GSV Jahrbuch Mobilität 2025
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Foto: imh/Studio NEXT
Entwicklung
Import H2
Rojko, Hafen Wien
Wasserstoff in der Mobilität
Peter Rojko, Head of Business Development
& international affairs beim Hafen Wien, gibt
einen kurzen Überblick zum Thema Wasserstoff.
Es wird erwartet, dass die Wasserstoff-Kosten
bis 2040/2050 fallen werden und auf der anderen
Seite die bisherige Technologie teurer werden
wird. Ein Wasserstoffnetz soll die Versorgung in
ganz Europa gewährleisten (siehe Abbildung). Die
dunklen Linien stellen die bestehenden Pipelines
dar, die für Wasserstofftransport umgerüstet
werden müssen. Die gelben sind
gänzlich neu zu errichtende Pipelines
und mögliche Routen, weil oft auch das
Thema einer Nordafrika-Verbindung
nach Europa propagiert werde.
Rojko: „Die Mengen an grünem Wasserstoff,
die wir in Österreich oder in
Wien benötigen werden, werden wir in
Österreich nie in ausreichender Menge
produzieren können. Gleichzeitig dauert
es mindestens noch 8 bis 10 Jahre,
bis der Wasserstoff bei uns via Pipeline
angeliefert werden kann. Wir sehen als
Hafen Wien auch die Möglichkeit, das
Binnenschiff und die Bahn vorwiegend
für Wasserstoff/Ammoniaktransporte zum Einsatz
kommen zu lassen. Hafen impliziert eben nicht
nur Schifffahrt, sondern auch den Schienenverkehr.
Als Hafen Wien sind wir sehr stark mit den
Nordseehäfen Rotterdam, Hamburg und Antwerpen
verbunden. Wir haben alleine in der Woche
100 Ganzzüge, die nur von Wien nach Hamburg
unterwegs sind. Speziell beim Wasserstoffthema
sind die Häfen keine Konkurrenten, sondern Partner.
Der Hafen Wien wird nicht für die VOEST Wasserstoff
zur Verfügung stellen. Jeder Hafen ist für
seinen Kundenvorrat selbst zuständig.“ Deshalb
engagiert sich der Hafen Wien mit dem thinkport
VIENNA zum Energy Transition Thema auch international.
Beispielsweise werden im Rahmen der
EFIP (European Federation of Inland Ports) Aktivitäten
an europaweiten Standards für Binnenhäfen
gearbeitet.
ÖBB bricht hinsichtlich der Digitalisierung
in eine neue Ära auf
Christian Sagmeister, Geschäftsbereichsleiter
Bahnsysteme, ÖBB Infrastruktur AG,
berichtet, dass die ÖBB die Kapazitäten der Infrastruktur
in den nächsten Jahren durch fortschreitende
Digitalisierung und Automatisierung
des Bahnbetriebs steigern wollen. Als wichtige
Elemente der Digitalisierung wurden u.a. das AI-
Based Traffic Management, Automated Train Operation
(ATO) sowie das Europäische Zugbeeinflussungssystem
ETCS genannt.
RISKIERT
RISKIERT
ELIMINIERT
Grafik: Europaen Hydrogen Backbone Intiative
Ein Wasserstoffnetz soll die Versorgung in ganz Europa gewährleisten
2040!
Sagmeister: „Bisher werden für verschiedene betriebliche
Prozesse wie zum Beispiel der Zugsteuerung
spezifische Systeme eingesetzt. Zukünftig
konzentrieren wir uns stärker auf eine einheitliche
Systembebauung entlang des gesamten
Prozesses: Von der Bestellung einer Trasse bis
zur Abwicklung der operativen Zugfahrt werden
sämtliche Prozesse digital abgebildet und systemübergreifend
gemanagt. Ergebnis der neuen Vorgangsweise
ist eine Systemlandschaft, in der die
Systeme maximal miteinander interagieren.
Sagmeister setzt fort: „Unser Trassenkonstruktionssystem,
kurz TRAKSYS, zur Planung bzw.
Konstruktion von Zugtrassen, haben wir erfolgreich
im laufenden Betrieb und zeitgerecht zum
Fahrplanwechsel im Dezember 2024 in Betrieb
Achtloses Überqueren von
Eisenbahnkreuzungen ist lebensgefährlich.
passaufdichauf.at
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