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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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LOGISTIK

Fachbeitrag der Rail Cargo Group und der Papierholz Austria

Gesamte Wertschöpfungkette in der Holzlogistik auf Schiene

Was braucht es, um Millionen Tonnen Holz

sicher, effizient und nachhaltig zu transportieren?

Eine Bahnlogistik, die Wald, Werk

und Digitalisierung intelligent verbindet –

wie im Fall von Papierholz Austria (PHA) und

der ÖBB Rail Cargo Group (RCG).

Die Versorgung industrieller Standorte mit dem

Rohstoff Holz erfordert eine besonders flexible,

stabile und nachhaltige Logistiklösung. Die Papierholz

Austria GmbH – eine der führenden Holzeinkaufsorganisationen

Mitteleuropas – übernimmt

für ihre Gesellschafterwerke Heinzel Pöls, Mondi

Frantschach, Sappi Gratkorn und Norske Skog

Bruck jährlich die Beschaffung des Rohstoffs Holz.

Von der Gesamteinkaufsmenge von rund 6,5 Millionen

Festmetern Holz wird ca. ein Drittel bereits

umweltfreundlich auf der Schiene transportiert –

in enger Zusammenarbeit mit der RCG. Die Logistiklösung

reicht von der Abholung im Wald über

die Verladung bis zur zeitlich genauen Anlieferung

an den jeweiligen Produktionsstandort – ein Paradebeispiel

für durchgängige Logistik auf Schiene.

Hohe Anforderungen an die Logistik

Die Holzbranche ist von Natur aus dynamisch:

Verfügbarkeit, Preisentwicklung und Wetterbedin-

Vom Wald auf die Schiene: So kommt Rundholz nachhaltig

ans Ziel.

gungen beeinflussen die Beschaffungsströme teils

sehr kurzfristig. Das stellt hohe Anforderungen an

die Logistik. Die RCG begegnet diesen Herausforderungen

mit einem dichten Einzelwagennetzwerk

in Österreich, speziellem Equipment für Rundholz

und Hackgut sowie einem hohen Maß an Flexibilität

in der operativen Steuerung. Christoph Grasl,

Vorstand der RCG, betont: „Starke Zusammenarbeit

immer wieder gefragt, zum Beispiel bei Extremwetterereignissen.

Wir wollen für Papierholz

Austria auch in herausfordernden Situationen ein

starker Partner sein und in Zukunft gemeinsam an

flexiblen Lösungen arbeiten."

Das Werk Heinzel Pöls als

Holz-Drehscheibe

Foto: GROOX

Digitale Prozesse für mehr

Überblick und Geschwindigkeit

Auch in der Papier- und Zellstoffindustrie ist Zeit

ein entscheidender Faktor. Deshalb arbeitet Papierholz

Austria an einer vollständigen Digitalisierung

der Transportprozesse: Leerwagenbestellung,

Transportauftrag und Sendungsverfolgung

sollen künftig direkt aus dem eigenen System

erfolgen – angebunden an die Logistikplattform

MIKE der RCG. Das spart Zeit und reduziert manuelle

Abstimmungen. Kurze Reaktionszeiten, genaue

Steuerung und eine transparente Datenlage

ermöglichen eine moderne Holzlogistik, die Effizienz

und Nachhaltigkeit gleichermaßen verbindet.

Holztransporte: anspruchsvoll,

vielseitig, klimarelevant

Die Kooperation mit Papierholz Austria steht dabei

exemplarisch für ein viel größeres Bild – denn

Holz zählt mit einem Gesamttransportvolumen

von rund 7,1 Millionen Tonnen jährlich zu den

bedeutendsten

Produktgruppen

der RCG.

Ob Rundholz für Sägewerke,

Sägenebenprodukte

wie Hackgut und

Rinde oder verarbeitete

Holzprodukte wie

Faserplatten: Die RCG

verknüpft häufig mehrere

Stationen entlang

des Produktlebenszyklus.

Die Versorgung der

Industrie mit diesem

natürlichen Rohstoff ist

nicht nur wirtschaftlich

relevant, sondern trägt

durch den Einsatz der

Bahn auch aktiv zum Klimaschutz bei. Denn jede

Tonne Holz, die mit dem Zug transportiert wird, ist

30-mal nachhaltiger als eine Tonne mit dem Lkw.

Autorin: Mag. Tatjana Sickl, Externe Kommunikation,

Rail Cargo Group

Als zuverlässiger Partner der Forst-, Holz- und Papierindustrie

und größter Holztransporteur Mitteleuropas

setzt die RCG auf ökologische Transporte mit der Bahn

Foto: GROOX

Foto: LICHTMEISTER Foto- und Filmproduktionen

Am Standort Heinzel Pöls laufen jährlich über 40.000 Güterwagen ein – direkt ins Werk.

Am Standort Heinzel Pöls werden jährlich rund 1,4

Millionen Tonnen Holz im Eingang per Bahn transportiert

– das sind über 40.000 Güterwagen pro

Jahr. Eine firmeneigene Anschlussbahn ermöglicht

die direkte Anlieferung, wodurch der Anteil auf

der Schiene in der Werkslogistik stetig steigt. Der

Bahntransport ersetzt dabei nicht nur zehntausende

Lkw-Fahrten, sondern sorgt auch für mehr Planungssicherheit

und Liefertreue. Andreas Kogler,

Geschäftsführer von Papierholz Austria: „Ein

ganz großer Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte

war vor 20 Jahren der Start des Hackgut-Transportes

mit Ganzzügen. Mittlerweile wickeln

wir bis zu 900 Ganzzüge im Jahr gemeinsam

mit der RCG ab.“

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