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faktor Winter 2025/2026

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20. Jahrgang Winter 2025 | 2026 8 Euro

› PRINT | EVENTS | DIGITAL

› DAS MAGAZIN FÜR ERFOLGSGESCHICHTEN

Erfolgsgeschichte

Ralph Hollokoi vom „Joseph’s Fine Dining“ in Bad Sachsa

ist unter dem Motto „Der Harz trifft auf die Welt“ auf den

Geschmack gekommen und wurde dafür 2025 als einziger

Koch der Region mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

faktor stellt ihn vor. ‣ 88


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editorial

BÜROVERSORGUNG +

Liebe Leserinnen und Leser,

nun liegt sie also vor uns: die erste faktor-Ausgabe, für die ich redaktionell

verantwortlich zeichnen darf. Die vergangenen Monate waren

für mich überaus spannend, inspririerend und auch motivierend.

Natürlich ging es erst einmal darum, bestehende Abläufe kennenzulernen,

viele Gespräche mit den neuen Kollegen zu führen und

möglichst viel aufzusaugen. Im Prinzip habe ich mich selbst zum

Praktikanten in meiner eigenen Redaktion gemacht.

Gleichzeitig habe ich mich direkt begeistern lassen von der Magie

zahlreicher Begegnungen, die ich in dieser noch relativ kurzen Zeit

bereits erleben durfte. Ich habe also das Motto der großen Jubiläumsfeier

anlässlich „20 Jahre faktor” quasi direkt mit in meinen

Arbeitsalltag übernehmen können. Und das fühlt sich super an!

BÜROMATERIAL

Reduzierung Ihres

CO2 Fußabdrucks

Hygiene-Artikel Küchen Kaffee

Kuchengabeln Snack-Boxen

CATERING OBST-KORB

Beim Durchblättern dieser Ausgabe werden Sie an der einen oder anderen

Stelle noch auf unser 20-Jähriges stoßen, und vielleicht zaubert

Ihnen das ja noch einmal ein Lächeln ins Gesicht. Vielleicht werden

Sie aber auch bemerken, dass Sie gar nicht so viel bemerken – jedenfalls

keine radikalen Neuerungen. Tatsächlich habe ich ganz bewusst

erst einmal nur sehr behutsam kleinere Veränderungen vorgenommen.

Denn der faktor ist ja bereits ein tolles Produkt – und nur aus

Prinzip als „der Neue” alles auf den Kopf zu stellen, halte ich weder

für nötig noch für sinnvoll. Allerdings: Ideen für den faktor habe ich

tatsächlich einige, und so darf ich an dieser Stelle versichern, dass wir

bereits an einigen spannenden Themen und Neuerungen für das Jahr

2026 arbeiten, ohne dabei die DNA und die Stärken des faktor infrage

zu stellen.

Finde die

Begriffe:

1) Büro 4) Biophilie

2) Planung 5) Hygiene

3) Akustik

COVER: ALCIRO THEODORO DA SILVA

Natürlich bin ich sehr gespannt darauf, wie Ihnen die neue Ausgabe

gefällt. Das gesamte Team hat, wie ich finde, tolle Arbeit geleistet, um

Ihnen wieder ein breites Spektrum spannender Beiträge anzubieten.

Welche Artikel finden Sie besonders lesenswert? Haben wir die Themen

für unsere Schwerpunkte gut getroffen? Welches Foto ist Ihr persönlicher

Favorit? Welche Rubrik finden Sie gelungen, welche vielleicht

eher weniger? Ich freue mich auf Ihr konstruktives Feedback –

auf Lob, Kritik, Ideen und Anregungen. Schreiben Sie mir gern.

Doch jetzt erst einmal viel Freude beim Schmökern!

Ihr

Markus Riese

Chefredakteur

riese@faktor-magazin.de

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4 |2025 3


hinter den kulissen

faktor intern – Einblicke in unsere Arbeit:

Was wir beim Entstehen dieser Ausgabe erlebt haben

Manchmal tauchen faktor-Mitarbeiter an Orten auf, an denen

man sie vielleicht auf den ersten Blick gar nicht vermuten

würde: Als der neue Chefredakteur Markus Riese im

November einen Gastauftritt beim Konzert des bekannten

Singer-Songwriters Jon Flemming Olsen im Göttinger Apex

hatte (Olsen ist unter anderem bekannt aus der TV-Sendung

Dittsche und war früher Bandleader bei Texas Lightning, die

2006 Deutschland beim ESC vertreten haben), war auch

Fotograf Alciro Theodoro da Silva vor Ort – und hielt das

gemeinsame Musizieren fotografisch fest.

Kaum war die Jubiläums-Ausgabe

des faktor im Kasten, stand

auch schon das nächste Highlight

an – die Feier zum 20-jährigen

Bestehen in den Räumlichkeiten

der Gesellschaft für wissenschaftliche

Datenverarbeitung Göttingen

(GWDG). Dass dieser Abend

zu einem ganz besonderen Abend

wurde, hatte vielerlei Gründe –

und ist vielen fleißigen Helfern und Partnern zu verdanken. Vom vielseitigen

Catering bis zur aufwendigen Licht-, Ton- und Video-Technik, vom

Einladungsmanagement bis zum Verteilen der druckfrischen faktor-Ausgabe

direkt vor Ort, vom Herrichten des Hörsaals für die große Magier-

Show bis zur Akquise eines exklusiven Versteigerungsobjekts für die

Charity-Auktion: Sehr viele fleißige Hände haben mit angepackt, damit

dieser Abend in Erinnerung bleibt. Auch das gesamte faktor-Team hat

natürlich mitgeholfen. Und Stargast Thimon von Berlepsch hat es offenbar

so gut gefallen, dass er vier Wochen später schon wieder in Göttingen

auf einer Bühne stand – diesmal für das Kinder- und Jugendhospiz

Sternenlichter in der Freien Waldorfschule. Und: Auch diesen Abend hat

wieder faktor-Chefredakteur Markus Riese moderiert.

faktor-Herausgeber Marco Böhme war mit seiner Frau zu

Gast im Joseph’s Fine Dining im Hotel Romantischer Winkel

in Bad Sachsa. Und ihm hat nicht nur das Essen geschmeckt,

er war auch vom Konzept angetan. Chefkoch Ralph Hollokoi

hat es perfekt auf den Punkt gebracht: „Es fühlt sich an, als

würden wir für Freunde in unserem Wohnzimmer kochen.“

Man sitzt da, sieht zu, wie gekocht und erzählt wird, und hat

das Gefühl: Hier entsteht nicht nur Essen, sondern echte

Gastfreundschaft. Schon

an dem Abend war klar:

Das wird eine faktor-

Geschichte. So fuhren

Autor Matthias Brunnert

und Fotograf Alciro

Theodoro da Silva selbst

hin, um sich ein Bild zu

machen – und kamen

mit dem Rezept für erfolgreiche

Sterneküche

zurück. Nachzulesen ab

Seite 88.

Immer mit vollem Körpereinsatz

dabei ist unser

faktor-Fotograf Alciro

Theodoro da Silva, kurz

Ciro, hier beim Festhalten

der Spendenübergabe an

das Kinder- und Jugendhospiz

Sternenlichter in Göttingen

(mehr dazu ab Seite

84). Der anschließende

Rundgang durch das Haus

führte die Delegation unter

anderem auch in eines der Apartments, das angehörige Familien nutzen

können, während ihr erkranktes Kind in einem anderen Trakt des

Gebäudes untergebracht ist. In diesem Apartment fotografierte Ciro

dann plötzlich mit seinem Smartphone das Badezimmer – sehr zur Verwunderung

seiner Begleiter. Die Erklärung: Ciro will sein eigenes Bad

gerade umbauen und dabei unter anderem eine Glaswand für die Dusche

umsetzen. Seine Frau ist von diesem Plan noch nicht überzeugt –

also knipste er bei den Sternenlichtern genau das, was er selbst in seinem

eigenen Bad vorhat, denn dort sieht es zufälligerweise genauso

aus. Ob er seine Frau jetzt überzeugen kann?

4 4 |2025


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inhalt

service

3 Editorial

4 Hinter den Kulissen

Was während der Produktion dieser

Ausgabe beim faktor passiert ist

10 Momentaufnahmen

Adams im Kunsthaus,

Streeck beim Literaturherbst,

Youssef beim Jazzfestival

16 Aktuelles

20 Jahre faktor, faktor-Frühstück,

faktor-Mittagessen, Vorschau:

44. faktor-Business-Lounge

128 Impressum

129 faktor-Kalender

Tipps fürs Quartal:

Kulturkrafttage, Friedenspreis,

Fernwehfestival

130 faktor-Vorschau

Themen in Heft 1:

Nachhaltigkeit und

Employer Branding

› PRINT | EVENTS | DIGITAL

www.faktor-erfolgsgeschichten.de

mensch

28 Constanze Schmidt im Interview

Rückkehr nach Göttingen: Wie tickt

die einzige Frau mit einem Lehrstuhl

für Kardiologie in Deutschland?

32 Was, wenn es klappt?

Felix Dossmann: Wie aus zwei

Visionen Wirklichkeit wurde

36 faktor kompakt

Erich Sidler verlässt das DT /

Heike Drechsler zeigt ihre

Goldmedaillen in der PFH

unternehmen

38 Ottobock und der große Schritt

Der Börsengang von Ottobock hat

für Aufsehen gesorgt

42 KWS investiert weiter

25 Millionen Euro für Forschung

über Pflanzenkrankheiten

44 Wege aus der Klinik-Krise

Wie Krankenhäuser in der Region

sich für die Zukunft aufstellen

60 faktor kompakt

The Harz Distillery eröffnet /

Comeback für den Urpilskeller

107 TOPAS spezial

Wer ist neu dabei? Welche Themen

stehen bei TOPAS aktuell im Fokus?

wissen

62 Kampagne zum 25.Jährigen

Der Göttinger Alumni-Verein will seine

Mitgliederzahl in einem Jahr verdoppeln

66 75 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie

in Göttingen

Wenn Kinder die Systeme sprengen

68 Innovationspreis der Region

Ein Friseur und ganz viel Liebe

70 PFH Chancengeber-Stipendium

Vier Heldinnen des Alltags

74 KI in der Chirurgie

Nicht nur ein „Göttingen-Ding“

80 faktor kompakt

Innovationspreis Niedersachsen geht

nach Göttingen / Austausch im KI-Hub /

Bauklötze ausgezeichnet

leben

82 UMG add on

Medizin mit Weitblick

und Menschlichkeit

84 faktor-Charity

20 Jahre faktor: Gemeinsam Gutes tun –

und das gleich fünffach

88 Titel: Ein Sternekoch zum Anfassen

Wer in Südniedersachsen Sterneküche

genießen möchte, muss in den Südharz

fahren – genauer: nach Bad Sachsa

98 Sanfter Tourismus im Westharz

Im Winterwunderland mit nachhaltigen

Ideen zurück zu den Wurzeln

102 Märchenhaftes & mehr

Auch im Winter gibt es viele Ausflugsziele

in der Region – eine Auswahl

TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen

∙Wer ist in diesem Jahr neu dabei?

∙Wo sitzen die ausgezeichneten Arbeitgeber?

∙TOPAS-Betriebe stellen sich vor

107 faktor spezial: TOPAS 2026

Winter 2025 | 2026

20 Sonderseiten über die Top-Arbeitgeber

in Südniedersachsen: Informative

Porträts, anschauliche Grafiken und

alles über die begehrte Auszeichnung der

SüdniedersachsenStiftung

faktor-magazin.de

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/company/faktor-mehr-als-ein-magazin

faktor-magazin.de/

onfire-podcast/

6 4 |2025


84 faktor-Charity: Gemeinsam stark

ab 28 Top-Thema Gesundheit: Von der Klinik-Krise bis zur Chirurgie-Revolution

Die KI-Revolution in der Chirurgie könnte von Göttingen ausgehen, während

Krankenhäuser und Kliniken in der gesamten Region an ihrer Zukunftsfähigkeit arbeiten.

Mit Constanze Schmidt stellen wir die einzige Frau mit einem Kardiologie-Lehrstuhl

in Deutschland vor – und wir blicken auf 75 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie in

Göttingen zurück.

20 Jahre faktor – das war auch Anlass für

eine große Charity-Aktion, an der sich

viele großzügige Spender beteiligt haben.

Fünf Institutionen freuen sich deshalb

jetzt über Schecks in Höhe von jeweils

2750 Euro.

102 Tipps: Wohin im Winter?

38 Ottobock an der Börse: Der große Schritt

Der Börsengang von Ottobock hat für Aufsehen gesorgt – nicht nur in der Region, sondern

auch in der Finanzwelt. Das ist nachvollziehbar, denn dieser Börsengang brachte einige

Besonderheiten mit sich.

Ausflugsziele gibt es auch im Winter

in großer Vielfalt. Wir haben uns in

Südniedersachsen umgesehen und eine

kleine Auswahl zusammengestellt, die sich

auch für Tagesausflüge bestens eignet.

4 |2025 7


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„Wir sind Mitglied im faktor-Club, um unsere regionale Präsenz zu stärken. Der Club bietet uns wertvolle Möglichkeiten zur

Sichtbarkeit – sei es im faktor-Magazin, auf exklusiven Veranstaltungen oder digitalen Plattformen. Der branchenübergreifende

Dialog schafft kreative Synergien, die unser Unternehmen voranbringen.“

Olaf Feuerstein, Geschäftsführender Gesellschafter, Hotel Freizeit In GmbH

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Seite 1 von

„Der faktor-Club bietet in wunderbarem Ambiente eine Möglichkeit, regional interessante Persönlichkeiten kennen zu lernen

und mit ihnen in einen Austausch zu treten. Gleichzeitig werden Erfahrungen geteilt und die kurzen, aber prägnanten Vorträge

zu Themen oder Innnovationen aus der Region bereichern diese Zeit in außergewöhnlichem Maße.“

Steve Wery, Geschäftsführender Gesellschafter, Autohaus Becker-Tiemann Leinetal

„Durch die regelmäßigen Veranstaltungen des faktor-Clubs konnte ich in den letzten Jahren einige Impulse mitnehmen, die

mich unternehmerisch vorangebracht haben. Für mich ist der faktor-Club eines der wichtigsten Business-Netzwerke – immer

auf Augenhöhe und wertschätzend.“

Sascha Riedeberger, Geschäftsführer, PMG Verpackung und Logistik GmbH

„Ich bin Mitglied im faktor-Club, um spannende Gespräche zu führen, Erfahrungen auszutauschen und natürlich auch um

neue Kontakte zu gewinnen, mir ist der Austausch mit Menschen wichtig, die ähnliche Interessen und Ziele haben..."

Stefan Henkel, Geschäftsführer für individuelle Küchengestaltung, Küchen Henkel

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momentaufnahmen

Rockmusiker und Fotograf

Die Ausstellung #SHOTBYADAMS widmet sich den Fotoarbeiten von Bryan Adams, der sich neben seinen Erfolgen

als Sänger, Songwriter und Produzent auch als Fotograf einen Namen gemacht hat. Auf drei Etagen zeigt das Kunsthaus

Göttingen noch bis zum 8. Februar Persönlichkeiten aus Film, Theater, Musik, Mode und Politik – darunter

Queen Elizabeth II und der Dalai Lama, aber auch Joni Mitchell, Amy Winehouse, Christoph Waltz, Pamela Anderson

und Naomi Campbell. Umrahmt werden die Porträts von zwei weiteren Serien: In „ Homeless“ dokumentierte Adams

wohnungslose Straßenverkäufer in London; in „Wounded: The Legacy of War“ widmete er sich jungen britischen

Soldaten, die aus Einsätzen im Irak oder in Afghanistan verwundet zurückgekehrt sind. In der Ausstellung werden

auch alle Fotobücher von Adams gezeigt, die im Steidl-Verlag erschienen sind und in Göttingen gedruckt wurden.

10 4 |2025


momentaufnahmen

Momentaufnahmen

faktor lässt besondere Ereignisse in der Region

mit ausgewählten Impressionen Revue passieren.

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

4 |2025 11


momentaufnahmen

Streeck beim Literaturherbst

Jede Menge Prominenz hatte der 34.

Göttinger Literaturherbst zu bieten: von

Otto Waalkes bis Angela Merkel, von Max

Goldt bis Christoph Kramer, von Bela B.

bis Michel Friedman – eine große Vielfalt

zeichnete die jüngste Auflage aus. Allerdings

fanden nicht alle Veranstaltungen

ihre Bühne direkt in Göttingen. Das Biotechnikum

der KWS in Einbeck bot etwa

für den bundesweit bekannten Virologen

Hendrik Streeck den passenden Rahmen.

Dabei wäre Göttingen gerade für Streeck

ein echtes Heimspiel gewesen, denn der

Wissen schaftler, einst Mitglied des

Corona-Experten rates der Bundesregierung

und heute selbst Mitglied des Bundestages

und Drogenbeauftragter der Regierung,

ist in Göttingen geboren. Sein

Vater Ulrich Streeck war Psychiater und

Soziologe und lehrte an der Georg-

August-Universität Göttingen.

12 4 |2025


momentaufnahmen

4 |2025 13


momentaufnahmen

Mit Leidenschaft beim Jazzfestival

Dhafer Youssef ist in der Welt zu Hause, gern zeitweise in Paris oder New York.

Zum Jazzfestival schaute er auch in Göttingen vorbei. Weil er seine Musikleidenschaft

in seiner Heimat nicht ungehindert ausleben konnte, verließ er Tunesien als

19-Jähriger und wanderte nach Wien aus. Verwurzelt ist Youssef in der arabischen

Musik- und Gesangstradition Nordafrikas. Er spielt die Kurzhalslaute Oud, singt,

komponiert und moderiert gekonnt bei seinen Konzerten. Als Jazzmusiker aus dem

arabischen Raum ist es ihm gelungen, sehr divergente Musiktraditionen miteinander

zu verbinden. Der Bogen spannt sich vom US-amerikanischen Jazz und dessen

europäischen Ausformungen über die Türkei bis zur traditionellen indischen Musik.

Mit seinen treibenden Beats und seiner Offenheit gegenüber elektronischen

Klängen hat er seine Musik auch für ein junges Publikum attraktiv gemacht.

14 4 |2025


momentaufnahmen

4 |2025 15


aktuelles

-20 Jahre

Im Hörsaal der GWDG begrüßt faktor-Herausgeber Marco Böhme die rund 180 Gäste.

Ein magischer Abend

Besondere Anlässe verdienen besondere Feste:

Beim 20. Geburtstag des faktor gab es gleich eine

ganze Reihe besonderer Momente

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

16 4 |2025


-20 Jahre

aktuelles

SCHON DIE LOCATION VERSPRACH MAGISCHES:

Das Foyer und der Hörsaal der Gesellschaft für wissenschaftliche

Datenverarbeitung in Göttingen (GWDG)

waren in ein warmes Licht getaucht, als die rund 180

Geburtstagsgäste eintrafen. Nach dem Empfang begrüßte

faktor-Herausgeber Marco Böhme die Festgesellschaft;

Grußworte von GWDG-Geschäftsführer

Ramin Yahyapour sowie faktor-Wegbegleiter und

Arineo-CEO Marko Weinrich unterstrichen die Bedeutung

des Abends.

Die faktor-Gründer der ersten Stunde wieder vereint bei der Feier zum 20-Jährigen (v.l.):

Marco Böhme, Horst Wolf, Florian Grewe und Sebastian Mauritz.

Magie der

Begegnung.

4 |2025 17


aktuelles

-20 Jahre

Magier Thimon von Berlepsch zog das Publikum dann

für rund 75 Minuten in seinen Bann – und sorgte mit

seinen unfassbaren Illusionen für einigen Gesprächsstoff:

„Wie hat er das denn jetzt bloß gemacht?“

Es sollten nicht die letzten magischen Momente dieses

besonderen Abends bleiben. DJ Tom Marks, der später

am Abend tanzbare Musik auflegte, performte beispielsweise

eindrucksvoll den Chart-Hit „Ordinary“ live, ehe

bei einer amerikanischen Versteigerung mehr als 4000

Euro zusätzlich für die faktor-Charity-Aktion zum

20. Geburtstag zusammenkamen. Als bei einigen Gästen

das Bargeld zur Neige ging, kamen spontan Schuldscheine

ins Spiel – die später natürlich alle eingelöst

18 4 |2025


-20 Jahre

aktuelles

Nach der Magier-Show von Thimon von Berlepsch legte DJ Tom

Marks (links) auf, während die Gäste bei kühlen Getränken und

der Lektüre der druckfrischen faktor-Jubiläumsausgbae den

Abend genossen.

Der neue faktor-Chefredakteur Markus Riese führte wenige Tage

vor Beginn seiner neuen Aufgabe bereits als Moderator durch

den Jubiläumsabend.

Gute Kontakte, anregende Gespräche, lockere Atmosphäre: Das GWDG-Foyer bot einen

würdigen Rahmen für die Feier.

4 |2025 19


aktuelles

-20 Jahre

wurden. Insgesamt erzielte die Aktion am Ende sogar

mehr als 13.000 Euro, die auf fünf Institutionen aufgeteilt

wurden – dazu mehr an anderer Stelle in dieser

faktor-Ausgabe (sowie in der Ausgabe 3/25).

Und auch Thimon von Berlepsch sorgte am späteren

Abend noch für den einen oder anderen magischen Moment,

als er beispielsweise eine kleine Brezel vor seiner

Brust schweben ließ – um sie danach genüsslich zu verspeisen.

20 Jahre faktor: Das war ein Abend voller besonderer

Begegnungen und magischer Momente, die noch lange in

Erinnerung bleiben dürften. ƒ

Viele Gäste blätterten in druckfrischen faktor-Exemplaren, die

im Laufe des Abends von faktor-Mitarbeitern direkt auf der Feier

verteilt wurden.

Oben: Symbolische Übergabe der vorläufigen Spendensumme an Vertreter der Institutionen.

Unten: Stargast Thimon von Berlepsch und faktor-Herausgeber Marco Böhme setzen

das Motto des Abends um: „Magie der Begegnung”.

20 4 |2025


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aktuelles

-Frühstück

UMG add on stellt sich vor

Eine Stiftung für große Ziele

MIT VIEL HERZBLUT hat Alice Schütze

(Foto) während des faktor-Frühstücks

im Mannamia-Café der Feinbäckerei

Ruch bei Rosdorf im Oktober

die Förderstiftung UMG add on

vorgestellt – und dabei sehr überzeugend

dargelegt, warum sie die Stiftung

mit großer Leidenschaft und voller

Überzeugung nach außen vertritt.

UMG add on fördert Forschung,

Innovationen und eine erstklassige

Patientenversorgung an der UMG.

Wie die Förderstiftung das genau

macht und welche Projekte besonders

im Fokus stehen, ist in dieser faktor-

Ausgabe ausführlich nachzulesen

(Seite 82). Die Stiftung gehört zu den

insgesamt fünf Institutionen, die der

faktor anlässlich seines 20. Geburtstages

mit einer Spendenaktion unterstützt

hat. Mehr dazu ab Seite 84.

Fotos: Alciro Theodoro da Silva

Klare Ausrichtung im zufall.lab

Mit Mut zu neuen Wegen

Mitten in der Transformation

New Work auf der Baustelle

NACHHALTIGKEIT UND LOGISTIK – kann das zusammenpassen?

Steffen Obermann (Foto) und seine Kolleginnen

und Kollegen vom zufall.lab können diese

Frage klar mit „Ja“ beantworten, wie sie beim faktor-

F rühstück im November eindrucksvoll erläuterten.

„Wir wissen, wie man Dinge das erste Mal mutig

macht“ – dieser Satz blieb bei vielen Gästen hängen.

Obermann und seine Mitstreiter zeigten in einem

Impuls- Vortrag auf, wie sie neue Ideen entwickeln und

vorantreiben. Dass sie sich dafür auch Zeit nehmen

und allen Teammitgliedern zuhören, die sich einbringen

wollen, auch wenn sie vielleicht gar keine ausgewiesene

Expertise für die aktuelle Problemstellung

haben. Das von der Geschäftsführung vorgelebte Ziel

steht dabei stets im Fokus: „People, Planet und Profit“

in Einklang bringen. Im zufall.lab sind das ganz offensichtlich

nicht nur leere Worte. Während des – konsequenterweise

komplett vegetarischen – Frühstücks arbeiteten

nebenan Schülergruppen schon wieder an den

nächsten Ideen.

WENIGE WOCHEN vor der Hausmesse

der System-Büro Struckmeier

GmbH haben Jens Barwinske

(Foto) und sein Team sich quasi auf

der Baustelle der inzwischen neu

gestalteten, sehr offen gehaltenen

Präsentationsfläche als hervorragende

Gastgeber beim faktor-Frühstück

im September präsentiert.

Barwinske selbst hielt einen Vortrag

mit dem passenden Titel „New

Work beginnt beim Frühstück“. Er

stellte Ideen vor, wie innovative

und Raumkonzepte heute gedacht

und umgesetzt werden können. Das

Setting beim Frühstück gab darauf

einen kleinen Vorgeschmack – und

überzeugte die Teilnehmer direkt.

Und auch wenn manche von ihnen

beim Gang über die Baustelle noch

leise zweifelten, ob denn alles bis

zur Hausmesse Ende Oktober fertig

werden würde: Es wurde alles fertig,

und die Hausmesse mit ihren

vielseitigen und ebenso innovativen

Ausstellern konnte letztlich – genau

wie das faktor-Frühstück – als Erfolg

verbucht werden.

22 4 |2025


-Mittagessen

aktuelles

Marcel Bernard

Bewusster entscheiden

Spannender Weg

Als Mensch im Fokus

MARCEL BERNARD, Consigliere für Unternehmer und

Top-Führungskräfte, hat mit seinem Impulsvortrag bei

den Gästen des faktor-Mittagessens im September mächtig

Eindruck hinterlassen. Wie er Machern strukturiert

dabei hilft, ihre Organisationen mit klarem Fokus zu

entwickeln, bewusstere und fundiertere Entscheidungen

zu treffen oder aus Schmerzpunkten Chancen für die eigene

Wertschöpfung abzuleiten, stieß auf großes Interesse.

Bernard arbeitet auch in Südniedersachsen bereits

mit Top-Entscheidern zusammen – und die sind voll des

Lobes über ihn. Warum, ließ sich nach diesem Vortrag

bereits erahnen.

KONSTANTIN KUHLE, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages für

die FDP, hat beim faktor-Mittagessen im Oktober ausnahmsweise mal sich

selbst in den Vordergrund stellen dürfen. „Das ist ein bisschen ungewohnt.

Normalerweise werde ich gebeten, über Inhalte und Sachthemen zu sprechen“,

leitete Kuhle seinen Impulsvortrag ein. Diesmal stand der Mensch

Konstantin Kuhle im Vordergrund – und das kam bei den Gästen sehr gut

an. Er beschrieb seinen früh begonnenen Weg in die Politik, schilderte Auffälligkeiten

aus seinen beiden Amtszeiten im Bundestag und räumte mit dem

einen oder anderen Missverständnis auf. Eine Rückkehr in die Politik will

Kuhle übrigens nicht ausschließen, aktuell kommt das für ihn aber nicht in

Betracht: „Ich trete demnächst eine Stelle als Rechtsanwalt an, darauf freue

ich mich jetzt.“

Projekt GliTTher

Ein langer Atem

Fotos: Alciro Theodoro da Silva

VIRGINIE CLEMENT-SCHATLO, Gründerin des Life-

Science-Start-ups GliTTher, hat beim faktor-Mittagessen

im November eindrucksvoll geschildert, wie aus

einer Idee ein Unternehmen wurde – und warum die

Finanzierung des Projekts so herausfordernd ist, denn

die Idee generiert über Jahre hinweg erst einmal keinen

Umsatz, mit dem Investoren möglicherweise leichter zu

über zeu gen wären. Überzeugt war in jedem Fall die Jury

des Innovationspreises, die GliTTher in der Gründer-

Kategorie mit dem zweiten Platz würdigte (mehr dazu

ab Seite 68). GliTTher entwickelt eine personalisierte

Therapie zur Behandlung von Glioblastomen, einer der

aggressivsten Hirntumorarten. Ziel ist es, die Glioma

initiierenden Zellen zu eliminieren.

4 |2025 23


aktuelles

-News

Storytelling im Fokus

44. faktor-Business-Lounge

und Workshop mit Claus Vaske

Ein echter Hochkaräter wird die

44. faktor-Business-Lounge am 12. Februar

um 19 Uhr im Hotel Freizeit In bereichern:

Claus Vaske. Am selben Tag wird er in

Kooperation mit TOPAS einen vierstündigen

faktor-Workshop in Göttingen leiten –

und die Teilnehmer in Sachen Storytelling

auf das nächste Level bringen.

Claus Vaske kommt am 12. Februar

zurück nach Göttingen.

EXPERTISE AUF DIESEM GEBIET bringt Claus Vaske, der in Göttingen

Geschichte studiert hat, reichlich mit: Zur Jahrtausendwende

half er als Headwriter der TV-Spots mit Verona Feldbusch

(heute Pooth) und Sir Peter Ustinov, die Expo in Hannover zu

retten. Er ist bis heute umtriebig in Werbung und PR, entwickelt

Texte und Konzepte für Premium-Marken, entwickelt Bücher

und Reden. Außerdem schrieb er zahllose Gags für Late- Night-

Talker Harald Schmidt, aber auch für Sieben Tage – sieben Köpfe,

Kalkofes Mattscheibe oder TV Total.

ELEGANT, EFFIZIENT

Vaske glaubt an die Power von Storytelling – und passt damit

hervorragend zu den faktor-Event-Formaten. Denn Storys sind

das Herzstück jeder guten Kommunikation: „Less facts – more

emotions“, sagt Claus Vaske.

Genau darum geht's am 12. Februar 2026 von 10 bis 14 Uhr im

Workshop der faktor-Akademie. In vier inspirierenden und

kurzweiligen Stunden lernen die Teilnehmer, wie sie Geschichten

entwickeln, die Menschen wirklich berühren. Wie Sie Haltung

und Charakter in ihren Storys verankern. Und auch, warum KI

gutes Storytelling nicht ersetzen kann – sondern Know-how sogar

noch wichtiger macht.

Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist auf

zwölf Personen beschränkt; Infos gibt es auf

faktor-magazin.de. Anmeldungen zur faktor-

Business- Lounge am Abend sind über den

nebenstehenden QR-Code möglich.

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PROFIL

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WLAN hacken: Benjamin Körnig zeigt, wie Daten mit einfachen Mitteln mitgeschnitten und weitergenutzt werden können

Zwischen Komfort und Risiko:

die unterschätzte Funkebene

WLAN gehört zu den Dingen, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen – oder wenn sie

angegriffen werden. Beim SerNet Forum wurde sichtbar, was normalerweise im Verborgenen

bleibt: Aus einer bequemen Funkverbindung kann eine Angriffsfläche werden.

WLAN gehört zu den stillsten Teilen der IT.

Man sieht es nicht, man hört es nicht. Geräte

verbinden sich automatisch, Passwörter

werden weitergegeben, ältere Systeme funken

unbehelligt weiter. Erst wenn ein Fremder im

Netz auftaucht oder Daten mitgeschnitten

werden, zeigt sich, wie offen das drahtlose

Netzwerk ist.

Beim SerNet Forum am 1. Oktober im Göttinger

Medienhaus wurde deutlich: Die Risiken

entstehen nicht durch krimireife Hackerangriffe,

sondern durch alltägliche Routinen

– im Handwerksbetrieb ebenso wie im Konzern.

Die so selbstverständlichen Funknetze

benötigen mehr Aufmerksamkeit – das war

eine der zentralen Erkenntnisse des Abends.

MIT SEINEM VORTRAG „SICHER FUNKEN

– SICHER FUNKTIONIEREN“ zeigte Benjamin

Körnig, WLAN-Experte der SerNet GmbH,

wie angreifbar ein WLAN in Unternehmen aller

Größen ist. Körnig: „Viele Betriebe sehen

WLAN als reine Verbindung nach außen.“ Tatsächlich

ist es auch eine Brücke nach innen

– zu Servern, Anwendungen, Telefonanlagen

oder IoT-Geräten (Internet of Things), die im

täglichen Betrieb unverzichtbar sind.

Ein Angriff beginnt oft unscheinbar: Mit einem

mitgeschnittenen Verbindungsaufbau,

aus dem sich Passwörter rekonstruieren las-


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Networking und Tapas: SerNet-Geschäftsführerin

Reinhild Jung im Gespräch mit Claudia Trepte

(Measurement Valley) und faktor-Herausgeber

Marco Böhme.

SerNet steht für Sichere Infrastrukturen: Krischan

Jodies und Jonas Reineke, Teamleiter SI

PROFIL

sen. Oder mit einem „bösen Zwilling“, der das

Originalnetz nachahmt und Datenverkehr abgreift.

Viele der dafür benötigten Werkzeuge

sind frei verfügbar. Der kritische Punkt: Angriffe

treffen nicht gezielt große oder kleine Unternehmen.

Sie treffen Netze, die verwundbar sind.

Die Konsequenzen eines unsicheren WLANs

sind vielfältig und oft mit weiteren, häufig

ebenso unentdeckten Schwachstellen verknüpft:

• unbefugter Zugriff auf interne und

personenbezogene Daten

• Manipulation von Geräten wie

Kassensystemen, Telefonanlagen oder

IoT-Komponenten

• Einschleusen von Schadsoftware über

kompromittierte Geräte

• Missbrauch des Internetanschlusses für

Spam oder illegale Aktivitäten

• schrittweises Vordringen in zentrale

Systeme

Die Risiken ähneln sich bei Unternehmen jeder

Größe – doch die Widerstandskraft unterscheidet

sich.

Während große Organisationen eher auf

Notfallprozesse zurückgreifen können, bringen

wenige Tage ohne Kasse, Praxissoftware

oder Auftragsdaten ein KMU schnell in

Schwierigkeiten. Die grundsätzliche Experten-

Empfehlung ist: konsequent auf moderne Verschlüsselung

(WPA3) setzen, die viele bekannte

Angriffsmethoden deutlich erschwert.

UNTERNEHMEN SOLLTEN IHR WLAN IM

BLICK HABEN UND REGELMÄSSIG ÜBER-

PRÜFEN. Gerade kleinere und mittelständische

Firmen unterschätzen laut Körnig, dass

sie für automatisierte Angriffe attraktiv sind.

Ein Schwerpunkt der Diskussion waren des-

halb die weit verbreiteten Standardgeräte aus

dem Heimgebrauch, die in so mancher kleiner

Organisation funken. Viele dieser Geräte

erlauben keinen Betrieb mit ausschließlich

moderner Verschlüsselung, sondern nur in

einem Mischmodus. „Bequem in der Einrichtung,

aber sicherheitstechnisch problematisch“,

brachte es Körnig auf den Punkt.

Professionelle WLAN-Systeme seien dagegen

stabiler, sicherer und – gemessen an potenziellen

Schäden – überraschend kosteneffizient.

Sie ermöglichen die saubere Trennung

von Netzen, zeitgemäße Verschlüsselung und

klar geregelte Zugriffsrechte – das Minimum

an Sicherheitsmaßnahmen im geschäftlichen

Umfeld.

Der Appell des Abends lautete daher: Sicherheit

hängt nicht von der Größe eines Unternehmens

ab – sondern davon, wie bewusst

ein WLAN betrieben wird.

Wer das eigene Funknetz kennt und bestenfalls

versteht, kann bessere Entscheidungen

treffen. Dort, wo technische Tiefe oder Zeit

fehlen, ist professio nelle Unterstützung sinnvoll.

WIE WLAN IN DAS GROSSE GANZE DER

IT-SICHERHEIT PASST, erläuterte Dr. Johannes

Loxen, Gründer der SerNet. Moderne Informationssicherheit

müsse „über alle Layer

hinweg“ gedacht werden – von Infrastruktur

über Netztechnik und Identitätsmanagement

bis hin zu Governance und Compliance.

WLAN sei dabei kein Randdetail, sondern

eine tragende Schicht: „Drahtlose Netze sind

heute Teil der zentralen Infrastruktur eines

Unternehmens.“ SerNet helfe hier gerne: von

der professionellen Ausleuchtung über die

Auswahl geeigneter Hardware bis zur sicheren

Konfiguration inklusive separierter Netze

und Zugangskontrollen.

DAS SERNET FORUM:

EINBLICKE UND AUSTAUSCH

Das SerNet Forum bringt regelmäßig Menschen

zusammen, die in unterschiedlichen

Rollen Verantwortung für IT tragen oder sich

mit IT-Sicherheit beschäftigen: Geschäftsführerinnen

und Geschäftsführer, Fachkräfte sowie

Expertinnen und Experten. Der Austausch

ist offen, praxisnah und fachlich fundiert – ein

Ort, an dem Fragen gestellt und gemeinsam

Antworten gefunden werden.

Das nächste SerNet Forum ist in Vorbereitung

– mit Themen, die für Unternehmen jeder

Größe relevant sind und Know-how mit Dialog

verbinden.

»Ein ungeschütztes WLAN ist wie

eine offene Tür ins Unternehmen –

wer sie findet, hat Zugriff auf mehr

als nur den Internetanschluss.«

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Benjamin Körnig


mensch

„Wir wollen keine

elegante Forschung

für die Schublade machen”

Constanze Schmidt ist seit Juli 2025 Universitätsprofessorin für Kardiologie und Direktorin

der Klinik der Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen. Die gebürtige

Lüneburgerin folgt damit auf Gerd Hasenfuß, der in den Ruhestand gegangen ist. Und:

Sie ist aktuell die einzige Frau in Deutschland, die einen Lehrstuhl für Kardiologie innehat.

Im Interview spricht die 42-Jährige über ihren Weg zur Medizin, den Standort Göttingen,

ihre Auffassung von Lehre – und über die Ziele, die sie hier erreichen will.

TEXT MARKUS HARTWIG FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

faktor: Bei der Vorbereitung auf dieses Gespräch ist uns

Ihre frühe Leidenschaft für das Thema Forschen ins Auge

gefallen. Den Beginn markieren beispielsweise Preise im

Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“. In der Folge

waren Sie Gewinnerin verschiedener Wettbewerbe, haben

Forschungspreise erhalten und konnten zuletzt 2023

einen Preis auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen

entgegennehmen. Was hat Sie so früh motiviert?

Constanze Schmidt: Zu Beginn standen ganz einfach

das Interesse und die Neugierde für naturwissenschaftliche

Zusammenhänge im Fokus. Und da war der Wettbewerb

„Jugend forscht“ ein perfektes Betätigungsfeld,

wo man in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen

Dinge untersuchen konnte. Teilgenommen habe

ich im Fachbereich Biologie oder auch im Fachbereich

Physik und Arbeitswelt. Hier habe ich beispielsweise

die optischen Eigenschaften von Klebefolien untersucht.

Den Bezug zur Medizin bildete dann ein Projekt,

in dem eine Therapie für Menschen mit Schielen entwickelt

wurde. Und genau dies war der Konnektor zur

Medizin und Schlüsselmoment für das Verständnis,

Technik und Naturwissenschaft nutzbringend für Menschen

einsetzen zu können.

Nach Ihrem Abitur haben Sie von 2003 bis 2009 Humanmedizin

sowie Physik an der Universität Göttingen studiert.

Sie promovierten 2011, während Sie als Assistenzärztin

am Universitätsklinikum Heidelberg in der Abteilung

Kardiologie gearbeitet haben. 2016 wurden Sie Fachärztin

für Innere Medizin und habilitierten 2017 in diesem Fach.

Weshalb haben Sie sich auf die Universitäten Göttingen

und später dann Heidelberg konzentriert, wodurch zeichnen

sich die Standorte aus?

Die Universität Göttingen hat mich schon immer hinsichtlich

ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte fasziniert,

weil es hier nicht nur eine Universität, sondern

auch viele außeruniversitäre Forschungsinstitutionen

wie die Max-Planck-Institute gibt und damit ein sehr

breites wissenschaftliches Portfolio vertreten ist. Ich belegte

die Fächer Humanmedizin und Physik. In dieser

28 4 |2025


mensch

Constanze Schmidt verfolgt nach ihrer Rückkehr in Göttingen ambitionierte Ziele.

Zeit habe ich erlebt, wie jemand eine schwere

Herzrhythmus störung bekommen hat. So entstand bei

mir während des Studiums der Fokus Kardiologie. In

Heidelberg habe ich deshalb während meiner

Facharztausbildung begonnen, mich mit den Ursachen

von Herzrhythmusstörungen – insbesondere dem Vorhofflimmern

– zu beschäftigen. Im Rahmen dieser Forschung

habe ich einen neuen Ionen kanal identifizieren

können, der bei Vorhofflimmern und dessen Therapie

eine ganz wesentliche Rolle spielt. An der Uni Heidelberg

habe ich insgesamt 16 Jahre gearbeitet, um jetzt

wieder an die UMG zurückzukehren.

Ich habe eine besondere wissenschaftliche Beziehung

zu Göttingen, weil ich hier studiert und während des

Studiums auch wissenschaftlich gearbeitet habe. Im Studium

wird man mit vielen interessanten wissenschaftlichen

Aspekten und Inhalten sowie einem entsprechenden

Spirit konfrontiert. Das schätze ich sehr an dieser

Stadt. Das hat mich auch wieder hierher zurückgelockt.

Und natürlich bin ich gebürtige Niedersächsin. Ich glaube,

hier ist noch ganz viel versteckt.

Seit 2010 sind Sie auch in der Lehre tätig. Verfolgen Sie

dabei ein besonderes Konzept?

Die Lehre halte ich für ein sehr wichtiges Thema. Und

ich glaube, dass sich hier in den letzten 20 Jahren signifikante

Veränderungen ergeben haben. So etwa durch

den Einfluss von Digitalisierung und verschiedenen

Online­ Formaten. Und deshalb ist es wichtig, eine progressive

und dynamische Lehrform zu haben.

Wie sieht diese Lehrform aus, insbesondere im Fach

Kardiologie?

Ich bin ein absoluter Verfechter davon, dass mit den Lehrenden

eine sehr enge Interaktion gepflegt wird. Denn

über die persönliche Begegnung können am Ende des

Tages beide Seiten – Lernende als auch Lehrende – bidirektional

profitieren. Und deshalb denke ich, dass eine

solche dynamische Lehrform, die beiden diesen Interaktionsraum

gibt, heutzutage sehr wichtig ist. Meiner

Meinung nach können Interesse, Motivation und

4 |2025 29


mensch

bestimmte Fakten nur im persönlichen Lehrformat gut vermittelt

werden. Ich denke, dass zum Beispiel eine klassische

Vorlesung weiterhin ein ganz wichtiger Bestandteil ist.

Sowohl eine kardiologische Hauptvorlesung als auch

Seminare sind Elemente der Weiterbildung, wo man

sich mit den Studierenden noch intensiver austauschen

kann. So etwa in problemorientierten Lerngruppen,

aber auch bei Visiten am Patientenbett. Die Studierenden

sollen am Patienten und auch im Dialog lernen,

was es bedeutet, Medizin zu machen. Im Grunde genommen

geht es um klassische Lehrformate, die modern

gehalten werden müssen.

Ein gutes halbes Jahr bekleiden Sie Ihre neue Stelle. Haben

Sie sich für Ihre Zeit in Göttingen besondere Ziele gesetzt?

Ja, ich habe auf jeden Fall verschiedene größere Vorhaben.

Ein wesentliches Vorhaben besteht darin, die

Herzvorkammerfunktion und -erkrankungen besser zu

verstehen. Die Herzvorkammern wurden bisher noch

nicht ausreichend untersucht. Das heißt, in den nächsten

Jahren wollen wir Vorhoferkrankungen in den Fokus

nehmen. Ein weiterer Fokus wird auf der Ambulantisierung,

also der Tagesbehandlung in der Klinik, und Digitalisierung

in der Kardiologie mit modernstem Ausbau

der Technologie und deren Implementierung liegen. Hier

sehe ich einen ganz klaren Auftrag für eine universitäre

Kardiologie. Und natürlich können wir an einer Universitäts

klinik nicht nur Medizin anwenden, sondern

wir müssen sie im Sinne einer Progressionsherzmedizin

durch Forschungsvorhaben weiterentwickeln. Das

heißt, wir wollen Forschung machen, die auch am Patienten,

am Menschen ankommt. Wir wollen keine elegante

Forschung für die Schublade machen, sondern

Forschung, die am Ende auch bei Menschen eine positive

Wirkung hat. ƒ

Vielen Dank für das Gespräch!

Der Mensch im Fokus: Constanze Schmidt will mit ihrer Arbeit nah am Patienten sein.

30 4 |2025


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Was,

wenn es klappt?

Unternehmer suchen oft nach inspirierenden Geschichten. Geschichten, die Mut machen.

Geschichten, die Visionen eine Chance geben – mögen sie auch noch so unrealistisch sein.

Das, was der Göttinger Felix Dossmann jetzt erlebt hat, fällt definitiv in diese Kategorie.

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE PRIVAT

Wenn es bei Felix Dossmann um Visionen

geht, dann meist im unternehmerischen

Kontext. Digitale Transformation und

nachhaltige Logistik – das sind Themen,

die ihn bewegen und die ihm bereits viel Anerkennung

und diverse Auszeichnungen eingebracht haben. Gleichzeitig

weiß er, wie sich Scheitern anfühlt. So erhielt etwa

seine innovative Gründung Grünfuchs Logistik zwar

viel Applaus, musste aber aufgrund fehlender Investoren

letztlich aufgeben.

DEN KOPF IN DEN SAND zu stecken, kam für Dossmann

aber nie in Betracht; Scheitern hat er immer eher

als Chance verstanden, neue Wege auszuprobieren. Und

vielleicht hat genau dieses Mindset auch den Weg für

diese Geschichte hier geebnet.

Wenn Dossmann über eines seiner großen Hobbys erzählt,

gerät er direkt ins Schwärmen: „Ich fotografiere

seit vielen Jahren – leidenschaftlich, aber vor allem für

mich. Menschen. Musik. Augenblicke. Besonders fasziniert

mich der Jazz. Diese Mischung aus Präsenz, Intuition

und Freiheit – genau das versuche ich mit der Kamera

einzufangen: Den Moment zwischen zwei Tönen. Den

Blick ins Nichts. Die völlige Versunkenheit. Oder diesen

schelmischen Grinser nach einem gelungenen Lauf.“

Irgendwann sitzt er beim Doppelkopf mit Freunden

zusammen. Eher zufällig landen seine Bilder auf dem

Tisch. Ein paar Schwarz-Weiß-Porträts von Jazzmusikern,

gemacht bei Konzerten, im Licht von Bühnen,

beim Soundcheck, in Pausen. Die Reaktion: „Felix, das

musst du ausstellen.“ Dossmann selbst winkt zunächst

ab. Doch der Gedanke setzt sich in seinem Kopf fest.

„Ein paar Tage später bin ich dann einfach los – einen

Karton mit Fotos im Rucksack – und hab bei der Galerie

Nottbohm in Göttingen geklingelt. Christoph Langer,

der Galerist, hat sich die Fotos angeschaut.“ Und nach

einer kurzen, sehr konzentrierten Stille habe Langer

dann entschieden: „Wir machen eine Ausstellung!“

Ein paar Wochen später wirft Langer einen weiteren

Gedanken in den Raum: „Wäre es nicht großartig,

wenn wir die Galerie für einen Abend in einen Jazzclub

verwandeln?“

Jetzt war Dossmanns Fantasie angeregt – und sein

Ehrgeiz geweckt: „Ich fragte bei Musikhochschulen an,

schrieb mir bekannte Musiker an. Aber irgendwie kam

nichts so richtig zustande. Und dann stellte ich mir die

entscheidende Frage: Wen würde ich an diesem Abend

selbst am liebsten hören? Und meine Antwort war:

Joe Alterman.“

DOSSMANN HATTE ALTERMAN 2017 im Jazzclub

Birdland in New York gehört – zufällig, an einem März-

Abend. Ein Soloset. „Ich war sofort begeistert. Ich habe

ihn an dem Abend spontan mit dem iPhone fotografiert

– kein Blitz, keine Absprache. Nur dieser eine Moment.“

Also schrieb Dossmann den Künstler einfach an,

schickte ihm das Foto, dazu noch ein paar andere. Er

schrieb ihm von der geplanten Ausstellung. Und er fragte

ihn: „Hättest du Lust, in Göttingen zu spielen?“ Und

tatsächlich kam eine Antwort, die Dossmann so vielleicht

gar nicht unbedingt erwartet hatte: „What a beautiful

idea. Let’s talk.“

Schon während eines anschließenden Zoom-Calls war

direkt klar: Das passt. „Joe ist ein toller Musiker, aber

32 4 |2025


mensch

Unternehmer Felix Dossmann liebt Fotografie

und Jazz – beide Leidenschaften konnte er

jetzt mit der Ausstellung „Jazz Essentials“ und einer

kleinen Deutschland-Tour des Musikers

Joe Alterman vereinen.

Das Titelmotiv der Ausstellung „Jazz Essentials“.

vor allem ein sehr feiner Mensch. Warmherzig, witzig,

offen. Gerade Vater geworden, mitten im Leben, neugierig

auf Europa. Und auf Geschichten.“

ALLERDINGS WAR AUCH offensichtlich: Nur für ein einziges

Konzert nach Deutschland zu reisen, würde sich

für Alterman nicht lohnen. Was aber, wenn es drei, vier

Abende werden? Dann vielleicht doch? Dossmann erinnert

sich: „Ich habe also mein Netzwerk aktiviert. Mit

Menschen gesprochen. Locations angefragt. Und so ist

aus einem einzigen Bild und einem einzigen Anruf am

Ende tatsächlich eine kleine Deutschland-Tournee geworden

– mit vier ganz unterschiedlichen, sehr besonderen

Abenden.“

Schon der Auftakt am 5. November in Schwerin hielt

ein besonderes Setting bereit: Alterman traf hier auf lokale

Jazzmusiker, die er vorher nicht kannte. Mit ihnen

zu improvisieren, erzeugte eine besondere Magie –

„Jazz pur“ nennt Dossmann das.

Einen Tag später spielte Alterman dann tatsächlich

mitten in der Ausstellung „Jazz Essentials“, zwischen

Bildern, Rahmen, Schatten und Porträts in der liebevoll

dekorierten Galerie Nottbohm. „Das war der Abend,

an dem sich für mich der Kreis schloss: Der Moment,

der diese ganze Geschichte ausgelöst hat, traf auf den

Musiker, der sie inspiriert hat.“

Zwei weitere Konzerte am 7. und 8. November in verschiedenen

Berliner Locations, ebenfalls mit besonderen

Settings, rundeten die kleine Tour schließlich ab. Und

Dossmann mittendrin: „Ich habe Joe auf seiner Reise

begleitet, war sein Roadie, sein Fahrer, sein Fotograf,

sein Agent. Es war ein echtes Abenteuer. Und alles begann

mit einem iPhone-Foto. Und dem Satz: Was, wenn

es klappt?“ ƒ

4 |2025 33


PROFIL

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FOTO: SEBASTIAN BÖTTCHER

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Mehr als Hotels. Mehr als ein Arbeitsplatz. Eine Haltung, ein Team, ein Zuhause für

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aus Südniedersachsen, die mit

außergewöhnlichen Hotels, Restaurants und

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geführten Familienunternehmen mit Sitz in

Göttingen zählen die eigens konzipierten

FREIgeist-Betriebe in Northeim, Göttingen

und Einbeck sowie das Relais & Châteaux

Hardenberg BurgHotel in Nörten-Hardenberg.

Fünf Häuser, eine Haltung: der FREIgeist.

Manche sehen uns nur als Hotel. Mit einem

Restaurant, mit einer Bar. Und ja, bei uns kann

man schlafen, essen, trinken. Doch wir sind

noch weit mehr: Eine Familie aus Menschen,

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denkt und lebt. Unsere Vision ist es, bereichernde

Erlebnisse für Gäste aus der Region

und der ganzen Welt zu schaffen.

Was uns antreibt, sind die Menschen hinter

den Kulissen. Ob im Service, in der Küche, an

der Rezeption, im Housekeeping oder im

Management: Sie sind das Herzstück unserer

Hotels und machen uns zu dem, was wir sind.

„Es ist so schön, Teil eines Hotels zu sein, das

nicht nur eine Unterkunft bietet, sondern Haltung

zeigt und Inspiration schafft. Wo Individualität

willkommen ist – bei Gästen genauso

wie im Team, Gastfreundschaft neu gedacht

und Persönlichkeit gelebt wird”, sagt Timo,

Front Office Shiftleader im FREIgeist Göttingen

Innenstadt.

Merle, seit acht Jahren Teil vom FREIgeist

Northeim, bringt es auf den Punkt: „Das

hier ist wie Familie: mal laut, mal chaotisch,

aber immer mit Herz, Teamgeist und ganz

viel Spaß an neuen Herausforderungen. Und

das Schönste ist, dass wir gemeinsam daran

wachsen – jeden Tag ein bisschen mehr.“

Als Arbeitgeber setzen wir auf eine Kultur des

Zutrauens. Bei uns zählt Charakter mehr als

der Lebenslauf. Talente erhalten Verantwortung,

Raum für Ideen und die Chance, sich

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FOTO: LENJA KEMPF

Salah-Eldin in Göttingen

NIDDAL SALAH-ELDIN, in der Ausgabe

2/25 auf dem Titel des faktor-

Magazins, hat bei der Frauenkonferenz

„Change bei Women“ auf Vermittlung

von faktor-Herausgeber

Marco Böhme einen inspirierenden

Vortrag über ihren Lebensweg gehalten.

Die im Sudan geborene Frau

war im Alter von vier Jahren ohne

Deutschkenntnisse nach Göttingen

gekommen, lebte im Hochhauskom-

plex an der Groner Landstraße 9.

Nach dem Einser- Abitur am Hainberg-Gymnasium

folgten ein Einser-

Hochschulabschluss, Stipendien in

Deutschland und den USA – und nach

einer steilen Karriere ein Vorstandsposten

beim Springer-Verlag in Berlin.

Den gab sie auf, um ihren Landsleuten

im Sudan zu helfen. Ihre ganze

Geschichte ist nachzulesen auf

www.faktor-magazin.de.

Sidler verlässt das DT

ERICH SIDLER, Intendant des Deutschen Theaters in

Göttingen, hat seinen Abschied angekündigt. „Ich blicke

mit großer Freude und Dankbarkeit auf die Arbeit an

diesem Haus zurück und folge mit diesem Schritt meiner

Überzeugung, dass zehn Jahre für eine Intendanz richtig

und genug sind“, ließ er in einer Pressemitteilung verlauten.

Sidlers Vertrag, der eigentlich noch bis 2029 gelaufen

wäre, endet nun nach der Spielzeit 2026/27. Sein

Entschluss, so Sidler weiter, sei für das Theater und die

anstehenden Herausforderungen „sinnvoll und naheliegend“.

Auch für eine neue Leitung sei dieser Termin „in

vielerlei Hinsicht eine gute Voraussetzung, die Planung

der nächsten Jahre, die von Baumaßnahmen und Interimsspielstätten

geprägt sein werden, mitzugestalten und

damit auch mitzuverantworten“.

FOTO: ALCIRO THEODORO DA SILVA

Vierter Mann im Vorstand

SEBASTIAN TALG komplettiert seit September 2025 den

Vorstand der KWS in Einbeck. Er kam von der Grimme-

Gruppe und verantwortet bei KWS nun die Ressorts

Mais, Getreide, Raps/Sonderkulturen sowie Marketing &

Communications. Sebastian Talg ist studierter Maschinenbauer

mit Fokus auf

Landtechnik. Sein Vorstandskollege

Jörn Andreas

war im Januar 2025 ins

Amt gekommen – vorher

war Andreas im Vorstand

der Symrise AG in Holzminden.

Bereits seit 2022

ist Nicolás Wielandt im

KWS-Vorstand dabei, seit

2019 Felix Büchting.

Drechsler in der PFH

HEIKE DRECHSLER, zweifache olympische

Goldmedaillen-Gewinnerin im

Weitsprung, hat beim PFH Business

Breakfast in Göttingen Einblicke in ihre

Karriere gewährt. In einem Impulsvortrag

ging sie auf die sportlichen Anfänge

in der DDR ein, thematisierte auch den

Olympia-Boykott 1984 und ihre Teilnahme

an den Spielen 1988 in Seoul.

Ihre Karriere sei mehrfach von Zweifeln

geprägt gewesen, aber auch von mutigen

Entscheidungen – und viel Willenskraft,

die ihr 1992 in Barcelona und

2000 in Sydney jeweils Gold im Weitsprung

einbrachten. Beide Medaillen

hatte sie beim Frühstück sogar dabei.

36 4 |2025


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Martini baut Zukunft –

Etappenziel erreicht

PROFIL

v.l.: Bürgermeister Thorsten Feike, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, Geschäftsführer Markus

Kohlstedde, Ärztlicher Direktor Dr. Udo Iseke und Verbundgeschäftsführer Dr. Sven-Ulrich Langner

Große Freude am St. Martini Krankenhaus:

Nach jeweils fünf Jahren Planung und Bau

wurde der erste Bauabschnitt feierlich eingeweiht.

Mehr als 200 Mitarbeitende, Gäste

und politische Vertreter nahmen an der Segnung

durch Domkapitular i. R. Wolfgang

Damm teil und besichtigten die neue zentrale

Notaufnahme sowie die modernisierte

Radiologie, die nun über ein MRT verfügt

– ein großer Gewinn für die Menschen im

Eichsfeld. Gesundheitsminister Dr. Andreas

Philippi und Bürgermeister Thorsten Feike

würdigten die Bedeutung des Hauses für die

regionale Versorgung.

MIT DEM ABSCHLUSS dieses Bauabschnitts

wurden zwei zentrale Ziele erreicht: Die Notaufnahme,

Radiologie und weitere Funktionsbereiche

sind nun funktional gebündelt und

zentral im Erdgeschoss angesiedelt – ein

klarer Vorteil für Patienten und Personal. Die

Radiologie bietet mit dem neuen MRT Untersuchungen

vor Ort an, ohne lange Wege nach

Göttingen oder in den Harz. Zudem ermöglichen

die neuen Stationen mit modernen

Ein- und Zwei-Bett-Zimmern mehr Komfort

und effizientere Abläufe; der Betrieb startet

im Dezember.

GESCHÄFTSFÜHRER

MARKUS KOHLSTEDDE erinnerte an die

zehnjährige Vorgeschichte des Projekts und

an Herausforderungen wie Pandemie, Ukrainekrieg,

ausgefallene Dienstleister und sogar

archäologische Funde. Auch ein vermeintlicher

Bombenfund habe zwischenzeitlich für

Aufregung gesorgt.

DER ÄRZTLICHE DIREKTOR

DR. UDO ISEKE dankte den vinzentinischen

Ordensschwestern, dem Elisabeth Vinzenz

Verbund sowie den politischen Entscheidungsträgern

auf Bundes-, Landes- und kommunaler

Ebene. Besonders hob er die Unterstützung

von Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi,

Fritz Güntzler MdB, Christian Frölich MdL,

Landrat Marcel Riethig, Bürgermeister Thorsten

Feike sowie Bürgermeister a.D. Wolfgang

Nolte und Ehrenbürgermeister Lothar Koch

hervor. Sein Dank galt zudem den Bauleuten,

Mitarbeitenden und Patientinnen und Patienten,

die den Umbau im laufenden Betrieb gemeistert,

begleitet und erduldet haben.

BÜRGERMEISTER THORSTEN FEIKE betonte,

dass mit der neuen Notaufnahme und

Radiologie moderne, patientennahe Medizin

geschaffen wurde. Besonders dankte er dem

Land Niedersachsen und Minister Philippi für

die Förderung. Minister Philippi wiederum

lobte St. Martini als zukunftsorientiertes, leistungsstarkes

Krankenhaus und blickte bereits

voraus auf den zweiten Bauabschnitt mit neuem

OP-Bereich, Herzkatheterlabor und Zentralsterilisation.

Damit sei die Gesundheitsversorgung

im Eichsfeld langfristig gesichert.

Florian Grewe M. A.

Leiter Unternehmenskommunikation

Göttinger Straße 34

37115 Duderstadt

Tel. 05527 842-113

presse@kh-dud.de

www.krankenhaus-duderstadt.de


unternehmen

Der Börsengang von Ottobock hat für Aufsehen gesorgt – nicht nur in der Region, sondern

auch in der Finanzwelt. Das ist nachvollziehbar, denn dieser Börsengang brachte

einige Besonderheiten mit sich.

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIEN DEUTSCHE BÖRSE | OTTOBOCK

Den 9. Oktober 2025 werden sie in

Duderstadt so schnell nicht vergessen.

Als Ottobock-CEO Oliver Jakobi

und Mehrheitseigentümer Hans

Georg Näder symbolisch die Glocke

läuten, senden sie ein klares Signal:

Seht her, wir sind da – diesmal hat es geklappt. Auf die

früheren Versuche, das Unternehmen an die Börse zu

bringen, werden Jakobi und Näder an diesem Tag in Interviews

zwar hier und da angesprochen, aber der Fokus

ist an diesem Donnerstag ein anderer. Der Blick ist in die

Zukunft gerichtet, und natürlich steht auch der Augenblick

selbst im Fokus. 72 Euro pro Aktie, mit diesem

ersten Kurs startet Ottobock in sein neues Kapitel als

börsennotiertes Unternehmen.

„Gemeinsam gehen wir den nächsten Schritt, um auch

in Zukunft mit wegweisenden Technologien unsere

Industrie zu revolutionieren“, stellt Näder heraus. „Die

erfreuliche Bewertung zeigt, welches Potenzial Investoren

in uns und unserer Mission sehen“, ergänzt Jakobi.

Und er verspricht: „Mit dem zusätzlichen Kapital, das

uns aus dem heutigen Börsengang zufließt, werden wir

unter anderem gezielt in Zukunftstechnologien investieren,

die Mensch-Maschine-Schnittstelle weiterentwickeln

und unser globales Versorgungsnetzwerk weiter ausbauen.“

Auf dem Vorplatz der Frankfurter Börse verfolgen derweil

etwa 200 Ottobock-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Anwender und Angehörige gespannt die Verkün-

dung des ersten Kurses. Ein Gänsehautmoment direkt

vor der bronzenen Bullen- und Bären-Statue beschert

ihnen der britische Sänger Sam Ryder, der live den Song

„Mountain“ performt. Das Stück hatte der Künstler

2023 speziell für Ottobock komponiert und beim Eurovision

Song Contest erstmals live aufgeführt – als Hymne,

die das Leben feiern soll.

EHER ANALYTISCH ALS EMOTIONAL nähern sich die

zahlreichen Medien dem Börsengang. Und das Interesse

ist riesig: Viele Zeitungen, Radiosender, TV-Stationen,

YouTube-Kanäle und Fachmedien beleuchten den großen

Schritt aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie berichten

über Zahlen, Daten, Fakten, über Chancen und

Risiken, über die Bedeutung der Familie Näder für das

Unternehmen.

Im Zuge des Börsengangs waren insgesamt 12.236.173

Aktien platziert worden; die Marktkapitalisierung für

die Ottobock SE & Co. KGaA beläuft sich damit auf

Basis des Angebotspreises von 66 Euro auf rund

4,2 Milliarden Euro. Der Erlös aus dem Verkauf neuer

Aktien aus einer im Zuge des Börsengangs getätigten

Kapitalerhöhung liegt bei etwa 100 Millionen Euro.

Dass nur wenige Tage zuvor Negativschlagzeilen über

Hans Georg Näder die Runde machten, spielt am

9. Oktober in Frankfurt wie auch in Duderstadt augenscheinlich

kaum noch eine Rolle. „Staatsanwaltschaft

Braunschweig ermittelt gegen Chef von Ottobock“ hatte

der NDR etwa am 1. Oktober getitelt. Der Vorwurf:

38 4 |2025


unternehmen

Mit dem Börsengang stellt sich das Duderstädter MedTech-Unternehmen Ottobock für die Zukunft auf.

4 |2025 39


unternehmen

Ausgelassene Stimmung: Hans Georg Näder und der britische Sänger Sam Ryder vor der Frankfurter Börse.

Näder soll beim Kauf von zwei Schiffen Steuern in

Deutschland hinterzogen haben. Abgesehen davon, dass

Näder selbst diesem Vorwurf deutlich widerspricht, haben

die Ermittlungen mutmaßlich nichts mit Ottobock zu

tun – dennoch hat das Unternehmen im Wertpapierprospekt

selbst auf die Ermittlungen hingewiesen. Intransparenz

will man sich offensichtlich nicht vorwerfen lassen.

DEN BÖRSENGANG selbst bewerten Experten insgesamt

als erfolgreich. So schätzt ihn beispielsweise auch Olaf

Korn ein, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität

Göttingen: „Die Aktien wurden problemlos vom

Markt aufgenommen und der festgelegten Preisspanne

scheint eine vernünftige Bewertung des Unternehmens

zugrunde zu liegen. Daraus würde ich schließen, dass der

Börsengang gut vorbereitet war.“ Das Ausgabepreis der

Ottobock-Aktie lag mit 66 Euro am oberen Ende

der vorher festgelegten Preisspanne. „Dies zeigt, dass

eine große Nachfrage nach den Aktien vorhanden war.

Insgesamt hat sich der Börsenkurs nach dem Börsengang

leicht oberhalb des Ausgabekurses stabilisiert. Insofern

hat sich die positive Einschätzung bisher bestätigt.“

Korn erklärt die Besonderheiten des Ottobock-Börsengangs,

die insbesondere in der Rechtsform des Unternehmens

begründet liegen: „Es handelt sich nicht um eine

Aktiengesellschaft (AG), sondern eine Kommanditgesellschaft

auf Aktien (KGaA). Bei einer KGaA hat der persönlich

haftende Gesellschafter, in diesem Fall eine von

der Familie Näder beherrschte GmbH, das Recht auf die

Geschäftsführung.“ Dieses Recht könne durch die

Aktio näre nicht entzogen werden. Bei einer AG hingegen

könnten die Aktionäre bei entsprechenden Mehrheiten

über den Aufsichtsrat auch die Geschäftsführung austauschen.

Ein weiterer Aspekt sei, so Korn, dass nur

etwa 19 Prozent der Aktien von Ottobock an die Börse

gebracht worden seien. „Damit verbleiben mehr als

80 Prozent der Aktien bei der Familie Näder.“

Aber birgt nicht genau das auch gewisse Risiken? Zunächst

einmal ist klar, dass Näder mit dem frischen Geld

Schulden tilgen wird, die nach dem Rückkauf der Anteile

des schwedischen Investors EQT aufgelaufen sind. Die

Verbindlichkeiten der Familie Näder sollen sich nach

diesem Schritt auf rund 1,1 Milliarden Euro belaufen

haben – das erzeugt zwangsläufig einen gewissen Handlungsdruck.

Einfluss können die Aktionäre allerdings

kaum nehmen, eben weil Näder weiter den Großteil der

Anteile hält.

ANDERERSEITS IST ES OTTOBOCK offensichtlich gelungen,

trotz des besonderen Konstrukts das Vertrauen der

Anleger zu gewinnen. Mit dem Hamburger Milliardär

Klaus Michael Kühne und einem Fonds der US-amerikanischen

Capital Group konnte Näder zwar schon früh

Anker-Aktionäre präsentieren, die jeweils neunstellig investiert

haben. Auch die positive Entwicklung der Unternehmenszahlen

spielten dem Börsengang in die Karten.

Und nicht zuletzt überzeugt wohl auch die Zukunftsperspektive,

mit der sich Ottobock in Zeiten von Unsicherheiten

und globalen Krisen selbstbewusst am Markt

zu positionieren versucht. Wirtschaftsprofessor Korn

bringt es auf den Punkt: „Auch und gerade in Krisenzeiten

muss weiter investiert werden. Entscheidend ist das

Geschäftsmodell, welches ein Unternehmen verfolgt. Und

das Geschäftsmodell von Ottobock passt in die Zeit.“ ƒ

40 4 |2025


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4|2023 29


unternehmen

PHYTOPATHOLOGIE:

KWS investiert weitere

25 Millionen Euro

Der Saatgutproduzent KWS hat an seinem

Unternehmenssitz Einbeck mit dem Bau eines

neuen Phytopathologiezentrums zur Erforschung

von Pflanzenkrankheiten begonnen.

Bei KWS in Einbeck soll die Erforschung von Pflanzenkrankheiten weiter

ausgebaut werden.

FOTO: FLORIAN SPIEKER

Nach der Fertigstellung des 51 Millionen

Euro teuren sogenannten Elitespeichers, in

dem hochwertiges Zuchtmaterial aufbereitet

und gelagert werden kann, nimmt der Konzern

für das neue Projekt weitere 25 Millionen

Euro in die Hand. Die Arbeiten auf

der neuen Großbaustelle laufen bereits auf

Hochtouren.

Durch die Reduzierung von chemischem

Pflanzenschutz bei steigendem Schädlings-

und Krankheitsdruck gewinnt die phytopathologische

Forschung für die Pflanzenzüchtung

nach Einschätzung der KWS-Experten

zunehmend an Bedeutung. „Nur wenn wir

die Infektionswege und -krankheiten unserer

Nutzpflanzen kennen, kann unsere Resistenzzüchtung

erfolgreich sein“, erläutert

Vorstandssprecher Felix Büchting. „In unserem

kulturartenübergreifenden Phytopathologiezentrum

sollen auf etwa 4600 Quadratmetern

Fläche Forschungsarbeiten für

unsere weltweiten Märkte erfolgen.”

Beim 16. KWS-Dialogforum in Einbeck

ist Georg Folttmann, Head of Corporate

Office & Services, auf die Besonderheiten

des Bauprojekts eingegangen. Kerstin Krüger,

Group Lead Phytopathology, und zwei

ihrer Mitarbeiter gewährten zudem Einblicke

in die tägliche Forschungsarbeit zum

Thema Pflanzenkrankheiten.

mr

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PROFIL

Klarer Fokus auf Nachhaltigkeit

Die McDonald’s-Franchisenehmerin Petra Hebig setzt ihren Wachstumskurs

fort und investiert erneut in den Standort Göttingen: Das Restaurant in Weende

wird umfassend modernisiert; außerdem wird das Restaurant in Grone im

Februar auf das IRLX-Konzept umgestellt.

IRLX steht für „In Real Life eXperience“. Es handelt

sich um ein modernes Restaurant konzept,

welches das Gästeerlebnis verbessern, Wartezeiten

reduzieren und den Service effizienter

gestalten soll.

DAS IRLX-DESIGN UMFASST

UNTER ANDEREM:

• mehr digitale Bestellterminals und

App-Integration

• optimierte Küchentechnik mit mehreren

Produktionslinien

• neuer Drive-In-Bereich mit Fast-Forward-Spur

• modernes Lobby-Design und effizientere

Raumnutzung

Hebig kombiniert dieses Konzept mit ihrem

Nachhaltigkeitsanspruch; so werden bei der

Modernisierung energiesparende Systeme

eingesetzt, langlebige Materialien verwendet

und digitale Lösungen gefördert, um Papierund

Verpackungsabfall zu reduzieren.

Petra Hebig betreibt insgesamt sechs

McDonald’s-Restaurants – drei in Thüringen

und drei in Niedersachsen – und beschäftigt

über 300 Mitarbeitende. Mit den Investitionen

in Weende und Grone unterstreicht sie ihr

langfristiges Engagement für eine moderne,

nachhaltige und erlebnisorientierte Gastronomie

in der Region: „Mit dem IRLX-Konzept

schaffen wir nicht nur ein angenehmeres Restauranterlebnis,

sondern verringern gleichzeitig

unseren ökologischen Fußabdruck.“

McDonald’s-Filialen in Göttingen

Kasseler Landstr. 101

37081 Göttingen

Hannoversche Str. 38

37075 Göttingen


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Sicherheit in unruhigen Zeiten:

Neue Dynamik auf den Immobilienmärkten

in Göttingen & Kassel

Die besten Adressen in Göttingen werden diskret vermittelt. Engel & Völkers Commercial bietet Ihnen

den exklusiven Zugang zu Off-Market-Immobilien und solventen Investoren.

PROFIL

ÜBER UNS!

Engel & Völkers Commercial Göttingen verbindet

lokale Marktkenntnis mit der Stärke eines

internationalen Netzwerks. Wir begleiten Sie

beim Kauf, Verkauf und der Vermietung gewerblich

genutzter Immobilien.

Von Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäusern

über Büro- und Industrieflächen bis

hin zu Logistik- und Einzelhandelsobjekten.

Mit persönlicher Beratung, langjähriger Erfahrung

und maßgeschneiderten Lösungen

unterstützen wir Ihre Immobilienprojekte in

Göttingen, Kassel und der Region.

Nicolas Kolb, Büroleiter und Prokurist von Engel &

Völkers Commercial Göttingen

„Wer die besten Anlagemöglichkeiten im Bereich

Immobilien sucht, verlässt sich nicht

auf öffentliche Portale. Er verlässt sich auf

strategische Netzwerke. Unsere Kunden haben

höchste Ansprüche an Diskretion und

Effizienz. Zumeist geht es nicht darum, dass

jemand verkaufen oder kaufen muss. Es geht

darum, Möglichkeiten aufzuzeigen, von denen

alle Seiten an einem Tisch profitieren. Wir

bringen Verkäufer und Käufer gezielt zusammen,

lange bevor eine Immobilie die breite

Öffentlichkeit erreicht. Dies schützt nicht nur

Ihre Privatsphäre, sondern garantiert auch

eine zielgenaue Vermarktung“, so Nicolas

Kolb, Büroleiter und Prokurist von Engel &

Völkers Commercial Göttingen.

MARKTLAGE, ENTWICKLUNG UND

PERSPEKTIVEN

Nach Phasen spürbarer Zurückhaltung hat

sich der Commercial-Markt in den Regionen

Göttingen und Kassel seit Anfang 2025 merklich

stabilisiert. Der Transaktionsrückgang und

die Unsicherheiten des Vorjahres weichen zunehmend

einer dynamischen Marktbewegung.

Käufer agieren wieder entschlossener, während

Verkäufer mit realistischeren Preisvorstellungen

auf den Markt treten. Ein wesentlicher

Impuls kommt von der leicht rückläufigen zumindest

aber stabilisierten Zinsentwicklung,

die Finanzierungsbereitschaft und Investitionsspielräume

stärkt.

Insbesondere Objekte mit langfristigen

Mietverträgen und bonitätsstarken Nutzern

sind zunehmend von Interesse. Zugleich entstehen

über Umnutzungs- und Revitalisierungskonzepte

in guten Lagen neue Chancen.

Eine Herausforderung stellt lediglich der

Bürosektor dar, wo sich vor allem institutionelle

Investoren nach wie vor zurückhaltend

zeigen.

Der Mietmarkt in Göttingen präsentiert

sich gewohnt stabil. Eigentümer, die jetzt

aktiv in Modernisierung und energetische

Optimierung investieren, profitieren bei der

Finanzierung und später von langfristigen

Einnahme sicherheiten. Verglichen mit dem

Bundesniveau bietet Göttingen weiterhin ein

besonders attraktives Rendite- und Stabilitätsprofil.

Für kommendes Jahr wird eine Fortsetzung

dieser moderaten Markterholung

erwartet.

Besonders im Wohnsegment sowie bei Logistik-

und Gewerbeimmobilien werden weiterhin

Chancen gesehen. Der Markt befindet

sich somit im Übergang vom Krisenmodus zu

einer „neuen Normalität“ mit wachsendem

Vertrauen und attraktiven Einstiegschancen

für strategische Investoren.

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Lange-Geismar-Straße 49

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unternehmen

44 4 |2025

Michael Abert und Fabian Schlaich im Einbecker Bürgerspital – das sie gern

als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung erhalten würden.


unternehmen

Wege

aus der

Klinik-Krise

Krankenhäuser und Kliniken in der Region

kämpfen seit Jahren mit Problemen und immer

neuen Herausforderungen. Einige sind dabei

schon auf der Strecke geblieben – andere setzen

auf neue Ideen und Konzepte. Aber reicht das?

TEXT MARKUS RIESE

FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA /

JOHANNITER-KRANKENHAUS GRONAU /

BÜRGERGESUNDHEITSPARK BAD GANDERSHEIM

4 |2025 45


unternehmen

Partner für Mittelstand und Industrie!

Das deutsche Gesundheitssystem zählt seit

Jahrzehnten zu den besten der Welt. Ein tragendes

Element der flächendeckenden medizinischen

Daseinsvorsorge waren hierzulande

immer die Krankenhäuser und Kliniken, gerade auch in

ländlicheren Regionen. Doch vielerorts stehen diese Einrichtungen

zumindest vor einer ungewissen Zukunft – der

politische Wille der jeweils aktuellen Landes- und Bundesregierungen

trifft auf den Zwang zur wirtschaftlichen

Rentabilität. Und das manchmal mit ziemlicher Wucht.

Die jährlichen Gesundheitsaufwendungen in Deutschland

liegen mittlerweile bei mehr als 500 Milliarden

Euro, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt rund

zwölf Prozent, Tendenz steigend. Heißt also: Eine gute

medizinische Versorgung kostet viel Geld – und das

muss am Ende des Tages auch verdient werden. Einige

Häuser sind dadurch derart in Schieflage geraten, dass

sie ganz oder teilweise schließen mussten. Steigende

Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen, dazu der

Fachkräftemangel, das oft nicht tragfähige Fallpauschalen-System

– die Gründe sind vielschichtig.

Die strukturellen Veränderungen der vergangenen

drei Jahrzehnte haben bei vielen Krankenhäusern und

Kliniken mindestens sichtbare Spuren hinterlassen, speziell

in der jüngeren Vergangenheit. Schließungen wichtiger

Abteilungen oder sogar ganzer Häuser – beispielsweise

in Holzminden, Seesen, Bad Gandersheim oder

Alfeld – waren die Folge. Im Internet gibt es inzwischen

Seiten, die nichts anderes tun, als Berichte über bevorstehende

oder bereits erfolgte Krankenhausschließungen

aus ganz Deutschland zusammenzutragen. Tatsächlich

ist die Anzahl der Krankenhäuser in den vergangenen

25 Jahren deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen

Bundesamtes gab es im Jahr 2000 noch 2242

Krankenhäuser in Deutschland; 2023 waren es demnach

nur noch 1874.

Und: Die neue Krankenhausreform, die eher auf

Spezialisierungen setzt statt auf flächendeckende

„All-inclusive“-Angebote, könnte dazu führen, dass in

der Fläche weitere Häuser der Grund- und Regelversorgung

verlorengehen. Spannend ist dabei nun vor allem

die Frage, wie die Häuser selbst dieser häufig nicht selbst

verschuldeten Unsicherheit begegnen.

Michael Abert sieht das Krankenhaus in Einbeck personell gut aufgestellt.

DAS BÜRGERSPITAL IN EINBECK hat zum Beispiel turbulente

Jahre hinter sich – ist aber immer noch da. Und

das ist keineswegs selbstverständlich. Bereits 2013 wären

dort fast schon die Lichter ausgegangen, wenn nicht

einige Einbecker Familien und Privatinvestoren mit frischem

Kapital den Betrieb des Hauses gerettet hätten.

Seitdem heißt das Krankenhaus Bürgerspital, auch wenn

das damalige Konzept nur für etwa fünf Jahre aufging

und in einer Insolvenz endete. Heute gehört das Haus

zum Ergéa-Verbund, zu dem auch die Praxis Strahlentherapie

Südniedersachsen am Waldweg in Göttingen

gehört. Dessen Standortleiter Fabian Schlaich fungiert

neuerdings zusätzlich als Ärztlicher Direktor im Einbecker

Krankenhaus – und unterstützt in dieser Funktion

auch den Bürgerspital-Geschäftsführer Michael Abert.

Der wiederum hat eine kleine Vision: „Wir beide wollen

in diesem Haus alt werden“, sagt Abert. Und macht damit

direkt klar, dass er auf Konti nuität setzen will. „Dass

wir mit Herrn Schlaich einen Mediziner neu ins Team

holen, unterstreicht dabei auch den Anspruch, den wir

haben.“

Das Bürgerspital genießt bei Patienten wie auch beim

eigenen Personal einen guten Ruf: „Wir sind hier tatsächlich

personell – abgesehen vom Bereich der Pflege –

sehr gut aufgestellt. Und es ist auch gar nicht so schwer,

medizinisches Fachpersonal für dieses Haus zu begeistern“,

verrät Abert. Das Erfolgsrezept: „Man hält hier

wirklich zusammen, es geht sehr familiär zu. Und deshalb

arbeiten die Menschen hier gern.“

46 4 |2025


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Osterode / Sylt

Partner für für Mittelstand und und Industrie!

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Wir schützen IHRE Werte !

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Werte sind unsere Mission. Und auf ihnen

beruht unser tägliches Handeln. Denn wir

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Unsere Heimat ist die Region Südniedersachsen.

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Was wir dabei mit mittelständischen Betrieben

und Industrieunternehmen kreieren, sind innovative

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Dabei treibt uns uns vor vor allem allem eines eines an: an: Uns IHR

Vertrauen Uns IHR Vertrauen verdienen. verdienen. Jeden Tag aufs Neue – mit

Leidenschaft Jeden Tag aufs und Neue Begeisterung. – mit Leidenschaft

und Begeisterung.

Ihr Rainer Giese

Ihr Rainer Giese

| Sylt

Wir sind Partner!

4 |2025 45


unternehmen

Fabian Schlaich will in Einbeck Brücken

bauen – zwischen wirtschaftlichen Zwängen und

medizinischem Anspruch.

NATÜRLICH BRAUCHT es für einen erfolgreichen Betrieb

auch die entsprechende medizinische Expertise.

Die Unfallchirurgie etwa genießt großes Vertrauen in der

Bevölkerung, ebenso wie andere Abteilungen. Und für

die neue Endoskopie wurde zum Beispiel zuletzt sogar

noch „viel Geld in die Hand genommen“, um die Einrichtung

auf modernste Standards zu bringen und konkurrenzfähig

zu halten. „Natürlich hat aber auch unser

Haus seine Probleme. Unser größtes ist hier sicherlich

die Bausubstanz. Das Gebäude stammt aus dem Jahr

1970, und das merkt man an vielen Stellen“, weiß Abert.

Etwa bei der Energieeffizienz. Dazu komme die planerische

Unsicherheit: „Wir sind hier bewusst ein Grundund

Regelversorger, und das wollen wir sehr gern auch

bleiben. Es liegt aber nicht in unseren Händen, wenn die

Politik etwas anderes vorgibt.“

Fabian Schlaich jedenfalls ist von dem Haus angetan

und will es gern mit weiterentwickeln: „Zu meinen Aufgaben

gehört es auch, zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten

und medizinischem Anspruch Brücken zu

bauen. Ich will vor allem aber auch Ansprechpartner für

die Kolleginnen und Kollegen sein.“

In Einbeck hält man also die Fahne der Grund- und

Regelversorgung hoch; andernorts wurden hingegen andere

Entscheidungen nötig. In Bad Gandersheim setzt

man etwa nach der Schließung der Helios-Klinik vor

knapp zweieinhalb Jahren auf eine Neuausrichtung als

„BürgerGesundheitsPark“ – ein regionales Gesundheitszentrum,

das von der Universitätsmedizin Göttingen betrieben

wird (welche durch den milliardenschweren

Neubau selbst vor großen Herausforderungen steht)

und als eine Art „Mini-Krankenhaus“ mit kurzstationären

Behandlungen punktet. Aktuellen Medienberichten

zufolge steht dieses derzeit allerdings gerade wieder auf

der Kippe; bestätigt ist das jedoch noch nicht.

AUCH IM JOHANNITER-KRANKENHAUS IN GRONAU

(Landkreis Hildesheim) arbeitet man lieber an der Zukunftsfähigkeit,

statt über die Vergangenheit zu klagen

oder anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Zur

Wahrheit gehört hier allerdings auch, dass man von den

Schließungen und Teilschließungen anderer Häuser in

der Umgebung profitieren kann: „Mit dem Wegfall verschiedener

Grund- und Regelversorger in der Region

änderte sich für die Klinik die Gesamtsituation“, beschreibt

eine Sprecherin auf faktor-Anfrage. Speziell die

Entwicklungen im benachbarten Alfeld dürften hier eine

wesentliche Rolle gespielt haben.

Das Ameos-Klinikum Alfeld hatte zum 1. Mai 2024

sein Angebot erheblich reduziert und dabei nicht nur die

Bettenanzahl mehr als halbiert (von 125 auf 50), sondern

unter anderem die Notaufnahme geschlossen. Die

Orthopädie und die Schmerztherapie blieben dort zwar

erhalten, das Krankenhaus fiel aber aus der Grund- und

Regelversorgung heraus. Stattdessen setzt Ameos in Alfeld

– Stichwort Spezialisierung – auf eine neue, geschützte

Eingliederungseinrichtung mit 60 zusätzlichen

Betten für Menschen mit seelischen Erkrankungen. Hier

bestehe gerade in Niedersachsen ein besonders hoher

Bedarf an Behandlungsplätzen, ließ das Unternehmen

verlauten.

Die Geschäftsleitung des Gronauer Krankenhauses,

das seit Jahrzehnten in direkter Konkurrenz zum Alfelder

Krankenhaus gestanden hatte, stellte nach den Entscheidungen

des Ameos-Konzerns beim Sozialministerium

für ihr eigenes Haus einen Förderantrag, der im

Sommer 2024 im Krankenhaus-Planungsausschuss erörtert

wurde. Der Planungsausschuss ist dem Sozialministerium

zugeordnet und spielt eine wichtige Rolle

bei der strategischen Planung von Krankenhaus-

48 4 |2025


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unternehmen

Das Johanniter-Krankenhaus in Gronau will sich mit Investitionen in die Infrastruktur

für die Zukunft fit machen. Die Chancen dafür stehen nach derzeitigem Stand nicht schlecht.

-strukturen. Er dient der Sicherung der stationären

Versorgung – und er hat entschieden, dass das Johanniter-Krankenhaus

in Gronau für eine sogenannte

„baufachliche Prüfung“ zugelassen wird. Das ist keine

Förderzusage, jedoch ein wichtiger Meilenstein auf

dem Weg zur Modernisierung des Hauses.

„In der Zwischenzeit haben wir uns beim Niedersächsischen

Amt für Bau und Liegenschaften vorgestellt“,

erläutert die Sprecherin weiter. Aktuell werde schrittweise

die vorhandene Grobskizzierung für das Vorhaben nochmals

überarbeitet, im engen Austausch mit der Behörde.

Wann die tatsächliche Förderung erfolgt und in welcher

Höhe, steht derzeit noch nicht fest. Die jetzige Planungsphase

soll jedenfalls etwa bis Anfang 2027 dauern.

Geplant ist der Bau von neuen OP-Sälen, eine moderne

Zentrale Notaufnahme und die Neustrukturierung

der Stationsbereiche. Hier sollen künftig nur noch Einund

Zweibettzimmer angeboten werden. Zudem ist geplant,

die Bettenzahl des Gronauer Krankenhauses von

111 auf 136 zu erhöhen.

In den etwas größeren Städten gibt es ebenfalls Positiv-Beispiele

für erfolgreiche Neuausrichtungen. In

Northeim haben die Neubauten des Helios-Klinikums

und des direkt benachbarten Ärztehauses, beides unmittelbar

an der A7-Abfahrt Northeim-Nord gelegen, erheblich

zur Zukunftssicherung des Standorts beitragen

können. In Holzminden ist in den Räumlichkeiten des

ehemaligen Krankenhauses mittlerweile ein medizinisches

Versorgungszentrum mit neun Facharztpraxen

und einem ambulanten Operationszentrum entstanden.

UND IM OBERZENTRUM GÖTTINGEN wäre exemplarisch

etwa das Krankenhaus Neu-Mariahilf zu nennen,

das noch im Jahr 2013 nach fast 150-jähriger Geschichte

vor einer ungewissen Zukunft gestanden hatte – zumindest

stellte der damalige Träger die langfristige Überlebensfähigkeit

seinerzeit infrage.

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende übernahm

schließlich im Frühjahr 2014 Neu-Mariahilf, modernisierte

das Haus schrittweise und gliederte ein medizinisches

Versorgungszentrum an, dessen Ärztinnen und

Ärzte die Infrastruktur des Krankenhauses etwa für Operationen

mit nutzen können. Zudem setzte man auf Synergien

mit dem eigenen Haupthaus und lagerte einige

Abteilungen und Einrichtungen von dort ins Krankenhaus

Neu-Mariahilf aus, darunter die Krankenpflegeschule,

das Hospiz an der Lutter, die Endoprothetik und

die Gynäkologie.

50 4 |2025


unternehmen

Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) berichtete zuletzt, dass der von der UMG betriebenen 25-Betten-Station der Allgemeinen Inneren Medizin

im Bürgergesundheitspark Bad Gandersheim möglicherweise die Schließung zum Ende des ersten Quartals 2026 drohen könnte. Neben der 25-Betten-

Station gibt es hier auch ein MVZ für Orthopädie und Chirurgie, einen Augenarzt und eine Niederlassung des Herz- und Gefäßzentrums Göttingen. Die

UMG betreibt im Bürgergesundheitspark Bad Gandersheim darüber hinaus eine psychiatrische Tagesklinik sowie ein hausärztliches Angebot.

» Die jährlichen

Gesundheitsaufwendungen

in Deutschland liegen

mittlerweile bei mehr als

500 Milliarden Euro ... «

EINE GEBURTSHILFE gibt es hier seit September 2024 allerdings

auch nicht mehr – sie musste wegen personeller

Engpässe schließen. „Wir alle hätten uns eine andere Lösung

gewünscht und bedauern diese Entscheidung sehr“,

erklärte Michael Karaus, medizinischer Geschäftsführer

am Weender Krankenhaus, damals in einer Pressemitteilung.

Die Personalsituation in der Abteilung habe – aus

Verantwortung den werdenden Müttern und ihren Babys

gegenüber – einen Weiterbetrieb nicht zugelassen. Auch

Häuser, die erfolgreich neue Wege einschlagen, stehen also

manchmal doch vor praktisch unlösbaren Problemen. In

diesem Fall hatte der Fachkräftemangel schmerzvoll zugeschlagen.

Wer in Duderstadt, Hann. Münden, Witzenhausen oder

Heilbad Heiligenstadt nachfragt, wird vermutlich ebenfalls

nicht nur rosarote Zukunftsaussichten skizziert bekommen.

Dennoch zeigt sich: Es gibt Wege aus der Krankenhaus-

und Klinik-Krise, auch in Südniedersachsen und

in den angrenzenden Regionen. Den Verantwortlichen ist

bewusst, dass diese Wege steinig werden können und vielleicht

auch mal größere Baustellen erfordern. Aber wenn

all das am Ende zur nachhaltigen Stabilität des deutschen

Gesundheitssystems beiträgt, ist es die Mühen wert. Damit

es auch in Zukunft weiter zu den besten der Welt zählt. ƒ

4 |2025 51


PROFIL

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Kinderzahnärztin Michaela Baake setzt bei der Behandlung kleiner Patientinnen und Patienten auf Sicherheit und Vertrauen.

Seifenblasen gehören bei ihr zum „Entertainment“.

Behandelt wird mit Diadem

Das zahnmedizinische Versorgungszentrum Z17 GmbH Göttingen hat ihr Portfolio erweitert.

Die Kinderzahnärztin Michaela Baake ist an

Bord. Die MVZ Z17 GmbH mit den Standorten

Groner Str. 17a und Waldweg 11 ist schon

länger so aufgestellt, dass nicht mehr jeder

Zahnarzt und jede Zahnärztin für alles zuständig

ist. Die Therapie wird hier auf entsprechende

Experten verteilt. So gibt es Wurzelkanalspezialisten,

Spezialisten für Chirurgie und

Parodontologie sowie eine zertifizierte Prothetikerin

und Konservisten, also Zahnärzte, die

hochqualifizierte Füllungen und Zahnersatz

zur funktionellen Rehabilitation durchführen.

Schon seit Oktober 2022 wird das Team von

einer Zahnärztin verstärkt, die sich auf das

Behandeln von kleinen Patienten spezialisiert

hat und die Weiterbildung zur Kinderund

Jugendzahnmedizinerin erfolgreich absolviert

hat.

Für diese Fortbildung habe sie viel Zeit investiert,

blickt Michaela Baake zurück, die das

MVZ Z17 jetzt mit ihrem Wissen und Können

ergänzt. Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt

sich von der Kariesprävention und der Beratung

der Eltern zu Ernährung, Nuckelgewohnheiten

und Prophylaxe, das Erkennen

und Behandeln von Karies, der Umgang mit

Angstkindern und Kindern mit besonderen

Bedürfnisse. Aber auch das frühzeitige Erkennen

von Kieferfehlstellungen und die rechtzeitige

Zuweisung zur Kieferorthopädie gehören

zum Aufgabenbereich. Ein besonderes Thema

ist Michaela Baakes Diagnostik und Therapie

des Zungenbändchens. Wenn es zu kurz und

unbehandelt ist, kann diese Verbindung von

Mundboden und Zunge bis ins Erwachsenenalter

große Schwierigkeiten bereiten.

»Viele Säuglinge

konnten früher nicht

gestillt werden.«


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ZUNGENBÄNDCHEN UND LIPPENBAND

„Wir nehmen sehr junge Kinder auf, bei denen

der Verdacht besteht, dass das Zungenbändchen

oder auch das unter der oberen Lippe

liegende Lippenband zu kurz sein könnte und

sich nicht von selbst zurückbildet.

Der Oberbegriff für diese Einschränkung

heißt ,,orale Restriktion‘‘. Liegen diese Fehler

vor, gibt es etwa Einschränkungen beim Stillen,

beim Bewegen der Zunge, beim späteren

Sprechen oder bei der Nahrungsaufnahme.

Die Therapie ist das Entfernen des zu kurzen

Bändchens mit CO2-Laser, der speziell hierfür

angeschafft wurde. Das Durchtrennen beziehungsweise

das Entfernen des Bändchens

erfolgt nicht mehr, wie herkömmlich, mit einer

Schere. Das Lasern ist nun das Mittel der

Wahl und quasi der Goldstandard in den USA.

Die Wundheilung verläuft auf diese Art besser.

Betäubt wird mit Oberflächengel, da für Babys

keine Lokalanästhesie zugelassen ist. Diese

verkraften die Behandlung besser als die Erwachsenen,

hebt Michaela Baake hervor.

BEHANDLUNG MIT ENTERTAINMENT

„Es ist nicht einfach, wenn ein fünf Tage alter

Säugling auf dem Behandlungsstuhl liegt“, beschreibt

Michaela Baake ihre Arbeit, die nicht

» Meine kleinen Patienten

wollen alles ganz genau wissen.«

nur aus fachlichem Wissen, sondern auch

aus einem Schuss Entertainment besteht.

Neben dem Diadem, das sie beim Behandeln

trägt, gibt es kleine Tierchen zum Aufkleben,

Seifenblasen – und darüber hinaus werden

die Zimmer kindgerecht geschmückt. Denn

gerade beim Behandeln von Kindern gehe es

um Einfühlungsvermögen und Ablenkung.

Oft haben Kinder zudem Angst. Denn der

Mund sei eine sensible Region. „Und meine

kleinen Patienten wollen alles ganz genau

wissen.“ So stellt Michaela Baake den Bohrer

nicht als Bohrer vor, sondern als „etwas, das

rumpelt“. Und das grelle Licht, das für die

Behandlung notwendig ist, sei für die Dauer

der Behandlung die Sonne. Eine Zahnarztsitzung

kindlich zu präsentieren sei notwendig,

betont Michaela Baake. Denn Kinder können

schnell von sich aus die Behandlung abbrechen.

Dem möchte sie entgegenwirken.

Michaela Baake ist selbst Mutter von drei

Kindern. Sie kann sich deshalb sehr gut in

die Lage der Eltern hineinversetzen und weiß

genau, auf welche Besonderheiten bei den

unterschiedlichen Altersgruppen zu achten

ist. Neben ihrer Arbeit in der Praxis betreibt

sie Aufklärungsarbeit auf Social Media, ist

Autorin und Podcasterin. Markus Hartwig

MVZ Z17 GMBH

THEMENPRAXIS UND SPEZIALISTEN

LEISTUNGSSPEKTRUM

Implantologie (zertif.)

Facharztpraxis für Oralchirurgie

Endodontie (zertif.)

Prothektik (zertif.)

Parodontologie (zertif.)

Kinderzahnmedizin (zertif.)

Ästhetische Zahnheilkunde

Funktionstherapie (zertif.)

Funktionelle prothetische Rehabilitationen

Prophylaxe

Bleaching

» Im Waldweg 11 soll eine

gute Erreichbarkeit und die

Möglichkeit der Abholung

gewährleistet werden.«

QR-Codes scannen und noch mehr erfahren:

PROFIL

CO2-Lasern des Zungenbändchens bei einem Säugling (hier zur Anschauung mit einer Puppe).

ZMVZ Z17 GmbH Göttingen

Groner Str 17a/ Waldweg 11

37073 Göttingen

Tel. 0551-499470

info@z17.de

Praxiszeiten:

Montag-Donnerstag: 8-18 Uhr;

Freitag: 8-17 Uhr;

Samstag: 9-14 Uhr

Ergänzend bietet Michaela Baake in der

Praxis am Waldweg 11 eine

Kindersprechstunde an. Die Zeiten sind:

Montag 9-14 Uhr; Mittwoch 14 bis 18 Uhr;

Freitag 8.30 bis 13 Uhr


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PROFIL

Den ganzen Menschen sehen

Vor fast zehn Jahren gingen Dr. med. Karen Lodhia und ihr Mann Navid aus der Stadt aufs

Land, um in einer Landarztpraxis alles anders zu machen, als man es erwarten würde. Kurz vor dem

Jubiläum ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme.

» Ich habe mich ab

dem ersten Tag von der

Frage leiten lassen, wie

eine Praxis sein müsste,

in der ich selbst gerne

Patientin wäre.«

Im Jahr 2016 ließ sich Dr. med. Karen Lodhia

als Hausärztin in ihrer Praxis in Bilshausen,

einer kleinen Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern,

nieder. So weit, so gewöhnlich –

möchte man denken. Doch im Gespräch wird

schnell klar, dass nicht nur ihr Werdegang als

Ärztin ungewöhnlich ist, sondern auch ihre

Vorstellung von einer Landarztpraxis.

Nach dem Medizinstudium in Hamburg

und Göttingen war Karen Lodhia zunächst Assistenzärztin

an der Universitätsklinik Göttingen,

mit Abschluss der Facharztweiterbildung

Oberärztin im Asklepios-Krankenhaus Seesen.

„Ärzte betreiben ihre Aus- und Weiterbildung

normalerweise vom Allgemeinen in eine zunehmende

Spezialisierung“, beschreibt Karen

Lodhia. Sie ging den entgegengesetzten Weg.

Nach Promotion in der Virologie in der Assistenzarztzeit,

Abschluss ihrer Facharztausbildung

Innere Medizin und Gastroenterologie

legte sie vier Jahre später die Facharztprüfung

Innere Medizin ab und erfüllte sich den Traum

von der eigenen hausärztlichen Praxis.

EINFACH ALLES ANDERS MACHEN

An die zweifelnden Fragen aus ihren Umfeld

erinnert sie sich noch gut: Als Oberärztin

den Schritt aus der Stadtklinik in die Landarztpraxis

wagen? Von der Spezialistin zur

Hausärztin werden? Sie sei mit ihrem Mann

angetreten, hoch qualitative Medizin auf

dem Land zu machen. „Unser Plan war, einfach

alles anders zu machen.“

Karen Lodhia beschreibt die Grundzüge

dieses Planes so: „Ich habe mich ab dem ersten

Tag von der Frage leiten lassen, wie eine

Praxis sein müsste, in der ich selbst gerne Patientin

wäre.“

Ein Arzt auf dem Land müsse aus ihrer Sicht

so umfassend aufgestellt sein, dass er alle

Menschen medizinisch versorgen könne. „Im

ländlichen Raum sind Entfernung und Verkehrsanbindung

oft ein Problem und Wartezeiten

auf Termine beim Spezialisten sind

lang“, führt Karen Lodhia als Grund dafür ins

Feld. „Ich überweise nicht reflexartig an Spezialisten,

sondern versuche, die Probleme mit

meinem Team zu lösen.“ Das wüssten nicht

nur die Patienten zu schätzen, es entlaste

auch das Gesundheitssystem. „Die Hausarztzentrierung

bewirkt weniger Doppeluntersuchungen

und weniger Krankenhausaufenthalte.

Konsequente Vorsorgen verhindern viele

Gesundheitsprobleme.“

Zu diesem Zweck haben die Lodhias stets

über den Tellerrand der Medizin hinausgeschaut

und aus diversen Branchen Ideen gesammelt

und in die medizinische Anwendung

übersetzt. Ob Luftverkehr, Post, Einzelhandel,

Industrie, Militär – überall wurden in den vergangenen

Jahren neue Techniken entwickelt,

um Personal zu halten, das Betriebsklima zu

verbessern, Zielgruppen passgenauer zu betreuen

und die Arbeitseffizienz zu erhöhen.

Der Effizienzgewinn werde direkt in die Versorgung

der Menschen vor Ort investiert. Sie

begegne mit ihrem Team den Patienten deshalb

mit Zeit, Wohlwollen und Wertschätzung.

„Wir sehen den ganzen Menschen mit allen

seelischen und körperlichen Themen.“

MAXIMALE AUSSCHÖPFUNG DES

GEMEINSAMEN POTENZIALS

Ein weiterer wichtiger Baustein der gemeinsamen

Landarztpraxis sei das Miteinander

im Team. „Unser Team soll gerne bei uns

arbeiten“, sagt Navid Lodhia, der seine Frau

als Praxismanager und Praxisbetriebswirt unterstützt.

„Alle sollen Wertschätzung erfahren

und das Gefühl haben, an einer gemeinsa-


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PROFIL

Michael Weber, Vorstandssprecher des ADAC

Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.

Karen Lodhia wirbt dafür, mehr Ärzte in ländliche Regionen zu bringen. Sie selbst ist das beste Vorbild, wie das funktionieren kann.

men Idee mitzuarbeiten.“ Die Lodhias setzen

dafür auf die maximale Entscheidungsfreiheit

der medizinischen Fachangestellten. „Auf der

Basis gegenseitigen Vertrauens sind alle voll

engagiert und schöpfen ihre Kompetenzen

maximal aus“, erklärt Karen Lodhia. „Der Effizienzgewinn

für die Praxis ist enorm, aber

auch der persönliche Gewinn für die Teammitglieder.“

Doch nicht nur die Teammitglieder, sondern

auch die Lodhias werfen alles in die

Waagschale: Karen Lodhia ist zusätzlich Diabetologin

(DDG) und verkehrsmedizinische

Begutachterin. Ihr Mann fungiert auch als

Kinderschutzfachkraft und Traumatherapeut.

Zusammen bieten sie eine große Bandbreite

medizinischer Leistungen.

MEHR ÄRZTE AUFS LAND BRINGEN

Aus Sicht der Lodhias sind gerade Landarztpraxen

oft breit aufgestellt und hoch engagiert.

Doch es müssten mehr werden. „Wir wollen

mehr Ärzte auf das Land bringen“ betont Karen

Lodhia. Auch deshalb sei ihre Praxis Lehr praxis

der Universitätsmedizin Göttingen. Jedes Semester

kämen Studierende zur Hospitation.

Das Konzept trifft bei den Menschen auf

große Akzeptanz. Bei steigenden Patientenzahlen

suchen die Lodhias inzwischen selbst

einen ärztlichen Teamzuwachs, um an der

Zweigstelle in Gillersheim die patientennahe

und niedrigschwellige, umfassende Medizin

sicherzustellen.

Nach mittlerweile zehn Jahren in ihrer

Wunschpraxis und einem Innovationspreis

im Jahr 2020 sehen sich die Lodhias bestätigt.

„Es ist möglich, ambitionierte Medizin

auf dem Land zu machen. Man kann den zu

Recht hohen Erwartungen der Patienten und

dem eigenen Anspruch gerecht werden, wenn

man eine Idee konsequent verfolgt.“

Tobias Kintzel

Dr. med. Karen Lodhia

Hoher Weg 17

37434 Bilshausen

Tel.: 05528 92380

info@dr-med-lodhia.de


PROFIL

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FOTO MICHAEL WEBER, PODBI, HANDWERK/FAHRRAD

Ein Baustein der Transformation: die neue ADAC-Filiale in der Podbielskistraße in Hannover.

Mobilität menschlich denken

Die Transformation des ADAC vom Automobilclub zum Alltagshelfer

In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sind mehr als 1,5 Millionen Menschen ADAC Mitglied.

Die meisten von ihnen fahren Auto und verlassen sich auf die Hilfe der Gelben Engel, sollte der

Wagen sie doch einmal im Stich lassen. Die ADAC Pannenfahrzeuge und die Retterinnen und

Retter im strahlenden Gelb sind vielen Menschen in Deutschland aus eigener Erfahrung oder

aus dem Straßenbild gut bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass sich der ADAC in einem

Transformationsprozess befindet. Der Automobilclub versteht sich heute als Alltagshelfer und

betrachtet die Bedürfnisse seiner Mitglieder und aller Interessierten über die Bundesstraßen

und Autobahnen hinaus. Über diesen Wandel sprechen wir heute mit Michael Weber, dem

Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.

» Mobilität ist ein

Grundrecht und muss

vielfältigen Bedürfnissen

gerecht werden.«


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ZUR PERSON

Herr Weber, warum strebt der ADAC eine Rolle

als Alltagshelfer an?

Der Alltag unserer Mitglieder – und aller, die

uns brauchen – besteht aus weit mehr als der

Zeit, die sie im Auto verbringen. In den letzten

Jahren hat sich die Mobilität in Deutschland

stark verändert. Die Menschen denken mehr

an den Klimaschutz, nutzen den öffentlichen

Nahverkehr, fahren Fahrrad oder gehen öfter

zu Fuß. Gleichzeitig hat unsere Gesellschaft

mit vielen Herausforderungen zu kämpfen.

Der demografische Wandel führt zu einem

zunehmend belasteten Gesundheitssystem

sowie einem verschärften Fachkräftemangel,

der sich in vielen Bereichen wie beispielsweise

der Pflege oder dem Handwerk bemerkbar

macht. Bei all diesen Schwierigkeiten wollen

wir unsere Mitglieder und alle Interessierten

nicht allein lassen. Deshalb reicht unser Leistungsspektrum

heute von der klassischen

Pannenhilfe über Fahrradservices und den Gesundheitsbereich

bis ins eigene Wohnzimmer.

Das klingt nach einem sehr umfangreichen

Portfolio. Können Sie uns konkrete Beispiele

nennen, wie sich das im Leben der Menschen

bemerkbar macht?

Ein gutes Beispiel ist der neue ADAC Zuhause-

Schutzbrief, der die klassische Pannenhilfe auf

das eigene oder angemietete Zuhause ausweitet.

Dieser umfasst unter anderem einen

24/7-Notfalldienst, den Zugriff auf qualifizierte

Handwerker und Leistungen wie Schlüsselnotdienst,

Rohrreinigung, Schädlingsbekämpfung

oder Reparatur von Haushaltsgeräten. Darüber

hinaus haben wir unsere Pannenhilfe auf

Fahrradfahrende ausgeweitet. Auch unsere

Radservicestationen sind vielfältig einsetzbar,

sie eignen sich ebenfalls zur Reparatur von

Kinderwagen oder Rollstühlen. Im Gesundheitsbereich

hat der ADAC in diesem Jahr eine

große bundesweite Blutspendenaktion organisiert

und damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit

und die Vorteile der Blutspende geschärft.

Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein,

dass die Straßen für alle Verkehrsteilnehmen-

Michael Weber ist seit Februar 2024

Sprecher des geschäftsführenden

Vorstands des ADAC Niedersachsen/

Sachsen-Anhalt e. V. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker

aus der Region

Göttingen gestaltet maßgeblich

die Transformation des ADAC in

den Regionen Niedersachsen und

Sachsen-Anhalt. Zuvor sammelte er

berufliche Erfahrungen unter anderem

bei Hewlett Packard sowie der

Thimm-Gruppe in Northeim.

den sicher und funktional sind – und suchen

dazu aktiv das Gespräch mit Entscheidungsträgerinnen

und Entscheidungsträgern aus

Politik, Medien und Wirtschaft.

Der ADAC vertrat lange Zeit ausschließlich die

Interessen der Autofahrerinnen und Autofahrer

und hat damit große Erfolge gefeiert. Die

neuen Projekte erfordern sicherlich viel Zeit

und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird man

vermutlich kaum allen Interessen und Bedürfnissen

gerecht werden können. Vertreten Sie

noch ausreichend die Bedürfnisse der Mitglieder,

die Ihnen seit langer Zeit treu sind?

Was viele nicht wissen: Der ADAC startete

als reiner Motorradfahrer-Verein, das Auto

kam erst später hinzu. Betrachtet man darüber

hinaus das Leben des Menschen, ist die

erste Mobilitätsform das Laufen, dann fahren

wir Fahrrad, Roller, erst dann folgen Motorrad

und Auto – und selbst das nicht im Leben

eines jeden Einzelnen. Mobilität ist ein

Grundrecht und muss vielfältigen Bedürfnissen

gerecht werden. Alle Arten der Mobilität

müssen als ein Ganzes funktionieren und gut

ineinandergreifen. Wir wollen Mobilität nicht

nur technisch, sondern menschlich denken.

Auf diese Weise vertreten wir die Interessen

aller unserer Mitglieder umfassender denn je.

Im August wurde eine neue Filiale in der

Podbielskistraße in Hannover eröffnet. Dort

Michael Weber, Vorstandssprecher des ADAC

Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.

hat der ADAC ein ganz neues Konzept ausprobiert.

Wie passt dieses zum neuen Selbstverständnis

des ADAC als Alltagshelfer?

Diese neue Filiale in der Podbi ist ein zentraler

Baustein unserer Transformation. Sie

wurde bewusst als offener Treffpunkt gestaltet

– mit Lounge, Kinderecke und modernen

Beratungsbereichen. Im Mittelpunkt steht der

Mensch: Besucherinnen und Besucher erhalten

hier individuelle Beratung zu Mobilität,

Reisen und Versicherungen – persönlich vor

Ort oder bei Bedarf auch digital unterstützt.

Herr Weber, zum Schluss wollen wir einen

Blick in die Zukunft werfen: Wie sehen und

erleben die Menschen den ADAC in fünf Jahren?

Was meinen Sie?

Als einen guten Freund, der immer nur einen

Anruf entfernt ist, Probleme löst und stets

für ein Gefühl der Sicherheit und Zuversicht

sorgt. Als einen kompetenten Partner, der wie

kein anderer Mobilität ganzheitlich begreift

und so ihre Zukunft zugunsten aller Verkehrsteilnehmenden

prägt und mitgestaltet. Als

erfahrenen und verlässlichen Berater in den

Bereichen Reise und Versicherung. Als Alltagshelfer

in allen Lebenslagen. Daran arbeiten wir

täglich und laden alle, die uns so noch nicht

kennengelernt haben, zu einem Besuch in unseren

Geschäftsstellen ein, wo die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter schon heute mit Hilfe

und Rat allen Besuchenden zur Seite stehen.

PROFIL


PROFIL

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Fünf auf einen Streich

Seit unserer Unternehmensgründung gehören wir durchgängig zu den

Top 5 % auf dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu. Diese Anerkennung

freut uns ganz besonders – denn sie kommt von den Menschen,

die Arineo prägen.

Die erneute Auszeichnung als kununu Top Company bestätigt unseren

Weg: Wir stehen für ein Arbeitsumfeld, in dem neue Ideen willkommen sind,

individuelle Entwicklung gefördert wird und Verantwortungsübernahme

und flexible Arbeitszeiten selbstverständlich sind.

Neugierig geworden?

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-kompakt

Kurz gemeldet

Erneute Auszeichnung

PRO OFFICE ist von Architektur & Wohnen (A&W) erneut

unter die 50 besten Büroeinrichter Deutschlands gewählt

worden. Das gab das Unternehmen, das auch in

Göttingen einen Standort betreibt, auf seiner Internetseite

bekannt.

Dass die Arbeit von Pro Office ein weiteres Mal von

einem der renommiertesten Design- und Architekturmagazine

Deutschlands gewürdigt wurde, mache das Unternehmen

stolz – und motiviere das Team dazu, weiterhin

„Arbeitsplätze mit Zukunft zu schaffen – durchdacht,

nachhaltig und inspirierend“, heißt es in der Mitteilung.

Nachfrage zurückhaltend

MICHAEL GROSSE, seit Juli 2025 neuer CEO bei Sartorius,

bewertet die Nachfrage nach neuen Investitionen

in seiner Branche seit der Corona-Pandemie als „zurückhaltend“,

wie er bei einem Pressegespräch des

Unternehmens erklärte. Für beide Konzernsparten

sprach er von „etwas gedämpften Erwartungen“,

gleichzeitig aber auch von einer „insgesamt sehr erfreulichen

Entwicklung“. Grosse: „Wir sind sehr zufrieden,

auch weil wir in der Lage sind, klare Voraussagen

zu treffen.“

The Harz Distillery

Mit Sinn für Handwerk und Genuss

NACH MEHR ALS EINEM JAHR BAUZEIT hat die Harz Distillery in Bad Lauterberg

nun ihre Türen geöffnet. Besucher können neben hochwertigen Spirituosen

auch spannenden Einblicke in die Destillierkunst erwarten.

Die Harz Distillery verfolgt die Idee, Regionalität und klassisches Handwerk

mit modernen Verfahren und zeitgemäßem Design zu verbinden. Das Sortiment

umfasst Gin, Brände, Geiste und Liköre und soll Schritt für Schritt erweitert

werden. Neben klassischen Produkten plant das Master-Distillers-Team zudem

neue Kreationen und exklusive Kleinserien.

Schon die Architektur macht neugierig: Durch große Fenster sind spannende

Einblicke auf die Arbeit in der Manufaktur jederzeit möglich. Der offen und

herzlich gestaltete Store lädt dazu ein, die Spirituosen in entspannter Atmosphäre

zu probieren. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von der Empore über dem

Produktionsbereich – hier lässt sich das Handwerk aus nächster Nähe beobachten.

Der Zugang zu diesem Bereich erfolgt mit einem Ticket, das zugleich die

Teilnahme an einer Self-Guided-Tour ermöglicht. Dort erfahren Besucher Wissenswertes

rund um die Kunst der Destillation. Tastings und Touren durch die

Distillery sind ebenso geplant wie regelmäßige Themenabende, Workshops oder

saisonale Events. „Mit der Eröffnung möchten wir nicht nur unsere Produkte

vorstellen, sondern auch einen Erlebnisort öffnen, an dem Genuss, Handwerk

und Menschen zusammenkommen. Die Harz Distillery soll ein lebendiger

Ort sein – für Einheimische ebenso wie für Touristen “, so die Betreiber Britta

und Walter Möller, die sich aus der Schierker Feuerstein GmbH & Co. KG

heraus bewusst dafür geöffnet hatten, weitere Spirituosen zu kreieren.

60 4|2025


-kompakt

unternehmen

Dachdecker aus Moringen

Meistertitel in

vier Generationen

75 JAHRE MEISTERHANDWERK – dieses besondere Jubiläum

hat das Dachdeckerunternehmen Henkel und Söhne

Bedachungs GmbH aus Moringen unlängst gefeiert. Bis

heute ist bereits die vierte Meistergeneration im Familienbetrieb

tätig.

Begonnen hat diese Tradition mit dem Urgroßvater der

aktuellen Geschäftsführung: Wilhelm Ahlborn hatte 1950

seinen Meistertitel erhalten. Damals arbeiteten nur wenige

Gesellen in dem kleinen dörflichen Betrieb und deckten

die Dächer in der Region. Sein Enkel Dieter Henkel trat

im Alter von 15 Jahren als dritte Generation ins Unternehmen

ein. 1981 machte der junge Geselle bereits seine

Meisterprüfung, um die Firma vom Großvater übernehmen

zu können. In den 80er- und 90er-Jahren wuchs das

Unternehmen kräftig und war zeitweise bundesweit tätig.

Auch Dieter Henkels Söhne Timm und Jan-Henrik

Henkel lernten bereits als Jugendliche das Dachdeckerhandwerk

kennen und sind mittlerweile als vierte Generation

in der Firma tätig. 2016 erwarb der ältere Bruder

Timm seinen Meistertitel, 2024 folgte der jüngere

Jan-Henrik. Vor vier Jahren übernahm Timm Henkel die

Geschäftsführung. Jan-Henrik Henkel arbeitet aktuell als

Prokurist und soll perspektivisch zur Leitung dazustoßen.

Seit zwei Jahren ist Dieter Henkel im Ruhestand und steht seinen Söhnen

beratend zur Seite. Auch Mutter Barbara Henkel arbeitet derzeit noch in der

Verwaltung und begleitet den Generationenwechsel.

Mit rund 40 Mitarbeitern konzentriert sich die Firma inzwischen wieder

bewusst auf die Region Südniedersachsen in einem Radius von etwa einer

Stunde Anfahrt. Über die Zeit hatte Henkel hier an einigen besonderen und

anspruchsvollen Projekten mitarbeiten dürfen. Dazu gehören zum Beispiel die

Nordmensa der Georg-August-Universität, mehrere Wohnhäuser des Studierendenwerks,

die Sheddachhalle, das Life Science Center und der Turm im

Sartorius Quartier sowie mehrere Gebäude auf dem Sartorius Campus in Göttingen.

Auch der Hundertwasserbahnhof in Uelzen, die INI-Klinik in Hannover,

die Sixti-Kirche in Northeim und der Dschungelpalast im Erlebnis-Zoo

Hannover Zoo wurden von den Handwerkern aus Moringen gedeckt.

Kooperation mit Einbecker Brauhaus

Comeback für Allersheimer Urpilskeller

MIT DEM VERKAUF des Allersheimer Brauereigeländes Anfang

2024 drohte auch dem Urpilskeller das Aus. Jetzt belebt eine regionale

Partnerschaft die traditionelle Kellerwirtschaft neu – und

sorgt für eine kleine Überraschung: Künftig wird hier Bier des

35 Kilometer entfernten Einbecker Brauhauses ausgeschenkt.

Der Urpilskeller mit seiner charakteristischen Kappendecke

blickt auf 170 Jahre Geschichte zurück: Historisch als Eiskeller

genutzt, war er über Jahrzehnte hinweg eine Institution in der

Region, insbesondere für Feierlichkeiten und Vereinsaktivitäten;

auch Brauereiführungen endeten im Urpilskeller. Mit der Verlagerung

der Produktion nach Westheim zur Gräflich Stolberg’schen

Brauerei und dem Verkauf des Geländes war die Zukunft

zunächst ungewiss.

Walter Päuser, der zusammen mit Willi-Ingo Kreykenbohm Anfang

2024 das Brauereigelände übernommen hatten, betont mit

Blick auf den Urpilskeller: „Mit dem Einbecker Brauhaus und

Bauer Loges als Caterer haben wir zwei etablierte Partner aus der

Region gefunden, die unsere Vision teilen, den Ort wieder mit

Leben zu füllen.“

Marc Kerger, Vorstand des Einbecker Brauhauses, stellt klar:

„Wir sind natürlich stolz, jetzt unseren eigenen Namen am Zapfhahn

stehen zu haben, haben gleichzeitig aber großen Respekt

vor dem, was Allersheimer über Generationen aufgebaut hat.“

Der Urpilskeller sei ein Kulturgut der Region. Der rustikale

Charme des Kellers soll erhalten bleiben; er soll auch wieder für

private Feiern buchbar sein.

4 |2025 61


wissen

Ex-Basketballer

Wilbert Olinde

wirbt in neuer Kampagne

„Made in Göttingen“

für den Alumni-Verein.

Die Vision:

in einem Jahr verdoppeln

Mit gut 4600 Mitgliedern ist Alumni Göttingen schon jetzt einer der

bundesweit größten Zusammenschlüsse ehemaliger Angehöriger einer

Universität. Doch das reicht dem gemeinnützigen Verein nicht. 25 Jahre

nach der Gründung haben sich Vorstand und Geschäftsführung das

Ziel gesetzt, die Zahl der Alumni bis zum Ende des kommenden Jahres

zu verdoppeln. Dabei haben sie einen wirklich großen Helfer.

TEXT MATTHIAS BRUNNERT FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

In Göttingen zu studieren, ist etwas sehr Besonderes,“

sagt Katharina Kastendieck, die Geschäftsführerin

von Alumni Göttingen. „Das hören wir immer wieder.“

Ein Grund, warum aktuelle und ehemalige Studierende

die südniedersächsische Stadt loben, sei die besondere

Vielfalt der Georg-August-Universität. Ein anderer

Grund: „In Göttingen hat man kurze Wege. Man fühlt

sich schnell heimisch und trifft überall Bekannte – ob

Mitstudierende oder Profs“, sagt Kastendieck. Zugleich

gebe es „ein vielfältiges kulturelles, gastronomisches

und sportliches Angebot und gelebte Traditionen. Und

alles ist irgendwie sehr familiär.“ Viele Studierende

wüssten zu schätzen, was sie an Göttingen haben und

hatten – „erst recht, wenn sie nach dem Examen die Universität

und die Stadt wieder verlassen.“

EIN MITTEL GEGEN den Abschiedsschmerz und eine

gute Möglichkeit, der Georg-August-Universität und der

Stadt dauerhaft verbunden zu bleiben, sei die Mitgliedschaft

bei Alumni Göttingen, sagt Kastendieck. Das höre

sie von Ehemaligen immer wieder.

Der gemeinnützige Alumni-Verein ist mit mehr als

4600 Mitgliedern zwar schon jetzt einer der größten seiner

Art in Deutschland. „Es wäre aber schön, wenn es

noch sehr viel mehr wären“, sagt Kastendiek. Das

25-jährige Jubiläum des Clubs im kommenden Jahr hat

die Verantwortlichen deshalb auf eine Idee gebracht:

Mit einer groß angelegten Werbekampagne mit dem Titel

„Made in Göttingen“ wollen sie dafür sorgen, dass

Alumni Göttingen weiter wächst – „und zwar kräftig“,

sagt Büroleiterin Nina Hornig, die auf berufliche Stationen

beim Göttinger Literaturherbst und bei den Händel-

Festspielen zurückblickt.

„MADE IN GÖTTINGEN“ stehe für die vielen interessanten

und erfolgreichen Persönlichkeiten, die die Universität

hervorgebracht habe und hervorbringe und für

„Freundschaften fürs Leben“, sagt Hornig. Ziel der Aktion

sei es, die Zahl der Mitglieder des Alumni-Vereins in absehbarer

Zeit zu verdoppeln.

Eines der zentralen Gesichter der Kampagne und damit

ein wichtiger Unterstützer ist der frühere Basketballstar

Wilbert Olinde. Der 70-Jährige, der heute in Hamburg

lebt, war 1977 aus dem kalifornischen Los Angeles

nach Niedersachsen gekommen. „Eigentlich wollte ich

in Göttingen nur eine Saison Basketball spielen und

dann in die USA zurückgehen “, erinnert sich Olinde.

Doch dann blieb er. Mit dem SSC (heute ASC) wurde

Olinde dreimal deutscher Meister (1980, 1983, 1984)

und zweimal Pokalsieger. Weil er neben dem Sport an

der Georg-August-Universität Betriebswirtschaftslehre

studierte (Abschluss: Diplomkaufmann), konnte er

auch im Basketballteam der Hochschule spielen. „Das

hat viel Spaß gemacht“, erinnert sich Olinde.

Und er war erfolgreich. So wurde das Team mit dem

2,02 Meter großen Topscorer Olinde (30 Punkte im Finale

gegen die Uni Gießen) im Jahr 1979 deutscher

Hochschulmeister. Prominente Mitstreiter im Hoch-

62 4 |2025


wissen

Katharina Kastendieck (l.) und Nina Hornig haben sich

zum 25-jährigen Bestehen des Göttinger Alumni-Vereins

ehrgeizige Ziele gesetzt.

ALUMNI GÖTTINGEN

Alte Mensa

Wilhelmsplatz 3

37073 Göttingen

Telefon: 0551 / 39 26211

Mail: info@alumni-goettingen.de

Internet: www.alumni-goettingen.de

Bürozeiten: montags bis freitags, 9 bis 15 Uhr

4 |2025 63


unternehmen

schulteam: Der langjährige ASC-Akteur und spätere

Basketball-Bundestrainer Terry Schofield oder die

Natio nalspieler Erhard Apeltauer und Eckhard Lodders.

Olinde zog es in den 1990er-Jahren nach Hamburg, wo

er Geschäftsführer einer Bank wurde. Später machte er

sich als Trainer für Motivation, Sozialkompetenz und

Persönlichkeitsentwicklung selbstständig. Der Universität

Göttingen blieb er all die Jahre als Alumnus verbunden.

Als er jüngst gefragt wurde, ob er dazu beitragen wolle,

dass Alumni Göttingen weiter wächst, habe er spontan und

„sehr gerne“ zugesagt, berichtet Olinde. „Dass Wilbert mitmacht

und wir mit ihm werben dürfen, ist großartig“, sagt

Nina Hornig. Auf Plakaten, im Internet und mit gezielter

Öffentlichkeitsarbeit will der Alumni-Verein jetzt weitere

ehemalige Göttinger Studierende als Mitglieder gewinnen.

„Dabei haben wir eine Vision“, sagt Geschäftsführerin

Kastendieck: „Wenn es jedem Mitglied gelingt, auch nur

ein neues Mitglied zu werben, wäre die Zahl von 10.000

Mitgliedern nicht illusorisch.“

Und warum das Ganze? „Der Alumni-Verein ist einerseits

ein gutes Instrument zur Kontaktpflege“, sagt Kastendieck.

„Aber er ist auch dazu da, um Gutes zu tun.“

Das Motto des Vereins sei schließlich: „Zum Wohle aller.“

Durch eine Mitgliedschaft unterstützen Ehemalige

ihre Hochschule und deren verschiedene soziale Aktivitäten.

So werden Studierende mit Stipendien gefördert,

aber auch durch Mentoring. Im alumnieigenen Garten

können sich Studierende an Nachhaltigkeitsprojekten

beteiligen. Der Verein unterstützt zudem studentisches

Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen. Auch

außerhalb der Hochschule ist der Alumni-Verein aktiv.

So sind zum Beispiel Mitglieder als Lesepaten in Grundschulen

aktiv.

Ganz neu im Angebot seien wechselnde Angebote für

Aktivitäten oder Unternehmungen, bei denen ehemalige

Studierende die Gelegenheit haben, andere Alumni zu

treffen, sagt Nina Hornig. Beispiel: Exkursionen zu interessanten

Einrichtungen in Göttingen und Umgebung.

Der Alumni-Verein organisiere daneben in den verschiedenen

Fachbereichen der Hochschule auch Veranstaltungen

für Studierende, bei denen diese Einblicke in

unterschiedliche Berufsbereiche bekommen können. Und

auch für Alumni, die auf handfeste Vorteile Wert legen, ist

etwas dabei: Die Mitgliedschaft bietet ehemaligen Studierenden

einen vergünstigten Zugang zum Sportangebot

und zum FIZ (Fitnesszentrum) der Universität.

AUF EIGENE VORTEILE komme es allerdings kaum jemandem

unter den Ehemaligen an, sagt Kastendieck.

„Es geht den meisten eher darum, etwas zurückzugeben.“

Der Verein habe daraus die Konsequenz gezogen. Vor

gut drei Jahren habe Alumni Göttingen ein Mentoring-

Programm gestartet: „Wir bringen Ehemalige und jetzige

Studierende zusammen. Es ist für die Alumni eine wunderbare

Sache, sich einzubringen. Denn ihr Engagement

hilft einem jungen Menschen ganz konkret auf seinem

Weg.“

Dass sein Einsatz hilft, hofft auch Wilbert Olinde. Es

sei für ihn wichtig und selbstverständlich, seiner Universität

durch sein Engagement etwas zurückzugeben.

Denn: „Meine Zeit in Göttingen war für mich eine wirklich

gute Zeit.“ ƒ

Alte Aufnahme mit den Basketballern um Wilbert Olinde (ganz rechts, Nummer 5) – heute engagiert er sich für den Alumni-Verein.

64 4 |2025


Die Kunst,

ein Leben lang

zu genießen.

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4|2023 29


zwischen den vielen verschiedenen Stellen, die Kinder und

Jugendliche betreuen. Es gilt, die Jugendlichen dort abzuholen,

wo sie mit ihren Problemen auftauchen – und sie

ideal weiter zu betreuen. „Wir können den Kindern und

Jugendlichen helfen, aber ihre Betreuung muss danach

auch jenseits der Klinik weitergehen“, so der leitende

Oberarzt Uebel-von Sandersleben über die Rolle der KJP

in diesem Netz. „Neben dem Ausbau der KJP ist daher ein

ganz wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit, diese regionale

Zusammenarbeit zu verbessern.“

Über die Bildungsregion Südniedersachsen wurde gemeinsam

mit der Klinik für Pädiatrie, den niedergelassewissen

Wenn Kinder

die Systeme sprengen

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin

Göttingen gibt es mittlerweile seit 75 Jahren. In dieser langen Zeit hat sich einiges

verändert: Die Klinik ist deutlich gewachsen – und mit ihr auch das Netzwerk mit anderen

Akteuren in der Region, um die Versorgungsqualität zu erhöhen. Aber Lücken bleiben.

TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOS UMG, JAN VETTER

Umgeben von viel Grün, in direkter Nachbarschaft

der somatischen Kliniken der

Universitätsmedizin Göttingen (UMG),

aber abseits vom dortigen Trubel, liegt die

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Psychotherapie (KJP). Hier kümmern sich rund 180

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um junge Menschen

im Alter von vier bis 18 Jahren, meist aus Stadt und

Landkreis Göttingen sowie großen Teilen des Landkreises

Northeim. Seit der Gründung 1950 ist viel passiert.

Vor allem die vergangenen 15 Jahre waren von starken

Erweiterungen geprägt, die den wachsenden Hilfsbedarf

und die Vielfalt an Störungsbildern widerspiegeln.

Heute besteht die Klinik aus einer Ambulanz, in der

pro Jahr rund 3000 Fälle behandelt werden, einer Tagesklinik

mit etwa 120 Fällen pro Jahr und einer vollstationären

Klinik mitsamt einer geschlossenen Abteilung, in

der derzeit jährlich etwa 320 Fälle aufgenommen werden.

Es stehen 28 Betten vollstationär und 20 Betten teilstationär

zur Verfügung. Doch auch, wenn einmal alles

belegt sein sollte, „gibt es eine Verpflichtung zur Aufnahme“,

sagt Henrik Uebel-von Sandersleben, seit zwei Jahren

der kommissarische Leiter der KJP. „Wenn Suizidalität

oder aufgrund einer psychischen Problematik eine

Fremdgefährdung vorliegen, dann nehmen wir diese Betroffenen

immer auf.“

Auch wenn die KJP grundsätzlich alle Störungsbilder

betreut, haben sich im Laufe der Zeit einige Schwerpunkte

in Form von Spezialambulanzen entwickelt: für ADHS

(Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), für

die Autismus-Spektrum-Störung, für Tic- und Zwangsstörungen

und zuletzt die Ambulanz für Schulabsentismus.

Und noch etwas ganz Wichtiges ist über die Jahre rund

um die KJP herangewachsen: ein regionales Netzwerk

Sommerfest der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJP)

der Universitätsmedizin Göttingen: Zahlreiche Gäste waren zum Tag der offenen Tür im

August 2025 gekommen.

66 4 |2025


wissen

Eröffnung des neu gestalteten Wasserspielplatzes

im Garten der KJP (v.l.n.r.): Lorenz

Trümper, Vorstand Krankenversorgung der

UMG, Yvonne Strauß, stellvertretende Leitung

Stabsstelle Fundraising und Alumni,

Henrik Uebel-von Sandersleben, Leiter

(komm.) der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Psychotherapie der UMG.

nen Kinder- und Jugendpsychiatern, niedergelassenen

Kinderärzten und Hausärzten sowie dem Gesundheitsamt

das Thema Schulabsentismus bearbeitet. Die Schulen

wurden miteinbezogen, auch die Jugendämter – und

mit der Jugendhilfe werden Möglichkeiten ausgelotet, wie

innerhalb der Familie Eltern für den Umgang mit betroffenen

Kindern gestärkt werden können. Im Boot sind hier

auch das Institut für angewandte Sozialfragen (ifas) und

die Fachklinik am Waldweg. Hier gibt es Hilfe für medizinische

Reha-Maßnahmen.

Doch bei allen Verbesserungen gibt es weiteren Optimierungsbedarf,

vor allem im Bereich der Systemsprenger.

„Das sind Kinder und Jugendliche mit einem extremen

Verhalten, das bislang weder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

ausreichend behandelt werden kann,

noch gibt es bei der Jugendhilfe geeignete Maßnahmen“,

so Uebel-von Sandersleben. Es handele sich um Jugendliche,

die ausrasten, die Dinge zerstören, die nicht in die

Schule gehen – und die aufgrund ihrer spezifischen

Probleme und Verhaltensweisen Schwierigkeiten haben,

in bestehende Strukturen wie Familie, Schule, Heim oder

Therapie integriert zu werden. Sie sprengen die Systeme,

weil diese mit ihnen überfordert sind.

Über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg ist weltweit

die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

schlechter geworden, und damit sind auch die Ansprüche

an das Versorgungssystem gestiegen. Doch die

Systemsprenger fallen dort bislang heraus. „Das ist eine

Baustelle, die seit vielen Jahren besteht“, so Uebel-von

Sandersleben. Erschwert werde die Situation noch durch

einen Fachkräftemangel: Es fehlen Sozialpädagogen,

Heilerziehungspfleger und Therapeuten, weshalb es auch

immer wieder vorkommt, dass Betreuungseinrichtungen

komplett geschlossen werden müssen. Der Lehrermangel

in den Schulen bei gleichzeitig gestiegenem Betreuungsbedarf

hilft da auch nicht gerade weiter: „Die Mittel, die

wir haben, um Kindern gerecht zu werden, reichen aus

meiner Sicht nicht aus. Das ist ein landespolitisches Problem.“

Immerhin: Man sei im engen Dialog mit den Entscheidungsträgern.

Dialog ist eines der Schlüsselworte überhaupt. Nicht nur

für die Hilfseinrichtungen untereinander, sondern auch im

Gespräch mit denen, die unmittelbar im Alltag mit den

Problemen der Kinder und Jugendlichen konfrontiert sind,

seien es Eltern oder Lehrer. „Für Eltern sind beispielsweise

die Familienberatungsstellen eine erste Anlaufstelle; die

machen in Göttingen eine super Arbeit“, sagt Uebel-von

Sandersleben. Dort sitzen unter anderem auch Therapeuten,

die unterstützen können. Auch der Austausch mit

Lehrern sei oft hilfreich. Bei einem Verdacht auf gravierendere

Probleme, im Extremfall etwa Suizidalität, ist

die KJP 24 Stunden erreichbar. „Lieber im Zweifel einmal

mehr herkommen oder sich melden, anstatt dass

etwas Schlimmes passiert und sich die Eltern später Vorwürfe

machen“, lautet Uebel-von Sanderslebens Rat.

In der KJP jedenfalls ist man stolz auf das bisher

Erreichte, aber man bleibt nicht stehen: „Wir werden

weiter die Bedarfe adressieren“, betont der Facharzt. Die

ambulanten Ressourcen sollen gestärkt werden, und

man will sich künftig vermehrt auf die Themen Essstörungen

und Suchtmittel spezialisieren. „Eine unserer

Visionen ist auch, gemeinsam mit der Jugendhilfe eine

Einrichtung für Jugendliche zu etablieren. Diese gute

regionale Zusammenarbeit, das will ich wirklich hervorheben,

ist das Ergebnis einer langen Arbeit, und dafür

bin ich ausgesprochen dankbar. Wenn ich über die

30 Jahre zurückblicke, die ich hier in Göttingen tätig bin,

dann war das nicht immer so.“ ƒ

4 |2025 67


Ein Friseur und ganz viel Liebe

Auffällig viele Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz standen bei der 23. Verleihung des

Innovationspreises der Region Göttingen Northeim im Rampenlicht. Letztlich stahl aber

ein Friseur aus Bückeburg allen die Show.

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

Er gewann zwar „nur“ den dritten Preis in der

Kategorie „Unternehmen bis 20 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter“ – aber allein durch seine

Bühnenpräsenz eroberte Emidio Gaudioso

vom Friseursalon Emidio Xsesso Hair aus Bückeburg

die Herzen des Publikums. Zusammen mit Thomas

Keitel, Inhaber der Unternehmensberatung Modern

Coaching bei Würzburg, hatte er für sein Projekt „Hair

help the oceans“ eine der begehrten Auszeichnungen

des Abends erhalten. Die Idee: Geschnittene Haare aus

der täglichen Friseurarbeit werden zu Matten und langen

Schläuchen verarbeitet, die dann wiederum zur Bindung

von Öl in Gewässern eingesetzt werden können.

Gaudioso ließ bei der Preisverleihung seinen Emo-

tionen freien Lauf, versprühte jede Menge Liebe und

umarmte kurzerhand jeden, der nicht rechtzeitig ausweichen

konnte – darunter die Landräte Marcel Riethig

(Göttingen) und Astrid Klinkert-Kittel (Northeim),

Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt sowie

der niedersächsische Umwelt- und Energieminister

Chris tian Meyer. Der übergab zum Auftakt der Gala

den mit 10.000 Euro dotierten Klima-Innovationspreis

des Landes Niedersachsen an eine Spedition aus dem

ostfriesischen Leer: Die Nanno Janssen GmbH hatte

ihre gesamte Lkw-Flotte – rund 40 Fahrzeuge – erfolgreich

auf Elektromobilität umgestellt und bedient damit

inzwischen sogar sämtliche Fernverkehr-Aufträge quer

durch Europa.

68 4 |2025


wissen

Minister Meyer verriet während seiner Laudatio, dass

eine der nächsten Energieministerkonferenzen in Göttingen

abgehalten werden soll. Hintergrund: Niedersachsen

übernimmt 2026 den Vorsitz der Energieministerkonferenz;

bei den beiden Treffen auf Norderney (im

Frühjahr) und eben in Göttingen (im Herbst) sollen alle

16 Energieminister der Länder und idealerweise auch

Bundesministerin Katherina Reiche zusammenkommen.

130 INNOVATIONEN ZUGELASSEN

Der Innovationspreis der Region wurde einmal mehr von

der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WRGN ausgerichtet.

130 Bewerbungen hatte sie diesmal zugelassen, weil diese

den geforderten Kriterien entsprachen. Nur ein einziges

Mal in der Geschichte des Preises habe es mehr erfolgreiche

Einreichungen gegeben, wie Landrat Riethig betonte.

Schon das zeige, wie groß die Innovationskraft in Südniedersachsen

nach wie vor sei. Tatsächlich stammte ein großer

Teil der Bewerbungen aus der Region, es gab aber

auch Vorschläge aus anderen Bundesländern. In den drei

Hauptkategorien waren die ersten drei Plätze jeweils mit

4000, 3000 und 2000 Euro dotiert; über den Publikumspreis

und damit 2000 Euro Preisgeld konnte sich die

Phywe Systeme GmbH & Co. KG aus Göttingen freuen.

Phywe nutzt Augmented Reality (AR), um seine Experimente

für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu erweitern

und Lernen interaktiver und anschaulicher zu gestalten.

3000 Euro gab es für den Sonderpreis „Integration und

Soziales“. Er ging an den Flecken Adelebsen für das bundesweit

erste kommunale Gebäude in lasttragender

Strohballenbauweise – nämlich das neue Dorfgemeinschaftshaus

in Erbsen.

In der Kategorie „Gründer und Jungunternehmer“

holte die ArtifiCell GmbH aus Göttingen den ersten

Preis. Das Unternehmen entwickelt eine patentierte

3D-Gewebekulturplattform, in der funktionale menschliche

Miniaturgewebe aus Stammzellen gezüchtet und

analysiert werden können. Den zweiten Platz holte die

GliTTher GmbH aus Göttingen für eine personalisierte

Therapie zur Behandlung von Glioblastomen, der tödlichsten

Hirntumorart, um die Überlebensrate und die

Lebensqualität signifikant zu erhöhen. Das ebenfalls aus

Göttingen stammende Unternehmen Docmaite GmbH

belegte den dritten Platz. Es hat mit Doc.Celerate einen

smarten Befundeingang entwickelt, der für niedergelassene

Ärzte alle eingehenden Dokumente bündelt, per KI

analysiert und sie nach Freigabe direkt in die Patientenakte

übernimmt.

In der Kategorie „Unternehmen bis 20 Mitarbeiter“

sicherte sich die Bioweg UG aus Quakenbrück die Spitzenposition.

Das Unternehmen ersetzt fossiles Mikroplastik

in Kosmetika, Haushaltspflege und Landwirtschaft

durch biologisch abbaubare Mikropulver und

Rheologiemodifikatoren. Den zweiten Platz erhielt die

Futonics Laser GmbH aus Katlenburg-Lindau. Sie stellte

einen Laser vor, der mithilfe von KI präzise zwischen

Unkraut und Saat unterscheiden kann. Ein feiner Laserstrahl

entfernt alles, was das Wachstum von Nutzpflanzen

behindert. Platz drei ging an die bereits erwähnte

Hair help the oceans UG aus Bückeburg. Ihr Haarschlauch

ist seit Februar 2025 offiziell zertifiziert und

nach den geltenden Normen einsetzbar.

In der Kategorie „Unternehmen über 20 Mitarbeiter“

gewann die Abberior Instruments GmbH aus Göttingen.

Ihr neu entwickeltes Mirava-Polyscope vereint vier

Lichtmikroskopie-Techniken in einem Gerät, die jeweils

unterschiedliche Auflösungen bieten. Den zweiten Platz

belegte die Lambrecht Meteo GmbH aus Göttingen. Ihr

THPpro-Sensor bündelt die Messung von Temperatur,

Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in einem einzigen kompakten

Sensor. Die Bornemann Gewindetechnik GmbH

& Co. KG gewann den dritten Platz. Das Unternehmen

aus Delligsen (Landkreis Holzminden) hat eine Messeinrichtung

entwickelt, die in eine Werkzeugmaschine

für die Gewindeherstellung integriert wurde. Die Anwendung

des Systems soll perspektivisch vollautonome

Werkzeugmaschinen für die Gewindeproduktion möglich

machen.

Der 24. Innovationspreis der Region Göttingen Northeim

soll, wie die Northeimer Landrätin Klinkert-Kittel

stolz verkündete, erstmals nicht in Göttingen, sondern

im Landkreis Northeim verliehen werden – und zwar

am 8. Oktober 2026 in der PS-Halle in Einbeck. ƒ

4 |2025 69


wissen

Vier Heldinnen

des Alltags

In der PFH Private Hochschule Göttingen sind zum dritten Mal vier Vollstipendien

vergeben worden – ermöglicht durch regionale Unternehmen. Auch der faktor gehört

zu den sogenannten „Chancengebern“. Zum Wintersemester 2025 wurden je zwei

Studentinnen in den Studiengängen Business Administration / General Management

und Psychologie ausgezeichnet. Im Fokus steht ehrenamtliches Engagement.

TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

Die vier Stipendiatinnen strahlen: Noemi do

Espirito Santo, Elisa Kribben, Luisa Meißner

und Chiara Reisenauer kommen in den Genuss

eines Vollstipendiums an der PFH Private

Hochschule Göttingen – mit einem Gegenwert von immerhin

28.000 Euro für sechs Semester Bachelor-Studium. Im

PFH-Wettbewerb für das Chancenstipendium konnten sich

alle vier überzeugend präsentieren.

Das Besondere am Chancenstipendium ist, dass es hier

– anders als bei den meisten anderen Stipendienprogrammen

in Deutschland – nicht auf die Note oder auf die Zugehörigkeit

zu bestimmten Institutionen ankommt, sondern

auf ehrenamtliches Engagement. Seit 2022 vergibt

die PFH das Stipendium; die ersten Stipendiaten haben

ihr Studium bereits erfolgreich beendet und erhielten dafür

im Oktober 2025 ihre Bachelor-Zeugnisse.

22 Bewerbungen gab es diesmal, nur eine einzige –

und die auch noch unvollständig – von einem Mann. Ein

allgemeiner Trend, weshalb Frauen unter den Stipendiaten

deutlich überwiegen.

Die Bewerbungshürde ist vergleichsweise niedrig und

persönlich: In einem einminütigen Video musste jeder

Bewerber darlegen, warum er das Stipendium bekommen

sollte. Eine Jury aus Vertretern der PFH und den

Stipendiumsstiftern – dieses Jahr brachten sich das

faktor-Magazin, Heyne & Penke Verpackungen aus

Dassel, Helbig Technik aus Nörten-Hardenberg und der

ADAC Niedersachsen Sachsen-Anhalt ein – entschied

dann einzig aufgrund der Performance auf Basis des

Lebenslaufs über die Auswahl.

Wie haben die Stipendiatinnen – zwei von ihnen kommen

aus Göttingen, zwei aus Celle – das Procedere erlebt?

„Ein Motivationsschreiben kann jeder heute mit

ChatGPT schreiben. Aber bei dem Video musste man

sich wirklich Gedanken machen und man selbst sein“,

erzählt Elisa Kribben.

Doch trotz der hohen Videoaffinität der Anfang

Zwanzigjährigen war der Weg zur guten Präsentation

alles andere als leicht: Von der Idee über die Umsetzung

bis zum Inhalt und zur Performance war viel Ausprobieren

gefragt. Noemi do Espirito Santo ging mit ihrem

Bruder in den Wald, um zu filmen. Elisa Kribben filmte

mit Freundinnen im Urlaub, Chiara Reisenauer im

Schwimmbad mit ihren Schwimmschützlingen. Luisa

Meißner hatte eine Reihe Aufnahmen fertig und verwarf

sie am Ende wieder, „weil es offensichtlich langweilig

70 4 |2025


wissen

Die vier Stipendiatinnen mit den Stipendiengebern beim Treffen in der PFH. Auch

der faktor engagiert sich hier, vertreten durch Herausgeber Marco Böhme (4.v.l.).

»Das Besondere am Chancenstipendium ist,

dass es hier nicht auf die Note oder auf die

Zugehörigkeit zu Institutionen ankommt.«

war“, setzte sich noch einmal ganz neu dran und haderte

schließlich damit, dass ihre Vorstellung immer drei

Sekunden zu lang war. Am Ende waren sie alle stolz auf

ihre Leistungen, wenngleich einige ihre Videos danach

nicht mehr anschauen mochten.

Wie sich zeigte, greift der Ansatz gut, mit Multiplikatoren

in Vereinen und Schulen beziehungsweise Lehrern

zusammenzuarbeiten, denn alle Stipendiatinnen sind

durch Mundpropaganda aufmerksam geworden – was

auch als Appell an die Lehrer verstanden werden darf,

genau diese Art von Marketing zu fördern und weiter zu

verfolgen. Aber die Gewinnerinnen machten am Ende

auch deutlich, dass die PFH mit ihren Leistungen voll

überzeugen kann. Elisa Kribben und Chiara Reisenauer

hätten auch an der PFH angefangen, wenn es nicht mit

dem Stipendium geklappt hätte. Luisa Meißner war sogar

bereits ein Semester eingeschrieben, bevor sie sich

bewarb; sie selbst studiert an der PFH auf Empfehlung

eines Freundes und sie brachte auch Noemi do Espirito

Santo, die sie aus der Heimat kannte, auf die PFH und

den Wettbewerb. Das klingt wie eine gute Familiendynamik,

die die Private Hochschule geschaffen hat.

4 |2025 71


wissen

Die Stipendiatinnen

Luisa Meißner / Celle,

Psychologie:

„Mir liegen Menschen am Herzen, insbesondere,

wenn sie etwas außerhalb der Gemeinschaft stehen

und nicht mit offenen Armen empfangen werden.

Das war schon in der Grundschule so, und

später habe ich mich aktiv für sie eingesetzt. Nach

dem Abi habe ich ein FSJ in einer Behinderteneinrichtung

gemacht. Da habe ich gemerkt, dass

es ein gutes Gefühl ist, wenn man Menschen auf

Augenhöhe vermitteln kann, dass sie etwas wert

sind und sie selbstständig sein können.“

Noemi do Espirito Santo / Celle,

Psychologie:

„Ich habe mich zu Schulzeiten schon stark für

meine Mitschüler engagiert und von Schulturnieren

bis zu politischen Projekten viel organisiert.

Im letzten Jahr habe ich ein Jahr Bundesfreiwilligendienst

in einem Volleyballverein

gemacht. In der Arbeit mit Jugendlichen ist mir

noch einmal ganz anders das Herz aufgegangen,

weil man zusehen kann, wie Jugendliche im

Sport wachsen und sich entwickeln. Deswegen

habe ich dann auch den Trainerschein gemacht.“

Elisa Kribben / Göttingen,

Business Administration:

„Ich arbeite ehrenamtlich beim Kinder- und Jugendhospiz

Göttingen mit und helfe darüber

einer Familie mit einem schwer kranken Kind.

Begonnen habe ich damit schon zu Schulzeiten.

Ich habe im Hospiz auch einen Kurs absolviert,

in dem ich gelernt habe, wie man professionell

mit schwer kranken Kindern und betroffenen

Eltern umgeht.“

Chiara Reisenauer / Göttingen,

Business Administration:

„Ich liebe es zu schwimmen und war da auch

im Leistungssport tätig, bis ich mich verletzt

habe und es nicht mehr ging. Ich wollte dem

Schwimmen aber treu bleiben und habe daher

als Schwimmtrainerin mit Kursen für Klein und

Groß weitergemacht. Da in der Pandemiezeit

die Kurse ausgefallen sind, gibt es jetzt einen

hohen Andrang, und da brauchen wir jede helfende

Hand.“

72 4 |2025


PROFIL

Die Fachärzte für Strahlentherapie Nora Elena Brandt und Fabian Schlaich garantieren persönliche Beratung mit festen Ansprechpartnern in patientenfreundlicher

Umgebung.

Mit High-Tech und Herz für die Patienten

In der Strahlentherapie Südniedersachsen trifft menschliche Zuwendung auf medizinische Exzellenz und moderne

Technologie – vom ersten Gespräch bis zum Therapieerfolg

Schon die frischen Blumen im farbenfrohen

Empfangsbereich der Strahlentherapie

Südniedersachsen verdeutlichen den Patienten:

Hier erwartet sie eine ganzheitliche

Form der Medizin, die den Menschen in den

Mittelpunkt stellt. Das freundliche und gut

ausgebildete, fast 20-köpfige Team arbeitet

mit hochpräzisen Bestrahlungsverfahren in

einem modernen technischen Umfeld, das

eine schonende, individuelle und zugleich

wirkungsvolle Therapie ermöglicht. Gleichzeitig

prägt eine einfühlsame Betreuung den

Alltag der Praxis. Standortleiter und Facharzt

für Strahlentherapie Fabian Schlaich beschreibt

diesen Ansatz: „Wir nehmen uns

Zeit für die Menschen und begegnen ihnen

auf Augenhöhe. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche

Qualität und High-Tech mit

echter Zuwendung zu verbinden.“ Und das

alles ohne lange Wartezeiten für die Patienten,

die meist nach wenigen Minuten schon

wieder nach Hause gehen können.

„Unser Behandlungsspektrum umfasst alle

wesentlichen strahlentherapeutischen Behandlungen

von bösartigen Tumoren und de-

ren Metastasen (Absiedelungen), insbesondere

auch von Prostata- und Brustkrebs“, so

Nora Elena Brandt, Fachärztin für Strahlentherapie.

Zudem bietet die Praxis der Strahlentherapie

Südniedersachsen auch Behandlungen

bei gutartigen Erkrankungen an, beispielsweise

zur Schmerzlinderung bei entzündlichen

Gelenk- oder Sehnenbeschwerden, Fersensporn,

Tennisellenbogen oder Arthrose.

Getragen wird dieser Ansatz von einem

stetig wachsenden interdisziplinären Team

aus Fachärzten für Strahlentherapie, Medizinphysikern,

Medizinischen Technologen

für Radiologie sowie erfahrenen Praxismanagerinnen

am Empfang. „Jeder leistet

einen essenziellen Beitrag zur Therapiequalität

– von der präzisen Planung über die

technische Durchführung bis zur persönlichen

Begleitung der Patienten“, so Schlaich.

Moderne und einladende Räumlichkeiten mit

Getränkeangeboten spiegeln den Anspruch

wider, ein hochwertiges Therapieangebot in

bestmöglicher Atmosphäre anzubieten.

Als Teil des Praxennetzwerks von Ergéa

Deutschland und der europaweit tätigen

Ergéa-Gruppe profitiert der Standort – als eine

der jüngsten von 26 strahlentherapeutischen

Praxen deutschlandweit – von intensivem

fachlichem Austausch, modernster Infrastruktur

und gemeinsamen Qualitätsstandards. So

verbindet sich regionale Verankerung mit der

Stärke eines internationalen Verbunds.

Stefan Liebig

STRAHLENTHERAPIE

SÜDNIEDERSACHSEN

Waldweg 9a

37073 Göttingen

Tel. 0551 99693410

www.strahlentherapie-suedniedersachsen.de

info@strahlentherapie-suedniedersachsen.de


wissen

KI in der

Chirurgie –

in Zukunft nicht nur

ein „Göttingen-Ding“

Wie sich die Ausbildung von Chirurgen mithilfe von

virtueller Realität und Robotik deutlich verändern könnte,

zeigt ein bundesweit einmaliges Modell an der UMG.

TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOGRAFIE UMG, ALCIRO THEODORO DA SILVA, MIRKO PLHA

An der Universitätsmedizin Göttingen ist eine

bundesweit einmalige Kombination aus

Chi rurgie und Robotik geschaffen worden.

Durch das enge Ineinandergreifen von Praxis,

Forschung und Entwicklung wird hier an der Chirurgie

von morgen gearbeitet.

MICHAEL GHADIMI ist einer, der gerne neue Wege geht.

Als Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen

(UMG) und erfahrener Chirurg setzt der Professor schon

seit Jahren erfolgreich robotische Assistenzsysteme für

Operationen am Patienten ein. Und weil neue Technologien

auch neue Chancen bedeuten, hat er das Thema

konsequent vorangetrieben.

Daraus sind an der UMG zwei Einrichtungen entstanden,

die den Weg für die Zukunft der Chirurgie bereiten

sollen: die Göttingen School of Surgery und das Center

74 4 |2025


wissen

Michael Ghadimi sieht große Potenziale für die KI-Unterstützung in der Chirurgie.

4 |2025 75


wissen

for Digital Surgery (CDS), die offiziell 2023 eröffnet wurden.

Hier treffen strukturierte Ausbildung, Augmented

Reality, Chirurgie-Experten und KI-/Robotikentwicklungen

aufeinander. Sie greifen aber auch ineinander und sollen

auf engem Raum eine Keimzelle für neue Methoden

und eine bessere Ausbildung von Chirurgen schaffen.

DIE WELT DER CHIRURGIE ist eine spannende, sie gilt als

das möglicherweise anspruchsvollste Feld in der Medizin.

Die Ausbildung dauert lange, die Praxis ist technisch

komplex. Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch, ebenso

wie die emotionale, mentale und physische Beanspruchung.

Lange Schichten und Rufbereitschaften gehören

zum Alltag. Hier arbeiten maximal motivierte und begabte

Ärzte. „Als ich jung war, waren 70 bis 90 Stunden Arbeitszeit

in der Woche die Regel, ein Großteil davon im

OP-Saal“, sagt Ghadimi. Doch EU-Arbeitszeitregeln haben

dem einen Riegel vorgeschoben. Und so reduzieren

sich die Arbeitszeiten im OP-Saal und damit auch die Zeiten

des Nachwuchses, was unter bisherigen Bedingungen

entweder heißt: weniger Praxiserfahrung – oder noch längere

Ausbildungszeiten. Hinzu kommt, dass es für Chirurgen

bislang keine standardisierte Ausbildung gibt.

Alles nicht ideal, wenn jemand mit dem Skalpell am

Herzen operieren muss. Und das auch, weil aufgrund der

Belastungen in der Chirurgie das Interesse unter angehenden

Medizinern an dieser Spezialisierung gering ist, es

also ohnehin zu wenig Chirurgen gibt. Gleichzeitig ist die

Ein Blick durch die VR-Brille: digitales OP-Training für die zukunftsgerichtete Ausbildung

von Chirurgen in der School of Surgery der Universitätsmedizin Göttingen.

Arbeit in Kliniken auch immer stärker technologiedurchdrungen.

„In Sachen Technologie gibt es in der Chirurgie

aber im Vergleich zu anderen Disziplinen noch einen gewissen

Nachholbedarf“, so Ghadimi. Diese Ge menge lage

schafft in der Chirurgie einen Handlungsbedarf, aber damit

auch Raum für Innovationen. „Deswegen haben wir

daran gearbeitet, in Göttingen in beiden Punkten stärker

zu werden und Ausbildung und Technikentwicklung zusammenzuführen.

Was wir hier etablieren konnten, die

Kombination aus standardisierter Ausbildung in der

School of Surgery und Robotikentwicklung im CDS, ist

meines Wissens bundesweit einmalig.“

DIE SCHOOL fasst die bisherigen unstrukturierten Ansätze

der vierjährigen Facharztausbildung zusammen und

macht auch deutlich mehr als von der Ärztekammer gefordert.

Den Kammern ist wichtig, dass der Nachwuchs

durch verschiedene Abteilungen rotiert und eine bestimmte

Anzahl OP-Stunden nachweisen kann. „Wir intensivieren

das ab Tag eins mit Seminaren durch erfahrene

Chi rurgen für die jungen. Ab Jahr fünf gibt es Fortgeschrittenenseminare,

die sich sowohl an den Nachwuchs

als auch an Chirurgen mit längerer Erfahrung richten“,

beschreibt Ghadimi den School-Ansatz. Praxisrelevanz,

selbst unter Anleitung arbeiten, großer Fokus auf anatomische

Kenntnisse – das sind zentrale Bausteine. 15 bis 20

angehende Chirurgen können hier derzeit ausgebildet

werden, im Fortgeschrittenenbereich sind es etwa zehn.

Die Buschtrommeln funktionieren offenbar gut in der

Medizin, denn obwohl die School noch vergleichsweise

jung ist, hat sich schon herumgesprochen, dass es in

Göttingen etwas Neues gibt. „Ich sehe das an der Zahl der

Bewerbungen“, sagt Ghadimi. „Ich habe sogar viele Bewerber

aus anderen Universitäten, die es früher nie gab.

Nachwuchsprobleme haben wir inzwischen keine mehr.“

Assistenzarzt Johannes Riebeling, der derzeit die

Facharztausbildung zum Chirurgen durchläuft, ist einer

von denen, die der School-Ansatz überzeugt hat. „Ich habe

in Göttingen studiert und wollte auch in die Chirurgie gehen,

aber es war noch nicht klar, wo. Dass hier zeitgleich

die School auf Surgery eingerichtet wurde, hat mich unter

anderem zum Hierbleiben bewegt. Ich habe auch einige

Kollegen, die extra aufgrund der School nach Göttingen

gekommen sind. Gerade die wöchentlichen Fortbildungen

werden als sehr vorbildlich wahrgenommen.“

Doch die Ausbildung geht auch digitale Wege – etwa

mit der Entwicklung eines virtuellen 3D-Schulungsraumes,

zunächst für das Bauchspeicheldrüsenkarzinom.

Setzt man die VR-Brille auf, landet man in einem virtuellen

Hörsaal. Im Halbkreis ziehen sich die „Sitzplätze“ für

die Teilnehmer um das Podium, hinter dem Displays Informationen

anzeigen können. Mittels Controller kann

man selbst im Raum navigieren. Doch das Herzstück ist

die Bauchspeicheldrüse: Mitten auf dem Podium

76 4 |2025


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wissen

Bei minimalinvasiven Eingriffen unterstützt Künstliche Intelligenz die Chirurgen in der School of Surgery der UMG.

lässt sich die Pankreas, die basierend auf echten Patientendaten

nachgebaut wurde, mit umliegenden Blutgefäßen

in 3D darstellen und in alle Richtungen betrachten.

Umliegende Organe lassen sich per Klick ein- und

ausblenden. „Die OP der Bauchspeicheldrüse ist aufgrund

ihrer Anatomie eine sehr komplexe Operation“, betont

Ghadimi. „Das versteht man wirklich erst, wenn man

selbst operiert.“

Das Ganze wirkt wie eine kleine Revolution. „Bisher

nutzen wir in der Ausbildung 2D-Atlanten oder Kunststoffmodelle“,

sagt Privatdozentin Lena Conradi, die in

der School Seminare gibt. „Im Gegensatz dazu können

wir in 3D einzelne Komponenten transparent machen

und den Verlauf des Pankreasgangs nachzeichnen. In

Kombination mit einer klassischen Vorlesung entsteht

eine sehr anschauliche und lebendige Lernform, die die

Teilnehmer aktiv mit einbindet.“ Und daraus ergibt sich

gleich noch eine weitere Anwendung, die direkt dem Patienten

zugutekommen könnte: „Für meinen Operationsalltag

wäre es super, wenn ich mir vor der OP das

exakte Modell des Pankreastumors meines Patienten

anschauen könnte. Aber so weit sind wir noch nicht.“

Johannes Riebeling findet, dass solche Modelle auch für

die anderen Organe ausgesprochen hilfreich wären: „Ich

war sehr überrascht, als ich das erste Mal das 3D-Modell

gesehen habe. Die Detailtreue ist überragend. Bis

man sich ein Organ dreidimensional vorstellen kann,

dauert es sonst mit CT- und 2D-Bildern deutlich länger.“

UND NOCH EINEN VORTEIL bietet die virtuelle Komponente

in der Ausbildung: Die fachliche Weiterqualifizierung

und Begleitung externer Ärzte wäre im Prinzip

problemlos möglich. Michael Ghadimi hat ein einfaches

Beispiel: „In Niedersachsen gibt es zurzeit nur in Göttingen,

Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Lüneburg

eine ausgewiesene Speiseröhren-Chirurgie. Aber

viele andere Kliniken operieren die auch. Denkbar wäre,

dass zu solchen Operationen ein Experte dazugeschaltet

wird oder dass Ärzte anderer Krankenhäuser entsprechende

Seminare in der School besuchen.“ Letztlich

wäre so beispielsweise ein niedersächsischer Fortbildungsverbund

denkbar – eine Möglichkeit, dem Mangel

an ausgebildeten Chirurgen zu begegnen. Entsprechende

Gedankenspiele gibt es schon, aber bis es soweit ist, wird

78 4 |2025


wissen

es wohl noch dauern; nicht zuletzt liegt es auch am Geld.

Ghadimi und seine Oberärzte betreuen die School quasi

nebenbei. „Da gehen erhebliche personelle Ressourcen

rein. Wir sind der privaten AKB-Stiftung daher sehr

dankbar, dass sie unsere Arbeit finanziell unterstützt.“

DIE SCHOOL OF SURGERY soll aber perspektivisch noch

mehr leisten als „nur“ Chirurgen auszubilden. Die Medizin

differenziert sich immer weiter aus, sodass auch MBAs

für Medizinische Ökonomie und für Medical Education

angeboten werden sollen. Ebenso sollen Ausgründungen

von Firmen unterstützt werden. An Plänen, Anwendungsfällen

und innovativen Ideen mangelt es nicht.

Die in die Umsetzung zu bringen, ist unter anderem

Aufgabe von Jannis Hagenah, der vom Fraunhofer-Institut

in Lübeck nach Göttingen gewechselt ist und das

Center for Digital Surgery am Gesundheitscampus im

Sartorius Quartier leitet, nur wenige Hundert Meter vom

Uni-Klinikum entfernt. „Das große Potenzial im CDS

sehe ich darin, dass wir ganz nah an der Universitätsklinik

und damit der Praxis sind. Wir wollen unsere Entwicklungen

natürlich im OP-Saal testen, aber genau dieser

Schritt ist an vielen Standorten nur schwer möglich“,

betont der Professor. Denn nur durch eine ausführliche

Testung und realitätsnahe Testumgebungen lassen sich

sichere Anwendungen für den Höchstrisikobereich

„Operationen am Menschen“ entwickeln.

Applikationen der Künstlichen Intelligenz sowie Robotik-Systeme

sind die Gegenstände, an denen das CDS

arbeitet. Hagenah ist Mediziningenieur und kommt vorrangig

aus dem Bereich der KI mit dem Ziel, solche Anwendungen

in die medizinische Robotik zu integrieren.

„KI-Anwendungen sind datengetriebene Systeme, die aus

Beobachtung lernen. Wenn ich die außerhalb eines echten

Operationssaales trainiere, wird die KI immer einen

sehr großen Schritt von der realen Anwendung entfernt

bleiben. Daher müssen wir in einen echten OP-Saal rein.“

Deswegen kommt der engen Zusammenarbeit mit den

Kollegen aus der Chirurgie eine zentrale Rolle zu: Einer

der 28 OP-Säle in der UMG wird zu einem digitalen Forschungs-OP

aufgerüstet. „Während der Chirurg operiert,

sammeln wir Daten, können Anwendungen in einem

realistischen Setting testen und gleich wieder mit an unsere

Werkbank nehmen“, so Hagenah.

DIE GANZ GROSSE VISION in der Medizin ist der intelligente

OP-Saal. „Aber was heißt das konkret?“, fragt

der Professor. Die Medizin sei ein spezieller Fall. Große

Sprachmodelle wie ChatGPT sind mit immensen Datenmengen

trainiert worden, doch die Datensätze in der

Medizin sind klein. „Auch, weil jeder Patient, jede Erkrankung

in einem Patienten anders ist. Keine zwei Tumore

sind gleich. Und letztlich sind auch jede Klinik und

jedes OP-Team anders.“ Das heißt, der Ansatz, nur mög-

lichst viele Daten zu sammeln, „wird in der Medizin

wahrscheinlich nicht funktionieren, weil es so viele individuelle

Faktoren gibt. Meiner Meinung nach müssen wir

dahin kommen, dauerhaft lernende Systeme in OP-Säle

einzubauen“. Diese könnten selbstständig bestimmte Aufgaben

übernehmen, assistieren, wo gewünscht, sich einpassen

in Teamworkflows. „Doch bis zu dieser Eigenständigkeit

ist es ein riesig weiter Weg.“ Zehn Jahre und mehr

an Entwicklungszeit sind bisherige Erfahrungswerte.

DER AKTUELLE LEISTUNGSSTAND ist noch vergleichsweise

bescheiden. KI-Systeme, die in Lübeck entwickelt

wurden, können beurteilen, wie eine Naht gemacht wurde.

Aktuell wird versucht, die komplexen Interaktionen des

OP-Teams zu erfassen: Wann existieren welche Stresslevel,

bei welchen Bewegungen ist das Zittern der Hand größer

etc. „Wenn der Operateur gestresst ist, könnte ein System

den Hinweis geben: Geh mal ’nen Kaffee trinken, gerade

kann der Assistenzarzt das gut übernehmen, in 15 Minuten

wird es erst wieder schwierig. Oder dass es Hinweise in

bestimmten Situationen gibt, wie die Hand geführt werden

sollte. Diese Hilfestellung sollte vom Stresslevel abhängen:

Je entspannter und ruhiger der Chirurg ist, desto weniger

Unterstützung durch ein Assistenzsystem wird benötigt“,

beschreibt Hagenah mögliche Szenarien. Um dort hinzukommen,

könnten auch Audiospuren von OPs ausgewertet

werden – bisher eine kaum genutzte Ressource.

„Momentan übersetzen Roboter noch eins zu eins die

Handhabung des Menschen“, so Hagenah. „Aus Sicht des

Technikers ist das wahnsinnig schade, weil man mächtige

Systeme hat, die nur an der Oberfläche der Möglichkeiten

kratzen. Der wirklich langfristige Paradigmenwechsel

wird sein, vom Hilfsinstrument zu einem Teammitglied

aus Metall zu kommen. Das wäre unsere Vision.“

Nicht nur technische Hürden gilt es zu überwinden.

Auch die Akzeptanz seitens der Ärzte ist ein großes Thema.

Oder die Frage, ob eine kontinuierliche Überwachung

der OP-Mitglieder nicht das Stresslevel erhöht.

Ebenso stehen ethische Fragen im Raum, wenn das System

beispielsweise bei einem verstorbenen Patienten im

Nachgang analysiert, wer im Team mit seiner Stimmung

dazu beigetragen hat.

Aber diese Fragen und Paradigmenwechsel gehören

dazu, wenn man Neuland betritt. In Göttingen jedenfalls

ist in der Chirurgie eine ganz besondere Dynamik entstanden,

die Wege aufzeigt – auch wenn dieser Weg über

Hürden namens Innovations- und Investitionsstau, Bürokratie

und ein stark reformbedürftiges Gesundheitssystem

führt. „Mein Wunsch ist“, betont Michael Ghadimi,

„dass das Modell, das wir in der Ausbildung und der engen

Zusammenarbeit mit der technischen Entwicklung

geschaffen haben, ein Modell auch für andere Standorte

in Deutschland wird. Das soll nicht nur ein Göttingen-

Ding sein, das kann man sehr gut hochskalieren.“ ƒ

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wissen

-kompakt

PFH Entrepreneurship School

Neuartige Bauklötze ausgezeichnet

ZEHN AUSGEWÄHLTE GRÜNDERTEAMS hatten bei der 15. PFH

Entrepreneurship School Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle

vorzustellen. Im Fokus des dreitägigen Seminars mit abschließender

Prämierung der überzeugendsten Vorhaben standen diesmal

digitale Projekte / KI sowie psychologische Geschäftsmodelle.

Ziel der jährlichen School des Zentrums für Entrepreneurship

(ZE) an der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) ist es, angehenden

Unternehmern das Rüstzeug zu vermitteln, um das eigene

Vorhaben weiterzuent wickeln. „Der gegenseitige Austausch, die

Vernetzung mit zugewandten Experten und die Fähigkeit, andere

vom eigenen Vorhaben argumentativ und durch eine starke persönliche

Performance zu überzeugen, sind für angehende Unternehmerinnen

und Unternehmer elementar wichtig“, so Bernhard

H. Vollmar, geschäftsführender Direktor des ZE.

Der mit einem Beratungs- und Coachingpaket im Wert von

4000 Euro dotierte erste Preis des GO-E-Award 2025 ging an

Klebeklotz. Sebastian Gerke-Höflsauer, Lena Gerke und Marvin

Hell konnten die Fachjury – neben Vollmar PFH-Präsident Frank

Albe und faktor-Herausgeber Marco Böhme – von ihrer Geschäftsidee

überzeugen. Der faktor ist zudem Medienpartner der

Entrepreneurship School. Einsatzmöglichkeiten für die innovativen

Bauklötze mit neuartigen Eigenschaften gibt es unter anderem

in Kindergärten, Schulen und Therapieeinrichtungen.

Den zweiten Platz belegten Tobias Sander-Beuermann und Luis

Benjamin Jordan von der Digital Bridges GmbH. Dabei handelt

es sich um eine KI-basierte Anwendung, die den gesetzlichen

Krankenkassenwechsel und die Mitarbeiterverwaltung vollständig

digitalisiert. Über Platz drei freut sich Gina Maria Koopmann

von Patrona. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus

IT, Rechtswissenschaften und Medizin entwickelt sie eine App,

die Frauen in Gewalt- und Bedrohungssituationen sofortige

Hilfe, Schutz und gerichtsfeste Beweissicherung bieten soll.

Das Gewinnerteam der Avocet Bio GmbH mit Minister Grant Hendrik Tonne.

20.000 Euro Preisgeld für Avocet Bio GmbH

Innovationspreis Niedersachsen

geht nach Göttingen

DIE AVOCET BIO GMBH aus Göttingen sowie das gemeinsame

Projekt iGuard der Medizinischen Hochschule Hannover und

des Fraunhofer ITEM sind die Gewinner des Innovationspreis

Niedersachsen 2025. Die Schirmherren, Niedersachsens Wirtschaftsminister

Grant Hendrik Tonne und Niedersachsens Wissenschaftsminister

Falko Mohrs, übergaben in Hannover die Urkunden.

Die Sieger beider Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld

von 20.000 Euro.

Der Preis würdigt seit 2016 jährlich zukunftsweisende Ideen,

die den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern

oder technologische Durchbrüche ermöglichen – und dabei zur

Bewältigung aktueller Herausforderungen beitragen. In diesem

Jahr haben zwei Innovationen überzeugt, die bei der Vorbereitung

auf kommende Pandemien bedeutsam sind.

Gewonnen in der Kategorie Schlüsseltechnologien hat die

Avocet Bio GmbH aus Göttingen mit ihrem neuartigen Verfahren

zur Bekämpfung von Viruserkrankungen. Dabei wird die RNA

der Krankheitserreger, also die Erbinformation, mithilfe eines Enzyms

präzise und schnell in lebenden Zellen erkannt, aufgespalten

– und an der weiteren Vermehrung gehindert. Das Besondere ist,

dass diese biotechnologische Plattform schnell an neue oder mutierte

Viren wie auch an nichtvirale RNA angepasst werden kann.

Ein ähnliches Prinzip nutzt das Projekt iGuard der Medizinischen

Hochschule Hannover (MHH), das den Innovationspreis

Niedersachsen 2025 in der Kategorie Wissens- und Technologietransfer

bekommen hat. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut

für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) entwickelt

sie RNA-Therapeutika, die durch eine spezielle und patentierte

chemische Struktur direkt in die Lunge inhaliert werden können.

Insgesamt waren sechs Projekte nominiert, drei je Kategorie. Südniedersachsen

war hier noch ein weiteres Mal vertreten: Das Prothetikunternehmen

Ottobock aus Duderstadt war mit seinem „Exzellenzzentrum

für erstklassige Versorgung bei Amputationen“ in der

Kategorie Wissens- und Technologietransfer nominiert.

FOTO: MAREK KRUSZEWSKI / NIEDERSACHSEN.

NEXT INNOVATIONSNETZWERK

80 4|2025


-kompakt

wissen

Austausch

Der KI-Hub Göttingen

DER FAKTOR UND EXPERTIN KATHARINA STAPEL bieten

einen Praxisort für Künstliche Intelligenz.

Sie möchten Künstliche Intelligenz nicht nur verstehen,

sondern konkret anwenden? Dann ist der KI-Hub Göttingen

genau das Richtige für Sie: Ab dem 27. Januar 2026

erwarten Sie zehn inspirierende Termine voller Praxis, Austausch

und neuen Ideen – direkt vor Ort im System-Büro

Struckmeier in Göttingen.

In der KI-Werkstatt erleben Sie monatlich, wie KI-Tools

Ihre Arbeit effizienter und kreativer machen. Die begleitenden

Online-Schulungen ermöglichen es Ihnen, jederzeit gezielt

Wissen aufzubauen und direkt im Arbeitsalltag umzusetzen.

In der KI-Sandbox können Sie sicher experimentieren,

Prototypen bauen und eigene Automationen testen.

Beim KI-Dinner treffen Sie auf Gleichgesinnte, erhalten Impulse

und entwickeln gemeinsam neue Perspektiven – in

persönlicher Atmosphäre und auf Augenhöhe.

Ob Fachkraft, Führungsperson oder Unternehmer – der

KI-Hub bringt Klarheit, Kompetenz und echte Anwendungen

in Ihren KI-Alltag. Initiiert von KI-Expertin Katharina

Stapel und Unternehmer sowie faktor-Herausgeber Marco

Böhme.

Wer dabei sein möchte, wendet sich einfach per E-Mail

direkt an Marco Böhme:

herausgeber@faktor-magazin.de

Katharina Stapel zeigt, wie KI sinnvoll anwendbar wird.

FOTO: MINTMACHRAUM EINBECK E. V.

Freuen sich bei der Eröffnung des MINTmachRaums über den Förderbescheid

(v. l.): Rico Krieger (SüdniedersachsenStiftung), Martin von der Ohe (1. Vorsitzender

MINTmachRaum Einbeck e. V.), Alice Werner (2. Vorsitzende), Randy

Thomsen (Leitung Stabsstelle Südniedersachsen, Amt für regionale Landesentwicklung

Braunschweig).

218.000 Euro Förderung für MINTmachRaum

Lernlabor für junge Forscher eröffnet

IN EINBECK hat ein neuer Ort seine Türen geöffnet, der Kinder und

Jugendliche auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)

mitnehmen soll: Der „MINTmachRaum – ein Lernlabor für junge

Forscherinnen und Forscher“.

Hier können junge Menschen experimentieren und spielerisch

wichtige Zukunftskompetenzen erlernen. Randy Thomsen, Leiterin

der Stabsstelle Südniedersachsen beim Amt für regionale Landesentwicklung

Braunschweig, übergab bei der Eröffnung einen Förderbescheid

über 218.173 Euro an den Verein MINTmachRaum

Einbeck e.V. Die Zukunftsregion Südniedersachsen unterstützt das

Projekt im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftsregionen in

Niedersachsen“ mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds

Plus (ESF+).

In Kooperation mit lokalen Partnern werden praxisorientierte

Workshops, offene Werkstattzeiten und Eltern-Kind-Angebote entwickelt.

Besonders Mädchen und Jugendliche, die bisher nur eingeschränkten

Zugang zu MINT-Angeboten hatten, sollen gezielt gefördert

werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Teilhabe:

Durch ein eigens entwickeltes Digitalkonzept können die Angebote

auch von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, die nicht direkt

vor Ort sein können. Infos: www.mintmachraum.de.

4 |2025 81


leben

MEDIZIN MIT WEITBLICK

UND MENSCHLICHKEIT

UMG add on fördert Projekte, die Forschung und Versorgung verbinden –

für eine Gesundheitsmedizin, die individuell wirkt und nachhaltig gestaltet

ist. Die Förderstiftung gehört zu den fünf Institutionen, die faktor anlässlich

seines 20. Geburtstags finanziell unterstützt.

TEXT STEFAN LIEBIG FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

Eine grundlegende Überzeugung steht im Zentrum des

Engagements von UMG add on: „Gesundheit darf nicht

abstrakt bleiben, sondern kann konkret und individuell

beansprucht werden.“ Damit möchte die Förderstiftung

der Universitätsmedizin Göttingen jedem Menschen den

Anspruch auf eine Versorgung, die auf seine persönlichen

Bedürfnisse abgestimmt ist, ermöglichen. „Dies

umfasst Diagnose, Therapie und Prävention gleichermaßen“,

stellt die Geschäftsführerin der Stiftung, Alice

Schütze, klar.

DIE IM JAHR 2021 gegründete Stiftung bringt sich diesem

Ziel entsprechend ein, indem sie interdisziplinäre Projekte

ermöglicht, die neue Diagnostikmethoden, individualisierte

Therapien oder auch innovative Versorgungsmodelle

auf den Weg bringen. Genau dafür wurde die

Stiftung auch eingerichtet. Sie soll zukunftsorientiert innovative

Projekte fördern, die unmittelbar das Leben

von Patienten verbessern und zugleich die medizinische

Landschaft langfristig transformieren. Unter dem Leitgedanken

„Für eine Medizin, die den Unterschied macht“

setzt sie sich dafür ein, Wege zu eröffnen, die über konventionelle

Standards hinausgehen.

UMG sich add on versteht sich als Stiftung mit dem

klaren Ziel, medizinische Versorgung, Forschung und

Prävention in sinnvollem Gleichklang voranzutreiben.

Drei Förderfelder bilden dabei den Kern der Aktivitäten.

„PERSONALISIERTE MEDIZIN“

In diesem Bereich liegt der Fokus auf Forschungsprojekten

zu Themen wie Herzinsuffizienz oder Resistenzmechanismen

gegen Krebstherapien. Durch die Unterstützung

entsprechender Studien und technischer Innovationen

will die Stiftung dazu beitragen, Therapien zu

entwickeln, die spezieller auf einzelne Patientinnen und

Patienten abgestimmt sind.

„KLIMAGESUNDHEIT“

Der Blick richtet sich darauf, wie Umwelt- und Klimafaktoren

die Gesundheit beeinflussen – und wie medizinische

Forschung und Versorgung diesen Herausforderungen

begegnen können. Dazu zählen Investitionen in Geräte

oder Präventionsprogramme, die auf Klimabedingungen

reagieren, sowie Themen wie Allergien oder Hautreaktionen

im Kontext veränderter Umweltbedingungen.

„ALTERSMEDIZIN“

In einer Gesellschaft mit wachsender Lebenserwartung

gilt es, nicht nur das Leben zu verlängern, sondern auch

dessen Qualität, Würde und Selbstbestimmung im Alltag

zu sichern. Die Stiftung unterstützt daher Projekte, die

digitale Therapien, smarte Alltagshilfen oder andere

Technologien in den Fokus nehmen, um älteren Menschen

ein aktives und würdiges Leben zu ermöglichen.

Mit ihrem vorausschauenden Ansatz leistet die Stiftung

einen Beitrag dazu, dass medizinische Versorgung

nicht stehen bleibt, sondern sich laufend weiterentwickelt

– im Sinne von Patientennähe, Individualität und

Nachhaltigkeit. Sie vertritt den Glauben an eine Medizin,

die nicht nur Krankheiten behandelt, sondern Menschen

in den Mittelpunkt stellt. Gerade vor dem Hintergrund

gesellschaftlicher Entwicklungen – dem demografischen

Wandel, dem Klimawandel, neuen Herausforderungen

in der Versorgung – setzt die Stiftung damit Zeichen.

82 4 |2025


leben

2750 Euro für UMG add on (v.l.): Wolfgang Lehmann, Marco Böhme, Wolfgang Brück, Alice Schütze, Marko Weinrich und Michael Birlin.

BRÜCKEN ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS

Die Rolle der Stiftung lässt sich als Brückenbauerin verstehen

– zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen

Forschung und Patientennutzen, zwischen Gegenwart

und Zukunft. In Kooperation mit der Universitätsmedizin

Göttingen werden Projekte realisiert, die nicht nur

am Schreibtisch erdacht werden, sondern unmittelbar

Wirkung entfalten sollen. Der Leitgedanke dabei: Forschung

darf nicht im Elfenbeinturm bleiben, sondern

muss Wege in die Versorgung finden.

Dabei ist die Stiftung auf Unterstützung angewiesen –

sei es durch Spenden, Kooperationen oder durch das

öffentliche Bewusstsein. Die Ansprache möglicher Großspender

ist dabei ein entscheidender Schritt, um in großen

Schritten etwas bewegen zu können und die Umsetzung

wegweisender Projekte zu ermöglichen. Jede

Zuwendung fließt in konkrete Projekte, in Geräteinvestitionen

oder in Entwicklungen, die das Potenzial haben,

lebensverändernd zu wirken. Die Stiftung stellt transparent

dar, wie Spenden verwendet werden und gibt Einblicke

in ihre Projektübersicht. „Daher freuen wir uns

riesig darüber, dass wir Teil der faktor-Jubiläumsspendenaktion

sind“, sagt Schütze. ƒ

Die UMG add on Förderstiftung der Universitätsmedizin

Göttingen steht für ein Versprechen: dass Gesundheitsversorgung

auch morgen auf hohem Niveau,

mit Weitsicht und Menschlichkeit erfolgen kann. Wer

sich engagiert, wird Teil einer Bewegung, die für lebensnahe

Forschung, innovative Medizin und eine

bessere Versorgung eintritt.

UMG add on

Förderstiftung der

Universitätsmedizin Göttingen

Robert-Koch-Str. 40

37075 Göttingen

Tel. 0551 3961006

Mobil 0151 17245455

info@umg-add-on.de

www.umg-add-on.de

SPENDENKONTO

Sparkasse Göttingen

IBAN: DE97 2605 0001 0056 0884 87

BIC: NOLADE21GOE

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leben

Gemeinsam Gutes tun –

und das gleich fünffach

Die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des faktor sind vorbei – doch sie wirken

nach, und zwar dank der großen Charity-Aktion, an der sich viele Wegbegleiter beteiligt haben.

Das Ergebnis: Fünf große Schecks für fünf Institutionen aus Göttingen und der Region.

TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

10.000 EURO: Das war das Ziel, das faktor-Herausgeber Marco Böhme als

Spendenmarke ursprünglich ausgegeben hatte. Der Plan: Fünf Prozent des

Anzeigenumsatzes der Jubiläumsausgabe sollten zusammen mit den Spenden

des Abends im Rahmen der 20-Jahr-Feier und mit weiteren Spenden im Vorfeld

und Nachgang eine möglichst große Summe ergeben – jeweils zu ungefähr

einem Drittel. Die Spenden während der faktor-Feier ergaben sich vor

allem durch eine amerikanische Versteigerung, bei der ein persönlicher Gegenstand

von Karl-Heinz Rehkopf und ein Workshop bei Magier und Hypnotiseur

Thimon von Berlepsch unter den Hammer kamen. Diese Versteigerung

brachte allein schon mehr als 4000 Euro ein – was nicht zuletzt an

mehreren sehr großzügigen Top-Geboten lag. „Daraus entstand dann später

die Idee, die einzelnen Spendenübergaben von Paten begleiten zu lassen, die

ihrerseits viel Geld beigesteuert haben, die aber auch stellvertretend für alle

anderen Spender stehen“, so Böhme.

Gerdum Enders übergibt den Scheck für das Hospiz an der

Lutter an Geschäftsführer Daniel de Vasconcelos.

Rainer Giese (Mitte) von der Kindersportstiftung am Harz freut sich über

den Scheck, den die Geschwister Zacharias und Anna Medecke überreichen.

84 4 |2025


leben

Spende für das Projekt PFH Changemaker (v. l.): Markus Bauer, Bernhard Vollmer, Evgeny Kulyushin, Martina Städtler-

Schumann und Frank Albe

Im November trafen die fünf ausgewählten Paten dann jeweils vor

Ort direkt auf die Einrichtungen, die sie mit ihrer Großzügigkeit

unterstützt haben. Sie übergaben Schecks in Höhe von jeweils

2750 Euro, zusammen also 13.750 Euro. „Eine stolze Summe, weit

über dem Spendenziel. Das freut uns sehr, gerade auch für die fünf

Einrichtungen, die das Geld nun bekommen“, betont der faktor-

Herausgeber.

Farshid Noorani mit Nicole Zimmer (l.) und Maren Iben

im Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter

VIER DER FÜNF INSTITUTIONEN waren bereits in der Jubiläumsausgabe

vorgestellt worden, die fünfte – UMG add on – reichen

wir mit dieser Ausgabe nach (Seite 82). Dort hatte Arineo-CEO

Marko Weinrich die Patenschaft übernommen (Foto auf Seite 83).

Für das PFH-Changemaker-Projekt standen Evgeny Kulyushin

und Mar tina Städtler-Schumann von der Prof. Schumann GmbH

Pate, für das Hospiz an der Lutter Unternehmensberater Gerdum

Enders. Für die Übergabe an die KinderSportStiftung am Harz

fuhren die Paten Anna und Zacharias Medecke von der Horst

Medecke GmbH (die mit ihrem 1000-Euro-Top-Gebot übrigens

die Auktion gewonnen hatten) extra nach Osterode, und Farshid

Noorani (M.I.T. Maxx Software) informierte sich im Kinder- und

Jugendhospiz Sternenlichter bei der Gelegenheit gleich über das

Konzept dieses noch neuen Hauses, das dauerhaft auf Spenden

angewiesen ist. ƒ

Wichtig: Bei allen fünf Institutionen kommt das gespendete Geld

zu 100 Prozent genau dort an, wo es gerade dringend gebraucht wird.

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leben

Sternekoch

zum Anfassen

Wer in Südniedersachsen das Essen eines

Sternekochs genießen möchte, muss in den

Südharz fahren – genauer: nach Bad Sachsa. Für das

Gourmet-Restaurant Joseph’s Fine Dining im Hotel

Romantischer Winkel hat Ralph Hollokoi in

diesem Jahr als einziger Koch der Region einen

Stern vom Guide Michelin erhalten.

TEXT MATTHIAS BRUNNERT

FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA

Er habe als Koch in vielen guten Restaurants gearbeitet,

sagt Ralph Hollokoi. Und er habe manchen

Küchenchef dabei unterstützt, sich Sterne zu

erkochen. Selbst als Sternekoch ausgezeichnet zu werden,

sei allerdings nicht das Hauptziel gewesen, als er

im Jahr 2019 in den Südharz kam. Damals hatte Josef

Oelkers, Mitinhaber des Hotels Romantischer Winkel

in Bad Sachsa, den gebürtigen Schweizer in die Region

geholt. Ziel des Engagements: „Ich sollte die Küche des

Hotels mit neuen Innovationen auf das nächste Level

bringen“, erinnert sich der 46-Jährige Hollokoi. Das sei

ihm nach relativ kurzer Zeit auch gelungen – durch seinen

kreativen Erfahrungsschatz und durch die Ausbildung

und Förderung seiner Jungköche.

Die Idee, innerhalb des Hotels ein besonderes Restaurant

zu eröffnen, habe sich in dieser Zeit erst nach und

nach entwickelt, sagt Hotelbesitzer Oelkers. Joseph’s

Fine Dining gibt es seit dem Jahr 2021.

Ralph Hollokoi steht in

Bad Sachsa in der Küche –

und serviert als Sternekoch

persönlich.

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leben

DAS ROLIGIO & WELLNESS RESSORT

ROMANTISCHER WINKEL in Bad Sachsa,

bei Stammgästen gern auch einfach „RoWi“

genannt, ist ein beliebtes Fünf-Sterne-Hotel

mit 91 Zimmern und Suiten. Der 3800 Quadratmeter

große RoLogio SPA gehört zu den

größten Hotel-Wellnessbereichen im Harz.

Tagungen und Familienfeiern sind im Romantischen

Winkel ebenso möglich wie Kurzurlaube

mit Erlebnis-Faktor. So gehört seit

2022 auch das Bootshaus am Schmelzteich

zum Romantischen Winkel. Im Sommer lässt

sich hier beispielsweise mit Tret- und Ruderbooten

der See erkunden. Familienfreundlich

ist der Romantische Winkel ebenfalls – es gibt

sogar einen eigenen Kids & Teens Club für

die jüngeren Gäste. 2023 gewann das Ressort

den Großen Preis des Mittelstandes. mr

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leben

» Unser Motto ist dabei:

Der Harz trifft auf die Welt. «

SPEISEN IM JOSEPH’S

Die Menüs im Sterne-Restaurant Joseph’s Fine

Dining werden mittwochs bis sonntags angeboten.

Mittwochs gibt es jeweils einen „kleinen

Menüabend“ (sechs Gänge), donnerstags bis

samstags wird das „große“ Menü aufgefahren

(acht Gänge). Los geht es immer um 18.30 Uhr

mit einem Aperitif. Die Kontingente sind

begrenzt, eine frühzeitige Reservierung ist

deshalb empfehlenswert.

Infos zur aktuellen Menü-Zusammenstellung

und eine Buchungsmöglichkeit gibt es online

auf www.josephs- fine-dining.de sowie telefonisch

unter 05523 / 304930. Vegetarische

Menüs sind nach Absprache möglich, vegane

Alternativen gibt es hingegen nicht.

Wichtig: Stornierungen von bereits erfolgten

Reservierungen sind nur bis 48 Stunden vor

dem gebuchten Tag möglich – andernfalls

berechnet das Restaurant 75 Prozent des gebuchten

Menüs. mr

DAS RESTAURANT ist äußerlich eher unspektakulär:

Ein nicht allzu opulenter Raum mit großen Fenstern,

hell, mit Blick auf den Schmelzteich. Darin eine Profi-

Küchenzeile mit Kochtresen, ein paar Tische – schlicht,

aber edel. Platz ist hier für maximal 20 Gäste. Mit steifer

Gediegenheit, wie sie manch anderes Sternerestaurant

auch heute noch ausstrahlt, hat Joseph’s Fine

Dining wenig zu tun.

Dazu trägt auch bei, dass Ralph Hollokoi und sein

Junior-Sous-Chef Jonas Paul nicht nur für die Zubereitung

der Speisen, sondern auch für die Empfehlung der

Getränke und den Service zuständig sind. Beide sind

freundlich, zugewandt, gelegentlich zu kleinen Späßen

aufgelegt – jedoch immer ganz bei der Sache.

An diesem Tag bereiten die beiden Köche ein

Acht-Gänge-Menü vor, angepasst an die Jahreszeit:

- Tartelette vom Wagyu-Rind

- Steinbutt mit Schwarzkohlpüree und Meerrettich

- viererlei Topinambur aus dem eigenen Garten

- Sellerie auf Zwiebelpüree mit Trüffel

- gerösteter Lauch mit Wildschweinschinken

- Hirschrücken mit Waldpilzen, Petersilienwurzel

und Schwarzkümmel-Mayonnaise

- Dreierlei von der Quitte mit Haselnusscreme

- hausgemachte Pralinen

„SEIT DER STERN DA IST, sind wir an jedem Öffnungstag

gut gebucht“, sagt Hollokoi. Und die Gäste kommen

nicht nur aus Niedersachsen oder dem nahe gelegenen

Thüringen, „sondern zum Teil von weit her“. Und: Sie

seien gerne bereit, für das Acht-Gänge-Menü 150 Euro

sowie 75 Euro für eine Weinbegleitung (mit oder ohne

Alkohol) zu zahlen, sagt der Sternekoch. Ein Sechs-

Gänge-Menü wird für 110 Euro serviert, mit Weinbegleitung

kostet es 170 Euro. Das möge auf den ersten

Blick zwar teuer erscheinen, doch der Preis bewege sich

für ein Sternerestaurant eher im unteren Bereich.

Besonders gut gefalle den Gästen, „dass wir regional

kochen“, sagt Hollokoi. „Unser Motto ist dabei: Der

Harz trifft auf die Welt.“ Folglich kommen Gemüse und

Obst zum großen Teil von Landwirten und Gartenbaubetrieben

der Region. „Wir kennen die Erzeuger persönlich“,

sagt der Sternekoch. „Gut ist dabei, dass sie nicht

nur ihr gängiges Sortiment wie Tomaten, Gurken, Zucchini

oder Kürbisse liefern. Für uns bauen sie auch

Topinambur, verschiedene Sorten Chili oder spezielle

Tomatensorten an.“ Hollokoi lässt im Südharz sogar

Wasabi anbauen, aus dessen Wurzelstock die beliebte

scharfe Paste hergestellt wird.

Auch Fisch kommt aus der Region, sagt der Sternekoch:

Forellen aus Nordhausen, Saibling aus Pöhlde.

Das Fleisch, zum Beispiel das von Wagyu-Rindern, liefert

ein Hof in Obersachswerfen. Das Wild – ob Wildschwein,

Reh oder Hirsch – stamme aus den Wäldern im Harz.

BEI DER ENTWICKLUNG der Rezepte für die wechselnden

Menüs und beim Kochen sei er zum Glück nicht auf

sich allein gestellt, sagt Hollokoi. Jonas Paul, der seine

Ausbildung zum Koch im Romantischen Winkel absolviert

hat, sei trotz seiner erst 22 Jahre fast schon zu

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leben

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leben

» Wir wissen genau, was auf den Tellern ist, und

können entsprechende Fragen beantworten. «

einem gleichberechtigten Partner in der Küche herangereift.

„Deshalb sage ich auch gerne, dass wir den Stern zu

zweit bekommen haben.“ Hotelchef Josef Oelkers, der als

ausgebildeter Koch ebenfalls viel Küchenerfahrung hat,

ist mit seinem Personal jedenfalls hochzufrieden: „Ich bin

dem Team sehr dankbar für diesen Erfolg.“

Dabei mögen die Gäste offensichtlich nicht nur das

Essen, so Hollokoi: „Ihnen gefällt mindestens genauso

gut, dass die Köche auch den Service machen.“ Der Vorteil

dabei: „Wir wissen genau, was auf den Tellern ist

und können entsprechende Fragen beant worten.“

Dass die Köche im Südharzer Sterne-Restaurant den

Gästen auch die Getränke persönlich servieren, sei dabei

ursprünglich gar nicht geplant gewesen. „Es ist aus der

Not heraus entstanden, weil kaum anderes Personal da

war“, sagt der Sternekoch. „Jetzt sind damit aber alle

sehr zufrieden.“

Auf seinen früheren Stationen als Koch habe er allenfalls

mal durch einen Kellner erfahren, wie das Essen bei

den Gästen ankommt. „Wir haben hier dagegen die unmittelbare

Resonanz. Das ist so eine sehr gute Sache“,

sagt Hollokoi.

UND WER SIND DIE GÄSTE? „Die Menschen, die zu uns

kommen, wollen sich gerne auf eine kulinarische Reise

einlassen“, sagt der Profi. „Und zwar auf eine Reise

durch den Harz.“ Das Konzept, nicht nur gut zu kochen,

sondern als Köche auch nahbar zu sein, komme bei den

Gästen tatsächlich gut an, sagt der Sternekoch: „Viele

kommen hier noch ein wenig angespannt rein.“

Am Ende des Abends, der etwa vier Stunden dauert,

sehe das ganz anders aus: „Nicht nur wir kommen mit

den Gästen ins Gespräch“, sagt der Sternekoch. Es dauere

meistens nicht lange, dann redeten auch die Gäste,

die sich vorher nicht kannten, sehr angeregt miteinander.

Hauptthema: das Essen.

Was im Joseph’s Fine Dining gekocht wird, entwickele

sich im Übrigen stetig weiter, sagt Hollokoi. Dabei lasse

er sich immer wieder auch durch das inspirieren, was

Landwirte, Gärtner und Jäger ihm anbieten. Das Entwickeln

von Rezepten mache dabei ebenso viel Spaß wie

das Kochen. „Am schönsten ist es aber zu sehen, wie es

ist, wenn man mit seiner Arbeit, mit dem, was man als

Team gekocht hat, die Gäste glücklich macht.“

DASS DER ROMANTISCHE WINKEL mit dem Konzept

von Joseph‘s Fine Dining auf einem guten Weg ist, findet

auch Hoteldirektor Matthias Reuter: Das liege natürlich

am erstklassigen Essen, was Ralph Hollokoi und Jonas

Paul auf die Tische bringen. Das große Plus sei dabei,

dass beide Köche sehr zugewandt seien. „Sie sind Köche

zum Anfassen.“ Das habe sich auch nicht geändert

durch den Stern des Guide Michelin.

Unabhängig davon: Stolz auf den Stern sei er schon,

betont Hollokoi: „Das bedeutet mir viel.“ Denn der

Guide Michelin gilt neben dem Gault-Millau als wichtigste

Institution, wenn es um die Bewertung der Qualität

von Restaurantküchen geht.

Auch Hotel-Inhaber Josef Oelkers ist die Freude über

den Stern auch Monate nach der Verleihung noch

anzumerken: Bei der Einrichtung von Joseph’s Fine

Dining sei es zwar nicht unbedingt das Ziel gewesen,

einen Stern zu erkochen, sagt Oelkers, dennoch habe er

sich mit dem kleinen, feinen Restaurant innerhalb des

Hotels selbst einen Traum erfüllt. Die Verleihung des

Sterns habe ihm nun gezeigt, dass er in Ralf Hollokoi

genau den richtigen Küchenchef für das Konzept gefunden

habe.

Oelkers darf übrigens darauf hoffen, dass sein Sternekoch

ihm noch länger erhalten bleibt. Im Harz gefalle es

ihm nämlich sehr gut, sagt der gebürtige Schweizer: „Ich

bin eher ein Landmensch als ein Stadtmensch.“ Seiner

Ehefrau und seinem Sohn gehe es ebenso. Die Familie

wohne deshalb auch sehr gerne in dem kleinen Ort Sieber

bei Herzberg. Und anders als Bad Sachsa sei Sieber

„wirklich abgelegen“. ƒ

94 4 |2025


leben

Junior-Sous-Chef Jonas Paul gilt als wichtiger Bestandteil des erfolgreichen

Gesamtkonzeptes.

RALPH HOLLOKOI

Der gebürtige Schweizer Ralph Hollokoi, der aktuell der

einzige Sternekoch in der Region ist, hat bereits vielfältige

Erfahrungen mit ausgezeichneter Sterneküche

sammeln können. In Großbritannien arbeitete er beispielsweise

im Drei-Sterne-Restaurant The Fat Duck in

der Grafschaft Berkshire und im Zwei-Sterne-Restaurant

Gidleigh Park in Devon. Auch in Frankreich kochte er

schon auf Sterne-Niveau. In Bad Sachsa holte er erstmals

als Chefkoch einen Stern; als Teil des Koch-Teams

im Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte in der

Nähe von Bad Laasphe war er schon einmal daran

beteiligt, dass ein Restaurant einen Stern erkochen

konnte. mr

4 |2025 95


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PROFIL

Die Story-Finderin

Mit ihrem Story-Coaching bringt Anja Danisewitsch zwei Prinzipien zusammen:

Strategie und Intuition. Eine Kombination, die es in der Businesswelt nicht allzu häufig gibt.

Das Café, in dem wir Anja Danisewitsch treffen,

liegt etwas versteckt abseits der belebten

Göttinger Einkaufsstraße. Die Geräusche

der Stadt scheinen hier gedämpfter. Drinnen

riecht es nach frisch gemahlenem Kaffee, die

Espresso maschine zischt und an den Tischen

sitzen Menschen, die in Bücher, Gespräche

oder ihren Laptop vertieft sind. „Viele Selbstständige

denken, es gäbe in ihrem Business

keine Geschichten, die es wert wären, erzählt

zu werden“, sagt Danisewitsch. „Ich bin davon

überzeugt, dass sie sich nur verbergen. Wir

sind überall umgeben von Geschichten.“

Vor mehr als zehn Jahren hat Anja Danisewitsch

sich als Texterin selbstständig gemacht.

SIE HAT TEXTE FÜR UNTERNEHMEN, Webseiten,

Porträts und journalistische Artikel geschrieben.

Dabei merkte sie schnell, dass die

Texte, die aus dem Kopf entstehen, nie das

Herz berühren. Aber genau das war es, was

sie wollte. Sie wollte tiefer gehen. „Ich wollte

verstehen, was Menschen wirklich antreibt“,

sagt sie. 2017 kam sie zum faktor-Magazin

und schrieb über CEOs, über Künstler, über

Sterneköche. Um den roten Faden für ihre Artikel

zu finden, ließ sie sich von ihrer Intuition

leiten. Was entstand, waren nahbare, echte

Geschichten. Zwei ihrer Artikel wurden genau

dafür mit dem Alexanderpreis (Journalistenpreis)

ausgezeichnet.

HEUTE BEGLEITET ANJA DANISEWITSCH

Menschen als Story-Coach. Ihr Ziel sind lebendige

Marken, klare Botschaften und Storys, die

wirklich verkaufen. Ihre Kunden sind Unternehmer

und Solo-Selbstständige, die bereit sind,

tiefer zu graben, um ihre authentischen Storys

zu finden. „Wir sind zu oft darauf ausgerichtet,

logisch zu denken. Aber eine emotionale Geschichte

beginnt da, wo wir sie selbst fühlen“,

sagt sie. In ihrem Coaching arbeitet sie deshalb

oft mit Methoden, die das Unterbewusste ansprechen.

So nutzt sie beispielsweise Hypnose,

um limitierende Glaubenssätze im Business

aufzulösen. „Strategisches Denken und Intuition

sind immer im Wechselspiel, wenn ich ein

Love-Brand aufbaue. Am schönsten sind für

mich dabei immer die Momente, wenn mein

Coachee plötzlich spürt: Wow, so habe ich

mein Business noch nie gesehen“, sagt sie und

lächelt bei dem Gedanken.

IN EINER ZEIT, in der Unternehmen um Aufmerksamkeit

ringen, scheint leises Marketing

sehr mutig zu sein. Doch als Story-Coach ist

Anja Danisewitsch überzeugt: Nicht die Lautesten

werden gesehen, sondern die Wahrhaftigen.

Und manchmal zeigen sich die eigenen

Wahrheiten in stillen Momenten in einem kleinen

Café, zwischen dem Zischen von Milchaufschäumern

und den Geschichten, die endlich

erzählt werden wollen.

Anja Danisewitsch hat sich mit ihrer Marke Storyliebe auf Storytelling im Business spezialisiert.

Storyliebe

Anja Danisewitsch

Graf-Engelbert-Straße 70

40489 Düsseldorf

Tel.: 0151 155 913 33

www.storyliebe.de


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Goldbeck setzt neue Maßstäbe

für nachhaltiges Bauen

PROFIL

Nachhaltigkeit ist heute mehr als ein Trend

– sie ist eine Notwendigkeit. Goldbeck geht

mit seinen Blue Buildings neue Wege: Diese

Gebäudekonzepte verbinden ökologische

Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz

und schaffen zukunftssichere Immobilien für

Gewerbe, Wohnen und öffentliche Nutzung.

„Mit unseren Blue Buildings können wir Nachhaltigkeit

von Anfang an in jedes Projekt integrieren

– effizient, planbar und zukunftssicher“,

so Torsten Schwedhelm, Verkaufsingenieur

Goldbeck Kassel.

DIE BLUE BUILDINGS basieren auf neun zentralen

Nachhaltigkeitszielen: Energieeffizienz,

Materialeffizienz, Zirkularität, CO₂-Fußabdruck,

Biodiversität, Komfort & Gesundheit, EU-Taxonomie,

CRREM-Pfad und DGNB-Zertifizierung.

Dadurch lassen sich Gebäude schnell, transparent

und individuell planen – ökologisch

sinnvoll und wirtschaftlich effizient.

NACHHALTIGE HALLEN, BÜROGEBÄUDE,

WOHNGEBÄUDE UND PARKHÄUSER

Goldbeck entwickelt für verschiedene Nutzungen

nachhaltige Lösungen:

• Hallen: Ressourcenschonende

Systembauteile verkürzen Bauzeiten,

reduzieren den CO₂-Fußabdruck und

ermöglichen eine flexible Nutzung.

• Bürogebäude: Flexible Grundrisse,

helle Räume und erneuerbare Energien

schaffen gesunde Arbeitswelten.

• Wohngebäude: Hohe Flächeneffizienz,

erneuerbare Energien und naturnahe

Außenbereiche schaffen attraktiven und

nachhaltigen Wohnraum.

• Parkhäuser: Begrünung, Photovoltaik

und ressourcenschonende Materialien

sorgen für umweltfreundliche Mobilitätslösungen.

FAZIT

Mit den Blue Buildings zeigt Goldbeck, dass

nachhaltiges Bauen möglich ist, ohne auf

Funktionalität oder Wirtschaftlichkeit zu verzichten.

Ob Hallen, Büros, Wohngebäude

oder Parkhäuser – Goldbeck liefert nachhaltige

Lösungen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich

effizient und zukunftssicher sind.

GOLDBECK Nord GmbH

Torsten Schwedhelm

Leuschnerstraße 79b,

34134 Kassel

Tel. 0173 5220444

Torsten.schwedhelm@goldbeck.de


leben

98 4 |2025


leben

Im Winterwunderland

zurück zu den Wurzeln

Mit der Kombination aus Weltkulturerbe und Nationalpark ist das höchste Gebirge

Norddeutschlands in Deutschland einzigartig. Insbesondere der Westharz besinnt sich

inzwischen immer mehr auf seine Ursprünge.

TEXT CAROLIN KÖPP

FOTOGRAFIEN NATIONALPARK HARZ / MARTIN BAUMGARTNER / M. EICHHORN – JENKO STERNBERG DESIGN

Der Westharz bietet zu jeder Jahreszeit attraktive

Ausflugziele. Im Winter, wenn es geschneit hat,

wirken die Orte oft wie in einer gläsernen

Schneekugel. Warmes Licht fällt dann aus den Fenstern

der Häuser auf schneebedeckte Straßen. Nach einem

schönen Tag in uriger Landschaft kann man sich auf das

Einkehren in einem romantischen Restaurant freuen.

Und wenn das Wetter – im Harz liegt leider nicht immer

Schnee – mal nicht mitspielt, gibt es einiges Kulturhistorisches

zum Staunen.

RÜCKKEHR ZUR NATÜRLICHEN VIELFALT

Der Nationalpark Harz, eine „sagenhafte Bergwildnis“,

bis vor Kurzem durch seine menschengeprägte Fichten­

Monokulturlandschaft bekannt, entwickelt sich gerade

in einen Naturwald zurück. Es hat sich ein Netzwerk

von Nationalpark-Partnern mit unterschiedlichen Unternehmen

aufgebaut. Unter anderem setzen Hotelbesitzer,

Ferienhausanbieter, Restaurants und Outdooranbieter

auf den sogenannten „sanften Tourismus“. Sie alle wollen

rücksichtsvoll und ressourcensparend mit ihrer Umwelt

umgehen und damit die Natur schützen. Und sie

bieten den Gästen besondere Erlebnisse. Das Label

„Nationalpark-Partner“ bekommen Unternehmen aus

dem Bereich des Nationalparks oder aus direkt angrenzenden

Regionen, die ihre Leistung im Nationalpark anbieten.

Sie müssen gemäß des offiziellen Slogans „Im

Herzen Naturversteher“ verschiedene Qualitäts- und

Umweltstandards erfüllen.

In vielen Harzer Betrieben entwickelt sich der Gedanke

des sanften, umweltfreundlichen und damit auch die

Natur schützenden Tourismus weiter – und das Netzwerk

wird größer. Die Idee, den Nationalpark Harz mit

seinen Wäldern, Seen und Wiesen in der Renaturierung

zu fördern und damit das einzigartige Gebirge auch für

nachfolgende Generationen zu erhalten, setzt sich dabei

immer mehr durch. Hier ein kleiner Einblick in die

Nationalpark-Partnerangebote des Westharzes.

DEN WALD HAUTNAH ERLEBEN

Mitten im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Bei

„Cozy Cabins“ wohnt man in einem ökologisch und modern

ausgebauten Seecontainer. Oder sollte es lieber etwas

„abgehobener“ sein? Dann bieten sich Baumhäuser

in luftiger Höhe an, wie im Osteroder Ortsteil Lerbach

bei „Resina Arts“. Die Nationalpark-Partner sorgen für

besondere Unterbringungsmöglichkeiten für große und

kleine Gruppen. Alle sind modern, komfortabel und

wirtschaften nachhaltig.

AUF DEM RICHTIGEN WEG

Bei geführten Expeditionen bieten fachkundige Nationalpark-Guides

einen ganz besonderen Blick auf die Zusammenhänge

im Nationalpark Harz. Sportlich geht es

beim Mountainbiking zu. Das Team von „Trailtech

Mountainbiking“ aus Waake hält genauso Angebote im

Nationalpark bereit wie das „Erlebnisteam Harz“ aus

Bad Grund, das während seiner geführten Trail-

4 |2025 99


leben

Der Harz als Fremdenverkehrsregion setzt auf Naturerlebnisse – und auf sanften Tourismus.

running-Touren auch auf kleine Naturgeheimnisse

aufmerksam macht. Alle Wanderungen und Touren

werden rücksichtsvoll und im Einklang mit der Natur

umgesetzt.

SELTENE RÄUBER

Tierisch geht es im NABU-Wildkatzen-Erlebniszentrum

in Bad Harzburg zu. Über Jahrzehnte war die stark gefährdete

Wildkatze (Felis silvestris) in Niedersachsen nur

noch im Harz heimisch, inzwischen „schleicht“ sie wieder

durch weite Teile Niedersachsens. Im Erlebniszentrum

können die scheuen Tiere gut beobachtet werden.

HARZER ERFINDUNGEN, DIE UM DIE WELT GINGEN

Grube Samson in Sankt Andreasberg: Im ehemals

tiefsten Bergwerk der Welt haben Gäste die Möglichkeit,

die einzige noch betriebsfähige Fahrkunst der Welt in

Aktion zu sehen. In spannenden Führungen wird viel

Wissenswertes über technische Erfindungen, die der

Harzer Bergbau schon vor über 100 Jahren hervorgebracht

hat, vermittelt. Was es mit den singenden Harzer

Rollern auf sich hat, klärt sich bei dieser Gelegenheit

auch gleich im einzigartigen Harzer-Roller-Museum.

NATIONALPARK HARZ

Der Nationalpark Harz umfasst zehn Prozent

des Harzes. In diesem Gebiet hat man sich

dem Schutz natürlicher Prozesse verschrieben

und will die Begeisterung und den Respekt

für die Vielfalt und Schönheit einer freien

Natur wecken und bewahren. Nationalpark-

Partner sind touristische Betriebe, Vereine

und Institutionen der Nationalparkregion, die

umweltfreundlich agieren, um aktiv die Natur

zu schützen und die Region nachhaltig zu

entwickeln. Weitere Infos unter www.nationalpark-harz-partner.de.

100 4 |2025


leben

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN GIBT ES

IM INTERNET UNTER FOLGENDEN ADRESSEN:

www.nationalpark-harz-partner.de/nlppartner/de/urlaub-bei-den-partnern/uebersicht

www.jugendherberge.de/jugendherbergen/torfhaus-318/portraet

www.cozy-cabins-harz.de

www.resina-arts.de

www.erlebnisteam-harz.de

niedersachsen.nabu.de/wirueberuns/organisation/besucherzentren/wildkatzengehege

www.sternwarte-sankt-andreasberg.de

www.trailtech.de

www.hotel-harzerhof.de

www.erlebnisteam-harz.de

Gekocht wird im Harz gern mit regionalen Zutaten,

soweit dies möglich ist – wie hier im Rodelhaus Braunlage.

NACHTS IM HARZ

Wie wäre es, die unendlichen Weiten des Harzer Nachthimmels

zu erforschen? Bei astronomischen Beobachtungen

und Exkursionen der Sternwarte Sankt Andreasberg

bieten sich viele Gelegenheiten dazu, und im hauseigenen

Planetarium spielt auch das Wetter keine Rolle.

KULINARISCHES DARF NICHT FEHLEN

Mit viel Fantasie verwöhnen Restaurants den Gaumen

der Harzbesucher. Egal, ob zu Fuß, mit Langlaufskiern,

per Fahrrad oder auf dem Pferderücken, nicht nur eine

grandiose Aussicht, sondern auch typische Harzer Gerichte

und hausgemachter Kuchen warten auf der Hanskühnenburg.

Vom Rodelhaus in Braunlage aus lässt sich

der Nationalpark bestens zu Fuß erschließen. Ein kulinarischer

und ein kultureller Genuss lässt sich im Hotel

Harzer Hof in Scharzfeld verbinden. Das kleine Hotel

lockt mit regionalen Gerichten und – das ist ein besonderes

Highlight – mit regelmäßigen Aufführungen im hauseigenen

Theater. ƒ

44|2023 |2025 101 29


leben

FOTO: SCHLOSS BERLEPSCH

UNTERWEGS

im Winter

Mittelalterliche Burgen, Weltkulturerbe, Tierparks, Museen oder einfach mal

entspannen: Auch in der Winterzeit gibt es viele Ausflugsziele in der Region.

Wir haben ein paar Beispiele zusammengetragen.

TEXT CAROLIN KÖPP

BEEINDRUCKENDE ALTE MAUERN

Auch wenn es 2025 keinen „Winterzauber“ auf dem

Schloss Berlepsch geben wird, lohnt sich ein Besuch der

trutzigen Burg aus dem 14. Jahrhundert. Zu Weihnachten

und an Silvester finden, kuschelig hinter dicken

Mauern, kulinarische Events statt, die die Winterkälte

draußen vergessen lassen. Für längere Aufenthalte in

direkter Nähe des Schlosses bietet sich die Übernachtung

in einem der Baumhäuser des Baumhaushotels

„Robins Nest“ an.

102 4 |2025


leben

WINTERSPORT UND WELTKULTURERBE

Im Harz kommen Adrenalinjunkies auf den alpinen Abfahrten

am Wurmberg in Braunlage genauso auf ihre

Kosten wie Romantiker, die in winterlichen Wäldern

und Altstädten bummeln oder auf den Spuren von

Goethes „Faust“ auf den Brocken wandern. In Goslar

locken gleich zwei UNESCO-Welterbestätten: Das Erzbergwerk

Rammelsberg (Foto), das mit konstanten Temperaturen

bei etwa zehn Grad wetterunabhängig besucht

werden kann, und die Goslarer Altstadt – sie wirkt im

Winter noch etwas romantischer.

FOTO: WELTKULTURERBE RAMMELSBERG

FOTO: DR. WOLFS WUNDERKAMMER FOTO: THEATER DER NACHT

GESCHICHTEN ZUM ANFASSEN

Die zu einem Drachen – inklusive Wirbelsäulen-Treppenhaus

– umgebaute Feuerwache in Northeim beherbergt

mit dem „Theater der Nacht“ ein einzigartiges

Figurentheater. Märchen, Mythen und skurrile Geschichten

werden dort von Menschen und fantasievoll

gestalteten Figuren so lebendig erzählt, dass man bei

den Vorstellungen oft vergisst, wer Mensch und wer

Figur ist. Die Möglichkeit, selbst Figuren zu bauen,

kann lange Winternachmittage und -abende perfekt

verkürzen.

SKURRILES AUS ALLER WELT

Bei einem Besuch von „Dr. Wolfs Wunderkammer,

Das Museum für Geschichte(n), Kunst und Kurioses“

findet man in jedem Winkel des urigen Gebäudes Erstaunliches.

Nach Voranmeldung führt der legendäre

„Dr. Wolf“ im Rahmen einer „Forschungsreise“ die Besucher

durch seine Sammlung von Merkwürdigkeiten

aus der ganzen Welt. Sehr zu empfehlen ist die Buchung

des Erlebnisangebotes.

4 |2025 103


FOTO: TIERPARK SABABURG

MÄRCHENHAFTES SCHLOSS UND TIERPARK

Schnee und Kälte trotzen die Tiere des Tierparks Sababurg.

Warm eingepackt, lohnt ein Besuch auch im Winter.

Tiere im Schnee zu beobachten, ist ein besonderes

Erlebnis. Das verschneite Dornröschenschloss Sababurg,

das über dem Tierpark thront, sieht im Winter besonders

verzaubert aus, und die uralten Eichen und Buchen im

umliegenden Märchenwald unterstreichen diesen verwunschenen

Eindruck noch.

FOTO: BAD KARLSHAFEN GMBH

DIE SEELE BAUMELN LASSEN

In der Wesertherme Bad Karlshafen lässt es sich im genüsslich

warmen Thermalwasser dahinschweben. Der

Aufenthalt verspricht Entspannung und Erholung. Ein

abgetrennter Eltern-Kind-Bereich sorgt dafür, dass auch

die kleinen Gäste Spaß im Wasser haben können.

BEWUSST NATUR ERLEBEN

Der Erlebniswald bei Uslar-Schönhagen bietet sich als

Startpunkt für Winterwanderungen an. Auch wenn

Schnee nicht garantiert ist, kann man von dort aus auf

moosweichen Wegen Aussicht und kühle Winterluft

genießen. Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg

durch den Erlebniswald sind kleine wie große Entdecker

kurzweilig unterwegs. An interaktiven Stationen

wird Wissenswertes über die Natur des Sollings vermittelt.

Wer dann noch den 40 Meter hohen Klimaturm

erklimmt, genießt einen atemberaubenden Blick über

das Ahletal. Mit einer Übernachtung in den angrenzenden

gemütlichen Baumhäusern des „Baumhaushotels

Solling“ kann dann der Aufenthalt in der Natur noch

verlängert werden.

104 4 |2025

FOTO: BAUMHAUSHOTEL SOLLING


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Ausgezeichnetes Team mit Herz

und Verstand HSP STEUER Göttingen –

Platz 1 innerhalb der HSP Gruppe

Dreifach als Great Place to Work ausgezeichnet: HSP STEUER Göttingen zeigt, dass

moderne Steuerberatung weit mehr ist als Zahlenarbeit – sie ist Teamarbeit mit Haltung.

PROFIL

Teamfoto im Mai 2025

Seit der Gründung 2013 mit neun Personen ist

das Team auf heute 31 gewachsen. Das liegt

nicht nur am Fachwissen, sondern an einem

Umfeld, das Menschen begeistert. „Bei uns

zählt jeder Mensch, nicht nur die Zahl der Abschlüsse“,

betont Dr. Marco Scheuchzer, Partner

bei HSP STEUER Göttingen.

Hier wird auf Augenhöhe gearbeitet – ohne

spürbare Hierarchien, jedoch mit klarer Kommunikation

und gegenseitigem Respekt. Entscheidungen

werden transparent getroffen,

Feedback aktiv eingeholt und Anregungen

umgesetzt. Selbst Bewerbungsgespräche finden

zum Teil gemeinsam mit Mitarbeitenden

statt – weil Teamkultur nicht verordnet, sondern

gelebt wird.

DIE KANZLEI fördert individuelle Entwicklung

durch gezielte Fortbildungsmöglich keiten

– von der Einarbeitung über Fachseminare

bis zu Spezialisierungen nach persönlichem

Interesse. So entsteht Raum für Wachstum,

während moderne Technik und durchdachte

Prozesse den Arbeitsalltag erleichtern. Gleichzeitig

wird der Teamspirit aktiv gepflegt: Erfolge

werden gemeinsam gefeiert – ob bei

Kanzlei events, Teamfrühstücken oder Ausflügen.

Diese Begegnungen schaffen Nähe, Vertrauen

und ein echtes Wir-Gefühl, das weit

über den Arbeitsalltag hinausreicht.

Auch in besonderen Lebensphasen steht

das Team füreinander ein: Ob Krankheit, familiäre

Veränderungen oder berufliche Weiterentwicklung

– der persönliche Kontakt bleibt

bestehen, unterstützt durch eine Kultur der

Fürsorge und des Vertrauens.

Mit diesem Ansatz schafft HSP STEUER

Göttingen einen Arbeitsplatz, der Professionalität

und Menschlichkeit verbindet – und

zeigt, dass moderne Steuerberatung ein Ort

sein kann, an dem man nicht nur arbeitet,

sondern ankommt.

ERGEBNISSE IN KÜRZE

• 3 × ausgezeichnet als Great Place to Work

(Juni 2025)

• Fluktuationsquote: 3,39 %

(interne Quelle 2025)

• Wachstum von 9 auf 31 Personen

seit 2013

Geschäftsführer und Prokuristinnen

(v.l.n.r.: Bettina Sommer, Mario Renneberg,

Andrea Hungerland, Dr. Marco Scheuchzer,

Laureen Albers, Simone Klare)

HSP STEUER Göttingen GmbH

Steuerberatungsgesellschaft

Stresemannstraße 28 C

37079 Göttingen

Tel. 0551 820807-0

goettingen@hsp-steuer.de

www.hsp-steuer.de


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PROFIL

Heyne & Penke: 120 Jahre

Verpackungstradition

Hochwertige Verpackungen für Lebensmittel und Nonfood –

innovativ produziert, nachhaltig gedacht, familiengeführt seit 1906

Seit 1906 steht Heyne & Penke für hochwertige

Verpackungslösungen „Made in Südniedersachsen“.

Heute ist sie ein führender

Spezialist für die Bedruckung und Veredelung

von Folien und Papieren für die Lebensmittelund

Nonfood-Branche mit Sitz in Dassel. Seit

vier Generationen steht Heyne & Penke Verpackungen

für Qualität, Innovation und Verlässlichkeit

– geführt von den Brüdern Peter

und Christoph Penke-Wevelhoff, die das Unternehmen

mit unternehmerischem Weitblick

und familiären Werten leiten. Mit Investitio

nen in eine neue Tiefdruckanlage sowie

eine automatisierte Rollenschneid- und Packlinie

mit Roboterarmen gestaltet Heyne &

Penke den technologischen Fortschritt aktiv –

für mehr Effizienz, Präzision und Entlastung

der Mitarbeiter * innen.

Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensphilosophie

verankert: Ressourcenschonende

Materialien, energieoptimierte Prozesse und

soziale Verantwortung prägen ihr Handeln.

2026 feiert das Unternehmen 120 Jahre Heyne

& Penke – ein stolzer Meilenstein und zugleich

ein Versprechen, Tradition und Zukunft

weiter miteinander zu verbinden.

Heyne & Penke Verpackungen GmbH

Am Burgberg 10

37586 Dassel

Tel. 05564 9619-0

www.heynepenke.com

info@heynepenke.com

Unternehmen strategisch

für die Zukunft positionieren

Die Klartext GmbH begleitet mittelständische Unternehmen auf dem Weg

zu einer klaren Marke – strategisch, kreativ und umsetzungsstark.

Die Klartext GmbH positioniert sich neu – als

strategischer Partner für Unternehmen, die

sich zukunftssicher aufstellen wollen. „Wir

haben uns und unsere Leistungen stark verändert“,

sagt Geschäftsführer Michael Hamel.

„Heute begleiten wir unsere Kunden als Berater,

Ideengeber und Produzent entlang der

gesamten Wertschöpfungskette.“

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden

Zeiten sei eine klare Markenstrategie entscheidend,

ergänzt sein Bruder Christoph Hamel.

„Wir analysieren die Ist-Situation, entwickeln

eine starke Identität und Positionierung –

damit Marken heute begeistern und in der

Zukunft bestehen.“

Daneben etabliert Klartext seit Jahren erfolgreich

Marketingportale für mittelständische

Unternehmen weltweit. Diese zentralen Plattformen

helfen, Prozesse zu verschlanken,

Freigabeaufwände zu reduzieren und Marketingaktivitäten

effizient zu steuern. Dabei

gewährleisten die Portale eine konsistente

Umsetzung des Corporate Designs über alle

Standorte und Kommunikationskanäle hinweg.

Das Ergebnis: ein einheitlicher Markenauftritt

und schlanke Prozesse für einen

spürbaren Effizienzgewinn.

Hinter Klartext steht ein junges Team von

Marketingspezialisten, die Marken mit Leidenschaft

sichtbar, erlebbar und erfolgreich machen.

Tobias Kintzel

Christoph Hamel

Klartext GmbH

Am Güterverkehrszentrum 2

37073 Göttingen

Tel. 0551 499 700

info@klartext.de

www.klartext.de

Michael Hamel


› PRINT | EVENTS | DIGITAL

www.faktor-erfolgsgeschichten.de

TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen

∙Wer ist in diesem Jahr neu dabei?

∙Wo sitzen die ausgezeichneten Arbeitgeber?

∙TOPAS-Betriebe stellen sich vor

Winter 2025 | 2026


Employer Branding

ist kein Solo

Im Gespräch mit Tara Brune, Projektleiterin TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen bei

der SüdniedersachsenStiftung, und Björn Kniza, Leiter Marketing Services & E-Commerce

Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG.

Frau Brune, seit 2023 prägen Sie als TOPAS-Projektleiterin

den Austausch der hiesigen Arbeitgeber. Welche Bausteine

dieser Vernetzung haben sich bewährt?

Brune: TOPAS hat mir bewusst gemacht, wie selten

Unternehmen und Organisationen im Arbeitsalltag den

Blick von außen erhalten, um die eigenen Stärken und Potenziale

zu evaluieren. TOPAS ist das Format unserer Region,

Arbeitgeber untereinander zu vernetzen und hohe

Standards im Arbeitgebermarketing voranzubringen. Ich

bin stolz, mit dieser Plattform eine wirkliche Bereicherung

für unsere Region zu bieten.

Inwiefern erleben Sie eine Veränderung im Employer

Branding in diesen schwierigen konjunkturellen Phasen?

Brune: Es ist gerade in herausfordernden Geschäftsphasen

sinnvoll, das eigene Arbeitgebermarketing anzugehen.

Viele Beschäftigte treibt mittlerweile eine Unsicherheit um,

die Arbeitgeber aktiv begleiten sollten. In vielen Branchen

steht nun eher die Förderung der Mitarbeitendenbindung

sowie die Unternehmenskultur im Vordergrund. Andere

Branchen haben das Glück, dass es ihnen wirtschaftlich

gut geht, dort spielt das Thema Fachkräftefindung weiterhin

eine große Rolle.

Was sind für Sie heute in wirtschaftlich angespannten

Zeiten die größten Herausforderungen im Arbeitgebermarketing,

Herr Kniza?

Kniza: Die Herausforderung besteht darin, Ressourcen

gezielt und effizient einzusetzen – ohne große Streuverluste

und ohne sich zu verzetteln. Denn am Ende muss auch

ein Arbeitgebermarketing wirtschaftlich sinnvoll sein.

Und worin liegt der Unterschied zwischen dem Label als

TOP Arbeitgeber Südniedersachsen und anderen Arbeitgeberlabels?

Brune: Wir sind das einzige regionale Arbeitgeberlabel

in Deutschland und damit das einzige, das aktiv vernetzen

und gestalten kann. Die anderen Auszeichnungen haben

ihre Berechtigung, aber sie fördern nicht die Weiterentwicklung

der Arbeitgeber, sondern zeichnen einen Ist-Zustand

aus.

Herr Kniza, Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG ist

seit 2024 TOP Arbeitgeber Südniedersachsen und Sie

haben kürzlich im Rezertifizierungs-Audit bewiesen, die

Auszeichnung zu Recht zu tragen. Was hat Sie vor zwei

Jahren bewogen, Teil von TOPAS zu werden?

Kniza: Wir wollten unser Employer Branding damals in

eine nach Außen sichtbare Form bringen. TOPAS hat uns

dabei vor allem durch seine inhaltliche Tiefe überzeugt. Es

ist nicht nur ein Siegel, sondern verlangt echtes Engagement

– das verleiht der Auszeichnung eine besondere Wertigkeit.

Und ich denke, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

spüren diese Wertigkeit durch die umgesetzten

Maßnahmen. Das reicht von der Einführung regelmäßiger

108 4 |2025


„Sich-auf-den-Weg-Machen“

und der Wille, an uns zu arbeiten,

kamen sehr gut an.

Teamevents über ein Führungskräftetraining inklusive der

Entwicklung eines gemeinsamen Führungsleitbilds bis hin

zu einer unternehmensweit einheitlichen Regelung für

mobiles Arbeiten und der Einführung eines Corporate-Benefits-Programms.

Nun haben Sie Ihre erste „Amtszeit“ als TOPAS absolviert.

Wie lautet Ihr Fazit?

Kniza: Das Fazit ist durchweg positiv. Die genannten

Initiativen kamen sehr gut an und haben zu einer deutlichen

Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit geführt.

Das zeigen uns interne Umfragen sowie das direkte

Feedback unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem

werden wir mittlerweile in Bewerbungsgesprächen

häufig auf unsere Auszeichnung angesprochen.

Brune: Uns ist sehr wichtig, nicht nur einen Status-quo

zu prämieren, sondern immer wieder gemeinsam zu arbeiten

und nach vorne zu blicken. TOPAS ist ein Prozess.

Wie haben Ihre Mitarbeitenden und Führungskräfte auf

die Zertifizierung reagiert?

Kniza: Unsere Mitarbeiter und Führungskräfte haben

die Zertifizierung sehr offen und mit viel Zustimmung

aufgenommen. Vieles, was uns als Arbeitgeber auszeichnet

– etwa das gute Miteinander oder die flachen Strukturen

– war auch schon vor TOPAS vorhanden. Aber gerade

das bewusste „Sich-auf-den-Weg-Machen“ und der Wille,

an uns zu arbeiten, kamen sehr gut an. Aus Führungssicht

ist auch die erhöhte Sichtbarkeit als Arbeitgeber ein Pluspunkt,

der uns bei der Mitarbeitersuche hilft.

Sie sind laut Tara Brune ein sehr aktives TOPAS-Mitglied,

besuchen regelmäßig Netzwerk- und Branchentreffen

und nutzen die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Was bedeutet für Sie die Vernetzung mit der regionalen

Wirtschaft?

Kniza: Der Austausch im Netzwerk ist für uns sehr

wichtig, denn letztlich sitzen wir als Arbeitgeber alle im

selben Boot. Der Austausch mit anderen Mitgliedern

über die Arbeitsmarktlage, die Fachkräftesuche und vor

allem der ganz praktische Austausch darüber, welche

Maßnahmen funktionieren und welche nicht, ist äußerst

wertvoll.

Zuletzt: Denken Sie, dass Sie ohne das TOPAS-Zertifizierungsprogramm

heute an der gleichen Stelle stehen

würden?

Kniza: Die Maßnahmen, die wir umgesetzt haben,

standen bereits auf unserer Agenda. TOPAS hat jedoch

für zusätzliche Verbindlichkeit gesorgt – und uns geholfen,

konsequent dranzubleiben. Wir sind definitiv schneller

und zielgerichteter vorangekommen, als wir es ohne

TOPAS gewesen wären. TOPAS hat uns geholfen, unsere

Stärken bewusster wahrzunehmen und passgenau

weiterzuentwickeln.

Brune: Für nachhaltige Veränderung braucht es Fürsprecher

im Unternehmen, die mit TOPAS den Startschuss

geben können. Unsere Aufgabe besteht in der

Unterstützung von Ideen und Potenzialen. Den Weg

zum TOP Arbeitgeber müssen die Unternehmen am

Ende selbst gehen.

TOPAS-Qualifizierung

2026

Anmeldung bis

31. Januar 2026

unter www.topas-sns.de

4 |2025 109


PROFIL

TOPAS

Unternehmen

ab 2026

110 4 |2025


PROFIL

Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG

Tannenhof Fachpflegeheime GmbH

Hausarztpraxis Bilshausen

Minebea Intec Bovenden GmbH & Co. KG

ONEJOON GmbH

Caritasverband Südniedersachsen e.V.

Ottobock SE & Co. KGaA

Sparkasse Duderstadt

KWS SAAT SE & Co. KGaA

Excor Korrosionsschutz-Technologien

und -Produkte GmbH

Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG

HKS Sicherheitsservice GmbH

Smurfit Westrock Solid Board

TIP Trailer Services Germany GmbH

THE PAULY GROUP GmbH

CTDI Solutions GmbH

Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR)

BKK Technoform

Copernicus GmbH

eddyson GmbH

EmmaCura GmbH & Co. KG

Göttinger Werkstätten gGmbH

Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG

Kommunale Dienste Göttingen

Landkreis Göttingen

novelis Deutschland GmbH

Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB

Refratechnik Cement GmbH

Ruhstrat Haus- und Versorgungstechnik GmbH

Sanitätshaus o.r.t. GmbH

Sparkasse Göttingen

Stadt Göttingen

Streichardt & Wedekind GbR

SYCOR GmbH

Universitätsmedizin Göttingen

UMG Gastronomie GmbH

DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.

Kreis-Sparkasse Northeim

Landkreis Northeim

Opitz Packaging Systems GmbH

Wilh. F. Kassebeer GmbH & Co. KG

FRÖTEK-Kunststofftechnik GmbH

Piller Group GmbH

PMH Personalmanagement Harz GmbH

Stadt Osterode am Harz

RENNEBERG + PARTNER

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte

Autohaus Siebrecht GmbH

Senioren- und Pflegeheime Lamm GmbH

Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG

Finanzämter Südniedersachsen (mehrere Standorte)

4 |2025 111


Diese vier

Unternehmen

haben es geschafft und gehören

ab 2026 zu TOPAS!

EDDYSON GMBH

Göttingen

IT-Dienstleistung

Gründung 2012

57 Mitarbeitende

OPITZ PACKAGING SYSTEMS GMBH

Northeim

Maschinenbau

Gründung 1990

70 Mitarbeitende am Standort

STREICHARDT & WEDEKIND GBR

Göttingen

Archäologische Dienstleistungen

Gründung 2011

53 Mitarbeitende

WILH. F. KASSEBEER GMBH & CO. KG

Northeim

Einzelhandel

Gründung 1899

31 Mitarbeitende

112 4 |2025


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Inklusion ist ein Herzensanliegen: mit Kreisrat Conrad Finger (2. von links), im Caritas-Centrum St. Godehard

Göttingen (Bild rechts) kommen Regel-Kita, Sprachheil-Kita und zahlreiche Beratungsdienste zusammen.

Nah an den Menschen,

stark für die Region

Foto: Johannes Broermann / cps

Foto: Iris Blank / cps

Der Caritasverband Südniedersachsen e.V. wirkt in den Landkreisen Göttingen

und Northeim – innovativ, vernetzt und zukunftsorientiert.

Wenn Menschen Unterstützung

brauchen, ist die Caritas Südniedersachsen

da – in der Pflege, in

Kitas, in der Beratung oder bei Projekten

zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit rund 520

Mitarbeitenden und 230 freiwillig Engagierten

ist der Verband einer der größten sozialen

Arbeitgeber der Region und wurde von der

SüdniedersachsenStiftung als TOP Arbeitgeber

Südniedersachsen ausgezeichnet.

Ob in Duderstadt, Göttingen, Northeim

oder im Harz: Die Caritas steht für soziale

Innovation, gelebte Nächstenliebe und

eine enge Zusammenarbeit mit Kommunen,

Kirchen und Bildungseinrichtungen. Zahlreiche

neue Projekte wurden im Jahr 2025 auf

den Weg gebracht, darunter die Übernahme

der Geschäftsstelle „Inklusion bewegen“ für

die Stadt und den Landkreis Göttingen. Ziel

ist es, Barrieren abzubauen, Begegnungen

zu schaffen und Inklusion in allen Lebensbereichen

sichtbar zu machen.

Auch im Bildungsbereich setzt der Verband

neue Akzente: Mit dem Modellprojekt

„FSJ plus – Du bist es uns wert!“ werden junge

Menschen auf ihrem Weg in soziale Berufe

begleitet und individuell gecoacht. Damit

leistet die Caritas einen wichtigen Beitrag

zur Fachkräftesicherung und stärkt zugleich

den Sozialraum Duderstadt. Unterstützt

wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der

Vinzenz von Paul Fachschule für Sozialpädagogik

durch die Europäische Union und alle

Kita-Träger in Duderstadt, besonders durch

die Stadt Duderstadt.

Zu den zentralen Aufgaben des Verbandes

gehören ambulante und teilstationäre

Pflege- und Betreuungsangebote für täglich

rund 2000 Patientinnen und Patienten. Versorgt

werden sie von den Sozialstationen

Duderstadt und Göttingen / Gleichen. Hinzu

kommen Frühförderung und heilpädagogische

Förderung für Kinder und Jugendliche,

zahlreiche soziale Beratungsdienste

sowie Familienzentren in Duderstadt und

dem Landkreis Northeim. In Kindertagesstätten

von der Krippe bis zum Hort wird

Inklusion täglich gelebt, besonders sichtbar

im Inklusiven Campus Duderstadt und im

Caritas-Centrum St. Godehard Göttingen mit

dem Sprachheilkindergarten St. Hildegard.

Die Caritas Südniedersachsen versteht sich

als Partnerin für Menschen in allen Lebenslagen

und als Arbeitgeberin, die Sinn, Sicherheit

und Entwicklungsperspektiven bietet. „Wer

zur Caritas kommt, erlebt, wie moderne Sozialarbeit

und christliche Werte zusammenwirken,

engagiert und zukunftsorientiert“, sagt

Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt.

Autor: Johannes Broermann

Schützenring 1

37115 Duderstadt

Tel. 0 55 27 98 13-0

info@caritas-suedniedersachsen.de

www.caritas-suedniedersachsen.de

4 |2025 113


TOP-ARBEITGEBER

PROFIL

Gesundheitstag bei der Piller Group

Hauptstandort in Osterode am Harz

Mehr als ein Job –

Piller bietet spannende Perspektiven in familiärer Atmosphäre.

Gegründet 1909 und seit 1919 in

Osterode am Harz ansässig, entwickelt

und fertigt die Piller Group

Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung

(USV), die weltweit in kritischen

Infrastrukturen sowie bei industriellen

Schlüsselprozessen zum Einsatz kommen

und Stromausfälle oder Spannungsschwankungen

zuverlässig ausgleichen – etwa in

Rechenzentren, Flughäfen, Banken oder

Krankenhäusern, überall dort, wo eine ausfallfreie

Versorgung unerlässlich ist. Die stark

wachsende Nachfrage sorgt für eine ausgezeichnete

Auftragslage und eröffnet den

Mitarbeitenden langfristige Perspektiven.

“Seit 2024 investieren wir sehr viel in neue

Maschinen und neue Arbeitsplätze. Das planen

wir auch für 2026/2027, zumal wir teilweise

schon Aufträge bis in das Jahr 2030 haben

und absehbar weiterhin 2-stellig wachsen werden,“

sagt Dr. Detlev Seidel, Geschäftsführer

Operations.

Mit rund 1.000 Mitarbeitenden an verschiedenen

Standorten weltweit, den Produktionsund

F&E-Einrichtungen am Stammsitz in

Osterode sowie der Montage- und Prüfeinrichtung

im nahe gelegenen Bilshausen ist

Piller ein globaler Akteur – zugleich fest in der

Region verwurzelt.

Wer bei Piller arbeitet, spürt schnell: Hier

geht es um mehr als Technik. Das Unternehmen

bietet ein Arbeitsumfeld, das verlässliche

Strukturen, technologische Spitzenleistungen

und ein starkes Miteinander vereint. Flexible

Arbeitszeitmodelle ermöglichen es, Beruf und

Privatleben in Einklang zu bringen – Work-

Life-Balance wird bei Piller gelebt. Dazu gehören

Angebote, die das Wohlbefinden unterstützen,

etwa Betriebssportgruppen oder

Gesundheitsaktionen wie ein Gesundheitstag,

bei dem Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung

im Mittelpunkt standen.

Auch finanziell zeigt sich die Wertschätzung:

Eine tarifliche Vergütung nach dem niedersächsischen

Metalltarif, Sonderzahlungen,

Kantinenzuschuss, Bike- und Car-Leasing

sowie betriebliche Altersvorsorge gehören

dazu.

Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte,

findet zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen

Förderung und Weiterbildung. Als Technologieführer

bietet Piller Technikbegeisterten

die Chance, an komplexen, zukunftsweisenden

Systemen zu arbeiten, die höchste Anforderungen

an Präzision, Verfügbarkeit und

Innovationskraft stellen.

So bietet Piller ein Arbeitsumfeld, das Zukunftsperspektiven,

spannende Aufgaben und

Gemeinschaft vereint – und in dem Menschen

mit Energie an der Sicherstellung einer unterbrechungsfreien

Stromversorgung mitwirken.

Abgunst 24

37520 Osterode Germany

Tel. 05522 311 0

info@piller.com

www.piller.com

114 4 |2025


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Leidenschaft und

Begeisterung für neue Ideen

Der einzige Maximalversorger Südniedersachsens bietet zahlreiche

Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.

Fotos: umg/Julia Lormis

Auch bei Altstadtlauf und Tour d'Energie:

UMG-Teamgeist vom Start bis ans Ziel.

Die Universitätsmedizin Göttingen

(UMG) der Georg-August-Universität

Göttingen ist eine der forschungsintensivsten

Einrichtungen ihrer Art in

Deutschland und gehört in zahlreichen

Forschungsbereichen zur Weltspitze. Sie

umfasst die Medizinische Fakultät und das

Universitätsklinikum. Mit knapp 9.700 Mitarbeitenden

ist die UMG mit ihren Tochtergesellschaften

einer der größten Arbeitgeber

in der Region.

Rund 60 Kliniken, Institute und Abteilungen

aller medizinischen Fachrichtungen stehen

für eine qualitativ hochwertige Versorgung der

Patient*innen, Forschung, fundierte Lehre

und innovativen Technologietransfer. Die

UMG verfügt über modernste medizinische

Geräte, ein erfahrenes und engagiertes Team

aus Ärzt*innen sowie ein freundliches und

engagiertes Pflegeteam. Alle medizinischen

Grunddisziplinen und darüber hinaus ein großes

Spektrum medizinischer Spezialdisziplinen

in Diagnostik und Therapie sind auf dem

Campus der Universitätsmedizin Göttingen

vertreten. Durch eine multidisziplinäre

Herangehensweise stellt sie sicher, dass alle

Patient*innen umfassend betreut werden

und eine optimale Behandlung erhalten.

Ihren Mitarbeitenden bietet die UMG ein

herausforderndes und erfüllendes Arbeitsumfeld.

Sie steht für eine Kultur der kontinuierlichen

Weiterentwicklung und des Lernens,

damit alle Beschäftigten ihr Potenzial voll

ausschöpfen können. Der Maximalversorger

bietet eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten

in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens.

Egal, ob Sie in der Krankenversorgung,

in der Wissenschaft oder in der

Administration tätig sein möchten – an der

UMG finden Sie spannende und abwechslungsreiche

Aufgaben.

UMGeben von tollen Menschen

Auf Teamarbeit und Professionalität wird an

der Universitätsmedizin Göttingen großer

Wert gelegt. Die Mitarbeiter*innen arbeiten

eng zusammen, um optimale Ergebnisse zu

erzielen. Eine offene und respektvolle Kommunikation

sowie eine wertschätzende Arbeitsumgebung

bilden dafür die Grundlage.

Attraktive Vergütungs- und Sozialleistungen

sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkei-

ten zeichnen die UMG als Arbeitgeber aus.

Gesundheit und Sport werden durch ein engagiertes

betriebliches Gesundheitsmanagement

maßgeblich gefördert.

An der Universitätsmedizin Göttingen

können Sie mit Leidenschaft und Begeisterung

neue Ideen voranbringen. Neben den

medizinischen, wissenschaftlichen und pflegerischen

Berufen warten auch spannende

Aufgaben in der Verwaltung und Versorgung

auf Sie.

Werden Sie ein Teil von

#TeamUMG!

Universitätsmedizin Göttingen

Georg-August-Universität

Geschäftsbereich Personal

Robert-Koch-Str. 40

37075 Göttingen

www.umg.eu/karriere

4 |2025 115


PROFIL

TOP-ARBEITGEBER

Knüppel Verpackung bietet seit über

100 Jahren individuelle Verpackungslösungen

und umfassende Beratung

für Kunden aus Industrie, Handel und Logistik.

Das Familienunternehmen mit Hauptsitz

in Hann. Münden steht für Qualität und

Innovation – ausgezeichnet 2024 mit dem

Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie

Nachhaltigkeit.

Der Erfolg von Knüppel beruht auf engagierten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in

einer offenen und vertrauensvollen Arbeitskultur

tätig sind. Flache Hierarchien, kurze

Entscheidungswege sowie familienfreundliche

Verpackung neu denken –

Arbeiten mit Perspektive

und Zusammenhalt

Bei Knüppel zählt das Wir: Ein wertschätzendes Miteinander

und Vertrauen prägen die Zusammenarbeit.

Arbeitszeitmodelle schaffen Raum für Eigenverantwortung,

Weiterentwicklung und Teamgeist.

2025 hat das Unternehmen ein gemeinsames

Führungsverständnis entwickelt, das auf Respekt,

Klarheit und individueller Förderung basiert

– als Fundament für eine moderne, mitarbeiterorientierte

Unternehmenskultur.

„Wir arbeiten sehr zielorientiert, sind freundlich,

respektvoll und hilfsbereit, nicht nur

unseren Kunden gegenüber. Unser positives

Arbeitsklima strahlt somit nach außen und wirkt

sich auch positiv auf unsere Kundenbeziehungen

aus“, sagt Angelika Kutzner, Mitarbeiterin an der

Zentrale am Standort Leinfelden-Echterdingen.

Tonlandstraße 2

34346 Hann. Münden

Tel. 05541 706-0

www.knueppel.de/karriere

FRÖTEK:

Technik, die verbindet

FRÖTEK entwickelt und produziert präzise Kunststoff- und Verbindungslösungen

– aus Osterode am Harz, für Industrie, Mobilität und Energie.

FRÖTEK ist ein international tätiges Industrieunternehmen

mit Hauptsitz in

Osterode am Harz. Wir entwickeln und

fertigen hochwertige Kunststoff- und Verbindungslösungen,

die weltweit in anspruchsvollen

Anwendungen zum Einsatz kommen. Kunden

vertrauen auf Erfahrung und Präzision.

Ob für industrielle Produktion, Mobilität

oder Energietechnik: Wir denken Lösungen

ganzheitlich – vom ersten Prototyp über automatisierte

Fertigung bis hin zur Qualitätssicherung.

Moderne Produktion in Deutschland

und kurze Entscheidungswege machen uns zu

einem flexiblen Partner.

116 4 |2025

Was uns auszeichnet: partnerschaftliche Zusammenarbeit,

kompromisslose Qualität und

Verantwortung gegenüber Menschen und

Umwelt. Mit effizienten Prozessen, langlebigen

Materialien und einer klaren Nachhaltigkeitsausrichtung

gestalten wir ressourcenschonende

Lösungen.

So entstehen Produkte, die weltweit Standards

setzen und Zukunft ermöglichen. Unser

erfahrenes Team begleitet Projekte sicher und

skalierbar – von der Idee bis zur Serie. Sie planen

ein Projekt oder suchen einen zuverlässigen

Entwicklungspartner? Wir freuen uns auf

den Dialog

Präzision aus dem Harz: Lösungen von FRÖTEK

für Industrie, Mobilität und Energie.

An der Unteren Söse 24 - 30

37520 Osterode am Harz

Tel. 05522 9010 0

www.froetek.de

info@froetek.de


PROFIL

Kommunale Dienste Göttingen:

ein Allrounder für die öffentliche

Verwaltung

Die KDG unterstützt: von IT-Dienstleistungen, Themen der

Digitalisierung, Support und Hosting von Fachverfahren bis

hin zur Übernahme der Datenschutzverantwortlichkeit.

Kommunal.Digital.Gemeinsam

TOP ARBEITGEBER

Das Team der Kommunalen Dienste Göttingen

ist ein echter Allrounder. Spezialisiert

auf den Support und das Hosting

von IT-Systeme, der Betreuung von Hardware,

welche für einen reibungslosen Ablauf einer

Verwaltung notwendig sind, hat die KDG auch

Dienstleistungen im Bereich Datenschutz oder

Personalsachbearbeitung im Portfolio. Die Digitalisierung

der Verwaltungen unterstützen sie

ebenfalls, auch über viele Landes-, Partner- und

Förderprojekte.

Bürgerinnen und Bürger haben meist keinen

direkten Kontakt mit der KDG, aber die Beantragung

eines Personalausweises, der Druck

des Blitzerfotos oder das Einsehen von Wahlergebnissen

auf Onlineplattformen wird durch

die gute Zusammenarbeit der öffentlichen Verwaltungen

und der KDG möglich.

Das KDG-Team besteht aus vielen verschiedenen

und dienstleistungsorientierten Persönlichkeiten,

IT-Berufe sind bei der KDG ebenso gefragt

wie Projekt-, Finanz- oder HR-Fachwissen.

Eines hat das gesamte Team gemeinsam: wir

wollen öffentliche Verwaltungen bestmöglich in

ihren Aufgaben unterstützen und gemeinsam

Zukunftsthemen bearbeiten und voranbringen.

Paulinerstraße 14

37073 Göttingen

Tel. 0551 3844100

service@kdgoe.de

Der Digitalisierungspartner für die

Personalabteilung

ABS Team sorgt mit innovativen SAP-Softwarelösungen dafür, dass

die HR-Arbeit in Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt ist.

Bequem per

Online-Formular Kontakt

zu ABS Team aufnehmen

www.abs-team.de/

unsternehmen

www.abs-team.de/

unternehmen

Von Sachbearbeitung zum Wettbewerbsfaktor:

Die Aufgaben der Personalarbeit

haben sich in den vergangenen Jahren

stark erweitert. Heute ist die HR-Abteilung ein

strategischer Businesspartner über den kompletten

Employee Lifecycle. Eine neue Rolle, die

von digitalen Lösungen gestützt wird – bei SAP

heißen sie SAP SuccessFactors oder auch

Business Technology Platform. ABS Team

begleitet seit 1985 digitale Transformation

im Personalmanagement und zählt als SAP

Gold Partner zu den führenden Beratungshäusern

in diesem Fokusbereich. Von der

Anforderungsanalyse über die technische

Implementierung und Systemintegration bis

zum Support im laufenden Systembetrieb:

Mit rund 165 Mitarbeitenden an vier Standorten

unterstützt das IT-Dienstleistungshaus

mit Stammsitz in Bovenden B2B-Kunden aller

Branchen und im öffentlichen Sektor. Dienstleistungsfokus,

technologische Kompetenz

und Analysefähigkeit, aber auch eine qualitätsorientierte

Kultur zählen zu den Stärken

des Hauses. Nicht nur Innovation, sondern

auch ein wertschätzendes Miteinander stehen

im Mittelpunkt – denn Menschen und Zusammenarbeit

sind in allen Unternehmen die

Basis des Erfolgs.

Mühlenweg 65

37120 Bovenden

Tel. 0551 82033-0

bewerbung@abs-team.de www.abs-team.de

4 |2025 117


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

TIP Group –

wo Nutzfahrzeugservices

auf Teamgeist treffen

Arbeiten bei einem der führenden Anbieter für

Truck & Trailer Vermietung – mit Herz, Verstand

und Perspektive

Wir sind einer der führenden Anbieter

von Miet- und Flottenlösungen

für Trucks und Trailer in Europa

und ein ausgezeichneter Arbeitgeber. Mit

über 3.000 Mitarbeitenden an mehr als

130 Standorten in 17 Ländern bieten wir ein

starkes Netzwerk, das auf Vertrauen, Vielfalt

und Weiterentwicklung basiert. Seit über 55

Jahren unterstützen wir Unternehmen aus

der Transport- und Logistikindustrie mit

maßgeschneiderten Lösungen rund um das

Nutzfahrzeug; von der Vermietung über die

Wartung und Reparatur bis hin zu digitalen

Flottenlösungen. Unser Erfolg beginnt bei

unseren Mitarbeitenden: Sie sind das Herzstück

unseres Unternehmens. Wir leben eine

werteorientierte Unternehmenskultur, fördern

individuelle Entwicklung und setzen auf

langfristige Zusammenarbeit. Wer bei uns

arbeitet, gestaltet die Zukunft der Transportlogistik

aktiv mit, in einem Umfeld, das Innovation

und Menschlichkeit verbindet.

Northeimerstr. 90-94

37412 Herzberg am Harz

Tel. 05521 8 60 0

info-central@tip-group.com

www.tip-group.com

Ausbildung mit Zukunft –

in der Welt der Wellpappe

beim Verpackungshersteller THIMM in Northeim

Ob beim Online-Shopping, im Supermarkt

oder beim Umzug – Verpackungen

aus Wellpappe sind überall

und gefragter denn je. In unserer Ausbildung

vereinen wir Nachhaltigkeit mit moderner

Technik und zeigen, wie aus einem nachwachsenden

Rohstoff die Verpackungen von Morgen

entstehen.

Unsere Ausbildungsphilosophie geht weit

über die Vermittlung von Fachwissen hinaus:

Wir möchten unsere Auszubildenden in ihrer

persönlichen Entwicklung stärken und auf ihrem

Weg in die Arbeitswelt begleiten. Wer eine

praxisnahe Ausbildung mit Sinn und Zukunft

sucht, ist hier genau richtig!

118 4 |2025

Lust auf Ausland? Das geht auch in einer Ausbildung!

Bei THIMM können Industriekaufleute

mit der Zusatzqualifizierung zum/zur

Europakaufmann/-frau spannende Auslandserfahrungen

sammeln – zum Beispiel durch

ein Auslandspraktikum.

Neugierig geworden? Unsere Azubis freuen

sich auf den persönlichen Austausch bei vielen

regionalen Veranstaltungen wie dem Gö-

Bit oder dem BerufsinfoMarkt.

Mehr Infos auf unserer

Website oder Instagram.

Breslauer Straße 12 | 37154 Northeim

Tel. 05551 703 877

ausbildung-northeim@thimm.de

www.entdecke-deine-zukunft.de


PROFIL

Gemeinsam Werte schaffen –

mit Korrosionsschutz, der wirkt!

Ein offenes Miteinander, kurze Wege und viel Raum für eigene Ideen –

bei EXCOR gestalten engagierte Menschen gemeinsam den Erfolg.

www.luxfotowerk.de @ Luka Gorjup

TOP ARBEITGEBER

EXCOR steht seit mehr als drei Jahrzehnten

für innovative Lösungen im

temporären Korrosionsschutz. Die

Produkte des Unternehmens aus Hann.

Münden bewahren metallische Bauteile und

Komponenten während Transport und Lagerung

zuverlässig vor Korrosion und Beschädigung

– weltweit und in unterschiedlichsten

Branchen.

Der Erfolg von EXCOR beruht auf einem

engagierten Team, das auf Vertrauen, Offenheit

und gegenseitigen Respekt setzt.

Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege

und eine direkte Kommunikation prägen die

Zusammenarbeit und ermöglichen es, Ideen

schnell in Lösungen umzusetzen. So entsteht

ein Arbeitsumfeld, in dem Verantwortung,

Kompetenz und Teamgeist gelebt werden.

„Durch die aktive Betreuung unserer Kunden

vor Ort, durch eine gemeinsame Optimierung

der Prozesse, Kundenschulungen

und -workshops, unser hohes Fachwissen

sowie unsere offene und ehrliche Beratung

schaffen wir für unsere Kunden einen echten

Unterschied“, so André Rüsing, Key Account

Manager und Verkaufsleiter Nord.

Tonlandstraße 2

34346 Hann. Münden

Tel. 05541 7062-00

www.excor.de

4 |2024 |2025 119 135


PROFIL

TOP-ARBEITGEBER

Menschen stärken.

Chancen schaffen.

Die Beschäftigungsförderung Göttingen

(BFGoe) steht für das, was unsere

Region stark macht: Menschen, die anpacken,

Ideen, die bewegen und Perspektiven,

die Zukunft schaffen.

Wir unterstützen Jugendliche beim Start

ins Berufsleben, ermutigen Arbeitsuchende

und Menschen mit Handicap neue Wege zu

gehen, begleiten Zugewanderte bei ihrem

Neuanfang in Deutschland und fördern

Gründungsinteressierte bei ihrem Start in

die unternehmerische Selbständigkeit.

Gemeinsam mit Partnern entwickeln wir

Projekte, die Teilhabe, Bildung und Arbeit

ermöglichen. Damit alle die Chance bekommen,

ihr Potenzial zu entfalten. Rund 140

Mitarbeitende übernehmen tagtäglich gesellschaftliche

Verantwortung und setzen sich

mit Leidenschaft dafür ein, dass niemand den

Anschluss verliert.

Von innovativen Ansätzen in der Schule

bis zur beruflichen Qualifizierung, von

der Stadtteilarbeit bis zur Integration:

Wir stoßen Veränderungen an.

Annette Allweil

Artur-Levi-Campus

Levinstraße 1a

37079 Göttingen

Tel. 0551 400-2889

info@bfgoe.goettingen.de

www.bfgoe.de

Kreisverwaltung:

TOP im öffentlichen Dienst

Sinnstiftende und vielfältige Aufgaben im Beruf

mit der Familie und dem Privatleben vereinbaren –

das kann der Landkreis Göttingen!

Ein Top-Arbeitgeber stellt den Menschen

in den Mittelpunkt. Gute Rahmenbedingungen

für die Vereinbarkeit von Beruf,

Familie und Privatleben sind dabei zentraler

Bestandteil des Selbstverständnisses der Kreisverwaltung.

Als attraktiver Arbeitgeber stellt sie

mit geeigneten Maßnahmen sicher, dass alle

Beschäftigten, unabhängig von ihren individuellen

Arbeits- und Lebensmodellen im Rahmen

ihrer Möglichkeiten, die gleichen beruflichen

Entwicklungschancen haben. Ein riesiges

Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten,

flexible Arbeitszeiten & Home-Office, ein

gelebtes WIR-Gefühl u.a. unterstützen dies.

Als Team ist die Kreisverwaltung dabei ein

moderner Dienstleister. Mit innovativen Ideen

120 4 |2025

und Maßnahmen unter Beteiligung aller

Beschäftigten versucht sie sich stetig zu

verbessern. Mit einer hohen Expertise in vielfältigen

Berufsfeldern werden die Menschen

und die Gemeinden im Kreisgebiet begleitet.

Eine gute Erreichbarkeit sowie zeitnahe und

hilfreiche Rückmeldungen zählen dabei zu

den Leitgedanken in puncto Service.

Möchtest auch du

sinnstiftend beim

Landkreis arbeiten?

Dann melde dich bei uns!

Reinhäuser Landstr. 4

37083 Göttingen

Tel. 0551 525-9129

personalentwicklung@landkreisgoettingen.de

www.landkreisgoettingen.de


PROFIL

Deine Stadt.

Deine Zukunft.

Deine Karriere.

Jetzt bei der Stadtverwaltung Göttingen durchstarten!

Als zertifizierte TOP-Arbeitgeberin

Südniedersachsen bietet die Stadt

Göttingen flexible Arbeitszeiten und

zahlreiche Teilzeitarbeitsmodelle. Es besteht

die Möglichkeit von Homeoffice und mobilem

Arbeiten. Auf dich wartet eine moderne

Arbeitsplatzausstattung in hervorrageden

Teams. Dein lebensphasenbewusstes Arbeitsumfeld

umfasst u.a. Krippenbelegplätze

sowie verschiedene Sonderurlaubsformen

und bietet ein hervorragendes betriebliches

Gesundheitsmanagement (u.a. Hansefit, Gesundheitsvorträge

und Vergünstigung in den

Schwimmbädern der GoeSF). Darüber hinaus

hast du die Möglichkeit auf E-Bike-Leasing

und einem Zuschuss zum Deutschlandticket.

Abgerundet wird deine Tätigkeit durch vielfältige,

an das Berufsbild und individuell angepasste

Fortbildungsprogramme sowie Karrieremöglichkeiten.

Die Stadt Göttingen strebt

an, dass sich die Vielfalt der Bevölkerung auch

in der Verwaltung abbildet. Wir erkennen damit

Vielfalt als Teil unserer Unternehmenskultur

an. Wir heißen daher alle Talente, die uns

voranbringen wollen, willkommen.

Du bist neugierig geworden? Dann nutze deine

Chance und bewirb dich jetzt!

KARRIERE

Hiroshimaplatz 1-4

37083 Göttingen

Tel. 0551 400 0

www.goettingen.de/rathaus/arbeitgeberinstadt/

TOP ARBEITGEBER

Zwischen Archäologie,

Bauforschung und Kunst

Streichardt & Wedekind Archäologie (SWA)

ist mehr als eine Grabungsfirma. Mit Kunst- und

Wissensvermittlung erweitern wir unser Angebot.

Flavio Apel, Jannik Bönsch und Phoebe Zabel bei Ausstellungsvorbereitungen in

der Düsteren Straße

Seit 2011 sind wir als archäologische

Fachfirma vor allem in Südniedersachsen

und angrenzenden Regionen tätig.

Wir begleiten Bauvorhaben von der Scheune

bis zum Windpark und dokumentieren

menschliche Spuren vergangener Zeiten, bevor

sie zerstört werden. Neben archäologischen

Untersuchungen bieten wir auch bauhistorische

an.

Neue Aufgaben, neue Herausforderungen.

Wir wollen nicht nur Archäologie dokumentieren,

sondern auch für Jung und Alt erfahrbar

machen. Mit diesem Anspruch haben wir

unter dem Namen „Kunst und Archäologie“

ein erstes Projekt entwickelt, dass beide

Welten zusammenbringt. So ist mit dem

Künstler Flavio Apel und der Galerie Ahlers

eine Ausstellung entstanden, die übliche

Formate hinterfragt.

Die Ausstellung „gegraben, geborgen, gezeichnet“

stellt einen Dialog zwischen den

Funden und den davon inspirierten Zeichnungen

her. Die Besucher werden eingeladen

neue Perspektiven zu entdecken. In Workshops

wird sich kreativ der Vergangenheit

und Kunst gewidmet, um Wissen abseits des

Schulbuchs zu vermitteln. Die Ausstellung ist

bis Ende Januar in der Galerie Ahlers zu sehen.

Bei Galerie Ahlers

Düstere Straße 21

37073 Göttingen

Tel. 0170 701 94 24

kunst-und-archaeologie.com

kontakt@kunst-und-archaerchologie.com

4 |2025 121


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Innovative Ökotechnik für

Mensch und Natur

Mit nachhaltigen Produkten und wertschätzendem

Miteinander zum Weltmarktführer

Gemeinsam wachsen, nachhaltig handeln. Innovation zum Wohl von Mensch und Natur.

Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit

für ein harmonisches Miteinander

von Mensch und Natur

– das ist das Credo des nordhessischen Ökotechnikspezialisten

THE PAULY GROUP. Das

spiegelt sich nicht nur in den Produkten und

Dienstleistungen wider, sondern ist gelebtes

Arbeitsumfeld der 110 Fachkräfte aus 30 Berufsgruppen.

Das Unternehmen bietet Raum

für persönliche Entwicklung und sinnstiftende

Aufgaben in einem Team, das Verantwortung

übernimmt und Innovationen vorantreibt.

Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Arbeitsmodelle

und moderne Arbeitsplätze sorgen

für eine ausgewogene Work-Life-Balance.

THE PAULY GROUP ist mit „Klärschilf“ Marktführer

im Bereich der ökologischen Klärschlammentwässerung.

Ein weiterer Unternehmensbereich

verbirgt sich hinter der Marke

„FreibadPLUS“. Sanierungsbedürftige Freibäder,

wie etwa das Parkbad Weende in Göttingen,

werden in zukunftsfähige Erlebnisbäder mit

biologischer Wasserreinigung verwandelt. Die

Geschäftsbereiche „HUMUS- UND ERDEN

KONTOR“, die Experten für regionale Erden,

und das Prüflabor „PLANCOTEC“ runden das

nachhaltige und sinnstiftende Portfolio der

THE PAULY GROUP ab.

Bahnhofstraße 12

37249 Neu-Eichenberg

Deutschland

Tel. 05542 9251-0

Fax 05542 9251-405

info@thepaulygroup.de

Karriere mit Perspektive bei Sycor

Vom Auszubildenen bis zur Führungskraft:

Bei Sycor schreiben wir Erfolgsgeschichten.

Als IT-Dienstleister gestalten wir seit

über 25 Jahren die digitale Zukunft

unserer Kunden – und die Karrieren

unserer Mitarbeitenden. Denn bei Sycor steht

der Mensch im Mittelpunkt. Wir fördern

Talente, begleiten individuelle Entwicklungspfade

und schaffen Raum für Verantwortung.

Wenn du dich für technische Innovationen

und starkes Teamwork begeisterst, bist du bei

Sycor genau richtig!

Zwei, die diesen Weg beispielhaft gegangen

sind, sind Lisa Hartmann und Lukas Schäfer:

Beide starteten ihre Karriere mit einer Ausbildung

bei Sycor – heute leiten sie eigene Teams

bzw. sind im Projektmanagement unterwegs.

Was sie verbindet? Neugier, Gestaltungswille

und ein Umfeld, das sie wachsen ließ.

122 4 |2025

Lisa Hartmann, Head of Commercial Services

erinnert sich: „Ich durfte bei Sycor von der Auszubildenden

zur Abteilungsleiterin wachsen –

dank Vertrauen, Unterstützung und einem

Team, das immer an mich geglaubt hat. Gemeinsam

haben wir gezeigt, wie viel man mit

Leidenschaft und Zusammenhalt erreichen

kann.“

Lukas Schäfer, Service Manager im Managed

Service, ergänzt: „Sycor hat mir von Beginn an

viel Vertrauen geschenkt und mir das richtige

Maß an Verantwortung übertragen, um sowohl

meine persönliche Entwicklung als auch

die unseres Teams voranzutreiben."

Entwicklung ist bei uns mehr als ein Karriereschritt

– sie ist ein Teil unserer Kultur. Denn

wir geben IT ein Gesicht.

Heinrich-von-Stephan-Str. 1-5

37073 Göttingen

www.sycor.de/karriere

recruiting@sycor.de


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zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau

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in Kooperation mit der PFH-Göttingen

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Bankkauffrau

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PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Ausbildung

Ausbildung

mit Karriereversprechen.

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S Sparkasse

Ausbildungsleiterin

Anna Ude

Groner Landstr. 2

37073 Göttingen

S Göttingen Sparkasse

Göttingen

Tel. 0551 405-2323

Anna.Ude@spk-goettingen.de

Bessere Gesundheit

für mehr Menschen

Sartorius unterstützt Biotech-Wissenschaftler

und -Ingenieurinnen, neue Therapien schneller zu

entwickeln und zum Patienten zu bringen.

Bei Sartorius arbeiten global 14.000 Menschen nach den Werten

Nachhaltigkeit, Offenheit und Freude.

Sartorius ist der richtige Ort für Menschen,

die etwas bewegen wollen: Das global

aufgestellte Life-Science-Unternehmen

bietet seinen Mitarbeitenden die Chance, in

einer dynamischen Branche mitzuwachsen

und Teil der Lösung für bisher unheilbare

oder nicht behandelbare Krankheiten zu sein.

Mitarbeitende schätzen auch das flexible

Arbeitsumfeld, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten

und die weltweite Zusammenarbeit.

Medizinischen Fortschritt vereinfachen – von

der ersten Idee eines neuen Medikaments bis

zur Produktion. Hierfür stellt Sartorius seinen

Kunden innovative Technologien zur Verfügung,

die dabei helfen, neue Therapien schneller

zu erforschen und effizienter herzustellen – z. B.

gegen Krebs, Alzheimer oder auch seltene

Krankheiten. Damit mehr Menschen Zugang

zu besserer Medizin haben.

Rund 14.000 Mitarbeitende an mehr als 60

Produktions- und Vertriebsstandorten arbeiten

an dieser Vision. Am Gründungsort und Hauptsitz

in Göttingen sind rund 4.000 Mitarbeitende

beschäftigt. Dazu kommen deutschlandweit

rund 260 Nachwuchskräfte in 19 Ausbildungsberufen

und sieben dualen Studiengängen.

Otto-Brenner-Str. 20

37079 Göttingen

Tel. 0551 3080

E-Mail: info@sartorius.com

www.sartorius.de/karriere

4 |2025 123


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Mit Teamgeist zum

gemeinsamen Erfolg

Die Kreis-Sparkasse Northeim –

N-Personalkennzahlen Marktführer in und 2025 für die Region

3 Beschäftigte

KSN-Personalkennzahlen 2025

Azubis

263 Beschäftigte

KSN-Personalkennzahlen Duale Studenten2025

14 Azubis

263 Beschäftigte

chüler

025

2 Schulpraktika Duale Studenten

14 Azubis

9 Schüler Quereinsteiger Schulpraktika

igte 2 Duale Studenten

10 Wiederkehrer Quereinsteiger

9 Schüler Schulpraktika

2 Wiederkehrer

10 Neueinstellungen Quereinsteiger

20 Neueinstellungen

% udenten 2 Teilzeitquote Wiederkehrer

35% Teilzeitquote

20 Neueinstellungen

MA ktika

39 MA Hansefit Hansefit

35% Teilzeitquote

MA

50 MA Bikeleasingvertrag Bikeleasingvertrag

steiger 39 MA Hansefit

Betriebssport-

50 MA 188 Betriebssport-

Mitglieder Bikeleasingvertrag

gemeinschaft

ehrer 8 Mitglieder

gemeinschaft

188 Mitglieder seit 2020

Betriebssport-

TOPAS zertifiziert

gemeinschaft

it tellungen 2020

TOPAS zertifiziert

seit 2020

TOPAS zertifiziert

uote

Zahlen zählen bekanntlich im Bankgeschäft.

Bei der KSN stimmen diese. Wenn's um Geld

geht vertrauen fast 60.000 Menschen auf die

mehrfach ausgezeichneten Beratungs- und

Serviceleistungen ihrer KSN. Das macht die

Sparkasse seit langem zum erfolgreichen

Marktführer im Landkreis Northeim.

Die Basis des Erfolges sind neben einer guten

Aus- und Weiterbildung sowie Top-Arbeitsbedingungen

auch ein gesunder Teamgeist. Der

zeigt sich beim Betriebssport ebenso wie bei

den KSN-Events im Eisstockschießen oder

beim Drachenbootrennen.

Am Münster 29

37154 Northeim

KSN-Personalabteilung@KSN-Northeim.de

www.KSN-Northeim.de

ingvertrag

sportchaft

ertifiziert

Medizin Menschlich Machen

Ein älterer Arzt sagte einmal: „ Jeder Computer kann einen Algorithmus

abarbeiten. Aber nur ein guter Arzt kann die Leitlinien an den einzelnen

Menschen anpassen.“

In Zeiten, in denen medizinische Leistungen

in Internet oder Supermarkt verlagert

werden, müssen wir uns entscheiden,

welche Form von Gesundheitsversorgung wir

wollen: Möchten wir Kunden sein, die Auftragsleistungen

verlangen? Oder möchten wir

als Menschen in unserer Gesamtheit wahrgenommen

werden?

Eine gute Gesundheitsversorgung ist wohnortnah,

niedrigschwellig, ganzheitlich und

patientenorientiert. Nur in der hausärztlichen

Versorgung können Ärzte vor Ort den ganzen

Menschen behandeln und nicht nur medizinische

Aspekte, sondern auch Beruf und Familie

124 4 |2025

mit einbeziehen. Ich bin Hausärztin geworden,

um die Scheuklappen der Fachgebietsgrenzen

zu überwinden und nicht nur Krankheitssymptome,

sondern Menschen zu behandeln.

Seit meiner Niederlassung haben sich Praxis

und Team stark weiterentwickelt: Hausbesuche,

Wundversorgung, Impfmanagement,

Vorsorge, Kinderversorgung, Palliativmedizin,

Sozialmedizin, Verkehrsmedizin, Weiterbildung,

Lehrpraxis – wir haben uns mit jedem

Jahr breiter aufgestellt. Denn wohnortnah bedeutet,

Menschen Fahrtwege und Wartezeiten

zu ersparen und hohe Qualität erfordert

stetige Weiterentwicklung.

Dr. med. Karen Lodhia

Hoher Weg 17

37434 Bilshausen

Tel.: 05528 92380

info@dr-med-lodhia.de


PROFIL

BKK Technoform:

Ihre Gesundheit ist unser Fokus

Getreu ihrem Leitsatz

‚Regional. Persönlich. Kompetent‘

betreut die regionale Krankenkasse

seit Jahrzehnten ihre Versicherten.

Geschäftsstellenleiterin Beate Patt-Wazinski

freut sich über die TOPAS Zertifizierung.

TOP ARBEITGEBER

Die BKK Technoform zählt zu den

ältesten Krankenkassen Deutschlands

und stellt seit jeher die Gesundheit

ihrer Versicherten in den Mittelpunkt. Durch

präventive Extraleistungen fördert sie aktiv

das Wohlbefinden ihrer Mitglieder.

Auch als Arbeitgeber setzt die regionale

Krankenkasse Maßstäbe. So wurde die

BKK Technoform bereits mehrfach als "Top-

Arbeitgeber 150 Südniedersachen"(TOPAS) 4 |2025

ausgezeichnet.

Beate Patt-Wazinski, Leiterin

der Hauptgeschäftsstelle Göttingen, betont

die Bedeutung dieser Anerkennung für den

Wirtschaftsstandort Südniedersachsen und

die enge Zusammenarbeit mit ihren Trägerunternehmen,

von denen eine Vielzahl ebenfalls

TOPAS-zertifiziert sind.

Die Göttinger Geschäftsstelle befindet

sich in der August-Spindler-Straße 1. Besucher

und Interessierte sind herzlich eingeladen,

die BKK Technoform zu den regulären Öffnungszeiten

zu besuchen.

Frau Patt-Wazinski und das gesamte Team

freuen sich auf Sie.

August-Spindler-Str. 1

37079 Göttingen

Tel. 0551 507645-00

Willkommen@bkk-technoform.de

www.bkk-technoform.de

Die Familienzahnärzte

Innovatives Umfeld macht Zahnärzte

auf den Terrassen zum TOP Arbeitgeber.

Die Praxis der Zahnärzte auf den Terrassen

vereint modernste Zahnmedizin

mit einem hohen Anspruch an Teamgeist

und Arbeitsqualität. Als zertifizierter

Top-Arbeitgeber durch TOPAS wird die Praxis

nicht nur für die fachliche Kompetenz geschätzt,

sondern auch für ein hervorragendes

Arbeitsklima und innovative Strukturen. Ein

respektvoller und kollegialer Umgang prägt

den Alltag, während eine transparente Kommunikation

die Basis für eine angenehme

Zusammenarbeit schaffen.

Die Praxis deckt alle wesentlichen Bereiche

der Zahnmedizin ab. Dazu gehört auch

die Kinderzahnheilkunde, in der ein einfühl-

samer und liebevoller Umgang mit den

jüngsten Patienten an erster Stelle steht,

sowie die Chirurgie und Implantologie, die

mithilfe modernster Technologien präzise

und schonende Eingriffe ermöglicht. Auch

die Wurzelkanalbehandlung unter dem OP-

Mikroskop gehört zum Leistungsspektrum

und stellt sicher, dass selbst komplexe

Behandlungen mit größter Genauigkeit durchgeführt

werden. Ergänzt wird das Angebot

durch die Kieferorthopädie für ein gesundes

und schönes Lächeln.

Neben der fachlichen Vielfalt bietet die

Praxis vielfältige berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Neue MitarbeiterInnen erwartet ein

abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit der

Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln

und von einem hochmotivierten Team zu

lernen. Die Praxis ist stets auf der Suche

nach Allroundern, die Wert auf ein kollegiales

Miteinander und eine langfristige Zusammenarbeit

legen.

Zahnärzte auf den Terrassen

Alfred-Delp-Weg 6

37085 Göttingen

Tel. 05 51 79 53 23

info@zahnaerzteaufdenterrassen.de

www.zahnaerzteaufdenterrassen.de

4 |2025 125


PROFIL

TOP ARBEITGEBER

Fagus-GreCon –

Innovation aus Tradition

Hier werden Hightech, Geschichte und

Menschlichkeit vereint – ein Hidden Champion,

der in Südniedersachsen Zukunft gestaltet.

Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG ist

ein Familienunternehmen mit Stammsitz

in Alfeld/Hannover. Die Produktmarke

GreCon gehört zu den international

führenden Marken im Bereich präventiver

Brandschutz und Messtechnik. Systeme der

Marke GreCon werden in zahlreichen Industrien

weltweit eingesetzt. Ein weltweites Servicenetz

mit Kundendienstangeboten vor Ort

stellt sicher, dass Kundenanforderungen stets

schnell und zur vollen Zufriedenheit erfüllt

werden. Das 1911 vom Architekten Walter Gropius

erbaute Fagus-Werk steht als eines der

ersten Beispiele der architektonischen Moderne

und wurde 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe

erklärt. Die Unternehmensgruppe

zählt derzeit ca. 700 Mitarbeitende weltweit,

davon am Standort Alfeld 450. Neben der

Innovationskraft prägt besonders die Unternehmenskultur

den Erfolg. Flache Hierarchien,

kurze Entscheidungswege und ein starkes

Miteinander schaffen ein Arbeitsumfeld, das

von Vertrauen, Offenheit und Nachhaltigkeit

geprägt ist. Als mehrfach ausgezeichnetes

TOPAS-Unternehmen zählt Fagus-GreCon

zu den attraktivsten Arbeitgebern Südniedersachsens

und gestaltet Zukunft mit Begeisterung,

Verantwortung und Herz.

Hannoversche Straße 58

31061 Alfeld

Tel. 05181 79 - 0

info@fagus-grecon.com

www.fagus-grecon.com

Wir setzen bewusst auf Vielfalt:

von klein bis groß, von Handwerk bis

Hightech, alle regionalen Unternehmen und

Institutionen sind bei TOPAS willkommen.

Mehr erfahren? Folgen Sie uns jetzt!

150 126 4 |2025


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PROFIL

Wie SMART ist Ihre Beschaffung?

Smart bestellen, besser arbeiten!

Warum das Thema ‚Beschaffung‘ ein wichtiger Schlüssel für Effizienz und

Nachhaltigkeit im Büro ist …

DIGITAL: Nutzung von automatisierten,

datengetriebenen oder vernetzten

Systemen.

Effizient: Minimierung von Aufwand,

Kosten und Verschwendung.

Nachhaltig: Ressourcenschonende,

CO₂-arme Beschaffung.

Bedarfsgerecht: Optimale Mengen,

richtiger Zeitpunkt, keine Überbestände

oder Engpässe.

Das Northeimer Unternehmen Kassebeer definiert

sich als „Partner für Büro-Erfolg“. Doch

was genau kann und will man gemeinsam mit

Kunden erreichen? Geschäftsführer Mark Berke

über Möglichkeiten und Chancen des modernen

Procurements …

BÜRO-ERFOLG –

WIE DEFINIEREN SIE DEN?

„Einfach dargestellt: Ein Büro ist dann erfolgreich,

wenn die Zusammenarbeit optimal

funktioniert und das Team ausreichend Zeit

hat, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.

Daran lässt sich arbeiten! In der Sparte ‚Druck

und Workflow‘ bedeutet dies: Wiederkehrende

Prozesse vereinfachen und automatisieren.

Bei ‚Verbrauchsmaterialien‘ ist der Gamechanger

die Art des Procurements.“

DAS WICHTIGSTE ARGUMENT BEI BÜRO-

ARTIKELN IST ALSO NICHT DER PREIS?

„Gute, konkurrenzfähige Preise sind natürlich

unabdingbar. Aber als regionaler Lösungsanbieter

bieten wir noch zusätzliche Stellschrauben,

interessant speziell für größere Unternehmen.

Statt um reinen Produktverkauf

geht es bei uns auch um smarte Beschaffung:

Erfolg bedeutet, Kosten und Prozessaufwand

senken, Versorgungssicherheit erhöhen und

ökologisch besser werden … – am besten alles

zusammen!“

WAS IST SMART UND WAS NICHT?

„Nicht sonderlich smart sind z.B. manuelle

Bestellprozesse über E-Mail oder Excel: Viel

zu hoher Aufwand, große Fehleranfälligkeit.

Außerdem gibt es so keinen zentralen Überblick

über Verbrauch und Kosten – das erschwert

es, Einsparpotenziale zu erkennen.

Auch nicht empfehlenswert: ein Füllhorn an

Lieferanten. Die Abrechnung ist zu unübersichtlich,

die Produktqualität uneinheitlich,

es kommt zu unnötigen Fahrten und deutlich

mehr Verpackungsmüll.“

WAS LÄUFT MIT IHNEN ALS

BESCHAFFUNGSPARTNER ANDERS?

„Zunächst profitieren unsere Kunden von einer

intelligenten Einkaufsstruktur: Von klassischen

Büroartikeln über ‚Büroküche‘ und

‚Hygiene‘ bis hin zu Wasser, Kaffee und Obst

liefern wir alles aus einer Hand.

Zweitens ermöglicht unsere moderne E-Procurement-Plattform

mit Freigabe-Workflows,

ERP-Systemanbindung, Kostenstellen, Reportings

und Analysen Einkäufern bestmögliche

Kontrolle, ein hohes Maß an Standardisierung

und eine realistische Bedarfsplanung – bei minimalem

Aufwand.

Und drittens garantiert unser eigenes Logistikzentrum

mit regionalem Kurierdienst extrem

schnelle und flexible Lieferungen – niemand

muss mehr bevorraten. Das können wir

ökologisch viel nachhaltiger leisten als Onlineplattformen

mit zentralem Versand. Und

last not least: Unsere langjährige, persönliche

Zusammenarbeit mit Kunden sorgt auf beiden

Seiten für Entwicklung und echte Lernkurven.

Auch das ist ziemlich smart.“

Wilh. F. Kassebeer GmbH & Co. KG

Matthias-Grünewald-Straße 42

37154 Northeim

Tel. 05551 963-0

hallo@kassebeer.de

www.kassebeer.de


impressum

Verlag

faktor – das Entscheider- Magazin für die Region Göttingen

Entscheider Medien GmbH

Berliner Straße 10

37073 Göttingen

Tel. 0551 3098390

Fax 0551 30983911

info@faktor-magazin.de

www.faktor-magazin.de

USt-IdNr.: DE244260937 | Amtsgericht Göttingen HRB 4281

Herausgeber

Marco Böhme

boehme@faktor-magazin.de

Chefredakteur

Markus Riese (V.i.S.d.P.)

riese@faktor-magazin.de

Autoren

Matthias Brunnert, Anja Danisewitsch, Rupert Fabig,

Sven Grünewald, Markus Hartwig, Tobias Kintzel, Carolin Köpp,

Stefan Liebig, Norman Lippert, Margareta Vogel

Art-Direction & Grafik

Anke Steines

Fotografie / Weitere Bilder

Alciro Theodoro da Silva, Marco Bühl, Markus Hartwig,

Florian Spieker / Pixabay, Canva, Adobe Firefly (z.T. mit KI)

Lektorat

CoLibris – Lektoratsbüro Dr. Barbara Welzel

Vertrieb

Thorsten Sawada

Marketing

Christiane Wiese-Brahimi, Anastasia Riesling (Assistenz)

Geschäftsführender Gesellschafter

Marco Böhme

Auflage

11.000

Druckerei

Schleunungdruck GmbH

Anzeigenschluss der nächsten Ausgabe ist der

20. Februar 2026, Redaktionsschluss eine Woche später.

Wenn Sie den faktor zukünftig nicht mehr kostenfrei erhalten

möchten, nehmen wir Sie aus dem Verteiler und Sie bekommen

keine Exemplare mehr. Schicken Sie uns dazu bitte eine Mail an:

info@faktor-magazin.de

Redaktionsbeirat

Jens Barwinske, Dr. Friedemann Baum, Mark Berke,

Ines Berke, Ines Dietze, Prof. Dr. Uwe Fischer, Rainer Giese,

Jürgen Jenauer, JUDr. Hans-Hermann Lampe, Markus Liese,

Carsten Lohrengel, Lars Obermann, Thomas Richter, Marco

Scheuchzer, Mark C. Schneider, Prof. Dr. Matthias Schumann,

Claudia Trepte, Prof. Dr. Winfried Weber, Dr. Marko Weinrich

Wir übernehmen für unverlangt eingesendete Texte, Fotos etc. keine Haftung.

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung des Herausgebers

wieder. Von faktor gestaltete Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt.

Eine anderweitige Verwendung ist nur mit schriftlicher Genehmigung des

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Beiträge ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers möglich.

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Redaktioneller Hinweis

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die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. ,der Journalist‘.

Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleich behandlung.

Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.

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Göttingen

Netzwerkpartner

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it GÖTTINGEN

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1

Seite 1 von

128 4|2025


-kalender

leben

Event in Einbeck

Staraufgebot zum

Fünfjährigen

FÜNF JAHRE KULTURKRAFT – unter diesem Motto feiern die

Kulturkrafttage vom 19. bis 22. März 2026 im PS.Speicher

in Einbeck ihr fünfjähriges Bestehen. Was als ambitionierter,

hochkarätig besetzter und zugleich erfrischend authentischer

„kultureller Energiekick“ begann, gehört heute bereits zu

den profilierten alljährlichen Ereignissen Südniedersachsens.

Die ungewöhnliche Kulisse ist essenzieller Teil der Veranstaltungen:

Der PS.Speicher – Europas größte Oldtimer-Erlebnisausstellung

– erweist sich dabei nicht nur als atmosphärischer,

sondern auch akustisch herausragender Resonanzraum.

Hier trifft Musik auf Sprache, Jazz auf Klassik, fein austarierte

Performance auf emotionale Improvisation. Zum Jubiläum

mit dabei: TV-Star Christoph Maria Herbst („Stromberg“)

mit dem Sélean Trio, die Ausnahme-Akkordeonistin

Ksenija Sidorova im virtuosen Zusammenspiel mit dem

Signum Saxophone Quartet sowie Chansonnier Dominique

Horwitz mit einer Hommage an Jacques Brel. Das Leipziger

Klavierduo Julia Bartha & Julia Rinderle sowie das bewährte

Matinee-Ensemble um die Schauspielerin, Initiatorin und

künstlerische Leiterin Julia Hansen, Heikko Deutschmann und

andere komplettieren das Programm. Eintrittskarten sind auf

Reservix erhältlich. Weitere Infos: www.kulturkrafttage.de.

Preisverleihung im DT

Doppelter Friedenspreis

DIE STIFTUNG DR. ROLAND RÖHL setzt seit 1999 mit dem Göttinger

Friedenspreis ein Zeichen für den Frieden – im nächsten

Frühjahr gleich doppelt: Bei der Verleihung am 7. März 2026

im Deutschen Theater Göttingen werden sowohl der Holocaust-

Überlebende Leon Weintraub als auch die NGO „Schule ohne

Rassismus – Schule mit Courage“ gewürdigt. Für das 1995 etablierte

Projekt nehmen Sanem Kleff (Leitung) und Eberhard Seidel

(Geschäftsführung) den Preis entgegen; Weintraub wird zusammen

mit seiner zweiten Ehefrau Evamaria Loose-Weintraub erwartet.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und ist kostenfrei zugänglich

– nach erfolgter verbindlicher Anmeldung im Deutschen

Theater (telefonisch unter 0551 / 4969 300 oder per Mail an

theaterkasse@dt-goettingen.de).

„Beiden Preisträgern geht es vor allem darum, jungen Menschen

die Gefahren von Rassismus und Antisemitismus vor Augen zu

führen“, erläutert Michael Brzoska, Vorsitzender der Friedenspreis-

Jury. Die Zugänge der Preisträger seien zwar sehr unterschiedlich,

aber „die Absicht ist ihnen gemeinsam: Toleranz, Mitmenschlichkeit,

gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte

zu stärken, alles Grundlagen für nachhaltigen Frieden. Darum haben

sich die beiden Preisträger auf verschiedenen Wegen besonders

verdient gemacht“. Mehr Infos: www.goettinger-friedenspreis.de.

Kurz gemeldet

Termine zum Vormerken

DAS 20. GÖTTINGER FERNWEHFESTIVAL lockt am 17. und 18.

Januar wieder in die Freie Waldorfschule Göttingen. Die Hauptvorträge

behandeln diesmal unter anderem „Island in 3D“ sowie

„Die Welt der 8000er“. Infos auf www.fernwehfestival.de.

FOTOS: KAUPO KIKKAS / CHRISTIAN HARTMANN

DIE 23. KUNST-GALA des Vereins „Kultur Unterstützt Stadt Göttingen

e. V.“ (kurz: Kunst e. V.) kehrt am 7. und 8. Februar ins

Deutsche Theater Göttingen zurück. „Wir freuen uns auf diesen

wunderbaren Gastgeber“, lässt das Kunst-Gala-Team auf seiner

Homepage verlauten. Infos auf www.kunst-ev.de.

DIE LOKOLINO, eine über die Jahre gewachsene und sehr beliebte

Erlebnismesse zum Thema „Familie, Baby und Kind“, wird am

7. und 8. Februar wieder die Göttinger Lokhalle mit Leben füllen.

Die GWG als Veranstalterin organisiert erneut Aussteller- und

Erlebnisbereiche sowie ein vielseitiges Vortragsprogramm.

Infos auf www.lokolino.de.

Ausnahmekünstler: Ksenija Sidorova und Christoph Maria Herbst.

Beide sind bei den fünften Kulturkrafttagen zu Gast.

4 |2025 129


-vorschau

Nachhaltigkeit

im Blickpunkt

Nachhaltigkeit ist auch in Unternehmen längst ein Dauerthema.

Nach den gestiegenen Anforderungen an die

Nachhaltigkeitsberichterstattung treten ab 2026 zusätzlich

strengere Regeln für die Werbung mit Nachhaltigkeitsaussagen

in Kraft. Was muss inzwischen eigentlich

alles beim Thema Nachhaltigkeitstransparenz beachtet

werden? Was gehört in welche Reportings? Wo gibt es die

nötigen Infos? Und welche Best-Practice-Beispiele aus der

Region können als Vorbild dienen?

DIE NÄCHSTE

AUSGABE

ERSCHEINT

AM 27.03.26

Employer Branding

Der Arbeitgeber als attraktive Marke für künftige Mitarbeiter: Employer

Branding wird in vielen Branchen immer wichtiger. Und ist deshalb auch

nicht zu unterschätzen: Wer die Fachkräfte von morgen an sein Unternehmen

binden will, muss die ganze Palette der Möglichkeiten nutzen, um sich

zu positionieren. Dass Gratis-Kaffee und ein Obstkorb nicht mehr ausreichen,

um junge Menschen zu überzeugen, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen

haben. Was braucht es also an Skills und Strategien?

Lesen Sie dazu und zu weiteren Themen in der

nächsten faktor-Ausgabe.

Wenn Sie regional bekannter werden möchten, um Kunden und Mitarbeiter zu gewinnen, melden Sie

sich gern bei uns. Anzeigenschluss ist am 20.2.26, Redaktionsschluss eine Woche später.


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