Kurzeitung_12-2025
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www.kurzeitung.online
KUR
Bad Füssing
Das Gesundheitsmagazin
Zwischen Stethoskop und Unternehmergeist
70 Jahre Dr. med. Johannes Zwick
Dezember 2025 / Januar 2026 | Schutzgebühr 2,00 EUR
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gekommen, um zu bleiben!
Feierabendticket inklusive Extra
Montag - Samstag I ab 16:30 Uhr I € 16,50
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Johannesbad Therme Bad Füssing
Johannesstr. 2 | 94072 Bad Füssing
servicecenter@johannesbad.com
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Editorial
Was Bad Füssing in seiner Einzigartigkeit ausmacht
Die tragenden Säulen von Gesundheit, Prävention und Rehabilitation
Liebe Leserin, lieber Leser!
Das Jahr neigt sich dem Ende zu –
eine Zeit des innehaltens, der Dankbarkeit
und der Wertschätzung. Die
Jahresausgabe unseres Gesundheitsmagazins
„Kurzeitung Bad Füssing“
ist in vielerlei Hinsicht etwas
ganz Besonderes: Sie vereint nicht
nur den festlichen Zauber von Weihnachten
und die Vorfreude auf ein
gesundes, neues Jahr 2026, sondern
ist zugleich Ausdruck des tiefen Respekts
und der großen Anerkennung
für eine der herausragenden Persönlichkeiten
Bad Füssings – Dr. med.
Johannes Zwick, Aufsichtsratsvorsitzender
des Familienunternehmens
Johannesbad, dessen Lebensleistung
anlässlich seines 70. Geburtstages
gewürdigt wird.
Mit großer Freude präsentieren wir
Ihnen auf insgesamt 124 Seiten eine
inspirierende Vielfalt an Beiträgen,
Glückwünschen und Reflexionen
aus dem Kreis der Persönlichkeiten,
die den Kurort Bad Füssing, die Region
und das Land prägen: Bischof
Dr. Stefan Oster, unsere Geistlichen
Pfarrer Bernd Kasper und Kirchenrat
Norbert Stapfer, Erster Bürgermeister
Tobias Kurz, Kurdirektorin Daniela
Leipelt, Abgeordnete des Bundestags
und des Landtags, viele weitere
prominente Wegbegleiter und nicht
zuletzt die Bürgerinnen und Bürger
sowie die treuen Kurgäste, für die
Bad Füssing Heimat, Ort der Genesung
und Erholung bedeutet.
In ihrem Namen wird Ihnen – verehrte
Leserinnen und Leser – dankbar
und herzlich gesegnete Weihnachten,
besinnliche Festtage und ein
gutes, gesundes und hoffnungsvolles
Neues Jahr 2026 gewünscht.
Den ganz besonderen Glanz dieser
Ausgabe prägen die Glückwünsche
und Würdigungen zu Ehren des Jubilars
Dr. med. Johannes Zwick. Vorgestellt
werden die Glückwünsche
von Persönlichkeiten wie dem Bayerischen
Ministerpräsidenten Dr.
Markus Söder, Landtagspräsidentin
Ilse Aigner, Wirtschaftsminister Hubert
Aiwanger, der Bayerischen Gesundheitsministerin
Judith Gerlach
und dem CSU-Fraktionsvorsitzenden
Klaus Holetschek. Viele weitere mehr
haben gratuliert und Leistungen
anerkannt – ein beeindruckendes
Zeugnis der Wertschätzung für einen
Mann, der wie kaum ein anderer die
Entwicklung Bad Füssings zum Europäischen
Leitbild für moderne Kur
und Gesundheit geprägt hat. Das
eigens für Dr. Zwick entstandene
Geburtstagsglückwunschbuch gibt
hiervon ein ebenso lebendiges Zeugnis
wie die Beiträge dieser Ausgabe.
Diese Doppelausgabe würdigt umfassend,
was Bad Füssing in seiner
Einzigartigkeit ausmacht: Die Verbindung
von medizinischer Exzellenz,
erstklassige Infrastruktur sowie
traditionsbewusster und zugleich
zukunftsweisender Heilkompetenz.
Vorgestellt werden die Garanten der
Bad Füssinger Erfolgsbilanz, die drei
Thermen, die mit heilendem Thermal-Mineralwasser
Bad Füssing an
die Spitze der Europäischen Heilbäder
geführt haben. Therme Eins,
Johannesbad Therme und Europa
Therme präsentieren als imposante
Gesundheitszentren rund 12.000
Quadratmeter Thermalwasserfläche
– heilendes Thermal-Mineralwasser,
einmalig in Zusammensetzung und
Wirkung.
Ein Fokus-Thema bildet in dieser
Ausgabe das Rücken- und Schmerzzentrum
der Fachklinik Johannesbad
als Vorzeigeeinrichtung für spezialisierte
Rehabilitationsmedizin, weit
über die Region hinaus geschätzt.
Chefarzt Dr. med. Oliver O. Wolf analysiert
sachkundig die Auswirkungen
politischer Reformen und beschreibt
Voraussetzungen, um auch künftig
eine exzellente Patientenversorgung
und innovative Therapiekonzepte sicherzustellen.
Ein weiteres prägendes Element dieser
Ausgabe ist der kritische Kommentar
von Ernst Fuchs, dem langjährigen
Chefredakteur der Passauer
Neuen Presse, der unter dem Titel
„Ungenügend“ die aktuellen politischen
und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Deutschlands scharfsinnig
analysiert.
Zuletzt gilt mein herzlicher Dank allen
Persönlichkeiten, die diese Ausgabe
mit ihren Wünschen und Beiträgen
bereichern – es ist dieser vielstimmige
Chor, der Bad Füssing heute als
Europäischer Leitkurort auszeichnet
und Ihnen – liebe Leserinnen und Leser,
Mut und Zuversicht für das neue
Jahr schenken möge.
In diesem Sinne soll diese Jubiläumsausgabe
Sie inspirieren, nachdenklich
stimmen und stärken. Ich
danke Ihnen für Ihr Vertrauen und
Ihre Treue – und wünsche Ihnen ein
gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame
Wintertage und ein Jahr 2026
voller Gesundheit, Frieden und persönlicher
Erfüllung.
Herzliche Grüße
Ihr
Rudolf G. Maier
Rudolf G. Maier
Chefredakteur
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
03
KURZeitung
Inhalt
Ein herzliches Dankeschön den
Gastautoren der Weihnachts- und
Neujahrsausgabe des Gesundheitsmagazins
„Kurzeitung Bad Füssing“
04 KURZeitung
31
71
78
58
97
40
102
42
74
103 82
Der
Lebenscode
Die Longevity Methode für ein langes
gesundes Leben.
ÄRZTLICH
G
E
F
P R Ü
T
18
18 Kontakte
18 Austausch
31 Fachklinik
40 Diskussion
42 Interview
45 Gesundheitspolitik
53 Therme Johannesbad
58 Bürgermeisterkandidatin
69 Auszeichnung
71 Marathon
18
74 Schmerzzentrum
78 Musikverein
82 Finissage
88 Sportkongress
102 Rehafachzentrum
103 Glückwunsch
104 Lebenscode
107 Weihnachts-Aktion
118 Kongress
120 Trauer um Franz J. Hutter
107
104
118 88
45 53 69 120
UR
KURZeitung
05
In aller Kürze
KURze
Gedanken
Zur Weihnachtszeit gehört neben Gottesdienst,
Braten und Plätzchen auch
ein stimmungsvolles TV-Programm.
Man will sich ja gut unterhalten wissen,
wenn der Kreis der Familie langsam
zum Halbkreis übergeht. Ein Film ist für
viele der schönste Weihnachtsfilm: Der
kleine Lord! Seit 36 Jahren zeigt die
ARD kurz vor dem Fest diesen Film mit
Alec Guiness und dem blonden Kinderstar
Ricky Schroder. Viele können ganze
Passagen dieses Films vom Sofa aus
mitsprechen. Auf Schloss Doringcourt
im England des ausgehenden 19. Jahrhundert
will der verbitterte alte Earl seine
Nachfolge regeln. Sein Sohn ist tot,
also muss der Enkel, der kleine Cedric
aus New York, das Erbe antreten. Der
Earl lässt ihn durch seinen Anwalt nach
England holen, zu seiner Mutter allerdings
will er keinen Kontakt. Sie muss
in einem Gesindehaus in der Nähe des
Schlosses wohnen, verdingt sich als
Schneiderin und lehnt die fi nanzielle
Versorgung durch den Earl ab. Der kleine
Lord soll nun standesgemäß erzogen
werden, weil er ja in Amerika von
seiner Mutter nur schlechte Manieren
beigebracht bekam. Aber im Gegenteil:
der Kleine ist entwaffnend spontan
und erweicht mit seiner fröhlichen
Art und guten Erziehung das Herz des
alten Griesgrams. Cedric bringt Leben
ins Schloss und in den Alltag des
Earls. Dieser Film ist weder belehrend
noch moralisierend, denn der kleine
Cedi gewinnt mit Natürlichkeit, Unbefangenheit
und ehrlichem Interesse
das Herz des alten Mannes. Der Film
endet mit dem großen Weihnachtsfest
auf Schloss Doringcourt. Und alle sind
dabei: Cedi, seine Mutter, die Freunde
Mr. Hopps und Dick aus Amerika, sein
Großvater und dessen Schwester, zu
Georg Herrmannsdörfer
der er jahrelang keinen Kontakt hielt,
alle Angestellten und die Pächter von
Earls Lane. Was macht diesen Film
so besonders, dass wir ihn „alle Jahre
wieder“ sehen wollen? Ich denke es ist
vor allem die Methode, mit der Cedric
das Leben des Earls umkrempelt. Es ist
die Liebe, das Wohlwollen, das Unterstellen
bester Absichten des Großvaters.
Von jemandem geliebt zu werden,
macht großzügig. Der alte Goethe hat
es einmal so formuliert: „Wer die Menschen
behandelt, wie sie sind, macht
sie schlechter. Wer aber die Menschen
behandelt, wie sie sein könnten, macht
sie besser!“ Diese gute Idee stammt
allerdings nicht von Goethe und auch
nicht vom Regisseur des „Kleinen
Lord“! Sie stammt von Gott selbst. ER
hatte die Idee, den Menschen die Liebe
in Person zu schicken mit der Geburt
des Jesuskindes. Weil er wusste,
dass der Mensch sich nur durch bedingungslose
Liebe verändert, nicht durch
Belehrung. Sie können die ganze Bibel
durchblättern, Gott geht es immer um
das eine Prinzip: Indikativ und erst
dann Imperativ, nie umgekehrt. Erst
tut Gott etwas, bevor der Mensch etwas
tun kann. Er hat uns so geschaffen,
dass wir uns danach sehnen, geliebt zu
werden. Darum können wir davon nicht
genug kriegen, nicht vom „Kleinen
Lord“ und hoffentlich auch nicht von
unserem „Großen Lord“!
Andreas Breitfeld,
Referent des
Sportsymposiums
Im Rahmen des Johannesbad Marathon-Programms
bestreitet am
Samstag, 31. Januar 2026, Andreas
Breitfeld im Johannesbad Vortragssaal,
10. Stock, von 14:00 Uhr bis
16:00 Uhr das traditionelle Sportsymposium,
diesmal zum Thema: „Longevity
und Ausdauersport: Freund oder
Feind“. Kann man sich mit zu viel Sport
alt trainieren? Andreas Breitfeld – professioneller
Biohacker, Gründer des
1. Biohacking-Labs und Host des Podcasts
„Die Biohacking Praxis“ zeigt,
warum Ausdauersport ein mächtiges
Werkzeug für Langlebigkeit sein kann
und wie sich die beiden auch im Weg
stehen können. Der Vortrag verbindet
moderne Longevity-Forschung mit
praktischen Strategien für Training,
Erholung und Zellgesundheit – wissenschaftlich
fundiert, verständlich erklärt
und unmittelbar anwendbar.
06 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Kommentar
Wie ich es sehe
Ungenügend
Hand aufs Herz: Wer schon wäre vor
wenigen Monaten noch wirklich auf die
Idee gekommen, dass Schwarz-Rot sich
im ersten Regierungsjahr mehr oder
weniger genauso ungenügend anstellen
würde wie die vorherige Ampel, die
nach längerem Siechtum bekanntlich
schließlich erlosch. Die allermeisten
Deutschen hätten wohl eher darauf
gewettet, dass Putin die Krim an die
Ukraine zurückgibt als dass Merz, Klingbeil
und Co. dieses Kunststück tatsächlich
vollbringen könnten. Aber man lernt
halt nie aus: Union und SPD schaffen
– wenigstens bisher – das eigentlich
Unmögliche.
Sicher, seit fünf Jahren kommt es zu
einer Ansammlung von Ereignissen,
die das Leben ungefähr so bereichern
wie Fußpilz oder Zahnschmerzen: Die
Corona-Pandemie, Putins Überfall auf
die Ukraine, damit zusammenhängend
„Kanzler: Zuviel versprochen, zu
wenig gehalten
die Energie-Engpässe, eine übergebührliche
Inflation, eine stagnierende
Wirtschaft, eine schädliche US-Zollpolitik,
Protektionismus, geopolitische
Spannungen. Gründe genug, dass
Regierungen und Gesellschaften zusammenrücken
und sich gefälligst zusammenraufen,
um den unzweifelhaft
komplexen Herausforderungen besser
Herr zu werden, möchte man meinen.
Nicht so in Deutschland: Dem Land geht
es dazu offenbar noch immer zu gut.
Nur: Wie lange noch? Nach einer aktuellen
Allensbach-Umfrage hofft derzeit
nur noch eine kleine Minderheit
von 14 Prozent auf einen
baldigen wirtschaftlichen
Aufschwung. Noch ein wenig
pessimistischer: Nur noch 30
Prozent der Leute glauben,
dass Deutschland sich in den
nächsten zehn Jahren generell
positiv entwickeln wird.
Und die Mehrheit ist im Übrigen
auch nicht der Ansicht,
dass die Lage eigentlich besser
ist als die Stimmung. Im
Gegenteil: Angst geht langsam
um, ob Deutschland, der einstige
Export-Weltmeister, die Wende schaffen
und sich, wie nach dem Zweiten
Weltkrieg, noch einmal ein Stück neu
erfinden kann oder vielleicht gar vom
Schicksal früherer Wirtschafts-Champions
heimgesucht wird, nämlich dem
des schleichenden Niedergangs.
Fest steht indes: Der Kanzler hat vollmundig
zu viel versprochen oder, zumindest
bisher, zu wenig gehalten.
Dieser Glaubwürdigkeitsverlust ist
ganz schlecht. Sein Wahlversprechen,
Deutschland schon bis zum vergangenen
Sommer auf einen völlig neuen Kurs
zu hieven, taugt nur noch für das Phrasen-Schwein.
Daran ändern auch ein
paar Bonsai-Teilerfolge in der Außen-,
Europa- und Migrationspolitik wenig.
„Teil des Sondervermögens Infrastruktur
droht zu verpuffen
Drei aktuelle Punkte, bei denen die
Ankündigungen mit der Realität nicht
im geringsten zusammenpassen: Von
KOMMENTAR VON ERNST FUCHS
den Sondervermögen, sprich neuen
Schulden, werden, wie versprochen,
nicht nur neue Investitionen getätigt,
sondern auch bereits länger geplante
und konsumtive Vorhaben fi nanziert,
vor allem im sozialen Bereich, um Luft
im Kernhaushalt zu schaffen. So drohen
die erhofften Effekte durch die Rekordschulden
zum Teil zu verpuffen. Darauf
verweist eine Rechnung der Wirtschaftsweisen:
Nach der bisherigen Ausgabenplanung
in Sachen des Sondervermögens
Infrastruktur von 500 Milliarden
Euro steigt die Wirtschaftsleistung bis
2029 nur um 1, 8 statt um 4,5 Prozentpunkte,
würde die Regierung das Geld
nach den Vorstellungen der Wirtschaftsweisen
optimal investieren. Wenn aber
die Hälfte dieses Sondervermögens Infrastruktur
für Rente, Gesundheit und
Pflege und Subventionen ausgewählter
Gruppen ausgegeben wird, ist es kein
Wunder, wenn die Konjunktur nicht dergestalt
in Schwung kommt, wie man das
einmal ins Schaufenster gestellt hatte.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
07
Gut zu wissen
Außerdem: Statt des versprochenen
Abbaus von Beamtenstellen und der
Verringerung von Verwaltungskosten
entlarvt der Haushalt 2026 exakt das
Gegenteil dieser Ankündigungen. Selbiges
gilt für Subventionen, die 2026 auf
eine einsame Rekordhöhe klettern.
„Im Land bröckelt vieles,
neuerdings auch schon die
Beschäftigung
Dreh- und Angelpunkt des Regierungshandelns
muss die Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Wirtschaft sein. Sie ist zwar nicht alles,
aber ohne florierende Wirtschaft
läuft halt nirgends viel. Von der oft beschworenen
Herbstbelebung ist keine
Spur, die Wirtschaft tritt auf der Stelle
im dritten Jahr hintereinander. Eine so
lange Wachstumsschwäche hat es nie
zuvor gegeben. Wie so vieles im Land,
bröckelt neuerdings selbst die Beschäftigung.
Sie geht im Trend zurück, die Arbeitslosigkeit
kriecht langsam auf jetzt
2,9 Millionen nach oben, so dass die
Angst vor Jobverlust, ein Grundgefühl
der 70er bis in die späten Nuller-Jahre,
zurückzukehren droht.
Das ist brandgefährlich. Kaum auszudenken,
würde die Zahl der Arbeitslosen
beträchtlich anwachsen. Schließlich
ist der Arbeitsmarkt zentral für
vieles Weitere, von der Investitionsbereitschaft
über die Stabilität der Staatsfinanzen,
Verteidigungsausgaben, der
Rente und Sozialversicherungen bis zur
politischen und gesellschaftlichen Befriedung.
Umso frappierender, dass die
schwarz-rote Regierungskoalition sich
nicht effektiver dazu aufraffen kann,
dem riesigen Reformbedarf gerechter
zu werden, ohne den weder die Wirtschaft
noch die Sozialsysteme wieder
festeren Boden unten die Füße kriegen.
Oder sollte Merz, Söder, Klingbeil, Bas
und Co. verborgen geblieben sein, dass
ihnen die in Teilen rechtsextreme AfD
im Nacken sitzt, die aus der Opposition
heraus den Himmel auf Erden versprechen
kann, von niedrigeren Steuern,
höheren Renten bis zu Höhenflügen
der Wirtschaft – ungestraft, ohne dazu
einen Nachweis über die finanzielle und
praxistaugliche Bewerkstelligung ihrer
Absichten liefern zu müssen.
„Zufriedenheit mit schwarzroter
Regierung auf Tiefstand
Der Autor
Ernst Fuchs schrieb als Redakteur 50 Jahre
lang ununterbrochen für die Passauer
Neue Presse, in den letzten Jahren auch
für den dazu erworbenen Donaukurier
in Ingolstadt und die Mittelbayerische
Zeitung in Regensburg.
Vom Volontär zum Chefredakteur:
Bis zu seinem Ruhestand zum 1. April
2024 stand der Rudertinger (verheiratet,
zwei Kinder) 15 Jahre lang an der Spitze
der Gesamtredaktion der Heimatzeitung.
Davor war er Lokal- und Politik-Redakteur
und über 15 Jahre lang stellvertretender
Chefredakteur. Ernst Fuchs machte sich
als fast täglicher Kommentator und Leitartikler
der PNP bundesweit einen Namen.
Ministerpräsident Söder würdigte ihn als
einen „der meinungsstärksten Journalisten
Bayerns“: Ernst Fuchs wurde u.a. mit dem
Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Zu seiner neuen Aufgabe sagt Fuchs:
„Ich freue mich auf die Leser und die Kurzeitung.
Sie ist zwar keine Tageszeitung,
aber ein angesehenes Monatsmagazin
mit ordentlicher Reichweite. Ich werde
mich pro Ausgabe in einem Kommentar
mit Sachverhalten und Zuständen
auseinandersetzen, die regional, politisch,
wirtschaftlich, sozial oder gesellschaftlich
relevant sind. Und hoffe, so den einen oder
anderen Denkanstoß geben zu können“.
Die Warnsignale nehmen zu: Laut Umfragen
liegen Union und AfD weitgehend
gleichauf um die 26 Prozent, die
SPD stagniert um die 14 Prozent. Das
heißt, Union und SPD haben demoskopisch
keine Mehrheit mehr. Selbige
wackelt schnell auch im Bundestag, wie
der Rentenstreit offenbart. Laut Politbarometer
glaubt nur eine Minderheit von
38 Prozent, dass die Regierung einen
wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme
in Deutschland leistet. Die Zufriedenheit
mit der Arbeit von Schwarz-Rot
erreicht einen Tiefstwert: 55 Prozent
stellen der Koalition ein eher schlechtes
Zeugnis aus. Völlig desaströs: Nur
noch 17 Prozent der Deutschen trauen
der Union am ehesten zu, mit den Problemen
im Land fertig zu werden. Die
„Mitte-Studie“ der Uni Bielefeld ergab,
dass 15 Prozent der Befragten sich einen
Führer wünschen, der mit starker
Hand regiert. Jede fünfte Person zeigt
sich danach offen für extreme und nationalistische
Positionen. Und: Nach dem
Verteilungsbericht des Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Instituts der
Böckler-Stiftung hat sowohl die Einkommensungleichheit
als auch die Quote
der in Armut lebenden Menschen in
Deutschland einen Höchstwert erreicht.
Das sind alarmierende Zahlen. Sie haben
Gründe. Sie ändern aber nichts
daran, dass die Regierung Merz – auf
Gedeih und Verderb – mit Trump, China,
Putin und den innenpolitischen
Umständen mit der nachgerade fahrlässigen
Verschwendung üppiger Steuereinnahmen
bei niedrigen Zinsen in den
Aufschwungsjahren in der Merkel-Ära
bestmöglich fertig werden muss.
„Mutlose, lauwarme
Kompromisse bleiben
meistens Flickwerk
Unabdingbar sind glasklare, auch unpopuläre
Entscheidungen. Davon jedoch
will Schwarz-Rot aus Angst davor, abgestraft
zu werden, am liebsten wenig bis
gar nichts wissen. Das zeigt sich exemplarisch
u. a. bei der Hilfe für die Ukraine,
die schon seit Olaf Scholz halbherzig
ist, jedenfalls gemessen an der Tragweite
von Putins Angriffskrieg und der
davon für Europa ausgehenden Bedrohung,
bei der zarten Wiederbelebung
der Wehrpflicht, bei der lauwarmen
Bürgergeld-Reform (die fraglos unumgänglich
ist, wobei man sich zugleich
auch wünschen würde, dass die Regierung
sich mit gleicher Intensität endlich
um eine höhere Besteuerung reicher
Firmen-Erben und eine schärfere Bekämpfung
von Geldwäsche und Steuerhinterziehung
kümmert, zumal hier der
08 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
„Zu viel Klein-Klein, zu wenig
Veränderungsbereitschaft
Ertrag für den Staat um ein Vielfaches
höher läge), in der Energiepolitik – und
mit größter Wahrscheinlichkeit auch bei
den anstehenden Reformen der Rente,
der Pflege und des Gesundheitswesens,
auch wenn auf diesen arg reparaturbedürftigen
Großbaustellen noch nichts
Genaueres bekannt ist.
Merz galt im Hinblick auf Wirtschaftsund
Sozialreformen einst als Hoffnungsträger.
Er hat die – nicht zuletzt auch
von ihm persönlich (zu) stark forcierten
– Erwartungen bisher nicht erfüllt. Seine
miserablen Zustimmungswerte sowohl
bei den Arbeitgebern als auch dem
Wahlvolk insgesamt kommen nicht von
ungefähr. Die Regierung leidet darunter,
dass sie jede ihrer Maßnahmen nachgerade
als überirdischen Fortschritt verkauft,
obwohl eigentlich jeder merkt,
dass erstens so viel gar nicht dahinter
steckt und zweitens die Regierung bei
wichtigen Entscheidungen gern kneift
oder sie in Kommissionen verlagert oder
auf die lange Bank schiebt, entweder
wegen Widerstands des Koalitionspartners
oder aus Angst vor einer Watschen
durch betroffene Wähler. Die Bevölkerung
ist zwar pauschal und grundsätzlich
dafür, dass in Deutschland dringend
etwas passieren muss, etwa im sozialen
Bereich oder bei der Arbeitsleistung,
allerdings so gut wie immer mit der entscheidenden
Einschränkung, nur solange
etwaige Einschnitte einen nicht
persönlich betreffen. Das ist durchaus
hinderlich, rechtfertigt allerdings keine
weitere politische Versündigung an der
Zukunft des Landes durch Unterlassung.
Dazu gehört Mut – mit dem es
in der Politiker-Kaste in Deutschland
nicht sehr weit her ist. Weder wird
dem Wähler ausreichend reiner Wein
eingeschenkt noch in aller Regel so gehandelt,
dass es dem Land dient – und
nicht Klientelinteressen. Es geht leider
auch der Regierung Merz, ebenso wie
in den allermeisten Fällen ihren Vorgängern,
darum, gefälligst keine größeren
Wählergruppen zu verprellen, sondern
sich immer an den Umfragewerten zu
orientieren. Diese Strategie des geringsten
Widerstands trägt jedoch allenfalls
kurzfristig. Auf längere Sicht verschlimmert
sie nur die Lage in allen defizitären
Bereichen, wo nur konsequente
fachliche Entscheidungen weiterhelfen.
Und nicht das Klein-Klein-Denken, das
in Deutschland zu weit verbreitet ist.
Veränderungswille wird ausgesprochen
klein geschrieben!
„Wovon soll der Wirtschaftsstandort
Deutschland auf
längere Sicht leben?
Schon richtig: Nur jammern, nörgeln,
schwarzsehen ist keine Lösung. Aber
helfen schönreden und -rechnen, wie
seit vielen Jahren praktiziert, irgendwie
weiter? Nein, sie führen allenfalls in eine
Sackgasse. Picken wir uns nur zwei (von
inzwischen besorgniserregend vielen)
Problemzonen in Deutschland heraus.
Wovon soll diese Republik auf längere
Sicht leben? Die Frage gewinnt an
Brisanz, wenn das Geschäft mit den
Autos den Wohlstand nicht mehr so
gewährleistet wie in den vergangenen
Jahrzehnten? Sehr wahrscheinlich ist,
dass nur eine umfassende Akzeptanz
eines technischen Fortschritts mit einer
digitalen Revolution als zentraler
Baustein das Zeug dazu hat, ein vergreisendes
Land wie Deutschland aus
seiner trägen Modernitätsverweigerung
samt allem wuchernden Populismus
zu befreien. Bis 2036 treten 19,5 Millionen
Deutsche in den Ruhestand, nur
12,5 Millionen junge Menschen rücken
in den Arbeitsmarkt nach. Das zeitigt
schwere Verwerfungen, von der Produktion
über den Staatshaushalt bis zu den
Sozialversicherungen. Nur die digitale
Revolution, die auch Künstliche Intelligenz
beinhaltet, scheint in der Lage,
diese Lücke zusammen mit besserer
Integration von Zuwanderern zu schließen.
Deutschland muss deshalb höllisch
aufpassen, hier nicht abgehängt
zu werden. Denn die digitale und KI-Musik
spielen vorwiegend andernorts,
Gut zu wissen
in den USA, China, aber bisher nicht
hierzulande. Außerdem besteht akuter
Handlungsbedarf, statt einzelne Branchen
mit Subventionen zuzukleistern
sich lieber die staatlichen Ursachen
hoher Standortkosten zielgerichtet vorzuknöpfen:
Zum Beispiel die Fehler bei
der Energiewende, teure Sozialpolitik,
verkrustete Infrastruktur, Regulierung,
Bürokratie. Das ist effektiver und wettbewerbsfreundlicher
als alles mit staatlichen
Zuschüssen recht machen zu
wollen.
Darauf wirft im Übrigen ein Schlaglicht
auch die aktuelle Renten-Debatte. Statt
sich endlich einmal ehrlich zu machen
und die ganze faktische Wahrheit unverzüglich
auf den Tisch zu legen, um
Verabredungen und damit den Frieden
in der Koalition zu wahren und die
Rentner nicht zu vergraulen, will die Regierung
per Gesetz noch 2025 weitere
Unsummen aus dem Bundeshaushalt
in die Rentenkasse umlenken, um das
Rentenniveau zumindest bis 2031 auf
48 Prozent zu halten, sich dabei aber
„Kostenexplosion: Sozialstaat
droht sich selbst zu ruinieren
nicht festlegen, welches Niveau danach
Ausgangspunkt für weitere Schritte sein
soll. 48 Prozent sind bescheiden genug;
sie seien den Rentnern mindestens
herzlich gegönnt, zumal die Rentenhöhe
in Deutschland ohnehin deutlich
niedriger ist als in anderen Industriestaaten.
Nur geht es nicht, dass der
Renten-Zuschuss alsbald womöglich
ein Viertel des Bundeshaushalts verschlingt.
Wo soll das hinführen? Dieser
Verschiebebahnhof lähmt den Staat,
belastet übergebührlich die Jüngeren.
Schwierige Fragen, kein Zweifel. Wer
soll für die Alterung zahlen: Die Rentner,
die brav ihre Beiträge entrichtet
und das Land mit aufgebaut haben –
oder die Jüngeren, die auch nichts dafür
können, dass ihre Zahl schrumpft. So
oder so: Es führt kein Weg daran vorbei,
die Altersversorgung solide auf neue
und breitere finanzielle Beine zu stellen,
zumal sich mit ziemlicher Sicher-
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
09
Gut zu wissen
heit herausschält, dass die gesetzliche
Rentenversicherung für viele Jüngere in
Zukunft nur noch ein Baustein ihrer Altersversorgung
sein kann.
Der Karren im Rentenstreit war zuletzt
verfahren. Merz und Söder zogen alle
Register, um das Rentenpaket der Koalition
und damit womöglich auch die
Regierung gegen den Aufstand der jungen
Renten-Rebellen in der Unionsfraktion
zu retten. Die Kuh war bis Redaktionsschluss
zwar nicht endgültig vom
Eis. Allerdings konnte man vor allem
aus Gründen der Verhältnismäßigkeit
davon ausgehen, dass die junge CDU/
CSU-Abgeordneten-Gruppe bei der Abstimmung
im Bundestag einlenkt, im
Wesentlichen gegen das Versprechen
der Oberen, dass im Zuge der Arbeit
der Rentenkommission schon bis Ende
2026 eine tiefergreifende Reform in trockene
Tücher gepackt sein soll. Angeblich
sollen die Rentenfachleute dabei
alles auf den Prüfstand stellen dürfen,
von einem späteren Renteneintrittsalter
über das Rentenniveau, die Rente
mit 63 bis zur Einbeziehung weiterer
Gruppen wie Selbstständige und Beamte
(was passiert eigentlich mit deren
Pensions-Niveau?) ins System und
etwaiger Heranziehung weiterer Einkunftsarten
wie Kapitalerträge. Das hört
sich zunächst gut an. Aber ob dabei
letztendlich etwas herauskommt, bleibt
völlig offen, weil die Vorschläge der Rentenkommission
unverbindlich sind. Die
Entscheidungen trifft der Bundestag.
Davon abgesehen bleibt der Widerspruch:
Warum erzwingt die Regierung
jetzt ein Rentenpaket, das
massive Mehrbelastungen für den
Bundeshaushalt bringt, um dann eine
Experten-Kommission einzusetzen, die
wohl umso schärfer eine Kehrtwende
vollziehen muss. Wer soll diese Reihenfolge
verstehen, rein sach- und nicht
machtpolitisch? Auf die paar Monate
bis zur Empfehlung der Rentenkommission
wäre es wohl auch nicht mehr
angekommen. Im Übrigen, unabhängig
davon: Selbst die beste Rentenformel
ist allenfalls noch die Hälfte wert, wenn
die Wirtschaft in Deutschland als Basis
des ganzen Systems nicht in Schwung
kommt.
„Merz schon am Scheideweg:
Dann gute Nacht, Deutschland!
So schließt sich ein Kreis: Merz steht
schon am Ende des ersten Regierungsjahres
am Scheideweg: Der Sozialstaat
ist eine große, sensible Errungenschaft.
Aber so wie bisher kann es nicht weitergehen,
weil die Kosten durch die Decke
explodieren und er sich dergestalt
selbst ruiniert. Die Sozialsysteme müssen
so geregelt werden, dass sie fi nanzierbar
bleiben. Die Zahlen sprechen
für sich: Deutschland gibt mit 41 Prozent
der Gesamtausgaben mittlerweile
mehr Geld für soziale Sicherung aus als
jeder andere EU-Staat, inclusive der in
dieser Disziplin bisher eindeutig füh-
renden Skandinavier, Österreicher und
Schweizer. Überdurchschnittlich hoch
sind hierzulande mit elf Prozent auch
die Ausgaben für die öffentliche Verwaltung,
während Deutschland im Bildungsbereich
mit 9,3 Prozent der Gesamtausgaben
das Schlusslicht bildet.
Das ist eine Schande für sich, ein Attentat
auf Gegenwart und Zukunft dieser
Republik, die auf bestmögliche Bildung
und Ausbildung angewiesen ist. Wenn
man dann noch in Rechnung stellt,
dass die Schweizer 200 Stunden im
Jahr mehr arbeiten als die Deutschen,
die Amerikaner 400, die Polen 600 und
die Chinesen 800 Stunden, die Deutschen
zugleich aber die meisten Feier-,
Urlaubs- und Krankheitstage haben,
dann ergeben sich daraus aufschlussreiche
Anhaltspunkte, die, natürlich
zusammen mit anderen Standortfaktoren,
dazu beitragen, dass der Standort
Deutschland längst nicht mehr so rund
läuft wie früher. Die meisten Defizite
haben sich durch Liegenlassen oder allenfalls
kosmetisches Übertünchen in
den vergangenen 20 Jahren angehäuft,
zumeist aus einem Hang zur Bequemlichkeit
der Regierungen als auch dem
größten Teil der Bevölkerung.
Merz und die Parteien der Mitte haben,
das müsste mittlerweile eigentlich jedem
noch klarer sein als Felsquellwasser,
wirklich nur noch wenige Patronen,
um existenzielle Treffer zu landen. Platzen
sie oder gehen die Schüsse daneben,
dann gute Nacht, Deutschland!
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10 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
HEILKUNST &
UNTERNEHMERGEIST
70 JAHRE
DR. MED. JOHANNES ZWICK
Gut zu wissen
Ein Glückwunschbuch der Würdigung, der Dankbarkeit und des Respekts
Zwischen Stethoskop und Unternehmergeist
70 Jahre Dr. med. Johannes Zwick
Wer dieses Buch aufschlägt, dessen
Titel eine Seite vorher veröffentlicht
ist, begegnet einer außergewöhnlichen
Persönlichkeit, deren Lebenswerk und
Wirken weit über einzelne Erfolge hinausweisen.
Es ist ein Buch der Würdigung, der
Dankbarkeit und des Respekts – von Persönlichkeiten
aus Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft, von Freundinnen und Freunden,
Weggefährtinnen und Weggefährten,
von Kolleginnen und Kollegen. Sie alle eint
der Wunsch, Dr. med. Johannes Zwick anlässlich
seines 70. Geburtstages zu gratulieren
und ihm für seinen unermüdlichen
Einsatz auf vielen Ebenen Anerkennung
auszusprechen. Dr. med. Johannes Zwick
ist weit mehr als ein erfolgreicher Arzt: Er
vereint in besonderer Weise medizinische
Exzellenz, unternehmerischen Weitblick
und gesellschaftliches Engagement. Als
langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender des
Familienunternehmens Johannesbad, einem
der bedeutendsten Gesundheitsunternehmen
Deutschlands mit rund 2.400
Mitarbeitenden, hat er Maßstäbe gesetzt
– für innovative Therapiekonzepte, für
eine moderne Ausbildung in Schulen für
Gesundheitsberufe, für nachhaltige Gesundheitsdienstleistungen
in Rehabilitationskliniken
sowie für eine verantwortungsvolle
Unternehmensführung. Die von ihm
geschaffenen Einrichtungen helfen täglich
unzähligen Menschen, Lebensqualität
und Gesundheit zu bewahren oder wieder
zu erlangen. Gleichzeitig hat er immer
auch das Gemeinwohl im Blick behalten,
etwa in seiner Rolle als Vorsitzender der
Arbeitsgruppe Gesundheitswirtschaft des
Wirtschaftsbeirats Bayern sowie durch ehrenamtliche
Tätigkeiten, beispielsweise als
langjähriger Vorsitzender von Power-Child,
gemeinnütziger Verein zur Prävention von
chen. In diesem Buch finden sich herzliche
Glückwünsche und wertschätzende Worte.
Einige davon werden nachfolgend veröffentlicht.
Einige wenige repräsentativ für
zum Ausdruck gebrachte Verdienste des
Jubilars ist regional Tobias Kurz, Erster Bürgermeister
von Bad Füssing. Ernst Fuchs,
über 30 Jahre Leitartikler und 15 Jahre
Chefredakteur der Passauer Neuen Presse
ist es vorbehalten unter der Schlagzeile
„Ein ewig junger Visionär“ schon einleitend
auf den Punkt zu kommen: „Nimmermüder
und visionärer Vollblut-Unternehmern,
Mediziner, gesundheitspolitischer Ideengeber,
Pfleger bayerischen Brauchtums,
als Mitglied der kulturell und sozial engagierten
„Filser Buam“, Jäger und Hundeliebhaber,
großzügiger Gastgeber, nicht
„Es ist schön, Menschen in unserer
Heimat zu wissen, die
mit Herzblut ihre Aufgaben erfüllen.“
nur hochkarätiger Diskussionsrunden, in
offener Weltläufigkeit, intellektuell, neugierig,
Genussmensch, Verfechter hoher
Sportlichkeit – und nicht zuletzt ausgeprägter
Familienmensch als stolzer Vater
dreier Kinder. All das verkörpert Dr. Johannes
Zwick, langjähriger Geschäftsführer
und heute Aufsichtsratsvorsitzender der
Johannesbad Gruppe, einem erfolgreich
expandierenden
Unternehmensverbund,
weiterhin zu 100 Prozent in Familienbesitz.“
Neben Ministerpräsident Dr. Markus
Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner,
Wirtschaftsminister und stellvertretender
Ministerpräsident Hubert Aiwanger, Klaus
Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion
im Bayerischen Landtag und Gesundheitsministerin
Judith Gerlach, gratulieren
sowie viele weitere Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens regional und überre-
sexueller Gewalt an Kindern und Jugendligional.
Interessant sind die Schlagzeilen,
beispielsweise von Europaminister Eric
Beißwenger: „Schritt für Schritt haben Sie
die Johannesbad Gruppe mit medizinischer
Expertise und unternehmerischem
Weitblick zu einem deutschlandweit führenden
Gesundheitsdienstleister ausgebaut“.
Landtagsabgeordneter Bernhard
Seidenath, der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses
des Landtags wählte die
Zusammenfassung: „Ein herzliches ‚Vergelt’s
Gott‘ für unser so angenehmes und
wertschätzendes Miteinander. Wir werden
auch weiterhin am gleichen Strang in die
gleiche Richtung ziehen!“ Altlandrat Franz
Meyer, als Staatssekretär Mitglied der
Staatsregierung, titelt vor seinem Glückwunsch:
„35 Jahre habe ich die Erfahrung
gemacht, dass du immer ein ehrlicher, verlässlicher
und offener Partner gewesen bist
– auf Dein Wort war immer Verlass“. Landrat
Raimund Kneidinger hat die Schlagzeile
gewählt: „Es ist schön, Menschen in unserer
Heimat zu wissen, die mit Herzblut ihre
Aufgaben erfüllen.“ Rechtsanwältin Prof.
Dr. Iris Koller fasst zusammen: „Wir feiern
einen ganz besonderen Menschen, der
über Jahrzehnte das Gesundheitswesen
mitgestaltet und vorangetrieben hat, wie
kaum ein anderer.“ Viele weitere Gratulanten,
wie der Freund Herbert Zelzer, informieren
auch über Persönliches. Abschließend
ist die Kurzeitung Bad Füssing mit
Glückwünschen an der Reihe: Vielleicht
wird doch noch der Wunsch des Jubilars
erfüllt, ein Buch über die gemeinsamen
67 Jahre zu schreiben. Möge diese Weihnachts-
und Neujahrsausgabe zum Anlass
dienen, einen Moment auf die außergewöhnliche
Rolle von Dr. Johannes Zwick zu
blicken – als Arzt, Unternehmer, Visionär
und Mensch.
Rudolf G. Maier
12 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
IN DER BRANCHE HABEN
SIE ALS UNTERNEHMER
MASSSTÄBE GESETZT
VON MINISTERPRÄSIDENT
DR. MARKUS SÖDER
Sehr geehrter Herr Dr. Zwick,
herzliche Gratulation zu Ihrem Geburtstag!
Bad Füssing genießt weit über die Grenzen des Freistaats
hinaus einen exzellenten Ruf als Kurort. Die
große Attraktivität und Beliebtheit der Johannesbad
Therme ist insbesondere Ihrem tatkräftigen Wirken
zuzuschreiben. Mit großer Einsatzbereitschaft, innovativem
Denken und Handeln entwickelten Sie weiter,
was Ihre Eltern begründeten. In Ihrer Branche haben
Sie als Unternehmer Maßstäbe gesetzt, in der Region
haben Sie entscheidend zur dauerhaften Stärkung
von Tourismus und Wirtschaft beigetragen. Für dieses
Engagement gelten Ihnen besonders heute Dank und
Anerkennung!
Alles Gute für das neue Lebensjahr!
Mit freundlichen Grüßen
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
13
Foto: Laurence Chaperon / Bayerischer Landtag
LIEBER JOHANNES, WEITERHIN ERFOLG
UND KRAFT, VIELE GLÜCKLICHE
MOMENTE SOWIE GOTTES SEGEN
VON ILSE AIGNER
Lieber Johannes,
ganz herzlich gratuliere ich Dir zu Deinem
70. Geburtstag.
„Freiheit ist die Möglichkeit, das zu tun,
was man für richtig hält.“
Ludwig Erhard
Möge Dir das neue Lebensjahr viele Momente der Freiheit
schenken – die Freiheit, Deinen eigenen Weg zu
gehen, Deine Überzeugungen zu leben und das zu tun,
was Du für richtig hältst.
Ganz im Sinne Ludwig Erhards wünsch’ ich Dir stets
die Kraft und den Mut, Dein Leben selbst zu gestalten.
Liebe Johannes, ich wünsche Dir heute einen schönen
Ehrentag im Kreise Deiner Familie und Freunde und
für die kommende Zeit vor allem Gesundheit, weiterhin
Erfolg und Kraft, viele glückliche Momente sowie
Gottes Segen.
Mit herzlichen Grüßen aus dem Maximilianeum
Ilse Aigner
14 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
GERNE VERBINDE
ICH MEINE GLÜCK-
WÜNSCHE MIT MEINER
HOCHACHTUNG FÜR
IHRE UNTERNEHMERISCHEN
LEISTUNGEN
VON HUBERT AIWANGER,
STAATSMINISTER FÜR WIRTSCHAFT,
LANDESENTWICKLUNG UND ENERGIE,
STELLVERTRETENDER MINISTERPRÄSIDENT
Sehr geehrter Dr. Zwick,
zu Ihrem 70. Geburtstag gratuliere ich Ihnen sehr
herzlich. Ich darf Ihnen auch die besten Glückwünsche
von Herrn Staatssekretär Tobias Gotthardt
übermitteln.
Gerne verbinde ich diese Glückwünsche mit meiner
Hochachtung für Ihre unternehmerischen Leistungen.
Über Jahrzehnte hinweg haben Sie die Johannesbad
Gruppe als Vorstandsvorsitzender und bis heute als
Aufsichtsratsvorsitzender entscheidend geprägt und
weiterentwickelt. „Gesundheit ist unser Leben“ ist
dabei nicht nur das Motto des Unternehmens, sondern
auch Ihr ganz persönliches Credo. Denn Ihnen
ist es ein zentrales Anliegen, die Lebensqualität der
Menschen durch das Angebot in Ihren Einrichtungen
nachhaltig zu steigern. So bietet die Johannesbad
Gruppe an mittlerweile zwölf Standorten mit Fachkliniken
oder Reha-Zentren umfangreiche medizinische
Leistungen an. Gleichzeitig sind Sie Ihrem Hauptstandort
Bad Füssing stets treu geblieben. Die dortige
Johannesbad-Therme hat sich zu einer der größten in
ganz Europa entwickelt und Bad Füssing so zu einem
der wichtigsten Kurorte in ganz Bayern gemacht. Für
Ihren Einsatz möchte ich Ihnen aufrichtig danken.
Ich hoffe, dass Sie Ihren Geburtstag nach Ihren Vorstellungen
verbringen können. Für Ihre weitere Arbeit
wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg sowie Ihnen
persönlich alles erdenklich Gute, Zufriedenheit und
vor allem Gesundheit.
Mit freundlichen Grüßen
Hubert Aiwanger
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
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©Foto CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag
IN EINER ZEIT, IN DER WERTEORIENTIERUNG
NICHT SELBSTVERSTÄNDLICH IST, IST DAS
WIRKEN VON DR. MED. JOHANNES ZWICK
EIN VORBILD, DAS WEIT ÜBER BAD FÜSSING
HINAUS AUSSTRAHLT
VON KLAUS HOLETSCHEK, MDL
Mit Dr. med. Johannes Zwick feiert eine Persönlichkeit
ihren 70. Geburtstag, die in besonderer Weise für
ärztliche Verantwortung, unternehmerische Tatkraft
und gesellschaftliches Engagement steht. Sein beruflicher
Weg ist beispielhaft für ein Lebenswerk, das von
Verlässlichkeit, Weitblick und einem tiefen Werteverständnis
geprägt ist.
Seit vielen Jahrzehnten prägt Dr. Zwick das medizinische
und wirtschaftliche Leben in Niederbayern,
insbesondere in Bad Füssing, wo er mit seiner Familie,
seiner Arbeit und seinem Unternehmen fest verwurzelt
ist. Ausgehend von seiner ärztlichen Tätigkeit hat er
früh erkannt, dass eine moderne und zukunftsfähige
Gesundheitsversorgung nur mit unternehmerischer
Initiative und Verantwortung gelingen kann. Diese
Erkenntnis setzte er konsequent in die Praxis um, mit
großem Erfolg und stets mit Blick auf das Wohl der
Menschen.
Unter seiner Führung entwickelte sich das Familienunternehmen
Johannesbad zu einem herausragenden
16 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Beispiel für eine Medizin, die höchste Qualität mit
Menschlichkeit verbindet. Das Leitbild des Unternehmens
trägt unverkennbar seine Handschrift. Innovation,
Verlässlichkeit und der Anspruch, das Wohl
der Patientinnen und Patienten über alles zu stellen,
prägen sein Wirken. Er zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg
und soziale Verantwortung keine Gegensätze sind,
sondern sich gegenseitig ergänzen und stärken.
Besonders beeindruckend ist die Haltung, mit der Dr.
Zwick führt. Er handelt besonnen und konsequent,
ist stets sachorientiert und besitzt ein feines Gespür
für Menschen. Er versteht es, Vertrauen zu schaffen
– bei Mitarbeitenden ebenso wie bei Partnern und
Patientinnen. Sein Führungsstil ist geprägt von Klarheit
und Fairness sowie von einem Verantwortungsbewusstsein,
das über den Tag hinausreicht. Seine
Bodenständigkeit und sein persönliches Engagement
verbinden ihn eng mit seiner niederbayerischen
Heimat.
Über seine unternehmerische Tätigkeit hinaus engagiert
sich Dr. Zwick seit vielen Jahren für die Weiterentwicklung
der Gesundheitswirtschaft in Bayern. Als
Aufsichtsratsvorsitzender der Johannesbad Gruppe
sowie als Vorsitzender des Fachausschusses Gesundheitswirtschaft
im Wirtschaftsbeirat Bayern bringt er
seine Erfahrung, seine medizinische Kompetenz und
seine ethische Haltung in zentrale Zukunftsfragen
des Gesundheitswesens ein. Sein Wort hat Gewicht,
weil er Fachwissen mit Glaubwürdigkeit und Haltung
verbindet. Damit ist er zu einer wichtigen Stimme an
der Schnittstelle von Medizin, Wirtschaft und Politik
geworden.
Bemerkenswert ist auch sein Blick über den Tellerrand
hinaus. Dr. Zwick ist ein Mensch, der neugierig
bleibt und den Mut hat, neue Entwicklungen frühzeitig
aufzugreifen. In seinem Buch „Der Lebenscode: Die
Longevity-Methode für ein langes, gesundes Leben“
zeigt er, wie medizinische Forschung, Lebensstil und
moderne Präventionsstrategien zusammenspielen
können, um Gesundheit und Lebensqualität nachhaltig
zu fördern. Mit Themen wie Zellregeneration, personalisierte
Ernährung oder den Einfluss mentaler Stärke
auf die körperliche Vitalität beweist er, dass er nicht
nur in der Versorgung denkt, sondern auch in der Vorsorge
und dass Fortschritt für ihn immer am Menschen
beginnt. Dieses Werk steht exemplarisch für seinen
weiten Horizont, seinen Innovationsgeist und sein
tiefes Verständnis dafür, wie Wissenschaft und praktische
Lebensführung zusammenwirken können.
Sein Lebenswerk ist weit mehr als die Erfolgsgeschichte
eines Unternehmens. Es ist Ausdruck einer
tiefen Überzeugung, dass wirtschaftliches Handeln
immer dem Menschen dienen muss. Zugleich zeigt
es, wie eng die Geschichte der Familie Zwick mit der
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung
ihrer Heimatregion und auch des gesamten Freistaats
Bayern verbunden ist. Das, was in Bad Füssing entstanden
ist, steht heute beispielhaft für die Stärke
und Innovationskraft bayerischer Mittelständler, die
Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen
und Zukunft gestalten. In einer Zeit, in der Werteorientierung
und langfristiges Denken nicht selbstverständlich
sind, ist sein Wirken ein Vorbild, das weit über Bad
Füssing hinaus ausstrahlt.
Lieber Dr. Zwick, zu Ihrem 70. Geburtstag gratuliere
ich Ihnen von Herzen. Sie haben in den vergangenen
Jahrzehnten viel geschaffen – für Ihre Patientinnen
und Patienten, für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
für Ihre Region und für den Freistaat Bayern. Ihre
Tatkraft, Ihre Menschlichkeit und Ihr Verantwortungsbewusstsein
sind beeindruckend. Für die kommenden
Jahre wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zufriedenheit,
Gottes Segen und weiterhin die Freude, mit Ihrer Erfahrung
und Ihrer Persönlichkeit Wirkung zu entfalten.
Mit großer Wertschätzung und den besten Wünschen
Klaus Holetschek, MdL
Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen
Landtag
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KURZeitung
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©Foto StMGP
ES HEISST: „NICHT DIE JAHRE IN UNSEREM LEBEN
ZÄHLEN, SONDERN DAS LEBEN IN UNSEREN JAHREN.“
IN DIESEM SINN MÖGEN SIE MIT STOLZ AUF IHR
LEBENSWERK UND MIT ZUVERSICHT IN DIE
ZUKUNFT BLICKEN.
VON JUDITH GERLACH, STAATSMINISTERIN
FÜR GESUNDHEIT, PFLEGE UND PRÄVENTION
Sehr geehrter Herr Dr. Zwick,
zu Ihrem 70. Geburtstag wünsche ich Ihnen von
Herzen viel Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin
viel Tatkraft. Mit Ihrem Engagement in der Johannesbad
Gruppe setzen Sie Maßstäbe in der medizinischen
Versorgung, der Rehabilitation und insgesamt für die
Gesundheits- und Pflegewirtschaft im Freistaat – und
das seit über 60 Jahren und inzwischen in dritter
Generation unter Führung Ihres Sohnes Markus.
Seit der Gründung führen Sie den Ausschuss Gesundheitswirtschaft
im Wirtschaftsbeirat Bayern und
stärken so ehrenamtlich den Dialog zwischen Wirtschaft,
Politik und den vielen Stakeholdern. Sie setzen
sich dafür ein, dass wir in Bayern unsere Position als
Gesundheitsland weiter ausbauen. Dabei tragen Ihre
Impulse und Ihr praktisches Schaffen mit Angeboten
in Gesundheit, Pflege und Prävention dazu bei, den
Standort zu stärken. So schaffen Sie nicht nur wirtschaftlichen
Wert, sondern sichern auch zukunftsfähige
Arbeitsplätze in der Region.
Es heißt: „Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.“ In diesem Sinn
mögen Sie mit Stolz auf Ihr Lebenswerk und mit Zuversicht
in die Zukunft blicken.
Für Ihr Wirken danke ich Ihnen herzlich und wünsche
Ihnen alles erdenklich Gute für die Zukunft!
Ihre
Judith Gerlach, MdL
Bayerische Staatsministerin für Gesundheit,
Pflege und Prävention
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KURZeitung
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MIT IHREN IDEEN, IHREM UNTER-
NEHMERISCHEN GESPÜR UND IHREM
ENGAGEMENT HABEN SIE MASSGEBLICH
DAZU BEIGETRAGEN, DASS BAD FÜSSING
HEUTE DAS IST, WAS ES IST: EIN ORT,
DER GESUNDHEIT, LEBENSQUALITÄT UND
ZUKUNFT MITEINANDER VERBINDET
VON TOBAS KURZ, ERSTER BÜRGERMEISTER
DER GEMEINDE BAD FÜSSING
Sehr geehrter Herr Dr. Zwick,
„Erfolg ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis von klarem
Denken, harter Arbeit und der Fähigkeit, Visionen
in Wirklichkeit zu verwandeln.“ Dieser Gedanke – in
vielen Varianten überliefert – könnte aus Ihrer Feder
stammen. Denn Sie, lieber Herr Dr. Zwick, haben mit
Ihrem Wirken über Jahrzehnte hinweg genau das
bewiesen: Weitblick, Tatkraft und den Mut, groß zu
denken.
Seit nunmehr über 60 Jahren steht der Name Johannesbad
für Fortschritt, Verantwortung und Innovationsgeist
– untrennbar verbunden mit Ihrer Familie
und mit Ihnen persönlich. Sie haben das Erbe Ihrer
Eltern nicht nur fortgeführt, sondern zu einem modernen
Gesundheitskonzern geformt, der weit über
Bad Füssing hinaus Strahlkraft besitzt. Mit Ihren
Ideen, Ihrem unternehmerischen Gespür und Ihrem
Engagement haben Sie maßgeblich dazu beigetragen,
dass Bad Füssing heute das ist, was es ist: ein Ort, der
Gesundheit, Lebensqualität und Zukunft miteinander
verbindet.
Zum 70. Geburtstag dürfen Sie, sehr geehrter Herr Dr.
Zwick, mit Stolz auf ein Lebenswerk blicken, das weit
über wirtschaftlichen Erfolg hinausgeht. Sie haben
Perspektiven geschaffen, Arbeitsplätze gesichert
und mit dem Johannesbad einen Ort des Heilens, des
Lernens und des Lebens geformt – ein Sinnbild für
nachhaltigen Fortschritt.
Das vergangene Jahr mit den großen Jubiläumsfeierlichkeiten
zum 60. Geburtstag des Johannesbads hat
eindrucksvoll gezeigt, welche Bedeutung Ihre Vision
bis heute hat. Sie haben sich nie mit dem Erreichten
zufriedengegeben. Ihr Denken war und ist stets von
der Zukunft geprägt: von der Überzeugung, dass man
Gesundheit aktiv gestalten kann.
In jüngster Zeit widmen Sie sich dem Thema Longevity,
der Langlebigkeit. Es ist ein Thema, das wie für Sie gemacht
ist. Denn Sie haben Ihr Leben lang gezeigt, dass
Älterwerden nicht Stillstand bedeutet, sondern eine
Gelegenheit ist und Räume eröffnet, immer wieder
Neues zu entdecken und neugierig zu bleiben. „Nicht
die Jahre im Leben zählen, sondern das Leben in den
Jahren“, hat Adlai E. Stevenson einmal gesagt – und
kaum jemand verkörpert diesen Satz so überzeugend
wie Sie.
In einer Zeit, in der immer mehr Menschen ein langes
Leben anstreben, zeigen Sie, dass wahre Lebensqualität
aus Neugier, Bewegung und Gestaltungswillen
entsteht. Ihr Engagement für die Erforschung und
Förderung gesunden Alterns ist dabei mehr als ein
neues Kapitel – es ist die konsequente Fortsetzung
Ihres Lebenswerks: Gesundheit neu denken, Zukunft
gestalten.
Ich wünsche Ihnen zu Ihrem 70. Geburtstag im Namen
der Gemeinde Bad Füssing von Herzen alles Gute –
Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin die Freude
am Diskurs, an der Innovation, am Gestalten.
Ihr
Tobias Kurz
Erster Bürgermeister der Gemeinde Bad Füssing
20 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben – und allen,
für die Sie da sind und die Ihnen am Herzen liegen – einen gesegneten
Advent und eine gnadenvolle und herzerwärmende Feier der Ankunft
des göttlichen Kindes unter uns Menschen
Von Dr. Stefan Oster SDB
Gut zu wissen
Liebe Leserinnen und Leser der
Kurzeitung Bad Füssing, liebe
Schwestern und Brüder im Glauben!
Wir befinden uns noch in der Zeit des Advents,
in der wir auf die Feier der Geburt
unseres Herrn Jesus Christus zugehen.
Im Grunde aber ist unser ganzes Leben
ein Advent: Ein geduldiges, frohes Zugehen
auf die Wiederkunft unseres Herrn
Jesus Christus. Ein Leben mit unserem
Herrn und Erlöser, von dem wir schon berührt
sind – und der sich danach sehnt,
dass wir ihn immer besser verstehen, mit
einem liebenden Herzen und wachem
Verstand.
Und so möchte ich Sie gerade nun und
in der kommenden Zeit dazu ermuntern,
die je eigene Gestaltung Ihres geistlichen
Lebens mit Gebet, Schriftlesung und
Gottesdienstbesuch bewusst und immer
wieder neu zu vertiefen, gleichsam
als Vorbereitung und Vertiefung der Geheimnisse,
die wir gläubig vollziehen und
erleben dürfen.
Von ganzem Herzen wünsche ich Ihnen
und Ihren Lieben – und allen, für die
Sie da sind und die Ihnen am Herzen
liegen – einen gesegneten Advent und
eine gnadenvolle und herzerwärmende
Feier der Ankunft des göttlichen Kindes
unter uns Menschen. Kommen Sie auch
gut und gesund ins Neue Jahr 2026 und
möge Sie der Segen unseres Herrn allezeit
begleiten.
Mit den besten Segenswünschen
Dr. Stefan Oster SDB
Bischof von Passau
H. H. Bischof Dr. Stefan Oster, SDB
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KURZeitung
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Aus Bad Füssing
Weihnachtlicher Panoramaweg
Die Weihnachtszeit dauert nur etwa
zweieinhalb Wochen, aber sie zeichnet
sich durch eine einzigartige Dichte an
kirchlichen Festen aus. Mir legt sich der
Vergleich mit einem alpinen Panoramaweg
nahe, der den Wanderern auf kurzer
Strecke eine ganze Fülle an gewaltigen
Bergmassiven, eindrucksvollen Gipfeln
Von Bernd Kasper
Bernd Kasper, Pfarrer im Pfarrverband Bad Füssing: „Starten wir also in der ‚Heiligen
Nacht‘. Uns wird feierlich verkündet: Heute ist euch der Retter geboren. Gott
begegnet uns auf Augenhöhe im Kind von Bethlehem.“
und atemberaubenden Aussichten bietet.
Wir sind eingeladen, ihn zu gehen
– gleichsam unter der Sonne (oder mit
einem anderen Bild: vor dem Horizont)
der Botschaft von der Auferstehung Jesu
Christi.
Starten wir also in der „Heiligen Nacht“.
Uns wird feierlich verkündet: Heute ist
euch der Retter geboren. Gott begegnet
uns auf Augenhöhe im Kind von Beth-
lehem. Am folgenden Tag ruft uns das
Evangelium auf, Weihnachten in „globaler“
Perspektive zu betrachten: Das göttliche
„Wort“, das schon immer da war
und dem alles sein Entstehen verdankt,
es ist „Fleisch geworden“ und hat unter
uns Wohnung genommen. Wer sich davon
„ansprechen“ lässt, es aufnimmt,
bekommt dadurch Anteil am göttlichen
Leben.
Stunden
Wenige
später,
am 2. Weihnachtsfeiertag,
richtet
sich der Blick auf
den hl. Stephanus:
Er wird gesteinigt,
weil er
sich zum auferstandenen
Christus
Jesus
bekennt
und freimütig vom
„offenen Himmel“
spricht. Wenn wir
an dieser Stelle
zurückschauen
auf das zuvor Gefeierte,
kann uns
deutlich
werden:
Mit dem Kind von
Betlehem
öffnet
sich auch uns der
Himmel.
Freilich
dürfen wir nicht
bei der vermeintlichen
„Idylle“ der
Krippe stehen bleiben, sondern wir sind
gerufen, den Weg Jesu mitzugehen und
– im Glauben an seine Auferstehung –
über die irdische Welt hinauszuschauen.
Wir setzen die Tour fort. Was uns vor Augen
tritt, ist nun weniger „aufwühlend“.
Mit dem Fest der „Heiligen Familie“
(Sonntag nach Weihnachten) verbinden
sich zahlreiche – manchmal süßliche –
Bilder vom Jesuskind, das in einer Wohnstube
Jesus und Maria bei der Arbeit
hilft. Die Botschaft dahinter lässt sich
freilich auch nüchterner sagen: Jesus ist
– wie unzählige andere Menschen auch
– in einer Familie aufgewachsen und von
ihr geprägt worden. Er hat das bekommen,
was er brauchte, um seinen Weg
in „Einheit mit Gott“ und Verbundenheit
mit den Menschen gehen zu können. Es
ist naheliegend, dass wir angesichts der
„Heiligen Familie“ an unsere Familien
denken, an das was uns geprägt hat oder
auch an das, was wir anderen mitgeben.
Allmählich nähern wir uns einer Schwelle,
die es zu überschreiten gilt: Ein Jahr
„Am Neujahrstag stellt uns die
kirchliche Liturgie Maria vor
Augen: Sie ist die ,Hoffnungsgestalt‘
schlechthin und ermutigt uns, im Blick
auf ihren Sohn Jesus Christus das neue
Jahr zu beginnen und zu gestalten.“
geht zu Ende. Wir tun gut daran, zurückzublicken
und für alles Geschenkte, für
alles Wachstum, für allen Segen zu danken.
Freilich nehmen wir auch das Belastende,
Beängstigende und Ungewisse
in den Blick und bitten Gott um seinen
Beistand und um die nötige Kraft für den
weiteren Weg. „In deiner Hand steht meine
Zeit“ (Ps 31,16). Die Betrachtung dieses
Psalmwortes kann helfen, das Jahr
zuversichtlich zu beschließen. Am Neujahrstag
stellt uns die kirchliche Liturgie
Maria vor Augen: Sie ist die „Hoffnungsgestalt“
schlechthin und ermutigt uns,
im Blick auf ihren Sohn Jesus Christus
das neue Jahr zu beginnen und zu gestalten.
Der Segen, der von ihm ausgeht,
wird vielerorts auch durch die Sternsinger
ausgesprochen und an Haustüren
mit der Abkürzung „C + M + B“ (Christus
mansionem benedicat: Christus segne
das Haus) sichtbar gemacht.
Bald darauf bietet sich uns nochmals die
Möglichkeit, uns vom „weihnachtlichen
An- und Ausblick“ faszinieren zu lassen.
Der 2. Sonntag nach Weihnachten
22 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Aus Bad Füssing
verweist uns wieder auf das „fleischgewordene
Wort“, das uns geschenkt ist
und uns zur Antwort aufruft. Es folgt das
sogenannte Fest „Dreikönig“. Das Evangelium
von den „Sterndeutern aus dem
Osten“, die nach langem Weg schließlich
zum „Kind von Betlehem“ gelangen
– oder besser: geführt werden, macht
uns deutlich: Jesus ist der Heiland für
alle Menschen, ganz gleich aus welchem
Land sie kommen oder welche Hautfarbe
sie haben. Es lohnt sich, zu ihm aufzubrechen
und dabei zu vertrauen: Auch
für uns gibt es so manchen Stern, der
uns – hin und wieder auch über Umwege
– zu ihm führt.
Schließlich gelangen wir ans Ende der
„Wanderung“. Es ist, als hätten wir auf
einmal eine gewaltige Entfernung zurückgelegt
und ließen das Betrachtete
und Erfahrene weit hinter uns. Am Fest
„Wie uns nahegebracht wird, beginnt
er von nun an sein öffentliches
Wirken als ,geliebter Sohn‘, an
dem Gott ,Gefallen gefunden‘ hat. Er
wird sich dafür einsetzen, dass auch
andere sich als ,geliebte Söhne und
Töchter Gottes‘ erfahren können.“
der „Taufe des Herrn“ (Sonntag nach
Dreikönig) tritt uns Jesus nicht mehr als
kleines Kind, sondern als Erwachsener
vor Augen. Er lässt sich von Johannes
taufen und stellt sich damit in eine Reihe
mit denen, die der Umkehr und der
Vergebung bedürfen. Wie uns nahegebracht
wird, beginnt er von nun an sein
öffentliches Wirken als „geliebter Sohn“,
an dem Gott „Gefallen gefunden“ hat. Er
wird sich dafür einsetzen, dass auch andere
sich als „geliebte Söhne und Töchter
Gottes“ erfahren können.
Damit erweist sich das Ende des weihnachtlichen
„Panoramaweges“ als ein
Anfang. Wir sind eingeladen, den Weg
Jesu Woche für Woche mitzuverfolgen
und uns mit seinem Handeln und seiner
Botschaft
auseinanderzusetzen. Dann
wird das Evangelium auch für uns zur
„Frohen Botschaft“, die uns auf Erden
zuversichtlich leben lässt in der Gegenwart
des menschgewordenen Gottes
und uns den „offenen Himmel“ vor Augen
hält, wo wir einmal unser Ziel finden
dürfen.
Gottes Segen für Ihren Weg durch die
Weihnachtszeit und durch das neue
Jahr wünscht Ihnen
Bernd Kasper
Pfarrer im Pfarrverband Bad Füssing
Es geht um ein Kind, ohnmächtig und hilflos
Trotzdem ist mit Jesu Geburt ein Licht in dieser Welt aufgegangen
Von Norbert Stapfer
An Weihnachten feiern wir die Geburt
Jesu Christi. Manche freuen sich
aber auch nur über ein paar freie Tage;
andere darauf, dass die Familie zusammenkommt.
Man möchte ein Stück heile
Welt spüren, so wie es früher war. Manche
sprechen deshalb vom Fest der Liebe
oder vom Fest des Friedens.
Anhand dieser Erwartungen sehen wir,
Kirchenrat Norbert Stapfer: „Mit diesem Jesus leuchten
Werte auf, die unser Leben bereichern. Da geht es
um Versöhnung und Vergebung, um Liebe statt Hass,
um Frieden statt Krieg. Das kann uns Mut machen,
dass wir nicht alles gottergeben hinnehmen.“
dass das Weihnachtsfest auch jenseits
seines christlichen Inhalts tiefe Sehnsüchte
in uns nach Liebe und Geborgenheit
anspricht. Wer auf diesem von Krisen
und Kriegen gebeutelten Erdenrund
würde sich nicht eine heile und friedliche
Welt wünschen?
Da wir dies wahrscheinlich nicht so
schnell erleben werden, richten wir es
uns in dieser Welt ein. Wir finden uns mit
all dem Negativen ab, was uns in den
Medien täglich präsentiert wird. Wir nehmen
es hin, weil wir sowieso nichts dagegen
unternehmen können. Manche jedoch
begehren innerlich auf und werden
wütend. Andere tragen ihre Ohnmacht
und ihren Frust nach außen und gehen
auf die Straße. Wieder andere versuchen
selbst kleine Schritte zu gehen hin auf
eine heilere Welt. Diese Menschen tragen
viel dazu bei, dass unser Leben ein
Stück weit besser wird.
Das Weihnachtsfest lenkt unseren Blick
auf das Kind in der Krippe. Es geht um ein
Kind, ohnmächtig und hilflos. Trotzdem
ist mit Jesu Geburt ein Licht in dieser
Welt aufgegangen. Denn mit diesem Jesus
leuchten Werte auf, die unser Leben
bereichern. Da geht es um Versöhnung
und Vergebung, um Liebe statt Hass, um
Frieden statt Krieg. Das kann uns Mut
machen, dass wir nicht alles gottergeben
hinnehmen. Im Christkind in der Krippe
ist die Hoffnung begründet, dass wir unsere
Sehnsucht nach einer heilen Welt in
uns weitertragen.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen
ein gesegnetes Weihnachtsfest
Kirchenrat Norbert Stapfer
Evangelische Kurseelsorge Bad Füssing
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
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Aus Bad Füssing
Begegnung, Annahme, Kontakt sind sein Angebot
Er kommt uns mit seiner Liebe entgegen
Von Maria Müller
Liebe Leserinnen und Leser,
Weihnachten ist ein sehr emotionales
Fest. Vielleicht denken Sie in diesen Tagen
auch an die Weihnachtsabende und
-tage, die Sie selbst als Kind erlebt haben
oder die Sie in vergangenen Jahren
in ihren Familien gefeiert haben. Manchmal
tauchen dabei alte Bilder und Erinnerungen
auf, die wir in uns tragen, und
durch Weihnachten wieder zum Vorschein
kommen. Manche Geschichten
sind dabei vielleicht zum Schmunzeln,
manche trösten und andere machen zugleich
traurig.
Weihnachten ist eine Mischung von all
diesen Gefühlen. Und es ist nicht immer
leicht, zwischen froher Erwartung und
manchmal schmerzvollen Enttäuschungen
das innere Gleichgewicht zu bewahren.
Manche müssen sich dann mehr als
sonst zurückziehen, um diese Tage gut
zu überstehen, andere hegen schon lange
Vorfreude und genießen die heimelige
Stimmung der weihnachtlichen Zeit.
Viele jedenfalls sind ganz besonders angerührt
und berührbar an diesen Tagen.
Und vielleicht ist es gerade das, wozu
Gott uns einlädt, dass wir berührbar sind
und werden für die Menschen um uns
Maria Müller, Kurseelsorgerin: „So beginnt der Heilsweg
Gottes ganz persönlich in jedem Menschen, indem
wir uns berühren lassen von der Güte und Menschenfreundlichkeit
unseres Gottes und durch diese Liebe
immer mehr selbst frei werden, menschenfreundlich
miteinander umzugehen.“
herum, für die Welt, in der wir leben und
für ihn, den Gott, der Licht für uns sein
will.
Sicher haben Sie schon erlebt, wie es
ist, ein kleines Kind anzuschauen und zu
spüren, wie einem da das Herz aufgeht.
In jedem Kind beginnt wieder eine neue
Zukunft und die Hoffnung darin spüren
wir. In jedem kleinen Kind begegnen wir
dem Wunder des Lebens. Und genau
auf diesen Weg lässt sich auch unser
Gott ein. Er teilt das Leben mit uns. Da
ist kein Abstand mehr dazwischen. Gott
wird Mensch. Und er kommt nicht als
einer daher, der mächtig und stark ist,
sondern bietet uns an, ihm zu begegnen
als einen, der sich schutzlos preisgibt
und menschlicher Fürsorge bedürftig ist.
In vielen Krippendarstellungen streckt
uns das Jesuskind seine Hände entgegen.
Begegnung, Annahme, Kontakt sind
sein Angebot. Und das sind eigentlich
die Dinge, aus denen wir Menschen leben
und nach denen wir uns sehnen. Der
menschgewordene Gott berührt genau
diese Sehnsucht in uns. Er kommt uns
mit seiner Liebe entgegen. Diese Liebe
kann alles lösen, was wir an Härte und
seelische Schutzschilder um uns aufgebaut
haben. Denn wenn ein Mensch
einfach nur sein darf, wie er ist, und sich
angenommen und verstanden weiß, lösen
sich selbst seelische Verkrustungen
und es kann heil werden, was verletzt ist.
So beginnt der Heilsweg Gottes ganz
persönlich in jedem Menschen, indem
wir uns berühren lassen von der Güte
und Menschenfreundlichkeit unseres
Gottes und durch diese Liebe immer
mehr selbst frei werden, menschenfreundlich
miteinander umzugehen.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes und
frohes Weihnachtsfest und ein glückliches
und gesundes Neues Jahr.
Maria Müller,
kath. Kurseelsorgerin
24 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Johannesbad Gruppe
Starke Werte, klare Ziele: Markus Zwick prägt die Unternehmensstrategie
Expansion in der Gesundheitsbranche durch partnerschaftliche Führung
Markus Zwick ist der junge Vorstandsvorsitzende
der renommierten
Johannesbad Gruppe, einem der
bedeutendsten
Gesundheitsdienstleister
in Deutschland. Mit einer modernen,
vorausschauenden Führung
setzt er neue Akzente in einem traditionsreichen
Familienunternehmen, das
seit sechs Jahrzehnten Maßstäbe im
Bereich medizinische Rehabilitation,
Gesundheitsdienstleistungen,
Fachschulen
für medizinische Berufe und
„Mit engagierten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, mit
modernen Rehabilitationskliniken, renommierten
Schulen für medizinische
Berufe sowie mehrfach ausgezeichneten
Hotels spannt die Johannesbad
Gruppe heute ein weites Netz im
Dienste der Gesundheit.“
gehobene Hotellerie setzt. Zukunftsorientierung
und Innovationsgeist prägen
seinen Führungsstil: Markus Zwick legt
besonderen Wert auf nachhaltige Entwicklung,
kontinuierliche Modernisierung
der Kliniken, Schulen und Hotels
sowie auf innovative Konzepte, um die
exzellente Versorgung der Patientinnen
und Patienten sowie die kontinuierliche
Weiterbildung der Mitarbeitenden
sicherzustellen. Gleichzeitig engagiert
er sich konsequent für die Förderung
des Nachwuchses, die Gewinnung von
Fach- und Führungskräften sowie die
Lebens- und Arbeitsqualität am Standort
Bad Füssing und darüber hinaus.
Insbesondere im Jubiläumsjahr 2024
mit der großen Feier „60 Jahre Johannesbad“
zeigte Markus Zwick im Beisein
von Festredner Ministerpräsident
Dr. Markus Söder eindrucksvoll, wie
Tradition, Innovation und Verantwortung
miteinander verbunden werden
können – und wie essenziell Zusammenhalt,
Wertschätzung sowie regionale
und überregionale Partnerschaft im
Gesundheitswesen sein können. Markus
Zwick steht damit beispielhaft für eine
Generation moderner Unternehmer, die
soziale Verantwortung, wirtschaftlichen
Erfolg und gesellschaftliches Engagement
mit Weitblick, Bodenständigkeit
und Menschlichkeit vereint.
Das ausklingende Jahr 2025 markiert
für die Johannesbad Gruppe nicht nur
den Abschluss eines arbeitsreichen
und wegweisenden Kapitels, sondern
zugleich einen besonderen Meilenstein
der Unternehmensgeschichte. Anlässlich
der diesjährigen festlichen Zeit
richtete Markus Zwick seine Botschaft
an die rund 2.400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, an geschätzte Partner sowie
an all jene, die mit Tatkraft, Herzblut
und Professionalität einen wertvollen
Beitrag zur Entwicklung und zum Erfolg
der Johannesbad Gruppe leisten:
„Das Weihnachtsfest und der bevorstehende
Jahreswechsel bieten stets
Anlass zur Besinnung – Anlass, innezuhalten
und das gemeinsam Erreichte
zu würdigen, insbesondere in diesem
Jahr, das in weiten Bereichen zur wirtschaftlichen
Stagnation geführt hat. Wir
blicken auch deshalb voller Stolz, Dankbarkeit
und Zuversicht auf das, was mit
vereinten Kräften möglich war“, stellte
Markus Zwick anerkennend fest.
Mit engagierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, mit modernen Rehabilitationskliniken,
renommierten Schulen
für medizinische Berufe sowie mehrfach
ausgezeichneten Hotels spannt die
Johannesbad Gruppe heute ein weites
Netz im Dienste der Gesundheit. Hervorzuheben
seien dabei nicht nur die
Ärztinnen und Ärzte, die Therapeutin-
nen und Therapeuten oder Pflegefachkräfte,
sondern ebenso alle Mitarbeitenden,
die im Hintergrund – sei es in
Verwaltung, Küche, Technik, Reinigung,
im Unterricht oder Gästeservice – und
ihren unverzichtbaren Beitrag leisten:
„Jede und jeder Einzelne von Ihnen ist
Teil unseres Erfolges. Ihr Wissen, Ihre
Kreativität und Ihr Engagement sind das
Fundament, auf dem wir heute und in
Zukunft bauen. Sie alle prägen das Bild
unseres Unternehmens“, betonte Vorstandsvorsitzender
Markus Zwick.
Im Namen auch von Finanzvorstand
Werner Weißenberger richtete Markus
Zwick seinen ausdrücklichen Dank auch
„Ein besonderes Augenmerk
gelte dem Stammsitz der Unternehmensgruppe,
dem Kurort Bad
Füssing – seit Jahrzehnten europaweit
Synonym für Rehabilitation, Prävention,
Genesung und Wohlbefinden.“
an die zahlreichen Vertragspartner, darunter
insbesondere die Krankenkassen,
die Deutsche Rentenversicherung sowie
alle Zuweiser und Lieferanten. Sie
alle seien seit Generationen nicht nur
Geschäftspartner, sondern zuverlässige
Wegbegleiter und Unterstützer, ohne
die die Entwicklung der Johannesbad
Gruppe und die kontinuierliche Sicherung
medizinischer Exzellenz in Bad
Füssing und an allen Standorten nicht
denkbar gewesen wären.
Ein besonderes Augenmerk gelte dem
Stammsitz der Unternehmensgruppe,
dem Kurort Bad Füssing – seit Jahrzehnten
europaweit Synonym für Rehabilitation,
Prävention, Genesung und
Wohlbefinden. Mit jährlich rund zwei
Millionen Übernachtungen und Gästen,
die – entgegen des Trends in anderen
Kurorten – erfreulich lange verweilen,
26 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
Hotels, auch in der Johannesbad Gruppe,
zu beginnen oder fortzusetzen. Er
würdigte den Mut und das Engagement
der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
mit dem Versprechen:
„Wir setzen alles daran, dass Bad Füssing
auch in Zukunft ein lebens- und liebenswerter
Ort mit modernen Arbeitsplätzen,
verlässlicher Perspektive und
vielen Möglichkeiten für Familien und
Berufseinsteiger bleiben wird.“
Die enge Zusammenarbeit mit Gemeinderat,
Bürgermeister, der Ärzteschaft,
Gewerbeverband, Hotellerie und weiteren
Gremien bildet hierfür eine entscheidende
Grundlage. Gemeinsam
gilt es, die Attraktivität des Standorts
weiter zu stärken, neue Fachkräfte zu
gewinnen und innovative Wege in der
medizinischen Versorgung sowie im Ge-
„Ich danke Ihnen von Herzen für
Ihr Vertrauen und Ihre wertvolle
Arbeit. Lassen Sie uns gemeinsam das
neue Jahr mit Zuversicht, Tatkraft und
Begeisterung gestalten!“
Markus Zwick, Vorstandsvorsitzender Johannesbad Gruppe: „Die Herausforderungen der vergangenen Zeit, von
gesellschaftlichen Veränderungen über wirtschaftlichen Wandel bis hin zum spürbarem Mangel an Fachkräften,
haben der Johannesbad Gruppe und Bad Füssing – wie allen Unternehmen und Regionen – viel abverlangt. Doch
sie haben auch den Wert von Gemeinschaft, Zusammenhalt und Visionen deutlich gemacht. Wenn wir diese Herausforderungen
gemeinsam annehmen, gestalten wir nicht nur die Zukunft unseres Hauses, sondern sichern auch
eine Erfolgsgeschichte, die weit über Bad Füssing hinausstrahlt – zum Wohl unserer Gäste sowie zum Nutzen und
zum stolzen Selbstverständnis von uns allen.“
behauptet Bad Füssing eindrucksvoll
seine Spitzenfunktion unter den europäischen
Heilbädern. Die Johannesbad
Therme, mit der heilkräftigen Johannes
Quelle als Herzstück, bietet nicht nur
ein einzigartiges therapeutisches Angebot
auf 60.000 Quadratmetern parkartig
gestalteter Landschaft, sondern
steht beispielhaft für das besondere Zusammenspiel
von Natur, Tradition und
moderner Medizin.
Markus Zwick bekräftigte seine Verbundenheit
zum Kurort und stellte fest:
„Bad Füssing ist mehr als ein Heilbad.
Es ist ein Ort, an dem Menschen gesund
werden, in Gemeinschaft Kraft schöpfen
und neue Perspektiven gewinnen –
für Kurgäste und Patienten, aber ebenso
für diejenigen, die hier leben und
arbeiten“.
Die Zukunft des Kurortes, der Johannesbad
Gruppe und der gesamten Gesundheitsregion
ruhe, nicht zuletzt auf
den Schultern der jungen Generation.
Markus Zwick wandte sich besonders
an jene Nachwuchstalente, die sich entschlossen
haben, ihre Ausbildung oder
ihren beruflichen Werdegang in Bad
Füssing in den Kliniken, Schulen oder
sundheits- wie im Gastgewerbe zu beschreiten.
Zum Abschluss seiner Botschaft
wünschte Markus Zwick im Namen
des Vorstands und des gesamten Leitungs-Teams
der Johannesbad Gruppe
allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
ihren Familien, allen Partnern und
Unterstützern, den Kurgästen und Bürgern
von Bad Füssing besinnliche Feiertage,
Gesundheit, Frieden und einen
gelungenen Start in das neue Jahr.
„Ich danke Ihnen von Herzen für Ihr Vertrauen
und Ihre wertvolle Arbeit. Lassen
Sie uns gemeinsam das neue Jahr mit
Zuversicht, Tatkraft und Begeisterung
gestalten! Wir bleiben ein außergewöhnliches
Team an einem außergewöhnlichen
Ort – dafür stehe ich mit Ihnen
und für Sie ein“, so sein abschließender
Weihnachtsgruß.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
27
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28 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
FROHE
Weihnachten
UND EIN GUTES NEUES JAHR!
„Das größte Gut ist die Gesundheit. Das zweitgrößte ist die Ruhe.“ – Virgil
Diese antike Weisheit ist für die Johannesbad Gruppe aktueller denn je und bildet den Anspruch
unseres Handelns: Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden als oberstes Ziel. Denn
wenn das Jahr zu Ende geht, erinnern wir uns daran, dass wahre Lebensqualität in diesen
beiden Gütern liegt.
Tief empfundener Dank gilt in dieser Zeit allen, die zum Erfolg und zur Menschlichkeit der
Johannesbad Gruppe beitragen: unseren Patienten und Gästen, die uns täglich inspirieren
und motivieren, unseren geschätzten Partnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und
unseren Mitarbeitern, die sich jeden Tag mit so viel Herzblut für das Wohl anderer einsetzen.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedliches und erfülltes Weihnachtsfest. Mögen
Sie die Ruhe finden, um mit neuer Kraft, Optimismus und bester Gesundheit in ein erfolgreiches
neues Jahr 2026 zu starten.
Dr. Johannes Zwick Markus Zwick Werner Weißenberger
Johannesbad Gruppe
Abteilungen Fachklinik Johannesbad
Abteilung Orthopädie
Rehabilitations-, Anschlussheilbehandlung,
Prävention (ambulant und
stationär):
(bei Erkrankung, Beschwerden, Verletzung,
funktioneller Störung, nach
Operation/Amputation)
» Knie, Hüfte, Schulter
» Gelenke, künstliche Gelenke
» Muskeln, Bänder, Sehnen
» Wirbelsäule, Bandscheiben
» Fehlhaltung, Überlastung,
Blockaden
» Knochenbruch
» Osteoporose
» Arthrose
» entzündliche Gelenkveränderungen
» entzündlich-rheumatische
Erkrankung
Therapiespektrum (u.a.):
» Physiotherapie
» Medizinische Trainingstherapie
» Manuelle Therapie
» Ergotherapie
» physikalische Therapie
» Massage
» Lymphdrainage
» Fango
» Aquagymnastik
» Balneotherapie
» Stoßwellentherapie
» Ernährungsberatung
» psychologische Beratung
» Sozialdienst
Chefarzt: Hubertus Winkler
Tel. +49 8531 / 23-2113
orthopaedie@johannesbad.com
30 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
Abteilung Psychosomatische Medizin
und Psychotherapie
Rehabilitations- und Akutbehandlung
(stationär):
» Depressive Störungen
» Angststörungen, Zwangsstörungen
» Anpassungsstörungen, Reaktion auf
schwere Belastungen
» Neurasthenie, Burnout Syndrom,
Schlafstörungen
» Somatisierungsstörungen
» Chronische Schmerzstörung mit
somatischen und psychischen
Faktoren
Therapiespektrum (u.a.):
» Gesprächspsychotherapie –
Gruppen- und begleitende
Einzelgespräche,
die erste Stabilisierung im Rahmen
einer krisenhaften Zuspitzung oder
akuter Verschlechterung einer
psychosomatischen Störung
» Entspannungsverfahren
» Körper-Tanz-Therapie
» Konzentrative Bewegungstherapie
» Kunst- und Gestaltungstherapie
» Physiotherapie, Ergotherapie
» Partner- und Familiengespräche
» medikamentöse Behandlung
» Beratung und Einleitung der Nachsorge
bzw. ambulanter Therapien
Chefärztin: MUDr. (Univ. Prag)
Dagmar Blesik
Tel. +49 8531 / 23-2305
psychotherapie@johannesbad.com
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
31
Johannesbad Gruppe
Interdisziplinäres Rücken- und Schmerzzentrum
Multimodale Therapie akuter
und chronischer Schmerzen
(ambulant und stationär):
» Rückenschmerz (Spinalstenose, Zustand
nach OP/FBSS, degenerative
Wirbelsäulen-, Bandscheibenleiden,
myofaszialer Schmerz)
» neuropathischer Schmerz (Zoster-,
Trigeminusneuralgie, Polyneuropathie,
M. Sudeck, Leistenschmerz)
» Kopfschmerz (Cluster-, Spannungs-,
medikamentös indizierter
Kopfschmerz, Migräne)
» Muskel- und Weichteilschmerz
(Fibromyalgie, Myopathie, Rheuma)
» posttraumatische bzw. postoperative
Schmerzerkrankungen (BG-Heilverfahren/Schmerzassessment)
Multimodale Schmerztherapie,
Therapiespektrum (u.a.):
» radiografisch kontrollierte wirbelsäulen-,
rückenmarks-, nervennahe
Infiltrationen
» Hypnosetherapie
» Verhaltenstherapie
» Neuraltherapie
» Stoßwellentherapie
» Akupunktur
» spezielle Physiotherapie
» Osteopathie
» moderne medikamentöse
Schmerztherapie
Chefarzt: Dr. med. Oliver O. Wolf
Tel. +49 8531 / 23-2904
schmerzzentrum@johannesbad.com
32 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
Praxen, Ambulanzzentren und Schulen Johannesbad
» Dt. Zentrum für Osteoporose:
Tel. + 49 8531 / 23-2113
» Ambulantes Praxiszentrum für
Orthopädie und Spezielle
Schmerztherapie:
Tel. +49 8531 / 23-2904
schmerzzentrum@johannesbad.com
» Praxis für Physiotherapie,
Osteopathie und Massage:
Tel. +49 8531 / 23-2591
Johannesbad Berufsfachschule
Ausbildung zum Masseur und med.
Bademeister, Weiterqualifikation zum
Physiotherapeuten, weitere Fortbildungen
in Zusammenarbeit mit der
Johannesbad Akademie und der Medfachschule
Bad Elster.
Tel. +49 8531 / 23-2674
bfs.badfuessing@johannesbad.com
www.johannesbad-massageschule.de
Klinikleitung: Karsten Fuchs, Therapieleitung:
Christian Mück, Pflegeleitung:
Oliver Kort, Qualitätsmanagement: Karl
Lindorfer | Behandlungen anerkannt
durch: gesetzliche Krankenkassen, private
Krankenversicherungen, Beihilfen,
Berufsgenossenschaften, Dt. Rentenversicherung
Bund (auch AHB-Patienten
im Direkteinweisungsverfahren),
Dt. Rentenversicherung Land | Im Haus:
Therme mit staatlich anerkannter Heilquelle
| Über Behandlungen/Anerkennungen/Wege
zu uns je Abteilung informieren
wir Sie gerne.
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KURZeitung
33
Aus Bad Füssing
Bad Füssing: Mit Qualität, Herz und
Weitblick in die Zukunft
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Von Tobias Kurz und Daniela Leipelt
„Die Zukunft hängt davon ab, was wir
heute tun“, hat Gandhi einmal gesagt.
Dieser Gedanke hat uns in Bad Füssing
auch 2025 in besonderer Weise begleitet.
Denn Zukunft entsteht nicht zufällig
Tobias Kurz
Erster Bürgermeister der Gemeinde Bad Füssing
– sie wächst aus dem, was Menschen
mit Überzeugung, Leidenschaft und
Gemeinschaftssinn jeden Tag gestalten.
Auch dieser Jahreswechsel lädt dazu
ein, innezuhalten, zurückzublicken auf
das, was gelungen ist, und mit Zuversicht
nach vorn zu schauen.
Für uns war 2025 ein Jahr, das erneut
gezeigt hat, wie viel in Bewegung ist –
und wie stark unser Ort dann ist, wenn
viele gemeinsam an einem Strang ziehen.
Unser Ziel bleibt klar: Bad Füssing
soll auch in Zukunft einer der führenden
Gesundheits- und Wohlfühlorte Europas
sein – ein Ort, an dem sich Gäste ebenso
wohlfühlen wie die Menschen, die
hier leben und arbeiten.
In diesem Jahr haben wir vieles auf den
Weg gebracht, um dieses Profil weiter
zu stärken. Unsere drei Thermen sind
und bleiben dabei das Herzstück Bad
Füssings – Orte, an denen Gesundheit,
Regeneration und Lebensfreude spürbar
werden.
Das Bad Füssinger Thermalwasser ist
und bleibt dabei unser größter Schatz.
Wir sind dankbar, dass unsere Gastgeber
und unsere Thermen weiter in Qualität,
Service und neue Angebote investieren.
Sie schaffen Erlebniswelten, die
alle Wünsche einer modernen Gesundheitsdestination
erfüllen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf
der Verbindung von Natur und Gesundheit.
Der Bad Füssinger Heilwald ist dafür
ein exzellentes Beispiel. Er steht für
ein neues, ganzheitliches Verständnis
von Wohlbefinden und ist zugleich ein
Symbol für Nachhaltigkeit und Achtsamkeit.
Wir sind hier auf dem besten
Weg, das neue staatliche Prädikat
„Waldheilbad“ für unsere Gemeinde zu
erwerben.
Auch darüber hinaus wurden wichtige
Weichen gestellt – ob mit der laufenden
Entwicklung der Inn-Auen mit der neuen
Fischaufstiegsanlage – sie wird das
Naturerlebnis entlang des Inns noch attraktiver
machen – oder die stetige Modernisierung
unserer Infrastruktur wie
beispielsweise im Freibad. Vielerorts
spürt man den Anspruch, Bewährtes
zu bewahren und gleichzeitig Neues zu
wagen. Die Entwicklung der Ortsmitte
Egglfing, der flächendeckende Glasfaserausbau,
Investitionen in nachhaltige
Mobilität oder unser Tourismustag mit
dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz
sind Beispiele dafür, wie Zukunft
in Bad Füssing Gestalt annimmt.
Unsere Gäste schätzen Bad Füssing für
die Verlässlichkeit, das hohe medizinische
Niveau, die Gastfreundschaft und
die Atmosphäre unseres Kurorts. Wir
freuen uns über steigende Gästezahlen
und darüber, dass es uns und unseren
Gastgebern gelingt, neue Gäste für Bad
Füssing zu begeistern.
Bad Füssing ist einzigartig – und das
wollen wir für unsere Gäste noch stärker
erlebbar machen: mit innovativen Angeboten,
die Herz und Sinne ansprechen
und Gesundheit, Kultur sowie Natur
harmonisch miteinander verbinden. So
Daniela Leipelt
Kur- & Tourismusmanagerin der Gemeinde Bad Füssing
sichern wir langfristig die Attraktivität
unseres Kurorts.
Viele Initiativen tragen dazu bei: Veranstaltungen
wie der Winterzauber im
Kurpark, besondere Events im Sommer
oder das Kulturfestival sind feste Größen
im Jahreskalender und zeigen, wie
lebendig und vielfältig Bad Füssing heute
ist.
Die Rückmeldungen unserer Gäste bestätigen
uns in diesem Kurs: Bad Füssing
steht für Herzlichkeit und für das
gute Gefühl, willkommen zu sein. Dieses
besondere Miteinander ist das, was
unseren Ort so besonders macht – und
worauf wir zu Recht stolz sein dürfen.
All das wäre ohne die vielen engagierten
Menschen, die Tag für Tag für Bad
34 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Aus Bad Füssing
Füssing arbeiten, nicht möglich: unsere
Gastgeberinnen und Gastgeber, die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den
Thermen, die Unternehmerinnen und
Unternehmer, die Vereine, Ehrenamtlichen
und unser Team der Gemeinde.
Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank
– ebenso wie dem Gemeinderat, der
viele wichtige Entscheidungen mit Weitblick
mitgetragen hat. Vielen Dank auch
an unsere Partner aus Politik, Bezirk,
Landkreis, den Ministerien und der Bayerischen
Staatsregierung für die Unterstützung,
die wir erfahren dürfen.
© Turmschreiber Verlag Ingwert Paulsen
jr. e. K., Husum
Herausgeberin: Alix Paulsen
Hersteller im Sinne der GPSR:
Husum Druckund
Verlagsgesellschaft mbH u. Co. KG
Nordbahnhofstraße 2, D-25813 Husum,
Telefon (04841) 8352-0
www.verlagsgruppe.de
kontakt@verlagsgruppe.de
ISBN 978-3-938575-65-9
Preis 18,-€ - 248 Seiten
Mit zahlreichen Abbildungen in Farbe.
Erhältlich im Buchhandel oder
direkt über den Verlag.
2026 wird ein Jahr, in dem wir diesen
Weg fortsetzen: mit neuen Projekten,
mit kreativen Ideen und mit dem festen
Willen, Bad Füssing weiter als Gesundheitsort
mit internationaler Ausstrahlung
zu positionieren. Dabei leiten uns
drei Prinzipien: Qualität, Nachhaltigkeit
und Gemeinschaft. Denn sie sind das
Fundament, auf dem unsere Zukunft
ruht.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien
eine besinnliche Adventszeit, frohe
Weihnachten und einen guten Start in
ein gesundes, glückliches und erfülltes
neues Jahr 2026.
Ihr
Tobias Kurz
Erster Bürgermeister der Gemeinde
Bad Füssing
Ihre
Daniela Leipelt
Kur- & Tourismusmanagerin der
Gemeinde Bad Füssing
Neuerscheinung
Vorgestellt von Dr. Hans Göttler
Das sehr schön aufgemachte Buch enthält Beiträge von lebenden
(Gustl Bauer, Hans Göttler, Norbert Göttler, Monika Pauderer, Alfons
Schweiggert) und verstorbenen (Hans Breinlinger, Josef Fendl, Günter
Goepfert, Franz Ringseis, Walter Rupp, Werner Schlierf, Helmut Seitz,
Bernhard Ücker, Oskar Weber und Kurt Wilhelm) Münchner Turmschreiberinnen
und Turmschreibern sowie Texte anderer bairischer
Autorinnen und Autoren wie z. B. Hans Carossa, Lena Christ, Ludwig
Ganghofer, Georg Queri, Joachim Ringelnatz, Elisabeth Schinagl, Ludwig
Thoma, Karl Valentin und Konrad Zahn.
Aus meiner Feder wurden aufgenommen: ein Lebensbild über Mechtilde
Lichnowsky (geb. 1879 auf Schloss Schönburg bei Pocking, gest.
1958 in London); ein Gedenkblatt zum 70. Todestag (12. September
2026) von Hans Carossa (1878-1956) und eine Geschichte aus der
Schlaraffia für Schlaraffen und Nichtschlaraffen, insbesondere für
solche männlichen Lebewesen, die Schlaraffen werden dürfen, können,
wollen …!!! Oder wie oder was???
Ich wünsche allseits angenehme Lektüre und grüße herzlich aus
Osterholzen!
Euer
GöttlerHans / GeddlaHans
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
35
Judith Gerlach, Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention: „Ich freue mich daher, dass wir heuer mit dem Masterplan Prävention einen wichtigen Meilenstein
gesetzt haben. Wir stellen die Weichen für mehr Gesundheitsbewusstsein, Gesundheitsförderung, Vorsorge und Früherkennung und unterstützen einen gesunden Lebensstil
in jedem Alter und für alle Menschen in Bayern.“ Foto: StMGP
Von der Reparaturmedizin zur gelebten Prävention
„Prävention ist kein ,Nice to have‘, sondern eine Antwort auf die
Herausforderungen unserer Zeit“ – Von Judith Gerlach
Wir werden dank des medizinischen
Fortschritts und besserer Lebensbedingungen
immer älter. Doch entscheidend
ist die Lebensspanne, in der
es uns erlaubt ist, so lange und so gut
wie möglich selbstbestimmt und selbstständig
zu leben. Ein zentrales Anliegen
des Bayerischen Staatsministeriums für
Gesundheit, Pflege und Prävention ist
es daher, Gesundheit zu stärken und
Krankheiten möglichst zu verhindern
oder hinauszuzögern.
Hinzukommt, dass unser Gesundheitssystem
an einem Wendepunkt steht: Wir
können die Last von Bewegungsmangel,
falscher Ernährung und den Folgen un-
serer alternden Gesellschaft auf Dauer
nicht stemmen.
Als Bayerische Gesundheitsministerin
freue ich mich daher, dass wir heuer mit
dem Masterplan Prävention einen wichtigen
Meilenstein gesetzt haben. Wir
stellen die Weichen für mehr Gesundheitsbewusstsein,
Gesundheitsförderung,
Vorsorge und Früherkennung und
unterstützen einen gesunden Lebensstil
in jedem Alter und für alle Menschen in
Bayern. Denn Prävention ist kein „Nice
to have“, sondern eine Antwort auf die
Herausforderungen unserer Zeit. Wir
müssen weg von einer Reparaturmedizin
hin zu Gesunderhaltung.
Den Masterplan Prävention haben wir in
einem sehr breiten Prozess mit den anderen
Ministerien, mit unseren Partnern
im Bündnis für Prävention, mit dem Öffentlichen
Gesundheitsdienst und weiteren
Experten im Freistaat erarbeitet.
Er umfasst neben zehn strukturellen
Zielen zehn gesundheitliche Ziele und
bündelt insgesamt mehr als 250 konkrete
Maßnahmen, mit denen wir die
Gesundheit der Menschen in Bayern
stärken wollen.
Auf der strukturellen Seite sind das
etwa der Ausbau der Präventionsberichterstattung
mit einem Bayerischen
Präventionsbericht alle fünf Jahre oder
36 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
der Aufbau eines Präventionspools Bayern,
der ein landesweites Verzeichnis
der vielen verschiedenen, nicht-kommerziellen
Präventionsangebote bündeln
wird.
Bei den gesundheitlichen Zielen nehmen
wir neben den häufigsten körperlichen
und psychischen Erkrankungen
auch die Suchtprävention, die Prävention
von Infektionen und den Umgang mit
klimabedingten Gesundheitsgefahren
in den Blick. Wir wollen zeigen: Jeder
kann selbst etwas für seine Gesundheit
tun. Unser Motto lautet: Jeder Beitrag
zählt!
Ganz entscheidend dabei sind vor allem
regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene
Ernährung und ein gesundes Körpergewicht,
ausreichend Schlaf sowie
ein gesunder Umgang mit Stress. Ich
kann nur appellieren: Werden Sie hier
aktiv! Das ist ein hervorragender Vorsatz
für das neue Jahr!
Dazu passt auch unser aktuelles Thema
„Bavaria Moves“! Mit dieser Aktion zeigen
wir, wie man Bewegung am besten
in den Alltag einbauen kann. Sehr gerne
bin ich da auch persönlich mit dabei
und teile meine Erfahrungen.
Auch die Kurorte mit ihrer langen Tradition
der Gesundheitsförderung und Vorbeugung
können die Prävention stärken
„Im neuen Jahr werden wir mit
unseren Partnern den Masterplan
Prävention und seine Maßnahmen
Schritt für Schritt weiter mit Leben
füllen.“
und stützen. Denn hier geht es nicht
nur um klassische Behandlung. Es geht
immer auch um Aufklärung und praktische
Unterstützung für die Umsetzung
im Alltag. Denn wir sollten Krankheiten
gar nicht erst entstehen lassen, ihr Fortschreiten
verhindern oder unseren Gesundheitszustand
wieder verbessern.
Diese Angebote schaffen Raum für gelebte
Prävention – sei es durch die Stär-
kung des Gesundheitswissens, durch
aktive Anleitung zur Stressreduktion,
durch persönliche Ansätze für eine ausgewogene
Ernährung oder einfach mit
der Bewegungseinheit, die jeder ganz
individuell in seinen Alltag einbaut. Man
kann es nicht oft genug betonen: Es ist
nie zu spät, den ersten Schritt zu einem
gesünderen Lebensstil zu machen. Gesundheitsförderung
und Prävention
sind ein Gewinn in jeder Phase unseres
Lebens!
Im neuen Jahr werden wir mit unseren
Partnern den Masterplan Prävention
und seine Maßnahmen Schritt für
Schritt weiter mit Leben füllen. Wir sind
gestartet, um langfristige und nachhaltige
Erfolge zu erzielen. Daher ist für mich
der Rückblick ins Jahr 2025 ein Grund
zur Freude und Motivation zugleich:
Wenn wir gemeinsam handeln, können
wir viel tun für einen starkes und gesundes
Bayern. Machen Sie mit!
Wundversorgung
Hilfsmittelversorgung
Ernährungsmanagement
Pflegehilfsmittel
Inkontinenz
Kompressionstherapie
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Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
37
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Hotline: +49(0)8531 - 975522 • Fax: +49(0)8531 - 975529
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Dezember 2025 / Januar 2026
12.12.2025: Kulturbühne – Hoagarten
Um 19:00 Uhr in unserem Eventbereich:
„Mei scho wieda Weihnachtn“: Lustige Geschichten mit
Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz und Spielbankdirektor
Ralf Samland. Musikalisch umrahmt von der
Ortenburger Saitenmusi
31.12.2025: Silvester
Feiern Sie mit uns bei Live-Musik, Prosecco und
Häppchen. Auf ein gutes neues Jahr!
09.01.2026: Kulturbühne – Jazzmusik
Um 19:00 Uhr in unserem Eventbereich:
Das Jazzensemble SpVgg präsentiert tolle Jazzmusik
12.01.2026: Ausg’schmatzt - Talk im Casino
Gesprächspartner: Dieter Weinzierl – Tourismusdirektor
Bad Griesbach und Spielbankdirektor Ralf Samland
23.01.2026: Vernissage
Herzliche Einladung an alle Kunstinteressierten.
Um 19.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung der Künstlerin
Alexandra Vogt
30.01.2026: Kulturbühne – Hoagarten
Um 19:00 Uhr in unserem Eventbereich:
Stammtisch- Geschichten mit Bad Füssings
Bürgermeister Tobias Kurz und Spielbankdirektor
Ralf Samland. Musikalisch umrahmt.
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38 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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FESTLICHE
GENUSSMOMENTE
NUR FÜR
KURZE
ZEIT!
Klaus Holetschek, Gesundheitsminister a.D., CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag, Bildmitte, im Gespräch mit Dr. med. Johannes Zwick, Vorsitzender des
Aufsichtsrats des Familienunternehmens Johannesbad, rechts, und Markus Zwick, Vorstandsvorsitzender.
Stark ins neue Jahr:
Familie, Gesundheit und ein
Staat, der funktioniert
Weihnachten ist für viele von uns eine
Zeit des Durchatmens. Eine Zeit,
in der Familie und Gesundheit ganz bewusst
im Mittelpunkt stehen. Gerade als
Leserinnen und Leser einer Kurzeitung
wissen Sie, wie wertvoll Gesundheit,
Fürsorge und ein verlässliches Umfeld
sind. Deshalb möchte ich drei Bereiche
besonders hervorheben, die unser Leben
in unsicheren Zeiten tragen: starke Familien,
ein modernes und belastbares Gesundheitssystem
und ein Staat, der sich
konsequent erneuert, um den Menschen
echte Unterstützung zu bieten.
Von Klaus Holetschek
Familien tragen heute eine enorme Last.
Sie koordinieren Betreuung, kümmern
sich um Kinder und um ältere Angehörige,
stemmen Beruf und Erziehung und
sind der soziale Kern unserer Gesellschaft.
Umso wichtiger ist es, dass politische
Entscheidungen ihren Alltag spürbar
erleichtern. Investitionen in Bildung,
Betreuung und soziale Sicherheit sind
nicht nur Zahlen im Haushalt, sie sind
ein Bekenntnis zu Familienfreundlichkeit
und Zukunftsorientierung.
Die kürzlich beschlossene Umschichtung
des Familiengeldes in den Ausbau
von Betreuungsangeboten ist dafür ein
gutes Beispiel. Damit investieren wir
gezielt in unsere Kitas: für mehr Betreuungskapazitäten,
um das Leben für
Familien planbarer zu machen, zur Sicherung
stabiler Betriebskosten und um
Schließungen zu verhindern. Viele Träger
und Verbände bestätigen, wie notwendig
diese Prioritätensetzung ist. Eltern
können Arbeitszeiten besser planen und
Kinder erhalten die Förderung, die sie
brauchen. Damit bleibt Bayern ein Land,
das Familien in den Mittelpunkt stellt
und mit Augenmaß investiert.
gehören.
„Ein bayerischer Haushalt ohne
neue Schulden ist ein starkes
Signal an kommende Generationen,
weil er zeigt, dass Verantwortung und
Zukunftsperspektiven zusammengehören.“
Genauso wichtig ist, dass solide Haushaltsführung
und Zukunftsinvestitionen
kein Widerspruch sind. Ein bayerischer
Haushalt ohne neue Schulden ist ein
starkes Signal an kommende Generationen,
weil er zeigt, dass Verantwortung
und Zukunftsperspektiven zusammen-
Zu einer solchen Zukunftsorientierung
gehört auch der Blick auf die staatlichen
40 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
Strukturen, die unseren Alltag prägen.
Eine moderne Verwaltung, weniger komplizierte
Verfahren und mehr digitale
Möglichkeiten erleichtern vieles. Wer
schon einmal einen Betreuungsplatz organisieren,
ein ärztliches Attest einreichen
oder Anträge bewältigen musste,
„Viele von Ihnen erleben behördliche
Abläufe als zeitraubend
und schwerfällig. Während das eigene
Telefon längst als persönlicher Organisator
dient, sind staatliche Verfahren
oft noch im Papierzeitalter verankert.“
weiß, wie wichtig ein funktionierender
Staat ist. Deshalb ist es richtig, mit einer
Kommission zur Staatsmodernisierung
die Strukturen neu zu denken. Ich bin
überzeugt: Wenn wir Vertrauen stärken,
Effizienz steigern und die Digitalisierung
so einsetzen, dass sie den Menschen tatsächlich
hilft, gibt das Staat und Gesellschaft
neuen Schwung!
Viele von Ihnen erleben in einer Kur, wie
sehr Gesundheit die Grundlage für alles
andere ist. Ein starkes Gesundheitswesen
ist nicht nur ein politisches Vorhaben,
sondern eine tägliche Erfahrung.
Die letzten Jahre haben uns gezeigt, wo
„Für mich bedeutet ein handlungsfähiger
Staat nicht mehr
Regeln, sondern bessere. Unsere Gesetze
brauchen weniger Misstrauen
und mehr Vertrauen in die Bürgerinnen
und Bürger.“
die Belastungsgrenzen liegen. Kliniken
und Praxen benötigen moderne Ausstattung,
ausreichend Personal und digitale
Systeme, die den Alltag erleichtern.
Menschliche Nähe in Pflege und Medizin
bleibt dabei unersetzlich. Bürokratie
muss deshalb weichen, damit mehr Zeit
für die Versorgung bleibt.
Ein wichtiger Schritt für ein starkes Gesundheitswesen
ist der neue Masterplan
Prävention Bayern. Er setzt erstmals auf
ein umfassendes Konzept, das Gesundheit
ganzheitlich fördert und Prävention
fest im System verankert. Für die bayerischen
Kur- und Heilbäder ist das ein
deutliches Signal der Wertschätzung.
Sie bringen jahrzehntelange Erfahrung
in Bewegung, Ernährung, Regeneration
und mentaler Gesundheit ein und
werden damit zu zentralen Partnern der
neuen Strategie – von traditionellen Anwendungen
bis zu modernen Gesundheitsprogrammen.
Der Masterplan zeigt
klar, dass Prävention an Bedeutung gewinnt
und dass die Orte, an denen viele
von Ihnen Kraft tanken, eine Schlüsselrolle
in der Gesundheitsversorgung der
Zukunft spielen.
Gerade die Pflege ist eine der größten
gesellschaftlichen
Herausforderungen
unserer Zeit. Wenn Angehörige zu Hause
gepflegt werden, braucht es mehr Unterstützung,
klare Verfahren und finanzielle
Entlastung. Wer seine Kraft einsetzt, um
„Zum Jahresende lohnt sich der
Blick auf das, was wirklich zählt:
Familie, Gesundheit und ein Staat, der
den Menschen mit Respekt und Weitblick
begegnet.“
einem nahen Menschen beizustehen,
sollte nicht durch komplizierte Anträge
oder lange Wartezeiten entmutigt werden.
Hier zeigt sich, wie eng Familie,
Gesundheit und ein moderner Staat zusammenhängen.
Nur durch gute Lösungen
für die Pflege sichern wir auch den
sozialen Zusammenhalt der kommenden
Jahrzehnte.
Damit all diese Verbesserungen tatsächlich
wirken, braucht es einen Staat, der
Schritt hält mit der Realität der Menschen.
Viele von Ihnen erleben behördliche
Abläufe als zeitraubend und schwerfällig.
Während das eigene Telefon längst
als persönlicher Organisator dient, sind
staatliche Verfahren oft noch im Papierzeitalter
verankert. Ein moderner Staat
muss diese Lücke schließen. Digitale
Angebote, zentrale Anlaufstellen und
klare Zuständigkeiten erleichtern den
Alltag und schaffen Vertrauen. Gerade
für Menschen in Umbruchsituationen
oder für jene, die Gesundheit und Beruf
miteinander vereinbaren müssen, macht
das einen großen Unterschied.
Für mich bedeutet ein handlungsfähiger
Staat nicht mehr Regeln, sondern bessere.
Unsere Gesetze brauchen weniger
Misstrauen und mehr Vertrauen in die
Bürgerinnen und Bürger. Das gilt für Ärzte,
Landwirte und Häuslebauer gleichermaßen.
Weniger Aufwand und mehr Zeit
für das Wesentliche. Deshalb kämpfe ich
für Modellregionen, in denen wir Bürokratieabbau,
neue digitale Lösungen und
eine klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse
der Menschen praktisch ausprobieren.
Damit zeigen wir, wie moderne
Verwaltung gelingen kann. Denn letztlich
geht es nicht um Normen und Technik,
sondern um Lebensqualität.
Zum Jahresende lohnt sich der Blick auf
das, was wirklich zählt: Familie, Gesundheit
und ein Staat, der den Menschen
mit Respekt und Weitblick begegnet.
Weihnachten erinnert uns daran, dass
wir einander tragen, dass wir Verantwortung
teilen und Vertrauen leben sollten.
Ich wünsche Ihnen ein friedliches Fest,
erholsame Tage, die Ihnen Kraft geben
und ein neues Jahr, das Ihnen Gesundheit,
familiären Rückhalt und Zuversicht
schenkt.
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UR
KURZeitung
41
Medizin und Gesundheit
„Reha und Prävention sind die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung“
Gespräch mit den Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath und Stefan Meyer
Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Landtags-Ausschusses Gesundheit und
Pflege, informiert im Kurzeitung-Interview unter anderem über Möglichkeiten der Vorsorge: „Prävention
will Erkrankungen gar nicht erst entstehen lassen, sie an ihrer Entstehung hindern sollen.
Rehabilitation entscheidet darüber, wie gut Menschen nach Krankheit oder Unfall wieder zurück ins
Leben finden.“ Landtagsabgeordneter Stefan Meyer, Mitglied des Landtags-Ausschusses Gesundheit
und Pflege, sagt im Interview mit der Kurzeitung: „Die Menschen wollen gesund und aktiv bleiben,
selbstbestimmt sein. Reha und Prävention geben ihnen die Chance dazu.“ Weitere Schwerpunkte des
Interviews mit den beiden Landtagsabgeordneten mit Spezialgebiet Gesundheit befassen sich mit der
Rolle des Kurortes Bad Füssing, Sorge dafür zu tragen, dass Reha-Standorte wie Bad Füssing, Bad
Griesbach oder Bad Birnbach gestärkt in eine gute Zukunft geführt werden, mit Möglichkeiten, bürokratische
Belastungen der Reha-Kliniken abzubauen, die Anerkennung von Reha-Kliniken als Träger
der praktischen Pflegeausbildung oder dem Anliegen, bei der Reform der Krankenhauslandschaft die
Rehabilitation zwingend miteinzubeziehen. Beide Landtagsabgeordneten fordern mit der Erfahrung
als Gesundheitspolitiker, Reha-Kliniken dieselben Chancen einzuräumen wie Krankenhäuser. Deshalb
sei ein eigener Digitalfonds nach dem Vorbild des Krankenhauszukunftsfonds – gezielt für Reha-Einrichtungen
– geschaffen zu werden. Das Interview im Wortlaut:
„Nachsorge“ als vielmehr Zukunftsmedizin
– und damit unverzichtbar.
»Stefan Meyer: Wir sehen außerdem:
Die Menschen wollen gesund bleiben,
aktiv bleiben, selbstbestimmt sein.
Reha und Prävention geben ihnen die
Chance dazu. Deshalb kämpfen wir dafür,
dass beides im Gesundheitssystem den
Stellenwert bekommt, den es verdient.
Und das gilt in einer älter werdenden Generation
umso mehr! Reha ist für uns fester
Bestandteil der Gesundheitsplanung –
auch als Brücke zwischen Akutversorgung
und Pflege.
Welche Rolle spielt dabei ein Ort wie Bad Füssing
oder das Bäderdreieck insgesamt?
»Stefan Meyer: Bad Füssing ist ein
Musterbeispiel dafür, wie Gesundheitsförderung,
medizinische Kompetenz
„Unser Ziel ist klar: Starke
Reha-Kliniken, moderne Strukturen
und beste Versorgung – damit
Gesundheit in Bayern langfristig gesichert
bleibt!“
Kurzeitung-Interview mit den Landtagsabgeordneten Stefan Meyer, Mitglied des Landtags-Ausschusses Gesundheit und
Pflege (links), und Bernhard Seidenath, Vorsitzender des Landtags-Ausschusses Gesundheit und Pflege, Landesvorsitzender
des gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA) sowie Mitglied des Landesgesundheitsrates.
Kurzeitung: Herr Meyer, Herr Seidenath, Sie
beide engagieren sich nicht zuletzt als Mitglieder
des Gesundheitsausschusses im Bayerischen
Landtag intensiv für Rehabilitation
und Prävention. Warum sind diese Themen
für Sie so zentral?
»Bernhard Seidenath: Prävention
will Erkrankungen gar nicht erst
entstehen lassen, sie an ihrer Entstehung
hindern. Rehabilitation entscheidet darüber,
wie gut Menschen nach Krankheit
oder Unfall wieder zurück ins Leben finden.
Indem Reha das Auftreten derselben
Erkrankung oder von Folgeerkrankungen
verhindert, wirkt Rehabilitation ebenfalls
präventiv – sekundärpräventiv. Gesund zu
bleiben, ist eine Grundvoraussetzung für
Lebensqualität. Und: Es ist auch ein Gebot
der Wirtschaftlichkeit. Jeder investierte
Euro in Prävention spart später Leid und
teure Behandlungen. Dasselbe gilt folglich
für die Rehabilitation: sie ist weniger
und Lebensqualität Hand in Hand gehen.
Die Thermalquellen, die hochspezialisierten
Reha-Kliniken, die Erfahrung in den
Bereichen Orthopädie, Neurologie, Geriatrie
– das ist ein Kraftzentrum für Gesundheit.
»Bernhard Seidenath: Und genau
solche Orte brauchen wir, wenn wir
Reha und Prävention weiter stärken wollen.
Deshalb setzen wir uns auch politisch
dafür ein, dass Reha-Standorte wie Bad
Füssing, Bad Griesbach oder Bad Birnbach
nicht einfach nur erhalten bleiben,
sondern gestärkt in eine gute Zukunft geführt
werden.
Auf Initiative der CSU-Fraktion hat es zwei
Reha-Gipfel im Bayerischen Landtag gegeben.
Sie haben im Landtag eine umfangrei-
42 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Medizin und Gesundheit
che Initiative zur Zukunft der Reha eingebracht.
Was steckt dahinter?
»Bernhard Seidenath: Wir wollten
und wollen klarstellen: Bayern ist
Reha-Land Nummer 1 – und das soll so
bleiben! Aber dafür braucht es ein Modernisierungs-
und Entlastungsprogramm. Ein
Kernpunkt ist die wirtschaftliche Stabilität
der Reha-Kliniken. Viele Einrichtungen
stehen finanziell unter Druck, weil Inflation,
Tarifsteigerungen und die Folgen der
Pandemie sie enorm belasten. Aktuell ist
es das neue Vergütungssystem der Deutschen
Rentenversicherung, das zu Unsicherheit
führt. Wir fordern deshalb, dass
der Bund für Finanzierungssicherheit und
für wirtschaftliche Stabilität der Einrichtungen
sorgt – sonst gefährden wir eine
der wichtigsten Säulen unseres Gesundheitssystems.
Unser Ziel ist klar: Starke
Reha-Kliniken, moderne Strukturen und
beste Versorgung – damit Gesundheit in
Bayern langfristig gesichert bleibt!
»Stefan Meyer: Zweiter Punkt: Bürokratie.
Reha-Kliniken müssen heute
Anforderungen verschiedener Kostenträger
erfüllen – Kranken-, Renten- und
Pflegeversicherung. Das führt zu Mehrfachdokumentation
und völlig unnötigen
„Reha-Kliniken brauchen dieselben
Chancen wie Krankenhäuser!
Deshalb fordern wir einen eigenen
Digitalfonds nach dem Vorbild des
Krankenhauszukunftsfonds – gezielt
für Reha-Einrichtungen.“
Belastungen. Wir wollen eine Modellregion
schaffen, in der Bürokratieabbau konkret
ausprobiert wird. Die so gewonnenen Erkenntnisse
sollen dann bayernweit ausgerollt
werden. Zudem hat das Thema Reha
auch in der Enquete-Kommission des Bayerischen
Landtags zum Bürokratieabbau
eine Rolle gespielt: Das Antragsverfahren
für Hilfsmittel und Reha muss zwingend
entschlackt werden. Wir müssen weg von
Mehrfach-Anträgen von Patientinnen und
Patienten und Mehrfach-Begründungen
von Ärztinnen und Ärzten.
Das klingt nach einem großen Reformpaket.
Was gehört noch dazu?
»Stefan Meyer: Ein ganz wichtiger
Baustein ist die Ausbildung. Wir wollen,
dass Reha-Kliniken – gerade in der
Neuro-, Geriatrie- und Kardio-Reha – als
Träger der praktischen Pflegeausbildung
anerkannt werden. Das wäre ein enormer
Beitrag gegen den Fachkräftemangel,
denn Reha ist ein hervorragender Lernort,
oft noch dazu ja in ländlichen Räumen.
Ehrlich gesagt versteht niemand, warum
es Reha-Einrichtungen aktuell noch verwehrt
ist, Pflegekräfte auszubilden.
»Bernhard Seidenath: Und wir sagen
klar: Bei der Reform unserer Krankenhauslandschaft
muss Reha zwingend
mitgedacht werden. Rehabilitation ist ein
unverzichtbarer Teil der Versorgungskette.
Wenn Kliniken sich verändern, hat das unmittelbare
Auswirkungen auf die Nachsorge
und – Stichwort Sekundärprävention –
den Schutz davor, dass dieselbe Krankheit
erneut auftritt. Deshalb fordern wir, dass
Reha sowohl in Regionalkonferenzen als
auch in strukturellen Gutachten berücksichtigt
wird. Reha vor Pflege – das muss
unser Leitmotiv sein.
Bayern spricht auch viel über Digitalisierung.
Wie sieht das in der Reha aus?
»Bernhard Seidenath: Wir unterstützen
digitale Modellregionen wie
„Healthcare by Your Side“ im Großraum
Erlangen, in denen Versorgungsstrukturen
digital vernetzt werden – von Ärzten über
Pflege bis zur Reha. Das wird ohne gezielte
finanzielle Förderung nicht gehen. Denn
hier schlägt der Webfehler der Förderung
von Reha-Einrichtungen durch: sie haben
weder Anspruch auf Investitionskostenzuschüsse
noch bekommen sie – anders
als etwa Wellness-Hotels – eine Förderung
über Tourismus-Töpfe. Doch Reha-Kliniken
brauchen dieselben Chancen wie
Krankenhäuser! Deshalb fordern wir einen
eigenen Digitalfonds nach dem Vorbild des
Krankenhauszukunftsfonds – gezielt für
Reha-Einrichtungen.
»Stefan Meyer: Denn Digitalisierung
ist kein Selbstzweck. Sie entlastet
Personal, verbessert Prozesse und sichert
Qualität – und gerade in der Reha eröffnet
sie Chancen für bessere Anschlussprogramme,
digitale Trainings oder KI-gestützte
Therapiebegleitung.
Was möchten Sie den Gästen und Bürgerinnen
und Bürgern in Bad Füssing zum Abschluss
mitgeben?
»Stefan Meyer: Dass sie hier an einem
Ort sind, der Gesundheit erlebbar
macht. Nutzen Sie das, tanken Sie
Kraft – und nehmen Sie ein kleines Stück
Prävention mit nach Hause.
»Bernhard Seidenath: Reha und Prävention
sind keine „Angebote für
später“, sondern die Basis für ein langes,
gesundes, aktives Leben. Und Bad Füssing
zeigt jeden Tag, wie gut das funktionieren
kann. Jetzt und auch im neuen Jahr!
»Stefan Meyer: Von Herzen wünschen
wir allen Gottes Segen und vor
allem Gesundheit für 2026!
»Bernhard Seidenath: Denn Gesundheit
ist das Wichtigste – privat wie
politisch! Alles Gute!
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KURZeitung
43
Gut zu wissen
Was ich mir für 2026 von der
„großen Politik“ wünsche
Von Herbert Zelzer
Wenn sich ein Jahr dem Ende zuneigt,
kommen die guten Wünsche: Gesundheit,
Frieden, Glück, weniger Stress,
mehr Zeit. All das wünsche auch ich –
mir, meiner Familie, meinen Freunden.
Aber darüber hinaus wünsche ich mir
etwas, das sich nicht mit einem Vorsatz
oder Kalenderblatt erledigen lässt: Ich
wünsche mir für 2026, dass Vernunft,
Ehrlichkeit und Mut wieder eine größere
Rolle spielen – in der Politik, in unserer
Gesellschaft und bei jedem Einzelnen
von uns.
Herbert Zelzer, Journalist: „Wir brauchen Mut, Prioritäten
neu zu setzen – weg vom Apparat, hin zum Menschen.
Die Digitalisierung darf kein Dauerversprechen mehr
sein, sondern endlich funktionieren. Ich wünsche mir ein
Gesundheitssystem, das Vertrauen schenkt, nicht Misstrauen
verwaltet. Versorgung auf dem Land ist genauso
wichtig wie in der Großstadt. Und wer krank ist, braucht
Nähe, nicht ein Callcenter. Gesundheit darf kein Glücksfall
sein, sondern muss wieder eine verlässliche Säule
unseres Lebens werden.“
Ich beobachte die Entwicklungen unseres
Landes seit Jahrzehnten, mit wachem
Interesse und manchmal mit wachsender
Sorge. Ich war nie Parteisoldat, habe viele
Richtungen erlebt – von links bis konservativ,
von liberal bis wertorientiert. Ich
nenne mich heute sozial-liberal und wertkonservativ.
Ich glaube an Freiheit, aber
auch an Verantwortung. An Leistung,
aber auch an Fairness. Und daran, dass
es ohne Maß und Mitte kein Miteinander
gibt.
Politik braucht wieder Realitätssinn
und Mut zur Wahrheit
Deutschland ist müde geworden – politisch
und geistig. Wir reden uns von Krise
zu Krise, verlieren aber den Mut, Dinge
wirklich anzupacken. Statt Lösungen
zu suchen, pflegen wir Empörung. Statt
Debatten zu führen, ziehen wir Grenzen.
Statt Realität zu gestalten, flüchten wir in
Ideologien.
Ein Beispiel dafür ist der Umgang mit der
AfD. Ich halte nichts von ihren Extremen,
aber auch nichts von der selbstzufriedenen
„Brandmauer“-Rhetorik. Sie mag
moralisch richtig klingen, politisch ist sie
falsch. Eine Demokratie, die sich weigert,
mit gewählten Vertretern überhaupt zu
sprechen, überlässt ihnen das Feld der
Unzufriedenen. Wer mit 20 Prozent der
Wähler nicht mehr reden will, hat schon
aufgehört, sie ernst zu nehmen.
Man muss mit der AfD anders umgehen
– nicht anbiedern, aber auch nicht
ausgrenzen. Rote Linien, ja – aber keine
Denkverbote. Wer ernsthaft verhindern
will, dass Populisten stärker werden,
muss den Menschen zuhören, die sie
wählen.
Ideologie darf keine Bremse sein –
Vertrauen entsteht durch Ehrlichkeit
Ich wünsche mir für 2026 eine Politik, die
wieder den Mut hat, das Naheliegende
zu tun. Wir brauchen Reformen – in der
Wirtschaft, in der Bildung, in der Gesund-
heit. Doch jede Entscheidung wird durch
Parteitaktik zerrieben, jedes Gesetz
durch Ressortegoismen zerredet.
Besonders deutlich wird das beim Umgang
mit der Opposition: Vor der Wahl
stellt die Union Anträge, die sachlich
richtig sind – die Ampel lehnt sie ab.
Nach der Wahl bringt die AfD denselben
Antrag ein, wortgleich, und plötzlich
lehnt ihn die Union ab – nur weil er von
der „falschen“ Seite kommt. Das ist nicht
Prinzipientreue, das ist politische Schizophrenie.
Und es ist ein Vertrauenskiller.
Menschen spüren, wenn Politik zur Taktik
verkommt, wenn nicht das Argument
zählt, sondern das Absenderlogo. So
verspielt man Glaubwürdigkeit – und am
Ende auch Vertrauen in die Demokratie
selbst.
Ich bin ein Befürworter einer Minderheitsregierung.
Sie zwingt zum Argument,
nicht zur Ideologie. Wer überzeugen will,
muss Mehrheiten finden – im Parlament,
nicht im Koalitionsvertrag. In Skandinavien
funktioniert dieses Modell seit Jahren,
weil man dort Politik als Suche nach Lösungen
begreift, nicht als Verwaltung von
Besitzständen.
Gesundheit ist das Nadelöhr
der Menschlichkeit
Kaum ein Bereich zeigt so deutlich, wie
sehr sich Deutschland verrannt hat, wie
die Gesundheitspolitik. Es ist ein Skandal,
dass Patienten auf Facharzttermine
monatelang warten müssen, dass Krebspatienten
ein Jahr auf Bestrahlung hoffen
müssen und Pflegekräfte überlastet
sind, während Bürokratie blüht.
Gesundheit ist kein Luxusgut, sondern
Fundament jeder Gesellschaft. Wir haben
ein gut gemeintes, aber krank organisiertes
System: zu viele Regeln, zu wenig
Verantwortung. Was fehlt, ist nicht Geld,
sondern Haltung.
Wir brauchen Mut, Prioritäten neu zu
setzen – weg vom Apparat, hin zum
Menschen. Die Digitalisierung darf kein
Dauerversprechen mehr sein, sondern
44 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
endlich funktionieren. Ich wünsche mir
ein Gesundheitssystem, das Vertrauen
schenkt, nicht Misstrauen verwaltet.
Versorgung auf dem Land ist genauso
wichtig wie in der Großstadt. Und wer
krank ist, braucht Nähe, kein Callcenter.
Gesundheit darf kein Glücksfall sein, sondern
muss wieder eine verlässliche Säule
unseres Lebens werden.
Bürokratie lähmt das Land –
Mut zum Machbaren
Wer in Deutschland etwas aufbauen will,
braucht Geduld und einen langen Atem.
Wir haben ein Land geschaffen, das Sicherheit
verspricht, aber Stillstand produziert.
Früher sprach man vom „Land der Dichter
und Denker“. Heute sind wir das Land
der Formulare, Fristen und Freigaben.
Kaum eine Idee, die nicht an Paragrafen
hängen bleibt. Kaum ein Projekt, das
nicht in Genehmigungen versandet.
Bürokratie ist längst keine neutrale Ordnung
mehr, sondern eine Mentalität geworden.
Man fürchtet Fehler mehr als
Versäumnisse. Doch Fehler kann man
korrigieren – Versäumnisse kosten Zukunft.
Ich wünsche mir ein Deutschland, das
wieder an das Machbare glaubt. Weniger
Formulare, mehr Vertrauen. Weniger
Vorschriften, mehr Verantwortung. Fortschritt
entsteht nicht durch Verwaltung,
sondern durch Menschen, die handeln,
statt auf Genehmigung zu warten.
Wirtschaft braucht Rückenwind
und Vertrauen in Leistung
Der Mittelstand ist das Herz unserer Republik.
Er schafft Arbeitsplätze, bildet aus
und trägt Verantwortung – in Familienbetrieben,
Handwerksfirmen, Start-ups und
Industrieunternehmen. Und doch hat
man den Eindruck, dass er in der politischen
Wahrnehmung nur noch als „Steuerzahler“
oder „Klimasünder“ vorkommt.
Viele Unternehmer fühlen sich im Stich
gelassen: von Gesetzen, die lähmen statt
beflügeln, und von Vorgaben, die Kontrolle
versprechen, aber Vertrauen zerstören.
Das Rückgrat unserer Wirtschaft droht zu
verkrampfen, weil es sich ständig gegen
neue Lasten stemmen muss – steigende
Energiepreise, überbordende Bürokratie
und ein Fachkräftemangel, der längst
strukturell ist.
Die Energiepolitik ist zu einem Dauerexperiment
geworden – und die Unternehmen
sind die Versuchskaninchen. Kurz
vor der Wahl sagten Söder und Merz noch:
„Nach der Wahl nehmen wir als Erstes ein
paar Milliarden in die Hand und aktivieren
die verbliebenen Kernkraftwerke wieder.“
Nach der Wahl
sprengen sie genau
diese Kraftwerke. Was
soll man davon halten?
Während Strompreise
europaweit
Spitzenreiter
sind, geraten
Produktion und Handwerk
zunehmend unter
Druck. Energie darf
kein Standortnachteil
sein, sonst wandern
Betriebe ab – und das
nützt weder dem Klima
noch dem Land.
Auch die Steuerpolitik
braucht neuen Realismus.
Hohe Abgaben,
komplizierte Regeln und ständige Änderungen
machen jede Planung zur Zitterpartie.
Ich wünsche mir ein Steuersystem,
das einfach, gerecht und verlässlich
ist – eines, das Erfolg nicht misstrauisch
beäugt, sondern als Motor der Gesellschaft
begreift.
Wirtschaft ist keine kalte Mathematik,
sondern gelebte Verantwortung. Gerade
die vielen mittelständischen Betriebe
stehen für Beständigkeit, Handschlagqualität
und Loyalität gegenüber Mitarbeitern
und Region. Diese Werte verdienen
Rückhalt, nicht Misstrauen.
Ich wünsche mir für 2026 eine Politik,
die Leistung anerkennt, Unternehmertum
ermutigt und Verlässlichkeit schafft.
Ein Land, das seine Leistungsträger
misstrauisch beäugt, verliert irgendwann
auch jene, die seine Zukunft gestalten
könnten.
Medien und Meinungsfreiheit
brauchen Rückgrat und Distanz
Ein Thema, das mir zunehmend Sorgen
macht, ist die Diskussionskultur. Wir
haben verlernt, zuzuhören. Wer eine abweichende
Meinung äußert, läuft Gefahr,
öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.
Medien, die früher Orte des Diskurses
„Kaum ein Bereich zeigt so deutlich, wie sehr sich Deutschland verrannt hat, wie die
Gesundheitspolitik. Es ist ein Skandal, dass Patienten auf Facharzttermine monatelang
warten müssen, dass Krebspatienten ein Jahr auf Bestrahlung hoffen und Pflegekräfte
überlastet sind, während Bürokratie blüht.“ Foto: KI generiert
waren, verengen sich oft zu Echokammern.
Es scheint, als ginge es weniger um
Erkenntnis als um Bestätigung.
Journalisten sollten wieder stärker unterscheiden:
zwischen Bericht und Meinung,
zwischen Information und Interpretation.
Ich war immer ein Freund des
klaren Ausdrucks – aber eine Meinung
gehört in den Kommentar, nicht in den
Bericht. Diese Trennung war einmal ein
Grundpfeiler journalistischer Glaubwürdigkeit
– und sie sollte es wieder werden.
Die sogenannten Hauptstadtmedien haben
vielerorts den Kontakt zur Mehrheit
der Bevölkerung verloren. Wenn Journalismus
seine Distanz verliert, verliert er
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KURZeitung
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Gut zu wissen
seine Glaubwürdigkeit.
Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk
muss sich fragen, ob er in seiner heutigen
Form noch seiner Aufgabe gerecht wird.
Er braucht Reformen – finanziell, organisatorisch
und geistig. Ein ÖRR, der Vertrauen
zurückgewinnen will, muss Vielfalt
nicht nur abbilden, sondern zulassen.
Demokratie ist kein Wohlfühlraum, sondern
ein Übungsfeld für Streitkultur. Nur
dort, wo Widerspruch möglich ist, kann
Wahrheit wachsen.
Bildung muss wieder fordern,
fördern und integrieren
Wer Zukunft will, muss sie ausbilden.
Doch unser Bildungssystem steckt fest:
Lehrkräftemangel, überforderte Schulen,
Bürokratie statt Begeisterung.
Ich wünsche mir für 2026 eine Bildungspolitik,
die wieder Leistung und Verantwortung
in den Mittelpunkt stellt. Nicht
jeder muss ein Überflieger sein, aber jeder
sollte wissen, dass Bildung Anstrengung
bedeutet – und dass sich diese Anstrengung
lohnt.
Es kann nicht sein, dass in vielen Grundschulen
die Mehrheit der Kinder kaum
Deutsch spricht. Das ist kein Vorwurf an
die Kinder – sondern ein Versäumnis des
Staates. Ohne Sprache gibt es keine Teilhabe,
und ohne Teilhabe keine Integration.
Wir müssen wieder mehr fordern, nicht
weniger. Leistung ist kein Druckmittel,
sondern ein Weg zur Selbstachtung.
Denn wer Lernen ernst nimmt, nimmt
auch das Leben ernst.
Außenpolitik beginnt zu Hause –
Glaubwürdigkeit durch Vorbild
Ich wünsche mir Politikerinnen und Politiker,
die weniger reisen und mehr entscheiden.
Die nicht in Peking, Brüssel
oder New York über Demokratie dozieren,
während sie zu Hause Reformen vertagen.
Deutschland hat viel Energie darauf verwendet,
die Welt zu belehren – und zu
wenig, um die eigenen Probleme zu lösen.
Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Reden,
sondern durch Vorbild. Ich wünsche
mir eine Außenpolitik mit Maß und Realitätssinn:
eine Politik, die europäische Interessen
wahrt, ohne sich in moralischer
Selbstzufriedenheit zu verlieren. Stärke
liegt nicht in Lautstärke, sondern in Verlässlichkeit.
Nur wer im Inneren stabil ist,
kann nach außen glaubwürdig handeln.
Gesellschaft lebt vom Mitmachen –
Verantwortung im Kleinen
Bei all den großen Themen dürfen wir
eines nicht vergessen: Eine Gesellschaft
funktioniert nur, wenn jeder bereit ist, im
Kleinen Verantwortung zu übernehmen.
Verantwortung beginnt nicht im Ministerium,
sondern im Alltag – im Umgang
miteinander, in Familie, Beruf, Verein,
Ehrenamt. Ich wünsche mir für 2026,
dass wir wieder mehr miteinander sprechen,
statt übereinander. Dass wir andere
Meinungen nicht verurteilen, sondern
verstehen wollen. Vielfalt braucht Toleranz
– und Toleranz beginnt mit Zuhören.
Gesellschaft entsteht nicht durch Gesetze,
sondern durch Haltung. Wenn jeder
nur auf den Staat zeigt, aber niemand
Verantwortung übernimmt, dann verarmt
ein Land – moralisch, nicht finanziell.
Zusammenhalt beginnt nicht mit Programmen,
sondern mit Menschen, die
hinschauen, helfen, zuhören. Nur dort,
wo Verantwortung im Kleinen gelebt wird,
kann das Große gelingen.
Mein Wunsch für 2026 –
Vernunft, Mut und Vertrauen
Ich wünsche mir ein Deutschland, das
wieder Mut zur Mitte hat. Ein Land, das
Lösungen sucht, statt Schuldige. Ein
Land, das Fehler eingesteht, statt sie zu
vertuschen. Ein Land, das Verantwortung
nicht abschiebt, sondern übernimmt.
Ich wünsche mir eine Politik, die den
Menschen wieder zuhört – nicht den
Schlagzeilen. Eine Gesellschaft, die Leistung
achtet, aber Mitgefühl nicht vergisst.
Und Bürger, die bereit sind, sich
einzumischen, statt nur zuzusehen. 2026
sollte das Jahr werden, in dem Vernunft
wieder lauter wird als Ideologie. In dem
Mut wichtiger ist als Moralgehabe. Und
in dem wir begreifen, dass Demokratie
nicht perfekt ist – aber das Beste, was
wir haben. Wenn wir wieder Vertrauen
wagen – in die Politik, in die Medien, in
uns selbst – dann kann vieles gelingen.
Nicht durch Parolen, sondern durch
Haltung. Nicht durch Spaltung, sondern
durch Gespräch. Denn am Ende ist Veränderung
nichts, das „die da oben“ tun.
Veränderung beginnt immer bei uns. Nur
wer sich bewegt, verändert etwas. Und
wer sich verweigert, wird verändert.
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46 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Aus Bad Füssing
Kirchenmusikdirektor Jürgen Wisgalla an die Freundinnen und Freunde der Kirchenmusik
Wochen mit zahlreicher und unterschiedlicher Kirchenmusik
Zunächst darf ich nochmals zum Adventskonzert
am Vorabend des 1. Advent
um 19:30 Uhr in die Christuskirche
einladen. Vorgestern konnte ich erstmals
mit dem Orchester proben. Gestern fand
die letzte große Chorprobe für die wunderbare
Musik von Georg Friedrich Händel
statt. Ich gehe froh gelaunt in die Proben
am kommenden Freitag und Samstag.
In Bad Füssing musizierten erstmals die
„Minis“ in einer kleinen Weihnachtsmusik.
Das andere Weihnachtskonzert mit
dem Musikverein Bad Füssing fi ndet am
Donnerstag, 11. Dezember 2025, um
18:30 Uhr in der Christuskirche statt. In
der Übersicht zum Weihnachtsfest habe
ich „nur“ Gottesdienste mit „besonderer
Musik“ aufgeführt. Weitere Termine bitte
ich den jeweiligen Seiten der Veranstalter
zu entnehmen. Das Jahr 2025 klingt
in der Christuskirche mit zwei Konzerten
aus: Am Sonntag nach Weihnachten fi n-
det wieder ein „Kindl Wiagn“ statt und
das traditionelle „Konzert in der Silvesternacht“
steht ebenfalls im Terminkalender.
Es folgt die aktuelle Übersicht zur
Kirchenmusik mit meiner herzlichen Einladung,
auch die zahlreichen Angebote
der Kur- und Gästeseelsorge in Anspruch
zu nehmen. Ich wünsche uns allen eine
zur Ruhe bringende, gesegnete und frohe
Advents- und Weihnachtszeit.
Herzliche Grüße
Ihr
Jürgen Wisgalla
Do 11. Dezember 2025, 18:30 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
„Die Minis auf dem Weg nach Bethlehem“
– Das andere Weihnachtskonzert
mit dem Musikverein Bad Füssing. Es
spielen die Minis unter der Leitung von
Maximilian Lindmeier.
Mi 24. Dezember 2025,
Heiliger Abend, 16:30 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Gottesdienst zum Heiligen Abend
(Christvesper) – Weihnachtsmusik für
Bläser und Orgel. Bad Füssinger Blechbläser
(Leitung: Kirchenmusikdirektor
Jürgen Wisgalla), Lena Berger (Pauken),
Karin Wisgalla (Orgel) und Pfarrer
Joachim von Kölichen
Mi 24. Dezember 2025,
Heiliger Abend, 21:00 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Gottesdienst zum Heiligen Abend –
Weihnachtsmusik für Tenor, Flöte und
Orgel. Kirchenmusikdirektor Jürgen
Wisgalla (Tenor & Orgel), Karin Wisgalla
(Flöte & Orgel) und Pfarrer Norbert
Stapfer
Do 25. Dezember 2025,
1. Weihnachtstag, 10:00 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Gottesdienst zum Weihnachtsfest –
Weihnachtsmusik für Flöte, Trompete
und Orgel. Pfarrer Joachim von Kölichen
und das „Inn-Salzach-Trio“ mit
Karin Wisgalla (Flöte), Thomas Preimesberger
(Trompete) und Kirchenmusikdirektor
Jürgen Wisgalla (Orgel)
Fr 26. Dezember 2025,
2. Weihnachtstag, 10:00 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Sing-Gottesdienst zum Weihnachtsfest
Band der Christuskirche (Leitung:
Kirchenmusikdirektor Jürgen Wisgalla)
und Pfarrer Norbert Stapfer
So 28. Dezember 2025, 16:30 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Kindlwiagn – Weihnachtliche Volksmusik.
Pockinger Frauendreigesang,
Pockinger Saitenmusi und Pockinger
Knöpferlmusi unter Leitung von Daniela
Günzel
Mi 31. Dezember 2025,
Silvester, 22:00 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Konzert in der Silvesternacht – Festlich-heitere
Musik für Sopran, Trompete
und Orgel. Brigitte Oberleitner
(Sopran), Franz Wagnermeyer (Trompete)
und Klaus Oberleitner.
Eintritt: 17,00 € ohne Gästekarte,
14,00 € mit Gästekarte und Gemeindebürger,
7,00 € Schüler und Studenten.
Februar 2026
So 15. Februar 2026, 10:00 Uhr
Evangelische Christuskirche Bad Füssing
Der andere Gottesdienst zur Faschingszeit
– Eine ungewöhnliche Predigt und
heitere Musik für Orgel zu vier Händen
und vier Füßen zur Oper „Die Zauberfl
öte“ von Wolfgang Amadeus Mozart.
Karin Wisgalla (Orgel), Kirchenmusikdirektor
Jürgen Wisgalla (Orgel & Arrangements)
und Pfarrer Norbert Stapfer
48 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Ab 16.30 Uhr Silvester-Finale mit Feuerwerk
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KURZeitung
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Johannesbad Gruppe
Wenn 20.000 Jahre dich berühren
Eine Weihnachtsbotschaft aus dem Johannesbad
Liebe Gäste, liebe Patientinnen und
Patienten, liebe Freundinnen und
Freunde des Johannesbads,
während draußen das Jahr zur Ruhe
kommt, es früher dunkel wird und die
Welt ein wenig leiser erscheint, geschieht
im Johannesbad etwas Zeitloses:
Menschen steigen die Stufen in unsere
Becken hinab – ins Thermal-Mineralwasser
mit Sulfid-Schwefel, das an diesem
Ort seit Jahrzehnten heilt und trägt.
Autor Dr. med. Johannes Zwick: „Möge das Johannesbad für Sie ein Ort bleiben – oder werden –, an dem Sie
spüren: Ich darf loslassen. Ich darf zur Ruhe kommen. Ich darf hoffen.“
Was viele nicht wissen:
Dieses Wasser ist nicht nur warm und
wohltuend. Es ist bis zu 20.000 Jahre alt.
Es hat Jahrtausende tief in der Erde
verbracht, ist langsam durch Gesteinsschichten
gesickert, hat Mineralien aufgenommen,
Schwefel gebunden, ist unter
Druck gereift.
Und dann, jetzt – in diesen Tagen –
geschieht etwas ganz Besonderes:
Zum ersten Mal in seinem langen Dasein
berührt dieses Wasser Ihre Haut.
Vielleicht ist dieser Gedanke gerade zur
Weihnachtszeit tröstlicher, als jede Statistik
und jeder medizinische Fachbegriff.
Wenn das Jahr schwer war – und das
Wasser leicht macht
Viele, die zum Jahresende ins Johannesbad
kommen, bringen einiges mit:
» körperliche Schmerzen, die über
Monate oder Jahre gewachsen sind,
» Gelenke, die nicht mehr so wollen,
wie man selbst,
» Nächte, in denen Schlaf Mangelware
ist,
» Sorgen um die eigene Gesundheit
oder die von Menschen, die man liebt.
Dann steigt man ins Wasser.
Der Körper wird leicht, die Gelenke werden
entlastet, die Wärme dringt tief ein,
der Sulfid-Schwefel entfaltet seine heilsame
Wirkung. Und für einen Moment
passiert etwas, das zur Weihnachtszeit
ganz besonders ist:
Die Last des Jahres wird ein Stück weit
getragen.
„Ich hätte nicht gedacht, dass sich mein
Körper noch so leicht anfühlen kann.“
Diesen Satz höre ich oft – und er rührt
mich jedes Mal.
Ein Geschenk, das man nicht einpacken
kann: Ruhe
Weihnachten ist längst nicht für alle nur
festlich. Für viele ist es auch anstrengend,
laut, emotional.
Aber irgendwo in diesen Tagen gibt es oft
einen Moment, in dem man spürt:
Ich brauche Ruhe.
Im Johannesbad sieht dieser Moment oft
52 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
„Ich bin nicht nur meine Diagnose.
Da geht noch etwas.“
Wenn Erdzeit und Lebenszeit sich im
Wasser begegnen, ist das für uns jedes
Mal ein kleiner Weihnachtsmoment –
egal, ob es Dezember, Februar oder Juli
ist.
Weihnachten ist auch das Fest der Geschichten – von Anfängen, von Hoff nung, von einem Licht in der Dunkelheit.
Im Johannesbad erzählen wir – ganz nebenbei – eine andere, stille Geschichte: von einem Wasser, das 20.000
Jahre gereist ist, um jetzt hier aufzusteigen, von Menschen, die sich trauen, ihm ihren schmerzenden Rücken, ihre
müden Gelenke, ihre erschöpfte Seele anzuvertrauen.“
so aus:
» Sie stehen bis zur Brust im warmen
Wasser.
» Der Dampf steigt leise über der
Oberfläche auf.
» Die Geräusche werden weich, das
Licht gedämpfter.
» Die Schultern sinken, der Atem
geht tiefer.
In genau diesen Augenblicken, wenn
sich der Körper langsam erinnert, wie
Loslassen geht, passiert etwas ganz Leises
– und vielleicht ist das das schönste
Weihnachtsgeschenk, das wir geben
können:
Ein Raum, in dem Sie nichts leisten müssen.
Ein Wasser, das Sie einfach hält.
Nach dem Wasser kommt die Nacht –
und die Nacht wird milder.
Nach einem Tag im Thermal-Mineralwasser,
nach Wärme, Schwefel, Auftrieb,
nach kleinen Bewegungen und großen
Erleichterungen, verändert sich oft auch
die Nacht:
» Das Einschlafen fällt leichter.
» Die Schmerzen sind leiser.
» Das Kopfkino wird langsamer.
» Der Schlaf kommt – nicht perfekt,
aber besser als zuvor.
Und am Morgen ist da manchmal dieses
leise Staunen:
„Ich habe wirklich geschlafen.“
In einer Zeit, in der so vieles laut, hektisch
und unsicher ist, ist guter Schlaf
mehr als Erholung – er ist Heilung, innen
und außen.
Dass unser Jahrtausende altes Wasser
dazu beiträgt, betrachten wir als eine Art
stilles Wunder, das täglich geschieht.
Weihnachten im Johannesbad:
Zwischen Erdzeit und Lebenszeit
Weihnachten ist auch das Fest der Geschichten
– von Anfängen, von Hoff -
nung, von einem Licht in der Dunkelheit.
Im Johannesbad erzählen wir – ganz nebenbei
– eine andere, stille Geschichte:
» von einem Wasser, das 20.000 Jahre
gereist ist, um jetzt hier aufzusteigen,
» von Menschen, die sich trauen, ihm
ihren schmerzenden Rücken, ihre
müden Gelenke, ihre erschöpfte
Seele anzuvertrauen,
» von Momenten, in denen man spürt:
Mein Wunsch für Sie
Zu Weihnachten wünsche ich Ihnen
nicht nur schöne Geschenke und ein gutes
Essen.
Ich wünsche Ihnen:
» einen Körper, der sich wieder ein
Stück mehr wie Ihr Verbündeter
anfühlt,
» Nächte, in denen Sie Schlaf fi nden
und der Schlaf Sie,
» Schmerzen, die leiser werden,
» Gedanken, die freundlicher werden,
» und das Gefühl, gehalten zu sein –
von Menschen, die Sie mögen,
» und vielleicht auch von Wasser, das
20.000 Jahre auf diesen Moment
gewartet hat.
Möge das Johannesbad für Sie ein Ort
bleiben – oder werden –, an dem Sie
spüren: Ich darf loslassen. Ich darf zur
Ruhe kommen. Ich darf hoffen.
Frohe Weihnachten
aus dem Johannesbad
Im Namen des gesamten Teams des Johannesbads
in Bad Füssing
danke ich Ihnen für das Vertrauen, das
Sie uns in diesem Jahr geschenkt haben.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben:
» friedliche Weihnachten,
» ein gesundes, leichteres neues Jahr,
» und viele Momente, in denen Sie – im
Wasser, in der Natur, mit Menschen
– merken: „So darf es sich anfühlen.
So möchte ich weitergehen.“
Gesegnete Weihnachten und ein gesundes
neues Jahr!
Ihr
Dr. Johannes Zwick
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KURZeitung
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Johannesbad Gruppe
Gemeinsam in die Zukunft –
mit Herz, Mut und Begeisterung
Ein Jahr voller Veränderungen, Begegnungen
und gemeinsamer Erfolge
liegt hinter uns. 2025 war kein leichtes
Jahr – für die Branche, für die Destination
und auch für uns als Johannesbad
Hotels und Therme.
Doch gerade in solchen Zeiten zeigt sich,
was uns stark macht: Zusammenhalt,
Leidenschaft, ein großartiges Team und
der feste Glaube an Bad Füssing als einzigartigen
Ort der Erholung, Gesundheit
und Lebensfreude.
Was unseren Ort auszeichnet, ist das
Von Reinhold Hofmann
erreichbar und doch wunderbar ruhig.
Hier verbinden sich Natur, Kultur und
Gastfreundschaft zu einem Schatz, den
es zu bewahren und weiterzuentwickeln
gilt.
Wir alle gemeinsam – Gastgeber, Gemeinde,
Einheimische, Partner und Betriebe
– können Bad Füssing langfristig
attraktiv, lebendig und erfolgreich
halten. Die Johannesbad Hotels leisten
dazu gern ihren Beitrag: durch Engagement,
Ideenreichtum und den Mut, Neues
zu gestalten.
So beteiligten wir uns auch dieses Jahr
wir mit dem Ostermarkt und dem Martinimarkt
am Königshof zwei feste Traditionen
etabliert, die Gäste und Einheimische
gleichermaßen verbinden.
Mit dem international bekannten Thermenmarathon
tragen wir dazu bei, Bad
Füssing auch sportlich und überregional
zum Jahresbeginn sichtbar zu machen.
All diese Formate bewerben wir auf
sämtlichen Kanälen – aus Überzeugung,
weil wir an uns und unsere Destination
glauben.
Auch in unseren Hotels tut sich viel. Im
Johannesbad Hotel Königshof haben
wir den ersten großen Modernisierungsschritt
gesetzt. Die neuen Premium-Zimmer,
gestaltet vom renommierten Architekturbüro
Luehrs & Bachmann, zeigen,
wie Tradition und Zukunft harmonisch
ineinandergreifen können: hochwertiger
„Ich bin überzeugt: Wenn wir gemeinsam
anpacken – Betriebe,
Gemeinde, Partner, Mitarbeitende,
Gäste und Einheimische –, dann führen
wir Bad Füssing zu neuem Glanz.“
Reinhold Hofmann, Geschäftsführer Johannesbad Hotels und Therme: „Besonders stolz bin ich auf unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter: Gleich 20 Jubiläen durften wir in diesem Jahr feiern – Kolleginnen und Kollegen
mit 25, 30, 35 und sogar 40 Jahren Betriebszugehörigkeit. Diese Treue und Verbundenheit sind keine Selbstverständlichkeit.
Sie zeigen, wie sehr das Miteinander, der Teamgeist und die Identifikation mit dem Unternehmen
bei uns gelebt werden.“
Miteinander – und natürlich unser Thermal-Mineralwasser,
das seit jeher Quelle
von Gesundheit und Wohlbefinden ist.
Dazu kommt seine besondere Lage mitten
im Herzen Niederbayerns:
eingebettet in sanfte Landschaften zwischen
Inn und Rott, umgeben von Wiesen,
Wäldern und weiten Horizonten,
nahe der österreichischen Grenze – gut
wieder mit Begeisterung am Weihnachtsmarkt
während des Bad Füssinger
Winterzaubers – mit einem eigenen
Stand, der von unseren Auszubildenden
geplant, organisiert und betreut wurde.
Für sie ist das eine wertvolle Erfahrung,
die Teamgeist, Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl
stärkt. Ebenso haben
Hartboden, moderne Bäder, komfortable
Boxspringbetten und großzügige Balkone
schaffen ein Ambiente zum Wohlfühlen.
Ein besonderes Highlight ist die neue
Premium-Suite mit 46 Quadratmetern
– zwei getrennte Räume, ein sanft flackernder
Elektrokamin, ein Schreibtisch
mit digitaler Oberfläche mit induktivem
Anschluss, USB-Port und MP3-Spieler,
ein integrierter Schminktisch und
ein großzügiger Doppelbalkon schaffen
Raum für Rückzug und Inspiration. Für
ein Stück Nostalgie sorgt ein stilvoller
Plattenspieler mit ausgewählter Vinylkollektion,
der Vergangenheit und Gegenwart
auf feinsinnige Weise verbindet. So
entsteht ein Ort mit Charakter – durchdacht
im Design, sinnlich im Detail und
gedacht für Menschen, die Individualität
schätzen.
Und das ist erst der Anfang: Die Planungen
für eine weitere neue Zimmerkatego-
54 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
rie in einem, weiteren neuen
Stil laufen bereits – mit neuen
Ideen, die das besondere
Flair des Hauses weiter unterstreichen
werden.
Besonders stolz bin ich auf
unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter: Gleich 20
Jubiläen durften wir in diesem
Jahr feiern – Kolleginnen
und Kollegen mit 25,
30, 35 und sogar 40 Jahren
Betriebszugehörigkeit. Diese
Treue und Verbundenheit
sind keine Selbstverständlichkeit.
Sie zeigen, wie sehr das Miteinander, der Teamgeist
und die Identifikation mit dem Unternehmen bei uns gelebt
werden.
Diese Haltung spüren auch unsere Gäste. Eine Rückmeldung
hat mich besonders berührt: „Auch wenn das Hotel schon einige
Jahre auf dem Buckel hat – der Geist und die freundlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben dem Haus eine belebende
Atmosphäre.“
Genau das ist es, worauf es ankommt: auf Menschen, die mit
Herz bei der Sache sind und ein Haus mit Leben füllen.
Ebenso erfreulich ist der große Zuspruch bei unseren Stammgästewochen,
die sowohl im Sommer als auch im Winter ausgebucht
waren.
Sie sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie man Gäste nachhaltig
an eine Marke und eine Destination bindet – durch persönliche
Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und authentische
Einblicke.
Ob gemeinsame Ausflüge, musikalische Abende oder der Besuch
bei der Bäckerei Freudenstein, wo unsere Gäste lernten,
echte Brezen zu formen – genau solche Momente machen Bad
Füssing erlebbar.
Auch wenn das Jahr herausfordernd war, blicken wir voller
Zuversicht nach vorn. 2026 wird ein besonderes Jahr, in dem
wir eine weitere, ganz besondere Reise beginnen – mehr dazu
folgt in der nächsten Ausgabe.
Eines darf ich Ihnen schon verraten: Es wird sicht- und spürbar,
wie sich die Quelle unserer Johannesbad-Stärke und Innovationskraft
neu entfaltet – und Bad Füssing um ein echtes
Wow-Highlight bereichert.
Ich bin überzeugt: Wenn wir gemeinsam anpacken – Betriebe,
Gemeinde, Partner, Mitarbeitende, Gäste und Einheimische –,
dann führen wir Bad Füssing zu neuem Glanz.
In diesem Sinne wünsche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
unseren Gästen, Kolleginnen, Einheimischen, Partnern
und Freunden der Johannesbad Hotels & Therme einen
wunderbaren Jahresausklang, einen guten Start ins neue Jahr
und ein gesundes, erfolgreiches 2026.
Bad Füssing lebt vom Miteinander – und wir sind stolz, Teil
davon zu sein.
Ihr
Reinhold Hofmann
Geschäftsführer Johannesbad Hotels und Therme
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
55
Johannesbad Gruppe
Erfolgsbilanz in Bad Füssing: Fachklinik
Johannesbad setzt Maßstäbe im Reha-Bereich
Mit einer positiven Bilanz ins Neue Jahr
Klinikleiter Karsten Fuchs zog in einem
wertschätzenden Gespräch zum
Jahreswechsel mit dem Gesundheitsmagazin
„Kurzeitung Bad Füssing“ eine
positive Bilanz. Einbezogen in seine Dankadresse
seien vor allem Mitarbeitende
und Patienten, Kur- und Urlaubsgäste
sowie Kostenträger und Zuweisende. Klinikleiter
Fuchs hebt einen besonderen
Meilenstein für den europaweit erfolgreichen
Kurort Bad Füssing hervor: Es seien
nicht zuletzt vorbildliche Rahmenbedingungen,
die den idealen Standort für die
Bad Füssinger Reha-Kliniken bestimmen.
In der Aufzählung positiver Entwicklungen
der Fachklinik Johannesbad
standen aus erster Stelle die Erweiterung
des Akutbereichs des Rücken- und
Schmerzzentrums mit der erfreulichen
Folge von Qualitätssteigerung bei gleichzeitiger
Reduzierung der Wartezeiten:
„Neue Kooperationen, insbesondere
mit Berufsgenossenschaften sowie die
Aufnahme weiterer innovativer Programme
trugen zur Attraktivitätssteigerung
von Patienten und Mitarbeitenden bei.
Im Mittelpunkt stand die vorbildliche
Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung
in verschiedenen Bereichen.
Die Konzeptbewilligung RV-Fit
war ein überwältigender Erfolg für das
Johannesbad
Präventionsprogramm.
Hinzu kam die Konzeptbewilligung für
ein spezielles Rehabilitationsprogramm
der Deutschen Rentenversicherung für
Berufstätige, das darauf abzielt, die Erwerbsfähigkeit
zu erhalten oder wiederherzustellen.
Die Deutsche Rentenversicherung
beschäftigt uns zusätzlich das
ganze Jahr in vertrauensvoller Zusammenarbeit.
Wir unterstützten die DRV
dabei, ein transparentes Vergütungssystem
zu entwickeln und einzuführen. In
ganz besonderer Weise beschäftigte uns
die sogenannte Krankenhausreform von
Bundesgesundheitsminister
Professor
Dr. Lauterbach. Die große Anerkennung
gilt Chefarzt Dr. med. Oliver O. Wolf. Er
hat sich viele Monate sehr intensiv mit
der Gesetzeslage beschäftigt. Es ist ihm
dabei gelungen, Entscheidungsträger
Karsten Fuchs, Klinikleiter Fachklinik Johannesbad:
„Das zurückliegende Jahr stand ganz im Zeichen baulicher
und konzeptioneller Weiterentwicklungen sowie
neuen Kooperationen mit Berufsgenossenschaften
und der Deutschen Rentenversicherung. Besondere
Anerkennung verdient das außergewöhnliche Engagement
des gesamten Teams, das mit vereinten Kräften
Erfolgsbilanzen ermöglicht hat.“
der Gesundheitspolitik auf Landes- und
Bundesebene von Fehlentwicklungen,
besonders im Bereich Multimodaler
Schmerzentren zum Nachteil der
Schmerzpatienten zu überzeugen. Dabei
entwickelte sich indirekt auch eine Kooperation
mit Judith Gerlach, der Bayerischen
Staatsministerin für Gesundheit,
Pflege und Prävention. Dr. Wolf kämpfte
sozusagen an den verschiedensten
Einsatzstellen mit dem Ziel, eine eigene
Leistungsgruppe Schmerzmedizin
durchzusetzen.
Gesundheitsministerin
Gerlach konnte er bei ihrem Besuch in
der Fachklinik Johannesbad eine Doku-
mentation praxisorientierter Argumente
übergeben. Beschäftigt haben uns auch
Maßnahmen zur Schärfung des Standortes
mit Trennung der Verantwortlichkeiten
für die Klinik und Johannesbad
Therme. Wir konnten als Verstärkung
Herrn Ernst Fassolder in der Funktion
als operativer Betriebsleiter der Therme
mit Fokus auf Gäste, Tagesgeschäft,
Erlebnisorientierung und Teamführung
herzlich willkommen heißen. Ein herausragender
Erfolg war im Rahmen des
Unternehmenswettbewerbs ,Erfolgreich.
Familienfreundlich‘ die Einstufung. Die
Fachklinik Johannesbad gehört zu den
20 familienfreundlichsten Unternehmen
in Bayern. Darauf können wir alle
sehr stolz sein. Nicht zuletzt war die
Belegungsnachfrage in der Klinik im
„Die Fachklinik Johannesbad gehört
zu den 20 familienfreundlichsten
Unternehmen in Bayern. Darauf
können wir alle sehr stolz sein.“
Jahr 2025 höher denn je. Der Dank gilt
den Patienten, die verstärkt ihr Wunschund
Wahlrecht in Anspruch nehmen
und unsere Fachklinik bewusst für ihren
Reha-Aufenthalt wählen. Mein besonderer
Dank gilt den Kostenträgern für die
vertrauensvolle, sehr gute Zusammenarbeit.
Hervorheben darf ich ausdrücklich
das außergewöhnliche Engagement des
gesamten Klinikteams, das mit vereinten
Kräften Herausforderungen gemeistert
hat und maßgeblich zum Erfolg der
Fachklinik beigetragen hat. Mit Zuversicht
blickt die Fachklinik Johannesbad
dem Jahr 2026 entgegen. Wir werden
die kommenden Aufgaben und Chancen
selbstbewusst angehen. Ich wünsche Ihnen,
sehr geehrte Leserinnen und Leser
der Kurzeitung, liebe Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in diesem Sinne gesegnete
Weihnachtstage und ein gesundes
erfolgreiches Neues Jahr.“
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Karsten Fuchs, Klinikleiter
56 KURZeitung
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Gut zu wissen
Erfreuliches Urteil
zur Bettensteuer
Verbot – ein wichtiges Signal für die
Bedeutung staatlicher Prädikate
Das aktuelle Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs
zum Verbot der Bettensteuer ist aus Sicht des Bayerischen
Heilbäder-Verbandes (BHV) ein wichtiges Signal für die
Qualität und Bedeutung der staatlichen Prädikate in Bayern,
genau die Infrastruktur zu finanzieren, die Gäste und Patienten
erwarten. Eine allgemeine Bettensteuer hätte dieses System
geschwächt“, so Berek. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof
hatte die Klagen der Städte München, Bamberg und
Günzburg abgewiesen. Das Gericht bestätigte: Der Freistaat
darf das Kommunalabgabengesetz so ausgestalten, dass eine
nicht zweckgebundene Übernachtungssteuer ausgeschlossen
bleibt. Eine Bettensteuer hätte keinerlei Garantie geboten,
dass die Einnahmen tatsächlich in Tourismus, Gesundheitsinfrastruktur
oder Angebotsqualität fließen. „Für unsere Heilbäder
und Kurorte, deren Identität und wirtschaftliche Stärke
eng mit ihrem Prädikat verbunden ist, ist das Urteil ein klares
Bekenntnis zu Qualität und Zweckbindung“, verdeutlichte
auch BHV-Geschäftsführer Frank Oette. Die besondere Anerkennung
im Zusammenhang mit der Erfindung immer neuer
Steuern gilt Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim
Herrmann, der in Bezug auf Bagatellsteuern eine klare Linie
verfolgt. Ein weiteres Beispiel war die Absicht von Kommunen,
„Einen verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch der
Gemeinden darauf, ganz bestimmte Steuerquellen
zu erschließen, gibt es nicht.“
Bayerns Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann: „Mit dieser Änderung
des Kommunalabgabengesetzes stellen wir klar, dass kommunale Verpackungssteuern
im Freistaat künftig verboten sind“. Einen verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch
der Gemeinden darauf, ganz bestimmte Steuerquellen zu erschließen, gibt
es jedenfalls nicht.“
denn damit gilt auch künftig: Nur Orte mit einem staatlich verliehenen
Prädikat wie Heilbäder und Kurorte dürfen zweckgebundene
Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge erheben. „Das
Urteil schützt dieses bewährte System und stärkt zugleich die
hohe Wertigkeit unserer Prädikate“, sagte Peter Berek, Präsident
des BHV in einer ersten Reaktion. „Die staatlichen Prädikate
sind ein Qualitätsversprechen – und sie sichern den
Kommunen die Möglichkeit, über zweckgebundene Beiträge
eine sogenannte Verpackungssteuer einzuführen. Dazu stellte
Staatsminister Herrmann fest: „Mit der entsprechenden Änderung
des Kommunalabgabengesetzes stellen wir klar, dass
kommunale Verpackungssteuern im Freistaat künftig verboten
sind. Wir wollen Bürokratie abbauen und die Bürgerinnen und
Bürger entlasten. Eine neue Spezialsteuer – wie von manchem
vor Ort gefordert – würde genau das Gegenteil hervorrufen. Da
machen wir nicht mit“. Zu den Argumenten der Kritiker eines
Verbots ökologischer Nutzen oder kommunaler Einsparungen,
sagte Herrmann: „Eine Verpackungssteuer wäre nicht nur ein
Bürokratiemonster, eine zusätzliche Belastung für Wirtschaft,
Behörden und Bürger, sondern aktuell das völlig falsche Signal.
Unser Ziel ist es, die Wirtschaft von der Bürokratie zu entlasten
und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“. Das Verbot einer
Verpackungssteuer sei auch kompatibel mit dem gemeindlichen
Selbstverwaltungsrecht. Nach der Rechtsprechung des
Bayerischen Verfassungsgerichtshofs gewährleisten weder das
Grundgesetz noch die Bayerische Verfassung den Gemeinden
eine originäre Normsetzungskompetenz für bestimmte Steuerarten.
„Einen verfassungsrechtlich verbürgten Anspruch der
Gemeinden darauf, ganz bestimmte Steuerquellen zu erschließen,
gibt es jedenfalls nicht“, so Staatsminister Herrmann. Bereits
1979 hatten die Bayerische Staatsregierung und Landtag
bewusst „Bagatellsteuern“ wie die Getränkesteuer, die Jagd-,
Speiseeis- oder Vergnügungssteuer abgeschafft, um das kommunale
Abgabensystem zu vereinfachen und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zu verbessern.
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Meine Familie, insbesondere mein Mann Tobias und unsere Kinder Mathilda und Klara, ist für mich ein Ort der Liebe und Geborgenheit. Sie gibt mir Kraft, Orientierung und
die Werte, die ich auch als Bürgermeisterin in unsere Gemeinde tragen möchte: Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung.
Daniela Albrecht –
Bürgermeisterkandidatin für Bad Füssing
Gemeinsam Bad Füssing gestalten
Am 8. März 2026 finden in Bayern die nächsten Kommunalwahlen statt. An diesem Tag wählen
Bürgerinnen und Bürger die kommunalen Vertretungen in Städten, Gemeinden, Märkten
und Landkreisen des Freistaates. Diese Wahlen bilden die Grundlage für die kommunale
Selbstverwaltung und haben direkten Einfluss auf den Alltag der Menschen – von Bildung und
Verkehr über soziale Dienstleistungen bis hin zur Gemeindeplanung. Gewählt werden Bürgermeisterinnen,
Bürgermeister, Landrätinnen und Landräte, Gemeinde- und Stadtratsmitglieder
sowie Kreisrätinnen und Kreisräte. Die Wahlperiode beträgt sechs Jahre. Die kommunalen
Parlamente sind die zentralen Entscheidungsgremien vor Ort. Sie bestimmen, wie kommunale
Mittel eingesetzt werden, welche Projekte umgesetzt werden und wie sich die Gemeinde entwickelt.
Daniela Albrecht, Bürgermeisterkandidatin der CSU für Bad Füssing, stellt sich und
ihre kommunalpolitischen Ziele im nachfolgenden Beitrag vor.
Bad Füssing ist für mich mehr als eine
Gemeinde. Es ist der Ort, der mir eine
Heimat geschenkt hat. Der Ort, an dem
ich als junges Mädchen angekommen
bin – mit wenig Erfahrung, aber mit viel
Mut im Herzen. Und es ist der Ort, an
dem ich heute mit meiner Familie lebe,
arbeite, lache und Verantwortung übernehme.
zen liegt – und weil ich glaube, dass es
Zeit ist, unseren Weg in die Zukunft gemeinsam
mutiger, klarer und menschlicher
zu gestalten. Denn Bad Füssing
hat enormes Potenzial. Wir sind stark,
wenn wir zusammenhalten. Wir sind erfolgreich,
wenn wir uns trauen, Neues zu
denken. Und wir sind lebenswert, wenn
wir ein Klima schaffen, in dem sich alle
Generationen zu Hause fühlen. Die vier
Leitgedanken, die mir wichtig sind, mei-
Ich kandidiere für das Amt der Bürgermeisterin,
weil Bad Füssing mir am Herne
Haltung und Überzeugung widerspiegeln
und die meine Arbeit als Bürgermeisterin
prägen sollen, sind:
Für ein starkes Miteinander.
Für eine sichere Zukunft.
Für stabile Familien.
Für Bad Füssing.
Mein Weg nach Bad Füssing –
und in die Verantwortung
Ich sehe mich nicht nur als Bürgermeisterkandidatin,
sondern auch als Frau, die
seit über 30 Jahren in Bad Füssing lebt,
arbeitet, Verantwortung übernimmt –
und die überzeugt ist: Unsere Gemeinde
braucht jetzt Mut, Klarheit und Führung.
Mit 16 Jahren bin ich allein hierhergekommen.
Ohne Eltern, nur mit Mut im
Herzen, einem Koffer voller Willenskraft
und Elan, mein Leben in die eigene Hand
zu nehmen und eine neue Heimat zu finden.
Ich habe hier in Bad Füssing eine
Ausbildung als Hotelfachfrau absolviert
und dabei gelernt, wie man Menschen
begeistert – mit Herzlichkeit, mit Gast-
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Aus Bad Füssing
freundschaft, mit diesem besonderen
Flair. Diese frühen Jahre in der Hotellerie
haben mich geprägt: Ich habe gelernt,
Menschen mit Respekt und Herzlichkeit
zu begegnen, auch dann, wenn der Tag
stressig ist oder die Herausforderungen
groß sind. Ich habe gelernt, zuzuhören
– wirklich zuzuhören – und zu verstehen,
was Menschen brauchen, um sich
wohlzufühlen. Später holte ich das Abitur
nach, studierte Betriebswirtschaft, um
Verantwortung und Projekte strategisch
denken zu können, und schloss ein Magisterstudium
in Pädagogik, Psychologie
und Soziologie an. Ich habe immer danach
gestrebt, den Menschen besser zu
verstehen, Zusammenhänge zu erkennen
und Lösungen zu entwickeln.
Heute begleite ich als Ehe-, Familienund
Lebensberaterin Menschen, die
vor schwierigen Entscheidungen stehen.
Menschen, die neue Wege suchen,
Krisen überwinden oder ihr Leben neu
ordnen möchten. Ich arbeite mit ihnen
an Mut, Klarheit, Stabilität und Veränderung.
Diese Tätigkeit erdet mich. Sie
lehrt mich jeden Tag, wie wichtig Empathie
ist – und wie sehr es auf einen klaren
Kopf ankommt, wenn man Entscheidungen
trifft, die für andere Menschen Bedeutung
haben. Genau diese Mischung
möchte ich als Bürgermeisterin einbringen.
Meine Familie – mein Mittelpunkt
Ich bin verheiratet mit meinem Mann
Tobias. Gemeinsam haben wir zwei Töchter,
Mathilda und Klara, die unser Leben
mit ihren Fragen, ihrem Lachen und ihrer
Sicht auf die Welt bereichern. Durch
sie erlebe ich jeden Tag, wie wichtig eine
lebenswerte Gemeinde für Familien ist:
sichere Wege, gute Schulen, Freizeitangebote,
Orte der Begegnung und eine
Kultur, die alle mitnimmt.
Unsere Kinder wachsen in Bad Füssing
auf – und ich möchte, dass sie auch als
Erwachsene sagen können: „Das ist unsere
Heimat. Hier fühlen wir uns wohl.
Hier sind wir gerne geblieben.“
Engagement aus Überzeugung
Ehrenamt ist für mich ein Herzensanliegen.
Ob als Vorsitzende der Frauenunion,
als Elternbeirätin oder als Trainerin
im Sportverein – ich habe an vielen Stellen
erlebt, wie wertvoll Zusammenhalt
ist. Wie sehr Vereine tragen. Wie wichtig
es ist, Verantwortung zu übernehmen,
wenn es darum geht, unsere Gemeinschaft
zu stärken. Was mich dabei antreibt,
ist einfach: Ich möchte Menschen
zusammenbringen. Ich möchte Brücken
bauen. Und ich möchte, dass jeder einzelne
sich in unserer Gemeinde gesehen,
gehört und ernst genommen fühlt.
Wie ich Politik machen möchte
„Mit neuen Ideen. Mit neuer Willenskraft.
Mit neuem Mut.“ Diese drei Sätze
beschreiben meine Haltung.
Ich möchte eine Bürgermeisterin sein, die
nahbar ist, die mit den Menschen spricht
und nicht über sie. Eine Bürgermeisterin,
die Konflikte nicht scheut, sondern löst.
Die Entscheidungen transparent macht.
Die zuhört, bevor sie handelt – und die
handelt, wenn es notwendig ist. Mir ist
wichtig, Politik nicht von oben herab zu
denken, sondern gemeinsam mit den
Bürgerinnen und Bürgern. Wir brauchen
offene Räume, in denen Ideen gehört
werden, in denen Wissen geteilt wird und
in denen Entscheidungen dem dienen,
was unserer Gemeinde langfristig gut tut.
Was Bad Füssing jetzt braucht
Unsere Gemeinde ist stark – und gleichzeitig
stehen wir vor Herausforderungen,
die wir nicht länger vertagen dürfen. Die
demografische Entwicklung fordert neue
Konzepte. Der Tourismus braucht frische
Impulse. Familien benötigen moderne
Betreuungsangebote und attraktive Perspektiven.
Und wir alle wünschen uns
Orte, an denen Begegnung und Gemeinschaft
möglich sind.
Ich bin überzeugt: Bad Füssing kann
mehr. Bad Füssing verdient mehr. Und
Bad Füssing will mehr.
Eine moderne, transparente Verwaltung.
Eine klare Linie in der Entwicklung unseres
Kur- und Gesundheitsstandortes.
Mut zu Entscheidungen, die unseren
Ort nicht nur verwalten, sondern erneuern.
Und eine Bürgermeisterin, die
Wirtschaft, Familien, Vereine, Senioren,
Jugendliche und Unternehmen gleichermaßen
einbindet.
Mein Ziel: Eine Gemeinde, die verbindet
Ich träume von einem Bad Füssing, das
für alle Generationen lebenswert ist. Von
einem Ort, an dem Kinder sicher spielen,
Jugendliche Räume zur Entfaltung
finden, Familien Unterstützung erleben,
Senioren wertgeschätzt werden und Unternehmer
starke Partner an ihrer Seite
haben.
Ich wünsche mir ein Miteinander, das
von Respekt getragen ist. Eine Kultur, in
der Kritik erlaubt ist, Ideen wachsen dürfen
und Entscheidungen klar und nachvollziehbar
sind.
Vor allem aber wünsche ich mir ein Bad
Füssing, das mutig genug ist, seine Zukunft
selbst zu gestalten – nicht irgendwann,
sondern jetzt.
Mein Versprechen an Sie
Ich werde mit Herz arbeiten. Mit klarem
Verstand.
Mit Mut. Mit Empathie. Und mit der Entschlossenheit,
die es braucht, um Verantwortung
zu übernehmen.
Ich möchte eine Bürgermeisterin sein,
die zuhört. Eine Bürgermeisterin, die
führt. Eine Bürgermeisterin, die gestaltet
– gemeinsam mit Ihnen.
Für ein starkes Bad Füssing. Für eine sichere
Zukunft. Für ein Miteinander, das
trägt. Für uns alle.
Daniela Albrecht
Ihre Bürgermeisterkandidatin
für Bad Füssing
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Medizin und Gesundheit
Zukunftsfestes Gesundheitswesen
braucht echten Reformwillen
Von Dr. Irmgard Stippler
Arzneimittel und die Rückzahlung der
COVID-Schulden. Darauf aufbauend
braucht es im zweiten Schritt Strukturreformen
und ein Einbremsen des ungesteuerten
Ausgabenwachstums.
Was hat die neue schwarz-rote
Bundesregierung nicht alles versprochen:
rasche Reformen, massiven
Bürokratieabbau und Förderung von Innovationen.
Doch im Gesundheitswesen
ist davon bisher wenig angekommen
– die angekündigte Stabilisierung der
Dr. Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern: „Mit über 4,6 Millionen Versicherten trägt die AOK
Bayern besondere Verantwortung: Sie sichert die Versorgung in allen Regionen des Freistaats – urban wie ländlich,
stationär wie ambulant, analog wie digital.“ Foto: AOK Bayern
Finanzen in der gesetzlichen Krankenund
Pflegeversicherung steht weiter
aus. Stattdessen gibt es neue Darlehen,
die lediglich kurzfristig Lücken stopfen.
Doch Darlehen sind keine Reform – sie
verschieben die Probleme nur in die Zukunft.
Die Versicherten müssen sich weiterhin
darauf verlassen können, dass sie eine
bedarfsgerechte, gute und bezahlbare
Versorgung auch in Zukunft erhalten.
Das ist kein Selbstläufer. Angesichts
drohender Milliarden-Defizite fordert
die AOK Bayern, gesamtgesellschaftliche
Aufgaben endlich kostendeckend
durch den Bund zu refinanzieren. Dazu
zählt vor allem die vollständige Erstattung
der Gesundheitsausgaben für Bürgergeldempfänger.
Allein dies würde die
Krankenkassen um zehn Milliarden Euro
im Jahr entlasten – und damit auch Arbeitgeber
und Arbeitnehmer.
Wer Beitragsstabilität wirklich will,
braucht ein nachhaltiges Finanzierungskonzept.
Unsere Formel lautet:
vollständige
Bürgergeld-Refinanzierung,
Senkung der Mehrwertsteuer auf
Prävention: Über eine Million
Menschen in Bayern profitieren von
AOK-Angeboten
„Gesundheit nehmen wir persönlich“
lautet unsere Mission – und die AOK
Bayern steht zu ihrem Versprechen. Ein
zentraler Schlüssel zur langfristigen Sicherung
der Gesundheitsversorgung ist
Prävention. Allein 2024 haben mehr als
eine Million Menschen in Bayern von den
AOK-Angeboten profitiert. Die Zahlen
zeigen: Unsere Präventionsangebote erreichen
die Menschen dort, wo sie leben
– ob in Kitas, Schulen und Betrieben.
Als Zeichen dafür startete die AOK Bayern
im Herbst die Kampagne „Gesundheit
aus vollem Herzen“, die auf zahlreichen
Plakaten, im Kino und in den
sozialen Medien zu sehen ist. Die Aussage
ist klar: Wir unterstützen Menschen
in Bayern aktiv dabei, gesund zu leben,
gesund zu bleiben und im Krankheitsfall
bestmöglich versorgt zu sein.
Die AOK Bayern begrüßt und unterstützt
daher auch den Masterplan Prävention
von Gesundheitsministerin Judith Gerlach
– nicht zuletzt, weil wir als AOK Bayern
unsere Expertise aktiv eingebracht
haben. Unser gemeinsames Ziel: mehr
gesunde Lebensjahre für alle Menschen
in Bayern. Dazu arbeiten wir eng mit den
Kommunen zusammen. Mit unseren Gesundheitsberichten
liefern wir eine solide
Datenbasis und entwickeln gemeinsam
Maßnahmen für Bewegung, Ernährung,
psychische Gesundheit und Hitzeprävention.
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Medizin und Gesundheit
Elektronische Patientenakte: Großer Informationsbedarf
Seit Oktober sind Praxen und Kliniken verpflichtet, die elektronische
Patientenakte (ePA) mit Dokumenten wie Arztbriefen
und Laborbefunden zu befüllen. Doch wie stehen die Menschen
in Bayern dazu? 80 Prozent der gesetzlich Versicherten
im Freistaat befürworten die neue Regelung. Nur 16 Prozent
lehnen sie ab, ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag der AOK.
Gleichzeitig gibt es noch großen Aufklärungsbedarf: 56 Prozent
der Befragten fühlen sich persönlich weniger gut oder gar nicht
gut informiert. Für die AOK Bayern hat die Aufklärung rund um
die elektronische Patientenakte hohe Priorität. Wir informieren
unsere Versicherten seit Monaten umfassend über alle Kanäle
„Auch die Angehörigen brauchen mehr Unterstützung.
Die AOK Bayern baut daher ihre Angebote in
der Pflegeberatung und mit der Pflege-App stetig aus. Eine
gute Anlaufstelle für Pflegebedürftige, Angehörige und
Pflegekräfte bietet die AOK-Gesundheitsakademie für Pflege,
die erstmals alle Kursangebote und Forschungsprojekte
auf einer Plattform bündelt.“
– von persönlichen Schreiben bis hin zu digitalen Angeboten.
Für individuelle Rückfragen stehen auch die Mitarbeitenden in
den AOK-Geschäftsstellen bereit. Unser Ziel: Versicherte jeden
Alters und mit jedem technischen Hintergrund bestmöglich erreichen.
Mehr als 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden
zuhause betreut
Die Pflege gehört zu den drängendsten Zukunftsthemen – und
der Handlungsdruck steigt: eine alternde Gesellschaft, ein
wachsender Mangel an Pflegekräften und überlastete Angehörige,
die den größten Pflegedienst Deutschlands bilden. Allein
bei der AOK Bayern ist die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf
in den vergangenen fünf Jahren um über 20 Prozent auf rund
280.000 gestiegen. Mehr als 80 Prozent von ihnen werden
zuhause betreut. Für eine gute Pflege daheim müssen die regionalen
Akteure verstärkt zusammenarbeiten: Wir brauchen
neue Beratungsangebote, vernetzte Sorge-Strukturen und innovative
Projekte – immer mit dem Menschen im Mittelpunkt.
Die AOK Bayern engagiert sich daher aktiv in der Initiative „Gute
Pflege. Daheim in Bayern“ des Bayerischen Gesundheits- und
Pflegeministeriums. Auch die Angehörigen brauchen mehr Unterstützung.
Die AOK Bayern baut daher ihre Angebote in der
Pflegeberatung und mit der Pflege-App stetig aus. Eine gute
Anlaufstelle für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte
bietet die AOK-Gesundheitsakademie für Pflege, die erstmals
alle Kursangebote und Forschungsprojekte auf einer Plattform
bündelt. Dazu gehören auch die Online-Pflegekurse, die Angehörigen
das nötige Wissen und praktische Fähigkeiten in der
Pflege vermitteln. Die Angebote helfen, den Pflegealltag besser
zu bewältigen und die eigene Gesundheit zu schützen.
Neues Versorgungsprogramm für Osteoporose
Mit einem neuen Behandlungsprogramm stärkt die AOK Bayern
die Versorgung von Menschen mit Osteoporose – einer
der häufigsten Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems. Bei
dieser chronischen Erkrankung werden die Knochen porös und
brüchig. Besonders Frauen im höheren Alter sind gefährdet:
Ab 90 Jahren ist fast jede dritte Frau betroffen, bei Männern
liegt der Anteil bei 7,6 Prozent. Das belegen Zahlen des Wissenschaftlichen
Instituts der AOK (WIdO).
Ziel des neuen Angebots ist es, Knochenbrüche zu vermeiden
und das persönliche Sturzrisiko zu senken. Darüber hinaus
sollen Schmerzen reduziert, das Fortschreiten der Erkrankung
verhindert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert
werden. Insgesamt leben rund 324.000 Menschen ab 35 Jahren
in Bayern mit Osteoporose.
AOK Bayern übernimmt Verantwortung
Mit über 4,6 Millionen Versicherten trägt die AOK Bayern besondere
Verantwortung: Sie sichert die Versorgung in allen Regionen
des Freistaats – urban wie ländlich, stationär wie ambulant,
analog wie digital.
Die AOK Bayern übernimmt Verantwortung – und bietet mit ihrem
lokal-digitalen Geschäftsmodell persönliche Beratung vor
Ort in den Geschäftsstellen, aber unterstützt auch ihre Versicherten
telefonisch und digital. Damit das so bleibt, braucht es
eine faire Lastenverteilung bei den Finanzen und endlich den
Mut zu echten Reformen.
Im Interesse unserer Beitragszahlenden werden wir uns weiterhin
für eine zukunftsfeste, qualitätsorientierte und bezahlbare
Gesundheitsversorgung einsetzen – das kann ich Ihnen
versichern. Ich wünsche Ihnen alles Gute und Gesundheit für
2026!
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Medizin und Gesundheit
Mehr Mut in 2026 für kraftvolle
Entscheidungen im Gesundheitswesen
Das letzte nennenswerte bereinigte
Wirtschaftswachstum in Deutschland
gab es im Jahr 2022 mit etwa 1,5
Prozent, in Bayern waren es rund zwei
Prozent. Seither beobachten wir sowohl
in Bayern als auch bundesweit eine rückläufige
Wirtschaftsleistung. Im Jahr 2025
wird sich vermutlich wieder eine Null vor
dem Komma befinden.
Eine schwache Wirtschaftsleistung bedeutet
weniger Einnahmen für die Kranken-
und Pflegeversicherung.
Von Christian Bredl
Hinzu
kommt, dass seit Jahren die Ausgaben
deutlich stärker steigen als die Einnahmen.
Schnelles, beherztes Handeln ist
nun gefragt. Aber der Schwung für Reformen,
auf den viele nach dem Regierungswechsel
zu Beginn des Jahres gehofft
hatten, fehlt bisher.
Ein Beispiel dafür ist das Anfang November
angekündigte Mini-Sparpaket
in Höhe von zwei Milliarden Euro für die
gesetzliche Krankenversicherung (GKV).
Die angebliche Stabilität der Beiträge
wurde ins politische Schaufenster gerückt.
Der amtliche Zusatzbeitrag für
2026 wurde nur eine Woche später auf
2,9 Prozent festgelegt, was einen Anstieg
um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich
zu 2025 bedeutet. Dies entspricht dem
schon heute real erhobenen Durchschnitt.
Klar ist aber: Dieser Durchschnitt
wird weiter steigen.
Christian Bredl, Leiter der Landesvertretung Bayern
der Techniker Krankenkasse: „Die Zeit ‚zwischen den
Jahren‘ eignet sich gut, Kraft und Energie für die bevorstehenden
Aufgaben im beruflichen und privaten
Bereich zu tanken. Ein entspannter, gesundheitsfördernder
Aufenthalt in einem der schönen niederbayerischen
Kurorte während der Urlaubstage um den
Jahreswechsel könnte die Wirkung noch verstärken.“
Foto: TK
Mutloses Mini-Sparpaket verzögert sich
Das Sparpaket wurde Ende November
vom Bundesrat in den Vermittlungsausschuss
verwiesen. Es verzögert sich weiter
und wäre ohnehin zu klein gewesen,
um einen Anstieg zu verhindern – auch,
weil die Krankenkassen weiterhin ihre
Rücklagen auffüllen müssen. Denn politische
Entscheidungen haben in den letzten
Jahren dazu geführt, dass die Reserven
auf ein Minimum reduziert wurden.
Deshalb ist es unverständlich, warum die
Bundesregierung nicht konsequenter in
den großen Ausgabenbereichen der GKV
handelt. Der Arzneimittelbereich, in dem
die Kosten aufgrund der extrem hohen
Preise neuer Medikamente seit Jahren
überdurchschnittlich steigen, bleibt bisher
unberücksichtigt.
Die Arzneimittelpreise in Deutschland
gehören zu den höchsten weltweit. Deswegen
wäre es nötig, den Herstellerrabatt
auf neue Arzneimittel zu erhöhen.
Allein diese Maßnahme könnte die GKV
jedes Jahr um Milliarden Euro entlasten
und ist angesichts der explodierenden
Preise für neue Medikamente gerechtfertigt.
Auch andere Regierungen hatten
„Die geplante Notfallreform gibt
nun Anlass zur Hoffnung. Für
alle, die schnell medizinische Hilfe suchen,
ist sie eine positive Botschaft.“
dies bereits umgesetzt, um die Beitragszahler
zu entlasten. Längst überfällig ist
auch, dass Medikamente nur noch mit
dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz
belegt werden. Nur durch diese beiden
Maßnahmen würden die Beitragszahlenden
und die Wirtschaft jährlich um fast
zweistellige Milliardenbeträge entlastet
werden.
Bisher sind keine strukturellen Probleme
des Gesundheitssystems gelöst. Auch
das geplante kleine Sparpaket hätte daran
nichts geändert. Die Regierung muss
jetzt schnellstmöglich mutige Reformen
angehen, um die Finanzen der GKV
nachhaltig zu stabilisieren.
Effizienzen heben – Hoffnungsschimmer
durch Notfallreform
Dazu gehört auch für mehr Effizienz zu
sorgen. Mangelnde Zielgenauigkeit, zu
wenig Informationsaustausch und falsche
Anreize führen noch zu häufig zu
medizinisch nicht erforderlichen Maßnahmen
oder Doppelbehandlungen.
Die geplante Notfallreform gibt nun Anlass
zur Hoffnung. Für alle, die schnell
medizinische Hilfe suchen, ist sie eine
positive Botschaft. Die Reform würde
neben klaren Verbesserungen für Patien-
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Medizin und Gesundheit
tinnen und Patienten, die im Notfall Hilfe
in Anspruch nehmen wollen, auch eine
Entlastung der Mitarbeitenden in der
Notfallversorgung mit sich bringen. Für
die medizinische Ersteinschätzung sollen
in der Zukunft eindeutige Anlaufstellen
etabliert werden. Die neuen Integrierten
Notfallzentren (INZ) würden neben
den neuen Akutleitstellen eine zentrale
Rolle in der Notfallversorgung spielen.
„Die Vorschläge liegen auf dem
Tisch. Nun ist politischer Mut
zur Entscheidung gefragt. Ich bin mir
sicher, dass Lösungen für die Probleme
in der Gesundheitsversorgung, bei
denen die Menschen bald eine nachhaltige
Verbesserung spüren, das Vertrauen
in die Politik erhöht.“
Dort könnten Hilfesuchende ihre Beschwerden
schildern und die Mitarbeitenden
entscheiden, ob ihnen besser die
Notaufnahme des Krankenhauses oder
die ebenfalls vor Ort angesiedelte Bereitschaftspraxis
der Kassenärztlichen Vereinigung
helfen kann.
Ist die Notfallreform erfolgreich, könnte
sie als ein gelungenes Beispiel dafür dienen,
wie eine Strukturreform Qualität,
Erreichbarkeit und Effizienz verbessern
kann. Die vielversprechenden Ansätze
dürfen im Rahmen des politischen Gesetzgebungsprozesses
nicht zerredet
werden. Ein gemeinsames Anpacken aller
Beteiligten kann Schwung für weitere
geplante strukturelle Änderungen wie
die Primärversorgung geben.
Digital vor ambulant vor stationär:
Primärversorgung für mehr Effizienz
Schwierigkeiten, als Patientin oder Patient
einen kurzfristigen ambulanten Termin
in der Arztpraxis zu erhalten – wer
hat das nicht schon erlebt? Zugleich
berichten die niedergelassenen Ärztinnen
und Ärzte von hoher Arbeitslast. Die
Ursachen dafür liegen vor allem in der
fehlenden passgenauen Versorgung sowie
in der mangelnden Kooperation zwischen
Ärztinnen und Ärzten und anderen
Gesundheitsberufen. Heutzutage wird
der Weg durch die Versorgung zu oft von
strukturellen Gegebenheiten, die aus der
Geschichte erwachsen sind, oder sogar
von Zufällen bestimmt. Eine strukturelle
grundlegende Verbesserung könnte ein
durchdachtes sogenanntes Primärversorgungssystem
nach dem Leitsatz „digital
vor ambulant vor stationär“ bringen.
Dabei würden die Patientinnen und Patienten
bei einem gesundheitlichen Problem
von einer digitalen App oder dem
ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116
117 strukturiert zu ihren Beschwerden
befragt. Daraufhin würden die Betroffenen
eine medizinische Ersteinschätzung
und eine Empfehlung erhalten, wer ihnen
am besten helfen kann. Die Empfehlung
kann von „Ruhen Sie sich gut aus und erholen
Sie sich!“ über einen Termin beim
Haus- oder Facharzt bis hin zur Alarmierung
eines Rettungswagens gehen. Bei
Bedarf soll das System auch direkt einen
Termin vermitteln. Die Frage „gehe ich
damit zur Praxis für Allgemeinmedizin,
für Orthopädie oder für Neurologie“ erübrigt
sich dadurch. Die Menschen erhalten
zielgerichtet eine schnelle Hilfe
und überflüssige Mehrfachbesuche in
der falschen Fachrichtung entfallen. Der
so als erster Ansprechpartner gewählte
Arzt übernimmt dann die weitere Steuerung
der Behandlung.
Politischer Mut zur Entscheidung für
baldige Verbesserungen
Die Vorschläge liegen auf dem Tisch.
Nun ist politischer Mut zur Entscheidung
gefragt. Ich bin mir sicher, dass Lösungen
für die Probleme in der Gesundheitsversorgung,
bei denen die Menschen
bald eine nachhaltige Verbesserung spüren,
das Vertrauen in die Politik erhöht.
Das würde zugleich den demokratischen
Zusammenhalt in unserem Land stärken.
Liebe Leserinnen und Leser der Kurzeitung
Bad Füssing, Sie sehen, die Lage
ist herausfordernd, aber es gibt auch
Lösungsansätze. Unser Gesundheitssystem
wird enorm unter Druck gesetzt
durch die stark steigenden Ausgaben
und das Aufschieben notwendiger Entscheidungen.
Das müssen Bundes- und
Länderregierungen schnell ändern und
im nächsten Jahr die Herausforderungen
im Gesundheitssektor mutig und sachgerecht
anpacken.
Die Zeit „zwischen den Jahren“ eignet
sich gut, Kraft und Energie für die bevorstehenden
Aufgaben im beruflichen
und privaten Bereich zu tanken. Ein
entspannter, gesundheitsfördernder
Aufenthalt in einem der schönen niederbayerischen
Kurorte während der Urlaubstage
um den Jahreswechsel könnte
die Wirkung noch verstärken.
Ich wünsche Ihnen allen eine schöne
Adventszeit und ein erholsames, friedvolles
Weihnachtsfest im Kreise ihrer
Liebsten. Starten Sie gesund, achtsam
und kraftvoll in das neue Jahr.
Ihr
Christian Bredl
Leiter der Landesvertretung Bayern
der Techniker Krankenkasse
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KURZeitung
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Medizin und Gesundheit
Gemeinsam für Gesundheit und Zukunft:
Fünf Jahre „Gesundes Miteinander“
Unser Wettbewerb „Gesichter für ein
gesundes Miteinander“ feiert 2025
sein fünfjähriges Jubiläum! Bereits zum
fünften Mal setzen wir mit diesem Wettbewerb
ein Zeichen für Respekt, Toleranz
und Gemeinsinn. Viele Projekte
und Initiativen in unserem Land engagieren
sich für Gesundheitsförderung,
Prävention und Pflege. Die Gesichter
hinter den Projekten leisten damit einen
großartigen und meist ehrenamtlichen
Von Rainer Blasutto
Projekten ein starkes und stilles Gegengewicht.
Sie schaffen Begegnungen, wo
Distanz droht. Sie ermöglichen Teilhabe,
wo Ausgrenzung beginnt. Und sie
stehen füreinander ein, wenn andere
wegsehen.
Halt finden – und Hoffnung.
Die Kampagne „Gesichter für ein gesundes
Miteinander“ hat in den letzten
Jahren eines ganz deutlich gemacht:
Respekt ist keine Einbahnstraße, und
Zusammenhalt ist kein abstrakter Begriff.
Beides zeigt sich im Alltag, in kleinen
Gesten und großen Initiativen, in
stillen Hilfen und sichtbaren Aktionen.
Bayern ist reich an solchen Beispielen.
Menschen, die Verantwortung übernehmen,
Brücken bauen und Barrieren
abbauen – oft ehrenamtlich, oft im
Hintergrund, aber immer mit Herz und
Haltung.
„In einer Zeit, in der öffentliche
Debatten oft von Lautstärke
geprägt sind, setzen die Menschen
hinter den Projekten ein starkes und
stilles Gegengewicht. Sie schaffen Begegnungen,
wo Distanz droht. Sie ermöglichen
Teilhabe, wo Ausgrenzung
beginnt. Und sie stehen füreinander
ein, wenn andere wegsehen.“
Beitrag für ein gesundes Miteinander.
Zeit für einen Rückblick und einen Ausblick
zugleich. Von Rainer Blasutto, Leiter
der Landesvertretung der DAK-Gesundheit
in Bayern.
Fünf Jahre „Gesichter für ein gesundes
Miteinander“ – fünf Jahre voller
besonderer Menschen, inspirierender
Projekte und berührender Geschichten
aus ganz Bayern. Wenn wir in diesem
Jubiläumsjahr auf die Preisträgerinnen
und Preisträger blicken, dann sehen wir
nicht nur Engagement. Wir sehen Haltung.
Wir sehen Mut. Und wir sehen ein
tief verankertes Verständnis dafür, was
unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält:
Respekt, Wertschätzung
und ein echtes Miteinander.
Unser Wettbewerb wurde ins Leben gerufen,
um genau diese Werte sichtbar zu
machen. In einer Zeit, in der öffentliche
Debatten oft von Lautstärke geprägt
sind, setzen die Menschen hinter den
Rainer Blasutto, Leiter der Landesvertretung der
DAK-Gesundheit in Bayern: „Auch in Zukunft bleibt
das gesunde Miteinander Leitidee und Zielrichtung
unseres Engagements. Wir möchten im Jahr 2026
neue Impulse setzen, den Austausch weiter fördern
und alle, die sich für die Gesundheit einsetzen, unterstützen.
Denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen
von morgen meistern. Zum bevorstehenden
Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen und Ihren
Familien eine ruhige und besinnliche Zeit sowie ein
gesundes und kraftvolles neues Jahr 2026.“
Foto: DAK-Gesundheit_Läufer
Besonders unsere diesjährigen Siegerinnen
und Sieger aus Bayern zeigen
eindrucksvoll, dass gesundes Miteinander
weit über das körperliche Wohlbefinden
hinausgeht. Gesundheit entsteht
dort, wo Menschen einander respektieren,
unterstützen und ernst nehmen. Wo
Kinder erleben, dass sie trotz Krankheit
Teil ihrer Klassengemeinschaft bleiben
dürfen. Wo ältere Menschen erfahren,
dass sie gesehen werden. Wo Familien
Für mich persönlich hat dieses Jubiläum
eine besondere Bedeutung. Es
zeigt, wie nachhaltig Engagement wirken
kann, wenn wir es stärken, würdigen
und in den Mittelpunkt rücken.
Die DAK-Gesundheit versteht sich als
Partnerin dieser Menschen. Wir wollen
nicht nur Krankenkasse sein, sondern
Impulsgeberin für ein gesellschaftliches
Klima, in dem Respekt und Miteinander
selbstverständlich sind. Denn Gesundheit
entsteht im sozialen Umfeld – in
Familien, Vereinen, Schulen, Nachbarschaften
und Gemeinschaften.
Unsere Siegerinnen und Sieger erinnern
uns daran, dass jeder von uns etwas beitragen
kann. Dass es keine große Bühne
braucht, um Großes zu bewirken. Und
dass wir gemeinsam stärker sind – gerade
in herausfordernden Zeiten. Diese
Projekte zeigen, wie viel möglich ist,
wenn Menschen nicht nebeneinander
leben, sondern miteinander.
Das gesunde Miteinander ist eine Aufgabe,
die in Zeiten gesellschaftlicher
und gesundheitspolitischer Verände-
66 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Medizin und Gesundheit
tagtäglich Verantwortung übernehmen.
Sie sind Beweis, wie gemeinsames Handeln
gezielt das Wohlbefinden und die
Lebensqualität verbessert.
Mit Blick auf 2026 wollen wir diesen
Weg fortsetzen – mit neuen Impulsen,
innovativen Ansätzen und der Einladung
an alle, mitzuwirken. Denn nur
gemeinsam schaffen wir ein Umfeld, in
dem Gesundheit wachsen kann.
rungen wichtiger denn je ist. Deshalb
fördert die DAK-Gesundheit innovative
Projekte, die Brücken bauen und die
Gesundheit aller Generationen stärken.
Die prämierten Initiativen stehen stellvertretend
für die vielen Menschen, die
Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen
Versicherten eine der größten Krankenkassen
in Deutschland. Sie hat 2018
die Initiative „Für ein gesundes Miteinander“
ins Leben gerufen, um Freundlichkeit,
Rücksicht und Toleranz in der
Gesellschaft zu stärken. Weitere Informationen
und die bereits ausgezeichneten
Landesiegerinnen und -sieger sind
im Netz unter: www.dak.de/gesichter
sichtbar. Schauen Sie gerne rein.
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Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
67
Medizin Kommentar und Gesundheit
Medizinische Versorgung im
ländlichen Raum sichern
Die medizinische Versorgung im ländlichen
Raum steht vor großen Herausforderungen.
Um die Gesundheit
und Lebensqualität der Bevölkerung
auch in den kommenden Jahren sicherzustellen,
ist es unerlässlich, die Strukturen
und Angebote vor Ort nachhaltig
weiterzuentwickeln. Die Sicherstellung
einer flächendeckenden medizinischen
Versorgung ist eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe. Jeder Mensch, egal ob
in der Stadt oder auf dem Land, muss
Zugang zu qualifizierter medizinischer
Hilfe haben“, betont Alfred Kindshofer,
Landesgeschäftsführer der BARMER in
Bayern. „Um die medizinische Versorgung
im ländlichen Raum zu garantieren,
braucht es gezielte Maßnahmen:
Mehr Anreize für Ärztinnen und Ärzte,
sich in ländlichen Gebieten niederzulassen,
den Ausbau telemedizinischer
Angebote sowie die bessere Vernetzung
von Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern“,
fordert Kindshofer.
Gleichwertige Lebensverhältnisse
in Stadt und Land sichern
Es werde immer schwieriger, die medizinische
Versorgung im ländlichen Raum
sicherzustellen. „Mehr als 36 Prozent
der Hausärzte in Bayern sind über 60
Jahre alt und werden in absehbarer Zeit
in den Ruhestand gehen. Junge Ärzte
arbeiten häufiger in Teilzeit und können
sich seltener eine Niederlassung
vorstellen. Gleichzeitig wird die Bevölkerung
immer älter, womit die Nachfrage
nach medizinischer Behandlung
steigen wird“, erläutert Kindshofer. Das
mache einen Umbau der medizinischen
Versorgung – speziell im ländlichen
Raum – unumgänglich. Die Gesundheitsversorgung
sei nur bedarfsgerecht
Von Alfred Kindshofer
zu gewährleisten, wenn sie künftig über
ambulante und stationäre Sektorengrenzen
hinweg geplant und vergütet
werde und am Bedarf der Bevölkerung
in der Region ausgerichtet werde. „Wir
müssen Strukturen so verändern, dass
Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der
BARMER in Bayern: „Die Sicherstellung einer flächendeckenden
medizinischen Versorgung ist eine
gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Jeder Mensch, egal
ob in der Stadt oder auf dem Land, muss Zugang zu
qualifizierter medizinischer Hilfe haben.“
Foto: BARMER
Patientinnen und Patienten vor Ort das
bekommen, was sie tatsächlich benötigen“,
sagt Kindshofer.
Echte Strukturveränderungen
erforderlich
„Deutschland leistet sich eines der teuersten
Gesundheitssysteme der Welt.
Beim Outcome – gemessen unter anderem
an der Lebenserwartung – sind
wir allerdings nur im Mittelfeld“, stellt
Kindshofer fest. Obwohl Deutschland
im internationalen Vergleich eine hohe
Anzahl an Ärztinnen und Ärzten sowie
Pflegekräften hat, wird der Betreuungsschlüssel
vom Personal als nicht zufrie-
denstellend empfunden. „Wir haben
ganz offensichtlich ein Effizienzproblem“,
so Kindshofer weiter. Wichtig sei
vor allem, die Probleme im Gesundheitswesen
nicht mit mehr Geld lösen
zu wollen, sondern mit echten Strukturveränderungen.
Gesundheitszentren fördern
Zusammenarbeit von Ärzten, Kliniken
und Therapeuten
„Wenn eine große Anzahl an Ärzten
kein Interesse an einer Niederlassung
hat, müssen wir die Versorgung verstärkt
über Anstellungsmöglichkeiten
wie z. B. Medizinische Versorgungszentren
sicherstellen“, sagt Kindshofer.
Das Aufbrechen sektoraler Grenzen
sei gerade auf dem Lande unumgänglich.
„Ländliche Krankenhäuser könnten
sich zu Gesundheitszentren für die
Primär- und Langzeitversorgung weiterentwickeln.
Das erhält Arbeitsplätze
und schafft neue Möglichkeiten in der
medizinischen Versorgung, aber auch
in der Pflege“, betont Kindshofer. Regionale
Versorgungsverbünde, das heißt
Kooperationen von Kliniken, Ärzten
verschiedener Fachrichtungen, Apotheken,
Pflegediensten und Heilmittelerbringern,
sind eine weitere Möglichkeit,
die Patientenorientierung und Qualität
in der Versorgung zu gewährleisten. Diagnostik
und Therapie werden interdisziplinär
und unter Einbeziehung sowohl
ärztlicher als auch nichtärztlicher Heilberufe
und sonstiger Gesundheitsfachberufe
erbracht. „Zusammenarbeit für
eine sinnvolle und hochwertige Versorgung
der Patienten soll zur Selbstverständlichkeit
werden.“
Mehr Kompetenzen für nichtärztliche
Gesundheitsberufe
Darüber hinaus sei es dringend erforder-
68 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
lich, dass nichtärztliche Gesundheitsberufe
mehr Kompetenzen erhalten, damit
die Versorgung auf breitere Schultern
verteilt werden könne. Ein weiterer Baustein
zur Sicherstellung der medizinischen
Versorgung im ländlichen Raum
ist die Digitalisierung. Durch Telemedizin
kann die medizinische Expertise in
den ländlichen Raum gebracht werden,
ohne dass zwingend der Arzt vor Ort
sein muss. Das bietet unter anderem
die Möglichkeit, alternative Arbeitsmodelle
für Ärzte wie z. B. Homeoffice zu
etablieren. Genauso können durch eine
telemonitorische Überwachung, bei der
der Arzt die Daten des Patienten direkt
vom Messgerät geliefert bekommt, viele
Arztbesuche entbehrlich sein.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien
ein frohes, gesundes und erfolgreiches
Jahr 2026!
Bad Füssinger Filmgalerie mit dem bayerischen
Kinoprogrammpreis ausgezeichnet
Die Filmgalerie wurde erneut mit
einem Preis für ihr außergewöhnliches
Jahresprogramm geehrt. Im
Kornhaus in Kempten vergab Staatsminister
Dr. Florian Herrmann, nach
Empfehlung des Vergabeausschusses
des FilmFernsehFonds Bayern, den
Bayerischen Kinoprogrammpreis an
die engagiertesten Kinos im Freistaat.
„Kinos ermöglichen einen einfachen
und unmittelbaren Zugang zu kultureller
Teilhabe“, betonte Bayerns Medienminister
Dr. Florian Herrmann in
seiner Rede. „Gerade im ländlichen
Raum sind sie ein wichtiger Ort für
gemeinschaftliches Kulturerleben.“
Die Vertreter der Filmgalerie Bad Füssing konnten sich erneut über eine hohe Auszeichnung freuen. Staatsminister
Dr. Florian Herrmann, rechts, überreichte den Kinoprogrammpreis an Christian Mizam, Bildmitte, mit auf dem
Foto Niclas Wölfinger.
Die Jury zeigte sich beeindruckt von
dem abwechslungsreichen und vielseitigen
Programm: Mit zahlreichen
Filmreihen, Sonderveranstaltungen,
einer über das Jahr verteilten Themenreihe
zum Filmschaffen in Skandinavien,
wöchentlich wechselnden
Kurzfilmen und einem hohen Anteil
an europäischen sowie deutschen
Produktionen konnten die Bad Füssinger
Kinobetreiber auch dieses Jahr
wieder überzeugen.
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Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
69
Therme Johannesbad
Europas beliebteste Thermen
Bestes Badewetter auch bei Minusgraden
Therme Eins
Europa Therme
Mit rund zwei Millionen Übernachtungen
pro Jahr ist Bad Füssing an
der bayerisch-österreichischen Grenze
das beliebteste Heilbad Europas. Heiße
Quellen und wohlig-warmes Thermalwasser
garantieren aktuell auch bei
Minusgraden bestes Badewetter. Das
„Geheimnis“ für die Beliebtheit Bad Füssings
ist die Heilwirkung des aus 1.000
Metern Tiefe sprudelnden, 56 Grad heißen
Thermalwassers. In den drei Bad
Füssinger Thermen erwartet Besucher
eine Erlebniswelt mit 12.000 Quadratmetern
Wasserfläche. Das Besondere:
In etwa der Hälfte der über 100 Wellness-
und Therapiepools können sich
Gäste im bis zu 42 Grad warmen Wasser
bei Minusgraden unter freiem Himmel
die Schneeflocken um die Nase tanzen
lassen.
Mit seinen vielen wärmenden Wohlfühlund
Spa-Inseln ist Bad Füssing auch ein
glanzvoller Stern am Wellness-Himmel.
Winterurlaub in Bad Füssing hat viele
reizvolle Seiten: von ausgedehnten Winterwanderungen
durch die unberührte
Natur oder den zertifizierten Kur- und
Heilwald bis hin zu Genuss, Kultur und
Unterhaltung auf höchstem Niveau.
70 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad-Thermenmarathon 2026 –
Sonntag, 1. Februar
Schirmherr Bundestagsabgeordneter Johannes Schätzl:
„Herzlich willkommen in Bad Füssing“
und Erfolgreichsten ist aus meiner Sicht
die Anerkennung für alle sehr wichtig
und auch angemessen. Ich wünsche
den Organisatoren an der Spitze, Herrn
Knaus, viel Erfolg auch mit 2.500 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern, die nach
den Voranmeldungen erwartet werden
können“. Glückwünsche erhielt Organisationsleiter
Jürgen Knaus auch nach
der Neuvermessung der Strecke nach
internationalem Standard von AIMS –
Association of International Marathons
and Distance Races. Aufgrund des internationaler
werdenden Teilnehmerfeldes
mit Spitzenläufern sei durch die Neuvermessung
die Anerkennung auch von
Spitzenleistungen und Rekorden unbürokratisch
und schnell gesichert.
Anmeldung und Information unter
https://www.thermen-marathon.de
Tel. +49 (0) 8531 / 23 29 09
Bundestagsabgeordneter Johannes
Schätzl, Schirmherr des Laufevents
Johannesbad-Thermenmarathon am
Sonntag, 1. Februar 2026, übermittelte
herzliche Grüße an den Veranstalter
Johannesbad Gruppe am Standort Bad
Füssing. Er bewundere seit vielen Jahren
die organisatorische Meisterleistung einer
Sportveranstaltung mit in der Regel
mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer: „Ich habe mich sehr darüber
gefreut, in diesem Jahr die ehrenvolle
Schirmherrschaft über dieses Event
übernehmen zu können. Ich informiere
mich natürlich über das Internet über
den Stand der Vorbereitungen und wünsche
Organisationsleiter Jürgen Knaus,
wie er das immer geschafft hat, ein gelungenes
Sportwochenende bei idealem
Wetter. Den startenden Sportlerinnen
und Sportlern, besonders jedoch auch
den Schülerinnen und Schülern wünsche
ich ein erfolgreiches sportliches Erlebnis.
Mögen Sie alle gesund und stolz
das Ziel erreichen. Ich freue mich darauf,
Pokale überreichen und die Besten
auszeichnen zu können. Für mich ist jedoch
jede, jeder ein Sieger, der sich auf
den Weg macht. Bei aller Hochachtung
vor den Allerbesten, den Schnellsten
Schirmherr des Laufevents Johannesbad Thermen-Marathon
am Sonntag, 1. Februar 2026, ist Bundestagsabgeordneter
Johannes Schätzl.
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
71
Johannesbad Gruppe
Medizinische Exzellenz am Limit:
Chefarzt Dr. Wolf über Erfolge und politische Hürden
Individuelle High-End-Therapie am Rücken- und Schmerzzentrum
Im Kurzeitung-Interview gewährt Chefarzt Dr.
med. Oliver O. Wolf unter anderem Einblicke in
die Entwicklung und den aktuellen Stand des von
ihm geleiteten Interdisziplinär-Multimodalen
Rücken- und Schmerzzentrums mit ambulantem
Praxiszentrum für Orthopädie und spezielle
Schmerztherapie an der Fachklinik Johannesbad.
Seit mehr als einem Jahrzehnt prägt Chefarzt
Dr. Wolf den Auf- und Ausbau einer der führenden
Einrichtungen Deutschlands im Bereich
der interdisziplinär-multimodalen stationären
Schmerztherapie. Die jüngste Erweiterung im
akut-stationären Bereich trage maßgeblich dazu
bei, jährlich über 1.300 stationäre Patientinnen
und Patienten nach modernsten, interdisziplinären
Standards zu versorgen – eine Leistung,
die dem Rücken- und Schmerzzentrum eine
Spitzenstellung unter den wenigen spezialisierten,
vergleichbaren Zentren der Republik
sichert. Im Interview unterstreicht Chefarzt Dr.
Wolf nicht nur die beeindruckende qualitative
Bilanz, sondern hebt insbesondere die qualitative
Versorgung hervor: Rund 15.000 stationäre
Schmerzpatienten wurden seit Eröffnung des
Schmerzzentrums erfolgreich behandelt – mit
nachweislich überdurchschnittlicher Besserung
der Schmerzsituation. Dies sei, wie Dr. Wolf betont,
maßgebliches Verdienst des hochqualifizierten,
interprofessionellen Teams, das durch
Erfahrung, Spezialisierung und gelebte Empathie
den Therapieerfolg ermögliche. Im Zentrum
stehe ein individueller „therapeutischer Maßanzug“
für den Patienten, basierend auf einer
Kombination aus medizinischer Spitzenleistung,
gezielter Schmerzmedikation, manualtherapeutischen,
psychosomatischen sowie komplementär
medizinischen Verfahren. Gleichzeitig warnt
Chefarzt Dr. Wolf im Interview eindringlich vor
den Reformen aktueller Gesundheitspolitik:
Die Umsetzung der Krankenhausreform und
die damit verbundenen Auflagen gefährden aus
seiner Sicht nicht nur die Innovationskraft, sondern
auch den Bestand an hochspezialisierter
Schmerzmedizin. Komplexe, zum Teil fachfremde
Anforderungen erschweren die adäquate
Patientenversorgung erheblich. Gang und gäbe
seien aus Sicht des Chefarztes administrative
Hürden und praxisfremde Regelungen, die statt
medizinischer Qualität die Bürokratie in den
Mittelpunkt stellen – zum Nachteil der betroffenen
Schmerzpatienten. Dr. Oliver O. Wolf appelliert
an die politischen Entscheidungsträger, die
Rahmenbedingen so zu gestalten, dass qualitativ
hochwertige, spezialisierte schmerzmedizinische
Versorgung langfristig möglich bleibe. Der
erfahrene Chefarzt betont die volkswirtschaftliche
und gesellschaftliche Notwendigkeit einer
fachgerechten Versorgung chronisch Schmerzkranker
und sieht die Politik in Zugzwang,
bestehende Fehlentwicklungen kurzfristig zu
korrigieren. Sein dringlicher Wunsch: Planungssicherheit,
die Definition von Leistungsgruppen
für die Schmerztherapie und der gezielte Abbau
sinnloser administrativer Hürden. Dies alles als
Voraussetzung für den Bestand und die weitere
Entwicklung exzellent spezialisierter Zentren.
Ein gutes Beispiel sei das Interdisziplinäre
Rücken- und Schmerzzentrum in Bad Füssing.
Trotz der widrigen politischen Rahmenbedingungen
bleibt Chefarzt Dr. Wolf optimistisch.
Angesichts des hochspezialisierten Teams, der
etablierten interdisziplinären Kooperationen
sowie strategischer Weiterentwicklungen – unter
anderem im Bereich der regionalen und binationalen
Versorgung sowie dem Ausbau ambulanter
Angebote – sieht er das Rücken- und
Schmerzzentrum für die Herausforderungen
der Zukunft gerüstet. Das Interview gewährt
einen profunden und differenzierten Einblick in
die Versorgungsrealität, die aktuellen Herausforderungen
sowie die politischen Erfordernisse
für eine zukunftssichere Patientenversorgung.
Die Fragen an Chefarzt Dr. Wolf stellte Chefredakteur
Rudolf G. Maier.
Kurzeitung: Herr Dr. Wolf, wie beurteilen Sie
als Chefarzt und Leiter des Interdisziplinären
Rücken- und Schmerzzentrums der Fachklinik
Johannesbad das Jahr 2025?
»Dr. med. Oliver O. Wolf, Chefarzt
und Leiter Interdisziplinäres Rücken-
und Schmerzzentrum: Das vergangene
Jahr wird nicht zuletzt durch eine aus
meiner Sicht chaotische Gesundheitspolitik
auf Bundesebene in nicht allzu guter
Erinnerung bleiben. Doch zunächst zur
medizinischen Entwicklung des Rückenund
Schmerzzentrums sowie dem ambulanten
Praxiszentrum für Orthopädie und
spezielle Schmerztherapie der Fachklinik
Johannesbad: Durch die Ausweitung des
akut-stationären Bereichs im Rahmen des
Bayerischen
Krankenhausbedarfsplans
wurde es möglich, pro Jahr um die 1.300
Patienten medizinisch stationär interdisziplinär-multimodal
auf höchstem Niveau
zu versorgen. Quantitativ gehören wir mit
diesen Zahlen deutschlandweit zu den
größten stationären Anbietern multimodaler
Schmerztherapie. Über die elf Jahre
meiner medizinischer Leitung konnten
wir demnach auf rund 15.000 stationär
versorgte Patienten zurückblicken. Diese
Versorgungssicherheit ist deshalb besonders
wichtig, weil die Versorgungsituation
chronifizierter Schmerzpatienten sowohl
ambulant als auch stationär im Sinne einer
deutlichen Fehl- und Unterversorgung in
der Erfüllung des medizinischen Versorgungsauftrags
aktuell sehr kritisch beurteilt
werden muss. Qualitativ können wir im
Rahmen einer internen Statistik bei diesen
circa 15.000 Patienten durchschnittlich
eine Verbesserung der Schmerzsituation,
bedingt durch den stationären Aufenthalt
am Rücken- und Schmerzzentrum
eine deutliche Entwicklung in Richtung
Schmerzreduktion erreichen. Insgesamt
hat sich eine überdurchschnittliche
Schmerzreduktion als Therapieerfolg ergeben,
auf den wir stolz sind.
Worauf führen Sie die quantitativ wie qualitativ
nachweisbaren Erfolge zurück?
»Ein wesentlicher Garant unserer Erfolge
ist in der Abteilung definitiv ein
Team, das ich als Glücksfall einstufe. Weiterbildungsbereitschaft
und spezifische
Qualifikationen im Bereich Schmerztherapie,
gepaart mit jahrelanger Berufserfahrung
in Kombination mit Empathie, Kompetenz,
Vertrauen und Erfahrung, stellt
72 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Dr. med. Oliver O. Wolf, Chefarzt und Leiter des interdisziplinären multimodalen Rücken- und Schmerzzentrums Fachklinik Johannesbad: „Gesundheitsministerin Judith Gerlach
hat sowohl bei ihrem Besuch im Johannesbad wie auch in ihren klaren Feststellungen in Interviews, auch in der Kurzeitung nachgewiesen, dass sie die Schieflage erkannt
hat. Alle Hochachtung vor ihrem Einsatz.“
im Zusammenspiel mit Können, Verstand
und Herz und dies in allen Fachbereichen,
angefangen von der Organisation über die
Pflege, Therapie, Psychologie, das ärztliche
Team eingeschlossen, die Garanten
des Erfolgs dar.
Können Sie bitte Ihr Behandlungskonzept
vorstellen, das diese Erfolge ermöglicht?
»Jeder einzelne Patient bekommt bei
uns einen therapeutischen Maßanzug
geschneidert. Individuell, bei Bedarf
mit spezifischen Wirbelsäulen- und
Rückenmarksnahen Infiltrationen unter
hochsterilen Bedingungen, mit täglich
fachärztlicher Betreuung, Visiten mit Kontrolle
sowie bei Bedarf Neueinstellung.
Hinzu kommen spezifische medikamentöse
Therapiemaßnahmen, kombiniert
mit hochspezifischer Physiotherapie beziehungsweise
Manualtherapie, ausgeübt
von maximal und speziell ausgebildeten
Therapeuten. Hinzu kommt auch als wichtiger
Aspekt die Treue unserer Patienten,
die über ihre Erfahrungen in Bad Füssing
berichten. Die sogenannte Mund-zu-
Mund-Werbung kommt uns zugute. Beteiligt
sind Therapieformen der Traditionellen
Chinesischen Medizin. Hinzu kommt die
extrakorporale Stoßwellentherapie, Entspannungsmaßnahmen
wie Yoga und viele
mehr. Ich bin sicher, dass diese Kombination
schulmedizinischer Therapie mit psychologischer
Betreuung und alternativen
medizinischer Maßnahmen hier im Rahmen
von 16 Tagen Rehabilitation etwas
besonderes sind.
Herr Chefarzt Dr. Wolf, können Sie bei den
heute absehbaren Rahmenbedingungen
die Erfolgsbilanzen Ihres Schmerzzentrums
auch im Sinne der Schmerzpatienten fortsetzen?
»Ja, das ist meine feste Meinung.
Aufgeben ist überhaupt keine Option
für mich. Es galt auf von der Politik
gesetzte Rahmenbedingungen Einfluss zu
nehmen. Das bedeutet, viele 100 Stunden
an Überzeugungsarbeit zu leisten. Schreiben
an Entscheidungsträger zu verfassen
oder Diskussionen in den Fachgremien,
beispielsweise der Schmerzgesellschaft,
der Berufsverbände wie auch in den politischen
Etagen von Bundestag, Regierungsparteien,
Bundesausschuss für Gesundheit
zu führen. Unsere Kampagnen
richteten sich an die Repräsentanten von
Bundesgesundheitsministerium und Bayerischen
Gesundheitsministerium, den
medizinischen Dienst der Krankenkassen
und viele weitere Ansprechpartner. Dabei
kam es auch durch uneinsichtige und
praxisferne Europapolitiker zu unguten
Pseudokompromissen mit Ausnahmeregelungen
und Kooperationen. Das ist der
aktuelle Stand von heute. Es hat sich nicht
viel geändert, aber wir hoffen weiter, dass
die Schmerzpatienten ohne einflussreiche
Lobby nicht zu Verlierern werden. Es geht
bei unseren Bemühungen um den Erhalt
einer hochwertigen und dringend notwendigen
schmerztherapeutischen Versor-
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
73
Johannesbad Gruppe
gung im Allgemeinen und der chronifizierten
Schmerzpatienten im Besonderen.
Herr Dr. Wolf, wie unschwer bei Ihren Kontakten
festzustellen war, ist auch für Sie mit
Gesundheitsministerin Judith Gerlach die
Gesundheit in Bayern in sehr fachkundigen
und durchsetzungsstarken Händen. Welche
Initiative von Bayern aus könnte die Situation
der Schmerzpatienten verbessern?
»Damit thematisieren Sie vor allem
die Gesundheitspolitik auf Bundesebene.
Was Bundesgesundheitsminister
Dr. Lauterbach mit der sogenannten
Krankenhausreform abgeliefert hat, war
zumindest, was die Zukunftssicherung
vergleichbarer Schmerzzentren und damit
die Interessen der Schmerzpatienten
betrifft, keine Meisterleistung. Ich meine
die Umsetzung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes
und weiterer
Gesetze mit endlosen Monsternamen
waren unausgegoren, unüberlegt,
wenig praxisorientiert. Das hat wie noch
nie gefordert, um schlimmste Wirkungen
in Richtung Schmerzpatienten zu verhindern.
Gesundheitsministerin Judith
Gerlach hat sowohl bei ihrem Besuch im
Johannesbad wie auch in ihren klaren
Feststellungen in Interviews, auch in unserer
Kurzeitung nachgewiesen, dass sie die
Schieflage erkannt hat. Alle Hochachtung
vor ihrem Einsatz. Die Reform der Reform
war dennoch ein Fehlschlag für uns und
die Schmerzpatienten. Ich darf es hart formulieren,
das sogenannte Krankenhausanpassungsgesetz
war eine Bedrohung
des medizinischen Versorungsauftrags
in Bezug auf die Betreuung von chronifizierten
Schmerzpatienten und hat diesen
erheblichen Schaden zugefügt. Das Ergebnis
ist eine Katastrophe – rund 40 Prozent
der Anbieter von multimodaler stationärer
Schmerztherapie sind durch diese Gesetze
in ihrem Fortbestand gefährdet. Dadurch
wird die Lage einer bereits bestehenden
schweren Mangel-, Fehl- und Unterversorgung
schwer chronifizierter Patienten
in Deutschland und Bayern noch einmal
in ungeahnter Dimension beeinträchtigt.
Diese absolut realitätsfernen Gesetze führen
in der Patientenversorgung dazu, dass
völlig sinnfreie und kostspielige Hürden
und Bedingungen aufgebaut werden, die
für die Umsetzung oder Durchsetzung einer
qualitativ hochwertigen Schmerztherapie
bedeutungslos sind. Strukturelle,
räumliche, personelle Voraussetzungen
und Bedingungen, die zudem auch noch
mit sehr hohen Kosten verbunden sind,
werden durch die Bundesgesetzgebung
praktisch vorgeschrieben.
Jeder einzelne Patient bekommt bei uns einen therapeutischen Maßanzug geschneidert. Individuell, bei Bedarf mit
spezifischen Wirbelsäulen- und Rückenmarksnahen Infiltrationen unter hochsterilen Bedingungen.
Sie haben, um ein konkretes Beispiel zu nennen,
eine eigene Leistungsgruppe Schmerzmedizin
gefordert. Gesundheitsministerin
Gerlach hat Sie unterstützt. Diese Forderung
wurde nicht erfüllt, wie Sie schon eingeräumt
haben. Wie geht es weiter beziehungsweise
wie sollte es aus Ihrer Sicht weitergehen?
»Diese Gesetzgebung, die Sie damit
ansprechen, dient keinesfalls der
74 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
Aufrechterhaltung einer guten stationären
schmerztherapeutischen Patientenversorgung,
das Gegenteil ist der Fall. Dieses
schlecht gemachte Gesetz muss jetzt von
den Ländern in Landesrecht umgesetzt
werden. Der aus meiner Sicht gemachte
Versuch einer Verbesserung durch ein
„Anpassungsgesetz“ ist aus unserer Sicht
gescheitert. Es wird zeitnah sicher keine
eigene Leistungsgruppe Schmerzmedizin
geben. Es ist ein Trauerspiel, dass so
gravierende Fehler fortbestehen, dass es
keine Mehrheit der Vernunft, der Einsicht
und der Praxisorientierung gegeben hat.
Das macht uns, verantwortlich für die
Schmerzpatienten, wütend. Durch den
Versuch einer sogenannten Anpassung
wird es nun dem einen oder anderen ermöglicht,
durch Ausnahmeregelungen das
weiterhin schlechte Gesetz zumindest mit
Hängen und Würgen zurechtzubiegen. Wir
müssen zugeben, unser Kampf für die Umsetzung
einer sogenannten eigenen Leistungsgruppe
„Schmerzmedizin“ als einzig
vernünftige Lösung des Problems scheint
aktuell verloren zu sein. Ein insgesamt
unguter Pseudo-Kompromiss mit Ausnahmeregelungen
und Kooperationen, das ist
heute die aktuelle Situation. Leidtragende
und einzige Verlierer in diesem politischen
unausgegorenen Hin und Her sind leider
die hochwertige und dringend notwendige
schmerztherapeutische Versorgung im Allgemeinen
und der chronifizierte Schmerzpatient
im Besonderen.
Wie könnte oder sollte es jetzt weitergehen?
»Wie bereits festgestellt, ist die Umsetzung
der missglückten Bundesgesetzgebung
jetzt Aufgabe der Länder.
Die Frage ist, inwieweit der gesetzgeberisch
gestalterische Spielraum, den die
Länder haben, ausreicht, die Umsetzung
in den schmerztherapeutisch tätigen Kliniken
einigermaßen patientengerecht zu
gestalten. Wir sind bereits dabei, uns in
Gesprächen und Beratungen vorzubereiten
und gute Argumente zu formulieren.
Sie haben 2025 die Gesundheitspolitik auf
Bundesebene scharf kritisiert. Ich nehme an
Note 5? Wie fällt Ihre Beurteilung heute aus?
»Um hier im Schuljargon zu bleiben,
die glatte 5 bleibt eine glatte 5. Von
den politisch Verantwortlichen hört man
aktuell immer wieder, dass die Leistungsgruppenproblematik
als Verbesserungswürdig
angesehen wird. Das ist zwar eine
Optimale Ausstattung nach aktuellem medizinischen Kenntnisstand sowie ein hochspezialisiertes, erfahrenes
Mitarbeiter-Team ermöglichen eine hochwertige Schmerzmedizin mit wesentlichen Effekten für den einzelnen Patienten.
Im Mittelpunkt: Schmerzreduktion, bessere Mobilität, höhere Patientenzufriedenheit, Gewinn an Lebensqualität
sowie nach einer langen Aufstellung von positiven Effekten auch die Vermeidung von Frühverrentung und
die Vermeidung von Kosten durch die Vermeidung einer Pflegesituation.
erfreuliche Erkenntnis, es zeichnet sich
jedoch ab, dass eine erneute politische
Auseinandersetzung mit dieser zwingend
notwendigen Frage auf der Zeitachse hinausgeschoben
werden dürfte. Leider
ist eine zeitnahe Lösung im Sinne einer
vernünftigen medizinischen Versorgung
und im Sinne der adäquaten Versorgung
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
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Johannesbad Gruppe
„Es gibt viel zu tun“. Mit diesem Team macht das riesigen Spaß. Der Bedarf, aber vor allem die Erfolge und die enorme Patientenzufriedenheit geben uns Recht und treiben uns
an. Packen wir’s auch 2026 mit Optimismus an!!
chronischer Schmerzpatienten aktuell
nicht absehbar. Noch einmal zurück auf
die Schulbank: Die sehr schlechte Prüfung
darf nochmals mit neueren Inhalten
nachgeschrieben werden. Das Testat, die
Benotung, wird aber auf den Sankt-Nimmerleinstag
verschoben.
Herr Chefarzt Dr. Wolf, können Sie bei den
heute absehbaren Rahmenbedingungen
die Erfolgsbilanzen Ihrer Schmerzzentrums
auch im Sinne der Schmerzpatienten im neuen
Jahr fortsetzen?
»Die Voraussetzungen und Bedingungen
für die Umsetzung einer qualitativ
hochwertigen schmerzmedizinischen
Versorgung sind durch die bereits geschilderte
Gesetzeslage wesentlich komplexer
und schwieriger geworden. Ein Hoffnungsschimmer
bleibt: Bei der ohnehin
schon angespannten schlechten Versorgungslage
chronischer Schmerzpatienten
und dem Wissen, dass unser Rückenund
Schmerzzentrum auch quantitativ
der zweitgrößte Anbieter hochwertiger
stationärer multimodaler Schmerztherapie
in Deutschland ist, kann ich es mir
nicht vorstellen, dass es sich politische
Entscheidungsträger leisten können, bei
uns die Patientenversorgung in Frage zu
stellen. Ich stelle immer wieder an unsere
Patienten gerichtet fest, dass sie sicher
sein können, dass ich alles dafür tun werde,
die medizinisch stationäre Versorgung
chronischer Schmerzpatienten an unserem
Schmerzzentrum nicht sterben zu
lassen.
Wenn Sie vorausschauen, was wünschen Sie
sich an Weichenstellungen im neuen Jahr
2026?
»Entsprechend der bereits genannten
Problematik wünsche ich mir von
der Politik, konkret von der Landespolitik,
verantwortet durch Gesundheitsministerin
Frau Judith Gerlach, kurz- bis mittelfristig
Planungssicherheit in der Versorgung von
chronischen Schmerzpatienten der multimodalen
stationären Schmerztherapie
am Rücken- und Schmerzzentrum in Bad
Füssing. Mein Anliegen ist der größtmögliche
Abbau unnötiger, administrativer, gesetzgeberisch
wenig sinnvoller und nicht
notwendiger Hürden als Voraussetzung
für eine adäquate Patientenversorgung.
Mittel- bis langfristig wünsche ich mir
und allen Mitstreitern für eine gute Versorgung
chronischer Schmerzpatienten,
eine eigene Leistungsgruppe Schmerztherapie.
Hier müsste dann das qualitative
Spektrum einer multimodalen stationären
Schmerztherapie hochwertig, klar und eindeutig
definiert sein. Es muss eine Fokussierung
der stationären Patientenversorgung
in spezialisierten Zentren erfolgen,
um damit die Aufrechterhaltung maximaler
Qualität in der Versorgung chronischer
76 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Johannesbad Gruppe
Multimodales Rückenund
Schmerzzentrum,
ambulantes Praxiszentrum
für Orthopädie und spezielle
Schmerztherapie
i
schmerzzentrum@johannesbad.com
Tel. +49 8531 23-2904
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„Zur modernen Ausstattung des interdisziplinären Rücken- und Schmerzzentrums, dem ambulanten Praxiszentrum
für Orthopädie und spezielle Schmerztherapie, kommt das Team als Garant aller Erfolge. Jedes Team lebt von seinen
hervorragenden Einzelspielern. Kein Einzelspieler würde irgendetwas erreichen, ohne die Mannschaft. Das ist der
Kern unseres täglichen Tuns, aber auch die Grundlage unseres Erfolgs und der Patientenzufriedenheit. Das treibt
uns an.“
Schmerzpatienten zu gewährleisten.
„Es gibt viel zu tun“. Mit diesem Team
macht das riesigen Spaß. Der Bedarf, aber
vor allem die Erfolge und die enorme Patientenzufriedenheit
geben uns Recht und
treiben uns an. Packen wir’s auch 2026
mit Optimismus an!!
Herr Dr. Wolf, herzlichen Dank für dieses
Interview.
Das mit Chefarzt Dr. med. Oliver O. Wolf geführte
Interviewgespräch wird in der folgenden Ausgabe
mit Schwerpunktstellung Weiterentwicklung des
Schmerzzentrums Bad Füssing unter der aktuellen
Gesetzeslage fortgesetzt. Konkrete Themen sind
die Aufstockung der Versorgungszahl für die multimodale
stationäre Schmerztherapie mit Anpassung
medizinischer Versorgungsqualität an den Bedarf,
der Ausbau der Zusammenarbeit mit den gesetzlichen
Unfallversicherungen zur Früherkennung einer
Schmerzchronifizierung sowie der zeitnahen Umsetzung
einer adäquaten Behandlungsstrategie, Vorstellung
der schmerztherapeutischen Versorgung österreichischer
Patienten in enger Kooperation mit den
dortigen Kostenträgern, die ambulante Versorgung
orthopädischer Akutverletzungen sowie schmerztherapeutischer
Patienten am ambulanten Praxiszentrum
für Orthopädie und spezielle Schmerztherapie,
die zeitnahe Planung der Etablierung einer teilstationären
Schmerztherapie, die perspektivisch mittelfristig
umsetzbare ambulante Patientenversorgung
im Sinne einer schmerztherapeutischen Praxis.
Redaktion Kurzeitung Bad Füssing
„Spezielle Schmerztherapie in Gefahr.“ Mit dieser umfassenden Argumentation in Buchform, mit Vorträgen
und persönlichen Gesprächen, setzte sich Chefarzt Dr. Wolf im Sinne aktueller Herausforderungen
der Versorgung in der Speziellen Schmerztherapie für entsprechend angepasste gesetzliche Rahmenbedingungen
ein.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
77
Das Blasorchester des Musikvereins Bad Füssing e.V. mit Nena-Medley. Vorne die Nachwuchsmusiker der Minis und
Bläserklasse. Oben in der Mitte die Dirigentin Mag. Michaela Berger.
Mit harter Arbeit Ziele erreichen
Erfolgreiches Jahreskonzert mit Mag. Michaela Berger
Die Verantwortlichen im Musikverein
Bad Füssing haben ein hartes
Von Michael Stiglbauer
Jahr hinter sich. Der Umbau der musikalischen
Leitung verlief erst nicht so
reibungslos, wie erhofft. Während Mag.
Trotz der Ungewissheiten wurden im
engen Kreis Ziele für das Jahr 2025 gesetzt.
Neben den gewohnten Auftritten stand
das Bezirksmusikfest in Bad Füssing an.
Planung und Organisation war die Aufgabe
der Vorstandschaft. Die Zusammenarbeit
bei der Vorbereitung und den
eigentlichen Festtagen war das Thema
für alle Mitglieder und Musiker. Mit viel
Michael Stiglbauer, 1. Vorsitzender des Musikvereins
Bad Füssing, Autor der Kurzeitung Bad Füssing.
Hubert Gurtner den Dirigentenstab niederlegte,
erkrankte seine Nachfolgerin
Mag. Michaela Berger und es war nicht
gewiss, wie es weitergehen sollte.
Durch den Zusammenhalt und die gegenseitige
Unterstützung der einzelnen
Berufsmusiker im Verein, konnten die
Aufgaben der musikalischen Leiterin
Anfang des Jahres aufgeteilt werden.
Freude und Engagement konnten die
Aufgaben bewältigt werden und der
Musikverein blickt auf ein wunderbares
Bezirksmusikfest zurück.
„Wer sich nur wenig vornimmt, wird
zweifellos auch wenig erreichen.“
Die nächste Aufgabe musste spontan
78 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Aus Bad Füssing
Besonders schön zu beobachten ist die Entwicklung der Nachwuchsgruppe, die „Minis“, unter der Leitung von
Maxi Lindmeier.
bewältigt werden. 20 Schüler haben
sich im Juli für die Bläserklasse entschieden.
Damit unterrichtet der Musikverein
an der Grundschule Bad Füssing
insgesamt 36 Schüler. So sehr sich die
Vorstandschaft und musikalische Leitung
darüber freuen konnte, stand in
Frage, wer die so viel mehr gewordenen
Schüler überhaupt unterrichten sollte.
Für Hubert Gurtner war bereits Ersatz
vorhanden, ein weiterer Lehrer musste
her und eine Lehrkraft, die das Schuljahr
eigentlich schon zugesagt hatte,
sprang wieder ab. „Drei zusätzliche
Lehrer in kurzer Zeit zu finden, ist nicht
leicht – wir haben es aber geschafft“,
freut sich der 1. Vorsitzende Michael
Stiglbauer.
Weiterhin waren etwa 7 Instrumente
im Archiv, also dreizehn zu wenig. Der
Vorsitzende machte sich sofort an die
Arbeit, Geldmittel für den Kauf der Instrumente
zu beschaffen. Für ein Crowdfunding
bei der Bank sind bereits Wartelisten
entstanden. Das konnte also
auf die Schnelle nicht funktionieren.
Ein Spendenaufruf bei „Gofundme“ erbrachte
zumindest den ersten Grund-
stock. Weitere Unterstützer waren bereit,
dem Musikverein zu helfen. Das
Johannesbad, die Stiftung der Passauer
Neuen Presse, die VR-Banken Passau
und Vilshofen-Pocking und die Sparkasse
Passau leisteten Spenden. Den größten
Teil der rund 13.500 Euro übernahm
wieder einmal die ILE, ein Zusammenschluss
der regionalen Gemeinden an
Rott und Inn. Gemeinsam treiben sie die
Entwicklung in ihrer Region nachhaltig
und zukunftsweisend voran.
„Man kann sich nicht verbessern, wenn
man immer nur so weitermacht wie bisher,
ohne sich ein Ziel zu setzen.“
Jahreskonzert
Am 16. November fand das erste Jahreskonzert
unter alleinigem Dirigat von
Mag. Michaela Berger statt. Sie hatte
sich als Nachfolgerin von Mag. Hubert
Gurtner viel vorgenommen. Das Konzert
sollte eine Fortsetzung seiner erfolgreichen
Aufbauarbeit sein, aber mit
erkennbarer eigener Handschrift. Das
hat die neue Dirigentin Michaela Berger
erfolgreich umgesetzt. Ein beliebtes
Programm unter dem Motto „Helden,
Schurken und Legenden“, wie auch eine
neue Inszenierung mit lichttechnischen
Effekten oder einem Schattenspiel zu
„Hernando’s Hideaway“ – dargestellt
von Theresa und Joe Osterholzer, sowie
Franziska und Michael Stiglbauer, sorgten
für das Publikum zum Eintauchen in
eine wunderbare Welt legendärer Musik
und ihrer Geschichten. Das Publikum
im vollbesetzten Großen Kursaal dankte
mit großer Begeisterung,
Nachwuchsorchester, die Minis
Besonders schön zu beobachten ist die
Entwicklung der Nachwuchsgruppe,
die „Minis“, unter der Leitung von Maxi
Lindmeier. Der Dirigent versteht es ungemein,
die jungen Musiker zu motivieren
und ihnen Lernspaß zu vermitteln.
Beeindrucken konnte sie wieder beim
Jahreskonzert mit ihrem sehr schweren
Programm, das die jungen Musiker
größtenteils selbst gewählt haben.
Weihnachtskonzert
Am 11. Dezember, 18.30 Uhr, geben die
Minis, „auf dem Weg nach Bethlehem“
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
79
Aus Bad Füssing
ihr erstes Weihnachtskonzert in der
evangelischen Kirche.
Waldlermesse für Blasorchester
und Chor
Bereits in Planung ist die öffentliche
Vorstellung der Waldlermesse für
Blasorchester und Chor. Mag. Michaela
Berger hat daran einige Jahre gearbeitet
und nun ist es soweit, dass die berühmte
Messe aus dem Bayerischen
Wald, bislang nur mit Saitenmusik zu
hören, als Arrangement für Blasorchester
vorgestellt wird. Der „Frauenchor
Crescendo“ aus Hartkirchen und die
Sängerrunde Mittich werden der Waldlermesse
ihre Stimmen geben.
Am 22. Februar, 17 Uhr, sind alle Liebhaber
der Waldlermesse zur Uraufführung
der neuen Fassung in die Hl.-
Geist-Kirche in Bad Füssing herzlich
eingeladen.
„Durchhaltevermögen bedeutet,
mit Leidenschaft und Ausdauer
an langfristigen Zielen zu
arbeiten. Durchhaltevermögen
bedeutet Standhaftigkeit. Es
bedeutet, wirklich hart an der
Zukunft zu arbeiten, Tag für Tag.
Nicht nur eine Woche oder einen
Monat, sondern mehrere Jahre,
damit diese Zukunft Realität
wird. Durchhaltevermögen ist
vergleichbar mit einem Marathon,
keinem Sprint."
Zuletzt möchten wir allen
Freunden und Unterstüt-
zern, der Gemeinde Bad
Füssing und dem Veranstal-
tungs-Service in Bad Füs-
sing großen Dank ausspre-
chen. Nur mit der möglich
gemachten Zusammenarbeit ist der gesamte
Erfolg des Musikvereins im Jahr
2025 wieder entstanden.
Unser Dank richtet sich auch an den
Redakteur der Kurzeitung, Herrn Rudolf
G. Maier, der uns stets großartig unterstützt
und all seinen Einfluss und seine
Kontakte beim Musikverein zum Einsatz
bringt.
Mein persönlicher Dank gilt den Musikern,
den Dirigenten Michaela Berger
und Maxi Lindmeier, unseren Lehrern
an der Bläserklasse, allen voran dem
Ensembleleiter Jürgen Wisgalla, meinem
engen Vertrauten und Schatzmeister
Georg Gstöttl für seinen ganzjährigen
Einsatz, der 2. Vorsitzenden Lena
Berger, wie auch unserer Verwalterin
Ursula Hainz für ihre Tätigkeiten, die
nicht immer nach außen getragen und
gesehen werden.
80 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
Mit Zuversicht und Selbstvertrauen!
Warum der ländliche Raum mehr Rückendeckung aus der Gesellschaft braucht und
wie die Heilbäder Vorbild sein können: Gedanken von Landrat Raimund Kneidinger
Liebe Leserinnen und Leser,
die letzten Wochen und Tage des Jahres
sind ja häufig verbunden mit guten Vorsätzen.
Dies betrifft die kleinen – und
größeren – persönlichen Herausforderungen,
die man endlich angehen möchte.
Das betrifft aber auch „Baustellen“
in unserer Gesellschaft, denen wir uns
künftig mehr widmen sollten.
Eine dieser Baustellen ist die zunehmende
Unfähigkeit, mit gesundem Menschenverstand
die Bedürfnisse des ländlich
strukturierten Raumes zu erkennen.
Ob Krankenhausreform oder Lastenfahrrad:
Der gesellschaftliche Diskurs erfolgt
meist in den bequemen Kategorien der
Ballungszentren. Wo Kliniken im Abstand
von U-Bahn-Haltestellen zu fi nden
sind, hat eine Klinikreform völlig andere
Auswirkungen, als etwa in einem Landkreis
wie dem Passauer Land. Und um
bei unserer Region zu bleiben: Wo allein
fast 600 Kilometer Kreisstraßen das –
nicht immer! – fl ache Land erschließen
Raimund Kneidinger, Landrat des Landkreises Passau: „Mehr Pragmatismus, mehr Augenmaß und ein Blick für
die wirklich drängenden Fragen: Das sind einige der guten Vorsätze, die das neue Jahr bestimmen sollten. Die
Zeiten sind zu ernst für Debatten, die niemand braucht.“
müssen, ist ein Lastenfahrrad nicht unbedingt
die perfekte Lösung, um bei jeder
Witterung und in jeder Jahreszeit mit
Kind und Kegel mobil zu sein.
Ich weiß, dass gerade Bayern viel tut, um
hier an die Bedürfnisse der Menschen
außerhalb der großen Städte zu denken.
Das gilt auch für die kommunale Familie,
die ihre ohnehin begrenzten Mittel einsetzt,
um gerechte Lebensverhältnisse
für alle zu erreichen. Aber ich habe den
Eindruck, dass diese Bemühungen viel
mehr gesellschaftliche Unterstützung
brauchen.
Mehr Pragmatismus, mehr Augenmaß
und ein Blick für die wirklich drängenden
Fragen: Das sind einige der guten Vorsätze,
die das neue Jahr bestimmen sollten.
Die Zeiten sind zu ernst für Debatten, die
niemand braucht.
Ich weiß: Als Leserin und Leser der Kurzeitung
sind Sie unseren Heilbädern in
besonderer Weise verbunden. Und gerade
der Blick auf diese Leuchttürme für
Gesundheit und Wohlbefinden zeigt, wie
erfolgreich Pragmatismus, Wandlungsfähigkeit
und Mut zu Neuem sein kann. So
gesehen sind gerade die Heilbäder ein
gutes Vorbild, um gut mit Herausforderungen
umzugehen.
In diesem Sinn wünsche ich allen Leserinnen
und Lesern der Kurzeitung Bad
Füssing von Herzen die Zuversicht und
das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten,
um in ein gutes neues Jahr zu gehen.
Nutzen Sie die stillen Tage für das Miteinander
mit Ihren Lieben und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
Ihr
Raimund Kneidinger
Landrat
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
81
Finissage-Premiere im Wechselspiel zwischen Literatur, Philosophie und Musik, von links, Petra Mieser, Team-Assistentin, Dr. Josef Sommer, Harfenistin Gertraud Sterling
und Spielbankdirektor Ralf Samland.
Kunst und Inspiration: Die schöpferische Kraft des Augenblicks
Finissage-Premiere mit Dr. Josef Sommer
Die Ausstellung von Dr. Josef Sommer
im Foyer der Spielbank Bad Füssing
endete mit einem viel beachteten künstlerischen
Abend. „Auris Men“ – so der
programmatische Titel – zeigte nicht
nur Bilder, sondern öffnete auch Fenster
zu Inspirationen und Hintergründen des
vielseitigen Künstlers, der hauptberuflich
Veterinär ist und sich als Philosoph
und Aphoristiker einen Namen gemacht
hat. Im Gespräch mit Spielbankdirektor
Ralf Samland wurde deutlich: Das
Ende einer Kunstausstellung führt oft ein
Schattendasein – Vernissagen genießen
Glanz und Aufmerksamkeit, Finissagen
dagegen geraten gerne in Vergessenheit.
Doch Samland setzte ein Zeichen: In Bad
Füssing soll die finale Workshow zukünftig
selbst zum gesellschaftlichen Ereignis
ge-Premiere ein. Dr. Sommer, der bei der
Ausstellungseröffnung seine Aphorismen
persönlich vortrug, wurde diesmal
von Samland zu seinen Denkansätzen
befragt. Ein wohlgewählter Spruch diente
als Gesprächsanstoß: „Getrunkener
Wein wird nicht sauer.“ Die Essenz: Den
Augenblick wertschätzen. Das Leben
nicht aufschieben, sondern handeln –
ein Appell an Präsenz und beherztes
Handeln, den Dr. Sommer treffend zugänglich
machte. Humorvoll, mit kleinen
Exkursen zur Weinkultur der Region und
der römischen Geschichte, spannte sich
der Abend von der geistreichen Pointe
bis zur tiefsinnigen Reflexion. Samland
gelang es, gemeinsam mit dem Künstler
die Eigenarten von Klugheit – beim Menschen,
bei Tieren und sogar bei modernen
KI-Systemen – ins Gespräch zu bringen.
Wortgewandt umriss Dr. Sommer
feinsinnig den Unterschied zwischen Ins-
werden. Das Experiment begann an diesem
Abend – und die meisten Vernissage-Gäste
fanden sich erneut zur Finissatinkt
und Intelligenz und erinnerte an den
legendären „Tsunami-Instinkt“ der Tiere.
Im Wechselspiel zwischen Literatur, Philosophie
und Musik – dargeboten von
Harfenistin Gertraud Sterling – entstand
ein gesellschaftlicher Raum in dem das
Wort und der Ton gleichermaßen Gewicht
erhielten. „Die Klugheit ist gerecht
verteilt“, zitierte Dr. Sommer „Jeder hält
sich für ausreichend ausgestattet“. Mit
solch geistreichen Sentenzen, eingeflochten
in launige Dialoge, setzte die
Finissage der Ausstellung den würdigen
Schlusspunkt. Dank und Applaus galten
sowohl dem Künstler wie der Musikerin,
insbesondere aber der Idee, das Finale
einer Ausstellung selbst zur Kunstform
zu erheben. Die „Finissage-Premiere“ in
der Spielbank Bad Füssing ist ein vielversprechendes
Modell – aus dem Anfang
und Ende gleichermaßen neue Gegenwart
entstehen zu lassen.
82 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
Für eine gute Zukunft brauchen wir Verantwortung,
Verlässlichkeit und Vertrauen
Ein ereignisreiches und aufregendes
Jahr geht zu Ende. Am 23. Februar
fanden vorgezogene Bundestagswahlen
statt, bei der wir erfolgreich abschneiden
konnten. Seither regieren CDU und CSU
gemeinsam mit der SPD unser Land. Bei
den hierfür grundlegenden Koalitionsverhandlungen
konnten wir als CSU und
insbesondere auch als Senioren-Union
(SEN) wichtige politische Forderungen
durchsetzen. Hierzu gehören CSU-Kernforderungen
wie die Beendigung der illegalen
Migration und bessere Rahmenbedingungen
für unsere Industrie, unseren
Mittelstand und unser Handwerk.
Mit Stolz erfüllt uns, dass die Mütterrente
endlich vollendet und Gerechtigkeit
hergestellt werden soll. Dann erhalten
zukünftig alle Mütter bis zu drei Rentenpunkte
für jedes Kind – egal wann ihre
Kinder geboren wurden. Das war für uns
als SEN ein herausragendes Anliegen im
Wahlkampf. Wir danken dem CSU-Parteivorsitzenden,
Ministerpräsident Dr.
Markus Söder, MdL, für seinen großartigen
Einsatz in dieser Frage und für seine
nachhaltige Verteidigung der Mütterrente
gegen die für mich unverständliche
Kritik.
Ganz zentrale Themen – gerade für die
ältere Generation – sind Gesundheit und
Pflege. Die Bundesregierung will unter
anderem eine große Pflegereform auf
den Weg bringen und unser erklärtes Ziel
berücksichtigen, eine bedarfsgerechte
Krankenhausversorgung in der Stadt
und auf dem Land zu sichern. Die flächendeckende,
wohnortnahe und qualitativ
hochwertige medizinische und pflegerische
Versorgung in Stadt und Land
muss gewährleistet sein. Für diese und
weitere Herkulesaufgaben wünschen wir
von Herzen viel Erfolg!
Von Franz Meyer
Auf EU-Ebene können wir ebenfalls einen
politischen Erfolg vermelden. Es
geht um die EU-Führerscheingesetzgebung.
Der Führerschein ist für ältere
Menschen vor allem auf dem Land
Altlandrat Franz Meyer, Staatssekretär a.D., Landesvorsitzender
der Seniorenunion: „Ganz zentrale
Themen – gerade für die ältere Generation – sind
Gesundheit und Pflege. Die Bundesregierung will
unter anderem eine große Pflegereform auf den Weg
bringen und unser erklärtes Ziel berücksichtigen, eine
bedarfsgerechte Krankenhausversorgung in der Stadt
und auf dem Land zu sichern.“
wichtig, wenn kein öffentlicher Nahverkehr
nutzbar ist. Deshalb haben wir viele
Argumente weitergegeben, die gegen
eine verpflichtende Gesundheitsprüfung
älterer Führerscheinbesitzer sprechen.
Das hat gewirkt. Dank der EVP-Fraktion
unter dem Vorsitzenden Manfred Weber,
MdEP, haben sich letztlich Pragmatismus
und gesunder Menschenverstand
durchgesetzt. Verpflichtende Gesundheitsüberprüfungen
für alle Fahrer ab 70
Jahren kommen nicht. Vielmehr bleibt es
jedem Mitgliedstaat selbst überlassen,
ob er solche Tests vorschreibt. Insgesamt
setzt die Reform auf Vertrauen statt
Bevormundung und wird dabei helfen,
Europas Straßen sicher zu machen. Das
war das Versprechen der CSU und dieses
Versprechen ist eingelöst worden.
Wichtig ist mir, deutlich zu machen, dass
viele Seniorinnen und Senioren noch sehr
fit und aktiv sind. Sie engagieren sich ehrenamtlich
und befinden sich technisch
auf der Höhe der Zeit. Gleichzeitig dürfen
„Eine persönliche Bitte, vielleicht
haben Sie die Möglichkeit,
sich um Menschen zu kümmern,
von denen Sie wissen, dass sie einsam
sind. Gerade in der Vorweihnachtszeit
und an den Feiertagen wiegt bei den
Betroffenen Einsamkeit meist noch
schwerer als sonst.“
wir diejenigen nicht vergessen, die mit
der modernen Technik nicht so gut zurechtkommen.
Als SEN unterstützen wir
deshalb grundsätzlich die Digitalisierung
in allen Bereichen. Gerade die ältere Generation
kann von ihr oftmals profitieren.
Allerdings darf es nicht zu Diskriminierungen
kommen. Insbesondere bei Leistungen
der Daseinsvorsorge wie bei der
Deutschen Bahn muss es weiterhin die
Möglichkeit geben, Angebote analog
wahrzunehmen. Das wird in naher Zukunft
eines unserer Kernanliegen sein,
dem sich die SEN in besonderem Maße
widmen wird. Das gilt auch für das Thema
Einsamkeit.
Eine persönliche Bitte, vielleicht haben
Sie die Möglichkeit, sich um Menschen
zu kümmern, von denen Sie wissen, dass
sie einsam sind. Gerade in der Vorweihnachtszeit
und an den Feiertagen wiegt
bei den Betroffenen Einsamkeit meist
noch schwerer als sonst.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen
fröhliche Weihnachtstage, einen geruhsamen
Ausklang des Jahres und alles
erdenklich Gute, beste Gesundheit,
Zufriedenheit und Gottes Segen für das
kommende Jahr!
Ihr
Franz Meyer
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
83
MARIENKIRCHE FÜRSTENZELL
47. Christkindl
Ansingen
23. DEZEMBER 2025 | 19:30 UHR | EINLASS: 18:00 UHR
MITWIRKENDE
Blaskapelle Neukirchen am Inn
Hammerschmid Musi
Hutthurmer Hackbrettmusi
Sandbacher Dreigsang
Vilstaler Sänger
SPRECHER
Helmut Rührl
ORGANIST
Walter Heimerl
ORGANISATION
Kulturamt
Landkreis Passau
Der Spendenerlösgeht zu
gleichen Teilen an die PNP-
Weihnachtsaktion
"Ein Licht im Advent" und
den Förderverein der
Heimvolksschule Fürstenzell
Gut zu wissen
Wie können wir in diesen
Zeiten Frieden finden?
Von Ruth Müller, MdL
Wenn die Tage kürzer werden und der
Duft von Tannennadeln und Plätzchen
durch die Häuser zieht, sehnen wir
uns nach Ruhe, Geborgenheit und Frieden
– in einer Zeit, in der diese Worte leider
nicht mehr selbstverständlich sind.
Der Krieg in der Ukraine, der Terror im
Sicherheit bei den Menschen ist, habe
ich bei meinen zahlreichen Gesprächen
und Besuchen vor Ort gespürt: Bei Soldatinnen
und Soldaten oder bei jungen
Menschen, die sich Gedanken über die
Wehrpflicht machen. Mir war auch wichtig,
mit unseren vielen Ehrenamtlichen
in denen Vertrauen wachsen kann. Und
Vertrauen ist die Grundlage für unsere
Demokratie, auf der unser friedliches,
freiheitliches Zusammenleben fußt.
Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.
Er beginnt in unseren Familien, in unseren
Gemeinden, in unseren Herzen.
Wenn wir einander zuhören, statt übereinander
zu urteilen, wenn wir uns gegenseitig
Halt geben, dann tragen wir unseren
Teil zu einer friedlicheren Welt und
einem guten Miteinander bei.
Wenn in den Pfarreien vor Weihnachten
das Friedenslicht aus Bethlehem
weitergegeben wird, erinnert diese kleine
Flamme uns daran, dass selbst ein
kleines Licht Dunkelheit vertreiben und
Grenzen überwinden kann. Es steht für
Hoffnung, Zusammenhalt und die Botschaft,
dass Frieden möglich ist – wenn
wir ihn wollen und täglich leben.
Als Mitglied der Landessynode der
Evangelischen Kirche in Bayern begleitet
mich seit Jahren das Bibelwort aus
Psalm 34,15:
„Suche den Frieden und jage ihm nach.“
Landtagsabgeordnete Ruth Müller: „Wenn in den Pfarreien vor Weihnachten das Friedenslicht aus Bethlehem
weitergegeben wird, erinnert diese kleine Flamme uns daran, dass selbst ein kleines Licht Dunkelheit vertreiben
und Grenzen überwinden kann. Es steht für Hoffnung, Zusammenhalt und die Botschaft, dass Frieden möglich
ist – wenn wir ihn wollen und täglich leben.“
Nahen Osten, die wachsende Unsicherheit
in vielen Teilen der Welt – all das beschäftigt
uns auch hier bei uns in Bayern.
Viele Menschen fragen sich: Wie können
wir in solchen Zeiten Frieden finden?
Ich glaube, dass äußerer Frieden immer
dort beginnt, wo Menschen inneren Frieden
gefunden haben. Wer mit sich selbst
im Reinen ist, wer sich nicht von Hass,
Neid oder Angst leiten lässt, der kann
auch Brücken bauen – zwischen Nachbarn,
zwischen Generationen, zwischen
Völkern.
Wie stark der Wunsch nach Frieden und
zu sprechen, die in den Hilfsorganisationen
und im Katastrophenschutz bereitstehen
und für unsere Sicherheit sorgen.
Ihnen allen gilt mein Dank – sie leisten
eine oft unsichtbare, aber unschätzbare
„Ich glaube, dass äußerer Frieden
immer dort beginnt, wo
Menschen inneren Frieden gefunden
haben.“
Arbeit für die Allgemeinheit. Bei diesen
Gesprächen und Besuchen habe ich gespürt,
wie wichtig es ist, dass wir in Politik
und Gesellschaft Räume schaffen,
Diese Jahreslosung von 2019 erinnert
mich immer wieder daran, dass Frieden
kein Zustand ist, sondern eine Aufgabe
– für uns alle, Tag für Tag, in Kirche, Gesellschaft
und Politik.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben eine
gesegnete Weihnachtszeit – mit Momenten
der Ruhe, der Dankbarkeit und
des Friedens.
Und für das neue Jahr: Kraft, Mut und
Zuversicht, damit wir gemeinsam daran
arbeiten, dass dieses Licht nicht verlischt
und die Flamme der Hoffnung und
Liebe weitergegeben wird.
Gesegnete Weihnachten und
ein friedliches Neues Jahr wünscht
Ruth Müller, MdL
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
85
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GELENKE
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Entzündung & Schwellung zu reduzieren.
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Mit den zwei
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Vitamin C und das
Spurenelement Zink
dazu bei, die Zellen vor
oxidativem Stress zu
schützen.
Ausserdem trägt Zink zur Erhaltung
normaler Knochen und Vitamin C zu einer
normalen Kollagenbildung für eine normale
Funktion der Knochen bei.
WENN DIE GELENKE
SCHMERZEN
Von Walter Rainer
Gelenkschmerzen oder -beschwerden können verschiedene
Ursachen haben, die sich am besten in zwei Arten einteilen lassen:
Entweder entstehen die Symptome durch eine Entzündung im
Gelenk oder durch eine Verletzung der Bänder, Sehnen oder des
umgebenden Schleimbeutels.
Der Schmerz äussert sich entweder im Ruhezustand, in der
Bewegung und/oder unter Belastung. Oftmals sind solche
Beschwerden auch mit einem Versteifungsgefühl des Gelenkes oder
mit Bewegungsschwierigkeiten verbunden.
Regelmäßige Bewegung ist der beste Weg, um Gelenkschmerzen in
Schach zu halten. Wenn Sie Ihre Gelenke aufgrund von Schmerzen
schonen oder nicht mehr bewegen, werden Muskeln, Sehnen und
Bänder geschwächt und verkürzt. Zudem «verhungern» die Gelenke
ohne Bewegung, weil die Knorpelschicht nicht durchblutet wird und
somit nicht mit «Nahrung aus der Gelenksflüssigkeit» versorgt wird.
Aus diesem Grund sind kontrolierte Bewegungsabläufe eine wichtige
Massnahme zur schnellen Linderung von Gelenkbeschwerden. Ein
weiterer essentieller Punkt ist eine gezielte Nährstoffzufuhr, welche
die Regeneration und der Erhalt des Gelenkknorpels unterstützt.
Nach dem aktuellen Stand der Forschung hat ACTEN, eine klinisch
getestete Kombination von Nährstoffen für Gelenke entwickelt. Mit
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Konservative & operative Therapie, Prophylaxe und Rehabilitation
Fortbildungspunkte
• Fortbildungspunkte für Ärzt:innen werden beantragt
• Fortbildungspunkte für Therapeut:innen werden vergeben
Mit Vortrag von Ruder-Olympiasieger Matthias Kuffner:
„Stark im Kopf, stark im Leben - Die mentale Seite der Leistungsfähigkeit“
Die Veranstaltung wird von den drei renommierten Bad Füssinger Kliniken organisiert.
Hubertus Winkler, med. Veranstaltungsleitung, Chefarzt Orthopädie Johannesbad Fachklinik Bad Füssing
Ulf Görner, Chefarzt Waldburg Zeil-Kliniken, Klinik Niederbayern Bad Füssing
Dr. med. univ. Till Richter, Chefarzt Orthopädie Rehafachzentrum Standort Bad Füssing
Beratung und Kongress-Service:
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Kongress-Teilnehmer:innen können am 01.02.2026 kostenlos
beim Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing mitlaufen.
Tragen Sie Ihre Marathon-Teilnahme dafür bei der Anmeldung ein.
Alle Infos: www.thermen-marathon.de
Programm Sportkongress 2026
8.00 - 9:00 Uhr: Anmeldung & Registrierung
9:00 - 9:15 Uhr: Begrüßung durch Bürgermeister
Tobias Kurz und Moderator Marcus
Kronschnabl (leitender Oberarzt Johannesbad
Fachklinik Bad Füssing)
Teil 1 – Vorträge & Diskussion
9:15 - 10:00 Uhr:
1. Vortrag: Stark im Kopf, stark im Leben
– Die mentale Seite der Leistungsfähigkeit
Wie wir mentale Stärke aufbauen und
warum sie zur entscheidenden Ressource in
dynamischen Zeiten wird. Andreas Kuff ner,
Ruder-Olympiasieger, mehrfacher Welt- und
Europameister, Wirtschaftsingenieur, Teamentwickler
und Experte für Führung sowie
Changeprozesse
10:00 - 10:45 Uhr:
2. Vortrag: Das Schultergelenk
Prekäre Balance zwischen maximaler Bewegungsfreiheit
und funktioneller Stabilität.
Ap. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Lena Hirtler,
Fachärztin für Anatomie, Stv. Leitung der
Abteilung für Anatomie, Medizinische
Universität Wien, Zentrum für Anatomie und
Zellbiologie
10:45 - 11:15 Uhr: Pause,
Medizinische Fachausstellung
11:15 - 12:00 Uhr:
3. Vortrag: Von Calisthenics bis
Speerwurf
Die Biomechanik der Schulter als Drehund
Angelpunkt für sportliche Höchstleistungen.
Prof. Dr. rer. nat. Olaf Ueberschär, Leiter
Fachbereich Biomechanik, Institut für
angewandte Trainingswissenschaft
Anmeldung bis 22.01.2026
Online unter www.der-sportkongress.de
12:00 - 13:00 Uhr: Mittagpause,
Medizinische Fachausstellung
13:00 - 13:45 Uhr:
4. Vortrag: Operative Versorgung von
Läsionen der Rotatorenmanschette der
langen Bizepssehne und der Mm.
pectoralis und Latissimus dorsi
Mathias Ritsch, Facharzt für Orthopädie,
Sportmedizin, Sportortho Rosenheim,
Chefarzt Schön-Klinik Vogtareuth,
Verbandsarzt DBFV
13:45 - 14.30 Uhr:
5. Vortrag: Rotatorenmanschettenassoziierte
Beschwerden
Physiotherapeutische Diagnostik und
Therapie.
Volker Sutor, Fortbildungen für Orthopädie,
Medizin und Manuelle Therapie
14:30 - 15:00 Uhr:
Workshopbesprechung / Verabschiedung /
Danksagung
15:00 - 15:20 Uhr: Kaff eepause,
Medizinische Fachausstellung
Teil 2 – Workshops
Die Workshops fi nden parallel jeweils von
15:20 Uhr bis 16:50 Uhr statt.
Teilnahme ist an nur einem Workshop
möglich, Teilnehmerzahlen sind begrenzt.
Workshop 1:
Trainingstherapie bei Schulterschmerz
Hannah Moser (Ärztliche Leitung Dr. med.
Predrag Vucic)
Johannesbad Fachklinik Bad Füssing,
Haus D, 1. Stock, Zi. 110
Workshop 2: Stoßwellentherapie
Benjamin Süßmann
Großes Kulturhaus, Adalbert-Stifter-Saal
Workshop 3: Schulterstabilisation im
Sport
Konstantin Horst (Ärztliche Leitung Dr.
Natalja Zajac)
Klinik Niederbayern, Gymnastikraum T7,
1. Obergeschoss
Workshop 4: Kryotherapie (Kältekammer)
Hans Krenn (Ärztliche Leitung CA
Dr. Till Richter)
Rehafachzentrum, Kältekammer
Workshop 5: Sonographie Schulter
OA Georg Laski
Rehafachzentrum E62
Workshop 6: Yogagruppe
Caroline Steiger (Ärztliche Leitung Dr.
Sanja Milenkovic)
Rehafachzentrum E 55
Workshop 7: Triggerpunkt-Akupunktur
Schultergürtel und Nacken
Dr. Christoph Doliwa / Dr. Ulrike Lange
Klinik Niederbayern, Sitzungssaal,
1. Obergeschoss
Workshop 8: Die Schulter und ihre auf-/
und absteigenden Ketten
Christian Schröger (Ärztliche Leitung Dr.
Anna Gesicka)
Klinik Niederbayern, Studio A,
Erdgeschoss
Workshop 9: Schulter-Tapen
Philip Steffens (Ärztliche Leitung CA
Ulf Görner)
Klinik Niederbayern, Studio B, Erdgeschoss
Teilnahmegebühr inkl. Tagesverpflegung:
• Ärzte: 175,- € bei Anmeldung bis 20.12.2025 (danach 195,- €)
• Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure, Trainer:
90,- € bei Anmeldung bis 20.12.2025 (danach 110,- €)
• Neu: Tickets für Schüler und Studierende: 55,- €
• Stornierung ist bis 2 Wochen vor dem Kongress schriftlich möglich
• Die Teilnahmebescheinigung erhalten Sie nach der Veranstaltung per E-Mail
Workshop 10: Stick Mobility
Michael Wolfsberger (Ärztliche Leitung Dr.
med. Paul Schwanitz von Keitz)
Rehafachzentrum U 187/
Gymnastikhalle
Gut zu wissen
Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze sichern
und den Standort attraktiv halten
Liebe Leserinnen und Leser,
auch in diesem Jahr – zu Beginn einer
neuen Legislaturperiode – möchte ich
Ihnen in meiner Rolle als Bundestagsabgeordneter
für Niederbayern ein
frohes Weihnachtsfest und einen guten
Start ins neue Jahr wünschen. Das
vergangene Jahr war erneut von großen
Von Johannes Schätzl
Wirtschaft zu stärken, Arbeitsplätze zu
sichern und den Standort Deutschland
für bestehende und neue Unternehmen
attraktiv zu halten. Die anhaltenden
Schwierigkeiten in der Automobil- und
Zuliefererindustrie bereiten vielen Menschen
weiterhin Sorgen. Gleichzeitig
machen positive Entwicklungen Mut:
instabil, und weltweit schwelen Konflikte,
die uns allen vor Augen führen, wie
zerbrechlich Frieden ist. Gleichzeitig
zeigt die internationale Diplomatie, dass
Frieden nur gelingen kann, wenn Staaten
entschlossen zusammenarbeiten,
Verantwortung übernehmen und solidarisch
handeln. Gemeinsam mit unseren
internationalen Partnern müssen wir
verlässlich auftreten, unsere Sicherheitsinteressen
klar formulieren und alles
dafür tun, dass Frieden wieder zur Regel
und nicht zur Ausnahme wird.
Eine der wichtigsten Aufgaben bleibt
der Schutz unserer Demokratie. In Umfragen
erreichen extremistische Kräfte
Rekordwerte. Das dürfen wir nicht tatenlos
hinnehmen. Unsere parlamentarische
Demokratie ist eine der größten
Errungenschaften unseres Landes – sie
ermöglicht Freiheit, politische Teilhabe
und ein Leben in Sicherheit. Es liegt an
uns allen, diese Werte zu verteidigen
Bundestagsabgeordneter Johannes Schätzl: „Im intensiven Austausch mit Unternehmen vor Ort und im parlamentarischen
Alltag setze ich mich dafür ein, dass Niederbayern ein starker und verlässlicher Wirtschaftsstandort
bleibt.“
politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen
geprägt. Umso mehr
möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige
Gedanken mit Ihnen zu teilen.
Mit der Bildung einer neuen Bundesregierung
im vergangenen Februar hat
unser Land die Chance erhalten, nach
Monaten der Verunsicherung wieder
festen Boden unter den Füßen zu gewinnen
und die drängendsten Aufgaben
entschlossen anzupacken. Die Erwartungen
sind hoch. Ich werde auch in
dieser neuen politischen Konstellation
dafür eintreten, dass die Anliegen unserer
niederbayerischen Heimat in Berlin
verlässlich Gehör fi nden.
Zentrale Aufgabe bleibt es, unsere
Der rasche Baufortschritt bei der neuen
Batteriefabrik von BMW zeigt, dass
Zukunftstechnologien in unserer Region
entstehen und Wertschöpfung hier gehalten
werden kann. Im intensiven Austausch
mit Unternehmen vor Ort und im
parlamentarischen Alltag setze ich mich
dafür ein, dass Niederbayern ein starker
und verlässlicher Wirtschaftsstandort
bleibt.
Der Blick auf die Welt erfüllt mich auch
in diesem Jahr mit Sorge. Der Krieg in
der Ukraine dauert unvermindert an,
doch die intensiven Vermittlungsbemühungen
der USA geben Anlass zur Hoff -
nung, dass ein baldiger Frieden möglich
ist. Auch im Nahen Osten bleibt die Lage
und jenen entgegenzutreten, die spalten,
verängstigen und unsere demokratische
Kultur beschädigen wollen.
Gerade die Weihnachtszeit erinnert
uns daran, was wirklich zählt: Zusammenhalt,
Menschlichkeit und die Bereitschaft,
über Unterschiede hinweg
zueinanderzufinden. Lassen Sie uns
diese Werte in das neue Jahr tragen –
im Alltag, im politischen Gespräch und
im Umgang miteinander.
Ich wünsche Ihnen von Herzen ein
frohes und gesegnetes Weihnachtsfest,
erholsame Tage im Kreis Ihrer Liebsten
und einen guten Start in ein gesundes,
erfolgreiches und friedliches Jahr 2026.
Herzlichst
Ihr
Johannes Schätzl
90 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Gut zu wissen
Bezirksaufgaben, die mit Herzblut erfüllt werden
Breites Spektrum an Gesundheitseinrichtungen in der Region
Von Cornelia Wasner-Sommer
Liebe Leserinnen und Leser
der Kurzeitung Bad Füssing,
wieder liegt ein spannendes Jahr hinter
uns. Wieder stellen wir uns die Frage:
„Wo ist nur die Zeit geblieben?“ Wieder
ist klar, dass auch 2026 viele Herausforderungen
mit sich bringen wird – umso
wichtiger ist die Zeit zwischen den Jahren.
Sie schenkt uns die Möglichkeit, uns
auf das Wesentliche zu besinnen und die
Ihnen zu teilen.
Gerne möchte ich mit Neuigkeiten aus
dem Bezirk starten. Sicherlich wissen
Sie, dass die Sicherstellung der medizinischen
und pflegerischen Versorgung
ein Schwerpunkt der Bezirksarbeit ist.
Mit der Entscheidung, ein „Zentrum für
Forensische Psychiatrie Niederbayern“
zu gründen, schaffen wir eine wichtige
zu verbessern und eine einheitliche fachliche
Linie zu etablieren. Auch Synergien
zwischen den Standorten werden besser
nutzbar gemacht. Da Mainkofen und
Straubing nur rund 30 Kilometer voneinander
entfernt liegen, eröffnen sich
erhebliche Chancen für Kooperationen,
Ressourcenteilung und Personalentwicklung,
was angesichts des Fachkräftemangels
im Gesundheitssektor immer
mitgedacht werden muss. Gleichzeitig
reagiert der Bezirk mit der Gründung des
Zentrums auf die gesetzlichen Veränderungen
bei Maßregelvollzug und den
Einweisungsmodalitäten. Diese führten
zuletzt bundesweit zu einem Rückgang
der Patientenzahlen.
Auch in den anderen Schwerpunktbereichen
des Bezirks tut sich viel. Neben
„Ich möchte die Chance nutzen
und Sie bereits frühzeitig darauf
aufmerksam machen, dass unser
Wahlrecht auch eine Pflicht ist. Die
Kommunalwahl 2026 wird über die
zukünftige Ausrichtung unserer Region
entscheiden. Bitte nutzen Sie Ihre
Stimme, um als Wählerin oder Wähler
einen Beitrag zu leisten.“
Cornelia Wasner-Sommer, stellvertretende Landrätin, Bezirksrätin: „Vergessen dürfen wir auch nicht, dass wir
dort leben, wo andere Urlaub machen. Der Landkreis Passau gilt als sehr attraktive Urlaubsregion – nicht zuletzt
wegen Bad Füssing mit seiner herausragenden wirtschaftlichen, touristischen und gesundheitlichen Bedeutung.“
vergangenen Monate Revue passieren
zu lassen. Gleichzeitig können wir neue
Kraft tanken und uns darauf vorbereiten,
das neue Jahr mit Zuversicht zu begrüßen.
Vor diesem Hintergrund freue ich
mich sehr über die Gelegenheit, in meiner
Funktion als stellvertretende Landrätin
von Passau und niederbayerische
Bezirksrätin einige zentrale Themen mit
Weichenstellung für die zukunftsorientierte
Weiterentwicklung unserer Versorgungs-
und Verwaltungsstrukturen.
Das bedeutet konkret: Die beiden Maßregelvollzugseinrichtungen
in Mainkofen
und Straubing werden künftig organisatorisch
zu einem gemeinsamen
Zentrum für Forensische Psychiatrie
Niederbayern zusammengeführt. So
kann es gelingen, die Qualität der forensisch-psychiatrischen
Versorgung weiter
der Gesundheit zählen Kultur und Heimatpflege,
Bildung und Jugendarbeit,
Soziales, Fischerei und Umwelt, das
Regionalmarketing Niederbayern, die
Europaregion Donau-Moldau sowie die
Pflege von Regionalpartnerschaften zu
den Aufgabengebieten. Damit wird klar,
dass der Bezirk für alle Menschen in
Niederbayern Verantwortung trägt. Es ist
wichtig, sich diese Tatsache immer wieder
bewusst zu machen, auch wenn der
Bezirk oftmals „im Verborgenen“ und
nicht öffentlichkeitswirksam tätig wird.
Denn klar ist auch: Diese Arbeit kostet
Geld. Allein rund 90 Prozent der Mittel
des Bezirks Niederbayern fließen beispielsweise
in die soziale Sicherung, mit
steigender Tendenz. Dennoch fällt die Erhöhung
der Bezirksumlage diesmal vergleichsweise
gering aus. Voraussichtlich
92 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
ist für das Jahr 2026 eine Erhöhung der
Bezirksumlage um 0,35 Prozentpunkte
erforderlich.
Nach diesem Exkurs zum Bezirk Niederbayern
schauen wir uns nun den Landkreis
Passau mit seinen 38 Städten,
Märkten und Gemeinden etwas genauer
an. Auch hier sind die Zuständigkeiten
den Bürgerinnen und Bürgern oftmals
„Seit jeher ist mir Transparenz
enorm wichtig, deshalb werde
ich nicht müde, über Aufgaben und
Hintergründe aufzuklären.“
nicht im Detail vertraut, obwohl das Aufgabenspektrum
ebenso wie beim Bezirk
vielfältig und bedeutsam für uns alle ist.
Ich beschränke mich auf wenige zentrale
Punkte und möchte zunächst die Infrastruktur
nennen. Der Landkreis wird
nicht nur von einem großen Netz überörtlicher
Straßen wie Bundesautobahnen,
Bundesstraßen und Staatsstraßen
durchzogen, sondern hat für Unterhalt,
Erneuerung und Winterdienst auf einem
der längsten Kreisstraßennetze Bayerns
zu sorgen. Die Länge der Kreisstraßen
beträgt 590 Kilometer. Wir alle wissen,
dass eine gute Infrastruktur ein wichtiger
Standortfaktor ist, insbesondere für einen
innovativen Wirtschaftsstandort wie den
Landkreis Passau. Das bringt mich zum
nächsten Punkt: Auch das Netz an Schulen
und weiteren Bildungseinrichtungen
ist elementar wichtig. Der Landkreis hat
im Bereich Bildung und Schulwesen konkrete,
gesetzlich definierte Aufgaben, die
mit viel Herzblut erfüllt werden. Immer
spannender wird in diesem Zusammenhang
die digitale Ausstattung der Einrichtungen.
Ebenfalls wichtig zu wissen: Der
Landkreis Passau ist bei den Gesundheitseinrichtungen
der Träger der Krankenhäuser
Rotthalmünster, Vilshofen
und Wegscheid, der Rheumaklinik Ostbayern
in Rotthalmünster, des Medizinischen
Versorgungszentrums Wegscheid,
der Psychosomatischen Klinik Südostbayern
in Wegscheid und Passau, der
staatlich anerkannten Berufsfachschule
für Pflege Rotthalmünster sowie Mit-Träger
der Akademie für Gesundheitsberufe
gGmbH (Berufsfachschule für Physiotherapie
Rotthalmünster). Das zeigt einerseits
das breite Spektrum an Gesundheitseinrichtungen
in unserer Region,
„Der Landkreis Passau gilt als
sehr attraktive Urlaubsregion
– nicht zuletzt wegen Bad Füssing mit
seiner herausragenden wirtschaftlichen,
touristischen und gesundheitlichen
Bedeutung.“
andererseits aber auch, welch hohen
Stellenwert die Gesunderhaltung der Bevölkerung
für den Landkreis hat. Hinter
diesem Ansatz stehe ich als stellvertretende
Landrätin zu 100 Prozent. Vergessen
dürfen wir aber auch nicht, dass wir
dort leben, wo andere Urlaub machen.
Der Landkreis Passau gilt als sehr attraktive
Urlaubsregion – nicht zuletzt wegen
Bad Füssing mit seiner herausragenden
wirtschaftlichen, touristischen und gesundheitlichen
Bedeutung.
Liebe Leserinnen und Leser,
egal, ob Sie zu Gast in Bad Füssing sind
oder hier leben, ich freue mich sehr, dass
Sie Interesse an meinen Ausführungen
hatten. Seit jeher ist mir Transparenz
enorm wichtig, deshalb werde ich nicht
müde, über Aufgaben und Hintergründe
aufzuklären. Zu guter Letzt möchte ich
die Chance nutzen und Sie bereits frühzeitig
darauf aufmerksam machen, dass
unser Wahlrecht auch eine Pflicht ist.
Die Kommunalwahl 2026 wird über die
zukünftige Ausrichtung unserer Region
entscheiden. Bitte nutzen Sie Ihre Stimme,
um als Wählerin oder Wähler einen
Beitrag zu leisten. Herzlichen Dank!
Nun wünsche ich Ihnen einen besinnlichen
Jahresausklang und alles erdenklich
Gute für das neue Jahr!
Herzlichst,
Ihre
Cornelia Wasner-Sommer
Stellvertretende Landrätin und
Bezirksrätin
Schlaganfall –
Schritte nach vorn
Hilfe bei Fußheberschwäche
Bisher alltägliche Bewegungen können
nach einem Schlaganfall plötzlich zur
Herausforderung werden. Speziell bei
einer Fußheberschwäche helfen die
WalkOn Fußheberorthesen sowie
funktionelle Elektrostimulation durch
den Oberflächenstimulator MyGait
oder das Implantat ActiGait.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
93
Gut zu wissen
Den Blick nach vorn gerichtet –
Zukunftsgarantie im Fokus
Gerade um den Jahreswechsel beschäftigt
man sich mit Themen wie
Neuerung, Wandel, der Zukunft an sich
– natürlich auch die Politik. Zukunftsthemen
sind hier unter anderem KI, Herausforderungen
im Gesundheitswesen
oder auch für die Jugend. Als Jugendpolitischer
Sprecher der CSU-Landtagsfraktion
habe ich in diesem Jahr unter
anderem intensiv an der „Zukunftsgarantie“
für junge Menschen im Freistaat
Von Josef Heisl, MdL
Landtagsabgeordneter Josef Heisl: „Wir garantieren mit verschiedenen Maßnahmen,
dass die Stimme der jungen Menschen Gewicht hat. Beispielsweise sollen
Gesetze künftig einen Zukunftscheck durchlaufen, um deren langfristige Auswirkungen
von Regulatorik zu hinterfragen.“
Foto: Abgeordnetenbüro, Archiv MdL Josef Heisl
mitgearbeitet. So wurde eine umfassende
Resolution verabschiedet, die die Zukunftschancen
der Jugend in Bayern in
den Fokus nimmt. Warum das wichtig ist?
Wir haben eine selbstbewusste und neugierige
junge Generation im Rücken,
die in einem Land aufwächst, das die
allerbesten Möglichkeiten für Entfaltung
und Entwicklung bietet. Bayern
ist Chancen-Land – auch, oder eben
gerade für junge Menschen. Das soll so
bleiben. Die CSU-Fraktion hegt den Anspruch,
Spitzenreiter zu bleiben und jungen
Menschen das Beste zu bieten, was
sie für ihr eigenes Leben brauchen. Die
Grundidee: Wir garantieren mit verschiedenen
Maßnahmen, dass die Stimme
der jungen Menschen Gewicht hat. Beispielsweise
sollen Gesetze künftig einen
Zukunftscheck durchlaufen, um deren
langfristige Auswirkung von Regulatorik
zu hinterfragen und sicherzustellen; der
Staatshaushalt
soll
sich an der sogenannten
Zukunftsquote
messen und
sich anteilig laufenden
Ausgaben die
Zukunft
widmen;
betreffend
bildungspolitische
Angebote
sollen im Sinne der
Demokratiebildung
digital
gebündelt
werden; mit dem
bayerischen
„Jugend-Summit“
im
Landtag oder auch
dem „Tag der Jugend“
setzt die
CSU-Landtagsfraktion
weiter auf
einen nachhaltigen und direkten politischen
Dialog mit jungen Menschen. Ein
wesentlicher Baustein der Zukunftsgarantie
ist für mich das ganz neu aufgesetzte
Jugend-Budget. Mit den im
Doppelhaushalt 2026/27 zusätzlich eingeplanten
Mitteln soll die Jugendarbeit
in Bayern massiv gestärkt werden. Ziel
ist es, Jugendprojekte und damit wiederum
das Engagement junger Menschen
insgesamt, zu fördern und auszubauen.
Mit dem freiwilligen Bayernjahr wollen
wir so die Leistungsbereitschaft junger
Menschen auffangen. Wir setzen hier
auf verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen
und ökonomischen Zusammenlebens
und wollen junge Menschen
dahingehend auch stärker in die Pflicht
nehmen. So sind im Rahmen der Zukunftsgarantie
unzählige Maßnahmen
aufgeführt, die Bayern erfolgreich und
mit neuem Schwung in die Zukunft
führen soll. Schwung, Motivation, aber
auch Ausdauer werden dafür von Nöten
sein. Deswegen ist es wichtig, dass
auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung
und -Förderung junger Menschen Teil
der Zukunftsgarantie sind: Betriebliche
Gesundheitsprogramme müssen früh
ansetzen und jungen Menschen helfen,
Resilienz und Gesundheitskompetenz
aufzubauen, durch Sport und Bewegung
etwa in den Vereinen körperlich
fi t zu bleiben und gesunde Routinen zu
entwickeln. Davon profitieren die Arbeitgeber
und unsere Gesellschaft. Gerade
unsere Kur- und Heilbäder können an
dieser Stelle innovative Partner und eine
tragende Säule sein. Mit der Zukunftsgarantie
legen wir ein dynamisches Konzept
vor, das kontinuierlich ergänzt und
an dessen Stellschrauben nachjustiert
werden kann. Die Zukunft der Jugend
ist für mich eine fortlaufende Verpflichtung
mit höchster Priorität. Mit all diesen
Vorhaben im Rücken blicke ich entsprechend
motiviert und positiv gestimmt in
die Zukunft. Es bewegt sich etwas… und
Bewegung ist immer gut. Für die Gesellschaft,
aber auch für jeden von uns persönlich.
In diesem Sinne: Bleiben auch
Sie in Bewegung. Schöne Weihnachtstage
un ein erfolgreiches 2026 wünscht
Ihr
Josef Heisl
94 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
95
Gut zu wissen
Weil Gesundheit kein
Weihnachtsgeschenk sein darf
Weihnachten erinnert uns daran,
dass Licht auch dann Orientierung
schenkt, wenn das Jahr seine dunkelsten
Tage erreicht hat. Dieser Gedanke ist
besonders in unseren Krankenhäusern,
Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen an
den Feiertagen bedeutend. An diesen
Von Stefan Meyer, MdL
Gesunderhaltung, die Gesundheitsförderung,
eine gute medizinische Versorgungsqualität,
aber auch umfassende
ganzheitliche Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen
gehören zu den
wichtigsten Standortfaktoren einer Region
und sollten höchsten politischen Stellenwert
genießen.
wesen im Blick, ebenso die ambulanten
Versorgungsstrukturen und auch der
Pflegesektor muss so gestaltet sein, dass
so viel Lebensqualität und Selbstbestimmtheit
wie möglich erhalten bleibt.
Eine der größten Herausforderungen ist
es, wirksame Rezepte gegen den Fachkräftemangel
zu entwickeln – all das
sind die großen Themen auch des kommenden
Jahres. Als kurpolitischer Sprecher
der Landtagsfraktion habe ich ein
großes Augenmerk auf die Förderung unserer
Kur- und Heilbäder als bayerische
Gesundheitszentren, sowie den gesamten
Bereich der medizinischen Rehabilitation
– wesentlich auch für unsere Region,
das niederbayerische Bäderdreieck,
sowohl als Arbeitgeber, aber eben auch
als Dienstleister einer wohnortnahen
Versorgung.
Landtagsabgeordneter Stefan Meyer: „Dieses Jahr war ereignisreich: Als CSU-Landtagsfraktion wollen wir die
Prävention und Gesundheitsförderung weiter stärken, haben das Krankenhauswesen im Blick, ebenso die ambulanten
Versorgungsstrukturen, und auch der Pflegesektor muss so gestaltet sein, dass so viel Lebensqualität und
Selbstbestimmtheit wie möglich erhalten bleibt.“ Foto: Abgeordnetenbüro, Archiv MdL Stefan Meyer
Tagen sind es vor allem die Beschäftigten,
Menschen, die mit Professionalität,
Herz und unerschütterlicher Verantwortung
für andere da sind. Gerade wer
Weihnachten in einer Klinik verbringen
muss, dem wird deutlich: Ein stabiles,
fürsorgliches und hochqualitatives Gesundheitswesen
spendet Verlässlichkeit
und Hoff nung, besonders dann, wenn es
am dringendsten gebraucht wird.
Meine politische Leitlinie als Gesundheitspolitiker
ist daher eindeutig: Die
Als Mitglied im Gesundheitsausschuss
des Bayerischen Landtags darf ich nun
zum dritten Mal am Jahreswechsel zurückblicken.
Was konnte aus gesundheitspolitischer
Sicht erreicht werden?
Wie gestaltet sich die Gesundheits-, Pflege-
und Präventionspolitik im Freistaat?
Sicher ist: Dieses Jahr war ereignisreich:
Als CSU-Landtagsfraktion wollen wir die
Prävention und Gesundheitsförderung
weiter stärken, haben das Krankenhaus-
Erst neulich ging dazu ein großes Paket
durch den Landtag. Die Botschaft: Reha
ist kein Randthema – sie schenkt Mut,
Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Und sie ist ein Herzstück unserer Gesundheitsversorgung.
Unter dem Titel
„Prävention stärken, Zukunft der Reha
in Bayern sichern“ hat das Antragspaket
Impulse gesetzt, um die bayerische
Rehabilitationslandschaft langfristig
zu stärken – mit dem Ziel, die Reha als
zentrale Säule im Gesundheitswesen
anzuerkennen und dahingehend auch
strukturell abzusichern. Als Berichterstatter
bin ich in der Plenarsitzung auch
auf die Pflegeausbildung, insbesondere
in Reha-Einrichtungen, eingegangen.
Bei vielen Terminen und Dialogen in
meinem Stimmkreis tausche ich mich
regelmäßig mit Fachleuten über Wege
zur Stärkung des Berufszweiges, zu
Fachkräftenachwuchs und Qualität in
der Rehabilitation aus. Es braucht zwingend
weniger Bürokratie, eine bessere
96 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
digitale Vernetzung und wirtschaftliche
Planungssicherheit für sämtliche Einrichtungen
– dahingehend setze ich
mich für eine Modellregion hier bei uns
im Bäderdreieck ein: Denn wer einmal
miterlebt hat, wie Menschen nach einem
Schlaganfall oder schweren Unfall in
der Reha wieder auf die Beine kommen,
weiß um die Bedeutung dieser Einrichtungen.
Ich bin überzeugt: Rehabilitation
entlastet unsere Krankenhäuser und die
Pflege, stärkt die ländliche Versorgung
und schafft Arbeitsplätze. Bayern soll
auch künftig Reha-Land Nummer eins
bleiben.
Den Blick auf das Hier und Jetzt gerichtet
bleibt mein wichtigster Wunsch für
Sie: Bleiben Sie gesund! Für all jene, die
die Feiertage dennoch in einer Klinik
verbringen müssen: Werden Sie gesund!
Und mein Dank an all die Menschen, die
in diesen Tagen mit ihrer wertvollen pflegerischen
und medizinischen Tätigkeit
Licht, Hoff nung und Fürsorge schenken.
Sie alle tragen unser Gesundheitswesen
Tag für Tag. Ihr Einsatz ist das Fundament,
auf dem unsere gemeinsame Gesundheitsversorgung
steht.
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit,
frohe Feiertage – und ein
neues Jahr voller Gesundheit, Zuversicht
und gemeinsamer Stärke. Möge es ein
Jahr werden, in dem wir die Gesundheitsversorgung
weiter stärken und den
Menschen den Rücken freihalten, die für
uns alle da sind.
Ihr
Stefan Meyer, MdL
Direktor Richard Kirmaier (r.) und die Teamleiter Andreas Windpassinger (l.) und Reinhold Moser (2.v.l.) von der
AOK Passau-Rottal-Inn diskutierten mit MdL Christian Lindinger (2.v.r.) über aktuelle gesundheitspolitische
Themen.
Steigende Gesundheitsausgaben durch Digitalisierung bremsen
MdL Christian Lindinger im Austausch mit AOK Passau-Rottal-Inn
„Wie unser Gesundheitswesen besser
wird, aber nicht teurer“– diese Frage war
das Hauptthema bei einem Gespräch
zwischen dem Landtagsabgeordneten
Christian Lindinger (FREIE WÄHLER)
und dem Team um den Direktor der AOK
Passau-Rottal-Inn, Richard Kirmaier.
Vorweg unterstrich Kirmaier, dass die
AOK Bayern einerseits die Verwaltungskosten
reduzieren konnte und andererseits
trotzdem ein dichtes Geschäftsstellennetz
vorhalten könne – eine
persönliche Kundenberatung sei in der
Region Passau-Rottal-Inn an acht Standorten
möglich. Thema des gesundheitspolitischen
Dialoges war der rasante Anstieg
der Gesundheitsausgaben. Direktor
Kirmaier überreichte MdL Lindinger ein
Positionspapier der AOK, in dem Einsparpotenziale
für die Krankenkassen
aufgezeigt werden. Fazit des Austausches
war, dass eine Ausgabenfokussierung
notwendig sei, um die Beitragszahler
nicht noch mehr zu belasten.
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Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
97
Gut zu wissen
Politiker umarmen keine Bäume mehr
Gestalten wir die Veränderung mit Mut und Zuversicht
Von Brigitte Steidele
Und wieder ist es soweit, die schöne
Weihnachtzeit ist da, leise rieselt der
Schnee, still und starr liegt der See, weihnachtlich
glänzet der Wald, freue dich
s’Christkind kommt bald.
Erinnerungen an die Kindheit werden
wach, Schneeballschlachten mit den
Nachbarskindern, Schneemänner und
-burgen, das unvergessliche Schlittenfahren
auf dem Hügelchen, mit der extrem
kurzen Fahrbahn in unserem fl achen
Brigitte Steidele, 3. Bürgermeisterin Bad Füssing:
„Spät, aber nicht zu spät. Jedes zehntel Grad zählt.
Was wir brauchen, ist ein Zukunftsglaube. Auch Kleinigkeiten
wirken, wenn es viele machen. Veränderung
ist die einzige Konstante im Leben. Die Erde braucht
uns nicht, aber wir die Erde. Klimaschutz ist Menschenschutz.
Nehmen Sie Einfluss auf die Politik, es
gilt, keine Zeit mehr zu verlieren.“
Bad Füssing. Trotzdem war’s gefühlt ein
richtiges Abenteuer.
Mag sein, dass man so manches schöne
Erlebte aus der Vergangenheit ein
wenig verklärt, doch wenn man mit den
Leuten spricht, ähneln sich die Schneegeschichten
doch sehr und man ist sich
einig, dass es diese winterliche weiße
Wunderlandschaft in unseren Breiten
nur noch sehr selten gibt.
Die Erde erhitzt sich, in Teilen der Welt
brennt sie schon, das Klimathema
scheint von Kriegen, Inflation und schwächelnder
Wirtschaft wie zugedeckt zu
sein, die Menschen sind verständlicherweise
verunsichert. Politiker umarmen
keine Bäume mehr,
Bayern hat das
Ziel der Klimaneutralität 2040 gekappt.
Ist halt auch gerade irgendwie nicht so
ganz hip. Und Windräder fi ndet man im
Vergleich zu atommüllproduzierenden
Anlagen mit großen Kühltürmen einfach
viel zu hässlich oder jetzt vielleicht doch
wieder nicht. Oder vielleicht doch wieder
Atomkraftwerke mit Uran aus Russland,
ach die Welt war so schön mit Kriegstreiber
Putins billigem Gas.
Es gibt so viele innovative Unternehmen,
die gerne in eine klimaneutrale Zukunft
investieren würden, aber es fehlt ihnen
schlichtweg die Planungssicherheit. Die
Technologien sind längst da und auch
technologieoffen, denn auch die Effizienz
einer Wärmepumpe, die Speichermöglichkeiten,
das Batterie-Recycling
und vieles mehr entwickeln sich ständig
weiter. Warum nur, trotz jahrzehntelangen
Warnungen der Wissenschaft, tut
sich so wenig? Ja hat man den Eindruck
die Politik bewegt sich gerade mehr
rückwärts zu fossilen CO 2
Treibern als
vorwärts in eine lebenswerte Welt. Andere
Länder, sind da schon weiter und
Bhutan ist sogar das erste CO 2
Negativ-Land
,China überholt Europa gerade
im Eiltempo mit dem Ausbau ihrer Solarund
Windenergie, stellt ihre Mobilität um
und exportiert ihre E-Autos in die ganze
Welt. Aus rein wirtschaftlichen Gründen.
Während Deutschland im Klimaranking
um sechs Plätze nach unten auf Platz
22 gerutscht ist. Man hat den Eindruck
die Politik kuscht vor fossilen Lobbyis-
ten anstatt nötige Reformen anzustoßen.
Weil eine gewisse Partei, die den
menschengemachten Klimawandel aus
reinem Eigennutz leugnet und die Bürgerinnen
und Bürger mit Falschinformationen
in den sozialen Medien überflutet?
Weil eine bestimmte Tageszeitung gerne
mithilft bei den Menschen Verlustängste
zu schüren, weil sich solche Schlagzeilen
einfach besser verkaufen lassen? Sich
viele Menschen danach sehnen, dass
alles so bleibt wie es ist? Das ist aber leider
mit Blick auf eine lebenswerte und
gesunde Zukunft für alle Menschen jetzt
und besonders der nachfolgenden Generationen
nicht möglich und mit verantwortlicher
Politik nicht vereinbar.
Spät, aber nicht zu spät, jedes zehntel
Grad zählt, was wir brauchen ist ein Zukunftsglaube,
auch Kleinigkeiten wirken,
wenn es viele machen, Veränderung
ist die einzige Konstante im Leben. Gestalten
wir sie mit Mut und Zuversicht.
Die Erde braucht uns nicht, aber wir die
Erde, Klimaschutz ist Menschenschutz,
nehmen sie Einfluss auf die Politik, es gilt
keine Zeit mehr zu verlieren.
Und es ist ja doch Weihnachten. Ein Fest,
das gerne so bleiben darf, schön warm
mit Kerzenschein und Familie. Glückliche
Kinder, vielleicht sogar Schnee. Die
Christen feiern die Geburt Jesu, gekommen
um die Menschen zu retten. Jetzt
sind wir in der Verantwortung.
Frohe, besinnliche Festtage, abschalten
und das Schöne genießen und mit
Gesundheit, Zuversicht und Tatkraft
ins neue Jahr, das wünsche ich allen
Bürgerinnen und Bürgern und unseren
verehrten Gästen.
98 KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Gut zu wissen
Kann Bayern immer in Frieden leben?
Essay von Dr. Klaus Rose
wird es weiterhin geben, samt stolzem
Bekenntnis „Extra Bavariam“. Denn Bayern
gibt es schon lange.
Tu Felix Austria nube – wer kennt nicht
diesen Spruch und den Hintergrund
(sollen doch andere Krieg führen, um
Landgewinn zu machen, Österreich heiratet
lieber). Über Jahrhunderte war es
einst üblich, durch Hochzeiten Einfluss
über das eigene Gebiet hinaus zu erhalten.
Das Geschlecht der Habsburger
erwies sich dabei als besonders erfolgreich,
gerühmt bei Kaiser Maximilian I.
(1486-1519), als die Habsburger sogar
Spanien regierten – aber Frankreich
zum erbitterten Gegner bekamen.
Venedigs anfangs des 16. Jahrhunderts
auftauchte und lautete: „Extra Hungariam…“
Man bezog sich also auf Ungarn.
Tatsächlich gab es 1526 bei Mohács die
schreckliche Niederlage der Ungarn gegen
die Osmanen mit der Folge eines großen
Gebiets- und Bedeutungsverlusts.
Wer also Schlachten verliert, verliert
auch das Gefühl des richtigen Lebens.
Bayern hat das Glück, seit nunmehr
achtzig (!) Jahren von Krieg verschont
geblieben zu sein. Im 1. Weltkrieg spürte
es die Folgen der Niederlage erst bei der
Bayerns mehr als tausendjährige
Geschichte
Geschenkt wurde den Bayern ihre selbstbewusste
Geschichte nie. Es soll hier
nicht um die Legenden zur Entstehung
der Bayern gehen, ob Einwanderung aus
Böhmen oder doch eher Konglomerat
von Menschen auf dem Territorium des
ehemaligen Römischen Reichs, das an
den Rändern in „Dukate“ zerfiel, also
von einem Militärbefehlshaber samt Titel
Dux gelenkt wurde. Dux, Herzog, nannten
sich jedenfalls die Herrscher des
späteren Bayern seit Agilolf, wobei dessen
letzter Nachfahre Tassilo II. dem Kaiser
der Franken, Karl d. Großen, weichen
musste. Der Titel Dux blieb aber auch in
den folgenden Jahrhunderten, somit also
auch bei den seit 1180 herrschenden
Wittelsbachern.
„Obwohl es 1495 zum „Ewigen
Landfrieden“ im Heiligen Römischen
Reich kam, war alles gut gemeint,
doch nicht kriegssicher, auch
nicht für die Bayern.“
Dr. Klaus Rose, Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Publizist, im Bild als Vorsitzender des Deutschen
Verteidigungsausschusses 1995 im Pentagon, im Gespräch mit US-Verteidigungsminister William Perry.
Auch die Gebildeten im Freistaat Bayern
erfreuen sich an einem lateinischen
Spruch, der lautet: Extra Bavariam non
est vita, et si est vita, non est vita, übersetzt
als „Außerhalb Bayerns gibt es kein
Leben, und falls doch, dann ist es kein
Leben“.
Natürlich ist alles hinterfragt worden, ob
es einen solchen Spruch jemals gab. Es
kam heraus, dass sich auch Göttingen
oder Leipzig mit einem ähnlichen Hinweis
schmückte, dass aber der eigentliche
Satz in einer Sprichwörtersammlung
Rückkehr der enttäuschten Soldaten,
die leicht aufzuhetzen waren und nicht
selten ins Lager der Nationalsozialisten
überliefen. München schwang sich gar
zur „Hauptstadt der Bewegung“ auf. 20
Jahre später erschütterte der 2. Weltkrieg
das selbstbewusste Bayern, das nie
gekannte Zerstörungen verkraften und
riesige Flüchtlingsströme aufnehmen
musste. Angesichts vieler militärischer
Provokationen der jüngeren Zeit muss
man an einem Jahreswechsel auch mit
düsteren Prognosen leben. Doch Bayern
Da es sich bei diesem Geschlecht um
„Emporkömmlinge“ handelte, mussten
sie gegen mächtige Rivalen kämpfen
und kamen mitten in die Zeit der
neuen „Landfrieden“, die rechtliche
Regelungen schufen, um die üblichen
Gewalt-Fehden einzuschränken, im bayerischen
Unterland jene zwischen den
Grafen von Bogen, Spanheim, Andechs,
sowie den Bischöfen von Passau, Regensburg
und Salzburg. Der sonst durch
Canossa bekannte Kaiser Heinrich IV.
war es, der 1103 den 1. Mainzer Reichslandfrieden
verabschiedete. 1152 kam
König Friedrich I. (Barbarossa) mit seinem
Großen Reichslandfrieden, der erstmals
auch Bündnischarakter hatte, und
1235 war es der Mainzer Reichslandfrieden
von Kaiser Friedrich II., der Verfas-
100KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
sungsrecht schuf. Obwohl es 1495 zum
„Ewigen Landfrieden“ im Heiligen Römischen
Reich kam, war alles gut gemeint,
doch nicht kriegssicher, auch nicht für
die Bayern. Bekanntlich beteiligten sich
diese am 30-jährigen Krieg, am Spanischen
Erbfolgekrieg und am Österreichischen
Erbfolgekrieg. Es ging um Land,
aber auch um Titel (Kurfürst).
Als – mit Napoleons Hilfe – 1806 der
ersehnte Königstitel erreicht war sowie
ein deutlich vergrößertes Territorium auf
den Namen „Königreich Bayern“ hörte,
schien Bayern zufrieden. Es musste sich
aber auf Napoleons Seite und später auf
„Die deutsche Politik sieht 2029
als „Jahr der Entscheidung“.
Bayerns Politiker unterstützen deutlich
die Bundeswehr, auch die Wehrpflicht.
Also nochmals ein lateinischer
Spruch: si vis pacem, para bellum –
wenn du Frieden willst, rüste dich für
den Krieg.“
„nationaldeutscher“ Seite unter preußischer
Führung gegen Napoleon bewähren,
um dann für etwa fünfzig Jahre keine
Lust auf Krieg oder auch auf Soldaten zu
haben. Erst die Bündnistreue unter König
Ludwig II. ließ bayerische Regimenter
1870/71 auf französisches Territorium
ziehen, um seinerseits nach gut vierzig
Jahren erneut dort aufzukreuzen. Dann
ergab sich das bereits geschilderte Szenario
der Weltkriege. Hat Bayern daraus
gelernt? Kann es eigenständig handeln,
um Krieg zu vermeiden? Eingebunden ist
es in die lange Friedenphase des parlamentarischen
demokratischen Systems
der Bundesrepublik Deutschland. Die
zuständigen Politiker wussten und wissen,
dass Wirtschaftswachstum, Wohlstand,
Stabilität und zukunftsgerechte
Strukturen nur in Friedenszeiten möglich
sind. Wenn aber das Jahr 2026 vom Pfad
der Tugend abweicht?
Neue europäische Friedensordnung
Die vier Großmächte hatten 1945 in
Potsdam eine neue europäische Friedensordnung
verordnet, die Deutschland
teilte und kleinhalten sollte („Keep
the Germans down“). Obwohl man ab
1970 im Zuge der „Entspannungspolitik“
die Zweiteilung Deutschlands rechtlich
absicherte, überwog im Jahr 1989
der Wunsch der Deutschen „Wir sind ein
Volk“. Die Sowjetunion war zusammengebrochen,
die Briten und die Franzosen
bekamen Angst vor den neuen Deutschen,
die US-Amerikaner blieben treu
zur Seite, dachten aber an eine neue
Politik der Einbindung Russlands in einer
europäischen und auch transatlantischen
„Partnerschaft für den Frieden“.
Die NATO sollte bleiben, wie sie war.
Doch ab 1993 traten neue Kräfte auf,
die gleichberechtigt mit der „Partnerschaft“
auch die Neuaufnahme von östlichen
Staaten in die NATO betrieb. Da
waren die Polen, die Tschechen und die
Ungarn vorangegangen, unterstützt vom
deutschen Verteidigungsminister Volker
Rühe (1992-1998) – und auch von mir.
Da ab 1991 in Washington Bill Clinton
(Demokrat) regierte, gab es den starken
Wunsch der Einbindung Russlands in
eine neue europäische Friedensordnung
– Präsident Boris Jelzin war so etwas wie
„Partner“, sein Ministerpräsident Wiktor
Tschernomyrdin unterzeichnete sogar
1995 den Dayton Vertrag zur militärischen
Absicherung von Bosnien-Herzegowina.
Doch die alten Kräfte im Kreml
bekamen bald die Oberhand, in erster
Linie der Geheimdienst KGB. Wladimir
Putin regiert seit 1999 mit gewohnt
harter Hand und Ideologie – „das nahe
Ausland“ hat keine Rechte, also auch
die Ukraine nicht und bald auch Litauen
nicht usw. Die deutsche Politik sieht
2029 als „Jahr der Entscheidung“. Bayerns
Politiker unterstützen deutlich die
Bundeswehr, auch die Wehrpflicht. Also
nochmals ein lateinischer Spruch: si vis
pacem, para bellum – wenn du Frieden
willst, rüste dich für den Krieg. So wie
man Polizei braucht, braucht es auch
Soldaten. Nur so bleibt man gesichert,
kann man Friedenszeiten genießen.
Bürgermeister Kurz zu Besuch im
Rehafachzentrum Bad Füssing der
Deutschen Rentenversicherung
Bayern Süd
Das Rehafachzentrum (RFZ) Bad Füssing
– Passau am Standort Bad Füssing
hat – wie alle Kliniken des DRV-Rehaverbundes
Südbayern – eine sehr gute
Belegung vorzuweisen. Viele Rehabilitandinnen
und Rehabilitanden wählen
das RFZ im Rahmen des Wunsch- und
Wahlrechts aus. Zugleich steht die Klinik
vor den Herausforderungen einer großen
Instandhaltungsmaßnahme und eines
neuen Vergütungssystems, das im Zuge
des sogenannten Trio-Gesetzes ab dem
kommenden Jahr in Kraft treten wird.
Grund genug für Bürgermeister Tobi-
as Kurz, dem RFZ in Bad Füssing einen
Besuch abzustatten und sich mit den
Vorsitzenden des Vorstands und der Geschäftsführung
der DRV Bayern Süd auszutauschen.
Tobias Kurz: „Wir sind sehr
stolz auf unsere Kliniklandschaft in Bad
Füssing. Das Rehafachzentrum hat aufgrund
seines exzellenten medizinischen
und therapeutischen Rufes eine hohe
Bedeutung für Bad Füssing und darüber
hinaus.“
Bei einer Besichtigung überzeugten sich
der Vorstand und die Geschäftsführung
der DRV Bayern Süd von der guten Ar-
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
101
Medizin und Gesundheit
beit der Klinik und betonten mit Blick
auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
„Sie helfen täglich durch Ihre hohe Kompetenz
und empathische Zuwendung
unseren Rehabilitandinnen und Rehabilitanden
– vielen Dank für Ihren Einsatz!“
Anlass für den Besuch war eine Sitzung
des Klinik- und Rehaausschusses (KRA)
der DRV Bayern Süd. Die Leitungen der
Kliniken des DRV-Rehaverbundes Südbayern
stellten dem Ausschuss ihre Wirtschaftspläne
für das kommende Jahr vor.
Diese mussten das neue Vergütungssys-
tem ab 2026 berücksichtigen und somit
einer besonderen Herausforderung gerecht
werden. Das Ergebnis war positiv:
Der KRA hat alle Wirtschaftspläne angenommen;
diese müssen nun noch vom
Vorstand genehmigt werden.
Hintergrund
Als einer von 16 Rentenversicherungsträgern
bundesweit betreibt die DRV
Bayern Süd an sechs ober- und niederbayerischen
Standorten Rehabilitationskliniken
in einem gemeinsamen
Klinikverbund, dem DRV-Rehaverbund
Südbayern. Zu diesen zählt auch das
RFZ mit den beiden Standorten Bad Füssing
und Passau. Der Standort Bad Füssing
ist spezialisiert auf Erkrankungen
des Haltungs- und Bewegungssystems
sowie Rheumatologie.
Der KRA ist ein Ausschuss des Vorstands
der DRV Bayern Süd, der paritätisch mit
Vertretern der Arbeitgeber- und der Versichertenseite
besetzt ist. Weitere Informationen
finden Sie auf der Internetseite
der Klinik: www.rehafachzentrum.de
Informationsbesuch von Bürgermeister Tobias Kurz im Rehafachzentrum der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, von links: Dr. Alexa Becker (Vorstand, DRV Bayern
Süd), Christian Heide (Mitglied der Geschäftsführung, DRV Bayern Süd), Thomas Steger (Kaufmännischer Direktor, Rehafachzentrum Bad Füssing - Passau), Gerald Weiß
(Abteilungsleiter Kliniken, DRV Bayern Süd), Dr. Johanna Feßler (stellvertretende Abteilungsleiterin Kliniken, DRV Bayern Süd), Dr. Verena Di Pasquale (Vorsitzende des
Vorstands, DRV Bayern Süd), Franz Häring (Vorstand, DRV Bayern Süd), Tobias Kurz (Bürgermeister Bad Füssing), Ivor Parvanov (Vorsitzender des Vorstands, DRV Bayern
Süd), Brigitte Iding (Vorsitzende der Geschäftsführung, DRV Bayern Süd) und Rüdiger Alfery (Mitglied der Geschäftsführung, DRV Bayern Süd).
102KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
„Gewinnen Sie einen Platz an
Markus Söders Seite“
Mit der Ehrenamtskarte zum Neujahrsempfang
des Ministerpräsidenten
Einmal auf dem roten Teppich stehen,
über den sonst nur die Spitzen aus
Politik, Kultur, Wirtschaft, Sport, Medien
und Gesellschaft schreiten: Diese exklusive
Gelegenheit bietet sich engagierten
Ehrenamtlichen in Bayern. Der Bayerische
Ministerpräsident Dr. Markus Sö-
der lädt am Freitag, 9. Januar 2026 zum
traditionellen Neujahrsempfang in die
prachtvolle Münchner Residenz. Wer die
Ehrenamtskarte hat, kann mit ein wenig
Glück dabei sein. Das Bayerische Staatsministerium
für Familie, Arbeit und Soziales
verlost zehn Eintrittskarten. Die
Teilnahme ist ab sofort möglich. Bayerns
Sozialministerin Ulrike Scharf betont die
Bedeutung dieses Events: „Der Neujahrsempfang
des Ministerpräsidenten
ist ein außergewöhnlicher Höhepunkt im
Jahresablauf. Es freut mich sehr, dass wir
in diesem feierlichen Rahmen zehn engagierten
Inhaberinnen und Inhabern der
Ehrenamtskarte die Chance geben können,
dabei zu sein. Ihr ehrenamtliches
Engagement ist von unschätzbarem Wert
– sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft.
Im Ehrenamt schlägt das soziale
Herz Bayerns. Sie investieren ihre Zeit,
ihre Kraft und ihr Herzblut, um anderen
zu helfen und das Zusammenleben in
unseren Gemeinden positiv zu gestalten.
Ohne diese vielen Menschen, die sich
„Die Gewinnerinnen und Gewinner
nehmen gemeinsam mit
einer Begleitperson am Neujahrsempfang
teil.“
Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder lädt am Freitag, 9. Januar 2026 zum traditionellen Neujahrsempfang
in die prachtvolle Münchner Residenz. Wer die Ehrenamtskarte hat, kann mit ein wenig Glück dabei sein.
freiwillig einbringen, wäre Bayern nicht
das Land des Miteinanders, der Hilfsbereitschaft
und Solidarität, das wir alle so
schätzen. Für diesen selbstlosen Einsatz
und Ihre wertvolle Arbeit danke ich Ihnen
von Herzen!“. Die Gewinnerinnen und Gewinner
nehmen gemeinsam mit einer Begleitperson
am Neujahrsempfang teil. Im
Gewinn enthalten ist eine Übernachtung
mit Frühstück in München. So haben Sie
die Möglichkeit, dieses besondere Ereignis
in festlicher Atmosphäre zu erleben
und Ihr ehrenamtliches Engagement auf
besondere Weise gewürdigt zu wissen.
An der Hauptverlosung können alle Inhaberinnen
und Inhaber einer gültigen
Ehrenamtskarte ab sofort teilnehmen.
Die Anmeldung ist online unter „Ehrenamtsverlosung“
möglich. Die Gewinnerinnen
und Gewinner werden umgehend
per E-Mail benachrichtigt. Wir wünschen
allen Teilnehmenden viel Erfolg und danken
herzlich für das außergewöhnliche
Engagement, das Bayern so besonders
macht!
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
103
Medizin und Gesundheit
Der Lebenscode – ein neues Buch von Dr. Johannes Zwick
In der Diskussion - die Longevity-Methode für ein langes, gesundes Leben
Auf dem Umschlag seines neuen Buches:
„Der Lebenscode – die Longevity-Methode
für ein langes, gesundes
Leben“, stellt der Bad Füssinger Autor
Dr. med. Johannes Zwick die Frage:
„Stellen Sie sich vor, Sie wachen jeden
Dr. med. Johannes Zwick
Morgen auf mit dem Gefühl: Ich bin gesund.
Ich bin voller Kraft. Ich genieße
mein Leben. Was wäre, wenn genau das
bis ins hohe Alter möglich wäre?“ Der
Autor vereint über 40 Jahre ärztliche
Erfahrung mit den neuesten Erkenntnis-
Der
Lebenscode
Die Longevity Methode für ein langes
gesundes Leben.
ÄRZTLICH
sen aus der Longevity-Forschung und
der Zellmedizin. Es sei, so Dr. Zwick im
Gespräch mit der Heimatzeitung, seine
Absicht mit einem 7-Module-Programm
aufzuzeigen, wie Gesundheit nicht nur
erhalten, sondern die Lebenszeit mit
neuer Lebendigkeit und Tiefe erfüllt
werden könne. Sein neues Buch sei keine
Anleitung zum Verzicht – es sei eine
Einladung: Zu mehr Gesundheit. Mehr
Energie. Mehr Lebensfreude. Damit
sei die Aufforderung verbunden, selbst
zu entdecken, wie moderne Medizin,
bewusste Lebensführung und innerer
Sinn zusammenwirken – und wie dadurch
der natürliche Alterungsprozess
positiv beeinflusst werden könne. Er
habe dieses Buch als inspirierenden
Wegweiser für alle geschrieben, die mit
Neugier und durchaus auch kritischem
G
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104KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Medizin und Gesundheit
Sachverstand bereit seien, im Bereich
Gesundheitsvorsorge neue Wege zu gehen.
Als Ziel und Nutzen seines Buches
informiert Dr. Zwick einleitend über die
Fragestellung vieler Menschen, wie viele
Jahre werde ich noch erleben? Wie
lange bleibt mein Körper so stark, mein
Geist so klar, mein Herz so voller Freude?
Vielleicht sei es die Erinnerung an
das letzte Gespräch mit dem Hausarzt
gewesen, bei dem das Thema „Blutdruck“
unerwartet viel Raum eingenommen
habe. Das Bewusstsein, dass die
Zeit unaufhaltsam voranschreite, verankere
sich immer mehr in den Köpfen
vieler Menschen. Auch er kenne dieses
Flüstern – aus eigenem Erleben und aus
den Gesprächen mit Patienten in Jahrzehnten
ärztlichen Engagements und er
habe mit unzähligen Patienten darüber
„Die Quintessenz der Erkenntnis
seines Buches sei, dass sich
Langlebigkeit und Lebensfreude nicht
ausschließen.“
gesprochen, wie sie ihre Lebenszeit verlängern
und dabei die Lebensqualität
bewahren können. Viele wollten gesund
alt werden, aber die Vorstellung dabei
auf sehr vieles verzichten zu müssen,
was das Leben lebenswert mache,
schrecke ab. Wer finde schon ein langes
Leben attraktiv, wenn es nur aus
Diäten, Disziplin und Verzicht bestehe?
Diese Fragestellung sei ein Grund gewesen,
ein Buch zu schreiben, das wissenschaftlich
untermauert den Versuch
mache, neueste Erkenntnisse praxisorientiert
weiterzugeben. Was nütze ein
langes Leben, wenn es leer sei, wenn
wir uns all der Dinge berauben, die
uns Freude machen? Die Quintessenz
der Erkenntnis seines Buches sei, dass
sich Langlebigkeit und Lebensfreude
nicht ausschließen. Die neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnisse weisen
nach, dass nicht nur Bewegung und
Ernährung, sondern vor allem unsere
Beziehungen, unsere Lebensfreude
und das Gefühl gebraucht zu werden,
darüber entscheiden, wie gesund und
wie lange wir leben. Eine der führenden
Forschungseinrichtungen für Langlebigkeitsmedizin
in den USA werde von
einer Psychologin geleitet, nicht von
einem Arzt. Warum? Weil es nicht nur
„Die von Dr. Zwick vorgestellte
„Longevity-Methode“ ist geeignet
zu motivieren, Verantwortung für
die eigene Vitalität zu übernehmen.“
um körperliche Gesundheit gehe. Es
gehe, so Dr. Zwick darum, wie wir mit
anderen Menschen in Kontakt treten,
wie sehr wir uns eingebunden fühlen,
wie sinnvoll unser Leben für uns selbst
erscheint. Die größten Risikofaktoren
für Herzinfarkt oder Schlaganfall seien
oft nicht nur ungesunde Ernährung oder
Bewegungsmangel, sondern Isolation
und das Gefühl nicht mehr gebraucht
zu werden. Das Inhaltsverzeichnis
weckt Interesse mit „Grundlagen der
Langlebigkeit“,
„Gesundheitskonzepten
für ein langes Leben“, „Ernährung
als Fundament – warum das was wir
essen, unser Leben bestimmt“, „Soziale
Interaktion als Gesundheitsfaktor“,
oder „Philosophie: Soziale und gesellschaftliche
Auswirkungen eines längeren
Lebens“ mit Praxisbeispielen und
Erfolgsgeschichten sowie aufgezeigten
Schritten. Mit der Information wie die
Prinzipien der Langlebigkeit im Alltag
integriert werden können, endet ein außergewöhnliches
Buch, das klar strukturiert
und inspirierend geschrieben ist.
Besonders die konkreten Impulse zur
Umsetzung im Alltag, ob Ernährung, Bewegung,
Stressreduktion oder bewusste
Lebensführung – die von Dr. Zwick vorgestellte
„Longevity-Methode“ ist geeignet
zu motivieren, Verantwortung für
die eigene Vitalität zu übernehmen. Das
Buch das als ganzheitlicher Gesundheitsratgeber
auch spannend zu lesen
ist könnte den Weg zur erfolgreichen
Neuerscheinung ebnen.
Winterzauber in
Bad Füssing
Eine unvergessliche Auszeit
im beliebtesten Gesundheitsreiseziel
Europas
enn die Tage kürzer werden und der
W Winter Einzug hält, entfaltet Bad
Füssing seine besondere Magie: wohltuende
Wärme, stille Naturmomente und
ein festliches Kulturprogramm machen
den Kurort zu einer der stimmungsvollsten
Winterdestinationen Deutschlands.
Europas beliebtestes Gesundheitsreiseziel
lädt Gäste ein, Körper, Geist und
Seele eine erholsame Auszeit zu schenken
- inmitten einer Landschaft, die mit
heilsamem Thermalwasser, weitläufigen
Parkanlagen und kulturellen Highlights
begeistert.
Thermal-Mineralwasser - wohltuende
Kraftquelle im Winter
Die Quelle der Bad Füssinger Anziehungskraft
liegt tief unter der Erde: Aus
1.000 Metern Tiefe sprudelt das 56 Grad
heiße Thermal-Mineralwasser, dessen
heilsame Wirkung seit Jahrzehnten wissenschaftlich
belegt ist. Drei großzügige
Thermen mit insgesamt 12.000 Quadratmetern
Wasserfläche bieten Raum
für Entspannung, Regeneration und
Gesundheitsvorsorge. Das Thermalwasser
unterstützt Gelenke, Rücken und
den gesamten Bewegungsapparat - und
stärkt gerade in der kalten Jahreszeit Immunsystem
und Widerstandskraft.
Dezember 2025 / Januar 2026
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KURZeitung
105
Das symbolische Steuerrad des ASMK-Vorsitzes übergab die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf an Heike Hofmann aus Hessen, die 2026 den Vorsitz innehat.
Foto: StMAS/Schäffler/Nötel
Scharf: „So viel Soziales wie nötig,
so wenig Staat wie möglich“
Einstimmig für Leitauftrag des Freistaats Bayern zur Reform des Sozialstaates
Zwei Tage haben in München die Arbeits- und
Sozialministerinnen und -minister bzw. -senatorinnen
und -senatoren der Länder unter dem
Vorsitz Bayerns rund 50 aktuelle Themen und
Anträge diskutiert und beschlossen. Einen der
Schwerpunkte bildete der Leitantrag des Freistaats
Bayern zur Reform des Sozialstaates, der
einstimmig angenommen wurde.
Die Bayerische Sozialministerin und amtierende
Vorsitzende der Arbeits- und
Sozialministerkonferenz (ASMK) Ulrike
Scharf berichtet: „Wir sind uns einig: So
kann es mit unserem Sozialstaat nicht
weitergehen. Das Sozialsystem ist zu
komplex, bürokratisch und zu teuer. Wir
haben das Ziel zu entbürokratisieren und
digitalisieren, aber auch die Bündelung
und bessere Abstimmung von Leistungen
sind dringend erforderlich.“ Weiter
fordert Scharf: „Der Grundsatz muss
wieder lauten: So viel Soziales wie nötig,
so wenig Staat wie möglich. Das sind
die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.
Sie ist nicht nur unsere Wirtschaftsordnung,
sondern auch unsere
Gesellschaftsordnung.“ Scharf erinnert
daran, dass es in Deutschland mehrere
hundert Sozialleistungen gibt, verteilt auf
fünf Bundesministerien, 30 Behörden,
auf Länder und Kommunen. Die Ministerin
warnt: „Bei diesem Dickicht können
die Menschen nicht mehr durchblicken.
Wir brauchen eine Sozialstaatsreform,
die in großen Linien denkt. Unser Sozialstaat
hilft denen, die Unterstützung
benötigen. Leistungsbereitschaft und
Solidarität sind unsere Werte.“
Scharf richtet den Blick auch auf Europa:
„Die aktuellen Vorschläge der Kommission
zum Europäischen Sozialfonds hätten
gravierende Auswirkung auf die Länder
und würden die aktuellen, zielgenauen
Förderungen gefährden.“
Bayerns Gesundheits- und Pflegeminis-
terin Judith Gerlach betont: „Wir müssen
die Pflege zukunftsfest machen. Neben
einer echten Reform der Pflegeversicherung
brauchen wir attraktive Bedingungen
für Einrichtungen und Pflegekräfte
– weniger Bürokratie und dafür mehr
Flexibilität.“
Für die unionsgeführten Länder erklärt
der nordrhein-westfälische Arbeits- und
Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Unser
Sozialstaat bedarf einer grundlegenden
Reform, damit das Vertrauen in ihn
erhalten bleibt. Dabei geht es nicht um
den Abbau von Sozialleistungen, sondern
darum, denjenigen, die Hilfe benötigen,
bestmöglich unter die Arme zu
greifen, damit sie schnell wieder auf eigenen
Beinen stehen können.“
Zum Abschluss der ASMK übergab
Scharf das symbolische Steuerrad und
damit den Vorsitz für 2026 an ihre hessische
Kollegin Heike Hofmann.
106KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Aus Bad Füssing
Große Weihnachts-Aktion
Freude schenken und Kultur erleben
Bad Füssing begeistert Einheimische
und Gäste auch 2026 mit einem Veranstaltungsprogramm,
das die Herzen
höherschlagen lässt - mit Gänsehautmomenten,
großen Emotionen und magischen
Abenden voller Musik, Humor und
Lebensfreude.
Ob Klassik und Kabarett, Events unter
Sternen oder mediterranes Lebensgefühl
im Kurpark: Das neue Kulturjahr verspricht
unvergessliche Erlebnisse - und
ist zugleich die schönste Geschenkidee
für die Weihnachtszeit.
Kultur schenken und sparen:
Weihnachtsaktion bis 24. Dezember
Weil die Aktion im Vorjahr ein so großer
Erfolg war, macht Ihnen Bad Füssing auch
in diesem Winter ein besonderes Angebot:
Wer seine Tickets in der Zeit bis 24.
Kultur schenken unter:
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Dezember 2025 um Mitternacht kauft, erhält
20 Prozent Weihnachtsrabatt auf alle
bereits buchbaren Veranstaltungen des
Jahres 2026. Die Aktion gilt für jeweils bis
zu zehn Tickets pro Person - online unter
www.events-badfuessing.de oder direkt
im TicketService des VeranstaltungsService
Centers Bad Füssing. "Ein ideales
Geschenk für alle, die Kultur lieben - oder
sich selbst eine kleine Freude machen
wollen", sagt Bad Füssings Kur- & Tourismusmanagerin
Daniela Leipelt.
Ein Jahr voller Höhepunkte
"Auch 2026 setzen wir auf das inzwischen
bewährte Konzept, jeden Monat
besondere Highlights zu bieten", sagt
Veranstaltungsleiter Markus Kagleder.
Das neue Veranstaltungsjahr beginnt
energiegeladen: Im Februar sorgen die
Blues Briederchen für feinsten Blues mit
Herz. Im März folgt das traditionelle Konzert
der Bad Füssinger Chöre, bevor im
April Stars wie Truck Stop Country-Feeling
auf die Bühne bringen.
Im Frühsommer begeistert das Best of Varieté
mit Artistik, Comedy und Musik - ein
Feuerwerk für die Sinne. Und wenn die
Abende länger werden, verwandelt sich
die Bühne im Park in eine stimmungsvolle
Freiluftkulisse für große Musikmomente
unter freiem Himmel.
Im August treffen sich dort Publikumslieblinge
und Fans beim Auftritt von G.G.
Anderson oder beim kostenlosen Open
Air des Kurorchesters, bevor der Herbst
das kulturelle Herz Bad Füssings höherschlagen
lässt: das 27. Bad Füssinger
Kulturfestival vom 11. September bis 10.
Oktober 2026.
Im August treffen sich Publikumslieblinge und Fans
beim Auftritt von G.G. Anderson.
Auch für Freunde des anspruchsvollen Kabaretts hält
das Festival Hochkarätiges bereit: Bruno Jonas nimmt
in seinem neuen Programm "Klappe halten" die Absurditäten
unserer Zeit ins Visier.
Musikalisch wird es auch mit Rüdiger Baldaufs Trumpet
Night & Friends, die gemeinsam mit Max Mutzke
ein Live-Erlebnis der Extraklasse verspricht.
Foto links: Auch 2026 setzt Bad Füssing auf das inzwischen bewährte Konzept, jeden Monat besondere Highlights zu bieten. Das neue Veranstaltungsjahr beginnt energiegeladen:
Im Februar sorgen die Blues Briederchen für feinsten Blues mit Herz. Foto rechts: Im April bringen Truck Stop Country-Feeling auf die Bühne.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
107
Gut zu wissen
Spüren, wie wertvoll Gemeinschaft
und Zusammenhalt sind
Eine Politik nah den Menschen und ihren Bedürfnissen
Liebe Gäste unserer Kur- und
Von Christian Lindinger, MdL
Gesundheitsregion, liebe Bürgerinnen
und Bürger,
Landtagsabgeordneter Christian Lindinger: „Das Bäderdreieck
mit Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad
Birnbach ist für eine gelungene Versorgungs- und Vorsorgeinfrastruktur
ein leuchtendes Beispiel in Europa:
Hier verbinden sich medizinische Kompetenz und natürliche
Heilkräfte zu einem einzigartigen Angebot.“
das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel
laden uns ein, innezuhalten und
dankbar zurückzublicken. Gerade hier in
Bad Füssing, wo Gesundheit, Erholung
und Gastfreundschaft im Mittelpunkt
„Die Stärke unserer Region liegt
darin, Gesundheitsinfrastruktur
nicht als Luxus, sondern als selbstverständlichen
Teil des Lebens begreifen
zu dürfen.“
stehen, spüren wir, wie wertvoll Gemeinschaft
und Zusammenhalt sind.
Als Mitglied des Bayerischen Landtags
und als Kreisrat des Landkreises Passau
ist es mir ein Herzensanliegen, die
Zukunft unserer Heimat aktiv mitzugestalten.
Die FREIEN WÄHLER stehen für
„Bad Füssing ist ein Schatz für
unsere Region: Es verbindet
medizinische Kompetenz mit touristischer
Strahlkraft und schenkt vielen
Menschen neue Kraft und Lebensfreude.
Diesen Schatz gilt es zu bewahren
und weiterzuentwickeln – für die Menschen,
die hier leben, und für die vielen
Gäste, die uns besuchen.“
eine Politik, die aus der kommunalen Arbeit
vor Ort gewachsen ist – nah an den
Menschen und ihren Bedürfnissen.
Eine starke Gesellschaft zeigt sich nicht
nur in großen politischen Entscheidungen,
sondern auch darin, wie sie im Alltag
für die Gesundheit ihrer Menschen sorgt.
Vorsorge, schnelle Hilfe bei Beschwerden
und eine verlässliche medizinische
Begleitung müssen überall verfügbar
sein – gerade auch in ländlichen Regionen.
Deshalb ist es mir wichtig, dass Reformen
im Gesundheitswesen nicht nur
die Ballungsräume im Blick haben.
Das Bäderdreieck mit Bad Füssing, Bad
Griesbach und Bad Birnbach ist für eine
gelungene Versorgungs- und Vorsorgeinfrastruktur
ein leuchtendes Beispiel
in Europa: Hier verbinden sich medizinische
Kompetenz und natürliche Heilkräfte
zu einem einzigartigen Angebot.
Ob bei Gelenk- und Muskelproblemen,
Hauterkrankungen, seelischer Erschöpfung
oder in der Rehabilitation nach
schweren Erkrankungen – unsere Kurorte
stehen für eine Gesundheitsversorgung,
die Menschen neue Kraft schenkt
und Lebensqualität zurückgibt. Gerade
in Zeiten, in denen wir über Resilienz und
Vorsorge sprechen, zeigt sich: Die Stärke
unserer Region liegt darin, Gesundheitsinfrastruktur
nicht als Luxus, sondern als
selbstverständlichen Teil des Lebens begreifen
zu dürfen.
Bad Füssing ist ein Schatz für unsere
Region: Es verbindet medizinische Kompetenz
mit touristischer Strahlkraft und
schenkt vielen Menschen neue Kraft und
Lebensfreude. Diesen Schatz gilt es zu
bewahren und weiterzuentwickeln – für
die Menschen, die hier leben, und für die
vielen Gäste, die uns besuchen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein
frohes und gesegnetes Weihnachtsfest,
besinnliche Tage im Kreise Ihrer Liebsten
und ein gesundes, glückliches neues
Jahr 2026. Möge es uns allen Frieden,
Zuversicht und viele schöne Momente
bringen.
Herzlichst
Ihr
Christian Lindinger, MdL
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108KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
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Anfang Dezember
IM SCHATTEN
DES ORANGENBAUMS
Als Sharif im Jahr 1948 sich weigert, Jaff a zu verlassen,
reißen Krieg, Vertreibung und Gefangenschaft
die Familie auseinander. Sharifs Sohn Salim
wächst im Schatten seines Heimatlandes auf. Als
dessen Sohn Noor wiederum Jahrzehnte später
gegen israelische Soldaten protestiert, scheint sich
die Geschichte zu wiederholen. Doch im Moment
ihres größten Schmerzes treffen Salim und seine
Frau Hanan eine Entscheidung für die Menschlichkeit
und geben damit Hoff nung auf Versöhnung.
Ab 4. Dezember
ZWEITLAND
1961 erschüttern Bombenanschläge Südtirol. Der
junge Bauernsohn Paul will Malerei studieren, um
der Perspektivlosigkeit seines Dorf zu entkommen.
Sein älterer Bruder Anton kämpft für die deutschsprachige
Minderheit Südtirols – notfalls mit Gewalt.
Nachdem Anton fl iehen muss, kümmert sich
Paul notgedrungen um die Familie seines Bruders.
Zunehmend eskaliert die Lage und die italienische
Polizei greift immer härter durch. Schließlich muss
Paul sich entscheiden: Familie oder Selbstverwirklichung?
Ab 11. Dezember
DER HELD VOM BAHNHOF
FRIEDRICHSTRASSE
Der Berliner Videothekenbesitzer Micha (Charly
Hübner) wird aus dem Nichts ungewollt zum gesamtdeutschen
Helden: als ihn zum 30. Jahrestag
des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher der
größten Massenflucht der DDR stilisiert, steht sein
Leben plötzlich Kopf. Als Hochstapler wider Willen
verstrickt sich Micha in einem Gestrüpp aus Halbwahrheiten
und handfesten Lügen.
Ab 01. Januar
BON VOYAGE – BIS HIERHER
UND NOCH WEITER
Marie hat ihr Leben stets selbstbestimmt gestal-
tet - und so will sie es auch beenden. Doch als sie
es ihrer Familie beibringen will, verlässt sie der
Mut und der Termin zur Sterbehilfe wird durch
eine Notlüge zu einer Erbschaft in der Schweiz.
Gemeinsam mit ihrem von Geldsorgen geplagten
Sohn, ihrer Enkelin und ihrem Pfleger als eher
unfreiwilligen Fahrer geht Marie auf eine letzte
Reise. Doch wie lange kann sie die Lüge aufrecht
erhalten…?
15. Januar
EXTRAWURST
In einem Tennisclub wird das Sommerfest geplant,
und unter Heriberts (Hape Kerkeling)
strenger Leitung stehen die Vorbereitungen im
Mittelpunkt. Als vorgeschlagen wird, für Erol
(Fahri Yardım), das einzige muslimische Clubmitglied,
einen separaten Grill zu organisieren, brechen
unerwartete Spannungen auf. Die zunächst
harmlose Diskussion, weitet sich schnell zu einer
Debatte über gesellschaftliche und persönliche
Konflikte aus. Während die Gemüter immer höher
kochen, steht der Verein schließlich kurz vor
dem Zerfall.
15. Januar
HAMNET
Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt
man, wie sie sich in den großen Barden,
William Shakespeare verliebt und die beiden
ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger
Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die
Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu
ersticken. Mitten in dieser persönlichen Tragödie
beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und
Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen
Dramen der Literaturgeschichte.
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110KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
„Wir bringen Deutschland voran“
Die vergangenen Monate waren für
uns alle nicht leicht. Viele Menschen
sind verunsichert und verlieren ihr Vertrauen
in die Politik. Mir ist es deshalb
ein besonderes Anliegen, Bundespolitik
verständlich zu erklären und näherzubringen.
Bei allen dramatischen Entwicklungen,
die weltweit stattfinden, möchte ich
einen kleinen Einblick in die Gesetze
geben, die wir in den letzten Wochen
beschlossen haben – Maßnahmen, die
Deutschland wieder voranbringen sollen.
Ein zentraler Schritt ist die Entscheidung
für einen modernen Wehrdienst. Ab dem
Jahr 2026 werden Männer und Frauen
angeschrieben. Männer sind zunächst
zur Antwort und später zur Musterung
verpflichtet, beginnend mit dem Jahrgang
2008. Unser Ziel ist klar: Deutschlands
Verteidigungsfähigkeit sichern –
die Bundeswehr bleibt Garant unserer
Freiheit.
Ein großer Schwerpunkt liegt auf der
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
unserer Wirtschaft und der Sicherung
zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Vieles
haben wir bereits angestoßen: Mit dem
Sondervermögen tätigen wir Investitionen
in Rekordhöhe. Die größte Unternehmenssteuerreform
seit 20 Jahren sowie
neue Abschreibungsmöglichkeiten
fördern private Investitionen und setzen
ein wichtiges Zeichen der Verlässlichkeit.
Der Bürokratieabbau wird vorangetrieben
und Maßnahmen zur nachhaltigen
Senkung der Energiepreise – etwa
Abschaffung der Gasspeicherumlage,
geringere Netzentgelte und eine abgesenkte
Stromsteuer – entlasten Unternehmen
wie Privathaushalte.
Mit der vollständigen Wiedereinführung
der Agrardieselrückvergütung zum 01.
Januar 2026 stärken wir gezielt unsere
Von Hans Koller, MdB
land- und forstwirtschaftlichen Betriebe.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Einbringung
des Gesetzentwurfs zur steuerlichen
Förderung von Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern im Rentenalter,
der sogenannten Aktivrente. Wer die
Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet,
kann ab 2026 bis zu 2.000
Euro Arbeitslohn im Monat steuerfrei
erhalten. Das schafft Anreize, länger zu
arbeiten, wirkt dem Fachkräftemangel
Bundestagsabgeordneter Hans Koller: „Lassen Sie uns
gemeinsam daran arbeiten, unser Land solidarisch, sicher
und wirtschaftlich stark zu halten – mit Respekt,
Verantwortung und dem festen Willen, Lösungen im
Dialog zu fi nden.“
entgegen und stabilisiert unser Steuerund
Sozialsystem.
Auch die Erhöhung der Pendlerpauschale,
die wir beschlossen haben, ist ein
wichtiges Signal an alle Beschäftigten,
die täglich weite Wege auf sich nehmen.
Sie sorgt für spürbare fi nanzielle Entlastung
und ist ein Beitrag zu mehr Fairness
im Alltag vieler Menschen.
Besonders freue ich mich, dass es gelungen
ist, die Mehrwertsteuer für die
Gastronomie ab dem 01.01.2026 wieder
auf 7 Prozent zu senken – ein zentrales
Versprechen unseres Wahlprogramms
und ein starkes Zeichen für diese hart
arbeitende Branche.
Natürlich bewegt sich vieles – aber noch
längst nicht alles ist perfekt. In einer Koalition
ist es normal, dass es Diskussionen
gibt. Wichtig ist: Es wurde schon viel auf
den Weg gebracht und wir bleiben dran.
Der russische Angriffskrieg gegen die
Ukraine belastet Europa schwer. Er ist
menschenverachtend und richtet sich
gegen unsere Werte von Freiheit und
Frieden. Wir stehen fest an der Seite der
Ukraine. Präsident Putin meint es nicht
gut mit uns – deshalb braucht Europa
Stärke, Geschlossenheit und klare Haltung.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und
das Weihnachtsfest lädt uns ein, innezuhalten,
Dankbarkeit zu zeigen und Gemeinschaft
zu stärken. In diesen Tagen
denke ich besonders an diejenigen, die
Unterstützung benötigen, an Familien,
die täglich Verantwortung tragen, und
an all jene, die sich mit Engagement und
Mut für unser Land einsetzen.
Ich wünsche Ihnen frohe und besinnliche
Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben –
mit Zeit für Ruhe, Zuversicht und neues
Vertrauen. Möge das kommende Jahr Ihnen
Gesundheit und neue Perspektiven
bringen.
Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten,
unser Land solidarisch, sicher und
wirtschaftlich stark zu halten – mit Respekt,
Verantwortung und dem festen Willen,
Lösungen im Dialog zu fi nden.
Herzliche Grüße, gesegnete
Weihnachtstage und alles Gute für
das neue Jahr
Ihr
Hans Koller, MdB
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
111
Gut zu wissen
Für 2026 mehr ehrliche Sozialpolitik
mit Entlastung der Einkommen und
weniger Kommissionen
Es ist ein Jammer, zuzusehen, wie
unprofessionell die neue Bundesregierung
die ersten Monate seit der Verantwortungsübernahme
Probleme zu
lösen versucht und wahlversprechend
enttäuscht! Wo verspürt der sogenannte
Von Konrad Kobler
richtung verschiedener Kommissionen
bis Streit zur Rentenversicherung und
schließlich die Einschränkung medizinischer
Leistung für Ältere!
Als über Jahrzehnte für die Union in der
Sozial- und Gesundheitspolitik Mitverantwortlicher
erlaube ich mir Klartext
fragwürdig entstandene Erhöhung des
Mindestlohnes hat zweierlei Aspekte:
Mehrbelastung einfacher Arbeiten und
deutliche Mehreinnahmen des Fiskus.
Allein, wenn sich der Mindestlohn in gut
einem Jahr auf annähernd 15 Euro zubewegt
(dies sei vergönnt), kassiert der Fiskus
davon allein bei einer Million Voll-Gering-Verdiener
rund 680 Mio. Lohnsteuer
mehr! Wo bleibt die Entlastung der unteren
Einkommens-Empfänger?
Die Wahlversprechen mit „einem Herbst
der Reformen“ bleiben für den „Normalbürger“
bisher in den Wind gesprochen.
Die völlige Heranziehung des Mehrverdienstes
beim Mindestlohn zur Besteuerung
bezeichne ich als völlig unsozial.
Vergleicht man bei Empfängern von Sozialleistungen
(Bürgergeld-Empfänger)
die Aufwendungen für Lebensunterhalt,
Miete, Krankenversicherung, usw., die
weit das Existenzminimum übersteigen
und sich dem Mindestlohn-Empfänger
nähern, so stellen sich die Fragen der
„Moral“ und „steuerlich-sozialen Gerechtigkeit“
mit der Folge einer eben
nicht auszuschließenden weiteren Erosion
einer bestimmten Arbeitswilligkeit.
Das Kurzeitung-Foto zeigt den Landtagsabgeordneten a. D. Konrad Kobler, Mitte, Honorarkonsul der Republik
Kroatien, bei der Eröffnung des Honorarkonsulats in Passau. Im Bild von links: Generalkonsul Vladimir Duvnjak
und Botschafter Gordan Bakota. Konrad Kobler ist seit Jahrzehnten Gastautor der Kurzeitung Bad Füssing.
einfache Bürger versprochene Entlastungen?
Es gab Sommerloch-Füller und
eine Hiobsbotschaft jagte die andere. So
z.B. ein verpflichtendes „soziales Jahr
für Rentnerinnen und Rentner“, geplatzte
Bundesrichter-Wahl, Neuauflage der
Praxisgebühr, höhere Zuzahlung bei Arzneimitteln
(anstatt der Reduzierung der
MWSt mit Anpassung an das EU-Niveau),
Schließung von Krankenhäusern, Ein-
über einige Maßnahmen der neuen Bundesregierung
zu reden. Das Anwachsen
der Zustimmung zur „Rechts-Außen-Partei“
ist für mich eine Art Seismograph der
Bürgerschaft über Nichterfüllung angekündigter
Wahlversprechen. So neben
Schuldenabbau immense Neuverschuldung,
anstatt Entlastung bei Energie
und Steuern „Fehlanzeige“. Die etwas
Sozialpolitik in bessere soziale Balance
Die Politik hätte die verdammte Pflicht,
das in völlige Schieflage geratene Leistungs-
und Sozialsystem in eine bessere
Balance zu bringen. Allein z.B. die leichte
Anhebung der steuerlichen Kilometerpauschale
für Berufspendler wird durch
die weiter angestiegenen Mineralölpreise
um annähernd 10 Prozent absorbiert.
Auch in der friedvolleren Weihnachtszeit
und Übergang ins neue Jahr will ich zu
diesen Ungereimtheiten und fehlenden
Handlungswilligkeit der Politik nicht
schweigen.
Es muss endlich daran gegangen werden,
tätig zu werden, dass die Steuer-
Eingangsstufe nicht bereits unterhalb
des Existenzminimums voll greift, weil
dies eine lähmende Wirkung auf Arbeitsplätze
und insbesondere auf die
112KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Gut zu wissen
Arbeitswilligkeit auslöst. Ich möchte hier
nicht die zwei Gruppen Arbeitnehmer/
Arbeitgeber gegeneinander ausspielen,
sondern die Finger auf einen großen
Schwachpunkt legen, wonach die
neue Bundesregierung diesbezüglich
gravierende Anpassungen nicht mehr
länger auf die lange Bank schieben und
Leistung aus ethisch-moralischer Sicht
nicht noch länger bestrafen darf. Deshalb
muss endlich – in naher Zukunft
– der Grundfreibetrag zumindest dem
Aufwand für einen Bürgergeld-Empfänger
angepasst werden dem Motto nach,
dass sich im neuen Jahr Leistung wieder
mehr lohnt.
Gegen Inflationierung von
Kommissionen
Auch sei die neue Bundesregierung vor
der „alten Erbkrankheit“, der Einsetzung
von Kommissionen gewarnt, um sich am
Finanzdesaster bei der Kranken- und
Rentenversicherung zu verstecken. Die
Fakten sind durch die Ergebnisse der vorausgegangenen
Kommissionen bestens
bekannt und es fehlt nur der Mut, eben
insbesondere die zwei „Notfallpatienten“
Krankenversicherung-Pfl ege und
Rentenversicherung die richtige „Medikation“
zu gewähren. Obwohl die Zeit
wegen eines möglichen Kollaps drängt,
sollen erneut Kommissionen prüfen,
wie das Finanzdesaster gelöst werden
kann. Sogar der Bundesrechnungshof
und der Spitzenverband der GKV zeigen
die dramatische Situation und Erfordernis
nach einer nachhaltigen fi nanziellen
Stabilisierung der beiden Systeme auf.
Bei der Rentenversicherung sollte man
die reinen Fakten zur Kenntnis nehmen.
Es bedürfe überhaupt nicht des Streites
der jüngeren Generation, wenn nur die
Ergebnisse der letzten Rentenkommission
Anfang der 20er Jahre, die mit hochkarätigen
Experten und Politikern aller
Couleurs besetzt war, nicht chronifiziert
ignoriert würden. Eine neue Kommission
wird hier nichts anderes an den Tag
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich wünsche Ihnen mit herzlichen
Grüßen gesegnete Weihnachtstage.
Feiern und genießen Sie dieses
wunderbare Fest, das auch
hoffnungsvoll stimmt.
Das gilt auch für das neue Jahr.
Freuen Sie sich auf Überraschendes, auf gute Zeiten.
Bleiben wir optimistisch. Ich wünsche Ihnen ein gesundes,
erfolgreiches 2026!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Konrad Kobler
bringen. Die Regierung rettet sich aber
mit der „Hilfskonstruktion Kommission“
über einige weitere Jahre rentenpolitisch
hinweg, Erforderliches zu tun. Alle wichtigen
Fakten und Erfordernisse sind lupenrein
aufgezeigt. Es fehlt der Mut eines
„chirurgischen Eingriffes“, ja es fehlt der
Mut zur Umsetzung mathematisch-sozialpolitischer
Wahrheiten. Wahrheit in der
Sozialpolitik tut eben manchmal sogar
weh! Reformen dürfen nicht noch einmal
durch „Experten-Kommissionen“ (in
durchsichtiger Absicht) weiter verschoben
werden. Auch sehe ich mit großer
Den Menschen in den Mittelpunkt
des Geschehens
Hoff en wir, dass sich im neuen Jahr Vieles
an Nebulösem lichtet und durch richtiges,
erforderliches politisches Handeln
ein spürbarer Ruck in die Richtung geht,
dem Motto nach „im Mittelpunkt steht
der Mensch“! Dies ist nicht nur mein
inniger Wunsch – nein, es wäre eine äußerst
wichtige „Medikation“, viele Menschen
in das staatstragende bürgerliche
Lager zurückzuholen und den Wildwuchs
hin zu den die Demokratie gefährdenden
Gruppierungen ins Gegenteil zu kehren.
Spannung der Umsetzung der „Agenda“
der neuen Bundesgesundheitsministerin
mit einer „dialogorientierten Gesundheitspolitik
Alle Leserinnen und Leser bitte ich um
Verständnis, wenn ich mich mit gesund-
mit schnellen Lösungen“ heits- und sozialpolitischen Sorgen und
entgegen. Auch hier meine ich, dass
die Ankündigung einer weiteren Kommission
kein gutes Omen sein wird. Es
grenzt schon an eine bestimmte Art an
Anliegen nicht zurückhalte. Ihnen und
Ihren Familien alles Gute und Stärkung
des Friedens in Europa und der Welt
verbunden mit der immer gewünschten
Zynismus, wenn lauthals getrommelt „Portion Gesundheit“
wird, feste KV-Beiträge zu sichern und
dann zeitgleich die Bemessungsgrundlagen
Ihr
zur Heranziehung zur Versiche-
rungspflicht deutlich erhöht wurden, mit
monatlichen Mehrbelastungen von 150
Euro und mehr!
Konrad Kobler, MdL a. D. und
Jahrelang stellvertretender
CSA-Landesvorsitzender
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
113
CHŌJU
Die Zukunft
der Gesundheit
beginnt jetzt
Wie Sie dem Leben mehr gesunde, aktive Jahre hinzufügen
Gesund altern – geht das überhaupt?
Die moderne Forschung sagt: Ja.
Neue Erkenntnisse der Medizin und
Biowissenschaft machen es möglich,
den Alterungsprozess nicht nur zu verlangsamen,
sondern gezielt umzukehren.
Chōju, gegründet von Dr. med. Johannes
Zwick und Anja Weber, vereint
diese Hightech-Innovationen mit einem
ganzheitlichen Lifestyle – und erschließt
damit völlig neue Perspektiven für ein
langes, aktives und erfülltes Leben.
„Chōju ist für mich der
Schlüssel zu einer echten
Veränderung: gesund,
aktiv und voller Power.“
Dr. med. Johannes Zwick,
Gründer von Chōju
Die 10 Bausteine der Langlebigkeit –
das Chōju-Konzept
In Zusammenarbeit mit führenden Universitäten
und medizinischen Instituten
entwickelt, basiert Chōju auf einem
10-Punkte-System zur messbaren Verlängerung
der Gesundheits- und Lebensspanne:
01. Epigenetik & DNA-Analyse
Jeder Mensch ist einzigartig – deshalb
beginnt alles mit einem präzisen Gesundheitsprofil.
Eigene DNA- und Epigenetik-Tests
identifizieren biologische
Marker für eine personalisierte Langlebigkeitsstrategie.
02. Hightech-Supplementierung
Individuell abgestimmte Longevity-
Supplements – entwickelt auf Basis modernster
Forschung – unterstützen Ihre
Vitalität und Zellgesundheit.
03. Chōju-Ernährung
Unsere speziell entwickelte Anti-Aging-
Ernährungsform basiert auf neuesten
Erkenntnissen der Longevity-Ernährungswissenschaft
– alltagstauglich und
genussvoll.
04. Intervallfasten & Autophagie
Gezieltes Fasten (z.B. 16:8-Methode) aktiviert
zelluläre Reinigungsprozesse und
fördert Fettverbrennung, Muskelaufbau
und mentale Klarheit – unterstützt durch
die Enzyme Spermidin und Fisetin.
05. Bewegung mit Zellwirkung
Ein spezielles Trainingsprogramm aktiviert
die zellulären Schutzsysteme SIRT1
und SIRT6 – messbar an der Verlängerung
der Telomere, also dem biologischen
Jungbrunnen.
06. Zell-Physiotherapie
Die „zelluläre Müllabfuhr“ muss aktiv
bleiben – mit gezielter Physiotherapie
wird der Abtransport schädlicher Stoffe
über Lymphe und Blut angeregt. Unterstützt
durch Chōju-NR.
07. Regenerativer Schlaf
Erholsamer Schlaf ist kein Luxus, sondern
Lebenselixier. Unser Schlafcocktail
„Sleep well and deep“ unterstützt die
nächtliche Zellregeneration.
114KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
PR-Veröffentlichung
„Es fasziniert mich, wie
Wissenschaft in den Alltag
integriert werden kann –
mit enormen Ergebnissen.“
Anja Weber – Gründerin von Choju
Mehr als ein Gesundheitskonzept –
ein neuer Lifestyle
Chōju steht für eine neue Art zu leben.
Nicht Verzicht, sondern neue Lebensfreude.
Nicht nur gesund – sondern vital,
inspiriert und erfüllt. Die Methoden sind
wissenschaftlich fundiert, ganzheitlich
und vor allem: für jeden zugänglich.
08. Live Change & Mindset
In Chōju-Retreats erlernen Sie Strategien
für mehr Lebensfreude, Motivation
und mentale Stärke – für nachhaltige
Veränderung.
09. Stressabbau & Achtsamkeit
Mit individuell angepassten Methoden
wie Meditation, Yoga, Qigong oder Atemübungen
finden Sie zu mehr innerer
Ruhe – ein wichtiger Faktor für Langlebigkeit.
10. Longevity-Medikation
Chōju verfolgt aufmerksam aktuelle Studien
zu Medikamenten wie Rapamycin
oder Metformin, die das Potenzial haben,
die Lebensspanne zu verlängern.
Erleben Sie es selbst – in einem unserer
Retreats oder als individuelles Programm.
Starten Sie jetzt Ihre Reise zu einem längeren,
gesünderen Leben.
Unsere Enzyme und Produkte können
Sie einfach und leicht im Choju Shop auf
unserer Webseite bestellen:
www.choju.de
Choju GmbH
Oberer Stadtplatz 45
4780 Schärding | Österreich
E-Mail weber@choju-health.com
Telefon: +49 151 19670422
Web www.choju-health.com
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
115
Medizin und Gesundheit
Stärkung des Wunsch- und
Wahlrechts der Versicherten
Zuweisungssystematik mit positiver Bilanz
Von Brigitte Iding
Brigitte Iding, Vorsitzende der Geschäftsführung Deutsche Rentenversicherung
Bayern Süd: „Auch zukünftig wollen wir unseren Versicherten
ein auf ihre individuelle Situation angepasstes Angebot bieten. Vielfalt
in der Reha-Landschaft ist hierfür ein entscheidender Faktor. Uns
ist es daher ein wichtiges Anliegen, die Bandbreite an hervorragenden
Einrichtungen zum Wohle der Versicherten aufrechtzuerhalten.“
Das seit Juli 2023 in Kraft getretene
„Trio-Gesetz“ (Gesetz zur Verbesserung
der Transparenz in der Alterssicherung
und der Rehabilitation sowie
zur Modernisierung der Sozialversicherungswahlen)
hat auch das Jahr 2025
für die DRV Bayern Süd sehr stark geprägt.
Als Leistungsträger im Bereich
Rehabilitation einerseits und als Träger
eigener und von uns federgeführter
Rehakliniken im DRV Rehaverbund
Südbayern andererseits haben wir die
Verantwortung,
sicherzustellen,
dass unsere Regelungen
den Anforderungen
und der Zielsetzung des
Trio-Gesetzes
entsprechen.
Gleichzeitig müssen
diese für Verwaltung und
Einrichtungen gut umsetzbar
sein und sich mit der
gewachsenen
Reha-Landschaft,
die gerade in Bayern
eine herausragende
Bedeutung hat, vereinen
lassen. Besonders die im
Trio-Gesetz
geregelten
Themen „Stärkung des
Wunsch- und Wahlrechts
im Zuge der Zuweisung“
und „Vergütung“ sind für
unser Handeln zentral.
Mehr Mitgestaltung für
Versicherte durch
gestärktes Wunschund
Wahlrecht
Ein wichtiger Bestandteil
des Trio-Gesetzes ist die
Stärkung des Wunsch- und
Wahlrechts der Versicherten
bei der Beantragung einer medizinischen
Rehabilitation. Versicherte können
auf verschiedene Weisen von Ihrem
Wunsch- und Wahlrecht Gebrauch machen.
Die zu ihrer Indikation passende
Wunschklinik können sie zum Beispiel
direkt in ihrem Antrag auf Rehabilitation
angeben. Bei der Suche nach der
geeigneten Reha-Einrichtung hilft das
Internetportal der Deutschen Rentenversicherung
„meine-rehabilitation.de“.
Interessierte können hier Rehabilitationseinrichtungen
suchen, bezüglich
der Qualitätsergebnisse vergleichen
und sich über Wartezeiten bis zur Aufnahme
informieren. Ziel des Portals ist
es, den Versicherten alle Informationen
für eine selbstbestimmte Ausübung des
Wunsch- und Wahlrechts an die Hand
zu geben. Der Wunsch der Reha-Antragstellenden
wird berücksichtigt, sofern
die Wunschklinik die geeignete Behandlung
anbieten kann.
Ein weiterer Weg, das eigene Wunschund
Wahlrecht auszuüben, ist die Auswahl
einer Klinik von der sogenannten
Vorschlagsliste. Eine solche Vorschlagsliste
erhalten Versicherte in dem Fall,
dass sie ihr Wunsch- und Wahlrecht bei
der Reha-Antragstellung nicht wahrgenommen
haben oder dem Wunsch im
Einzelfall nicht entsprochen werden
konnte. Welche Kliniken dem Versicherten
auf der Vorschlagsliste angeboten
werden, ist in erster Linie von sozialmedizinischen
Kriterien abhängig. Außerdem
werden die Faktoren Qualität, Wartezeit
und Entfernung berücksichtigt.
Nach bald zweieinhalb Jahren dieser
neuen Zuweisungssystematik können
wir eine erste Bilanz ziehen und hier ein
positives Fazit ziehen. Die statistische
Auswertung der Versichertenwünsche
116KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Medizin und Gesundheit
belegt, dass unsere Kliniken im DRV
Rehaverbund Südbayern und auch die
Vertragseinrichtungen in Bayern bei
den Versicherten sehr gut ankommen.
Dieser Zuspruch freut uns sehr und
spornt uns an, für die Zufriedenheit unserer
Rehabilitandinnen und Rehabilitanden
immer besser zu werden.
Als Neuerung im kommenden Jahr wird
der Fokus auf die Kriterien nochmals
geschärft. Unabhängig davon, ob die
Klinik unter Trägerschaft der DRV betrieben
wird oder es sich um eine Vertragseinrichtung
handelt, wird sich die
Zusammensetzung auf der Vorschlagsliste
allein nach Qualität, Wartezeit und
Entfernung richten.
Unsere Kliniken im Wettbewerb um
Patienten gut positionieren
Unsere Kliniken zukunftssicher aufzustellen,
ist uns als Träger ein großes
Anliegen. Durch die Neuerungen des
Trio-Gesetzes stehen die Rehakliniken
der DRV Bayern Süd in einem noch
„Auf dem Status quo ruhen wir
uns nicht aus. Wir wollen weiterhin
Maßstäbe setzen. Sei es im
Bereich Prävention, in der Rehabilitation
wie auch im Anschluss an eine
Reha-Maßnahme bei der Nachsorge.“
stärkeren Wettbewerb mit anderen Rehabilitationsangeboten
bundesweit.
Umso wichtiger ist es, dass sich unsere
Kliniken ihres Markenkerns und ihrer
Alleinstellungsmerkmale bewusst sind
und diese selbstbewusst nach außen
vertreten. Deshalb haben sich unsere
Kliniken im Herbst 2024 zu einem starken
Netzwerk für die Gesundheit ihrer
Patienten zusammengeschlossen. Dank
unseres
Verbundkonzepts mit einem
breiten Indikationsportfolio können wir
nahezu alle Reha-Behandlungsfelder
anbieten – individuell auf die Bedürfnisse
der Versicherten zugeschnitten. Dem
Verbund gehören fünf Kliniken an sechs
Standorten an: die Orthopädische Klinik
Tegernsee, die Klinik Bad Reichenhall,
das Rehafachzentrum in Bad Füssing
und in Passau, die Fachklinik Gaißach
für Kinder und Jugendliche sowie die
Klinik Höhenried gGmbH.
Mit dem Zusammenschluss zum DRV
Rehaverbund Südbayern wollen wir
das gemeinsame Qualitätsversprechen,
das all unsere Reha-Einrichtungen auszeichnet,
noch deutlicher hervorheben.
Denn unsere Kliniken stehen für jahrzehntelange
Erfahrung im Bereich der
Rehabilitation sowie für ausgewiesene
wissenschaftliche Fachexpertise. Unsere
hochqualifizierten Fachkräfte und
„Die Kliniken im DRV Reha-
Verbund Südbayern sind nicht
allein Leistungserbringer, sondern in
regionaler Hinsicht auch wichtige Faktoren
für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und
lokale Dienstleister.“
moderne medizinische Standards ermöglichen
den Rehabilitandinnen und
Rehabilitanden unserer Einrichtungen
eine optimale Genesung. Die attraktive
Lage unserer Kliniken in See-, Waldund
Bergregionen sowie in bekannten
Kurorten wie Bad Füssing im Niederbayerischen
Bäderdreieck, tragen zusätzlich
zur Beliebtheit bei.
Doch auf dem Status quo ruhen wir uns
nicht aus. Wir wollen weiterhin Maßstäbe
setzen. Sei es im Bereich Prävention,
in der Rehabilitation wie auch im Anschluss
an eine Reha-Maßnahme bei
der Nachsorge. Durch die Verbindung
von bewährten Methoden mit neuesten
Erkenntnissen, arbeiten wir stetig daran,
noch besser auf die Bedürfnisse der
Rehabilitandinnen und Rehabilitanden
einzugehen. Dabei bildet die Zufriedenheit
der Versicherten den Maßstab für
unsere Weiterentwicklung.
Herausforderung durch neues
Vergütungssystem
Auch zukünftig wollen wir unseren Versicherten
ein auf ihre individuelle Situation
angepasstes Angebot bieten. Vielfalt
in der Reha-Landschaft ist hierfür ein
entscheidender Faktor. Uns ist es daher
ein wichtiges Anliegen, die Bandbreite
an hervorragenden Einrichtungen zum
Wohle der Versicherten aufrechtzuerhalten.
Herausforderungen hält vor diesem
Hintergrund der kommende Wechsel
im Vergütungssystem, der ebenfalls
Bestandteil der Neuerungen durch das
Trio-Gesetz ist, für uns bereit. Mit diesem
Systemwechsel wird sich ab dem
1. Januar 2026 der Vergütungssatz für
die Reha-Einrichtungen aus einer einrichtungsübergreifenden
Komponente
(EÜK) und einer einrichtungsspezifischen
Komponente (ESK) zusammensetzen.
Um im Rahmen der Umsetzung
Planungssicherheit für die Einrichtungen
zu gewährleisten, wurde für das
Jahr 2026 in diesem System eine temporäre
Komponente ergänzt, die das Niveau
der Vergütung auf Basis des Jahres
2025 sicherstellt. Diese Entwicklung
begrüßen wir, nicht zuletzt da die geschaffene
Planungssicherheit auch den
Versicherten sowie den Mitarbeitenden
in den Kliniken zugutekommt.
Die Kliniken im DRV Reha-Verbund
Südbayern sind nicht allein Leistungserbringer,
sondern in regionaler Hinsicht
auch wichtige Faktoren für Wirtschaft,
Arbeitsmarkt und lokale Dienstleister.
Durch ihre Präsenz nehmen sie Einfluss
auf den lokalen Tourismus. Uns als Deutsche
Rentenversicherung Bayern Süd
ist es daher wichtig, im Zuge der Umsetzung
dieser und weiterer Neuerungen
mit den Akteuren aus regionaler sowie
überregionaler Politik und Wirtschaft,
mit Einrichtungen und Zuweisern, sowie
mit unseren Versicherten im Gespräch
zu bleiben. In diesem Sinne blicken wir
zurück auf ein turbulentes wie auch erfolgreiches
Jahr 2025 und blicken den
Herausforderungen des neuen Jahres
mit Selbstbewusstsein entgegen.
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
117
Teilnehmer des Europäischen Gesundheitskongresses München vor dem Informationsstand des Bayerischen Heilbäderverbandes. Von links, Frank Oette, Geschäftsführer
des Heilbäderverbandes, Dr. Christian Alex, Vorstandsmitglied der Senioren-Union, Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung, und Markus Zwick, Vorstandsvorsitzender
Johannesbad Gruppe.
Europäischer Gesundheitskongress München –
Strategien für ein modernes Gesundheitswesen
Mehr als 900 Teilnehmende vor Ort und
weitere 450 Online: Der Europäische
Gesundheitskongress, veranstaltet in München,
hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft
und Aufbruchsstimmung im
deutschen Gesundheitswesen stecken. Un-
terdemdiesjährigenMotto„Sprunginnovati-
onen im Gesundheitswesen: Von Rückstand
zur Zukunft“, diskutierten Expertinnen und
Experten aus Medizin, Politik, Wirtschaft
und Wissenschaft über Strategien, um das
Gesundheitssystem fit für die kommenden
Jahrzehnte zu machen. In einer Vielzahl von
Foren, Vorträgen und Diskussionsrunden
wurde klar: Deutschland hat das Potenzial,
im internationalen Vergleich eine Vorreiterrolle
einzunehmen – sofern visionäre Ziele
und schnelle Umsetzungen konsequent
verfolgt werden. „Wir haben in den zwei Ta-
gen eindrucksvoll gesehen, dass nicht nur
große Länder wie China, sondern auch kleinere
wie Ruanda, erfolgreich sind, wenn sie
klare und konsequente Strategien haben“,
betonte Kongressleiterin Claudia Küng. Im
Zentrum der Debatten stand die notwendige
Transformation des Gesundheitswesens,
die alle Bereiche – von der Versorgung über
die Digitalisierung bis hin zur Prävention
– berührt. In nahezu jeder Session wurde
der Ruf nach einer starken gemeinsamen
Strategie und zukunftsweisenden Visionen
laut. Bayerns Gesundheitsministerin Judith
Gerlach stellte in der feierlichen Eröffnung
einen „Masterplan Prävention“ für den
Freistaat vor. Zentrales Element soll eine
digitale Plattform werden, die vielfältige
Präventionsangebote sowie verlässliche Informationen
bündelt und zugänglich macht.
„Prävention muss gesellschaftlich gelebt
und politisch flankiert werden“, machte
Staatsministerin Gerlach deutlich – gefordert
seien dabei sowohl die Bürgerinnen
und Bürger, als auch Land und Kommunen.
Zu den weiteren Kongress-Highlights zählten
praxisnahe Beispiele gelungener Innovationen,
internationale Erfolgsmodelle und
zahlreiche Gelegenheiten zum interdisziplinären
Austausch. Der europäische Blickwinkel
und die Vielzahl der Teilnehmenden
verdeutlichten, wie wichtig gemeinsames
Vorgehen und das Lernen voneinander sind.
Am Ende der zwei intensiven Tage stand
nicht nur ein reger Ideenaustausch, sondern
vor allem die Erkenntnis: Die Zukunft
des Gesundheitswesens kann mit Mut, neuen
Strategien und klaren Vision aktiv gestaltet
werden.
118KURZeitung
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Aus Bad Füssing
Franz J. Hutter, ein Glücksfall für Bad Füssing und die Kurzeitung
Urgestein der Kurortentwicklung gestorben
Sein großer und letzter öffentlicher Auftritt
war sein 80. Geburtstag mit Weggefährten,
Abordnungen diverser Vereine
und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.
Jetzt ist Franz J. Hutter nach einer
gut überstandenen Herzoperation und Monaten
voller Schaffenskraft im Alter von 89
Jahren zuhause, für die Töchter Elisabeth
und Alexandra, überraschend gestorben.
Die traurige Nachricht hatte sich im Kurort
schnell verbreitet. Erster Bürgermeister
Tobias Kurz würdigte Leistung und Persönlichkeit:
Franz Hutter habe sich in 45
Jahren Tätigkeit in Gemeinde und Kurverwaltung
sowie als Chronist des Kurgeschehens
um Bad Füssing in besonderer
Weise verdient gemacht. Er habe
es mit seinen Entwicklungsbeiträgen als
Veranstaltungsleiter des Kur- und Gästeservice
geschafft, das kulturelle Angebot
der Kurortentwicklung anzupassen. Die
Anteilnahme gelte den Töchtern und
Hinterbliebenen. Franz J. Hutter gehörte
zu den letzten Zeitzeugen der Gründerjahre
des Kurortes. Günter Köck dankte
für den CSU-Ortsverband für einmaliges
Engagement in der Kurortgeschichte.
Mit den Aktivitäten in der Jungen Union
auf Kreisebene beginnend, sei Franz J.
Hutter sein ganzes Leben mit der CSU
Bad Füssing aufs engste verbunden gewesen.
Er war von 1968 bis 1973 sowie
von 1978 bis 1999 Ortsvorsitzender. In
seine Amtszeit fi el die Gründung der Jungen
Union und der Frauenunion in Bad
Füssing. Er hat es immer verstanden, das
Politische mit dem Gesellschaftlichen auf
angenehme Weise zu verbinden. „Franz
J. Hutter, Ehrenvorsitzender der CSU, war
uns ein Vorbild“. Ernst Fuchs, Chefredakteur
der Passauer Neuen Presse, hatte
Franz J. Hutter als Glücksfall für die Zeitung
bezeichnet. Er habe rund 60 Jahre
als freier Mitarbeiter einen Großteil der
Berichterstattung in Bad Füssing vorbildlich
und zuverlässig übernommen. Auch
die Landräte Hanns Dorfner, Franz Meyer
und Raimund Kneidinger, die Bürgermeister
Franz Gnan und Alois Brundobler oder
der freundschaftlich verbundene Landtagsabgeordnete
Konrad Kobler, nutzten
jeweils Anlässe wie Jubiläen oder runde
Geburtstage, oder auch einen Besuch in
Bad Füssing, Franz J. Hutter für Verdienste
Franz J. Hutter prägte 45 Jahre als engagierter Verwaltungsbeamter
Bad Füssing, Europas erfolgreichsten Kurort. Er habe
es mit seinen Entwicklungsbeiträgen als Leiter des Kur- und
Gästeservice geschafft, das kulturelle Angebot der Kurortentwicklung
anzupassen. Franz J. Hutter gehörte zu den letzten
Zeitzeugen der Gründungsjahre des Kurortes.
um das Gemeinwohl Dank und Anerkennung
auszusprechen. Zu seinem runden
Geburtstag hatte Ministerpräsiden Dr.
Markus Söder eine anerkennende Dankund
Glückwunschadresse übermittelt. Eine
enge Verbundenheit hatte sich auch mit
der Kurzeitung Bad Füssing in ihren Anfängen
ergeben. Ab 1969 leitete Franz J.
Hutter einige Jahre die Anzeigenabteilung.
Unvergessen sind für mich die gemeinsam
mit Franz J. Hutter verbrachten Stunden
an der Bohrstelle der Johannesquelle im
Jahr 1964. In dieser spannenden Zeit haben
wir uns kennen und schätzen gelernt.
So war der regelmäßige Austausch auch
Erinnerung an schöne Erlebnisse in der unvergessenen
Gründerzeit von Bad Füssing.
Franz J. Hutter wurde am 22. Juni 1936 in
Nördlingen geboren. Seine Eltern hatten
für kurze Zeit Arbeit angenommen. Nach
einem halben Jahr kehrte die Familie nach
Niederbayern zurück, wohnte zuerst in Pocking
und zog dann nach Ruhstorf. Hier
machte Franz J. Hutter einen Abschluss
als Werkzeugmacher, wechselte dann
in die Gemeindeverwaltung Ruhstorf
und legte die Verwaltungsprüfungen ab.
1963 zog die Familie nach Saff erstetten.
1966 konnte er seine Kariere in der
Verwaltung von Saff erstetten beginnen.
Sein Leben war nicht frei von Schicksalsschlägen.
Mit seiner Frau Maria, die
er 2020 zu Grabe tragen musste, hatte
er vier Kinder. Sohn Franz-Josef starb im
Alter von 49 Jahren und Tochter Brigitte
mit drei Jahren. So war er als Chronist
auch Teil des Lebens in Bad Füssing mit
seinen Höhen und Tiefen. Mit Franz J.
Hutter verliert Bad Füssing mehr als einen
engagierten Verwaltungsbeamten
und aufmerksamen Berichterstatter –
die Gemeinde verliert eine Persönlichkeit,
die über Jahrzehnte den Wandel
und den Erfolg des Kurortes maßgeblich
mitgestaltet hat. Sein Wissen, seine
Menschlichkeit und seine Tatkraft werden
im Gedächtnis aller bleiben, die ihn kannten.
Das Mitgefühl gilt seinen Töchtern
Elisabeth und Alexandra sowie den Angehörigen
und Freunden. Im Rahmen des
Trauergottesdienstes in der Pfarrkirche
Heilig Geist würdigten auch Gemeinderätin
Monika Wennemoser, für die Dorfgemeinschaft
Saff erstetten sowie Stefan Lengdobler
für den CSU-Ortsverband Franz J.
Hutter in würdigenden Nachrufen.
120KURZeitung
Dezember 2025 / Januar 2026
Veranstaltungen Kath. Kurseelsorge Dezember 2025 / Januar 2026
Kurseelsorge
Gottesdienste in Heilig Geist:
Sonntag 9.00, 10.30 und 18.30 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 18.30 Uhr
Samstag 18.30 Uhr
Gottesdienst im Johannesbad:
jeden Sonntag um 9.00 Uhr
Gottesdienst in der Andreaskirche
in Safferstetten: Freitag 18.30 Uhr
Mi, 24.12.25
Kirche Heilig Geist
15.00 Uhr Kleinkinderkrippenfeier
17.00 Uhr Messe zum Hl. Abend
22.00 Uhr Christmette
Fr, 26.12. 25, 16.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Weihnachtliche Orgelmeditation
Sa, 27.12.25
Kirche Heilig Geist – Sakristei
Segnung des Johannesweins + kleiner
Umtrunk anschl. an die Abendmesse um
18.30 Uhr
Mo, 29.12.25, 19.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Benefizkonzert mit Orgel und afrikanischer
Musik unter der Leitung von
Robert Kabuye zugunsten von einem
Orgelbau in Uganda und der Schule St.
Padre Pio Youth Initiative
Di, 30.12.25, 15.00 Uhr
Kircheführung Heilig Geist
„ Architektur der Konzilszeit“
Mi, 31.12.25, 17.00 Uhr
Kirche Heilig Geist
Jahresschlussgottesdienst
Do, 1.1.26, 16.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Weihnachtl. Orgelmeditation
So, 4.1.26 + So, 11.1.26, je 16.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Weihnachtl. Orgelmeditationen
Di, 13.1.26, 15.00 Uhr
Kircheführung Heilig Geist
„ Architektur der Konzilszeit“
So, 18.1.26, 9.00 und 10.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Musikalische Gottesdienstgestaltung
mit rhythmischen Liedern der Gruppe
„Singfabrik“
Di, 20.1.26, 14.30-16.00 Uhr
Winterlicher Spaziergang mit geistlichen
Impulsen. Treffpunkt vor der Kirche
Heilig Geist
Änderungen vorbehalten!
Mi, 3.12.25, 19.30 Uhr
Pfarrsaal Heilig Geist
Multimediavortrag mit Josef Grünberger
„Passau, die Dreiflüssestadt“
Mo, 8.12.25, 19.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Musikalische Andacht zu
„Maria Empfängnis“
Di, 23.12.25, 19.30 Uhr
Kirche Heilig Geist
Christkindlansingen mit dem Ensemble
„Florian Kölbl“ anschl. auf dem Kirchenvorplatz
Beisammensein mit Glühwein
und Punsch angeboten von der Kath.
Landjugend
Dezember 2025 / Januar 2026
UR
KURZeitung
121
Kurseelsorge
Katholische Kurseelsorge
Gottesdienste in den Kliniken:
So. 9.00 Uhr Johannesbad
Pfarrkirche Heilig Geist:
Sonn- und Feiertage: 9.00, 10.30 Uhr
und von April – Okt: 18.30 Uhr
Täglich, außer Montag: 18.30 Uhr
Kirchenkonzerte, Angebote der Kurseelsorge und die Gottesdienstzeiten
in den übrigen Pfarreien der Gemeinde Bad Füssing:
entnehmen Sie dem Pfarrbrief, den Aushängen
an der Pfarrkirche und unserer Webseite:
www.pfarrverband-bad-fuessing.bistum-passau.de
Erreichbarkeit der Kath. Geistlichen / Kurseelsorge:
Bernd Kasper, Pfarrer
Rathausstraße 10 | Bad Füssing
Tel. 08531 3107330
Pfarrbüro
Rathausstr. 10 | Bad Füssing
Tel.: 08531 3107330
Pfarramt.bad.fuessing@bistum-passau.de
Öffnungszeiten Pfarrbüro Bad Füssing:
Mo. 9.00 – 12.00 Uhr; Di. 12.00 – 16.00 Uhr
Mi. geschlossen; Do. 10.00 – 12.00 Uhr
Fr. 9.00 – 12.00 Uhr
Maria Müller, Pastoralreferentin und Kurseelsorgerin
Rathausstraße 10 | Bad Füssing
Tel. 08531 31073315
maria-anna.mueller@bistum-passau.de
Evangelische Kurseelsorge
Gottesdienste in der Christuskirche:
So. 10.00 Uhr Gottesdienst (14-täglich mit Abendmahl)
Gottesdienste in den Kliniken:
So. 9.00 Uhr Fachklinik Johannesbad
Beachten Sie bitte die Aushänge in den Kliniken!
Wenn Sie ein vertrauliches Gespräch möchten,
rufen Sie bitte Pfarrer Norbert Stapfer an: Tel. 0151 62682108
Hinweis: Veranstaltungen und besonders gestaltete Gottesdienste
entnehmen Sie bitte dem Pfarr-, Gäste- bzw. Gemeindebrief und den
Schaukästen an den Kirchen. Aktuelle Termine sind auch auf unserer
Homepage einsehbar: www.bad-fuessing-evangelisch.de
i
Erreichbarkeit der Evangelischen Geistlichen:
Pfarrer Norbert Stapfer (Kurseelsorge und Klinikseelsorge)
Sprechzeiten: Montag und Mittwoch: 10:00 – 12:00 Uhr im Evang.
Kurseelsorgezentrum außerdem nach Vereinbarung unter
Mobil-Nr. 0151 62682108
Evang.-Luth. Pfarramt
Pfarrer Joachim von Kölichen (Gemeindepfarrer)
Rathausstraße 2 | Bad Füssing (im Gebäude der Christuskirche)
Tel. 08531 29636 | pfarramt.badfuessing@elkb.de I bad-fuessing-evangelisch.de
IMPRESSUM
Herausgeber: Johannesbad Hotels, Johannesstr. 2, 94067 Bad Füssing, Tel. 0 85 31/23 0, Fax 0 85 31/23 2986; Chefredakteur: Rudolf G. Maier, Tettenweiser Str. 1, 94060 Pocking, Tel. 0 85 31/45 77, Fax
0 85 31/4 19 74, E-Mail: Pressebuero.RGMaier@t-online.de; Freie Journalisten: Ernst Fuchs; Herbert Zelzer; Layout & Satz: Passavia Druckservice GmbH & Co. KG, Sarah Brunner (Medienfachwirtin),
Medienstraße 5b, 94036 Passau, Tel. 08 51/96 61 80-783, Fax 08 51/96 61 80-919, E-Mail: sarah.brunner@passavia.de; Anzeigendisposition: Johannesbad Reha-Kliniken GmbH & Co. KG, Rainer Rampetsreiter,
Johannesstraße 2, 94067 Bad Füssing, Tel. 0 85 31/23 31 83 oder 23 31 53, Fax: 0 85 31/23 31 80, E-Mail: rainer.rampetsreiter@johannesbad.com; Druck: Passavia Druckservice GmbH & Co. KG; Gestaltung
Titel: Passavia Druckservice GmbH & Co. KG, Sarah Brunner (Medienfachwirtin)
Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten ist Johannesbad Hotels. Der Zweck der Datenverarbeitung ist auf die Zusendung des Magazins Kurzeitung beschränkt. Weiterführende Informationen zum Datenschutz
erhalten Sie auf der Internetseite oder vom Datenschutzbeauftragten der verantwortlichen Stelle, E-Mail: datenschutz@saarschleife.de
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