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Medizin-Journal | Psychische Gesundheit

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Das Medizin-Journal für Rhein-Main

Frankfurter Neue Presse . Höchster Kreisblatt . Taunus Zeitung . Frankfurter Rundschau . F.A.Z. Rhein-Main . Offenbach Post . Hanauer Anzeiger

Anzeigen-Sonderveröffentlichung . Dezember 2025

PSYCHISCHE GESUNDHEIT

©Cagkan – stock.adobe.com

Die Top-Experten in dieser Ausgabe

Dr. med. Unger

Privatklinik Dr. Amelung

Königstein im Taunus

Dr. med. Frischholz

Privatklinik Dr. Amelung

Königstein im Taunus

Christina Pieper,

Privatklinik Dr. Amelung

Königstein im Taunus


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Psychische Gesundheit

Erfolgreich gegen Burnout

Mit Integrativer Behandlung die Erschöpfung in den Griff bekommen

Herr Dr. Frischholz, immer mehr

Menschen fühlen sich ständig

erschöpft, ausgelaugt und

innerlich leer … doch wie

unterscheidet sich eine

normale Erschöpfung

von einem Burnout?

Und wie grenzt sich dieser

von einer Depression ab?

Erschöpft ist jeder einmal, doch

wenn Antriebslosigkeit, Schlafstörungen

und emotionale Er ­

schöpfung über Wochen anhalten und

selbst kleine Aufgaben zur Last werden,

ist das kein vorübergehendes Tief mehr.

Dann steckt meist ein behandlungsbedürftiger

Burnout dahinter. Laut aktuellen

Schätzungen erleben bis zu 30 Prozent

der Berufstätigen regelmäßig Symptome

starker Erschöpfung. Etwa zehn Prozent

entwickeln ein klinisch relevantes Burnout-

Syndrom.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO)

stuft Burnout seit 2019 als „arbeitsbezogenes

Syndrom“ ein – und macht damit

deutlich: Es handelt sich um eine ernstzunehmende

Erkrankung, die professionelle Hilfe braucht – allein

schon deshalb, weil die Unterscheidung zu einer

Depression für den Laien nicht einfach ist. Typische

Burnout-Symptome wie chronische Erschöpfung, ein

Gefühl der Leere und verminderte Leistungsfähigkeit

sind auch Zeichen einer Depression. Doch bei dieser

treten weitere Symptome auf, die für Burnout nicht

typisch sind, wie Hoffnungslosigkeit, ständige

Schuldgefühle und das Gefühl, nichts wert zu sein –

und Suizidgedanken. Die Mutlosigkeit bezieht sich

bei einer Depression auch auf alle Lebensbereiche,

nicht nur auf bestimmte Tätigkeiten, wie dies bei

einem Burnout der Fall ist. Für die Betroffenen ist

es wichtig, zwischen beiden Erkrankungen zu unterscheiden,

denn die Behandlung ist eine ganz andere.

Das heißt, man kommt als

Burnout-Patient auch nicht ohne Hilfe

aus der Erkrankung heraus, oder?

Das kommt darauf an, wie schwerwiegend die Symptome

sind und wie lange sie schon bestehen. Bei leichten

Symptomen kann man zunächst versuchen, selbst

gegenzusteuern, indem man bewusst Auszeiten vom

Alltag einbaut, für ausreichend Schlaf sorgt und gezielt

für Entspannung und Stressabbau sorgt, zum Beispiel

durch Sport oder autogenes Training. Wenn das nicht

reicht, sollte möglichst rasch professionelle Hilfe gesucht

werden.

Dr. med.

Jörg Unger,

Chefarzt/

Ärztlicher

Direktor

Christina Pieper,

Psychologische Psychotherapeutin

und Leitende Psychologin

Frau Pieper, Sie setzen bei der

Therapie auf das Konzept der

„Integrativen Burnout Behandlung“ –

was versteht man darunter?

Das Konzept der Integrativen Behandlung kombiniert

medizinische, psychotherapeutische und neurophysiologische

Methoden. Das ist wichtig, denn wir

betrachten Burnout nicht lediglich als Folge einer

Überlastung im Job, sondern vielmehr als ein

komplexes Zusammenspiel aus individuellen und

äußeren Faktoren. In der letzten Phase eines

Burnouts können Depressionen, Ängste oder auch

Suchterkrankungen auftreten. Genau hier setzt das

Integrative Behandlungskonzept der Klinik an.

Bei der Therapie geht es darum, wieder Vertrauen in

die eigene Stärke zu gewinnen, die eigenen Grenzen

zu erkennen und neue Wege zu finden, mit Stress

und Anforderungen umzugehen. Zum Einsatz kommen

dabei Einzel- und Gruppentherapien, Ergotherapie,

Gedächtnistraining, Training emotionaler Kompetenzen

sowie moderne Verfahren wie die Transkranielle

Stimulation (TMS), die die Funktionsfähigkeit des

Arbeitsgedächtnisses fördern.

Ziel ist es, Betroffene stabil zu begleiten und sie

Schritt für Schritt auf den Wiedereinstieg in Alltag und

Beruf vorzubereiten. Mit der richtigen Therapie und

einer bewussten Lebensbalance lässt sich ein Burnout

gut überwinden. Ein wichtiger Baustein ist dabei

Dr. med.

Christian

Frischholz,

Chefarzt

die Rückfallprophylaxe, denn Burnout

bedeutet nicht zwangsläufig, dass die

Erkrankung chronisch verläuft.

Herr Dr. Unger, wie lässt sich

einem Burnout vorbeugen?

Im Wesentlichen gelten die

Grundsätze, die auch bei der

Behandlung zum Einsatz kommen.

Den Anspannungen in Beruf und

Alltag sollte ganz gezielt und

konsequent ein Gegenpart gegenübergestellt

werden. Das heißt, man sollte

seine Freizeit aktiv gestalten und sich

ebenso aktiv in sein soziales Umfeld

einbringen.

Gemeinsame Aktivitäten sind wichtig,

bei denen man „den Kopf frei bekommt“.

Das fällt Menschen mit Burnout nicht leicht.

Hier sind die Angehörigen gefordert, die

wir in unserer Klinik auch gezielt in die

Behandlung mit einbinden.

Herr Dr. Unger, die Privatklinik Amelung gleicht

durch ihre Lage und Ausstattung ja eher einem

5-Sterne-Hotel. Das dürfte die Genesung bei einem

stationären Aufenthalt zusätzlich unterstützen …

Ja, für die seelische Genesung ist nicht nur professionelle

Behandlung wichtig, sondern auch ein schönes

Ambiente, gutes Essen und guter Service. Wir sprechen

nicht von ungefähr von einer heilsamen Atmosphäre.

Daher wurden Lage und Ausstattung bewusst so

gewählt, dass sich unsere Patienten wohlfühlen.

Herr Dr. Frischholz, um die Behandlung

künftig noch individueller gestalten zu

können, haben Sie das Spektrum Ihrer Klinik

nochmals erweitert. Um was geht es hier?

Seit Oktober 2025 bietet unsere Klinik ein neues

tagesklinisches Angebot unter ärztlicher Leitung

von Dr. med. Sorina Husse an. Es dient als Brücke

zwischen stationärer und ambulanter Behandlung.

Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten

ermöglichen, den Therapieerfolg im vertrauten Umfeld

weiter zu festigen. Das Angebot soll sukzessive

ausgebaut und künftig auch für Patientinnen und

Patienten geöffnet werden, die keine stationäre

Behandlung im Vorfeld durchlaufen haben.

Damit entsteht ein Konzept, das den gesamten Behandlungsweg

– von der Akutphase bis zur nach haltigen

Stabilisierung – in einem geschützten Rahmen begleitet.

KONTAKT

Privatklinik Dr. Amelung

Altkönigstraße 16 · 61462 Königstein im Taunus

Telefon: (0 61 74) 2 98-0 · E-Mail: info@klinik-amelung.de

www.klinik-amelung.de

Das Medizin-Journal für Rhein-Main l Dezember 2025

www.rmm.de

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