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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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Foto: GSV

oder Decision-Support, intelligentere

Produktion, „Metaverse

- Der Mensch interagiert mit

Systemen in einer gemeinsamen

Umgebung“, Predictive Maintenance,

Predictive Analytics.

Watzenig: „KI wird entlang folgender

vier Säulen eingesetzt:

In der Produktentstehung selbst,

also das Produkt Fahrzeug oder

das Produkt Vehikel, im Prozess,

um das Fahrzeug zu erstellen, in

der Produktion sowie in Betrieb

und Wartung. Ein wesentliches

Watzenig, TU Graz

Beispiel ist das software-defined

Vehicle. Das Fahrzeug wird ähnlich wie ein Mobiltelefon

betrachtet: Das heißt, die Software ist

entkoppelt von der Hardware und es können auch

Apps etc. installiert werden.“

Watzenig erwähnt das „Safe-Train-Projekt“. Als

Partner war Virtual Vehicle für die AI-basierte Umfelderkennung

zuständig. Watzenig: „Bei der Regionalbahn

reicht beim autonomen Betrieb die übliche

Sichtweite von rund 300 Meter nicht aus, dort

müssen es 800 bis 1000 Meter sein. Beim Projektstart

2023 gab es derartige Sensoren noch nicht,

mittlerweile gibt es diese dank dem Projektpartner

Continental. Wesentlich ist es, Anomalien zu

erkennen, der Zug darf nicht jedes Mal bremsen,

wenn aufgrund falschen Sensor-Einschätzungen

ein Ghost-Objekt oder ein Artefakt erfasst wird,

das muss erkannt werden. In der Umsetzung erkennt

der menschliche „Safety Lokführer“ dann,

AI in automated train operations

Grafik: Virtual Vehicle

ob die Strecke frei ist oder nicht (wird rot oder

grün signalisiert).“

Die sichere AI beim autonomen Zugfahren zeigt mit grün an, ob die Strecke frei ist

AI | 2025

KI kann Vieles auch nicht

beantworten

Krzysztof Janowicz, Professor, Universität

Wien, berichtet über geografische/georäumliche

künstliche Intelligenz (GEO-AI), eine Mischung

aus räumlichen Datenwissenschaften, Geografie,

Geowissenschaften, Künstliche Intelligenz, Computer

Science und eben auch Kognitionswissenschaften.

GEO-AI-Forscher bringen räumliches

Denken in generelle Modelle der künstlichen Intelligenz

und nutzen zwei verschiedene Ansätze:

das deklarative Beschreiben und Erfassen sowie

Schließen über Wissen. Janowicz stellt eine wichtige

Frage: „Wissen wir denn, was AI weiß? Wie

sieht tatsächlich Geografie, wie sehen Städte, wie

sieht menschliches Verhalten aus der Sicht der KI

überhaupt aus?“

Prinzipiell gibt es einige Bereiche, wo wir über viele

Daten verfügen: Points of Interest, Lokalitäten,

Cafés, Hörsäle, Büros, Transportinfrastruktur etc.

Außerhalb dessen gibt es vieles, was nicht so einfach

herauszufinden ist, z.B. Walkability, also in

welchen Orten fühlen wir uns sicher, hinzugehen,

wo würde man nachts hingehen, wo ist es grün,

wo benutzen wir eher das Auto oder öffentliche

Verkehrsmittel? Aber die Semantik, also die Bedeutung

von walkability ist unklar.

Janowicz: „Fragen Sie mal Ihren AI-Bot, Ihnen

eine T-Kreuzung zu machen. Die können tatsächlich

keine T-Kreuzung malen. Oder die Frage, wie

weit ist Währing von Döbling entfernt? Jetzt sagen

Sie als Mensch, die berühren sich, das sind

benachbarte Bezirke. Die Entfernung zwischen

denen ist null. Aber unser AI-Bot, der hat eine

ganz bestimmte Vorstellung darüber und der sagt,

ungefähr 1,47 Kilometer. Ein Verständnis von

Konnektivität, Nachbarschaft, Topologie ist also

sehr wichtig. Womit wir uns intensiv beschäftigen

müssen, ist die Kombination von einem tiefen

Verständnis und der Repräsentation von Daten

und logischem Schließen aus Daten. Ein Teil davon

sind sogenannte Wissensgraphen. Jedes Mal,

wenn Sie Google etc. irgendetwas fragen, kommt

die Antwort aus einem Wissensgraphen. An solchen

Wissensgraphen arbeiten wir. Wir haben einen

der weltgrößten jetzt hier in Wien, der aus

ungefähr 30 Milliarden Graphenaussagen über die

Welt besteht.“

D. Watzenig

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