30. November 2025
- Vandalismus auf Grazer Spielplätzen - Sonntagsfrühstück mit Alfons Haider - Worüber Graz spricht: der Robin Hood von Kaiserfeld Forest - Kurioser Grazer Krabben-Krimi - Der Schipass ist da!
- Vandalismus auf Grazer Spielplätzen
- Sonntagsfrühstück mit Alfons Haider
- Worüber Graz spricht: der Robin Hood von Kaiserfeld Forest
- Kurioser Grazer Krabben-Krimi
- Der Schipass ist da!
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30. NOVEMBER 2025, AUSGABE 46
Kalte Krippe
Alle Jahre wieder: Die Eiskrippe im
Landhaushof ist wieder da und lockt
zahlreiche Besucher an. 22
Kurioser Krimi
Mitten in Graz wurden Chinesische Wollhandkrabben
gefunden. Ein kurioses
Rätsel für Laien und Experten. 17
Diebstahl, Feuer, Zerstörung – Stadt appelliert an Vernunft
Massiver Vandalismus
auf Grazer Spielplätzen
Schlimm. Die Grazer Spielplätze scheinen Vandalismus anzuziehen. Hängematten werden gestohlen, Brunnen zerstört, Netze zerschnitten und
Bänke und Tische angezündet. Die Stadt tauscht die kaputten Spielgeräte zuweilen gar nicht mehr aus, Leidtragende sind die Kinder. SEITEN 4/5
KK (7), FOTO FISCHER
GRAZ
Augasse 34
8020 Graz
Tel.: 68 22 62
3 M o nate
Fitness
99
um € 119,–
2 die seite zwei
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
E D I T O R I A L
von
Tobit
Schweighofer
✏ tobit.schweighofer@grazer.at
Rätsel um die
Parteien und
die Förderung
D
ie Causa um die
vergessenen Indexierungs-Anpassungen
der
Parteienförderungen (siehe
Seite 6) wirft mit einem Schlag
gleich mehrere Fragen auf. Wie
kann es sein, dass in einer Zeit,
in der jeder jeden Euro zweimal
umdrehen muss, Gelder in
Höhe von insgesamt 1,5 Millionen
Euro, die den Parteien
zustehen, seit Jahren nicht
überwiesen wurden? Wenn
schon der Finanzstadtrat den
Fehler nicht gefunden hat:
Warum haben bei keiner
einzigen Partei die Alarmglocken
geklingelt? Warum wurde
der Fehler nicht vor einem Jahr
entdeckt, als die Stadt eine
300-seitige Analyse zur
Parteienförderung erstellt hat?
Nachdem die Finanzabteilung
mit dieser Arbeit schnell fertig
war, dauerte es auf Ebene der
Bürgermeisterin Elke Kahr
Monate, bis die Anfragebeantwortung
schlussendlich
zugestellt wurde. Warum war
das so? Und warum wurde so
lange damit gewartet, den
Parteien mitzuteilen, dass ihnen
viel Geld zusteht? Viele Fragen,
die sich zumindest teilweise
womöglich mit Anschlussfragen
beantworten lassen. Kann es
sein, dass die nächste Gemeinderatswahl
vor der Tür steht?
Und man davon ausgehen
kann, dass sich die Parteien
jetzt schwerer tun, das Geld, das
ihnen rechtmäßig zusteht,
zurückzufordern, und das Geld
einfach der Stadt lassen? Und
könnte das alles tatsächlich von
langer Hand geplant gewesen
sein?
Tobit Schweighofer, Chefredakteur
SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ...
... Alfons
Haider
Der Entertainer
über sein tägliches
Frühstück,
seinen Bezug zu
Graz und über
den prägendsten
Moment seiner
langen Karriere.
Alfons Haider beginnt
seinen Tag mit einem
Tee und Brot mit Avocado
oder Hüttenkäse.
Kaffee gibt es erst
nach dem Mittagessen.
KK
Wie sieht Ihr tägliches Frühstück aus?
Frühstück war für mich immer schon die wichtigste
Mahlzeit. Beginnend mit einem Glas Wasser,
dann Kräuter- oder Früchtetee, Brot mit
Avocado oder Hüttenkäse, Müsli mit Skyr und
frischen Früchten und einmal in der Woche ein
weiches Ei. Kaffee trinke ich nur nach dem Mittagessen.
Welchen Bezug haben Sie zu Graz?
Meine „Zieh-Großmutter“ war Grazerin und
hat mir diese Stadt in Erzählungen immer als
lebenswerte Kulturstadt beschrieben. Dies hat
sich für mich später auch bewahrheitet. Die
Oper ist ein Prachtbau, wo ich auch viele Jahre
die Grazer Opernredoute moderieren durfte.
Ich fühle mich immer wohl in dieser Stadt.
Sie sind bei der „Großen Weihnachtsgala
der Musicalstars“ am 11. Dezember als
Special Guest mit dabei. Was erwartet das
Publikum?
Ich fühle mich geehrt, gemeinsam mit den
tollsten Musicalstars des Landes auf der Bühne
stehen zu dürfen. Mein Beitrag wird ein kleiner
musikalischer Teaser auf „La Cage aux Folles“
sein und auch ein überraschendes Duett mit
Mark Seibert, worauf ich mich sehr freue.
Schauspieler, Moderator, Sänger und Kabarettist
– Sie sind sehr vielseitig. Was davon
machen Sie am liebsten?
Die Abwechslung ist, was ich am liebsten habe.
Besonders, wenn ich ein Live-Publikum spüren
kann.
Was war für Sie der prägendste Moment
in Ihrer Karriere?
Als Moderator sicherlich mein Opernball-Debüt,
als ich Sophia Loren interviewen durfte
und sie mir vorher erklärte, ebenfalls so wie
ich nervös zu sein. Das hat mir die Kraft und
das Selbstbewusstsein gegeben, welches ich
mir bei späteren Herausforderungen immer ins
Gedächtnis gerufen habe. Als Schauspieler war
am prägendsten meine Rolle in „Eine Frage der
Ehre“, wo ich selbst die schlimmsten Kritiker
positiv überraschen konnte.
Welchen Rat würden Sie jungen Künstlern
geben, die im Showbusiness Fuß fassen
wollen?
Der Beruf muss eine Berufung sein, sonst sind
die Einschränkungen und Kränkungen, die es
auch geben wird, es nicht wert. Immer zwischen
Zustimmung und Ablehnung zu pendeln, ist belastend,
weil es immer jemanden gibt, er deine
Leistung als wunderbar bzw. grottenschlecht
empfindet.
Wie schaffen Sie es, immer so positiv und
energiegeladen zu wirken?
Keine Ahnung. Vielleicht, weil ich das, was ich
mache, meist sehr, sehr gerne mache.
SABRINA NASERADSKY
Alfons Haider wurde am 24. November 1957 in Wien
geboren. Er begann seine Schauspiel- und Musicalausbildung
in Wien und setzte sie am Lee Strasberg
Theatre Institute in Los Angeles (Kalifornien) fort.
Neben seiner Schauspielkarriere ist er auch als Moderator,
Sänger, Kabarettist und Intendant, unter
anderem in Mörbisch, tätig. Am 11. Dezember ist er
als Special Guest bei der „Großen Weihnachtsgala
der Musicalstars“ in Graz zu Gast.
graz
4 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
4
redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10
Wenn Alkohol im Spiel ist,
bleibt das Auto stehen. Das ist
kein Verzicht – das ist Respekt.“
Landesrat Karlheinz Kornhäusl bei der
Kampagne „Sei kein Risiko“ KK
Vandalismus – Stadt stellt klar:
„Spielplätze müssen
Christopher Drexler war 25 Jahre
bei der steirischen ÖVP.
STVP
Der Abschied
nach 25 Jahren
■ Mit der Landtagssitzung
am 25. November hat Alt-
Landeshauptmann Christopher
Drexler seine politische
Karriere beendet. Drexler war
25 Jahre bei der Steirischen
Volkspartei tätig: 14 Jah re
als Ab ge ord ne ter zum Landtag
Stei er mark, acht Jah re als
Lan des rat, von Juli 2022 bis
De zem ber 2024 als Lan deshaupt
mann der Stei er mark
und zu letzt als Zwei ter Landtags
prä si dent.
Aufgrund mehrmaliger Zerstörung und Missbrauch wird im Josef-Huber-Park der Sessel der Seilrutsche nicht erneuert. KK
Ulrich Pichler wird neuer Bezirksvorsteher
von Andritz. RENE BÖHMER
Wechsel an der
Bezirksspitze
■ Einen Wechsel gibt es an
der Spitze von Andritz. Nach
einem Jahr muss Doris Kampus
das Amt der Bezirksvorsteherin
wieder abgeben.
Notwendig wird das durch
die von der Koalition vereinbarte
turnusmäßige Teilung
der Position. Ulrich Pichler
wird mit Anfang Jänner den
Posten des Bezirksvorstehers
übernehmen. Pichler will den
Menschen zuhören und Andritz
weiterbringen.
„DER GRAZER“ - AKTUELLE BLITZUMFRAGE
Black Friday: Gehen Sie auf Schnäppchenjagd?
■ Am Freitag, dem 28. November,
fand der Black Friday
statt. Der ursprünglich aus den
USA stammende Shoppingtag
hat sich inzwischen auch in
Österreich fest etabliert. Dabei
handelt es sich um eine groß
angelegte Rabattaktion des Einzelhandels,
mit der Konsumenten
zum Einkaufen motiviert
werden sollen. Wir wollten von
unseren Lesern wissen, ob sie
sich auf Schnäppchenjagd begeben.
Das Ergebnis fiel überraschend
aus: Rund 63 Prozent
gaben an, an diesem Tag nicht
einkaufen zu gehen beziehungsweise
sich nicht gezielt auf Rabattjagd
zu machen.
Ergebnis
unserer Online-
Abstimmung
63 %
NEIN
37 %
JA
973 Teilnehmer, nicht repräsentativ, Stand:
Freitag, 28. November, 12 Uhr, Foto: Getty
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 5
➜
TOP
Medaillen bei Meisterschaft
Bei den Staatsmeisterschaften der Berufe
wurden sechs Goldmedaillen nach
Graz und Graz-Umgebung geholt.
Nächste Hiobsbotschaft
Der nächste Abgang in der Grazer
City steht bevor: Die Benetton-Filiale
sperrt zu.
FLOP
➜
ein sicherer Ort bleiben“
HILFERUF. Massiver
Vandalismus auf Grazer
Spielplätzen: Manche
Geräte können nicht
ersetzt werden. Stadt
appelliert an Vernunft.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Nicht alles, was glänzt,
bleibt unversehrt. Immer
mehr Grazer Spielplätze
werden zunehmend Ziele mutwilliger
Zerstörung. Schaukeln
verschwinden, Hängematten
werden gestohlen, und selbst
robuste Tischtennisplatten halten
den Angriffen nicht stand.
Die Holding Graz und die Stadt
schlagen nun Alarm.
Ärgerlich
„In der Zeilergasse zum Beispiel
wurde die Hängematte innerhalb
kurzer Zeit zweimal gestohlen,
hier bleibt uns nichts anderes
übrig, als diese Hängematte bis
auf Weiteres nicht zu ersetzen, da
wir davon ausgehen müssen, dass
sie sofort wieder gestohlen wird.
Dahinter dürften aber keine Streiche
von Jugendlichen stecken,
sondern eher Profis, da diese
Hängematten offensichtlich mit
passendem Werkzeug abmontiert
wurden“, so Christine Radl, Leiterin
der städtischen Grün- und
Freiraumplanung.
Sogar eine Tischtennisplatte
aus Stein wurde zerstört. „So eine
Aktion erfordert eigentlich fast
schon professionelle Arbeit und
hat Kosten von etwa 7000 Euro
verursacht.“ Die Täter randalieren
oft nachts, und obwohl die Stadt
laufend nach Lösungen sucht,
etwa durch versteckte Schrauben
oder verstärkte Konstruktionen,
hält sie das nicht davon ab, Geräte
zu beschädigen oder zu entwenden.
Robert Wiener, Leiter der
Abteilung für Grünraum und
Gewässer, erklärt: „Spielgeräte
und Mobiliar reparieren oder
ersetzen wir aber nur zwei- bis
dreimal.“ Kommt es erneut zu
Schäden, wird eine zeitweilige
Sperre in Betracht gezogen,
um Ressourcen zu schonen und
abzuwägen, ob ein Austausch
noch sinnvoll ist. Mitunter werden
diverse Spielgeräte gar
nicht mehr ersetzt. Bei größeren
Spielgeräten ist der Austausch
oft aufwendig und abhängig von
Lieferzeiten. In manchen Fällen
müssen Geräte wochenlang gesperrt
bleiben, um die Sicherheit
zu gewährleisten.
„Die Begeisterung der Kinder
für die Spielplätze bleibt
ungebrochen“, berichtet Radl.
„Gleichzeitig zeigen diese Beispiele,
dass Stadtverwaltung, Eltern
und Bevölkerung wachsam
bleiben müssen, sowohl was die
Pflege der Spielplätze angeht als
auch den verantwortungsvollen
Umgang mit öffentlichen Mitteln.
Graz investiert in hochwertige
Spielgeräte, doch der Schutz
dieser Investitionen ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe.“
Wiener richtet einen Appell an
alle Grazer: „Wir probieren alles
uns Mögliche, damit die Spielplätze
weiterhin ein sicherer Ort
bleiben. Doch wir müssen alle
gemeinsam darauf achten und
mit vereinten Kräften dafür sorgen,
dass das so bleibt.“
In der Zeilergasse wurden Hängematten innerhalb kurzer Zeit zweimal
gestohlen, weshalb sie derzeit nicht nachbesetzt werden.
KK
202425010
6 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
K O M M E N T A R
von
Sabrina
Naseradsky
✏ sabrina.naseradsky@grazer.at
Wenn P&R zu
Warten und
Stehen wird
P
ark&Ride ist für viele
Pendler, aber auch
Grazer in manchen
Bezirken ein frommer Wunsch.
Dabei ist es Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner ein
großen Anliegen, den Autoverkehr
aus dem Grazer Stadtzentrum
zu verbannen. Einzig:
Der P&R-Ausbau kommt nicht
richtig in Schwung. Denn seit
Jahren wird viel darüber
diskutiert, passiert ist wenig.
Man hat als Bürger den
Eindruck, es bleibt bei reinen
Lippenbekenntnissen. Zwar
sollen beim Murpark und am
Steinberg neue P&R-Möglichkeiten
geschaffen werden,
doch das wird nicht reichen.
Auch in Andritz ist der Bedarf
an P&R-Plätzen groß. Hier
könnte eine Anlage bei
Neustift kommen (siehe auch
Seite 10). Aber auch beim
Einkaufszentrum Shopping
Nord gäbe es Potenzial für
Stellplätze, doch auch hier
steht die Stadt eher auf der
Bremse, als das Thema
dynamisch anzugehen. Bei der
angedachten dritten P&R-Anlage
in Andritz stellt sich aber
die dringende Frage nach den
Öffis. Zwar gibt es mit der Linie
41 eine Buslinie, die vom LKH
zum Dürrgrabenweg fährt,
allerdings unter der Woche nur
bis 20 Uhr. Danach wird nur
mehr die Endstation Andritz
angefahren. Auch am Wochenende
fährt diese Linie nur bis
Andritz. Somit droht diese
P&R-Anlage ein zweites Fölling
zu werden.
Stadt muss Parteienförderungen nachzahlen:
Politköpfe rauchen:
Was tun mit
dem ganzen Geld?
Über Jahre hinweg hat die Stadt bei der Parteienförderung keine Indexanpassung durchgeführt. Insgesamt stehen
den Fraktionen 1,5 Millionen Euro zu. Und das, obwohl die Stadt die Förderung vor einem Jahr genau prüfte. KK
DUBIOS. Auch wenn die Parteienförderung vor einem Jahr genau geprüft
wurde, stieß man erst jetzt auf den teuren Fehler: Den Parteien wurde zu wenig
ausbezahlt. Wir bringen Licht in die rechtlichen Konsequenzen dieses Novums.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
So etwas hat es hierzulande
noch nie gegeben: Zwölf
Jahre lang hat die Stadt die
gesetzlich vorgeschriebene Indexanpassung
bei der Parteienförderung
unterlassen und muss diese
nun an die Fraktionen auszahlen.
Finanzstadtrat Manfred Eber gibt
an, den Fehler erst jetzt erkannt
zu haben. Das kommt zumindest
KFG-Klubobmann Alexis Pascuttini
spanisch vor: „Im September
2024 habe ich eine Anfrage zum
Thema Parteien- und Klubförderung
seit 2000 an Bürgermeisterin
Elke Kahr gestellt. Ich kann mir
beim besten Willen nicht vorstellen,
dass bei der Erstellung der
300 Seiten umfassenden Anfragebeantwortung
im Herbst 2024
der Fehler nicht schon aufgefallen
ist.“ Er kündigt an, im nächsten
Gemeinderat „Aufklärung und
Transparenz“ zu fordern, auch
wenn der KFG von der Zahlung
gar nicht betroffen ist, weil er keine
Parteienförderung erhält.
Spenden nicht möglich
Ganz in Vorwahlkampfstimmung
haben manche Parteien
fast schon reflexartig sofort verlautbart,
auf das Geld (immerhin
pro Partei zwischen 45.000
und 250.000 Euro) verzichten zu
wollen. Andere wollten den Betrag
zweckwidmen oder für bestimmte
Zwecke spenden.
Nur ist das rechtlich laut Einschätzung
der Präsidialabteilung
gar nicht so leicht möglich, denn
es gibt hier diverse Einschränkungen:
1. Eine Partei kann auf die Parteienförderung
komplett bzw.
auf Teile der Mittel verzichten.
Wenn auf Teile verzichtet wird,
hat man kein Mitspracherecht
darüber, was mit den Mitteln,
auf die verzichtet wurde, geschieht.
2. Die Parteien verlangen eine
Auszahlung des Gesamtbetrages.
Sie können dann grundsätzlich
Geld spenden, aber nicht die
Mittel aus der Parteienförderung.
3. Ein Verzicht, unter der Bedingung,
dass die Mittel für einen
bestimmten Zweck genutzt
werden müssen, ist unzulässig,
da die Förderung nur für „ihre
Mitwirkung an der politischen
Willensbildung auf Stadtebene“,
also etwa für Öffentlichkeitsarbeit
und Wahlwerbung, ausgegeben
werden darf.
Fazit: Wenn die Parteien nicht
möchten, dass die ihnen zustehenden
Gelder irgendwo im
städtischen Budget versickern,
sollten sie diese unbedingt annehmen,
intern womöglich umschichten
und in ihrem Sinne für
Wirtschaft, Bildung und Co ausgeben.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0
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Richtlinien Gedruckt nach des Österrei-
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Recyclingpapierprodukte“
„Druck- und Recycling-
Druck Carinthia, UW-NR. 1417
papierprodukte“
Druck Styria, UW-Nr. 1417
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sammeln Sie Altpapier
für das Recycling
8 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Worüber
Graz spricht ...
redaktion@grazer.at
Eduard Zentner, Mario Kunasek, Manuela
Khom und Georg Pessler LAND STMK
Christbaum bei
der Orangerie
■ Auch heuer wurde der
Christbaum in der Grazer
Burg wieder feierlich illuminiert.
In diesem Jahr fand die
stimmungsvolle Zeremonie
aufgrund von Bauarbeiten im
Burghof erstmals am Vorplatz
der Orangerie statt. Landeshauptmann
Mario Kunasek
und seine Stellvertreterin Manuela
Khom genossen die
vorweihnachtliche Stimmung.
Der Baum stammt auch heuer
wieder aus St. Johann ob Hohenburg.
Mit einem Rundumschlag gegen
die Wirtschaftskammer
und auch den „Grazer“ startete
der Gemeinderat Christian
Kozina-Voit in diese Woche.
Emotional und gar nicht unaufgeregt
stellt er in einem ausführlichen
Posting live nicht nur eine
Umfrage der WKO und der Technischen
Universität Graz infrage,
sondern spannt als selbsternannter
„Robin Hood von Kaiserfeld
Forest“ gleich den nächsten Bogen.
Sein grüner Pfeil trifft mitten
ins Herz der altehrwürdigen Allee.
„Wir retten jetzt zum Beispiel
die Kaiserfeldgasse.“ Während
man im Rathaus rätselt, wer ihm
denn als Little John und Maid
Marian zur Seite stehen werden,
hoffen die Unternehmer der
Kaiserfeldgasse beinahe auf den
imaginären Sheriff von Graz.
„Retten braucht man uns sowieso
nicht, aber die Rücknahme der
gesetzten Maßnahmen zur angeblichen
Verschönerung (siehe
top aktuelle Beispielbilder unten)
und das Wiederinstallieren von
Parkmöglichkeiten würde schon
helfen. Denn die Kaiserfeldgasse
war im Urzustand eine äußerst
beliebte Flaniermeile“, tönt es aus
den Geschäften der ansässigen
Unternehmer.
***
Zurück zum Auslöser: Hohe
Wellen schlug die Titelstory
des „Grazer“ am vergangenen
Sonntag – die WKO liest alarmierende
Zahlen zum Thema
Innenstadt aus einer mit Uni
und Stadt Graz durchgeführten
Umfrage heraus. Kozina-Voit
publiziert diese Ergebnisse auf
seine Weise, sieht doch die höchst
angesehene TU-Expertin Aglaée
Christian Kozina-Voit
in neuer Rolle als
„Robin Hood von Kaiserfeld
Forest“. Dabei
hoffen die Unternehmer
der ehrwürdigen
Prachtallee eher auf
die Rücknahme als
auf weitere „Rettungsmaßnahmen“.
FB SCREENSHOT
Degros die Befragung von lediglich
vier Prozent Touristen als zu
wenig an. Darüber hinaus wäre
der Gemeinderat gut beraten,
sich nicht nur über ein zugegeben
älteres Bild zu mokieren.
Denn wer lesen und zuhören
kann, ist klar im Vorteil. So
führt die TU-Expertin, die
gerade den Staatspreis für ihr
jüngst erschienenes Werk erhielt,
Die AIDS-Hilfe Steiermark wurde
im Jahr 1989 gegründet.
GETTY
AIDS-Hilfe stellt
Sozialarbeit ein
■ Die Landesregierung aus FPÖ
und ÖVP streicht die Förderung
für die AIDS-Hilfe vollständig.
Durch dieses Aus kann die AIDS-
Hilfe Steiermark ihre HIV-spezifische
Sozialarbeit für über 120
Personen nicht mehr anbieten.
Die Stadt Graz behält ihre Förderungen
bei. „Graz bleibt ein verlässlicher
Partner – auch wenn
sich die Landesregierung weiter
aus der Verantwortung zurückzieht“,
so Stadtrat Robert Krotzer
anlässlich des Welt-AIDS-Tags
am 1. Dezember.
In der Kaiserfeldgasse geht die Angst vor weiteren Rettungsmaßnahmen um. Jüngst installierte konsumfreie Ruheoasen laden
ein: schmutzige Betonsitze, fast weihnachtlich dekorierte Haltestangen, entspannender Blick auf parkende Vans. KK (3, 28.11.25)
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 9
weiter aus, dass im Gegensatz
zu anderen Städten gerade an
Samstagen kein nennenswertes
Mehraufkommen in der Grazer
Innenstadt herrscht, sondern
dieser beliebte Tag von einem
normalen Wochentag kaum zu
unterscheiden ist. Um Kozina-
Voit den nächsten Aufreger zu
ersparen: Ganz Graz hofft, dass
jetzt in der Weihnachtszeit die
City gerade, aber nicht nur an
den Wochenenden boomt.
***
Wie Geister schweben die
Namen der ehemaligen
Chefs der Stadt Graz durch die
koalitionären Büros des Grazer
Rathauses. Hat man doch
hauptsächlich Alt-Langzeit-
Bürgermeister Siegfried Nagl,
aber auch seinen ehemaligen
Verkehrs- und Baustadtrat
sowie Vizebürgermeister Mario
Eustacchio als Hauptschuldige
für alles, was umgesetzt wurde,
aber auch für das, was nicht
passierte, ausgemacht. Glücklich
ist, wer vergisst – denn am Freitag
tummelte sich eine Horde
an feiernden Verantwortlichen,
um Gratulationen zur neuen
Neutorlinie entgegenzunehmen.
Vergeblich suchte man dort nach
den Vätern dieser neuen Strecke.
Denn die Einladung blieb aus.
„Kein Problem“, schmunzeln die
beiden Vorgenannten unisono,
„wir freuen uns, dass wir
dieses wichtige Verkehrsprojekt
auf Schiene bringen konnten.“
Planten sie mit den städtischen
Abteilungen und der Holding
Graz nicht nur das Projekt,
so gelang ihnen vielmehr das
Husarenstück der Finanzierung.
Im Doppelpack marschierte
man damals zu den Landeschefs
Hermann Schützenhöfer
und Anton Lang und holte die
notwendige Finanzierung nach
Graz. Noch wesentlicher fungierte
Eustacchio als Türöffner
beim damaligen Verkehrsminister
Norbert Hofer, der ihn und
Nagl ebenso mit der Zusage für
viel Geld nach Graz zurückkehren
ließ. Hofers Nachfolgerin als
ressortverantwortliche Ministerin,
Leonore Gewessler, führte
diese dann durch. Das Podium
gehörte den aktuellen, hauptsächlich
mit dem Bau und der
Haben die Neutorlinie konzipiert, geplant und die Finanzierung auf Schiene gebracht.
Auch ohne Einladung freuen sich Nagl und Eustacchio über den Start. FISCHER/STADT GRAZ
Umsetzung der Gasse betrauten
Mitgliedern der amtierenden
Koalition, ihren Abteilungen
und Beteiligungen. Ein Schelm
sei wohl, der denkt, dass man
just vor den Wahlen den Geist
der Vorgänger in der Flasche
lassen wollte und auch deshalb
Stadtrat Kurt Hohensinner sogar
auf Nachfrage Worte zu der
auch für die Wirtschaft wichtigen
neuen Linie verwehrte.
10 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Diese Woche hat die neue Feuerwache
ihre Tore geöffnet. FOTO FISCHER
Feuerwache Ost
wurde eröffnet
■ Am 25. November wurde die
neue Feuerwache Ost eröffnet.
Sie wird der Berufsfeuerwehr
Graz als neue Heimat im Osten
dienen. 14 Mitarbeiter werden
auf der Wache stationiert
und sollen ein Drehleiter- und
zwei Löschgruppenfahrzeuge
bedienen. „Mit dem Neubau
der Feuerwehrwache Ost wird
die Schlagkraft der Feuerwehr
ausgebaut und wir erhöhen
dadurch die Sicherheit für die
Grazer Bevölkerung“, betont
Stadtrat Manfred Eber.
Auch heuer wurde das Ökoprofit-
Gütesiegel vergeben. STADT GRAZ/FISCHER
Ökologische
Auszeichnung
■ Im Saal der Arbeiterkammer
wurden vergangene Woche 39
Grazer Unternehmen und fünf
Sportvereine mit dem Ökoprofit-Gütesiegel
der Stadt Graz
ausgezeichnet. Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner
zeigte sich erfreut: „Klima- und
Umweltschutz gehen in Graz
Hand in Hand mit wirtschaftlichem
Erfolg. Die Zusammenarbeit
mit den Unternehmen
gibt meiner Arbeit enormen Rückenwind.
Ökoprofit zeigt seit
Jahren, wie engagiert und innovativ
die Grazer Betriebe sind.“
P&R bitte warten
Hier in Neustift zwischen Pfanghof- und Dürrgrabenweg könnte eine Park&Ride-Anlage entstehen.
AUSBAU. Im Grazer
Norden hapert’s am
P&R-Angebot. Die
Stadt steht hier trotz
Möglichkeiten auf der
Bremse.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
nehmer Christian Kovac, der das
Shopping Nord betreibt: „Da will
man wieder etwas auf die grüne
Wiese stellen, anstatt bestehende
Potenziale zu nutzen. Ich
habe bereits bei der Errichtung
des Shopping Nord darauf hingewiesen,
dass jetzt die Gelegenheit
wäre, mittelfristig
P&R-Flächen zu
errichten. Das Thema
ist dann leider versandet.“
Kovac hat nach Erscheinen
der Potenzialanalyse
des Landes
die Gelegenheit genutzt und
Stadtrat Manfred Eber kontaktiert,
um die Möglichkeit der Nutzung
der Parkflächen am Dach
des Shopping Nord aufzuzeigen.
„Ich hatte vergangenen Freitag
dann einen Termin mit der Stadt.
Generell hat man sich am Thema
interessiert gezeigt. Jedoch unter
der Voraussetzung, dass wir
das wirtschaftliche Risiko tragen.
Ich sehe es zwar nicht als Aufgabe
eines Privaten, eine P&R-Infrastruktur
zu stemmen, aber wir
werden die Möglichkeiten auf
jeden Fall prüfen“, so der Unternehmer.
Aus seiner Sicht war das
Gespräch mit der Stadt ein zurückhaltendes,
aber gutes Gespräch.
Auch bei einer möglichen P&R-
Anlage im Shopping Nord würde
sich die Frage nach dem Ausbau
des öffentlichen Verkehrs stellen.
Derzeit fährt dort die Linie 52 mit
einer sehr langen Taktung. An-
Christian Kovac
GETTY, MANNINGER
In der im September präsentierten
Park&Ride-Potenzialanalyse
des Landes wird
in Andritz eine dritte Fläche als
mögliche P&R-Anlage ausgewiesen.
Direkt hinter der Grazer
Stadtgrenze in Neustift zwischen
Pfanghof- und Dürrgrabenweg
sollen 40 Stellplätze entstehen.
Eine Überraschung für die Anrainer.
Aus dem Büro von Bürgermeisterin
Judith Schwentner
heißt es dazu: „Unsere heuer präsentierte
Potenzialanalyse hat im
angesprochenen Bereich Neustift
ein Potenzial von circa 40 Stellplätzen
ergeben. Es handelt sich
dabei um ein mittelfristiges Projekt.
Im Fokus der Fachabteilungen
stehen derzeit die Anlagen
Steinberg und die Ausweitung am
Murpark.“ Die Frage, ob mit dem
Bau der Anlage auch die dort verkehrende
Linie 41 ausgebaut werden
soll, blieb unbeantwortet.
Unverständnis
Für Kopfschütteln sorgt diese
mögliche neue Anlage bei Untergeblich
soll diese jedoch nun verdichtet
werden.
Hoher Norden
Generell gibt es laut Potenzialanalyse
8050 P&R-Stellplätze im Großraum
Graz. Davon sind 5600 belegt.
Im Norden von Graz ist
mit Weinzödl jedoch nur
eine P&R-Anlage in Betrieb.
Derzeit sind dort
160 Stellplätze zu finden,
die ausgelastet sind.
Auch hier fährt die Linie
52 vorbei, und von
den Nutzern wurde der
Wunsch nach einer besseren Öffi-
Anbindung geäußert. Die Anlage
soll mittelfristig um 40 Plätze erweitert
werden.
Ebenfalls großes Potenzial hätte
die angedachte Anlage in der Grabenstraße/Grazer
Straße. Dort, wo
zu Weihnachten immer der Zirkus
gastiert, könnte eine Anlage
mit 300 Stellplätzen entstehen. Der
Standort wäre ideal, zumal die Anbindung
an den öffentlichen Verkehr
mit zwei Straßenbahnlinien,
drei Buslinien und einem Radweg,
der direkt in die Stadt führt, optimal
wäre. Vonseiten der Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner heißt
es dazu: „Die Potenzialanalyse hat
im Bereich Grabenstraße/Grazer
Straße tatsächlich rund 300 zusätzliche
Stellplätze ausgewiesen – das
Potenzial ist also gegeben. Es handelt
sich dabei jedoch um ein mittelfristiges
Projekt, unter anderem
weil dafür noch grundlegende Abklärungen
notwendig sind.“
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 11
Im Verkehrsgarten konnten die Kinder früher Radfahren lernen.
Verkehrsgarten kaputt
■ „Die ehemalige Verkehrsübungsfläche
im Grazer Stadtpark
– früher eine stark genutzte Anlage
zur spielerischen Verkehrserziehung
von Kindern – befindet
sich seit geraumer Zeit in einem
zunehmend verwilderten und
unstrukturierten Zustand“, meint
VP-Gemeinderätin Cornelia
Leban-Ibrakovic. „Eine Neugestaltung
– kombiniert mit einem
niederschwelligen Fahrradverleih
KK
speziell für Kinder – würde wesentlich
zur Verkehrssicherheit,
Bewegungsförderung und Attraktivität
des Stadtparks beitragen.“
Aus diesem Grund hat sie das
Thema abermals in den letzten
Gemeinderat gebracht. „Die bisherige
Infrastruktur bietet dafür
eine ideale Grundlage, müsste
jedoch modernisiert, strukturiert
und verkehrspädagogisch neu gestaltet
werden.“
12 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Tausend getötete
Der Runde Tisch von BDO war
durchwegs prominent besetzt. BDO
Hochkarätige
Diskussionsrunde
■ Die Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft
BDO Österreich
lud in ihrem Headquarter
in Wien zum Roundtable:
Dabei diskutierten hochkarätige
Gäste aus Politik, Wirtschaft
und Recht wie Bundesminister
Peter Hanke, ÖBB-Infrastruktur-Vorständin
Judith Engel,
Holding-Graz-Prokurist und
-Marketingchef Richard Peer,
Anwalt Martin Schiefer und
Johannes Hohenauer von der
BDO zum Thema „Infrastruktur
im Wandel“.
Die Stadt will jetzt aktiv gegen die hohe Zahl an Wildtierunfällen im Grazer Raum vorgehen.
GETTY
Einschränkungen für Linien 16, 17 und 6
KRITIK. Die Neutorlinie bringt zwar Entlastung, aber der geplante Parallelbetrieb kann noch nicht
durchgeführt werden. Dies stellt Personen mit eingeschränkter Mobilität vor Probleme.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Seit gestern ist die Neutorlinie
in Betrieb, die bekanntlich
den Verkehr in
der Innenstadt entlasten soll,
indem sie die Herrengasse umgeht.
Dies sorgt nun für Unmut
in St. Peter und bei der ÖVP.
Linie 6 betroffen
ÖVP-Verkehrssprecher Georg
Topf betont, dass sich diese Entwicklung
direkt auf den Betrieb
bestehender Linien auswirkt.
„Die Entlastungsstrecke ist fertig,
aber der geplante Parallelbetrieb
scheitert daran, dass Graz leider
die Fahrzeuge nicht hat.“ Besonders
betroffen sei die Linie 6,
deren gewohnte Hauptplatz-Anbindung
am Abend sowie an Wochenenden,
Feiertagen und Ferien
nicht mehr bestehen bleibt.
„Gerade für ältere Menschen
und Personen mit eingeschränkter
Mobilität ist die direkte und
verlässliche Anbindung an den
Hauptplatz wesentlich. Zusätzliche
Umsteigewege am Jakominiplatz
oder der Wechsel zur Linie
16 stellen auch in Hinblick auf
unzuverlässige Anschlusszeiten
eine reale Hürde dar“, erläutert
Topf.
Auch aus Sicht des Bezirks
St. Peter bringt die reduzierte Betriebsführung
deutliche Nachteile.
Bezirksparteiobmann Georg
Schröck-Weikhard: „Verspätungen
von weit über 20 Minuten
gehören mittlerweile zum Alltag.
Am Morgen verlieren Familien
sowie Schüler wertvolle Zeit, weil
die Linie 6 in St. Peter im Stau
steckt. Neue Ampelschaltungen,
Baustellen und die Sperre der
Marburger Straße verzögern den
Betrieb zusätzlich.“
Gemeinderat Georg Topf (l.) und Georg Schröck-Weikhard warten auf die Bim. KK
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 13
Wildtiere
SCHLIMM. Im Grazer
Raum werden jährlich
tausend Wildtiere im
Straßenverkehr getötet.
Die Stadt will nun
Maßnahmen ergreifen.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Die aktuellen Zahlen des
Kuratoriums für Verkehrssicherheit
klingen
bedenklich: Alle acht Minuten
stirbt auf Österreichs Straßen ein
Wildtier. Im Schnitt wird dabei
täglich ein Mensch verletzt. Auch
im Grazer Raum kennt man das
Problem. Alleine in Graz wurden
heuer bislang (Stand Mitte
November) 85 getötete Wildtiere
gezählt, in Graz-Umgebung sind
es gar 916. Damit liegt man etwa
im langjährigen Durchschnitt,
im Vergleich zum Vorjahr (73
getötete Tiere in Graz) sind die
Zahlen aber deutlich gestiegen.
„Gerade in der kälteren Jahreszeit
steigt die Gefahr von Unfällen
mit Wildtieren auf unseren
Straßen. Es gäbe – auch einfache
und kostengünstige – Maßnahmen,
die dabei helfen könnten,
Wildtiere von gefährlichen Unfall-Hotspots
fernzuhalten“, weiß
KPÖ-Tierschutzsprecherin Daniela
Gamsjäger-Katzensteiner.
Sie brachte einen Dringlichen
Antrag im letzten Gemeinderat
ein, der einstimmig angenommen
wurde.
So wurde Tierschutzstadträtin
Claudia Schönbacher damit beauftragt,
sich auf die Suche nach
konkreten Maßnahmen zu machen,
um die Wildtiere zu schützen.
Dabei könnte es sich um
optische Reflektoren, akustische
Geräte oder sogenannte Duftzäune
handeln, die die Tiere von den
Straßen fernhalten sollen.
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www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Turners schließt: Graz ist
nicht kinderfreundlich genug
Gastro
Börse
www.grazer.at
Das Turners
Café am
Karmeliterplatz
schließt
mit Ende des
Jahres. Die
Betreiber konzentrieren
ihre
Energien auf
Stattegg. KK (2)
GASTRONEWS. Das Turners verabschiedet sich vom Karmeliterplatz und
bekommt ebenso einen Nachfolger wie das Café Lend. In der Kleinen Neutorgasse
gibt es einen neuen Asiaten. Und der Kreuzwirt hat umgebaut.
Es ist erst eineinhalb Jahre
her, dass das Turners
ins ehemalige Seasons
am Karmeliterplatz gezogen ist.
Jetzt bereitet man sich schon
wieder auf den Auszug vor. „Das
Familienkonzept funktioniert in
Graz nicht so wie erhofft“, bedauert
Betreiberin Julia Turner,
die mit ihrem Mann Ivo ein ähnliches
Lokal seit vielen Jahren
erfolgreich in Stattegg führt. „In
Graz würde ein reines Kindercafé
wahrscheinlich funktionieren,
aber ein Mischkonzept
geht leider nicht. Da haben sich
die Gäste im anderen Bereich
immer gestört gefühlt. Stattegg
dagegen ist mit genau diesem
Konzept total im Aufschwung.
Wir haben uns mehr erhofft, so
war es halt für uns ein großes
Learning.“
Mit Ende des Jahres wird geschlossen.
Die Verhandlungen
mit dem Nachfolger sind dem
Vernehmen nach kurz vor dem
Abschluss. Dieser möchte in den
Räumlichkeiten ein komplett
neues Konzept verwirklichen.
Auch das Café Lend musste
vor kurzem schließen. Ein Nachfolger
dürfte laut Informationen
aber bereits in den Startlöchern
stehen und demnächst am
Standort eröffnen.
Asiatisch und Burger
In der Neutorgasse öffnete der
asiatische Supermarkt „Sushi
Mori Market“ seine Tore. Das Besondere
daran: Die Gäste können
nicht nur Spezialitäten aus dem
fernen Asien kaufen, sondern die
Ramen direkt dort zubereiten.
Neben dem am Jakominiplatz
gelegenen KFC, der am 3. Dezember
seine Eröffnung feiert,
sperrte der Fastfood-Riese
McDonald’s in Lieboch ein neues
Restaurant auf.
Umbau bei Kreuzwirt
In den letzten beiden Monaten
wurde außerdem im Kreuzwirt
am Rosenberg, den Annemarie
und Michael Gauster vom
dreizehn und Francis am Franziskanerplatz
ja vor mittlerweile
fünf Jahren übernommen haben,
groß umgebaut. „Die Fenster
wurden ausgetauscht, das Dach
neu gedeckt und die Fassade neu
gestrichen“, berichtet die Gastgeberin.
„Innen hat sich auch einiges
getan: Der Eingangsbereich
ist größer und offener geworden,
auch die WC-Anlagen wurden
vergrößert und modernisiert.
Und ein zweiter Gastraum ist
auch dazugekommen, den wir
mit gemütlichem Stubencharakter
neu eingerichtet haben und
der auch für Feierlichkeiten sehr
gut geeignet ist.“
Dabei haben die Betreiber
großen Wert darauf gelegt, den
traditionellen Wirtshausstil zu
erhalten, aber mit modernen
Einflüssen zu versehen. Die gehobene,
gutbürgerliche Küchenlinie
bleibt, aber das Weinsortiment
wurde aufgestockt.
Im Frühjahr geht es dann an
die Außenanlagen: Die Terrasse
neben dem Haus, welche
bis jetzt nicht genutzt werden
konnte, wird saniert und in einen
Lounge-Bereich verwandelt.
Auch ein Kinderspielplatz wird
neu errichtet und ein kleiner
Garten bzw. Park angelegt.
VENA, LSTW, CL
Der Kreuzwirt wurde umgebaut: Es
gibt jetzt einen zweiten Gastraum.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 15
Geschäfts
Börse
www.grazer.at
Am Hauptplatz baut Thalia gerade den alten H&M um. Und in der ShoppingCity
Seiersberg wird bald ebenfalls eine neue Filiale eröffnet.
Thalia eröffnet weitere
Filiale im Raum Graz
NEU. Die Buchhandlung Thalia sperrt in Seiersberg
auf. In Graz gibt’s ein neues Cyclingstudio.
Von Verena Leitold
verena.leitold@grazer.at
Thalia ist im Raum Graz auf
Expansionskurs: Bekanntlich
werden die prominenten
Flächen am Hauptplatz,
aus denen H&M im Juni ausgezogen
ist, gerade umgebaut. Die
neue Buchhandlung soll sich
über mehrere Stockwerke erstrecken,
zwei Rolltreppen und
ein zusätzliches Eingangsportal
bekommen. Im Sommer 2026 ist
die Eröffnung geplant. Darüber
hinaus sperrt die Kette neben
ihren Filialen im Murpark und
Shopping Nord jetzt eine weitere
in einem Einkaufszentrum auf:
in der ShoppingCity Seiersberg.
Dort hält man sich vorerst noch
bedeckt. Im kommenden Frühling
dürfte es aber bereits so weit
sein: Ab Februar bzw. März werden
bereits Mitarbeiter gesucht.
Fitness & Party
Bereits eröffnet hat das neue
Cycling-Studio „Wheelson“ in
der Radetzkystraße: Erst am
gestrigen Samstag haben die
Brüder Markus Liebmann-
Schuster und Mathias Liebmann
ihre Tore geöffnet. Es
handelt sich dabei um das erste
Disco-Cycling-Studio der
Stadt – ein Trend, der überall
auf der Welt momentan viele
Anhänger findet. Der Spaß steht
bei dem Sport, bei dem durch
Musik, Licht und Gruppendynamik
eine Party-Atmosphäre
geschaffen wird, absolut im Vordergrund.
„Motivierende Beats.
Pulsierende Lichter. Schweißtropfen
auf der Haut“ möchte
das neue Studio bieten. Die
Workouts sind eine Mischung
aus High Intensity Interval Training
(HIIT), Grundlagenausdauertraining,
Kraftausdauer
und eben einem Party-Erlebnis.
Disco-Cycling bei Wheelson ist
seit gestern neu in Graz. ROGNER
KK
An Schultagen stehen einige Kinder an der besagten Haltestelle, oft auch
nah an der Straße. Sie soll nächstes Jahr neu gestaltet werden.
KK
Neue Haltestelle soll
für Sicherheit sorgen
ÖFFIS. Nach Bedenken von Anwohnern wird
eine Haltestelle in Premstätten neu gestaltet.
Von Linda Steurer
redaktion@grazer.at
Die Bushaltestelle an der
Hauptstraße, Ecke Bierbaumerstraße
in Premstätten
sorgt bei Anwohnern
für Bedenken. Besonders in
den Morgenstunden wird die
besagte Haltestelle von vielen
Kindern genutzt, die mit dem
Bus in die Schule fahren. Da die
Haltestelle baulich aber nicht
von der zweispurigen Hauptstraße
abgegrenzt ist, stehen
die Kinder teilweise sehr nahe
an der Fahrbahn und somit am
morgendlichen Berufsverkehr.
Diese Situation führt bei einigen
Personen zu Sicherheitsbedenken.
Neugestaltung
Auf Nachfrage bei der Marktgemeinde
Premstätten heißt es:
„Die Marktgemeinde Premstätten
ist über die Situation an der
Haltestelle Bierbaumerstraße
in Fahrtrichtung Norden informiert.
Die Rückmeldungen zur
aktuellen Situation werden von
der Gemeinde ernst genommen.“
Die Marktgemeinde hat zu-
dem mitgeteilt, dass bereits
mit dem Land Steiermark, das
für die Straßenerhaltung zuständig
ist, Gespräche geführt
wurden. In Abstimmung mit
dem Land gibt es Pläne, um die
Gefahrenquelle zu entschärfen
und die Bushaltestelle neu zu
gestalten.
Geplant ist, dass die Haltestelle
erhöht und somit baulich von
der Fahrbahn abgegrenzt wird.
Der angrenzende Geh- und
Radweg wird in die Neugestaltung
einbezogen. Außerdem soll
der Radweg entflechtet werden,
damit zwischen den verschiedenen
Verkehrsteilnehmern keine
Konflikte entstehen. Diese Maßnahmen
sollen künftig für mehr
Sicherheit sorgen.
Zeitplan
Abgesehen von den Planungen
mit dem Land wurden bereits
Gespräche mit den Eigentümern
der von der Neugestaltung
betroffenen Grundstücke geführt.
Sowohl die straßenrechtliche
Verhandlung als auch die
Umsetzung der Pläne und daher
der Baustart sind voraussichtlich
für nächstes Jahr vorgesehen.
16 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Viele Betriebe, eine Stadt
Alice Poier leitet die Apotheke der Barmherzigen
Brüder „Zum Granatapfel“.
APOTHEKE ZUM GRANATAPFEL
Monika Zuser führt das Elna und Brother Nähcenter
in der Annenstraße 9.
B. GASSER
Oliver Szmej, Frater Antonius Nguyen, Mariana
Stettin, Sabine Herg, Peter Papst (v. l.)
KK
ANNENSTAR. Seit Jahrzehnten, teils sogar seit Jahrhunderten, prägen die Geschäfte in der Annenstraße
das Gesicht der Stadt und zeigen, wie lebendig Grazer Traditionen heute noch sind.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
In der Annenstraße sieht
es bereits festlich und
glanzvoll aus, denn die
Schaufenster für den Annen-
Star 2025 leuchten regelrecht
heraus. 20 Betriebe bringen
gemeinsam mit dem „Grazer“
und der Wirtschaftsabteilung
der Stadt Graz ihre kreativen
Ideen ein und lassen einzigartige
Auslagen entstehen. Von
30. November bis 24. Dezember
können Besucher für ihren
Favoriten abstimmen. Ein originelles
Foto der bevorzugten
„AnnenStar 2025“-Auslage an
office@grazer.at reicht aus,
um an der Verlosung von zehn
GrazGutscheinen im Wert von
je 100 Euro teilzunehmen.
Zum Abschluss werden die
drei eindrucksvollsten Schaufenster
mit dem AnnenStar
Award ausgezeichnet und erhalten
eine Unternehmenspräsentation
im „Grazer“ im
Gesamtwert von 10.590 Euro.
Die teilnehmenden Betriebe
sind außen am Schaufenster
mit einer AnnenStar-Beklebung
gekennzeichnet.
Unternehmer
Die Apotheke der Barmherzigen
Brüder Graz „Zum Granatapfel“
wurde ursprünglich
als Arzneimittellager des Spitals
geführt. Erst einige Jahre
später konnte im Klostergebäude
eine offizielle Apotheke
für das Spital eingerichtet
werden, die auch für die Öffentlichkeit
zugänglich war.
Bereits 1695 veranlasste Prior
Wolfgang Heiliger die Erweiterung
der Apotheke und
ließ sie mit dem heute noch
erhaltenen Deckengemälde
verschönern. Eine Besonderheit
ist ihre Doppelfunktion
als öffentliche Apotheke
sowie als Krankenhausapotheke.
Die Apotheke befindet
sich im Eigentum des Konvents
der Barmherzigen Brüder
und wird von Alice Poier
geleitet. Der Granatapfel dient
seit jeher als Symbol für Liebe,
Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit.
Der Grazer Traditionsbetrieb
Elna und Brother Nähmaschinen
erfreut sich unter
Geschäftsführerin Monika
Zuser nach wie vor großer Beliebtheit,
auch wenn sich in
den vergangenen Jahren einiges
geändert hat. Das Geschäft
existiert seit über 60 Jahren;
am 12. September stand jedoch
eine kleine Veränderung
an: Das Nähcenter wechselte
die Straßenseite und zog in
die Annenstraße 9. Mit großem
Engagement hat Zuser
gemeinsam mit Freunden und
Familie das Gewölbe renoviert
und in ein kleines Schmuckkästchen
verwandelt. Die Produktpalette
ist breit gefächert
– von Nähmaschinen in allen
Preiskategorien über Nähzubehör
und Handarbeitsartikel
bis hin zu einem eigenen
Reparaturservice. „Noch vor
40 Jahren war die Annenstraße
die Grazer Einkaufsstraße.
Das hat sich, nicht zuletzt aufgrund
großer Einkaufszentren,
stark verändert. Viele Geschäfte
aus der Glanzzeit sind
verschwunden“, erklärt Zuser.
Das Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Graz ist seit
über 400 Jahren ein zentraler
Bestandteil der steirischen
Gesundheitsversorgung. Nach
umfassender Modernisierung
versorgt das Haus jährlich
rund 21.900 stationäre und
85.000 ambulante Patientinnen
und Patienten. Mit etwa
900 Mitarbeitern und 362 Betten
umfasst es neun medizinische
Abteilungen. Seit seiner
Gründung im Jahr 1615
hat das Krankenhaus eine Pionierrolle
in der Pflege und
Organisation übernommen.
Bis heute prägt das Leitmotiv
„Gutes tun und es gut tun“ die
menschliche und professionelle
Betreuung im Haus. Gesamtleiter
des Krankenhauses
ist Oliver Szmej.
EINE ENTGELTLICHE KOOPERATION MIT DER STADT GRAZ
www.grazer.at
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 17
Kurioser Grazer
Krabben-Krimi
Mehrere dieser Krabben wurden, teilweise noch lebend, in privaten Gärten sowie auf Wiesen und Feldern entdeckt.
Ob es ein Zufall ist, dass in einem Lokal der Verkauf lebender Krabben beobachtet wurde, bleibt fraglich. KK (2)
SKURRIL. Seltene
Funde der Chinesischen
Wollhandkrabbe in
Graz sorgen für Aufregung
und Rätselraten
bei unseren Lesern.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Was krabbelt da durch
Wetzelsdorf? In den
vergangenen Wochen
machten ungewöhnliche Sichtungen
die Runde. Chinesische
Wollhandkrabben, eine in Europa
invasive Art, sollen in Graz
unterwegs sein. Ein kurioser
Fund, der viele Fragen aufwirft.
Die als invasiv und ökologisch
höchst problematisch eingestufte
Art gilt in steirischen
Gewässern eigentlich als nicht
heimisch, wie Stephan Koblmüller,
Ichthyologe am Institut
für Biologie der Universität
Graz, bestätigt. Diese Art von
Krabben sei erst ein Mal in Österreich
gefunden worden, und
zwar in Vorarlberg. Dennoch
seien ihm vereinzelt Funde in
letzter Zeit in Graz bekannt.
„Es lässt sich nicht ausschlie-
ßen, dass die Tiere vom Schwarzen
Meer die Donau, Drau und
Mur heraufgewandert sind.
Wahrscheinlicher ist aber, dass
die Tiere aus einer Haltung entkommen
oder ausgesetzt worden
sind“, so Koblmüller. Die
Chinesische Wollhandkrabbe
zählt zu den besonders schädlichen
invasiven Arten und steht
auf der zugehörigen EU-Liste
weit oben.
Zufall?
Doch damit nicht
genug, denn
die Geschichte
nimmt eine
überraschende
Wendung: Ein
Leser wandte
sich mit der Information,
er habe vor
etwa zwei Wochen in
einem Lokal beziehungsweise
Lebensmittelgeschäft in
Wetzelsdorf lebende Krabben
im Verkauf gesehen, an uns. Er
reagierte sofort und verständigte
das Veterinäramt und die
Polizei. Eine daraufhin durchgeführte
Kontrolle habe jedoch
keine Hinweise auf lebende
Krabben ergeben, teilte die Polizei
auf unsere Anfrage mit.
Auf Nachfrage zu den angeblichen
Krabben erklärte der
Lokalbetreiber, unbekannte
Urlauber aus Italien hätten die
Tiere vorbeibringen wollen.
Eine Annahme oder gar Zubereitung
sei aber selbstverständlich
abgelehnt worden. Die
Besucher hätten daraufhin mitsamt
Krabben das Lokal wieder
verlassen. Ob diese Geschichte
stimmt oder nur eine Schutzbehauptung
ist, bleibt offen.
Das ist zu tun
Woher die Tiere
nun wirklich
kommen und ob
diese Fälle etwas
miteinander
zu tun haben,
bleibt ebenfalls
ungeklärt. Fest
steht, dass Tiere
dieser höchst invasiven
Art in Österreich weder
gehalten noch verkauft und
schon gar nicht freigelassen
werden dürfen. Auf Nachfrage
beim Naturschutzbund Steiermark
hieß es, dass solche Funde
unbedingt gemeldet werden
sollten, sodass die Tiere in Sicherheit
gebracht werden können.
Die gefundenen Krabben
wurden abgeholt und ins Institut
für Zoologie gebracht.
Im Volkshilfe-Seniorenzentrum Graz
Eggenberg war tolle Stimmung. KK
Herzenszeilen in
Graz-Eggenberg
■ Im Rahmen der Aktion „Herzenszeilen“
besuchen Mitglieder
des Bundes steirischer Heimatdichter
mit der Unterstützung
von Landeshauptmann Mario
Kunasek Pflegeinstitutionen
in der Steiermark. Zusammen
wird ein literarischer Nachmittag
verbracht, der mit steirischer
Volksmusik untermalt wird. Zuletzt
haben die „Herzenszeilen“
das Volkshilfe-Seniorenzentrum
Graz-Eggenberg besucht. Es
wurde viel gelacht, musiziert
und Zeit miteinander verbracht.
Architekturbüro Kampits & Gamerith
gewann den Wettbewerb. KK
Ein neuer Stadtteil
kommt nach Graz
■ Im Bezirk Graz-Jakomini entsteht
der neue Stadtteil „Graz
Mitte“. Für das Areal zwischen
der Evangelimanngasse und der
Jauerburggasse fand ein städtebaulicher
Wettbewerb statt, den
das Architekturbüro Kampits &
Gamerith ZT GmbH gewann. Parallel
dazu wurde der Bebauungsplan
für den Bereich zwischen
dem Supermarkt Hofer und der
Evangelimanngasse beschlossen
und eingereicht. Für 60 Prozent
der Flächen des Südteils wurden
bereits Mieter gefunden. Die Fertigstellung
ist für 2027 geplant.
18 graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Vater war Österreicher
Staatsbürgerschaft:
Die Grazer Band GoodyMeeMusic
freut sich auf Frohnleiten.
KK
Weihnachten in
der Bibliothek
■ Am Donnerstag, dem 4. Dezember,
lädt die Buchhandlung
„Buch & Co“ in Frohnleiten
zur Veranstaltung „Swinging
Christmas“ in die Bibliothek
ein. Es wird die Grazer Band
GoodyMeeMusic auftreten.
Die Grazer interpretieren mit
viel Gefühl und Spielfreude bekannte
Songs aus Jazz, Swing,
Soul und Pop neu. Im Programm
finden sich bekannte
Titel wie „Fly Me to the Moon“
und „Endless Love“ und festliche
Klassiker wie „Santa Claus
Is Coming to Town“.
Elizabeth Pertschi ist
Reality-TV-Star und
Immobilien-Expertin.
Österreicherin werden
darf sie vorerst nicht. PRIVAT
Generationen an einem Tisch
NEU. Das Generationencafé der VP-Frauen am Karmeliterplatz soll Senioren
und Junge zusammenbringen und beiden Gruppen von Nutzen sein.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
G. Friedrich, V. Tolkmitt, G. Friedrich
und S. Friedrich (v. l.) HERMANN BURGSTALLER
Sponsionen für
Absolventen
■ Am 27. November wurde
feierlich die Sponsionsfeier
der berufsbegleitenden FH-
Diplomstudiengänge Wirtschaftsingenieurwesen
und
Maschinenbau und des Masterstudienganges
Industrial
Management des Studienzentrums
Weiz – Ingenium
Education begangen. Gerald
Friedrich und Volker Tolkmitt
begrüßten die Gäste. Für
das musikalische Rahmenprogramm
sorgten Borut Mori –
Luka Herman Gaiser.
Beim Besuch des neuen
Generationencafés der
VP-Frauen am Karmeliterplatz
betonten Stadtrat
Kurt Hohensinner und Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom, wie wichtig
das richtige Maß zwischen moderner
Digitalisierung und gelebter
Seniorenfreundlichkeit
ist. Digitale Services sollen den
Alltag erleichtern, Wege ersparen
und Verwaltung effizienter
machen, aber ohne dabei jene
zurückzulassen, die mit der digitalen
Welt nicht so vertraut
sind. „Eine Gesellschaft, die
zukunftsfit sein will, darf ihre
älteren Bürgerinnen und Bürger
nicht an der digitalen Schwelle
stehen lassen“, so Stadtparteiobmann
Hohensinner.
Der Andrang beim Generationencafé war außerordentlich groß.
Das Generationencafé lädt
ab sofort jeden Donnerstag von
14.30 bis 17.30 Uhr zum überparteilichen
Austausch ein.
„Wir möchten Menschen unterschiedlicher
Altersgruppen
B. GASSER
zusammenbringen und zeigen,
wie bereichernd der Austausch
sein kann“, betonen die Organisatorinnen
rund um VP-Frauen-
Chefin Gemeinderätin Barbara
Gartner-Hofbauer.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 19
Bitte noch warten!
BITTER. Obwohl ihr
Vater Österreicher ist,
bekommt Elizabeth
Pertschi die Staatsbürgerschaft
nicht. Es fehlt
die Eheschließung.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Wer Reality-TV verfolgt,
kennt Elizabeth Pertschi.
Beim Auswanderer-
Format „Very good for Hollywood“
lernte man sie als Luxus-Immobilienmaklerin
in Los Angeles kennen.
Schon damals schwärmte sie
aber von ihrer Heimat Graz und
ihrer leider mittlerweile verstorbenen
Omi, die hier lebte. Sie kündigte
an, zurückgehen zu wollen, und
tat das auch – „back to Graz“.
Dann kamen Engagements bei
„Bauer sucht Frau“ und zuletzt bei
„Forsthaus Rampensau“. Neben
ihrer TV-Karriere ist sie Unternehmerin
und handelt auch in Österreich
mit Immobilien.
Jetzt droht ihr aber die baldige
Ausweisung, denn sie bekommt
die Staatsbürgerschaft nicht. Obwohl
ihr Vater Österreicher war
und ihre geliebte Omi hier wohnte.
„Das ist meine Heimat. Mein Vater
war Österreicher, und ich bin
es von Geburt an“, sagt Pertschi.
„Aber die Bürokratie behandelt
mich wie eine Fremde. Ich war
schon unzählige Male in den Ämtern,
wurde mit Verzögerungen,
Spott und Herablassung konfrontiert
– und trotzdem gebe ich nicht
auf. Ich kämpfe nicht nur um ein
Stück Papier, sondern um die Anerkennung
meines Erbes, des Vermächtnisses
meiner Familie und
meines Lebens traums“, erzählt sie.
Harte Regeln
Auch wenn sie sich als Österreicherin
fühlt, ist sie es am Papier
nicht, denn sie kam als uneheliches
Kind auf die Welt – und
obwohl der österreichische
Vater in der Geburtsurkunde
steht, ist sie Amerikanerin. „Bei
unehelichen Kindern zählt laut
Gesetz die Staatsbürgerschaft
der Mutter“, heißt es aus dem
Büro von Landeshauptmann
Mario Kunasek.
Auch wenn sich Elizabeth
Pertschi als Österreicherin fühlt
und genetisch durch ihren Vater
auch ist, steht hier also das
Gesetz zwischen ihr und der
ersehnten Staatsbürgerschaft,
zu der nur der klassische Weg
führt, dafür müsste sie aber
sechs Jahre in Österreich wohnen
und den Test absolvieren.
Elizabeth gibt aber nicht auf:
„Ich bin hier, um etwas zurückzugeben,
aufzubauen und Österreich
zu stärken. Ich werde
meinen Traum von meiner
Heimat niemals aufgeben“, sagt
sie.
Andreas Neiss mit seinem erfahrenen
Ordinationsteam
KK
Neuer Zahnarzt
in Graz-Andritz
■ Am 1. Dezember eröffnet
Andreas Neiss, langjähriger
Zahnarzt in einer privaten
Gruppenpraxis, eine neue Kassenordination
für Zahnmedizin
in der Grazer Straße 45 in
Andritz. Die neue Ordination
ist sowohl mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln (Linie 4
und Linie 5) als auch mit dem
Auto bequem erreichbar.
Das Angebot umfasst eine
breite Palette: von Vorsorgeuntersuchungen
über ästhetische
Behandlungen bis hin zu oralchirurgischen
Einsätzen.
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S E R V I C E
Leser
Briefe
redaktion@grazer.at
Tierwohl vs. Handelswohl
Der Grazer Handel beklagt zuletzt
auf der Titelseite des „Grazer“,
dass Jahr für Jahr weniger
Gäste die Innenstadt besuchen.
Stammgäste am Hauptplatz sind
hingegen beseelte Aktivisten vom
„Verein gegen Tierfabriken“. Sie
zeigen Videos von Tierhaltung
der übelsten Sorte. Ihr Anliegen
kann man jedenfalls teilen. Aber:
Aufwändige Weihnachtsbeleuchtung,
viel Mühe und hohe Kosten,
um Weihnachtsatmosphäre
in Sporgasse und Herrengasse zu
erzeugen, und daneben jedes Jahr
eine genehmigte Großleinwand
mit blutenden Tieren (zuletzt bis
23 Uhr) – warum sich die Stadt
Graz das Leben selbst so schwer
macht, ist unerklärbar. Kein Einkaufszentrum
in Seiersberg oder
anderswo würde diese Art von
Darstellung und Dauerbeschallung
auch nur eine Minute lang
akzeptieren. Frau Kahr und Frau
Schwentner sind hier dringend
gefordert, gerade im Advent klare
Prioritäten zwischen Tierschutzanliegen
und der Attraktivität der
Innenstadt und damit der Sicherheit
von Arbeitsplätzen zu setzen.
Franz Stocker
* * *
London als Konkurrenz?
Es ist schon erstaunlich, wie widersprüchlich
bis kontraproduktiv
einige Beiträge im „Grazer“
dargestellt werden. Einerseits beklagt
zum Beispiel ein Herr aus
der WKO (!) das Ausbleiben kaufkräftiger
Kunden aus dem Umfeld
von Graz in der Innenstadt,
andererseits wird ein paar Seiten
weiter Werbung für Einkaufsflüge
nach London gemacht!
Helga Probst
* * *
Tuende
Zum Kommentar von Verena
Leitold über Reininghaus vom
30. November 2025: Ich verstehe
ihren Unmut und die Sorgen über
das „Zu-wenig-Tun“ der Stadtregierung.
Frau Schwentner verfolgt
anscheinend nur ihr persönliches
Mobilitätsziel und nicht der Bürger
Stadt. In den Randbezirken
wird vieles einfach ignoriert oder
als unwichtige Notwendigkeit gesehen.
Ein Beispiel: Für den Bezirk
Waltendorf, in dem es auch viele
ältere Personen gibt, sind die Haltenstellen
zu weit weg. Ein Bus!
Fahrrad bei dem Gelände und
Pendlerstrecke mit Gefahr verbunden
und zu Fuß nicht zuzumuten.
Bleibt das Auto, und das funktioniert
ganz schlecht. Frau Schwentner
ist alles egal. Ich und meine Familie
haben sich daran gewöhnt,
die Innenstadt zu meiden. Ich hoffe
nur, es gibt in Zukunft eine Koalition
der „Tuenden“.
Werner Kraus
* * *
Black Friday
Der Black Friday, der am Freitag
nach dem amerikanischen Erntedankfest
gefeiert wird, hat sich
mittlerweile zu einem globalen
Phänomen entwickelt. Ursprünglich
als Auftakt zur Weihnachts-
Shopping-Saison gedacht, ist er
heute für viele der wichtigste Tag
im Jahr, um unglaubliche Rabatte
zu ergattern. Ich nehme mir
den Nachmittag Zeit dafür in der
SCS Graz. In den letzten Jahren
hat auch der Online-Handel an
Bedeutung gewonnen. Plattformen
wie Amazon nutzen diesen
Tag, um ihre Kunden mit Blitzangeboten
und Sonderaktionen
zu ködern. Doch trotz der Verlockungen
sollte man beim Kauf an
Black Friday vorsichtig sein. Nicht
immer sind die Preise tatsächlich
die besten, und es ist ratsam, vorher
eine Recherche durchzuführen.
Insgesamt bleibt der Black Friday
jedoch ein aufregendes Ereignis für
Schnäppchenjäger aller Art. Die
Jagd nach den besten Deals begeistert
Millionen von Menschen weltweit
und markiert den Beginn der
festlichen Einkaufssaison. Ich bin
schon startbereit.
Wolfgang Gottinger
* * *
Außenbezirk-Problem
Wann kommt die erweiterte Linie
5 zur Entlastung der Puntigamer?
Puntigam ist seit 1988 der 17. Bezirk
von Graz, nur zur Erinnerung
an die Koalitionsregierung!
BV Helmuth Scheuch
Jetzt App downloaden!
Vergangene Woche
im „Grazer24“
32er bis Schwarzl
■ Die Steirische Hagelabwehrgenossenschaft
ist nach der neuerlichen
Vergabe der Hagelabwehr
an die Südflug (2026 und
2027) verschnupft. Obmann Josef
Mündler kündigte Einspruch gegen
die Vergabe an.
Arrivederci Benetton
■ Die Neos forderten am Montag,
dass die Linie 32 bis Schwarzl
verlängert werden solle. Derartige
Überlegungen gab es bereits, sie
sind aber im Sande verlaufen. Die
Neos wollen in Graz und Premstätten
wieder dafür kämpfen.
Verhagelt
■ Nächste Hiobsbotschaft für die
Innenstadt: Der Benetton Store
am Eck zur Hans-Sachs-Gasse
sperrt zu. Offiziell, weil die Miete
zu teuer geworden ist. Das Geschäftslokal
steht um 33.000 Euro
Miete pro Monat auf Willhaben.
KK (2), SÜDFLUG
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz 21
Ab auf den Berg
mit dem „Grazer“
SAISONSTART. Wintersportfans aufgepasst: Ab
Montag, 1. Dezember 2025, den „Grazer“ Ski-Pass
kaufen und um 95 Euro fünfmal skifahren.
der Grazer
Ski-Pass
www.grazer.at
2025/26
Fünfmal
Skifahren
um
€ 95,–
Getty, Beigestellt (4)
Grebenzen
Klippitztörl
Die Skisaison steht in den
Startlöchern – für besonders
Motivierte hat sie sogar
schon begonnen. Auch heuer
bietet der „Grazer“ Ski-Pass die
Möglichkeit, die Pisten von fünf
Skigebieten zu erkunden und
wunderschöne Tage im Schnee
zu verbringen. Ab 1. Dezember
ist der Pass im Citypark, bei ’s
Fachl sowie in allen oeticket-Vorverkaufsstellen
erhältlich. Dann
geht’s ab auf die Pisten von fünf
verschiedenen Skigebieten, die
nur rund ein bis zwei Autostunden
von Graz entfernt liegen.
Schnell zugreifen
Am Montag heißt es schnell sein,
denn die Pässe sind jedes Jahr
sehr beliebt und dementsprechend
schnell ausverkauft.
Mit dem Pass können die Pisten
von fünf wunderschönen
Skigebieten unsicher gemacht
werden. Der „Grazer“ Ski-Pass
beinhaltet Gutscheine für jeweils
eine Tageskarte der Skigebiete
Klippitztörl, Wurzeralm, Koralpe,
Grebenzen und Salzstiegl.
Koralpe
Wurzeralm
Die Gutscheine müssen aus dem
Pass herausgetrennt und an der
Liftkassa gegen eine Tageskarte
eingetauscht werden. (Eine Barablöse
ist nicht möglich. Es gelten
die AGB und Beförderungsbedingungen
des jeweiligen Skigebietes.)
Pisten über Pisten
Die fünf Skigebiete sind von Graz
aus ideal erreichbar und bieten
tolle Bedingungen für die ganze
Familie, ob Anfänger oder Fortgeschrittene.
KK/BEIGESTELLT (5)
➢ Grebenzen, Steiermark und
Kärnten: 27 familienfreundliche
Pistenkilometer. Rund eineinhalb
Stunden von Graz entfernt.
➢ Koralpe, Kärnten: 18 Pistenkilometer
für alle Schwierigkeitsgrade.
Rund eine Stunde von Graz
entfernt.
➢ Klippitztörl, Kärnten: rund
28 Pistenkilometer. Eine Stunde
von Graz entfernt.
➢ Wurzeralm, Oberösterreich:
22 Pistenkilometer und
acht Lifte. Eineinhalb Stunden
von Graz entfernt.
➢ Salzstiegl, Steiermark: zwölf
Pistenkilometer für Anfänger und
Profis. Eine Stunde von Graz entfernt.
Verkauf Ski-Pass
• Erhältlich ist der Ski-Pass:
- im Citypark an der Information
- in allen ’s Fachl-Filialen
(Murpark, Citypark, Herrengasse)
- in allen Vorverkaufsstellen
von oeticket
Salzstiegl
www.grazer.at
präsentiert
szene
graz
22 www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
22
Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Die Eiskrippe ist ein vergängliches
Projekt, das macht
seinen Reiz aus.“
Susanne Haubenhofer, Geschäftsführerin der Erlebnisregion
Graz, zur Eiskrippe Erlebnisregion Graz
Es wird eisig in Graz
Susanne Haubenhofer, Manuela Khom, Sylvia Loidolt, Antti Pedrozo (Projektleiter von Frostiart), Kurt Hohensinner, Verena Hölzlsauer (v. l.) FISCHER
ADVENT. Die „kristallklare“
Eiskrippe ist
wieder im Landhaushof
gelandet und kann
seit Samstag bewundert
werden.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Auch im Jahr 2025 dürfen
sich die Grazer und auch
Besucher wieder auf ein
ganz besonderes Winter-Highlight
freuen. Im Grazer Landhaushof ist
seit gestern erneut ein beeindruckendes
Kunstwerk aus kristallklarem
Eis, geschaffen vom international
renommierten finnischen
Der Christkindlmarkt vor dem Rathaus lädt zum
Verweilen und Stöbern ein.
Eiskünstler Kimmo Frosti und
seinem talentierten Team, zu bewundern.
Ein kunstvolles Erlebnis,
das winterliche Magie inmitten
der Stadt erlebbar macht.
Die Eiskrippe ist der perfekte
Zwischenstopp, wenn man durch
die Grazer Innenstadt zieht und
die Christkindlmärkte abklappert.
Eisige Botschaft
Für die Eiskrippe verarbeitet das
siebenköpfige Team rund 180
kleine und zwölf große Eisblöcke
mit einem Gesamtgewicht von
etwa 34 Tonnen. Die Installation
ist sechs mal drei Meter groß und
bis zu fünf Meter hoch, inklusive
verstärkter Doppelrückwand
und drei wechselnden Figurenund
Tiersets. Zudem steht die
Eiskrippe für umweltbewusste
GETTY
Produktion: Sie wird mit ROgereinigtem
Wasser hergestellt,
die Eisfabriken nutzen Wasser-,
Wind- und Sonnenenergie.
„Die Eiskrippe im Landhaushof
ist seit 1996 ein kulturelles Aushängeschild
des Grazer Advents und
zählt mit jährlich mehr als 160.000
Besuchern zu den beliebtesten Attraktionen
der Vorweihnachtszeit“,
betont Wirtschaftsstadtrat Kurt
Hohensinner.
Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom freut
sich erneut über die Skulptur: „Die
Eiskrippe im Landhaushof ist seit
drei Jahrzehnten ein Wahrzeichen
des steirischen Advents. Für viele
Besucher gehört sie ganz selbstverständlich
zum Rundgang durch
die Grazer Christkindlmärkte
dazu.“
Das Angebot reicht von verschiedensten Punsch-Sorten
über Waffeln bis hin zu Baumkuchen. GETTY
Wohin im Advent
■ Christkindlmarkt Rathaus
■ Adventlounge Schmiedgasse
■ Advent am Eisernen Tor
■ Tummelplatz
■ Adventmarkt Glockenspielplatz
■ Adventmarkt am Mehlplatz
■ Grieskindlmarkt am Nikolaiplatz
■ Christkindlmarkt Südtiroler
Platz
■ Aufsteirern-Weihnachtsmarkt
am Schlossberg
■ Altgrazer Christkindlmarkt
im Franziskanerviertel
■ Kinderadvent in der Kleinen
Neutorgasse
■ ARTvent im Lesliehof
■ Adventmarkt im Joanneumsviertel
■ Kunst/handwerks/markt am
Färberplatz
■ Winter Wonderlend am
Mariahilferplatz
■ Weihnacht am Karmeliterplatz
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
GROSSAUER, WALTL
Franz Grossauer
GEBURTSTAGSKINDER
Wir wünschen dem Grazer Gastro- DER WOCHE
Urgestein am Donnerstag alles Gute
zum 68. Geburtstag.
szene graz 23
Happy Birthday!
Uschi Waltl
Genau am Krampustag wird die
Agentur-Lady 64. Wir sagen
Happy Birthday.
Das war die Riedenweinpräsentation
■ Am 21. November wurde die
Alte Universität Graz zur Bühne für
die Riedenweinpräsentation Steiermark.
Insgesamt boten 55 Winzer
aus der Südsteiermark, Weststeiermark
und dem Vulkanland rund
270 ausgewählte Riedenweine zur
Verkostung. Mit dabei waren unter
anderen Marketingleiterin Wein
Steiermark Andrea Jöbstl-Prattes,
der Präsident des Steirischen Sommeliervereins
Helmut Gramer,
Obmann Wein Steiermark Stefan
Potzinger, Vorstandsmitglied Steiermärkische
Sparkasse Walburga
Seidl, Geschäftsführer Wein Steiermark
Martin Palz, Weinhoheit
Magdalena Niederl und Präsident
der Landwirtschaftskammer Steiermark
Andreas Steinegger.
Gustav Spener (l.) und Rainer Wührer freuten sich über den großen
Andrang bei der zweiten Open-House-Party.
SHORT&SWEET/CONNY LEITGEB
Andrea Jöbstl-Prattes, Helmut Gramer, Stefan Potzinger, Walburga Seidl,
Magdalena Niederl, Martin Palz und Andreas Steinegger (v. l.)WEIN STEIERMARK/WERNER KRUG
Open House bei den Ziviltechnikern
■ Unter dem Motto „Gemeinsam
feiern!“ lud vergangene Woche
die Kammer für Ziviltechniker
für Steiermark und Kärnten
zur zweiten Open-House-Party.
Präsident Gustav Spener und
Vizepräsident Rainer Wührer
konnten dutzende Mitglieder,
Gäste und Freunde des Hauses
in der Zentrale in der Schönaugasse
begrüßen. Beim gemütlichen
Zusammensein bei
coolen Drinks und heißen Beats
von DJ See ließ die Branche das
Jahr ausklingen. Ein gelungener
Abend, bevor die „ruhigste“ Zeit
des Jahres beginnt. Den Abend
nicht entgehen ließen sich unter
anderen: Architekt Martin
Gruber, Agenturchefin Andrea
Stanitznig und Notar Stephan
Plankensteiner.
24 anzeige
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Sicherheit hat viele Formen.
Sicherheit entsteht nicht zufällig! Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen,
hinschauen und handeln, wenn es notwendig ist. Genau hier beginnt der Auftrag der Militärpolizei.
Die Militärpolizei des Österreichischen
Bundesheeres
ist dort unterwegs,
wo Situationen schnell
kippen können, wo Übersicht
zählt und wo jemand gebraucht
wird, der nicht wegschaut. Mit
militärischer Disziplin, polizeilichen
Fähigkeiten und einem
hohen Anspruch an Professionalität
sorgt sie dafür, dass
Abläufe funktionieren, Risiken
früh erkannt werden und Sicherheit
verlässlich bleibt –
oft, bevor andere bemerken,
dass etwas entsteht.
Mehr als Kontrolle – Wirkung,
die man spürt
Ihre Arbeit ist nicht immer
sichtbar – und genau das
macht sie so wirkungsvoll. Ob
bei Großveranstaltungen wie
der Airpower, bei der Überwachung
von Grenzräumen, bei
Personenschutzeinsätzen,
Sicherheitsbegleitungen von
Staatsgästen oder in sicherheitskritischen
Situationen:
Die Militärpolizei hält den
Die Militärpolizei gewährleistet Personenschutz auf höchstem Niveau.
Betrieb am Laufen, bevor andere
überhaupt merken, dass
etwas aus dem Ruder läuft.
Oft agiert sie im Hintergrund,
aber immer mit klarer Präsenz.
Wenn keine Eskalation stattfi
ndet, wenn alles funktioniert
und selbst komplexe Situationen
ruhig bleiben – dann hat
sie ihren Auftrag erfüllt.
Ein wesentlicher Teil dieser
Professionalität zeigt sich in
ihrem breiten Aufgabenspektrum.
Der Verkehrsdienst sorgt
dafür, dass Truppenbewegungen
sicher, schnell und ohne
Gefährdung Dritter vorankommen
– von Lotsungen über Unfallaufnahmen
bis zur Gewährleistung
und Sicherstellung
der Mobilität großer Verbände.
Die Kradfahrer verleihen dem
Verband dabei die nötige Beweglichkeit
und Übersicht.
Gleichzeitig überwacht die Militärpolizei
den militärischen
Eigenschutz, stellt mit dem
Ordnungsdienst Disziplin und
Sicherheit her, schützt Objekte,
Personen und kritische Infrastruktur
und gewinnt laufend
Informationen, die das
Lagebild schärfen. Hinzu
kommt der Ermittlungsdienst,
der Sachverhalte klärt, Straftaten
aufarbeitet und gerichtsverwertbar
Spuren sichert –
sowie das Gefangenen- und
Internierungswesen, in dem
sie rechtmäßig festgehaltene
Personen sicher verwahrt, verlegt
oder übergibt. All diese
Aufgaben greifen ineinander
und machen die Militärpolizei
zu dem, was sie ist: zu einem
Verband, der Wirksamkeit
schafft, bevor Probleme entstehen.
HAIDEN
Fünf Einsatzkompanien –
ein Auftrag: Reaktionsfähigkeit
Fünf Einsatzkompanien und
drei Außenstellen sichern
die Einsatzbereitschaft der
Militärpolizei im gesamten
Bundesgebiet. Eine eigene
Lehrabteilung in Wien und
Salzburg hält die Ausbildung
auf hohem, international ausgerichtetem
Niveau, während
technische und logistische
Fachbereiche dafür sorgen,
dass Fahrzeuge, Ausrüstung
und Kommunikationsmittel
nicht nur vorhanden sind,
sondern funktionieren – jederzeit.
Alles greift ineinander:
Ausbildung, Organisation
und Einsatz. Das Ergebnis
ist ein geschlossenes, hochprofessionelles
System militärischer
Sicherheit.
Ausbildung, die Persönlichkeiten
formt
Der Weg zur Militärpolizei beginnt
mit einem anspruchsvollen
Auswahlverfahren, das
fordert, fördert und orientiert.
Dabei stehen Belastbarkeit,
Teamfähigkeit und
klare Entscheidungen unter
Stress im Fokus. Eine Woche
lang werden Bewerberinnen
und Bewerber mittels
bewusst erzeugter realitätsbezogener
Ausnahmesituationen
und Szenarien geprüft.
Nicht, um Stärke zu testen,
sondern um Verlässlichkeit
und Persönlichkeit sichtbar
zu machen.
Die anschließende Ausbildung
kombiniert rechtliche
Grundlagen, kriminalistische
Methoden, taktisches Vorgehen,
internationale Einsatzstandards
und das Verständnis
für militärische wie
polizeiliche Befugnisse. Angelehnt
an echte Einsatzsituationen
entsteht ein klares
Bild davon, was später zählt.
Das Ergebnis ist weit mehr
als Fachwissen: Es ist persönliche
Reife, die den Weg
zu Spezialisierungen öffnet.
Spezialisierung – Expertise,
die Vertrauen schafft.
Mit zunehmender Erfahrung
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
anzeige 25
Diese hier trägt Haltung
wachsen die Aufgaben – und
mit ihnen die Verantwortung.
Personenschützer planen voraus,
handeln strukturiert und
ruhig – auch unter Stress. Militärische
Hundeführer agieren
als fest eingespieltes Duo, belastbar,
vielseitig und spezialisiert
auf Schutz-, Suchtmitteloder
Sprengstoffaufgaben. Ob
präventive Kontrollen, Spüraufgaben
oder der Einsatz in internationalen
Missionen: Dieses
Team bringt Schnelligkeit,
Belastbarkeit und Vielseitigkeit
ein, die im Verband einzigartig
sind. Präzisionsschützen
führen aus verdeckten Positionen
Informationsbeschaffung
durch, verdichten dadurch das
Gesamtlagebild für die eingesetzten
Kräfte und greifen ein,
wenn es notwendig ist. Sonderermittler
rekonstruieren
Tathergänge, sichern Spuren,
analysieren Sachverhalte betreffend
Pflichtverletzungen
sowie gerichtlich strafbarer
Handlungen und arbeiten nach
internationalen Standards –
vom Spurentransfer über kriminaltechnische
Auswertungen
bis hin zur Feststellung
rechtlich relevanter Sachverhalte.
Gemeinsam bilden sie ein
Netzwerk aus militärpolizeilicher
Kompetenz und Vertrauen
– einsatzfähig im In- und
Ausland.
Einsatz – dort, wo Sicherheit
gebraucht wird
Im Inland gewährleistet die
Militärpolizei Ordnung, Sicherheit
und Funktionsfähigkeit
militärischer Abläufe – auch
in sensiblen und dynamischen
Situationen.
Außerhalb Österreichs arbeitet
sie im Rahmen der International
Military Police mit
Partnernationen zusammen.
Die Fähigkeiten und Aufgaben
entsprechen dabei jenen im
Inland, werden jedoch an die
Die Militärpolizei zeichnet sich durch Professionalität, Verantwortung und Einsatzbereitschaft aus. HAIDEN
Anforderungen der jeweiligen
Mission angepasst und darauf
ausgerichtet. Sie stellt Ordnung
sowie Disziplin sicher und führt
Ermittlungen durch. Hier zeigt
sich, was im Inland gelernt
wurde – auf internationalem Niveau.
Gemeinschaft als Stärke –
Vertrauen als Fundament
All diese Fähigkeiten wären
ohne starke Gemeinschaft
wertlos. Die Militärpolizei funktioniert
als Team – Entscheidungen,
Risiken und Verantwortung
werden gemeinsam getragen.
Das Vertrauen entsteht durch
gemeinsame Einsätze, gemeinsames
Training, gemeinsame
Herausforderungen und die Gewissheit,
dass im entscheidenden
Moment jeder für den anderen
einsteht. Kameradschaft
ist hier keine Floskel, sondern
die Basis für Einsatzfähigkeit.
Eine Entscheidung – nicht
nur ein Job, sondern ein Auftrag
Wer sich für diesen Verband entscheidet,
entscheidet sich für
Professionalität, Verantwortung
und Einsatzbereitschaft. Viele
Tätigkeiten finden bewusst im
Hintergrund statt – und wirken
gerade dadurch umso stärker.
Professionalität ist hier kein
Schlagwort, sondern gelebte
tägliche Praxis. Teil dieses Verbandes
zu werden bedeutet,
eine Entscheidung fürs Leben
zu treffen: für Haltung, Teamgeist
und die Sicherheit Österreichs.
Dein Weg zur Militärpolizei
Wenn du herausfinden möchtest,
ob die Militärpolizei auch
dein Weg sein kann, dann nutze
die Chance: Besuche einen der
Karrieretage der Militärpolizei,
sprich mit unseren Soldatinnen
und Soldaten und erhalte einen
realistischen Einblick in Ausbildung,
Auftrag und Alltag. Dort
erfährst du transparent, persönlich
und aus erster Hand,
was diesen Verband ausmacht
– und wo dein Platz darin liegen
könnte.
Mehr Informationen:
karriere.bundesheer.at
26 szene
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Italienisches Lebensgefühl
GUSTIÖS. Musica & Gusto begeisterte Musikliebhaber und Feinschmecker gleichermaßen. Mit mitreißenden
Klängen und kulinarischen Höhepunkten brachte die Veranstaltung ein Stück Italien nach Graz.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
Bei der beliebten Veranstaltungsreihe
„Musica &
Gusto“ am Donnerstag,
dem 27. November, durften sich
Besucher über ein besonderes
musikalisches Highlight freuen.
Jumpin’up, eine achtköpfige
Swing-Band aus Palermo, Sizilien,
brachte den unverwechselbaren
Sound der 40er- und 50er-
Jahre auf die Bühne zurück.
Die italienische Küche, weltweit
als kulinarisches Erbe geschätzt,
stand im Mittelpunkt eines
Abends, der Musik und Genuss
auf besondere Weise verband.
Musica & Gusto bot seinen Gästen
eine Auswahl außergewöhnlicher
Geschmacksmomente und musikalischer
Eindrücke. Ein Fest für
alle Sinne und ein würdiger Aus-
druck italienischer Lebensart.
Kulinarisch bot Musica & Gusto
wieder Genussmomente auf
höchstem Niveau. Herausragende
italienische Produzenten
aus Graz sowie ausgewählte Betriebe
aus Italien präsentierten
ihre exquisiten Spezialitäten.
An mehreren Genussstationen
hatten die Gäste die Möglichkeit,
verschiedene Gerichte, regionale
Delikatessen und sorgfältig
ausgewählte Weine zu verkosten.
Die Produzenten selbst waren
vor Ort und erklärten die Besonderheiten,
Qualitäten und Herkunft
ihrer Produkte. Viele der
angebotenen Spezialitäten wurden
von Spitzenköchen der jeweiligen
Regionen live zubereitet
und brachten ein Stück Italien
direkt ins Veranstaltungsgeschehen.
Die Produzenten selbst waren ebenso zahlreich vor Ort und erklärten die
Eigenschaften und Besonderheiten ihrer Erzeugnisse.
KK
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at szene
27
Ringtanz in der Oper Graz
Fabio Agnello, Sophia Esmeralda Vollmer und Thibaut
Lucas Nury beim Tanzabend (v. l.)
INGO PERTRAMER/OPER GRAZ
Premiere bei Let’s Spend
■ In zwei Wochen, am 13. Dezember, ist es endlich
wieder so weit und das Orpheum verwandelt sich
durch Alina Radkovic mit der Benefizshow „Let’s
Spend The Night Together“ in einen Ort voller Humor,
Musik und Emotionen. Im Rahmen der neuen
Produktion „Corry Gass – Duets – 23 Plus One“ hat
Corry Gass ein ganz besonderes Duett aufgenommen.
Gemeinsam mit Andy Baum singt sie den
Song „It’s Better“. Eine funkig-soulige Ballade über
die Erkenntnis, dass es manchmal besser ist, eine
toxische Beziehung hinter sich zu lassen. Der Song
wird bei der Benefizshow erstmals live präsentiert.
Also nichts wie los und die letzten Tickets sichern.
■ Letzten Samstag fand die Premiere zum dreiteiligen
Tanzabend „Ring“ in der Oper Graz statt.
Die Studiobühne verwandelte sich in einen Ort
des Kreistanzes – eine der ältesten Tanzformen der
Menschheit. Die drei jungen Choreografen Brian
Scalini, Jack Traylen und Etay Axelroad haben es
sich zur Aufgabe gemacht, den Tanz neu zu interpretieren.
Kaum ein Sitzplatz war leer, als die Tänzer der
Oper Graz das neue Programm hautnah am Publikum
präsentierten. Sowohl die Kritik als auch das
Publikum lobten Ballettdirektor Dirk Elwert und
die Performance des Ensembles.
Corry Gass und Andy Baum präsentieren ihren Song
erstmals bei der Benefizshow Let’s Spend. HELMUT SLAWITZ
Mike Markart und Martin G. Wanko
(v. l.) schreiben über Italien. PRIVAT
Graz nach Grado
■ Die beiden Autoren Mike
Markart und Martin G. Wanko
bringen mit ihrer Reiseliteratur
Italien nach Graz. Nach dem
Band „Triest. Das Meer. Die Stadt.
Wie die Nacht und der Wind“
zog es die Grazer an die italienische
Küstenstadt Grado. Nun
ist ihr neuer Band „Grado – Der
ins Meer hineingerufene Ort“ erschienen.
Dabei handelt es sich
um keinen klassischen Reiseführer,
sondern um Lyrik und Erzählungen
über Sehnsucht, Familie,
Erinnerung und Abschied.
28
eco
graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Sabrina Naseradsky
28 sabrina.naseradsky@grazer.at
Wir müssen uns davon verabschieden,
den Staat als Bankomaten
zu sehen.“
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl
beim Grazer Wirtschaftsgespräch BKA/ANDY WENZEL
Schuldenfalle
Weihnachten
Sich gegenseitig zu Weihnachten zu beschenken, macht große Freude. Viele tappen dabei jedoch in die Schuldenfalle, weil sie ihr Budget überschätzen. GETTY
VORSICHT. Weihnachten
ist die Zeit des Schenkens
und Freudemachens.
Doch viele drohen
dabei in die Schuldenfalle
zu rutschen.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Weihnachten ist nicht nur
die schönste Zeit des
Jahres, sondern auch die
Zeit der Geschenke. Doch viele
Grazer übernehmen sich finanziell
bei den Geschenken, wie die
Schuldnerberatung Steiermark
weiß. Diese warnt davor, zu großzügig
zu sein. „Was gut gemeint ist,
kann bei knappem Budget rasch
die Schuldenproblematik verschärfen
und die finanzielle Situation
langfristig beeinträchtigen“,
betont Kerstin Kogl, Bereichsleiterin
der Schuldnerberatung in der
Steirischen Arbeitsförderungsgesellschaft
(StAF). Besonders verlockend
seien Online-Angebote wie
„Jetzt kaufen, später zahlen“ oder
flexible Zahlungsdienstleister. „Sie
belasten das Budget zeitversetzt –
oft fehlt später die Kontodeckung
oder der Überblick über die offenen
Beträge.“
Budget
Auch KSV1870-Leiter Region Süd
René Jonke sieht in angebotenen
Ratenzahlungen ein Problem:
„Laut KSV1870-Analyse war
im Jahr 2024 knapp ein Drittel aller
rund 8800 Privatkonkurse auf
,persönliches Verschulden‘ zurückzuführen.
Dazu zählt neben
der Überschätzung der eigenen
finanziellen Leistungsfähigkeit
auch das eigene Konsumverhalten
bzw. ein schlechter Umgang
mit Geld.“ Ratenzahlungen sind
auf den ersten Blick vielleicht verlockend,
doch sind diese zumeist
nicht günstiger als eine vollstän-
dige, sofortige Zahlung. Zudem
verbirgt sich dahinter auch das
potenzielle Risiko, rascher den
Überblick über seine finanziellen
Ausgaben zu verlieren. Zudem
verleiten Tage wie der Black Friday
oder der Cyber Monday die
Menschen dazu, mehr Geld auszugeben.
Daher rät der Experte:
„Angebote oder angepriesene Rabattaktionen,
etwa in Form eines
abgebildeten %-Zeichens, verstärken
aus psychologischer Sicht
durchaus das Verlangen, Einkäufe
rasch zu tätigen. Doch wer tatsächlich
günstig einkaufen möchte,
sollte auch rund um den ,Black
Friday‘ genau recherchieren und
Von einer Generation zur anderen
■ Steirische Familienunternehmen
bilden das robuste
Rückgrat der heimischen Wirtschaft.
„Die 21.000 steirischen
Familienunternehmen sind
ein stabiles Rückgrat unserer
Wirtschaft“, stellt Nikolaus Hulatsch,
PwC-Partner und Geschäftsführer
in Südösterreich,
klar. Diese Unternehmen will
PwC mit einem speziellen Beratungspaket
für Betriebsübernahmen
innerhalb der Familie
unterstützen.
vergleichen, wie günstig der geplante
Einkauf tatsächlich ist.“
Zwar kann kein kausaler Zusammenhang
zwischen einem
Anstieg der Privatinsolvenzen im
neuen Jahr und den Weihnachtseinkäufen
gezogen werden. Dennoch
verzeichnet der KSV1870
rund ums neue Jahr einen Anstieg.
„In den vergangenen Jahren
war es häufig der Fall, dass in
den ersten beiden Quartalen eines
Jahres mehr Privatkonkurse
verzeichnet wurden als im zweiten
Halbjahr. Ein unmittelbarer
Bezug zu Weihnachten lässt sich
daraus jedoch nicht ableiten“, erklärt
Jonke.
Nikolaus Hulatsch und sein Team
beraten bei der Übergabe.
PWC
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz eco 29
➜
TEURER
GETTY (2)
Musikinstrumente +5,6 %
Jene, die ein Instrument lernen wollen, müssen
tiefer in die Tasche greifen. Instrumente
sind um 5,6 Prozent teurer geworden.
70 Jahre Intercoiffeur Mayer
■ Andreas und Gerhard Mayer
können auf eine erfolgreiche Firmengeschichte
zurückblicken. So
wurden in den letzten 70 Jahren
500 Lehrlinge ausgebildet und
Gerhard Mayer wurde als erster
und einziger Steirer bisher 1995
Friseurweltmeister. Zudem wurde
er für sein unternehmerisches
Lebenswerk mit dem Steirischen
Landeswappen und dem Goldenen
Ehrenzeichen der Stadt Graz
ausgezeichnet. 2015 übernahm
dann Sohn Andreas das Zepter
und setzte die Erfolgsgeschichte
seines Papas fort. Er gewann nicht
nur den Entrepreneur Salon in
London, sondern ist heute auch
Europapräsident der Intercoiffure
Mondial in Paris.
Intercoiffeur
Mayer ist seit
70 Jahren eine
Institution in
der heimischen
Branche. Gerhard
(l.) und Andreas
Mayer freuen sich
über das Jubiläum.
INTERCOIFFEUR MAYER
Futtermittel –10,6 %
Gut für die Bauern im Winter. Futtermittel
sind um 10,6 Prozent günstiger
geworden.
Drei Jahre Rezession
■ In der Aula der Universität
Graz fand gestern auf Einladung
von Rektor Peter Riedler und Alfred
Gutschelhofer das Grazer
Wirtschaftsgespräch 2025 statt.
Finanzstaatssekretärin Barbara
Eibinger-Miedl diskutierte unter
der Leitung von Thomas Krautzer
mit IV-Österreich-Präsident Georg
BILLIGER
➜
Diskussionsrunde: Tobias Thomas, Georg Knill, Barbara Eibinger-Miedl,
Thomas Krautzer, Peter Riedler und Alfred Gutschelhofer (v. l.)
SOWI
Knill und Tobias Thomas, Professor
für Wirtschaftspolitik, die aktuelle
wirtschaftliche Situation. Mit
dabei waren: Kurt Hohensinner,
Franz Voves, Martin Schaller,
Nina Zechner, Harald Kainz, Beatrix
Karl, Gustav Spener, Gernot
Pagger, Michael Schickhofer und
Christian Kovac.
30
viva
graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Mit Sport fördern wir nicht nur
die physische und psychische Gesundheit
unserer Kinder, sondern
30 Clarissa Berner clarissa.berner@grazer.at
auch ihren Lernerfolg.“
Landesrat Stefan Hermann über Schulsport PB HERMANN
Mehr als nur ein
Mit der Aktion werden finanziell
Schwache unterstützt. VINZIWERKE
VinziShop lädt
zum Haarschnitt
■ Am Montag, dem 1. Dezember,
findet im VinziShop in der
Georgigasse 2 die Aktion „Gratis
Haarschnitt“ statt. Von 10
bis 18 Uhr können Sozialcard-
Besitzer einen kostenlosen
Haarschnitt genießen. Es wird
darum gebeten, die Haare vor
dem Friseurtermin zu waschen.
Seit 2019 gibt es den VinziShop
in Eggenberg. Er wurde in feierlichem
Rahmen von der Obfrau
Susanne Biri, Leiterin Waltraud
Grießler-Aichberger und Pfarrer
Wolfgang Pucher eröffnet.
Seit diesem Zeitpunkt ist der
Shop aus dem Grazer Stadtbild
nicht mehr wegzudenken. Im
VinziShop werden Sachspenden,
die dort abgegeben werden,
verkauft. Die Auswahl ist groß:
Von Kleidungsstücken über Bücher
bis hin zu Spielzeug und
Haushaltswaren ist für jeden etwas
dabei. Mit dem Kauf der Waren
werden soziale Projekte der
Pfarre unterstützt.
SPANNEND. Herausforderungen
und
Entwicklungen im Gesundheitsbereich
– ein
Gespräch mit Landesrat
Karlheinz Kornhäusl.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
stiegschancen und es werden
Spitzengehälter gezahlt.“
Gesundheitsberufe sind jedoch
sehr fordernde Berufe.
Kornhäusl: Selbstverständlich
sind sie unheimlich fordernd.
Man ist mit Leid und Krankheit
konfrontiert. Viele Bereiche
sind körperlich und seelisch
herausfordernd, und die Versorgung
muss 365 Tage im Jahr gewährleistet
werden. Das ist mit
Nacht- und Wochenendarbeit
verbunden. Aber man bekommt
von den Patienten so viel Dankbarkeit
zurück. Auch der Zusammenhalt
im Team ist überwältigend.
Das ist durch kein Geld
der Welt zu ersetzen und ergänzt
die Maßnahmen, die wir als steirische
Landesregierung bereits
gesetzt haben.“
Um welche Maßnahmen handelt
es sich?
Kornhäusl: „Es braucht eine
Vielfalt an Maßnahmen, eine
ausgewogene Work-Life-Balance
und ein dementsprechendes
Gehalt. In der Steiermark sind
wir bei den Gehältern an der
Spitze. Wir haben die Kinderbetreuungsangebote
an unseren
Krankenhausstandorten aufgestockt
und bieten zusätzlich
Was sind die Herausforderungen
im Gesundheitsbereich?
Karlheinz Kornhäusl: „In
ganz Europa liegen die Herausforderungen
darin, die wohnortnahe
Versorgung in der Breite
sicherzustellen. Dafür benötigt
man hochqualifiziertes Personal.“
Wie begeistert man junge Menschen
dafür, einen Gesundheitsberuf
zu erlernen?
Karlheinz Kornhäusl: „Ich
war 15 Jahre als Arzt tätig und
kann sagen, dass Gesundheitsberufe
unheimlich abwechslungsreich
und vielfältig sind.
Man arbeitet zum Wohle der Patienten,
hat Aufstiegs- und Umeine
Sommerbetreuung für die
Kinder unserer Mitarbeiter an.
Neben Online- und Social-Media-Kampagnen
haben wir eine
eigene Informationsstelle am
Karmeliterplatz eingerichtet, wo
Interessierte Informationen über
Gesundheitsberufe einholen
können. Außerdem bezahlen wir
ein monatliches Ausbildungsgeld
von knapp 900 Euro an jeden,
der eine Pflegeausbildung
antritt. So ist es uns gelungen,
Menschen für Gesundheitsberufe
zu begeistern. Mittlerweile
haben fast alle steirischen Krankenhausstandorte
eine Vollbesetzung.“
Ist der Fachkräftemangel im Pflegebereich
dennoch spürbar?
Kornhäusl: „Ich würde lügen,
wenn ich sage, dass überall Milch
und Honig fließt. Es geht uns allen
ähnlich, aber im Vergleich
zu den anderen Bundesländern
geht es uns in der Steiermark
besser. Unsere Bemühungen
fruchten. Wir haben im letzten
Jahr erstmals seit vielen Jahren
mehr Eintritte in die Spitäler gehabt
als Austritte. Das sind positive
Signale im pflegerischen und
ärztlichen Bereich. Nur, da darf
man sich nicht ausruhen.“
„Keine App und keine
KI dieser Welt können
Berührung, menschliche
Zuwendung und
gesprochenes Wort
ersetzen.“
SCHERIAU
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
graz viva 31
➜
IN
GETTY (2)
Pastelltöne
Christbaumschmuck in hellen Pastelltönen
sorgt für ein modernes und
schlichtes Weihnachtsflair.
Überladene Bäume
Christbäume mit viel Lametta,
blinkenden Lichterketten und grellen
Farben liegen nicht mehr im Trend.
OUT
➜
Beruf
Nun ein Blick in die Zukunft. Wie
wird die Künstliche Intelligenz das
Gesundheitssystem verändern?
Kornhäusl: „Wir sind am Beginn
einer langen Reise, wenn
es um KI und Telemedizin geht.
Den Weg müssen wir gehen, weil
er mit großen Chancen verbunden
ist, vor allem wenn es darum
geht, unsere Gesundheits berufe
zu entlasten. Es ist absurd, wenn
die Dokumentation einer Pflegetätigkeit
mehr Zeit in Anspruch
nimmt als der eigentliche Pflegeschritt.
Hier können digitale Angebote
Abhilfe schaffen. Aber keine
App und keine KI dieser Welt
können Berührung, menschliche
Zuwendung und ein gesprochenes
Wort ersetzen. Das werden
wir immer brauchen.“
„Wir haben es geschafft,
Menschen für
Gesundheitsberufe zu
begeistern.“
SCHERIAU
32 viva
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Arbeiten mit Sinn
Vielfalt wird
am Ausbildungszentrum
der Caritas für
Sozialberufe
großgeschrieben.
CARITAS SCHULEN AUSBIL-
DUNGSZENTRUM FÜR SOZI-
ALBERUFE WIELANDGASSE
GRAZ, FURGLER FOTOGRAFIE
SOZIAL. Gesundheitsberufe
sind sinnstiftend
und sozial. Wir waren
mit Birgit Poier, Direktorin
der Grazer Caritas
Schulen, im Gespräch.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Wenn es um Gesundheitsberufe
geht, denkt man
meistens an pflegerische
Tätigkeiten. Doch nicht alle Gesundheitsberufe
sind automatisch
Pflegeberufe. Jene Berufe sind sogar
in hohem Maß soziale Berufe.
Wir waren mit Birgit Poier, Direktorin
des Ausbildungszentrums
der Caritas für Sozialberufe, im
Gespräch und haben uns über die
soziale Rolle von Berufen im Sozialbetreuungs-
und Pflegebereich
unterhalten.
Soziale Berufe
Spätestens seit der Corona-Pandemie
sind Pflegeberufe in aller
Munde, doch neben der Ausbildung
zum Pflegefachassistenten
gibt es im Gesundheitsbereich
viele soziale Schwerpunkte. Dazu
zählen etwa die Ausbildung zum
Sozialbetreuer in den Bereichen
Altenarbeit, Behindertenarbeit,
Behindertenbegleitung sowie Familienarbeit,
die Ausbildung zur
Heimhilfe und jene zum diplomierten
Sozialpädagogen.
Trotz des spürbaren Fachkräftemangels
ist der Zulauf zu Gesundheitsberufen
hoch. „Im heurigen
Herbst mussten wir eine zusätzliche
Klasse aufmachen, weil die
Nachfrage so groß war“, erinnert
sich Poier. Am Ausbildungszentrum
der Caritas werden unterschiedliche
Schultypen mit den
jeweiligen Schwerpunkten angeboten,
darunter eine dreijährige
Schule für Sozialbetreuungsberufe
und eine fünfjährige Höhere
Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung.
Tätigkeiten
Zwar stehen Tätigkeiten im Rahmen
der Alten- und Behindertenarbeit
auch mit der Pflege eng in
Verbindung, doch hat die
Arbeit eine starke soziale
und emotionale Komponente.
Auch zuhören,
beruhigen, motivieren,
die Begleitung im Alltag,
die therapeutische Arbeit,
Prävention und Aufklärung
gehören zu den
Hauptaufgaben der Gesundheitsund
Sozialbetreuungsberufe.
Die Auszubildenden sollten
ein gewisses Profil mitbringen.
„Besonders wichtig sind innere
Stabilität und ein gutes Gleichgewicht
mit sich selbst. Auch soziale
Kompetenzen, insbesondere Empathiefähigkeit,
spielen eine große
Rolle. Unsere Schüler sollten zu-
dem Offenheit und echtes Interesse
für die Menschen mitbringen,
mit denen sie in Zukunft arbeiten
werden“, weiß die Direktorin aus
Erfahrung.
Zukunft
Berufe im Sozialbetreuungs-
und Pflegebereich
bieten zahlreiche Weiter-
und Höherqualifizierungswege:
„Viele
unserer Schüler, die
die fünfjährige Höhere
Lehranstalt für
Pflege und Sozialbetreuung
abgeschlossen
haben, studieren jetzt an
der Fachhochschule“, so Poier.
Der Tag der offenen Tür für die
Höhere Lehranstalt für Pflege
und Sozialbetreuung findet am
12. Dezember von 14 bis 18 Uhr
statt. Informationsabende für die
Schule für Sozialbetreuungsberufe
finden an ausgewählten Tagen
im Jänner statt.
Birgit Poier
Zentrum für Groß und Klein
■ Im Rahmen der Kinderrechte-Woche
eröffnete ein Jugend-
und Familienzentrum der
Kinderfreunde Steiermark in
der Peter-Rosegger-Straße 98.
Landesvorsitzender Wolfgang
Moitzi, Gemeinderat Stefan
Stücklschweiger, Landesabgeordnete
Kerstin Zambo und
Gemeinderat Kurt Luttenberger
waren dabei, für Musik sorgte ein
ukrainischer Chor. Alle Fotos finden
Sie auf www.grazer.at.
Musik und ein ukrainischer Chor
sorgten für Unterhaltung. FEDEROVA
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at viva
KI und Technik
Gesundheit im Wandel
33
SPANNEND. Durch Technik, Apps und die Künstliche Intelligenz ändert sich
in Gesundheitsberufen viel. Ein Beispiel dafür ist das Da-Vinci-System.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Auch im Gesundheitsbereich
wird technischen
Geräten, der Künstlichen
Intelligenz und Apps eine immer
größer werdende Rolle zugeschrieben.
Damit verändern sich
auch die Gesundheitsberufe.
Operationen werden einfacher,
Abläufe schneller und Diagnosen
genauer. Ein Beispiel hierfür
ist Roboterchirurgie, die innerhalb
der KAGes in Graz und Leoben
eingesetzt wird.
Robotik
Der Robotertechnologie wird
eine große Rolle zugeschrieben.
In der KAGes kommt das
Da-Vinci-System zum Einsatz.
Diese Form der Eingriffe bedeutet
für die Patienten geringeren
Blutverlust, weniger Schmerzen,
geringeren Medikamentenbedarf,
schnellere Wundheilung
und damit kürzere Krankenhausaufenthalte.
Auch für Chirurgen bringt die
Technologie klare Vorteile: ergonomisches
Arbeiten, geringere
körperliche Belastung und präzisere,
ermüdungsarme Bewegungsabläufe.
Ein Beispiel für den gelungenen
Einsatz der Roboterchirurgie
sind Prostataoperationen.
„Gerade bei Prostataoperationen
zeigen internationale Studien,
dass durch roboterassistierte
Eingriffe das Risiko für Inkontinenz
und Erektionsstörungen
insgesamt geringer sein kann,
weil anatomische Strukturen unter
der 3D-Vergößerung besser
geschont werden können“, so der
Urologe Thomas Alber.
Roboter unterstützen Chirurgen bei
Operationen.
UNIKLINIKUM GRAZ/STIEFKIND
34 viva
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Skivergnügen und
Skifahren am Präbichl in der Erlebnisregion
Erzberg-Leoben PRAEBICHL/TOM LAMM
Start in die neue
Wintersaison
■ In der Erlebnisregion Erzberg-Leoben
beginnt die Wintersaison
mit einer Vielfalt an
sportlichen und naturnahen
Erlebnissen. Ab 6. Dezember
2025 finden Skifahrer aller
Könnerstufen am Präbichl
wieder ihr Terrain: familienfreundliche
Schulhänge,
genussvolle Pisten und die
berühmte Polsterrinne, die
längste erschlossene Steilrinne
der Ostalpen, laden zu
sportlichen Winterabenteuern
ein.
Die Backstreet Boys sorgen an drei Tagen für Kreischalarm in Schladming.
SCHLADMING DACHSTEIN
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at viva
35
Konzert-Highlights
HÖHEPUNKTE. Die
Skisaison hat sich
mittlerweile zu einer
wahren Konzertsaison
entwickelt. Wir haben
den Überblick.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Auf die Ohren
Doch damit nicht genug, auch
in anderen Skigebieten jagt ein
Konzert-Highlight das nächste
und es gibt für die Skifans und
Konzertjunkies ordentlich was
auf die Ohren.
Am 5. Dezember werden Edmund
in Obertauern ihre Hits
zum Besten geben.
Beim Bergfestival in Saalbach
warten zahlreiche Stars und
Bands auf die Besucher.
Gastein Sounds heißt es in
Bad Hofgastein. Am zweiten Tag
begeistert der deutsche Kult-
Rapper Cro die Konzertbesucher.
Österreichisch wird’s beim
Hochzeiger Open Air im Pitztal.
Hier werden Seiler & Speer das
Publikum zum Mitsingen animieren.
Das mit Sicherheit größte
Konzert-Highlight dieser
Wintersaison sind
die drei Konzerte der Backstreet
Boys beim Ski Opening in
Schlad ming. Die Kultband aus
den USA gibt hier ihre einzigen
angekündigten Konzerte in Europa.
Dementsprechend groß
war der Ansturm auf die Tickets,
und die Jungs stockten von einem
geplanten auf insgesamt
drei Konzerte auf.
Das vorwiegend weibliche
Publikum kann sich auf eine
mitreißende Performance und
die größten Hits von AJ, Brian,
Kevin, Howie und Nick freuen.
Musik im Schnee
■ Backstreet Boys, 5. bis 7.
Dezember, beim Ski Opening in
Schladming
■ Edmund, 5. Dezember, in
Obertauern
■ Marteria, Donots, H-Blockx,
Sondaschule, Blackout Problems,
Turbobier, DJ Arnim
Teutoburg-Weiss, DJ Dennis
Concorde und Brew Berrymore,
5. bis 7. Dezember beim
Bergfestival in Saalbach
■ Fäaschtbänkler, 7. Dezember,
St. Anton am Arlberg
■ Ski Aggu, SDP & Ikkimel,
12. Dezember, beim Gastein
Sounds in Bad Hofgastein
■ Cro & Bella, 13. Dezember,
beim Gastein Sounds in Bad
Hofgastein
■ Seiler & Speer, 13. Dezember,
beim Hochzeiger Open Air
im Pitztal
Rätsel-Lösung vom 23.11.2025
M
A G A
E I N W O H N E R Z A H L
A N N E E O D A E R M E
S M I N I M A X I M E D
M A R O N E E N T D I
G E P O C K E C I G
E R I C H P A K E S C H
A N A A S E S A D E
Z E H N T E R B E Z I R K
R I S O E I N S U E
R U H E W E I N Z O E D L
T O R T E N D
Lösung:
H O F O R G I E
P B R R LANDES-
G I G A S P O R T PATRON
E L O R B E R Lösung:
N I L E I N E LANDESPATRON
Sudoku-Lösung
vom 30.11.2025
9 7 3 5 8 6 1 4 2
1 8 2 7 3 4 5 9 6
5 6 4 1 9 2 8 7 3
8 3 7 9 2 1 6 5 4
6 9 5 3 4 7 2 1 8
2 4 1 6 5 8 9 3 7
7 5 6 8 1 3 4 2 9
3 2 9 4 6 5 7 8 1
4 1 8 2 7 9 3 6 5
36 viva
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Wellness als ideales
Die Therme lädt zum Benefizkonzert.
THERMENRESORT LOIPERSDORF | MICHAEL GROESSLER
Benefizkonzert
in Loipersdorf
■ „Gemeinsam Großes bewegen“
– unter diesem Motto findet
heuer ein stimmungsvoller
Adventabend im Thermenresort
Loipersdorf statt. Am 7. Dezember
verwandelt sich die
Thermenkapelle beim Benefizkonzert
von Christian Stani
und Caro Fux in einen Ort voller
Musik und Herzenswärme.
Der Reinerlös der Veranstaltung
kommt der Kinderklinik
des LKH Graz zugute, die damit
Familien schwer erkrankter
Kinder unterstützt.
Ein Aufenthalt in einer der elf Thermen ist das ideale Geschenk für Weihnachten.
THERME LOIPERSDORF | HELDENTHEATER
Tourismus zieht Bilanz
NEUE ZAHLEN. Im Herbst zieht der heimische Tourismus Bilanz. Sowohl
der gesamte Tourismus als auch einzelne Regionen verzeichnen ein Plus.
Gastgeber des mo.wi Franziska und
Gerhard Moser-Winkler KÄRNTENPHOTO
Auszeichnung für
den Moserhof
■ Das Restaurant mo.wi, des
Hotel Moserhof in Kärnten,
wurde für sein herausragendes
Engagement im Umwelt- und
Klimaschutz mit dem renommierten
Gault&Millau „Future
Award Kärnten 2026“ ausgezeichnet.
Die Auszeichnung
unterstreicht die konsequente
Ausrichtung des Kärntner Traditionshauses
auf Regionalität,
Ressourcenschonung und zirkuläre
Kulinarik. Mit der Ehrung
wird das Hotel Moserhof
als Leuchtturmbetrieb ausgezeichnet.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Auf ein erfolgreiches Jahr
kann der steirische Tourismus
blicken. Im gesamten
Tourismusjahr (November
2024 bis Oktober 2025) konnte
bei den Nächtigungen die
14-Millionen-Marke überschritten
werden. Das ergibt ein Plus
von 0,9 Prozent bei den Nächtigungen.
Bei den Ankünften
konnte ein Plus von zwei Prozent
verzeichnet werden. Im Sommerhalbjahr
gab es acht Millionen
Nächtigungen, ein Plus von
1,3 Prozent. Die Ankünfte stiegen
um 1,6 Prozent. Sehr zur Freude
von Landeshauptmann und Tourismusreferent
Mario Kunasek
und Steiermark-Tourismus- und
Standortmarketing-GmbH-Geschäftsführer
Michael Feiertag.
Jubel
Jubelstimmung herrscht auch
im Tourismusverband Thermen-
& Vulkanland: Mit einem
Zuwachs von 90.000 Nächtigungen
verzeichnet die Erlebnisregion
das größte Plus aller elf
Tourismusregionen in der Steiermark,
und zwar ein Plus von
4,9 Prozent.
Erfreulich ist auch die Aufenthaltsdauer
im Thermen- & Vulkanland.
Bei 662.646 Ankünften
(gesamt +3,1 Prozent bzw.
+4,4 Prozent Inland) blieben
die Gäste durchschnittlich 3,3
Nächte in der Erlebnisregion.
Auch die Zahlen für die Sommersaison
2025 (Mai bis Oktober)
können sich sehen lassen:
Hier konnte die Erlebnisregion
bei den Nächtigungen ein Plus
von 4,4 Prozent verbuchen.
Mario Kunasek und Michael Feiertag
(r.) freuen die Zahlen.
STG/SCHERIAU
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at viva
37
Geschenk
SCHENKEN. In knapp
einem Monat ist Weihnachten.
Wellness-
Gutscheine bieten sich
perfekt als Präsent
unterm Baum an.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Winterzeit ist Thermenzeit.
Und hier kann man
in der Steiermark aus
dem Vollen schöpfen. Insgesamt
elf Thermen und zahlreiche Wellnesshotels
warten landauf, landab
auf entspannungswillige Gäste.
Freude schenken
Daher liegt es also nahe, so kurz
vor Weihnachten über Thermenund
Wellnessgutscheine als Geschenk
nachzudenken. So bleibt
der Beschenkte flexibel und kann
sich den passenden Zeitpunkt
für seinen Aufenthalt individuell
aussuchen.
Denn wer sagt, dass ein Ausflug
in eine Therme oder ein Wellnesshotel
nur am Wochenende
stattfinden muss? Denn gerade
zu diesen Zeiten sind oft viele
Erholungssuchende zu Gast und
es ist mit der Erholung oft nicht
weit her. Unter der Woche sind
die Wellnesstempel oft nur wenig
besucht und der Erholungsfaktor
ist umso höher.
Wer zudem gerne die Sauna
besucht oder sich eine Massage
gönnen möchte, ist an einem
Wochentag oft besser aufgehoben,
weil man leichter zu einem
Termin kommt bzw. mehr Platz
beim Schwitzen hat.
Zwar sind die Thermen mittlerweile
Ganzjahresdestinationen,
dennoch ist die kalte Jahreszeit
noch immer die romantischste
Zeit für einen Wellnessaufenthalt.
mobil
graz
38
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
38
Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Neue Autobahnanschlüsse
bringen selten Entlastung, dafür
aber zusätzlichen Verkehr.“
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner ist keine
Freundin der neuen Abfahrt Hart bei Graz. FISCHER
Der Formentor VZ5 ist ein superstarker
Verbrenner.
CUPRA
Rückkehr des
Fünfzylinders
■ Cupra will weiterhin neue
Maßstäbe im Bereich High
Performance setzen – diesmal
mit der Rückkehr seines
legendärsten Verbrennermodells:
des Cupra Formentor
VZ5. Der auf weltweit nur 4000
Einheiten limitierte Hochleistungs-Crossover-SUV
verfeinert
seine emotionale und
technische DNA und bietet
gleichzeitig ein unvergleichliches
Fahr erlebnis. Der Cupra
Formentor VZ5 war schon
immer etwas Besonderes. Der
unverwechselbare 287 kW
(390 PS) starke Fünfzylindermotor
mit 480 Nm Drehmoment,
die Agilität durch Drehmomentverteilung
(Torque
Splitter) und das skulpturale
Design des Crossover-SUV
verkörpern den rebellischen
Spirit und die technische
Kompetenz der Marke. Jetzt
kehrt er mit neu kalibrierter
Präzision, verbesserter Ästhetik
und neuen Funktionen
zurück. Das Herzstück des
neuen Cupra Formentor VZ5
ist der legendäre 2,5-Liter-TSI-
Fünfzylindermotor mit einer
Leistung von 287 kW (390 PS)
und einem Drehmoment von
480 Nm. In Kombination mit
einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe
(DSG) und
dem Allradantrieb 4Drive
bietet der VZ5 eine präzise
Kraftverteilung auf alle Räder
– einschließlich einer Querkraftregelung
für verbesserte
Kurvenstabilität. Der Bestellstart
erfolgt Anfang 2026.
ÖAMTC warnt
WILDWUCHS. Mit der neuen Möglichkeit der Kameraüberwachung für
Kommunen droht ein Chaos. Graz will nur Fußgängerzonen überwachen.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Mit der 36. Novelle der
Straßenverkehrsordnung
(StVO) sollen
Gemeinden eine Möglichkeit
erhalten, ihre Verkehrsflächen
mit Kameras zu überwachen.
In der Unbestimmtheit, wo eine
Kameraüberwachung zulässig
sein soll, ortet Österreichs größter
Mobilitätsclub ein riesiges
Problem. Bernhard Wiesinger,
Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung:
„Die StVO-Novelle
erlaubt den Gemeinden eine
Kameraüberwachung fast aller
Fahrverbote und weiterer Verkehrsbeschränkungen.
Kommt
dieses Gesetz, ist in ganz Österreich
ein Wildwuchs an zusätzlichen
und größeren Fahrverbotszonen
zu erwarten. Schließlich
geht es für die Gemeinden auch
um Einnahmen.“ Zwar werden
auch künftig Magistrat oder Bezirkshauptmannschaft
prüfen
müssen, ob die Errichtung eines
neuen Fahrverbotes „dringend
notwendig“ ist, allerdings seien
die Hürden für die antragstellende
Gemeinde niedrig.
Hinzu komme, dass durch das
Fehlen einheitlicher Vorgaben
praktisch jeder Ort eigene Ideen
zur Verkehrsberuhigung entwickeln
kann. Wiesinger: „Bereits
heute existieren ganz unterschiedliche
Begründungen für
Verkehrsbeschränkungen. Beim
Parken werden in Wien und Graz
höhere Gebühren für SUVs diskutiert.
Im Ortskern von Laa an
der Thaya sind beispielsweise nur
E-Mopeds erlaubt. International
verbieten Städte wie Madrid und
Barcelona in bestimmten Bereichen
die Einfahrt von Verbrenner-Autos.
Im Grunde sind unterschiedliche
Regel-Konzepte
natürlich vorstellbar, aber wenn
Neue
Möglichkeiten
zur
Kameraüberwachung
bedingen
oft
kreative
Ideen. Der
ÖAMTC
warnt vor
einem
Ausarten
der Regeln
und
Zonen. GETTY
Kamera-Chaos droht
alles gleichzeitig kommt, dann ist
Chaos vorprogrammiert.“
Der ÖAMTC gibt zu bedenken:
„Wenn für die Einfahrt in
eine Gemeinde andere Regeln
gelten als für die Einfahrt in die
Nachbar-Gemeinde, kennt sich
niemand aus. Außerdem könnte
der Aufwand für Behörden und
Gerichte massiv ansteigen.“
Graz beruhigt
In Graz soll kein Chaos ausbrechen:
„Beim Zufahrtsmanagement
geht es uns vor allem um
den Schutz der Fußgänger, denn
in Graz kommt es immer wieder
zu gefährlichen unerlaubten Einfahrten
in Fußgängerzonen. Eine
datenschutzkonforme, moderne
Kontrolle hilft uns, diese Bereiche
sicherer zu machen. Wir wollen
keine neuen Verbote, sondern bestehende
Regeln endlich verlässlich
überprüfen können“, meint
Vize-Bgm. Judith Schwentner.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at mobil graz 39
CC/USERMYFRIEND, CC/ KumarNeelamegam
... in Graz
Hier fährt man auf mehr als
70 Kilometern auf Schienen
mit mehreren Linien.
ANZAHL DER
STRASSENBAHNKILOMETER
73,6 : 30,4
... in Linz
Hier sind es etwas weniger
Kilometer als in Graz. Der
Ausbau von Schienen stockt.
Neuer Transporter von Renault
NEUHEIT. Renault stellt ein neues Nutzfahrzeug vor und führt dort erstmals die 800-V-Ladetechnik
ein, die man sonst eher aus höherwertigen E-Autos des Mitbewerbs kennt. Start ist im Jahr 2026.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Renault stellte auf der Solutrans
2025 in Lyon die Serienversion
des neuen Trafic
E-Tech Electric vor. Der vollelektrische
Kastenwagen ist das erste
Fahrzeug der Marke, das auf der
flexiblen, skalierbaren SDV-Architektur
(Software Defined Vehicle)
von Ampere basiert. Eine Premiere
für die Marke ist zudem die
800-Volt-Technologie, die hier erstmals
in einem Renault-Modell zum
Einsatz kommt und ein schnelles
Aufladen für eine Reichweite von
bis zu 450 km WLTP ermöglicht.
Der Trafic-Kastenwagen ist das
erste Modell einer neuen Familie
von 100 Prozent elektrischen
Nutzfahrzeugen. Er kommt Ende
2026 auf den Markt, bevor weitere
Versionen des Trafic E-Tech, etwa
als Fahrgestell, Pritsche oder Cargo
Box, folgen.
Schnell-Lader
Für mehr Komfort und ein einfacheres
Handling sorgt die neue
800-Volt-Schnellladetechnologie,
die hier ihre Premiere bei Re nault
feiert. An DC-Schnellladestationen
lässt sich die Batterie damit in etwa
20 Minuten von 15 auf 80 Prozent
aufladen, was einer zusätzlichen
Reichweite von 260 km entspricht.
Der neue Renault Trafic E-Tech Electric wurde in Lyon vorgestellt und soll
das Nutzfahrzeug endgültig in die elektrische Ära heben.
RENAULT
40 mobil
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Das E-Facelift
NEU. Toyota frischt den
bZ4X auf und spendiert
ihm einige neue Goodies,
die gefehlt haben.
Mit dem bZ4X hat Toyota
im Jahr 2022 nicht
nur sein erstes reines
Elek trofahrzeug eingeführt. Das
SUV-Modell lieferte auch die
Blaupause des Unternehmens
für die künftige Entwicklung neuer,
vollelektrischer SUVs: eine
„EV-DNA“ aus authentischer Allradleistung,
effizientem Antrieb
und der unverzichtbaren Toyota-
Qualität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit.
Facelift
Der neue bZ4X ist weit mehr als
nur eine Modellpflege zur Mitte
des Lebenszyklus. Der elektrische
Antriebsstrang wurde umfassend
verbessert; neue Batterien bieten
mehr Leistung, schnelleres Laden
und eine größere Reichweite.
In der Top-Ausstattung verfügt
der bZ4X künftig zudem über ein
22-kW-Bordladegerät. Künftig
werden zwei Batterievarianten
mit 57,7 kWh oder 73,1 kWh Kapazität
angeboten. Die Kunden
können damit eine Version wählen,
die ihren Fahranforderungen
und ihrem Budget am besten entspricht.
Toyota garantiert, dass
die Batterie bis zu zehn Jahre lang
oder bis zu einer Laufleistung von
160.000 Kilometern noch über
mindestens 70 Prozent ihrer ursprünglichen
Kapazität verfügt.
Aktualisierungen an Fahrwerk
und Karosserie sorgen für ein
niedrigeres Geräusch- und Vibrationsniveau
sowie für komfortablere
Fahreigenschaften und
eine verbesserte Fahrdynamik.
Der umfassend verbesserte Toyota
bZ4X ist zu Preisen ab 42.690
Euro bestellbar. Auslieferung:
2026. LSTW
Der neue Toyota bZ4X wird ab Anfang 2026 ausgeliefert.
TOYOTA
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
Neutorlinie
mobil 41
Premierenfahrt mit Promis
HISTORISCH. Am Freitag fand die Premierenfahrt auf der Neutorlinie statt. Es war dies die offizielle
Eröffnung der neuen Linie. Seit gestern befindet sich die neue Bim-Strecke im Normalbetrieb.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Das Wort „historisch“ wurde
am Freitag mehrmals
bemüht, denn mit der
Neutorlinie, die die Innenstadt
entlastet, ist ein Meilenstein im
Grazer Tramverkehr gelungen.
Die neue Neutorlinie wurde im
Beisein von Nationalratsabgeordnetem
Wolfgang Moitzi (kam
in Vertretung von Minister Peter
Hanke), Verkehrslandesrätin
Claudia Holzer, Bürgermeisterin
Elke Kahr, Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner, Finanz-
und Beteiligungsstadtrat
Manfred Eber, SPÖ-Vorsitzender
Doris Kampus, der Holding-
Graz-Vorstände Wolfgang Malik
und Mark Perz sowie Stadtbaudirektor
Bertram Werle feierlich
in Betrieb genommen. Danach
ging es auf eine erste Runde, um
die neue Strecke zu erleben. Da
für die neue Flexity-Bim noch
Genehmigungen ausständig
sind, wurde die Premierenfahrt
mit einer Variobahn begangen.
ÖVP mit Kritik
Die Entflechtung des Straßenbahnnetzes
ist eine sinnvolle
und notwendige Maßnahme,
die die Volkspartei nicht nur
immer unterstützt, sondern in
der vergangenen Gemeinderatsperiode
auch selbst federführend
auf Schiene gebracht hat.
„Die Grund entscheidung war
richtig“, betont VP-Chef Stadtrat
Kurt Hohensinner, „nur das,
was danach kam, war eine einzige
Aneinanderreihung von Fehlern
und politischem Scheitern“,
kritisiert er das Baustellenmanagement.
Bundespolitik, Landespolitik, Stadtpolitik und Vertreter der Stadt und der
Holding waren bei der Premierenfahrt der Neutorlinie anwesend.
KK
42 mobil
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Frische Dacias
sind jetzt da
SPANNEND. Dacia hat seine Bestseller Sandero,
Sandero Stepway und Jogger überarbeitet und
setzt auf mehr Konnektivität und frische Optik.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Dacia öffnet die Bestellbücher
für die neuesten
Versionen von Sandero,
Sandero Stepway und Jogger.
Alle drei Modelle zählen seit
Jahren zu den erfolgreichsten
Privatkundenfahrzeugen Österreichs.
Allein der Sandero wurde
2025 bis Ende Oktober fast
3700-mal zugelassen. Seit seiner
Einführung 2008 konnte der
Bestseller über 50.000 Kunden in
Österreich überzeugen. Seit 2022
führt er die Zulassungsstatistik
bei den Privatkunden hierzulande
an – und ist seit 2017 sogar
das meistverkaufte Privatauto in
Europa. 2024 war er über alle Kanäle
hinweg Europas Nummer 1.
Mit der Überarbeitung bleiben
die Modelle ihrem Kern treu: Sie
sind moderne, praktische und
robuste Fahrzeuge zum fairsten
Preis am Markt.
Preisbrecher
Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner,
der nur für den Sandero
erhältlich ist, leistet nun
100 PS statt wie bisher 90 PS und
verbessert damit die Agilität im
Der Sandero wurde überarbeitet und kann jetzt bestellt werden. Ebenso
der neue Jogger. Dacia setzt stark auf Kunden im Privatsegment.
DACIA
Alltag. Der Sandero ist weiterhin
mit dem Benzinmotor SCe
65 erhältlich und mit Preisen ab
12.690 Euro das günstigste Angebot
auf dem Markt. Den Sandero
Stepway gibt es ab 15.490 Euro.
Der Dacia Jogger bleibt das preiswerteste
Familienauto Österreichs
mit Platz für bis zu sieben
Personen. Zu haben ist der Crossover
ab 18.990 Euro. Alle drei Modelle
sind ab sofort bestellbar.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at wohnen
43
Eigentümertag klärte auf
TAGUNG. Großer Andrang und eine hohe Nachfrage herrschte beim 7. Steirischen Eigentümertag.
Das Jahresforum bot einmal mehr eine Plattform zu den Themen, die für Eigentümer relevant sind.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Über 400 Teilnehmer vor
Ort und beeindruckende
4185 Online-Besucher
nahmen an der Veranstaltung
teil und knackten damit den Besucherrekord.
ÖHGB-Vizepräsident
Paul Großmann war eigens
aus Tirol angereist.
Umfassend
Die Veranstaltung bot ein umfassendes
Programm zu jenen
Themen, die aktuell besonders
relevant sind: Mietrecht, Sanierungsanforderungen,
Förderlandschaft,
Gebäudesicherheit,
Energieeffizienz und steuerliche
Rahmenbedingungen. Großmann,
Peter Hötzer, Vizepräsident
des Hausbesitzerbundes
Steiermark, und Tagungsleiter
Christoph Kothbauer präsentierten
einen präzisen Überblick
über die jüngsten rechtlichen
Entwicklungen und deren Auswirkungen
auf Eigentümerinnen,
Eigentümer und Verwalter.
Bei der Podiumsdiskussion
„Zukunft braucht Dialog“ wurden
die wesentlichen Herausforderungen
für Eigentümer
benannt: Wertsicherungsmechanismen,
aktuelle Entwicklungen
in MRG und WEG, Gebäudesicherheit
sowie neue
Marktdaten unterstreichen, dass
sich die Immobilienwirtschaft
an einem entscheidenden Wendepunkt
befindet. Auf die Branche
wächst der Handlungsdruck,
und die Rechtslage wird zunehmend
komplexer. Der große Andrang
bei der Veranstaltung hat
deutlich gezeigt, das es Informationsbedarf
gibt.
Christoph Kothbauer, Peter Hötzer, Sandra Suppan, Alexander Klein und Stefan
Drawetz freuten sich über den regen Andrang der Eigentümer.
ÖHGB STEIERMARK
44
sport
graz
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
44
Das hat mich überrascht,
und es ist sicher nicht
seine große Stärke.“
Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko über
Neo-Aston-Martin-Teamchef Adrian NeweyGEPA
Stimmungsvolle Fackelwanderungen
erhellen den Advent. ARVIDEO
Aktiv durch die
Weihnachtszeit
■ Mit Fackelwanderungen
und einem „Bewegten Adventkalender“
sorgt die Bewegungsrevolution
im Advent für
Licht und Bewegung. Hinter
jedem Türchen verbergen sich
ab 1. Dezember Kniebeugen,
Seitdehnen, Einbeinstand
oder Bauchmuskelübungen.
Den „Bewegten Adventkalender“
gibt es in der App der
Bewegungsrevolution oder in
der gedruckten Version, die in
einem der drei Sport-Dachverbände
ASKÖ, Sportunion und
ASVÖ abgeholt werden kann,
solange der Vorrat reicht. Die
Fackelwanderungen im Advent
führen zu den schönsten
Zielen der Steiermark. Termine
und Anmeldung gibt’s unter
diebewegungsrevolution.
at/projekt/adventtour. Unter
allen aktiven Teilnehmern beider
Aktionen werden fünf Mal
zwei Skikarten für steirische
Skigebiete verlost.
SPANNUNG. In Meisterschaft und Europa League hat Sturm sieben Spiele in
Folge nicht gewonnen. Und jetzt wartet das Derby beim Team der Stunde.
Auch wenn man beim Meister
um Ruhe bemüht ist
und das Wort Krise nicht
in den Mund nimmt – die Zahlen
und Fakten sprechen eine andere
Sprache. Der letzte volle Erfolg
des Meisters datiert vom 19. Oktober,
als man das verrückte
Spiel bei Blau-Weiß Linz mit 4:3
gewonnen hat. Danach? Ein einziger
Punkt im Heimspiel gegen
Salzburg (1:1) und Niederlagen
gegen den WAC (1:3), bei Rapid
(1:2) und zuletzt gegen den LASK
(1:3). Dazu kommen Niederlagen
in der Europa League bei Celtic
Glasgow (1:2) und Panathinaikos
(1:2) sowie das torlose Remis zu
Hause gegen Nottingham.
Und jetzt wartet das Auswärtsspiel
beim Team der Stunde in
Hartberg. Das könnte für Trainer
Jürgen Säumel schon zum
Schicksalsspiel werden. Die Oststeirer
haben ihre letzten drei
Partien gegen die Austria (2:1)
beim WAC (2:1) und gegen Ried
(2:0) gewonnen und sind in der
Tabelle auf Platz 3 vorgestoßen
– punktegleich mit Sturm, das
noch ein Spiel weniger ausgetragen
hat.
Wie schnell es im Fußball-Geschäft
gehen kann, sieht man an
Rapid. Dort hat man sich nach der
1:4-Niederlage in der Conference
League bei Rakow in Polen von
Trainer Peter Stöger getrennt,
der nach einem starken Saisonstart
noch bejubelt worden war.
Verkrampft
Ein Problem der Schwarz-Weißen:
Seit fünf Spielen hat kein
Stürmer mehr ein Tor erzielt. „Es
geht momentan nicht so leicht
von der Hand. Es fehlt ein bisschen
die Leichtigkeit“, gesteht
Säumel ein. Dazu hat Sturm zwar
in nahezu jedem Spiel gute Phasen,
kann die Leistung aber nicht
Gegen Hartberg
(rechts
Ex-Blacky Lukas
Spendlhofer)
hat Sturm (links
Seedy Jatta) den
bislang einzigen
Heimsieg
der laufenden
Meisterschaft
Schicksalsspiel für den
SK Sturm in Hartberg
Von Klaus Molidor
redaktion@grazer.at
konstant hoch halten. 20 starke
Minuten sind in der Bundesliga
zu wenig für einen Sieg. „Es gibt
jedenfalls einige Dinge, die wir
zu verbessern haben. Das werden
wir im Trainerteam analysieren“,
sagt Säumel. „Dazu kommt
jetzt natürlich auch ein bisschen
Verkrampfung.“
Nicht die besten Voraussetzungen
für den Gang nach Hartberg,
wo es gerade läuft und wo vor allem
die Ex-Sturm-Spieler Tobias
Kainz und Lukas Spendlhofer
topmotiviert sein werden. „Da
erwartet uns ein tief stehender
Gegner, der auf Konter spielt“,
sagt Säumel.
Hartberg ist seit der 8. Runde
am 28. September ungeschlagen.
Damals setzte es eine 0:1-Niederlage
– bei Sturm. In der 95.
Minute traf Jon Gorenc Stankovic
nach einem Freistoß von
Tomi Horvat per Kopf zu Sturms
bislang einzigem Heimsieg der
laufenden Meisterschaft.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
sport graz 45
OHA!➜
Sieg bei der Premiere
Mit einem 5:2 bei Meister Salzburg
feierte Dan Lacroix seinen Einstand
als Trainer der Graz 99ers.
GEPA (2)
Prominente Handball-Paten
Niederlage in Dänemark
Die Damen des UVC Graz verloren
im Volleyball CEV Challenge Cup bei
Holte IF in Dänemark mit 0:3.
OJE!
➜
HANDBALL. Der Grazer VIP-Klub war beim
33:29-Sieg der HSG Graz gegen Bregenz wieder
einmal bestens und prominent gefüllt.
Mehr als 1000 Fans bejubelten
den jüngsten
33:29-Sieg der HSG-
Holding-Graz-Handballer über
Bregenz im Raiffeisen Sportpark.
Mit ihnen freuten sich die Paten
des Spiels. So etwa VP-Graz-Chef
Kurt Hohensinner, der mehr als
100 Fans zum Spiel geladen hatte
und einen ganzen Sektor füllte.
Oder auch der Bad Gleichenberger
Thermen-Boss Jörg Siegel,
der mit Delikaterie-Boss Daniel
Freismuth und Konditor Dominik
Fitz die Bewirtung der Gäste
im „Grazer“-VIP-Klub übernom-
men hatte. Und VIPs ließen sich
einige sehen: Wirtschaftsbund-
General Kurt Egger, Alt-LH-Stv.
Toni Lang, die Präsidenten Stefan
Herker (Union), Klaus Eichberger
(ARBÖ), Gerald Pototschnig
(Radsport) und Christian
Wolf (Handball), S-Leasing-Chef
Robert Prettenthaler, Müll-Manager
Frank Dicker, SP-Klubobfrau
Daniela Schlüsselberger,
Union-Geschäftsführer Markus
Pichler, Intercity-Hotel-Manager
Stefan Willensdorfer und VP-
Graz-Geschäftsführer Markus
Huber.
Kurt Egger (l.) und Kurt Hohensinner
fieberten mit der HSG Graz. KK
Christian
Wolf, Frank
Dicker,
Robert Prettenthaler
(v. l.)
KK
Stefan Herker (Union, l.) mit Alt-
Landeshauptmann-Vize Toni LangKK
46 grazer sonntag
www.grazer.at 30. NOVEMBER 2025
SO ISST GRAZ
GRAZWORTRÄTSEL
Das Hendl-Eck präsentiert ...
... Pariser Schnitzel
"Leuchtturm
der
Smart City
Graz"
zweitgrößte
Pride-
Parade in
Österreich
Frankfurter
Automesse
Graz ist die
Stadt der …
8
Gemeinde
14 km westlich
von
Graz (2 W.)
sächlicher
Artikel
angeben,
großtun,
sich
brüsten
langsames
Musikstück
"... fan
tutte"
7
Wörtchen
zum Abschied
Theatermacher
aus
Graz † 1987
(Horst)
modern,
modisch
Rendezvous
Formel-1-
Ikone † 1970
(Jochen)
barsch, derb
Opernlied
Internationales
Olymp.
Komitee
Feuchtbiotop
glückl. Märchenfigur
Figur am
Palais
Saurau
2
„Hendl-Eck“ Inhaber Alex Čaušević
mit dem vorgestellten Gericht. KK (2)
Das Restaurant Hendl-Eck bietet seit
einigen Jahrzehnten herrliche Gerichte
an. Während das Lokal im Hotel
Alter Telegraf natürlich vor allem für
sein köstliches Backhendl bekannt ist,
weiß man dort auch mit anderen heimischen
Schmankerln zu überzeugen.
Ob im Sommer im traumhaften Gastgarten
oder im Winter in den gemütlichen
Räumlichkeiten, beim Hendl-Eck
gibt es für jeden Anlass
genau das Richtige.
Wer sich darauf
einstellen möchte,
kann zuhause
das Pariser
Schnitzel ausprobieren.
LEO
Zutaten:
400 g Hühnerbrust, 2 Eier,
60 g Mehl zum Wenden, 4 Prisen Salz,
2 Msp. Pfeffer, Öl zum Ausbacken
Zubereitung:
Das Fleisch waschen, trockentupfen
und danach die Hühnchenbrüste der
Länge nach mittig tief einschneiden
und aufklappen. Das Fleisch anschließend
unter Klarsichtfolie leicht
klopfen, bis es gleichmäßig dünn ist.
Die Eier aufschlagen, mit Salz und
Pfeffer würzen und mit der Gabel gut
verrühren. Öl bodenbedeckend in die
Pfanne gießen und langsam erhitzen.
Die Schnitzel jetzt auf beiden Seiten in
Mehl wenden, durch das Ei ziehen und
etwas abtropfen lassen. Die Schnitzel
nun auf beiden Seiten langsam
in der Pfanne goldgelb ausbacken,
herausnehmen und auf einem Teller
mit Küchenrolle abtropfen lassen. Die
Pariser Schnitzel heiß servieren. Als
Beilage empfehlen wir Gemüsereis,
Rotkraut und einen Salat nach Wahl.
Gutes Gelingen und Bon Appetit!
chines.
Urgrund
Service der
Kinderklinik
KFZ-Kz. für
Waidhofen
a. d. Thaya
Zerebrum
das
tägliche
Auskommen
frühe Phase
einer Entwicklung
Tramway
Lösung:
SUDOKU
3
KFZ-Kz.
für Leoben
röm. für
"6"
eine der
Frauen
Davids
Abk. für
"Oberlehrer"
Aufstiegshilfe
auf den
Schöckl
Senkblei
hohe Tonqualität
latein.
für "Weg"
Abk. f. "ehrenamtlich"
KFZ-Kz. für
Bruck/Leitha
1
deutscher
Hochwasserfluss
russische
Fischsuppe
Christusmonogramm
von da an
4
IT-Event
am Campus
Inffeld der
TU Graz
Initialen
von
Kopernikus
Computertomografie
Teil von
Straßgang
niedergeschlagen
Abk. für "in
Gründung"
Ruhm,
Ansehen
Domäne für
Afghanistan
"Gastwirt
auf Rädern"
Recheneinheit
im PC
10
Grazer Naturschutzgebiet
Dreizehenfaultier
Grazer
Chemiker
† 1940
(Friedrich)
französ.
umgangssprachl.
für
"Polizist"
5
Sühne
altes
KFZ-Kz. für
Hartberg
Wagendecke
wanderlustige
Fische
Abk. für
"Landeshauptmann"
plötzlich
und unvermittelt
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
3 6 1
1 2 9
6 4 9 8
8 3 2 6
6 7 1
2 5 8 7
5 6 4 9
4 2
1175
Jede
Ziffer darf
in jeder
Reihe in
jedem
Quadrat
nur
einmal
vorkommen.
Bleistift
spitzen,
los geht’s.
Viel Spaß!
9
latein. für
"Luft"
Umschlag,
Verpackung
gehoben
für
"Adler"
Rätsellösungen: S. 35
"die Mutter
aller Energie-Träger"
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinn
nicht übertragbar. Einsendeschluss: 3.12.2025.
Gewinner werden telefonisch verständigt und
sind mit der Veröffentlichung einverstanden.
30. NOVEMBER 2025 www.grazer.at
grazer sonntag 47
„GRAZER“-TIPPS FÜR DEN 30. NOVEMBER
Advent, Advent
Die Grazer Innenstadt erstrahlt in
ihrem vorweihnachtlichen Glanz
und lädt ein, den 1. Adventsonntag
mit Punsch, gebrannten Mandeln
und Flanieren zu verbringen. 17
Adventmärkte, die liebevoll dekoriert
und kuratiert sind, warten
heute auf einen Besuch. Zudem
wurde gestern der Christbaum
am Hauptplatz illuminiert und die
Eiskrippe wurde eröffnet.
Winterwelt
Die Grazer Winterwelt lädt heute
wieder zum Eislaufen ein. Von 9
bis 19 Uhr können Slots für die
Eisfläche gebucht werden. Der
Genussmarkt sorgt für Speis und
Trank.
Lichtermeer
Lumagica, der Lichterpark im Golfclub
Murhof, hat heute geöffnet.
Das Motto für dieses Jahr ist „Colors
of Life“, was eine farbenfrohe
Reise durch das Areal verspricht.
Zum vierten Mal können rund
300 leuchtende Objekte bestaunt
werden, die im Zusammenspiel mit
Klang und Interaktivität ein Erlebnis
für die ganze Familie kreieren.
Timeslots können online gebucht
werden.
Letzte Chance in der Oper
Zum letzten Mal wird heute
Wolfgang Amadeus Mozarts
„Idomeneo“ in der Oper Graz
aufgeführt. Das von der Kritik
gelobte Stück behandelt
das Ende des Trojanischen
Kriegs, die Rückkehr in
die Heimat und einen
verhängnisvollen Schwur.
Für alle Opernfans die
letzte Chance, die tolle
Performance des Ensembles
zu sehen. Um
15 Uhr.
Gags, Gags, Gags
Stermann und Grissemann
gastieren heute im Orpheum. Ihr
beliebtes Programm „Gags, Gags,
Gags“ wird heute zum letzten Mal
in Graz aufgeführt. Ob Nonsens,
Parodie oder Polemik – die zwei
sorgen wie immer für einen Abend
voller Lacher. Der Beginn ist um
20 Uhr.
77 Zwerge in Graz
In der Oper Graz wird
heute das Familienmusical
„Schneewittchen und die
77 Zwerge“ aufgeführt.
Schneewittchen nimmt
ihr eigenes Leben in
die Hand und will der
Verfolgung durch die
hinterlistige Stiefmutter
entkommen.
Ein ermutigendes
Spektakel für die
HIGHLIGHT:
20 Uhr
Orpheum
Das Programm „Gags, Gags, Gags“ von Stermann und Grissemann
wird heute das letzte Mal in Graz aufgeführt.
UDO LEITNER, GETTY
ganze Familie. Um 11 Uhr.
Furzipups in Seiersberg
Lustig wird es in Seiersberg. Denn
Furzipups, der Knatterdrache, und
seine Freunde gastieren heute das
letzte Mal in Graz. Der Puppenpalast
lässt die lustigen Gefährten
um 11 und 15 Uhr ein grandioses
Abenteuer erleben. Letzte Chance.
Überall Schallplatten
In der Messe Graz findet heute
wieder die Austria-Vinyl-Schallplatten-
& -CD-Börse statt. Drei
Mal im Jahr verwandelt sich die
Halle A in einen Fundus für zehntausende
Tonträger. Ab 10 Uhr
heißt es: stöbern, gustieren oder
tauschen.
WOHIN AM SONNTAG
Großes Adventkonzert
Nach den Konzerten 2023 und
2024 ist das große steirische Adventkonzert
zurück. Am ersten Adventsonntag
steht „Mein Dezember
’25“ unter dem Motto: „bereit“.
Gäste können sich von der Musik
berühren und erwärmen lassen.
Um 18 Uhr im Stefaniensaal.
Kasperl in Weihnachtsstimmung
Das Orpheum Extra wird heute
wieder vom Kasperl und seinen
Freunden besucht. Um 11, 15 und
16.30 Uhr trifft der Kasperl den
Nikolaus. Ein Spaß für Klein und
Groß.
Theater für die Kleinen
Auch im Kindermuseum Frida &
Fred wird heute ein Programm
für die kleinen Kulturbegeisterten
geboten. Das Wurzeltheater führt
„Der erste Winterschlaf des kleinen
Bären“ auf. Der kleine Bär kann
nicht einschlafen, er ist einfach
zu aufgeregt. Empfohlen ab drei
Jahren. Beginnt um 16 Uhr.
Kinderfilmfestival
Heute findet der letzte Tag des 17.
Kinderfilmfestivals statt. Das KIZ
Royal Kino spielt daher um 11 Uhr
den Film „Laban – Das kleine
Gespenst spukt wieder“ und um
15 Uhr den Film „Lampje“.
Witze mit Gernot Haas
Um 16.30 Uhr bringt TV- und
Comedy-Star Gernot Haas sein
Programm „Einen hab’ ich noch:
Meine liebsten Witze“ auf die
Bühne der Komödie Graz. Spontan
wählt Haas aus 300 Witzen die
passendsten aus. Ein lustiger
Abend ist vorprogrammiert.
Volksmusik am Eisernen Tor
Ab 14 Uhr wird am Eisernen Tor
musiziert. Eva Schwemberger
bringt steirische Musik zum
Adventmarkt am Eisernen Tor. Der
Eintritt ist frei.