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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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STRASSE

aufgestellt sind und kaum Spielraum besteht, sind

konstruktive Bauwerke, speziell die Tunnel und

Brücken, die wirklich gut in Schuss sind.“

Tropper teilt das Landesstraßennetz in ein hochrangiges

(ein Drittel, 55-60% des Verkehrs) und

ein niederrangiges (zwei Drittel) ein. Im Falle

des hochrangigen verfolge man die Strategie des

modernen Erhaltungsmanagements, die richtige

Maßnahme zur richtigen Zeit zu treffen. Das gelinge

jedoch mit den vorhandenen Mitteln nicht

vollständig. Auf dem niederrangigen Netz werde

in erster Linie darauf geschaut, das Netz so lange

wie möglich in Schuss zu halten. Laut Tropper

kämpfen beim Thema Straßenerhaltung besonders

auch die Gemeinden.

Rutschung

Vermurung

Steinschlag

Spurrinnen

Unwetterschäden in der Steiermark machen bereits ein Achtel des Gesamtbudgets aus

Grafk: Land Steiermark

ÖPNV-Priorisierung: Intelligente Technik

für fließenden Stadtverkehr

Unsere Städte stehen täglich vor der Herausforderung, den wachsenden Verkehr

sicher und fließend zu gestalten. Besonders Busse und Straßenbahnen benötigen

dabei freie Fahrt, um Fahrgäste pünktlich ans Ziel zu bringen. Jede Verzögerung

kostet Zeit, Energie und Akzeptanz. Doch mit intelligenter ÖPNV-Priorisierung lässt

sich der Verkehrsfluss deutlich verbessern.

Durch die direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Ampeln erkennt das

System herannahende Busse oder Bahnen, verfolgt sie im Nahbereich der

Kreuzung kontinuierlich und passt die Schaltung punktgenau an. So entstehen

weniger Stopps, kürzere Fahrzeiten und ein gleichmäßigerer Ablauf im gesamten

Netz. Die Technologie basiert auf modernster V2X-Kommunikation und integriert

sich nahtlos in bestehende Verkehrsmanagementsysteme.

Die Lösungen von Yunex Traffic verbinden moderne Technik mit nachhaltiger

Mobilität – für einen effizienteren Nahverkehr, zufriedene Fahrgäste und

lebenswertere Städte.

Ein weiteres ernstzunehmendes Problem seien die

Unwetterschäden: Während diese in den Jahren

2021 und 2022 im Bereich von 1– 3 Mio. Euro pro

Jahr lagen, waren es in den letzten beiden Jahren

in der Steiermark zwischen 10 und 11 Mio. pro

Jahr. Das entspreche immerhin einem Achtel des

Gesamtbudgets, welches zusätzlich ausgegeben

wurde. Für die Schnellladestationen am Landesstraßennetz

sieht sich das Land laut Tropper im

Gegensatz zur ASFINAG nicht in der Verantwortung.

Landesseitig gebe es aber Förderungen, die

dann bzgl. Standort geprüft werden.

Virtual Vehicle: Regulatorik verhindert

rasches Voranschreiten

In der anschließenden Podiumsdiskussion berichtet

Anton Fuchs, Head of Department

Information Systems and NVH bei Virtual

Vehicle Research GmbH, über den Stand

beim automatisierten Fahren. Virtual Vehicle

arbeitet seit 20 Jahren daran, virtuelle Methoden

in die Fahrzeugentwicklung und den Betrieb

einfließen zu lassen. Fuchs: „Ungefähr

zwei Drittel unserer Aktivitäten sind Simulationstätigkeiten.

Simulation bedeutet für uns,

nicht nur das Fahrzeug simulationsgestützt zu

entwickeln, sondern vor allem digitale Zwillinge.

Ziel ist letztlich auch eine virtuelle Zulassung

von Fahrzeugen.“

gelassenen automatisierten Auto mit Sicherheitsfahrer

auf Österreichs Straßen begonnen, welches

bis dato unfallfrei unterwegs ist. Des Weiteren

haben wir ein Testfahrzeug ohne Lenkrad zu Testzwecken

am Campus in Graz im Einsatz. Leider

limitieren uns die gegebenen Rahmenbedingungen,

mit Amerika und Asien mitzuhalten. Und

deren Fortschritte sind gewaltig: Rückversicherer

wie Swiss Re trauen sich aufgrund der hohen Zahl

an unfallfrei gefahrenen Kilometern in diesen Ländern

schon Aussagen zu treffen, wie etwa, dass

diese Autos sicherer als menschliche Fahrer sind.“

Foto:imh

Mehr erfahren unter:

yunextraffic.com/de/verkehrspriorisierung

Warum das Thema in Europa nicht so wirklich

durchstartet, liegt laut Fuchs an den überbordenden

Regulierungen. Fuchs: „Wir haben

bereits in den Jahren 2015/16 mit einem zu-

Fromm (ASFINAG), Reschke (Drees&Sommer), Fuchs (Virtual Vehicle), Tropper (Land Stmk)

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