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CLICK KUNST JAN/FEB 26

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Bauhaus, Klee und die Suche nach eigener Sprache

Ab 1928 studierte Hans Fischli am Bauhaus in Dessau. Die Begegnung mit

Lehrern wie Paul Klee, Josef Albers, Wassily Kandinsky und Oskar

Schlemmer prägte ihn nachhaltig, doch er blieb kein Epigone. Nach seiner

Rückkehr in die Schweiz arbeitete er als Bauzeichner und Architekt,

widmete sich jedoch über mehrere Jahre beinahe ausschliesslich der

Zeichnung. In den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren entstand eine

umfangreiche Serie zarter Farb- und Tuschezeichnungen, die zwischen

innerer Welt und äusserer Bedrohung oszillieren. Werkgruppen wie

Zellengebilde, Celerina und

Montana zeigen eine poetische,

fragile Moderne – jenseits reiner

Konstruktion und formaler Strenge.

Zeichnen in der Zelle

Ein Schlüsselkapitel in Fischlis

Frühwerk entstand unter extremen

Bedingungen. 1930 wurde er

wegen Dienstverweigerung zu drei

Monaten Haft im Bezirksgefängnis

Meilen verurteilt. In der

Isolationshaft, mit minimalen

Mitteln, zeichnete er kleinformatige

Fantasiegebilde: organisch, filigran,

manchmal menschenähnlich,

manchmal tierisch oder

pflanzenhaft. Diese nummerierte

Serie nannte er Zellengebilde –

nach dem Ort ihrer Entstehung.

Später sagte Fischli über diese

Zeit: «…drei Monate Isolationshaft, die für mich enorm wichtig gewesen

sind, weil ich endlich einmal nichts anderes machen konnte als zu

zeichnen.»

Das Träumerische dieser Bilder widerspricht der Vorstellung einer streng

rationalen Moderne – und öffnet einen emotionalen, inneren Zugang zur

Avantgarde.

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