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Baublatt Magazin Special

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DIGITALISIERUNG

SPECIAL

DAS GROSSE MAGAZIN FÜR BAU MASCHINEN GERÄTE TECHNIK

Digando stellt die interne

Miet- & Beschaffungsplattform

für Bauunternehmen vor

THE RENTAL PLATFORM FOR YOUR PROCUREMENT

2 | Stand der Dinge

Was nützt die Digitalisierung

dem Bauunternehmer?

18 | Interview Trimble

Technologie – Schlüssel zur

Zukunft des Bauens

20 | Digando

Strategischer Partner

der Bauindustrie

Österreichische Post AG – MZ08Z037831M – specialmedia.com GmbH, Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien

Retouren an PF 100, 1350 Wien | Einzelpreis 13,00 € | November 2025 | www.baublatt.at


EDITORIAL

Ihre Baustelle

Digital verbunden

Mit dem Trimble Konnektivitätspaket für die vernetzte Baustelle

Vereinfachen Sie die Arbeit auf Ihrer Baustelle mit dem leistungsstarken Trimble ® Softwarepaket, das

eine durchgängige Vernetzung zwischen Büro und Baustelle von der Planung bis zur Fertigstellung

ermöglicht. Alle Beteiligten arbeiten mit einer zentralen Datenquelle. Das minimiert Fehler und stellt

sicher, dass alle Projektpartner auf dem gleichen Stand sind – vom Büro bis zur Baustelle.

Trimble Business Center | Trimble WorksManager | Trimble WorksOS | Trimble Connect

Digitalisierung am Bau:

Wir stehen erst am Anfang

Digitalisierung ist das Schlagwort unserer Tage – doch wer täglich auf

der Baustelle steht, weiß: Zwischen Schlagwort und gelebter Praxis

liegen Welten. In der österreichischen Bauwirtschaft wird zwar viel

digital geplant, aber noch zu selten wirklich digital gebaut.

Ich erlebe es immer wieder: In den Büros entstehen beeindruckende

3D-Modelle, doch auf der Baustelle werden Pläne noch mit dem Kugelschreiber

korrigiert. Das zeigt, dass Technik allein nicht reicht – es

braucht Verständnis, Mut und Zeit.

Building Information Modeling, digitale Bautagebücher oder Drohnenaufnahmen

sind keine Raketenwissenschaft mehr. Viele Betriebe haben

erste Schritte getan, manche sind bereits weit. Doch besonders kleine und

mittlere Unternehmen müssen den Wandel stemmen, während sie Tag für

Tag unter Termindruck stehen. Das verlangt Fingerspitzengefühl – und

Hausverstand.

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Sie soll das Arbeiten er -

leichtern, nicht erschweren. Wenn ein Tool auf der Baustelle funktioniert,

Zeit spart und Fehler reduziert, dann hat es seinen Sinn erfüllt. Genau

hier liegt der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Die Chancen sind groß: KI, Robotik oder automatisierte Prozesse eröffnen

neue Möglichkeiten – aber sie brauchen Menschen, die sie annehmen und

gestalten. Die nächste Generation von Fachkräften wird diese Brücke

schlagen müssen.

Mein Fazit: Digitalisierung ist kein Sprint, sondern Langlauf – ein spannender

Weg. Wir alle – Unternehmer, Planer, Fachkräfte – gestalten ihn

gemeinsam. Wenn wir mit Offenheit, Erfahrung und Hausverstand

vorangehen, kann Österreichs Bauwirtschaft zeigen, dass digital auch

sehr wohl bodenständig sein kann.

Meint herzlichst

Ihr Karl Englert

Karl Englert

Verlagsleiter und Herausgeber

BAUBLATT.ÖSTERREICH

SITECH AUSTRIA GMBH

INFANGSTRASSE 2,

4407 STEYR-GLEINK

TEL: +43 7252 84433

OFFICE@SITECH-AUSTRIA.AT

WWW.SITECH-AUSTRIA.AT

© 2025 Trimble Inc. All rights reserved. TC-342-de-AUT (10/25)

IMPRESSUM | BAUBLATT.ÖSTERREICH: Ausgabe November 2025, Firma des Medieninhabers: specialmedia.com GmbH, Anschrift des Medieninhabers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Tel.: +43/1/3100700-100, Fax: +43/1/3100700-600, E-Mail: office@specialmedia.com, Firma des Herstellers: Sandler GesmbH & Co.KG,

Verlagsort: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien, Herstellungsort: Druckereiweg 1, 3671 Marbach, Anschrift der Redaktion: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Name des Herausgebers: Karl Englert, Anschrift des Herausgebers: Johann-Strauß-Gasse 7/2/5, 1040 Wien,

Geschäftsführung: Prof. Hans-Jörgen Manstein und Prof. Ing. Mag. Michael Grabner Verlagsleitung: Karl Englert (KE), karl.englert@ specialmedia.com, DW 800,

Office Management, Anzeigenverrechnung und Redaktionsassistenz: Katja Böhmer (KB), katja.boehmer@specialmedia.com, DW 100,

Redaktionelle Mitarbeit: Dr. Burkhard Talebitari, Grafik/Layout: Manfred Fürst

Grundlegende Richtung: BAUBLATT.ÖSTERREICH ist ein österreichisches, unabhängiges Fachmagazin für die Bauwirtschaft,

mit besonderer Berichterstattung über Baumaschinen, -geräte und –technik, Web: www.baublatt.at.

BAUBLATT.ÖSTERREICH: erscheint monatlich, 10x jährlich mit zwei Doppelnummern, Auflage: 10.500 Exemplare, Einzelpreis Inland € 13,– Jahresabonnement (10 Hefte) € 73,–

(alle Preise inkl. 10% MwSt.), Auslandsabonnements auf Anfrage, Bankver bindung: Erste Bank, BLZ: 20111, Konto: 291 2145 2900, IBAN: AT85 2011 1291 2145 2900,

BIC: GIBAATWW, FN 309377t, UID ATU 64333304, Gerichtsstand ist Wien. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von elektronisch übertragenen Dokumenten oder Anzeigen kann

keine Verantwortung übernommen werden. Bei nicht ausgewiesenen Bild- und Fotorechten handelt es sich um von den Unternehmen beigestelltes und zum Abdruck

freigegebenes Fotomaterial. Impressum gemäß § 25 Mediengesetz unter www.baublatt.at abrufbar.

BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025

3



ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

KOMMENTAR

Was nützt die Digitalisierung dem Bauunternehmer?

Von Laserscannern, Datenwüsten und der Suche nach dem WLAN in der Baubude

Digitaler Baualltag – Szenen aus dem echten Leben.

„Digitalisierung auf der Baustelle“

– das klingt nach Hightech, Effizienz

und Zukunft. In der Realität oft eher

nach WLAN-Funkloch, Software-

Update um 5 Uhr früh und einer

Excel-Tabelle namens ‚LetzteVersion_

final_NEU_NEU3.xls‘. Also – was

bringt das Ganze wirklich?

Digitalisierung – Die Eier

legende Wollmilchsau?

Man könnte meinen, Digitalisierung sei

die Lösung aller Probleme. Die Bauwirtschaft

stöhnt unter Fachkräftemangel,

steigenden Preisen und zähen Genehmigungsverfahren

– aber keine Sorge, die

Cloud regelt das. Sagen zumindest die

Berater im Maßanzug, die noch nie bei

Nieselregen ein Schalungsbrett geölt

haben, aber sehr genau wissen, wie eine

App namens „SmartConcrete365“ deine

Baustelle revolutionieren wird. Und wir

legen noch eine Schippe drauf: Mit KI

lösen sich alle Probleme sowieso in Luft

auf – eigenes Hirn einschalten? Viel zu

mühselig!

Natürlich, auch auf dem Bau bleibt die

Zeit nicht stehen. Während der Polier

früher seine Bautagesberichte auf ein

Klemmbrett kritzelte, tippt er heute ins

Tablet – wenn der Akku nicht gerade leer

ist. Bauleiter wischen auf iPads herum, die

früher wahrscheinlich nur zum Netflixen

da waren. Und irgendwo gibt es einen

BIM-Manager, der seit sechs Wochen an

einem digitalen Zwilling tüftelt. Mal

schauen, ob die andere Hälfte vom

Zwilling, der Bau selber, von der Intelligenz

seines digitalen Geschwisters

profitieren kann. Zwei Geschwister, die

nicht miteinander reden, kosten ja nur,

bringen aber nix.

Die großen Versprechen – und

die kleinen Hürden

Die Digitalisierung verspricht vieles:

- Transparenz: Alle Informationen sind

jederzeit verfügbar – vorausgesetzt, man

erinnert sich an das Passwort.

- Effizienz: Prozesse werden schlanker

– man muss aber eine Idee davon haben,

was ein Prozess überhaupt ist und ob

man eventuell selber einen hat.

- Kollaboration: Alle arbeiten zusammen

– zumindest bis zur ersten Versionierungs-Panik.

Beginnt dann wieder die

Suche nach dem schwarzen Peter?

- Kostenersparnis: Langfristig natürlich.

Kurzfristig kostet’s erstmal ein Vermögen,

wenn man gleich alles perfekt

machen will, statt sich schrittweise

voranzutasten.

Der durchschnittliche Bauunternehmer,

nennen wir ihn Franz, fragt sich trotzdem:

„Und was hab‘ ich jetzt konkret davon?“

Und Franz hat recht, denn auf den ersten

Blick wirkt die Digitalisierung wie ein

Werkzeugkoffer voller Spezialschlüssel –

superpraktisch, aber keiner passt auf

seine robusten Vorhängeschlösser.

Digitaler Baualltag – Szenen

aus dem echten Leben

An einem Montag um 7:00 Uhr: Die

Bauleiterin versucht, den neuen Baustellenserver

ins WLAN zu bringen. Leider

funkt das WLAN nicht bis zur Bauhütte.

Der IT-Support empfiehlt, den Router

„näher ans Fenster zu stellen“. Das

Fenster hat aber noch keine Laibung.

Dienstag, 09:30 Uhr: Der Baggerführer

scannt den QR-Code auf der Baumaschine,

um das digitale Wartungsprotokoll zu

starten. Die App stürzt ab. Alte Version.

Das Update darf leider nur der Administrator

starten.

Mittwoch gegen 14:15 Uhr: Ein Subunternehmer

lädt seine Lieferscheine per App

hoch – versehentlich in das Projekt „Wohnpark

Graz“ statt „Schulzentrum Linz“.

Chaos in der Buchhaltung, da braucht‘s

erst mal einen Verlängerten, ganz analog.

Donnerstag, irgendwann gegen Mittag:

Das BIM-Modell zeigt eine durchsichtige

Wand, die eigentlich eine Tür sein sollte.

Ein Architekt in Berlin erklärt per Zoom,

dass das „intended“ sei. Die Bauarbeiter

vor Ort entscheiden sich einstimmig für

Hammer und Meißel, die Zargen sind

schon geliefert.

Freitag, 16:45 Uhr, schon Wochenende,

wenn nicht Betoniertag wäre …

Die Zeitaufzeichnung via GPS zeigt, dass

drei Mitarbeiter offenbar gleichzeitig auf

dem Kran, im Bürocontainer und beim

Würstelstand waren. Physikalisch

irgendwie schwer möglich – oder doch ein

Quantenphänomen?

Zwischen Bits und Beton –

Was wirklich nützt

Trotz aller Stolpersteine: Die Digitalisierung

kann dem Bauunternehmer nutzen

– wenn man sie richtig anpackt. Ein paar

Beispiele:

- Digitale Bauablaufplanung kann helfen,

Engpässe zu erkennen, bevor sie zum

Problem werden. Der Bauleiter weiß

schon am Montag, dass am Freitag der

Beton fehlt – nicht erst, wenn die

Betonpumpe vorm Tor steht und hupt.

- BIM (Building Information Modeling)

sorgt für bessere Koordination – für den,

der es schafft, damit umzugehen. Die

Betonwand, die im Modell mit den

Lüftungsrohren kollidiert, wird idealerweise

vor dem Gießen entdeckt. Aber die

lukrative Änderung ist jetzt auch dahin

- kann freilich auch Freude machen, wenn

alle am Projekterfolg partizipieren.

Spezielle IPA-Verträge sind gut für

BIM-Projekte.

- Mobiles Reporting spart Papier und Zeit.

Die Tagesberichte sind lesbar, das Foto

vom Riss in der Fassade ist gleich dabei.

Abnahmen und Freimeldungen stapeln

sich nicht auf dem Schreibtisch, sie sind

vom Tablet auf der Baustelle sofort im

Büro. Der Unternehmer muss nicht

lange auf sein Geld warten.

- Digitale Mengenermittlung via Drohne

oder Laserscanner ist beeindruckend

genau – und vor allem schneller als der

Lehrling mit dem Maßband (der eh

gerade auf TikTok ist). Ob im Bestand

oder im Neubau, man weiß was tatsächlich

vor Ort los ist.

- Kostenkontrolle in Echtzeit: Ein Traum

vieler Bauunternehmer. Mit modernen

Tools sieht man sofort, wenn das Budget

entgleist – was zwar nicht verhindert,

dass es entgleist, aber immerhin weiß

man’s gleich. Ob KI da helfen kann, wenn

die Kostenkurve anfängt sich in die

falsche Richtung zu drehen?

- Lean Construction: kurz „Lean“ – die

Bauwirtschaft hat’s nun auch entdeckt.

Lean will „Verschwendung vermeiden“

und „Workflows optimieren“. Richtig

gemacht, gibt es weniger Leerlauf,

bessere Taktplanung und weniger Chaos.

Digitalisierung hilft hier mit Tools zur

Taktsteuerung, Ablaufvisualisierung und

glasklarer Kommunikation – ja, richtig

gehört: die Ausführenden reden miteinander,

auch wenn erst eine App ihnen auf

die Sprünge helfen muss. Wie revolutionär

ist das denn?! Und mit BIM zusammen

katapultieren wir uns in ungeahnte

Sphären der digitalen Bauwelt empor.

Was es dazu braucht (Spoiler: ein Kranführer-Avatar

ist es nicht)?

Die Digitalisierung funktioniert, aber nur,

wenn ...

- die Technik zur Baustelle passt. Kein

Bauarbeiter braucht ein 3D-Modell in 8K

auf der Apple Vision Pro – aber eine

stabile Baustellen-App, die auch offline

funktioniert? Ein Traum! Vielleicht mit

ein paar Tools, die ihm sagen was heute

und in nächster Zeit ansteht und wo es

Probleme gibt.

- die Menschen mitgenommen werden. Der

Polier, der 25 Jahre mit Bleistift gearbeitet

hat, wird kein BIM-Fan über Nacht. Und

das muss er auch nicht – aber ein Tablet,

das funktioniert, und bei dem man zur

Benutzung nicht vorher einen Vokabeltrainer

braucht, das wäre schon hilfreich.

- die Prozesse klar sind. Wer vorher im

Chaos versank, hat nachher vielleicht ein

digitales Chaos. Gut wäre, wenn man

vorher schon wüsste, ob man überhaupt

Prozesse hat und wie sie digital besser

laufen könnten. Digitalisierung ist mehr,

als statt Papier jetzt PDFs zu verwenden,

und ansonsten alles beim Alten zu

lassen.

- man die Welt nicht selber neu erfindet.

Gibt es Leute, die all das schon mal

gemacht haben? Die aus Fehlern gelernt

haben und das anderen ersparen wollen?

Gibt es Experten, die ohne Fachchinesisch

erklären können, wie man sein Ziel

findet und den ersten Schritt geht?

- nicht zuerst teure Technik einkauft und

dann überlegt, welches Problem man

damit lösen will.

Die Moral von der

Digitalisierungs-G‘schicht

Was also nutzt die Digitalisierung dem

Bauunternehmer?

Sie kann ein mächtiges Werkzeug sein. Sie

kann Transparenz schaffen, Planungsfehler

reduzieren, Abläufe beschleunigen und

Nerven schonen. Kann! Sie ist aber kein

Zauberstab. Wer glaubt, eine App löse

automatisch seine Probleme, wird bald

feststellen: Probleme sind oft analog – und

sehr hartnäckig.

Digitalisierung funktioniert, wenn man sie

klug einsetzt, mit gesundem Menschenverstand,

realistischen Erwartungen und

einem klaren Ziel. Der Bauunternehmer

der Zukunft ist nicht der, der den meisten

Tech-Schnickschnack hat – sondern der,

der weiß, was er wirklich braucht.

Und manchmal … ist das eben zunächst

mal ein funktionierendes WLAN in der

Bauhütte.

Ulrich Hartman, Digitalisierungsfreund

mit Betonstaub in der Tastatur. Unabhängiger

BIM Experte, Mitglied im DIN-Normenausschuss

Bau, Berater bei der DTBau

GmbH und BIM-Dozent bei der AGT

Akademie Berlin.

4 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 5



ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

der ursprünglich gewünschten 81 Wohnungen

sogar 83 Wohneinheiten unterund

dem Kunden so bares Geld eingebracht

haben.

RHOMBERG

Digital Bauen ist heute schon möglich

Ein Erfahrungsbericht von Manuel Eugster, CTO Rhomberg Bau Gruppe

Die Diskussion zum Thema „Digitalisierung

in der Baubranche“ entbehrt

ja nicht einer gewissen Ironie. Denn

das „Bauen“ an sich, also das Gießen

eines Fundaments, das Aufeinanderschichten

von Ziegelsteinen oder die

Montage von Wandelementen auf der

Baustelle selbst, werden wir – Stand

jetzt – nicht so einfach digitalisieren.

Physical AI-Anwendungen wie

Bauroboter, 3D-Drucker etc. hin oder

her. Wir bei Rhomberg Bau sind aber

auch der Meinung: Das müssen wir

gar nicht! Unser Ansatz ist ein

anderer, ein ganzheitlicher. Und der

hat schon heute konkrete Erfolge.

Digitalisierung mit Blick aufs Ganze

Grundlage unserer Digitalisierungsstrategie

ist das Unternehmensziel, unseren

Kunden als Gesamtleister das für sie

perfekte Projekt aus einer Hand umzusetzen.

„Design, Build, Operate“ heißen hier

die Zauberworte.

Dafür schauen wir uns den vollständigen

Bauprozess genau an und identifizieren

entlang der ganzen Prozesskette Optimierungspotenziale.

Wo immer sinnvoll,

nutzen wir selbstverständlich die Möglichkeiten

der Digitalisierung – zu unserem

und vor allem zum Nutzen unserer

Kunden.

Konkret werden wir in absehbarer Zukunft

mit Hilfe digitaler Modelle und KI unsere

Kunden umfassend und zielgenau servicieren

können. Es wird dann z. B. im Gewerbebau

vollkommen ausreichen, uns

lediglich Grundstücksadresse und eine

Zielgröße wie etwa die Anzahl benötigter

Arbeitsplätze zu nennen, um im direkten

Gegenzug ein konkretes Angebot von uns

zu erhalten, das zeigt, was auf dem

Grundstück möglich ist, wie das aussehen

kann und selbstverständlich, wieviel es

kostet. Dazu nutzen wir Instrumente der

KI, um Daten aus Raumplanung, Grundstückswidmung

und Baubemessungszahlen

auszuwerten und das optimale Gebäude zu

Seit der Übergabe von sechs Wohneinheiten in Götzis, Vorarlberg,

überwacht Rhomberg Bau die Energieversorgung kontinuierlich und

hebt für den Bauherren zusätzliche Spar- und Einnahmepotenziale.

finden. Im 3D-Modell wird in der Folge auf

Grundlage dieser Daten der Bauplan

optimiert. Anschließend wandeln wir diese

Pläne z. B. mit unseren vorgefertigten,

skalierbaren Lösungen im Holz-Systembau

in schlüsselfertige Gebäude um. Und diese

Immobilien betreiben wir auch.

Wir können z. B. schon heute innerhalb

von zwei Wochen eine Projektstudie, eine

erste Kostenschätzung sowie eine erste

Ökobilanzierung liefern. Ein aktuelles

Projekt mit diesem ganzheitlichen Ansatz

durften wir in der Anna-Heer-Straße in

Uster bei Zürich im Juli dieses Jahres an

den Bauherren übergeben. Die drei

modernen Holzbauten sind mit den Ideen

des Schwammstadtprinzips und der

Projektabwicklungsmethode „Design

Build“ als Paradebeispiel für modernen

Wohnbau errichtet worden. So hat z. B. die

zentralisierte und koordinierte Zusammenarbeit

über alle Planungs- und

Ausführungsaufgaben und alle Werkgruppen

hinweg dazu geführt, dass wir statt

Beispiel Kundenkontakt

Hier arbeiten wir mit visueller Unterstützung

durch 3D-Brillen oder Konfiguratoren,

mit denen wir (potenziellen) Kunden

ein direktes Projekterlebnis vermitteln

können. So haben wir für unsere

Mi croapartments DAVID eine „Virtual

Reality“-Vorführung geschaffen, bei der

die Interessent:innen, mit 3D-Brille

ausgestattet, noch vor dem ersten Spatenstich

in das fertige Apartment eintauchen,

Schubladen, Schränke und Türen öffnen,

Materialien und Oberflächen verändern

und sich so mit eigenen Augen von der

Geräumigkeit und dem Komfort des

Grundrisses überzeugen konnten.

Außerdem können Investoren mit einem

bedienerfreundlichen Konfigurator ganz

einfach per Mausklick das auf einem

System basierenden Microapartment in

z. B. Anzahl der Stockwerke, Wohnungsmix

oder Aufständerung individualisieren.

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Der Q-tainer kommt auf die Baustelle zwecks Optimierung der Bauabläufe.

6 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL



ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

Das Baustellen-Rechenzentrum Q-tainer hat das Ziel, die Bauleiter vor

Ort dabei zu unterstützen, ihre Baustelle bei Logistik, Großgeräteverwendung,

Sicherheits- oder Fortschrittskontrolle zu optimieren.

ZUKUNFT BAU

Digitalisierung im österreichischen Bauwesen

Zum aktuellen Status Quo der Digitalisierung in der Baubranche

Beispiel Ausführung/Bau

Hier unterstützt uns bei größeren Bauvorhaben,

etwa bei Großprojekten unserer

Kolleg:innen der Rhomberg Sersa Rail

Group, oder beim Realisieren ganzer

(Wohn-)Quartiere, unser Q-tainer. Dieses

Rechenzentrum, wahlweise sogar mit

einem eigenen, privaten 5G-Campus-Netzwerk

ausgestattet, hat das Ziel, die

Bauleiter vor Ort dabei zu unterstützen,

ihre Baustelle bei Logistik, Großgeräteverwendung,

Sicherheits- oder Fortschrittskontrolle

zu optimieren. Auf einer wirklich

digitalen Baustelle wird eben eine solche

Menge an Daten erzeugt, dass diese direkt

vor Ort verarbeitet werden muss. So kann

das System den Verbrauch überwachen

und die Baufortschrittsplanung für die

nächsten Tage berücksichtigen. Wer solche

und andere Daten kontinuierlich erhebt

und miteinander verknüpft, der kann

Sicherheitslücken schließen, Personenschäden

und Ausfälle reduzieren, Ressourcen

managen und diese zwischen den verschiedenen

Firmen am Bau optimal teilen.

Ein weiteres Beispiel ist die industrielle

Vorfertigung, die wir vor allem bei unseren

Holzsystembau-Lösungen einsetzen. Ziel

hier ist es, durch die Verlagerung der Arbeit

von der Baustelle in eine Produktionsfabrik

für z. B. Wände oder Badmodule eine höhere

Effizienz und Produktivität, Kosteneinsparungen

durch geringere Fehleranfälligkeit

und schnellere Verarbeitung oder die

Erhöhung der Produktqualität und der

Arbeitsplatzsicherheit sowie eine bessere

Skalierbarkeit zu erreichen. Die Digitalisierung

dieses Prozesses spielt auch hier eine

relevante Rolle, im besten Fall vom Konfigurator

beim Kunden direkt auf die Produktionsmaschine

in der Fertigung.

Beispiel Betrieb

Im Juli 2025 haben wir einem Investor

eine kleine, aber feine Wohnanlage im

vorarlbergischen Götzis übergeben. Die

zwei Gebäude und sechs Wohneinheiten

wurden von uns mit Erdwärme, PV-

Anlage, Sektorenkopplung, dynamischer

Strompreisnutzung und damit einer

faktisch autarken Energieversorgung bei

Heizung und Warmwasser ausgestattet –

und seit der Übergabe kontinuierlich

durch unser Building-Operating-System

überwacht und verbessert. So ist es uns

gelungen, den Bauherren mit nachhaltiger

Energie, größtmöglicher Netzunabhängigkeit

und zusätzlichen Spar- und Einnahmepotenzialen

zu unterstützen. Das ist ein

Weg, den wir auf jeden Fall weitergehen,

da es sich klar zeigt, dass dieses Konzept

die Zukunft ist.

Fazit

Digitalisierung ermöglicht es uns, entlang

des gesamten Planungs-, Bau- und

Betriebsprozesses unsere Leistungen

kontinuierlich zu optimieren und somit

effizienter und kostengünstiger zu

arbeiten. Das wirkt sich auch positiv auf

Käuferinnen und Investoren aus. Wir

betrachten unsere Immobilienprojekte

daher inzwischen fast ausschließlich als

Gesamtlösung, die digitale Möglichkeiten

nutzt und Technologien wie smarte

Energienutzung und nachhaltige Baumaterialien

integriert. Dies bietet unseren

Kunden Sicherheit, da diese Immobilien

den zukünftigen Anforderungen des

Marktes gerecht werden.

www.rhomberg.com

Abb.: Rhomberg

Kein Zukunftsthema: Die Digitalisierung

im österreichischen Bauwesen

ist nicht länger etwas Visionäres. Sie

ist vielmehr eine gegenwärtige

Notwendigkeit, um Bauprozesse für

alle Beteiligten – Bauwerber, Planer,

Behörden und Unternehmen – einfacher,

schneller und transparenter zu

gestalten. Die Zukunftsagentur Bau

(ZAB) setzt sich aktiv dafür ein, die

Branche auf diesem Weg zu unterstützen

und über neue Chancen für

Baubetriebe zu informieren.

Studien zum digitalen Reifegrad in der

österreichischen Baubranche zeigen ein

klares Bild: Die Branche als Ganzes ist

aktuell überwiegend in den Kategorien

des „Digital Beginners“ bis zum ersten

Drittel des „Digital Followers“ einzuordnen.

Dies bedeutet, dass zwar erste

Schritte unternommen wurden, das volle

Potenzial der Digitalisierung aber noch

lange nicht ausgeschöpft wird.

Herausforderungen und Problemlagen:

Die Baubranche steht bei der digitalen

Transformation vor erheblichen Hürden:

- Rechtliche und infrastrukturelle

Aspekte: Unterschiedliche Bauordnungen,

uneinheitliche Plattformen und

Datenformate sowie fehlende bundesweit

gültige digitale Signaturen

© Dimitri Lamour

DESIGN TO BUILD

Design solutions for a better built environment

verlangsamen den Fortschritt.

- Software- und Systemlandschaft: Viele

Baubetriebe setzen bereits zahlreiche

EDV-Programme, Softwarelösungen

und digitale Werkzeuge ein. Diese sind

jedoch oft Insellösungen, die nur

eingeschränkt miteinander vernetzt

werden können. Es gibt eine breite

Systemlandschaft mit vielen verschiedenen

Programmen, wobei Microsoft

Office-Anwendungen wie Outlook und

Excel dominieren (45%). Trotz einer

Vielzahl angeschaffter Lösungen

(durchschnittlich 21) wird deren

Anwendungstiefe und -breite von den

Mitarbeitenden oft nur unzureichend

genutzt. Dies führt zu mehrfachen

Datenerfassungen und doppelten

Tätigkeiten.

- Datenmanagement und Workflows: Es

mangelt an durchgängigem Datenmanagement

und der Kenntnis über die

Entwicklung von Speicherdatenmengen.

Workflow-basierte Systeme sind oft

nur teilweise vorhanden oder fehlen

ganz (58% der Betriebe haben keine).

Daten und Dokumente werden häufig

noch per E-Mail ausgetauscht oder in

nicht standardisierten Ordnersystemen

gespeichert.

- Mangelnde Strategie und Kulturwandel:

Ein zentrales Problem ist das

fehlende Bewusstsein, dass Digitalisierung

nicht nur den Kauf von Software

umfasst. Oftmals werden Investitionen

ohne klare Strategie- oder Budgetpläne

getätigt. Der schleppende Kulturwandel

in vielen Organisationen und die

traditionell individuelle Arbeitsweise in

der Baubranche stellen ebenfalls große

Hindernisse dar.

- Mitarbeiterkompetenzen und Schulung:

Die Mitarbeitenden sind mit den

bisherigen Software-Einschulungen am

unzufriedensten. Schulungen erfolgen

oft nur einmalig bei Softwareanschaffung

und konzentrieren sich auf

Funktionalitäten statt auf standardisierte

Prozesse und Arbeitsweisen. Dies

führt dazu, dass Programme nicht in

der erforderlichen Breite und Tiefe

genutzt werden können. Das Budget

für Weiterbildungsmaßnahmen ist im

Vergleich zu Software- und Hardware-

Ausgaben oft unverhältnis mäßig

gering.

- Produktivität: Bisherige Digitalisierungsmaßnahmen

haben die Produktivität

der Baubetriebe nicht im erwarteten

Ausmaß steigern können, da oft eine

übergeordnete Unternehmensstrategie

und ausreichendes Know-how fehlen.

ALLPLAN, Teil der Nemetschek Group, ist ein weltweit führender Anbieter von BIM-Lösungen für Architektur, Ingenieurbau,

Detailplanung, Fertigung und Bauausführung. Unsere Vision ist es, ALLPLAN zur meistgenutzten Plattform für die Baubranche zu

machen, um nachhaltige, funktionale und herausragende Bauwerke für ein besseres Leben zu realisieren.

Alle Informationen zu

unseren BIM-Lösungen:

allplan.com

8 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 9



ZUM STAND DER DIGITALEN DINGE

BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

Die Notwendigkeit, in die

Digitalisierung zu investieren

Die Vorteile eines durchgängig digitalen

Bauverfahrens sind offensichtlich und

unumgänglich für eine zukunftsfähige

Baubranche:

- Effizienz und Transparenz: Digitale

Behördenverfahren ermöglichen schnellere

Abläufe dank definierter Maximalfristen,

eine einheitliche digitale Einreichung

mit automatischer Vollständigkeitsprüfung

und eine klare Kommunikation

mit jederzeit einsehbarem Verfahrensstatus

für Bauwerber. Dies führt zu

einer erheblichen Einsparung von Papier

und Behördenwegen.

- Wettbewerbsvorteile: Um in einem sich

wandelnden Markt wettbewerbsfähig zu

bleiben, ist die Digitalisierung entscheidend.

Unternehmen, die es schaffen, die

Chancen der Digitalisierung zu erkennen

und sinnvoll umzusetzen, werden besser

durch Krisen kommen und schneller

wachsen.

- Produktivitätssteigerung: Obwohl die

bisherigen Maßnahmen die Produktivität

nicht wie erhofft gesteigert haben, sind

die meisten Führungskräfte davon

überzeugt, dass Digitalisierung die

Produktivität erhöhen kann. Das Potenzial

dazu ist immens, wenn die richtigen

Schritte unternommen werden.

- Erkenntnisse aus dem DIGIPULS: Der

DIGIPULS, der den Einsatz von Software

in Relation zu den Mitarbeiteraktivitäten

setzt, zeigt auf, dass in Bereichen wie der

Bauausführung, Kundenakquise, Planung

und Abrechnung unnötig viele verschiedene

Softwareprogramme und individuelle

Arbeitsweisen existieren. Gerade hier,

wo die meiste Wertschöpfung stattfindet,

liegt das größte Optimierungspotenzial.

Durch die Bereinigung und Verdichtung

der Softwarelandschaft sowie gezielte

Schulungen in diesen „Top Themenbereichen“

können Betriebe den größten

Nutzen in der digitalen Veränderung

erzielen.

Empfehlungen für eine erfolgreiche

digitale Transformation

Um den digitalen Reifegrad der österreichischen

Baubetriebe zu erhöhen und von den

Vorteilen der Digitalisierung umfassend zu

profitieren, sind folgende Maßnahmen und

Empfehlungen unerlässlich:

1. Strategieentwicklung als Chefsache:

Jedes Digitalisierungsvorhaben muss als

Projekt betrachtet und in eine langfristige

(Digitalisierungs-)Strategie

eingebettet sein. Digitalisierung ist

Chefsache und sollte Top-down erfolgen,

wobei Führungskräfte eine Vorreiterrolle

einnehmen und aktiv vorleben müssen.

Die Digitalisierungsstrategie sollte

zudem als Teil einer gesamtheitlichen

Organisationsentwicklung verstanden

werden.

2. Mitarbeiterzentrierung und Kompetenzaufbau:

Die aktive Einbindung und

umfassende Schulung der Mitarbeitenden

von Beginn an ist entscheidend für

den Erfolg. Es bedarf regelmäßiger

Weiterbildungspläne, die sich nicht nur

auf Software-Funktionen, sondern auch

auf neue Arbeitsweisen, Prozesse und

digitale Kompetenzen konzentrieren. Der

Aufbau von internem Digitalisierungs-

Know-how durch die Entwicklung

eigener Digitalisierungsexperten und die

Etablierung digitaler Mentoren ist von

großer Bedeutung.

3. Optimierung der System- und Datenlandschaft:

Es gilt, die bestehende Softwarelandschaft

zu evaluieren und zu verdichten,

Schnittstellenverbindungen zu

schaffen und die Nutzung vorhandener

Programme zu intensivieren. Die

Zentralisierung von Daten und die Implementierung

automatisierter Workflows

zwischen Systemen sind essenziell, um

Datendurchgängigkeit und Transparenz

zu gewährleisten. Standardisierte

Plattformen und Datenformate sind zu

fördern.

4. Prozessmanagement und Standardisierung:

Bestehende Abläufe und Prozesse

müssen betrachtet, gegebenenfalls

angepasst und standardisiert werden.

Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems

unterstützt eine konsistente

Arbeitsweise und reduziert Fehler.

5. Kontinuierliche Entwicklung: Digitalisierung

ist ein fortlaufender Prozess, der

eine ständige Bewertung und Anpassung

erfordert. Ein offener Wissens- und

Erfahrungsaustausch mit anderen

Baubetrieben kann dabei sehr wertvoll

sein.

Die Zukunftsagentur Bau spielt eine

wichtige Rolle, indem sie praxisnahes

Know-how, ein Expertennetzwerk und

konkrete Handlungsempfehlungen

bereitstellt, um österreichische Baubetriebe

zu stärken. Die angeführten Schritte sind

Empfehlungen, wobei jeder Betrieb sein

eigenes Tempo und seine Intensität bei der

Umsetzung festlegen sollte, um die

Chancen und den Nutzen der digitalen

Veränderungen für sich zu erkennen. Es ist

entscheidend, ins Handeln zu kommen, da

die digitale Transformation keinen

Stillstand erlaubt. Die Kluft zwischen

digital agilen und zurückhaltenden

Betrieben wird sich sonst weiter vergrößern.

www.zukunft-bau.at

CEF- SCHLUSSBERICHT

Nachhaltig – digital – autonom:

Zukunft der Baumaschinen live gegenwärtig

Über die 8. Ausgabe des Construction Equipment Forums

Es erlebte dieses Jahr bereits seine 8.

Ausgabe, das Construction Equipment

Forum in Stockstadt am Rhein.

Am 7. und 8. Oktober traf sich die

Baumaschinenbranche zu einem

inzwischen jährlichen Pflichttermin

in so angenehmen wie repräsentativen

Tagungs- und Ausstellungsräumen

des Coreums zu Stockstadt

unweit Worms.

Das Format ist bewährt. Die Managementkonferenz

adressiert zugleich Abnehmer,

Anbieter und Zulieferer und alles dreht

sich um die Zukunft der Baumaschinenindustrie,

die man sich nicht spannend

genug vorstellen kann. Themen wie

alternative Antriebe, die digitale Baustelle,

autonome Fahrzeuge und der internationale

Wettbewerb standen dabei im

Mittelpunkt. Die beiden Konferenztage

sahen zu diesen Themen Keynote-Reden,

Masterclass-Diskussionen, Fachvorträge

und Workshops vor. Hinzu kommt die

begleitende Fachausstellung, die das

Neueste in der Maschinensteuerung, in KI

und und anderer digitaler Technik bietet.

Unter dem Motto „Baumaschinen neu denken:

Nachhaltig. Digital. Autonom.“ trafen

sich über 300 Fach- und Führungskräfte

der Baumaschinenbranche – darunter

Baumaschinenhersteller (u. a. Atlas,

Doosan Bobcat, HAMM, HD Hyundai

Infracore, HITACHI, Husqvarna, JCB,

JLG, Liebherr, Manitou, Sennebogen,

TEREX, Volvo, Weycor, WIRTGEN,

Zeppelin Baumaschinen), Baufirmen (u. a.

Baumaschinen nicht nur

neu denken, sondern

auch neu steuern.

Hilfreiche Zweckentfremdung

fürs entspannte Networking

Goldbeck, HOCHTIEF, Köster, Leonhard

Weiß, Max Bögl, ÖSTU Stettin, Schimmer,

STRABAG, SWIETELSKY) und Zulieferer

(u. a. DEUTZ, BORGWARNER, HATZ,

LUIS Technology, SCHAEFFLER).

Gemeinsam wurden die drängendsten

Herausforderungen und Zukunftsthemen

der Branche diskutiert:

- Alternative Antriebskonzepte

- Digitalisierung und Vernetzung

- Assistenzsysteme und Automatisierung

- Marktdynamiken und globale

Herausforderungen

„Hochkarätig“ klingt leicht abgegriffen –

traf hier in Stockstadt aber zu. Ein

Konferenzprogramm mit über 50 teils

namhaften Vortragenden. Bereits die

Eröffnungskeynote von Ralf Lüddemann,

Vorstandsmitglied bei Strabag, setzte ein

klares Signal: Unter dem Titel „Klartext:

Was Bauunternehmen wirklich von OEMs

für eine vernetzte Baustelle brauchen“

beleuchtete er praxisnah die Erwartungen

an Maschinenhersteller im digitalen

Wandel.

Im Anschluss die Keynote „Sustainable

Sustainability“ von Francesco Quaranta,

CEO, HITACHI CM Europe. Er ging den

Fragen nach, was tatsächlich notwendig

10 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 11



BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

ist, damit Nachhaltigkeit in der

Baumaschinenbranche wirklich

nachhaltig und finanzierbar wird.

In der Impuls Panel „Automatisierung

und autonomes Arbeiten: Technische

Machbarkeit und die Auswirkungen für

die Branche“ ging es um technologische

Reifegrade sowie die strukturellen und

gesellschaftlichen Veränderungen und

Herausforderungen autonomer Baumaschinentechnologien.

Panellisten waren

unter anderem Dr. Stefan Klumpp,

Vorstand der HAMM AG sowie Dr.

Thomas Gröninger, Head of Departments

BIM Infrastructure, Mapping &

GIS, SWIETELSKY und Martin

Groschke, Co-Founder & Managing

Director, Luis Technology.

Erlebnis, Austausch

und Expertise

Neben dem Konferenzprogramm

erwartete die Teilnehmenden ein

praxisorientierter Deep Dive und ein

interaktiver Workshop, welche gezielt

Fachwissen vertieften. Die begleitende

Ausstellung mit rund 40 Aus stellern,

Partnern und Sponsoren fungierte als

zentrale Plattform für Innovation,

Produktpräsentationen und persönliche

Gespräche.

Prägender Eindruck auch hier: Die

Digitalisierung schreitet in großen und

immer größeren Schritten voran und KI

ist nicht nur in aller Munde, sondern

längst state of the art in zahlreichen

Systemen, Applikationen und Maschinenbauteilen.

Besonderes Highlight war die Coreum

Discovery Tour am Vorabend des

Events: Modernste Baumaschinen live

in Aktion und im Anschluss ein

Get-Together im Sandkasten bei Bier

und entspanntem Netzwerken. Innovation,

Austausch und Atmosphäre – alles

an einem Ort.

Der Women in Construction Lunch, bei

dem Sichtbarkeit, Austausch und

Empowerment zentrale Themen

waren, stand unter der Schirmherrschaft

von Maximiliane Straub

(Goldbeck), Julia Häser (SWECON)

und Britta Preuß (DLL).

Vielfältige Networking-Formate

brachten die gesamte Wertschöpfungskette

zusammen: Vom Networking

Kick-off, dem gemeinsamen Dinner,

Speed Networking und dem

KI-gestützten Matchmaking

war für alle was dabei.

Und – bitte vormerken: Das nächste

Construction Equipment Forum findet

am 13. und 14. Oktober 2026 statt.

www.constructionforum.de

GOFORE

Virtuelle Baustellen

Autonome Systeme durch fortschrittliche Simulation entwickeln

Akuter Nachholbedarf – den hat das

Bauwesen insgesamt in Sachen

Digitalisierung. Traditionell ist es zu

den Branchen mit geringem Digitalisierungsgrad

zu zählen. Anders

Fertigungs- und Automobilindustrie

oder Logistik. Sie setzen längst auf

digitale Zwillinge und Simulation,

Bauprojekte aber werden sehr oft

noch mit konventionellen Werkzeugen

und in 2D geplant. Doch die

Herausforderungen wachsen: Fachkräftemangel,

Kostendruck, steigende

Sicherheitsanforderungen und

Faktoren wie Wetter oder Lieferengpässe

erschweren die Planung.

Gleichzeitig entstehen Chancen

durch autonome Baumaschinen. Sie

versprechen Effizienz, mehr Sicherheit

und Entlastung der Belegschaft.

Doch die Entwicklung solcher Systeme ist

im realen Betrieb aufwendig und riskant.

Virtuelle Baustellen bieten hier eine

Lösung: Maschinen und Prozesse lassen

sich digital testen, trainieren und optimieren

– lange bevor sie auf die reale Baustelle

treffen. Unternehmen, die diese

Technologien früh nutzen, sichern sich

Kostenvorteile und Wettbewerbsvorsprung.

Der digitale Zwilling als Fundament

Das Kernkonzept virtueller Baustellen ist

der digitale Zwilling: ein exaktes digitales

Abbild von Projekten, Maschinen und

Prozessen, das sich mit realen Daten

synchronisiert. Anders als klassische

Simulationen erlaubt er die ganzheitliche

Betrachtung – vom Verhalten einer

einzelnen Maschine bis zur Koordination

eines Bauprojekts.

Damit er belastbar ist, braucht es zwei

Elemente: modellbasierte Entwicklung

und Simulatoren. Zunächst werden

Maschinen, Sensoren und Steuerungen als

mathematische Modelle beschrieben, die

physikalische Eigenschaften, Bewegungen,

Energieflüsse oder Sensorlogik abbilden.

In Simulatoren werden diese Komponenten

in komplexe Umgebungen eingebettet.

So entstehen virtuelle Maschinen, die wie

ihre realen Pendants agieren und zuverlässig

mit Gelände, Material und Umgebungsbedingungen

interagieren. Damit

lassen sich Szenarien durchspielen, die im

Feld kaum oder nur mit Risiko testbar

wären: das Zusammenspiel mehrerer

Fahrzeuge etwa, das Ausweichen bei

Hindernissen oder Arbeiten unter extremen

Wetterbedingungen. Mit jeder

Iteration im digitalen Raum werden

Algorithmen präziser, Sicherheitskonzepte

robuster und Abläufe effizienter – ohne

dass auch nur ein realer Bagger startet.

Mehrwert für Unternehmen

und Anwender

Digitale Zwillinge bieten Bauunternehmen

wie Maschinenherstellern klare Vorteile.

Entwicklungszyklen verkürzen sich, da

Prototypentests reduziert und viele Fehler

virtuell erkannt werden. Sicherheitsaspekte

lassen sich umfassender abbilden,

da gefährliche Szenarien risikolos durchgespielt

werden. Gleichzeitig steigt die

Planbarkeit: Digitale Modelle liefern

präzisere Vorhersagen zu Bauzeiten,

Ressourcen und Kosten.

Beispiel: Ein autonomer Kipper kann im

Simulator tausende Fahrzyklen absolvieren

– bei verschiedenen Beladungen,

Wetterlagen oder Geländeprofilen.

Her steller sammeln Daten für Steuerungsalgorithmen,

ohne Material zu bewegen

oder Personal zu gefährden. Bauunternehmen

wiederum können komplexe Abläufe

virtuell durchspielen, um Konflikte

zwischen Mensch und Maschine früh zu

erkennen. Selbst Sicherheitskonzepte

lassen sich digital validieren, bevor sie real

angewendet werden.

Besonders wertvoll und ergiebig ist die

Verknüpfung von virtueller und realer

Welt. Erkenntnisse aus der Simulation

fließen zurück in die Entwicklung,

während Sensordaten die digitalen

Zwillinge präzisieren. So entsteht ein

Kreislauf, der Innovation beschleunigt und

Risiken minimiert.

Der Weg beginnt mit digitalen Modellen.

Hersteller bilden Antriebe, Steuerungen

und Sensorik ab, Bauunternehmen liefern

Daten zu Prozessen, Layout, Materialflüssen

und Umweltbedingungen. Auf

dieser Basis werden Szenarien erstellt, die

Einzelmaschinen und ganze Bauprojekte

nachbilden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Datenqualität.

Nur konsistente Eingangsdaten

– aus CAD, IoT-Sensoren oder ERP-Systemen

– ergeben belastbare Zwillinge.

Moderne Plattformen ermöglichen ihre

Integration in Echtzeit.

Doch Technik allein reicht nicht. Virtuelle

Foto: Gofore

Die Baustelle der Zukunft entsteht

zuerst im digitalen Raum.

Baustellen erfordern Kooperation. Bauunternehmen,

Hersteller und IT-Dienstleister müssen Standards und

Schnittstellen definieren. Ebenso wichtig ist der kulturelle

Wandel: Mitarbeitende müssen digitale Werkzeuge anwenden

und Vertrauen in Simulationsergebnisse entwickeln.

Vom Modell zum realen Einsatz

Virtuelle Baustellen entfalten ihren Wert erst im realen

Betrieb. Simulationsergebnisse werden zunächst virtuell

validiert, dann in Prototypen überprüft und schließlich in

den Serienbetrieb übertragen. Simulation fungiert als

Filter, der nur die besten Konzepte in die Realität bringt.

Schon heute gibt es Anwendungsfelder: Assistenzsysteme

für Bagger, teilautonome Materialtransporte oder digitale

Sicherheitsüberwachung lassen sich mit digitalen Zwillingen

entwickeln und in Betrieb nehmen. Der nächste Schritt

– die weitgehend autonome Baustelle – ist keine ferne

Vision, sondern eine absehbare Entwicklung, die durch

Simulation und modellbasierte Methoden beschleunigt

wird.

Jetzt die Zukunft bauen

Digitale Zwillinge und virtuelle Baustellen sind kein Trend,

sondern strategische Werkzeuge für die Bauwirtschaft. Sie

beschleunigen Entwicklungen, erhöhen Sicherheit, verbessern

Planbarkeit und senken Kosten. Für Entscheider heißt

das: jetzt handeln. Wer früh in digitale Zwillinge, Simulation

und Partnerschaften investiert, sichert sich klare

Wettbewerbsvorteile – denn die Baustelle der Zukunft

entsteht zuerst im digitalen Raum.

www.gofore.com

Ihr Bauprojekt

verdient Präzision

und Genauigkeit

Erfahren Sie mehr – Der ultimative

digitale Arbeitsablauf beginnt hier

12 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 13



BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

Komatsu digitalisiert immer mehr Maschinen.

Es geht dabei um eine umfänglichere Datenerfassung,

die den Kunden des Herstellers

einen besseren Zugang zu verwertbaren

digitalen Erkenntnissen verschaffen und

zu intelligenteren sowie effizienteren

Abläufen führen.

-Baumaschinen

KOMATSU/KUHN

Komatsu Smart Construction mit

verbessertem Fertigungsprozess

Der Hersteller bietet laut Unternehmensangaben die

branchenweit ersten maßgeschneiderten Bagger an

Smart Construction, der digitale

Zweig des globalen japanischen

Herstellers Komatsu, hat bekannt

gegeben, dass er den Fertigungsprozess

seiner legendären Baggerreihe

verbessert, um die ersten „maßgeschneiderten”

Maschinen ab Werk

anzubieten. Die jüngste Ankündigung

des europäischen Teams sieht die

Einführung eines neuen „werkseitig

angepassten” Prozesses vor, der die

Fertigung der Komatsu-Raupenbaggermodelle

PC240 und PC228 revolutionieren

wird.

Die Smart Construction 3D-Maschinensteuerung,

die sich bisher vor Ort oder im

Einsatz nachrüsten ließ, wird nun bereits

bei der Montage der Maschine im Werk

eingebaut – so entsteht eine vollständig

maßgeschneiderte, digitalisierte Maschine.

Mit dieser Innovation ist Komatsu laut

eigenen Angaben der erste Originalhersteller

(OEM), der seine eigenen Leit- und

Steuerungsprodukte entwickelt, die vor

ÜBER SMART CONSTRUCTION

Smart Construction ist eine Strategie zur digitalen Transformation,

die von Komatsu gemeinsam mit Sony Semiconductors,

NTT Communication und Nomura Research Institute unter dem

Dach der EARTHBRAIN Limited entwickelt wurde. Diese vier Unternehmen

sind bekannt für ihre bedeutenden Beiträge, die zu den

größten Innovationssprüngen in ihren jeweiligen Branchen zählen.

Die Experten von Smart Construction nutzen digitale Tools, um

Kunden in der Erdbewegungs- und Steinbruchindustrie dabei zu

unterstützen, den optimalen Einsatz von Ressourcen wie

14 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL

der Auslieferung an die Kunden im Werk

installiert werden.

Effizienz und Digitalisierung

Angetrieben von den zentralen Markenwerten

Effizienz und Digitalisierung

werden Spezialisten die Installation der

zusätzlichen Hardware in der Fertigungsstraße

übernehmen und damit die

Händler entlasten.

Bart Vingerhoets, Senior Commercial

Manager bei Komatsu Smart Construction,

dazu: „Mit der Installation im Werk

ist Komatsu Smart Construction stolz

darauf, die Fähigkeiten seiner technologisch

ausgestatteten Bagger zu erweitern,

um die Digitalisierung der Bauindustrie

sowohl auf den Baustellen von heute als

auch in Zukunft zu unterstützen.“

Vingerhoets führt aus: „Dank unseres

vertikal integrierten Fertigungsansatzes,

der von Komatsu und seinen Händlern

vollständig entwickelt und unterstützt

wird, können wir diese Spitzentechnologie

zu einem kostengünstigen Preis anbieten

und sie damit für die Branche zugänglicher

machen.“

Die Einführung eines vollständig maßgeschneiderten

GPS-gesteuerten Baggers

werde in der gesamten Branche begrüßt,

da die Industrie insbesondere angesichts

des aktuellen Fachkräftemangels effiziente

Maschinen für einen reibungslosen Betrieb

benötige.

Die neue „werkseitig installierte“ Technologie

ermöglicht es, dass sowohl die Raupenbagger

PC228 als auch PC240 maximal

lange im Einsatz sind – ohne Ausfallzeiten

durch Nachrüstungen nach der Auslieferung.

Das Ziel, so Vingerhoets, sei klar: „Wir

wollen mehr Maschinen digitalisieren, um

eine umfassendere Datenerfassung zu

ermöglichen und unseren Kunden einen

besseren Zugang zu verwertbaren digitalen

Erkenntnissen zu verschaffen, die zu

intelligenteren und effizienteren Abläufen

führen.“

www.smartconstruction.io; www.kuhn.at

Maschinen, Material und Personal zu finden, um die Produktivität

zu steigern, Projekte schneller abzuschließen, Kosten zu sparen,

die Sicherheit zu verbessern und CO2-Emissionen zu reduzieren.

Das umfassende Angebot an Lösungen und Dienstleistungen von

Smart Construction ist in Deutschland, Frankreich, Großbritannien,

der Schweiz, Dänemark, der Tschechischen Republik,

Österreich und der Slowakei verfügbar. Smart Construction 3D

Machine Guidance ist in den meisten europäischen Regionen

verfügbar.

ein Vergleich zahlt sich aus

wir bieten:

- Einfache Übernahme der Designdaten anderer

Systeme wie Topcon oder Trimble

- Online-Unterstützung für den Fahrer

- Kabellose Verbindung zum Tablet

- Übersichtliches 3D-Anzeigesystem

für alle

marKen!

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schnell installiert

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Kuhn Baumaschinen GmbH Kuhn Straße 1

5301 Eugendorf

Unsere Leistung – Ihr Erfolg!

Telefon: +43 6225 8206

E-Mail: office-bm@kuhn.at

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BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

TTCONTROL PROEMION

Konnektivitätslösung der nächsten Generation

Softwarelösung CRS definiert Beschaffungsprozesse für Bauunternehmen und -konzerne neu

TTControl und Proemion präsentieren

eine Konnektivitätslösung der

nächsten Generation für den Off-

Highway-Sektor. Beide Unternehmen

sind am Markt bereits bekannt:

Proemion für seine moderne Telematik-Technologie

und TTControl für

seine fortschrittlichen Elektronikund

Sicherheitslösungen.

Zukünftig wird gemeinsam eine Telematiklösung

angeboten, die speziell auf das

TTControl-Produkteportfolio ausgelegt ist.

Sie ermöglicht es Unternehmen, ihre

Flotten und Maschinen zu optimieren und

dabei höchste Zuverlässigkeit und

Betriebssicherheit zu wahren.

Telematik und IoT für intelligentere,

stärker vernetzte Maschinen

Der Off-Highway-Sektor setzt auf Telematik

und IoT für intelligentere und stärker

vernetzte Maschinen, angetrieben durch

eine wachsende Nachfrage nach Fernüberwachung,

Diagnose und vorausschauender

Wartung. Kontinuierliche Innovationen

bei Konnektivitätslösungen ermöglichen

Unternehmen verbesserte, datengesteuerte

Entscheidungsfindung zur Optimierung

des Flottenbetriebs und der Kostensenkung.

Hier setzt die neue integrierte Telematik-

Lösung von TTControl und Proemion an.

TTControl ist ein Joint-Venture von

TTTECH und HYDAC, mit Sitz in

Österreich (Wien) sowie Italien (Brixen)

und als Anbieter von Hochleistungs-Steuerungssystemen

und fortschrittlicher

Elektronik für Off-Highway-Vehikel und

mobile Maschinen bekannt. TTControl

verfügt über ein etabliertes, globales

Partnerökosystem, das nun erweitert wird.

Proemion ist ein weltweit führender

Anbieter von fortschrittlichen Telematik-

Lösungen für Off-Highway mobile Maschinen,

der ein umfassendes Portfolio von

Telematik-Hardware, Software, und einer

Cloud-Plattform aus einer Hand anbietet.

Manfred Prammer, Managing Director,

TTControl, erklärt: „Die neue integrierte

Foto: Milena Krobath / Rosenberger Telematics

ROSENBERGER TELEMATICS GEWINNT eAWARD 2025

Die Rosenberger Telematics GmbH wurde beim eAward 2025 in

der Kategorie „Services & Prozesse“ für das Projekt „Effiziente

Digitalisierung zur Verwaltung von Klein- und Kleinstgeräten“

ausgezeichnet.

Mit der innovativen Lösung „Asset-Tracking mit BLE-BEACON“

setzt das Unternehmen neue Maßstäbe in der digitalen Verwaltung

von Gerätebeständen – ein entscheidender Vorteil für Bauunternehmen

und Logistikdienstleister, die ihre Prozesse kosteneffizient

und transparent gestalten möchten.

Die auf Bluetooth Low Energy (BLE) basierende Technologie ermöglicht

eine präzise und energieeffiziente Ortung von Kleinund

Kleinstgeräten. Dabei kommen passive BLE-BEACONs zum

Einsatz, die in Kombination mit einem flächendeckenden Netzwerk

aus BLE-fähigen Telematiksystemen sowie der unterstützenden

R-BEACON App als mobiles Empfangsgerät kontinuierlich

einen Umkreis von ca. 80 m scannen. Die erfassten Daten werden

zentral in der bewährten Telematik-Software „Commander“ gebündelt

und ermöglichen eine umfassende Überwachung, Analyse

und Verwaltung der Geräteflotte in Echtzeit.

Diese Lösung trägt maßgeblich dazu bei, Stehzeiten zu reduzieren,

Wartungsprozesse zu optimieren und die Transparenz über

den Geräteeinsatz zu erhöhen – mit unmittelbaren Effekten auf

Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen. Die Jury des

eAwards würdigte die Lösung als „kostengünstige und praxisnahe

Innovation“, die insbesondere für Großprojekte im Bauwesen

einen „enormen Mehrwert“ bietet.

„Die Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, mit raffinierten

und routinierten Lösungen die digitale Transformation unserer

Kunden überzeugend zu begleiten“,

so das Team von Rosenberger

Telematics. „Wir liefern Werte –

und mit dem Asset-Tracking setzen

wir neue Standards für Effizienz

und Sicherheit in der Bau- und

Logistikbranche.“

www.rosenberger-telematics.

com/loesungen/bauwirtschaft/

eAward Verleihung (Mitte links

Christian Meschnig, CEO Rosenberger

Telematics, Mitte rechts Yvonne

Weginger, MA, Marketing Leiterin

Rosenberger Telematics) sowie Peter

Morawetz, CEO BGO Montage &

Logistik (rechts) und Yvonne Wagner,

Marketing Managerin Rosenberger

Telematics (links).

Die Konnektivitäts-Komplettlösung von TTControl und Proemion

ist einfach integrierbar (Abb.: TTControl/Proemion).

Telematik-Lösung unterstützt aktuelle

Best-Practices und erfüllt künftige

Verordnungen, insbesondere im Bereich

der Cybersicherheit. Die Partnerschaft mit

Proemion erlaubt es uns, Kund:innen ein

vielseitiges, komplettes Lösungspaket für

die Konnektivität von mobilen Maschinen

anzubieten, das Entwicklungsaufwand

reduziert und die Markteinführungszeit

verkürzt.”

Robert Michaelides, CEO, Proemion, sagt:

„Unser Ziel ist es, durch die Kombination

des Know-Hows von Proemion und TTControl

umfassende Konnektivitätslösungen

anzubieten, die Effizienz, Leistung und

Sicherheit im Off-Highway-Sektor fördern.

Mit diesem zusätzlichen Vertriebsweg

wollen wir es OEMs (Original Equipment

Manufacturer) und Flottenbetreibern

ermöglichen, das volle Potenzial von

Maschinendaten für bessere Entscheidungsprozesse

zu nutzen.“

Sofort einsetzbares Komplett-Paket

aus einer Hand

Mit der neuen integrierten Telematik-

Lösung erhalten Unternehmen ein

Komplett-Paket aus einer Hand, das nicht

nur nahtlose Konnektivität gewährleistet,

sondern auch ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand

sofort einsatzbereit ist. Dies

Manfred Prammer

Managing Director,

TTControl.

reduziert den Aufwand für Compliance

und technische Abstimmungen im

Maschinenentwicklungsprozess und

während des gesamten Maschinenlebenszyklus.

Das Paket enthält elektronische Steuergeräte

aus dem Portfolio von TTControl und

die Telematik-Lösung von Proemion. Ein

dediziertes Hardware-Gateway, das für

das TTControl-Portfolio optimiert ist, wird

über das Vertriebsnetz von TTControl,

TTTECH und HYDAC, sowie über

Proemion verfügbar sein. Das integrierte

Geräte- und Controller-Management

bietet ein stabiles und sicheres technisches

Kernelement für Off-Highway-Fahrzeuge

Robert Michaelides

CEO, Proemion.

und mobile Arbeitsmaschinen. Damit

können Steuerungen aus der Ferne

konfiguriert und aktualisiert und die

moderne Datenplattform genutzt werden,

um Diagnosen durchzuführen, Prozesse zu

optimieren oder Daten für Service und

Wartung zur Verfügung zu stellen. Das

ermöglicht eine Verbesserung der betrieblichen

Effizienz sowie die Reduktion von

Ausfallzeiten, und bietet nützliche

Erkenntnisse für ein besseres Lebenszyklusmanagement,

Produktivitätssteigerungen

und eine optimierte Benutzererfahrung

mit verbesserter Geräteleistung,

Zuverlässigkeit und Sicherheit.

www.ttcontrol.com; www.proemion.com

16 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 17



BAUMASCHINEN UND GERÄTE DIGITAL UND AUTONOM

DIGITALISIERUNG, die bewegt:

BUTLER ® optimiert Schüttgutlogistik

und Geräteeinsatz

Die Digitalisierung verändert das Bauwesen grundlegend – nicht nur in der Planung,

sondern auch in der Logistik und im täglichen Baustellenbetrieb. Besonders bei

der Verwaltung von Massenschüttgütern wie Kies, Sand oder Recyclingmaterialien,

wo täglich große Mengen bewegt und dokumentiert werden, bietet moderne

Software enorme Effizienzpotenziale.

Butler ® ist eine innovative Softwarelösung, die Baustellen digital unterstützt –

von der Verwiegung bis zur Verwaltung. Sie sorgt für transparente Abläufe,

spart Zeit und reduziert Fehler. Ein zentraler Bestandteil ist die Gerätedisposition,

mit der Maschinen und Fahrzeuge effizient geplant, zugewiesen

und überwacht werden können. So behalten Disponenten jederzeit den

Überblick über verfügbare Ressourcen und deren Einsatzorte – direkt in der

Software und in Echtzeit.

Jetzt informieren

ZEPPELIN CAT

Remote-Arbeiten im Gefahrenbereich

Cat Command ab sofort auch für mittelgroße Radlader

18 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL

Mittelgroße Cat Radlader übernehmen anhand von Monitoren Ladeaufgaben.

Kettenbagger wie ein Cat 374 und

ein Cat 395 werden in Deutschland

bereits remote gesteuert und kommen

ohne Fahrer in der Kabine aus.

Der bewegt die Baumaschine aus

sicherer Entfernung. Aber auch

Kettendozer wie ein Cat D6XE und

ein Cat D5 werden inzwischen per

Fernsteuerung bewegt.

Peu à peu arbeitet Caterpillar daran,

weitere Baumaschinen für die Vorstufe

zum autonomen Fahren freizuschalten.

Nun sind mittelgroße Cat Radlader 950

bis 982 an der Reihe. Ausnahme bleiben

die GC-Modelle.

Cat Baumaschinen wie mittelgroße

Radlader können damit in Echtzeit auf

Steuerbefehle wie Start und Stopp, Füllen

und Entleeren der Schaufel sowie Heben

und Senken des Hubgerüsts reagieren,

die direkt an die Elektronik der Maschine

gesendet werden. Der Einsatz von Cat

Command bietet sich an, wenn eine

Gefährdung des Fahrers in der Kabine

ausgeschlossen werden soll und wenn in

potenziell gefährlichen Umgebungen

gearbeitet wird. Hierzu gehören Arbeiten

im Abbruch oder in kontaminierten Bereichen.

Der Fahrer sitzt dann nicht mehr

direkt in der Kabine und bewegt sie von

seinem Platz aus, sondern über eine

mobil tragbare Konsole mit kurzer

Reichweite oder über eine maschinenähnliche

Bedienstation an einem beliebigen

Ort.

Integrierte Sicherheitsfunktionen stoppen

alle Bewegungen des Radladers, wenn der

Stoppschalter gedrückt wird, die drahtlose

Kommunikation unterbrochen wird,

ein schwerwiegender Fehler erkannt wird

oder die Command-Konsole zu stark von

Laden wie von Geisterhand.

der normalen Betriebsposition abweicht.

Cat Command ist kompatibel mit

anderen Baumaschinen wie Baggern und

Planierraupen, die ebenfalls darüber

gesteuert werden, und erlaubt den

Betrieb mehrerer Maschinen durch

wenige Bediener.

www.zeppelin-cat.at

Fotos: Caterpillar

Ein besonderes Highlight ist der WebButler ® – die browserbasierte Erweiterung,

die ortsunabhängigen Zugriff auf alle relevanten Daten ermöglicht.

Ob im Büro oder mobil auf der Baustelle: WebButler ® bietet

eine zentrale Plattform für die Verwaltung, Auswertung und Dokumentation

aller Lieferungen, Leistungen und dispositiven Prozesse.

Ergänzt wird das System durch das Butler ® Kundenportal, das speziell

für Auftraggeber und Partner entwickelt wurde. Es ermöglicht

eine einfache Einsicht in Lieferscheine, Mengenübersichten und

Abrechnungen – digital, sicher und in Echtzeit. So wird die Kommunikation

zwischen Baustelle, Verwaltung und Kunden deutlich

vereinfacht.

Mit Butler ® , Webbutler ® , Kundenportal und der integrierten

Gerätedisposition wird Digitalisierung zur gelebten Praxis.

Die Softwarefamilie zeigt, wie digitale Lösungen den

Baustellenalltag spürbar verbessern – durch Automatisierung,

Transparenz und Benutzerfreundlichkeit.

Jetzt informieren und Ihre

Baustelle digital optimieren!

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Batsch Waagen & EDV GmbH

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INTERVIEW

INTERVIEW

TRIMBLE INTERVIEW

Technologie ist der Schlüssel zur Zukunft des Bauens

Interview mit Geschäftsführer Johann Bosch zum Trimble Branchenausblick 2026

GF Johann Bosch bei der Trimble

Dimension in Las Vegas

Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert

auch Risiken erheblich.

Ein weiterer Schwerpunkt im Ausblick

ist die zunehmende Nutzung

von KI. Wie verändert das die Abläufe

auf der Baustelle?

KI wird zunehmend integraler Bestandteil

von Bauprozessen. Agentische KI-Systeme,

die selbstständig planen, koordinieren und

optimieren, sind keine Zukunftsvision

mehr. Sie helfen, Ressourcen effizienter zu

nutzen, Zeitpläne einzuhalten und Entscheidungen

datenbasiert zu treffen.

Voraussetzung dafür ist eine hohe Dateninteroperabilität

– also die Fähigkeit,

Informationen nahtlos zwischen

Systemen auszutauschen.

Der Fachkräftemangel bleibt eine

zentrale Herausforderung. Wie

begegnet Sitech Austria diesem

Thema?

Wir setzen auf moderne Schulungskonzepte,

die digitale Technologien mit

praktischer Erfahrung verbinden. Junge

Menschen wollen mit innovativen Tools

arbeiten – das ist eine Chance für die

Branche. Wer in Technologie investiert,

gewinnt nicht nur neue Talente, sondern

steigert auch die Produktivität der

bestehenden Belegschaft.

Auch das Abonnementmodell für

Bau-Software und -Hardware wird

laut Trimble weiter wachsen. Wie

bewerten Sie diese Entwicklung?

Das Modell bringt Flexibilität und

Planungssicherheit. Auftragnehmer

können Technologien bedarfsgerecht

nutzen, ohne hohe Anfangsinvestitionen.

Gleichzeitig entsteht eine partnerschaftliche

Beziehung zwischen Anbieter und

Kunde – mit kontinuierlichem Support

und Zugang zu den neuesten Entwicklungen.

Reality-Capture-Technologie wird

laut Ausblick demokratisiert. Was

bedeutet das für den Baustellenalltag?

Die Technologie wird einfacher und

zugänglicher. Mit Smartphones und

mobilen Kartierungssystemen können

heute auch kleinere Teams hochwertige

Daten erfassen. Das verbessert die

Entscheidungsfindung und fördert die

Zusammenarbeit. Reality Capture wird

zur visuellen Sprache auf der Baustelle

– das reduziert Missverständnisse und

erhöht die Effizienz.

Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierung

im Bauwesen?

Die Entwicklung ist evolutionär, aber sie

schreitet schnell voran. Autonome Maschinen

und automatisierte Aufgaben werden

zur Normalität. Entscheidend ist die

Verfügbarkeit großer Datenmengen und

deren intelligente Nutzung. KI wird dabei

helfen, die Produktivität zu steigern und

die Sicherheit auf der Baustelle zu

verbessern. Wir stehen am Beginn einer

neuen Ära im Bauwesen. Daten sind der

neue Baustoff.

Herr Bosch, Sie sagten bereits, dass

digitale Technologien den Bau

revolutionieren. Der Branchenausblick

betont nun die rasche Einführung

gemeinsamer Datenumgebungen

(CDEs). Wie wichtig sind diese für

die Baupraxis?

Extrem wichtig. Jedes Bauunternehmen

ist heute auch ein Datenunternehmen.

CDEs helfen, die Informationsflut zu

strukturieren und nutzbar zu machen. Sie

bündeln alle relevanten Daten – von der

Planung über die Ausführung bis zur

Wartung – in einem zentralen, sicheren

Hub. Das reduziert Suchzeiten, vermeidet

Fehler und schafft eine „Single Source of

Truth“, auf die alle Beteiligten in Echtzeit

zugreifen können.

Die Vernetzte

Baustelle: Trimble

Worksmanager und

Trimble WorksOS.

Baublatt Österreich: Herr Bosch, der

Trimble Branchenausblick prognostiziert

für 2026 einen anhaltenden

Boom beim Bau von Rechenzentren.

Wie wirkt sich dieser Trend auf die

österreichische Bauwirtschaft aus?

Johann Bosch: Der Rechenzentrumsbau ist

ein klarer Wachstumstreiber – auch

hierzulande. Diese Projekte sind hochkomplex

und verlangen ein neues Maß an

Geschwindigkeit und Präzision. Die größte

Herausforderung liegt in der Koordination

aller Beteiligten. Digitale Werkzeuge und

eine gemeinsame Datenumgebung sind

dabei unverzichtbar, um Vertrauen zu

schaffen und Projekte effizient umzusetzen.

Welche Technologien sind dabei

besonders relevant?

3D-Laserscanner und digitale Modellierung

sind heute Standard. Sie ermöglichen

eine präzise Vorabplanung und die

frühzeitige Erkennung von Konflikten –

noch bevor jemand die Baustelle betritt.

Trimble Business Center Datenaufbereitung.

Und das fördert auch die Entwicklung

von Digital Twins?

Genau. CDEs schlagen die Brücke

zwischen physischen und digitalen Daten.

So entstehen digitale Zwillinge, die den

gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks

abbilden – von der Planung bis zum

Betrieb. Das verbessert nicht nur die

Qualität, sondern auch die Nachhaltigkeit

und Wirtschaftlichkeit von Projekten.

Ein weiteres Thema ist die Interoperabilität.

Warum ist das so entscheidend?

Moderne Bauprojekte sind komplex und

involvieren viele unterschiedliche Systeme

und Softwarelösungen. Interoperabilität

sorgt dafür, dass diese Systeme miteinander

kommunizieren können – unabhängig

vom Hersteller. Das ist die Grundlage für

effiziente Zusammenarbeit. Auch bei

Maschinenflotten wird das immer wichtiger:

Auftragnehmer mit gemischten

Flotten müssen Technologien nahtlos

integrieren können, um produktiv zu

bleiben.

Der Ausblick spricht auch von einem

intelligenteren, GIS-zentrierten

Infrastruktur- und Asset-Management.

Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Das ist ein echter Gamechanger – besonders

für öffentliche Auftraggeber. GIS-

Daten ermöglichen ein präzises Verständnis

von Infrastrukturzuständen und

helfen, Wartung vorausschauend zu

planen. Da bis zu 75% der Lebenszykluskosten

eines Assets in der Betriebsphase

entstehen, ist das enorm relevant. KI und

Echtzeitdaten machen das Management

nicht nur effizienter, sondern auch

nachhaltiger und kostenschonender.

Was bedeutet das für die Zukunft der

Bauwirtschaft?

Wir erleben eine Transformation, bei der

Daten zum zentralen Erfolgsfaktor

werden. Wer sie intelligent nutzt, kann

schneller, sicherer und wirtschaftlicher

bauen. Die Digitalisierung ist kein Zusatz

mehr – sie ist integraler Bestandteil jedes

erfolgreichen Bauprojekts. – Digitalisierung

muss für alle zugänglich sein

Herr Bosch, laut Trimble wird Spitzentechnologie

2026 auch für kleinere

und mittlere Bauunternehmen besser

zugänglich. Wie sehen Sie diese

Entwicklung?

Das ist ein sehr positiver Trend. Die

Digitalisierung darf kein Privileg großer

Konzerne sein. Dank Abonnement- und

SaaS-Modellen sinken die Einstiegshürden

deutlich. Kleine Unternehmen können

heute mit überschaubaren Investitionen

moderne Lösungen nutzen und mit ihrem

Wachstum skalieren. Gleichzeitig werden

die Systeme benutzerfreundlicher – das

20 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 21



BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF

BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF

reduziert den Schulungsaufwand und

macht den Einstieg einfacher.

Welche Rolle spielt dabei die Integration

verschiedener Arbeitsabläufe?

Eine zentrale. Wenn Unternehmen

Lösungen für mehrere Prozesse – etwa

Vermessung, Maschinensteuerung und

Projektmanagement – aus einer Hand

beziehen können, entsteht ein integriertes

System. Das spart Zeit, reduziert Fehlerquellen

und erleichtert die Verwaltung

des Technologie-Stacks enorm.

Auch das Händlernetz für gemischte

Maschinenflotten wurde erweitert.

Was bedeutet das für österreichische

Auftragnehmer?

Es bedeutet mehr Flexibilität und

besseren Service. Trimble arbeitet

inzwischen mit autorisierten Händlern

verschiedenster Marken zusammen – von

John Deere über Komatsu bis Wacker

Neuson. Das heißt: Kunden können

Trimble-Technologie für Steuerung und

Positionierung direkt über ihren lokalen

Händler beziehen, installieren und

warten lassen – unabhängig von der

Maschinenmarke. Das erleichtert die

Integration und erhöht die Interoperabilität

auf der Baustelle.

Ein weiterer Fokus liegt auf Visualisierung

und BIM. Wie verändert das

die Zusammenarbeit?

3D-Modelle und gemeinsame Datenumgebungen

revolutionieren die Kommunikation.

Entwurfsdiskussionen finden direkt

im Modell statt, was Iterationen beschleunigt

und die Abstimmung verbessert. Alle

Beteiligten – vom Planer bis zum Bauleiter

– arbeiten mit denselben Informationen.

Das schafft Klarheit und reduziert

Missverständnisse. Auch bei der Übergabe

an den Bauherren profitieren wir:

Digitale Modelle mit vollständiger

Dokumentation erleichtern das langfristige

Asset-Management enorm.

Und wie steht es um das Finanzmanagement?

Der Ausblick spricht von

umfassenden ERP-Lösungen.

Die Anforderungen im Bau sind komplex

– gerade im Finanzbereich. Integrierte

ERP-Systeme helfen, Budgets, Zahlungen,

Personal und Compliance zentral zu

steuern. Sie verbinden Buchhaltung mit

Projektmanagement und Materialbeschaffung.

Das ist besonders wichtig

angesichts volatiler Materialpreise und

globaler Lieferketten. Wer hier gut

aufgestellt ist, kann Risiken minimieren

und die Rentabilität steigern.

Herr Bosch, danke für Ihre Einblicke!

DIGANDO

Strategischer Partner der Bauindustrie

Softwarelösung CRS von Digando

definiert Beschaffungsprozesse neu

Digando, das Vorarlberger Technologie-Unternehmen,

definiert mit seiner

Softwarelösung CRS (Corporate

Rental Solution) die Beschaffungsprozesse

für Bauunternehmen und

-konzerne neu. Ein strategischer

Wandel, eine neue Führung und eine

klare Vision für die Zukunft machen

das Unternehmen zu einem zentralen

Akteur der Digitalisierung am Bau.

Vom Pionier der Online-Miete zur

strategischen Neuausrichtung

Seit seiner Gründung 2019 hat Digando

die Baubranche nachhaltig geprägt.

Gestartet mit dem Ziel, die Miete von

Baumaschinen so einfach wie eine Hotelbuchung

zu gestalten, etablierte sich das

Unternehmen schnell als führender

B2B-Online-Marktplatz in Österreich und

Deutschland. Die Plattform löste ein

Kernproblem: die ineffiziente, zeitaufwendige

Suche nach verfügbaren Maschinen

durch unzählige Anrufe und E-Mails.

Doch durch die enge Zusammenarbeit mit

Vermiet-Partnern und Großkunden

erkannte das Team hinter Digando eine

noch fundamentalere Herausforderung:

Die größten Effizienzverluste entstehen

nicht bei der externen Suche, sondern in

den internen Beschaffungsprozessen der

Bauunternehmen selbst. Diese Erkenntnis

führte zu einer strategischen Neuausrichtung:

weg vom reinen Marktplatz, hin zu

einem Anbieter hochspezialisierter

Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen.

Im Zentrum dieser Neuausrichtung steht

die Corporate Rental Solution (CRS), eine

Software, die als zentrales Nervensystem

für die gesamte Beschaffung von Baumaschinen,

Werkzeugen und sonstigem

Baustellenbedarf dient.

Neue Führung für eine neue Ära

Die strategische Neuausrichtung spiegelt

sich auch in der Unternehmensführung

wider. Adrian Marte, zuvor Head of Technology,

hat die Geschäftsführung von

Alexander Höss übernommen. Dieser

Wechsel unterstreicht den klaren Fokus

auf technologische Exzellenz und Produktinnovation.

Der erfahrene Software-Architekt

und CTO stellt sicher, dass die

technologische Vision im Zentrum aller

Entscheidungen steht. Unterstützt wird er

von einem Kernteam erfahrener Entwickler

wie Lead Developer Dominik Matt und

Patrick Madlener, organisatorischer

Unterstützung von Susann Hepp und mit

Marketing-Expertise von Victoria Porschet.

Welche Probleme löst die „Corporate

Rental Solution“ (CRS)?

Ineffiziente Mietprozesse sind einer der

größten versteckten Kosten- und Zeitfresser

im Bauwesen. Große Bauunternehmen

kämpfen oft mit denselben Herausforderungen:

- Fehlende Transparenz: Kein zentraler

Überblick über eigene und gemietete

Maschinen.

- Mangelnde Kostenkontrolle: Unkontrollierte

Ausgaben durch „Maverick Buying“

außerhalb von Rahmenverträgen.

- Ineffiziente Prozesse: Zeitraubende

manuelle Angebotsvergleiche und

unstrukturierte Kommunikation.

- Administrative Last: Hoher manueller,

zeitlicher Aufwand für Bauleiter und

Einkaufsabteilungen.

Adrian Marte, der neue

Geschäftsführer von Digando,

war zuvor Head of Technology.

Fotos: Digando

CRS ist die direkte Antwort auf diese

Probleme. Als interne, private Beschaffungsplattform

digitalisiert und zentralisiert

sie den gesamten Mietprozess.

Rahmenverträge und Lieferantenkonditionen

werden im System hinterlegt und

automatisch angewendet. Das optimiert

die Kosten und stellt die Compliance

sicher. Bauleiter fordern mit wenigen

Klicks regelkonform Maschinen an; und

die Einkaufsabteilung erhält die volle

Kontrolle sowie eine datenbasierte

Übersicht für strategische Entscheidungen.

Die erfolgreiche Partnerschaft, wie z. B. mit

dem Baukonzern GOLDBECK, beweist

eindrucksvoll die Praxistauglichkeit und

den Mehrwert dieser Lösung.

Wie funktioniert CRS? Der Weg zur

digitalen Beschaffung in 4 Schritten

1. Analyse: Gemeinsame Erfassung der

spezifischen Kundenbedürfnisse und

bestehenden Beschaffungsprozesse.

2. Anpassung: Konfiguration der CRS-

Plattform, um sie exakt an die individuellen

Arbeitsabläufe des Unternehmens

anzupassen.

3. Integration: Nahtlose Anbindung von

CRS an bestehende IT-Systeme wie

ERP- oder Dispositionsplattformen,

unternehmensinterne Single-Sign-On

Systeme oder interne und externe

Schnittstellen für einen durchgängigen

digitalen Workflow.

4. Implementierung: Umfassende Schulung

der Mitarbeiter und fortlaufender

Support zur Sicherstellung einer erfolgreichen

und nachhaltigen Nutzung.

CRS – SaaS Lösung für die Digitalisierung

interner und externer Mietprozesse.

CRS: mehr als eine Software – es ist die Grundlage

für ein effizientes, vernetztes, digitales Ökosystem

zwischen Bauunternehmen und ihren Lieferanten.

Weitere Infos zu CRS:

digando.com/crs

Vision und Ausblick: Das digitale

Ökosystem für die Baustelle

Digando verfolgt die klare Vision, der

zentrale „One-Stop-Shop“ für die Baustelle

zu werden. CRS ist dabei mehr als nur eine

Software; es ist die Grundlage für ein

vernetztes, digitales Ökosystem, das

Bauunternehmen und ihre Lieferanten

effizient miteinander verbindet.

Die zukünftige Entwicklung konzentriert

sich auf drei Kernbereiche:

- Tiefere Integration: Ausbau der Schnittstellen

zu weiteren Systemen (z.B.

Buchhaltung, Telematik), um CRS als

zentrale Datendrehscheibe zu etablieren.

- Intelligente Datennutzung: Einsatz von

KI zur Analyse von Beschaffungsdaten,

um Bedarfe vorherzusagen und die

Q Site

Professional

Die nächste GENERATION

der digitalen Baustellenlösung.

• Vielfältige Möglichkeiten zur

exakten Mengenermittlung

• Detaillierte Ablaufplanungen

• Optimierte Liefer- und

Routenplanung

• Echtzeit-Visualisierung

des Baufortschritts

• Aussagekräftige

Dashboards

Maschinenauslastung weiter zu

optimieren.

- Internationale Skalierung: Nach dem

erfolgreichen Start in Österreich und

Deutschland wird die Expansion in

weitere europäische Märkte vorangetrieben,

um CRS als führenden Standard für

die Baubeschaffung zu etablieren.

www.digando.com

q-point.com

Weitere

Informationen

NEU!

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BAUMASCHINEN VERMIETUNG, KAUF UND VERKAUF

INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU

HEXAGON LEICA

Vielseitige Lösungen für Vermessungsaufgaben

Pioniere der Digitalisierung im Tiefbau und im Mehrwert für Kunden

Der Auktionshof von Ritchie Bros. in Meppen (Deutschland/Niedersachsen).

Fotos: Ritchie Bros.

RITCHIE BROTHERS

Ritchie Bros. startet ins Jahresfinale

Europäischer Auktionär mit Jahresend-Booster für Käufer und Verkäufer

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt,

ändert sich auch die Stimmung auf

Höfen, Baustellen und Betriebsgeländen

in ganz Europa: Während einige

Unternehmen ihre Bestände räumen

und Platz für Neues schaffen möchten,

bereiten sich andere auf Wachstum

vor und suchen nach der passenden

Technik für einen erfolgreichen Start

ins neue Jahr.

Ritchie Bros., ein in Europa führendes

Unternehmen für Asset Management und

Maschinenvermarktung, hat für beide

Gruppen das passende Format – den

Jahresend-Booster. Dabei handelt es sich

nicht nur um eine Reihe von Auktionen in

der gesamten EMEA-Region, sondern um

einen strategischen Moment für Verkäufer

und Käufer gleichermaßen.

Win-Win-Situation für Käufer

und Verkäufer

Viele Unternehmen stehen zum Jahresende

vor einer bekannten Herausforderung:

ungenutzte Maschinen auf dem Hof,

die gebundenes Kapital darstellen. Diese

könnten verkauft werden, um Liquidität

zu schaffen, Platz für neue Investitionen zu

gewinnen oder die Bilanz rechtzeitig vor

2026 zu optimieren.

Für diese Betriebe bietet die Zusammenarbeit

mit Ritchie Bros. eine effiziente

Lösung: garantierte Verkäufe über

mehrere Kanäle, sei es über Auktionen

ohne Mindestgebote oder den kontrollierten

Direktverkauf über die Plattform

Marketplace-E. Alle Verkäufe sind transparent,

erreichen ein internationales Publikum,

und der Verkaufserlös wird in der

Regel innerhalb von 21 Tagen ausgezahlt.

Auch Käufer profitieren in dieser Phase:

Sie haben Zugang zu einer breiten

Auswahl an Bau- und Landmaschinen,

Nutzfahrzeugen und mehr. Sie können

flexibel entscheiden, ob sie auf Auktionen

mitbieten oder über Marketplace-E kaufen,

wo sie direkt kaufen oder ein Angebot

abgeben können. Dank zusätzlicher

Services wie Logistik- und Exportunterstützung

sorgt Ritchie Bros. dafür, dass

Käufer optimal auf das neue Jahr vorbereitet

sind.

Starkes drittes Quartal legt Grundlage

für erfolgreiches Jahresende

Ritchie Bros. knüpft für den Jahresend-

Booster an die starke Dynamik an, die

während der „Super September“-Kampagne

im dritten Quartal in der EMEA-

Region entstanden ist:

- Baumaschinen: Über 18.300 Lots wurden

verkauft. Über 12.500 Personen haben

auf Bautechnik geboten (ein Fünfjahresrekord).

Von den 4.600 Käufern waren

die meisten aus Spanien, Frankreich,

Italien, Deutschland und UK. Zu den

meistverkauften Maschinen gehörten

Kettenbagger, Teleskoplader, Minibagger,

Radlader und knickgelenkte

Muldenkipper.

- Landtechnik: Über 760 Lots wurden

versteigert. Bei 2.600 Bietern und 530

Käufern wurde bei den Landmaschinen

ebenfalls ein Fünfjahresrekord erreicht.

Besonders gefragt waren Traktoren,

Grubber, Mähdrescher, Scheibeneggen

und Spritzen, mit starkem Käuferinteresse

aus Frankreich, Deutschland,

Italien, Spanien und Polen.

- Transport: Über 820 Lots fanden neue

Besitzer, mit 2.800 Bietern und 560

Käufern – erneut ein Fünfjahresrekord.

Besonders gefragt waren SUVs, Zugmaschinen,

Tieflader und Pickups.

„Unsere Ergebnisse aus dem dritten

Quartal zeigen, dass die Aktivität auf dem

Gebrauchtmaschinenmarkt weiterhin

stark ist, und dass unsere Auktionen und

digitalen Plattformen für Verkäufer wie

Käufer echten Mehrwert bieten. Nach der

hohen Beteiligung im September bieten die

kommenden Jahresend-Auktionen die

perfekte Gelegenheit, ungenutzte Maschinen

zu verkaufen oder die richtige Technik

für 2026 zu sichern “, erklärt Duncan

Ainscough, Head of Sales EMEA bei

Ritchie Bros.

Für weitere Informationen zum Verkauf

von Maschinen oder zur Teilnahme an den

Auktionen besuchen Sie www.rbauction.de

oder kontaktieren Sie das Ritchie Bros.

Vertriebsteam direkt.

www.rbglobal.com

Der Feld-Controller Leica iCON CC180 – hier im Einsatz bei Gnant – vereint die neueste Technologie mit

Benutzerfreundlichkeit und bietet eine vielseitige Lösung für Vermessungsaufgaben im Baubereich.

Die Gnant GmbH im niederösterreichischen

Wimmersdorf (Gemeinde

Asperhofen) ist in dritter Generation

ein Familienunternehmen im Tiefbau.

Um am Markt noch besser als ohnehin

schon aufgestellt zu sein, um also

fortlaufend leistungsfähiger, effizienter

und umweltfreundlicher zu

werden, hat Gnant bereits vor über

zehn Jahren mit der Digitalisierung

in Abbruch, Aushub und Recycling

begonnen. Mit über 160 Mitarbeitenden

verbindet das Unternehmen

heute traditionelle Werte wie Verlässlichkeit

und Handschlagqualität mit

modernsten Arbeitspraktiken.

„Ich weiß es noch ganz genau: Die erste

Investition, die wir getätigt haben, waren

ein Rover und eine 3D-Steuerung für

einen Dozer“, erinnert sich Geschäftsführer

Josef Gnant. Mit diesen Investitionen

wollte sich Gnant von einer reinen

Preispolitik distanzieren. Während der

Großteil der Branche Ausschreibungen

über den Kostenfaktor gewann, setzte

Gnant darauf, das beste Gesamtpaket zu

bieten. Doch zu Beginn stieß dieser Ansatz

auf wenig Verständnis der Kunden: „In

Wirklichkeit wollte keiner etwas dafür

ausgeben.“

Gnant bot den Mehrwert der neuen

Technologien – also ohne Aufpreis – an.

Statt die Kosten seiner Investitionen an

die Kunden weiterzugeben, überzeugte er

über Jahre hinweg mit der Qualität seiner

Arbeit. „Mittlerweile erkennt auch der

Kunde die Vorteile und ist bereit, für

diesen technologischen Fortschritt Geld

auszugeben“, sagt Gnant.

Faktor Mensch – Schlüssel

zum langfristigen Erfolg

Josef Gnant wusste, dass die Belegschaft

entscheidend für den langfristigen Erfolg

des Unternehmens ist und baute intern

die notwendigen Kompetenzen im Bereich

der Digitalisierung auf. „Es war eine sehr

große Herausforderung, das richtige

Personal zu finden, da die Digitalisierung

ein sich ständig verändernder Prozess ist“,

sagt Gnant. Er hebt aber zugleich hervor:

„Die junge Generation möchte den

digitalen Vorsprung miterleben.“

Wachsenden Mengen an Daten und

Anforderungen in der Arbeitsvorbereitung

verändern Arbeitsabläufe und der Bedarf

an Büropersonal steigt. Auch Roland

Maurer, verantwortlich für die digitalen

Lösungen bei Gnant, stellt fest: „Der

Zeitaufwand bei der Arbeitsvorbereitung

ist größer geworden, macht sich aber im

Nachgang bezahlt.“

Die sorgfältige Aufbereitung der Daten im

Büro ermöglicht es den Maschinenführern,

unabhängiger und selbstständiger zu

arbeiten. Mit modernen Maschinensteuerungs-

und Feldlösungen übernehmen sie

immer mehr Aufgaben auf der Baustelle.

Die Lösungen sind sehr einfach zu

bedienen. Mittlerweile übernehmen auch

die Poliere und Maschinisten vor Ort die

Vermessungsarbeiten. Sie nehmen selbst

die Höhenpunkte auf und können damit

ein Geländemodell erstellen.

Veränderungen auf der Baustelle bestätigt

24 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 25



INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU

CAT COMMAND

auch Josip Tokic, Bauleiter bei Gnant:

„Der personelle Aufwand auf der Baustelle

ist nicht groß. Aufgrund des hohen Technologiestandards

besteht das Team, neben

den Maschinisten, aus zwei bis drei

Personen.“

Gemeinsam Mehrwert für

Kunden schaffen

Johann Handl, Account Manager bei Leica

Geosystems, betreut und begleitet die

Gnant GmbH seit vielen Jahren. Als

Experte für Digitalisierung im Tiefbau

weiß er: „Die Firma Gnant ist eine der

wenigen Firmen, die sich zurecht als

Vorreiter der Digitalisierung bezeichnen

darf. Sie bilden den Tiefbau komplett

digital ab. Das ist Benchmark im Tiefbau.“

Um eine Vorreiterrolle einzunehmen und

seinen Kunden kontinuierlich Mehrwert

bieten zu können, wollte Gnant nicht nur

in die geeignete Technologie investieren,

sondern suchte auch nach einem langfristigen

Technologie-Partner. „Der große

Vorteil bei Hexagon ist, dass alles in einem

System abgebildet wird.“ Für Gnant einer

26 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL

der Hauptgründe für die Partnerschaft mit

Hexagon. Alle Baumaschinen, Feldlösungen

und Büroapplikationen kommunizieren

miteinander und sorgen dafür, dass

Büro- und Baustellenteams immer auf

dem neuesten Stand sind – ein vollständig

vernetztes Ökosystem, das Gnant spürbare

Produktivitätsgewinne in sämtlichen

Projektphasen einbringt.

Neben dem umfangreichen Portfolio an

Technologien und Marken war das

umfassende Service- und Support-Netzwerk

für Gnant ein entscheidender Faktor

für die Zusammenarbeit: „Was uns im

Wesentlichen zusammengeführt hat, war,

dass wir niemals im Stich gelassen

wurden. Ist mal ein Produkt ausgefallen,

war am gleichen oder am nächsten Tag ein

neues Produkt da. Diese grenzenlose

Zusammenarbeit und Verfügbarkeit gaben

mir das Gefühl, den richtigen Partner

gefunden zu haben, um gemeinsam diese

Entwicklung und Digitalisierung durchzuführen.“

Auch Roland Maurer bestätigt, dass der

Support eine tragende Säule für die

Durch die permanente Neigungskompensation,

die magnetische

Störsicherheit und die

kalibrierungsfreie Nutzung

werden Messergebnisse durch

die Leica GPS70 T noch schneller

und genauer.

In Verbindung mit der intelligenten

Dockingstation Leica MDS

ist die Maschinensteuerungseinheit

Leica MCP80 die Rundum-

Hardwarelösung für die Maschinensteuerung

von Anwendungen

im Hoch- und Tiefbau.

Maschinenspezifische Daten wie

Kalibrierwerte und hydraulische

Parameter werden in der

Dockingstation gespeichert.

Dadurch kann die Steuerungseinheit

auch an jeder beliebigen

anderen Maschine eingesetzt

werden, ohne Datenverlust.

erfolgreiche Einführung neuer Technologien

in seiner Arbeit ist und hebt hervor:

„Hexagon bleibt nicht stehen. Wir bekommen

von Jahr zu Jahr immer neue

Technologien vorgestellt.“

Digitalisierung leben, statt

nur davon zu sprechen

Mit Mitarbeitern, die seine Vision teilen,

und einem Technologie-Partner, der ihm

mit Experten und einem umfassenden

Lösungsportfolio zur Seite steht, konnte

Gnant sämtliche Prozesse und Arbeitsabläufe

digitalisieren. Projekte, die mit

herkömmlichen Methoden nur schwer zu

realisieren wären, können nun in kürzester

Zeit und mit höchster Qualität

umgesetzt werden. „Mit den richtigen

Partnern, den richtigen Menschen und den

richtigen Maschinen kann man jedes

Problem lösen“, ist Gnant überzeugt.

„Wenn wir diese Investition nicht getätigt

hätten, hätten wir auf alle Fälle nicht

dieses Wachstum gehabt, hätten nicht

diese hervorragenden Personen und

Persönlichkeiten finden und ausbilden

können und wir würden uns nicht so vom

Markt abheben, wie wir das jetzt tun.“

Von der Erfassung des Urgeländes und der

Erstellung von Angeboten über die

Planung und Baustellenvorbereitung bis

hin zur Umsetzung der Bauarbeiten und

der anschließenden Instandhaltung der

Infrastrukturen helfen die digitalen

Lösungen die Projekte pünktlich, sicher,

nachhaltig, entsprechend den Vorgaben

und profitabel abzuschließen. Gnant hebt

vor allem den Zusammenhang von

Produktivitätsgewinnen und der Reduktion

von Abfall und Emissionen hervor:

„Digitalisierung und Ökologisierung sind

für uns beides sehr wichtige Prozesse und

wir haben längst erkannt, dass beide in

Wirklichkeit Hand in Hand gehen. Denn je

genauer durch die Digitalisierung gearbeitet

wird, desto genauer und dementsprechend

weniger Massen werden am Bau

bewegt.“

Zukünftig wird der Einsatz digital

vernetzter Technologien im Tiefbau

unumgänglich sein, um wettbewerbsfähig

zu bleiben, Ressourcen sinnvoll zu nutzen

und Talente zu gewinnen und zu halten.

Gnant sieht diese Veränderungen als

große Chance und betont: „Ich bin der

Meinung, dass wenn alle – vom Planer

über die Bauherren bis zu den ausführenden

Firmen – nicht nur von Digitalisierung

sprechen, sondern sie auch leben,

große Produktivitätsgewinne stattfinden

können.“

Tobias Scharpenberg, Digital Content

Creator bei Hexagon‘s Geosystems Division

www.leica-geosystems.com

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

Mit Cat Command beginnt eine neue Ära für den Einsatz von Baumaschinen. Der Fahrer sitzt nicht mehr direkt

in der Kabine und bewegt sie von seinem Platz aus, sondern über das Bedienpult im Freien oder von einem

externen Steuerstand.

Cat Command, der Vorläufer der Autonomie, ermöglicht die Fernsteuerung auf einer maschinenähnlichen Bedienstation

durch Übertragung von Steuerbefehlen über das Internet und VPN. Die Steuerbefehle werden direkt an die

Elektronik der Maschine gesendet, was zu einer Echtzeitsteuerung führt. Es eröffnet neue Möglichkeiten für den

sicheren Betrieb in Gefahrenbereichen, eine bessere Sicht bei komplexen Einsätzen, eine höhere Produktivität

durch komfortablere Arbeitsbedingungen für den Bediener und die gleichzeitige Steuerung mehrerer Maschinen.

zeppelin-cat.at



INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU

INFRASTRUKTUR- UND TIEFBAU

Q POINT

Digitale Effizienz im Straßenbau

Best Practice im Baltikum als Vorbild für Österreich

Die Digitalisierung im Straßen-Infrastrukturbereich

klingt in manchem

Ohr noch als Zukunftsmusik. Dabei

zeigt ein aktuelles Beispiel aus dem

Baltikum, wie schnell und wirkungsvoll

Zukunft in der Praxis Gegenwart

werden kann. Das traditionsreiche

Bauunternehmen Kauno Tiltai, seit

Jahrzehnten führend im Straßen- und

Asphaltbau, hat in nur wenigen

Wochen die gesamte operative

Steuerung seiner Asphaltprozesse

digitalisiert – mit klar messbarem

Mehrwert.

Vom Pilot zum neuen Standard

Q Point startete mit Kauno Tiltai 2024 ein

Pilotprojekt, um den praktischen Mehrwert

digitaler Werkzeuge im Straßenbau

zu evaluieren. Zum Einsatz kamen die

Anwendungen Q Plant, Q Site und

Q Transport, die alle relevanten Abläufe

Mit Q Site, per

Laptop, direkt

auf der Baustelle

planen

und steuern

oder digitale

Kontrolle auf

Knopfdruck mit

der Q Site App.

von der Mischanlage über die

Logistik bis hin zur Baustelle

nahtlos miteinander vernetzen.

Die Einführung verlief bemerkenswert

zügig, da sowohl das

Management als auch alle

Projektbeteiligten vollständig

hinter der Initiative standen.

Innerhalb weniger Wochen waren

die Systeme konfiguriert und

implementiert, die Prozesse

angepasst und die Mitarbeitenden

umfassend geschult. Bereits in

der ersten Pilotphase zeigten sich

messbare Effizienzgewinne. Allein

durch optimierte Abläufe und

transparente Informationsflüsse

stieg die Produktivität um zwei

bis drei Stunden pro Woche.

ÜBER Q POINT

Digitale Prozesse, die

wirklich funktionieren

Der operative Nutzen war schnell

erkennbar: Echtzeitdaten zu

Produktion, Lieferung und Einbau

wurden automatisch und direkt

auf die Smartphones aller

Beteiligten übermittelt. Disponenten,

Bauleiter und Poliere

konnten dadurch ohne zusätzliche

Telefonate oder Abstimmungen

agieren und ihre Abläufe gezielt

optimieren. Wartezeiten wurden

minimiert und Entscheidungen

erfolgten unmittelbar sowie stets

auf Grundlage aktueller Informationen.

Einen ganz entscheidenden

Erfolgsfaktor stellte die konsequente

Umsetzung der neuen

Prozesse im Arbeitsalltag dar.

Zudem wurde die – nicht selten

kniffelige – vollständige Integration

der digitalen Systeme in die

bestehenden kaufmännischen

Abläufe erreicht. Eine Schnittstelle

verbindet Q Plant mit dem

ERP-System Microsoft Axapta.

Dadurch entfallen manuelle

Eingaben, die Datenqualität steigt

deutlich und Planung sowie

Bestellprozesse erfolgen nun

vollständig digital und durchgängig

– von der Mischanlage bis zur

letzten Asphaltschicht.

Erfolgsfaktor Mensch

Technischer Fortschritt entfaltet

seinen Wert nur, wenn er von den

Menschen im Unternehmen

akzeptiert und mitgetragen wird.

Genau hier konnte das System

punkten. Die Mitarbeitenden

berichteten von spürbaren

Vorteilen im Arbeitsalltag,

darunter eine bessere Übersicht,

eine klare Kommunikation und

effizientere Abläufe. Henrikas

Hofertas, Direktor für Maschinen,

Produktion und Mechanisierung,

bezeichnet die Lösung als ein

„echtes Arbeitswerkzeug“, das den

Straßenbau bei Kauno Tiltai

grundlegend verändert hat.

Österreich kann sofort profitieren

Was als Pilotprojekt begann, ist

inzwischen operativer Standard.

Kauno Tiltai hat die Lösung auf

weitere Teams und Mischanlagen

ausgeweitet und zeigt damit, wie

einfach und wirksam Digitalisierung

im Straßenbau sein kann.

Auch für Österreich bietet dieses

Beispiel einen konkreten Weg, wie

moderne Technologien sofort

Effizienzgewinne und Qualitätssicherung

ermöglichen können,

ohne lange Projektlaufzeiten oder

komplizierte Prozesse.

Digitalisierung ist kein Zukunftsthema

mehr, sie ist machbar,

erprobt und bringt sofort spürbaren

Nutzen. Die Erfahrungen von

Kauno Tiltai liefern eine klare

Botschaft: Wer den digitalen

Wandel aktiv gestaltet, stärkt

nicht nur seine Wettbewerbsfähigkeit,

sondern setzt neue

Standards für Bauqualität und

Projektsteuerung.

www.q-point.com

www.linkedin.com/company/qpointworld/

www.facebook.com/qpointofficial/

www.instagram.com/qpointworld/

Q Point ist ein führender Anbieter digitaler Lösungen für den

Straßenbau. Das Unternehmen unterstützt die Asphaltindustrie dabei,

nachhaltige und effiziente Prozesse entlang der Wertschöpfungskette

umzusetzen. Mit innovativen digitalen Technologien trägt Q Point zur

Reduzierung des Ressourcenbedarfs und zur Förderung des Klimaschutzes

im Straßenbau bei.

Jahresendauktionen

Meppen (DE):

19.-20. November

Moerdijk (NL):

26.-27. November

rbauction.de

Ihr Jahresend-

Booster.

Mit Ritchie Bros. kaufen

oder verkaufen und bestens

auf 2026 vorbereitet sein.

28 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 29



FERTIGTEILBAU, MODULBAU, CONTAINER

FERTIGTEILBAU, MODULBAU, CONTAINER

Fotos: SK Rapid Wien

ALLPLAN

Bauen neu definiert: Was DfMA wirklich bringt

DfMA im Faktencheck: Was Design für Fertigung und Montage wirklich kann

Tribünenelemente und Fertigteilsteige für den Fußballverein Rapid in Wien, Österreich.

Niedrige Auftragslage, steigende

Kosten sowie mehr Nachhaltigkeit:

Österreichs Bauindustrie erlebt

herausfordernde Zeiten; und traditionelle

Bauprozesse geraten zunehmend

an ihre Effizienz-Grenzen. Was

hilft? Umdenken und die Bereitschaft,

neue Wege zu gehen. Design for

Manufacturing and Assembly (DfMA)

ist genau solch ein zukunftsweisender

Ansatz. Denn DfMA berücksichtigt

bereits in der frühen Entwurfsphase

die Anforderungen an Produktion

und Montage und bietet dadurch

zahlreiche Vorteile.

Was ist DfMA und was sind

seine drei Erfolgssäulen?

Bei Design für Fertigung und Montage

(DfMA) geht es um die Frage nach einer

idealen Herstellung und Montage von

Bauteilen. Mit DfMA wird bereits in der

Entwurfsphase auf eine effiziente industrielle

Vorfertigung und schnelle Montage

hingearbeitet. Ziel ist, jede einzelne

Komponente möglichst einfach zu produzieren,

transportieren und montieren. Die

Bauteile werden im Werk unter kontrollierten

Bedingungen gefertigt und

passgenau auf die Baustelle geliefert. So

verbindet DfMA die Logik der Fabrikproduktion

mit den konkreten Anforderungen

des Bauwesens – von der Standardisierung

der Bauteile bis hin zur digitalen

Abbildung sämtlicher Prozesse.

Unternehmen, die bereits erfolgreich auf

DfMA setzen, orientieren sich dabei an

folgenden drei Grundprinzipien:

1. Standardisierung von Bauteilen.

Vereinfachte, standardisierte Komponenten

reduzieren die Komplexität im

gesamten Bauprozess, minimieren die

Fehleranfälligkeit und die Produktionssowie

die Montagekosten.

2. Optimierung für die Vorfertigung.

Plant man Bauteile für eine automatisierte

Fertigung in einer kontrollierten

Werksumgebung, führt dies zu höherer

Präzision der Komponenten und

rascherer Produktion.

3. Nahtlose und integrierte Zusammen arbeit.

Alle Beteiligten sind von Anfang an in

den Entwurfsprozess eingebunden.

Durch diese enge Abstimmung können

Probleme frühzeitig erkannt, Nacharbeiten

vermieden und kostspielige Produktionsverzögerungen

verhindert werden.

Bauprojekte profitieren durch DfMA von

einer geringeren Fehlerquote, kürzeren

Bauzeiten, mehr Nachhaltigkeit und

präziseren Kostenprognosen.

Vorteile von DfMA

Die positiven Effekte von DfMA: Zeitgewinn

durch optimierte Prozesse: Die

Bauzeiten werden dank planbarer

Montage und Vorfertigung erheblich

verkürzt. Präzision: Eine Fertigung im

Werk ermöglicht umfangreiche Qualitätskontrollen,

geringere Fehlerquote und

weniger Nacharbeit auf der Baustelle.

Sicherheit: Die hohe Vorfertigung reduziert

Risiken und Belastungen auf der

Baustelle. Nachhaltigkeit: Exakte Mengenplanung

senkt die Abfallmenge und

den Energieverbrauch merklich. Kostenkontrolle:

Standardisierte Abläufe und

digitale Vernetzung erlauben sichere

Prognosen. Kooperation: Digitale Workflows

und Echtzeit-Plattformen erleichtern

die Teamarbeit. So können alle im Team

auf aktuelle Daten und Pläne zugreifen.

DfMA in der Praxis – Fokus Baubarkeit

DfMA berücksichtigt die Baubarkeit so

früh wie möglich im Planungsprozess. Der

Fokus dieses „Manufacturing Mindsets“

liegt auf möglichst einfach zu fertigenden

und zu montierenden Bauteilen. Der

Fokus verschiebt sich so vom Endprodukt

auf den Prozess selbst, von der digitalen

Planung über die Vorfertigung bis zur

Montage.

Das Konzept der Baubarkeit macht die

Modulbauweise noch klarer. Standardisierte

Module werden in einer Fabrik

vorgefertigt und vor Ort zu einer vollständigen

Gebäudestruktur zusammengesetzt.

Modulares Bauen umfasst nicht nur

einzelne Baumodule oder Räume, sondern

auch die technische Gebäudeausrüstung

(TGA), den Außen- und Innenausbau

sowie Einbauteile. Durch diesen integrierten

Ansatz können ganze Gebäudeteile

montagefertig und komplett ausgestattet

geliefert werden. Das ist besonders

vorteilhaft für Projekte, die schnelle und

skalierbare Lösungen erfordern, wie

Gesundheitseinrichtungen, Hotelgebäude

oder der soziale Wohnbau.

Kurz gesagt geht es bei DfMA also darum,

schon in der Entwurfsphase die richtigen

Entscheidungen zu treffen. Genau dort

setzt auch ALLPLAN mit „Design to

Build“ an: die BIM-Software ermöglicht es,

datengesteuerte Entscheidungen für

bessere Ergebnisse bereits in einer frühen

Projektphase zu treffen. Von der ersten

Entwurfsidee über die detaillierte Planung

bis zur Fertigung und Montage lassen sich

sämtliche Arbeitsschritte in einer einzigen

Softwareumgebung abbilden. Dies

Allianz Stadion in Wien - ein Paradebeispiel für modernen Fertigteilbau

ermöglicht eine nahtlose Zusammenarbeit

und sorgt für einen effizienten Informationsfluss

zwischen allen Disziplinen. So

schließen digitale Werkzeuge die Lücke

zwischen kreativem Design und der

industriellen Fertigung. Sie ermöglichen,

Bauprojekte umzusetzen, die architektonisch

außergewöhnlich, kosteneffizient

und nachhaltig sind.

Allianz Stadion Rapid Wien:

Ein echtes Praxis-Highlight

Planung und Bau des Allianz Stadions

verdeutlichen die Vorteile von Vorfertigung

und DfMA eindrucksvoll. Über 5.000

Betonfertigteile fanden in Hütteldorf ihren

CONTAINEX

CONTAINEX, einer von Europas führenden Anbietern mobiler

Lösungen, präsentiert das neue CONTAINEX PORTAL. Die digitale

Plattform bietet Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen

direkten Zugang zu individuellen Raumlösungen: Container

direkt kaufen oder mieten*, Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten

in Echtzeit – einfach, schnell und jederzeit verfügbar.

Das neue Portal eröffnet als Onlineshop einen unkomplizierten

Zugang zu einem breiten Sortiment an Containern und ergänzenden

Modulen. Neben einer klaren Navigation, umfassenden

Produktunterlagen zum Download sowie die Möglichkeit, direkt

mit der zuständigen Ansprechperson in Kontakt zu treten, wird

persönliche Beratung mit digitalem Komfort kombiniert. „Für die

Nutzer:innen wird der gesamte Beschaffungsprozess damit

effizienter und transparenter gestaltet“, so Markus Schaden, Chief

Digital Officer bei CONTAINEX. Das CONTAINEX PORTAL richtet sich

an unterschiedlichste Branchen: Ob kurzfristig zusätzlicher

Büroraum inklusive Sanitärlösung benötigt wird oder eine

langfristige Lagerfläche auf der Baustelle gesucht ist – die

Plattform liefert flexible und zeitsparende Antworten auf

individuellen Raumbedarf.

neuen Platz: 880 Tribünenelemente mit

jeweils 10,5 m Länge und 12,5 t Gewicht,

150 Treppen sowie Außensäulen von bis zu

18 m Höhe und mehr als 40 t Gesamtgewicht

wurden exakt nach digitaler

Planung produziert und geliefert. Die

Tribünenelemente in Doppel-L-Ausführung

sind eine Eigenentwicklung des

Fertigteilherstellers Franz Oberndorfer

GmbH & Co. KG und gingen erst nach

einer intensiven Forschungs- und Testphase

in die Serienfertigung über.

Auch die gestalterisch anspruchsvolle

Geometrie des Stadions erforderte höchste

Präzision in der Planung. Hier zahlte sich

die durchgehende 3D-Modellierung mit

CONTAINEX mit dem neuen CONTAINEX PORTAL

Direkter Zugang über neue digitale Plattform

ALLPLAN aus. Sie ermöglichte die

Simulation selbst komplexester Verschneidungen

und sorgte für eine perfekte

Abstimmung zwischen Architektur, Statik

und Haustechnik. Denn in den Betonfertigteilelementen

im Stadion befinden sich

ca. 2.000 E-Dosen und 5.000 m Elektroschlauch.

Die Fertigung selbst dauerte acht Monate,

die Montage auf der Baustelle weitere

sieben. Dies war ein logistisches Meisterstück,

bei dem Transport und Einbau

minutengenau koordiniert werden

mussten. Der straffe Zeitplan von nur

15 Monaten war äußerst anspruchsvoll,

konnte jedoch eingehalten werden.

Ausblick

DfMA ist längst keine experimentelle

Nische mehr, sondern eine klare Antwort

auf die größten Herausforderungen der

Bauindustrie. Der Fokus auf Baubarkeit

bietet das perfekte Fundament und

praktische Beispiele wie das Rapid-Stadion

zeigen, wohin die Reise geht: besser

planen, schneller bauen und nachhaltiger

agieren. Das Zusammenspiel aus digitalen

Tools, sorgfältiger Auswahl der Bauweise

und datengestützten Entscheidungen

macht aus ambitionierten Plänen greifbare

Realität. Wer jetzt auf DfMA setzt,

plant nicht nur heute besser, sondern setzt

auch neue Maßstäbe für morgen.

www.allplan.at

Alle CONTAINEX-Produkte

werden nachhaltig

in Europa nach

dem „CONTAINEX

Green Technology“-

Standard hergestellt.

Das sichert hohe

Qualität, langjährige

Ersatzteilverfügbarkeit

und die Möglichkeit,

gebrauchte

Module zurückzugeben.

Mit über 40

Jahren Erfahrung,

einem europaweiten

Depot- und Händlernetz sowie der neuen

digitalen Plattform setzt CONTAINEX ein klares Zeichen

für Service, Verlässlichkeit und Innovationskraft.

Hier geht es zum CONTAINEX PORTAL, wo Sie weitere

Informationen zu CONTAINEX finden: www.containex.com

* In Deutschland nur zum Kauf, in Österreich zum Kauf und zur Miete.

30 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 31



LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ

LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ

KATHERL

Digitale Effizienz

ErdProfi und ErdMobile – optimiert und alles in einem System

Folgeaufgaben oder Werkstätten-Aufträge

für Dispo und Werkstatt runden das

Modul effizient ab und sorgen für mehr

Überblick. „Uns spart das Modul viel Zeit,

Kosten und Verwaltungsaufwand“ so

Natalie Magyer aus Untersiebenbrunn, die

das Modul bereits verwenden.

PLANCRAFT

Wenn das Handwerk digital wird

Wie plancraft den Baustellenalltag erleichtert

Mit den passenden Programmen und

Apps zu arbeiten, bringt Zeitersparnis,

verursacht weniger Fehler und

liefert mehr Informationen für

Entscheidungen. „Bei uns überschneiden

sich alle drei Vorteile“ so Helmut

Katherl, „denn wenn etwas vereinfacht

wird, spart man Zeit und macht

weniger Fehler. Weil im ErdMobile die

Grundlage für jede Eingabe die

Zeiterfassung ist, haben wir auch die

Kosten für alle Detailaufgaben und

damit die Basis für ein „ehrliches

Controlling“.

Nebenbei ist man dazu tagsüber live

informiert über das Geschehen auf den

Baustellen. Mit den neuen Modulen der

Softwarelösungen ErdProfi und ErdMobile

bietet die Katherl Software GmbH noch

mehr Erleichterung für die täglichen

Aufgaben in den Bereichen Erdbau,

Transport, Kies und Entsorgung.

KI gestützte Eingangsrechnungs-

Kontrolle findet Gründe für

Differenzen jetzt selbst

ErdProfi Anwender sind ja schon im

Genuss der Funktion, durch welche die

ER-Kontrolle aus den bereits einmal

erfassten Lieferungen und Leistungen

abgeleitet wird. Doch wenn sich der

Rechnungsbetrag nicht mit dem, was

schon erfasst wurde deckt, beginnt die

Arbeit erst. „Genau hier hilft uns jetzt die

KI“, so Katherl. „Natürlich wird auch bei

uns der Lieferant erkannt und ein

Assistent unterstützt dessen Neuanlage,

falls er noch nicht vorhanden ist. Aber wir

erkennen auch die Positionen und Erd-

Profi zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit,

wo sich die Differenzen verbergen. So

werden schnell aus 20 Minuten ‚lästiger

Sucherei‘ nur wenige Minuten und das ist

echter Nutzen für alle, die baustellenbezogene

Eingangsrechnungen kontrollieren

müssen.“

Unterschriften so einfach

einholen wie nie zuvor

Wie oft laufen Sie einer Unterschrift

hinterher? Abfallinfo für Baustellen,

Lieferscheine und weitere Dokumente

warten oft auf die Unterschrift, doch die

Person ist nicht greifbar. Mit dem E-Lieferschein

und der Möglichkeit zur Sammelunterschrift

im ErdMobile ist diese

Situation zwar schon viel besser, es geht

aber nicht immer nur um Lieferscheine.

Und manchmal ist auf der Baustelle

keiner da, der unterschreiben könnte.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten beliebige

nicht unterschriebene PDFs einer oder

mehrerer Personen per Link zukommen

lassen und dieser kann es ansehen,

einzeln oder auf einmal unterschreiben,

Kommentare hinterlassen und die noch

nicht unterschriebenen an Kollegen

weiterleiten. Und im ErdProfi werden

automatisch die nicht unterschriebenen

Dokumente mit den unterschriebenen

Dokumenten im DMS ersetzt.

Genau das ist jetzt im ErdProfi und sogar

mobil im ErdMobile möglich.

Aufgabenplaner für Maschinenwartung

und vieles mehr (Bild 1)

Fahrten und Geräteeinsätze werden mit

der Dispo verteilt. Aber was ist mit

sonstigen Aufgaben wie der Abfahrtskontrolle

und Maschinenwartung? Mit dem

neuen Aufgabenplaner können wiederkehrende,

aber auch einmalige Aufgaben samt

Anleitungen (aus dem DMS) mit beliebig

vielen Geräten verknüpft werden. Schließlich

hat man meist von einer Geräteart

mehrere Maschinen. ErdMobile weiß über

die Zeiterfassung, wer mit welcher

Maschine arbeitet.

Wenn das Zeitintervall anschlägt,

bekommt der Fahrer den Hinweis.

Die Erledigung oder Mängelerfassung

samt Foto und direkter Weiterleitung in

1

2

3

Projektplaner direkt im ErdProfi

Im ErdProfi gibt es jetzt ein Planungstool

ähnlich wie MS Project ® , nur vollintegriert

in ErdProfi.

Mit Unterstützung von Ausführungsvarianten

für alternative Planungen, frei

verwendbar oder verknüpfbar z. B. mit

LV-Projekten, Baustellen, Werken oder als

Vorstufe zur Einsatzplanung für die Dispo.

Der Zeitplan gibt Überblick und mit

definierbaren Abhängigkeiten und

Meilensteinen ist die Planung einfacher,

klarer und sicherer, egal worum es geht.

(Bild 2)

Interaktive Dashboards

und Power Charts

Wer mehr erkennt, kann mehr verbessern

und hiermit auch gleich interaktiv

ergründen, warum das so ist.

Das geht bis auf Einzelbeleg-Ebene samt

Dokumenten. Die Dashboards sind

beliebig definierbar und es können

bewährte Vorlagen importiert und bei

Bedarf angepasst werden. Die Power

Charts bieten über 20 Grafikarten und

bringen schnellen Überblick, wenn man

aus langen Listen nicht das erkennt,

wonach man sucht. Sie sind in allen

Bereichen der Dateneingabe und bieten

sogar interaktive Filterung dieser Daten

per Klick auf die grafischen Elemente.

(Bild 3)

KI-Abfragen direkt aus

dem integrierten DMS

Das vollintegrierte DMS brachte schon

eine massive Erleichterung und ein Ende

der Zettelwirtschaft mit Ordnern.

Das DMS bietet zwar vielfältige Suchmöglichkeiten,

aber es findet nur Treffer

nach übereinstimmenden Wörtern.

Genau hier hilft uns die KI, die jetzt auch

für selektiv anzugebende Dokumente

Abfragen ermöglicht, ähnlich wie in

ChatGPT ® . Das wichtige ist, dass die

bereits vergebenen DMS-Zugriffsrechte

auch hier automatisch berücksichtigt

werden. Und per Klick können auch die

Originaldokumente zum angezeigten

Inhalt geöffnet werden, weil man z. B.

nach der Frage, ob dieser Fall versichert

ist, dann doch gleich das ganze Versicherungsdokument

anzeigen will. Es ist in

ErdProfi und ErdMobile verwendbar.

www.ErdProfi.info

Viele Handwerksbetriebe kennen

diese Situation: Die Auftragsbücher

sind gut gefüllt, doch im Büro

wächst der Aufwand. Angebote,

Aufmaße und Rechnungslegung

kosten oft mehr Zeit, als man denkt

oder gar hat. Viele Betriebe wünschen

sich daher weniger Büroarbeit,

und mehr Raum fürs eigentliche

Kerngeschäft.

Genau hier setzt plancraft an. Eine

speziell für Handwerksbetriebe entwickelte

Software. Sie hilft Betrieben,

Projekte und Büroarbeit effizient zu

organisieren und doppelte Arbeit zu

vermeiden. So bleibt mehr Zeit für das,

was wirklich zählt: die Arbeit auf der

Baustelle oder beim Kunden.

Angebote, Arbeitszeiten oder Projekte

– direkt von der Baustelle

plancraft läuft auf allen Endgeräten – ob

auf dem Computer, dem Tablet oder dem

Smartphone. Angebote schreiben,

Arbeitszeiten erfassen oder Projekte

planen geht damit ganz einfach, direkt

von der Baustelle. Alle Daten werden

automatisch in der Cloud gespeichert

und sind jederzeit abrufbar. Eine

Installation ist nicht nötig, Updates

erfolgen automatisch im Hintergrund.

In der Praxis sieht das wie folgt aus: Mit

der integrierten Aufmaßfunktion lassen

sich bspw. Mengen direkt auf der

Baustelle erfassen und ins Angebot

übernehmen. Leistungsverzeichnisse

können im GAEB-Format importiert und

weiterverarbeitet werden. Der DATEV

Export erleichtert die Zusammenarbeit

mit der Buchhaltung, während die

digitale Zeiterfassung sicherstellt, dass

Arbeitsstunden lückenlos dokumentiert

werden.

Auch bei der Projektplanung bietet

plancraft Unterstützung. Die Plantafel

zeigt auf einen Blick, welche Aufträge

anstehen, wer im Einsatz ist und wann

Abwesenheiten eingeplant sind. Projekte

können durch einfaches Ziehen und

Verschieben flexibel organisiert werden,

was die Abstimmung zwischen Baustelle

und Büro vereinfacht.

Dokumente sofort auf

der Baustelle vollständig und

nachvollziehbar speichern

Zudem können Bautagesberichte,

Regieberichte oder Abnahmeprotokolle

direkt auf der Baustelle erstellt, überprüft

und digital unterschrieben werden.

Auftraggeberinnen und Auftraggeber

können ebenso vor Ort unterschreiben,

sodass Dokumente sofort vollständig und

nachvollziehbar gespeichert werden.

Die Digitalisierung im Handwerk

bedeutet keinen Verlust an Tradition,

sondern eine Stärkung von Qualität und

Effizienz. Lösungen wie plancraft helfen,

den Überblick zu behalten, Fehler zu

vermeiden und Büroarbeit zu vereinfachen.

So entsteht ein Gleichgewicht

zwischen handwerklicher Präzision und

moderner Organisation.

www.plancraft.at

Fotos: Plancraft

32 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 33



LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ

LOGISTIK, BAUSTELLENSICHERHEIT UND ARBEITSSCHUTZ

TS LEARN

Digitale Plattform für mehr Sicherheit auf Baustellen

Benutzerfreundliches Unterweisungssystem für rechtssicheren Arbeitsschutz

Sprachbarrieren, Dezentralität und

fehlendes Fachwissen zählen zu den

größten Herausforderungen der

heutigen Arbeitswelt. Besonders im

Bau- und Baunebengewerbe erschweren

diese Faktoren die Vermittlung

von Wissen zu Arbeitsschutz und

sicheren Arbeitsabläufen erheblich.

Hier setzt TS-Learn an – ein innovatives,

mehrsprachiges Unterweisungssystem,

das allen Beschäftigten auf der Baustelle

den direkten Zugang zu betrieblichen

Schulungen ermöglicht.

Einfache Handhabung

Das Besondere an TS-Learn ist der

niedrigschwellige Zugang: Anstatt sich

mühsam zu registrieren oder Passwörter

zu verwalten, erhalten Beschäftigte per

QR-Code sofort Zugriff auf die Schulungsinhalte

– ohne App-Download und ohne

E-Mail-Adresse.

Die Inhalte sind in mehreren Sprachen

abrufbar und werden für jedes Endgerät

optimiert dargestellt. Nach Abschluss der

Unterweisung erfolgt die Bestätigung per

Unterschrift direkt am Smartphone oder

Tablet. Dadurch sinkt der administrative

Aufwand erheblich, IT-Abteilungen

werden entlastet, und der Zugang wird

intuitiv und schnell.

Praxisgerechte Umsetzung

Gerade im Arbeitsschutz sind effiziente

Schulungsprozesse von entscheidender

Bedeutung. Präsenztermine lassen sich oft

schwer koordinieren, und Sprachbarrieren

führen zu Missverständnissen. TS-Learn

ermöglicht sowohl eigenständiges Lernen

als auch die begleitende Nutzung in

Präsenzunterweisungen – mit der Möglichkeit,

die Inhalte in der Muttersprache

mitzuverfolgen. Das steigert Verständlichkeit,

Akzeptanz und Rechtssicherheit –

Für weitere

Informationen:

www.ts-learning.com

Scannen Sie den

QR-Code in der Infobox

und erleben Sie,

wie einfach Sie Ihren

gesetzlichen Verpflichtungen

nachkommen

können.

und bringt damit echten Mehrwert für

Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen.

Neue Hitzeschutzverordnung bringt

Schulungspflicht für Betriebe

Mit der ab Anfang 2026 geltenden

Hitzeschutzverordnung reagiert der

Gesetzgeber auf die zunehmenden

Belastungen durch hohe Temperaturen

am Arbeitsplatz. Ziel ist es, Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer besser vor

gesundheitlichen Risiken wie Kreislaufproblemen,

Dehydrierung oder Hitzschlag

zu schützen – insbesondere auf Baustellen

und in Produktionsbetrieben.

Für Unternehmen und Führungskräfte

bedeutet das neue Regelwerk klare

Pflichten: Neben einer verpflichtenden

Gefährdungsbeurteilung sind technische,

organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen

umzusetzen – etwa durch

angepasste Arbeitszeiten, ausreichende

Trinkwasserversorgung, Beschattung oder

zusätzliche Pausen.

Neu ist außerdem eine nachweisbare

Schulungspflicht für Vorgesetzte und

Beschäftigte. Diese Unterweisungen

müssen künftig dokumentiert werden und

sollen sicherstellen, dass Führungskräfte

frühzeitig auf Hitzebelastungen reagieren

und geeignete Maßnahmen einleiten

können.

TS-Learn bietet mit seinem benutzerfreundlichen

Unterweisungssystem eine

effiziente Lösung, um diese neuen Anforderungen

rechtssicher umzusetzen.

www.ts-learning.com

Pittel+Brausewetter sorgt für ein optimiertes Baustellenmanagement mit 123erfasst. So werden manuelle

Prozesse abgelöst von direkt dort digital erfassten Informationen, wo sie entstehen – auf der Baustelle.

NEVARIS + 123ERFASST

Mit Digitalisierung auf der Baustelle

zu nachhaltigem Erfolg

Pittel+Brausewetter setzt nach NEVARIS-Einführung auf 123erfasst

Das österreichische Traditions- und

Familien-Bauunternehmen

Pittel+Brausewetter entschied sich zu

einem weiteren großen Schritt in

Richtung digitale Baustelle. Nach der

erfolgreichen Implementierung von

NEVARIS für Kalkulation und Projektverwaltung

setzt das Unternehmen

nun für ein optimiertes Baustellenmanagement

auf 123erfasst. Ziel

ist es, manuelle Prozesse abzulösen

und Informationen direkt dort zu

erfassen, wo sie entstehen – auf der

Baustelle.

Von der Zettelwirtschaft

zur digitalen Baustelle

Astrid Kirschner, Leiterin der Abteilung

Innovation und Technik, kennt die

Herausforderungen im Baustellenalltag

genau. Als ehemalige Bauleiterin weiß sie,

wie zeitraubend doppelte oder gar fünffache

Datenerfassungen sind. „Ich habe

selbst erlebt, wie ineffizient es ist, wenn

Notizen erst auf Papier, dann in WhatsApp

und schließlich in Excel landen“, sagt sie.

Mit NEVARIS und 123erfasst will sie

diesen Prozess revolutionieren.

Rund 200 Mitarbeiter – darunter Bauleiter,

Techniker, Poliere und Vorarbeiter –

nutzen mittlerweile die mobile App

123erfasst. Im Fokus stehen derzeit

Qualitäts- und Aufgabenmanagement

sowie Bautagesberichte. Besonders

geschätzt wird die intuitive Foto-Funktion:

Statt Fotos manuell zuzuordnen, werden

sie nun projektspezifisch, chronologisch

und mit Standortverortung abgelegt – ein

großer Schritt hin zu einer lückenlosen

Dokumentation.

Schrittweise Einführung für

nachhaltigen Erfolg

Das Innovationsteam um Kirschner setzt

auf ein schrittweises Rollout und nimmt

die gebotene Rücksicht auf den Faktor

Mensch. So können sich die Mitarbeitenden

an die neue Arbeitsweise gewöhnen

und erste Erfolge direkt erleben. Durch

Checklisten und strukturierte Aufgabenverwaltung

entfällt das mühsame Jonglieren

zwischen Papier, Excel und verschiedenen

Tools.

Zudem schafft die geplante Schnittstelle

zu NEVARIS eine durchgängige digitale

Kette – von der Kalkulation über die

Projektsteuerung bis zur Abrechnung.

Erfasste Stunden aus 123erfasst sollen

künftig automatisch in NEVARIS übernommen

werden. „Für uns ist das die

ideale Verbindung zwischen Baustelle und

Büro“, so Kirschner.

Herausforderungen und Kulturwandel

Trotz der Vorteile bringt der Wandel auch

Herausforderungen mit sich. „Das

Feedback reicht von ,Endlich geht’s

digital!’ bis ,Wir brauchen noch Zeit’“,

berichtet Kirschner. Besonders das

Verständnis für präventives Qualitätsmanagement

müsse noch wachsen: „Viele

dokumentieren erst, wenn etwas schiefläuft.

Dabei soll die Dokumentation helfen,

Qualität frühzeitig nachzuweisen und

Streitfälle zu vermeiden.“

Auch die Integration bestehender Projekte

– etwa durch unterschiedliche Nummerierungssysteme

– erfordert anfänglich

Mehraufwand. Doch das Team ist überzeugt,

dass sich die Investition langfristig lohnt.

Fazit: Zwei Systeme, ein Ziel

Mit der Kombination aus NEVARIS und

123erfasst schafft Pittel+Brausewetter die

Basis für eine durchgängig digitale Bauabwicklung.

Während NEVARIS die kaufmännischen

und organisatorischen Prozesse

abbildet, sorgt 123erfasst für Transparenz

und Effizienz direkt auf der Baustelle. Der

traditionsreiche Baubetrieb zeigt damit

eindrucksvoll, wie Digitalisierung im

Bauwesen gelingen kann – Schritt für Schritt

und immer mit dem Blick auf die Praxis.

www.123erfasst.de

Foto: Pittel + Brausewetter

34 NOVEMBER 2025 | BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL BAUBLATT.ÖSTERREICH-SPECIAL | NOVEMBER 2025 35



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