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3. Dezember 2025

- Neue Linie 8 in Graz wird geplant - Krönchen der Opernredoute-Debütantinnen präsentiert - Bürgerspital erstrahlt in neuem Glanz

- Neue Linie 8 in Graz wird geplant
- Krönchen der Opernredoute-Debütantinnen präsentiert
- Bürgerspital erstrahlt in neuem Glanz

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Grazer3. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

Morgen ist es

tagsüber stark

bewölkt und

gegen Abend

beginnt es dann

auch zu regnen. Es bleibt frisch

bei maximal 3 Grad.

Renoviert

Das Bürgerspital erstrahlt in neuem

Glanz, es wurde renoviert. Das gab die

ÖWG heute bekannt. 5

Erneuert

Das Voting für den Annen-Star ist gestartet

und wir suchen mit der Stadt das

schönste Schaufenster der Straße. 11

Die Linie 8 wird auf

Schiene gebracht

POLYZWEI, CHRIS RADL, KK

Planungsbeschluss. Im Gemeinderat nächste Woche sollen zwei Teile der neuen Linie 8 zwischen Gösting und Straßgang in die Planung

geschickt werden. Rund 160 Millionen Euro sollen die Teilstücke kosten und 2033 fertig sein. Die Linie selbst soll 2040 eröffnet werden. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025

K O M M E N T A R

von

Lukas

Steinberger

✏ lukas.steinberger@grazer.at

Wenn die

Entlastung

nicht klappt

B

ei der Eröffnungsfeier

der Neutorlinie wurde

gebetsmühlenartig

wiederholt wie toll es ist, jetzt

eine Entlastung für das

Nadelöhr Herrengasse zu

haben. Da waren sich alle

einig. Rund 10 Tage nach der

offiziellen Inbetriebnahme der

Entlastungsstrecke werden

diese Worte schon ad absurdum

geführt, denn bei einer

Demo am verkaufssoffenen

Feiertag, dem 8. Dezember,

marschieren die Demonstranten

für den Weltfrieden

praktischerweise gleich

Herrengasse und Neutorgasse

ab. Insofern sind beide

Straßenbahnachsen kurzzeitig

am Nachmittag gestört. Die

Feiertags-Shopper wirds nicht

so freuen. Nicht gefreut hat

sich heute auch eine Dame,

die am Radetzkyspitz in den

17er Richtung Bahnhof

einsteigen wollte. Der steht

zwar dort an der Ampel um in

die Neutorgasse einzubiegen,

die Türen macht er aber nicht

auf. Denn die Wielandgasse ist

keine Haltestelle der Neutorlinie.

Der Bimfahrer musste die

Frau aufklären. Die Dame war

sichtlich „not amused“ und

grantelte über die Holding

dahin, während sie von

dannen zog. Das tun auch

viele andere Grazer, die die

Betriebszeiten des 17er und

16er noch immer nicht

verstehen. So wunderte sich

ein Leser, dass tagsüber der

16er nie kommt. Dass der nur

Abends und am Wochenende

fährt, war da noch nicht

durchgedrungen, wir klärten

ihn gerne auf. Da ist definitiv

noch Aufholbedarf bei der

Information gegeben.

Linie 8 wird auf

Schiene gebracht

Holding-Vorstand Mark Perz, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, Bürgermeisterin Elke Kahr, SPÖ-Chefin Doris

Kampus und Stadtbaudirektor Bertram Werle (v.l.) bei der heutigen Pressekonferenz in Graz.

FISCHER

SPANNEND. Über 12 Kilometer lang soll die neue Linie 8 im Endausbau 2040

haben. Nächste Woche werden zwei Teilstücke in die Planung übergeben. Die

sollen bis 2033 fertig sein. Kostenpunkt derzeit: Rund 160 Millionen Euro.

Von Lukas Steinberger-Weiß

lukas.steinberger@grazer.at

Tempo legt die Stadtregierung

derzeit beim Straßenbahnausbau

vor. Kaum ist

die Neutorlinie eröffnet, starten

schon die Planungen für das

Mammutprojekt Linie 8. Die

soll im Endausbau vom Nahverkehrsknoten

Gösting (den die

ÖBB baut) bis Straßgang führen

und mit über 12 Kilometern eine

beachtliche Länge erfahren. Sie

soll auch die am meisten frequentierte

Linie sein und damit

laut Prognosen die Linie 7 ablösen.

Aber das ist Zukunftsmusik.

Planungsbeschluss

Nächste Woche werden im Gemeinderat

zwei Teilstücke der

neuen Strecke in die Planung geschickt.

Die Innere Nord-West-Linie

(NW1) vom Roseggerhaus über

Volksgartenstraße, Lendplatz,

Wiener Straße und Hackher-

gasse bis zum Fröbelpark. Die

Strecke ist rund 2,1 Kilome-ter

lang, verläuft im Mischverkehr

und bindet den Lendplatz und

angrenzende Wohn- und Arbeitsgebiete

an das Straßenbahnnetz

an. Am Fröbelpark ist

eine Wendeschleife rund um

die Modellschule vorgesehen,

zudem müssen zwei Mühlgang-

Brücken erneuert werden.

Und die Süd-West-Linie 2 (SW2)

vom Karlauer Gürtel über Herrgottwiesgasse

und Fabrik-gasse/

Citypark zum Nahverkehrsknoten

Don Bosco und weiter über

eine Straßenbahn-unterführung

der Südbahnstraße zum Jochen-

Rindt-Platz in Reininghaus.

Auch dieser Abschnitt ist rund

2 Kilometer lang, wird bis Don

Bosco im Mischverkehr geführt

und verläuft danach auf eigener

Gleistrasse.

2026 sollen die Planungsteams

beauftragt werden, bis 2028 die

notwendigen Fach- und Einreichplanungen

vorliegen. Nach

dem Durchführungsbeschluss

und der Bauausschreibung ist

ein Baustart im Jahr 2030 und

die Inbetriebnahme der ersten

beiden Abschnitte im Jahr 2033

vorgesehen.

Teuer

Die Planungsphase wird gemäß

Verkehrsfinanzierungsvertrag

von Stadt Graz und Holding Graz

abgewickelt. Für die Errichtung

der ersten beiden Abschnitte

liegen Grobkostenschät-zungen

von rund 72 Millionen Euro (Innere

Nord-West-Linie) und rund

93,5 Millionen Euro (Abschnitt

Citypark mit Anbindung Don

Bosco/Reininghaus) auf Basis

Jänner 2025 vor.

Bei der Pressekonferenz betonten

Bürgermeisterin Elke Kahr

und ihre Vize Judith Schwentner,

dass man sich erneut um

Mitte des Landes und des Bundes

bemühen wird, die auch bei der

Neutorlinie mitgezahlt haben.

Müssen tun sie es aber nicht.


3. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 3

Kappy – wer

will mich?

Grazer

Pfoten

Bernd Pürcher (Organisator), Eva Poleschinski (Designerin), Klaus Weikhard

(Juwelier) und Maria Ohrenstein (Organisatorin)

KANIZAJ PHOTOGRAPHY

Mediterraner Zauber

■ Heute wurde das funkelnde

Diadem zur Opernredoute 2026

im Spiegelfoyer der Oper Graz

präsentiert. Es handelt sich dabei

um ein außergewöhnliches

Kunststück, das einen sofort in

einen mediterranen Garten entführt.

Anlässlich der 25. Ausgabe der

Opernredoute, die am 31. Jänner

2026 unter dem glamourösen

Motto „La dolce vita“ stattfindet,

wurde dieses Diadem erneut als

funkelndes Unikat enthüllt. Es

wurde von Stardesignerin Eva

Poleschinski entworfen und anschließend

von Klaus Weikhard

in der traditionsreichen Werkstatt

von Juwelier Uhren Weikhard in

präziser Handarbeit vollendet.

„Dieses außergewöhnliche

Schmuckstück wird die Eröffnung

zu einem noch strahlenderen Erlebnis

machen und die Debütantinnen

in nie dagewesener Pracht

und Funkeln erstrahlen lassen“,

so die Organisatoren Bernd Pürcher

und Maria Ohrenstein.

Wenn Kappy auftaut, ist er ein treuer und loyaler Freund.

Der Akita-Rüde Kappy Rüde nicht.

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Sturkopf und weiß genau, was - Sturkopf

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www.grazer.at


4 graz

www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025

6er und 16er

fahren nicht

gleichzeitig, fährt

kein 6er, fährt

der 16er durch

die Neutorgasse.

Fahrgäste

verlieren damit

den direkten

Anschluss an den

Hauptplatz.

HOLDING/WATZINGER

Neutorlinie

Verwirrung, Demo und mehr

STARTPROBLEME.Gestern gab eine alte Bim den Geist auf der nagelneuen Strecke auf und blockierte

die Entlastungsstrecke. Am Montag tut das dann eine Demo, die aber auch die Herrengasse lahmlegt.

Von Lukas Steinberger-Weiß

lukas.steinberger@grazer.at

So groß der Start der neuen

Neutorlinie als Entlastungsstrecke

gefeiert wurde,

so skurril mutet jetzt eine

erste Demo an, die bereits am

8. Dezember stattfinden wird.

Es geht um den Weltfrieden und

man marschiert unlustigerweise

beide wichtigen Straßenbahnachsen

ab. Also mit Auswirkungen

auf Herrengasse und Neutorlinie.

Insofern wird die als

Entlastung gepriesene Strecke

auch durch diese Demo gestört

und alle Linien sind betroffen.

Infos der Holding

Wegen einer Versammlung zum

Thema „Weihnachtsfrieden –

Weltfrieden Wir sind Frieden“

kommt es am Montag, 8. Dezember

2025, in der Zeit von ca.

14.30 bis ca. 16.00 Uhr zu An-

haltungen der Straßenbahnlinien

1, 4 und 7 auf der Erzherzog-

Johann-Brücke, der

Straßenbahnlinie 16 im Bereich

Tegetthoffbrücke – Andreas-Hofer-Platz

– Neutorgasse, der Linien

1, 3, 4, 5 und 7 am Eisernen

Tor und der Linien 1, 7, 30, 39

am Kaiser-Josef-Platz.

Mehr Ungemach

Bereits gestern war die Neutorlinie

mit einer Betriebsstörung

gezeichnet. Außgerechnet

im beginnenden Nachmittagsverkehr

gab eine Uralt-Bim der

500er Serie am Andreas-Hofer-

Platz Richtung Bahnhof ihren

Geist auf. User aus Social Media

fragten, ob man den dort

verkehrenden 17er jetzt als 7er

durch die Herrengasse schickt

und dann ab Rosseggerhaus

wieder als 17er tituliert. Wobei

bei dem Stichwort 17er und 16er

auch völlige Unklarheit herrscht.

Die komplizierten Betriebszeiten

der neuen Neutorlinie sind

nämlich den Grazern noch nicht

geläufig. So fragte ein Leser unlängst,

warum tagsüber der 16er

nicht fährt. Wir antworteten,

weil eben dann der 6er fährt und

wenn der 6er nicht fährt, fährt der

16er, also auch an den Wochenenden.

Und deswegen ist von der

Demo am Montag, der ein Feiertag

ist, auch nur der 16er betroffen

und nicht der 17er. Kennt sich

noch jemand aus? Fairerweise sei

gesagt, dass es jetzt eine Einführungsphase

gibt und mit mehr

Straßenbahngarnituren soll sich

das Ganze dann einspielen. Ob

bis dahin alle die Betriebszeiten

der Neutorlinie auswendig können,

sei dahingestellt. Und wie

sich die Neutorlinie als Entlastungsstrecke

macht, das sehen

wir spätestens an Fasching.

Betriebszeiten-Neutorlinie

■ Die Linie 17 fährt werktags tagsüber (ca. 5:00 bis 20:00 Uhr)

und die Linie 16 fährt werktags abends (ca. 19:30 bis Mitternacht)

sowie an Wochenenden und Feiertagen ganztägig).

■ Am Abend ab 19:30 ist somit die Linie 6 eingestellt und wird

als 16er geführt, damit gibt es keine direkte Anbindung an den

Hauptplatz für Fahrgäste aus St. Peter oder der Smart-City. Sie

müssen entweder am Rosseggerhaus oder dem Jakominiplatz

umsteigen. Von der neuen Haltestelle Andreas-Hofer-Platz sind es

200 Meter.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8

bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß

(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/ 80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/

80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


3. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 5

Altes Gebäude – neuer Glanz

HISTORISCH. Witterungseinflüsse und Vandalismuus setzten dem Bürgerspital stark zu. Man entschied

sich für eine Sanierung. Die Erneuerung des Gebäudes wurde im Oktober fertiggestellt.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

In der Dominikanergasse 8 in

Graz-Gries steht das denkmalgeschützte

historische

Bürgerspital. Im Oktober wurde

die Sanierung fertiggestellt.

Sanierung

Das „Spital zum Heiligen Geist“

ist eines der ältesten städtischen

Einrichtungen. Für das Gebäude

waren auch andere Bezeichnungen

gebräulich, wie etwa „Spital

zu St. Andrä in Graz“ oder „Spital

der armen Leut zu Graz“ bis sich

schließlich der Name „Bürgerspital“

durchsetzte. Im Mittelalter

diente das Spital in erster Linie

der Fürsorge und Wohlfahrt.

Bis ins 20. Jahrhundert wurden

Pfründner untergebracht.

Noch heute sind einige Bau-

ten des Bürgerspitals erhalten,

darunter das Stammhaus oder

Rentnerhaus in der Dominikanergasse

8. Das Gebäude beherbergt

heute Geschäftslokale,

Vereine und Wohnungen. Witterungseinflüsse

und Vandalismus

hatten dem denkmalgeschützten

Bau stark zugesetzt, weshalb es

saniert wurde.

„Mit der behutsamen Sanierung

des historischen Bürgerspitals

in der Dominikanergasse 8

leisten wir einen wichtigen Beitrag

zum Erhalt des Grazer Kulturerbes.

Sie zeigt, wie lebendig

Denkmalpflege sein kann. Für

uns ist sie mehr als eine bauliche

Maßnahme, sie ist ein sichtbares

Zeichen für den respektvollen

Umgang mit unserer

Vergangenheit“, so Hans Schaffer,

Vorstandsdirektor von ÖWG

Wohnbau.

Vorher

Nachher

Das

Gebäude

wurde

saniert

(oben).

Großer

Wert

wurde

auf

Authentizität

und

natürliche

Baustoffe

gelegt.

CHRIS RADL (2)

Aula-Urteil da

Das Landesgericht für Strafsachen in Graz heute als Hotspot.

KK

GRAZ. Der Chefredakteur

des früheren

Aula-Magazins wurde

verurteilt.

Bei dem Prozess gegen den

Chefredakteur der früheren

FPÖ-nahen rechtsextremen

Zeitschrift „Aula“ am Straflandesgericht

Graz wurde heute ein nicht

rechtskräftiger Schuldspruch wegen

nationalsozialistischer Wiederbetätigung

gefällt. Das Magazin

wurde bereits 2018 eingestellt.

„Es ist mir unverständlich, warum

die Behörden hier über Jahrzehnte

nicht einschreiten wollten.

Umso wichtiger ist jetzt das richtungsweisende

Urteil, welches

heute am Grazer Straflandesgericht

gefällt wurde: NS-Glorifizierung

ist keine Meinung, sondern

ein Verbrechen“, sagt Lukas Hammer,

Sprecher der Grünen für

Rechtsextremismus und Gedenkpolitik.

Verbindungen

„Gedeckt wurde die ‚Aula‘ von

Burschenschaften, deutschnationalen

akademischen Verbänden

und personellen Überschneidungen

in Richtung FPÖ. So schaltete

Herbert Kickl als damaliger Leiter

des Freiheitlichen Bildungsinstituts

fleißig Inserate in der ‚Aula‘

und finanzierte so den Weiterbestand

rechtsextremer Hetze. Auch

der jetzige Nationalratspräsident

Walter Rosenkranz zählte zu den

Unterstützern der ‚Aula‘ und veröffentlichte

dort sogar einen eigenen

Beitrag“, führt Hammer weiter

aus. Und das, obwohl schon

der frühere Chefredakteur der

„Aula“ in der 90er Jahren wegen

NS-Wiederbetätigung verurteilt

wurde. Er ergänzt: „Auch heute

versucht die FPÖ rechtsextreme

Medien mit Verbindungen zum

Neonazismus zu normalisieren,

indem sie dort Inserate schaltet

oder bereitwillig Interviews gibt.“

LSTW


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graz 7

Energie-Enquete im Landtag

BESPRECHUNG. Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt findet heute im Landtag Steiermark eine

Enquete statt. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren das Thema Energieversorgung in der.

Von Lukas Steinberger-Weiß

lukas.steinberger@grazer.at

Zum ersten Mal seit über einem

Jahrzehnt findet heute

im Landtag Steiermark eine

Enquete statt. Politik, Wirtschaft

und Wissenschaft diskutieren das

Thema Energieversorgung in der

Steiermark vollumfänglich, um

künftige Schritte zu formulieren.

„Energiepolitik ist Standortpolitik:

Wenn wir die produzierende

Wirtschaft, das Gewerbe

und die energieintensive Industrie

bei uns im Land halten und

weiterentwickeln wollen, ist die

günstige, sichere und nachhaltige

Energieversorgung eine entscheidende

Frage“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin

Manuela Khom und sagt weiter:

„Mit der Erzeugung von regionaler

Energie betreiben wir praxis-

tauglichen Klimaschutz, erhöhen

die regionale Wertschöpfung

und sichern bzw. schaffen steirische

Arbeitsplätze. Das ist die

Basis für einen wirtschaftlichen

Aufschwung, den wir dringend

voranbringen müssen. Egal ob

Strom oder Wärme: Es braucht

Rahmenbedingungen, die Investitionen

anregen und auf den Boden

bringen.“

Regional

„Energie begleitet uns durch unseren

Alltag und ist das große Thema

unserer Zeit. Daher brauchen

wir eine Politik der Verantwortung.

Nicht jammern – handeln!

Wir können unsere Energieversorgung

nicht anderen Staaten

überlassen. Die Steiermark zeigt

längst vor, wie’s geht“, meint LRin

Simone Schmiedtbauer.

Bei der Energie-Enquette im Landtag ging es heute um leistbare Energie für

unser Bundesland. Dafür setzt sich vor allem die ÖVP stark ein.

STVP

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8 graz

www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ clarissa.berner@grazer.at

Bei Forstarbeiten

mit Säge verletzt

■ Am Dienstag, dem 2. Dezember,

waren zwei Männer,

ein 42- und ein 52-Jähriger, in

Höf im Bezirk Graz-Umgebung

mit Holzarbeiten beschäftigt.

Während der 42-jährige Arbeiter

kleinere Holzarbeiten mit

einer Motorsäge durchführte,

rutschte er auf dem nassen Laub

aus und verletzte dabei seinen

Kollegen mit dem Arbeitsgerät

am Bein. Die Einsatzkräfte des

Österreichischen Roten Kreuz

und der Freiwilligen Feuerwehr

Haselbach mussten den 52-Jährigen

aus dem unwegsamen

Gelände bergen. Der Mann

musste notärztlich versorgt und

anschließend ins LKH Graz eingeliefert

werden.

In Schaftal in Graz-Umgebung kam es am Dienstag, dem 2. Dezember, zu

einem Verkehrsunfall. Eine Person wurde aus dem PKW befreit.FF KAINBACH B. GRAZ

Von Unbekanntem

in Graz attackiert

■ In der Nacht von Samstag auf

Sonntag, 30. November, hielt sich

ein 27-jähriger Mann gegen 1:30

Uhr am Mehlplatz 3, gegenüber

dem Glockenspielplatz, auf. Dort

wurde der Mann aus heiterem

Himmel plötzlich von einem

unbekannten Täter gewürgt und

geschlagen. Nach der Attacke

auf den 27-Jährigen flüchtete der

Mann. Das Opfer wurde notärzt-

lich versorgt und anschließend

mit schweren Gesichtsverletzungen

ins LKH Graz eingeliefert. Da

es sich beim Mehlplatz um einen

stark frequentierten Platz handelt,

sucht die Polizei nun nach

Zeugen des Vorfalls. Außerdem

leistete ein Notarzt außer Dienst

vor Ort Erste Hilfe. Auch dieser

könnte ein wichtiger Zeuge sein

und wird gesucht. Bei Hinweisen

können Sie sich unter folgender

Telefonnummer melden:

059/133/6593.

Person wurde in

GU aus PKW befreit

■ Am Donnerstag, dem 2. Dezember,

kam es in Schaftal in

Graz-Umgebung zu einem Verkehrsunfall.

Ein PKW kam gegen

13 Uhr aus bisher unbekannter

Ursache von der Fahrbahn ab,

überschlug sich und kam am

Dach liegen. Die Person wurde

vom Österreichischen Roten

Kreuz aus dem Fahrzeug befreit

und versorgt. Die Freiwillige

Feuerwehr richtete den PKW

mit dem Kran auf. Es wurde anschließend

abgeschleppt. Über

die Personen- und Sachschäden

gibt es bisher keine näheren Details.

Auffahrunfall in

Graz-Umgebung

■ In Haselbach kam es zu einem

Auffahrunfall, wodurch eine

Person verletzt wurde. Die Freiwillige

Feuerwehr Haselbach

unterstützte bei der Verkehrsregelung,

Betreuung der Beteiligten

und der Fahrzeugbergung.

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www.grazer.at 19. SEPTEMBER 2021

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Graz im Fokus


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graz 11

Viele Betriebe, eine Stadt

Alice Poier leitet die Apotheke der Barmherzigen

Brüder „Zum Granatapfel“.

APOTHEKE ZUM GRANATAPFEL

Monika Zuser führt das Elna und Brother Nähcenter

in der Annenstraße 9.

B. GASSER

Oliver Szmej, Frater Antonius Nguyen, Mariana

Stettin, Sabine Herg, Peter Papst (v. l.)

KK

ANNENSTAR. Seit Jahrzehnten, teils sogar seit Jahrhunderten, prägen die Geschäfte in der Annenstraße

das Gesicht der Stadt und zeigen, wie lebendig Grazer Traditionen heute noch sind.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

In der Annenstraße sieht

es bereits festlich und

glanzvoll aus, denn die

Schaufenster für den Annen-

Star 2025 leuchten regelrecht

heraus. 20 Betriebe bringen

gemeinsam mit dem „Grazer“

und der Wirtschaftsabteilung

der Stadt Graz ihre kreativen

Ideen ein und lassen einzigartige

Auslagen entstehen. Seit

30. November bis 24. Dezember

können Besucher für ihren

Favoriten abstimmen. Ein originelles

Foto der bevorzugten

„AnnenStar 2025“-Auslage an

office@grazer.at reicht aus,

um an der Verlosung von zehn

GrazGutscheinen im Wert von

je 100 Euro teilzunehmen.

Zum Abschluss werden die

drei eindrucksvollsten Schaufenster

mit dem AnnenStar

Award ausgezeichnet und erhalten

eine Unternehmenspräsentation

im „Grazer“ im

Gesamtwert von 10.590 Euro.

Die teilnehmenden Betriebe

sind außen am Schaufenster

mit einer AnnenStar-Beklebung

gekennzeichnet.

Unternehmer

Die Apotheke der Barmherzigen

Brüder Graz „Zum Granatapfel“

wurde ursprünglich

als Arzneimittellager des Spitals

geführt. Erst einige Jahre

später konnte im Klostergebäude

eine offizielle Apotheke

für das Spital eingerichtet

werden, die auch für die Öffentlichkeit

zugänglich war.

Bereits 1695 veranlasste Prior

Wolfgang Heiliger die Erweiterung

der Apotheke und

ließ sie mit dem heute noch

erhaltenen Deckengemälde

verschönern. Eine Besonderheit

ist ihre Doppelfunktion

als öffentliche Apotheke

sowie als Krankenhausapotheke.

Die Apotheke befindet

sich im Eigentum des Konvents

der Barmherzigen Brüder

und wird von Alice Poier

geleitet. Der Granatapfel dient

seit jeher als Symbol für Liebe,

Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit.

Der Grazer Traditionsbetrieb

Elna und Brother Nähmaschinen

erfreut sich unter

Geschäftsführerin Monika

Zuser nach wie vor großer Beliebtheit,

auch wenn sich in

den vergangenen Jahren einiges

geändert hat. Das Geschäft

existiert seit über 60 Jahren;

am 12. September stand jedoch

eine kleine Veränderung

an: Das Nähcenter wechselte

die Straßenseite und zog in

die Annenstraße 9. Mit großem

Engagement hat Zuser

gemeinsam mit Freunden und

Familie das Gewölbe renoviert

und in ein kleines Schmuckkästchen

verwandelt. Die Produktpalette

ist breit gefächert

– von Nähmaschinen in allen

Preiskategorien über Nähzubehör

und Handarbeitsartikel

bis hin zu einem eigenen

Reparaturservice. „Noch vor

40 Jahren war die Annenstraße

die Grazer Einkaufsstraße.

Das hat sich, nicht zuletzt aufgrund

großer Einkaufszentren,

stark verändert. Viele Geschäfte

aus der Glanzzeit sind

verschwunden“, erklärt Zuser.

Das Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder Graz ist seit

über 400 Jahren ein zentraler

Bestandteil der steirischen

Gesundheitsversorgung. Nach

umfassender Modernisierung

versorgt das Haus jährlich

rund 21.900 stationäre und

85.000 ambulante Patientinnen

und Patienten. Mit etwa

900 Mitarbeitern und 362 Betten

umfasst es neun medizinische

Abteilungen. Seit seiner

Gründung im Jahr 1615

hat das Krankenhaus eine Pionierrolle

in der Pflege und

Organisation übernommen.

Bis heute prägt das Leitmotiv

„Gutes tun und es gut tun“ die

menschliche und professionelle

Betreuung im Haus. Gesamtleiter

des Krankenhauses

ist Oliver Szmej.


12 graz

www.grazer.at 3. DEZEMBER 2025

Ausblick

Was am Donnerstag

in Graz wichtig ist

■ Der 4. Dezember ist Barbara-Tag. Am Adventmarkt am Glockenspielplatz

werden beispielsweise von 11 bis 20 Uhr die traditionellen

Barbarazweigerl verteilt – diese sollen bis Weihnachten erblühen.

■ Insgesamt 784 Unternehmen haben dieses Mal an der großen Konjunkturumfrage

der Wirtschaftskammer teilgenommen. Am morgigen

Dienstag präsentieren Präsident Josef Herk und Direktor Karlheinz

Dernoscheg die Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers 2025.

■ eee-Austria-Geschäftsführer Stefan Düss wird zum Honorarkonsul

der Republik Indonesien in Graz ernannt. Das neue Konsulat wird

von Botschafter Damos Dumoli Agusman feierlich eröffnet.

■ Bezirks- und Gemeinderäte der Grünen sammeln ab 16 Uhr am

Mariahilferplatz Wünsche und Anliegen an die Stadtpolitik.

■ Die Raiffeisen-Landesbank lädt zum großen Agrarsymposium in

ihr Headquarter in Raaba. Das Thema in diesem Jahr: „Wert und Wirkung:

Landwirtschaft zwischen Anspruch und Anerkennung“.

■ Mit „The Cosmic Strips“ präsentiert das Schauspielhaus um 20 Uhr

ein interdisziplinäres Projekt der diesjährigen Bachmann-Preisträgerin

Natascha Gangl gemeinsam mit dem Komponisten-Duo Rdeca Raketa.

Der indonesische Botschafter Damos Dumoli Agusman ist in Graz und eröffnet

das neue Honoarkonsulat von Stefan Düss. FAKULTAS HUKUM UNIVERSITAS INDONESIA

■ Im Naturkundemuseum wird die neue Ausstellung „Schnee war

gestern. Klimawandel in der Steiermark“ eröffnet.

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