GSV Jahrbuch Mobilität 2025
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INTELLIGENTE VERKEHRSSYSTEME
enz. An Straßenkreuzungen installiert ITS-Straßenrandstationen
senden Signalphasen- und
Zeitmeldungen an herannahende Fahrzeuge,
wodurch der Durchsatz verbessert und sowohl
das Unfallrisiko als auch die Emissionen reduziert
werden. Das Projekt wurde mit dem
Connected and Automated Vehicle Award bei
den ITS Australia Awards 2024 ausgezeichnet.
• Der Bizkaia Connected Corridor in Spanien:
In Nordspanien erstreckt sich der Bizkaia
Connected Corridor über 57 Kilometer auf der
Autobahn A8 in der Nähe von Bilbao. Dieses
wegweisende Projekt ermöglicht die Echtzeitkommunikation
zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur
und erhöht so die Sicherheit und
Zuverlässigkeit des Verkehrs. Durch den Einsatz
von Roadside Units (RSUs) und einem
zentralen Connected Mobility Control Center
erhalten Fahrer wichtige Informationen zu
Straßenbedingungen, potentiellen Gefahrenquellen
und Staus.
• Das Network Intelligence and Management
System (NIMS)-Pilotprojekt in Irland:
Die irische NIMS-Initiative integriert
C-ITS-Technologie in das landesweite Verkehrsmanagementsystem
auf den Autobahnen
M50 und M1 in Dublin. Im Rahmen des Pilot-
projekts erhalten 1.500 Fahrer entweder über
C-ITS-Bordgeräte oder über ihre persönlichen
Smartphones Echtzeit-Benachrichtigungen über
Unfälle, Staus und widrige Wetterbedingungen.
• Videoanalyse und vernetzte Fahrezugetechnologie
in den Vereinigten Staaten: In
Pinellas County, Florida, stehen die Sicherheit
von Fußgängern und Verkehrsstaus im Fokus.
Das Projekt umfasst eine auf Kreuzungen basierende
Videoanalyse und vernetzte Fahrzeugtechnologie,
um gefährdete Verkehrsteilnehmer
zu erkennen und in Echtzeit zu warnen. Durch
die Kombination von prädiktiver Analyse mit
Echtzeitdaten können die Behörden den Verkehr
proaktiv steuern und Unfälle reduzieren.
Diese und viele weitere Projekte unterstreichen
globale Trends: Behörden geben C-ITS zunehmend
Vorrang, um dringende Mobilitätsherausforderungen
anzugehen, und erweitern gleichzeitig
den Umfang der Projekte von Pilotprojekten zu
operativen Diensten. Von Autobahnen bis hin zu
städtischen Zentren beweisen vernetzte Korridore
ihren Wert bei der Verbesserung der Sicherheit,
der Optimierung des Verkehrsflusses und der Verringerung
der Umweltbelastung und legen gleichzeitig
den Grundstein für autonomes Fahren.
Harmonisierung von Standards für
ein vernetztes Europa
ein grundlegender Schritt in Richtung zukünftiger
autonomer Verkehrssysteme. Diese nutzen
Echtzeitdaten von Straßensensoren, fahrzeuginternen
Systemen und cloudbasierten Plattformen,
um Fahrzeugen verlässliche und verifizierte
Daten zu liefern, damit sich diese zukünftig
sicher und effizient durch den Straßenverkehr
bewegen können. Die Strategie Deutschlands
sieht eine Zukunft vor, in der autonome Fahrzeuge
nahtlos mit dem konventionellen Verkehr
koexistieren. Die Rolle der Straßenbetreiber entwickelt
sich weiter und wird maßgeblich zur Förderung
der Entwicklung, Einführung und Zugänglichkeit
von C-ITS Diensten beitragen.
Die Vorteile: Sicherheit, Nachhaltigkeit
und Effizienz
Vernetzte und durchgehend digitalisierte Korridore
bringen konkrete Vorteile mit sich:
• Verbesserter Verkehrsfluss:
Dynamisches
Verkehrsmanagement und prädiktive Analysen
optimieren Routen und minimieren Staus.
• Erhöhte Sicherheit: Echtzeit-Gefahrenwarnungen,
wie z.B. Warnungen vor Baustellen,
Staus oder Fußgängererkennung, verringern
das Unfallrisiko.
• Auswirkungen auf die Umwelt: Weniger
Leerlauf und ein flüssigerer Verkehrsfluss senken
die Emissionen und tragen so zu nationalen
Nachhaltigkeitszielen bei.
• Effizienz des öffentlichen Nahverkehrs:
Eine bessere Koordination von Lichtsignalanlagen
und Vorrang für Fahrzeuge des öffentlichen
Nahverkehrs verbessern die Mobilität.
• Globale Interoperabilität: Harmonisierte
Standards gewährleisten nahtloses grenzüberschreitendes
Reisen und Kommunikation.
Über Kapsch TrafficCom
Globale C-ITS Projekte – von Deutschland, Österreich,
Irland, Spanien über Australien bis hin zu
den Vereinigten Staaten – bestätigen die Rolle von
Kapsch TrafficCom als zuverlässiger Partner bei
der Digitalisierung und Modernisierung des Verkehrswesens.
Autor: Johannes Rogi, PR Manager bei Kapsch
TrafficCom
Foto: Kapsch
Die Strategie der deutschen Bundesregierung geht
über nationale Grenzen hinaus. In Anerkennung
des internationalen Charakters von Verkehrssystemen
legt die Strategie einen starken Schwerpunkt
auf die EU-weite Harmonisierung von Kommunikationsstandards
für vernetztes und autonomes
Fahren. Interoperabilität ist von entscheidender
Bedeutung: Fahrzeuge, die grenzüberschreitend
unterwegs sind, müssen unabhängig von ihrem
Standort nahtlos mit der Infrastruktur und anderen
Fahrzeugen interagieren können.
Von vernetzten Korridoren zum
autonomen Fahren
Foto: Kapsch
In Irland werden Nachrichten über Unfälle, Staus und Wetterbedingungen direkt an
Bordgeräte oder Smartphones der User gesendet
C-ITS-Technologien, wie die nunmehr am gesamten
deutschen und österreichischen hochrangigen
Straßennetz implementierten Systeme, sind
In Pinellas County in Florida werden Kreuzungen mit vernetzter Fahrzeuge-Technologie gesichert
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