02.12.2025 Aufrufe

GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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ZUKUNFT DER MOBILITÄT

Foto: SMATRICS

Fachbeitrag von SMATRICS

Aufladen für die Zukunft

2025 war für die E-Mobilität in Österreich ein Jahr

mit Höhen und Tiefen – und am Ende ein Jahr des

Aufbruchs. Nach einem verhaltenen Start, bedingt

durch auslaufende Förderungen und intensive politische

Diskussionen – auch rund um das neue

Elektrizitätswirtschaftsgesetz – setzte im Sommer

wieder Dynamik ein. Mit gezielten Fördermaßnahmen,

wie dem eMove Austria Programm

der Bundesregierung, bekam die Branche frischen

Rückenwind und vor allem mehr Planungssicherheit.

Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte kletterte

österreichweit auf über 33.000 – und damit

wachsen die Anforderungen an Leistungsfähigkeit,

Komfort und Transparenz. Besonders das Schnellladen

rückt dabei zunehmend in den Mittelpunkt

und wird zum entscheidenden Komfort- und Wettbewerbsfaktor.

Ladeinfrastruktur wächst rasant

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur, will diese

aber auch laufend gepflegt, erweitert und instandgehalten

werden. SMATRICS und SMATRICS

EnBW bilden hierfür gemeinsam ein starkes Team

Beim neu errichteten Ladepark in Spielberg mit direkter Anbindung an die S36 stehen

zwölf Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 400 kW zur Verfügung

SMATRICS CEO Hauke Hinrichs spricht sich für Wahlmöglichkeit

beim Bezahlen und höhere Transparenz aus

für die Mobilitätswende in Österreich. Während

SMATRICS als österreichischer 360° E-Mobilitätsanbieter

Software, Hardware und Services anbietet,

baut SMATRICS EnBW – ein Joint Venture mit

dem deutschen Energieunternehmen EnBW – Österreichs

größtes öffentliches Schnellladenetz laufend

weiter aus.

Die Zahlen sprechen für sich: SMATRICS EnBW

konnte die Anzahl der eigenen High-Power-Charger

(HPC) binnen zwei Jahren auf über 600 mehr

als verdreifachen und leistet damit einen wesentlichen

Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs

und zur Erreichung der Klimaziele.

Gelebte E-Mobilität braucht

Wahlfreiheit beim Bezahlen

Mit dem Hochlauf ändern sich die Möglichkeiten und

die Bedürfnisse. Ein essenzielles Thema ist das des

Bezahlens. Je mehr Bezahlmöglichkeiten an der Ladesäule,

desto höher der Kommunikationsbedarf,

weiß SMATRICS CEO Hauke Hinrichs: „Ich spreche

mich klar für diese Wahlmöglichkeit beim Bezahlen

aus. Aber wir müssen auch die Komplexität

reduzieren und die Transparenz erhöhen.“

Mit der AFIR-Verordnung besteht die Verpflichtung

der Aus- und Nachrüstung aller Ladesäu-

Foto: SMATRICS

Foto: SMATRICS

Am 3. Oktober wurde in Meggenhofen (OÖ) direkt an der

A8 zwischen Passau und Wels der größte Ladepark Österreichs

von Gerhard und Peter Limberger (Solarcap) sowie

Ronald Lausch (SMATRICS) eröffnet.

len mit sogenannten Direct-Payment-Terminals:

eine Verpflichtung, die SMATRICS EnBW bereits

schon heute zur Gänze erfüllt hat. Damit stehen

E-Mobilist:innen alle Bezahlmöglichkeiten – von

der Ladekarte oder App, über Handy sowie Bankomat-

oder Kreditkarte – offen. Zusätzlich ist das

Unternehmen der erste Betreiber in Österreich,

der die beiden Authentifizierungsmethoden Auto-

Charge und Plug & Charge landesweit produktiv

gesetzt hat.

Mehr Informationen gibt es auch an den Terminals

selbst: Seit Mitte des Jahres geben Ladekurven-

Visualisierungen in Echtzeit Auskunft über den

Stand der Ladeleistung. Mit einer Sprachführung

in Deutsch, Englisch, Italienisch und Spanisch

wird die Bedienung zudem für Tourist:innen und

internationale Fahrer:innen erleichtert. Auch mit

von weitem einsehbaren Preisanzeigen, wie beim

Ladepark in Spielberg, erhalten E-Mobilist:innen

zusätzliche Preisinformationen.

Ladeparks der nächsten Generation

Mit dem Hochlauf der Elektromobilität wächst auch

die Bedeutung großer Ladeparks. Ein Beispiel ist

Meggenhofen in Oberösterreich: Dort stehen 106

Schnell- und Ultraschnellladepunkte zur Verfügung,

42 davon „powered by SMATRICS“. Solche

Standorte sind mehr als reine Stromtankstellen.

Zusätzliche Features wie Photovoltaik-Anlagen,

Speicherlösungen zur Netzstabilisierung, Wetterschutz,

Verpflegung und Sanitäranlagen zeigen,

worauf es bei der Mobilitätswende noch ankommt

und werden immer mehr zum Standard.

Ebenso wichtig sind Barrierefreiheit und Trailerfähigkeit

– Ladeparks werden in Zukunft so gestaltet

werden, dass unterschiedliche Nutzer:innen,

von Familien mit Wohnwagen bis zu mobilitätseingeschränkten

Personen, unkompliziert und sicher

laden können. Ein Beispiel für barrierefreies Laden

ist der Ladepark in Leobendorf, Niederösterreich,

der das Barrierefreiheits-Gütesiegel in Bronze des

ÖZIV Burgenland – Verband für Menschen mit Behinderungen

– erhielt. Entsprechend den Vorgaben

wurden die Ladeplätze mit breiten Sperrflächen

vor den Ladestationen, klaren Markierungen

und breiteren Zufahrtsmöglichkeiten errichtet.

Österreich verfügt über eine solide Ladeinfrastruktur,

die stetig wächst – im Wettbewerb, in Qualität

und in Nutzerfreundlichkeit. Die Dynamik der

letzten Jahre in der E-Mobilität verdeutlicht aber

auch: Weitere Veränderungen werden in einem

Tempo kommen, wie wir sie bei der Verbrennungstechnologie

noch nie erlebt haben.

Mit der AFIR-Verordnung besteht die Verpflichtung der Aus- und Nachrüstung aller

Ladesäulen mit sogenannten Direct-Payment-Terminals

Foto: SMATRICS

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