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Fotopoesie

ISBN 978-3-422-80314-5

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Fotopoesie

Fotogedichte

in deutschsprachigen

Zeitschriften 1920–1940

Michael Will


Heinz Hell: Kirschblüten. In: Das Magazin, Jg. 2, Nr. 19, S. 291, Berlin: Das Magazin Dr. Eysler & Co. Verlag, März 1926.

Fotografie: vmtl. Suizan Kurokawa.


Michael Will

Fotopoesie

Fotogedichte in deutschsprachigen

Zeitschriften 1920–1940



Inhalt

1 Einleitung: Begriff und Geschichte 9

Poesie in Wort und Bild 10

Die Kinderjahre einer Gattung 10

Illustrierte Zeitungen, Magazine und Beilagen 11

Mehrfache Autorschaft 11

Lyrik mit Gebrauchswert 13

Piktorialismus und Neues Sehen 15

Wie funktionieren Fotogedichte? 15

Fotolyrik im Jahreslauf 16

2 Frühling 17

Frühlingsglaube 18

Ein Werbedichter namens „E. M. R.“ 18

Kästner und die Illustrierten 19

Kinder ihrer Zeit 19

3 Kinder 35

Im Jahrhundert des Kindes 36

Unschuld und Anarchie 36

Gleichschaltung bei Hans Kunterbunt 36

Meisterinnen ihres Fachs 37

4 Arbeit 53

Arbeit ist das halbe Leben 54

Poetisierung des Büros 54

Lieder der Arbeit 55

5 Fotografie 69

Vor und hinter der Kamera: Ein Medium für alle 70

Porträt- und Pressefotografie 70

Pinnwand und Pin-up 71

Texte und Bilder auf Tuchfühlung 71

6 Sport 87

Wege zu Kraft und Schönheit 88

Erfolg in Sport und Beruf 88

Sport als literarische Provokation 88

Avantgarde und Konvention 89


6 Inhalt

7 Mädchen 101

Flappers, Girls und neue Frauen 102

Weibliche und männliche Zielgruppen 102

Vergessene Autor*innen 103

8 Sommer 117

Lichtbild und Erleuchtung 118

Sommerliche Betrachtungen 118

Schön ist die Welt! 119

9 Tiere 133

Tiere sehen dich an 134

Auf den Spuren Morgensterns 134

Dame, Pfau und Tiger 135

Politische Tiere 135

10 Film 151

Der Tonfilm macht die Gemüter wild 152

Sag mir, wo die Bilder sind 152

Schattenseiten der Traumfabrik 152

Filmsatire und Kapitalismuskritik 153

11 Fortbewegung 167

Motoren lenken die Epoche 168

Auto-Erotik 168

Im Fluge durch die große Welt 169

Bitte einsteigen! 169

12 Werbung 183

Die Kunst geht nach Brot 184

Anonymität und Serialität 184

Illustrierte Selbstbespiegelung 185

Literaten auf Abwegen 185

13 Frauen 201

Imaginierte Weiblichkeiten 202

Nackte Wahrheiten 202

Glamour und Tristesse der Garçonne 203

14 Herbst 217

Bunt sind schon die Wälder 218

Wachen, lesen, lange Briefe schreiben 218

Herbstliche Perspektiven 219


Inhalt

7

15 Liebe 231

Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt 232

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert 232

Bittersüße Romanzen 233

Liebe als glattes Eis 233

16 Politik 251

Zeitgebundene Bilder und Texte 252

Große und kleine historische Gestalten 252

Vor und nach der Zeitenwende 253

17 Freizeit 267

Die Erfindung des Wochenendes 268

Menschen am Sonntag 268

Ringelnatz mit Muschelkalk auf Hiddensee 268

Sehnsüchte und Realitäten 269

18 Städte 283

Im Dickicht der Städte 284

Ästhetische Abgründe 284

Ein Tiger im Dschungel der Großstadt 285

Höfe mit Hintergedanken 285

19 Mütter 297

Muttertage 298

Hände sprechen Bände 298

Mütter an der Zeitenwende 299

20 Winter 313

Winter ist ein rechter Mann 314

Werbung für alte und moderne Klassiker 314

Anton Schnacks Schneepoesie 315

Erinnerung an stille Nächte 315

Register der Autor*innen und Fotograf*innen 330

Bild- und Textnachweis 333

Dank 334



1 Einleitung: Begriff und Geschichte

1 C. H.: Zwei Philosophen. In: Vom Fels zum Meer. Spemann’s illustrirte Zeitschrift für das Deutsche Haus,

Jg. 16, Heft 11, S. 445, Stuttgart: Spemann, 1896/97. Fotografie: Charles Knight.


10 Einleitung: Begriff und Geschichte

Poesie in Wort und Bild

Es kommt nicht alle Tage vor, dass man auf eine unbeachtet gebliebene Kunstgattung aus vergangenen

Zeiten stößt. Die Gattung Fotogedicht ist eine solche Überraschung. Irgendwo zwischen Literatur-,

Fotografie- und Mediengeschichte und an den Rändern von Trivial- und Hochkultur war

sie untergegangen und wurde bislang als eigenes Phänomen weder definiert noch systematisch

untersucht.1 Wie kreativ und facettenreich das Fotogedicht als poetische Verbindung von Worten

und Bildern in seiner zwischen den Weltkriegen liegenden Blütezeit war, will dieses kommentierte

Bilder- und Lesebuch vor Augen führen. Es fördert ein wertvolles Stück Kulturgeschichte zu Tage

und ergänzt unser Bild vom Zeitgeist einer bewegten Epoche.

Poesie ist das künstlerisch Geschaffene, die literarische Erfindung,2 aber poetisch sind auch

die ästhetischen Qualitäten, die Andersartigkeit und der Zauber der Dichtung. Poesie kann gefühlsbetont,

fantasievoll und träumerisch sein, aber auch reflexiv, scharfzüngig und kritisch. In der

Literatur findet sie ihren Platz vor allem in der Lyrik, die sich durch Kürze, Musikalität und Emotionalität

und insbesondere durch ihre sprachliche Bildhaftigkeit von Drama und Erzählliteratur

unterscheidet.3 Aber auch gemalte, gezeichnete und fotografierte Bilder können Poesie sein und

Poesie verströmen. So wie die Poesie noch etwas anderes meint als das, was die Worte sagen, kann

die Fotografie in ihren Licht-Bildern noch eine zweite Welt eröffnen, die jenseits des unmittelbar

Abgebildeten liegt: Ein Kind auf der Schaukel kann für Freiheit und Unbeschwertheit stehen, ein

Vogel auf einem Zweig für Frühling und Neubeginn. Und so hat die Poesie von Wort und Bild immer

die Macht, etwas anderes zu evozieren.

Indem das Fotogedicht einen lyrischen Text mit einem fotografischen Bild verbindet, führt es

zwei Poesien zusammen. Solche bi- bzw. intermedialen Kunstwerke, wie sie uns heute auf Schritt und

Tritt begegnen, haben eine lange kulturgeschichtliche Tradition, die bis in die Antike, mindestens

aber in die Emblematik des 16. Jahrhunderts zurückreicht. Während grafisch illustrierte Lyrik

wie auch Gemälde- und Bildgedichte als wissenschaftlich erschlossen gelten, ist die Verbindung

von Fotografie und Lyrik im Fotogedicht bis jetzt vernachlässigt worden.4 Ein von der Deutschen

Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg,

geleitet von Stephanie Catani und dem Autor dieser Zeilen, schafft hier Abhilfe, indem es sich

der Foto lyrik in illustrierten Zeitschriften im Zeitraum 1890 bis 1945 zuwendet. Die Foto gedichte

des vorliegenden Bandes stammen aus dem Material, das im Kontext dieses Projekts gesammelt

wurde und aus der Sichtung von weit über einer Million Zeitschriftenseiten hervorgegangen ist.

Das Korpus umfasst bereits mehrere Tausend Beispiele und wird zukünftig über eine Datenbank

erschließbar sein.

Die Kinderjahre einer Gattung

Während die Fotografie bereits um 1850 einen beachtlichen Entwicklungsstand erreicht hat, kommen

Fotos, die man zuvor in Stiche übertragen hatte, dank des neuen Druckverfahrens der Autotypie

erst ab 1880 in illustrierten Zeitungen zum Einsatz. Zehn Jahre später experimentiert man

1 Vgl. dazu grundlegend: Stephanie Catani/Michael Will: Das Fotogedicht. Zur (Wieder-)Entdeckung einer

intermedialen Gattung. In: Zeitschrift für deutsche Philologie, Band 142, Heft 2/2024, S. 281–309.

2 Vgl. Lemma „Poesie“ im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, dwds.de.

3 Zu den Definitionskriterien für lyrische Texte vgl. leicht verständlich: Michael Will: Neuere deutsche Literaturwissenschaft

für Dummies. Weinheim 2021, S. 179–194 (Kapitel 10: Die Wasserzeichen der Poesie).

4 Vgl. Catani/Will 2024, S. 288–294.


Einleitung: Begriff und Geschichte

11

bereits mit Verbindungen von Lyrik und Fotografie.5 Zu diesem Zeitpunkt haben Fotogedichte noch

Seltenheitswert, doch zeichnet sich an dem bis jetzt ermittelten Material schon deutlich das kreative

Potenzial einer neuen Kunstform ab.

Das scherzhafte, 1896 in der Stuttgarter Illustrierten Vom Fels zum Meer erschienene Fotogedicht

Zwei Philosophen (Abb. 1) beeindruckt sowohl durch die Qualität der aus England stammenden

Foto grafie als auch durch die Originalität seiner Verse und die engen Text-Bild-Bezüge. Auch

das galante Album beweist bereits 1899 ein gutes Gespür für das Zusammenwirken von Versen und

Lichtbildern. Eindring licher hätten sich Goethes Verse kaum visualisieren lassen als durch die

tiefblickende Porträtfotografie (Abb. 2) aus dem Studio von Léopold-Emile Reutlinger (Paris).

Nach 1900 etablieren sich Fotogedichte allmählich in den verschiedensten Sparten der

illustrier ten Presse. So wartet Sport im Bild genauso mit Fotolyrik auf wie die alteingesessene

Stuttgarter Illustrierte Über Land und Meer (Abb. 3). Während Fotogedichte in diesen Illustrierten

noch Seltenheitswert haben, werden sie in Ullsteins Blatt der Hausfrau und in der illustrierten Beilage

Der Welt-Spiegel (Berliner Tageblatt) schon mit einer gewissen Regelmäßigkeit abgedruckt. Als

dann Mitte der 1920er Jahre ein regelrechter Magazin- und Illustrierten-Boom einsetzt, wird das

Fotogedicht in der deutschen Presselandschaft zu einem dauerhaften und facettenreichen Feature.

Illustrierte Zeitungen, Magazine und Beilagen

Die Presseorgane, die regelmäßig Fotogedichte publizieren, lassen sich grob in vier Haupt bereiche

einteilen.6 In die erste Gruppe fallen die oft schon im 19. Jahrhundert gegründeten, zuerst grafisch

und dann auch fotografisch bebilderten Wochen-, Halbmonats- und Monatszeitschriften mit allgemeiner

oder auch spartenspezifischer thematischer Ausrichtung. Dazu gehören zum Beispiel Die

Gartenlaube, Sport im Bild und Die Dame. Einen zweiten Bereich bilden die etwa DIN-A3-formatigen

illustrierten Wochenzeitungen, die nach dem Erfolg der Berliner Illustrierten Zeitung (ab 1891) in

allen größeren deutschen Städten aus dem Boden sprießen. Drittens gibt es Magazine wie Uhu oder

Revue des Monats, die meist kleinformatiger und fester gebunden sind und vor allem ab Mitte der

1920er Jahre auf den Markt kommen. Und viertens treten um 1930 illustrierte Tiefdruck-Beilagen

auf den Plan, die den Tageszeitungen am Wochenende beigefügt werden. Es gibt sie auch schon

vorher in großer Zahl und Vielfalt, doch entwickeln diese Beilagen jetzt eine größere fotolyrische

Produktivität, insbesondere Die Zeitlupe (Neue Leipziger Zeitung) und die verschiedenen Beilagen

des Berliner Tageblatts.

Mehrfache Autorschaft

Genaugenommen sind es drei Medien, die ein Fotogedicht zu dem machen, was es ist, und somit besitzt

es auch eine dreifache Autorschaft: Zu den Autor*innen der Texte, die bei Fotogedichten häufig

anonym oder hinter Pseudonymen und Kürzeln verborgen bleiben, und zu den Fotograf*innen der

Bilder, die meist nur knapp mit ihrem Nachnamen verzeichnet oder gar nicht erwähnt sind, tritt als

dritte Komponente die redaktionelle Kreativität der Zeitschrift, die dafür sorgt, dass Fotogedichte

5 Vgl. ebd., S. 300.

6 Als Experte für die illustrierten Zeitschriften der Zwischenkriegszeit hat sich der Erfurter Medienwissenschaftler

Patrick Rössler etabliert, vgl. ders.: Zeitbilder und Weltspiegel. Fotografie in illustrierten Zeitschriften.

Massenpresse und Themenhefte. In: Manfred Heiting/Roland Jaeger (Hrsg.): Autopsie. Deutschsprachige

Fotobücher 1918–1945, Bd. 2, Göttingen 2014, S. 100–125, sowie ders.: Bildermagazin der Zeit, Berlin

2019, hier vor allem die kommentierte Übersicht zur illustrierten Presse.


12 Einleitung: Begriff und Geschichte

2 Johann Wolfgang Goethe: Augen sagt mir, sagt, was sagt ihr? In: Das Album. Monatsschrift für Pariser Kunst und Literatur,

Jg. 2, Lieferung 10, S. 148, Leipzig: Internationaler Verlag, 1899 (vmtl. Oktober). Fotografie: Léopold-Émile Reutlinger.


Einleitung: Begriff und Geschichte

13

überhaupt erst entstehen, dass sie in eine Ausgabe aufgenommen und dort in einer bestimmten

Aufmachung dargeboten werden. Im Regelfall ist nicht zu ermitteln, welche konkreten Personen in

diesem dritten Bereich tätig waren: In Frage kommen die Schriftleiter*innen der Zeitschriften oder

ihre Ressortleiter*innen, aber auch die Bildredakteur*innen oder die eher technisch ausgerichteten

Layouter*innen. Auch in dem seltenen Fall, dass Autor*in und Fotograf*in dieselbe Person sind,

braucht es eine redaktionelle Kraft, die das Fotogedicht gestalterisch umsetzt und sowohl auf einer

Seite als auch in einer Ausgabe platziert. Weitere Autorschaften können durch Zeichnungen, Fotomontagen,

Musiknoten oder Standbilder aus Filmen ins Spiel kommen.

Lyrik mit Gebrauchswert

Nicht selten werden auch ältere Gedichte neu mit Fotografien kombiniert und erfahren in dieser

medialen Umsetzung ein performatives Update. In den meisten Fällen stammen die Textkomponenten

aber von zeitgenössischen Autor*innen, seien sie überregional bekannt – wie Mascha Kaléko

oder Joachim Ringelnatz – oder auch nur die Hauspoet*innen ihrer jeweiligen Zeitschrift. Internationale

Lyriker*innen kommen nur vereinzelt zum Zuge. Auffälligerweise produzieren die meisten

Autor*innen nicht nur ein Einzelwerk, sondern mehrere Fotogedichte, und so stellt sich die Fotolyrik

auch als eine Spezialdisziplin mit einem Hang zur Serialisierung dar, in der nicht nur die

Stammkräfte einzelner Redaktionen, sondern auch Berühmtheiten wie Erich Kästner oder Kurt

Tucholsky fünfzig und mehr Einzelwerke hervorbringen.

Einen Gebrauchsfaktor besitzen Fotogedichte schon aufgrund ihrer medialen Funktionalisierung

und ihres Publikationskontexts, der doch meist im Kontrast zur kunstbeflissenen Darbietung

in einem Lyrikband steht. Fotogedichte zelebrieren nicht mehr die Absolutheit des dichterischen

Worts, sondern erleichtern und popularisieren durch ihre Bimedialität den Zugriff auf

lyrische Texte. Der Begriff Gebrauchslyrik, wie ihn Bertolt Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky

und andere um 1925 herum diskutieren, ist eng an die Stilrichtung Neue Sachlichkeit gebunden. Er

definiert sich primär durch die Forderung, dass Lyrik nicht elitär und verrätselt, sondern verständlich

und zugänglich sein soll. Sie soll sich mit dem alltäglichen Leben der Durchschnittsleser*innen

beschäftigen und eine „seelische Verwendbarkeit“7 be sitzen. Neben diesem vorherrschenden neusachlichen

Konzept der Gebrauchslyrik leben auch ältere Stilrichtungen der Klassischen Moderne

wie der Symbolismus und die Neu romantik in der Foto lyrik weiter, während die bildgewaltige expressionistische

Lyrik nur selten weiterverarbeitet wird.

Die Tatsache, dass die Lyriker*innen der Zwischenkriegszeit den Großteil ihrer Gedichte

zuerst in Zeitschriften publizieren, hat zur Konsequenz, dass die später daraus hervorgehenden

Gedichtbände an Bedeutung verlieren. Das ohnehin prekäre Berufsschriftstellertum im Bereich

Lyrik wäre ohne Zeitschriftenhonorare auch für erfolgreichere Autor*innen kaum möglich

gewesen. In der literaturwissenschaftlichen Fixierung auf Buchpublikationen wurde bislang nicht

nur die Gattung Foto gedicht übersehen, sondern auch generell das Publikationsmedium Zeitschrift

unterschätzt. Dies hat dazu geführt, dass der vorliegende Band eine Vielzahl von bis jetzt unbekannten

Erstdrucken präsentieren kann und sogar in prominenten Fällen wie Remarque, Kästner

oder Ringelnatz auch Texte, deren Existenz nach ihrer Zeitschriftenpublikation gänzlich in Vergessenheit

geraten war.

7 Erich Kästner: Prosaische Zwischenbemerkung. In: Ders.: Werke, hrsg. von Franz Josef Görtz, Bd. 1; Gedichte,

hrsg. von Harald Hartung in Zusammenarbeit mit Nicola Brinkmann, München 1998, S. 87–88, hier

S. 88. – Vgl. auch Remo Hug: Gedichte zum Gebrauch. Die Lyrik Erich Kästners: Besichtigung, Beschreibung,

Bewertung, Würzburg 2006, sowie Gabriele Sander (Hrsg.): 50 Gedichte der Neuen Sachlichkeit, Stuttgart

2022 (Nachwort)..


14 Einleitung: Begriff und Geschichte

3 K. E. K.: Der Mond als Künstler. In: Über Land und Meer. Allgemeine Illustrirte Zeitung, Jg. 52, Bd. 104, Nr. 51, S. 1219,

Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, September 1910. Fotografie: Anonym.


Einleitung: Begriff und Geschichte

15

Piktorialismus und Neues Sehen

Die namentlich genannten Fotograf*innen der Bilder, die in die hier versammelten Fotogedichte

einfließen, formieren ein regelrechtes Who is Who der Pressefotografie der Zwischenkriegszeit.

Wie die Autor*innen können sie hier nicht im Einzelnen aufgeführt, geschweige denn gewürdigt

werden. Hedda Walther, Sasha und Cami Stone, Umbo, Aenne Biermann, Ewald Hoinkis, Heinz

Hajek-Halke, Ilse Bing, Dr. Paul Wolff, Elisabeth Hase, Hein Gorny und Enno Kind seien nur stellvertretend

genannt. Noch zahlreicher sind die unbekannt bleibenden Lichtbildner*innen, die gar

nicht angegeben oder hinter Abkürzungen, Pseudonymen und Bildagenturen verborgen sind.

In den Werken der Fotogedicht-Fotograf*innen sind traditionelle wie modernistische und

manchmal auch schwer zuordenbare Stile und Konzepte zu identifizieren. Gleichwohl schälen sich

zwei ästhetische Haupttendenzen heraus: Während der Piktorialismus eine malerische Fotografierkunst

propagiert, deren Werke durch abstrahierende Weichzeichnung, Lichteffekte und nachträgliche

Bearbeitung fast wie Gemälde wirken, nimmt das Neue Sehen die Konkretisierung, das

Detail und insbesondere die Gegenstände ins Visier, die in neuem Licht und in neuen Perspektiven

präsentiert werden.8 Wenn auch das Neue Sehen vielleicht insgesamt vorherrschend ist, führen

die verschiedenen Stilprinzipien eine Koexistenz, so wie auch die Neue Sachlichkeit nur eine auffällige,

aber längst nicht die einzige literarische Stilrichtung ihrer Zeit ist.9

Wie funktionieren Fotogedichte?

In vielen Fotogedichten sprechen Texte über Bilder. Manchmal ist es aber auch umgekehrt und

Bilder sagen etwas über Texte oder erweitern und ergänzen sie. Der Idealfall ist vielleicht ein

Wechsel spiel aus beiden Komponenten. Ob aber nun das eine oder das andere zuerst da war, ist

letztlich nicht entscheidend. Viel interessanter ist die Frage, wie die kombinierte mediale Wahrnehmung

abläuft und was an ihr anders ist als an der separaten Rezeption eines Gedichts oder

einer Fotografie.

Text und Bild können in einem Fotogedicht auf unterschiedliche Weise angeordnet sein. Bei

illustrierten Zeitungen und Beilagen kommen Fotogedichte häufig schon auf den äußeren Titelseiten

zum Einsatz, bei Zeitschriften und Magazinen ist das drucktechnisch meist erst auf dem

Innen titel möglich. Innerhalb der Ausgaben nehmen Fotogedichte dann entweder ganze Seiten oder

Doppelseiten ein oder sie sind in kleinformatigen Ausprägungen als auflockerndes Element in das

Seitenlayout eingebunden, wo sie von anderweitigen Inhalten umflossen werden. Am häufigsten

anzutreffen ist die gemeinsame Anordnung eines Fotos und eines Textes auf derselben Seite, wobei

das Bild meist mehr Platz einnimmt als das Gedicht.

Bei der Rezeption eines solchen Standard-Fotogedichts werden Text und Bild im ersten

Moment gleichzeitig registriert, doch geht die Wahrnehmung und Verarbeitung des Bildes der

Textlektüre voraus. Auch wer sich zuerst auf den Text konzentrieren möchte, kann das Bild kaum

ausblenden. Im Groben kristallisiert sich die Rezeptionsreihenfolge Foto – Überschrift (wenn vorhanden)

– Gedicht – Foto heraus, in der zunächst das Lichtbild als sinnlicher Reiz dominiert und

in der Verarbeitung der Textinformationen präsent bleibt. Ist die Lektüre abgeschlossen, treten die

8 Vgl. z. B. die Fotografie von Aubal in Ein ganzes Leben (Abb. 94), während Angelos Aufnahme in Die stille

Gasse (Abb. 212) dem Piktorialismus entspricht.

9 Vgl. Inge Herold/Johan Holten: Die Neue Sachlichkeit. Ein Jahrhundertjubiläum. Berlin 2025. Zur neusachlichen

Literatur vgl. Sabina Becker: Neue Sachlichkeit. Band 1: Die Ästhetik der neusachlichen Literatur

(1918–1933), Köln/Weimar/Wien 2000. Speziell zur neusachlichen Lyrik vgl. Sander 2022 (Nachwort).


16 Einleitung: Begriff und Geschichte

Bildinformationen wieder in den Vordergrund, die jetzt ihrerseits anders wahrgenommen werden.

Variationen dieses Vorgangs ergeben sich, wenn ein Text mit mehreren Fotos oder mehrere

Texte mit einem Foto kombiniert werden, wenn sich die Text-Bild-Beziehung über mehrere Seiten

erstreckt oder der Text in das Foto hineingedruckt ist. Und noch einmal anders funktioniert die

bilderreiche Fotostory, die als Sonderform des Fotogedichts in der Tradition der gereimten Bildgeschichten

Wilhelm Buschs steht und besonders enge Text-Bild-Beziehungen aufweist.

Fotolyrik im Jahreslauf

Die Anordnung der Kapitel dieses Buches folgt der Zeitgebundenheit des Mediums, für das die Fotogedichte

geschaffen wurden: So wie sich wöchentlich oder monatlich erscheinende Zeit-Schriften

am Jahreslauf orientieren, so ist auch die Grobstruktur dieses Bandes durch vier Jahreszeiten­

Kapitel mit Frühling-, Sommer-, Herbst- und Winter-Themen zeitlich bestimmt. Darin ent halten

sind kalendarische Fotogedicht-Anlässe wie Ostern, Muttertag, Pfingsten und Weihnachten. In

diesen Zyklus der Jahreszeiten sind fünfzehn thematische Rubriken einge bettet, die das Fotogedicht

in seiner historischen Entwicklung und seinen formalen wie stilistischen Facetten vorstellen.

Hier geht es zunächst um Kinder, Arbeit, Fotografie, Sport und Mädchen, dann um Tiere,

Film, Verkehr, Werbung und Frauen und schließlich, zwischen Herbst und Winter, um Liebe, Politik,

Freizeit, Städte und Mütter. Diese Rubriken haben sich quantitativ und qualitativ aus dem bis

jetzt recherchierten Korpus herauskristallisiert. Jedem thematischen Kapitel steht ein Titelseiten­ ­

Foto gedicht voran, um den prominenten Rang der Fotogedichte in ihren Publikationen zu belegen.

Die hinführende Kommentierung zu Beginn der Kapitel folgt keinem starren Muster:

Manchmal werden nur einzelne Beispiele herausgegriffen und im Hinblick auf Besonderheiten

der Text-Bild-Verhältnisse, der Thematik, der Autor*innen und Fotograf*innen, der Publikationsorgane

und der historischen Zusammenhänge besprochen. Bei der Auswahl der Fotogedichte kamen

neben der thematischen Gruppierbarkeit verschiedene Kriterien zum Tragen: Originalität,

künstlerische Qualität und Stimmigkeit auf den Ebenen von Wort, Bild und Wort-Bildbezügen,

aber auch die Dokumentation der vielfältigen Bauformen, Sprechweisen und Möglichkeiten von

Fotolyrik sowie die Präsentation verschiedener Zeitschriften spielten eine Rolle. Und nicht zuletzt

natürlich die Diversität der Autor*innen, Fotograf*innen, der Stilrichtungen und -ebenen sowie

der künstlerischen Konzepte. Kleinere, im Original vom Text umflossene Fotogedichte wurden nur

in Ausnahmefällen aufgenommen. Ausgeklammert bleiben auch seriell angelegte, mehr als zwei

Seiten umfassende Fotogedichte und Fotostorys. Fotogedichte aus kleinformatigen Magazinen sind

um etwa ein Drittel vergrößert wiedergegeben, während ganzseitige Beispiele aus großformatigen

illustrierten Zeitungen um mehr als die Hälfte verkleinert werden mussten. Die Reihenfolge ist

innerhalb der Kapitel weitestgehend chronologisch, die bibliographischen Angaben stehen in den

Bildunterschriften. Ein Register der Autor*innen und Fotograf*innen rundet die Darstellung ab.


2 Frühling

4 Anonym: Frühlings-Ahnung. In: neueste illustrierte – Les dernières nouvelles illustrées, Jg. 2, Nr. 11, S. 1,

Straßburg: Rotogravure des Dernières Nouvelles de Strasbourg, 15. 3. 1931. Fotografie: Zoltan Kluger/

Wilhelm von Szigethy.


18 Frühling

Frühlingsglaube

Der Kreislauf der Natur eignet sich in gleichem Maße zur fotografischen Verbildlichung wie zur

literarischen Reflexion. Als Jahreszeit des Aufbruchs, der Jugend, der Hoffnung und der Liebe ist

der Frühling eines der beliebtesten Themen der Fotolyrik. So präsentiert die Straßburger neueste

illustrierte am 15. März 1931 auf ihrer Titelseite eine scherenschnittartige Fotografie des Studios

Kluger/ Szigethy, die mit besinnlichen, wenn auch gegenüber der Dominanz des Bildes fast untergehenden

Versen betextet wird (Abb. 6). Am Ende schlagen die „silberhellen Sänger“ eine Brücke

zur Foto grafie, in deren Zentrum ein Vogel in den kahlen Ästen eines Baumes sitzt und in die Ferne

blickt. Die Frühlings-Fotogedichte Vogelklage (Abb. 12) mit Versen von Anton Schnack1 und Wiedergeburt

(Abb. 18) mit einem Text von Rudolf Habetin setzen das Thema auf ähnlich konventionelle

Art um. Quantitativ dominiert hier zunächst die Poesie der Lichtbilder, die sich dann mit gleichermaßen

poetischen Sprachbildern verbindet. In der Schmuckschrift der Illustrirten Zeitung, die erst

ab 1937 vermehrt auf Fotolyrik setzt, wird das florale Element auch noch typographisch fort geführt.

Ein Werbedichter namens „E. M. R.“

Eine literaturgeschichtliche Überraschung ist das mit „E. M. R.“ unterzeichnete Fotogedicht (Abb. 7):

Das Kürzel steht für Erich Maria Remarque, den später weltbekannten Autor des Kriegs romans

Im Westen nichts Neues (1929), und bis jetzt ist dieses Fotogedicht in den Werkverzeichnissen des

Autors nicht dokumentiert. Das dürfte sowohl mit dem Genre Werbegedicht als auch mit dem Publikationsort

zusammenhängen: Remarque betreut in den frühen 1920er Jahren als zeitweiliger

Chefredakteur das Echo Continental, die Firmenzeitschrift der noch heute bekannten Reifenfirma.

Dabei ist er als reimender Texter der Comicreihen Die Conti-Buben und Kapitän Priemkes Abenteuer

tätig und verfasst neben Sportbeiträgen auch andere Werbetexte. Sein Werbegedicht preist

die Möglichkeiten, die der butterweiche „Continental Ballon“-Reifen im Frühling eröffnet. Bei der

blumenumkränzten, bezaubernd lächelnden Frau im Cabriolet handelt es sich um Ossi Oswalda,

einen damals für seine Autobegeisterung bekannten deutschen Filmstar (vgl. Abb. 119).

Nicht minder überraschend ist, dass Bertolt Brecht sein unromantisch-sperriges, ganz der

Stilrichtung der Neuen Sachlichkeit verpflichtetes Gedicht Über das Frühjahr im März 1928 im Berliner

Magazin Uhu in Form eines doppelseitigen Fotogedichts erstpubliziert (Abb. 8).2 Die Fotografie

zeigt blühende Zweige vor einem bewölkten Himmel und erhält durch die grünliche Einfärbung

eine fast metallische Nüchternheit, die dem neusachlichen Ton der Verse entspricht. Ein Frühlingsgedicht

mit den Motiven Erdöl, Eisen und Ammoniak sowie mit Eisenbahnen und Antennen auszustatten,

entspricht auf lyrischer Ebene dem Verfremdungseffekt, den Brecht im gleichen Jahr als

Mittel der dramatischen Desillusionierung in seiner Dreigroschenoper erfindet. Parole „Glotzt nicht

so romantisch!“

1 Es handelt sich um den Erstdruck des Gedichts. Wie zahlreiche weitere in Zeitschriften erschienene Fotogedichte

Schnacks ist es nicht in der von Hartmut Vollmer besorgten zweibändigen Werkausgabe (Werke in

zwei Bänden, Berlin 2003) enthalten. Solcher Defizite ist sich der Herausgeber jedoch bewusst und verweist

zurecht auf die „sehr breite und rege Publikationstätigkeit“ (ebd., Bd. 2, S. 423) des Autors.

2 Vgl. Bertolt Brecht: Werke. Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe, Bd. 14: Gedichte 4.

Gedichte und Gedichtfragmente 1928–1937, hrsg. von Jan Knopf und Brigitte Bergheim unter Mitarbeit von

Annette Ahlborn, Günter Berg und Michael Duchardt. Berlin/Frankfurt am Main 1993, S. 467. Bereits im

November 1926 macht der Uhu mit vier ganzseitig abgedruckten Gedichten Werbung für Bert Brechts Hauspostille,

die im Ullstein-eigenen Propyläen-Verlag erscheint. Im April 1929 veröffentlicht er auf sieben mit

kolorierten Fotos unterlegten Seiten Brechts neusachliches Hörspiel Lindbergh.


Frühling

19

Kästner und die Illustrierten

Die Texte der seit ihrer Erstpublikation völlig in Vergessenheit geratenen Fotogedichte Baumblüte in

Werder (Abb. 11) und Frühling auf Vorschuss (Abb. 14) stammen von Erich Kästner. Noch bevor er mit

seinen Kinderromanen zum Bestseller-Autor wird, ist Kästner einer der vielseitigsten und meistbeschäftigten

deutschen Fotolyriker. So ist er im Jahr 1929 in sechs verschiedenen Publikationsmedien

(darunter die Ullstein-Titel Berliner Illustrierte Zeitung, Uhu und Die Grüne Post) mit Fotogedichten

vertreten und greift darin auch mehrfach das Thema Frühling auf. Das in dekorativer Handschrift

betitelte, im Original großformatige Fotogedicht Baumblüte in Werder mutet mit seinen wild montierten

Bildkomponenten und seinem disparaten Textlayout wie eine Fotoreportage mit Versen an.

Eine Überraschung ist auch hier der Publikationsort: In der kommunistischen Arbeiter-Illustrierte-

Zeitung (AIZ) hätte man den gemäßigt sozialdemokratisch ausgerichteten Autor3 kaum erwartet.

Da Kästners Text mehrfach auf Details des fotografischen Frühlings-Bilderbogens Bezug

nimmt, scheint hier das Bildmaterial der Ausgangspunkt des Fotogedichts gewesen zu sein. Vermutlich

stammen die ohne Herkunftsangabe abgedruckten Fotografien aus dem Bildarchiv der

AIZ, in das auch zahlreiche Werke der Arbeiterfotografie Eingang fanden.4 Demgegenüber ist

Frühling auf Vorschuss ein eher konventionell konzipiertes Fotogedicht. Kästner kreiert es als Teil

einer ganzen Serie von Text-Bild-Beiträgen, die 1931/32 im Illustrierten Blatt (Frankfurter Illustrierte)

erscheinen. Heiter und besinnlich kommentiert es die ein wenig voreiligen Frühlingsgefühle eines

älteren Ehepaars.5

Kinder ihrer Zeit

Das klassenkämpferische Fotogedicht Frühlingsanfang (Abb. 16) publiziert Hedda Zinner unter

dem Pseudo nym Elisabeth Frank im kommunistischen Monatsmagazin Der Weg der Frau, das –

wie die AIZ – vom Verleger Willi Münzenberg herausgebracht wird. Es wird journalistisch durch

eine „bürgerliche Zeitungsmeldung“ über den „letzten Schrei“ der englischen Mode ergänzt: Frisch

gepflückte Blüten werden zum modischen Accessoire. In seiner agitatorischen Schwarzweißmalerei

und seinem spöttisch-verächtlichen Ton ist es genauso ein Kind seiner Zeit wie das visuell

reizvollere Fotogedicht Die Zeit und der April (Abb. 15), dessen Verse vermutlich von Charlotte

Koehn­ Behrens stammen. Wenngleich etwas gemildert, so ist auch hier – im Vorfeld der durch

den 30. Januar 1933 markierten Zeitenwende – eine skeptisch-kritische Grundhaltung zu erkennen,

wenn das matschige Aprilwetter auf die Gesamtlage übertragen wird: „Man muß in festen Stiefeln

steh’n / Um durch den ganzen Dreck zu geh’n / Der Zeit und des April.“

Felix Brauns Foto in Frühling in Lichtental (Abb. 17) zeigt in steiler Aufsicht eine offene

Straßen szene aus der Wiener Vorstadt. Die kontrastive Verbindung von Musik und bescheidenem

Alltagsleben wird im Text zu einer poetisch-realistischen Idylle verdichtet. Demgegenüber wird

das gewaltige schmiedeeiserne Tor in Des Frühlings sanfte Urgewalt (Abb. 18) gerade erst geöffnet,

von einem Kleinkind, das dann allerdings im Text gar nicht in Erscheinung tritt: Hier sprengt der

Frühling das Tor und das Summen des wartenden Motors steht im Mittelpunkt, wohl ganz den Erwartungen

der Leserschaft einer Zeitschrift wie Motor und Sport entsprechend.

3 Vgl. Sven Hanuschek: Keiner blickt dir hinter das Gesicht. Das Leben Erich Kästners. München 2024, S. 222.

4 Vgl. hierzu eine Erinnerung von Lilly Becher, der mehrjährigen Chefredakteurin der AIZ, in: Heinz Willmann:

Geschichte der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung 1921–1939, Berlin 1974, S. 8–10.

5 Zur Entstehungsgeschichte dieser Auftragsarbeit vgl. Catani/Will 2024, S. 299.


20 Frühling

5a Bertolt Brecht: Über das Frühjahr. In: Uhu, Jg. 4, Heft 6, S. 12f., Berlin: Ullstein, März 1928.

Fotografie: Special Photo Service.


Frühling

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22 Frühling

6 Erich Maria Remarque: Ist das noch ein Gleiten – oder schon ein Träumen – ? –. In: Echo Continental, Jg. 13, Nr. 5, S. 153,

Hannover: o. V., Mai 1925. Fotografie: Anonym.

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