Baublatt Magazin Special
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DIGITALISIERUNG
SPECIAL
DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK
Digando stellt die interne
Miet- & Beschaffungsplattform
für Bauunternehmen vor
THE RENTAL PLATFORM FOR YOUR PROCUREMENT
2 | Stand der Dinge
Was nützt die Digitalisierung
dem Bauunternehmer?
18 | Interview Trimble
Technologie – Schlüssel zur
Zukunft des Bauens
20 | Digando
Strategischer Partner
der Bauindustrie
Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien
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EDITORIAL
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Digitalisierung am Bau:
Wir stehen erst am Anfang
Digitalisierung ist das Schlagwort unserer Tage – doch wer täglich auf
der Baustelle steht, weiß: Zwischen Schlagwort und gelebter Praxis
liegen Welten. In der österreichischen Bauwirtschaft wird zwar viel
digital geplant, aber noch zu selten wirklich digital gebaut.
Ich erlebe es immer wieder: In den Büros entstehen beeindruckende
3D-Modelle, doch auf der Baustelle werden Pläne noch mit dem Kugelschreiber
korrigiert. Das zeigt, dass Technik allein nicht reicht – es
braucht Verständnis, Mut und Zeit.
Building Information Modeling, digitale Bautagebücher oder Drohnenaufnahmen
sind keine Raketenwissenschaft mehr. Viele Betriebe haben
erste Schritte getan, manche sind bereits weit. Doch besonders kleine und
mittlere Unternehmen müssen den Wandel stemmen, während sie Tag für
Tag unter Termindruck stehen. Das verlangt Fingerspitzengefühl – und
Hausverstand.
Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Sie soll das Arbeiten er -
leichtern, nicht erschweren. Wenn ein Tool auf der Baustelle funktioniert,
Zeit spart und Fehler reduziert, dann hat es seinen Sinn erfüllt. Genau
hier liegt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Die Chancen sind groß: KI, Robotik oder automatisierte Prozesse eröffnen
neue Möglichkeiten – aber sie brauchen Menschen, die sie annehmen und
gestalten. Die nächste Generation von Fachkräften wird diese Brücke
schlagen müssen.
Mein Fazit: Digitalisierung ist kein Sprint, sondern Langlauf – ein spannender
Weg. Wir alle – Unternehmer, Planer, Fachkräfte – gestalten ihn
gemeinsam. Wenn wir mit Offenheit, Erfahrung und Hausverstand
vorangehen, kann Österreichs Bauwirtschaft zeigen, dass digital auch
sehr wohl bodenständig sein kann.
Meint herzlichst
Ihr Karl Englert
Karl Englert
Verlagsleiter und Herausgeber
BAUBLATT.ÖSTERREICH
SITECH AUSTRIA GMBH
INFANGSTRASSE 2,
4407 STEYR-GLEINK
TEL: +43 7252 84433
OFFICE@SITECH-AUSTRIA.AT
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IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe November 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,
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Redaktionelle Mitarbeit: Dr. Burkhard Talebitari, Grafik/Layout: Manfred Fürst
Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft,
mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.
BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–
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BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025
3
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
KOMMENTAR
Was nützt die Digitalisierung dem Bauunternehmer?
Von Laserscannern, Datenwüsten und der Suche nach dem WLAN in der Baubude
Digitaler Baualltag – Szenen aus dem echten Leben.
„Digitalisierung auf der Baustelle“
– das klingt nach Hightech, Effizienz
und Zukunft. In der Realität oft eher
nach WLAN-Funkloch, Software-
Update um 5 Uhr früh und einer
Excel-Tabelle namens ‚LetzteVersion_
final_NEU_NEU3.xls‘. Also – was
bringt das Ganze wirklich?
Digitalisierung – Die Eier
legende Wollmilchsau?
Man könnte meinen, Digitalisierung sei
die Lösung aller Probleme. Die Bauwirtschaft
stöhnt unter Fachkräftemangel,
steigenden Preisen und zähen Genehmigungsverfahren
– aber keine Sorge, die
Cloud regelt das. Sagen zumindest die
Berater im Maßanzug, die noch nie bei
Nieselregen ein Schalungsbrett geölt
haben, aber sehr genau wissen, wie eine
App namens „SmartConcrete365“ deine
Baustelle revolutionieren wird. Und wir
legen noch eine Schippe drauf: Mit KI
lösen sich alle Probleme sowieso in Luft
auf – eigenes Hirn einschalten? Viel zu
mühselig!
Natürlich, auch auf dem Bau bleibt die
Zeit nicht stehen. Während der Polier
früher seine Bautagesberichte auf ein
Klemmbrett kritzelte, tippt er heute ins
Tablet – wenn der Akku nicht gerade leer
ist. Bauleiter wischen auf iPads herum, die
früher wahrscheinlich nur zum Netflixen
da waren. Und irgendwo gibt es einen
BIM-Manager, der seit sechs Wochen an
einem digitalen Zwilling tüftelt. Mal
schauen, ob die andere Hälfte vom
Zwilling, der Bau selber, von der Intelligenz
seines digitalen Geschwisters
profitieren kann. Zwei Geschwister, die
nicht miteinander reden, kosten ja nur,
bringen aber nix.
Die großen Versprechen – und
die kleinen Hürden
Die Digitalisierung verspricht vieles:
- Transparenz: Alle Informationen sind
jederzeit verfügbar – vorausgesetzt, man
erinnert sich an das Passwort.
- Effizienz: Prozesse werden schlanker
– man muss aber eine Idee davon haben,
was ein Prozess überhaupt ist und ob
man eventuell selber einen hat.
- Kollaboration: Alle arbeiten zusammen
– zumindest bis zur ersten Versionierungs-Panik.
Beginnt dann wieder die
Suche nach dem schwarzen Peter?
- Kostenersparnis: Langfristig natürlich.
Kurzfristig kostet’s erstmal ein Vermögen,
wenn man gleich alles perfekt
machen will, statt sich schrittweise
voranzutasten.
Der durchschnittliche Bauunternehmer,
nennen wir ihn Franz, fragt sich trotzdem:
„Und was hab‘ ich jetzt konkret davon?“
Und Franz hat recht, denn auf den ersten
Blick wirkt die Digitalisierung wie ein
Werkzeugkoffer voller Spezialschlüssel –
superpraktisch, aber keiner passt auf
seine robusten Vorhängeschlösser.
Digitaler Baualltag – Szenen
aus dem echten Leben
An einem Montag um 7:00 Uhr: Die
Bauleiterin versucht, den neuen Baustellenserver
ins WLAN zu bringen. Leider
funkt das WLAN nicht bis zur Bauhütte.
Der IT-Support empfiehlt, den Router
„näher ans Fenster zu stellen“. Das
Fenster hat aber noch keine Laibung.
Dienstag, 09:30 Uhr: Der Baggerführer
scannt den QR-Code auf der Baumaschine,
um das digitale Wartungsprotokoll zu
starten. Die App stürzt ab. Alte Version.
Das Update darf leider nur der Administrator
starten.
Mittwoch gegen 14:15 Uhr: Ein Subunternehmer
lädt seine Lieferscheine per App
hoch – versehentlich in das Projekt „Wohnpark
Graz“ statt „Schulzentrum Linz“.
Chaos in der Buchhaltung, da braucht‘s
erst mal einen Verlängerten, ganz analog.
Donnerstag, irgendwann gegen Mittag:
Das BIM-Modell zeigt eine durchsichtige
Wand, die eigentlich eine Tür sein sollte.
Ein Architekt in Berlin erklärt per Zoom,
dass das „intended“ sei. Die Bauarbeiter
vor Ort entscheiden sich einstimmig für
Hammer und Meißel, die Zargen sind
schon geliefert.
Freitag, 16:45 Uhr, schon Wochenende,
wenn nicht Betoniertag wäre …
Die Zeitaufzeichnung via GPS zeigt, dass
drei Mitarbeiter offenbar gleichzeitig auf
dem Kran, im Bürocontainer und beim
Würstelstand waren. Physikalisch
irgendwie schwer möglich – oder doch ein
Quantenphänomen?
Zwischen Bits und Beton –
Was wirklich nützt
Trotz aller Stolpersteine: Die Digitalisierung
kann dem Bauunternehmer nutzen
– wenn man sie richtig anpackt. Ein paar
Beispiele:
- Digitale Bauablaufplanung kann helfen,
Engpässe zu erkennen, bevor sie zum
Problem werden. Der Bauleiter weiß
schon am Montag, dass am Freitag der
Beton fehlt – nicht erst, wenn die
Betonpumpe vorm Tor steht und hupt.
- BIM (Building Information Modeling)
sorgt für bessere Koordination – für den,
der es schafft, damit umzugehen. Die
Betonwand, die im Modell mit den
Lüftungsrohren kollidiert, wird idealerweise
vor dem Gießen entdeckt. Aber die
lukrative Änderung ist jetzt auch dahin
- kann freilich auch Freude machen, wenn
alle am Projekterfolg partizipieren.
Spezielle IPA-Verträge sind gut für
BIM-Projekte.
- Mobiles Reporting spart Papier und Zeit.
Die Tagesberichte sind lesbar, das Foto
vom Riss in der Fassade ist gleich dabei.
Abnahmen und Freimeldungen stapeln
sich nicht auf dem Schreibtisch, sie sind
vom Tablet auf der Baustelle sofort im
Büro. Der Unternehmer muss nicht
lange auf sein Geld warten.
- Digitale Mengenermittlung via Drohne
oder Laserscanner ist beeindruckend
genau – und vor allem schneller als der
Lehrling mit dem Maßband (der eh
gerade auf TikTok ist). Ob im Bestand
oder im Neubau, man weiß was tatsächlich
vor Ort los ist.
- Kostenkontrolle in Echtzeit: Ein Traum
vieler Bauunternehmer. Mit modernen
Tools sieht man sofort, wenn das Budget
entgleist – was zwar nicht verhindert,
dass es entgleist, aber immerhin weiß
man’s gleich. Ob KI da helfen kann, wenn
die Kostenkurve anfängt sich in die
falsche Richtung zu drehen?
- Lean Construction: kurz „Lean“ – die
Bauwirtschaft hat’s nun auch entdeckt.
Lean will „Verschwendung vermeiden“
und „Workflows optimieren“. Richtig
gemacht, gibt es weniger Leerlauf,
bessere Taktplanung und weniger Chaos.
Digitalisierung hilft hier mit Tools zur
Taktsteuerung, Ablaufvisualisierung und
glasklarer Kommunikation – ja, richtig
gehört: die Ausführenden reden miteinander,
auch wenn erst eine App ihnen auf
die Sprünge helfen muss. Wie revolutionär
ist das denn?! Und mit BIM zusammen
katapultieren wir uns in ungeahnte
Sphären der digitalen Bauwelt empor.
Was es dazu braucht (Spoiler: ein Kranführer-Avatar
ist es nicht)?
Die Digitalisierung funktioniert, aber nur,
wenn ...
- die Technik zur Baustelle passt. Kein
Bauarbeiter braucht ein 3D-Modell in 8K
auf der Apple Vision Pro – aber eine
stabile Baustellen-App, die auch offline
funktioniert? Ein Traum! Vielleicht mit
ein paar Tools, die ihm sagen was heute
und in nächster Zeit ansteht und wo es
Probleme gibt.
- die Menschen mitgenommen werden. Der
Polier, der 25 Jahre mit Bleistift gearbeitet
hat, wird kein BIM-Fan über Nacht. Und
das muss er auch nicht – aber ein Tablet,
das funktioniert, und bei dem man zur
Benutzung nicht vorher einen Vokabeltrainer
braucht, das wäre schon hilfreich.
- die Prozesse klar sind. Wer vorher im
Chaos versank, hat nachher vielleicht ein
digitales Chaos. Gut wäre, wenn man
vorher schon wüsste, ob man überhaupt
Prozesse hat und wie sie digital besser
laufen könnten. Digitalisierung ist mehr,
als statt Papier jetzt PDFs zu verwenden,
und ansonsten alles beim Alten zu
lassen.
- man die Welt nicht selber neu erfindet.
Gibt es Leute, die all das schon mal
gemacht haben? Die aus Fehlern gelernt
haben und das anderen ersparen wollen?
Gibt es Experten, die ohne Fachchinesisch
erklären können, wie man sein Ziel
findet und den ersten Schritt geht?
- nicht zuerst teure Technik einkauft und
dann überlegt, welches Problem man
damit lösen will.
Die Moral von der
Digitalisierungs-G‘schicht
Was also nutzt die Digitalisierung dem
Bauunternehmer?
Sie kann ein mächtiges Werkzeug sein. Sie
kann Transparenz schaffen, Planungsfehler
reduzieren, Abläufe beschleunigen und
Nerven schonen. Kann! Sie ist aber kein
Zauberstab. Wer glaubt, eine App löse
automatisch seine Probleme, wird bald
feststellen: Probleme sind oft analog – und
sehr hartnäckig.
Digitalisierung funktioniert, wenn man sie
klug einsetzt, mit gesundem Menschenverstand,
realistischen Erwartungen und
einem klaren Ziel. Der Bauunternehmer
der Zukunft ist nicht der, der den meisten
Tech-Schnickschnack hat – sondern der,
der weiß, was er wirklich braucht.
Und manchmal … ist das eben zunächst
mal ein funktionierendes WLAN in der
Bauhütte.
Ulrich Hartman, Digitalisierungsfreund
mit Betonstaub in der Tastatur. Unabhängiger
BIM Experte, Mitglied im DIN-Normenausschuss
Bau, Berater bei der DTBau
GmbH und BIM-Dozent bei der AGT
Akademie Berlin.
4 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 5
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
der ursprünglich gewünschten 81 Wohnungen
sogar 83 Wohneinheiten unterund
dem Kunden so bares Geld eingebracht
haben.
RHOMBERG
Digital Bauen ist heute schon möglich
Ein Erfahrungsbericht von Manuel Eugster, CTO Rhomberg Bau Gruppe
Die Diskussion zum Thema „Digitalisierung
in der Baubranche“ entbehrt
ja nicht einer gewissen Ironie. Denn
das „Bauen“ an sich, also das Gießen
eines Fundaments, das Aufeinanderschichten
von Ziegelsteinen oder die
Montage von Wandelementen auf der
Baustelle selbst, werden wir – Stand
jetzt – nicht so einfach digitalisieren.
Physical AI-Anwendungen wie
Bauroboter, 3D-Drucker etc. hin oder
her. Wir bei Rhomberg Bau sind aber
auch der Meinung: Das müssen wir
gar nicht! Unser Ansatz ist ein
anderer, ein ganzheitlicher. Und der
hat schon heute konkrete Erfolge.
Digitalisierung mit Blick aufs Ganze
Grundlage unserer Digitalisierungsstrategie
ist das Unternehmensziel, unseren
Kunden als Gesamtleister das für sie
perfekte Projekt aus einer Hand umzusetzen.
„Design, Build, Operate“ heißen hier
die Zauberworte.
Dafür schauen wir uns den vollständigen
Bauprozess genau an und identifizieren
entlang der ganzen Prozesskette Optimierungspotenziale.
Wo immer sinnvoll,
nutzen wir selbstverständlich die Möglichkeiten
der Digitalisierung – zu unserem
und vor allem zum Nutzen unserer
Kunden.
Konkret werden wir in absehbarer Zukunft
mit Hilfe digitaler Modelle und KI unsere
Kunden umfassend und zielgenau servicieren
können. Es wird dann z. B. im Gewerbebau
vollkommen ausreichen, uns
lediglich Grundstücksadresse und eine
Zielgröße wie etwa die Anzahl benötigter
Arbeitsplätze zu nennen, um im direkten
Gegenzug ein konkretes Angebot von uns
zu erhalten, das zeigt, was auf dem
Grundstück möglich ist, wie das aussehen
kann und selbstverständlich, wieviel es
kostet. Dazu nutzen wir Instrumente der
KI, um Daten aus Raumplanung, Grundstückswidmung
und Baubemessungszahlen
auszuwerten und das optimale Gebäude zu
Seit der Übergabe von sechs Wohneinheiten in Götzis, Vorarlberg,
überwacht Rhomberg Bau die Energieversorgung kontinuierlich und
hebt für den Bauherren zusätzliche Spar- und Einnahmepotenziale.
finden. Im 3D-Modell wird in der Folge auf
Grundlage dieser Daten der Bauplan
optimiert. Anschließend wandeln wir diese
Pläne z. B. mit unseren vorgefertigten,
skalierbaren Lösungen im Holz-Systembau
in schlüsselfertige Gebäude um. Und diese
Immobilien betreiben wir auch.
Wir können z. B. schon heute innerhalb
von zwei Wochen eine Projektstudie, eine
erste Kostenschätzung sowie eine erste
Ökobilanzierung liefern. Ein aktuelles
Projekt mit diesem ganzheitlichen Ansatz
durften wir in der Anna-Heer-Straße in
Uster bei Zürich im Juli dieses Jahres an
den Bauherren übergeben. Die drei
modernen Holzbauten sind mit den Ideen
des Schwammstadtprinzips und der
Projektabwicklungsmethode „Design
Build“ als Paradebeispiel für modernen
Wohnbau errichtet worden. So hat z. B. die
zentralisierte und koordinierte Zusammenarbeit
über alle Planungs- und
Ausführungsaufgaben und alle Werkgruppen
hinweg dazu geführt, dass wir statt
Beispiel Kundenkontakt
Hier arbeiten wir mit visueller Unterstützung
durch 3D-Brillen oder Konfiguratoren,
mit denen wir (potenziellen) Kunden
ein direktes Projekterlebnis vermitteln
können. So haben wir für unsere
Mi croapartments DAVID eine „Virtual
Reality“-Vorführung geschaffen, bei der
die Interessent:innen, mit 3D-Brille
ausgestattet, noch vor dem ersten Spatenstich
in das fertige Apartment eintauchen,
Schubladen, Schränke und Türen öffnen,
Materialien und Oberflächen verändern
und sich so mit eigenen Augen von der
Geräumigkeit und dem Komfort des
Grundrisses überzeugen konnten.
Außerdem können Investoren mit einem
bedienerfreundlichen Konfigurator ganz
einfach per Mausklick das auf einem
System basierenden Microapartment in
z. B. Anzahl der Stockwerke, Wohnungsmix
oder Aufständerung individualisieren.
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Der Q-tainer kommt auf die Baustelle zwecks Optimierung der Bauabläufe.
6 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
Das Baustellen-Rechenzentrum Q-tainer hat das Ziel, die Bauleiter vor
Ort dabei zu unterstützen, ihre Baustelle bei Logistik, Großgeräteverwendung,
Sicherheits- oder Fortschrittskontrolle zu optimieren.
ZUKUNFT BAU
Digitalisierung im österreichischen Bauwesen
Zum aktuellen Status Quo der Digitalisierung in der Baubranche
Beispiel Ausführung/Bau
Hier unterstützt uns bei größeren Bauvorhaben,
etwa bei Großprojekten unserer
Kolleg:innen der Rhomberg Sersa Rail
Group, oder beim Realisieren ganzer
(Wohn-)Quartiere, unser Q-tainer. Dieses
Rechenzentrum, wahlweise sogar mit
einem eigenen, privaten 5G-Campus-Netzwerk
ausgestattet, hat das Ziel, die
Bauleiter vor Ort dabei zu unterstützen,
ihre Baustelle bei Logistik, Großgeräteverwendung,
Sicherheits- oder Fortschrittskontrolle
zu optimieren. Auf einer wirklich
digitalen Baustelle wird eben eine solche
Menge an Daten erzeugt, dass diese direkt
vor Ort verarbeitet werden muss. So kann
das System den Verbrauch überwachen
und die Baufortschrittsplanung für die
nächsten Tage berücksichtigen. Wer solche
und andere Daten kontinuierlich erhebt
und miteinander verknüpft, der kann
Sicherheitslücken schließen, Personenschäden
und Ausfälle reduzieren, Ressourcen
managen und diese zwischen den verschiedenen
Firmen am Bau optimal teilen.
Ein weiteres Beispiel ist die industrielle
Vorfertigung, die wir vor allem bei unseren
Holzsystembau-Lösungen einsetzen. Ziel
hier ist es, durch die Verlagerung der Arbeit
von der Baustelle in eine Produktionsfabrik
für z. B. Wände oder Badmodule eine höhere
Effizienz und Produktivität, Kosteneinsparungen
durch geringere Fehleranfälligkeit
und schnellere Verarbeitung oder die
Erhöhung der Produktqualität und der
Arbeitsplatzsicherheit sowie eine bessere
Skalierbarkeit zu erreichen. Die Digitalisierung
dieses Prozesses spielt auch hier eine
relevante Rolle, im besten Fall vom Konfigurator
beim Kunden direkt auf die Produktionsmaschine
in der Fertigung.
Beispiel Betrieb
Im Juli 2025 haben wir einem Investor
eine kleine, aber feine Wohnanlage im
vorarlbergischen Götzis übergeben. Die
zwei Gebäude und sechs Wohneinheiten
wurden von uns mit Erdwärme, PV-
Anlage, Sektorenkopplung, dynamischer
Strompreisnutzung und damit einer
faktisch autarken Energieversorgung bei
Heizung und Warmwasser ausgestattet –
und seit der Übergabe kontinuierlich
durch unser Building-Operating-System
überwacht und verbessert. So ist es uns
gelungen, den Bauherren mit nachhaltiger
Energie, größtmöglicher Netzunabhängigkeit
und zusätzlichen Spar- und Einnahmepotenzialen
zu unterstützen. Das ist ein
Weg, den wir auf jeden Fall weitergehen,
da es sich klar zeigt, dass dieses Konzept
die Zukunft ist.
Fazit
Digitalisierung ermöglicht es uns, entlang
des gesamten Planungs-, Bau- und
Betriebsprozesses unsere Leistungen
kontinuierlich zu optimieren und somit
effizienter und kostengünstiger zu
arbeiten. Das wirkt sich auch positiv auf
Käuferinnen und Investoren aus. Wir
betrachten unsere Immobilienprojekte
daher inzwischen fast ausschließlich als
Gesamtlösung, die digitale Möglichkeiten
nutzt und Technologien wie smarte
Energienutzung und nachhaltige Baumaterialien
integriert. Dies bietet unseren
Kunden Sicherheit, da diese Immobilien
den zukünftigen Anforderungen des
Marktes gerecht werden.
www.rhomberg.com
Abb.: Rhomberg
Kein Zukunftsthema: Die Digitalisierung
im österreichischen Bauwesen
ist nicht länger etwas Visionäres. Sie
ist vielmehr eine gegenwärtige
Notwendigkeit, um Bauprozesse für
alle Beteiligten – Bauwerber, Planer,
Behörden und Unternehmen – einfacher,
schneller und transparenter zu
gestalten. Die Zukunftsagentur Bau
(ZAB) setzt sich aktiv dafür ein, die
Branche auf diesem Weg zu unterstützen
und über neue Chancen für
Baubetriebe zu informieren.
Studien zum digitalen Reifegrad in der
österreichischen Baubranche zeigen ein
klares Bild: Die Branche als Ganzes ist
aktuell überwiegend in den Kategorien
des „Digital Beginners“ bis zum ersten
Drittel des „Digital Followers“ einzuordnen.
Dies bedeutet, dass zwar erste
Schritte unternommen wurden, das volle
Potenzial der Digitalisierung aber noch
lange nicht ausgeschöpft wird.
Herausforderungen und Problemlagen:
Die Baubranche steht bei der digitalen
Transformation vor erheblichen Hürden:
- Rechtliche und infrastrukturelle
Aspekte: Unterschiedliche Bauordnungen,
uneinheitliche Plattformen und
Datenformate sowie fehlende bundesweit
gültige digitale Signaturen
© Dimitri Lamour
DESIGN TO BUILD
Design solutions for a better built environment
verlangsamen den Fortschritt.
- Software- und Systemlandschaft: Viele
Baubetriebe setzen bereits zahlreiche
EDV-Programme, Softwarelösungen
und digitale Werkzeuge ein. Diese sind
jedoch oft Insellösungen, die nur
eingeschränkt miteinander vernetzt
werden können. Es gibt eine breite
Systemlandschaft mit vielen verschiedenen
Programmen, wobei Microsoft
Office-Anwendungen wie Outlook und
Excel dominieren (45%). Trotz einer
Vielzahl angeschaffter Lösungen
(durchschnittlich 21) wird deren
Anwendungstiefe und -breite von den
Mitarbeitenden oft nur unzureichend
genutzt. Dies führt zu mehrfachen
Datenerfassungen und doppelten
Tätigkeiten.
- Datenmanagement und Workflows: Es
mangelt an durchgängigem Datenmanagement
und der Kenntnis über die
Entwicklung von Speicherdatenmengen.
Workflow-basierte Systeme sind oft
nur teilweise vorhanden oder fehlen
ganz (58% der Betriebe haben keine).
Daten und Dokumente werden häufig
noch per E-Mail ausgetauscht oder in
nicht standardisierten Ordnersystemen
gespeichert.
- Mangelnde Strategie und Kulturwandel:
Ein zentrales Problem ist das
fehlende Bewusstsein, dass Digitalisierung
nicht nur den Kauf von Software
umfasst. Oftmals werden Investitionen
ohne klare Strategie- oder Budgetpläne
getätigt. Der schleppende Kulturwandel
in vielen Organisationen und die
traditionell individuelle Arbeitsweise in
der Baubranche stellen ebenfalls große
Hindernisse dar.
- Mitarbeiterkompetenzen und Schulung:
Die Mitarbeitenden sind mit den
bisherigen Software-Einschulungen am
unzufriedensten. Schulungen erfolgen
oft nur einmalig bei Softwareanschaffung
und konzentrieren sich auf
Funktionalitäten statt auf standardisierte
Prozesse und Arbeitsweisen. Dies
führt dazu, dass Programme nicht in
der erforderlichen Breite und Tiefe
genutzt werden können. Das Budget
für Weiterbildungsmaßnahmen ist im
Vergleich zu Software- und Hardware-
Ausgaben oft unverhältnis mäßig
gering.
- Produktivität: Bisherige Digitalisierungsmaßnahmen
haben die Produktivität
der Baubetriebe nicht im erwarteten
Ausmaß steigern können, da oft eine
übergeordnete Unternehmensstrategie
und ausreichendes Know-how fehlen.
ALLPLAN, Teil der Nemetschek Group, ist ein weltweit führender Anbieter von BIM-Lösungen für Architektur, Ingenieurbau,
Detailplanung, Fertigung und Bauausführung. Unsere Vision ist es, ALLPLAN zur meistgenutzten Plattform für die Baubranche zu
machen, um nachhaltige, funktionale und herausragende Bauwerke für ein besseres Leben zu realisieren.
Alle Informationen zu
unseren BIM-Lösungen:
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8 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 9
ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
Die Notwendigkeit, in die
Digitalisierung zu investieren
Die Vorteile eines durchgängig digitalen
Bauverfahrens sind offensichtlich und
unumgänglich für eine zukunftsfähige
Baubranche:
- Effizienz und Transparenz: Digitale
Behördenverfahren ermöglichen schnellere
Abläufe dank definierter Maximalfristen,
eine einheitliche digitale Einreichung
mit automatischer Vollständigkeitsprüfung
und eine klare Kommunikation
mit jederzeit einsehbarem Verfahrensstatus
für Bauwerber. Dies führt zu
einer erheblichen Einsparung von Papier
und Behördenwegen.
- Wettbewerbsvorteile: Um in einem sich
wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu
bleiben, ist die Digitalisierung entscheidend.
Unternehmen, die es schaffen, die
Chancen der Digitalisierung zu erkennen
und sinnvoll umzusetzen, werden besser
durch Krisen kommen und schneller
wachsen.
- Produktivitätssteigerung: Obwohl die
bisherigen Maßnahmen die Produktivität
nicht wie erhofft gesteigert haben, sind
die meisten Führungskräfte davon
überzeugt, dass Digitalisierung die
Produktivität erhöhen kann. Das Potenzial
dazu ist immens, wenn die richtigen
Schritte unternommen werden.
- Erkenntnisse aus dem DIGIPULS: Der
DIGIPULS, der den Einsatz von Software
in Relation zu den Mitarbeiteraktivitäten
setzt, zeigt auf, dass in Bereichen wie der
Bauausführung, Kundenakquise, Planung
und Abrechnung unnötig viele verschiedene
Softwareprogramme und individuelle
Arbeitsweisen existieren. Gerade hier,
wo die meiste Wertschöpfung stattfindet,
liegt das größte Optimierungspotenzial.
Durch die Bereinigung und Verdichtung
der Softwarelandschaft sowie gezielte
Schulungen in diesen „Top Themenbereichen“
können Betriebe den größten
Nutzen in der digitalen Veränderung
erzielen.
Empfehlungen für eine erfolgreiche
digitale Transformation
Um den digitalen Reifegrad der österreichischen
Baubetriebe zu erhöhen und von den
Vorteilen der Digitalisierung umfassend zu
profitieren, sind folgende Maßnahmen und
Empfehlungen unerlässlich:
1. Strategieentwicklung als Chefsache:
Jedes Digitalisierungsvorhaben muss als
Projekt betrachtet und in eine langfristige
(Digitalisierungs-)Strategie
eingebettet sein. Digitalisierung ist
Chefsache und sollte Top-down erfolgen,
wobei Führungskräfte eine Vorreiterrolle
einnehmen und aktiv vorleben müssen.
Die Digitalisierungsstrategie sollte
zudem als Teil einer gesamtheitlichen
Organisationsentwicklung verstanden
werden.
2. Mitarbeiterzentrierung und Kompetenzaufbau:
Die aktive Einbindung und
umfassende Schulung der Mitarbeitenden
von Beginn an ist entscheidend für
den Erfolg. Es bedarf regelmäßiger
Weiterbildungspläne, die sich nicht nur
auf Software-Funktionen, sondern auch
auf neue Arbeitsweisen, Prozesse und
digitale Kompetenzen konzentrieren. Der
Aufbau von internem Digitalisierungs-
Know-how durch die Entwicklung
eigener Digitalisierungsexperten und die
Etablierung digitaler Mentoren ist von
großer Bedeutung.
3. Optimierung der System- und Datenlandschaft:
Es gilt, die bestehende Softwarelandschaft
zu evaluieren und zu verdichten,
Schnittstellenverbindungen zu
schaffen und die Nutzung vorhandener
Programme zu intensivieren. Die
Zentralisierung von Daten und die Implementierung
automatisierter Workflows
zwischen Systemen sind essenziell, um
Datendurchgängigkeit und Transparenz
zu gewährleisten. Standardisierte
Plattformen und Datenformate sind zu
fördern.
4. Prozessmanagement und Standardisierung:
Bestehende Abläufe und Prozesse
müssen betrachtet, gegebenenfalls
angepasst und standardisiert werden.
Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems
unterstützt eine konsistente
Arbeitsweise und reduziert Fehler.
5. Kontinuierliche Entwicklung: Digitalisierung
ist ein fortlaufender Prozess, der
eine ständige Bewertung und Anpassung
erfordert. Ein offener Wissens- und
Erfahrungsaustausch mit anderen
Baubetrieben kann dabei sehr wertvoll
sein.
Die Zukunftsagentur Bau spielt eine
wichtige Rolle, indem sie praxisnahes
Know-how, ein Expertennetzwerk und
konkrete Handlungsempfehlungen
bereitstellt, um österreichische Baubetriebe
zu stärken. Die angeführten Schritte sind
Empfehlungen, wobei jeder Betrieb sein
eigenes Tempo und seine Intensität bei der
Umsetzung festlegen sollte, um die
Chancen und den Nutzen der digitalen
Veränderungen für sich zu erkennen. Es ist
entscheidend, ins Handeln zu kommen, da
die digitale Transformation keinen
Stillstand erlaubt. Die Kluft zwischen
digital agilen und zurückhaltenden
Betrieben wird sich sonst weiter vergrößern.
www.zukunft-bau.at
CEF- SCHLUSSBERICHT
Nachhaltig – digital – autonom:
Zukunft der Baumaschinen live gegenwärtig
Über die 8. Ausgabe des Construction Equipment Forums
Es erlebte dieses Jahr bereits seine 8.
Ausgabe, das Construction Equipment
Forum in Stockstadt am Rhein.
Am 7. und 8. Oktober traf sich die
Baumaschinenbranche zu einem
inzwischen jährlichen Pflichttermin
in so angenehmen wie repräsentativen
Tagungs- und Ausstellungsräumen
des Coreums zu Stockstadt
unweit Worms.
Das Format ist bewährt. Die Managementkonferenz
adressiert zugleich Abnehmer,
Anbieter und Zulieferer und alles dreht
sich um die Zukunft der Baumaschinenindustrie,
die man sich nicht spannend
genug vorstellen kann. Themen wie
alternative Antriebe, die digitale Baustelle,
autonome Fahrzeuge und der internationale
Wettbewerb standen dabei im
Mittelpunkt. Die beiden Konferenztage
sahen zu diesen Themen Keynote-Reden,
Masterclass-Diskussionen, Fachvorträge
und Workshops vor. Hinzu kommt die
begleitende Fachausstellung, die das
Neueste in der Maschinensteuerung, in KI
und und anderer digitaler Technik bietet.
Unter dem Motto „Baumaschinen neu denken:
Nachhaltig. Digital. Autonom.“ trafen
sich über 300 Fach- und Führungskräfte
der Baumaschinenbranche – darunter
Baumaschinenhersteller (u. a. Atlas,
Doosan Bobcat, HAMM, HD Hyundai
Infracore, HITACHI, Husqvarna, JCB,
JLG, Liebherr, Manitou, Sennebogen,
TEREX, Volvo, Weycor, WIRTGEN,
Zeppelin Baumaschinen), Baufirmen (u. a.
Baumaschinen nicht nur
neu denken, sondern
auch neu steuern.
Hilfreiche Zweckentfremdung
fürs entspannte Networking
Goldbeck, HOCHTIEF, Köster, Leonhard
Weiß, Max Bögl, ÖSTU Stettin, Schimmer,
STRABAG, SWIETELSKY) und Zulieferer
(u. a. DEUTZ, BORGWARNER, HATZ,
LUIS Technology, SCHAEFFLER).
Gemeinsam wurden die drängendsten
Herausforderungen und Zukunftsthemen
der Branche diskutiert:
- Alternative Antriebskonzepte
- Digitalisierung und Vernetzung
- Assistenzsysteme und Automatisierung
- Marktdynamiken und globale
Herausforderungen
„Hochkarätig“ klingt leicht abgegriffen –
traf hier in Stockstadt aber zu. Ein
Konferenzprogramm mit über 50 teils
namhaften Vortragenden. Bereits die
Eröffnungskeynote von Ralf Lüddemann,
Vorstandsmitglied bei Strabag, setzte ein
klares Signal: Unter dem Titel „Klartext:
Was Bauunternehmen wirklich von OEMs
für eine vernetzte Baustelle brauchen“
beleuchtete er praxisnah die Erwartungen
an Maschinenhersteller im digitalen
Wandel.
Im Anschluss die Keynote „Sustainable
Sustainability“ von Francesco Quaranta,
CEO, HITACHI CM Europe. Er ging den
Fragen nach, was tatsächlich notwendig
10 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 11
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
ist, damit Nachhaltigkeit in der
Baumaschinenbranche wirklich
nachhaltig und finanzierbar wird.
In der Impuls Panel „Automatisierung
und autonomes Arbeiten: Technische
Machbarkeit und die Auswirkungen für
die Branche“ ging es um technologische
Reifegrade sowie die strukturellen und
gesellschaftlichen Veränderungen und
Herausforderungen autonomer Baumaschinentechnologien.
Panellisten waren
unter anderem Dr. Stefan Klumpp,
Vorstand der HAMM AG sowie Dr.
Thomas Gröninger, Head of Departments
BIM Infrastructure, Mapping &
GIS, SWIETELSKY und Martin
Groschke, Co-Founder & Managing
Director, Luis Technology.
Erlebnis, Austausch
und Expertise
Neben dem Konferenzprogramm
erwartete die Teilnehmenden ein
praxisorientierter Deep Dive und ein
interaktiver Workshop, welche gezielt
Fachwissen vertieften. Die begleitende
Ausstellung mit rund 40 Aus stellern,
Partnern und Sponsoren fungierte als
zentrale Plattform für Innovation,
Produktpräsentationen und persönliche
Gespräche.
Prägender Eindruck auch hier: Die
Digitalisierung schreitet in großen und
immer größeren Schritten voran und KI
ist nicht nur in aller Munde, sondern
längst state of the art in zahlreichen
Systemen, Applikationen und Maschinenbauteilen.
Besonderes Highlight war die Coreum
Discovery Tour am Vorabend des
Events: Modernste Baumaschinen live
in Aktion und im Anschluss ein
Get-Together im Sandkasten bei Bier
und entspanntem Netzwerken. Innovation,
Austausch und Atmosphäre – alles
an einem Ort.
Der Women in Construction Lunch, bei
dem Sichtbarkeit, Austausch und
Empowerment zentrale Themen
waren, stand unter der Schirmherrschaft
von Maximiliane Straub
(Goldbeck), Julia Häser (SWECON)
und Britta Preuß (DLL).
Vielfältige Networking-Formate
brachten die gesamte Wertschöpfungskette
zusammen: Vom Networking
Kick-off, dem gemeinsamen Dinner,
Speed Networking und dem
KI-gestützten Matchmaking
war für alle was dabei.
Und – bitte vormerken: Das nächste
Construction Equipment Forum findet
am 13. und 14. Oktober 2026 statt.
www.constructionforum.de
GOFORE
Virtuelle Baustellen
Autonome Systeme durch fortschrittliche Simulation entwickeln
Akuter Nachholbedarf – den hat das
Bauwesen insgesamt in Sachen
Digitalisierung. Traditionell ist es zu
den Branchen mit geringem Digitalisierungsgrad
zu zählen. Anders
Fertigungs- und Automobilindustrie
oder Logistik. Sie setzen längst auf
digitale Zwillinge und Simulation,
Bauprojekte aber werden sehr oft
noch mit konventionellen Werkzeugen
und in 2D geplant. Doch die
Herausforderungen wachsen: Fachkräftemangel,
Kostendruck, steigende
Sicherheitsanforderungen und
Faktoren wie Wetter oder Lieferengpässe
erschweren die Planung.
Gleichzeitig entstehen Chancen
durch autonome Baumaschinen. Sie
versprechen Effizienz, mehr Sicherheit
und Entlastung der Belegschaft.
Doch die Entwicklung solcher Systeme ist
im realen Betrieb aufwendig und riskant.
Virtuelle Baustellen bieten hier eine
Lösung: Maschinen und Prozesse lassen
sich digital testen, trainieren und optimieren
– lange bevor sie auf die reale Baustelle
treffen. Unternehmen, die diese
Technologien früh nutzen, sichern sich
Kostenvorteile und Wettbewerbsvorsprung.
Der digitale Zwilling als Fundament
Das Kernkonzept virtueller Baustellen ist
der digitale Zwilling: ein exaktes digitales
Abbild von Projekten, Maschinen und
Prozessen, das sich mit realen Daten
synchronisiert. Anders als klassische
Simulationen erlaubt er die ganzheitliche
Betrachtung – vom Verhalten einer
einzelnen Maschine bis zur Koordination
eines Bauprojekts.
Damit er belastbar ist, braucht es zwei
Elemente: modellbasierte Entwicklung
und Simulatoren. Zunächst werden
Maschinen, Sensoren und Steuerungen als
mathematische Modelle beschrieben, die
physikalische Eigenschaften, Bewegungen,
Energieflüsse oder Sensorlogik abbilden.
In Simulatoren werden diese Komponenten
in komplexe Umgebungen eingebettet.
So entstehen virtuelle Maschinen, die wie
ihre realen Pendants agieren und zuverlässig
mit Gelände, Material und Umgebungsbedingungen
interagieren. Damit
lassen sich Szenarien durchspielen, die im
Feld kaum oder nur mit Risiko testbar
wären: das Zusammenspiel mehrerer
Fahrzeuge etwa, das Ausweichen bei
Hindernissen oder Arbeiten unter extremen
Wetterbedingungen. Mit jeder
Iteration im digitalen Raum werden
Algorithmen präziser, Sicherheitskonzepte
robuster und Abläufe effizienter – ohne
dass auch nur ein realer Bagger startet.
Mehrwert für Unternehmen
und Anwender
Digitale Zwillinge bieten Bauunternehmen
wie Maschinenherstellern klare Vorteile.
Entwicklungszyklen verkürzen sich, da
Prototypentests reduziert und viele Fehler
virtuell erkannt werden. Sicherheitsaspekte
lassen sich umfassender abbilden,
da gefährliche Szenarien risikolos durchgespielt
werden. Gleichzeitig steigt die
Planbarkeit: Digitale Modelle liefern
präzisere Vorhersagen zu Bauzeiten,
Ressourcen und Kosten.
Beispiel: Ein autonomer Kipper kann im
Simulator tausende Fahrzyklen absolvieren
– bei verschiedenen Beladungen,
Wetterlagen oder Geländeprofilen.
Her steller sammeln Daten für Steuerungsalgorithmen,
ohne Material zu bewegen
oder Personal zu gefährden. Bauunternehmen
wiederum können komplexe Abläufe
virtuell durchspielen, um Konflikte
zwischen Mensch und Maschine früh zu
erkennen. Selbst Sicherheitskonzepte
lassen sich digital validieren, bevor sie real
angewendet werden.
Besonders wertvoll und ergiebig ist die
Verknüpfung von virtueller und realer
Welt. Erkenntnisse aus der Simulation
fließen zurück in die Entwicklung,
während Sensordaten die digitalen
Zwillinge präzisieren. So entsteht ein
Kreislauf, der Innovation beschleunigt und
Risiken minimiert.
Der Weg beginnt mit digitalen Modellen.
Hersteller bilden Antriebe, Steuerungen
und Sensorik ab, Bauunternehmen liefern
Daten zu Prozessen, Layout, Materialflüssen
und Umweltbedingungen. Auf
dieser Basis werden Szenarien erstellt, die
Einzelmaschinen und ganze Bauprojekte
nachbilden.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Datenqualität.
Nur konsistente Eingangsdaten
– aus CAD, IoT-Sensoren oder ERP-Systemen
– ergeben belastbare Zwillinge.
Moderne Plattformen ermöglichen ihre
Integration in Echtzeit.
Doch Technik allein reicht nicht. Virtuelle
Foto: Gofore
Die Baustelle der Zukunft entsteht
zuerst im digitalen Raum.
Baustellen erfordern Kooperation. Bauunternehmen,
Hersteller und IT-Dienstleister müssen Standards und
Schnittstellen definieren. Ebenso wichtig ist der kulturelle
Wandel: Mitarbeitende müssen digitale Werkzeuge anwenden
und Vertrauen in Simulationsergebnisse entwickeln.
Vom Modell zum realen Einsatz
Virtuelle Baustellen entfalten ihren Wert erst im realen
Betrieb. Simulationsergebnisse werden zunächst virtuell
validiert, dann in Prototypen überprüft und schließlich in
den Serienbetrieb übertragen. Simulation fungiert als
Filter, der nur die besten Konzepte in die Realität bringt.
Schon heute gibt es Anwendungsfelder: Assistenzsysteme
für Bagger, teilautonome Materialtransporte oder digitale
Sicherheitsüberwachung lassen sich mit digitalen Zwillingen
entwickeln und in Betrieb nehmen. Der nächste Schritt
– die weitgehend autonome Baustelle – ist keine ferne
Vision, sondern eine absehbare Entwicklung, die durch
Simulation und modellbasierte Methoden beschleunigt
wird.
Jetzt die Zukunft bauen
Digitale Zwillinge und virtuelle Baustellen sind kein Trend,
sondern strategische Werkzeuge für die Bauwirtschaft. Sie
beschleunigen Entwicklungen, erhöhen Sicherheit, verbessern
Planbarkeit und senken Kosten. Für Entscheider heißt
das: jetzt handeln. Wer früh in digitale Zwillinge, Simulation
und Partnerschaften investiert, sichert sich klare
Wettbewerbsvorteile – denn die Baustelle der Zukunft
entsteht zuerst im digitalen Raum.
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12 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 13
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
Komatsu digitalisiert immer mehr Maschinen.
Es geht dabei um eine umfänglichere Datenerfassung,
die den Kunden des Herstellers
einen besseren Zugang zu verwertbaren
digitalen Erkenntnissen verschaffen und
zu intelligenteren sowie effizienteren
Abläufen führen.
-Baumaschinen
KOMATSU/KUHN
Komatsu Smart Construction mit
verbessertem Fertigungsprozess
Der Hersteller bietet laut Unternehmensangaben die
branchenweit ersten maßgeschneiderten Bagger an
Smart Construction, der digitale
Zweig des globalen japanischen
Herstellers Komatsu, hat bekannt
gegeben, dass er den Fertigungsprozess
seiner legendären Baggerreihe
verbessert, um die ersten „maßgeschneiderten”
Maschinen ab Werk
anzubieten. Die jüngste Ankündigung
des europäischen Teams sieht die
Einführung eines neuen „werkseitig
angepassten” Prozesses vor, der die
Fertigung der Komatsu-Raupenbaggermodelle
PC240 und PC228 revolutionieren
wird.
Die Smart Construction 3D-Maschinensteuerung,
die sich bisher vor Ort oder im
Einsatz nachrüsten ließ, wird nun bereits
bei der Montage der Maschine im Werk
eingebaut – so entsteht eine vollständig
maßgeschneiderte, digitalisierte Maschine.
Mit dieser Innovation ist Komatsu laut
eigenen Angaben der erste Originalhersteller
(OEM), der seine eigenen Leit- und
Steuerungsprodukte entwickelt, die vor
ÜBER SMART CONSTRUCTION
Smart Construction ist eine Strategie zur digitalen Transformation,
die von Komatsu gemeinsam mit Sony Semiconductors,
NTT Communication und Nomura Research Institute unter dem
Dach der EARTHBRAIN Limited entwickelt wurde. Diese vier Unternehmen
sind bekannt für ihre bedeutenden Beiträge, die zu den
größten Innovationssprüngen in ihren jeweiligen Branchen zählen.
Die Experten von Smart Construction nutzen digitale Tools, um
Kunden in der Erdbewegungs- und Steinbruchindustrie dabei zu
unterstützen, den optimalen Einsatz von Ressourcen wie
14 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
der Auslieferung an die Kunden im Werk
installiert werden.
Effizienz und Digitalisierung
Angetrieben von den zentralen Markenwerten
Effizienz und Digitalisierung
werden Spezialisten die Installation der
zusätzlichen Hardware in der Fertigungsstraße
übernehmen und damit die
Händler entlasten.
Bart Vingerhoets, Senior Commercial
Manager bei Komatsu Smart Construction,
dazu: „Mit der Installation im Werk
ist Komatsu Smart Construction stolz
darauf, die Fähigkeiten seiner technologisch
ausgestatteten Bagger zu erweitern,
um die Digitalisierung der Bauindustrie
sowohl auf den Baustellen von heute als
auch in Zukunft zu unterstützen.“
Vingerhoets führt aus: „Dank unseres
vertikal integrierten Fertigungsansatzes,
der von Komatsu und seinen Händlern
vollständig entwickelt und unterstützt
wird, können wir diese Spitzentechnologie
zu einem kostengünstigen Preis anbieten
und sie damit für die Branche zugänglicher
machen.“
Die Einführung eines vollständig maßgeschneiderten
GPS-gesteuerten Baggers
werde in der gesamten Branche begrüßt,
da die Industrie insbesondere angesichts
des aktuellen Fachkräftemangels effiziente
Maschinen für einen reibungslosen Betrieb
benötige.
Die neue „werkseitig installierte“ Technologie
ermöglicht es, dass sowohl die Raupenbagger
PC228 als auch PC240 maximal
lange im Einsatz sind – ohne Ausfallzeiten
durch Nachrüstungen nach der Auslieferung.
Das Ziel, so Vingerhoets, sei klar: „Wir
wollen mehr Maschinen digitalisieren, um
eine umfassendere Datenerfassung zu
ermöglichen und unseren Kunden einen
besseren Zugang zu verwertbaren digitalen
Erkenntnissen zu verschaffen, die zu
intelligenteren und effizienteren Abläufen
führen.“
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Maschinen, Material und Personal zu finden, um die Produktivität
zu steigern, Projekte schneller abzuschließen, Kosten zu sparen,
die Sicherheit zu verbessern und CO2-Emissionen zu reduzieren.
Das umfassende Angebot an Lösungen und Dienstleistungen von
Smart Construction ist in Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
der Schweiz, Dänemark, der Tschechischen Republik,
Österreich und der Slowakei verfügbar. Smart Construction 3D
Machine Guidance ist in den meisten europäischen Regionen
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BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
TTCONTROL PROEMION
Konnektivitätslösung der nächsten Generation
Softwarelösung CRS definiert Beschaffungsprozesse für Bauunternehmen und -konzerne neu
TTControl und Proemion präsentieren
eine Konnektivitätslösung der
nächsten Generation für den Off-
Highway-Sektor. Beide Unternehmen
sind am Markt bereits bekannt:
Proemion für seine moderne Telematik-Technologie
und TTControl für
seine fortschrittlichen Elektronikund
Sicherheitslösungen.
Zukünftig wird gemeinsam eine Telematiklösung
angeboten, die speziell auf das
TTControl-Produkteportfolio ausgelegt ist.
Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre
Flotten und Maschinen zu optimieren und
dabei höchste Zuverlässigkeit und
Betriebssicherheit zu wahren.
Telematik und IoT für intelligentere,
stärker vernetzte Maschinen
Der Off-Highway-Sektor setzt auf Telematik
und IoT für intelligentere und stärker
vernetzte Maschinen, angetrieben durch
eine wachsende Nachfrage nach Fernüberwachung,
Diagnose und vorausschauender
Wartung. Kontinuierliche Innovationen
bei Konnektivitätslösungen ermöglichen
Unternehmen verbesserte, datengesteuerte
Entscheidungsfindung zur Optimierung
des Flottenbetriebs und der Kostensenkung.
Hier setzt die neue integrierte Telematik-
Lösung von TTControl und Proemion an.
TTControl ist ein Joint-Venture von
TTTECH und HYDAC, mit Sitz in
Österreich (Wien) sowie Italien (Brixen)
und als Anbieter von Hochleistungs-Steuerungssystemen
und fortschrittlicher
Elektronik für Off-Highway-Vehikel und
mobile Maschinen bekannt. TTControl
verfügt über ein etabliertes, globales
Partnerökosystem, das nun erweitert wird.
Proemion ist ein weltweit führender
Anbieter von fortschrittlichen Telematik-
Lösungen für Off-Highway mobile Maschinen,
der ein umfassendes Portfolio von
Telematik-Hardware, Software, und einer
Cloud-Plattform aus einer Hand anbietet.
Manfred Prammer, Managing Director,
TTControl, erklärt: „Die neue integrierte
Foto: Milena Krobath / Rosenberger Telematics
ROSENBERGER TELEMATICS GEWINNT eAWARD 2025
Die Rosenberger Telematics GmbH wurde beim eAward 2025 in
der Kategorie „Services & Prozesse“ für das Projekt „Effiziente
Digitalisierung zur Verwaltung von Klein- und Kleinstgeräten“
ausgezeichnet.
Mit der innovativen Lösung „Asset-Tracking mit BLE-BEACON“
setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in der digitalen Verwaltung
von Gerätebeständen – ein entscheidender Vorteil für Bauunternehmen
und Logistikdienstleister, die ihre Prozesse kosteneffizient
und transparent gestalten möchten.
Die auf Bluetooth Low Energy (BLE) basierende Technologie ermöglicht
eine präzise und energieeffiziente Ortung von Kleinund
Kleinstgeräten. Dabei kommen passive BLE-BEACONs zum
Einsatz, die in Kombination mit einem flächendeckenden Netzwerk
aus BLE-fähigen Telematiksystemen sowie der unterstützenden
R-BEACON App als mobiles Empfangsgerät kontinuierlich
einen Umkreis von ca. 80 m scannen. Die erfassten Daten werden
zentral in der bewährten Telematik-Software „Commander“ gebündelt
und ermöglichen eine umfassende Überwachung, Analyse
und Verwaltung der Geräteflotte in Echtzeit.
Diese Lösung trägt maßgeblich dazu bei, Stehzeiten zu reduzieren,
Wartungsprozesse zu optimieren und die Transparenz über
den Geräteeinsatz zu erhöhen – mit unmittelbaren Effekten auf
Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Die Jury des
eAwards würdigte die Lösung als „kostengünstige und praxisnahe
Innovation“, die insbesondere für Großprojekte im Bauwesen
einen „enormen Mehrwert“ bietet.
„Die Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, mit raffinierten
und routinierten Lösungen die digitale Transformation unserer
Kunden überzeugend zu begleiten“,
so das Team von Rosenberger
Telematics. „Wir liefern Werte –
und mit dem Asset-Tracking setzen
wir neue Standards für Effizienz
und Sicherheit in der Bau- und
Logistikbranche.“
www.rosenberger-telematics.
com/loesungen/bauwirtschaft/
eAward Verleihung (Mitte links
Christian Meschnig, CEO Rosenberger
Telematics, Mitte rechts Yvonne
Weginger, MA, Marketing Leiterin
Rosenberger Telematics) sowie Peter
Morawetz, CEO BGO Montage &
Logistik (rechts) und Yvonne Wagner,
Marketing Managerin Rosenberger
Telematics (links).
Die Konnektivitäts-Komplettlösung von TTControl und Proemion
ist einfach integrierbar (Abb.: TTControl/Proemion).
Telematik-Lösung unterstützt aktuelle
Best-Practices und erfüllt künftige
Verordnungen, insbesondere im Bereich
der Cybersicherheit. Die Partnerschaft mit
Proemion erlaubt es uns, Kund:innen ein
vielseitiges, komplettes Lösungspaket für
die Konnektivität von mobilen Maschinen
anzubieten, das Entwicklungsaufwand
reduziert und die Markteinführungszeit
verkürzt.”
Robert Michaelides, CEO, Proemion, sagt:
„Unser Ziel ist es, durch die Kombination
des Know-Hows von Proemion und TTControl
umfassende Konnektivitätslösungen
anzubieten, die Effizienz, Leistung und
Sicherheit im Off-Highway-Sektor fördern.
Mit diesem zusätzlichen Vertriebsweg
wollen wir es OEMs (Original Equipment
Manufacturer) und Flottenbetreibern
ermöglichen, das volle Potenzial von
Maschinendaten für bessere Entscheidungsprozesse
zu nutzen.“
Sofort einsetzbares Komplett-Paket
aus einer Hand
Mit der neuen integrierten Telematik-
Lösung erhalten Unternehmen ein
Komplett-Paket aus einer Hand, das nicht
nur nahtlose Konnektivität gewährleistet,
sondern auch ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand
sofort einsatzbereit ist. Dies
Manfred Prammer
Managing Director,
TTControl.
reduziert den Aufwand für Compliance
und technische Abstimmungen im
Maschinenentwicklungsprozess und
während des gesamten Maschinenlebenszyklus.
Das Paket enthält elektronische Steuergeräte
aus dem Portfolio von TTControl und
die Telematik-Lösung von Proemion. Ein
dediziertes Hardware-Gateway, das für
das TTControl-Portfolio optimiert ist, wird
über das Vertriebsnetz von TTControl,
TTTECH und HYDAC, sowie über
Proemion verfügbar sein. Das integrierte
Geräte- und Controller-Management
bietet ein stabiles und sicheres technisches
Kernelement für Off-Highway-Fahrzeuge
Robert Michaelides
CEO, Proemion.
und mobile Arbeitsmaschinen. Damit
können Steuerungen aus der Ferne
konfiguriert und aktualisiert und die
moderne Datenplattform genutzt werden,
um Diagnosen durchzuführen, Prozesse zu
optimieren oder Daten für Service und
Wartung zur Verfügung zu stellen. Das
ermöglicht eine Verbesserung der betrieblichen
Effizienz sowie die Reduktion von
Ausfallzeiten, und bietet nützliche
Erkenntnisse für ein besseres Lebenszyklusmanagement,
Produktivitätssteigerungen
und eine optimierte Benutzererfahrung
mit verbesserter Geräteleistung,
Zuverlässigkeit und Sicherheit.
www.ttcontrol.com; www.proemion.com
16 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 17
BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM
DIGITALISIERUNG, die bewegt:
BUTLER ® optimiert Schüttgutlogistik
und Geräteeinsatz
Die Digitalisierung verändert das Bauwesen grundlegend – nicht nur in der Planung,
sondern auch in der Logistik und im täglichen Baustellenbetrieb. Besonders bei
der Verwaltung von Massenschüttgütern wie Kies, Sand oder Recyclingmaterialien,
wo täglich große Mengen bewegt und dokumentiert werden, bietet moderne
Software enorme Effizienzpotenziale.
Butler ® ist eine innovative Softwarelösung, die Baustellen digital unterstützt –
von der Verwiegung bis zur Verwaltung. Sie sorgt für transparente Abläufe,
spart Zeit und reduziert Fehler. Ein zentraler Bestandteil ist die Gerätedisposition,
mit der Maschinen und Fahrzeuge effizient geplant, zugewiesen
und überwacht werden können. So behalten Disponenten jederzeit den
Überblick über verfügbare Ressourcen und deren Einsatzorte – direkt in der
Software und in Echtzeit.
Jetzt informieren
ZEPPELIN CAT
Remote-Arbeiten im Gefahrenbereich
Cat Command ab sofort auch für mittelgroße Radlader
18 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
Mittelgroße Cat Radlader übernehmen anhand von Monitoren Ladeaufgaben.
Kettenbagger wie ein Cat 374 und
ein Cat 395 werden in Deutschland
bereits remote gesteuert und kommen
ohne Fahrer in der Kabine aus.
Der bewegt die Baumaschine aus
sicherer Entfernung. Aber auch
Kettendozer wie ein Cat D6XE und
ein Cat D5 werden inzwischen per
Fernsteuerung bewegt.
Peu à peu arbeitet Caterpillar daran,
weitere Baumaschinen für die Vorstufe
zum autonomen Fahren freizuschalten.
Nun sind mittelgroße Cat Radlader 950
bis 982 an der Reihe. Ausnahme bleiben
die GC-Modelle.
Cat Baumaschinen wie mittelgroße
Radlader können damit in Echtzeit auf
Steuerbefehle wie Start und Stopp, Füllen
und Entleeren der Schaufel sowie Heben
und Senken des Hubgerüsts reagieren,
die direkt an die Elektronik der Maschine
gesendet werden. Der Einsatz von Cat
Command bietet sich an, wenn eine
Gefährdung des Fahrers in der Kabine
ausgeschlossen werden soll und wenn in
potenziell gefährlichen Umgebungen
gearbeitet wird. Hierzu gehören Arbeiten
im Abbruch oder in kontaminierten Bereichen.
Der Fahrer sitzt dann nicht mehr
direkt in der Kabine und bewegt sie von
seinem Platz aus, sondern über eine
mobil tragbare Konsole mit kurzer
Reichweite oder über eine maschinenähnliche
Bedienstation an einem beliebigen
Ort.
Integrierte Sicherheitsfunktionen stoppen
alle Bewegungen des Radladers, wenn der
Stoppschalter gedrückt wird, die drahtlose
Kommunikation unterbrochen wird,
ein schwerwiegender Fehler erkannt wird
oder die Command-Konsole zu stark von
Laden wie von Geisterhand.
der normalen Betriebsposition abweicht.
Cat Command ist kompatibel mit
anderen Baumaschinen wie Baggern und
Planierraupen, die ebenfalls darüber
gesteuert werden, und erlaubt den
Betrieb mehrerer Maschinen durch
wenige Bediener.
www.zeppelin-cat.at
Fotos: Caterpillar
Ein besonderes Highlight ist der WebButler ® – die browserbasierte Erweiterung,
die ortsunabhängigen Zugriff auf alle relevanten Daten ermöglicht.
Ob im Büro oder mobil auf der Baustelle: WebButler ® bietet
eine zentrale Plattform für die Verwaltung, Auswertung und Dokumentation
aller Lieferungen, Leistungen und dispositiven Prozesse.
Ergänzt wird das System durch das Butler ® Kundenportal, das speziell
für Auftraggeber und Partner entwickelt wurde. Es ermöglicht
eine einfache Einsicht in Lieferscheine, Mengenübersichten und
Abrechnungen – digital, sicher und in Echtzeit. So wird die Kommunikation
zwischen Baustelle, Verwaltung und Kunden deutlich
vereinfacht.
Mit Butler ® , Webbutler ® , Kundenportal und der integrierten
Gerätedisposition wird Digitalisierung zur gelebten Praxis.
Die Softwarefamilie zeigt, wie digitale Lösungen den
Baustellenalltag spürbar verbessern – durch Automatisierung,
Transparenz und Benutzerfreundlichkeit.
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INTERVIEW
INTERVIEW
TRIMBLE INTERVIEW
Technologie ist der Schlüssel zur Zukunft des Bauens
Interview mit Geschäftsführer Johann Bosch zum Trimble Branchenausblick 2026
GF Johann Bosch bei der Trimble
Dimension in Las Vegas
Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert
auch Risiken erheblich.
Ein weiterer Schwerpunkt im Ausblick
ist die zunehmende Nutzung
von KI. Wie verändert das die Abläufe
auf der Baustelle?
KI wird zunehmend integraler Bestandteil
von Bauprozessen. Agentische KI-Systeme,
die selbstständig planen, koordinieren und
optimieren, sind keine Zukunftsvision
mehr. Sie helfen, Ressourcen effizienter zu
nutzen, Zeitpläne einzuhalten und Entscheidungen
datenbasiert zu treffen.
Voraussetzung dafür ist eine hohe Dateninteroperabilität
– also die Fähigkeit,
Informationen nahtlos zwischen
Systemen auszutauschen.
Der Fachkräftemangel bleibt eine
zentrale Herausforderung. Wie
begegnet Sitech Austria diesem
Thema?
Wir setzen auf moderne Schulungskonzepte,
die digitale Technologien mit
praktischer Erfahrung verbinden. Junge
Menschen wollen mit innovativen Tools
arbeiten – das ist eine Chance für die
Branche. Wer in Technologie investiert,
gewinnt nicht nur neue Talente, sondern
steigert auch die Produktivität der
bestehenden Belegschaft.
Auch das Abonnementmodell für
Bau-Software und -Hardware wird
laut Trimble weiter wachsen. Wie
bewerten Sie diese Entwicklung?
Das Modell bringt Flexibilität und
Planungssicherheit. Auftragnehmer
können Technologien bedarfsgerecht
nutzen, ohne hohe Anfangsinvestitionen.
Gleichzeitig entsteht eine partnerschaftliche
Beziehung zwischen Anbieter und
Kunde – mit kontinuierlichem Support
und Zugang zu den neuesten Entwicklungen.
Reality-Capture-Technologie wird
laut Ausblick demokratisiert. Was
bedeutet das für den Baustellenalltag?
Die Technologie wird einfacher und
zugänglicher. Mit Smartphones und
mobilen Kartierungssystemen können
heute auch kleinere Teams hochwertige
Daten erfassen. Das verbessert die
Entscheidungsfindung und fördert die
Zusammenarbeit. Reality Capture wird
zur visuellen Sprache auf der Baustelle
– das reduziert Missverständnisse und
erhöht die Effizienz.
Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierung
im Bauwesen?
Die Entwicklung ist evolutionär, aber sie
schreitet schnell voran. Autonome Maschinen
und automatisierte Aufgaben werden
zur Normalität. Entscheidend ist die
Verfügbarkeit großer Datenmengen und
deren intelligente Nutzung. KI wird dabei
helfen, die Produktivität zu steigern und
die Sicherheit auf der Baustelle zu
verbessern. Wir stehen am Beginn einer
neuen Ära im Bauwesen. Daten sind der
neue Baustoff.
Herr Bosch, Sie sagten bereits, dass
digitale Technologien den Bau
revolutionieren. Der Branchenausblick
betont nun die rasche Einführung
gemeinsamer Datenumgebungen
(CDEs). Wie wichtig sind diese für
die Baupraxis?
Extrem wichtig. Jedes Bauunternehmen
ist heute auch ein Datenunternehmen.
CDEs helfen, die Informationsflut zu
strukturieren und nutzbar zu machen. Sie
bündeln alle relevanten Daten – von der
Planung über die Ausführung bis zur
Wartung – in einem zentralen, sicheren
Hub. Das reduziert Suchzeiten, vermeidet
Fehler und schafft eine „Single Source of
Truth“, auf die alle Beteiligten in Echtzeit
zugreifen können.
Die Vernetzte
Baustelle: Trimble
Worksmanager und
Trimble WorksOS.
Baublatt Österreich: Herr Bosch, der
Trimble Branchenausblick prognostiziert
für 2026 einen anhaltenden
Boom beim Bau von Rechenzentren.
Wie wirkt sich dieser Trend auf die
österreichische Bauwirtschaft aus?
Johann Bosch: Der Rechenzentrumsbau ist
ein klarer Wachstumstreiber – auch
hierzulande. Diese Projekte sind hochkomplex
und verlangen ein neues Maß an
Geschwindigkeit und Präzision. Die größte
Herausforderung liegt in der Koordination
aller Beteiligten. Digitale Werkzeuge und
eine gemeinsame Datenumgebung sind
dabei unverzichtbar, um Vertrauen zu
schaffen und Projekte effizient umzusetzen.
Welche Technologien sind dabei
besonders relevant?
3D-Laserscanner und digitale Modellierung
sind heute Standard. Sie ermöglichen
eine präzise Vorabplanung und die
frühzeitige Erkennung von Konflikten –
noch bevor jemand die Baustelle betritt.
Trimble Business Center Datenaufbereitung.
Und das fördert auch die Entwicklung
von Digital Twins?
Genau. CDEs schlagen die Brücke
zwischen physischen und digitalen Daten.
So entstehen digitale Zwillinge, die den
gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks
abbilden – von der Planung bis zum
Betrieb. Das verbessert nicht nur die
Qualität, sondern auch die Nachhaltigkeit
und Wirtschaftlichkeit von Projekten.
Ein weiteres Thema ist die Interoperabilität.
Warum ist das so entscheidend?
Moderne Bauprojekte sind komplex und
involvieren viele unterschiedliche Systeme
und Softwarelösungen. Interoperabilität
sorgt dafür, dass diese Systeme miteinander
kommunizieren können – unabhängig
vom Hersteller. Das ist die Grundlage für
effiziente Zusammenarbeit. Auch bei
Maschinenflotten wird das immer wichtiger:
Auftragnehmer mit gemischten
Flotten müssen Technologien nahtlos
integrieren können, um produktiv zu
bleiben.
Der Ausblick spricht auch von einem
intelligenteren, GIS-zentrierten
Infrastruktur- und Asset-Management.
Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Das ist ein echter Gamechanger – besonders
für öffentliche Auftraggeber. GIS-
Daten ermöglichen ein präzises Verständnis
von Infrastrukturzuständen und
helfen, Wartung vorausschauend zu
planen. Da bis zu 75% der Lebenszykluskosten
eines Assets in der Betriebsphase
entstehen, ist das enorm relevant. KI und
Echtzeitdaten machen das Management
nicht nur effizienter, sondern auch
nachhaltiger und kostenschonender.
Was bedeutet das für die Zukunft der
Bauwirtschaft?
Wir erleben eine Transformation, bei der
Daten zum zentralen Erfolgsfaktor
werden. Wer sie intelligent nutzt, kann
schneller, sicherer und wirtschaftlicher
bauen. Die Digitalisierung ist kein Zusatz
mehr – sie ist integraler Bestandteil jedes
erfolgreichen Bauprojekts. – Digitalisierung
muss für alle zugänglich sein
Herr Bosch, laut Trimble wird Spitzentechnologie
2026 auch für kleinere
und mittlere Bauunternehmen besser
zugänglich. Wie sehen Sie diese
Entwicklung?
Das ist ein sehr positiver Trend. Die
Digitalisierung darf kein Privileg großer
Konzerne sein. Dank Abonnement- und
SaaS-Modellen sinken die Einstiegshürden
deutlich. Kleine Unternehmen können
heute mit überschaubaren Investitionen
moderne Lösungen nutzen und mit ihrem
Wachstum skalieren. Gleichzeitig werden
die Systeme benutzerfreundlicher – das
20 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 21
BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF
BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF
reduziert den Schulungsaufwand und
macht den Einstieg einfacher.
Welche Rolle spielt dabei die Integration
verschiedener Arbeitsabläufe?
Eine zentrale. Wenn Unternehmen
Lösungen für mehrere Prozesse – etwa
Vermessung, Maschinensteuerung und
Projektmanagement – aus einer Hand
beziehen können, entsteht ein integriertes
System. Das spart Zeit, reduziert Fehlerquellen
und erleichtert die Verwaltung
des Technologie-Stacks enorm.
Auch das Händlernetz für gemischte
Maschinenflotten wurde erweitert.
Was bedeutet das für österreichische
Auftragnehmer?
Es bedeutet mehr Flexibilität und
besseren Service. Trimble arbeitet
inzwischen mit autorisierten Händlern
verschiedenster Marken zusammen – von
John Deere über Komatsu bis Wacker
Neuson. Das heißt: Kunden können
Trimble-Technologie für Steuerung und
Positionierung direkt über ihren lokalen
Händler beziehen, installieren und
warten lassen – unabhängig von der
Maschinenmarke. Das erleichtert die
Integration und erhöht die Interoperabilität
auf der Baustelle.
Ein weiterer Fokus liegt auf Visualisierung
und BIM. Wie verändert das
die Zusammenarbeit?
3D-Modelle und gemeinsame Datenumgebungen
revolutionieren die Kommunikation.
Entwurfsdiskussionen finden direkt
im Modell statt, was Iterationen beschleunigt
und die Abstimmung verbessert. Alle
Beteiligten – vom Planer bis zum Bauleiter
– arbeiten mit denselben Informationen.
Das schafft Klarheit und reduziert
Missverständnisse. Auch bei der Übergabe
an den Bauherren profitieren wir:
Digitale Modelle mit vollständiger
Dokumentation erleichtern das langfristige
Asset-Management enorm.
Und wie steht es um das Finanzmanagement?
Der Ausblick spricht von
umfassenden ERP-Lösungen.
Die Anforderungen im Bau sind komplex
– gerade im Finanzbereich. Integrierte
ERP-Systeme helfen, Budgets, Zahlungen,
Personal und Compliance zentral zu
steuern. Sie verbinden Buchhaltung mit
Projektmanagement und Materialbeschaffung.
Das ist besonders wichtig
angesichts volatiler Materialpreise und
globaler Lieferketten. Wer hier gut
aufgestellt ist, kann Risiken minimieren
und die Rentabilität steigern.
Herr Bosch, danke für Ihre Einblicke!
DIGANDO
Strategischer Partner der Bauindustrie
Softwarelösung CRS von Digando
definiert Beschaffungsprozesse neu
Digando, das Vorarlberger Technologie-Unternehmen,
definiert mit seiner
Softwarelösung CRS (Corporate
Rental Solution) die Beschaffungsprozesse
für Bauunternehmen und
-konzerne neu. Ein strategischer
Wandel, eine neue Führung und eine
klare Vision für die Zukunft machen
das Unternehmen zu einem zentralen
Akteur der Digitalisierung am Bau.
Vom Pionier der Online-Miete zur
strategischen Neuausrichtung
Seit seiner Gründung 2019 hat Digando
die Baubranche nachhaltig geprägt.
Gestartet mit dem Ziel, die Miete von
Baumaschinen so einfach wie eine Hotelbuchung
zu gestalten, etablierte sich das
Unternehmen schnell als führender
B2B-Online-Marktplatz in Österreich und
Deutschland. Die Plattform löste ein
Kernproblem: die ineffiziente, zeitaufwendige
Suche nach verfügbaren Maschinen
durch unzählige Anrufe und E-Mails.
Doch durch die enge Zusammenarbeit mit
Vermiet-Partnern und Großkunden
erkannte das Team hinter Digando eine
noch fundamentalere Herausforderung:
Die größten Effizienzverluste entstehen
nicht bei der externen Suche, sondern in
den internen Beschaffungsprozessen der
Bauunternehmen selbst. Diese Erkenntnis
führte zu einer strategischen Neuausrichtung:
weg vom reinen Marktplatz, hin zu
einem Anbieter hochspezialisierter
Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen.
Im Zentrum dieser Neuausrichtung steht
die Corporate Rental Solution (CRS), eine
Software, die als zentrales Nervensystem
für die gesamte Beschaffung von Baumaschinen,
Werkzeugen und sonstigem
Baustellenbedarf dient.
Neue Führung für eine neue Ära
Die strategische Neuausrichtung spiegelt
sich auch in der Unternehmensführung
wider. Adrian Marte, zuvor Head of Technology,
hat die Geschäftsführung von
Alexander Höss übernommen. Dieser
Wechsel unterstreicht den klaren Fokus
auf technologische Exzellenz und Produktinnovation.
Der erfahrene Software-Architekt
und CTO stellt sicher, dass die
technologische Vision im Zentrum aller
Entscheidungen steht. Unterstützt wird er
von einem Kernteam erfahrener Entwickler
wie Lead Developer Dominik Matt und
Patrick Madlener, organisatorischer
Unterstützung von Susann Hepp und mit
Marketing-Expertise von Victoria Porschet.
Welche Probleme löst die „Corporate
Rental Solution“ (CRS)?
Ineffiziente Mietprozesse sind einer der
größten versteckten Kosten- und Zeitfresser
im Bauwesen. Große Bauunternehmen
kämpfen oft mit denselben Herausforderungen:
- Fehlende Transparenz: Kein zentraler
Überblick über eigene und gemietete
Maschinen.
- Mangelnde Kostenkontrolle: Unkontrollierte
Ausgaben durch „Maverick Buying“
außerhalb von Rahmenverträgen.
- Ineffiziente Prozesse: Zeitraubende
manuelle Angebotsvergleiche und
unstrukturierte Kommunikation.
- Administrative Last: Hoher manueller,
zeitlicher Aufwand für Bauleiter und
Einkaufsabteilungen.
Adrian Marte, der neue
Geschäftsführer von Digando,
war zuvor Head of Technology.
Fotos: Digando
CRS ist die direkte Antwort auf diese
Probleme. Als interne, private Beschaffungsplattform
digitalisiert und zentralisiert
sie den gesamten Mietprozess.
Rahmenverträge und Lieferantenkonditionen
werden im System hinterlegt und
automatisch angewendet. Das optimiert
die Kosten und stellt die Compliance
sicher. Bauleiter fordern mit wenigen
Klicks regelkonform Maschinen an; und
die Einkaufsabteilung erhält die volle
Kontrolle sowie eine datenbasierte
Übersicht für strategische Entscheidungen.
Die erfolgreiche Partnerschaft, wie z. B. mit
dem Baukonzern GOLDBECK, beweist
eindrucksvoll die Praxistauglichkeit und
den Mehrwert dieser Lösung.
Wie funktioniert CRS? Der Weg zur
digitalen Beschaffung in 4 Schritten
1. Analyse: Gemeinsame Erfassung der
spezifischen Kundenbedürfnisse und
bestehenden Beschaffungsprozesse.
2. Anpassung: Konfiguration der CRS-
Plattform, um sie exakt an die individuellen
Arbeitsabläufe des Unternehmens
anzupassen.
3. Integration: Nahtlose Anbindung von
CRS an bestehende IT-Systeme wie
ERP- oder Dispositionsplattformen,
unternehmensinterne Single-Sign-On
Systeme oder interne und externe
Schnittstellen für einen durchgängigen
digitalen Workflow.
4. Implementierung: Umfassende Schulung
der Mitarbeiter und fortlaufender
Support zur Sicherstellung einer erfolgreichen
und nachhaltigen Nutzung.
CRS – SaaS Lösung für die Digitalisierung
interner und externer Mietprozesse.
CRS: mehr als eine Software – es ist die Grundlage
für ein effizientes, vernetztes, digitales Ökosystem
zwischen Bauunternehmen und ihren Lieferanten.
Weitere Infos zu CRS:
digando.com/crs
Vision und Ausblick: Das digitale
Ökosystem für die Baustelle
Digando verfolgt die klare Vision, der
zentrale „One-Stop-Shop“ für die Baustelle
zu werden. CRS ist dabei mehr als nur eine
Software; es ist die Grundlage für ein
vernetztes, digitales Ökosystem, das
Bauunternehmen und ihre Lieferanten
effizient miteinander verbindet.
Die zukünftige Entwicklung konzentriert
sich auf drei Kernbereiche:
- Tiefere Integration: Ausbau der Schnittstellen
zu weiteren Systemen (z.B.
Buchhaltung, Telematik), um CRS als
zentrale Datendrehscheibe zu etablieren.
- Intelligente Datennutzung: Einsatz von
KI zur Analyse von Beschaffungsdaten,
um Bedarfe vorherzusagen und die
Q Site
Professional
Die nächste GENERATION
der digitalen Baustellenlösung.
• Vielfältige Möglichkeiten zur
exakten Mengenermittlung
• Detaillierte Ablaufplanungen
• Optimierte Liefer- und
Routenplanung
• Echtzeit-Visualisierung
des Baufortschritts
• Aussagekräftige
Dashboards
Maschinenauslastung weiter zu
optimieren.
- Internationale Skalierung: Nach dem
erfolgreichen Start in Österreich und
Deutschland wird die Expansion in
weitere europäische Märkte vorangetrieben,
um CRS als führenden Standard für
die Baubeschaffung zu etablieren.
www.digando.com
q-point.com
Weitere
Informationen
NEU!
22 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 23
Inserat_QSite Professional_baublatt_92x128.indd 1 22.05.2025 13:54:14
BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF
INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU
HEXAGON LEICA
Vielseitige Lösungen für Vermessungsaufgaben
Pioniere der Digitalisierung im Tiefbau und im Mehrwert für Kunden
Der Auktionshof von Ritchie Bros. in Meppen (Deutschland/Niedersachsen).
Fotos: Ritchie Bros.
RITCHIE BROTHERS
Ritchie Bros. startet ins Jahresfinale
Europäischer Auktionär mit Jahresend-Booster für Käufer und Verkäufer
Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt,
ändert sich auch die Stimmung auf
Höfen, Baustellen und Betriebsgeländen
in ganz Europa: Während einige
Unternehmen ihre Bestände räumen
und Platz für Neues schaffen möchten,
bereiten sich andere auf Wachstum
vor und suchen nach der passenden
Technik für einen erfolgreichen Start
ins neue Jahr.
Ritchie Bros., ein in Europa führendes
Unternehmen für Asset Management und
Maschinenvermarktung, hat für beide
Gruppen das passende Format – den
Jahresend-Booster. Dabei handelt es sich
nicht nur um eine Reihe von Auktionen in
der gesamten EMEA-Region, sondern um
einen strategischen Moment für Verkäufer
und Käufer gleichermaßen.
Win-Win-Situation für Käufer
und Verkäufer
Viele Unternehmen stehen zum Jahresende
vor einer bekannten Herausforderung:
ungenutzte Maschinen auf dem Hof,
die gebundenes Kapital darstellen. Diese
könnten verkauft werden, um Liquidität
zu schaffen, Platz für neue Investitionen zu
gewinnen oder die Bilanz rechtzeitig vor
2026 zu optimieren.
Für diese Betriebe bietet die Zusammenarbeit
mit Ritchie Bros. eine effiziente
Lösung: garantierte Verkäufe über
mehrere Kanäle, sei es über Auktionen
ohne Mindestgebote oder den kontrollierten
Direktverkauf über die Plattform
Marketplace-E. Alle Verkäufe sind transparent,
erreichen ein internationales Publikum,
und der Verkaufserlös wird in der
Regel innerhalb von 21 Tagen ausgezahlt.
Auch Käufer profitieren in dieser Phase:
Sie haben Zugang zu einer breiten
Auswahl an Bau- und Landmaschinen,
Nutzfahrzeugen und mehr. Sie können
flexibel entscheiden, ob sie auf Auktionen
mitbieten oder über Marketplace-E kaufen,
wo sie direkt kaufen oder ein Angebot
abgeben können. Dank zusätzlicher
Services wie Logistik- und Exportunterstützung
sorgt Ritchie Bros. dafür, dass
Käufer optimal auf das neue Jahr vorbereitet
sind.
Starkes drittes Quartal legt Grundlage
für erfolgreiches Jahresende
Ritchie Bros. knüpft für den Jahresend-
Booster an die starke Dynamik an, die
während der „Super September“-Kampagne
im dritten Quartal in der EMEA-
Region entstanden ist:
- Baumaschinen: Über 18.300 Lots wurden
verkauft. Über 12.500 Personen haben
auf Bautechnik geboten (ein Fünfjahresrekord).
Von den 4.600 Käufern waren
die meisten aus Spanien, Frankreich,
Italien, Deutschland und UK. Zu den
meistverkauften Maschinen gehörten
Kettenbagger, Teleskoplader, Minibagger,
Radlader und knickgelenkte
Muldenkipper.
- Landtechnik: Über 760 Lots wurden
versteigert. Bei 2.600 Bietern und 530
Käufern wurde bei den Landmaschinen
ebenfalls ein Fünfjahresrekord erreicht.
Besonders gefragt waren Traktoren,
Grubber, Mähdrescher, Scheibeneggen
und Spritzen, mit starkem Käuferinteresse
aus Frankreich, Deutschland,
Italien, Spanien und Polen.
- Transport: Über 820 Lots fanden neue
Besitzer, mit 2.800 Bietern und 560
Käufern – erneut ein Fünfjahresrekord.
Besonders gefragt waren SUVs, Zugmaschinen,
Tieflader und Pickups.
„Unsere Ergebnisse aus dem dritten
Quartal zeigen, dass die Aktivität auf dem
Gebrauchtmaschinenmarkt weiterhin
stark ist, und dass unsere Auktionen und
digitalen Plattformen für Verkäufer wie
Käufer echten Mehrwert bieten. Nach der
hohen Beteiligung im September bieten die
kommenden Jahresend-Auktionen die
perfekte Gelegenheit, ungenutzte Maschinen
zu verkaufen oder die richtige Technik
für 2026 zu sichern “, erklärt Duncan
Ainscough, Head of Sales EMEA bei
Ritchie Bros.
Für weitere Informationen zum Verkauf
von Maschinen oder zur Teilnahme an den
Auktionen besuchen Sie www.rbauction.de
oder kontaktieren Sie das Ritchie Bros.
Vertriebsteam direkt.
www.rbglobal.com
Der Feld-Controller Leica iCON CC180 – hier im Einsatz bei Gnant – vereint die neueste Technologie mit
Benutzerfreundlichkeit und bietet eine vielseitige Lösung für Vermessungsaufgaben im Baubereich.
Die Gnant GmbH im niederösterreichischen
Wimmersdorf (Gemeinde
Asperhofen) ist in dritter Generation
ein Familienunternehmen im Tiefbau.
Um am Markt noch besser als ohnehin
schon aufgestellt zu sein, um also
fortlaufend leistungsfähiger, effizienter
und umweltfreundlicher zu
werden, hat Gnant bereits vor über
zehn Jahren mit der Digitalisierung
in Abbruch, Aushub und Recycling
begonnen. Mit über 160 Mitarbeitenden
verbindet das Unternehmen
heute traditionelle Werte wie Verlässlichkeit
und Handschlagqualität mit
modernsten Arbeitspraktiken.
„Ich weiß es noch ganz genau: Die erste
Investition, die wir getätigt haben, waren
ein Rover und eine 3D-Steuerung für
einen Dozer“, erinnert sich Geschäftsführer
Josef Gnant. Mit diesen Investitionen
wollte sich Gnant von einer reinen
Preispolitik distanzieren. Während der
Großteil der Branche Ausschreibungen
über den Kostenfaktor gewann, setzte
Gnant darauf, das beste Gesamtpaket zu
bieten. Doch zu Beginn stieß dieser Ansatz
auf wenig Verständnis der Kunden: „In
Wirklichkeit wollte keiner etwas dafür
ausgeben.“
Gnant bot den Mehrwert der neuen
Technologien – also ohne Aufpreis – an.
Statt die Kosten seiner Investitionen an
die Kunden weiterzugeben, überzeugte er
über Jahre hinweg mit der Qualität seiner
Arbeit. „Mittlerweile erkennt auch der
Kunde die Vorteile und ist bereit, für
diesen technologischen Fortschritt Geld
auszugeben“, sagt Gnant.
Faktor Mensch – Schlüssel
zum langfristigen Erfolg
Josef Gnant wusste, dass die Belegschaft
entscheidend für den langfristigen Erfolg
des Unternehmens ist und baute intern
die notwendigen Kompetenzen im Bereich
der Digitalisierung auf. „Es war eine sehr
große Herausforderung, das richtige
Personal zu finden, da die Digitalisierung
ein sich ständig verändernder Prozess ist“,
sagt Gnant. Er hebt aber zugleich hervor:
„Die junge Generation möchte den
digitalen Vorsprung miterleben.“
Wachsenden Mengen an Daten und
Anforderungen in der Arbeitsvorbereitung
verändern Arbeitsabläufe und der Bedarf
an Büropersonal steigt. Auch Roland
Maurer, verantwortlich für die digitalen
Lösungen bei Gnant, stellt fest: „Der
Zeitaufwand bei der Arbeitsvorbereitung
ist größer geworden, macht sich aber im
Nachgang bezahlt.“
Die sorgfältige Aufbereitung der Daten im
Büro ermöglicht es den Maschinenführern,
unabhängiger und selbstständiger zu
arbeiten. Mit modernen Maschinensteuerungs-
und Feldlösungen übernehmen sie
immer mehr Aufgaben auf der Baustelle.
Die Lösungen sind sehr einfach zu
bedienen. Mittlerweile übernehmen auch
die Poliere und Maschinisten vor Ort die
Vermessungsarbeiten. Sie nehmen selbst
die Höhenpunkte auf und können damit
ein Geländemodell erstellen.
Veränderungen auf der Baustelle bestätigt
24 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 25
INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU
CAT COMMAND
auch Josip Tokic, Bauleiter bei Gnant:
„Der personelle Aufwand auf der Baustelle
ist nicht groß. Aufgrund des hohen Technologiestandards
besteht das Team, neben
den Maschinisten, aus zwei bis drei
Personen.“
Gemeinsam Mehrwert für
Kunden schaffen
Johann Handl, Account Manager bei Leica
Geosystems, betreut und begleitet die
Gnant GmbH seit vielen Jahren. Als
Experte für Digitalisierung im Tiefbau
weiß er: „Die Firma Gnant ist eine der
wenigen Firmen, die sich zurecht als
Vorreiter der Digitalisierung bezeichnen
darf. Sie bilden den Tiefbau komplett
digital ab. Das ist Benchmark im Tiefbau.“
Um eine Vorreiterrolle einzunehmen und
seinen Kunden kontinuierlich Mehrwert
bieten zu können, wollte Gnant nicht nur
in die geeignete Technologie investieren,
sondern suchte auch nach einem langfristigen
Technologie-Partner. „Der große
Vorteil bei Hexagon ist, dass alles in einem
System abgebildet wird.“ Für Gnant einer
26 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL
der Hauptgründe für die Partnerschaft mit
Hexagon. Alle Baumaschinen, Feldlösungen
und Büroapplikationen kommunizieren
miteinander und sorgen dafür, dass
Büro- und Baustellenteams immer auf
dem neuesten Stand sind – ein vollständig
vernetztes Ökosystem, das Gnant spürbare
Produktivitätsgewinne in sämtlichen
Projektphasen einbringt.
Neben dem umfangreichen Portfolio an
Technologien und Marken war das
umfassende Service- und Support-Netzwerk
für Gnant ein entscheidender Faktor
für die Zusammenarbeit: „Was uns im
Wesentlichen zusammengeführt hat, war,
dass wir niemals im Stich gelassen
wurden. Ist mal ein Produkt ausgefallen,
war am gleichen oder am nächsten Tag ein
neues Produkt da. Diese grenzenlose
Zusammenarbeit und Verfügbarkeit gaben
mir das Gefühl, den richtigen Partner
gefunden zu haben, um gemeinsam diese
Entwicklung und Digitalisierung durchzuführen.“
Auch Roland Maurer bestätigt, dass der
Support eine tragende Säule für die
Durch die permanente Neigungskompensation,
die magnetische
Störsicherheit und die
kalibrierungsfreie Nutzung
werden Messergebnisse durch
die Leica GPS70 T noch schneller
und genauer.
In Verbindung mit der intelligenten
Dockingstation Leica MDS
ist die Maschinensteuerungseinheit
Leica MCP80 die Rundum-
Hardwarelösung für die Maschinensteuerung
von Anwendungen
im Hoch- und Tiefbau.
Maschinenspezifische Daten wie
Kalibrierwerte und hydraulische
Parameter werden in der
Dockingstation gespeichert.
Dadurch kann die Steuerungseinheit
auch an jeder beliebigen
anderen Maschine eingesetzt
werden, ohne Datenverlust.
erfolgreiche Einführung neuer Technologien
in seiner Arbeit ist und hebt hervor:
„Hexagon bleibt nicht stehen. Wir bekommen
von Jahr zu Jahr immer neue
Technologien vorgestellt.“
Digitalisierung leben, statt
nur davon zu sprechen
Mit Mitarbeitern, die seine Vision teilen,
und einem Technologie-Partner, der ihm
mit Experten und einem umfassenden
Lösungsportfolio zur Seite steht, konnte
Gnant sämtliche Prozesse und Arbeitsabläufe
digitalisieren. Projekte, die mit
herkömmlichen Methoden nur schwer zu
realisieren wären, können nun in kürzester
Zeit und mit höchster Qualität
umgesetzt werden. „Mit den richtigen
Partnern, den richtigen Menschen und den
richtigen Maschinen kann man jedes
Problem lösen“, ist Gnant überzeugt.
„Wenn wir diese Investition nicht getätigt
hätten, hätten wir auf alle Fälle nicht
dieses Wachstum gehabt, hätten nicht
diese hervorragenden Personen und
Persönlichkeiten finden und ausbilden
können und wir würden uns nicht so vom
Markt abheben, wie wir das jetzt tun.“
Von der Erfassung des Urgeländes und der
Erstellung von Angeboten über die
Planung und Baustellenvorbereitung bis
hin zur Umsetzung der Bauarbeiten und
der anschließenden Instandhaltung der
Infrastrukturen helfen die digitalen
Lösungen die Projekte pünktlich, sicher,
nachhaltig, entsprechend den Vorgaben
und profitabel abzuschließen. Gnant hebt
vor allem den Zusammenhang von
Produktivitätsgewinnen und der Reduktion
von Abfall und Emissionen hervor:
„Digitalisierung und Ökologisierung sind
für uns beides sehr wichtige Prozesse und
wir haben längst erkannt, dass beide in
Wirklichkeit Hand in Hand gehen. Denn je
genauer durch die Digitalisierung gearbeitet
wird, desto genauer und dementsprechend
weniger Massen werden am Bau
bewegt.“
Zukünftig wird der Einsatz digital
vernetzter Technologien im Tiefbau
unumgänglich sein, um wettbewerbsfähig
zu bleiben, Ressourcen sinnvoll zu nutzen
und Talente zu gewinnen und zu halten.
Gnant sieht diese Veränderungen als
große Chance und betont: „Ich bin der
Meinung, dass wenn alle – vom Planer
über die Bauherren bis zu den ausführenden
Firmen – nicht nur von Digitalisierung
sprechen, sondern sie auch leben,
große Produktivitätsgewinne stattfinden
können.“
Tobias Scharpenberg, Digital Content
Creator bei Hexagon‘s Geosystems Division
www.leica-geosystems.com
C
M
Y
CM
MY
CY
CMY
K
Mit Cat Command beginnt eine neue Ära für den Einsatz von Baumaschinen. Der Fahrer sitzt nicht mehr direkt
in der Kabine und bewegt sie von seinem Platz aus, sondern über das Bedienpult im Freien oder von einem
externen Steuerstand.
Cat Command, der Vorläufer der Autonomie, ermöglicht die Fernsteuerung auf einer maschinenähnlichen Bedienstation
durch Übertragung von Steuerbefehlen über das Internet und VPN. Die Steuerbefehle werden direkt an die
Elektronik der Maschine gesendet, was zu einer Echtzeitsteuerung führt. Es eröffnet neue Möglichkeiten für den
sicheren Betrieb in Gefahrenbereichen, eine bessere Sicht bei komplexen Einsätzen, eine höhere Produktivität
durch komfortablere Arbeitsbedingungen für den Bediener und die gleichzeitige Steuerung mehrerer Maschinen.
zeppelin-cat.at
INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU
INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU
Q POINT
Digitale Effizienz im Straßenbau
Best Practice im Baltikum als Vorbild für Österreich
Die Digitalisierung im Straßen-Infrastrukturbereich
klingt in manchem
Ohr noch als Zukunftsmusik. Dabei
zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem
Baltikum, wie schnell und wirkungsvoll
Zukunft in der Praxis Gegenwart
werden kann. Das traditionsreiche
Bauunternehmen Kauno Tiltai, seit
Jahrzehnten führend im Straßen- und
Asphaltbau, hat in nur wenigen
Wochen die gesamte operative
Steuerung seiner Asphaltprozesse
digitalisiert – mit klar messbarem
Mehrwert.
Vom Pilot zum neuen Standard
Q Point startete mit Kauno Tiltai 2024 ein
Pilotprojekt, um den praktischen Mehrwert
digitaler Werkzeuge im Straßenbau
zu evaluieren. Zum Einsatz kamen die
Anwendungen Q Plant, Q Site und
Q Transport, die alle relevanten Abläufe
Mit Q Site, per
Laptop, direkt
auf der Baustelle
planen
und steuern
oder digitale
Kontrolle auf
Knopfdruck mit
der Q Site App.
von der Mischanlage über die
Logistik bis hin zur Baustelle
nahtlos miteinander vernetzen.
Die Einführung verlief bemerkenswert
zügig, da sowohl das
Management als auch alle
Projektbeteiligten vollständig
hinter der Initiative standen.
Innerhalb weniger Wochen waren
die Systeme konfiguriert und
implementiert, die Prozesse
angepasst und die Mitarbeitenden
umfassend geschult. Bereits in
der ersten Pilotphase zeigten sich
messbare Effizienzgewinne. Allein
durch optimierte Abläufe und
transparente Informationsflüsse
stieg die Produktivität um zwei
bis drei Stunden pro Woche.
ÜBER Q POINT
Digitale Prozesse, die
wirklich funktionieren
Der operative Nutzen war schnell
erkennbar: Echtzeitdaten zu
Produktion, Lieferung und Einbau
wurden automatisch und direkt
auf die Smartphones aller
Beteiligten übermittelt. Disponenten,
Bauleiter und Poliere
konnten dadurch ohne zusätzliche
Telefonate oder Abstimmungen
agieren und ihre Abläufe gezielt
optimieren. Wartezeiten wurden
minimiert und Entscheidungen
erfolgten unmittelbar sowie stets
auf Grundlage aktueller Informationen.
Einen ganz entscheidenden
Erfolgsfaktor stellte die konsequente
Umsetzung der neuen
Prozesse im Arbeitsalltag dar.
Zudem wurde die – nicht selten
kniffelige – vollständige Integration
der digitalen Systeme in die
bestehenden kaufmännischen
Abläufe erreicht. Eine Schnittstelle
verbindet Q Plant mit dem
ERP-System Microsoft Axapta.
Dadurch entfallen manuelle
Eingaben, die Datenqualität steigt
deutlich und Planung sowie
Bestellprozesse erfolgen nun
vollständig digital und durchgängig
– von der Mischanlage bis zur
letzten Asphaltschicht.
Erfolgsfaktor Mensch
Technischer Fortschritt entfaltet
seinen Wert nur, wenn er von den
Menschen im Unternehmen
akzeptiert und mitgetragen wird.
Genau hier konnte das System
punkten. Die Mitarbeitenden
berichteten von spürbaren
Vorteilen im Arbeitsalltag,
darunter eine bessere Übersicht,
eine klare Kommunikation und
effizientere Abläufe. Henrikas
Hofertas, Direktor für Maschinen,
Produktion und Mechanisierung,
bezeichnet die Lösung als ein
„echtes Arbeitswerkzeug“, das den
Straßenbau bei Kauno Tiltai
grundlegend verändert hat.
Österreich kann sofort profitieren
Was als Pilotprojekt begann, ist
inzwischen operativer Standard.
Kauno Tiltai hat die Lösung auf
weitere Teams und Mischanlagen
ausgeweitet und zeigt damit, wie
einfach und wirksam Digitalisierung
im Straßenbau sein kann.
Auch für Österreich bietet dieses
Beispiel einen konkreten Weg, wie
moderne Technologien sofort
Effizienzgewinne und Qualitätssicherung
ermöglichen können,
ohne lange Projektlaufzeiten oder
komplizierte Prozesse.
Digitalisierung ist kein Zukunftsthema
mehr, sie ist machbar,
erprobt und bringt sofort spürbaren
Nutzen. Die Erfahrungen von
Kauno Tiltai liefern eine klare
Botschaft: Wer den digitalen
Wandel aktiv gestaltet, stärkt
nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit,
sondern setzt neue
Standards für Bauqualität und
Projektsteuerung.
www.q-point.com
www.linkedin.com/company/qpointworld/
www.facebook.com/qpointofficial/
www.instagram.com/qpointworld/
Q Point ist ein führender Anbieter digitaler Lösungen für den
Straßenbau. Das Unternehmen unterstützt die Asphaltindustrie dabei,
nachhaltige und effiziente Prozesse entlang der Wertschöpfungskette
umzusetzen. Mit innovativen digitalen Technologien trägt Q Point zur
Reduzierung des Ressourcenbedarfs und zur Förderung des Klimaschutzes
im Straßenbau bei.
Jahresendauktionen
Meppen (DE):
19.-20. November
Moerdijk (NL):
26.-27. November
rbauction.de
Ihr Jahresend-
Booster.
Mit Ritchie Bros. kaufen
oder verkaufen und bestens
auf 2026 vorbereitet sein.
28 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 29
FERTIGTEILBAU, MODULBAU, CONTAINER
FERTIGTEILBAU, MODULBAU, CONTAINER
Fotos: SK Rapid Wien
ALLPLAN
Bauen neu definiert: Was DfMA wirklich bringt
DfMA im Faktencheck: Was Design für Fertigung und Montage wirklich kann
Tribünenelemente und Fertigteilsteige für den Fußballverein Rapid in Wien, Österreich.
Niedrige Auftragslage, steigende
Kosten sowie mehr Nachhaltigkeit:
Österreichs Bauindustrie erlebt
herausfordernde Zeiten; und traditionelle
Bauprozesse geraten zunehmend
an ihre Effizienz-Grenzen. Was
hilft? Umdenken und die Bereitschaft,
neue Wege zu gehen. Design for
Manufacturing and Assembly (DfMA)
ist genau solch ein zukunftsweisender
Ansatz. Denn DfMA berücksichtigt
bereits in der frühen Entwurfsphase
die Anforderungen an Produktion
und Montage und bietet dadurch
zahlreiche Vorteile.
Was ist DfMA und was sind
seine drei Erfolgssäulen?
Bei Design für Fertigung und Montage
(DfMA) geht es um die Frage nach einer
idealen Herstellung und Montage von
Bauteilen. Mit DfMA wird bereits in der
Entwurfsphase auf eine effiziente industrielle
Vorfertigung und schnelle Montage
hingearbeitet. Ziel ist, jede einzelne
Komponente möglichst einfach zu produzieren,
transportieren und montieren. Die
Bauteile werden im Werk unter kontrollierten
Bedingungen gefertigt und
passgenau auf die Baustelle geliefert. So
verbindet DfMA die Logik der Fabrikproduktion
mit den konkreten Anforderungen
des Bauwesens – von der Standardisierung
der Bauteile bis hin zur digitalen
Abbildung sämtlicher Prozesse.
Unternehmen, die bereits erfolgreich auf
DfMA setzen, orientieren sich dabei an
folgenden drei Grundprinzipien:
1. Standardisierung von Bauteilen.
Vereinfachte, standardisierte Komponenten
reduzieren die Komplexität im
gesamten Bauprozess, minimieren die
Fehleranfälligkeit und die Produktionssowie
die Montagekosten.
2. Optimierung für die Vorfertigung.
Plant man Bauteile für eine automatisierte
Fertigung in einer kontrollierten
Werksumgebung, führt dies zu höherer
Präzision der Komponenten und
rascherer Produktion.
3. Nahtlose und integrierte Zusammen arbeit.
Alle Beteiligten sind von Anfang an in
den Entwurfsprozess eingebunden.
Durch diese enge Abstimmung können
Probleme frühzeitig erkannt, Nacharbeiten
vermieden und kostspielige Produktionsverzögerungen
verhindert werden.
Bauprojekte profitieren durch DfMA von
einer geringeren Fehlerquote, kürzeren
Bauzeiten, mehr Nachhaltigkeit und
präziseren Kostenprognosen.
Vorteile von DfMA
Die positiven Effekte von DfMA: Zeitgewinn
durch optimierte Prozesse: Die
Bauzeiten werden dank planbarer
Montage und Vorfertigung erheblich
verkürzt. Präzision: Eine Fertigung im
Werk ermöglicht umfangreiche Qualitätskontrollen,
geringere Fehlerquote und
weniger Nacharbeit auf der Baustelle.
Sicherheit: Die hohe Vorfertigung reduziert
Risiken und Belastungen auf der
Baustelle. Nachhaltigkeit: Exakte Mengenplanung
senkt die Abfallmenge und
den Energieverbrauch merklich. Kostenkontrolle:
Standardisierte Abläufe und
digitale Vernetzung erlauben sichere
Prognosen. Kooperation: Digitale Workflows
und Echtzeit-Plattformen erleichtern
die Teamarbeit. So können alle im Team
auf aktuelle Daten und Pläne zugreifen.
DfMA in der Praxis – Fokus Baubarkeit
DfMA berücksichtigt die Baubarkeit so
früh wie möglich im Planungsprozess. Der
Fokus dieses „Manufacturing Mindsets“
liegt auf möglichst einfach zu fertigenden
und zu montierenden Bauteilen. Der
Fokus verschiebt sich so vom Endprodukt
auf den Prozess selbst, von der digitalen
Planung über die Vorfertigung bis zur
Montage.
Das Konzept der Baubarkeit macht die
Modulbauweise noch klarer. Standardisierte
Module werden in einer Fabrik
vorgefertigt und vor Ort zu einer vollständigen
Gebäudestruktur zusammengesetzt.
Modulares Bauen umfasst nicht nur
einzelne Baumodule oder Räume, sondern
auch die technische Gebäudeausrüstung
(TGA), den Außen- und Innenausbau
sowie Einbauteile. Durch diesen integrierten
Ansatz können ganze Gebäudeteile
montagefertig und komplett ausgestattet
geliefert werden. Das ist besonders
vorteilhaft für Projekte, die schnelle und
skalierbare Lösungen erfordern, wie
Gesundheitseinrichtungen, Hotelgebäude
oder der soziale Wohnbau.
Kurz gesagt geht es bei DfMA also darum,
schon in der Entwurfsphase die richtigen
Entscheidungen zu treffen. Genau dort
setzt auch ALLPLAN mit „Design to
Build“ an: die BIM-Software ermöglicht es,
datengesteuerte Entscheidungen für
bessere Ergebnisse bereits in einer frühen
Projektphase zu treffen. Von der ersten
Entwurfsidee über die detaillierte Planung
bis zur Fertigung und Montage lassen sich
sämtliche Arbeitsschritte in einer einzigen
Softwareumgebung abbilden. Dies
Allianz Stadion in Wien - ein Paradebeispiel für modernen Fertigteilbau
ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit
und sorgt für einen effizienten Informationsfluss
zwischen allen Disziplinen. So
schließen digitale Werkzeuge die Lücke
zwischen kreativem Design und der
industriellen Fertigung. Sie ermöglichen,
Bauprojekte umzusetzen, die architektonisch
außergewöhnlich, kosteneffizient
und nachhaltig sind.
Allianz Stadion Rapid Wien:
Ein echtes Praxis-Highlight
Planung und Bau des Allianz Stadions
verdeutlichen die Vorteile von Vorfertigung
und DfMA eindrucksvoll. Über 5.000
Betonfertigteile fanden in Hütteldorf ihren
CONTAINEX
CONTAINEX, einer von Europas führenden Anbietern mobiler
Lösungen, präsentiert das neue CONTAINEX PORTAL. Die digitale
Plattform bietet Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen
direkten Zugang zu individuellen Raumlösungen: Container
direkt kaufen oder mieten*, Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten
in Echtzeit – einfach, schnell und jederzeit verfügbar.
Das neue Portal eröffnet als Onlineshop einen unkomplizierten
Zugang zu einem breiten Sortiment an Containern und ergänzenden
Modulen. Neben einer klaren Navigation, umfassenden
Produktunterlagen zum Download sowie die Möglichkeit, direkt
mit der zuständigen Ansprechperson in Kontakt zu treten, wird
persönliche Beratung mit digitalem Komfort kombiniert. „Für die
Nutzer:innen wird der gesamte Beschaffungsprozess damit
effizienter und transparenter gestaltet“, so Markus Schaden, Chief
Digital Officer bei CONTAINEX. Das CONTAINEX PORTAL richtet sich
an unterschiedlichste Branchen: Ob kurzfristig zusätzlicher
Büroraum inklusive Sanitärlösung benötigt wird oder eine
langfristige Lagerfläche auf der Baustelle gesucht ist – die
Plattform liefert flexible und zeitsparende Antworten auf
individuellen Raumbedarf.
neuen Platz: 880 Tribünenelemente mit
jeweils 10,5 m Länge und 12,5 t Gewicht,
150 Treppen sowie Außensäulen von bis zu
18 m Höhe und mehr als 40 t Gesamtgewicht
wurden exakt nach digitaler
Planung produziert und geliefert. Die
Tribünenelemente in Doppel-L-Ausführung
sind eine Eigenentwicklung des
Fertigteilherstellers Franz Oberndorfer
GmbH & Co. KG und gingen erst nach
einer intensiven Forschungs- und Testphase
in die Serienfertigung über.
Auch die gestalterisch anspruchsvolle
Geometrie des Stadions erforderte höchste
Präzision in der Planung. Hier zahlte sich
die durchgehende 3D-Modellierung mit
CONTAINEX mit dem neuen CONTAINEX PORTAL
Direkter Zugang über neue digitale Plattform
ALLPLAN aus. Sie ermöglichte die
Simulation selbst komplexester Verschneidungen
und sorgte für eine perfekte
Abstimmung zwischen Architektur, Statik
und Haustechnik. Denn in den Betonfertigteilelementen
im Stadion befinden sich
ca. 2.000 E-Dosen und 5.000 m Elektroschlauch.
Die Fertigung selbst dauerte acht Monate,
die Montage auf der Baustelle weitere
sieben. Dies war ein logistisches Meisterstück,
bei dem Transport und Einbau
minutengenau koordiniert werden
mussten. Der straffe Zeitplan von nur
15 Monaten war äußerst anspruchsvoll,
konnte jedoch eingehalten werden.
Ausblick
DfMA ist längst keine experimentelle
Nische mehr, sondern eine klare Antwort
auf die größten Herausforderungen der
Bauindustrie. Der Fokus auf Baubarkeit
bietet das perfekte Fundament und
praktische Beispiele wie das Rapid-Stadion
zeigen, wohin die Reise geht: besser
planen, schneller bauen und nachhaltiger
agieren. Das Zusammenspiel aus digitalen
Tools, sorgfältiger Auswahl der Bauweise
und datengestützten Entscheidungen
macht aus ambitionierten Plänen greifbare
Realität. Wer jetzt auf DfMA setzt,
plant nicht nur heute besser, sondern setzt
auch neue Maßstäbe für morgen.
www.allplan.at
Alle CONTAINEX-Produkte
werden nachhaltig
in Europa nach
dem „CONTAINEX
Green Technology“-
Standard hergestellt.
Das sichert hohe
Qualität, langjährige
Ersatzteilverfügbarkeit
und die Möglichkeit,
gebrauchte
Module zurückzugeben.
Mit über 40
Jahren Erfahrung,
einem europaweiten
Depot- und Händlernetz sowie der neuen
digitalen Plattform setzt CONTAINEX ein klares Zeichen
für Service, Verlässlichkeit und Innovationskraft.
Hier geht es zum CONTAINEX PORTAL, wo Sie weitere
Informationen zu CONTAINEX finden: www.containex.com
* In Deutschland nur zum Kauf, in Österreich zum Kauf und zur Miete.
30 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 31
LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ
LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ
KATHERL
Digitale Effizienz
ErdProfi und ErdMobile – optimiert und alles in einem System
Folgeaufgaben oder Werkstätten-Aufträge
für Dispo und Werkstatt runden das
Modul effizient ab und sorgen für mehr
Überblick. „Uns spart das Modul viel Zeit,
Kosten und Verwaltungsaufwand“ so
Natalie Magyer aus Untersiebenbrunn, die
das Modul bereits verwenden.
PLANCRAFT
Wenn das Handwerk digital wird
Wie plancraft den Baustellenalltag erleichtert
Mit den passenden Programmen und
Apps zu arbeiten, bringt Zeitersparnis,
verursacht weniger Fehler und
liefert mehr Informationen für
Entscheidungen. „Bei uns überschneiden
sich alle drei Vorteile“ so Helmut
Katherl, „denn wenn etwas vereinfacht
wird, spart man Zeit und macht
weniger Fehler. Weil im ErdMobile die
Grundlage für jede Eingabe die
Zeiterfassung ist, haben wir auch die
Kosten für alle Detailaufgaben und
damit die Basis für ein „ehrliches
Controlling“.
Nebenbei ist man dazu tagsüber live
informiert über das Geschehen auf den
Baustellen. Mit den neuen Modulen der
Softwarelösungen ErdProfi und ErdMobile
bietet die Katherl Software GmbH noch
mehr Erleichterung für die täglichen
Aufgaben in den Bereichen Erdbau,
Transport, Kies und Entsorgung.
KI gestützte Eingangsrechnungs-
Kontrolle findet Gründe für
Differenzen jetzt selbst
ErdProfi Anwender sind ja schon im
Genuss der Funktion, durch welche die
ER-Kontrolle aus den bereits einmal
erfassten Lieferungen und Leistungen
abgeleitet wird. Doch wenn sich der
Rechnungsbetrag nicht mit dem, was
schon erfasst wurde deckt, beginnt die
Arbeit erst. „Genau hier hilft uns jetzt die
KI“, so Katherl. „Natürlich wird auch bei
uns der Lieferant erkannt und ein
Assistent unterstützt dessen Neuanlage,
falls er noch nicht vorhanden ist. Aber wir
erkennen auch die Positionen und Erd-
Profi zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit,
wo sich die Differenzen verbergen. So
werden schnell aus 20 Minuten ‚lästiger
Sucherei‘ nur wenige Minuten und das ist
echter Nutzen für alle, die baustellenbezogene
Eingangsrechnungen kontrollieren
müssen.“
Unterschriften so einfach
einholen wie nie zuvor
Wie oft laufen Sie einer Unterschrift
hinterher? Abfallinfo für Baustellen,
Lieferscheine und weitere Dokumente
warten oft auf die Unterschrift, doch die
Person ist nicht greifbar. Mit dem E-Lieferschein
und der Möglichkeit zur Sammelunterschrift
im ErdMobile ist diese
Situation zwar schon viel besser, es geht
aber nicht immer nur um Lieferscheine.
Und manchmal ist auf der Baustelle
keiner da, der unterschreiben könnte.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten beliebige
nicht unterschriebene PDFs einer oder
mehrerer Personen per Link zukommen
lassen und dieser kann es ansehen,
einzeln oder auf einmal unterschreiben,
Kommentare hinterlassen und die noch
nicht unterschriebenen an Kollegen
weiterleiten. Und im ErdProfi werden
automatisch die nicht unterschriebenen
Dokumente mit den unterschriebenen
Dokumenten im DMS ersetzt.
Genau das ist jetzt im ErdProfi und sogar
mobil im ErdMobile möglich.
Aufgabenplaner für Maschinenwartung
und vieles mehr (Bild 1)
Fahrten und Geräteeinsätze werden mit
der Dispo verteilt. Aber was ist mit
sonstigen Aufgaben wie der Abfahrtskontrolle
und Maschinenwartung? Mit dem
neuen Aufgabenplaner können wiederkehrende,
aber auch einmalige Aufgaben samt
Anleitungen (aus dem DMS) mit beliebig
vielen Geräten verknüpft werden. Schließlich
hat man meist von einer Geräteart
mehrere Maschinen. ErdMobile weiß über
die Zeiterfassung, wer mit welcher
Maschine arbeitet.
Wenn das Zeitintervall anschlägt,
bekommt der Fahrer den Hinweis.
Die Erledigung oder Mängelerfassung
samt Foto und direkter Weiterleitung in
1
2
3
Projektplaner direkt im ErdProfi
Im ErdProfi gibt es jetzt ein Planungstool
ähnlich wie MS Project ® , nur vollintegriert
in ErdProfi.
Mit Unterstützung von Ausführungsvarianten
für alternative Planungen, frei
verwendbar oder verknüpfbar z. B. mit
LV-Projekten, Baustellen, Werken oder als
Vorstufe zur Einsatzplanung für die Dispo.
Der Zeitplan gibt Überblick und mit
definierbaren Abhängigkeiten und
Meilensteinen ist die Planung einfacher,
klarer und sicherer, egal worum es geht.
(Bild 2)
Interaktive Dashboards
und Power Charts
Wer mehr erkennt, kann mehr verbessern
und hiermit auch gleich interaktiv
ergründen, warum das so ist.
Das geht bis auf Einzelbeleg-Ebene samt
Dokumenten. Die Dashboards sind
beliebig definierbar und es können
bewährte Vorlagen importiert und bei
Bedarf angepasst werden. Die Power
Charts bieten über 20 Grafikarten und
bringen schnellen Überblick, wenn man
aus langen Listen nicht das erkennt,
wonach man sucht. Sie sind in allen
Bereichen der Dateneingabe und bieten
sogar interaktive Filterung dieser Daten
per Klick auf die grafischen Elemente.
(Bild 3)
KI-Abfragen direkt aus
dem integrierten DMS
Das vollintegrierte DMS brachte schon
eine massive Erleichterung und ein Ende
der Zettelwirtschaft mit Ordnern.
Das DMS bietet zwar vielfältige Suchmöglichkeiten,
aber es findet nur Treffer
nach übereinstimmenden Wörtern.
Genau hier hilft uns die KI, die jetzt auch
für selektiv anzugebende Dokumente
Abfragen ermöglicht, ähnlich wie in
ChatGPT ® . Das wichtige ist, dass die
bereits vergebenen DMS-Zugriffsrechte
auch hier automatisch berücksichtigt
werden. Und per Klick können auch die
Originaldokumente zum angezeigten
Inhalt geöffnet werden, weil man z. B.
nach der Frage, ob dieser Fall versichert
ist, dann doch gleich das ganze Versicherungsdokument
anzeigen will. Es ist in
ErdProfi und ErdMobile verwendbar.
www.ErdProfi.info
Viele Handwerksbetriebe kennen
diese Situation: Die Auftragsbücher
sind gut gefüllt, doch im Büro
wächst der Aufwand. Angebote,
Aufmaße und Rechnungslegung
kosten oft mehr Zeit, als man denkt
oder gar hat. Viele Betriebe wünschen
sich daher weniger Büroarbeit,
und mehr Raum fürs eigentliche
Kerngeschäft.
Genau hier setzt plancraft an. Eine
speziell für Handwerksbetriebe entwickelte
Software. Sie hilft Betrieben,
Projekte und Büroarbeit effizient zu
organisieren und doppelte Arbeit zu
vermeiden. So bleibt mehr Zeit für das,
was wirklich zählt: die Arbeit auf der
Baustelle oder beim Kunden.
Angebote, Arbeitszeiten oder Projekte
– direkt von der Baustelle
plancraft läuft auf allen Endgeräten – ob
auf dem Computer, dem Tablet oder dem
Smartphone. Angebote schreiben,
Arbeitszeiten erfassen oder Projekte
planen geht damit ganz einfach, direkt
von der Baustelle. Alle Daten werden
automatisch in der Cloud gespeichert
und sind jederzeit abrufbar. Eine
Installation ist nicht nötig, Updates
erfolgen automatisch im Hintergrund.
In der Praxis sieht das wie folgt aus: Mit
der integrierten Aufmaßfunktion lassen
sich bspw. Mengen direkt auf der
Baustelle erfassen und ins Angebot
übernehmen. Leistungsverzeichnisse
können im GAEB-Format importiert und
weiterverarbeitet werden. Der DATEV
Export erleichtert die Zusammenarbeit
mit der Buchhaltung, während die
digitale Zeiterfassung sicherstellt, dass
Arbeitsstunden lückenlos dokumentiert
werden.
Auch bei der Projektplanung bietet
plancraft Unterstützung. Die Plantafel
zeigt auf einen Blick, welche Aufträge
anstehen, wer im Einsatz ist und wann
Abwesenheiten eingeplant sind. Projekte
können durch einfaches Ziehen und
Verschieben flexibel organisiert werden,
was die Abstimmung zwischen Baustelle
und Büro vereinfacht.
Dokumente sofort auf
der Baustelle vollständig und
nachvollziehbar speichern
Zudem können Bautagesberichte,
Regieberichte oder Abnahmeprotokolle
direkt auf der Baustelle erstellt, überprüft
und digital unterschrieben werden.
Auftraggeberinnen und Auftraggeber
können ebenso vor Ort unterschreiben,
sodass Dokumente sofort vollständig und
nachvollziehbar gespeichert werden.
Die Digitalisierung im Handwerk
bedeutet keinen Verlust an Tradition,
sondern eine Stärkung von Qualität und
Effizienz. Lösungen wie plancraft helfen,
den Überblick zu behalten, Fehler zu
vermeiden und Büroarbeit zu vereinfachen.
So entsteht ein Gleichgewicht
zwischen handwerklicher Präzision und
moderner Organisation.
www.plancraft.at
Fotos: Plancraft
32 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 33
LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ
LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ
TS LEARN
Digitale Plattform für mehr Sicherheit auf Baustellen
Benutzerfreundliches Unterweisungssystem für rechtssicheren Arbeitsschutz
Sprachbarrieren, Dezentralität und
fehlendes Fachwissen zählen zu den
größten Herausforderungen der
heutigen Arbeitswelt. Besonders im
Bau- und Baunebengewerbe erschweren
diese Faktoren die Vermittlung
von Wissen zu Arbeitsschutz und
sicheren Arbeitsabläufen erheblich.
Hier setzt TS-Learn an – ein innovatives,
mehrsprachiges Unterweisungssystem,
das allen Beschäftigten auf der Baustelle
den direkten Zugang zu betrieblichen
Schulungen ermöglicht.
Einfache Handhabung
Das Besondere an TS-Learn ist der
niedrigschwellige Zugang: Anstatt sich
mühsam zu registrieren oder Passwörter
zu verwalten, erhalten Beschäftigte per
QR-Code sofort Zugriff auf die Schulungsinhalte
– ohne App-Download und ohne
E-Mail-Adresse.
Die Inhalte sind in mehreren Sprachen
abrufbar und werden für jedes Endgerät
optimiert dargestellt. Nach Abschluss der
Unterweisung erfolgt die Bestätigung per
Unterschrift direkt am Smartphone oder
Tablet. Dadurch sinkt der administrative
Aufwand erheblich, IT-Abteilungen
werden entlastet, und der Zugang wird
intuitiv und schnell.
Praxisgerechte Umsetzung
Gerade im Arbeitsschutz sind effiziente
Schulungsprozesse von entscheidender
Bedeutung. Präsenztermine lassen sich oft
schwer koordinieren, und Sprachbarrieren
führen zu Missverständnissen. TS-Learn
ermöglicht sowohl eigenständiges Lernen
als auch die begleitende Nutzung in
Präsenzunterweisungen – mit der Möglichkeit,
die Inhalte in der Muttersprache
mitzuverfolgen. Das steigert Verständlichkeit,
Akzeptanz und Rechtssicherheit –
Für weitere
Informationen:
www.ts-learning.com
Scannen Sie den
QR-Code in der Infobox
und erleben Sie,
wie einfach Sie Ihren
gesetzlichen Verpflichtungen
nachkommen
können.
und bringt damit echten Mehrwert für
Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen.
Neue Hitzeschutzverordnung bringt
Schulungspflicht für Betriebe
Mit der ab Anfang 2026 geltenden
Hitzeschutzverordnung reagiert der
Gesetzgeber auf die zunehmenden
Belastungen durch hohe Temperaturen
am Arbeitsplatz. Ziel ist es, Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer besser vor
gesundheitlichen Risiken wie Kreislaufproblemen,
Dehydrierung oder Hitzschlag
zu schützen – insbesondere auf Baustellen
und in Produktionsbetrieben.
Für Unternehmen und Führungskräfte
bedeutet das neue Regelwerk klare
Pflichten: Neben einer verpflichtenden
Gefährdungsbeurteilung sind technische,
organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen
umzusetzen – etwa durch
angepasste Arbeitszeiten, ausreichende
Trinkwasserversorgung, Beschattung oder
zusätzliche Pausen.
Neu ist außerdem eine nachweisbare
Schulungspflicht für Vorgesetzte und
Beschäftigte. Diese Unterweisungen
müssen künftig dokumentiert werden und
sollen sicherstellen, dass Führungskräfte
frühzeitig auf Hitzebelastungen reagieren
und geeignete Maßnahmen einleiten
können.
TS-Learn bietet mit seinem benutzerfreundlichen
Unterweisungssystem eine
effiziente Lösung, um diese neuen Anforderungen
rechtssicher umzusetzen.
www.ts-learning.com
Pittel+Brausewetter sorgt für ein optimiertes Baustellenmanagement mit 123erfasst. So werden manuelle
Prozesse abgelöst von direkt dort digital erfassten Informationen, wo sie entstehen – auf der Baustelle.
NEVARIS + 123ERFASST
Mit Digitalisierung auf der Baustelle
zu nachhaltigem Erfolg
Pittel+Brausewetter setzt nach NEVARIS-Einführung auf 123erfasst
Das österreichische Traditions- und
Familien-Bauunternehmen
Pittel+Brausewetter entschied sich zu
einem weiteren großen Schritt in
Richtung digitale Baustelle. Nach der
erfolgreichen Implementierung von
NEVARIS für Kalkulation und Projektverwaltung
setzt das Unternehmen
nun für ein optimiertes Baustellenmanagement
auf 123erfasst. Ziel
ist es, manuelle Prozesse abzulösen
und Informationen direkt dort zu
erfassen, wo sie entstehen – auf der
Baustelle.
Von der Zettelwirtschaft
zur digitalen Baustelle
Astrid Kirschner, Leiterin der Abteilung
Innovation und Technik, kennt die
Herausforderungen im Baustellenalltag
genau. Als ehemalige Bauleiterin weiß sie,
wie zeitraubend doppelte oder gar fünffache
Datenerfassungen sind. „Ich habe
selbst erlebt, wie ineffizient es ist, wenn
Notizen erst auf Papier, dann in WhatsApp
und schließlich in Excel landen“, sagt sie.
Mit NEVARIS und 123erfasst will sie
diesen Prozess revolutionieren.
Rund 200 Mitarbeiter – darunter Bauleiter,
Techniker, Poliere und Vorarbeiter –
nutzen mittlerweile die mobile App
123erfasst. Im Fokus stehen derzeit
Qualitäts- und Aufgabenmanagement
sowie Bautagesberichte. Besonders
geschätzt wird die intuitive Foto-Funktion:
Statt Fotos manuell zuzuordnen, werden
sie nun projektspezifisch, chronologisch
und mit Standortverortung abgelegt – ein
großer Schritt hin zu einer lückenlosen
Dokumentation.
Schrittweise Einführung für
nachhaltigen Erfolg
Das Innovationsteam um Kirschner setzt
auf ein schrittweises Rollout und nimmt
die gebotene Rücksicht auf den Faktor
Mensch. So können sich die Mitarbeitenden
an die neue Arbeitsweise gewöhnen
und erste Erfolge direkt erleben. Durch
Checklisten und strukturierte Aufgabenverwaltung
entfällt das mühsame Jonglieren
zwischen Papier, Excel und verschiedenen
Tools.
Zudem schafft die geplante Schnittstelle
zu NEVARIS eine durchgängige digitale
Kette – von der Kalkulation über die
Projektsteuerung bis zur Abrechnung.
Erfasste Stunden aus 123erfasst sollen
künftig automatisch in NEVARIS übernommen
werden. „Für uns ist das die
ideale Verbindung zwischen Baustelle und
Büro“, so Kirschner.
Herausforderungen und Kulturwandel
Trotz der Vorteile bringt der Wandel auch
Herausforderungen mit sich. „Das
Feedback reicht von ,Endlich geht’s
digital!’ bis ,Wir brauchen noch Zeit’“,
berichtet Kirschner. Besonders das
Verständnis für präventives Qualitätsmanagement
müsse noch wachsen: „Viele
dokumentieren erst, wenn etwas schiefläuft.
Dabei soll die Dokumentation helfen,
Qualität frühzeitig nachzuweisen und
Streitfälle zu vermeiden.“
Auch die Integration bestehender Projekte
– etwa durch unterschiedliche Nummerierungssysteme
– erfordert anfänglich
Mehraufwand. Doch das Team ist überzeugt,
dass sich die Investition langfristig lohnt.
Fazit: Zwei Systeme, ein Ziel
Mit der Kombination aus NEVARIS und
123erfasst schafft Pittel+Brausewetter die
Basis für eine durchgängig digitale Bauabwicklung.
Während NEVARIS die kaufmännischen
und organisatorischen Prozesse
abbildet, sorgt 123erfasst für Transparenz
und Effizienz direkt auf der Baustelle. Der
traditionsreiche Baubetrieb zeigt damit
eindrucksvoll, wie Digitalisierung im
Bauwesen gelingen kann – Schritt für Schritt
und immer mit dem Blick auf die Praxis.
www.123erfasst.de
Foto: Pittel + Brausewetter
34 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 35