01.12.2025 Aufrufe

Newsletter_12-2025_DE

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.

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DE 12/25

Reinraumklasse 7

im Bestand

umsetzen


TITEL

Ein Praxisbeispiel für flexible und wirtschaftliche Lösungen

Reinraumklasse 7 im

Bestand umsetzen

Die Anforderungen an Reinräume in der

Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt,

Halbleiterindustrie und anderen hochsensiblen

Branchen steigen kontinuierlich.

Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über

die Möglichkeit, neue Gebäude zu errichten

oder bestehende Räumlichkeiten aufwendig

umzubauen. Zudem ist es nachhaltiger

und wirtschaftlicher, vorhandenen Raum

umzunutzen. Hier setzt die sphairlab GmbH

an: Mit einem innovativen Reinraumkonzept,

das sich in kürzester Zeit in bestehenden

Gebäuden installieren lässt, zeigt das

Unternehmen, wie Flexibilität, Wirtschaftlichkeit

und technische Präzision vereint

werden können.

In Bergisch Gladbach entstand kürzlich

ein Reinraum der Klasse 7 nach ISO 14644-1,

der diese Prinzipien verkörpert. Zwei bisher

als Büros genutzte Räume wurden zu einem

rund 30 Quadratmeter großen Reinraum

inklusive Schleuse umgebaut. Die besondere

Herausforderung bestand darin, die

begrenzte Fläche und die niedrige Deckenhöhe

optimal zu nutzen. Dank des textilen

Reinraumzelts von sphairlab konnte der

verfügbare Platz jedoch effizient ausgenutzt

werden, ohne dass strukturelle Veränderungen

am Gebäude notwendig waren.

Die Wände und die Decke des Reinraums

bestehen aus speziellen Textilien und

transparenten Folien, die nicht nur leicht

und flexibel sind, sondern auch natürliches

Licht in den Raum lassen. Dies schafft nicht

nur eine angenehme Arbeitsatmosphäre,

sondern ermöglicht auch einen Einblick von

außen, ohne dass Besucher oder Kollegen

den Reinraum betreten oder sich einschleusen

müssen. Das technische Herzstück des

Reinraums bildet ein Lüftungssystem mit

HEPA-Filtration, das außerhalb des Raumes

positioniert ist und die gefilterte Luft

über einen textilen Quellauslass in den

Reinraum leitet. Diese Konstruktion sorgt

für eine gleichmäßige Verdrängungsströmung,

die Zugluft vermeidet und die Einhaltung

der Reinraumklasse 7 nach ISO 14644-1

garantiert.

Ein weiteres Merkmal des Reinraums ist

der Notausgang, der durch einen Reißverschluss

in der Reinraumwand umgesetzt

wurde. Diese Lösung unterstreicht die Flexibilität

des Systems und zeigt, dass auch bei

textilen Reinräumen die relevanten Sicherheitsstandards

erfüllt werden können. Der

Aufbau und die Produktion des Reinraums

erfolgte in enger Zusammenarbeit mit regionalen

Partnern aus der Städteregion Aachen

und Nordrhein-Westfalen. Innerhalb weniger

Tage war der Reinraum einsatzbereit,

sodass der Kunde, die Prothea Technologies

GmbH, die neuen Räumlichkeiten schnell

für die Produktion in der Medizintechnik

nutzen konnte.

Ein entscheidender Vorteil des sphairlab-Konzepts

liegt in der Wirtschaftlichkeit.

Traditionelle Reinräume erfordern oft hohe

Investitionen in den Neubau oder den Umbau

bestehender Gebäude. Das textile Reinraumzelt

hingegen ermöglicht die Nachrüstung

in bereits vorhandenen Räumen, ohne

dass aufwendige Baumaßnahmen notwen-

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DEZEMBER 2025

Frohe Vorweihnachtszeit – auch im Reinraum!

dig sind. Zudem ist das System modular aufgebaut, sodass der Reinraum

bei Bedarf erweitert oder an einen anderen Standort verlegt

werden kann. Diese Flexibilität ist besonders für wachsende Unternehmen

oder sich ändernde Anforderungen von großem Vorteil.

Fabian Klarner, Managing Director and VP Engineering der Prothea

Technologies GmbH, fasst die Vorteile des neuen Reinraums

zusammen: „Dank des Reinraumzelts von sphairlab konnten wir aus

zwei leeren Büros nahezu invasivlos einen Reinraum erstellen. Jeder

Millimeter unserer Fläche konnte effizient genutzt werden. Besonders

begeistert sind wir von der Flexibilität, den Reinraum später

einfach umziehen oder erweitern zu können.“ Dieses Projekt zeigt,

dass Reinräume nicht zwangsläufig teuer oder unflexibel sein müssen.

Mit innovativen Lösungen wie dem textilen Reinraumzelt von

sphairlab lassen sich auch in Bestandsgebäuden hochwertige, zertifizierte

Reinräume schaffen – schnell, wirtschaftlich und zukunftssicher.

Das Beispiel in Bergisch Gladbach demonstriert, wie moderne

Reinraumtechnologie auf die Anforderungen von Unternehmen zugeschnitten

werden kann, die auf aufwendige Umbauten oder Neubauten

verzichten möchten. Die Kombination aus textilen Materialien

und modularer Bauweise macht den Reinraum von sphairlab zu

einer attraktiven Lösung für eine Vielzahl von Branchen. Ob in der

Medizintechnik, dem Sondermaschinenbau oder der Halbleiterindustrie

– das Konzept bietet die Möglichkeit, Reinräume dort zu

etablieren, wo sie bisher aus Platz- oder Kostengünden nicht realisierbar

waren.

Für Unternehmen, die vor der Herausforderung stehen, Reinraumbedingungen

in bestehenden Gebäuden zu schaffen, bietet

das sphairlab-System eine überzeugende Alternative zu herkömmlichen

Lösungen. Es zeigt, dass Innovation und Wirtschaftlichkeit

Hand in Hand gehen können, um den wachsenden Anforderungen

an Reinräume gerecht zu werden.

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,

Die Tage werden kürzer, die Lichterketten

leuchten, und überall duftet es nach Plätzchen.

Doch während andere sich auf die Feiertage

vorbereiten, bleibt im Reinraum alles präzise,

kontrolliert und sauber.

In dieser Ausgabe unseres Newsletters werfen

wir einen Blick auf die neuesten Entwicklungen,

Standards und Innovationen rund um Reinraumtechnik.

Von kreativen Architekturvorschlägen,

effizienten Filterlösungen bis zu digitalen

Monitoring-Systemen – damit Ihr Reinraum auch

im neuen Jahr auf dem neuesten Stand ist und Sie

entspannt ins Jahr 2026 starten können.

> Reinraumklasse 7 im Bestand umsetzen

> Ein Gespräch über Architektur, Industrie

und Mehrwert

> Automatisiertes Reinraum-Monitoring in der

pharmazeutischen Produktion

> So lassen sich moderne Reinräume sicher

und effizient realisieren

> Wenn die Verpackung zur Gretchenfrage wird

> Definiert saubere Oberflächen als

Dienstleistung vom Anlagenhersteller

> Pulverlacke für die Hightech-Arbeitswelt

der Zukunft

> . . .

Mit freundlichem Gruß

sphairlab GmbH

Abteilung sphairlab

Merzbrück 212

D 52146 Würselen

Telefon: +49 163 2518059

eMail: info@sphairlab.com

Internet: http://www.sphairlab.com

Reinhold Schuster

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Ein Gespräch über

Architektur, Industrie und Mehrwert

Mehr als nur

ein Reinraum

Foto: Vincent Rieger, München

Industriebauten werden heute häufig als rein

technische Funktionshüllen verstanden – eine

Domäne der Ingenieure. Dabei haben Architekten

wie Walter Gropius, Giles Gilbert Scott oder

die Planer der Zeche Zollverein einst gezeigt,

welch ikonische Kraft in Industriearchitektur

liegen kann.

Jakob Bader

Dipl.-Ing. univ. Architekt

Foto: Daniel Ingold, München

Im Münchner Süden erlebt die Luft- und

Raumfahrtszene seit einigen Jahren einen

dynamischen Aufschwung. Hier entschied sich

2023 das Satelliten-Startup Reflex Aerospace,

seine Produktion aufzubauen – und suchte

dafür nicht nur technische Kompetenz, sondern

auch architektonisches Gespür.

Wir sprechen mit Jakob Bader, dem Architekten

des Projekts, über Reinräume, industrielle

Atmosphären und darüber, warum auch

Produktionsstätten Lebensorte sind.

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Seite 4/75


Fotos: Vincent Rieger, München

RO: Herr Bader, Reflex Aerospace ist ein junges Hightech-

Unternehmen. Wie kam es dazu, dass ein klassisches

Architekturbüro – Ihres – beauftragt wurde, eine

industrielle Satellitenmanufaktur zu gestalten?

Bader: Das Startup wollte nicht nur einen funktionierenden Reinraum,

sondern einen Standort, der den eigenen Qualitätsanspruch sichtbar macht.

Unsere Aufgabe war, eine leerstehende Industriehalle auf dem IABG-

Gelände in Ottobrunn zu transformieren – entrümpeln, strukturieren und

einen maßgeschneiderten Reinraum darin errichten. Dass dies nicht nur

technisch, sondern auch architektonisch gedacht werden sollte, war für den

Auftraggeber entscheidend.

RO: Den Reinraum selbst hat Petek Reinraumtechnik gebaut.

Wie sah die Zusammenarbeit aus?

Bader: Petek baut seit Jahrzehnten Reinräume und arbeitet mit einem sehr

überzeugenden Konzept: Ein eigenständiger Stahlbau wird errichtet,

darunter befindet sich eine durchgängige Installationsebene für Lüftung,

Klima und Elektrik. Darunter wiederum hängt der Reinraum als

eigenständige Paneelkonstruktion.

Für uns Architekten eröffnet diese Struktur enorme gestalterische und

funktionale Möglichkeiten – insbesondere die vollständig begehbare obere

Ebene, die standardmäßig nur der Technik vorbehalten wäre.

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RO: Sie haben dieses Potenzial stärker genutzt, als es üblich ist.

Was war Ihr Ansatz?

Bader: Ich habe von Anfang an gesehen, dass der Stahlbau mehr kann als

nur Technik tragen. Gemeinsam mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht

haben wir ausgelotet, wie wir diese Ebene rechtssicher für weitere Zwecke

erschließen können. So entstand ein Grundriss mit zwei entgegengesetzten

Fluchttüren und zwei bequemen Treppenläufen. Dadurch wurde die obere

Ebene zu einer vollwertigen Galerie.

RO: Und auf dieser Galerie befindet sich nun

ein Aufenthaltsbereich?

Bader: Genau. Neben einem Materiallager haben wir dort eine Teeküche mit

Sitzbereich eingerichtet – ein gemütlicher, fast wohnlicher Ort. Das ist kein

ständiger Arbeitsplatz, deshalb waren die Anforderungen moderater, und

die lichte Höhe konnte zugunsten des Reinraums gering gehalten werden.

Gleichzeitig sorgt eine große, wasserdicht verschweißte PU-Wanne dafür,

dass keine Flüssigkeiten in den Reinraum gelangen können. Sicherheit und

Atmosphäre schließen sich nicht aus.

RO: Lassen Sie uns über die bestehende Halle sprechen.

Welche Rolle spielte sie für den Entwurf?

Bader: Eine große Rolle. Die Halle ist ein 6 m hoher, kathedralenartiger

Raum aus den frühen 1980er-Jahren, mit Milchglasbändern, feuerroten

Fenstern und Türen, schilfgrünen Stahlbauteilen und rohem Beton. Diese

Farben und Materialien sind wertvoll. Der Reinraum wirkt darin wie ein

weißer, hell leuchtender Solitär – fast wie ein Raumschiff im Hangar.

Wir haben ihn exakt in den Bestand eingepasst, ohne einen Quadratmeter

zu verschenken. Seine Autarkie – also das eigene Tragsystem – sorgt zudem

dafür, dass keine Schwingungen übertragen werden.

RO: Neben Architektur und Industrie sprechen Sie auch

von „Mehrwerten“. Was bedeutet das konkret?

Bader: Mehrwert entsteht, wenn Architektur über die bloße Erfüllung

von Funktionen hinausgeht:

– Die technische Struktur wurde maximal ausgenutzt – eben

zweigeschossig statt eingeschossig.

– Die vorhandene Buntheit des Bestands wurde nicht kaschiert,

sondern als schöner Kontrast genutzt.

– Jeder Bereich wurde so dimensioniert und angeordnet,

dass er funktional und atmosphärisch Sinn ergibt.

– Und am Ende ist das Ergebnis nicht nur effizient, sondern

auch schön. Das ist Mehrwert, den Architektur schaffen kann.

RO: Sie vertreten die Einstellung, dass auch Reinräume

und Industriehallen Lebensorte sind. Was meinen Sie damit?

Bader: Menschen verbringen dort einen Großteil ihres Tages. Diese Räume

prägen Stimmung, Leistungsfähigkeit und Identifikation mit dem

Unternehmen. Deshalb sollte man sie nicht auf technische Standards

reduzieren. Warum sollten nur Wohnungen, Museen oder Restaurants

schön sein? Gerade Arbeitsräume müssen inspirieren und Kraft geben.

Gute Architektur stärkt auch Arbeitgeberattraktivität und Unternehmensidentität.

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Foto: Vincent Rieger, München

RO: Zum Schluss: Hat Reflex Aerospace aus Ihrer Sicht

die richtige Entscheidung getroffen?

Bader: Unbedingt. Das Unternehmen präsentiert sich nun in Bayern mit

einer Anlage, die nicht nur hervorragend funktioniert, sondern auch

den Anspruch und die Haltung des Unternehmens sichtbar macht.

Das ist ein starkes Statement – nach innen wie nach außen.

Das Projekt in Ottobrunn zeigt exemplarisch, wie fruchtbar

die Zusammenarbeit zwischen Hightech-Industrie und

Architektur sein kann. Wo andere ein reines Funktionsgebäude

errichten würden, ist ein Ort entstanden, der

Technik, Gestaltung und Menschlichkeit verbindet – ein

moderner Lebens- und Arbeitsraum im besten Sinne.

Jakob Bader, Dipl.-Ing. univ. Architekt

Jakob Bader Architektur JBA, München

architektur@jakobbader.de

www.jakobbader.de

Architekturfotografie

Vincent Rieger, München

kontakt@vincentrieger.com

www.vincentrieger.com

Foto: Vincent Rieger, München

Foto: Vincent Rieger, München

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Automatisiertes Reinraum-Monitoring

in der pharmazeutischen Produktion

Bei der sterilen Herstellung von Pharmazeutika ist die Qualität des Reinraums

ausschlaggebend und muss daher permanent überwacht werden. Neben der Partikel-

steht dabei vor allem die Keimzahlmessung im Vordergrund. Neue, automatisierte

Systeme reduzieren nicht nur das Kontaminationsrisiko. Sie sorgen

auch für eine höhere Produktivität dank geringerer manueller Eingriffe, wie ein

Modernisierungsprojekt von Syntegon bei einem internationalen Kunden zeigt.

Um die Qualität parenteraler Pharmazeutika

zu gewährleisten, sind robuste sterile

Prozesse erforderlich. Bestimmt werden

diese unter anderem durch die Qualität der

Produktionsumgebung. Prozessschritte, bei

denen das sterile Arzneimittel, seine Bestandteile

sowie die Behältnisse, Träger und

Komponenten aseptisch verarbeitet werden

sollen, erfordern eine Reinraumumgebung,

die in ISO-Standards und Regularien wie

dem EU GMP Annex 1 oder der FDA GMP-

Guidance genau beschrieben ist. Um eine

bestimmte Reinraumklasse zu erreichen,

sind Kriterien zur Partikelkonzentration und

-größe vorgegeben.

Partikel- und Keimzahlmessung

Für eine stabile Qualität der Produktionsumgebung

müssen eine kontrollierte Temperatur

und Feuchte, ein kontinuierlicher

Luftaustausch, eine definierte Strömung

und ein geregelter Überdruck gegenüber

der Umgebung niedrigerer Reinraumklassen

gegeben sein. Doch selbst wenn diese

Voraussetzungen alle erfüllt sind, muss die

Reinraumqualität permanent überwacht

werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass

Abweichungen früh genug erkannt werden.

Partikelmessungen lassen sich mittels physikalischer

Messtechnik durchführen, die

Größe und Anzahl pro Volumenelement

zuverlässig ausgeben und bei einer Über-

Im Kontext des EU GMP Annex 1 hat das Reinraum-Monitoring weiter an

Bedeutung gewonnen. © Syntegon

schreitung definierter Grenzwerte warnen

oder die Produktion unterbrechen können.

Bei Keimen ist das komplizierter: Einzelne

Keime sind zu klein, um sie in einem

mikroskopischen Verfahren in Echtzeit

zu detektieren und von nicht keimfähigen

Partikeln zu unterscheiden. Hingegen sind

Kolonien von Keimen auf einem geeigneten

Nährmedium zählbar und identifizierbar.

Die Keimzahl lässt sich dabei aktiv und passiv

feststellen. Bei der aktiven Probennahme

wird kontinuierlich oder phasenweise

ein definiertes Volumen der Reinraumluft

entnommen und über ein Nährmedium geleitet.

Bei der passiven Keimzahlsammlung

werden Nährmedien an entscheidenden

Stellen des Produktionsprozesses offen der

Reinraumluft exponiert und mittels Nährmediumsplatten

die Sedimentationsrate

von lebensfähigen Keimen pro Zeiteinheit

gemessen.

Herausforderung Sedimentationsplatten

Allein schon die Positionierung der für das

passive Keimzahlmonitoring erforderlichen

Nährmediumsplatten – in der pharmazeutischen

Industrie besser bekannt als Sedimentationsplatten

– birgt einige Herausforderungen:

Sie sollen sich in der Nähe

wichtiger Prozessschritte, wie etwa dem

Füllen, befinden. Gleichzeitig dürfen sie

den Zugang zu technischen Einrichtungen

nicht behindern, die manuelles Auf- oder

Umrüsten sowie die manuelle Justierung

erfordern. Am besten platziert sind die Sedimentationsplatten

auf Höhe des Produkts.

So können Keime aus der vorbeigeführten

Luft aerodynamisch mit dem Nährmedium

in Kontakt kommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der

Annex 1 den Austausch dieser Sedimentationsplatten

nach spätestens vier Stunden

vorschreibt – ein Prozess, der bisher mit

manuellen Eingriffen durch das Bedienpersonal

in die pharmazeutische Prozesszone

verbunden war. Im Füll- und Verschließprozess

von Injektionslösungen sind Restricted

Access Barrier Systems (RABS) und Isolatoren

üblich, die für den Austausch der Nährmedien

über Handschuheingriffe verfügen.

Doch diese Handschuhe müssen vor und

nach jedem Eingriff auf Dichtigkeit überprüft

werden. Der gesamte Prozess kann bis

zu einer Stunde dauern und führt, gerade

bei längeren Produktionskampagnen oder

kostenintensiven Medikamenten, zu einem

wirtschaftlich relevanten Umsatzverlust.

Höhere Effizienz in der Produktion

Abhilfe schaffen hier automatisierte Sedimentationsplatten-Wechsler:

Ohne

menschliche Eingriffe werden die Sedimentationsplatten

nach den vorgeschriebenen

vier Stunden automatisch ausgetauscht.

Dies ist vor allem für Abfülllinien

mit längeren Chargenzeiten ein großer Produktivitätsgewinn,

etwa bei der Herstellung

von Insulin, Impfstoffen oder Heparinen,

die üblicherweise über mehrere Tage hinweg

verarbeitet werden. Der Einsatz dieser

Wechsler ist aber auch bei kürzeren Chargen

sinnvoll, da die Zahl der Handschuheingriffe

für Routinezwecke generell reduziert

wird.

Um diese Systeme auch auf existierenden

Linien nachrüsten zu können, sind

sie kompakt gestaltet und kommen ohne

größere Durchbrüche in die Maschinengrundplatte

aus. Benötigt werden lediglich

eine Stromzufuhr und eine Datenanbindung.

Gerade bei Bestandslinien ist es

wichtig, dass die Wechselsysteme mit den

dort etablierten Sedimentationsplatten an

den bereits definierten Positionen verwendet

werden können. Dies setzt in manchen

Fällen auch die Verarbeitung von Sedimen-

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Stunden lang in der Anlage verbleiben können.

Das entspricht insgesamt zwischen 60

und 80 manuellen Eingriffen pro Charge.

Das Bedienpersonal benötigte zuvor rund

20 Minuten, um die Sedimentationsplatten

an den sieben Positionen auszutauschen.

Entsprechend musste die Produktion pro

Charge für etwa drei Stunden unterbrochen

werden. Somit spart der automatische SPC

2000 rund drei Stunden wertvolle Produktionszeit

und reduziert die manuellen Eingriffe

pro Charge erheblich.

Der kompakte SPC lässt sich nahtlos

in Maschinen von Syntegon sowie von Drittanbietern integrieren. © Syntegon

Auf dem Weg in eine automatisierte,

Annex 1-konforme Zukunft

Der neue Settle Plate Changer SPC 2000

von Syntegon automatisiert das passive

Keimzahlmonitoring. © Syntegon

tationsplatten mit verriegelbaren Deckeln

voraus. Eine Ergänzung durch einen Data-

Matrix-Code-Leser, der die individuelle Seriennummer

der exponierten Platte mit dem

Zeitraum der Exposition kombiniert, bietet

sich für einen automatisierten Workflow

sowie für die Rückverfolgbarkeit, lückenlose

Dokumentation und fehlerfreie Auswertung

der Nährmedien zusätzlich an.

Praxisbeispiel: SPC von Syntegon

Die im Markt verfügbaren Systeme können

im Magazin bis zu sechs beziehungsweise

zwölf Petrischalen fassen – und damit

maximal 24 beziehungsweise 48 Stunden

Produktion ohne weiteren Eingriff bis zum

Magazinwechsel abdecken. Das trifft auch

auf den neuen Settle Plate Changer (SPC)

von Syntegon zu, der erstmals auf der Achema

im Juni 2024 vorgestellt wurde und kurz

darauf bereits den Deutschen Verpackungspreis

gewann. Der SPC automatisiert den

Austausch der Sedimentationsplatten und

ist sowohl mit dem Erwerb einer Neumaschine

als auch in Form einer Nachrüstung

für bestehende Anlagen erhältlich. Diese

Option wählte kürzlich eine internationale

Contract Development and Manufacturing

Organization (CDMO).

Der Kunde entschied sich für sieben SPC

2000 Einheiten für die Nachrüstung einer

bestehenden RABS-Anlage sowie für eine

weitere eigenständige Einheit zur Überwachung

des umgebenden Reinraums der

Klasse B. Im Zuge der Automatisierung

dieser Prozesse stellte das Unternehmen

außerdem von nicht verschließbaren auf

verschließbare Sedimentationsplatten um.

Derzeit ist der SPC 2000 von Syntegon die

einzige auf dem Markt erhältliche Lösung,

die die Deckel der Sedimentationsplatten

vollautomatisch ver- und entriegelt. Darüber

hinaus sorgen Data-Matrix-Codes

auf den Sedimentationsplatten für mehr

Prozesssicherheit und Rückverfolgbarkeit.

Sie werden automatisch gescannt und die

Daten direkt an das Laborinformations- und

Managementsystem (LIMS) übertragen.

Höhere Produktivität, weniger manuelle

Intervention

Zu den Zielen des Modernisierungsprojekts

gehörten die Erhöhung der Prozesssicherheit

durch automatische Handhabung sowie

die Eliminierung von Fehlerquellen

durch geringere manuelle Eingriffe. Vor allem

aber spielte die Leistungssteigerung in

einem wettbewerbsintensiven Markt eine

wichtige Rolle. Um diese Ziele zu erreichen,

entwickelten die Syntegon-Experten

zunächst ein Mock-up der bestehenden

Abfüllanlage beim Kunden und führten anschließend

eine detaillierte Berechnung der

potenziellen Produktivitätssteigerungen

durch. Bereits während der Entwicklung

des SPC zeigten interne Berechnungen,

dass die Anlagenverfügbarkeit je nach Auslastung

und Anzahl der Positionen innerhalb

der Maschine um bis zu 300 Stunden

pro Jahr gesteigert werden kann.

In diesem konkreten Kundenprojekt beträgt

die Dauer einer Charge bis zu 36 Stunden.

Dabei sind pro Charge neun Wechsel

der Sedimentationsplatten erforderlich, da

diese gemäß den Vorschriften maximal vier

Neben signifikanten Vorteilen für die Produktivität

erfüllt der SPC eine weitere

wichtige Anforderung: Sie macht die Abfüllanlage

Annex 1-konform. Obwohl es

sich um eine EU-Richtlinie handelt, hat das

Dokument Auswirkungen auf die globale

Pharmaindustrie, da die Spezifikationen

die Herstellungsprozesse aller in die EU

importierten Arzneimittel betreffen. Daher

ist die Einhaltung dieser Vorschriften auch

für den asiatischen Kunden relevant, der

flüssige Pharmazeutika für globale Kunden

und Märkte abfüllt. Das zweite Kapitel des

Annex 1 hebt unter dem Schlagwort „appropriate

technologies“ die Automatisierung

sowie Robotersysteme zur Einhaltung der

Sterilität hervor. Mit dem SPC lassen sich

manuelle Eingriffe in die Prozesszone für

das Reinraum-Monitoring um bis zu 80 Prozent

verringern und reduzieren somit das

Kontaminationsrisiko auf ein Minimum.

Die regulatorischen Anforderungen

machen es deutlich: Die pharmazeutische

Industrie muss und wird sich immer stärker

hin zu automatisierten Prozessen verändern.

Dies betrifft sowohl die Produktionsschritte

an sich als auch das passive

Keimzahlmonitoring im Reinraum. Weniger

manuelle (Handschuh-)eingriffe senken das

Kontaminationsrisiko. Zusammen mit einer

besseren Rückverfolgbarkeit und Datenkonsistenz

bei Probenahmen lässt sich so eine

deutlich höhere Qualität des Reinraum-Monitorings

erzielen. Die Steigerung der Produktivität

ist für pharmazeutische Hersteller

in einem kostensensitiven Markt ein weiteres

gewichtiges Argument – und wird Schritt

für Schritt den Weg von konventionellen hin

zu automatisierten Systemen ebnen.

Syntegon Technology GmbH

Blaufelder Straße 45

Telefon: +49 7951 4020

D 74654 Crailsheim

eMail: packaging-ph@syntegon.com

Internet: http://www.syntegon.com

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Seite 9/75


Umbau der Energiezuführung durch eine reinraumtaugliche Energiekette mit Einhausung.

Modernisierung von drei

Brückenkrananlagen bei

der IABG in Rekordzeit

Modernisierte Krananlage

Die Altmann GmbH hat die Modernisierung von drei Brückenkrananlagen im

Raumfahrttestzentrum der IABG-Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH

in Ottobrunn erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, die Anlagenverfügbarkeit

zu erhöhen, den betrieblichen Materialfluss unter ISO-8-Reinraumbedingungen

abzusichern und die Krananlagen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen

– und das innerhalb eines Projektzeitraums von nur vier Wochen.

Ausgangslage

Die drei Krananlagen stammten aus den

1980er-Jahren und waren mit Gleichstrommotoren

und Kabelschleppen ausgestattet.

Die Krane dienen dem innerbetrieblichen

Transport von Raumfahrt- und Industrieprüflingen

sowie IABG-Material, teilweise

in hochsensiblen Reinraumumgebungen.

Umfang der Modernisierung

Die Altmann GmbH realisierte eine vollständige

technische Erneuerung der Anlagen:

– Antriebstechnik: Austausch aller

Kran-, Katz- und Hubmotoren durch

moderne, frequenzgeregelte Antriebe

– Integration: Konstruktion und Fertigung

passgenauer Adapterstücke zur

Einbindung der neuen Motoren

– Steuerungstechnik: Komplette

Umrüstung der Schaltschränke auf die

neueste Steuerungsgeneration

– Bedienung: Installation einer modernen

Funkfernsteuerung für mehr Flexibilität

und Sicherheit

– Energiezuführung: Einbau reinraumtauglicher

Energieketten mit Einhausung

– Sicherheit & Präzision: Einbau von Laserdistanzsensoren

für Vor- und

Endabschaltung der Kranfahrt

Besondere Herausforderung: Zeit

Der gesamte Projektumfang – von Demontage,

Vermessung, Konstruktion der Adapterstücke,

Fertigung, Montage bis zur Inbetriebnahme

– wurde in nur vier Wochen

umgesetzt. Dies ermöglichte einen nahezu

unterbrechungsfreien Betrieb im IABG-

Raumfahrttestzentrum.

Statement

„Dieses Projekt zeigt, wie leistungsfähig und

flexibel wir auch bei komplexen Modernisierungen

im laufenden Betrieb agieren

können.

Die Kombination aus modernster Steuerungs-

und Antriebstechnik, reinraumtauglicher

Energieführung und Laserpräzision

bringt die Krananlagen der IABG auf

Umrüstung der Schaltschränke

auf die neueste

Steuerungsgeneration.

den neuesten Stand und sichert deren Verfügbarkeit

für viele Jahre.“

Robert Altmann

Geschäftsführer - Altmann GmbH

Langjährige Partnerschaft

Die Altmann GmbH war bereits zuvor mit

mehreren Kranprojekten bei der IABG beauftragt.

Das aktuelle Projekt bestätigt die enge

Zusammenarbeit und das Vertrauen in die

Kompetenz von Altmann bei der Modernisierung

hochanspruchsvoller Krananlagen.

ALTMANN GmbH

Oberdieberg 23-25

D 83544 Albaching

Telefon: +49 8076 88790

eMail: info@altmann-foerdertechnik.de

Internet: http://www.altmann-foerdertechnik.de

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Flexible Raumlösungen für anspruchsvolle Fertigungsumgebungen

So lassen sich moderne Reinräume

sicher und effizient realisieren

Modulare, begehbare Reinräume bieten Unternehmen eine praxisgerechte und wirtschaftliche Lösung, um höchsten

Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit, Bewegungsfreiheit und Anpassungsfähigkeit gerecht zu werden. Besonders in

sensiblen Branchen wie der Halbleiterfertigung, Medizintechnik oder optischen Industrie spielen solche Raumlösungen

eine zentrale Rolle für die Qualitätssicherung und Prozessstabilität.

Mit steigender Produktkomplexität und zunehmendem Qualitätsanspruch

in immer mehr Industriezweigen wächst auch der Bedarf

an kontrollierten Fertigungsumgebungen, in denen Partikelkonzentration

und Umgebungsbedingungen exakt reguliert werden können.

Zugleich verändern sich die Anforderungen hinsichtlich der

Gestaltung dieser Reinräume. Neben maximaler Sauberkeit stehen

heute Flexibilität und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Statt großflächiger,

fest installierter Reinräume suchen Unternehmen vermehrt

kompakte Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen

integrieren lassen – etwa als modulare Einheiten mit

einer Grundfläche von 2 x 2 oder 6 x 6 Metern. Diese kleinen, begehbaren

Reinräume eignen sich besonders als nachträgliche Einbauten

oder Erweiterungen und bieten einen hohen Grad an Anpassungsfähigkeit.

Dabei beschreibt die Bezeichnung „begehbarer

Reinraum“ eine vollständig geschlossene Raumlösung, die betreten

werden kann – im Gegensatz zu offenen Laminar-Flow-Systemen

oder zeltartigen Systemen. Ein wichtiger Aspekt bei der praktischen

Umsetzung solcher Reinraumlösungen ist der einfache Zugang zu

technischen Komponenten für Wartungs- und Servicearbeiten.

Denn Filter, Leuchten und weitere Deckenkomponenten müssen

beispielsweise in gewissen Abständen überprüft und gegebenenfalls

ausgetauscht werden. Daher sind sie idealerweise von oben zugänglich

– über eine begehbare Decke. Modular aufgebaute Systeme aus

Aluminiumprofilen bieten eine geeignete Basis für die Konstruktion

von Reinräumen: Sie kombinieren Stabilität und Sicherheit mit hoher

Variabilität und ermöglichen zugleich eine einfache Montage

und Erweiterung.

Um den steigenden Anforderungen in der Reinraumtechnik

gerecht zu werden, bieten sich modulare Systembaukästen an,

die sich flexibel erweitern und anpassen lassen.

Anforderungen an moderne Reinräume

Die Anforderungen an Reinräume variieren je nach Branche, dienen

jedoch immer dem Ziel, die Herstellung unter kontrollierten Bedingungen

zu gewährleisten, um Produkte vor Kontamination zu schützen

und die Prozesssicherheit zu erhöhen. Besonders hohe Anforderungen

gelten in der Halbleiterindustrie, der Medizintechnik sowie

bei der Herstellung von optischen Produkten. In der Halbleiterindustrie

sind beispielsweise metallische Verunreinigungen – insbesondere

durch Zink – strikt zu vermeiden. Auch Materialien mit

hoher Ausgasung, wie PVC oder bestimmte Silikone, sind kritisch,

da selbst kleinste Partikel oder Moleküle empfindliche Elektronikkomponenten

stören können. Die Anforderungen an die Luftreinheit

sind hier besonders hoch, oftmals im Bereich der ISO-Klassen 1

bis 5. In der Medizintechnik und pharmazeutischen Produktion hingegen

liegt der Fokus stärker auf mikrobiologischer Reinheit. Hier

gelten die GMP-Vorgaben (GMP = Good Manufacturing Practice),

die unter anderem regelmäßige Nachweise zur Keimfreiheit vorschreiben.

Auch die Reinigbarkeit der Oberflächen ist ein entschei-

Vor allem kleine, begehbare Reinräume sind ideal

in bestehende Produktionsumgebungen integrierbar.

dendes Kriterium – insbesondere dort, wo mit Isopropanol oder anderen

aggressiven Reinigern gearbeitet wird. Die optische Industrie

stellt wiederum andere Anforderungen: Neben der Luftreinheit ist

hier oft auch die Beleuchtung ein zentrales Thema, insbesondere

bei manuellen Fertigungsschritten oder in der Qualitätssicherung.

Gleichmäßige, schattenfreie Ausleuchtung ist notwendig, um feinste

Details erkennen zu können. Ein zentraler Aspekt in allen Branchen

ist die Erzielung einer optimalen Luftströmung: Der Partikelfluss

muss gezielt aus dem Prozessbereich herausgeführt werden,

weshalb eine durchdachte Anordnung der Filter-Fan-Units (FFUs)

erforderlich ist. Moderne Reinräume sollen sich zudem leicht an

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veränderte Anforderungen anpassen lassen. Flexibilität und Modularität

sind daher essenzielle Kriterien.

Lösungsmöglichkeiten im modularen Systembau

Um den steigenden Anforderungen in der Reinraumtechnik gerecht

zu werden, bieten sich modulare Systembaukästen an. Konstruktionen

auf Basis von Aluminiumprofilen wie die von item haben sich

dabei als besonders flexibel und praxistauglich erwiesen. Sie lassen

sich individuell anpassen und nachträglich erweitern, bei Bedarf

aber auch demontieren und neu konfigurieren – ein klarer Vorteil

gegenüber starren, konventionellen Bauweisen. Vor allem kleine,

begehbare Reinräume sind ideal in bestehende Produktionsumgebungen

integrierbar. Sie dienen der gezielten Abschottung sensibler

Prozesse. Oftmals müssen diese Räume auch einen Zugang zu den

an der Decke installierten FFUs und Beleuchtungen ermöglichen –

beispielsweise zum Wechsel von Leuchtmitteln, zu Wartungszwecken

und zum Austauschen von Filtern. Die Integration wartungsbegehbarer

Decken ist deshalb häufig Bestandteil des Konzepts.

Stabil, sicher, begehbar – was Reinraumdecken leisten müssen

Gerade bei kompakten, modular aufgebauten Reinräumen bietet

eine begehbare Decke die nötige Zugänglichkeit, ohne den laufenden

Betrieb im Inneren zu stören. Zur Umsetzung stehen grundsätzlich

drei Varianten zur Verfügung: freitragend, abgehängt oder mit

Säulen gestützt. Während freitragende Decken ohne zusätzliche

Stützen auskommen und einen ununterbrochenen Arbeitsbereich

ermöglichen, wird bei größeren Einheiten häufig die abgehängte

Variante gewählt. Hierbei wird die Decke an bestehenden Hallenstrukturen

befestigt, um die Durchbiegung zu minimieren. Auf

säulengestützte Konstruktionen wird dagegen meist verzichtet, da

sie die Bewegungsfreiheit im Raum einschränken und den Produktionsfluss

behindern können.

Das Profil X 8 240x40 1NO von item gewährleistet ähnlich

wie ein Doppel-T-Träger im Stahlbau eine minimale

Durchbiegung der Decken.

Die LED-Einlegeleuchte 1200x300 wurde speziell für den Einsatz

in Rasterdecken von Reinräumen entwickelt und sorgt für eine

homogene Lichtverteilung sowie blendfreie Ausleuchtung.

Die Doppelflügeltür 8 bietet sich anj, wenn im Reinraum

breite oder besonders hohe Durchgänge erforderlich sind.

Mit dem umfangreichen Portfolio ermöglicht item

individuelle Konstruktionen für zahlreichen Anwendungen im Reinraum.

Der Sockelstellfuß ermöglicht eine präzise Nivellierung

und sorgt für eine stabile Bodenverankerung.

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Die technische Umsetzung solcher Deckenlösungen ist anspruchsvoll

– insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Normenkonformität.

Zu berücksichtigen ist vor allem die Norm DIN

EN 1991 für Einwirkungen auf Tragwerke. Um Planern die nötige

Sicherheit zu geben, hat item einen eigenen Leitfaden entwickelt,

der auf realen Belastungstests und statischen Berechnungen

basiert. Dabei wurden typische Szenarien berücksichtigt –

etwa der Einsatz mehrerer FFUs in Kombination mit zwei Personen

auf der Decke. Als Trägerprofil wurde das Profil X 8 240x40

1NO gewählt, das ähnlich wie ein Doppel-T-Träger im Stahlbau

eine minimale Durchbiegung der Decken gewährleistet – auch

bei großer Spannweite. Auch die senkrechten Wände halten der

Belastung stand, ebenso wie die Schraubverbindungen. Für die

Konstruktion von zu Wartungszwecken begehbaren Deckenfeldern

ist die DIN EN 1991-1-1 maßgebend. Sie schreibt vor, dass zu

Wartungszwecken begehbare Decken einer Mindestbelastung

von 1.000 N standhalten müssen. Die Deckenfelder aus item

Komponenten wurden in zwei Versuchsreihen geprüft und hielten

sogar Belastungen von bis zu 2.000 N stand. „Mit unserem

Leitfaden bieten wir dem Konstrukteur die nötige Sicherheit“,

erklärt Kevin Haas, Produktmanager Reinraum bei item. „Wenn

er sich an die Vorgaben hält, kann er sicher sein, dass die Decke

entsprechenden Belastungen standhält, und muss keinen

zusätzlichen Aufwand für eigene Statikprüfungen betreiben.“

Neben den konstruktiven Vorgaben kommt es auf den gezielten

Einsatz geeigneter Komponenten an. So stehen bei item für die

Konstruktion der Deckenfelder entsprechende Einfasssysteme

und robustes Verbundmaterial zur Verfügung, die als Systemlösung

Deckenfelder mit hoher Tragfähigkeit ergeben.

Passende Komponenten für individuelle Reinraumlösungen

Besonders entscheidend für den Aufbau eines funktionalen

Reinraums sind geprüfte Komponenten, die sowohl technisch

als auch hygienisch überzeugen. Ein Beispiel ist die Einlegeleuchte

LED 1200x300 von item, die speziell für den Einsatz

in Rasterdecken von Reinräumen entwickelt wurde. Eine opalisierte

Kunststoffscheibe sorgt für eine homogene Lichtverteilung

und blendfreie Ausleuchtung. Die Leuchte erfüllt die

Anforderungen der DIN EN ISO 14644-1 und ist für Nassreinigung

geeignet. Verwendet werden silikonfreie, ausgasungsarme

Materialien und antibakterielle Dicht- und Klebstoffe – ideal für

sensible Produktionsbereiche in Medizintechnik, Pharma oder

Halbleiterfertigung. Ein weiteres praxisnahes Detail ist der Sockelstellfuß,

der eine präzise Nivellierung ermöglicht und für

eine stabile Bodenverankerung sorgt – ein entscheidender Vorteil

bei freistehenden Raumstrukturen. Darüber hinaus bietet

item mit der Doppelflügeltür 8 eine Lösung für Anwendungen,

bei denen breite oder besonders hohe Durchgänge erforderlich

sind, beispielsweise für den Transport großer Bauteile oder

Anlagen. Die Tür basiert auf dem bewährten Systembaukasten

und lässt sich in individuellen Abmessungen realisieren. Je nach

Bedarf kann nur ein Flügel oder beide Flügel geöffnet werden.

„Unsere Kunden schätzen, dass sie auf ein durchgängiges, geprüftes

System zurückgreifen können – ganz gleich, ob sie einen

kleinen Prüfraum oder eine komplexe Reinraumstruktur realisieren

möchten“, fasst Kevin Haas zusammen. Mit ihrem breiten

Komponentenportfolio bietet item damit nicht nur technologische

Vielfalt, sondern auch Investitionssicherheit: Alle Bauteile

sind systemkompatibel sowie langlebig und lassen sich flexibel

an wechselnde und stetig steigende Anforderungen anpassen.

UNTOUCHABLE

MOPPHANDLING OHNE

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Neue Website:

hydroflex-group.com

item Industrietechnik GmbH

D 42699 Solingen

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A member of Dastex Group


Nachhaltige Pharmaindustrie

mit Sterilisatoren

Nachhaltigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der

streng regulierten Pharmaindustrie zu vereinbaren, ist

eine große Herausforderung. Dieser stellt sich Syntegon

als strategischer Partner gemeinsam mit Kunden – und mit

technologischen Innovationen, die ihnen helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele

zu erreichen, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

Diesen Ansatz verkörpert beispielsweise der HWBV-Sterilisator

der Syntegon-Tochter SBM Schoeller-Bleckmann Medizintechnik.

Pharmazeutische Hersteller setzen das Heißwasserberieselungsverfahren

zum Beispiel für die Sterilisation von befüllten Kunststoffoder

Glasbehältnissen wie Arzneimittelflaschen oder Ampullen ein.

Herausforderung: hoher Energiebedarf

beim Sterilisationsprozess

Der Prozess ist energieintensiv: Wasser wird auf rund 121 Grad Celsius

erhitzt, berieselt die Behältnisse und wird anschließend wieder

abgekühlt. Das Zirkulationswasser macht typischerweise 40 Prozent

der Energiebilanz des gesamten Prozesses aus – eine signifikante

Kosten- und Emissionsquelle für Pharmaunternehmen.

Mit gezielten Optimierungen am HWBV-Sterilisator von SBM

Schoeller-Bleckmann Medizintechnik reduzieren Kunden ihren

Verbrauch von Energie und Wasser – und senken damit ihre Betriebskosten.

Das Prinzip ist simpel und effektiv: Weniger Prozesswasser-Volumenstrom

in den Pumpen bedeutet geringeren

Stromverbrauch. Zusätzlich sorgen neu entwickelte Verteiler- und

Produkttassen für eine bessere Filmabdeckung der Behältnisse und

optimieren dadurch die Wärmeübertragung.

Innovation mit messbarem Effekt

Durch die reduzierte Wassermenge und deren effizientere Nutzung

lassen sich wiederum Pumpe, Wärmetauscher und Leitungen kleiner

dimensionieren, was zusätzliche Senkungen des Wasserbedarfs

mit sich bringt. Mit diesem verbesserten Design, das zusätzlich an

individuelle Produkte angepasst werden kann, lassen sich teilweise

sogar Prozesszeiten reduzieren. Dank modernster Simulationsmethoden

(CFD) und umfangreichen Versuchsreihen erzielen die zahlreichen

technischen Optimierungen beachtliche Ergebnisse:

– Bis zu 20 % weniger Prozesswasserbedarf für die Sterilisation

– Bis zu 10 % weniger CO2-Emissionen und Energiekosten

– Bis zu 7 % Verkürzung von Prozesszeiten in Heizund

Abkühlphase

Syntegon Technology GmbH

Blaufelder Straße 45

D 74654 Crailsheim

Telefon: +49 7951 4020

eMail: packaging-ph@syntegon.com

Internet: http://www.syntegon.com

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Wissenschaftliche Innovation vorantreiben

Das innovativste Forschungsund

Entwicklungszentrum

der Schweiz | pRED

Anwendung

Mit dem neuen pRED Center in Basel schafft Roche ein hochmodernes

Umfeld für zukunftsweisende Forschung und Entwicklung. Ziel

des Projekts war es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken

und optimale Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Innovation

zu schaffen. Die flexibel gestalteten Labor- und Büroräume, die

unmittelbar nebeneinander liegen, fördern den direkten Austausch

und die Entstehung neuer Forschungsansätze.

In den vier Neubauten (Bau 4–7) wurden rund 1’800 moderne

Arbeitsplätze eingerichtet. Das pRED Center umfasst zwei Laborhochhäuser

mit einer Höhe von 114 bzw. 72 Metern, ein Bürogebäude

sowie ein Kongresszentrum (26 m bzw. 18 m). Auf insgesamt 33

Etagen verteilen sich 150 Laboreinheiten und kombinierte Arbeitsbereiche

für Forscherinnen und Forscher. Die Gebäude sind mit

neuester Labortechnologie und digitalen Lösungen ausgestattet und

wurden gezielt auf kollaboratives Arbeiten und eine End-to-End-

Forschungslogik ausgelegt – mit dem Ziel, Innovationen schneller zu

den Patientinnen und Patienten zu bringen.

Die Lösung

Im Rahmen des Neubaus des pRED Centers in Basel durfte Skan

einen entscheidenden Beitrag zur Ausstattung der hochmodernen

Laborinfrastruktur leisten: Insgesamt 241 Sicherheitswerkbänke claire®

neo wurden termingerecht geliefert, installiert und in Betrieb

genommen.

Die zahlreichen innovativen Merkmale der claire neo®-Serie

ermöglichen ein hohes Mass an Nachhaltigkeit, ohne Kompromisse

bei Leistung und Sicherheit.

Ein zentrales Merkmal der Lösung ist das durchgängige Rastermaß

der Sicherheitswerkbänke, das eine optimale Integration in

die bestehende Laborplanung des pRED Centers ermöglicht. Diese

Anpassung stellt sicher, dass die Arbeitsplätze nicht nur höchsten

Sicherheits- und Hygienestandards entsprechen, sondern sich auch

nahtlos in die modular aufgebaute Laborumgebung einfügen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Roche und Berner International

konnte eine Lösung entwickelt werden, die sowohl funktional

als auch ergonomisch auf die Bedürfnisse der Forscherinnen und

Forscher zugeschnitten ist. Die erfolgreiche Umsetzung ist ein bedeutender

Meilenstein – für Roche, für den Projekterfolg insgesamt

und für uns als SKAN.

SKAN AG

CH 4123 Allschwil

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Reinraumverpackungen im kontaminationskritischen Umfeld

Wenn die Verpackung

zur Gretchenfrage

wird

Reinraumverpackungen aus Kunststoff

sichern die Qualität pharmazeutischer

Produkte – stehen aber wegen

neuer EU-Vorgaben im Spannungsfeld

von Patientensicherheit und Nachhaltigkeit.

Wie PPWR und GMP-Anforderungen

in Einklang gebracht werden

können, zeigt dieser Beitrag.

Reinraumtaugliche Kunststoffverpackungen sichern die Qualität und

Hygiene pharmazeutischer Produkte. (Bild: Strubl)

Bei der Produktion von pharmazeutischen beziehungsweise medizintechnische

Produkten müssen hohe Anforderungen an Produktqualität,

Sauberkeit und Hygiene erfüllt werden. Die Vermeidung

von partikulärer, chemischer, mikrobiologischer Kontamination

ist möglich, wenn die Primärpackmittel in einem qualifizierten

Reinraumumfeld produziert werden. Kunststoffverpackungen sind

jedoch in den letzten Jahren als kritisches Element in den Bereichen

Umwelt und Nachhaltigkeit in den Blick der Konsumenten

gerückt. Darauf hat die Europäische Union mit der kürzlich verabschiedeten

Packaging & Packaging Waste Regulation (PPWR)

reagiert. Für Reinraumverpackungen aus Kunststoff müssen diese

geänderten Rahmenbedingungen risikobasiert analysiert und beurteilt

werden.

Risikobasierte Betrachtung von Reinraumverpackungen

aus Kunststoff

Die Bedeutung der Primärpackmittel insbesondere für pharmazeutische

Produkte steht außer Frage und wird vom GMP-Leitfaden

in Kapitel 5.45 klar und deutlich formuliert: „Der Auswahl, Qualifizierung,

Genehmigung und Beibehaltung von Lieferanten des

primären und bedruckten Verpackungsmaterials sollte eben so viel

Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie die der Lieferanten von

Ausgangsstoffen.“ Verpackungen werden also qualitativ auf dem

gleichen Niveau wie pharmazeutische Rohstoffe eingestuft. Das gilt

für die gesamte Prozesskette zur Herstellung von Pharmaprodukten.

Und eine risikobasierte Betrachtung der eingesetzten Primärpackmittel

aus Kunststoff ist unvermeidlich. Grundsätzlich können

4 Gruppen tieferliegender Kontaminationsquellen identifiziert

werden:

– Rohstoff-Risiken: hier steht die Verstoffwechselung zwischen

Verpackung und Produkt im Mittelpunkt und daraus resultierende

Risiken für die Produktqualität. Dies soll ja im Vorfeld durch

Migrationsanalysen beziehungsweise Extractables / Leachables

Studien analysiert und durch die Spezifikation adäquater Rohstoffkonformitäten

vermieden werden. Diese Risiken werden

auch in der VDI 2083, Blatt 9.2. Abschnitt 16.2 Verpackungsmaterialien

thematisiert: „Eine Kontamination des Produkts durch

Migration … muss ausgeschlossen werden.“

– Prozess-Risiken: Es ist unbedingt darauf zu achten, die Kontamination

des Reinraum- beziehungsweise GMP-Umfeldes durch

qualitativ nicht adäquate Verpackungen zu vermeiden.

– Logistik-Risiken: es muss geklärt werden wie das Ein- und Ausschleusen

von Produkten und Verbrauchs-/Gebrauchsmaterialien

erfolgen soll.

– Produkt-Risiken: hier stehen die produkttechnischen Kriterien

der Verpackung im Mittelpunkt, also zum Beispiel Dichtheit,

Festigkeit, Siegelbarkeit, Sterilbarriereeigenschaften.

GMP-gerechte Reinraumproduktion erzeugt Qualität

Die EU-Verordnung PPWR stellt neue Anforderungen an Verpackungsmaterialien

– auch im sensiblen Bereich der Medizintechnik. (Bild: Strubl)

Es geht darum, Kontamination der sensiblen Produkte zu vermeiden.

Mikrobiologische und partikuläre Verunreinigung muss vermieden

werden, um Produktschutz und Patientensicherheit nicht

zu gefährden. Das Motto „Qualität erzeugen, nicht erprüfen“ bedeu-

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Seite 16/75


tet also, die eingesetzten Kunststoffverpackungen reinraumtauglich

und GMP-konform zu produzieren. Und das ist nachvollziehbar,

wenn man an die chemischen Prozesse denkt die bei produktberührenden

Verpackungen stattfinden. Die Funktion der Migrationsanalysen

bei Lebensmittelverpackungen unter Zugrundelegung

der EU Verordnung 10/2011 über Materialien und Gegenstände aus

Kunststoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung

zu kommen und Extractables & Leachables-Studien in der Pharmazie

wie diese zum Beispiel in Leitfäden der FDA, EME(A), USP, EP

beschrieben sind, liegt eben genau darin, kritische Wirkungen von

Verpackungsmaterialien auf das Packgut ex ante zu identifizieren,

zu qualifizieren und risikobasiert zu beurteilen. Damit wird Verbraucher

– und Patientenschutz gewährleistet.

Primärverpackungen in der Verordnung EU 2025/40 (PPWR)

Verpackungen sind aus verschiedenen Gründen ein Thema geworden,

das in der Gesellschaft intensiv diskutiert wird. Einerseits gilt

es Verpackungsabfälle zu vermeiden und der Kreislaufwirtschaft

wieder zuzuführen um damit Nachhaltigkeit und Umweltstandards

zu verbessern. Andererseits spielen Verpackungen eine gewichtige

Rolle bei der Produkt- und Patientensicherheit. Das Thema der

Nachhaltigkeit wird an den Stichworten Recyclingfähigkeit, Materialreduktion,

Mono- versus Verbundmaterialien, Kennzeichnungspflichten,

Chemrecycling, Biobased-Kunststoffe oder biologisch

abbaubare Kunststoffe deutlich. Die EU hat mit der VO 2025/40

(PPWR - Packaging & Packaging Waste Regulation) verbindliche

Vorgaben formuliert. Aus der Perspektive von pharmazeutischen

und medizintechnischen Primärverpackungen sind vorallem die

Artikel 6 Recyclingfähige Verpackungen und Artikel 7 Mindestrezyklatanteil

in Kunstoffverpackungen zu beachten, denn es gibt

wichtige Ausnahmen die zu beachten sind. Artikel 6 Abschnitt 11

und Artikel 7 Abschnitt 4 und 5 regelt Ausnahmen unter anderem für

Primärverpackungen, kontaktempfindliche Verpackung von Medizinprodukten

und In-vitro-Diagnostika, Verpackungen die notwendig

sind, um spezifische Anforderungen zur Erhaltung der Qualität

des Arzneimittels zu genügen.

Die Pharmaprozesskette muss vor diesem Hintergrund klären:

– Welche Regelungen der PPWR sind auf das spezifische

Verpackungssystem anzuwenden?

– Welche Ausnahmeregelungen sind anwendbar und wenn nicht

was bedeutet der Einsatz von Recyclingquoten für Zulassungen

und Spezifikationen?

– Unabhängig davon ist es natürlich mit Blick auf Umwelt und

Nachhaltigkeit sinnvoll die eingesetzten Verpackungen auf den

Prüfstand zu stellen und soweit möglich und sinnvoll Prinzipien

des Ecodesign wie von der Initiative „Runder Tisch“ vorgeschlagen

anzuwenden. Es geht um „Design for Recycling“.

Aus der Perspektive der GMP- beziehungsweise Reinraumverpackungen

ist die Vorgabe verpflichtender Rezyklateinsatz-

Quoten ein besonderes Problem. Es geht um Fragen der Zulassung,

der Materialreinheit, der Rezepturkonstanz. Wie wirkt

zum Beispiel der Einsatz von Post-Consumer-Recycling-Material

(PCR) auf Extractable/Leachable-Studien als Zulassungsvoraussetzung?

Welche Konsequenzen sind bzgl. der Prozessreinheit

im Reinraum zu erwarten? Es wäre fatal, wenn die sicheren,

sauberen, effizienten Kunststoffverpackungen als Primärpackmittel,

die nachweislich dem Schutz des Produktes dienen sollen,

durch die PPWR zum Kontaminationsrisiko werden und

somit möglicherweise die Produkt- und Patientensicherheit gefährden.

Strubl GmbH & Co. KG Kunststoffverpackungen

Richtweg 52

D 90530 Wendelstein

Telefon: +49 9129 90350

eMail: christoph.strubl@strubl.de

Internet: http://www.strubl.de

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COLANDIS Mietreinraum

– eine Erfolgsgeschichte

Als Basis für neue Geschäftsmodelle, zur Überbrückung einer Havarie

oder nur für ein bestimmtes Projekt – das sind unter anderem

Gründe warum seit Jahren auf den Mietreinraum der COLANDIS

GmbH zurückgegriffen wird.

Der erste Einsatz im August 2009 half dem Kunden seine Produktion

für den Zeitraum der Beseitigung einer Havarie in seinem

Reinraum aufrecht zu erhalten. Denn seine Produkte waren vergleichbar,

in Art und Preis. Hätte er seine Produktion stoppen müssen,

wären seine Kunden zu Marktbegleitern gegangen und die Kosten

der Kundenrückgewinnung wären unkalkulierbar gewesen. Im

Vergleich dazu war die Überbrückung mit dem Reinraum zum Mieten

planbar und flexibel.

Aktuell benötigen die Kunden des Unternehmens den Mietreinraum

meist, um zu prüfen, ob eine reine Produktion auf Dauer eine

Geschäftsfelderweiterung sein könnte. Den Fertigungsprozess haben

die Kunden perfekt im Griff, aber der Aspekt der Fertigung unter

reinen Bedingungen ist Neuland. Um zu evaluieren, ob und wie dies

funktionieren kann, unterstützt COLANDIS mit dem Mietreinraum

sowie – bei Bedarf – mit Beratung und Schulung rund um Logistik,

Reinigung und Verhalten.

Meistens werden die Mietreinräume in Deutschland genutzt,

aber schon jetzt liegt der Anteil der Nutzung im europäischen Raum

bei 22 % und die Nachfrage steigt. Der Einsatz außerhalb von Europa

ist leider durch die hohen Logistikkosten nicht rentabel.

Von anfänglich einem stehen nun bis zu sieben Mietsysteme zur

Verfügung. Damit hat COLANDIS über die Zeit ca. 60 verschiedene

Kunden mindestens einmal mit einem Mietreinraum unterstützt.

Drei Kunden bestellen regelmäßig für einzelne Projekte, da diese

noch nicht kontinuierlich in einem Reinraum fertigen müssen und

daher eine Investition in eine eigene Dauerlösung für sie aktuell

nicht wirtschaftlich ist.

Für einen bestimmten (Projekt-)Zeitraum wird ein Reinraum

benötigt? Innerhalb weniger Tage nach Bestelleingang und nach

Klärung aller logistischen Details ist der Mietreinraum beim Kunden

vor Ort und wird innerhalb kürzester Zeit von den Technikern

aufgebaut und in Betrieb genommen. Somit steht dem Kunden ein

Reinraum der Luftreinheitsklasse ISO 5 laut DIN EN ISO 14644-1

(immer in Abhängigkeit von Prozessen und Personen) mit 4 m Breite,

2,5 (oder 3) m Höhe und 5 m Länge zur Verfügung. Bei drei Kunden

wurde der Mietreinraum sogar auf 14 und 20 m verlängert, die

Prozesse entsprechend angeordnet und das Personal geschult. Die

Anordnung der Prozesse und die Schulung des Personals ist dahin-

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Seite 18/75


gehend wichtig, da der Reinraum horizontal mit reiner Luft durchströmt

wird, damit kritische Prozesse nahe der Filterwand stattfinden

– am saubersten Ort des Mietreinraumes.

Die COLANDIS GmbH konnte ihr System ebenfalls selbst für

ungewöhnliche Einsätze nutzen. So wurde dieser Mietreinraum

beim Unternehmen errichtet und die Garage kurzerhand zum

Reinraum umgebaut. Die bestehenden Reinräume waren für das

Kundenprodukt zu klein, so dass eine vorübergehende Vergrößerung

der Fläche notwendig war. Eingeschleust wurden Großteile

mit einem Gewicht von mehr als 3 t. Ein weiteres beträchtliches

Bauteil von mehr als 3 t konnte dank der Filterwand und einem

Umbau des Systems gereinigt und für den Kunden aufbereitet

werden.

Der Mietreinraum wird überwiegend in technischen Bereichen

eingesetzt. Für den medizinischen Bereich ist er aufgrund der Reinigungsanforderungen

nur bedingt geeignet.

Zeitlich gibt es keinerlei Einschränkungen. Ab einer Mindestdauer

von einem Monat kann der Mietreinraum für einen beliebigen

Zeitraum gemietet werden – ob 3 Monate oder 3 Jahre. Dies bleibt

dem Kunden überlassen.

Die Vorteile im Überblick:

– Bestellen – Liefern – Aufbauen – Einschalten – Nutzen

– Mieten zum günstigen Preis statt investieren

– Lediglich laufende Kosten

– Schnelle Verfügbarkeit

– Flexibler Mietzeitraum

Wer ebenfalls für einen kurzen Zeitraum eine reine Umgebung benötigt,

kann gemeinsam mit COLANDIS die Erfolgsgeschichte

weiterschreiben. Weitere Informationen zum Produkt gibt es unter

https://www.COLANDIS.com.

COLANDIS GmbH

Im Camisch 34

D 07768 Kahla

Telefon: +49 36424 76940

Internet: https://www.colandis.com

eMail: info@colandis.com

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SynTiso ermöglicht einen

schnellen aseptischen

Transport. (Bild: Syntegon)

Die Zukunft der Pharmaverpackung:

Zwischen Nachhaltigkeit, Hightech

und globalem Marktdruck

Die Pharmaindustrie zählt zu den innovativsten und umsatzstärksten

Branchen weltweit. Im Jahr 2024 setzte der

europäische Pharmamarkt rund 280 Milliarden US-Dollar

um. Allein in Deutschland belief sich der Umsatz im ersten

Quartal 2025 auf rund 16,6 Milliarden Euro – Deutschland

ist damit der größte europäische und der viertgrößte Pharmamarkt

weltweit. Parallel dazu wächst die Bedeutung der

Verpackungstechnologie: Sie ist nicht nur ein Mittel zur sicheren

Aufbewahrung und dem sicheren Transport von Medikamenten,

sondern auch ein Schlüsselthema im Bereich

Nachhaltigkeit.

Regulierung spielt in der Pharmaindustrie in Sachen Verpackung

eine zentrale Rolle; so wird die Packaging & Packaging Waste Regulation

(PPWR) mittelfristig auch die Pharma- und Medizintechnik-Branche

betreffen. Zwar gilt die Verordnung zunächst nicht für

die Verpackung von Medizingütern und Pharmazeutika - hier gelten

Übergangsfristen bis 2035 bzw. 2040, dennoch ist für die Branche

schon heute Handeln angesagt. Wie intensiv die Branche bereits an

Lösungen arbeitet, wird auch auf der interpack 2026 sichtbar – von

kreislauffähigen Blistermaterialien bis hin zu digitalisierten Produktionslinien.

Kreislauffähige Materialien für Pharmaprodukte

Das Thema Nachhaltigkeit rückt daher immer mehr in den Fokus.

Einige Lösungen – etwa wiederverwendbare und nachfüllbare Ver-

Steriline kombiniert Robotik mit einem

3D-Vision-System. (Bild: Steriline)

Das patentierte Siegelsystem FilmTeq siegelt

schonend von oben. (Bild: Christ Packing System)

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Vier Verpackungsunternehmen,

darunter Uhlmann Pac-Systeme, haben

gemeinsam eine nachhaltige Pharmablisterverpackung

aus Monomaterial entwickelt. (Bild: Etimex)

packungen – werden für Pharmazeutika zwar nur schwer zu realisieren

sein, ebenso wie der Einsatz von Rezyklaten, dem strenge

regulatorische Grenzen gesetzt sind. Im Bereich Primärverpackung

haben Packmittel- und Folienhersteller in den letzten Jahren aber

bereits eine Reihe nachhaltiger Alternativen entwickelt, etwa für

Standardblisterpackung aus PVC und Aluminium. Hier sind erste

Lösungen schon auf dem Markt, bei denen Form- und Deckfolie aus

PET oder PP oder sogar aus papierbasierten Materialien mit Barriere

bestehen.

In einem gemeinsamen Projekt haben etwa vier Verpackungsunternehmen

einen Polypropylen-Pharmablister entwickelt, der

den strengen Anforderungen der Pharmaindustrie entspricht. Das

Material von PP-Blisterfolienhersteller Etimex wurde dazu auf einer

modernen Blistermaschine von interpack-Aussteller Uhlmann Pac-

Systeme unter realistischen Bedingungen auf Praxistauglichkeit getestet

und optimiert.

Viele Maschinenhersteller sind nicht untätig gewesen und setzen

auf die Verarbeitung der nachhaltigen Verpackungsmaterialien.

Romaco produziert auf seiner neuen Plattensiegelmaschine Noack

N 760 Blisterpackungen aus recycelfähigem PET-Monomaterial. Sie

erzielt bei der Herstellung der PET/PET-Blister im vierbahnigen Betrieb

eine maximale Ausbringung von bis zu 150 Blistern pro Minute.

Die universell einsetzbare getaktete Blistermaschine eignet sich zur

Verpackung einer sehr breiten Produktpalette, angefangen bei festen

Arzneiformen über Ampullen und Medizinprodukte bis hin zu

halbfesten Formen.

Digitalisierung und Robotik im Pharmaprozess

Modularität, Automatisierung und Robotik zeichnen die jüngsten

Maschinenentwicklungen aus. Zahlreiche dieser Technologien sind

erstmals auf der interpack einem breiten Fachpublikum vorgestellt

worden und prägen seither die Produktionsprozesse.

Für sichere Primärverpackungen für sensible Medikamente

sorgt eine Technologie von Steriline. Das Unternehmen kombiniert

Robotik mit einem 3D-Vision-System (3D CPS), um Partikelemissionen

zu reduzieren und flexible, kontaminationsarme Produktionsprozesse

zu ermöglichen. Das System erkennt Objekte im Arbeitsbereich

und passt seine Bewegungen in Echtzeit an. Dadurch

können herkömmliche Zuführsysteme wie Trichter oder Vibrationsschalen

ersetzt werden. Entwickelt wurde das 3D CPS gemeinsam

mit ISS – Innovative Security Solutions, einem Spin-off des Politecnico

di Milano. Mit der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen

pharmazeutisches Prozess-Know-how mit modernster Robotik und

Bildverarbeitung verbinden.

Auch Christ Packing Systems setzt auf Innovation: Das Unternehmen

aus Ottobeuren hat ein Patent für eine neuartige Siegeleinheit

erhalten, die gezielt für die Anforderungen der Pharma- und

Medizintechnik entwickelt wurde. Anders als herkömmliche Ma-

Papierbasierte

VOID-Label bieten Manipulationsschutz

und sind recycelbar. (Bild: Securikett)

schinen, die von unten versiegeln, erfolgt das Siegeln bei der Film-

Teq 250 von oben. Laut Hersteller bleibt der Siegeltisch dadurch

unbeheizt, was die Aufwärmung des Produkts vermeidet und den

Kühlaufwand verringert. Das Top-Down-Verfahren ermöglicht zudem

eine kompaktere Maschinenkonstruktion mit geringerem

Platzbedarf.

Maschinenbauer wie Syntegon profitieren stark von der Dynamik

des Pharmamarktes: 2024 erzielte das Unternehmen ein

Rekordergebnis, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach

aseptischen Komplettlösungen. In diesem Jahr präsentierte der Systemanbieter

ein neues Linienkonzept für flüssige Pharmazeutika,

das gemeinsam mit zwei Partnern aus der Pharmaindustrie entwickelt

wurde. SynTiso sorgt auf kleinerer Fläche für einen schnelleren

aseptischen Transport und bis zu 50 Prozent kürzere Chargenwechsel.

Bei 100-prozentiger In-Prozess-Kontrolle werden bis zu 600

Spritzen, Vials oder Karpulen pro Minute verarbeitet – laut Syntegon

eine im Markt bislang noch nie dagewesene Geschwindigkeit. Diese

sei unter anderem in der Impfstoffherstellung ein wichtiger Faktor.

Die Anlage eignet sich zudem für die Abfüllung ready-to-use (RTU)

Behältnisse.

Smarte Verpackungen: Von NFC bis Funktionslabel

Neben der ökologischen Dimension rücken weiter digitale und

funktionale Mehrwerte in den Fokus. Verpackungen werden zunehmend

mit RFID-Chips, NFC-Labels und batterielosen Bluetooth-

Sensoren ausgestattet, um in Echtzeit Daten zu Standort, Temperatur

oder Zustand der Verpackung zu erhalten. Smarte Blister können

sogar noch mehr: über Sensoren registrieren sie die Entnahme

einzelner Tabletten und speichern so Dosierzeiten. Einen wichtigen

und zugleich nachhaltigen Originalitätsschutz bieten Sicherheitsetiketten

wie die papierbasierten VOID-Labels von Securikett, die

neben dem Manipulationsschutz zusammen mit der Faltschachtel,

die sie verschließen, recyclingfähig sind. Und die Verwendung von

elektronischen Beipackzetteln spart nicht nur Papier, sondern erleichtert

auch den Informationszugang für Verbraucherinnen und

Verbraucher.

Die interpack 2026 wird erneut maßgeschneiderte Lösungen

und innovative Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette

der Pharmaverpackung abbilden. Fest steht: Unternehmen, die

schon heute in Forschung, digitale Infrastruktur und kreislauffähige

Materialien investieren, werden sich langfristig Wettbewerbsvorteile

sichern. Denn künftig wird es weniger um den reinen Wirkstoff

gehen, sondern auch darum, wie sicher, nachhaltig und intelligent

ein Medikament zum Patienten gelangt.

Deutsche Messe AG

D 30521 Hannover

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Lohnreinigung – von der Grobreinigung bis zu High Purity-Anwendungen

Definiert saubere Oberflächen als

Dienstleistung vom Anlagenhersteller

Von der Grob- über die Zwischen- und Präzisions- bis zur Feinst- und High Purity-Reinigung – die bedarfsgerechte, wirtschaftliche

und nachhaltige Reinigung von Werkstücken und Baugruppen erfordert neben der optimal angepassten Reinigungstechnologie

auch entsprechendes Reinigungsknowhow. In ihren drei, auf unterschiedliche Reinigungsaufgaben und

Sauberkeitskategorien spezialisierten Test- und Dienstleistungszentren in Deutschland ermöglicht Ecoclean nicht nur die

bedarfsgerechte Auslegung von Reinigungsprozessen, sondern übernimmt als Dienstleister auch die Lohnreinigung von

Bauteilen aus verschiedensten Werkstoffen.

Ob hohe Produktivität, die Qualität nachfolgender Prozesse, eine

lange Produkt-Lebensdauer oder verbesserte Wettbewerbsfähigkeit,

als essentieller Fertigungsschritt beeinflusst die Bauteilreinigung

jeden dieser Punkte. Die Sauberkeitsanforderungen variieren

dabei je nach Branche, Werkstück und Fertigungsphase sowie Einsatzbereich

stark. Angepasst an die sehr unterschiedlichen Ansprüche

an die Sauberkeit betreibt Ecoclean in Deutschland seit Jahren

drei Test- und Dienstleistungszentren. Sie sind auf unterschiedliche

Reinigungsanwendungen spezialisiert und verfügen über modernste

Anlagen-, Prozess- und Trocknungstechnologien für die wasserbasierte

und Lösemittelreinigung sowie über angeschlossene Labore

für Sauberkeitsprüfungen, Verträglichkeitsuntersuchungen und

Qualitätsbestimmungen von Reinigungsmedien. Diese Ausstattung

ermöglicht neben aussagekräftigen Versuchen zur Auslegung und

Optimierung der Anlagentechnik und der Prozesse unter produktionsnahen

Bedingungen auch die maßgeschneiderte Reinigung von

Bauteilen aus nahezu allen Werkstoffen als Dienstleistung.

dustrie, bei Automobilzulieferern und weiteren Branchen in größeren

Stückzahlen hergestellt werden und bei denen keine strengen

Anforderungen an die Sauberkeit zu erfüllen sind, beispielsweise

oberflächlich „partikel- und fettfrei“. Die Sauberkeitskontrolle erfolgt

dabei visuell und mit herkömmlichen Messverfahren.

Lohnreinigung nach Maß in drei Kategorien

Das Spektrum reicht dabei von der klassischen Teilreinigung über

die Fein- und Präzisions- bis zur Feinst- und High Purity-Reinigung.

Darüber hinaus werden Hochdruckentgratung und -entschichtung

als Dienstleistung durchgeführt.

Im Bereich der klassischen Reinigung, der so genannten Kategorie

„A“, sind es überwiegend Bauteile, die in der allgemeinen In-

Die Lohnreinigung ist auch bei neuen Teilen mit sehr hohen

Anforderungen an die Reinheit eine optimale Lösung, da häufig nicht

sofort Investitionen in die entsprechende Ausstattung, beispielsweise

Anlagentechnik und Reinraum, getätigt werden möchten und entsprechend

geschultes Personal fehlt. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)

Engpässe bei der Reinigungskapazität, ein zu geringes Teileaufkommen,

Werkstücke mit höheren Sauberkeitsanforderungen – für die Bauteilreinigung

als Dienstleistung sprechen vielfältige Gründe. (Bildquelle:

Ecoclean GmbH)

Die Lohnreinigung erfolgt je nach Aufgabenstellung in einem der drei

spezialisierten Test- und Dienstleistungszentren. (Bildquelle: Ecoclean

GmbH)

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In den Bereich der Kategorie „B“, Fein- und Präzisionsreinigung, fallen Bauteile und

Komponenten aus verschiedenen Werkstoffen und unterschiedlichen Branchen,

beispielsweise Automotive, Luftfahrt, Sensor-, Elektronik- und Beschichtungsindustrie

sowie Medizintechnik. Es sind definierte Vorgaben hinsichtlich der partikulären

und filmischen Sauberkeit zu erfüllen, daher haben diese Teile üblicherweise

bereits eine Vorreinigung durchlaufen. Zu den typischen Anwendungen in diesem

Bereich zählt unter anderem die Reinigung von Gehäusen, optischen Komponenten,

Implantaten und medizinischen Instrumenten sowie von Teilen wie Bipolarplatten

vor der Beschichtung. Für die Kontrolle auf partikuläre und filmische Restverunreinigungen,

beispielsweise nach VDA 19 oder Werksnormen, stehen unter anderem

Mikroskope, Partikelscanner, Systeme zur Messung der Oberflächenspannung und

Endoskope sowie eine mobile Reinraumkabine zu Verfügung. Ist eine Validierung

von Reinigungsprozessen wie beispielsweise in der Medizintechnik erforderlich, beinhaltet

das Dienstleistungsangebot die entsprechende Unterstützung, z. B. durch

eine Vorvalidierung.

Aufgaben in der Feinst- und High Purity-Reinigung (Kategorie C), bei denen

extrem hohe Anforderungen hinsichtlich partikulärer, filmischer und organischer

Sauberkeit gestellt werden und so genannte „schädliche“ Elemente (Hydrogen Induced

Outgassing = HIO-Stoffe) zu vermeiden sind, werden in einem validierten

INGENIEURBÜRO &

REINRAUMSERVICE

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Reinraum der Klasse 7 mit Zonen ISO 6 durchgeführt. Integrierte Aufbereitungslösungen

für Osmose (RO)-, De-Ionisiertes (DI) und Ultra-Pure-Wasser (UPW) ermöglichen

den Einsatz aller in der Feinst- und High Purity-Reinigung verwendeten

Wasserqualitäten. Typische Anwendungen sind die Reinigung von Bauteilen aus der

Laser-, Mess-, Analyse-, Vakuumtechnik, Raumfahrt und Präzisionsoptik sowie von

Komponenten für Halbleiter-Produktionsequipment. Verschiedene, auch kundenspezifische

Mess- und Analyseverfahren (z. B. Mikroskopie, Restgasanalyse, UV-

Licht und Fluoreszenzmessung) sowie eine Verpackungsstation für gereinigte Teile

gewährleisten, dass die hohen Sauberkeitsanforderungen erfüllt werden.

Lohnreinigung – in vielen Fällen die Lösung

Das Angebotsspektrum in der Lohnreinigung reicht von der

klassischen über die Fein- und Präzisions- bis zur Feinst- und

High Purity-Reinigung. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)

Für die Reinigung als Dienstleistung sprechen vielfältige Gründe. Es beginnt bei

Kapazitätsengpässen der unternehmenseigenen Reinigung oder die Investition

in ein entsprechendes Reinigungssystem rechnet sich bei einem neuen Serienteil

aufgrund der Stückzahlen noch nicht rechnet. Durch gestiegene Anforderungen an

die Sauberkeit sind neue Prozesse zu entwickeln. Bei bestimmten Teilen müssen

höhere Sauberkeitsvorgaben erfüllt werden als beim Rest des Produktspektrums. Es

fehlt geschultes Personal, um die Einhaltung sehr hoher Sauberkeitsspezifikationen

sicherzustellen.

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EU-GMP-Leitfaden; Annex 15

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Seite 23/75


FreiLacke entwickelt innovative Lösung für Reinraum- und ESD-Anwendungen

Pulverlacke für die

Hightech-Arbeitswelt der Zukunft

Mit dem neuen „TEXON“ hat Interstuhl mit seiner Marke

Bimos einen Arbeitsstuhl für Umgebungen wie Reinräume,

Labore und ESD-Bereiche auf den Markt gebracht. Der

Stuhl erfüllt hohe Anforderungen an Funktionalität, Hygiene

und Beständigkeit. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein

eigens entwickelter Pulverlack von FreiLacke, der gleichermaßen

technische und gestalterische Vorgaben erfüllt.

Spezielle Produkte erfordern spezielle Herstellungsbedingungen.

Das gilt vor allem in der Forschung, in der Optik- und Lasertechnologie,

der Luft- und Raumfahrttechnik und anderen Hightech-Branchen.

Diese Bedingungen lassen sich zumeist nur in Laboren oder

Reinräumen erzeugen, wo die Luft über Filtersysteme staub- und

keimfrei gehalten wird. Andere Artikel benötigen ESD-Bedingungen,

also geschützte Bereiche, in denen elektrostatische Entladungen

kontrolliert werden, um empfindliche Bauteile vor Beschädigung

oder Zerstörung zu schützen.

Solch komplexe Arbeitsumgebungen stellen höchste Anforderungen

an Sicherheit, Ergonomie und Hygiene – Anforderungen,

die auch für das Inventar und das Mobiliar gelten. Mit dem „TEXON“

hat Bimos jetzt einen neuen Stuhl auf den Markt gebracht, der nicht

nur Reinraum-Bedingungen erfüllt, sondern bei seinem Launch sogleich

mehrere wichtige Designpreise einheimste.

In Reinräumen, Laboren und ESD-Bereichen gelten höchste Anforderungen

an Funktionalität, Sicherheit + Design. Mit dem TEXON hat die Interstuhl-Tochter

Bimos einen Arbeitsstuhl auf den Markt gebracht, der diese

Ansprüche erfüllt. (Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

Funktionalität und Resistenz im Fokus

Interstuhl, ein Familienunternehmen von der Schwäbischen Alb,

entwickelt und baut bereits seit sechs Jahrzehnten Stühle für die

Arbeitswelt, die Marke Bimos hat sich auf Arbeitsstühle für die

Produktion, ESD-Bereiche, Labore und Reinräume spezialisiert.

Die Stuhlkreuze, Stuhlgestelle und Stuhllehnen des neuen Arbeitsstuhl

„TEXON“ bestehen aus Aluminiumdruckguss und Stahl. Wie

von den Designern und Produktmanagern vorgegeben, sollten diese

Bauteile eine Metalloptik in den Farbtönen Weißaluminium und

Schwarzgrau erhalten. Was die technische Beschaffenheit betrifft,

so entschied man sich bei Interstuhl für Pulverlack, um ein Maximum

an Funktionalität und Resistenz der Oberfläche zu erzielen –

ein Nasslack wie bei den Prototypen wäre für das technische Team

nur eine Notlösung gewesen, denn das hätte nicht die gewünschte

Wertigkeit ergeben.

Eine passende Lacklösung war erforderlich, die auch die geforderten

Reinraum- und ESD-Auflagen erfüllen würde. Weil man bei

Interstuhl seit vielen Jahren eine sehr gute und partnerschaftliche

Zusammenarbeit mit dem ebenfalls familiengeführten Unternehmen

FreiLacke pflegt, ging die Anfrage direkt an die Lackexperten

aus dem Schwarzwald. Man wisse, was Freilacke leisten könne; zudem

waren mehrere Mitarbeitende bereits auf Schulungen in Döggingen,

heißt es aus dem Unternehmen.

Die Interstuhl-Marke Bimos hat sich auf Arbeitsstühle für die Produktion,

ESD-Bereiche, Labore und Reinräume spezialisiert.

(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

Der TEXON erfüllt hohe Anforderungen an Funktionalität, Hygiene und

Beständigkeit. (Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

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Mit dem „TEXON“ hat Bimos

jetzt einen neuen Stuhl auf

den Markt gebracht, der nicht

nur Reinraum-Bedingungen

erfüllt, sondern bei seinem

Launch sogleich mehrere

wichtige Designpreise

einheimste.

(Copyright: FreiLacke |

Emil Frei GmbH & Co. KG)

Hohe Beständigkeit gegen Reinigungs- und

Desinfektionsmittel gefordert

Wie Ralf Kerner vom FreiLacke-Branchenvertrieb berichtet, war die

Entwicklung des Pulverlacks durchaus anspruchsvoll: „Die Bauteile

waren zur Bemusterung mit Flüssiglacken beschichtet und sollten

nun per Pulverlack dieselben Oberflächen erhalten. Des Weiteren

mussten die Pulverlacke für Aluminiumdruckguss mit seinen ausgasenden

Eigenschaften eingestellt werden.“ Aufgrund der Einsatzorte

in Reinraum, ESD, Labor sowie in der Fertigung waren darüber

hinaus noch viele weitere Charakteristika gefordert, etwa eine ableitfähige

Einstellung nach DIN EN IEC 61340-5-1, eine hochabriebbeständige

Oberfläche sowie eine hohe Beständigkeit gegen teilweise

sehr aggressive Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Zudem

gab es bei der Effektausbildung und Oberflächenbeschaffenheit keinerlei

Toleranz. „Unser Service besteht darin, unseren Kunden Anwendungslösungen

zu bieten, auch wenn sie wie in diesem Fall sehr

anspruchsvoll und vielseitig sind“, sagt Kerner.

Look & Feel einer Metalloberfläche

Eine passende Lacklösung war erforderlich, um die geforderten

Reinraum- und ESD-Auflagen zu erfüllen.

(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

Den Entwicklern von FreiLacke gelang es, auf Basis von Polyesterharz

eine Pulverlack-Oberfläche zu erzeugen, die das Look & Feel

einer matten Metalloberfläche aufweist. Rund ein Jahr dauerte die

Entwicklung inklusive einiger Nachjustierungen, denn beim Weißaluminium

gab es zunächst Probleme mit dem Applikationsverhalten.

FreiLacke modifizierte den Lack in mehreren Schritten im eigenen

Labor, bis die Struktur vollständig überzeugte.

Der Pulverlack FREIOTHERM PP5151OI1384 in Weißaluminium

und der FREIOTHERM PP5061NRA721 in Schwarzgrau punkten in

Sachen Oberflächenhärte und mechanischer Beständigkeit mit guten

Werten und bestehen auch auf dem entgasenden Substrat. Aufgetragen

werden die Hightech-Lacke mit Corona-Pistolen und sind

einfach in der Verarbeitung, als Schichtdicke empfiehlt FreiLacke

rund 60-80 μm. Für das neue Flaggschiff TEXON sei man hinsichtlich

des Pulvers sehr gut beraten worden, und der Einsatz des Frei-

Lacke-Teams sei sehr hoch gewesen, so der Stuhlhersteller.

Prämierung bei der Premiere

Der TEXON wurde für sein herausragendes Produktdesign

mit Gold beim German Design Award 2025 ausgezeichnet.

(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

Aufgrund der Einsatzorte in Reinraum, ESD, Labor sowie in der

Fertigung waren Charakteristika wie eine ableitfähige Einstellung nach

DIN EN IEC 61340-5-1, eine hochabriebbeständige Oberfläche

sowie eine hohe Beständigkeit gegen teilweise sehr aggressive

Reinigungs- und Desinfektionsmittel gefordert.

(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)

Bei seiner Vorstellung auf der Orgatec 2024 sorgte der Hightech-

Stuhl sogleich für Furore: Der TEXON wurde für sein herausragendes

Produktdesign mit Gold beim German Design Award 2025

ausgezeichnet. Die Gold-Auszeichnung ist die höchste Ehrung des

Awards und wird nur an Produkte verliehen, die als wegweisend

für ganze Branchen gelten. Die Auszeichnung mit Gold unterstreicht

die Innovationskraft und hohe Designqualität des TEXON

und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des ergonomischen

Arbeitens.

Außerdem wurde der Stuhl mit dem German Innovation Award

in der Kategorie #W2 „Excellence in Business to Business – Machines

& Engineering“ als „Winner“ ausgezeichnet. Wie die Jury urteilte,

begegne der TEXON den Herausforderungen von komplexen Arbeitsumgebungen

dank der Kombination aus Auto-Motion-Technologie

für dynamisches Sitzen, ESD-konformer Ausstattung und

einem hygienisch optimierten Design.

Einen kleinen, aber entscheidenden Anteil dürften daran auch

die neu entwickelten Pulverlacke geleistet haben. Mit ihnen hat das

Team von FreiLacke eindrucksvoll gezeigt, dass es schon heute für

die Arbeitswelten von morgen gerüstet ist.

FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG

D 78199 Bräunlingen

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Seite 25/75


Neue Anlagentechnik für

Mikrodisplays der nächsten Generation

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme

IPMS hat in den letzten Jahrzehnten eine führende Rolle in

der Entwicklung von Mikrodisplays übernommen und stellt

nun einen bedeutenden Fortschritt in der Anlagentechnik

vor. Die neue Technologie, die im Rahmen des Projekts EdgeVision-Mikrodisplay

(FKZ 03RU2U061C) spezifiziert und

ebenfalls vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft,

Kultur und Tourismus sowie der Fraunhofer-Gesellschaft

finanziert wurde, verspricht erhebliche Verbesserungen

in der Effizienz und Qualität der Herstellung von hochauflösenden

Mikrodisplays. Erste Ergebnisse werden auf

der SID-MEC Conference 2025, die vom 3. bis 4. November

2025 in Göttingen stattfindet, präsentiert.

0,62” SXGA-OLED-Mikrodisplay © Fraunhofer IPMS

OLED-Mikrodisplay mit einer Auflösung von 1440 x 1080 Pixel und den

weltweit kleinsten Pixeln von 2,5 Mikrometern. © Fraunhofer IPMS

Mikrodisplays finden in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung,

die von der Unterhaltungselektronik bis hin zu spezialisierten

Industriebereichen reichen. Hier sind einige der wichtigsten Einsatzgebiete:

– Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR):

Ermöglichen immersive Erlebnisse in Headsets.

– Tragbare Technologien: Kompakte und energieeffiziente

Anzeige in Brillen, Smartwatches und Fitness-Trackern.

– Medizinische Geräte: Hochauflösende Bildanzeigen

in Endoskopen und diagnostischen Instrumenten.

– Industrieanwendungen: Wichtige Informationen

in Head-up-Displays (HUDs) für Fahrzeuge.

– Kameras und Projektoren: Kompakte Lösungen

für digitale Bilddarstellung.

– Defense und Luftfahrt: Anzeige kritischer Informationen

in Cockpits und in Helmen.

Durch ihre Vielseitigkeit und kompakte Bauweise sind Mikrodisplays

ein zentraler Bestandteil moderner Technologien und tragen

dazu bei, innovative Lösungen in unterschiedlichen Branchen zu ermöglichen

– und der Markt wächst rasant.

Das Fraunhofer IPMS gilt als das einzige, unabhängige Forschungs-

und Entwicklungszentrum weltweit für Mikrodisplaytechnologien,

welches zudem Backplane IC-Design in Silicon Foundry-Prozessen

und OLED-auf-Silizium Fertigungstechnologie im

eigenen Reinraum unter einem Dach vereint. Dadurch können am

Institut kunden- und anwendungsspezifische OLED-Mikrodisplays

entwickelt und gefertigt werden. Die Wissenschaftler entwickeln jedoch

auch Backplanes für weitere Displaytechnologien, wie Mikro-

LED und LCOS (liquid crystal on silicon).

Um künftig auch weiterhin ein führender Anbieter von Technologie-Entwicklungen

sein zu können, hat das Institut nun seine Anlagentechnik

erweitert und erneuert. Diese innovative Technologie

verspricht eine signifikante Verbesserung der Effizienz und Qualität

in der Herstellung von hochauflösenden Mikrodisplays.

„Wir können mit den neuen Anlagen komplexe organische

Stacks, Metallschichten und Oxide thermisch abscheiden, die uns

die Entwicklung und Fertigung höchstauflösender OLED-Mikrodisplays

ermöglichen, aber auch von Sensoren, wie bspw. organischen

Photodioden,“ erläutert Bernd Richter, Leiter Mikrodisplay- und

Sensortechnologie am Fraunhofer IPMS. „Die industriekompatiblen

Anlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und sind so

flexibel kombinierbar, dass sie sowohl den hohen Anforderungen

von Forschungs- und Entwicklungsprojekten entsprechen als auch

eine hohe Effizienz für eine Pilotproduktion bieten.“

Ganz konkret wird mit der neuen Technik ein höherer Durchsatz

erreicht und eine stark verbesserte Prozesssteuerung führt zu stabilen

Fertigungsprozessen. Die neue Ätzkammer der Anlage ist in der

Lage, verschiedene Vorbehandlungen von Wafern von unterschiedlichen

Zulieferern durchzuführen.

Die größte Herausforderung war in dem Zusammenhang, die

neuen Vakuumanlagenteile mit der bestehenden Anlagentechnik zu

koppeln.

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Seite 26/75


Mit den neuen Anlagen können komplexe organische Stacks, Metallschichten und Oxide thermisch abgeschieden werden, die die Entwicklung und

Fertigung höchstauflösender OLED-Mikrodisplays ermöglichen, aber auch von Sensoren, wie bspw. organischen Photodioden. © Fraunhofer IPMS

Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass sie so auch künftig

wettbewerbsfähig sind und ihren Kunden ein einzigartiges Portfolio

anbieten können: vom Design der Mikrodisplays über die Herstellung

erster Prototypen bis zu einer Pilotfertigung aus einer Hand.

Die Abnahme der neuen Anlage ist für Ende Oktober geplant

und die vollständige Betriebsbereitschaft bis Ende des Jahres angestrebt.

Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass die erweiterten

Kapazitäten es dem Institut ermöglichen, an der Spitze der Mikrodisplaytechnologien

zu bleiben und ein einzigartiges Portfolio anzubieten

– vom Design über die Herstellung bis zur Pilotproduktion.

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS

D 01109 Dresden

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Zertifizierung und serienreife Komponenten beschleunigen

Zulassung und Markteinführung

Dichtes Herzohr dank 3D-Druck:

1zu1 realisiert Kunststoffteile

für Qatna Medical

Bei medizintechnischen Innovationen zählen Zeit und

Qualität. 1zu1 ist als Fertigungspartner auf präzise kleine

Kunststoffbauteile spezialisiert. Das High-Tech-Unternehmen

realisiert im 3D-Druck und im Reinraum-Spritzguss

komplexe Geometrien im Schnelldurchlauf. Das Implantat

von Qatna Medical verschließt das linke Herzohr zum

Schutz vor Schlaganfällen. Präzise 3D-Druck-Bauteile für

das Einführsystem liefert 1zu1.

Schnelle und sichere Kunststoff-Lösungen für Medizintechnik-Produkte:

Das schafft 1zu1 dank Pionierarbeit im 3D-Druck, Spritzgussfertigung

im Reinraum und EN ISO 13485-Zertifizierung. Mit höchsten

Qualitätsstandards positioniert sich das High-Tech-Unternehmen

als zuverlässiger Partner für europäische Medizintechnik-

Unternehmen. Einblick in die Praxis gibt nun ein Projekt für Qatna

Medical. Das schwäbische Unternehmen entwickelte ein Implantat

aus biologischem Gewebe für den Verschluss des linken Herzohrs.

Es soll Personen mit Vorhofflimmern vor Schlaganfällen schützen.

Die Vision ist, dass betroffene Patienten nach dem minimal-invasiven

Eingriff nur noch geringe Dosen Medikamente fürs Herz

einnehmen müssen und so Lebensqualität gewinnen. Die klinische

Studie startet demnächst. Nach erfolgreichem Abschluss der Studien

soll die Behandlungsmethode am Markt verfügbar sein. Möglich

machen das auch präzise und sterile Kunststoffbauteile von

1zu1. Das Vorarlberger Unternehmen hat für das Implantat-Einführsystem

Komponenten im 3D-Druck realisiert.

Kompakt, dicht und leicht zu reinigen

Der kompakte Handgriff setzt sich aus 3D-Druck-Komponenten zusammen.

Sechs chemisch geglättete und teilweise bedruckte Bauteile

fügen sich perfekt ineinander, halten dicht und lassen sich gut

reinigen. „Bei so einer komplexen Geometrie mit innenliegenden

Gewinden, Hinterschnitten und großen Wandstärke-Unterschieden

wären Spritzguss-Werkzeuge richtig teuer und die Montage kompliziert

geworden. 3D-Druck bietet volle Freiheit bei Design und Funktionalität“,

sagt Felix Schneider, Entwicklungsingenieur bei Qatna

Medical.

3D-Druck ist serienreif für sensible Medizintechnik

Trotz aller Vorteile ist 3D-Druck als Serienfertigungsverfahren für

die Medizintechnik noch nicht etabliert. Spezialisten wie 1zu1 wollen

genau das ändern. „Meistens führen fehlende Erfahrungen zu

Vorbehalten. Viele denken bei 3D-Druck an fragile Prototypen oder

körnig-raue Oberflächen. Wir beweisen mit stabilen, glatten, sterilisierbaren

und wiederholgenauen Bauteilen aus biokompatiblem

Polyamid das Gegenteil“, betont Stefan Rädler, Bereichsleiter Additive

Fertigung bei 1zu1.

Die hohe technische Reife des High-Tech-Unternehmens überzeugte

auch Qatna Medical, wie Felix Schneider berichtet: „Schon

die Musterteile waren so präzise, stabil und gutaussehend, dass die

internen Bedenken schnell verflogen sind.“ Mit dem finalen Design

verifiziert und validiert Qatna Medical derzeit. Für die umfangreichen

Tests werden rund 2.000 Exemplare benötigt. 1zu1 liefert mit

der SLS-Anlage P500 von EOS große Stückzahlen in Serienqualität.

Seit Sommer ist 1zu1 zudem nach EN ISO 13485 zertifiziert – und beschleunigt

dadurch das Zulassungsverfahren.

1zu1 Prototypen GmbH & Co KG

AT 6850 Dornbirn

1zu1 ist als Spezialist für kleine und präzise Kunststoffbauteile Partner

für Medizintechnik-Unternehmen. (Foto: Darko Todorovic)

1zu1 hat sechs 3D-Druck-Bauteile für den Handgriff des innovativen

Verschluss-Implantats von Qatna Medical realisiert. (Foto: 1zu1)

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Seite 28/75


Zukunftssichere Automatisierungslösungen für die Halbleiterfertigung

Präzision und Prozessvielfalt fest im Griff

In keinem anderen Industriezweig sind die Prozesse dermaßen komplex wie in der Halbleiterfertigung. Doch wie gelingt es

dieser Branche, steigenden Anforderungen mit innovativen Lösungen zu begegnen? Mit seinem Automatisierungsangebot

zeigt Beckhoff, dass moderne Steuerungskonzepte, flexible Kommunikationsstandards und exakt abgestimmte Systeme

die Halbleiterproduktion nicht nur effizienter, sondern auch zukunftssicher gestalten.

Rund 3.000 bis 8.000 Halbleiterbauelemente sind in heutigen Elektroautos

für Motorsteuerung, Batteriemanagement und Assistenzsysteme

verbaut – Tendenz deutlich steigend. Doch egal, ob Mobilität,

Kommunikation, Gesundheit, Sicherheit, Unterhaltung, Energieversorgung

oder Umweltschutz: Halbleiter bilden die Grundlage

für Innovation und Fortschritt in nahezu allen Lebensbereichen.

Infolgedessen kommt der Halbleiterindustrie in unserer Gesellschaft

eine herausragende Bedeutung zu. Doch dabei muss sich die

Branche den gleichen Herausforderungen stellen wie andere Industriezweige:

steigende Anforderungen an Qualität, Effizienz und

Produktivität bei gleichzeitig zunehmendem Kostendruck. Um dem

zu begegnen, spielt in der Halbleiterfertigung – genauso wie in den

übrigen Bereichen – die Automatisierung eine Schlüsselrolle.

In zweierlei Hinsicht unterscheidet sich die Fertigung in dieser

Branche allerdings gravierend vom Rest der Industrie: Das eine

ist die geforderte Präzision in der Fertigung. Moderne Prozessoren

enthalten oft mehrere Milliarden Transistoren. Dafür müssen Strukturen

mit Abständen im einstelligen Nanometer-Bereich auf den

Wafern aufgebracht werden. Was direkt zum zweiten Punkt führt:

einer beispiellosen Zahl verschiedener Produktionsschritte, die für

solche Feinarbeit nötig ist. Dutzende Prozesse müssen nahtlos ineinandergreifen,

ein Großteil davon in Reinraumumgebungen. „So

unterschiedlich die Schritte von der Wafer-Herstellung über die

Lithografie bis hin zu Test und Packaging auch sind: Alle erfordern

eine exakte Steuerung und lückenlose Überwachung“, sagt Marcel

Ellwart, Branchenmanagement Halbleiterindustrie bei Beckhoff.

„Zudem müssen die Fertigungsanlagen flexibel auf wechselnde Produktvarianten

reagieren können und dabei hohe Durchsatzraten bei

maximaler Qualität sicherstellen. Das macht den Einsatz moderner

Automatisierungstechnik unverzichtbar.“

Um den außergewöhnlichen Anforderungen und dem hohen Kostendruck

in der Halbleiterindustrie zu begegnen, spielt die Automatisierung

eine Schlüsselrolle. (Bild: © IM Imagery/stock.adobe.com)

EtherCAT – der Standard für die Halbleiterindustrie

Mit seinem breiten und flexibel nutzbaren Portfolio kann Beckhoff

als Automatisierer die facettenreichen Prozesse und Anwendungen

in der Halbleiterindustrie passgenau abdecken. Eine besondere Rolle

kommt dabei der Kommunikation zu: „Mit EtherCAT hat Beckhoff

einen Feldbusstandard entwickelt, der in der Halbleiterfertigung

längst als führendes Kommunikationsprotokoll etabliert ist“, betont

Marcel Ellwart. Die Mehrzahl der großen Equipment-Hersteller

setzt heute auf EtherCAT. Für den Erfolg ausschlaggebend waren die

konsequente Echtzeitfähigkeit sowie eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit.

„Durch die offene Architektur und die breite Akzeptanz

Marcel Ellwart, Branchenmanagement

Halbleiterindustrie,

Beckhoff Automation.

(Bild: © Beckhoff)

Die Mehrzahl der großen Equipment-Hersteller in

der Halbleiterindustrie setzen heute auf EtherCAT –

eine Entwicklung von Beckhoff. (Bild: © Beckhoff)

Die I/O-Module der EJ-Serie werden direkt auf

Leiterkarten gesteckt und ersetzen bei Anlagen

für die Serienfertigung aufwändig entwickelte

I/O-Boards. (Bild: © Beckhoff)

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Seite 29/75


Weil in der Halbleiterfertigung auch die Autonomie eine immer größere

Rolle spielt, werden z. B. vermehrt fahrerlose Transportsysteme eingesetzt.

(Bild: © IM Imagery/stock.adobe.com)

Neue Technologien wie XPlanar ermöglichen der Halbleiterproduktion

innovative Handhabungsprozesse. (Bild: © Beckhoff)

auf Herstellerseite ermöglicht EtherCAT eine unkomplizierte Integration

von Komponenten und Systemen, von Sensorik über Aktorik

bis hin zu komplexen Steuerungen“, so der Branchenmanager.

Mit PC-based Control gibt Beckhoff der Halbleiterindustrie

das darauf abgestimmte Steuerungskonzept an die Hand. Es deckt

alle Automatisierungsaufgaben ab: von der Wafer-Herstellung über

die Bearbeitung bis zum Packaging der Chips. Dazu umfasst der

Beckhoff Ansatz nicht nur die SPS, sondern auch HMI-Anbindung,

Motion Control, Messtechnik oder Vision. Die Softwareplattform

TwinCAT 3 verwandelt die Industrie-PCs in effiziente Echtzeitsteuerungssysteme

für alle Engineering- und Laufzeitprozesse. Passend

zu den vielen verschiedenen Bedürfnissen in der Halbleiterindustrie

ist die Automatisierungssoftware modular aufgebaut und um zahlreiche

Funktionen erweiterbar.

Besondere Branche – besonderer Mehrwert

Mit seinem Portfolio bietet Beckhoff in der Halbleiterbranche eine

schlagkräftige Antwort auf die eingangs genannten Herausforderungen.

Darunter finden sich einige Innovationen des Verler Unternehmens,

die in der Branche besonders hohen Nutzen ausspielen:

– Die kompakten EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie ersetzen

bei Anlagen für die Serienfertigung aufwändig entwickelte

I/O-Boards. Sie werden direkt auf ein Signal Distribution Board

gesteckt und verteilen Signale bzw. Spannung auf applikationsspezifisch

konfektionierte Steckverbinder. Das spart Zeit, Kosten

und Platz. Zudem wird das Risiko von Fehlverdrahtungen eliminiert.

Die EJ-Module bieten wie klassische EtherCAT-Klemmen

eine große Signalvielfalt sowie vollständig integrierte Safety und

Motion.

– Um die Komplexität von Anlagen zu reduzieren, integriert Beckhoff

die Antriebsregelung von Servo- und Schrittmotoren direkt

in die I/Os. Im 48-V-DC-Segment ermöglichen EtherCAT-Steckmodule,

-Servomotorklemmen oder -Box-Module in Kombination

mit der Motorserie AM8100 äußerst kompakte Servoachsen

mit hoher Dynamik und Präzision. Für den Betrieb von Verstellachsen

oder für Antriebe mit Servoverstärkern direkt an der Maschine

ist eine I/O-integrierte Regelung ebenfalls umsetzbar.

– Auch mit Blick auf die Messtechnik erfüllt das Beckhoff Portfolio

die Ansprüche der Halbleiterindustrie: vom Sekundentakt bis

zum kHz-Bereich, von der Messung von Spannung und Strom

über Schwingungen bis zur Kraftmessung. Die Highend-Messtechnikmodule

der ELM-Serie sind nahtlos in das EtherCAT-

I/O-System integriert und erfassen auch prozesskritische Messkanäle

zuverlässig. Zur Auswertung der generierten Daten stellt

TwinCAT leistungsstarke Features bereit.

– Beckhoff Vision integriert Echtzeit-Bildverarbeitung für die

Wafer-Fertigung in neue wie auch existierende Steuerungsumgebungen.

Eine Teilung zwischen Vision und Automatisierungstechnik

erübrigt sich. Zugleich bieten die Vision-Komponenten

ein robustes Design sowie hohe Skalierbarkeit und Langzeitverfügbarkeit

– von den Kameras über Optiken und Beleuchtung bis

zur Software TwinCAT Vision.

– XPlanar revolutioniert das Handling in der Halbleiterindustrie.

Denn das Planarmotorantriebssystem transportiert Werkstücke

dynamisch, mit höchster Genauigkeit und hoher Bewegungsfreiheit

– sowohl in einem System als auch von Maschine zu

Maschine. Die Mover schweben berührungslos und unabhängig

voneinander über individuell vorgegebene Routen. Produkte können

einander überholen, ausgeschleust oder zwischengepuffert

werden, ohne dass dies den Produktionsfluss beeinträchtigt.

– Moderne KI-Lösungen bieten für die Halbleiterfertigung enormes

Potenzial. Beckhoff hat das maschinelle Lernen in die Steuerungssoftware

TwinCAT 3 integriert und stellt damit einen Baukasten

an Hard- und Software bereit, um KI-Modelle direkt in die

SPS zu integrieren. Anwender erhalten von der Datenaufnahme

über das Modell-Training bis zur Ausführung gelernter Modelle

einen systemoffenen Workflow ohne Lock-in-Effekt. Anwendungen,

für die Beckhoff heute schon KI anbietet, sind Anomalieerkennung

für Predictive Maintenance, Bildklassifikation in der

Qualitätssicherung oder Zeitreihenanalyse zur Verbesserung der

Produktionsprozesse.

Halbleiter-Success-Stories von Beckhoff

Mit seinem umfangreichen Portfolio und dem tiefen Branchen-

Know-how hat Beckhoff in den vergangenen Jahren eine beeindruckende

Zahl an Anwendungen über die gesamte Wertschöpfungskette

in der Halbleiterproduktion automatisiert. Wie vielseitig die

Lösungen sind, verdeutlichen die folgenden Beispiele, über die das

Beckhoff Kundenmagazin PC-Control bereits ausführlich berichtet

hat.

Kristallherstellung: Die Firma Jingsheng Mechanical & Electrical

(JSG) setzt bei der Automatisierung ihrer Einkristallöfen auf eine

Beckhoff Lösung, bestehend aus Embedded-PCs, TwinCAT 3 und

EtherCAT-I/O-Klemmen. Sie ersetzt frühere SPS- und Temperatursteuerungssysteme.

Dabei bietet sie deutlich mehr Flexibilität, Ska-

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lierbarkeit und Integrationsmöglichkeiten. Kern der Prozessführung

ist die präzise Temperaturregelung, die für die Einkristallzüchtung

essentiell ist, da sie deren Qualität durch gleichmäßige

Temperaturführung über lange Zeiträume sicherstellt.

Hochreine Gase: Applied Energy Systems (AES) hat einen

neuen Regler für die Versorgung mit ultrahochreinen Gasen

entwickelt, um Industrie-4.0-Anforderungen in der Halbleiterfertigung

zu erfüllen. Neben einem kompakten Panel-PC

CP6606 von Beckhoff setzt das Unternehmen auf die modularen

Steck-I/O-Module der EJ-Serie. Das ultrakompakte System

behält die bisherige Gehäusegröße bei, bietet jedoch erweiterte

Funktionen, OPC-UA- und Cloud-Schnittstellen, flexible Anpassungsmöglichkeiten

sowie eine um 50 % reduzierte Installationszeit.

Chip-Handling: Auch Mühlbauer setzt in seinen hochpräzisen

Die-Sorting-Maschinen für die Halbleiter-Endfertigung

auf EJ-Steckmodule. So wird die Verarbeitung von 30.000 Mikrochips

pro Stunde bei verbesserter Wafer-Handhabung und

reduziertem Verdrahtungsaufwand möglich. Vier speziell entwickelte

Signal Distribution Boards mit insgesamt 26 Ether-

CAT-Steckmodulen integrieren digitale und analoge I/Os, Inkremental-Encoder,

Schrittmotormodule sowie Versorgungslogik

und Servoverstärker für Keramik- bzw. Piezomotoren.

Neue Materialien: Galliumoxid bietet großes Potenzial für

die Herstellung neuer Halbleitermaterialien. Die Entwicklung

auf den bisherigen Anlagen wurde jedoch durch die begrenzte

Flexibilität, Zuverlässigkeit und hohe Kosten eingeschränkt.

Das Unternehmen Agnitron hat auf der Grundlage PC-basierter

Steuerung eine flexible Mehrzwecklösung geschaffen, die innerhalb

weniger Tage umgestellt werden kann. EtherCAT sorgt

für eine kompakte, platzsparende Vernetzung der zahlreichen

Thermoelemente und I/Os bei gleichzeitig einfacher Integration

bestehender Feldgeräte.

Advanced Packaging: Da die Miniaturisierung herkömmliche

lithografiebasierte Verfahren zunehmend an Grenzen

bringt, setzt das Startup Fonontech auf einen neuen Ansatz.

Die Impulse Printing Technology nutzt Silizium-Druckplatten

mit eingeätzten Mikrometer-Strukturen und integrierten

Heizstrukturen. Ziel ist eine Auflösung von 5 μm bei minimalem

Überlagerungsfehler. Die eingesetzte Steuerung erlaubt

über PC-based Control, EtherCAT und der XFC-Technologie

(eXtreme Fast Control) eine entsprechende Echtzeitsynchronisation

und Positionierung.

KI und Edge: der Beginn einer neuen Ära

Nicht zuletzt diese Anwendungsbeispiele unterstreichen:

Die Halbleiterfertigung befindet sich am Beginn einer neuen

Ära. „Automatisierungslösungen von Beckhoff bieten beste

Voraussetzungen, um sich den neuen Herausforderungen zu

stellen und intelligente Fertigungsprozesse zu realisieren“,

resümiert Marcel Ellwart. Die Kombination aus PC-basierter

Steuerung, leistungsfähiger Datenverarbeitung und Echtzeit-

EtherCAT-Kommunikation erlaubt die Integration von KI-Algorithmen

zur Prozessoptimierung. Edge-Lösungen ermöglichen

eine dezentrale Datenanalyse direkt an der Maschine,

was die Reaktionszeiten verkürzt und die Anlagenverfügbarkeit

erhöht. Solche Ansätze ebnen den Weg zur noch effizienteren,

flexibleren und nachhaltigeren Halbleiterproduktion

der Zukunft.

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Seite 31/75


EcoCvario – innovativer Allrounder

für die wasserbasierte Feinreinigung

Schnell, wirtschaftlich

und nachhaltig zu

hoher Reinheit

Mit der neuen EcoCvario hat Ecoclean eine hochflexible Lösung für die wasserbasierte

Feinreinigung entwickelt. Das modulare Konzept ermöglicht, verschiedene

Reinigungstechnologien und Trocknungsverfahren angepasst an individuelle

Anforderungen so zu kombinieren, dass hohe Sauberkeitsspezifikationen

reproduzierbar, schnell und nachhaltig erfüllt werden. Darüber hinaus tragen

innovative Ausstattungsdetails, ein effektives Wärmemanagement sowie eine

optimierte Medienführung und wirkungsvolle -aufbereitung zu kosten- und ressourcensparenden

Prozessen bei.

Steigende Qualitätsanforderungen führen

branchenübergreifend zu anspruchsvolleren

Reinigungsaufgaben mit hohen

Sauberkeitsvorgaben. Und das unabhängig

davon, ob Massenteile als Schüttgut oder

Präzisionsteile als gesetzte Ware zu reinigen

sind. Diese Applikationen erfordern anwendungs-

und kundenspezifisch ausgelegte

Feinreinigungsprozesse, für die Ecoclean

die neue EcoCvario entwickelt hat. Die leistungsstarke

Spritz-Flut-Reinigungsanlage

mit vakuumfester Arbeitskammer ist für

Chargen mit einem Gewicht bis 150 kg und

Abmessungen von maximal 650 x 470 x 400

mm ausgelegt und standardmäßig mit drei

Flutbehältern ausgestattet. Der kompakte

Footprint und vielfältige Automatisierungsmöglichkeiten

machen sie auch ideal für

eine passgenaue Integration in die

Fertigungskette.

Die Kombination macht’s

Durch den Einsatz diverser, beliebig kombinierbarer

Reinigungstechnologien lässt

sich das innovative Allroundtalent an unterschiedlichste

Anforderungen anpassen.

So ermöglicht das Druckwechselverfahren

Pulsated Pressure Cleaning (PPC), dass

Verunreinigen zuverlässig aus komplexen

Innengeometrien, feinen Kapillaren, engen

Hinterschneidungen, tiefen Bohrungen mit

kleinen Querschnitten oder den filigranen

Strukturen gedruckter Komponenten entfernt

werden. Beim leistungsgeregelten

Ultraschall mit verschiedenen Frequenzen

können einzelne Schwingeinheiten anwendungs-

und teilespezifisch an- oder

abgewählt werden. Bei hartnäckigen Kontaminationen

spielt die Reinigung im Hochdruckverfahren

Stärken aus. Schonfluten

sorgt bei filigranen und sensitiven Bauteilen

dafür, dass sie anforderungsgerecht sauber

und unbeschädigt aus der Reinigungsanlage

kommen. Die Spülfunktion der Arbeitskammer

über zusätzliche Düsenstöcke verringert

die Verschleppung auf ein Minimum.

Eine vergleichbare Flexibilität bietet die

EcoCvario auch bei der Trocknung: Ausgestattet

mit kombinierbarer Warmluft- und

Vakuumtrocknung wird in jedem Fall bei

minimiertem Energieeinsatz und kürzest

möglichem Zeitbedarf ein optimales Ergebnis

erzielt. Unterstützung dabei bietet eine

in die Arbeitskammer integrierte, sensorgesteuerte

Feuchtemessung und -überwachung.

HEPA-Filter für die Aufbereitung der

Zuluft bei der Warmlufttrocknung vermeiden

eine Rekontamination der gereinigten

Teile.

Auf hohe Sauberkeit ausgelegte

Anlagentechnik

Neben der Kombination der Reinigungsund

Trocknungsverfahren unterstützt die

Anlagentechnik die hohe Reinigungsqualität.

Dazu zählen die aus poliertem Edelstahl

gefertigte Arbeitskammer und die in speziellen

Verfahren geschweißten, medienführenden

Leitungen, die Ablagerungen

entgegenwirken. Das in die Arbeitskammer

integrierte Drehgestell mit frequenzgesteuertem

Antrieb gewährleistet eine exakte

Positionierung der Bauteile sowie optimale

Zugänglichkeit von Medien und Verfahrensmechanik.

Die ebenfalls frequenzgesteuerten

Flutpumpen sorgen bei optimaler Anpassung

an das Reinigungsgut für schnelles

Befüllen und Entleeren der Arbeitskammer

beziehungsweise Tanks. Diese sind stehend

angeordnet und zylindrisch. Das strömungsoptimierte

Design der Flutbehälter verhindert,

dass es zu Ablagerungen kommt und

trägt zur verbesserten Medienführung bei.

Daraus resultieren verlängerte Badstandzeiten

und damit Kosten- und Ressourceneinsparungen

sowie eine höhere Produktivität.

Effektive Medienaufbereitung

reduziert Betriebskosten

Die hochflexible EcoCvario wurde für die wässrige Feinreinigung entwickelt. Die neue Anlage

ermöglich die Integration unterschiedlicher Reinigungs- und Trocknungstechnologien, die anwendungs-

und kundenspezifisch konfiguriert werden können. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)

Eingetragene Schweb- und Leichtstoffe,

beispielsweise Öl oder auch Gussstaub,

werden aus den Reinigungsbädern durch

effektiv arbeitende Schwerkraftabscheider

zuverlässig entfernt. Die separaten Medienkreisläufe

der Flutbehälter sind jeweils mit

einer Vollstromfiltration ausgestattet. In

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das flexibel gestaltete Filtergehäuse können

ohne Umbauten sowohl Beutel- als auch

Hochleistungsfilterelemente eingesetzt

werden. Ein erforderlicher Filterwechsel

wird am HMI inklusive Bedienungsanleitung

angezeigt und ist daher problemlos

durchzuführen. Für die kontinuierliche

Aufbereitung der Spülbäder lässt sich darüber

hinaus ein neu konzipiertes Aquaclean-System

integrieren, dessen Abwärme

für die vollständige Aufheizung des Reinigungsmediums

in Flutbehälter eins genutzt

wird. Insgesamt ist die Medienaufbereitung

der neuen EcoCvario für eine lange

Kreislaufführung der Bäder ausgelegt, was

den Energie-, Wasser- und Chemieverbrauch

merkbar verringert und Betriebskosten

reduziert.

Einfache, sichere Bedienung und

modernste Kommunikationstechnologie

Das anwenderfreundliche HMI sorgt durch

einen geführten Dialog zwischen Anlagenbediener

und Bedienfeld für eine intuitive

und sichere Steuerung. Gleichzeitig vereinfacht

es die Festlegung der bis zu 50

teilespezifischen Reinigungs-, Spül- und

Trocknungsprogramme mit jeweils bis zu

30 Prozessschritten. Die Möglichkeit, die

Parameter für jede Programmfolge der Reinigungsprozesse

individuell festzulegen,

erlaubt eine äußerst präzise Anpassung der

Reinigung an die Teile.

Zur sicheren Prozessführung sowie einfachen

und schnellen Wartung ist bei der

EcoCvario IO-Link im Einsatz. Es handelt

sich dabei um eine zukunftsorientierte,

standardisierte Kommunikationstechnologie,

die intelligente Sensoren und Aktoren

mit einem übergeordneten Automatisierungssystem

verbindet. Daraus ergeben sich

verschiedene Vorteile wie beispielsweise

eine höhere Datenverfügbarkeit und Genauigkeit,

eine verbesserte Produktivität,

eine vereinfachte und schnellere Wartung

sowie Fehlerdiagnose.

Ecoclean GmbH

D 70794 Filderstadt

Die Konstruktion und Ausstattung der EcoCvario

mit beispielsweise stehend angeordneten

und strömungsoptimierten Fluttanks und die

speziellen Verfahren geschweißten, medienführenden

Leitungen sind auf die Erfüllung

hoher Sauberkeitsvorgaben ausgelegt. (Bildquelle:

Ecoclean GmbH)

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Insgesamt vier MOTOMAN GP-Industrieroboter von YASKAWA

interagieren hochpräzise. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)

Die vollautomatisierte und dennoch kompakte Zelle vereint Handlingund

Prüfaufgaben. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)

Vollautomatisierte Handling- und Prüfzelle für medizinische

OP-Komponenten von Pinger Robotics

Vier gewinnt!

Zunächst ging es für Pinger Robotic bei diesem Auftrag nur

darum, die Bestückung eines kamerabasierten Prüfsystems

bei dem Medizintechnik-Spezialisten WaveLight zu automatisieren.

Im Projektverlauf kamen dann weitere vor- und

nachgelagerte Handlingschritte dazu. Das Ergebnis ist eine

ebenso komplexe wie kompakte Handling- und Prüfzelle,

in der insgesamt vier MOTOMAN GP-Industrieroboter von

Yaskawa hochpräzise interagieren.

Noch vor 30 Jahren waren Laseroperationen am Auge medizinisches

Neuland. Heute gehen Schätzungen [https://www.swr.de/

leben/gesundheit/keine-brille-dank-augen-lasern-alles-rund-umdie-op-100.html]

von rund 100.000 solchen Eingriffen pro Jahr aus.

Von diesem rasanten Anstieg profitiert nicht zuletzt die WaveLight

GmbH mit Hauptsitz in Erlangen. Das Tochterunternehmen von Alcon

entwickelt und produziert als ein weltweit führender Hersteller

in diesem Bereich Diagnose- und Operationstechnologien für die

refraktive Chirurgie. Mit Erfolg: Zuletzt wurde am Standort Pressath

eine neue Fertigungshalle gebaut und bezogen, um die Kapazitäten

des Medizintechnik-Spezialisten weiter zu erhöhen.

Zusätzliche Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen zudem

in der Automatisierung von weiteren Produktionsschritten. Im

Fokus stehen dabei besonders Handlingaufgaben, die wegen ihrer

Komplexität bisher manuell ausgeführt werden mussten. Vor diesem

Hintergrund nahmen die Experten von WaveLight auch Kontakt mit

dem Roboterhersteller Yaskawa und dessen Systempartner Pinger

Robotic GmbH aus dem rheinland-pfälzischen Polch auf.

Aufgabenstellung: Automatisierte Qualitätsprüfung

Konkret ging es bei dieser Anfrage um die Automatisierung der

Qualitätsprüfung einer Komponente – genauer: um das Einlegen in

das kamerabasierte Prüfsystem und das anschließende Entnehmen

von einem sogenannten Applanationskegel. Der Applanationskegel

ist Bestandteil des WaveLight FS200 Patient Interfaces. Dabei handelt

es sich um ein medizinisches Einwegprodukt, das während der

Operation das Auge mit dem Lasersystem verbindet. Es besteht aus

mehreren Komponenten – einem Applanationskegel, einem Saugring

und einem Schlauchsystem.

Die Aufgabenstellung an Pinger Robotic umfasste zunächst

nur die Automatisierung der Kernprozesse, das heißt im Einzelnen:

das präzise Entnehmen der Applanationskegel aus den Trays,

das Einlegen in die kamerabasierte Prüfstelle, die Entnahme nach

bestandener Kontrolle sowie das passgenaue Einpressen in die

Blisterverpackung – und das alles innerhalb einer vorgegebenen

Taktzeit.

„Hier hat sich wieder einmal bewährt, dass wir als Automatisierungspartner

schon in einer sehr frühen Phase eingebunden wa-

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Ein Roboter setzt die Applanationskegel nach bestandener

Qualitätsprüfung in die Blister. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)

gewinnt!“ – erst in der Kombination ihre volle Stärke entwickeln.

Exakt aufeinander abgestimmt, übernehmen die vier Roboter im

Parallelbetrieb unterschiedliche Aufgaben entlang der Prozesskette:

Der erste führt die ankommenden Trays mit einem flexibel und

automatisch anpassbarem Greifer von Zimmer zu. Der zweite holt

die Applanationskegel aus den Trays und setzt sie in den Drehtisch

der Kameraprüfstation. Der dritte entnimmt die Applanationskegel

– nach bestandener Qualitätsprüfung – wieder aus dem Drehtisch

und setzt sie in die Blister. Diese werden abschließend vom vierten

Roboter vereinzelt und auf das Förderband gelegt. Alle sechs Sekunden

verlässt eine automatisch geprüfte und verpackte Komponente

die Anlage.

Warum aber überhaupt Roboter und nicht z. B. konventionelle

Handhabungstechnik? – Auf diese Frage hat Jochem Pinger gleich

mehrere überzeugende Antworten: „Angesichts der unterschiedlichen

Formen der Komponenten und der Trays wären herkömmliche

Entnahmemaschinen nicht flexibel genug. Und für klassische

Bestückungsaufgaben, wie hier bei den Schritten 2 und 3, sind Roboter

ohnehin alternativlos“, urteilt der Automatisierungsprofi. „Am

ehesten hätte sich für das abschließende Handling der Blister eine

Alternative finden lassen. Der Kunde wünschte sich aber einen großen

Zwischenpuffer, sodass sich auch hier ein Roboter als optimale

Lösung erwies.“

MOTOMAN GP-Serie: universell einsetzbar

Die Köpfe hinter der realisierten Automatisierungslösung (von links):

Jochem Pinger (Geschäftsführer von Pinger Robotic) mit Oliver Pfaff

(Director Manufacturing Operations) und Fertigungsleiter Hubert Witzl

von WaveLight. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)

ren“, blickt Geschäftsführer Jochem Pinger von Pinger Robotic auf

die letzten Monate zurück. Denn im weiteren Projektverlauf zeigte

sich, dass sich auch die vor- und nachgelagerten Schritte sinnvoll in

die Lösung integrieren ließen, nämlich zum einen die Zuführung der

Trays und zum anderen die Vereinzelung der Blister inklusive Bestückung

der Fördertechnik für den werksinternen Weitertransport

der geprüften und neuverpackten Applanationskegel.

Die Automatisierung dieser vielfältigen Handlingprozesse erschwerten

gleich mehrere Aspekte: So liegen die zu prüfenden

Kunststoffkegel in unterschiedlichen Geometrien vor, da sie aus

verschiedenen Quellen stammen. Auch die Anlieferungstrays variieren

in Form und Layout, was eine flexible Handhabung erfordert.

Zusätzlich findet der gesamte Prozess in einem umgebungskontrollierten

Raum statt. Die Einhaltung strenger Hygienestandards

verhindern die Kontamination der Produkte, zusätzlich werden die

Komponenten anschließend mitsamt der Blisterverpackung sterilisiert.

Lösung: Anlagenkonzept mit vier Robotern

Das Ergebnis der aufgabenspezifischen Entwicklungsarbeit von

Jochem Pinger und seinem Team ist eine vollautomatisierte Handling-

und Prüfanlage mit dennoch kompakten Abmessungen. Das

Herzstück des Anlagenkonzepts bildet eine Zelle mit insgesamt vier

Industrierobotern, die – wie bei dem beliebten Strategiespiel „Vier

Bei der Auswahl der Roboter fiel die Entscheidung auf den Hersteller

Yaskawa. „Mit Yaskawa verbindet uns eine gute Zusammenarbeit

und wir fühlen uns immer gut beraten. Außerdem wurde

die Marke in diesem Fall auch vom Kunden her favorisiert“,

begründet Jochem Pinger diesen Schritt und präzisiert. „Zum

Einsatz kommen nun vier MOTOMAN GP8. Mit 8 Kilo Tragkraft

ist dieses Modell von der Größenordnung her genau das Richtige

für diese Anlage.“

Die kompakten und extrem schnellen Handling-Roboter der

GP-Serie („GP“ steht für „General Purpose“) wurden für besonders

schnelle Füge-, Verpackungs- und allgemeine Handhabungsapplikationen

entwickelt. Eingeführt als schnellste Industrieroboter seiner

Klasse, ist der MOTOMAN GP8 komplett in der Schutzklasse

IP67 ausgeführt. Außerdem erleichtern glatte Oberflächen die Reinigung.

Obwohl nicht explizit hygienegerecht ausgeführt (wie etwa

die Serie MOTOMAN HD) ist dieser GP-Roboter damit auch sehr

gut für umgebungskontrollierte Bereiche wie bei WaveLight geeignet.

Sein schlankes und kurviges Design ermöglicht es dem Manipulator

zudem, tief in Arbeitsbereiche einzutauchen. Für die Verbindung

zwischen Manipulator und Steuerung ist nur noch ein Roboterkabel

notwendig. Die Vorteile dieser Lösung liegen in einem

geringeren Verschleiß und in einem reduzierten Platzbedarf. Auch

der Aufwand für Wartung und Ersatzteilhaltung sinkt.

Bewährtes Erfolgsrezept

Seit Juni 2025 ist die vollautomatisierte Handling- und Prüfzelle

mit ihren vier MOTOMAN-Robotern erfolgreich bei WaveLight in

Betrieb. Die Kombination von leistungsfähiger Robotik mit eigenentwickelten

Softwarelösungen bewährte sich dabei einmal mehr

als Erfolgsrezept von Pinger Robotic. Und nicht zuletzt lassen sich

einzelnen Elemente dieser komplexen Anlagen auch für andere Anwendungen

gewinnbringend nutzen.

YASKAWA Europe GmbH

D 85391 Allershausen

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Innovationen und Entwicklungen aus Forschung und Industrieprojekten

Das Fraunhofer IAPT weitet

die Automation der Additiven

Produktion aus

im Rahmen einer Automatisierung der

Prozesskette.

Universelles Greifersystem bringt

Flexibilität in die Automation

von AM-Prozessen

Die Machine-Vision-Lösung des Fraunhofer

IAPT ermöglicht die flexible Echtzeitanalyse bis

auf Pixelebene in der Produktion. Der Einsatz

synthetischer Daten für das KI-Training gewährleistet

einen schnellen Ramp-Up. (Quelle:

M. Voigt, Copyright: Fraunhofer IAPT)

Die Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT stellte

auf der Formnext 2025 die Automation der Additiver Produktion in den Mittelpunkt.

Anhand einer AM-Fertigungsroute zeigte

die Fraunhofer-Einrichtung kollaborative

Roboter mit flexiblen Greifersystemen und

eine kostengünstige, KI-basierte Qualitätssicherung

mittels Machine Vision. Die

Automation und Reduktion manueller Arbeitsschritte

stand auch bei Exponaten zur

Handhabung und Bearbeitung geometrisch

komplexer oder hochfiligraner Grundstrukturen

und einer Technologie zur in-Situ-

Glättung von Kunststoffbauteilen im Fokus.

Minimaler Aufwand für Machine Vision in

der Qualitätssicherung

Das Fraunhofer IAPT beschleunigt und vereinfacht

die Qualitätssicherung der Additiven

Produktion (engl. Additive Manufacturing

– kurz AM) mit einer innovativen Kombination

von Machine Vision und kosten-

Auf der Formnext 2025 zeigt das Fraunhofer

IAPT unterschiedliche Greifersysteme in einer

automatisierten AM-Fertigungsroute. (Quelle:

Madison Kepros, Copyright:

Fraunhofer USA Center Midwest (CMW))

günstigen Kamerasystemen. Eine einfache

Kamera und die KI-basierte Auswertung

der Bilddaten ersetzen die bisher erforderliche,

hochspezialisierte Sensorik.

Auch das aufwändige Produzieren umfassender,

realer Bilder für das Training der

künstlichen Intelligenz entfällt. Stattdessen

erzeugt und nutzt das Fraunhofer IAPT

synthetische Daten. Die Herangehensweise

beschleunigt die Verfügbarkeit von KI-Modellen

für Bildanalysen und das KI-gestützte

Erkennen und Bewerten von Objekten in

Echtzeit und ohne Qualitätseinbußen.

Die Lösung übernimmt relevante

Schritte der Qualitätssicherung wie das

Vermessen von Objekten oder die Identifikation

von Fehlern. Die Einsatzgebiete

gehen jedoch über die Qualitätssicherung

hinaus. Ein weiteres Beispiel ist das Identifizieren

und Sortieren von Bauteilen

Produzierende Unternehmen nutzen Additive

Produktion typischerweise für Bauteile

in geringer Stückzahl und häufig variierende

Geometrien. Die große Bandbreite an Formen

und Objekten grenzt den Einsatz klassischer

Automatisierungslösungen für AM

stark ein. Ein neues, geometrieunabhängiges

Greifersystem des Fraunhofer IAPT

hebt die Beschränkungen auf: Es übernimmt

die Handhabung verschiedenster

Bauteile - ob komplette Bauplattform, komplexe

Geometrie oder filigrane Strukturen.

Diese Flexibilität ermöglicht beispielsweise

den bedarfsgerechten Einsatz kollaborativer

Roboter entlang der AM-Prozesskette.

Das flexible Greifersystem ermöglicht

die Automatisierung manueller Arbeitsschritte

auch bei Kleinserien und Einzelteilen

auf wirtschaftliche Art. Zudem erübrigen

sich kostspielige Sicherheitssysteme

und Sperrbereiche durch den menschenzentrierten

Einsatz von kollaborierender

Robotik.

Prozesse zum automatisierten

Bearbeiten filigraner Strukturen

Die Entwicklung additiver Prozesse für das

Bearbeiten geometrisch komplexer und filigraner

Strukturen jeder Größe gehört zu

den Spezialisierungen des Fraunhofer IAPT.

Auf der Formnext präsentiert die Fraunhofer-Einrichtung

die additive Verstärkung

einer geschmiedeten Grundstruktur für die

Herstellung einer Leitkante, der sogenannten

Metal Leading Edge, zum Schutz von

CFRP-Turbinenblättern.

Im Herstellungsprozess übernimmt

das Fraunhofer IAPT eine geschmiedete

Grundstruktur und trägt zusätzliches Mate-

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rial im DED-LB/P-Verfahren auf der schmalen

Kante der Metal Leading Edge auf. Die

exakte Platzierung des Materials, der korrekte

Winkel und die genaue Einbringung

der Energie erfordern eine komplexe Bearbeitungsstrategie

und präzise Steuerung

des Prozesses. Die Prozesskompetenz der

Experten des Fraunhofer IAPT ermöglicht

die Umsetzung in einer synchronisierten

8-Achs-Bewegung mit einer eigenen Prozess-

und Bahnplanungssoftware. Das Vorgehen

garantiert das verlässliche Auftragen

der Titanlegierung und schließt gleichzeitig

jegliche Beschädigung des filigranen Bauteils

aus.

Die Expertise des Fraunhofer IAPT im

Umgang mit filigranen Großstrukturen erlaubt

die hybride Herstellung der Leitkante

und damit die Einsparung von mehr als der

Hälfte der in rein konventioneller Produktion

benötigten Titanlegierung. Neben der

Materialeinsparung senkt die hybride Produktion

auch den Werkzeugverschleiß und

den Aufwand für die Nachbearbeitung.

Automatisierte Nachbearbeitung

als Teil des Druckprozesses von

Kunststoffbauteilen

Das Fraunhofer IAPT zeigt eine Innovation

zur automatisierten Nachbearbeitung von

Kunststoffbauteilen. Die Technologie lässt

sich in bestehende FDM-Drucker integrieren

und glättet die Oberfläche des Bauteils

in-situ – also bereits während der Produktion.

Mit dem Wegfall der Nachbearbeitung

sinkt die gesamte Herstellungsdauer um bis

zu 50%. Pro Bauteil können Einsparungen

um bis 80% erzielt werden.

Aus der Forschung in die industrielle

Wertschöpfung

Das Fraunhofer IAPT präsentierte seine

Entwicklungen auf der Formnext 2025 entlang

einer automatisierten AM-Prozesskette.

Experten aus den unterschiedlichen

Technologie- und Kompetenzfeldern beantworten

während der gesamten Messedauer

individuelle Fragen.

Über die technischen Innovationen

des Fraunhofer IAPT hinaus stellte sich das

Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH® auf

dem Stand des Fraunhofer IAPT vor. Es hat

sich zum Ziel gesetzt Forschungsergebnisse

im Bereich der Additiven Produktion in die

industrielle Wertschöpfung zu überführen. Zu

den Transferpfaden zählen beispielsweise die

Ausbildung von Fachkräften, die Bereitstellung

von AM-Infrastrukturen, die Unterstützung

von Ausgründungen und direkte, bilaterale

Auftragsforschung mit Endanwendern.

Fraunhofer-Einrichtung für

Additive Produktionstechnologien IAPT

D 21029 Hamburg

WIR MESSEN

NACH NORMEN

ISO 14644

VDI 2083

GMP

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UND WEITERE EDELGASE

ISO 8573 + PHARMACOPEIA

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Tübinger Straße 47 D 72127 Kusterdingen

Tel.: +49 7071 6887180 Fax: +49 7071 688718700

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Aufstockung tecnotron Firmengebäude, über 1.000m²

zusätzliche Produktionsfläche, Reinraum ISO6, vertikale Lagerlifte.

(Copyright: tecnotron elektronik GmbH)

tecnotron erweitert Produktionsfläche um über 1.000 m²

Moderne nachhaltige Aufstockung

des Fertigungsgebäudes am

Bodensee. (Copyright:

tecnotron elektronik GmbH)

Highend-Erweiterung mit Reinraum,

smarter Lagerlogistik und nachhaltigem

Energiekonzept am Bodensee

tecnotron, unabhängiger, familiengeführter E²MS-Spezialist vom

Bodensee erweitert seine Produktionskapazitäten deutlich und

setzt neue Maßstäbe für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit in

der Elektronikfertigung.

Geschäftsführende Gesellschafter

- Florian Schemm und Alex Weyerich, tecnotron

elektronik gmbh. (Copyright: tecnotron elektronik GmbH)

Bei der hochmodernen Aufstockung des Bestandsgebäudes entstanden

über 1.000 m² zusätzliche Produktionsfläche mit Reinraum

ISO 6 für die Fertigung hochsensibler Elektronik unter streng kontrollierten

Bedingungen, Fläche für die Entzerrung des modernen

Maschinenparks und für die effiziente Umsetzung komplexer mehrstufiger

Montagen.

Auch die Intralogistik wurde auf ein neues Level gehoben: Zwei

vertikale Lagerlifte, ein regalbasiertes Lagersystem mit über 13 Metern

Höhe, schaffen rund 350 m² zusätzliche Lagerkapazität für die

hochsensiblen Elektronikkomponenten – platzsparend und kompakt.

Das Energiekonzept gilt als Benchmark: Der Heiz- und Kühlbedarf,

die Prozesskühlung, wird vollständig über Geothermie-Wärmepumpen

gedeckt, der Strom stammt zu 100 Prozent aus regenerativen

Quellen, zu einem beachtlichen Teil von der eigenen Photovoltaikanlage

auf Dach und Fassade. Und für Mitarbeiter und Produkte

herrschen ideale Produktionsbedingungen: Konstante Temperaturund

Feuchtigkeitsregelung, exzellente Luftqualität und ergonomische

1.000 Lux Beleuchtung.

Mit zertifizierten Prozessen nach EN 9100, ISO 13485 und ISO

14001 unterstreicht tecnotron seinen Anspruch, Highend-Lösungen

für Märkte mit höchsten Anforderungen zu erarbeiten – von Industrie

über Medizintechnik bis Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung.

Fazit:

Diese Erweiterung ist mehr als zusätzliche Produktionsfläche. Sie

kombiniert Reinraumtechnik, smarte Lagerlogistik und kompromisslose

Nachhaltigkeit – ein Highend-Projekt und klares Statement

für die anspruchsvolle Elektronikfertigung in Deutschland.

Neu bei tecnotron: Reinraum ISO 6.

(Copyright: tecnotron elektronik GmbH)

tecnotron elektronik gmbh

D 88138 Weißensberg

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Meilenstein für „Local for Local“-Strategie in China

ebm-papst eröffnet

Werk in Xi’an

Der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren

hat sein Werk in Xi’an feierlich eröffnet. Mit der Fertigstellung

der dritten Ausbaustufe setzt das Unternehmen

ein starkes Zeichen für seine langfristige Wachstumsstrategie

in China und unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes

für die Unternehmensgruppe.

Bereits 2019 nahm ebm-papst den Betrieb in Xi’an auf und entwickelte

den Standort seitdem kontinuierlich weiter. Der Standort umfasst

eine Fläche von rund 60.000 m² und bereits rund 1.000 Mitarbeitende

sind vor Ort tätig. Durch die dritte Erweiterung, in die rund

30 Millionen Euro flossen, entstehen weitere 500 Arbeitsplätze. Die

Fertigstellung des Werks markiert einen weiteren Meilenstein in der

„Local for Local“-Strategie der Unternehmensgruppe.

„Mit unserer seit 2017 laufenden Glokalisierungsstrategie ‚Local

for Local‘ sind wir in den Regionen Europa, Asien-Pazifik und Amerikas

lokal und unabhängig voneinander aufgestellt. Der chinesische

Markt hat für ebm-papst dabei stets eine große Bedeutung und wir

verzeichnen in China bereits eine Lokalisierungsquote von rund 90

Prozent. ‚Local for Local‘ hat für uns drei klare Vorteile: Kundennähe,

eine Unabhängigkeit in der Lieferkette und die Reduzierung von

Emissionen“, so Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm-papst Gruppe.

Der Standort vereint verschiedene Bereiche unter einem Dach,

darunter Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung

sowie Einkauf. Dadurch sind effiziente Abläufe und

eine optimale Ausrichtung auf regionale Markterfordernisse gewährleistet.

In Xi‘an produziert der Branchenführer energieeffiziente Ventilatoren-Lösungen

für wichtige Geschäftsbereiche wie Rechenzentren

und Reinräume.

Ein besonderer Fokus liegt auf der kontinuierlichen Erweiterung

der lokalen Entwicklungsaktivitäten. „Das Zusammenspiel zwischen

den lokalen F&E-Bereichen an unseren beiden chinesischen Standorten

– Shanghai und Xi’an – ermöglicht es uns, unsere Kunden in

China bestmöglich und flexibel zu bedienen“, betont Thomas Nürnberger,

CSO ebm-papst Gruppe und CEO Air Technology APAC &

MEA. „Besonders Xi’an stärkt unsere Innovationskraft. Mit einem

umfassenden F&E-Labor, das auf Produktzuverlässigkeit, Langlebigkeit

und Anpassungsfähigkeit in unterschiedlichsten Anwendungsszenarien

ausgerichtet ist, treiben wir dort die Entwicklung

energieeffizienter EC-Ventilatoren, digitaler Lüftungslösungen und

Retrofit-Konzepte gezielt voran. Die enge Verzahnung mit lokalen

Universitäten schafft zudem eine starke Basis für zukunftsweisende

Technologien und die Förderung von Nachwuchstalenten.“

Das neue Werk ist zudem ein Vorzeigeprojekt für verantwortungsbewusstes

industrielles Bauen. Eine energieeffiziente Verglasung,

eine LED-Beleuchtung, eine geothermische Wärmepumpe

sowie eine großflächige Photovoltaik-Anlage tragen zur Reduzierung

des CO₂-Fußabdrucks bei. Wiederverwendbare Verpackungen

und ein vollelektrifizierter Shuttle-Busverkehr ergänzen das Nach-

Bereits 2019 nahm ebm-papst den Betrieb in Xi’an auf und

entwickelte den Standort seitdem kontinuierlich weiter.

Der Standort umfasst eine Fläche von rund 60.000 m².

In Xi‘an produziert der Branchenführer energieeffiziente

Ventilatoren-Lösungen für wichtige Geschäftsbereiche wie

Rechenzentren und Reinräume.

Zur feierlichen Eröffnung am 20. Oktober 2025 begrüßte ebm-papst

Vertreter aus Politik und Wirtschaft. V.l.n.r: Mary Yan (Vice President Strategic

Purchasing ebm-papst APAC & MEA), Thomas Nürnberger (CSO

der ebm-papst Gruppe und CEO Air Technology APAC & MEA), Jia Qiang

(Direktor des Verwaltungsausschusses der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone

Xi‘an), Jan Philippiak (ebm-papst Gesellschafter),

Meng Hao (Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Xi’an), Dr. Klaus

Geißdörfer (CEO der ebm-papst Gruppe) Arlene Xu (Vice President

Human Resource, ebm-papst APAC & MEA), Ramon Liu (Vice President

Operations & Integrated Supply Chain ebm-papst APAC & MEA)

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haltigkeitskonzept. Für dieses Engagement wurde ebm-papst Xi’an

im Januar 2025 vom chinesischen Ministerium für Industrie und

Informationstechnologie (MIIT) als „National Green Factory“ ausgezeichnet.

Zur feierlichen Eröffnung begrüßte ebm-papst Vertreter aus

Politik und Wirtschaft sowie die Stadtverwaltung von Xi’an. Letztere

würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag zum lokalen Wirtschaftswachstum.

Auch ebm-papst Gesellschafter Jan Philippiak sowie

das Top-Management der Gruppe waren vor Ort. „Seit 1996 hat

ebm-papst seine Präsenz in China konsequent ausgebaut.“, erklärt

Jan Philippiak im Namen der Gesellschafterfamilien. „Die offizielle

Eröffnung unseres Werks in Xi’an markiert einen bedeutenden

Schritt in der Weiterentwicklung unserer Aktivitäten und schafft

In den neugeschaffenen Büros finden rund

150 Mitarbeitende Platz. Die Flächen sind

vielseitig gestaltet, so dass sie Rückzugsdie

Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und technologische

Spitzenleistungen. Diese Investition ist ein weiterer Beleg für unser

großes Engagement im chinesischen Markt – einer für ebm-papst

bedeutenden Region.“

ebm-papst ist seit 1996 in China aktiv und beschäftigt heute

rund 1.700 Mitarbeitende an Standorten wie Shanghai, Qingdao,

Xi’an, Peking und Hong Kong. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte

das Unternehmen in China einen Umsatz von rund 360 Millionen

Euro. Wichtige Märkte sind Ventilatorlösungen für Reinräume, erneuerbare

Energien und Datenzentren.

ebm‐papst Mulfingen GmbH & Co. KGaA & Co. KG

D 74673 Mulfingen

Das Unternehmen schafft mehr Raum für die Entwicklung und Fertigung

von Temperaturmessgeräten und Systemprodukten

Endress+Hauser eröffnet

Neubau in Nesselwang

Die Endress+Hauser Gruppe hat in Nesselwang im Allgäu ein neues Produktund

Entwicklungszentrum für Temperaturmesstechnik und Systemprodukte eröffnet.

Mit der Erweiterung bekennt sich das Familienunternehmen zur Region

und baut gleichzeitig sein weltweites Netzwerk aus.

möglichkeiten bieten, aber auch die Zusammenarbeit

erleichtern. Das Umfeld schafft

ideale Voraussetzungen, damit Mitarbeitende

ihre Ideen entfalten und Innovationen

vorantreiben können. Ein Ort der Begegnung

ist auch das neue Betriebsrestaurant im Erdgeschoss.

Insgesamt wuchs die Nutzfläche

des Standorts um 3.500 Quadratmeter.

Investition folgt langfristigem Ansatz

Endress+Hauser Temperature+System Products

investierte rund 17 Millionen Euro in

den Neubau. Dank eines klimafreundlichen

Energiekonzepts, das auf der Nutzung von

Erdwärme und Solarstrom basiert, ist das

vierstöckige Gebäude im Betrieb CO2-neutral.

Das Unternehmen zeigt damit seine

langfristige Ausrichtung und trägt zu einem

verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen

bei.

Ort der Begegnung und der Innovation

„Mit der Investition möchten wir unsere

Marktposition als Global Player strategisch

ausbauen und unsere Attraktivität als innovativer

Arbeitgeber für die Region weiter

stärken“, sagt Harald Hertweck, Geschäftsführer

von Endress+Hauser Temperature+System

Products. Dr. Peter Selders, CEO

der Endress+Hauser Gruppe, ergänzt: „Als

Familienunternehmen denken und handeln

wir mit langfristiger Perspektive. Wir

streben nach nachhaltigem Erfolg. Deshalb

investieren wir kontinuierlich in unser weltweites

Netzwerk für Produktion und Vertrieb.“

Endress+Hauser Temperature+System

Products ist einer der weltweit führenden

Hersteller von Temperaturmessgeräten und

Systemprodukten. Für das Unternehmen

der Endress+Hauser Gruppe sind weltweit

über 800 Mitarbeitende an Standorten in

Deutschland, Italien, USA, China und Indien

tätig. Rund 450 von ihnen arbeiten am

Hauptsitz in Nesselwang. Insgesamt beschäftigt

Endress+Hauser global über 17.000

Menschen.

Der Neubau von Endress+Hauser Temperature+System Products in Nesselwang (vorne rechts im

Bild) bietet eine Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern. © Endress+Hauser

Endress+Hauser AG

CH 4153 Reinach BL 1

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UVC-LEDs zur Desinfektion auf dem Weg in die breite Anwendung

Vom Labor in den Alltag

Mit ultraviolettem (UV) Licht lassen sich

Krankheitserreger auf Oberflächen, in der

Luft und im Wasser deaktivieren. Leuchtdioden

(LEDs) im UVC-Spektralbereich

mit Wellenlängen unter 280 Nanometern

gewinnen dank rasanter Fortschritte in Effizienz

und Lebensdauer zunehmend an

Bedeutung. Im Gegensatz zu herkömmlichen

UV-Lampen sind sie äußerst kompakt,

dimmbar, schnell schaltbar und vor allem

quecksilberfrei. Forschende aus dem Berliner

Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut

für Höchstfrequenztechnik (FBH) und

vier weiteren Institutionen haben über zwei

Jahre hinweg UVC-LEDs von 14 Herstellern

mit Wellenlängen zwischen 260 und

280 Nanometern untersucht. Das 41-seitige

Open-Access-Review gibt erstmals einen

umfassenden Überblick über die derzeit

erreichte Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit

und schließt so die Lücke zwischen

Hersteller- und Anwenderperspektive.

„Unsere Daten helfen den Herstellern und

Anwendern, fundierte Entscheidungen

bei der Entwicklung und dem Einsatz von

UVC-LED-Systemen zu treffen“, erklärt Dr.

Jan Ruschel, einer der Hauptautoren und

Forscher am FBH.

Einsatzfelder von Wasserentkeimung

bis Luftreinigung

UVC-LEDs eröffnen eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten

in alltäglichen Anwendungen:

von der umweltfreundlichen Trinkwasseraufbereitung

(Abb. 1) über die Luftreinigung

in Schulen und Krankenhäusern

bis hin zur Desinfektion von Kühlschränken,

Spülmaschinen, Touchscreens und Produktionsanlagen

in der Lebensmittelindustrie.

In Ländern ohne stabile Stromversorgung

ermöglichen sie dank kompakter Bauweise

und geringem Energiebedarf mobile, solarbetriebene

Lösungen. Anders als die bisher

zumeist verwendeten UV-Niederdrucklampen

kommen UVC-LEDs ohne giftiges

Quecksilber aus, ihre Emissionseigenschaften

sind vergleichsweise wenig empfindlich

gegenüber Temperaturänderungen und sie

sind oft bereits langlebiger.

Ein Leitfaden für Hersteller

und Anwender

Winkelaufgelöste Intensitätsverteilung von UVC-LEDs verschiedener Hersteller

in unterschiedlichen Gehäusetypen. © FBH

Das nun veröffentlichte Paper gibt einen

Überblick über Kenngrößen am Markt verfügbarer

UVC-LEDs, die für die Entwicklung

von Desinfektionssystemen entscheidend

sind. So variieren sowohl Lebensdauer als

auch Effizienz deutlich – abhängig von Betriebsbedingungen,

Bauform und Hersteller.

Die Forschenden adressieren thermische,

optische und elektrische Effekte und wie

diese durch Materialwahl und Betriebsbedingungen

beeinflusst werden können.

Unter anderem spielt der Gehäusetyp eine

wichtige Rolle (Abb. 2). Einen besonderen

Schwerpunkt bilden Lebensdaueruntersuchungen

in Form von Langzeitstresstests

unter verschiedenen Bedingungen. Anwender,

die UVC-LEDs in ihre Systeme integrieren

wollen, können daraus ableiten, wie

Kühlung, Stromregelung, Optik und LED-

Überwachung auszulegen sind. „Wir schließen

damit erfolgreich die Lücke zwischen

Labor und Praxis“, betont Jan Ruschel. „Als

anwendungsorientiertes Forschungsinstitut

ist es uns ein besonderes Anliegen, dass

Innovationen auch tatsächlich ihren Weg in

die Nutzung finden.“

Die Partner der Forschungskooperation

– Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut

für Höchstfrequenztechnik (FBH),

Berlin, Deutschland

– Signify, Eindhoven, Niederlande

– University of Padova, Padova, Italien

– RTI International, Durham, NC, USA

– Delft University of Technology, Delft,

Niederlande

Demonstrator eines UVC-LED-Moduls zur Wasserdesinfektion. © FBH/schurian.com

Ferdinand-Braun-Institut gGmbH

D 12489 Berlin

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Maßgeschneiderte Filtrationsanlage

für Nordmark

Für die Erneuerung seiner Kollagenase-Filtrationsanlage

suchte Nordmark nicht nur technische Kompetenz, sondern

einen strategischen Partner – den das Unternehmen mit der

Syntegon-Tochter Pharmatec fand. Gemeinsam realisierten

die Projektteams eine hochautomatisierte Anlage, die bewährte

Prozesse auf den aktuellen Stand der Technik bringt

und künftige Anpassungen mitdenkt.

Das bestehende Produktionsequipment zur Kollagenasefiltration

und -konzentrierung war vor allem mit Blick auf die Anlagenverfügbarkeit

und Sicherstellung der Produktionsversorgung in die Jahre

gekommen, die Erfüllung aktueller Hygiene- und Sicherheitsstandards

kompliziert und aufwändig. Auch die Automatisierung von

Produktionsvorgängen war nur sehr eingeschränkt möglich. Dabei

sollte das etablierte Verfahren erhalten bleiben – eine Herausforderung,

denn Dokumentationen des Altprozesses lagen kaum vor.

Spezifisch entwickelt, sicher integriert

Die neue Anlage verarbeitet die fermentativ gewonnene Kollagenase

in zwei Behältern über einen Filtrationsschritt. In Design und

Funktion wurde sie konsequent auf die Anforderungen von Nordmark

zugeschnitten und bietet viele Möglichkeiten zur Automatisierung.

Dank durchdachter Zugänglichkeit lassen sich Wartungen

schnell und werkzeugarm durchführen. Ein integriertes CIP-Konzept

ermöglicht reproduzierbare Reinigungsvorgänge und die vernetzte

Messtechnik sorgt für Transparenz über Prozess- und Anlagendaten.

Durch die neue Filtrationsanlage konnte Nordmark

gleich mehrfach profitieren:

– Verbesserte Anlagenverfügbarkeit und optimierte Bedienbarkeit

dank einheitlicher Messtechnik

– Automatisierte Reinigungsvorgänge für gleichbleibend hohe

Hygienestandards

– Reduzierter Wartungsaufwand durch werkzeuglose Zugänglichkeit

aller Komponenten

– Anbindung an das neue Prozessleitsystem zur besseren Überwachung

und Auswertung

Partnerschaft mit Weitblick

Die Umsetzung erforderte Maßarbeit: Die gesamte Anlage wurde

als Engineering-to-Order-Projekt realisiert – angepasst an die baulichen

Gegebenheiten und den vorhandenen Platz. Globale Lieferengpässe

führten zudem zu kurzfristigen Herausforderungen, doch

das Projektteam reagierte flexibel und sorgte dafür, dass keine wesentlichen

Verzögerungen entstanden. Nach der Inbetriebnahme

verlief die Qualifizierung schneller als geplant – eine Besonderheit

bei Anlagen dieser Komplexität. Mit der neuen Anlage verfügt Nordmark

nun über eine hochmoderne Lösung, die auch zukünftige Prozessanpassungen

erleichtert.

Ein Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit in allen Projektphasen

– vom Lastenheft bis zur Qualifizierung. „Pharmatec hat uns

frühzeitig mit Erfahrung und Systemverständnis unterstützt und den

Weg für eine zukunftsfähige Lösung geebnet“, so Steffen Lehmann,

Teamleiter Engineering API Production bei Nordmark. Ein Projekt,

das zeigt, wie partnerschaftliches Engineering die Grundlage für

langfristige Betriebssicherheit schafft.

Syntegon Technology GmbH

Blaufelder Straße 45

D 74654 Crailsheim

Telefon: +49 7951 4020

eMail: packaging-ph@syntegon.com

Internet: http://www.syntegon.com

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Mit modularen Treston-Arbeitsplätzen steigert Schwarzer Precision Effizienz,

Ergonomie und Prozesssicherheit in der Mikropumpenfertigung.

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

bei Schwarzer Precision:

Treston optimiert Montage und Reinraum

Wenn Präzision auf Ergonomie trifft, entsteht

ein Arbeitsplatz, der Maßstäbe setzt.

Die langjährige Partnerschaft zwischen

dem finnischen Arbeitsplatzexperten Treston

und dem Essener Pumpenspezialisten

Schwarzer Precision zeigt eindrucksvoll,

wie durchdachte Arbeitsplatzlösungen Effizienz,

Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit

steigern können.

Herausforderung: Maßgeschneiderte

Lösungen für hochpräzise Fertigung

Schwarzer Precision entwickelt und produziert

seit 1970 Miniatur- und Mikropumpen

für anspruchsvolle Anwendungen in der

Medizin-, Analyse- und Sicherheitstechnik.

Die große Produktvielfalt und flexible

Stückzahlen erforderten eine Neuausrich-

tung der Montageprozesse – mit Fokus auf

Ergonomie, Modularität und ESD-Schutz.

Lösung: Modulare Concept-Tische

In enger Zusammenarbeit mit Treston-Gebietsverkaufsleiter

Dirk Stiepelmann wurden

die Montagearbeitsplätze vollständig

neu konzipiert. Zum Einsatz kamen Concept-Tische,

die durch Stabilität, Erweiterbarkeit

und ESD-Schutz überzeugen. Jede

Montagelinie besteht aus vier individuell

einstellbaren Arbeitsplätzen und einem

separaten Prüftisch für die abschließende

Qualitätskontrolle und digitale Dokumentation.

Die neuen Arbeitsplätze ermöglichen

nicht nur ergonomisches Arbeiten,

sondern auch eine Reduktion des Flächenbedarfs

und eine Steigerung der Produktivität.

„Treston hat mit seinen Produkten die

optimale Lösung realisiert – von der Planung

bis zur Inbetriebnahme lief alles professionell

und reibungslos“, betont Gregor

Kaminski, Produktionsleiter bei Schwarzer

Precision.

Treston x Schwarzer Precision: Präzisionsarbeit am Arbeitsplatz – Erfolgreiche Neugestaltung der

Montage- und Reinraumbereiche. (Copyright: Treston Deutschland GmbH)

Lean Production und ESD-Schutz

für mehr Prozesssicherheit

Durch die konsequente Anwendung der

Lean-Production-Prinzipien konnten standardisierte

Abläufe geschaffen, Durchlaufzeiten

reduziert und die Prozesssicherheit

verbessert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war der ESD-

Schutz (Electrostatic Discharge). Trestons

ESD-Version der Concept-Tische sorgt

durch sichere Ableitung statischer Ladungen

für eine kontrollierte Arbeitsumgebung,

in der empfindliche elektronische Bauteile

zuverlässig geschützt werden.

Treston x Schwarzer Precision: Präzisionsarbeit am Arbeitsplatz – Erfolgreiche Neugestaltung der

Montage- und Reinraumbereiche. (Copyright: Treston Deutschland GmbH)

Reinraum nach ISO-8: Sauberkeit

trifft Funktionalität

Ein weiteres Highlight der Zusammenarbeit

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war die Ausstattung eines neuen Reinraums

nach DIN EN 14644 ISO-8. Auch hier setzte

Schwarzer Precision auf Treston – mit Arbeitsflächen,

die partikelfrei, leicht zu reinigen

und modular anpassbar sind. Innerhalb

von sechs Monaten wurde das Projekt von

der Planung bis zur Inbetriebnahme umgesetzt.

Nachhaltiger Erfolg: Folgeaufträge

bestätigen Kundenzufriedenheit

Die Zusammenarbeit zwischen Treston und

Schwarzer Precision besteht bereits seit vielen

Jahren und wächst kontinuierlich weiter.

Seit dem ersten Projekt im Jahr 2021 wurde

jährlich eine weitere Montagelinie mit

Treston realisiert – ein klares Zeichen für

die Zufriedenheit und das Vertrauen in die

Partnerschaft.

„Unsere Philosophie ‘Workspaces for happier

workfaces’ wird bei Schwarzer Precision

gelebt“, resümiert Dirk Stiepelmann.

„Wir freuen uns, dass wir mit unseren Lösungen

sowohl in der Montage als auch im

Reinraum einen echten Mehrwert schaffen

konnten.“

Treston Deutschland GmbH

D 22047 Hamburg

iCITY Reinach gewinnt Labor-Experten:

Michael Bonenberger übernimmt Standortleitung

Seit Herbst 2025 leitet Michael Bonenberger den Standort iCITY Reinach. Der

Spezialist für Laborinfrastruktur und Qualitätsmanagement bringt langjährige

Branchenerfahrung mit – unter anderem aus Führungsfunktionen bei Bioconcept,

Skan und als Leiter der Fachmesse ILMAC. Seine Expertise in regulierten

Umfeldern, technischen Einrichtungen und Life-Sciences-Netzwerken kommt

nun dem Betrieb und der Weiterentwicklung des Standorts zugute.

In seiner Rolle bei iCITY unterstützt er

Unternehmen bei der bedarfsgerechten

Nutzung der verfügbaren Laborflächen und

begleitet Interessenten bei der Auswahl und

Inbetriebnahme geeigneter Räume. Der

Innovation City, Neuhofstrasse 11, CH 4153 Reinach

Michael Bonenberger

Standort Reinach bietet Laborräume ab 18

m², die flexibel genutzt und nach technischen

Anforderungen eingerichtet werden

können – etwa mit Abzügen, Medienversorgung

oder Sicherheitsausstattung. Die Räume

sind bereits bezugsbereit und werden

inklusive Nebenkosten angeboten.

«iCITY verfolgt einen praxisnahen Ansatz:

Die Laborflächen sind direkt nutzbar,

ohne lange Vorlaufzeiten. Das kommt vielen

Unternehmen entgegen, die auf schnelle

Verfügbarkeit und funktionale Lösungen

angewiesen sind», sagt Michael Bonenberger.

iCITY Reinach richtet sich insbesondere

an Unternehmen aus den Bereichen

Life Sciences, Biotech, Diagnostik und angewandte

Forschung. Der Standort ist Teil

des wachsenden Innovationsökosystems im

Raum Basel und bietet neben Labor- und

Büroflächen auch Zugang zu einer vielfältigen

Nutzer:innen-Community.

Über iCITY Reinach

iCITY Reinach ist ein flexibler Innovationscampus

mit Fokus auf Life Sciences, Biotechnologie

und forschungsnahe Dienstleistungen.

Neben modernen Büroflächen

bietet iCITY spezialisierte Laborräume,

Meetingräume und eine offene, vernetzte

Arbeitsumgebung für Startups, KMU und

Projektteams.

iCITY

CH 8047 Zürich

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360°-Logistiklösungen in der Schweiz

Spezialisierte Logistik für die

Life Sciences Branche | Airpharm SA

Mit moderner Infrastruktur und einem weltweiten Netzwerk

spezialisierter Partner bietet Airpharm SA maßgeschneiderte

Lösungen für globale Anforderungen.

Anwendung

Airpharm SA ist ein spezialisiertes Logistikunternehmen mit Fokus

auf die Life Science-Branche insbesondere Pharma, Chemie und

Healthcare. Airpharm bietet 360°-Logistiklösungen in der Schweiz

an und arbeitet weltweit über ein Netzwerk von Partnern zusammen.

Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf temperaturkontrollierten

und sicheren Transporten sowie der fachgerechten Lagerung. Darüber

hinaus bietet Airpharm massgeschneiderte, GMP-konforme

Supply-Chain-Lösungen, die weit über klassischen Lagerdienstleistungen

hinausgehen.

Airpharm versteht sich nicht nur als externes Lager, sondern als

verlängerter Arm ihrer Kunden: Sie übernehmen die Bemusterung,

den Versand, die Unterstützung bei Kundenaudits und passen sich

flexibel an individuelle Kundenprozesse sowie bestehende Systeme

an. Diese Partnerschaft auf Augenhöhe macht sie zu einem echten

Mehrwert innerhalb jeder Lieferkette.

Die Lösung

Mit der Sicherheitswerkbank claire® neo hat Airpharm eine leistungsstarke

Lösung für die präzise Bemusterung und Abfüllung der

Produkte gefunden. Die Werkbank ermöglicht das sichere und saubere

Handling der diversen Produkte.

Die Probenahme und Abfüllung erfolgt dabei direkt für den

Kunden, wodurch Effizenz und Servicequalität erheblich gesteigert

werden.

Da die Arbeiten, welche innerhalb der Sicherheitswerkbank

stattfinden, non-GMP sind, bleibt Airpharm flexibel in der Handhabung

ohne dabei auf höchste Sicherheits- und Hygienestandards

zu verzichten. Die claire® neo schafft damit ideale Bedingungen für

eine zuverlässige und kundenorientierte Arbeitsweise

SKAN AG

CH 4123 Allschwil

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Neue Generation von FFP2-Masken

vereint Schutz, Komfort und Nachhaltigkeit

Atemschutzmasken sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Ob im Gesundheitswesen, im industriellen Arbeitsschutz oder

während globaler Pandemien – sie schützen vor Schadstoffen und

Krankheitserregern. Manche Modelle zeigen in der Praxis jedoch

Schwächen: Sie sind unbequem, passen nicht auf jedes Gesicht

und belasten als Abfall die Umwelt. Im jetzt abgeschlossenen Forschungsprojekt

»BestComfort« hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur

von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale)

gemeinsam mit Partnern aus der Industrie eine innovative FFP2-

Maske entwickelt, die ergonomisch optimiert ist, höchste Schutzwirkung

bietet und zugleich nachhaltig recycelt werden kann.

Während FFP2-Masken zuverlässig Partikel filtern, gelingt es

vielen handelsüblichen Modellen nicht, sich an die Vielfalt menschlicher

Gesichtsformen optimal anzupassen. Dadurch entstehen

Leckagen, die die Schutzwirkung mindern. Zudem bestehen die

meisten Masken aus mehreren verschiedenen Materialien, was

eine sortenreine Wiederverwertung nahezu unmöglich macht. Das

Projekt »BestComfort« setzt hier an und kombiniert ergonomische

Gestaltung mit materialwissenschaftlicher Innovation und nachhaltigem

Produktdesign.

Im Projektzeitraum von zwei Jahren wurden auf Grundlage umfangreicher

Kopf- und Gesichtsanalysen neuartige Maskenkomponenten

entwickelt. Im Fokus standen die Nasen- und Ohrenbügel,

die in unterschiedlichen Varianten konstruiert und getestet wurden.

Diese Bügel wurden so gestaltet, dass sie sich individuell an verschiedene

Gesichtsgeometrien anpassen, Druckstellen reduzieren

und den Dichtsitz deutlich verbessern, also neben dem Tragekomfort

auch die Filterwirkung steigern. Parallel dazu entwickelte das

Fraunhofer-Team zusammen mit der A+M GmbH und der POR-

TEC GmbH ein sogenanntes Monomaterial-Konzept. Sämtliche

Maskenkomponenten bestehen aus polymerbasierten Werkstoffen

wie Polypropylen oder Polypropylen-basierten Materialien. Damit

lassen sich die Masken nach Gebrauch vollständig und sortenrein

recyceln, was einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.

Um die neuen Konzepte praxisnah zu erproben, kamen moderne

Fertigungsverfahren wie 3D-Druck, Vakuumguss und Spritzguss

zum Einsatz. Diese Methoden ermöglichten es, verschiedene

Designs schnell umzusetzen und funktionsfähige Prototypen herzustellen.

Anschließend wurden die Maskendemonstratoren in

umfangreichen Probandenstudien getestet. Dabei wurden sowohl

Alltagssituationen als auch körperliche Belastungen simuliert, zusätzlich

wurden physiologische Untersuchungen zur Wärme- und

Feuchtigkeitsentwicklung während des Tragens durchgeführt.

Ein zentrales Element der Forschungsarbeit am Fraunhofer

IMWS war die Entwicklung eines automatisierten Messplatzes zur

Bewertung der Passform und Dichtigkeit der Masken. Der Prüfstand

nach DIN EN 149:2001 ermöglicht es, objektive Messdaten zur Maskenleistung

zu erheben, ohne in jedem Fall auf aufwendige und zeitintensive

Probandenstudien angewiesen zu sein. »Das ist ein großer

Vorteil. Diese Automatisierung trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung

in der Produktentwicklung bei und erlaubt eine reproduzierbare,

standardisierte Bewertung unter praxisnahen Bedingungen«,

sagt Annika Thormann, Projektleiterin am Fraunhofer IMWS. Darüber

hinaus ermöglicht die materialwissenschaftliche Expertise am

Fraunhofer IMWS eine tiefgehende Charakterisierung der verwendeten

Materialien bis auf die Mikrostruktur-Ebene. Mithilfe moderner

Analysetechniken wurden die mechanischen, thermischen und

mikrostrukturellen Eigenschaften der Maskenkomponenten untersucht.

»Im Projekt ist es uns zusammen mit den Partnern gelungen,

eine Maske zu entwickeln, die Schutz, Komfort und Nachhaltigkeit

gleichermaßen vereint. Damit zeigen wir, dass Hightech-Materialforschung

und praxisnahe Entwicklung Hand in Hand gehen können«,

ergänzt Thormann.

Die Projektergebnisse wurden bereits auf internationalen Fachmessen

wie der formnext in Frankfurt und der rapidtec in Erfurt vorgestellt

und stießen dort auf großes Interesse bei Fachpublikum und

Industrie. Erste Gespräche mit potenziellen Partnern eröffnen zudem

vielversprechende Perspektiven für die Weiterentwicklung und

Markteinführung.

Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

D 06120 Halle (Saale)

Der automatisierte Prüfstand, der am Fraunhofer IMWS im

Projekt »BestComfort« entwickelt wurde, ermöglicht die

Bewertung von Passform und Dichtigkeit von Atemschutz-

Masken – schnell, reproduzierbar und ohne aufwendige

Probandenstudien. © Fraunhofer IMWS

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ROMMELAG setzt bei S/4HANA

und begleitender Computersystem-Validierung

auf die Life Sciences Alliance

– Rommelag SE & Co. KG beauftragt die Life Sciences Alliance mit der Implementierung

einer validierten SAP S/4HANA-Lösung

– Abbildung von pharmazeutischer Prozessfertigung und Maschinenbau in einer

harmonisierten und ebenso flexiblen Systemumgebung

– Implementierungsbegleitende Computersystemvalidierung (CSV) sichert die Compliance

Die Life Sciences Alliance unter Führung der All for One Group SE, einem führenden

IT-, Consulting- und Service-Provider, erhält den Zuschlag für ein strategisches

Transformationsprojekt bei der Rommelag SE & Co. KG. Das auf innovative

Verpackungslösungen spezialisierte Familienunternehmen aus Sulzbach-Laufen

(Baden-Württemberg) beauftragt das Partnernetzwerk mit der Implementierung

einer SAP S/4HANA-Lösung in zwei Unternehmensbereichen sowie mit einer

Computersystemvalidierung im regulierten Umfeld der Pharmabranche. Mit

diesem Projekt stellt Rommelag die Weichen für eine zukunftssichere IT-Landschaft

und stärkt gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit.

Das 2.000 Mitarbeiter starke Familienunternehmen

Rommelag ist bekannt für

seine innovative Abfülltechnik mit dem so

genannten Blow-Fill-Seal-Verfahren. Auch

in der IT-Landschaft stellt der Hidden

Champion der Verpackungsindustrie nun

die Weichen für die Zukunft: Rommelag

entscheidet sich für SAP S/4HANA Private

Cloud als digitalen Kern. Bis Ende 2026 löst

S/4HANA das bestehende ERP-System

in der Rommelag CDMO GmbH an zwei

Rommelag-Standorten ab. Zudem wird die

Cloud-Lösung in der Schweizer Rommelag

CDMO Switzerland AG an einem Standort

neu eingeführt.

Maschinenbau trifft Pharma

– ein ERP für zwei Welten

Die Herausforderung: Rommelag vereint

zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle

unter einem Dach: Rommelag Engineering

entwickelt hochinnovative Abfüllmaschinen

für die pharmazeutische, kosmetische

und chemische Industrie. Rommelag

CDMO produziert auf diesen Anlagen pharmazeutische

Produkte als Lohnherstellung

unter höchsten regulatorischen Anforderungen.

„Mit SAP S/4HANA wollen wir die Geschäftsprozesse

von Maschinenbau und

pharmazeutischer Prozessfertigung in

einem System abbilden, um Synergien zu

realisieren – etwa durch ein gemeinsames

Stammdaten-Management. Gleichzeitig

müssen wir die spezifischen Anforderungen

unserer hochregulierten Pharma-Produktion

optimal berücksichtigen, ohne die

Effizienz im Maschinenbau zu beeinträchtigen.

Mit der All for One Group als Experte

im Maschinen- und Anlagenbau auf der

einen Seite und der zusätzlichen Power der

Life Sciences Alliance mit der DHC Group

und die KEK Anwendungssysteme GmbH

auf der anderen Seite, haben wir starke

Partner an unserer Seite, die beide Welten

verstehen, und uns bei der sicheren und effizienten

Gestaltung unserer digitalen Zukunft

unterstützen“, führt Dr. Christian Liko,

Director IT-BPA bei der Rommelag SE & Co.

KG aus.

SAP S/4HANA Implementierung

mit integrierter Validierung in der

Prozessfertigung

Aufgrund der strengen regulatorischen Anforderungen

in der pharmazeutischen Pro-

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Seite 48/75


zessfertigung muss Rommelag parallel zur

ERP-Implementierung auch eine Computer

System Validation (CSV) durchführen. Hierbei

vertraut Rommelag auf die gebündelten

Kompetenzen der Life Sciences Alliance.

Das Partnernetzwerk hat ein integriertes

Projektvorgehen, VITAL, entwickelt, das

die Systemvalidierung nahtlos in die SAP

S/4HANA-Einführung einbindet. Dabei

kommen SAP Best Practices und vorkonfigurierte

Lösungen zum Einsatz, die speziell

auf die Anforderungen der Pharmabranche

abgestimmt sind.

„Mit der Life Sciences Alliance stellen

wir bei Rommelag nicht nur eine leistungsfähige

SAP S/4HANA-Lösung bereit, sondern

gewährleisten auch eine reibungslose

Computersystemvalidierung. Unser harmonisiertes,

konsistentes und effizientes

Vorgehen vermeidet Redundanzen und

Fehler im Projekt – und sorgt dafür, dass alle

Compliance-Vorgaben abgedeckt werden“,

so Thomas Hein, Senior Expert Industry &

Business Development und Life-Sciences-

Spezialist bei All for One.

Gern stehen wir Ihnen für Rückfragen

oder Interviews zur Verfügung. Sollten Sie

Interesse am Thema „S/4HANA-Implementierung

mit integrierter Softwarevalidierung“

haben, können wir Ihnen gern ein

weiteres, abgeschlossenes Kundenprojekt

als Case Study anbieten.

Mehr über Rommelag

Rommelag ist der Erfinder der Blow-Fill-

Seal-Technologie (BFS), bei dem Kunststoffbehälter

in einem einzigen Arbeitsschritt

geformt, befüllt und versiegelt werden.

Die Rommelag Gruppe versteht sich

als One-Stop-Partner rund um die Blow-

Fill-Seal Technologie und Spezialist für

flexible Containment-Lösungen. Mit Komplettlösungen

für Fill&Finish ist die Gruppe

starker Partner der Pharma-, Lebensmittel-

Kosmetik- und Chemiebranche. Unter der

Dachmarke Rommelag bündeln sich die

Produkte und Dienstleistungen der Divisionen

Engineering, Digital, CDMO, Flex

und Service. Rommelag hat 12 Standorte in

Deutschland, der Schweiz, den USA, China

und Indien. Weltweit beschäftigen das

Unternehmen über 2.300 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Über die Life Sciences Alliance

Um dem Mittelstand pragmatische, kostenoptimierte

und zuverlässige Lösungen

aus einer Hand anzubieten, haben die

All for One Group, die DHC Group und

die KEK Anwendungssysteme GmbH ihr

SAP Life Sciences Leistungsportfolio gebündelt.

Seit 2021 bieten die Partner Pharma-

sowie Medizintechnik-Unternehmen

mit ihrer Life Sciences Alliance branchenspezifische

SAP-Lösungen und vor allem

eine abgestimmte Vorgehensweise für die

Implementierung, System-Conversion und

Validierung von SAP S/4HANA-Systemen.

Daneben umfasst das Portfolio für die Life

Sciences Industrie die Optimierung weiterer

Business-Prozesse mit SAP sowie Themen

wie Digitalisierung, Analytics, Compliance,

HCM, Qualitätssicherung, IoT, etc.

All for One Group SE

D 70794 Filderstadt

PLUS X AWARD:

Neuberger ist „Beste

Marke des Jahres“

Die Neuberger Gebäudeautomation GmbH wurde im Rahmen

des renommierten PLUS X AWARD mit der Sonderauszeichnung

„Beste Marke des Jahres“ geehrt. Der Titel

wird ausschließlich an Marken verliehen, deren Produkte

innerhalb eines Jahres die meisten Gütesiegel in ihrer Kategorie

erhalten – ein deutlicher Beleg für gleichbleibend

hohe Qualität, Innovationskraft und gestalterischen Anspruch.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung war insbesondere die Raumregler-Serie

RP/RC8100, die in gleich vier Kategorien überzeugen

konnte: High Quality, Design, Bedienkomfort und Funktionalität.

Die Jury lobte die Kombination aus intuitiver Bedienung, hochwertiger

Verarbeitung und zeitgemäßem Design, die eine präzise und zugleich

anwenderfreundliche Raumregelung ermöglicht.

Mit dieser Auszeichnung unterstreicht der PLUS X AWARD

die technologische Kompetenz und kontinuierliche Produktentwicklung

bei Neuberger. Der Spezialist für Gebäudeautomation,

Raumautomation, Reinraum- und Prozesstechnik entwickelt seit

Jahrzehnten Automationslösungen „Made in Germany“ – von der

Planung über die Entwicklung von Soft- und Hardware bis Fertigung

und Inbetriebnahme.

Designvielfalt mit Auszeichnung – die Raumbediengeräte vom Typ RP/

RC8100 von Neuberger in klassischem Weiß und modernem Schwarz.

(Bild: Neuberger Gebäudeautomation GmbH)

Die Auszeichnung stärkt nicht nur das Markenprofil, sondern

bestätigt auch den Anspruch, innovative Lösungen mit echtem

Mehrwert für Planer, Betreiber und Nutzer moderner Gebäude zu

schaffen.

Neuberger Gebäudeautomation GmbH

D 91541 Rothenburg ob der Tauber

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Fraunhofer IPA eröffnet Robotik-Außenstelle

in den IPAI Spaces in Heilbronn

Seit dem 1. Oktober hat das Fraunhofer IPA einen neuen

Standort mit mehreren Demonstratoren zur KI-basierten

Robotik in den »IPAI Spaces« in Heilbronn. Das Institut

ist bereits seit Jahresanfang über die Fraunhofer Heilbronn

Forschungs- und Innovationszentren HNFIZ im dortigen

Ökosystem für Künstliche Intelligenz (KI) vertreten und

profitiert nun von den neuen Räumlichkeiten und dem

Netzwerk der großen Innovationsplattform.

Ende September erfolgte die Vertragsunterzeichnung für die Mitgliedschaft

des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und

Automatisierung IPA bei der Innovationsplattform IPAI. Dies ist

eine wichtige Weichenstellung für den Standort des Instituts in

Heilbronn. »Unser Ziel ist, hochflexible Automatisierungslösungen

für Materialhandhabung und -transport zu entwickeln und in die Industrie

zu bringen«, erklärt Simon Schmidt, Geschäftsbereichsleiter

am Fraunhofer IPA. »Die IPAI-Mitgliedschaft und die damit noch

tiefere Verankerung des Fraunhofer IPA im Ökosystem Heilbronn

stärkt unsere Strategie, gemeinsam mit und für die Industrie KI-basierte

Automatisierungslösungen zu entwickeln.«

KI-basierte Robotik für Produktion, Montage und Logistik

Bereits seit Januar 2025 sind mehrere Teams des Forschungsbereichs

»Automatisierung und Robotik« in den Heilbronner Standort

der Fraunhofer HNFIZ eingebunden und bauen dort das Forschungs-

und Innovationszentrum (FIZ) für KI-basierte Robotik

auf. Mit dem Einzug in die IPAI Spaces und dem Aufbau mehrerer

Demonstratoren können Unternehmen und Interessierte die Entwicklungen

nun selbst erleben.

Für Forschungsbereichsleiter Werner Kraus ist der neue Standort

eine entscheidende Erweiterung: »Heilbronn entwickelt sich gerade

zum Place to be für die Entwicklung von KI in Europa. Umso

wichtiger ist es daher, hier von Anfang in Person vor Ort dabei zu

sein. Mit unserem Fokus auf KI-basierte Robotik verleihen wir der

KI einen Körper und entwickeln innovative Lösungen basierend auf

humanoiden Robotern und Roboterhänden für Produktion, Montage

und Logistik.«

Lösungen für einfachere Inbetriebnahme und Umrüstung

Das übergeordnete Ziel der Arbeit in Heilbronn ist, Roboter auch für

komplexe und wechselnde Aufgaben flexibel einsetzbar zu machen.

Eine wichtige Stellschraube hierfür ist die Programmierung. Die

beteiligten Forschungsteams konzentrieren sich deshalb auf zwei

Schwerpunkte:

– Roboterhände: Die menschliche Hand bleibt unübertroffen in

ihrer Vielseitigkeit, doch neue Software aus dem FIZ soll verfügbare

Roboterhände für Produktions- und Logistikabläufe flexibler

einsetzbar machen.

– Intelligente mobile Manipulation: Die Kombination von Greiffunktionen

mit mobilen oder humanoiden Robotern erweitert

deren Aktionsradius und fokussiert sich auf Technologien mit

minimalem Programmieraufwand, wie beispielsweise Lernen

durch Vormachen oder Teleoperation als Grundlage für autonome

Aufgabenausführung.

Moritz Gräter, CEO von IPAI: »Dass wir mit dem Fraunhofer IPA nun

einen Leuchtturm der angewandten Forschung als neustes Mitglied

bei IPAI und in unseren IPAI Spaces begrüßen dürfen, ist eine große

Freude, ein toller Meilenstein und ein echter Gewinn für die gesamte

Community. Das Fraunhofer IPA liefert den direkten Brückenschlag

von exzellenter Forschung in die Industrie. Gemeinsam können wir

jetzt noch besser und hands-on zeigen, wie verantwortungsvolle,

europäische KI in der Produktion oder Logistik aussieht.«

© IPAI

© IPAI

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Über IPAI

IPAI befähigt Organisationen bei ihrer KI-Transformation – kollaborativ,

hands-on und ganzheitlich. Die Vision ist der Aufbau einer anwendungszentrierten

KI-Innovations- und Kollaborationsplattform,

die auf den europäischen Werten basiert.

Gemeinsam mit seinen inzwischen über 80 Mitgliedern und

Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schafft IPAI aus

Heilbronn heraus das »Global Home of Human AI«, den zentralen

Zukunftsort für europäische KI.

Als zentrale Anlaufstelle schließt IPAI die Lücke zwischen exzellenter

Forschung und praktischer Anwendung, indem es ein offenes

Ökosystem mit vielfältigen, permanent an den Bedürfnissen

der Unternehmen und Institutionen ausgerichteten Angeboten für

die gemeinsame Entwicklung innovativer und verantwortungsvoller

KI-Lösungen schafft.

Das Herzstück der Vision ist der IPAI Campus. Auf einem 30

Hektar großen Areal im Norden Heilbronns schafft IPAI die notwendige

Infrastruktur für einen eigenen, europäischen Weg der KI.

Baustart für den Campus, der künftig Raum für 5000 Menschen bieten

wird, die rund um KI arbeiten, ist Ende dieses Jahres; die ersten

Gebäude werden bis Ende 2027 bezugsfertig errichtet.

Zu den Initiatoren der IPAI-Plattform zählen das Land Baden-

Württemberg, die Dieter Schwarz Stiftung, die Unternehmen der

Schwarz Gruppe und die Stadt Heilbronn.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12

D 70569 Stuttgart

Telefon: +49 711 970 1667

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de

Sanner erreicht EcoVadis Gold-Status

Sanner, ein weltweit führender Hersteller von Healthcare-Verpackungen und

Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) für medizintechnische

Produkte, hat den EcoVadis Gold-Status erreicht. Damit gehört Sanner

zu den besten fünf Prozent aller weltweit von EcoVadis bewerteten Unternehmen

im Bereich Nachhaltigkeit.

Seit rund zwei Jahren nimmt die Sanner

Gruppe an der Nachhaltigkeitsbewertung

von EcoVadis teil. Nachdem das Unternehmen

zu Beginn des Jahres noch mit Bronze

bewertet wurde, stieg es im Oktober gleich

um zwei Stufen und erhielt den Gold-Status.

Damit gehört Sanner zu den besten fünf

Prozent von über 150.000 weltweit bewerteten

Unternehmen. Die Auszeichnung würdigt

herausragende Ergebnisse in den Bereichen

Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte,

Ethik sowie nachhaltige Beschaffung und

ist insbesondere im der Pharma- und Med-

Tech-Branche etabliert.

„Dieser Meilenstein stärkt unsere Position

als verantwortungsvoller Partner für die

pharmazeutische und nutrazeutische Industry

sowie im CDMO-Bereich“, so Stefan

Verheyden, CEO der Sanner Gruppe. „Der

EcoVadis Gold-Status unterstreicht unsere

Verpflichtung für höchste Transparenz und

Zuverlässigkeit in diesen anspruchsvollen

Märkten.“ Zugleich spiegelt die Auszeichnung

das Engagement des Management-

Teams und den Einsatz aller Mitarbeitenden

wider, bedeutende Veränderungen im

Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Globale Standards für mehr

Nachhaltigkeit

Innerhalb kurzer Zeit hat Sanner das Nachhaltigkeits-

und Compliance-Management

signifikant ausgebaut und in weiten Teilen

auf die internationalen Standorte ausgerollt.

Dank der global harmonisierten Standards

wird die Transparenz weiter erhöht und die

Einhaltung regulatorischer Vorgaben nachhaltig

sichergestellt. „Die Gold-Bewertung

ist sowohl eine Anerkennung unserer Bemühungen

als auch eine starke Motivation,

uns ständig zu verbessern. Nachhaltigkeit

ist nicht nur ein Ziel, sondern die Art und

Weise, wie wir die Zukunft gestalten“, unterstreicht

Verheyden. So wird Sanner die

Maßnahmen an allen Standorten weiter intensivieren,

um auch künftig seine Verantwortung

gegenüber Umwelt, Gesellschaft

und Wirtschaft wahrzunehmen.

Sanner GmbH

D 64625 Bensheim

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Mission des österreichischen

Satelliten PRETTY geht unter

Leitung der TU Graz weiter

Die Österreichische Weltraumagentur und die europäische Raumfahrtorganisation

ESA haben der Weiterführung der Mission zugestimmt. Zukünftig wird

Mini-Klimasatellit PRETTY als Teil des OPS-SAT Space Lab betrieben. Die Projektleitung

geht an die TU Graz über.

Seit mehr als zwei Jahren umkreist der österreichische

Minisatellit PRETTY in einer

Höhe von etwas mehr als 500 Kilometern

auf einer polaren Umlaufbahn die Erde.

Nach seiner Kommissionierungsphase hat

er über ein Jahr kontinuierlich Daten zur

Veränderung des Gletschereises, zu Meereswellenhöhen

und den Auswirkungen

des Weltraumwetters auf die Lebensdauer

von Satelliten geliefert. Ursprünglich war

die Mission für die Dauer eines Jahres geplant.

Nun steht fest, dass die Mission des

gemeinsam von TU Graz, Beyond Gravity

Austria und Seibersdorf Laboratories entwickelten

Satelliten in neuer Form unter

dem Namen OPS-SAT PRETTY weitergeht.

Dies haben die österreichische Agentur

für Luft- und Raumfahrt der FFG und die

europäische Raumfahrtorganisation ESA

vereinbart. „Die Mission von PRETTY war

bislang höchst erfolgreich, daher haben wir

als Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

FFG gemeinsam mit der ESA

einer Weiterführung der Mission bis Dezember

2026 zugestimmt und die erforderlichen

Budgetmittel in der Höhe von 365.000

Euro bereitgestellt“, sagt FFG Geschäftsführerin

Karin Tausz. Als Teil der Verlängerung

geht die Leitung des Projekts von Beyond

OPS-SAT PRETTY im Reinraum an der TU Graz vor seinem Start

im Jahr 2023. (Bildquelle: Lunghammer - TU Graz)

Gravity, Österreichs größtem Raumfahrtzulieferer,

an die TU Graz über, die am Campus

Inffeldgasse auch die Bodenstation von

PRETTY betreibt.

Neue Aufgabe als fliegendes Labor

PRETTY fungiert in Zukunft als Versuchsplattform

als Teil des OPS-SAT Space Lab

(https://opssat.esa.int/). Das galt bereits

für den ebenfalls an der TU Graz gebauten

OPS-SAT, der im Mai 2024 nach einer erfolgreichen,

viereinhalb Jahre langen Mission

beim Eintritt in die Erdatmosphäre

verglüht ist und für die ESA den Nachweis

der Vorzüge solcher Versuchsplattformen

demonstriert hat. Sie ermöglichen es Organisationen,

Unternehmen und auch Privatpersonen,

Software- und Firmware-Experimente

im aktiven Betrieb durchzuführen,

die so bei anderen Missionen nicht möglich

wären. Denn der Satellit ist mit diversen

Subsystemen ausgestattet und bietet daher

österreichischen und internationalen Interessenten

eine flexible und frei konfigurierbare

Plattform für ihre Experimente.

„Nachdem die ursprüngliche Mission

von PRETTY auf ein Jahr ausgelegt war,

freut es uns, dass unser Satellit nun weiter

OPS-SAT PRETTY im Reinraum

an der TU Graz vor seinem Start

im Jahr 2023. (Bildquelle:

Lunghammer - TU Graz)

wertvolle Dienste leisten kann“, sagt Projektleiterin

Manuela Wenger vom Institut

für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation

der TU Graz. „Natürlich

sind wir auch ein wenig stolz darauf, dass

sich PRETTY nach den ebenfalls bei uns

gebauten OPS-SAT und TUGSAT-1, dem

ersten österreichischen Satelliten im All,

als sehr zuverlässig erwiesen hat.“ Neben

Manuela Wenger sind Andreas Hörmer und

Maximilian Henkel Teil des Projektteams an

der TU Graz.

Wissenschaftliche Daten von PRETTY

gehen von Graz in die Welt

Seine ursprüngliche und nun abgeschlossene

wissenschaftliche Mission hat PRETTY

mit Bravour gemeistert. „Wir haben erstmals

eine völlig neue Technologie im Weltraum

getestet und konnten zeigen, dass wir mit

einem Minisatelliten von der Größe eines

Schuhkartons wichtige Klimadaten gewinnen

können, für die sonst ein viel größerer

und teurerer Satellit nötig wäre“, sagt Andreas

Dielacher, der zuständige Systemingenieur

bei Beyond Gravity. „Wir haben dabei

wichtige Kompetenzen im Payload-Bereich

entwickelt, dem Herzstück eines Satelliten.“

Bei der neuen Technologie handelt es sich

um ein von Beyond Gravity entwickeltes,

passives Reflektometer, das von Eis, Wasser

oder Landmassen reflektierte Signale europäischer

und amerikanischer Navigationssatelliten

misst. Klimawissenschafter*innen

können daraus Rückschlüsse auf Umweltdaten

ziehen. Andreas Dielacher: „Die Daten

unseres Reflektometers gingen von der

Bodenstation der TU Graz direkt an uns und

wurden von dort an die Wissenschafter*innen

weitergeleitet.“ Die dazu nötige Hardwareplattform

am Satelliten wurde von der

TU Graz entwickelt.

Ebenfalls an Bord von PRETTY befindet

sich das von Seibersdorf Laboratories

entwickelte Dosimeter SATDOS, das die

Belastung von Weltraumstrahlung und ihre

Auswirkungen auf die Elektronikbauteile

des Satelliten misst. „Dank SATDOS konnten

wir erstmals detaillierte Strahlungsdaten

direkt aus dem Orbit von PRETTY sammeln“,

erklärt Christoph Tscherne, Experte

für Strahlungsfestigkeit und Projektleiter bei

Seibersdorf Laboratories. „Unsere Ergebnisse

zeigen, dass die Strahlenbelastung im

Weltraum erhebliche Auswirkungen auf die

Elektronik von Satelliten haben kann. Besonders

kommerziell erhältliche Standard-

Bauteile, die zunehmend in der Raumfahrt

verwendet werden, sind anfällig.“

Technische Universität Graz

AT 8010 Graz

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Das Unternehmen verdoppelt die Fläche für die Entwicklung und Fertigung

von Sensoren und Komponenten zur Flüssigkeitsanalyse

Endress+Hauser erweitert

Standort in Waldheim

Die Endress+Hauser Gruppe hat im sächsischen Waldheim

ein neues Entwicklungs- und Produktionsgebäude für die

Flüssigkeitsanalyse eröffnet. Das Familienunternehmen ist

seit 1990 an dem Standort aktiv und hat sich kontinuierlich

vergrößert. Die Erweiterung ist ein Bekenntnis zur Region

und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum.

Endress+Hauser Liquid Analysis investierte rund 35 Millionen Euro

in den Neubau. Die Nutzfläche des Standorts in Waldheim wurde

nahezu verdoppelt und misst nun mehr als 18.000 Quadratmeter.

Der dreigeschossige Erweiterungsbau bietet Platz für neue Produktionsflächen,

einen Logistikbereich mit vollautomatischem Lager,

einen umfangreichen Entwicklungsbereich mit Büroarbeitsplätzen,

Laboren und Werkstätten sowie ein neues Betriebsrestaurant.

Spezialisiert auf Produktion von pH-Glassensoren

Das neue Entwicklungs- und Produktionsgebäude (am rechten oberen

Bildrand) überragt die bestehenden Fertigungshallen.

Endress+Hauser Liquid Analysis entwickelt und produziert in Waldheim

Sensoren sowie Komponenten für Messumformer zur Flüssigkeitsanalyse

verschiedener Parameter. Der Schwerpunkt liegt auf

pH-Glassensoren, die in einem hochspezialisierten Verfahren hergestellt

werden. Der komplexe Innovationsprozess zur Entwicklung

und Serieneinführung dieser Produkte erfordert eine intensive Zusammenarbeit

aller Beteiligten sowie Platz für individuelle Kreativität

– auf diese Bedürfnisse hin wurde das neue Gebäude gestaltet.

Erweiterung unterstreicht langfristige Strategie

„Mit der Erweiterung schaffen wir Raum für weiteres Wachstum

und setzen ein klares Zeichen für unsere langfristige Standortstrategie.

Auf den neuen Flächen können wir unsere Produktion und

Entwicklung auf ein neues Niveau heben“, sagt Dr. Thomas Buer,

Geschäftsführer von Endress+Hauser Liquid Analysis. Dr. Peter Selders,

CEO der Endress+Hauser Gruppe, ergänzt: „Endress+Hauser

ist technologisch führend. Innovation ist ein Motor unseres Erfolgs,

die Kompetenz unserer Mitarbeitenden bildet die Grundlage dafür.

Deshalb investieren wir kontinuierlich in unser weltweites Netzwerk.“

Endress+Hauser Liquid Analysis zählt zu den international führenden

Anbietern von Messstellen und Komplettsystemen für die

Flüssigkeitsanalyse. Das Unternehmen stützt sich auf das Fachwissen

und Engagement von weltweit mehr als 1.300 Mitarbeitenden.

Rund 430 von ihnen arbeiten in Waldheim. Es gibt weitere Standorte

in Deutschland – unter anderem den Hauptsitz in Gerlingen bei

Stuttgart – sowie in den USA, China und Indien. Die Endress+Hauser

Gruppe zählt global inzwischen über 18.000 Mitarbeitende.

Endress+Hauser AG

CH 4153 Reinach BL 1

Ein Mitarbeiter von Endress+Hauser Liquid Analysis

prüft im neuen Gebäude pH-Sensoren.

Durchschneiden des Bandes in Waldheim: Endress+Hauser

weiht das neue Gebäude ein.

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Klimatests in der Praxis

„Wichtig ist die Zuverlässigkeit“

Das renommierte Labor für Umweltsimulationsprüfungen Aspect Quality GmbH

aus Reutlingen gibt Einblick in seinen Testalltag. Dabei erklärt Heiko Walter, einer

der beiden Geschäftsführer, wie die Prüfanlagen und SIMPATI-Software von

Weiss Technik zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Heiko Walter, Geschäftsführer des Prüflabors

für Umweltsimulation Aspect Quality GmbH

aus Reutlingen, arbeitet seit 18 Jahren mit

Prüfanlagen von Weiss Technik und der

zugehörigen Software S!MPATI.

„Schnell, flexibel und mit einem Hang zum

Unkonventionellen“, so lässt sich die Aspect

Quality GmbH beschreiben. Das 2006 gegründete

schwäbische Prüflabor testet sowohl

Produkte der Automotiv-, Luftfahrt-,

Solar- und High-Tech-Industrie als auch

aus der Medizintechnik. Dazu gehören Karosseriekomponenten,

Kabel, Leitungen,

Komponenten der e-Mobility oder auch

Exoten wie beispielsweise alternative Verpackungen

für gefrorenen Instant-Kaffee.

Mit breitem Angebot, darunter Klima-,

Temperatur- und Korrosionswechseltests

sowie Sonnensimulations- und Salzsprühnebelprüfungen,

versteht sich das Testunternehmen

vor allem als Partner bei der

Entwicklung.

Präzise Kontrolle, einfache Bedienung

Zu den mehr als 25 Prüfanlagen und einer

begehbaren Klimazelle des Reiskirchener

Anlagenbauers Weiss Technik nutzt das

Prüflabor auch die zugehörige Software

„S!MPATI“. Aspect-Quality-Geschäftsführer

Heiko Walter: „Mit S!MPATI 4.70 haben

sich Aufzeichnung und Auswertung der

Prüfkammern deutlich verbessert, was die

Arbeit erleichtert.“ Auch der Analyseprozess

sei mit Einsatz des Programms einfacher

geworden, unterstreicht der Laborinhaber.

Heiko Walter bewertet die Software

durchweg positiv: „Die Anlagen sind komplex.

S!MPATI ist perfekt darauf abgestimmt

und benutzerfreundlich im Hinblick

auf den Funktionsumfang.“ Die Software

laufe zudem absolut zuverlässig, bestätigt

der Geschäftsführer. „Auch, wenn wir das

Programm aufgrund der vielen Normen, die

wir mit unseren Tests abdecken, exzessiv

nutzen. Taucht ein Fehler auf, bekommen

wir sofort eine Warnmeldung“, erzählt Heiko

Walter. „So werden die Anlagen super

überwacht.“ Und er fügt hinzu: „Anfangsund

Endbedingungen für eine Temperaturschockprüfung

festlegen, das kann eben nur

S!MPATI.“

Schnelle Updates, neue Möglichkeiten

„Die Aktualisierung der Software geht zügig“,

bescheinigt Heiko Walter. Man versuche

natürlich dafür einen Zeitpunkt zu wählen,

an dem die Prüfkammern nicht so stark

frequentiert seien, betont der Geschäftsführer.

Und verrät: „Hier am Standort Reutlingen

haben wir alle Überwachungsrechner

virtualisiert, es gibt also keine physischen

Rechner mehr. Bei einem neu aufgesetzten

virtuellen Rechner haben wir dann das Update

aufgespielt, alle Features installiert und

schließlich mit den Kammern verbunden –

sozusagen ein Update im fliegenden Wechsel

von der einen Version zur anderen.“

Mit dem neuen Update S!MPATI 4.80

bieten sich weitere Funktionen, erläutert

Laborchef Heiko Walter und präzisiert: „Die

Version ermöglicht beispielsweise, dass wir

Aufzeichnungen aus verschiedenen Zeitpunkten

übereinanderlegen können. So

lassen sich aktuelle Prüfungen mit vergangenen

Tests vergleichen, etwa bei Requalifizierungen.“

Damit könne man erkennen, ob

sich das Verhalten der Kammern verändert

habe. Was laut Heiko Walter die Überwachung

und Zuverlässigkeit der Prüfprozesse

verbessere.

Maximale Leistung, interessante Felder

Die Aspect Quality GmbH schätzt den Leistungsumfang und die Benutzerfreundlichkeit

der Software S!MPATI von Weiss Technik, gerade bei den zahlreichen Prüfnormen, die

es bei den Analysen zu erfüllen gilt. Auch die Installation der Updates läuft stets

zügig, bestätigt das Prüflabor aus Reutlingen.

Auch die Testanlagen von Weiss Technik

überzeugen. „Was uns beispielsweise an den

begehbaren Prüfzellen beeindruckt, ist der

extrem hohe Temperaturbereich von minus

70 bis plus 180 Grad Celsius“, sagt Heiko

Walter und ergänzt: „Nicht jede Klimazelle

kann so einen Temperaturhub abdecken.“

Nicht nur das, wie der Laborinhaber unterstreicht:

„Bei der Klimazelle von Weiss-

Technik können wir selbst große, schwere

Lasten einbringen und das funktioniert auf

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Grund der Unterfahrbarkeit super.“

Unter den Prüfgeräten gibt es auch Lieblingseinrichtungen

des Geschäftsführers,

etwa die Kammer mit simuliertem Sonnenlicht,

„weil das ein extrem spannendes Thema

ist“, erklärt Heiko Walter. Oder die Korrosionsprüfkammer,

„denn da passiert am

meisten“, sagt er weiter und konkretisiert:

„Wenn man die Korrosionsbeständigkeit

eines Produkts prüfen möchte, stellt man es

in die Kammer und holt danach unter Umständen

nur ein Häufchen Rost heraus. Diese

Anwendung ist schon sehr interessant.“

18 Jahre Weiss Technik im Einsatz für

erfolgreiche Klimaprüfungen

Seit 2007 setzt die Aspect Quality GmbH

auf die Produkte des hessischen Herstellers.

Damals haben sich Heiko Walter und sein

Geschäftspartner Markus Theurer für den

Hersteller Weiss Technik entschieden. Auch

für die Zukunft sieht sich das Unternehmen

mit Weiss Technik optimal aufgestellt. Die

Zusammenarbeit sei wirklich gut, betont

der Geschäftsführer und hebt vor allem den

intensiven Austausch auf hohem Niveau

mit den Weiss-Technik-Spezialisten hervor.

„Von ihnen“, bekräftigt Heiko Walter, „erhalte

ich auch wichtige Informationen, die

das Weiterführen und die Zukunft unserer

Firma betreffen. Ich will schließlich wissen,

wohin sich die Technologien entwickeln,

wie beispielsweise das Thema Kältemittelumstellung

auf CO2. Hier liefert mir Weiss

Technik kein 0815-Vertriebsdeutsch, sondern

fachlich klare Aussagen.“

Weiss Klimatechnik GmbH

D 35447 Reiskirchen

Diagnoselösung ValveInsight überzeugt mit digitaler Prozessüberwachung

Bürkert gewinnt Umwelttechnikpreis

Baden-Württemberg 2025

Die Ventil-Diagnoselösung ValveInsight von Bürkert Fluid

Control Systems wurde mit dem Umwelttechnikpreis

Baden-Württemberg 2025 in der Kategorie „Mess-, Steuer-

und Regeltechnik, Digitalisierung, Industrie 4.0“ ausgezeichnet.

Die Lösung hilft Unternehmen dabei, ihre

Prozesse nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Am 11.

November 2025 fand die feierliche Preisverleihung in der

Schwabenlandhalle in Stuttgart-Fellbach statt.

Mit ValveInsight bietet der Fluidikspezialist Bürkert eine Lösung, die

hilft, Produktionsprozesse deutlich nachhaltiger zu gestalten. Bei

herkömmlichen Ventilen ist es oft nicht möglich, direkt zu erkennen,

ob ein Ventil tatsächlich geschaltet hat oder nicht. Dafür wären zusätzliche

Sensoren nötig, die wiederum teuer und aufwendig in der

Integration sind. Hier kommt ValveInsight ins Spiel: Ein speziell entwickelter

Algorithmus analysiert den Strom, der beim Einschalten

der Ventile fließt. Das gibt unter anderem Aufschluss darüber, ob das

Ventil wie geplant geschaltet hat. Dies wird durch die Magnetventilserie

„Whisper Valves“, mit dem patentierten elektrodynamischen

Von links: Michael Hartte, Produkt Manager, Fabian Mittnacht,

Systemingenieur, Josua Printz, Corporate Development, sowie

CTO Stefan Müller (alle vier bei Bürkert) bei der feierlichen Urkundenübergabe

durch Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium

für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes

Baden-Württemberg. (Foto: bmf Armin Burkhardt)

Antrieb, ermöglicht. Es ist also kein zusätzlicher Sensor notwendig,

sondern das Ventil meldet selbst, wenn etwas nicht mehr funktioniert.

Diese digitale Prozessüberwachung spart Material, Energie und

Zeit. Fehler im Ablauf werden früh erkannt, bevor sie zu Ausschuss

oder Ressourcenverschwendung führen. Außerdem ist die Technologie

offen gestaltet und kann einfach in bestehende Systeme integriert

werden. Unternehmen benötigen also nur eines der Whisper

Valves von Bürkert und können den Algorithmus kostenlos bei sich

integrieren, ohne weitere Komponenten kaufen zu müssen.

Dass das auch die Jury des Umwelttechnikpreises überzeugt,

freut Daniel Schmidt aus dem Innovation Management bei Bürkert.

Er betont: „Die Auszeichnung mit dem Umwelttechnikpreis bestätigt

uns in unserer strategischen Ausrichtung und unserem Innovationsansatz.

Mit ValveInsight leisten wir nicht nur einen Beitrag

zur digitalen Transformation, sondern zeigen auch, dass nachhaltige

Technologien bei Bürkert im Zentrum des Handelns stehen.“

Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg

Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg wird seit 2009 alle

zwei Jahre vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen

im Bereich nachhaltiger Innovationen. Prämiert werden besonders

fortschrittliche Produkte und Verfahren, die einen bedeutenden

Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz leisten. Der

Preis richtet sich an Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in

Baden-Württemberg, deren Lösungen entweder kurz vor der Markteinführung

stehen oder seit maximal zwei Jahren am Markt sind.

Im Fokus steht dabei die umwelttechnische Leistungsfähigkeit einzelner

Produkte. Die Auszeichnung erfolgt in den vier Kategorien:

Energieeffizienz, Materialeffizienz und Ressourcenschonung, zirkuläres

Wirtschaften und Vermeidung von Umweltbelastungen sowie

Digitalisierung, KI, Mess-, Steuer- und Regeltechnik.

Bürkert GmbH & Co. KG

D 74653 Ingelfingen

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EFA-SmartBuilding:

Neue Möglichkeiten der

Gebäudeautomatisierung

und Überwachung

Die digitale Lösung EFA-SmartBuilding von EFAFLEX vernetzt die Schnelllauftore

mit bestehenden Gebäudeverwaltungs-Systemen, die die Möglichkeit zur

Automatisierung bieten. Prozesse und Abläufe können verselbstständigt und

überwacht werden.

Der Geruch von bearbeitetem Metall liegt

in der Luft, die Roboter surren umher

und die Fertigungsstraße bewegt sich wie

von Zauberhand. Dazwischen öffnen und

schließen sich Maschinenschutztore und

Schnelllauftore ebenfalls automatisch. Alle

Abläufe und Prozesse sind mit- und aufeinander

abgestimmt dank digitaler Vernetzung.

Eine wichtige Verbindung ist dabei

EFA-SmartBuilding von der EFAFLEX

Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.

KG. Über diese digitale Anwendung können

EFAFLEX-Schnelllauftore zentral und

effizient, zusammen mit anderen smarten

Gebäudekomponenten, gesteuert und verwaltet

werden.

Die Tor- und Steuerungsdaten werden

in Echtzeit in strukturierter und hochqualitativer

Form bereitgestellt. Dies ermöglicht

eine detaillierte Auswertung angeschlossener

Sensoren, proaktive Wartungsplanung

und die Umsetzung komplexer Automatisierungsszenarien.

Kommunikation über Modbus

Die Kommunikation erfolgt über die Modbus

TCP/IP-Verbindung, die ohne Zugang

zum Internet funktioniert, sondern stattdessen

auf Ethernet und Wifi setzt. Mit

dieser Lösung sind Statusinformationen

des Tores abrufbar und ermöglichen unter

anderem eine vorbeugende Instandhaltung

und minimieren damit Ausfallzeiten. Die

Datenstruktur ist in der Konfiguration hoch

flexibel und auf höchstem Sicherheitsstandard

abgesichert.

Mit der smarten Service-Anwendung

von EFAFLEX lassen sich Ausfallzeiten auf

ein Minimum reduzieren. Verschiedene

Aktionen können flexibel gesteuert werden

wie zum Beispiel die Toröffnung, die Deaktivierung

von Öffnungsimpulsen oder der

Folientastatur am Tor.

Voraussetzung für die Nutzung von

EFA-SmartBuilding ist eine EFA-TRO-

NIC®-Torsteuerung sowie die Ausstattung

der verbauten Tore mit dem EFA-Smart-

Connect® Modul.

Dann steht der intelligenten Vernetzung

von EFAFLEX-Schnelllauftoren mit Industriegebäuden

nichts mehr im Weg und eine

sinnvolle Erweiterung für das „Internet of

Things“ (IoT) ist gegeben.

EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.KG

Fliederstraße 14

D 84079 Bruckberg

Telefon: +49 8765 820

Telefax: +49 8765 82200

eMail: info@efaflex.com

Internet: http://www.efaflex.com

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Bewerbungsphase für den

Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis 2026

hat begonnen

Das Fraunhofer IPA vergibt kommendes Jahr wieder den

Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis »DIE OBERFLÄ-

CHE«. Damit werden innovative Anwendungen und Technologien

innerhalb aller Disziplinen der Oberflächentechnik

gewürdigt. Die Bewerbungsphase begann am 6. Oktober,

die Preisverleihung findet am 5. Mai auf der Messe

Surface Technology Germany statt.

Die Auszeichnung »DIE OBERFLÄCHE« prämiert innovative Anwendungen

und Technologien innerhalb aller Disziplinen der Oberflächentechnik.

© Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez

Von 6. Oktober 2025 bis einschließlich 20. Februar 2026 ist es wieder

möglich, sich für den Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE

OBERFLÄCHE zu bewerben. Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb

eingeladen sind sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen,

die die Oberflächentechnik-Branche innovierend mitgestaltet

haben, gleichgültig ob in der Galvanotechnik, Lackiertechnik, im

thermischen Spritzen oder in anderen industriellen Bereichen mit

Bezug zur Oberflächentechnik.

Die dreiköpfige Jury bewertet neben der Nachhaltigkeit auch

den Innovationsgrad, die Ausprägung der Technologie oder Anwendung

als Enabling-Technologie sowie die industrielle Umsetzbarkeit.

»Innovation beginnt an der Oberfläche – gerade kleine und

mittlere Unternehmen treiben mit ihren Ideen die Entwicklung ganzer

Branchen voran. Solche Unternehmen sichtbar zu machen und

zu fördern, ist immer wieder unser Antrieb für diese besondere Auszeichnung«,

sagt Juror Martin Metzner, Forschungsbereichsleiter

Oberflächenverfahren, -technik und Materialien am Fraunhofer-Institut

für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

Sieger des Wettbewerbs 2024 war die Firma Holzapfel Metallveredelung.

Das Unternehmen aus dem mittelhessischen Sinn

überzeugte die Jury mit einem dreh- und kippbaren Galvanikgestell.

Dank des stufenlosen Schwenkwinkels wird einerseits eine bisher

unerreichte Beschichtungsqualität möglich und andererseits eine

sehr große Variabilität bei der Bauteilausrichtung. Diese Wendigkeit

spart Ressourcen, weil es so erstmals möglich ist, Bauteile nur auf

einer Seite zu beschichten, ohne sie vorher maskieren zu müssen.

Preisverleihung auf der Fachmesse Surface Technology Germany

Neben Metzner gehören der interdisziplinären und unabhängigen

Fachjury außerdem Martin Riester (VDMA Oberflächentechnik)

und Michael Hilt (Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke

e.V.) an. Der Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE OBERFLÄ-

CHE wird alle zwei Jahre und 2026 bereits zum zehnten Mal vergeben.

Die Preisverleihung findet am 5. Mai 2026 auf dem Fachforum

der internationalen Fachmesse Surface Technology Germany in

Stuttgart statt.

Alle nötigen Dokumente für die Bewerbung sowie weitere Informationen

stehen unter folgendem Link bereit: https://www.ipa.

fraunhofer.de/oberflaeche

Der erste Platz beim Oberflächentechnik-Preis »DIE OBERFLÄCHE« ging

2024 an die Firma Holzapfel Metallveredelung. Ausgezeichnet wurde

ein dreh- und kippbares Galvanikgestell. © Holzapfel Metallveredelung

GmbH

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Nobelstraße 12

D 70569 Stuttgart

Telefon: +49 711 970 1667

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de

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Umfangreiches Update des Pathfinding N2 P-PDK von NanoIC ermöglicht Forschern und Entwicklern,

sich mit vollständigen SoC-Architekturen vertraut zu machen und Innovationen voranzutreiben.

NanoIC erweitert sein

bahnbrechendes N2-PDK um

fortschrittliche SRAM-Speichermakros

Diese Woche kündigt die NanoIC-Pilotlinie, eine von imec koordinierte europäische

Initiative zur Beschleunigung von Innovationen im Bereich der Chip-Technologien

jenseits von 2 nm, auf der SEMICON Europe die Veröffentlichung des

N2 P-PDK v1.0 an, einem wichtigen Update ihres N2 Pathfinding Process Design

Kit (P-PDK). Diese neue Version enthält mehrere neue Funktionen, darunter

eine Bibliothek mit 29 SRAM-Speichermakros, mit denen Designer System-on-

Chip-Designs (SoC) mit Frontside- und Backside-Power-Routing erforschen

und benchmarken können. Die Aufnahme der SRAM-Makros in die Designoptionen

bedeutet für das N2 P-PDK v1.0 einen wichtigen Meilenstein für die

Forschung, das Erlernen und die Design-Exploration im Bereich fortschrittlicher

und zukünftiger Knoten.

Auf dem Weg zu SoC-Designs

der kommenden Generation

Da Chip-Technologien mittlerweile eine

Skalierung von weniger als 2 nm erreichen,

wird die Möglichkeit, vollständige Systemon-Chip

(SoC)-Architekturen mit neuartigen

Technologie-Enablern zu erforschen,

immer wichtiger. SoCs, die Logik, Speicher

und Verbindungsfunktionen in einem einzigen

Chip integrieren, sind das Rückgrat

einer Vielzahl digitaler Anwendungen, von

Smartphones und KI-Beschleunigern bis

hin zu Automobilsteuerungen. Die Erforschung

von SoC-Designs in der Frühphase

wird jedoch häufig durch den begrenzten

Zugang zu vollständigen und realistischen

Design-Kits eingeschränkt, die fortschrittliche

oder zukünftige Technologien zur

Skalierungssteigerung wie beispielsweise

Stromversorgungsnetzwerke enthalten.

Diese Lücke erschwert es Designern, Architekturkonzepte

zu validieren, mit neuen

Technologien zu experimentieren oder die

nächste Generation von Chip-Designern

auf fortschrittlichen Knoten zu schulen.

Das niedrigschwellige N2 P-PDK v1.0

von NanoIC soll diese Lücke schließen und

bietet sofortigen Zugriff auf eine Vielzahl

neuer Designfunktionen, darunter ein Portfolio

von 29 gebrauchsfertigen SRAM-Makros

mit Frontside- und Backside-Power-

Routing-Konfigurationen.

Diese duale Konfiguration, die erstmals

in einem wegweisenden PDK angeboten

wird, ermöglicht es Designern, mit der Speicherintegration

in realistischen, fortschrittlichen

Stromnetzen zu experimentieren und

diese zu optimieren. Damit bietet das N2

P-PDK v1.0 von NanoIC nun die Bausteine

für ein vollständiges SoC sowie den architektonischen

Kontext, um zu untersuchen,

wie diese Bausteine innerhalb realistischer

Stromversorgungsnetzwerke interagieren.

Es ermöglicht Anwendern, über das einfache

Logikdesign hinauszugehen und vollständige

SoC-Systeme zu untersuchen und

zu validieren, die die Herausforderungen

und Möglichkeiten des Halbleiterdesigns

der nächsten Generation widerspiegeln.

Barrieren für Lernen und Erkundung

senken

Der Reinraum von Imec bildet die Grundlage für die PDKs von NanoIC, die auf 2-nm-Prozessabläufen

basieren.

Durch die kostenlose Bereitstellung dieser

fortschrittlichen Funktionen für akademische

Forscher, Start-ups und Designteams

senkt NanoIC die Hürden für Innovationen

erheblich, fördert die Entwicklung von Anwendungen

der nächsten Generation und

stärkt die Position Europas in der globalen

Halbleiterlandschaft.

„Mit dieser Version 1.0 unseres N2 P-

PDK können Entwickler die Auswirkungen

neuer Technologiefunktionen und Integrationsoptionen

auf ihre Designs bewerten,

bevor diese in den Angeboten der Foundries

verfügbar sind. Es bietet eine einzigartige

Umgebung, um technologische Wegbereiter

mit praktischer Designumsetzung zu verbinden

und sicherzustellen, dass Durchbrüche

in der Geräteforschung zu Fortschritten

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auf Systemebene führen“, fasst Marie Garcia

Bardon, Abteilungsleiterin bei imec und

Arbeitspaketleiterin innerhalb der NanoIC-

Pilotlinie, zusammen.

Aufbauend auf den Erkenntnissen aus

dem vorherigen N2 P-PDK legt diese Version

den Grundstein für zukünftige PDK-

Iterationen und führt in den kommenden

Jahren zusätzliche fortschrittliche Logik-,

Speicher- und Verbindungs-PDKs ein.

Die Roadmap umfasst zukünftige Versionen

des N2 P-PDK sowie die kommenden

A14- und A7-Logik-P-PDKs, eDRAMund

SOT-Speicher-PDKs und fortschrittliche

Verbindungslösungen (RDL, Hybrid

Bonding, Interposer), die Innovationen

im gesamten Spektrum der Chip-Technologien

der nächsten Generation ermöglichen.

Um Designer dabei zu unterstützen, das

volle Potenzial des N2 P-PDK v1.0 auszuschöpfen,

wird am 25. und 26. März 2026

ein spezieller Workshop organisiert. Diese

Veranstaltung bietet einen theoretischen

Rahmen, gefolgt von praktischen Schulungen

unter Verwendung von zwei verschiedenen

EDA-Tools: Cadence und Synopsys.

Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die

SRAM-Speichermakros, aktualisierte Designregeln

und Integrationsstrategien auf

Systemebene. Weitere Details und die Möglichkeit

zur Anmeldung unter der NanoIC

Website.

IMEC Belgium

BL 3001 Leuven

Höhere Effizienz dank

maßgeschneiderter Lösungen

Ineffiziente Vakuumsysteme können zu höheren Kosten oder sogar Produktionsunterbrechungen führen. Der kostenlose

Vacuum Diagnostics Service von Busch Vacuum Solutions bewertet die Systemleistung und gibt Verbesserungsvorschläge,

die für einen zuverlässigen und effizienten Betrieb sorgen.

Viele Branchen vertrauen auf Vakuumsysteme, um ihre Produktionsziele

zu erreichen. Stabile Prozesse mit geringem Energieverbrauch,

hoher Verfügbarkeit und effizientem Betrieb sind dabei

erfolgsentscheidend. Zu diesem Zweck hat Busch Vacuum Diagnostics

eingeführt, einen einzigartigen kostenlosen Service zur systematischen

Bewertung und Optimierung von Vakuumequipment.

Ein Vakuumsystem ist mehr als nur eine Vakuumpumpe. Es besteht

aus miteinander verbundenen Komponenten wie Ventilen,

Messgeräten, Verrohrungen und Steuereinheiten, die jeweils die

Gesamtleistung und -effizienz beeinflussen. Da jede Anwendung

mit spezifischen Anforderungen einhergeht, erzielen standardisierte

Lösungen oft nicht die besten Ergebnisse. Deshalb beginnt

bei Busch der Prozess der Entwicklung einer neuen oder der Optimierung

einer bestehenden Vakuumlösung mit einer detaillierten

Bewertung des individuellen Systems und seiner Betriebsbedingungen.

Mithilfe des Vacuum Diagnostics Service können ungenutzte

Potenziale in bestehenden Systemen identifiziert sowie ein

nachhaltigerer und kostengünstigerer Betrieb ermöglicht werden.

(Bild: Busch Vacuum Solutions)

Systembewertungen als erster Schritt

Vacuum Diagnostics umfasst eine umfassende Bewertung der gesamten

Vakuuminstallation vor Ort. Dazu gehören Sichtprüfungen

und Leistungsbeurteilungen zur Ermittlung von Ineffizienzen, Energieverlusten

und Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung. Die

Bewertung umfasst sowohl das vorhandene Equipment als auch das

allgemeine Systemdesign.

Nach der Bewertung erhalten die Betreiber kostenlose Empfehlungen

im Rahmen des Vacuum Diagnostics Service. Diese können

Ziele wie die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Senkung des

Geräuschpegels oder die Verbesserung der Zykluszeiten umfassen.

Die definierten Prioritäten dienen dann als Grundlage für mögliche

Verbesserungen.

Busch bietet Lösungen statt Produkten an

Im Anschluss an die Festlegung der Anforderungen haben Kunden

die Möglichkeit, fortzufahren und die vorgeschlagenen Verbesserungen

in Auftrag zu geben. Die Ingenieure von Busch arbeiten eng

mit den Kunden zusammen, um maßgeschneiderte Maßnahmen

umzusetzen. Je nach System kann dies ein Upgrade auf energieeffiziente

Vakuumpumpen, die Integration variabler Drehzahlantriebe,

eine Verbesserung der Steuerungssysteme, die Optimierung von

Wartungsplänen oder die Einführung digitaler Überwachungstools

beinhalten.

Mit diesen Maßnahmen sollen Spitzenleistung, geringere Betriebskosten

und minimale Stillstandszeiten sichergestellt werden.

Optionale Schulungen und langfristige Überwachung tragen dazu

bei, diese Verbesserungen zu sichern, unterstützt durch das globale

Servicenetz von Busch.

Busch Vacuum Solutions

D 79689 Maulburg

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Der kartesische

Roboter H-Bot zeichnet

sich durch ein kompaktes und

äußerst vielseitiges Design aus.

(Copyright: Bild: Rollon GmbH)

Die Linearachsen des Clean Room

System ONE gewährleisten eine exakte

Positionierung mit hoher Dynamik, sind

langlebig, flexibel, wartungsarm und geeignet für

Anwendungen im Reinraum. (Copyright: Bild: Rollon GmbH)

Rollon realisiert innovative, zuverlässige und maßgeschneiderte Lösungen

Lineartechnik als Schlüssel

zu effizienter Laborautomation

Lineartechnik ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen

Laborautomation. Sie ermöglicht präzises Bewegen,

Positionieren und Dosieren und macht Abläufe reproduzierbar

und sicher. Die individuell konfigurierbaren Linearachsen

und Linearsysteme von Rollon kombinieren höchste

Wiederhol- und Positioniergenauigkeit mit kompakter, robuster

und modularer Bauweise sowie einem wartungsarmen

Betrieb und steigern so Effizienz, Flexibilität und Prozessqualität

signifikant.

Präzision, Zuverlässigkeit, Wartungsarmut, Kompaktheit und Prozesssicherheit

sind entscheidende Faktoren der Laborautomation.

Als Spezialist für lineare Bewegungssysteme kennt Rollon die branchenspezifischen

Anforderungen genau und realisiert flexible, maßgeschneiderte

Lineartechniklösungen, die hochdynamische Bewegungsabläufe

und reproduzierbare Prozesse sicherstellen – ob im

Probenhandling, in Pipettiersystemen, in Dosier- und Liquid-Handling-Anwendungen

oder in der Hochdurchsatz-Analytik.

Portalsystem H-Bot: Eine leichte, kompakte und

effiziente Lösung

Maximale Effizienz bei minimalem Platzbedarf: Das Portalsystem

H-Bot bietet ein hohes Maß an Präzision und Dynamik und deckt

trotz seiner außergewöhnlich kompakten Bauweise einen großen

Arbeitsbereich ab. Der kartesische Roboter ist für Lasten bis 10 kg

ausgelegt und zeichnet sich durch ein innovatives Design mit Einzelriemenkonzept

und Doppelmotor auf der X-Achse aus. Der Verzicht

auf einen Motor an der Y-Achse führt zu einer Reduzierung

der bewegten Massen, was die Vibrationen verringert und eine hohe

Dynamik ermöglicht. Dank seiner vielseitigen Konfiguration und

seiner hervorragenden Performance passt sich der H-Bot perfekt

an verschiedene Betriebsumgebungen an und ist eine leistungsfähige

Lösung für moderne lineare Bewegungsanforderungen. In der

Laborautomation kommt das Portalsystem unter anderem bei der

Dosierung und Dispensation von Zutaten in der Medikamentenproduktion

zum Einsatz.

Clean Room System ONE: Ideal für Reinraumanwendungen

Speziell für Anwendungen im Reinraum hat Rollon das Clean Rollon

System ONE entwickelt. Die modularen Linearachsen bestehen aus

Aluminium und Edelstahl und sind so konstruiert, dass keine Partikel

in die Umgebung gelangen können, in der sie installiert sind.

Der Antrieb erfolgt über einen hochwertigen Polyurethan-Zahnriemen

mit AT-Profil. Die Reinraumachsen gewährleisten eine exakte

Positionierung mit hoher Dynamik, sind rostfrei, korrosionsfest,

langlebig, flexibel sowie wartungsarm und kommen mit minimalen

Mengen an Schmierstoff zurecht. Das gewährleistet eine zu 100 %

saubere Applikation.

Breites Lineartechnik-Portfolio für die Laborautomation

Für geringere Anforderungen an die Partikelemission stehen weitere

Produktlinien zur Auswahl. Die selbstausrichtenden Laufrollenführungen

der Compact Rail ermöglichen einen Ausgleich von Parallelitätsfehlern

der Montageflächen sowie von Höhenversatz oder

Winkelfehlern zwischen den Führungen. Bei der Curviline handelt

es sich um rollenbasierte Bogenführungen mit konstanten und variablen

Radien – ideal für nichtlineare Bewegungen. Die V-Line und

die Heavy Line sind Spezialisten für schwere Lasten und die Cross

Roller Rails vereinen Präzision und Steifigkeit in kompakten Querschnitten.

Neben Linearführungen und Linearachsen sind auch Kugelgewindetriebe,

Nadellager und Gelenkköpfe unerlässlich für die

Funktionalität und Zuverlässigkeit vieler labortechnischer Geräte

und Systeme, da sie eine präzise Steuerung von Bewegungen bieten

und die Lebensdauer der Geräte erhöhen. Alle Lösungen werden

individuell konzipiert und passgenau auf die jeweilige Applikation

zugeschnitten.

ROLLON GmbH

D 40589 Düsseldorf

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Unternehmen fokussiert sich künftig stärker auf zielgerichtete

Kundenveranstaltungen und regionale Messeformate.

Sumitomo (SHI) Demag zieht

positives Fazit zur K 2025 und richtet

Messepräsenz in Europa strategisch neu aus

Sumitomo (SHI) Demag blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme an

der K 2025 zurück und kündigt im Zuge dessen eine strategische

Neuausrichtung seiner Messeaktivitäten in Europa an.

CSO Anatol Sattel bezeichnet die K 2025 als zentrale Plattform

der internationalen Kunststoffindustrie. Auf dem komplett neu

gestalteten Messestand präsentierte das Unternehmen zukunftsweisende,

energieeffiziente und automatisierte Technologien. „Die

Besucherzahlen übertrafen unsere Erwartungen deutlich“, berichtet

Sattel. Besonders stark sei das Interesse von Fachbesuchern

aus Amerika und Asien gewesen. „Die dominierenden Themen der

Messe – Digitalisierung, Automatisierung und Effizienzsteigerung

– standen auch bei uns im Mittelpunkt. Diese Schwerpunkte stärken

unsere Position im internationalen Wettbewerb, insbesondere

gegenüber asiatischen Mitbewerbern.“

Im Anschluss an den erfolgreichen Messeauftritt und im Einklang

mit den Unternehmenszielen richtet Sumitomo (SHI) Demag

seinen Fokus künftig noch stärker auf den direkten Austausch mit

Kunden. Das Unternehmen wird gezielt auf interaktive, individuell

gestaltete Veranstaltungen in Deutschland und anderen europäischen

Märkten setzen, um die Zusammenarbeit mit Partnern zu

fördern.

Im Rahmen einer klaren strategischen Fokussierung richtet

Sumitomo (SHI) Demag seine Messeaktivitäten neu aus und setzt

dabei auf zielgerichtete, effiziente Kommunikationsformate. So

wird das Unternehmen bei der Fakuma 2026 bewusst auf einen

eigenen Messestand verzichten, um Ressourcen gezielt in die

Entwicklung und Präsentation neuer Technologien zu investieren.

„Der deutsche Markt bleibt für uns von zentraler Bedeutung

– das steht außer Frage“, betont Sattel. Künftige Messeauftritte

sollen künftig noch stärker an die Innovationszyklen der Forschung

und Entwicklung gekoppelt werden. Auf diese Weise will

Sumitomo (SHI) Demag neue Lösungen genau dann vorstellen,

wenn sie marktreif sind – und so maximale Aufmerksamkeit und

Kundennutzen erzielen.

Stattdessen investiert Sumitomo (SHI) Demag verstärkt in kleinere,

zielgerichtete Formate und regionale Fachmessen. „Wir werden

neue Eventkonzepte und interaktive Formate etablieren, die

einen noch persönlicheren Austausch mit unseren Kunden ermöglichen“,

erklärt Sattel. Bereits jetzt bereiten Teams in Deutschland,

Spanien, Italien, Polen, Tschechien, Frankreich und Großbritannien

lokale Netzwerkveranstaltungen vor – in enger Zusammenarbeit mit

Partnern aus den Bereichen Automatisierung, Technologie und Material.

Parallel dazu baut das Unternehmen seine Präsenz auf regionalen

Fachmessen wie der Swiss Plastics Expo (CH), FIP und Pharmapack

(FR), Interplas (UK), Plastpol (PL), Samuplast (IT), MSV

(CZ) und KUTENO (DE) weiter aus.

Nach dem erfolgreichen Kundenevent für den Medizintechniksektor

am Hauptsitz in Schwaig im Sommer 2025 hat Sumitomo

(SHI) Demag zudem ein wachsendes Interesse an persönlichen

„Open House“-Veranstaltungen festgestellt. „Unsere kurzfristige

Priorität liegt darauf, unsere Kunden in einem herausfordernden

Marktumfeld noch direkter und zielgerichteter zu unterstützen“, so

Anatol Sattel.

Die Neuausrichtung ist das Ergebnis einer sorgfältigen strategischen

Bewertung und Ausdruck des starken Engagements von

Sumitomo (SHI) Demag für seine europäischen Kunden. „Today. Tomorrow.

Electric. steht für unser Versprechen, gemeinsam mit unseren

Partnern den Fortschritt in der Kunststoffverarbeitung nachhaltig

voranzutreiben“, fasst Anatol Sattel zusammen.

Sumitomo (SHI) Demag

D 90571 Schwaig

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Der European Heat Pump Summit 2025 brachte internationale Experten aus Industrie,

Forschung und Lehre in Nürnberg zusammen. Mit einem vielseitigen Kongressprogramm

und der dazugehörigen Foyer-Expo bot die Veranstaltung wertvolle Impulse und persönliche

Begegnungen für die Wärmepumpenbranche.

European Heat Pump Summit

überzeugt die internationale Branche

Mit 424 Teilnehmenden aus 38 Ländern unterstrich der European Heat Pump

Summit 2025 erneut seine Strahlkraft. Die breite Präsenz von Experten aus Industrie,

Forschung und Lehre bestätigte die Rolle der Veranstaltung als zentrale

Wissens- und Netzwerkplattform der internationalen Wärmepumpenbranche.

Diese zeigt sich stark und zukunftsorientiert – ein Eindruck, den insbesondere

rund 40 hochkarätige Vorträge untermauerten. In der begleitenden Foyer-Expo

präsentierten 32 Aussteller aktuelle technologische Entwicklungen und innovative

Lösungen.

„Der European Heat Pump Summit ist

ein Ort, an dem sich Expertise und Praxis

begegnen – und genau das macht ihn so

wertvoll für die internationale Wärmepumpen-Community“,

betont Daniela Heinkel,

Leiterin des European Heat Pump Summit

und der Chillventa bei der Nürnberg-

Messe. „Zu erleben, mit welcher Offenheit

und Begeisterung die Teilnehmenden den

fachlichen Austausch nutzen, war für mich

persönlich ein echtes Highlight. Die große

Beteiligung und die lebendige Atmosphäre

bestätigen, wie wichtig der Summit für die

Branche ist.“

Dr. Rainer Jakobs, fachlicher Koordinator

European Heat Pump Summit und Chillventa

CONGRESS, zieht ein positives Fazit:

„Die Inhalte spiegelten die kontinuierliche

Entwicklung der Wärmepumpenbranche

und ihre wachsende Relevanz in verschiedenen

Anwendungsfeldern wider. Neben

Marktanalysen und politischen Rahmenbedingungen

standen Zukunftsthemen im Fokus

– etwa Modellierungsmethoden mit digitaler

Simulation, die bis zum Digital Twin

reichen, oder Wärmepumpenlösungen für

Industrie und Fernwärme im Megawattbereich.

Bemerkenswert ist, wie sich auch

etablierte Unternehmen aus dem Motorenund

Maschinenbau zunehmend mit der

Wärmepumpentechnik auseinandersetzen

und so zur Weiterentwicklung der Branche

beitragen.“

Kongressprogramm: Fachlicher Wegweiser

für die Wärmepumpenbranche

Das zweitägige Kongressprogramm bot eine

Vielzahl hochkarätiger Vorträge zu aktuellen

Entwicklungen und Herausforderungen der

Wärmepumpentechnik. Im Fokus standen

unter anderem politische Rahmenbedingungen

und die derzeitige Marktsituation,

wie sie etwa von der EHPA (European Heat

Pump Association) im Vortrag „From policy

to certification“ vorgestellt wurden. Auch

die Marktanalysen zum deutschen und niederländischen

Wärmepumpenmarkt zeigten,

wie stark politische Entscheidungen

und infrastrukturelle Veränderungen die

Technikentwicklung beeinflussen.

Beiträge aus dem Maschinenbau verdeutlichten,

wie sich etablierte Industriezweige

auf die Wärmepumpen-Technologie

ausrichten: so sprach Manon Längle, Getzner

Werkstoffe GmbH über Schwingungsminimierung,

während Andreas Baumgartner,

AVL List GmbH erläuterte, wie Automotive-Testmethoden

die Wärmepumpentechnik

voranbringen. Technologische Innovationen

wurden auch anhand des weltweit

größten R-744-Wärmepumpenprojekts

in Esbjerg präsentiert, das neue Maßstäbe

für industrielle Anwendungen setzt. Ergänzt

wurde dies durch Beiträge zur Nutzung industrieller

Abwärme, zur Integration mehrerer

Wärmequellen im Bestand sowie zur

Modellierung von Verdichterprozessen mit

brennbaren Kältemitteln.

Die Themenvielfalt spiegelte die Breite

der Branche wider – von leisen Wärmepumpenlösungen

für den Wohnbereich bis hin

zu Megawatt-Anwendungen für die Fernwärme.

Dabei wurde deutlich: Die Wärmepumpe

ist nicht nur Schlüsseltechnologie

für die Energiewende, sondern auch Treiber

für interdisziplinären Austausch.

„Connecting Experts“: Netzwerken mit

persönlicher Note

© NürnbergMesse / Uwe Niklas

Beim Get-together am ersten Kongressabend

nutzten viele Teilnehmende die entspannte

Atmosphäre, um den Tag gemeinsam

ausklingen zu lassen, neue Kontakte

zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu

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vertiefen. Bei fränkischen Schmankerln und

angeregten Gesprächen entwickelte sich

der informelle Austausch schnell zum sozialen

Höhepunkt des Summits und unterstrich

die Bedeutung persönlicher Begegnungen.

Foyer-Expo: Marktakteure im Gespräch

Begleitend zum Kongress präsentierten sich

32 Unternehmen in unmittelbarer Nähe zum

Vortragsraum — eine ideale Gelegenheit für

den direkten Austausch und die Verbindung

von Theorie und Praxis. Unter den nationalen

Ausstellern stellte etwa Bitzer energieeffiziente

Verdichtertechnologien vor,

während Ziehl Abegg fortschrittliche Lüfter-

und Steuerungslösungen für leise und

leistungsfähige Wärmepumpensysteme

demonstrierte. Auf internationaler Ebene

waren unter anderem Danfoss (Dänemark)

mit smarten Regelungs- und Sensorlösungen

sowie das japanische Unternehmen

Mayekawa, bekannt für industrielle Abwärmenutzung,

vertreten. Diese Kombination

aus Komponentenentwicklung, digitaler

Intelligenz und industrieller Prozessinnovation

unterstreicht einmal mehr das Motto

Chillventa Connecting Experts – Fachleute

treffen auf Fachleute, um gemeinsam

konkrete Lösungen voranzutreiben.

Save the Date

Die nächste Gelegenheit zum internationalen

Branchenaustausch bietet die Chillventa

2026, die vom 13. bis 15. Oktober 2026

in Nürnberg stattfindet. Bereits am Vortag,

dem 12. Oktober 2026, startet der Chillventa

CONGRESS. Der nächste European Heat

Pump Summit findet vom 26.-27. Oktober

2027 statt.

NürnbergMesse GmbH

D 90471 Nürnberg

Premiere auf Europas führender Halbleiter-Fachmesse SEMICON

APT präsentiert zertifizierte

High-Purity-Schlauchlösungen

für die Halbleiterindustrie

Zum ersten Mal präsentierte sich APT Advanced Polymer Tubing,

ein Unternehmen der Masterflex Group, vom 18. bis 21. November

2025 auf der SEMICON EUROPA. Als etablierter Spezialist für

hochreine Fluorkunststoffschläuche und maßgeschneiderte High-

Purity-Tubing-Systeme brachte APT seine technische Expertise

und Entwicklungskompetenz in die Messehallen – und direkt in den

Dialog mit Entscheidern aus der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette.

Semicon-Projektpartner APT als Aussteller auf der Fachmesse

„Unsere hochreinen Lösungen sichern kritische Prozesse in der

Halbleiterfertigung – für ein Maximum an Reinheit und Effizienz

an den Produktionslinien hochsensibler Fabs. Dank eigener Entwicklung,

Inhouse-Konfektionierung und zertifizierter Materialien

liefern wir nicht nur Standardprodukte, sondern exakt auf den Kundenprozess

abgestimmte Sonderlösungen,“ betont Giovanni Rossi,

APT | High-Purity-Schlauchlösungen (Copyright: Masterflex Group)

Segment Leader Semicon bei der Masterflex Group. Giovanni Rossi

steht auf der Messe für Fachgespräche, Projektanfragen und strategische

Partnerschaften bereit.

Schlauchtechnologie für die Halbleiterindustrie

- Höchste Lieferverfügbarkeit & Qualitätssiegel Teflon

APT kombiniert zertifizierte Rohstoffe mit höchsten Qualitätsstandards

und intelligenten Produktionsprozessen - für High-Purity

Schlauchlösungen, die in puncto Reinheit, chemische Beständigkeit

und Prozessstabilität Maßstäbe setzen.

“Gerade in Anwendungen wie z.B. Stereolithographie, Waferbonden

oder auch Nasschemie, in der jede Verzögerung, jede Verunreinigung

Produktionskosten in Millionenhöhe verursachen

kann, ist maximale Reinheit sowie Lieferfähigkeit entscheidend.

APT hat gezielt in Produktionskapazitäten, Lieferketten und Materialvorhaltung

investiert. Das Ergebnis: maximale Verfügbarkeit, auf

Wunsch maßgeschneiderte Fertigung, und die Sicherheit, dass jedes

Schlauchsystem aus abgestimmten Herstellungsprozessen und

hochreinen, rückverfolgbaren Materialien – einschließlich Teflon

– stammt”, so Giovanni Rossi.

Neben hochreinen Fluorpolymer-Schläuchen für die empfindlichsten

Produktionsschritte bietet die Unternehmensgruppe außerdem

wirtschaftliche Alternativen für weniger kritische Bereiche an.

Sonderlösungen wie z.B. 2D- und 3D-Formschläuche, Containment

Systemlösungen oder Luftversorgungsschläuche können angefragt

werden. Bei Anwendungen, die nicht aus High-Purity-Werkstoffen

sind, können die Schwesterunternehmen Novoplast Schlauchtechnik

und Masterflex weiterhelfen.

Masterflex Group

D 45891 Gelsenkirchen

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Eckelmann blickt auf eine erfolgreiche erste CPHI zurück

Kundenindividuelle Automatisierungen

für effiziente biopharmazeutische

Produktionsprozesse

Weltweit über 100 kundenindividuelle Automatisierungen

in der Medizintechnik, weitere 100 in der Biotechnologie

und Verantwortung für 25 Entwicklungsprojekte: eine Bilanz,

die für sich spricht. Die Eckelmann Group hat sich als

Automatisierungspartner für Anforderungen der Pharmaindustrie,

Biotechnologie und Medizintechnik etabliert. Zur

Frankfurter Messe präsentierte das hochmotivierte Team

Automatisierungskompetenz mit einem Augenzwinkern:

einem Schaltschrank mit flexibel gesteuerter Cocktailbar.

Mit etwa 65.000 Besuchern und 2.400 Ausstellern aus über 166 Ländern

ist die CPHI internationale Plattform für die Unternehmen der

gesamten pharmazeutischen und biotechnologischen Lieferkette.

Erstmals reihte sich Eckelmann als Aussteller ein – und überzeugte.

„Einzigartig macht uns die partnerschaftliche Zusammenarbeit

bei der Entwicklung individueller Automatisierungslösungen für

und mit Kunden aus der Biotechnologie, Pharmaindustrie und Medizintechnik.

Das reicht von der individuellen Softwarelösung bis

zum Engineering, Bau und Testen individueller Schaltschränke –

einen hatten wir exemplarisch auf der CPHI ausgestellt. Noch während

der Messe konnten wir Neukunden-Projekte in Deutschland,

aber auch in Ägypten, der Türkei, den USA, Kanada und Südostasien

anstoßen“, freut sich Jörg Thomas, bei Eckelmann Head of Sales für

Pharma, Biotechnology und Medizintechnik, über den Erfolg der

CPHI-Premiere. Für ihn steht fest: „Wir sind in 2027 wieder dabei!“

Spitzentechnologie für die Welt-Gesundheit

Das nachhaltige Entwicklungsziel der Vereinten Nationen sieht vor,

bis 2030 „ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu

gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern“. Technologien der

Automatisierung und Digitalisierung werden bei dieser Aufgabenstellung,

beim Kampf gegen Armut und beim Erreichen von Klimazielen

zentraler Schlüssel sein. Voller Leidenschaft entwickeln über

250 Eckelmann-Ingenieure Lösungen für die Biotechnologie, Pharmaindustrie

und Medizintechnik, um beim Erreichen dieser Ziele

einen entscheidenden Beitrag zu leisten.

Im Entwicklungsalltag liefern Eckelmann-Ingenieure Engineering,

Produktion, Parametrisierung, Test und Inbetriebnahme aus

einer Hand. Dazu gehören Steuerungslösungen für (Produktions-)

Maschinen und Gesamtanlagen. Konkret gezeigt wurde die Steuerungskompetenz

bei der Cocktailbar am Messestand, die Mischen &

Abfüllen automatisiert übernahm. Für Endkunden bietet Eckelmann

sowohl für Braunfield-Anlagen als auch für Greenfield-Projekte

Komplettlösungen an. Bei einem kühlen Fitness-Getränk tauschten

sich Fachbesucher und Vertriebs-Team zu den zentralen Anforderungen

in Produktion und Intralogistik aus.

Partner von Losgröße 1 bis zur Serienfertigung

Eckelmann-Ingenieure bieten Lösungen aus einer Hand: Entwickelt

werden herstellerunabhängige Individuallösungen für Branchen mit

speziellen regulatorischen Anforderungen von Maschinen und Anlagen

in Losgröße 1 (Sonderanfertigung) bis zur Serienfertigung.

Konkrete Layouts, die von Eckelmann als Systemintegrator partnerschaftlich

mit und für Kunden entwickelt wurden, wurden exemplarisch

an einer interaktiven Präsentation erläutert.

Individuelle Automatisierung: Leitsysteme aus einer Hand

Begeistert von der Qualität der Messekontakte: Eckelmann feierte als

Automatisierungspartner für Anforderungen der Pharmaindustrie,

Biotechnologie und Medizintechnik auf der Frankfurter CPHI seine

erfolgreiche Premiere. (Bildnachweis: Eckelmann AG / K. Ohlenschläger)

Spezialist ist das Eckelmann-Team für Leitsysteme, die Eckelmann

FactoryWare® Solutions, weltweit über 1.000mal für automatisierte

Prozesse im Einsatz, von der Produktentstehung bis zum Versand.

Dazu gehören Dosier-, Misch-, Förder-, Abfüll-, Verpackungs- und

Logistikprozesse. Sicherheit gewährleisten Auswertung und Überwachung

über Eckelmann FactoryWare® Analytics.

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Optimale Skalierbarkeit bei Bioreaktoren

Bioreaktoren erhalten von Ingenieur-Teams der Eckelmann Gruppe

aus einer Hand die komplette Hard- und Softwareentwicklung

einschließlich der Installation der Elektronik-Hardware und Systemtests.

Verbunden damit die Fähigkeit zu konsistenter, optimaler

Skalierbarkeit. Über Eckelmann-Software werden beispielsweise

Pumpen, Gase, Motoren, Sensoren und Temperatur im Reaktorumfeld

gesteuert.

Therapie-Kontrollsystem im Kampf gegen den Krebs

Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) war die erste

Therapieeinrichtung in Europa, die bei der hochpräzisen Tumorbehandlung

von Krebs mit Schwerionen arbeitete und weltweit die

erste, die über eine Gantry verfügt. Zur optimalen Bestrahlung rotiert

die bewegliche Strahlführanlage 360° um den Patienten. Ingenieur-Teams

von Eckelmann entwickelten, realisierten und lieferten

die Kontrollsysteme für den Teilchenbeschleuniger und den Therapiebereich

und betreuen seither die Anlage – inklusive Weiterentwicklung

der bestehenden Systeme.

Die geladenen Teilchen werden auf 70 % der Lichtgeschwindigkeit

beschleunigt und zielgenau in Richtung Tumor geschickt. Am

Beschleuniger-Kontrollsystem können über 100.000 verschiedene

Kombinationen der Strahlparameter eingestellt werden.

Während der Behandlung muss der Ionenstrahl permanent

überwacht und analysiert werden; er kann im Notfall innerhalb

von 200 millionstel Sekunden automatisch abgeschaltet werden.

Eckelmann AG

D 65205 Wiesbaden

Vom 14. bis 17. April 2026 präsentieren sich Weltmarktführer, Innovationstreiber und Mittelständler

der industriellen Lackiertechnikbranche mit internationaler Beteiligung auf Rekordniveau

PaintExpo erwartet Aussteller

aus 26 Nationen

In Bestform zeigt sich fünf Monate vor Messebeginn die PaintExpo

2026: Bereits mehr als 360 Aussteller haben sich ihren Platz auf der

Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik gesichert. Damit sind

schon jetzt rund 90 Prozent der zur Verfügung stehenden 30.000

Quadratmeter Ausstellungsfläche belegt. Besonders erfreulich: Der

internationale Anteil liegt bei 54 Prozent. Unternehmen aus insgesamt

26 Ländern werden vertreten sein. Zu den stärksten Ausstellerländern

zählen Italien, die Türkei, Frankreich, die Schweiz und

Polen.

„Wir freuen uns, dass die PaintExpo erneut eine so starke internationale

Strahlkraft entwickelt“, sagt Carmen Bender, Projektdirektorin

der PaintExpo. „Dass sich diesmal auch Unternehmen

aus Ländern wie Zypern, Ägypten und Vietnam angemeldet haben,

zeigt, wie global die industrielle Lackiertechnik mittlerweile aufgestellt

ist. Diese Vielfalt bringt neue Perspektiven, Technologien und

Märkte zusammen und bestätigt die PaintExpo zum Treffpunkt der

weltweiten Branche.“

Neben dem bewährten Messekonzept wartet die PaintExpo

2026 mit einer zukunftsorientierten Neuerung auf: Der Messe-Freitag

widmet sich einer ausgesprochen wichtigen Zielgruppe. Angehende

Absolventinnen und Absolventen sollen für die vielfältigen

Berufsmöglichkeiten in der Lackiertechnikbranche begeistert werden

– auch aus fachfremden Studienrichtungen. In Kooperation mit

Hochschulen aus einem Umkreis von 200 Kilometern um Karlsruhe

werden Studierende zum Beispiel aus den Fachbereichen Elektrotechnik,

Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Softwareentwicklung

eingeladen. Ein Keynote-Vortrag mit branchenübergreifender

Relevanz, geführte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern sowie

Praxisbeispiele direkt an den Ständen zeigen, wie vielseitig der Einstieg

in die Lackiertechnik sein kann. Das Konzept wird vom Beirat

der PaintExpo unterstützt und bietet interessierten Ausstellern die

Möglichkeit, sich zusätzlichen potenziellen Nachwuchskräften zu

zeigen.

Dank der engen Zusammenarbeit zwischen der Leipziger Messe

und der Messe Karlsruhe profitieren Aussteller und Besucher im

kommenden Jahr von optimierten Abläufen vor Ort. So sorgen moderne

Infrastrukturmaßnahmen und die wieder verfügbare Nutzung

des Parkplatzes P3 für einen reibungsloseren Zugang und ein insgesamt

komfortableres Messeerlebnis.

Der Ticketshop zur PaintExpo 2026 ist ab sofort geöffnet. Wer

sich frühzeitig registriert, profitiert von einer bequemen Online-Buchung,

vermeidet Wartezeiten vor Ort und kann seinen Messebesuch

optimal im Voraus planen. Auch für ausstellende Unternehmen

lohnt es sich, ihre Kunden und Partner bereits jetzt auf die Möglichkeit,

des Ticketkaufs aufmerksam zu machen: www.paintexpo.de/

tickets.

Leipziger Messe GmbH

D 04356 Leipzig

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ACHEMA 2027 nimmt Innovationen in der

Life-Science- und Prozessindustrie sowie

Energiethemen noch stärker in den Fokus

Vom 14. bis 18. Juni 2027 ist die ACHEMA zurück auf dem Frankfurter Messegelände

und rückt die Zukunftsthemen Energie, Life Sciences, Nachhaltigkeit und

Digitalisierung noch stärker in den Mittelpunkt. Aussteller können sich ab jetzt

anmelden.

Teilnehmer aus der Pharma- und Life-

Science-Industrie und weit mehr als 1.000

Aussteller boten spezialisierte Lösungen für

diese Branche an. Die ACHEMA 2027 greift

diese Dynamik auf und positioniert sich

noch klarer als Weltforum und Internationale

Leit messe der Life-Science- und Prozessindustrie.

Mit den Innovationsthemen

Pharma und Lab sowie der Aktionsfläche

Digital Lab entsteht ein Schaufenster für die

neuesten Technologien der Branche.

Nachhaltigkeit bleibt zentral

– KI treibt den Wandel

Alle drei Jahre zeigt die ACHEMA, was Fortschritt

bedeutet: Sie ist der Treffpunkt, an

dem die Zukunft der Prozessindustrie Form

annimmt. Fünf Tage lang wird das Frankfurter

Messegelände vom 14. bis 18. Juni 2027

wieder zur Bühne für Ideen, Technologien

und Menschen, die den Wandel von Industrie

und Gesellschaft weltweit vorantreiben.

Mehr als 140 Nationen sind vertreten

– ein einzigartiges Forum, das Innovationen

sichtbar und erlebbar macht. Auch im Jahr

2027 bietet die ACHEMA einige Neuerungen

und Highlights.

Mehr Raum für Innovationen

aus der Prozessindustrie

Die Ausstellungsgruppe Pumpen, Armaturen

und Werkstofftech nik vereint künftig

zwei Segmente und bietet mit den Hallenebenen

8.0 und 9.0 – Standort der Process

Innovation Stage – eine zentrale Bühne für

industrielle Lösungen der Fluid- und Werkstofftechnik.

Die Ausstellungsgruppe Forschung

und Innovation zusammen mit der

Start-up Area ziehen künftig in die Halle 11.0

und sind so noch näher dran an den digita-

len Themen der ACHEMA – ein Wunsch,

der vor allem von Seiten der jüngeren Aussteller

kam. Dadurch erhalten die Mechanischen

Verfahren mit den Hallenebenen 5.0

und 6.0 bei Bedarf zusätzlichen Platz.

Energie im Zentrum der Transformation

Gerade die Prozessindustrie braucht Antworten

auf die Energiefragen von morgen.

Sie liefert jedoch auch neue, innovative

Lösun gen für eine zuverlässige, effiziente

und nachhaltige Energie versorgung zahlreicher

anderer Sektoren. Die Ausstellungsgruppe

Anlagenbau und Energie technik in

den Hallenebenen 5.1 und 6.1 wird die Heimat

der neuen Energy Innovation Stage und

nun auch der Hotspot für Lösungen rund

um die Themen Wasserstoff und Power-to-

X, CCUS, Energie management und -effizienz,

Energieversorgung und -speiche rung,

die Elektrifizierung von Prozessen und vielem

mehr.

Life-Science-Industrie im Fokus

Bereits 2024 stammte ein Drittel der 106.001

Nachhaltige Lösungen behaupten ihren

festen Platz in der Prozessindustrie. Gleichzeitig

wird deutlich: Ohne digitale Technologien

und Künstliche Intelligenz sind Fortschritt,

Effizienz und Ressourcenschonung

künftig kaum mehr denkbar. Sie beschleunigen

nicht nur die Entwicklung hin zu einer

klimaneutralen, sondern vor allem auch zur

intelligent vernetzten Produktion. Mit der

Green Innovation Stage in Halle 6.0 sowie

der Digital Innovation Stage und dem Digital

Hub in Halle 11.0 gibt die ACHEMA 2027

diesen Entwicklungen erneut eine Bühne.

Aussteller können sich ab jetzt anmelden

„Mit der ACHMEMA 2027 sind wir seit 90

Jahren in Frankfurt zu Hause und machen

seit 107 Jahren Zukunft erlebbar. Unsere

Community aus mehr als 140 Ländern

macht die ACHEMA zu einem einzigartigen

Forum, das den Herzschlag unserer

Branchen spürbar werden lässt und

Antworten auf die großen Fragen unserer

Zeit liefert. Gemeinsam mit unseren Ausstellern

gestalten wir die Zukunft der Prozessindustrie“,

freut sich Dr. Björn Mathes,

Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH,

auf die nächste Veranstaltung

in Frankfurt. Die Anmeldung für Aussteller

zur ACHEMA 2027 ist ab jetzt unter

https://www.achema.de/de/fuer-aussteller/anmeldung

geöffnet.

DECHEMA Ausstellungs-GmbH

D 60486 Frankfurt am Main

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Weil Sicherheit messbar ist

Der neue Produktkatalog 2026 von DEHA

Haan & Wittmer GmbH ist da

Ob Partikelzähler, Monitoringsysteme,

Temperatur- / Feuchtemessgeräte oder

Probenahmepumpen: DEHA Haan &

Wittmer GmbH bietet seit über 40 Jahren

Messgeräte zur Überwachung von Reinräumen

und zur Gefährdungsbewertung am

Arbeitsplatz an.

Auf über 100 Seiten zeigt der Katalog

Messgeräte fürs Raumklima, Nano-Partikelzähler,

Reinraum-Messtechnik und Multifunktionsgeräte.

DEHA bietet ein breites

Produkt-Sortiment, was die neueste Messund

Überwachungstechnik angeht.

Der Katalog kann als pdf-Datei auf der

Internetseite von DEHA Haan & Wittmer

GmbH heruntergeladen werden.

DEHA Haan & Wittmer GmbH

Keltenstraße 8

D 71296 Heimsheim

Telefon: +49 7033 30985131

Telefax: +49 7033 3098529

eMail: marketing@deha-gmbh.de

Internet: https://www.deha-gmbh.de

Getinge steigert die Effizienz im Reinraum

mit moderner Benutzeroberfläche für

cGMP-Reinigungs- und Sterilisationsanlagen

Getinge fördert einen effizienten Reinraumprozess in der Biopharmaindustrie:

In die neue Generation der cGMP-Reinigungs- und Sterilisationsanlagen wird

ein offenes und flexibles Visualisierungssystem integriert.

SIMATIC WinCC Unified, die neueste offene

Schnittstelle von Siemens, bietet eine

einheitliche Lösung für die nahtlose Integration

aller Reinigungs- und Sterilisationsanlagen

von Getinge – für maximale Effizienz

und einfache Bedienung.

„Die Bewältigung der Digitalisierungsherausforderungen

in der Pharmaindustrie

gehört zu unseren zentralen Prioritäten.

Durch die Integration einer gemeinsamen,

benutzerfreundlichen Oberfläche für die

Steuerung und Überwachung aller Reinigungs-

und Sterilisationsanlagen von

Getinge ermöglichen wir unseren Kunden

reibungslose und zukunftssichere Reinraumprozesse.

Einheitliche Abläufe sorgen

zudem für vereinfachte Beschaffung

und eine leichtere Validierung“, erklärt

Marcus Persson, Product Line Manager –

Digitalization & Automation Getinge Life

Science.

Neben effizienteren und standardisierten

Prozessen mit geringerem Schulungsaufwand

unterstützt die Integration von

SIMATIC WinCC Unified in die Getinge

Anlagen auch ein effektives Datenmanagement

mit gesicherter Datenintegrität.

Getinge Deutschland GmbH

D 76437 Rastatt

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Schutz und Komfort schließen sich nicht aus – professionelles Design

für anspruchsvolle Einsatzbereiche

Autoklavierbare

Schutzbrillen

SUPERBLAST

SPETEC® Laminar Flow Box als kostengünstige und portable Alternative

Reinste Luft auf klein(st)em Raum

Im Unternehmen ist es notwendig, kontrollierte Produktionsumgebungen

unter Reinraumbedingungen zu schaffen, um Prozesssicherheit

zu gewährleisten? Man erhält vom Kunden die bedingungslose

Vorgabe, die Produkte in unter Prozesssicherheit in

gleichbleibender Qualität zu liefern? Warum in einen ganzen Reinraum

investieren, wenn man definierte Reinraumbedingungen uneingeschränkt,

flexibel und kostengünstig auch an jedem Arbeitsplatz

zusichern kann?

Einen Reinraum zu errichten und durchgängig zu betreiben bedeutet

für eine Firma eine grundlegende Herausforderung, die mit

Aufwand und Risiken verbunden ist, obwohl manchmal eigentlich

nur in einem Abschnitt der Fertigungskette Reinraumbedingungen

benötigt werden.

Genau für solche Anwendungen in begrenzten Bereichen hat

die Firma Spetecâ die Laminar Flow Box FBS entwickelt, mit der

sich exakt dort Reinraumbedingungen schaffen lassen, wo sie tatsächlich

erforderlich sind. Die mit einer einzigen Spetecâ Flow Box

FBS erreichte effektive Reinraumfläche beträgt zwischen 0,37 und

1,12 m². Das ist oft mehr als ausreichend, da der in der Flow Box FBS

verwendete Filter des Typs H14 mindestens 99,995% aller Partikel

herausfiltert – bezogen auf eine Partikelgröße von 0,12 μm nach

MPPS.

Somit verfügt die Spetec® Flow Box FBS über einen Isolationsfaktor

von 10000 und verbessert die Luftqualität um mindestens das

10.000-Fache gegenüber der Umgebungsluft. Damit werden Reinraumbereiche

der ISO Klasse 5 erreicht, und das ohne Baumaßnahmen

und zu mehr als vertretbaren Kosten.

Die Spetec® Flow Box FBS (vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik

und Automatisierung getestet und zertifiziert) ist in

verschiedenen Modellvarianten unterschiedlicher Größe erhältlich,

sei es als Standgerät oder als Tischversion.

Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH

Am Kletthamer Feld 15

D 85435 Erding

Telefon: +49 8122 959090

Telefax: +49 8122 9590955

eMail: info@spetec.de

Internet: https://www.spetec.de

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Die autoklavierbaren Schutzbrillen SUPERBLAST bieten eine angenehme

Passform und Langlebigkeit, wobei die durchdachte Konstruktion

und technische Details die Arbeit mit der Schutzbrille signifikant

erleichtern. Die unsterilen Vollsichtschutzbrillen wurden

speziell für alle Reinraumanforderungen entwickelt, können aber

sehr gut in allen Laborsituationen eingesetzt werden, in denen Augenschutz

bei hervorragender Sicht notwendig ist.

Das breite Sichtfeld der sehr leichten Schutzbrillen SUPERB-

LAST erhöht die Wahrnehmung ohne eine notwendige Kopfbewegung.

Die kratzfeste Anti-Beschlag-Beschichtung PLATINUM

LITE sorgt gleichermaßen für robuste Brillenscheiben wie für eine

klare Sicht. Eine Rinne zum Flüssigkeitstransport und die direkte

Belüftung am oberen Rand und nahe der Unterseite minimieren zusätzlich

das Beschlagen an der Innenseite der Brillenscheiben. Das

Kopfband ist einstellbar und durch die universelle Passform lässt

sich die Schutzbrille SUPERBLAST auch über einer Korrektionsbrille

tragen. In einer Umgebung, die Atemmasken erfordert, wie

beispielsweise Reinräumen oder im medizinischen Bereich, können

die Schutzbrillen SUPERBLAST auch in Kombination mit einer

Atemschutz-Halbmaske getragen werden.

Die Schutzbrillen sind gemäß den Normen EN 166 (grundlegende

Anforderungen an Augenschutz) und EN 170 (UV-Schutz) sowie

für Arbeiten im Reinraum geeignet. Durch die Beständigkeit gegen

hohe Temperaturen sind sie auch nach mehreren Autoklavierzyklen

noch voll funktionsfähig, ohne Deformation, Nachlassen der Elastizität

des Kopfbandes oder minderem Tragekomfort. Scheiben aus

PC, Gestell aus TPE, Kopfband aus Isopren.

Carl Roth GmbH + Co. KG

D 76185 Karlsruhe

Reinraum-Förderbänder TB30R und TB40R – präzise, energieeffizient und zertifiziert

für höchste Ansprüche in sensiblen Produktionsumgebungen.

Reinraum-Fördertechnik von Montech:

höchste Hygiene, Flexibilität und Effizienz

In sensiblen Produktionsumgebungen wie Pharma, Medizintechnik,

Chemie oder Halbleiterfertigung können kleinste Partikel die

Qualität der Produkte beeinträchtigen. Montech bietet mit seinen

Reinraum-Förderbändern TB30R und TB40R Lösungen, die präzise

Fördertechnik, energieeffiziente Antriebe und flexible Einsatzmöglichkeiten

kombinieren und bereit sind für den sofortigen Einsatz.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

– Maximale Hygiene: FDA-konforme Fördergurte, Bandkantenversiegelung

und T-Nuten reduzieren Ablagerungen und erleichtern

die Wartung.

– Zertifizierte Reinraumqualität: Das Fraunhofer IPA hat ausgewählte

Konfigurationen geprüft und bis ISO 4 zertifiziert.

– Hohe Flexibilität: Verschiedene Baugrössen, individuelle Förderbandlängen

und variable Antriebsoptionen ermöglichen eine

millimetergenaue Anpassung.

– Energieeffizienz und Langlebigkeit: Optimierte 24V-DC-Antriebe

und hochwertige Materialien gewährleisten einen verschleissarmen

Betrieb.

– Individuelle Konfiguration: Die Reinraum-Förderbänder lassen

sich bequem über den Online-Konfigurator konfigurieren, inklusive

CAD-Modell und schneller Offertanfrage.

– Schnelle Lieferzeit: Die Auslieferung der individuell konfigurierten

Förderbänder erfolgt in nur vier bis fünf Wochen.

– Praktisches Zubehör: Höhenverstellbare Bodenständer sichern

die Standfestigkeit und erleichtern den Betrieb.

Die beiden Modellreihen decken dabei unterschiedliche Anforderungen

ab: Das Förderband TB30R eignet sich insbesondere für

kompakte Anwendungen mit geringer bis mittlerer Förderlast bis

100 kg, das Förderband TB40R wiederum für höhere Lasten bis 200

kg und internationale Einsätze. Beide bieten eine zuverlässige, effiziente

und kontaminationsfreie Lösung für Fertigungsprozesse in

sensiblen Branchen.

Montech Reinraum-Förderbänder: präzise, flexibel, kontaminationsfrei.

(Copyright: MONTECH AG)

Montech AG

Gewerbestrasse 12

CH 4552 Derendingen

Telefon: +41 326815500 eMail: info@montech.com

Internet: https://www.montech.com

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Verriegeln durch Drehen

Sie sind Klassiker unter den Normelementen: Verriegelungen. Sie schließen

Klappen, Türen oder Deckel schnell, selbsterklärend und sicher. Ganter erweitert

das Portfolio mit Edelstahl-Varianten und neuen Funktionskonzepten.

Konstrukteure kennen die Situation: Der

Platz für Schließmechanismen ist knapp,

die Gegenflächen für Schließzungen bzw.

Vorreiber fehlen, die Schließung sollte aber

zuverlässig und intuitiv erfolgen. Ganter

bietet für derlei Herausforderungen fertige

Lösungen, die sich flexibel an individuelle

Anforderungen anpassen lassen.

Zum Beispiel Hakenverriegelungen.

Diese arbeiten nach einem anderen Prinzip

als klassische Vorreiber. Statt einer Riegel-

Zunge, die sich hinter einer Zarge verhakt,

greift hier ein Haken radial zur Drehachse

in einen passenden Gegenhalter. Die Reihe

der Hakenverriegelungen GN 115.8 wurde

nun erweitert – mit Varianten in Edelstahl

und solchen, die Anforderungen gemäß

der Schutzklasse IP 69k sicher erfüllen. Mit

einem Steckschlüssel betätigt, lassen sich

die Verriegelungen auch in extrem nassen

Umgebungen einsetzen. Das Prinzip ist stets

gleich: Werden Steckschlüssel, Bartschlüssel,

Rändelgriff, Knebel oder Hebel um 90 Grad

gedreht, bewegt sich der Haken synchron

mit. Weil auf Umschlag montierbar, greift der

Haken entweder bei Links- oder Rechtsdrehung

und ist damit einfach individualisierbar.

Dank seiner integrierten Fangschräge

toleriert das Normelement seitliche Versätze

von bis zu vier Millimetern. Ein praktisches

Anwendungsbeispiel: Die seitlich positionierten

Hakenverriegelungen sperren einen

horizontalen Boxendeckel witterungsgünstig

und ohne störende Zargen.

Die klassischen Verriegelungen mit

Vorreiber bewähren sich weiterhin bei Anwendungen

mit Riegel-Zarge-Geometrie.

Anlaufschrägen an der Riegel-Zunge erzeugen

bei der 90-Grad-Riegeldrehung einen

Anpressdruck und sorgen für eine dichte,

sichere Schließung.

Die Bedienung lässt sich dem Projekt

anpassen: abschließbar mit Zylinderschloss,

einfach handbetätigt per Griff, Knebel oder

über Steckschlüssel-Antriebe.

Fällt die Türstärke größer als acht Millimeter

aus, was z. B. bei Klappen in der Klimatechnik

durchaus sein kann, kommt die

Verriegelung GN 515 ins Spiel. Dank ihres

bis zu 60 Millimeter langen Gehäuses bietet

sie für fast alle Öffnungstypen die passende

Lösung. Neu sind hier die Ausführungen in

korrosionsbeständigem Edelstahl.

Der Drehspannriegel GN 516 wiederum

eignet sich überall dort, wo es um dichte,

vibrationssichere Verriegelungen geht. Bei

GN 516 wird die Drehbewegung nach 90

Grad nicht beendet, sondern anschließend

in einen linearen Hub des Riegels umgesetzt

und so ein hoher Anpressweg – beispielsweise

in Kombination mit einer elastischen

Dichtung – realisiert.

Eine andere Option für eine vibrationsfeste

Schließung basiert auf dem Push-to-

Turn-Prinzip: Das Bedienelement in Form

von Hebel, Knebel oder Rändelgriff arretiert

in der Endlage und sperrt sich selbstständig.

Durch Drücken in radialer Richtung löst

man diese Sperre und kann die 90-Grad-

Drehung ausführen.

Otto Ganter GmbH & Co. KG

Triberger Straße 3

D 78120 Furtwangen

Telefon: +49 7723 65070

Telefax: +49 7723 4659

eMail: info@ganternorm.com

Internet: http://www.ganternorm.com

Die neue Ära des digitalen

Anlagenmanagements

Die GEMÜ Gruppe, Spezialist für Ventil-, Mess- und Regeltechnik, stellt mit

CONEXO 2025 die nächste Generation ihrer digitalen Lösung für das herstellerübergreifende

Anlagen-Lifecycle-Management vor. Die neue Version setzt

Maßstäbe in der digitalen Identifikation und Verwaltung von Komponenten und

schafft durchgängige Transparenz über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme

bis zur Entsorgung.

Anwender profitieren mit CONEXO 2025

von einem deutlichen Plus an Sicherheit

und Compliance: Die eindeutige Identifikation

von Komponenten sowie die lückenlose

Dokumentation aller Maßnahmen reduzieren

Risiken und erleichtern Audits – bis

hin zu Rückrufen und Zertifikatspflichten.

Gleichzeitig steigert die Lösung die Produktivität

im Service und in der Instandhaltung,

indem sie Suchzeiten minimiert, Medienbrüche

vermeidet und eine höhere Erstlösungsquote

(„Right First Time“) ermöglicht.

Dank der skalierbaren Verbindung physischer

Kennzeichnungsmethoden wie QR-

Code, RFID und IEC 61406 mit digitalen

Zwillingen (AAS/AASX) und dem Digital

Product Passport (DPP) ist CONEXO 2025

bestens gerüstet für zukünftige Anforderungen

– herstellerübergreifend und systemoffen.

Mit CONEXO 2025 bietet GEMÜ eine

leistungsstarke und zukunftssichere Lösung

für das digitale Anlagenmanagement, die

den steigenden Anforderungen an Transparenz,

Effizienz und Normkonformität gerecht

wird und ebnet damit den Weg in eine

neue Ära der industriellen Digitalisierung.

GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG

D 74653 Ingelfingen

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Lokal produziert, global zertifiziert: SIMONA erweitert ihr Halbleiter-Portfolio

um FM 4910-konformes PVC-U für maximale Sicherheit und Effizienz

SIMONA® PVC-U FM 4910:

Hochleistungswerkstoff für Reinraumund

Halbleiteranwendungen

Mit SIMONA® PVC-U FM 4910 erweitert

die SIMONA AG ihr Portfolio für die Halbleiter-

und Reinraumindustrie um einen

Hochleistungswerkstoff, der Sicherheit,

Effizienz und Design optimal verbindet.

Das FM-4910-zertifizierte PVC-U erfüllt

strengste internationale Anforderungen an

das Brandverhalten: minimale Flammenausbreitung,

kaum Rauchentwicklung – für

maximale Sicherheit in sensiblen Prozessen.

Global zertifiziert, Made in Germany

Mit der Produktion von SIMONA® PVC-U

FM 4910 am Standort Deutschland ergänzt

SIMONA das bestehende Angebot aus China

und den USA – und macht den Werkstoff

weltweit verfügbar. Damit kombiniert das

Unternehmen lokale Fertigungskompetenz

mit internationaler Zertifizierung.

Sicherheit und Verlässlichkeit für Reinräume

Reinheit braucht Sicherheit – insbesondere

in der Halbleiterproduktion und in Reinräumen.

SIMONA® PVC-U FM 4910 überzeugt

durch exzellente Brandprüfwerte nach FM

4910, höchste chemische Beständigkeit sowie

außergewöhnliche Schlagzähigkeit und

mechanische Festigkeit. So gewährleistet

es langfristige Zuverlässigkeit auch im anspruchsvollen

Chemieeinsatz.

Verarbeitung ohne Kompromisse

Ein entscheidender Vorteil liegt in der

optimierten Schweißbarkeit: Platte und

Schweißdraht stammen aus derselben Rezeptur

und erreichen nahezu die Festigkeit

des Grundmaterials. Das bedeutet für

Anwender: sichere Verbindungen, weniger

Nacharbeit und kürzere Montagezeiten.

SIMONA SEMICON Produktprogramm für die Halbleiterindustrie (Copyright: SIMONA AG)

Anwendungen in High-Tech-Branchen

SIMONA® PVC-U FM 4910 ist

prädestiniert für sicherheitskritische

Komponenten wie:

– Gehäuse für nasschemische

Prozessanlagen in Reinräumen

– Chemische Verteilungssysteme

und Ventilkästen

– Reinigungsmodule und

Wafer-Transfer-Schnittstellen

– Schaltschränke und Infrastrukturelemente

in der Halbleiterfertigung

Optik trifft Funktionalität

Neben den technischen Vorteilen bietet

das Material eine hochwertige weiße oder

elfenbeinfarbene Hochglanzoberfläche. Sie

sorgt nicht nur für ein sauberes, modernes

Umfeld, sondern ist auch kompatibel mit

bestehenden Anlagen.

SIMONA® PVC-U FM 4910 – maximale

Sicherheit, effiziente Verarbeitung und

professionelles Design für Reinraum- und

Halbleiteranwendungen.

SIMONA AG

D 55606 Kirn

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Künstliche Intelligenz zur Auswertung herangezogen und so zur

Übersetzerin der auf Daten beruhenden Ventilatorrede wird.

Die traditionelle Wartung – Wenig Handlungsspielraum

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur

Diagnose von Betriebszuständen

Die mit dem

Ventilator

spricht

Datensprache und KI – Boten der Digitalisierung

Digitale Transformation heißt nicht erst seit ChatGPT auch Künstliche

Intelligenz. Die ihr zugedachten Aufgaben umfassen sowohl

repetitive als auch hochkomplexe Tätigkeiten. Generative KI kann

aus menschlichen Eingaben Texte und Bilder kreieren, deskriptive

KI komplexe Muster erkennen und Istzustände beschreiben. KI-Anwendungen

sind bei Dienstleistungen ebenso zu finden wie in der

Produktion.

Digitale Transformation heißt auch Kommunikation. Das Mittel

hierzu besteht u.a. aus der Währung des digitalen Zeitalters, aus

Daten, nicht nur aus solchen personenbezogener Art. Jede Maschine,

im Falle der Lüftungstechnik jeder Ventilator, kommuniziert fortwährend

durch im laufenden Betrieb erzeugte Daten. Sie richtig zu

nutzen, heißt eine Art von Interaktion zwischen Mitgliedern unterschiedlicher

Spezies - Mensch und Maschine – und damit ein tiefgreifendes

Verständnis zu ermöglichen. Denn mit allen Daten gibt

die Maschine etwas über sich und ihren Zustand preis.

Die Herausforderung besteht darin, die Sprache des Ventilators

zu hören und zu verstehen. Ziehl-Abegg setzt genau hier an, indem

Den Ventilator in Gänze zu verstehen, kann von besonderer Bedeutung

werden, wenn es um potenzielle Ausfälle oder die Notwendigkeit

von Wartungstätigkeiten geht. Der traditionelle Weg wartet so lange

ab, bis Komponenten funktionsunfähig werden. Dies bedeutet meist

ungeplante, teils zu besonders ungünstigen Zeitpunkten erfolgende

Ausfallzeiten. Auch Folgeschäden an benachbarten Komponenten

sind möglich. Hilfreich können nach festgelegten Intervallen vorgenommene

Eingriffe sein, bei denen Stillstandszeiten geplant werden.

Es kann dabei allerdings passieren, dass z.B. auch noch komplett intakte

Teile ausgetauscht werden. Zudem schützen Erfahrungswerte

oder Angaben zur Funktionsdauer nicht vor ungeplanten und „außer

der Reihe“ ausfallenden Komponenten. Jedes Produkt ist anders, unterschiedliche

Abläufe lassen keine hundertprozentige Aussage über

den Zustand zu. D.h. auch, dass Ressourcen wie Ersatzteile jederzeit

verfügbar und damit auf Lager gehalten werden, und dass Service-

Mitarbeiter auch kurzfristig zur Verfügung stehen müssen.

Es ist also nahezu unmöglich, den in jeder Hinsicht geeigneten

Zeitpunkt für das Eingreifen in den Betrieb zu Wartungszwecken zu

finden. Dabei ist es selten der Fall, dass ein Schaden abrupt auftritt,

vielmehr deutet er sich im Vorfeld oftmals an. Doch wenn man die

stillen Ankündigungen nicht sehen kann und von außen nicht erkennt,

dass eine Komponente nicht mehr optimal läuft, kann eben

nur auf Vermutung hin gehandelt werden. Wenn der Ventilator aber

über sich und seinen Betriebszustand jederzeit Auskunft geben

könnte, wäre der Mensch stets informiert. Die datenbasierte Sprache

des Ventilators zu verstehen, bedeutet also, genau zu wissen,

wie es um ihn und seine Komponenten in jedem einzelnen Moment

bestellt ist. Das Auftreten einer nahenden Störung könnte deutlich

genauer prognostiziert werden.

Eingebettete Sensorik – Das Gewinnen der Daten

Auf diesem Weg ist Ziehl-Abegg schon in der Vergangenheit mehrere

wegweisende Schritte gegangen. Die Herausforderung ist zunächst

einmal das Gewinnen der Daten. Die Ventilatoren wurden

mittels perfekt auf die Anforderungen der Lüftungstechnik abgestimmter

Sensorik zum Sprechen gebracht. Durch bereits im Ventilatormotor

vorhandene Sensoren können direkt vor Ort Schwingungs-

und Telemetriedaten gewonnen werden, relevante Parameter

sind beispielsweise Schwingungen in den Achsen, Drehzahlen,

Temperaturen und aufgenommener Strom.

Übertragung an die Cloud – Die Historisierung der Daten

Die gewonnen Daten konnten nun durch das Versenden an die

Cloudlösung ZAbluegalaxy visualisiert werden. Die Sprache des

Ventilators wurde also sichtbar. Somit konnten Messdaten überwacht,

protokolliert sowie historisiert werden. Die hierdurch möglichen

Analysen ließen bereits erste Rückschlüsse auf den Zustand

des Ventilators zu, z.B. ließen sich auf dieser Basis Warnmeldungen

ausgeben.

Eingebettete KI - Das Verstehen der Daten in Echtzeit

Der Herausforderung, die Sprache auch zu verstehen und dementsprechend

handeln zu können, wurde also bereits begegnet. Doch

mehrere Faktoren machen es menschlichen Fachkräften nahezu unmöglich,

die Daten zeitnah zu lesen, auszuwerten und zu interpretie-

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ren. Dazu zählen insbesondere ihre reine Menge sowie die Tatsache,

dass sich manche Betriebszustände nicht allein aus bestimmten

einzelnen Daten ablesen lassen, sondern lediglich aus Kombinationen.

Von menschlicher Seite ist eine fortwährende Überwachung

der Daten inklusive ihrer Analyse nicht machbar. Und wäre auch

nur ein kleiner Teil annähernd verarbeitet, wäre er schon nicht mehr

aktuell. Echtzeitdaten können demnach nicht sinnvoll genutzt werden.

Bei einem Störfall wäre der Zenit für rechtzeitiges Handeln evtl.

überschritten.

Genau hier kommt Künstliche Intelligenz in Form eines Neuronalen

Netzes ins Spiel. Neuronale Netze, bestehend aus miteinander

verbundenen künstlichen Neuronen in mehreren Schichten, sind

Meister im Empfangen und Analysieren von Daten. In der Eingangsebene

kommen die Daten in Form eines Inputvektors an und laufen

durch einen oder mehrere Hidden Layer zur Ausgangsschicht. Auf

jeder Ebene findet eine Datenverarbeitung statt. In der Ausgangsebene

werden die so berechneten Werte als Outputvektor in eine für

den Menschen lesbare Form transformiert, ein Prozentwert gibt z.B.

Auskunft über den Zustand einer Komponente. Ist eine bestimmte

Schadenswahrscheinlichkeit gegeben, wird eine Warn- oder Fehlermeldung

ausgegeben.

Auf Basis der Auswertungen ist die KI also in der Lage, bei Bedarf

Handlungsempfehlungen zu geben. Das Neuronale Netz kann

zudem bei der Diagnose von Problemen oder Ausfällen helfen, indem

es anhand von Betriebsdaten mögliche Ursachen identifiziert.

Die Künstliche Intelligenz übernimmt damit die Rolle eines Mitarbeiters,

der fortwährend der Kommunikation des Ventilators zuhört,

seine Worte versteht, interpretiert und Vorschläge zum Handeln

unterbreitet. Daten, die bisher aufgenommen wurden, können jetzt

sinnvoll verarbeitet werden.

Das Onboarding der KI – Die Aufbereitung der Daten

Doch wie jeder Mitarbeiter muss auch die KI eingearbeitet werden.

Ziehl-Abegg hat sie in aufwendigen Vorarbeiten trainiert: Millionen

Datenpunkte wurden gesammelt, aufgenommen und einzelnen Betriebszuständen

zugeordnet. Dies machte Entscheidungen nötig,

welche Datenpunkte und Merkmale für die Analyse bestimmter Zustände

wichtig sind und dementsprechend stark gewichtet werden

müssen. Störungen und Schäden wurden simuliert, so dass die KI

das Normalverhalten des Ventilators kennt und wie ein Spürhund

kleinste Abweichungen sofort registriert. Damit einhergehend wurden

die riesigen Datenmengen mittels Feature Engineering vorbereitet,

nämlich standardisiert und transformiert. Die Daten müssen

immerhin nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch in einheitlicher

Form vorhanden sein, damit Vergleiche zwischen ihnen möglich

sind. Der KI wird also ein Leitfaden mitgegeben, an dem sie sich

orientieren kann.

Insbesondere, um die Berechnungen auf der Komponente selbst

durchführen zu können, ist es zudem nötig, die Daten herunterzubrechen,

was den Spagat zwischen Vereinfachung und dennoch

höchstmöglicher Genauigkeit erforderlich macht. Die gesamte Aggregation

erhöht allerdings die Prägnanz - zu viele Daten und zu

viele Merkmale würden eine präzise Analyse eher erschweren. Die

trainierte KI kann nun noch auf Validierungsdaten getestet werden.

Perfektes Match - Expertenwissen und KI

Daten und KI müssen also erst auf ihre Aufgabe vorbereitet werden.

Auch danach übernimmt die KI zwar eine wichtige Position, wird

indes nicht zum Alleinentscheider. Sie übersetzt mittels grandioser

Analysefähigkeiten die Sprache des Ventilators für die menschliche

Fachkraft und gibt Empfehlungen. Die Entscheidung, wie mit

einer Handlungsempfehlung umgegangen wird, muss jedoch nach

einer Überprüfung, die eine Bewertung der Informationen und die

Berücksichtigung möglicher weiterer Faktoren einschließt, von der

menschlichen Expertise getroffen werden. Der Mensch muss demnach

weiterhin über Fach- und Kontextwissen verfügen, die KI kann

nicht von allein aktiv werden. Es ist möglich, den Ventilator so einzustellen,

dass er im Falle einer Fehlermeldung sogleich abschaltet –

doch dieses Feature muss aktiv angefragt werden und ist eben keine

Standardeinrichtung.

Insgesamt arbeiten also künstliche und menschliche Intelligenz

eng zusammen. Die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung und die

Analysefähigkeiten der räumlich direkt an der Komponente sitzenden

KI ergeben ein perfektes Zusammenspiel mit dem über Fachwissen

verfügenden und zur Entscheidung fähigen und berechtigten

Menschen.

Die revolutionierte Wartung – Handlungsvollmacht durch KI

Es zeigt sich, dass der Mensch sogar über mehr Handlungsspielraum

verfügt als zuvor. Denn aus seiner Zusammenarbeit mit der KI ergibt

sich ein modernes Wartungssystem, das in mehrfacher Hinsicht

punkten kann. Ob zeitlich vorhersehbar oder unerwartet auftretend,

jede Schädigung und damit jeder potenzielle Ausfall wird nun angekündigt

und lässt Zeit zur Reaktion. Damit verschiebt sich das

menschliche Handeln mehr in Richtung eines Agierens als eines

rein vorsorglichen oder notfallmäßigen Reagierens. Planbarkeit ist

hier das Stichwort. Auch unvorhergesehene Ausfälle kündigen sich

an und andererseits ist es nicht mehr nötig, intakte Teile, die vielleicht

unvorhergesehen länger halten würden, auszutauschen. Die

Lebenszeit eines Bauteils kann bis zum Maximum genutzt werden,

der Rattenschwanz, den ein defektes Teil verursachen kann, wird

abgemildert.

Die Ankündigung lässt in der Regel genug Raum, um einen

günstigen Zeitpunkt für die Wartung festzusetzen. Laufende Prozesse

werden hierbei optimiert, die Zuverlässigkeit des Ventilators

erhöht sich. Stillstandzeiten bestehen nur noch aus der eigentlichen

Wartungszeit. Mitarbeiter müssen nicht mehr auf Abruf bereitstehen

und Ersatzteile nicht unbedingt auf Lager sein. Zeit und Kosten

für die Instandhaltung werden auf das Minimum reduziert. Die

Wartung wird nicht mehr zu einem lästigen überraschenden Übel,

das den Betrieb unterbricht, sondern ist gewissermaßen in diesen

eingebettet.

Neben den genannten Vorteilen durch die Wartungsoptimierung

gibt es weitere. Mit der Zeit wird es möglich, bestimmte Problembereiche

zu identifizieren, z.B. bei wiederkehrenden ähnlichen

Fehlermeldungen, oder die Zeit bis zum Auftreten erster Fehler zu

definieren, auch umgebungsabhängig. Betriebsparameter können

bei Bedarf leichter angepasst werden. Wartungspläne werden nicht

überflüssig, können aber optimiert werden. Generell ist es möglich,

den Ventilator und seinen Betrieb auf einem neuen Level kennenzulernen,

was ganz neue Wartungsstrategien ermöglicht.

Die Bedeutung von Zeit und Raum – Das eingebettete System

Neben dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz generell ist es besonders

der Einsatz eines eingebetteten Systems, der hervorzuheben

ist. Genauer gesagt liegt das „embedded system“ in doppeltem

Sinne vor. Die Sensorik muss nicht extra beschafft werden, sondern

befindet sich bereits im Motor selbst – abgestimmt auf die Erfordernisse

des Ventilators, während externe Sensorik möglicherweise

nicht alle relevanten Daten erfassen könnte.

Die KI muss nicht hinzugekauft werden, sondern ist ebenfalls

schon im Zentrum des Geschehens ansässig. Zusätzliche externe

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Software oder sonstige Infrastruktur wie Datenanalyseplattformen

sind nicht nötig.

Ein Verbinden des Ventilators mit einem Gateway und der

Datenversand an die Cloud – wobei die Daten aktiv vom Nutzer angefordert

werden müssen – ist möglich, für die Auswertung gerade

im Falle eines einzigen Gerätes aber nicht entscheidend. Die Vorteile

sprechen für sich. Es gibt nahezu keine Latenzzeiten, die Analyse

wird wirklich zu einer Echtzeitlösung. Wird die Visualisierung

oder Speicherung der Daten gewünscht oder sollen mehrere Geräte

miteinander vernetzt werden, übernimmt die Cloud den hierfür

entscheidenden Part. Die Menge der übertragenen Daten wird also

reduziert, weniger Netzwerkbelastung ist die Folge. Dies bedeutet

dann auch einen Vorteil für diejenigen Daten, die doch übertragen

werden sollen. Die Cloud kann die Arbeit der KI nach außen sichtbar

machen, während die KI ihrerseits dafür sorgt, dass lediglich bereits

aufgearbeitete sowie verarbeitete und damit hochwertigere Daten

verschickt werden.

Fazit

Ziehl-Abegg geht seinen eingeschlagenen Weg, ohnehin vorhandene

Daten, die den Zustand des Ventilators genau beschreiben, zu

nutzen, konsequent weiter. Künstliche Intelligenz ist hier kein Nice

to have, sondern ein elementarer Bestandteil des nächsten Schritts.

Mit der KI-Lösung wurde ein Instrument geschaffen, dass auch in

der Lüftungstechnik die Wartung revolutioniert. KI übersetzt die

datenbasierte Sprache des Ventilators und wird zur „Kommunikationsintelligenz“.

Mit ihrer Beschreibung von Betriebszuständen lassen

sich Vorhersagen für mögliche Ausfälle treffen, die deskriptive

KI wird zur prädiktiven.

Standardmäßig kann sie in Zukunft in jedem Ventilator verbaut

sein und damit den Weg ebnen für ganz neue Arbeitsweisen. Mit ihr

bekommt der Betreiber des Ventilators einen fortlaufend anwesenden

Servicemitarbeiter an die Hand, der optimal aufbereitete Daten

zu jeder Zeit analysiert und Schlüsse aus ihnen zieht. Paradoxerweise

verhilft gerade dieser zusätzliche Schritt der Hilfestellung zu mehr

Autonomie durch verbesserte Handlungsmöglichkeiten. An anderer

Stelle fällt dafür ein Schritt weg: Durch die eingebettete Lösung ist

die Datenübertragung nicht unbedingt nötig. Das aktuellste Mittel

der Digitalisierung, die KI, macht also eine ständige Anbindung ans

Netzwerk unnötig und optimiert gerade dadurch den Einsatz der

Cloud. Somit steht die KI einerseits für sich, ergibt aber auch ein optimales

Wechselspiel in einer Hybridlösung mit ZAbluegalaxy.

Ziehl-Abegg SE

D 74653 Künzelsau

Ressourceneffizientes Reinigungs- und

Desinfektionsgerät hilft Krankenhäusern,

Kosten zu senken und Umweltziele zu erreichen

Getinge hat mit dem Aquadis 44 das neueste Reinigungs- und Desinfektionsgerät auf den Markt gebracht. Es wurde entwickelt,

um den Verbrauch von Ressourcen zu minimieren und die Betriebskosten zu senken. Mit diesem innovativen Modell

können Gesundheitseinrichtungen ihre Umweltbelastung reduzieren, ohne auf zuverlässige Leistung und Benutzerfreundlichkeit

zu verzichten.

Krankenhäuser stehen zunehmend unter Druck, ihren ökologischen

Fußabdruck zu verringern, ohne dabei die Versorgungsqualität zu

beeinträchtigen. Das neueste Reinigungs- und Desinfektionsgerät

Aquadis 44 von Getinge begegnet dieser Herausforderung mit einer

Kombination aus niedrigen Gesamtbetriebskosten, verbesserter Ergonomie

und patentierten Innovationen. Dazu gehört eine adaptive

Wasserbefüllung, ein einzigartiges System, das die Menge an Wasser

und Reinigungsmittel automatisch an die Beladung anpasst. Diese

intelligente Dosierung gewährleistet gleichbleibend hochwertige

Ergebnisse und trägt zu einem geringeren Ressourcenverbrauch sowie

einer reduzierten CO₂-Bilanz bei.

„Aquadis 44 steht für den nächsten Schritt in der nachhaltigen

Aufbereitung. Er ist nicht nur besonders ressourceneffizient, sondern

auch benutzerfreundlich gestaltet. Krankenhäuser können ihre

Kosten senken und gleichzeitig ihre Umweltziele erreichen“, sagt

Stéphane Le Roy, President Surgical Workflows bei Getinge.

Interne Langzeittests bestätigen, dass die Aquadis 44 eine

gleichbleibend hohe Reinigungsleistung erbringt und dabei den

Verbrauch von Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert.

Merkmale wie eine ergonomische Beladung sowie die Wahl zwischen

ein- oder zweitüriger Ausführung unterstützen effiziente

Arbeitsabläufe und entlasten das Personal.

„Mit Aquadis 44 bieten wir eine Lösung, die Leistung, geringeren

Ressourcenverbrauch und verbesserte Ergonomie in einem Gerät

vereint“, erklärt Marcus Samuelsson, Product Manager bei Getinge.

Die Markteinführung des Aquadis 44 unterstreicht Getinges

Engagement für nachhaltige Innovationen für eine bessere Gesundheit.

Getinge Deutschland GmbH

D 76437 Rastatt

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Veranstaltungen im Dezember 2025

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08.12.2025 - 12.12.2025 Training & Schulung Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in (IHK) mit Fachkundenachweis

Mikrobiol. & Zytost.-Werkb.

Veranstaltungsort: IHK Mittlerer Niederrhein, Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein

10.12.2025 - 12.12.2025 Seminar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16)

- Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

Veranstaltungen im Januar 2026

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22.01.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM

Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

27.01.2026 - 29.01.2026 Webinar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

27.01.2026 Seminar GMP-gerechte Kalibrierung

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

28.01.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

Veranstaltungen im Februar 2026

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09.02.2026 Seminar Grundlagen der Qualifizierung und Validierung von Anlagen und Prozessen

Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.

10.02.2026 Seminar Cleanroom-Event 2026: „Ein Blick hinter die Kulissen“

Veranstaltungsort: Regensburg, Veranstalter: Niotronic Hard- & Software GmbH

11.02.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat

Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH

11.02.2026 - 12.02.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche

Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG

12.02.2026 Webinar Fundamentals of Visual Inspection - Live Online Training

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

19.02.2026 - 20.02.2026 Seminar GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar

Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH

Impressum:

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366

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