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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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nicht-ohne-beton.at

auch die bewegungsaktive Mobilität wie Radfahren

oder zu Fuß gehen gilt es mitzudenken. Wünschenswert

wäre eine noch bessere Anschlusssicherung

zwischen Bus und Bahn“.

Ludwig Richard, Eigentümer und Gesellschafter,

Dr. Richard Bus, möchte als Unternehmer

mehr Freiheiten: „Wenn wir als Verkehrsunternehmen

ein Produkt freier gestalten können,

sehe ich große Chancen, beispielsweise Fahrplan

und Umlauf integriert in zwei Stufen zu planen.

Man könnte dabei auch KI einsetzen. Oder überlegen,

was besser mit einem Fahrplan oder lieber

mit flexiblen Betriebsformen abgewickelt werden

soll. Wir sehen uns als Verkehrsunternehmen jedoch

in einem komplett fragmentierten System

gefesselt. Wir bekommen Ausschreibungen auf

den Tisch, wo ein fix fertiger Fahrplan vorgegeben

ist, Effizienzen sind dann kaum mehr zu heben.

Themen wie Lade-Infrastruktur, Photovoltaik, ergeben

erst Sinn, wenn ich Wagenumläufe auch

so planen kann, dass Fahrzeuge nicht nur abends

sondern auch untertags laden können.“

Wolfgang Schroll, Geschäftsführer, Niederösterreichische

Verkehrsorganisationsgesellschaft,

hält dazu fest, dass man nicht vergessen

solle, was alles bereits erreicht wurde: „Wir

haben sehr viel Geld im System, wir bieten gute

Leistungen und wenn man über den Tellerrand

nach Europa blickt, sind wir im vorderen Drittel,

so wie unsere Systeme funktionieren. Standards

und Qualität voranzubringen ist natürlich wichtig.

Gleichzeitig müssen wir beides in einem Rahmen

halten, den wir uns auch leisten können. Und wir

brauchen Spielregeln, wie wir gestalten. Das, was

wir erreicht haben, sollten wir in die nächste Umlaufbahn

bringen.“

Sonja Wiesholzer, technische Geschäftsführerin

der OÖ Verkehrsholding sieht in der Frage

der Ladeinfrastruktur einen positiven Wandel

und die Bereitschaft bei den oberösterreichischen

Verkehrsunternehmen, zukunftsorientierte Maßnahmen

zu ergreifen: „Wir haben uns Gedanken

gemacht, ob wir die Lade-Infrastruktur als Oberösterreichischer

Verkehrsverbund zur Verfügung

stellen müssen oder ob es die Busbetriebe schaffen

diese Infrastruktur aufzubauen. Die privaten

und öffentlichen Betreiber haben aber die Bedeudie

Investitionen gedrückt. Die budgetären Probleme

Österreichs führt Bruckbauer hauptsächlich

auf die Abschaffung der kalten Progression ohne

Gegenfinanzierung zurück. Österreich sei dennoch

nicht am Weg zu griechischen Verhältnissen, beruhigt

Bruckbauer. Er erwartet für Österreich ab

2026 ein Wirtschaftswachstum über 1%, gleichzeitig

soll sich die Inflation bei 2% einpendeln.

Österreichs Staatsverschuldung bleibe mit 80%

im Mittelfeld, Spitzenreiter seien die USA mit rund

130% des BIP. Der Strom- und Gaspreis bleibe

weiterhin deutlich höher als in den USA, alles andere

als optimal.

Busunternehmer wünschen sich

mehr Freiheiten

Paul Blaguss, Geschäftsführer Blaguss Reisen,

betont im Rahmen der folgenden Podiumsdiskussion,

dass durch neue Antriebstechnologien

und fortschreitende Digitalisierung Chancen

bestehen, die Vernetzung des Verkehrs zu optimieren

und einen umweltfreundlichen Modal Split

herzustellen. Blaguss: „Mobilität ist immer sicherzustellen,

weil es ein Urbedürfnis der Menschen

ist. Wir müssen sie jedoch ressourcenschonend

und neu denken und dürfen in diesem Zusammenhang

nicht den Komfort aus den Augen verlieren.

Wir werden für viele Anwendungen das individuelle

Verkehrsmittel benötigen, aber in klimaschonender

Form. Der emissionslose Fernbus oder der

Zug sind jedenfalls attraktive Optionen.“

Werner Hecking, Geschäftsführer Steiermarkbahn

und -Bus, ist überzeugt, dass nur das

Zusammenwirken von Straße und Schiene dazu

führt, ÖV-Kunden flächendeckend abzuholen: „Wir

sind in der Branche manchmal zu sehr versucht,

nur auf uns selbst zu schauen, wie wird etwas finanziert,

wie wird etwas entwickelt? Im Endeffekt

sind wir aber dann erfolgreich, wenn wir viele Fahrgäste

in unseren Verkehrsmitteln haben. Die Digitalisierung

ist ein Enabler, um voranzukommen.“

Ulla Rasmussen, Geschäftsführung VCÖ, sieht

Österreich auf einem guten Weg: „Der öffentliche

Verkehr wird mittlerweile von allen Parteien als

relevant erachtet, das war nicht immer der Fall.

Straße und Schiene müssen gemeinsam gedacht

werden, auch Linien- und Mikro-ÖV Verkehre und

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