TOP Magazin Ulm 04/2025
TOP Magazin Ulm / Neu-Ulm Winterausgabe 2025 Als regionales Lifestylemagazin sind wir seit 2004 erfolgreich auf dem Markt und berichten aus der Region und über die Region – aus den Städten Ulm/Neu-Ulm und Biberach und von der Ostalb bis Oberschwaben. Unsere Leserinnen und Leser engagieren sich erfolgreich im Geschäftsleben und genießen Lebensart auf anspruchsvollem Niveau.
TOP Magazin Ulm / Neu-Ulm Winterausgabe 2025
Als regionales Lifestylemagazin sind wir seit 2004 erfolgreich auf dem Markt und berichten aus der Region und über die Region – aus den Städten Ulm/Neu-Ulm und Biberach und von der Ostalb bis Oberschwaben. Unsere Leserinnen und Leser engagieren sich erfolgreich im Geschäftsleben und genießen Lebensart auf anspruchsvollem Niveau.
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Ausgabe 4 · 22. Jahrgang
Winter 2025/2026 · 6,– €
ALB-DONAU-KREIS · BIBERACH · HEIDENHEIM
ULM | NEU-ULM
events
Top Lounge
im Pflegeheim der Zukunft
100 Jahre
Lebkuchen Weiss
Carl Laemmle
Produzentenpreis
wohnen
Sanierung
Fischerhof Illerberg
biberach
Kinovisionär Adrian Kutter
kunst und kultur
100 Jahre
Museum Ulm
www.topmagazin-ulm.de Das Lifestyle-Magazin für die Region
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Nur in Ulm.
editorial
Liebe Leserin,
lieber Leser,
Ende Oktober habe ich ein paar Tage
Urlaub in Dubai gemacht. Viele von
Ihnen sind sicherlich auch schon dort
gewesen und haben das Gleiche bemerkt
wie ich. Die Stadt entwickelt sich mit
einer rasanten Dynamik und erwartet
ein Bevölkerungswachstum von derzeit
4 Millionen auf 7 Millionen in den nächsten
15 Jahren. Dafür entstehen komplette
Stadtviertel inklusive Straßen, Einkaufszentren,
Krankenhäusern und einer
Metrolinie neu, und zwar in der gleichen
Zeit, die Ulm braucht, um drei Brücken
zu sanieren. Obwohl es im Sommer extrem
heiß und daher nahezu unmöglich
ist, zu bauen, zeigt die Stadt eine Dynamik,
die für uns unvorstellbar ist.
Außerdem gilt Dubai – wie die anderen
arabischen Emirate auch – als eine der sichersten
Städte der Welt. Obwohl Menschen
aus rund 190 Nationen dort leben,
gibt es so gut wie keine Kriminalität. Warum
ist das eigentlich so? Und warum hat
die Kriminalität bei uns in den vergangenen
Jahren deutlich zugenommen und
dort, wo sogar noch mehr verschiedene
Nationen zusammenleben als bei uns, ist
die Sicherheit so hoch? Vielleicht liegt es
daran, dass in Dubai zwar jeder ins Land
kommen darf, dass es aber keinerlei Sozialleistungen
für Immigranten gibt, und
jeder, der nicht nach drei Monaten einen
Job hat, das Land wieder verlassen muss.
Das erklärt vermutlich auch, warum viele
der Flüchtlinge aus Syrien und anderen
arabischen Ländern nicht zu ihren arabischen
Brüdern in den Emiraten oder Kuwait
wollen, sondern lieber nach Europa.
Seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit
Jahrtausenden, gilt Weihnachten als das
Fest der Liebe und des Friedens, und das
ist es natürlich nach wie vor. Allerdings
gibt es eine Entwicklung, die viele von
uns sehr nachdenklich und auch traurig
macht. Immer mehr Weihnachtsmärkte
müssen mit einem extremen Sicherheitsaufwand
geschützt werden und werden
dort, wo dieser Aufwand nicht geleistet
oder bezahlt werden kann, abgesagt. Ulm
ist in der glücklichen Lage, dass es auf
dem Münsterplatz wieder einen Weihnachtsmarkt
gibt, und er ist sogar einer
der schönsten und stimmungsvollsten
bundesweit. Geöffnet ist er noch bis zum
22. Dezember, täglich von 10.00 bis
20.30 Uhr.
Wir wünschen Ihnen und all Ihren Lieben
eine wundervolle Vorweihnachtszeit mit
vielen kleinen Freuden, erholsamen
Stunden der Gemütlichkeit sowie einen
gesunden, erfolgreichen Start ins Jahr
2026.
Herzlichst
Hermann Genth
und das ganze TOP Magazin
Ulm/Neu-Ulm Team
FOLGEN SIE UNS AUF
PS: Die jeweils aktuelle
Ausgabe finden Sie kurz nach
dem Erscheinungstermin
auch als Blätterversion auf
unserer Homepage unter
www.topmagazin-ulm.de
www.esh-nu.de
Öffnungszeiten:
Fr. – Sa. 10:00 – 18:00 Uhr
So. 10:00 – 17:00 Uhr
23. Neu-Ulmer
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2026
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inhalt
events
6
55. Ulmer TOP Lounge 6
100 Jahre Lebkuchen Weiss 18
Verleihung des Carl Laemmle
Produzentenpreises 20
Basketball Tip-Off Event 24
IHK Indian Summer 26
Jubiläum des Planetariums Laupheim 28
Eröffnung Club Noel 31
10 Jahre Glacis Galerie 32
Symposium 20 Jahre Support Ulm e. V. 34
Jubiläumsgala 20 Jahre Support Ulm e. V. 36
Spendengala Heart for Life 38
Ordensfest Goldene Elf 40
Inthronisationsball des Kuhbergvereins 41
75 Jahre Fricker Blaustein 42
Apfel- und Pilzausstellung im
Autohaus Wuchenauer 42
Vortrag Prof. Dr. Harald Lesch 43
Vortrag Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer 44
lokales
Gute Nachrichten aus der Region 46
Superlative in Ulm 47
18
50
wirtschaft
36
Verleihung des Ulmer Marketingpreises 50
Jahresversammlung initative.ulm.digital 52
Nachfolge in der Mercedes-
Niederlassung Neu-Ulm 54
Spedition Stöhr 56
Neueröffnung Rechtsanwaltskanzlei
Manuela De Fortunato 57
Devisenhandel 1000FTAD 58
Neubau HARDER Logistics 60
IHK Ulm Bestenehrung 60
Image- und Bewerbungsfotos 62
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nicht im kalten
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Ulm · Wiblingen · Neu-Ulm · Nersingen · Blaustein
inhalt
bauen & wohnen
20 Jahre Kaipf in der Dreiköniggasse 64
Sanierung des Fischerhofs in Illerberg 66
Wohnmarktbericht Hirn Immobilien 69
medizin
Zahnersatz an einem Tag 73
Kolumne von Prof. Dr. Heinz Maier 74
Praxisumzug Dr. Sarie Ann Haisch 76
Ganzkörper-MRT 77
Praxiszentrum Dr. Koller und
Dres. Beck / Heilig 78
66
Sport
OrangeCampus Neu-Ulm 80
biberach
Biberacher Filmfestspiele 82
Portrait Adrian Kutter 84
Museum Biberach 86
Theater ohne Namen 88
Lerch-Gruppe baut „Die Villa“ um 89
Kreissparkasse Biberach 90
Eröffnung der ACTIV-GALERIE 91
laupheim
Verleihung Laupheimer Bürgerpreis 92
84
100
ausflugstipp
Thermalbäder in Süddeutschland 94
kunst & kultur
100 Jahre Museum Ulm 100
Theater Ulm Spielplan 1. Halbjahr 2026 102
Kunsthalle Weishaupt 104
Vernissage BeGe Galerie 106
essen & trinken
12 Monate 12 Sterne 4-Hands Lunch 108
Gold Ochsen Jahrgangsbier 110
Gastro-Guide 111
rubriken
94
Editorial 3
Impressum 101
Veranstaltungstipps 112
Weil jeder Augenblick zählt...
Brille tragen? Ohne mich!
High End Augenlaser & Premiumlinsen
Praxis für refraktive Augenchirurgie
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top lounge
IllerSENIO Vöhringen
TOP Lounge im Pflegeheim
der Zukunft
Rund 200 geladene Gäste tauchten bei der 55. Top Lounge in die besondere Atmosphäre des
neuen illerSENIO-Hauses in Vöhringen ein – und zeigten sich beeindruckt von der inspirierenden Architektur
und den vielen unerwarteten Einblicken, die der Abend bot.
Fotos: Jürgen Hofstätter, Anita Gall, Hermann Genth
Mit der 55. Top Lounge feierten das Top
Magazin und illerSENIO die Eröffnung
eines außergewöhnlichen Projekts: das
„Pflegeheim der Zukunft“. Schon beim
Empfang im Erdgeschoss sorgte Musiker
Bobby mit Saxophon und Klarinette für
eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung.
Später erlebten die Gäste einen
Abend voller kulinarischer Genüsse, Musik
und inspirierender Begegnungen –
und waren begeistert von der hochwertigen
Ausstattung und der hotel-ähnlichen
Wohlfühlatmosphäre des neuen Pflegeheims.
Über 45 Millionen Euro wurden in diesem
Projekt investiert. Entstanden sind 158
Zimmer auf vier Stockwerken in innovativer
Hybrid-Modulbauweise aus Vollholz
und Stahlbeton – ein nachhaltiges,
ökologisches Konzept, das neue Maßstäbe
setzt. Möglich wurde dies unter anderem
durch die Beharrlichkeit von illerSENIO-
Geschäftsführer Dominik Rommel, der
nichts unversucht ließ, um die richtigen
Stellen von dem Konzept zu überzeugen –
mit Erfolg! Durch sein Engagement und
„die beeindruckende Teamleistung der
illerSENIO-Mitarbeiter, die in den letzten
Wochen und Monaten über sich hinauswuchsen,
Nachtschichten einlegten und
mit Herzblut an der Verwirklichung dieses
Traums arbeiteten“, so Dominik Rommel,
konnte diese Vision Realität werden.
Auch die Zusammenarbeit mit regionalen
Handwerkern, Architekten und Partnern
wurde in den Ansprachen immer wieder
als Schlüssel zum Erfolg hervorgehoben.
Ein besonderes Highlight bei der Top
Lounge war die Möglichkeit, das neue Gebäude
auf eigene Faust zu entdecken.
Ob das „Zirbenzimmer“ (Themenraum
Sinne), die modernen Bewohnerzimmer,
der Leseraum, die einladende Cafeteria
oder die riesige Dachterrasse – überall gab
es liebevolle Details und innovative Lösungen
zu bestaunen, die das Haus zu einem
echten Wohlfühlort machen. Die
Gäste der Top Lounge spürten den Teamgeist
und die Leidenschaft, mit der das
Haus gestaltet wurde, in jedem Detail: von
den lichtdurchfluteten Bewegungsräumen
über die innovative HCL-Lichtsteuerung
bis hin zu den geschmackvoll gestalteten
Zimmern.
Im dritten Stock sorgte die Band Jukebox
für beste Unterhaltung und ausgelassene
Stimmung. „Man fühlt sich wie in einem
Hotel“, schwärmte ein Gast – und tatsächlich
ist die Atmosphäre im „Pflegeheim
der Zukunft“ geprägt von Offenheit,
Lebensfreude und dem Wunsch, einen
Ort zu schaffen, an dem sich Bewohner,
Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen
wohlfühlen.
Der Abend bot neben kulinarischen
Köstlichkeiten aus der hauseigenen
Küche und der musikalischen Begleitung
auch Raum für inspirierende Gespräche
und neue Kontakte. So wurde
die 55. Top Lounge zum gelungenen
Auftakt für ein Haus, das die Zukunft
der Pflege neu denkt.
swl ■
6 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Andreas Kast, Petra Kast
Manfred Hintz, Andreas Hintz
Jochen Hofmann, Gabriela Baumann
Andreas Bortoli, Heidi Bortoli, Nadine Sabisch, Thomas Sabisch
Sabrina de Colle, Dr. Mark Dorfmüller
Jutta Baar-Trompetter, Ralf Trompetter
Hermann Genth
Dominik Rommel
Heike Niedhammer, Ditte Endriß, Erhard Sepp, Christina Sepp
Edith Eifert, Thomas Eifert
Wolfgang Moser, Henrike Moser
Sandra Werner-Lang, Kerstin Vorwalter
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
7
illerSENIO Team
Susanne Frfr. und Max Frhr. von Süßkind-Schwendi
Margret Schlosser, Arthur Schlosser
Katharina Pliske, Michael Holzberger
Thomas Hasieber, Elke Hasieber
Sascha Stecken, Sandra Stecken
Christian Mertsch, Sabine Mertsch, Petra Unsöld, Andreas Unsöld
Clemens Röger, Simone Röger
Felix Locher, Jana Anderer
8 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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Manfred Hezler
Walter Bauer
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
9
Julia Gentner, Pia Grüninger
Martina Hofmann, Stephan Denkmann
Heiko Heitele, Jana Spitzmüller
Liftboy
Frau und Herr Sailer-Langediekhoff
Holger Graf, Virginia Kopp
Fabian Biemel, Leonie Erdmann
Violeta Jaic, Eva Reuter
Birgit Hofstätter, Jürgen Hofstätter
Dominik Rommel, Hermann Genth
Frederic Sayler, Hans-Ulrich Sayler, Karin Frank, Helmut Bühler
10 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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Frieder Moser, Uwe Gamperling
Bernhard Schmid, Ruth Schmid
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Nena Kovac, Dr. Luis Andres Vasquez Ortega
Laurent Becherer, Denise Noch
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Thomas Schillinger, Thomas Engler
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12 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Manfred Humm, Andrea Humm
Gregor Wind, Eva-Britta Wind
Berthold Braunger, Andrea Braunger
Alexander Motz, Judith Motz Manfred Renz, Karin Renz Petra Huber, Regina Novak
Klaus Lohrmann, Christoph Hab
Dr. Eliane Schumacher, Helmut Bühler
Christine Kröner, Andreas Müller
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
13
Markus Oettle, Elke Ruß-Oettle
Claudia Kast, Gerhard Kast
Ivica Peranovic, Edin Hodzic
Victoria Madl, Dr. Nadine Nowakowski
Uta Witzel, Thomas Witzel
Tina Locher, Sonja Görlich
Michael Frank, Petra Frank
Petra Kindl, Theodor Dirr
Melisa Sönmezer, Gloria Neugebauer
Saxophonist Bobby
Angelika Schies, Diana Wieser
Katja Ölberger, Kerstin Lutz
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16 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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event
100 Jahre Lebkuchen Weiss
Ein Jahrhundert
gelebte Tradition und Innovation
Mit einem festlichen Akt am 12. September und einem stimmungsvollen
Mitarbeiterfest feierte die Firma Lebkuchen Weiss ihr 100-jähriges Bestehen –
ein Meilenstein, der nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die
Stadt Neu-Ulm und die gesamte Süßwarenbranche von großer Bedeutung ist.
Die Erfolgsgeschichte begann 1925, als
Max Weiss sen. in Neu-Ulm das „Feinback-
und Nährmittelwerk“ gründete.
Was damals in schwierigen Zeiten mit
viel Unternehmergeist und Leidenschaft
begann, entwickelte sich im Laufe der
Jahrzehnte zu einer festen Größe in der
deutschen Süßwarenbranche.
Seit 1994 gehört Lebkuchen Weiss gemeinsam
mit seiner Nürnberger Tochterfirma
Ferdinand Wolff zur traditionsreichen
Lambertz-Gruppe in Aachen, die
bereits 1688 gegründet wurde und
bis heute inhabergeführt ist. Prof. Dr.
Hermann Bühlbecker, Inhaber der Lambertz-Gruppe,
betont: „Es war der Herzenswunsch
von Max Weiss, dass das
Familienunternehmen, sein Lebenswerk
und vor allem seine wunderbaren Produkte
auch nach dem Firmenverkauf erhalten
bleiben. Genau aus diesem Grund
hat er sein Unternehmen an mich veräußert.
Damit konnte er sich absolut sicher
sein, dass das traditionelle Erbe, das Sortiment,
der Standort und vor allem auch
die Arbeitsplätze nicht verschwinden
werden. Auch in Zukunft werden Lambertz
und Weiss eigenständig am Markt
agieren und von einem eigenen Management
geführt.“
In den vergangenen 30 Jahren hat Lebkuchen
Weiss seine Marktpräsenz und
-position kontinuierlich ausgebaut. Heute
verfügt das Unternehmen nicht nur über
die größte Produktionsstätte innerhalb
der Lambertz-Gruppe, sondern auch über
den weltweit modernsten Lebkuchenproduktionsbetrieb.
In Neu-Ulm werden
jährlich mehr als 30.000 Tonnen verschiedener
Lebkuchenvarianten hergestellt -
darunter 450 Millionen Lebkuchenherzen.
Die Bedeutung von Lebkuchen Weiss für
die Region unterstrich Johannes Stingl,
2. Bürgermeister der Stadt Neu-Ulm:
„Wir sind als Wirtschaftsstandort Neu-
Ulm stolz und dankbar, wenn wir auf
100 Jahre Lebkuchen Weiss zurückblicken,
denn florierende Unternehmen
sind wichtig für die Stadtentwicklung.
Lebkuchen Weiss ist Teil unserer kulturellen
Identität in Neu-Ulm.“
Johannes Stingl
Prof. Dr. Hermann Bühlbecker
Oliver Stipar, Melanie Börsing, Gerd Stiefel
Fotos: picslocation / Peter Neher
Joachim Eckert, Prof. Dr. Hermann Bühlbecker, Oliver Peik
Dr. Carsten Bernoth, Prof. Dr. Hermann Bühlbecker
Gerd Stiefel überreichte Prof. Dr. Hermann Bühlbecker
die Jubiläumsurkunde
18 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Feinste Naschereien von Lebkuchen Weiss
Prof. Dr. Hermann Bühlbecker
Impulse Tenors
Auch Gerd Stiefel, Vizepräsident der
IHK Schwaben und Vorsitzender
der Regionalversammlung Neu-Ulm
der IHK, würdigte das Unternehmen:
„Wer 1925 in der damals schwierigen
Zeit begonnen hat, der ist ein leuchtendes
Beispiel für Unternehmergeist.“
Dr. Hermann Bühlbecker und sein
Team lobte er für die erfolgreiche
Weiterentwicklung des Unternehmens
über viele Jahre hinweg.
Dr. Carsten Bernoth, Hauptgeschäftsführer
des Bundesverbands der deutschen
Süßwarenindustrie, bezeichnete
Lebkuchen Weiss als Vorbild für
die gesamte Branche: „Diese Firma
steht exemplarisch für unser Leitmotiv:
Tradition – Innovation – Genuss.“
Joachim Eckert, Vorstandsvorsitzender
von Sweets Global Network e.V.,
hob die besondere Struktur der Süßwarenbranche
hervor, die von inhabergeführten,
mittelständischen Unternehmen
geprägt ist: „Ein besonderes
Beispiel hierfür ist Lebkuchen
Weiss.“
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Die Jubiläumsfeier wurde musikalisch
vom Trio „Impulse Tenors“ umrahmt
und bot einen würdigen Rahmen, um
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Unternehmergeist, Tradition und Vision
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
19
event
Ingo Bergmann, Paul Beck, Svenja Vanhoefer,
Marius Beck, Jean-Young Kwak, Gerrit Klein,
Gabriele M. Walther, Louis Klamroth,
Michelle Müntefering, Bernhard zu Castell,
Adrian Kutter, Dennenesch Zoudé
Carl Laemmle Produzentenpreis
Gabriele M. Walther
für ihr Lebenswerk geehrt
Carl Laemmle, geboren 1867 in Laupheim, gilt als einer der bedeutendsten Filmproduzenten und durch die Gründung
der Universal Filmstudios auch als Gründer von Hollywood. Anlässlich des 150. Geburtstags dieses Filmpioniers
wurde 2017 der Carl Laemmle Produzentenpreis ins Leben gerufen und ehrt seither herausragende Persönlichkeiten
der deutschen Filmbranche. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen u.a. Roland Emmerich,
Regina Ziegler, Thomas Kufus und Martin Moszkowicz.
Fotos: Herbert Geiger
Als Höhepunkt der diesjährigen Carl
Laemmle Film- und Kinotage, deren Programm
gegenüber dem Vorjahr erneut
deutlich umfangreicher war, wurde am
19. September im Schloss Großlaupheim
im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung
der Carl Laemmle Produzentenpreis
verliehen.
Zu dieser Gala kamen rund 400 geladene
Gäste aus Film, Fernsehen, Politik und
Wirtschaft, darunter prominente Persönlichkeiten
Michelle Müntefering, Cem
Özdemir, Fernsehmoderator Louis Klamroth
sowie Bettina Zimmermann, Kai
Wiesinger, Lukas Sauer und zahlreiche
weitere Schauspielerinnen und Schauspieler.
Gestaltet wurde die Preisverleihung
mit einem neuen Veranstaltungskonzept
mit Seitenbühne und großem
Videokubus, was für eine glamouröse
Atmosphäre sorgte und bei den Gästen
sehr gut ankam. Moderiert wurde die
Gala von Dennenesch Zoudé.
Gabriele M. Walther, die diesjährige
Preisträgerin des Carl Laemmle Produzentenpreises,
ist geschäftsführende
Gesellschafterin der Caligari Film- und
Fernsehproduktions GmbH und eine der
führenden Produzentinnen in Deutschland.
Sie produzierte zahlreiche publikumswirksame
Comedyserien, Kinderfilme,
Kinodramen und Dokumentationen.
Im Segment Animation erzielte sie mit
Produktionen wie „Der Kleine Drache
Kokosnuss“, „Ritter Rost“, „Prinzessin
Lillifee“ und „Felix“ große Erfolge. Besonders
engagiert sie sich für die Förderung
von Frauen in der Branche und initiierte
u.a. das Branchen-Event MEDIVA.
Die Auszeichnung würdigt ihr vielseitiges
und beeindruckendes Schaffen als Produzentin
und Drehbuchautorin, ihren unternehmerischen
Mut sowie ihren prägenden
Beitrag zum deutschen Animationsfilm.
Die Jury, bestehend aus Produzentin
Wiebke Andresen (Letterbox Film), Produzent
Christian Beetz (Beetz Brother Film),
Produzentin Jean-Young Kwak (Amalia
Film), Moderator Louis Klamroth („Hart
aber Fair“) und Filmmäzen Adrian Kutter
(Gründer der Biberacher Filmfestspiele),
hob in ihrer Begründung Walthers kreative
Kraft und ihre außergewöhnliche Risikobereitschaft
hervor. Sie habe immer
wieder innovative Projekte realisiert, neue
Animationsmarken etabliert und eigenfinanzierte
Pilotprojekte gewagt. Besonders
betont wurden ihr Pioniergeist, ihre Förderung
von Frauen in der Medienbranche
und ihr nachhaltiger Einfluss auf die deutsche
Film- und Fernsehlandschaft.
Jean-Young Kwak, Geschäftsführerin und
Produzentin der Amalia Film GmbH, würdigte
Walthers Fähigkeit, Trends frühzeitig
zu erkennen, kreativ Risiken einzugehen
und neue Wege zu beschreiten. Michelle
Müntefering, CEO der Produktionsallianz,
bezeichnete Walther als Wegbereiterin,
die mit Kreativität und Mut Türen
20 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Reinhold Scheiffele, Dennenesch Zoudé
Dennenesch Zoudé, Cem Özdemir
Dennenesch Zoudé mit den Preisträgerinnen des Jugendfilmpreises und deren Betreuerin
für Produzentinnen geöffnet und sich
nachhaltig für die Sichtbarkeit von Frauen
in der Medienwelt engagiert habe.
Bernhard zu Castell, Chief Distribution
Officer von LEONINE Studios, betonte in
seiner Laudatio den nachhaltigen Einfluss
Walthers auf die gesamte Filmbranche:
„Gabriele Walther hat nicht nur die
deutsche Filmwelt mit ihren Werken bereichert,
sondern mit einer Kraft, die nur
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erwächst, einen nachhaltigen Einfluss
auf die gesamte Branche ausgeübt.“
In ihrer Dankesrede teilte Gabriele M.
Walther die Auszeichnung mit allen Frauen
in der Branche und dankte ihrem
Team sowie langjährigen Weggefährtinnen
und Weggefährten.
Ingo Bergmann, Oberbürgermeister der
Stadt Laupheim, fasste es treffend zusammen:
„Die heutige Verleihung des
Carl-Laemmle-Produzentenpreises ist
ein besonderer Moment für unsere Stadt.
Wir würdigen das Andenken an Carl
Laemmle und ehren mit Gabriela M. Walter
eine Produzentin für ihr beeindruckendes
Lebenswerk. Ich gratuliere Frau
Walter herzlich zu dieser Auszeichnung
und danke allen Beteiligten für einen
rundum gelungenen Abend.“
2025 erstmals verliehen:
Der Carl Laemmle VFF Talentpreis
Michelle Müntefering, Bettina Zimmermann,
Kai Wiesinger, Ingo Bergmann
Ingo Bergmann, Eva und Joachim Blersch,
Michelle Müntefering
In diesem Jahr wurde der Carl Laemmle
Produzentenpreis erstmals um den zukunftsorientierten
Carl Laemmle VFF Talentpreis
ergänzt, der von der VFF Verwertungsgesellschaft
der Film- und Fernsehproduzenten
gestiftet wird. Der mit
15000 Euro dotierte Preis beinhaltet zudem
eine zweijährige Fördermitgliedschaft
in der Produktionsallianz.
Louis Klamroth Gerrit Klein Gabriele M. Walther Bernhard zu Castell
Der erste Preisträger, Gerrit Klein, Geschäftsführer
der Giganten Film Produktions
GmbH, wurde für seinen Spielfilm
„Vier minus drei“ ausgezeichnet. Die Jury
lobte Kleins Fähigkeit, persönliche Betroffenheit,
unternehmerisches Risiko
und künstlerische Verantwortung zu vereinen.
Jennifer Stahl, Geschäftsführerin
der Carl Laemmle Produzentenpreis UG,
betonte die Bedeutung des Preises als
„Booster“ für den filmproduzierenden
Nachwuchs und als Investition in die Zukunft
der Branche.
Jean-Young Kwak
Caro Trischler, Ulf Kleiner
Jugendfilmpreis
Mit dem Jugendfilmpreis, gestiftet vom
Carl Laemmle Förderverein, wurde das
CLP-Filmteam vom Carl-Laemmle-Gymnasium
ausgezeichnet. Auf der Basis des
in diesem Jahr vorgegebenen Mottos
„nach den Sternen greifen“ haben die vier
Schülerinnen Luana, Maya, Ahana und
Amy-Coreen einen Film über die Nachwuchssportlerin
Luana gedreht, der einfühlsam
den Traum von Olympia nachzeichnet.
ge n
Ingo Bergmann, Spyros Rantos
Thomas Rössler
22 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Immobilien
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event
Tip-Off Event im OrangeCampus
Saisonstart, Teampräsentation
und große Basketball-Momente
Der OrangeCampus war am Abend des Tip-Off-Events mehr als nur eine Kulisse – er wurde
zum lebendigen Schauplatz für Erinnerungen, Visionen und einen ganz besonderen Geburtstag.
Rund 400 Gäste aus dem Kreis der Partner und Sponsoren von ratiopharm ulm kamen zusammen,
um nicht nur das neue Team zu begrüßen, sondern auch auf 25 Jahre Vereinsgeschichte
und fünf Jahre OrangeCampus anzustoßen.
Die beiden Clubgründer Dr. Thomas Stoll
und Andreas Oettel ließen die bewegte
Vergangenheit Revue passieren. Stoll erinnerte
sich an die Zeit, als Ulms Basketballer
noch ohne feste Heimat durch die
Stadt zogen: „Wir hatten keine richtige
Halle, waren ständig unterwegs. Unser
Traum war es immer, jungen Spielern
eine echte Heimat zu bieten.“ Oettel ergänzte,
wie aus ersten Ideen ein konkretes
Projekt wurde: „Es gab keine passenden
Hallen, also mussten wir selbst etwas
schaffen. Der OrangeCampus ist unser
Zuhause geworden.“ Dass diese Vision
Wirklichkeit wurde, ist heute die Grundlage
für sportliche Erfolge und ein Magnet
für Talente.
Auch Skepsis gehörte zur Entwicklung
dazu. Clublegende Per Günther gestand
offen, dass er anfangs Zweifel hatte, ob der
Fokus auf Nachwuchsförderung der richtige
Weg sei. Doch die Erfolge sprechen für
sich: Fünf Talente schafften den Sprung in
die NBA, und der OrangeCampus wurde
zum Fundament für die Meisterschaft
2023. Die Bedeutung des Standorts wurde
auch von der Politik gewürdigt. Katrin
Albsteiger, Oberbürgermeisterin von Neu-
Ulm, bezeichnete das orange Licht an der
Fassade als „Symbol für den Zusammenhalt
der Städte und ein Commitment für
den Sport“. Ulms Oberbürgermeister Martin
Ansbacher lobte den Campus als
„raumgewordenen Erfolg“.
Der Blick ging an diesem Abend aber
auch über Ulm hinaus: Der deutsche Basketball
erlebt mit dem Weltmeistertitel
2023 und dem frisch errungenen Europameistertitel
einen Höhenflug. Geschäftsführer
Stoll zeigte sich stolz: „Als wir angefangen
haben, war Basketball in
Deutschland eine Randsportart. Jetzt
sind wir Welt- und Europameister – das
ist kaum zu fassen.“
Im Mittelpunkt des Abends stand die
Vorstellung des neuen Teams. In lockeren
Talkrunden präsentierten sich die
Profis und Nachwuchsspieler, teilten
Anekdoten und gaben Einblicke in ihre
Persönlichkeiten. So erzählte Tobias
Jensen von seinen sonntäglichen Supermarkt-Pechmomenten,
während Bryce
Brown für seinen Hang zu funkelnden
Accessoires bekannt ist. Rückkehrer
Nelson Weidemann blickte voller Vorfreude
auf die neue Saison: „Wir wollen
an unsere Entwicklung anknüpfen. Die
Stimmung im Team ist großartig.“
Mit einem stimmungsvollen Get-together
und vielen Gesprächen klang der Abend
aus. Der Tip-Off-Event hat nicht nur Lust
auf die Jubiläumssaison gemacht, sondern
auch gezeigt, mit wie viel Herzblut
und Gemeinschaft in Ulm und Neu-Ulm
Basketball-Geschichte geschrieben wird.
swl n
Fotos: Jürgen Hofstätter
24 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
IHK-Indian Summer
Generalleutnant Kai Rohrschneider über
Sicherheit in Europa und in der Region
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft fanden sich am 24. September
im Wiley Club Neu-Ulm ein, um beim diesjährigen „Indian Summer“ der IHK Schwaben und IHK Ulm über
die Bedeutung des NATO-Stützpunkts Ulm zu diskutieren. Das Motto des Abends, „Geopolitik trifft Region“,
spiegelte die Aktualität und Brisanz der Themen wider, die im Mittelpunkt standen.
Fotos: Jürgen Hofstätter
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte
des Wiley Clubs durch Peter
Liptau, stellvertretender Stadtarchivar
der Stadt Neu-Ulm, wurde deutlich: Das
Areal blickt auf eine bewegte Vergangenheit
als militärischer Standort zurück
und ist heute ein Symbol für Wandel und
internationale Zusammenarbeit.
Im Zentrum des Abends stand die Rede
von Generalleutnant Kai Rohrschneider,
Kommandeur des Allied Joint Support
and Enabling Command (JSEC) in Ulm.
Mit klaren Worten skizzierte er die aktuelle
sicherheitspolitische Lage Europas
und die Herausforderungen, vor denen
Deutschland und seine Partner stehen.
„Wir erleben die Rückkehr der Relevanz
der militärischen Dimension von Macht“,
betonte Rohrschneider und verwies auf
die veränderte Bedrohungslage durch
Russland. Die Zeiten, in denen militärische
Sicherheit als selbstverständlich
galt, seien vorbei. Heute gehe es darum,
die Verteidigungsfähigkeit Europas
glaubwürdig zu stärken und die Gesellschaft
auf neue Risiken einzustellen.
Besonders hob Rohrschneider die strategische
Bedeutung des NATO-Stützpunkts
in Ulm hervor. Die Region sei nicht nur
logistische Drehscheibe, sondern auch
ein Knotenpunkt für internationale
Zusammenarbeit und Innovation. „Enablement,
also die Fähigkeit, Verteidigungsbereitschaft
herzustellen, ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe“, so der
Generalleutnant. Dabei gehe es nicht nur
um militärische Infrastruktur, sondern
auch um die enge Verzahnung mit der
Wirtschaft und die Einbindung ziviler
Akteure. Die Herausforderungen reichten
von der Harmonisierung von Transportwegen
bis hin zur Sicherstellung kritischer
Infrastruktur – Aufgaben, die nur
im Schulterschluss zwischen Staat, Wirtschaft
und Gesellschaft zu bewältigen
seien.
Reinhold Braun (IHK Schwaben)
Auch die Präsidenten der beiden veranstaltenden
IHKs, Dr. Jan Stefan Roell
(IHK Ulm) und Reinhold Braun (IHK
Schwaben), unterstrichen in ihren Beiträgen
die Bedeutung der regionalen Wirtschaftskraft
und die Notwendigkeit, Innovation
und Wettbewerbsfähigkeit zu
sichern. Dr. Roell betonte die Chancen,
die sich aus der Diversität der Region ergeben,
und wies auf die Bedeutung von
Bildung und Fachkräfteintegration hin.
Reinhold Braun hob die Rolle des Mittelstands
als Innovationsmotor hervor und
forderte, bürokratische Hürden abzubauen,
um die Region zukunftsfähig zu hal-
Dr. Jan Stefan Roell (IHK Ulm)
26 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Gerd Stiefel
Generalleutnant Kai Rohrschneider
ten. Beide machten deutlich, dass wirtschaftliche
Stärke und sicherheitspolitische
Stabilität Hand in Hand gehen müssen,
um die Herausforderungen der Zeit
zu meistern.
In der anschließenden Diskussionsrunde,
moderiert von Petra Engler-Karrasch,
Hauptgeschäftsführerin der IHK Ulm,
wurde deutlich, wie eng die Themen Sicherheit
und wirtschaftliche Entwicklung
miteinander verknüpft sind. Vertreter
der regionalen Wirtschaft betonten
die Chancen, die sich aus der Präsenz des
NATO-Kommandos ergeben – von Investitionen
in Infrastruktur bis hin zu neuen
Impulsen für Innovation und Beschäftigung.
Gleichzeitig wurde offen über die
Notwendigkeit gesprochen, Prozesse zu
beschleunigen und Bürokratie abzubauen,
um die Wettbewerbsfähigkeit der Region
zu sichern.
Generalleutnant Rohrschneider plädierte
für einen offenen Dialog und eine realistische
Einschätzung der Lage: „Es hilft
nichts, Risiken zu verschweigen. Wir
müssen sie benennen und gemeinsam
Lösungen finden.“
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie
wichtig der Austausch zwischen Militär,
Wirtschaft und Gesellschaft ist, um die
Region zukunftsfähig aufzustellen. Somit
war der Indian Summer 2025 nicht nur ein
gelungener Abend, sondern auch ein starkes
Signal für die Bedeutung von Sicherheit,
Zusammenarbeit und regionaler
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
27
event
Sternstunden in Laupheim
Doppeljubiläum:
50 Jahre Volkssternwarte
35 Jahre Planetarium
Wenn Visionen Wirklichkeit werden: In Laupheim feierten Sternfreunde, Förderer und Gäste ein außergewöhnliches
Jubiläum. Zwischen bewegenden Rückblicken, jungen Forscherideen, musikalischen Sternstunden und himmlischen
Genussmomenten wurde deutlich, wie lebendig und inspirierend Astronomie sein kann.
Fotos: Herbert Geiger
Ein doppeltes Jubiläum, das nach Sternen
griff: Im September feierten die
Volkssternwarte Laupheim e. V. und das
Top Magazin Ulm/Neu-Ulm gemeinsam
ein Ereignis, das in der Region seinesgleichen
sucht – 50 Jahre Volkssternwarte
und 35 Jahre Planetarium Laupheim.
Schon beim Sektempfang im Foyer lag
ein Hauch von kosmischer Stimmung in
der Luft, als Gäste, Wegbegleiter und
Förderer zusammenkamen, um auf eine
außergewöhnliche Erfolgsgeschichte anzustoßen.
Für die musikalische Umrahmung
sorgte Leslie ter Jung.
Mit einem herzlichen Willkommen eröffneten
Janina Burandt, Vorstand der
Volkssternwarte, und Hermann Genth,
Verleger des Top Magazins, den Abend.
Oberbürgermeister Ingo Bergmann unterstrich
in seinem Grußwort die Bedeutung
des Hauses als „Leuchtturm der
Wissenschaftsvermittlung“ – und traf damit
den Nerv der Gäste. Denn was vor einem
halben Jahrhundert mit einem kleinen
Teleskop und einer großen Idee begann,
ist heute ein Zentrum für astronomische
Bildung weit über Oberschwaben
hinaus.
Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag
von Robert Clausen, Gründungsmitglied
und Autor, der mit launigen Anekdoten
und seinem Jubiläumsbuch „Der
Traum von den Sternen – 50 Jahre Volkssternwarte
Laupheim e.V.“ die bewegte
Geschichte des Vereins Revue passieren
ließ. „Die Sterne für alle Menschen sichtbar
zu machen – das war unser Traum“,
so Clausen, der auch den vielen Spendern
und Sponsoren dankte. Besonders beeindruckend:
der Beitrag der Jugendgruppe
zu ihrem Stratosphärenflug-Projekt, der
zeigte, wie viel Forschergeist und Teamwork
in ihr steckt.
Mit einem „Best of“ aus den eigenen
Planetariums-Produktionen, präsentiert
von Janina Burandt und Steven Nehm,
wurde deutlich, mit wie viel Kreativität
und Leidenschaft die Vereinsmitglieder
arbeiten. Einige Planetariums-Produktionen
aus Laupheim wie „Geheimnis
Dunkle Materie“ sind sogar in anderen
Janina Burandt, OB Ingo Bergmann
Planetarien weltweit zu sehen. Beim
anschließenden Stehempfang mit einem
Buffet vom Laupheimer Hof und einer
kunstvollen Motivtorte wurde ausgiebig
gefeiert, gelacht und in Erinnerungen
geschwelgt.
Die Volkssternwarte und das Planetarium
sind heute weit mehr als Orte der Himmelsbeobachtung.
Sie sind lebendige
Zentren für Bildung, Begegnung und Inspiration
– getragen von ehrenamtlichem
Engagement und dem Wunsch, die Faszination
des Kosmos zu teilen. Mit dem
neuen „Forum der Astronomie“ steht bereits
das nächste große Projekt in den
Startlöchern. Wer die Zukunft der Sterne
mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen,
Teil dieser besonderen Gemeinschaft
zu werden.
swl n
Ingo Bergmann, Rolf Stökler
28 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
In der Kuppel des Planetariums
Hermann Genth
Robert Clausen
Vorstände und Mitglieder des Vereins
Leslie ter Jung
Michael Roosz
Rolf Stökler, Steven Nehm
Rolf Stökler, Christian Miller
MODERATOR
ENTERTAINER
MUSIKER
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Das Schwarze-Loch
Manuela Miller, Robert Clausen
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Solo, als Duo oder Trio
event
Paul Eble Sabine Schlagenhauf, Frank Schlagenhauf Alexander André Schulze, Claudia Schulze
Sebastian Stuchetz Anna Leonova, Mario Traub Lothar Feneberg
Miriam Warken, Dr. Claudia Warken Dr. Rüdiger Schmid, Dr. Susanne Butros Thomas Hoffmann
Joachim Hofmann, Gabriela Baumann Dr. Eliane Schumacher mit Cedric Walter Hefner, Iris Kauffmann-Hefner
Gertraud Schmitt, Dieter Heinlein
Thomas Witzel, Uta Witzel
Samuel Staib, Marcus Staib
Rana Kalani, Thomas Ott
Dr. Svebor Nozic, Giuliana Nozic, Dr. Alexandra Linner
Dietmar Kögel
30 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Frischer Wind für Ulm
Osman Kavaks „Club Noel“
am Lautenberg
Im Club Noel am Lautenberg verschmelzen Kulinarik und Kunst:
Osman Kavak bringt mit der Dinnershow „7Paintings“, Bistro
und Clubkultur ein einzigartiges Erlebnis nach Ulm – gleichermaßen
für Genießer, Kunstfreunde und Nachtschwärmer.
Wenn in Ulm von innovativer Gastronomie
die Rede ist, fällt ein Name immer
wieder: Osman Kavak. Mit der „Forelle“
im Fischerviertel und dem „Noah“ samt
der spektakulären Dinnershow „Le Petit
Chef“ am Judenhof, hat er sich längst einen
Ruf als kreativer Gastgeber geschaffen.
Nun widmet er sich einem Herzensprojekt
und haucht einer traditionsreichen
Location am Lautenberg neues
Leben ein. Der „Club Noel“ soll nicht nur
ein Ort für Nachtschwärmer werden, sondern
ein Treffpunkt für Genießer, Kunstliebhaber
und alle, die das Besondere
suchen.
Im Mittelpunkt des neuen Club Noel
steht ein Konzept, das in Ulm seinesgleichen
sucht: Mehrmals pro Woche verwandelt
sich die Empore des Clubs in
eine Bühne für die Dinnershow „7Paintings“.
Hier werden die Gäste auf eine
kulinarische und visuelle Reise mitgenommen,
bei der sieben kunstvoll inszenierte
Gänge serviert werden.
Jeder Gang ist einem berühmten Gemälde
gewidmet und wird von aufwendigen
Projektionen begleitet, die die Wände in
leuchtende Farben tauchen und die
Atmosphäre eines echten Theatersaals
schaffen. Interaktive Elemente sorgen
dafür, dass die Besucher nicht nur Zuschauer,
sondern Teil des Geschehens
werden. Für Osman Kavak ist gerade diese
Verbindung von Genuss und Kunst das
Kernstück seines neuen Projekts: „Wir
möchten unsere Gäste überraschen und
begeistern – mit Geschmack, mit Bildern,
mit Emotionen.“
Doch auch abseits der Dinnershows hat
der Club Noel viel zu bieten. Tagsüber
lädt ein stilvoller Bistrobereich zum Verweilen
ein, wo Kaffeespezialitäten, frisch
belegte Baguettes und kleine Gerichte
serviert werden. Am späteren Abend öffnet
sich dann die Tür zur Clubkultur:
Livemusik, wechselnde DJs und ein
abwechslungsreiches Programm sorgen
dafür, dass jeder Abend anders und besonders
wird. Kavak legt Wert darauf, ein
breites Publikum anzusprechen und einen
Ort zu schaffen, an dem sich jeder
willkommen fühlt – ob für einen entspannten
Nachmittag, ein außergewöhnliches
Dinner oder eine durchtanzte
Nacht.
Fotos: Hermann Genth
Osman Kavak mit seinem Sohn Noel
Für Osman Kavak ist die Wiederbelebung
des Clubs am Lautenberg eine Herzensangelegenheit.
Er knüpft an die glanzvollen
Zeiten des Ortes an und setzt gleichzeitig
frische Impulse. Die Gäste dürfen
gespannt sein – auf Genuss, Atmosphäre
und unvergessliche Abende. swl n
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
31
event
Zehn Jahre Glacis-Galerie
Jubiläumswoche
begeistert Neu-Ulm
Ein Jahrzehnt Glacis-Galerie: Das Center feierte mit einer Festwoche voller Highlights, Kinderhelden
und Gewinnspielen. Persönliche Erinnerungen, Investitionen in die Zukunft und starke Stimmen aus Stadt,
Wirtschaft und Management machten das Jubiläum zu einem Ereignis für die ganze Region.
Ein Hauch von Feststimmung lag in der
Luft, als die Glacis-Galerie Neu-Ulm ihr
zehnjähriges Bestehen feierte. Wo einst
Bahngleise und Baustellen das Bild prägten,
ist heute ein lebendiges Zentrum
entstanden, das weit mehr ist als nur ein
Ort zum Einkaufen. Die Galerie hat sich
in einem Jahrzehnt zu einem Treffpunkt
für Menschen aller Generationen entwickelt
– ein Stück Heimat mitten in der
Stadt.
ses Haus zu einem festen Bestandteil des
Lebens in Neu-Ulm und der Region geworden.
Es ist Einkaufsziel, Treffpunkt
und ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt.
Kurz gesagt, ein Stück Stadtmitte
von Neu-Ulm.“ Investitionen in Energieeffizienz,
Aufenthaltsqualität und neue
Angebote – wie die neue Kinderspielfläche
in Kooperation mit Ravensburger –
zeigen, dass die Glacis-Galerie auch in
Zukunft ein Magnet für die Region bleibt.
Fotos: Glacis-Galerie, Hermann Genth (1)
Melissa Esin, Center Managerin, blickte
mit Stolz auf das vergangene Jahr zurück:
„Bei meinem ersten Besuch war ich so
positiv überrascht, so ein modernes, so
ein junges, so ein helles Center wie dieses
hier übernehmen zu dürfen. Diese Begeisterung
hält bis heute an, denn die
Glacis-Galerie steckt voller Potenzial.“
Ihr Dank galt dem engagierten Team, den
kreativen Mietern und den treuen Besucherinnen
und Besuchern, die das Center
täglich mit Leben füllen.
Auch Kemal Düzel, Eigentümervertreter
von CBRE Investment Management, betonte
die Bedeutung der Galerie für die
Region: „Seit der Eröffnung 2015 ist die-
Kemal Düzel, Melissa Esin, Hermann Genth
Für die Stadt Neu-Ulm ist das Center ein
städtebaulicher Meilenstein. Stadtrat
Ralf Mager erinnerte sich: „Als die Glacis-Galerie
im Jahr 2015 ihre Türen öffnete,
war das für Neu-Ulm ein ganz bedeutender
Schritt. Es entstand ein Ort,
der von Anfang an mehr war als nur ein
Einkaufszentrum – ein lebendiger Treffpunkt
für Menschen aller Generationen.“
Die enge Zusammenarbeit zwischen Investoren,
Stadtverwaltung, Einzelhandel
und Bürgerschaft habe das Projekt zu
einem Erfolgsmodell gemacht.
Das Jubiläumsfest spiegelte diese Vielfalt
wider: Von kunstvollen Eisskulpturen
über eine mehrstöckige Geburtstagstorte
32 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
bis hin zu Kinderprogrammen, Tanzshows
und Gewinnspielen – für jeden war
etwas geboten. Besonders die kleinen Besucher
kamen bei Autogrammstunden
mit beliebten Kinderhelden und kreativen
Mitmachaktionen auf ihre Kosten.
Die festliche Atmosphäre, das Lachen der
Kinder und das Miteinander der Gäste
machten deutlich, wie sehr die Galerie im
Alltag der Neu-Ulmer verankert ist.
Mit frischem Schwung und vielen Ideen
startet die Glacis-Galerie in ihr nächstes
Jahrzehnt – als Herzstück Neu-Ulms und
lebendiger Treffpunkt für die ganze Region.
swl n
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
33
event
Symposium 20 Jahre Support Ulm e.V.
Die Zukunft entscheidet sich
im Globalen Süden
Von der Entwicklungshilfe zur Entwicklungskooperation. Im Symposium zum 20-jährigen Jubiläum zeigte der
Verein Support Ulm e.V. anhand vieler Projekte, wie Industrieländer über den rein humanitären Einsatz hinaus von
Investitionen in Afrika profitieren können. Von Fachkräften bis zur Kompensation von C0 2
– der Kontinent
mit der jüngsten Bevölkerung der Welt hat viel Potenzial.
Die Arbeit des Vereins wird wichtiger
denn je. Da sich die USA aus dem Globalen
Süden zurückziehe, verschlechtere
dies die Lage der dort lebenden Menschen,
betonte Vereinsgründer Prof. Dr.
Heinz Maier in seiner Eröffnungsrede.
Für sein Engagement erhielten er und der
Verein Support Ulm e.V. zum 20-jährigen
Jubiläum viele lobende Worte.
Fotos: Diana Wieser
Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher
beschrieb die Arbeit des Vereins als
„sofort, konkret, wirkungsvoll“. Er lobte
den Aufbau nachhaltiger Strukturen und
dass Projekte wie die Versorgung von
Menschen mit Rollstühlen und medizinischen
Hilfsmitteln „Teilhabe und Würde
schenken.“ Kathrin Albsteiger hob als
Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin den
Nutzen des Vereins für die Region hervor.
Dazu gehören Veranstaltungen wie Konzerte
und Radrennen, ebenso wie humanitäre
Hilfe für benachteiligte Kinder.
Die digital zugeschaltete Vertreterin der
namibischen Botschaft freute sich über
den Fokus auf Frauen. Da diese im ländlichen
Raum meist keinen Zugang zu Elektrizität
haben, ermöglichen Solarenergieprojekte
der Technischen Hochschule
Ulm in Zusammenarbeit mit Support
Ulm e.V. den Frauen, ein eigenes Business
aufzubauen.
KONTINENT DER CHANCEN
Manuel Hagel, CDU Mitglied des Landtages
Baden-Württemberg, bezeichnete Afrika
als einen „Kontinent der Chancen“.
Entwicklungsarbeit sei nie monokausal,
sie bringe auch Deutschland etwas.
Schon allein aus sicherheitspolitischer
Sicht, denn „Flucht beginnt dort, wo
Hoffnung endet.“ Geopolitik entscheide
sich an Brunnen, in Kliniken und Klassenzimmern.
Der ehemalige Entwicklungsminister
und heutige Chef der Organisation der
Vereinten Nationen für industrielle Ent-
Prof. Heinz Maier zur Geschichte des Vereins
wicklung (Unido) Gerd Müller betonte
das nachhaltige Wachstumspotenzial des
Kontinents mit einer Bevölkerung,
die sich bis 2050 verdoppeln werde. Ob
Infrastruktur, Agroindustrie, Ernährungswirtschaft
oder erneuerbare Energien,
andere Länder investierten bereits
in Afrika, denn „Entwicklungsarbeit ist
gelebte Partnerschaft.“
PARTNERSCHAFT
STATT NUR HILFE
Diese Sichtweise vertrat auch Dr. Wolfgang
Stefinger, CSU-Bundestagsabgeordneter
und Vorsitzender des Ausschusses
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung. „Wir haben jeden Tag mit
Entwicklungsarbeit zu tun, schon morgens
beim Aufstehen. Von Pflegeprodukten
über Kaffeebohnen bis zu Kleidung
und Handy“, machte Stefinger klar.
Man wolle den Fokus mehr auf die wirtschaftliche
Zusammenarbeit legen. Vieles
von dem, was dort gerade entstehe,
könne auch hierzulande interessant werden,
wie Wasseraufbereitungsanlagen in
Kühlschrank- oder Minibargröße. Auch
die gewaltigen Rohstoffe sollen genutzt
werden, auf Augenhöhe und nicht durch
Ausbeutung. Er plädierte für gemeinsame
Datenbanken, zum Beispiel für Saatgut,
und verteidigte die Förderung von
Kühlschrankprojekten in Kolumbien zur
Eindämmung des Klimawandels.
GLOBALER SÜDEN:
GÜNSTIG CO 2
KOMPENSIEREN
Genau diesen Ansatz erläuterte Wirtschaftswissenschaftler
Prof. Dr. Dr. Franz
Josef Radermacher in seinem Vortrag
genauer. „Es macht viel mehr Sinn, unsere
CO 2
-Emissionen im Globalen Süden
34 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Prof. Heinz Maier mit einer Videobotschaft
der Namibischen Botschafterin
Matthias Gruber, Hessing Klinik Augsburg
Andreas Maier (Peri) berichtete über den Bau
von Schulen in Kenia
Dr. Christine Bauer über weibliche
Genitalverstümmelung in Kenia
zu kompensieren, weil wir dort mit wenig
Geld viel erreichen können.“ Afrika habe
großes Potenzial.
1. Das Durchschnittsalter liegt
unter 20 Jahren.
2 Afrika ist groß, verfügt über riesige
Flächen und wichtige Rohstoffe.
3. Die Vermeidung von einer Tonne CO 2
kostet bei uns rund 1.000 Euro,
in Afrika nur 30 Euro.
4. Neue Ansätze wie Jatropha-Sträucher,
aus deren Samen ein Öl produziert
wird, das fossile Brennstoffe ersetzen
könnte. Oder die Bepflanzung von
Kurzumtriebsplantagen unterhalb
von Regenwäldern, die CO 2
aufnehmen
und Rohstoffe zur Papierherstellung
bieten.
Industrieländer würden eine zunehmend
unbedeutendere Rolle spielen, die Zukunft
des Klimawandels werde sich im
Globalen Süden entscheiden, betonte
Radermacher. Doch es gebe Herausforderungen
rund um die Bekämpfung des
Hungers, das Auflösen ineffizienter Kolonialhandelswege
und bessere gesetzliche
Rahmenbedingungen zur CO 2
-Kompensation.
SOLARANLAGEN, SCHULEN,
FACHKRÄFTE: ERFOLGSPROJEKTE
DES VEREINS
Im Anschluss zeigte Prof. Maier die Entwicklung
des Vereins und gewährte einen
Rückblick auf bisherige Projekte. Dazu
gehören die Bereitstellung von hunder-
ten Tonnen an medizinischem Equipment,
die Finanzierung von Brunnen,
Kliniken, Schulen und einem Forschungslabor.
Die anschließenden Redner und Rednerinnen
zeigten, wie viel Gutes mithilfe des
Vereins weltweit bewirkt werden kann.
Von der Eindämmung weiblicher Genitalverstümmlung
in Kenia bis zu
Hilfsprojekten in Rumänien und Moldau.
Die Hessing-Klinik Augsburg bildet Pflegekräfte
in Afrika weiter aus, um sie in
Deutschland einzustellen. „90 Prozent
aller Pflegekräfte finden in Namibia keine
Arbeit. Weil der Kontinent so jung ist und
es kaum alte Menschen gibt“, so Klinikleiter
Matthias Gruber.
Prof. Peter Adelsmann von der TH Ulm
zeigte anhand von intelligenten batterielosen
Solar- und Speichersystemen, wie
Namibia günstigen Strom im eigenen
Land erzeugen und Arbeitsplätze schaffen
kann.
Manchmal sind es die einfachen Dinge,
wie Sonnenschutzmittel für Kinder mit
Albinismus oder Heilpflanzenworkshops
auf Basis indigenen Wissens, die Großes
bewirken. Und: „Persönliche Kontakte
vor Ort sind unersetzlich, man wird in
der Bevölkerung anders wahrgenommen“,
weiß Prof. Maier. Ein Krankenhaus
in Orsowa (Rumänien), das mit Hilfe von
Support e.V. saniert wurde, hat aus Dankbarkeit
eine Krankenstation nach dem
Verein benannt.
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35
event
20 Jahre Support Ulm e. V.
Jubiläumsgala
im Wiley Club
Ein Abend voller Glanz, Musik und gelebter Solidarität: Die Jubiläumsgala
von Support Ulm e. V. zeigte, wie Spendenbereitschaft und gemeinsames
Engagement Großes bewirken. Die Gäste feierten und setzten gemeinsam
ein Zeichen für mehr Menschlichkeit – von Ulm in die Welt und wieder
zurück.
Fotos: Hermann Genth
Festlich eingedeckte Tische, funkelnde
Kerzenleuchter und ein Hauch von Eleganz
– der Wiley Club in Neu-Ulm verwandelte
sich am 17. Oktober in eine
Bühne für ein ganz besonderes Jubiläum.
Schon beim Eintreten spürte man die
Vorfreude: Gutgelaunte Gäste, stilvoll gekleidet,
tauschten herzliche Begrüßungen
aus und ließen sich vom festlichen
Ambiente verzaubern. Die Atmosphäre
war geprägt von Wertschätzung und Gemeinschaft
– ein würdiger Rahmen für
die Gala „20 Jahre Support Ulm e. V.“
Doch im Mittelpunkt stand nicht nur das
Feiern, sondern vor allem das Helfen.
Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich Support
Ulm e. V. mit Herz und Tatkraft für
Menschen in Not – von Afghanistan bis
ins Allgäu, von Namibia bis Neu-Ulm.
Was 2005 als glücklicher Zufall begann,
ist heute ein beeindruckendes Netzwerk
aus über 100 Engagierten, die weltweit
Projekte auf die Beine stellen. Die Philosophie:
Jeder gespendete Euro kommt
ohne Abzug direkt bei den Bedürftigen
an. Hilfe zur Selbsthilfe, nachhaltige Projekte
und enge Zusammenarbeit mit
lokalen Partnern sind das Fundament des
Vereins.
Kulinarisch wurden die Gäste auf eine
Reise rund um den Globus entführt: Das
Buffet-Dinner mit Live Cooking Stationen
bot Spezialitäten von Asien über Afrika
bis in die Karibik – ein Genuss für
alle Sinne.
Für außergewöhnliche musikalische Gänsehautmomente
sorgten die Musical Stars
Thomas Borchert und Navina Heyne, die
mit ihrer über einstündigen „The Bond
Concert Show“ das Publikum begeisterten.
Ein echtes Highlight, das nur dank
der guten Kontakte von Walter Feucht in
die Musicalszene möglich wurde.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Maier
führte er redegewandt und mit Charme
durch den Abend, bei dem Spenden von
mehreren zehntausend Euro zusammenkamen
– ein starkes Zeichen der Solidarität.
Unterstützt wird damit unter anderem
ein Projekt, das sich für die Behandlung
von Genitalverstümmelungen bei
Frauen einsetzt. Doch auch zahlreiche
weitere Initiativen, von der medizinischen
Versorgung in Afghanistan bis zur
Unterstützung des Kinderhospiz St. Nikolaus
im Allgäu, profitieren vom Engagement
des Vereins.
Nach zwanzig Jahren zieht Support Ulm
e. V. eine stolze Bilanz: Kleine Initiativen
können Großes bewirken, wenn Herz,
Verstand und Tatkraft zusammenkommen.
Die Jubiläumsgala war ein eindrucksvoller
Beweis dafür, wie viel bewegt
werden kann, wenn Menschen sich
gemeinsam für eine bessere Welt einsetzen.
swl n
www.support-ulm.de
Spendenkonto: Support Ulm e. V.
DE49 6305 0000 0021 1179 27
36 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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event
Spenden-Gala von Heart for Life e.V.
Ein Leuchtturm der
Mitmenschlichkeit
Wenn der rote Teppich im Illertal-Forum in Senden ausgerollt wird, die Scheinwerfer blitzen und festlich
gekleidete Gäste mit leuchtenden Augen den Saal betreten, dann ist es wieder so weit: Die Heart for Life
Spendengala verwandelt einen gewöhnlichen Herbstabend in ein Fest voller Glanz, Hoffnung
und echter Herzlichkeit. Schon beim Empfang spürt man, dass hier mehr als nur ein gesellschaftliches
Ereignis stattfindet – es ist ein Abend, an dem die Region zusammenrückt, um gemeinsam Gutes zu tun.
Im Mittelpunkt steht der Verein Heart for
Life e.V., der seit 2017 mit unermüdlichem
Engagement chronisch und an
Krebs erkrankte Menschen sowie sozial
schwache Familien unterstützt. Was als
Herzensangelegenheit von Carola Lo
Cicero begann, ist heute ein Leuchtturm
der Mitmenschlichkeit – getragen von einem
Team aus Ehrenamtlichen, die mit
Herz, Erfahrung und Tatkraft helfen, wo
Hilfe dringend gebraucht wird.
Das Bühnenprogramm der diesjährigen
Gala, choreografiert von Emil Kusmirek,
war so facettenreich wie berührend: Von
mitreißender Musik bis hin zu Tanz –
Künstler wie Dani Suara, das Duo Ilber &
Twisted Mike, Travestie-Star Jenny, Mentalist
Harry Sher und viele mehr sorgten
für Gänsehautmomente und ausgelassene
Stimmung. Das Moderatoren-Duo Mareike
Eisenstein und Björn Haas führte
charmant durch den Abend, während musikalische
Highlights von Stilecht, Noah
Leonne, Chiara-Jo, Pat Wind und Tina
Schüssler das Publikum begeisterten.
Besonders emotional wurde es immer
dann, wenn Carola Lo Cicero die Bühne
betrat, um die „echten Herzensprojekte“
des Vereins vorzustellen. Tief bewegt erzählte
sie von Menschen, deren Leben
durch Heart for Life ein Stück heller wurde.
Immer wieder gab es berührende
Überraschungsmomente, wenn Betroffene
oder ihre Familien auf die Bühne geholt
und mit Unterstützung bedacht wurden.
In diesen Augenblicken wurde spürbar,
was die Arbeit des Vereins ausmacht:
gelebte Menschlichkeit, Mitgefühl und
die Überzeugung, dass niemand allein
durch schwere Zeiten gehen muss. Mit
viel Applaus wurden auch die zahlreichen
Sponsoren bedacht, die durch Geldoder
Sachspenden den Verein unterstützen
- an diesem Abend, aber auch während
des Jahres.
Ein besonders ergreifender Moment war
die Übergabe des „Kämpferherz“ – ein
Symbol für unermüdlichen Einsatz, Leidenschaft
und den Mut, niemals aufzugeben.
Das gesamte Heart for Life-Team
überreichte es feierlich an Carola Lo
Cicero, die selbst an Krebs erkrankt ist
und dennoch mit bewundernswerter
Stärke und Hingabe für andere kämpft.
Sichtlich bewegt bedankte sie sich: „Heart
for Life ist ein wichtiger Teil meines
Lebens. Danke dem gesamten Team.
Moderatoren-Duo Mareike Eisenstein und Björn Haas
mit Carola Lo Cicero
Svenja und André vom Duo Stilecht
Carola Lo Cicero, Menatlist Harry Sher
Fotos: picslocation, Christina Hanke
Carola Lo Cicero mit dem Orga-Team
Carola Lo Cicero mit dem „Kämpfer-Herz“
38 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
VfB Tanzshowgruppe mit Divi Devine
Divi Divine, Jean Mario Perotto, Kirra Jade Tiefenbrunner, Alexander Lachner,
Miss Gina Magic, Jeanny
Mareike Buschening-Kaffenberger Tina Schüssler Noah Leonne
Helfen mit Herz
Dani Suara
Pat Wind
Ilber und Twisted Mike
Nur mit euch ist es möglich, die zurzeit
über 300 Menschen in der Region zu
betreuen. 80 Prozent der Mitglieder sind
selbst erkrankte Menschen“, ließ Carola
das ergriffene Publikum wissen.
Doch dieses Jahr lag ein Hauch von Wehmut
in der Luft: Es war (vorerst) die letzte
Spendengala von Heart for Life. Aber der
Verein wird auch in Zukunft für die Menschen
da sein, die Hilfe brauchen.
Veit Alex
Trio Alexander Lachner and Friends
All das wäre ohne die großzügige Unterstützung
zahlreicher Sponsoren, Partner
und Spender nicht möglich. Sie sorgen
Jahr für Jahr dafür, dass die Gala nicht
nur ein gesellschaftliches Highlight, sondern
vor allem ein Fest der Hoffnung
bleibt. Auch die vielen ehrenamtlichen
Helferinnen und Helfer verdienen größten
Dank – sie sind das unsichtbare Rückgrat
dieser besonderen Veranstaltung
und dieses engagierten Vereins. swl n
Näheres zum Verein und
seinen Aktivitäten unter:
www.heartforlife.de
Spendenkonto Heart for Life e.V.:
DE25 6309 0100 0136 4410 09
jedes Herz ein Schicksal – „Danke Carola“
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
39
event
Ordensfest der Goldenen Elf
Ein Abend voller
Eleganz und Tradition
Mit einem stilvollen Fest im Söflinger Pfarrheim setzte
die Goldene Elf am 14. November ein glänzendes Highlight.
Der Abend vereinte musikalische Klasse, traditionsreiche Bräuche
und festliche Momente - ein Zusammenspiel, das den besonderen
Charakter des Vereins eindrucksvoll widerspiegelte.
Zu Beginn wurden die Gäste von der Ulmer Jazz Swing Combo unter der
Leitung von Leslie ter Jung musikalisch verwöhnt, bevor Präsident Jürgen
Hofstätter den Abend offiziell eröffnete und die Vertreter aus Politik,
Vereinen und anderen Karnevalsgesellschaften begrüßte. Der erste atmosphärische
Höhepunkt folgte unmittelbar: Die Ulmer Jazz Swing Combo
interpretierte den neuen Goldene Elf Song „die Goldene Elf ist wieder
da“, komponiert von Leslie ter Jung.
Für visuelle Glanzpunkte sorgten die Garden des Vereins. Die Mini Fünkchen
und die Pinkis präsentierten sich erstmals mit neuer Choreografie
und in neu entworfenen Kostümen. Ein weiterer besonderer Moment des
Abends war die Präsentation des neuen Ordens, der auf das traditionelle
Brauchtum der Goldenen Elf Bezug nimmt und in den u.a. das Ulmer
Fischerstechen als grafisches Element integriert wurde.
Foto: Goldene Elf, Pexels (Ylanite Koppens)
Große Aufmerksamkeit erfuhr zudem die Ehrung von Ronja Löffler, die
vom Regionalverband Bayrisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine für ihre
Leistungen als Gardetänzerin ausgezeichnet wurde - ein Moment, der die
Bedeutung der Nachwuchsarbeit im Verein unterstrich. Für einen
schwungvollen Ausklang des Abends sorgte die Caribbean Steelband Kolibris
aus Bad Buchau mit ihrer beeindruckenden Performance.
Mit diesem glanzvollen Ordensfest blickt die Goldene Elf nun einem besonderen
närrischen Meilenstein entgegen: 2026 feiert der Verein sein 33
jähriges Bestehen, u.a. mit der großen Comedy-Tanzshow am 31.01.2026
und der Behindertensitzung am darauffolgenden Tag, beide im Edwin-
Scharff-Haus, Neu-Ulm.
40 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Faschingserwachen am Kuhberg
„Heldenhafter“
Inthronisationsball
in Ulm
Der Fasching ist zurück auf dem Kuhberg – und wie! Am 8.11.2025 eröffnete
der Kuhbergverein im Gemeindesaal der St.-Georgs-Gemeinde die
närrische Saison mit seinem Inthronisationsball. Rund 150 Faschingsfreunde
– darunter zahlreiche Narren der 7 Schwaben Karnevalsvereinigung
– feierten den Auftakt mit ausgelassener Stimmung.
Durch den Abend führte Präsident Michael Lambacher, charmant und
gewohnt humorvoll. Für den perfekten musikalischen Rahmen sorgte
DJ Sven Winkler, der sicherstellte, dass das Tanzparkett stets voll war.
Ein Highlight des Abends war die Premiere der Magic Stars vom VfB Ulm,
die mit ihrem Showtanz rund um das Leben von Karl Lagerfeld das Publikum
begeisterten und für Glamour sorgten.
Der emotionale Höhepunkt folgte mit der feierlichen Inthronisation:
Spätzin Kathrin I. und Spatz Christian III. übernehmen in dieser Saison
die Regentschaft der Karnevalsgilde. Unter ihrem Motto „muhtierte
Helden“ werden sie die Narrenschar bis zum Aschermittwoch anführen.
Darauf ein dreifaches kräftiges KU–LAU!
Foto: Kuhbergverein
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
41
event
75 Jahre Fricker
Familientradition und
Qualitätsbewusstsein
Miriam Pracki
Fotos: Hermann Genth
Die Firma Fricker in Blaustein, das Einzelhandelsfachgeschäft
für Bettwaren
und Heimtextilien, feierte am 16. Oktober
ein ganz besonderes Jubiläum: Seit
75 Jahren steht der Name Fricker für
Qualität, Fachkompetenz und gelebte
Tradition. Was 1950, kurz nach dem
Ende des Zweiten Weltkriegs und unter
den schwierigen Bedingungen der Währungsreform,
von Ruth Fricker gegründet
wurde, ist heute ein fester Bestandteil des
örtlichen Einzelhandels – und das in dritter
Generation.
Bürgermeister Konrad Menz würdigte
in seiner Ansprache die außergewöhnliche
Leistung, ein Fachgeschäft über so
viele Jahrzehnte erfolgreich zu führen.
„75 Jahre sind nicht selbstverständlich,
vor allem nicht im Facheinzelhandel“,
betonte er. Besonders hob er hervor, dass
das Unternehmen von einer wahren
Frauendynastie geprägt wurde: Nach der
Gründerin Ruth Fricker übernahm ihre
Tochter Beate Brendel für mehrere Jahrzehnte
die Leitung, und seit dem 1. Januar
2024 ist nun auch Enkelin Miriam Pracki
Teil der Geschäftsführung. Menz zeigte
sich dankbar, dass es in Blaustein Unternehmen
wie Fricker gibt, die für einen
hohen Qualitätsanspruch und eine starke
Verbundenheit zum Standort stehen.
Miriam Pracki nutzte die Gelegenheit,
um ihrer Familie, insbesondere ihrer
Mutter Beate Brendel, und dem gesamten
Team ihren Dank auszusprechen. Ein besonderer
Dank galt Bettina Friesinger, die
seit beeindruckenden 50 Jahren im
Unternehmen tätig ist und seit längerem
die Gardinenabteilung leitet.
Auch die IHK Ulm, vertreten durch
den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer
Jonas Pürckhauer, gratulierte
herzlich: „75 Jahre Fricker sind eine echte
Erfolgsstory, geprägt von Mut und
Innovationsgeist, solidem Wirtschaften,
Kontinuität, hoher Standortverbundenheit
und ganz viel Herzblut.“ Ein besonderer
Dank ging an Beate Brendel für ihr
10-jähriges Engagement in der Vollversammlung
und im Einzelhandelsausschuss
der IHK.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier
vom Klarinettenensemble der Bläserphilharmonie
Blaustein, das dem Jubiläum
einen festlichen Rahmen verlieh.
Das 75-jährige Bestehen von Fricker
ist ein Beweis dafür, dass Tradition und
Innovation, familiärer Zusammenhalt
Bürgermeister Konrad Menz, Miriam Pracki, Beate Brendel
Klarinettenensemble der Bläserphilharmonie Blaustein
und unternehmerischer Mut auch in herausfordernden
Zeiten eine starke Basis
für nachhaltigen Erfolg bilden. Wir gratulieren
herzlich und wünschen dem gesamten
Team weiterhin viel Erfolg, Freude
und Inspiration für die Zukunft! ge n
Apfel- und Pilzausstellung im
Autohaus Wuchenauer
Am 18. und 19. Oktober verwandelte sich
das Autohaus Wuchenauer in Neu-Ulm
erneut in einen Treffpunkt für Naturfreunde
und Genießer. Die Apfel- und
Pilzausstellung, organisiert vom GAU
Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz
– Schutzgemeinschaft für den
Neu-Ulmer Lebensraum e.V., blickt auf
eine lange Tradition zurück und erfreute
sich auch in diesem Jahr eines großen
Publikumsinteresses.
Fachleute aus den Bereichen Pomologie
und Mykologie standen den Besuchern
an beiden Tagen mit Rat und Tat
zur Seite. Sie informierten anschaulich
über die Vielfalt heimischer Apfel- und
Pilzsorten und beantworteten zahlreiche
Fragen rund um Anbau, Ernte und
Verwendung. Ergänzt wurden die Aus-
stellungen durch umfangreiche Informationen
zu Umwelt- und Naturschutz,
die zum Nachdenken und Mitmachen anregten.
Ein besonderes Highlight waren die
rund 20 Verkaufsstände, die regionale,
ökologische und nachhaltige Produkte
anboten. Für das leibliche Wohl war
ebenfalls bestens gesorgt: Die selbstgebackenen
Apfelkuchen erfreuten sich besonderer
Beliebtheit und waren bei den
Besuchern heiß begehrt.
Die Apfel- und Pilzausstellung im
Autohaus Wuchenauer zeigte einmal
mehr, wie wichtig und lebendig das Engagement
für Umwelt und regionale
Produkte in Neu-Ulm ist. Sie bot eine gelungene
Mischung aus Information,
Genuss und gelebter Nachhaltigkeit. ge n
Fotos: Hermann Genth
42 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
Prof. Dr. Harald Lesch im Bürgerhaus Senden
„Klimakrise und Energiewende –
warum wir handeln müssen!“
Die Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen hat Mitte November zu einem besonderen
Highlight eingeladen: Der renommierte Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist
Prof. Dr. Harald Lesch hielt vor rund 600 Besucherinnen und Besuchern im ausverkauften
Bürgerhaus Senden einen beeindruckenden und auch zum Nachdenken
anregenden Vortrag zum Thema Klimakrise und Energiewende.
Das Publikum war begeistert von den klaren
Aussagen des Wissenschaftlers. In
seinem Vortrag präsentiere Prof. Lesch
aktuelle Klimadaten und verdeutlichte,
wie stark sich die globale Temperatur in
den letzten Jahrzehnten verändert hat.
Anhand verschiedener Modelle zeigte er
mögliche Entwicklungen bis in das Jahr
2050 auf und beschrieb dabei unmissverständlich
die Risiken, aber auch die
Chancen und Handlungsempfehlungen.
„Die Natur ist kein Parteimitglied und
folgt auch keinem Parteiprogramm. Über
die Gesetze der Natur kann man nicht im
Parlament abstimmen.“ Der Klimawandel
sei ein Thema der Naturwissenschaften.
Das Einzige was wirklich zähle, sind
nicht Meinungen oder das, was man
glaubt, sondern die Messungen der Wissenschaftler.
Politiker sollten daher den
Wissenschaftlern mehr Gehör schenken,
statt an parteipolitischen Ideologien festzuhalten.
Die zunehmende Erhöhung des Co 2
-Gehalts
in der Atmosphäre führt messbar zu
einer Erwärmung der Erde und in der
Folge zum Abschmelzen der Gletscher
und der Polkappen. Da Wasser (dunkel)
mehr Sonnenenergie absorbieren kann
als Eis (weiß), erwärmen sich die Meere
dann noch schneller. Die Folge: Starkregen-Ereignisse
wie Taifune und Hurricans
nehmen zu, und andererseits gibt es
auch mehr Hitzewellen und Dürrekatastrophen.
Co 2
reichert sich in der Atmosphäre an
und bleibt hunderte von Jahren dort.
„Deshalb müssen wir zusammenhalten
und den weiteren Anstieg der Co 2
Konzentration
so weit wie möglich verhindern.
Das hätten auch die Chinesen erkannt
und in nur einem Jahr so viel Photovoltaikfläche
in Betrieb genommen wie
Deutschland in den vergangenen 25 Jahren
zusammen. Erfreulich sei, dass die
Preise für Stromspeicher um 80% gesunken
sind, was es wirtschaftlich attraktiver
macht, die Energie, die wir von der Sonne
bekommen aber nicht sofort verbrauchen,
zu speichern.
„Die Begrenzung des Klimawandels ist
zugleich auch der Erhalt der Bewohnbarkeit
unseres Planeten. Es gibt keinen Planeten
B“, so Prof. Lesch.
Ein rundum gelungener
Abend der Sparkasse
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse
Neu-Ulm – Illertissen, Oliver Haecker,
und die Bürgermeisterin der Stadt Senden,
Claudia Schäfer-Rudolf, begrüßten
gemeinsam das Publikum im vollbesetzten
Bürgerhaus. Oliver Häcker erinnerte
daran, dass Europa der Kontinent ist, der
sich am stärksten erwärmt, was man auch
in Bayern und lokal hier vor Ort spüre.
Claudia Schäfer-Rudolf berichtete von
konkreten Maßnahmen in Senden zum
Schutz des Klimas, wie zum Beispiel Fassadenbegrünungen,
der Ausbau des Radwegenetzes
und dass bei der Bauleitplanung
auf klimaneutrales Bauen geachtet
werde. Sie betonte aber auch, dass es nur
dann etwas nützt, wenn es in der Bevölkerung
eine breite Akzeptanz für diese
Maßnahmen gibt. „Wenn viele Menschen
kleine Schritte gehen, kann man auch ein
großes Ziel erreichen.“
Bernhard Fäustle, Vorstandsmitglied Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen, Prof. Dr. Harald Lesch, Claudia Schäfer-Rudolf,
Bürgermeisterin der Stadt Senden, Oliver Haecker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen,
Brigitte Schilling, Leiterin Veranstaltungsmanagement der Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen, Herwig Walter,
Klimaschutzmanager Stadt Senden
Neben dem Vortrag von Prof. Lesch waren
im Foyer des Bürgerhauses Stände
der Veranstaltungspartner aufgebaut, die
regen Anklang fanden. Die Besucherinnen
und Besucher konnten sich zum Thema
Klimaschutz und Energieeffizienz an
den Ständen der Regionalen Energieagentur
Ulm/Neu-Ulm, der Wasserstoff-Forschung
Ulm und über aktuelle
Umweltprojekte am Stand der Stadt Senden
informieren. Die Bürgerstiftung der
Sparkasse stellte ihre Jugend- und Bildungsprojekte
vor.
Ein gelungener Abend, der zum Nachdenken
und vor allem zum Handeln angeregt
hat.
Foto: Horst Hörger/Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
43
event
CuraMed Tagesklinik Neu-Ulm
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
über KI in der Medizin
Der „Abend zwischen Wissenschaft, Medizin und Begegnung“ im Neu-Ulmer Kunstpark bescherte
den Gästen vielfältige Erkenntnisse zur KI, Einblicke in die Räumlichkeiten und einen regen Austausch unter
altbekannten (Fach-)Leuten. Dass auch die Verbindung zwischen Gastgeber und Gastredner schon
drei Jahrzehnte währt, trug im Venet Haus zum vertrauten Dialog auf Augenhöhe spürbar bei.
Seine Heimat sei das sonnige Teneriffa,
dessen Sonne und Meer sowie der höchste
Berg Spaniens extrem antidepressive
Eigenschaften aufweise. Prof. Dr. med.
Carlos Schönfeldt-Lecuona, seit Januar
2025 Chefarzt der CuraMed Tagesklinik,
vermittelte schon mit diesem Einstiegssatz
einiges von dem, was die Besucherinnen
und Besucher bei den geführten
Rundgängen durch die Gebäude entdecken
konnten. Farben und Licht,
Ruheinseln und Spielerisches, und dann
als Highlight der Blick vom Gym auf das
Münster am Abendhimmel: „Patienten
lieben diesen Ausblick und kommen
dann besonders gerne zum Sporttreiben“,
so der Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie mit einem Schmunzeln
im Gesicht.
Seine Klinik bietet ein breites Behandlungsspektrum
in den Bereichen Psychosomatik,
Psychiatrie und Psychotherapie
mit besonderem Fokus auf chronische
Schmerzen, depressive- und Angsterkrankungen,
Tinnitus sowie Sportpsy-
chiatrie und -psychologie. Die Patientinnen
und Patienten erwartet ein ganzheitliches
Behandlungskonzept sowie Wochenpläne,
die viel Zeit für Einzelgespräche,
soziale Kompetenztrainings, Resilienz,
Psychotherapie, Sport und Bewegung
in der Natur vorsehen.
Anlässlich seiner Ernennung zum Chefarzt
luden Schönfeldt-Lecuona und sein
multiprofessionales Team nun nicht nur
interessierte Gäste ein, sondern auch einen
engen Wegbegleiter: „Fast 28 Jahre
lang habe ich mit Manfred Spitzer zusammengearbeitet,
erst als Assistenzarzt,
dann als Fach- und Oberarzt sowie später
als Kollege an der Uni Ulm.“ Prof. Dr.
med. Dr. phil. Manfred Spitzer war ärztlicher
Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik
in Ulm und baute zudem
das „Zentrum für Neurowissenschaften
und Lernen“ (ZNL) auf. Seine Forschung
und Publikationen prägen seit Jahren die
Diskussion über Digitalisierung, Lernen
und mentale Gesundheit und machten
ihn einem breiten Publikum bekannt.
An dem Abend Mitte Oktober stellte (und
beantwortete) der Professor dem Publikum
die Frage: „Künstliche Intelligenz in
der Medizin – Was ist das und warum geht
uns das alle an?“ Dabei warf er erst einmal
einen Blick auf die menschliche Intelligenz,
und wie sich das Wissen übers Gehirn
verändert hat. „Als ich vor 41 Jahren
in der Psychologie angefangen habe, war
unvorstellbar, dass wir im Laufe der
nächsten Jahrzehnte das Gehirn komplett
an- und durchschauen werden können.“
Heute lassen sich die Funktionen des Gehirns
mittels funktioneller Bildgebung genau
beobachten und so auch entscheiden,
welche Behandlung bei welchem Patienten
die jeweils Beste sei.
„Für die Auswertung von Bildern zieht
die Medizin heute in allen Fachbereichen
künstliche Intelligenz hinzu.“ Vor 60 Jahren
habe es übrigens schon erste Schritte
gegeben, mit der künstlichen Gesprächs-
Psychotherapeutin „Eliza“. Sie habe kleine
Botschaften von je 420 Zeichen seriell
verarbeiten können. „Heute meint KI
Fotos: CuraMed
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
Prof. Dr. Carlos Schönfeldt-Lecuona,
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
Lara Faigle (Zentrales Patientenmanagement CuraMed
Kliniken), Jennifer Schwarz (Leitung Zentrales Patientenmanagement
CuraMed Kliniken)
44 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
event
lernende Maschinen mit simulierten
Neuronen. Und obwohl das I ja für Intelligenz
steht, geht es hier eher um Intuition,
denn die KI baut nicht auf Algorithmen
auf.“ Auch dadurch stelle die KI, die mittlerweile
in so vielen Feldern quer durch
alle Branchen erfolgreich eingesetzt wird,
die Menschheit vor viele Fragen. „Im Jahr
2016 haben Forscher um Demis Hassabis,
britischer KI-Forscher und Gründer
des Start-ups DeepMind Technologies,
ein neuronales Netzwerk das jahrtausendalte
chinesische Spiel „Go“ anhand von
50.000 Partien trainieren lassen.“ Kurz
danach habe die KI den damaligen Weltmeister
schon besiegt. „Bis heute wissen
die Go-Experten nicht, wie die Maschine
das macht, da Go doch ganz viel mit Intuition
zu tun hat“, so der Neurowissenschaftler,
Psychiater und Psychotherapeut
Spitzer.
Demis Hassabis habe damals das Ziel
ausgegeben, „erst die Intelligenz und
dann alle Probleme zu lösen“. Anfangs sei
er dafür belächelt worden, mittlerweile
haben seine neuronalen Netzwerke solch
bahnbrechende Vorhersagen der Proteinstrukturen
geliefert, dass Hassabis im
letzten Jahr mit dem Nobelpreis für
Chemie ausgezeichnet wurde.
„Die KI ist uns in vielen Bereichen überlegen,
sie ist oft besser oder schneller, und
manche Herausforderungen wie den
Klimawandel werden wir nur mit ihr lösen
können“, so Manfred Spitzer. Auch in der
Medizin sei der Einsatz von KI explosionsartig
angestiegen. „Sie ist uns mit ihrer
Fähigkeit, Daten zu sammeln, auszuwerten
und zusammenzuführen weit überlegen.“
Prof. Dr. Carlos Schönfeldt-Lecuona
Zur besten Diagnose komme es aber erst
in Kombination mit dem Facharzt: „KI
und Mensch machen unterschiedliche
Fehler. Im Zusammenspiel ergänzen sie
sich optimal, weshalb die treffendste
Diagnose die ist, die von der KI und beispielsweise
einem Dermatologen gestellt
wurde.“ Dies hätten auch die Patienten
verstanden und wünschten sich daher
meistens „einen Arzt, der KI zu Hilfe
nimmt.“ Momentan würden weltweit so
viele Daten gesammelt, dass es zukünftig
sehr viel einfacher sei, Zusammenhänge
zu erkennen und Krankheiten vorauszusagen.
Natürlich gebe es auch klare Grenzen, Risiken
und Nachteile: „Die Ergebnisse der
KI sind nur so gut wie das Setting, mit
dem sie trainiert wurde.“ So übernehme
die KI alle Fehler und Vorurteile, die in
Daten stecken können. „Die Erkennung
von Hautflecken und ihre Interpretation
von Gut- oder Bösartigkeit funktioniert
nicht zuverlässig auf dunkler Haut, wurde
die KI doch nur mit Aufnahmen auf
heller Haut trainiert. Das ist Diskriminierung,
die zudem zu falschen Diagnosen
führt.“ Kriminell eingesetzt, könne die KI
außerdem Horrorszenarien wahr werden
lassen. So habe es am Massachusetts Institute
of Technology (MIT) einen Versuch
gegeben, in dessen Rahmen eine hocheffiziente,
biologische Waffe entwickelt
werden sollte. „Die Forscher haben nur
eine Stunde dafür gebraucht, und es gab
genügend Firmen, die bereit waren für
die Produktion – ohne Rückfragen zu
stellen.“
Grundsätzlich könne man beobachten,
dass die KI vielen Menschen das kritische
Denken abgewöhne, „je jünger, desto häufiger.
Daher ist der Einsatz von KI an Schulen
die dümmste Idee, die es gibt. Lagern
wir die geistige Arbeit aus, dann tut sich
nichts mehr in unseren Gehirnen, wir
bleiben an der Oberfläche, erinnern uns
kaum an Inhalte, sind nicht mehr kreativ.“
Über alle Einsatzmöglichkeiten hinweg
gelte es daher, den passenden Kontrollund
Regulierungsrahmen zu schaffen.
Eine Aufgabe, für die Europa und speziell
Deutschland wie gemacht sei, so Manfred
Spitzer: „Unsere Ingenieurskunst und die
KI ergänzen sich optimal.“
Die rund 70 Gäste, viele von Ihnen Ärzte
oder Psychotherapeuten, nahmen die
Erkenntnisse und Ermahnungen rund
um KI sichtbar interessiert mit in die
zweite Abendhälfte und diskutierten
kritisch weiter – ganz ungekünstelt und
analog auf dem Gesundheitscampus in
Neu-Ulm.
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n STADTENTWICKLUNG /
TOURISMUS
Für manche mag es sich angesichts der
angespannten Baustellensituation ironisch
anhören, doch Ulm wurde von Fitreisen
zur „erholsamsten Reisestadt
Deutschlands“ gekürt. Europaweit steht
Ulm auf Platz fünf von 213 Städten. Spitzenreiter
ist Lugano in der Schweiz.
Die Jury sieht in Ulm ein „ruhiges Städteziel
mit Charakter“. Die Stadt punkte
nicht nur mit dem Ulmer Münster, sondern
mit grünen Uferlandschaften, der
weitläufigen Parkanlage Friedrichsau und
einer begehbaren Altstadt. Herausragend
sei die Lage an der Donau, denn
diese „verleihe Ulm eine besondere Ruhe,
während das Stadtbild historische Elemente
mit modernen Akzenten verbindet“.
Eine weitere Auszeichnung nach „Lebenswerteste
Stadt Deutschlands“ (Prognos
Städteranking 2024) und „Gesündeste
Stadt Deutschlands“ (Studie der Medizinischen
Hochschule Hannover 2007).
Also öfter das Auto stehen lassen und die
Stadt zu Fuß/per Rad genießen. Ist auch
gesünder.
n KULTUR
Die Fachzeitschrift „Opernwelt“ würdigte
Kay Metzgers „Le petit pauvre d’Assise“
über das Leben des Franz von Assisi als
„Uraufführung des Jahres“. Nach „»La Légende
de Tristan«“ 2023 bereits die zweite
Auszeichnung. Auch andere Kulturstätten
hatten Anlass zur Freude. Das
Donauschwäbische Zentralmuseum feierte
25. Geburtstag, das Museum Ulm
den hundertsten (siehe Seite 100).
n WIRTSCHAFT
Die Region bleibt stabil. Trotz Flaute betrug
die Arbeitslosenquote im Oktober
2025 in der IHK Region Ulm-Biberach
32 Prozent. Dies ist die niedrigste Quote
aller IHK-Regionen.
n WISSENSCHAFT
Wissen, das nach den Sternen greift: Das
Planetarium Laupheim feierte 35. Geburtstag.
Ob Wasserstoff, Medizin, Biotechnologie,
KI, Robotik, Klima und
Nachhaltigkeit: In der Region wird
Zukunftsweisendes geschaffen. Beispiel:
Die Wissenschaftsstadt auf dem Ulmer
Eselsberg bietet inklusive der Kliniken
etwa 11.500 Menschen Arbeit, rund
14.000 studieren an den Hochschulen.
n GENUSS
Nachhaltig genießen: Ulm darf sich über
fünf Michelin-Sterne freuen, darunter
ein grüner Michelin-Stern für das Restaurant
Treibgut. Neu dabei sind die
Stephansstuben by Marco Langer in Neu-
Ulm. Simon Tress, der mit „TressBrüder“
unter anderem auch auf dem Top Magazin
VIP-Event an Schwörmontag kulinarisch
verwöhnte, erhielt von Gault&-
Millau die Auszeichnung „Bester Gastronom
des Jahres“.
n SPORT
Es läuft: Die Basketballer von Ratiopharm
Ulm wurden Vizemeister. Der SSV Ulm
1846 war der erfolgreichste Verein bei
der Deutschen Aerobic Meisterschaft,
Tim Nowak wurde deutscher Zehnkampfmeister.
Fast 15.000 Teilnehmer gingen
bei den Läufen des Ulmer Einsteinmarathons
an den Start – so viele wie noch nie.
46 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
lokales
SUPERLATIVE & WENIGER
BEKANNTE REKORDE
13 GRÜNDE, WARUM ULM SPITZE WAR, IST, BLEIBT!
Ende Oktober hat Ulm den Rekord „welthöchster Kirchturm der Welt“ an die Sagrada Familia
in Barcelona verloren. Doch die Donaustadt hat viele weitere Superlative zu bieten.
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UNBEKANNTE MÜNSTER REKORDE
„In Zukunft werden wir den Superlativ ‚Höchster Kirchturm
Deutschlands‘ verwenden“, informiert Wolfgang Dieterich, Geschäftsführer
der Ulm/Neu-Ulm Touristik. Doch es stecken
noch mehr Superlative in der Kirche. Sie hat das höchste Sakramentshaus
Deutschlands (28 Meter) sowie die größte Sammlung
an Totenschilden in einer Kirche (mehr als 100). Und: Das
Ulmer Münster ist eine Bürgerkirche, erbaut über Jahrhunderte
von seinen Stadtbewohnern.
SCHIEFSTES HOTEL DER WELT
Vergessen Sie den schiefen Turm von Pisa. Dieser bringt es lediglich
auf einen Neigungswinkel von 397 Grad, während sich
das Schiefe Haus im Ulmer Fischerviertel um bis zu 10 Grad gen
Blau neigt. Seit 1997 trägt das schmucke Fachwerkhaus den Titel
„Schiefstes Hotel der Welt“ im Guinnessbuch der Rekorde.
Erbaut um 1443, geriet es bereits im 17. Jahrhundert aus dem
Lot.
GEBURTSORT DES GRÖSSTEN PHYSIKGENIES…
… ob aller Zeiten oder des 20. Jahrhunderts sei dahingestellt.
Albert Einsteins Theorien rund um Relativität, Quantenphysik
und den photoelektrischen Effekt haben unseren Alltag verändert.
Geboren am 14. März 1879 lebte Einstein zwar nur wenige
Monate in Ulm, hielt aber lange Kontakt durch seine in Ulm
lebenden Verwandten. Mehr dazu in „Die Einsteins – Museum
einer Ulmer Familie“ am Weinhof.
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Foto: Tamara Häge
Foto: Diana Wieser Foto: Johannes Glöggler
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GRÖSSTE BUNDESFESTUNG EUROPAS
Zwischen 1843 und 1859 erbaut, galt die Bundesfestung Ulm
mit einer 9km langen Hauptumwallung und einer Kapazität für
bis zu 100.000 Soldaten als größte Bundesfestung Europas.
Wilhelmsburg, Glacis-Anlagen und Co bieten heute einen
hohen Freizeitwert, z. B. durch Kulturveranstaltungen.
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ÄLTESTES STADTTHEATER DEUTSCHLANDS
Das erste und damit älteste Stadttheater Deutschlands entstand
1641 in Ulm.
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ERSTE ÄRZTIN DEUTSCHLANDS
Im deutschsprachigen Raum war die Ulmerin Agathe Streicher
(1520-81) die erste anerkannte Ärztin, die sogar ans Sterbebett
von Kaiser Maximilian II. gerufen wurde. Frauenpower im
16. Jahrhundert!
Foto: TMBW Mende
lokales
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JUGENDLICHER NS-WIDERSTAND
Die Studentenbewegung „Weiße Rose“ rief zum Widerstand
gegen das NS-Regime auf. Familie Scholl lebte ab 1932 in
Ulm. Sophie und Hans Scholl studierten später in München,
wurden 1943 hingerichtet. Die meisten Mitglieder der Weißen
Rose stammten aus Ulm! Die Schwester Inge-Aicher
Scholl leitete später die vH Ulm, in der eine Dauerausstellung
zum Thema eingerichtet ist.
CORPORATE DESIGN BORN IN ULM
Inge Aicher-Scholl gründete mit ihrem Ehemann Otl Aicher
die Hochschule für Gestaltung (HfG), die als wichtigste
Kunstschule Deutschlands nach dem Bauhaus galt. Aicher
setzte Maßstäbe für die Werbegestaltung, wie durch seine
Piktogramme für die Olympischen Spiele 1972. Der „father
of the geometric man“ entwarf eine universelle Bildsprache,
die international verwendet wird.
ERSTE WISSENSCHAFTSSTADT DEUTSCHLANDS
Auf dem Ulmer Eselsberg entstand 1986 die erste Wissenschaftsstadt
Deutschlands.
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DER ULMER „LEONARDO DA VINCI“
Albrecht Berblinger, alias „der Schneider von Ulm“, war ein
vielseitiger Tüftler, der unter anderem 1808 die erste Beinprothese
mit Gelenk erfand. Sein Flugapparat machte ihn
auf tragische Weise bekannt. 2020 wurde ihm mit dem Berblinger-Turm
ein architektonisches Denkmal gesetzt.
UNESCO-WELTKULTURSPRUNG RUND UM ULM!
Der Anfang von allem: „UNESCO-Welterbestätte Höhlen
und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Die ältesten
Musikinstrumente und Kunstfiguren der Welt, wie der
40.000 Jahre alte „Löwenmensch“, markieren den Evolutionsschritt
zum modernen, reflektierten, sich schöpferisch
ausdrückenden Menschen. Der Löwenmensch ist während
des Umbaus des Ulmer Museums in der Kunsthalle Weishaupt
zu bestaunen.
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LEBENSRETTER: ULMER NOTFALLKOFFER
Der erste chirurgische Notfallkoffer wurde in den 1960er
Jahren an der Uni Ulm durch Prof. Friedrich Wilhelm Ahnefeld
konzipiert und setzt seitdem Standards für den Rettungsdienst.
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ERSTE DEUTSCHE ZEMENTFABRIK
Der Ulmer Apotheker Gustav Ernst Leube (1808-1881)
gründete die erste Zementfabrik Deutschlands.
Foto: Henning Schlottmann (UserH-stt)
Foto: Museum Ulm
Foto: Diana Wieser
48 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
top business
top magazin präsentiert erfolgreiche
Unternehmen und Unternehmer
wirtschaft
Ulmer Marketingpreis 2025
Herausragende Ideen aus
der Werbung – und für die Region
Jeden Tag erreichen uns durchschnittlich 10.000 Werbebotschaften. Wie schafft man es,
aus dieser Masse hervorzustechen? Der Ulmer Marketingpreis 2025 honorierte Personen und Unternehmen,
denen dies besonders gut gelungen ist, und die gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag für die Region leisten.
Passend zum Jubiläum der zehnten Preisverleihung gab es einige Besonderheiten.
Fotos: Ulmer Marketing Club / Peter Reiser
Früher erreichten uns 500 Werbebotschaften
pro Tag, heute sind es 10.000.
„Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeitsspanne
von 12 auf 8 Sekunden gesunken“,
erläuterte Moderatorin Eva Reuter
zu Veranstaltungsbeginn. Große Herausforderungen
also für alle, die sich mit
Marketing und Werbung beschäftigen.
Der Marketingclub Ulm/Neu-Ulm e.V.,
welcher den Preis zum 10. Mal verliehen
hat, stand ebenfalls vor einer Herausforderung,
allerdings einer positiven: „Wir
haben nicht nur viele, sondern sehr gute
Einreichungen erhalten“, fasste Präsident
Thomas Scheer von rrooaarr digital
solutions zusammen. Die Entscheidung
sei der Jury, deren Mitglieder aus den Bereichen
Wirtschaft, Agentur und Wissenschaft
stammen, nicht immer leicht gefallen.
Erfolgreiches Triple für
Andreas Oettel
Der erste Preisträger legte einen erfolgreichen
„Triple“ hin. In den vergangenen
Jahren wurde er bereits mit dem Special
Award und dem Hauptpreis ausgezeichnet.
An diesem Abend nahm Andreas
Oettel als Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten
ratiopharm Ulm
auch den Preis als Marketingpersönlichkeit
des Jahres entgegen.
Jurymitglieder mit der Moderatorin Eva Reuter
Jurymitglied Prof. Dr. Bernd Radtke betonte
Oettels visionären Geist. Er habe
den zweitgrößten Basketballverein
Deutschlands aufgebaut, diesen 2023
zum Meistertitel geführt, die Marke strategisch
geführt und mit dem Bau des
Orange Campus auch wirtschaftlich ein
starkes Zeichen gesetzt. Regionale
Imagebildung par excellence, die längst
über die Grenzen der Donau-Doppelstadt
strahlt. „Heute weiß jeder in der NBA,
wo Ulm liegt“, witzelte Oettel – mit 50
Jahren der bislang jüngste Preisträger in
dieser Kategorie – in seiner Dankesrede.
Hochschule mittels Avatar
entdecken
Noch jünger und bunter ging es weiter.
Der Special Award für eine herausragende
Einzelleistung ging an die Hochschule
Neu-Ulm und deren Mitarbeiter Fabian
Girschick, Digital Content Manager beim
Verbundprojekt „InnoPROF“. Ziel ist es,
Menschen für den Karriereweg der Professur
zu begeistern.
Dafür entwickelte der 26-jährige Girschick
drei Projekte. In der virtuellen
3D-Welt „Erlebniswelt Professur“ können
sich User mittels Avatar durch die Räume
der Hochschule Neu-Ulm bewegen und
mehr über Berufungsverfahren oder
Gewinner des Hauptpreises 2025: ulrich medical
Thomas Scheer (Präsident des Marketing Club Ulm/
Neu-Ulm) , Moderatorin Eva Reuter, Wolfgang Röhr
(Geschäftsführender Vorstand des Marketing Club
Ulm/Neu-Ulm)
Fakultätsprofile erfahren. Im Podcast
„Ein Hoch auf Prof“ kommen Professoren
zu Wort und auf der Website
„l(i)ebenswerte Region“ stellt sich Neu-
Ulm als attraktiven Lebensraum vor. Von
den Infos rund um Freizeit, Bildung und
Familienleben können andere Berufsgruppen
und Neuzugezogene ebenfalls
profitieren. Jurymitglied Oliver Fischer
von der Attacke Werbeagentur lobte das
crossmedial verzahnte Hochschulmarketing.
Motto: Menschen gewinnt man
nicht durch Tabellen, sondern durch
Köpfe.
Social Media Award für
Telefonseelsorge
Neu in diesem Jahr kam die Kategorie
Social Media hinzu. Ebenfalls neu war
das Verfahren. Bei dieser Kategorie durf-
50 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
wirtschaft
Gewinner des Social Media Award 2025: Telefonseelsorge
Marketingpersönlichkeit 2025:
Andreas Oettel
Gewinner des Special Award 2025:
Hochschule Neu-Ulm (HNU)
te das anwesende Publikum selbst via
Handy über den Gewinner abstimmen.
Zur Auswahl standen Kampagnen des
Landratsamts Biberach, von Seifert Logistik
und der Telefonseelsorge. Letztere
gewann mit 57 Prozent der Stimmen den
Social Media Award für ihre Kampagne
„nichtokseinistok“. Diese richtet sich an
die Sorgen und Nöte von jungen Menschen,
angefangen bei schlechten Noten
bis zum Selbstoptimierungsdruck durch
unrealistische Social-Media-Vergleiche.
Rund 100 ehrenamtliche Helfer sorgen
dafür, dass Hilfesuchende „einen geschützten
Raum“ erhalten, nicht nur am
Telefon, sondern auch via Chat oder Mail.
Authentische Markenstrategie
gewinnt
Für den diesjährigen Hauptpreis waren
die Unternehmen Kässbohrer, unitex und
ulrich medical nominiert. Letztere machten
das Rennen mit ihrem Marken-
Rebranding, dessen Slogan „dedicated to
you“ ein identitätsstiftendes Versprechen
abgebe. Seit 1912 setzt das Medizintechnik-Unternehmen
auf „Made in Germany“.
Bei der klaren, authentischen Markenpositionierung
stehen die Menschen
im Vordergrund. Das kommt an: ulrich
medical verzeichnete seit dem gelungenen
Relaunch 33 Prozent mehr Besucher
auf der Homepage und erhielt 55 Prozent
mehr Bewerbungen. „Der Erfolg ist messbar.
So darf ulrich medical als Vorbild für
die ganze Branche gelten“, lautete das
Urteil der Jury.
Ob Finalist, Gewinner oder Gast – im Anschluss
wurden im Sparkassenforum bei
leckeren Häppchen und edlen Tropfen
nicht nur Gratulationen, sondern Ideen
ausgetauscht. Der Abend zeigte: Die
Branche mag sich verändern, mag digitaler,
anspruchsvoller und schnelllebiger
werden. Doch wer nah am Menschen
bleibt, gewinnt.
dwi n
ihre marketingabteilung
schreibt
uns heimlich
liebesbriefe.
jetzt daten: attacke werbeagentur gmbh. #attackelove
progressiv in branding. markenstrategie. kampagne. websites.
socialmedia. recruiting-kampagne. film. packaging.
www.attacke-ulm.de
GOLD AWARD
get branded.
be loved.
wirtschaft
Jahresveranstaltung initiative.ulm.digital e.V.
Emotion klickt besser
als Information
Social Media & KI – Fluch oder Segen? Die Jahresveranstaltung der initiative.
ulm.digital war emotional. Es fielen markige Sprüche, es wurde offen über
Enttäuschungen gesprochen, Best Case Beispiele sorgten für Schmunzeln.
Am Ende kam Gänsehaut auf – angesichts eines Livestreams zu einem
ukrainischen Musiker im Schutzbunker in Charkiw.
Prof. Frank Kargl, Chris Boos, Ulrich Becker,
Andreas Buchenscheidt
Fotos: Moritz Reulein
Im wie immer vollbesetzten Wiley Club
versprach Heribert Fritz „einen bunten
Blumenstrauß“ an Themen. Der Vorstand
der initiative.ulm.digital e.V. hielt Wort.
Wie sich KI in Verbindung mit Social Media
auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft
auswirkt, wurde in mehreren
Speed-Talk-Runden unter der Moderation
von SWP-Chefredakteur Ulrich Becker
leidenschaftlich diskutiert.
„BILDZEITUNG AUF SPEED“
Gleich die erste Expertenrunde fuhr
große Geschütze auf: „Früher hieß es:
Je wohlhabender eine Gesellschaft, desto
klüger. Seit 2008 stimmt das nicht mehr.
Es war das Jahr, als Facebook viral ging“,
so IT-Unternehmer Chris Boos. Der KI-
Vordenker war enttäuscht, dass sich Wissen
nicht demokratisieren lasse. Laut
Boos halten die Neuen Medien Menschen
vom eigenständigen Denken ab, um sie
stattdessen in einem Gefühl zu halten.
Eine Aussage, die durch Experten wie
Professor Wolfgang Schweiger von der
Universität Hohenheim bestätigt wurde.
„Social Media ist wie Bildzeitung auf
Speed!“. Es käme nicht mehr auf den
Wahrheitsgehalt einer Meldung an, sondern
auf ihre Emotionalität. Unterhaltung
wie Cat Content oder empörende
Fake News würden stärker verbreitet,
als normale, vergleichsweise dröge anmutende
Nachrichten. „Aus dem Riesenwust
an Informationen picken wir uns
das heraus, was uns interessiert, ob es relevant
ist oder nicht.“ Der Ulmer Professor
Frank Kargl brachte ähnliche Überlegungen
ein. „Mit Full Speed bauen wir
überall im Alltag KI ein. Aber wir kennen
weder ihre Schwachstellen, die eine
Manipulation ermöglichen, noch sind
alle ethisch-moralischen Fragen geklärt.“
Für Applaus sorgte die Aussage der 24-jährigen
Influencerin und Medizinstudentin
Aurelia Heinz. Mehrere hunderttausende
Follower verfolgen den Alltag der Ulmerin
zwischen Arztkittel und Schminktipps.
Dennoch: „Wenn ich es könnte, würde ich
Social Media abschalten.“ Denn es erfordere
viel emotionale Reife, um damit verantwortungsvoll
umzugehen. Von kritischen
Punkten wie Hate Speech oder
schwindender Aufmerksamkeitsspanne
ganz zu schweigen. Für Unternehmen hatte
sie einen Rat, um die Gen Z besser zu
erreichen. „Vieles wirkt viel zu gewollt, zu
überdacht.“ Besser sei, sich auf Social
Media authentisch zu geben.
Heribert Fritz
Philipp Utz
Studierende vom geförderten Projekt ‚Einstein Motorsport‘
Chris Boos, Ulrich Becker
52 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
wirtschaft
MILLIONEN KLICKS FÜR ULMER
UNTERNEHMEN
Neben all den berechtigten Sorgen kamen
auch Witz und Optimismus nicht zu
kurz. Der Vorstandvorsitzende der Sparkasse
Ulm, Dr. Stefan Bill, stellte das erfolgreichste
Reel seiner Bank vor mit 1,1
Millionen Views. „Finanzdienstleistungen
haben einen sehr überschaubaren
Unterhaltungswert. Um 20 Prozent Informationen
über Social Media transportieren
zu können, posten wir 80 Prozent Unterhaltung.“
Besagtes Reel koppelt aktuelle
Zeitgeistthemen (Homeoffice) mit
regionalen Besonderheiten (Ulmer Weinfest)
und der Sparkasse auf amüsante Art.
Lohn: 15.000 Follower.
Vom eigenen Erfolg überrascht war Philipp
Utz von Uzin Utz, einem Ulmer Komplettanbieter
von Bodensystemen. Über
15 Millionen Klicks erhielt ein im
Schnellverfahren gedrehtes Reel, das
zeigt, wie ein Boden saniert wird. Es fällt
in die beliebte Rubrik der To-Do-Videos.
Utz witzelte: „Dabei gibt es gar keine 15
Millionen Parkettleger in Deutschland.
Aber vermutlich 15 Millionen Ehefrauen,
die zu ihrem Mann sagen: Das könntest
du auch.“
Live-Schaltung nach Charkiw
Als weitere Redner kamen Petra Engstler
Karrasch, Hubert Ketterer, Michael Fiedler
und Andreas Buchenscheit zu Wort,
ebenso wie die OBs von Ulm und Neu-
Ulm. Letztere diskutierten, inwieweit
sich Politiker auf Social Media einbringen
sollten. Während Kathrin Albsteiger
(10.000 Follower) auch Persönliches von
sich postet, von ihrer Siegerehrung beim
Einsteinmarathon bis zum Urlaubs-Selfie,
sieht sich Martin Ansbacher (4.700
Follower) als reinen „Ulmfluencer“.
VERBINDEN STATT TRENNEN
Es war der emotionale Höhepunkt des
Abends! Eine Live-Schaltung in die Ukraine
verdeutlichte den positivsten Aspekt
der neuen Technologien: Menschen
über Tausende Kilometer zusammenzuführen,
um sich auszutauschen und zu
unterstützen.
Rüdiger Linhof stellte seine Initiative
„Kultur.Konvoi“ vor. Der Bassist der Band
„Sportfreunde Stiller“ finanziert gemeinsam
mit anderen Musikern Rettungswagen
für die Ukraine, schaltet junge Künstler
aber auch per Livestream zu Veranstaltungen
hinzu. „Es geht darum, anzuerkennen,
dass es auch andere Realitäten
gibt.“ Neben der humanitären Hilfe komme
es auf echte Kooperationen an. Aktivistin
Martha geht gegen Fake News in
der Ukraine vor und zeichnet ein Bild von
einem Land, in dem trotz Krieg Start-ups
und Familien gegründet werden. Musiker
Alex performte auf emotionale Weise den
Song „Wonderwall“ von Oasis im Livestream.
Aus einem Schutzbunker in Charkiw
heraus, wo er jeden neuen Tag als
Geschenk erlebe. Dies war der Abschluss
einer Jahresveranstaltung, die das Publikum
sichtlich bewegte.
dwi n
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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wirtschaft | anzeige
Willkommen bei der STERNE GRUPPE
Ihr Mercedes-Benz Partner
in Ulm/Neu-Ulm
Abel+Ruf und KreuterMedeleSchäfer haben gemeinsam zum 1. Dezember 2025
die Mercedes-Benz Niederlassung Ulm/Neu-Ulm übernommen.
Mit der Gründung der STERNE GRUPPE
GmbH durch die traditionsreichen,
inhabergeführten Unternehmen Kreuter
MedeleSchäfer GmbH & Co. KG und
Abel+Ruf GmbH - zukünftig ergänzt um
den Standort Ulm/Neu-Ulm - entsteht
einer der bedeutendsten und renommiertesten
Mercedes-Benz Partner in
Deutschland. Die neue Unternehmensgruppe
setzt auf regionale Stärke, hohe
Investitionen in Qualität sowie die klare
Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit
und Mitarbeiterbindung. Der Kauf der
Niederlassung Ulm/Neu-Ulm stellt in der
Geschichte der neuen Inhabergruppe
einen strategischen Meilenstein dar. Er
sichert die Marktbearbeitung und den
langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze.
Fotos: Rohde Fotografie Kaufbeuren, KBU Werbeagentur, Mercedes-Benz AG / Illustration Karte: KreuterMedeleSchäfer
ZUKUNFTSORIENTIERT
UND WERTEBASIERT
„Unser Ziel ist es, ein finanzstarkes und
zukunftsorientiertes Unternehmen zu
sein, das die Marke Mercedes-Benz mit
höchster Qualität und regionaler Verwurzelung
repräsentiert“, so die Geschäftsführer
Peter Schäfer und Lukas Ruf.
Die STERNE GRUPPE versteht sich als
Arbeitgeber mit Verantwortung. „Als
mittelständisches Unternehmen denken
wir in Generationen und nicht in Quartalen.
Daher setzen wir auf eine starke Mitarbeiterbindung
durch fundierte Ausbildung
und gezielte Weiterentwicklung für
ein starkes Miteinander. Wir freuen uns
in Neu-Ulm auf ein außerordentlich
kompetentes und leistungsfähiges Team,
welches perfekt zu unseren Unternehmenswerten
passt,“ betonen die Geschäftsführer.
KENNZAHLEN UND
MARKTGEBIET
Die ehemalige Mercedes-Benz Niederlassung
in Neu-Ulm ist der erste Standort
der STERNE GRUPPE GmbH. Insgesamt
vereint die Unternehmensgruppe nun
Joachim Fellner, Peter Schäfer und Lukas Ruf
Das vertraute Team ist auch künftig kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner
in allen Fragen rund um Ihre Mobilität
54 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
h
Altmühl
r
anzeige | wirtschaft
A7
Aalen
Abel+Ruf
Nördlingen
Neuburg
INGOLSTADT
Abel+Ruf
Donauwörth
Heidenheim
Abel+Ruf
Dillingen
Donau
Schrobenhausen
Foto: KBU Werbeagentur
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Augsburg
Neu-Ulm
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Schwabmünchen
Königsbrunn
München
Bieberach
Bad Wörishofen
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Foto: Mercedes-Benz
Memmingen
Iller
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Landsberg
Ammersee mersee
Am
Ammersee
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Starnbergersee
Starnberger See
rg
Starnberg
Ravensburg
Kaufbeuren
Lech
Weilheim
Kempten
Wertach
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We
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A7
A95
Lindau
Ammer
Am
Bodensee
Immenstadt
Sonthofen
Füssen
Foto: KBU Werbeagentur
Oberstdorf
ÖSTERREICH
Mit dem neuen Standort Ulm/Neu-Ulm wird das Vertriebsgebiet weiter gestärkt – für eine flächendeckende Betreuung der Kunden
15 Standorte in einem Marktgebiet von
rund 10.000 km². Der Fokus liegt auf dem
Vertrieb und Service der Marken Mercedes-Benz
(Pkw, Van, Truck, Bus), smart,
Ford, Tremonia und FUSO. Die beiden
Unternehmen beschäftigen gemeinsam
über 1.400 Mitarbeitende, darunter 280
Auszubildende. Im Jahr 2024 wurde ein
Gesamtumsatz von über 800 Millionen
Euro erzielt. Trotz ihrer zukünftigen
Größe ist die Unternehmensgruppe nach
wie vor ein inhabergeführtes Familienunternehmen,
das seine Werte und sein
Leitbild auch am neuen Standort Ulm/
Neu-Ulm leben wird.
REGIONALE NÄHE –
STARKE PRÄSENZ
In ganz Bayerisch-Schwaben ist die STER-
NE GRUPPE mit ihren nun vernetzten
Standorten in Donauwörth, Dillingen,
Nördlingen, Augsburg, Schwabmünchen,
Königsbrunn, Weilheim, Kaufbeuren,
Kempten, Immenstadt, Bad Wörishofen,
Füssen sowie Landsberg und Memmingen
präsent. Mit dem Erwerb der angrenzenden
Mercedes-Benz Niederlassung Ulm/
Neu-Ulm wird das Vertriebsgebiet weiter
gestärkt und eine übergreifende Marktbearbeitung
ermöglicht.
DIE UNTERNEHMEN
IM ÜBERBLICK
Die KreuterMedeleSchäfer Firmengruppe
betreibt unter den Namen „Autohaus Allgäu“
und „MedeleSchäfer“ 12 Mercedes-Benz
Standorte in Schwaben und
Oberbayern mit rund 900 Mitarbeitenden.
Das Autohaus Allgäu ist mit fünf Standorten
in Kempten, Kaufbeuren, Immenstadt
und Memmingen vertreten. Das
Traditionsunternehmen der Familie
Kreuter ist seit 1936 mit Mercedes-Benz
verbunden.
MedeleSchäfer steht für über 100 Jahre
Automobiltradition und ist heute ein leistungsstarker
Mercedes-Benz Partner mit
Standorten in Augsburg, Schwabmünchen,
Königsbrunn, Weilheim, Füssen,
Landsberg und Bad Wörishofen. In den
vergangenen Jahren investierte das Unternehmen
über 58 Millionen Euro in
moderne Standorte und Serviceangebote.
Abel+Ruf mit Sitz in Donauwörth, Nördlingen
und Dillingen ist der etablierte
Mercedes-Benz Partner in Nordschwaben
mit über 320 Mitarbeitenden. Neben Pkw
und Transportern von Mercedes-Benz
bietet das Unternehmen seit 2025 auch
Ford in Nördlingen an. Die Philosophie
„Ihre Zufriedenheit ist unser Antrieb“
prägt das tägliche Handeln.
STERNE GRUPPE GmbH
Von-Liebig-Str. 10
89231 Neu-Ulm
Telefo 0731 7000
www.sterne-gruppe.de
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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wirtschaft | anzeige
Stöhr Logistik GmbH
Mit Vollgas in eine
elektrifizierte Zukunft
Die Stöhr Logistik GmbH mit Hauptsitz in Rottenacker steht seit ihrer
Gründung im Jahr 1962 für innovative und zuverlässige Speditions- und
Logistiklösungen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 360 Mitarbeitende
und betreibt mit über 160 LKWs an fünf Standorten deutschlandweit
ein leistungsstarkes Netzwerk. Doch Stöhr Logistik ist nicht nur ein starker
Partner in Sachen Transport und Logistik – das Unternehmen setzt auch
Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Fotos: Stöhr Logistik GmbH
Firmenchef Erwin Stöhr und sein Team
haben frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt
und streben konsequent CO 2
-Neutralität
an. „Hierfür braucht man eine ordentliche
eigene Infrastruktur mit Photovoltaik
und Speicher“, betont Erwin Stöhr.
In Rottenacker realisierte er ein zukunftsweisendes
Energiesystem, das großflächige
Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher,
ein intelligentes Energiemanagementsystem
(EMS) und eine leistungsstarke
Ladesäule miteinander verbindet.
Auf einer beeindruckenden Dachfläche
von rund 25.000 Quadratmetern erzeugt
die Photovoltaikanlage mit einer Leistung
von 2,5 MWp so viel Strom, wie etwa
800 Haushalte jährlich verbrauchen.
Eine eigene Trafostation und ein Batteriespeicher
mit 600 kWh Kapazität sorgen
dafür, dass die Energie optimal gespeichert
und genutzt werden kann.
Herzstück des Projekts ist ein 20-Fuß-
Container mit 440 kW Leistung und 593
kWh Kapazität, ausgestattet mit fünf
Wechselrichtern und fünf Batterie-Racks.
Das intelligente EMS steuert nicht nur
den Eigenverbrauch und reduziert Lastspitzen,
sondern ermöglicht auch die
Teilnahme am Spotmarkt und die voraus-
schauende Steuerung der Ladesäulen –
unter Einbezug von Wetterprognosen
und PV-Erzeugung.
Ein weiterer Meilenstein ist die Integration
einer 400 kW starken Ladesäule, die
E-LKWs in nur 90 Minuten vollständig
laden kann – ein entscheidender Schritt
für den Ausbau der eigenen E-Flotte. Bereits
heute werden der Großteil der erzeugten
Energie für den Betrieb von Elektro-Gabelstaplern,
Elektro-PKWs und
modernen E-LKWs genutzt. „Wir möchten
allen unseren Kunden den CO 2
-freien
Transport anbieten“, so Stöhr. Der weitere
Ausbau des Elektro-LKW-Fuhrparks ist
daher bereits in Planung.
„Wir freuen uns, dass wir dieses Groß-
Projekt umsetzen konnten, das nicht nur
unsere CO 2
-Bilanz verbessert, sondern
auch ganz klar wirtschaftlich überzeugt“,
sagt Erwin Stöhr. Das Ziel ist klar: Durch
intelligente Energiesysteme eine günstige
und zuverlässige Stromproduktion
und Ladekapazität am Standort zu ermöglichen.
Denn ein E-LKW rechnet sich
bereits ab 100.000 Kilometern pro Jahr –
und leistet damit einen wichtigen Beitrag
zum Klimaschutz.
Mit diesem Engagement beweist die
Stöhr Logistik GmbH, dass nachhaltige
Logistik und wirtschaftlicher Erfolg
Hand in Hand gehen können – und fährt
daher mit voller Energie weiter in eine
elektrifizierte Zukunft.
ge n
STÖHR LOGISTIK GMBH
Grundlerstr.15
89616 Rottenacker
Telefon 07393 9510-0
www.stoehr-logistik.de
56 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
wirtschft
NEUERÖFFNUNG
RAin Manuela De Fortunato
Juristische Expertise für
individuelle Lösungen
Rechtsanwaltskanzlei
Manuela
De Fortunato
Mit einem offenen Lächeln und einer beeindruckenden Portion Erfahrung
begrüßt Rechtsanwältin Manuela De Fortunato ihre Mandantinnen
und Mandanten in ihrer neuen Kanzlei im Herzen von Ulm.
„Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt – juristische Lösungen
müssen immer auch zu den Lebensrealitäten passen“, betont sie.
Diese Haltung prägt ihre tägliche Arbeit:
Mit Empathie, Klarheit und einer mandantenfreundlichen
Kommunikation
begleitet Rechtsanwältin De Fortunato
Menschen durch rechtliche Herausforderungen
und komplexe Fragestellungen.
Dabei versteht sie sich als Wegbereiterin
für nachhaltige, zufriedenstellende Lösungen
– auch abseits des Gerichtssaals.
„Ich sehe meine Aufgabe darin, gemeinsam
mit meinen Mandantinnen und
Mandanten Perspektiven zu entwickeln,
die wirklich weiterhelfen - und nicht nur
einen juristischen Sieg bedeuten“, erklärt
sie. Ihr Ziel: Lösungen, die juristisch fundiert
und zugleich menschlich überzeugend
sind. Mit Kommunikationsstärke
und ihrem ausgeprägtem Verhandlungsgeschick
gelingt es ihr immer wieder,
Win-Win-Situationen zu schaffen.
tischer Erfahrung als Anwältin in Unternehmen
und als Business Coach. „Kompetenz
heißt für mich, komplexe Sachverhalte
verständlich zu machen und gemeinsam
tragfähige Wege zu finden“, so
Rechtsanwältin De Fortunato.
Ob individuelle Rechtsberatung, gezieltes
Coaching oder praxisnahe Trainings:
die Rechtsanwältin setzt auf maßgeschneiderte
Unterstützung. Sie klärt
nicht nur über Rechtslage, Erfolgsaussichten
und Risiken auf, sondern begleitet
auch bei der Umsetzung – stets mit
einem offenen Ohr für die persönlichen
Anliegen ihrer Mandantinnen und Mandanten.
In Projekten übernimmt sie die
strukturierte Koordination juristischer
Aufgaben und sorgt mit bewährten Methoden
für eine effiziente Umsetzung.
Fachliche Exzellenz, Effizienz und Innovation
sind für sie dabei ebenso selbstverständlich
wie ein wertschätzender
Umgang und die Förderung neuer Perspektiven.
So wird Rechtsberatung bei
Manuela De Fortunato zu einer partnerschaftlichen
Begleitung – kompetent,
empathisch und immer auf Augenhöhe.
RECHTSBERATUNG
Coaching & Training zum
Themenschwerpunkt Recht
Tätigkeitsschwerpunkte
Handels- und
Gesellschaftsrecht
Arbeitsrecht
IT-Recht
Fotos: Katrin Stollhans
Ihre Fachanwaltslehrgänge in Handelsund
Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht,
IT-Recht und demnächst auch in Familienrecht
bilden das solide Fundament
ihrer Expertise. Hinzu kommt ein breites
Spektrum an Wissen und Beratungskompetenz
aus über zwanzig Jahren prak-
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
57
Rechtsanwaltskanzlei
Manuela De Fortunato
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wirtschaft | anzeige
1000FTAD
Exklusiver Zugang zum
professionellen Währungshandel
für vermögende Privatanleger
Warum High Net Worth Individuals (HNWI), Unternehmer und Family Offices mit
einem ergänzenden Vermögensverwaltungsmandat neue Renditequellen erschließen.
Es ist menschlich schlicht
nicht möglich, so präzise und
fehlerfrei zu handeln wie
unsere Software – genau
das ist der entscheidende
Vorteil von 1000FTAD.
Foto: Privat
Der Kapitalmarkt ist in Bewegung. Niedrigzins-Phasen
sind Geschichte, Anleihemärkte
bleiben volatil und die Aktienmärkte
unterliegen geopolitischen und
wirtschaftlichen Unsicherheiten. Gleichzeitig
erscheinen viele Kurse bereits
überhitzt. Gerade für High Net Worth Individuals
(HNWI), Unternehmer und Family
Offices stellt sich die Frage: Wie lassen
sich Vermögen im aktuellen Umfeld
stabil und zugleich chancenreich strukturieren?
(Marcus Effland,
CEO 1000FTAD AG, Entwickler
und Quantitative Analyst)
Eine deutliche Antwort liefert die innovative
Softwarelösung 1000FTAD. Sie eröffnet
vermögenden Anlegern erstmals
Zugang zu einem System, das bisher fast
ausschließlich institutionellen Marktteilnehmern
vorbehalten war – und das über
ein ergänzendes Vermögensverwaltungsmandat
genutzt werden kann. Dabei
steht 1000FTAD für «a thousand fabulous
trades a day».
EIN VERMÖGENSBAUSTEIN
JENSEITS DER KLASSISCHEN
MÄRKTE
Während Aktien und Immobilien häufig
konjunktur- oder zinsabhängig schwanken,
eröffnet der Devisenhandel – als
größter und liquidester Finanzmarkt der
Welt – eine weitgehend unkorrelierte
Renditequelle. Die Stärke von 1000FTAD
liegt in der systematischen Nutzung von
Handelsdifferenzen – und zwar vollkommen
unabhängig davon, ob Kurse steigen
oder fallen. Die Software handelt 24 Währungspaare
über 54 erprobte Strategien,
besichert durch ein mehrstufiges Risikomanagementsystem.
Entscheidend ist: Wo menschliche Händler
an die Grenzen stoßen, arbeitet die
Software mit einer Präzision und Konstanz,
die frei von Emotionen und Fehlentscheidungen
ist. Und sie arbeitet mit
einer Geschwindigkeit, die über Erfolg
oder Misserfolg entscheidet.
DIE VORTEILE VON FTAD
FÜR VERMÖGENDE ANLEGER AUF
EINEN BLICK
• Stabile Renditen durch systematische
Nutzung von Währungsschwankungen
• Unkorrelierte Anlageklasse, die sich ideal
als Ergänzung zu Aktien, Anleihen oder
Immobilien eignet
• Individuelle Risikosteuerung durch
parametrierbare Strategien
• Hohe Transparenz durch tägliche
Performance-Reports und umfassende
Analysen
• Sicherheit & Professionalität durch
Partner-Vermögensverwaltungen und
regulierte Rahmenbedingungen
• Exklusiver Zugang zu Strategien, die
institutionellen Anlegern vorbehalten
waren
DEVISENHANDEL NEU GEDACHT
MIT FTAD: DER VERMÖGENS-
BAUSTEIN FÜR DIE NÄCHSTE
GENERATION ANSPRUCHSVOLLER
ANLEGER
Für HNWI, Unternehmer und Family Offices,
die ihr Portfolio erweitern und unabhängiger
von klassischen Märkten aufstellen
wollen, eröffnet 1000FTAD einen
diskreten und professionellen Zugang
zum Devisenhandel. Über ein Vermögensverwaltungsmandat
profitieren Anleger
von einer technologisch führenden
Software, ohne selbst operative Verantwortung
übernehmen zu müssen.
Das Ergebnis: Stabilität, Diversifikation
und attraktive Renditechancen – eingebettet
in ein Mandatsmodell, das Sicherheit
und Einfachheit vereint.
FTAD IN DUBAI: NEUER STAND-
ORT, NACHHALTIGER ERFOLG UND
WACHSENDES NETZWERK
Im Rahmen der Forex Expo Dubai haben
wir die Weichen für einen neuen Firmenstandort
in Dubai gestellt. Mit diesem
Schritt stärkt 1000FTAD seine Präsenz
im Nahen Osten, erschließt zusätzliche
Wachstumschancen und baut wertvolle
Partnerschaften für zukunftsorientierte
Kooperationen auf – ein weiterer
wichtiger Impuls für eine starke Zukunft.
1000FTAD AG
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58 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Seltsam: Was auch immer
wir bauen, wird am Ende
ein Sportwagen.
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wirtschaft
HARDER Logistics
„Kunstvoller“ Schlussstein
am Neubau in Neu-Ulm
Fotos: Stephanie Lützen, Hermann Genth
Mitte November wurde das neue Headquarter
des Betriebsverlagerers HARDER
logistics im Gewerbegebiet Riffelbank in
Neu-Ulm fertiggestellt. Bei der Inbetriebnahme
platzierte Johannes Danieli, Prokurist
von HARDER logistics, symbolisch
einen gewichtigen Schlussstein in Form
von Kunst am Bau - ein Geschenk des
Bauunternehmers Blautal. Tieflader und
Kran waren im Einsatz, um das 13 t
schwere Werk aus Beton, das auf sieben
Meter Länge den Firmennamen
zeigt, in Position
zu bringen.
Marcello Danieli, geschäftsführender
Gesellschafter
bei HARDER logistics,
zeigt sich zufrieden:
„Dank der soliden
Bauplanung können wir
unsere neue Immobilie
bereits zwölf Monate nach
dem Spatenstich, und damit
zwei Monate früher
Marcello Danieli, Johannes Danieli
als geplant, beziehen. Zusätzlich sind wir
unterhalb der veranschlagten Kosten geblieben.“
In direkter Nachbarschaft zu der im
Jahr 2022 eröffneten vollautomatisierten
Containerlagerhalle sind jetzt eine große
Logistikhalle mit 4800 m² Fläche und ein
800 m² großes, zweigeschossiges Bürogebäude
entstanden. Zudem stehen
4.500 m² Freiflächen für Logistik und
den Fuhrpark zur Verfügung.
„Mit diesem Neubau
bekennt sich Harder logistics
zu seiner Heimatregion
und zeigt, dass nachhaltiges
Wirtschaften, innovative
Logistiklösungen
und regionale Verantwortung
miteinander
vereinbar sind“, erklärte
Alexander Müller, geschäftsführender
Gesellschafter
der Blautal Bauunternehmen.
Marcello und Johannes Danieli vor dem neuen,
7 Meter breiten Firmen-Schriftzug
Bühne frei für die Besten
IHK Ulm feiert Spitzenleistungen
bei Aus- und Weiterbildung
Volles Haus bei der „Best of…“-Veranstaltung 2025
im Roxy: IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell begrüßt
die Gäste.
IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell, Elisabeth Sägmüller
(Landesbeste im Beruf Tierpfleger), Rebecca Harnau (Bundesbeste
im Beruf Industriemechaniker), IHK-Hauptgeschäftsführerin
Petra Engstler-Karrasch.
Unter dem Leitgedanken ‘Teil sein‘ wurde
das Roxy Ulm für die „Best of…“-Veranstaltung
der IHK Ulm am 18. November
zum Treffpunkt junger Talente. In der
besonderen Atmosphäre der ehemaligen
Industriehalle feierten über 500 Gäste
aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
die 78 besten Absolventen der dualen
Aus- und Weiterbildung – und setzten
damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt,
Vielfalt und Zukunftsmut.
Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin
der IHK Ulm, betonte bei
der Eröffnung der Veranstaltung: „‘Teil
sein‘ heißt auch, Chancen zu nutzen und
sich weiterzuentwickeln. Es macht Mut
zu sehen, mit welcher Entschlossenheit
die jungen Menschen ihren Weg gehen.“
„Die heute ausgezeichneten Absolventen
zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial
in unserer Region steckt“, zeigte sich
der Präsident der IHK Ulm, Dr. Jan Stefan
Roell, überzeugt. „‘Teil sein‘ bedeutet,
gemeinsam Verantwortung zu übernehmen
– für die eigene Zukunft und für die
Zukunft unserer Wirtschaft. Die duale
Ausbildung ist und bleibt ein zentraler
Pfeiler unserer regionalen Stärke.“
Im Jahr 2025 haben bei der IHK Ulm
2.854 Personen eine Aus- oder Weitebildung
erfolgreich abgeschlossen, wovon
78 mit einem Preis und 225 mit einer
Belobigung ausgezeichnet wurden. Neben
den Absolventen ehrte die IHK Ulm
auch jene, ohne die das System der beruflichen
Bildung nicht funktionieren würde:
die ehrenamtlichen Prüfer. Ausgezeichnet
wurden 76 Ehrenamtliche,
die seit 10, 20 oder sogar 30 Jahren in
den Prüfungsausschüssen mitwirken.
Fotos: Armin Buhl/IHK Ulm
60 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
anzeige | wirtschaft
Krankenversicherung – modern und flexibel
SIGNAL IDUNA mit neuer
PKV-Produktlinie „privat-SI"
Der Einstiegstarif START-SI für preisbewusste
Kundinnen und Kunden bietet
einen soliden PKV-Basisschutz mit Leistungen,
die oft über dem gesetzlichen Niveau
liegen. So werden beispielsweise
Heilpraktikerleistungen bis zu 750 Euro
pro Jahr erstattet, Sehhilfen mit bis zu
300 Euro bezuschusst und Zahnersatz bis
zu 75 Prozent übernommen. „Nach drei,
fünf oder sieben Jahren ist ein Wechsel in
einen höheren Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung
möglich“, ergänzt Uwe
Babutzka, Bezirksdirektor von SIGNAL
IDUNA in Neu Ulm.
KOMFORT-SI bietet erweiterte Leistungen
und freie Arztwahl inklusive Chefarztbehandlung
und Unterbringung im
Zweibettzimmer. Uwe Babutzka: „Im
Dentalbereich erstattet KOMFORT-SI
zum Beispiel 85 Prozent für Implantate.“
Umfangreiche Familienleistungen beinhalten
unter anderem Pränataldiagnostik,
Haushaltshilfe bei Erkrankung, Familienzimmer
bei Entbindung und Beitragsbefreiung
im Elterngeldbezug.
Der Premiumtarif EXKLUSIV-SI bietet
unter anderem umfassenden Schutz mit
freier Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung,
alternativen Heilmethoden
und Top-Leistungen beim Zahnarzt, wie
beispielsweise 90 Prozent Erstattung für
Implantate.
Die Produktlinie „privat-SI" zeichnet sich
aus durch moderne Services, flexible
Anpassungsmöglichkeiten und umfassende
Leistungen für die ganze Familie.
Gesundheitsschutz im Ausland ist inklusive.
Die SIGNAL IDUNA-Gesundheitswelt
und die „Meine SI Mobile“-App
ergänzen den Versicherungsschutz um
wertvolle digitale Angebote – vom
Präventionskurs bis zur digitalen Rechnungsverwaltung.
Weitere Informationen gibt es in der SIGNAL IDUNA-Bezirksdirektion
von Uwe Babutzka & Team.
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Fotostudio Jürgen Hofstätter,
Ulm-Söflingen
Image- und Bewerbungsfotos:
der Booster für Ihre Karriere!
Im Arbeitsleben gilt: Das richtige Bewerbungsfoto öffnet Karrieretüren.
Ob Autorenprofil, Wahlkampfplakat oder Teamvorstellung– mit den
passenden Imagefotos setzen sich Unternehmer ins richtige Licht. Jürgen
Hofstätter hat in diesem Bereichen Expertise. Er kennt Tricks und Trends.
DRUCK
ADRESSMANAGEMENT
Bewerbungsfotos sind alle gleich? Nicht
so im Fotostudio Hofstätter in Ulm-Söflingen.
Inhaber Jürgen Hofstätter möchte
seine Kunden zu moderneren Varianten
ermutigen. Doch was liegt im Trend?
„Weg vom Hochformat, hin zum angeschnittenen
Querformat“, weiß Hofstätter.
Grund: „Bei dem richtigen Anschnitt
blicken wir der Person direkt in die Augen,
als würden wir ihr gegenübersitzen.“
Das erzeugt Vertrauen.
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Daneben gibt es weitere Punkte, die ganz
subtil die Ausstrahlung pushen. Zum Beispiel
eine nach oben verlaufende Augenlinie,
sozusagen als Positivlinie. „Wir kennen
eine Menge Tricks, um mehr aus Ihrem
Bewerbungsfoto herauszuholen“,
schmunzelt der Fotograf. Manche verweisen
auf ein Foto auf ihrem Handydisplay
und möchten genauso aussehen. Doch
viel wichtiger sei es, auf die Person individuell
einzugehen und dabei die jeweilige
Branche zu berücksichtigen.
Daher nimmt sich Jürgen Hofstätter für
Bewerbungsfotos viel Zeit, zum Beispiel
für Vorabgespräche. Sind die Aufnahmen
gemacht, wird es für die Kunden äußerst
bequem. Sie müssen nicht warten, sondern
gehen nach Hause, während Hofstätter
die Fotos bearbeitet und in eine
digitale Porträtbox hochlädt. „Kunden
schauen sich zuhause die Fotos in Ruhe
an, können sich mit ihrer Familie besprechen,
Zweitmeinungen einholen und
dann die gewünschten Motive online
auswählen.“ Diese werden blitzschnell
per E-Mail versandt, optimiert und ohne
Wasserzeichen versteht sich.
KOMPETENZ AUSSTRAHLEN –
AUF ALLEN KANÄLEN
Auch Imagebilder gewinnen an Bedeutung.
„Viele Firmenchefs möchten sich
aussagekräftig darstellen. Für die eigene
Homepage, Business-Portale aber beispielsweise
auch für Vorträge oder in
62 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Form eines Autorenbilds.“ Jürgen Hofstätter
macht die Aufnahmen entweder
bei der Firma oder in seinem Studio.
Teamvorstellungen, bei denen Mitarbeiter
einzeln abgebildet werden, sollten
professionell in einem Stil fotografiert
werden. Dies symbolisiert sowohl eine
einheitliche, saubere Darstellung nach
Außen, als auch Teamspirit. Durch seine
Shootings für Wahlkampfplakate weiß
Hofstätter, wie wichtig die visuelle Präsentation
ist. Wie Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit
auf die Betrachter
überspringen. Fazit: „Wir machen Imageund
Bewerbungsfotos für Leute, die etwas
aus sich machen wollen.“ dwi n
Fotos: Jürgen Hofstätter
top magazin präsentiert Ideen und
Neuheiten im Bereich Bauen und Wohnen
Fotos: Fotolia.de (KB3, 2mmedia, js photo)
NEUERÖFFNUNG
Foto: Kährs Parkett Deutschland
Showroom für exklusive Bodenbeläge – Eberhardtstraße 3 – 89073 Ulm
bauen & wohnen
Kaipf – Der textile Einrichter seit über 100 Jahren
20 Jahre textile Vielfalt
in der Dreiköniggasse
Zwei Jahrzehnte, ein Standort, viele Geschichten: Wer heute durch die Dreiköniggasse in Ulm schlendert, kommt an
einem Namen kaum vorbei – Kaipf. Seit nunmehr 20 Jahren ist das traditionsreiche Unternehmen hier zuhause und
hat sich als textiler Einrichter einen festen Platz im Stadtbild und in den Herzen vieler Ulmerinnen und Ulmer
gesichert. Ein Jubiläum, das nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch zum Innehalten und Zurückblicken bietet.
Fotos: Kaipf, Bielefelder Werkstätten (BW), pictureagency
Die Geschichte von Kaipf beginnt bereits
1919. Otto Kaipf legte in der Ulmer Fischergasse
den Grundstein für das, was
heute als moderner Raumaustatterbetrieb
bekannt ist. Über vier Generationen
hinweg entwickelte sich das Unternehmen
stetig weiter, passte sich an neue
Wohntrends an und blieb dabei doch immer
seinen Wurzeln treu. Die große Jubiläumsfeier
zum 100-Jährigen Bestehen
im Jahr 2019 ist noch in guter Erinnerung
– ein Beweis für die Beständigkeit
und das Vertrauen, das Kaipf in der Region
genießt.
Mit dem Umzug in die Dreiköniggasse im
Jahr 2006 begann für Kaipf ein neues Kapitel.
Die zentrale Lage mitten in Ulm
brachte frischen Wind und neue Möglichkeiten.
Der Showroom wurde zum Treffpunkt
für alle, die auf der Suche nach Inspiration
für die eigenen vier Wände sind.
Hier treffen Tradition und Zeitgeist auf-
Annette Krauch, Claudia Kaipf-Glöckle
einander: Während draußen das geschäftige
Treiben der Innenstadt pulsiert, findet
man drinnen Ruhe, Beratung und
kreative Ideen für individuelle Raumkonzepte.
Ob es um das Gestalten oder Renovieren
von Wohnräumen geht – Kaipf bietet
Komplettlösungen, die auf die Wünsche
der Kundschaft zugeschnitten sind.
Hinter dem Namen steht ein Team aus erfahrenen
Raumausstattern, Näherinnen
und Polsterern, das mit handwerklichem
Können und viel Liebe zum Detail arbeitet.
In den eigenen Werkstätten in Neu-
Ulm werden Gardinen genäht und Polstermöbel
in der Polsterei aufgearbeitet
und neu bezogen.
Kaipf versteht sich als Komplettanbieter
bei der Gestaltung von Räumen – immer
mit dem Anspruch, individuelle Wünsche
zu erfüllen und Räume zum Leben
zu erwecken. Die Beratung reicht dabei
64 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
bauen & wohnen
Das 20-jährige Jubiläum in der Dreiköniggasse
ist für Kaipf mehr als nur ein
runder Geburtstag. Es ist ein Zeichen für
Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden
Branche – und für die Fähigkeit,
Tradition und Innovation miteinander zu
verbinden. Wer heute die Räume von
Kaipf betritt, spürt die Geschichte, aber
auch die Lust auf Neues. So bleibt das Unternehmen
auch nach 20 Jahren am
Standort ein verlässlicher Partner für
alle, die ihr Zuhause gestalten, renovieren
oder einfach ein Stück schöner machen
wollen.
Wir
gestalten
und renovieren
für Sie
Jubiläumsangebote erwarten
Sie in der Dreiköniggasse.
von der ersten Idee über Farbkonzepte
und Materialmuster zu den finalen Umsetzungen,
ganz gleich ob es um ein neues
Sofa, maßgefertigte Vorhänge, Bodenbeläge
oder um eine Gesamtplanung
geht.
Geleitet wird das Unternehmen heute
von Annette Krauch und Claudia
Kaipf-Glöckle. Die Geschäftsführung
steht für Kontinuität und Innovation
gleichermaßen. Mit einem offenen Ohr
für die Wünsche der Kundschaft und einem
sicheren Gespür für Trends führen
sie das Familienunternehmen in die Zukunft
– stets mit dem Ziel, Qualität, Service
und handwerkliche Tradition zu verbinden.
... Böden
... Parkett
... Wände
... Gardinen
... Polstermöbel
... Planungen
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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Die Sanierung des Fischerhofs
Neues Leben im Herzen
von Illerberg
Mitten im Ortskern von Vöhringen-Illerberg erstrahlt ein historisches Juwel in
neuem Glanz: der Fischerhof. Er war ehemals das größte Anwesen im Ort,
teilte aber das Schicksal vieler landwirtschaftlicher Anwesen. Mit der Aufgabe
der Landwirtschaft vor 20 Jahren war er dem Verfall preisgegeben.
Das 11.000 qm große Areal bestand aus
einer Ansammlung von 7 größtenteils
baufälligen Gebäuden, die im Laufe des
letzten Jahrhunderts in unterschiedlichsten
Stilen errichtet wurden. Alle Gebäude
wurden von Stefan Kast komplett
saniert und sind nun sogar um zwei neue
Gebäude ergänzt worden.
Ziel der Komplettsanierung war es, das
Anwesen als Ganzes zu erhalten und in
die nächste Generation zu führen, indem
das alte Bauernhaus, Scheunen und
Stallungen von Grund auf hergerichtet,
modernisiert und durch die Gestaltung
zu einem harmonischen Ganzen zusammengeführt
wurden. Sie sollen zukünftig
als Wohnungen und Gewerbehallen
dienen.
und Hallen sind bereits vermietet. Das
Ziel der Sanierung war von Anfang an
klar: Die historische Substanz sollte
erhalten werden, moderne Elemente
behutsam eingefügt werden. Für die Bauherren
war das Wichtigste jedoch, dass
das ganze Ensemble in das Ortsbild passt.
„Für eine derartig umfangreiche Sanierung
braucht man eine Vision, Kreativität
und Durchhaltevermögen. Immer
wieder traten bauliche Herausforderungen
auf, für die wir dann kostengünstige
und zugleich ästhetisch ansprechende
Lösungen finden mussten“, berichtet
seine Frau, Claudia Kast. Gemeinsam
wollen sie mit ihrem Projekt anderen
Mut machen, alte bestehende Gebäude
zu erhalten.
Fotos: Wohnsinn Kast
„Natürlich hätten wir alle Gebäude abreißen
können und das Gelände an einen
Bauträger verkaufen können, der mit
funktionaler Maximalbebauung das Ortsbild
negativ verändert hätte. Das konnten
wir besser!“, meinte schmunzelnd Stefan
Kast, der Ulmer Einrichter und Inhaber
der Firma wohnsinn, der auf dem
Fischerhof aufgewachsen ist.
Die Sanierung des Fischerhofs war ein
Kraftakt. Die Gebäude wurden zum Teil
komplett entkernt und in nur zwei
Jahren bis zur Fertigstellung im Oktober
2025 mit viel Leidenschaft und Sachverstand
renoviert. Die ersten Wohnungen
HISTORISCHES BEWAHREN,
MODERNES SCHAFFEN
Herzstück des Fischerhofs ist das im Jahr
1880 erbaute prächtige Bauernhaus, das
auch Stallungen und Gesinderäume beherbergte.
Es war viele Jahre prägendes
Element des Ortsbildes. Doch wie so viele
alte Bauernhäuser ist es auch seit rund
66 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
bauen & wohnen
STILVOLL ∙ WERTIG ∙ NACHHALTIG
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10 Jahren unbewohnt. Das Gebäude verfiel
zusehends, bis es zuletzt unbewohnbar
war.
Nun, nach einer aufwändigen und liebevollen
Sanierung, ist aus dem einstigen
Sorgenkind ein echtes Schmuckstück geworden,
das Tradition und Moderne auf
einzigartige Weise verbindet.
Besonderes Augenmerk lag auf der behutsamen
Integration historischer Elemente
in die moderne Wohnwelt. Das alte
Ziegelmauerwerk wurde mit einem von
Stefan Kast selbst entwickelten Verfahren
sorgfältig saniert und in jeder Wohnung
wie ein Kunstwerk in die Wandgestaltung
eingebunden. In den Dachgeschosswohnungen
sorgt das offene Dachgebälk
für ein einzigartiges Raumgefühl,
während im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss
bodentiefe Fenster viel Licht in
die Räume lassen. Die Balkone, die an allen
Wohnungen im Erdgeschoss und ersten
Obergeschoss angebaut wurden, bieten
zusätzlichen Freiraum. Die Raumaufteilung
ist vom Profi durchdacht und
macht die Einrichtung leicht – ein oft
unterschätzter Aspekt in der Planung
eines solchen Projekts.
Auch energetisch wurde der Fischerhof
auf den neuesten Stand gebracht. Die Sanierung
erfolgte nach KfW 70 Standard,
was eine hohe Energieeffizienz garantiert.
Die Fußbodenheizung auf Holzpellet-
Basis sorgt für behagliche Wärme, die Außenwände
und das Dach wurden mit Holzfaserplatten
gedämmt – ein ökologisch
sinnvoller und nachhaltiger Baustoff.
Insgesamt entstanden 18 Wohnungen
mit Größen zwischen 50 und 70 Quadratmetern.
Die Erdgeschosswohnungen
sind barrierefrei gestaltet, sodass auch
Menschen mit eingeschränkter Mobilität
hier ein neues Zuhause finden können.
Jede Wohnung ist mit einer hochwertigen
Einbauküche ausgestattet.
STEFAN KAST GESTALTUNG INNEN UND AUSSEN
WOHNEN IN HISTORISCHEM
AMBIENTE
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Bei der Auswahl der Materialien wurde
größter Wert auf Qualität und Wohngesundheit
gelegt. Kalkputze, die Feuchtigkeit
aufnehmen und wieder abgeben können,
sorgen für ein angenehmes Raumklima.
Die Böden sind mit Naturstein und
Eichenparkett belegt – Materialien, die
nicht nur schön aussehen, sondern auch
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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langlebig und nachhaltig sind. „Die letzten
fünf Prozent der Arbeiten machen
50 bis 60 Prozent der Wirkung“, ist die
Überzeugung von Stefan Kast. Wer die
Wohnungen betritt, spürt sofort, wie viel
Liebe zum Detail hier eingeflossen ist:
Fischgratdesign auf der Haustür, Fischgrat-Parkett,
indirekte Beleuchtung im
Treppenhaus, Rundbögen als wiederkehrendes
Gestaltungselement und ein sich
über alle Gebäude erstreckendes, feinabgestimmtes
Farbkonzept – all das schafft
eine unverwechselbare Wohlfühlatmosphäre.
Auch die Außenanlagen wurden mit Sinn
für Schönheit gestaltet. Geschwungene
Wege, bepflanzte Beete und Bäume fügen
sich harmonisch in das Gesamtbild und
laden zum Verweilen ein. Die ehemaligen
Stallungen wurden ebenfalls saniert und
bieten nun moderne Lager- und Gewerbeflächen
– ein weiterer Beitrag zur Belebung
des Ortskerns.
Der Fischerhof soll älteren und jüngeren
Menschen ein neues Zuhause geben, denen
ein wesentlich höherer Wohnkomfort
auch etwas mehr wert ist – eine Ausgabe,
die sich schnell in Wohlbefinden auszahlen
dürfte. Trotz extrem ruhiger Illerberger
Dorflage bieten die nahegelegenen
Städte Senden, Vöhringen und Illertissen
eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten
und soziale Infrastruktur. Wem das
nicht reicht, ist dank des nahen Anschlusses
an die A7 in einer Viertelstunde mit
dem Auto mitten in Ulm und in einer dreiviertel
Stunde in Kempten.
Das hohe Maß an Interesse, Akzeptanz
und Zuspruch für das Projekt Fischerhof
zeigt, dass es auch heute mit dem entsprechenden
Engagement möglich ist,
mit Kreativität und ästhetischem Anspruch
lebenswert zu bauen und Gebäude
zu erhalten.
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Wohnmarktbericht von Hirn Immobilien
Trends und
Entwicklungen in
Ulm, Neu-Ulm und
Umgebung
Der regionale Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung – das zeigt der
neue Wohnmarktbericht 2025/2026, den die Hirn Immobilien GmbH
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt
Nürtingen-Geislingen (HfWU) veröffentlicht hat.
Im Fokus stehen Ulm, Neu-Ulm und die
angrenzenden Gemeinden, deren Entwicklungen
und Besonderheiten in einer
Zeit des Wandels und der Konsolidierung
detailliert beleuchtet werden. Die Analyse
basiert auf einer breiten Datenbasis,
die überwiegend von Real Estate Pilot
stammt, einem der führenden Anbieter
von Immobilienmarktdaten. Über 35 Millionen
Datensätze aus der GeoMap-Datenbank
wurden ausgewertet, um Trends
seit 2014 sichtbar zu machen.
„Der Markt befindet sich in einer Phase
der Konsolidierung. Wer realistisch handelt
und auf fundierte Daten setzt, kann
die Chancen dieser neuen Marktlage nutzen“,
betont Johannes Hirn, Geschäfts-
führer von Hirn Immobilien, der den Bericht
am 25. September gemeinsam mit
Sebastian Hirn und Prof. Dr. Carsten Lausberg
vorgestellt hat. „Die Zinswende der
vergangenen Jahre hat Spuren hinterlassen:
Während die Kaufpreise in einigen
Segmenten leicht nachgegeben haben,
steigen die Mieten – vor allem im mittleren
und unteren Bereich – weiter an.“
Eigenkapitalstarke Käufer finden aktuell
attraktive Einstiegsmöglichkeiten, während
Mieter zunehmend unter dem Mangel
an Neubauten leiden. Der Bericht liefert
hierzu nicht nur Zahlen, sondern
auch praxisnahe Analysen und Visualisierungen,
die Entwicklungen und Zusammenhänge
anschaulich machen.
Neu im diesjährigen Bericht sind detaillierte
Auswertungen zur Angebotsdauer
und Mietrendite. Diese bieten Eigentümern,
Kaufinteressenten und Mietern einen
echten Mehrwert: Sie erhalten einen
Überblick darüber, wie lange Immobilien
durchschnittlich am Markt sind und welche
Renditen aktuell erzielt werden können.
„Mit den aktuellen Daten zu Renditen
und Angebotsdauern sowie neuen Visualisierungen
liefert der Marktbericht frische
Erkenntnisse zum Wohnen in Ulm
und Umgebung“, erklärt Prof. Dr. Burkhardt
Hoppenstedt von der HfWU. Die
Zusammenarbeit zwischen Hirn Immobilien
und der Hochschule hat sich dabei
erneut bewährt – bei der offiziellen Vorstellung
des Berichts Ende September
konnten die Experten Fragen aus dem
Publikum fundiert und praxisnah beantworten.
Prof. Dr. Carsten Lausberg, Johannes Hirn, Sebastian Hirn
Der Wohnmarktbericht versteht sich als
Leitfaden für alle, die sich für den Immobilienmarkt
in der Region interessieren –
sei es als Eigentümer, Käufer oder Mieter.
Er bietet eine Vielzahl an Daten zu allen
Stadtteilen Ulms und Neu-Ulms sowie zu
den meisten Umlandgemeinden und liefert
Analysen mit teils überraschenden
Ergebnissen. Damit trägt der Bericht
dazu bei, Entscheidungen auf eine solide
Grundlage zu stellen und die Entwicklungen
am Markt besser einordnen zu
können.
Fotos: HIRN Immobilien
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Johannes Hirn
Sachverständiger für die Markt- und
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Zahnimplantat-Spezialisten der OPUS Dental Clinic in Ulm versorgen
Sie in wenigen Stunden mit festem Zahnersatz.
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Fridolin Renz aus Altheim lebte bereits
längere Zeit mit einer Teilprothese
im Oberkiefer, bevor weitere Zähne
verloren gingen.
Vieles konnte er nicht mehr richtig kauen, und
zum Lachen war ihm oft nicht zumute. Doch
heute genießt er sein Leben wieder, denn
mit seinen neuen „Dritten“ kann er wieder
herzhaft lachen. Dr. Michael Weiß von OPUS
DC in Ulm setzte seinem Patienten in nur zwei
Stunden vier Implantate in den Oberkiefer ein
und befestigte daran den Zahnersatz – „Feste
dritte Zähne an einem Tag“. „Das war genau
das, was ich suchte!“, sagt Fridolin Renz heute
begeistert.
Wenn Prothesen an ihre Grenzen
stoßen
Viele Patienten stellen sich vor einer
Implantation ähnliche Fragen: „Kann ich
damit wirklich fest zubeißen?“, „Rutscht die
Prothese?“, „Wie groß sind die Schmerzen?“
oder „Wie lange halten meine neuen Zähne?“.
Gerade ältere Menschen leiden häufig
unter eingeschränktem Kauvermögen oder
Zahnlosigkeit; der Genuss am Essen und
das unbeschwerte Lächeln gehen verloren.
Doch moderne Implantate bieten heute
sichere Lösungen, selbst bei geringem
Knochenangebot.
Das Team der OPUS Dental Clinic setzt dabei
auf die bewährte SKY® fast & fixed-Methode,
mit der feste Zähne an nur einem Tag möglich
Tag der Zahnimplantate
immer mittwochs 13 – 17 Uhr
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sind. Diese Technik erlaubt es, vier bis sechs
Implantate zu setzen und sofort eine feste
Brücke zu verankern – meist ganz ohne
Knochenaufbau.
Die Methode ist ideal für alle, die sich
wieder einen festen Biss, ein natürliches
Lächeln und mehr Lebensqualität wünschen.
Das hochwertige Implantatmaterial ist
körperverträglich, langlebig und sorgt für ein
natürliches Kaugefühl.
Implantologie-Kompetenz aus einer
Hand – seit über 30 Jahren
Bei OPUS DC arbeiten Implantologen, die
Implantatprothetik und Zahntechniker des
eigenen Labors, das sich durch seinen digitalen
Workflow auszeichnet, bei diesem Eingriff sehr
eng zusammen. „Mit der festen Brücke kann der
Patient sofort viel besser kauen und sprechen“,
so Dr. Margit Weiß. Patient Fridolin Renz
strahlt über das ganze Gesicht und freut sich:
„Mein großer Wunsch nach festen Zähnen ist
in Erfüllung gegangen! Ich bin sehr dankbar
dafür.“
Solche Praxisbeispiele belegen, wie sehr
„Feste dritte Zähne an einem Tag“ die
Lebensqualität verbessern können. Mit
dieser Implantationsmethode können nahezu
alle Menschen versorgt werden, bei denen
keine Gegenanzeigen bezüglich einer OP
bestehen. Seit 30 Jahren arbeitet das Team bei
OPUS DC auf dem Gebiet der Implantologie
und hat mit mehr als 25.000 gesetzten
Implantaten einen reichen Erfahrungsschatz
zu bieten. Dank der Vollnarkose können
die Patienten die Behandlung komplett
verschlafen und profitieren enorm von der
hohen Zeitersparnis im Vergleich zu einem
„normalen“ implantologischen Verfahren
mit Knochenaufbau, das sich über 1,5
Jahre hinziehen kann. Bei guter Mitarbeit
der Patienten im Rahmen der häuslichen
Mundhygiene hält diese Implantatversorgung
viele Jahre. Das Ergebnis: feste, schöne Zähne,
die vom ersten Tag an belastbar sind und sich
anfühlen wie die eigenen.
Wir informieren Sie unverbindlich
persönlich vor Ort. Wir sind für Sie da!
Dr. Michael Weiß
Spezialist für Implantologie
und Parodontologie
Modernste Implantate aus Titan
Befreit von schweren Zahnproblemen:
Dank der Methode
„Feste dritte Zähne an einem Tag“
ist eine Sofortbelastung der
Zähne am gleichen Tag nach
der OP möglich.
Dr. Margit Weiß
Spezialistin für
Implantatprothetik
Implantate sind künstliche Zahnwurzeln. Mit der
Operationsmethode können die Implantate hochpräzise,
sicher und dauerhaft verankert werden – ohne
schmerzhaften Knochenaufbau. Tausende erfolgreiche
Implantationen bestätigen unsere Kompetenz und
langjährige Erfahrung.
Unser Leistungsspektrum:
• Zahnimplantate
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• Zahnästhetik
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Vorteile & Möglichkeiten:
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Erfahrung
Feste Dritte Zähne auf 4–6 Implantaten
mit SKY® fast & fixed
Unverbindliche persönliche Beratung
Beantwortung individueller Fragen durch
erfahrene Zahnärzte
Besonders für Angstpatienten geeignet
Schonende Behandlung auch in Dämmerschlaf
oder Vollnarkose
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Opus MVZ GmbH, Neue Str. 72-74, 89073 Ulm
medizin
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Prof. Dr. Heinz Maier
Weißer Hautkrebs
Ursachen, Früherkennung und Therapie
Herbert Geiger
Gruorner Str. 41
89584 Ehingen
Tel. 07391 - 772893
h.geiger@mehrvomfoto.de
Die Häufigkeit von weißem Hautkrebs in
Deutschland hat sich in den letzten 20
Jahren verdreifacht. Jährlich erkranken
über 200000 Menschen. Basalzellkarzinome
(BCC) und die aggressiveren
Plattenepithelkarzinome (SCC), die auch
metastasieren können, treten vor allem
im Alter zwischen 50 und 70 Jahren
meist an sonnenexponierten Stellen (Gesicht,
Ohren, Kopfhaut, Hals) auf.
Welche Risikofaktoren kennen wir?
Hauptrisikofaktoren sind eine starke
Exposition gegenüber UV-Strahlung
(z. B. durch Outdoor-Sport wie Golfen,
Segeln etc.), höheres Lebensalter und ein
heller Hauttyp. Auch eine familiäre Disposition,
eine frühere Strahlentherapie,
ein geschwächtes Immunsystem und die
Einnahme von bestimmten Medikamenten
(Hydrochlorothiazid, Immunsuppressiva)
können das Risiko steigern.
Wie machen sich SCC und
BCC bemerkbar?
Häufig entwickeln sich zunächst unscheinbare,
rauhe Hautveränderungen,
sog. aktinische Keratosen. Sie sind Vorstufen
des Plattenepithelkarzinoms, das
sich später als schuppige gerötete Hautveränderung
oder verkrustete, leicht blutende
Wunde zeigt. Basalzellkarzinome
machen sich oft als glänzende Knötchen,
bisweilen mit zentraler Einziehung, oder
auch nur als gerötetes, atrophisch wirkendes
Hautareal bemerkbar.
Wie werden BCC und
SCC behandelt?
Nach bioptischer Sicherung der Diagnose
empfiehlt sich bei gut abgrenzbaren
Tumoren oder Tumoren, die tief in das
Gewebe eingedrungen sind, eine chirurgische
Entfernung mit plastischer Rekonstruktion.
Im Gesichtsbereich ist im
Hinblick auf das ästhetische und funktionelle
Ergebnis eine Kooperation zwischen
Dermatologen und HNO- bzw.
MKG-Chirurgen vorteilhaft.
Weiterhin steht mit der photodynamischen
Therapie (PDT) ein wirksames
nichtoperatives Verfahren zur Behandlung
von Frühstadien und flächigen
aktinischen Hautschädigungen zur Verfügung.
Das Verfahren nutzt eine Creme,
die sich nach Auftragen auf die erkrankte
Haut in geschädigten Zellen anreichert.
Unter Rotlichteinwirkung bildet sich
reaktiver Sauerstoff, der erkrankte Zellen
zerstört, ohne gesundes Gewebe zu beeinträchtigen.
Empfehlenswert ist eine moderne Variante,
die laserassistierte Tageslicht-PDT.
Diese Behandlungsmethode ist im Gegensatz
zur klassischen Rotlicht-Therapie
schonender und verursacht kaum
Schmerzen. Dadurch kann die Therapie
auch für Menschen mit empfindlicher
Haut oder großflächigen Bestrahlungsarealen
komfortabel eingesetzt werden.
Wenn ein SCC weit fortgeschritten ist
oder nicht vollständig operiert werden
kann, stehen neben der Strahlentherapie
moderne immunonkologische Therapien
(z.B. mit dem Antikörper Cemiplimab)
zur Verfügung, die das körpereigene Immunsystem
gezielt reaktivieren, sodass
Tumorzellen wieder erkannt und bekämpft
werden können. Gerade für ältere
Menschen oder Patientinnen und Patienten
mit schweren Begleiterkrankungen
eröffnen sich damit neue Therapiemöglichkeiten.
Weißer Hautkrebs ist heute in den meisten
Fällen gut behandelbar, vorausgesetzt,
er wird früh erkannt.
Fotos: Areion
www.mehrvomfoto.de
74 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
medizin
Privatpraxis Dr. Haisch
Anfang Dezember 2025 hat Dr. Sarie Ann Haisch (Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie) ihre Privatpraxis von den bisherigen
Räumen im Wiley-Gelände in das Gebäude der CuraMed
Tagesklinik in Neu-Ulm verlegt.
Dr. Haisch betreibt auch am neuen Standort
weiterhin eine eigenständige Praxis
mit dem Tätigkeitsschwerpunkt der
stressassoziierten Erkrankungen wie z.B.
Burnout, Erschöpfungsdepressionen und
Panikattacken.
„Die räumliche Zusammenlegung hat
den Vorteil, dass beiderseitig Synergien
genutzt werden können und somit ein
umfassendes Angebot an ambulanter
und teilstationärer Behandlung an einem
Standort angeboten werden kann. Auch
die interdisziplinäre Zusammenarbeit
mit den anderen Facharztpraxen im Gesundheitscampus
Neu-Ulm bedeutet
eine noch bessere psychosomatische Betreuung
der Patientinnen und Patienten.“
Bernd M. Scheffold, Geschäftsführer
der CuraMed-Gruppe, freut sich auf die
Zusammenarbeit mit Frau Dr. Haisch.
„Die neue Privatpraxis ist eine attraktive
Erweiterung des Angebots bei der ambulanten
Versorgung der Patientinnen und
Patienten.“
Dr. Sarie Ann Haisch, Bernd M. Scheffold
Fotos: CuraMed, Hermann Genth
Praxis Dr. Haisch
Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
Businesscoach
BEHANDLUNGSSCHWERPUNKTE
Stressassoziierte psychosomatische Beschwerden
Erschöpfungsdepression / Burnout
Angst / Panikattacken
Somatisierungsstörungen
Seminare und Vorträge zur
Resilienzförderung und Burnoutprävention
Dr. med. Sarie Ann Haisch
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Bahnhofstr. 37 . 89231 Neu-Ulm
info@praxis-haisch.de
WWW.PRAXIS-HAISCH.DE
76 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
anzeige | medizin
Check-up im MRT
Vorsorge neu gedacht
Wir planen unseren Alltag, unsere Finanzen, unseren Urlaub – aber unsere Gesundheit?
Die bekommt oft erst Aufmerksamkeit, wenn etwas weh tut. Moderne Vorsorgemedizin setzt früher an:
Krankheiten entdecken, bevor sie Beschwerden machen. Eine Möglichkeit dafür ist das Ganzkörper-MRT.
Was passiert bei einem
Ganzkörper-MRT?
Das MRT arbeitet mit einem Magnetfeld
und Radiowellen – ohne Röntgenstrahlen.
Der Körper wird in feine Schichten
„durchleuchtet“, vom Kopf über die
Wirbelsäule bis in den Bauch- und Beckenbereich.
So können unter anderem
erkannt werden:
• Tumore und Raumforderungen ab
einer bestimmten Größe
• auffällige Veränderungen an Organen
• Entzündungen und größere Gefäßveränderungen
• deutliche Verschleißveränderungen
an der Wirbelsäule
Das Ziel: Mögliche Risiken frühzeitig
sehen und im Anschluss gezielt weiter
abklären lassen.
Für wen ist das interessant?
Ein Ganzkörper-MRT eignet sich besonders
für Menschen, die:
• ihre Gesundheit aktiv im Blick behalten
wollen
• wenig Zeit für viele einzelne
Arzttermine haben
• familiäre Risiken kennen und
„ruhiger schlafen“ möchten
• nach einer Phase hoher Belastung
wissen wollen: „Ist bei mir alles okay?“
Wichtig: Ein Ganzkörper-MRT ersetzt
nicht die Hausarzt- oder Facharztvorsorge,
kann diese aber sinnvoll ergänzen.
Dr. Christian Nitsch, Dr. Bettina Ammann, Dr. Alexander Ehrhardt, Tobias Benz
Wie läuft die
Untersuchung ab?
Zuerst erfolgt ein kurzes Gespräch mit
dem Radiologen über Vorerkrankungen,
Wünsche und Fragen. Anschließend
liegen Sie etwa 45 - 60 Minuten bequem
im MRT-Gerät. Über Kopfhörer haben Sie
Kontakt zum Team, häufig läuft Musik.
Nach der Untersuchung werden die
Bilder ausgewertet und die Ergebnisse in
einem persönlichen Gespräch erklärt –
verständlich, ohne Fachchinesisch und
mit konkreten Empfehlungen für das
weitere Vorgehen.
Wo wird die Untersuchung
durchgeführt?
Die RADIOLOGIE SEDELHÖFE, eine hochmoderne
radiologische Privatpraxis in
Ulm, bietet Ganzkörper-MRT-Vorsorge:
• mit topaktueller Technik
• zentraler Lage und kurzen
Wartezeiten
• und viel Zeit für Aufklärung und
Fragen
Da es sich um eine Vorsorgeleistung
handelt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen
die Kosten in der Regel nicht.
Private Versicherer erstatten je nach
Vertrag ganz oder teilweise.
Vorsorge als Investition
Ein Ganzkörper-MRT ist kein Angst-Test,
sondern ein Werkzeug für Menschen, die
Verantwortung für ihre Gesundheit
übernehmen wollen. Es schafft Klarheit,
gibt Sicherheit – und im Idealfall das
schönste Ergebnis überhaupt: viele unauffällige
Befunde.
So wird Vorsorge vom „man müsste
mal“ zu einer bewussten Entscheidung –
für ein gesundes, gut informiertes Leben.
Fotos: Radiologie Sedelhöfe (3)
RADIOLOGIE SEDELHÖFE
Privatpraxis
Bahnhofplatz 6 · 89073 Ulm
Telefon 0731 17607333
www.radiologie-sedelhoefe.de
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
77
medizin
Kompetenz unter einem Dach
Zahnmedizin mit Weitblick in Ulm
Wenn gemeinsame Werte auf spezialisierte Expertise treffen, entsteht Mehrwert: An der Neuen Straße 44
in Ulm bündeln die Gemeinschaftspraxis Dr. Beck & Dr. Heilig und die Praxis Dr. Koller ihre Kompetenzen.
Das Ergebnis ist ein modernes Praxiszentrum, das hochwertige Zahnmedizin für alle Generationen bietet.
Das Besondere: Hier arbeiten Experten mit unterschiedlichen Schwerpunkten Hand in Hand.
Fotos: AdobeStock (peopleimages), Dr. Claudia Koller (1), Dres. Beck/Heilig (3)
HIGHTECH TRIFFT
HANDWERKSKUNST
Dr. Michael Beck und Dr. Andreas Heilig
setzen auf innovative, digitale Zahnmedizin.
Ihr Schwerpunkt liegt in der Implantologie
sowie in computergestützten
Keramikrestaurationen mittels CEREC –
abdruckfrei, präzise und oft in einer einzigen
Sitzung. Für exakte Diagnostik
steht ein digitaler Volumentomograph
bereit, der 3D-Aufnahmen liefert – Informationen,
die mit herkömmlichen Röntgenbildern
nicht möglich sind.
Zum Team gehört Zahnarzt Dr. Sascha
Hartschuh, ein auf Endodontie spezialisierter
Kollege, der sich in der Praxis mit
komplexen Wurzelkanalbehandlungen
beschäftigt. Er betreut regelmäßig Überweisungsfälle
aus der Region und ist nebenbei
als Gutachter für die Zahnärztekammer
tätig. Ergänzt wird das Spektrum
der Gemeinschaftspraxis durch ästhetische
Leistungen wie professionelles Bleaching
und moderne Aligner-Therapie.
„Wertarbeit ist bei uns gelebter Anspruch“,
betont Dr. Beck. „Das zeigt sich in der Präzision
unserer Arbeit – von der Diagnostik
bis zur fertigen Versorgung – und auch in
unserem Anspruch, immer auf dem neuesten
Stand zu bleiben. Kontinuierliche Weiterbildung
ist für uns selbstverständlich:
Unser gesamtes Team besucht regelmäßig
Fort- und Weiterbildungen, damit wir unseren
Patienten stets die beste Behandlung
bieten können.“
ZAHNMEDIZIN FÜR ALLE
LEBENSALTER
Die gemeinsame High-Tech-Infrastruktur
am Standort nutzt auch die Praxis von
Dr. Claudia Koller. Ihre Schwerpunkte
liegen in hochwertiger Prothetik, Parodontologie,
Endodontie sowie Alterszahnheilkunde
und Familienzahnmedizin.
Auch sie setzt auf kontinuierliche
Weiterbildung des gesamten Teams und
modernste Behandlungsmethoden. Ihre
Expertise ist in der Region besonders gefragt:
Sie betreut sieben Pflegeheime und
teilt ihre Arbeitszeit hälftig zwischen Praxis
und mobiler Versorgung.
In der Praxis profitieren Patienten jeden
Alters von hochpräziser Prothetik und
komplexen endodontischen Behandlungen.
Die Familienzahnmedizin umfasst
die Betreuung vom Kleinkind bis zum
Seniorenalter – kompetent und immer
auf dem neuesten Stand.
Die mobile Versorgung erweitert das
Leistungsspektrum: Dr. Koller schließt
eine Versorgungslücke und behandelt
Menschen, die nicht mehr in eine Praxis
78 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
anzeige | medizin
kommen können, mit derselben qualitativ
hochwertigen zahnmedizinischen
Versorgung und mit Augenmaß. Die Bedingungen
vor Ort sind anspruchsvoll:
kein Behandlungsstuhl, eingeschränkte
Beleuchtung, Patienten, die nicht mehr
mobil sind oder an Demenz leiden. Hier
sind nicht nur fachliche Kompetenz, sondern
auch Einfühlungsvermögen und
Flexibilität gefragt
„Diese besondere Arbeitsweise steht und
fällt mit meinem Team“, betont Dr. Koller.
„Sie schaffen im Hintergrund die komplette
Logistik für zwei parallele Arbeitswelten,
die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben,
die perfekte Vorbereitung jeder
mobilen Behandlung sowie den reibungslosen
Ablauf in der Praxis. Ohne ihre Professionalität
und Flexibilität wäre diese
50/50-Aufteilung nicht möglich.“
ZUSAMMENARBEIT
AUF AUGENHÖHE
Das Besondere am Praxiszentrum ist die
gelebte interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Jeder Zahnarzt hat seine Kernkompetenz,
doch bei Bedarf werden Kollegen
konsultiert oder Patienten für bestimmte
Behandlungsschritte weitergeleitet. Diese
Form der Kooperation kommt den Patienten
unmittelbar zugute: Sie profitieren
von Spezialistenwissen, ohne die Praxis
wechseln zu müssen.
Dr. Heilig bringt es auf den Punkt: „Die
moderne Zahnmedizin hat inzwischen so
viele Facetten, dass es unmöglich ist, in allen
Bereichen gleichermaßen Experte zu
sein. Deshalb setzen wir auf klare Schwerpunkte
und kollegiale Zusammenarbeit.
Wenn ein Fall besondere Expertise erfordert,
holen wir einander mit ins Boot – das
ist unser Erfolgsrezept für höchste Behandlungsqualität.“
Beide Praxen verbindet eine Überzeugung:
Mundgesundheit beeinflusst den
gesamten Organismus. Prophylaxe und
Parodontologie stehen daher im Mittelpunkt
– getragen von engagierten, erfahrenen
Prophylaxe-Teams und insgesamt
drei speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen.
ZENTRAL, BARRIEREFREI,
FÜR ALLE ERREICHBAR
Der Standort an der Neuen Straße 44
überzeugt nicht nur durch das gebündelte
Fachwissen, sondern auch durch seine
optimale Erreichbarkeit: direkt an der
Bushaltestelle Steinerne Brücke gelegen,
fußläufig vom Bahnhof Ulm, und vollständig
barrierefrei zugänglich. Ein wichtiger
Aspekt, der besonders älteren Menschen,
Familien mit Kinderwagen und
Menschen mit eingeschränkter Mobilität
zugutekommt. Parkplätze sind in der
Nähe ausreichend vorhanden.
ZAHNMEDIZIN MIT ZUKUNFT
Die Kombination aus hochspezialisierter
Zahnmedizin, ganzheitlichem Gesundheitsverständnis
und echter Patientennähe
macht das Zentrum zu einer besonderen
Adresse in Ulm. Das Praxiszentrum
steht für eine moderne Auffassung von
Zahnmedizin: spezialisiert und dennoch
ganzheitlich, technologisch führend und
dennoch persönlich, effizient und dennoch
mit Zeit für den einzelnen Patienten.
Ob Routineuntersuchung oder komplexe
Behandlung – das Team begegnet
allen Patienten mit Einfühlungsvermögen,
Wertschätzung und fachlicher Expertise.
Praxiszentrum
Neue Straße 44
89073 Ulm
Zahnärztin
Dr. med. dent. Claudia Koller
Telefon 0731 15157780
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Zahnärzte
Dr. Beck, Dr. Heilig & Kollegen
Telefon 0731 65884
praxis@neu44.de
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
79
sport
Der OrangeCampus in Neu-Ulm – ein Ort der Erlebnisse
Moderne Architektur trifft
lebendige Atmosphäre
Der OrangeCampus ist ein Ort voller Energie, Inspiration und Möglichkeiten. Jede Veranstaltung findet
hier die perfekte Kulisse: moderne Räume, ein kreatives Ambiente und eine Atmosphäre, die Ideen zum
Leben erweckt. Der Campus bietet Raum, um Visionen zu entwickeln und Menschen zu verbinden.
Ob Networking, private Feiern oder exklusive
Empfänge – das stilvolle Ambiente
schafft ein Umfeld, in dem sich die
Gäste wohlfühlen und besondere Momente
entstehen. Highlights wie der Fantreff
zeigen, wie vielseitig der OrangeCampus
ist. Die Fans erhalten exklusive
Einblicke in den Alltag der Spieler und
haben die Chance, die Spieler abseits des
Courts besser kennenzulernen - ein Start
in die neue Fantreff-Saison, der für jede
Menge Begeisterung sorgt. In der kom-
menden Zeit steht auch ein besonderes
Koch-Battle mit Diego Garavaglia auf
dem Plan, bei dem die Gäste spannende
Unterhaltung rund ums Kochen genießen
können.
Der Campus bot in den letzten Monaten
ebenfalls ein abwechslungsreiches
Eventprogramm: von Public Viewing im
Biergarten während der EuroBasket
2025, der Ausbildungsmesse über das
Tip-Off-, i-Hart und SWU-Event und vieles
mehr.
Im ConferenceCenter trifft moderne
Architektur auf professionelle Technik.
Helle Räume bieten den idealen Rahmen
für Seminare, Konferenzen, Meetings
oder Firmenevents. Hier können Unternehmen
ihre Ideen präsentieren, Teams
zusammenbringen und kreative Workshops
veranstalten – alles mit professioneller
Unterstützung des erfahrenen
BBU‘01 Event Teams.
Sportlich und dynamisch präsentiert sich
das OrangeGym. Modern ausgestattete
Trainingsbereiche, professionelle Geräte
und vielseitige Sportflächen bieten für jedes
Trainingslevel das passende Angebot.
Während gemütliche Lounges Möglichkeiten
zum Austausch bieten, lädt die
Sauna zum Entspannen ein. So wird das
OrangeGym nicht nur zum Ort des Sports,
sondern zu einem ganzheitlichen Erlebnis
für Körper und Geist.
Interessierte Unternehmen können sich
für individuelle Angebote und Partnerschaftsmöglichkeiten
an das Sales-Team
wenden. Die Kontaktaufnahme ist per
Mail unter sales@bbu01.com möglich.
Fotos: Kira Kurz/ Nicolas Reil
80 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
DEIN EVENT
AM ORANGECAMPUS
biberach
Biberacher Filmfestspiele
Nastassja Kinski
mit Ehrenbiber ausgezeichnet
Fünf Tage lang stand Biberach wieder im Mittelpunkt der Filmschaffenden.
Bereits zum 47. Mal gingen die Filmfestspiele über die Bühne. Im hochmodernen Biberacher
Cineplex-Kino hatten Filmemacher, Schauspieler und das Publikum sehr viel Spaß an
den mehr als 50 gezeigten Filmen. Mit mehr als 8.500 verkauften Tickets konnte das
Festival seine Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern.
Fotos: Georg Kliebhan
„Es gilt, das Festival zu schützen und gut
weiterzuentwickeln“, sagte der im zweiten
Jahr der Filmfestspiele tätige künstlerische
Leiter Douglas Wolfsperger. Carolin
Bock, die neue Vorsitzende des Filmfestvereins,
freute sich, dass auch die Neuerungen
im Rahmenprogramm gut angenommen
wurden. „Wir hatten einen guten
Vorverkauf und die Kinosäle waren voll.“
Wieder einmal wurde die einmalige
Atmosphäre in Biberach hervorgehoben.
Es sei eines der wenigen echten Publikumsfestivals.
Es sei hier eben möglich
als Filmschaffender mit den Menschen in
Berührung zu kommen und sich auszutauschen.
Nicht nur bei den Gesprächen
nach jedem Film, die Biberach ausmachen
und auszeichnen, sondern auch im
Foyer des Kinos oder beim Kapuzinertalk
im Rahmenprogramm des Festivals.
Die familiäre Stimmung und der zugleich
professionelle Austausch während des
Festivals wurden von vielen als inspirie-
Nastassja Kinski, Douglas Wolfsperger
rend und motivierend beschrieben. Festivalmacher
und Publikum erhielten auch
viel Lob der Preisträgerinnen und Preisträger
sowie von Jurymitgliedern. „Ein
ganz tolles Festival, mit einer ganz tollen
Zusammenarbeit zwischen Stadt und
Filmschaffenden“, meinte Schauspieler
Tomte Heer, der im mittellangen Film
„Vitja“ mitspielt, der den Preis in dieser
Kategorie gewann.
Die aus Biberach stammende, mehrfach
preisgekrönte Sopranistin Eva Zalenga,
begleitet von der bulgarischen Pianistin
Doriana Tchakarova, begeisterte musikalisch
das Publikum bei der Gala zum Abschluss
der Filmfestspiele. Beim Networking-Event
mit Philipp Käßbohrer, der in
Biberach aufgewachsen ist, kamen Filmschaffende
und Publikum in lockerer Atmosphäre
ins Gespräch. Das ist das Markenzeichen
der Biberacher Filmfestspiele.
Seit 1979, als sie von Adrian Kutter
ins Leben gerufen wurden.
Da war Nastassja Kinski gerade mal 18
Jahre alt und hatte gerade ihre Reifeprüfung
im Film bestanden. Danach begann
sie ihre internationale Karriere mit Filmen
wie Tessa oder Paris, Texas. Sie war
in diesem Jahr auserkoren, für ihr Filmschaffen
mit dem Ehrenbiber ausgezeichnet
zu werden. Douglas Wolfsperger,
künstlerischer Leiter der Filmfestspiele,
hatte sich in seiner Laudatio zunächst als
Kinski-Fan der ersten Stunde geoutet.
82 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
biberach
Ehe er sie zur Verleihung des Ehrenbibers
bei der Abschlussgala auf die Bühne bat,
würdigte er Nastassja Kinskis Bedeutung
für das deutsche Kino, dem sie durch die
Arbeit mit Regisseuren wie Roman Polański
oder Wim Wenders in den 1980er
Jahren zu internationaler Wahrnehmung
verhalf. „Ihre Präsenz im Kino ist und
bleibt unverwechselbar“, lobte er die
Schauspielerin. Wolfsperger hatte Kinski
bei der Berlinale angesprochen und sie
eingeladen, nach Biberach zu kommen.
Die mittlerweile 64-Jährige bestätigte
nach artigen Handküssen ins Publikum,
dass sie noch eher eine Diva und gleichzeitig
ein scheues Reh ist und in manchen
Zügen an ihren Vater Klaus Kinski
erinnert. Interviewt zu werden oder sich
mit einer kurzen Rede zu bedanken, ist
offensichtlich nicht ihres. So musste
Wolfsperger, der Nastassja Kinski dem
Publikum näher bringen wollte, nach
wenigen Minuten passen und die Dame
wieder zurück an ihren Platz begleiten.
Eine skurrile Szene, die so gar nicht zur
Stimmung in der Stadthalle und den gesamten
fünf Festspieltagen passte. Die
war geprägt von Fröhlichkeit und Aufbruch,
aber auch Nachdenklichkeit und
Melancholie waren zu spüren. Als bester
Film mit dem mit 8.000 Euro dotierten
goldenen Biber ausgezeichnet wurde in
diesem Jahr „Mothers Baby“ von Johanna
Moder über vertauschte Babys nach
der Geburt und seine Konsequenzen. In
der Hauptrolle glänze dabei Marie Leuenberger,
die auch in einem weiteren
Schweizer Film zu sehen war: in der Verfilmung
des Romans von Max Frisch
„Stiller“. Regisseur Stefan Haupt erklärte
in einer amüsanten Dialektik seine Sicht
der Dinge, und vor allem über den anderen
Schluss im Film auf als im Roman.
Nicht gekürt, aber dennoch sehr sehenswert:
„Missing Link“ von Michael Baumann.
Gedreht wurde das Patchworkdrama,
das von den Gedanken und Erlebnissen
eines 14-jährigen Mädchens handelt,
im Schwarzwald und an einem See nahe
Leipzig. Oder auch die beiden Fernsehfilme
„Das verschwundene Kind“ und „Nix
ist fix“, die in der jeweiligen Hauptrolle
von Julia Koschitz, die schon mehrfach
zu Gast in Biberach war, getragen wurden.
In beiden Filmen steht ein familiärer
Konflikt im Zentrum der Handlung.
Carl Bergengruen, Geschäftsführer der
Medien- und Filmgesellschaft Baden-
Württemberg (MFG), verwies während
der Gala auf die Wichtigkeit der Filmförderung.
Die Produktion von Filmen
werde, wie so vieles andere auch, aktuell
immer teurer. „Das lässt sich aber an der
Kinokasse nicht mehr ausgleichen. Dann
würden die Leute nicht mehr ins Kino
gehen“, so Bergengruen. Das Kino sei
durch Corona geschwächt worden und
habe sich davon noch immer nicht erholt.
Die MFG stehe deshalb fest an der Seite
der Kinos und der Festivals und fördere
immer wieder sehenswerte Streifen, insbesondere
aus der Filmakademie in Ludwigsburg.
Die Biberacher Filmfestspiele bezeichnete
Bergengruen als „eines der wunderbarsten
Festivals“. Es sei, wie nur ganz
wenige, verankert in Biberach und der
Stadtgesellschaft. „Statistisch kauft jeder
vierte Biberacher eine Kinokarte. Wenn
die Berlinale so viele Tickets verkaufen
würde, dann würde sie total gesprengt.
Biberach ist ein Publikumsfestival im
allerbesten Sinne.“ Und das müsse auch
so bleiben. Daran wollen die künstlerische
Leitung, der Filmfestverein und die
Stadt Biberach auch in den kommenden
Jahren arbeiten. Trotz kleiner und großer
Konkurrenz seien die Biberacher Filmfestspiele
in den Kalendern der meisten
Biberacher und der Filmschaffenden aus
nah und fern nicht mehr wegzudenken.
Und 2028 steht ja immerhin der 50-jährige
Geburtstag auf dem Programm. mm n
Stefan Haupt
Sopranistin Eva Zalenga und
Doriana Tchakarova
Marie Leuenberger
Jeanette Hain
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
83
biberach
„Kino ist
mehr als Film“
ADRIAN KUTTER
Kinovisionär und Gründer der Biberacher Filmfestspiele
Der mittlerweile 82-jährige Adrian Kutter ist eine der prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Kinolandschaft.
Als Sohn des Regisseurs Anton Kutter, der sich auch als Astronom einen Namen machte, wuchs er in einem kulturell
geprägten Umfeld auf. 1979 gründete er die Biberacher Filmfestspiele, die zunächst Familienfest der deutschen
Filmemacher hießen.
„Ich bin in Tegernsee geboren, weil mein
Vater uns während des Krieges im Februar
1943 aus München-Harlaching rausbringen
musste.“ Danach sei er aber
schnell zurückgekommen nach München
und schließlich bei seinem Großvater in
Biberach gelandet, erinnert sich Kutter.
Audimax waren sehr gut besucht. Seine
Leidenschaft fürs Kino begleitete Kutter
bereits während der Studienzeit. Egal wo
Kutter sich aufhielt, ging er ins Kino und
sorgte immer dafür, dass alle anderen Studierenden
dasselbe Filmvergnügen hatten
wie er.
Fotos: Georg Kliebhan, privat
Adrian Kutter lebte in Biberach, machte
dort Abitur und wollte nach der Schule
möglichst schnell weg. Allerdings machte
er dann doch noch eine Banklehre. „Es
war mir alles zu eng und zu kleinstädtisch
hier.“ Schließlich schrieb er sich im
Herbst 1966 für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre
in Mannheim ein.
Kutter war schon 24 Jahre alt, als sich
plötzlich die Bundeswehr meldete und er
eingezogen wurde und sein Studium
nach einem Semester unterbrechen
musste. Ausgerechnet nach Eckernförde
zur Marine lautete der Einberufungsbefehl.
„Die war direkt der NATO unterstellt.
Und damit war Englisch Amtssprache
und so brauchte man dringend Englischsprachige“.
Kutter lernte die Seefahrt,
den Umgang mit den Elementen
und damit die verbundene besondere
Kameradschaft kennen. „Ich wurde, da
ich der Älteste war, sogar zum Vertrauensmann
zwischen den jungen Rekruten
und den Vorgesetzten. Eine sehr besondere
Zeit“, so Adrian Kutter. Eine Zeit, die
ihn in schon sehr jungen Jahren prägte.
Nach 18 Monaten Marinezeit kehrte Kutter
zur Universität nach Mannheim zurück.
„Es war eine verrückte Zeit in den
politisch geprägten 68er Jahren! Rund
1500 Kommilitonen waren damals dort
eingeschrieben. Eine kleine Hochschule,
Adrian Kutter, Klaus-Maria Brandauer
Adrian Kutter, Volker Schlöndorff
Adrian Kutter mit seiner Frau Helga Reichert
dennoch sehr politisch, auch wegen der
Nähe zu Heidelberg. Während seines Studiums
brachte Kutter das studentische
Kino wieder auf Erfolgskurs.
„Das Asta-Kino lebte richtig auf, weil ich
schon damals ein gutes Händchen bei der
Filmauswahl hatte.“ Die Vorführungen im
1953 wurde in Mannheim die „Gilde
deutscher Filmkunsttheater“ gegründet.
Kutter kam in Kontakt mit den Gründungsvätern
und Jahre später sollte er
selbst der Vorsitzende der Gilde werden.
Nach Abschluss seines Studiums stand
Kutter eigentlich vor einer anderen Zukunft.
„Ich wollte nicht zurück nach Biberach.
Es war mir zu konservativ.“ Er
musste dennoch nach Biberach zurückkehren,
obwohl es ihn eigentlich lieber in
die weite Welt hinausgezogen hätte. Aber
er konnte seinen Vater, der krank war,
nicht im Stich lassen. Allerdings machte
er zur Bedingung, dass er sein eigenes
„Ding“ machen dürfe. „Ich musste wirtschaftlich
denken, aber wollte eben auch
Filmkunst zeigen.“
Im Februar 1973, Adrian Kutter war gerade
30 Jahre alt geworden, übernahm er
die Leitung der Filmtheaterbetriebe Kutter
in Biberach von seinem Vater. Was mit
den ursprünglichen Kinos „Urania“ und
„Filmtheater“ begann, entwickelte er
kontinuierlich weiter – später kamen die
Säle „Sternchen“, und „Stardust“ hinzu,
bis schließlich der „Sternenpalast“ mit
acht Sälen entstand. Zum Beginn von Adrian
Kutters Kinoarbeit 1973 funktionierte
er das „Urania“ trotz seiner 500 Plätze
zum Filmkunsthaus um, mit Schwerpunkt
Deutscher Film.
84 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
biberach
Schon 1975 gelang es ihm, Werner Herzog
zu einer Diskussionsveranstaltung
nach Biberach einzuladen. Bald folgten
Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Edgar
Reitz, Alexander Kluge, Margarethe von
Trotta, Reinhard Hauff und alle weiteren
Epigonen der 68er-Filmschar zu Diskussionsveranstaltungen
mit ihren Filmen.
Konsequenterweise eröffnete Kutter
1978 das „Sternchen“ – Filmkunst-Programmkino
mit nur 70 Plätzen und Gastronomie,
um hier noch anspruchsvoller
Filmkunst zeigen zu können.
Adrian Kutter mit Heiner Lauterbach
Adrian Kutter, Julia Koschitz
Die Kinogänger kamen aus dem ganzen
süddeutschen Raum, um Kutters Programm zu genießen.
„Allein mit den Biberachern wäre das nicht gelungen. Ich
brauchte die auswärtigen Gäste.“ Alf Brustellin, Bernhard Sinkel
und Ottokar Runze waren es letztlich, die Kutter dazu überredeten,
ein „Familientreffen der deutschen Filmemacher“ zu
gründen, was 1979 erfolgte. 21 Regisseurinnen und Regisseure
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hoben dieses
Filmfest aus der Taufe.
In vier Jahrzehnten holte er viele Größen des deutschsprachigen
Films nach Biberach – Regisseure, Produzenten, Schauspieler.
Manchmal ganze Filmteams.„25 Jahre habe ich sehr viel
Zeit und auch Geld in dieses Projekt gesteckt. Zunächst gab es
keine Unterstützung, bis die Stadt Biberach einen Förderverein
gründete, der das Festival unterstützte. Das Festival wuchs,
dauerte länger und die Zuschauer honorierten die Programmauswahl
Kutters. In manchen Jahren wurden mehr als 90 Filme
gezeigt, die Adrian Kutter alle selbst dem Publikum vorstellte
und die anschließenden Filmgespräche moderierte.
Gleichzeitig war Kutter in mehreren internationalen Filmjurys
vertreten, unter anderem bei der Berlinale in Berlin. Neben seiner
Mitgliedschaft in der Jury im Wettbewerb der Berlinale
1989 und dem Vorsitz in der Gilde deutscher Filmkunsttheater
wurde Kutter als Berater des ehemaligen Baden-Württembergischen
Ministerpräsidenten Lothar Späth zur Gründung der Baden-Württembergischen
Filmförderung und der Filmakademie
Baden-Württemberg bekannt. Zudem war er 40 Jahre Juryvorsitzender
der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.
Maria Brandauer oder Sönke Wortmann
oder zum kürzlich verstorbenen Michael
Verhoeven und dessen Frau Senta Berger.
Nach seinem Rückzug als Festivalintendant
engagierte sich Kutter weiterhin für
die Filmkultur. „Meine Frau, die Schauspielerin
Helga Reichert, die seit fünf
Jahren die „Filmtage Oberschwaben“ in
Ravensburg und Weingarten leitet, kann
ich dabei unterstützen. Es war ein unglaubliches
Glück und ein großes Geschenk,
dass ich in meinem hohen Alter
noch so eine Frau kennenlernen durfte
und mit ihr auch noch zwei tolle Kinder,
jetzt 12 und 14 Jahre alt, habe“, freut sich Adrian Kutter noch
auf viele Jahre mit seiner Familie.
Seine Erinnerungen und Erfahrungen teilt er aktuell in einem
Podcast mit dem Titel „Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian
Kutter“, der von den Filmtagen Oberschwaben veröffentlicht
wurde und Einblicke in die deutsche Filmgeschichte aus einer
sehr persönlichen Perspektive bietet. Mit mittlerweile 82 Jahren
hat Adrian Kutter die Kinolandschaft deutschlandweit und
auch außerhalb der Landesgrenzen geprägt wie kaum ein anderer.
Sein Credo war stets: „Kino ist mehr als Film“. mm n
Kutter setzte in der Programmgestaltung seiner Kinos deutliche
Zeichen, dass es ihm nicht allein um wirtschaftlichen Erfolg
ging – so zeigte er 2007 in einer Sonderreihe Verfilmungen
sämtlicher Wagner-Opern. Er unterstützte Filmemacher in
schwierigen Situationen und gab Nachwuchsregisseuren eine
Plattform. Ende 2008 eröffnete Kutter im Sternenpalast das
„Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg“, das er immer
wieder mit Exponaten ergänzt.
40 Jahre lang verantwortete Kutter das Festival in Biberach inhaltlich.
2018, nach der 40. Ausgabe der Filmfestspiele, gab der
damals 75-Jährige die Intendanz ab. Adrian Kutter hat mit seiner
Arbeit Biberach zu einem bedeutenden Ort der deutschen
Filmkultur gemacht und Generationen von Filmschaffenden
eine Plattform geboten. „Es sind dabei sehr viele Freundschaften
zu Filmschaffenden während dieser langen Zeit entstanden“,
betont Kutter. So eben zu Werner Herzog oder auch Klaus
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biberach
Museum Biberach
Ausstellung
„Time is on my Side“
50 Jahre sind die 70er nun her, aber die Kunst von damals ist noch heute, als wär’s gestern gewesen.
Zumindest auf die oberschwäbischen Werke trifft das zu. Im Biberacher Museum wird dieser Epoche und ihrer
oberschwäbischen Besonderheit nun eine Ausstellung gewidmet.
„Time is on my Side - Kunst der 1970er
Jahre in Oberschwaben“ so der Titel der
Ausstellung, die Ende November mit
einer Vernissage eröffnet wurde. Sie
vervollständigt das Projekt „Kunst Oberschwaben
20. Jahrhundert“, das das Museum
gemeinsam mit anderen Städtischen
Galerien und Museen 2014 begonnen
hatte. Insgesamt sieben Kataloge
sind entstanden, acht Ausstellungen waren
in der Region bereits zu sehen, hier in
Biberach „Ein schwieriges Erbe“ über die
Kunst zwischen 1933 und 1945 sowie
„Künstlerinnen Oberschwabens“.
„Kunst der 1970er Jahre in Oberschwaben“
führt diese Reihe nun fort. Und wirft
Fragen auf: „Die Musik und Mode der
70er ist allen noch ein Begriff“, so der
Kurator Dr. Uwe Degreif in seiner Einfüh-
rung, „aber welche Kunst war für diese
Zeit prägend?“
Nicht eine, sondern viele Antworten auf
diese Frage gibt die Ausstellung mit ihren
80 Werken, kreiert von 24 oberschwäbischen
Künstlerinnen und Künstlern. „Es
war das Jahrzehnt nach der Abstraktion
und vor der expressiven Malerei der jungen
Wilden.“ Eine eigene Epoche, die die
Kunst der Nachkriegszeit mit der Globalisierung
der Kunst in den späten 1980er
Jahren verbindet.
Ein Jahrzehnt der forcierten Individualität
sei es gewesen, in der vieles aus der
Position der Kritik entstand. Eine homogene
Bildsprache gab es nicht, und in
Oberschwaben, so darf man das sagen,
schon gar nicht. Denn im akademiefernen
Hinterland standen die zwischen
den Weltkriegen geborenen Künstler –
viele von ihnen handwerklich ausgebildet
– unter einem geringeren Anpassungsdruck
als in Stuttgart oder Karlsruhe.
Dies öffnete ihnen einen Raum für
Eigensinn und beschert dem Publikum
von heute ein unerwartet vielfältiges
Sammelsurium: Von den so betitelten
„nicht mehr schönen Künsten“ über das
Abbildende und Erzählende sowie der
Fotografie bis hin zu Pop Art und der Arte
Povere - beides internationale Strömungen
der Zeit, deren malerische Freiheiten
einige oberschwäbische Kunstschaffende
genutzt haben.
Das Gemeinsame sucht der Betrachter
demnach erfolglos, außer in Materialien
und Oberflächen. Stattdessen konfron-
Fotos: Frank Mosthof, Ferdinand Joesten
Museumsleiter Frank Brunecker, Dr. Stefan Krämer (der neue stv. Museumsleiter), Dr. Judith Bihr (die frühere stv. Museumsleiterin), Kurator Dr. Uwe Degreif,
Kulturdezernentin Verena Fürgut
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biberach
tiert ihn die aktuelle Ausstellung mit der
sichtbaren Lust an der Irritation, gerade
in Bezug auf ästhetische Erwartungen.
Auch an der Übertreibung, sei es mit Farben
oder dem Humor des Rebellischen.
Üppig ging es zu, frech und auch frivol.
Wobei es gleich nebenan schon wieder reduziert
und formstreng sein kann, denn
auch Verfechter der Reduktion gab es unter
den Künstlerinnen und Künstlern der
70er Jahre, von denen sich manche an
durchscheinenden oder weißen Materialien
wie Acrylglas oder Polyester bedienten.
Die moderne Malerei mit Figuren
und Landschaften und sogar teils verpönte
Traditionen wie Sticken, Töpfern
und Hinterglasmalerei fanden im Flower-Power-Jahrzehnt
ebenfalls zu neuer
Blüte.
Dass die Ausstellung „Time is on my Side“
heißt, habe übrigens weniger mit dem
gleichnamigen Hit der Rolling Stones aus
den 60ern zu tun, als vielmehr mit der
zur Epoche passenden Haltung, so Degreif.
„Die Künstler eint die Überzeugung,
die Zeit auf ihrer Seite zu haben.“
Diese Gewissheit habe ihnen in der oberschwäbischen
Provinz gut getan und es
ihnen ermöglicht, fernab von den internationalen
Avantgarden Kunst erschaffen
zu können, „in der wir bis heute Entdeckungen
machen können.“
Dass die 70er nicht nur Musik, Mode und
Kunst hinterlassen haben, sondern auch
Anlass für einen institutionellen Aufbruch
in der Kunstszene waren, das betonte
Kulturdezernentin Verena Fürgut
in ihrem Grußwort. „Viele Galerien –
auch private – sowie Museen und Vereine
wurden in dieser Zeit gegründet. Damit
entstand zum einen genügend Raum, Gegenwartskunst
zu zeigen, und zum anderen
trugen die 70er auf diese Art enorm
zur Vielfalt und kulturellen Entwicklung
Biberachs bei.“ Zumal dieses Jahrzehnt ja
nicht so lange her sei und wohl „die meisten
im Publikum“ eigene Erinnerungen
an diese Zeit hätten, oder „sogar eine
Schlaghose“.
Die Ausstellung „Time is on my Side -
Kunst der 1970er Jahre in Oberschwaben“
ist noch bis Mitte April 2026 im Museum
Biberach zu sehen. Eine Vielzahl an Führungen
eröffnet den Besucherinnen und
Besuchern die Besonderheiten dieser
Epoche und der heimischen Kunstschaffenden.
Samstags ist der Eintritt frei. cra n
Für die Ausstellung wählte der Kurator
daher auch viele Werke, die damals kaum
ausgestellt wurden und doch viel erzählen
über diese kunsthistorisch interessante
Epoche. „Es war mir ein großes Anliegen,
jene einzubeziehen, deren Eigensinn
eine künstlerische, produktive Kraft
hatte und die sich nicht um Fortschritt
kümmerten. In all diesen Werken ist ein
Zeitgefühl gespeichert“, erzählt Degreif.
Und so wirkten manche Bilder heute
noch ganz frisch, wie aus der Zeit gefallen
und nicht wie vor 50 und mehr Jahren
entstanden. Damals sei man noch von
einer umfassenden gesellschaftlichen
Relevanz ausgegangen, glaubte an ihre
Wirkmächtigkeit im Sinne einer Veränderung,
so Degreif. „Das spürt man.“
Die Lust an der Konfrontation und den
Hang zum Experimentellen konnte man
bei der Vernissage auch hören – dank
Jörg Mandernach an der E-Gitarre. Mit
seinen Improvisationen führte er die
rund 250 Besucherinnen und Besucher
in die Klangwelt der 70er, bevor sich
diese dann aufmachten zu Kunst und
Gesprächen.
Titelbild der Ausstellung, es stammt von Klaus Leupolz: Porträt Klaus Stenzel, 1974
Bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums und Kurator der aktuellen Ausstellung: Dr. Uwe Degreif
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biberach
Theater ohne Namen
Wer den November nur düster, dunkel und deprimierend kennt, der war ganz offensichtlich noch nie
bei einer Vorstellung des Theater ohne Namen im Füramooser Rössle. Der über den letzten Platz hinaus
besetzte Saal bietet dann genau das Gegenteil: turbulente Inszenierungen, begeistertes Publikum und
ein immer klanggewaltiges Finale.
Und zwar ganz unabhängig davon, was
gerade auf dem Programm steht. Eine besondere
Freude haben Regisseur Dr. Peter
Schmid und seine Laienschauspieltruppe
an Eigenproduktionen. So
brachten sie ihren vielen Fans in Füramoos,
Biberach und Umgebung bereits
im „Kranenhans“ den Firmengründer
Hans Liebherr nahe, ließen sie mit „Ich
bin Hollywood“ hinter die Kulissen von
Carl Laemmle eintauchen und entführten
sie mit dem „König der Lüfte“ in die
Peripherie des Weltumseglers Freiherr
Koenig von Warthausen.
Um Peripherie geht es auch heuer, denn
alles beginnt mit einer Person, dessen
„Wanst von einer so majestätischen Peripherie“
war, dass man nur staunen kann.
König Wanst ist Vater des Prinzen Biribinker.
Das Theater ohne Namen traut
sich damit an ein neues Genre: das Märchen.
Es entstammt der Feder Christoph
Martin Wielands, entstand 1764 in dessen
Biberacher Zeit und gilt als erstes
deutsches Kunstmärchen.
Die honigsüße, frivole und erotische Geschichte
hat Schmid in ein modernes
Theatergewand gepackt, das von Originalversen
über loses Mundwerk bis hin
zu liebevoll-überzogenen Kostümen und
der ganzen Welt des Pops alles beinhaltet,
was Schmids Inszenierungen und Ensemble
ausmacht. Und während das
Stück irgendwo zwischen Traum und Realität
angesiedelt ist, verführt die Ge-
Schlussbild mit der vom Prinzen heiß begehrten Galaktine (Charlotte Lamke) mittig, in weiß
schichte mit Witz und Fantasie: Einsamer
König sucht die Schönste im Reich – und
findet sie im turbulenten Tanzspektakel.
Auf die Hochzeitsnacht folgt die Geburt
des Sohnes, dessen zauberhaft bestimmter
Name „Biribinker“ ihm Schutz geben
möge vor dem Unmut einer verärgerten
Fee. Dass all die Vorsichtsmaßnahmen
nur eine Milchmädchenrechnung sind,
Prinz und Publikum aber doch noch beim
ersehnten Happy End ankommen, das ist
so sinnlich wie märchenhaft und auf jeden
Fall sehenswert.
Hummel (Stefan Döring) und Prinz Biribinker
(Mohamad Khallouf)
Wer sich die dunkle Jahreszeit auf diese
Art erhellen oder einmal Wieland gepaart
mit den Beatles erleben möchte, dem seien
die Aufführungen in der Biberacher
Stadthalle (22. und 23. Januar) und der
Motorworld Warthausen (30. und 31. Januar)
empfohlen. Tickets gibt es im Biberacher
Rathaus und bei Reservix. cra n
Fotos: Nadja Cramer
Fee Undine (Andrea Dangelmaier)
Regisseur Dr. Peter Schmid mit König Wanst (Alfons Jeggle) sowie den Musikern
Albert Bücheler und Peter Zoufal
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biberach
Genuss mit Geschichte
„Die Villa“ erwacht
Am 24. September 2025 öffnete die ehrwürdige Villa am Bismarckring 42
in Biberach erstmals ihre Türen für einen exklusiven Pressetermin. Familie
Lerch präsentierte ihr neues Herzensprojekt: Bis Frühjahr 2026 soll aus
dem denkmalgeschützten Haus ein kulinarischer Treffpunkt entstehen,
der Historie und Moderne vereint.
Nach der Begrüßung durch Thomas und
Maximilian Lerch und einer Führung
durch die prachtvollen Räume wurde
schnell klar: Hier entsteht mehr als ein
Restaurant.
Die Pläne sind ambitioniert. In Zusammenarbeit
mit dem Architekturbüro
Humm Zalenga Velic und der Schmid
Bau GmbH & Co. KG wird die Villa behutsam
renoviert und neu interpretiert. „Es
ist nicht nur das Haus geschützt, sondern
das ganze Ensemble“, betont Maximilian
Lerch. Die Terrasse wird so angelegt, dass
der Charakter des einstigen Gartenhauses
erhalten bleibt. Auch die alte Garage
– eine der ersten in Biberach – wird integriert
und sorgt künftig für barrierefreie
Zugänge. „Wir wollen das Haus in die
Moderne führen, ohne seinen Charme zu
verlieren“, so Lerch.
Das neue Restaurant wird rund 60
Sitzplätze im Innenbereich bieten, eine
großzügige Terrasse für sonnige Stunden
sowie drei flexibel nutzbare Veranstaltungsräume,
die Platz für bis zu 50 Personen
schaffen – ideal für Tagungen, Feiern
oder besondere Anlässe.
Kulinarisch setzt die Villa auf Erlebnisgastronomie:
„Steak, Pasta und Fisch
– das ist unser Grundkonzept. Wir wollen
eine frische Fischtheke wie in Italien, bei
der der Gast seinen Fisch selbst auswählt,
der dann am Tisch filetiert wird“, erklärt
Maximilian Lerch. Klassiker wie Beef Tatar
werden modern interpretiert, begleitet
von einer erlesenen Weinauswahl. Ein
Mittagstisch von Montag bis Samstag soll
zudem eine Lücke in der Biberacher Gastronomie
schließen. „Viele wissen, Mittagessen
gehen ist manchmal schwierig
in Biberach. Deswegen werden wir auch
montags geöffnet haben“, ergänzt Lerch.
Die behutsame Renovierung erfolgt in
enger Abstimmung mit dem Landesamt
für Denkmalpflege. Noch sind die Bauarbeiten
nicht gestartet, doch die Vorfreu-
Angela Lerch, Maximilian Lerch, Thomas Lerch
de ist spürbar: „Die Villa bleibt authentisch
und familiengeführt. Mit Leidenschaft
und Respekt für das Haus entsteht
hier ein neuer Ort des Genusses“, fasst
Maximilian Lerch zusammen.
Fotos: Lerch Genusswelten
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
89
biberach
Ehrung
langjähriger
Mitarbeiter
Im Rahmen einer festlichen
Veranstaltung Anfang November
wurden langjährige Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter geehrt
die der Sparkasse bereits über viele
Jahre hinweg treu verbunden sind.
Geehrt wurden 36 Beschäftigte mit
25 bzw. 40 Jahren Dienstzeit.
Für 25 und 40 Dienstjahre geehrt: Die Kreissparkasse Biberach freut sich über zahlreiche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die dem Kreditinstitut seit Jahrzehnten die Treue halten.
Der Vorstand dankte den Jubilaren für
ihren jahrzehntelangen kontinuierlichen
Einsatz, ihr Fachwissen und ihren
Beitrag zum Erfolg der Kreissparkasse.
„Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sind das Rückgrat unserer Bank.
Ihr Engagement ermöglicht es uns,
unseren Kundinnen und Kunden auch in
Zukunft verlässliche Beratungen, attraktive
Angebote und ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit
zu bieten“, betonte
Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender
der Kreissparkasse Biberach, sichtlich
stolz über so viele Jubilare. Die Veranstaltung
bot neben der Ehrung einen
Rahmen zum Austausch und zur Dankbarkeit.
In persönlichen Gesprächen, mit
kleinen Präsenten und einer festlichen
Atmosphäre wurde die Treue ausdrucksvoll
gewürdigt.
KREISSPARKASSE BIBERACH
Vermögen-Management
auf stabilem Wachstumskurs
Die Vermögen-Management, die Spezialisten für die Vermögensverwaltung der Kreissparkasse Biberach,
feierte im Herbst 2025 einen bedeutenden Meilenstein: Nach dem Start im Jahr 2001 mit damals 14 Mandaten
betreut die Bank nun über 1.000 Vermögensverwaltungsmandate.
Text: Jennifer Härtel / Foto: Kreissparkasse Biberach
Die steigende Nachfrage nach Vermögensverwaltung
ist vor allem auf den zunehmenden
Bedarf an Vorsorge zurückzuführen.
Gleichzeitig unterstreicht der
erreichte Meilenstein das große Vertrauen
in die Kompetenz und Verlässlichkeit
der Sparkasse vor Ort.
Seit über zwei Jahrzehnten legt die
Vermögen-Management ihren Fokus auf
individuelle und ganzheitliche Ansätze,
um das Vermögen ihrer Kundinnen und
Kunden nachhaltig wachsen zu lassen. In
einer Zeit, in der finanzielle Sicherheit
und gewinnbringende Investitionen zunehmend
wichtiger werden, sind Expertise
und Zeit zwei maßgebliche Faktoren
für die Entscheidung zur professionellen
Geldverwaltung. Insbesondere im Unternehmensbereich
und bei Institutionen
verzeichnet dieser Finanzbereich der
Kreissparkasse Biberach ein überdurchschnittliches
Wachstum.
Geldanlage und Vorsorge
sind Vertrauenssache
Nicht nur die Maximierung des Vermögens
steht bei Kunden im Fokus, wenn es
um die Vermögensverwaltung geht: Gerade
bei Unternehmen und Einrichtungen
wie Stiftungen ist eine fundierte Expertise
und das Wissen über gesetzliche Anforderungen
unersetzlich. Anders als bei
vielen anderen Vermögensverwaltungs-
Anbietern kennen sich Kunde und Vermögensverwalter
in der Kreissparkasse
persönlich. Das schafft Vertrauen und
auch bessere Ergebnisse.
Durch die persönliche Verbindung
entwickeln sich individuelle Strategien,
die zum Kunden passen und letztlich zu
steigenden Erträgen und Wachstum führen.
„Der 1.000ste Kunde ist ein bedeutendes
Zeichen dafür, dass wir auf dem
richtigen Weg sind“, resümiert Kurt
Hardt, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse
Biberach. „Wir sind stolz darauf,
dabei zu helfen, dass unsere Kunden ihre
finanziellen Ziele erreichen und ihre
Träume verwirklichen. Die positive Resonanz
zeigt, dass unser Engagement und
unsere Expertise in der Region geschätzt
werden.“
Kurt Hardt, Dr. Dominik Reiter
Ein Zeitfresser in
professionellen Händen
Ein schier unendliches Portfolio an Anlagemöglichkeiten,
wie Aktien, Anleihen,
Fonds, oder ETFs, dauerhafte Überwachung
und Analysen zur Vermögensicherung,
Flexibilität in der Anlagestrategie
sowie Transparenz und Komfort sind einige
der Gründe, warum die Geldverwaltung
immer öfter in professionelle Hände
gelegt wird.
Nicht nur bei Unternehmern, sondern
auch bei vermögenden Privatpersonen.
Denn die Geldanlage und das Monitoring
fordern unermesslich viel Zeit. Daher bildet
der Komfort der Vermögensverwaltung
vermehrt eine attraktive Alternative.
Zudem überzeugen die langjährige
Erfahrung und die persönliche Betreuung
der Kreissparkasse Biberach. „Wir arbeiten
mit dem Geld unserer Kunden und
das tagtäglich. Gute Nerven stehen bei
uns an der Tagesordnung. Aber wir spekulieren
nicht; wir investieren verantwortungsvoll“,
führt Dr. Dominik Reiter,
Direktor der Vermögen-Management,
aus. Anlageentscheidungen werden daher
grundsätzlich bewusst auch auf Basis
nicht-finanzieller Aspekte getroffen.
Aktuell verwalten er und sein 21-köpfiges
Team ein Vermögen von insgesamt
rund 1 Milliarde Euro und leisten so einen
Beitrag für Wohlstand in der Region.
90 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
biberach
Der Show-Truck der Motorworld auf dem
Parkplatz der ACTIV-GALERIE war ein
echter Hingucker am Eröffnungsabend
Im Rahmen des Pre-Openings öffneten
die Geschäfte erstmals ihre Tore für Kunden
Geschäftsführer Hans-Jürgen Birk begrüßte die Gäste
und stellte das neue Shopping-Center vor
Neues Shopping-Erlebnis in Biberach
ACTIV-GALERIE feierte VIP-Opening
Die modernisierte ACTIV-GALERIE rund um den Kaufland-Standort in Biberach hat im Rahmen
eines exklusiven Pre-Openings erstmals ihre Türen für geladene Gäste geöffnet. Aus dem früheren
Supermarkt ist in den vergangenen zwei Jahren eine zeitgemäße Shopping-Mall entstanden, die mit
neuen Fachmärkten, vielfältiger Gastronomie und attraktiven Freizeitangeboten überzeugt.
Das VIP-Opening am 12. November war
ein gelungener Auftakt: Zahlreiche Vertreter
aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft,
Geschäftspartner und Freunde
folgten der Einladung und konnten sich
bei einem festlichen Abend von der neuen
Atmosphäre überzeugen. Für das leibliche
Wohl sorgten „Die Brotrebellen“ der
Bäckerei Schwarz, die mit kreativen Backwaren
und Spezialitäten begeisterten.
In der Ansprache von Geschäftsführer
Hans-Jürgen Birk wurde deutlich, wie
viel Leidenschaft, Teamgeist und Durchhaltevermögen
in das Projekt geflossen
sind. Hervorgehoben wurde auch die
erfolgreiche Ansiedlung von Marken wie
DM und Deichmann, die bereits seit
vielen Jahren einen Standort in Biberach
suchten.
Mehr als 20 Millionen Euro hat die
ACTIV-Group in die Revitalisierung und
Erweiterung investiert – und damit ein
modernes Einkaufs- und Begegnungszentrum
für die ganze Region geschaffen.
Die ACTIV-GALERIE bietet nun auf über
12.800 Quadratmetern nicht nur ein
breites Spektrum an Geschäften, sondern
auch rund 500 Parkplätze, einen Ladepark
für E-Autos sowie ein großes
Fitnessstudio im Obergeschoss und ab
Ende Januar 2026 zusätzlich einen
Baumarkt.
Die Herausforderungen der Bauphase –
von statischen Überraschungen bis zu
nachhaltigen Investitionen in Photovoltaik,
Grünflächen und moderne Haustechnik
– wurden mit Engagement und
Kreativität gemeistert. Die neue ACTIV-
GALERIE ist damit nicht nur ein Ort für
Einkauf und Genuss, sondern auch ein
Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit
und moderner Infrastruktur.
Mit dem feierlichen VIP-Opening wurde
ein neues Kapitel für Biberachs Einzelhandel
aufgeschlagen. Die ACTIV-GALE-
RIE steht für Shopping, Genuss und
Begegnung – ein lebendiger Treffpunkt
für alle Generationen.
Fotos: Hermann Genth
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laupheim
LAUBÜ – der Laupheimer Bürgerpreis
Auszeichnung des Vereins
Kinder- und Heimatfest Laupheim e.V.
Ein Abend voller Applaus, Tradition und Gemeinschaft – mit einer Laudatio von Ivo Gönner,
die Heimatgefühle weckte. Die Laupheimer Bürgerstiftung hat den Verein Kinder- und Heimatfest
Laupheim e.V. am 19. November mit dem „LAUBÜ – der Laupheimer Bürgerpreis“ ausgezeichnet.
Fotos: Laupheimer Bürgerstiftung, Hermann Genth (1)
Mit dieser Ehrung würdigt die Stiftung
den Einsatz des Vereins, der Jahr für Jahr
das traditionsreiche Kinder- und Heimatfest
organisiert und damit ein Stück gelebte
Heimat für die ganze Stadt schafft.
Über 100 geladene Gäste waren zur Preisverleihung
in den Saal der Kreissparkasse
Laupheim gekommen. Musikalisch eröffnet
wurde die Feier vom Schülerspielmannszug
– ein stimmungsvoller Auftakt
für einen Abend in den Laupheimer
Stadtfarben „Grün-Weiß-Rot“.
Frank Schneider vom Vorstand der Bürgerstiftung
brachte es auf den Punkt:
„Das Kinder- und Heimatfest bedeutet
für Laupheim fünf Tage voller Freude
und Zusammenhalt. Der Verein leistet
hier eine großartige Arbeit, die weit über
die Organisation hinausgeht.“ Er erinnerte
daran, dass der verstorbene Initiator
des Preises und Gründungsvorstand der
Bürgerstiftung, Friedrich E. Rentschler,
den LAUBÜ einst als „Oscar für besonderes
bürgerschaftliches Engagement“
bezeichnet hatte.
Auch die Erste Bürgermeisterin Eva-
Britta Wind unterstrich in ihrem Grußwort
die Bedeutung des Festes für die
Stadt: „Es bringt Menschen zusammen
und zeigt Laupheim von seiner besten
Seite. Der LAUBÜ ist die verdiente Anerkennung
für dieses Engagement.“ Sie
überbrachte zudem die Grüße des
Schirmherrn der Veranstaltung, Oberbürgermeister
Ingo Bergmann, der am
Vortag Vater geworden war.
Laudator Ivo Gönner
Zur Einstimmung auf das kommende
Heimatfest 2026 präsentierte Johannes
Welz einen Film mit den Höhepunkten
des Festes 2025. „217 Tage sind es noch
– da bekommt man richtig Lust“, freute
sich Fridolin Schmid von der Bürgerstiftung.
Er betonte, dass auch der Laudator
des Abends perfekt zu den Preisträgern
passe: Ivo Gönner, gebürtiger
Laupheimer und langjähriger Oberbürgermeister
von Ulm, kennt das Fest seit
seiner Kindheit und weiß, wie man große
Volksfeste feiert.
Mit humorvollen Anekdoten eröffnete
Gönner seine Laudatio: „Meine erste Erinnerung
an das Heimatfest ist, dass ich
als Kindergartenkind mit dem Rottalmolle
fahren durfte.“ Er würdigte die enorme
Leistung des Vereins, der jedes Jahr aufs
Neue dieses Fest auf die Beine stellt:
„Kaum isch es rom, geht’s scho wieder
los.“ Gönner betonte zudem den hohen
Wert des Ehrenamts: Ohne Menschen,
die sich engagieren, wären solche Veranstaltungen
nicht möglich.
Der Verein Kinder- und Heimatfest Laupheim e.V. wurde von der Laupheimer Bürgerstiftung mit dem „LAUBÜ – der
Laupheimer Bürgerpreis“ ausgezeichnet. Deren Vorsitzender Ralf Aubele (mitte) nahm den Preis stellvertretend für alle
Mitwirkenden entgegen. Neben ihm Laudator Ivo Gönner und die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind.
Übergabe des LAUBÜ 2025 an Ralf Aubele, Vorsitzender des Heimatfestvereins
Schüler-Spielmannszug Laupheim
Den goldenen LAUBÜ nahm Ralf Aubele,
Vorsitzender des Heimatfestvereins,
stellvertretend für alle Mitwirkenden
entgegen: „Dieser Preis ehrt alle, die Jahr
für Jahr zum Gelingen beitragen – von
den Schulen über die Vereine bis zu den
Schaustellern.“
Christian Striebel, Vorstandsvorsitzender
der Laupheimer Bürgerstiftung, kündigte
den musikalischen Abschluss durch die
Stadtkapelle an: „Das Musikstück ist den
Preisträgern gewidmet – Mitsingen ausdrücklich
erwünscht.“ Wenige Augenblicke
später erfüllte das traditionelle
Heimatfestlied den Saal, als alle gemeinsam
kräftig anstimmten: „Am Himmel
hoch die Sonne glänzt.“
92 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
WIR SIND DIE
UULMER
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ausflugstipp
Wärmender Wintergenuss
Wundervolle Thermal- und
Heilbäder im Wellness-Süden
Wellness aus der Tiefe: Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Thermal- und Heilbäder wie in
Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern. Elegante Erlebnisbecken, wärmende Moorpackungen, Sole und Saunen
bis zum Trend „Eisbaden“ – genießen Sie die Kraft des Wassers! Die Natur hat unsere Region reich beschenkt.
Ideal für Tagesausflüge, Wochenendtrips und Kurzurlaube.
Der Südwesten ist unschlagbar: Was die Dichte an Thermal-, Mineral- und
Solebäder angeht, hat Baden-Württemberg die Nase vorn. Dies liegt an der verhältnismäßig
dünnen Erdkruste des Oberrheingrabens. Im „Bäderland Nummer 1“
treten daher Quellen besonders häufig zutage.
Text: Diana Wieser
>> Wassermetropole Stuttgart
DAS LEUZE / Stuttgarter Bä der
Mineralbad Berg / SMG Sarah Schmid
SoleBad Cannstatt / Stuttgarter Bä der
19 Quellen, drei Thermalbäder, zweitgrößtes Mineralwasservorkommen Europas!
Foto: Rawpixel.com
Unfassbare 44 Millionen Liter Mineralwasser
sprudeln pro Tag (!) unter dem
Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt hervor.
Das macht die Schwabenmetropole
zur Stadt mit dem zweitgrößten Mineralwasservorkommen
Europas hinter Budapest.
Wellnessgänger profitieren zum
Beispiel von rund 19 öffentlich zugänglichen
Trinkbrunnen.
Beim Kurpark befindet sich das
SoleBad Cannstatt, auch Mineralbad
Cannstatt genannt, das durch sein kohlensäurehaltiges
Heilwasser prickelnde
„Champagnerbäder“ bereithält. Das
Schwimmbecken ist mit naturbelassenem,
chlorfreiem Heilwasser gefüllt.
Eine Wohltat für empfindliche Haut! Weitere
Bade- und Kneippbecken, Whirlpools,
Saunen und eine Salz-Lounge bereiten
pures Wohlbefinden. Fans der
Freikörperkultur entspannen auf der begrünten
Dachterrasse im eigenen FKK-
Bereich.
50er-Jahre-Chic verströmt das Mineralbad
Berg, das mit einem großen
Außenbereich samt naturbelassenem
Heilwasser punktet sowie mit geschlechtergetrennten
Saunabereichen.
Die Erlebnis-Therme „Das Leuze“ ist
dank seines Kinderlands ideal für Familien.
Neun Becken im Innen- und Außenbereich
stellen eine Wasseroberfläche
von 1.800 qm. Ein Strömungskanal, Wasserfälle
plus eine Kneipp-Anlage verbinden
Gesundheit mit Aktion. Zum 3.300
qm großen Wellnessbereich gehören
zwölf Dampf- und Saunaräume, Abkühlbecken
sowie Freiluftterrassen und Liegewiesen
direkt am Neckar.
Mehr Infos:
www.stuttgarterbaeder.de
94 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
ausflugstipp
>> Chic, Glanz und goldene Ära der Bäderkultur
Caracalla Therme /
Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH
Friedrichsbad / Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH
Antiker Chic im Wohlfühl-Olymp
Baden-Baden strömt noch heute den Luxus vergangener Tage
aus. Zum Beispiel durch sein Kurhaus mit Casino sowie die
Trinkhalle mit ihrem offenen Wandelgang, gespickt mit 16 korinthischen
Säulen. Hier können Sie das Heilwasser kosten. Antike
Anmut genießen Sie im Friedrichsbad in Baden-Baden. Lassen
Sie sich im kreisrunden Badetempel unter der 18 m hohen Kuppel
treiben und erheben den Blick gen Olymp! Es erwartet Sie
eine Abfolge von 17 Wohlfühlstationen, die den Körper erst langsam
erwärmen und dann wieder abkühlen.
Der Rundgang mit Thermalwasserduschen, Kurz-Massage,
Kalt-, Warm-, Dampf-, Bewegungs-, Voll- und Sprudelbädern sowie
Ruheräumen dauert etwa drei Stunden. Dazwischen erfreut
sich das Auge an handbemalten Majolika-Kacheln und historischen
Armaturen. Unter dem Friedrichsbad gewähren die 2000
Jahre alten römischen Badruinen von „Aquae Aureliae“ Einblicke
in die Ursprünge des Kurortes. Mit der Caracalla Therme
und ihrer 5.000 qm großen Bäderlandschaft steht Ihnen in
Baden-Baden eine weitere Wohlfühloase offen.
Info: Gemeinsam mit Bad Kissingen und Bad Ems gehört
Baden-Baden zum UNESCO-Welterbe der „Great Spas of
Europe“, zu denen insgesamt 10 Städte zählen, wie Vichy,
Bath oder Karlsbad.
Palais Thermal Maurische Halle / TMBW, Christoph Duepper
Orientalisches Dekor trifft Jugendstil
Ebenfalls eine architektonische Wohlfühlperle ist das Palais
Thermal in Bad Wildbad. Hier verschmelzen orientalische Kacheln
mit römischen Säulen, göttlichen Skulpturen, farbenfrohen
Fenstern und Malereien zu einer wahren Augenweide. Wassererlebnis
pur steht Ihnen in zwölf verschiedenen Thermalbecken
zur Verfügung. Dazu gehören drei prunkvoll gestaltete
Fürstenbäder in Anlehnung an die adeligen Häupter, die hier
bereits entspannten. Hinzu kommt eine großzügige Saunalandschaft.
Der große Outdoor-Panoramapool ist bei Dunkelheit in magischen
Farben beleuchtet. Wie ein Märchen aus 1001 Nacht
wirkt der maurische Saal, in dem kulinarische Stärkungen warten.
Die Architektur nahm sich die Alhambra in Granada zum
Vorbild. Orient meets Schwarzwald – hier tauchen Sie sprichwörtlich
vom Alltag ab.
Tipp: Kaum Zeit für Wellness? Das Jordanbad in Biberach oder
die Limesthermen in Aalen lohnen sich als regionale Abstecher
für Vielbeschäftigte.
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
95
ausflugstipp
Moorbäder Bad Wurzach / feelMOOR Bad Wurzach
Baden im Schwarzen Gold! Heilbäder mit Moor-Wert.
Das Wurzacher Ried gilt als das größte intakte
Hochmoor Mitteleuropas. Zwischen
Alb, Oberschwaben und Allgäu findet
sich jede Menge des „Schwarzen Goldes“.
Wie rund um den Federsee, dessen besonderen
Untergrund Sie im lustigen Wackelwald
erleben. Drei Kurorte haben
sich auf Moorangebote spezialisiert, darunter
das Moor- und Mineralheilbad Bad
Buchau. Neben Mooranwendungen im
Gesundheitszentrum begeistert die Adelindis-Therme,
deren Keltensauna im Außenbereich
optisch an die Spitzdächer
der prähistorischen Pfahlbauten erinnert.
Über einen Wellness-Triple freut sich
Bad Waldsee. Die Stadt ist sowohl Moorheilbad
als auch Kneippkurort. Eine
Thermalquelle hat sie auch. Sie ist schwefel-
und fluoridhaltig und gilt mit 65 Grad
als heißeste Quelle Oberschwabens.
Zu genießen in abgekühlter Form in der
Waldsee-Therme.
Moorbäder de Luxe erhalten Sie in
Bad Wurzach, dem ältesten Moorheilbad
Baden-Württembergs. Während Sie in der
feelMOOR Therme im Wasser entspannen,
genießen Sie im feelMOOR Gesundheitsresort
täglich frisch mit Thermalwasser
zubereitete Moorbäder. Die
400 qm große Moorbadeabteilung gilt als
die modernste Deutschlands. Ein Bad im
Moor wirkt antientzündlich, schmerzlindernd
und stoffwechselanregend.
Adelindis Therme mit Keltensauna, Bad Buchau /
Oberschwaben Tourismus GmbH, Florian Trykowski
Genussvoll durch
den Winter
mit unseren Punsch-
Spezialitäten
Leckere Fruchtsäfte und duftende Gewürze.
Nicht nur Kinder lieben unseren Punsch
mit besten Gewürzen, aber ganz ohne Alkohol.
Warm genauso wie kalt ein Genuss.
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Außenbereich der Waldsee-Therme / Städtische Rehakliniken Bad Waldsee
96 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
ausflugstipp
Was ist Mineral- und Thermalwasser?
Grundwasser bildet sich in einer Schicht zwischen 40 bis 50 m unter der Erdoberfläche.
Schadstoffe aus Industrie und Landwirtschaft können jedoch ebenfalls
dorthin vordringen. Mineralwasser hingegen entstammt aus einer Tiefe von bis
zu 1.000 m und ist vor Verunreinigungen geschützt. Auf dem Weg in die Tiefe hat
es über lange Zeiträume Mineralien wie Magnesium, Calcium, Hydrogencarbonat
und Sulfat aufgenommen, abhängig von den jeweiligen Gesteinsschichten. Misst
das Wasser an der Quelle mindestens 20 Grad, spricht man von einem Thermal-
Mineralwasser.
Winterzeit
ist
Glühwein
zeit
Salzgrotte, Solemar Bad Dü rrheim / TouristikMarketingBW, OliverRaatz
Von Dampf bis Eis: besondere (Sole-) Thermen
Heilwasser ist nicht nur in flüssiger Form
gesundheitsfördernd. Als Dampf, Gas
oder Inhalation reinigt es die Poren, sorgt
für eine Entgiftung, befreit die Atemwege.
In Bädern mit einem sehr starken
Salzgehalt wird der Körper ohne Anstrengung
vom Wasser getragen, was sich
wohltuend auf Verspannungen, Muskelund
Gelenkerkrankungen auswirkt. Im
Solymar in Bad Mergentheim rücken in
verschiedenen Becken mit einem dreiprozentigen
Solegehalt die einzelnen Mineralien
des Salzwassers in den Fokus.
Zum Beispiel im stressabbauenden Lithiumbad
oder im hautpflegenden „Totes-
Meer-Magnesiumbad“.
Sauna mit Salz, Solemar Bad Dü rrheim /
TouristikMarketingBW, OliverRaatz
Solebad Solymar Bad Mergentheim /
Solymar Therme
Äußerst gesundheitsfördernd ist Wasser
in gefrorener Form. Ein Eisbad stimuliert
den Stoffwechsel und das Immunsystem.
Schönes Extra: Ob beim Eisbad im Zuber
oder im Winter im See – fachgerecht ausgeführt
steigt das Glückshormon Dopamin
um 250 Prozent! Bestandteil des
„Bio-Hacking“-Programms Bad Dürrheim
sind Eisbäder. Das Solemar in Bad
Dürrheim hat sogar eine Kältekammer.
Wem das zu frostig ist, atmet die Kraft des
Soleheilbads in der dortigen Salzgrotte,
gefertigt mit 9.500 Ziegeln aus dem Salz
des Toten Meeres, stimmungsvoll umrahmt
mit Klang- und Farbeffekten.
Wenn
nicht jetzt,
wann dann?
Erst genießen Sie seinen verführerischen Duft.
Dann spüren Sie seine wohltuende Wärme.
Erleben Sie unseren Glühwein aus
vollmundigem Wein und einer Komposition
ausgesuchter Gewürze.
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
97
www.burkhardt-fruchtsaefte.de
ausflugstipp
Vital Parcours, Bad Wö rishofen /
Therme Bad Wö rishofen
Abendstimmung mit Palmen, Bad Wö rishofen / Therme Bad Wö rishofen
Bad Wörishofen – Ursprung der Kneippkur
In Bad Wörishofen im Unterallgäu entwickelte der Pfarrer
Sebastian Kneipp seine weltbekannte Kneippkur, die sich aus
fünf Säulen zusammensetzt.
1. Hydrotherapie: warm-kalte Reize durch Wassertreten,
Wechselgüsse, Bäder, Wickel.
2. Ernährung: vollwertige Mischkost aus regionalen,
naturbelassenen Zutaten mit viel Gemüse, Obst, Salaten
und Vollkornprodukten.
3. Phytotherapie: Pflanzen und Kräuter wie Arnika
oder Salbei als Tee, Saft, Badezusatz, Salbe oder Kräutersäckchen.
4. Bewegung: Gymnastik und sanfte Ausdauersportarten
wie Wandern, Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen.
5. Balance: Entspannungstechniken wie Yoga
oder Autogenes Training.
Mit seinem Kurgarten, den Sport- und Kulturangeboten, mehreren
Freiluft-Kneippanlagen, Wander- und Spazierwegen ist
Bad Wörishofen ganz auf Gesundheitstourismus eingestellt.
Dass man diesen sogar topmodern gestalten kann, beweist die
Bad Wörishofen Therme.
Dank vieler Palmen und
exotischen Besonderheiten
kommt hier neben
dem Badegenuss in zahlreichen
Innen- und Außenbecken
auch Südseefeeling
auf! Schweben
Sie im Solebad mit 20 %
Solegehalt, erleben Sie
prickelnde Momente im
Vitalparcours oder dem
Kräuterwarmbad.
Salzstadel, Bad Wö rishofen /
Therme Bad Wö rishofen, Christian Kasper
Außenansicht Sonnenhof / Sonnenhof
Therme Bad Saulgau, Ingo Rack
Tipp: Schwäbische Bäderstraße
Vom Startpunkt Überlingen mit seiner mediterran anmutenden
Havel-Therme direkt am Bodensee verbindet die Schwäbische
Bäderstraße die Orte Bad Saulgau, Bad Buchau,
Bad Schussenried, Aulendorf, Bad Waldsee, Bad Wurzach,
Bad Grönenbach und Bad Wörishofen. Diese neun charmanten
Städtchen verwöhnen mit außergewöhnlichen Wellnessund
Gesundheitsangeboten und begeistern durch ihre
Kulturangebote und Naturlandschaften.
98 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
Botswana
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kunst & kultur
OB Martin Ansbacher
Jubiläumsfeier 100 Jahre Museum Ulm
Ein Museumsbesuch wie
eine Kreuzschifffahrt
Das Ulmer Museum wurde am 4. Oktober 1925 eröffnet, getragen von Ideen
der Bürgerschaft. Für diese hatte das Jubiläumswochenende einiges zu
bieten. Tanzen im Kiechelsaal. Kunstauktion mit Klangerlebnis. Kreatives
Gestalten im Werklabor. Designmärkte, Expertentalks, KI-Ideenschmieden
und architektonische Entdeckungen bei Rundgängen durchs Gebäude.
Dr. Stefanie Dathe, OB Ansbacher und Prof. Dr.
Guido Adler beim Anscheiden der Geburtstagstorte
Dr. Stefanie Dathe, Stadtrat Dr. Hans-Walter Roth,
OB Martin Ansbacher
Artists Talks zu Themen wie Digitale Kunst
Festabend mit Kunstauktion „100 Jahre - 100 Werke“
Treibende Beats erfüllen die Tanzfläche:
Wo sonst kostbare Kunst hängt, bewegen
sich Fans elektronischer Musik durch den
historischen Kiechelsaal. Die Dance Party
zum 100. Geburtstag des Ulmer Museums
zeigte, was Bürgermeisterin Iris
Mann in ihrer Eröffnungsrede meinte
mit: „Das Museum Ulm ist ein Haus für
die Bürgerschaft. Es soll alle aus der
Stadtgesellschaft ansprechen.“ So brachte
die Tanzparty in Kooperation mit
Decadance und Stadtkind Ulm verschiedenste
Nachtschwärmer von Gen Z bis
zur Boomer Generation zusammen.
DREI ANLÄSSE ZU FEIERN!
Neben dem Museumsjubiläum gab es weitere
Anlässe, um die Korken knallen zu
lassen. Seinen 70. Geburtstag feierte das
von Max Bill entworfene HfG Gebäude,
das zum Tag der offenen Tür am 3. Oktober
rund 1.200 Besucher begrüßte. Nächstes
Highlight war die Eröffnung des Werklabors.
Bereits während der restlichen
Umbauphase bis 2029 sollen hier erste
Veranstaltungen stattfinden, wie Workshops
zu lokalen oder gesellschaftlich relevanten
Themen. Iris Mann, Bürgermeisterin
für Kultur, Bildung und Soziales, betonte:
„Wir wollen die Gesellschaft gestalten,
aber ohne erhobenen Zeigefinger.
Doch welche Themen sind relevant? Wie
gehen wir mit Debatten um?“
Das neue Werklabor soll mehr Raum für
Teilhabe, vor allem für spielerische Forschung
geben, denn „Kulturelle Bildung
ist keine Nebensache“, so Museumsdirektorin
Stephanie Dathe. Es steht Kindern,
Teenagern und Erwachsenen offen. Zudem
solle gezeigt werden, dass man in
einem Museum viel Spaß haben kann.
Für Dathe ist ein Museumsbesuch mit einer
Kreuzschifffahrt vergleichbar. „Sie
gehen auf eine Entdeckungsreise und
sammeln Eindrücke abseits des Alltags.“
ÜBERRASCHUNGEN BEIM UMBAU
Besondere Eindrücke konnten Interessierte
bei einer geführten Begehung
durch die zwei sanierten Gebäudeteile
Ehinger Stadel und Gewerbebank gewinnen.
Milica Jeremic, Hauptabteilungsleiterin
des Städtischen Gebäudemanagements,
gab Anekdoten über Fehlalarme
und der Dauerpräsenz der Feuerwehr
zum Besten. Sie zeigte viele der ungeplanten
Herausforderungen, die auftauchten,
um das Gebäude barrierefrei,
sicherer und energetisch effizienter zu
gestalten. Beim Bau eines Aufzugschachts
kam heraus, dass an dieser Stelle
gar kein Fundament mehr vorhanden
war. „Da haben wir uns gewundert, wie
das Haus so lange stehen konnte.“ Begeistert
zeigte sich Jeremic über den Fund
einer Beton-Rippendecke, die sichtbar
bleiben soll. Optisch öffne sich das Museum
der Stadt, zum Beispiel durch großzügige
Fensterfronten.
KUNSTAUKTION MIT
KLANGERLEBNIS
Am 4. Oktober schnitt Oberbürgermeister
Martin Ansbacher pünktlich um
11 Uhr die Jubiläumstorte an. Ein besonderes
Geschenk machte Stadtrat Dr.
Hans-Walter Roth mit einem historischen
Fernglas, durch welches das Museum
rosigen Zeiten entgegenschauen möge.
Raum für Ideen im Werklabor
Fotos: Matthias Schmiedel (7), diana wieser (3)
100 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
kunst & kultur
Spannend ging es am Festabend weiter.
Unter dem Motto „100 Jahre – 100 Werke“
wurden Kunstwerke versteigert, zur Verfügung
gestellt von Galerien, Sammlern
sowie Kunstschaffenden. Das Ganze stilvoll
verpackt mit Apéro Riche und Klangerlebnissen
von Minimalife, die elektronische
Musik als Live Band performten.
Iris Mann hielt die Eröffnungsrede
An beiden Tagen gab es Expertentalks,
zum Beispiel über digitale Kunst. Zudem
hatten Besucher die Möglichkeit, Ideen
für das Ulmer Museum zu entwickeln, gemeinsam
mit dem Team der Baupiloten
oder interaktiv mit KI. Kreatives Gestalten
im Werklabor sowie ein Design- und
Kreativmarkt rundeten das bunte Jubiläumswochenende
ab.
Bis 2029 dauern die Umbaumaßnahmen
Neun Monate arbeitete das Museumsteam
mit Hochdruck daran, dass die Feier
während des Umbaus stattfinden
konnte. Über 2.000 Besucher zeigten sich
begeistert. Tanz, Musik, Spaß, Genuss,
Entdeckungsrundgänge, kreative „Animation“:
Das Museumsjubiläum hatte
tatsächlich viel mit einer Kreuzschifffahrt
gemeinsam. Nur mit besserem
CO 2
-Abdruck und ohne Seekrankheit.
Informativer Rundgang mit Milica Jeremic
Hinweis: Das Ulmer Museum bleibt vorerst
weiterhin wegen Umbau und Sanierung
geschlossen. Ein Highlight des Museums
– der 40.000 Jahre alte Löwenmensch
– ist ab dem 13. Dezember 2025
wieder in der Kunsthalle Weishaupt zu
bewundern.
dwi n
Baubegehung der sanierten Gebäudeteile
Zum Auftakt: Tanzparty mit Elektro-Musik
impressum
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
101
kunst & kultur
Theater Ulm, Spielzeit 2026
IDOMENEO (2025) / Foto: Jochen Klenk
Ein Rausch für die Sinne
Das Theater Ulm kann Bombast – auch unter besonderen Bedingungen! Mit einem Paukenschlag begann die
Spielzeit: Idomeneo, ein Mozart-Meisterwerk, inszeniert vor der magischen digitalen Bildwelt des Kobie van Rensburg.
Der Strom an Highlights ebbt 2026 nicht ab. Kreative Inszenierungen, außergewöhnliche Events und vieles
mehr erwartet Kulturfans jeden Alters.
Vulkanausbrüche, die Brocken feuriger
Lava auf die Szenerie schleudern, bis die
Funken scheinbar ins Publikum sprühen.
Götter, aus deren Augen und Mündern es
qualmt, brodelt, fließt. Helden, die Hannibal-gleich
auf Elefanten zwischen Tempelsäulen
über die Bühne reiten. Das
Publikum hält den Atem an, Bravo-Rufe
ertönen. Es ist überwältigt von den digitalen,
KI-unterstützten Bühnenbildern
der Mozartoper Idomeneo.
Das Branden der Wellen, die Glut des
Vulkans, Rauch und Nebelschwaden –
die Elemente waren visuell so inszeniert,
dass sie nahezu haptisch spürbar wurden.
Dazu die herausragende Leistung
des Ensembles und eine universelle
Geschichte um Pflicht und Selbstentfaltung,
Liebe und Menschlichkeit. Kein
Wunder, dass sich die Presse überregional
überschlug, nach dem Motto: „Auf
nach Ulm!“ Kobie van Rensburgs einzigartige
Ästhetik begeisterte bereits bei der
Winterreise und Lacrimae, das mit
dem Theaterpreis 2025 ausgezeichnet
wurde.
PREISGEKRÖNTER
MUSIKGENUSS
Es scheint, als wollte das Theater Ulm
ausdrücken: Jetzt erst recht! Trotz des
Brandes in der alten Postpakethalle, dem
große Teile des Kostümfundus sowie
wichtige Probebühnen zum Opfer fielen.
Doch das älteste Stadttheater Deutschlands
zeigt sich resilient. Gestärkt von
der Loyalität der Ulmer und nationaler
Anerkennung. Jüngst durch die Fachzeitschrift
Opernwelt mit dem Titel „Uraufführung
des Jahres“ (siehe Seite 47).
So geht die Spielzeit 2026 trotz erschwerter
Bedingungen spielfreudig weiter. In
der Sparte Musiktheater mit der Uraufführung
Lippen schweigen (am. 21.02.), gefolgt
von Roberto Devereux (ab 26.02.),
The Turn of the Screw (ab 11.04.) und
der poetischen Wagneroper Der Meistersinger
von Nürnberg (ab 04.06).
Musikalisch sorgen vier Kammerkonzerte
sowie die Lange Nacht der Kammermusik
(02.05.) für Klanggenuss.
Ebenso wie drei Philharmonische Konzerte
im CCU, von preisgekrönten Saxophonisten
bis zu Richard Strauss. Das
Neujahrskonzert sowie das Schwörkonzert
in der Pauluskirche am 18. Juli
sind weitere Highlights.
In der Schauspielsparte folgen Heinrich
von Kleists Die Familie Schroffenstein
(Premiere 15.01.), Orlando (ab 17.01.)
nach dem berühmten Roman von Virginia
Woolf, Mephisto (ab 19.03.) nach Klaus
Mann und Fräulein Julie (ab 20.03.) nach
August Strindberg. Den Abschluss bilden
Vater Unser (ab 23.05.) sowie das
Songdrama Ewig Jung (ab 07.06.), in dem
das Theater Ulm in 50 Jahren als Altersresidenz
für das Ensemble dient.
TANZEVENTS: STAUNEN &
MITMACHEN
Freunde des Tanzens werden 2026 verwöhnt.
In Step for two (Uraufführung
31.01.) geht es um tänzerische Duette,
welche von Breakdance bis Bühnentanz
die Begegnung zwischen Menschen
102 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
BUNTE FISCHE (2025) / Foto: Marc Lontzek
GISELLE (2025) / Foto: Sylvain Guillot
Mordshunger (2025) / Foto: Sylvain Guillot
darstellen. Mit Creative Dialoges (ab
30.04.) wird die Beziehung von Simone
de Beauvoir und Jean-Paul Sartre interpretiert.
Bei Together in Motion (Uraufführung
14.06.) im Roxy Ulm inszenieren
Tänzer des Ensembles eigene Choreografien.
Tänzerische Bandbreite mit verschiedensten
Compagnien gibt es bei der
5. Tanztheater Benefizgala zugunsten
der Mukoviszidose Fördervereins Ulm
e.V. am 13. Mai zu bewundern.
zeigen Kids, Teens und Erwachsene am
11. und 12. Juli ihr Können.
Am 7. Juli werden die Publikumslieblinge
beim Theaterpreis gekürt. Es gibt Bürgerbühnen
für Akteure von 10 bis 99 Jahren
(z. B. Die Welle ab 25.04.), Wortreich Lesungen
im Aegis Café, gesellige Gesprächsabende
mit Ensemblemitgliedern in
Jaques‘ Weindepot. Plus Workshops, öffentliche
Bühnenproben, pädagogische
Angebote und Gastspiele rund um Erich
Kästner (mit Walter Sittler am 21.02.) und
Astrid Lindgren (mit Schauspielerin Gesine
Cukrowski am 14.03.). Das Theater
Ulm schafft bürgernahe Berührungspunkte
mit Kultur. Doch können die Ulmer
auch etwas für ihr Theater tun? dwi n
Tanzbegeisterte haben Gelegenheit,
eigene Fähigkeiten zu verfeinern. Allen
voran beim glamourösen Theaterball
am Valentinstag (14.02). Im Tanzcafé
gehts am 08.02. ans Aufwärmen mit
Standardtänzen und am 19.04. mit
Charleston in Richtung Maitanz. Bei der
Ballettschulgala des Theaters Ulm
SPENDENAUFRUF
Rund 30.000 aufwändige Kostüme wurden bei dem Brand am 25. Juni 2025 zerstört.
Darunter Trachten, Uniformen, Rokoko- und Hochzeitskleider, deren Anfertigung
teilweise rund 150 Stunden benötigt. Auf das Theater Ulm kommen beachtliche
Mehrkosten zu. Wer helfen möchte, kann den Spendenfundus unterstützen unter:
www.theater-ulm.de/theater/aktuelles/fundus-spendenaktion-der-theaterfreunde
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
103
kunst & kultur
Willi Siber in der Kunsthalle Weishaupt
„Cosmos Color“: Kunstwerke,
wie vom Himmel gefallen
Es gibt Künstler, die greifen nach den Sternen. Willi Siber holt den Mond nach
Ulm. Der oberschwäbische Künstler feiert nach internationalen Erfolgen in
seiner Heimatregion seine räumlich bislang größte Einzelausstellung. Auf
1.400 qm entfaltet sich in der Kunsthalle Weishaupt der dreidimensionale
Farbkosmos Sibers in aller Pracht. Faszinierend, assoziativ, geradezu spirituell.
So haben Sie den Mond noch nie gesehen.
Die große Wand, welche die Ausstellungsräume
des ersten und zweiten
Stockwerks miteinander verbindet, ist
gespickt mit magisch schillernden Scheiben
in Rot, Gelb, Blau. Maßstabsgetreu
hat Willi Siber ihre Struktur der Mondoberfläche
nachempfunden, basierend
auf Daten der NASA. Das faszinierende
Leuchten beruht auf einer fünffachen
Lackierung aus Schwarz, Chrom und drei
Farblasierungen, was den Objekten Tiefe
verleiht. Dennoch wirken die Scheiben
leicht, denn Kunst soll wirken „als wäre
sie gerade eben vom Himmel gefallen.“
Die dritte Dimension
„Alle meine Bilder haben eine dritte
Dimension, eine reale Tiefe“, erläutert
Siber. Kein Wunder: Die kreativen Wurzeln
des Oberschwaben liegen nicht in
der Malerei, sondern in der Bildhauerei.
Zudem erbte er die Schreinerei seines
Vaters. Sibers ältere Arbeiten bestehen
aus filigranen Holzkörpern und Gitternetzbildern.
Durch ein Kunstprojekt in
Amsterdam fand Siber 2002 zur Farbe.
Die hat ihn nicht mehr losgelassen.
Zum Beispiel in Form von hochglänzenden
Epoxidharzen oder Interferenzlacken,
die je nach Perspektive ihr Kolorit
wechseln. Im Farbreigen des Künstlers ist
nichts zufällig, sondern alles wohl komponiert.
Wie in der raumgreifenden Wandinstallation,
bestehend aus 70 Farbtafeln.
Das Verhältnis von hell und dunkel, warm
und kalt, Primär- und Sekundärfarben
wird hier intuitiv vermittelt. Farbenlehre
ohne Worte. Show don’t tell.
Willi Siber, Wandobjekt, 2025, MDF, Interferenzlack,
140 x 70 x 9 cm, Private Collection, Ulm,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Henry M. Linder
Installationsansicht, Willi Siber, Tafel und Bodenobjekt,
2000, Holz, gefasst, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Fotos: Diana Wieser (2), Kunsthalle Weishaupt
Willi Siber, Farbtafeln
Kathrin Weishaupt, Willi Siber, Theopold2
Über den Bildrand hinaus gedacht
Ob Fläche zu Raum, ob Konvex zu
Konkav, ob Festes zu Flüchtigem – Willi
Sibers Werke wirken lebendig, durch ihr
Spannungsfeld der Gegensätzlichkeiten.
„Meine Bilder sind Ausschnitte der Welt,
denkbar über den Rand des Bildes hinaus.“
Mal inspiriert von den Rillen einer
Pistenwalze, mal von einer 400 Jahre
alten Tür im Maggia-Tal, symbolisieren
sie Beweglichkeit.
Dafür steht auch das wiederkehrende
Tropfen-Motiv. „Inspiriert von den Regentropfen
meines Atelierfensters, verkörpern
diese das Schwebende, Leichte, Wandelbare.“
Manche Betrachter und Betrachterinnen
sehen in den bunten Tropfen
auch Blasen, Smarties, Bohnen, bunt
lackierte Nägel, eine menschliche Niere
oder Lebensformen wie Einzeller. So sind
Sibers farbenfrohe, vielschichtige Arbeiten
das Eintrittstor zum größten aller Räume
– dem der menschlichen Phantasie.
Willi Siber, Tafelobjekt, 2025, Hartkunststoff, Chromlack
140 x 100 x 10 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Foto: Henry M. Linder
Die bis dato größte Einzelausstellung des
76-jährigen Künstlers findet nun „im
schönsten Haus“ seiner Heimat statt.
Appetit auf Kunst machen neue Eventformate:
Dazu gehören ein KunstLunch,
englischsprachige Führungen, Känguru-
Kunst für die Kleinen sowie „Art & Apéro“
jeden dritten Donnerstag des Monats mit
Drinks, Live-Musik, Performances und
Künstlergesprächen.
dwi n
104
SCHWÄBISCHE
LATE NIGHT
BEGINNT
TÄGLICH
UM 18 UHR.
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kunst & kultur
BEGE Galerien Ulm
Eine der letzten
POP-ART-Ikonen
zu Gast in Ulm!
Bunt, laut, euphorisch: Pop-Art entstand in den 1950/60er Jahren. Andy
Warhols „Shot Sage Blue Marilyn“ gilt mit 195 Millionen Dollar Verkaufspreis
als teuerstes Gemälde des 20. Jahrhunderts. Die BEGE Galerien Ulm brachten
mit „Contemporaries – Andy Warhol und James Francis Gill“ zwei Ikonen
dieser Kunstrichtung zusammen. Der Clou: Der 91-jährige Gill war als einer
der letzten noch lebenden Pop-Art-Künstler seiner Zeit bei der Vernissage
anwesend.
Bernd Geserick, James Francis Gill, Larissa Monteiro da Costa
Wer durch die „Contemporaries“-Ausstellung
flanierte, sah sich den Stars der
1950/1960er Jahre gegenüber. Elisabeth
Taylor, Audrey Hepburn, John F. Kennedy,
The Rolling Stones, die Beatles,
Joseph Beuys… und natürlich Marilyn
Monroe. Mal lasziv aus dem Pool steigend,
mal als „Happy Marilyn“ offen in
die Kamera lachend. In knalligen Farben
wie Türkis, Pink und Gelb, geschaffen
von zwei Pop-Art-Künstlern, die selbst zu
Ikonen geworden sind: Andy Warhol und
James Francis Gill.
Beide Künstler wurden in den BEGE
Galerien mehrmals ausgestellt, betonte
Bernd Geserick, der diese 1984 in Ulm
gegründet und zu einem Zentrum zeitgenössischer
Kunst im Ulmer Fischerviertel
gemacht hat. „Nun war es höchste Zeit,
beide zusammenzuführen.“ Gekleidet
mit Cowboy-Hut, Jeanshemd, Stickerei-
Anzug und elegantem Halstuch zog der
91-jährige Texaner alle in seinen Bann.
dienstes in Honolulu Plakate und Wandmalereien
gestaltet hatte – früh auf prominente
Förderer zählen. Allen voran Dominique
und John de Menil, die als die
größten Kunst-Privatsammler der USA
galten. 1962 kauften sie Gills Marilyn-
Triptychon und vermachten es dem Museum
of Modern Art in New York. Noch
bevor Andy Warhols Werke dort Einzug
hielten. Weitere Förderer wie Gunther
Sachs ebneten seine Karriere, ebenso wie
die São Paulo Biennale im Jahr 1967, wo
er zusammen mit Edward Hopper und
Andy Warhol ausgestellt wurde. Letzterer
gilt in der Pop Art als unerreicht. Selbst
Gill sagte über ihn: „He left us all in the
dust.“ 1972 zog sich Gill aus der Kunstszene
zurück, überwältigt von seinem Erfolg,
den ihm unter anderem seine „Political
Prisoners“-Reihe bereitet hatte. In seinen
Werken ging es Gill nie nur um Glamour,
sondern auch um Gesellschaftskritik.
In den 2010er Jahre begann seine
späte Schaffensperiode.
Verkauf eines signierten „Woman-in-Water“ Motivs
Doch wie wird ein Künstler zum Star?
Gills Manager Ted Bauer erläuterte dessen
Werdegang. „Wir kaufen Kunst nicht
nur aus Liebe, sondern weil wir an jemanden
glauben“, betonte Bauer. So konnte
Gill – nachdem er während seines Wehr-
Für Begeisterung sorgte die anschließende
Ausstellungseröffnung. Galerist Bernd
Geserick und Galeriemanagerin Larissa
Monteiro da Costa brachten den Besuchern
außergewöhnliche Werke näher.
Larissa Monteiro da Costa freut sich über
den Erfolg der Ausstellung, die bis zum
18. Oktober in den BEGE Galerien lief:
„Es ist schön zu erleben, wie lebendig die
Auseinandersetzung mit Kunst hier in
Ulm ist. Wenn Werke berühren, Gespräche
entstehen und Sammlerinnen und
Sammler diesen Moment mitnehmen,
erfüllt das genau den Anspruch, den wir
als Galerie verfolgen.“
Tipp: Noch bis zum 20. Dezember 2025
ist die aktuelle Ausstellung „BAG STAGE“
des deutschen Künstlers Thitz zu sehen,
der mit seinen internationalen „Tüten-
Projekten“ bekannt wurde. Auf Basis von
Papiertüten lässt er Stadtansichten,
Geschichten und Visionen aufeinandertreffen.
dwi n
Fotos: BEGE Galerien (2), Diana Wieser (2)
106 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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Kulinarisches Gipfeltreffen
„Schweiz meets Allgäu“
Wenn sich die kulinarischen Welten der Schweiz und des Allgäus begegnen, entsteht mehr als nur
ein Fest für den Gaumen – es wird ein Erlebnis für alle Sinne. Im Hotel edita in Scheidegg trafen sich am
21. September Gourmets und Genießer zum fünften „12 Monate 12 Sterne“-Event des Jahres 2025, um sich
von kreativen Kompositionen und überraschenden Geschmackserlebnissen verzaubern zu lassen.
Die Atmosphäre war geprägt von Vorfreude,
exklusivem Ambiente und der spürbaren
Leidenschaft der Spitzenköche, die
an diesem Tag ihre ganz eigene Handschrift
auf die Teller zauberten. Sternekoch
Stefan Jäckel aus dem Storchen
Zürich und Bruno Reichart, Küchenchef
des Hotels edita, vereinten an diesem
besonderen Tag Schweizer Raffinesse mit
Allgäuer Regionalität in einem kreativen
6-Gang-Menü.
Nach einem stilvollen Empfang auf der
Terrasse mit Champagner von Perrier
Jouët und feinstem Beluga Amur Kaviar
erwartete die Gäste eine Menüfolge,
die Handwerkskunst und Innovation
eindrucksvoll verband. Von Randen-
Macaron mit Entenleber über norwegische
Jakobsmuschel bis hin zu tranchiertem
Rehrücken und Allgäuer Kalbsfilet –
jeder Gang spiegelte die harmonische
Verbindung beider Regionen wider. Die
perfekt abgestimmte Weinbegleitung
vom Weingut Büchin und dem südafrikanischen
Weingut Normandie 1693 sowie
Pralinen aus der Manufaktur Clement
Chococult rundeten das Erlebnis ab.
Fotos: Christoffer Leitner, Hermann Genth
„12 Monate 12 Sterne“ verbindet die
Food-&-Beverage-Welt, präsentiert den
kulinarischen Genuss-Kalender und organisiert
exklusive Gourmet-Events mit
Spitzenköchen aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz. Das Projekt setzt
auf nachhaltige Kooperationen und die
Verbindung von Gourmetküche und regionalem
Handwerk – ein Anspruch, den
auch das Hotel edita als Gastgeber bestens
erfüllte.
Direktor Dirk Sander zeigte sich begeistert:
„Dieses Event hat eindrucksvoll gezeigt,
wie sich zwei kulinarische Regionen
auf Augenhöhe begegnen können.“ Auch
Initiator Armin Langer betonte die
Bedeutung des Projekts: „Mit ‚12 Monate
Bruno Reichart, Armin Langer
Bruno Reichart, Armin Langer, Dirk Sander, Stefan Jäckel, Marc Buchholz
108 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
essen & trinken
Melanie Ciccio und Jürgen Czech vom Weingut Büchin
Armin Langer, Stefan Jäckel
Armin Langer, Dirk Sander
Apero
12 Sterne‘ möchten wir zeigen, wie Vielfalt,
Handwerk und regionale Identität zu
neuen kulinarischen Erlebnissen führen.“
Sie möchten beim nächsten Event von
„12 Monate 12 Sterne“ dabei sein? Die
große Gourmet-Gala mit gleich zwölf
Sterneköchen findet am 18. Januar 2026
im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg
statt. Unter dem Motto „Eine kulinarische
Symphonie in zwölf Akten“ erwartet
Sie ein einzigartiges Erlebnis: Zwölf Meisterköche,
darunter aus der Region Ulm
die Sterneköche Hans Häge und Marco
Langer, präsentieren an individuellen
Stationen ihre kulinarischen Kreationen
und laden zu einer genussvollen Reise
voller Raffinesse und Handwerkskunst
ein, begleitet von Champagner und
korrespondierenden Weinen. Weitere Informationen
und Tickets gibt es unter
www.12monate-12sterne.de
Tipp: Tickets für die Gourmet-Gala eignen
sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk.
Balfego Thunfisch mit Tortellini, Cedri Zitrone
und Perigord Trüffel
Tranchierter Rehrücken mit Hagebutten-
Portweinsauce und Pfifferling Blini
Orangen-Grandmanier-Mousse mit Bitterschokolade und Passionsfruchteis
Allgäuer Kalbsfilet mit Zitronen Emulsion,
gebratenem Romanesco und Physalis
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
109
essen & trinken
Jahrgangsbier 2025
Gold Ochsen Ulmator
Für das Jahrgangsbier 2025 ging die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen völlig neue Wege
und präsentierte Mitte November eine ungewöhnliche Kreation. Denn hier treffen zwei Welten aufeinander:
Zum einen die Sorte Pils mit ihrem schlanken, hellen und leichten Körper sowie ausgeprägter Hopfennote,
zum anderen der gehaltvolle Doppelbock mit seiner kräftigen Stammwürze und malzigen Basis.
Text: Rebekka Horn / Foto: Brauerei Gold Ochsen
Entstanden ist ein Geschmack, der Bierliebhaber
überzeugen wird. Während der Antrunk mit schönen,
kräftigen Malznuancen beeindruckt, geht das
Bouquet in ein vom Alkohol betontes schlankes Aroma
über, das durch Zitrus- und Maracujanoten abgerundet
wird. Optisch überzeugt der Premium Pils
Doppelbock „Gold Ochsen Ulmator“ durch sein
bernsteinfarbenes Erscheinungsbild, gekrönt von
einer cremigen, kompakten und lang haltenden
Schaumkrone. Der Alkoholgehalt beträgt 75 Volumenprozent.
Da sich die Rezeptur stark am Hopfen orientiert,
wurden die entsprechenden Sorten von
den Braumeistern von Gold Ochsen gezielt
ausgewählt und dosiert. Dabei setzten sie
mit dem Hopfen „Tettnanger Tango“ auf
eine relativ neue Sorte und mit der Kalthopfung
auf eine Brautechnik, die ein
intensives Aromaspektrum garantiert.
„Kraftvoll, elegant, spritzig, frisch und
zugleich fein in der Hopfenkomposition
– wobei gerade der Hopfen dem
Malz ein wunderbares Fundament
verleiht“, beschreibt Bernhard Frey,
1. Braumeister und Technischer Betriebsleiter
bei Gold Ochsen, das Jahrgangsbier
2025. Wie immer beinhaltet
die Rezeptur drei Hopfensorten aus
Tettnang, doch für die diesjährige Komposition
war eine besonders entscheidend:
die Neuzüchtung Tango, die vor
allem durch ihr umfangreiches Aromaspektrum
mit dominierenden Maracujaund
Zitrusnoten wie Orange, Mandarine
und einem Hauch Limette besticht.
Um dieses intensive Aroma zu erhalten, wurde ein
Teil des Tango-Hopfens nicht in der Heißphase, sondern
in der Kaltphase zugeführt. Da bei der sogenannten
Kalthopfung keine flüchtigen Hopfenöle
abgekocht werden, können die Braumeister bei diesem
Prozess so viel Geschmack und Aroma wie möglich
in das fertige Bier überführen. Dies führt beim
„Gold Ochsen Ulmator“ zu einem Spiel aus unterschiedlichen
Nuancen zwischen Zitrusnoten wie
Grapefruit, Kräuterwürze und einer zarten, grüngrasigen
Frische. Diese besondere Komposition
macht das Jahrgangsbier zum idealen Begleiter
eines jeden Menüs, da es sowohl mit deftigen
als auch mit leichten oder süßen Speisen harmoniert.
Erhältlich in gewohnt
edler Verpackung
Wie jedes Jahr wird das Jahrgangsbier
per Hand in edle 075-Liter-Flaschen
mit Naturkorken abgefüllt und ist auf
1.597 Stück limitiert. Erhältlich ist das
Jahrgangsbier für 1597 Euro im Brauerei
Shop in der Ulmer Keplerstraße,
im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt
sowie bundesweit über den Gold
Ochsen Online Shop. Sowohl die Anzahl
der abgefüllten Flaschen als auch
der Verkaufspreis nehmen Bezug auf
das Gründungsjahr der Brauerei Gold
Ochsen.
Prost!
110 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
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unter anderem auch saisonale Spezialitäten, vegetarische
Gerichte und verschiedene Salate genießen.
Außerdem bietet das Rössle mit seinen Nebenzimmern
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Feiern zu Hause oder an einer beliebigen Location
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Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
111
veranstaltungen
GENESIS:
Magische Lichtkunst
in Neu-Ulm
Nach gefeierten Stationen in Metropolen
wie Boston, Santiago de Chile, Amsterdam
und Madrid ist die immersive Inszenierung
GENESIS des international
renommierten Künstlerkollektivs PRO-
JEKTIL nun erstmals in Neu-Ulm zu
erleben.
Die Kirche St. Johann Baptist wird dabei
in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk
verwandelt: Farben, Formen und Klänge
erzählen eindrucksvoll die Entstehung
der Erde und verschmelzen mit der sakralen
Architektur zu einem einzigartigen
Erlebnis, das das Publikum tief berührt.
Die Show läuft noch bis zum 16. Dezember
2025.
Weitere Informationen und Tickets
unter www.projektilexperiences.com
Fotos: Eric Maier-Rehm
U11-EUROCUP 2026
Turnier für Europas Fußballtalente
Am 17. und 18. Januar 2026 verwandelt
sich die Brühlhalle Elchingen wieder in
ein internationales Fußballzentrum:
Beim U11-EUROCUP treffen 24 Nachwuchsteams
aus sechs Ländern aufeinander
– darunter Top-Klubs wie FC Bayern
München, Bayer 04 Leverkusen, Aston
Villa, Rapid Wien und AZ Alkmaar.
Gespielt wird im Championsleague-
Modus – Spannung und Emotionen sind
garantiert!
Zudem treten als lokale Vertreter der SSV
Ulm 1846 Fussball, der SV Thalfingen,
der FC Burlafingen, der TSF Ludwigsfeld,
der TSV Pfuhl und Gastgeber SV Oberelchingen
an, die sich in den Qualifikationsturnieren
durchgesetzt haben.
Der U11-EUROCUP ist mehr als ein Turnier
– er ist ein Gemeinschaftsprojekt aus
Sport, Wirtschaft und Herzblut, unterstützt
von regionalen Partnern. Wer da-
bei ist, erlebt nicht nur packenden Fußball,
sondern auch den Spirit einer Region,
die zusammenhält. Auch der soziale
Aspekt ist den Veranstaltern sehr wichtig.
So gibt es seit Jahren ein Einlagespiel
der Bananenflanken, die für mehr als nur
den Sport stehen; sie repräsentieren Werte
wie Inklusion, Fair Play und Teamgeist.
Alle Infos rund um das Turnier gibt
es im Internet: www.u11-eurocup.de
oder auf der Facebook Seite
www.facbook.com/u11eurocup
Fotos: U11 Eurocup
112 Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
veranstaltungen
Alexander Krichel in Ulm – das 8. Konzert
Nach dem erneut großen Erfolg bei den beiden Konzertabenden
im Mai 2025 setzen der renommierte Hamburger Pianist
Alexander Krichel und der Lions-Club Ulm/Neu-Ulm – Alb-Donau
die seit 2019 währende Benefiz-Konzertreihe am Freitag,
den 6. März und Samstag, den 7. März 2026 fort.
Foto: Privat Foto: Sandra Werner-Lang
Alexander Krichels dann 8. Konzert im Stadthaus Ulm führt
durch zwei Welten, die der Pianist wie kaum ein anderer verbindet:
Die strahlende, perlende kleine A-Dur-Sonate von Schubert
und Mendelssohns „Variations sérieuses“ leuchten die deutsche
Romantik aus, ehe nach der Pause Rachmaninoffs Corelli-Variationen
den Weg in die russische Tradition weisen. Den Schluss
bildet Prokofjews eruptive siebte Sonate – ein Finale, das kaum
atemloser und halsbrecherischer sein könnte.
Tickets und weitere Informationen über
www.alexander-krichel-in-ulm.de
„Im Angesicht des Lebens“
Ein Abend voller
wertvoller Impulse
Regine Sauter und der Verein Lila Wolken e. V. laden herzlich zu
einem besonderen Abend, der zum Nachdenken anregt, ins
Kulturhaus Schloss Großlaupheim ein.
Die bekannte Sängerin und Trauerrednerin ist am Samstag,
7. Februar 2026 nicht nur Gastgeberin, sondern auch die musikalische
Seele der Veranstaltung. Ein weiterer Akteur an diesem
Abend ist Markus C. Müller, früher Europa-Chef von Black-
Berry, heute Hospizbegleiter, Autor und Unternehmer. In seinem
Buch „Im Angesicht des Lebens – Erfolg und Erfüllung neu
gedacht“ und mit seiner ruhigen, klaren Art stellt er Fragen, die
bewegen, wie zum Beispiel: „Lebe ich das Leben, das wirklich
zu mir passt?“
Der Abend bietet Vortrag,
Musik, Fragerunde und
Raum für Begegnung. Im
Anschluss nimmt sich Markus
C. Müller Zeit für Gespräche
und signiert sein
Buch persönlich im Foyer.
Tickets (ab 18 Euro) gibt
es im Kulturhaus Schloss
Großlaupheim und bei reservix.
Lila Wolken e. V. ist als Netzwerk in Laupheim und der Region
ein Landeplatz zwischen Trauer und Neubeginn – ein Ort, der
Menschen in schweren Zeiten auffängt und Orientierung bietet.
www.verein-lila-wolken.de
Im Angesicht des Lebens
Erfolg und Erfüllung neu gedacht
Vortrag & Lesung mit
Markus C. Müller
Musikalisch umrahmt
und herzlich eingeladen von
Regine Sauter
Sa,7.2.26 Laupheim
Kulturhaus Schloss Großlaupheim
19 Uhr (Einlass 18 Uhr, Signierstunde im Anschluss)
Tickets ab 18 € gibt es hier:
Kulturhaus Laupheim, www.reservix.de
Veranstalter: Lila Wolken e.V. | post@verein-lila-wolken.de
Winter 2025 · top magazin ULM/NEU-ULM
113
veranstaltungen
34. Ulmer Hochzeitstag
Am Sonntag, den 11. Januar 2026, verwandelt sich die Ulmer
Donauhalle von 11 bis 18 Uhr erneut in ein Paradies für Verliebte
und Verlobte.
Mehr als 80 Aussteller präsentieren die neuesten Trends und Inspirationen
rund um den schönsten Tag im Leben. Damit sind
die Ulmer Hochzeitstage seit Jahren die größte und beliebteste
Hochzeitsmesse in Ulm und der gesamten Region. Auch das TOP
Magazin ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten und verteilt
vor Ort den druckfrischen, 100-seitigen Hochzeitsratgeber
für Ulm und die Region.
Ein besonderes Highlight sind die verschiedenen Walking Acts,
bei denen die aktuellen Brautmodekollektionen den ganzen
Tag über live präsentiert werden.
Tickets sind ausschließlich an der Tageskasse und nur
gegen Barzahlung erhältlich.
Fotos: Hermann Genth
Neu-Ulmer Orchideentage 2026
Ein Blütenmeer, das seinesgleichen sucht, erwartet die Besucher der 23. Orchideentage
vom 13. bis 15. Februar in Neu-Ulm. Orchideen-Experten aus dem In- und Ausland
verwandeln das Edwin-Scharff-Haus erneut in ein beeindruckendes tropisches
Paradies und präsentieren ihre außergewöhnlichsten Orchideenarten.
Dieses alle zwei Jahre stattfindende Event zieht nicht nur
regionale und nationale Orchideenfreunde an, sondern auch
Gäste, Züchter und Referenten aus aller Welt. Fachvorträge,
eine feierliche Orchideentaufe sowie Beratung und Verkauf
von Orchideen und passendem Zubehör machen die öffentliche
Blumenschau zu einem besonderen Erlebnis.
Fotos: Sandra Werner-Lang
Für Ihre Treue im zu Ende gehenden Jahr
bedanken wir uns herzlich, wünschen Ihnen
ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute,
Gesundheit und Erfolg für 2026.
Wir freuen uns auch im kommenden Jahr
auf viele schöne Begegnungen mit Ihnen und
interessante Momente, die wir teilen können.
Hermann Genth
und das ganze TOP Magazin
Ulm/Neu-Ulm Team
Willkommen bei der
STERNE GRUPPE
Ein neuer Name. Die gleiche Leidenschaft. Ihr vertrautes Team.
Wir – Ihr bekanntes und erfahrenes Team der Mercedes-Benz
Niederlassung Neu-Ulm – gehen gemeinsam neue Wege.
Ab sofort sind wir als STERNE GRUPPE für Sie da:
mit der gleichen Leidenschaft, Kompetenz und Nähe,
die Sie seit Jahren an uns schätzen.
Wir freuen uns auf Sie!
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