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GSV Jahrbuch Mobilität 2025

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SCHIENE

DIGITALISIERUNG

Die Gamechanger.

Foto: imh/Studio NEXT

genommen. Das ist jetzt unser Aufsatzpunkt

um weitere Digitalisierungsinitiativen

zu realisieren. Das System

PORTHOS beispielsweise unterstützt

unser Mitarbeiter:innen bei der Zugvorbereitung

und bringt damit auch einen

wesentlichen technischen Fortschritt

sowie Effizienzsteigerungen in wichtige

betriebliche Prozesse. All diese Systeme

werden sukzessive weiterentwickelt und

entlang der Prozesskette optimiert.

Beim automatisierten Fahren arbeitet

die ÖBB INFRA an einem Konzept für

den Einsatz von ATO GoA 2: Die Fahrt

und der Halt erfolgen vollautomatisch,

DIGITALER BAHNBETRIEB

Prozesse E2E digitalisiert.

Grafik: ÖBB Infrastruktur

Kundenplattform

Zentrale Kundenstammdatenverwaltung

und Kundenbeziehungsmanagement

CONNY

EVU bestellt

Trassierung

Vom Angebot zur

Bestellung

Trassenkonstruktion für

Netzfahrplan und Ad-hoc

Züge

Digitaler Bahnbetrieb: Prozesse End2End digitalisiert

ÖBB-Infrastruktur AG / Christian Sagmeister / Forum Verkehr 2025

Sagmeister, ÖBB-Infrastruktur Maßnahmen vor und nach der Zugfahrt

bzw. während des Halts erfolgen dabei

noch manuell. Sagmeister: „So etwas wäre vor einigen

Jahren undenkbar gewesen, weil die dazu

notwendigen Daten und technologischen Fähigkeiten

nicht vorhanden waren. Dank der rasch

fortschreitenden Digitalisierung im Bahnbetrieb

können wir in den nächsten Jahren die Automatisierung

maßgeblich weiter entwickeln. Wichtig

ist dabei aber immer das gesamte System zu betrachten

nämlich Infrastruktur und Fahrzeuge.“

M-AMA

M-AMA

Kundenbestellung

Bestellplattform zu Fahrwegsund

Verschub-kapazitäten

TRAKSYS

Planung/Disposition

Von der

Bestellung

zum Fahrplan

Bestätigung / Ablehnung

bestellter AV-Leistungen

Arbeitsplanung für Verschub

Mitarbeiter an Betriebsstellen

ARAMIS-O

PORTHOS

Übermittlung elektron.

Befehle

notwendige Befehle an den/die

Triebfahrzeugführer:in

Vom Fahrplan zur

Zugfahrt

Bereitstellung | Visualisierung

Datenbereitstellung in

maschinenlesbarer Form,

Visualisierung Buchfahrplan,

elektron. Befehle

Zum Thema KI beschäftigt sich die ÖBB INFRA

damit, was tatsächlich sinnvoll und umsetzbar

ist. Sagmeister: „Wir wenden künstliche Intelligenz

im ersten Schritt nicht in der Sicherungstechnik

an, aber wir wollen beispielweise den

Fahrdienstleiter:innen in den Betriebsführungszentralen

unterstützende Systeme für die Disposition

des Zugverkehrs zur Verfügung stellen. Wichtig

ist uns immer die Rückmeldung der Anwender,

damit die Systeme einerseits laufend dazulernen

können und andererseits operativ einsetzbare Lösungen

entstehen.“ Das nächste Forum Verkehr

findet von 25. - 26. Februar 2026 statt.

Autor: Bernhard Weiner, GSV

ARAMIS-D

AZL / ATO

Digitale Automatische

Kupplung

ÖBB-Infrastruktur AG / Christian Sagmeister / Forum Verkehr 2025

ZFM |

infra DOAS

Berechnung Fahrempfehlung

Laufende Berechnung einer

Fahrempfehlung für die

individuelle Zugfahrt

Kundeninformation

Von der Zugfahrt

zur Abrechnung

AURIS

Kund:innen erhalten

Informationen durch eine

automatische Datenerfassung

AI based Traffic Mgmt.

ETCS

Real-Time Digital Twin

Digitalisierung: Die Gamechanger

Abrechnung

ABRSYS

LDZ

Abrechnung

Digitales Stellwerk

Stellwerk

Innovative

Regionalbahntechnik

Abrechnung der tatsächlich in

Anspruch genommenen

Leistungen und Services

Grafik: ÖBB Infrastruktur

25.02.2025 10

25.02.2025 12

Fachbeitrag der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ)

Brücken am Prüfstand: Beton überdauert Holz

Ohne Brücken – für die Schiene, für die Straße, für

Rad- und Fußverkehr – geht gar nichts. Allein die

ÖBB Infrastruktur AG besitzt mehr als 6.000 Brückenbauwerke

(Stand 2024). Daher müssen diese

wichtigen Infrastrukturbauten möglichst lange –

und somit auch nachhaltig – halten bzw. erhalten

werden.

Vor diesem Hintergrund ist eine lebenszyklusbasierte

Bewertung von Brückenbauwerken zentral,

denn nur so können fundierte Entscheidungen hinsichtlich

Material, Konstruktion, Bauprozessen und

Betriebsmaßnahmen getroffen werden. Eine aktuelle

Forschungsarbeit der Universität Innsbruck,

Arbeitsbereich Baumanagement, Baubetrieb und

Tunnelbau vergleicht Brückenkonstruktionen in

Holz-Beton-Verbundbauweise und Beton-(Stahl)-

Verbundbauweise, die Ergebnisse wurden bei der

Brückentagung 2025 präsentiert. Beauftragt wurde

die Arbeit von der ÖBB. Auch beim 46. Kolloquium

der Vereinigung der Österreichischen

Zementindustrie, VÖZ, stellen Autorin Anika Häberlein,

Arbeitsbereich Baumanagement, Baubetrieb

und Tunnelbau von der Universität Innsbruck

und Christoph Kaipel, ÖBB, die Erkenntnisse vor.

Ökologische und ökonomische

Nachhaltigkeit

Ein zentraler Indikator zur Bewertung der ökologischen

Nachhaltigkeit ist das Treibhausgaspotenzial,

THG-Potenzial. Die Verfügbarkeit von THG-

Analysen für verschiedene Bauweisen ist jedoch

bislang begrenzt, was den Bedarf an entsprechenden

Untersuchungen erhöht. Das Team rund

um Anika Häberlein, Florian Gschösser und Lukas

Hausberger (Uni Innsbruck, AB iBT) sowie Rainer

Hausenberger, Alfred Hüngsberg und Christoph

Kaipel (ÖBB) hat eine Analyse zwischen einer konventionellen

Bauweise aus Stahlbeton bzw. Stahl-

Beton-Verbund mit einer alternativen Bau- und

Konstruktionsvariante für zwei verschiedene Brückenkonstruktionen

durchgeführt. Eine mögliche Alternative

sind Holz-Beton-Verbundkonstruktionen.

Neben einer Methode zur fundierten ökologischen

und ökonomischen Bewertung war es auch Ziel,

ein zentrales Entscheidungskriterium für die ÖBB

zu erarbeiten. Im Mittelpunkt der Forschung stand

also die Frage: Welche Bauweise verursacht über

einen 100-jährigen Lebenszyklus die geringeren

THG-Emissionen und erweist sich sowohl aus ökologischer

als auch aus ökonomischer Sicht als die

nachhaltigere Lösung?

Lebenszyklus im Fokus

Auf Basis der TU Wien-Studie „Holzbautechnik mit

Anwendung im Tiefbau“, durchgeführt von Peter

Bauer, Alireza Fadai und Thomas Zitterl im Auftrag

der ASFINAG, initiierte die ÖBB-Infrastruktur AG

das Projekt zur Untersuchung von Holzbrücken.

Die neue Studie wurde gemeinsam mit der Universität

Innsbruck, Baumanagement, Baubetrieb

und Tunnelbau von Florian Gschösser und seinem

Team durchgeführt, anhand zweier Brücken der

ÖBB, welche eisenbahnrechtlich eingereicht wurden.

Bei diesen handelt es sich nicht um Eisenbahnbrücken,

sondern eine Straßenbrücke (Brücke

1) sowie eine Rad- und Fußwegbrücke (Brücke

2) über die Bahnstrecke.

Bei der Brückentagung 2025 wurden die Ergebnisse der Studie präsentiert

Foto: ÖBV

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