GSV Jahrbuch Mobilität 2025
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STRASSE
CO 2 -BEWERTUNG VON BAUSTELLEN
VERTEILUNG DER EMISSIONEN ÜBER DEN LEBENSZYKLUS
Grafik: ASFINAG
Foto:imh
55–84 % 13–22 % 3–17 % 1–11 % 0–3 % 0–2 %
Energiebedarf
Bauprozess
Materialherstellung
Materialtransport
zur
Baustelle
Gerätean- und
rücktransport
für unsere 169 Tunnelanlagen.“ Dort soll in den
nächsten Jahren durch den Tausch auf LED-Lampen
einiges an Energie eingespart werden können,
leider müssen dafür die entsprechenden Tunnelanlagen
für die Zeit des Tausches gesperrt werden.
Auch beim Thema Photovoltaik engagiert sich die
ASFINAG, was oft zur Folge hat, dass sich manche
Gemeinden dann auch gleich eine Lärmschutzwand
dazu wünschen, was nicht immer machbar ist.
Ein extrem starker Hebel Richtung Nachhaltigkeit
bestehe im Bau, ist Fromm überzeugt. Schon in
der Planungsphase überlege sich die ASFINAG,
welche Variante ressourcenschonend ist bzw. einen
niedrigen CO 2
-Abdruck aufweist. Fromm:
„Der größte Anteil der CO 2
-Emissionen ist im Bereich
der Materialherstellung (55-84%), es folgt
der Energiebedarf des Bauprozesses (13-22%),
Material An- und Abtransport (3-17%) und auch
Geräte An- und Abtransport (1-11%). Recycling
ist ebenfalls gut, um den Primärmineralverbrauch
und das Deponieren zu reduzieren.“
CO 2
-Bewertung von Baustellen: Verteilung der Emissionen über den Lebenszyklus
Materialrückbau
Hilfsmaterialien
Im Vergleich zu Deutschland seien
Österreichs Autobahnen gut aufgestellt,
die Erhaltungsbudgets ausreichend,
um den status quo zu halten.
Fromm: „Wir investieren mittlerweile
mehr als die Hälfte des Bauvolumens,
konkret ungefähr 70%, in die Erhaltung
unserer Anlagen, das hat sich
aufgrund des Alters unseres Netzes
stark gedreht und es wird auch in den
nächsten Jahren so weitergehen. Allein
in die Sanierung der Tunnelanlagen werden
in den nächsten 10 Jahren ungefähr 3 Milliarden
Euro investiert, größte Projekte sind der Tauern-,
Katschberg- und vielleicht auch der Plabutschtunnel.
Nicht berücksichtigt im Investitionsplan für
die nächsten Jahre sind Projekte, die wir ruhend
gestellt haben, wie beispielsweise der Lobautunnel
und andere kapazitätserweiternde Maßnahmen.“
Steiermark: Budgetäre Situation im
Straßenerhalt herausfordernd
Andreas Tropper, Landesbaudirektor Land
Steiermark, informiert über die Situation der
Landesstraßen. Den Trend, dass der Neubau immer
mehr an Bedeutung verliert und Instandsetzungen
und Generalsanierungen in den Vordergrund
rücken, bestätigt auch Tropper: „Unsere
konstruktiven Bauten auf den Landesstraßen werden
in den nächsten Jahren 50/60/70 Jahre alt, in
diesem Alter wird eine Generalsanierung unausweichlich.
Das ist ein großer Brocken, der vor uns
liegt und 2030 richtig schlagend wird.“
Prinzipiell ist Österreich ein Land der Straße, mit
über 12 Meter Straße pro Einwohner liegen wir
deutlich vor der Schweiz, Deutschland oder den
Niederlanden. Die Steiermark verfügt über 1.300
km Autobahnen- und Schnellstraßen, 5.000 Kilometer
Landstraßen, 3.300 Brücken und Galerien,
5.000 Mauern, 37 Tunnel. All das gilt es zu finanzieren.
Tropper dazu: „Es zeigt sich eine deutliche
Verschlechterung des gesamten Straßenzustandes
in den letzten Jahren. Weniger an der Oberfläche,
jedoch in der Substanz haben wir einiges
an Aufholbedarf. Aktuell investiert die Steiermark
jährlich ungefähr 80 bis 90 Mio. Euro in die Straßeninfrastruktur,
geschätzt bräuchten wir jährlich
zusätzlich 30 bis 40 Mio. Euro, um keinen Bilanzverlust
hinnehmen zu müssen. Wo wir relativ gut
Euro 7 – der neue Maßstab für saubere Mobilität
Wie Michelin mit Innovation und Verantwortung den
Reifenabrieb neu denkt
Mit der Euro-7-Norm beginnt ab 2028 ein neues
Kapitel in der europäischen Umweltpolitik – zum
ersten Mal werden klare Grenzwerte für den Reifenabrieb
festgelegt und vorgeschrieben. Es soll
erreicht werden, dass Partikelemissionen, die
beim Fahren, Bremsen und Beschleunigen entstehen,
deutlich reduziert werden.
Michelin unterstützt diesen Schritt und verlangt eine
strenge, realistische und transparente Prüfmethode.
Um sicherzustellen, dass die Norm im Hinblick
auf den Umweltschutz wirkt, ist es unerlässlich,
dass die Emissionsmessung zuverlässig ist.
Laborwerte? Nein, danke
Für Michelin steht fest: Das Geschehen auf der
Straße hat oberste Priorität. Daher unterstützt die
Firma die als „Konvoi-Methode“ bekannte Vorgehensweise,
bei der Emissionen unter realen Fahrbedingungen
in Gramm pro Kilometer und pro
Tonne Fahrzeuggewicht bestimmt werden. Diese
Methode, die in Kooperation zwischen Industrie,
Behörden und dem ADAC entwickelt wurde, liefert
reproduzierbare Resultate.
Die alternative Methode zur Trommelprüfstands-
Prüfung ist derzeit in der Entwicklung und bietet
daher weniger Aussagekraft. Die Parameter sind
intransparent, was dazu führt, dass Ergebnisse
von realen Messungen abweichen. Dies hat direkte
Auswirkungen auf die Umweltziele und fördert
Wettbewerbsverzerrungen.
Innovation ist die beste Regulierung
Michelin beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten
mit der Forschung, um den Reifenabrieb
zu verringern, ohne die Sicherheit und Leistung
zu beeinträchtigen. Das Resultat: Eine ADAC-Auswertung
von 160 Reifentests seit 2023 zeigt, dass
MICHELIN Reifen im Durchschnitt 26% weniger
Partikel pro Tonne Fahrzeuggewicht verursachen
als Reifen anderer Premiumhersteller. Das Unternehmen
reduzierte seine Emissionen allein im
Zeitraum von 2015 bis 2020 um fünf Prozent, was
einem Rückgang des Abriebs um etwa 100.000
Tonnen entspricht. Michelin investiert jährlich etwa
1,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung
(R&D) und beschäftigt über 6.000 Forschende
weltweit. Dadurch kann das Unternehmen neue
Materialien, Profile und Architekturen entwickeln,
die den Spagat zwischen Nachhaltigkeit und Leistung
meistern.
Euro 7 - eine Chance
Der neue MICHELIN Reifen CrossClimate 3 Sport
demonstriert das Potenzial: Im Vergleich zu seinem
Vorgänger verringert er den Partikelausstoß
um 23 %, während er in den Bereichen Sicherheit
und Fahrleistung weiterhin
an erster Stelle
steht.
Michelin
betrachtet
die Euro-7-Norm
nicht als Hürde, sondern
als Gelegenheit
für Qualität, Transparenz
und Verantwortungsbewusstsein.
Das
Unternehmen
will mit wissenschaftlich
fundierten Methoden,
messbaren
Fortschritten und klaren
Werten dazu beitragen,
die Mobilität
nachhaltiger zu gestalten
– für saubere
Luft, gesunde Böden
und eine rollende Zukunft.
Stark im sommer.
zuverlässig im
winter.
michelin
crossclimate 3
A-C
* *
*
B
A-B 69-75 dB
*Einstufung gem. der Verordnung (EG) Nr. 740/2020 über
die Kennzeichnung von Reifen.
Mehr Informationen auf www.michelin.de
*
michelin
crossclimate 3 sport
MICHELIN Michelin und die grafische Darstellung Reifen des Michelin Manns verursachen sind Eigentum der Compagnie Générale des 26% Etablissements Michelin. weniger Partikel pro
Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Michelinstraße 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland, Stand 10/2025.
Tonne Fahrzeuggewicht als andere Premiumreifen
B-C
* *
*
A
A-B 72 dB
*Einstufung gem. der Verordnung (EG) Nr. 740/2020 über
die Kennzeichnung von Reifen.
*
Grafik: Michelin
74 75
Entgeltliche Einschaltung