3. Dezember 2025
- Neue Linie 8 in Graz wird geplant - Krönchen der Opernredoute-Debütantinnen präsentiert - Bürgerspital erstrahlt in neuem Glanz
- Neue Linie 8 in Graz wird geplant
- Krönchen der Opernredoute-Debütantinnen präsentiert
- Bürgerspital erstrahlt in neuem Glanz
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Grazer3. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
3°
Morgen ist es
tagsüber stark
bewölkt und
gegen Abend
beginnt es dann
auch zu regnen. Es bleibt frisch
bei maximal 3 Grad.
Renoviert
Das Bürgerspital erstrahlt in neuem
Glanz, es wurde renoviert. Das gab die
ÖWG heute bekannt. 5
Erneuert
Das Voting für den Annen-Star ist gestartet
und wir suchen mit der Stadt das
schönste Schaufenster der Straße. 11
Die Linie 8 wird auf
Schiene gebracht
POLYZWEI, CHRIS RADL, KK
Planungsbeschluss. Im Gemeinderat nächste Woche sollen zwei Teile der neuen Linie 8 zwischen Gösting und Straßgang in die Planung
geschickt werden. Rund 160 Millionen Euro sollen die Teilstücke kosten und 2033 fertig sein. Die Linie selbst soll 2040 eröffnet werden. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025
K O M M E N T A R
von
Lukas
Steinberger
✏ lukas.steinberger@grazer.at
Wenn die
Entlastung
nicht klappt
B
ei der Eröffnungsfeier
der Neutorlinie wurde
gebetsmühlenartig
wiederholt wie toll es ist, jetzt
eine Entlastung für das
Nadelöhr Herrengasse zu
haben. Da waren sich alle
einig. Rund 10 Tage nach der
offiziellen Inbetriebnahme der
Entlastungsstrecke werden
diese Worte schon ad absurdum
geführt, denn bei einer
Demo am verkaufssoffenen
Feiertag, dem 8. Dezember,
marschieren die Demonstranten
für den Weltfrieden
praktischerweise gleich
Herrengasse und Neutorgasse
ab. Insofern sind beide
Straßenbahnachsen kurzzeitig
am Nachmittag gestört. Die
Feiertags-Shopper wirds nicht
so freuen. Nicht gefreut hat
sich heute auch eine Dame,
die am Radetzkyspitz in den
17er Richtung Bahnhof
einsteigen wollte. Der steht
zwar dort an der Ampel um in
die Neutorgasse einzubiegen,
die Türen macht er aber nicht
auf. Denn die Wielandgasse ist
keine Haltestelle der Neutorlinie.
Der Bimfahrer musste die
Frau aufklären. Die Dame war
sichtlich „not amused“ und
grantelte über die Holding
dahin, während sie von
dannen zog. Das tun auch
viele andere Grazer, die die
Betriebszeiten des 17er und
16er noch immer nicht
verstehen. So wunderte sich
ein Leser, dass tagsüber der
16er nie kommt. Dass der nur
Abends und am Wochenende
fährt, war da noch nicht
durchgedrungen, wir klärten
ihn gerne auf. Da ist definitiv
noch Aufholbedarf bei der
Information gegeben.
Linie 8 wird auf
Schiene gebracht
Holding-Vorstand Mark Perz, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Bürgermeisterin Elke Kahr, SPÖ-Chefin Doris
Kampus und Stadtbaudirektor Bertram Werle (v.l.) bei der heutigen Pressekonferenz in Graz.
FISCHER
SPANNEND. Über 12 Kilometer lang soll die neue Linie 8 im Endausbau 2040
haben. Nächste Woche werden zwei Teilstücke in die Planung übergeben. Die
sollen bis 2033 fertig sein. Kostenpunkt derzeit: Rund 160 Millionen Euro.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Tempo legt die Stadtregierung
derzeit beim Straßenbahnausbau
vor. Kaum ist
die Neutorlinie eröffnet, starten
schon die Planungen für das
Mammutprojekt Linie 8. Die
soll im Endausbau vom Nahverkehrsknoten
Gösting (den die
ÖBB baut) bis Straßgang führen
und mit über 12 Kilometern eine
beachtliche Länge erfahren. Sie
soll auch die am meisten frequentierte
Linie sein und damit
laut Prognosen die Linie 7 ablösen.
Aber das ist Zukunftsmusik.
Planungsbeschluss
Nächste Woche werden im Gemeinderat
zwei Teilstücke der
neuen Strecke in die Planung geschickt.
Die Innere Nord-West-Linie
(NW1) vom Roseggerhaus über
Volksgartenstraße, Lendplatz,
Wiener Straße und Hackher-
gasse bis zum Fröbelpark. Die
Strecke ist rund 2,1 Kilome-ter
lang, verläuft im Mischverkehr
und bindet den Lendplatz und
angrenzende Wohn- und Arbeitsgebiete
an das Straßenbahnnetz
an. Am Fröbelpark ist
eine Wendeschleife rund um
die Modellschule vorgesehen,
zudem müssen zwei Mühlgang-
Brücken erneuert werden.
Und die Süd-West-Linie 2 (SW2)
vom Karlauer Gürtel über Herrgottwiesgasse
und Fabrik-gasse/
Citypark zum Nahverkehrsknoten
Don Bosco und weiter über
eine Straßenbahn-unterführung
der Südbahnstraße zum Jochen-
Rindt-Platz in Reininghaus.
Auch dieser Abschnitt ist rund
2 Kilometer lang, wird bis Don
Bosco im Mischverkehr geführt
und verläuft danach auf eigener
Gleistrasse.
2026 sollen die Planungsteams
beauftragt werden, bis 2028 die
notwendigen Fach- und Einreichplanungen
vorliegen. Nach
dem Durchführungsbeschluss
und der Bauausschreibung ist
ein Baustart im Jahr 2030 und
die Inbetriebnahme der ersten
beiden Abschnitte im Jahr 2033
vorgesehen.
Teuer
Die Planungsphase wird gemäß
Verkehrsfinanzierungsvertrag
von Stadt Graz und Holding Graz
abgewickelt. Für die Errichtung
der ersten beiden Abschnitte
liegen Grobkostenschät-zungen
von rund 72 Millionen Euro (Innere
Nord-West-Linie) und rund
93,5 Millionen Euro (Abschnitt
Citypark mit Anbindung Don
Bosco/Reininghaus) auf Basis
Jänner 2025 vor.
Bei der Pressekonferenz betonten
Bürgermeisterin Elke Kahr
und ihre Vize Judith Schwentner,
dass man sich erneut um
Mitte des Landes und des Bundes
bemühen wird, die auch bei der
Neutorlinie mitgezahlt haben.
Müssen tun sie es aber nicht.
3. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 3
Kappy – wer
will mich?
Grazer
Pfoten
Bernd Pürcher (Organisator), Eva Poleschinski (Designerin), Klaus Weikhard
(Juwelier) und Maria Ohrenstein (Organisatorin)
KANIZAJ PHOTOGRAPHY
Mediterraner Zauber
■ Heute wurde das funkelnde
Diadem zur Opernredoute 2026
im Spiegelfoyer der Oper Graz
präsentiert. Es handelt sich dabei
um ein außergewöhnliches
Kunststück, das einen sofort in
einen mediterranen Garten entführt.
Anlässlich der 25. Ausgabe der
Opernredoute, die am 31. Jänner
2026 unter dem glamourösen
Motto „La dolce vita“ stattfindet,
wurde dieses Diadem erneut als
funkelndes Unikat enthüllt. Es
wurde von Stardesignerin Eva
Poleschinski entworfen und anschließend
von Klaus Weikhard
in der traditionsreichen Werkstatt
von Juwelier Uhren Weikhard in
präziser Handarbeit vollendet.
„Dieses außergewöhnliche
Schmuckstück wird die Eröffnung
zu einem noch strahlenderen Erlebnis
machen und die Debütantinnen
in nie dagewesener Pracht
und Funkeln erstrahlen lassen“,
so die Organisatoren Bernd Pürcher
und Maria Ohrenstein.
Wenn Kappy auftaut, ist er ein treuer und loyaler Freund.
Der Akita-Rüde Kappy Rüde nicht.
sucht einen rasseerfahrenen
neuen Besitzer. Er ist ein - männlich
- 4 Jahre
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* Quelle: ÖAK, 1. HJ 2025
www.grazer.at
4 graz
www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025
6er und 16er
fahren nicht
gleichzeitig, fährt
kein 6er, fährt
der 16er durch
die Neutorgasse.
Fahrgäste
verlieren damit
den direkten
Anschluss an den
Hauptplatz.
HOLDING/WATZINGER
Neutorlinie
Verwirrung, Demo und mehr
STARTPROBLEME.Gestern gab eine alte Bim den Geist auf der nagelneuen Strecke auf und blockierte
die Entlastungsstrecke. Am Montag tut das dann eine Demo, die aber auch die Herrengasse lahmlegt.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
So groß der Start der neuen
Neutorlinie als Entlastungsstrecke
gefeiert wurde,
so skurril mutet jetzt eine
erste Demo an, die bereits am
8. Dezember stattfinden wird.
Es geht um den Weltfrieden und
man marschiert unlustigerweise
beide wichtigen Straßenbahnachsen
ab. Also mit Auswirkungen
auf Herrengasse und Neutorlinie.
Insofern wird die als
Entlastung gepriesene Strecke
auch durch diese Demo gestört
und alle Linien sind betroffen.
Infos der Holding
Wegen einer Versammlung zum
Thema „Weihnachtsfrieden –
Weltfrieden Wir sind Frieden“
kommt es am Montag, 8. Dezember
2025, in der Zeit von ca.
14.30 bis ca. 16.00 Uhr zu An-
haltungen der Straßenbahnlinien
1, 4 und 7 auf der Erzherzog-
Johann-Brücke, der
Straßenbahnlinie 16 im Bereich
Tegetthoffbrücke – Andreas-Hofer-Platz
– Neutorgasse, der Linien
1, 3, 4, 5 und 7 am Eisernen
Tor und der Linien 1, 7, 30, 39
am Kaiser-Josef-Platz.
Mehr Ungemach
Bereits gestern war die Neutorlinie
mit einer Betriebsstörung
gezeichnet. Außgerechnet
im beginnenden Nachmittagsverkehr
gab eine Uralt-Bim der
500er Serie am Andreas-Hofer-
Platz Richtung Bahnhof ihren
Geist auf. User aus Social Media
fragten, ob man den dort
verkehrenden 17er jetzt als 7er
durch die Herrengasse schickt
und dann ab Rosseggerhaus
wieder als 17er tituliert. Wobei
bei dem Stichwort 17er und 16er
auch völlige Unklarheit herrscht.
Die komplizierten Betriebszeiten
der neuen Neutorlinie sind
nämlich den Grazern noch nicht
geläufig. So fragte ein Leser unlängst,
warum tagsüber der 16er
nicht fährt. Wir antworteten,
weil eben dann der 6er fährt und
wenn der 6er nicht fährt, fährt der
16er, also auch an den Wochenenden.
Und deswegen ist von der
Demo am Montag, der ein Feiertag
ist, auch nur der 16er betroffen
und nicht der 17er. Kennt sich
noch jemand aus? Fairerweise sei
gesagt, dass es jetzt eine Einführungsphase
gibt und mit mehr
Straßenbahngarnituren soll sich
das Ganze dann einspielen. Ob
bis dahin alle die Betriebszeiten
der Neutorlinie auswendig können,
sei dahingestellt. Und wie
sich die Neutorlinie als Entlastungsstrecke
macht, das sehen
wir spätestens an Fasching.
Betriebszeiten-Neutorlinie
■ Die Linie 17 fährt werktags tagsüber (ca. 5:00 bis 20:00 Uhr)
und die Linie 16 fährt werktags abends (ca. 19:30 bis Mitternacht)
sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztägig).
■ Am Abend ab 19:30 ist somit die Linie 6 eingestellt und wird
als 16er geführt, damit gibt es keine direkte Anbindung an den
Hauptplatz für Fahrgäste aus St. Peter oder der Smart-City. Sie
müssen entweder am Rosseggerhaus oder dem Jakominiplatz
umsteigen. Von der neuen Haltestelle Andreas-Hofer-Platz sind es
200 Meter.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
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(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena
Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
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3. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 5
Altes Gebäude – neuer Glanz
HISTORISCH. Witterungseinflüsse und Vandalismuus setzten dem Bürgerspital stark zu. Man entschied
sich für eine Sanierung. Die Erneuerung des Gebäudes wurde im Oktober fertiggestellt.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
In der Dominikanergasse 8 in
Graz-Gries steht das denkmalgeschützte
historische
Bürgerspital. Im Oktober wurde
die Sanierung fertiggestellt.
Sanierung
Das „Spital zum Heiligen Geist“
ist eines der ältesten städtischen
Einrichtungen. Für das Gebäude
waren auch andere Bezeichnungen
gebräulich, wie etwa „Spital
zu St. Andrä in Graz“ oder „Spital
der armen Leut zu Graz“ bis sich
schließlich der Name „Bürgerspital“
durchsetzte. Im Mittelalter
diente das Spital in erster Linie
der Fürsorge und Wohlfahrt.
Bis ins 20. Jahrhundert wurden
Pfründner untergebracht.
Noch heute sind einige Bau-
ten des Bürgerspitals erhalten,
darunter das Stammhaus oder
Rentnerhaus in der Dominikanergasse
8. Das Gebäude beherbergt
heute Geschäftslokale,
Vereine und Wohnungen. Witterungseinflüsse
und Vandalismus
hatten dem denkmalgeschützten
Bau stark zugesetzt, weshalb es
saniert wurde.
„Mit der behutsamen Sanierung
des historischen Bürgerspitals
in der Dominikanergasse 8
leisten wir einen wichtigen Beitrag
zum Erhalt des Grazer Kulturerbes.
Sie zeigt, wie lebendig
Denkmalpflege sein kann. Für
uns ist sie mehr als eine bauliche
Maßnahme, sie ist ein sichtbares
Zeichen für den respektvollen
Umgang mit unserer
Vergangenheit“, so Hans Schaffer,
Vorstandsdirektor von ÖWG
Wohnbau.
Vorher
Nachher
Das
Gebäude
wurde
saniert
(oben).
Großer
Wert
wurde
auf
Authentizität
und
natürliche
Baustoffe
gelegt.
CHRIS RADL (2)
Aula-Urteil da
Das Landesgericht für Strafsachen in Graz heute als Hotspot.
KK
GRAZ. Der Chefredakteur
des früheren
Aula-Magazins wurde
verurteilt.
Bei dem Prozess gegen den
Chefredakteur der früheren
FPÖ-nahen rechtsextremen
Zeitschrift „Aula“ am Straflandesgericht
Graz wurde heute ein nicht
rechtskräftiger Schuldspruch wegen
nationalsozialistischer Wiederbetätigung
gefällt. Das Magazin
wurde bereits 2018 eingestellt.
„Es ist mir unverständlich, warum
die Behörden hier über Jahrzehnte
nicht einschreiten wollten.
Umso wichtiger ist jetzt das richtungsweisende
Urteil, welches
heute am Grazer Straflandesgericht
gefällt wurde: NS-Glorifizierung
ist keine Meinung, sondern
ein Verbrechen“, sagt Lukas Hammer,
Sprecher der Grünen für
Rechtsextremismus und Gedenkpolitik.
Verbindungen
„Gedeckt wurde die ‚Aula‘ von
Burschenschaften, deutschnationalen
akademischen Verbänden
und personellen Überschneidungen
in Richtung FPÖ. So schaltete
Herbert Kickl als damaliger Leiter
des Freiheitlichen Bildungsinstituts
fleißig Inserate in der ‚Aula‘
und finanzierte so den Weiterbestand
rechtsextremer Hetze. Auch
der jetzige Nationalratspräsident
Walter Rosenkranz zählte zu den
Unterstützern der ‚Aula‘ und veröffentlichte
dort sogar einen eigenen
Beitrag“, führt Hammer weiter
aus. Und das, obwohl schon
der frühere Chefredakteur der
„Aula“ in der 90er Jahren wegen
NS-Wiederbetätigung verurteilt
wurde. Er ergänzt: „Auch heute
versucht die FPÖ rechtsextreme
Medien mit Verbindungen zum
Neonazismus zu normalisieren,
indem sie dort Inserate schaltet
oder bereitwillig Interviews gibt.“
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graz 7
Energie-Enquete im Landtag
BESPRECHUNG. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt findet heute im Landtag Steiermark eine
Enquete statt. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren das Thema Energieversorgung in der.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Zum ersten Mal seit über einem
Jahrzehnt findet heute
im Landtag Steiermark eine
Enquete statt. Politik, Wirtschaft
und Wissenschaft diskutieren das
Thema Energieversorgung in der
Steiermark vollumfänglich, um
künftige Schritte zu formulieren.
„Energiepolitik ist Standortpolitik:
Wenn wir die produzierende
Wirtschaft, das Gewerbe
und die energieintensive Industrie
bei uns im Land halten und
weiterentwickeln wollen, ist die
günstige, sichere und nachhaltige
Energieversorgung eine entscheidende
Frage“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin
Manuela Khom und sagt weiter:
„Mit der Erzeugung von regionaler
Energie betreiben wir praxis-
tauglichen Klimaschutz, erhöhen
die regionale Wertschöpfung
und sichern bzw. schaffen steirische
Arbeitsplätze. Das ist die
Basis für einen wirtschaftlichen
Aufschwung, den wir dringend
voranbringen müssen. Egal ob
Strom oder Wärme: Es braucht
Rahmenbedingungen, die Investitionen
anregen und auf den Boden
bringen.“
Regional
„Energie begleitet uns durch unseren
Alltag und ist das große Thema
unserer Zeit. Daher brauchen
wir eine Politik der Verantwortung.
Nicht jammern – handeln!
Wir können unsere Energieversorgung
nicht anderen Staaten
überlassen. Die Steiermark zeigt
längst vor, wie’s geht“, meint LRin
Simone Schmiedtbauer.
Bei der Energie-Enquette im Landtag ging es heute um leistbare Energie für
unser Bundesland. Dafür setzt sich vor allem die ÖVP stark ein.
STVP
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www.grazer.at
8 graz
www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
Bei Forstarbeiten
mit Säge verletzt
■ Am Dienstag, dem 2. Dezember,
waren zwei Männer,
ein 42- und ein 52-Jähriger, in
Höf im Bezirk Graz-Umgebung
mit Holzarbeiten beschäftigt.
Während der 42-jährige Arbeiter
kleinere Holzarbeiten mit
einer Motorsäge durchführte,
rutschte er auf dem nassen Laub
aus und verletzte dabei seinen
Kollegen mit dem Arbeitsgerät
am Bein. Die Einsatzkräfte des
Österreichischen Roten Kreuz
und der Freiwilligen Feuerwehr
Haselbach mussten den 52-Jährigen
aus dem unwegsamen
Gelände bergen. Der Mann
musste notärztlich versorgt und
anschließend ins LKH Graz eingeliefert
werden.
In Schaftal in Graz-Umgebung kam es am Dienstag, dem 2. Dezember, zu
einem Verkehrsunfall. Eine Person wurde aus dem PKW befreit.FF KAINBACH B. GRAZ
Von Unbekanntem
in Graz attackiert
■ In der Nacht von Samstag auf
Sonntag, 30. November, hielt sich
ein 27-jähriger Mann gegen 1:30
Uhr am Mehlplatz 3, gegenüber
dem Glockenspielplatz, auf. Dort
wurde der Mann aus heiterem
Himmel plötzlich von einem
unbekannten Täter gewürgt und
geschlagen. Nach der Attacke
auf den 27-Jährigen flüchtete der
Mann. Das Opfer wurde notärzt-
lich versorgt und anschließend
mit schweren Gesichtsverletzungen
ins LKH Graz eingeliefert. Da
es sich beim Mehlplatz um einen
stark frequentierten Platz handelt,
sucht die Polizei nun nach
Zeugen des Vorfalls. Außerdem
leistete ein Notarzt außer Dienst
vor Ort Erste Hilfe. Auch dieser
könnte ein wichtiger Zeuge sein
und wird gesucht. Bei Hinweisen
können Sie sich unter folgender
Telefonnummer melden:
059/133/6593.
Person wurde in
GU aus PKW befreit
■ Am Donnerstag, dem 2. Dezember,
kam es in Schaftal in
Graz-Umgebung zu einem Verkehrsunfall.
Ein PKW kam gegen
13 Uhr aus bisher unbekannter
Ursache von der Fahrbahn ab,
überschlug sich und kam am
Dach liegen. Die Person wurde
vom Österreichischen Roten
Kreuz aus dem Fahrzeug befreit
und versorgt. Die Freiwillige
Feuerwehr richtete den PKW
mit dem Kran auf. Es wurde anschließend
abgeschleppt. Über
die Personen- und Sachschäden
gibt es bisher keine näheren Details.
Auffahrunfall in
Graz-Umgebung
■ In Haselbach kam es zu einem
Auffahrunfall, wodurch eine
Person verletzt wurde. Die Freiwillige
Feuerwehr Haselbach
unterstützte bei der Verkehrsregelung,
Betreuung der Beteiligten
und der Fahrzeugbergung.
PFIAT DI
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www.grazer.at 19. SEPTEMBER 2021
präsentiert
Graz im Fokus
3. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 11
Viele Betriebe, eine Stadt
Alice Poier leitet die Apotheke der Barmherzigen
Brüder „Zum Granatapfel“.
APOTHEKE ZUM GRANATAPFEL
Monika Zuser führt das Elna und Brother Nähcenter
in der Annenstraße 9.
B. GASSER
Oliver Szmej, Frater Antonius Nguyen, Mariana
Stettin, Sabine Herg, Peter Papst (v. l.)
KK
ANNENSTAR. Seit Jahrzehnten, teils sogar seit Jahrhunderten, prägen die Geschäfte in der Annenstraße
das Gesicht der Stadt und zeigen, wie lebendig Grazer Traditionen heute noch sind.
Von Victoria Weitenthaler
victoria.weitenthaler@grazer.at
In der Annenstraße sieht
es bereits festlich und
glanzvoll aus, denn die
Schaufenster für den Annen-
Star 2025 leuchten regelrecht
heraus. 20 Betriebe bringen
gemeinsam mit dem „Grazer“
und der Wirtschaftsabteilung
der Stadt Graz ihre kreativen
Ideen ein und lassen einzigartige
Auslagen entstehen. Seit
30. November bis 24. Dezember
können Besucher für ihren
Favoriten abstimmen. Ein originelles
Foto der bevorzugten
„AnnenStar 2025“-Auslage an
office@grazer.at reicht aus,
um an der Verlosung von zehn
GrazGutscheinen im Wert von
je 100 Euro teilzunehmen.
Zum Abschluss werden die
drei eindrucksvollsten Schaufenster
mit dem AnnenStar
Award ausgezeichnet und erhalten
eine Unternehmenspräsentation
im „Grazer“ im
Gesamtwert von 10.590 Euro.
Die teilnehmenden Betriebe
sind außen am Schaufenster
mit einer AnnenStar-Beklebung
gekennzeichnet.
Unternehmer
Die Apotheke der Barmherzigen
Brüder Graz „Zum Granatapfel“
wurde ursprünglich
als Arzneimittellager des Spitals
geführt. Erst einige Jahre
später konnte im Klostergebäude
eine offizielle Apotheke
für das Spital eingerichtet
werden, die auch für die Öffentlichkeit
zugänglich war.
Bereits 1695 veranlasste Prior
Wolfgang Heiliger die Erweiterung
der Apotheke und
ließ sie mit dem heute noch
erhaltenen Deckengemälde
verschönern. Eine Besonderheit
ist ihre Doppelfunktion
als öffentliche Apotheke
sowie als Krankenhausapotheke.
Die Apotheke befindet
sich im Eigentum des Konvents
der Barmherzigen Brüder
und wird von Alice Poier
geleitet. Der Granatapfel dient
seit jeher als Symbol für Liebe,
Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit.
Der Grazer Traditionsbetrieb
Elna und Brother Nähmaschinen
erfreut sich unter
Geschäftsführerin Monika
Zuser nach wie vor großer Beliebtheit,
auch wenn sich in
den vergangenen Jahren einiges
geändert hat. Das Geschäft
existiert seit über 60 Jahren;
am 12. September stand jedoch
eine kleine Veränderung
an: Das Nähcenter wechselte
die Straßenseite und zog in
die Annenstraße 9. Mit großem
Engagement hat Zuser
gemeinsam mit Freunden und
Familie das Gewölbe renoviert
und in ein kleines Schmuckkästchen
verwandelt. Die Produktpalette
ist breit gefächert
– von Nähmaschinen in allen
Preiskategorien über Nähzubehör
und Handarbeitsartikel
bis hin zu einem eigenen
Reparaturservice. „Noch vor
40 Jahren war die Annenstraße
die Grazer Einkaufsstraße.
Das hat sich, nicht zuletzt aufgrund
großer Einkaufszentren,
stark verändert. Viele Geschäfte
aus der Glanzzeit sind
verschwunden“, erklärt Zuser.
Das Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Graz ist seit
über 400 Jahren ein zentraler
Bestandteil der steirischen
Gesundheitsversorgung. Nach
umfassender Modernisierung
versorgt das Haus jährlich
rund 21.900 stationäre und
85.000 ambulante Patientinnen
und Patienten. Mit etwa
900 Mitarbeitern und 362 Betten
umfasst es neun medizinische
Abteilungen. Seit seiner
Gründung im Jahr 1615
hat das Krankenhaus eine Pionierrolle
in der Pflege und
Organisation übernommen.
Bis heute prägt das Leitmotiv
„Gutes tun und es gut tun“ die
menschliche und professionelle
Betreuung im Haus. Gesamtleiter
des Krankenhauses
ist Oliver Szmej.
12 graz
www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025
Ausblick
Was am Donnerstag
in Graz wichtig ist
■ Der 4. Dezember ist Barbara-Tag. Am Adventmarkt am Glockenspielplatz
werden beispielsweise von 11 bis 20 Uhr die traditionellen
Barbarazweigerl verteilt – diese sollen bis Weihnachten erblühen.
■ Insgesamt 784 Unternehmen haben dieses Mal an der großen Konjunkturumfrage
der Wirtschaftskammer teilgenommen. Am morgigen
Dienstag präsentieren Präsident Josef Herk und Direktor Karlheinz
Dernoscheg die Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers 2025.
■ eee-Austria-Geschäftsführer Stefan Düss wird zum Honorarkonsul
der Republik Indonesien in Graz ernannt. Das neue Konsulat wird
von Botschafter Damos Dumoli Agusman feierlich eröffnet.
■ Bezirks- und Gemeinderäte der Grünen sammeln ab 16 Uhr am
Mariahilferplatz Wünsche und Anliegen an die Stadtpolitik.
■ Die Raiffeisen-Landesbank lädt zum großen Agrarsymposium in
ihr Headquarter in Raaba. Das Thema in diesem Jahr: „Wert und Wirkung:
Landwirtschaft zwischen Anspruch und Anerkennung“.
■ Mit „The Cosmic Strips“ präsentiert das Schauspielhaus um 20 Uhr
ein interdisziplinäres Projekt der diesjährigen Bachmann-Preisträgerin
Natascha Gangl gemeinsam mit dem Komponisten-Duo Rdeca Raketa.
Der indonesische Botschafter Damos Dumoli Agusman ist in Graz und eröffnet
das neue Honoarkonsulat von Stefan Düss. FAKULTAS HUKUM UNIVERSITAS INDONESIA
■ Im Naturkundemuseum wird die neue Ausstellung „Schnee war
gestern. Klimawandel in der Steiermark“ eröffnet.
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präsentiert