vi duen! Die sterblichen Überreste von Professoren, ihren<br />

Familien, von Studenten und Angestellten der frühen Jenaer<br />

Universität, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in der<br />

Kollegienkirche und auf ihrem Friedhof bestattet wurden.<br />

Die Kollegienkirche gilt als die Keimzelle der Universität, zerstört<br />

Ende des Zweiten Weltkriegs.<br />

Im März 1945 bombardieren alliierte Fliegerverbände Jena<br />

und treffen die Stadt ins Herz. Die Innenstadt liegt in Schutt<br />

und Asche, auch die alte Universität mit ihrer Kirche. Archäologen<br />

bergen Skelette und Grabbeigaben. Sie werden eingelagert<br />

und über Jahrzehnte vergessen. Bis sie Enrico Paust wiederentdeckt.<br />

Im Sommer 2018, über 70 Jahre nach der Zerstörung der<br />

alten Universität, bekommt der Archäologe den Auftrag, die<br />

Sammlung des Seminars für Ur- und Frühgeschichte zu katalogisieren<br />

… und erkennt die Dimension. Die Materialfülle<br />

sprengt jede Vorstellung und die Kapazitäten eines Einzelnen.<br />

Paust sucht Unterstützer: Historiker, Restauratoren, Materialwissenschaftler,<br />

Biologen, Rechtsmediziner. Am Ende sind<br />

21 Institute und Forschungseinrichtungen beteiligt und das<br />

Projekt ist eines der größten interdisziplinären Forschungsprojekte<br />

Deutschlands, vielleicht auch Europas.<br />

In Jena liegt<br />

der größte Fundus<br />

bürgerlicher Kleidung<br />

des 17. Jahrhunderts<br />

in Europa.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

69


geschichte<br />

Hanfried-Denkmal auf dem Marktplatz Jena. Es zeigt Johann Friedrich I., Gründer der<br />

Universität Jena; Collegium Jenense, Gründungsort der Universität; Die erste Unibibliothek<br />

mit Büchern, die aus Wittenberg nach Jena kamen; Matrikelbuch von 1557 mit den Namen<br />

der ersten Studenten.<br />

Im Sommer 2022 erreichen die Untersuchungen ihren bisherigen<br />

Höhepunkt. Für die Wissenschaftler ist das Projekt<br />

eine Expedition in die Vergangenheit und zugleich ein Testfeld<br />

für modernste Methoden. Dabei eröffnen sich überraschende<br />

Perspektiven. Die Historiker prüfen, ob die Funde bestätigen,<br />

was in alten Quellen überliefert ist, oder ob sie Widersprüche<br />

aufdecken. Die Rechtsmediziner analysieren, ob sich aus jahrhundertealten<br />

Textilien noch DNA gewinnen lässt und ob Gesichtsrekonstruktionen<br />

zuverlässig gelingen. Bei diesem Projekt<br />

können sie ihre Ergebnisse überprüfen, weil es zu den bestatteten<br />

Professoren Namen und Porträts gibt. Die Wissenschaftler<br />

der Max- Planck-Institute fahnden nach Erregern<br />

bislang unerklärter Krankheiten, die zwischen dem 16. und<br />

19. Jahrhundert beschrieben wurden.<br />

Gemeinsam suchen sie Antworten auf einige zentrale Fragen:<br />

Wie wurde Jena zu der Stadt, die sie heute ist? Was erzählen<br />

Kleidung und Alltagsgegenstände über Status und Wohlstand<br />

der Professoren und Studenten der Universität, über das soziale<br />

Gefüge der Stadt und die Handwerkskunst ihrer Bewohner?<br />

Und warum wurde die Jenaer Universität als „Betteluniversität“<br />

bezeichnet? Dieses Klischee, sagt Enrico Paust, stammt aus den<br />

Anfangsjahren der Universität und ist, wie die Universitätsgründung<br />

in Jena selbst, Folge eines dramatischen politischen<br />

und konfes sionellen Wandels in Europa. Es sind die Nachwehen<br />

der Reformation, von Krieg, Intrigen und Verrat.<br />

1547: Die Reformation hat die Länder gespalten. Der sächsische<br />

Kurfürst Johann Friedrich I., Repräsentant der ernestinischen<br />

Wettiner, ist der Schutzherr der Protestanten. Er verliert<br />

mit seinen Verbündeten den Schmalkaldischen Krieg gegen<br />

den katholischen Kaiser. Johann Friedrich I. wird gefangen<br />

genommen, verliert die Kurwürde, mehr als die Hälfte seiner<br />

Ländereien, den Sitz in Torgau und die Wit ten berger Univer sität.<br />

Ihm bleiben die kleinen thüringischen Gebiete mit Burgen und<br />

Schlössern wie Wartburg und Leuchtenburg und Städten wie<br />

Weimar, Gotha, Eisenach, Jena, Waltershausen und Orlamünde.<br />

Die ernestinischen Wettiner ziehen sich nach Weimar zurück.<br />

Noch in der Gefangenschaft, am Tiefpunkt der Macht, verfügt<br />

Johann Friedrich die Gründung einer Hohen Schule, der späteren<br />

Universität. In Weimar ist kein Platz, aber das alte Dominikanerkloster<br />

in Jena bietet sich an. Als die Hohe Schule zehn<br />

Jahre später das Universitätsprivileg erhält, werden die Gebäude<br />

umgebaut und als Universität genutzt. Bis heute.<br />

Die Ernestiner sind durch Gebietsverluste und ihr besonderes<br />

Erbrecht (es erbt jeder männliche Nachkomme) finanziell geschwächt.<br />

Das bringt der Universität den Ruf der „Betteluni“<br />

ein. Aber die Ernestiner investieren in Bildung, Kunst und Kultur.<br />

Sie wird zu ihrer Währung auf dem Markt der Bedeutung<br />

der deutschen Adelsgeschlechter. Als Rektoren fördern die ernestinischen<br />

Fürsten die Freiheit der Lehre. Das lockt später<br />

namhafte Größen nach Jena – Schiller, Kant, Hegel, Feuerbach<br />

– und auch Studenten. Im Gründungsjahr 1557 sind es noch<br />

weniger als 200. Über 1.000 sind es, als nur 70 Jahre später<br />

Ortolph Fomann der Jüngere zum Professor berufen wird.<br />

Im Sommer 2021 hält die Gerichtsmedizinerin Constanze<br />

Niess den 3D-Druck seines Schädels in den Händen, fühlt die<br />

Muskelansätze an Jochbein und Kiefer, setzt Marker für die<br />

Muskeln, trägt Schicht für Schicht eine Art Modelliermasse auf.<br />

Zu diesem Zeitpunkt weiß sie nicht viel über die Person, der sie<br />

ein Gesicht geben soll. Sie sieht die Kopie des Schädels, kennt<br />

die DNA-Analysen, weiß, dass die Person dunkle Augen und<br />

rotblonde Haare hatte und dass sie im 17. Jahrhundert lebte.<br />

Constanze Niess ist Rechtsmedizinerin und Spezialistin für<br />

Gesichts rekonstruktion. Diese Rekonstruktion ist eine Herausforderung,<br />

der Schädel ist nur in Fragmenten vorhanden, wie<br />

eine Maske. Aber er hat alles, was sie für eine Rekonstruktion<br />

braucht: Augenhöhlen, Nase, Unterkiefer.<br />

70 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


geschichte<br />

INTERNATSGYMNASIUM<br />

IN FREIER TRÄGERSCHAFT<br />

Foto: G. Grond, FSU Jena<br />

Porträt und Rekonstruktion<br />

von Professor Ortolph Fomann<br />

„Ein Schädel ist<br />

so einzigartig wie<br />

ein Fingerabdruck.<br />

Er reicht aus, um<br />

die individuellen Züge<br />

eines Menschen<br />

nachzuformen.“<br />

Constanze Niess,<br />

Gerichtsmedizinerin<br />

starke Gemeinschaft<br />

individuelle Förderung<br />

kleine Klassen<br />

sportliche Vielfalt<br />

Musikakademie<br />

Ein Schädel, sagt sie, ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Er reicht<br />

aus, um die individuellen Züge eines Menschen nachzuformen. Das<br />

kann man, weil die Gesichtsmuskeln bei jedem Menschen die gleichen<br />

Funktionen erfüllen müssen. „Wir wissen, dass bestimmte Muskeln an<br />

bestimmten Stellen ziehen können. Da, wo der Muskel ansetzt und zieht,<br />

muss der Knochen etwas kräftiger sein. Je stärker so ein Muskelansatz<br />

ist, umso kräftiger war der Muskel ausgeprägt, und dann muss ich das<br />

praktisch an der Skulptur umsetzen.“<br />

Hilfreich ist es, wenn die Zähne noch vorhanden sind, denn dann,<br />

sagt sie, „sieht man, wo der Lippenschluss ist, wo der Mund sein muss.<br />

Der ist nicht direkt da, wo Ober- und Unterkiefer aufeinandertreffen,<br />

sondern in der Regel im unteren Drittel der Oberkieferzähne, und die<br />

Mundwinkel befinden sich zwischen dem dritten und vierten Zahn.“<br />

Diese „Schlüsselstellen“ sind ausschlaggebend für die Rekonstruktion.<br />

An ihnen orientiert sie sich, wenn sie das Gesicht mit Knetstreifen und<br />

Modelliermasse ausformt.<br />

Kriminalisten nutzen die Technik, um die Identität unbekannter Toter<br />

festzustellen. Historische Personen erhalten so ihr Antlitz zurück, wie<br />

Professor Fomann aus Jena. Wie genau diese Methode ist und wie gut<br />

die Rekonstruktion gelungen ist, zeigt sich Wochen später in Jena, beim<br />

Vergleich der Plastik mit dem Gemälde: Sie sind nahezu identisch.<br />

INTERNATSLUFT<br />

SCHNUPPERN!?<br />

ProbeschülerInnen<br />

sind jederzeit willkommen!<br />

71<br />

Klosterschule 5, 06571 Roßleben-Wiehe<br />

Tel. (034672) 98200, info@rossleben.com<br />

www.rossleben.com


geschichte<br />

Kurze Zeit später studiert die Kostümhistorikerin Julia<br />

Eberhardt das Porträt des Professors. Sie interessiert sein Spitzenkragen.<br />

Die Kostümhistorikerin zählt die Falten und rechnet<br />

aus, dass für den Mühlsteinkragen etwa 25 Meter feinster<br />

Spitze verarbeitet wurden. Zweieinhalb Zentimeter am Tag<br />

konnte eine versierte Klöpplerin damals fertigen, sagt sie.<br />

„Spitze war seinerzeit mehr wert als edle Metalle oder Edelsteine,<br />

sie war ein textiles Juwel. Auch das satte Schwarz des<br />

Wamses zeugt von Luxus.“<br />

Zudem war das Schwarzfärben kompliziert und die Farbpigmente<br />

teuer. Heißt: Der Professor war ein Konsument von<br />

Luxus gütern. Einer, der seinen gehobenen sozialen Status und<br />

Lebensstandard zeigte. Aber das Porträt erzählt auch von Jena<br />

zu Lebzeiten Fomanns, von hoch spezialisierten Handwerkern,<br />

wie Schwarzfärbern oder „Stylisten“, die wussten, wie mit kostbarer<br />

Spitze umzugehen war, von Handel mit Luxusgütern und<br />

Jenaer Bürgern, die sich den Konsum leisten konnten. Wie die<br />

Professoren der Universität.<br />

Die geborgenen Kleidungsstücke der Sammlung zeugen<br />

auch davon. Deren Kostbarkeit spüren die Restauratoren unter<br />

ihren Händen. Zentimeter für Zentimeter befreien sie die historischen<br />

Textilien von den Ablagerungen der Zeit. Manchmal<br />

ist die gereinigte Fläche am Ende des Tages nur eine Postkarte<br />

groß. Aber es lohnt sich, denn die Textilien sind in einem außergewöhnlich<br />

guten Zustand und alle Nachforschungen zeigen:<br />

In Jena liegt tatsächlich der größte Fundus bürgerlicher<br />

Kleidung des 17. Jahrhunderts in Europa. Ein Fundus, zu dem<br />

Textilien aus Samt und Seide gehören, die möglicherweise in<br />

Frankreich oder Italien hergestellt wurden, gestrickte Seidenstrümpfe,<br />

Seidenspitzen, Echthaarperücken und geknotete<br />

Haarnetze sowie Lederschuhwerk. Kleidung, die vom wachsenden<br />

Selbstbewusstsein einer erstarkenden gesellschaftlichen<br />

Schicht erzählt, dem akademischen Bürgertum, das seit der<br />

Refor mation an Bedeutung gewinnt.<br />

„Spitze war seinerzeit<br />

mehr wert als<br />

edle Metalle oder<br />

Edelsteine, sie war<br />

ein textiles Juwel.“<br />

Julia Eberhardt,<br />

Kostümhistorikerin<br />

72 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


geschichte<br />

Abbildungen:<br />

Neu für die Wissenschaftler:<br />

Totenkronen und -kränze<br />

(Fotos oben) als Grabbei gaben<br />

in der Stadt. Totenkränze<br />

(Foto unten) waren bislang<br />

nur aus dem ländlichen Raum<br />

bekannt.<br />

oben rechts:<br />

Keramik für das täg liche Leben<br />

linke Seite unten:<br />

Seidenwams aus dem 17. Jh.,<br />

vermutlich aus dem Besitz eines<br />

Professors oder eines adligen<br />

Studenten<br />

Der Professor<br />

war ein Konsument<br />

von Luxusgütern.<br />

Einer, der seinen<br />

gehobenen sozialen<br />

Status und Lebensstandard<br />

zeigte.<br />

Ungewöhnliche Grabbeigaben irritieren die Forscher,<br />

aber vielleicht sind Totenkronen und -kränze auch Ausdruck<br />

dieses neuen Selbstbewusstseins. Sie sind prunkvoll geschmückt,<br />

mit leonesischen Drähten, Silber und Gold, Perlen, echten Blüten<br />

und Gewürzen. Normalerweise, sagt Enrico Paust, finden<br />

sich solche Kronen nur im ländlichen Raum, als eine Art Brautkrone<br />

für unverheiratet verstorbene Frauen. Diese Kronen und<br />

Kränze gehören Vertretern einer Stadtelite und schmücken<br />

auch verheiratete Frauen und Männer. Eine ungewöhnliche<br />

Entdeckung, für die es noch keine Erklärung gibt. Aber, sie erzählen<br />

von einer neuen Trauer- und Begräbniskultur seit Ende<br />

des 15. Jahrhunderts. Von prachtvollen Begräbnissen als Ausdruck<br />

von Stolz und demonstrativem Aufbegehren gegen Vorurteile,<br />

auch gegen das Klischee der armen protestantischen<br />

Betteluniversität. Die Funde und die Ergebnisse des interdisziplinären<br />

Forschungsteams beweisen das Gegenteil.<br />

Im Herbst <strong>2025</strong> führt der Archäologe Enrico Paust die Forschungsergebnisse<br />

zusammen und sieht Jena im 17. Jahrhundert:<br />

Eine multikulturelle Gesellschaft, mit Studierenden aus<br />

allen Teilen Europas, mit Professoren, die zur wissenschaftlichen<br />

Elite gehören. Um 1700 hat die Universität die höchsten<br />

Studentenzahlen im Heiligen Römischen Reich und ist bei<br />

Weitem keine Betteluniversität. Er sieht ein erstarkendes,<br />

selbstbewusstes und gut situiertes Bürgertum, das die Wirtschaft<br />

ankurbelt und hoch spezialisierte Handwerker nach<br />

Jena lockt. In der Stadt kommt es zu einem Bauboom. Häuser<br />

werden aufgestockt, Jena wächst über die Grenzen hinaus und<br />

legt den Grundstein zu dem, was es heute ist: Eine lebendige<br />

Stadt mit Exzellenz-Universität und Hightech-Firmen, ein<br />

Zukunfts ort mit hoher Lebensqualität.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

73


<strong>top</strong> genuss<br />

Rehrücken<br />

an Schalotten-Confit<br />

mit Rotwein-Schokoladen-Soße<br />

„Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe<br />

auf so kleinem Raum zusammengedrängt, wie gerade bei der Kakaobohne.“<br />

Das lesen wir bei Alexander von Humboldt. Er hat auf seinen Reisen gesehen,<br />

dass die Kakaobohne von den indigenen Völkern Mittelamerikas als stärkendes<br />

Getränk zur medizinischen Behandlung sowie als Zahlungsmittel eingesetzt<br />

wurde, man gab sie auch den Toten mit auf die Reise ins Jenseits. Mit dem, was<br />

wir heute mit der süßen Versuchung verbinden, hatte der Gebrauch allerdings<br />

nichts zu tun. Der Kakao von damals war mit Wasser verflüssigt, mit Chilipfeffer<br />

gewürzt und mit etwas Honig und Achiote-Samen angereichert. Letztere verliehen<br />

dem Getränk eine blutrote Färbung, sodass Europäer es noch im 16. Jahrhundert<br />

als sehr abstoßend empfanden.<br />

Text: Petra Hermann<br />

Fotos: Mario Hochhaus;<br />

stock-adobe.com<br />

74 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


<strong>top</strong> genuss<br />

Dass Kolumbus die ersten<br />

Kakao bohnen nach Europa<br />

gebracht habe, ist inzwischen widerlegt.<br />

1544 sollen Dominikanermönche<br />

Geschenke der Kekchi-Maya an den Hof<br />

Philipps von Spa nien gebracht haben.<br />

Darunter waren „Gefäße mit geschlagener<br />

Schokolade und Kakaobohnen“. Aber bis man in<br />

Europa bereit für den Genuss des Getränks war und<br />

es sich vom Heilmittel zum Luxus entwickeln konnte,<br />

dauerte es bis ins 17. Jahr hundert. Voraussetzung war die<br />

Verwendung von Rohrzucker, der es erst für europäische<br />

Gaumen schmackhaft machte. Bis Kakao und Schokolade<br />

zum Konsumartikel für viele wurden, dauerte es nochmals gut<br />

zweihundert Jahre. Und weitere einhundert,<br />

bis man sie heute entweder wegen des Zuckergehalts verteufelt<br />

oder sich als Superfood auf der Zunge zergehen lässt.<br />

Schokolade macht glücklich, das ist nicht nur eine schöne Ausrede,<br />

wenn es ans Naschen geht. Diese Tatsache kann wissenschaftlich<br />

belegt werden. Zum Glück für jeden „Schokoholic“,<br />

der süchtig nach ihr ist. Die Wissenschaft nahm sich dem an<br />

und stellte fest, dass über 300 Inhaltsstoffe enthalten sind, die<br />

sich positiv auf Körper und Geist auswirken. Schokolade mit<br />

hohem Kakaoanteil enthält Antioxidantien (insbesondere Flavonoide<br />

und Polyphenole), Magnesium, Eisen, Zink sowie weitere<br />

Mineralstoffe. Sie wirken zellschützend und unterstützen<br />

Herz, Kreislauf und Nerven. Je dunkler die Schokolade, desto<br />

höher ist der Gehalt an wertvollen Stoffen und desto stärker ist<br />

der gesundheitsfördernde Effekt. Aber wie so oft gibt es die andere<br />

Seite des Genusses: Der hohe Kalorien- und Fettgehalt<br />

bringt das Risiko für Übergewicht mit sich.<br />

2011 eröffnete die Manufaktur im Neubau in Oldisleben, der als<br />

gläserne Fabrik konzipiert wurde. Seitdem können Kunden die<br />

handwerkliche Herstellung von Pralinen und Schokolade live<br />

beobachten. Diese Erlebniswelt zog viele Besucher an und wurde<br />

2014 mit dem Thüringer Tourismuspreis ausgezeichnet. Seit<br />

November 2021 ist Tochter Juliane Finger die neue Inhaberin<br />

und Geschäftsführerin der Goethe-Chocolaterie. Neben der<br />

Herstellung hochwertiger Schokoladenprodukte bietet sie auch<br />

Events, Workshops und Verkostungen an.<br />

Wir wollen tiefer in das Thema Schokolade eintauchen und<br />

besuchen die Goethe-Chocolaterie in Oldisleben. Sie wurde im<br />

August 2005 von Karin Finger aus der Leidenschaft für Früchte<br />

und Schokolade gegründet. Mit der eigenen Herstellung von<br />

feinsten Konfitüren, Chutneys und später handgemachten<br />

Pralinen, Trüffeln und Schokoladen hatte sie begonnen.<br />

Ein Jahr nach der Gründung wurde die Produktion um eine<br />

Schokoladenküche erweitert. Die wachsende Nachfrage<br />

ermöglichte 2007 die Eröffnung eines Schokoladengeschäfts<br />

mit Schauproduktion in Leipzig.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

75


<strong>top</strong> genuss<br />

Mit Juliane Finger unterhalten wir uns über die derzeitige Situation<br />

am Rohstoffmarkt. Die Rohprodukte für die Produktion<br />

kommen hauptsächlich aus Madagaskar, zu dessen Lieferanten<br />

man auch persönlich Kontakte pflegt, und aus Peru. Durch Veränderung<br />

des Klimas, Krankheiten an den Pflanzen und daraus<br />

folgende Missernten hat sich der Rohstoffpreis in den letzten<br />

Jahren vervierfacht. Es ist derzeit eine Gratwanderung, die<br />

kostbaren Rohstoffe und die gestiegenen Löhne mit den Preisen<br />

für Endverbraucher in Einklang zu bringen.<br />

Firmengründerin Karin Finger erklärt uns ihre Philosophie des<br />

Schokoladenkaufs bzw. der Vorlieben. Sie erzählt uns, dass ihrer<br />

Erfahrung nach weiße Schokolade meistens von jungen Frauen<br />

gekauft wird. Mit zunehmendem Alter der Käuferin würde die<br />

Schokolade immer dunkler. Und junge Männer lieben Vollmilchschokolade.<br />

Sie selbst nascht nicht nur ab und zu gern<br />

eine dunkle Vollmilchschokolade, sondern kocht auch sehr<br />

gern mit Schokolade. Und die von ihr dafür empfohlene Zartbitter<br />

mit etwas Chili nehmen wir mit zu unserer nächsten<br />

kulina rischen Station des Tages.<br />

W<br />

ir treffen Gordon Keiling in einem der Gasthäuser<br />

seiner Hotelgruppe. Die „Fahner Mühle“ liegt sehr<br />

schön auf der Fahner Höhe außerhalb des Ortes Kleinfahner.<br />

Sie empfängt uns mit goldenem Herbstlaub und Sonnenschein.<br />

Gordon Keiling, der insgesamt vier Häuser führt, freut sich,<br />

auch wieder einmal selbst am Herd zu stehen. Der leidenschaftliche<br />

Koch kommt leider nur noch viel zu selten dazu.<br />

Gelernt hatte er in Erfurt im Kaisersaal und er erinnert sich<br />

sehr gern an seine Lehrzeit bei Claus Alboth im Gourmet-Restaurant.<br />

Nach der Lehre hat er sich, wie viele Köche, erst einmal<br />

den Wind um die Nase wehen lassen. So zog es ihn vor allem<br />

nach London und er arbeitete bei Steven Saunders, dem VIP-<br />

Koch in Silverstone und TV-Star. In München hat er bei Alfons<br />

Schuhbeck in den Töpfen gerührt und später auch eine Zeit<br />

lang auf einem Kreuzfahrtschiff gekocht.<br />

Seine Mutter bewirtschaftete damals das „Gasthaus zum Mühlgraben“<br />

in Gräfentonna, und dahin zog es ihn wieder zurück.<br />

Er übernahm den Mühlgraben und begann mit viel Initia tive<br />

zu verändern. Inzwischen hat er ihn zu einem der bekanntesten<br />

Gasthäuser der Region gemacht. In Gräfentonna kann man<br />

täglich am größten All-you-can-eat-Buffet Thüringens schlemmen.<br />

Die „Fahner Mühle“ hatte es ihm gleich nach der ersten Besichtigung<br />

angetan und ist bis jetzt eines seiner liebsten Objekte.<br />

Heute bindet er sich dort die Schürze um und zeigt seinen bevorzugten<br />

Kochstil. Gute saisonale Rohstoffe, möglichst aus der<br />

Region, die man schmecken soll. Den Rehrücken hat sein Bruder<br />

erst ein paar Tage vorher erlegt und so freuen wir uns auf<br />

ein Wildgericht mit herber Schokoladennote.<br />

Keiling schneidet, rührt und schmeckt ab, während wir uns<br />

darüber unterhalten, wie sich die Situation der Gastronomie in<br />

den letzten Jahren verändert hat. Seine Vision vom Besuch<br />

76 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


<strong>top</strong> genuss<br />

einer Gaststätte in naher Zukunft kann man sich gut vorstellen, ob<br />

man sich darauf freuen kann, bleibt dahingestellt. Was meinen Sie?<br />

Begrüßt werden sie von einem Gästemanager, ähnlich einem Patron.<br />

Bestellen kann man über ein Tischordersystem und geliefert wird<br />

durch einen Serviceroboter.<br />

Aber das ist gar nicht mehr so sehr Zukunftsmusik, erzählt Gordon<br />

Keiling. „Die haben wir bereits im Einsatz, um den Service im<br />

Mühlgraben und auf der Thiemsburg zu unterstützen.“ Auf der<br />

„Thiemsburg“ bringt er die Speisen direkt an den Tisch. So geht das<br />

Essen sofort aus der Küche in den Service und für 95 % der Gäste ist es<br />

tatsächlich ein Highlight und eine ganz neue Erfahrung. Im Mühlgraben<br />

unterstützt der Roboter den Service an der Bar und bringt die<br />

Getränke zum Gast. Einen Roboter in der Küche sehe ich nicht. Das<br />

wäre zu komplex für den Geschmack und die unterschiedliche Abstimmung<br />

der Speisen aus Naturprodukten. „Die Kreativität sehe ich immer<br />

beim Koch, der sein Handwerk liebt.“<br />

<br />

Rehrücken an Schalotten-Confit<br />

mit Rotwein-Schokoladen-Soße<br />

und Süßkartoffelgratin<br />

ZUTATEN für 6 Personen:<br />

ca. 1.200 g Rehrücken am Knochen<br />

Salz und Pfeffer<br />

2 EL Butter<br />

Thymianzweige, frisch<br />

Soße:<br />

etwas Öl, neutral zum Anrösten<br />

2 Karotten<br />

1 Zwiebel, groß<br />

2 EL Tomatenmark<br />

500 ml Rotwein<br />

1 l Brühe<br />

Salz + Pfeffer<br />

2 Lorbeerblätter<br />

5 Wacholderbeeren<br />

5 Pimentkörner<br />

100 g Butter, kalt<br />

30 g Schokolade, Zartbitter (hier: Zartbitter mit<br />

Chili, Goethe-Schokoladenmanufaktur Oldisleben)<br />

Confit:<br />

500 g Schalotten<br />

2 EL Butter<br />

250 ml Rotwein<br />

Salz und Pfeffer<br />

Thymianzweige, frisch<br />

Gratin:<br />

etwas Butter<br />

500 g Süßkartoffeln<br />

500 g Kartoffeln, festkochend<br />

250 ml süße Sahne<br />

1 Zwiebel, klein<br />

Rosmarinzweige, frisch<br />

Salz und Pfeffer<br />

1/2 TL Muskat, gerieben<br />

1 Lorbeerblatt<br />

100 g Käse (Gruyére oder Emmentaler)


<strong>top</strong> genuss<br />

Zubereitung:<br />

<br />

Soße:<br />

Den Rehrücken vom Knochen lösen.<br />

Den Rücken parieren und die Abschnitte ebenfalls für die Soße<br />

verwenden. Knochen in kleinere Stücke hacken und in einem Bräter<br />

mit etwas Öl anrösten, bis sie eine schöne Bräunung haben.<br />

Karotten und Zwiebeln putzen, in Stücke schneiden und mitrösten.<br />

Das Tomatenmark dazugeben und ebenfalls Farbe nehmen<br />

lassen.<br />

Vom Rotwein immer eine kleine Menge dazugeben, verkochen<br />

lassen und wieder etwas nachgießen. Ist die Menge an Rotwein<br />

verbraucht, mit der Brühe auffüllen.<br />

Mit Lorbeer, Thymian, Salz und Pfeffer würzen und langsam<br />

köcheln lassen, bis ein aromatischer Fond entsteht. Knochen und<br />

Gemüse durch ein Sieb abgießen und die Soße so lange einkochen<br />

lassen, bis sie die gewünschte Menge erreicht hat.<br />

Sehr kalte Butter in Würfel schneiden und zur Bindung einrühren.<br />

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und in der Soße<br />

schmelzen lassen. Umrühren und eventuell nochmals mit Salz<br />

und Pfeffer abschmecken.<br />

Euer Event<br />

in unserer<br />

Whisky Brennerei<br />

Mehr Infos unter<br />

nicolaiundsohn.de/team-event-in-erfurt<br />

78 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


<strong>top</strong> genuss<br />

Confit:<br />

Schalotten schälen und halbieren und in Spalten schneiden. In Butter<br />

glasig dünsten, dann mit 250 ml Rotwein ablöschen. Lorbeer und<br />

Thymian zugeben, salzen und pfeffern. Langsam einkochen lassen,<br />

bis die Flüssigkeit sirupartig wird und fast verkocht ist. Thymian<br />

und Lorbeer entfernen und das Confit zum Servieren warmstellen.<br />

Gratin:<br />

Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden.<br />

Abwechselnd in eine gebutterte Auflaufform schichten.<br />

Die Zwiebel schälen und klein schneiden und in etwas Butter hell<br />

anschwitzen. Die Sahne zugießen und mit Salz, Pfeffer, Muskat,<br />

Rosmarin und Lorbeer würzen. Das Ganze erhitzen und die Kräuter<br />

herausnehmen. Die Sahne über die geschichteten Kartoffeln gießen.<br />

Im Ofen bei 180 °C ca. 30 Minuten garen. Herausnehmen,<br />

den Käse darüberreiben und nochmals in 15 Minuten<br />

goldbraun backen.<br />

IHRE<br />

VISION.<br />

UNSERE<br />

LEIDEN-<br />

SCHAFT.<br />

» Trockenbau<br />

» Fassade<br />

» Boden<br />

» Malerarbeiten<br />

» Putz<br />

» Ausbildung<br />

Wir beraten Sie gern<br />

bei all Ihren Vorhaben.<br />

Telefon: 03628 5888050<br />

Bierweg 27, 99310 Arnstadt<br />

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www.farbenfroh-diemaler.de


<strong>top</strong> genuss<br />

Fleisch:<br />

Das Fleisch salzen und leicht pfeffern und jeden Rücken in zwei<br />

Stücke schneiden. In der heißen Pfanne etwas Öl erhitzen und den<br />

Rücken rundherum scharf anbraten. 2 EL Butter dazugeben und<br />

1–2 Thymianzweige. Die Butter aufschäumen lassen und das<br />

Fleisch damit begießen, dabei ständig wenden.<br />

Ist alles gut gebräunt, das Fleisch bei 160 °C Umluft bis zu einer<br />

Kerntemperatur von 57 °C garen. Aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten<br />

ruhen lassen und dann in Medaillons schneiden.<br />

„Wild und Schokolade:<br />

Kontrast auf dem Teller,<br />

Harmonie am Gaumen.“<br />

Gespräche beim Kochen über das Essen steigern noch den Appetit.<br />

Stimmen Sie da zu? Wir freuen uns also über das Anrichten und<br />

wollen endlich probieren. Vor allem die würzige, ganz leicht schokoladige<br />

Soße hat es uns sofort angetan. Das Fleisch hat ein kräftiges<br />

Röstaroma und ist so zart, wie man es sich nur wünscht.<br />

Das Zwiebel-Confit hat noch einen leichten Biss und passt hervorragend<br />

dazu. Das Gratin ergänzt alles unauffällig und hat Potenzial,<br />

eine extra Mahlzeit zu sein. Es steht also nichts im Wege,<br />

dieses Gericht zu Hause mit einem zusätzlichen Glas Rotwein in<br />

der Hand einmal selbst zuzubereiten.<br />

<br />

TOP-Service:<br />

www.goethe-chocolaterie.de<br />

www.keiling-hotels.de<br />

80 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


anzeige | wirtschaft<br />

„Für mich ist die Thüringer<br />

Bratwurst mehr als nur ein Grillgut.<br />

Sie ist Kulturgut, Identität und<br />

ein verbindendes Element.“<br />

Thomas Mäuer<br />

Thomas Mäuer –<br />

1. Deutsches Bratwurstmuseum in Mühlhausen<br />

Thomas Mäuer ist Geschäftsführer des Bratwurstmuseums<br />

– und Thüringer mit Leib und Seele.<br />

Seit Jahren prägt er den Tourismus in der Region<br />

mit innovativen Ideen und einem besonderen Gespür<br />

für das, was Menschen begeistert.<br />

Doch wie kommt man eigentlich auf die Idee, ein Bratwurstmuseum<br />

zu eröffnen? Für Thomas Mäuer war die Sache klar:<br />

Es gab schlichtweg keins. Und gerade in Thüringen, wo die<br />

Bratwurst fester Bestandteil des Alltags, der Küche und der<br />

Identität ist, war das eine Lücke, die gefüllt werden musste.<br />

Heute erleben die Besucher im Bratwurstmuseum alles rund<br />

um das Kulturgut: Geschichte, Geschichten, Kunst, Kitsch,<br />

Humor – und natür lich Kulinarik.<br />

Sein Weg war dabei nicht immer einfach. Doch für Thomas<br />

Mäuer zählt nicht das Stolpern, sondern das Weitermachen.<br />

„Durch kontinuierliches Arbeiten lassen sich fast alle Hürden<br />

überwinden“, sagt er – und meint das aus Erfahrung.<br />

Dass das Bratwurstmuseum Menschen aus ganz Thüringen –<br />

und darüber hinaus – anzieht, erfüllt ihn mit Stolz. Besucher<br />

kommen mit Neugier, mit Humor und oft auch mit Fragen:<br />

Wie alt ist die Bratwurst wirklich? Welche Varianten gibt es?<br />

Was macht sie so besonders? Für Thomas Mäuer gehört die<br />

Thüringer Bratwurst zu den ältesten und traditionsreichsten<br />

europä ischen Spezialitäten – und genau das macht sie zum<br />

Botschafter für Thüringer Kultur. Begegnungen mit internationalen<br />

Gästen zeigen ihm immer wieder: Das Thema ist weit<br />

mehr als regional – es ist emotional und verbindend.<br />

Auch die Verbindung zur Region zeigt sich in vielen Details:<br />

von regionalen Rezepturen über die traditionelle Zubereitung<br />

bis hin zur engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern<br />

aus Nordthüringen. Die berühmte Bratwurst frisch vom Holzkohlerost,<br />

mit wenig Senf – das ist für den Geschäftsführer des<br />

Bratwurstmuseums die perfekte Verbindung von Geschmack<br />

und Authentizität.<br />

Für die Zukunft wünscht sich Thomas Mäuer vor allem eines:<br />

Gesundheit – und eine stabile, gute wirtschaftliche Entwicklung<br />

für die Region. Denn nur dann kann auch ein Projekt wie<br />

das Bratwurstmuseum nachhaltig wirken. Und worauf ist er<br />

besonders stolz? „Dass der Umzug nach Mühlhausen gelungen<br />

ist.“ Mit dem neuen Standort, dem erweiterten Netzwerk und<br />

der großen regionalen Unterstützung sieht er die kommenden<br />

Jahre positiv – und freut sich darauf, die Bratwurst weiter als<br />

kulturelles Aushängeschild Thüringens zu feiern.<br />

www.bratwurstmuseum.de<br />

Ein Projekt des Regionalmanagements<br />

Perspektive Nordthüringen<br />

www.perspektive-nordthueringen.de<br />

Film ab!<br />

↓<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

81


<strong>top</strong> genuss<br />

© Dan Dalton/KOTO – stock.adobe.com<br />

ALBOTH’S KochWelt<br />

CCS Catering<br />

ALBOTH’S KochWelt<br />

Wegelange 16, 99189 Elxleben<br />

Tel. (0162) 459 2000<br />

Alfred-Hess-Straße 32 a, 99094 Erfurt<br />

Tel. (0361) 4 20 33 15<br />

info@ccs-erfurt.de<br />

Kochkurse<br />

Kochen Sie mit Claus Alboth und mit anderen Gästen<br />

leckere Gerichte in gemütlicher Runde.<br />

Küchenparty<br />

Erleben Sie einen ganz besonderen Abend bei einer Küchenparty.<br />

Chefs Table<br />

Der Chefs Table ist der beste Platz,<br />

um anspruchsvolle Küche wirklich zu erleben.<br />

Privatkoch<br />

Claus Alboth kocht in Ihren Räumlichkeiten.<br />

www.alboths-kochkurse.de<br />

Begrüßen Sie das neue Jahr mit exquisitem Catering von CCS!<br />

Ganz gleich, ob Business-Meeting, Jubiläum oder Mitarbeiterfest<br />

– wir sind Ihr zuverlässiger Partner für kulinarische Höhepunkte.<br />

Erleben Sie unser einzigartiges Food-Court-Konzept im angesagten<br />

Streetfood-Style und machen Sie Ihr Event unvergesslich.<br />

Sichern Sie sich jetzt die besten Termine und fordern Sie umgehend<br />

Ihr individuelles Angebot an.<br />

Gemeinsam schaffen wir unvergessliche Genussmomente –<br />

zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!<br />

www.ccs-erfurt.de<br />

82 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


<strong>top</strong> genuss<br />

Ristorante Don Giovanni<br />

Hotel Weinhaus Eberitzsch<br />

Willy-Brandt-Platz 1–2<br />

99084 Erfurt<br />

Tel. (0361) 6 44 74 24<br />

In unserer freundlichen Atmosphäre werden Sie nicht nur mit Pizza<br />

aus dem Steinofen, sondern auch mit klassischer italienischer Küche<br />

und hervor ragenden Weinen verwöhnt.<br />

Gern geben wir Ihnen Menü-Empfehlungen und offerieren Ihnen<br />

ausgewählte italienische Weine.<br />

Für Anlässe wie Geburtstage, Verlobungen, Hochzeiten etc. unterbreiten<br />

wir Ihnen gerne ein spezielles Angebot. Für Ihre Feiern und<br />

Feste außerhalb steht Ihnen unser Catering service zur Verfügung.<br />

Geöffnet täglich von 10.00 bis 24.00 Uhr, warme Küche bis 22.00 Uhr.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

jUNIPER tARAXACUM<br />

www.don-giovanni-erfurt.de<br />

Schwarzburger Str. 19<br />

07422 Bad Blankenburg<br />

Tel. (036741) 23 53<br />

info@weinhaus-eberitzsch.de<br />

Ob für ein entspanntes Wochenende im Grünen, Ihre Traumhochzeit<br />

oder als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Motorradtouren: Das Hotel<br />

Weinhaus Eberitzsch begrüßt seine Gäste in Bad Blankenburg bereits<br />

in der vierten Generation mit Thüringer Gastfreundlichkeit.<br />

Das Hotel verfügt über 29 Zimmer mit Bad/Dusche/WC, eine Hochzeitssuite<br />

sowie drei Apartments. Im Restaurant genießen Sie regionale und<br />

saisonale Speisen.<br />

Das Weinhaus Eberitzsch ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in<br />

das wildromantische Schwarzatal. Genießen Sie die traumhafte Natur<br />

und die Sehenswürdigkeiten der Region!<br />

Mühlenhof Bosse<br />

www.weinhaus-eberitzsch.de<br />

jUNIPER tARAXACUM – Destillerie Weimarer Land<br />

Teichgasse 15/17, 99510 Apolda<br />

Tel. (0176) 54 42 16 32, jt_gin@hotmail.com<br />

„jt“-Gin. Weil Gin nicht einfach nur Gin ist.<br />

Besuchen Sie uns in der Destillerie und schauen Sie uns über<br />

die Schulter, wenn aus einer Leidenschaft unsere besonderen Gins<br />

mit sorgfältig kombinierten Zutaten entstehen.<br />

Destillieren Sie mit uns Ihren ganz persönlichen Gin,<br />

lernen Sie unsere Gins bei einem Tasting kennen.<br />

Gern richten wir Ihre Feierlichkeit mit einer Gin- und Cocktailbar aus.<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Ihr Daniel Kurzke & Team<br />

www.jtgin.de<br />

Lange Straße 57, 99100 Dachwig<br />

Tel. (036206) 42 36 06<br />

info@muehlenhof-bosse.de<br />

Feiern Sie Ihre Hochzeit, Familien- und Firmenfeiern in der liebevoll<br />

restaurierten Niedermühle in Dachwig! Das Mühlengebäude beherbergt<br />

das Restaurant „Mühlenblick“, das seine Gäste mit regionalen<br />

und saisonalen Köstlichkeiten verwöhnt.<br />

Mit angrenzender Mühlenscheune und dem charmanten Vierseitenhof<br />

bietet der Mühlenhof Bosse genügend Platz für Ihre Feierlichkeiten<br />

mit bis zu 100 Personen. Freie und auch standesamtliche Trauungen<br />

sind im idyllischen Innenhof mit einem Standesbeamten vor Ort<br />

möglich. Neben regionaler thüringer Küche, Kinderspielplätzen, einem<br />

Mühlenmuseum und aus reichend kostenfreien Parkplätzen bieten wir<br />

geschmackvoll eingerichtete Zimmer für alle Ihre Gäste.<br />

www.muehlenhof-bosse.de<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

83


wirtschaft | anzeige<br />

<strong>THÜRINGEN</strong> PARK ERFURT – Erlebnis<br />

Einkaufen für die ganze Familie<br />

Der <strong>THÜRINGEN</strong> PARK ERFURT zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten Einkaufszentren in Thüringen.<br />

Leerstand kennt man nicht, alle Geschäfte sind vermietet. Eine starke Leistung bei rund 100 Ladeneinheiten<br />

und beste Voraussetzung für die nächsten 30 Jahre. Die ersten 30 Jahre wurden im Sommer gefeiert und als<br />

„Geburtstagsgeschenk“ hat der <strong>THÜRINGEN</strong> PARK einen neuen Centermanager bekommen.<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> hat mit Gerrit Beckmann über seine Pläne am neuen Arbeitsplatz gesprochen:<br />

Herr Beckmann, Sie sind seit August<br />

in Amt und Würden. Gibt es so etwas<br />

wie eine typische Arbeitskleidung für<br />

den Centermanager?<br />

Das hat sich schon ziemlich gewandelt in<br />

den letzten Jahren. Als ich beruflich angefangen<br />

habe, war das noch Pflicht:<br />

Anzug, Krawatte und ganz, ganz schick.<br />

Dann fiel langsam die Krawatte weg, nur<br />

bei wichtigen Ereignissen wurde sie getragen.<br />

Und inzwischen entscheide ich<br />

entsprechend meiner Termine. Mal ist es<br />

ein schicker Anzug. Es gibt aber auch<br />

viele Tage, an denen eine Stoffhose, ein<br />

Hemd und ein paar Sneaker völlig ausreichend<br />

sind. Insgesamt trägt man heute<br />

mehr ein sportliches Outfit und das finde<br />

ich gut.<br />

Der <strong>THÜRINGEN</strong> PARK lädt Menschen<br />

aus nah und fern zum Shoppen ein,<br />

die mit ganz verschiedenen Wünschen<br />

oder Plänen zu Ihnen kommen. Wie<br />

spiegelt sich das im Sortiment, in der<br />

Zusammenstellung der Läden wider?<br />

Das ist gar nicht so einfach und wir müssen<br />

hier am Standort Erfurt Nord auch so<br />

etwas wie eine Spagat-Übung hinbekommen.<br />

Zum einen haben wir Menschen,<br />

die im direkten Umfeld wohnen (ca.<br />

12.000), für die wir einfach ein Nahversorger<br />

sind: mit Supermarkt, Bank, Drogerie<br />

und Reformhaus. Gleichzeitig sind<br />

wir auch eine Art Destination Center, wo<br />

Menschen von weiter herkommen, aus<br />

Gotha oder Suhl. Wo wir mit 1.500 kostenlosen<br />

Parkplätzen punkten können.<br />

Dazu kommen Läden wie New Yorker,<br />

Rituals oder Pandora, wo die Leute sagen:<br />

Da kann ich schön shoppen gehen<br />

oder ich finde was für Weihnachten, hier<br />

kann ich ganze Tage verbringen. Dieser<br />

Spagat ist aber nicht meine Aufgabe,<br />

sondern die unserer Vermietung. Aber<br />

wir tauschen uns natürlich aus: Was fehlt<br />

uns vielleicht noch oder was haben wir<br />

schon zu viel?<br />

Jetzt haben Sie einen sehr gut vorbereiteten<br />

Arbeitsplatz vorgefunden<br />

und trotzdem Ideen für Neues mitgebracht<br />

…<br />

Wir möchten in Erfurt sehr präsent in<br />

allen Belangen sein. Wir werden mehr<br />

EINFACH IMMER WAS LOS:<br />

31.12.<br />

Wir verschenken 4.000 Pfannkuchen<br />

an unsere Besucher.<br />

03. 01.<br />

Neujahrsempfang<br />

16./17. 01.<br />

Ballonmodellage für Kinder<br />

31. 01.<br />

UFA-Casting<br />

07. 02.<br />

Besuch der K-Pop Demon Hunters<br />

13./14. 02.<br />

Reisebörse<br />

16.–21. 02.<br />

Mitmachzirkus<br />

ab 23. 03.<br />

Osterausstellung und<br />

Osterwerkstatt<br />

84 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


im Sport machen, auch in der Kooperation<br />

mit dem Innenstadtbereich, gemeinsam<br />

mit IHK, Zoo, Tourismus- und Handelsverband.<br />

Und wir möchten einfach<br />

noch besser vernetzt sein und dazu beitragen,<br />

dass Erfurt im Gesamten nach<br />

vorn kommt. Erfurt ist eine traumhaft<br />

schöne Landeshauptstadt, die viele Menschen<br />

bisher nicht auf dem Zettel haben.<br />

Mir jedenfalls ging es so, als ich noch<br />

nicht hier gearbeitet habe. Ich glaube,<br />

das ist eine wichtige Sache, dass wir gemeinsam<br />

als Erfurt noch stärker werden.<br />

Über mehr Angebote für Kinder und<br />

Familien haben Sie sicher auch nachgedacht?<br />

Absolut. Da arbeiten wir gerade an verschiedenen<br />

Konzepten. Unser Problem<br />

ist leider, dass wir nicht genügend Platz<br />

haben, um beispielsweise einen Spielplatz<br />

zu bauen. Deswegen werden das<br />

immer temporäre Sachen sein. 2026 werden<br />

wir ein großes Burgenfest für Kinder<br />

und Familien machen. Wir schauen,<br />

dass wir einmal im Monat eine große<br />

Geschichte haben werden, die Kinder,<br />

Jugendliche und Familien anspricht.<br />

Ihr größter Konkurrent ist nach wie<br />

vor der Onlinehandel. Wie locken Sie<br />

die Kunden vom bequemen Sofa­<br />

Shopping in den <strong>THÜRINGEN</strong> PARK?<br />

Es gibt schon mal kleine Unterschiede,<br />

was wirklich online gekauft wird. Gerade<br />

im Bekleidungssektor geht Onlinehandel<br />

tendenziell etwas zurück. Retouren sind<br />

nicht mehr kostenlos wie früher, sondern<br />

kosten inzwischen eine Menge Geld.<br />

Für mich ist das ein wichtiger Punkt, der<br />

die Leute zurück in die Geschäfte bringt.<br />

Das Wichtigste aber sind Emotionen!<br />

Wir müssen einen schönen Ort für unsere<br />

Besucher schaffen. Dass Leute sagen:<br />

Ich möchte hierhin, weil ich etwas brauche,<br />

und nicht: Ich muss hierhin, weil<br />

ich etwas brauche. Wir arbeiten gerade<br />

an Wochenend-Aktionen, damit unsere<br />

Kunden nicht nur shoppen, sondern insgesamt<br />

einen schönen Tag verbringen<br />

können.<br />

Herr Beckmann, vielen Dank für das<br />

Gespräch.<br />

Einfach<br />

Freude<br />

schenken<br />

mit unserem<br />

Geschenkgutschein<br />

85


Fotowettbewerb zeigt<br />

Thüringer Innenstadtblicke<br />

Mit kreativen Perspektiven und viel Herzblut haben Hobbyfotografen<br />

ihre Lieblingsplätze in Thüringen ins Rampenlicht gerückt.<br />

Die prämierten Bilder erzählen von lebendigen Innenstädten, überraschenden Blickwinkeln<br />

und der besonderen Atmosphäre kleiner Städte.<br />

Das Siegerfoto von Britta Böttger: Oberer Hauptmarkt Gotha<br />

86 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


wirtschaft<br />

s gibt Orte, die uns sofort ein<br />

Lächeln ins Gesicht zaubern.<br />

Mal ist es das Kopfsteinpflaster<br />

einer alten Gasse, mal der lebendige<br />

Marktplatz, auf dem das<br />

Leben pulsiert. Genau diese<br />

besonderen Momente und Perspektiven<br />

hat der Fotowettbewerb „Downtown Snaps“<br />

einfangen. Mit dem Ziel, die Schönheit<br />

und Vielfalt der Thüringer Klein- und Mittelstädte<br />

ins Rampenlicht zu rücken, rief das<br />

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft<br />

und Ländlichen Raum gemeinsam<br />

mit dem Aktionsbündnis „Innenstädte mit<br />

Zukunft“ die Aktion ins Leben. Denn oft sind<br />

es gerade die kleinen Städte, die mit ihrem<br />

Charme und ihren besonderen (Blick-)Winkeln<br />

überraschen.<br />

Der Fotowettbewerb öffnete in diesem Jahr<br />

erstmals seine digitalen Tore und lud dazu<br />

ein, Lieblingsplätze und Innenstadtperspektiven<br />

festzuhalten. Bis zu drei Schnappschüsse<br />

konnten unter dem Hashtag<br />

#ThüringenDownTown auf Instagram hochgeladen<br />

werden. Die Resonanz war überwältigend:<br />

insgesamt 225 Fotos aus 37 Städten<br />

wurden von 118 Fotografinnen und Fotografen<br />

eingereicht, darunter rund 85 Prozent<br />

Hobby fotografen. Die Motive reichten von<br />

histo rischen Bauten über malerische Gassen<br />

bis hin zu lebendigen Plätzen, die aus<br />

ganz neuen Blickwinkeln gezeigt wurden.<br />

Die Bilder erzielten gemeinsam über 50.000<br />

Auf rufe und mehr als 15.000 Likes – ein<br />

klares Zeichen dafür, wie sehr die Thüringer<br />

ihre Städte lieben und wie viel Potenzial in<br />

den oft unterschätzten Klein- und Mittelstädten<br />

steckt.<br />

Die Jury hatte die Qual der Wahl, denn die<br />

eingereichten Bilder zeigten Thüringen von<br />

seiner schönsten Seite. Am Ende überzeugte<br />

das Foto von Britta Böttger, das den<br />

Oberen Hauptmarkt in Gotha aus einer ganz<br />

besonderen Perspektive einfing. „Ich wollte<br />

damit einfach Lust auf unsere Innenstadt<br />

machen“, verrät die in Gotha lebende Gewinnerin.<br />

Den zweiten Platz sicherte sich<br />

Gewinnerin Britta Böttger mit Peggy Lindner, Abteilungsleiterin Unternehmensförderung<br />

in der IHK Erfurt (links) und Mario Suckert, Thüringer Staatssekretär für Wirtschaft (rechts)<br />

Foto: TMWLLR<br />

Julia Fischer mit einer stimmungsvollen<br />

Aufnahme der Postgasse in Meiningen –<br />

ein Ort, der für sie Heimat und Inspiration<br />

zugleich ist. Sebastian Theilig aus Zeulenroda-Triebes<br />

landete mit seinem Bild des<br />

Marktplatzes auf dem dritten Platz und<br />

sagt: „Unsere Stadt hat so viele verborgene<br />

Ecken, die es wert sind, entdeckt zu<br />

werden.“ Alle drei Preisträger sind eng<br />

mit ihren Motiven verbunden und zeigen,<br />

wie viel Herzblut in den Fotos steckt.<br />

Auch die Jury und die Politik zeigten sich<br />

begeistert von der Vielfalt und Kreativität<br />

der Einsendungen. Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär<br />

Mario Suckert betonte bei<br />

der Preisverleihung: „Die vielen kleinen<br />

und mittelgroßen Städte sind das Herzstück<br />

des ländlichen Raums in Thüringen.<br />

Der Fotowettbewerb erhöht ihre Sichtbarkeit<br />

und zeugt zugleich von der großen und<br />

erhaltenswerten Vielfalt und Lebendigkeit<br />

unserer Thüringer Gemeinden.“ Die Aktion<br />

habe gezeigt, wie wichtig es ist, die Innenstädte<br />

als lebendige Orte zu erhalten und<br />

zu fördern.<br />

Nach der Preisverleihung sind die „Downtown<br />

Snaps“ nicht etwa im Fotoarchiv verschwunden.<br />

Die schönsten Fotos wurden<br />

in einer Ausstellung am Güntherbrunnen<br />

in Rudolstadt präsentiert. So bekommen<br />

die vielfältigen Perspektiven auf Innenstädte<br />

eine Bühne und laden Besucher<br />

dazu ein, Thüringer Orte mit neuen Augen<br />

zu entdecken. Der Wettbewerb hat gezeigt,<br />

wie viel Potenzial und Lebensfreude in<br />

den kleinen und mittleren Städten steckt –<br />

und macht Lust darauf, selbst auf Thüringer<br />

Entdeckungstour zu gehen.<br />

Text: Peter Rüberg<br />

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft,<br />

Landwirtschaft und Ländlichen Raum sowie den über 100 Partnern im<br />

Bündnis Innenstädte mit Zukunft.<br />

Für das Stiften der attraktiven Preise danken wir zudem<br />

herzlich unseren Sponsoren:<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

87


wirtschaft<br />

Stabilisierung des Einzelhandels<br />

als Gemeinschaftsaufgabe<br />

Der Einzelhandel ist innerhalb der Dienstleistungswirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.<br />

Mit fast 70.000 Beschäftigten zählt er zu den größten Arbeitgebern im Land. Wichtig ist dabei auch:<br />

Das sind oftmals ortsgebundene Arbeitsplätze, nicht zuletzt im ländlichen Raum. Wie der Tourismus<br />

und das Handwerk wirkt der Einzelhandel also stabilisierend für die wirtschaftliche Entwicklung in<br />

den Regionen. Aber er steht zugleich vor großen Herausforderungen. TOP <strong>THÜRINGEN</strong> sprach darüber<br />

mit Colette Boos-John, Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum.<br />

Frau Boos-John, welche Herausforderungen<br />

sind das konkret?<br />

Die schrumpfende Bevölkerungszahl und<br />

die damit verbundenen Kaufkraftverluste,<br />

die wachsende Konkurrenz durch den<br />

Online-Handel, die Leerstandsproblematik<br />

und teilweise auch fehlende Nachfolger<br />

und Fachkräfte. Ich will dazu nur ein<br />

paar Fakten nennen: Die Zahl der Thüringer<br />

Einzelhandelsbetriebe liegt aktuell<br />

noch bei 12.980, das ist ein Rückgang<br />

um zwölf Prozent gegenüber 2018. Im<br />

Schnitt stehen 27 Prozent der Geschäfte<br />

leer, das betrifft vor allem die kleinen<br />

Städte und Grundzentren. Die Pro-Kopf-<br />

Kaufkraft liegt in Thüringen bei 6.773<br />

Euro, das sind nur 90 Prozent des bundesdeutschen<br />

Durchschnitts. Entsprechend<br />

niedriger sind bei uns die Einzelhandelsumsätze.<br />

Das klingt dramatisch. Was wollen Sie<br />

dagegen tun?<br />

Na ja, zunächst einmal: Die Lösung dieser<br />

Probleme ist eine Gemeinschaftsaufgabe,<br />

da sind alle Akteure gefragt. Das<br />

kann keine Aufgabe eines einzelnen<br />

Ministeriums sein. Und vor allem müssen<br />

wir die Situation erst einmal klar<br />

analysieren. Aus meiner Sicht lassen sich<br />

die Probleme des Einzelhandels auf vier<br />

Themen herunterbrechen: Demografie,<br />

Leerstand, Online-Handel und damit<br />

verbunden natürlich die Attraktivität der<br />

Innenstädte. Das sind die Kernpunkte,<br />

bei denen wir ansetzen müssen.<br />

Welches Demografie-„Rezept“ haben<br />

Sie?<br />

Die demografische Entwicklung an sich<br />

lässt sich politisch natürlich kurzfristig<br />

nur schwer umsteuern. Aber wir können<br />

mit den Folgen umgehen. Einen wichtigen<br />

Ansatz dafür sehe ich in der Arbeitskräftegewinnung<br />

im Ausland. Im Azubi-<br />

Projekt der IHK Südthüringen in Vietnam<br />

werden zum Beispiel auch Verkäuferinnen<br />

und Verkäufer ausgebildet. Die IHK<br />

Erfurt arbeitet diesbezüglich eng mit der<br />

Mongolei zusammen. Der DEHOGA hat<br />

ein Projekt zur Gewinnung von Auszubildenden<br />

für Gastronomie und Hotelgewerbe.<br />

Mein Staatssekretär Marcus<br />

Malsch war kürzlich selbst in Vietnam<br />

und vernahm großes Interesse an Tätigkeiten<br />

und Ausbildungen bei uns in Thüringen.<br />

Ob Erntehelfer in der Landwirtschaft<br />

oder Auszubildende für Grüne Berufe<br />

– solche Projekte sollen auch für den<br />

Einzelhandel verstärkt genutzt werden.<br />

Wie gehen Sie mit Ladenleerstand in<br />

den Innenstädten um?<br />

Dafür sind individuelle Lösungen vor Ort<br />

gefragt. Wichtig und vordringlich scheint<br />

mir zu sein, die Attraktivität einer Innenstadt<br />

von Anfang an auch dann hochzuhalten,<br />

wenn es erste Leerstände gibt.<br />

Dafür gibt es gute Ansätze – von einem<br />

professionellen Leerstandsmanagement,<br />

dass das Matching zwischen Vermietern<br />

und potentiellen Mietern unterstützt,<br />

über die „Heimatshoppen“-Initiative der<br />

Kammern bis hin zu Pop-up-Stores und<br />

dem Versuch, Mieter auch aus Gastronomie,<br />

Kultur oder Handwerk für solche<br />

Leerstandsimmobilien zu gewinnen.<br />

Ich könnte mir auch vorstellen, dass weniger<br />

zahlungskräftige Gründerinnen und<br />

Gründer beispielsweise aus dem Kreativbereich<br />

vorübergehend ein Mietrecht in<br />

einem Laden oder Geschäftsraum erhalten,<br />

nur die Betriebskosten zahlen, aber<br />

so zur Erhaltung des Gebäudes und damit<br />

zur Lebendigkeit einer Innenstadt beitragen.<br />

Das hätte doppelten Nutzen, denn<br />

auch der Gründer profitiert beim Einstieg<br />

in sein Geschäft. Dafür sind jedoch zunächst<br />

einmal die lokalen Akteure in der<br />

Verantwortung.<br />

Ortstermin im 24-h-Laden in Judenbach im Landkreis Sonneberg<br />

mit Wirtschafts ministerin Colette Boos-John (Foto: TMWLLR)<br />

Könnte eine längere Ladenöffnungszeit<br />

– zum Beispiel auch am Wochenende<br />

– weiterhelfen?<br />

Ich glaube, dass wir an dieser Stelle moderate<br />

Lockerungen brauchen, zumindest<br />

88 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


links: Julia Fischer, Postgasse<br />

Meiningen (2. Preis)<br />

oben: Sebastian Theilig,<br />

Marktplatz Zeulenroda<br />

(3. Preis)<br />

unten Mitte:<br />

Nadine Schneider,<br />

Köhlergasse Ruhla<br />

unten rechts:<br />

Janine Müller, Seufzerallee<br />

Bad Langensalza<br />

was die Flexibilität bei den verkaufsoffenen<br />

Sonntagen angeht, gerade im Rahmen<br />

von Großveranstaltungen.<br />

Noch wichtiger wäre mir aber, dass wir<br />

auch bei den automatisierten 24-Stunden-<br />

Läden, also Läden mit Zugriffssystemen<br />

und Verkaufsautomaten, endlich eine<br />

klare gesetzliche Regelung hinbekommen.<br />

Das sichert die Daseinsvorsorge,<br />

stärkt die Nahversorgung, fördert die<br />

Wirtschaftskraft im ländlichen Raum<br />

und schafft gleiche Wettbewerbsbedingungen<br />

mit anderen Bundesländern.<br />

Wir haben in Thüringen einen Gesetzentwurf<br />

auf den Weg gebracht, der genau<br />

das erreichen soll. Diskussionen führen<br />

wir noch um die Größe der Verkaufsfläche.<br />

Ich halte 400 Quadratmeter Ladengröße<br />

hier für realistisch, die 24 Stunden<br />

und sieben Tage die Woche verkaufsbereit<br />

sein könnten.<br />

Wie kann das Wirtschaftsministerium<br />

Projekte gegen den Leerstand unterstützen?<br />

Durch entsprechende Modell-Projekte<br />

und geeignete Vernetzungs- und Beratungsangebote.<br />

Wir unterstützen zum<br />

Beispiel das übergreifende Thüringer<br />

Aktionsbündnis „Innenstädte mit Zukunft“,<br />

das sich 2021 in der Corona-Krise<br />

gegründet hat und Projekte und Maßnahmen<br />

zur Stärkung der Thüringer Innenstädte<br />

entwickeln soll. Wir fördern<br />

Modellprojekte wie beispielsweise in<br />

Schmal kalden, wo ganz praktisch erprobt<br />

wird, wie Innenstädte trotz einer<br />

beginnenden Leerstandsproblematik<br />

mit innovativen Geschäftsideen attraktiv<br />

gehalten werden können. Wir unterstützen<br />

aber auch Aktionen wie den Fotowettbewerb<br />

„Downtown Snaps“, bei dem<br />

Bewohner und Besucher ihre schönsten<br />

Plätze oder Innenstadtblicke in Thüringen<br />

präsentieren konnten.<br />

Wie schwierig ist die Konkurrenz mit<br />

dem Online-Handel?<br />

Hier gilt eine Grundregel: Den Kopf in<br />

den Sand stecken, hilft nicht weiter. Die<br />

Digitalisierung ist natürlich auch im<br />

Einzel handel angekommen und wird<br />

bleiben. Gerade die Corona-Krise hat das<br />

massiv gepusht. Aber das Risiko bietet<br />

auch Chancen. Die Menschen gehen doch<br />

immer noch gern „analog“ shoppen, ein<br />

solches Einkaufserlebnis kann eine Online-Plattform<br />

nicht zu hundert Prozent<br />

ersetzen. Am Ende hilft dem stationären<br />

Handel nur, das eine zu tun, ohne das<br />

andere zu lassen. Zumindest als zweites<br />

Standbein neben dem Laden ist ein digitaler<br />

Auftritt heute unabdingbar, um im<br />

Wettbewerb bestehen zu können.<br />

In Thüringen haben wir spezialisierte<br />

IT-Firmen, die entsprechende Onlineshopping-Plattformen<br />

aufbauen können<br />

– da müssen wir also nicht so weit schauen.<br />

Aber aufholen! Weniger als ein Drittel<br />

der Händler verfügt über einen Online-<br />

Shop als ergänzendes Angebot – da müssen<br />

wir besser werden. Als Land unterstützen<br />

wir digitale Bestrebungen der<br />

Branche deshalb beispielsweise über das<br />

Förderprogramm InnoInvest. Außerdem<br />

haben wir einen „Digitalcoach“ für den<br />

Einzelhandel beim Thüringer Handelsverband<br />

installiert. Dieses Angebot weiten<br />

wir jetzt deutlich aus.<br />

Frau Ministerin Boos-John, vielen<br />

Dank für das Gespräch!<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

89


wirtschaft<br />

Innenstädte im Wandel<br />

Arnold Senft, Präsident des Handelsverband Thüringen, über Herausforderungen,<br />

Chancen und digitale Wege für lebendige Thüringer Stadtzentren<br />

Herr Senft, welche Rolle spielt der<br />

Handelsverband Thüringen im<br />

Ak tionsbündnis „Innenstädte mit<br />

Zukunft“?<br />

Eine Stadt ohne Handel ist wie eine Wüste<br />

– es passiert einfach nichts. Eine lebendige<br />

Innenstadt ist von einem gesunden<br />

Mix geprägt: von Behörden, Gastronomie,<br />

Orten der Begegnung und natürlich<br />

vom Einzelhandel. Wenn einer dieser<br />

Aspekte fehlt, verliert die Stadt an Lebensqualität.<br />

Wir müssen dafür sorgen, dass<br />

Innenstädte erreichbar und attraktiv<br />

bleiben. Um deren vielfältigen Herausforderungen<br />

durch die Digitalisierung<br />

und die Corona-Nachwirkungen zu begegnen,<br />

sind wir selbstverständlich 2021<br />

Teil des Thüringer Aktionsbündnisses<br />

geworden. Diese Initiative kam genau<br />

zur richtigen Zeit. So können wir auch<br />

Themen wie etwa den Leerstand angehen.<br />

Thüringen ist ja geografisch recht<br />

kleinteilig. Wie definieren Sie eigentlich<br />

„Stadt“?<br />

Man sollte das nicht an einer Einwohnerzahl<br />

festmachen. Auch kleinere Städte<br />

und Mittelzentren sind wichtig, denn<br />

sie versorgen die umliegenden Dörfer<br />

mit. Jede Stadtgröße hat ihre Berechtigung,<br />

aber auch ihre eigenen Herausforderungen.<br />

Wenn ein Bündnis agiert, bestehen<br />

offensichtlich Herausforderungen.<br />

Welche Probleme sehen Sie aktuell<br />

für die Innenstädte?<br />

Viele Händler kämpfen mit Bürokratie<br />

und Beschränkungen – etwa bei den<br />

verkaufsoffenen Sonntagen. Wir wünschen<br />

uns, dass die vier erlaubten Sonntage<br />

im Jahr unkomplizierter genutzt<br />

werden können – ohne wochenlange<br />

Arnold Senft, Präsident des Handelsverbandes<br />

Thüringen e.V.<br />

Anträge oder hohe Kosten. Das ist aktuell<br />

leider nicht der Fall. Auch 24/7 geöffnete<br />

Kleinstsupermärkte sind gerade für die<br />

Versorgung auf dem Lande wichtig.<br />

Wir begrüßen daher die diesbezüglich<br />

angestrebten Änderungen zur Flexibilisierung<br />

durch die Landesregierung.<br />

Was motiviert den Handelsverband<br />

noch, sich im Aktionsbündnis zu engagieren?<br />

Aktionen wie „Heimat shoppen“ zeigen,<br />

wie wichtig es ist, die Menschen für ihre<br />

Innenstadt zu begeistern. Es geht nicht<br />

nur um Umsatz, sondern um die grundsätzliche<br />

Botschaft, dass unsere Innenstädte<br />

ein hohes Potenzial haben.<br />

Die Allianz ist auch eine Plattform für<br />

den Austausch zwischen den verschiedenen<br />

Akteuren – von Kommunen über<br />

Kammern bis zu den Händlern selbst.<br />

Themen wie Leerstand, Begrünung oder<br />

Digitalisierung werden gemeinsam diskutiert.<br />

Durch den intensiven Austausch<br />

aus verschiedenen Blickwinkeln werden<br />

Ideen und konkrete Maßnahmen wie beispielsweise<br />

der Fotowettbewerb „Downtown<br />

Snaps“ oder Begrünungsaktionen<br />

entwickelt.<br />

Was steckt hinter Ihrem Digitalund<br />

KI-Projekt für Thüringer Einzelhändler?<br />

Im Kern geht es darum, Händler bei der<br />

Digitalisierung zu unterstützen. Viele<br />

sind noch nicht digital-affin. Wir schicken<br />

Coaches direkt zu den Händlern, um<br />

gemeinsam Lösungen zu finden: „Wie<br />

werde ich online sichtbar? Wie nutze ich<br />

Social Media und wie gestalte ich einen<br />

Web-Auftritt? Wie kann ich meine Warenwirtschaft<br />

digitalisieren?“ Dieses niederschwellige<br />

Angebot, das vom Land gefördert<br />

wird, steht allen Händlern offen und<br />

wird hochgradig nachgefragt. Kontakt<br />

kann über die Website unseres Verbandes<br />

aufgenommen werden.<br />

Nochmals zum verkaufsoffenen Sonntag,<br />

der ja in vielen anderen Ländern<br />

Normalität ist. Wie sieht es damit in<br />

Thüringen aus?<br />

Leider haben wir in Thüringen noch<br />

Nachholbedarf. Die Vereinfachung der<br />

Genehmigungsverfahren für verkaufsoffene<br />

Sonntage wurde 2022 beschlossen<br />

und sollte weiterhin umgesetzt werden.<br />

Wir würden uns in diesem Zusammenhang<br />

auch wünschen, dass die besondere<br />

Thüringer Regelung, maximal an zwei<br />

Samstagen Mitarbeiter beschäftigen zu<br />

dürfen, neu überdacht wird. Da ist im<br />

Interesse der Händler sicher noch Luft<br />

nach oben.<br />

Herr Senft, vielen Dank für das<br />

Gespräch!<br />

Interview: Peter Rüberg<br />

Foto: Fotografie Grimm<br />

www.handelsverband-thueringen.de<br />

90 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


links oben:<br />

Ute Pusch, Ratsstraße Mühlhausen<br />

links Mitte:<br />

Sabine Wroblewski-Freund, Hauptmarkt Gotha<br />

links unten:<br />

Steffen Kruhme, Ziegenbrunnen Ilmenau<br />

rechts oben:<br />

Melanie Hohmeyer, Neumarkt Gotha<br />

rechts unten:<br />

Hannah Schlegel, Untermarkt Mühlhausen<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

91


Automobilmesse Erfurt 2026<br />

wartet mit Fahrspaß<br />

und Markenvielfalt auf<br />

Der Offroad-Parcours feiert sein Comeback im Freigelände<br />

Die Automobilmesse Erfurt öffnet vom 23. bis 25. Januar<br />

2026 wieder ihre Tore und macht die Messe Erfurt für<br />

drei Tage zum Treffpunkt für Autoenthusiasten, Fachbesucher<br />

und Familien aus ganz Mitteldeutschland.<br />

Ob Neuheiten aus der Fahrzeugwelt, Elektromobilität,<br />

Dienstleistungen oder Zubehör – die Messe bietet einen<br />

umfassenden Überblick zum Thema Automobil in all<br />

seinen Facetten.<br />

Ein besonderes Highlight erwartet die Messegäste 2026 auf<br />

dem Freigelände der Messe Erfurt. Nach mehrjähriger Pause<br />

kehrt der Offroad-Parcours zurück. Besucher können hier<br />

auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und gemeinsam mit<br />

einem versierten Fahrer Autos verschiedener Marken über<br />

eine abwechslungsreiche Strecke bewegen, egal ob im<br />

Gelände wagen, SUV oder Allradmodell. Dabei lassen sich<br />

Technik, Fahrver halten und Ausstattung hautnah erleben,<br />

während Fragen direkt an die Experten der teilnehmenden<br />

Autohäuser gerich tet werden können.<br />

92 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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Ticketpreise:<br />

• Tagesticket: 15,00 €<br />

• Ermäßigt: 13,00 € (Schüler, Studenten, Rentner,<br />

Schwerbehinderte, mit Nachweis)<br />

• Familienticket: 37,00 €<br />

(2 Erwachsene + bis zu 4 Kinder bis 18 Jahre)<br />

Neben dem Offroad-Angebot präsentieren sich in den Messehallen<br />

zahlreiche Marken mit ihren aktuellen Modellen und<br />

Themenbereichen zu Mobilität, Elektrotechnik, Individualisierung<br />

und Freizeitfahrzeugen. Ergänzt wird das Messegeschehen<br />

durch Beratungsmöglichkeiten, Probefahrten sowie einer<br />

breiten Auswahl an Informations- und Erlebnisflächen für die<br />

ganze Familie.<br />

„Die Automobilmesse Erfurt bietet für jeden etwas – von faszinierenden<br />

Fahrzeugen über Familienunterhaltung bis hin zu<br />

spannenden Einblicken in die Mobilität der Zukunft“, verspricht<br />

Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt<br />

GmbH. „Mit über 100 Ausstellern, 37 Marken und einem vielfältigen<br />

Programm brachte die Messe <strong>2025</strong> über 30.000 begeisterte<br />

Gäste zusammen und setzte Maßstäbe als eine Plattform, auf<br />

der Innovation, Unterhaltung und Gemeinschaft zusammenkommen“,<br />

so Kynast weiter.<br />

• Kinder bis 6 Jahre: kostenfrei<br />

• Seniorenticket: 13,00 € (NUR am Freitag)<br />

zwei Senioren ab 65 Jahren<br />

• Freitag — Praxis trifft Zukunft:<br />

kostenfrei bei Vorlage des Schülerausweises<br />

(Schüler + 1 Erwachsener)<br />

• Feierabendticket: 8,00 €<br />

Freitag ab 18 Uhr, Samstag, Sonntag ab 16 Uhr<br />

• 3-Tages-Ticket: 24,00 €<br />

(kein ermäßigtes Ticket)<br />

Die Automobilmesse Erfurt gilt seit Jahren als wichtigster<br />

Branchentreffpunkt in Mitteldeutschland und steht für Austausch,<br />

Vielfalt und automobile Leidenschaft. Weitere Informationen<br />

zum Programm, Ausstellern und Highlights gibt es auf<br />

den offiziellen Social-Media-Kanälen der Veranstaltung bei Instagram,<br />

Facebook und TikTok.<br />

Hier geht’s direkt<br />

zu den Tickets! →<br />

Veranstalter:<br />

Messe Erfurt GmbH<br />

Gothaer Straße 34<br />

99094 Erfurt<br />

Tickets für die Automobilmesse Erfurt sind bereits im Online-<br />

Shop bequem unter www.automesse-erfurt.de erhältlich und<br />

berechtigen am jeweiligen Messetag zur kostenfreien Nutzung<br />

des öffentlichen Nahverkehrs im Stadtgebiet Erfurt.<br />

www.messe-erfurt.de<br />

www.automesse-erfurt.de<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

93


wirtschaft<br />

PLACEBOS UND STRAFRECHT<br />

Placebos werden neben der klinischen Forschung zunehmend im Rahmen<br />

der medizinischen Heilbehandlung eingesetzt. Ihre Anwendung stellt Ärzte<br />

aber vor ein Problem. So sind sie grundsätzlich dazu verpflichtet, ihre<br />

Patienten umfangreich über Behandlung und Therapie sowie alternative<br />

Behandlungsmethoden aufzuklären. Wenn der Patient aber darüber<br />

aufgeklärt wird, dass ihm ein pharmakologisch wirkungsloses Arzneimittel<br />

verordnet wird, könnte dies den erhofften „Placebo-Effekt“ zunichtemachen.<br />

Über die strafrechtliche Einordnung der Placebo-Applikation sprach<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> mit dem bekannten Erfurter Rechtsanwalt und Wirtschaftsmediator<br />

Prof. Dr. Rolf Bietmann sowie Juri Goldstein, Rechtsanwalt<br />

und Fachanwalt für Strafrecht.<br />

Prof. Dr. Rolf Bietmann,<br />

Rechtsanwalt<br />

Juri Goldstein, Rechtsanwalt<br />

und Fachanwalt für Strafrecht<br />

Herr Goldstein, wann liegt eine Körperverletzung<br />

nach §§ 223, 229 StGB vor?<br />

Das Gesetz unterscheidet die Tatmodalitäten<br />

der körperlichen Misshandlung und<br />

Gesundheitsschädigung. Nach der Definition<br />

des BGH versteht man unter der<br />

körperlichen Misshandlung jede üble,<br />

unangemessene Behandlung, die zu einer<br />

erheblichen Beeinträchtigung des körperlichen<br />

Wohlempfindens oder der körperlichen<br />

Unversehrtheit führt. Eine Gesundheitsschädigung<br />

ist jedes Hervorrufen,<br />

Verlängern oder Steigern eines, möglicherweise<br />

nur vorübergehenden, krankhaften<br />

Zustandes.<br />

Herr Prof. Dr. Bietmann, wie ist die<br />

ärztliche Heilbehandlung aus strafrechtlicher<br />

Sicht einzuordnen?<br />

Die ärztliche Heilbehandlung stellt, auch<br />

wenn sie medizinisch geboten ist, dem<br />

ärztlichen Standard entsprechend erfolgt<br />

und erfolgreich durchgeführt wird, grundsätzlich<br />

eine tatbestandsmäßige Körperverletzung<br />

nach §§ 223, 229 StGB dar. Dieser<br />

Eingriff in die körperliche Unversehrtheit<br />

ist aber gerechtfertigt, wenn der ordnungsgemäß<br />

aufgeklärte Patient in die<br />

standardgemäß erfolgte Heilbehandlung<br />

wirksam eingewilligt hat. Die Einwilligung<br />

lässt damit die Strafbarkeit auf der<br />

Ebene der Rechtswidrigkeit entfallen.<br />

Welche Konsequenz hat dies für Ärzte<br />

im Rahmen der Heilbehandlung?<br />

Ärzte sollten sich der Bedeutung einer<br />

ordnungsgemäßen Aufklärung und ihrer<br />

Relevanz für die zivil- und strafrechtliche<br />

Einordnung der Heilbehandlung bewusst<br />

sein. Nach § 630d Abs. 1 BGB ist der Behandelnde<br />

vor Durchführung einer medizinischen<br />

Maßnahme, insbesondere eines<br />

Eingriffs in den Körper oder die Gesundheit,<br />

verpflichtet, die Einwilligung des Patienten<br />

einzuholen. Die Wirksamkeit der<br />

Einwilligung setzt nach § 630d Abs. 2 BGB<br />

voraus, dass der Patient vor der Einwilligung<br />

nach Maßgabe von § 630e BGB aufgeklärt<br />

worden ist. Da mithin auch eine<br />

standardgemäß und erfolgreich durchgeführte<br />

Heilbehandlung eine tatbestandsmäßige<br />

Körperverletzung darstellt mit der<br />

Konsequenz, dass der Behandler für alle<br />

Schadensfolgen haftet, sollte ausreichend<br />

Zeit und Sorgfalt in die mündlich vorzunehmende<br />

Aufklärung der Patienten verwendet<br />

werden. Zur eigenen Absicherung<br />

sollte die Aufklärung umfänglich schriftlich<br />

in der Patientenakte dokumentiert<br />

werden.<br />

Herr Goldstein, inwiefern kann auch<br />

die Therapie mit einem Placebo eine<br />

Körperverletzung darstellen?<br />

Ein Placebo ist allgemein gesprochen ein<br />

Arzneimittel ohne pharmakologische<br />

Wirkung. Daher kommt es für die Frage,<br />

ob eine Placebo-Applikation unter die<br />

Definition der körperlichen Misshandlung<br />

oder Gesundheitsschädigung fällt, zunächst<br />

auf die Anwendung bzw. Art des<br />

Placebos an. Die rein äußerliche oder orale<br />

Gabe eines wirkungslosen Präparats wird<br />

schon nicht unter die Tatmodalitäten der<br />

Körperverletzung subsumierbar sein. Anders<br />

verhält es sich, wenn ein Placebo-Präparat<br />

beispielsweise mittels Injektion verabreicht<br />

oder eine Operation vorgetäuscht<br />

und hierbei zumindest das Organ „Haut“<br />

verletzt wird oder eine Narkotisierung des<br />

Patienten erfolgt. Zivil- und strafrechtlich<br />

relevant ist aber insbesondere das Vorenthalten<br />

oder Übersehen einer Therapie mit<br />

einem pharmakologisch wirksamen Präparat<br />

der Standardtherapie.<br />

Wie ist dieses Vorenthalten strafrechtlich<br />

einzuordnen?<br />

Wir sprechen hier von einer Strafbarkeit<br />

durch Unterlassen. Ein strafrechtlich relevantes<br />

Unterlassen liegt nur dann vor,<br />

wenn der Arzt in der Lage gewesen wäre,<br />

den Eintritt eines Erfolges zu vermeiden.<br />

Es ist daher zu prüfen, ob überhaupt eine<br />

pharmakologisch wirksame Standardtherapie<br />

zur Verfügung stand und ob die Erkrankung<br />

bzw. die mit ihr einhergehenden<br />

Beschwerden durch die Gabe des pharmakologisch<br />

wirkungslosen Präparats zeitlich<br />

verlängert oder verschlimmert wurden.<br />

Eine nach wissenschaftlichen Erkenntnissen<br />

erfolgversprechende Standardtherapie<br />

hat daher Vorrang, sodass der Rückgriff<br />

auf ein Placebo ein strafrechtliches Unterlassen<br />

nach § 13 StGB darstellt. Eine Haftung<br />

des Arztes wird aber in der Regel an<br />

der notwendigen Kausalität scheitern. So<br />

müsste die Verlängerung bzw. Verschlimmerung<br />

der Krankheit mit an Sicherheit<br />

grenzender Wahrscheinlichkeit entfallen,<br />

wenn der Patient mit dem pharmakologisch<br />

wirksamen Präparat behandelt worden<br />

wäre. Aufgrund der Unwägbarkeiten<br />

des menschlichen Organismus wird diese<br />

Voraussetzung in aller Regel nicht nachweisbar<br />

sein.<br />

Herr Prof. Dr. Bietmann, was wäre,<br />

wenn wir ausnahmsweise eine tatbestandsmäßige<br />

Körperverletzung hätten,<br />

weil eine Standardtherapie vom<br />

Arzt nachweisbar und mit kausalen<br />

Auswirkungen übersehen wurde?<br />

Wie im zivilrechtlichen Bereich kann sich<br />

der Arzt auch hier dadurch entlasten, dass<br />

er den Patienten ordnungsgemäß aufgeklärt<br />

und dieser daher wirksam in die<br />

Heilbehandlung eingewilligt hat. Mit der<br />

Aufklärung über die Placebo-Applikation<br />

schützt sich der Arzt zwar, riskiert aber<br />

gleichzeitig den gewünschten Placebo­<br />

Effekt. Die Frage, wie dieses „Aufklärungsdilemma“<br />

gelöst werden kann, hat in der<br />

juristischen Literatur noch keine einheitliche<br />

Lösung erfahren.<br />

Herr Prof. Dr. Bietmann, Herr Goldstein,<br />

vielen Dank für das Gespräch!<br />

94 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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96 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

97


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das 21. Bach­Festival unter dem Motto „Fürstliches Vergnügen“.<br />

Es finden hochkarätige Konzerte, u. a. mit dem Jungen Stuttgarter<br />

Bach­Ensemble, Concerto Copenhagen, Musica Gloria und<br />

der capella arnestati statt.<br />

Eine „Virtual Bach Experience“, Stadtführungen, Orgeltour,<br />

Kantatengottesdienst und „15 Minuten Bach“ runden das Programm ab.<br />

Dank „Pay what you can“ bleibt das Festival für alle offen und wird<br />

zum festlichen Treffpunkt für Musikliebhaber.<br />

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99091 Erfurt<br />

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07743 Jena<br />

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Gesundheitsberufe<br />

gGmbH Erfurt<br />

Am Kühlhaus 27, 99085 Erfurt<br />

Tel. (0361) 7 31 35 37<br />

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98 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

99


gesellschaft<br />

Engel mit Kamm<br />

und Schere<br />

Mit Schere, viel Herz und jeder Menge gute Laune bringen<br />

die BARBER ANGELS frischen Wind in den Alltag von obdachlosen<br />

und hilfsbedürftigen Menschen. Die Friseurinnen und Friseure<br />

zeigen, dass ein Haarschnitt mehr bewirken kann als nur ein neues<br />

Aussehen – er schenkt Würde, neuen Lebensmut und ein Lächeln.<br />

Text: Peter Rüberg<br />

Fotos: Benjamin Stolle, Lisa-Marie Trostdorf<br />

100 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


gesellschaft<br />

Auf der langen Tafel im Erfurter Haus der sozialen Dienste<br />

reihen sich Scheren, Kämme und Spiegel aneinander. Kurz vor<br />

um zehn riecht es hier nach frischem Kaffee, dort schon nach<br />

Haarspray. Inmitten dieser ganz besonderen Atmosphäre stehen<br />

sie: die BARBER ANGELS. In ihren schwarzen Lederwesten mit<br />

bunten Aufnähern, die an Rocker-Outfits erinnern, bilden sie<br />

einen Kreis für letzte Absprachen. Die Kutten sind nicht nur ein<br />

optisches Statement, sondern stehen für Zusammenhalt, Offenheit<br />

und ein großes Herz. Draußen vor der Tür hat sich schon<br />

eine Schlange gebildet. Menschen, die an den Rand der Gesellschaft<br />

gerutscht sind – zumeist unverschuldet und manchmal<br />

– auch das gehört zur Wahrheit – durch eigenes Tun bzw. Lassen.<br />

Aber egal aus welchem Grund: Jeder benötigt irgendwann im<br />

Leben einmal Hilfe. Diese obdachlosen und hilfsbedürftigen<br />

Menschen bekommen sie heute – mit einem kostenlosen Haarschnitt.<br />

Die Tür öffnet sich.<br />

Die Atmosphäre ist herzlich, fast familiär. Hier wird nicht nur<br />

frisiert, sondern auch zugehört, gelacht und manchmal auch<br />

einfach nur gemeinsam geschwiegen. Die Gäste nehmen Platz,<br />

lassen sich beraten und erleben einen Moment, in dem sie im<br />

Mittelpunkt stehen. Für viele ist es mehr als nur ein Haarschnitt:<br />

Es ist ein Stück Normalität, das ihnen im Alltag oft fehlt.<br />

„Die Menschen gehen nicht nur mit einem völlig anderen Gesicht<br />

heraus, sondern auch mit einem neuen Gefühl“, erzählt<br />

Alice Ansorg, die Zenturio, also Leiterin des Thüringer Chapter<br />

BARBER ANGELS. Und tatsächlich: Beim Blick in den Friseurspiegel<br />

sind Stolz und Freude in den Gesichtern der frisch frisierten<br />

Gäste zu erkennen, die sich nach dem Schnitt oft mit einer<br />

innigen Umarmung bedanken. Bezahlt wird hier nicht mit<br />

Geld, sondern mit Dankbarkeit, einem Lächeln oder einer kleinen<br />

Geste. Die Wirkung ist spürbar: Mit jedem Schnitt wächst<br />

das Selbstbewusstsein, und so mancher verlässt den Raum aufrechter<br />

und mit neuem Mut.<br />

So beschreibt es auch Bodo Ramelow, Vizepräsident des Deutschen<br />

Bundestages und Schirmherr des Thüringer Clubs der<br />

Friseure. „Die BARBER ANGELS schenken Menschen, für die<br />

ein Friseurbesuch keine Selbstverständlichkeit ist, Würde und<br />

Wertschätzung in einer Gesellschaft, die sie oft übersieht.“<br />

Der ehemalige Thüringer Ministerpräsident ist so oft er kann<br />

persönlich an den Sonntagen dabei – als Haare-weg-Kehrer.<br />

Alice Ansorg beschreibt Bodo Ramelow respekt- und liebevoll<br />

als „meinen besten Mann am Besen“.<br />

Scheren klappern, Föne rauschen, Besen sammeln die Haare<br />

auf. Moritz, Carlos und Liam haben in Erfurt Kehrdienst. Die<br />

drei Jungs sind Kinder der Friseure und Helfer – für sie eine<br />

Selbstverständlichkeit, an diesem Sonntag mitzuhelfen. Wie<br />

für viele Gast-Engel, die mehrfach im Jahr ihren freien Tag<br />

Menschen schenken, denen es nicht so gut geht wie ihnen.<br />

Die Caritas hilft, die Malteser sind dabei und Frauen und Männer,<br />

die Tüten packen. Dort kommen Deodorant, Seife, Mundspülung<br />

und weitere Kosmetikprodukte hinein, die für den<br />

BARBER-ANGELS-Einsatz gespendet wurden. Auch Knackwurst-Kringel<br />

landen diesmal im Beutel – zur Verfügung gestellt<br />

von Wolf Essgenuss aus Schmölln. Und für die kalte Jahreszeit<br />

steht eine große Kleiderspende zur Auswahl: Jacken,<br />

Pullover, Mützen und Schuhe.<br />

„Wir können nicht ihr Leben ändern, aber wir können die Welt<br />

für einen Moment anhalten“, sagt Alice Ansorg und bringt damit<br />

die Philosophie der Gruppe auf den Punkt. Hier zählt nicht,<br />

was jemand besitzt, sondern wer er ist – und wie ein wenig<br />

Zuwendung das Leben verändern kann. Bei ihren Einsätzen<br />

werden auch sensible Themen angesprochen, so Alice Ansorg,<br />

auch schwere Schicksale seien zu hören. „Auch für uns ist das<br />

nicht immer ganz so einfach.“ Ihr Motto ist deshalb: „Mitleid ja,<br />

aber wir dürfen nicht mitleiden.“<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

101


gesellschaft<br />

102 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


gesellschaft<br />

Hinter der Aktion steckt ein eingespieltes Team, das sich mit<br />

Herzblut engagiert. Das Thüringer Chapter der BARBER ANGELS<br />

wurde im April 2023 von Alice Ansorg – die ihren Friseursalon<br />

in Schönau vor dem Walde im Landkreis Gotha betreibt – ins<br />

Leben gerufen. Seitdem treffen sich die Mitglieder regelmäßig<br />

alle drei Monate im Haus der sozialen Dienste in Erfurt, um<br />

ihre Scheren für den guten Zweck zu schwingen. Mitte November<br />

waren sie – wieder mit tatkräftiger Unterstützung von<br />

Bodo Ramelow – in Eisenach im Einsatz. Der Caritas-Treff in<br />

der Friedensstraße war die erste Engel-Station außerhalb von<br />

Erfurt. Weitere Aktionen in anderen Thüringer Kreisstädten<br />

sollen folgen.<br />

Die Thüringer sind Teil eines deutschlandweiten Netzwerks,<br />

das 2016 in Baden-Württemberg gegründet wurde und mittlerweile<br />

international aktiv ist. Das Team um Alice Ansorg zählt<br />

aktuell neun engagierte Friseurinnen und Friseure, die sich<br />

ehrenamtlich einbringen. Tendenz steigend. Die Organisation<br />

der Einsätze ist aufwendig: Termine müssen abgestimmt,<br />

Helfer koordiniert und das nötige Equipment bereitgestellt<br />

werden. Doch für die BARBER ANGELS ist das keine Last,<br />

sondern eine Herzensangelegenheit. „Wir tun das aus Dankbarkeit“,<br />

erklärt eine der Friseurinnen. „Wir wollen ein Stück<br />

zurückgeben, denn uns geht es doch gut.“<br />

Bis zu 100 Obdachlose und Hilfsbedürftige können die Friseur-<br />

Engel an einem Sonntag bedienen. So wie Alexander (Name von<br />

der Redaktion geändert). Er ist zum ersten Mal hier, nachdem er<br />

von einem Sozialarbeiter von der Aktion erfuhr. Ursprünglich<br />

komme er aus Hessen, erzählt Alexander, wo ihm das Leben<br />

„privat und beruflich übel mitgespielt hat“. Er habe sein Studium<br />

„geschmissen“, Familie und Freunde verloren und schließlich<br />

auch seine Lebensmotivation. Der Griff zu Drogen ist alles andere<br />

als ein Ausweg. Ein Ortswechsel soll helfen, deshalb kommt<br />

Alexander nach Erfurt, um auch „geografisch meine Probleme<br />

hinter mir zu lassen“. Seit Mitte 2024 schläft er „draußen“, also<br />

komplett auf der Straße. Der Termin bei den BARBER ANGELS<br />

soll seinen persönlichen Neubeginn unterstützen. Alexander<br />

will Kontakte knüpfen und sich ein neues soziales Umfeld aufbauen.<br />

Die BARBER ANGELS Thüringen zeigen, wie viel ein wenig<br />

Menschlichkeit bewirken kann. Mit jeder Schere, jedem Lächeln<br />

und jeder Umarmung schenken sie Hoffnung und Selbstvertrauen<br />

– und das ganz ohne Gegenleistung. Neue Mitglieder<br />

sind jederzeit willkommen, denn der Bedarf an Zuwendung<br />

und Unterstützung reißt nicht ab. Die ehrenamtlichen Friseurinnen<br />

und Friseure stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um<br />

Menschen zu helfen, die im Alltag oft übersehen werden.<br />

Ihr Engagement ist ein stilles Zeichen dafür, dass Mitgefühl<br />

und Solidarität keine leeren Worte sind. Und so bleibt am Ende<br />

eines langen Tages nicht nur ein Raum voller frisch frisierter<br />

Köpfe, sondern auch das gemeinsame Glücksgefühl, etwas<br />

wirklich Gutes getan zu haben.<br />

www.b-a-b.club<br />

Spendenkonto:<br />

BARBER ANGELS Brotherhood e.V.<br />

IBAN: DE22 6309 0100 0115 1160 01<br />

BIC: ULMVDE66XXX (Volksbank Biberach)<br />

Verwendungszweck: „Spende Chapter Thüringen“<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

103


<strong>top</strong> unterwegs<br />

Dieses Jahr wird es<br />

endlich wieder weiß!?<br />

Zum Wintersport in Thüringen gehören auch die vielen<br />

kleineren Lifte, die von Gemeinden und Vereinen<br />

betrieben werden, oft im Ehrenamt. Zum Beispiel am<br />

Inselsberg, in Suhl-Goldlauter, Altenfeld, Trusetal oder<br />

in Deesbach. Sie alle brauchen natürlichen Schnee, der<br />

vom Himmel fällt. Kunstschnee aus der Kanone gibt es<br />

hier nicht. „Den letzten richtigen Schnee hatten wir im<br />

Januar und Februar 2021. Doch da war Corona“, erzählen<br />

Burkhard Hanisch und Sönke Krüll vom SV Tabarz<br />

1887. Es ist also gefühlt schon eine Ewigkeit her, dass<br />

alpine Abfahrt am Hang unterhalb des Inselsberg-<br />

Plateaus möglich gewesen ist.<br />

Immerhin: Burkhard Hanisch hat noch nicht verlernt,<br />

die vereinseigene Schneeraupe zu bedienen. Die wird<br />

nicht zum Schneewegräumen, sondern zum Andrücken<br />

gebraucht! Gleich wenn die ersten nennenswerten<br />

Schneezentimeter gefallen sind. Der Untergrund ist<br />

entscheidend bei einem Abfahrtshang, die unterste<br />

Schneeschicht muss richtig fest sein. Ihren Optimismus<br />

haben die beiden trotz der vielen schneefreien Winter<br />

nicht verloren. Ende November hat der Verein die Liftstangen<br />

wieder eingesetzt – ein klares Zeichen, dass<br />

man am Inselsberg mit einem weißen Winter <strong>2025</strong>/26<br />

rechnet.<br />

Fotos: Mario Hochhaus<br />

104 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


<strong>top</strong> unterwegs<br />

<strong>THÜRINGEN</strong> AUSSTELLUNG<br />

2026<br />

Die Adresse für stilvolle Bau- und Wohninvestitionen<br />

Wer sein Zuhause zu einem Ort machen möchte, der Werte,<br />

Wohlgefühl und Persönlichkeit ausstrahlt, findet auf der THÜ-<br />

RINGEN AUSSTELLUNG 2026 vom 28. Februar bis 8. März eine<br />

außergewöhnliche Inspirationsquelle. Als größte Messe für<br />

Bauen, Modernisieren und Wohnkultur im Freistaat präsentiert<br />

sie Lösungen für Menschen, die nicht einfach renovieren, sondern<br />

in Lebensqualität investieren.<br />

Exklusive Türen, Fenster & Böden – Qualität, die man spürt<br />

In einer Zeit, in der Architektur und Design immer stärker die<br />

Individualität des eigenen Zuhauses unterstreichen, bietet<br />

die Ausstellung eine kuratierte Auswahl führender Hersteller<br />

und regionaler Handwerksbetriebe. Ob elegante Holz- und<br />

Aluminiumfenster, designstarke Haustüren oder exquisite Parkett-<br />

und Naturbodenlösungen – Besucherinnen und Besucher<br />

erleben Materialien, die man nicht nur sieht, sondern berührt<br />

und fühlt. Das macht den Messebesuch besonders wertvoll:<br />

echte Qualität erkennt man im direkten Vergleich.<br />

Wellness für Zuhause – Räume, die Ruhe schenken<br />

Immer mehr Menschen holen sich Spa-Momente in den eigenen<br />

Alltag. Auf der <strong>THÜRINGEN</strong> AUSSTELLUNG treffen sie auf<br />

renommierte Anbieter von maßgefertigten Saunen, luxuriösen<br />

Whirlpools, Infrarotkabinen und modernen In- und Outdoor-<br />

Wellnesskonzepten. Wer seinen Garten, die Terrasse oder den<br />

Neubau mit einer privaten Wohlfühloase aufwerten möchte,<br />

findet hier Inspiration, Beratung und beeindruckende Neuheiten<br />

– von kompakten Lösungen für Stadtwohnungen bis hin zu<br />

High-End-Modellen für großzügige Eigenheime.<br />

Fotos: Volker Hielscher<br />

Innovationen für Ihr<br />

Zuhause – heute sehen,<br />

morgen erleben<br />

Ob Smart-Home-Technologien,<br />

ökologische Baustoffe, energieeffiziente<br />

Lösungen, stilsichere Einrichtungsideen<br />

oder neue Ansätze im nachhaltigen<br />

Bauen: Die <strong>THÜRINGEN</strong> AUSSTELLUNG zeigt Trends,<br />

die den Alltag verschönern, Gebäude wertvoller machen und<br />

den Komfort spürbar erhöhen.<br />

Die <strong>THÜRINGEN</strong> AUSSTELLUNG ist mehr als eine Messe –<br />

sie ist Treffpunkt für Menschen, die in Werte investieren. Beratungsort<br />

für Entscheidungen, die Jahrzehnte wirken. Schaufenster<br />

für Handwerk, Qualität und regionales Können. Viele<br />

Aussteller bieten exklusive Messevorteile, kostenfreie Beratungen<br />

oder individuell abgestimmte Lösungen. Perfekt für Eigentümerinnen<br />

und Eigentümer, die hochwertige Ergebnisse<br />

schätzen und auf persönliche Betreuung setzen. Wer plant zu<br />

renovieren, zu veredeln oder den Wohnkomfort neu zu denken,<br />

sollte sich dieses Frühjahrsereignis nicht entgehen lassen.<br />

www.thueringen-ausstellung.de<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

105


<strong>top</strong> unterwegs<br />

900 Jahre Engelsburg in Erfurt –<br />

Das Haus lebt<br />

Das Team der Engelsburg<br />

mit allen Künstlern<br />

des Jubiläums-Festivals<br />

Die Engelsburg, eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler der<br />

Stadt und zweifellos ein Ort, an dem Geschichte, Kultur und<br />

Musik miteinander verschmelzen, hat Anfang November ein<br />

außer gewöhnliches Jubiläum gefeiert: 900 Jahre. Grund genug<br />

für ein ganz besonderes Festival, bei dem unzählige Besucher<br />

im Keller, im Hof und im Restaurant dabei waren. Auf mehreren<br />

Bühnen und Floors haben neun hochkarätige Live-Acts sowie<br />

sieben angesagte DJs ein Happening für die Sinne, für Musikliebhaber<br />

und Kulturenthusiasten gleichermaßen kreiert.<br />

Über die Jahrhunderte hinweg hat die Engelsburg nicht nur als<br />

Bauwerk, sondern auch als kultureller Treffpunkt gewirkt. Erste<br />

Erwähnungen gehen bis ins Jahr 1125 zurück, zumindest bestätigen<br />

dies chronologische Untersuchungen eines alten Holzbalkens<br />

in der Gaststube der heutigen „Ecke Kornack“. Martin<br />

Luther war ebenso hier zu Gast wie der Humanistenkreis um<br />

„Poetenkönig“ Helius Eobanus Hessus und Crotus Rubeanus,<br />

die in den Mauern der Engelsburg um 1515 die berühmten Dunkel-<br />

männerbiefe verfassten. Einige Jahrhunderte später fanden<br />

nur wenige Meter entfernt im Gewölbekeller der Engelsburg<br />

legendäre Konzerte statt, die die Erfurter Musikszene prägten.<br />

Seit 1968 öffneten sich die Türen des „Studentenclubs Engelsburg“.<br />

Damals noch ausschließlich für Studenten der Medizinischen<br />

Akademie gedacht, bereicherte ab 1990 das neue Studentenzentrum<br />

mit vielfältigen Konzerten, Lesungen, Theater und<br />

Parties das kulturelle Leben der Stadt. Seit 2017 ist das „Kulturzentrum<br />

Engelsburg“ einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte<br />

im Erfurter Konzert- und Nachtleben und ein zentraler<br />

Ort für kulturelle Vielfalt. Auch deshalb wurde die „E-Burg“<br />

gerade bereits zum dritten Mal mit dem „Applaus Award“ der<br />

Initiative Musik für außerordentliches Live-Booking ausgezeichnet.<br />

Die Englsburg mitten in Erfurts Altstadt bietet als historische<br />

Event-Location Räume für Firmenfeiern, Tagungen und besondere<br />

Anlässe.<br />

www.engelsburg.club<br />

Fotos: Chris<strong>top</strong>h Bethge<br />

106 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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die Komplexität rund um<br />

Immobilien wissen.<br />

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WEG – wir werden Eigentümern<br />

und Mietern gleichermaßen gerecht.<br />

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Haus, Wohnung, Gewerbeobjekt –<br />

wir sind Berater, Vermittler<br />

und Partner.<br />

Drei Ausstellungen in einer –<br />

Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda<br />

zeigt JahresSchau <strong>2025</strong><br />

Mit Farben, Musik und viel Herz hat das Lebenshilfe-Werk Weimar/<br />

Apolda seine JahresSchau <strong>2025</strong> eröffnet: ein Fest der Kreativität, der<br />

Vielfalt und des Miteinanders. Im Galerieladen am Palais in Weimar<br />

sind damit gleich drei Ausstellungen in einer zu erleben.<br />

VERMIETUNG<br />

Mietförderung, Werterhaltung,<br />

Gemeinschaftsfrieden – für uns<br />

ist Immobilienmanagement eine<br />

ganzheitliche Betreuung.<br />

„Unser Immobilienmanagement<br />

geht weit über die reine<br />

Verwaltung hinaus.“<br />

― Udo Schwieren<br />

Bereits zur Eröffnung lag eine besondere Atmosphäre in der Luft: Die Musikerinnen<br />

Anissa und Karima Albrecht sorgten an Klarinette und Cello mit einfühlsamen<br />

Stücken für einen stimmungsvollen Auftakt, bevor Felicitas Romaniec,<br />

Leiterin des Kunstateliers, das Publikum mit bewegenden Worten begrüßte. Sie<br />

erklärte das Konzept der „Ausstellung in der Ausstellung in der Ausstellung“.<br />

Neben den Werken der Künstlerinnen und Künstler aus dem Atelier in Tröbsdorf<br />

sind erstmals auch Arbeiten von Menschen mit komplexen Behinderungen aus<br />

dem Förderhaus und von Kolleginnen und Kollegen des Lebenshilfe-Werks zu<br />

sehen, die sich im Rahmen eines Workshops kreativ ausprobieren konnten.<br />

„Mir war wichtig, dass wirklich alle einmal Teil der Ausstellung werden können –<br />

nicht nur die, die regelmäßig malen“, sagt Romaniec. „Kunst ist für alle da. Und<br />

sie zeigt uns immer wieder, wie viel Potenzial in den Menschen steckt und wie<br />

viel Verbindung sie schaffen kann.“ Auch Ronny Hackenschmidt, Künstler, Ausstellungsbesucher<br />

und Mitautor dieses inklusiven Artikels, blickt mit Freude auf<br />

den Eröffnungsabend zurück: „Wie unser Motto ‚Wir leben’s bunt!‘ strahlt diese<br />

Ausstellung jetzt bis zum nächsten Frühling<br />

ganz bunt in die dunkle Jahreszeit hinein.“<br />

Die JahresSchau <strong>2025</strong> ist noch bis zum<br />

13. März 2026 im Galerieladen am Palais<br />

in Weimar zu sehen. Der Eintritt ist frei.<br />

Schwieren Liegenschaftsverwaltung GmbH<br />

Löberwallgraben 17<br />

99096 Erfurt<br />

Tel. (0361) 6 54 40 64 – 0<br />

info@schwieren-gmbh.de<br />

107<br />

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PIKO stellt Weichen<br />

für neues Kundencenter<br />

in Sonneberg<br />

Illustration PIKO-Verwaltung (Quelle: Otto & Zehner Planungs-GmbH)<br />

Der Modelleisenbahnhersteller PIKO investiert rund eine Viertelmillion<br />

Euro in ein neues Kundencenter am Stammsitz Sonneberg.<br />

Das moderne Zentrum umfasst Besprechungsräume und einen<br />

einladenden Empfangsbereich, der sich am Design des 2023 eröffneten<br />

Flagship Stores orientiert. Ziel ist es, optimale Bedingungen<br />

für Kundengespräche, Seminare und Veranstaltungen zu schaffen.<br />

Die Modernisierung erfolgt mit regionalen Handwerkern und soll<br />

bis zur Jahrespressekonferenz im Januar abgeschlossen sein. Mit<br />

dieser Investition bekennt sich PIKO klar zum Standort Sonneberg<br />

und unterstreicht seine wirtschaftliche Stärke. Das Unternehmen<br />

bleibt fest in der Region verankert und blickt optimistisch in die<br />

Zukunft.<br />

PIKO zählt zu den führenden Modelleisenbahnherstellern Europas<br />

und steht seit 1949 für technische Präzision und ein breites Sortiment.<br />

Über 650 Mitarbeiter sind weltweit beschäftigt, mit Produktionsstandorten<br />

in Deutschland und China. Der Vertrieb erfolgt<br />

international über Fachhändler, Vertriebsgesellschaften und den<br />

eigenen Onlineshop.<br />

Fotos: PIKO Spielwaren GmbH<br />

Ausgabe 1 · 21. Jahrgang<br />

Frühjahr 2023 · 5,– €<br />

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Vier Ausgaben TOP MAGAZIN <strong>THÜRINGEN</strong> kosten 25,– € pro Jahr<br />

(inkl. Porto und Versand). Sie erhalten die Magazine bequem und automatisch<br />

nach Erscheinen (März, Juni, September, Dezember).<br />

Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr (4 Ausgaben). Sollte drei Wochen vor<br />

Ende der Bezugszeit keine schriftliche Kündigung vorliegen, verlängert sich das<br />

Abonnement um ein weiteres Jahr. Wir übersenden Ihnen eine Rechnung zur<br />

Bank-Überweisung auf unser Konto. Die Lieferung beginnt erst nach Zahlungseingang.<br />

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Arbeitstreffen Task-Force<br />

Industriegebiet Goldene Aue<br />

Im November hat sich die Task-Force zur Vermarktung des Industriegebiets<br />

Goldene Aue erneut im Thüringer Wirtschaftsministerium getroffen.<br />

Im Fokus stand die Verbesserung der Kommunikation zwischen<br />

Behörden bei Investorenanfragen. Stadt und Landkreis Nordhausen<br />

sowie Abgeordnete unterstützen das Ziel, Ansiedlungen zu ermöglichen.<br />

Niels Neu vom Nordthüringer Unternehmerverband ist überzeugt, dass<br />

trotz Herausforderungen Investoren gewonnen werden können. Wirtschaftsministerin<br />

Colette Boos-John und Staatssekretär Mario Suckert<br />

haben der Task-Force weiterhin Unterstützung zugesagt. Alle Beteiligten<br />

wollen Hürden wie Flächenmindestgrößen und Förderrichtlinien überarbeiten.<br />

Das Ziel ist, Ansiedlungen zu erleichtern und die Region wirtschaftlich<br />

zu stärken. Trotz schwieriger Wirtschaftslage gibt es positive Signale für<br />

die Zukunft der Goldenen Aue.<br />

109


<strong>top</strong> unterwegs<br />

Kunst aus<br />

Thüringen<br />

in Berlin<br />

Foto: Marcus Glahn<br />

Die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen feiert ihr<br />

20-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung in der<br />

Thüringer Landesvertretung in Berlin. Unter dem Titel<br />

„mittels Kunst. Streifzüge durch 20 Jahre Kulturstiftung<br />

Thüringen“ werden Werke von 15 ehemaligen Stipendiatinnen<br />

und Stipendiaten präsentiert.<br />

Auch die aktuellen Landesstipendiatinnen Susanna Hanna<br />

und Elisabeth Oertel sind vertreten und geben einen Ausblick<br />

auf ihre kommende Ausstellung in Erfurt. Kulturminister<br />

Christian Tischner würdigte die Stiftung als wichtigen Förderer<br />

freier künstlerischer Arbeit und gesellschaftlichen Dialogs.<br />

Seit Gründung wurden über 350 Stipendien vergeben und mehr<br />

als 800 Projekte unterstützt. Neben großen Projekten profitieren<br />

auch kleinere Initiativen und Vereine von der Förderung.<br />

Katja Lipfert, geschäftsführende Vorständin, betont die Bedeutung<br />

der Stiftung für die Kulturlandschaft in Thüringen. Sie<br />

hofft auf weiterhin ausreichende finanzielle Mittel für die Zukunft.<br />

Zum Jubiläum wurde erstmals ein Residenzstipendium<br />

an der Ostsee vergeben. Die Grafikerin Katrin König und die<br />

Lyrikerin Daniela Danz wurden dafür ausgewählt. Beide verbringen<br />

je einen Monat im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop.<br />

Die Stiftung sieht darin eine Chance für neue Eindrücke und<br />

internationale Netzwerke.<br />

Die Ausstellung in Berlin läuft bis 23. Januar 2026<br />

in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund in Berlin<br />

und ist täglich während der Öffnungszeiten zugänglich.<br />

Katrin König<br />

Daniela Dahn (Foto: Roger Hagmann Photographie)<br />

Künstlerhaus Lukas (Foto René Kafka)<br />

110 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


eauty<br />

BOOSTER<br />

Das Serum mit dem vielversprechenden<br />

Namen Skinlongevity soll den Feuchtigkeitsgehalt<br />

der Haut und die Reparaturfähigkeit<br />

der Hautbarriere erhöhen<br />

und so die Zeichen der Hautalterung<br />

bekämpfen. Wirkstoffe sind Niacinamid,<br />

Mineralien und Kräuter.<br />

Von bareMinerals, 30 ml 49 Euro<br />

BEST OF BEAUTY<br />

new routines, treatments, products<br />

<strong>2025</strong> war wieder ein bewegtes Jahr. Die Welt scheint sich immer schneller<br />

zu drehen und mit ihr die Beauty-Branche. Die Forschung bringt laufend neue<br />

Erkenntnisse, etwa im Bereich Longevity (Langlebigkeit). Trends entstehen.<br />

Innovative Behandlungen, Tools, Pflegeserien und Supplements versprechen<br />

sensationelle Erfolge. Haarpflege macht Schluss mit „Bad Hair Days“. Duftkreationen<br />

übertreffen sich in ihrer Vielfalt. Make-up-Produkte zaubern wie<br />

nie zuvor. Und die Accessoires? Reiner Spaß! TOP <strong>THÜRINGEN</strong> zeigt Ihnen<br />

die Highlights.<br />

konzept und text Petra Käding fotos PR<br />

ZELLEN-SPEZIALIST<br />

Eine Haut wie die vor fünf Jahren:<br />

straffer, glatter gleichmäßiger – das<br />

verspricht die in 20 Jahren wissenschaftlicher<br />

Forschung entwickelte<br />

Exoso-metic Collection von DR.<br />

BARBARA STURM. Die Seren sollen im<br />

Labor synthetisierte Exosome in die<br />

Haut schleusen, Entzündungen verrringern<br />

und eine gesunde Zellerneuerung<br />

fördern. Eye-Serum 15 ml 395 Euro,<br />

Face-Serum 30 ml 470 Euro<br />

STIMULATOR<br />

ZIIP HALO ist ein kleines Gerät, das mit Nano- und Mikrostrom<br />

durch Muskelstimulation die Gesichtshaut straffen<br />

sowie die Kollagen- und ATP-Produktion ankurbeln soll<br />

(ATP stellt in den Zellen für Vorgänge Energie zur Verfügung).<br />

Für optimale Leitfähigkeit sorgt das Silver Gel mit Hyaluronsäure.<br />

Es gibt verschiedene Programme und Gele,<br />

die Anwendung kann minimal „zwicken“.<br />

Gerät 400 Euro, Gel 30 ml 120 Euro<br />

Die aufgeführten Preise sind ca.-Angaben, ohne Gewähr<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

111


eauty<br />

GAMECHANGER<br />

Jünger aussehen ohne OP? Möglich! Forma® heißt eine patentierte A.C.E.-Technologie,<br />

die mit Hochfrequenzenergie eine optimale Hautkontraktion in den tieferen Hautschichten<br />

erzeugen, die Kollagenproduktion stimulieren und so die Hautelastizität verbessern soll.<br />

Je nach Hautzustand werden wöchentliche Behandlungen über drei bis sechs Wochen<br />

empfohlen. Standorte gibt’s in München, Hamburg, Düsseldorf, Bremen, Wien und Hannover.<br />

Drei Sitzungen um 2.450 Euro. Info unter inmodemd.de<br />

MASKED WINNER<br />

Ein Luxus-Tool für zu Hause ist die Elite<br />

X600 LED-Gesichtsmaske von Nooance<br />

Paris. Sie schmiegt sich dank ihres<br />

ultraweichen medizinischen Silikons<br />

hautnah ans Gesicht, soll mit Wellenlängen<br />

von 633 und 830 Nanometer die<br />

Kollagensynthese stimulieren sowie<br />

die Zellregeneration fördern und so die<br />

Haut straffen. 699 Euro<br />

EFFIZIENZ-EXPERTE<br />

Dieses Serum mit hochkonzentriertem Provitamin B5 und Hyaluronsäure<br />

verspricht einen Dreifach-Effekt in Sachen Hautgeneration:<br />

23 Prozent Hautstraffung laut klinischer Studie! Macht sich leicht<br />

auf der Haut und zieht schnell ein. Von Eucerin, 30 ml 44 Euro<br />

TYPBERATER<br />

Nein, A61 ist hier keine Autobahn, aber man<br />

fährt gut damit – in Sachen Anti-Aging-Pflege.<br />

Bei Typology lässt sich eine individuelle Kombi<br />

zusammenstellen, etwa aus aufpolsterndem<br />

Serum mit Retinol (A61), festigender Nachtcreme<br />

(A62) und Augencreme (A41).<br />

Serum 30 ml 40 Euro, Nachtcreme 50 ml 33 Euro,<br />

Augencreme 15 ml 27 Euro<br />

TRANSFORMATOR<br />

„You need to build barriers“ lautet die Mission des Pflege-Trios<br />

von The Inkey. „Sichtbar transformierend“ soll die Kombi aus<br />

Oat Cleansing, Ectoin Hydro-Barrier Serum und Bio-Active<br />

Ceramide Moisturiser sein, Feuchtigkeit einschließen, die<br />

Hautbarriere in 15 Minuten stärken und die Haut sichtbar<br />

aufpolstern. 50 + 30 + 50 ml mit Täschchen 32 Euro<br />

MICROBIOM-WÄCHTER<br />

Auf gesunder Haut tummeln sich Bakterien, Pilze und andere<br />

Mikroben. Dieses natürlich schützende Mikrobiom gilt es<br />

in Balance zu halten – mit der Hydra Cream Tagespflege<br />

mit fermentiertem Bio-Hafer und dem Booster-Serum mit<br />

Moosextrakt. Von USAIMO, 45 ml 53 Euro, 15 ml 41 Euro<br />

Die aufgeführten Preise sind ca.-Angaben, ohne Gewähr<br />

112 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


TEATIME-CARE<br />

Draußen frostig, drinnen<br />

trocken – im Winter<br />

brauchen unsere Hände<br />

extra viel Pflege. Die<br />

Imperial Tea Hand Cream<br />

verwöhnt mit grünem<br />

Tee, Algen und Jasmin.<br />

Von Kilian Paris, über<br />

breuninger.com, 50 ml<br />

60 Euro<br />

BERUHIGUNGSMITTEL<br />

Good News für alle mit irritierter Winterhaut: Die bewährte remederm<br />

Dry Skin Körpermilch von Louis Widmer gibt es jetzt mit 10 Prozent Urea.<br />

Sie soll 48 Stunden rückfettend, intensiv befeuchtend und juckreizlindernd<br />

wirken – für ein beruhigendes Hautgefühl. 200 ml 25 Euro<br />

SCHLÜSSELROLLE<br />

Glow to go: Das Lip & Lash-Set aus Squalane + Amino Acids Lip Balm<br />

für hydratisierte Lippen und Multi-Peptide Lash & Brow Serum<br />

für gesünder aussehende Brauen und Wimpern ist ein echtes<br />

Pflege-Key-Piece – nicht zuletzt durch das Schlüsselanhänger-Extra.<br />

Von The Ordinary, 5 + 15 ml 19 Euro, über breuninger.com<br />

COSMIC GLOW<br />

„Faszinierend“ würde Enterprise-<br />

Figur Mr. Spock wohl sagen. Mit<br />

der Galactic Blush Couture hat<br />

ARTDECO zwei perfekt abgestimmte<br />

Farbtöne in eine limitierte<br />

Palette mit holografischem Sternzeichen-Design<br />

gepresst. Sogar der<br />

Puder ist passend geprägt.<br />

Die Box ist nachfüllbar. 25 Euro<br />

GLANZSTÜCK<br />

Wollen wir nicht alle hin und wieder glänzen?<br />

Eine, die was davon versteht, ist Popikone<br />

Rihanna. Ihr Body Lava Body Luminizer mit<br />

lichtstreuenden Mikroperlen soll der Haut<br />

ein seidig glänzendes Finish mit Vanilleduft<br />

verleihen. Limited Edition, 90 ml 50 Euro<br />

LONGEVITY-TRIO<br />

Die Longevity-Forschung sieht im „Inflammaging“ (stille<br />

Entzündungen im Körper) eine Ursache für Alterungsprozesse,<br />

da es Zellen schwächen, Energie rauben und die Hautalterung<br />

beschleunigen soll. MOLEQLAR hat auf Grundlage wissenschaftlicher<br />

Erkenntnisse das Inflammaging Bundle mit den Pflanzenstoffen<br />

Sulforaphan, Trans-Resveratrol und Quercetin entwickelt, die dem<br />

Inflammaging entgegenwirken sollen. 3x 60 Kapseln 100 Euro<br />

WACHSTUMSSCHUB<br />

Machen die Hair Growth Vitamins von ONNI den Traum vom vollen Haar wahr? Ein<br />

pflanzenbasierter Aktivstoff namens Zero Pollution soll einen atmungsaktiven Schutzfilm auf<br />

der Kopfhaut bilden und gleichzeitig einen optimalen Boden für die enthaltenen Nährstoffe<br />

Vitamin C, Zink, Kupfer, Selen, L-Cystein, L-Methionin, Antioxidantien und Hyaluronsäure<br />

bilden. Glastiegel mit 60 Kapseln 58 Euro, 120 Kapseln im Beutel 99 Euro.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

113


eauty<br />

PURIST<br />

Für alle, für die weniger mehr ist: Die neue CLEAR Linie von Paul Mitchell<br />

wurde speziell für sensible Köpfe entwickelt – ohne Parabene, Duft-, Farbstoffe,<br />

Sulfate und dabei voll wirksam und sanft pflegend. Neben den Basics<br />

Shampoo und Conditioner gibt es ein Smoothing Serum für leicht zu stylendes<br />

Haar ohne Frizz und Styling Glaze für leichten Halt mit Memory-Effekt.<br />

Serum 150 ml 27 Euro, Styling Glaze 150 ml 35 Euro<br />

PROFI-VERSIEGELUNG<br />

Glanz und Schutz vor Haarbruch – wer längere<br />

Haare hat, kennt OLAPLEX. Neu ist die Weightless<br />

Nourishing Mask für zuhause. Die Haarmaske soll<br />

mit biomimetischer Cuticle-Technologie Feuchtigkeit<br />

einschließen und die Haarkutikula für bis zu fünf<br />

Haarwäschen versiegeln.<br />

Über breuninger.com, 200 ml 44 Euro<br />

BIG SPENDER<br />

Die Goldwell Dualsenses Rich Repair Serie soll wintergeplagtem<br />

Haar mit einem innovativen IntraLipid Complex<br />

die Pflege geben, die es jetzt braucht: Feuchtigkeit,<br />

Geschmeidigkeit, Farbe, Glanz – die volle Packung.<br />

Aufbau-Shampoo 250 ml 17 Euro<br />

WORTHALTER<br />

Endlich ein Haarspray, das hält, was es verspricht: The Hairspray<br />

von John Frieda soll dem Haar mit seiner mikrofeinen Textur mittelstarken,<br />

zuverlässigen Halt und eine seidige Brillanz verleihen,<br />

den gewünschten Style perfektionieren und sich leicht ausbürsten<br />

lassen. 400 ml 9 Euro<br />

ANTI-STATIKER<br />

Wer kennt das nicht: Man zieht den Pullover aus und<br />

die Haare stehen einem zu Berge! Vor allem die Winter-<br />

Kombi aus kalter Luft und geringer Luftfeuchtigkeit lässt<br />

unsere Frisur jetzt regelmäßig wie elektrisiert dastehen.<br />

Dagegen gibt’ jetzt was: Super Milk Conditioning Spray<br />

von LUSH. 250 ml 30 Euro<br />

DISCO-DUFT<br />

Im September <strong>2025</strong> hat Valentino Beauty dem legendären<br />

Studio 54 in N.Y. City neues Leben eingehaucht und seine<br />

Duftikone Born in Roma Rendez-Vous Ivory Donna neuen<br />

Glanz verliehen. Der limitierte Duft verspricht ein süchtig<br />

machendes Dufterlebnis mit einer Kopfnote aus grüner<br />

Mandarine und Orangenblüten, einer Herznote aus<br />

Marshmallow und Pfingstrosen sowie einer Basisnote aus<br />

edlen Hölzern, Vanille und Patchouli. 50 ml 142 Euro<br />

SPA-FLAIR<br />

Den Duft der großen weiten Welt<br />

oder vielmehr der renommiertesten<br />

SPAs und Luxushotels sollen die<br />

Duftkerzen von Maiama nach Hause<br />

bringen. Die Winteredition mit<br />

ätherischem Tannenöl, würzigem<br />

Zeder und moosigen Nuancen riecht<br />

nach Wald und vermittelt Klarheit<br />

und Ruhe. Handgegossen aus<br />

pflanzlichem Rapswachs, 60 Stunden<br />

Brennzeit. 280 g 29 Euro<br />

EAU DE L’EMOTION<br />

Das Beauty-Unternehmen Coty Paris hat ab 1904 durch einzigartige Kombinationen<br />

von synthetischen Molekülen und natürlichen Inhaltsstoffen die Duftlandschaft der<br />

Welt revolutioniert. Ein Meilenstein sind die aktuellen 14 Düfte, welche die wichtigsten<br />

Kategorien positiver menschlicher Empfindungen widerspiegeln sollen.<br />

Jede Komposition erzählt eine Geschichte – von „Les Mots Doux“ (Süße Worte) bis<br />

„Après l’Amour“ (Nach der Liebe). Unter infinimentcoty.com gibt’s einen Duftfinder.<br />

75 ml, um 250 Euro<br />

114 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


eauty<br />

SCRUNCHIE-LOVE<br />

Serien-Fashionikone Carry Bradshaw alias<br />

Sarah Jessica Parker hat sie mal totgesagt –<br />

und damit bei aller Stilsicherheit einmal voll<br />

danebengelegen! Hoch leben die Scrunchies<br />

– im Bad beim Abschminken und ausgehfein<br />

wie dieses edle Piece aus Satin beweist.<br />

Von Sandro Paris, 25 Euro<br />

MEGANADEL<br />

Das vieleicht coolste Accessoire der<br />

Saison ist die übergroße Haarnadel.<br />

Gesehen bei Arket, im Onlineshop leider<br />

(noch) nicht zu finden. Unbedingt im<br />

Auge behalten und solange auf die 10<br />

Zentimeter große versilberte Haarnadel<br />

von Pilgrim zurückgreifen. 30 Euro<br />

LUXUS-CLIP<br />

Dieser wunderschöne winterweiße Hair-Clip ist aus<br />

hochwertigem Nappaleder und mit einem Signature-B<br />

mit 18-karätiger Vergoldung gefertigt. Ein Träumchen –<br />

ob zu Sleek Hair oder als Löwenmähnenbändiger.<br />

Von Balmain Hair, 210 Euro<br />

KINDERKRAM<br />

Wie oft wildert der Nachwuchs in Mamas Beauty-<br />

Box…? Jetzt wird der Spieß umgedreht, denn die kleinen<br />

Dalamtiner-Haarklämmerchen sind einfach zu süß!<br />

Von Ebelin, bei DM, 2 Stück 3 Euro<br />

WONDERBRUSH<br />

Entwirrt, massiert, stylt und sorgt für ein<br />

glattes Finish – quasi in einem Streich:<br />

die Paddle Brush von Balmain Hair. Der<br />

besondere Twist: das elegante Design in<br />

Weiß. 48 Euro<br />

STARLIGHT EXPRESS<br />

Das wahrscheinlich schnellste Bun-Upgrade<br />

des Jahres hat uns Balmain Hair mit diesem<br />

dreiteiligen limitierten Pin-Set beschert.<br />

Die Pins sind 18 Karat vergoldet, mit zarten<br />

Kristallen und dem charakteristischen „B“<br />

von Balmain verziert. 290 Euro<br />

Die aufgeführten Preise sind ca.-Angaben, ohne Gewähr<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

115


eise | anzeige<br />

Landhaus „Zu den Rothen Forellen“ –<br />

ein Wintermärchen!<br />

Was verbindet man als erstes mit dem Harz? Wälder in<br />

sattem Grün, Hexen auf dem Hexentanzplatz, Wintersport<br />

in der kälteren Jahreszeit und natürlich den<br />

höchsten Berg – den sagenumwobenen Brocken. Hat einen das<br />

„Brockenfieber“ erst einmal gepackt, so gibt es für Naturverbundene<br />

die gut ausgebauten Wanderwege zum Plateau, die<br />

gerade in der Winterzeit, von Frau Holle gezuckert, einen<br />

unvergesslichen Charme entwickeln. Oben angekommen<br />

erwartet Sie auf Torfhaus ein einmaliges Erlebnis. Frisch er ­<br />

öffnet bietet der „Harzturm“ einen einmaligen Ausblick auf<br />

65 Metern Höhe. Nach dem Aufstieg per Lift oder zu Fuß geht<br />

es hinunter mit „Rasantia“, der rasanten magischen Rutsche.<br />

In der Mitte des Luftkurorts Ilsenburg, idyllisch am Fuße des<br />

Brockens, liegt das 5-Sterne-Landhaus „Zu den Rothen Forellen“.<br />

Das Haus blickt auf eine mehr als 400 Jahre alte Geschichte<br />

zurück, in welcher sich neben vielen anderen J. W. Goethe und<br />

Heinrich Heine wiederfinden. Hier logierten in heutiger Zeit<br />

auch Stars wie George Clooney und Matt Damon und ließen<br />

sich von dem zauberhaft-romantischen Flair begeistern.<br />

Die 76 Zimmer und Suiten des Hauses sind individuell und<br />

charmant im Landhausstil gestaltet. Das Interieur beeindruckt<br />

mit zeitloser Eleganz und hochwertigen Materialien. Von den<br />

Zimmern über den großzügigen SPA-Bereich bis zu den Restaurants<br />

und den Außenanlagen bleibt kein Wunsch des anspruchsvollen<br />

Gastes offen.<br />

Die Genießer und Feinschmecker zieht es zum Abendessen<br />

gern in das „Landhaus-Restaurant“. Küchenchef Jan Scherff<br />

und seinem Team gelingt es Tag für Tag aufs Neue, aus hochwertigen<br />

Zutaten – möglichst viele davon aus der Region –<br />

unvergessliche Gaumenfreuden zu zaubern.<br />

Blicken wir voraus, dann werden die Tage wieder länger und<br />

die steigenden Temperaturen im Frühling laden ein zu ausgiebigen<br />

Wander- und Kutschfahrten, Reitmöglichkeiten, Kanu-<br />

© Foto Koglin, Wernigerode


impressum<br />

und Bootsfahrten, Segeln und Paragliding<br />

oder den Besuch eines Kletterparks. Aber<br />

auch für Entdeckungstouren nach Goslar,<br />

Wernigerode oder ins historisch interessante<br />

Quedlinburg bietet Ilsenburg den perfekten<br />

Ausgangspunkt.<br />

Aktive Entspannung für Körper und Geist<br />

finden Sie in der großzügigen Bade- und<br />

Saunalandschaft. Das „Forellen-Spa“ bietet<br />

exklusive Räumlichkeiten für moderne<br />

Massage formen, klassische Kosmetik und<br />

Entspannungsanwendungen. Die sanfte<br />

Atmosphäre mit gedämpftem Licht, Aromabehandlungen,<br />

zarten Klängen und dezenten<br />

Pflanzenarrangements lädt zur Mußestunde<br />

ein, fördert die Vitalität und Erholung.<br />

Aktuelle Arrangements zum Kennenlernen<br />

finden Sie unter<br />

www.rotheforelle.de/arrangements<br />

Weitere Informationen und Buchung:<br />

Landhaus „Zu den Rothen Forellen“<br />

Telefon: (039452) 93 93<br />

www.rotheforelle.de<br />

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www.<strong>top</strong>-thüringen.de<br />

Verleger:<br />

Peter Rüberg (V.i.S.d.P.)<br />

peter.rueberg@rueberg.gmbh<br />

Redaktionsleiter:<br />

Jens Roder<br />

jens.roder@rueberg.gmbh<br />

Redaktionen und Fotos:<br />

siehe Einzelnachweis;<br />

Titelbildfoto: www.istock.com/<br />

Bild-Nr. 2184540269/LightFieldStudios<br />

Das Titelfoto wird vom Lizenzgeber<br />

festgelegt. Der Verlag ist zum Abdruck<br />

vertraglich verpflichtet.<br />

Anzeigenleitung und -disposition:<br />

Manuela Wilhelm<br />

manuela.wilhelm@rueberg.gmbh<br />

Vertrieb und Abonnentenbetreuung:<br />

Judith Rüberg<br />

judith.rueberg@rueberg.gmbh<br />

Satz/Layout/Grafik:<br />

Johanna Schuhmacher, Steffen Wahl,<br />

Stephan Förster (Titelseite)<br />

Druck und Postvertrieb:<br />

Silber Druck GmbH & Co. KG<br />

Otto-Hahn-Straße 25<br />

34253 Lohfelden<br />

Vertriebsgebiet: Thüringen<br />

Vertriebsart: Zielgruppenvertrieb durch<br />

Lesezirkel, Verlagsvertrieb, Auslage an<br />

ausgewählten Stellen, Einzelverkauf<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben<br />

nicht unbedingt die Meinung des Verlages<br />

wieder. Vervielfältigung und Nachdruck<br />

aller Texte, Fotos und Grafiken, auch auszugsweise,<br />

nur mit vorheriger Genehmigung<br />

des Verlages. Für unverlangt eingesandte<br />

Werke übernimmt der Verlag keine Haftung.<br />

Vom Verlag gestaltete Anzeigen sind ur heberrechtlich<br />

geschützt und Eigentum des Verlages.<br />

TOP <strong>THÜRINGEN</strong> erscheint viermal<br />

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März 2026.<br />

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und erscheint in Lizenz der TOP OF<br />

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GmbH & Co. Verlags und Lizenz KG, Bonn.<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 36 vom 01.01.2023.<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

117


kolumne<br />

Greiner behält den Überblick:<br />

Reform, Regent & Rennsteig –<br />

ein Ausblick auf das Jahr 2026<br />

Mich langweilen ja diese immer gleichen Jahresrückblicke<br />

im Fernsehen, die nun wieder einen Monat lang<br />

das erzählen, was schon längst erzählt wurde. Keine<br />

Überraschungen – nur die Erkenntnis, dass die Welt<br />

doch tatsächlich noch absurder geworden ist, als wir<br />

das Anfang <strong>2025</strong> gedacht hätten. Deshalb werfe ich<br />

lieber einen Blick auf das, was kommt. Dabei gelingen<br />

mir mit Hilfe meiner äußerst raffinierten Berechnungsformel<br />

seit Jahren immer wieder ziemlich präzise<br />

Vorher sagen: Die Ereignisse des aktuellen Jahres geteilt<br />

durch 30, multipliziert mit dem Alter von Donald<br />

Trump plus aktuelle Gewinnsumme im Eurojackpot<br />

durch zwei hoch aktuelle Inflationsrate. Und schwupp<br />

entstehen so wahnwitzige Ereignisse wie die Einführung<br />

einer verpflichtenden freiwilligen Wehrpflichtslotterie<br />

auf freiwilliger Pflichtbasis für alle 18-jährigen.<br />

Ob die Musterungsbeamten bereits am 01.01.2026 um<br />

0 Uhr durch die Innenstädte streunen und Ausschau<br />

halten, nach besonders begabten betrunkenen Böllerwerfern<br />

– unklar, aber nicht ausgeschlossen. Fakt ist:<br />

Die neue Wehrpflicht kommt und steht unter dem<br />

Motto: Keiner muss, jeder kann, aber wenn keiner will,<br />

dann muss jeder können.<br />

Eigentlich ein Thema, dass uns in Thüringen ja eher<br />

weniger betrifft. 18-jährige haben wir nicht mehr und<br />

Krieg fürchtet hier auch keiner. Wer uns angreifen will,<br />

der verhungert mangels geöffneter Gaststätten nämlich<br />

schon auf dem Rennsteig.<br />

Dennoch müssen auch wir feststellen: Die Wehrpflicht<br />

kommt grade rechtzeitig, wo doch bereits im Juni die<br />

Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko beginnt.<br />

Möglicherweise gehören bis dahin schon alle Gast geberländer<br />

zu den USA, wer weiß. In jedem Fall ist es Donald<br />

Trump zuzutrauen, dass er den Gegnern der US-Nationalmannschaft<br />

ein bisschen beim Verlieren hilft, indem<br />

er kurz vor Anpfiff Flugzeugträger vor den Elternhäusern<br />

der gegnerischen Stürmer auftauchen lässt.<br />

Wenn die Bundeswehr durch die Wehrpflicht personell<br />

gestärkt wird, haben wir vielleicht eine realistische<br />

Chance, diesmal wenigstens das Halbfinale zu erreichen,<br />

bevor Trump dann in der Verlängerung das 1:0<br />

erzielt – durch Androhung atomarer Vernichtung, äh,<br />

ich meine durch einen genialen Kopfball (ab jetzt bitte<br />

kurz mit Trump-Stimme im Kopf weiterlesen): Beautiful!<br />

Well done, Mr. President! Nobody has ever played<br />

soccer better than you!<br />

Er wird in jedem Fall versuchen, die WM für sich zu<br />

nutzen. Entweder, um als Feuerwerk bei der Eröffnungsfeier<br />

direkt einen der angekündigten Atomtests<br />

durchzuführen oder zumindest, um seine Beliebtheit<br />

ein bisschen zu steigern. Nur 43 Prozent der US-Amerikaner<br />

waren zuletzt mit Donald Trump zufrieden.<br />

Das klingt wenig, aber ich kenne Politiker, die sich<br />

über solche Zustimmungswerte freuen würden.<br />

Friedrich Merz zum Beispiel. Mit seiner Arbeit waren<br />

im Oktober grade mal 27 Prozent der Befragten zufrieden.<br />

Damit lag er im Ranking irgendwo zwischen<br />

Enkeltrickbetrügern und dem Videoschiedsrichter in<br />

Köln. Und das ist nun etwas, was ich nicht verstehe.<br />

Man kann seine Ansichten, Pläne und Handlungen ja<br />

finden, wie man möchte, aber angesichts der Tatsache,<br />

dass sein Nachfolger nach aktuellem Stand wohl Jens<br />

Spahn hieße, sollte ganz Deutschland Friedrich Merz<br />

behandeln, als wäre er Kaiser Wilhelm III.<br />

Eigentlich wollte Merz ja mit seinem „Herbst der Reformen“<br />

punkten. Dazu muss man aus heutiger Sicht allerdings<br />

feststellen: Hätte Martin Luther seinen Herbst<br />

der Reformen damals auch so beherzt durchgezogen,<br />

dann stünden heute noch Ablasskisten auf dem Marktplatz<br />

rum. Vielleicht befand Merz sich aber auch grade<br />

auf der Südhalbkugel, als er den „Herbst der Reformen“<br />

angekündigt hat, sodass der bei uns erst am 21. März<br />

2026 beginnen wird.<br />

Soll sich mal ein Beispiel an Thüringen nehmen, der<br />

neue Fritz. Unser Landtag hat nämlich <strong>2025</strong> schon<br />

Haufenweise weltbewegende Entscheidungen getroffen:<br />

Zum Beispiel, dass auch re-importierte Simson­ Mopeds<br />

60 km/h fahren dürfen. Manche Abgeordnete haben<br />

das so überschwänglich gefeiert, dass man dachte, sie<br />

hätten grade im Alleingang die koreanische Wiedervereinigung<br />

klargemacht. Hunderttausende jubelnde<br />

Menschen lagen sich auf dem Domplatz in den Armen<br />

und schnell kam die berechtigte Frage auf: Hat der<br />

Landtag 2026 überhaupt noch etwas zu tun, jetzt wo<br />

das wichtigste Problem unserer Zeit doch gelöst ist?<br />

Nun, so wie wir die Thüringer Politik in den vergangenen<br />

Jahren kennengelernt haben, wird man sich in<br />

Erfurt schon irgendwas einfallen lassen, um uns auch<br />

weiterhin spannenden Gesprächsstoff zu liefern. Notfalls<br />

muss halt mal wieder jemand eine Gebietsreform<br />

ins Spiel bringen.<br />

Ob 2026 wirklich so wird? Wer weiß. Da ich Jahrgang<br />

1997 bin und damit aktuell nicht zum Wehrdienst eingezogen<br />

werde, sind hier alle Angaben ohne Gewehr.<br />

Denn es lässt sich auch nicht alles vorhersagen. Zum<br />

Beispiel Fragen wie: Finden unsere obersten Fachkräfte<br />

im neuen Jahr endlich mal eine Fachkraft, die eine<br />

Lösung für den Fachkräftemangel hat? Wie geht die<br />

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern aus?<br />

Oder: Wer gewinnt DSDS? „Was, das gibt’s noch?“,<br />

werden sich jetzt viele fragen und ja, Mecklenburg­<br />

Vorpommern gibt’s noch!<br />

Übrigens: Nicht in allen Kulturen schreiben wir bald<br />

schon das Jahr 2026. Im islamischen Kalender ist<br />

erst 1448, im Buddhismus ist schon 2571 – und in den<br />

IT-Abteilungen deutscher Behörden ist nach wie vor<br />

1998.<br />

In diesem Sinne: Alles Gute für das neue Jahr – auf<br />

dass wir auch 2026 alle gemeinsam viel zu lachen<br />

haben!<br />

Herzliche Grüße von „oben“,<br />

Ihr Jonas Greiner*<br />

*Jonas Greiner ist Stand-Up-Comedian aus Lauscha und mit 2,07 Metern Körperlänge<br />

der wohl größte Kabarettist Deutschlands. www.jonasgreiner.com<br />

Foto: Amac Garbe<br />

118 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


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ereignis<br />

Robin Kallenbach, André Kranich und Jörg Flügge sind die<br />

Thüringer Engagement-Botschafter für das Jahr 2026. Die<br />

drei wurden auf der <strong>THÜRINGEN</strong> GALA von der Thüringer<br />

Ehrenamtsstiftung für herausragendes bürgerschaftliches<br />

Engagement ernannt. Auf den folgenden Seiten ist zu lesen,<br />

warum sich die Jury für diese Herren entschieden hat.<br />

Als Botschafter werben sie nun im kommenden Jahr für die<br />

gesellschaftlich so wichtige ehrenamtliche Arbeit, machen<br />

engagierte Personen und Projekte in ihrer Region sichtbar.<br />

Als „Lohn“ dürfen sich Robin Kallenbach, André Kranich und<br />

Jörg Flügge über finanzielle Hilfe freuen. Aus dem Erlös der<br />

Tombola und den Einnahmen der „dankBAR“ konnten 7.865 €<br />

– freundlicherweise von den Gala-Gästen vom run4kids e.V.<br />

aus Sömmerda auf 8.000 € aufgerundet – gespendet werden.<br />

Diese Summe fließt zu gleichen Teilen in die Ehrenamtsprojekte<br />

der drei „Thüringer Engagement-Botschafter 2026“.<br />

Die <strong>THÜRINGEN</strong> GALA wurde zum sechsten Mal gefeiert,<br />

und trotzdem war es eine Premiere. Zum ersten Mal bot<br />

das Volkshaus in Jena die festlich-schöne Kulisse. 320 Gäste<br />

erlebten im ausverkauften Ernst-Abbe-Saal einen glänzenden<br />

Abend in Grün und Gold. Das genussvolle Buffet, feine Weine<br />

und kreative Cocktails an der „dankBAR“ garantierten beste<br />

Gala-Kulinarik.<br />

Den Saal begeistert hat die Streetdance-Formation CUCUM-<br />

BERS. Bereits seit 2015 unterstützt die Gruppe als Cheerleader<br />

die Basketballer von Science City Jena. Mit ihrer perfekten<br />

Tanz-Choreografie haben sie die Sportstadt Jena bestens<br />

präsentiert. Musikalisch hat die GOLDEN MARY BAND die<br />

<strong>THÜRINGEN</strong> GALA <strong>2025</strong> stimmungsvoll begleitet.<br />

→ www.thueringen-gala.de<br />

Text: Peter Rüberg, Fotos: Mario Hochhaus, Julius Dürrfeld<br />

Die <strong>THÜRINGEN</strong> GALA <strong>2025</strong> wurde freundlich unterstützt von:


ereignis<br />

Iris Thorwirth, Jens Rudolph<br />

Mario Voigt, Annette Theil-Deininger<br />

Corinna Staude, Marcus Staude<br />

Sabine Wosche, Stefan Wosche<br />

Stefan Gruhner, Chef der Thüringer Staatskanzlei<br />

Jesko Bauersachs, Jörg Flügge, Robin Kallenbach, André Kranich, Matthias Beerbaum<br />

Bianca Preußer, Tobias Preußer<br />

Heiko Smets, Kathrin Smets, Carmen Licht, Frank Belkner<br />

Marie Buschner, Frontsängerin der Golden Mary Band<br />

Carmen Licht<br />

Bildunterschriften: Angaben ohne Gewähr<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

121


ereignis<br />

Michael Stange, Katrin Stange, Martin Fischer, Thomas Scheibel, Dr. Ulrike Kaiser, Susanne Keller, Daniel Keller<br />

Jens Roß, Robert Stützer, Lea Langenhan, Max Langenhan, Susanne Schmidt, Heiko Riemann, Ulrike Meister,<br />

Juri Goldstein, David Bock, Stefan Main, Steven Hellner, Claudia Bock<br />

Sandra Vent-Reuß, Dr. Niels Lange, Alexandra Kehr<br />

Victoria Flügge, Jörg Flügge, Linda Petzold<br />

122 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

Berit Finke, Gordon Keiling, Aline Kaufmann<br />

Verabschiedung von Frank Krätzschmar als Vorstandsvorsitzender<br />

der Thüringer Ehrenamtsstiftung durch Stefan<br />

Gruhner, Thüringer Minister für Sport und Ehrenamt


ereignis<br />

Dominik Braune, Cindy Paternoga-Hoberg, Daniel Voigt, Matthias Bergmann, Ann-Katrin Bergmann, Bastian Wulf,<br />

Susanne Mund, Stefanie Ströher, Steffi Hofmann, Marcus Hofmann<br />

Peter Krauß, Nina Henze<br />

Dr. Gitta Heil mit Begleitung<br />

Agnes Ninnemann, Robert Ninnemann<br />

Julie Meyer, Reike Meyer, Lisa Meyer<br />

Gerrit Haase, Rosenkönigin Maxima<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

123


ereignis<br />

Aileen Werner, Sebastian Werner<br />

Chris<strong>top</strong>her Bauer, Sophie Bauer<br />

Marco Amborn mit Begleitung<br />

Anita Pietsch, Joachim Pietsch<br />

Ramona Stiebner, Jens Stiebner Ann-Katrin Bergmann, Matthias Bergmann Angelika Hendrich mit Begleitung Heike Fischer, Jens Fischer<br />

Doralice Borosz<br />

Karina Beerbaum, Matthias Beerbaum<br />

Mario Schliefke, Tatsiana Budai<br />

Dr. Monika Bernert, Dr. Klaus-Dieter<br />

Bernert<br />

Angelika Lischka, Ingo Lischka<br />

124 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


ereignis<br />

Renate Mäder, Dr. Georg Günther<br />

Dr. Petra Günther, Dr. Karl-Heinz Günther<br />

Hartmut Otto mit Begleitung<br />

Ivonne Schindler, Oliver Schindler<br />

Andreas Bühl, Annette Theil-Deininger, Jörg Flügge, Mario Voigt, Sabine Wosche, Andreas Krey<br />

Osso Mewan, Anna Herbst, Simone Herbst, Peter Herbst<br />

Janine Lärz, Thomas Schellhorn<br />

Ulf Weißenborn, Andreas Peter<br />

Scheckübergabe an die Thüringer Ehrenamtsstiftung<br />

Andreas Krey, Annette Krey<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

125


ereignis<br />

Esther Müller, Carsten Müller<br />

Tobias Preußer, Juri Goldstein, Kevin Kirchner, Jens Stiebner, Matthias Beerbaum, Ben Baumgarten, Mario Schliefke,<br />

Dr. Markus Stockmann, Ulf Weißenborn, Dominik Schäfer<br />

Mihaela Seipelt, Hans Peter Steger, Iris Thorwirth, Jens Rudolph, Nicole Langguth-Zaiß, Sandra Tyroller,<br />

Sandra Thorwarth, Falk Thorwarth, Annette Theil-Deininger, Andreas Deininger<br />

Franz Poling mit Begleitung, Ronald Enke mit Begleitung<br />

Steven Hellner, Claudia Bock, David Bock<br />

Vielen Dank an Laurent-Perrier!<br />

René Haarseim, Theresa Haarseim, Nicolle Müller,<br />

Nico Bruder<br />

Hendrik Ditzel, Julia Batz, Dr. Julia Lindloh,<br />

Stefan Lindloh<br />

126 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


Die Thüringer<br />

Engagement-Botschafter 2026:<br />

ereignis<br />

Robin Kallenbach<br />

Thüringer Engagement-Botschafter 2026<br />

in der Kategorie „Junges Engagement“<br />

Junge Stimme für Engagement und Zusammenhalt im Schwarzatal<br />

Der 22-jährige Robin Kallenbach aus dem Schwarzatal (Landkreis Saalfeld­<br />

Rudolstadt) engagiert sich für Demokratie, Teilhabe und Zukunftsperspektiven<br />

im ländlichen Raum. Seit 2021 ist er stellvertretender Vorsitzender des Vereins<br />

Zukunftswerkstatt Schwarzatal und Initiator generationenübergreifender<br />

Projekte wie den Schwarzburger Gesprächen, Erzählsalons und dem Dorfkino.<br />

Im Ortsjugendwerk Schwarzatal schafft er Beteiligungsräume für junge Menschen<br />

– etwa durch Kinderdiscos, Halloweenpartys oder die Sanierung einer<br />

Gemeinschaftsküche. Seit 2023 arbeitet er hauptamtlich im Quartiersmanagement<br />

Schwarzatal der AWO Rudolstadt und verbindet dort Ehrenamt und professionelle<br />

Strukturarbeit zur Stärkung regionaler Netzwerke.<br />

Kallenbach überwindet mit Ausdauer und Kommunikation Vorurteile gegenüber<br />

Jugend engagement und wirkt aktiv am Regionalen Entwicklungskonzept<br />

Schwarzatal mit. Als Brückenbauer zwischen Generationen, Vereinen und<br />

Kommunen ist er Vorbild und Leuchtturm für junge Menschen.<br />

Engagiert für Zusammenhalt und Teilhabe in Almerswind<br />

André Kranich aus Almerswind (Landkreis Sonneberg) gründete das Flechtwerk<br />

Almers wind. 2022 kaufte er den ehemaligen Jugendtreff, investierte privat rund<br />

100.000 Euro und entwickelt ihn seither mit einem wachsenden Netzwerk ehrenamtlich<br />

Engagierter zu einem offenen Treffpunkt und Ideenwerkstatt für Jung und Alt.<br />

Im Flechtwerk können sich alle einbringen – besonders junge Menschen werden<br />

gezielt angesprochen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zu Demokratiebildung<br />

und gesellschaftlicher Teilhabe in einer Region mit starker AfD-Wählerschaft.<br />

Es bietet Konzerte, Kinoabende, Gesprächsformate, Lesungen und Sportangebote<br />

– in Kooperation mit Schulen, Kitas, Handwerkern und Künstler. <strong>2025</strong> war<br />

das Flechtwerk erstmals Spielort der Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Thüringen.<br />

Das Engagement bereichert das Dorfleben, stärkt Zusammenhalt und zeigt, dass<br />

aktive Mitgestaltung Veränderungen möglich macht, die die Lebensqualität auf<br />

dem Land nachhaltig erhöhen. Das Projekt wächst weiter und entfaltet inzwischen<br />

länderübergreifende Strahlkraft in Südthüringen, ein starkes Zeichen für Vielfalt,<br />

Gleichberech tigung und zivilgesellschaftliches Engagement.<br />

André Kranich<br />

Thüringer Engagement-Botschafter 2026<br />

in der Kategorie „Einzelperson“<br />

Jörg Flügge<br />

Geschäftsführer der Batix Software GmbH,<br />

Thüringer Engagement-Botschafter 2026<br />

in der Kategorie „Unternehmen“<br />

Verantwortung für die Region Saalfeld-Rudolstadt<br />

Die Batix Software GmbH aus Saalfeld verbindet unternehmerischen Erfolg<br />

mit gesellschaftlicher Verantwortung. Ihr Engagement konzentriert sich auf<br />

Bildung, Kultur, Sport und Nachhaltigkeit im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.<br />

Batix unterstützt u.a. die Jugendarbeit des FC Saalfeld e.V., beteiligt sich an<br />

Pflanzaktionen des Netzwerks SaaleWirtschaft e.V. und fördert Schulprojekte<br />

wie den Grünen Schulgarten. Das Unternehmen bietet Workshops zu Berufsorientierung<br />

und Digitalisierung an, organisiert Blutspendeaktionen und<br />

stärkt seine Mitarbeitenden in ehrenamtlichen Tätigkeiten, z.B. in der Freiwilligen<br />

Feuerwehr.<br />

Auch die regionale Kunst- und Kulturszene profitiert – etwa durch das Projekt<br />

„Kunst & Code“ zur Unterstützung lokaler Künstlerinnen und Künstler.<br />

Mit diesem breiten Engagement zeigt Batix, dass wirtschaftlicher Erfolg und<br />

gesellschaftlicher Zusammenhalt zusammengehören und leistet einen wichtigen<br />

Beitrag zu einer lebendigen, resilienten und zukunftsfähigen Region.<br />

Text: Thüringer Ehrenamtsstiftung, Alexandra Kehr / Fotos: Mario Hochhaus<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

127


ereignis<br />

Sascha Sauer mit Begleitung<br />

Matthias Spading, Nicole Spading<br />

André Kranich, Theresa Sengle<br />

Toni Streitenberger, Susann Braune<br />

Jasna Wendt, Christian Wendt, Yvonne Stegmann, Torsten Eigendorf, Jeanette Seidler, Torsten Jaeger<br />

Cucumbers by Baskets Jena<br />

Sören Dahnke, Sebastian Braun, Marco Haack,<br />

André Hoffmann<br />

Annette Theil-Deininger<br />

Dr. Birka Kiermeier, Andreas Kiermeier<br />

Besime Alaj, Shpetim Alaj<br />

Swetlana Ludwig, Björn Ludwig<br />

Carola Busse, Arno Rehm<br />

128 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


ereignis<br />

Stan Leukert, Marc Grahl, Solveig Grahl, Heidi Scheller, Torsten Scheller, Matthias Bening<br />

Manuela Wilhelm, Christian Müller<br />

Uwe Fischer, Beate Fischer<br />

Veronika Klein mit Begleitung<br />

Daniel Mentzel mit Begleitung<br />

Uta Cornelius, Marc Diener, Ines Diener<br />

Joachim Pietsch, Anita Pietsch, Carmen Licht, Frank Belkner, Robin Licht-Bäumling, Cedric Licht<br />

Ullrich Valbert, Sandra Kaiser-Valbert Frank Krätzschmar, Barbara Krätzschmar Denis Peisker, Sylvia Peisker Nicole Weber, Julia Hofmann<br />

Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong><br />

129


ereignis<br />

Thorsten Wendhack, Andrea Wendhack, Daniela Kleinjung, Christian Kleinjung<br />

Jan Hollitzer, Cynthia Hollitzer<br />

Oliver Zintl mit Begleitung<br />

Kevin Kinner, Anna Kinner, Andrea Kluge, Ines Schneider, Michael Schneider<br />

Rosenkönigin Maxima, Max Langenhan und Peter Rüberg<br />

bei der Tombola-Auslosung<br />

Jan Holland, Kati Schenke, Thomas Haueisen, Jana Haueisen, Mandy Necke, Holger Necke<br />

130 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>THÜRINGEN</strong>


VIELEN DANK!<br />

Unsere Event-Sponsoren:<br />

Unsere Tischsponsoren:<br />

antaris Immobilien GmbH,<br />

ART-KON-TOR Kommunikation GmbH, EBZ ERFURT Bildungszentrum gGmbH,<br />

Ed. Züblin AG, FUNKE Medien Thüringen GmbH,<br />

GOLDBECK Ost GmbH, Jenoptik AG, Krauß Verwaltungsgesellschaft mbH,<br />

KTL Kur- und Tourismus Bad Langensalza GmbH, Max Langenhan-Team,<br />

MDR Media GmbH, Run4Kids Sömmerda e.V., TOKK Verwaltungs- und Grundstücksgesellschaft mbH,<br />

Torsten Jaeger - BAU, VR Bank in Thüringen eG<br />

Unsere Give-Away-Partner:<br />

AXA Winterwochen Thüringen, F2 Event GmbH, Hainichhöfe Premiumchalets, Hotel Schindelbruch,<br />

Jena Kultur, Jura Trois-Lacs, Maxwel 7 GmbH, SCALA Restaurant GmbH, Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH,<br />

Thüringer Weihnachtssingen c/o RÜBERG GmbH, WOT Catering GmbH & Co. KG<br />

Unsere Tombola-Partner:<br />

AXA Winterwochen Thüringen, Clara Erfurt, Hainichhöfe Premiumchalets,<br />

Hotel Freiwerk Stolberg, Hotel-Restaurant Thüringer Hof Bad Frankenhausen, Jenoptik AG,<br />

Jura Trois-Lacs, KTL Kur- und Tourismus Bad Langensalza GmbH, Mercure Hotel Erfurt-Altstadt,<br />

Urlaubsbox, Weinhof Schmidt<br />

Die <strong>THÜRINGEN</strong> GALA <strong>2025</strong> ist eine Gemeinschaftsproduktion von:


Für 139,00€ mtl. leasen²<br />

Suzuki-Vertragshändler<br />

99734 Nordhausen<br />

Hallesche Straße 102<br />

Tel. 03631/6120-58<br />

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