top ULM/NEU-ULM Winterausgabe 2025
top magazin ULM/NEU-ULM, Winterausgabe 2025
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Ausgabe 4 · 22. Jahrgang<br />
Winter <strong>2025</strong>/2026 · 6,– €<br />
ALB-DONAU-KREIS · BIBERACH · HEIDENHEIM<br />
<strong>ULM</strong> | <strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
events<br />
Top Lounge<br />
im Pflegeheim der Zukunft<br />
100 Jahre<br />
Lebkuchen Weiss<br />
Carl Laemmle<br />
Produzentenpreis<br />
wohnen<br />
Sanierung<br />
Fischerhof Illerberg<br />
biberach<br />
Kinovisionär Adrian Kutter<br />
kunst und kultur<br />
100 Jahre<br />
Museum Ulm<br />
<br />
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„Jede Küche verdient das<br />
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Nur in Ulm.
editorial<br />
Liebe Leserin,<br />
lieber Leser,<br />
Ende Oktober habe ich ein paar Tage<br />
Urlaub in Dubai gemacht. Viele von<br />
Ihnen sind sicherlich auch schon dort<br />
gewesen und haben das Gleiche bemerkt<br />
wie ich. Die Stadt entwickelt sich mit<br />
einer rasanten Dynamik und erwartet<br />
ein Bevölkerungswachstum von derzeit<br />
4 Millionen auf 7 Millionen in den nächsten<br />
15 Jahren. Dafür entstehen komplette<br />
Stadtviertel inklusive Straßen, Einkaufszentren,<br />
Krankenhäusern und einer<br />
Metrolinie neu, und zwar in der gleichen<br />
Zeit, die Ulm braucht, um drei Brücken<br />
zu sanieren. Obwohl es im Sommer extrem<br />
heiß und daher nahezu unmöglich<br />
ist, zu bauen, zeigt die Stadt eine Dynamik,<br />
die für uns unvorstellbar ist.<br />
Außerdem gilt Dubai – wie die anderen<br />
arabischen Emirate auch – als eine der sichersten<br />
Städte der Welt. Obwohl Menschen<br />
aus rund 190 Nationen dort leben,<br />
gibt es so gut wie keine Kriminalität. Warum<br />
ist das eigentlich so? Und warum hat<br />
die Kriminalität bei uns in den vergangenen<br />
Jahren deutlich zugenommen und<br />
dort, wo sogar noch mehr verschiedene<br />
Nationen zusammenleben als bei uns, ist<br />
die Sicherheit so hoch? Vielleicht liegt es<br />
daran, dass in Dubai zwar jeder ins Land<br />
kommen darf, dass es aber keinerlei Sozialleistungen<br />
für Immigranten gibt, und<br />
jeder, der nicht nach drei Monaten einen<br />
Job hat, das Land wieder verlassen muss.<br />
Das erklärt vermutlich auch, warum viele<br />
der Flüchtlinge aus Syrien und anderen<br />
arabischen Ländern nicht zu ihren arabischen<br />
Brüdern in den Emiraten oder Kuwait<br />
wollen, sondern lieber nach Europa.<br />
Seit Jahrhunderten, wenn nicht gar seit<br />
Jahrtausenden, gilt Weihnachten als das<br />
Fest der Liebe und des Friedens, und das<br />
ist es natürlich nach wie vor. Allerdings<br />
gibt es eine Entwicklung, die viele von<br />
uns sehr nachdenklich und auch traurig<br />
macht. Immer mehr Weihnachtsmärkte<br />
müssen mit einem extremen Sicherheitsaufwand<br />
geschützt werden und werden<br />
dort, wo dieser Aufwand nicht geleistet<br />
oder bezahlt werden kann, abgesagt. Ulm<br />
ist in der glücklichen Lage, dass es auf<br />
dem Münsterplatz wieder einen Weihnachtsmarkt<br />
gibt, und er ist sogar einer<br />
der schönsten und stimmungsvollsten<br />
bundesweit. Geöffnet ist er noch bis zum<br />
22. Dezember, täglich von 10.00 bis<br />
20.30 Uhr.<br />
Wir wünschen Ihnen und all Ihren Lieben<br />
eine wundervolle Vorweihnachtszeit mit<br />
vielen kleinen Freuden, erholsamen<br />
Stunden der Gemütlichkeit sowie einen<br />
gesunden, erfolgreichen Start ins Jahr<br />
2026.<br />
Herzlichst<br />
Hermann Genth<br />
und das ganze TOP Magazin<br />
Ulm/Neu-Ulm Team<br />
FOLGEN SIE UNS AUF<br />
PS: Die jeweils aktuelle<br />
Ausgabe finden Sie kurz nach<br />
dem Erscheinungstermin<br />
auch als Blätterversion auf<br />
unserer Homepage unter<br />
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Öffnungszeiten:<br />
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So. 10:00 – 17:00 Uhr<br />
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<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
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inhalt<br />
events<br />
6<br />
55. Ulmer TOP Lounge 6<br />
100 Jahre Lebkuchen Weiss 18<br />
Verleihung des Carl Laemmle<br />
Produzentenpreises 20<br />
Basketball Tip-Off Event 24<br />
IHK Indian Summer 26<br />
Jubiläum des Planetariums Laupheim 28<br />
Eröffnung Club Noel 31<br />
10 Jahre Glacis Galerie 32<br />
Symposium 20 Jahre Support Ulm e. V. 34<br />
Jubiläumsgala 20 Jahre Support Ulm e. V. 36<br />
Spendengala Heart for Life 38<br />
Ordensfest Goldene Elf 40<br />
Inthronisationsball des Kuhbergvereins 41<br />
75 Jahre Fricker Blaustein 42<br />
Apfel- und Pilzausstellung im<br />
Autohaus Wuchenauer 42<br />
Vortrag Prof. Dr. Harald Lesch 43<br />
Vortrag Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer 44<br />
lokales<br />
Gute Nachrichten aus der Region 46<br />
Superlative in Ulm 47<br />
18<br />
50<br />
wirtschaft<br />
36<br />
Verleihung des Ulmer Marketingpreises 50<br />
Jahresversammlung initative.ulm.digital 52<br />
Nachfolge in der Mercedes-<br />
Niederlassung Neu-Ulm 54<br />
Spedition Stöhr 56<br />
Neueröffnung Rechtsanwaltskanzlei<br />
Manuela De Fortunato 57<br />
Devisenhandel 1000FTAD 58<br />
Neubau HARDER Logistics 60<br />
IHK Ulm Bestenehrung 60<br />
Image- und Bewerbungsfotos 62<br />
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Ulm · Wiblingen · Neu-Ulm · Nersingen · Blaustein
inhalt<br />
bauen & wohnen<br />
20 Jahre Kaipf in der Dreiköniggasse 64<br />
Sanierung des Fischerhofs in Illerberg 66<br />
Wohnmarktbericht Hirn Immobilien 69<br />
medizin<br />
Zahnersatz an einem Tag 73<br />
Kolumne von Prof. Dr. Heinz Maier 74<br />
Praxisumzug Dr. Sarie Ann Haisch 76<br />
Ganzkörper-MRT 77<br />
Praxiszentrum Dr. Koller und<br />
Dres. Beck / Heilig 78<br />
66<br />
Sport<br />
OrangeCampus Neu-Ulm 80<br />
biberach<br />
Biberacher Filmfestspiele 82<br />
Portrait Adrian Kutter 84<br />
Museum Biberach 86<br />
Theater ohne Namen 88<br />
Lerch-Gruppe baut „Die Villa“ um 89<br />
Kreissparkasse Biberach 90<br />
Eröffnung der ACTIV-GALERIE 91<br />
laupheim<br />
Verleihung Laupheimer Bürgerpreis 92<br />
84<br />
100<br />
ausflugstipp<br />
Thermalbäder in Süddeutschland 94<br />
kunst & kultur<br />
100 Jahre Museum Ulm 100<br />
Theater Ulm Spielplan 1. Halbjahr 2026 102<br />
Kunsthalle Weishaupt 104<br />
Vernissage BeGe Galerie 106<br />
essen & trinken<br />
12 Monate 12 Sterne 4-Hands Lunch 108<br />
Gold Ochsen Jahrgangsbier 110<br />
Gastro-Guide 111<br />
rubriken<br />
94<br />
Editorial 3<br />
Impressum 101<br />
Veranstaltungstipps 112<br />
Weil jeder Augenblick zählt...<br />
Brille tragen? Ohne mich!<br />
High End Augenlaser & Premiumlinsen<br />
Praxis für refraktive Augenchirurgie<br />
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<strong>top</strong> lounge<br />
IllerSENIO Vöhringen<br />
TOP Lounge im Pflegeheim<br />
der Zukunft<br />
Rund 200 geladene Gäste tauchten bei der 55. Top Lounge in die besondere Atmosphäre des<br />
neuen illerSENIO-Hauses in Vöhringen ein – und zeigten sich beeindruckt von der inspirierenden Architektur<br />
und den vielen unerwarteten Einblicken, die der Abend bot.<br />
Fotos: Jürgen Hofstätter, Anita Gall, Hermann Genth<br />
Mit der 55. Top Lounge feierten das Top<br />
Magazin und illerSENIO die Eröffnung<br />
eines außergewöhnlichen Projekts: das<br />
„Pflegeheim der Zukunft“. Schon beim<br />
Empfang im Erdgeschoss sorgte Musiker<br />
Bobby mit Saxophon und Klarinette für<br />
eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung.<br />
Später erlebten die Gäste einen<br />
Abend voller kulinarischer Genüsse, Musik<br />
und inspirierender Begegnungen –<br />
und waren begeistert von der hochwertigen<br />
Ausstattung und der hotel-ähnlichen<br />
Wohlfühlatmosphäre des neuen Pflegeheims.<br />
Über 45 Millionen Euro wurden in diesem<br />
Projekt investiert. Entstanden sind 158<br />
Zimmer auf vier Stockwerken in innovativer<br />
Hybrid-Modulbauweise aus Vollholz<br />
und Stahlbeton – ein nachhaltiges,<br />
ökologisches Konzept, das neue Maßstäbe<br />
setzt. Möglich wurde dies unter anderem<br />
durch die Beharrlichkeit von illerSENIO-<br />
Geschäftsführer Dominik Rommel, der<br />
nichts unversucht ließ, um die richtigen<br />
Stellen von dem Konzept zu überzeugen –<br />
mit Erfolg! Durch sein Engagement und<br />
„die beeindruckende Teamleistung der<br />
illerSENIO-Mitarbeiter, die in den letzten<br />
Wochen und Monaten über sich hinauswuchsen,<br />
Nachtschichten einlegten und<br />
mit Herzblut an der Verwirklichung dieses<br />
Traums arbeiteten“, so Dominik Rommel,<br />
konnte diese Vision Realität werden.<br />
Auch die Zusammenarbeit mit regionalen<br />
Handwerkern, Architekten und Partnern<br />
wurde in den Ansprachen immer wieder<br />
als Schlüssel zum Erfolg hervorgehoben.<br />
Ein besonderes Highlight bei der Top<br />
Lounge war die Möglichkeit, das neue Gebäude<br />
auf eigene Faust zu entdecken.<br />
Ob das „Zirbenzimmer“ (Themenraum<br />
Sinne), die modernen Bewohnerzimmer,<br />
der Leseraum, die einladende Cafeteria<br />
oder die riesige Dachterrasse – überall gab<br />
es liebevolle Details und innovative Lösungen<br />
zu bestaunen, die das Haus zu einem<br />
echten Wohlfühlort machen. Die<br />
Gäste der Top Lounge spürten den Teamgeist<br />
und die Leidenschaft, mit der das<br />
Haus gestaltet wurde, in jedem Detail: von<br />
den lichtdurchfluteten Bewegungsräumen<br />
über die innovative HCL-Lichtsteuerung<br />
bis hin zu den geschmackvoll gestalteten<br />
Zimmern.<br />
Im dritten Stock sorgte die Band Jukebox<br />
für beste Unterhaltung und ausgelassene<br />
Stimmung. „Man fühlt sich wie in einem<br />
Hotel“, schwärmte ein Gast – und tatsächlich<br />
ist die Atmosphäre im „Pflegeheim<br />
der Zukunft“ geprägt von Offenheit,<br />
Lebensfreude und dem Wunsch, einen<br />
Ort zu schaffen, an dem sich Bewohner,<br />
Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen<br />
wohlfühlen.<br />
Der Abend bot neben kulinarischen<br />
Köstlichkeiten aus der hauseigenen<br />
Küche und der musikalischen Begleitung<br />
auch Raum für inspirierende Gespräche<br />
und neue Kontakte. So wurde<br />
die 55. Top Lounge zum gelungenen<br />
Auftakt für ein Haus, das die Zukunft<br />
der Pflege neu denkt.<br />
swl ■<br />
6 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
Andreas Kast, Petra Kast<br />
Manfred Hintz, Andreas Hintz<br />
Jochen Hofmann, Gabriela Baumann<br />
Andreas Bortoli, Heidi Bortoli, Nadine Sabisch, Thomas Sabisch<br />
Sabrina de Colle, Dr. Mark Dorfmüller<br />
Jutta Baar-Trompetter, Ralf Trompetter<br />
Hermann Genth<br />
Dominik Rommel<br />
Heike Niedhammer, Ditte Endriß, Erhard Sepp, Christina Sepp<br />
Edith Eifert, Thomas Eifert<br />
Wolfgang Moser, Henrike Moser<br />
Sandra Werner-Lang, Kerstin Vorwalter<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
7
illerSENIO Team<br />
Susanne Frfr. und Max Frhr. von Süßkind-Schwendi<br />
Margret Schlosser, Arthur Schlosser<br />
Katharina Pliske, Michael Holzberger<br />
Thomas Hasieber, Elke Hasieber<br />
Sascha Stecken, Sandra Stecken<br />
Christian Mertsch, Sabine Mertsch, Petra Unsöld, Andreas Unsöld<br />
Clemens Röger, Simone Röger<br />
Felix Locher, Jana Anderer<br />
8 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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Baumgartenstraße 20/1<br />
89231 Neu-Ulm<br />
Telefon 0731-979229-0<br />
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Andreas Hermann<br />
Erika Schmid, Karin Eck<br />
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Hidayet Gürbüz, Thomas Schrode<br />
Empfangsteam von cpn und illerSENIO<br />
Charlotte Bollinger<br />
Manfred Hezler<br />
Walter Bauer<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
9
Julia Gentner, Pia Grüninger<br />
Martina Hofmann, Stephan Denkmann<br />
Heiko Heitele, Jana Spitzmüller<br />
Liftboy<br />
Frau und Herr Sailer-Langediekhoff<br />
Holger Graf, Virginia Kopp<br />
Fabian Biemel, Leonie Erdmann<br />
Violeta Jaic, Eva Reuter<br />
Birgit Hofstätter, Jürgen Hofstätter<br />
Dominik Rommel, Hermann Genth<br />
Frederic Sayler, Hans-Ulrich Sayler, Karin Frank, Helmut Bühler<br />
10 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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Frieder Moser, Uwe Gamperling<br />
Bernhard Schmid, Ruth Schmid<br />
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Bettina Magg, Rana Kalani, Sebastian Hirn, Carmen Schäfer Melanie Wengler Bernd Bräuchler<br />
Leslie ter Jung<br />
Oliver Scherb<br />
Thomas Schillinger, Thomas Engler<br />
Dr. Karin Hartmann<br />
Laura Knupfer<br />
Tim Seib, Daniel Jacobsen, Jana Seib<br />
12 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
Manfred Humm, Andrea Humm<br />
Gregor Wind, Eva-Britta Wind<br />
Berthold Braunger, Andrea Braunger<br />
Alexander Motz, Judith Motz Manfred Renz, Karin Renz Petra Huber, Regina Novak<br />
Klaus Lohrmann, Chris<strong>top</strong>h Hab<br />
Dr. Eliane Schumacher, Helmut Bühler<br />
Christine Kröner, Andreas Müller<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
13
Markus Oettle, Elke Ruß-Oettle<br />
Claudia Kast, Gerhard Kast<br />
Ivica Peranovic, Edin Hodzic<br />
Victoria Madl, Dr. Nadine Nowakowski<br />
Uta Witzel, Thomas Witzel<br />
Tina Locher, Sonja Görlich
Michael Frank, Petra Frank<br />
Petra Kindl, Theodor Dirr<br />
Melisa Sönmezer, Gloria Neugebauer<br />
Saxophonist Bobby<br />
Angelika Schies, Diana Wieser<br />
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16 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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event<br />
100 Jahre Lebkuchen Weiss<br />
Ein Jahrhundert<br />
gelebte Tradition und Innovation<br />
Mit einem festlichen Akt am 12. September und einem stimmungsvollen<br />
Mitarbeiterfest feierte die Firma Lebkuchen Weiss ihr 100-jähriges Bestehen –<br />
ein Meilenstein, der nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die<br />
Stadt Neu-Ulm und die gesamte Süßwarenbranche von großer Bedeutung ist.<br />
Die Erfolgsgeschichte begann 1925, als<br />
Max Weiss sen. in Neu-Ulm das „Feinback-<br />
und Nährmittelwerk“ gründete.<br />
Was damals in schwierigen Zeiten mit<br />
viel Unternehmergeist und Leidenschaft<br />
begann, entwickelte sich im Laufe der<br />
Jahrzehnte zu einer festen Größe in der<br />
deutschen Süßwarenbranche.<br />
Seit 1994 gehört Lebkuchen Weiss gemeinsam<br />
mit seiner Nürnberger Tochterfirma<br />
Ferdinand Wolff zur traditionsreichen<br />
Lambertz-Gruppe in Aachen, die<br />
bereits 1688 gegründet wurde und<br />
bis heute inhabergeführt ist. Prof. Dr.<br />
Hermann Bühlbecker, Inhaber der Lambertz-Gruppe,<br />
betont: „Es war der Herzenswunsch<br />
von Max Weiss, dass das<br />
Familienunternehmen, sein Lebenswerk<br />
und vor allem seine wunderbaren Produkte<br />
auch nach dem Firmenverkauf erhalten<br />
bleiben. Genau aus diesem Grund<br />
hat er sein Unternehmen an mich veräußert.<br />
Damit konnte er sich absolut sicher<br />
sein, dass das traditionelle Erbe, das Sortiment,<br />
der Standort und vor allem auch<br />
die Arbeitsplätze nicht verschwinden<br />
werden. Auch in Zukunft werden Lambertz<br />
und Weiss eigenständig am Markt<br />
agieren und von einem eigenen Management<br />
geführt.“<br />
In den vergangenen 30 Jahren hat Lebkuchen<br />
Weiss seine Marktpräsenz und<br />
-position kontinuierlich ausgebaut. Heute<br />
verfügt das Unternehmen nicht nur über<br />
die größte Produktionsstätte innerhalb<br />
der Lambertz-Gruppe, sondern auch über<br />
den weltweit modernsten Lebkuchenproduktionsbetrieb.<br />
In Neu-Ulm werden<br />
jährlich mehr als 30.000 Tonnen verschiedener<br />
Lebkuchenvarianten hergestellt -<br />
darunter 450 Millionen Lebkuchenherzen.<br />
Die Bedeutung von Lebkuchen Weiss für<br />
die Region unterstrich Johannes Stingl,<br />
2. Bürgermeister der Stadt Neu-Ulm:<br />
„Wir sind als Wirtschaftsstandort Neu-<br />
Ulm stolz und dankbar, wenn wir auf<br />
100 Jahre Lebkuchen Weiss zurückblicken,<br />
denn florierende Unternehmen<br />
sind wichtig für die Stadtentwicklung.<br />
Lebkuchen Weiss ist Teil unserer kulturellen<br />
Identität in Neu-Ulm.“<br />
Johannes Stingl<br />
Prof. Dr. Hermann Bühlbecker<br />
Oliver Stipar, Melanie Börsing, Gerd Stiefel<br />
Fotos: picslocation / Peter Neher<br />
Joachim Eckert, Prof. Dr. Hermann Bühlbecker, Oliver Peik<br />
Dr. Carsten Bernoth, Prof. Dr. Hermann Bühlbecker<br />
Gerd Stiefel überreichte Prof. Dr. Hermann Bühlbecker<br />
die Jubiläumsurkunde<br />
18 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Feinste Naschereien von Lebkuchen Weiss<br />
Prof. Dr. Hermann Bühlbecker<br />
Impulse Tenors<br />
Auch Gerd Stiefel, Vizepräsident der<br />
IHK Schwaben und Vorsitzender<br />
der Regionalversammlung Neu-Ulm<br />
der IHK, würdigte das Unternehmen:<br />
„Wer 1925 in der damals schwierigen<br />
Zeit begonnen hat, der ist ein leuchtendes<br />
Beispiel für Unternehmergeist.“<br />
Dr. Hermann Bühlbecker und sein<br />
Team lobte er für die erfolgreiche<br />
Weiterentwicklung des Unternehmens<br />
über viele Jahre hinweg.<br />
Dr. Carsten Bernoth, Hauptgeschäftsführer<br />
des Bundesverbands der deutschen<br />
Süßwarenindustrie, bezeichnete<br />
Lebkuchen Weiss als Vorbild für<br />
die gesamte Branche: „Diese Firma<br />
steht exemplarisch für unser Leitmotiv:<br />
Tradition – Innovation – Genuss.“<br />
Joachim Eckert, Vorstandsvorsitzender<br />
von Sweets Global Network e.V.,<br />
hob die besondere Struktur der Süßwarenbranche<br />
hervor, die von inhabergeführten,<br />
mittelständischen Unternehmen<br />
geprägt ist: „Ein besonderes<br />
Beispiel hierfür ist Lebkuchen<br />
Weiss.“<br />
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Die Jubiläumsfeier wurde musikalisch<br />
vom Trio „Impulse Tenors“ umrahmt<br />
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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
19
event<br />
Ingo Bergmann, Paul Beck, Svenja Vanhoefer,<br />
Marius Beck, Jean-Young Kwak, Gerrit Klein,<br />
Gabriele M. Walther, Louis Klamroth,<br />
Michelle Müntefering, Bernhard zu Castell,<br />
Adrian Kutter, Dennenesch Zoudé<br />
Carl Laemmle Produzentenpreis<br />
Gabriele M. Walther<br />
für ihr Lebenswerk geehrt<br />
Carl Laemmle, geboren 1867 in Laupheim, gilt als einer der bedeutendsten Filmproduzenten und durch die Gründung<br />
der Universal Filmstudios auch als Gründer von Hollywood. Anlässlich des 150. Geburtstags dieses Filmpioniers<br />
wurde 2017 der Carl Laemmle Produzentenpreis ins Leben gerufen und ehrt seither herausragende Persönlichkeiten<br />
der deutschen Filmbranche. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen u.a. Roland Emmerich,<br />
Regina Ziegler, Thomas Kufus und Martin Moszkowicz.<br />
Fotos: Herbert Geiger<br />
Als Höhepunkt der diesjährigen Carl<br />
Laemmle Film- und Kinotage, deren Programm<br />
gegenüber dem Vorjahr erneut<br />
deutlich umfangreicher war, wurde am<br />
19. September im Schloss Großlaupheim<br />
im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung<br />
der Carl Laemmle Produzentenpreis<br />
verliehen.<br />
Zu dieser Gala kamen rund 400 geladene<br />
Gäste aus Film, Fernsehen, Politik und<br />
Wirtschaft, darunter prominente Persönlichkeiten<br />
Michelle Müntefering, Cem<br />
Özdemir, Fernsehmoderator Louis Klamroth<br />
sowie Bettina Zimmermann, Kai<br />
Wiesinger, Lukas Sauer und zahlreiche<br />
weitere Schauspielerinnen und Schauspieler.<br />
Gestaltet wurde die Preisverleihung<br />
mit einem neuen Veranstaltungskonzept<br />
mit Seitenbühne und großem<br />
Videokubus, was für eine glamouröse<br />
Atmosphäre sorgte und bei den Gästen<br />
sehr gut ankam. Moderiert wurde die<br />
Gala von Dennenesch Zoudé.<br />
Gabriele M. Walther, die diesjährige<br />
Preisträgerin des Carl Laemmle Produzentenpreises,<br />
ist geschäftsführende<br />
Gesellschafterin der Caligari Film- und<br />
Fernsehproduktions GmbH und eine der<br />
führenden Produzentinnen in Deutschland.<br />
Sie produzierte zahlreiche publikumswirksame<br />
Comedyserien, Kinderfilme,<br />
Kinodramen und Dokumentationen.<br />
Im Segment Animation erzielte sie mit<br />
Produktionen wie „Der Kleine Drache<br />
Kokosnuss“, „Ritter Rost“, „Prinzessin<br />
Lillifee“ und „Felix“ große Erfolge. Besonders<br />
engagiert sie sich für die Förderung<br />
von Frauen in der Branche und initiierte<br />
u.a. das Branchen-Event MEDIVA.<br />
Die Auszeichnung würdigt ihr vielseitiges<br />
und beeindruckendes Schaffen als Produzentin<br />
und Drehbuchautorin, ihren unternehmerischen<br />
Mut sowie ihren prägenden<br />
Beitrag zum deutschen Animationsfilm.<br />
Die Jury, bestehend aus Produzentin<br />
Wiebke Andresen (Letterbox Film), Produzent<br />
Christian Beetz (Beetz Brother Film),<br />
Produzentin Jean-Young Kwak (Amalia<br />
Film), Moderator Louis Klamroth („Hart<br />
aber Fair“) und Filmmäzen Adrian Kutter<br />
(Gründer der Biberacher Filmfestspiele),<br />
hob in ihrer Begründung Walthers kreative<br />
Kraft und ihre außergewöhnliche Risikobereitschaft<br />
hervor. Sie habe immer<br />
wieder innovative Projekte realisiert, neue<br />
Animationsmarken etabliert und eigenfinanzierte<br />
Pilotprojekte gewagt. Besonders<br />
betont wurden ihr Pioniergeist, ihre Förderung<br />
von Frauen in der Medienbranche<br />
und ihr nachhaltiger Einfluss auf die deutsche<br />
Film- und Fernsehlandschaft.<br />
Jean-Young Kwak, Geschäftsführerin und<br />
Produzentin der Amalia Film GmbH, würdigte<br />
Walthers Fähigkeit, Trends frühzeitig<br />
zu erkennen, kreativ Risiken einzugehen<br />
und neue Wege zu beschreiten. Michelle<br />
Müntefering, CEO der Produktionsallianz,<br />
bezeichnete Walther als Wegbereiterin,<br />
die mit Kreativität und Mut Türen<br />
20 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Reinhold Scheiffele, Dennenesch Zoudé<br />
Dennenesch Zoudé, Cem Özdemir<br />
Dennenesch Zoudé mit den Preisträgerinnen des Jugendfilmpreises und deren Betreuerin<br />
für Produzentinnen geöffnet und sich<br />
nachhaltig für die Sichtbarkeit von Frauen<br />
in der Medienwelt engagiert habe.<br />
Bernhard zu Castell, Chief Distribution<br />
Officer von LEONINE Studios, betonte in<br />
seiner Laudatio den nachhaltigen Einfluss<br />
Walthers auf die gesamte Filmbranche:<br />
„Gabriele Walther hat nicht nur die<br />
deutsche Filmwelt mit ihren Werken bereichert,<br />
sondern mit einer Kraft, die nur<br />
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erwächst, einen nachhaltigen Einfluss<br />
auf die gesamte Branche ausgeübt.“<br />
In ihrer Dankesrede teilte Gabriele M.<br />
Walther die Auszeichnung mit allen Frauen<br />
in der Branche und dankte ihrem<br />
Team sowie langjährigen Weggefährtinnen<br />
und Weggefährten.<br />
Ingo Bergmann, Oberbürgermeister der<br />
Stadt Laupheim, fasste es treffend zusammen:<br />
„Die heutige Verleihung des<br />
Carl-Laemmle-Produzentenpreises ist<br />
ein besonderer Moment für unsere Stadt.<br />
Wir würdigen das Andenken an Carl<br />
Laemmle und ehren mit Gabriela M. Walter<br />
eine Produzentin für ihr beeindruckendes<br />
Lebenswerk. Ich gratuliere Frau<br />
Walter herzlich zu dieser Auszeichnung<br />
und danke allen Beteiligten für einen<br />
rundum gelungenen Abend.“<br />
<strong>2025</strong> erstmals verliehen:<br />
Der Carl Laemmle VFF Talentpreis<br />
Michelle Müntefering, Bettina Zimmermann,<br />
Kai Wiesinger, Ingo Bergmann<br />
Ingo Bergmann, Eva und Joachim Blersch,<br />
Michelle Müntefering<br />
In diesem Jahr wurde der Carl Laemmle<br />
Produzentenpreis erstmals um den zukunftsorientierten<br />
Carl Laemmle VFF Talentpreis<br />
ergänzt, der von der VFF Verwertungsgesellschaft<br />
der Film- und Fernsehproduzenten<br />
gestiftet wird. Der mit<br />
15000 Euro dotierte Preis beinhaltet zudem<br />
eine zweijährige Fördermitgliedschaft<br />
in der Produktionsallianz.<br />
Louis Klamroth Gerrit Klein Gabriele M. Walther Bernhard zu Castell<br />
Der erste Preisträger, Gerrit Klein, Geschäftsführer<br />
der Giganten Film Produktions<br />
GmbH, wurde für seinen Spielfilm<br />
„Vier minus drei“ ausgezeichnet. Die Jury<br />
lobte Kleins Fähigkeit, persönliche Betroffenheit,<br />
unternehmerisches Risiko<br />
und künstlerische Verantwortung zu vereinen.<br />
Jennifer Stahl, Geschäftsführerin<br />
der Carl Laemmle Produzentenpreis UG,<br />
betonte die Bedeutung des Preises als<br />
„Booster“ für den filmproduzierenden<br />
Nachwuchs und als Investition in die Zukunft<br />
der Branche.<br />
Jean-Young Kwak<br />
Caro Trischler, Ulf Kleiner<br />
Jugendfilmpreis<br />
Mit dem Jugendfilmpreis, gestiftet vom<br />
Carl Laemmle Förderverein, wurde das<br />
CLP-Filmteam vom Carl-Laemmle-Gymnasium<br />
ausgezeichnet. Auf der Basis des<br />
in diesem Jahr vorgegebenen Mottos<br />
„nach den Sternen greifen“ haben die vier<br />
Schülerinnen Luana, Maya, Ahana und<br />
Amy-Coreen einen Film über die Nachwuchssportlerin<br />
Luana gedreht, der einfühlsam<br />
den Traum von Olympia nachzeichnet.<br />
ge n<br />
Ingo Bergmann, Spyros Rantos<br />
Thomas Rössler<br />
22 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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Tip-Off Event im OrangeCampus<br />
Saisonstart, Teampräsentation<br />
und große Basketball-Momente<br />
Der OrangeCampus war am Abend des Tip-Off-Events mehr als nur eine Kulisse – er wurde<br />
zum lebendigen Schauplatz für Erinnerungen, Visionen und einen ganz besonderen Geburtstag.<br />
Rund 400 Gäste aus dem Kreis der Partner und Sponsoren von ratiopharm ulm kamen zusammen,<br />
um nicht nur das neue Team zu begrüßen, sondern auch auf 25 Jahre Vereinsgeschichte<br />
und fünf Jahre OrangeCampus anzustoßen.<br />
Die beiden Clubgründer Dr. Thomas Stoll<br />
und Andreas Oettel ließen die bewegte<br />
Vergangenheit Revue passieren. Stoll erinnerte<br />
sich an die Zeit, als Ulms Basketballer<br />
noch ohne feste Heimat durch die<br />
Stadt zogen: „Wir hatten keine richtige<br />
Halle, waren ständig unterwegs. Unser<br />
Traum war es immer, jungen Spielern<br />
eine echte Heimat zu bieten.“ Oettel ergänzte,<br />
wie aus ersten Ideen ein konkretes<br />
Projekt wurde: „Es gab keine passenden<br />
Hallen, also mussten wir selbst etwas<br />
schaffen. Der OrangeCampus ist unser<br />
Zuhause geworden.“ Dass diese Vision<br />
Wirklichkeit wurde, ist heute die Grundlage<br />
für sportliche Erfolge und ein Magnet<br />
für Talente.<br />
Auch Skepsis gehörte zur Entwicklung<br />
dazu. Clublegende Per Günther gestand<br />
offen, dass er anfangs Zweifel hatte, ob der<br />
Fokus auf Nachwuchsförderung der richtige<br />
Weg sei. Doch die Erfolge sprechen für<br />
sich: Fünf Talente schafften den Sprung in<br />
die NBA, und der OrangeCampus wurde<br />
zum Fundament für die Meisterschaft<br />
2023. Die Bedeutung des Standorts wurde<br />
auch von der Politik gewürdigt. Katrin<br />
Albsteiger, Oberbürgermeisterin von Neu-<br />
Ulm, bezeichnete das orange Licht an der<br />
Fassade als „Symbol für den Zusammenhalt<br />
der Städte und ein Commitment für<br />
den Sport“. Ulms Oberbürgermeister Martin<br />
Ansbacher lobte den Campus als<br />
„raumgewordenen Erfolg“.<br />
Der Blick ging an diesem Abend aber<br />
auch über Ulm hinaus: Der deutsche Basketball<br />
erlebt mit dem Weltmeistertitel<br />
2023 und dem frisch errungenen Europameistertitel<br />
einen Höhenflug. Geschäftsführer<br />
Stoll zeigte sich stolz: „Als wir angefangen<br />
haben, war Basketball in<br />
Deutschland eine Randsportart. Jetzt<br />
sind wir Welt- und Europameister – das<br />
ist kaum zu fassen.“<br />
Im Mittelpunkt des Abends stand die<br />
Vorstellung des neuen Teams. In lockeren<br />
Talkrunden präsentierten sich die<br />
Profis und Nachwuchsspieler, teilten<br />
Anekdoten und gaben Einblicke in ihre<br />
Persönlichkeiten. So erzählte Tobias<br />
Jensen von seinen sonntäglichen Supermarkt-Pechmomenten,<br />
während Bryce<br />
Brown für seinen Hang zu funkelnden<br />
Accessoires bekannt ist. Rückkehrer<br />
Nelson Weidemann blickte voller Vorfreude<br />
auf die neue Saison: „Wir wollen<br />
an unsere Entwicklung anknüpfen. Die<br />
Stimmung im Team ist großartig.“<br />
Mit einem stimmungsvollen Get-together<br />
und vielen Gesprächen klang der Abend<br />
aus. Der Tip-Off-Event hat nicht nur Lust<br />
auf die Jubiläumssaison gemacht, sondern<br />
auch gezeigt, mit wie viel Herzblut<br />
und Gemeinschaft in Ulm und Neu-Ulm<br />
Basketball-Geschichte geschrieben wird.<br />
swl n<br />
Fotos: Jürgen Hofstätter<br />
24 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
IHK-Indian Summer<br />
Generalleutnant Kai Rohrschneider über<br />
Sicherheit in Europa und in der Region<br />
Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft fanden sich am 24. September<br />
im Wiley Club Neu-Ulm ein, um beim diesjährigen „Indian Summer“ der IHK Schwaben und IHK Ulm über<br />
die Bedeutung des NATO-Stützpunkts Ulm zu diskutieren. Das Motto des Abends, „Geopolitik trifft Region“,<br />
spiegelte die Aktualität und Brisanz der Themen wider, die im Mittelpunkt standen.<br />
Fotos: Jürgen Hofstätter<br />
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte<br />
des Wiley Clubs durch Peter<br />
Liptau, stellvertretender Stadtarchivar<br />
der Stadt Neu-Ulm, wurde deutlich: Das<br />
Areal blickt auf eine bewegte Vergangenheit<br />
als militärischer Standort zurück<br />
und ist heute ein Symbol für Wandel und<br />
internationale Zusammenarbeit.<br />
Im Zentrum des Abends stand die Rede<br />
von Generalleutnant Kai Rohrschneider,<br />
Kommandeur des Allied Joint Support<br />
and Enabling Command (JSEC) in Ulm.<br />
Mit klaren Worten skizzierte er die aktuelle<br />
sicherheitspolitische Lage Europas<br />
und die Herausforderungen, vor denen<br />
Deutschland und seine Partner stehen.<br />
„Wir erleben die Rückkehr der Relevanz<br />
der militärischen Dimension von Macht“,<br />
betonte Rohrschneider und verwies auf<br />
die veränderte Bedrohungslage durch<br />
Russland. Die Zeiten, in denen militärische<br />
Sicherheit als selbstverständlich<br />
galt, seien vorbei. Heute gehe es darum,<br />
die Verteidigungsfähigkeit Europas<br />
glaubwürdig zu stärken und die Gesellschaft<br />
auf neue Risiken einzustellen.<br />
Besonders hob Rohrschneider die strategische<br />
Bedeutung des NATO-Stützpunkts<br />
in Ulm hervor. Die Region sei nicht nur<br />
logistische Drehscheibe, sondern auch<br />
ein Knotenpunkt für internationale<br />
Zusammenarbeit und Innovation. „Enablement,<br />
also die Fähigkeit, Verteidigungsbereitschaft<br />
herzustellen, ist eine gesamtgesellschaftliche<br />
Aufgabe“, so der<br />
Generalleutnant. Dabei gehe es nicht nur<br />
um militärische Infrastruktur, sondern<br />
auch um die enge Verzahnung mit der<br />
Wirtschaft und die Einbindung ziviler<br />
Akteure. Die Herausforderungen reichten<br />
von der Harmonisierung von Transportwegen<br />
bis hin zur Sicherstellung kritischer<br />
Infrastruktur – Aufgaben, die nur<br />
im Schulterschluss zwischen Staat, Wirtschaft<br />
und Gesellschaft zu bewältigen<br />
seien.<br />
Reinhold Braun (IHK Schwaben)<br />
Auch die Präsidenten der beiden veranstaltenden<br />
IHKs, Dr. Jan Stefan Roell<br />
(IHK Ulm) und Reinhold Braun (IHK<br />
Schwaben), unterstrichen in ihren Beiträgen<br />
die Bedeutung der regionalen Wirtschaftskraft<br />
und die Notwendigkeit, Innovation<br />
und Wettbewerbsfähigkeit zu<br />
sichern. Dr. Roell betonte die Chancen,<br />
die sich aus der Diversität der Region ergeben,<br />
und wies auf die Bedeutung von<br />
Bildung und Fachkräfteintegration hin.<br />
Reinhold Braun hob die Rolle des Mittelstands<br />
als Innovationsmotor hervor und<br />
forderte, bürokratische Hürden abzubauen,<br />
um die Region zukunftsfähig zu hal-<br />
Dr. Jan Stefan Roell (IHK Ulm)<br />
26 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Gerd Stiefel<br />
Generalleutnant Kai Rohrschneider<br />
ten. Beide machten deutlich, dass wirtschaftliche<br />
Stärke und sicherheitspolitische<br />
Stabilität Hand in Hand gehen müssen,<br />
um die Herausforderungen der Zeit<br />
zu meistern.<br />
In der anschließenden Diskussionsrunde,<br />
moderiert von Petra Engler-Karrasch,<br />
Hauptgeschäftsführerin der IHK Ulm,<br />
wurde deutlich, wie eng die Themen Sicherheit<br />
und wirtschaftliche Entwicklung<br />
miteinander verknüpft sind. Vertreter<br />
der regionalen Wirtschaft betonten<br />
die Chancen, die sich aus der Präsenz des<br />
NATO-Kommandos ergeben – von Investitionen<br />
in Infrastruktur bis hin zu neuen<br />
Impulsen für Innovation und Beschäftigung.<br />
Gleichzeitig wurde offen über die<br />
Notwendigkeit gesprochen, Prozesse zu<br />
beschleunigen und Bürokratie abzubauen,<br />
um die Wettbewerbsfähigkeit der Region<br />
zu sichern.<br />
Generalleutnant Rohrschneider plädierte<br />
für einen offenen Dialog und eine realistische<br />
Einschätzung der Lage: „Es hilft<br />
nichts, Risiken zu verschweigen. Wir<br />
müssen sie benennen und gemeinsam<br />
Lösungen finden.“<br />
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie<br />
wichtig der Austausch zwischen Militär,<br />
Wirtschaft und Gesellschaft ist, um die<br />
Region zukunftsfähig aufzustellen. Somit<br />
war der Indian Summer <strong>2025</strong> nicht nur ein<br />
gelungener Abend, sondern auch ein starkes<br />
Signal für die Bedeutung von Sicherheit,<br />
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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
27
event<br />
Sternstunden in Laupheim<br />
Doppeljubiläum:<br />
50 Jahre Volkssternwarte<br />
35 Jahre Planetarium<br />
Wenn Visionen Wirklichkeit werden: In Laupheim feierten Sternfreunde, Förderer und Gäste ein außergewöhnliches<br />
Jubiläum. Zwischen bewegenden Rückblicken, jungen Forscherideen, musikalischen Sternstunden und himmlischen<br />
Genussmomenten wurde deutlich, wie lebendig und inspirierend Astronomie sein kann.<br />
Fotos: Herbert Geiger<br />
Ein doppeltes Jubiläum, das nach Sternen<br />
griff: Im September feierten die<br />
Volkssternwarte Laupheim e. V. und das<br />
Top Magazin Ulm/Neu-Ulm gemeinsam<br />
ein Ereignis, das in der Region seinesgleichen<br />
sucht – 50 Jahre Volkssternwarte<br />
und 35 Jahre Planetarium Laupheim.<br />
Schon beim Sektempfang im Foyer lag<br />
ein Hauch von kosmischer Stimmung in<br />
der Luft, als Gäste, Wegbegleiter und<br />
Förderer zusammenkamen, um auf eine<br />
außergewöhnliche Erfolgsgeschichte anzustoßen.<br />
Für die musikalische Umrahmung<br />
sorgte Leslie ter Jung.<br />
Mit einem herzlichen Willkommen eröffneten<br />
Janina Burandt, Vorstand der<br />
Volkssternwarte, und Hermann Genth,<br />
Verleger des Top Magazins, den Abend.<br />
Oberbürgermeister Ingo Bergmann unterstrich<br />
in seinem Grußwort die Bedeutung<br />
des Hauses als „Leuchtturm der<br />
Wissenschaftsvermittlung“ – und traf damit<br />
den Nerv der Gäste. Denn was vor einem<br />
halben Jahrhundert mit einem kleinen<br />
Teleskop und einer großen Idee begann,<br />
ist heute ein Zentrum für astronomische<br />
Bildung weit über Oberschwaben<br />
hinaus.<br />
Ein Höhepunkt des Abends war der Vortrag<br />
von Robert Clausen, Gründungsmitglied<br />
und Autor, der mit launigen Anekdoten<br />
und seinem Jubiläumsbuch „Der<br />
Traum von den Sternen – 50 Jahre Volkssternwarte<br />
Laupheim e.V.“ die bewegte<br />
Geschichte des Vereins Revue passieren<br />
ließ. „Die Sterne für alle Menschen sichtbar<br />
zu machen – das war unser Traum“,<br />
so Clausen, der auch den vielen Spendern<br />
und Sponsoren dankte. Besonders beeindruckend:<br />
der Beitrag der Jugendgruppe<br />
zu ihrem Stratosphärenflug-Projekt, der<br />
zeigte, wie viel Forschergeist und Teamwork<br />
in ihr steckt.<br />
Mit einem „Best of“ aus den eigenen<br />
Planetariums-Produktionen, präsentiert<br />
von Janina Burandt und Steven Nehm,<br />
wurde deutlich, mit wie viel Kreativität<br />
und Leidenschaft die Vereinsmitglieder<br />
arbeiten. Einige Planetariums-Produktionen<br />
aus Laupheim wie „Geheimnis<br />
Dunkle Materie“ sind sogar in anderen<br />
Janina Burandt, OB Ingo Bergmann<br />
Planetarien weltweit zu sehen. Beim<br />
anschließenden Stehempfang mit einem<br />
Buffet vom Laupheimer Hof und einer<br />
kunstvollen Motivtorte wurde ausgiebig<br />
gefeiert, gelacht und in Erinnerungen<br />
geschwelgt.<br />
Die Volkssternwarte und das Planetarium<br />
sind heute weit mehr als Orte der Himmelsbeobachtung.<br />
Sie sind lebendige<br />
Zentren für Bildung, Begegnung und Inspiration<br />
– getragen von ehrenamtlichem<br />
Engagement und dem Wunsch, die Faszination<br />
des Kosmos zu teilen. Mit dem<br />
neuen „Forum der Astronomie“ steht bereits<br />
das nächste große Projekt in den<br />
Startlöchern. Wer die Zukunft der Sterne<br />
mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen,<br />
Teil dieser besonderen Gemeinschaft<br />
zu werden.<br />
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Ingo Bergmann, Rolf Stökler<br />
28 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
In der Kuppel des Planetariums<br />
Hermann Genth<br />
Robert Clausen<br />
Vorstände und Mitglieder des Vereins<br />
Leslie ter Jung<br />
Michael Roosz<br />
Rolf Stökler, Steven Nehm<br />
Rolf Stökler, Christian Miller<br />
MODERATOR<br />
ENTERTAINER<br />
MUSIKER<br />
BAR JAZZ<br />
Das Schwarze-Loch<br />
Manuela Miller, Robert Clausen<br />
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Sebastian Stuchetz Anna Leonova, Mario Traub Lothar Feneberg<br />
Miriam Warken, Dr. Claudia Warken Dr. Rüdiger Schmid, Dr. Susanne Butros Thomas Hoffmann<br />
Joachim Hofmann, Gabriela Baumann Dr. Eliane Schumacher mit Cedric Walter Hefner, Iris Kauffmann-Hefner<br />
Gertraud Schmitt, Dieter Heinlein<br />
Thomas Witzel, Uta Witzel<br />
Samuel Staib, Marcus Staib<br />
Rana Kalani, Thomas Ott<br />
Dr. Svebor Nozic, Giuliana Nozic, Dr. Alexandra Linner<br />
Dietmar Kögel<br />
30 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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Osman Kavaks „Club Noel“<br />
am Lautenberg<br />
Im Club Noel am Lautenberg verschmelzen Kulinarik und Kunst:<br />
Osman Kavak bringt mit der Dinnershow „7Paintings“, Bistro<br />
und Clubkultur ein einzigartiges Erlebnis nach Ulm – gleichermaßen<br />
für Genießer, Kunstfreunde und Nachtschwärmer.<br />
Wenn in Ulm von innovativer Gastronomie<br />
die Rede ist, fällt ein Name immer<br />
wieder: Osman Kavak. Mit der „Forelle“<br />
im Fischerviertel und dem „Noah“ samt<br />
der spektakulären Dinnershow „Le Petit<br />
Chef“ am Judenhof, hat er sich längst einen<br />
Ruf als kreativer Gastgeber geschaffen.<br />
Nun widmet er sich einem Herzensprojekt<br />
und haucht einer traditionsreichen<br />
Location am Lautenberg neues<br />
Leben ein. Der „Club Noel“ soll nicht nur<br />
ein Ort für Nachtschwärmer werden, sondern<br />
ein Treffpunkt für Genießer, Kunstliebhaber<br />
und alle, die das Besondere<br />
suchen.<br />
Im Mittelpunkt des neuen Club Noel<br />
steht ein Konzept, das in Ulm seinesgleichen<br />
sucht: Mehrmals pro Woche verwandelt<br />
sich die Empore des Clubs in<br />
eine Bühne für die Dinnershow „7Paintings“.<br />
Hier werden die Gäste auf eine<br />
kulinarische und visuelle Reise mitgenommen,<br />
bei der sieben kunstvoll inszenierte<br />
Gänge serviert werden.<br />
Jeder Gang ist einem berühmten Gemälde<br />
gewidmet und wird von aufwendigen<br />
Projektionen begleitet, die die Wände in<br />
leuchtende Farben tauchen und die<br />
Atmosphäre eines echten Theatersaals<br />
schaffen. Interaktive Elemente sorgen<br />
dafür, dass die Besucher nicht nur Zuschauer,<br />
sondern Teil des Geschehens<br />
werden. Für Osman Kavak ist gerade diese<br />
Verbindung von Genuss und Kunst das<br />
Kernstück seines neuen Projekts: „Wir<br />
möchten unsere Gäste überraschen und<br />
begeistern – mit Geschmack, mit Bildern,<br />
mit Emotionen.“<br />
Doch auch abseits der Dinnershows hat<br />
der Club Noel viel zu bieten. Tagsüber<br />
lädt ein stilvoller Bistrobereich zum Verweilen<br />
ein, wo Kaffeespezialitäten, frisch<br />
belegte Baguettes und kleine Gerichte<br />
serviert werden. Am späteren Abend öffnet<br />
sich dann die Tür zur Clubkultur:<br />
Livemusik, wechselnde DJs und ein<br />
abwechslungsreiches Programm sorgen<br />
dafür, dass jeder Abend anders und besonders<br />
wird. Kavak legt Wert darauf, ein<br />
breites Publikum anzusprechen und einen<br />
Ort zu schaffen, an dem sich jeder<br />
willkommen fühlt – ob für einen entspannten<br />
Nachmittag, ein außergewöhnliches<br />
Dinner oder eine durchtanzte<br />
Nacht.<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
Osman Kavak mit seinem Sohn Noel<br />
Für Osman Kavak ist die Wiederbelebung<br />
des Clubs am Lautenberg eine Herzensangelegenheit.<br />
Er knüpft an die glanzvollen<br />
Zeiten des Ortes an und setzt gleichzeitig<br />
frische Impulse. Die Gäste dürfen<br />
gespannt sein – auf Genuss, Atmosphäre<br />
und unvergessliche Abende. swl n<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
31
event<br />
Zehn Jahre Glacis-Galerie<br />
Jubiläumswoche<br />
begeistert Neu-Ulm<br />
Ein Jahrzehnt Glacis-Galerie: Das Center feierte mit einer Festwoche voller Highlights, Kinderhelden<br />
und Gewinnspielen. Persönliche Erinnerungen, Investitionen in die Zukunft und starke Stimmen aus Stadt,<br />
Wirtschaft und Management machten das Jubiläum zu einem Ereignis für die ganze Region.<br />
Ein Hauch von Feststimmung lag in der<br />
Luft, als die Glacis-Galerie Neu-Ulm ihr<br />
zehnjähriges Bestehen feierte. Wo einst<br />
Bahngleise und Baustellen das Bild prägten,<br />
ist heute ein lebendiges Zentrum<br />
entstanden, das weit mehr ist als nur ein<br />
Ort zum Einkaufen. Die Galerie hat sich<br />
in einem Jahrzehnt zu einem Treffpunkt<br />
für Menschen aller Generationen entwickelt<br />
– ein Stück Heimat mitten in der<br />
Stadt.<br />
ses Haus zu einem festen Bestandteil des<br />
Lebens in Neu-Ulm und der Region geworden.<br />
Es ist Einkaufsziel, Treffpunkt<br />
und ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt.<br />
Kurz gesagt, ein Stück Stadtmitte<br />
von Neu-Ulm.“ Investitionen in Energieeffizienz,<br />
Aufenthaltsqualität und neue<br />
Angebote – wie die neue Kinderspielfläche<br />
in Kooperation mit Ravensburger –<br />
zeigen, dass die Glacis-Galerie auch in<br />
Zukunft ein Magnet für die Region bleibt.<br />
Fotos: Glacis-Galerie, Hermann Genth (1)<br />
Melissa Esin, Center Managerin, blickte<br />
mit Stolz auf das vergangene Jahr zurück:<br />
„Bei meinem ersten Besuch war ich so<br />
positiv überrascht, so ein modernes, so<br />
ein junges, so ein helles Center wie dieses<br />
hier übernehmen zu dürfen. Diese Begeisterung<br />
hält bis heute an, denn die<br />
Glacis-Galerie steckt voller Potenzial.“<br />
Ihr Dank galt dem engagierten Team, den<br />
kreativen Mietern und den treuen Besucherinnen<br />
und Besuchern, die das Center<br />
täglich mit Leben füllen.<br />
Auch Kemal Düzel, Eigentümervertreter<br />
von CBRE Investment Management, betonte<br />
die Bedeutung der Galerie für die<br />
Region: „Seit der Eröffnung 2015 ist die-<br />
Kemal Düzel, Melissa Esin, Hermann Genth<br />
Für die Stadt Neu-Ulm ist das Center ein<br />
städtebaulicher Meilenstein. Stadtrat<br />
Ralf Mager erinnerte sich: „Als die Glacis-Galerie<br />
im Jahr 2015 ihre Türen öffnete,<br />
war das für Neu-Ulm ein ganz bedeutender<br />
Schritt. Es entstand ein Ort,<br />
der von Anfang an mehr war als nur ein<br />
Einkaufszentrum – ein lebendiger Treffpunkt<br />
für Menschen aller Generationen.“<br />
Die enge Zusammenarbeit zwischen Investoren,<br />
Stadtverwaltung, Einzelhandel<br />
und Bürgerschaft habe das Projekt zu<br />
einem Erfolgsmodell gemacht.<br />
Das Jubiläumsfest spiegelte diese Vielfalt<br />
wider: Von kunstvollen Eisskulpturen<br />
über eine mehrstöckige Geburtstagstorte<br />
32 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
bis hin zu Kinderprogrammen, Tanzshows<br />
und Gewinnspielen – für jeden war<br />
etwas geboten. Besonders die kleinen Besucher<br />
kamen bei Autogrammstunden<br />
mit beliebten Kinderhelden und kreativen<br />
Mitmachaktionen auf ihre Kosten.<br />
Die festliche Atmosphäre, das Lachen der<br />
Kinder und das Miteinander der Gäste<br />
machten deutlich, wie sehr die Galerie im<br />
Alltag der Neu-Ulmer verankert ist.<br />
Mit frischem Schwung und vielen Ideen<br />
startet die Glacis-Galerie in ihr nächstes<br />
Jahrzehnt – als Herzstück Neu-Ulms und<br />
lebendiger Treffpunkt für die ganze Region.<br />
swl n<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
33
event<br />
Symposium 20 Jahre Support Ulm e.V.<br />
Die Zukunft entscheidet sich<br />
im Globalen Süden<br />
Von der Entwicklungshilfe zur Entwicklungskooperation. Im Symposium zum 20-jährigen Jubiläum zeigte der<br />
Verein Support Ulm e.V. anhand vieler Projekte, wie Industrieländer über den rein humanitären Einsatz hinaus von<br />
Investitionen in Afrika profitieren können. Von Fachkräften bis zur Kompensation von C0 2<br />
– der Kontinent<br />
mit der jüngsten Bevölkerung der Welt hat viel Potenzial.<br />
Die Arbeit des Vereins wird wichtiger<br />
denn je. Da sich die USA aus dem Globalen<br />
Süden zurückziehe, verschlechtere<br />
dies die Lage der dort lebenden Menschen,<br />
betonte Vereinsgründer Prof. Dr.<br />
Heinz Maier in seiner Eröffnungsrede.<br />
Für sein Engagement erhielten er und der<br />
Verein Support Ulm e.V. zum 20-jährigen<br />
Jubiläum viele lobende Worte.<br />
Fotos: Diana Wieser<br />
Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher<br />
beschrieb die Arbeit des Vereins als<br />
„sofort, konkret, wirkungsvoll“. Er lobte<br />
den Aufbau nachhaltiger Strukturen und<br />
dass Projekte wie die Versorgung von<br />
Menschen mit Rollstühlen und medizinischen<br />
Hilfsmitteln „Teilhabe und Würde<br />
schenken.“ Kathrin Albsteiger hob als<br />
Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin den<br />
Nutzen des Vereins für die Region hervor.<br />
Dazu gehören Veranstaltungen wie Konzerte<br />
und Radrennen, ebenso wie humanitäre<br />
Hilfe für benachteiligte Kinder.<br />
Die digital zugeschaltete Vertreterin der<br />
namibischen Botschaft freute sich über<br />
den Fokus auf Frauen. Da diese im ländlichen<br />
Raum meist keinen Zugang zu Elektrizität<br />
haben, ermöglichen Solarenergieprojekte<br />
der Technischen Hochschule<br />
Ulm in Zusammenarbeit mit Support<br />
Ulm e.V. den Frauen, ein eigenes Business<br />
aufzubauen.<br />
KONTINENT DER CHANCEN<br />
Manuel Hagel, CDU Mitglied des Landtages<br />
Baden-Württemberg, bezeichnete Afrika<br />
als einen „Kontinent der Chancen“.<br />
Entwicklungsarbeit sei nie monokausal,<br />
sie bringe auch Deutschland etwas.<br />
Schon allein aus sicherheitspolitischer<br />
Sicht, denn „Flucht beginnt dort, wo<br />
Hoffnung endet.“ Geopolitik entscheide<br />
sich an Brunnen, in Kliniken und Klassenzimmern.<br />
Der ehemalige Entwicklungsminister<br />
und heutige Chef der Organisation der<br />
Vereinten Nationen für industrielle Ent-<br />
Prof. Heinz Maier zur Geschichte des Vereins<br />
wicklung (Unido) Gerd Müller betonte<br />
das nachhaltige Wachstumspotenzial des<br />
Kontinents mit einer Bevölkerung,<br />
die sich bis 2050 verdoppeln werde. Ob<br />
Infrastruktur, Agroindustrie, Ernährungswirtschaft<br />
oder erneuerbare Energien,<br />
andere Länder investierten bereits<br />
in Afrika, denn „Entwicklungsarbeit ist<br />
gelebte Partnerschaft.“<br />
PARTNERSCHAFT<br />
STATT NUR HILFE<br />
Diese Sichtweise vertrat auch Dr. Wolfgang<br />
Stefinger, CSU-Bundestagsabgeordneter<br />
und Vorsitzender des Ausschusses<br />
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und<br />
Entwicklung. „Wir haben jeden Tag mit<br />
Entwicklungsarbeit zu tun, schon morgens<br />
beim Aufstehen. Von Pflegeprodukten<br />
über Kaffeebohnen bis zu Kleidung<br />
und Handy“, machte Stefinger klar.<br />
Man wolle den Fokus mehr auf die wirtschaftliche<br />
Zusammenarbeit legen. Vieles<br />
von dem, was dort gerade entstehe,<br />
könne auch hierzulande interessant werden,<br />
wie Wasseraufbereitungsanlagen in<br />
Kühlschrank- oder Minibargröße. Auch<br />
die gewaltigen Rohstoffe sollen genutzt<br />
werden, auf Augenhöhe und nicht durch<br />
Ausbeutung. Er plädierte für gemeinsame<br />
Datenbanken, zum Beispiel für Saatgut,<br />
und verteidigte die Förderung von<br />
Kühlschrankprojekten in Kolumbien zur<br />
Eindämmung des Klimawandels.<br />
GLOBALER SÜDEN:<br />
GÜNSTIG CO 2<br />
KOMPENSIEREN<br />
Genau diesen Ansatz erläuterte Wirtschaftswissenschaftler<br />
Prof. Dr. Dr. Franz<br />
Josef Radermacher in seinem Vortrag<br />
genauer. „Es macht viel mehr Sinn, unsere<br />
CO 2<br />
-Emissionen im Globalen Süden<br />
34 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Prof. Heinz Maier mit einer Videobotschaft<br />
der Namibischen Botschafterin<br />
Matthias Gruber, Hessing Klinik Augsburg<br />
Andreas Maier (Peri) berichtete über den Bau<br />
von Schulen in Kenia<br />
Dr. Christine Bauer über weibliche<br />
Genitalverstümmelung in Kenia<br />
zu kompensieren, weil wir dort mit wenig<br />
Geld viel erreichen können.“ Afrika habe<br />
großes Potenzial.<br />
1. Das Durchschnittsalter liegt<br />
unter 20 Jahren.<br />
2 Afrika ist groß, verfügt über riesige<br />
Flächen und wichtige Rohstoffe.<br />
3. Die Vermeidung von einer Tonne CO 2<br />
kostet bei uns rund 1.000 Euro,<br />
in Afrika nur 30 Euro.<br />
4. Neue Ansätze wie Jatropha-Sträucher,<br />
aus deren Samen ein Öl produziert<br />
wird, das fossile Brennstoffe ersetzen<br />
könnte. Oder die Bepflanzung von<br />
Kurzumtriebsplantagen unterhalb<br />
von Regenwäldern, die CO 2<br />
aufnehmen<br />
und Rohstoffe zur Papierherstellung<br />
bieten.<br />
Industrieländer würden eine zunehmend<br />
unbedeutendere Rolle spielen, die Zukunft<br />
des Klimawandels werde sich im<br />
Globalen Süden entscheiden, betonte<br />
Radermacher. Doch es gebe Herausforderungen<br />
rund um die Bekämpfung des<br />
Hungers, das Auflösen ineffizienter Kolonialhandelswege<br />
und bessere gesetzliche<br />
Rahmenbedingungen zur CO 2<br />
-Kompensation.<br />
SOLARANLAGEN, SCHULEN,<br />
FACHKRÄFTE: ERFOLGSPROJEKTE<br />
DES VEREINS<br />
Im Anschluss zeigte Prof. Maier die Entwicklung<br />
des Vereins und gewährte einen<br />
Rückblick auf bisherige Projekte. Dazu<br />
gehören die Bereitstellung von hunder-<br />
ten Tonnen an medizinischem Equipment,<br />
die Finanzierung von Brunnen,<br />
Kliniken, Schulen und einem Forschungslabor.<br />
Die anschließenden Redner und Rednerinnen<br />
zeigten, wie viel Gutes mithilfe des<br />
Vereins weltweit bewirkt werden kann.<br />
Von der Eindämmung weiblicher Genitalverstümmlung<br />
in Kenia bis zu<br />
Hilfsprojekten in Rumänien und Moldau.<br />
Die Hessing-Klinik Augsburg bildet Pflegekräfte<br />
in Afrika weiter aus, um sie in<br />
Deutschland einzustellen. „90 Prozent<br />
aller Pflegekräfte finden in Namibia keine<br />
Arbeit. Weil der Kontinent so jung ist und<br />
es kaum alte Menschen gibt“, so Klinikleiter<br />
Matthias Gruber.<br />
Prof. Peter Adelsmann von der TH Ulm<br />
zeigte anhand von intelligenten batterielosen<br />
Solar- und Speichersystemen, wie<br />
Namibia günstigen Strom im eigenen<br />
Land erzeugen und Arbeitsplätze schaffen<br />
kann.<br />
Manchmal sind es die einfachen Dinge,<br />
wie Sonnenschutzmittel für Kinder mit<br />
Albinismus oder Heilpflanzenworkshops<br />
auf Basis indigenen Wissens, die Großes<br />
bewirken. Und: „Persönliche Kontakte<br />
vor Ort sind unersetzlich, man wird in<br />
der Bevölkerung anders wahrgenommen“,<br />
weiß Prof. Maier. Ein Krankenhaus<br />
in Orsowa (Rumänien), das mit Hilfe von<br />
Support e.V. saniert wurde, hat aus Dankbarkeit<br />
eine Krankenstation nach dem<br />
Verein benannt.<br />
dwi n<br />
GESCHENKIDEEN<br />
DIE GARANTIERT<br />
VON HERZEN<br />
KOMMEN.<br />
FOTOSHOOTINGS, BILDER, INDIVIDUELLE<br />
GUTSCHEINE UND JEDE MENGE IDEEN.<br />
Foto | Film | Web | Social Media<br />
35
event<br />
20 Jahre Support Ulm e. V.<br />
Jubiläumsgala<br />
im Wiley Club<br />
Ein Abend voller Glanz, Musik und gelebter Solidarität: Die Jubiläumsgala<br />
von Support Ulm e. V. zeigte, wie Spendenbereitschaft und gemeinsames<br />
Engagement Großes bewirken. Die Gäste feierten und setzten gemeinsam<br />
ein Zeichen für mehr Menschlichkeit – von Ulm in die Welt und wieder<br />
zurück.<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
Festlich eingedeckte Tische, funkelnde<br />
Kerzenleuchter und ein Hauch von Eleganz<br />
– der Wiley Club in Neu-Ulm verwandelte<br />
sich am 17. Oktober in eine<br />
Bühne für ein ganz besonderes Jubiläum.<br />
Schon beim Eintreten spürte man die<br />
Vorfreude: Gutgelaunte Gäste, stilvoll gekleidet,<br />
tauschten herzliche Begrüßungen<br />
aus und ließen sich vom festlichen<br />
Ambiente verzaubern. Die Atmosphäre<br />
war geprägt von Wertschätzung und Gemeinschaft<br />
– ein würdiger Rahmen für<br />
die Gala „20 Jahre Support Ulm e. V.“<br />
Doch im Mittelpunkt stand nicht nur das<br />
Feiern, sondern vor allem das Helfen.<br />
Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich Support<br />
Ulm e. V. mit Herz und Tatkraft für<br />
Menschen in Not – von Afghanistan bis<br />
ins Allgäu, von Namibia bis Neu-Ulm.<br />
Was 2005 als glücklicher Zufall begann,<br />
ist heute ein beeindruckendes Netzwerk<br />
aus über 100 Engagierten, die weltweit<br />
Projekte auf die Beine stellen. Die Philosophie:<br />
Jeder gespendete Euro kommt<br />
ohne Abzug direkt bei den Bedürftigen<br />
an. Hilfe zur Selbsthilfe, nachhaltige Projekte<br />
und enge Zusammenarbeit mit<br />
lokalen Partnern sind das Fundament des<br />
Vereins.<br />
Kulinarisch wurden die Gäste auf eine<br />
Reise rund um den Globus entführt: Das<br />
Buffet-Dinner mit Live Cooking Stationen<br />
bot Spezialitäten von Asien über Afrika<br />
bis in die Karibik – ein Genuss für<br />
alle Sinne.<br />
Für außergewöhnliche musikalische Gänsehautmomente<br />
sorgten die Musical Stars<br />
Thomas Borchert und Navina Heyne, die<br />
mit ihrer über einstündigen „The Bond<br />
Concert Show“ das Publikum begeisterten.<br />
Ein echtes Highlight, das nur dank<br />
der guten Kontakte von Walter Feucht in<br />
die Musicalszene möglich wurde.<br />
Gemeinsam mit Prof. Dr. Heinz Maier<br />
führte er redegewandt und mit Charme<br />
durch den Abend, bei dem Spenden von<br />
mehreren zehntausend Euro zusammenkamen<br />
– ein starkes Zeichen der Solidarität.<br />
Unterstützt wird damit unter anderem<br />
ein Projekt, das sich für die Behandlung<br />
von Genitalverstümmelungen bei<br />
Frauen einsetzt. Doch auch zahlreiche<br />
weitere Initiativen, von der medizinischen<br />
Versorgung in Afghanistan bis zur<br />
Unterstützung des Kinderhospiz St. Nikolaus<br />
im Allgäu, profitieren vom Engagement<br />
des Vereins.<br />
Nach zwanzig Jahren zieht Support Ulm<br />
e. V. eine stolze Bilanz: Kleine Initiativen<br />
können Großes bewirken, wenn Herz,<br />
Verstand und Tatkraft zusammenkommen.<br />
Die Jubiläumsgala war ein eindrucksvoller<br />
Beweis dafür, wie viel bewegt<br />
werden kann, wenn Menschen sich<br />
gemeinsam für eine bessere Welt einsetzen.<br />
swl n<br />
www.support-ulm.de<br />
Spendenkonto: Support Ulm e. V.<br />
DE49 6305 0000 0021 1179 27<br />
36 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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event<br />
Spenden-Gala von Heart for Life e.V.<br />
Ein Leuchtturm der<br />
Mitmenschlichkeit<br />
Wenn der rote Teppich im Illertal-Forum in Senden ausgerollt wird, die Scheinwerfer blitzen und festlich<br />
gekleidete Gäste mit leuchtenden Augen den Saal betreten, dann ist es wieder so weit: Die Heart for Life<br />
Spendengala verwandelt einen gewöhnlichen Herbstabend in ein Fest voller Glanz, Hoffnung<br />
und echter Herzlichkeit. Schon beim Empfang spürt man, dass hier mehr als nur ein gesellschaftliches<br />
Ereignis stattfindet – es ist ein Abend, an dem die Region zusammenrückt, um gemeinsam Gutes zu tun.<br />
Im Mittelpunkt steht der Verein Heart for<br />
Life e.V., der seit 2017 mit unermüdlichem<br />
Engagement chronisch und an<br />
Krebs erkrankte Menschen sowie sozial<br />
schwache Familien unterstützt. Was als<br />
Herzensangelegenheit von Carola Lo<br />
Cicero begann, ist heute ein Leuchtturm<br />
der Mitmenschlichkeit – getragen von einem<br />
Team aus Ehrenamtlichen, die mit<br />
Herz, Erfahrung und Tatkraft helfen, wo<br />
Hilfe dringend gebraucht wird.<br />
Das Bühnenprogramm der diesjährigen<br />
Gala, choreografiert von Emil Kusmirek,<br />
war so facettenreich wie berührend: Von<br />
mitreißender Musik bis hin zu Tanz –<br />
Künstler wie Dani Suara, das Duo Ilber &<br />
Twisted Mike, Travestie-Star Jenny, Mentalist<br />
Harry Sher und viele mehr sorgten<br />
für Gänsehautmomente und ausgelassene<br />
Stimmung. Das Moderatoren-Duo Mareike<br />
Eisenstein und Björn Haas führte<br />
charmant durch den Abend, während musikalische<br />
Highlights von Stilecht, Noah<br />
Leonne, Chiara-Jo, Pat Wind und Tina<br />
Schüssler das Publikum begeisterten.<br />
Besonders emotional wurde es immer<br />
dann, wenn Carola Lo Cicero die Bühne<br />
betrat, um die „echten Herzensprojekte“<br />
des Vereins vorzustellen. Tief bewegt erzählte<br />
sie von Menschen, deren Leben<br />
durch Heart for Life ein Stück heller wurde.<br />
Immer wieder gab es berührende<br />
Überraschungsmomente, wenn Betroffene<br />
oder ihre Familien auf die Bühne geholt<br />
und mit Unterstützung bedacht wurden.<br />
In diesen Augenblicken wurde spürbar,<br />
was die Arbeit des Vereins ausmacht:<br />
gelebte Menschlichkeit, Mitgefühl und<br />
die Überzeugung, dass niemand allein<br />
durch schwere Zeiten gehen muss. Mit<br />
viel Applaus wurden auch die zahlreichen<br />
Sponsoren bedacht, die durch Geldoder<br />
Sachspenden den Verein unterstützen<br />
- an diesem Abend, aber auch während<br />
des Jahres.<br />
Ein besonders ergreifender Moment war<br />
die Übergabe des „Kämpferherz“ – ein<br />
Symbol für unermüdlichen Einsatz, Leidenschaft<br />
und den Mut, niemals aufzugeben.<br />
Das gesamte Heart for Life-Team<br />
überreichte es feierlich an Carola Lo<br />
Cicero, die selbst an Krebs erkrankt ist<br />
und dennoch mit bewundernswerter<br />
Stärke und Hingabe für andere kämpft.<br />
Sichtlich bewegt bedankte sie sich: „Heart<br />
for Life ist ein wichtiger Teil meines<br />
Lebens. Danke dem gesamten Team.<br />
Moderatoren-Duo Mareike Eisenstein und Björn Haas<br />
mit Carola Lo Cicero<br />
Svenja und André vom Duo Stilecht<br />
Carola Lo Cicero, Menatlist Harry Sher<br />
Fotos: picslocation, Christina Hanke<br />
Carola Lo Cicero mit dem Orga-Team<br />
Carola Lo Cicero mit dem „Kämpfer-Herz“<br />
38 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
VfB Tanzshowgruppe mit Divi Devine<br />
Divi Divine, Jean Mario Perotto, Kirra Jade Tiefenbrunner, Alexander Lachner,<br />
Miss Gina Magic, Jeanny<br />
Mareike Buschening-Kaffenberger Tina Schüssler Noah Leonne<br />
Helfen mit Herz<br />
Dani Suara<br />
Pat Wind<br />
Ilber und Twisted Mike<br />
Nur mit euch ist es möglich, die zurzeit<br />
über 300 Menschen in der Region zu<br />
betreuen. 80 Prozent der Mitglieder sind<br />
selbst erkrankte Menschen“, ließ Carola<br />
das ergriffene Publikum wissen.<br />
Doch dieses Jahr lag ein Hauch von Wehmut<br />
in der Luft: Es war (vorerst) die letzte<br />
Spendengala von Heart for Life. Aber der<br />
Verein wird auch in Zukunft für die Menschen<br />
da sein, die Hilfe brauchen.<br />
Veit Alex<br />
Trio Alexander Lachner and Friends<br />
All das wäre ohne die großzügige Unterstützung<br />
zahlreicher Sponsoren, Partner<br />
und Spender nicht möglich. Sie sorgen<br />
Jahr für Jahr dafür, dass die Gala nicht<br />
nur ein gesellschaftliches Highlight, sondern<br />
vor allem ein Fest der Hoffnung<br />
bleibt. Auch die vielen ehrenamtlichen<br />
Helferinnen und Helfer verdienen größten<br />
Dank – sie sind das unsichtbare Rückgrat<br />
dieser besonderen Veranstaltung<br />
und dieses engagierten Vereins. swl n<br />
Näheres zum Verein und<br />
seinen Aktivitäten unter:<br />
www.heartforlife.de<br />
Spendenkonto Heart for Life e.V.:<br />
DE25 6309 0100 0136 4410 09<br />
jedes Herz ein Schicksal – „Danke Carola“<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
39
event<br />
Ordensfest der Goldenen Elf<br />
Ein Abend voller<br />
Eleganz und Tradition<br />
Mit einem stilvollen Fest im Söflinger Pfarrheim setzte<br />
die Goldene Elf am 14. November ein glänzendes Highlight.<br />
Der Abend vereinte musikalische Klasse, traditionsreiche Bräuche<br />
und festliche Momente - ein Zusammenspiel, das den besonderen<br />
Charakter des Vereins eindrucksvoll widerspiegelte.<br />
Zu Beginn wurden die Gäste von der Ulmer Jazz Swing Combo unter der<br />
Leitung von Leslie ter Jung musikalisch verwöhnt, bevor Präsident Jürgen<br />
Hofstätter den Abend offiziell eröffnete und die Vertreter aus Politik,<br />
Vereinen und anderen Karnevalsgesellschaften begrüßte. Der erste atmosphärische<br />
Höhepunkt folgte unmittelbar: Die Ulmer Jazz Swing Combo<br />
interpretierte den neuen Goldene Elf Song „die Goldene Elf ist wieder<br />
da“, komponiert von Leslie ter Jung.<br />
Für visuelle Glanzpunkte sorgten die Garden des Vereins. Die Mini Fünkchen<br />
und die Pinkis präsentierten sich erstmals mit neuer Choreografie<br />
und in neu entworfenen Kostümen. Ein weiterer besonderer Moment des<br />
Abends war die Präsentation des neuen Ordens, der auf das traditionelle<br />
Brauchtum der Goldenen Elf Bezug nimmt und in den u.a. das Ulmer<br />
Fischerstechen als grafisches Element integriert wurde.<br />
Foto: Goldene Elf, Pexels (Ylanite Koppens)<br />
Große Aufmerksamkeit erfuhr zudem die Ehrung von Ronja Löffler, die<br />
vom Regionalverband Bayrisch-Schwäbischer Fastnachtsvereine für ihre<br />
Leistungen als Gardetänzerin ausgezeichnet wurde - ein Moment, der die<br />
Bedeutung der Nachwuchsarbeit im Verein unterstrich. Für einen<br />
schwungvollen Ausklang des Abends sorgte die Caribbean Steelband Kolibris<br />
aus Bad Buchau mit ihrer beeindruckenden Performance.<br />
Mit diesem glanzvollen Ordensfest blickt die Goldene Elf nun einem besonderen<br />
närrischen Meilenstein entgegen: 2026 feiert der Verein sein 33<br />
jähriges Bestehen, u.a. mit der großen Comedy-Tanzshow am 31.01.2026<br />
und der Behindertensitzung am darauffolgenden Tag, beide im Edwin-<br />
Scharff-Haus, Neu-Ulm.<br />
40 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Faschingserwachen am Kuhberg<br />
„Heldenhafter“<br />
Inthronisationsball<br />
in Ulm<br />
Der Fasching ist zurück auf dem Kuhberg – und wie! Am 8.11.<strong>2025</strong> eröffnete<br />
der Kuhbergverein im Gemeindesaal der St.-Georgs-Gemeinde die<br />
närrische Saison mit seinem Inthronisationsball. Rund 150 Faschingsfreunde<br />
– darunter zahlreiche Narren der 7 Schwaben Karnevalsvereinigung<br />
– feierten den Auftakt mit ausgelassener Stimmung.<br />
Durch den Abend führte Präsident Michael Lambacher, charmant und<br />
gewohnt humorvoll. Für den perfekten musikalischen Rahmen sorgte<br />
DJ Sven Winkler, der sicherstellte, dass das Tanzparkett stets voll war.<br />
Ein Highlight des Abends war die Premiere der Magic Stars vom VfB Ulm,<br />
die mit ihrem Showtanz rund um das Leben von Karl Lagerfeld das Publikum<br />
begeisterten und für Glamour sorgten.<br />
Der emotionale Höhepunkt folgte mit der feierlichen Inthronisation:<br />
Spätzin Kathrin I. und Spatz Christian III. übernehmen in dieser Saison<br />
die Regentschaft der Karnevalsgilde. Unter ihrem Motto „muhtierte<br />
Helden“ werden sie die Narrenschar bis zum Aschermittwoch anführen.<br />
Darauf ein dreifaches kräftiges KU–LAU!<br />
Foto: Kuhbergverein<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
41
event<br />
75 Jahre Fricker<br />
Familientradition und<br />
Qualitätsbewusstsein<br />
Miriam Pracki<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
Die Firma Fricker in Blaustein, das Einzelhandelsfachgeschäft<br />
für Bettwaren<br />
und Heimtextilien, feierte am 16. Oktober<br />
ein ganz besonderes Jubiläum: Seit<br />
75 Jahren steht der Name Fricker für<br />
Qualität, Fachkompetenz und gelebte<br />
Tradition. Was 1950, kurz nach dem<br />
Ende des Zweiten Weltkriegs und unter<br />
den schwierigen Bedingungen der Währungsreform,<br />
von Ruth Fricker gegründet<br />
wurde, ist heute ein fester Bestandteil des<br />
örtlichen Einzelhandels – und das in dritter<br />
Generation.<br />
Bürgermeister Konrad Menz würdigte<br />
in seiner Ansprache die außergewöhnliche<br />
Leistung, ein Fachgeschäft über so<br />
viele Jahrzehnte erfolgreich zu führen.<br />
„75 Jahre sind nicht selbstverständlich,<br />
vor allem nicht im Facheinzelhandel“,<br />
betonte er. Besonders hob er hervor, dass<br />
das Unternehmen von einer wahren<br />
Frauendynastie geprägt wurde: Nach der<br />
Gründerin Ruth Fricker übernahm ihre<br />
Tochter Beate Brendel für mehrere Jahrzehnte<br />
die Leitung, und seit dem 1. Januar<br />
2024 ist nun auch Enkelin Miriam Pracki<br />
Teil der Geschäftsführung. Menz zeigte<br />
sich dankbar, dass es in Blaustein Unternehmen<br />
wie Fricker gibt, die für einen<br />
hohen Qualitätsanspruch und eine starke<br />
Verbundenheit zum Standort stehen.<br />
Miriam Pracki nutzte die Gelegenheit,<br />
um ihrer Familie, insbesondere ihrer<br />
Mutter Beate Brendel, und dem gesamten<br />
Team ihren Dank auszusprechen. Ein besonderer<br />
Dank galt Bettina Friesinger, die<br />
seit beeindruckenden 50 Jahren im<br />
Unternehmen tätig ist und seit längerem<br />
die Gardinenabteilung leitet.<br />
Auch die IHK Ulm, vertreten durch<br />
den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer<br />
Jonas Pürckhauer, gratulierte<br />
herzlich: „75 Jahre Fricker sind eine echte<br />
Erfolgsstory, geprägt von Mut und<br />
Innovationsgeist, solidem Wirtschaften,<br />
Kontinuität, hoher Standortverbundenheit<br />
und ganz viel Herzblut.“ Ein besonderer<br />
Dank ging an Beate Brendel für ihr<br />
10-jähriges Engagement in der Vollversammlung<br />
und im Einzelhandelsausschuss<br />
der IHK.<br />
Musikalisch umrahmt wurde die Feier<br />
vom Klarinettenensemble der Bläserphilharmonie<br />
Blaustein, das dem Jubiläum<br />
einen festlichen Rahmen verlieh.<br />
Das 75-jährige Bestehen von Fricker<br />
ist ein Beweis dafür, dass Tradition und<br />
Innovation, familiärer Zusammenhalt<br />
Bürgermeister Konrad Menz, Miriam Pracki, Beate Brendel<br />
Klarinettenensemble der Bläserphilharmonie Blaustein<br />
und unternehmerischer Mut auch in herausfordernden<br />
Zeiten eine starke Basis<br />
für nachhaltigen Erfolg bilden. Wir gratulieren<br />
herzlich und wünschen dem gesamten<br />
Team weiterhin viel Erfolg, Freude<br />
und Inspiration für die Zukunft! ge n<br />
Apfel- und Pilzausstellung im<br />
Autohaus Wuchenauer<br />
Am 18. und 19. Oktober verwandelte sich<br />
das Autohaus Wuchenauer in Neu-Ulm<br />
erneut in einen Treffpunkt für Naturfreunde<br />
und Genießer. Die Apfel- und<br />
Pilzausstellung, organisiert vom GAU<br />
Gerlenhofener Arbeitskreis Umweltschutz<br />
– Schutzgemeinschaft für den<br />
Neu-Ulmer Lebensraum e.V., blickt auf<br />
eine lange Tradition zurück und erfreute<br />
sich auch in diesem Jahr eines großen<br />
Publikumsinteresses.<br />
Fachleute aus den Bereichen Pomologie<br />
und Mykologie standen den Besuchern<br />
an beiden Tagen mit Rat und Tat<br />
zur Seite. Sie informierten anschaulich<br />
über die Vielfalt heimischer Apfel- und<br />
Pilzsorten und beantworteten zahlreiche<br />
Fragen rund um Anbau, Ernte und<br />
Verwendung. Ergänzt wurden die Aus-<br />
stellungen durch umfangreiche Informationen<br />
zu Umwelt- und Naturschutz,<br />
die zum Nachdenken und Mitmachen anregten.<br />
Ein besonderes Highlight waren die<br />
rund 20 Verkaufsstände, die regionale,<br />
ökologische und nachhaltige Produkte<br />
anboten. Für das leibliche Wohl war<br />
ebenfalls bestens gesorgt: Die selbstgebackenen<br />
Apfelkuchen erfreuten sich besonderer<br />
Beliebtheit und waren bei den<br />
Besuchern heiß begehrt.<br />
Die Apfel- und Pilzausstellung im<br />
Autohaus Wuchenauer zeigte einmal<br />
mehr, wie wichtig und lebendig das Engagement<br />
für Umwelt und regionale<br />
Produkte in Neu-Ulm ist. Sie bot eine gelungene<br />
Mischung aus Information,<br />
Genuss und gelebter Nachhaltigkeit. ge n<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
42 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
Prof. Dr. Harald Lesch im Bürgerhaus Senden<br />
„Klimakrise und Energiewende –<br />
warum wir handeln müssen!“<br />
Die Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen hat Mitte November zu einem besonderen<br />
Highlight eingeladen: Der renommierte Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist<br />
Prof. Dr. Harald Lesch hielt vor rund 600 Besucherinnen und Besuchern im ausverkauften<br />
Bürgerhaus Senden einen beeindruckenden und auch zum Nachdenken<br />
anregenden Vortrag zum Thema Klimakrise und Energiewende.<br />
Das Publikum war begeistert von den klaren<br />
Aussagen des Wissenschaftlers. In<br />
seinem Vortrag präsentiere Prof. Lesch<br />
aktuelle Klimadaten und verdeutlichte,<br />
wie stark sich die globale Temperatur in<br />
den letzten Jahrzehnten verändert hat.<br />
Anhand verschiedener Modelle zeigte er<br />
mögliche Entwicklungen bis in das Jahr<br />
2050 auf und beschrieb dabei unmissverständlich<br />
die Risiken, aber auch die<br />
Chancen und Handlungsempfehlungen.<br />
„Die Natur ist kein Parteimitglied und<br />
folgt auch keinem Parteiprogramm. Über<br />
die Gesetze der Natur kann man nicht im<br />
Parlament abstimmen.“ Der Klimawandel<br />
sei ein Thema der Naturwissenschaften.<br />
Das Einzige was wirklich zähle, sind<br />
nicht Meinungen oder das, was man<br />
glaubt, sondern die Messungen der Wissenschaftler.<br />
Politiker sollten daher den<br />
Wissenschaftlern mehr Gehör schenken,<br />
statt an parteipolitischen Ideologien festzuhalten.<br />
Die zunehmende Erhöhung des Co 2<br />
-Gehalts<br />
in der Atmosphäre führt messbar zu<br />
einer Erwärmung der Erde und in der<br />
Folge zum Abschmelzen der Gletscher<br />
und der Polkappen. Da Wasser (dunkel)<br />
mehr Sonnenenergie absorbieren kann<br />
als Eis (weiß), erwärmen sich die Meere<br />
dann noch schneller. Die Folge: Starkregen-Ereignisse<br />
wie Taifune und Hurricans<br />
nehmen zu, und andererseits gibt es<br />
auch mehr Hitzewellen und Dürrekatastrophen.<br />
Co 2<br />
reichert sich in der Atmosphäre an<br />
und bleibt hunderte von Jahren dort.<br />
„Deshalb müssen wir zusammenhalten<br />
und den weiteren Anstieg der Co 2<br />
Konzentration<br />
so weit wie möglich verhindern.<br />
Das hätten auch die Chinesen erkannt<br />
und in nur einem Jahr so viel Photovoltaikfläche<br />
in Betrieb genommen wie<br />
Deutschland in den vergangenen 25 Jahren<br />
zusammen. Erfreulich sei, dass die<br />
Preise für Stromspeicher um 80% gesunken<br />
sind, was es wirtschaftlich attraktiver<br />
macht, die Energie, die wir von der Sonne<br />
bekommen aber nicht sofort verbrauchen,<br />
zu speichern.<br />
„Die Begrenzung des Klimawandels ist<br />
zugleich auch der Erhalt der Bewohnbarkeit<br />
unseres Planeten. Es gibt keinen Planeten<br />
B“, so Prof. Lesch.<br />
Ein rundum gelungener<br />
Abend der Sparkasse<br />
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse<br />
Neu-Ulm – Illertissen, Oliver Haecker,<br />
und die Bürgermeisterin der Stadt Senden,<br />
Claudia Schäfer-Rudolf, begrüßten<br />
gemeinsam das Publikum im vollbesetzten<br />
Bürgerhaus. Oliver Häcker erinnerte<br />
daran, dass Europa der Kontinent ist, der<br />
sich am stärksten erwärmt, was man auch<br />
in Bayern und lokal hier vor Ort spüre.<br />
Claudia Schäfer-Rudolf berichtete von<br />
konkreten Maßnahmen in Senden zum<br />
Schutz des Klimas, wie zum Beispiel Fassadenbegrünungen,<br />
der Ausbau des Radwegenetzes<br />
und dass bei der Bauleitplanung<br />
auf klimaneutrales Bauen geachtet<br />
werde. Sie betonte aber auch, dass es nur<br />
dann etwas nützt, wenn es in der Bevölkerung<br />
eine breite Akzeptanz für diese<br />
Maßnahmen gibt. „Wenn viele Menschen<br />
kleine Schritte gehen, kann man auch ein<br />
großes Ziel erreichen.“<br />
Bernhard Fäustle, Vorstandsmitglied Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen, Prof. Dr. Harald Lesch, Claudia Schäfer-Rudolf,<br />
Bürgermeisterin der Stadt Senden, Oliver Haecker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen,<br />
Brigitte Schilling, Leiterin Veranstaltungsmanagement der Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen, Herwig Walter,<br />
Klimaschutzmanager Stadt Senden<br />
Neben dem Vortrag von Prof. Lesch waren<br />
im Foyer des Bürgerhauses Stände<br />
der Veranstaltungspartner aufgebaut, die<br />
regen Anklang fanden. Die Besucherinnen<br />
und Besucher konnten sich zum Thema<br />
Klimaschutz und Energieeffizienz an<br />
den Ständen der Regionalen Energieagentur<br />
Ulm/Neu-Ulm, der Wasserstoff-Forschung<br />
Ulm und über aktuelle<br />
Umweltprojekte am Stand der Stadt Senden<br />
informieren. Die Bürgerstiftung der<br />
Sparkasse stellte ihre Jugend- und Bildungsprojekte<br />
vor.<br />
Ein gelungener Abend, der zum Nachdenken<br />
und vor allem zum Handeln angeregt<br />
hat.<br />
Foto: Horst Hörger/Sparkasse Neu-Ulm - Illertissen<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
43
event<br />
CuraMed Tagesklinik Neu-Ulm<br />
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer<br />
über KI in der Medizin<br />
Der „Abend zwischen Wissenschaft, Medizin und Begegnung“ im Neu-Ulmer Kunstpark bescherte<br />
den Gästen vielfältige Erkenntnisse zur KI, Einblicke in die Räumlichkeiten und einen regen Austausch unter<br />
altbekannten (Fach-)Leuten. Dass auch die Verbindung zwischen Gastgeber und Gastredner schon<br />
drei Jahrzehnte währt, trug im Venet Haus zum vertrauten Dialog auf Augenhöhe spürbar bei.<br />
Seine Heimat sei das sonnige Teneriffa,<br />
dessen Sonne und Meer sowie der höchste<br />
Berg Spaniens extrem antidepressive<br />
Eigenschaften aufweise. Prof. Dr. med.<br />
Carlos Schönfeldt-Lecuona, seit Januar<br />
<strong>2025</strong> Chefarzt der CuraMed Tagesklinik,<br />
vermittelte schon mit diesem Einstiegssatz<br />
einiges von dem, was die Besucherinnen<br />
und Besucher bei den geführten<br />
Rundgängen durch die Gebäude entdecken<br />
konnten. Farben und Licht,<br />
Ruheinseln und Spielerisches, und dann<br />
als Highlight der Blick vom Gym auf das<br />
Münster am Abendhimmel: „Patienten<br />
lieben diesen Ausblick und kommen<br />
dann besonders gerne zum Sporttreiben“,<br />
so der Facharzt für Psychiatrie und<br />
Psychotherapie mit einem Schmunzeln<br />
im Gesicht.<br />
Seine Klinik bietet ein breites Behandlungsspektrum<br />
in den Bereichen Psychosomatik,<br />
Psychiatrie und Psychotherapie<br />
mit besonderem Fokus auf chronische<br />
Schmerzen, depressive- und Angsterkrankungen,<br />
Tinnitus sowie Sportpsy-<br />
chiatrie und -psychologie. Die Patientinnen<br />
und Patienten erwartet ein ganzheitliches<br />
Behandlungskonzept sowie Wochenpläne,<br />
die viel Zeit für Einzelgespräche,<br />
soziale Kompetenztrainings, Resilienz,<br />
Psychotherapie, Sport und Bewegung<br />
in der Natur vorsehen.<br />
Anlässlich seiner Ernennung zum Chefarzt<br />
luden Schönfeldt-Lecuona und sein<br />
multiprofessionales Team nun nicht nur<br />
interessierte Gäste ein, sondern auch einen<br />
engen Wegbegleiter: „Fast 28 Jahre<br />
lang habe ich mit Manfred Spitzer zusammengearbeitet,<br />
erst als Assistenzarzt,<br />
dann als Fach- und Oberarzt sowie später<br />
als Kollege an der Uni Ulm.“ Prof. Dr.<br />
med. Dr. phil. Manfred Spitzer war ärztlicher<br />
Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik<br />
in Ulm und baute zudem<br />
das „Zentrum für Neurowissenschaften<br />
und Lernen“ (ZNL) auf. Seine Forschung<br />
und Publikationen prägen seit Jahren die<br />
Diskussion über Digitalisierung, Lernen<br />
und mentale Gesundheit und machten<br />
ihn einem breiten Publikum bekannt.<br />
An dem Abend Mitte Oktober stellte (und<br />
beantwortete) der Professor dem Publikum<br />
die Frage: „Künstliche Intelligenz in<br />
der Medizin – Was ist das und warum geht<br />
uns das alle an?“ Dabei warf er erst einmal<br />
einen Blick auf die menschliche Intelligenz,<br />
und wie sich das Wissen übers Gehirn<br />
verändert hat. „Als ich vor 41 Jahren<br />
in der Psychologie angefangen habe, war<br />
unvorstellbar, dass wir im Laufe der<br />
nächsten Jahrzehnte das Gehirn komplett<br />
an- und durchschauen werden können.“<br />
Heute lassen sich die Funktionen des Gehirns<br />
mittels funktioneller Bildgebung genau<br />
beobachten und so auch entscheiden,<br />
welche Behandlung bei welchem Patienten<br />
die jeweils Beste sei.<br />
„Für die Auswertung von Bildern zieht<br />
die Medizin heute in allen Fachbereichen<br />
künstliche Intelligenz hinzu.“ Vor 60 Jahren<br />
habe es übrigens schon erste Schritte<br />
gegeben, mit der künstlichen Gesprächs-<br />
Psychotherapeutin „Eliza“. Sie habe kleine<br />
Botschaften von je 420 Zeichen seriell<br />
verarbeiten können. „Heute meint KI<br />
Fotos: CuraMed<br />
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer<br />
Prof. Dr. Carlos Schönfeldt-Lecuona,<br />
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer<br />
Lara Faigle (Zentrales Patientenmanagement CuraMed<br />
Kliniken), Jennifer Schwarz (Leitung Zentrales Patientenmanagement<br />
CuraMed Kliniken)<br />
44 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
event<br />
lernende Maschinen mit simulierten<br />
Neuronen. Und obwohl das I ja für Intelligenz<br />
steht, geht es hier eher um Intuition,<br />
denn die KI baut nicht auf Algorithmen<br />
auf.“ Auch dadurch stelle die KI, die mittlerweile<br />
in so vielen Feldern quer durch<br />
alle Branchen erfolgreich eingesetzt wird,<br />
die Menschheit vor viele Fragen. „Im Jahr<br />
2016 haben Forscher um Demis Hassabis,<br />
britischer KI-Forscher und Gründer<br />
des Start-ups DeepMind Technologies,<br />
ein neuronales Netzwerk das jahrtausendalte<br />
chinesische Spiel „Go“ anhand von<br />
50.000 Partien trainieren lassen.“ Kurz<br />
danach habe die KI den damaligen Weltmeister<br />
schon besiegt. „Bis heute wissen<br />
die Go-Experten nicht, wie die Maschine<br />
das macht, da Go doch ganz viel mit Intuition<br />
zu tun hat“, so der Neurowissenschaftler,<br />
Psychiater und Psychotherapeut<br />
Spitzer.<br />
Demis Hassabis habe damals das Ziel<br />
ausgegeben, „erst die Intelligenz und<br />
dann alle Probleme zu lösen“. Anfangs sei<br />
er dafür belächelt worden, mittlerweile<br />
haben seine neuronalen Netzwerke solch<br />
bahnbrechende Vorhersagen der Proteinstrukturen<br />
geliefert, dass Hassabis im<br />
letzten Jahr mit dem Nobelpreis für<br />
Chemie ausgezeichnet wurde.<br />
„Die KI ist uns in vielen Bereichen überlegen,<br />
sie ist oft besser oder schneller, und<br />
manche Herausforderungen wie den<br />
Klimawandel werden wir nur mit ihr lösen<br />
können“, so Manfred Spitzer. Auch in der<br />
Medizin sei der Einsatz von KI explosionsartig<br />
angestiegen. „Sie ist uns mit ihrer<br />
Fähigkeit, Daten zu sammeln, auszuwerten<br />
und zusammenzuführen weit überlegen.“<br />
Prof. Dr. Carlos Schönfeldt-Lecuona<br />
Zur besten Diagnose komme es aber erst<br />
in Kombination mit dem Facharzt: „KI<br />
und Mensch machen unterschiedliche<br />
Fehler. Im Zusammenspiel ergänzen sie<br />
sich optimal, weshalb die treffendste<br />
Diagnose die ist, die von der KI und beispielsweise<br />
einem Dermatologen gestellt<br />
wurde.“ Dies hätten auch die Patienten<br />
verstanden und wünschten sich daher<br />
meistens „einen Arzt, der KI zu Hilfe<br />
nimmt.“ Momentan würden weltweit so<br />
viele Daten gesammelt, dass es zukünftig<br />
sehr viel einfacher sei, Zusammenhänge<br />
zu erkennen und Krankheiten vorauszusagen.<br />
Natürlich gebe es auch klare Grenzen, Risiken<br />
und Nachteile: „Die Ergebnisse der<br />
KI sind nur so gut wie das Setting, mit<br />
dem sie trainiert wurde.“ So übernehme<br />
die KI alle Fehler und Vorurteile, die in<br />
Daten stecken können. „Die Erkennung<br />
von Hautflecken und ihre Interpretation<br />
von Gut- oder Bösartigkeit funktioniert<br />
nicht zuverlässig auf dunkler Haut, wurde<br />
die KI doch nur mit Aufnahmen auf<br />
heller Haut trainiert. Das ist Diskriminierung,<br />
die zudem zu falschen Diagnosen<br />
führt.“ Kriminell eingesetzt, könne die KI<br />
außerdem Horrorszenarien wahr werden<br />
lassen. So habe es am Massachusetts Institute<br />
of Technology (MIT) einen Versuch<br />
gegeben, in dessen Rahmen eine hocheffiziente,<br />
biologische Waffe entwickelt<br />
werden sollte. „Die Forscher haben nur<br />
eine Stunde dafür gebraucht, und es gab<br />
genügend Firmen, die bereit waren für<br />
die Produktion – ohne Rückfragen zu<br />
stellen.“<br />
Grundsätzlich könne man beobachten,<br />
dass die KI vielen Menschen das kritische<br />
Denken abgewöhne, „je jünger, desto häufiger.<br />
Daher ist der Einsatz von KI an Schulen<br />
die dümmste Idee, die es gibt. Lagern<br />
wir die geistige Arbeit aus, dann tut sich<br />
nichts mehr in unseren Gehirnen, wir<br />
bleiben an der Oberfläche, erinnern uns<br />
kaum an Inhalte, sind nicht mehr kreativ.“<br />
Über alle Einsatzmöglichkeiten hinweg<br />
gelte es daher, den passenden Kontrollund<br />
Regulierungsrahmen zu schaffen.<br />
Eine Aufgabe, für die Europa und speziell<br />
Deutschland wie gemacht sei, so Manfred<br />
Spitzer: „Unsere Ingenieurskunst und die<br />
KI ergänzen sich optimal.“<br />
Die rund 70 Gäste, viele von Ihnen Ärzte<br />
oder Psychotherapeuten, nahmen die<br />
Erkenntnisse und Ermahnungen rund<br />
um KI sichtbar interessiert mit in die<br />
zweite Abendhälfte und diskutierten<br />
kritisch weiter – ganz ungekünstelt und<br />
analog auf dem Gesundheitscampus in<br />
Neu-Ulm.<br />
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lokales<br />
GUTE NACHRICHTEN<br />
AUS DER REGION<br />
GECHILLT, BEJUBELT, AUSGEZEICHNET.<br />
DIE REGION HAT VIELE<br />
ERFOLGE ZU VERZEICHNEN.<br />
Foto: TMBW, Joachim Negwer<br />
Foto: bildwerk89<br />
Foto: Elisabeth Hahn<br />
Foto: Vecteezy<br />
n STADTENTWICKLUNG /<br />
TOURISMUS<br />
Für manche mag es sich angesichts der<br />
angespannten Baustellensituation ironisch<br />
anhören, doch Ulm wurde von Fitreisen<br />
zur „erholsamsten Reisestadt<br />
Deutschlands“ gekürt. Europaweit steht<br />
Ulm auf Platz fünf von 213 Städten. Spitzenreiter<br />
ist Lugano in der Schweiz.<br />
Die Jury sieht in Ulm ein „ruhiges Städteziel<br />
mit Charakter“. Die Stadt punkte<br />
nicht nur mit dem Ulmer Münster, sondern<br />
mit grünen Uferlandschaften, der<br />
weitläufigen Parkanlage Friedrichsau und<br />
einer begehbaren Altstadt. Herausragend<br />
sei die Lage an der Donau, denn<br />
diese „verleihe Ulm eine besondere Ruhe,<br />
während das Stadtbild historische Elemente<br />
mit modernen Akzenten verbindet“.<br />
Eine weitere Auszeichnung nach „Lebenswerteste<br />
Stadt Deutschlands“ (Prognos<br />
Städteranking 2024) und „Gesündeste<br />
Stadt Deutschlands“ (Studie der Medizinischen<br />
Hochschule Hannover 2007).<br />
Also öfter das Auto stehen lassen und die<br />
Stadt zu Fuß/per Rad genießen. Ist auch<br />
gesünder.<br />
n KULTUR<br />
Die Fachzeitschrift „Opernwelt“ würdigte<br />
Kay Metzgers „Le petit pauvre d’Assise“<br />
über das Leben des Franz von Assisi als<br />
„Uraufführung des Jahres“. Nach „»La Légende<br />
de Tristan«“ 2023 bereits die zweite<br />
Auszeichnung. Auch andere Kulturstätten<br />
hatten Anlass zur Freude. Das<br />
Donauschwäbische Zentralmuseum feierte<br />
25. Geburtstag, das Museum Ulm<br />
den hundertsten (siehe Seite 100).<br />
n WIRTSCHAFT<br />
Die Region bleibt stabil. Trotz Flaute betrug<br />
die Arbeitslosenquote im Oktober<br />
<strong>2025</strong> in der IHK Region Ulm-Biberach<br />
32 Prozent. Dies ist die niedrigste Quote<br />
aller IHK-Regionen.<br />
n WISSENSCHAFT<br />
Wissen, das nach den Sternen greift: Das<br />
Planetarium Laupheim feierte 35. Geburtstag.<br />
Ob Wasserstoff, Medizin, Biotechnologie,<br />
KI, Robotik, Klima und<br />
Nachhaltigkeit: In der Region wird<br />
Zukunftsweisendes geschaffen. Beispiel:<br />
Die Wissenschaftsstadt auf dem Ulmer<br />
Eselsberg bietet inklusive der Kliniken<br />
etwa 11.500 Menschen Arbeit, rund<br />
14.000 studieren an den Hochschulen.<br />
n GENUSS<br />
Nachhaltig genießen: Ulm darf sich über<br />
fünf Michelin-Sterne freuen, darunter<br />
ein grüner Michelin-Stern für das Restaurant<br />
Treibgut. Neu dabei sind die<br />
Stephansstuben by Marco Langer in Neu-<br />
Ulm. Simon Tress, der mit „TressBrüder“<br />
unter anderem auch auf dem Top Magazin<br />
VIP-Event an Schwörmontag kulinarisch<br />
verwöhnte, erhielt von Gault&-<br />
Millau die Auszeichnung „Bester Gastronom<br />
des Jahres“.<br />
n SPORT<br />
Es läuft: Die Basketballer von Ratiopharm<br />
Ulm wurden Vizemeister. Der SSV Ulm<br />
1846 war der erfolgreichste Verein bei<br />
der Deutschen Aerobic Meisterschaft,<br />
Tim Nowak wurde deutscher Zehnkampfmeister.<br />
Fast 15.000 Teilnehmer gingen<br />
bei den Läufen des Ulmer Einsteinmarathons<br />
an den Start – so viele wie noch nie.<br />
46 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
lokales<br />
SUPERLATIVE & WENIGER<br />
BEKANNTE REKORDE<br />
13 GRÜNDE, WARUM <strong>ULM</strong> SPITZE WAR, IST, BLEIBT!<br />
Ende Oktober hat Ulm den Rekord „welthöchster Kirchturm der Welt“ an die Sagrada Familia<br />
in Barcelona verloren. Doch die Donaustadt hat viele weitere Superlative zu bieten.<br />
1<br />
2<br />
3<br />
UNBEKANNTE MÜNSTER REKORDE<br />
„In Zukunft werden wir den Superlativ ‚Höchster Kirchturm<br />
Deutschlands‘ verwenden“, informiert Wolfgang Dieterich, Geschäftsführer<br />
der Ulm/Neu-Ulm Touristik. Doch es stecken<br />
noch mehr Superlative in der Kirche. Sie hat das höchste Sakramentshaus<br />
Deutschlands (28 Meter) sowie die größte Sammlung<br />
an Totenschilden in einer Kirche (mehr als 100). Und: Das<br />
Ulmer Münster ist eine Bürgerkirche, erbaut über Jahrhunderte<br />
von seinen Stadtbewohnern.<br />
SCHIEFSTES HOTEL DER WELT<br />
Vergessen Sie den schiefen Turm von Pisa. Dieser bringt es lediglich<br />
auf einen Neigungswinkel von 397 Grad, während sich<br />
das Schiefe Haus im Ulmer Fischerviertel um bis zu 10 Grad gen<br />
Blau neigt. Seit 1997 trägt das schmucke Fachwerkhaus den Titel<br />
„Schiefstes Hotel der Welt“ im Guinnessbuch der Rekorde.<br />
Erbaut um 1443, geriet es bereits im 17. Jahrhundert aus dem<br />
Lot.<br />
GEBURTSORT DES GRÖSSTEN PHYSIKGENIES…<br />
… ob aller Zeiten oder des 20. Jahrhunderts sei dahingestellt.<br />
Albert Einsteins Theorien rund um Relativität, Quantenphysik<br />
und den photoelektrischen Effekt haben unseren Alltag verändert.<br />
Geboren am 14. März 1879 lebte Einstein zwar nur wenige<br />
Monate in Ulm, hielt aber lange Kontakt durch seine in Ulm<br />
lebenden Verwandten. Mehr dazu in „Die Einsteins – Museum<br />
einer Ulmer Familie“ am Weinhof.<br />
1<br />
3<br />
Foto: Tamara Häge<br />
Foto: Diana Wieser Foto: Johannes Glöggler<br />
2<br />
4<br />
4<br />
GRÖSSTE BUNDESFESTUNG EUROPAS<br />
Zwischen 1843 und 1859 erbaut, galt die Bundesfestung Ulm<br />
mit einer 9km langen Hauptumwallung und einer Kapazität für<br />
bis zu 100.000 Soldaten als größte Bundesfestung Europas.<br />
Wilhelmsburg, Glacis-Anlagen und Co bieten heute einen<br />
hohen Freizeitwert, z. B. durch Kulturveranstaltungen.<br />
5<br />
ÄLTESTES STADTTHEATER DEUTSCHLANDS<br />
Das erste und damit älteste Stadttheater Deutschlands entstand<br />
1641 in Ulm.<br />
6<br />
ERSTE ÄRZTIN DEUTSCHLANDS<br />
Im deutschsprachigen Raum war die Ulmerin Agathe Streicher<br />
(1520-81) die erste anerkannte Ärztin, die sogar ans Sterbebett<br />
von Kaiser Maximilian II. gerufen wurde. Frauenpower im<br />
16. Jahrhundert!<br />
Foto: TMBW Mende
lokales<br />
7<br />
8<br />
9<br />
JUGENDLICHER NS-WIDERSTAND<br />
Die Studentenbewegung „Weiße Rose“ rief zum Widerstand<br />
gegen das NS-Regime auf. Familie Scholl lebte ab 1932 in<br />
Ulm. Sophie und Hans Scholl studierten später in München,<br />
wurden 1943 hingerichtet. Die meisten Mitglieder der Weißen<br />
Rose stammten aus Ulm! Die Schwester Inge-Aicher<br />
Scholl leitete später die vH Ulm, in der eine Dauerausstellung<br />
zum Thema eingerichtet ist.<br />
CORPORATE DESIGN BORN IN <strong>ULM</strong><br />
Inge Aicher-Scholl gründete mit ihrem Ehemann Otl Aicher<br />
die Hochschule für Gestaltung (HfG), die als wichtigste<br />
Kunstschule Deutschlands nach dem Bauhaus galt. Aicher<br />
setzte Maßstäbe für die Werbegestaltung, wie durch seine<br />
Piktogramme für die Olympischen Spiele 1972. Der „father<br />
of the geometric man“ entwarf eine universelle Bildsprache,<br />
die international verwendet wird.<br />
ERSTE WISSENSCHAFTSSTADT DEUTSCHLANDS<br />
Auf dem Ulmer Eselsberg entstand 1986 die erste Wissenschaftsstadt<br />
Deutschlands.<br />
12<br />
13<br />
DER <strong>ULM</strong>ER „LEONARDO DA VINCI“<br />
Albrecht Berblinger, alias „der Schneider von Ulm“, war ein<br />
vielseitiger Tüftler, der unter anderem 1808 die erste Beinprothese<br />
mit Gelenk erfand. Sein Flugapparat machte ihn<br />
auf tragische Weise bekannt. 2020 wurde ihm mit dem Berblinger-Turm<br />
ein architektonisches Denkmal gesetzt.<br />
UNESCO-WELTKULTURSPRUNG RUND UM <strong>ULM</strong>!<br />
Der Anfang von allem: „UNESCO-Welterbestätte Höhlen<br />
und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Die ältesten<br />
Musikinstrumente und Kunstfiguren der Welt, wie der<br />
40.000 Jahre alte „Löwenmensch“, markieren den Evolutionsschritt<br />
zum modernen, reflektierten, sich schöpferisch<br />
ausdrückenden Menschen. Der Löwenmensch ist während<br />
des Umbaus des Ulmer Museums in der Kunsthalle Weishaupt<br />
zu bestaunen.<br />
13<br />
12<br />
10<br />
LEBENSRETTER: <strong>ULM</strong>ER NOTFALLKOFFER<br />
Der erste chirurgische Notfallkoffer wurde in den 1960er<br />
Jahren an der Uni Ulm durch Prof. Friedrich Wilhelm Ahnefeld<br />
konzipiert und setzt seitdem Standards für den Rettungsdienst.<br />
8<br />
11<br />
ERSTE DEUTSCHE ZEMENTFABRIK<br />
Der Ulmer Apotheker Gustav Ernst Leube (1808-1881)<br />
gründete die erste Zementfabrik Deutschlands.<br />
Foto: Henning Schlottmann (UserH-stt)<br />
Foto: Museum Ulm<br />
Foto: Diana Wieser<br />
48 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
<strong>top</strong> business<br />
<strong>top</strong> magazin präsentiert erfolgreiche<br />
Unternehmen und Unternehmer
wirtschaft<br />
Ulmer Marketingpreis <strong>2025</strong><br />
Herausragende Ideen aus<br />
der Werbung – und für die Region<br />
Jeden Tag erreichen uns durchschnittlich 10.000 Werbebotschaften. Wie schafft man es,<br />
aus dieser Masse hervorzustechen? Der Ulmer Marketingpreis <strong>2025</strong> honorierte Personen und Unternehmen,<br />
denen dies besonders gut gelungen ist, und die gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag für die Region leisten.<br />
Passend zum Jubiläum der zehnten Preisverleihung gab es einige Besonderheiten.<br />
Fotos: Ulmer Marketing Club / Peter Reiser<br />
Früher erreichten uns 500 Werbebotschaften<br />
pro Tag, heute sind es 10.000.<br />
„Gleichzeitig ist die Aufmerksamkeitsspanne<br />
von 12 auf 8 Sekunden gesunken“,<br />
erläuterte Moderatorin Eva Reuter<br />
zu Veranstaltungsbeginn. Große Herausforderungen<br />
also für alle, die sich mit<br />
Marketing und Werbung beschäftigen.<br />
Der Marketingclub Ulm/Neu-Ulm e.V.,<br />
welcher den Preis zum 10. Mal verliehen<br />
hat, stand ebenfalls vor einer Herausforderung,<br />
allerdings einer positiven: „Wir<br />
haben nicht nur viele, sondern sehr gute<br />
Einreichungen erhalten“, fasste Präsident<br />
Thomas Scheer von rrooaarr digital<br />
solutions zusammen. Die Entscheidung<br />
sei der Jury, deren Mitglieder aus den Bereichen<br />
Wirtschaft, Agentur und Wissenschaft<br />
stammen, nicht immer leicht gefallen.<br />
Erfolgreiches Triple für<br />
Andreas Oettel<br />
Der erste Preisträger legte einen erfolgreichen<br />
„Triple“ hin. In den vergangenen<br />
Jahren wurde er bereits mit dem Special<br />
Award und dem Hauptpreis ausgezeichnet.<br />
An diesem Abend nahm Andreas<br />
Oettel als Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten<br />
ratiopharm Ulm<br />
auch den Preis als Marketingpersönlichkeit<br />
des Jahres entgegen.<br />
Jurymitglieder mit der Moderatorin Eva Reuter<br />
Jurymitglied Prof. Dr. Bernd Radtke betonte<br />
Oettels visionären Geist. Er habe<br />
den zweitgrößten Basketballverein<br />
Deutschlands aufgebaut, diesen 2023<br />
zum Meistertitel geführt, die Marke strategisch<br />
geführt und mit dem Bau des<br />
Orange Campus auch wirtschaftlich ein<br />
starkes Zeichen gesetzt. Regionale<br />
Imagebildung par excellence, die längst<br />
über die Grenzen der Donau-Doppelstadt<br />
strahlt. „Heute weiß jeder in der NBA,<br />
wo Ulm liegt“, witzelte Oettel – mit 50<br />
Jahren der bislang jüngste Preisträger in<br />
dieser Kategorie – in seiner Dankesrede.<br />
Hochschule mittels Avatar<br />
entdecken<br />
Noch jünger und bunter ging es weiter.<br />
Der Special Award für eine herausragende<br />
Einzelleistung ging an die Hochschule<br />
Neu-Ulm und deren Mitarbeiter Fabian<br />
Girschick, Digital Content Manager beim<br />
Verbundprojekt „InnoPROF“. Ziel ist es,<br />
Menschen für den Karriereweg der Professur<br />
zu begeistern.<br />
Dafür entwickelte der 26-jährige Girschick<br />
drei Projekte. In der virtuellen<br />
3D-Welt „Erlebniswelt Professur“ können<br />
sich User mittels Avatar durch die Räume<br />
der Hochschule Neu-Ulm bewegen und<br />
mehr über Berufungsverfahren oder<br />
Gewinner des Hauptpreises <strong>2025</strong>: ulrich medical<br />
Thomas Scheer (Präsident des Marketing Club Ulm/<br />
Neu-Ulm) , Moderatorin Eva Reuter, Wolfgang Röhr<br />
(Geschäftsführender Vorstand des Marketing Club<br />
Ulm/Neu-Ulm)<br />
Fakultätsprofile erfahren. Im Podcast<br />
„Ein Hoch auf Prof“ kommen Professoren<br />
zu Wort und auf der Website<br />
„l(i)ebenswerte Region“ stellt sich Neu-<br />
Ulm als attraktiven Lebensraum vor. Von<br />
den Infos rund um Freizeit, Bildung und<br />
Familienleben können andere Berufsgruppen<br />
und Neuzugezogene ebenfalls<br />
profitieren. Jurymitglied Oliver Fischer<br />
von der Attacke Werbeagentur lobte das<br />
crossmedial verzahnte Hochschulmarketing.<br />
Motto: Menschen gewinnt man<br />
nicht durch Tabellen, sondern durch<br />
Köpfe.<br />
Social Media Award für<br />
Telefonseelsorge<br />
Neu in diesem Jahr kam die Kategorie<br />
Social Media hinzu. Ebenfalls neu war<br />
das Verfahren. Bei dieser Kategorie durf-<br />
50 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
wirtschaft<br />
Gewinner des Social Media Award <strong>2025</strong>: Telefonseelsorge<br />
Marketingpersönlichkeit <strong>2025</strong>:<br />
Andreas Oettel<br />
Gewinner des Special Award <strong>2025</strong>:<br />
Hochschule Neu-Ulm (HNU)<br />
te das anwesende Publikum selbst via<br />
Handy über den Gewinner abstimmen.<br />
Zur Auswahl standen Kampagnen des<br />
Landratsamts Biberach, von Seifert Logistik<br />
und der Telefonseelsorge. Letztere<br />
gewann mit 57 Prozent der Stimmen den<br />
Social Media Award für ihre Kampagne<br />
„nichtokseinistok“. Diese richtet sich an<br />
die Sorgen und Nöte von jungen Menschen,<br />
angefangen bei schlechten Noten<br />
bis zum Selbs<strong>top</strong>timierungsdruck durch<br />
unrealistische Social-Media-Vergleiche.<br />
Rund 100 ehrenamtliche Helfer sorgen<br />
dafür, dass Hilfesuchende „einen geschützten<br />
Raum“ erhalten, nicht nur am<br />
Telefon, sondern auch via Chat oder Mail.<br />
Authentische Markenstrategie<br />
gewinnt<br />
Für den diesjährigen Hauptpreis waren<br />
die Unternehmen Kässbohrer, unitex und<br />
ulrich medical nominiert. Letztere machten<br />
das Rennen mit ihrem Marken-<br />
Rebranding, dessen Slogan „dedicated to<br />
you“ ein identitätsstiftendes Versprechen<br />
abgebe. Seit 1912 setzt das Medizintechnik-Unternehmen<br />
auf „Made in Germany“.<br />
Bei der klaren, authentischen Markenpositionierung<br />
stehen die Menschen<br />
im Vordergrund. Das kommt an: ulrich<br />
medical verzeichnete seit dem gelungenen<br />
Relaunch 33 Prozent mehr Besucher<br />
auf der Homepage und erhielt 55 Prozent<br />
mehr Bewerbungen. „Der Erfolg ist messbar.<br />
So darf ulrich medical als Vorbild für<br />
die ganze Branche gelten“, lautete das<br />
Urteil der Jury.<br />
Ob Finalist, Gewinner oder Gast – im Anschluss<br />
wurden im Sparkassenforum bei<br />
leckeren Häppchen und edlen Tropfen<br />
nicht nur Gratulationen, sondern Ideen<br />
ausgetauscht. Der Abend zeigte: Die<br />
Branche mag sich verändern, mag digitaler,<br />
anspruchsvoller und schnelllebiger<br />
werden. Doch wer nah am Menschen<br />
bleibt, gewinnt.<br />
dwi n<br />
ihre marketingabteilung<br />
schreibt<br />
uns heimlich<br />
liebesbriefe.<br />
jetzt daten: attacke werbeagentur gmbh. #attackelove<br />
progressiv in branding. markenstrategie. kampagne. websites.<br />
socialmedia. recruiting-kampagne. film. packaging.<br />
www.attacke-ulm.de<br />
GOLD AWARD<br />
get branded.<br />
be loved.
wirtschaft<br />
Jahresveranstaltung initiative.ulm.digital e.V.<br />
Emotion klickt besser<br />
als Information<br />
Social Media & KI – Fluch oder Segen? Die Jahresveranstaltung der initiative.<br />
ulm.digital war emotional. Es fielen markige Sprüche, es wurde offen über<br />
Enttäuschungen gesprochen, Best Case Beispiele sorgten für Schmunzeln.<br />
Am Ende kam Gänsehaut auf – angesichts eines Livestreams zu einem<br />
ukrainischen Musiker im Schutzbunker in Charkiw.<br />
Prof. Frank Kargl, Chris Boos, Ulrich Becker,<br />
Andreas Buchenscheidt<br />
Fotos: Moritz Reulein<br />
Im wie immer vollbesetzten Wiley Club<br />
versprach Heribert Fritz „einen bunten<br />
Blumenstrauß“ an Themen. Der Vorstand<br />
der initiative.ulm.digital e.V. hielt Wort.<br />
Wie sich KI in Verbindung mit Social Media<br />
auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft<br />
auswirkt, wurde in mehreren<br />
Speed-Talk-Runden unter der Moderation<br />
von SWP-Chefredakteur Ulrich Becker<br />
leidenschaftlich diskutiert.<br />
„BILDZEITUNG AUF SPEED“<br />
Gleich die erste Expertenrunde fuhr<br />
große Geschütze auf: „Früher hieß es:<br />
Je wohlhabender eine Gesellschaft, desto<br />
klüger. Seit 2008 stimmt das nicht mehr.<br />
Es war das Jahr, als Facebook viral ging“,<br />
so IT-Unternehmer Chris Boos. Der KI-<br />
Vordenker war enttäuscht, dass sich Wissen<br />
nicht demokratisieren lasse. Laut<br />
Boos halten die Neuen Medien Menschen<br />
vom eigenständigen Denken ab, um sie<br />
stattdessen in einem Gefühl zu halten.<br />
Eine Aussage, die durch Experten wie<br />
Professor Wolfgang Schweiger von der<br />
Universität Hohenheim bestätigt wurde.<br />
„Social Media ist wie Bildzeitung auf<br />
Speed!“. Es käme nicht mehr auf den<br />
Wahrheitsgehalt einer Meldung an, sondern<br />
auf ihre Emotionalität. Unterhaltung<br />
wie Cat Content oder empörende<br />
Fake News würden stärker verbreitet,<br />
als normale, vergleichsweise dröge anmutende<br />
Nachrichten. „Aus dem Riesenwust<br />
an Informationen picken wir uns<br />
das heraus, was uns interessiert, ob es relevant<br />
ist oder nicht.“ Der Ulmer Professor<br />
Frank Kargl brachte ähnliche Überlegungen<br />
ein. „Mit Full Speed bauen wir<br />
überall im Alltag KI ein. Aber wir kennen<br />
weder ihre Schwachstellen, die eine<br />
Manipulation ermöglichen, noch sind<br />
alle ethisch-moralischen Fragen geklärt.“<br />
Für Applaus sorgte die Aussage der 24-jährigen<br />
Influencerin und Medizinstudentin<br />
Aurelia Heinz. Mehrere hunderttausende<br />
Follower verfolgen den Alltag der Ulmerin<br />
zwischen Arztkittel und Schminktipps.<br />
Dennoch: „Wenn ich es könnte, würde ich<br />
Social Media abschalten.“ Denn es erfordere<br />
viel emotionale Reife, um damit verantwortungsvoll<br />
umzugehen. Von kritischen<br />
Punkten wie Hate Speech oder<br />
schwindender Aufmerksamkeitsspanne<br />
ganz zu schweigen. Für Unternehmen hatte<br />
sie einen Rat, um die Gen Z besser zu<br />
erreichen. „Vieles wirkt viel zu gewollt, zu<br />
überdacht.“ Besser sei, sich auf Social<br />
Media authentisch zu geben.<br />
Heribert Fritz<br />
Philipp Utz<br />
Studierende vom geförderten Projekt ‚Einstein Motorsport‘<br />
Chris Boos, Ulrich Becker<br />
52 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
wirtschaft<br />
MILLIONEN KLICKS FÜR <strong>ULM</strong>ER<br />
UNTERNEHMEN<br />
Neben all den berechtigten Sorgen kamen<br />
auch Witz und Optimismus nicht zu<br />
kurz. Der Vorstandvorsitzende der Sparkasse<br />
Ulm, Dr. Stefan Bill, stellte das erfolgreichste<br />
Reel seiner Bank vor mit 1,1<br />
Millionen Views. „Finanzdienstleistungen<br />
haben einen sehr überschaubaren<br />
Unterhaltungswert. Um 20 Prozent Informationen<br />
über Social Media transportieren<br />
zu können, posten wir 80 Prozent Unterhaltung.“<br />
Besagtes Reel koppelt aktuelle<br />
Zeitgeistthemen (Homeoffice) mit<br />
regionalen Besonderheiten (Ulmer Weinfest)<br />
und der Sparkasse auf amüsante Art.<br />
Lohn: 15.000 Follower.<br />
Vom eigenen Erfolg überrascht war Philipp<br />
Utz von Uzin Utz, einem Ulmer Komplettanbieter<br />
von Bodensystemen. Über<br />
15 Millionen Klicks erhielt ein im<br />
Schnellverfahren gedrehtes Reel, das<br />
zeigt, wie ein Boden saniert wird. Es fällt<br />
in die beliebte Rubrik der To-Do-Videos.<br />
Utz witzelte: „Dabei gibt es gar keine 15<br />
Millionen Parkettleger in Deutschland.<br />
Aber vermutlich 15 Millionen Ehefrauen,<br />
die zu ihrem Mann sagen: Das könntest<br />
du auch.“<br />
Live-Schaltung nach Charkiw<br />
Als weitere Redner kamen Petra Engstler<br />
Karrasch, Hubert Ketterer, Michael Fiedler<br />
und Andreas Buchenscheit zu Wort,<br />
ebenso wie die OBs von Ulm und Neu-<br />
Ulm. Letztere diskutierten, inwieweit<br />
sich Politiker auf Social Media einbringen<br />
sollten. Während Kathrin Albsteiger<br />
(10.000 Follower) auch Persönliches von<br />
sich postet, von ihrer Siegerehrung beim<br />
Einsteinmarathon bis zum Urlaubs-Selfie,<br />
sieht sich Martin Ansbacher (4.700<br />
Follower) als reinen „Ulmfluencer“.<br />
VERBINDEN STATT TRENNEN<br />
Es war der emotionale Höhepunkt des<br />
Abends! Eine Live-Schaltung in die Ukraine<br />
verdeutlichte den positivsten Aspekt<br />
der neuen Technologien: Menschen<br />
über Tausende Kilometer zusammenzuführen,<br />
um sich auszutauschen und zu<br />
unterstützen.<br />
Rüdiger Linhof stellte seine Initiative<br />
„Kultur.Konvoi“ vor. Der Bassist der Band<br />
„Sportfreunde Stiller“ finanziert gemeinsam<br />
mit anderen Musikern Rettungswagen<br />
für die Ukraine, schaltet junge Künstler<br />
aber auch per Livestream zu Veranstaltungen<br />
hinzu. „Es geht darum, anzuerkennen,<br />
dass es auch andere Realitäten<br />
gibt.“ Neben der humanitären Hilfe komme<br />
es auf echte Kooperationen an. Aktivistin<br />
Martha geht gegen Fake News in<br />
der Ukraine vor und zeichnet ein Bild von<br />
einem Land, in dem trotz Krieg Start-ups<br />
und Familien gegründet werden. Musiker<br />
Alex performte auf emotionale Weise den<br />
Song „Wonderwall“ von Oasis im Livestream.<br />
Aus einem Schutzbunker in Charkiw<br />
heraus, wo er jeden neuen Tag als<br />
Geschenk erlebe. Dies war der Abschluss<br />
einer Jahresveranstaltung, die das Publikum<br />
sichtlich bewegte.<br />
dwi n<br />
4 x in Schwaben<br />
Obermarchtal Schemmerhofen<br />
Echterdingen Neu-Ulm<br />
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Beste Qualität<br />
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Vorstände der initiative.ulm.digital mit den Teilnehmern der Talkrunden<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
53<br />
Insel 6 | Neu-Ulm 0731 9274710<br />
kuechenzentrum-marchtal.de
wirtschaft | anzeige<br />
Willkommen bei der STERNE GRUPPE<br />
Ihr Mercedes-Benz Partner<br />
in Ulm/Neu-Ulm<br />
Abel+Ruf und KreuterMedeleSchäfer haben gemeinsam zum 1. Dezember <strong>2025</strong><br />
die Mercedes-Benz Niederlassung Ulm/Neu-Ulm übernommen.<br />
Mit der Gründung der STERNE GRUPPE<br />
GmbH durch die traditionsreichen,<br />
inhabergeführten Unternehmen Kreuter<br />
MedeleSchäfer GmbH & Co. KG und<br />
Abel+Ruf GmbH - zukünftig ergänzt um<br />
den Standort Ulm/Neu-Ulm - entsteht<br />
einer der bedeutendsten und renommiertesten<br />
Mercedes-Benz Partner in<br />
Deutschland. Die neue Unternehmensgruppe<br />
setzt auf regionale Stärke, hohe<br />
Investitionen in Qualität sowie die klare<br />
Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit<br />
und Mitarbeiterbindung. Der Kauf der<br />
Niederlassung Ulm/Neu-Ulm stellt in der<br />
Geschichte der neuen Inhabergruppe<br />
einen strategischen Meilenstein dar. Er<br />
sichert die Marktbearbeitung und den<br />
langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze.<br />
Fotos: Rohde Fotografie Kaufbeuren, KBU Werbeagentur, Mercedes-Benz AG / Illustration Karte: KreuterMedeleSchäfer<br />
ZUKUNFTSORIENTIERT<br />
UND WERTEBASIERT<br />
„Unser Ziel ist es, ein finanzstarkes und<br />
zukunftsorientiertes Unternehmen zu<br />
sein, das die Marke Mercedes-Benz mit<br />
höchster Qualität und regionaler Verwurzelung<br />
repräsentiert“, so die Geschäftsführer<br />
Peter Schäfer und Lukas Ruf.<br />
Die STERNE GRUPPE versteht sich als<br />
Arbeitgeber mit Verantwortung. „Als<br />
mittelständisches Unternehmen denken<br />
wir in Generationen und nicht in Quartalen.<br />
Daher setzen wir auf eine starke Mitarbeiterbindung<br />
durch fundierte Ausbildung<br />
und gezielte Weiterentwicklung für<br />
ein starkes Miteinander. Wir freuen uns<br />
in Neu-Ulm auf ein außerordentlich<br />
kompetentes und leistungsfähiges Team,<br />
welches perfekt zu unseren Unternehmenswerten<br />
passt,“ betonen die Geschäftsführer.<br />
KENNZAHLEN UND<br />
MARKTGEBIET<br />
Die ehemalige Mercedes-Benz Niederlassung<br />
in Neu-Ulm ist der erste Standort<br />
der STERNE GRUPPE GmbH. Insgesamt<br />
vereint die Unternehmensgruppe nun<br />
Joachim Fellner, Peter Schäfer und Lukas Ruf<br />
Das vertraute Team ist auch künftig kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner<br />
in allen Fragen rund um Ihre Mobilität<br />
54 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
h<br />
Altmühl<br />
r<br />
anzeige | wirtschaft<br />
A7<br />
Aalen<br />
Abel+Ruf<br />
Nördlingen<br />
Neuburg<br />
INGOLSTADT<br />
Abel+Ruf<br />
Donauwörth<br />
Heidenheim<br />
Abel+Ruf<br />
Dillingen<br />
Donau<br />
Schrobenhausen<br />
Foto: KBU Werbeagentur<br />
A8<br />
A8<br />
Augsburg<br />
Neu-Ulm<br />
A8<br />
A7<br />
Schwabmünchen<br />
Königsbrunn<br />
München<br />
Bieberach<br />
Bad Wörishofen<br />
A96<br />
Foto: Mercedes-Benz<br />
Memmingen<br />
Iller<br />
A7<br />
A96<br />
Landsberg<br />
Ammersee mersee<br />
Am<br />
Ammersee<br />
ersee<br />
Starnbergersee<br />
Starnberger See<br />
rg<br />
Starnberg<br />
Ravensburg<br />
Kaufbeuren<br />
Lech<br />
Weilheim<br />
Kempten<br />
Wertach<br />
rta<br />
We<br />
W<br />
A7<br />
A95<br />
Lindau<br />
Ammer<br />
Am<br />
Bodensee<br />
Immenstadt<br />
Sonthofen<br />
Füssen<br />
Foto: KBU Werbeagentur<br />
Oberstdorf<br />
ÖSTERREICH<br />
Mit dem neuen Standort Ulm/Neu-Ulm wird das Vertriebsgebiet weiter gestärkt – für eine flächendeckende Betreuung der Kunden<br />
15 Standorte in einem Marktgebiet von<br />
rund 10.000 km². Der Fokus liegt auf dem<br />
Vertrieb und Service der Marken Mercedes-Benz<br />
(Pkw, Van, Truck, Bus), smart,<br />
Ford, Tremonia und FUSO. Die beiden<br />
Unternehmen beschäftigen gemeinsam<br />
über 1.400 Mitarbeitende, darunter 280<br />
Auszubildende. Im Jahr 2024 wurde ein<br />
Gesamtumsatz von über 800 Millionen<br />
Euro erzielt. Trotz ihrer zukünftigen<br />
Größe ist die Unternehmensgruppe nach<br />
wie vor ein inhabergeführtes Familienunternehmen,<br />
das seine Werte und sein<br />
Leitbild auch am neuen Standort Ulm/<br />
Neu-Ulm leben wird.<br />
REGIONALE NÄHE –<br />
STARKE PRÄSENZ<br />
In ganz Bayerisch-Schwaben ist die STER-<br />
NE GRUPPE mit ihren nun vernetzten<br />
Standorten in Donauwörth, Dillingen,<br />
Nördlingen, Augsburg, Schwabmünchen,<br />
Königsbrunn, Weilheim, Kaufbeuren,<br />
Kempten, Immenstadt, Bad Wörishofen,<br />
Füssen sowie Landsberg und Memmingen<br />
präsent. Mit dem Erwerb der angrenzenden<br />
Mercedes-Benz Niederlassung Ulm/<br />
Neu-Ulm wird das Vertriebsgebiet weiter<br />
gestärkt und eine übergreifende Marktbearbeitung<br />
ermöglicht.<br />
DIE UNTERNEHMEN<br />
IM ÜBERBLICK<br />
Die KreuterMedeleSchäfer Firmengruppe<br />
betreibt unter den Namen „Autohaus Allgäu“<br />
und „MedeleSchäfer“ 12 Mercedes-Benz<br />
Standorte in Schwaben und<br />
Oberbayern mit rund 900 Mitarbeitenden.<br />
Das Autohaus Allgäu ist mit fünf Standorten<br />
in Kempten, Kaufbeuren, Immenstadt<br />
und Memmingen vertreten. Das<br />
Traditionsunternehmen der Familie<br />
Kreuter ist seit 1936 mit Mercedes-Benz<br />
verbunden.<br />
MedeleSchäfer steht für über 100 Jahre<br />
Automobiltradition und ist heute ein leistungsstarker<br />
Mercedes-Benz Partner mit<br />
Standorten in Augsburg, Schwabmünchen,<br />
Königsbrunn, Weilheim, Füssen,<br />
Landsberg und Bad Wörishofen. In den<br />
vergangenen Jahren investierte das Unternehmen<br />
über 58 Millionen Euro in<br />
moderne Standorte und Serviceangebote.<br />
Abel+Ruf mit Sitz in Donauwörth, Nördlingen<br />
und Dillingen ist der etablierte<br />
Mercedes-Benz Partner in Nordschwaben<br />
mit über 320 Mitarbeitenden. Neben Pkw<br />
und Transportern von Mercedes-Benz<br />
bietet das Unternehmen seit <strong>2025</strong> auch<br />
Ford in Nördlingen an. Die Philosophie<br />
„Ihre Zufriedenheit ist unser Antrieb“<br />
prägt das tägliche Handeln.<br />
STERNE GRUPPE GmbH<br />
Von-Liebig-Str. 10<br />
89231 Neu-Ulm<br />
Telefo 0731 7000<br />
www.sterne-gruppe.de<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
55
wirtschaft | anzeige<br />
Stöhr Logistik GmbH<br />
Mit Vollgas in eine<br />
elektrifizierte Zukunft<br />
Die Stöhr Logistik GmbH mit Hauptsitz in Rottenacker steht seit ihrer<br />
Gründung im Jahr 1962 für innovative und zuverlässige Speditions- und<br />
Logistiklösungen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 360 Mitarbeitende<br />
und betreibt mit über 160 LKWs an fünf Standorten deutschlandweit<br />
ein leistungsstarkes Netzwerk. Doch Stöhr Logistik ist nicht nur ein starker<br />
Partner in Sachen Transport und Logistik – das Unternehmen setzt auch<br />
Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz.<br />
Fotos: Stöhr Logistik GmbH<br />
Firmenchef Erwin Stöhr und sein Team<br />
haben frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt<br />
und streben konsequent CO 2<br />
-Neutralität<br />
an. „Hierfür braucht man eine ordentliche<br />
eigene Infrastruktur mit Photovoltaik<br />
und Speicher“, betont Erwin Stöhr.<br />
In Rottenacker realisierte er ein zukunftsweisendes<br />
Energiesystem, das großflächige<br />
Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher,<br />
ein intelligentes Energiemanagementsystem<br />
(EMS) und eine leistungsstarke<br />
Ladesäule miteinander verbindet.<br />
Auf einer beeindruckenden Dachfläche<br />
von rund 25.000 Quadratmetern erzeugt<br />
die Photovoltaikanlage mit einer Leistung<br />
von 2,5 MWp so viel Strom, wie etwa<br />
800 Haushalte jährlich verbrauchen.<br />
Eine eigene Trafostation und ein Batteriespeicher<br />
mit 600 kWh Kapazität sorgen<br />
dafür, dass die Energie optimal gespeichert<br />
und genutzt werden kann.<br />
Herzstück des Projekts ist ein 20-Fuß-<br />
Container mit 440 kW Leistung und 593<br />
kWh Kapazität, ausgestattet mit fünf<br />
Wechselrichtern und fünf Batterie-Racks.<br />
Das intelligente EMS steuert nicht nur<br />
den Eigenverbrauch und reduziert Lastspitzen,<br />
sondern ermöglicht auch die<br />
Teilnahme am Spotmarkt und die voraus-<br />
schauende Steuerung der Ladesäulen –<br />
unter Einbezug von Wetterprognosen<br />
und PV-Erzeugung.<br />
Ein weiterer Meilenstein ist die Integration<br />
einer 400 kW starken Ladesäule, die<br />
E-LKWs in nur 90 Minuten vollständig<br />
laden kann – ein entscheidender Schritt<br />
für den Ausbau der eigenen E-Flotte. Bereits<br />
heute werden der Großteil der erzeugten<br />
Energie für den Betrieb von Elektro-Gabelstaplern,<br />
Elektro-PKWs und<br />
modernen E-LKWs genutzt. „Wir möchten<br />
allen unseren Kunden den CO 2<br />
-freien<br />
Transport anbieten“, so Stöhr. Der weitere<br />
Ausbau des Elektro-LKW-Fuhrparks ist<br />
daher bereits in Planung.<br />
„Wir freuen uns, dass wir dieses Groß-<br />
Projekt umsetzen konnten, das nicht nur<br />
unsere CO 2<br />
-Bilanz verbessert, sondern<br />
auch ganz klar wirtschaftlich überzeugt“,<br />
sagt Erwin Stöhr. Das Ziel ist klar: Durch<br />
intelligente Energiesysteme eine günstige<br />
und zuverlässige Stromproduktion<br />
und Ladekapazität am Standort zu ermöglichen.<br />
Denn ein E-LKW rechnet sich<br />
bereits ab 100.000 Kilometern pro Jahr –<br />
und leistet damit einen wichtigen Beitrag<br />
zum Klimaschutz.<br />
Mit diesem Engagement beweist die<br />
Stöhr Logistik GmbH, dass nachhaltige<br />
Logistik und wirtschaftlicher Erfolg<br />
Hand in Hand gehen können – und fährt<br />
daher mit voller Energie weiter in eine<br />
elektrifizierte Zukunft.<br />
ge n<br />
STÖHR LOGISTIK GMBH<br />
Grundlerstr.15<br />
89616 Rottenacker<br />
Telefon 07393 9510-0<br />
www.stoehr-logistik.de<br />
56 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
wirtschft<br />
<strong>NEU</strong>ERÖFFNUNG<br />
RAin Manuela De Fortunato<br />
Juristische Expertise für<br />
individuelle Lösungen<br />
Rechtsanwaltskanzlei<br />
Manuela<br />
De Fortunato<br />
Mit einem offenen Lächeln und einer beeindruckenden Portion Erfahrung<br />
begrüßt Rechtsanwältin Manuela De Fortunato ihre Mandantinnen<br />
und Mandanten in ihrer neuen Kanzlei im Herzen von Ulm.<br />
„Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt – juristische Lösungen<br />
müssen immer auch zu den Lebensrealitäten passen“, betont sie.<br />
Diese Haltung prägt ihre tägliche Arbeit:<br />
Mit Empathie, Klarheit und einer mandantenfreundlichen<br />
Kommunikation<br />
begleitet Rechtsanwältin De Fortunato<br />
Menschen durch rechtliche Herausforderungen<br />
und komplexe Fragestellungen.<br />
Dabei versteht sie sich als Wegbereiterin<br />
für nachhaltige, zufriedenstellende Lösungen<br />
– auch abseits des Gerichtssaals.<br />
„Ich sehe meine Aufgabe darin, gemeinsam<br />
mit meinen Mandantinnen und<br />
Mandanten Perspektiven zu entwickeln,<br />
die wirklich weiterhelfen - und nicht nur<br />
einen juristischen Sieg bedeuten“, erklärt<br />
sie. Ihr Ziel: Lösungen, die juristisch fundiert<br />
und zugleich menschlich überzeugend<br />
sind. Mit Kommunikationsstärke<br />
und ihrem ausgeprägtem Verhandlungsgeschick<br />
gelingt es ihr immer wieder,<br />
Win-Win-Situationen zu schaffen.<br />
tischer Erfahrung als Anwältin in Unternehmen<br />
und als Business Coach. „Kompetenz<br />
heißt für mich, komplexe Sachverhalte<br />
verständlich zu machen und gemeinsam<br />
tragfähige Wege zu finden“, so<br />
Rechtsanwältin De Fortunato.<br />
Ob individuelle Rechtsberatung, gezieltes<br />
Coaching oder praxisnahe Trainings:<br />
die Rechtsanwältin setzt auf maßgeschneiderte<br />
Unterstützung. Sie klärt<br />
nicht nur über Rechtslage, Erfolgsaussichten<br />
und Risiken auf, sondern begleitet<br />
auch bei der Umsetzung – stets mit<br />
einem offenen Ohr für die persönlichen<br />
Anliegen ihrer Mandantinnen und Mandanten.<br />
In Projekten übernimmt sie die<br />
strukturierte Koordination juristischer<br />
Aufgaben und sorgt mit bewährten Methoden<br />
für eine effiziente Umsetzung.<br />
Fachliche Exzellenz, Effizienz und Innovation<br />
sind für sie dabei ebenso selbstverständlich<br />
wie ein wertschätzender<br />
Umgang und die Förderung neuer Perspektiven.<br />
So wird Rechtsberatung bei<br />
Manuela De Fortunato zu einer partnerschaftlichen<br />
Begleitung – kompetent,<br />
empathisch und immer auf Augenhöhe.<br />
RECHTSBERATUNG<br />
Coaching & Training zum<br />
Themenschwerpunkt Recht<br />
Tätigkeitsschwerpunkte<br />
Handels- und<br />
Gesellschaftsrecht<br />
Arbeitsrecht<br />
IT-Recht<br />
Fotos: Katrin Stollhans<br />
Ihre Fachanwaltslehrgänge in Handelsund<br />
Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht,<br />
IT-Recht und demnächst auch in Familienrecht<br />
bilden das solide Fundament<br />
ihrer Expertise. Hinzu kommt ein breites<br />
Spektrum an Wissen und Beratungskompetenz<br />
aus über zwanzig Jahren prak-<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
57<br />
Rechtsanwaltskanzlei<br />
Manuela De Fortunato<br />
Bachstraße 5, 89073 Ulm<br />
Telefon +49 (0) 731 1453319<br />
info@kanzlei-ulm.net<br />
www.kanzlei-ulm.net
wirtschaft | anzeige<br />
1000FTAD<br />
Exklusiver Zugang zum<br />
professionellen Währungshandel<br />
für vermögende Privatanleger<br />
Warum High Net Worth Individuals (HNWI), Unternehmer und Family Offices mit<br />
einem ergänzenden Vermögensverwaltungsmandat neue Renditequellen erschließen.<br />
Es ist menschlich schlicht<br />
nicht möglich, so präzise und<br />
fehlerfrei zu handeln wie<br />
unsere Software – genau<br />
das ist der entscheidende<br />
Vorteil von 1000FTAD.<br />
Foto: Privat<br />
Der Kapitalmarkt ist in Bewegung. Niedrigzins-Phasen<br />
sind Geschichte, Anleihemärkte<br />
bleiben volatil und die Aktienmärkte<br />
unterliegen geopolitischen und<br />
wirtschaftlichen Unsicherheiten. Gleichzeitig<br />
erscheinen viele Kurse bereits<br />
überhitzt. Gerade für High Net Worth Individuals<br />
(HNWI), Unternehmer und Family<br />
Offices stellt sich die Frage: Wie lassen<br />
sich Vermögen im aktuellen Umfeld<br />
stabil und zugleich chancenreich strukturieren?<br />
(Marcus Effland,<br />
CEO 1000FTAD AG, Entwickler<br />
und Quantitative Analyst)<br />
Eine deutliche Antwort liefert die innovative<br />
Softwarelösung 1000FTAD. Sie eröffnet<br />
vermögenden Anlegern erstmals<br />
Zugang zu einem System, das bisher fast<br />
ausschließlich institutionellen Marktteilnehmern<br />
vorbehalten war – und das über<br />
ein ergänzendes Vermögensverwaltungsmandat<br />
genutzt werden kann. Dabei<br />
steht 1000FTAD für «a thousand fabulous<br />
trades a day».<br />
EIN VERMÖGENSBAUSTEIN<br />
JENSEITS DER KLASSISCHEN<br />
MÄRKTE<br />
Während Aktien und Immobilien häufig<br />
konjunktur- oder zinsabhängig schwanken,<br />
eröffnet der Devisenhandel – als<br />
größter und liquidester Finanzmarkt der<br />
Welt – eine weitgehend unkorrelierte<br />
Renditequelle. Die Stärke von 1000FTAD<br />
liegt in der systematischen Nutzung von<br />
Handelsdifferenzen – und zwar vollkommen<br />
unabhängig davon, ob Kurse steigen<br />
oder fallen. Die Software handelt 24 Währungspaare<br />
über 54 erprobte Strategien,<br />
besichert durch ein mehrstufiges Risikomanagementsystem.<br />
Entscheidend ist: Wo menschliche Händler<br />
an die Grenzen stoßen, arbeitet die<br />
Software mit einer Präzision und Konstanz,<br />
die frei von Emotionen und Fehlentscheidungen<br />
ist. Und sie arbeitet mit<br />
einer Geschwindigkeit, die über Erfolg<br />
oder Misserfolg entscheidet.<br />
DIE VORTEILE VON FTAD<br />
FÜR VERMÖGENDE ANLEGER AUF<br />
EINEN BLICK<br />
• Stabile Renditen durch systematische<br />
Nutzung von Währungsschwankungen<br />
• Unkorrelierte Anlageklasse, die sich ideal<br />
als Ergänzung zu Aktien, Anleihen oder<br />
Immobilien eignet<br />
• Individuelle Risikosteuerung durch<br />
parametrierbare Strategien<br />
• Hohe Transparenz durch tägliche<br />
Performance-Reports und umfassende<br />
Analysen<br />
• Sicherheit & Professionalität durch<br />
Partner-Vermögensverwaltungen und<br />
regulierte Rahmenbedingungen<br />
• Exklusiver Zugang zu Strategien, die<br />
institutionellen Anlegern vorbehalten<br />
waren<br />
DEVISENHANDEL <strong>NEU</strong> GEDACHT<br />
MIT FTAD: DER VERMÖGENS-<br />
BAUSTEIN FÜR DIE NÄCHSTE<br />
GENERATION ANSPRUCHSVOLLER<br />
ANLEGER<br />
Für HNWI, Unternehmer und Family Offices,<br />
die ihr Portfolio erweitern und unabhängiger<br />
von klassischen Märkten aufstellen<br />
wollen, eröffnet 1000FTAD einen<br />
diskreten und professionellen Zugang<br />
zum Devisenhandel. Über ein Vermögensverwaltungsmandat<br />
profitieren Anleger<br />
von einer technologisch führenden<br />
Software, ohne selbst operative Verantwortung<br />
übernehmen zu müssen.<br />
Das Ergebnis: Stabilität, Diversifikation<br />
und attraktive Renditechancen – eingebettet<br />
in ein Mandatsmodell, das Sicherheit<br />
und Einfachheit vereint.<br />
FTAD IN DUBAI: <strong>NEU</strong>ER STAND-<br />
ORT, NACHHALTIGER ERFOLG UND<br />
WACHSENDES NETZWERK<br />
Im Rahmen der Forex Expo Dubai haben<br />
wir die Weichen für einen neuen Firmenstandort<br />
in Dubai gestellt. Mit diesem<br />
Schritt stärkt 1000FTAD seine Präsenz<br />
im Nahen Osten, erschließt zusätzliche<br />
Wachstumschancen und baut wertvolle<br />
Partnerschaften für zukunftsorientierte<br />
Kooperationen auf – ein weiterer<br />
wichtiger Impuls für eine starke Zukunft.<br />
1000FTAD AG<br />
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9436 Balgach – St. Gallen / Schweiz<br />
Telefon +41 71 588 03 40<br />
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58 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
Seltsam: Was auch immer<br />
wir bauen, wird am Ende<br />
ein Sportwagen.<br />
DIE CAYENNE ELECTRIC MODELLE.<br />
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Ab sofort bestellbar im Porsche Zentrum Ulm/Neu-Ulm.<br />
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Cayenne Turbo Electric (WLTP): Stromverbrauch kombiniert: 22,3 – 20,4 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO₂-Klasse: A;<br />
Stand 11/<strong>2025</strong>
wirtschaft<br />
HARDER Logistics<br />
„Kunstvoller“ Schlussstein<br />
am Neubau in Neu-Ulm<br />
Fotos: Stephanie Lützen, Hermann Genth<br />
Mitte November wurde das neue Headquarter<br />
des Betriebsverlagerers HARDER<br />
logistics im Gewerbegebiet Riffelbank in<br />
Neu-Ulm fertiggestellt. Bei der Inbetriebnahme<br />
platzierte Johannes Danieli, Prokurist<br />
von HARDER logistics, symbolisch<br />
einen gewichtigen Schlussstein in Form<br />
von Kunst am Bau - ein Geschenk des<br />
Bauunternehmers Blautal. Tieflader und<br />
Kran waren im Einsatz, um das 13 t<br />
schwere Werk aus Beton, das auf sieben<br />
Meter Länge den Firmennamen<br />
zeigt, in Position<br />
zu bringen.<br />
Marcello Danieli, geschäftsführender<br />
Gesellschafter<br />
bei HARDER logistics,<br />
zeigt sich zufrieden:<br />
„Dank der soliden<br />
Bauplanung können wir<br />
unsere neue Immobilie<br />
bereits zwölf Monate nach<br />
dem Spatenstich, und damit<br />
zwei Monate früher<br />
Marcello Danieli, Johannes Danieli<br />
als geplant, beziehen. Zusätzlich sind wir<br />
unterhalb der veranschlagten Kosten geblieben.“<br />
In direkter Nachbarschaft zu der im<br />
Jahr 2022 eröffneten vollautomatisierten<br />
Containerlagerhalle sind jetzt eine große<br />
Logistikhalle mit 4800 m² Fläche und ein<br />
800 m² großes, zweigeschossiges Bürogebäude<br />
entstanden. Zudem stehen<br />
4.500 m² Freiflächen für Logistik und<br />
den Fuhrpark zur Verfügung.<br />
„Mit diesem Neubau<br />
bekennt sich Harder logistics<br />
zu seiner Heimatregion<br />
und zeigt, dass nachhaltiges<br />
Wirtschaften, innovative<br />
Logistiklösungen<br />
und regionale Verantwortung<br />
miteinander<br />
vereinbar sind“, erklärte<br />
Alexander Müller, geschäftsführender<br />
Gesellschafter<br />
der Blautal Bauunternehmen.<br />
Marcello und Johannes Danieli vor dem neuen,<br />
7 Meter breiten Firmen-Schriftzug<br />
Bühne frei für die Besten<br />
IHK Ulm feiert Spitzenleistungen<br />
bei Aus- und Weiterbildung<br />
Volles Haus bei der „Best of…“-Veranstaltung <strong>2025</strong><br />
im Roxy: IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell begrüßt<br />
die Gäste.<br />
IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell, Elisabeth Sägmüller<br />
(Landesbeste im Beruf Tierpfleger), Rebecca Harnau (Bundesbeste<br />
im Beruf Industriemechaniker), IHK-Hauptgeschäftsführerin<br />
Petra Engstler-Karrasch.<br />
Unter dem Leitgedanken ‘Teil sein‘ wurde<br />
das Roxy Ulm für die „Best of…“-Veranstaltung<br />
der IHK Ulm am 18. November<br />
zum Treffpunkt junger Talente. In der<br />
besonderen Atmosphäre der ehemaligen<br />
Industriehalle feierten über 500 Gäste<br />
aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft<br />
die 78 besten Absolventen der dualen<br />
Aus- und Weiterbildung – und setzten<br />
damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt,<br />
Vielfalt und Zukunftsmut.<br />
Petra Engstler-Karrasch, Hauptgeschäftsführerin<br />
der IHK Ulm, betonte bei<br />
der Eröffnung der Veranstaltung: „‘Teil<br />
sein‘ heißt auch, Chancen zu nutzen und<br />
sich weiterzuentwickeln. Es macht Mut<br />
zu sehen, mit welcher Entschlossenheit<br />
die jungen Menschen ihren Weg gehen.“<br />
„Die heute ausgezeichneten Absolventen<br />
zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial<br />
in unserer Region steckt“, zeigte sich<br />
der Präsident der IHK Ulm, Dr. Jan Stefan<br />
Roell, überzeugt. „‘Teil sein‘ bedeutet,<br />
gemeinsam Verantwortung zu übernehmen<br />
– für die eigene Zukunft und für die<br />
Zukunft unserer Wirtschaft. Die duale<br />
Ausbildung ist und bleibt ein zentraler<br />
Pfeiler unserer regionalen Stärke.“<br />
Im Jahr <strong>2025</strong> haben bei der IHK Ulm<br />
2.854 Personen eine Aus- oder Weitebildung<br />
erfolgreich abgeschlossen, wovon<br />
78 mit einem Preis und 225 mit einer<br />
Belobigung ausgezeichnet wurden. Neben<br />
den Absolventen ehrte die IHK Ulm<br />
auch jene, ohne die das System der beruflichen<br />
Bildung nicht funktionieren würde:<br />
die ehrenamtlichen Prüfer. Ausgezeichnet<br />
wurden 76 Ehrenamtliche,<br />
die seit 10, 20 oder sogar 30 Jahren in<br />
den Prüfungsausschüssen mitwirken.<br />
Fotos: Armin Buhl/IHK Ulm<br />
60 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
anzeige | wirtschaft<br />
Krankenversicherung – modern und flexibel<br />
SIGNAL IDUNA mit neuer<br />
PKV-Produktlinie „privat-SI"<br />
Der Einstiegstarif START-SI für preisbewusste<br />
Kundinnen und Kunden bietet<br />
einen soliden PKV-Basisschutz mit Leistungen,<br />
die oft über dem gesetzlichen Niveau<br />
liegen. So werden beispielsweise<br />
Heilpraktikerleistungen bis zu 750 Euro<br />
pro Jahr erstattet, Sehhilfen mit bis zu<br />
300 Euro bezuschusst und Zahnersatz bis<br />
zu 75 Prozent übernommen. „Nach drei,<br />
fünf oder sieben Jahren ist ein Wechsel in<br />
einen höheren Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung<br />
möglich“, ergänzt Uwe<br />
Babutzka, Bezirksdirektor von SIGNAL<br />
IDUNA in Neu Ulm.<br />
KOMFORT-SI bietet erweiterte Leistungen<br />
und freie Arztwahl inklusive Chefarztbehandlung<br />
und Unterbringung im<br />
Zweibettzimmer. Uwe Babutzka: „Im<br />
Dentalbereich erstattet KOMFORT-SI<br />
zum Beispiel 85 Prozent für Implantate.“<br />
Umfangreiche Familienleistungen beinhalten<br />
unter anderem Pränataldiagnostik,<br />
Haushaltshilfe bei Erkrankung, Familienzimmer<br />
bei Entbindung und Beitragsbefreiung<br />
im Elterngeldbezug.<br />
Der Premiumtarif EXKLUSIV-SI bietet<br />
unter anderem umfassenden Schutz mit<br />
freier Krankenhauswahl, Chefarztbehandlung,<br />
alternativen Heilmethoden<br />
und Top-Leistungen beim Zahnarzt, wie<br />
beispielsweise 90 Prozent Erstattung für<br />
Implantate.<br />
Die Produktlinie „privat-SI" zeichnet sich<br />
aus durch moderne Services, flexible<br />
Anpassungsmöglichkeiten und umfassende<br />
Leistungen für die ganze Familie.<br />
Gesundheitsschutz im Ausland ist inklusive.<br />
Die SIGNAL IDUNA-Gesundheitswelt<br />
und die „Meine SI Mobile“-App<br />
ergänzen den Versicherungsschutz um<br />
wertvolle digitale Angebote – vom<br />
Präventionskurs bis zur digitalen Rechnungsverwaltung.<br />
Weitere Informationen gibt es in der SIGNAL IDUNA-Bezirksdirektion<br />
von Uwe Babutzka & Team.<br />
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Nötigste, sondern<br />
das Beste.<br />
Mit mehr Leistungen für Sie da:<br />
unsere erstklassige<br />
private Krankenversicherung.<br />
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Bezirksdirektion Uwe Babutzka<br />
Geroldstraße 12,89233 Neu-Ulm<br />
Telefon 07307 34264<br />
uwe.babutzka@signal-iduna.net<br />
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wirtschaft<br />
Fotostudio Jürgen Hofstätter,<br />
Ulm-Söflingen<br />
Image- und Bewerbungsfotos:<br />
der Booster für Ihre Karriere!<br />
Im Arbeitsleben gilt: Das richtige Bewerbungsfoto öffnet Karrieretüren.<br />
Ob Autorenprofil, Wahlkampfplakat oder Teamvorstellung– mit den<br />
passenden Imagefotos setzen sich Unternehmer ins richtige Licht. Jürgen<br />
Hofstätter hat in diesem Bereichen Expertise. Er kennt Tricks und Trends.<br />
DRUCK<br />
ADRESSMANAGEMENT<br />
Bewerbungsfotos sind alle gleich? Nicht<br />
so im Fotostudio Hofstätter in Ulm-Söflingen.<br />
Inhaber Jürgen Hofstätter möchte<br />
seine Kunden zu moderneren Varianten<br />
ermutigen. Doch was liegt im Trend?<br />
„Weg vom Hochformat, hin zum angeschnittenen<br />
Querformat“, weiß Hofstätter.<br />
Grund: „Bei dem richtigen Anschnitt<br />
blicken wir der Person direkt in die Augen,<br />
als würden wir ihr gegenübersitzen.“<br />
Das erzeugt Vertrauen.<br />
LETTERSHOP<br />
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Schubartstraße 21 · 73312 Geislingen/Steige<br />
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E-Mail: info@maurer-online.de<br />
www.maurer-online.de<br />
Daneben gibt es weitere Punkte, die ganz<br />
subtil die Ausstrahlung pushen. Zum Beispiel<br />
eine nach oben verlaufende Augenlinie,<br />
sozusagen als Positivlinie. „Wir kennen<br />
eine Menge Tricks, um mehr aus Ihrem<br />
Bewerbungsfoto herauszuholen“,<br />
schmunzelt der Fotograf. Manche verweisen<br />
auf ein Foto auf ihrem Handydisplay<br />
und möchten genauso aussehen. Doch<br />
viel wichtiger sei es, auf die Person individuell<br />
einzugehen und dabei die jeweilige<br />
Branche zu berücksichtigen.<br />
Daher nimmt sich Jürgen Hofstätter für<br />
Bewerbungsfotos viel Zeit, zum Beispiel<br />
für Vorabgespräche. Sind die Aufnahmen<br />
gemacht, wird es für die Kunden äußerst<br />
bequem. Sie müssen nicht warten, sondern<br />
gehen nach Hause, während Hofstätter<br />
die Fotos bearbeitet und in eine<br />
digitale Porträtbox hochlädt. „Kunden<br />
schauen sich zuhause die Fotos in Ruhe<br />
an, können sich mit ihrer Familie besprechen,<br />
Zweitmeinungen einholen und<br />
dann die gewünschten Motive online<br />
auswählen.“ Diese werden blitzschnell<br />
per E-Mail versandt, optimiert und ohne<br />
Wasserzeichen versteht sich.<br />
KOMPETENZ AUSSTRAHLEN –<br />
AUF ALLEN KANÄLEN<br />
Auch Imagebilder gewinnen an Bedeutung.<br />
„Viele Firmenchefs möchten sich<br />
aussagekräftig darstellen. Für die eigene<br />
Homepage, Business-Portale aber beispielsweise<br />
auch für Vorträge oder in<br />
62 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
Form eines Autorenbilds.“ Jürgen Hofstätter<br />
macht die Aufnahmen entweder<br />
bei der Firma oder in seinem Studio.<br />
Teamvorstellungen, bei denen Mitarbeiter<br />
einzeln abgebildet werden, sollten<br />
professionell in einem Stil fotografiert<br />
werden. Dies symbolisiert sowohl eine<br />
einheitliche, saubere Darstellung nach<br />
Außen, als auch Teamspirit. Durch seine<br />
Shootings für Wahlkampfplakate weiß<br />
Hofstätter, wie wichtig die visuelle Präsentation<br />
ist. Wie Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit<br />
auf die Betrachter<br />
überspringen. Fazit: „Wir machen Imageund<br />
Bewerbungsfotos für Leute, die etwas<br />
aus sich machen wollen.“ dwi n<br />
Fotos: Jürgen Hofstätter
<strong>top</strong> magazin präsentiert Ideen und<br />
Neuheiten im Bereich Bauen und Wohnen<br />
Fotos: Fotolia.de (KB3, 2mmedia, js photo)<br />
<strong>NEU</strong>ERÖFFNUNG<br />
Foto: Kährs Parkett Deutschland<br />
Showroom für exklusive Bodenbeläge – Eberhardtstraße 3 – 89073 Ulm
auen & wohnen<br />
Kaipf – Der textile Einrichter seit über 100 Jahren<br />
20 Jahre textile Vielfalt<br />
in der Dreiköniggasse<br />
Zwei Jahrzehnte, ein Standort, viele Geschichten: Wer heute durch die Dreiköniggasse in Ulm schlendert, kommt an<br />
einem Namen kaum vorbei – Kaipf. Seit nunmehr 20 Jahren ist das traditionsreiche Unternehmen hier zuhause und<br />
hat sich als textiler Einrichter einen festen Platz im Stadtbild und in den Herzen vieler Ulmerinnen und Ulmer<br />
gesichert. Ein Jubiläum, das nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch zum Innehalten und Zurückblicken bietet.<br />
Fotos: Kaipf, Bielefelder Werkstätten (BW), pictureagency<br />
Die Geschichte von Kaipf beginnt bereits<br />
1919. Otto Kaipf legte in der Ulmer Fischergasse<br />
den Grundstein für das, was<br />
heute als moderner Raumaustatterbetrieb<br />
bekannt ist. Über vier Generationen<br />
hinweg entwickelte sich das Unternehmen<br />
stetig weiter, passte sich an neue<br />
Wohntrends an und blieb dabei doch immer<br />
seinen Wurzeln treu. Die große Jubiläumsfeier<br />
zum 100-Jährigen Bestehen<br />
im Jahr 2019 ist noch in guter Erinnerung<br />
– ein Beweis für die Beständigkeit<br />
und das Vertrauen, das Kaipf in der Region<br />
genießt.<br />
Mit dem Umzug in die Dreiköniggasse im<br />
Jahr 2006 begann für Kaipf ein neues Kapitel.<br />
Die zentrale Lage mitten in Ulm<br />
brachte frischen Wind und neue Möglichkeiten.<br />
Der Showroom wurde zum Treffpunkt<br />
für alle, die auf der Suche nach Inspiration<br />
für die eigenen vier Wände sind.<br />
Hier treffen Tradition und Zeitgeist auf-<br />
Annette Krauch, Claudia Kaipf-Glöckle<br />
einander: Während draußen das geschäftige<br />
Treiben der Innenstadt pulsiert, findet<br />
man drinnen Ruhe, Beratung und<br />
kreative Ideen für individuelle Raumkonzepte.<br />
Ob es um das Gestalten oder Renovieren<br />
von Wohnräumen geht – Kaipf bietet<br />
Komplettlösungen, die auf die Wünsche<br />
der Kundschaft zugeschnitten sind.<br />
Hinter dem Namen steht ein Team aus erfahrenen<br />
Raumausstattern, Näherinnen<br />
und Polsterern, das mit handwerklichem<br />
Können und viel Liebe zum Detail arbeitet.<br />
In den eigenen Werkstätten in Neu-<br />
Ulm werden Gardinen genäht und Polstermöbel<br />
in der Polsterei aufgearbeitet<br />
und neu bezogen.<br />
Kaipf versteht sich als Komplettanbieter<br />
bei der Gestaltung von Räumen – immer<br />
mit dem Anspruch, individuelle Wünsche<br />
zu erfüllen und Räume zum Leben<br />
zu erwecken. Die Beratung reicht dabei<br />
64 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
auen & wohnen<br />
Das 20-jährige Jubiläum in der Dreiköniggasse<br />
ist für Kaipf mehr als nur ein<br />
runder Geburtstag. Es ist ein Zeichen für<br />
Beständigkeit in einer sich ständig wandelnden<br />
Branche – und für die Fähigkeit,<br />
Tradition und Innovation miteinander zu<br />
verbinden. Wer heute die Räume von<br />
Kaipf betritt, spürt die Geschichte, aber<br />
auch die Lust auf Neues. So bleibt das Unternehmen<br />
auch nach 20 Jahren am<br />
Standort ein verlässlicher Partner für<br />
alle, die ihr Zuhause gestalten, renovieren<br />
oder einfach ein Stück schöner machen<br />
wollen.<br />
Wir<br />
gestalten<br />
und renovieren<br />
für Sie<br />
Jubiläumsangebote erwarten<br />
Sie in der Dreiköniggasse.<br />
von der ersten Idee über Farbkonzepte<br />
und Materialmuster zu den finalen Umsetzungen,<br />
ganz gleich ob es um ein neues<br />
Sofa, maßgefertigte Vorhänge, Bodenbeläge<br />
oder um eine Gesamtplanung<br />
geht.<br />
Geleitet wird das Unternehmen heute<br />
von Annette Krauch und Claudia<br />
Kaipf-Glöckle. Die Geschäftsführung<br />
steht für Kontinuität und Innovation<br />
gleichermaßen. Mit einem offenen Ohr<br />
für die Wünsche der Kundschaft und einem<br />
sicheren Gespür für Trends führen<br />
sie das Familienunternehmen in die Zukunft<br />
– stets mit dem Ziel, Qualität, Service<br />
und handwerkliche Tradition zu verbinden.<br />
... Böden<br />
... Parkett<br />
... Wände<br />
... Gardinen<br />
... Polstermöbel<br />
... Planungen<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
65<br />
Dreikönigsgasse 18<br />
89073 Ulm<br />
www.kaipf-ulm.de
auen & wohnen<br />
Die Sanierung des Fischerhofs<br />
Neues Leben im Herzen<br />
von Illerberg<br />
Mitten im Ortskern von Vöhringen-Illerberg erstrahlt ein historisches Juwel in<br />
neuem Glanz: der Fischerhof. Er war ehemals das größte Anwesen im Ort,<br />
teilte aber das Schicksal vieler landwirtschaftlicher Anwesen. Mit der Aufgabe<br />
der Landwirtschaft vor 20 Jahren war er dem Verfall preisgegeben.<br />
Das 11.000 qm große Areal bestand aus<br />
einer Ansammlung von 7 größtenteils<br />
baufälligen Gebäuden, die im Laufe des<br />
letzten Jahrhunderts in unterschiedlichsten<br />
Stilen errichtet wurden. Alle Gebäude<br />
wurden von Stefan Kast komplett<br />
saniert und sind nun sogar um zwei neue<br />
Gebäude ergänzt worden.<br />
Ziel der Komplettsanierung war es, das<br />
Anwesen als Ganzes zu erhalten und in<br />
die nächste Generation zu führen, indem<br />
das alte Bauernhaus, Scheunen und<br />
Stallungen von Grund auf hergerichtet,<br />
modernisiert und durch die Gestaltung<br />
zu einem harmonischen Ganzen zusammengeführt<br />
wurden. Sie sollen zukünftig<br />
als Wohnungen und Gewerbehallen<br />
dienen.<br />
und Hallen sind bereits vermietet. Das<br />
Ziel der Sanierung war von Anfang an<br />
klar: Die historische Substanz sollte<br />
erhalten werden, moderne Elemente<br />
behutsam eingefügt werden. Für die Bauherren<br />
war das Wichtigste jedoch, dass<br />
das ganze Ensemble in das Ortsbild passt.<br />
„Für eine derartig umfangreiche Sanierung<br />
braucht man eine Vision, Kreativität<br />
und Durchhaltevermögen. Immer<br />
wieder traten bauliche Herausforderungen<br />
auf, für die wir dann kostengünstige<br />
und zugleich ästhetisch ansprechende<br />
Lösungen finden mussten“, berichtet<br />
seine Frau, Claudia Kast. Gemeinsam<br />
wollen sie mit ihrem Projekt anderen<br />
Mut machen, alte bestehende Gebäude<br />
zu erhalten.<br />
Fotos: Wohnsinn Kast<br />
„Natürlich hätten wir alle Gebäude abreißen<br />
können und das Gelände an einen<br />
Bauträger verkaufen können, der mit<br />
funktionaler Maximalbebauung das Ortsbild<br />
negativ verändert hätte. Das konnten<br />
wir besser!“, meinte schmunzelnd Stefan<br />
Kast, der Ulmer Einrichter und Inhaber<br />
der Firma wohnsinn, der auf dem<br />
Fischerhof aufgewachsen ist.<br />
Die Sanierung des Fischerhofs war ein<br />
Kraftakt. Die Gebäude wurden zum Teil<br />
komplett entkernt und in nur zwei<br />
Jahren bis zur Fertigstellung im Oktober<br />
<strong>2025</strong> mit viel Leidenschaft und Sachverstand<br />
renoviert. Die ersten Wohnungen<br />
HISTORISCHES BEWAHREN,<br />
MODERNES SCHAFFEN<br />
Herzstück des Fischerhofs ist das im Jahr<br />
1880 erbaute prächtige Bauernhaus, das<br />
auch Stallungen und Gesinderäume beherbergte.<br />
Es war viele Jahre prägendes<br />
Element des Ortsbildes. Doch wie so viele<br />
alte Bauernhäuser ist es auch seit rund<br />
66 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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STILVOLL ∙ WERTIG ∙ NACHHALTIG<br />
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10 Jahren unbewohnt. Das Gebäude verfiel<br />
zusehends, bis es zuletzt unbewohnbar<br />
war.<br />
Nun, nach einer aufwändigen und liebevollen<br />
Sanierung, ist aus dem einstigen<br />
Sorgenkind ein echtes Schmuckstück geworden,<br />
das Tradition und Moderne auf<br />
einzigartige Weise verbindet.<br />
Besonderes Augenmerk lag auf der behutsamen<br />
Integration historischer Elemente<br />
in die moderne Wohnwelt. Das alte<br />
Ziegelmauerwerk wurde mit einem von<br />
Stefan Kast selbst entwickelten Verfahren<br />
sorgfältig saniert und in jeder Wohnung<br />
wie ein Kunstwerk in die Wandgestaltung<br />
eingebunden. In den Dachgeschosswohnungen<br />
sorgt das offene Dachgebälk<br />
für ein einzigartiges Raumgefühl,<br />
während im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss<br />
bodentiefe Fenster viel Licht in<br />
die Räume lassen. Die Balkone, die an allen<br />
Wohnungen im Erdgeschoss und ersten<br />
Obergeschoss angebaut wurden, bieten<br />
zusätzlichen Freiraum. Die Raumaufteilung<br />
ist vom Profi durchdacht und<br />
macht die Einrichtung leicht – ein oft<br />
unterschätzter Aspekt in der Planung<br />
eines solchen Projekts.<br />
Auch energetisch wurde der Fischerhof<br />
auf den neuesten Stand gebracht. Die Sanierung<br />
erfolgte nach KfW 70 Standard,<br />
was eine hohe Energieeffizienz garantiert.<br />
Die Fußbodenheizung auf Holzpellet-<br />
Basis sorgt für behagliche Wärme, die Außenwände<br />
und das Dach wurden mit Holzfaserplatten<br />
gedämmt – ein ökologisch<br />
sinnvoller und nachhaltiger Baustoff.<br />
Insgesamt entstanden 18 Wohnungen<br />
mit Größen zwischen 50 und 70 Quadratmetern.<br />
Die Erdgeschosswohnungen<br />
sind barrierefrei gestaltet, sodass auch<br />
Menschen mit eingeschränkter Mobilität<br />
hier ein neues Zuhause finden können.<br />
Jede Wohnung ist mit einer hochwertigen<br />
Einbauküche ausgestattet.<br />
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Bei der Auswahl der Materialien wurde<br />
größter Wert auf Qualität und Wohngesundheit<br />
gelegt. Kalkputze, die Feuchtigkeit<br />
aufnehmen und wieder abgeben können,<br />
sorgen für ein angenehmes Raumklima.<br />
Die Böden sind mit Naturstein und<br />
Eichenparkett belegt – Materialien, die<br />
nicht nur schön aussehen, sondern auch<br />
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auen & wohnen<br />
langlebig und nachhaltig sind. „Die letzten<br />
fünf Prozent der Arbeiten machen<br />
50 bis 60 Prozent der Wirkung“, ist die<br />
Überzeugung von Stefan Kast. Wer die<br />
Wohnungen betritt, spürt sofort, wie viel<br />
Liebe zum Detail hier eingeflossen ist:<br />
Fischgratdesign auf der Haustür, Fischgrat-Parkett,<br />
indirekte Beleuchtung im<br />
Treppenhaus, Rundbögen als wiederkehrendes<br />
Gestaltungselement und ein sich<br />
über alle Gebäude erstreckendes, feinabgestimmtes<br />
Farbkonzept – all das schafft<br />
eine unverwechselbare Wohlfühlatmosphäre.<br />
Auch die Außenanlagen wurden mit Sinn<br />
für Schönheit gestaltet. Geschwungene<br />
Wege, bepflanzte Beete und Bäume fügen<br />
sich harmonisch in das Gesamtbild und<br />
laden zum Verweilen ein. Die ehemaligen<br />
Stallungen wurden ebenfalls saniert und<br />
bieten nun moderne Lager- und Gewerbeflächen<br />
– ein weiterer Beitrag zur Belebung<br />
des Ortskerns.<br />
Der Fischerhof soll älteren und jüngeren<br />
Menschen ein neues Zuhause geben, denen<br />
ein wesentlich höherer Wohnkomfort<br />
auch etwas mehr wert ist – eine Ausgabe,<br />
die sich schnell in Wohlbefinden auszahlen<br />
dürfte. Trotz extrem ruhiger Illerberger<br />
Dorflage bieten die nahegelegenen<br />
Städte Senden, Vöhringen und Illertissen<br />
eine große Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten<br />
und soziale Infrastruktur. Wem das<br />
nicht reicht, ist dank des nahen Anschlusses<br />
an die A7 in einer Viertelstunde mit<br />
dem Auto mitten in Ulm und in einer dreiviertel<br />
Stunde in Kempten.<br />
Das hohe Maß an Interesse, Akzeptanz<br />
und Zuspruch für das Projekt Fischerhof<br />
zeigt, dass es auch heute mit dem entsprechenden<br />
Engagement möglich ist,<br />
mit Kreativität und ästhetischem Anspruch<br />
lebenswert zu bauen und Gebäude<br />
zu erhalten.<br />
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Wohnmarktbericht von Hirn Immobilien<br />
Trends und<br />
Entwicklungen in<br />
Ulm, Neu-Ulm und<br />
Umgebung<br />
Der regionale Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung – das zeigt der<br />
neue Wohnmarktbericht <strong>2025</strong>/2026, den die Hirn Immobilien GmbH<br />
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt<br />
Nürtingen-Geislingen (HfWU) veröffentlicht hat.<br />
Im Fokus stehen Ulm, Neu-Ulm und die<br />
angrenzenden Gemeinden, deren Entwicklungen<br />
und Besonderheiten in einer<br />
Zeit des Wandels und der Konsolidierung<br />
detailliert beleuchtet werden. Die Analyse<br />
basiert auf einer breiten Datenbasis,<br />
die überwiegend von Real Estate Pilot<br />
stammt, einem der führenden Anbieter<br />
von Immobilienmarktdaten. Über 35 Millionen<br />
Datensätze aus der GeoMap-Datenbank<br />
wurden ausgewertet, um Trends<br />
seit 2014 sichtbar zu machen.<br />
„Der Markt befindet sich in einer Phase<br />
der Konsolidierung. Wer realistisch handelt<br />
und auf fundierte Daten setzt, kann<br />
die Chancen dieser neuen Marktlage nutzen“,<br />
betont Johannes Hirn, Geschäfts-<br />
führer von Hirn Immobilien, der den Bericht<br />
am 25. September gemeinsam mit<br />
Sebastian Hirn und Prof. Dr. Carsten Lausberg<br />
vorgestellt hat. „Die Zinswende der<br />
vergangenen Jahre hat Spuren hinterlassen:<br />
Während die Kaufpreise in einigen<br />
Segmenten leicht nachgegeben haben,<br />
steigen die Mieten – vor allem im mittleren<br />
und unteren Bereich – weiter an.“<br />
Eigenkapitalstarke Käufer finden aktuell<br />
attraktive Einstiegsmöglichkeiten, während<br />
Mieter zunehmend unter dem Mangel<br />
an Neubauten leiden. Der Bericht liefert<br />
hierzu nicht nur Zahlen, sondern<br />
auch praxisnahe Analysen und Visualisierungen,<br />
die Entwicklungen und Zusammenhänge<br />
anschaulich machen.<br />
Neu im diesjährigen Bericht sind detaillierte<br />
Auswertungen zur Angebotsdauer<br />
und Mietrendite. Diese bieten Eigentümern,<br />
Kaufinteressenten und Mietern einen<br />
echten Mehrwert: Sie erhalten einen<br />
Überblick darüber, wie lange Immobilien<br />
durchschnittlich am Markt sind und welche<br />
Renditen aktuell erzielt werden können.<br />
„Mit den aktuellen Daten zu Renditen<br />
und Angebotsdauern sowie neuen Visualisierungen<br />
liefert der Marktbericht frische<br />
Erkenntnisse zum Wohnen in Ulm<br />
und Umgebung“, erklärt Prof. Dr. Burkhardt<br />
Hoppenstedt von der HfWU. Die<br />
Zusammenarbeit zwischen Hirn Immobilien<br />
und der Hochschule hat sich dabei<br />
erneut bewährt – bei der offiziellen Vorstellung<br />
des Berichts Ende September<br />
konnten die Experten Fragen aus dem<br />
Publikum fundiert und praxisnah beantworten.<br />
Prof. Dr. Carsten Lausberg, Johannes Hirn, Sebastian Hirn<br />
Der Wohnmarktbericht versteht sich als<br />
Leitfaden für alle, die sich für den Immobilienmarkt<br />
in der Region interessieren –<br />
sei es als Eigentümer, Käufer oder Mieter.<br />
Er bietet eine Vielzahl an Daten zu allen<br />
Stadtteilen Ulms und Neu-Ulms sowie zu<br />
den meisten Umlandgemeinden und liefert<br />
Analysen mit teils überraschenden<br />
Ergebnissen. Damit trägt der Bericht<br />
dazu bei, Entscheidungen auf eine solide<br />
Grundlage zu stellen und die Entwicklungen<br />
am Markt besser einordnen zu<br />
können.<br />
Fotos: HIRN Immobilien<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
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240 m²<br />
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738 m²<br />
Zimmer<br />
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240 m²<br />
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Fridolin Renz aus Altheim lebte bereits<br />
längere Zeit mit einer Teilprothese<br />
im Oberkiefer, bevor weitere Zähne<br />
verloren gingen.<br />
Vieles konnte er nicht mehr richtig kauen, und<br />
zum Lachen war ihm oft nicht zumute. Doch<br />
heute genießt er sein Leben wieder, denn<br />
mit seinen neuen „Dritten“ kann er wieder<br />
herzhaft lachen. Dr. Michael Weiß von OPUS<br />
DC in Ulm setzte seinem Patienten in nur zwei<br />
Stunden vier Implantate in den Oberkiefer ein<br />
und befestigte daran den Zahnersatz – „Feste<br />
dritte Zähne an einem Tag“. „Das war genau<br />
das, was ich suchte!“, sagt Fridolin Renz heute<br />
begeistert.<br />
Wenn Prothesen an ihre Grenzen<br />
stoßen<br />
Viele Patienten stellen sich vor einer<br />
Implantation ähnliche Fragen: „Kann ich<br />
damit wirklich fest zubeißen?“, „Rutscht die<br />
Prothese?“, „Wie groß sind die Schmerzen?“<br />
oder „Wie lange halten meine neuen Zähne?“.<br />
Gerade ältere Menschen leiden häufig<br />
unter eingeschränktem Kauvermögen oder<br />
Zahnlosigkeit; der Genuss am Essen und<br />
das unbeschwerte Lächeln gehen verloren.<br />
Doch moderne Implantate bieten heute<br />
sichere Lösungen, selbst bei geringem<br />
Knochenangebot.<br />
Das Team der OPUS Dental Clinic setzt dabei<br />
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sind. Diese Technik erlaubt es, vier bis sechs<br />
Implantate zu setzen und sofort eine feste<br />
Brücke zu verankern – meist ganz ohne<br />
Knochenaufbau.<br />
Die Methode ist ideal für alle, die sich<br />
wieder einen festen Biss, ein natürliches<br />
Lächeln und mehr Lebensqualität wünschen.<br />
Das hochwertige Implantatmaterial ist<br />
körperverträglich, langlebig und sorgt für ein<br />
natürliches Kaugefühl.<br />
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Hand – seit über 30 Jahren<br />
Bei OPUS DC arbeiten Implantologen, die<br />
Implantatprothetik und Zahntechniker des<br />
eigenen Labors, das sich durch seinen digitalen<br />
Workflow auszeichnet, bei diesem Eingriff sehr<br />
eng zusammen. „Mit der festen Brücke kann der<br />
Patient sofort viel besser kauen und sprechen“,<br />
so Dr. Margit Weiß. Patient Fridolin Renz<br />
strahlt über das ganze Gesicht und freut sich:<br />
„Mein großer Wunsch nach festen Zähnen ist<br />
in Erfüllung gegangen! Ich bin sehr dankbar<br />
dafür.“<br />
Solche Praxisbeispiele belegen, wie sehr<br />
„Feste dritte Zähne an einem Tag“ die<br />
Lebensqualität verbessern können. Mit<br />
dieser Implantationsmethode können nahezu<br />
alle Menschen versorgt werden, bei denen<br />
keine Gegenanzeigen bezüglich einer OP<br />
bestehen. Seit 30 Jahren arbeitet das Team bei<br />
OPUS DC auf dem Gebiet der Implantologie<br />
und hat mit mehr als 25.000 gesetzten<br />
Implantaten einen reichen Erfahrungsschatz<br />
zu bieten. Dank der Vollnarkose können<br />
die Patienten die Behandlung komplett<br />
verschlafen und profitieren enorm von der<br />
hohen Zeitersparnis im Vergleich zu einem<br />
„normalen“ implantologischen Verfahren<br />
mit Knochenaufbau, das sich über 1,5<br />
Jahre hinziehen kann. Bei guter Mitarbeit<br />
der Patienten im Rahmen der häuslichen<br />
Mundhygiene hält diese Implantatversorgung<br />
viele Jahre. Das Ergebnis: feste, schöne Zähne,<br />
die vom ersten Tag an belastbar sind und sich<br />
anfühlen wie die eigenen.<br />
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Zähne am gleichen Tag nach<br />
der OP möglich.<br />
Dr. Margit Weiß<br />
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Implantate sind künstliche Zahnwurzeln. Mit der<br />
Operationsmethode können die Implantate hochpräzise,<br />
sicher und dauerhaft verankert werden – ohne<br />
schmerzhaften Knochenaufbau. Tausende erfolgreiche<br />
Implantationen bestätigen unsere Kompetenz und<br />
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Die Häufigkeit von weißem Hautkrebs in<br />
Deutschland hat sich in den letzten 20<br />
Jahren verdreifacht. Jährlich erkranken<br />
über 200000 Menschen. Basalzellkarzinome<br />
(BCC) und die aggressiveren<br />
Plattenepithelkarzinome (SCC), die auch<br />
metastasieren können, treten vor allem<br />
im Alter zwischen 50 und 70 Jahren<br />
meist an sonnenexponierten Stellen (Gesicht,<br />
Ohren, Kopfhaut, Hals) auf.<br />
Welche Risikofaktoren kennen wir?<br />
Hauptrisikofaktoren sind eine starke<br />
Exposition gegenüber UV-Strahlung<br />
(z. B. durch Outdoor-Sport wie Golfen,<br />
Segeln etc.), höheres Lebensalter und ein<br />
heller Hauttyp. Auch eine familiäre Disposition,<br />
eine frühere Strahlentherapie,<br />
ein geschwächtes Immunsystem und die<br />
Einnahme von bestimmten Medikamenten<br />
(Hydrochlorothiazid, Immunsuppressiva)<br />
können das Risiko steigern.<br />
Wie machen sich SCC und<br />
BCC bemerkbar?<br />
Häufig entwickeln sich zunächst unscheinbare,<br />
rauhe Hautveränderungen,<br />
sog. aktinische Keratosen. Sie sind Vorstufen<br />
des Plattenepithelkarzinoms, das<br />
sich später als schuppige gerötete Hautveränderung<br />
oder verkrustete, leicht blutende<br />
Wunde zeigt. Basalzellkarzinome<br />
machen sich oft als glänzende Knötchen,<br />
bisweilen mit zentraler Einziehung, oder<br />
auch nur als gerötetes, atrophisch wirkendes<br />
Hautareal bemerkbar.<br />
Wie werden BCC und<br />
SCC behandelt?<br />
Nach bioptischer Sicherung der Diagnose<br />
empfiehlt sich bei gut abgrenzbaren<br />
Tumoren oder Tumoren, die tief in das<br />
Gewebe eingedrungen sind, eine chirurgische<br />
Entfernung mit plastischer Rekonstruktion.<br />
Im Gesichtsbereich ist im<br />
Hinblick auf das ästhetische und funktionelle<br />
Ergebnis eine Kooperation zwischen<br />
Dermatologen und HNO- bzw.<br />
MKG-Chirurgen vorteilhaft.<br />
Weiterhin steht mit der photodynamischen<br />
Therapie (PDT) ein wirksames<br />
nich<strong>top</strong>eratives Verfahren zur Behandlung<br />
von Frühstadien und flächigen<br />
aktinischen Hautschädigungen zur Verfügung.<br />
Das Verfahren nutzt eine Creme,<br />
die sich nach Auftragen auf die erkrankte<br />
Haut in geschädigten Zellen anreichert.<br />
Unter Rotlichteinwirkung bildet sich<br />
reaktiver Sauerstoff, der erkrankte Zellen<br />
zerstört, ohne gesundes Gewebe zu beeinträchtigen.<br />
Empfehlenswert ist eine moderne Variante,<br />
die laserassistierte Tageslicht-PDT.<br />
Diese Behandlungsmethode ist im Gegensatz<br />
zur klassischen Rotlicht-Therapie<br />
schonender und verursacht kaum<br />
Schmerzen. Dadurch kann die Therapie<br />
auch für Menschen mit empfindlicher<br />
Haut oder großflächigen Bestrahlungsarealen<br />
komfortabel eingesetzt werden.<br />
Wenn ein SCC weit fortgeschritten ist<br />
oder nicht vollständig operiert werden<br />
kann, stehen neben der Strahlentherapie<br />
moderne immunonkologische Therapien<br />
(z.B. mit dem Antikörper Cemiplimab)<br />
zur Verfügung, die das körpereigene Immunsystem<br />
gezielt reaktivieren, sodass<br />
Tumorzellen wieder erkannt und bekämpft<br />
werden können. Gerade für ältere<br />
Menschen oder Patientinnen und Patienten<br />
mit schweren Begleiterkrankungen<br />
eröffnen sich damit neue Therapiemöglichkeiten.<br />
Weißer Hautkrebs ist heute in den meisten<br />
Fällen gut behandelbar, vorausgesetzt,<br />
er wird früh erkannt.<br />
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74 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
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Privatpraxis Dr. Haisch<br />
Anfang Dezember <strong>2025</strong> hat Dr. Sarie Ann Haisch (Fachärztin für<br />
Psychiatrie und Psychotherapie) ihre Privatpraxis von den bisherigen<br />
Räumen im Wiley-Gelände in das Gebäude der CuraMed<br />
Tagesklinik in Neu-Ulm verlegt.<br />
Dr. Haisch betreibt auch am neuen Standort<br />
weiterhin eine eigenständige Praxis<br />
mit dem Tätigkeitsschwerpunkt der<br />
stressassoziierten Erkrankungen wie z.B.<br />
Burnout, Erschöpfungsdepressionen und<br />
Panikattacken.<br />
„Die räumliche Zusammenlegung hat<br />
den Vorteil, dass beiderseitig Synergien<br />
genutzt werden können und somit ein<br />
umfassendes Angebot an ambulanter<br />
und teilstationärer Behandlung an einem<br />
Standort angeboten werden kann. Auch<br />
die interdisziplinäre Zusammenarbeit<br />
mit den anderen Facharztpraxen im Gesundheitscampus<br />
Neu-Ulm bedeutet<br />
eine noch bessere psychosomatische Betreuung<br />
der Patientinnen und Patienten.“<br />
Bernd M. Scheffold, Geschäftsführer<br />
der CuraMed-Gruppe, freut sich auf die<br />
Zusammenarbeit mit Frau Dr. Haisch.<br />
„Die neue Privatpraxis ist eine attraktive<br />
Erweiterung des Angebots bei der ambulanten<br />
Versorgung der Patientinnen und<br />
Patienten.“<br />
Dr. Sarie Ann Haisch, Bernd M. Scheffold<br />
Fotos: CuraMed, Hermann Genth<br />
Praxis Dr. Haisch<br />
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Erschöpfungsdepression / Burnout<br />
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Resilienzförderung und Burnoutprävention<br />
Dr. med. Sarie Ann Haisch<br />
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie<br />
Bahnhofstr. 37 . 89231 Neu-Ulm<br />
info@praxis-haisch.de<br />
WWW.PRAXIS-HAISCH.DE<br />
76 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
anzeige | medizin<br />
Check-up im MRT<br />
Vorsorge neu gedacht<br />
Wir planen unseren Alltag, unsere Finanzen, unseren Urlaub – aber unsere Gesundheit?<br />
Die bekommt oft erst Aufmerksamkeit, wenn etwas weh tut. Moderne Vorsorgemedizin setzt früher an:<br />
Krankheiten entdecken, bevor sie Beschwerden machen. Eine Möglichkeit dafür ist das Ganzkörper-MRT.<br />
Was passiert bei einem<br />
Ganzkörper-MRT?<br />
Das MRT arbeitet mit einem Magnetfeld<br />
und Radiowellen – ohne Röntgenstrahlen.<br />
Der Körper wird in feine Schichten<br />
„durchleuchtet“, vom Kopf über die<br />
Wirbelsäule bis in den Bauch- und Beckenbereich.<br />
So können unter anderem<br />
erkannt werden:<br />
• Tumore und Raumforderungen ab<br />
einer bestimmten Größe<br />
• auffällige Veränderungen an Organen<br />
• Entzündungen und größere Gefäßveränderungen<br />
• deutliche Verschleißveränderungen<br />
an der Wirbelsäule<br />
Das Ziel: Mögliche Risiken frühzeitig<br />
sehen und im Anschluss gezielt weiter<br />
abklären lassen.<br />
Für wen ist das interessant?<br />
Ein Ganzkörper-MRT eignet sich besonders<br />
für Menschen, die:<br />
• ihre Gesundheit aktiv im Blick behalten<br />
wollen<br />
• wenig Zeit für viele einzelne<br />
Arzttermine haben<br />
• familiäre Risiken kennen und<br />
„ruhiger schlafen“ möchten<br />
• nach einer Phase hoher Belastung<br />
wissen wollen: „Ist bei mir alles okay?“<br />
Wichtig: Ein Ganzkörper-MRT ersetzt<br />
nicht die Hausarzt- oder Facharztvorsorge,<br />
kann diese aber sinnvoll ergänzen.<br />
Dr. Christian Nitsch, Dr. Bettina Ammann, Dr. Alexander Ehrhardt, Tobias Benz<br />
Wie läuft die<br />
Untersuchung ab?<br />
Zuerst erfolgt ein kurzes Gespräch mit<br />
dem Radiologen über Vorerkrankungen,<br />
Wünsche und Fragen. Anschließend<br />
liegen Sie etwa 45 - 60 Minuten bequem<br />
im MRT-Gerät. Über Kopfhörer haben Sie<br />
Kontakt zum Team, häufig läuft Musik.<br />
Nach der Untersuchung werden die<br />
Bilder ausgewertet und die Ergebnisse in<br />
einem persönlichen Gespräch erklärt –<br />
verständlich, ohne Fachchinesisch und<br />
mit konkreten Empfehlungen für das<br />
weitere Vorgehen.<br />
Wo wird die Untersuchung<br />
durchgeführt?<br />
Die RADIOLOGIE SEDELHÖFE, eine hochmoderne<br />
radiologische Privatpraxis in<br />
Ulm, bietet Ganzkörper-MRT-Vorsorge:<br />
• mit <strong>top</strong>aktueller Technik<br />
• zentraler Lage und kurzen<br />
Wartezeiten<br />
• und viel Zeit für Aufklärung und<br />
Fragen<br />
Da es sich um eine Vorsorgeleistung<br />
handelt, übernehmen gesetzliche Krankenkassen<br />
die Kosten in der Regel nicht.<br />
Private Versicherer erstatten je nach<br />
Vertrag ganz oder teilweise.<br />
Vorsorge als Investition<br />
Ein Ganzkörper-MRT ist kein Angst-Test,<br />
sondern ein Werkzeug für Menschen, die<br />
Verantwortung für ihre Gesundheit<br />
übernehmen wollen. Es schafft Klarheit,<br />
gibt Sicherheit – und im Idealfall das<br />
schönste Ergebnis überhaupt: viele unauffällige<br />
Befunde.<br />
So wird Vorsorge vom „man müsste<br />
mal“ zu einer bewussten Entscheidung –<br />
für ein gesundes, gut informiertes Leben.<br />
Fotos: Radiologie Sedelhöfe (3)<br />
RADIOLOGIE SEDELHÖFE<br />
Privatpraxis<br />
Bahnhofplatz 6 · 89073 Ulm<br />
Telefon 0731 17607333<br />
www.radiologie-sedelhoefe.de<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
77
medizin<br />
Kompetenz unter einem Dach<br />
Zahnmedizin mit Weitblick in Ulm<br />
Wenn gemeinsame Werte auf spezialisierte Expertise treffen, entsteht Mehrwert: An der Neuen Straße 44<br />
in Ulm bündeln die Gemeinschaftspraxis Dr. Beck & Dr. Heilig und die Praxis Dr. Koller ihre Kompetenzen.<br />
Das Ergebnis ist ein modernes Praxiszentrum, das hochwertige Zahnmedizin für alle Generationen bietet.<br />
Das Besondere: Hier arbeiten Experten mit unterschiedlichen Schwerpunkten Hand in Hand.<br />
Fotos: AdobeStock (peopleimages), Dr. Claudia Koller (1), Dres. Beck/Heilig (3)<br />
HIGHTECH TRIFFT<br />
HANDWERKSKUNST<br />
Dr. Michael Beck und Dr. Andreas Heilig<br />
setzen auf innovative, digitale Zahnmedizin.<br />
Ihr Schwerpunkt liegt in der Implantologie<br />
sowie in computergestützten<br />
Keramikrestaurationen mittels CEREC –<br />
abdruckfrei, präzise und oft in einer einzigen<br />
Sitzung. Für exakte Diagnostik<br />
steht ein digitaler Volumentomograph<br />
bereit, der 3D-Aufnahmen liefert – Informationen,<br />
die mit herkömmlichen Röntgenbildern<br />
nicht möglich sind.<br />
Zum Team gehört Zahnarzt Dr. Sascha<br />
Hartschuh, ein auf Endodontie spezialisierter<br />
Kollege, der sich in der Praxis mit<br />
komplexen Wurzelkanalbehandlungen<br />
beschäftigt. Er betreut regelmäßig Überweisungsfälle<br />
aus der Region und ist nebenbei<br />
als Gutachter für die Zahnärztekammer<br />
tätig. Ergänzt wird das Spektrum<br />
der Gemeinschaftspraxis durch ästhetische<br />
Leistungen wie professionelles Bleaching<br />
und moderne Aligner-Therapie.<br />
„Wertarbeit ist bei uns gelebter Anspruch“,<br />
betont Dr. Beck. „Das zeigt sich in der Präzision<br />
unserer Arbeit – von der Diagnostik<br />
bis zur fertigen Versorgung – und auch in<br />
unserem Anspruch, immer auf dem neuesten<br />
Stand zu bleiben. Kontinuierliche Weiterbildung<br />
ist für uns selbstverständlich:<br />
Unser gesamtes Team besucht regelmäßig<br />
Fort- und Weiterbildungen, damit wir unseren<br />
Patienten stets die beste Behandlung<br />
bieten können.“<br />
ZAHNMEDIZIN FÜR ALLE<br />
LEBENSALTER<br />
Die gemeinsame High-Tech-Infrastruktur<br />
am Standort nutzt auch die Praxis von<br />
Dr. Claudia Koller. Ihre Schwerpunkte<br />
liegen in hochwertiger Prothetik, Parodontologie,<br />
Endodontie sowie Alterszahnheilkunde<br />
und Familienzahnmedizin.<br />
Auch sie setzt auf kontinuierliche<br />
Weiterbildung des gesamten Teams und<br />
modernste Behandlungsmethoden. Ihre<br />
Expertise ist in der Region besonders gefragt:<br />
Sie betreut sieben Pflegeheime und<br />
teilt ihre Arbeitszeit hälftig zwischen Praxis<br />
und mobiler Versorgung.<br />
In der Praxis profitieren Patienten jeden<br />
Alters von hochpräziser Prothetik und<br />
komplexen endodontischen Behandlungen.<br />
Die Familienzahnmedizin umfasst<br />
die Betreuung vom Kleinkind bis zum<br />
Seniorenalter – kompetent und immer<br />
auf dem neuesten Stand.<br />
Die mobile Versorgung erweitert das<br />
Leistungsspektrum: Dr. Koller schließt<br />
eine Versorgungslücke und behandelt<br />
Menschen, die nicht mehr in eine Praxis<br />
78 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
anzeige | medizin<br />
kommen können, mit derselben qualitativ<br />
hochwertigen zahnmedizinischen<br />
Versorgung und mit Augenmaß. Die Bedingungen<br />
vor Ort sind anspruchsvoll:<br />
kein Behandlungsstuhl, eingeschränkte<br />
Beleuchtung, Patienten, die nicht mehr<br />
mobil sind oder an Demenz leiden. Hier<br />
sind nicht nur fachliche Kompetenz, sondern<br />
auch Einfühlungsvermögen und<br />
Flexibilität gefragt<br />
„Diese besondere Arbeitsweise steht und<br />
fällt mit meinem Team“, betont Dr. Koller.<br />
„Sie schaffen im Hintergrund die komplette<br />
Logistik für zwei parallele Arbeitswelten,<br />
die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben,<br />
die perfekte Vorbereitung jeder<br />
mobilen Behandlung sowie den reibungslosen<br />
Ablauf in der Praxis. Ohne ihre Professionalität<br />
und Flexibilität wäre diese<br />
50/50-Aufteilung nicht möglich.“<br />
ZUSAMMENARBEIT<br />
AUF AUGENHÖHE<br />
Das Besondere am Praxiszentrum ist die<br />
gelebte interdisziplinäre Zusammenarbeit.<br />
Jeder Zahnarzt hat seine Kernkompetenz,<br />
doch bei Bedarf werden Kollegen<br />
konsultiert oder Patienten für bestimmte<br />
Behandlungsschritte weitergeleitet. Diese<br />
Form der Kooperation kommt den Patienten<br />
unmittelbar zugute: Sie profitieren<br />
von Spezialistenwissen, ohne die Praxis<br />
wechseln zu müssen.<br />
Dr. Heilig bringt es auf den Punkt: „Die<br />
moderne Zahnmedizin hat inzwischen so<br />
viele Facetten, dass es unmöglich ist, in allen<br />
Bereichen gleichermaßen Experte zu<br />
sein. Deshalb setzen wir auf klare Schwerpunkte<br />
und kollegiale Zusammenarbeit.<br />
Wenn ein Fall besondere Expertise erfordert,<br />
holen wir einander mit ins Boot – das<br />
ist unser Erfolgsrezept für höchste Behandlungsqualität.“<br />
Beide Praxen verbindet eine Überzeugung:<br />
Mundgesundheit beeinflusst den<br />
gesamten Organismus. Prophylaxe und<br />
Parodontologie stehen daher im Mittelpunkt<br />
– getragen von engagierten, erfahrenen<br />
Prophylaxe-Teams und insgesamt<br />
drei speziell ausgebildeten Dentalhygienikerinnen.<br />
ZENTRAL, BARRIEREFREI,<br />
FÜR ALLE ERREICHBAR<br />
Der Standort an der Neuen Straße 44<br />
überzeugt nicht nur durch das gebündelte<br />
Fachwissen, sondern auch durch seine<br />
optimale Erreichbarkeit: direkt an der<br />
Bushaltestelle Steinerne Brücke gelegen,<br />
fußläufig vom Bahnhof Ulm, und vollständig<br />
barrierefrei zugänglich. Ein wichtiger<br />
Aspekt, der besonders älteren Menschen,<br />
Familien mit Kinderwagen und<br />
Menschen mit eingeschränkter Mobilität<br />
zugutekommt. Parkplätze sind in der<br />
Nähe ausreichend vorhanden.<br />
ZAHNMEDIZIN MIT ZUKUNFT<br />
Die Kombination aus hochspezialisierter<br />
Zahnmedizin, ganzheitlichem Gesundheitsverständnis<br />
und echter Patientennähe<br />
macht das Zentrum zu einer besonderen<br />
Adresse in Ulm. Das Praxiszentrum<br />
steht für eine moderne Auffassung von<br />
Zahnmedizin: spezialisiert und dennoch<br />
ganzheitlich, technologisch führend und<br />
dennoch persönlich, effizient und dennoch<br />
mit Zeit für den einzelnen Patienten.<br />
Ob Routineuntersuchung oder komplexe<br />
Behandlung – das Team begegnet<br />
allen Patienten mit Einfühlungsvermögen,<br />
Wertschätzung und fachlicher Expertise.<br />
Praxiszentrum<br />
Neue Straße 44<br />
89073 Ulm<br />
Zahnärztin<br />
Dr. med. dent. Claudia Koller<br />
Telefon 0731 15157780<br />
praxis@zahngesundheit44.de<br />
www.zahngesundheit44.de<br />
Zahnärzte<br />
Dr. Beck, Dr. Heilig & Kollegen<br />
Telefon 0731 65884<br />
praxis@neu44.de<br />
https://zahnaerzte-neue44.de<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
79
sport<br />
Der OrangeCampus in Neu-Ulm – ein Ort der Erlebnisse<br />
Moderne Architektur trifft<br />
lebendige Atmosphäre<br />
Der OrangeCampus ist ein Ort voller Energie, Inspiration und Möglichkeiten. Jede Veranstaltung findet<br />
hier die perfekte Kulisse: moderne Räume, ein kreatives Ambiente und eine Atmosphäre, die Ideen zum<br />
Leben erweckt. Der Campus bietet Raum, um Visionen zu entwickeln und Menschen zu verbinden.<br />
Ob Networking, private Feiern oder exklusive<br />
Empfänge – das stilvolle Ambiente<br />
schafft ein Umfeld, in dem sich die<br />
Gäste wohlfühlen und besondere Momente<br />
entstehen. Highlights wie der Fantreff<br />
zeigen, wie vielseitig der OrangeCampus<br />
ist. Die Fans erhalten exklusive<br />
Einblicke in den Alltag der Spieler und<br />
haben die Chance, die Spieler abseits des<br />
Courts besser kennenzulernen - ein Start<br />
in die neue Fantreff-Saison, der für jede<br />
Menge Begeisterung sorgt. In der kom-<br />
menden Zeit steht auch ein besonderes<br />
Koch-Battle mit Diego Garavaglia auf<br />
dem Plan, bei dem die Gäste spannende<br />
Unterhaltung rund ums Kochen genießen<br />
können.<br />
Der Campus bot in den letzten Monaten<br />
ebenfalls ein abwechslungsreiches<br />
Eventprogramm: von Public Viewing im<br />
Biergarten während der EuroBasket<br />
<strong>2025</strong>, der Ausbildungsmesse über das<br />
Tip-Off-, i-Hart und SWU-Event und vieles<br />
mehr.<br />
Im ConferenceCenter trifft moderne<br />
Architektur auf professionelle Technik.<br />
Helle Räume bieten den idealen Rahmen<br />
für Seminare, Konferenzen, Meetings<br />
oder Firmenevents. Hier können Unternehmen<br />
ihre Ideen präsentieren, Teams<br />
zusammenbringen und kreative Workshops<br />
veranstalten – alles mit professioneller<br />
Unterstützung des erfahrenen<br />
BBU‘01 Event Teams.<br />
Sportlich und dynamisch präsentiert sich<br />
das OrangeGym. Modern ausgestattete<br />
Trainingsbereiche, professionelle Geräte<br />
und vielseitige Sportflächen bieten für jedes<br />
Trainingslevel das passende Angebot.<br />
Während gemütliche Lounges Möglichkeiten<br />
zum Austausch bieten, lädt die<br />
Sauna zum Entspannen ein. So wird das<br />
OrangeGym nicht nur zum Ort des Sports,<br />
sondern zu einem ganzheitlichen Erlebnis<br />
für Körper und Geist.<br />
Interessierte Unternehmen können sich<br />
für individuelle Angebote und Partnerschaftsmöglichkeiten<br />
an das Sales-Team<br />
wenden. Die Kontaktaufnahme ist per<br />
Mail unter sales@bbu01.com möglich.<br />
Fotos: Kira Kurz/ Nicolas Reil<br />
80 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
DEIN EVENT<br />
AM ORANGECAMPUS
iberach<br />
Biberacher Filmfestspiele<br />
Nastassja Kinski<br />
mit Ehrenbiber ausgezeichnet<br />
Fünf Tage lang stand Biberach wieder im Mittelpunkt der Filmschaffenden.<br />
Bereits zum 47. Mal gingen die Filmfestspiele über die Bühne. Im hochmodernen Biberacher<br />
Cineplex-Kino hatten Filmemacher, Schauspieler und das Publikum sehr viel Spaß an<br />
den mehr als 50 gezeigten Filmen. Mit mehr als 8.500 verkauften Tickets konnte das<br />
Festival seine Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern.<br />
Fotos: Georg Kliebhan<br />
„Es gilt, das Festival zu schützen und gut<br />
weiterzuentwickeln“, sagte der im zweiten<br />
Jahr der Filmfestspiele tätige künstlerische<br />
Leiter Douglas Wolfsperger. Carolin<br />
Bock, die neue Vorsitzende des Filmfestvereins,<br />
freute sich, dass auch die Neuerungen<br />
im Rahmenprogramm gut angenommen<br />
wurden. „Wir hatten einen guten<br />
Vorverkauf und die Kinosäle waren voll.“<br />
Wieder einmal wurde die einmalige<br />
Atmosphäre in Biberach hervorgehoben.<br />
Es sei eines der wenigen echten Publikumsfestivals.<br />
Es sei hier eben möglich<br />
als Filmschaffender mit den Menschen in<br />
Berührung zu kommen und sich auszutauschen.<br />
Nicht nur bei den Gesprächen<br />
nach jedem Film, die Biberach ausmachen<br />
und auszeichnen, sondern auch im<br />
Foyer des Kinos oder beim Kapuzinertalk<br />
im Rahmenprogramm des Festivals.<br />
Die familiäre Stimmung und der zugleich<br />
professionelle Austausch während des<br />
Festivals wurden von vielen als inspirie-<br />
Nastassja Kinski, Douglas Wolfsperger<br />
rend und motivierend beschrieben. Festivalmacher<br />
und Publikum erhielten auch<br />
viel Lob der Preisträgerinnen und Preisträger<br />
sowie von Jurymitgliedern. „Ein<br />
ganz tolles Festival, mit einer ganz tollen<br />
Zusammenarbeit zwischen Stadt und<br />
Filmschaffenden“, meinte Schauspieler<br />
Tomte Heer, der im mittellangen Film<br />
„Vitja“ mitspielt, der den Preis in dieser<br />
Kategorie gewann.<br />
Die aus Biberach stammende, mehrfach<br />
preisgekrönte Sopranistin Eva Zalenga,<br />
begleitet von der bulgarischen Pianistin<br />
Doriana Tchakarova, begeisterte musikalisch<br />
das Publikum bei der Gala zum Abschluss<br />
der Filmfestspiele. Beim Networking-Event<br />
mit Philipp Käßbohrer, der in<br />
Biberach aufgewachsen ist, kamen Filmschaffende<br />
und Publikum in lockerer Atmosphäre<br />
ins Gespräch. Das ist das Markenzeichen<br />
der Biberacher Filmfestspiele.<br />
Seit 1979, als sie von Adrian Kutter<br />
ins Leben gerufen wurden.<br />
Da war Nastassja Kinski gerade mal 18<br />
Jahre alt und hatte gerade ihre Reifeprüfung<br />
im Film bestanden. Danach begann<br />
sie ihre internationale Karriere mit Filmen<br />
wie Tessa oder Paris, Texas. Sie war<br />
in diesem Jahr auserkoren, für ihr Filmschaffen<br />
mit dem Ehrenbiber ausgezeichnet<br />
zu werden. Douglas Wolfsperger,<br />
künstlerischer Leiter der Filmfestspiele,<br />
hatte sich in seiner Laudatio zunächst als<br />
Kinski-Fan der ersten Stunde geoutet.<br />
82 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
iberach<br />
Ehe er sie zur Verleihung des Ehrenbibers<br />
bei der Abschlussgala auf die Bühne bat,<br />
würdigte er Nastassja Kinskis Bedeutung<br />
für das deutsche Kino, dem sie durch die<br />
Arbeit mit Regisseuren wie Roman Polański<br />
oder Wim Wenders in den 1980er<br />
Jahren zu internationaler Wahrnehmung<br />
verhalf. „Ihre Präsenz im Kino ist und<br />
bleibt unverwechselbar“, lobte er die<br />
Schauspielerin. Wolfsperger hatte Kinski<br />
bei der Berlinale angesprochen und sie<br />
eingeladen, nach Biberach zu kommen.<br />
Die mittlerweile 64-Jährige bestätigte<br />
nach artigen Handküssen ins Publikum,<br />
dass sie noch eher eine Diva und gleichzeitig<br />
ein scheues Reh ist und in manchen<br />
Zügen an ihren Vater Klaus Kinski<br />
erinnert. Interviewt zu werden oder sich<br />
mit einer kurzen Rede zu bedanken, ist<br />
offensichtlich nicht ihres. So musste<br />
Wolfsperger, der Nastassja Kinski dem<br />
Publikum näher bringen wollte, nach<br />
wenigen Minuten passen und die Dame<br />
wieder zurück an ihren Platz begleiten.<br />
Eine skurrile Szene, die so gar nicht zur<br />
Stimmung in der Stadthalle und den gesamten<br />
fünf Festspieltagen passte. Die<br />
war geprägt von Fröhlichkeit und Aufbruch,<br />
aber auch Nachdenklichkeit und<br />
Melancholie waren zu spüren. Als bester<br />
Film mit dem mit 8.000 Euro dotierten<br />
goldenen Biber ausgezeichnet wurde in<br />
diesem Jahr „Mothers Baby“ von Johanna<br />
Moder über vertauschte Babys nach<br />
der Geburt und seine Konsequenzen. In<br />
der Hauptrolle glänze dabei Marie Leuenberger,<br />
die auch in einem weiteren<br />
Schweizer Film zu sehen war: in der Verfilmung<br />
des Romans von Max Frisch<br />
„Stiller“. Regisseur Stefan Haupt erklärte<br />
in einer amüsanten Dialektik seine Sicht<br />
der Dinge, und vor allem über den anderen<br />
Schluss im Film auf als im Roman.<br />
Nicht gekürt, aber dennoch sehr sehenswert:<br />
„Missing Link“ von Michael Baumann.<br />
Gedreht wurde das Patchworkdrama,<br />
das von den Gedanken und Erlebnissen<br />
eines 14-jährigen Mädchens handelt,<br />
im Schwarzwald und an einem See nahe<br />
Leipzig. Oder auch die beiden Fernsehfilme<br />
„Das verschwundene Kind“ und „Nix<br />
ist fix“, die in der jeweiligen Hauptrolle<br />
von Julia Koschitz, die schon mehrfach<br />
zu Gast in Biberach war, getragen wurden.<br />
In beiden Filmen steht ein familiärer<br />
Konflikt im Zentrum der Handlung.<br />
Carl Bergengruen, Geschäftsführer der<br />
Medien- und Filmgesellschaft Baden-<br />
Württemberg (MFG), verwies während<br />
der Gala auf die Wichtigkeit der Filmförderung.<br />
Die Produktion von Filmen<br />
werde, wie so vieles andere auch, aktuell<br />
immer teurer. „Das lässt sich aber an der<br />
Kinokasse nicht mehr ausgleichen. Dann<br />
würden die Leute nicht mehr ins Kino<br />
gehen“, so Bergengruen. Das Kino sei<br />
durch Corona geschwächt worden und<br />
habe sich davon noch immer nicht erholt.<br />
Die MFG stehe deshalb fest an der Seite<br />
der Kinos und der Festivals und fördere<br />
immer wieder sehenswerte Streifen, insbesondere<br />
aus der Filmakademie in Ludwigsburg.<br />
Die Biberacher Filmfestspiele bezeichnete<br />
Bergengruen als „eines der wunderbarsten<br />
Festivals“. Es sei, wie nur ganz<br />
wenige, verankert in Biberach und der<br />
Stadtgesellschaft. „Statistisch kauft jeder<br />
vierte Biberacher eine Kinokarte. Wenn<br />
die Berlinale so viele Tickets verkaufen<br />
würde, dann würde sie total gesprengt.<br />
Biberach ist ein Publikumsfestival im<br />
allerbesten Sinne.“ Und das müsse auch<br />
so bleiben. Daran wollen die künstlerische<br />
Leitung, der Filmfestverein und die<br />
Stadt Biberach auch in den kommenden<br />
Jahren arbeiten. Trotz kleiner und großer<br />
Konkurrenz seien die Biberacher Filmfestspiele<br />
in den Kalendern der meisten<br />
Biberacher und der Filmschaffenden aus<br />
nah und fern nicht mehr wegzudenken.<br />
Und 2028 steht ja immerhin der 50-jährige<br />
Geburtstag auf dem Programm. mm n<br />
Stefan Haupt<br />
Sopranistin Eva Zalenga und<br />
Doriana Tchakarova<br />
Marie Leuenberger<br />
Jeanette Hain<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
83
iberach<br />
„Kino ist<br />
mehr als Film“<br />
ADRIAN KUTTER<br />
Kinovisionär und Gründer der Biberacher Filmfestspiele<br />
Der mittlerweile 82-jährige Adrian Kutter ist eine der prägendsten Persönlichkeiten der deutschen Kinolandschaft.<br />
Als Sohn des Regisseurs Anton Kutter, der sich auch als Astronom einen Namen machte, wuchs er in einem kulturell<br />
geprägten Umfeld auf. 1979 gründete er die Biberacher Filmfestspiele, die zunächst Familienfest der deutschen<br />
Filmemacher hießen.<br />
„Ich bin in Tegernsee geboren, weil mein<br />
Vater uns während des Krieges im Februar<br />
1943 aus München-Harlaching rausbringen<br />
musste.“ Danach sei er aber<br />
schnell zurückgekommen nach München<br />
und schließlich bei seinem Großvater in<br />
Biberach gelandet, erinnert sich Kutter.<br />
Audimax waren sehr gut besucht. Seine<br />
Leidenschaft fürs Kino begleitete Kutter<br />
bereits während der Studienzeit. Egal wo<br />
Kutter sich aufhielt, ging er ins Kino und<br />
sorgte immer dafür, dass alle anderen Studierenden<br />
dasselbe Filmvergnügen hatten<br />
wie er.<br />
Fotos: Georg Kliebhan, privat<br />
Adrian Kutter lebte in Biberach, machte<br />
dort Abitur und wollte nach der Schule<br />
möglichst schnell weg. Allerdings machte<br />
er dann doch noch eine Banklehre. „Es<br />
war mir alles zu eng und zu kleinstädtisch<br />
hier.“ Schließlich schrieb er sich im<br />
Herbst 1966 für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre<br />
in Mannheim ein.<br />
Kutter war schon 24 Jahre alt, als sich<br />
plötzlich die Bundeswehr meldete und er<br />
eingezogen wurde und sein Studium<br />
nach einem Semester unterbrechen<br />
musste. Ausgerechnet nach Eckernförde<br />
zur Marine lautete der Einberufungsbefehl.<br />
„Die war direkt der NATO unterstellt.<br />
Und damit war Englisch Amtssprache<br />
und so brauchte man dringend Englischsprachige“.<br />
Kutter lernte die Seefahrt,<br />
den Umgang mit den Elementen<br />
und damit die verbundene besondere<br />
Kameradschaft kennen. „Ich wurde, da<br />
ich der Älteste war, sogar zum Vertrauensmann<br />
zwischen den jungen Rekruten<br />
und den Vorgesetzten. Eine sehr besondere<br />
Zeit“, so Adrian Kutter. Eine Zeit, die<br />
ihn in schon sehr jungen Jahren prägte.<br />
Nach 18 Monaten Marinezeit kehrte Kutter<br />
zur Universität nach Mannheim zurück.<br />
„Es war eine verrückte Zeit in den<br />
politisch geprägten 68er Jahren! Rund<br />
1500 Kommilitonen waren damals dort<br />
eingeschrieben. Eine kleine Hochschule,<br />
Adrian Kutter, Klaus-Maria Brandauer<br />
Adrian Kutter, Volker Schlöndorff<br />
Adrian Kutter mit seiner Frau Helga Reichert<br />
dennoch sehr politisch, auch wegen der<br />
Nähe zu Heidelberg. Während seines Studiums<br />
brachte Kutter das studentische<br />
Kino wieder auf Erfolgskurs.<br />
„Das Asta-Kino lebte richtig auf, weil ich<br />
schon damals ein gutes Händchen bei der<br />
Filmauswahl hatte.“ Die Vorführungen im<br />
1953 wurde in Mannheim die „Gilde<br />
deutscher Filmkunsttheater“ gegründet.<br />
Kutter kam in Kontakt mit den Gründungsvätern<br />
und Jahre später sollte er<br />
selbst der Vorsitzende der Gilde werden.<br />
Nach Abschluss seines Studiums stand<br />
Kutter eigentlich vor einer anderen Zukunft.<br />
„Ich wollte nicht zurück nach Biberach.<br />
Es war mir zu konservativ.“ Er<br />
musste dennoch nach Biberach zurückkehren,<br />
obwohl es ihn eigentlich lieber in<br />
die weite Welt hinausgezogen hätte. Aber<br />
er konnte seinen Vater, der krank war,<br />
nicht im Stich lassen. Allerdings machte<br />
er zur Bedingung, dass er sein eigenes<br />
„Ding“ machen dürfe. „Ich musste wirtschaftlich<br />
denken, aber wollte eben auch<br />
Filmkunst zeigen.“<br />
Im Februar 1973, Adrian Kutter war gerade<br />
30 Jahre alt geworden, übernahm er<br />
die Leitung der Filmtheaterbetriebe Kutter<br />
in Biberach von seinem Vater. Was mit<br />
den ursprünglichen Kinos „Urania“ und<br />
„Filmtheater“ begann, entwickelte er<br />
kontinuierlich weiter – später kamen die<br />
Säle „Sternchen“, und „Stardust“ hinzu,<br />
bis schließlich der „Sternenpalast“ mit<br />
acht Sälen entstand. Zum Beginn von Adrian<br />
Kutters Kinoarbeit 1973 funktionierte<br />
er das „Urania“ trotz seiner 500 Plätze<br />
zum Filmkunsthaus um, mit Schwerpunkt<br />
Deutscher Film.<br />
84 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
iberach<br />
Schon 1975 gelang es ihm, Werner Herzog<br />
zu einer Diskussionsveranstaltung<br />
nach Biberach einzuladen. Bald folgten<br />
Wim Wenders, Volker Schlöndorff, Edgar<br />
Reitz, Alexander Kluge, Margarethe von<br />
Trotta, Reinhard Hauff und alle weiteren<br />
Epigonen der 68er-Filmschar zu Diskussionsveranstaltungen<br />
mit ihren Filmen.<br />
Konsequenterweise eröffnete Kutter<br />
1978 das „Sternchen“ – Filmkunst-Programmkino<br />
mit nur 70 Plätzen und Gastronomie,<br />
um hier noch anspruchsvoller<br />
Filmkunst zeigen zu können.<br />
Adrian Kutter mit Heiner Lauterbach<br />
Adrian Kutter, Julia Koschitz<br />
Die Kinogänger kamen aus dem ganzen<br />
süddeutschen Raum, um Kutters Programm zu genießen.<br />
„Allein mit den Biberachern wäre das nicht gelungen. Ich<br />
brauchte die auswärtigen Gäste.“ Alf Brustellin, Bernhard Sinkel<br />
und Ottokar Runze waren es letztlich, die Kutter dazu überredeten,<br />
ein „Familientreffen der deutschen Filmemacher“ zu<br />
gründen, was 1979 erfolgte. 21 Regisseurinnen und Regisseure<br />
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hoben dieses<br />
Filmfest aus der Taufe.<br />
In vier Jahrzehnten holte er viele Größen des deutschsprachigen<br />
Films nach Biberach – Regisseure, Produzenten, Schauspieler.<br />
Manchmal ganze Filmteams.„25 Jahre habe ich sehr viel<br />
Zeit und auch Geld in dieses Projekt gesteckt. Zunächst gab es<br />
keine Unterstützung, bis die Stadt Biberach einen Förderverein<br />
gründete, der das Festival unterstützte. Das Festival wuchs,<br />
dauerte länger und die Zuschauer honorierten die Programmauswahl<br />
Kutters. In manchen Jahren wurden mehr als 90 Filme<br />
gezeigt, die Adrian Kutter alle selbst dem Publikum vorstellte<br />
und die anschließenden Filmgespräche moderierte.<br />
Gleichzeitig war Kutter in mehreren internationalen Filmjurys<br />
vertreten, unter anderem bei der Berlinale in Berlin. Neben seiner<br />
Mitgliedschaft in der Jury im Wettbewerb der Berlinale<br />
1989 und dem Vorsitz in der Gilde deutscher Filmkunsttheater<br />
wurde Kutter als Berater des ehemaligen Baden-Württembergischen<br />
Ministerpräsidenten Lothar Späth zur Gründung der Baden-Württembergischen<br />
Filmförderung und der Filmakademie<br />
Baden-Württemberg bekannt. Zudem war er 40 Jahre Juryvorsitzender<br />
der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.<br />
Maria Brandauer oder Sönke Wortmann<br />
oder zum kürzlich verstorbenen Michael<br />
Verhoeven und dessen Frau Senta Berger.<br />
Nach seinem Rückzug als Festivalintendant<br />
engagierte sich Kutter weiterhin für<br />
die Filmkultur. „Meine Frau, die Schauspielerin<br />
Helga Reichert, die seit fünf<br />
Jahren die „Filmtage Oberschwaben“ in<br />
Ravensburg und Weingarten leitet, kann<br />
ich dabei unterstützen. Es war ein unglaubliches<br />
Glück und ein großes Geschenk,<br />
dass ich in meinem hohen Alter<br />
noch so eine Frau kennenlernen durfte<br />
und mit ihr auch noch zwei tolle Kinder,<br />
jetzt 12 und 14 Jahre alt, habe“, freut sich Adrian Kutter noch<br />
auf viele Jahre mit seiner Familie.<br />
Seine Erinnerungen und Erfahrungen teilt er aktuell in einem<br />
Podcast mit dem Titel „Liebes Kino! Erinnerungen von Adrian<br />
Kutter“, der von den Filmtagen Oberschwaben veröffentlicht<br />
wurde und Einblicke in die deutsche Filmgeschichte aus einer<br />
sehr persönlichen Perspektive bietet. Mit mittlerweile 82 Jahren<br />
hat Adrian Kutter die Kinolandschaft deutschlandweit und<br />
auch außerhalb der Landesgrenzen geprägt wie kaum ein anderer.<br />
Sein Credo war stets: „Kino ist mehr als Film“. mm n<br />
Kutter setzte in der Programmgestaltung seiner Kinos deutliche<br />
Zeichen, dass es ihm nicht allein um wirtschaftlichen Erfolg<br />
ging – so zeigte er 2007 in einer Sonderreihe Verfilmungen<br />
sämtlicher Wagner-Opern. Er unterstützte Filmemacher in<br />
schwierigen Situationen und gab Nachwuchsregisseuren eine<br />
Plattform. Ende 2008 eröffnete Kutter im Sternenpalast das<br />
„Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg“, das er immer<br />
wieder mit Exponaten ergänzt.<br />
40 Jahre lang verantwortete Kutter das Festival in Biberach inhaltlich.<br />
2018, nach der 40. Ausgabe der Filmfestspiele, gab der<br />
damals 75-Jährige die Intendanz ab. Adrian Kutter hat mit seiner<br />
Arbeit Biberach zu einem bedeutenden Ort der deutschen<br />
Filmkultur gemacht und Generationen von Filmschaffenden<br />
eine Plattform geboten. „Es sind dabei sehr viele Freundschaften<br />
zu Filmschaffenden während dieser langen Zeit entstanden“,<br />
betont Kutter. So eben zu Werner Herzog oder auch Klaus<br />
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85
iberach<br />
Museum Biberach<br />
Ausstellung<br />
„Time is on my Side“<br />
50 Jahre sind die 70er nun her, aber die Kunst von damals ist noch heute, als wär’s gestern gewesen.<br />
Zumindest auf die oberschwäbischen Werke trifft das zu. Im Biberacher Museum wird dieser Epoche und ihrer<br />
oberschwäbischen Besonderheit nun eine Ausstellung gewidmet.<br />
„Time is on my Side - Kunst der 1970er<br />
Jahre in Oberschwaben“ so der Titel der<br />
Ausstellung, die Ende November mit<br />
einer Vernissage eröffnet wurde. Sie<br />
vervollständigt das Projekt „Kunst Oberschwaben<br />
20. Jahrhundert“, das das Museum<br />
gemeinsam mit anderen Städtischen<br />
Galerien und Museen 2014 begonnen<br />
hatte. Insgesamt sieben Kataloge<br />
sind entstanden, acht Ausstellungen waren<br />
in der Region bereits zu sehen, hier in<br />
Biberach „Ein schwieriges Erbe“ über die<br />
Kunst zwischen 1933 und 1945 sowie<br />
„Künstlerinnen Oberschwabens“.<br />
„Kunst der 1970er Jahre in Oberschwaben“<br />
führt diese Reihe nun fort. Und wirft<br />
Fragen auf: „Die Musik und Mode der<br />
70er ist allen noch ein Begriff“, so der<br />
Kurator Dr. Uwe Degreif in seiner Einfüh-<br />
rung, „aber welche Kunst war für diese<br />
Zeit prägend?“<br />
Nicht eine, sondern viele Antworten auf<br />
diese Frage gibt die Ausstellung mit ihren<br />
80 Werken, kreiert von 24 oberschwäbischen<br />
Künstlerinnen und Künstlern. „Es<br />
war das Jahrzehnt nach der Abstraktion<br />
und vor der expressiven Malerei der jungen<br />
Wilden.“ Eine eigene Epoche, die die<br />
Kunst der Nachkriegszeit mit der Globalisierung<br />
der Kunst in den späten 1980er<br />
Jahren verbindet.<br />
Ein Jahrzehnt der forcierten Individualität<br />
sei es gewesen, in der vieles aus der<br />
Position der Kritik entstand. Eine homogene<br />
Bildsprache gab es nicht, und in<br />
Oberschwaben, so darf man das sagen,<br />
schon gar nicht. Denn im akademiefernen<br />
Hinterland standen die zwischen<br />
den Weltkriegen geborenen Künstler –<br />
viele von ihnen handwerklich ausgebildet<br />
– unter einem geringeren Anpassungsdruck<br />
als in Stuttgart oder Karlsruhe.<br />
Dies öffnete ihnen einen Raum für<br />
Eigensinn und beschert dem Publikum<br />
von heute ein unerwartet vielfältiges<br />
Sammelsurium: Von den so betitelten<br />
„nicht mehr schönen Künsten“ über das<br />
Abbildende und Erzählende sowie der<br />
Fotografie bis hin zu Pop Art und der Arte<br />
Povere - beides internationale Strömungen<br />
der Zeit, deren malerische Freiheiten<br />
einige oberschwäbische Kunstschaffende<br />
genutzt haben.<br />
Das Gemeinsame sucht der Betrachter<br />
demnach erfolglos, außer in Materialien<br />
und Oberflächen. Stattdessen konfron-<br />
Fotos: Frank Mosthof, Ferdinand Joesten<br />
Museumsleiter Frank Brunecker, Dr. Stefan Krämer (der neue stv. Museumsleiter), Dr. Judith Bihr (die frühere stv. Museumsleiterin), Kurator Dr. Uwe Degreif,<br />
Kulturdezernentin Verena Fürgut<br />
86 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
iberach<br />
tiert ihn die aktuelle Ausstellung mit der<br />
sichtbaren Lust an der Irritation, gerade<br />
in Bezug auf ästhetische Erwartungen.<br />
Auch an der Übertreibung, sei es mit Farben<br />
oder dem Humor des Rebellischen.<br />
Üppig ging es zu, frech und auch frivol.<br />
Wobei es gleich nebenan schon wieder reduziert<br />
und formstreng sein kann, denn<br />
auch Verfechter der Reduktion gab es unter<br />
den Künstlerinnen und Künstlern der<br />
70er Jahre, von denen sich manche an<br />
durchscheinenden oder weißen Materialien<br />
wie Acrylglas oder Polyester bedienten.<br />
Die moderne Malerei mit Figuren<br />
und Landschaften und sogar teils verpönte<br />
Traditionen wie Sticken, Töpfern<br />
und Hinterglasmalerei fanden im Flower-Power-Jahrzehnt<br />
ebenfalls zu neuer<br />
Blüte.<br />
Dass die Ausstellung „Time is on my Side“<br />
heißt, habe übrigens weniger mit dem<br />
gleichnamigen Hit der Rolling Stones aus<br />
den 60ern zu tun, als vielmehr mit der<br />
zur Epoche passenden Haltung, so Degreif.<br />
„Die Künstler eint die Überzeugung,<br />
die Zeit auf ihrer Seite zu haben.“<br />
Diese Gewissheit habe ihnen in der oberschwäbischen<br />
Provinz gut getan und es<br />
ihnen ermöglicht, fernab von den internationalen<br />
Avantgarden Kunst erschaffen<br />
zu können, „in der wir bis heute Entdeckungen<br />
machen können.“<br />
Dass die 70er nicht nur Musik, Mode und<br />
Kunst hinterlassen haben, sondern auch<br />
Anlass für einen institutionellen Aufbruch<br />
in der Kunstszene waren, das betonte<br />
Kulturdezernentin Verena Fürgut<br />
in ihrem Grußwort. „Viele Galerien –<br />
auch private – sowie Museen und Vereine<br />
wurden in dieser Zeit gegründet. Damit<br />
entstand zum einen genügend Raum, Gegenwartskunst<br />
zu zeigen, und zum anderen<br />
trugen die 70er auf diese Art enorm<br />
zur Vielfalt und kulturellen Entwicklung<br />
Biberachs bei.“ Zumal dieses Jahrzehnt ja<br />
nicht so lange her sei und wohl „die meisten<br />
im Publikum“ eigene Erinnerungen<br />
an diese Zeit hätten, oder „sogar eine<br />
Schlaghose“.<br />
Die Ausstellung „Time is on my Side -<br />
Kunst der 1970er Jahre in Oberschwaben“<br />
ist noch bis Mitte April 2026 im Museum<br />
Biberach zu sehen. Eine Vielzahl an Führungen<br />
eröffnet den Besucherinnen und<br />
Besuchern die Besonderheiten dieser<br />
Epoche und der heimischen Kunstschaffenden.<br />
Samstags ist der Eintritt frei. cra n<br />
Für die Ausstellung wählte der Kurator<br />
daher auch viele Werke, die damals kaum<br />
ausgestellt wurden und doch viel erzählen<br />
über diese kunsthistorisch interessante<br />
Epoche. „Es war mir ein großes Anliegen,<br />
jene einzubeziehen, deren Eigensinn<br />
eine künstlerische, produktive Kraft<br />
hatte und die sich nicht um Fortschritt<br />
kümmerten. In all diesen Werken ist ein<br />
Zeitgefühl gespeichert“, erzählt Degreif.<br />
Und so wirkten manche Bilder heute<br />
noch ganz frisch, wie aus der Zeit gefallen<br />
und nicht wie vor 50 und mehr Jahren<br />
entstanden. Damals sei man noch von<br />
einer umfassenden gesellschaftlichen<br />
Relevanz ausgegangen, glaubte an ihre<br />
Wirkmächtigkeit im Sinne einer Veränderung,<br />
so Degreif. „Das spürt man.“<br />
Die Lust an der Konfrontation und den<br />
Hang zum Experimentellen konnte man<br />
bei der Vernissage auch hören – dank<br />
Jörg Mandernach an der E-Gitarre. Mit<br />
seinen Improvisationen führte er die<br />
rund 250 Besucherinnen und Besucher<br />
in die Klangwelt der 70er, bevor sich<br />
diese dann aufmachten zu Kunst und<br />
Gesprächen.<br />
Titelbild der Ausstellung, es stammt von Klaus Leupolz: Porträt Klaus Stenzel, 1974<br />
Bis 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums und Kurator der aktuellen Ausstellung: Dr. Uwe Degreif<br />
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87
iberach<br />
Theater ohne Namen<br />
Wer den November nur düster, dunkel und deprimierend kennt, der war ganz offensichtlich noch nie<br />
bei einer Vorstellung des Theater ohne Namen im Füramooser Rössle. Der über den letzten Platz hinaus<br />
besetzte Saal bietet dann genau das Gegenteil: turbulente Inszenierungen, begeistertes Publikum und<br />
ein immer klanggewaltiges Finale.<br />
Und zwar ganz unabhängig davon, was<br />
gerade auf dem Programm steht. Eine besondere<br />
Freude haben Regisseur Dr. Peter<br />
Schmid und seine Laienschauspieltruppe<br />
an Eigenproduktionen. So<br />
brachten sie ihren vielen Fans in Füramoos,<br />
Biberach und Umgebung bereits<br />
im „Kranenhans“ den Firmengründer<br />
Hans Liebherr nahe, ließen sie mit „Ich<br />
bin Hollywood“ hinter die Kulissen von<br />
Carl Laemmle eintauchen und entführten<br />
sie mit dem „König der Lüfte“ in die<br />
Peripherie des Weltumseglers Freiherr<br />
Koenig von Warthausen.<br />
Um Peripherie geht es auch heuer, denn<br />
alles beginnt mit einer Person, dessen<br />
„Wanst von einer so majestätischen Peripherie“<br />
war, dass man nur staunen kann.<br />
König Wanst ist Vater des Prinzen Biribinker.<br />
Das Theater ohne Namen traut<br />
sich damit an ein neues Genre: das Märchen.<br />
Es entstammt der Feder Chris<strong>top</strong>h<br />
Martin Wielands, entstand 1764 in dessen<br />
Biberacher Zeit und gilt als erstes<br />
deutsches Kunstmärchen.<br />
Die honigsüße, frivole und erotische Geschichte<br />
hat Schmid in ein modernes<br />
Theatergewand gepackt, das von Originalversen<br />
über loses Mundwerk bis hin<br />
zu liebevoll-überzogenen Kostümen und<br />
der ganzen Welt des Pops alles beinhaltet,<br />
was Schmids Inszenierungen und Ensemble<br />
ausmacht. Und während das<br />
Stück irgendwo zwischen Traum und Realität<br />
angesiedelt ist, verführt die Ge-<br />
Schlussbild mit der vom Prinzen heiß begehrten Galaktine (Charlotte Lamke) mittig, in weiß<br />
schichte mit Witz und Fantasie: Einsamer<br />
König sucht die Schönste im Reich – und<br />
findet sie im turbulenten Tanzspektakel.<br />
Auf die Hochzeitsnacht folgt die Geburt<br />
des Sohnes, dessen zauberhaft bestimmter<br />
Name „Biribinker“ ihm Schutz geben<br />
möge vor dem Unmut einer verärgerten<br />
Fee. Dass all die Vorsichtsmaßnahmen<br />
nur eine Milchmädchenrechnung sind,<br />
Prinz und Publikum aber doch noch beim<br />
ersehnten Happy End ankommen, das ist<br />
so sinnlich wie märchenhaft und auf jeden<br />
Fall sehenswert.<br />
Hummel (Stefan Döring) und Prinz Biribinker<br />
(Mohamad Khallouf)<br />
Wer sich die dunkle Jahreszeit auf diese<br />
Art erhellen oder einmal Wieland gepaart<br />
mit den Beatles erleben möchte, dem seien<br />
die Aufführungen in der Biberacher<br />
Stadthalle (22. und 23. Januar) und der<br />
Motorworld Warthausen (30. und 31. Januar)<br />
empfohlen. Tickets gibt es im Biberacher<br />
Rathaus und bei Reservix. cra n<br />
Fotos: Nadja Cramer<br />
Fee Undine (Andrea Dangelmaier)<br />
Regisseur Dr. Peter Schmid mit König Wanst (Alfons Jeggle) sowie den Musikern<br />
Albert Bücheler und Peter Zoufal<br />
88 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
iberach<br />
Genuss mit Geschichte<br />
„Die Villa“ erwacht<br />
Am 24. September <strong>2025</strong> öffnete die ehrwürdige Villa am Bismarckring 42<br />
in Biberach erstmals ihre Türen für einen exklusiven Pressetermin. Familie<br />
Lerch präsentierte ihr neues Herzensprojekt: Bis Frühjahr 2026 soll aus<br />
dem denkmalgeschützten Haus ein kulinarischer Treffpunkt entstehen,<br />
der Historie und Moderne vereint.<br />
Nach der Begrüßung durch Thomas und<br />
Maximilian Lerch und einer Führung<br />
durch die prachtvollen Räume wurde<br />
schnell klar: Hier entsteht mehr als ein<br />
Restaurant.<br />
Die Pläne sind ambitioniert. In Zusammenarbeit<br />
mit dem Architekturbüro<br />
Humm Zalenga Velic und der Schmid<br />
Bau GmbH & Co. KG wird die Villa behutsam<br />
renoviert und neu interpretiert. „Es<br />
ist nicht nur das Haus geschützt, sondern<br />
das ganze Ensemble“, betont Maximilian<br />
Lerch. Die Terrasse wird so angelegt, dass<br />
der Charakter des einstigen Gartenhauses<br />
erhalten bleibt. Auch die alte Garage<br />
– eine der ersten in Biberach – wird integriert<br />
und sorgt künftig für barrierefreie<br />
Zugänge. „Wir wollen das Haus in die<br />
Moderne führen, ohne seinen Charme zu<br />
verlieren“, so Lerch.<br />
Das neue Restaurant wird rund 60<br />
Sitzplätze im Innenbereich bieten, eine<br />
großzügige Terrasse für sonnige Stunden<br />
sowie drei flexibel nutzbare Veranstaltungsräume,<br />
die Platz für bis zu 50 Personen<br />
schaffen – ideal für Tagungen, Feiern<br />
oder besondere Anlässe.<br />
Kulinarisch setzt die Villa auf Erlebnisgastronomie:<br />
„Steak, Pasta und Fisch<br />
– das ist unser Grundkonzept. Wir wollen<br />
eine frische Fischtheke wie in Italien, bei<br />
der der Gast seinen Fisch selbst auswählt,<br />
der dann am Tisch filetiert wird“, erklärt<br />
Maximilian Lerch. Klassiker wie Beef Tatar<br />
werden modern interpretiert, begleitet<br />
von einer erlesenen Weinauswahl. Ein<br />
Mittagstisch von Montag bis Samstag soll<br />
zudem eine Lücke in der Biberacher Gastronomie<br />
schließen. „Viele wissen, Mittagessen<br />
gehen ist manchmal schwierig<br />
in Biberach. Deswegen werden wir auch<br />
montags geöffnet haben“, ergänzt Lerch.<br />
Die behutsame Renovierung erfolgt in<br />
enger Abstimmung mit dem Landesamt<br />
für Denkmalpflege. Noch sind die Bauarbeiten<br />
nicht gestartet, doch die Vorfreu-<br />
Angela Lerch, Maximilian Lerch, Thomas Lerch<br />
de ist spürbar: „Die Villa bleibt authentisch<br />
und familiengeführt. Mit Leidenschaft<br />
und Respekt für das Haus entsteht<br />
hier ein neuer Ort des Genusses“, fasst<br />
Maximilian Lerch zusammen.<br />
Fotos: Lerch Genusswelten<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
89
iberach<br />
Ehrung<br />
langjähriger<br />
Mitarbeiter<br />
Im Rahmen einer festlichen<br />
Veranstaltung Anfang November<br />
wurden langjährige Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter geehrt<br />
die der Sparkasse bereits über viele<br />
Jahre hinweg treu verbunden sind.<br />
Geehrt wurden 36 Beschäftigte mit<br />
25 bzw. 40 Jahren Dienstzeit.<br />
Für 25 und 40 Dienstjahre geehrt: Die Kreissparkasse Biberach freut sich über zahlreiche Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter, die dem Kreditinstitut seit Jahrzehnten die Treue halten.<br />
Der Vorstand dankte den Jubilaren für<br />
ihren jahrzehntelangen kontinuierlichen<br />
Einsatz, ihr Fachwissen und ihren<br />
Beitrag zum Erfolg der Kreissparkasse.<br />
„Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
sind das Rückgrat unserer Bank.<br />
Ihr Engagement ermöglicht es uns,<br />
unseren Kundinnen und Kunden auch in<br />
Zukunft verlässliche Beratungen, attraktive<br />
Angebote und ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit<br />
zu bieten“, betonte<br />
Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender<br />
der Kreissparkasse Biberach, sichtlich<br />
stolz über so viele Jubilare. Die Veranstaltung<br />
bot neben der Ehrung einen<br />
Rahmen zum Austausch und zur Dankbarkeit.<br />
In persönlichen Gesprächen, mit<br />
kleinen Präsenten und einer festlichen<br />
Atmosphäre wurde die Treue ausdrucksvoll<br />
gewürdigt.<br />
KREISSPARKASSE BIBERACH<br />
Vermögen-Management<br />
auf stabilem Wachstumskurs<br />
Die Vermögen-Management, die Spezialisten für die Vermögensverwaltung der Kreissparkasse Biberach,<br />
feierte im Herbst <strong>2025</strong> einen bedeutenden Meilenstein: Nach dem Start im Jahr 2001 mit damals 14 Mandaten<br />
betreut die Bank nun über 1.000 Vermögensverwaltungsmandate.<br />
Text: Jennifer Härtel / Foto: Kreissparkasse Biberach<br />
Die steigende Nachfrage nach Vermögensverwaltung<br />
ist vor allem auf den zunehmenden<br />
Bedarf an Vorsorge zurückzuführen.<br />
Gleichzeitig unterstreicht der<br />
erreichte Meilenstein das große Vertrauen<br />
in die Kompetenz und Verlässlichkeit<br />
der Sparkasse vor Ort.<br />
Seit über zwei Jahrzehnten legt die<br />
Vermögen-Management ihren Fokus auf<br />
individuelle und ganzheitliche Ansätze,<br />
um das Vermögen ihrer Kundinnen und<br />
Kunden nachhaltig wachsen zu lassen. In<br />
einer Zeit, in der finanzielle Sicherheit<br />
und gewinnbringende Investitionen zunehmend<br />
wichtiger werden, sind Expertise<br />
und Zeit zwei maßgebliche Faktoren<br />
für die Entscheidung zur professionellen<br />
Geldverwaltung. Insbesondere im Unternehmensbereich<br />
und bei Institutionen<br />
verzeichnet dieser Finanzbereich der<br />
Kreissparkasse Biberach ein überdurchschnittliches<br />
Wachstum.<br />
Geldanlage und Vorsorge<br />
sind Vertrauenssache<br />
Nicht nur die Maximierung des Vermögens<br />
steht bei Kunden im Fokus, wenn es<br />
um die Vermögensverwaltung geht: Gerade<br />
bei Unternehmen und Einrichtungen<br />
wie Stiftungen ist eine fundierte Expertise<br />
und das Wissen über gesetzliche Anforderungen<br />
unersetzlich. Anders als bei<br />
vielen anderen Vermögensverwaltungs-<br />
Anbietern kennen sich Kunde und Vermögensverwalter<br />
in der Kreissparkasse<br />
persönlich. Das schafft Vertrauen und<br />
auch bessere Ergebnisse.<br />
Durch die persönliche Verbindung<br />
entwickeln sich individuelle Strategien,<br />
die zum Kunden passen und letztlich zu<br />
steigenden Erträgen und Wachstum führen.<br />
„Der 1.000ste Kunde ist ein bedeutendes<br />
Zeichen dafür, dass wir auf dem<br />
richtigen Weg sind“, resümiert Kurt<br />
Hardt, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse<br />
Biberach. „Wir sind stolz darauf,<br />
dabei zu helfen, dass unsere Kunden ihre<br />
finanziellen Ziele erreichen und ihre<br />
Träume verwirklichen. Die positive Resonanz<br />
zeigt, dass unser Engagement und<br />
unsere Expertise in der Region geschätzt<br />
werden.“<br />
Kurt Hardt, Dr. Dominik Reiter<br />
Ein Zeitfresser in<br />
professionellen Händen<br />
Ein schier unendliches Portfolio an Anlagemöglichkeiten,<br />
wie Aktien, Anleihen,<br />
Fonds, oder ETFs, dauerhafte Überwachung<br />
und Analysen zur Vermögensicherung,<br />
Flexibilität in der Anlagestrategie<br />
sowie Transparenz und Komfort sind einige<br />
der Gründe, warum die Geldverwaltung<br />
immer öfter in professionelle Hände<br />
gelegt wird.<br />
Nicht nur bei Unternehmern, sondern<br />
auch bei vermögenden Privatpersonen.<br />
Denn die Geldanlage und das Monitoring<br />
fordern unermesslich viel Zeit. Daher bildet<br />
der Komfort der Vermögensverwaltung<br />
vermehrt eine attraktive Alternative.<br />
Zudem überzeugen die langjährige<br />
Erfahrung und die persönliche Betreuung<br />
der Kreissparkasse Biberach. „Wir arbeiten<br />
mit dem Geld unserer Kunden und<br />
das tagtäglich. Gute Nerven stehen bei<br />
uns an der Tagesordnung. Aber wir spekulieren<br />
nicht; wir investieren verantwortungsvoll“,<br />
führt Dr. Dominik Reiter,<br />
Direktor der Vermögen-Management,<br />
aus. Anlageentscheidungen werden daher<br />
grundsätzlich bewusst auch auf Basis<br />
nicht-finanzieller Aspekte getroffen.<br />
Aktuell verwalten er und sein 21-köpfiges<br />
Team ein Vermögen von insgesamt<br />
rund 1 Milliarde Euro und leisten so einen<br />
Beitrag für Wohlstand in der Region.<br />
90 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
iberach<br />
Der Show-Truck der Motorworld auf dem<br />
Parkplatz der ACTIV-GALERIE war ein<br />
echter Hingucker am Eröffnungsabend<br />
Im Rahmen des Pre-Openings öffneten<br />
die Geschäfte erstmals ihre Tore für Kunden<br />
Geschäftsführer Hans-Jürgen Birk begrüßte die Gäste<br />
und stellte das neue Shopping-Center vor<br />
Neues Shopping-Erlebnis in Biberach<br />
ACTIV-GALERIE feierte VIP-Opening<br />
Die modernisierte ACTIV-GALERIE rund um den Kaufland-Standort in Biberach hat im Rahmen<br />
eines exklusiven Pre-Openings erstmals ihre Türen für geladene Gäste geöffnet. Aus dem früheren<br />
Supermarkt ist in den vergangenen zwei Jahren eine zeitgemäße Shopping-Mall entstanden, die mit<br />
neuen Fachmärkten, vielfältiger Gastronomie und attraktiven Freizeitangeboten überzeugt.<br />
Das VIP-Opening am 12. November war<br />
ein gelungener Auftakt: Zahlreiche Vertreter<br />
aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft,<br />
Geschäftspartner und Freunde<br />
folgten der Einladung und konnten sich<br />
bei einem festlichen Abend von der neuen<br />
Atmosphäre überzeugen. Für das leibliche<br />
Wohl sorgten „Die Brotrebellen“ der<br />
Bäckerei Schwarz, die mit kreativen Backwaren<br />
und Spezialitäten begeisterten.<br />
In der Ansprache von Geschäftsführer<br />
Hans-Jürgen Birk wurde deutlich, wie<br />
viel Leidenschaft, Teamgeist und Durchhaltevermögen<br />
in das Projekt geflossen<br />
sind. Hervorgehoben wurde auch die<br />
erfolgreiche Ansiedlung von Marken wie<br />
DM und Deichmann, die bereits seit<br />
vielen Jahren einen Standort in Biberach<br />
suchten.<br />
Mehr als 20 Millionen Euro hat die<br />
ACTIV-Group in die Revitalisierung und<br />
Erweiterung investiert – und damit ein<br />
modernes Einkaufs- und Begegnungszentrum<br />
für die ganze Region geschaffen.<br />
Die ACTIV-GALERIE bietet nun auf über<br />
12.800 Quadratmetern nicht nur ein<br />
breites Spektrum an Geschäften, sondern<br />
auch rund 500 Parkplätze, einen Ladepark<br />
für E-Autos sowie ein großes<br />
Fitnessstudio im Obergeschoss und ab<br />
Ende Januar 2026 zusätzlich einen<br />
Baumarkt.<br />
Die Herausforderungen der Bauphase –<br />
von statischen Überraschungen bis zu<br />
nachhaltigen Investitionen in Photovoltaik,<br />
Grünflächen und moderne Haustechnik<br />
– wurden mit Engagement und<br />
Kreativität gemeistert. Die neue ACTIV-<br />
GALERIE ist damit nicht nur ein Ort für<br />
Einkauf und Genuss, sondern auch ein<br />
Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit<br />
und moderner Infrastruktur.<br />
Mit dem feierlichen VIP-Opening wurde<br />
ein neues Kapitel für Biberachs Einzelhandel<br />
aufgeschlagen. Die ACTIV-GALE-<br />
RIE steht für Shopping, Genuss und<br />
Begegnung – ein lebendiger Treffpunkt<br />
für alle Generationen.<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
91
laupheim<br />
LAUBÜ – der Laupheimer Bürgerpreis<br />
Auszeichnung des Vereins<br />
Kinder- und Heimatfest Laupheim e.V.<br />
Ein Abend voller Applaus, Tradition und Gemeinschaft – mit einer Laudatio von Ivo Gönner,<br />
die Heimatgefühle weckte. Die Laupheimer Bürgerstiftung hat den Verein Kinder- und Heimatfest<br />
Laupheim e.V. am 19. November mit dem „LAUBÜ – der Laupheimer Bürgerpreis“ ausgezeichnet.<br />
Fotos: Laupheimer Bürgerstiftung, Hermann Genth (1)<br />
Mit dieser Ehrung würdigt die Stiftung<br />
den Einsatz des Vereins, der Jahr für Jahr<br />
das traditionsreiche Kinder- und Heimatfest<br />
organisiert und damit ein Stück gelebte<br />
Heimat für die ganze Stadt schafft.<br />
Über 100 geladene Gäste waren zur Preisverleihung<br />
in den Saal der Kreissparkasse<br />
Laupheim gekommen. Musikalisch eröffnet<br />
wurde die Feier vom Schülerspielmannszug<br />
– ein stimmungsvoller Auftakt<br />
für einen Abend in den Laupheimer<br />
Stadtfarben „Grün-Weiß-Rot“.<br />
Frank Schneider vom Vorstand der Bürgerstiftung<br />
brachte es auf den Punkt:<br />
„Das Kinder- und Heimatfest bedeutet<br />
für Laupheim fünf Tage voller Freude<br />
und Zusammenhalt. Der Verein leistet<br />
hier eine großartige Arbeit, die weit über<br />
die Organisation hinausgeht.“ Er erinnerte<br />
daran, dass der verstorbene Initiator<br />
des Preises und Gründungsvorstand der<br />
Bürgerstiftung, Friedrich E. Rentschler,<br />
den LAUBÜ einst als „Oscar für besonderes<br />
bürgerschaftliches Engagement“<br />
bezeichnet hatte.<br />
Auch die Erste Bürgermeisterin Eva-<br />
Britta Wind unterstrich in ihrem Grußwort<br />
die Bedeutung des Festes für die<br />
Stadt: „Es bringt Menschen zusammen<br />
und zeigt Laupheim von seiner besten<br />
Seite. Der LAUBÜ ist die verdiente Anerkennung<br />
für dieses Engagement.“ Sie<br />
überbrachte zudem die Grüße des<br />
Schirmherrn der Veranstaltung, Oberbürgermeister<br />
Ingo Bergmann, der am<br />
Vortag Vater geworden war.<br />
Laudator Ivo Gönner<br />
Zur Einstimmung auf das kommende<br />
Heimatfest 2026 präsentierte Johannes<br />
Welz einen Film mit den Höhepunkten<br />
des Festes <strong>2025</strong>. „217 Tage sind es noch<br />
– da bekommt man richtig Lust“, freute<br />
sich Fridolin Schmid von der Bürgerstiftung.<br />
Er betonte, dass auch der Laudator<br />
des Abends perfekt zu den Preisträgern<br />
passe: Ivo Gönner, gebürtiger<br />
Laupheimer und langjähriger Oberbürgermeister<br />
von Ulm, kennt das Fest seit<br />
seiner Kindheit und weiß, wie man große<br />
Volksfeste feiert.<br />
Mit humorvollen Anekdoten eröffnete<br />
Gönner seine Laudatio: „Meine erste Erinnerung<br />
an das Heimatfest ist, dass ich<br />
als Kindergartenkind mit dem Rottalmolle<br />
fahren durfte.“ Er würdigte die enorme<br />
Leistung des Vereins, der jedes Jahr aufs<br />
Neue dieses Fest auf die Beine stellt:<br />
„Kaum isch es rom, geht’s scho wieder<br />
los.“ Gönner betonte zudem den hohen<br />
Wert des Ehrenamts: Ohne Menschen,<br />
die sich engagieren, wären solche Veranstaltungen<br />
nicht möglich.<br />
Der Verein Kinder- und Heimatfest Laupheim e.V. wurde von der Laupheimer Bürgerstiftung mit dem „LAUBÜ – der<br />
Laupheimer Bürgerpreis“ ausgezeichnet. Deren Vorsitzender Ralf Aubele (mitte) nahm den Preis stellvertretend für alle<br />
Mitwirkenden entgegen. Neben ihm Laudator Ivo Gönner und die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind.<br />
Übergabe des LAUBÜ <strong>2025</strong> an Ralf Aubele, Vorsitzender des Heimatfestvereins<br />
Schüler-Spielmannszug Laupheim<br />
Den goldenen LAUBÜ nahm Ralf Aubele,<br />
Vorsitzender des Heimatfestvereins,<br />
stellvertretend für alle Mitwirkenden<br />
entgegen: „Dieser Preis ehrt alle, die Jahr<br />
für Jahr zum Gelingen beitragen – von<br />
den Schulen über die Vereine bis zu den<br />
Schaustellern.“<br />
Christian Striebel, Vorstandsvorsitzender<br />
der Laupheimer Bürgerstiftung, kündigte<br />
den musikalischen Abschluss durch die<br />
Stadtkapelle an: „Das Musikstück ist den<br />
Preisträgern gewidmet – Mitsingen ausdrücklich<br />
erwünscht.“ Wenige Augenblicke<br />
später erfüllte das traditionelle<br />
Heimatfestlied den Saal, als alle gemeinsam<br />
kräftig anstimmten: „Am Himmel<br />
hoch die Sonne glänzt.“<br />
92 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
WIR SIND DIE<br />
U<strong>ULM</strong>ER<br />
WIR SIND DIE<br />
SPATZEN<br />
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ausflugstipp<br />
Wärmender Wintergenuss<br />
Wundervolle Thermal- und<br />
Heilbäder im Wellness-Süden<br />
Wellness aus der Tiefe: Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Thermal- und Heilbäder wie in<br />
Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern. Elegante Erlebnisbecken, wärmende Moorpackungen, Sole und Saunen<br />
bis zum Trend „Eisbaden“ – genießen Sie die Kraft des Wassers! Die Natur hat unsere Region reich beschenkt.<br />
Ideal für Tagesausflüge, Wochenendtrips und Kurzurlaube.<br />
Der Südwesten ist unschlagbar: Was die Dichte an Thermal-, Mineral- und<br />
Solebäder angeht, hat Baden-Württemberg die Nase vorn. Dies liegt an der verhältnismäßig<br />
dünnen Erdkruste des Oberrheingrabens. Im „Bäderland Nummer 1“<br />
treten daher Quellen besonders häufig zutage.<br />
Text: Diana Wieser<br />
>> Wassermetropole Stuttgart<br />
DAS LEUZE / Stuttgarter Bä der<br />
Mineralbad Berg / SMG Sarah Schmid<br />
SoleBad Cannstatt / Stuttgarter Bä der<br />
19 Quellen, drei Thermalbäder, zweitgrößtes Mineralwasservorkommen Europas!<br />
Foto: Rawpixel.com<br />
Unfassbare 44 Millionen Liter Mineralwasser<br />
sprudeln pro Tag (!) unter dem<br />
Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt hervor.<br />
Das macht die Schwabenmetropole<br />
zur Stadt mit dem zweitgrößten Mineralwasservorkommen<br />
Europas hinter Budapest.<br />
Wellnessgänger profitieren zum<br />
Beispiel von rund 19 öffentlich zugänglichen<br />
Trinkbrunnen.<br />
Beim Kurpark befindet sich das<br />
SoleBad Cannstatt, auch Mineralbad<br />
Cannstatt genannt, das durch sein kohlensäurehaltiges<br />
Heilwasser prickelnde<br />
„Champagnerbäder“ bereithält. Das<br />
Schwimmbecken ist mit naturbelassenem,<br />
chlorfreiem Heilwasser gefüllt.<br />
Eine Wohltat für empfindliche Haut! Weitere<br />
Bade- und Kneippbecken, Whirlpools,<br />
Saunen und eine Salz-Lounge bereiten<br />
pures Wohlbefinden. Fans der<br />
Freikörperkultur entspannen auf der begrünten<br />
Dachterrasse im eigenen FKK-<br />
Bereich.<br />
50er-Jahre-Chic verströmt das Mineralbad<br />
Berg, das mit einem großen<br />
Außenbereich samt naturbelassenem<br />
Heilwasser punktet sowie mit geschlechtergetrennten<br />
Saunabereichen.<br />
Die Erlebnis-Therme „Das Leuze“ ist<br />
dank seines Kinderlands ideal für Familien.<br />
Neun Becken im Innen- und Außenbereich<br />
stellen eine Wasseroberfläche<br />
von 1.800 qm. Ein Strömungskanal, Wasserfälle<br />
plus eine Kneipp-Anlage verbinden<br />
Gesundheit mit Aktion. Zum 3.300<br />
qm großen Wellnessbereich gehören<br />
zwölf Dampf- und Saunaräume, Abkühlbecken<br />
sowie Freiluftterrassen und Liegewiesen<br />
direkt am Neckar.<br />
Mehr Infos:<br />
www.stuttgarterbaeder.de<br />
94 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
ausflugstipp<br />
>> Chic, Glanz und goldene Ära der Bäderkultur<br />
Caracalla Therme /<br />
Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH<br />
Friedrichsbad / Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH<br />
Antiker Chic im Wohlfühl-Olymp<br />
Baden-Baden strömt noch heute den Luxus vergangener Tage<br />
aus. Zum Beispiel durch sein Kurhaus mit Casino sowie die<br />
Trinkhalle mit ihrem offenen Wandelgang, gespickt mit 16 korinthischen<br />
Säulen. Hier können Sie das Heilwasser kosten. Antike<br />
Anmut genießen Sie im Friedrichsbad in Baden-Baden. Lassen<br />
Sie sich im kreisrunden Badetempel unter der 18 m hohen Kuppel<br />
treiben und erheben den Blick gen Olymp! Es erwartet Sie<br />
eine Abfolge von 17 Wohlfühlstationen, die den Körper erst langsam<br />
erwärmen und dann wieder abkühlen.<br />
Der Rundgang mit Thermalwasserduschen, Kurz-Massage,<br />
Kalt-, Warm-, Dampf-, Bewegungs-, Voll- und Sprudelbädern sowie<br />
Ruheräumen dauert etwa drei Stunden. Dazwischen erfreut<br />
sich das Auge an handbemalten Majolika-Kacheln und historischen<br />
Armaturen. Unter dem Friedrichsbad gewähren die 2000<br />
Jahre alten römischen Badruinen von „Aquae Aureliae“ Einblicke<br />
in die Ursprünge des Kurortes. Mit der Caracalla Therme<br />
und ihrer 5.000 qm großen Bäderlandschaft steht Ihnen in<br />
Baden-Baden eine weitere Wohlfühloase offen.<br />
Info: Gemeinsam mit Bad Kissingen und Bad Ems gehört<br />
Baden-Baden zum UNESCO-Welterbe der „Great Spas of<br />
Europe“, zu denen insgesamt 10 Städte zählen, wie Vichy,<br />
Bath oder Karlsbad.<br />
Palais Thermal Maurische Halle / TMBW, Chris<strong>top</strong>h Duepper<br />
Orientalisches Dekor trifft Jugendstil<br />
Ebenfalls eine architektonische Wohlfühlperle ist das Palais<br />
Thermal in Bad Wildbad. Hier verschmelzen orientalische Kacheln<br />
mit römischen Säulen, göttlichen Skulpturen, farbenfrohen<br />
Fenstern und Malereien zu einer wahren Augenweide. Wassererlebnis<br />
pur steht Ihnen in zwölf verschiedenen Thermalbecken<br />
zur Verfügung. Dazu gehören drei prunkvoll gestaltete<br />
Fürstenbäder in Anlehnung an die adeligen Häupter, die hier<br />
bereits entspannten. Hinzu kommt eine großzügige Saunalandschaft.<br />
Der große Outdoor-Panoramapool ist bei Dunkelheit in magischen<br />
Farben beleuchtet. Wie ein Märchen aus 1001 Nacht<br />
wirkt der maurische Saal, in dem kulinarische Stärkungen warten.<br />
Die Architektur nahm sich die Alhambra in Granada zum<br />
Vorbild. Orient meets Schwarzwald – hier tauchen Sie sprichwörtlich<br />
vom Alltag ab.<br />
Tipp: Kaum Zeit für Wellness? Das Jordanbad in Biberach oder<br />
die Limesthermen in Aalen lohnen sich als regionale Abstecher<br />
für Vielbeschäftigte.<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
95
ausflugstipp<br />
Moorbäder Bad Wurzach / feelMOOR Bad Wurzach<br />
Baden im Schwarzen Gold! Heilbäder mit Moor-Wert.<br />
Das Wurzacher Ried gilt als das größte intakte<br />
Hochmoor Mitteleuropas. Zwischen<br />
Alb, Oberschwaben und Allgäu findet<br />
sich jede Menge des „Schwarzen Goldes“.<br />
Wie rund um den Federsee, dessen besonderen<br />
Untergrund Sie im lustigen Wackelwald<br />
erleben. Drei Kurorte haben<br />
sich auf Moorangebote spezialisiert, darunter<br />
das Moor- und Mineralheilbad Bad<br />
Buchau. Neben Mooranwendungen im<br />
Gesundheitszentrum begeistert die Adelindis-Therme,<br />
deren Keltensauna im Außenbereich<br />
optisch an die Spitzdächer<br />
der prähistorischen Pfahlbauten erinnert.<br />
Über einen Wellness-Triple freut sich<br />
Bad Waldsee. Die Stadt ist sowohl Moorheilbad<br />
als auch Kneippkurort. Eine<br />
Thermalquelle hat sie auch. Sie ist schwefel-<br />
und fluoridhaltig und gilt mit 65 Grad<br />
als heißeste Quelle Oberschwabens.<br />
Zu genießen in abgekühlter Form in der<br />
Waldsee-Therme.<br />
Moorbäder de Luxe erhalten Sie in<br />
Bad Wurzach, dem ältesten Moorheilbad<br />
Baden-Württembergs. Während Sie in der<br />
feelMOOR Therme im Wasser entspannen,<br />
genießen Sie im feelMOOR Gesundheitsresort<br />
täglich frisch mit Thermalwasser<br />
zubereitete Moorbäder. Die<br />
400 qm große Moorbadeabteilung gilt als<br />
die modernste Deutschlands. Ein Bad im<br />
Moor wirkt antientzündlich, schmerzlindernd<br />
und stoffwechselanregend.<br />
Adelindis Therme mit Keltensauna, Bad Buchau /<br />
Oberschwaben Tourismus GmbH, Florian Trykowski<br />
Genussvoll durch<br />
den Winter<br />
mit unseren Punsch-<br />
Spezialitäten<br />
Leckere Fruchtsäfte und duftende Gewürze.<br />
Nicht nur Kinder lieben unseren Punsch<br />
mit besten Gewürzen, aber ganz ohne Alkohol.<br />
Warm genauso wie kalt ein Genuss.<br />
www.burkhardt-fruchtsaefte.de<br />
Außenbereich der Waldsee-Therme / Städtische Rehakliniken Bad Waldsee<br />
96 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
ausflugstipp<br />
Was ist Mineral- und Thermalwasser?<br />
Grundwasser bildet sich in einer Schicht zwischen 40 bis 50 m unter der Erdoberfläche.<br />
Schadstoffe aus Industrie und Landwirtschaft können jedoch ebenfalls<br />
dorthin vordringen. Mineralwasser hingegen entstammt aus einer Tiefe von bis<br />
zu 1.000 m und ist vor Verunreinigungen geschützt. Auf dem Weg in die Tiefe hat<br />
es über lange Zeiträume Mineralien wie Magnesium, Calcium, Hydrogencarbonat<br />
und Sulfat aufgenommen, abhängig von den jeweiligen Gesteinsschichten. Misst<br />
das Wasser an der Quelle mindestens 20 Grad, spricht man von einem Thermal-<br />
Mineralwasser.<br />
Winterzeit<br />
ist<br />
Glühwein<br />
zeit<br />
Salzgrotte, Solemar Bad Dü rrheim / TouristikMarketingBW, OliverRaatz<br />
Von Dampf bis Eis: besondere (Sole-) Thermen<br />
Heilwasser ist nicht nur in flüssiger Form<br />
gesundheitsfördernd. Als Dampf, Gas<br />
oder Inhalation reinigt es die Poren, sorgt<br />
für eine Entgiftung, befreit die Atemwege.<br />
In Bädern mit einem sehr starken<br />
Salzgehalt wird der Körper ohne Anstrengung<br />
vom Wasser getragen, was sich<br />
wohltuend auf Verspannungen, Muskelund<br />
Gelenkerkrankungen auswirkt. Im<br />
Solymar in Bad Mergentheim rücken in<br />
verschiedenen Becken mit einem dreiprozentigen<br />
Solegehalt die einzelnen Mineralien<br />
des Salzwassers in den Fokus.<br />
Zum Beispiel im stressabbauenden Lithiumbad<br />
oder im hautpflegenden „Totes-<br />
Meer-Magnesiumbad“.<br />
Sauna mit Salz, Solemar Bad Dü rrheim /<br />
TouristikMarketingBW, OliverRaatz<br />
Solebad Solymar Bad Mergentheim /<br />
Solymar Therme<br />
Äußerst gesundheitsfördernd ist Wasser<br />
in gefrorener Form. Ein Eisbad stimuliert<br />
den Stoffwechsel und das Immunsystem.<br />
Schönes Extra: Ob beim Eisbad im Zuber<br />
oder im Winter im See – fachgerecht ausgeführt<br />
steigt das Glückshormon Dopamin<br />
um 250 Prozent! Bestandteil des<br />
„Bio-Hacking“-Programms Bad Dürrheim<br />
sind Eisbäder. Das Solemar in Bad<br />
Dürrheim hat sogar eine Kältekammer.<br />
Wem das zu frostig ist, atmet die Kraft des<br />
Soleheilbads in der dortigen Salzgrotte,<br />
gefertigt mit 9.500 Ziegeln aus dem Salz<br />
des Toten Meeres, stimmungsvoll umrahmt<br />
mit Klang- und Farbeffekten.<br />
Wenn<br />
nicht jetzt,<br />
wann dann?<br />
Erst genießen Sie seinen verführerischen Duft.<br />
Dann spüren Sie seine wohltuende Wärme.<br />
Erleben Sie unseren Glühwein aus<br />
vollmundigem Wein und einer Komposition<br />
ausgesuchter Gewürze.<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
97<br />
www.burkhardt-fruchtsaefte.de
ausflugstipp<br />
Vital Parcours, Bad Wö rishofen /<br />
Therme Bad Wö rishofen<br />
Abendstimmung mit Palmen, Bad Wö rishofen / Therme Bad Wö rishofen<br />
Bad Wörishofen – Ursprung der Kneippkur<br />
In Bad Wörishofen im Unterallgäu entwickelte der Pfarrer<br />
Sebastian Kneipp seine weltbekannte Kneippkur, die sich aus<br />
fünf Säulen zusammensetzt.<br />
1. Hydrotherapie: warm-kalte Reize durch Wassertreten,<br />
Wechselgüsse, Bäder, Wickel.<br />
2. Ernährung: vollwertige Mischkost aus regionalen,<br />
naturbelassenen Zutaten mit viel Gemüse, Obst, Salaten<br />
und Vollkornprodukten.<br />
3. Phytotherapie: Pflanzen und Kräuter wie Arnika<br />
oder Salbei als Tee, Saft, Badezusatz, Salbe oder Kräutersäckchen.<br />
4. Bewegung: Gymnastik und sanfte Ausdauersportarten<br />
wie Wandern, Nordic Walking, Radfahren und Schwimmen.<br />
5. Balance: Entspannungstechniken wie Yoga<br />
oder Autogenes Training.<br />
Mit seinem Kurgarten, den Sport- und Kulturangeboten, mehreren<br />
Freiluft-Kneippanlagen, Wander- und Spazierwegen ist<br />
Bad Wörishofen ganz auf Gesundheitstourismus eingestellt.<br />
Dass man diesen sogar <strong>top</strong>modern gestalten kann, beweist die<br />
Bad Wörishofen Therme.<br />
Dank vieler Palmen und<br />
exotischen Besonderheiten<br />
kommt hier neben<br />
dem Badegenuss in zahlreichen<br />
Innen- und Außenbecken<br />
auch Südseefeeling<br />
auf! Schweben<br />
Sie im Solebad mit 20 %<br />
Solegehalt, erleben Sie<br />
prickelnde Momente im<br />
Vitalparcours oder dem<br />
Kräuterwarmbad.<br />
Salzstadel, Bad Wö rishofen /<br />
Therme Bad Wö rishofen, Christian Kasper<br />
Außenansicht Sonnenhof / Sonnenhof<br />
Therme Bad Saulgau, Ingo Rack<br />
Tipp: Schwäbische Bäderstraße<br />
Vom Startpunkt Überlingen mit seiner mediterran anmutenden<br />
Havel-Therme direkt am Bodensee verbindet die Schwäbische<br />
Bäderstraße die Orte Bad Saulgau, Bad Buchau,<br />
Bad Schussenried, Aulendorf, Bad Waldsee, Bad Wurzach,<br />
Bad Grönenbach und Bad Wörishofen. Diese neun charmanten<br />
Städtchen verwöhnen mit außergewöhnlichen Wellnessund<br />
Gesundheitsangeboten und begeistern durch ihre<br />
Kulturangebote und Naturlandschaften.<br />
98 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
Botswana<br />
hautnah erleben:<br />
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kunst & kultur<br />
OB Martin Ansbacher<br />
Jubiläumsfeier 100 Jahre Museum Ulm<br />
Ein Museumsbesuch wie<br />
eine Kreuzschifffahrt<br />
Das Ulmer Museum wurde am 4. Oktober 1925 eröffnet, getragen von Ideen<br />
der Bürgerschaft. Für diese hatte das Jubiläumswochenende einiges zu<br />
bieten. Tanzen im Kiechelsaal. Kunstauktion mit Klangerlebnis. Kreatives<br />
Gestalten im Werklabor. Designmärkte, Expertentalks, KI-Ideenschmieden<br />
und architektonische Entdeckungen bei Rundgängen durchs Gebäude.<br />
Dr. Stefanie Dathe, OB Ansbacher und Prof. Dr.<br />
Guido Adler beim Anscheiden der Geburtstagstorte<br />
Dr. Stefanie Dathe, Stadtrat Dr. Hans-Walter Roth,<br />
OB Martin Ansbacher<br />
Artists Talks zu Themen wie Digitale Kunst<br />
Festabend mit Kunstauktion „100 Jahre - 100 Werke“<br />
Treibende Beats erfüllen die Tanzfläche:<br />
Wo sonst kostbare Kunst hängt, bewegen<br />
sich Fans elektronischer Musik durch den<br />
historischen Kiechelsaal. Die Dance Party<br />
zum 100. Geburtstag des Ulmer Museums<br />
zeigte, was Bürgermeisterin Iris<br />
Mann in ihrer Eröffnungsrede meinte<br />
mit: „Das Museum Ulm ist ein Haus für<br />
die Bürgerschaft. Es soll alle aus der<br />
Stadtgesellschaft ansprechen.“ So brachte<br />
die Tanzparty in Kooperation mit<br />
Decadance und Stadtkind Ulm verschiedenste<br />
Nachtschwärmer von Gen Z bis<br />
zur Boomer Generation zusammen.<br />
DREI ANLÄSSE ZU FEIERN!<br />
Neben dem Museumsjubiläum gab es weitere<br />
Anlässe, um die Korken knallen zu<br />
lassen. Seinen 70. Geburtstag feierte das<br />
von Max Bill entworfene HfG Gebäude,<br />
das zum Tag der offenen Tür am 3. Oktober<br />
rund 1.200 Besucher begrüßte. Nächstes<br />
Highlight war die Eröffnung des Werklabors.<br />
Bereits während der restlichen<br />
Umbauphase bis 2029 sollen hier erste<br />
Veranstaltungen stattfinden, wie Workshops<br />
zu lokalen oder gesellschaftlich relevanten<br />
Themen. Iris Mann, Bürgermeisterin<br />
für Kultur, Bildung und Soziales, betonte:<br />
„Wir wollen die Gesellschaft gestalten,<br />
aber ohne erhobenen Zeigefinger.<br />
Doch welche Themen sind relevant? Wie<br />
gehen wir mit Debatten um?“<br />
Das neue Werklabor soll mehr Raum für<br />
Teilhabe, vor allem für spielerische Forschung<br />
geben, denn „Kulturelle Bildung<br />
ist keine Nebensache“, so Museumsdirektorin<br />
Stephanie Dathe. Es steht Kindern,<br />
Teenagern und Erwachsenen offen. Zudem<br />
solle gezeigt werden, dass man in<br />
einem Museum viel Spaß haben kann.<br />
Für Dathe ist ein Museumsbesuch mit einer<br />
Kreuzschifffahrt vergleichbar. „Sie<br />
gehen auf eine Entdeckungsreise und<br />
sammeln Eindrücke abseits des Alltags.“<br />
ÜBERRASCHUNGEN BEIM UMBAU<br />
Besondere Eindrücke konnten Interessierte<br />
bei einer geführten Begehung<br />
durch die zwei sanierten Gebäudeteile<br />
Ehinger Stadel und Gewerbebank gewinnen.<br />
Milica Jeremic, Hauptabteilungsleiterin<br />
des Städtischen Gebäudemanagements,<br />
gab Anekdoten über Fehlalarme<br />
und der Dauerpräsenz der Feuerwehr<br />
zum Besten. Sie zeigte viele der ungeplanten<br />
Herausforderungen, die auftauchten,<br />
um das Gebäude barrierefrei,<br />
sicherer und energetisch effizienter zu<br />
gestalten. Beim Bau eines Aufzugschachts<br />
kam heraus, dass an dieser Stelle<br />
gar kein Fundament mehr vorhanden<br />
war. „Da haben wir uns gewundert, wie<br />
das Haus so lange stehen konnte.“ Begeistert<br />
zeigte sich Jeremic über den Fund<br />
einer Beton-Rippendecke, die sichtbar<br />
bleiben soll. Optisch öffne sich das Museum<br />
der Stadt, zum Beispiel durch großzügige<br />
Fensterfronten.<br />
KUNSTAUKTION MIT<br />
KLANGERLEBNIS<br />
Am 4. Oktober schnitt Oberbürgermeister<br />
Martin Ansbacher pünktlich um<br />
11 Uhr die Jubiläumstorte an. Ein besonderes<br />
Geschenk machte Stadtrat Dr.<br />
Hans-Walter Roth mit einem historischen<br />
Fernglas, durch welches das Museum<br />
rosigen Zeiten entgegenschauen möge.<br />
Raum für Ideen im Werklabor<br />
Fotos: Matthias Schmiedel (7), diana wieser (3)<br />
100 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
kunst & kultur<br />
Spannend ging es am Festabend weiter.<br />
Unter dem Motto „100 Jahre – 100 Werke“<br />
wurden Kunstwerke versteigert, zur Verfügung<br />
gestellt von Galerien, Sammlern<br />
sowie Kunstschaffenden. Das Ganze stilvoll<br />
verpackt mit Apéro Riche und Klangerlebnissen<br />
von Minimalife, die elektronische<br />
Musik als Live Band performten.<br />
Iris Mann hielt die Eröffnungsrede<br />
An beiden Tagen gab es Expertentalks,<br />
zum Beispiel über digitale Kunst. Zudem<br />
hatten Besucher die Möglichkeit, Ideen<br />
für das Ulmer Museum zu entwickeln, gemeinsam<br />
mit dem Team der Baupiloten<br />
oder interaktiv mit KI. Kreatives Gestalten<br />
im Werklabor sowie ein Design- und<br />
Kreativmarkt rundeten das bunte Jubiläumswochenende<br />
ab.<br />
Bis 2029 dauern die Umbaumaßnahmen<br />
Neun Monate arbeitete das Museumsteam<br />
mit Hochdruck daran, dass die Feier<br />
während des Umbaus stattfinden<br />
konnte. Über 2.000 Besucher zeigten sich<br />
begeistert. Tanz, Musik, Spaß, Genuss,<br />
Entdeckungsrundgänge, kreative „Animation“:<br />
Das Museumsjubiläum hatte<br />
tatsächlich viel mit einer Kreuzschifffahrt<br />
gemeinsam. Nur mit besserem<br />
CO 2<br />
-Abdruck und ohne Seekrankheit.<br />
Informativer Rundgang mit Milica Jeremic<br />
Hinweis: Das Ulmer Museum bleibt vorerst<br />
weiterhin wegen Umbau und Sanierung<br />
geschlossen. Ein Highlight des Museums<br />
– der 40.000 Jahre alte Löwenmensch<br />
– ist ab dem 13. Dezember <strong>2025</strong><br />
wieder in der Kunsthalle Weishaupt zu<br />
bewundern.<br />
dwi n<br />
Baubegehung der sanierten Gebäudeteile<br />
Zum Auftakt: Tanzparty mit Elektro-Musik<br />
impressum<br />
TOP MAGAZIN Ulm / Neu-Ulm<br />
Verleger: Hermann Genth (ViSdP)<br />
TOP MAGAZIN Ulm / Neu-Ulm erscheint in der HAG Verlag und Marketing GmbH<br />
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Telefon 0731/399495-0 / Fax 0731/399495-20<br />
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Redaktion: Diana Wieser, Michael Mader, Nadja Cramer, Nicola Gebhart, Sandra Werner-Lang, Hermann Genth sowie Gastautoren<br />
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(Ylanite Koppens), Kuhbergverein, Horst Höger/Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen, CuraMed, Vecteezy, TMBW/Joachim Negwer, bildwerk 89,<br />
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Moritz Reulein, Rohde Fotografie Kaufbeuren, KBU Werbeagentur, Mercedes-Benz AG, Kreuter MedeleSchäfer, Stöhr Logistik GmbH,<br />
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Stuttgarter Bäder, SMG Sarah Schmid, Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH, TMBW/ Chris<strong>top</strong>h Duepper, feelMOOR Bad Wurzach,<br />
Oberschwaben Tourismus GmbH/ Florian Trykowski, Städtische Rehakliniken Bad Waldsee, Touristik Marketing BW/Oliver Raatz, Solymar<br />
Therme, Therme Bad Wörishofen, Christian Kasper, Sonnenhof Therme Bad Saulgau/Ingo Rack, Matthias Schmiedel, Jochen Klenk, Marc<br />
Lontzek, Sylvain Guilbot, Kunsthalle Weishaupt, Henry M. Linder, BEGE Galerien, Christoffer Leitner, Brauerei Gold Ochsen, Eric Maier-Rehm,<br />
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Sauerland, Siegen-Wittgenstein, Stuttgart, Südwestsachsen, Thüringen,<br />
Trier/Lux, Ulm/Neu-Ulm, Wuppertal. (aktuell ausgesetzt ist: Bodensee,<br />
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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
101
kunst & kultur<br />
Theater Ulm, Spielzeit 2026<br />
IDOMENEO (<strong>2025</strong>) / Foto: Jochen Klenk<br />
Ein Rausch für die Sinne<br />
Das Theater Ulm kann Bombast – auch unter besonderen Bedingungen! Mit einem Paukenschlag begann die<br />
Spielzeit: Idomeneo, ein Mozart-Meisterwerk, inszeniert vor der magischen digitalen Bildwelt des Kobie van Rensburg.<br />
Der Strom an Highlights ebbt 2026 nicht ab. Kreative Inszenierungen, außergewöhnliche Events und vieles<br />
mehr erwartet Kulturfans jeden Alters.<br />
Vulkanausbrüche, die Brocken feuriger<br />
Lava auf die Szenerie schleudern, bis die<br />
Funken scheinbar ins Publikum sprühen.<br />
Götter, aus deren Augen und Mündern es<br />
qualmt, brodelt, fließt. Helden, die Hannibal-gleich<br />
auf Elefanten zwischen Tempelsäulen<br />
über die Bühne reiten. Das<br />
Publikum hält den Atem an, Bravo-Rufe<br />
ertönen. Es ist überwältigt von den digitalen,<br />
KI-unterstützten Bühnenbildern<br />
der Mozar<strong>top</strong>er Idomeneo.<br />
Das Branden der Wellen, die Glut des<br />
Vulkans, Rauch und Nebelschwaden –<br />
die Elemente waren visuell so inszeniert,<br />
dass sie nahezu haptisch spürbar wurden.<br />
Dazu die herausragende Leistung<br />
des Ensembles und eine universelle<br />
Geschichte um Pflicht und Selbstentfaltung,<br />
Liebe und Menschlichkeit. Kein<br />
Wunder, dass sich die Presse überregional<br />
überschlug, nach dem Motto: „Auf<br />
nach Ulm!“ Kobie van Rensburgs einzigartige<br />
Ästhetik begeisterte bereits bei der<br />
Winterreise und Lacrimae, das mit<br />
dem Theaterpreis <strong>2025</strong> ausgezeichnet<br />
wurde.<br />
PREISGEKRÖNTER<br />
MUSIKGENUSS<br />
Es scheint, als wollte das Theater Ulm<br />
ausdrücken: Jetzt erst recht! Trotz des<br />
Brandes in der alten Postpakethalle, dem<br />
große Teile des Kostümfundus sowie<br />
wichtige Probebühnen zum Opfer fielen.<br />
Doch das älteste Stadttheater Deutschlands<br />
zeigt sich resilient. Gestärkt von<br />
der Loyalität der Ulmer und nationaler<br />
Anerkennung. Jüngst durch die Fachzeitschrift<br />
Opernwelt mit dem Titel „Uraufführung<br />
des Jahres“ (siehe Seite 47).<br />
So geht die Spielzeit 2026 trotz erschwerter<br />
Bedingungen spielfreudig weiter. In<br />
der Sparte Musiktheater mit der Uraufführung<br />
Lippen schweigen (am. 21.02.), gefolgt<br />
von Roberto Devereux (ab 26.02.),<br />
The Turn of the Screw (ab 11.04.) und<br />
der poetischen Wagneroper Der Meistersinger<br />
von Nürnberg (ab 04.06).<br />
Musikalisch sorgen vier Kammerkonzerte<br />
sowie die Lange Nacht der Kammermusik<br />
(02.05.) für Klanggenuss.<br />
Ebenso wie drei Philharmonische Konzerte<br />
im CCU, von preisgekrönten Saxophonisten<br />
bis zu Richard Strauss. Das<br />
Neujahrskonzert sowie das Schwörkonzert<br />
in der Pauluskirche am 18. Juli<br />
sind weitere Highlights.<br />
In der Schauspielsparte folgen Heinrich<br />
von Kleists Die Familie Schroffenstein<br />
(Premiere 15.01.), Orlando (ab 17.01.)<br />
nach dem berühmten Roman von Virginia<br />
Woolf, Mephisto (ab 19.03.) nach Klaus<br />
Mann und Fräulein Julie (ab 20.03.) nach<br />
August Strindberg. Den Abschluss bilden<br />
Vater Unser (ab 23.05.) sowie das<br />
Songdrama Ewig Jung (ab 07.06.), in dem<br />
das Theater Ulm in 50 Jahren als Altersresidenz<br />
für das Ensemble dient.<br />
TANZEVENTS: STAUNEN &<br />
MITMACHEN<br />
Freunde des Tanzens werden 2026 verwöhnt.<br />
In Step for two (Uraufführung<br />
31.01.) geht es um tänzerische Duette,<br />
welche von Breakdance bis Bühnentanz<br />
die Begegnung zwischen Menschen<br />
102 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
BUNTE FISCHE (<strong>2025</strong>) / Foto: Marc Lontzek<br />
GISELLE (<strong>2025</strong>) / Foto: Sylvain Guillot<br />
Mordshunger (<strong>2025</strong>) / Foto: Sylvain Guillot<br />
darstellen. Mit Creative Dialoges (ab<br />
30.04.) wird die Beziehung von Simone<br />
de Beauvoir und Jean-Paul Sartre interpretiert.<br />
Bei Together in Motion (Uraufführung<br />
14.06.) im Roxy Ulm inszenieren<br />
Tänzer des Ensembles eigene Choreografien.<br />
Tänzerische Bandbreite mit verschiedensten<br />
Compagnien gibt es bei der<br />
5. Tanztheater Benefizgala zugunsten<br />
der Mukoviszidose Fördervereins Ulm<br />
e.V. am 13. Mai zu bewundern.<br />
zeigen Kids, Teens und Erwachsene am<br />
11. und 12. Juli ihr Können.<br />
Am 7. Juli werden die Publikumslieblinge<br />
beim Theaterpreis gekürt. Es gibt Bürgerbühnen<br />
für Akteure von 10 bis 99 Jahren<br />
(z. B. Die Welle ab 25.04.), Wortreich Lesungen<br />
im Aegis Café, gesellige Gesprächsabende<br />
mit Ensemblemitgliedern in<br />
Jaques‘ Weindepot. Plus Workshops, öffentliche<br />
Bühnenproben, pädagogische<br />
Angebote und Gastspiele rund um Erich<br />
Kästner (mit Walter Sittler am 21.02.) und<br />
Astrid Lindgren (mit Schauspielerin Gesine<br />
Cukrowski am 14.03.). Das Theater<br />
Ulm schafft bürgernahe Berührungspunkte<br />
mit Kultur. Doch können die Ulmer<br />
auch etwas für ihr Theater tun? dwi n<br />
Tanzbegeisterte haben Gelegenheit,<br />
eigene Fähigkeiten zu verfeinern. Allen<br />
voran beim glamourösen Theaterball<br />
am Valentinstag (14.02). Im Tanzcafé<br />
gehts am 08.02. ans Aufwärmen mit<br />
Standardtänzen und am 19.04. mit<br />
Charleston in Richtung Maitanz. Bei der<br />
Ballettschulgala des Theaters Ulm<br />
SPENDENAUFRUF<br />
Rund 30.000 aufwändige Kostüme wurden bei dem Brand am 25. Juni <strong>2025</strong> zerstört.<br />
Darunter Trachten, Uniformen, Rokoko- und Hochzeitskleider, deren Anfertigung<br />
teilweise rund 150 Stunden benötigt. Auf das Theater Ulm kommen beachtliche<br />
Mehrkosten zu. Wer helfen möchte, kann den Spendenfundus unterstützen unter:<br />
www.theater-ulm.de/theater/aktuelles/fundus-spendenaktion-der-theaterfreunde<br />
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Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
103
kunst & kultur<br />
Willi Siber in der Kunsthalle Weishaupt<br />
„Cosmos Color“: Kunstwerke,<br />
wie vom Himmel gefallen<br />
Es gibt Künstler, die greifen nach den Sternen. Willi Siber holt den Mond nach<br />
Ulm. Der oberschwäbische Künstler feiert nach internationalen Erfolgen in<br />
seiner Heimatregion seine räumlich bislang größte Einzelausstellung. Auf<br />
1.400 qm entfaltet sich in der Kunsthalle Weishaupt der dreidimensionale<br />
Farbkosmos Sibers in aller Pracht. Faszinierend, assoziativ, geradezu spirituell.<br />
So haben Sie den Mond noch nie gesehen.<br />
Die große Wand, welche die Ausstellungsräume<br />
des ersten und zweiten<br />
Stockwerks miteinander verbindet, ist<br />
gespickt mit magisch schillernden Scheiben<br />
in Rot, Gelb, Blau. Maßstabsgetreu<br />
hat Willi Siber ihre Struktur der Mondoberfläche<br />
nachempfunden, basierend<br />
auf Daten der NASA. Das faszinierende<br />
Leuchten beruht auf einer fünffachen<br />
Lackierung aus Schwarz, Chrom und drei<br />
Farblasierungen, was den Objekten Tiefe<br />
verleiht. Dennoch wirken die Scheiben<br />
leicht, denn Kunst soll wirken „als wäre<br />
sie gerade eben vom Himmel gefallen.“<br />
Die dritte Dimension<br />
„Alle meine Bilder haben eine dritte<br />
Dimension, eine reale Tiefe“, erläutert<br />
Siber. Kein Wunder: Die kreativen Wurzeln<br />
des Oberschwaben liegen nicht in<br />
der Malerei, sondern in der Bildhauerei.<br />
Zudem erbte er die Schreinerei seines<br />
Vaters. Sibers ältere Arbeiten bestehen<br />
aus filigranen Holzkörpern und Gitternetzbildern.<br />
Durch ein Kunstprojekt in<br />
Amsterdam fand Siber 2002 zur Farbe.<br />
Die hat ihn nicht mehr losgelassen.<br />
Zum Beispiel in Form von hochglänzenden<br />
Epoxidharzen oder Interferenzlacken,<br />
die je nach Perspektive ihr Kolorit<br />
wechseln. Im Farbreigen des Künstlers ist<br />
nichts zufällig, sondern alles wohl komponiert.<br />
Wie in der raumgreifenden Wandinstallation,<br />
bestehend aus 70 Farbtafeln.<br />
Das Verhältnis von hell und dunkel, warm<br />
und kalt, Primär- und Sekundärfarben<br />
wird hier intuitiv vermittelt. Farbenlehre<br />
ohne Worte. Show don’t tell.<br />
Willi Siber, Wandobjekt, <strong>2025</strong>, MDF, Interferenzlack,<br />
140 x 70 x 9 cm, Private Collection, Ulm,<br />
© VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2025</strong>, Foto: Henry M. Linder<br />
Installationsansicht, Willi Siber, Tafel und Bodenobjekt,<br />
2000, Holz, gefasst, © VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2025</strong><br />
Fotos: Diana Wieser (2), Kunsthalle Weishaupt<br />
Willi Siber, Farbtafeln<br />
Kathrin Weishaupt, Willi Siber, Theopold2<br />
Über den Bildrand hinaus gedacht<br />
Ob Fläche zu Raum, ob Konvex zu<br />
Konkav, ob Festes zu Flüchtigem – Willi<br />
Sibers Werke wirken lebendig, durch ihr<br />
Spannungsfeld der Gegensätzlichkeiten.<br />
„Meine Bilder sind Ausschnitte der Welt,<br />
denkbar über den Rand des Bildes hinaus.“<br />
Mal inspiriert von den Rillen einer<br />
Pistenwalze, mal von einer 400 Jahre<br />
alten Tür im Maggia-Tal, symbolisieren<br />
sie Beweglichkeit.<br />
Dafür steht auch das wiederkehrende<br />
Tropfen-Motiv. „Inspiriert von den Regentropfen<br />
meines Atelierfensters, verkörpern<br />
diese das Schwebende, Leichte, Wandelbare.“<br />
Manche Betrachter und Betrachterinnen<br />
sehen in den bunten Tropfen<br />
auch Blasen, Smarties, Bohnen, bunt<br />
lackierte Nägel, eine menschliche Niere<br />
oder Lebensformen wie Einzeller. So sind<br />
Sibers farbenfrohe, vielschichtige Arbeiten<br />
das Eintrittstor zum größten aller Räume<br />
– dem der menschlichen Phantasie.<br />
Willi Siber, Tafelobjekt, <strong>2025</strong>, Hartkunststoff, Chromlack<br />
140 x 100 x 10 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2025</strong><br />
Foto: Henry M. Linder<br />
Die bis dato größte Einzelausstellung des<br />
76-jährigen Künstlers findet nun „im<br />
schönsten Haus“ seiner Heimat statt.<br />
Appetit auf Kunst machen neue Eventformate:<br />
Dazu gehören ein KunstLunch,<br />
englischsprachige Führungen, Känguru-<br />
Kunst für die Kleinen sowie „Art & Apéro“<br />
jeden dritten Donnerstag des Monats mit<br />
Drinks, Live-Musik, Performances und<br />
Künstlergesprächen.<br />
dwi n<br />
104
SCHWÄBISCHE<br />
LATE NIGHT<br />
BEGINNT<br />
TÄGLICH<br />
UM 18 UHR.<br />
regiotv_ schwaben Regio TV Schwaben Regio TV Schwaben n regio-tv.de
kunst & kultur<br />
BEGE Galerien Ulm<br />
Eine der letzten<br />
POP-ART-Ikonen<br />
zu Gast in Ulm!<br />
Bunt, laut, euphorisch: Pop-Art entstand in den 1950/60er Jahren. Andy<br />
Warhols „Shot Sage Blue Marilyn“ gilt mit 195 Millionen Dollar Verkaufspreis<br />
als teuerstes Gemälde des 20. Jahrhunderts. Die BEGE Galerien Ulm brachten<br />
mit „Contemporaries – Andy Warhol und James Francis Gill“ zwei Ikonen<br />
dieser Kunstrichtung zusammen. Der Clou: Der 91-jährige Gill war als einer<br />
der letzten noch lebenden Pop-Art-Künstler seiner Zeit bei der Vernissage<br />
anwesend.<br />
Bernd Geserick, James Francis Gill, Larissa Monteiro da Costa<br />
Wer durch die „Contemporaries“-Ausstellung<br />
flanierte, sah sich den Stars der<br />
1950/1960er Jahre gegenüber. Elisabeth<br />
Taylor, Audrey Hepburn, John F. Kennedy,<br />
The Rolling Stones, die Beatles,<br />
Joseph Beuys… und natürlich Marilyn<br />
Monroe. Mal lasziv aus dem Pool steigend,<br />
mal als „Happy Marilyn“ offen in<br />
die Kamera lachend. In knalligen Farben<br />
wie Türkis, Pink und Gelb, geschaffen<br />
von zwei Pop-Art-Künstlern, die selbst zu<br />
Ikonen geworden sind: Andy Warhol und<br />
James Francis Gill.<br />
Beide Künstler wurden in den BEGE<br />
Galerien mehrmals ausgestellt, betonte<br />
Bernd Geserick, der diese 1984 in Ulm<br />
gegründet und zu einem Zentrum zeitgenössischer<br />
Kunst im Ulmer Fischerviertel<br />
gemacht hat. „Nun war es höchste Zeit,<br />
beide zusammenzuführen.“ Gekleidet<br />
mit Cowboy-Hut, Jeanshemd, Stickerei-<br />
Anzug und elegantem Halstuch zog der<br />
91-jährige Texaner alle in seinen Bann.<br />
dienstes in Honolulu Plakate und Wandmalereien<br />
gestaltet hatte – früh auf prominente<br />
Förderer zählen. Allen voran Dominique<br />
und John de Menil, die als die<br />
größten Kunst-Privatsammler der USA<br />
galten. 1962 kauften sie Gills Marilyn-<br />
Triptychon und vermachten es dem Museum<br />
of Modern Art in New York. Noch<br />
bevor Andy Warhols Werke dort Einzug<br />
hielten. Weitere Förderer wie Gunther<br />
Sachs ebneten seine Karriere, ebenso wie<br />
die São Paulo Biennale im Jahr 1967, wo<br />
er zusammen mit Edward Hopper und<br />
Andy Warhol ausgestellt wurde. Letzterer<br />
gilt in der Pop Art als unerreicht. Selbst<br />
Gill sagte über ihn: „He left us all in the<br />
dust.“ 1972 zog sich Gill aus der Kunstszene<br />
zurück, überwältigt von seinem Erfolg,<br />
den ihm unter anderem seine „Political<br />
Prisoners“-Reihe bereitet hatte. In seinen<br />
Werken ging es Gill nie nur um Glamour,<br />
sondern auch um Gesellschaftskritik.<br />
In den 2010er Jahre begann seine<br />
späte Schaffensperiode.<br />
Verkauf eines signierten „Woman-in-Water“ Motivs<br />
Doch wie wird ein Künstler zum Star?<br />
Gills Manager Ted Bauer erläuterte dessen<br />
Werdegang. „Wir kaufen Kunst nicht<br />
nur aus Liebe, sondern weil wir an jemanden<br />
glauben“, betonte Bauer. So konnte<br />
Gill – nachdem er während seines Wehr-<br />
Für Begeisterung sorgte die anschließende<br />
Ausstellungseröffnung. Galerist Bernd<br />
Geserick und Galeriemanagerin Larissa<br />
Monteiro da Costa brachten den Besuchern<br />
außergewöhnliche Werke näher.<br />
Larissa Monteiro da Costa freut sich über<br />
den Erfolg der Ausstellung, die bis zum<br />
18. Oktober in den BEGE Galerien lief:<br />
„Es ist schön zu erleben, wie lebendig die<br />
Auseinandersetzung mit Kunst hier in<br />
Ulm ist. Wenn Werke berühren, Gespräche<br />
entstehen und Sammlerinnen und<br />
Sammler diesen Moment mitnehmen,<br />
erfüllt das genau den Anspruch, den wir<br />
als Galerie verfolgen.“<br />
Tipp: Noch bis zum 20. Dezember <strong>2025</strong><br />
ist die aktuelle Ausstellung „BAG STAGE“<br />
des deutschen Künstlers Thitz zu sehen,<br />
der mit seinen internationalen „Tüten-<br />
Projekten“ bekannt wurde. Auf Basis von<br />
Papiertüten lässt er Stadtansichten,<br />
Geschichten und Visionen aufeinandertreffen.<br />
dwi n<br />
Fotos: BEGE Galerien (2), Diana Wieser (2)<br />
106 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
<strong>top</strong> genuss<br />
Das <strong>top</strong> magazin präsentiert<br />
Kulinarisches aus der Region<br />
Fotos: Fotolia.de (Jarek Chabraszewski, Tony Leone, exclusive-design)<br />
Peter A. Strauss<br />
Nicolas La Rocca<br />
Kevin Leitner<br />
Hans Häge<br />
Stefan Jäckel<br />
Florian Wagenbach<br />
Maximilian Moser<br />
Bruno Reichart<br />
Marco Langer<br />
Zsolt Fodor<br />
Jens Madsen<br />
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12 Spitzenköche aus dem Genuss-Projekt<br />
„12 Monate 12 Sterne“ kommen an einem Abend<br />
zusammen und präsentieren ihre Meisterwerke.<br />
Dieser deutschlandweit einzigartige Genuss-Abend wird<br />
ein kulinarisches Highlight. Feinschmecker dürfen sich<br />
auf Sterne-Küche in allen Variationen, feinste Weine,<br />
Champagner und Kaviar freuen.<br />
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T +49 8151 44700<br />
info@vier-jahreszeiten-starnberg.de<br />
www.vier-jahreszeiten-starnberg.de<br />
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essen & trinken<br />
12 Monate 12 Sterne<br />
Kulinarisches Gipfeltreffen<br />
„Schweiz meets Allgäu“<br />
Wenn sich die kulinarischen Welten der Schweiz und des Allgäus begegnen, entsteht mehr als nur<br />
ein Fest für den Gaumen – es wird ein Erlebnis für alle Sinne. Im Hotel edita in Scheidegg trafen sich am<br />
21. September Gourmets und Genießer zum fünften „12 Monate 12 Sterne“-Event des Jahres <strong>2025</strong>, um sich<br />
von kreativen Kompositionen und überraschenden Geschmackserlebnissen verzaubern zu lassen.<br />
Die Atmosphäre war geprägt von Vorfreude,<br />
exklusivem Ambiente und der spürbaren<br />
Leidenschaft der Spitzenköche, die<br />
an diesem Tag ihre ganz eigene Handschrift<br />
auf die Teller zauberten. Sternekoch<br />
Stefan Jäckel aus dem Storchen<br />
Zürich und Bruno Reichart, Küchenchef<br />
des Hotels edita, vereinten an diesem<br />
besonderen Tag Schweizer Raffinesse mit<br />
Allgäuer Regionalität in einem kreativen<br />
6-Gang-Menü.<br />
Nach einem stilvollen Empfang auf der<br />
Terrasse mit Champagner von Perrier<br />
Jouët und feinstem Beluga Amur Kaviar<br />
erwartete die Gäste eine Menüfolge,<br />
die Handwerkskunst und Innovation<br />
eindrucksvoll verband. Von Randen-<br />
Macaron mit Entenleber über norwegische<br />
Jakobsmuschel bis hin zu tranchiertem<br />
Rehrücken und Allgäuer Kalbsfilet –<br />
jeder Gang spiegelte die harmonische<br />
Verbindung beider Regionen wider. Die<br />
perfekt abgestimmte Weinbegleitung<br />
vom Weingut Büchin und dem südafrikanischen<br />
Weingut Normandie 1693 sowie<br />
Pralinen aus der Manufaktur Clement<br />
Chococult rundeten das Erlebnis ab.<br />
Fotos: Christoffer Leitner, Hermann Genth<br />
„12 Monate 12 Sterne“ verbindet die<br />
Food-&-Beverage-Welt, präsentiert den<br />
kulinarischen Genuss-Kalender und organisiert<br />
exklusive Gourmet-Events mit<br />
Spitzenköchen aus Deutschland, Österreich<br />
und der Schweiz. Das Projekt setzt<br />
auf nachhaltige Kooperationen und die<br />
Verbindung von Gourmetküche und regionalem<br />
Handwerk – ein Anspruch, den<br />
auch das Hotel edita als Gastgeber bestens<br />
erfüllte.<br />
Direktor Dirk Sander zeigte sich begeistert:<br />
„Dieses Event hat eindrucksvoll gezeigt,<br />
wie sich zwei kulinarische Regionen<br />
auf Augenhöhe begegnen können.“ Auch<br />
Initiator Armin Langer betonte die<br />
Bedeutung des Projekts: „Mit ‚12 Monate<br />
Bruno Reichart, Armin Langer<br />
Bruno Reichart, Armin Langer, Dirk Sander, Stefan Jäckel, Marc Buchholz<br />
108 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
essen & trinken<br />
Melanie Ciccio und Jürgen Czech vom Weingut Büchin<br />
Armin Langer, Stefan Jäckel<br />
Armin Langer, Dirk Sander<br />
Apero<br />
12 Sterne‘ möchten wir zeigen, wie Vielfalt,<br />
Handwerk und regionale Identität zu<br />
neuen kulinarischen Erlebnissen führen.“<br />
Sie möchten beim nächsten Event von<br />
„12 Monate 12 Sterne“ dabei sein? Die<br />
große Gourmet-Gala mit gleich zwölf<br />
Sterneköchen findet am 18. Januar 2026<br />
im Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg<br />
statt. Unter dem Motto „Eine kulinarische<br />
Symphonie in zwölf Akten“ erwartet<br />
Sie ein einzigartiges Erlebnis: Zwölf Meisterköche,<br />
darunter aus der Region Ulm<br />
die Sterneköche Hans Häge und Marco<br />
Langer, präsentieren an individuellen<br />
Stationen ihre kulinarischen Kreationen<br />
und laden zu einer genussvollen Reise<br />
voller Raffinesse und Handwerkskunst<br />
ein, begleitet von Champagner und<br />
korrespondierenden Weinen. Weitere Informationen<br />
und Tickets gibt es unter<br />
www.12monate-12sterne.de<br />
Tipp: Tickets für die Gourmet-Gala eignen<br />
sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk.<br />
Balfego Thunfisch mit Tortellini, Cedri Zitrone<br />
und Perigord Trüffel<br />
Tranchierter Rehrücken mit Hagebutten-<br />
Portweinsauce und Pfifferling Blini<br />
Orangen-Grandmanier-Mousse mit Bitterschokolade und Passionsfruchteis<br />
Allgäuer Kalbsfilet mit Zitronen Emulsion,<br />
gebratenem Romanesco und Physalis<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
109
essen & trinken<br />
Jahrgangsbier <strong>2025</strong><br />
Gold Ochsen Ulmator<br />
Für das Jahrgangsbier <strong>2025</strong> ging die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen völlig neue Wege<br />
und präsentierte Mitte November eine ungewöhnliche Kreation. Denn hier treffen zwei Welten aufeinander:<br />
Zum einen die Sorte Pils mit ihrem schlanken, hellen und leichten Körper sowie ausgeprägter Hopfennote,<br />
zum anderen der gehaltvolle Doppelbock mit seiner kräftigen Stammwürze und malzigen Basis.<br />
Text: Rebekka Horn / Foto: Brauerei Gold Ochsen<br />
Entstanden ist ein Geschmack, der Bierliebhaber<br />
überzeugen wird. Während der Antrunk mit schönen,<br />
kräftigen Malznuancen beeindruckt, geht das<br />
Bouquet in ein vom Alkohol betontes schlankes Aroma<br />
über, das durch Zitrus- und Maracujanoten abgerundet<br />
wird. Optisch überzeugt der Premium Pils<br />
Doppelbock „Gold Ochsen Ulmator“ durch sein<br />
bernsteinfarbenes Erscheinungsbild, gekrönt von<br />
einer cremigen, kompakten und lang haltenden<br />
Schaumkrone. Der Alkoholgehalt beträgt 75 Volumenprozent.<br />
Da sich die Rezeptur stark am Hopfen orientiert,<br />
wurden die entsprechenden Sorten von<br />
den Braumeistern von Gold Ochsen gezielt<br />
ausgewählt und dosiert. Dabei setzten sie<br />
mit dem Hopfen „Tettnanger Tango“ auf<br />
eine relativ neue Sorte und mit der Kalthopfung<br />
auf eine Brautechnik, die ein<br />
intensives Aromaspektrum garantiert.<br />
„Kraftvoll, elegant, spritzig, frisch und<br />
zugleich fein in der Hopfenkomposition<br />
– wobei gerade der Hopfen dem<br />
Malz ein wunderbares Fundament<br />
verleiht“, beschreibt Bernhard Frey,<br />
1. Braumeister und Technischer Betriebsleiter<br />
bei Gold Ochsen, das Jahrgangsbier<br />
<strong>2025</strong>. Wie immer beinhaltet<br />
die Rezeptur drei Hopfensorten aus<br />
Tettnang, doch für die diesjährige Komposition<br />
war eine besonders entscheidend:<br />
die Neuzüchtung Tango, die vor<br />
allem durch ihr umfangreiches Aromaspektrum<br />
mit dominierenden Maracujaund<br />
Zitrusnoten wie Orange, Mandarine<br />
und einem Hauch Limette besticht.<br />
Um dieses intensive Aroma zu erhalten, wurde ein<br />
Teil des Tango-Hopfens nicht in der Heißphase, sondern<br />
in der Kaltphase zugeführt. Da bei der sogenannten<br />
Kalthopfung keine flüchtigen Hopfenöle<br />
abgekocht werden, können die Braumeister bei diesem<br />
Prozess so viel Geschmack und Aroma wie möglich<br />
in das fertige Bier überführen. Dies führt beim<br />
„Gold Ochsen Ulmator“ zu einem Spiel aus unterschiedlichen<br />
Nuancen zwischen Zitrusnoten wie<br />
Grapefruit, Kräuterwürze und einer zarten, grüngrasigen<br />
Frische. Diese besondere Komposition<br />
macht das Jahrgangsbier zum idealen Begleiter<br />
eines jeden Menüs, da es sowohl mit deftigen<br />
als auch mit leichten oder süßen Speisen harmoniert.<br />
Erhältlich in gewohnt<br />
edler Verpackung<br />
Wie jedes Jahr wird das Jahrgangsbier<br />
per Hand in edle 075-Liter-Flaschen<br />
mit Naturkorken abgefüllt und ist auf<br />
1.597 Stück limitiert. Erhältlich ist das<br />
Jahrgangsbier für 1597 Euro im Brauerei<br />
Shop in der Ulmer Keplerstraße,<br />
im Ochsen Shop in der Ulmer Innenstadt<br />
sowie bundesweit über den Gold<br />
Ochsen Online Shop. Sowohl die Anzahl<br />
der abgefüllten Flaschen als auch<br />
der Verkaufspreis nehmen Bezug auf<br />
das Gründungsjahr der Brauerei Gold<br />
Ochsen.<br />
Prost!<br />
110 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
genuss | anzeigen<br />
<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
BarrelLodge @ BarrelHouse<br />
Wileystr. 4 | 89231 Neu-Ulm | Telefon 0731 88484 | www.barrel-house.de<br />
Perfekt für Weihnachtsfeiern, Firmenevents &<br />
gesellige Abende im kleinen Kreis.<br />
Erleben Sie unsere festlich eingerichteten Hütten<br />
direkt auf der Terrasse des BarrelHouse – mit<br />
uriger Atmosphäre, hausgemachten Spezialitäten<br />
und einem Hauch von Kitzbühel mitten in Neu-<br />
Ulm!<br />
Unsere Wohlfühlhütten bieten jeweils 21 Sitzplätze<br />
sowie einen Stehbereich. Die Buchung beinhaltet<br />
ein 3-Gänge-Selbstbedienungsbuffet sowie<br />
eine premium Getränkepauschale (inklusive hausgebrautem<br />
Bier zum Selberzapfen!)<br />
Jetzt vorreservieren und unvergessliche Erinnerungen<br />
schaffen!<br />
n<br />
Buchbar: Di – Fr ab 17:00 Uhr | Sa und So ab 11:30 Uhr<br />
LAUPHEIM<br />
LAUPHEIMER HOF<br />
Rabenstr. 13 | 88471 Laupheim | Telefon 07392 9750 | www.laupheimer-hof.de<br />
In unserem Restaurant wird alles selbst gemacht<br />
und täglich frisch gekocht. Genießen Sie gesunde<br />
Frischeküche – wir verwenden bewusst regionale<br />
und saisonale Produkte sowie Fleisch aus artgerechter<br />
Tierhaltung.<br />
Wir sind überzeugt davon, dass beste Zutaten<br />
aus der Region und ein sorgsamer Umgang mit<br />
ausgewählten Speisen einen wichtigen Unterschied<br />
machen. Deshalb reifen wir unser Dry Aged<br />
Wagyu Beef auch selbst.<br />
n<br />
Küchenzeiten: Mo – Sa 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr<br />
<strong>ULM</strong><br />
HOTEL GASTHOF RÖSSLE<br />
Ortsstraße 56 | 89081 Ulm | Tel. 07304 8038-0 | www.roessle-ermingen.de<br />
Das Rössle ist ein familiengeführtes Restaurant mit<br />
Hotel in Ermingen nur 15 Minuten von der Ulmer<br />
Innenstadt entfernt. Es ist bekannt für seine Gastfreundlichkeit<br />
und den familiären Flair. Gäste können<br />
dort neben typisch schwäbischen Gerichten<br />
unter anderem auch saisonale Spezialitäten, vegetarische<br />
Gerichte und verschiedene Salate genießen.<br />
Außerdem bietet das Rössle mit seinen Nebenzimmern<br />
den perfekten Rahmen für Familienfeiern<br />
oder geschäftliche Events. Aber auch für private<br />
Feiern zu Hause oder an einer beliebigen Location<br />
bietet das Rössle Team einen Catering Service mit<br />
leckeren Gerichten und Finger Food.<br />
n<br />
Öffnungszeiten: täglich außer Dienstags 17.00 bis 23.00 Uhr I Mi, Do, So 11.30 bis 14.00 Uhr<br />
<strong>ULM</strong><br />
TREIBGUT · RESTAURANT & BAR<br />
Friedrichsaustraße 50 | 89073 Ulm | 0731 2064000 | hotel.lago-ulm.de<br />
Das Restaurant für jeden Tag. Egal ob ein legeres<br />
Essen mit guten Freunden oder ein besonderer<br />
Abend mit Ihren Liebsten, im Treibgut genießen<br />
Sie raffinierte und einfallsreiche Küche.<br />
In unserer Metzgerei, Bäckerei, Patisserie und<br />
Brauerei entstehen unverfälschte natürliche Lebensmittel,<br />
aus denen wir einzigartige Gerichte<br />
zaubern.<br />
n<br />
Öffnungszeiten: Bistro Mo – Sa 14:00 bis 22:00 Uhr | Treibgut Mo – Sa 17:00 bis 22:00 Uhr<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
111
veranstaltungen<br />
GENESIS:<br />
Magische Lichtkunst<br />
in Neu-Ulm<br />
Nach gefeierten Stationen in Metropolen<br />
wie Boston, Santiago de Chile, Amsterdam<br />
und Madrid ist die immersive Inszenierung<br />
GENESIS des international<br />
renommierten Künstlerkollektivs PRO-<br />
JEKTIL nun erstmals in Neu-Ulm zu<br />
erleben.<br />
Die Kirche St. Johann Baptist wird dabei<br />
in ein leuchtendes Gesamtkunstwerk<br />
verwandelt: Farben, Formen und Klänge<br />
erzählen eindrucksvoll die Entstehung<br />
der Erde und verschmelzen mit der sakralen<br />
Architektur zu einem einzigartigen<br />
Erlebnis, das das Publikum tief berührt.<br />
Die Show läuft noch bis zum 16. Dezember<br />
<strong>2025</strong>.<br />
Weitere Informationen und Tickets<br />
unter www.projektilexperiences.com<br />
Fotos: Eric Maier-Rehm<br />
U11-EUROCUP 2026<br />
Turnier für Europas Fußballtalente<br />
Am 17. und 18. Januar 2026 verwandelt<br />
sich die Brühlhalle Elchingen wieder in<br />
ein internationales Fußballzentrum:<br />
Beim U11-EUROCUP treffen 24 Nachwuchsteams<br />
aus sechs Ländern aufeinander<br />
– darunter Top-Klubs wie FC Bayern<br />
München, Bayer 04 Leverkusen, Aston<br />
Villa, Rapid Wien und AZ Alkmaar.<br />
Gespielt wird im Championsleague-<br />
Modus – Spannung und Emotionen sind<br />
garantiert!<br />
Zudem treten als lokale Vertreter der SSV<br />
Ulm 1846 Fussball, der SV Thalfingen,<br />
der FC Burlafingen, der TSF Ludwigsfeld,<br />
der TSV Pfuhl und Gastgeber SV Oberelchingen<br />
an, die sich in den Qualifikationsturnieren<br />
durchgesetzt haben.<br />
Der U11-EUROCUP ist mehr als ein Turnier<br />
– er ist ein Gemeinschaftsprojekt aus<br />
Sport, Wirtschaft und Herzblut, unterstützt<br />
von regionalen Partnern. Wer da-<br />
bei ist, erlebt nicht nur packenden Fußball,<br />
sondern auch den Spirit einer Region,<br />
die zusammenhält. Auch der soziale<br />
Aspekt ist den Veranstaltern sehr wichtig.<br />
So gibt es seit Jahren ein Einlagespiel<br />
der Bananenflanken, die für mehr als nur<br />
den Sport stehen; sie repräsentieren Werte<br />
wie Inklusion, Fair Play und Teamgeist.<br />
Alle Infos rund um das Turnier gibt<br />
es im Internet: www.u11-eurocup.de<br />
oder auf der Facebook Seite<br />
www.facbook.com/u11eurocup<br />
Fotos: U11 Eurocup<br />
112 Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong>
veranstaltungen<br />
Alexander Krichel in Ulm – das 8. Konzert<br />
Nach dem erneut großen Erfolg bei den beiden Konzertabenden<br />
im Mai <strong>2025</strong> setzen der renommierte Hamburger Pianist<br />
Alexander Krichel und der Lions-Club Ulm/Neu-Ulm – Alb-Donau<br />
die seit 2019 währende Benefiz-Konzertreihe am Freitag,<br />
den 6. März und Samstag, den 7. März 2026 fort.<br />
Foto: Privat Foto: Sandra Werner-Lang<br />
Alexander Krichels dann 8. Konzert im Stadthaus Ulm führt<br />
durch zwei Welten, die der Pianist wie kaum ein anderer verbindet:<br />
Die strahlende, perlende kleine A-Dur-Sonate von Schubert<br />
und Mendelssohns „Variations sérieuses“ leuchten die deutsche<br />
Romantik aus, ehe nach der Pause Rachmaninoffs Corelli-Variationen<br />
den Weg in die russische Tradition weisen. Den Schluss<br />
bildet Prokofjews eruptive siebte Sonate – ein Finale, das kaum<br />
atemloser und halsbrecherischer sein könnte.<br />
Tickets und weitere Informationen über<br />
www.alexander-krichel-in-ulm.de<br />
„Im Angesicht des Lebens“<br />
Ein Abend voller<br />
wertvoller Impulse<br />
Regine Sauter und der Verein Lila Wolken e. V. laden herzlich zu<br />
einem besonderen Abend, der zum Nachdenken anregt, ins<br />
Kulturhaus Schloss Großlaupheim ein.<br />
Die bekannte Sängerin und Trauerrednerin ist am Samstag,<br />
7. Februar 2026 nicht nur Gastgeberin, sondern auch die musikalische<br />
Seele der Veranstaltung. Ein weiterer Akteur an diesem<br />
Abend ist Markus C. Müller, früher Europa-Chef von Black-<br />
Berry, heute Hospizbegleiter, Autor und Unternehmer. In seinem<br />
Buch „Im Angesicht des Lebens – Erfolg und Erfüllung neu<br />
gedacht“ und mit seiner ruhigen, klaren Art stellt er Fragen, die<br />
bewegen, wie zum Beispiel: „Lebe ich das Leben, das wirklich<br />
zu mir passt?“<br />
Der Abend bietet Vortrag,<br />
Musik, Fragerunde und<br />
Raum für Begegnung. Im<br />
Anschluss nimmt sich Markus<br />
C. Müller Zeit für Gespräche<br />
und signiert sein<br />
Buch persönlich im Foyer.<br />
Tickets (ab 18 Euro) gibt<br />
es im Kulturhaus Schloss<br />
Großlaupheim und bei reservix.<br />
Lila Wolken e. V. ist als Netzwerk in Laupheim und der Region<br />
ein Landeplatz zwischen Trauer und Neubeginn – ein Ort, der<br />
Menschen in schweren Zeiten auffängt und Orientierung bietet.<br />
www.verein-lila-wolken.de<br />
Im Angesicht des Lebens<br />
Erfolg und Erfüllung neu gedacht<br />
Vortrag & Lesung mit<br />
Markus C. Müller<br />
Musikalisch umrahmt<br />
und herzlich eingeladen von<br />
Regine Sauter<br />
Sa,7.2.26 Laupheim<br />
Kulturhaus Schloss Großlaupheim<br />
19 Uhr (Einlass 18 Uhr, Signierstunde im Anschluss)<br />
Tickets ab 18 € gibt es hier:<br />
Kulturhaus Laupheim, www.reservix.de<br />
Veranstalter: Lila Wolken e.V. | post@verein-lila-wolken.de<br />
Winter <strong>2025</strong> · <strong>top</strong> magazin <strong>ULM</strong>/<strong>NEU</strong>-<strong>ULM</strong><br />
113
veranstaltungen<br />
34. Ulmer Hochzeitstag<br />
Am Sonntag, den 11. Januar 2026, verwandelt sich die Ulmer<br />
Donauhalle von 11 bis 18 Uhr erneut in ein Paradies für Verliebte<br />
und Verlobte.<br />
Mehr als 80 Aussteller präsentieren die neuesten Trends und Inspirationen<br />
rund um den schönsten Tag im Leben. Damit sind<br />
die Ulmer Hochzeitstage seit Jahren die größte und beliebteste<br />
Hochzeitsmesse in Ulm und der gesamten Region. Auch das TOP<br />
Magazin ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten und verteilt<br />
vor Ort den druckfrischen, 100-seitigen Hochzeitsratgeber<br />
für Ulm und die Region.<br />
Ein besonderes Highlight sind die verschiedenen Walking Acts,<br />
bei denen die aktuellen Brautmodekollektionen den ganzen<br />
Tag über live präsentiert werden.<br />
Tickets sind ausschließlich an der Tageskasse und nur<br />
gegen Barzahlung erhältlich.<br />
Fotos: Hermann Genth<br />
Neu-Ulmer Orchideentage 2026<br />
Ein Blütenmeer, das seinesgleichen sucht, erwartet die Besucher der 23. Orchideentage<br />
vom 13. bis 15. Februar in Neu-Ulm. Orchideen-Experten aus dem In- und Ausland<br />
verwandeln das Edwin-Scharff-Haus erneut in ein beeindruckendes tropisches<br />
Paradies und präsentieren ihre außergewöhnlichsten Orchideenarten.<br />
Dieses alle zwei Jahre stattfindende Event zieht nicht nur<br />
regionale und nationale Orchideenfreunde an, sondern auch<br />
Gäste, Züchter und Referenten aus aller Welt. Fachvorträge,<br />
eine feierliche Orchideentaufe sowie Beratung und Verkauf<br />
von Orchideen und passendem Zubehör machen die öffentliche<br />
Blumenschau zu einem besonderen Erlebnis.<br />
Fotos: Sandra Werner-Lang<br />
Für Ihre Treue im zu Ende gehenden Jahr<br />
bedanken wir uns herzlich, wünschen Ihnen<br />
ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute,<br />
Gesundheit und Erfolg für 2026.<br />
Wir freuen uns auch im kommenden Jahr<br />
auf viele schöne Begegnungen mit Ihnen und<br />
interessante Momente, die wir teilen können.<br />
Hermann Genth<br />
und das ganze TOP Magazin<br />
Ulm/Neu-Ulm Team
Willkommen bei der<br />
STERNE GRUPPE<br />
Ein neuer Name. Die gleiche Leidenschaft. Ihr vertrautes Team.<br />
Wir – Ihr bekanntes und erfahrenes Team der Mercedes-Benz<br />
Niederlassung Neu-Ulm – gehen gemeinsam neue Wege.<br />
Ab sofort sind wir als STERNE GRUPPE für Sie da:<br />
mit der gleichen Leidenschaft, Kompetenz und Nähe,<br />
die Sie seit Jahren an uns schätzen.<br />
Wir freuen uns auf Sie!<br />
STERNE GRUPPE GmbH | Von-Liebig-Str. 10 | 89231 Neu-Ulm | info@sterne-gruppe.de<br />
Neu-Ulm | Dornstadt | Biberach an der Riß | Günzburg | Memmingen | Riedlingen | www.sterne-gruppe.de