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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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des geringen Platzverbrauches und ökologischen

Aspekten einen wichtigen Teil der Mobilitätswende

darstellt und an Bedeutung gewinnen wird:

„Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur eine

schlechte Ausrüstung und das gilt beim Zweirad

besonders. Im Motorrad- und Mopedbereich ist die

Elektromobilität wirklich angekommen und wird

auch wahrgenommen.“

Transparenz bei den Preisen ist

ausbaufähig

Pesau sieht bei der E-Mobilität nach wie vor

fehlende Transparenz bei den Preisen: „Ich

weiß oft nicht, was ich bezahlen werde oder was

die Kilowattstunde kostet. Wir haben ein Preisauszeichnungsgesetz,

das überall funktioniert, nur

nicht bei der Elektromobilität. Das ist etwas, was

verbessert werden muss.“

Berger lässt das nur teilweise gelten: „Es gibt

schon die Möglichkeit, per Kreditkarte vor Ort zu

bezahlen, dann weiß auch jeder, was es kosten

wird. Mit der eigenen Ladekarte kennt man auch

die Preise in der eigenen Ladestation. Wenn ich

jedoch mit einer Wien Energie Ladekarte zum Beispiel

an einer EVN-Ladestation oder einer Moon-

Ladestation lade, kann ich den Preis vor Ort nicht

so transparent darstellen, weil das immer auf den

Roaming Partner drauf ankommt, welcher Preis zur

Verrechnung kommt. Wir, bei Wien Energie, lösen

das über die App, die mir vor Ort anzeigen kann,

was mich die Ladung kostet.“

Tatzer zur Preisauszeichnung: „Wenn unser

größtes Problem bei der E-Mobilität jetzt die Preisauszeichnung

ist, dann haben wir es in den letzten

paar Jahren sehr weit gebracht. Die größte Hürde

bei der E-Mobilität ist, dass die Leute nur in

Extremen denken: Das Auto muss 600 Kilometer

am Stück fahren können und es muss in kürzester

Zeit aufgeladen sein. Die Wahrheit ist aber eine

ganz andere: Im Durchschnitt steht das Auto 23

Stunden und wird nicht bewegt. Und wenn es bewegt

wird, fährt es durchschnittlich 50 Kilometer.

Das Ziel ist trotzdem klar gesetzt: Wir wollen in

10 Minuten 1000 Kilometer laden können. Und das

werden wir in den nächsten Jahren schaffen. Dafür

gibt es jetzt schon 1000 Kilowatt Charger, die

wir mittlerweile aufbauen können. Der wichtigste

Punkt, den man noch ändern muss, ist das Mindset

im Kopf.“

Bedarf an Ladeinfrastruktur wird

weiter wachsen

Holzhauser erwähnt ergänzend, dass Förderungen

vor allem im Schwerverkehrsbereich für die

E-Mobilität unerlässlich seien. Außerdem dürfen

seit dem 1. Jänner 2025 im Taxibereich nur mehr

E-Fahrzeuge zugelassen werden, dieser Umstieg

beginne schön langsam: „Wir haben 8.000 Taxis

in Wien, womit in etwa 1.200 pro Jahr umsteigen

sollten. Diese Umstellung führt dazu, dass die Ladestationen

künftig voller werden und es auch der

restliche gewerbliche Verkehr merken wird, wenn

die Ladeinfrastruktur nicht weiter ausgebaut wird.

Wir wollen eine Vorreservierung bei den Ladestationen.

In unserem Bereich können wir mit 11 kW

nichts anfangen, es geht nur mit Schnellladung.“

Berger zu den Ladeleistungen: „Wir versuchen

das gesamte Spektrum abzudecken. Wir werden

weiter unsere 11 kW-Ladestationen in der Stadt

ausbauen, und Ladeinfrastruktur vermehrt in den

Wohnbau bringen, wo auch geringere Leistungen

ausreichend sind. Gleichzeitig errichten wir gerade

vier weitere Schnellladehubs mit Ladeleistungen

von bis zu 400 kW. Vor allem im LKW-Bereich

werden wir dann auch Ladeleistungen größer als

400 kW sehen.“

Voglsam betont, dass es für Zweiräder eine andere

Ladeinfrastruktur brauche: „Die meistverkauften

Fahrzeuge bei den Elektromopeds und Elektromotorrädern

haben zwei Kilowattstunden Batterien.

Das heißt, bei einer Ladesäule mit 400 kW ist das

relativ rasch voll und das brauchen wir nicht.“

Erhart berichtet über den Zwiespalt, wer Ladeinfrastruktur

im öffentlichen Verkehr sinnvollerweise

zur Verfügung stellen soll: „Das

Risiko einer langfristig verfügbaren Infrastruktur

für den öffentlichen Verkehr liegt im Moment auf

der Betreiberseite. Wobei die Ladeinfrastruktur für

den öffentlichen Verkehr nicht zeitgleich mit den

Bussen bestellt und beschafft werden muss. Für

Busbetreiber ist es im Falle von Fünfjahresverträgen

auch nicht so einfach, das Risiko teurer Ladeinfrastruktur

einzugehen. Nehmen sie diese Hürde

oder nicht? Diesen Herausforderungen stellen

wir uns im Moment in der Community. Da müssen

wir beginnen umzudenken.“

Autor: Bernhard Weiner, GSV

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