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Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 12/25
Reinraumklasse 7
im Bestand
umsetzen
TITEL
Ein Praxisbeispiel für flexible und wirtschaftliche Lösungen
Reinraumklasse 7 im
Bestand umsetzen
Die Anforderungen an Reinräume in der
Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt,
Halbleiterindustrie und anderen hochsensiblen
Branchen steigen kontinuierlich.
Doch nicht jedes Unternehmen verfügt über
die Möglichkeit, neue Gebäude zu errichten
oder bestehende Räumlichkeiten aufwendig
umzubauen. Zudem ist es nachhaltiger
und wirtschaftlicher, vorhandenen Raum
umzunutzen. Hier setzt die sphairlab GmbH
an: Mit einem innovativen Reinraumkonzept,
das sich in kürzester Zeit in bestehenden
Gebäuden installieren lässt, zeigt das
Unternehmen, wie Flexibilität, Wirtschaftlichkeit
und technische Präzision vereint
werden können.
In Bergisch Gladbach entstand kürzlich
ein Reinraum der Klasse 7 nach ISO 14644-1,
der diese Prinzipien verkörpert. Zwei bisher
als Büros genutzte Räume wurden zu einem
rund 30 Quadratmeter großen Reinraum
inklusive Schleuse umgebaut. Die besondere
Herausforderung bestand darin, die
begrenzte Fläche und die niedrige Deckenhöhe
optimal zu nutzen. Dank des textilen
Reinraumzelts von sphairlab konnte der
verfügbare Platz jedoch effizient ausgenutzt
werden, ohne dass strukturelle Veränderungen
am Gebäude notwendig waren.
Die Wände und die Decke des Reinraums
bestehen aus speziellen Textilien und
transparenten Folien, die nicht nur leicht
und flexibel sind, sondern auch natürliches
Licht in den Raum lassen. Dies schafft nicht
nur eine angenehme Arbeitsatmosphäre,
sondern ermöglicht auch einen Einblick von
außen, ohne dass Besucher oder Kollegen
den Reinraum betreten oder sich einschleusen
müssen. Das technische Herzstück des
Reinraums bildet ein Lüftungssystem mit
HEPA-Filtration, das außerhalb des Raumes
positioniert ist und die gefilterte Luft
über einen textilen Quellauslass in den
Reinraum leitet. Diese Konstruktion sorgt
für eine gleichmäßige Verdrängungsströmung,
die Zugluft vermeidet und die Einhaltung
der Reinraumklasse 7 nach ISO 14644-1
garantiert.
Ein weiteres Merkmal des Reinraums ist
der Notausgang, der durch einen Reißverschluss
in der Reinraumwand umgesetzt
wurde. Diese Lösung unterstreicht die Flexibilität
des Systems und zeigt, dass auch bei
textilen Reinräumen die relevanten Sicherheitsstandards
erfüllt werden können. Der
Aufbau und die Produktion des Reinraums
erfolgte in enger Zusammenarbeit mit regionalen
Partnern aus der Städteregion Aachen
und Nordrhein-Westfalen. Innerhalb weniger
Tage war der Reinraum einsatzbereit,
sodass der Kunde, die Prothea Technologies
GmbH, die neuen Räumlichkeiten schnell
für die Produktion in der Medizintechnik
nutzen konnte.
Ein entscheidender Vorteil des sphairlab-Konzepts
liegt in der Wirtschaftlichkeit.
Traditionelle Reinräume erfordern oft hohe
Investitionen in den Neubau oder den Umbau
bestehender Gebäude. Das textile Reinraumzelt
hingegen ermöglicht die Nachrüstung
in bereits vorhandenen Räumen, ohne
dass aufwendige Baumaßnahmen notwen-
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DEZEMBER 2025
Frohe Vorweihnachtszeit – auch im Reinraum!
dig sind. Zudem ist das System modular aufgebaut, sodass der Reinraum
bei Bedarf erweitert oder an einen anderen Standort verlegt
werden kann. Diese Flexibilität ist besonders für wachsende Unternehmen
oder sich ändernde Anforderungen von großem Vorteil.
Fabian Klarner, Managing Director and VP Engineering der Prothea
Technologies GmbH, fasst die Vorteile des neuen Reinraums
zusammen: „Dank des Reinraumzelts von sphairlab konnten wir aus
zwei leeren Büros nahezu invasivlos einen Reinraum erstellen. Jeder
Millimeter unserer Fläche konnte effizient genutzt werden. Besonders
begeistert sind wir von der Flexibilität, den Reinraum später
einfach umziehen oder erweitern zu können.“ Dieses Projekt zeigt,
dass Reinräume nicht zwangsläufig teuer oder unflexibel sein müssen.
Mit innovativen Lösungen wie dem textilen Reinraumzelt von
sphairlab lassen sich auch in Bestandsgebäuden hochwertige, zertifizierte
Reinräume schaffen – schnell, wirtschaftlich und zukunftssicher.
Das Beispiel in Bergisch Gladbach demonstriert, wie moderne
Reinraumtechnologie auf die Anforderungen von Unternehmen zugeschnitten
werden kann, die auf aufwendige Umbauten oder Neubauten
verzichten möchten. Die Kombination aus textilen Materialien
und modularer Bauweise macht den Reinraum von sphairlab zu
einer attraktiven Lösung für eine Vielzahl von Branchen. Ob in der
Medizintechnik, dem Sondermaschinenbau oder der Halbleiterindustrie
– das Konzept bietet die Möglichkeit, Reinräume dort zu
etablieren, wo sie bisher aus Platz- oder Kostengünden nicht realisierbar
waren.
Für Unternehmen, die vor der Herausforderung stehen, Reinraumbedingungen
in bestehenden Gebäuden zu schaffen, bietet
das sphairlab-System eine überzeugende Alternative zu herkömmlichen
Lösungen. Es zeigt, dass Innovation und Wirtschaftlichkeit
Hand in Hand gehen können, um den wachsenden Anforderungen
an Reinräume gerecht zu werden.
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
Die Tage werden kürzer, die Lichterketten
leuchten, und überall duftet es nach Plätzchen.
Doch während andere sich auf die Feiertage
vorbereiten, bleibt im Reinraum alles präzise,
kontrolliert und sauber.
In dieser Ausgabe unseres Newsletters werfen
wir einen Blick auf die neuesten Entwicklungen,
Standards und Innovationen rund um Reinraumtechnik.
Von kreativen Architekturvorschlägen,
effizienten Filterlösungen bis zu digitalen
Monitoring-Systemen – damit Ihr Reinraum auch
im neuen Jahr auf dem neuesten Stand ist und Sie
entspannt ins Jahr 2026 starten können.
> Reinraumklasse 7 im Bestand umsetzen
> Ein Gespräch über Architektur, Industrie
und Mehrwert
> Automatisiertes Reinraum-Monitoring in der
pharmazeutischen Produktion
> So lassen sich moderne Reinräume sicher
und effizient realisieren
> Wenn die Verpackung zur Gretchenfrage wird
> Definiert saubere Oberflächen als
Dienstleistung vom Anlagenhersteller
> Pulverlacke für die Hightech-Arbeitswelt
der Zukunft
> . . .
Mit freundlichem Gruß
sphairlab GmbH
Abteilung sphairlab
Merzbrück 212
D 52146 Würselen
Telefon: +49 163 2518059
eMail: info@sphairlab.com
Internet: http://www.sphairlab.com
Reinhold Schuster
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Ein Gespräch über
Architektur, Industrie und Mehrwert
Mehr als nur
ein Reinraum
Foto: Vincent Rieger, München
Industriebauten werden heute häufig als rein
technische Funktionshüllen verstanden – eine
Domäne der Ingenieure. Dabei haben Architekten
wie Walter Gropius, Giles Gilbert Scott oder
die Planer der Zeche Zollverein einst gezeigt,
welch ikonische Kraft in Industriearchitektur
liegen kann.
Jakob Bader
Dipl.-Ing. univ. Architekt
Foto: Daniel Ingold, München
Im Münchner Süden erlebt die Luft- und
Raumfahrtszene seit einigen Jahren einen
dynamischen Aufschwung. Hier entschied sich
2023 das Satelliten-Startup Reflex Aerospace,
seine Produktion aufzubauen – und suchte
dafür nicht nur technische Kompetenz, sondern
auch architektonisches Gespür.
Wir sprechen mit Jakob Bader, dem Architekten
des Projekts, über Reinräume, industrielle
Atmosphären und darüber, warum auch
Produktionsstätten Lebensorte sind.
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Seite 4/75
Fotos: Vincent Rieger, München
RO: Herr Bader, Reflex Aerospace ist ein junges Hightech-
Unternehmen. Wie kam es dazu, dass ein klassisches
Architekturbüro – Ihres – beauftragt wurde, eine
industrielle Satellitenmanufaktur zu gestalten?
Bader: Das Startup wollte nicht nur einen funktionierenden Reinraum,
sondern einen Standort, der den eigenen Qualitätsanspruch sichtbar macht.
Unsere Aufgabe war, eine leerstehende Industriehalle auf dem IABG-
Gelände in Ottobrunn zu transformieren – entrümpeln, strukturieren und
einen maßgeschneiderten Reinraum darin errichten. Dass dies nicht nur
technisch, sondern auch architektonisch gedacht werden sollte, war für den
Auftraggeber entscheidend.
RO: Den Reinraum selbst hat Petek Reinraumtechnik gebaut.
Wie sah die Zusammenarbeit aus?
Bader: Petek baut seit Jahrzehnten Reinräume und arbeitet mit einem sehr
überzeugenden Konzept: Ein eigenständiger Stahlbau wird errichtet,
darunter befindet sich eine durchgängige Installationsebene für Lüftung,
Klima und Elektrik. Darunter wiederum hängt der Reinraum als
eigenständige Paneelkonstruktion.
Für uns Architekten eröffnet diese Struktur enorme gestalterische und
funktionale Möglichkeiten – insbesondere die vollständig begehbare obere
Ebene, die standardmäßig nur der Technik vorbehalten wäre.
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RO: Sie haben dieses Potenzial stärker genutzt, als es üblich ist.
Was war Ihr Ansatz?
Bader: Ich habe von Anfang an gesehen, dass der Stahlbau mehr kann als
nur Technik tragen. Gemeinsam mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht
haben wir ausgelotet, wie wir diese Ebene rechtssicher für weitere Zwecke
erschließen können. So entstand ein Grundriss mit zwei entgegengesetzten
Fluchttüren und zwei bequemen Treppenläufen. Dadurch wurde die obere
Ebene zu einer vollwertigen Galerie.
RO: Und auf dieser Galerie befindet sich nun
ein Aufenthaltsbereich?
Bader: Genau. Neben einem Materiallager haben wir dort eine Teeküche mit
Sitzbereich eingerichtet – ein gemütlicher, fast wohnlicher Ort. Das ist kein
ständiger Arbeitsplatz, deshalb waren die Anforderungen moderater, und
die lichte Höhe konnte zugunsten des Reinraums gering gehalten werden.
Gleichzeitig sorgt eine große, wasserdicht verschweißte PU-Wanne dafür,
dass keine Flüssigkeiten in den Reinraum gelangen können. Sicherheit und
Atmosphäre schließen sich nicht aus.
RO: Lassen Sie uns über die bestehende Halle sprechen.
Welche Rolle spielte sie für den Entwurf?
Bader: Eine große Rolle. Die Halle ist ein 6 m hoher, kathedralenartiger
Raum aus den frühen 1980er-Jahren, mit Milchglasbändern, feuerroten
Fenstern und Türen, schilfgrünen Stahlbauteilen und rohem Beton. Diese
Farben und Materialien sind wertvoll. Der Reinraum wirkt darin wie ein
weißer, hell leuchtender Solitär – fast wie ein Raumschiff im Hangar.
Wir haben ihn exakt in den Bestand eingepasst, ohne einen Quadratmeter
zu verschenken. Seine Autarkie – also das eigene Tragsystem – sorgt zudem
dafür, dass keine Schwingungen übertragen werden.
RO: Neben Architektur und Industrie sprechen Sie auch
von „Mehrwerten“. Was bedeutet das konkret?
Bader: Mehrwert entsteht, wenn Architektur über die bloße Erfüllung
von Funktionen hinausgeht:
– Die technische Struktur wurde maximal ausgenutzt – eben
zweigeschossig statt eingeschossig.
– Die vorhandene Buntheit des Bestands wurde nicht kaschiert,
sondern als schöner Kontrast genutzt.
– Jeder Bereich wurde so dimensioniert und angeordnet,
dass er funktional und atmosphärisch Sinn ergibt.
– Und am Ende ist das Ergebnis nicht nur effizient, sondern
auch schön. Das ist Mehrwert, den Architektur schaffen kann.
RO: Sie vertreten die Einstellung, dass auch Reinräume
und Industriehallen Lebensorte sind. Was meinen Sie damit?
Bader: Menschen verbringen dort einen Großteil ihres Tages. Diese Räume
prägen Stimmung, Leistungsfähigkeit und Identifikation mit dem
Unternehmen. Deshalb sollte man sie nicht auf technische Standards
reduzieren. Warum sollten nur Wohnungen, Museen oder Restaurants
schön sein? Gerade Arbeitsräume müssen inspirieren und Kraft geben.
Gute Architektur stärkt auch Arbeitgeberattraktivität und Unternehmensidentität.
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Foto: Vincent Rieger, München
RO: Zum Schluss: Hat Reflex Aerospace aus Ihrer Sicht
die richtige Entscheidung getroffen?
Bader: Unbedingt. Das Unternehmen präsentiert sich nun in Bayern mit
einer Anlage, die nicht nur hervorragend funktioniert, sondern auch
den Anspruch und die Haltung des Unternehmens sichtbar macht.
Das ist ein starkes Statement – nach innen wie nach außen.
Das Projekt in Ottobrunn zeigt exemplarisch, wie fruchtbar
die Zusammenarbeit zwischen Hightech-Industrie und
Architektur sein kann. Wo andere ein reines Funktionsgebäude
errichten würden, ist ein Ort entstanden, der
Technik, Gestaltung und Menschlichkeit verbindet – ein
moderner Lebens- und Arbeitsraum im besten Sinne.
Jakob Bader, Dipl.-Ing. univ. Architekt
Jakob Bader Architektur JBA, München
architektur@jakobbader.de
www.jakobbader.de
Architekturfotografie
Vincent Rieger, München
kontakt@vincentrieger.com
www.vincentrieger.com
Foto: Vincent Rieger, München
Foto: Vincent Rieger, München
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Seite 7/75
Automatisiertes Reinraum-Monitoring
in der pharmazeutischen Produktion
Bei der sterilen Herstellung von Pharmazeutika ist die Qualität des Reinraums
ausschlaggebend und muss daher permanent überwacht werden. Neben der Partikel-
steht dabei vor allem die Keimzahlmessung im Vordergrund. Neue, automatisierte
Systeme reduzieren nicht nur das Kontaminationsrisiko. Sie sorgen
auch für eine höhere Produktivität dank geringerer manueller Eingriffe, wie ein
Modernisierungsprojekt von Syntegon bei einem internationalen Kunden zeigt.
Um die Qualität parenteraler Pharmazeutika
zu gewährleisten, sind robuste sterile
Prozesse erforderlich. Bestimmt werden
diese unter anderem durch die Qualität der
Produktionsumgebung. Prozessschritte, bei
denen das sterile Arzneimittel, seine Bestandteile
sowie die Behältnisse, Träger und
Komponenten aseptisch verarbeitet werden
sollen, erfordern eine Reinraumumgebung,
die in ISO-Standards und Regularien wie
dem EU GMP Annex 1 oder der FDA GMP-
Guidance genau beschrieben ist. Um eine
bestimmte Reinraumklasse zu erreichen,
sind Kriterien zur Partikelkonzentration und
-größe vorgegeben.
Partikel- und Keimzahlmessung
Für eine stabile Qualität der Produktionsumgebung
müssen eine kontrollierte Temperatur
und Feuchte, ein kontinuierlicher
Luftaustausch, eine definierte Strömung
und ein geregelter Überdruck gegenüber
der Umgebung niedrigerer Reinraumklassen
gegeben sein. Doch selbst wenn diese
Voraussetzungen alle erfüllt sind, muss die
Reinraumqualität permanent überwacht
werden. Nur so lässt sich sicherstellen, dass
Abweichungen früh genug erkannt werden.
Partikelmessungen lassen sich mittels physikalischer
Messtechnik durchführen, die
Größe und Anzahl pro Volumenelement
zuverlässig ausgeben und bei einer Über-
Im Kontext des EU GMP Annex 1 hat das Reinraum-Monitoring weiter an
Bedeutung gewonnen. © Syntegon
schreitung definierter Grenzwerte warnen
oder die Produktion unterbrechen können.
Bei Keimen ist das komplizierter: Einzelne
Keime sind zu klein, um sie in einem
mikroskopischen Verfahren in Echtzeit
zu detektieren und von nicht keimfähigen
Partikeln zu unterscheiden. Hingegen sind
Kolonien von Keimen auf einem geeigneten
Nährmedium zählbar und identifizierbar.
Die Keimzahl lässt sich dabei aktiv und passiv
feststellen. Bei der aktiven Probennahme
wird kontinuierlich oder phasenweise
ein definiertes Volumen der Reinraumluft
entnommen und über ein Nährmedium geleitet.
Bei der passiven Keimzahlsammlung
werden Nährmedien an entscheidenden
Stellen des Produktionsprozesses offen der
Reinraumluft exponiert und mittels Nährmediumsplatten
die Sedimentationsrate
von lebensfähigen Keimen pro Zeiteinheit
gemessen.
Herausforderung Sedimentationsplatten
Allein schon die Positionierung der für das
passive Keimzahlmonitoring erforderlichen
Nährmediumsplatten – in der pharmazeutischen
Industrie besser bekannt als Sedimentationsplatten
– birgt einige Herausforderungen:
Sie sollen sich in der Nähe
wichtiger Prozessschritte, wie etwa dem
Füllen, befinden. Gleichzeitig dürfen sie
den Zugang zu technischen Einrichtungen
nicht behindern, die manuelles Auf- oder
Umrüsten sowie die manuelle Justierung
erfordern. Am besten platziert sind die Sedimentationsplatten
auf Höhe des Produkts.
So können Keime aus der vorbeigeführten
Luft aerodynamisch mit dem Nährmedium
in Kontakt kommen.
Erschwerend kommt hinzu, dass der
Annex 1 den Austausch dieser Sedimentationsplatten
nach spätestens vier Stunden
vorschreibt – ein Prozess, der bisher mit
manuellen Eingriffen durch das Bedienpersonal
in die pharmazeutische Prozesszone
verbunden war. Im Füll- und Verschließprozess
von Injektionslösungen sind Restricted
Access Barrier Systems (RABS) und Isolatoren
üblich, die für den Austausch der Nährmedien
über Handschuheingriffe verfügen.
Doch diese Handschuhe müssen vor und
nach jedem Eingriff auf Dichtigkeit überprüft
werden. Der gesamte Prozess kann bis
zu einer Stunde dauern und führt, gerade
bei längeren Produktionskampagnen oder
kostenintensiven Medikamenten, zu einem
wirtschaftlich relevanten Umsatzverlust.
Höhere Effizienz in der Produktion
Abhilfe schaffen hier automatisierte Sedimentationsplatten-Wechsler:
Ohne
menschliche Eingriffe werden die Sedimentationsplatten
nach den vorgeschriebenen
vier Stunden automatisch ausgetauscht.
Dies ist vor allem für Abfülllinien
mit längeren Chargenzeiten ein großer Produktivitätsgewinn,
etwa bei der Herstellung
von Insulin, Impfstoffen oder Heparinen,
die üblicherweise über mehrere Tage hinweg
verarbeitet werden. Der Einsatz dieser
Wechsler ist aber auch bei kürzeren Chargen
sinnvoll, da die Zahl der Handschuheingriffe
für Routinezwecke generell reduziert
wird.
Um diese Systeme auch auf existierenden
Linien nachrüsten zu können, sind
sie kompakt gestaltet und kommen ohne
größere Durchbrüche in die Maschinengrundplatte
aus. Benötigt werden lediglich
eine Stromzufuhr und eine Datenanbindung.
Gerade bei Bestandslinien ist es
wichtig, dass die Wechselsysteme mit den
dort etablierten Sedimentationsplatten an
den bereits definierten Positionen verwendet
werden können. Dies setzt in manchen
Fällen auch die Verarbeitung von Sedimen-
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Stunden lang in der Anlage verbleiben können.
Das entspricht insgesamt zwischen 60
und 80 manuellen Eingriffen pro Charge.
Das Bedienpersonal benötigte zuvor rund
20 Minuten, um die Sedimentationsplatten
an den sieben Positionen auszutauschen.
Entsprechend musste die Produktion pro
Charge für etwa drei Stunden unterbrochen
werden. Somit spart der automatische SPC
2000 rund drei Stunden wertvolle Produktionszeit
und reduziert die manuellen Eingriffe
pro Charge erheblich.
Der kompakte SPC lässt sich nahtlos
in Maschinen von Syntegon sowie von Drittanbietern integrieren. © Syntegon
Auf dem Weg in eine automatisierte,
Annex 1-konforme Zukunft
Der neue Settle Plate Changer SPC 2000
von Syntegon automatisiert das passive
Keimzahlmonitoring. © Syntegon
tationsplatten mit verriegelbaren Deckeln
voraus. Eine Ergänzung durch einen Data-
Matrix-Code-Leser, der die individuelle Seriennummer
der exponierten Platte mit dem
Zeitraum der Exposition kombiniert, bietet
sich für einen automatisierten Workflow
sowie für die Rückverfolgbarkeit, lückenlose
Dokumentation und fehlerfreie Auswertung
der Nährmedien zusätzlich an.
Praxisbeispiel: SPC von Syntegon
Die im Markt verfügbaren Systeme können
im Magazin bis zu sechs beziehungsweise
zwölf Petrischalen fassen – und damit
maximal 24 beziehungsweise 48 Stunden
Produktion ohne weiteren Eingriff bis zum
Magazinwechsel abdecken. Das trifft auch
auf den neuen Settle Plate Changer (SPC)
von Syntegon zu, der erstmals auf der Achema
im Juni 2024 vorgestellt wurde und kurz
darauf bereits den Deutschen Verpackungspreis
gewann. Der SPC automatisiert den
Austausch der Sedimentationsplatten und
ist sowohl mit dem Erwerb einer Neumaschine
als auch in Form einer Nachrüstung
für bestehende Anlagen erhältlich. Diese
Option wählte kürzlich eine internationale
Contract Development and Manufacturing
Organization (CDMO).
Der Kunde entschied sich für sieben SPC
2000 Einheiten für die Nachrüstung einer
bestehenden RABS-Anlage sowie für eine
weitere eigenständige Einheit zur Überwachung
des umgebenden Reinraums der
Klasse B. Im Zuge der Automatisierung
dieser Prozesse stellte das Unternehmen
außerdem von nicht verschließbaren auf
verschließbare Sedimentationsplatten um.
Derzeit ist der SPC 2000 von Syntegon die
einzige auf dem Markt erhältliche Lösung,
die die Deckel der Sedimentationsplatten
vollautomatisch ver- und entriegelt. Darüber
hinaus sorgen Data-Matrix-Codes
auf den Sedimentationsplatten für mehr
Prozesssicherheit und Rückverfolgbarkeit.
Sie werden automatisch gescannt und die
Daten direkt an das Laborinformations- und
Managementsystem (LIMS) übertragen.
Höhere Produktivität, weniger manuelle
Intervention
Zu den Zielen des Modernisierungsprojekts
gehörten die Erhöhung der Prozesssicherheit
durch automatische Handhabung sowie
die Eliminierung von Fehlerquellen
durch geringere manuelle Eingriffe. Vor allem
aber spielte die Leistungssteigerung in
einem wettbewerbsintensiven Markt eine
wichtige Rolle. Um diese Ziele zu erreichen,
entwickelten die Syntegon-Experten
zunächst ein Mock-up der bestehenden
Abfüllanlage beim Kunden und führten anschließend
eine detaillierte Berechnung der
potenziellen Produktivitätssteigerungen
durch. Bereits während der Entwicklung
des SPC zeigten interne Berechnungen,
dass die Anlagenverfügbarkeit je nach Auslastung
und Anzahl der Positionen innerhalb
der Maschine um bis zu 300 Stunden
pro Jahr gesteigert werden kann.
In diesem konkreten Kundenprojekt beträgt
die Dauer einer Charge bis zu 36 Stunden.
Dabei sind pro Charge neun Wechsel
der Sedimentationsplatten erforderlich, da
diese gemäß den Vorschriften maximal vier
Neben signifikanten Vorteilen für die Produktivität
erfüllt der SPC eine weitere
wichtige Anforderung: Sie macht die Abfüllanlage
Annex 1-konform. Obwohl es
sich um eine EU-Richtlinie handelt, hat das
Dokument Auswirkungen auf die globale
Pharmaindustrie, da die Spezifikationen
die Herstellungsprozesse aller in die EU
importierten Arzneimittel betreffen. Daher
ist die Einhaltung dieser Vorschriften auch
für den asiatischen Kunden relevant, der
flüssige Pharmazeutika für globale Kunden
und Märkte abfüllt. Das zweite Kapitel des
Annex 1 hebt unter dem Schlagwort „appropriate
technologies“ die Automatisierung
sowie Robotersysteme zur Einhaltung der
Sterilität hervor. Mit dem SPC lassen sich
manuelle Eingriffe in die Prozesszone für
das Reinraum-Monitoring um bis zu 80 Prozent
verringern und reduzieren somit das
Kontaminationsrisiko auf ein Minimum.
Die regulatorischen Anforderungen
machen es deutlich: Die pharmazeutische
Industrie muss und wird sich immer stärker
hin zu automatisierten Prozessen verändern.
Dies betrifft sowohl die Produktionsschritte
an sich als auch das passive
Keimzahlmonitoring im Reinraum. Weniger
manuelle (Handschuh-)eingriffe senken das
Kontaminationsrisiko. Zusammen mit einer
besseren Rückverfolgbarkeit und Datenkonsistenz
bei Probenahmen lässt sich so eine
deutlich höhere Qualität des Reinraum-Monitorings
erzielen. Die Steigerung der Produktivität
ist für pharmazeutische Hersteller
in einem kostensensitiven Markt ein weiteres
gewichtiges Argument – und wird Schritt
für Schritt den Weg von konventionellen hin
zu automatisierten Systemen ebnen.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
Telefon: +49 7951 4020
D 74654 Crailsheim
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 12-2025
Seite 9/75
Umbau der Energiezuführung durch eine reinraumtaugliche Energiekette mit Einhausung.
Modernisierung von drei
Brückenkrananlagen bei
der IABG in Rekordzeit
Modernisierte Krananlage
Die Altmann GmbH hat die Modernisierung von drei Brückenkrananlagen im
Raumfahrttestzentrum der IABG-Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH
in Ottobrunn erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, die Anlagenverfügbarkeit
zu erhöhen, den betrieblichen Materialfluss unter ISO-8-Reinraumbedingungen
abzusichern und die Krananlagen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen
– und das innerhalb eines Projektzeitraums von nur vier Wochen.
Ausgangslage
Die drei Krananlagen stammten aus den
1980er-Jahren und waren mit Gleichstrommotoren
und Kabelschleppen ausgestattet.
Die Krane dienen dem innerbetrieblichen
Transport von Raumfahrt- und Industrieprüflingen
sowie IABG-Material, teilweise
in hochsensiblen Reinraumumgebungen.
Umfang der Modernisierung
Die Altmann GmbH realisierte eine vollständige
technische Erneuerung der Anlagen:
– Antriebstechnik: Austausch aller
Kran-, Katz- und Hubmotoren durch
moderne, frequenzgeregelte Antriebe
– Integration: Konstruktion und Fertigung
passgenauer Adapterstücke zur
Einbindung der neuen Motoren
– Steuerungstechnik: Komplette
Umrüstung der Schaltschränke auf die
neueste Steuerungsgeneration
– Bedienung: Installation einer modernen
Funkfernsteuerung für mehr Flexibilität
und Sicherheit
– Energiezuführung: Einbau reinraumtauglicher
Energieketten mit Einhausung
– Sicherheit & Präzision: Einbau von Laserdistanzsensoren
für Vor- und
Endabschaltung der Kranfahrt
Besondere Herausforderung: Zeit
Der gesamte Projektumfang – von Demontage,
Vermessung, Konstruktion der Adapterstücke,
Fertigung, Montage bis zur Inbetriebnahme
– wurde in nur vier Wochen
umgesetzt. Dies ermöglichte einen nahezu
unterbrechungsfreien Betrieb im IABG-
Raumfahrttestzentrum.
Statement
„Dieses Projekt zeigt, wie leistungsfähig und
flexibel wir auch bei komplexen Modernisierungen
im laufenden Betrieb agieren
können.
Die Kombination aus modernster Steuerungs-
und Antriebstechnik, reinraumtauglicher
Energieführung und Laserpräzision
bringt die Krananlagen der IABG auf
Umrüstung der Schaltschränke
auf die neueste
Steuerungsgeneration.
den neuesten Stand und sichert deren Verfügbarkeit
für viele Jahre.“
Robert Altmann
Geschäftsführer - Altmann GmbH
Langjährige Partnerschaft
Die Altmann GmbH war bereits zuvor mit
mehreren Kranprojekten bei der IABG beauftragt.
Das aktuelle Projekt bestätigt die enge
Zusammenarbeit und das Vertrauen in die
Kompetenz von Altmann bei der Modernisierung
hochanspruchsvoller Krananlagen.
ALTMANN GmbH
Oberdieberg 23-25
D 83544 Albaching
Telefon: +49 8076 88790
eMail: info@altmann-foerdertechnik.de
Internet: http://www.altmann-foerdertechnik.de
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Flexible Raumlösungen für anspruchsvolle Fertigungsumgebungen
So lassen sich moderne Reinräume
sicher und effizient realisieren
Modulare, begehbare Reinräume bieten Unternehmen eine praxisgerechte und wirtschaftliche Lösung, um höchsten
Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit, Bewegungsfreiheit und Anpassungsfähigkeit gerecht zu werden. Besonders in
sensiblen Branchen wie der Halbleiterfertigung, Medizintechnik oder optischen Industrie spielen solche Raumlösungen
eine zentrale Rolle für die Qualitätssicherung und Prozessstabilität.
Mit steigender Produktkomplexität und zunehmendem Qualitätsanspruch
in immer mehr Industriezweigen wächst auch der Bedarf
an kontrollierten Fertigungsumgebungen, in denen Partikelkonzentration
und Umgebungsbedingungen exakt reguliert werden können.
Zugleich verändern sich die Anforderungen hinsichtlich der
Gestaltung dieser Reinräume. Neben maximaler Sauberkeit stehen
heute Flexibilität und Wirtschaftlichkeit im Fokus. Statt großflächiger,
fest installierter Reinräume suchen Unternehmen vermehrt
kompakte Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen
integrieren lassen – etwa als modulare Einheiten mit
einer Grundfläche von 2 x 2 oder 6 x 6 Metern. Diese kleinen, begehbaren
Reinräume eignen sich besonders als nachträgliche Einbauten
oder Erweiterungen und bieten einen hohen Grad an Anpassungsfähigkeit.
Dabei beschreibt die Bezeichnung „begehbarer
Reinraum“ eine vollständig geschlossene Raumlösung, die betreten
werden kann – im Gegensatz zu offenen Laminar-Flow-Systemen
oder zeltartigen Systemen. Ein wichtiger Aspekt bei der praktischen
Umsetzung solcher Reinraumlösungen ist der einfache Zugang zu
technischen Komponenten für Wartungs- und Servicearbeiten.
Denn Filter, Leuchten und weitere Deckenkomponenten müssen
beispielsweise in gewissen Abständen überprüft und gegebenenfalls
ausgetauscht werden. Daher sind sie idealerweise von oben zugänglich
– über eine begehbare Decke. Modular aufgebaute Systeme aus
Aluminiumprofilen bieten eine geeignete Basis für die Konstruktion
von Reinräumen: Sie kombinieren Stabilität und Sicherheit mit hoher
Variabilität und ermöglichen zugleich eine einfache Montage
und Erweiterung.
Um den steigenden Anforderungen in der Reinraumtechnik
gerecht zu werden, bieten sich modulare Systembaukästen an,
die sich flexibel erweitern und anpassen lassen.
Anforderungen an moderne Reinräume
Die Anforderungen an Reinräume variieren je nach Branche, dienen
jedoch immer dem Ziel, die Herstellung unter kontrollierten Bedingungen
zu gewährleisten, um Produkte vor Kontamination zu schützen
und die Prozesssicherheit zu erhöhen. Besonders hohe Anforderungen
gelten in der Halbleiterindustrie, der Medizintechnik sowie
bei der Herstellung von optischen Produkten. In der Halbleiterindustrie
sind beispielsweise metallische Verunreinigungen – insbesondere
durch Zink – strikt zu vermeiden. Auch Materialien mit
hoher Ausgasung, wie PVC oder bestimmte Silikone, sind kritisch,
da selbst kleinste Partikel oder Moleküle empfindliche Elektronikkomponenten
stören können. Die Anforderungen an die Luftreinheit
sind hier besonders hoch, oftmals im Bereich der ISO-Klassen 1
bis 5. In der Medizintechnik und pharmazeutischen Produktion hingegen
liegt der Fokus stärker auf mikrobiologischer Reinheit. Hier
gelten die GMP-Vorgaben (GMP = Good Manufacturing Practice),
die unter anderem regelmäßige Nachweise zur Keimfreiheit vorschreiben.
Auch die Reinigbarkeit der Oberflächen ist ein entschei-
Vor allem kleine, begehbare Reinräume sind ideal
in bestehende Produktionsumgebungen integrierbar.
dendes Kriterium – insbesondere dort, wo mit Isopropanol oder anderen
aggressiven Reinigern gearbeitet wird. Die optische Industrie
stellt wiederum andere Anforderungen: Neben der Luftreinheit ist
hier oft auch die Beleuchtung ein zentrales Thema, insbesondere
bei manuellen Fertigungsschritten oder in der Qualitätssicherung.
Gleichmäßige, schattenfreie Ausleuchtung ist notwendig, um feinste
Details erkennen zu können. Ein zentraler Aspekt in allen Branchen
ist die Erzielung einer optimalen Luftströmung: Der Partikelfluss
muss gezielt aus dem Prozessbereich herausgeführt werden,
weshalb eine durchdachte Anordnung der Filter-Fan-Units (FFUs)
erforderlich ist. Moderne Reinräume sollen sich zudem leicht an
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veränderte Anforderungen anpassen lassen. Flexibilität und Modularität
sind daher essenzielle Kriterien.
Lösungsmöglichkeiten im modularen Systembau
Um den steigenden Anforderungen in der Reinraumtechnik gerecht
zu werden, bieten sich modulare Systembaukästen an. Konstruktionen
auf Basis von Aluminiumprofilen wie die von item haben sich
dabei als besonders flexibel und praxistauglich erwiesen. Sie lassen
sich individuell anpassen und nachträglich erweitern, bei Bedarf
aber auch demontieren und neu konfigurieren – ein klarer Vorteil
gegenüber starren, konventionellen Bauweisen. Vor allem kleine,
begehbare Reinräume sind ideal in bestehende Produktionsumgebungen
integrierbar. Sie dienen der gezielten Abschottung sensibler
Prozesse. Oftmals müssen diese Räume auch einen Zugang zu den
an der Decke installierten FFUs und Beleuchtungen ermöglichen –
beispielsweise zum Wechsel von Leuchtmitteln, zu Wartungszwecken
und zum Austauschen von Filtern. Die Integration wartungsbegehbarer
Decken ist deshalb häufig Bestandteil des Konzepts.
Stabil, sicher, begehbar – was Reinraumdecken leisten müssen
Gerade bei kompakten, modular aufgebauten Reinräumen bietet
eine begehbare Decke die nötige Zugänglichkeit, ohne den laufenden
Betrieb im Inneren zu stören. Zur Umsetzung stehen grundsätzlich
drei Varianten zur Verfügung: freitragend, abgehängt oder mit
Säulen gestützt. Während freitragende Decken ohne zusätzliche
Stützen auskommen und einen ununterbrochenen Arbeitsbereich
ermöglichen, wird bei größeren Einheiten häufig die abgehängte
Variante gewählt. Hierbei wird die Decke an bestehenden Hallenstrukturen
befestigt, um die Durchbiegung zu minimieren. Auf
säulengestützte Konstruktionen wird dagegen meist verzichtet, da
sie die Bewegungsfreiheit im Raum einschränken und den Produktionsfluss
behindern können.
Das Profil X 8 240x40 1NO von item gewährleistet ähnlich
wie ein Doppel-T-Träger im Stahlbau eine minimale
Durchbiegung der Decken.
Die LED-Einlegeleuchte 1200x300 wurde speziell für den Einsatz
in Rasterdecken von Reinräumen entwickelt und sorgt für eine
homogene Lichtverteilung sowie blendfreie Ausleuchtung.
Die Doppelflügeltür 8 bietet sich anj, wenn im Reinraum
breite oder besonders hohe Durchgänge erforderlich sind.
Mit dem umfangreichen Portfolio ermöglicht item
individuelle Konstruktionen für zahlreichen Anwendungen im Reinraum.
Der Sockelstellfuß ermöglicht eine präzise Nivellierung
und sorgt für eine stabile Bodenverankerung.
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Die technische Umsetzung solcher Deckenlösungen ist anspruchsvoll
– insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Normenkonformität.
Zu berücksichtigen ist vor allem die Norm DIN
EN 1991 für Einwirkungen auf Tragwerke. Um Planern die nötige
Sicherheit zu geben, hat item einen eigenen Leitfaden entwickelt,
der auf realen Belastungstests und statischen Berechnungen
basiert. Dabei wurden typische Szenarien berücksichtigt –
etwa der Einsatz mehrerer FFUs in Kombination mit zwei Personen
auf der Decke. Als Trägerprofil wurde das Profil X 8 240x40
1NO gewählt, das ähnlich wie ein Doppel-T-Träger im Stahlbau
eine minimale Durchbiegung der Decken gewährleistet – auch
bei großer Spannweite. Auch die senkrechten Wände halten der
Belastung stand, ebenso wie die Schraubverbindungen. Für die
Konstruktion von zu Wartungszwecken begehbaren Deckenfeldern
ist die DIN EN 1991-1-1 maßgebend. Sie schreibt vor, dass zu
Wartungszwecken begehbare Decken einer Mindestbelastung
von 1.000 N standhalten müssen. Die Deckenfelder aus item
Komponenten wurden in zwei Versuchsreihen geprüft und hielten
sogar Belastungen von bis zu 2.000 N stand. „Mit unserem
Leitfaden bieten wir dem Konstrukteur die nötige Sicherheit“,
erklärt Kevin Haas, Produktmanager Reinraum bei item. „Wenn
er sich an die Vorgaben hält, kann er sicher sein, dass die Decke
entsprechenden Belastungen standhält, und muss keinen
zusätzlichen Aufwand für eigene Statikprüfungen betreiben.“
Neben den konstruktiven Vorgaben kommt es auf den gezielten
Einsatz geeigneter Komponenten an. So stehen bei item für die
Konstruktion der Deckenfelder entsprechende Einfasssysteme
und robustes Verbundmaterial zur Verfügung, die als Systemlösung
Deckenfelder mit hoher Tragfähigkeit ergeben.
Passende Komponenten für individuelle Reinraumlösungen
Besonders entscheidend für den Aufbau eines funktionalen
Reinraums sind geprüfte Komponenten, die sowohl technisch
als auch hygienisch überzeugen. Ein Beispiel ist die Einlegeleuchte
LED 1200x300 von item, die speziell für den Einsatz
in Rasterdecken von Reinräumen entwickelt wurde. Eine opalisierte
Kunststoffscheibe sorgt für eine homogene Lichtverteilung
und blendfreie Ausleuchtung. Die Leuchte erfüllt die
Anforderungen der DIN EN ISO 14644-1 und ist für Nassreinigung
geeignet. Verwendet werden silikonfreie, ausgasungsarme
Materialien und antibakterielle Dicht- und Klebstoffe – ideal für
sensible Produktionsbereiche in Medizintechnik, Pharma oder
Halbleiterfertigung. Ein weiteres praxisnahes Detail ist der Sockelstellfuß,
der eine präzise Nivellierung ermöglicht und für
eine stabile Bodenverankerung sorgt – ein entscheidender Vorteil
bei freistehenden Raumstrukturen. Darüber hinaus bietet
item mit der Doppelflügeltür 8 eine Lösung für Anwendungen,
bei denen breite oder besonders hohe Durchgänge erforderlich
sind, beispielsweise für den Transport großer Bauteile oder
Anlagen. Die Tür basiert auf dem bewährten Systembaukasten
und lässt sich in individuellen Abmessungen realisieren. Je nach
Bedarf kann nur ein Flügel oder beide Flügel geöffnet werden.
„Unsere Kunden schätzen, dass sie auf ein durchgängiges, geprüftes
System zurückgreifen können – ganz gleich, ob sie einen
kleinen Prüfraum oder eine komplexe Reinraumstruktur realisieren
möchten“, fasst Kevin Haas zusammen. Mit ihrem breiten
Komponentenportfolio bietet item damit nicht nur technologische
Vielfalt, sondern auch Investitionssicherheit: Alle Bauteile
sind systemkompatibel sowie langlebig und lassen sich flexibel
an wechselnde und stetig steigende Anforderungen anpassen.
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Neue Website:
hydroflex-group.com
item Industrietechnik GmbH
D 42699 Solingen
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Seite 13/75
A member of Dastex Group
Nachhaltige Pharmaindustrie
mit Sterilisatoren
Nachhaltigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der
streng regulierten Pharmaindustrie zu vereinbaren, ist
eine große Herausforderung. Dieser stellt sich Syntegon
als strategischer Partner gemeinsam mit Kunden – und mit
technologischen Innovationen, die ihnen helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele
zu erreichen, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.
Diesen Ansatz verkörpert beispielsweise der HWBV-Sterilisator
der Syntegon-Tochter SBM Schoeller-Bleckmann Medizintechnik.
Pharmazeutische Hersteller setzen das Heißwasserberieselungsverfahren
zum Beispiel für die Sterilisation von befüllten Kunststoffoder
Glasbehältnissen wie Arzneimittelflaschen oder Ampullen ein.
Herausforderung: hoher Energiebedarf
beim Sterilisationsprozess
Der Prozess ist energieintensiv: Wasser wird auf rund 121 Grad Celsius
erhitzt, berieselt die Behältnisse und wird anschließend wieder
abgekühlt. Das Zirkulationswasser macht typischerweise 40 Prozent
der Energiebilanz des gesamten Prozesses aus – eine signifikante
Kosten- und Emissionsquelle für Pharmaunternehmen.
Mit gezielten Optimierungen am HWBV-Sterilisator von SBM
Schoeller-Bleckmann Medizintechnik reduzieren Kunden ihren
Verbrauch von Energie und Wasser – und senken damit ihre Betriebskosten.
Das Prinzip ist simpel und effektiv: Weniger Prozesswasser-Volumenstrom
in den Pumpen bedeutet geringeren
Stromverbrauch. Zusätzlich sorgen neu entwickelte Verteiler- und
Produkttassen für eine bessere Filmabdeckung der Behältnisse und
optimieren dadurch die Wärmeübertragung.
Innovation mit messbarem Effekt
Durch die reduzierte Wassermenge und deren effizientere Nutzung
lassen sich wiederum Pumpe, Wärmetauscher und Leitungen kleiner
dimensionieren, was zusätzliche Senkungen des Wasserbedarfs
mit sich bringt. Mit diesem verbesserten Design, das zusätzlich an
individuelle Produkte angepasst werden kann, lassen sich teilweise
sogar Prozesszeiten reduzieren. Dank modernster Simulationsmethoden
(CFD) und umfangreichen Versuchsreihen erzielen die zahlreichen
technischen Optimierungen beachtliche Ergebnisse:
– Bis zu 20 % weniger Prozesswasserbedarf für die Sterilisation
– Bis zu 10 % weniger CO2-Emissionen und Energiekosten
– Bis zu 7 % Verkürzung von Prozesszeiten in Heizund
Abkühlphase
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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Wissenschaftliche Innovation vorantreiben
Das innovativste Forschungsund
Entwicklungszentrum
der Schweiz | pRED
Anwendung
Mit dem neuen pRED Center in Basel schafft Roche ein hochmodernes
Umfeld für zukunftsweisende Forschung und Entwicklung. Ziel
des Projekts war es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken
und optimale Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Innovation
zu schaffen. Die flexibel gestalteten Labor- und Büroräume, die
unmittelbar nebeneinander liegen, fördern den direkten Austausch
und die Entstehung neuer Forschungsansätze.
In den vier Neubauten (Bau 4–7) wurden rund 1’800 moderne
Arbeitsplätze eingerichtet. Das pRED Center umfasst zwei Laborhochhäuser
mit einer Höhe von 114 bzw. 72 Metern, ein Bürogebäude
sowie ein Kongresszentrum (26 m bzw. 18 m). Auf insgesamt 33
Etagen verteilen sich 150 Laboreinheiten und kombinierte Arbeitsbereiche
für Forscherinnen und Forscher. Die Gebäude sind mit
neuester Labortechnologie und digitalen Lösungen ausgestattet und
wurden gezielt auf kollaboratives Arbeiten und eine End-to-End-
Forschungslogik ausgelegt – mit dem Ziel, Innovationen schneller zu
den Patientinnen und Patienten zu bringen.
Die Lösung
Im Rahmen des Neubaus des pRED Centers in Basel durfte Skan
einen entscheidenden Beitrag zur Ausstattung der hochmodernen
Laborinfrastruktur leisten: Insgesamt 241 Sicherheitswerkbänke claire®
neo wurden termingerecht geliefert, installiert und in Betrieb
genommen.
Die zahlreichen innovativen Merkmale der claire neo®-Serie
ermöglichen ein hohes Mass an Nachhaltigkeit, ohne Kompromisse
bei Leistung und Sicherheit.
Ein zentrales Merkmal der Lösung ist das durchgängige Rastermaß
der Sicherheitswerkbänke, das eine optimale Integration in
die bestehende Laborplanung des pRED Centers ermöglicht. Diese
Anpassung stellt sicher, dass die Arbeitsplätze nicht nur höchsten
Sicherheits- und Hygienestandards entsprechen, sondern sich auch
nahtlos in die modular aufgebaute Laborumgebung einfügen.
Durch die enge Zusammenarbeit mit Roche und Berner International
konnte eine Lösung entwickelt werden, die sowohl funktional
als auch ergonomisch auf die Bedürfnisse der Forscherinnen und
Forscher zugeschnitten ist. Die erfolgreiche Umsetzung ist ein bedeutender
Meilenstein – für Roche, für den Projekterfolg insgesamt
und für uns als SKAN.
SKAN AG
CH 4123 Allschwil
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Seite 15/75
Reinraumverpackungen im kontaminationskritischen Umfeld
Wenn die Verpackung
zur Gretchenfrage
wird
Reinraumverpackungen aus Kunststoff
sichern die Qualität pharmazeutischer
Produkte – stehen aber wegen
neuer EU-Vorgaben im Spannungsfeld
von Patientensicherheit und Nachhaltigkeit.
Wie PPWR und GMP-Anforderungen
in Einklang gebracht werden
können, zeigt dieser Beitrag.
Reinraumtaugliche Kunststoffverpackungen sichern die Qualität und
Hygiene pharmazeutischer Produkte. (Bild: Strubl)
Bei der Produktion von pharmazeutischen beziehungsweise medizintechnische
Produkten müssen hohe Anforderungen an Produktqualität,
Sauberkeit und Hygiene erfüllt werden. Die Vermeidung
von partikulärer, chemischer, mikrobiologischer Kontamination
ist möglich, wenn die Primärpackmittel in einem qualifizierten
Reinraumumfeld produziert werden. Kunststoffverpackungen sind
jedoch in den letzten Jahren als kritisches Element in den Bereichen
Umwelt und Nachhaltigkeit in den Blick der Konsumenten
gerückt. Darauf hat die Europäische Union mit der kürzlich verabschiedeten
Packaging & Packaging Waste Regulation (PPWR)
reagiert. Für Reinraumverpackungen aus Kunststoff müssen diese
geänderten Rahmenbedingungen risikobasiert analysiert und beurteilt
werden.
Risikobasierte Betrachtung von Reinraumverpackungen
aus Kunststoff
Die Bedeutung der Primärpackmittel insbesondere für pharmazeutische
Produkte steht außer Frage und wird vom GMP-Leitfaden
in Kapitel 5.45 klar und deutlich formuliert: „Der Auswahl, Qualifizierung,
Genehmigung und Beibehaltung von Lieferanten des
primären und bedruckten Verpackungsmaterials sollte eben so viel
Aufmerksamkeit gewidmet werden, wie die der Lieferanten von
Ausgangsstoffen.“ Verpackungen werden also qualitativ auf dem
gleichen Niveau wie pharmazeutische Rohstoffe eingestuft. Das gilt
für die gesamte Prozesskette zur Herstellung von Pharmaprodukten.
Und eine risikobasierte Betrachtung der eingesetzten Primärpackmittel
aus Kunststoff ist unvermeidlich. Grundsätzlich können
4 Gruppen tieferliegender Kontaminationsquellen identifiziert
werden:
– Rohstoff-Risiken: hier steht die Verstoffwechselung zwischen
Verpackung und Produkt im Mittelpunkt und daraus resultierende
Risiken für die Produktqualität. Dies soll ja im Vorfeld durch
Migrationsanalysen beziehungsweise Extractables / Leachables
Studien analysiert und durch die Spezifikation adäquater Rohstoffkonformitäten
vermieden werden. Diese Risiken werden
auch in der VDI 2083, Blatt 9.2. Abschnitt 16.2 Verpackungsmaterialien
thematisiert: „Eine Kontamination des Produkts durch
Migration … muss ausgeschlossen werden.“
– Prozess-Risiken: Es ist unbedingt darauf zu achten, die Kontamination
des Reinraum- beziehungsweise GMP-Umfeldes durch
qualitativ nicht adäquate Verpackungen zu vermeiden.
– Logistik-Risiken: es muss geklärt werden wie das Ein- und Ausschleusen
von Produkten und Verbrauchs-/Gebrauchsmaterialien
erfolgen soll.
– Produkt-Risiken: hier stehen die produkttechnischen Kriterien
der Verpackung im Mittelpunkt, also zum Beispiel Dichtheit,
Festigkeit, Siegelbarkeit, Sterilbarriereeigenschaften.
GMP-gerechte Reinraumproduktion erzeugt Qualität
Die EU-Verordnung PPWR stellt neue Anforderungen an Verpackungsmaterialien
– auch im sensiblen Bereich der Medizintechnik. (Bild: Strubl)
Es geht darum, Kontamination der sensiblen Produkte zu vermeiden.
Mikrobiologische und partikuläre Verunreinigung muss vermieden
werden, um Produktschutz und Patientensicherheit nicht
zu gefährden. Das Motto „Qualität erzeugen, nicht erprüfen“ bedeu-
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Seite 16/75
tet also, die eingesetzten Kunststoffverpackungen reinraumtauglich
und GMP-konform zu produzieren. Und das ist nachvollziehbar,
wenn man an die chemischen Prozesse denkt die bei produktberührenden
Verpackungen stattfinden. Die Funktion der Migrationsanalysen
bei Lebensmittelverpackungen unter Zugrundelegung
der EU Verordnung 10/2011 über Materialien und Gegenstände aus
Kunststoff, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung
zu kommen und Extractables & Leachables-Studien in der Pharmazie
wie diese zum Beispiel in Leitfäden der FDA, EME(A), USP, EP
beschrieben sind, liegt eben genau darin, kritische Wirkungen von
Verpackungsmaterialien auf das Packgut ex ante zu identifizieren,
zu qualifizieren und risikobasiert zu beurteilen. Damit wird Verbraucher
– und Patientenschutz gewährleistet.
Primärverpackungen in der Verordnung EU 2025/40 (PPWR)
Verpackungen sind aus verschiedenen Gründen ein Thema geworden,
das in der Gesellschaft intensiv diskutiert wird. Einerseits gilt
es Verpackungsabfälle zu vermeiden und der Kreislaufwirtschaft
wieder zuzuführen um damit Nachhaltigkeit und Umweltstandards
zu verbessern. Andererseits spielen Verpackungen eine gewichtige
Rolle bei der Produkt- und Patientensicherheit. Das Thema der
Nachhaltigkeit wird an den Stichworten Recyclingfähigkeit, Materialreduktion,
Mono- versus Verbundmaterialien, Kennzeichnungspflichten,
Chemrecycling, Biobased-Kunststoffe oder biologisch
abbaubare Kunststoffe deutlich. Die EU hat mit der VO 2025/40
(PPWR - Packaging & Packaging Waste Regulation) verbindliche
Vorgaben formuliert. Aus der Perspektive von pharmazeutischen
und medizintechnischen Primärverpackungen sind vorallem die
Artikel 6 Recyclingfähige Verpackungen und Artikel 7 Mindestrezyklatanteil
in Kunstoffverpackungen zu beachten, denn es gibt
wichtige Ausnahmen die zu beachten sind. Artikel 6 Abschnitt 11
und Artikel 7 Abschnitt 4 und 5 regelt Ausnahmen unter anderem für
Primärverpackungen, kontaktempfindliche Verpackung von Medizinprodukten
und In-vitro-Diagnostika, Verpackungen die notwendig
sind, um spezifische Anforderungen zur Erhaltung der Qualität
des Arzneimittels zu genügen.
Die Pharmaprozesskette muss vor diesem Hintergrund klären:
– Welche Regelungen der PPWR sind auf das spezifische
Verpackungssystem anzuwenden?
– Welche Ausnahmeregelungen sind anwendbar und wenn nicht
was bedeutet der Einsatz von Recyclingquoten für Zulassungen
und Spezifikationen?
– Unabhängig davon ist es natürlich mit Blick auf Umwelt und
Nachhaltigkeit sinnvoll die eingesetzten Verpackungen auf den
Prüfstand zu stellen und soweit möglich und sinnvoll Prinzipien
des Ecodesign wie von der Initiative „Runder Tisch“ vorgeschlagen
anzuwenden. Es geht um „Design for Recycling“.
Aus der Perspektive der GMP- beziehungsweise Reinraumverpackungen
ist die Vorgabe verpflichtender Rezyklateinsatz-
Quoten ein besonderes Problem. Es geht um Fragen der Zulassung,
der Materialreinheit, der Rezepturkonstanz. Wie wirkt
zum Beispiel der Einsatz von Post-Consumer-Recycling-Material
(PCR) auf Extractable/Leachable-Studien als Zulassungsvoraussetzung?
Welche Konsequenzen sind bzgl. der Prozessreinheit
im Reinraum zu erwarten? Es wäre fatal, wenn die sicheren,
sauberen, effizienten Kunststoffverpackungen als Primärpackmittel,
die nachweislich dem Schutz des Produktes dienen sollen,
durch die PPWR zum Kontaminationsrisiko werden und
somit möglicherweise die Produkt- und Patientensicherheit gefährden.
Strubl GmbH & Co. KG Kunststoffverpackungen
Richtweg 52
D 90530 Wendelstein
Telefon: +49 9129 90350
eMail: christoph.strubl@strubl.de
Internet: http://www.strubl.de
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COLANDIS Mietreinraum
– eine Erfolgsgeschichte
Als Basis für neue Geschäftsmodelle, zur Überbrückung einer Havarie
oder nur für ein bestimmtes Projekt – das sind unter anderem
Gründe warum seit Jahren auf den Mietreinraum der COLANDIS
GmbH zurückgegriffen wird.
Der erste Einsatz im August 2009 half dem Kunden seine Produktion
für den Zeitraum der Beseitigung einer Havarie in seinem
Reinraum aufrecht zu erhalten. Denn seine Produkte waren vergleichbar,
in Art und Preis. Hätte er seine Produktion stoppen müssen,
wären seine Kunden zu Marktbegleitern gegangen und die Kosten
der Kundenrückgewinnung wären unkalkulierbar gewesen. Im
Vergleich dazu war die Überbrückung mit dem Reinraum zum Mieten
planbar und flexibel.
Aktuell benötigen die Kunden des Unternehmens den Mietreinraum
meist, um zu prüfen, ob eine reine Produktion auf Dauer eine
Geschäftsfelderweiterung sein könnte. Den Fertigungsprozess haben
die Kunden perfekt im Griff, aber der Aspekt der Fertigung unter
reinen Bedingungen ist Neuland. Um zu evaluieren, ob und wie dies
funktionieren kann, unterstützt COLANDIS mit dem Mietreinraum
sowie – bei Bedarf – mit Beratung und Schulung rund um Logistik,
Reinigung und Verhalten.
Meistens werden die Mietreinräume in Deutschland genutzt,
aber schon jetzt liegt der Anteil der Nutzung im europäischen Raum
bei 22 % und die Nachfrage steigt. Der Einsatz außerhalb von Europa
ist leider durch die hohen Logistikkosten nicht rentabel.
Von anfänglich einem stehen nun bis zu sieben Mietsysteme zur
Verfügung. Damit hat COLANDIS über die Zeit ca. 60 verschiedene
Kunden mindestens einmal mit einem Mietreinraum unterstützt.
Drei Kunden bestellen regelmäßig für einzelne Projekte, da diese
noch nicht kontinuierlich in einem Reinraum fertigen müssen und
daher eine Investition in eine eigene Dauerlösung für sie aktuell
nicht wirtschaftlich ist.
Für einen bestimmten (Projekt-)Zeitraum wird ein Reinraum
benötigt? Innerhalb weniger Tage nach Bestelleingang und nach
Klärung aller logistischen Details ist der Mietreinraum beim Kunden
vor Ort und wird innerhalb kürzester Zeit von den Technikern
aufgebaut und in Betrieb genommen. Somit steht dem Kunden ein
Reinraum der Luftreinheitsklasse ISO 5 laut DIN EN ISO 14644-1
(immer in Abhängigkeit von Prozessen und Personen) mit 4 m Breite,
2,5 (oder 3) m Höhe und 5 m Länge zur Verfügung. Bei drei Kunden
wurde der Mietreinraum sogar auf 14 und 20 m verlängert, die
Prozesse entsprechend angeordnet und das Personal geschult. Die
Anordnung der Prozesse und die Schulung des Personals ist dahin-
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Seite 18/75
gehend wichtig, da der Reinraum horizontal mit reiner Luft durchströmt
wird, damit kritische Prozesse nahe der Filterwand stattfinden
– am saubersten Ort des Mietreinraumes.
Die COLANDIS GmbH konnte ihr System ebenfalls selbst für
ungewöhnliche Einsätze nutzen. So wurde dieser Mietreinraum
beim Unternehmen errichtet und die Garage kurzerhand zum
Reinraum umgebaut. Die bestehenden Reinräume waren für das
Kundenprodukt zu klein, so dass eine vorübergehende Vergrößerung
der Fläche notwendig war. Eingeschleust wurden Großteile
mit einem Gewicht von mehr als 3 t. Ein weiteres beträchtliches
Bauteil von mehr als 3 t konnte dank der Filterwand und einem
Umbau des Systems gereinigt und für den Kunden aufbereitet
werden.
Der Mietreinraum wird überwiegend in technischen Bereichen
eingesetzt. Für den medizinischen Bereich ist er aufgrund der Reinigungsanforderungen
nur bedingt geeignet.
Zeitlich gibt es keinerlei Einschränkungen. Ab einer Mindestdauer
von einem Monat kann der Mietreinraum für einen beliebigen
Zeitraum gemietet werden – ob 3 Monate oder 3 Jahre. Dies bleibt
dem Kunden überlassen.
Die Vorteile im Überblick:
– Bestellen – Liefern – Aufbauen – Einschalten – Nutzen
– Mieten zum günstigen Preis statt investieren
– Lediglich laufende Kosten
– Schnelle Verfügbarkeit
– Flexibler Mietzeitraum
Wer ebenfalls für einen kurzen Zeitraum eine reine Umgebung benötigt,
kann gemeinsam mit COLANDIS die Erfolgsgeschichte
weiterschreiben. Weitere Informationen zum Produkt gibt es unter
https://www.COLANDIS.com.
COLANDIS GmbH
Im Camisch 34
D 07768 Kahla
Telefon: +49 36424 76940
Internet: https://www.colandis.com
eMail: info@colandis.com
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SynTiso ermöglicht einen
schnellen aseptischen
Transport. (Bild: Syntegon)
Die Zukunft der Pharmaverpackung:
Zwischen Nachhaltigkeit, Hightech
und globalem Marktdruck
Die Pharmaindustrie zählt zu den innovativsten und umsatzstärksten
Branchen weltweit. Im Jahr 2024 setzte der
europäische Pharmamarkt rund 280 Milliarden US-Dollar
um. Allein in Deutschland belief sich der Umsatz im ersten
Quartal 2025 auf rund 16,6 Milliarden Euro – Deutschland
ist damit der größte europäische und der viertgrößte Pharmamarkt
weltweit. Parallel dazu wächst die Bedeutung der
Verpackungstechnologie: Sie ist nicht nur ein Mittel zur sicheren
Aufbewahrung und dem sicheren Transport von Medikamenten,
sondern auch ein Schlüsselthema im Bereich
Nachhaltigkeit.
Regulierung spielt in der Pharmaindustrie in Sachen Verpackung
eine zentrale Rolle; so wird die Packaging & Packaging Waste Regulation
(PPWR) mittelfristig auch die Pharma- und Medizintechnik-Branche
betreffen. Zwar gilt die Verordnung zunächst nicht für
die Verpackung von Medizingütern und Pharmazeutika - hier gelten
Übergangsfristen bis 2035 bzw. 2040, dennoch ist für die Branche
schon heute Handeln angesagt. Wie intensiv die Branche bereits an
Lösungen arbeitet, wird auch auf der interpack 2026 sichtbar – von
kreislauffähigen Blistermaterialien bis hin zu digitalisierten Produktionslinien.
Kreislauffähige Materialien für Pharmaprodukte
Das Thema Nachhaltigkeit rückt daher immer mehr in den Fokus.
Einige Lösungen – etwa wiederverwendbare und nachfüllbare Ver-
Steriline kombiniert Robotik mit einem
3D-Vision-System. (Bild: Steriline)
Das patentierte Siegelsystem FilmTeq siegelt
schonend von oben. (Bild: Christ Packing System)
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Seite 20/75
Vier Verpackungsunternehmen,
darunter Uhlmann Pac-Systeme, haben
gemeinsam eine nachhaltige Pharmablisterverpackung
aus Monomaterial entwickelt. (Bild: Etimex)
packungen – werden für Pharmazeutika zwar nur schwer zu realisieren
sein, ebenso wie der Einsatz von Rezyklaten, dem strenge
regulatorische Grenzen gesetzt sind. Im Bereich Primärverpackung
haben Packmittel- und Folienhersteller in den letzten Jahren aber
bereits eine Reihe nachhaltiger Alternativen entwickelt, etwa für
Standardblisterpackung aus PVC und Aluminium. Hier sind erste
Lösungen schon auf dem Markt, bei denen Form- und Deckfolie aus
PET oder PP oder sogar aus papierbasierten Materialien mit Barriere
bestehen.
In einem gemeinsamen Projekt haben etwa vier Verpackungsunternehmen
einen Polypropylen-Pharmablister entwickelt, der
den strengen Anforderungen der Pharmaindustrie entspricht. Das
Material von PP-Blisterfolienhersteller Etimex wurde dazu auf einer
modernen Blistermaschine von interpack-Aussteller Uhlmann Pac-
Systeme unter realistischen Bedingungen auf Praxistauglichkeit getestet
und optimiert.
Viele Maschinenhersteller sind nicht untätig gewesen und setzen
auf die Verarbeitung der nachhaltigen Verpackungsmaterialien.
Romaco produziert auf seiner neuen Plattensiegelmaschine Noack
N 760 Blisterpackungen aus recycelfähigem PET-Monomaterial. Sie
erzielt bei der Herstellung der PET/PET-Blister im vierbahnigen Betrieb
eine maximale Ausbringung von bis zu 150 Blistern pro Minute.
Die universell einsetzbare getaktete Blistermaschine eignet sich zur
Verpackung einer sehr breiten Produktpalette, angefangen bei festen
Arzneiformen über Ampullen und Medizinprodukte bis hin zu
halbfesten Formen.
Digitalisierung und Robotik im Pharmaprozess
Modularität, Automatisierung und Robotik zeichnen die jüngsten
Maschinenentwicklungen aus. Zahlreiche dieser Technologien sind
erstmals auf der interpack einem breiten Fachpublikum vorgestellt
worden und prägen seither die Produktionsprozesse.
Für sichere Primärverpackungen für sensible Medikamente
sorgt eine Technologie von Steriline. Das Unternehmen kombiniert
Robotik mit einem 3D-Vision-System (3D CPS), um Partikelemissionen
zu reduzieren und flexible, kontaminationsarme Produktionsprozesse
zu ermöglichen. Das System erkennt Objekte im Arbeitsbereich
und passt seine Bewegungen in Echtzeit an. Dadurch
können herkömmliche Zuführsysteme wie Trichter oder Vibrationsschalen
ersetzt werden. Entwickelt wurde das 3D CPS gemeinsam
mit ISS – Innovative Security Solutions, einem Spin-off des Politecnico
di Milano. Mit der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen
pharmazeutisches Prozess-Know-how mit modernster Robotik und
Bildverarbeitung verbinden.
Auch Christ Packing Systems setzt auf Innovation: Das Unternehmen
aus Ottobeuren hat ein Patent für eine neuartige Siegeleinheit
erhalten, die gezielt für die Anforderungen der Pharma- und
Medizintechnik entwickelt wurde. Anders als herkömmliche Ma-
Papierbasierte
VOID-Label bieten Manipulationsschutz
und sind recycelbar. (Bild: Securikett)
schinen, die von unten versiegeln, erfolgt das Siegeln bei der Film-
Teq 250 von oben. Laut Hersteller bleibt der Siegeltisch dadurch
unbeheizt, was die Aufwärmung des Produkts vermeidet und den
Kühlaufwand verringert. Das Top-Down-Verfahren ermöglicht zudem
eine kompaktere Maschinenkonstruktion mit geringerem
Platzbedarf.
Maschinenbauer wie Syntegon profitieren stark von der Dynamik
des Pharmamarktes: 2024 erzielte das Unternehmen ein
Rekordergebnis, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach
aseptischen Komplettlösungen. In diesem Jahr präsentierte der Systemanbieter
ein neues Linienkonzept für flüssige Pharmazeutika,
das gemeinsam mit zwei Partnern aus der Pharmaindustrie entwickelt
wurde. SynTiso sorgt auf kleinerer Fläche für einen schnelleren
aseptischen Transport und bis zu 50 Prozent kürzere Chargenwechsel.
Bei 100-prozentiger In-Prozess-Kontrolle werden bis zu 600
Spritzen, Vials oder Karpulen pro Minute verarbeitet – laut Syntegon
eine im Markt bislang noch nie dagewesene Geschwindigkeit. Diese
sei unter anderem in der Impfstoffherstellung ein wichtiger Faktor.
Die Anlage eignet sich zudem für die Abfüllung ready-to-use (RTU)
Behältnisse.
Smarte Verpackungen: Von NFC bis Funktionslabel
Neben der ökologischen Dimension rücken weiter digitale und
funktionale Mehrwerte in den Fokus. Verpackungen werden zunehmend
mit RFID-Chips, NFC-Labels und batterielosen Bluetooth-
Sensoren ausgestattet, um in Echtzeit Daten zu Standort, Temperatur
oder Zustand der Verpackung zu erhalten. Smarte Blister können
sogar noch mehr: über Sensoren registrieren sie die Entnahme
einzelner Tabletten und speichern so Dosierzeiten. Einen wichtigen
und zugleich nachhaltigen Originalitätsschutz bieten Sicherheitsetiketten
wie die papierbasierten VOID-Labels von Securikett, die
neben dem Manipulationsschutz zusammen mit der Faltschachtel,
die sie verschließen, recyclingfähig sind. Und die Verwendung von
elektronischen Beipackzetteln spart nicht nur Papier, sondern erleichtert
auch den Informationszugang für Verbraucherinnen und
Verbraucher.
Die interpack 2026 wird erneut maßgeschneiderte Lösungen
und innovative Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette
der Pharmaverpackung abbilden. Fest steht: Unternehmen, die
schon heute in Forschung, digitale Infrastruktur und kreislauffähige
Materialien investieren, werden sich langfristig Wettbewerbsvorteile
sichern. Denn künftig wird es weniger um den reinen Wirkstoff
gehen, sondern auch darum, wie sicher, nachhaltig und intelligent
ein Medikament zum Patienten gelangt.
Deutsche Messe AG
D 30521 Hannover
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Lohnreinigung – von der Grobreinigung bis zu High Purity-Anwendungen
Definiert saubere Oberflächen als
Dienstleistung vom Anlagenhersteller
Von der Grob- über die Zwischen- und Präzisions- bis zur Feinst- und High Purity-Reinigung – die bedarfsgerechte, wirtschaftliche
und nachhaltige Reinigung von Werkstücken und Baugruppen erfordert neben der optimal angepassten Reinigungstechnologie
auch entsprechendes Reinigungsknowhow. In ihren drei, auf unterschiedliche Reinigungsaufgaben und
Sauberkeitskategorien spezialisierten Test- und Dienstleistungszentren in Deutschland ermöglicht Ecoclean nicht nur die
bedarfsgerechte Auslegung von Reinigungsprozessen, sondern übernimmt als Dienstleister auch die Lohnreinigung von
Bauteilen aus verschiedensten Werkstoffen.
Ob hohe Produktivität, die Qualität nachfolgender Prozesse, eine
lange Produkt-Lebensdauer oder verbesserte Wettbewerbsfähigkeit,
als essentieller Fertigungsschritt beeinflusst die Bauteilreinigung
jeden dieser Punkte. Die Sauberkeitsanforderungen variieren
dabei je nach Branche, Werkstück und Fertigungsphase sowie Einsatzbereich
stark. Angepasst an die sehr unterschiedlichen Ansprüche
an die Sauberkeit betreibt Ecoclean in Deutschland seit Jahren
drei Test- und Dienstleistungszentren. Sie sind auf unterschiedliche
Reinigungsanwendungen spezialisiert und verfügen über modernste
Anlagen-, Prozess- und Trocknungstechnologien für die wasserbasierte
und Lösemittelreinigung sowie über angeschlossene Labore
für Sauberkeitsprüfungen, Verträglichkeitsuntersuchungen und
Qualitätsbestimmungen von Reinigungsmedien. Diese Ausstattung
ermöglicht neben aussagekräftigen Versuchen zur Auslegung und
Optimierung der Anlagentechnik und der Prozesse unter produktionsnahen
Bedingungen auch die maßgeschneiderte Reinigung von
Bauteilen aus nahezu allen Werkstoffen als Dienstleistung.
dustrie, bei Automobilzulieferern und weiteren Branchen in größeren
Stückzahlen hergestellt werden und bei denen keine strengen
Anforderungen an die Sauberkeit zu erfüllen sind, beispielsweise
oberflächlich „partikel- und fettfrei“. Die Sauberkeitskontrolle erfolgt
dabei visuell und mit herkömmlichen Messverfahren.
Lohnreinigung nach Maß in drei Kategorien
Das Spektrum reicht dabei von der klassischen Teilreinigung über
die Fein- und Präzisions- bis zur Feinst- und High Purity-Reinigung.
Darüber hinaus werden Hochdruckentgratung und -entschichtung
als Dienstleistung durchgeführt.
Im Bereich der klassischen Reinigung, der so genannten Kategorie
„A“, sind es überwiegend Bauteile, die in der allgemeinen In-
Die Lohnreinigung ist auch bei neuen Teilen mit sehr hohen
Anforderungen an die Reinheit eine optimale Lösung, da häufig nicht
sofort Investitionen in die entsprechende Ausstattung, beispielsweise
Anlagentechnik und Reinraum, getätigt werden möchten und entsprechend
geschultes Personal fehlt. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Engpässe bei der Reinigungskapazität, ein zu geringes Teileaufkommen,
Werkstücke mit höheren Sauberkeitsanforderungen – für die Bauteilreinigung
als Dienstleistung sprechen vielfältige Gründe. (Bildquelle:
Ecoclean GmbH)
Die Lohnreinigung erfolgt je nach Aufgabenstellung in einem der drei
spezialisierten Test- und Dienstleistungszentren. (Bildquelle: Ecoclean
GmbH)
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In den Bereich der Kategorie „B“, Fein- und Präzisionsreinigung, fallen Bauteile und
Komponenten aus verschiedenen Werkstoffen und unterschiedlichen Branchen,
beispielsweise Automotive, Luftfahrt, Sensor-, Elektronik- und Beschichtungsindustrie
sowie Medizintechnik. Es sind definierte Vorgaben hinsichtlich der partikulären
und filmischen Sauberkeit zu erfüllen, daher haben diese Teile üblicherweise
bereits eine Vorreinigung durchlaufen. Zu den typischen Anwendungen in diesem
Bereich zählt unter anderem die Reinigung von Gehäusen, optischen Komponenten,
Implantaten und medizinischen Instrumenten sowie von Teilen wie Bipolarplatten
vor der Beschichtung. Für die Kontrolle auf partikuläre und filmische Restverunreinigungen,
beispielsweise nach VDA 19 oder Werksnormen, stehen unter anderem
Mikroskope, Partikelscanner, Systeme zur Messung der Oberflächenspannung und
Endoskope sowie eine mobile Reinraumkabine zu Verfügung. Ist eine Validierung
von Reinigungsprozessen wie beispielsweise in der Medizintechnik erforderlich, beinhaltet
das Dienstleistungsangebot die entsprechende Unterstützung, z. B. durch
eine Vorvalidierung.
Aufgaben in der Feinst- und High Purity-Reinigung (Kategorie C), bei denen
extrem hohe Anforderungen hinsichtlich partikulärer, filmischer und organischer
Sauberkeit gestellt werden und so genannte „schädliche“ Elemente (Hydrogen Induced
Outgassing = HIO-Stoffe) zu vermeiden sind, werden in einem validierten
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Reinraum der Klasse 7 mit Zonen ISO 6 durchgeführt. Integrierte Aufbereitungslösungen
für Osmose (RO)-, De-Ionisiertes (DI) und Ultra-Pure-Wasser (UPW) ermöglichen
den Einsatz aller in der Feinst- und High Purity-Reinigung verwendeten
Wasserqualitäten. Typische Anwendungen sind die Reinigung von Bauteilen aus der
Laser-, Mess-, Analyse-, Vakuumtechnik, Raumfahrt und Präzisionsoptik sowie von
Komponenten für Halbleiter-Produktionsequipment. Verschiedene, auch kundenspezifische
Mess- und Analyseverfahren (z. B. Mikroskopie, Restgasanalyse, UV-
Licht und Fluoreszenzmessung) sowie eine Verpackungsstation für gereinigte Teile
gewährleisten, dass die hohen Sauberkeitsanforderungen erfüllt werden.
Lohnreinigung – in vielen Fällen die Lösung
Das Angebotsspektrum in der Lohnreinigung reicht von der
klassischen über die Fein- und Präzisions- bis zur Feinst- und
High Purity-Reinigung. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Für die Reinigung als Dienstleistung sprechen vielfältige Gründe. Es beginnt bei
Kapazitätsengpässen der unternehmenseigenen Reinigung oder die Investition
in ein entsprechendes Reinigungssystem rechnet sich bei einem neuen Serienteil
aufgrund der Stückzahlen noch nicht rechnet. Durch gestiegene Anforderungen an
die Sauberkeit sind neue Prozesse zu entwickeln. Bei bestimmten Teilen müssen
höhere Sauberkeitsvorgaben erfüllt werden als beim Rest des Produktspektrums. Es
fehlt geschultes Personal, um die Einhaltung sehr hoher Sauberkeitsspezifikationen
sicherzustellen.
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Seite 23/75
FreiLacke entwickelt innovative Lösung für Reinraum- und ESD-Anwendungen
Pulverlacke für die
Hightech-Arbeitswelt der Zukunft
Mit dem neuen „TEXON“ hat Interstuhl mit seiner Marke
Bimos einen Arbeitsstuhl für Umgebungen wie Reinräume,
Labore und ESD-Bereiche auf den Markt gebracht. Der
Stuhl erfüllt hohe Anforderungen an Funktionalität, Hygiene
und Beständigkeit. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein
eigens entwickelter Pulverlack von FreiLacke, der gleichermaßen
technische und gestalterische Vorgaben erfüllt.
Spezielle Produkte erfordern spezielle Herstellungsbedingungen.
Das gilt vor allem in der Forschung, in der Optik- und Lasertechnologie,
der Luft- und Raumfahrttechnik und anderen Hightech-Branchen.
Diese Bedingungen lassen sich zumeist nur in Laboren oder
Reinräumen erzeugen, wo die Luft über Filtersysteme staub- und
keimfrei gehalten wird. Andere Artikel benötigen ESD-Bedingungen,
also geschützte Bereiche, in denen elektrostatische Entladungen
kontrolliert werden, um empfindliche Bauteile vor Beschädigung
oder Zerstörung zu schützen.
Solch komplexe Arbeitsumgebungen stellen höchste Anforderungen
an Sicherheit, Ergonomie und Hygiene – Anforderungen,
die auch für das Inventar und das Mobiliar gelten. Mit dem „TEXON“
hat Bimos jetzt einen neuen Stuhl auf den Markt gebracht, der nicht
nur Reinraum-Bedingungen erfüllt, sondern bei seinem Launch sogleich
mehrere wichtige Designpreise einheimste.
In Reinräumen, Laboren und ESD-Bereichen gelten höchste Anforderungen
an Funktionalität, Sicherheit + Design. Mit dem TEXON hat die Interstuhl-Tochter
Bimos einen Arbeitsstuhl auf den Markt gebracht, der diese
Ansprüche erfüllt. (Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
Funktionalität und Resistenz im Fokus
Interstuhl, ein Familienunternehmen von der Schwäbischen Alb,
entwickelt und baut bereits seit sechs Jahrzehnten Stühle für die
Arbeitswelt, die Marke Bimos hat sich auf Arbeitsstühle für die
Produktion, ESD-Bereiche, Labore und Reinräume spezialisiert.
Die Stuhlkreuze, Stuhlgestelle und Stuhllehnen des neuen Arbeitsstuhl
„TEXON“ bestehen aus Aluminiumdruckguss und Stahl. Wie
von den Designern und Produktmanagern vorgegeben, sollten diese
Bauteile eine Metalloptik in den Farbtönen Weißaluminium und
Schwarzgrau erhalten. Was die technische Beschaffenheit betrifft,
so entschied man sich bei Interstuhl für Pulverlack, um ein Maximum
an Funktionalität und Resistenz der Oberfläche zu erzielen –
ein Nasslack wie bei den Prototypen wäre für das technische Team
nur eine Notlösung gewesen, denn das hätte nicht die gewünschte
Wertigkeit ergeben.
Eine passende Lacklösung war erforderlich, die auch die geforderten
Reinraum- und ESD-Auflagen erfüllen würde. Weil man bei
Interstuhl seit vielen Jahren eine sehr gute und partnerschaftliche
Zusammenarbeit mit dem ebenfalls familiengeführten Unternehmen
FreiLacke pflegt, ging die Anfrage direkt an die Lackexperten
aus dem Schwarzwald. Man wisse, was Freilacke leisten könne; zudem
waren mehrere Mitarbeitende bereits auf Schulungen in Döggingen,
heißt es aus dem Unternehmen.
Die Interstuhl-Marke Bimos hat sich auf Arbeitsstühle für die Produktion,
ESD-Bereiche, Labore und Reinräume spezialisiert.
(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
Der TEXON erfüllt hohe Anforderungen an Funktionalität, Hygiene und
Beständigkeit. (Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
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Mit dem „TEXON“ hat Bimos
jetzt einen neuen Stuhl auf
den Markt gebracht, der nicht
nur Reinraum-Bedingungen
erfüllt, sondern bei seinem
Launch sogleich mehrere
wichtige Designpreise
einheimste.
(Copyright: FreiLacke |
Emil Frei GmbH & Co. KG)
Hohe Beständigkeit gegen Reinigungs- und
Desinfektionsmittel gefordert
Wie Ralf Kerner vom FreiLacke-Branchenvertrieb berichtet, war die
Entwicklung des Pulverlacks durchaus anspruchsvoll: „Die Bauteile
waren zur Bemusterung mit Flüssiglacken beschichtet und sollten
nun per Pulverlack dieselben Oberflächen erhalten. Des Weiteren
mussten die Pulverlacke für Aluminiumdruckguss mit seinen ausgasenden
Eigenschaften eingestellt werden.“ Aufgrund der Einsatzorte
in Reinraum, ESD, Labor sowie in der Fertigung waren darüber
hinaus noch viele weitere Charakteristika gefordert, etwa eine ableitfähige
Einstellung nach DIN EN IEC 61340-5-1, eine hochabriebbeständige
Oberfläche sowie eine hohe Beständigkeit gegen teilweise
sehr aggressive Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Zudem
gab es bei der Effektausbildung und Oberflächenbeschaffenheit keinerlei
Toleranz. „Unser Service besteht darin, unseren Kunden Anwendungslösungen
zu bieten, auch wenn sie wie in diesem Fall sehr
anspruchsvoll und vielseitig sind“, sagt Kerner.
Look & Feel einer Metalloberfläche
Eine passende Lacklösung war erforderlich, um die geforderten
Reinraum- und ESD-Auflagen zu erfüllen.
(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
Den Entwicklern von FreiLacke gelang es, auf Basis von Polyesterharz
eine Pulverlack-Oberfläche zu erzeugen, die das Look & Feel
einer matten Metalloberfläche aufweist. Rund ein Jahr dauerte die
Entwicklung inklusive einiger Nachjustierungen, denn beim Weißaluminium
gab es zunächst Probleme mit dem Applikationsverhalten.
FreiLacke modifizierte den Lack in mehreren Schritten im eigenen
Labor, bis die Struktur vollständig überzeugte.
Der Pulverlack FREIOTHERM PP5151OI1384 in Weißaluminium
und der FREIOTHERM PP5061NRA721 in Schwarzgrau punkten in
Sachen Oberflächenhärte und mechanischer Beständigkeit mit guten
Werten und bestehen auch auf dem entgasenden Substrat. Aufgetragen
werden die Hightech-Lacke mit Corona-Pistolen und sind
einfach in der Verarbeitung, als Schichtdicke empfiehlt FreiLacke
rund 60-80 μm. Für das neue Flaggschiff TEXON sei man hinsichtlich
des Pulvers sehr gut beraten worden, und der Einsatz des Frei-
Lacke-Teams sei sehr hoch gewesen, so der Stuhlhersteller.
Prämierung bei der Premiere
Der TEXON wurde für sein herausragendes Produktdesign
mit Gold beim German Design Award 2025 ausgezeichnet.
(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
Aufgrund der Einsatzorte in Reinraum, ESD, Labor sowie in der
Fertigung waren Charakteristika wie eine ableitfähige Einstellung nach
DIN EN IEC 61340-5-1, eine hochabriebbeständige Oberfläche
sowie eine hohe Beständigkeit gegen teilweise sehr aggressive
Reinigungs- und Desinfektionsmittel gefordert.
(Copyright: FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG)
Bei seiner Vorstellung auf der Orgatec 2024 sorgte der Hightech-
Stuhl sogleich für Furore: Der TEXON wurde für sein herausragendes
Produktdesign mit Gold beim German Design Award 2025
ausgezeichnet. Die Gold-Auszeichnung ist die höchste Ehrung des
Awards und wird nur an Produkte verliehen, die als wegweisend
für ganze Branchen gelten. Die Auszeichnung mit Gold unterstreicht
die Innovationskraft und hohe Designqualität des TEXON
und setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft des ergonomischen
Arbeitens.
Außerdem wurde der Stuhl mit dem German Innovation Award
in der Kategorie #W2 „Excellence in Business to Business – Machines
& Engineering“ als „Winner“ ausgezeichnet. Wie die Jury urteilte,
begegne der TEXON den Herausforderungen von komplexen Arbeitsumgebungen
dank der Kombination aus Auto-Motion-Technologie
für dynamisches Sitzen, ESD-konformer Ausstattung und
einem hygienisch optimierten Design.
Einen kleinen, aber entscheidenden Anteil dürften daran auch
die neu entwickelten Pulverlacke geleistet haben. Mit ihnen hat das
Team von FreiLacke eindrucksvoll gezeigt, dass es schon heute für
die Arbeitswelten von morgen gerüstet ist.
FreiLacke | Emil Frei GmbH & Co. KG
D 78199 Bräunlingen
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Seite 25/75
Neue Anlagentechnik für
Mikrodisplays der nächsten Generation
Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme
IPMS hat in den letzten Jahrzehnten eine führende Rolle in
der Entwicklung von Mikrodisplays übernommen und stellt
nun einen bedeutenden Fortschritt in der Anlagentechnik
vor. Die neue Technologie, die im Rahmen des Projekts EdgeVision-Mikrodisplay
(FKZ 03RU2U061C) spezifiziert und
ebenfalls vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft,
Kultur und Tourismus sowie der Fraunhofer-Gesellschaft
finanziert wurde, verspricht erhebliche Verbesserungen
in der Effizienz und Qualität der Herstellung von hochauflösenden
Mikrodisplays. Erste Ergebnisse werden auf
der SID-MEC Conference 2025, die vom 3. bis 4. November
2025 in Göttingen stattfindet, präsentiert.
0,62” SXGA-OLED-Mikrodisplay © Fraunhofer IPMS
OLED-Mikrodisplay mit einer Auflösung von 1440 x 1080 Pixel und den
weltweit kleinsten Pixeln von 2,5 Mikrometern. © Fraunhofer IPMS
Mikrodisplays finden in einer Vielzahl von Anwendungen Verwendung,
die von der Unterhaltungselektronik bis hin zu spezialisierten
Industriebereichen reichen. Hier sind einige der wichtigsten Einsatzgebiete:
– Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR):
Ermöglichen immersive Erlebnisse in Headsets.
– Tragbare Technologien: Kompakte und energieeffiziente
Anzeige in Brillen, Smartwatches und Fitness-Trackern.
– Medizinische Geräte: Hochauflösende Bildanzeigen
in Endoskopen und diagnostischen Instrumenten.
– Industrieanwendungen: Wichtige Informationen
in Head-up-Displays (HUDs) für Fahrzeuge.
– Kameras und Projektoren: Kompakte Lösungen
für digitale Bilddarstellung.
– Defense und Luftfahrt: Anzeige kritischer Informationen
in Cockpits und in Helmen.
Durch ihre Vielseitigkeit und kompakte Bauweise sind Mikrodisplays
ein zentraler Bestandteil moderner Technologien und tragen
dazu bei, innovative Lösungen in unterschiedlichen Branchen zu ermöglichen
– und der Markt wächst rasant.
Das Fraunhofer IPMS gilt als das einzige, unabhängige Forschungs-
und Entwicklungszentrum weltweit für Mikrodisplaytechnologien,
welches zudem Backplane IC-Design in Silicon Foundry-Prozessen
und OLED-auf-Silizium Fertigungstechnologie im
eigenen Reinraum unter einem Dach vereint. Dadurch können am
Institut kunden- und anwendungsspezifische OLED-Mikrodisplays
entwickelt und gefertigt werden. Die Wissenschaftler entwickeln jedoch
auch Backplanes für weitere Displaytechnologien, wie Mikro-
LED und LCOS (liquid crystal on silicon).
Um künftig auch weiterhin ein führender Anbieter von Technologie-Entwicklungen
sein zu können, hat das Institut nun seine Anlagentechnik
erweitert und erneuert. Diese innovative Technologie
verspricht eine signifikante Verbesserung der Effizienz und Qualität
in der Herstellung von hochauflösenden Mikrodisplays.
„Wir können mit den neuen Anlagen komplexe organische
Stacks, Metallschichten und Oxide thermisch abscheiden, die uns
die Entwicklung und Fertigung höchstauflösender OLED-Mikrodisplays
ermöglichen, aber auch von Sensoren, wie bspw. organischen
Photodioden,“ erläutert Bernd Richter, Leiter Mikrodisplay- und
Sensortechnologie am Fraunhofer IPMS. „Die industriekompatiblen
Anlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik und sind so
flexibel kombinierbar, dass sie sowohl den hohen Anforderungen
von Forschungs- und Entwicklungsprojekten entsprechen als auch
eine hohe Effizienz für eine Pilotproduktion bieten.“
Ganz konkret wird mit der neuen Technik ein höherer Durchsatz
erreicht und eine stark verbesserte Prozesssteuerung führt zu stabilen
Fertigungsprozessen. Die neue Ätzkammer der Anlage ist in der
Lage, verschiedene Vorbehandlungen von Wafern von unterschiedlichen
Zulieferern durchzuführen.
Die größte Herausforderung war in dem Zusammenhang, die
neuen Vakuumanlagenteile mit der bestehenden Anlagentechnik zu
koppeln.
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Seite 26/75
Mit den neuen Anlagen können komplexe organische Stacks, Metallschichten und Oxide thermisch abgeschieden werden, die die Entwicklung und
Fertigung höchstauflösender OLED-Mikrodisplays ermöglichen, aber auch von Sensoren, wie bspw. organischen Photodioden. © Fraunhofer IPMS
Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dass sie so auch künftig
wettbewerbsfähig sind und ihren Kunden ein einzigartiges Portfolio
anbieten können: vom Design der Mikrodisplays über die Herstellung
erster Prototypen bis zu einer Pilotfertigung aus einer Hand.
Die Abnahme der neuen Anlage ist für Ende Oktober geplant
und die vollständige Betriebsbereitschaft bis Ende des Jahres angestrebt.
Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass die erweiterten
Kapazitäten es dem Institut ermöglichen, an der Spitze der Mikrodisplaytechnologien
zu bleiben und ein einzigartiges Portfolio anzubieten
– vom Design über die Herstellung bis zur Pilotproduktion.
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
D 01109 Dresden
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Zertifizierung und serienreife Komponenten beschleunigen
Zulassung und Markteinführung
Dichtes Herzohr dank 3D-Druck:
1zu1 realisiert Kunststoffteile
für Qatna Medical
Bei medizintechnischen Innovationen zählen Zeit und
Qualität. 1zu1 ist als Fertigungspartner auf präzise kleine
Kunststoffbauteile spezialisiert. Das High-Tech-Unternehmen
realisiert im 3D-Druck und im Reinraum-Spritzguss
komplexe Geometrien im Schnelldurchlauf. Das Implantat
von Qatna Medical verschließt das linke Herzohr zum
Schutz vor Schlaganfällen. Präzise 3D-Druck-Bauteile für
das Einführsystem liefert 1zu1.
Schnelle und sichere Kunststoff-Lösungen für Medizintechnik-Produkte:
Das schafft 1zu1 dank Pionierarbeit im 3D-Druck, Spritzgussfertigung
im Reinraum und EN ISO 13485-Zertifizierung. Mit höchsten
Qualitätsstandards positioniert sich das High-Tech-Unternehmen
als zuverlässiger Partner für europäische Medizintechnik-
Unternehmen. Einblick in die Praxis gibt nun ein Projekt für Qatna
Medical. Das schwäbische Unternehmen entwickelte ein Implantat
aus biologischem Gewebe für den Verschluss des linken Herzohrs.
Es soll Personen mit Vorhofflimmern vor Schlaganfällen schützen.
Die Vision ist, dass betroffene Patienten nach dem minimal-invasiven
Eingriff nur noch geringe Dosen Medikamente fürs Herz
einnehmen müssen und so Lebensqualität gewinnen. Die klinische
Studie startet demnächst. Nach erfolgreichem Abschluss der Studien
soll die Behandlungsmethode am Markt verfügbar sein. Möglich
machen das auch präzise und sterile Kunststoffbauteile von
1zu1. Das Vorarlberger Unternehmen hat für das Implantat-Einführsystem
Komponenten im 3D-Druck realisiert.
Kompakt, dicht und leicht zu reinigen
Der kompakte Handgriff setzt sich aus 3D-Druck-Komponenten zusammen.
Sechs chemisch geglättete und teilweise bedruckte Bauteile
fügen sich perfekt ineinander, halten dicht und lassen sich gut
reinigen. „Bei so einer komplexen Geometrie mit innenliegenden
Gewinden, Hinterschnitten und großen Wandstärke-Unterschieden
wären Spritzguss-Werkzeuge richtig teuer und die Montage kompliziert
geworden. 3D-Druck bietet volle Freiheit bei Design und Funktionalität“,
sagt Felix Schneider, Entwicklungsingenieur bei Qatna
Medical.
3D-Druck ist serienreif für sensible Medizintechnik
Trotz aller Vorteile ist 3D-Druck als Serienfertigungsverfahren für
die Medizintechnik noch nicht etabliert. Spezialisten wie 1zu1 wollen
genau das ändern. „Meistens führen fehlende Erfahrungen zu
Vorbehalten. Viele denken bei 3D-Druck an fragile Prototypen oder
körnig-raue Oberflächen. Wir beweisen mit stabilen, glatten, sterilisierbaren
und wiederholgenauen Bauteilen aus biokompatiblem
Polyamid das Gegenteil“, betont Stefan Rädler, Bereichsleiter Additive
Fertigung bei 1zu1.
Die hohe technische Reife des High-Tech-Unternehmens überzeugte
auch Qatna Medical, wie Felix Schneider berichtet: „Schon
die Musterteile waren so präzise, stabil und gutaussehend, dass die
internen Bedenken schnell verflogen sind.“ Mit dem finalen Design
verifiziert und validiert Qatna Medical derzeit. Für die umfangreichen
Tests werden rund 2.000 Exemplare benötigt. 1zu1 liefert mit
der SLS-Anlage P500 von EOS große Stückzahlen in Serienqualität.
Seit Sommer ist 1zu1 zudem nach EN ISO 13485 zertifiziert – und beschleunigt
dadurch das Zulassungsverfahren.
1zu1 Prototypen GmbH & Co KG
AT 6850 Dornbirn
1zu1 ist als Spezialist für kleine und präzise Kunststoffbauteile Partner
für Medizintechnik-Unternehmen. (Foto: Darko Todorovic)
1zu1 hat sechs 3D-Druck-Bauteile für den Handgriff des innovativen
Verschluss-Implantats von Qatna Medical realisiert. (Foto: 1zu1)
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Seite 28/75
Zukunftssichere Automatisierungslösungen für die Halbleiterfertigung
Präzision und Prozessvielfalt fest im Griff
In keinem anderen Industriezweig sind die Prozesse dermaßen komplex wie in der Halbleiterfertigung. Doch wie gelingt es
dieser Branche, steigenden Anforderungen mit innovativen Lösungen zu begegnen? Mit seinem Automatisierungsangebot
zeigt Beckhoff, dass moderne Steuerungskonzepte, flexible Kommunikationsstandards und exakt abgestimmte Systeme
die Halbleiterproduktion nicht nur effizienter, sondern auch zukunftssicher gestalten.
Rund 3.000 bis 8.000 Halbleiterbauelemente sind in heutigen Elektroautos
für Motorsteuerung, Batteriemanagement und Assistenzsysteme
verbaut – Tendenz deutlich steigend. Doch egal, ob Mobilität,
Kommunikation, Gesundheit, Sicherheit, Unterhaltung, Energieversorgung
oder Umweltschutz: Halbleiter bilden die Grundlage
für Innovation und Fortschritt in nahezu allen Lebensbereichen.
Infolgedessen kommt der Halbleiterindustrie in unserer Gesellschaft
eine herausragende Bedeutung zu. Doch dabei muss sich die
Branche den gleichen Herausforderungen stellen wie andere Industriezweige:
steigende Anforderungen an Qualität, Effizienz und
Produktivität bei gleichzeitig zunehmendem Kostendruck. Um dem
zu begegnen, spielt in der Halbleiterfertigung – genauso wie in den
übrigen Bereichen – die Automatisierung eine Schlüsselrolle.
In zweierlei Hinsicht unterscheidet sich die Fertigung in dieser
Branche allerdings gravierend vom Rest der Industrie: Das eine
ist die geforderte Präzision in der Fertigung. Moderne Prozessoren
enthalten oft mehrere Milliarden Transistoren. Dafür müssen Strukturen
mit Abständen im einstelligen Nanometer-Bereich auf den
Wafern aufgebracht werden. Was direkt zum zweiten Punkt führt:
einer beispiellosen Zahl verschiedener Produktionsschritte, die für
solche Feinarbeit nötig ist. Dutzende Prozesse müssen nahtlos ineinandergreifen,
ein Großteil davon in Reinraumumgebungen. „So
unterschiedlich die Schritte von der Wafer-Herstellung über die
Lithografie bis hin zu Test und Packaging auch sind: Alle erfordern
eine exakte Steuerung und lückenlose Überwachung“, sagt Marcel
Ellwart, Branchenmanagement Halbleiterindustrie bei Beckhoff.
„Zudem müssen die Fertigungsanlagen flexibel auf wechselnde Produktvarianten
reagieren können und dabei hohe Durchsatzraten bei
maximaler Qualität sicherstellen. Das macht den Einsatz moderner
Automatisierungstechnik unverzichtbar.“
Um den außergewöhnlichen Anforderungen und dem hohen Kostendruck
in der Halbleiterindustrie zu begegnen, spielt die Automatisierung
eine Schlüsselrolle. (Bild: © IM Imagery/stock.adobe.com)
EtherCAT – der Standard für die Halbleiterindustrie
Mit seinem breiten und flexibel nutzbaren Portfolio kann Beckhoff
als Automatisierer die facettenreichen Prozesse und Anwendungen
in der Halbleiterindustrie passgenau abdecken. Eine besondere Rolle
kommt dabei der Kommunikation zu: „Mit EtherCAT hat Beckhoff
einen Feldbusstandard entwickelt, der in der Halbleiterfertigung
längst als führendes Kommunikationsprotokoll etabliert ist“, betont
Marcel Ellwart. Die Mehrzahl der großen Equipment-Hersteller
setzt heute auf EtherCAT. Für den Erfolg ausschlaggebend waren die
konsequente Echtzeitfähigkeit sowie eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit.
„Durch die offene Architektur und die breite Akzeptanz
Marcel Ellwart, Branchenmanagement
Halbleiterindustrie,
Beckhoff Automation.
(Bild: © Beckhoff)
Die Mehrzahl der großen Equipment-Hersteller in
der Halbleiterindustrie setzen heute auf EtherCAT –
eine Entwicklung von Beckhoff. (Bild: © Beckhoff)
Die I/O-Module der EJ-Serie werden direkt auf
Leiterkarten gesteckt und ersetzen bei Anlagen
für die Serienfertigung aufwändig entwickelte
I/O-Boards. (Bild: © Beckhoff)
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Seite 29/75
Weil in der Halbleiterfertigung auch die Autonomie eine immer größere
Rolle spielt, werden z. B. vermehrt fahrerlose Transportsysteme eingesetzt.
(Bild: © IM Imagery/stock.adobe.com)
Neue Technologien wie XPlanar ermöglichen der Halbleiterproduktion
innovative Handhabungsprozesse. (Bild: © Beckhoff)
auf Herstellerseite ermöglicht EtherCAT eine unkomplizierte Integration
von Komponenten und Systemen, von Sensorik über Aktorik
bis hin zu komplexen Steuerungen“, so der Branchenmanager.
Mit PC-based Control gibt Beckhoff der Halbleiterindustrie
das darauf abgestimmte Steuerungskonzept an die Hand. Es deckt
alle Automatisierungsaufgaben ab: von der Wafer-Herstellung über
die Bearbeitung bis zum Packaging der Chips. Dazu umfasst der
Beckhoff Ansatz nicht nur die SPS, sondern auch HMI-Anbindung,
Motion Control, Messtechnik oder Vision. Die Softwareplattform
TwinCAT 3 verwandelt die Industrie-PCs in effiziente Echtzeitsteuerungssysteme
für alle Engineering- und Laufzeitprozesse. Passend
zu den vielen verschiedenen Bedürfnissen in der Halbleiterindustrie
ist die Automatisierungssoftware modular aufgebaut und um zahlreiche
Funktionen erweiterbar.
Besondere Branche – besonderer Mehrwert
Mit seinem Portfolio bietet Beckhoff in der Halbleiterbranche eine
schlagkräftige Antwort auf die eingangs genannten Herausforderungen.
Darunter finden sich einige Innovationen des Verler Unternehmens,
die in der Branche besonders hohen Nutzen ausspielen:
– Die kompakten EtherCAT-Steckmodule der EJ-Serie ersetzen
bei Anlagen für die Serienfertigung aufwändig entwickelte
I/O-Boards. Sie werden direkt auf ein Signal Distribution Board
gesteckt und verteilen Signale bzw. Spannung auf applikationsspezifisch
konfektionierte Steckverbinder. Das spart Zeit, Kosten
und Platz. Zudem wird das Risiko von Fehlverdrahtungen eliminiert.
Die EJ-Module bieten wie klassische EtherCAT-Klemmen
eine große Signalvielfalt sowie vollständig integrierte Safety und
Motion.
– Um die Komplexität von Anlagen zu reduzieren, integriert Beckhoff
die Antriebsregelung von Servo- und Schrittmotoren direkt
in die I/Os. Im 48-V-DC-Segment ermöglichen EtherCAT-Steckmodule,
-Servomotorklemmen oder -Box-Module in Kombination
mit der Motorserie AM8100 äußerst kompakte Servoachsen
mit hoher Dynamik und Präzision. Für den Betrieb von Verstellachsen
oder für Antriebe mit Servoverstärkern direkt an der Maschine
ist eine I/O-integrierte Regelung ebenfalls umsetzbar.
– Auch mit Blick auf die Messtechnik erfüllt das Beckhoff Portfolio
die Ansprüche der Halbleiterindustrie: vom Sekundentakt bis
zum kHz-Bereich, von der Messung von Spannung und Strom
über Schwingungen bis zur Kraftmessung. Die Highend-Messtechnikmodule
der ELM-Serie sind nahtlos in das EtherCAT-
I/O-System integriert und erfassen auch prozesskritische Messkanäle
zuverlässig. Zur Auswertung der generierten Daten stellt
TwinCAT leistungsstarke Features bereit.
– Beckhoff Vision integriert Echtzeit-Bildverarbeitung für die
Wafer-Fertigung in neue wie auch existierende Steuerungsumgebungen.
Eine Teilung zwischen Vision und Automatisierungstechnik
erübrigt sich. Zugleich bieten die Vision-Komponenten
ein robustes Design sowie hohe Skalierbarkeit und Langzeitverfügbarkeit
– von den Kameras über Optiken und Beleuchtung bis
zur Software TwinCAT Vision.
– XPlanar revolutioniert das Handling in der Halbleiterindustrie.
Denn das Planarmotorantriebssystem transportiert Werkstücke
dynamisch, mit höchster Genauigkeit und hoher Bewegungsfreiheit
– sowohl in einem System als auch von Maschine zu
Maschine. Die Mover schweben berührungslos und unabhängig
voneinander über individuell vorgegebene Routen. Produkte können
einander überholen, ausgeschleust oder zwischengepuffert
werden, ohne dass dies den Produktionsfluss beeinträchtigt.
– Moderne KI-Lösungen bieten für die Halbleiterfertigung enormes
Potenzial. Beckhoff hat das maschinelle Lernen in die Steuerungssoftware
TwinCAT 3 integriert und stellt damit einen Baukasten
an Hard- und Software bereit, um KI-Modelle direkt in die
SPS zu integrieren. Anwender erhalten von der Datenaufnahme
über das Modell-Training bis zur Ausführung gelernter Modelle
einen systemoffenen Workflow ohne Lock-in-Effekt. Anwendungen,
für die Beckhoff heute schon KI anbietet, sind Anomalieerkennung
für Predictive Maintenance, Bildklassifikation in der
Qualitätssicherung oder Zeitreihenanalyse zur Verbesserung der
Produktionsprozesse.
Halbleiter-Success-Stories von Beckhoff
Mit seinem umfangreichen Portfolio und dem tiefen Branchen-
Know-how hat Beckhoff in den vergangenen Jahren eine beeindruckende
Zahl an Anwendungen über die gesamte Wertschöpfungskette
in der Halbleiterproduktion automatisiert. Wie vielseitig die
Lösungen sind, verdeutlichen die folgenden Beispiele, über die das
Beckhoff Kundenmagazin PC-Control bereits ausführlich berichtet
hat.
Kristallherstellung: Die Firma Jingsheng Mechanical & Electrical
(JSG) setzt bei der Automatisierung ihrer Einkristallöfen auf eine
Beckhoff Lösung, bestehend aus Embedded-PCs, TwinCAT 3 und
EtherCAT-I/O-Klemmen. Sie ersetzt frühere SPS- und Temperatursteuerungssysteme.
Dabei bietet sie deutlich mehr Flexibilität, Ska-
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lierbarkeit und Integrationsmöglichkeiten. Kern der Prozessführung
ist die präzise Temperaturregelung, die für die Einkristallzüchtung
essentiell ist, da sie deren Qualität durch gleichmäßige
Temperaturführung über lange Zeiträume sicherstellt.
Hochreine Gase: Applied Energy Systems (AES) hat einen
neuen Regler für die Versorgung mit ultrahochreinen Gasen
entwickelt, um Industrie-4.0-Anforderungen in der Halbleiterfertigung
zu erfüllen. Neben einem kompakten Panel-PC
CP6606 von Beckhoff setzt das Unternehmen auf die modularen
Steck-I/O-Module der EJ-Serie. Das ultrakompakte System
behält die bisherige Gehäusegröße bei, bietet jedoch erweiterte
Funktionen, OPC-UA- und Cloud-Schnittstellen, flexible Anpassungsmöglichkeiten
sowie eine um 50 % reduzierte Installationszeit.
Chip-Handling: Auch Mühlbauer setzt in seinen hochpräzisen
Die-Sorting-Maschinen für die Halbleiter-Endfertigung
auf EJ-Steckmodule. So wird die Verarbeitung von 30.000 Mikrochips
pro Stunde bei verbesserter Wafer-Handhabung und
reduziertem Verdrahtungsaufwand möglich. Vier speziell entwickelte
Signal Distribution Boards mit insgesamt 26 Ether-
CAT-Steckmodulen integrieren digitale und analoge I/Os, Inkremental-Encoder,
Schrittmotormodule sowie Versorgungslogik
und Servoverstärker für Keramik- bzw. Piezomotoren.
Neue Materialien: Galliumoxid bietet großes Potenzial für
die Herstellung neuer Halbleitermaterialien. Die Entwicklung
auf den bisherigen Anlagen wurde jedoch durch die begrenzte
Flexibilität, Zuverlässigkeit und hohe Kosten eingeschränkt.
Das Unternehmen Agnitron hat auf der Grundlage PC-basierter
Steuerung eine flexible Mehrzwecklösung geschaffen, die innerhalb
weniger Tage umgestellt werden kann. EtherCAT sorgt
für eine kompakte, platzsparende Vernetzung der zahlreichen
Thermoelemente und I/Os bei gleichzeitig einfacher Integration
bestehender Feldgeräte.
Advanced Packaging: Da die Miniaturisierung herkömmliche
lithografiebasierte Verfahren zunehmend an Grenzen
bringt, setzt das Startup Fonontech auf einen neuen Ansatz.
Die Impulse Printing Technology nutzt Silizium-Druckplatten
mit eingeätzten Mikrometer-Strukturen und integrierten
Heizstrukturen. Ziel ist eine Auflösung von 5 μm bei minimalem
Überlagerungsfehler. Die eingesetzte Steuerung erlaubt
über PC-based Control, EtherCAT und der XFC-Technologie
(eXtreme Fast Control) eine entsprechende Echtzeitsynchronisation
und Positionierung.
KI und Edge: der Beginn einer neuen Ära
Nicht zuletzt diese Anwendungsbeispiele unterstreichen:
Die Halbleiterfertigung befindet sich am Beginn einer neuen
Ära. „Automatisierungslösungen von Beckhoff bieten beste
Voraussetzungen, um sich den neuen Herausforderungen zu
stellen und intelligente Fertigungsprozesse zu realisieren“,
resümiert Marcel Ellwart. Die Kombination aus PC-basierter
Steuerung, leistungsfähiger Datenverarbeitung und Echtzeit-
EtherCAT-Kommunikation erlaubt die Integration von KI-Algorithmen
zur Prozessoptimierung. Edge-Lösungen ermöglichen
eine dezentrale Datenanalyse direkt an der Maschine,
was die Reaktionszeiten verkürzt und die Anlagenverfügbarkeit
erhöht. Solche Ansätze ebnen den Weg zur noch effizienteren,
flexibleren und nachhaltigeren Halbleiterproduktion
der Zukunft.
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Seite 31/75
EcoCvario – innovativer Allrounder
für die wasserbasierte Feinreinigung
Schnell, wirtschaftlich
und nachhaltig zu
hoher Reinheit
Mit der neuen EcoCvario hat Ecoclean eine hochflexible Lösung für die wasserbasierte
Feinreinigung entwickelt. Das modulare Konzept ermöglicht, verschiedene
Reinigungstechnologien und Trocknungsverfahren angepasst an individuelle
Anforderungen so zu kombinieren, dass hohe Sauberkeitsspezifikationen
reproduzierbar, schnell und nachhaltig erfüllt werden. Darüber hinaus tragen
innovative Ausstattungsdetails, ein effektives Wärmemanagement sowie eine
optimierte Medienführung und wirkungsvolle -aufbereitung zu kosten- und ressourcensparenden
Prozessen bei.
Steigende Qualitätsanforderungen führen
branchenübergreifend zu anspruchsvolleren
Reinigungsaufgaben mit hohen
Sauberkeitsvorgaben. Und das unabhängig
davon, ob Massenteile als Schüttgut oder
Präzisionsteile als gesetzte Ware zu reinigen
sind. Diese Applikationen erfordern anwendungs-
und kundenspezifisch ausgelegte
Feinreinigungsprozesse, für die Ecoclean
die neue EcoCvario entwickelt hat. Die leistungsstarke
Spritz-Flut-Reinigungsanlage
mit vakuumfester Arbeitskammer ist für
Chargen mit einem Gewicht bis 150 kg und
Abmessungen von maximal 650 x 470 x 400
mm ausgelegt und standardmäßig mit drei
Flutbehältern ausgestattet. Der kompakte
Footprint und vielfältige Automatisierungsmöglichkeiten
machen sie auch ideal für
eine passgenaue Integration in die
Fertigungskette.
Die Kombination macht’s
Durch den Einsatz diverser, beliebig kombinierbarer
Reinigungstechnologien lässt
sich das innovative Allroundtalent an unterschiedlichste
Anforderungen anpassen.
So ermöglicht das Druckwechselverfahren
Pulsated Pressure Cleaning (PPC), dass
Verunreinigen zuverlässig aus komplexen
Innengeometrien, feinen Kapillaren, engen
Hinterschneidungen, tiefen Bohrungen mit
kleinen Querschnitten oder den filigranen
Strukturen gedruckter Komponenten entfernt
werden. Beim leistungsgeregelten
Ultraschall mit verschiedenen Frequenzen
können einzelne Schwingeinheiten anwendungs-
und teilespezifisch an- oder
abgewählt werden. Bei hartnäckigen Kontaminationen
spielt die Reinigung im Hochdruckverfahren
Stärken aus. Schonfluten
sorgt bei filigranen und sensitiven Bauteilen
dafür, dass sie anforderungsgerecht sauber
und unbeschädigt aus der Reinigungsanlage
kommen. Die Spülfunktion der Arbeitskammer
über zusätzliche Düsenstöcke verringert
die Verschleppung auf ein Minimum.
Eine vergleichbare Flexibilität bietet die
EcoCvario auch bei der Trocknung: Ausgestattet
mit kombinierbarer Warmluft- und
Vakuumtrocknung wird in jedem Fall bei
minimiertem Energieeinsatz und kürzest
möglichem Zeitbedarf ein optimales Ergebnis
erzielt. Unterstützung dabei bietet eine
in die Arbeitskammer integrierte, sensorgesteuerte
Feuchtemessung und -überwachung.
HEPA-Filter für die Aufbereitung der
Zuluft bei der Warmlufttrocknung vermeiden
eine Rekontamination der gereinigten
Teile.
Auf hohe Sauberkeit ausgelegte
Anlagentechnik
Neben der Kombination der Reinigungsund
Trocknungsverfahren unterstützt die
Anlagentechnik die hohe Reinigungsqualität.
Dazu zählen die aus poliertem Edelstahl
gefertigte Arbeitskammer und die in speziellen
Verfahren geschweißten, medienführenden
Leitungen, die Ablagerungen
entgegenwirken. Das in die Arbeitskammer
integrierte Drehgestell mit frequenzgesteuertem
Antrieb gewährleistet eine exakte
Positionierung der Bauteile sowie optimale
Zugänglichkeit von Medien und Verfahrensmechanik.
Die ebenfalls frequenzgesteuerten
Flutpumpen sorgen bei optimaler Anpassung
an das Reinigungsgut für schnelles
Befüllen und Entleeren der Arbeitskammer
beziehungsweise Tanks. Diese sind stehend
angeordnet und zylindrisch. Das strömungsoptimierte
Design der Flutbehälter verhindert,
dass es zu Ablagerungen kommt und
trägt zur verbesserten Medienführung bei.
Daraus resultieren verlängerte Badstandzeiten
und damit Kosten- und Ressourceneinsparungen
sowie eine höhere Produktivität.
Effektive Medienaufbereitung
reduziert Betriebskosten
Die hochflexible EcoCvario wurde für die wässrige Feinreinigung entwickelt. Die neue Anlage
ermöglich die Integration unterschiedlicher Reinigungs- und Trocknungstechnologien, die anwendungs-
und kundenspezifisch konfiguriert werden können. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Eingetragene Schweb- und Leichtstoffe,
beispielsweise Öl oder auch Gussstaub,
werden aus den Reinigungsbädern durch
effektiv arbeitende Schwerkraftabscheider
zuverlässig entfernt. Die separaten Medienkreisläufe
der Flutbehälter sind jeweils mit
einer Vollstromfiltration ausgestattet. In
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das flexibel gestaltete Filtergehäuse können
ohne Umbauten sowohl Beutel- als auch
Hochleistungsfilterelemente eingesetzt
werden. Ein erforderlicher Filterwechsel
wird am HMI inklusive Bedienungsanleitung
angezeigt und ist daher problemlos
durchzuführen. Für die kontinuierliche
Aufbereitung der Spülbäder lässt sich darüber
hinaus ein neu konzipiertes Aquaclean-System
integrieren, dessen Abwärme
für die vollständige Aufheizung des Reinigungsmediums
in Flutbehälter eins genutzt
wird. Insgesamt ist die Medienaufbereitung
der neuen EcoCvario für eine lange
Kreislaufführung der Bäder ausgelegt, was
den Energie-, Wasser- und Chemieverbrauch
merkbar verringert und Betriebskosten
reduziert.
Einfache, sichere Bedienung und
modernste Kommunikationstechnologie
Das anwenderfreundliche HMI sorgt durch
einen geführten Dialog zwischen Anlagenbediener
und Bedienfeld für eine intuitive
und sichere Steuerung. Gleichzeitig vereinfacht
es die Festlegung der bis zu 50
teilespezifischen Reinigungs-, Spül- und
Trocknungsprogramme mit jeweils bis zu
30 Prozessschritten. Die Möglichkeit, die
Parameter für jede Programmfolge der Reinigungsprozesse
individuell festzulegen,
erlaubt eine äußerst präzise Anpassung der
Reinigung an die Teile.
Zur sicheren Prozessführung sowie einfachen
und schnellen Wartung ist bei der
EcoCvario IO-Link im Einsatz. Es handelt
sich dabei um eine zukunftsorientierte,
standardisierte Kommunikationstechnologie,
die intelligente Sensoren und Aktoren
mit einem übergeordneten Automatisierungssystem
verbindet. Daraus ergeben sich
verschiedene Vorteile wie beispielsweise
eine höhere Datenverfügbarkeit und Genauigkeit,
eine verbesserte Produktivität,
eine vereinfachte und schnellere Wartung
sowie Fehlerdiagnose.
Ecoclean GmbH
D 70794 Filderstadt
Die Konstruktion und Ausstattung der EcoCvario
mit beispielsweise stehend angeordneten
und strömungsoptimierten Fluttanks und die
speziellen Verfahren geschweißten, medienführenden
Leitungen sind auf die Erfüllung
hoher Sauberkeitsvorgaben ausgelegt. (Bildquelle:
Ecoclean GmbH)
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Insgesamt vier MOTOMAN GP-Industrieroboter von YASKAWA
interagieren hochpräzise. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)
Die vollautomatisierte und dennoch kompakte Zelle vereint Handlingund
Prüfaufgaben. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)
Vollautomatisierte Handling- und Prüfzelle für medizinische
OP-Komponenten von Pinger Robotics
Vier gewinnt!
Zunächst ging es für Pinger Robotic bei diesem Auftrag nur
darum, die Bestückung eines kamerabasierten Prüfsystems
bei dem Medizintechnik-Spezialisten WaveLight zu automatisieren.
Im Projektverlauf kamen dann weitere vor- und
nachgelagerte Handlingschritte dazu. Das Ergebnis ist eine
ebenso komplexe wie kompakte Handling- und Prüfzelle,
in der insgesamt vier MOTOMAN GP-Industrieroboter von
Yaskawa hochpräzise interagieren.
Noch vor 30 Jahren waren Laseroperationen am Auge medizinisches
Neuland. Heute gehen Schätzungen [https://www.swr.de/
leben/gesundheit/keine-brille-dank-augen-lasern-alles-rund-umdie-op-100.html]
von rund 100.000 solchen Eingriffen pro Jahr aus.
Von diesem rasanten Anstieg profitiert nicht zuletzt die WaveLight
GmbH mit Hauptsitz in Erlangen. Das Tochterunternehmen von Alcon
entwickelt und produziert als ein weltweit führender Hersteller
in diesem Bereich Diagnose- und Operationstechnologien für die
refraktive Chirurgie. Mit Erfolg: Zuletzt wurde am Standort Pressath
eine neue Fertigungshalle gebaut und bezogen, um die Kapazitäten
des Medizintechnik-Spezialisten weiter zu erhöhen.
Zusätzliche Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen zudem
in der Automatisierung von weiteren Produktionsschritten. Im
Fokus stehen dabei besonders Handlingaufgaben, die wegen ihrer
Komplexität bisher manuell ausgeführt werden mussten. Vor diesem
Hintergrund nahmen die Experten von WaveLight auch Kontakt mit
dem Roboterhersteller Yaskawa und dessen Systempartner Pinger
Robotic GmbH aus dem rheinland-pfälzischen Polch auf.
Aufgabenstellung: Automatisierte Qualitätsprüfung
Konkret ging es bei dieser Anfrage um die Automatisierung der
Qualitätsprüfung einer Komponente – genauer: um das Einlegen in
das kamerabasierte Prüfsystem und das anschließende Entnehmen
von einem sogenannten Applanationskegel. Der Applanationskegel
ist Bestandteil des WaveLight FS200 Patient Interfaces. Dabei handelt
es sich um ein medizinisches Einwegprodukt, das während der
Operation das Auge mit dem Lasersystem verbindet. Es besteht aus
mehreren Komponenten – einem Applanationskegel, einem Saugring
und einem Schlauchsystem.
Die Aufgabenstellung an Pinger Robotic umfasste zunächst
nur die Automatisierung der Kernprozesse, das heißt im Einzelnen:
das präzise Entnehmen der Applanationskegel aus den Trays,
das Einlegen in die kamerabasierte Prüfstelle, die Entnahme nach
bestandener Kontrolle sowie das passgenaue Einpressen in die
Blisterverpackung – und das alles innerhalb einer vorgegebenen
Taktzeit.
„Hier hat sich wieder einmal bewährt, dass wir als Automatisierungspartner
schon in einer sehr frühen Phase eingebunden wa-
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Ein Roboter setzt die Applanationskegel nach bestandener
Qualitätsprüfung in die Blister. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)
gewinnt!“ – erst in der Kombination ihre volle Stärke entwickeln.
Exakt aufeinander abgestimmt, übernehmen die vier Roboter im
Parallelbetrieb unterschiedliche Aufgaben entlang der Prozesskette:
Der erste führt die ankommenden Trays mit einem flexibel und
automatisch anpassbarem Greifer von Zimmer zu. Der zweite holt
die Applanationskegel aus den Trays und setzt sie in den Drehtisch
der Kameraprüfstation. Der dritte entnimmt die Applanationskegel
– nach bestandener Qualitätsprüfung – wieder aus dem Drehtisch
und setzt sie in die Blister. Diese werden abschließend vom vierten
Roboter vereinzelt und auf das Förderband gelegt. Alle sechs Sekunden
verlässt eine automatisch geprüfte und verpackte Komponente
die Anlage.
Warum aber überhaupt Roboter und nicht z. B. konventionelle
Handhabungstechnik? – Auf diese Frage hat Jochem Pinger gleich
mehrere überzeugende Antworten: „Angesichts der unterschiedlichen
Formen der Komponenten und der Trays wären herkömmliche
Entnahmemaschinen nicht flexibel genug. Und für klassische
Bestückungsaufgaben, wie hier bei den Schritten 2 und 3, sind Roboter
ohnehin alternativlos“, urteilt der Automatisierungsprofi. „Am
ehesten hätte sich für das abschließende Handling der Blister eine
Alternative finden lassen. Der Kunde wünschte sich aber einen großen
Zwischenpuffer, sodass sich auch hier ein Roboter als optimale
Lösung erwies.“
MOTOMAN GP-Serie: universell einsetzbar
Die Köpfe hinter der realisierten Automatisierungslösung (von links):
Jochem Pinger (Geschäftsführer von Pinger Robotic) mit Oliver Pfaff
(Director Manufacturing Operations) und Fertigungsleiter Hubert Witzl
von WaveLight. (Quelle: Yaskawa Europe GmbH)
ren“, blickt Geschäftsführer Jochem Pinger von Pinger Robotic auf
die letzten Monate zurück. Denn im weiteren Projektverlauf zeigte
sich, dass sich auch die vor- und nachgelagerten Schritte sinnvoll in
die Lösung integrieren ließen, nämlich zum einen die Zuführung der
Trays und zum anderen die Vereinzelung der Blister inklusive Bestückung
der Fördertechnik für den werksinternen Weitertransport
der geprüften und neuverpackten Applanationskegel.
Die Automatisierung dieser vielfältigen Handlingprozesse erschwerten
gleich mehrere Aspekte: So liegen die zu prüfenden
Kunststoffkegel in unterschiedlichen Geometrien vor, da sie aus
verschiedenen Quellen stammen. Auch die Anlieferungstrays variieren
in Form und Layout, was eine flexible Handhabung erfordert.
Zusätzlich findet der gesamte Prozess in einem umgebungskontrollierten
Raum statt. Die Einhaltung strenger Hygienestandards
verhindern die Kontamination der Produkte, zusätzlich werden die
Komponenten anschließend mitsamt der Blisterverpackung sterilisiert.
Lösung: Anlagenkonzept mit vier Robotern
Das Ergebnis der aufgabenspezifischen Entwicklungsarbeit von
Jochem Pinger und seinem Team ist eine vollautomatisierte Handling-
und Prüfanlage mit dennoch kompakten Abmessungen. Das
Herzstück des Anlagenkonzepts bildet eine Zelle mit insgesamt vier
Industrierobotern, die – wie bei dem beliebten Strategiespiel „Vier
Bei der Auswahl der Roboter fiel die Entscheidung auf den Hersteller
Yaskawa. „Mit Yaskawa verbindet uns eine gute Zusammenarbeit
und wir fühlen uns immer gut beraten. Außerdem wurde
die Marke in diesem Fall auch vom Kunden her favorisiert“,
begründet Jochem Pinger diesen Schritt und präzisiert. „Zum
Einsatz kommen nun vier MOTOMAN GP8. Mit 8 Kilo Tragkraft
ist dieses Modell von der Größenordnung her genau das Richtige
für diese Anlage.“
Die kompakten und extrem schnellen Handling-Roboter der
GP-Serie („GP“ steht für „General Purpose“) wurden für besonders
schnelle Füge-, Verpackungs- und allgemeine Handhabungsapplikationen
entwickelt. Eingeführt als schnellste Industrieroboter seiner
Klasse, ist der MOTOMAN GP8 komplett in der Schutzklasse
IP67 ausgeführt. Außerdem erleichtern glatte Oberflächen die Reinigung.
Obwohl nicht explizit hygienegerecht ausgeführt (wie etwa
die Serie MOTOMAN HD) ist dieser GP-Roboter damit auch sehr
gut für umgebungskontrollierte Bereiche wie bei WaveLight geeignet.
Sein schlankes und kurviges Design ermöglicht es dem Manipulator
zudem, tief in Arbeitsbereiche einzutauchen. Für die Verbindung
zwischen Manipulator und Steuerung ist nur noch ein Roboterkabel
notwendig. Die Vorteile dieser Lösung liegen in einem
geringeren Verschleiß und in einem reduzierten Platzbedarf. Auch
der Aufwand für Wartung und Ersatzteilhaltung sinkt.
Bewährtes Erfolgsrezept
Seit Juni 2025 ist die vollautomatisierte Handling- und Prüfzelle
mit ihren vier MOTOMAN-Robotern erfolgreich bei WaveLight in
Betrieb. Die Kombination von leistungsfähiger Robotik mit eigenentwickelten
Softwarelösungen bewährte sich dabei einmal mehr
als Erfolgsrezept von Pinger Robotic. Und nicht zuletzt lassen sich
einzelnen Elemente dieser komplexen Anlagen auch für andere Anwendungen
gewinnbringend nutzen.
YASKAWA Europe GmbH
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Innovationen und Entwicklungen aus Forschung und Industrieprojekten
Das Fraunhofer IAPT weitet
die Automation der Additiven
Produktion aus
im Rahmen einer Automatisierung der
Prozesskette.
Universelles Greifersystem bringt
Flexibilität in die Automation
von AM-Prozessen
Die Machine-Vision-Lösung des Fraunhofer
IAPT ermöglicht die flexible Echtzeitanalyse bis
auf Pixelebene in der Produktion. Der Einsatz
synthetischer Daten für das KI-Training gewährleistet
einen schnellen Ramp-Up. (Quelle:
M. Voigt, Copyright: Fraunhofer IAPT)
Die Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT stellte
auf der Formnext 2025 die Automation der Additiver Produktion in den Mittelpunkt.
Anhand einer AM-Fertigungsroute zeigte
die Fraunhofer-Einrichtung kollaborative
Roboter mit flexiblen Greifersystemen und
eine kostengünstige, KI-basierte Qualitätssicherung
mittels Machine Vision. Die
Automation und Reduktion manueller Arbeitsschritte
stand auch bei Exponaten zur
Handhabung und Bearbeitung geometrisch
komplexer oder hochfiligraner Grundstrukturen
und einer Technologie zur in-Situ-
Glättung von Kunststoffbauteilen im Fokus.
Minimaler Aufwand für Machine Vision in
der Qualitätssicherung
Das Fraunhofer IAPT beschleunigt und vereinfacht
die Qualitätssicherung der Additiven
Produktion (engl. Additive Manufacturing
– kurz AM) mit einer innovativen Kombination
von Machine Vision und kosten-
Auf der Formnext 2025 zeigt das Fraunhofer
IAPT unterschiedliche Greifersysteme in einer
automatisierten AM-Fertigungsroute. (Quelle:
Madison Kepros, Copyright:
Fraunhofer USA Center Midwest (CMW))
günstigen Kamerasystemen. Eine einfache
Kamera und die KI-basierte Auswertung
der Bilddaten ersetzen die bisher erforderliche,
hochspezialisierte Sensorik.
Auch das aufwändige Produzieren umfassender,
realer Bilder für das Training der
künstlichen Intelligenz entfällt. Stattdessen
erzeugt und nutzt das Fraunhofer IAPT
synthetische Daten. Die Herangehensweise
beschleunigt die Verfügbarkeit von KI-Modellen
für Bildanalysen und das KI-gestützte
Erkennen und Bewerten von Objekten in
Echtzeit und ohne Qualitätseinbußen.
Die Lösung übernimmt relevante
Schritte der Qualitätssicherung wie das
Vermessen von Objekten oder die Identifikation
von Fehlern. Die Einsatzgebiete
gehen jedoch über die Qualitätssicherung
hinaus. Ein weiteres Beispiel ist das Identifizieren
und Sortieren von Bauteilen
Produzierende Unternehmen nutzen Additive
Produktion typischerweise für Bauteile
in geringer Stückzahl und häufig variierende
Geometrien. Die große Bandbreite an Formen
und Objekten grenzt den Einsatz klassischer
Automatisierungslösungen für AM
stark ein. Ein neues, geometrieunabhängiges
Greifersystem des Fraunhofer IAPT
hebt die Beschränkungen auf: Es übernimmt
die Handhabung verschiedenster
Bauteile - ob komplette Bauplattform, komplexe
Geometrie oder filigrane Strukturen.
Diese Flexibilität ermöglicht beispielsweise
den bedarfsgerechten Einsatz kollaborativer
Roboter entlang der AM-Prozesskette.
Das flexible Greifersystem ermöglicht
die Automatisierung manueller Arbeitsschritte
auch bei Kleinserien und Einzelteilen
auf wirtschaftliche Art. Zudem erübrigen
sich kostspielige Sicherheitssysteme
und Sperrbereiche durch den menschenzentrierten
Einsatz von kollaborierender
Robotik.
Prozesse zum automatisierten
Bearbeiten filigraner Strukturen
Die Entwicklung additiver Prozesse für das
Bearbeiten geometrisch komplexer und filigraner
Strukturen jeder Größe gehört zu
den Spezialisierungen des Fraunhofer IAPT.
Auf der Formnext präsentiert die Fraunhofer-Einrichtung
die additive Verstärkung
einer geschmiedeten Grundstruktur für die
Herstellung einer Leitkante, der sogenannten
Metal Leading Edge, zum Schutz von
CFRP-Turbinenblättern.
Im Herstellungsprozess übernimmt
das Fraunhofer IAPT eine geschmiedete
Grundstruktur und trägt zusätzliches Mate-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 12-2025
Seite 36/75
rial im DED-LB/P-Verfahren auf der schmalen
Kante der Metal Leading Edge auf. Die
exakte Platzierung des Materials, der korrekte
Winkel und die genaue Einbringung
der Energie erfordern eine komplexe Bearbeitungsstrategie
und präzise Steuerung
des Prozesses. Die Prozesskompetenz der
Experten des Fraunhofer IAPT ermöglicht
die Umsetzung in einer synchronisierten
8-Achs-Bewegung mit einer eigenen Prozess-
und Bahnplanungssoftware. Das Vorgehen
garantiert das verlässliche Auftragen
der Titanlegierung und schließt gleichzeitig
jegliche Beschädigung des filigranen Bauteils
aus.
Die Expertise des Fraunhofer IAPT im
Umgang mit filigranen Großstrukturen erlaubt
die hybride Herstellung der Leitkante
und damit die Einsparung von mehr als der
Hälfte der in rein konventioneller Produktion
benötigten Titanlegierung. Neben der
Materialeinsparung senkt die hybride Produktion
auch den Werkzeugverschleiß und
den Aufwand für die Nachbearbeitung.
Automatisierte Nachbearbeitung
als Teil des Druckprozesses von
Kunststoffbauteilen
Das Fraunhofer IAPT zeigt eine Innovation
zur automatisierten Nachbearbeitung von
Kunststoffbauteilen. Die Technologie lässt
sich in bestehende FDM-Drucker integrieren
und glättet die Oberfläche des Bauteils
in-situ – also bereits während der Produktion.
Mit dem Wegfall der Nachbearbeitung
sinkt die gesamte Herstellungsdauer um bis
zu 50%. Pro Bauteil können Einsparungen
um bis 80% erzielt werden.
Aus der Forschung in die industrielle
Wertschöpfung
Das Fraunhofer IAPT präsentierte seine
Entwicklungen auf der Formnext 2025 entlang
einer automatisierten AM-Prozesskette.
Experten aus den unterschiedlichen
Technologie- und Kompetenzfeldern beantworten
während der gesamten Messedauer
individuelle Fragen.
Über die technischen Innovationen
des Fraunhofer IAPT hinaus stellte sich das
Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH® auf
dem Stand des Fraunhofer IAPT vor. Es hat
sich zum Ziel gesetzt Forschungsergebnisse
im Bereich der Additiven Produktion in die
industrielle Wertschöpfung zu überführen. Zu
den Transferpfaden zählen beispielsweise die
Ausbildung von Fachkräften, die Bereitstellung
von AM-Infrastrukturen, die Unterstützung
von Ausgründungen und direkte, bilaterale
Auftragsforschung mit Endanwendern.
Fraunhofer-Einrichtung für
Additive Produktionstechnologien IAPT
D 21029 Hamburg
WIR MESSEN
NACH NORMEN
ISO 14644
VDI 2083
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UND WEITERE EDELGASE
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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 37/103
Aufstockung tecnotron Firmengebäude, über 1.000m²
zusätzliche Produktionsfläche, Reinraum ISO6, vertikale Lagerlifte.
(Copyright: tecnotron elektronik GmbH)
tecnotron erweitert Produktionsfläche um über 1.000 m²
Moderne nachhaltige Aufstockung
des Fertigungsgebäudes am
Bodensee. (Copyright:
tecnotron elektronik GmbH)
Highend-Erweiterung mit Reinraum,
smarter Lagerlogistik und nachhaltigem
Energiekonzept am Bodensee
tecnotron, unabhängiger, familiengeführter E²MS-Spezialist vom
Bodensee erweitert seine Produktionskapazitäten deutlich und
setzt neue Maßstäbe für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit in
der Elektronikfertigung.
Geschäftsführende Gesellschafter
- Florian Schemm und Alex Weyerich, tecnotron
elektronik gmbh. (Copyright: tecnotron elektronik GmbH)
Bei der hochmodernen Aufstockung des Bestandsgebäudes entstanden
über 1.000 m² zusätzliche Produktionsfläche mit Reinraum
ISO 6 für die Fertigung hochsensibler Elektronik unter streng kontrollierten
Bedingungen, Fläche für die Entzerrung des modernen
Maschinenparks und für die effiziente Umsetzung komplexer mehrstufiger
Montagen.
Auch die Intralogistik wurde auf ein neues Level gehoben: Zwei
vertikale Lagerlifte, ein regalbasiertes Lagersystem mit über 13 Metern
Höhe, schaffen rund 350 m² zusätzliche Lagerkapazität für die
hochsensiblen Elektronikkomponenten – platzsparend und kompakt.
Das Energiekonzept gilt als Benchmark: Der Heiz- und Kühlbedarf,
die Prozesskühlung, wird vollständig über Geothermie-Wärmepumpen
gedeckt, der Strom stammt zu 100 Prozent aus regenerativen
Quellen, zu einem beachtlichen Teil von der eigenen Photovoltaikanlage
auf Dach und Fassade. Und für Mitarbeiter und Produkte
herrschen ideale Produktionsbedingungen: Konstante Temperaturund
Feuchtigkeitsregelung, exzellente Luftqualität und ergonomische
1.000 Lux Beleuchtung.
Mit zertifizierten Prozessen nach EN 9100, ISO 13485 und ISO
14001 unterstreicht tecnotron seinen Anspruch, Highend-Lösungen
für Märkte mit höchsten Anforderungen zu erarbeiten – von Industrie
über Medizintechnik bis Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung.
Fazit:
Diese Erweiterung ist mehr als zusätzliche Produktionsfläche. Sie
kombiniert Reinraumtechnik, smarte Lagerlogistik und kompromisslose
Nachhaltigkeit – ein Highend-Projekt und klares Statement
für die anspruchsvolle Elektronikfertigung in Deutschland.
Neu bei tecnotron: Reinraum ISO 6.
(Copyright: tecnotron elektronik GmbH)
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D 88138 Weißensberg
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Meilenstein für „Local for Local“-Strategie in China
ebm-papst eröffnet
Werk in Xi’an
Der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren
hat sein Werk in Xi’an feierlich eröffnet. Mit der Fertigstellung
der dritten Ausbaustufe setzt das Unternehmen
ein starkes Zeichen für seine langfristige Wachstumsstrategie
in China und unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes
für die Unternehmensgruppe.
Bereits 2019 nahm ebm-papst den Betrieb in Xi’an auf und entwickelte
den Standort seitdem kontinuierlich weiter. Der Standort umfasst
eine Fläche von rund 60.000 m² und bereits rund 1.000 Mitarbeitende
sind vor Ort tätig. Durch die dritte Erweiterung, in die rund
30 Millionen Euro flossen, entstehen weitere 500 Arbeitsplätze. Die
Fertigstellung des Werks markiert einen weiteren Meilenstein in der
„Local for Local“-Strategie der Unternehmensgruppe.
„Mit unserer seit 2017 laufenden Glokalisierungsstrategie ‚Local
for Local‘ sind wir in den Regionen Europa, Asien-Pazifik und Amerikas
lokal und unabhängig voneinander aufgestellt. Der chinesische
Markt hat für ebm-papst dabei stets eine große Bedeutung und wir
verzeichnen in China bereits eine Lokalisierungsquote von rund 90
Prozent. ‚Local for Local‘ hat für uns drei klare Vorteile: Kundennähe,
eine Unabhängigkeit in der Lieferkette und die Reduzierung von
Emissionen“, so Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm-papst Gruppe.
Der Standort vereint verschiedene Bereiche unter einem Dach,
darunter Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung, Qualitätssicherung
sowie Einkauf. Dadurch sind effiziente Abläufe und
eine optimale Ausrichtung auf regionale Markterfordernisse gewährleistet.
In Xi‘an produziert der Branchenführer energieeffiziente Ventilatoren-Lösungen
für wichtige Geschäftsbereiche wie Rechenzentren
und Reinräume.
Ein besonderer Fokus liegt auf der kontinuierlichen Erweiterung
der lokalen Entwicklungsaktivitäten. „Das Zusammenspiel zwischen
den lokalen F&E-Bereichen an unseren beiden chinesischen Standorten
– Shanghai und Xi’an – ermöglicht es uns, unsere Kunden in
China bestmöglich und flexibel zu bedienen“, betont Thomas Nürnberger,
CSO ebm-papst Gruppe und CEO Air Technology APAC &
MEA. „Besonders Xi’an stärkt unsere Innovationskraft. Mit einem
umfassenden F&E-Labor, das auf Produktzuverlässigkeit, Langlebigkeit
und Anpassungsfähigkeit in unterschiedlichsten Anwendungsszenarien
ausgerichtet ist, treiben wir dort die Entwicklung
energieeffizienter EC-Ventilatoren, digitaler Lüftungslösungen und
Retrofit-Konzepte gezielt voran. Die enge Verzahnung mit lokalen
Universitäten schafft zudem eine starke Basis für zukunftsweisende
Technologien und die Förderung von Nachwuchstalenten.“
Das neue Werk ist zudem ein Vorzeigeprojekt für verantwortungsbewusstes
industrielles Bauen. Eine energieeffiziente Verglasung,
eine LED-Beleuchtung, eine geothermische Wärmepumpe
sowie eine großflächige Photovoltaik-Anlage tragen zur Reduzierung
des CO₂-Fußabdrucks bei. Wiederverwendbare Verpackungen
und ein vollelektrifizierter Shuttle-Busverkehr ergänzen das Nach-
Bereits 2019 nahm ebm-papst den Betrieb in Xi’an auf und
entwickelte den Standort seitdem kontinuierlich weiter.
Der Standort umfasst eine Fläche von rund 60.000 m².
In Xi‘an produziert der Branchenführer energieeffiziente
Ventilatoren-Lösungen für wichtige Geschäftsbereiche wie
Rechenzentren und Reinräume.
Zur feierlichen Eröffnung am 20. Oktober 2025 begrüßte ebm-papst
Vertreter aus Politik und Wirtschaft. V.l.n.r: Mary Yan (Vice President Strategic
Purchasing ebm-papst APAC & MEA), Thomas Nürnberger (CSO
der ebm-papst Gruppe und CEO Air Technology APAC & MEA), Jia Qiang
(Direktor des Verwaltungsausschusses der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone
Xi‘an), Jan Philippiak (ebm-papst Gesellschafter),
Meng Hao (Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Xi’an), Dr. Klaus
Geißdörfer (CEO der ebm-papst Gruppe) Arlene Xu (Vice President
Human Resource, ebm-papst APAC & MEA), Ramon Liu (Vice President
Operations & Integrated Supply Chain ebm-papst APAC & MEA)
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haltigkeitskonzept. Für dieses Engagement wurde ebm-papst Xi’an
im Januar 2025 vom chinesischen Ministerium für Industrie und
Informationstechnologie (MIIT) als „National Green Factory“ ausgezeichnet.
Zur feierlichen Eröffnung begrüßte ebm-papst Vertreter aus
Politik und Wirtschaft sowie die Stadtverwaltung von Xi’an. Letztere
würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag zum lokalen Wirtschaftswachstum.
Auch ebm-papst Gesellschafter Jan Philippiak sowie
das Top-Management der Gruppe waren vor Ort. „Seit 1996 hat
ebm-papst seine Präsenz in China konsequent ausgebaut.“, erklärt
Jan Philippiak im Namen der Gesellschafterfamilien. „Die offizielle
Eröffnung unseres Werks in Xi’an markiert einen bedeutenden
Schritt in der Weiterentwicklung unserer Aktivitäten und schafft
In den neugeschaffenen Büros finden rund
150 Mitarbeitende Platz. Die Flächen sind
vielseitig gestaltet, so dass sie Rückzugsdie
Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und technologische
Spitzenleistungen. Diese Investition ist ein weiterer Beleg für unser
großes Engagement im chinesischen Markt – einer für ebm-papst
bedeutenden Region.“
ebm-papst ist seit 1996 in China aktiv und beschäftigt heute
rund 1.700 Mitarbeitende an Standorten wie Shanghai, Qingdao,
Xi’an, Peking und Hong Kong. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte
das Unternehmen in China einen Umsatz von rund 360 Millionen
Euro. Wichtige Märkte sind Ventilatorlösungen für Reinräume, erneuerbare
Energien und Datenzentren.
ebm‐papst Mulfingen GmbH & Co. KGaA & Co. KG
D 74673 Mulfingen
Das Unternehmen schafft mehr Raum für die Entwicklung und Fertigung
von Temperaturmessgeräten und Systemprodukten
Endress+Hauser eröffnet
Neubau in Nesselwang
Die Endress+Hauser Gruppe hat in Nesselwang im Allgäu ein neues Produktund
Entwicklungszentrum für Temperaturmesstechnik und Systemprodukte eröffnet.
Mit der Erweiterung bekennt sich das Familienunternehmen zur Region
und baut gleichzeitig sein weltweites Netzwerk aus.
möglichkeiten bieten, aber auch die Zusammenarbeit
erleichtern. Das Umfeld schafft
ideale Voraussetzungen, damit Mitarbeitende
ihre Ideen entfalten und Innovationen
vorantreiben können. Ein Ort der Begegnung
ist auch das neue Betriebsrestaurant im Erdgeschoss.
Insgesamt wuchs die Nutzfläche
des Standorts um 3.500 Quadratmeter.
Investition folgt langfristigem Ansatz
Endress+Hauser Temperature+System Products
investierte rund 17 Millionen Euro in
den Neubau. Dank eines klimafreundlichen
Energiekonzepts, das auf der Nutzung von
Erdwärme und Solarstrom basiert, ist das
vierstöckige Gebäude im Betrieb CO2-neutral.
Das Unternehmen zeigt damit seine
langfristige Ausrichtung und trägt zu einem
verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen
bei.
Ort der Begegnung und der Innovation
„Mit der Investition möchten wir unsere
Marktposition als Global Player strategisch
ausbauen und unsere Attraktivität als innovativer
Arbeitgeber für die Region weiter
stärken“, sagt Harald Hertweck, Geschäftsführer
von Endress+Hauser Temperature+System
Products. Dr. Peter Selders, CEO
der Endress+Hauser Gruppe, ergänzt: „Als
Familienunternehmen denken und handeln
wir mit langfristiger Perspektive. Wir
streben nach nachhaltigem Erfolg. Deshalb
investieren wir kontinuierlich in unser weltweites
Netzwerk für Produktion und Vertrieb.“
Endress+Hauser Temperature+System
Products ist einer der weltweit führenden
Hersteller von Temperaturmessgeräten und
Systemprodukten. Für das Unternehmen
der Endress+Hauser Gruppe sind weltweit
über 800 Mitarbeitende an Standorten in
Deutschland, Italien, USA, China und Indien
tätig. Rund 450 von ihnen arbeiten am
Hauptsitz in Nesselwang. Insgesamt beschäftigt
Endress+Hauser global über 17.000
Menschen.
Der Neubau von Endress+Hauser Temperature+System Products in Nesselwang (vorne rechts im
Bild) bietet eine Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern. © Endress+Hauser
Endress+Hauser AG
CH 4153 Reinach BL 1
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UVC-LEDs zur Desinfektion auf dem Weg in die breite Anwendung
Vom Labor in den Alltag
Mit ultraviolettem (UV) Licht lassen sich
Krankheitserreger auf Oberflächen, in der
Luft und im Wasser deaktivieren. Leuchtdioden
(LEDs) im UVC-Spektralbereich
mit Wellenlängen unter 280 Nanometern
gewinnen dank rasanter Fortschritte in Effizienz
und Lebensdauer zunehmend an
Bedeutung. Im Gegensatz zu herkömmlichen
UV-Lampen sind sie äußerst kompakt,
dimmbar, schnell schaltbar und vor allem
quecksilberfrei. Forschende aus dem Berliner
Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut
für Höchstfrequenztechnik (FBH) und
vier weiteren Institutionen haben über zwei
Jahre hinweg UVC-LEDs von 14 Herstellern
mit Wellenlängen zwischen 260 und
280 Nanometern untersucht. Das 41-seitige
Open-Access-Review gibt erstmals einen
umfassenden Überblick über die derzeit
erreichte Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit
und schließt so die Lücke zwischen
Hersteller- und Anwenderperspektive.
„Unsere Daten helfen den Herstellern und
Anwendern, fundierte Entscheidungen
bei der Entwicklung und dem Einsatz von
UVC-LED-Systemen zu treffen“, erklärt Dr.
Jan Ruschel, einer der Hauptautoren und
Forscher am FBH.
Einsatzfelder von Wasserentkeimung
bis Luftreinigung
UVC-LEDs eröffnen eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten
in alltäglichen Anwendungen:
von der umweltfreundlichen Trinkwasseraufbereitung
(Abb. 1) über die Luftreinigung
in Schulen und Krankenhäusern
bis hin zur Desinfektion von Kühlschränken,
Spülmaschinen, Touchscreens und Produktionsanlagen
in der Lebensmittelindustrie.
In Ländern ohne stabile Stromversorgung
ermöglichen sie dank kompakter Bauweise
und geringem Energiebedarf mobile, solarbetriebene
Lösungen. Anders als die bisher
zumeist verwendeten UV-Niederdrucklampen
kommen UVC-LEDs ohne giftiges
Quecksilber aus, ihre Emissionseigenschaften
sind vergleichsweise wenig empfindlich
gegenüber Temperaturänderungen und sie
sind oft bereits langlebiger.
Ein Leitfaden für Hersteller
und Anwender
Winkelaufgelöste Intensitätsverteilung von UVC-LEDs verschiedener Hersteller
in unterschiedlichen Gehäusetypen. © FBH
Das nun veröffentlichte Paper gibt einen
Überblick über Kenngrößen am Markt verfügbarer
UVC-LEDs, die für die Entwicklung
von Desinfektionssystemen entscheidend
sind. So variieren sowohl Lebensdauer als
auch Effizienz deutlich – abhängig von Betriebsbedingungen,
Bauform und Hersteller.
Die Forschenden adressieren thermische,
optische und elektrische Effekte und wie
diese durch Materialwahl und Betriebsbedingungen
beeinflusst werden können.
Unter anderem spielt der Gehäusetyp eine
wichtige Rolle (Abb. 2). Einen besonderen
Schwerpunkt bilden Lebensdaueruntersuchungen
in Form von Langzeitstresstests
unter verschiedenen Bedingungen. Anwender,
die UVC-LEDs in ihre Systeme integrieren
wollen, können daraus ableiten, wie
Kühlung, Stromregelung, Optik und LED-
Überwachung auszulegen sind. „Wir schließen
damit erfolgreich die Lücke zwischen
Labor und Praxis“, betont Jan Ruschel. „Als
anwendungsorientiertes Forschungsinstitut
ist es uns ein besonderes Anliegen, dass
Innovationen auch tatsächlich ihren Weg in
die Nutzung finden.“
Die Partner der Forschungskooperation
– Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut
für Höchstfrequenztechnik (FBH),
Berlin, Deutschland
– Signify, Eindhoven, Niederlande
– University of Padova, Padova, Italien
– RTI International, Durham, NC, USA
– Delft University of Technology, Delft,
Niederlande
Demonstrator eines UVC-LED-Moduls zur Wasserdesinfektion. © FBH/schurian.com
Ferdinand-Braun-Institut gGmbH
D 12489 Berlin
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Maßgeschneiderte Filtrationsanlage
für Nordmark
Für die Erneuerung seiner Kollagenase-Filtrationsanlage
suchte Nordmark nicht nur technische Kompetenz, sondern
einen strategischen Partner – den das Unternehmen mit der
Syntegon-Tochter Pharmatec fand. Gemeinsam realisierten
die Projektteams eine hochautomatisierte Anlage, die bewährte
Prozesse auf den aktuellen Stand der Technik bringt
und künftige Anpassungen mitdenkt.
Das bestehende Produktionsequipment zur Kollagenasefiltration
und -konzentrierung war vor allem mit Blick auf die Anlagenverfügbarkeit
und Sicherstellung der Produktionsversorgung in die Jahre
gekommen, die Erfüllung aktueller Hygiene- und Sicherheitsstandards
kompliziert und aufwändig. Auch die Automatisierung von
Produktionsvorgängen war nur sehr eingeschränkt möglich. Dabei
sollte das etablierte Verfahren erhalten bleiben – eine Herausforderung,
denn Dokumentationen des Altprozesses lagen kaum vor.
Spezifisch entwickelt, sicher integriert
Die neue Anlage verarbeitet die fermentativ gewonnene Kollagenase
in zwei Behältern über einen Filtrationsschritt. In Design und
Funktion wurde sie konsequent auf die Anforderungen von Nordmark
zugeschnitten und bietet viele Möglichkeiten zur Automatisierung.
Dank durchdachter Zugänglichkeit lassen sich Wartungen
schnell und werkzeugarm durchführen. Ein integriertes CIP-Konzept
ermöglicht reproduzierbare Reinigungsvorgänge und die vernetzte
Messtechnik sorgt für Transparenz über Prozess- und Anlagendaten.
Durch die neue Filtrationsanlage konnte Nordmark
gleich mehrfach profitieren:
– Verbesserte Anlagenverfügbarkeit und optimierte Bedienbarkeit
dank einheitlicher Messtechnik
– Automatisierte Reinigungsvorgänge für gleichbleibend hohe
Hygienestandards
– Reduzierter Wartungsaufwand durch werkzeuglose Zugänglichkeit
aller Komponenten
– Anbindung an das neue Prozessleitsystem zur besseren Überwachung
und Auswertung
Partnerschaft mit Weitblick
Die Umsetzung erforderte Maßarbeit: Die gesamte Anlage wurde
als Engineering-to-Order-Projekt realisiert – angepasst an die baulichen
Gegebenheiten und den vorhandenen Platz. Globale Lieferengpässe
führten zudem zu kurzfristigen Herausforderungen, doch
das Projektteam reagierte flexibel und sorgte dafür, dass keine wesentlichen
Verzögerungen entstanden. Nach der Inbetriebnahme
verlief die Qualifizierung schneller als geplant – eine Besonderheit
bei Anlagen dieser Komplexität. Mit der neuen Anlage verfügt Nordmark
nun über eine hochmoderne Lösung, die auch zukünftige Prozessanpassungen
erleichtert.
Ein Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit in allen Projektphasen
– vom Lastenheft bis zur Qualifizierung. „Pharmatec hat uns
frühzeitig mit Erfahrung und Systemverständnis unterstützt und den
Weg für eine zukunftsfähige Lösung geebnet“, so Steffen Lehmann,
Teamleiter Engineering API Production bei Nordmark. Ein Projekt,
das zeigt, wie partnerschaftliches Engineering die Grundlage für
langfristige Betriebssicherheit schafft.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
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Seite 43/75
Mit modularen Treston-Arbeitsplätzen steigert Schwarzer Precision Effizienz,
Ergonomie und Prozesssicherheit in der Mikropumpenfertigung.
Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
bei Schwarzer Precision:
Treston optimiert Montage und Reinraum
Wenn Präzision auf Ergonomie trifft, entsteht
ein Arbeitsplatz, der Maßstäbe setzt.
Die langjährige Partnerschaft zwischen
dem finnischen Arbeitsplatzexperten Treston
und dem Essener Pumpenspezialisten
Schwarzer Precision zeigt eindrucksvoll,
wie durchdachte Arbeitsplatzlösungen Effizienz,
Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit
steigern können.
Herausforderung: Maßgeschneiderte
Lösungen für hochpräzise Fertigung
Schwarzer Precision entwickelt und produziert
seit 1970 Miniatur- und Mikropumpen
für anspruchsvolle Anwendungen in der
Medizin-, Analyse- und Sicherheitstechnik.
Die große Produktvielfalt und flexible
Stückzahlen erforderten eine Neuausrich-
tung der Montageprozesse – mit Fokus auf
Ergonomie, Modularität und ESD-Schutz.
Lösung: Modulare Concept-Tische
In enger Zusammenarbeit mit Treston-Gebietsverkaufsleiter
Dirk Stiepelmann wurden
die Montagearbeitsplätze vollständig
neu konzipiert. Zum Einsatz kamen Concept-Tische,
die durch Stabilität, Erweiterbarkeit
und ESD-Schutz überzeugen. Jede
Montagelinie besteht aus vier individuell
einstellbaren Arbeitsplätzen und einem
separaten Prüftisch für die abschließende
Qualitätskontrolle und digitale Dokumentation.
Die neuen Arbeitsplätze ermöglichen
nicht nur ergonomisches Arbeiten,
sondern auch eine Reduktion des Flächenbedarfs
und eine Steigerung der Produktivität.
„Treston hat mit seinen Produkten die
optimale Lösung realisiert – von der Planung
bis zur Inbetriebnahme lief alles professionell
und reibungslos“, betont Gregor
Kaminski, Produktionsleiter bei Schwarzer
Precision.
Treston x Schwarzer Precision: Präzisionsarbeit am Arbeitsplatz – Erfolgreiche Neugestaltung der
Montage- und Reinraumbereiche. (Copyright: Treston Deutschland GmbH)
Lean Production und ESD-Schutz
für mehr Prozesssicherheit
Durch die konsequente Anwendung der
Lean-Production-Prinzipien konnten standardisierte
Abläufe geschaffen, Durchlaufzeiten
reduziert und die Prozesssicherheit
verbessert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt war der ESD-
Schutz (Electrostatic Discharge). Trestons
ESD-Version der Concept-Tische sorgt
durch sichere Ableitung statischer Ladungen
für eine kontrollierte Arbeitsumgebung,
in der empfindliche elektronische Bauteile
zuverlässig geschützt werden.
Treston x Schwarzer Precision: Präzisionsarbeit am Arbeitsplatz – Erfolgreiche Neugestaltung der
Montage- und Reinraumbereiche. (Copyright: Treston Deutschland GmbH)
Reinraum nach ISO-8: Sauberkeit
trifft Funktionalität
Ein weiteres Highlight der Zusammenarbeit
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war die Ausstattung eines neuen Reinraums
nach DIN EN 14644 ISO-8. Auch hier setzte
Schwarzer Precision auf Treston – mit Arbeitsflächen,
die partikelfrei, leicht zu reinigen
und modular anpassbar sind. Innerhalb
von sechs Monaten wurde das Projekt von
der Planung bis zur Inbetriebnahme umgesetzt.
Nachhaltiger Erfolg: Folgeaufträge
bestätigen Kundenzufriedenheit
Die Zusammenarbeit zwischen Treston und
Schwarzer Precision besteht bereits seit vielen
Jahren und wächst kontinuierlich weiter.
Seit dem ersten Projekt im Jahr 2021 wurde
jährlich eine weitere Montagelinie mit
Treston realisiert – ein klares Zeichen für
die Zufriedenheit und das Vertrauen in die
Partnerschaft.
„Unsere Philosophie ‘Workspaces for happier
workfaces’ wird bei Schwarzer Precision
gelebt“, resümiert Dirk Stiepelmann.
„Wir freuen uns, dass wir mit unseren Lösungen
sowohl in der Montage als auch im
Reinraum einen echten Mehrwert schaffen
konnten.“
Treston Deutschland GmbH
D 22047 Hamburg
iCITY Reinach gewinnt Labor-Experten:
Michael Bonenberger übernimmt Standortleitung
Seit Herbst 2025 leitet Michael Bonenberger den Standort iCITY Reinach. Der
Spezialist für Laborinfrastruktur und Qualitätsmanagement bringt langjährige
Branchenerfahrung mit – unter anderem aus Führungsfunktionen bei Bioconcept,
Skan und als Leiter der Fachmesse ILMAC. Seine Expertise in regulierten
Umfeldern, technischen Einrichtungen und Life-Sciences-Netzwerken kommt
nun dem Betrieb und der Weiterentwicklung des Standorts zugute.
In seiner Rolle bei iCITY unterstützt er
Unternehmen bei der bedarfsgerechten
Nutzung der verfügbaren Laborflächen und
begleitet Interessenten bei der Auswahl und
Inbetriebnahme geeigneter Räume. Der
Innovation City, Neuhofstrasse 11, CH 4153 Reinach
Michael Bonenberger
Standort Reinach bietet Laborräume ab 18
m², die flexibel genutzt und nach technischen
Anforderungen eingerichtet werden
können – etwa mit Abzügen, Medienversorgung
oder Sicherheitsausstattung. Die Räume
sind bereits bezugsbereit und werden
inklusive Nebenkosten angeboten.
«iCITY verfolgt einen praxisnahen Ansatz:
Die Laborflächen sind direkt nutzbar,
ohne lange Vorlaufzeiten. Das kommt vielen
Unternehmen entgegen, die auf schnelle
Verfügbarkeit und funktionale Lösungen
angewiesen sind», sagt Michael Bonenberger.
iCITY Reinach richtet sich insbesondere
an Unternehmen aus den Bereichen
Life Sciences, Biotech, Diagnostik und angewandte
Forschung. Der Standort ist Teil
des wachsenden Innovationsökosystems im
Raum Basel und bietet neben Labor- und
Büroflächen auch Zugang zu einer vielfältigen
Nutzer:innen-Community.
Über iCITY Reinach
iCITY Reinach ist ein flexibler Innovationscampus
mit Fokus auf Life Sciences, Biotechnologie
und forschungsnahe Dienstleistungen.
Neben modernen Büroflächen
bietet iCITY spezialisierte Laborräume,
Meetingräume und eine offene, vernetzte
Arbeitsumgebung für Startups, KMU und
Projektteams.
iCITY
CH 8047 Zürich
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Seite 45/75
360°-Logistiklösungen in der Schweiz
Spezialisierte Logistik für die
Life Sciences Branche | Airpharm SA
Mit moderner Infrastruktur und einem weltweiten Netzwerk
spezialisierter Partner bietet Airpharm SA maßgeschneiderte
Lösungen für globale Anforderungen.
Anwendung
Airpharm SA ist ein spezialisiertes Logistikunternehmen mit Fokus
auf die Life Science-Branche insbesondere Pharma, Chemie und
Healthcare. Airpharm bietet 360°-Logistiklösungen in der Schweiz
an und arbeitet weltweit über ein Netzwerk von Partnern zusammen.
Ihr besonderer Schwerpunkt liegt auf temperaturkontrollierten
und sicheren Transporten sowie der fachgerechten Lagerung. Darüber
hinaus bietet Airpharm massgeschneiderte, GMP-konforme
Supply-Chain-Lösungen, die weit über klassischen Lagerdienstleistungen
hinausgehen.
Airpharm versteht sich nicht nur als externes Lager, sondern als
verlängerter Arm ihrer Kunden: Sie übernehmen die Bemusterung,
den Versand, die Unterstützung bei Kundenaudits und passen sich
flexibel an individuelle Kundenprozesse sowie bestehende Systeme
an. Diese Partnerschaft auf Augenhöhe macht sie zu einem echten
Mehrwert innerhalb jeder Lieferkette.
Die Lösung
Mit der Sicherheitswerkbank claire® neo hat Airpharm eine leistungsstarke
Lösung für die präzise Bemusterung und Abfüllung der
Produkte gefunden. Die Werkbank ermöglicht das sichere und saubere
Handling der diversen Produkte.
Die Probenahme und Abfüllung erfolgt dabei direkt für den
Kunden, wodurch Effizenz und Servicequalität erheblich gesteigert
werden.
Da die Arbeiten, welche innerhalb der Sicherheitswerkbank
stattfinden, non-GMP sind, bleibt Airpharm flexibel in der Handhabung
ohne dabei auf höchste Sicherheits- und Hygienestandards
zu verzichten. Die claire® neo schafft damit ideale Bedingungen für
eine zuverlässige und kundenorientierte Arbeitsweise
SKAN AG
CH 4123 Allschwil
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Seite 46/75
Neue Generation von FFP2-Masken
vereint Schutz, Komfort und Nachhaltigkeit
Atemschutzmasken sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Ob im Gesundheitswesen, im industriellen Arbeitsschutz oder
während globaler Pandemien – sie schützen vor Schadstoffen und
Krankheitserregern. Manche Modelle zeigen in der Praxis jedoch
Schwächen: Sie sind unbequem, passen nicht auf jedes Gesicht
und belasten als Abfall die Umwelt. Im jetzt abgeschlossenen Forschungsprojekt
»BestComfort« hat das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur
von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale)
gemeinsam mit Partnern aus der Industrie eine innovative FFP2-
Maske entwickelt, die ergonomisch optimiert ist, höchste Schutzwirkung
bietet und zugleich nachhaltig recycelt werden kann.
Während FFP2-Masken zuverlässig Partikel filtern, gelingt es
vielen handelsüblichen Modellen nicht, sich an die Vielfalt menschlicher
Gesichtsformen optimal anzupassen. Dadurch entstehen
Leckagen, die die Schutzwirkung mindern. Zudem bestehen die
meisten Masken aus mehreren verschiedenen Materialien, was
eine sortenreine Wiederverwertung nahezu unmöglich macht. Das
Projekt »BestComfort« setzt hier an und kombiniert ergonomische
Gestaltung mit materialwissenschaftlicher Innovation und nachhaltigem
Produktdesign.
Im Projektzeitraum von zwei Jahren wurden auf Grundlage umfangreicher
Kopf- und Gesichtsanalysen neuartige Maskenkomponenten
entwickelt. Im Fokus standen die Nasen- und Ohrenbügel,
die in unterschiedlichen Varianten konstruiert und getestet wurden.
Diese Bügel wurden so gestaltet, dass sie sich individuell an verschiedene
Gesichtsgeometrien anpassen, Druckstellen reduzieren
und den Dichtsitz deutlich verbessern, also neben dem Tragekomfort
auch die Filterwirkung steigern. Parallel dazu entwickelte das
Fraunhofer-Team zusammen mit der A+M GmbH und der POR-
TEC GmbH ein sogenanntes Monomaterial-Konzept. Sämtliche
Maskenkomponenten bestehen aus polymerbasierten Werkstoffen
wie Polypropylen oder Polypropylen-basierten Materialien. Damit
lassen sich die Masken nach Gebrauch vollständig und sortenrein
recyceln, was einen erheblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet.
Um die neuen Konzepte praxisnah zu erproben, kamen moderne
Fertigungsverfahren wie 3D-Druck, Vakuumguss und Spritzguss
zum Einsatz. Diese Methoden ermöglichten es, verschiedene
Designs schnell umzusetzen und funktionsfähige Prototypen herzustellen.
Anschließend wurden die Maskendemonstratoren in
umfangreichen Probandenstudien getestet. Dabei wurden sowohl
Alltagssituationen als auch körperliche Belastungen simuliert, zusätzlich
wurden physiologische Untersuchungen zur Wärme- und
Feuchtigkeitsentwicklung während des Tragens durchgeführt.
Ein zentrales Element der Forschungsarbeit am Fraunhofer
IMWS war die Entwicklung eines automatisierten Messplatzes zur
Bewertung der Passform und Dichtigkeit der Masken. Der Prüfstand
nach DIN EN 149:2001 ermöglicht es, objektive Messdaten zur Maskenleistung
zu erheben, ohne in jedem Fall auf aufwendige und zeitintensive
Probandenstudien angewiesen zu sein. »Das ist ein großer
Vorteil. Diese Automatisierung trägt wesentlich zur Effizienzsteigerung
in der Produktentwicklung bei und erlaubt eine reproduzierbare,
standardisierte Bewertung unter praxisnahen Bedingungen«,
sagt Annika Thormann, Projektleiterin am Fraunhofer IMWS. Darüber
hinaus ermöglicht die materialwissenschaftliche Expertise am
Fraunhofer IMWS eine tiefgehende Charakterisierung der verwendeten
Materialien bis auf die Mikrostruktur-Ebene. Mithilfe moderner
Analysetechniken wurden die mechanischen, thermischen und
mikrostrukturellen Eigenschaften der Maskenkomponenten untersucht.
»Im Projekt ist es uns zusammen mit den Partnern gelungen,
eine Maske zu entwickeln, die Schutz, Komfort und Nachhaltigkeit
gleichermaßen vereint. Damit zeigen wir, dass Hightech-Materialforschung
und praxisnahe Entwicklung Hand in Hand gehen können«,
ergänzt Thormann.
Die Projektergebnisse wurden bereits auf internationalen Fachmessen
wie der formnext in Frankfurt und der rapidtec in Erfurt vorgestellt
und stießen dort auf großes Interesse bei Fachpublikum und
Industrie. Erste Gespräche mit potenziellen Partnern eröffnen zudem
vielversprechende Perspektiven für die Weiterentwicklung und
Markteinführung.
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
D 06120 Halle (Saale)
Der automatisierte Prüfstand, der am Fraunhofer IMWS im
Projekt »BestComfort« entwickelt wurde, ermöglicht die
Bewertung von Passform und Dichtigkeit von Atemschutz-
Masken – schnell, reproduzierbar und ohne aufwendige
Probandenstudien. © Fraunhofer IMWS
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Seite 47/75
ROMMELAG setzt bei S/4HANA
und begleitender Computersystem-Validierung
auf die Life Sciences Alliance
– Rommelag SE & Co. KG beauftragt die Life Sciences Alliance mit der Implementierung
einer validierten SAP S/4HANA-Lösung
– Abbildung von pharmazeutischer Prozessfertigung und Maschinenbau in einer
harmonisierten und ebenso flexiblen Systemumgebung
– Implementierungsbegleitende Computersystemvalidierung (CSV) sichert die Compliance
Die Life Sciences Alliance unter Führung der All for One Group SE, einem führenden
IT-, Consulting- und Service-Provider, erhält den Zuschlag für ein strategisches
Transformationsprojekt bei der Rommelag SE & Co. KG. Das auf innovative
Verpackungslösungen spezialisierte Familienunternehmen aus Sulzbach-Laufen
(Baden-Württemberg) beauftragt das Partnernetzwerk mit der Implementierung
einer SAP S/4HANA-Lösung in zwei Unternehmensbereichen sowie mit einer
Computersystemvalidierung im regulierten Umfeld der Pharmabranche. Mit
diesem Projekt stellt Rommelag die Weichen für eine zukunftssichere IT-Landschaft
und stärkt gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit.
Das 2.000 Mitarbeiter starke Familienunternehmen
Rommelag ist bekannt für
seine innovative Abfülltechnik mit dem so
genannten Blow-Fill-Seal-Verfahren. Auch
in der IT-Landschaft stellt der Hidden
Champion der Verpackungsindustrie nun
die Weichen für die Zukunft: Rommelag
entscheidet sich für SAP S/4HANA Private
Cloud als digitalen Kern. Bis Ende 2026 löst
S/4HANA das bestehende ERP-System
in der Rommelag CDMO GmbH an zwei
Rommelag-Standorten ab. Zudem wird die
Cloud-Lösung in der Schweizer Rommelag
CDMO Switzerland AG an einem Standort
neu eingeführt.
Maschinenbau trifft Pharma
– ein ERP für zwei Welten
Die Herausforderung: Rommelag vereint
zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle
unter einem Dach: Rommelag Engineering
entwickelt hochinnovative Abfüllmaschinen
für die pharmazeutische, kosmetische
und chemische Industrie. Rommelag
CDMO produziert auf diesen Anlagen pharmazeutische
Produkte als Lohnherstellung
unter höchsten regulatorischen Anforderungen.
„Mit SAP S/4HANA wollen wir die Geschäftsprozesse
von Maschinenbau und
pharmazeutischer Prozessfertigung in
einem System abbilden, um Synergien zu
realisieren – etwa durch ein gemeinsames
Stammdaten-Management. Gleichzeitig
müssen wir die spezifischen Anforderungen
unserer hochregulierten Pharma-Produktion
optimal berücksichtigen, ohne die
Effizienz im Maschinenbau zu beeinträchtigen.
Mit der All for One Group als Experte
im Maschinen- und Anlagenbau auf der
einen Seite und der zusätzlichen Power der
Life Sciences Alliance mit der DHC Group
und die KEK Anwendungssysteme GmbH
auf der anderen Seite, haben wir starke
Partner an unserer Seite, die beide Welten
verstehen, und uns bei der sicheren und effizienten
Gestaltung unserer digitalen Zukunft
unterstützen“, führt Dr. Christian Liko,
Director IT-BPA bei der Rommelag SE & Co.
KG aus.
SAP S/4HANA Implementierung
mit integrierter Validierung in der
Prozessfertigung
Aufgrund der strengen regulatorischen Anforderungen
in der pharmazeutischen Pro-
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Seite 48/75
zessfertigung muss Rommelag parallel zur
ERP-Implementierung auch eine Computer
System Validation (CSV) durchführen. Hierbei
vertraut Rommelag auf die gebündelten
Kompetenzen der Life Sciences Alliance.
Das Partnernetzwerk hat ein integriertes
Projektvorgehen, VITAL, entwickelt, das
die Systemvalidierung nahtlos in die SAP
S/4HANA-Einführung einbindet. Dabei
kommen SAP Best Practices und vorkonfigurierte
Lösungen zum Einsatz, die speziell
auf die Anforderungen der Pharmabranche
abgestimmt sind.
„Mit der Life Sciences Alliance stellen
wir bei Rommelag nicht nur eine leistungsfähige
SAP S/4HANA-Lösung bereit, sondern
gewährleisten auch eine reibungslose
Computersystemvalidierung. Unser harmonisiertes,
konsistentes und effizientes
Vorgehen vermeidet Redundanzen und
Fehler im Projekt – und sorgt dafür, dass alle
Compliance-Vorgaben abgedeckt werden“,
so Thomas Hein, Senior Expert Industry &
Business Development und Life-Sciences-
Spezialist bei All for One.
Gern stehen wir Ihnen für Rückfragen
oder Interviews zur Verfügung. Sollten Sie
Interesse am Thema „S/4HANA-Implementierung
mit integrierter Softwarevalidierung“
haben, können wir Ihnen gern ein
weiteres, abgeschlossenes Kundenprojekt
als Case Study anbieten.
Mehr über Rommelag
Rommelag ist der Erfinder der Blow-Fill-
Seal-Technologie (BFS), bei dem Kunststoffbehälter
in einem einzigen Arbeitsschritt
geformt, befüllt und versiegelt werden.
Die Rommelag Gruppe versteht sich
als One-Stop-Partner rund um die Blow-
Fill-Seal Technologie und Spezialist für
flexible Containment-Lösungen. Mit Komplettlösungen
für Fill&Finish ist die Gruppe
starker Partner der Pharma-, Lebensmittel-
Kosmetik- und Chemiebranche. Unter der
Dachmarke Rommelag bündeln sich die
Produkte und Dienstleistungen der Divisionen
Engineering, Digital, CDMO, Flex
und Service. Rommelag hat 12 Standorte in
Deutschland, der Schweiz, den USA, China
und Indien. Weltweit beschäftigen das
Unternehmen über 2.300 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter.
Über die Life Sciences Alliance
Um dem Mittelstand pragmatische, kostenoptimierte
und zuverlässige Lösungen
aus einer Hand anzubieten, haben die
All for One Group, die DHC Group und
die KEK Anwendungssysteme GmbH ihr
SAP Life Sciences Leistungsportfolio gebündelt.
Seit 2021 bieten die Partner Pharma-
sowie Medizintechnik-Unternehmen
mit ihrer Life Sciences Alliance branchenspezifische
SAP-Lösungen und vor allem
eine abgestimmte Vorgehensweise für die
Implementierung, System-Conversion und
Validierung von SAP S/4HANA-Systemen.
Daneben umfasst das Portfolio für die Life
Sciences Industrie die Optimierung weiterer
Business-Prozesse mit SAP sowie Themen
wie Digitalisierung, Analytics, Compliance,
HCM, Qualitätssicherung, IoT, etc.
All for One Group SE
D 70794 Filderstadt
PLUS X AWARD:
Neuberger ist „Beste
Marke des Jahres“
Die Neuberger Gebäudeautomation GmbH wurde im Rahmen
des renommierten PLUS X AWARD mit der Sonderauszeichnung
„Beste Marke des Jahres“ geehrt. Der Titel
wird ausschließlich an Marken verliehen, deren Produkte
innerhalb eines Jahres die meisten Gütesiegel in ihrer Kategorie
erhalten – ein deutlicher Beleg für gleichbleibend
hohe Qualität, Innovationskraft und gestalterischen Anspruch.
Ausschlaggebend für die Auszeichnung war insbesondere die Raumregler-Serie
RP/RC8100, die in gleich vier Kategorien überzeugen
konnte: High Quality, Design, Bedienkomfort und Funktionalität.
Die Jury lobte die Kombination aus intuitiver Bedienung, hochwertiger
Verarbeitung und zeitgemäßem Design, die eine präzise und zugleich
anwenderfreundliche Raumregelung ermöglicht.
Mit dieser Auszeichnung unterstreicht der PLUS X AWARD
die technologische Kompetenz und kontinuierliche Produktentwicklung
bei Neuberger. Der Spezialist für Gebäudeautomation,
Raumautomation, Reinraum- und Prozesstechnik entwickelt seit
Jahrzehnten Automationslösungen „Made in Germany“ – von der
Planung über die Entwicklung von Soft- und Hardware bis Fertigung
und Inbetriebnahme.
Designvielfalt mit Auszeichnung – die Raumbediengeräte vom Typ RP/
RC8100 von Neuberger in klassischem Weiß und modernem Schwarz.
(Bild: Neuberger Gebäudeautomation GmbH)
Die Auszeichnung stärkt nicht nur das Markenprofil, sondern
bestätigt auch den Anspruch, innovative Lösungen mit echtem
Mehrwert für Planer, Betreiber und Nutzer moderner Gebäude zu
schaffen.
Neuberger Gebäudeautomation GmbH
D 91541 Rothenburg ob der Tauber
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Seite 49/75
Fraunhofer IPA eröffnet Robotik-Außenstelle
in den IPAI Spaces in Heilbronn
Seit dem 1. Oktober hat das Fraunhofer IPA einen neuen
Standort mit mehreren Demonstratoren zur KI-basierten
Robotik in den »IPAI Spaces« in Heilbronn. Das Institut
ist bereits seit Jahresanfang über die Fraunhofer Heilbronn
Forschungs- und Innovationszentren HNFIZ im dortigen
Ökosystem für Künstliche Intelligenz (KI) vertreten und
profitiert nun von den neuen Räumlichkeiten und dem
Netzwerk der großen Innovationsplattform.
Ende September erfolgte die Vertragsunterzeichnung für die Mitgliedschaft
des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und
Automatisierung IPA bei der Innovationsplattform IPAI. Dies ist
eine wichtige Weichenstellung für den Standort des Instituts in
Heilbronn. »Unser Ziel ist, hochflexible Automatisierungslösungen
für Materialhandhabung und -transport zu entwickeln und in die Industrie
zu bringen«, erklärt Simon Schmidt, Geschäftsbereichsleiter
am Fraunhofer IPA. »Die IPAI-Mitgliedschaft und die damit noch
tiefere Verankerung des Fraunhofer IPA im Ökosystem Heilbronn
stärkt unsere Strategie, gemeinsam mit und für die Industrie KI-basierte
Automatisierungslösungen zu entwickeln.«
KI-basierte Robotik für Produktion, Montage und Logistik
Bereits seit Januar 2025 sind mehrere Teams des Forschungsbereichs
»Automatisierung und Robotik« in den Heilbronner Standort
der Fraunhofer HNFIZ eingebunden und bauen dort das Forschungs-
und Innovationszentrum (FIZ) für KI-basierte Robotik
auf. Mit dem Einzug in die IPAI Spaces und dem Aufbau mehrerer
Demonstratoren können Unternehmen und Interessierte die Entwicklungen
nun selbst erleben.
Für Forschungsbereichsleiter Werner Kraus ist der neue Standort
eine entscheidende Erweiterung: »Heilbronn entwickelt sich gerade
zum Place to be für die Entwicklung von KI in Europa. Umso
wichtiger ist es daher, hier von Anfang in Person vor Ort dabei zu
sein. Mit unserem Fokus auf KI-basierte Robotik verleihen wir der
KI einen Körper und entwickeln innovative Lösungen basierend auf
humanoiden Robotern und Roboterhänden für Produktion, Montage
und Logistik.«
Lösungen für einfachere Inbetriebnahme und Umrüstung
Das übergeordnete Ziel der Arbeit in Heilbronn ist, Roboter auch für
komplexe und wechselnde Aufgaben flexibel einsetzbar zu machen.
Eine wichtige Stellschraube hierfür ist die Programmierung. Die
beteiligten Forschungsteams konzentrieren sich deshalb auf zwei
Schwerpunkte:
– Roboterhände: Die menschliche Hand bleibt unübertroffen in
ihrer Vielseitigkeit, doch neue Software aus dem FIZ soll verfügbare
Roboterhände für Produktions- und Logistikabläufe flexibler
einsetzbar machen.
– Intelligente mobile Manipulation: Die Kombination von Greiffunktionen
mit mobilen oder humanoiden Robotern erweitert
deren Aktionsradius und fokussiert sich auf Technologien mit
minimalem Programmieraufwand, wie beispielsweise Lernen
durch Vormachen oder Teleoperation als Grundlage für autonome
Aufgabenausführung.
Moritz Gräter, CEO von IPAI: »Dass wir mit dem Fraunhofer IPA nun
einen Leuchtturm der angewandten Forschung als neustes Mitglied
bei IPAI und in unseren IPAI Spaces begrüßen dürfen, ist eine große
Freude, ein toller Meilenstein und ein echter Gewinn für die gesamte
Community. Das Fraunhofer IPA liefert den direkten Brückenschlag
von exzellenter Forschung in die Industrie. Gemeinsam können wir
jetzt noch besser und hands-on zeigen, wie verantwortungsvolle,
europäische KI in der Produktion oder Logistik aussieht.«
© IPAI
© IPAI
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Über IPAI
IPAI befähigt Organisationen bei ihrer KI-Transformation – kollaborativ,
hands-on und ganzheitlich. Die Vision ist der Aufbau einer anwendungszentrierten
KI-Innovations- und Kollaborationsplattform,
die auf den europäischen Werten basiert.
Gemeinsam mit seinen inzwischen über 80 Mitgliedern und
Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schafft IPAI aus
Heilbronn heraus das »Global Home of Human AI«, den zentralen
Zukunftsort für europäische KI.
Als zentrale Anlaufstelle schließt IPAI die Lücke zwischen exzellenter
Forschung und praktischer Anwendung, indem es ein offenes
Ökosystem mit vielfältigen, permanent an den Bedürfnissen
der Unternehmen und Institutionen ausgerichteten Angeboten für
die gemeinsame Entwicklung innovativer und verantwortungsvoller
KI-Lösungen schafft.
Das Herzstück der Vision ist der IPAI Campus. Auf einem 30
Hektar großen Areal im Norden Heilbronns schafft IPAI die notwendige
Infrastruktur für einen eigenen, europäischen Weg der KI.
Baustart für den Campus, der künftig Raum für 5000 Menschen bieten
wird, die rund um KI arbeiten, ist Ende dieses Jahres; die ersten
Gebäude werden bis Ende 2027 bezugsfertig errichtet.
Zu den Initiatoren der IPAI-Plattform zählen das Land Baden-
Württemberg, die Dieter Schwarz Stiftung, die Unternehmen der
Schwarz Gruppe und die Stadt Heilbronn.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12
D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
Sanner erreicht EcoVadis Gold-Status
Sanner, ein weltweit führender Hersteller von Healthcare-Verpackungen und
Contract Development and Manufacturing Organization (CDMO) für medizintechnische
Produkte, hat den EcoVadis Gold-Status erreicht. Damit gehört Sanner
zu den besten fünf Prozent aller weltweit von EcoVadis bewerteten Unternehmen
im Bereich Nachhaltigkeit.
Seit rund zwei Jahren nimmt die Sanner
Gruppe an der Nachhaltigkeitsbewertung
von EcoVadis teil. Nachdem das Unternehmen
zu Beginn des Jahres noch mit Bronze
bewertet wurde, stieg es im Oktober gleich
um zwei Stufen und erhielt den Gold-Status.
Damit gehört Sanner zu den besten fünf
Prozent von über 150.000 weltweit bewerteten
Unternehmen. Die Auszeichnung würdigt
herausragende Ergebnisse in den Bereichen
Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte,
Ethik sowie nachhaltige Beschaffung und
ist insbesondere im der Pharma- und Med-
Tech-Branche etabliert.
„Dieser Meilenstein stärkt unsere Position
als verantwortungsvoller Partner für die
pharmazeutische und nutrazeutische Industry
sowie im CDMO-Bereich“, so Stefan
Verheyden, CEO der Sanner Gruppe. „Der
EcoVadis Gold-Status unterstreicht unsere
Verpflichtung für höchste Transparenz und
Zuverlässigkeit in diesen anspruchsvollen
Märkten.“ Zugleich spiegelt die Auszeichnung
das Engagement des Management-
Teams und den Einsatz aller Mitarbeitenden
wider, bedeutende Veränderungen im
Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben.
Globale Standards für mehr
Nachhaltigkeit
Innerhalb kurzer Zeit hat Sanner das Nachhaltigkeits-
und Compliance-Management
signifikant ausgebaut und in weiten Teilen
auf die internationalen Standorte ausgerollt.
Dank der global harmonisierten Standards
wird die Transparenz weiter erhöht und die
Einhaltung regulatorischer Vorgaben nachhaltig
sichergestellt. „Die Gold-Bewertung
ist sowohl eine Anerkennung unserer Bemühungen
als auch eine starke Motivation,
uns ständig zu verbessern. Nachhaltigkeit
ist nicht nur ein Ziel, sondern die Art und
Weise, wie wir die Zukunft gestalten“, unterstreicht
Verheyden. So wird Sanner die
Maßnahmen an allen Standorten weiter intensivieren,
um auch künftig seine Verantwortung
gegenüber Umwelt, Gesellschaft
und Wirtschaft wahrzunehmen.
Sanner GmbH
D 64625 Bensheim
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Mission des österreichischen
Satelliten PRETTY geht unter
Leitung der TU Graz weiter
Die Österreichische Weltraumagentur und die europäische Raumfahrtorganisation
ESA haben der Weiterführung der Mission zugestimmt. Zukünftig wird
Mini-Klimasatellit PRETTY als Teil des OPS-SAT Space Lab betrieben. Die Projektleitung
geht an die TU Graz über.
Seit mehr als zwei Jahren umkreist der österreichische
Minisatellit PRETTY in einer
Höhe von etwas mehr als 500 Kilometern
auf einer polaren Umlaufbahn die Erde.
Nach seiner Kommissionierungsphase hat
er über ein Jahr kontinuierlich Daten zur
Veränderung des Gletschereises, zu Meereswellenhöhen
und den Auswirkungen
des Weltraumwetters auf die Lebensdauer
von Satelliten geliefert. Ursprünglich war
die Mission für die Dauer eines Jahres geplant.
Nun steht fest, dass die Mission des
gemeinsam von TU Graz, Beyond Gravity
Austria und Seibersdorf Laboratories entwickelten
Satelliten in neuer Form unter
dem Namen OPS-SAT PRETTY weitergeht.
Dies haben die österreichische Agentur
für Luft- und Raumfahrt der FFG und die
europäische Raumfahrtorganisation ESA
vereinbart. „Die Mission von PRETTY war
bislang höchst erfolgreich, daher haben wir
als Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
FFG gemeinsam mit der ESA
einer Weiterführung der Mission bis Dezember
2026 zugestimmt und die erforderlichen
Budgetmittel in der Höhe von 365.000
Euro bereitgestellt“, sagt FFG Geschäftsführerin
Karin Tausz. Als Teil der Verlängerung
geht die Leitung des Projekts von Beyond
OPS-SAT PRETTY im Reinraum an der TU Graz vor seinem Start
im Jahr 2023. (Bildquelle: Lunghammer - TU Graz)
Gravity, Österreichs größtem Raumfahrtzulieferer,
an die TU Graz über, die am Campus
Inffeldgasse auch die Bodenstation von
PRETTY betreibt.
Neue Aufgabe als fliegendes Labor
PRETTY fungiert in Zukunft als Versuchsplattform
als Teil des OPS-SAT Space Lab
(https://opssat.esa.int/). Das galt bereits
für den ebenfalls an der TU Graz gebauten
OPS-SAT, der im Mai 2024 nach einer erfolgreichen,
viereinhalb Jahre langen Mission
beim Eintritt in die Erdatmosphäre
verglüht ist und für die ESA den Nachweis
der Vorzüge solcher Versuchsplattformen
demonstriert hat. Sie ermöglichen es Organisationen,
Unternehmen und auch Privatpersonen,
Software- und Firmware-Experimente
im aktiven Betrieb durchzuführen,
die so bei anderen Missionen nicht möglich
wären. Denn der Satellit ist mit diversen
Subsystemen ausgestattet und bietet daher
österreichischen und internationalen Interessenten
eine flexible und frei konfigurierbare
Plattform für ihre Experimente.
„Nachdem die ursprüngliche Mission
von PRETTY auf ein Jahr ausgelegt war,
freut es uns, dass unser Satellit nun weiter
OPS-SAT PRETTY im Reinraum
an der TU Graz vor seinem Start
im Jahr 2023. (Bildquelle:
Lunghammer - TU Graz)
wertvolle Dienste leisten kann“, sagt Projektleiterin
Manuela Wenger vom Institut
für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation
der TU Graz. „Natürlich
sind wir auch ein wenig stolz darauf, dass
sich PRETTY nach den ebenfalls bei uns
gebauten OPS-SAT und TUGSAT-1, dem
ersten österreichischen Satelliten im All,
als sehr zuverlässig erwiesen hat.“ Neben
Manuela Wenger sind Andreas Hörmer und
Maximilian Henkel Teil des Projektteams an
der TU Graz.
Wissenschaftliche Daten von PRETTY
gehen von Graz in die Welt
Seine ursprüngliche und nun abgeschlossene
wissenschaftliche Mission hat PRETTY
mit Bravour gemeistert. „Wir haben erstmals
eine völlig neue Technologie im Weltraum
getestet und konnten zeigen, dass wir mit
einem Minisatelliten von der Größe eines
Schuhkartons wichtige Klimadaten gewinnen
können, für die sonst ein viel größerer
und teurerer Satellit nötig wäre“, sagt Andreas
Dielacher, der zuständige Systemingenieur
bei Beyond Gravity. „Wir haben dabei
wichtige Kompetenzen im Payload-Bereich
entwickelt, dem Herzstück eines Satelliten.“
Bei der neuen Technologie handelt es sich
um ein von Beyond Gravity entwickeltes,
passives Reflektometer, das von Eis, Wasser
oder Landmassen reflektierte Signale europäischer
und amerikanischer Navigationssatelliten
misst. Klimawissenschafter*innen
können daraus Rückschlüsse auf Umweltdaten
ziehen. Andreas Dielacher: „Die Daten
unseres Reflektometers gingen von der
Bodenstation der TU Graz direkt an uns und
wurden von dort an die Wissenschafter*innen
weitergeleitet.“ Die dazu nötige Hardwareplattform
am Satelliten wurde von der
TU Graz entwickelt.
Ebenfalls an Bord von PRETTY befindet
sich das von Seibersdorf Laboratories
entwickelte Dosimeter SATDOS, das die
Belastung von Weltraumstrahlung und ihre
Auswirkungen auf die Elektronikbauteile
des Satelliten misst. „Dank SATDOS konnten
wir erstmals detaillierte Strahlungsdaten
direkt aus dem Orbit von PRETTY sammeln“,
erklärt Christoph Tscherne, Experte
für Strahlungsfestigkeit und Projektleiter bei
Seibersdorf Laboratories. „Unsere Ergebnisse
zeigen, dass die Strahlenbelastung im
Weltraum erhebliche Auswirkungen auf die
Elektronik von Satelliten haben kann. Besonders
kommerziell erhältliche Standard-
Bauteile, die zunehmend in der Raumfahrt
verwendet werden, sind anfällig.“
Technische Universität Graz
AT 8010 Graz
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Seite 52/75
Das Unternehmen verdoppelt die Fläche für die Entwicklung und Fertigung
von Sensoren und Komponenten zur Flüssigkeitsanalyse
Endress+Hauser erweitert
Standort in Waldheim
Die Endress+Hauser Gruppe hat im sächsischen Waldheim
ein neues Entwicklungs- und Produktionsgebäude für die
Flüssigkeitsanalyse eröffnet. Das Familienunternehmen ist
seit 1990 an dem Standort aktiv und hat sich kontinuierlich
vergrößert. Die Erweiterung ist ein Bekenntnis zur Region
und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum.
Endress+Hauser Liquid Analysis investierte rund 35 Millionen Euro
in den Neubau. Die Nutzfläche des Standorts in Waldheim wurde
nahezu verdoppelt und misst nun mehr als 18.000 Quadratmeter.
Der dreigeschossige Erweiterungsbau bietet Platz für neue Produktionsflächen,
einen Logistikbereich mit vollautomatischem Lager,
einen umfangreichen Entwicklungsbereich mit Büroarbeitsplätzen,
Laboren und Werkstätten sowie ein neues Betriebsrestaurant.
Spezialisiert auf Produktion von pH-Glassensoren
Das neue Entwicklungs- und Produktionsgebäude (am rechten oberen
Bildrand) überragt die bestehenden Fertigungshallen.
Endress+Hauser Liquid Analysis entwickelt und produziert in Waldheim
Sensoren sowie Komponenten für Messumformer zur Flüssigkeitsanalyse
verschiedener Parameter. Der Schwerpunkt liegt auf
pH-Glassensoren, die in einem hochspezialisierten Verfahren hergestellt
werden. Der komplexe Innovationsprozess zur Entwicklung
und Serieneinführung dieser Produkte erfordert eine intensive Zusammenarbeit
aller Beteiligten sowie Platz für individuelle Kreativität
– auf diese Bedürfnisse hin wurde das neue Gebäude gestaltet.
Erweiterung unterstreicht langfristige Strategie
„Mit der Erweiterung schaffen wir Raum für weiteres Wachstum
und setzen ein klares Zeichen für unsere langfristige Standortstrategie.
Auf den neuen Flächen können wir unsere Produktion und
Entwicklung auf ein neues Niveau heben“, sagt Dr. Thomas Buer,
Geschäftsführer von Endress+Hauser Liquid Analysis. Dr. Peter Selders,
CEO der Endress+Hauser Gruppe, ergänzt: „Endress+Hauser
ist technologisch führend. Innovation ist ein Motor unseres Erfolgs,
die Kompetenz unserer Mitarbeitenden bildet die Grundlage dafür.
Deshalb investieren wir kontinuierlich in unser weltweites Netzwerk.“
Endress+Hauser Liquid Analysis zählt zu den international führenden
Anbietern von Messstellen und Komplettsystemen für die
Flüssigkeitsanalyse. Das Unternehmen stützt sich auf das Fachwissen
und Engagement von weltweit mehr als 1.300 Mitarbeitenden.
Rund 430 von ihnen arbeiten in Waldheim. Es gibt weitere Standorte
in Deutschland – unter anderem den Hauptsitz in Gerlingen bei
Stuttgart – sowie in den USA, China und Indien. Die Endress+Hauser
Gruppe zählt global inzwischen über 18.000 Mitarbeitende.
Endress+Hauser AG
CH 4153 Reinach BL 1
Ein Mitarbeiter von Endress+Hauser Liquid Analysis
prüft im neuen Gebäude pH-Sensoren.
Durchschneiden des Bandes in Waldheim: Endress+Hauser
weiht das neue Gebäude ein.
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Seite 53/75
Klimatests in der Praxis
„Wichtig ist die Zuverlässigkeit“
Das renommierte Labor für Umweltsimulationsprüfungen Aspect Quality GmbH
aus Reutlingen gibt Einblick in seinen Testalltag. Dabei erklärt Heiko Walter, einer
der beiden Geschäftsführer, wie die Prüfanlagen und SIMPATI-Software von
Weiss Technik zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Heiko Walter, Geschäftsführer des Prüflabors
für Umweltsimulation Aspect Quality GmbH
aus Reutlingen, arbeitet seit 18 Jahren mit
Prüfanlagen von Weiss Technik und der
zugehörigen Software S!MPATI.
„Schnell, flexibel und mit einem Hang zum
Unkonventionellen“, so lässt sich die Aspect
Quality GmbH beschreiben. Das 2006 gegründete
schwäbische Prüflabor testet sowohl
Produkte der Automotiv-, Luftfahrt-,
Solar- und High-Tech-Industrie als auch
aus der Medizintechnik. Dazu gehören Karosseriekomponenten,
Kabel, Leitungen,
Komponenten der e-Mobility oder auch
Exoten wie beispielsweise alternative Verpackungen
für gefrorenen Instant-Kaffee.
Mit breitem Angebot, darunter Klima-,
Temperatur- und Korrosionswechseltests
sowie Sonnensimulations- und Salzsprühnebelprüfungen,
versteht sich das Testunternehmen
vor allem als Partner bei der
Entwicklung.
Präzise Kontrolle, einfache Bedienung
Zu den mehr als 25 Prüfanlagen und einer
begehbaren Klimazelle des Reiskirchener
Anlagenbauers Weiss Technik nutzt das
Prüflabor auch die zugehörige Software
„S!MPATI“. Aspect-Quality-Geschäftsführer
Heiko Walter: „Mit S!MPATI 4.70 haben
sich Aufzeichnung und Auswertung der
Prüfkammern deutlich verbessert, was die
Arbeit erleichtert.“ Auch der Analyseprozess
sei mit Einsatz des Programms einfacher
geworden, unterstreicht der Laborinhaber.
Heiko Walter bewertet die Software
durchweg positiv: „Die Anlagen sind komplex.
S!MPATI ist perfekt darauf abgestimmt
und benutzerfreundlich im Hinblick
auf den Funktionsumfang.“ Die Software
laufe zudem absolut zuverlässig, bestätigt
der Geschäftsführer. „Auch, wenn wir das
Programm aufgrund der vielen Normen, die
wir mit unseren Tests abdecken, exzessiv
nutzen. Taucht ein Fehler auf, bekommen
wir sofort eine Warnmeldung“, erzählt Heiko
Walter. „So werden die Anlagen super
überwacht.“ Und er fügt hinzu: „Anfangsund
Endbedingungen für eine Temperaturschockprüfung
festlegen, das kann eben nur
S!MPATI.“
Schnelle Updates, neue Möglichkeiten
„Die Aktualisierung der Software geht zügig“,
bescheinigt Heiko Walter. Man versuche
natürlich dafür einen Zeitpunkt zu wählen,
an dem die Prüfkammern nicht so stark
frequentiert seien, betont der Geschäftsführer.
Und verrät: „Hier am Standort Reutlingen
haben wir alle Überwachungsrechner
virtualisiert, es gibt also keine physischen
Rechner mehr. Bei einem neu aufgesetzten
virtuellen Rechner haben wir dann das Update
aufgespielt, alle Features installiert und
schließlich mit den Kammern verbunden –
sozusagen ein Update im fliegenden Wechsel
von der einen Version zur anderen.“
Mit dem neuen Update S!MPATI 4.80
bieten sich weitere Funktionen, erläutert
Laborchef Heiko Walter und präzisiert: „Die
Version ermöglicht beispielsweise, dass wir
Aufzeichnungen aus verschiedenen Zeitpunkten
übereinanderlegen können. So
lassen sich aktuelle Prüfungen mit vergangenen
Tests vergleichen, etwa bei Requalifizierungen.“
Damit könne man erkennen, ob
sich das Verhalten der Kammern verändert
habe. Was laut Heiko Walter die Überwachung
und Zuverlässigkeit der Prüfprozesse
verbessere.
Maximale Leistung, interessante Felder
Die Aspect Quality GmbH schätzt den Leistungsumfang und die Benutzerfreundlichkeit
der Software S!MPATI von Weiss Technik, gerade bei den zahlreichen Prüfnormen, die
es bei den Analysen zu erfüllen gilt. Auch die Installation der Updates läuft stets
zügig, bestätigt das Prüflabor aus Reutlingen.
Auch die Testanlagen von Weiss Technik
überzeugen. „Was uns beispielsweise an den
begehbaren Prüfzellen beeindruckt, ist der
extrem hohe Temperaturbereich von minus
70 bis plus 180 Grad Celsius“, sagt Heiko
Walter und ergänzt: „Nicht jede Klimazelle
kann so einen Temperaturhub abdecken.“
Nicht nur das, wie der Laborinhaber unterstreicht:
„Bei der Klimazelle von Weiss-
Technik können wir selbst große, schwere
Lasten einbringen und das funktioniert auf
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Grund der Unterfahrbarkeit super.“
Unter den Prüfgeräten gibt es auch Lieblingseinrichtungen
des Geschäftsführers,
etwa die Kammer mit simuliertem Sonnenlicht,
„weil das ein extrem spannendes Thema
ist“, erklärt Heiko Walter. Oder die Korrosionsprüfkammer,
„denn da passiert am
meisten“, sagt er weiter und konkretisiert:
„Wenn man die Korrosionsbeständigkeit
eines Produkts prüfen möchte, stellt man es
in die Kammer und holt danach unter Umständen
nur ein Häufchen Rost heraus. Diese
Anwendung ist schon sehr interessant.“
18 Jahre Weiss Technik im Einsatz für
erfolgreiche Klimaprüfungen
Seit 2007 setzt die Aspect Quality GmbH
auf die Produkte des hessischen Herstellers.
Damals haben sich Heiko Walter und sein
Geschäftspartner Markus Theurer für den
Hersteller Weiss Technik entschieden. Auch
für die Zukunft sieht sich das Unternehmen
mit Weiss Technik optimal aufgestellt. Die
Zusammenarbeit sei wirklich gut, betont
der Geschäftsführer und hebt vor allem den
intensiven Austausch auf hohem Niveau
mit den Weiss-Technik-Spezialisten hervor.
„Von ihnen“, bekräftigt Heiko Walter, „erhalte
ich auch wichtige Informationen, die
das Weiterführen und die Zukunft unserer
Firma betreffen. Ich will schließlich wissen,
wohin sich die Technologien entwickeln,
wie beispielsweise das Thema Kältemittelumstellung
auf CO2. Hier liefert mir Weiss
Technik kein 0815-Vertriebsdeutsch, sondern
fachlich klare Aussagen.“
Weiss Klimatechnik GmbH
D 35447 Reiskirchen
Diagnoselösung ValveInsight überzeugt mit digitaler Prozessüberwachung
Bürkert gewinnt Umwelttechnikpreis
Baden-Württemberg 2025
Die Ventil-Diagnoselösung ValveInsight von Bürkert Fluid
Control Systems wurde mit dem Umwelttechnikpreis
Baden-Württemberg 2025 in der Kategorie „Mess-, Steuer-
und Regeltechnik, Digitalisierung, Industrie 4.0“ ausgezeichnet.
Die Lösung hilft Unternehmen dabei, ihre
Prozesse nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Am 11.
November 2025 fand die feierliche Preisverleihung in der
Schwabenlandhalle in Stuttgart-Fellbach statt.
Mit ValveInsight bietet der Fluidikspezialist Bürkert eine Lösung, die
hilft, Produktionsprozesse deutlich nachhaltiger zu gestalten. Bei
herkömmlichen Ventilen ist es oft nicht möglich, direkt zu erkennen,
ob ein Ventil tatsächlich geschaltet hat oder nicht. Dafür wären zusätzliche
Sensoren nötig, die wiederum teuer und aufwendig in der
Integration sind. Hier kommt ValveInsight ins Spiel: Ein speziell entwickelter
Algorithmus analysiert den Strom, der beim Einschalten
der Ventile fließt. Das gibt unter anderem Aufschluss darüber, ob das
Ventil wie geplant geschaltet hat. Dies wird durch die Magnetventilserie
„Whisper Valves“, mit dem patentierten elektrodynamischen
Von links: Michael Hartte, Produkt Manager, Fabian Mittnacht,
Systemingenieur, Josua Printz, Corporate Development, sowie
CTO Stefan Müller (alle vier bei Bürkert) bei der feierlichen Urkundenübergabe
durch Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium
für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes
Baden-Württemberg. (Foto: bmf Armin Burkhardt)
Antrieb, ermöglicht. Es ist also kein zusätzlicher Sensor notwendig,
sondern das Ventil meldet selbst, wenn etwas nicht mehr funktioniert.
Diese digitale Prozessüberwachung spart Material, Energie und
Zeit. Fehler im Ablauf werden früh erkannt, bevor sie zu Ausschuss
oder Ressourcenverschwendung führen. Außerdem ist die Technologie
offen gestaltet und kann einfach in bestehende Systeme integriert
werden. Unternehmen benötigen also nur eines der Whisper
Valves von Bürkert und können den Algorithmus kostenlos bei sich
integrieren, ohne weitere Komponenten kaufen zu müssen.
Dass das auch die Jury des Umwelttechnikpreises überzeugt,
freut Daniel Schmidt aus dem Innovation Management bei Bürkert.
Er betont: „Die Auszeichnung mit dem Umwelttechnikpreis bestätigt
uns in unserer strategischen Ausrichtung und unserem Innovationsansatz.
Mit ValveInsight leisten wir nicht nur einen Beitrag
zur digitalen Transformation, sondern zeigen auch, dass nachhaltige
Technologien bei Bürkert im Zentrum des Handelns stehen.“
Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg
Der Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg wird seit 2009 alle
zwei Jahre vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen
im Bereich nachhaltiger Innovationen. Prämiert werden besonders
fortschrittliche Produkte und Verfahren, die einen bedeutenden
Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz leisten. Der
Preis richtet sich an Unternehmen mit Sitz oder Niederlassung in
Baden-Württemberg, deren Lösungen entweder kurz vor der Markteinführung
stehen oder seit maximal zwei Jahren am Markt sind.
Im Fokus steht dabei die umwelttechnische Leistungsfähigkeit einzelner
Produkte. Die Auszeichnung erfolgt in den vier Kategorien:
Energieeffizienz, Materialeffizienz und Ressourcenschonung, zirkuläres
Wirtschaften und Vermeidung von Umweltbelastungen sowie
Digitalisierung, KI, Mess-, Steuer- und Regeltechnik.
Bürkert GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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Seite 55/75
EFA-SmartBuilding:
Neue Möglichkeiten der
Gebäudeautomatisierung
und Überwachung
Die digitale Lösung EFA-SmartBuilding von EFAFLEX vernetzt die Schnelllauftore
mit bestehenden Gebäudeverwaltungs-Systemen, die die Möglichkeit zur
Automatisierung bieten. Prozesse und Abläufe können verselbstständigt und
überwacht werden.
Der Geruch von bearbeitetem Metall liegt
in der Luft, die Roboter surren umher
und die Fertigungsstraße bewegt sich wie
von Zauberhand. Dazwischen öffnen und
schließen sich Maschinenschutztore und
Schnelllauftore ebenfalls automatisch. Alle
Abläufe und Prozesse sind mit- und aufeinander
abgestimmt dank digitaler Vernetzung.
Eine wichtige Verbindung ist dabei
EFA-SmartBuilding von der EFAFLEX
Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.
KG. Über diese digitale Anwendung können
EFAFLEX-Schnelllauftore zentral und
effizient, zusammen mit anderen smarten
Gebäudekomponenten, gesteuert und verwaltet
werden.
Die Tor- und Steuerungsdaten werden
in Echtzeit in strukturierter und hochqualitativer
Form bereitgestellt. Dies ermöglicht
eine detaillierte Auswertung angeschlossener
Sensoren, proaktive Wartungsplanung
und die Umsetzung komplexer Automatisierungsszenarien.
Kommunikation über Modbus
Die Kommunikation erfolgt über die Modbus
TCP/IP-Verbindung, die ohne Zugang
zum Internet funktioniert, sondern stattdessen
auf Ethernet und Wifi setzt. Mit
dieser Lösung sind Statusinformationen
des Tores abrufbar und ermöglichen unter
anderem eine vorbeugende Instandhaltung
und minimieren damit Ausfallzeiten. Die
Datenstruktur ist in der Konfiguration hoch
flexibel und auf höchstem Sicherheitsstandard
abgesichert.
Mit der smarten Service-Anwendung
von EFAFLEX lassen sich Ausfallzeiten auf
ein Minimum reduzieren. Verschiedene
Aktionen können flexibel gesteuert werden
wie zum Beispiel die Toröffnung, die Deaktivierung
von Öffnungsimpulsen oder der
Folientastatur am Tor.
Voraussetzung für die Nutzung von
EFA-SmartBuilding ist eine EFA-TRO-
NIC®-Torsteuerung sowie die Ausstattung
der verbauten Tore mit dem EFA-Smart-
Connect® Modul.
Dann steht der intelligenten Vernetzung
von EFAFLEX-Schnelllauftoren mit Industriegebäuden
nichts mehr im Weg und eine
sinnvolle Erweiterung für das „Internet of
Things“ (IoT) ist gegeben.
EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co.KG
Fliederstraße 14
D 84079 Bruckberg
Telefon: +49 8765 820
Telefax: +49 8765 82200
eMail: info@efaflex.com
Internet: http://www.efaflex.com
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Seite 56/75
Bewerbungsphase für den
Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis 2026
hat begonnen
Das Fraunhofer IPA vergibt kommendes Jahr wieder den
Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis »DIE OBERFLÄ-
CHE«. Damit werden innovative Anwendungen und Technologien
innerhalb aller Disziplinen der Oberflächentechnik
gewürdigt. Die Bewerbungsphase begann am 6. Oktober,
die Preisverleihung findet am 5. Mai auf der Messe
Surface Technology Germany statt.
Die Auszeichnung »DIE OBERFLÄCHE« prämiert innovative Anwendungen
und Technologien innerhalb aller Disziplinen der Oberflächentechnik.
© Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez
Von 6. Oktober 2025 bis einschließlich 20. Februar 2026 ist es wieder
möglich, sich für den Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE
OBERFLÄCHE zu bewerben. Zur Teilnahme an diesem Wettbewerb
eingeladen sind sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen,
die die Oberflächentechnik-Branche innovierend mitgestaltet
haben, gleichgültig ob in der Galvanotechnik, Lackiertechnik, im
thermischen Spritzen oder in anderen industriellen Bereichen mit
Bezug zur Oberflächentechnik.
Die dreiköpfige Jury bewertet neben der Nachhaltigkeit auch
den Innovationsgrad, die Ausprägung der Technologie oder Anwendung
als Enabling-Technologie sowie die industrielle Umsetzbarkeit.
»Innovation beginnt an der Oberfläche – gerade kleine und
mittlere Unternehmen treiben mit ihren Ideen die Entwicklung ganzer
Branchen voran. Solche Unternehmen sichtbar zu machen und
zu fördern, ist immer wieder unser Antrieb für diese besondere Auszeichnung«,
sagt Juror Martin Metzner, Forschungsbereichsleiter
Oberflächenverfahren, -technik und Materialien am Fraunhofer-Institut
für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.
Sieger des Wettbewerbs 2024 war die Firma Holzapfel Metallveredelung.
Das Unternehmen aus dem mittelhessischen Sinn
überzeugte die Jury mit einem dreh- und kippbaren Galvanikgestell.
Dank des stufenlosen Schwenkwinkels wird einerseits eine bisher
unerreichte Beschichtungsqualität möglich und andererseits eine
sehr große Variabilität bei der Bauteilausrichtung. Diese Wendigkeit
spart Ressourcen, weil es so erstmals möglich ist, Bauteile nur auf
einer Seite zu beschichten, ohne sie vorher maskieren zu müssen.
Preisverleihung auf der Fachmesse Surface Technology Germany
Neben Metzner gehören der interdisziplinären und unabhängigen
Fachjury außerdem Martin Riester (VDMA Oberflächentechnik)
und Michael Hilt (Forschungsgesellschaft für Pigmente und Lacke
e.V.) an. Der Stuttgarter Oberflächentechnik-Preis DIE OBERFLÄ-
CHE wird alle zwei Jahre und 2026 bereits zum zehnten Mal vergeben.
Die Preisverleihung findet am 5. Mai 2026 auf dem Fachforum
der internationalen Fachmesse Surface Technology Germany in
Stuttgart statt.
Alle nötigen Dokumente für die Bewerbung sowie weitere Informationen
stehen unter folgendem Link bereit: https://www.ipa.
fraunhofer.de/oberflaeche
Der erste Platz beim Oberflächentechnik-Preis »DIE OBERFLÄCHE« ging
2024 an die Firma Holzapfel Metallveredelung. Ausgezeichnet wurde
ein dreh- und kippbares Galvanikgestell. © Holzapfel Metallveredelung
GmbH
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12
D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
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Umfangreiches Update des Pathfinding N2 P-PDK von NanoIC ermöglicht Forschern und Entwicklern,
sich mit vollständigen SoC-Architekturen vertraut zu machen und Innovationen voranzutreiben.
NanoIC erweitert sein
bahnbrechendes N2-PDK um
fortschrittliche SRAM-Speichermakros
Diese Woche kündigt die NanoIC-Pilotlinie, eine von imec koordinierte europäische
Initiative zur Beschleunigung von Innovationen im Bereich der Chip-Technologien
jenseits von 2 nm, auf der SEMICON Europe die Veröffentlichung des
N2 P-PDK v1.0 an, einem wichtigen Update ihres N2 Pathfinding Process Design
Kit (P-PDK). Diese neue Version enthält mehrere neue Funktionen, darunter
eine Bibliothek mit 29 SRAM-Speichermakros, mit denen Designer System-on-
Chip-Designs (SoC) mit Frontside- und Backside-Power-Routing erforschen
und benchmarken können. Die Aufnahme der SRAM-Makros in die Designoptionen
bedeutet für das N2 P-PDK v1.0 einen wichtigen Meilenstein für die
Forschung, das Erlernen und die Design-Exploration im Bereich fortschrittlicher
und zukünftiger Knoten.
Auf dem Weg zu SoC-Designs
der kommenden Generation
Da Chip-Technologien mittlerweile eine
Skalierung von weniger als 2 nm erreichen,
wird die Möglichkeit, vollständige Systemon-Chip
(SoC)-Architekturen mit neuartigen
Technologie-Enablern zu erforschen,
immer wichtiger. SoCs, die Logik, Speicher
und Verbindungsfunktionen in einem einzigen
Chip integrieren, sind das Rückgrat
einer Vielzahl digitaler Anwendungen, von
Smartphones und KI-Beschleunigern bis
hin zu Automobilsteuerungen. Die Erforschung
von SoC-Designs in der Frühphase
wird jedoch häufig durch den begrenzten
Zugang zu vollständigen und realistischen
Design-Kits eingeschränkt, die fortschrittliche
oder zukünftige Technologien zur
Skalierungssteigerung wie beispielsweise
Stromversorgungsnetzwerke enthalten.
Diese Lücke erschwert es Designern, Architekturkonzepte
zu validieren, mit neuen
Technologien zu experimentieren oder die
nächste Generation von Chip-Designern
auf fortschrittlichen Knoten zu schulen.
Das niedrigschwellige N2 P-PDK v1.0
von NanoIC soll diese Lücke schließen und
bietet sofortigen Zugriff auf eine Vielzahl
neuer Designfunktionen, darunter ein Portfolio
von 29 gebrauchsfertigen SRAM-Makros
mit Frontside- und Backside-Power-
Routing-Konfigurationen.
Diese duale Konfiguration, die erstmals
in einem wegweisenden PDK angeboten
wird, ermöglicht es Designern, mit der Speicherintegration
in realistischen, fortschrittlichen
Stromnetzen zu experimentieren und
diese zu optimieren. Damit bietet das N2
P-PDK v1.0 von NanoIC nun die Bausteine
für ein vollständiges SoC sowie den architektonischen
Kontext, um zu untersuchen,
wie diese Bausteine innerhalb realistischer
Stromversorgungsnetzwerke interagieren.
Es ermöglicht Anwendern, über das einfache
Logikdesign hinauszugehen und vollständige
SoC-Systeme zu untersuchen und
zu validieren, die die Herausforderungen
und Möglichkeiten des Halbleiterdesigns
der nächsten Generation widerspiegeln.
Barrieren für Lernen und Erkundung
senken
Der Reinraum von Imec bildet die Grundlage für die PDKs von NanoIC, die auf 2-nm-Prozessabläufen
basieren.
Durch die kostenlose Bereitstellung dieser
fortschrittlichen Funktionen für akademische
Forscher, Start-ups und Designteams
senkt NanoIC die Hürden für Innovationen
erheblich, fördert die Entwicklung von Anwendungen
der nächsten Generation und
stärkt die Position Europas in der globalen
Halbleiterlandschaft.
„Mit dieser Version 1.0 unseres N2 P-
PDK können Entwickler die Auswirkungen
neuer Technologiefunktionen und Integrationsoptionen
auf ihre Designs bewerten,
bevor diese in den Angeboten der Foundries
verfügbar sind. Es bietet eine einzigartige
Umgebung, um technologische Wegbereiter
mit praktischer Designumsetzung zu verbinden
und sicherzustellen, dass Durchbrüche
in der Geräteforschung zu Fortschritten
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auf Systemebene führen“, fasst Marie Garcia
Bardon, Abteilungsleiterin bei imec und
Arbeitspaketleiterin innerhalb der NanoIC-
Pilotlinie, zusammen.
Aufbauend auf den Erkenntnissen aus
dem vorherigen N2 P-PDK legt diese Version
den Grundstein für zukünftige PDK-
Iterationen und führt in den kommenden
Jahren zusätzliche fortschrittliche Logik-,
Speicher- und Verbindungs-PDKs ein.
Die Roadmap umfasst zukünftige Versionen
des N2 P-PDK sowie die kommenden
A14- und A7-Logik-P-PDKs, eDRAMund
SOT-Speicher-PDKs und fortschrittliche
Verbindungslösungen (RDL, Hybrid
Bonding, Interposer), die Innovationen
im gesamten Spektrum der Chip-Technologien
der nächsten Generation ermöglichen.
Um Designer dabei zu unterstützen, das
volle Potenzial des N2 P-PDK v1.0 auszuschöpfen,
wird am 25. und 26. März 2026
ein spezieller Workshop organisiert. Diese
Veranstaltung bietet einen theoretischen
Rahmen, gefolgt von praktischen Schulungen
unter Verwendung von zwei verschiedenen
EDA-Tools: Cadence und Synopsys.
Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die
SRAM-Speichermakros, aktualisierte Designregeln
und Integrationsstrategien auf
Systemebene. Weitere Details und die Möglichkeit
zur Anmeldung unter der NanoIC
Website.
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
Höhere Effizienz dank
maßgeschneiderter Lösungen
Ineffiziente Vakuumsysteme können zu höheren Kosten oder sogar Produktionsunterbrechungen führen. Der kostenlose
Vacuum Diagnostics Service von Busch Vacuum Solutions bewertet die Systemleistung und gibt Verbesserungsvorschläge,
die für einen zuverlässigen und effizienten Betrieb sorgen.
Viele Branchen vertrauen auf Vakuumsysteme, um ihre Produktionsziele
zu erreichen. Stabile Prozesse mit geringem Energieverbrauch,
hoher Verfügbarkeit und effizientem Betrieb sind dabei
erfolgsentscheidend. Zu diesem Zweck hat Busch Vacuum Diagnostics
eingeführt, einen einzigartigen kostenlosen Service zur systematischen
Bewertung und Optimierung von Vakuumequipment.
Ein Vakuumsystem ist mehr als nur eine Vakuumpumpe. Es besteht
aus miteinander verbundenen Komponenten wie Ventilen,
Messgeräten, Verrohrungen und Steuereinheiten, die jeweils die
Gesamtleistung und -effizienz beeinflussen. Da jede Anwendung
mit spezifischen Anforderungen einhergeht, erzielen standardisierte
Lösungen oft nicht die besten Ergebnisse. Deshalb beginnt
bei Busch der Prozess der Entwicklung einer neuen oder der Optimierung
einer bestehenden Vakuumlösung mit einer detaillierten
Bewertung des individuellen Systems und seiner Betriebsbedingungen.
Mithilfe des Vacuum Diagnostics Service können ungenutzte
Potenziale in bestehenden Systemen identifiziert sowie ein
nachhaltigerer und kostengünstigerer Betrieb ermöglicht werden.
(Bild: Busch Vacuum Solutions)
Systembewertungen als erster Schritt
Vacuum Diagnostics umfasst eine umfassende Bewertung der gesamten
Vakuuminstallation vor Ort. Dazu gehören Sichtprüfungen
und Leistungsbeurteilungen zur Ermittlung von Ineffizienzen, Energieverlusten
und Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung. Die
Bewertung umfasst sowohl das vorhandene Equipment als auch das
allgemeine Systemdesign.
Nach der Bewertung erhalten die Betreiber kostenlose Empfehlungen
im Rahmen des Vacuum Diagnostics Service. Diese können
Ziele wie die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Senkung des
Geräuschpegels oder die Verbesserung der Zykluszeiten umfassen.
Die definierten Prioritäten dienen dann als Grundlage für mögliche
Verbesserungen.
Busch bietet Lösungen statt Produkten an
Im Anschluss an die Festlegung der Anforderungen haben Kunden
die Möglichkeit, fortzufahren und die vorgeschlagenen Verbesserungen
in Auftrag zu geben. Die Ingenieure von Busch arbeiten eng
mit den Kunden zusammen, um maßgeschneiderte Maßnahmen
umzusetzen. Je nach System kann dies ein Upgrade auf energieeffiziente
Vakuumpumpen, die Integration variabler Drehzahlantriebe,
eine Verbesserung der Steuerungssysteme, die Optimierung von
Wartungsplänen oder die Einführung digitaler Überwachungstools
beinhalten.
Mit diesen Maßnahmen sollen Spitzenleistung, geringere Betriebskosten
und minimale Stillstandszeiten sichergestellt werden.
Optionale Schulungen und langfristige Überwachung tragen dazu
bei, diese Verbesserungen zu sichern, unterstützt durch das globale
Servicenetz von Busch.
Busch Vacuum Solutions
D 79689 Maulburg
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Der kartesische
Roboter H-Bot zeichnet
sich durch ein kompaktes und
äußerst vielseitiges Design aus.
(Copyright: Bild: Rollon GmbH)
Die Linearachsen des Clean Room
System ONE gewährleisten eine exakte
Positionierung mit hoher Dynamik, sind
langlebig, flexibel, wartungsarm und geeignet für
Anwendungen im Reinraum. (Copyright: Bild: Rollon GmbH)
Rollon realisiert innovative, zuverlässige und maßgeschneiderte Lösungen
Lineartechnik als Schlüssel
zu effizienter Laborautomation
Lineartechnik ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen
Laborautomation. Sie ermöglicht präzises Bewegen,
Positionieren und Dosieren und macht Abläufe reproduzierbar
und sicher. Die individuell konfigurierbaren Linearachsen
und Linearsysteme von Rollon kombinieren höchste
Wiederhol- und Positioniergenauigkeit mit kompakter, robuster
und modularer Bauweise sowie einem wartungsarmen
Betrieb und steigern so Effizienz, Flexibilität und Prozessqualität
signifikant.
Präzision, Zuverlässigkeit, Wartungsarmut, Kompaktheit und Prozesssicherheit
sind entscheidende Faktoren der Laborautomation.
Als Spezialist für lineare Bewegungssysteme kennt Rollon die branchenspezifischen
Anforderungen genau und realisiert flexible, maßgeschneiderte
Lineartechniklösungen, die hochdynamische Bewegungsabläufe
und reproduzierbare Prozesse sicherstellen – ob im
Probenhandling, in Pipettiersystemen, in Dosier- und Liquid-Handling-Anwendungen
oder in der Hochdurchsatz-Analytik.
Portalsystem H-Bot: Eine leichte, kompakte und
effiziente Lösung
Maximale Effizienz bei minimalem Platzbedarf: Das Portalsystem
H-Bot bietet ein hohes Maß an Präzision und Dynamik und deckt
trotz seiner außergewöhnlich kompakten Bauweise einen großen
Arbeitsbereich ab. Der kartesische Roboter ist für Lasten bis 10 kg
ausgelegt und zeichnet sich durch ein innovatives Design mit Einzelriemenkonzept
und Doppelmotor auf der X-Achse aus. Der Verzicht
auf einen Motor an der Y-Achse führt zu einer Reduzierung
der bewegten Massen, was die Vibrationen verringert und eine hohe
Dynamik ermöglicht. Dank seiner vielseitigen Konfiguration und
seiner hervorragenden Performance passt sich der H-Bot perfekt
an verschiedene Betriebsumgebungen an und ist eine leistungsfähige
Lösung für moderne lineare Bewegungsanforderungen. In der
Laborautomation kommt das Portalsystem unter anderem bei der
Dosierung und Dispensation von Zutaten in der Medikamentenproduktion
zum Einsatz.
Clean Room System ONE: Ideal für Reinraumanwendungen
Speziell für Anwendungen im Reinraum hat Rollon das Clean Rollon
System ONE entwickelt. Die modularen Linearachsen bestehen aus
Aluminium und Edelstahl und sind so konstruiert, dass keine Partikel
in die Umgebung gelangen können, in der sie installiert sind.
Der Antrieb erfolgt über einen hochwertigen Polyurethan-Zahnriemen
mit AT-Profil. Die Reinraumachsen gewährleisten eine exakte
Positionierung mit hoher Dynamik, sind rostfrei, korrosionsfest,
langlebig, flexibel sowie wartungsarm und kommen mit minimalen
Mengen an Schmierstoff zurecht. Das gewährleistet eine zu 100 %
saubere Applikation.
Breites Lineartechnik-Portfolio für die Laborautomation
Für geringere Anforderungen an die Partikelemission stehen weitere
Produktlinien zur Auswahl. Die selbstausrichtenden Laufrollenführungen
der Compact Rail ermöglichen einen Ausgleich von Parallelitätsfehlern
der Montageflächen sowie von Höhenversatz oder
Winkelfehlern zwischen den Führungen. Bei der Curviline handelt
es sich um rollenbasierte Bogenführungen mit konstanten und variablen
Radien – ideal für nichtlineare Bewegungen. Die V-Line und
die Heavy Line sind Spezialisten für schwere Lasten und die Cross
Roller Rails vereinen Präzision und Steifigkeit in kompakten Querschnitten.
Neben Linearführungen und Linearachsen sind auch Kugelgewindetriebe,
Nadellager und Gelenkköpfe unerlässlich für die
Funktionalität und Zuverlässigkeit vieler labortechnischer Geräte
und Systeme, da sie eine präzise Steuerung von Bewegungen bieten
und die Lebensdauer der Geräte erhöhen. Alle Lösungen werden
individuell konzipiert und passgenau auf die jeweilige Applikation
zugeschnitten.
ROLLON GmbH
D 40589 Düsseldorf
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Unternehmen fokussiert sich künftig stärker auf zielgerichtete
Kundenveranstaltungen und regionale Messeformate.
Sumitomo (SHI) Demag zieht
positives Fazit zur K 2025 und richtet
Messepräsenz in Europa strategisch neu aus
Sumitomo (SHI) Demag blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme an
der K 2025 zurück und kündigt im Zuge dessen eine strategische
Neuausrichtung seiner Messeaktivitäten in Europa an.
CSO Anatol Sattel bezeichnet die K 2025 als zentrale Plattform
der internationalen Kunststoffindustrie. Auf dem komplett neu
gestalteten Messestand präsentierte das Unternehmen zukunftsweisende,
energieeffiziente und automatisierte Technologien. „Die
Besucherzahlen übertrafen unsere Erwartungen deutlich“, berichtet
Sattel. Besonders stark sei das Interesse von Fachbesuchern
aus Amerika und Asien gewesen. „Die dominierenden Themen der
Messe – Digitalisierung, Automatisierung und Effizienzsteigerung
– standen auch bei uns im Mittelpunkt. Diese Schwerpunkte stärken
unsere Position im internationalen Wettbewerb, insbesondere
gegenüber asiatischen Mitbewerbern.“
Im Anschluss an den erfolgreichen Messeauftritt und im Einklang
mit den Unternehmenszielen richtet Sumitomo (SHI) Demag
seinen Fokus künftig noch stärker auf den direkten Austausch mit
Kunden. Das Unternehmen wird gezielt auf interaktive, individuell
gestaltete Veranstaltungen in Deutschland und anderen europäischen
Märkten setzen, um die Zusammenarbeit mit Partnern zu
fördern.
Im Rahmen einer klaren strategischen Fokussierung richtet
Sumitomo (SHI) Demag seine Messeaktivitäten neu aus und setzt
dabei auf zielgerichtete, effiziente Kommunikationsformate. So
wird das Unternehmen bei der Fakuma 2026 bewusst auf einen
eigenen Messestand verzichten, um Ressourcen gezielt in die
Entwicklung und Präsentation neuer Technologien zu investieren.
„Der deutsche Markt bleibt für uns von zentraler Bedeutung
– das steht außer Frage“, betont Sattel. Künftige Messeauftritte
sollen künftig noch stärker an die Innovationszyklen der Forschung
und Entwicklung gekoppelt werden. Auf diese Weise will
Sumitomo (SHI) Demag neue Lösungen genau dann vorstellen,
wenn sie marktreif sind – und so maximale Aufmerksamkeit und
Kundennutzen erzielen.
Stattdessen investiert Sumitomo (SHI) Demag verstärkt in kleinere,
zielgerichtete Formate und regionale Fachmessen. „Wir werden
neue Eventkonzepte und interaktive Formate etablieren, die
einen noch persönlicheren Austausch mit unseren Kunden ermöglichen“,
erklärt Sattel. Bereits jetzt bereiten Teams in Deutschland,
Spanien, Italien, Polen, Tschechien, Frankreich und Großbritannien
lokale Netzwerkveranstaltungen vor – in enger Zusammenarbeit mit
Partnern aus den Bereichen Automatisierung, Technologie und Material.
Parallel dazu baut das Unternehmen seine Präsenz auf regionalen
Fachmessen wie der Swiss Plastics Expo (CH), FIP und Pharmapack
(FR), Interplas (UK), Plastpol (PL), Samuplast (IT), MSV
(CZ) und KUTENO (DE) weiter aus.
Nach dem erfolgreichen Kundenevent für den Medizintechniksektor
am Hauptsitz in Schwaig im Sommer 2025 hat Sumitomo
(SHI) Demag zudem ein wachsendes Interesse an persönlichen
„Open House“-Veranstaltungen festgestellt. „Unsere kurzfristige
Priorität liegt darauf, unsere Kunden in einem herausfordernden
Marktumfeld noch direkter und zielgerichteter zu unterstützen“, so
Anatol Sattel.
Die Neuausrichtung ist das Ergebnis einer sorgfältigen strategischen
Bewertung und Ausdruck des starken Engagements von
Sumitomo (SHI) Demag für seine europäischen Kunden. „Today. Tomorrow.
Electric. steht für unser Versprechen, gemeinsam mit unseren
Partnern den Fortschritt in der Kunststoffverarbeitung nachhaltig
voranzutreiben“, fasst Anatol Sattel zusammen.
Sumitomo (SHI) Demag
D 90571 Schwaig
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Der European Heat Pump Summit 2025 brachte internationale Experten aus Industrie,
Forschung und Lehre in Nürnberg zusammen. Mit einem vielseitigen Kongressprogramm
und der dazugehörigen Foyer-Expo bot die Veranstaltung wertvolle Impulse und persönliche
Begegnungen für die Wärmepumpenbranche.
European Heat Pump Summit
überzeugt die internationale Branche
Mit 424 Teilnehmenden aus 38 Ländern unterstrich der European Heat Pump
Summit 2025 erneut seine Strahlkraft. Die breite Präsenz von Experten aus Industrie,
Forschung und Lehre bestätigte die Rolle der Veranstaltung als zentrale
Wissens- und Netzwerkplattform der internationalen Wärmepumpenbranche.
Diese zeigt sich stark und zukunftsorientiert – ein Eindruck, den insbesondere
rund 40 hochkarätige Vorträge untermauerten. In der begleitenden Foyer-Expo
präsentierten 32 Aussteller aktuelle technologische Entwicklungen und innovative
Lösungen.
„Der European Heat Pump Summit ist
ein Ort, an dem sich Expertise und Praxis
begegnen – und genau das macht ihn so
wertvoll für die internationale Wärmepumpen-Community“,
betont Daniela Heinkel,
Leiterin des European Heat Pump Summit
und der Chillventa bei der Nürnberg-
Messe. „Zu erleben, mit welcher Offenheit
und Begeisterung die Teilnehmenden den
fachlichen Austausch nutzen, war für mich
persönlich ein echtes Highlight. Die große
Beteiligung und die lebendige Atmosphäre
bestätigen, wie wichtig der Summit für die
Branche ist.“
Dr. Rainer Jakobs, fachlicher Koordinator
European Heat Pump Summit und Chillventa
CONGRESS, zieht ein positives Fazit:
„Die Inhalte spiegelten die kontinuierliche
Entwicklung der Wärmepumpenbranche
und ihre wachsende Relevanz in verschiedenen
Anwendungsfeldern wider. Neben
Marktanalysen und politischen Rahmenbedingungen
standen Zukunftsthemen im Fokus
– etwa Modellierungsmethoden mit digitaler
Simulation, die bis zum Digital Twin
reichen, oder Wärmepumpenlösungen für
Industrie und Fernwärme im Megawattbereich.
Bemerkenswert ist, wie sich auch
etablierte Unternehmen aus dem Motorenund
Maschinenbau zunehmend mit der
Wärmepumpentechnik auseinandersetzen
und so zur Weiterentwicklung der Branche
beitragen.“
Kongressprogramm: Fachlicher Wegweiser
für die Wärmepumpenbranche
Das zweitägige Kongressprogramm bot eine
Vielzahl hochkarätiger Vorträge zu aktuellen
Entwicklungen und Herausforderungen der
Wärmepumpentechnik. Im Fokus standen
unter anderem politische Rahmenbedingungen
und die derzeitige Marktsituation,
wie sie etwa von der EHPA (European Heat
Pump Association) im Vortrag „From policy
to certification“ vorgestellt wurden. Auch
die Marktanalysen zum deutschen und niederländischen
Wärmepumpenmarkt zeigten,
wie stark politische Entscheidungen
und infrastrukturelle Veränderungen die
Technikentwicklung beeinflussen.
Beiträge aus dem Maschinenbau verdeutlichten,
wie sich etablierte Industriezweige
auf die Wärmepumpen-Technologie
ausrichten: so sprach Manon Längle, Getzner
Werkstoffe GmbH über Schwingungsminimierung,
während Andreas Baumgartner,
AVL List GmbH erläuterte, wie Automotive-Testmethoden
die Wärmepumpentechnik
voranbringen. Technologische Innovationen
wurden auch anhand des weltweit
größten R-744-Wärmepumpenprojekts
in Esbjerg präsentiert, das neue Maßstäbe
für industrielle Anwendungen setzt. Ergänzt
wurde dies durch Beiträge zur Nutzung industrieller
Abwärme, zur Integration mehrerer
Wärmequellen im Bestand sowie zur
Modellierung von Verdichterprozessen mit
brennbaren Kältemitteln.
Die Themenvielfalt spiegelte die Breite
der Branche wider – von leisen Wärmepumpenlösungen
für den Wohnbereich bis hin
zu Megawatt-Anwendungen für die Fernwärme.
Dabei wurde deutlich: Die Wärmepumpe
ist nicht nur Schlüsseltechnologie
für die Energiewende, sondern auch Treiber
für interdisziplinären Austausch.
„Connecting Experts“: Netzwerken mit
persönlicher Note
© NürnbergMesse / Uwe Niklas
Beim Get-together am ersten Kongressabend
nutzten viele Teilnehmende die entspannte
Atmosphäre, um den Tag gemeinsam
ausklingen zu lassen, neue Kontakte
zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu
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vertiefen. Bei fränkischen Schmankerln und
angeregten Gesprächen entwickelte sich
der informelle Austausch schnell zum sozialen
Höhepunkt des Summits und unterstrich
die Bedeutung persönlicher Begegnungen.
Foyer-Expo: Marktakteure im Gespräch
Begleitend zum Kongress präsentierten sich
32 Unternehmen in unmittelbarer Nähe zum
Vortragsraum — eine ideale Gelegenheit für
den direkten Austausch und die Verbindung
von Theorie und Praxis. Unter den nationalen
Ausstellern stellte etwa Bitzer energieeffiziente
Verdichtertechnologien vor,
während Ziehl Abegg fortschrittliche Lüfter-
und Steuerungslösungen für leise und
leistungsfähige Wärmepumpensysteme
demonstrierte. Auf internationaler Ebene
waren unter anderem Danfoss (Dänemark)
mit smarten Regelungs- und Sensorlösungen
sowie das japanische Unternehmen
Mayekawa, bekannt für industrielle Abwärmenutzung,
vertreten. Diese Kombination
aus Komponentenentwicklung, digitaler
Intelligenz und industrieller Prozessinnovation
unterstreicht einmal mehr das Motto
Chillventa Connecting Experts – Fachleute
treffen auf Fachleute, um gemeinsam
konkrete Lösungen voranzutreiben.
Save the Date
Die nächste Gelegenheit zum internationalen
Branchenaustausch bietet die Chillventa
2026, die vom 13. bis 15. Oktober 2026
in Nürnberg stattfindet. Bereits am Vortag,
dem 12. Oktober 2026, startet der Chillventa
CONGRESS. Der nächste European Heat
Pump Summit findet vom 26.-27. Oktober
2027 statt.
NürnbergMesse GmbH
D 90471 Nürnberg
Premiere auf Europas führender Halbleiter-Fachmesse SEMICON
APT präsentiert zertifizierte
High-Purity-Schlauchlösungen
für die Halbleiterindustrie
Zum ersten Mal präsentierte sich APT Advanced Polymer Tubing,
ein Unternehmen der Masterflex Group, vom 18. bis 21. November
2025 auf der SEMICON EUROPA. Als etablierter Spezialist für
hochreine Fluorkunststoffschläuche und maßgeschneiderte High-
Purity-Tubing-Systeme brachte APT seine technische Expertise
und Entwicklungskompetenz in die Messehallen – und direkt in den
Dialog mit Entscheidern aus der gesamten Halbleiter-Wertschöpfungskette.
Semicon-Projektpartner APT als Aussteller auf der Fachmesse
„Unsere hochreinen Lösungen sichern kritische Prozesse in der
Halbleiterfertigung – für ein Maximum an Reinheit und Effizienz
an den Produktionslinien hochsensibler Fabs. Dank eigener Entwicklung,
Inhouse-Konfektionierung und zertifizierter Materialien
liefern wir nicht nur Standardprodukte, sondern exakt auf den Kundenprozess
abgestimmte Sonderlösungen,“ betont Giovanni Rossi,
APT | High-Purity-Schlauchlösungen (Copyright: Masterflex Group)
Segment Leader Semicon bei der Masterflex Group. Giovanni Rossi
steht auf der Messe für Fachgespräche, Projektanfragen und strategische
Partnerschaften bereit.
Schlauchtechnologie für die Halbleiterindustrie
- Höchste Lieferverfügbarkeit & Qualitätssiegel Teflon
APT kombiniert zertifizierte Rohstoffe mit höchsten Qualitätsstandards
und intelligenten Produktionsprozessen - für High-Purity
Schlauchlösungen, die in puncto Reinheit, chemische Beständigkeit
und Prozessstabilität Maßstäbe setzen.
“Gerade in Anwendungen wie z.B. Stereolithographie, Waferbonden
oder auch Nasschemie, in der jede Verzögerung, jede Verunreinigung
Produktionskosten in Millionenhöhe verursachen
kann, ist maximale Reinheit sowie Lieferfähigkeit entscheidend.
APT hat gezielt in Produktionskapazitäten, Lieferketten und Materialvorhaltung
investiert. Das Ergebnis: maximale Verfügbarkeit, auf
Wunsch maßgeschneiderte Fertigung, und die Sicherheit, dass jedes
Schlauchsystem aus abgestimmten Herstellungsprozessen und
hochreinen, rückverfolgbaren Materialien – einschließlich Teflon
– stammt”, so Giovanni Rossi.
Neben hochreinen Fluorpolymer-Schläuchen für die empfindlichsten
Produktionsschritte bietet die Unternehmensgruppe außerdem
wirtschaftliche Alternativen für weniger kritische Bereiche an.
Sonderlösungen wie z.B. 2D- und 3D-Formschläuche, Containment
Systemlösungen oder Luftversorgungsschläuche können angefragt
werden. Bei Anwendungen, die nicht aus High-Purity-Werkstoffen
sind, können die Schwesterunternehmen Novoplast Schlauchtechnik
und Masterflex weiterhelfen.
Masterflex Group
D 45891 Gelsenkirchen
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Eckelmann blickt auf eine erfolgreiche erste CPHI zurück
Kundenindividuelle Automatisierungen
für effiziente biopharmazeutische
Produktionsprozesse
Weltweit über 100 kundenindividuelle Automatisierungen
in der Medizintechnik, weitere 100 in der Biotechnologie
und Verantwortung für 25 Entwicklungsprojekte: eine Bilanz,
die für sich spricht. Die Eckelmann Group hat sich als
Automatisierungspartner für Anforderungen der Pharmaindustrie,
Biotechnologie und Medizintechnik etabliert. Zur
Frankfurter Messe präsentierte das hochmotivierte Team
Automatisierungskompetenz mit einem Augenzwinkern:
einem Schaltschrank mit flexibel gesteuerter Cocktailbar.
Mit etwa 65.000 Besuchern und 2.400 Ausstellern aus über 166 Ländern
ist die CPHI internationale Plattform für die Unternehmen der
gesamten pharmazeutischen und biotechnologischen Lieferkette.
Erstmals reihte sich Eckelmann als Aussteller ein – und überzeugte.
„Einzigartig macht uns die partnerschaftliche Zusammenarbeit
bei der Entwicklung individueller Automatisierungslösungen für
und mit Kunden aus der Biotechnologie, Pharmaindustrie und Medizintechnik.
Das reicht von der individuellen Softwarelösung bis
zum Engineering, Bau und Testen individueller Schaltschränke –
einen hatten wir exemplarisch auf der CPHI ausgestellt. Noch während
der Messe konnten wir Neukunden-Projekte in Deutschland,
aber auch in Ägypten, der Türkei, den USA, Kanada und Südostasien
anstoßen“, freut sich Jörg Thomas, bei Eckelmann Head of Sales für
Pharma, Biotechnology und Medizintechnik, über den Erfolg der
CPHI-Premiere. Für ihn steht fest: „Wir sind in 2027 wieder dabei!“
Spitzentechnologie für die Welt-Gesundheit
Das nachhaltige Entwicklungsziel der Vereinten Nationen sieht vor,
bis 2030 „ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu
gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern“. Technologien der
Automatisierung und Digitalisierung werden bei dieser Aufgabenstellung,
beim Kampf gegen Armut und beim Erreichen von Klimazielen
zentraler Schlüssel sein. Voller Leidenschaft entwickeln über
250 Eckelmann-Ingenieure Lösungen für die Biotechnologie, Pharmaindustrie
und Medizintechnik, um beim Erreichen dieser Ziele
einen entscheidenden Beitrag zu leisten.
Im Entwicklungsalltag liefern Eckelmann-Ingenieure Engineering,
Produktion, Parametrisierung, Test und Inbetriebnahme aus
einer Hand. Dazu gehören Steuerungslösungen für (Produktions-)
Maschinen und Gesamtanlagen. Konkret gezeigt wurde die Steuerungskompetenz
bei der Cocktailbar am Messestand, die Mischen &
Abfüllen automatisiert übernahm. Für Endkunden bietet Eckelmann
sowohl für Braunfield-Anlagen als auch für Greenfield-Projekte
Komplettlösungen an. Bei einem kühlen Fitness-Getränk tauschten
sich Fachbesucher und Vertriebs-Team zu den zentralen Anforderungen
in Produktion und Intralogistik aus.
Partner von Losgröße 1 bis zur Serienfertigung
Eckelmann-Ingenieure bieten Lösungen aus einer Hand: Entwickelt
werden herstellerunabhängige Individuallösungen für Branchen mit
speziellen regulatorischen Anforderungen von Maschinen und Anlagen
in Losgröße 1 (Sonderanfertigung) bis zur Serienfertigung.
Konkrete Layouts, die von Eckelmann als Systemintegrator partnerschaftlich
mit und für Kunden entwickelt wurden, wurden exemplarisch
an einer interaktiven Präsentation erläutert.
Individuelle Automatisierung: Leitsysteme aus einer Hand
Begeistert von der Qualität der Messekontakte: Eckelmann feierte als
Automatisierungspartner für Anforderungen der Pharmaindustrie,
Biotechnologie und Medizintechnik auf der Frankfurter CPHI seine
erfolgreiche Premiere. (Bildnachweis: Eckelmann AG / K. Ohlenschläger)
Spezialist ist das Eckelmann-Team für Leitsysteme, die Eckelmann
FactoryWare® Solutions, weltweit über 1.000mal für automatisierte
Prozesse im Einsatz, von der Produktentstehung bis zum Versand.
Dazu gehören Dosier-, Misch-, Förder-, Abfüll-, Verpackungs- und
Logistikprozesse. Sicherheit gewährleisten Auswertung und Überwachung
über Eckelmann FactoryWare® Analytics.
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Optimale Skalierbarkeit bei Bioreaktoren
Bioreaktoren erhalten von Ingenieur-Teams der Eckelmann Gruppe
aus einer Hand die komplette Hard- und Softwareentwicklung
einschließlich der Installation der Elektronik-Hardware und Systemtests.
Verbunden damit die Fähigkeit zu konsistenter, optimaler
Skalierbarkeit. Über Eckelmann-Software werden beispielsweise
Pumpen, Gase, Motoren, Sensoren und Temperatur im Reaktorumfeld
gesteuert.
Therapie-Kontrollsystem im Kampf gegen den Krebs
Das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) war die erste
Therapieeinrichtung in Europa, die bei der hochpräzisen Tumorbehandlung
von Krebs mit Schwerionen arbeitete und weltweit die
erste, die über eine Gantry verfügt. Zur optimalen Bestrahlung rotiert
die bewegliche Strahlführanlage 360° um den Patienten. Ingenieur-Teams
von Eckelmann entwickelten, realisierten und lieferten
die Kontrollsysteme für den Teilchenbeschleuniger und den Therapiebereich
und betreuen seither die Anlage – inklusive Weiterentwicklung
der bestehenden Systeme.
Die geladenen Teilchen werden auf 70 % der Lichtgeschwindigkeit
beschleunigt und zielgenau in Richtung Tumor geschickt. Am
Beschleuniger-Kontrollsystem können über 100.000 verschiedene
Kombinationen der Strahlparameter eingestellt werden.
Während der Behandlung muss der Ionenstrahl permanent
überwacht und analysiert werden; er kann im Notfall innerhalb
von 200 millionstel Sekunden automatisch abgeschaltet werden.
Eckelmann AG
D 65205 Wiesbaden
Vom 14. bis 17. April 2026 präsentieren sich Weltmarktführer, Innovationstreiber und Mittelständler
der industriellen Lackiertechnikbranche mit internationaler Beteiligung auf Rekordniveau
PaintExpo erwartet Aussteller
aus 26 Nationen
In Bestform zeigt sich fünf Monate vor Messebeginn die PaintExpo
2026: Bereits mehr als 360 Aussteller haben sich ihren Platz auf der
Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik gesichert. Damit sind
schon jetzt rund 90 Prozent der zur Verfügung stehenden 30.000
Quadratmeter Ausstellungsfläche belegt. Besonders erfreulich: Der
internationale Anteil liegt bei 54 Prozent. Unternehmen aus insgesamt
26 Ländern werden vertreten sein. Zu den stärksten Ausstellerländern
zählen Italien, die Türkei, Frankreich, die Schweiz und
Polen.
„Wir freuen uns, dass die PaintExpo erneut eine so starke internationale
Strahlkraft entwickelt“, sagt Carmen Bender, Projektdirektorin
der PaintExpo. „Dass sich diesmal auch Unternehmen
aus Ländern wie Zypern, Ägypten und Vietnam angemeldet haben,
zeigt, wie global die industrielle Lackiertechnik mittlerweile aufgestellt
ist. Diese Vielfalt bringt neue Perspektiven, Technologien und
Märkte zusammen und bestätigt die PaintExpo zum Treffpunkt der
weltweiten Branche.“
Neben dem bewährten Messekonzept wartet die PaintExpo
2026 mit einer zukunftsorientierten Neuerung auf: Der Messe-Freitag
widmet sich einer ausgesprochen wichtigen Zielgruppe. Angehende
Absolventinnen und Absolventen sollen für die vielfältigen
Berufsmöglichkeiten in der Lackiertechnikbranche begeistert werden
– auch aus fachfremden Studienrichtungen. In Kooperation mit
Hochschulen aus einem Umkreis von 200 Kilometern um Karlsruhe
werden Studierende zum Beispiel aus den Fachbereichen Elektrotechnik,
Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Softwareentwicklung
eingeladen. Ein Keynote-Vortrag mit branchenübergreifender
Relevanz, geführte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern sowie
Praxisbeispiele direkt an den Ständen zeigen, wie vielseitig der Einstieg
in die Lackiertechnik sein kann. Das Konzept wird vom Beirat
der PaintExpo unterstützt und bietet interessierten Ausstellern die
Möglichkeit, sich zusätzlichen potenziellen Nachwuchskräften zu
zeigen.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen der Leipziger Messe
und der Messe Karlsruhe profitieren Aussteller und Besucher im
kommenden Jahr von optimierten Abläufen vor Ort. So sorgen moderne
Infrastrukturmaßnahmen und die wieder verfügbare Nutzung
des Parkplatzes P3 für einen reibungsloseren Zugang und ein insgesamt
komfortableres Messeerlebnis.
Der Ticketshop zur PaintExpo 2026 ist ab sofort geöffnet. Wer
sich frühzeitig registriert, profitiert von einer bequemen Online-Buchung,
vermeidet Wartezeiten vor Ort und kann seinen Messebesuch
optimal im Voraus planen. Auch für ausstellende Unternehmen
lohnt es sich, ihre Kunden und Partner bereits jetzt auf die Möglichkeit,
des Ticketkaufs aufmerksam zu machen: www.paintexpo.de/
tickets.
Leipziger Messe GmbH
D 04356 Leipzig
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Seite 65/75
ACHEMA 2027 nimmt Innovationen in der
Life-Science- und Prozessindustrie sowie
Energiethemen noch stärker in den Fokus
Vom 14. bis 18. Juni 2027 ist die ACHEMA zurück auf dem Frankfurter Messegelände
und rückt die Zukunftsthemen Energie, Life Sciences, Nachhaltigkeit und
Digitalisierung noch stärker in den Mittelpunkt. Aussteller können sich ab jetzt
anmelden.
Teilnehmer aus der Pharma- und Life-
Science-Industrie und weit mehr als 1.000
Aussteller boten spezialisierte Lösungen für
diese Branche an. Die ACHEMA 2027 greift
diese Dynamik auf und positioniert sich
noch klarer als Weltforum und Internationale
Leit messe der Life-Science- und Prozessindustrie.
Mit den Innovationsthemen
Pharma und Lab sowie der Aktionsfläche
Digital Lab entsteht ein Schaufenster für die
neuesten Technologien der Branche.
Nachhaltigkeit bleibt zentral
– KI treibt den Wandel
Alle drei Jahre zeigt die ACHEMA, was Fortschritt
bedeutet: Sie ist der Treffpunkt, an
dem die Zukunft der Prozessindustrie Form
annimmt. Fünf Tage lang wird das Frankfurter
Messegelände vom 14. bis 18. Juni 2027
wieder zur Bühne für Ideen, Technologien
und Menschen, die den Wandel von Industrie
und Gesellschaft weltweit vorantreiben.
Mehr als 140 Nationen sind vertreten
– ein einzigartiges Forum, das Innovationen
sichtbar und erlebbar macht. Auch im Jahr
2027 bietet die ACHEMA einige Neuerungen
und Highlights.
Mehr Raum für Innovationen
aus der Prozessindustrie
Die Ausstellungsgruppe Pumpen, Armaturen
und Werkstofftech nik vereint künftig
zwei Segmente und bietet mit den Hallenebenen
8.0 und 9.0 – Standort der Process
Innovation Stage – eine zentrale Bühne für
industrielle Lösungen der Fluid- und Werkstofftechnik.
Die Ausstellungsgruppe Forschung
und Innovation zusammen mit der
Start-up Area ziehen künftig in die Halle 11.0
und sind so noch näher dran an den digita-
len Themen der ACHEMA – ein Wunsch,
der vor allem von Seiten der jüngeren Aussteller
kam. Dadurch erhalten die Mechanischen
Verfahren mit den Hallenebenen 5.0
und 6.0 bei Bedarf zusätzlichen Platz.
Energie im Zentrum der Transformation
Gerade die Prozessindustrie braucht Antworten
auf die Energiefragen von morgen.
Sie liefert jedoch auch neue, innovative
Lösun gen für eine zuverlässige, effiziente
und nachhaltige Energie versorgung zahlreicher
anderer Sektoren. Die Ausstellungsgruppe
Anlagenbau und Energie technik in
den Hallenebenen 5.1 und 6.1 wird die Heimat
der neuen Energy Innovation Stage und
nun auch der Hotspot für Lösungen rund
um die Themen Wasserstoff und Power-to-
X, CCUS, Energie management und -effizienz,
Energieversorgung und -speiche rung,
die Elektrifizierung von Prozessen und vielem
mehr.
Life-Science-Industrie im Fokus
Bereits 2024 stammte ein Drittel der 106.001
Nachhaltige Lösungen behaupten ihren
festen Platz in der Prozessindustrie. Gleichzeitig
wird deutlich: Ohne digitale Technologien
und Künstliche Intelligenz sind Fortschritt,
Effizienz und Ressourcenschonung
künftig kaum mehr denkbar. Sie beschleunigen
nicht nur die Entwicklung hin zu einer
klimaneutralen, sondern vor allem auch zur
intelligent vernetzten Produktion. Mit der
Green Innovation Stage in Halle 6.0 sowie
der Digital Innovation Stage und dem Digital
Hub in Halle 11.0 gibt die ACHEMA 2027
diesen Entwicklungen erneut eine Bühne.
Aussteller können sich ab jetzt anmelden
„Mit der ACHMEMA 2027 sind wir seit 90
Jahren in Frankfurt zu Hause und machen
seit 107 Jahren Zukunft erlebbar. Unsere
Community aus mehr als 140 Ländern
macht die ACHEMA zu einem einzigartigen
Forum, das den Herzschlag unserer
Branchen spürbar werden lässt und
Antworten auf die großen Fragen unserer
Zeit liefert. Gemeinsam mit unseren Ausstellern
gestalten wir die Zukunft der Prozessindustrie“,
freut sich Dr. Björn Mathes,
Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH,
auf die nächste Veranstaltung
in Frankfurt. Die Anmeldung für Aussteller
zur ACHEMA 2027 ist ab jetzt unter
https://www.achema.de/de/fuer-aussteller/anmeldung
geöffnet.
DECHEMA Ausstellungs-GmbH
D 60486 Frankfurt am Main
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Seite 66/75
Weil Sicherheit messbar ist
Der neue Produktkatalog 2026 von DEHA
Haan & Wittmer GmbH ist da
Ob Partikelzähler, Monitoringsysteme,
Temperatur- / Feuchtemessgeräte oder
Probenahmepumpen: DEHA Haan &
Wittmer GmbH bietet seit über 40 Jahren
Messgeräte zur Überwachung von Reinräumen
und zur Gefährdungsbewertung am
Arbeitsplatz an.
Auf über 100 Seiten zeigt der Katalog
Messgeräte fürs Raumklima, Nano-Partikelzähler,
Reinraum-Messtechnik und Multifunktionsgeräte.
DEHA bietet ein breites
Produkt-Sortiment, was die neueste Messund
Überwachungstechnik angeht.
Der Katalog kann als pdf-Datei auf der
Internetseite von DEHA Haan & Wittmer
GmbH heruntergeladen werden.
DEHA Haan & Wittmer GmbH
Keltenstraße 8
D 71296 Heimsheim
Telefon: +49 7033 30985131
Telefax: +49 7033 3098529
eMail: marketing@deha-gmbh.de
Internet: https://www.deha-gmbh.de
Getinge steigert die Effizienz im Reinraum
mit moderner Benutzeroberfläche für
cGMP-Reinigungs- und Sterilisationsanlagen
Getinge fördert einen effizienten Reinraumprozess in der Biopharmaindustrie:
In die neue Generation der cGMP-Reinigungs- und Sterilisationsanlagen wird
ein offenes und flexibles Visualisierungssystem integriert.
SIMATIC WinCC Unified, die neueste offene
Schnittstelle von Siemens, bietet eine
einheitliche Lösung für die nahtlose Integration
aller Reinigungs- und Sterilisationsanlagen
von Getinge – für maximale Effizienz
und einfache Bedienung.
„Die Bewältigung der Digitalisierungsherausforderungen
in der Pharmaindustrie
gehört zu unseren zentralen Prioritäten.
Durch die Integration einer gemeinsamen,
benutzerfreundlichen Oberfläche für die
Steuerung und Überwachung aller Reinigungs-
und Sterilisationsanlagen von
Getinge ermöglichen wir unseren Kunden
reibungslose und zukunftssichere Reinraumprozesse.
Einheitliche Abläufe sorgen
zudem für vereinfachte Beschaffung
und eine leichtere Validierung“, erklärt
Marcus Persson, Product Line Manager –
Digitalization & Automation Getinge Life
Science.
Neben effizienteren und standardisierten
Prozessen mit geringerem Schulungsaufwand
unterstützt die Integration von
SIMATIC WinCC Unified in die Getinge
Anlagen auch ein effektives Datenmanagement
mit gesicherter Datenintegrität.
Getinge Deutschland GmbH
D 76437 Rastatt
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Seite 67/75
Schutz und Komfort schließen sich nicht aus – professionelles Design
für anspruchsvolle Einsatzbereiche
Autoklavierbare
Schutzbrillen
SUPERBLAST
SPETEC® Laminar Flow Box als kostengünstige und portable Alternative
Reinste Luft auf klein(st)em Raum
Im Unternehmen ist es notwendig, kontrollierte Produktionsumgebungen
unter Reinraumbedingungen zu schaffen, um Prozesssicherheit
zu gewährleisten? Man erhält vom Kunden die bedingungslose
Vorgabe, die Produkte in unter Prozesssicherheit in
gleichbleibender Qualität zu liefern? Warum in einen ganzen Reinraum
investieren, wenn man definierte Reinraumbedingungen uneingeschränkt,
flexibel und kostengünstig auch an jedem Arbeitsplatz
zusichern kann?
Einen Reinraum zu errichten und durchgängig zu betreiben bedeutet
für eine Firma eine grundlegende Herausforderung, die mit
Aufwand und Risiken verbunden ist, obwohl manchmal eigentlich
nur in einem Abschnitt der Fertigungskette Reinraumbedingungen
benötigt werden.
Genau für solche Anwendungen in begrenzten Bereichen hat
die Firma Spetecâ die Laminar Flow Box FBS entwickelt, mit der
sich exakt dort Reinraumbedingungen schaffen lassen, wo sie tatsächlich
erforderlich sind. Die mit einer einzigen Spetecâ Flow Box
FBS erreichte effektive Reinraumfläche beträgt zwischen 0,37 und
1,12 m². Das ist oft mehr als ausreichend, da der in der Flow Box FBS
verwendete Filter des Typs H14 mindestens 99,995% aller Partikel
herausfiltert – bezogen auf eine Partikelgröße von 0,12 μm nach
MPPS.
Somit verfügt die Spetec® Flow Box FBS über einen Isolationsfaktor
von 10000 und verbessert die Luftqualität um mindestens das
10.000-Fache gegenüber der Umgebungsluft. Damit werden Reinraumbereiche
der ISO Klasse 5 erreicht, und das ohne Baumaßnahmen
und zu mehr als vertretbaren Kosten.
Die Spetec® Flow Box FBS (vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung getestet und zertifiziert) ist in
verschiedenen Modellvarianten unterschiedlicher Größe erhältlich,
sei es als Standgerät oder als Tischversion.
Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH
Am Kletthamer Feld 15
D 85435 Erding
Telefon: +49 8122 959090
Telefax: +49 8122 9590955
eMail: info@spetec.de
Internet: https://www.spetec.de
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Seite 68/75
Die autoklavierbaren Schutzbrillen SUPERBLAST bieten eine angenehme
Passform und Langlebigkeit, wobei die durchdachte Konstruktion
und technische Details die Arbeit mit der Schutzbrille signifikant
erleichtern. Die unsterilen Vollsichtschutzbrillen wurden
speziell für alle Reinraumanforderungen entwickelt, können aber
sehr gut in allen Laborsituationen eingesetzt werden, in denen Augenschutz
bei hervorragender Sicht notwendig ist.
Das breite Sichtfeld der sehr leichten Schutzbrillen SUPERB-
LAST erhöht die Wahrnehmung ohne eine notwendige Kopfbewegung.
Die kratzfeste Anti-Beschlag-Beschichtung PLATINUM
LITE sorgt gleichermaßen für robuste Brillenscheiben wie für eine
klare Sicht. Eine Rinne zum Flüssigkeitstransport und die direkte
Belüftung am oberen Rand und nahe der Unterseite minimieren zusätzlich
das Beschlagen an der Innenseite der Brillenscheiben. Das
Kopfband ist einstellbar und durch die universelle Passform lässt
sich die Schutzbrille SUPERBLAST auch über einer Korrektionsbrille
tragen. In einer Umgebung, die Atemmasken erfordert, wie
beispielsweise Reinräumen oder im medizinischen Bereich, können
die Schutzbrillen SUPERBLAST auch in Kombination mit einer
Atemschutz-Halbmaske getragen werden.
Die Schutzbrillen sind gemäß den Normen EN 166 (grundlegende
Anforderungen an Augenschutz) und EN 170 (UV-Schutz) sowie
für Arbeiten im Reinraum geeignet. Durch die Beständigkeit gegen
hohe Temperaturen sind sie auch nach mehreren Autoklavierzyklen
noch voll funktionsfähig, ohne Deformation, Nachlassen der Elastizität
des Kopfbandes oder minderem Tragekomfort. Scheiben aus
PC, Gestell aus TPE, Kopfband aus Isopren.
Carl Roth GmbH + Co. KG
D 76185 Karlsruhe
Reinraum-Förderbänder TB30R und TB40R – präzise, energieeffizient und zertifiziert
für höchste Ansprüche in sensiblen Produktionsumgebungen.
Reinraum-Fördertechnik von Montech:
höchste Hygiene, Flexibilität und Effizienz
In sensiblen Produktionsumgebungen wie Pharma, Medizintechnik,
Chemie oder Halbleiterfertigung können kleinste Partikel die
Qualität der Produkte beeinträchtigen. Montech bietet mit seinen
Reinraum-Förderbändern TB30R und TB40R Lösungen, die präzise
Fördertechnik, energieeffiziente Antriebe und flexible Einsatzmöglichkeiten
kombinieren und bereit sind für den sofortigen Einsatz.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:
– Maximale Hygiene: FDA-konforme Fördergurte, Bandkantenversiegelung
und T-Nuten reduzieren Ablagerungen und erleichtern
die Wartung.
– Zertifizierte Reinraumqualität: Das Fraunhofer IPA hat ausgewählte
Konfigurationen geprüft und bis ISO 4 zertifiziert.
– Hohe Flexibilität: Verschiedene Baugrössen, individuelle Förderbandlängen
und variable Antriebsoptionen ermöglichen eine
millimetergenaue Anpassung.
– Energieeffizienz und Langlebigkeit: Optimierte 24V-DC-Antriebe
und hochwertige Materialien gewährleisten einen verschleissarmen
Betrieb.
– Individuelle Konfiguration: Die Reinraum-Förderbänder lassen
sich bequem über den Online-Konfigurator konfigurieren, inklusive
CAD-Modell und schneller Offertanfrage.
– Schnelle Lieferzeit: Die Auslieferung der individuell konfigurierten
Förderbänder erfolgt in nur vier bis fünf Wochen.
– Praktisches Zubehör: Höhenverstellbare Bodenständer sichern
die Standfestigkeit und erleichtern den Betrieb.
Die beiden Modellreihen decken dabei unterschiedliche Anforderungen
ab: Das Förderband TB30R eignet sich insbesondere für
kompakte Anwendungen mit geringer bis mittlerer Förderlast bis
100 kg, das Förderband TB40R wiederum für höhere Lasten bis 200
kg und internationale Einsätze. Beide bieten eine zuverlässige, effiziente
und kontaminationsfreie Lösung für Fertigungsprozesse in
sensiblen Branchen.
Montech Reinraum-Förderbänder: präzise, flexibel, kontaminationsfrei.
(Copyright: MONTECH AG)
Montech AG
Gewerbestrasse 12
CH 4552 Derendingen
Telefon: +41 326815500 eMail: info@montech.com
Internet: https://www.montech.com
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Seite 69/75
Verriegeln durch Drehen
Sie sind Klassiker unter den Normelementen: Verriegelungen. Sie schließen
Klappen, Türen oder Deckel schnell, selbsterklärend und sicher. Ganter erweitert
das Portfolio mit Edelstahl-Varianten und neuen Funktionskonzepten.
Konstrukteure kennen die Situation: Der
Platz für Schließmechanismen ist knapp,
die Gegenflächen für Schließzungen bzw.
Vorreiber fehlen, die Schließung sollte aber
zuverlässig und intuitiv erfolgen. Ganter
bietet für derlei Herausforderungen fertige
Lösungen, die sich flexibel an individuelle
Anforderungen anpassen lassen.
Zum Beispiel Hakenverriegelungen.
Diese arbeiten nach einem anderen Prinzip
als klassische Vorreiber. Statt einer Riegel-
Zunge, die sich hinter einer Zarge verhakt,
greift hier ein Haken radial zur Drehachse
in einen passenden Gegenhalter. Die Reihe
der Hakenverriegelungen GN 115.8 wurde
nun erweitert – mit Varianten in Edelstahl
und solchen, die Anforderungen gemäß
der Schutzklasse IP 69k sicher erfüllen. Mit
einem Steckschlüssel betätigt, lassen sich
die Verriegelungen auch in extrem nassen
Umgebungen einsetzen. Das Prinzip ist stets
gleich: Werden Steckschlüssel, Bartschlüssel,
Rändelgriff, Knebel oder Hebel um 90 Grad
gedreht, bewegt sich der Haken synchron
mit. Weil auf Umschlag montierbar, greift der
Haken entweder bei Links- oder Rechtsdrehung
und ist damit einfach individualisierbar.
Dank seiner integrierten Fangschräge
toleriert das Normelement seitliche Versätze
von bis zu vier Millimetern. Ein praktisches
Anwendungsbeispiel: Die seitlich positionierten
Hakenverriegelungen sperren einen
horizontalen Boxendeckel witterungsgünstig
und ohne störende Zargen.
Die klassischen Verriegelungen mit
Vorreiber bewähren sich weiterhin bei Anwendungen
mit Riegel-Zarge-Geometrie.
Anlaufschrägen an der Riegel-Zunge erzeugen
bei der 90-Grad-Riegeldrehung einen
Anpressdruck und sorgen für eine dichte,
sichere Schließung.
Die Bedienung lässt sich dem Projekt
anpassen: abschließbar mit Zylinderschloss,
einfach handbetätigt per Griff, Knebel oder
über Steckschlüssel-Antriebe.
Fällt die Türstärke größer als acht Millimeter
aus, was z. B. bei Klappen in der Klimatechnik
durchaus sein kann, kommt die
Verriegelung GN 515 ins Spiel. Dank ihres
bis zu 60 Millimeter langen Gehäuses bietet
sie für fast alle Öffnungstypen die passende
Lösung. Neu sind hier die Ausführungen in
korrosionsbeständigem Edelstahl.
Der Drehspannriegel GN 516 wiederum
eignet sich überall dort, wo es um dichte,
vibrationssichere Verriegelungen geht. Bei
GN 516 wird die Drehbewegung nach 90
Grad nicht beendet, sondern anschließend
in einen linearen Hub des Riegels umgesetzt
und so ein hoher Anpressweg – beispielsweise
in Kombination mit einer elastischen
Dichtung – realisiert.
Eine andere Option für eine vibrationsfeste
Schließung basiert auf dem Push-to-
Turn-Prinzip: Das Bedienelement in Form
von Hebel, Knebel oder Rändelgriff arretiert
in der Endlage und sperrt sich selbstständig.
Durch Drücken in radialer Richtung löst
man diese Sperre und kann die 90-Grad-
Drehung ausführen.
Otto Ganter GmbH & Co. KG
Triberger Straße 3
D 78120 Furtwangen
Telefon: +49 7723 65070
Telefax: +49 7723 4659
eMail: info@ganternorm.com
Internet: http://www.ganternorm.com
Die neue Ära des digitalen
Anlagenmanagements
Die GEMÜ Gruppe, Spezialist für Ventil-, Mess- und Regeltechnik, stellt mit
CONEXO 2025 die nächste Generation ihrer digitalen Lösung für das herstellerübergreifende
Anlagen-Lifecycle-Management vor. Die neue Version setzt
Maßstäbe in der digitalen Identifikation und Verwaltung von Komponenten und
schafft durchgängige Transparenz über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme
bis zur Entsorgung.
Anwender profitieren mit CONEXO 2025
von einem deutlichen Plus an Sicherheit
und Compliance: Die eindeutige Identifikation
von Komponenten sowie die lückenlose
Dokumentation aller Maßnahmen reduzieren
Risiken und erleichtern Audits – bis
hin zu Rückrufen und Zertifikatspflichten.
Gleichzeitig steigert die Lösung die Produktivität
im Service und in der Instandhaltung,
indem sie Suchzeiten minimiert, Medienbrüche
vermeidet und eine höhere Erstlösungsquote
(„Right First Time“) ermöglicht.
Dank der skalierbaren Verbindung physischer
Kennzeichnungsmethoden wie QR-
Code, RFID und IEC 61406 mit digitalen
Zwillingen (AAS/AASX) und dem Digital
Product Passport (DPP) ist CONEXO 2025
bestens gerüstet für zukünftige Anforderungen
– herstellerübergreifend und systemoffen.
Mit CONEXO 2025 bietet GEMÜ eine
leistungsstarke und zukunftssichere Lösung
für das digitale Anlagenmanagement, die
den steigenden Anforderungen an Transparenz,
Effizienz und Normkonformität gerecht
wird und ebnet damit den Weg in eine
neue Ära der industriellen Digitalisierung.
GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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Seite 70/75
Lokal produziert, global zertifiziert: SIMONA erweitert ihr Halbleiter-Portfolio
um FM 4910-konformes PVC-U für maximale Sicherheit und Effizienz
SIMONA® PVC-U FM 4910:
Hochleistungswerkstoff für Reinraumund
Halbleiteranwendungen
Mit SIMONA® PVC-U FM 4910 erweitert
die SIMONA AG ihr Portfolio für die Halbleiter-
und Reinraumindustrie um einen
Hochleistungswerkstoff, der Sicherheit,
Effizienz und Design optimal verbindet.
Das FM-4910-zertifizierte PVC-U erfüllt
strengste internationale Anforderungen an
das Brandverhalten: minimale Flammenausbreitung,
kaum Rauchentwicklung – für
maximale Sicherheit in sensiblen Prozessen.
Global zertifiziert, Made in Germany
Mit der Produktion von SIMONA® PVC-U
FM 4910 am Standort Deutschland ergänzt
SIMONA das bestehende Angebot aus China
und den USA – und macht den Werkstoff
weltweit verfügbar. Damit kombiniert das
Unternehmen lokale Fertigungskompetenz
mit internationaler Zertifizierung.
Sicherheit und Verlässlichkeit für Reinräume
Reinheit braucht Sicherheit – insbesondere
in der Halbleiterproduktion und in Reinräumen.
SIMONA® PVC-U FM 4910 überzeugt
durch exzellente Brandprüfwerte nach FM
4910, höchste chemische Beständigkeit sowie
außergewöhnliche Schlagzähigkeit und
mechanische Festigkeit. So gewährleistet
es langfristige Zuverlässigkeit auch im anspruchsvollen
Chemieeinsatz.
Verarbeitung ohne Kompromisse
Ein entscheidender Vorteil liegt in der
optimierten Schweißbarkeit: Platte und
Schweißdraht stammen aus derselben Rezeptur
und erreichen nahezu die Festigkeit
des Grundmaterials. Das bedeutet für
Anwender: sichere Verbindungen, weniger
Nacharbeit und kürzere Montagezeiten.
SIMONA SEMICON Produktprogramm für die Halbleiterindustrie (Copyright: SIMONA AG)
Anwendungen in High-Tech-Branchen
SIMONA® PVC-U FM 4910 ist
prädestiniert für sicherheitskritische
Komponenten wie:
– Gehäuse für nasschemische
Prozessanlagen in Reinräumen
– Chemische Verteilungssysteme
und Ventilkästen
– Reinigungsmodule und
Wafer-Transfer-Schnittstellen
– Schaltschränke und Infrastrukturelemente
in der Halbleiterfertigung
Optik trifft Funktionalität
Neben den technischen Vorteilen bietet
das Material eine hochwertige weiße oder
elfenbeinfarbene Hochglanzoberfläche. Sie
sorgt nicht nur für ein sauberes, modernes
Umfeld, sondern ist auch kompatibel mit
bestehenden Anlagen.
SIMONA® PVC-U FM 4910 – maximale
Sicherheit, effiziente Verarbeitung und
professionelles Design für Reinraum- und
Halbleiteranwendungen.
SIMONA AG
D 55606 Kirn
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Seite 71/75
Künstliche Intelligenz zur Auswertung herangezogen und so zur
Übersetzerin der auf Daten beruhenden Ventilatorrede wird.
Die traditionelle Wartung – Wenig Handlungsspielraum
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur
Diagnose von Betriebszuständen
Die mit dem
Ventilator
spricht
Datensprache und KI – Boten der Digitalisierung
Digitale Transformation heißt nicht erst seit ChatGPT auch Künstliche
Intelligenz. Die ihr zugedachten Aufgaben umfassen sowohl
repetitive als auch hochkomplexe Tätigkeiten. Generative KI kann
aus menschlichen Eingaben Texte und Bilder kreieren, deskriptive
KI komplexe Muster erkennen und Istzustände beschreiben. KI-Anwendungen
sind bei Dienstleistungen ebenso zu finden wie in der
Produktion.
Digitale Transformation heißt auch Kommunikation. Das Mittel
hierzu besteht u.a. aus der Währung des digitalen Zeitalters, aus
Daten, nicht nur aus solchen personenbezogener Art. Jede Maschine,
im Falle der Lüftungstechnik jeder Ventilator, kommuniziert fortwährend
durch im laufenden Betrieb erzeugte Daten. Sie richtig zu
nutzen, heißt eine Art von Interaktion zwischen Mitgliedern unterschiedlicher
Spezies - Mensch und Maschine – und damit ein tiefgreifendes
Verständnis zu ermöglichen. Denn mit allen Daten gibt
die Maschine etwas über sich und ihren Zustand preis.
Die Herausforderung besteht darin, die Sprache des Ventilators
zu hören und zu verstehen. Ziehl-Abegg setzt genau hier an, indem
Den Ventilator in Gänze zu verstehen, kann von besonderer Bedeutung
werden, wenn es um potenzielle Ausfälle oder die Notwendigkeit
von Wartungstätigkeiten geht. Der traditionelle Weg wartet so lange
ab, bis Komponenten funktionsunfähig werden. Dies bedeutet meist
ungeplante, teils zu besonders ungünstigen Zeitpunkten erfolgende
Ausfallzeiten. Auch Folgeschäden an benachbarten Komponenten
sind möglich. Hilfreich können nach festgelegten Intervallen vorgenommene
Eingriffe sein, bei denen Stillstandszeiten geplant werden.
Es kann dabei allerdings passieren, dass z.B. auch noch komplett intakte
Teile ausgetauscht werden. Zudem schützen Erfahrungswerte
oder Angaben zur Funktionsdauer nicht vor ungeplanten und „außer
der Reihe“ ausfallenden Komponenten. Jedes Produkt ist anders, unterschiedliche
Abläufe lassen keine hundertprozentige Aussage über
den Zustand zu. D.h. auch, dass Ressourcen wie Ersatzteile jederzeit
verfügbar und damit auf Lager gehalten werden, und dass Service-
Mitarbeiter auch kurzfristig zur Verfügung stehen müssen.
Es ist also nahezu unmöglich, den in jeder Hinsicht geeigneten
Zeitpunkt für das Eingreifen in den Betrieb zu Wartungszwecken zu
finden. Dabei ist es selten der Fall, dass ein Schaden abrupt auftritt,
vielmehr deutet er sich im Vorfeld oftmals an. Doch wenn man die
stillen Ankündigungen nicht sehen kann und von außen nicht erkennt,
dass eine Komponente nicht mehr optimal läuft, kann eben
nur auf Vermutung hin gehandelt werden. Wenn der Ventilator aber
über sich und seinen Betriebszustand jederzeit Auskunft geben
könnte, wäre der Mensch stets informiert. Die datenbasierte Sprache
des Ventilators zu verstehen, bedeutet also, genau zu wissen,
wie es um ihn und seine Komponenten in jedem einzelnen Moment
bestellt ist. Das Auftreten einer nahenden Störung könnte deutlich
genauer prognostiziert werden.
Eingebettete Sensorik – Das Gewinnen der Daten
Auf diesem Weg ist Ziehl-Abegg schon in der Vergangenheit mehrere
wegweisende Schritte gegangen. Die Herausforderung ist zunächst
einmal das Gewinnen der Daten. Die Ventilatoren wurden
mittels perfekt auf die Anforderungen der Lüftungstechnik abgestimmter
Sensorik zum Sprechen gebracht. Durch bereits im Ventilatormotor
vorhandene Sensoren können direkt vor Ort Schwingungs-
und Telemetriedaten gewonnen werden, relevante Parameter
sind beispielsweise Schwingungen in den Achsen, Drehzahlen,
Temperaturen und aufgenommener Strom.
Übertragung an die Cloud – Die Historisierung der Daten
Die gewonnen Daten konnten nun durch das Versenden an die
Cloudlösung ZAbluegalaxy visualisiert werden. Die Sprache des
Ventilators wurde also sichtbar. Somit konnten Messdaten überwacht,
protokolliert sowie historisiert werden. Die hierdurch möglichen
Analysen ließen bereits erste Rückschlüsse auf den Zustand
des Ventilators zu, z.B. ließen sich auf dieser Basis Warnmeldungen
ausgeben.
Eingebettete KI - Das Verstehen der Daten in Echtzeit
Der Herausforderung, die Sprache auch zu verstehen und dementsprechend
handeln zu können, wurde also bereits begegnet. Doch
mehrere Faktoren machen es menschlichen Fachkräften nahezu unmöglich,
die Daten zeitnah zu lesen, auszuwerten und zu interpretie-
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ren. Dazu zählen insbesondere ihre reine Menge sowie die Tatsache,
dass sich manche Betriebszustände nicht allein aus bestimmten
einzelnen Daten ablesen lassen, sondern lediglich aus Kombinationen.
Von menschlicher Seite ist eine fortwährende Überwachung
der Daten inklusive ihrer Analyse nicht machbar. Und wäre auch
nur ein kleiner Teil annähernd verarbeitet, wäre er schon nicht mehr
aktuell. Echtzeitdaten können demnach nicht sinnvoll genutzt werden.
Bei einem Störfall wäre der Zenit für rechtzeitiges Handeln evtl.
überschritten.
Genau hier kommt Künstliche Intelligenz in Form eines Neuronalen
Netzes ins Spiel. Neuronale Netze, bestehend aus miteinander
verbundenen künstlichen Neuronen in mehreren Schichten, sind
Meister im Empfangen und Analysieren von Daten. In der Eingangsebene
kommen die Daten in Form eines Inputvektors an und laufen
durch einen oder mehrere Hidden Layer zur Ausgangsschicht. Auf
jeder Ebene findet eine Datenverarbeitung statt. In der Ausgangsebene
werden die so berechneten Werte als Outputvektor in eine für
den Menschen lesbare Form transformiert, ein Prozentwert gibt z.B.
Auskunft über den Zustand einer Komponente. Ist eine bestimmte
Schadenswahrscheinlichkeit gegeben, wird eine Warn- oder Fehlermeldung
ausgegeben.
Auf Basis der Auswertungen ist die KI also in der Lage, bei Bedarf
Handlungsempfehlungen zu geben. Das Neuronale Netz kann
zudem bei der Diagnose von Problemen oder Ausfällen helfen, indem
es anhand von Betriebsdaten mögliche Ursachen identifiziert.
Die Künstliche Intelligenz übernimmt damit die Rolle eines Mitarbeiters,
der fortwährend der Kommunikation des Ventilators zuhört,
seine Worte versteht, interpretiert und Vorschläge zum Handeln
unterbreitet. Daten, die bisher aufgenommen wurden, können jetzt
sinnvoll verarbeitet werden.
Das Onboarding der KI – Die Aufbereitung der Daten
Doch wie jeder Mitarbeiter muss auch die KI eingearbeitet werden.
Ziehl-Abegg hat sie in aufwendigen Vorarbeiten trainiert: Millionen
Datenpunkte wurden gesammelt, aufgenommen und einzelnen Betriebszuständen
zugeordnet. Dies machte Entscheidungen nötig,
welche Datenpunkte und Merkmale für die Analyse bestimmter Zustände
wichtig sind und dementsprechend stark gewichtet werden
müssen. Störungen und Schäden wurden simuliert, so dass die KI
das Normalverhalten des Ventilators kennt und wie ein Spürhund
kleinste Abweichungen sofort registriert. Damit einhergehend wurden
die riesigen Datenmengen mittels Feature Engineering vorbereitet,
nämlich standardisiert und transformiert. Die Daten müssen
immerhin nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch in einheitlicher
Form vorhanden sein, damit Vergleiche zwischen ihnen möglich
sind. Der KI wird also ein Leitfaden mitgegeben, an dem sie sich
orientieren kann.
Insbesondere, um die Berechnungen auf der Komponente selbst
durchführen zu können, ist es zudem nötig, die Daten herunterzubrechen,
was den Spagat zwischen Vereinfachung und dennoch
höchstmöglicher Genauigkeit erforderlich macht. Die gesamte Aggregation
erhöht allerdings die Prägnanz - zu viele Daten und zu
viele Merkmale würden eine präzise Analyse eher erschweren. Die
trainierte KI kann nun noch auf Validierungsdaten getestet werden.
Perfektes Match - Expertenwissen und KI
Daten und KI müssen also erst auf ihre Aufgabe vorbereitet werden.
Auch danach übernimmt die KI zwar eine wichtige Position, wird
indes nicht zum Alleinentscheider. Sie übersetzt mittels grandioser
Analysefähigkeiten die Sprache des Ventilators für die menschliche
Fachkraft und gibt Empfehlungen. Die Entscheidung, wie mit
einer Handlungsempfehlung umgegangen wird, muss jedoch nach
einer Überprüfung, die eine Bewertung der Informationen und die
Berücksichtigung möglicher weiterer Faktoren einschließt, von der
menschlichen Expertise getroffen werden. Der Mensch muss demnach
weiterhin über Fach- und Kontextwissen verfügen, die KI kann
nicht von allein aktiv werden. Es ist möglich, den Ventilator so einzustellen,
dass er im Falle einer Fehlermeldung sogleich abschaltet –
doch dieses Feature muss aktiv angefragt werden und ist eben keine
Standardeinrichtung.
Insgesamt arbeiten also künstliche und menschliche Intelligenz
eng zusammen. Die Möglichkeit der Echtzeitüberwachung und die
Analysefähigkeiten der räumlich direkt an der Komponente sitzenden
KI ergeben ein perfektes Zusammenspiel mit dem über Fachwissen
verfügenden und zur Entscheidung fähigen und berechtigten
Menschen.
Die revolutionierte Wartung – Handlungsvollmacht durch KI
Es zeigt sich, dass der Mensch sogar über mehr Handlungsspielraum
verfügt als zuvor. Denn aus seiner Zusammenarbeit mit der KI ergibt
sich ein modernes Wartungssystem, das in mehrfacher Hinsicht
punkten kann. Ob zeitlich vorhersehbar oder unerwartet auftretend,
jede Schädigung und damit jeder potenzielle Ausfall wird nun angekündigt
und lässt Zeit zur Reaktion. Damit verschiebt sich das
menschliche Handeln mehr in Richtung eines Agierens als eines
rein vorsorglichen oder notfallmäßigen Reagierens. Planbarkeit ist
hier das Stichwort. Auch unvorhergesehene Ausfälle kündigen sich
an und andererseits ist es nicht mehr nötig, intakte Teile, die vielleicht
unvorhergesehen länger halten würden, auszutauschen. Die
Lebenszeit eines Bauteils kann bis zum Maximum genutzt werden,
der Rattenschwanz, den ein defektes Teil verursachen kann, wird
abgemildert.
Die Ankündigung lässt in der Regel genug Raum, um einen
günstigen Zeitpunkt für die Wartung festzusetzen. Laufende Prozesse
werden hierbei optimiert, die Zuverlässigkeit des Ventilators
erhöht sich. Stillstandzeiten bestehen nur noch aus der eigentlichen
Wartungszeit. Mitarbeiter müssen nicht mehr auf Abruf bereitstehen
und Ersatzteile nicht unbedingt auf Lager sein. Zeit und Kosten
für die Instandhaltung werden auf das Minimum reduziert. Die
Wartung wird nicht mehr zu einem lästigen überraschenden Übel,
das den Betrieb unterbricht, sondern ist gewissermaßen in diesen
eingebettet.
Neben den genannten Vorteilen durch die Wartungsoptimierung
gibt es weitere. Mit der Zeit wird es möglich, bestimmte Problembereiche
zu identifizieren, z.B. bei wiederkehrenden ähnlichen
Fehlermeldungen, oder die Zeit bis zum Auftreten erster Fehler zu
definieren, auch umgebungsabhängig. Betriebsparameter können
bei Bedarf leichter angepasst werden. Wartungspläne werden nicht
überflüssig, können aber optimiert werden. Generell ist es möglich,
den Ventilator und seinen Betrieb auf einem neuen Level kennenzulernen,
was ganz neue Wartungsstrategien ermöglicht.
Die Bedeutung von Zeit und Raum – Das eingebettete System
Neben dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz generell ist es besonders
der Einsatz eines eingebetteten Systems, der hervorzuheben
ist. Genauer gesagt liegt das „embedded system“ in doppeltem
Sinne vor. Die Sensorik muss nicht extra beschafft werden, sondern
befindet sich bereits im Motor selbst – abgestimmt auf die Erfordernisse
des Ventilators, während externe Sensorik möglicherweise
nicht alle relevanten Daten erfassen könnte.
Die KI muss nicht hinzugekauft werden, sondern ist ebenfalls
schon im Zentrum des Geschehens ansässig. Zusätzliche externe
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Software oder sonstige Infrastruktur wie Datenanalyseplattformen
sind nicht nötig.
Ein Verbinden des Ventilators mit einem Gateway und der
Datenversand an die Cloud – wobei die Daten aktiv vom Nutzer angefordert
werden müssen – ist möglich, für die Auswertung gerade
im Falle eines einzigen Gerätes aber nicht entscheidend. Die Vorteile
sprechen für sich. Es gibt nahezu keine Latenzzeiten, die Analyse
wird wirklich zu einer Echtzeitlösung. Wird die Visualisierung
oder Speicherung der Daten gewünscht oder sollen mehrere Geräte
miteinander vernetzt werden, übernimmt die Cloud den hierfür
entscheidenden Part. Die Menge der übertragenen Daten wird also
reduziert, weniger Netzwerkbelastung ist die Folge. Dies bedeutet
dann auch einen Vorteil für diejenigen Daten, die doch übertragen
werden sollen. Die Cloud kann die Arbeit der KI nach außen sichtbar
machen, während die KI ihrerseits dafür sorgt, dass lediglich bereits
aufgearbeitete sowie verarbeitete und damit hochwertigere Daten
verschickt werden.
Fazit
Ziehl-Abegg geht seinen eingeschlagenen Weg, ohnehin vorhandene
Daten, die den Zustand des Ventilators genau beschreiben, zu
nutzen, konsequent weiter. Künstliche Intelligenz ist hier kein Nice
to have, sondern ein elementarer Bestandteil des nächsten Schritts.
Mit der KI-Lösung wurde ein Instrument geschaffen, dass auch in
der Lüftungstechnik die Wartung revolutioniert. KI übersetzt die
datenbasierte Sprache des Ventilators und wird zur „Kommunikationsintelligenz“.
Mit ihrer Beschreibung von Betriebszuständen lassen
sich Vorhersagen für mögliche Ausfälle treffen, die deskriptive
KI wird zur prädiktiven.
Standardmäßig kann sie in Zukunft in jedem Ventilator verbaut
sein und damit den Weg ebnen für ganz neue Arbeitsweisen. Mit ihr
bekommt der Betreiber des Ventilators einen fortlaufend anwesenden
Servicemitarbeiter an die Hand, der optimal aufbereitete Daten
zu jeder Zeit analysiert und Schlüsse aus ihnen zieht. Paradoxerweise
verhilft gerade dieser zusätzliche Schritt der Hilfestellung zu mehr
Autonomie durch verbesserte Handlungsmöglichkeiten. An anderer
Stelle fällt dafür ein Schritt weg: Durch die eingebettete Lösung ist
die Datenübertragung nicht unbedingt nötig. Das aktuellste Mittel
der Digitalisierung, die KI, macht also eine ständige Anbindung ans
Netzwerk unnötig und optimiert gerade dadurch den Einsatz der
Cloud. Somit steht die KI einerseits für sich, ergibt aber auch ein optimales
Wechselspiel in einer Hybridlösung mit ZAbluegalaxy.
Ziehl-Abegg SE
D 74653 Künzelsau
Ressourceneffizientes Reinigungs- und
Desinfektionsgerät hilft Krankenhäusern,
Kosten zu senken und Umweltziele zu erreichen
Getinge hat mit dem Aquadis 44 das neueste Reinigungs- und Desinfektionsgerät auf den Markt gebracht. Es wurde entwickelt,
um den Verbrauch von Ressourcen zu minimieren und die Betriebskosten zu senken. Mit diesem innovativen Modell
können Gesundheitseinrichtungen ihre Umweltbelastung reduzieren, ohne auf zuverlässige Leistung und Benutzerfreundlichkeit
zu verzichten.
Krankenhäuser stehen zunehmend unter Druck, ihren ökologischen
Fußabdruck zu verringern, ohne dabei die Versorgungsqualität zu
beeinträchtigen. Das neueste Reinigungs- und Desinfektionsgerät
Aquadis 44 von Getinge begegnet dieser Herausforderung mit einer
Kombination aus niedrigen Gesamtbetriebskosten, verbesserter Ergonomie
und patentierten Innovationen. Dazu gehört eine adaptive
Wasserbefüllung, ein einzigartiges System, das die Menge an Wasser
und Reinigungsmittel automatisch an die Beladung anpasst. Diese
intelligente Dosierung gewährleistet gleichbleibend hochwertige
Ergebnisse und trägt zu einem geringeren Ressourcenverbrauch sowie
einer reduzierten CO₂-Bilanz bei.
„Aquadis 44 steht für den nächsten Schritt in der nachhaltigen
Aufbereitung. Er ist nicht nur besonders ressourceneffizient, sondern
auch benutzerfreundlich gestaltet. Krankenhäuser können ihre
Kosten senken und gleichzeitig ihre Umweltziele erreichen“, sagt
Stéphane Le Roy, President Surgical Workflows bei Getinge.
Interne Langzeittests bestätigen, dass die Aquadis 44 eine
gleichbleibend hohe Reinigungsleistung erbringt und dabei den
Verbrauch von Energie, Wasser und Reinigungsmitteln reduziert.
Merkmale wie eine ergonomische Beladung sowie die Wahl zwischen
ein- oder zweitüriger Ausführung unterstützen effiziente
Arbeitsabläufe und entlasten das Personal.
„Mit Aquadis 44 bieten wir eine Lösung, die Leistung, geringeren
Ressourcenverbrauch und verbesserte Ergonomie in einem Gerät
vereint“, erklärt Marcus Samuelsson, Product Manager bei Getinge.
Die Markteinführung des Aquadis 44 unterstreicht Getinges
Engagement für nachhaltige Innovationen für eine bessere Gesundheit.
Getinge Deutschland GmbH
D 76437 Rastatt
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Veranstaltungen im Dezember 2025
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08.12.2025 - 12.12.2025 Training & Schulung Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in (IHK) mit Fachkundenachweis
Mikrobiol. & Zytost.-Werkb.
Veranstaltungsort: IHK Mittlerer Niederrhein, Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein
10.12.2025 - 12.12.2025 Seminar Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie (QV 16)
- Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
Veranstaltungen im Januar 2026
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22.01.2026 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
27.01.2026 - 29.01.2026 Webinar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
27.01.2026 Seminar GMP-gerechte Kalibrierung
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
28.01.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
Veranstaltungen im Februar 2026
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09.02.2026 Seminar Grundlagen der Qualifizierung und Validierung von Anlagen und Prozessen
Veranstaltungsort: Ostfildern oder Online, Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.
10.02.2026 Seminar Cleanroom-Event 2026: „Ein Blick hinter die Kulissen“
Veranstaltungsort: Regensburg, Veranstalter: Niotronic Hard- & Software GmbH
11.02.2026 Seminar Das Kalibrierzertifikat
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
11.02.2026 - 12.02.2026 Training & Schulung GMP-Reinraumschulung für aseptische Bereiche
Veranstaltungsort: Osnabrück, Veranstalter: Piepenbrock Dienstleistungen GmbH + Co. KG
12.02.2026 Webinar Fundamentals of Visual Inspection - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
19.02.2026 - 20.02.2026 Seminar GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
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