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Der Harz_12_25_I

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Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 12_2025

Der Gartenschläfer –

Ein Naturprojekt

S. 8/9

Luchsin Rikki

im Harz eingetroffen

S. 15

NaturErlebnisZentrum

Heimkehle

S. 20

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EDITORIAL

AKTUELL

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

www.harzklub.de

Redaktion:

Christoph Steingaß (CS)

Redaktionskollegium:

Axel Seiler (Hauptpressewart),

Michael Rudolph (stellv. Hauptpressewart),

Klaus Dumeier

(stellv. Präsident).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Der auszugsweise oder vollständige

Abdruck von Beiträgen ist nur

mit Genehmigung des Verlages

gestattet.

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Jeweils zum 15. des Vormonats.

Verlag und Druck:

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)

Harzdruckerei GmbH

Max-Planck-Straße 12/14

38855 Wernigerode

Telefon: 03943 5424-0

Telefax: 03943 5424-99

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www.harzdruckerei.de

Layout:

E. Köhler, Telefon: 03943 5424-46

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Anzeigenverkauf:

F. Benesch, Telefon: 03943 5424-24

Abo-Hotline:

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DER HARZ erscheint Anfang des

Monats. Jahresabonnementpreis:

37,99 € inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Titelseite:

Zwei neugierige Gartenschläfer

Foto: Willi Grope

Grußwort zum Jahreswechsel

Sehr geehrte Mitgliederinnen und Mitglieder des Harzklubs,

liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr voller gemeinsamer

Erlebnisse, Wanderungen, Pflege unserer wunderbaren Harzer

Natur und vieler schöner Begegnungen in der Kultur und Tradition

unseres Vereinslebens.

Wenn das Jahr sich dem Ende neigt, ist es Zeit, innezuhalten, zurückzublicken

und auch nach vorn zu schauen. Die Adventszeit bringt nicht nur Lichterglanz und

besinnliche Momente mit sich, sondern auch die Gelegenheit, Danke zu sagen – für das, was

war, und für das, was durch gemeinsames Engagement möglich wurde und gemeinsam erreicht

werden konnte.

Gerade in einer Zeit, in der die Welt oft unruhig erscheint, sind es die kleinen Momente in der

Natur, die Gemeinschaft in den Harzklub Zweigvereinen und das damit gelebte Engagement im

Ehrenamt, die uns Halt und Freude gibt. Unser Harz, mit seinen Wäldern, Bergen und Tälern, bleibt

ein besonderer Ort – und wir als Harzklub tragen durch unsere Arbeit und unser Engagement

dazu bei, ihn für kommende Generationen zu bewahren und erlebbar zu machen.

Die Weihnachtszeit erinnert uns daran, wie wertvoll Gemeinschaft ist – und dass wir im Harzklub

weit mehr als ein Verein sind: Wir sind eine starke Gemeinschaft mit einer langen Tradition und

einer lebendigen Zukunft.

Jeder einzelne Harzklub Zweigverein gestaltet mit seinen Mitgliedern ein aktives Vereinsleben

und leistet somit einen Betrag zum sozialen Gemeinschaftsleben in seinem Heimatort, seiner

Region und im Harz. Für diesen Dienst an der Gemeinschaft sind wir zu großem Dank verpflichtet.

2025 war für unseren Harzklub ein Jahr voller Aktivitäten, Herausforderungen und Erfolge. Ob

beim Erhalt und der Pflege unserer Wanderwege und Schutzhütten, bei Natur- und Heimatprojekten,

bei Veranstaltungen, Wanderungen oder in der Vereinsarbeit vor Ort – überall wurde

mit Herz und Hand angepackt. Es ist beeindruckend, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt

haben. Diese Erfolge sind nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis von ehrenamtlicher

Leidenschaft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.

Traditionen, Kultur und Wandern passen in unserem Harzklub bestens zusammen!

Wir blicken zurück auf viele gemeinsame und erfolgreiche Veranstaltungen, wie z.B. Naturschutztag,

Sternwanderung, Harzer Heimattag oder die Festveranstaltung anlässlich des

35. Jahrestages der Wiedervereinigung von Deutschland. Bei diesen Veranstaltungen zeigen die

Harzklubmitglieder wie wertvoll es ist sich für den Harz im Harzklub zu engagieren.

Gern laden wir Jung und Alt ein, es den vielen tausend Harzklubmitgliedern gleichzutun. Jedes

neue Mitglied ist ein Gewinn für den Erhalt des Harzklubs und seine zukunftstragende Arbeit.

Unser besonderer Dank gilt daher allen Engagierten, die sich auch im zurückliegenden Jahr wieder

mit großem Einsatz eingebracht haben: den vielen Helferinnen und Helfern in den Zweigvereinen,

den Wegewarten, den Wanderführerinnen, den Jugendgruppenleitern, Naturschutzaktiven und

allen Unterstützern und Sponsoren im Hintergrund. Unser Dank gilt ebenso dem Vorstand und

den Mitgliedern des erweiterten Vorstandes sowie der Geschäftsstelle in Clausthal-Zellerfeld.

Ohne Sie, ohne Euch, gäbe es keinen so lebendigen Harzklub!

Auch die Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Gemeinden, Forst- und Tourismusverantwortlichen

sowie anderen Partnern konnte in diesem Jahr weiter gestärkt werden. Diese

Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig und geschätzt die Arbeit unseres Vereins in der gesamten

Harz-Region und seinen drei Bundesländern ist. Darauf dürfen wir alle gemeinsam stolz sein.

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu – ein Jahr, das erneut gezeigt hat, wie wertvoll

und unverzichtbar die ehrenamtliche Arbeit unserer Mitglieder im Harz ist.

Mit Zuversicht blicken wir auf das kommende Jahr 2026. Möge es uns alle Gesundheit, schöne

Wanderungen, gute Gespräche und viele gemeinsame Stunden in der Natur bringen.

Lassen Sie uns die besinnliche Weihnachtszeit nutzen, um zur Ruhe zu kommen, Kraft zu schöpfen

und das Miteinander zu genießen.

Für das neue Jahr 2026 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Glück, Zufriedenheit

und weiterhin Freude an der Natur und an unserer Gemeinschaft im Harzklub.

Im Namen des Vorstandes freuen wir uns auf ein weiteres gemeinsames Jahr voller Verbundenheit,

Bewegung und Begeisterung für unsere Harzer Heimat.

Frohe Weihnachten und ein gutes, gesegnetes neues Jahr!

Mit herzlichen Grüßen und einem kräftigen Frisch Auf!

Dirk Erfurt

Vizepräsident Harzklub e.V.

Foto: privat

12 | 2025 3


HARZKLUB

Termine des Harzklub e.V. im Jahr 2026

Jahreshauptversammlung 2026 am 25. April 2026

Ort: Trautenstein / Dorfgemeinschaftshaus

Harzklub e.V. – mit Unterstützung des Zweigvereins Trautenstein

Naturschutztag 2026 am 6. Juni 2026

Motto: „Naturschutz und Freizeit im Einklang“ Ort: Kurpark Neustadt (Harz)

Ausrichter: Zweigverein Neustadt / Osterode

mit Unterstützung der Hauptnaturschutzwarte und Naturpark Südharz

Harzer Heimattag 2026 am 16. August 2026

Ort: Stadtpark Blankenburg

Harzklub-Zweigverein Blankenburg, Harzer Wandernadel Harzklub e.V. –

Team der Hauptheimatgruppenwarte

Sternwanderung 2026 am 20. September 2026

Wander- und Musikfestival am „Steinway-Trail“ Zweigvereine Wolfshagen / Lautenthal / Seesen

Gemeinsame Festveranstaltung in der Festhalle Wolfshagen

36. Jahrestag der Deutschen Einheit auf dem Brocken am 3. Oktober 2026

Tag der Brockenmauer-Öffnung am 3. Dezember 2026

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4 12 | 2025


HARZKLUB

AKTUELL

Naturschutztag 2026

Erstes Vorbereitungstreffen der Vereine

und Verbände aus der Gemeinde Harztor

Auf Einladung des Vizepräsidenten des Harzklub e.V., Dirk

Erfurt trafen sich am 22. Oktober 2025 Vereine und Verbände

aus Neustadt, Harztor und der Region um gemeinsam über die

Durchführung des Naturschutztages am 6. Juni 2026 zu beraten.

Im Beisein der Geschäftsführerin des Harzklub e.V., Frau Drache,

wurden die Interessierten Gäste über den Naturschutztag informiert

und die Möglichkeiten des Ablaufs vorgestellt und diskutiert.

In einer Präsentation zeigte Vizepräsident Erfurt den Anwesenden

die Strukturen auf und präsentierte Bilder vom diesjährigen Naturschutztag

aus Hahnenklee sowie den Plakatentwurf und die

Stempelkarte. Der Naturschutztag, der in jedem Jahr in einem

anderen Harzer Ort stattfindet wird im kommenden Jahr erstmalig

im Thüringer Teil des Harzes im Kurort Neustadt stattfinden. Dem

Harzklub Zweigverein Neustadt/Osterode e.V. unter der Leitung

der Vorsitzenden Christel Meyer wurde für 2026 der Zuschlag zur

Durchführung des Naturschutztages erteilt.

Der Naturschutztag ist sehr eng an den Naturschutzförderpreis

des Harzklubs gekoppelt. Der Naturschutzförderpreis wird jedes

Jahr und immer mit einem anderen Motto und Thema ausgelobt.

Das Motto und Thema des Naturschutzförderpreises in 2026 lautet:

„Naturschutz und Freizeit im Einklang“, denn unser Harz ist

ein toller Erlebnisort in dem es viel Schönes zu entdecken und

zu erleben gibt.

Was ist der Naturschutztag?

Naturschutz und Umweltbildung gehören zu den wichtigsten

Tätigkeitsfeldern des Harzklubs. Einmal im Jahr findet unser

großer Naturschutztag im Harz statt. Seit einem viertel Jahrhundert

präsentiert der Harzklub an diesem wichtigen Tag ein

vielfältiges Angebot rund um den Natur- und Umweltschutz. Etwa

30 Naturerlebnis-Stationen laden jährlich nicht nur interessierte

Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene ein, um mehr

über Wald, Wasser und Wiese zu erfahren. Neben verschiedenen

Informationsständen warten eine große Wissens- und Geschicklichkeitsstrecke

auf die Besucher, vor allem auf unsere kleinen

Gäste. Und während die Kids mit zahlreichen Aktivitäten beschäftigt

sind, können Eltern und Großeltern entweder mitmachen

oder sich an dem bunten Bühnenprogramm erfreuen und das

kulinarische Angebot genießen.

Was ist der Naturschutzförderpreis?

Der Harzklub Naturschutz-Förderpreis ist eine Auszeichnung, die

für herausragende Projekte im Naturschutz und zur Förderung

der Landschaftspflege im Harz verliehen wird. Der Preis wird auf

dem jährlichen Naturschutztag des Harzklubs überreicht, bei dem

die interessantesten und wichtigsten Projekte geehrt werden.

Den Naturschutz-Förderpreise erhalten oft die Zweigvereine des

Harzklubs für ihre lokalen Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekte,

wie z.B. für einen Bienenpfad und einen Kräutergarten.

Die Preisverleihung soll Projekte würdigen, die zur Stärkung der

regionalen Identität, der Attraktivität der Heimat und der Umsetzung

von Naturschutzaufgaben beitragen. Besonders gefördert

werden Initiativen, die sich für Artenvielfalt, Klimaschutz und die

Aufwertung von Kurparks einsetzen, oft im Rahmen von Förderprogrammen.

Die Preisverleihung ist ein wichtiger Bestandteil des

jährlichen Naturschutztags des Harzklubs. Der Naturschutztag

und die Preisverleihung des Naturschutzförderpreises finden am

6.6.2026 in Neustadt im Kurpark und dem angrenzenden Areal des

Gondelteiches statt. Die Ausschreibungsunterlagen zur Teilnahme

am Naturschutzförderpreis werden gerade von der Geschäftsstelle

des Harzklub e.V. an die Teilnehmenden Harzklubzweigvereine

aus dem ganzen Harz versendet.

Seit mehr als einem viertel Jahrhundert präsentiert der Harzklub

e.V. bei seinem Naturschutztag ein vielfältiges Angebot rund um

den Natur- und Umweltschutz. Knapp 30 Naturerlebnis-Stationen

verschiedenster Partner laden jährlich nicht nur interessierte

Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene ein, um mehr

über Wald und Natur, Wasser und Wiese zu erfahren. Es wartet

eine große Wissens- und Geschicklichkeitsstrecke auf die Besucher,

vor allem auf unsere kleinen Gäste. Ausgerüstet mit einer

Stempelkarte sind durch die Teilnehmer/innen mindestens 15

Erlebnisstationen anzulaufen und knifflige Aufgaben zu lösen.

Eingeladen Dabei zu sein sind Schulen und Kindergärten sowie alle

Interessierte denen der Harz und unsere Heimat am Herzen liegt

Am 6. Juni 2026 ist es wieder soweit! Gemeinsam mit dem Harzklub

Zweigverein Neustadt/Osterode e.V. lädt der Harzklub-Hauptverein

ab 11.00 Uhr zum Naturschutztag in den Kurpark nach

Neustadt ein. Ein tolles Unterhaltungsprogramm für Jung und

Alt wird derzeit vom Harzklub Neustadt/Osterode vorbereitet

und begleitet den ganzen Tag sehr unterhaltsam mit Musik und

Wissenswertem. Während die Kids mit zahlreichen Aktivitäten

rund um den Naturschutz beschäftigt sind, können Eltern und

Großeltern entweder mitmachen oder sich an dem bunten Bühnenprogramm

erfreuen und das kulinarische Angebot genießen.

Als Partner des Naturschutztages haben sich bereits die Gemeinde

Harztor, Vereine von Harztor, die Naturparkverwaltung sowie

weitere Umwelt- und Naturschutzverbände bereit erklärt.

Alle Interessierte, ob groß, ob klein sind bereits heute eingeladen

am 6. Juni 2026 mit dabei zu sein, wenn der Harzklub seinen

jährlichen Naturschutztag präsentiert.

Dirk Erfurt

Vizepräsident Harzklub e.V.

12 | 2025 5


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Osterode

Errichtung einer neuen Schutzhütte am

Nienburger Tor geplant

Ein gelungenes Beispiel für gelebte Gemeinschaft und regionales

Engagement zeigt die Sparkasse Osterode am Harz gemeinsam

mit dem Harzklub Zweigverein Osterode: Im Bremketal,

am landschaftlich reizvollen „Nienburger Tor“, soll eine neue

Schutzhütte für Wanderer und Radfahrer entstehen.

Der Bau der Hütte ist mehr als nur ein Beitrag zur Wanderinfrastruktur

– er steht zugleich für Zusammenhalt, Naturverbundenheit und

Erinnerungskultur. Das „Nienburger Tor“ erinnert bereits heute

an die enge Zusammenarbeit des Riefensbeeker Forstamts und

des Maschinenstützpunkts der Nienburger Forst während der

Waldkatastrophe der Jahre 2018 bis 2022, die durch massiven

Borkenkäferbefall und die daraus folgende Borkenkäferkalamität

geprägt war.

Mit der neuen Hütte soll dieser Ort weiter aufgewertet werden

– als Rastplatz, Aussichtspunkt und Symbol gemeinsamer Verantwortung

für die Natur.

Die Finanzierung des Projekts wurde dank des sportlichen Engagements

der Sparkasse ermöglicht: Beim diesjährigen Harzer

Hexentrail, einem anspruchsvollen Spendenlauf über 35 bzw.

60 Kilometer, der im Team absolviert wird, trat die Sparkasse

mit gleich zwei Mannschaften an. Beide Teams folgten der Idee,

ein Spendenprojekt zugunsten des Harzklubs Osterode zu unterstützen.

Nach erfolgreichem Zieleinlauf durften sich die Teilnehmenden der

Sparkasse sowie der Harzklub über einen Spendenscheck in Höhe

von 1.000 Euro freuen. Für die Sparkasse gingen an den Start: Matthias

Peschel, Heike und Knut Willamowius, Sven Baumgart und

Matthis Heitmüller, Nicole Herbst, Hanna Graf sowie Alicia Wölk.

Zusätzlich legte die Stiftung der Sparkasse Osterode am Harz noch

einmal 2.000 Euro obendrauf. Jörg Hublitz, Vorstandsmitglied der

Sparkasse freute sich, dass das Herzensprojekt des Vereins nun

umgesetzt werden kann und versprach, dass er nach Errichtung

vorbeischauen wird.

„Die Spende aus dem Hexentrail hat uns erstmals die Realisierung

dieses Projekts in Aussicht gestellt. Dass unsere Ansprechpartnerin

bei der Sparkasse, Frau Angela Wauge, anschließend auch noch

den Weg zur zusätzlichen Förderung durch die Sparkassen-Stiftung

geebnet hat, freut uns ganz besonders. Dadurch können wir das

Vorhaben bereits im Jahr 2026 umsetzen und einen nachhaltigen

Beitrag zur Wanderinfrastruktur sowie zur regionalen Erinnerungskultur

leisten“, betont Dennis Stolze, Schatzmeister und

Wanderwart des Harzklubs Osterode.

„Zu Beginn hatten wir über eine Sanierung der Schutzhütte

Handwerkersruh nachgedacht“, berichtet der 1. Vorsitzende des

Harzklubs Osterode, Rudolf Buff. „Doch der achteckige Aufbau

ließ schnell erkennen, dass eine wirtschaftlich tragbare Lösung

kaum möglich ist. Nach mehreren Vor-Ort-Besichtigungen – unter

anderem mit fachkundiger Beratung der Firma Fritz Hesse aus

Badenhausen – sind wir daher von diesem Vorhaben abgerückt.“

Wir sind zu dem Ergbenis gekommen, dass die doppelt angelegte

Dachkonstruktion der Hütte noch einige Jahre standhalten wird

und die Bausubstanz derzeit nicht gefährdet ist. „Die Handwerkersruh

ist zwar sehr bekannt, liegt jedoch nicht mehr an den vom

Harzklub unterhaltenen Wanderwegen“, erklärt Buff weiter. „Wir

Die Hexentrail-Teams der Sparkasse Osterode mit Sparkassenvorstand

Jörg Hublitz, die Vorstandsmitglieder des Harzklubs Osterode

sowie Tim Eickmann von den Niedersächsischen Landesforsten.

(Foto: Angela Wauge, Sparkasse Osterode)

haben uns deshalb entschieden, die Hütte im jetzigen Zustand zu

belassen und stattdessen eine neue, zusätzliche Schutzhütte im

stärker frequentierten Wandernetz zu errichten.“

„Mit dem Bau der Hütte möchten wir diesen Ort aufwerten – als

geschützten Rastplatz, als Aussichtspunkt mit freiem Blick ins

Bremketal und als sichtbares Zeichen der Erinnerung. Die Hütte

liegt direkt an mehreren Wanderwegen, darunter der Weg 4D von

Osterode, der zur Lasfelder Tränke führt und dort in den Harzer

Bauden- und Försterstieg übergeht“, erklärt Uwe Alms, 2. Vorsitzender

und Wegewart des Harzklubs Osterode.

In enger Abstimmung mit den Niedersächsischen Landesforsten

soll die Hütte aus heimischen Hölzern errichtet werden. Der Auftrag

zur Planierung des Untergrunds wird in den kommenden Tagen an

die Firma Henkel aus Lasfelde vergeben, während die Firma Hesse

aus Badenhausen mit dem Bau der Schutzhütte beauftragt wird.

Beim Ortstermin, zu dem auch eine kleine Exkursion durch das

Bremketal gehörte, konnten die Beteiligten bereits den künftigen

Standort der Schutzhütte besichtigen – trotz strömenden Regens

ein eindrucksvolles Erlebnis. Schon im kommenden Sommer

sollen hier Wandernde und Radfahrende eine geschützte Rast

einlegen können – mit Blick ins Tal und auf ein starkes Zeichen

gemeinschaftlichen Handelns.

„Natürlich werden wir die Einweihung der Schutzhütte, die für

das zweite Quartal 2026 geplant ist, gebührend feiern. Wir werden

rechtzeitig informieren und zu einer gemeinsamen Wanderung

zur dann errichteten Hütte einladen“, stellt Dennis Stolze als

Wanderwart seitens des Harzklubs in Aussicht.

Text: Dennis Stolze

6 12 | 2025


AKTUELL

BUND und Harzklub setzen sich für Artenvielfalt und Waldschutz ein

Gemeinsam (nicht nur) für den Gartenschläfer:

Pflanzaktion in der Goslarer Stadtforst

Am 9. November 2025 wurde es im Wintertal südlich des Herzberger

Teiches bei Goslar sehr lebendig: Mehr als 60 Menschen

waren dem Aufruf von Harzklub und BUND (Bund für Umwelt

und Naturschutz Deutschland, Landesverband Niedersachsen)

gefolgt und pflanzten auf einer Strecke von mehreren

hundert Metern heimische Sträucher und Bäume – eine rekordverdächtige

Teilnehmerzahl als Ergebnis der gemeinsam

beworbenen Aktion.

Schon seit einigen Jahren

führt der Harzklub immer

wieder Pflanzaktionen

in den Harzer Wäldern

durch, um die naturnahe

Waldentwicklung zu

unterstützen. Auch der

BUND lädt im Rahmen

seiner Aktivitäten zum

Schutz und zur Erforschung

des seltenen Gartenschläfers

regelmäßig

Gartenschläfer (Foto: Jiri Bohdal) zu Pflanzaktionen ein.

So lag es nahe, dass sich

beide Akteure einmal zusammentun: gemeinsame Ziele führen zu

gemeinsamem Handeln. Und sie fanden mit der Stadtforst Goslar

eine der Sache sehr aufgeschlossene Partnerin, die den Vorschlag,

im Goslarer Wald eine Pflanzaktion durchzuführen, sofort aufgriff,

die Maßnahme hervorragend vorbereitete und die Durchführung

mit mehreren Personen tatkräftig unterstützte.

Über 500 Pflanzen, u.a. von Feldahorn, Wildapfel, Weißdorn und

Hasel wurden in die Erde gebracht und sollen künftig nicht nur den

Lebensraum für den Gartenschläfer aufwerten, sondern auch für

viele andere Tierarten, die auf Blüten und Früchte von Gehölzen

und auf deren Strukturen angewiesen sind. Gleichzeitig tragen

sie dazu bei, dass im Wintertal nach den durch Klimawandel und

Borkenkäferbefall eingetretenen Waldschäden ein widerstandsfähiger,

artenreicher und vielfältiger neuer Wald entsteht. Davon

profitieren wir alle!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer inklusive der anwesenden

und mitwerkelnden Organisatoren hatten bei freundlichem

Herbstwetter, leckerer Verpflegung durch den BUND und wärmenden

Feuerschalen der Stadtforst viel Spaß bei der sonntäglichen

Aktion. Etliche Kinder waren auch dabei, und die bekamen noch

ein kleines Extra-Programm: rund um das Aufhängen einiger

Gartenschläfer-Nistkästen gab es Infos über das hübsch anzusehende,

versteckt lebende Tierchen.

In Niedersachsen ist der Gartenschläfer als vom Aussterben bedroht

eingestuft und nach aktuellem Wissensstand nur noch im

Harz zu finden. Als ein wesentlicher Grund für seinen Rückgang

gelten der Verlust und die Veränderungen geeigneter, d. h. vielfältiger

und artenreicher Waldlebensräume, in denen er ursprünglich

zu Hause ist. Rund um Goslar gibt es verschiedentlich aktuelle

Funde des zu den Schlafmäusen zählenden Nagers, weshalb der

Harzklub-Zweigverein Goslar die Schutzbemühungen des BUND

in seinem Wirkungskreis auf vielfältige Weise unterstützt.

Meike Hullen

(Naturschutzwartin Harzklub Zweigverein Goslar e. V.)

(Foto: Juliane Nothnagel)

(Foto: BUND)

12 | 2025

7


AKTUELL

Der Gartenschläfer

Ein Naturprojekt in den Wäldern um Wolfshagen.

Eine Zufallsgeschichte, und sie zog sich über 6 Jahre hin –

unerwartet und faszinierend.

Es war etwa Mitte des Jahres 2018. Ich las in

der Zeitung von einem Vortrag in Bad Harzburg

über „Spurensuche Gartenschläfer“

des BUND. Diesen Kerl, den Gartenschläfer

kennst du doch. Der ärgert dich seit einigen

Jahren in deinen Nistkästen. Baut sein

Nest über die Eier meiner geliebten Vögel,

in einem Fall sogar auf die lebende Brut.

Nun, den Vortrag hielt eine gewisse Andrea

Krug, Biologin des BUND und Projektleiterin

in Niedersachsen.

Im Vortrag hörte ich von der Not des Gartenschläfers.

Im Bayrischen Wald war er

ausgestorben. Auch im restlichen Deutschland

war die Population bedroht. Nur in

einigen Mittelgebirgen war er noch anzutreffen,

so im Harz. Eigenartigerweise

kommt er in Siedlungsgebieten des Rhein-

Main-Gebietes, wie im Stadtrandgebiet von

Köln, noch recht häufig vor. Nun wollte die

Wissenschaft wissen, woran liegt das und

wie können wir dieser sehr heimlichen

Tierart helfen? Denn, sie sind schwer zu

beobachten und nur nachts unterwegs!

Andreas Vortrag war erfolgreich. Mehrere

Personen meldeten sich. Sie hätten diese

Bilchart schon öfter in ihren Häusern, meist

in unmittelbarer Nähe des Waldes, oder

auch im Holzstall gesehen. So meldete auch

ich mich mit meinen Nistkästen. Im Nachhinein:

Die Grundlage für die mehrjährigen

wissenschaftlichen Untersuchungen war

somit erfolgt!

Zum Verständis zunächst die Lebensweise

der vier in Deutschland lebenden

Bilch- bzw. Schläferarten: Siebenschläfer,

Haselmaus, Garten- und der seltene

Baumschläfer. Bilche sind nachtaktive Nagetiere.

Sie leben von Pflanzen, bevorzugt

von Beeren, Samen, Nüssen und Insekten.

Ihr Lebensraum ist die bodennahe Strauchschicht

für Gartenschläfer, für Siebenschläfer

und Haselmaus auch die Baumkronen.

Sie sind hervorragende Kletterer, mit den

schwieligen Haftsohlen an den jeweils vier

Fingern können sie die kleinsten Ästchen

erreichen! Und nun die Besonderheit: fast

ein halbes Jahr echter Winterschlaf mit

einer Körpertemperatur um 1 Grad (!) und

1 bis 2 Herzschläge pro Minute!

Der zuständige Förster hatte kürzlich und

unbeabsichtigt bei der Jagdhaus-Ofenkontrolle

einen schlafenden Gartenschläfer in

der Hand: eiskalt – aber er lebte – Winterschlaf!

Die 27 Nistkästen am Grenzweg in meinem

ehemaligen Revier wurden so der Hauptkontrollpunkt

der „Spurensuche Gartenschläfer“

in Niedersachsen. Der einfache

Grund : Der heimliche Gartenschläfer war

hier regelmäßig anzutreffen.

Die nun folgenden 4wöchigen Kontrollen

der Nistkästen waren immer voller Spannung.

War ein Nistkasten voll „bepackt“ mit

Moos, oft mit einem kleinen Einstiegsloch

versehen, so war es ein Gartenschläfernest.

Vorsichtig wurde mit einem Stöckchen „gestochert“

und dann oft ein überraschender

Sprung haarscharf am Gesicht vorbei ins

Junge und neugierige Gartenschläfer im Nest.

8 12 | 2025


AKTUELL

Nora mit Dienstwagen.

Gelände, um sofort im sicheren Gesträuch

zu verschwinden oder still in einer Ecke

verharrend, aber auch neugierig beobachtend

mit diesen dunklen lebendigen

Kulleraugen, unbeschreiblich schön und

anmutend! Höhepunkt war mehrmals der

Anblick einer gesamten Familie: Die Mutter

hockte dann an der Seite, dicklich mit ihrem

großen Bauch in aufmerksamer Spannung,

aber doch ruhig wirkend. Und dann die fünf

oder sechs, auch mal sieben junge Gartenschläfer:

ruhig kauernd, erste neugierige

Blicke in diese fremde Welt, gelassen, aber

auch bald spielend ….. Ein Erlebnis pur!

Die Aktivitäten der wissenschaftlichen Untersuchungen

nahmen kontinuierlich zu.

Zunächst wurden die Nistkästen von Andrea,

meist gemeinsam, regelmäßig kontrolliert

und frische Kotproben entnommen.

Diese Proben untersuchte dann die Universität

auf Krankheiten, Nahrungsstoffe,

DNA Analysen u.v.m. Zuständig für die bundesweite

Forschung war die Uni in Gießen

und das Senckenberg-Forschungsinstitut in

Frankfurt/M. unter der Leitung von Johannes

Lang, Holger Meinig und Sven Büchner,

Wissenschaftler speziell im Fachgebiet Bilche.

Nach und nach installierte man in dem

Gelände auch Wildkameras und auch Spurentunnel.

Leichte Spurentunnel aus Plastik,

befestigt an niederen Ästen, tragen innen

weiße Zettel, am Eingang und Ausgang

jeweils eine Art Stempelkissen mit einem

Gemisch aus Pflanzenöl und Aktivkohle und

hinterlassen sehr gute verwertbare Spuren.

Weiterhin wurde jeder Nistkasten kartiert,

der Standort und die Umgebung genau beschrieben

mit den vorkommenden Baum-,

Strauch- und Krautarten. Wie genau doch

der BUND diese Aufgabe annahm. Zu dem

Zweck dieser Kartierung arrangierte man

extra eine Forstwissenschaftlerin.

Nach 2 Jahren bekam Andrea Verstärkung

durch die immer freundliche Nora, Master

of Science Fachrichtung Ökologie. Später

übernahm Marc Filla, promoviert über den

Schneeleoparden in Nepal, die Organisation.

Nora wurde zum Wildkatzenprojekt in

der Heide versetzt.

Sehr intensiv war der Sommer 2022. Die

Studentinnen Hanna und Vanessa erhielten

den Auftrag, ihre Master- bzw. Bachelorarbeit

über das Gartenschläfervorkommen

am Grenzweg zu schreiben Eine volle Vegetationszeit

von März bis Oktober folgte

mit gewissenhafter Beobachtung und umfangreicher

Tätigkeit im Harzer Gelände.

Nicht so einfach, denn Brombeeren und

überwachsenes Katastrophenholz gab es

genügend. Neben der Kontrolle der 27 Nistkästen

mussten 20 Wildkameras und 100

Spurentunnel installiert, beobachtet und

kontrolliert werden.

Wunderbarer Nebeneffekt zum Ende der

Saison am 26. September 2022:

Vanessa, Bachelorstudentin, hockt vor mir

unweit der Stummeleiche. Emsig säubert

und sortiert sie einen Haufen Spurentunnel.

Zum Ende der Aktion werden alle wieder

abgebaut. So ganz nebenbei erzählt sie:

„Soeben ist eine Haselmaus über meine

Schulter gelaufen“. „Das kann nicht wahr

sein“ sprudelt es aus meinem Mund. Noch

nie habe ich im Revier eine Haselmaus erlebt

und wenn sie jetzt hier lebt, ist der

Wald naturnah!!!

Der gemeinsame jahrzehntelange Waldumbau

von monotonen Fichtenwäldern in

ökologisch wertvolle Mischwälder mit der

Anlage von Waldrändern wird nun belohnt!

Nach der Berner Konvention genießt die Haselmaus

einen besonderen Schutzstatus. Im

Anhang IV der europäischen Fauna-Flora-

Habitat-Richtlinie (FFH-RL) ist sie streng

geschützt. Aus der Praxis: Eine als Träger

öffentlich-rechtlicher Belange arbeitende

Forstkollegin hierzu: „Wenn Naturflächen,

auch Waldfächen in Gewerbeflächen umgewandelt

werden sollen und die Haselmaus

kommt vor, dann wird’s schwierig !“

Natürlich informierte der BUND auch die

Medien über die „Spurensuche Gartenschläfer“.

Mehrere Kamerateams begleiteten

wir, u.a. NDR 3 Bingo und im August

letzten Jahres den Sender RTL Nord. Und

der Gartenschläfer zeigte sich von seiner

besten Seite: Über zwei Minuten konnte

die Kamerafrau eine Familie mit mindestens

vier Gartenschläfer filmen. Das war

professionell!

Spurentunnel mit Haselmaus. (alle Fotos Willi Grope)

Bericht auf RTL Nord

12 | 2025

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AKTUELL

↑ Schüler der AWO-Schule Wolfshagen.

↓ Eine Benjes-Hecke wird angelegt.

→ Kinder geben ihr erstes Fernseh-Interview.

(Fotos Janna Pietsch)

Auch örtliche Pressetermine fanden des

öfteren statt, mehrmals verbunden mit

Waldführungen von Andrea und Förster

Rainer. Erstaunt war ich über einen Anruf

aus Bremen: „ Ich komme gerade aus dem

Urlaub zurück und lese im Bremer Kurier

„Umweltschützer aus dem Harz wollen

den Gartenschläfer retten“! Die DPA mit

Maurice Arndt hatte uns Tage vorher im

Wald interviewt.

Eine besondere „Gartenschläferaktion“

organisierte unser Förster 2024. Dazu

suchte er sich eine der Forstflächen in der

Feldmark Wolfshagen am Loofstieg aus, die

auch durch den Borkenkäfer „entwaldet“

wurde und ließ diese gartenschläfergerecht

bepflanzen, insbesondere mit viel Wildobst,

wie Wildbirne, Wildapfel und Wildkirsche;

wunderbar für den ökologischen Wert unserer

Feldmark.

Und nun der Clou. Schulklassen, auch eine

Klasse der örtlichen AWO-Schule unter der

Leitung der Klassenlehrerin Janna, unsere

ehemalige Waldwölfin in der damaligen

Jugendgruppe, legten eine Benjeshecke

an – mit Begeisterung.

Benjeshecken werden hergestellt aus

vorhandenem Gehölzschnitt, locker aufgeschichtet

in einer Front bis zu einer Höhe

von gut einem Meter. Das locker gelagerte

Totholz bietet einen sofortigen Lebensraum

für Vögel, Kleinsäuger und Insekten. Durch

Selbstbesamung bildet sich nach und nach

eine lebende Hecke. Zusätzlich angelegte

Steinhaufen sind ein Habitat für Eidechsen.

An alles ist gedacht !

Letztendlich beobachtete das Fernsehen

unsere Aktivitäten, nicht nur mit einem Interview

mit Förster Rainer und Marc Filla,

BUND, sondern auch mit den Kindern, zu

deren Begeisterung!!

6 Jahre „Spurensuche Gartenschläfer“

– ein Erfolg!

10.000 Gartenschläfer wurden bundesweit

gesichtet. 1.400 Individuen genetisch analysiert,

immense Forschungen und Untersuchungen

– auch ehrenamtlich – erfolgten.

Rettungsmaßnahmen sind auf einem guten

Weg!

Besonders erfreulich ist die festgestellte gesunde

und genetische Vielfalt in den ausreichend

vorhandenen Restpopulationen des

Gartenschläfers z. B. wurden in weiteren

Analysen gravierende bzw. seuchenhafte

Krankheiten nicht festgestellt.

Der Rückgang des Bestandes bis zum Aussterben

der Population in etlichen Gebieten

liegt überwiegend am Verschwinden der

überlebenswichtigen Nahrungsgrundlagen

und damit der entsprechenden

Biotope. Der Gartenschläfer benötigt

einerseits Eiweiß in Form von Insekten

zur Aufzucht seiner Jungen und

andererseits Fett aus Beeren, Samen

und Nüssen für seinen überlebenswichtigen

Winterschlaf.

Fazit: Bäume, Sträucher und Hecken

sowie Blühflächen für Insekten

sind lebensnotwendig!

→ Gartenschläfer-Schautafel am Pfad

„Spur der Steine (Foto: Willi Grope)

An dieser Stelle ein Hinweis: Auch der

Garten sollte „schlafmausgerecht“ bewirtschaftet

werden. Bitte keinen Kirschlorbeer

aus Kleinasien anpflanzen. Er ist ökologisch

umstritten und invasiv. Ich denke hier auch

an die Aktion des BUND; Niedersachsen

sucht den Schlaga, den schlafmausfreundlichen

Garten.

Der BUND und die Forstverwaltungen –

auch Privatinitiativen – haben in den letzten

vier Jahren bereits reagiert. Im hiesigen

Bereich wurden 25.000 Sträucher und

speziell geeignete Baumarten gepflanzt,

besonders Waldränder angelegt, vereinzelt

auch „Gartenschläferwälder“ in inselartigen

Kleinflächen wie in der Feldmark

Wolfshagen. Freiflächen der Borkenkäferkalamität

kamen uns dabei gelegen.

Z.B. pflanzten wir – auch der Harzklub mit

seinen 1-Euro-Kräften – in Absprache mit

Förster Rainer u.a. den Grenzweg, teils

Mispliethweg und Varleystraße. auf ca. 4

km einen Waldrand. Die Wildbirne ist schon

fast auf 3 m gewachsen; Weißdorn, Kreuzdorn

und Liguster haben in diesem Jahr

bereits geblüht!

So wird bundesweit agiert, zum Wohle des

Gartenschläfers.

Und, das muss erwähnt werden: „ein Projekt

zum Wohle der gesamten Natur“!

Willi Grope

Naturschutzwart im Harzklub-Zweigverein

Wolfshagen

10 12 | 2025


AKTUELL

Harzklub-Zweigvereine Clausthal-Zellerfeld und Quedlinburg begehen Jubiläum in Quedlinburg

Gemeinsam seit 1989

Im Jahre 1886 wurde in Seesen im Harz der

Harzklub gegründet. In der Folge entstanden

viele Zweigvereine im ganzen Harz

und auch außerhalb des Harzes wie z.B.

in Hannover und Magdeburg. Nach dem 2.

Weltkrieg wurden die Zweigvereine in der

damaligen sowjetischen Besatzungszone

von seitens der Behörden aufgelöst.

Nach dem Fall der Mauer trafen sich, einem

Aufruf einer Zeitung folgend, Wanderer aus

West und Ost, am 3. Dezember 1989 vor der

Brockenmauer. Sie forderten gemeinsam

die Öffnung dieser Mauer. Ich denke, man

kann dies als die Geburtsstunde vieler neuer

Zweigvereine auf dem Gebiet der, damals

noch bestehenden, DDR bezeichnen. So

wurde auch in Quedlinburg ein neuer Zweigverein

gegründet. Als Partnerverein unterstützte

der Zweigverein Clausthal-Zellerfeld

aus Niedersachsen den neu gegründeten

Zweigverein Quedlinburg in der DDR mit Rat

und Tat. Auch eine finanzielle Unterstützung

erfolgte durch den Partnerverein. Durch die

Zusammenarbeit entstand eine wunderbare

Freundschaft zwischen den beiden Zweigvereinen,

die nach 35 Jahren noch immer

Bestand hat.

Zur Aufrechterhaltung dieser Freundschaft

findet jährlich ein Partnertreffen statt. Die

Ausrichtung dieser Treffen erfolgt im Wechsel.

Das Treffen zum Bestehen der 35-jährigen

Partnerschaft lag in den Händen des

Vorstandes des Zweigvereins Quedlinburg.

Mit einer leichten Verspätung konnte der

Vorsitzende des Zweigvereins Quedlinburg,

Olaf Eiding, die Gäste aus Clausthal-Zellerfeld

auf dem Parkplatz „An den Fischteichen“ in

der Welterbestadt Quedlinburg recht herzlich

begrüßen.

Unser erstes Ziel war die etwa 600 m entfernte

Aegidii Kirche. Da unser Vorsitzender

auch als Gästeführer in der Stadt Quedlinburg

tätig ist, konnte er uns

auf dem Weg zur Kirche viel

Interessantes über die, zum

Teil noch mittelalterliche,

Stadt berichten. An der Aegidii

Kirche erwartete uns

bereits der Gästeführer

Thomas Loch, der auch im

Förderkreis der alten Kirche

tätig ist. Erstmals wurde die,

nach dem Heiligen Aegidius

benannte, Kirche im Jahre 1179 urkundlich

erwähnt. Die Kirche mit ihrem Friedhof befindet

sich außerhalb der Stadtmauern Quedlinburgs.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde die

Verstorbenen direkt neben der Kirche auf

dem Friedhof begraben. Einige bemerkenswerte

Grabmäler sind noch heute vorhanden.

Besonders auffällig ist das Ziegerische

Grabmal, dass unmittelbar mit der dreischiffigen

gotischen Hallenkirche verbunden ist.

Nach der Besichtigung des Friedhofes führte

uns Thomas Loch in die evangelische

Kirche. Ein Förderkreis hat

sich die Aufgabe gestellt,

die alte Kirche, die zu DDR-

Zeiten, da sie ja außerhalb

des Stadtkerns liegt, sich

selbst überlassen war, zu erhalten

und zu nutzen. In der

zum Teil schon renovierten

Kirche finden regelmäßig

Konzerte und auch Gottesdienste

statt. Besonders zu

erwähnen ist, dass die Kirche

neben dem Hauptschiff

auch ein Querschiff besitzt.

Abgeschlossen werden die „Schiffe“ durch

ein Tonnengewölbe. Nach den Erklärungen

und Erläuterungen durch Thomas Loch, für

die mich herzlich bedanken möchte, machten

wir uns auf dem Weg zum ehemaligen

Wasserhochbehälter auf dem Münzenberg.

Wasserhochbehälter – Sternwarte

Münzenberg

Auf dem etwa 1 km langen Weg durch die

Altstadt von Quedlinburg erfuhren wir von

unserem Vorsitzenden vieles Wissenswertes

über das alte Quedlinburg. Besonderes

Augenmerk legte er auf die mittelalterlichen

Stadtbefestigung mit seinen Wallanlagen. So

berichtete er auch über den Schreckensturm.

Dieser Turm wurde jahrhundertelang als Kerker

genutzt. Auf dem Weg zum ehemaligen

Wasserturm konnten wir einen Blick auf die

Stiftskirche und Altstadt von Quedlinburg

Häuser des Münzenberges werfen. Wie uns

der Vorsitzende des Sternwarte Quedlinburg

e.V. Hendrik Brücke, in seinem Vortrag informierte,

konnte der Verein, den nicht mehr

genutzten Wasserhochbehälter der Stadt

Quedlinburg, erwerben. Dem personenstarken

Verein gelang es, den Hochbehälter trocken

zu legen und für Veranstaltungen nutzbar

zu machen. Zu einer Sternwarte gehört

natürlich auch ein Teleskop. Durch glückliche

Umstände kam der Verein in den Besitz einer

gebrauchten Kuppel. Diese Kuppel konnte

auf den ehemaligen Wasserhochbehälter

aufgesetzt werden und ein Teleskop dort

aufgestellt werden. Somit war eine perfekte

Sternwarte entstanden.

In dem Hochbehälter war eine lange Tafel

für die Teilnehmer des Partnertreffens aufgestellt.

Nach der angeregten Mittagspause

machten einige Wanderfreunde einen Spaziergang

zum nahe gelegenen Münzenberg.

Auf ihm befinden sich nur mittelalterliche

Gebäude. Einstmals gab es dort oben auch

das St. Marien Kloster. Von dem Kloster selbst

ist außer den Kellern, die zum Museum St.

Marien auf dem Münzenberg gehören, nicht

viel übriggeblieben. Von der Klosterküche

ist noch ein bemerkenswerter Schornstein

erhalten. Das Portal des Klosters ziert heute

den Eingang zur Wipertikirche. Nach einem

Rundgang durch das Museum kehrten wir

zur Sternwarte zurück. Im Anschluss an dem

Vortrag von Hendrik Brücke hatten wir die

Gelegenheit, bis oben in die Kuppel der

Sternwarte zu klettern. Von dort hatten wir,

wie schon zuvor am Münzenberg, einen wunderschönen

Blick auf die Stadt Quedlinburg

mit seiner Stiftskirche auf dem Schlossberg.

Nun war es an der Zeit, sich zu verabschieden.

Unser Vorsitzende geleitete die Gäste

aus Clausthal-Zellerfeld noch bis zum

Parkplatz. Ich möchte mich bei all denen

bedanken, die zum gelungenen Partnertreffen

beigetragen haben.

Text und Fotos: Gerd Horenburg

12 | 2025

11


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Nordhausen e.V.

„Vergesst die alten Eichen nicht“

Im Landkreis Nordhausen gibt es zahlreiche, über 100 Jahre

alte Bäume, die oft als Naturdenkmale ausgewiesen sind.

Besonders bekannt und auch als Wanderziele beliebt sind

die Antiquar-Fischer Eiche und die Flehmüllers Eiche. Der

Harzklubzweigverein Nordhausen hat nun mit Unterstützung

von Fördermitteln der Stadt Nordhausen an den Waldschänken

bei den beiden mächtigen Eichen für die Wanderer neue

Informationsschilder angebracht, die Auskunft über Alter und

Größe der Bäume sowie ihre sagenhaften und historischen

Bezüge geben.

Die Antiquar-Fischer-Eiche,

eine gewaltige über

300 Jahre alte Stieleiche,

ist rd. 20 m hoch, hat einen

Stammumfang von

5,50 m und einen Kronendurchmesser

von 13 m.

Sie erhielt ihren Namen zu

Ehren des bekannten und

beliebten Nordhäuser Antiquars

und Heimatfreundes

Hermann Fischer, da dieser

Baum sein liebstes Wanderziel

war. Die vitale Eiche

befindet sich am Wanderweg

Nordhausen/Kuhberg

– „Gesundbrunnen“

Rüdigsdorfer Schweiz,

einem Naturschutzgebiet

mit beeindruckender Flora

und Fauna. Historische Bezüge zur Antiquar-Fischer-Eiche sind

auf dem Informationsschild an der 25 m entfernten Waldschänke

genauer erläutert. Die Waldschänke wurde übrigens im Jahr

2022 von Herrn Fiedler anlässlich seines runden Geburtstages

gesponsert. Aufgewertet wird sie noch durch die Initiative von

Herrn Richter, der kleine Baumscheiben bereitstellt, die interessierten

Wanderern mit eigenen Botschaften versehen und an der

Waldschänke anbringen können.

Historische Bezüge: Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das

Wandern sehr beliebt und auch die Rüdigsdorfer Schweiz ein

bevorzugtes Wandergebiet. So versammelten sich am „blauen“

arbeitsfreien Montag Handwerker und Kaufleute in geselliger

Runde und riefen bereits im

Jahr 1866 das „Pustefest“

mit traditionellem Preispusten

ins Leben. Das Fest

wurde nachweislich bis zum

Jahr 1941 durchgeführt. Zu

den Gründern zählte u.a.

der Antiquar Hermann Fischer.

Außerdem zeichnete

ihn sein schriftstellerisches

volkstümliches Schaffen als

Mann mit urwüchsigem Humor

und hintergründigem

Witz aus. Fischer schrieb teilweise

in Nordhäuser Mundart.

Das jährlich gefeierte

Pustefest begann mit einer

Wanderung vorbei am Gesundbrunnen

zunächst bis

zur alten Eiche. Dort wurde

ausgiebig gerastet. Danach

ging es weiter zum Gasthaus

in Rüdigsdorf. Da die

beeindruckende Eiche das

liebste Wanderziel von Hermann

Fischer war, gaben

die Pustebrüder ihm zu Ehren

dem Baum den Namen

„Antiquar-Fischer-Eiche“.

Die Flehmüllers Eiche,

eine mächtige über 600

Jahre alte Stieleiche, ist 20

m hoch, hat einen Stammumfang

von 6,65 m und

einen Kronendurchmesser von 20 m. Der Baum ist ein Naturdenkmal

und beliebtes Wanderziel mit Rastmöglichkeit direkt an den

Qualitätswegen „Karstwanderweg“ und „Südharzer Dampflok

Steig“. Die beeindruckende Eiche befindet sich weithin sichtbar

in Nordhausen-Krimderode auf einem Bergrücken in ca. 60 Meter

Höhe. Von dort hat man einen

schönen Rundblick auf Krimderode,

das Zorgetal und die Südharzberge.

Der vitale Baum mit ausladender

Krone und gewaltigem Wurzelwerk

ist die letzte Eiche eines Waldes, der

ab dem Jahr 1829 gerodet wurde.

Ihren Erhalt beantragte 1840 der

damalige Rittergutsbesitzer Drechsler

mit Erfolg beim Hochgräflichen

Stolberg-Hohnsteinischen Consistorium.

Wie die Flehmüllers Eiche

zu ihrem Namen kam, hat einen sagenhaften

Hintergrund, der auf dem

Informationsschild erläutert wird.

Sagenhafter Hintergrund: Am Fluss Zorge, unterhalb der beeindruckenden

Eiche, stand früher eine Gipsmühle. Die Zorge führte

fast regelmäßig im Frühjahr und Herbst Hochwasser. Der Sage

nach musste der damalige Besitzer der „Gipsmühle Steuerlein“

daher oft vor den Wassermassen flüchten, rettete sich mit seiner

Familie auf den gegenüberliegenden Berg und suchte unter der

Eiche Schutz. Dort „flehte“ er, dass sein Anwesen von einer Katastrophe

verschont bleiben möge und durch das Hochwasser nicht

zerstört werde. Er wurde daher im Volksmund der „Flehmüller“

und der knorrige Baum „Flehmüllers Eiche“ genannt.

Text und Fotos: Sabine Mehne (Harzklubzweigverein Nordhausen e.V.)

Quelle: Publikation der Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen

mbH (EGN) aus dem Jahr 1996: „Naturdenkmale im Landkreis

Nordhausen: Vergesst die alten Bäume nicht“

12 12 | 2025


AKTUELL

Harzklub-Zweigverein Bad Lauterberg

... und da flog die „SCHMITZE“ weg ...

Erneut trafen sich 13 Peitschenknaller in

unserem Harzklubheim „Uhlenflucht“

um einen Lehrgang zum Peitschenknallen

und der Aufbereitung der Peitsche

zu absolvieren.

Bei bester Laune trotz des herbstlichen

Wetters, erstellte diese tolle Gruppe die

Schmitze mit einem besonderen Knoten

an ihren Peitschen. Ein ganz besonderer

Dank geht an die Stadtverwaltung Bad Lauterberg,

die uns die Nutzung der Turnhalle

im Rathaus zu unseren Peitschen-Übungen

ermöglichte ... und da flog dann auch die

ein oder andere Schmitze weg. Ein schöner

Lehrgang für Anfänger und Fortgeschrittene,

und nächstes Jahr machen wir weiter!

Besten Dank an René Schröder für das Foto.

Text Pia Hanot, Foto: privat

Harzklub-Zweigverein Windhausen

Viele Dankesworte zur Abschlusswanderung

Auf dem Parkplatz Rittertal begrüßte

Wanderwart Jürgen Münnich vom

Harzklub Windhausen die zahlreichen

Teilnehmer der diesjährigen Abschlusswanderung.

Sein besonderer Gruß galt dem Vorsitzenden

Dieter Klingsöhr und den Wanderfreundinnen

aus den Nachbarorten. Kurz erläuterte

er die rund vier Kilometer lange Wanderung

über Neue Chaussee, Ritterhaide, längs der

Kleinen und Großen Sülpke. Der Rückweg

führt am Hang des Steinbühls mit einem

herrlichen Blick auf die Kalkberge Osterode

und ins Sösetal. Ziel ist Wanderhütte „Steinbühl“

des Harzklubs Windhausen.

Nach gut einer Stunde kehrte die Wandergruppe

in die Wanderhütte ein. Hier wartete

die 2. Vorsitzende Eva Münnich mit Tochter

Tanja und Janet Klingsöhr, Frau des 1. Vorsitzenden,

mit weiteren Wanderfreunden.

Das Helferteam um Eva Münnich sorgten für

das leibliche Wohl. Janet Klingsöhr reichte

zum duftenden Kaffee leckere Waffeln und

zu etwas späterer Zeit stand die von Eva und

Tanja vorbereitete Bauernsuppe auf dem

Tisch. Schnell wurde ein Nachschlag von

den 30 Wanderfreunden erbeten.

Bei warmen und kalten Getränken in der

von Janett Klingsöhr wunderschön vorweihnachtlich

geschmückten Wanderhütte wurde

Rückblick auf das Wanderjahr gehalten

und Ausblick auf das Wanderjahr 2026. Mit

weiteren Gesprächsthemen verging schnell

die Zeit und es hieß Danke für ein tolles Wanderjahr

und für einen gemütlichen Abschluss

zu sagen.

Winfried Kippenberg

Harzklub-Zweigverein Ilsenburg

Infotafel bei Drübeck wurde eingeweiht!

Nach Abschluss der Pflanztätigkeiten

im Gemeindewald Drübeck, nahe der

Plessenburg, weihten Vertreter von

Avacon, Betreuungsforstamt Harz,

Stadt Ilsenburg, dem ZwV Ilsenburg

sowie dem Harzklub und der Harzer

Wandernadel die Infotafel an der

Pflanzfläche ein.

Die Geschäftsführung der Avacon hatte

dazu eingeladen, die Veranstaltung mit

einer kleinen Wanderung zu verbinden

und sich vor Ort einen Eindruck über die

erfolgten Arbeiten zu verschaffen.

Bei wunderschönem Herbstwetter ging es

von der Plessenburg zur Fläche. Lutz Böge

zeigte den Interessierten den Zustand der

Pflanzen und erklärte Abläufe und erforderliche

Maßnahmen (Baumartenwahl,

Zaunschutz, Waldinnenrandgestaltung).

Die Mitarbeiter der Avacon sahen, dass die

gespendeten Gelder gut angelegt waren.

Bürgermeister Denis Loeffke brachte seine

Freude zum Ausdruck über den Fortgang

der Wiederaufforstung, zu dem diese Initiative

von Harzklub und dem Spender

Avacon beitrug.

Zum Abschluss wurde der Sonderstempel

der Harzer Wandernadel durch Rainer

Schmittdiel im bereits am Tafelgerüst

befestigten Stempelkasten angebracht.

Alle Teilnehmer konnten in den von Klaus

Dumeier überreichten Stempelheften sogleich

stempeln.

Text und Foto: Klaus Wippermann

12 | 2025

13


HARZER TOURISMUSVERBAND

Mit Blick in die Zukunft

Harzer Tourismustag 2025

Harzer Tourismusverband

Als fest etablierter Branchentreff bringt der Tourismustag

des Harzer Tourismusverbandes (HTV) jedes Jahr Touristiker

aus der gesamten Region zusammen. Im Mittelpunkt stehen

die Themen und Herausforderungen, die den aktuellen tourismuswirtschaftlichen

Alltag prägen.

Als größtes touristisches Netzwerk der Region setzt der Verband

konsequent auf verlässliche Kooperationen und abgestimmte Prozesse

– denn nur gemeinsam lassen sich die vielfältigen Aufgaben

meistern. Rund 100 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft, lokalen

Tourismusorganisationen, Verbänden und Partnerunternehmen

waren der Einladung des HTV in den großen Festsaal des Wernigeröder

Rathauses gefolgt.

Im Fokus der Fachtagung am Vormittag standen aktuelle Gästeanalysen

und der Wandel der Tourist-Informationen im Zeitalter der

KI. Auf Basis von rund 15 Mio. anonymisierten Mobilfunkdaten

präsentierte Ulrich von dem Bruch von LHG Consulting zentrale

Erkenntnisse zur Herkunft und Struktur der Harz-Gäste. Besonders

erfreulich: Die Besucher stammen überwiegend aus dem

„Postmateriellen Milieu“ sowie dem Milieu der „Performer“ –

Zielgruppen mit wachsender Bedeutung, hoher Reiseaffinität

und solidem Einkommen. Sie bilden eine wichtige Grundlage für

die wirtschaftliche Entwicklung des Harzes als Tourismusregion.

Anschließend zeigte Matthias Burzinski (destinet.de, destinet-

CHANGE) auf, wie die Tourist-Informationen im Zeitalter der KI

einen tiefgreifenden Wandel erleben. KI werde das Informationsverhalten

der Gäste grundlegend verändern, gleichzeitig

aber den Wert persönlicher Begegnungen erhöhen. Erfolgreiche

Tourist-Informationen müssten daher digitale Sichtbarkeit mit

menschlicher Nähe verbinden und Gäste vor Ort zu Botschaftern

der Region machen.

HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt begrüßt die Teilnehmer des

Harzer Tourismustages in Wernigerode (Foto: © HTV, L. Weber)

In der anschließenden HTV-Mitgliederversammlung standen

die Verbandsarbeit und Beschlüsse wie der Haushalt 2026 im

Fokus. HTV-Geschäftsführerin Carola Schmidt berichtete über

Marketingmaßnahmen 2025, darunter die Kampagnen „Die Jagd

nach dem Harzer Freizeitgold“ und „Der Harz geht immer“, den

Relaunch der Hauptwebsite harzinfo.de, neue digitale Angebote

sowie die Fortführung des Auslandsmarketings und des

Podcasts „Der Harz – Hinter den Kulissen“. Der ausführliche

Jahresrückblick wird nach Jahresabschluss auf www.harzinfo.

de zur Verfügung stehen.

Fachworkshops schulen Mitarbeitende

der Harz-Informationen

Insgesamt 18 Tourist-Informationen im Harz tragen das Zertifikat

Harz-Information. Deren Mitarbeitende müssen das

Angebotsspektrum der gesamten Region kennen und Besucher

über die eigenen Stadt- und Gemeindegrenzen hinaus kompetent

beraten können. Um diese Beratungsqualität nachhaltig

zu sichern, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in

jährlichen Fachworkshops geschult.

Kathrin Friedling erklärt das neue Hexendorf (Foto: ©HTV)

Im Natur- & Kultur-pur-Workshop Anfang November standen ein

Besuch des Grenzmuseums Sorge sowie eine Führung über die

ehemaligen Grenzanlagen auf dem Programm. Anschließend stellte

Susanne Thielecke bei einer Hofführung und Wurstverkostung

das Angebot des Brockenbauern in Tanne vor.

Zwei Wochen später begrüßte der HTV die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer des Spaß-pur-Workshops in Thale. Gemeinsam verschafften

sie sich einen Eindruck vom neugestalteten Harzer

Bergtheater, vom Hexendorf und von der Tourist-Information

auf dem Hexentanzplatz.

14 12 | 2025


NATIONALPARK HARZ

Zuchtpaar des Nationalparks ist komplett

Luchsin Rikki aus der Ukraine ist

im Harz eingetroffen

Nach einer Quarantäne ist die Katze

in das Freigehege an der Rabenklippe

eingezogen und hat ihren Partner kennengelernt

Nach mehr als einem Jahr des Planens,

Organisierens und angespannten Wartens

ist es endlich soweit: Die sieben Jahre

alte Luchsin Rikki aus dem Zoo Kyiv in der

ukrainischen Hauptstadt ist Anfang November

im Harz angekommen. Sie wurde

hier sehnlich erwartet: Die Katze soll im

Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprogramms

im großen Freigehege des

Nationalparks Harz an der Rabenklippe für

Nachwuchs sorgen. Im August war bereits

ihr zukünftiger Partner, ein Kuder aus der

Schweiz, dort eingetroffen und hat sich

mittlerweile in seinem neuen Domizil eingelebt.

Rikkis 30-tägige Quarantäne in der

Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhangen

bei Hannover ist ohne besondere

Vorkommnisse verlaufen. Nationalparkleiter

Dr. Roland Pietsch und Ole Anders,

Luchsexperte der Nationalparkverwaltung,

der das Harzer Luchsprojekt betreut, haben

die Katze in Sachsenhagen abgeholt und

zur Rabenklippe gebracht.

„Nach über einem Jahr intensiver Vorbereitung

freuen wir uns außerordentlich, dass

diese wunderschöne Luchsin kerngesund

bei uns im Nationalpark Harz angekommen

ist“, sagt Dr. Pietsch. „Wir danken allen beteiligten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

im Kyiver Zoo von Nationaler Bedeutung,

die diesen Transfer trotz der denkbar

schwierigen Umstände ermöglicht haben.

Wir können nur ahnen, was es bedeutet in

Kriegszeiten und nicht endenden Angriffen

auf die Hauptstadt der Ukraine den Betrieb

des Zoos aufrecht zu erhalten und sich trotz

allem an internationalen Artenschutzprojekten

zu beteiligen.“

An einem Freitagmorgen Ende September

hatte Ole Anders endlich die erlösende Nachricht

erhalten, dass Luchsin Rikki nach einer

rund dreitägigen Reise von Kyjv über Polen

nach Deutschland wohlbehalten in Sachsenhagen

eingetroffen war und nach dem

langen Transport durch das holländische

Spezialunternehmen Crossborder Animal

Services einen topfitten Eindruck machte.

„Ich bin darüber mehr als erleichtert. Das war

eine nervenaufreibende Zeit.

Die größte Herausforderung

war, das Tier nach Deutschland

zu holen. Ein Lufttransport war

aufgrund der Kriegssituation

unmöglich, der Transport auf

dem Landweg war sehr schwer

zu organisieren“, berichtet er.

Galt es zunächst, bürokratische

Hürden im Zusammenhang

mit der Ausfuhr der

geschützten Tierart aus der

Ukraine zu überwinden, die

erforderlichen Dokumente

zu besorgen und die organisatorischen

Probleme eines

Tiertransports aus dem vom

Krieg heimgesuchten Land zu

bewältigen, kam es dann auch

noch bei den Grenzübertritten

zwischen der Ukraine, Polen und der Bundesrepublik

zu erheblichen Verzögerungen,

die die Reise der Luchsin quasi auf der letzten

Etappe nochmal zu einem Krimi für die

Beteiligten machte.

Verfügbare weibliche Luchse sind im Erhaltungszuchtprogramm

extrem selten

Die sieben Jahre alte Luchsin Rikki aus dem Zoo Kyiv ist

Anfang November im großen Freigehege des Nationalparks

Harz an der Rabenklippe angekommen. (Foto: Ole Anders)

Die Zuchtempfehlung für die ukrainische

Luchsin hatte die Zuchtbuchführerin im

Tiergarten Bern bereits am 3. September

2024 ausgestellt, also vor mehr als einem

Jahr – so viel Zeit nahm die Vorbereitung

des Transports letztendlich in Anspruch.

Bei der Zuchtbuchführerin sind alle Tiere

in diesem Erhaltungszuchtprogramm (EEP)

gelistet, so auch der Schweizer Kuder. „Auf

dem Papier passen die beiden Tiere genetisch

gut zusammen“, erklärt Ole Anders.

Die Vorgaben: Es soll eine unterarten-reine

Zuchtlinie mit einem niedrigen Inzuchtgrad

sein. Doch ist es alles andere als einfach,

ein Zuchtpaar zu bilden: „Weibchen sind im

EEP extrem selten, fast alle sind in anderen

Paaren gebunden“, weiß der Harzer Luchsexperte.

So war es schon großes Glück, dass

überhaupt eine passende Luchsin für den

Harz zur Verfügung stand.

„Wir haben Kontakt mit dem Zoo in Kyjv

aufgenommen und dort war man sofort

einverstanden mit einer internationalen

Kooperation“, berichtet er. Den Verantwortlichen

in der Ukraine war es trotz der

aufgrund des Krieges schwierigen und belastenden

Bedingungen wichtig, an dem

europäischen Artenschutzprojekt teilzunehmen.

„Für den Nationalpark Harz und das Harzer

Luchsprojekt ist es eine große Anerkennung,

dass wir vom Europäischen Verband

der Zoos und Aquarien (EAZA) ins das Erhaltungszuchtprogramm

einbezogen werden“,

betont Anders. „Wir hatten die Fürsprache

von anerkannten Experten. Das große

und naturnahe Gehege an der Rabenklippe

war dafür sicherlich ausschlaggebend.“

Die Zucht von Luchsen ist neues Terrain

für die Nationalparkverwaltung, in Person

von Tierpfleger Paul Bridge verstärkt aber

seit diesem Jahr ein ausgewiesener Fachmann

das Team. Bridge war zuvor im Zoo

Osnabrück beschäftigt und hat dort unter

anderem mit Raubtieren wie Hyänen und

Vielfraßen gearbeitet.

Luchsin Rikki wurde im Jahr 2018 geboren.

Sie hat bisher noch keinen Nachwuchs gehabt.

Nach der Quarantäne wird sie im Harz

zur Eingewöhnung zunächst in einem Kleingehege

untergebracht, noch durch Zaun

von ihrem zukünftigen Partner getrennt.

„Zum Beschnuppern“, sagt Ole Anders.

„Wenn sie sich vertragen, kommen sie in

ein gemeinsames Gehege.“ Dann heißt es

abwarten. Paarungszeit ist bei den Luchsen

im zeitigen Frühjahr.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Nationalparks Harz unter www.luchsprojekt-harz.de

12 | 2025

15


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

Zukunftskonzept für die Harzer Schmalspurbahnen vorgestellt

HSB setzt auf Sanierung, Modernisierung

und neue Fahrzeugtechnik

Am 2. September präsentierte die Harzer Schmalspurbahnen

GmbH (HSB) das Konsolidierungs- und Entwicklungskonzept

zur Zukunft des Unternehmens, das von der beauftragten SCI

Verkehr GmbH aus Köln erarbeitet worden war. Anlass war die

Zuspitzung finanzieller Herausforderungen aufgrund stark

gestiegener Kosten. Die Aufgabenträger für den Nahverkehr

in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die kommunalen

Gesellschafter reagierten darauf in 2024 mit zusätzlichen Finanzhilfen

– verbunden mit der Erwartung eines nachhaltigen

Zukunftskonzepts für die HSB.

Im Mittelpunkt der Analysen stand vorrangig die wirtschaftliche

Betrachtung des Status Quo des Unternehmens mit dem Ziel,

Maßnahmen zur Kostenbegrenzung wie zur Erlös- und Effizienzsteigerung

und Wege zur organisatorischen Weiterentwicklung

aufzuzeigen. Schwerpunkte lagen auf dem Erhalt des Gesamtnetzes,

der Sicherung des Dampfbetriebs, der Weiterentwicklung des

modernen Schienenpersonennahverkehrs, der dauerhaft stabilen

Betriebsdurchführung sowie der Steigerung des Reisekomforts.

Auf Grundlage weiterer Digitalisierungen und der Umsetzung

moderner Technologien wie alternativer Antriebe wurde anhand

verschiedener Szenarien zusätzlich untersucht, ob ein Weiterbetrieb

des Gesamtnetzes oder nur von Teilstrecken möglich ist.

Die Analyseergebnisse belegen insbesondere erhebliche Investitions-

und Instandhaltungsrückstände bei der Infrastruktur und

den Fahrzeugen. Für die nächsten zehn Jahre wird hier ein Sanierungs-

und Modernisierungsbedarf in dreistelliger Millionenhöhe

erwartet. Die Handlungsempfehlungen geben der HSB dabei neben

strategischen Ausrichtungen auch einen klaren Zukunftskurs:

» Sanierung des Streckennetzes einschließlich aller dazugehörigen

Bauwerke und technischer Anlagen

» Anschaffung einer neuen Fahrzeuggeneration in Form von Triebwagen

mit alternativen Antrieben

» Modernisierung der zu erhaltenden Dampf- und Diesellokomotiven

sowie der historischen Wagen

» Neubau einer erweiterten Werkstatt für die Instandhaltung der

künftigen Triebwagen

» Umsetzung von Übergangsfahrplänen, bis die Modernisierungsmaßnahmen

greifen

Ein zentrales Element ist die notwendige Modernisierung der

Werkstattinfrastruktur, da die bestehende für die Instandhaltung

einer neuen Fahrzeuggeneration nicht geeignet ist.

Bei ihrer Sitzung am 28. August hatten alle Gesellschafter bereits

einstimmig beschlossen, dass es keine Stilllegungen geben und

das Gesamtnetz auch zukünftig betrieben werden soll. Auf Grundlage

dieses Beschlusses und der Ergebnisse des Konzepts laufen

derzeit intensive Gespräche mit den Ländern Sachsen-Anhalt und

Thüringen sowie den Gesellschaftern und Aufsichtsräten der HSB.

Die anstehenden zukunftsweisenden Entscheidungen hängen

maßgeblich von den künftigen Finanzierungsmöglichkeiten ab.

Winter auf dem Brocken. (Foto: Archiv HSB/Heide Baumgärtner)

16 12 | 2025


LPV HARZ

Premiere für den Schulgarten-Apfelsaft in Hasselfelde

Wie kommt der Saft in die Flasche?

Ungewöhnliches Treiben herrschte am

07. November 2025 auf dem Schulhof der

Grundschule „Dr. Hermann Blumenau“.

Autos fuhren vor, Tische und seltsame

Geräte wurden aufgebaut. Der Landschaftspflegeverband

Harz e. V. (LPV

Harz) hatte ein besonderes Ereignis für

die Kinder der Arbeitsgemeinschaft „Natur“

vorbereitet. An diesem Tag entstand

erstmals Hasselfelder Schulgarten-Apfelsaft.

Seit August 2025 unterstützt der LPV Harz

die Grundschule in Hasselfelde bei der Gestaltung

der Arbeitsgemeinschaft „Natur“.

Möglich wird dies im Rahmen eines vom

Land Sachsen-Anhalt geförderten Projektes

aus Mitteln des Ministeriums für

Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und

Umwelt (MWU). Lehrerin Anja Schröter und

Projektmitarbeiterin Cordula Weber bieten

in diesem Schuljahr 20 Kindern der Klassen

1 bis 4 die Möglichkeit, die Natur vor der

Haustür zu entdecken.

Fertiger Apfelsaft

Äpfel im Schulgarten der Grundschule Hasselfelde warten

auf die Ernte

Jeden Dienstag sind die Schüler

seitdem für eine Stunde Naturforscher,

Entdecker oder Gärtner.

Der kleine Schulgarten der

Grundschule erwachte unter den

Kinderhänden zu neuem Leben.

Hier wurde fleißig gegraben,

gesät und gepflanzt. Nebenbei

erfuhren die Kinder, wer in der

Erde wohnt und wie wichtig Regenwürmer

für die Fruchtbarkeit

des Bodens sind. Die Schulgärtner

können es kaum erwarten,

im nächsten Jahr endlich eigene

Erdbeeren zu ernten.

Neben den Hochbeeten wachsen

auch zwei Apfelbäume, die in diesem Jahr

unzählige Früchte trugen. Zum Naschen

waren es zu viele. Der LPV Harz besitzt eine

Obstpresse und schnell entstand die Idee,

die leckeren Früchte zu Saft zu verarbeiten.

Das gab es noch nie. Ein Sondertermin

wurde vereinbart, denn eine Menge Arbeit

stand uns bevor. Doch nach dem Motto

„Viele Hände – schnelles Ende!“

entstand in gemeinsamer Arbeit

von 14 Kindern, unterstützt von

Eltern und weiteren Kollegen des

LPV Harz, feinster Apfelsaft. Es

wurde gewaschen, geschnippelt

und mit großem Elan gekurbelt

und gepresst. Die Kinder merkten

schnell wieviel Mühe es macht,

das Obst zu verarbeiten. Groß

war der Jubel, als der erste Saft in

den Eimer floss! Die goldfarbene

Flüssigkeit wurde pasteurisiert

und in die mitgebrachten Flaschen

gefüllt. Das kostbare Produkt wurde

streng bewacht und am Ende voller Stolz

zum Verkosten nach Hause getragen.

Eine wunderbare Aktion und Erfahrung

für alle Beteiligten ging nach 3 Stunden

zu Ende. Wir freuen uns schon auf eine

Wiederholung im nächsten Jahr. Ein herzlicher

Dank gebührt dem Hausmeister Herrn

Schilling, dem Förderverein Nordharzer

Streuobstwiesen e. V. sowie dem Baumhaus

Friedrichsbrunn für die Unterstützung mit

Equipment. Mal schauen, was es weiterhin

Spannendes aus der Arbeitsgemeinschaft

„Natur“ zu berichten gibt.

Kerstin Rieche

Cordula Weber freut sich über die gelungene

Aktion.

Die kleingehäckselten Äpfel werden umgefüllt und mit Muskelkraft ausgepresst.

Dieses Projekt wird gefördert

aus Mitteln des

Ministeriums für Wissenschaft,

Energie, Klimaschutz

und Umwelt des

Landes Sachsen-Anhalt.

12 | 2025

17


HARZVERBAND

Bildungsurlaub

Auf den Spuren der Erdgeschichte:

Geologie des Harzes begeistert Teilnehmende

Wie ist der Harz entstanden? Warum gibt es hier so viele Bergwerke?

Und was verbirgt sich hinter Begriffen wie Kellwasserkalk

oder Wollsackverwitterung? Mit diesen und vielen

weiteren Fragen beschäftigten sich 15 wissbegierige Teilnehmende

aus ganz Deutschland in der vorletzten Oktoberwoche

beim Bildungsurlaub „Geologie des Harzes – Ein Streifzug

durch die Erdgeschichte im Norden und Westen des Harzes“.

Organisiert wurde das Seminar vom UNESCO Global Geopark

Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen in Kooperation mit dem

Verein Arbeit und Leben Niedersachsen.

Unter der fachkundigen Leitung von Diplom-Geologin und Geopark-Geoguide

Susanne Schroth ging es mitten hinein in die

„klassische Quadratmeile der Geologie“. Denn nirgendwo sonst

in Deutschland lässt sich die Entwicklungsgeschichte der Erde so

eindrucksvoll ablesen wie im Harz. Schroth verstand es, komplexe

geologische Prozesse anschaulich zu vermitteln und Begeisterung

zu wecken: „Geologie ist keine Geheimwissenschaft“, betont sie.

„Man muss nur wissen, worauf man schaut – dann erzählen die

Steine ihre Geschichte.“

Unter der fachkundigen Leitung von Diplom-Geologin und Geopark-

Geoguide Susanne Schroth ging es für die Teilnehmenden mitten

hinein in die „klassische Quadratmeile der Geologie“.

Doch es blieb nicht bei theoretischen Erklärungen: Der Bildungsurlaub

verband Vorträge, Exkursionen und praktische Beobachtungen

zu einem lebendigen Lernprogramm. „Anschauen

und Anfassen“ lautete das Motto – und genau das machte den

besonderen Reiz aus.

Neben Schroth bereicherten zwei weitere Experten das Programm:

Dr. Friedhart Knolle, Geologe und Naturschützer, erläuterte die

Entstehung des Harzes und sprach über die Herausforderungen

durch Schwermetallbelastungen. Dr. Volker Wilde vom Senckenberg-Institut,

zugleich Vorsitzender des Geopark-Beirats, erklärte,

was einen Geopark ausmacht und wie man ihn am besten erkundet,

aber auch was sich hinter dem Begriff der „Kellwasserkrise“

verbirgt und wie die Teufelsmauer entstand.

Auch Teilnehmer Jens Dunemann, Nationalpark-Guide, brachte

sein Wissen ein. Für ihn gehören Nationalpark, Geopark und

Welterbe untrennbar zusammen: „Nur wer das Zusammenspiel

versteht, kann die Einzigartigkeit dieser Region wirklich begreifen.“

Auf den Exkursionen ging es zu eindrucksvollen Aufschlüssen

– also jenen „Fenstern in die Erdgeschichte“, die durch Erosion

Mitten drin in der Wollsackverwitterung: Alle Teilnehmenden verbindet

eine Leidenschaft – die Geologie. (Fotos: HARZVERBAND)

oder Abbau entstanden sind. Ein Höhepunkt war der Besuch

des Kellwassertals bei der Okertalsperre. Hier findet man einen

Infopunkt zu den berühmten Kellwasserkalken des sogenannten

Kellwasser-Events, einem Aussterbeereignis, das weltweit im

Oberdevon (395-385 Millionen Jahre vor heute) stattgefunden hat.

Diese Gesteinsschichten wurden im Harz erstmals beschrieben

– ein Stück Weltgeologie direkt vor der Haustür.

An der Sandgrube am Rehberger Graben stand dann die eindrucksvolle

Wollsackverwitterung im Mittelpunkt. Hier konnten

die Teilnehmenden direkt sehen, wie der verwitterte Granit beim

Bau des Oderteiches Verwendung fand.

Weitere Stationen waren die Teufelsmauer bei Weddersleben, das

Nationalparkhaus und Geopark-Informationszentrum TorfHaus

sowie der Hans Cloos-Aufschluss am geologischen Lehrpfad Kloster

Michaelstein in Blankenburg, der ein nationales Geotop ist.

Die Teilnehmenden kamen aus ganz unterschiedlichen beruflichen

und persönlichen Hintergründen – und doch verband sie

die Neugier auf die Erdgeschichte. Annette Cors, Mitglied im

Harzklub, war sofort begeistert, als sie von dem Angebot erfuhr:

„Das Thema hat mich schon immer interessiert. Im Harz gibt es

ja bekanntlich viele Steine. Jetzt weiß ich endlich, was sich hinter

dieser Vielfalt verbirgt.“ Das Ehepaar Doreen und Ingo Praeck aus

Senden, beide mit Erfahrung im Bergbau, fand im Seminar eine

neue Perspektive: „Jeder Stein, den wir jetzt sehen – ob in der

Natur oder als Pflasterstein – erzählt für uns eine Geschichte. Das

verändert den Blick auf die Welt.“

Ziel des Bildungsurlaubs war es, geologisches Wissen erlebbar

zu machen und zugleich den Wert des Harzes als Bildungs- und

Naturraum hervorzuheben. „Viele wussten gar nicht, dass es hier

im Harz so tolle geologische Orte gibt“, sagt Susanne Schroth.

„Wenn man versteht, wie diese Landschaft entstanden ist, sieht

man sie mit anderen Augen.“

Wer Lust bekommen hat, selbst in die Tiefen der Erdgeschichte

einzutauchen, sollte sich den 17. bis 21. August 2026 vormerken.

Dann lädt der Geopark gemeinsam mit Arbeit und Leben Niedersachsen

erneut zu einem Bildungsurlaub zur Geologie des Harzes

ein – mit neuen Stationen, spannenden Themen und garantiert

vielen Aha-Momenten.

Text: Carolin Neumann

18 12 | 2025


HARZVERBAND

Über 200 Teilnehmende

Wander-Challenge des Geoparks

geht erfolgreich zu Ende

Karsten Schacht, einer von neun Gewinnern der Wander-Challenge, und Sandy Bollert nehmen sich Zeit für ein Erinnerungsfoto an der

Wolfswarte. (Foto: Privat)

Am 31. Oktober ist die diesjährige Wander-Challenge 2025

„Wie weit gehst du?“ des UNESCO Global Geoparks Harz .

Braunschweiger Land . Ostfalen erfolgreich zu Ende gegangen.

Über 200 Einheimische und Gäste aus ganz Deutschland nutzten

die Gelegenheit, die einzigartige Landschaft des Geoparks

aktiv zu erkunden, frische Luft zu tanken und sich die beiden

exklusiven Geopark-Sonderstempel in den Stempelkästen der

Harzer Wandernadel zu sichern.

Gestartet war die Aktion am 21. März 2025, dem Internationalen Tag

des Waldes. der seit 2012 die Bedeutung von Wäldern hervorhebt

und zu ihrem Schutz aufruft. Seine Bedeutung liegt im Bewusstsein

für die vielfältigen Funktionen der Wälder – wie Klimaregulation,

Luft- und Wasserversorgung, Erholungsort sowie Quelle für Nahrung

und Medizin. Der Tag soll die nachhaltige Bewirtschaftung

und Erhaltung von Wäldern weltweit stärken.

Zwischen Frühlingsanfang und Herbstende konnten Wanderfreunde

zwei ausgewählte Stempelstellen besuchen: den Volkmarskeller

bei Blankenburg (Stempelstelle 87) und die Wolfswarte bei Altenau/

Torfhaus (Stempelstelle 135). Beide Orte stehen beispielhaft für

die geologische Vielfalt und die faszinierende Natur des Harzes

– von der geheimnisvollen Karsthöhle bis zur beeindruckenden

Quarzitformation hoch über den Baumwipfeln.

Unter dem Motto „Wie weit gehst du?“ verband die Challenge sportliche

Aktivität mit Naturerlebnis und Geologievermittlung – ganz

im Sinne des UNESCO-Geopark-Gedankens, Naturerbe erfahrbar

zu machen – und den Geopark aktiv zu erkunden.

Nach Ende der Einreichungsfrist wurden unter allen Teilnehmenden,

die ihre beiden Stempel per E-Mail eingesendet hatten, neun

attraktive Preise verlost – gesponsert von der Stiftung Welterbe

im Harz, Harzventure, Harzdrenalin, der Harz-AG, den Harzer

Schmalspurbahnen und dem UNESCO Global Geopark Harz .

Braunschweiger Land . Ostfalen. Die Gewinnerinnen und Gewinner

wurden per E-Mail benachrichtigt.

Die Wander-Challenge 2025 hat gezeigt, wie leicht sich Bewegung,

Naturerlebnis und Umweltbewusstsein miteinander verbinden

lassen. Ob allein, mit Freunden oder Familie – die Teilnehmenden

erlebten den Geopark aus neuen Perspektiven und trugen gleichzeitig

dazu bei, die Idee des UNESCO Global Geoparks weiterzutragen.

„Wir freuen uns über das große Interesse und die positiven Rückmeldungen

aus allen Teilen des Landes. Die Challenge hat einmal mehr

bewiesen, dass der Harz und seine Umgebung ideale Bedingungen

für nachhaltige Freizeitaktivitäten bieten“, sagt das Team des

UNESCO Global Geoparks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen.

Die Organisatoren danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

sowie den Partnern und Sponsoren für ihre Unterstützung – und

versprechen schon jetzt: Auch 2026 wird wieder gewandert!

Text: Carolin Neumann

So lässt sich der Geopark noch besser erkunden: Dank vieler Sponsoren

konnte wieder ein actionreiches Gewinner-Paket geschnürt

werden. (Foto: HARZVERBAND)

Die Öffentlichkeitsarbeit des HARZVERBANDS wird

gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft,

Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes

Sachsen-Anhalt.

12 | 2025

19


BIOSPHÄRENRESERVAT

Meilenstein für Natur und

Tourismus in der Region

Die Gemeinde Südharz und das Biosphärenreservat

Karstlandschaft Südharz

haben am 30. September 2025 eine Kooperationsvereinbarung

zum Betrieb

des Infozentrums NaturErlebnisHöhle

Heimkehle geschlossen.

Mit der Vereinbarung bekräftigen die Partner

ihre Absicht, das Infozentrum künftig

gemeinsam zu betreiben. Das Biosphärenreservat

unterstützt dabei fachlich und mit

Personal, während die Gemeinde Südharz

das Infozentrum offiziell als Infozentrum

des Biosphärenreservats bezeichnet und

den erforderlichen Arbeitsplatz zur Verfügung

stellt.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, die naturverträgliche

touristische Entwicklung

der Gemeinde Südharz zu stärken und

attraktive Bildungs- und Naturerlebnisangebote

für Gäste und Einheimische

zu schaffen.

Staatssekretär Dr. Eichner und Bürgermeister

Kohl unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung.

NaturErlebnisZentrum Heimkehle

An der Heimkehle 3, 06536 Südharz

» Erleben Sie Natur hautnah – im neuen Natura 2000-Informationszentrum

an der Heimkehle!

» Ein Ort zum Eintauchen, Entdecken und Begreifen:

» Interaktive Stationen laden Groß und Klein

zum Mitmachen ein – zum Forschen, Staunen

und spielerischen Lernen.

» Erkunden Sie die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft

des Südharzes, die spannende

Karstgeologie und die bewegte Geschichte

der Heimkehle. Erfahren Sie, wie Gipsabbau

diese besondere Landschaft geprägt hat –

und welche Bedeutung das Netzwerk Natura

2000 für ihren Schutz hat.

Neue Podcast-Folge

„Der Harz hinter den Kulissen“

jetzt online

Für die aktuelle Episode war das Team

des Harzer Tourismusverbands zu Gast

in der NaturErlebnisHöhle Heimkehle.

Gemeinsam mit einer Höhlenführerin,

Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde

Südharz sowie dem Biosphärenreservat

Karstlandschaft Südharz

entstand ein spannender Einblick in die

faszinierende Unterwelt des Südharzes.

In der Folge erfahren die Hörerinnen

und Hörer mehr über die geologische

Besonderheit der Höhle, die Bedeutung

des Ortes für Natur und Tourismus sowie

über die Zusammenarbeit der verschiedenen

Partner im Biosphärenreservat.

Jetzt reinhören:

https://open.spotify.com/episode/69oFwArrdAF5zrDwfctCEp?

si=WpKervznRoC0UwzXGBJdnA

20 12 | 2025


Eingerostete Knie.

Oder Osteopathie.

Komm in den Grünen Bereich.

Bleib stabil und beweglich. Wir helfen dir dabei.

Pro Kalenderjahr übernehmen wir für vier ärztlich verordnete

Behandlungen bis zu 240 Euro (maximal 60 Euro pro Sitzung).

Wichtig: Dein Therapeut muss über eine osteopathische

Ausbildung von mindestens 1.350 Stunden verfügen.

deine-gesundheitswelt.de/für-alle

AOK Sachsen-Anhalt. Die Gesundheitskasse.


Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe 12_2025

HARZKLUB

Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen

und erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Einzelmitglied

Familie

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Der Jahresbeitrag ist unterschiedlich und ist bei den Zweigvereinen zu erfragen.

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Ort, Datum

Der Harz (-er Wald)

geht nicht ohne uns

Harzklub hilft!

Hier geht es zur großen Pflanzaktion:

https://harzklub.de/harzklub-hilft/

Aktiv für den Naturschutz

im Harz!

Unterschrift

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«

(erscheint monatlich, Abo-Hotline: siehe Impressum).

Unterschrift

Der Gartenschläfer –

Ein Naturprojekt

S. 8/9

Luchsin Rikki

im Harz eingetroffen

S. 15

NaturErlebnisZentrum

Heimkehle

S. 20

www.harzklub.de

Vorteile der Mitgliedschaft

im Harzklub e.V.

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung

von Wanderheimen z.B. beim Kauf

von Wanderkarten, Übernachtungen in den

Wanderheimen

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher

Wanderverband): Vergünstigungen regional

und deutschlandweit bei vielen Partnern

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme

an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.

Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,

Brockenveranstaltungen, den

Veranstaltungen der Zweigvereine und an

den geführten Wanderungen und Ausflügen

des Harzklubs

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit

der Teilnahme an den Lehrgängen,

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,

Wegebeschilderung, Naturschutz,

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,

Klöppeln)

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,

Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,

Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,

in Höhlen oder Bergwerke

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund

der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-

Musikinstrumente)

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft

im Deutschen Wanderverband

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im

Landestrachtenverband

✔ Vermarktung und Werbung für die

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen

über die Geschäftsstelle, das Internet,

Rundschreiben und Presseinformationen

✔ Information sämtlicher Zweigvereine

zu den Geschehnissen im Harzklub und im

gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,

Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,

Internet, Presse

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,

Internet

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien

für besondere Projekte der Zweigvereine

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,

Veranstaltungen usw.

✔ Beratung durch den Hauptverein über

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,

Datenschutz usw.

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder

im gesamten Harzklub können sich viel besser

Gehör verschaffen, als einzeln agierende

„Ortsvereine“

✔ Aktive Mitwirkung in der großen

Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns

22 12 | 2025


Herbst/Winter 2025/26

Im Harz ist immer was los

für Kinder! Holt Euch die

„Hits für Kids“ in den

Touristinfos im ganzen

Harz und entdeckt jede

Menge spannende

Abenteuer, coole

Erlebnisse und Spaß

für die ganze Familie!

Werbung in ?

Unser Kundenberater

Ferdinand Benesch

informiert Sie gern.

Tel. 03943 542424

f.benesch@harzdruckerei.de

SEILBAHNEN THALE

ERLEBNISWELT

Barenberg 1

info@villa-bodeblick.de

38879 Schierke 039455 589200

Grubenfahrt im Kerzenschein 27. bis 31. Dezember

Mehr Infos unter www.rabensteiner-stollen.de!

Das Bodetal gehört zu den schönsten Anziehungspunkten

des Harzes. Genau hier, wo sich Hexentanzplatz und

Roßtrappe beinahe berühren, liegt die Seilbahnen Thale

Erlebniswelt. Mit tollen Attraktionen wie der Kabinenbahn

zum Hexentanzplatz, dem Sessellift zur Rosstrappe, der

Sommerrodelbahn Harzbob und dem Freizeitpark auf der

„Spassinsel“ zieht die Seilbahnen Thale Erlebniswelt Jahr

für Jahr ca. 700.000 Besucher an.

Nur 5 Minuten von der Bergstation der Kabinenbahn am

Hexentanzplatz entfernt geht es etwas schneller zu. Unsere

Sommerrodelbahn Harzbob lädt euch in schnittigen Bobs zu

einer rasanten Kurvenfahrt durch den Wald ein. Ein tolles

Erinnerungsfoto von der flotten Runde ist Pflicht.

Öffnungszeiten und Tickets

unter www.rabensteiner-stollen.de

Rabensteiner Stollen, Netzkater 8, 99768 Harztor, Tel: 036331 48153


Bunt ist unsere

Lieblingsfarbe!

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Offset- und Digitaldruck

• Kleinst- und Großauflagen von Visitenkarten, Briefbögen,

Durchschreibsätze, Flyer, Einladungen, Broschüren, Kalender,

Bücher in höchster Qualität

• personalisierte Drucksachen, Mailings u.v.m.

Grafikdesign und Druckvorstufe

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Scannen schwarz und

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