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Wir Steirer - Langenwang

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WIR

STEIRER

Interview mit LR Stefan Hermann

Seit Dezember 2024 ist der freiheitliche Landesrat Stefan

Hermann neben den Bildungsagenden auch als zuständiger

Gemeindereferent für die Hälfte der steirischen Kommunen

verantwortlich. Damit obliegt ihm auch die Ausschüttung

der Bedarfszuweisungsmittel. Diese Gelder

kommen vom Bund und werden von der Landesregierung

an die weiß-grünen Städte und Gemeinden verteilt. In seinen

Zuständigkeitsbereich fällt auch die Marktgemeinde

Langenwang. Im Rahmen dieses Interviews wollen wir seine

ersten Erfahrungen in dieser Funktion sowie seine Verbindungen

ins Mürztal beleuchten.

Die Herausforderungen für die steirischen Gemeinden sind

vielfältig. Wie gestalten Sie Ihre Arbeit als zuständiges Mitglied

der Landesregierung?

Wichtig war mir von Anfang an, Transparenz und

Fairness in den Mittelpunkt meiner Arbeit zu

stellen – nicht nur bei der Vergabe von Bedarfszuweisungsmitteln.

Mit deren Objektivierung

wurde bekanntlich die bisherige

Praxis beendet, wonach parteipolitische

Zugehörigkeiten bei Förderentscheidungen

eine Rolle spielten. Auch im Bildungs- und

Jugendbereich setze ich auf offene und klare

Kommunikation mit allen Verantwortungsträgern und

Beteiligten, damit Entscheidungen nachvollziehbar, sachlich

begründet und transparent getroffen werden.

Als Bildungsreferent haben Sie bereits einige Akzente für

die steirischen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen

gesetzt. Wie stellen sich diese konkret dar?

Wir investieren gezielt in den Ausbau von Betreuungsplätzen

– im heurigen Betreuungsjahr wurden steiermarkweit 1.700

neue Plätze geschaffen – und mit der Gruppengrößenabsenkung

langfristig auch in die Qualitätsverbesserung. Die

nunmehr erfolgte Erstreckung der Frist für die Absenkung

ist keine Absage an Verbesserungen, sondern gibt Eltern

Sicherheit einen bedarfsgerechten Platz zu finden und den

Gemeinden die Chance nachhaltig Lösungen für den Ausbau

zu finden. Des Weiteren haben wir mit flexibleren baulichen

Vorgaben dazu beigetragen, dass Gemeinden die Schaffung

von Plätzen erleichtert wird.

Wo sehen Sie die größten Aufgaben für die weiß-grünen

Kommunen?

Die größte Herausforderung für die steirischen Kommunen

ist definitiv die prekäre Finanzsituation. Vor dem Hintergrund

der zunehmenden finanziellen Belastungen sind

gerade finanzschwache Gemeinden auf Unterstützung des

Landes angewiesen. Mit zielgerichteten Unterstützungsmitteln

wollen wir dafür sorgen, dass kommunale Infrastruktur

und Daseinsvorsorge gesichert bleiben.

Auch das Regionalressort fällt in Ihren Verantwortungsbereich.

Welche Maßnahmen werden hier gesetzt?

Ein großes Thema ist hier Effizienzsteigerung und Bürokratieabbau.

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen

demografischen Entwicklungen in der

Steiermark – der steirische Zentralraum benötigt

natürlich andere Maßnahmen als die

ländlichen Regionen – setzen wir auf eine

breite Palette an Instrumenten und arbeiten

gemeinsam mit der Abteilung 17 daran,

für jede Region individuelle Lösungen zu

entwickeln. Ein Fokus liegt auch auf der Ortskernstärkung.

Sie waren selbst viele Jahre Vizebürgermeister der Marktgemeinde

Feldkirchen. Inwiefern sind diese Erfahrungen für

Ihre aktuelle Tätigkeit hilfreich?

Die Tätigkeit als Vizebürgermeister hat mir einen sehr direkten

Einblick in die tägliche Arbeit der Gemeinden gegeben.

Ich kenne die finanziellen und organisatorischen Herausforderungen

aus erster Hand und weiß, wie wichtig praxisnahe

Entscheidungen auf Landesebene sind.

Was verbindet Sie mit dem Mürztal und insbesondere mit

der Marktgemeinde Langenwang?

Ich bin immer wieder gerne in der Obersteiermark und insbesondere

im Mürztal unterwegs. Mit Langenwang verbindet

mich eine langjährige Freundschaft mit Vizebürgermeister

Philipp Könighofer, der seit Jugendzeiten ein treuer Wegbegleiter

war und ist.

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