GSV Jahrbuch Mobilität 2025
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SCHIENE
Foto: imh/Studio NEXT
Terzaki (TERZAKI & Partner), Blaguss (Blaguss), Hecking (Steiermarkbahn), Rasmussen (VCÖ), Richard (Dr. Richard Bus), Schroll (NÖVOG),
Wiesholzer (OÖ Verkehrsholding)
Wir sind Frontrunner:
Neben den klassischen Wegen für
Bauprojekte zählen alternative
Vertragsmodelle unter Einbindung
digitaler Werkzeuge zu unseren
Kernkompetenzen: Wir haben das
erste TU-Verfahren in Österreich
ausgeschrieben, das GU+-Modell
konzipiert und das erste Allianzprojekt
im deutschsprachigen Raum umgesetzt.
tung erkannt und schauen auch darauf, dass sie
dekarbonisierte Busverkehre anbieten können,
ohne dass wir als Verkehrsbund die Infrastruktur
zur Verfügung stellen. Das ist bis jetzt der oberösterreichische
Weg.“ Die Elektromobilität selbst
ist laut Wiesholzer aber noch mit einigen Herausforderungen
behaftet: „Ich habe einen Omnibusbetrieb
mit über 1.500 Bussen, davon über
220 E-Bussen in Deutschland geleitet, wo es ein
ständiges Bemühen der Mitarbeitenden war, dass
dekarbonisierte E-Busse zur richtigen Zeit in der
richtigen Vorkonditionierung zur Verfügung stehen.
Das ist definitiv ausbaufähig.“
Blaguss ergänzt zu Richard: „Es ist derzeit für
ein privates Busunternehmen fast unmöglich, die
Ladeinfrastruktur selbst zu errichten. Ein großes
Investitionsvolumen der privaten Hand wird so
versiegelt. Wir wollen auch den Weg der emissionslosen
Verkehre finden, aber auch der besseren
Verkehrsplanung und Gestaltung. Bedauernswert
ist auch der Ausschluss des Fernbusses aus dem
Klimaticket, damit ist dieser in Österreich eigentlich
umgebracht worden. Wenn wir in der Zukunft
emissionslos fahren, wie zum Beispiel im Fernbus,
dann ist das ein Verkehrsmittel, das man mitdenken
muss, weil es gerade für die knappen Budgets
extrem kosteneffizient ist.“
Heking sieht sehr wohl die Partnerschaft: „Dr.
Richard hat es richtig ausgedrückt, dass wir uns
ständig ergänzen, auch bei Schienenersatzverkehren.
Auch mit der Postbus AG arbeiten wir
gut zusammen. Aus meiner Sicht ist es ein politisches
Thema, wie man die Weiterentwicklung der
Auftraggeber- und Auftragnehmerseite gestalten
möchte. Das, was in den letzten Jahren in Österreich
passiert ist, ist eine Erfolgsstory. Unabhängig
davon, ob auf der Schiene oder der Straße.
Es ist in den letzten 20 Jahren viel in die Infrastruktur,
in den Linienverkehrsausbau inklusive
Taktverdichtung und in die Verkehrsmittel selbst
investiert worden. Sind wir dort, wo wir hinwollen?
Nein, sind wir noch nicht. Aber wir befinden
uns bereits in der obersten Liga im öffentlichen
Verkehr. Und wenn wir diesen Weg in den nächsten
10-15 Jahren konsequent weitergehen, liegen
wir wirklich ganz voran.“
Richard hält ebenfalls fest, dass sich im öffentlichen
Verkehr vieles in die richtige Richtung entwickelt
hat. Zusammenarbeit sei mit Sicherheit der
richtige Ansatz. Richard: „Aber ich stelle die These
in den Raum: Wir produzieren heute das Gesamtsystem
öffentlicher Verkehr nicht mehr zu den
geringsten Kosten für die öffentliche Hand. Insbesondere
dann, wenn wir alle Zahlen, die klimabedingt
hinzukommen, miteinberechnen. Das
bedeutet, wir müssen den öffentlichen Verkehr
weiterentwickeln, neu denken, die Rahmenbedingungen
etwas freier machen, dass sich auch Investitionen
von Privaten wieder auszahlen.“
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