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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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INTELLIGENTE VERKEHRSSYSTEME

Foto: Katharina Schiffl

GSV - Forum | KI in der Mobilität – Perspektiven | Umsetzung | Grenzen

Einsatz von KI in der Mobilität unumgänglich

Künstliche Intelligenz (KI) spielt in unserem Alltag

eine immer wichtigere Rolle, auch in der Mobilität

der Zukunft. ChatGPT hat diese Technologie für

jeden zugänglich gemacht und rasant verbreitet.

Führende Experten im Rahmen des GSV-Forums

„KI in der Mobilität – Perspektiven | Umsetzung

| Grenzen“ in Kooperation mit VOR/ITS Vienna

Region Ende Mai 2025 in Wien sind überzeugt,

dass uns andere in kürzester Zeit überholen werden,

wenn Österreichs Unternehmen nicht mitziehen.

KI ist gleichzusetzen mit der Einführung des

Stroms oder des Internets, eine rasche Umsetzung

sei unausweichlich.

VOR: Richtiger Einsatz von KI als

Gamechanger

Karin Zipperer, Vizepräsidentin der GSV &

Geschäftsführerin des VOR, sieht im öffentlichen

Verkehr in der Ostregion in den Bereichen

Planung und Gesamtkoordination großes Potential,

KI unterstützend zu nutzen: „Aus meiner Sicht

ist künstliche Intelligenz ein extrem mächtiges

und effektives Werkzeug, das richtig eingesetzt zu

mehr Effizienz, aber auch zu mehr Sicherheit und

Nachhaltigkeit in der Mobilität führt: Es eröffnen

Zipperer (VOR und GSV), Rohracher (GSV), Lippert (Microsoft)

sich neue Möglichkeiten, wenn wir beispielsweise

unsere Datenmengen intelligent verknüpfen, dynamische

Netzsteuerungen kreieren, aber auch

bei sonstigen Planungen, bei Prognosen und vielen

Services. Ich freue mich daher, dass sich unser

Forschungs- und Entwicklungskompetenzzentrum

auf diesem Gebiet, die ITS Vienna Region, diesem

Thema widmet. Ohne Zweifel werden sich Aufgaben

ändern, es werden Dinge wegfallen oder durch

andere ersetzt werden. Was auf keinen Fall ersetzt

werden kann, ist das menschliche Augenmaß, die

ethische Verantwortung und auch die Fähigkeit zu

überlegen, wann welche Technologie wo eingesetzt

wird. Wichtig ist, dass wir Menschen weiterhin

die tägliche Mobilität gestalten: Mit Know-how,

Erfahrung und Verantwortung.“

Microsoft: Chancen durch KI

erkennen und nutzen

Doris Lippert, Mitglied der Geschäftsführung

bei Microsoft Österreich, zeigt eindrucksvoll,

wie gut sich KI bereits heute mit Lösungen wie

Microsoft Copilot in den Arbeitsalltag integrieren

lässt und Ressourcen freispielen kann: Von Präsentationserstellungen,

Linkedin Posts, Abwesenheitsnachrichten,

Meetingzusammenfassungen

etc. reicht die Palette: “Was wir aktuell brauchen,

ist, diese Skills im KI-Bereich breiter zugänglich zu

machen und unser Wissen und unser Nichtwissen,

also offene Fragestellungen, zu teilen.“

Das Thema KI ist älter, als viele vermuten würden

und bereits in den 1950er, 1960er Jahren

entstanden, wo erste Anwendungen (Artificial Intelligence)

konzipiert wurden. Große Durchbrüche

waren 1997 das Machine Learning und 2012 das

Thema Deep Learning, bis 2021 schließlich die generative

AI folgte (ChatGPT). Lippert: “Auf einmal

haben wir mit natürlicher Sprache die KI bedienen

können und das hat einen neuen Hype ausgelöst.

KI ist unbewusst Teil unseres Alltags geworden.

Nur sagt niemand, ich habe heute mit KI mein

Auto eingeparkt oder mein iPhone entsperrt. Mit

ChatGPT respektive generativer KI hat sich vor

allem die Geschwindigkeit geändert, mit der die

Modelle trainiert werden und das liegt an unserer

Nutzung. 100 Millionen User in zwei Monaten, das

hat bisher keine andere App geschafft.“

Warum hat KI so große

Auswirkungen?

KI ist eine sogenannte general purpose Technologie,

die nach Meinung von Lippert in dieselbe

Kategorie fällt wie das Internet oder der Strom.

Leider können das nur wenige Menschen erklären

und deswegen komme sie vielen unheimlich vor.

Dabei biete die KI extrem viel Wachstumspotential

für Wirtschaftsstandort und Gesellschaft, wenn wir

das Ökosystem dazu richtig aufbauen: Wir benötigen

zum Betrieb Strom und Chips, ausreichend

Rechen-Power, Daten, Modelle, Tools, Applikationen

sowie Entwickler, die auf Basis von KI neue

Anwendungen entwickeln. Lippert: „Wir müssen

nicht in allen Disziplinen gut sein, aber wir müssen

dieses Ökosystem befruchten. Umso besser wir

darin sind, umso erfolgreicher werden wir sein.“

Österreichs Unternehmen setzen KI bereits erfolgreich

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

ein. Nur einige Beispiele: Spar hat mit Microsoft

vor eineinhalb Jahren ein Projekt durchgeführt,

Echtzeitdaten aus dem Geschäft zu nutzen, um

Vorhersagen zu treffen, wie viel Obst und Gemüse

verkauft wird. Auch das Contact Center der Burgenland

Energie wurde mit KI aufgewertet. Mit

dem Busunternehmen Dr. Richard hat Microsoft

die Einsatzplanung und Routenplanung aufgrund

von Verkehrsdaten und auch Auslastungsdaten in

Echtzeit ermöglicht.

Lippert sieht bezüglich KI-Strategien in den Unternehmen

aber auch Aufholbedarf, auch beim Thema

Sicherheit. Lippert ist jedenfalls überzeugt:

„Unternehmen, die KI nutzen, werden Unternehmen,

die KI nicht nutzen, überholen. Die KI wird

so gut reagieren, wie wir sie trainieren, aber nur

in ihren inhärenten Disziplinen wie Empfehlungen,

Klassifizierungen, Vorhersagen. In den Disziplinen,

die uns Menschen ausmachen, also Kreativität,

Empathie, etc., wird die KI nicht nennenswert

dazulernen können. Das Mitdenken und dann in

weiterer Folge das Ausführen von Aufgaben sowie

Months to reach

100M global MAUS

App

Source: UBS

How long it took top apps to hit 100M monthly users

ChatGPT is estimated to have hit 100M users in January, two months after its launch.

Here’s how long it took other top apps to reach that:

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CHATGPT TIKTOK INSTAGRAM PINTEREST SPOTIFY TELEGRAM UBER

die Personalisierung dahinter ist der nächste große

Entwicklungsschritt, wenn es um KI geht.“

Virtual Vehicle: Zusammenarbeit

als Schlüssel zum Erfolg

Jost Bernasch, Geschäftsführer Virtual Vehicle,

Europas größtem Forschungszentrum für

virtuelle Fahrzeugentwicklung, sieht KI als unerlässlich

an, um Entscheidungen in der Wahrnehmung

/ Perception bzw. in der Entwicklung treffen

zu können. Virtual Vehicle nutzt KI in unterschiedlichen

Bereichen wie Entwicklung und Betrieb, um

schneller voranzukommen. Bernasch: „Alle reden

von Chinese Speed. Jetzt brauchen wir noch Austrian

Speed in der Technologie, in der Verwaltung,

in der Politik, in den Ministerien. Wir müssen alle

zusammenarbeiten und besser werden, um das

zu erreichen. Innovation findet nur statt, wenn

die Ergebnisse aus der Forschung wirklich in der

Industrie ankommen und wir es

schaffen, diese in Europa zu skalieren.

Virtual Vehicle versucht hier

kräftig zu unterstützen.“

KI als Enabler in der

Automatisierung

Daniel Watzenig, Professor, TU

Graz, sieht künstliche Intelligenz in

der Mobilität bei Fahrerassistenzsystemen

sowie selbstfahrenden

Fahrzeugen: Personalisierte Experience

im Fahrzeug, Automatisierung

von Prozessen, das proaktive, also

vorausschauende Decision-Making

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Bernasch, Virtual Vehicle

Foto: Katharina Schiffl Grafik: Microsoft | Quelle: UBS

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