5. Dezember 2025
- Feinstaub ist zurück im Grazer Becken - "Pädo-Hunter" vor Gericht - Mäci in Feldkirchen wieder offen
- Feinstaub ist zurück im Grazer Becken
- "Pädo-Hunter" vor Gericht
- Mäci in Feldkirchen wieder offen
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Grazer5. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
3°
Morgen
könnten sich
der Nebel und
die Wolken
lichten und sogar
etwas Sonne ist dann drin. Das
ganze bei frischen 3 Grad.
Neuer Rekord
Die Erlebnisregion Graz verzeichnete
wieder eine Rekordsaison mit über
2,2 Millionen Nächtigungen. 7
Neuer Mäci
Alles neu ist beim McDonald’s Feldkirchen,
der heute nach einem Umbau
wiedereröffnet hat. 5
Dicke Luft
Graz ist wieder
Feinstaub-Hauptstadt
GETTY, SCHIFFER, MCDONALD‘S ÖSTERREICH
Besorgniserregend. Graz hat den Titel der Feinstaub-Hauptstadt zurück. Die letzten Tage war die Luft so schlecht, dass Mediziner sogar vor
Aufenthalten im Freien warnen, wenn man sensibel ist. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner fordert jetzt den „Lufthunderter” zurück. SEITE 2
2 graz
www.grazer.at 5. DEZEMBER 2025
Der Stadtsenat ist heute zusammengetreten.
FISCHER
Geld von Graz
für Wissenschaft
■ Der Stadtsenat hat einstimmig
beschlossen, insgesamt
212.000 Euro für 22 wissenschaftliche
Projekte bereitzustellen.
Die Förderungen richten
sich an Universitäten und
Forschungseinrichtungen in
Graz und decken ein breites
Themenspektrum ab - von medizinischer
Frühdiagnostik bei
Neugeborenen über Musiktherapie,
Stadtteilarbeit, Mobilitätsforschung
bis hin zu partizipativer
Stadtentwicklung und
Klimafolgenkommunikation.
Wer noch Krampusse sehen will,
hat am Sonntag die Chance. GETTY
Krampusse am
LUV-Platz Graz
■ Heute ist Krampustag, aber
da haben die finsteren Gesellen
sowieso viel zu tun und wir
auch. Deswegen geht das Treiben
in die Verlängerung und
auch am Sonntag, 7. Dezember,
findet ein Krampuslauf in
Graz statt. Am Platz des LUV
Graz in der Grottenhofstraße
11 geht es ab 17 Uhr los. Die
Kantine ist geöffnet und der
Eintritt ist frei. Die Veranstalter
freuen sich auf zahlreiche Besucher
die lokales Brauchtum
dort hautnah und gemütlich
erleben können.
Dicke Luft im
Großraum Graz
Die Luft ist in Graz derzeit aufgrund von Feinstaub besonders schlecht. Mediziner warnen vor starken Belastungen
für sensible Personen. Vizebürgermeisterin Schwentner hat die Abschaffung des IG-L im Verdacht. SYMBOLBILD/GETTY
FEINSTAUB. Er ist wieder da! Seit Tagen ist die Luftgüte im Raum Graz bis
Leibnitz schlecht. Es wird sogar davor gewarnt sich im Freien aufzuhalten.
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat einen klaren Verdacht dazu.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Tagelanger Nebel und man
merkt es, wenn man sich
im Freien aufhält. Die Luftqualität
in Graz ist aktuell zum
Schneiden. Mediziner warnen
bereits davor, dass sich sensible
Personen nicht im Freien aufhalten
sollten und die TU Graz
erklärt in einer Studie: Abgaspartikel
machen weniger als zehn
Prozent der Feinstaubemissionen
von Pkw und Lkw aus. Stattdessen
sind Bremsemissionen
sowie Reifen- und Straßenabrieb
und die Wiederaufwirbelung von
Partikeln durch den Autoverkehr
für den Löwenanteil verantwortlich.
Und, je schneller gefahren
wird, desto mehr Aufwirbelungen.
Insofern ist die Abschaffung
des IG-L Hunderters eine zusätzliche
Belastung. Graz ist heuer
wieder auf Platz eins der Feinstaubstädte,
die letzten Jahre war
das nicht so.
Schwentner schäumt
Angesichts der aktuellen Feinstaubbelastung,
die in Graz österreichweit
erneut Spitzenwerte
erreicht, fordert Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner ein
klares und rasches Gegensteuern
der Landesregierung. Die
Abschaffung des IG-Luft-100ers
habe aus ihrer Sicht „eine bewiesenermaßen
wirksame Schutzmaßnahme
ohne Not außer
Kraft gesetzt“ – mit Folgen für die
Gesundheit tausender Grazer.
„Viele Menschen machen sich
dieser Tage ernsthafte Sorgen
um ihre Gesundheit. Wenn Ärzte
davon abraten, noch ins Freie
zu gehen, dann müssen wir als
Politik alles daransetzen, Belastungen
zu reduzieren – und
nicht Maßnahmen streichen,
die nachweislich helfen“, betont
Schwentner. Graz habe über Jahre
gezeigt, dass konsequentes
Handeln wirkt: „Der Ausbau der
Fernwärme hat die Feinstaubta-
ge massiv reduziert, wir haben
Betriebe bei sauberer Produktion
unterstützt, die aktive Mobilität
und die Öffis gestärkt und tausende
neue Bäume gepflanzt.
Dass gerade jetzt ein funktionierender
Hebel auf den Autobahnen
entfernt wurde, ist schwer
nachvollziehbar.“
Die Vizebürgermeisterin mahnt
dabei einen breiteren Blick ein: „Es
geht hier nicht um Symbolpolitik.
Es geht um Kinder, um ältere Menschen,
um Menschen mit Vorerkrankungen.
Ihre Gesundheit darf
kein Nebenthema sein – schon
gar nicht in einer Phase, in der die
Grenzwerte 2030 deutlich strenger
werden.“ Schwentner erwartet sich
vom Land eine klare Kurskorrektur:
„Wir brauchen Transparenz
bei der Luftgüte und ein Maßnahmenpaket,
das seinen Namen
verdient. Dazu gehört auch, die
Abschaffung des Luft-100ers zu
überdenken, bevor wir uns sehenden
Auges in die nächsten Überschreitungen
bewegen.“
5. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 3
Zweite Chance
für Dobby
Grazer
Pfoten
Manuela Khom mit Nikolaus Lukas Kraßnitzer und der Leiterin des Bereichs
Kinder und Jugend der Katholischen Jungschar Stephanie Schebesch.LAND STMK
Nikolaus war zu Besuch
■ Die Katholische Jungschar
Steiermark macht seit 40 Jahren
mit der Nikolausaktion
auf den Heiligen Nikolaus,
den Schutzpatron der Kinder,
aufmerksam. Gestern war
der Nikolaus der Jungschar in
der Grazer Burg zu Gast und
besuchte Landeshauptmann-
Stellvertreterin Manuela
Khom. Dabei übermittelte er
die Botschaft des Nikolauses
an die steirische Landesregierung.
„Ich bedanke mich sehr
bei der Katholischen Jungschar
Steiermark und ihrem Nikolaus
für den Besuch und die
Aufrechterhaltung dieses alten
Brauchtums. Damit sorgen sie
in dieser Zeit für viele leuchtende
Kinderaugen – und haben
auch bei mir schöne Kindheitserinnerungen
geweckt.
Der Nikolaus gehört genauso
zum Advent wie die Werte, für
die er steht: Nächstenliebe,
Großzügigkeit und Mitgefühl,“
betont Khom.
Dobby sucht geduldige Menschen, die ihm Zeit geben.
Dobby wurde von seinem braucht.
Vorbesitzer immer wieder
misshandelt. Daher ist es - männlich
- 3 Jahre
kein Wunder, dass der Rüde - misstrauisch
misstrauisch ist und etwas Zeit - braucht Zeit
braucht, um sein Vertrauen erneut
zu schenken. Dobby hofft
- keine Kinder
nun auf eine zweite Chance Kontakt: Arche Noah
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www.grazer.at 5. DEZEMBER 2025
Gleich 9 Angeklagte fanden sich heute auf der Anklagebank des Grazer Landesgerichts für Strafsachen ein. Ihnen werden schwere Straftaten vorgeworfen.
KK
Neun selbsternannte Pädophilen-
Jäger auf der Anklagebank
PROZESS. Gewalt als „Geschäftsmodell“, Jugendliche machten es sich zur Aufgabe, Pädophile zu „jagen“.
Im November 2024 wurde ein Mann beraubt, verprügelt und erniedrigt, er war aber nicht das einzige Opfer.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Ein „Trend“ der aus Amerika
stammt, so bezeichnet
der Staatsanwalt die fürchterlichen
Taten, die gleich neun
Angeklagten vorgeworfen wird.
„Pedo-Hunting“ sollen sie betrieben
haben, also die Jagd nach Pädophilen.
Am Freitag mussten sie
sich am Grazer Landesgericht für
Strafsachen dafür verantworten,
der Großteil davon ist noch nicht
einmal 18 Jahre alt.
Ebenfalls ein großer Teil zeigt
sich zu den Vorwürfen geständig
und die haben es ordentlich in
sich. Mithilfe von Fake-Profilen
lockten die Angeklagten mutmaßliche
Pädophile in die Falle. „Ist
das nicht die Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden?“,
fragte der
Richter beim Prozess. „Ja“, gab der
Erstangeklagte zu, der auch bei
den Altersgrenzen zwischen Geschlechtsverkehrs-Partnern
das
Gesetz völlig falsch interpretierte.
Das Opfer bewegte sich tatsächlich
im Rahmen der Gesetze und
war nicht pädophil.
Verprügelt & erniedrigt
Das war einigen aber augenscheinlich
egal. Als sie das Opfer
am 23. November des Vorjahres
zu fünft zu einem Treffen gelockt
haben, stellten sie den Mann vor
eine Wahl. „Entweder sie gehen
hinauf (auf einen Dachboden)
und spielen ein bisschen oder sie
schlagen ihn unten tot“, so sollen
die Drohworte laut dem Zweitangeklagten
gefallen sein. „Beides
wäre gleich geendet“, meint ein
weiterer Jugendlicher. Das Resultat
der „günstigeren“ Variante:
Ein doppelter Unterkieferbruch,
ein geraubter Führerschein und
Geldbetrag von fünf Euro und
eine Erniedrigung, wie man es
sich kaum vorstellen kann. Das
Opfer wurde wüst verprügelt,
musste sich noch dazu komplett
ausziehen, ehe er die nächsten
Schläge abbekam. Zusätzlich
zwangen die Jugendlichen den
Mann, sein eigenes Blut vom Boden
aufzulecken. Gefilmt wurde
diese abscheuliche Tat noch
dazu, hochgeladen dann auf Instagram.
„Egal was bei der ganzen
Sache rauskommt, ihr könnt euch
alle schämen, in Grund & Boden“,
meint der Richter.
Dass das Ganze so derart ausartet,
sei nicht geplant gewesen,
meint der Hauptangeklagte. Ihn
auszurauben und zu verprügeln
sei laut dem Hauptangeklagten
„spontan“ geschehen. „Es war
geplant auf ihn loszugehen, aber
nicht so extrem“, ergänzt er.
Auch im Juli 2024 gab es ein
weiteres Opfer. Zu sechst trafen
die Angeklagten einen Mann, der
ebenfalls mittels Fake-Profil ein
anderes Treffen erwartete. Ein
Angeklagter forderte den Mann
auf, stehenzubleiben, daraufhin
lief jener davon. Die Gruppe holte
ihn ein, kurz darauf traf ihn auch
der erste Schlag. Die kurz darauf
übergebenen 50 Euro stellten die
Täter dann anscheinend zufrieden,
sie zogen davon und gingen
mit ihrem Raubgut gemeinsam
essen.
Den teilweise vorbestraften Jugendlichen
droht eine Haft von
bis zu fünf Jahren, ein zweiter
Prozesstermin im neuen Jahr ist
geplant. Ein Angeklagter beteuert
seine Unschuld und gibt an, keine
Tathandlungen gesetzt zu haben.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß
(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena
Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
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5. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
McDonald‘s Feldkirchen
graz 5
Wiedereröffnung nach Umbau
ERÖFFNUNG. Nach mehrmonatiger Modernisierung öffnet McDonald’s Feldkirchen heute wieder
seine Türen. Der stark frequentierte Standort präsentiert sich nun größer und moderner als je zuvor.
Von Lukas Steinberger-Weiß
lukas.steinberger@grazer.at
Feldkirchen zählt seit Jahren
zu den erfolgreichsten
Standorten der DBO
Gastronomie GmbH und wurde
umfassend erweitert: 218 Sitzplätze
(zuvor 123), ein neuer Family
Corner sowie ein komplett
erneuertes Playland sorgen für
noch mehr Komfort für Familien,
Pendler und Gäste aus dem
gesamten Grazer Umland.
Highlights
Erweiterte Küche für schnelleren
Service, mehr Sitzplätze für
höheren Gästekomfort, Vier Produktionslinien
für effizientere
Bestellabwicklungen, Fast-Forward-Korridor
im McDrive für
bis zu 1.000 Fahrzeuge pro Tag
und neuer Familienbereich mit
Playland für die kleinen Gäste.
„Feldkirchen ist einer unserer
stärksten Standorte – und
die Modernisierung zeigt, wie
konsequent wir in Graz investieren.
Die Wiedereröffnung ist
nicht nur ein lokales Highlight,
sondern Teil einer umfassenden
Modernisierungswelle, mit der
wir die McDonald’s Restaurants
in Graz fit für die Zukunft machen“,
sagt Daniel Boaje, CEO
der DBO Gastronomie GmbH.
Die Wiedereröffnung in Feldkirchen
ist Teil der laufenden
Erneuerungs- und Modernisierungswelle
der Grazer
McDonald’s Standorte. Nach
der Neueröffnung des Standorts
St. Peter und den Modernisierungen
in Seiersberg und
Feldkirchen werden in den kommenden
Monaten weitere bestehende
Standorte folgen.
Das Interieur des umgebauten McDonald‘s Feldkichen ist freundlich und
modern. Die Sitzplätze wurden ordentlich aufgestockt.
MCDONALDS ÖSTERREICH
WKO-Auszeichnungen
10-Jahre Erfolg
Dietmar Schweiggl, Eva-Maria Heller (Juwelier Heller, Gold- und Silberschmiede)
und Viktor Larissegger (v.l.).
FISCHER
EHRUNGEN. In Graz
wurden 10-Jahres-
Jubiläen der Unternehmer
gefeiert.
Unternehmer zu sein ist
gerade in wirtschaftlich
herausfordernden Zeiten
kein leichtes Unterfangen
und auch der aktuelle Wirtschaftsbarometer
zeigt, dass
die Aussichten auch für 2026
schwierig bleiben werden. Umso
bemerkenswerter ist es, wenn
Unternehmen nicht nur Krisen
überstehen, sondern über ein
Jahrzehnt hinweg erfolgreich am
Markt bestehen. Jene Unternehmerinnen
und Unternehmer, die
vor zehn Jahren den Schritt in die
Selbstständigkeit gewagt haben,
wurden von der Regionalstelle
Graz und Graz-Umgebung in einem
feierlichen Rahmen geehrt.
Am Mittwoch, den 3. Dezember
2025, lud die Regionalstelle Graz
und Graz-Umgebung rund 60
Jubilarinnen und Jubilare ein,
deren Betriebe im Jahr 2025 ihr
10jähriges Bestehen feiern konnten.
Stimmen
Auch WKO-Vizepräsident Dietmar
Schweiggl gratulierte persönlich
und hob hervor: „Seit
zehn Jahren ein Unternehmen
erfolgreich zu führen, erfordert
Ideenreichtum, Risikobereitschaft
und großes Durchhaltevermögen,
denn insbesondere
in den letzten 10 Jahren gab es
schließlich genügend Herausforderungen“
„Wir freuen uns sehr, dass so viele
Unternehmen aus dem Großraum
Graz unserer Einladung gefolgt
sind“, ergänzt Larissegger.
„Wir freuen uns sehr, diesen engagierten
Unternehmern zu gratulieren
und ihnen für ihr unermüdliches
Engagement für unseren
Wirtschaftsstandort zu danken.“
Essen | Trinken | Feiern
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5. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
Erlebnisregion Graz
graz 7
Tourismusjahr mit Rekord
Sylvia Loidolt,
Vorsitzende
Erlebnisregion
Graz, Landeshauptmann
Mario Kunasek
und Susanne
Haubenhofer,
Geschäftsführerin
der Erlebnisregion
Graz (v.l.)
HARRY SCHIFFER
ERLEBNISREGION GRAZ. Im abgelaufenen Tourismusjahr verzeichnete Graz 2.225.302 Nächtigungen.
Damit bleibt sie mit einem Plus von 3,2 Prozent die zweitstärkste Region der Steiermark.
Von Clarissa Berner
clarissa.berner@grazer.at
Das Tourismusjahr 24/2025
brachte ein Rekordergebnis.
Die Erlebnisregion
Graz feiert erneut in Folge bestes
Tourismusjahr aller Zeiten.
Zuwachs
Im Tourismusjahr 2021/22 wurde
der Tourismusverband Region
Graz gegründet. In jedem
Jahr lagen die Nächtigungszahlen
bei rund 1,7 Millionen. Drei
Jahre später, im Tourismusjahr
2024/25, verzeichnete die Region
Graz 2.225.302 Nächtigungen.
Das bedeutet ein Plus von 3,2
Prozent oder 69.790 Nächtigungen
im Vergleich zum Vorjahr.
Damit bleibt sie die zweitstärkste
Region der Steiermark.
Außerdem lässt sich ein Zuwachs
von 26,7 Prozent in den
letzten drei Jahren verzeichnen,
allerdings waren hier noch die
Auswirkungen der Corona-Pandemie
spürbar. Ein Vergleich
mit dem Jahr 2019 (dem besten
Jahr vor Corona) zeigt, dass diese
Zahlen in der Zwischenzeit um
11,4 Prozent übertroffen werden
konnten.
Mit 1.063.822 Gästeankünften
liegt die Region Graz weiterhin
an der Spitze der elf steirischen
Erlebnisregionen. Das sind ein
Plus von 3,9 Prozent oder 40.242
Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr.
Positive Entwicklung
„Die aktuellen Zahlen der Erlebnisregion
Graz unterstreichen
eindrucksvoll, wie erfolgreich
und professionell gearbeitet
wird. Der kontinuierliche Aufwärtstrend
zeigt, dass die strategische
Ausrichtung stimmt und
unser Angebot bei den Gästen
hervorragend ankommt. Mein
großer Dank gilt dem Tourismusverband
Erlebnisregion
Graz sowie allen Partnerinnen
und Partnern, die mit ihrem Engagement
diesen Erfolg möglich
machen“, so Landeshauptmann
Mario Kunasek.
„Der neuerliche Nächtigungsrekord
zeigt, dass die Erlebnisregion
Graz eine sehr attraktive
Destination ist. Trotzdem gibt
es weiterhin viel zu tun. Die Bettenanzahl
in Graz wächst, der
Wettbewerb verschärft sich und
viele Betriebe stehen wirtschaftlich
unter Druck. Entscheidend
ist, dass wir diese Herausforderungen
gemeinsam mit unseren
Partnerinnern und Partnern
angehen, den Blick nach vorne
richten und einen langen Atem
haben“, ergänzen Sylvia Loidolt,
Vorsitzende und Susanne
Haubenhofer, Geschäftsführerin
der Erlebnisregion Graz.
Auch Wirtschafts- und Tourismusstadtrat
Kurt Hohensinner
begrüßt die Entwicklung der
Erlebnisregion Graz: „Die aktuellen
Nächtigungs- und Ankunftszahlen
sind ein starkes Signal
für die Attraktivität unserer
Landeshauptstadt Graz. Ohne
die engagierte Arbeit des Tourismusverbandes
und der vielen
Partnerinnen und Partner wäre
ein solcher Rekord nicht möglich.
Ein großes Dankeschön an
alle, die mit ihrer Arbeit unseren
Tourismusstandort laufend weiterentwickeln.“
Gleichzeitig betont Hohensinner
jedoch: „Wir uns darauf
nicht ausruhen, denn die wirtschaftlichen
Herausforderungen
für die Betriebe in Graz sowie
für den Tourismus zeigen,
dass wir gemeinsam weiter an
der Qualität und Zukunftsfähigkeit
unseres Angebots arbeiten
müssen. Es muss uns bewusst
sein, dass die gestiegene
Bettenanzahl in Graz zusätzlichen
Druck auf die Preisgestaltung
und den Wettbewerb ausübt.
Wer hier nicht konsequent
eine klare Positionierung verfolgt,
riskiert langfristig gravierende
Nachteile. Unser Ziel ist
jedenfalls klar: Graz soll nicht
nur eine der stärksten Regionen
bleiben, sondern sich auch
langfristig als führende Tourismus-Destination
behaupten“.
8 graz
www.grazer.at 5. DEZEMBER 2025
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
Kind von Mutter
misshandelt
■ Am Mittwoch, dem 3. Dezember,
dürfte eine 32-jährige Frau
ihren 37-jährigen Ex-Partner
mit einem Küchenmesser angegriffen
haben. Dieser erstattete
gegen 8:45 Uhr Anzeige. Er wies
an der Hüfte leichte Stichverletzungen
auf. Auslöser für den Angriff
dürfte eine zuvor durch das
Jugendamt durchgeführte Kindesabnahme
gewesen sein. Der
Mann hatte dem Amt gemeldet,
dass die Mutter ihre beiden Kinder
im Alter von sechs Jahren
und knapp zwei Jahren regelmäßig
misshandelt. Im Zuge
der Erhebungen wurden Videos
gesichtet, die Misshandlungen
der Kinder durch die 32-Jährige
zeigen dürften. Am Donnerstag,
Eine 32-jährige Frau steht im Verdacht, ihre zwei Kinder im Alter von zwei
und sechs Jahren relgelmäßig misshandelt zu haben.
SYMBOLBILD/GETTY
dem 4. Dezember, nahmen Polizisten
des Kriminalreferats Graz
die Tatverdächtige fest.
Rosenverkäuferin
bestahl Kunden
■ Eine Frau steht im Verdacht,
zwischen Ende Oktober und Mitte
November im Stadtgebiet von
Graz und Weiz vier Trickdiebstähle
und einen Ladendiebstahl
begangen zu haben. Bei der Frau
handelt es sich um eine 31-jäh-
rige rumänische Staatsbürgerin
aus Wien. Die Frau weiß die Vorwürfe
zurück und gab an, lediglich
Rosen verkauft zu haben.
Beim Ladendiebstahl gab sie an,
dass sie möglicherweise vergessen
habe, die Ware zu bezahlen.
Ehepaar bei Unfall
in schwer verletzt
■ Am Donnerstag, dem 4. Dezember,
kam es in Graz-Geidorf
zu einem schweren Verkehrsunfall.
Ein 89-jähriger Grazer PKW-
Lenker war gemeinsam mit seiner
87-jährigen Ehegattin auf
der Grabenstraße in Fahrtrichtung
Norden unterwegs. Als er
an der Kreuzung zur Heinrich-
Casper-Gasse ankam, beabsichtigte
er, diese geradeaus zu überqueren.
Aufgrund der nebeligen
Witterungsverhältnisse dürfte er
die Orientierung verloren haben
und links weitergefahren sein,
woraufhin der PKW mit einer
Verkehrsampel frontal kollidierte.
Das Ehepaar erlitt dabei
schwere Verletzungen.
Mann von Polizei
als Zeuge gesucht
■ Im Zusammenhang mit der
Ermordung der 31-jährigen Grazerin
wurde ein unbekannter
Mann im Stiegenhaus bzw. im
Umfeld ihrer Wohnung wahrgenommen.
Dieser steht nicht
in der Verbindung mit der Tat,
könnte jedoch wertvolle Informationen
liefern und wird ersucht,
sich unter 059133/60 3333
zu melden.
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10 graz
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Graz im Fokus
„Der Krampus lässt sich nicht gern pflanzen,
da lässt er gleich die Rute tanzen.“
Schönen Krampustag! FEDOROVA
5. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 11
Ausblick
Was am Samstag
in Graz wichtig ist
■ Morgen ist Nikolaustag! Ab 17 Uhr hält er Einzug in den Kinder-
Advent in der Kleinen Neutorgasse sowie den Altgrazer Christkindlmarkt
am Franziskanerplatz und den Adventmarkt am Glockenspielplatz.
Außerdem lädt die Katholische Jungschar Steiermark zum
Nikolausfest in den Landhaushof. Gegen 14.15 betritt der Nikolo die
Bühne und erzählt die Legende des heiligen Bischofs. Im Anschluss
sind verschiedene Mitmachstationen geplant: Man kann etwa eigene
Mitren basteln oder ein Foto mit dem Nikolaus in der Fotobox
machen. Im Ressourcenpark sammelt die Gruppe Stoa.riegl.gfrasta
ab 10 Uhr zusammen mit Nikolaus und Krampus Spenden für die
steirische Kinderkrebshilfe.
■ Wer die frisch renovierte Orgel im Grazer Dom schon immer aus
nächster Nähe sehen wollte, hat morgen die Gelegenheit dazu: Domorganist
Christian Iwan bietet um 16 Uhr eine Orgelführung in Wort
und Musik. Auch Einblicke ins Innenleben der Orgel werden gewährt
und Fragen zu Orgel und Orgelmusik sind ausdrücklich erwünscht.
■ Die Agentur Flare Talents lädt zur nach eigenen Aussagen „heißesten
Weihnachtsparty des Jahres“. Um 19 Uhr geht‘s im C110 in
der Idlhofgasse los. Bei der „Naughty Nikolo Party“ gibt es zwei DJs,
Cocktails und Co.
Der Nikolaus ist am morgigen Samstag in Graz unterwegs. Klein und Groß
haben einige Möglichkeiten ihn in der Stadt zu treffen. FEDOROVA
■ Das Lichtenfelsgymnasium feiert seinen Maturaball unter dem
Motto „Lichtenfels World Cup, das große Finale“ im Congress.
www.grazer.at
präsentiert