CLICK KUNST JAN/FEB 26
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Zwischen Bühne und Bildraum: Nina Stähli
Nina Stähli, geboren 1961 in Cham (ZG), findet ihren Weg in die Kunst nicht
im stillen Atelier, sondern auf der Bühne. Früh zieht es sie ins
Schauspielstudium nach Rom – in eine Stadt, in der Körper, Raum und
Geschichte untrennbar ineinandergreifen. Später folgt die Bildhauerei in
Zürich. Zwei Ausbildungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und
die sich in ihrem Werk bis heute gegenseitig befragen, widersprechen und
ergänzen.
Viele Jahre arbeitet Stähli im Theater, bevor sie sich immer entschiedener
der bildenden Kunst zuwendet. Ihre Arbeiten entstehen seither zwischen
Skulptur, Film, Installation, Malerei und Performance. Kein Medium steht für
sich allein. Jedes ist Teil eines grösseren Zusammenhangs, eines
fortlaufenden Erzählraums, den sie über Jahre hinweg weiterbaut. Ihre
Kunst denkt nicht in abgeschlossenen Werken, sondern in offenen Kosmen:
Was heute als Skulptur beginnt, kann morgen als Film weiterleben oder sich
in einer Performance verwandeln.
Thematisch kreist Stählis Arbeit um die menschliche Existenz – um Körper,
Rollen, Verletzlichkeit und gesellschaftliche Spannungen. Sie interessiert
sich für das, was unter der Oberfläche liegt: für Übergänge, Brüche,
Zustände des Dazwischen. Ihre experimentellen, transdisziplinären Ansätze
sind dabei nie Selbstzweck. Sie dienen einer Erzählweise, die nicht linear
ist, sondern tastend, suchend, manchmal widersprüchlich – so wie das
Leben selbst.
Internationale Ausstellungen und Projekte führen sie unter anderem nach
Berlin, Luzern, Mendrisio oder aktuell in die Gewürzmühle in Zug. Doch
egal, wo ihre Arbeiten entstehen: Sie wirken immer wie Fragmente einer
grösseren Geschichte, die nie abgeschlossen ist. Nina Stähli arbeitet weiter
an diesem offenen Erzählen – mit jedem neuen Werk ein weiteres Kapitel.