faktor Winter 2025/2026
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20. Jahrgang Winter 2025 | 2026 8 Euro
› PRINT | EVENTS | DIGITAL
› DAS MAGAZIN FÜR ERFOLGSGESCHICHTEN
Erfolgsgeschichte
Ralph Hollokoi vom „Joseph’s Fine Dining“ in Bad Sachsa
ist unter dem Motto „Der Harz trifft auf die Welt“ auf den
Geschmack gekommen und wurde dafür 2025 als einziger
Koch der Region mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
faktor stellt ihn vor. ‣ 88
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Liebe Leserinnen und Leser,
nun liegt sie also vor uns: die erste faktor-Ausgabe, für die ich redaktionell
verantwortlich zeichnen darf. Die vergangenen Monate waren
für mich überaus spannend, inspririerend und auch motivierend.
Natürlich ging es erst einmal darum, bestehende Abläufe kennenzulernen,
viele Gespräche mit den neuen Kollegen zu führen und
möglichst viel aufzusaugen. Im Prinzip habe ich mich selbst zum
Praktikanten in meiner eigenen Redaktion gemacht.
Gleichzeitig habe ich mich direkt begeistern lassen von der Magie
zahlreicher Begegnungen, die ich in dieser noch relativ kurzen Zeit
bereits erleben durfte. Ich habe also das Motto der großen Jubiläumsfeier
anlässlich „20 Jahre faktor” quasi direkt mit in meinen
Arbeitsalltag übernehmen können. Und das fühlt sich super an!
BÜROMATERIAL
Reduzierung Ihres
CO2 Fußabdrucks
Hygiene-Artikel Küchen Kaffee
Kuchengabeln Snack-Boxen
CATERING OBST-KORB
Beim Durchblättern dieser Ausgabe werden Sie an der einen oder anderen
Stelle noch auf unser 20-Jähriges stoßen, und vielleicht zaubert
Ihnen das ja noch einmal ein Lächeln ins Gesicht. Vielleicht werden
Sie aber auch bemerken, dass Sie gar nicht so viel bemerken – jedenfalls
keine radikalen Neuerungen. Tatsächlich habe ich ganz bewusst
erst einmal nur sehr behutsam kleinere Veränderungen vorgenommen.
Denn der faktor ist ja bereits ein tolles Produkt – und nur aus
Prinzip als „der Neue” alles auf den Kopf zu stellen, halte ich weder
für nötig noch für sinnvoll. Allerdings: Ideen für den faktor habe ich
tatsächlich einige, und so darf ich an dieser Stelle versichern, dass wir
bereits an einigen spannenden Themen und Neuerungen für das Jahr
2026 arbeiten, ohne dabei die DNA und die Stärken des faktor infrage
zu stellen.
Finde die
Begriffe:
1) Büro 4) Biophilie
2) Planung 5) Hygiene
3) Akustik
COVER: ALCIRO THEODORO DA SILVA
Natürlich bin ich sehr gespannt darauf, wie Ihnen die neue Ausgabe
gefällt. Das gesamte Team hat, wie ich finde, tolle Arbeit geleistet, um
Ihnen wieder ein breites Spektrum spannender Beiträge anzubieten.
Welche Artikel finden Sie besonders lesenswert? Haben wir die Themen
für unsere Schwerpunkte gut getroffen? Welches Foto ist Ihr persönlicher
Favorit? Welche Rubrik finden Sie gelungen, welche vielleicht
eher weniger? Ich freue mich auf Ihr konstruktives Feedback –
auf Lob, Kritik, Ideen und Anregungen. Schreiben Sie mir gern.
Doch jetzt erst einmal viel Freude beim Schmökern!
Ihr
Markus Riese
Chefredakteur
riese@faktor-magazin.de
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4 |2025 3
hinter den kulissen
faktor intern – Einblicke in unsere Arbeit:
Was wir beim Entstehen dieser Ausgabe erlebt haben
Manchmal tauchen faktor-Mitarbeiter an Orten auf, an denen
man sie vielleicht auf den ersten Blick gar nicht vermuten
würde: Als der neue Chefredakteur Markus Riese im
November einen Gastauftritt beim Konzert des bekannten
Singer-Songwriters Jon Flemming Olsen im Göttinger Apex
hatte (Olsen ist unter anderem bekannt aus der TV-Sendung
Dittsche und war früher Bandleader bei Texas Lightning, die
2006 Deutschland beim ESC vertreten haben), war auch
Fotograf Alciro Theodoro da Silva vor Ort – und hielt das
gemeinsame Musizieren fotografisch fest.
Kaum war die Jubiläums-Ausgabe
des faktor im Kasten, stand
auch schon das nächste Highlight
an – die Feier zum 20-jährigen
Bestehen in den Räumlichkeiten
der Gesellschaft für wissenschaftliche
Datenverarbeitung Göttingen
(GWDG). Dass dieser Abend
zu einem ganz besonderen Abend
wurde, hatte vielerlei Gründe –
und ist vielen fleißigen Helfern und Partnern zu verdanken. Vom vielseitigen
Catering bis zur aufwendigen Licht-, Ton- und Video-Technik, vom
Einladungsmanagement bis zum Verteilen der druckfrischen faktor-Ausgabe
direkt vor Ort, vom Herrichten des Hörsaals für die große Magier-
Show bis zur Akquise eines exklusiven Versteigerungsobjekts für die
Charity-Auktion: Sehr viele fleißige Hände haben mit angepackt, damit
dieser Abend in Erinnerung bleibt. Auch das gesamte faktor-Team hat
natürlich mitgeholfen. Und Stargast Thimon von Berlepsch hat es offenbar
so gut gefallen, dass er vier Wochen später schon wieder in Göttingen
auf einer Bühne stand – diesmal für das Kinder- und Jugendhospiz
Sternenlichter in der Freien Waldorfschule. Und: Auch diesen Abend hat
wieder faktor-Chefredakteur Markus Riese moderiert.
faktor-Herausgeber Marco Böhme war mit seiner Frau zu
Gast im Joseph’s Fine Dining im Hotel Romantischer Winkel
in Bad Sachsa. Und ihm hat nicht nur das Essen geschmeckt,
er war auch vom Konzept angetan. Chefkoch Ralph Hollokoi
hat es perfekt auf den Punkt gebracht: „Es fühlt sich an, als
würden wir für Freunde in unserem Wohnzimmer kochen.“
Man sitzt da, sieht zu, wie gekocht und erzählt wird, und hat
das Gefühl: Hier entsteht nicht nur Essen, sondern echte
Gastfreundschaft. Schon
an dem Abend war klar:
Das wird eine faktor-
Geschichte. So fuhren
Autor Matthias Brunnert
und Fotograf Alciro
Theodoro da Silva selbst
hin, um sich ein Bild zu
machen – und kamen
mit dem Rezept für erfolgreiche
Sterneküche
zurück. Nachzulesen ab
Seite 88.
Immer mit vollem Körpereinsatz
dabei ist unser
faktor-Fotograf Alciro
Theodoro da Silva, kurz
Ciro, hier beim Festhalten
der Spendenübergabe an
das Kinder- und Jugendhospiz
Sternenlichter in Göttingen
(mehr dazu ab Seite
84). Der anschließende
Rundgang durch das Haus
führte die Delegation unter
anderem auch in eines der Apartments, das angehörige Familien nutzen
können, während ihr erkranktes Kind in einem anderen Trakt des
Gebäudes untergebracht ist. In diesem Apartment fotografierte Ciro
dann plötzlich mit seinem Smartphone das Badezimmer – sehr zur Verwunderung
seiner Begleiter. Die Erklärung: Ciro will sein eigenes Bad
gerade umbauen und dabei unter anderem eine Glaswand für die Dusche
umsetzen. Seine Frau ist von diesem Plan noch nicht überzeugt –
also knipste er bei den Sternenlichtern genau das, was er selbst in seinem
eigenen Bad vorhat, denn dort sieht es zufälligerweise genauso
aus. Ob er seine Frau jetzt überzeugen kann?
4 4 |2025
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inhalt
service
3 Editorial
4 Hinter den Kulissen
Was während der Produktion dieser
Ausgabe beim faktor passiert ist
10 Momentaufnahmen
Adams im Kunsthaus,
Streeck beim Literaturherbst,
Youssef beim Jazzfestival
16 Aktuelles
20 Jahre faktor, faktor-Frühstück,
faktor-Mittagessen, Vorschau:
44. faktor-Business-Lounge
128 Impressum
129 faktor-Kalender
Tipps fürs Quartal:
Kulturkrafttage, Friedenspreis,
Fernwehfestival
130 faktor-Vorschau
Themen in Heft 1:
Nachhaltigkeit und
Employer Branding
› PRINT | EVENTS | DIGITAL
www.faktor-erfolgsgeschichten.de
mensch
28 Constanze Schmidt im Interview
Rückkehr nach Göttingen: Wie tickt
die einzige Frau mit einem Lehrstuhl
für Kardiologie in Deutschland?
32 Was, wenn es klappt?
Felix Dossmann: Wie aus zwei
Visionen Wirklichkeit wurde
36 faktor kompakt
Erich Sidler verlässt das DT /
Heike Drechsler zeigt ihre
Goldmedaillen in der PFH
unternehmen
38 Ottobock und der große Schritt
Der Börsengang von Ottobock hat
für Aufsehen gesorgt
42 KWS investiert weiter
25 Millionen Euro für Forschung
über Pflanzenkrankheiten
44 Wege aus der Klinik-Krise
Wie Krankenhäuser in der Region
sich für die Zukunft aufstellen
60 faktor kompakt
The Harz Distillery eröffnet /
Comeback für den Urpilskeller
107 TOPAS spezial
Wer ist neu dabei? Welche Themen
stehen bei TOPAS aktuell im Fokus?
wissen
62 Kampagne zum 25.Jährigen
Der Göttinger Alumni-Verein will seine
Mitgliederzahl in einem Jahr verdoppeln
66 75 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie
in Göttingen
Wenn Kinder die Systeme sprengen
68 Innovationspreis der Region
Ein Friseur und ganz viel Liebe
70 PFH Chancengeber-Stipendium
Vier Heldinnen des Alltags
74 KI in der Chirurgie
Nicht nur ein „Göttingen-Ding“
80 faktor kompakt
Innovationspreis Niedersachsen geht
nach Göttingen / Austausch im KI-Hub /
Bauklötze ausgezeichnet
leben
82 UMG add on
Medizin mit Weitblick
und Menschlichkeit
84 faktor-Charity
20 Jahre faktor: Gemeinsam Gutes tun –
und das gleich fünffach
88 Titel: Ein Sternekoch zum Anfassen
Wer in Südniedersachsen Sterneküche
genießen möchte, muss in den Südharz
fahren – genauer: nach Bad Sachsa
98 Sanfter Tourismus im Westharz
Im Winterwunderland mit nachhaltigen
Ideen zurück zu den Wurzeln
102 Märchenhaftes & mehr
Auch im Winter gibt es viele Ausflugsziele
in der Region – eine Auswahl
TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen
∙Wer ist in diesem Jahr neu dabei?
∙Wo sitzen die ausgezeichneten Arbeitgeber?
∙TOPAS-Betriebe stellen sich vor
107 faktor spezial: TOPAS 2026
Winter 2025 | 2026
20 Sonderseiten über die Top-Arbeitgeber
in Südniedersachsen: Informative
Porträts, anschauliche Grafiken und
alles über die begehrte Auszeichnung der
SüdniedersachsenStiftung
faktor-magazin.de
/faktormagazin
/faktormagazin
/company/faktor-mehr-als-ein-magazin
faktor-magazin.de/
onfire-podcast/
6 4 |2025
84 faktor-Charity: Gemeinsam stark
ab 28 Top-Thema Gesundheit: Von der Klinik-Krise bis zur Chirurgie-Revolution
Die KI-Revolution in der Chirurgie könnte von Göttingen ausgehen, während
Krankenhäuser und Kliniken in der gesamten Region an ihrer Zukunftsfähigkeit arbeiten.
Mit Constanze Schmidt stellen wir die einzige Frau mit einem Kardiologie-Lehrstuhl
in Deutschland vor – und wir blicken auf 75 Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie in
Göttingen zurück.
20 Jahre faktor – das war auch Anlass für
eine große Charity-Aktion, an der sich
viele großzügige Spender beteiligt haben.
Fünf Institutionen freuen sich deshalb
jetzt über Schecks in Höhe von jeweils
2750 Euro.
102 Tipps: Wohin im Winter?
38 Ottobock an der Börse: Der große Schritt
Der Börsengang von Ottobock hat für Aufsehen gesorgt – nicht nur in der Region, sondern
auch in der Finanzwelt. Das ist nachvollziehbar, denn dieser Börsengang brachte einige
Besonderheiten mit sich.
Ausflugsziele gibt es auch im Winter
in großer Vielfalt. Wir haben uns in
Südniedersachsen umgesehen und eine
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auch für Tagesausflüge bestens eignet.
4 |2025 7
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Dialog schafft kreative Synergien, die unser Unternehmen voranbringen.“
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auf Augenhöhe und wertschätzend.“
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„Ich bin Mitglied im faktor-Club, um spannende Gespräche zu führen, Erfahrungen auszutauschen und natürlich auch um
neue Kontakte zu gewinnen, mir ist der Austausch mit Menschen wichtig, die ähnliche Interessen und Ziele haben..."
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momentaufnahmen
Rockmusiker und Fotograf
Die Ausstellung #SHOTBYADAMS widmet sich den Fotoarbeiten von Bryan Adams, der sich neben seinen Erfolgen
als Sänger, Songwriter und Produzent auch als Fotograf einen Namen gemacht hat. Auf drei Etagen zeigt das Kunsthaus
Göttingen noch bis zum 8. Februar Persönlichkeiten aus Film, Theater, Musik, Mode und Politik – darunter
Queen Elizabeth II und der Dalai Lama, aber auch Joni Mitchell, Amy Winehouse, Christoph Waltz, Pamela Anderson
und Naomi Campbell. Umrahmt werden die Porträts von zwei weiteren Serien: In „ Homeless“ dokumentierte Adams
wohnungslose Straßenverkäufer in London; in „Wounded: The Legacy of War“ widmete er sich jungen britischen
Soldaten, die aus Einsätzen im Irak oder in Afghanistan verwundet zurückgekehrt sind. In der Ausstellung werden
auch alle Fotobücher von Adams gezeigt, die im Steidl-Verlag erschienen sind und in Göttingen gedruckt wurden.
10 4 |2025
momentaufnahmen
Momentaufnahmen
faktor lässt besondere Ereignisse in der Region
mit ausgewählten Impressionen Revue passieren.
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
4 |2025 11
momentaufnahmen
Streeck beim Literaturherbst
Jede Menge Prominenz hatte der 34.
Göttinger Literaturherbst zu bieten: von
Otto Waalkes bis Angela Merkel, von Max
Goldt bis Christoph Kramer, von Bela B.
bis Michel Friedman – eine große Vielfalt
zeichnete die jüngste Auflage aus. Allerdings
fanden nicht alle Veranstaltungen
ihre Bühne direkt in Göttingen. Das Biotechnikum
der KWS in Einbeck bot etwa
für den bundesweit bekannten Virologen
Hendrik Streeck den passenden Rahmen.
Dabei wäre Göttingen gerade für Streeck
ein echtes Heimspiel gewesen, denn der
Wissen schaftler, einst Mitglied des
Corona-Experten rates der Bundesregierung
und heute selbst Mitglied des Bundestages
und Drogenbeauftragter der Regierung,
ist in Göttingen geboren. Sein
Vater Ulrich Streeck war Psychiater und
Soziologe und lehrte an der Georg-
August-Universität Göttingen.
12 4 |2025
momentaufnahmen
4 |2025 13
momentaufnahmen
Mit Leidenschaft beim Jazzfestival
Dhafer Youssef ist in der Welt zu Hause, gern zeitweise in Paris oder New York.
Zum Jazzfestival schaute er auch in Göttingen vorbei. Weil er seine Musikleidenschaft
in seiner Heimat nicht ungehindert ausleben konnte, verließ er Tunesien als
19-Jähriger und wanderte nach Wien aus. Verwurzelt ist Youssef in der arabischen
Musik- und Gesangstradition Nordafrikas. Er spielt die Kurzhalslaute Oud, singt,
komponiert und moderiert gekonnt bei seinen Konzerten. Als Jazzmusiker aus dem
arabischen Raum ist es ihm gelungen, sehr divergente Musiktraditionen miteinander
zu verbinden. Der Bogen spannt sich vom US-amerikanischen Jazz und dessen
europäischen Ausformungen über die Türkei bis zur traditionellen indischen Musik.
Mit seinen treibenden Beats und seiner Offenheit gegenüber elektronischen
Klängen hat er seine Musik auch für ein junges Publikum attraktiv gemacht.
14 4 |2025
momentaufnahmen
4 |2025 15
aktuelles
-20 Jahre
Im Hörsaal der GWDG begrüßt faktor-Herausgeber Marco Böhme die rund 180 Gäste.
Ein magischer Abend
Besondere Anlässe verdienen besondere Feste:
Beim 20. Geburtstag des faktor gab es gleich eine
ganze Reihe besonderer Momente
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
16 4 |2025
-20 Jahre
aktuelles
SCHON DIE LOCATION VERSPRACH MAGISCHES:
Das Foyer und der Hörsaal der Gesellschaft für wissenschaftliche
Datenverarbeitung in Göttingen (GWDG)
waren in ein warmes Licht getaucht, als die rund 180
Geburtstagsgäste eintrafen. Nach dem Empfang begrüßte
faktor-Herausgeber Marco Böhme die Festgesellschaft;
Grußworte von GWDG-Geschäftsführer
Ramin Yahyapour sowie faktor-Wegbegleiter und
Arineo-CEO Marko Weinrich unterstrichen die Bedeutung
des Abends.
Die faktor-Gründer der ersten Stunde wieder vereint bei der Feier zum 20-Jährigen (v.l.):
Marco Böhme, Horst Wolf, Florian Grewe und Sebastian Mauritz.
Magie der
Begegnung.
4 |2025 17
aktuelles
-20 Jahre
Magier Thimon von Berlepsch zog das Publikum dann
für rund 75 Minuten in seinen Bann – und sorgte mit
seinen unfassbaren Illusionen für einigen Gesprächsstoff:
„Wie hat er das denn jetzt bloß gemacht?“
Es sollten nicht die letzten magischen Momente dieses
besonderen Abends bleiben. DJ Tom Marks, der später
am Abend tanzbare Musik auflegte, performte beispielsweise
eindrucksvoll den Chart-Hit „Ordinary“ live, ehe
bei einer amerikanischen Versteigerung mehr als 4000
Euro zusätzlich für die faktor-Charity-Aktion zum
20. Geburtstag zusammenkamen. Als bei einigen Gästen
das Bargeld zur Neige ging, kamen spontan Schuldscheine
ins Spiel – die später natürlich alle eingelöst
18 4 |2025
-20 Jahre
aktuelles
Nach der Magier-Show von Thimon von Berlepsch legte DJ Tom
Marks (links) auf, während die Gäste bei kühlen Getränken und
der Lektüre der druckfrischen faktor-Jubiläumsausgbae den
Abend genossen.
Der neue faktor-Chefredakteur Markus Riese führte wenige Tage
vor Beginn seiner neuen Aufgabe bereits als Moderator durch
den Jubiläumsabend.
Gute Kontakte, anregende Gespräche, lockere Atmosphäre: Das GWDG-Foyer bot einen
würdigen Rahmen für die Feier.
4 |2025 19
aktuelles
-20 Jahre
wurden. Insgesamt erzielte die Aktion am Ende sogar
mehr als 13.000 Euro, die auf fünf Institutionen aufgeteilt
wurden – dazu mehr an anderer Stelle in dieser
faktor-Ausgabe (sowie in der Ausgabe 3/25).
Und auch Thimon von Berlepsch sorgte am späteren
Abend noch für den einen oder anderen magischen Moment,
als er beispielsweise eine kleine Brezel vor seiner
Brust schweben ließ – um sie danach genüsslich zu verspeisen.
20 Jahre faktor: Das war ein Abend voller besonderer
Begegnungen und magischer Momente, die noch lange in
Erinnerung bleiben dürften. ƒ
Viele Gäste blätterten in druckfrischen faktor-Exemplaren, die
im Laufe des Abends von faktor-Mitarbeitern direkt auf der Feier
verteilt wurden.
Oben: Symbolische Übergabe der vorläufigen Spendensumme an Vertreter der Institutionen.
Unten: Stargast Thimon von Berlepsch und faktor-Herausgeber Marco Böhme setzen
das Motto des Abends um: „Magie der Begegnung”.
20 4 |2025
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aktuelles
-Frühstück
UMG add on stellt sich vor
Eine Stiftung für große Ziele
MIT VIEL HERZBLUT hat Alice Schütze
(Foto) während des faktor-Frühstücks
im Mannamia-Café der Feinbäckerei
Ruch bei Rosdorf im Oktober
die Förderstiftung UMG add on
vorgestellt – und dabei sehr überzeugend
dargelegt, warum sie die Stiftung
mit großer Leidenschaft und voller
Überzeugung nach außen vertritt.
UMG add on fördert Forschung,
Innovationen und eine erstklassige
Patientenversorgung an der UMG.
Wie die Förderstiftung das genau
macht und welche Projekte besonders
im Fokus stehen, ist in dieser faktor-
Ausgabe ausführlich nachzulesen
(Seite 82). Die Stiftung gehört zu den
insgesamt fünf Institutionen, die der
faktor anlässlich seines 20. Geburtstages
mit einer Spendenaktion unterstützt
hat. Mehr dazu ab Seite 84.
Fotos: Alciro Theodoro da Silva
Klare Ausrichtung im zufall.lab
Mit Mut zu neuen Wegen
Mitten in der Transformation
New Work auf der Baustelle
NACHHALTIGKEIT UND LOGISTIK – kann das zusammenpassen?
Steffen Obermann (Foto) und seine Kolleginnen
und Kollegen vom zufall.lab können diese
Frage klar mit „Ja“ beantworten, wie sie beim faktor-
F rühstück im November eindrucksvoll erläuterten.
„Wir wissen, wie man Dinge das erste Mal mutig
macht“ – dieser Satz blieb bei vielen Gästen hängen.
Obermann und seine Mitstreiter zeigten in einem
Impuls- Vortrag auf, wie sie neue Ideen entwickeln und
vorantreiben. Dass sie sich dafür auch Zeit nehmen
und allen Teammitgliedern zuhören, die sich einbringen
wollen, auch wenn sie vielleicht gar keine ausgewiesene
Expertise für die aktuelle Problemstellung
haben. Das von der Geschäftsführung vorgelebte Ziel
steht dabei stets im Fokus: „People, Planet und Profit“
in Einklang bringen. Im zufall.lab sind das ganz offensichtlich
nicht nur leere Worte. Während des – konsequenterweise
komplett vegetarischen – Frühstücks arbeiteten
nebenan Schülergruppen schon wieder an den
nächsten Ideen.
WENIGE WOCHEN vor der Hausmesse
der System-Büro Struckmeier
GmbH haben Jens Barwinske
(Foto) und sein Team sich quasi auf
der Baustelle der inzwischen neu
gestalteten, sehr offen gehaltenen
Präsentationsfläche als hervorragende
Gastgeber beim faktor-Frühstück
im September präsentiert.
Barwinske selbst hielt einen Vortrag
mit dem passenden Titel „New
Work beginnt beim Frühstück“. Er
stellte Ideen vor, wie innovative
und Raumkonzepte heute gedacht
und umgesetzt werden können. Das
Setting beim Frühstück gab darauf
einen kleinen Vorgeschmack – und
überzeugte die Teilnehmer direkt.
Und auch wenn manche von ihnen
beim Gang über die Baustelle noch
leise zweifelten, ob denn alles bis
zur Hausmesse Ende Oktober fertig
werden würde: Es wurde alles fertig,
und die Hausmesse mit ihren
vielseitigen und ebenso innovativen
Ausstellern konnte letztlich – genau
wie das faktor-Frühstück – als Erfolg
verbucht werden.
22 4 |2025
-Mittagessen
aktuelles
Marcel Bernard
Bewusster entscheiden
Spannender Weg
Als Mensch im Fokus
MARCEL BERNARD, Consigliere für Unternehmer und
Top-Führungskräfte, hat mit seinem Impulsvortrag bei
den Gästen des faktor-Mittagessens im September mächtig
Eindruck hinterlassen. Wie er Machern strukturiert
dabei hilft, ihre Organisationen mit klarem Fokus zu
entwickeln, bewusstere und fundiertere Entscheidungen
zu treffen oder aus Schmerzpunkten Chancen für die eigene
Wertschöpfung abzuleiten, stieß auf großes Interesse.
Bernard arbeitet auch in Südniedersachsen bereits
mit Top-Entscheidern zusammen – und die sind voll des
Lobes über ihn. Warum, ließ sich nach diesem Vortrag
bereits erahnen.
KONSTANTIN KUHLE, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages für
die FDP, hat beim faktor-Mittagessen im Oktober ausnahmsweise mal sich
selbst in den Vordergrund stellen dürfen. „Das ist ein bisschen ungewohnt.
Normalerweise werde ich gebeten, über Inhalte und Sachthemen zu sprechen“,
leitete Kuhle seinen Impulsvortrag ein. Diesmal stand der Mensch
Konstantin Kuhle im Vordergrund – und das kam bei den Gästen sehr gut
an. Er beschrieb seinen früh begonnenen Weg in die Politik, schilderte Auffälligkeiten
aus seinen beiden Amtszeiten im Bundestag und räumte mit dem
einen oder anderen Missverständnis auf. Eine Rückkehr in die Politik will
Kuhle übrigens nicht ausschließen, aktuell kommt das für ihn aber nicht in
Betracht: „Ich trete demnächst eine Stelle als Rechtsanwalt an, darauf freue
ich mich jetzt.“
Projekt GliTTher
Ein langer Atem
Fotos: Alciro Theodoro da Silva
VIRGINIE CLEMENT-SCHATLO, Gründerin des Life-
Science-Start-ups GliTTher, hat beim faktor-Mittagessen
im November eindrucksvoll geschildert, wie aus
einer Idee ein Unternehmen wurde – und warum die
Finanzierung des Projekts so herausfordernd ist, denn
die Idee generiert über Jahre hinweg erst einmal keinen
Umsatz, mit dem Investoren möglicherweise leichter zu
über zeu gen wären. Überzeugt war in jedem Fall die Jury
des Innovationspreises, die GliTTher in der Gründer-
Kategorie mit dem zweiten Platz würdigte (mehr dazu
ab Seite 68). GliTTher entwickelt eine personalisierte
Therapie zur Behandlung von Glioblastomen, einer der
aggressivsten Hirntumorarten. Ziel ist es, die Glioma
initiierenden Zellen zu eliminieren.
4 |2025 23
aktuelles
-News
Storytelling im Fokus
44. faktor-Business-Lounge
und Workshop mit Claus Vaske
Ein echter Hochkaräter wird die
44. faktor-Business-Lounge am 12. Februar
um 19 Uhr im Hotel Freizeit In bereichern:
Claus Vaske. Am selben Tag wird er in
Kooperation mit TOPAS einen vierstündigen
faktor-Workshop in Göttingen leiten –
und die Teilnehmer in Sachen Storytelling
auf das nächste Level bringen.
Claus Vaske kommt am 12. Februar
zurück nach Göttingen.
EXPERTISE AUF DIESEM GEBIET bringt Claus Vaske, der in Göttingen
Geschichte studiert hat, reichlich mit: Zur Jahrtausendwende
half er als Headwriter der TV-Spots mit Verona Feldbusch
(heute Pooth) und Sir Peter Ustinov, die Expo in Hannover zu
retten. Er ist bis heute umtriebig in Werbung und PR, entwickelt
Texte und Konzepte für Premium-Marken, entwickelt Bücher
und Reden. Außerdem schrieb er zahllose Gags für Late- Night-
Talker Harald Schmidt, aber auch für Sieben Tage – sieben Köpfe,
Kalkofes Mattscheibe oder TV Total.
ELEGANT, EFFIZIENT
Vaske glaubt an die Power von Storytelling – und passt damit
hervorragend zu den faktor-Event-Formaten. Denn Storys sind
das Herzstück jeder guten Kommunikation: „Less facts – more
emotions“, sagt Claus Vaske.
Genau darum geht's am 12. Februar 2026 von 10 bis 14 Uhr im
Workshop der faktor-Akademie. In vier inspirierenden und
kurzweiligen Stunden lernen die Teilnehmer, wie sie Geschichten
entwickeln, die Menschen wirklich berühren. Wie Sie Haltung
und Charakter in ihren Storys verankern. Und auch, warum KI
gutes Storytelling nicht ersetzen kann – sondern Know-how sogar
noch wichtiger macht.
Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist auf
zwölf Personen beschränkt; Infos gibt es auf
faktor-magazin.de. Anmeldungen zur faktor-
Business- Lounge am Abend sind über den
nebenstehenden QR-Code möglich.
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PROFIL
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WLAN hacken: Benjamin Körnig zeigt, wie Daten mit einfachen Mitteln mitgeschnitten und weitergenutzt werden können
Zwischen Komfort und Risiko:
die unterschätzte Funkebene
WLAN gehört zu den Dingen, die man erst bemerkt, wenn sie fehlen – oder wenn sie
angegriffen werden. Beim SerNet Forum wurde sichtbar, was normalerweise im Verborgenen
bleibt: Aus einer bequemen Funkverbindung kann eine Angriffsfläche werden.
WLAN gehört zu den stillsten Teilen der IT.
Man sieht es nicht, man hört es nicht. Geräte
verbinden sich automatisch, Passwörter
werden weitergegeben, ältere Systeme funken
unbehelligt weiter. Erst wenn ein Fremder im
Netz auftaucht oder Daten mitgeschnitten
werden, zeigt sich, wie offen das drahtlose
Netzwerk ist.
Beim SerNet Forum am 1. Oktober im Göttinger
Medienhaus wurde deutlich: Die Risiken
entstehen nicht durch krimireife Hackerangriffe,
sondern durch alltägliche Routinen
– im Handwerksbetrieb ebenso wie im Konzern.
Die so selbstverständlichen Funknetze
benötigen mehr Aufmerksamkeit – das war
eine der zentralen Erkenntnisse des Abends.
MIT SEINEM VORTRAG „SICHER FUNKEN
– SICHER FUNKTIONIEREN“ zeigte Benjamin
Körnig, WLAN-Experte der SerNet GmbH,
wie angreifbar ein WLAN in Unternehmen aller
Größen ist. Körnig: „Viele Betriebe sehen
WLAN als reine Verbindung nach außen.“ Tatsächlich
ist es auch eine Brücke nach innen
– zu Servern, Anwendungen, Telefonanlagen
oder IoT-Geräten (Internet of Things), die im
täglichen Betrieb unverzichtbar sind.
Ein Angriff beginnt oft unscheinbar: Mit einem
mitgeschnittenen Verbindungsaufbau,
aus dem sich Passwörter rekonstruieren las-
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Networking und Tapas: SerNet-Geschäftsführerin
Reinhild Jung im Gespräch mit Claudia Trepte
(Measurement Valley) und faktor-Herausgeber
Marco Böhme.
SerNet steht für Sichere Infrastrukturen: Krischan
Jodies und Jonas Reineke, Teamleiter SI
PROFIL
sen. Oder mit einem „bösen Zwilling“, der das
Originalnetz nachahmt und Datenverkehr abgreift.
Viele der dafür benötigten Werkzeuge
sind frei verfügbar. Der kritische Punkt: Angriffe
treffen nicht gezielt große oder kleine Unternehmen.
Sie treffen Netze, die verwundbar sind.
Die Konsequenzen eines unsicheren WLANs
sind vielfältig und oft mit weiteren, häufig
ebenso unentdeckten Schwachstellen verknüpft:
• unbefugter Zugriff auf interne und
personenbezogene Daten
• Manipulation von Geräten wie
Kassensystemen, Telefonanlagen oder
IoT-Komponenten
• Einschleusen von Schadsoftware über
kompromittierte Geräte
• Missbrauch des Internetanschlusses für
Spam oder illegale Aktivitäten
• schrittweises Vordringen in zentrale
Systeme
Die Risiken ähneln sich bei Unternehmen jeder
Größe – doch die Widerstandskraft unterscheidet
sich.
Während große Organisationen eher auf
Notfallprozesse zurückgreifen können, bringen
wenige Tage ohne Kasse, Praxissoftware
oder Auftragsdaten ein KMU schnell in
Schwierigkeiten. Die grundsätzliche Experten-
Empfehlung ist: konsequent auf moderne Verschlüsselung
(WPA3) setzen, die viele bekannte
Angriffsmethoden deutlich erschwert.
UNTERNEHMEN SOLLTEN IHR WLAN IM
BLICK HABEN UND REGELMÄSSIG ÜBER-
PRÜFEN. Gerade kleinere und mittelständische
Firmen unterschätzen laut Körnig, dass
sie für automatisierte Angriffe attraktiv sind.
Ein Schwerpunkt der Diskussion waren des-
halb die weit verbreiteten Standardgeräte aus
dem Heimgebrauch, die in so mancher kleiner
Organisation funken. Viele dieser Geräte
erlauben keinen Betrieb mit ausschließlich
moderner Verschlüsselung, sondern nur in
einem Mischmodus. „Bequem in der Einrichtung,
aber sicherheitstechnisch problematisch“,
brachte es Körnig auf den Punkt.
Professionelle WLAN-Systeme seien dagegen
stabiler, sicherer und – gemessen an potenziellen
Schäden – überraschend kosteneffizient.
Sie ermöglichen die saubere Trennung
von Netzen, zeitgemäße Verschlüsselung und
klar geregelte Zugriffsrechte – das Minimum
an Sicherheitsmaßnahmen im geschäftlichen
Umfeld.
Der Appell des Abends lautete daher: Sicherheit
hängt nicht von der Größe eines Unternehmens
ab – sondern davon, wie bewusst
ein WLAN betrieben wird.
Wer das eigene Funknetz kennt und bestenfalls
versteht, kann bessere Entscheidungen
treffen. Dort, wo technische Tiefe oder Zeit
fehlen, ist professio nelle Unterstützung sinnvoll.
WIE WLAN IN DAS GROSSE GANZE DER
IT-SICHERHEIT PASST, erläuterte Dr. Johannes
Loxen, Gründer der SerNet. Moderne Informationssicherheit
müsse „über alle Layer
hinweg“ gedacht werden – von Infrastruktur
über Netztechnik und Identitätsmanagement
bis hin zu Governance und Compliance.
WLAN sei dabei kein Randdetail, sondern
eine tragende Schicht: „Drahtlose Netze sind
heute Teil der zentralen Infrastruktur eines
Unternehmens.“ SerNet helfe hier gerne: von
der professionellen Ausleuchtung über die
Auswahl geeigneter Hardware bis zur sicheren
Konfiguration inklusive separierter Netze
und Zugangskontrollen.
DAS SERNET FORUM:
EINBLICKE UND AUSTAUSCH
Das SerNet Forum bringt regelmäßig Menschen
zusammen, die in unterschiedlichen
Rollen Verantwortung für IT tragen oder sich
mit IT-Sicherheit beschäftigen: Geschäftsführerinnen
und Geschäftsführer, Fachkräfte sowie
Expertinnen und Experten. Der Austausch
ist offen, praxisnah und fachlich fundiert – ein
Ort, an dem Fragen gestellt und gemeinsam
Antworten gefunden werden.
Das nächste SerNet Forum ist in Vorbereitung
– mit Themen, die für Unternehmen jeder
Größe relevant sind und Know-how mit Dialog
verbinden.
»Ein ungeschütztes WLAN ist wie
eine offene Tür ins Unternehmen –
wer sie findet, hat Zugriff auf mehr
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Benjamin Körnig
mensch
„Wir wollen keine
elegante Forschung
für die Schublade machen”
Constanze Schmidt ist seit Juli 2025 Universitätsprofessorin für Kardiologie und Direktorin
der Klinik der Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen. Die gebürtige
Lüneburgerin folgt damit auf Gerd Hasenfuß, der in den Ruhestand gegangen ist. Und:
Sie ist aktuell die einzige Frau in Deutschland, die einen Lehrstuhl für Kardiologie innehat.
Im Interview spricht die 42-Jährige über ihren Weg zur Medizin, den Standort Göttingen,
ihre Auffassung von Lehre – und über die Ziele, die sie hier erreichen will.
TEXT MARKUS HARTWIG FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
faktor: Bei der Vorbereitung auf dieses Gespräch ist uns
Ihre frühe Leidenschaft für das Thema Forschen ins Auge
gefallen. Den Beginn markieren beispielsweise Preise im
Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“. In der Folge
waren Sie Gewinnerin verschiedener Wettbewerbe, haben
Forschungspreise erhalten und konnten zuletzt 2023
einen Preis auf dem Gebiet der Herzrhythmusstörungen
entgegennehmen. Was hat Sie so früh motiviert?
Constanze Schmidt: Zu Beginn standen ganz einfach
das Interesse und die Neugierde für naturwissenschaftliche
Zusammenhänge im Fokus. Und da war der Wettbewerb
„Jugend forscht“ ein perfektes Betätigungsfeld,
wo man in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen
Dinge untersuchen konnte. Teilgenommen habe
ich im Fachbereich Biologie oder auch im Fachbereich
Physik und Arbeitswelt. Hier habe ich beispielsweise
die optischen Eigenschaften von Klebefolien untersucht.
Den Bezug zur Medizin bildete dann ein Projekt,
in dem eine Therapie für Menschen mit Schielen entwickelt
wurde. Und genau dies war der Konnektor zur
Medizin und Schlüsselmoment für das Verständnis,
Technik und Naturwissenschaft nutzbringend für Menschen
einsetzen zu können.
Nach Ihrem Abitur haben Sie von 2003 bis 2009 Humanmedizin
sowie Physik an der Universität Göttingen studiert.
Sie promovierten 2011, während Sie als Assistenzärztin
am Universitätsklinikum Heidelberg in der Abteilung
Kardiologie gearbeitet haben. 2016 wurden Sie Fachärztin
für Innere Medizin und habilitierten 2017 in diesem Fach.
Weshalb haben Sie sich auf die Universitäten Göttingen
und später dann Heidelberg konzentriert, wodurch zeichnen
sich die Standorte aus?
Die Universität Göttingen hat mich schon immer hinsichtlich
ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte fasziniert,
weil es hier nicht nur eine Universität, sondern
auch viele außeruniversitäre Forschungsinstitutionen
wie die Max-Planck-Institute gibt und damit ein sehr
breites wissenschaftliches Portfolio vertreten ist. Ich belegte
die Fächer Humanmedizin und Physik. In dieser
28 4 |2025
mensch
Constanze Schmidt verfolgt nach ihrer Rückkehr in Göttingen ambitionierte Ziele.
Zeit habe ich erlebt, wie jemand eine schwere
Herzrhythmus störung bekommen hat. So entstand bei
mir während des Studiums der Fokus Kardiologie. In
Heidelberg habe ich deshalb während meiner
Facharztausbildung begonnen, mich mit den Ursachen
von Herzrhythmusstörungen – insbesondere dem Vorhofflimmern
– zu beschäftigen. Im Rahmen dieser Forschung
habe ich einen neuen Ionen kanal identifizieren
können, der bei Vorhofflimmern und dessen Therapie
eine ganz wesentliche Rolle spielt. An der Uni Heidelberg
habe ich insgesamt 16 Jahre gearbeitet, um jetzt
wieder an die UMG zurückzukehren.
Ich habe eine besondere wissenschaftliche Beziehung
zu Göttingen, weil ich hier studiert und während des
Studiums auch wissenschaftlich gearbeitet habe. Im Studium
wird man mit vielen interessanten wissenschaftlichen
Aspekten und Inhalten sowie einem entsprechenden
Spirit konfrontiert. Das schätze ich sehr an dieser
Stadt. Das hat mich auch wieder hierher zurückgelockt.
Und natürlich bin ich gebürtige Niedersächsin. Ich glaube,
hier ist noch ganz viel versteckt.
Seit 2010 sind Sie auch in der Lehre tätig. Verfolgen Sie
dabei ein besonderes Konzept?
Die Lehre halte ich für ein sehr wichtiges Thema. Und
ich glaube, dass sich hier in den letzten 20 Jahren signifikante
Veränderungen ergeben haben. So etwa durch
den Einfluss von Digitalisierung und verschiedenen
Online Formaten. Und deshalb ist es wichtig, eine progressive
und dynamische Lehrform zu haben.
Wie sieht diese Lehrform aus, insbesondere im Fach
Kardiologie?
Ich bin ein absoluter Verfechter davon, dass mit den Lehrenden
eine sehr enge Interaktion gepflegt wird. Denn
über die persönliche Begegnung können am Ende des
Tages beide Seiten – Lernende als auch Lehrende – bidirektional
profitieren. Und deshalb denke ich, dass eine
solche dynamische Lehrform, die beiden diesen Interaktionsraum
gibt, heutzutage sehr wichtig ist. Meiner
Meinung nach können Interesse, Motivation und
4 |2025 29
mensch
bestimmte Fakten nur im persönlichen Lehrformat gut vermittelt
werden. Ich denke, dass zum Beispiel eine klassische
Vorlesung weiterhin ein ganz wichtiger Bestandteil ist.
Sowohl eine kardiologische Hauptvorlesung als auch
Seminare sind Elemente der Weiterbildung, wo man
sich mit den Studierenden noch intensiver austauschen
kann. So etwa in problemorientierten Lerngruppen,
aber auch bei Visiten am Patientenbett. Die Studierenden
sollen am Patienten und auch im Dialog lernen,
was es bedeutet, Medizin zu machen. Im Grunde genommen
geht es um klassische Lehrformate, die modern
gehalten werden müssen.
Ein gutes halbes Jahr bekleiden Sie Ihre neue Stelle. Haben
Sie sich für Ihre Zeit in Göttingen besondere Ziele gesetzt?
Ja, ich habe auf jeden Fall verschiedene größere Vorhaben.
Ein wesentliches Vorhaben besteht darin, die
Herzvorkammerfunktion und -erkrankungen besser zu
verstehen. Die Herzvorkammern wurden bisher noch
nicht ausreichend untersucht. Das heißt, in den nächsten
Jahren wollen wir Vorhoferkrankungen in den Fokus
nehmen. Ein weiterer Fokus wird auf der Ambulantisierung,
also der Tagesbehandlung in der Klinik, und Digitalisierung
in der Kardiologie mit modernstem Ausbau
der Technologie und deren Implementierung liegen. Hier
sehe ich einen ganz klaren Auftrag für eine universitäre
Kardiologie. Und natürlich können wir an einer Universitäts
klinik nicht nur Medizin anwenden, sondern
wir müssen sie im Sinne einer Progressionsherzmedizin
durch Forschungsvorhaben weiterentwickeln. Das
heißt, wir wollen Forschung machen, die auch am Patienten,
am Menschen ankommt. Wir wollen keine elegante
Forschung für die Schublade machen, sondern
Forschung, die am Ende auch bei Menschen eine positive
Wirkung hat. ƒ
Vielen Dank für das Gespräch!
Der Mensch im Fokus: Constanze Schmidt will mit ihrer Arbeit nah am Patienten sein.
30 4 |2025
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Das, was der Göttinger Felix Dossmann jetzt erlebt hat, fällt definitiv in diese Kategorie.
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE PRIVAT
Wenn es bei Felix Dossmann um Visionen
geht, dann meist im unternehmerischen
Kontext. Digitale Transformation und
nachhaltige Logistik – das sind Themen,
die ihn bewegen und die ihm bereits viel Anerkennung
und diverse Auszeichnungen eingebracht haben. Gleichzeitig
weiß er, wie sich Scheitern anfühlt. So erhielt etwa
seine innovative Gründung Grünfuchs Logistik zwar
viel Applaus, musste aber aufgrund fehlender Investoren
letztlich aufgeben.
DEN KOPF IN DEN SAND zu stecken, kam für Dossmann
aber nie in Betracht; Scheitern hat er immer eher
als Chance verstanden, neue Wege auszuprobieren. Und
vielleicht hat genau dieses Mindset auch den Weg für
diese Geschichte hier geebnet.
Wenn Dossmann über eines seiner großen Hobbys erzählt,
gerät er direkt ins Schwärmen: „Ich fotografiere
seit vielen Jahren – leidenschaftlich, aber vor allem für
mich. Menschen. Musik. Augenblicke. Besonders fasziniert
mich der Jazz. Diese Mischung aus Präsenz, Intuition
und Freiheit – genau das versuche ich mit der Kamera
einzufangen: Den Moment zwischen zwei Tönen. Den
Blick ins Nichts. Die völlige Versunkenheit. Oder diesen
schelmischen Grinser nach einem gelungenen Lauf.“
Irgendwann sitzt er beim Doppelkopf mit Freunden
zusammen. Eher zufällig landen seine Bilder auf dem
Tisch. Ein paar Schwarz-Weiß-Porträts von Jazzmusikern,
gemacht bei Konzerten, im Licht von Bühnen,
beim Soundcheck, in Pausen. Die Reaktion: „Felix, das
musst du ausstellen.“ Dossmann selbst winkt zunächst
ab. Doch der Gedanke setzt sich in seinem Kopf fest.
„Ein paar Tage später bin ich dann einfach los – einen
Karton mit Fotos im Rucksack – und hab bei der Galerie
Nottbohm in Göttingen geklingelt. Christoph Langer,
der Galerist, hat sich die Fotos angeschaut.“ Und nach
einer kurzen, sehr konzentrierten Stille habe Langer
dann entschieden: „Wir machen eine Ausstellung!“
Ein paar Wochen später wirft Langer einen weiteren
Gedanken in den Raum: „Wäre es nicht großartig,
wenn wir die Galerie für einen Abend in einen Jazzclub
verwandeln?“
Jetzt war Dossmanns Fantasie angeregt – und sein
Ehrgeiz geweckt: „Ich fragte bei Musikhochschulen an,
schrieb mir bekannte Musiker an. Aber irgendwie kam
nichts so richtig zustande. Und dann stellte ich mir die
entscheidende Frage: Wen würde ich an diesem Abend
selbst am liebsten hören? Und meine Antwort war:
Joe Alterman.“
DOSSMANN HATTE ALTERMAN 2017 im Jazzclub
Birdland in New York gehört – zufällig, an einem März-
Abend. Ein Soloset. „Ich war sofort begeistert. Ich habe
ihn an dem Abend spontan mit dem iPhone fotografiert
– kein Blitz, keine Absprache. Nur dieser eine Moment.“
Also schrieb Dossmann den Künstler einfach an,
schickte ihm das Foto, dazu noch ein paar andere. Er
schrieb ihm von der geplanten Ausstellung. Und er fragte
ihn: „Hättest du Lust, in Göttingen zu spielen?“ Und
tatsächlich kam eine Antwort, die Dossmann so vielleicht
gar nicht unbedingt erwartet hatte: „What a beautiful
idea. Let’s talk.“
Schon während eines anschließenden Zoom-Calls war
direkt klar: Das passt. „Joe ist ein toller Musiker, aber
32 4 |2025
mensch
Unternehmer Felix Dossmann liebt Fotografie
und Jazz – beide Leidenschaften konnte er
jetzt mit der Ausstellung „Jazz Essentials“ und einer
kleinen Deutschland-Tour des Musikers
Joe Alterman vereinen.
Das Titelmotiv der Ausstellung „Jazz Essentials“.
vor allem ein sehr feiner Mensch. Warmherzig, witzig,
offen. Gerade Vater geworden, mitten im Leben, neugierig
auf Europa. Und auf Geschichten.“
ALLERDINGS WAR AUCH offensichtlich: Nur für ein einziges
Konzert nach Deutschland zu reisen, würde sich
für Alterman nicht lohnen. Was aber, wenn es drei, vier
Abende werden? Dann vielleicht doch? Dossmann erinnert
sich: „Ich habe also mein Netzwerk aktiviert. Mit
Menschen gesprochen. Locations angefragt. Und so ist
aus einem einzigen Bild und einem einzigen Anruf am
Ende tatsächlich eine kleine Deutschland-Tournee geworden
– mit vier ganz unterschiedlichen, sehr besonderen
Abenden.“
Schon der Auftakt am 5. November in Schwerin hielt
ein besonderes Setting bereit: Alterman traf hier auf lokale
Jazzmusiker, die er vorher nicht kannte. Mit ihnen
zu improvisieren, erzeugte eine besondere Magie –
„Jazz pur“ nennt Dossmann das.
Einen Tag später spielte Alterman dann tatsächlich
mitten in der Ausstellung „Jazz Essentials“, zwischen
Bildern, Rahmen, Schatten und Porträts in der liebevoll
dekorierten Galerie Nottbohm. „Das war der Abend,
an dem sich für mich der Kreis schloss: Der Moment,
der diese ganze Geschichte ausgelöst hat, traf auf den
Musiker, der sie inspiriert hat.“
Zwei weitere Konzerte am 7. und 8. November in verschiedenen
Berliner Locations, ebenfalls mit besonderen
Settings, rundeten die kleine Tour schließlich ab. Und
Dossmann mittendrin: „Ich habe Joe auf seiner Reise
begleitet, war sein Roadie, sein Fahrer, sein Fotograf,
sein Agent. Es war ein echtes Abenteuer. Und alles begann
mit einem iPhone-Foto. Und dem Satz: Was, wenn
es klappt?“ ƒ
4 |2025 33
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Management: Sie sind das Herzstück unserer
Hotels und machen uns zu dem, was wir sind.
„Es ist so schön, Teil eines Hotels zu sein, das
nicht nur eine Unterkunft bietet, sondern Haltung
zeigt und Inspiration schafft. Wo Individualität
willkommen ist – bei Gästen genauso
wie im Team, Gastfreundschaft neu gedacht
und Persönlichkeit gelebt wird”, sagt Timo,
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Innenstadt.
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Northeim, bringt es auf den Punkt: „Das
hier ist wie Familie: mal laut, mal chaotisch,
aber immer mit Herz, Teamgeist und ganz
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das Schönste ist, dass wir gemeinsam daran
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NIDDAL SALAH-ELDIN, in der Ausgabe
2/25 auf dem Titel des faktor-
Magazins, hat bei der Frauenkonferenz
„Change bei Women“ auf Vermittlung
von faktor-Herausgeber
Marco Böhme einen inspirierenden
Vortrag über ihren Lebensweg gehalten.
Die im Sudan geborene Frau
war im Alter von vier Jahren ohne
Deutschkenntnisse nach Göttingen
gekommen, lebte im Hochhauskom-
plex an der Groner Landstraße 9.
Nach dem Einser- Abitur am Hainberg-Gymnasium
folgten ein Einser-
Hochschulabschluss, Stipendien in
Deutschland und den USA – und nach
einer steilen Karriere ein Vorstandsposten
beim Springer-Verlag in Berlin.
Den gab sie auf, um ihren Landsleuten
im Sudan zu helfen. Ihre ganze
Geschichte ist nachzulesen auf
www.faktor-magazin.de.
Sidler verlässt das DT
ERICH SIDLER, Intendant des Deutschen Theaters in
Göttingen, hat seinen Abschied angekündigt. „Ich blicke
mit großer Freude und Dankbarkeit auf die Arbeit an
diesem Haus zurück und folge mit diesem Schritt meiner
Überzeugung, dass zehn Jahre für eine Intendanz richtig
und genug sind“, ließ er in einer Pressemitteilung verlauten.
Sidlers Vertrag, der eigentlich noch bis 2029 gelaufen
wäre, endet nun nach der Spielzeit 2026/27. Sein
Entschluss, so Sidler weiter, sei für das Theater und die
anstehenden Herausforderungen „sinnvoll und naheliegend“.
Auch für eine neue Leitung sei dieser Termin „in
vielerlei Hinsicht eine gute Voraussetzung, die Planung
der nächsten Jahre, die von Baumaßnahmen und Interimsspielstätten
geprägt sein werden, mitzugestalten und
damit auch mitzuverantworten“.
FOTO: ALCIRO THEODORO DA SILVA
Vierter Mann im Vorstand
SEBASTIAN TALG komplettiert seit September 2025 den
Vorstand der KWS in Einbeck. Er kam von der Grimme-
Gruppe und verantwortet bei KWS nun die Ressorts
Mais, Getreide, Raps/Sonderkulturen sowie Marketing &
Communications. Sebastian Talg ist studierter Maschinenbauer
mit Fokus auf
Landtechnik. Sein Vorstandskollege
Jörn Andreas
war im Januar 2025 ins
Amt gekommen – vorher
war Andreas im Vorstand
der Symrise AG in Holzminden.
Bereits seit 2022
ist Nicolás Wielandt im
KWS-Vorstand dabei, seit
2019 Felix Büchting.
Drechsler in der PFH
HEIKE DRECHSLER, zweifache olympische
Goldmedaillen-Gewinnerin im
Weitsprung, hat beim PFH Business
Breakfast in Göttingen Einblicke in ihre
Karriere gewährt. In einem Impulsvortrag
ging sie auf die sportlichen Anfänge
in der DDR ein, thematisierte auch den
Olympia-Boykott 1984 und ihre Teilnahme
an den Spielen 1988 in Seoul.
Ihre Karriere sei mehrfach von Zweifeln
geprägt gewesen, aber auch von mutigen
Entscheidungen – und viel Willenskraft,
die ihr 1992 in Barcelona und
2000 in Sydney jeweils Gold im Weitsprung
einbrachten. Beide Medaillen
hatte sie beim Frühstück sogar dabei.
36 4 |2025
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Martini baut Zukunft –
Etappenziel erreicht
PROFIL
v.l.: Bürgermeister Thorsten Feike, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, Geschäftsführer Markus
Kohlstedde, Ärztlicher Direktor Dr. Udo Iseke und Verbundgeschäftsführer Dr. Sven-Ulrich Langner
Große Freude am St. Martini Krankenhaus:
Nach jeweils fünf Jahren Planung und Bau
wurde der erste Bauabschnitt feierlich eingeweiht.
Mehr als 200 Mitarbeitende, Gäste
und politische Vertreter nahmen an der Segnung
durch Domkapitular i. R. Wolfgang
Damm teil und besichtigten die neue zentrale
Notaufnahme sowie die modernisierte
Radiologie, die nun über ein MRT verfügt
– ein großer Gewinn für die Menschen im
Eichsfeld. Gesundheitsminister Dr. Andreas
Philippi und Bürgermeister Thorsten Feike
würdigten die Bedeutung des Hauses für die
regionale Versorgung.
MIT DEM ABSCHLUSS dieses Bauabschnitts
wurden zwei zentrale Ziele erreicht: Die Notaufnahme,
Radiologie und weitere Funktionsbereiche
sind nun funktional gebündelt und
zentral im Erdgeschoss angesiedelt – ein
klarer Vorteil für Patienten und Personal. Die
Radiologie bietet mit dem neuen MRT Untersuchungen
vor Ort an, ohne lange Wege nach
Göttingen oder in den Harz. Zudem ermöglichen
die neuen Stationen mit modernen
Ein- und Zwei-Bett-Zimmern mehr Komfort
und effizientere Abläufe; der Betrieb startet
im Dezember.
GESCHÄFTSFÜHRER
MARKUS KOHLSTEDDE erinnerte an die
zehnjährige Vorgeschichte des Projekts und
an Herausforderungen wie Pandemie, Ukrainekrieg,
ausgefallene Dienstleister und sogar
archäologische Funde. Auch ein vermeintlicher
Bombenfund habe zwischenzeitlich für
Aufregung gesorgt.
DER ÄRZTLICHE DIREKTOR
DR. UDO ISEKE dankte den vinzentinischen
Ordensschwestern, dem Elisabeth Vinzenz
Verbund sowie den politischen Entscheidungsträgern
auf Bundes-, Landes- und kommunaler
Ebene. Besonders hob er die Unterstützung
von Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi,
Fritz Güntzler MdB, Christian Frölich MdL,
Landrat Marcel Riethig, Bürgermeister Thorsten
Feike sowie Bürgermeister a.D. Wolfgang
Nolte und Ehrenbürgermeister Lothar Koch
hervor. Sein Dank galt zudem den Bauleuten,
Mitarbeitenden und Patientinnen und Patienten,
die den Umbau im laufenden Betrieb gemeistert,
begleitet und erduldet haben.
BÜRGERMEISTER THORSTEN FEIKE betonte,
dass mit der neuen Notaufnahme und
Radiologie moderne, patientennahe Medizin
geschaffen wurde. Besonders dankte er dem
Land Niedersachsen und Minister Philippi für
die Förderung. Minister Philippi wiederum
lobte St. Martini als zukunftsorientiertes, leistungsstarkes
Krankenhaus und blickte bereits
voraus auf den zweiten Bauabschnitt mit neuem
OP-Bereich, Herzkatheterlabor und Zentralsterilisation.
Damit sei die Gesundheitsversorgung
im Eichsfeld langfristig gesichert.
Florian Grewe M. A.
Leiter Unternehmenskommunikation
Göttinger Straße 34
37115 Duderstadt
Tel. 05527 842-113
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Der Börsengang von Ottobock hat für Aufsehen gesorgt – nicht nur in der Region, sondern
auch in der Finanzwelt. Das ist nachvollziehbar, denn dieser Börsengang brachte
einige Besonderheiten mit sich.
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIEN DEUTSCHE BÖRSE | OTTOBOCK
Den 9. Oktober 2025 werden sie in
Duderstadt so schnell nicht vergessen.
Als Ottobock-CEO Oliver Jakobi
und Mehrheitseigentümer Hans
Georg Näder symbolisch die Glocke
läuten, senden sie ein klares Signal:
Seht her, wir sind da – diesmal hat es geklappt. Auf die
früheren Versuche, das Unternehmen an die Börse zu
bringen, werden Jakobi und Näder an diesem Tag in Interviews
zwar hier und da angesprochen, aber der Fokus
ist an diesem Donnerstag ein anderer. Der Blick ist in die
Zukunft gerichtet, und natürlich steht auch der Augenblick
selbst im Fokus. 72 Euro pro Aktie, mit diesem
ersten Kurs startet Ottobock in sein neues Kapitel als
börsennotiertes Unternehmen.
„Gemeinsam gehen wir den nächsten Schritt, um auch
in Zukunft mit wegweisenden Technologien unsere
Industrie zu revolutionieren“, stellt Näder heraus. „Die
erfreuliche Bewertung zeigt, welches Potenzial Investoren
in uns und unserer Mission sehen“, ergänzt Jakobi.
Und er verspricht: „Mit dem zusätzlichen Kapital, das
uns aus dem heutigen Börsengang zufließt, werden wir
unter anderem gezielt in Zukunftstechnologien investieren,
die Mensch-Maschine-Schnittstelle weiterentwickeln
und unser globales Versorgungsnetzwerk weiter ausbauen.“
Auf dem Vorplatz der Frankfurter Börse verfolgen derweil
etwa 200 Ottobock-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Anwender und Angehörige gespannt die Verkün-
dung des ersten Kurses. Ein Gänsehautmoment direkt
vor der bronzenen Bullen- und Bären-Statue beschert
ihnen der britische Sänger Sam Ryder, der live den Song
„Mountain“ performt. Das Stück hatte der Künstler
2023 speziell für Ottobock komponiert und beim Eurovision
Song Contest erstmals live aufgeführt – als Hymne,
die das Leben feiern soll.
EHER ANALYTISCH ALS EMOTIONAL nähern sich die
zahlreichen Medien dem Börsengang. Und das Interesse
ist riesig: Viele Zeitungen, Radiosender, TV-Stationen,
YouTube-Kanäle und Fachmedien beleuchten den großen
Schritt aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie berichten
über Zahlen, Daten, Fakten, über Chancen und
Risiken, über die Bedeutung der Familie Näder für das
Unternehmen.
Im Zuge des Börsengangs waren insgesamt 12.236.173
Aktien platziert worden; die Marktkapitalisierung für
die Ottobock SE & Co. KGaA beläuft sich damit auf
Basis des Angebotspreises von 66 Euro auf rund
4,2 Milliarden Euro. Der Erlös aus dem Verkauf neuer
Aktien aus einer im Zuge des Börsengangs getätigten
Kapitalerhöhung liegt bei etwa 100 Millionen Euro.
Dass nur wenige Tage zuvor Negativschlagzeilen über
Hans Georg Näder die Runde machten, spielt am
9. Oktober in Frankfurt wie auch in Duderstadt augenscheinlich
kaum noch eine Rolle. „Staatsanwaltschaft
Braunschweig ermittelt gegen Chef von Ottobock“ hatte
der NDR etwa am 1. Oktober getitelt. Der Vorwurf:
38 4 |2025
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Mit dem Börsengang stellt sich das Duderstädter MedTech-Unternehmen Ottobock für die Zukunft auf.
4 |2025 39
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Ausgelassene Stimmung: Hans Georg Näder und der britische Sänger Sam Ryder vor der Frankfurter Börse.
Näder soll beim Kauf von zwei Schiffen Steuern in
Deutschland hinterzogen haben. Abgesehen davon, dass
Näder selbst diesem Vorwurf deutlich widerspricht, haben
die Ermittlungen mutmaßlich nichts mit Ottobock zu
tun – dennoch hat das Unternehmen im Wertpapierprospekt
selbst auf die Ermittlungen hingewiesen. Intransparenz
will man sich offensichtlich nicht vorwerfen lassen.
DEN BÖRSENGANG selbst bewerten Experten insgesamt
als erfolgreich. So schätzt ihn beispielsweise auch Olaf
Korn ein, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität
Göttingen: „Die Aktien wurden problemlos vom
Markt aufgenommen und der festgelegten Preisspanne
scheint eine vernünftige Bewertung des Unternehmens
zugrunde zu liegen. Daraus würde ich schließen, dass der
Börsengang gut vorbereitet war.“ Das Ausgabepreis der
Ottobock-Aktie lag mit 66 Euro am oberen Ende
der vorher festgelegten Preisspanne. „Dies zeigt, dass
eine große Nachfrage nach den Aktien vorhanden war.
Insgesamt hat sich der Börsenkurs nach dem Börsengang
leicht oberhalb des Ausgabekurses stabilisiert. Insofern
hat sich die positive Einschätzung bisher bestätigt.“
Korn erklärt die Besonderheiten des Ottobock-Börsengangs,
die insbesondere in der Rechtsform des Unternehmens
begründet liegen: „Es handelt sich nicht um eine
Aktiengesellschaft (AG), sondern eine Kommanditgesellschaft
auf Aktien (KGaA). Bei einer KGaA hat der persönlich
haftende Gesellschafter, in diesem Fall eine von
der Familie Näder beherrschte GmbH, das Recht auf die
Geschäftsführung.“ Dieses Recht könne durch die
Aktio näre nicht entzogen werden. Bei einer AG hingegen
könnten die Aktionäre bei entsprechenden Mehrheiten
über den Aufsichtsrat auch die Geschäftsführung austauschen.
Ein weiterer Aspekt sei, so Korn, dass nur
etwa 19 Prozent der Aktien von Ottobock an die Börse
gebracht worden seien. „Damit verbleiben mehr als
80 Prozent der Aktien bei der Familie Näder.“
Aber birgt nicht genau das auch gewisse Risiken? Zunächst
einmal ist klar, dass Näder mit dem frischen Geld
Schulden tilgen wird, die nach dem Rückkauf der Anteile
des schwedischen Investors EQT aufgelaufen sind. Die
Verbindlichkeiten der Familie Näder sollen sich nach
diesem Schritt auf rund 1,1 Milliarden Euro belaufen
haben – das erzeugt zwangsläufig einen gewissen Handlungsdruck.
Einfluss können die Aktionäre allerdings
kaum nehmen, eben weil Näder weiter den Großteil der
Anteile hält.
ANDERERSEITS IST ES OTTOBOCK offensichtlich gelungen,
trotz des besonderen Konstrukts das Vertrauen der
Anleger zu gewinnen. Mit dem Hamburger Milliardär
Klaus Michael Kühne und einem Fonds der US-amerikanischen
Capital Group konnte Näder zwar schon früh
Anker-Aktionäre präsentieren, die jeweils neunstellig investiert
haben. Auch die positive Entwicklung der Unternehmenszahlen
spielten dem Börsengang in die Karten.
Und nicht zuletzt überzeugt wohl auch die Zukunftsperspektive,
mit der sich Ottobock in Zeiten von Unsicherheiten
und globalen Krisen selbstbewusst am Markt
zu positionieren versucht. Wirtschaftsprofessor Korn
bringt es auf den Punkt: „Auch und gerade in Krisenzeiten
muss weiter investiert werden. Entscheidend ist das
Geschäftsmodell, welches ein Unternehmen verfolgt. Und
das Geschäftsmodell von Ottobock passt in die Zeit.“ ƒ
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PHYTOPATHOLOGIE:
KWS investiert weitere
25 Millionen Euro
Der Saatgutproduzent KWS hat an seinem
Unternehmenssitz Einbeck mit dem Bau eines
neuen Phytopathologiezentrums zur Erforschung
von Pflanzenkrankheiten begonnen.
Bei KWS in Einbeck soll die Erforschung von Pflanzenkrankheiten weiter
ausgebaut werden.
FOTO: FLORIAN SPIEKER
Nach der Fertigstellung des 51 Millionen
Euro teuren sogenannten Elitespeichers, in
dem hochwertiges Zuchtmaterial aufbereitet
und gelagert werden kann, nimmt der Konzern
für das neue Projekt weitere 25 Millionen
Euro in die Hand. Die Arbeiten auf
der neuen Großbaustelle laufen bereits auf
Hochtouren.
Durch die Reduzierung von chemischem
Pflanzenschutz bei steigendem Schädlings-
und Krankheitsdruck gewinnt die phytopathologische
Forschung für die Pflanzenzüchtung
nach Einschätzung der KWS-Experten
zunehmend an Bedeutung. „Nur wenn wir
die Infektionswege und -krankheiten unserer
Nutzpflanzen kennen, kann unsere Resistenzzüchtung
erfolgreich sein“, erläutert
Vorstandssprecher Felix Büchting. „In unserem
kulturartenübergreifenden Phytopathologiezentrum
sollen auf etwa 4600 Quadratmetern
Fläche Forschungsarbeiten für
unsere weltweiten Märkte erfolgen.”
Beim 16. KWS-Dialogforum in Einbeck
ist Georg Folttmann, Head of Corporate
Office & Services, auf die Besonderheiten
des Bauprojekts eingegangen. Kerstin Krüger,
Group Lead Phytopathology, und zwei
ihrer Mitarbeiter gewährten zudem Einblicke
in die tägliche Forschungsarbeit zum
Thema Pflanzenkrankheiten.
mr
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PROFIL
Klarer Fokus auf Nachhaltigkeit
Die McDonald’s-Franchisenehmerin Petra Hebig setzt ihren Wachstumskurs
fort und investiert erneut in den Standort Göttingen: Das Restaurant in Weende
wird umfassend modernisiert; außerdem wird das Restaurant in Grone im
Februar auf das IRLX-Konzept umgestellt.
IRLX steht für „In Real Life eXperience“. Es handelt
sich um ein modernes Restaurant konzept,
welches das Gästeerlebnis verbessern, Wartezeiten
reduzieren und den Service effizienter
gestalten soll.
DAS IRLX-DESIGN UMFASST
UNTER ANDEREM:
• mehr digitale Bestellterminals und
App-Integration
• optimierte Küchentechnik mit mehreren
Produktionslinien
• neuer Drive-In-Bereich mit Fast-Forward-Spur
• modernes Lobby-Design und effizientere
Raumnutzung
Hebig kombiniert dieses Konzept mit ihrem
Nachhaltigkeitsanspruch; so werden bei der
Modernisierung energiesparende Systeme
eingesetzt, langlebige Materialien verwendet
und digitale Lösungen gefördert, um Papierund
Verpackungsabfall zu reduzieren.
Petra Hebig betreibt insgesamt sechs
McDonald’s-Restaurants – drei in Thüringen
und drei in Niedersachsen – und beschäftigt
über 300 Mitarbeitende. Mit den Investitionen
in Weende und Grone unterstreicht sie ihr
langfristiges Engagement für eine moderne,
nachhaltige und erlebnisorientierte Gastronomie
in der Region: „Mit dem IRLX-Konzept
schaffen wir nicht nur ein angenehmeres Restauranterlebnis,
sondern verringern gleichzeitig
unseren ökologischen Fußabdruck.“
McDonald’s-Filialen in Göttingen
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Nach Phasen spürbarer Zurückhaltung hat
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Göttingen und Kassel seit Anfang 2025 merklich
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die Unsicherheiten des Vorjahres weichen zunehmend
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Käufer agieren wieder entschlossener, während
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44 4 |2025
Michael Abert und Fabian Schlaich im Einbecker Bürgerspital – das sie gern
als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung erhalten würden.
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Wege
aus der
Klinik-Krise
Krankenhäuser und Kliniken in der Region
kämpfen seit Jahren mit Problemen und immer
neuen Herausforderungen. Einige sind dabei
schon auf der Strecke geblieben – andere setzen
auf neue Ideen und Konzepte. Aber reicht das?
TEXT MARKUS RIESE
FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA /
JOHANNITER-KRANKENHAUS GRONAU /
BÜRGERGESUNDHEITSPARK BAD GANDERSHEIM
4 |2025 45
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Das deutsche Gesundheitssystem zählt seit
Jahrzehnten zu den besten der Welt. Ein tragendes
Element der flächendeckenden medizinischen
Daseinsvorsorge waren hierzulande
immer die Krankenhäuser und Kliniken, gerade auch in
ländlicheren Regionen. Doch vielerorts stehen diese Einrichtungen
zumindest vor einer ungewissen Zukunft – der
politische Wille der jeweils aktuellen Landes- und Bundesregierungen
trifft auf den Zwang zur wirtschaftlichen
Rentabilität. Und das manchmal mit ziemlicher Wucht.
Die jährlichen Gesundheitsaufwendungen in Deutschland
liegen mittlerweile bei mehr als 500 Milliarden
Euro, der Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt rund
zwölf Prozent, Tendenz steigend. Heißt also: Eine gute
medizinische Versorgung kostet viel Geld – und das
muss am Ende des Tages auch verdient werden. Einige
Häuser sind dadurch derart in Schieflage geraten, dass
sie ganz oder teilweise schließen mussten. Steigende
Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen, dazu der
Fachkräftemangel, das oft nicht tragfähige Fallpauschalen-System
– die Gründe sind vielschichtig.
Die strukturellen Veränderungen der vergangenen
drei Jahrzehnte haben bei vielen Krankenhäusern und
Kliniken mindestens sichtbare Spuren hinterlassen, speziell
in der jüngeren Vergangenheit. Schließungen wichtiger
Abteilungen oder sogar ganzer Häuser – beispielsweise
in Holzminden, Seesen, Bad Gandersheim oder
Alfeld – waren die Folge. Im Internet gibt es inzwischen
Seiten, die nichts anderes tun, als Berichte über bevorstehende
oder bereits erfolgte Krankenhausschließungen
aus ganz Deutschland zusammenzutragen. Tatsächlich
ist die Anzahl der Krankenhäuser in den vergangenen
25 Jahren deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes gab es im Jahr 2000 noch 2242
Krankenhäuser in Deutschland; 2023 waren es demnach
nur noch 1874.
Und: Die neue Krankenhausreform, die eher auf
Spezialisierungen setzt statt auf flächendeckende
„All-inclusive“-Angebote, könnte dazu führen, dass in
der Fläche weitere Häuser der Grund- und Regelversorgung
verlorengehen. Spannend ist dabei nun vor allem
die Frage, wie die Häuser selbst dieser häufig nicht selbst
verschuldeten Unsicherheit begegnen.
Michael Abert sieht das Krankenhaus in Einbeck personell gut aufgestellt.
DAS BÜRGERSPITAL IN EINBECK hat zum Beispiel turbulente
Jahre hinter sich – ist aber immer noch da. Und
das ist keineswegs selbstverständlich. Bereits 2013 wären
dort fast schon die Lichter ausgegangen, wenn nicht
einige Einbecker Familien und Privatinvestoren mit frischem
Kapital den Betrieb des Hauses gerettet hätten.
Seitdem heißt das Krankenhaus Bürgerspital, auch wenn
das damalige Konzept nur für etwa fünf Jahre aufging
und in einer Insolvenz endete. Heute gehört das Haus
zum Ergéa-Verbund, zu dem auch die Praxis Strahlentherapie
Südniedersachsen am Waldweg in Göttingen
gehört. Dessen Standortleiter Fabian Schlaich fungiert
neuerdings zusätzlich als Ärztlicher Direktor im Einbecker
Krankenhaus – und unterstützt in dieser Funktion
auch den Bürgerspital-Geschäftsführer Michael Abert.
Der wiederum hat eine kleine Vision: „Wir beide wollen
in diesem Haus alt werden“, sagt Abert. Und macht damit
direkt klar, dass er auf Konti nuität setzen will. „Dass
wir mit Herrn Schlaich einen Mediziner neu ins Team
holen, unterstreicht dabei auch den Anspruch, den wir
haben.“
Das Bürgerspital genießt bei Patienten wie auch beim
eigenen Personal einen guten Ruf: „Wir sind hier tatsächlich
personell – abgesehen vom Bereich der Pflege –
sehr gut aufgestellt. Und es ist auch gar nicht so schwer,
medizinisches Fachpersonal für dieses Haus zu begeistern“,
verrät Abert. Das Erfolgsrezept: „Man hält hier
wirklich zusammen, es geht sehr familiär zu. Und deshalb
arbeiten die Menschen hier gern.“
46 4 |2025
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4 |2025 45
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Fabian Schlaich will in Einbeck Brücken
bauen – zwischen wirtschaftlichen Zwängen und
medizinischem Anspruch.
NATÜRLICH BRAUCHT es für einen erfolgreichen Betrieb
auch die entsprechende medizinische Expertise.
Die Unfallchirurgie etwa genießt großes Vertrauen in der
Bevölkerung, ebenso wie andere Abteilungen. Und für
die neue Endoskopie wurde zum Beispiel zuletzt sogar
noch „viel Geld in die Hand genommen“, um die Einrichtung
auf modernste Standards zu bringen und konkurrenzfähig
zu halten. „Natürlich hat aber auch unser
Haus seine Probleme. Unser größtes ist hier sicherlich
die Bausubstanz. Das Gebäude stammt aus dem Jahr
1970, und das merkt man an vielen Stellen“, weiß Abert.
Etwa bei der Energieeffizienz. Dazu komme die planerische
Unsicherheit: „Wir sind hier bewusst ein Grundund
Regelversorger, und das wollen wir sehr gern auch
bleiben. Es liegt aber nicht in unseren Händen, wenn die
Politik etwas anderes vorgibt.“
Fabian Schlaich jedenfalls ist von dem Haus angetan
und will es gern mit weiterentwickeln: „Zu meinen Aufgaben
gehört es auch, zwischen wirtschaftlichen Notwendigkeiten
und medizinischem Anspruch Brücken zu
bauen. Ich will vor allem aber auch Ansprechpartner für
die Kolleginnen und Kollegen sein.“
In Einbeck hält man also die Fahne der Grund- und
Regelversorgung hoch; andernorts wurden hingegen andere
Entscheidungen nötig. In Bad Gandersheim setzt
man etwa nach der Schließung der Helios-Klinik vor
knapp zweieinhalb Jahren auf eine Neuausrichtung als
„BürgerGesundheitsPark“ – ein regionales Gesundheitszentrum,
das von der Universitätsmedizin Göttingen betrieben
wird (welche durch den milliardenschweren
Neubau selbst vor großen Herausforderungen steht)
und als eine Art „Mini-Krankenhaus“ mit kurzstationären
Behandlungen punktet. Aktuellen Medienberichten
zufolge steht dieses derzeit allerdings gerade wieder auf
der Kippe; bestätigt ist das jedoch noch nicht.
AUCH IM JOHANNITER-KRANKENHAUS IN GRONAU
(Landkreis Hildesheim) arbeitet man lieber an der Zukunftsfähigkeit,
statt über die Vergangenheit zu klagen
oder anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Zur
Wahrheit gehört hier allerdings auch, dass man von den
Schließungen und Teilschließungen anderer Häuser in
der Umgebung profitieren kann: „Mit dem Wegfall verschiedener
Grund- und Regelversorger in der Region
änderte sich für die Klinik die Gesamtsituation“, beschreibt
eine Sprecherin auf faktor-Anfrage. Speziell die
Entwicklungen im benachbarten Alfeld dürften hier eine
wesentliche Rolle gespielt haben.
Das Ameos-Klinikum Alfeld hatte zum 1. Mai 2024
sein Angebot erheblich reduziert und dabei nicht nur die
Bettenanzahl mehr als halbiert (von 125 auf 50), sondern
unter anderem die Notaufnahme geschlossen. Die
Orthopädie und die Schmerztherapie blieben dort zwar
erhalten, das Krankenhaus fiel aber aus der Grund- und
Regelversorgung heraus. Stattdessen setzt Ameos in Alfeld
– Stichwort Spezialisierung – auf eine neue, geschützte
Eingliederungseinrichtung mit 60 zusätzlichen
Betten für Menschen mit seelischen Erkrankungen. Hier
bestehe gerade in Niedersachsen ein besonders hoher
Bedarf an Behandlungsplätzen, ließ das Unternehmen
verlauten.
Die Geschäftsleitung des Gronauer Krankenhauses,
das seit Jahrzehnten in direkter Konkurrenz zum Alfelder
Krankenhaus gestanden hatte, stellte nach den Entscheidungen
des Ameos-Konzerns beim Sozialministerium
für ihr eigenes Haus einen Förderantrag, der im
Sommer 2024 im Krankenhaus-Planungsausschuss erörtert
wurde. Der Planungsausschuss ist dem Sozialministerium
zugeordnet und spielt eine wichtige Rolle
bei der strategischen Planung von Krankenhaus-
48 4 |2025
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Das Johanniter-Krankenhaus in Gronau will sich mit Investitionen in die Infrastruktur
für die Zukunft fit machen. Die Chancen dafür stehen nach derzeitigem Stand nicht schlecht.
-strukturen. Er dient der Sicherung der stationären
Versorgung – und er hat entschieden, dass das Johanniter-Krankenhaus
in Gronau für eine sogenannte
„baufachliche Prüfung“ zugelassen wird. Das ist keine
Förderzusage, jedoch ein wichtiger Meilenstein auf
dem Weg zur Modernisierung des Hauses.
„In der Zwischenzeit haben wir uns beim Niedersächsischen
Amt für Bau und Liegenschaften vorgestellt“,
erläutert die Sprecherin weiter. Aktuell werde schrittweise
die vorhandene Grobskizzierung für das Vorhaben nochmals
überarbeitet, im engen Austausch mit der Behörde.
Wann die tatsächliche Förderung erfolgt und in welcher
Höhe, steht derzeit noch nicht fest. Die jetzige Planungsphase
soll jedenfalls etwa bis Anfang 2027 dauern.
Geplant ist der Bau von neuen OP-Sälen, eine moderne
Zentrale Notaufnahme und die Neustrukturierung
der Stationsbereiche. Hier sollen künftig nur noch Einund
Zweibettzimmer angeboten werden. Zudem ist geplant,
die Bettenzahl des Gronauer Krankenhauses von
111 auf 136 zu erhöhen.
In den etwas größeren Städten gibt es ebenfalls Positiv-Beispiele
für erfolgreiche Neuausrichtungen. In
Northeim haben die Neubauten des Helios-Klinikums
und des direkt benachbarten Ärztehauses, beides unmittelbar
an der A7-Abfahrt Northeim-Nord gelegen, erheblich
zur Zukunftssicherung des Standorts beitragen
können. In Holzminden ist in den Räumlichkeiten des
ehemaligen Krankenhauses mittlerweile ein medizinisches
Versorgungszentrum mit neun Facharztpraxen
und einem ambulanten Operationszentrum entstanden.
UND IM OBERZENTRUM GÖTTINGEN wäre exemplarisch
etwa das Krankenhaus Neu-Mariahilf zu nennen,
das noch im Jahr 2013 nach fast 150-jähriger Geschichte
vor einer ungewissen Zukunft gestanden hatte – zumindest
stellte der damalige Träger die langfristige Überlebensfähigkeit
seinerzeit infrage.
Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende übernahm
schließlich im Frühjahr 2014 Neu-Mariahilf, modernisierte
das Haus schrittweise und gliederte ein medizinisches
Versorgungszentrum an, dessen Ärztinnen und
Ärzte die Infrastruktur des Krankenhauses etwa für Operationen
mit nutzen können. Zudem setzte man auf Synergien
mit dem eigenen Haupthaus und lagerte einige
Abteilungen und Einrichtungen von dort ins Krankenhaus
Neu-Mariahilf aus, darunter die Krankenpflegeschule,
das Hospiz an der Lutter, die Endoprothetik und
die Gynäkologie.
50 4 |2025
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Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) berichtete zuletzt, dass der von der UMG betriebenen 25-Betten-Station der Allgemeinen Inneren Medizin
im Bürgergesundheitspark Bad Gandersheim möglicherweise die Schließung zum Ende des ersten Quartals 2026 drohen könnte. Neben der 25-Betten-
Station gibt es hier auch ein MVZ für Orthopädie und Chirurgie, einen Augenarzt und eine Niederlassung des Herz- und Gefäßzentrums Göttingen. Die
UMG betreibt im Bürgergesundheitspark Bad Gandersheim darüber hinaus eine psychiatrische Tagesklinik sowie ein hausärztliches Angebot.
» Die jährlichen
Gesundheitsaufwendungen
in Deutschland liegen
mittlerweile bei mehr als
500 Milliarden Euro ... «
EINE GEBURTSHILFE gibt es hier seit September 2024 allerdings
auch nicht mehr – sie musste wegen personeller
Engpässe schließen. „Wir alle hätten uns eine andere Lösung
gewünscht und bedauern diese Entscheidung sehr“,
erklärte Michael Karaus, medizinischer Geschäftsführer
am Weender Krankenhaus, damals in einer Pressemitteilung.
Die Personalsituation in der Abteilung habe – aus
Verantwortung den werdenden Müttern und ihren Babys
gegenüber – einen Weiterbetrieb nicht zugelassen. Auch
Häuser, die erfolgreich neue Wege einschlagen, stehen also
manchmal doch vor praktisch unlösbaren Problemen. In
diesem Fall hatte der Fachkräftemangel schmerzvoll zugeschlagen.
Wer in Duderstadt, Hann. Münden, Witzenhausen oder
Heilbad Heiligenstadt nachfragt, wird vermutlich ebenfalls
nicht nur rosarote Zukunftsaussichten skizziert bekommen.
Dennoch zeigt sich: Es gibt Wege aus der Krankenhaus-
und Klinik-Krise, auch in Südniedersachsen und
in den angrenzenden Regionen. Den Verantwortlichen ist
bewusst, dass diese Wege steinig werden können und vielleicht
auch mal größere Baustellen erfordern. Aber wenn
all das am Ende zur nachhaltigen Stabilität des deutschen
Gesundheitssystems beiträgt, ist es die Mühen wert. Damit
es auch in Zukunft weiter zu den besten der Welt zählt. ƒ
4 |2025 51
PROFIL
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Kinderzahnärztin Michaela Baake setzt bei der Behandlung kleiner Patientinnen und Patienten auf Sicherheit und Vertrauen.
Seifenblasen gehören bei ihr zum „Entertainment“.
Behandelt wird mit Diadem
Das zahnmedizinische Versorgungszentrum Z17 GmbH Göttingen hat ihr Portfolio erweitert.
Die Kinderzahnärztin Michaela Baake ist an
Bord. Die MVZ Z17 GmbH mit den Standorten
Groner Str. 17a und Waldweg 11 ist schon
länger so aufgestellt, dass nicht mehr jeder
Zahnarzt und jede Zahnärztin für alles zuständig
ist. Die Therapie wird hier auf entsprechende
Experten verteilt. So gibt es Wurzelkanalspezialisten,
Spezialisten für Chirurgie und
Parodontologie sowie eine zertifizierte Prothetikerin
und Konservisten, also Zahnärzte, die
hochqualifizierte Füllungen und Zahnersatz
zur funktionellen Rehabilitation durchführen.
Schon seit Oktober 2022 wird das Team von
einer Zahnärztin verstärkt, die sich auf das
Behandeln von kleinen Patienten spezialisiert
hat und die Weiterbildung zur Kinderund
Jugendzahnmedizinerin erfolgreich absolviert
hat.
Für diese Fortbildung habe sie viel Zeit investiert,
blickt Michaela Baake zurück, die das
MVZ Z17 jetzt mit ihrem Wissen und Können
ergänzt. Ihr Tätigkeitsbereich erstreckt
sich von der Kariesprävention und der Beratung
der Eltern zu Ernährung, Nuckelgewohnheiten
und Prophylaxe, das Erkennen
und Behandeln von Karies, der Umgang mit
Angstkindern und Kindern mit besonderen
Bedürfnisse. Aber auch das frühzeitige Erkennen
von Kieferfehlstellungen und die rechtzeitige
Zuweisung zur Kieferorthopädie gehören
zum Aufgabenbereich. Ein besonderes Thema
ist Michaela Baakes Diagnostik und Therapie
des Zungenbändchens. Wenn es zu kurz und
unbehandelt ist, kann diese Verbindung von
Mundboden und Zunge bis ins Erwachsenenalter
große Schwierigkeiten bereiten.
»Viele Säuglinge
konnten früher nicht
gestillt werden.«
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ZUNGENBÄNDCHEN UND LIPPENBAND
„Wir nehmen sehr junge Kinder auf, bei denen
der Verdacht besteht, dass das Zungenbändchen
oder auch das unter der oberen Lippe
liegende Lippenband zu kurz sein könnte und
sich nicht von selbst zurückbildet.
Der Oberbegriff für diese Einschränkung
heißt ,,orale Restriktion‘‘. Liegen diese Fehler
vor, gibt es etwa Einschränkungen beim Stillen,
beim Bewegen der Zunge, beim späteren
Sprechen oder bei der Nahrungsaufnahme.
Die Therapie ist das Entfernen des zu kurzen
Bändchens mit CO2-Laser, der speziell hierfür
angeschafft wurde. Das Durchtrennen beziehungsweise
das Entfernen des Bändchens
erfolgt nicht mehr, wie herkömmlich, mit einer
Schere. Das Lasern ist nun das Mittel der
Wahl und quasi der Goldstandard in den USA.
Die Wundheilung verläuft auf diese Art besser.
Betäubt wird mit Oberflächengel, da für Babys
keine Lokalanästhesie zugelassen ist. Diese
verkraften die Behandlung besser als die Erwachsenen,
hebt Michaela Baake hervor.
BEHANDLUNG MIT ENTERTAINMENT
„Es ist nicht einfach, wenn ein fünf Tage alter
Säugling auf dem Behandlungsstuhl liegt“, beschreibt
Michaela Baake ihre Arbeit, die nicht
» Meine kleinen Patienten
wollen alles ganz genau wissen.«
nur aus fachlichem Wissen, sondern auch
aus einem Schuss Entertainment besteht.
Neben dem Diadem, das sie beim Behandeln
trägt, gibt es kleine Tierchen zum Aufkleben,
Seifenblasen – und darüber hinaus werden
die Zimmer kindgerecht geschmückt. Denn
gerade beim Behandeln von Kindern gehe es
um Einfühlungsvermögen und Ablenkung.
Oft haben Kinder zudem Angst. Denn der
Mund sei eine sensible Region. „Und meine
kleinen Patienten wollen alles ganz genau
wissen.“ So stellt Michaela Baake den Bohrer
nicht als Bohrer vor, sondern als „etwas, das
rumpelt“. Und das grelle Licht, das für die
Behandlung notwendig ist, sei für die Dauer
der Behandlung die Sonne. Eine Zahnarztsitzung
kindlich zu präsentieren sei notwendig,
betont Michaela Baake. Denn Kinder können
schnell von sich aus die Behandlung abbrechen.
Dem möchte sie entgegenwirken.
Michaela Baake ist selbst Mutter von drei
Kindern. Sie kann sich deshalb sehr gut in
die Lage der Eltern hineinversetzen und weiß
genau, auf welche Besonderheiten bei den
unterschiedlichen Altersgruppen zu achten
ist. Neben ihrer Arbeit in der Praxis betreibt
sie Aufklärungsarbeit auf Social Media, ist
Autorin und Podcasterin. Markus Hartwig
MVZ Z17 GMBH
THEMENPRAXIS UND SPEZIALISTEN
LEISTUNGSSPEKTRUM
Implantologie (zertif.)
Facharztpraxis für Oralchirurgie
Endodontie (zertif.)
Prothektik (zertif.)
Parodontologie (zertif.)
Kinderzahnmedizin (zertif.)
Ästhetische Zahnheilkunde
Funktionstherapie (zertif.)
Funktionelle prothetische Rehabilitationen
Prophylaxe
Bleaching
» Im Waldweg 11 soll eine
gute Erreichbarkeit und die
Möglichkeit der Abholung
gewährleistet werden.«
QR-Codes scannen und noch mehr erfahren:
PROFIL
CO2-Lasern des Zungenbändchens bei einem Säugling (hier zur Anschauung mit einer Puppe).
ZMVZ Z17 GmbH Göttingen
Groner Str 17a/ Waldweg 11
37073 Göttingen
Tel. 0551-499470
info@z17.de
Praxiszeiten:
Montag-Donnerstag: 8-18 Uhr;
Freitag: 8-17 Uhr;
Samstag: 9-14 Uhr
Ergänzend bietet Michaela Baake in der
Praxis am Waldweg 11 eine
Kindersprechstunde an. Die Zeiten sind:
Montag 9-14 Uhr; Mittwoch 14 bis 18 Uhr;
Freitag 8.30 bis 13 Uhr
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PROFIL
Den ganzen Menschen sehen
Vor fast zehn Jahren gingen Dr. med. Karen Lodhia und ihr Mann Navid aus der Stadt aufs
Land, um in einer Landarztpraxis alles anders zu machen, als man es erwarten würde. Kurz vor dem
Jubiläum ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme.
» Ich habe mich ab
dem ersten Tag von der
Frage leiten lassen, wie
eine Praxis sein müsste,
in der ich selbst gerne
Patientin wäre.«
Im Jahr 2016 ließ sich Dr. med. Karen Lodhia
als Hausärztin in ihrer Praxis in Bilshausen,
einer kleinen Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern,
nieder. So weit, so gewöhnlich –
möchte man denken. Doch im Gespräch wird
schnell klar, dass nicht nur ihr Werdegang als
Ärztin ungewöhnlich ist, sondern auch ihre
Vorstellung von einer Landarztpraxis.
Nach dem Medizinstudium in Hamburg
und Göttingen war Karen Lodhia zunächst Assistenzärztin
an der Universitätsklinik Göttingen,
mit Abschluss der Facharztweiterbildung
Oberärztin im Asklepios-Krankenhaus Seesen.
„Ärzte betreiben ihre Aus- und Weiterbildung
normalerweise vom Allgemeinen in eine zunehmende
Spezialisierung“, beschreibt Karen
Lodhia. Sie ging den entgegengesetzten Weg.
Nach Promotion in der Virologie in der Assistenzarztzeit,
Abschluss ihrer Facharztausbildung
Innere Medizin und Gastroenterologie
legte sie vier Jahre später die Facharztprüfung
Innere Medizin ab und erfüllte sich den Traum
von der eigenen hausärztlichen Praxis.
EINFACH ALLES ANDERS MACHEN
An die zweifelnden Fragen aus ihren Umfeld
erinnert sie sich noch gut: Als Oberärztin
den Schritt aus der Stadtklinik in die Landarztpraxis
wagen? Von der Spezialistin zur
Hausärztin werden? Sie sei mit ihrem Mann
angetreten, hoch qualitative Medizin auf
dem Land zu machen. „Unser Plan war, einfach
alles anders zu machen.“
Karen Lodhia beschreibt die Grundzüge
dieses Planes so: „Ich habe mich ab dem ersten
Tag von der Frage leiten lassen, wie eine
Praxis sein müsste, in der ich selbst gerne Patientin
wäre.“
Ein Arzt auf dem Land müsse aus ihrer Sicht
so umfassend aufgestellt sein, dass er alle
Menschen medizinisch versorgen könne. „Im
ländlichen Raum sind Entfernung und Verkehrsanbindung
oft ein Problem und Wartezeiten
auf Termine beim Spezialisten sind
lang“, führt Karen Lodhia als Grund dafür ins
Feld. „Ich überweise nicht reflexartig an Spezialisten,
sondern versuche, die Probleme mit
meinem Team zu lösen.“ Das wüssten nicht
nur die Patienten zu schätzen, es entlaste
auch das Gesundheitssystem. „Die Hausarztzentrierung
bewirkt weniger Doppeluntersuchungen
und weniger Krankenhausaufenthalte.
Konsequente Vorsorgen verhindern viele
Gesundheitsprobleme.“
Zu diesem Zweck haben die Lodhias stets
über den Tellerrand der Medizin hinausgeschaut
und aus diversen Branchen Ideen gesammelt
und in die medizinische Anwendung
übersetzt. Ob Luftverkehr, Post, Einzelhandel,
Industrie, Militär – überall wurden in den vergangenen
Jahren neue Techniken entwickelt,
um Personal zu halten, das Betriebsklima zu
verbessern, Zielgruppen passgenauer zu betreuen
und die Arbeitseffizienz zu erhöhen.
Der Effizienzgewinn werde direkt in die Versorgung
der Menschen vor Ort investiert. Sie
begegne mit ihrem Team den Patienten deshalb
mit Zeit, Wohlwollen und Wertschätzung.
„Wir sehen den ganzen Menschen mit allen
seelischen und körperlichen Themen.“
MAXIMALE AUSSCHÖPFUNG DES
GEMEINSAMEN POTENZIALS
Ein weiterer wichtiger Baustein der gemeinsamen
Landarztpraxis sei das Miteinander
im Team. „Unser Team soll gerne bei uns
arbeiten“, sagt Navid Lodhia, der seine Frau
als Praxismanager und Praxisbetriebswirt unterstützt.
„Alle sollen Wertschätzung erfahren
und das Gefühl haben, an einer gemeinsa-
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PROFIL
Michael Weber, Vorstandssprecher des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.
Karen Lodhia wirbt dafür, mehr Ärzte in ländliche Regionen zu bringen. Sie selbst ist das beste Vorbild, wie das funktionieren kann.
men Idee mitzuarbeiten.“ Die Lodhias setzen
dafür auf die maximale Entscheidungsfreiheit
der medizinischen Fachangestellten. „Auf der
Basis gegenseitigen Vertrauens sind alle voll
engagiert und schöpfen ihre Kompetenzen
maximal aus“, erklärt Karen Lodhia. „Der Effizienzgewinn
für die Praxis ist enorm, aber
auch der persönliche Gewinn für die Teammitglieder.“
Doch nicht nur die Teammitglieder, sondern
auch die Lodhias werfen alles in die
Waagschale: Karen Lodhia ist zusätzlich Diabetologin
(DDG) und verkehrsmedizinische
Begutachterin. Ihr Mann fungiert auch als
Kinderschutzfachkraft und Traumatherapeut.
Zusammen bieten sie eine große Bandbreite
medizinischer Leistungen.
MEHR ÄRZTE AUFS LAND BRINGEN
Aus Sicht der Lodhias sind gerade Landarztpraxen
oft breit aufgestellt und hoch engagiert.
Doch es müssten mehr werden. „Wir wollen
mehr Ärzte auf das Land bringen“ betont Karen
Lodhia. Auch deshalb sei ihre Praxis Lehr praxis
der Universitätsmedizin Göttingen. Jedes Semester
kämen Studierende zur Hospitation.
Das Konzept trifft bei den Menschen auf
große Akzeptanz. Bei steigenden Patientenzahlen
suchen die Lodhias inzwischen selbst
einen ärztlichen Teamzuwachs, um an der
Zweigstelle in Gillersheim die patientennahe
und niedrigschwellige, umfassende Medizin
sicherzustellen.
Nach mittlerweile zehn Jahren in ihrer
Wunschpraxis und einem Innovationspreis
im Jahr 2020 sehen sich die Lodhias bestätigt.
„Es ist möglich, ambitionierte Medizin
auf dem Land zu machen. Man kann den zu
Recht hohen Erwartungen der Patienten und
dem eigenen Anspruch gerecht werden, wenn
man eine Idee konsequent verfolgt.“
Tobias Kintzel
Dr. med. Karen Lodhia
Hoher Weg 17
37434 Bilshausen
Tel.: 05528 92380
info@dr-med-lodhia.de
PROFIL
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FOTO MICHAEL WEBER, PODBI, HANDWERK/FAHRRAD
Ein Baustein der Transformation: die neue ADAC-Filiale in der Podbielskistraße in Hannover.
Mobilität menschlich denken
Die Transformation des ADAC vom Automobilclub zum Alltagshelfer
In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sind mehr als 1,5 Millionen Menschen ADAC Mitglied.
Die meisten von ihnen fahren Auto und verlassen sich auf die Hilfe der Gelben Engel, sollte der
Wagen sie doch einmal im Stich lassen. Die ADAC Pannenfahrzeuge und die Retterinnen und
Retter im strahlenden Gelb sind vielen Menschen in Deutschland aus eigener Erfahrung oder
aus dem Straßenbild gut bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass sich der ADAC in einem
Transformationsprozess befindet. Der Automobilclub versteht sich heute als Alltagshelfer und
betrachtet die Bedürfnisse seiner Mitglieder und aller Interessierten über die Bundesstraßen
und Autobahnen hinaus. Über diesen Wandel sprechen wir heute mit Michael Weber, dem
Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.
» Mobilität ist ein
Grundrecht und muss
vielfältigen Bedürfnissen
gerecht werden.«
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ZUR PERSON
Herr Weber, warum strebt der ADAC eine Rolle
als Alltagshelfer an?
Der Alltag unserer Mitglieder – und aller, die
uns brauchen – besteht aus weit mehr als der
Zeit, die sie im Auto verbringen. In den letzten
Jahren hat sich die Mobilität in Deutschland
stark verändert. Die Menschen denken mehr
an den Klimaschutz, nutzen den öffentlichen
Nahverkehr, fahren Fahrrad oder gehen öfter
zu Fuß. Gleichzeitig hat unsere Gesellschaft
mit vielen Herausforderungen zu kämpfen.
Der demografische Wandel führt zu einem
zunehmend belasteten Gesundheitssystem
sowie einem verschärften Fachkräftemangel,
der sich in vielen Bereichen wie beispielsweise
der Pflege oder dem Handwerk bemerkbar
macht. Bei all diesen Schwierigkeiten wollen
wir unsere Mitglieder und alle Interessierten
nicht allein lassen. Deshalb reicht unser Leistungsspektrum
heute von der klassischen
Pannenhilfe über Fahrradservices und den Gesundheitsbereich
bis ins eigene Wohnzimmer.
Das klingt nach einem sehr umfangreichen
Portfolio. Können Sie uns konkrete Beispiele
nennen, wie sich das im Leben der Menschen
bemerkbar macht?
Ein gutes Beispiel ist der neue ADAC Zuhause-
Schutzbrief, der die klassische Pannenhilfe auf
das eigene oder angemietete Zuhause ausweitet.
Dieser umfasst unter anderem einen
24/7-Notfalldienst, den Zugriff auf qualifizierte
Handwerker und Leistungen wie Schlüsselnotdienst,
Rohrreinigung, Schädlingsbekämpfung
oder Reparatur von Haushaltsgeräten. Darüber
hinaus haben wir unsere Pannenhilfe auf
Fahrradfahrende ausgeweitet. Auch unsere
Radservicestationen sind vielfältig einsetzbar,
sie eignen sich ebenfalls zur Reparatur von
Kinderwagen oder Rollstühlen. Im Gesundheitsbereich
hat der ADAC in diesem Jahr eine
große bundesweite Blutspendenaktion organisiert
und damit das Bewusstsein für die Notwendigkeit
und die Vorteile der Blutspende geschärft.
Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein,
dass die Straßen für alle Verkehrsteilnehmen-
Michael Weber ist seit Februar 2024
Sprecher des geschäftsführenden
Vorstands des ADAC Niedersachsen/
Sachsen-Anhalt e. V. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker
aus der Region
Göttingen gestaltet maßgeblich
die Transformation des ADAC in
den Regionen Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt. Zuvor sammelte er
berufliche Erfahrungen unter anderem
bei Hewlett Packard sowie der
Thimm-Gruppe in Northeim.
den sicher und funktional sind – und suchen
dazu aktiv das Gespräch mit Entscheidungsträgerinnen
und Entscheidungsträgern aus
Politik, Medien und Wirtschaft.
Der ADAC vertrat lange Zeit ausschließlich die
Interessen der Autofahrerinnen und Autofahrer
und hat damit große Erfolge gefeiert. Die
neuen Projekte erfordern sicherlich viel Zeit
und Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wird man
vermutlich kaum allen Interessen und Bedürfnissen
gerecht werden können. Vertreten Sie
noch ausreichend die Bedürfnisse der Mitglieder,
die Ihnen seit langer Zeit treu sind?
Was viele nicht wissen: Der ADAC startete
als reiner Motorradfahrer-Verein, das Auto
kam erst später hinzu. Betrachtet man darüber
hinaus das Leben des Menschen, ist die
erste Mobilitätsform das Laufen, dann fahren
wir Fahrrad, Roller, erst dann folgen Motorrad
und Auto – und selbst das nicht im Leben
eines jeden Einzelnen. Mobilität ist ein
Grundrecht und muss vielfältigen Bedürfnissen
gerecht werden. Alle Arten der Mobilität
müssen als ein Ganzes funktionieren und gut
ineinandergreifen. Wir wollen Mobilität nicht
nur technisch, sondern menschlich denken.
Auf diese Weise vertreten wir die Interessen
aller unserer Mitglieder umfassender denn je.
Im August wurde eine neue Filiale in der
Podbielskistraße in Hannover eröffnet. Dort
Michael Weber, Vorstandssprecher des ADAC
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e. V.
hat der ADAC ein ganz neues Konzept ausprobiert.
Wie passt dieses zum neuen Selbstverständnis
des ADAC als Alltagshelfer?
Diese neue Filiale in der Podbi ist ein zentraler
Baustein unserer Transformation. Sie
wurde bewusst als offener Treffpunkt gestaltet
– mit Lounge, Kinderecke und modernen
Beratungsbereichen. Im Mittelpunkt steht der
Mensch: Besucherinnen und Besucher erhalten
hier individuelle Beratung zu Mobilität,
Reisen und Versicherungen – persönlich vor
Ort oder bei Bedarf auch digital unterstützt.
Herr Weber, zum Schluss wollen wir einen
Blick in die Zukunft werfen: Wie sehen und
erleben die Menschen den ADAC in fünf Jahren?
Was meinen Sie?
Als einen guten Freund, der immer nur einen
Anruf entfernt ist, Probleme löst und stets
für ein Gefühl der Sicherheit und Zuversicht
sorgt. Als einen kompetenten Partner, der wie
kein anderer Mobilität ganzheitlich begreift
und so ihre Zukunft zugunsten aller Verkehrsteilnehmenden
prägt und mitgestaltet. Als
erfahrenen und verlässlichen Berater in den
Bereichen Reise und Versicherung. Als Alltagshelfer
in allen Lebenslagen. Daran arbeiten wir
täglich und laden alle, die uns so noch nicht
kennengelernt haben, zu einem Besuch in unseren
Geschäftsstellen ein, wo die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter schon heute mit Hilfe
und Rat allen Besuchenden zur Seite stehen.
PROFIL
PROFIL
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Fünf auf einen Streich
Seit unserer Unternehmensgründung gehören wir durchgängig zu den
Top 5 % auf dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu. Diese Anerkennung
freut uns ganz besonders – denn sie kommt von den Menschen,
die Arineo prägen.
Die erneute Auszeichnung als kununu Top Company bestätigt unseren
Weg: Wir stehen für ein Arbeitsumfeld, in dem neue Ideen willkommen sind,
individuelle Entwicklung gefördert wird und Verantwortungsübernahme
und flexible Arbeitszeiten selbstverständlich sind.
Neugierig geworden?
www.arineo.com/karriere
unternehmen
-kompakt
Kurz gemeldet
Erneute Auszeichnung
PRO OFFICE ist von Architektur & Wohnen (A&W) erneut
unter die 50 besten Büroeinrichter Deutschlands gewählt
worden. Das gab das Unternehmen, das auch in
Göttingen einen Standort betreibt, auf seiner Internetseite
bekannt.
Dass die Arbeit von Pro Office ein weiteres Mal von
einem der renommiertesten Design- und Architekturmagazine
Deutschlands gewürdigt wurde, mache das Unternehmen
stolz – und motiviere das Team dazu, weiterhin
„Arbeitsplätze mit Zukunft zu schaffen – durchdacht,
nachhaltig und inspirierend“, heißt es in der Mitteilung.
Nachfrage zurückhaltend
MICHAEL GROSSE, seit Juli 2025 neuer CEO bei Sartorius,
bewertet die Nachfrage nach neuen Investitionen
in seiner Branche seit der Corona-Pandemie als „zurückhaltend“,
wie er bei einem Pressegespräch des
Unternehmens erklärte. Für beide Konzernsparten
sprach er von „etwas gedämpften Erwartungen“,
gleichzeitig aber auch von einer „insgesamt sehr erfreulichen
Entwicklung“. Grosse: „Wir sind sehr zufrieden,
auch weil wir in der Lage sind, klare Voraussagen
zu treffen.“
The Harz Distillery
Mit Sinn für Handwerk und Genuss
NACH MEHR ALS EINEM JAHR BAUZEIT hat die Harz Distillery in Bad Lauterberg
nun ihre Türen geöffnet. Besucher können neben hochwertigen Spirituosen
auch spannenden Einblicke in die Destillierkunst erwarten.
Die Harz Distillery verfolgt die Idee, Regionalität und klassisches Handwerk
mit modernen Verfahren und zeitgemäßem Design zu verbinden. Das Sortiment
umfasst Gin, Brände, Geiste und Liköre und soll Schritt für Schritt erweitert
werden. Neben klassischen Produkten plant das Master-Distillers-Team zudem
neue Kreationen und exklusive Kleinserien.
Schon die Architektur macht neugierig: Durch große Fenster sind spannende
Einblicke auf die Arbeit in der Manufaktur jederzeit möglich. Der offen und
herzlich gestaltete Store lädt dazu ein, die Spirituosen in entspannter Atmosphäre
zu probieren. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von der Empore über dem
Produktionsbereich – hier lässt sich das Handwerk aus nächster Nähe beobachten.
Der Zugang zu diesem Bereich erfolgt mit einem Ticket, das zugleich die
Teilnahme an einer Self-Guided-Tour ermöglicht. Dort erfahren Besucher Wissenswertes
rund um die Kunst der Destillation. Tastings und Touren durch die
Distillery sind ebenso geplant wie regelmäßige Themenabende, Workshops oder
saisonale Events. „Mit der Eröffnung möchten wir nicht nur unsere Produkte
vorstellen, sondern auch einen Erlebnisort öffnen, an dem Genuss, Handwerk
und Menschen zusammenkommen. Die Harz Distillery soll ein lebendiger
Ort sein – für Einheimische ebenso wie für Touristen “, so die Betreiber Britta
und Walter Möller, die sich aus der Schierker Feuerstein GmbH & Co. KG
heraus bewusst dafür geöffnet hatten, weitere Spirituosen zu kreieren.
60 4|2025
-kompakt
unternehmen
Dachdecker aus Moringen
Meistertitel in
vier Generationen
75 JAHRE MEISTERHANDWERK – dieses besondere Jubiläum
hat das Dachdeckerunternehmen Henkel und Söhne
Bedachungs GmbH aus Moringen unlängst gefeiert. Bis
heute ist bereits die vierte Meistergeneration im Familienbetrieb
tätig.
Begonnen hat diese Tradition mit dem Urgroßvater der
aktuellen Geschäftsführung: Wilhelm Ahlborn hatte 1950
seinen Meistertitel erhalten. Damals arbeiteten nur wenige
Gesellen in dem kleinen dörflichen Betrieb und deckten
die Dächer in der Region. Sein Enkel Dieter Henkel trat
im Alter von 15 Jahren als dritte Generation ins Unternehmen
ein. 1981 machte der junge Geselle bereits seine
Meisterprüfung, um die Firma vom Großvater übernehmen
zu können. In den 80er- und 90er-Jahren wuchs das
Unternehmen kräftig und war zeitweise bundesweit tätig.
Auch Dieter Henkels Söhne Timm und Jan-Henrik
Henkel lernten bereits als Jugendliche das Dachdeckerhandwerk
kennen und sind mittlerweile als vierte Generation
in der Firma tätig. 2016 erwarb der ältere Bruder
Timm seinen Meistertitel, 2024 folgte der jüngere
Jan-Henrik. Vor vier Jahren übernahm Timm Henkel die
Geschäftsführung. Jan-Henrik Henkel arbeitet aktuell als
Prokurist und soll perspektivisch zur Leitung dazustoßen.
Seit zwei Jahren ist Dieter Henkel im Ruhestand und steht seinen Söhnen
beratend zur Seite. Auch Mutter Barbara Henkel arbeitet derzeit noch in der
Verwaltung und begleitet den Generationenwechsel.
Mit rund 40 Mitarbeitern konzentriert sich die Firma inzwischen wieder
bewusst auf die Region Südniedersachsen in einem Radius von etwa einer
Stunde Anfahrt. Über die Zeit hatte Henkel hier an einigen besonderen und
anspruchsvollen Projekten mitarbeiten dürfen. Dazu gehören zum Beispiel die
Nordmensa der Georg-August-Universität, mehrere Wohnhäuser des Studierendenwerks,
die Sheddachhalle, das Life Science Center und der Turm im
Sartorius Quartier sowie mehrere Gebäude auf dem Sartorius Campus in Göttingen.
Auch der Hundertwasserbahnhof in Uelzen, die INI-Klinik in Hannover,
die Sixti-Kirche in Northeim und der Dschungelpalast im Erlebnis-Zoo
Hannover Zoo wurden von den Handwerkern aus Moringen gedeckt.
Kooperation mit Einbecker Brauhaus
Comeback für Allersheimer Urpilskeller
MIT DEM VERKAUF des Allersheimer Brauereigeländes Anfang
2024 drohte auch dem Urpilskeller das Aus. Jetzt belebt eine regionale
Partnerschaft die traditionelle Kellerwirtschaft neu – und
sorgt für eine kleine Überraschung: Künftig wird hier Bier des
35 Kilometer entfernten Einbecker Brauhauses ausgeschenkt.
Der Urpilskeller mit seiner charakteristischen Kappendecke
blickt auf 170 Jahre Geschichte zurück: Historisch als Eiskeller
genutzt, war er über Jahrzehnte hinweg eine Institution in der
Region, insbesondere für Feierlichkeiten und Vereinsaktivitäten;
auch Brauereiführungen endeten im Urpilskeller. Mit der Verlagerung
der Produktion nach Westheim zur Gräflich Stolberg’schen
Brauerei und dem Verkauf des Geländes war die Zukunft
zunächst ungewiss.
Walter Päuser, der zusammen mit Willi-Ingo Kreykenbohm Anfang
2024 das Brauereigelände übernommen hatten, betont mit
Blick auf den Urpilskeller: „Mit dem Einbecker Brauhaus und
Bauer Loges als Caterer haben wir zwei etablierte Partner aus der
Region gefunden, die unsere Vision teilen, den Ort wieder mit
Leben zu füllen.“
Marc Kerger, Vorstand des Einbecker Brauhauses, stellt klar:
„Wir sind natürlich stolz, jetzt unseren eigenen Namen am Zapfhahn
stehen zu haben, haben gleichzeitig aber großen Respekt
vor dem, was Allersheimer über Generationen aufgebaut hat.“
Der Urpilskeller sei ein Kulturgut der Region. Der rustikale
Charme des Kellers soll erhalten bleiben; er soll auch wieder für
private Feiern buchbar sein.
4 |2025 61
wissen
Ex-Basketballer
Wilbert Olinde
wirbt in neuer Kampagne
„Made in Göttingen“
für den Alumni-Verein.
Die Vision:
in einem Jahr verdoppeln
Mit gut 4600 Mitgliedern ist Alumni Göttingen schon jetzt einer der
bundesweit größten Zusammenschlüsse ehemaliger Angehöriger einer
Universität. Doch das reicht dem gemeinnützigen Verein nicht. 25 Jahre
nach der Gründung haben sich Vorstand und Geschäftsführung das
Ziel gesetzt, die Zahl der Alumni bis zum Ende des kommenden Jahres
zu verdoppeln. Dabei haben sie einen wirklich großen Helfer.
TEXT MATTHIAS BRUNNERT FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
In Göttingen zu studieren, ist etwas sehr Besonderes,“
sagt Katharina Kastendieck, die Geschäftsführerin
von Alumni Göttingen. „Das hören wir immer wieder.“
Ein Grund, warum aktuelle und ehemalige Studierende
die südniedersächsische Stadt loben, sei die besondere
Vielfalt der Georg-August-Universität. Ein anderer
Grund: „In Göttingen hat man kurze Wege. Man fühlt
sich schnell heimisch und trifft überall Bekannte – ob
Mitstudierende oder Profs“, sagt Kastendieck. Zugleich
gebe es „ein vielfältiges kulturelles, gastronomisches
und sportliches Angebot und gelebte Traditionen. Und
alles ist irgendwie sehr familiär.“ Viele Studierende
wüssten zu schätzen, was sie an Göttingen haben und
hatten – „erst recht, wenn sie nach dem Examen die Universität
und die Stadt wieder verlassen.“
EIN MITTEL GEGEN den Abschiedsschmerz und eine
gute Möglichkeit, der Georg-August-Universität und der
Stadt dauerhaft verbunden zu bleiben, sei die Mitgliedschaft
bei Alumni Göttingen, sagt Kastendieck. Das höre
sie von Ehemaligen immer wieder.
Der gemeinnützige Alumni-Verein ist mit mehr als
4600 Mitgliedern zwar schon jetzt einer der größten seiner
Art in Deutschland. „Es wäre aber schön, wenn es
noch sehr viel mehr wären“, sagt Kastendiek. Das
25-jährige Jubiläum des Clubs im kommenden Jahr hat
die Verantwortlichen deshalb auf eine Idee gebracht:
Mit einer groß angelegten Werbekampagne mit dem Titel
„Made in Göttingen“ wollen sie dafür sorgen, dass
Alumni Göttingen weiter wächst – „und zwar kräftig“,
sagt Büroleiterin Nina Hornig, die auf berufliche Stationen
beim Göttinger Literaturherbst und bei den Händel-
Festspielen zurückblickt.
„MADE IN GÖTTINGEN“ stehe für die vielen interessanten
und erfolgreichen Persönlichkeiten, die die Universität
hervorgebracht habe und hervorbringe und für
„Freundschaften fürs Leben“, sagt Hornig. Ziel der Aktion
sei es, die Zahl der Mitglieder des Alumni-Vereins in absehbarer
Zeit zu verdoppeln.
Eines der zentralen Gesichter der Kampagne und damit
ein wichtiger Unterstützer ist der frühere Basketballstar
Wilbert Olinde. Der 70-Jährige, der heute in Hamburg
lebt, war 1977 aus dem kalifornischen Los Angeles
nach Niedersachsen gekommen. „Eigentlich wollte ich
in Göttingen nur eine Saison Basketball spielen und
dann in die USA zurückgehen “, erinnert sich Olinde.
Doch dann blieb er. Mit dem SSC (heute ASC) wurde
Olinde dreimal deutscher Meister (1980, 1983, 1984)
und zweimal Pokalsieger. Weil er neben dem Sport an
der Georg-August-Universität Betriebswirtschaftslehre
studierte (Abschluss: Diplomkaufmann), konnte er
auch im Basketballteam der Hochschule spielen. „Das
hat viel Spaß gemacht“, erinnert sich Olinde.
Und er war erfolgreich. So wurde das Team mit dem
2,02 Meter großen Topscorer Olinde (30 Punkte im Finale
gegen die Uni Gießen) im Jahr 1979 deutscher
Hochschulmeister. Prominente Mitstreiter im Hoch-
62 4 |2025
wissen
Katharina Kastendieck (l.) und Nina Hornig haben sich
zum 25-jährigen Bestehen des Göttinger Alumni-Vereins
ehrgeizige Ziele gesetzt.
ALUMNI GÖTTINGEN
Alte Mensa
Wilhelmsplatz 3
37073 Göttingen
Telefon: 0551 / 39 26211
Mail: info@alumni-goettingen.de
Internet: www.alumni-goettingen.de
Bürozeiten: montags bis freitags, 9 bis 15 Uhr
4 |2025 63
unternehmen
schulteam: Der langjährige ASC-Akteur und spätere
Basketball-Bundestrainer Terry Schofield oder die
Natio nalspieler Erhard Apeltauer und Eckhard Lodders.
Olinde zog es in den 1990er-Jahren nach Hamburg, wo
er Geschäftsführer einer Bank wurde. Später machte er
sich als Trainer für Motivation, Sozialkompetenz und
Persönlichkeitsentwicklung selbstständig. Der Universität
Göttingen blieb er all die Jahre als Alumnus verbunden.
Als er jüngst gefragt wurde, ob er dazu beitragen wolle,
dass Alumni Göttingen weiter wächst, habe er spontan und
„sehr gerne“ zugesagt, berichtet Olinde. „Dass Wilbert mitmacht
und wir mit ihm werben dürfen, ist großartig“, sagt
Nina Hornig. Auf Plakaten, im Internet und mit gezielter
Öffentlichkeitsarbeit will der Alumni-Verein jetzt weitere
ehemalige Göttinger Studierende als Mitglieder gewinnen.
„Dabei haben wir eine Vision“, sagt Geschäftsführerin
Kastendieck: „Wenn es jedem Mitglied gelingt, auch nur
ein neues Mitglied zu werben, wäre die Zahl von 10.000
Mitgliedern nicht illusorisch.“
Und warum das Ganze? „Der Alumni-Verein ist einerseits
ein gutes Instrument zur Kontaktpflege“, sagt Kastendieck.
„Aber er ist auch dazu da, um Gutes zu tun.“
Das Motto des Vereins sei schließlich: „Zum Wohle aller.“
Durch eine Mitgliedschaft unterstützen Ehemalige
ihre Hochschule und deren verschiedene soziale Aktivitäten.
So werden Studierende mit Stipendien gefördert,
aber auch durch Mentoring. Im alumnieigenen Garten
können sich Studierende an Nachhaltigkeitsprojekten
beteiligen. Der Verein unterstützt zudem studentisches
Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen. Auch
außerhalb der Hochschule ist der Alumni-Verein aktiv.
So sind zum Beispiel Mitglieder als Lesepaten in Grundschulen
aktiv.
Ganz neu im Angebot seien wechselnde Angebote für
Aktivitäten oder Unternehmungen, bei denen ehemalige
Studierende die Gelegenheit haben, andere Alumni zu
treffen, sagt Nina Hornig. Beispiel: Exkursionen zu interessanten
Einrichtungen in Göttingen und Umgebung.
Der Alumni-Verein organisiere daneben in den verschiedenen
Fachbereichen der Hochschule auch Veranstaltungen
für Studierende, bei denen diese Einblicke in
unterschiedliche Berufsbereiche bekommen können. Und
auch für Alumni, die auf handfeste Vorteile Wert legen, ist
etwas dabei: Die Mitgliedschaft bietet ehemaligen Studierenden
einen vergünstigten Zugang zum Sportangebot
und zum FIZ (Fitnesszentrum) der Universität.
AUF EIGENE VORTEILE komme es allerdings kaum jemandem
unter den Ehemaligen an, sagt Kastendieck.
„Es geht den meisten eher darum, etwas zurückzugeben.“
Der Verein habe daraus die Konsequenz gezogen. Vor
gut drei Jahren habe Alumni Göttingen ein Mentoring-
Programm gestartet: „Wir bringen Ehemalige und jetzige
Studierende zusammen. Es ist für die Alumni eine wunderbare
Sache, sich einzubringen. Denn ihr Engagement
hilft einem jungen Menschen ganz konkret auf seinem
Weg.“
Dass sein Einsatz hilft, hofft auch Wilbert Olinde. Es
sei für ihn wichtig und selbstverständlich, seiner Universität
durch sein Engagement etwas zurückzugeben.
Denn: „Meine Zeit in Göttingen war für mich eine wirklich
gute Zeit.“ ƒ
Alte Aufnahme mit den Basketballern um Wilbert Olinde (ganz rechts, Nummer 5) – heute engagiert er sich für den Alumni-Verein.
64 4 |2025
Die Kunst,
ein Leben lang
zu genießen.
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4|2023 29
zwischen den vielen verschiedenen Stellen, die Kinder und
Jugendliche betreuen. Es gilt, die Jugendlichen dort abzuholen,
wo sie mit ihren Problemen auftauchen – und sie
ideal weiter zu betreuen. „Wir können den Kindern und
Jugendlichen helfen, aber ihre Betreuung muss danach
auch jenseits der Klinik weitergehen“, so der leitende
Oberarzt Uebel-von Sandersleben über die Rolle der KJP
in diesem Netz. „Neben dem Ausbau der KJP ist daher ein
ganz wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit, diese regionale
Zusammenarbeit zu verbessern.“
Über die Bildungsregion Südniedersachsen wurde gemeinsam
mit der Klinik für Pädiatrie, den niedergelassewissen
Wenn Kinder
die Systeme sprengen
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin
Göttingen gibt es mittlerweile seit 75 Jahren. In dieser langen Zeit hat sich einiges
verändert: Die Klinik ist deutlich gewachsen – und mit ihr auch das Netzwerk mit anderen
Akteuren in der Region, um die Versorgungsqualität zu erhöhen. Aber Lücken bleiben.
TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOS UMG, JAN VETTER
Umgeben von viel Grün, in direkter Nachbarschaft
der somatischen Kliniken der
Universitätsmedizin Göttingen (UMG),
aber abseits vom dortigen Trubel, liegt die
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
und Psychotherapie (KJP). Hier kümmern sich rund 180
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um junge Menschen
im Alter von vier bis 18 Jahren, meist aus Stadt und
Landkreis Göttingen sowie großen Teilen des Landkreises
Northeim. Seit der Gründung 1950 ist viel passiert.
Vor allem die vergangenen 15 Jahre waren von starken
Erweiterungen geprägt, die den wachsenden Hilfsbedarf
und die Vielfalt an Störungsbildern widerspiegeln.
Heute besteht die Klinik aus einer Ambulanz, in der
pro Jahr rund 3000 Fälle behandelt werden, einer Tagesklinik
mit etwa 120 Fällen pro Jahr und einer vollstationären
Klinik mitsamt einer geschlossenen Abteilung, in
der derzeit jährlich etwa 320 Fälle aufgenommen werden.
Es stehen 28 Betten vollstationär und 20 Betten teilstationär
zur Verfügung. Doch auch, wenn einmal alles
belegt sein sollte, „gibt es eine Verpflichtung zur Aufnahme“,
sagt Henrik Uebel-von Sandersleben, seit zwei Jahren
der kommissarische Leiter der KJP. „Wenn Suizidalität
oder aufgrund einer psychischen Problematik eine
Fremdgefährdung vorliegen, dann nehmen wir diese Betroffenen
immer auf.“
Auch wenn die KJP grundsätzlich alle Störungsbilder
betreut, haben sich im Laufe der Zeit einige Schwerpunkte
in Form von Spezialambulanzen entwickelt: für ADHS
(Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), für
die Autismus-Spektrum-Störung, für Tic- und Zwangsstörungen
und zuletzt die Ambulanz für Schulabsentismus.
Und noch etwas ganz Wichtiges ist über die Jahre rund
um die KJP herangewachsen: ein regionales Netzwerk
Sommerfest der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJP)
der Universitätsmedizin Göttingen: Zahlreiche Gäste waren zum Tag der offenen Tür im
August 2025 gekommen.
66 4 |2025
wissen
Eröffnung des neu gestalteten Wasserspielplatzes
im Garten der KJP (v.l.n.r.): Lorenz
Trümper, Vorstand Krankenversorgung der
UMG, Yvonne Strauß, stellvertretende Leitung
Stabsstelle Fundraising und Alumni,
Henrik Uebel-von Sandersleben, Leiter
(komm.) der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
und Psychotherapie der UMG.
nen Kinder- und Jugendpsychiatern, niedergelassenen
Kinderärzten und Hausärzten sowie dem Gesundheitsamt
das Thema Schulabsentismus bearbeitet. Die Schulen
wurden miteinbezogen, auch die Jugendämter – und
mit der Jugendhilfe werden Möglichkeiten ausgelotet, wie
innerhalb der Familie Eltern für den Umgang mit betroffenen
Kindern gestärkt werden können. Im Boot sind hier
auch das Institut für angewandte Sozialfragen (ifas) und
die Fachklinik am Waldweg. Hier gibt es Hilfe für medizinische
Reha-Maßnahmen.
Doch bei allen Verbesserungen gibt es weiteren Optimierungsbedarf,
vor allem im Bereich der Systemsprenger.
„Das sind Kinder und Jugendliche mit einem extremen
Verhalten, das bislang weder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
ausreichend behandelt werden kann,
noch gibt es bei der Jugendhilfe geeignete Maßnahmen“,
so Uebel-von Sandersleben. Es handele sich um Jugendliche,
die ausrasten, die Dinge zerstören, die nicht in die
Schule gehen – und die aufgrund ihrer spezifischen
Probleme und Verhaltensweisen Schwierigkeiten haben,
in bestehende Strukturen wie Familie, Schule, Heim oder
Therapie integriert zu werden. Sie sprengen die Systeme,
weil diese mit ihnen überfordert sind.
Über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg ist weltweit
die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
schlechter geworden, und damit sind auch die Ansprüche
an das Versorgungssystem gestiegen. Doch die
Systemsprenger fallen dort bislang heraus. „Das ist eine
Baustelle, die seit vielen Jahren besteht“, so Uebel-von
Sandersleben. Erschwert werde die Situation noch durch
einen Fachkräftemangel: Es fehlen Sozialpädagogen,
Heilerziehungspfleger und Therapeuten, weshalb es auch
immer wieder vorkommt, dass Betreuungseinrichtungen
komplett geschlossen werden müssen. Der Lehrermangel
in den Schulen bei gleichzeitig gestiegenem Betreuungsbedarf
hilft da auch nicht gerade weiter: „Die Mittel, die
wir haben, um Kindern gerecht zu werden, reichen aus
meiner Sicht nicht aus. Das ist ein landespolitisches Problem.“
Immerhin: Man sei im engen Dialog mit den Entscheidungsträgern.
Dialog ist eines der Schlüsselworte überhaupt. Nicht nur
für die Hilfseinrichtungen untereinander, sondern auch im
Gespräch mit denen, die unmittelbar im Alltag mit den
Problemen der Kinder und Jugendlichen konfrontiert sind,
seien es Eltern oder Lehrer. „Für Eltern sind beispielsweise
die Familienberatungsstellen eine erste Anlaufstelle; die
machen in Göttingen eine super Arbeit“, sagt Uebel-von
Sandersleben. Dort sitzen unter anderem auch Therapeuten,
die unterstützen können. Auch der Austausch mit
Lehrern sei oft hilfreich. Bei einem Verdacht auf gravierendere
Probleme, im Extremfall etwa Suizidalität, ist
die KJP 24 Stunden erreichbar. „Lieber im Zweifel einmal
mehr herkommen oder sich melden, anstatt dass
etwas Schlimmes passiert und sich die Eltern später Vorwürfe
machen“, lautet Uebel-von Sanderslebens Rat.
In der KJP jedenfalls ist man stolz auf das bisher
Erreichte, aber man bleibt nicht stehen: „Wir werden
weiter die Bedarfe adressieren“, betont der Facharzt. Die
ambulanten Ressourcen sollen gestärkt werden, und
man will sich künftig vermehrt auf die Themen Essstörungen
und Suchtmittel spezialisieren. „Eine unserer
Visionen ist auch, gemeinsam mit der Jugendhilfe eine
Einrichtung für Jugendliche zu etablieren. Diese gute
regionale Zusammenarbeit, das will ich wirklich hervorheben,
ist das Ergebnis einer langen Arbeit, und dafür
bin ich ausgesprochen dankbar. Wenn ich über die
30 Jahre zurückblicke, die ich hier in Göttingen tätig bin,
dann war das nicht immer so.“ ƒ
4 |2025 67
Ein Friseur und ganz viel Liebe
Auffällig viele Ideen zum Umwelt- und Klimaschutz standen bei der 23. Verleihung des
Innovationspreises der Region Göttingen Northeim im Rampenlicht. Letztlich stahl aber
ein Friseur aus Bückeburg allen die Show.
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
Er gewann zwar „nur“ den dritten Preis in der
Kategorie „Unternehmen bis 20 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter“ – aber allein durch seine
Bühnenpräsenz eroberte Emidio Gaudioso
vom Friseursalon Emidio Xsesso Hair aus Bückeburg
die Herzen des Publikums. Zusammen mit Thomas
Keitel, Inhaber der Unternehmensberatung Modern
Coaching bei Würzburg, hatte er für sein Projekt „Hair
help the oceans“ eine der begehrten Auszeichnungen
des Abends erhalten. Die Idee: Geschnittene Haare aus
der täglichen Friseurarbeit werden zu Matten und langen
Schläuchen verarbeitet, die dann wiederum zur Bindung
von Öl in Gewässern eingesetzt werden können.
Gaudioso ließ bei der Preisverleihung seinen Emo-
tionen freien Lauf, versprühte jede Menge Liebe und
umarmte kurzerhand jeden, der nicht rechtzeitig ausweichen
konnte – darunter die Landräte Marcel Riethig
(Göttingen) und Astrid Klinkert-Kittel (Northeim),
Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt sowie
der niedersächsische Umwelt- und Energieminister
Chris tian Meyer. Der übergab zum Auftakt der Gala
den mit 10.000 Euro dotierten Klima-Innovationspreis
des Landes Niedersachsen an eine Spedition aus dem
ostfriesischen Leer: Die Nanno Janssen GmbH hatte
ihre gesamte Lkw-Flotte – rund 40 Fahrzeuge – erfolgreich
auf Elektromobilität umgestellt und bedient damit
inzwischen sogar sämtliche Fernverkehr-Aufträge quer
durch Europa.
68 4 |2025
wissen
Minister Meyer verriet während seiner Laudatio, dass
eine der nächsten Energieministerkonferenzen in Göttingen
abgehalten werden soll. Hintergrund: Niedersachsen
übernimmt 2026 den Vorsitz der Energieministerkonferenz;
bei den beiden Treffen auf Norderney (im
Frühjahr) und eben in Göttingen (im Herbst) sollen alle
16 Energieminister der Länder und idealerweise auch
Bundesministerin Katherina Reiche zusammenkommen.
130 INNOVATIONEN ZUGELASSEN
Der Innovationspreis der Region wurde einmal mehr von
der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WRGN ausgerichtet.
130 Bewerbungen hatte sie diesmal zugelassen, weil diese
den geforderten Kriterien entsprachen. Nur ein einziges
Mal in der Geschichte des Preises habe es mehr erfolgreiche
Einreichungen gegeben, wie Landrat Riethig betonte.
Schon das zeige, wie groß die Innovationskraft in Südniedersachsen
nach wie vor sei. Tatsächlich stammte ein großer
Teil der Bewerbungen aus der Region, es gab aber
auch Vorschläge aus anderen Bundesländern. In den drei
Hauptkategorien waren die ersten drei Plätze jeweils mit
4000, 3000 und 2000 Euro dotiert; über den Publikumspreis
und damit 2000 Euro Preisgeld konnte sich die
Phywe Systeme GmbH & Co. KG aus Göttingen freuen.
Phywe nutzt Augmented Reality (AR), um seine Experimente
für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu erweitern
und Lernen interaktiver und anschaulicher zu gestalten.
3000 Euro gab es für den Sonderpreis „Integration und
Soziales“. Er ging an den Flecken Adelebsen für das bundesweit
erste kommunale Gebäude in lasttragender
Strohballenbauweise – nämlich das neue Dorfgemeinschaftshaus
in Erbsen.
In der Kategorie „Gründer und Jungunternehmer“
holte die ArtifiCell GmbH aus Göttingen den ersten
Preis. Das Unternehmen entwickelt eine patentierte
3D-Gewebekulturplattform, in der funktionale menschliche
Miniaturgewebe aus Stammzellen gezüchtet und
analysiert werden können. Den zweiten Platz holte die
GliTTher GmbH aus Göttingen für eine personalisierte
Therapie zur Behandlung von Glioblastomen, der tödlichsten
Hirntumorart, um die Überlebensrate und die
Lebensqualität signifikant zu erhöhen. Das ebenfalls aus
Göttingen stammende Unternehmen Docmaite GmbH
belegte den dritten Platz. Es hat mit Doc.Celerate einen
smarten Befundeingang entwickelt, der für niedergelassene
Ärzte alle eingehenden Dokumente bündelt, per KI
analysiert und sie nach Freigabe direkt in die Patientenakte
übernimmt.
In der Kategorie „Unternehmen bis 20 Mitarbeiter“
sicherte sich die Bioweg UG aus Quakenbrück die Spitzenposition.
Das Unternehmen ersetzt fossiles Mikroplastik
in Kosmetika, Haushaltspflege und Landwirtschaft
durch biologisch abbaubare Mikropulver und
Rheologiemodifikatoren. Den zweiten Platz erhielt die
Futonics Laser GmbH aus Katlenburg-Lindau. Sie stellte
einen Laser vor, der mithilfe von KI präzise zwischen
Unkraut und Saat unterscheiden kann. Ein feiner Laserstrahl
entfernt alles, was das Wachstum von Nutzpflanzen
behindert. Platz drei ging an die bereits erwähnte
Hair help the oceans UG aus Bückeburg. Ihr Haarschlauch
ist seit Februar 2025 offiziell zertifiziert und
nach den geltenden Normen einsetzbar.
In der Kategorie „Unternehmen über 20 Mitarbeiter“
gewann die Abberior Instruments GmbH aus Göttingen.
Ihr neu entwickeltes Mirava-Polyscope vereint vier
Lichtmikroskopie-Techniken in einem Gerät, die jeweils
unterschiedliche Auflösungen bieten. Den zweiten Platz
belegte die Lambrecht Meteo GmbH aus Göttingen. Ihr
THPpro-Sensor bündelt die Messung von Temperatur,
Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in einem einzigen kompakten
Sensor. Die Bornemann Gewindetechnik GmbH
& Co. KG gewann den dritten Platz. Das Unternehmen
aus Delligsen (Landkreis Holzminden) hat eine Messeinrichtung
entwickelt, die in eine Werkzeugmaschine
für die Gewindeherstellung integriert wurde. Die Anwendung
des Systems soll perspektivisch vollautonome
Werkzeugmaschinen für die Gewindeproduktion möglich
machen.
Der 24. Innovationspreis der Region Göttingen Northeim
soll, wie die Northeimer Landrätin Klinkert-Kittel
stolz verkündete, erstmals nicht in Göttingen, sondern
im Landkreis Northeim verliehen werden – und zwar
am 8. Oktober 2026 in der PS-Halle in Einbeck. ƒ
4 |2025 69
wissen
Vier Heldinnen
des Alltags
In der PFH Private Hochschule Göttingen sind zum dritten Mal vier Vollstipendien
vergeben worden – ermöglicht durch regionale Unternehmen. Auch der faktor gehört
zu den sogenannten „Chancengebern“. Zum Wintersemester 2025 wurden je zwei
Studentinnen in den Studiengängen Business Administration / General Management
und Psychologie ausgezeichnet. Im Fokus steht ehrenamtliches Engagement.
TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
Die vier Stipendiatinnen strahlen: Noemi do
Espirito Santo, Elisa Kribben, Luisa Meißner
und Chiara Reisenauer kommen in den Genuss
eines Vollstipendiums an der PFH Private
Hochschule Göttingen – mit einem Gegenwert von immerhin
28.000 Euro für sechs Semester Bachelor-Studium. Im
PFH-Wettbewerb für das Chancenstipendium konnten sich
alle vier überzeugend präsentieren.
Das Besondere am Chancenstipendium ist, dass es hier
– anders als bei den meisten anderen Stipendienprogrammen
in Deutschland – nicht auf die Note oder auf die Zugehörigkeit
zu bestimmten Institutionen ankommt, sondern
auf ehrenamtliches Engagement. Seit 2022 vergibt
die PFH das Stipendium; die ersten Stipendiaten haben
ihr Studium bereits erfolgreich beendet und erhielten dafür
im Oktober 2025 ihre Bachelor-Zeugnisse.
22 Bewerbungen gab es diesmal, nur eine einzige –
und die auch noch unvollständig – von einem Mann. Ein
allgemeiner Trend, weshalb Frauen unter den Stipendiaten
deutlich überwiegen.
Die Bewerbungshürde ist vergleichsweise niedrig und
persönlich: In einem einminütigen Video musste jeder
Bewerber darlegen, warum er das Stipendium bekommen
sollte. Eine Jury aus Vertretern der PFH und den
Stipendiumsstiftern – dieses Jahr brachten sich das
faktor-Magazin, Heyne & Penke Verpackungen aus
Dassel, Helbig Technik aus Nörten-Hardenberg und der
ADAC Niedersachsen Sachsen-Anhalt ein – entschied
dann einzig aufgrund der Performance auf Basis des
Lebenslaufs über die Auswahl.
Wie haben die Stipendiatinnen – zwei von ihnen kommen
aus Göttingen, zwei aus Celle – das Procedere erlebt?
„Ein Motivationsschreiben kann jeder heute mit
ChatGPT schreiben. Aber bei dem Video musste man
sich wirklich Gedanken machen und man selbst sein“,
erzählt Elisa Kribben.
Doch trotz der hohen Videoaffinität der Anfang
Zwanzigjährigen war der Weg zur guten Präsentation
alles andere als leicht: Von der Idee über die Umsetzung
bis zum Inhalt und zur Performance war viel Ausprobieren
gefragt. Noemi do Espirito Santo ging mit ihrem
Bruder in den Wald, um zu filmen. Elisa Kribben filmte
mit Freundinnen im Urlaub, Chiara Reisenauer im
Schwimmbad mit ihren Schwimmschützlingen. Luisa
Meißner hatte eine Reihe Aufnahmen fertig und verwarf
sie am Ende wieder, „weil es offensichtlich langweilig
70 4 |2025
wissen
Die vier Stipendiatinnen mit den Stipendiengebern beim Treffen in der PFH. Auch
der faktor engagiert sich hier, vertreten durch Herausgeber Marco Böhme (4.v.l.).
»Das Besondere am Chancenstipendium ist,
dass es hier nicht auf die Note oder auf die
Zugehörigkeit zu Institutionen ankommt.«
war“, setzte sich noch einmal ganz neu dran und haderte
schließlich damit, dass ihre Vorstellung immer drei
Sekunden zu lang war. Am Ende waren sie alle stolz auf
ihre Leistungen, wenngleich einige ihre Videos danach
nicht mehr anschauen mochten.
Wie sich zeigte, greift der Ansatz gut, mit Multiplikatoren
in Vereinen und Schulen beziehungsweise Lehrern
zusammenzuarbeiten, denn alle Stipendiatinnen sind
durch Mundpropaganda aufmerksam geworden – was
auch als Appell an die Lehrer verstanden werden darf,
genau diese Art von Marketing zu fördern und weiter zu
verfolgen. Aber die Gewinnerinnen machten am Ende
auch deutlich, dass die PFH mit ihren Leistungen voll
überzeugen kann. Elisa Kribben und Chiara Reisenauer
hätten auch an der PFH angefangen, wenn es nicht mit
dem Stipendium geklappt hätte. Luisa Meißner war sogar
bereits ein Semester eingeschrieben, bevor sie sich
bewarb; sie selbst studiert an der PFH auf Empfehlung
eines Freundes und sie brachte auch Noemi do Espirito
Santo, die sie aus der Heimat kannte, auf die PFH und
den Wettbewerb. Das klingt wie eine gute Familiendynamik,
die die Private Hochschule geschaffen hat.
4 |2025 71
wissen
Die Stipendiatinnen
Luisa Meißner / Celle,
Psychologie:
„Mir liegen Menschen am Herzen, insbesondere,
wenn sie etwas außerhalb der Gemeinschaft stehen
und nicht mit offenen Armen empfangen werden.
Das war schon in der Grundschule so, und
später habe ich mich aktiv für sie eingesetzt. Nach
dem Abi habe ich ein FSJ in einer Behinderteneinrichtung
gemacht. Da habe ich gemerkt, dass
es ein gutes Gefühl ist, wenn man Menschen auf
Augenhöhe vermitteln kann, dass sie etwas wert
sind und sie selbstständig sein können.“
Noemi do Espirito Santo / Celle,
Psychologie:
„Ich habe mich zu Schulzeiten schon stark für
meine Mitschüler engagiert und von Schulturnieren
bis zu politischen Projekten viel organisiert.
Im letzten Jahr habe ich ein Jahr Bundesfreiwilligendienst
in einem Volleyballverein
gemacht. In der Arbeit mit Jugendlichen ist mir
noch einmal ganz anders das Herz aufgegangen,
weil man zusehen kann, wie Jugendliche im
Sport wachsen und sich entwickeln. Deswegen
habe ich dann auch den Trainerschein gemacht.“
Elisa Kribben / Göttingen,
Business Administration:
„Ich arbeite ehrenamtlich beim Kinder- und Jugendhospiz
Göttingen mit und helfe darüber
einer Familie mit einem schwer kranken Kind.
Begonnen habe ich damit schon zu Schulzeiten.
Ich habe im Hospiz auch einen Kurs absolviert,
in dem ich gelernt habe, wie man professionell
mit schwer kranken Kindern und betroffenen
Eltern umgeht.“
Chiara Reisenauer / Göttingen,
Business Administration:
„Ich liebe es zu schwimmen und war da auch
im Leistungssport tätig, bis ich mich verletzt
habe und es nicht mehr ging. Ich wollte dem
Schwimmen aber treu bleiben und habe daher
als Schwimmtrainerin mit Kursen für Klein und
Groß weitergemacht. Da in der Pandemiezeit
die Kurse ausgefallen sind, gibt es jetzt einen
hohen Andrang, und da brauchen wir jede helfende
Hand.“
72 4 |2025
PROFIL
Die Fachärzte für Strahlentherapie Nora Elena Brandt und Fabian Schlaich garantieren persönliche Beratung mit festen Ansprechpartnern in patientenfreundlicher
Umgebung.
Mit High-Tech und Herz für die Patienten
In der Strahlentherapie Südniedersachsen trifft menschliche Zuwendung auf medizinische Exzellenz und moderne
Technologie – vom ersten Gespräch bis zum Therapieerfolg
Schon die frischen Blumen im farbenfrohen
Empfangsbereich der Strahlentherapie
Südniedersachsen verdeutlichen den Patienten:
Hier erwartet sie eine ganzheitliche
Form der Medizin, die den Menschen in den
Mittelpunkt stellt. Das freundliche und gut
ausgebildete, fast 20-köpfige Team arbeitet
mit hochpräzisen Bestrahlungsverfahren in
einem modernen technischen Umfeld, das
eine schonende, individuelle und zugleich
wirkungsvolle Therapie ermöglicht. Gleichzeitig
prägt eine einfühlsame Betreuung den
Alltag der Praxis. Standortleiter und Facharzt
für Strahlentherapie Fabian Schlaich beschreibt
diesen Ansatz: „Wir nehmen uns
Zeit für die Menschen und begegnen ihnen
auf Augenhöhe. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche
Qualität und High-Tech mit
echter Zuwendung zu verbinden.“ Und das
alles ohne lange Wartezeiten für die Patienten,
die meist nach wenigen Minuten schon
wieder nach Hause gehen können.
„Unser Behandlungsspektrum umfasst alle
wesentlichen strahlentherapeutischen Behandlungen
von bösartigen Tumoren und de-
ren Metastasen (Absiedelungen), insbesondere
auch von Prostata- und Brustkrebs“, so
Nora Elena Brandt, Fachärztin für Strahlentherapie.
Zudem bietet die Praxis der Strahlentherapie
Südniedersachsen auch Behandlungen
bei gutartigen Erkrankungen an, beispielsweise
zur Schmerzlinderung bei entzündlichen
Gelenk- oder Sehnenbeschwerden, Fersensporn,
Tennisellenbogen oder Arthrose.
Getragen wird dieser Ansatz von einem
stetig wachsenden interdisziplinären Team
aus Fachärzten für Strahlentherapie, Medizinphysikern,
Medizinischen Technologen
für Radiologie sowie erfahrenen Praxismanagerinnen
am Empfang. „Jeder leistet
einen essenziellen Beitrag zur Therapiequalität
– von der präzisen Planung über die
technische Durchführung bis zur persönlichen
Begleitung der Patienten“, so Schlaich.
Moderne und einladende Räumlichkeiten mit
Getränkeangeboten spiegeln den Anspruch
wider, ein hochwertiges Therapieangebot in
bestmöglicher Atmosphäre anzubieten.
Als Teil des Praxennetzwerks von Ergéa
Deutschland und der europaweit tätigen
Ergéa-Gruppe profitiert der Standort – als eine
der jüngsten von 26 strahlentherapeutischen
Praxen deutschlandweit – von intensivem
fachlichem Austausch, modernster Infrastruktur
und gemeinsamen Qualitätsstandards. So
verbindet sich regionale Verankerung mit der
Stärke eines internationalen Verbunds.
Stefan Liebig
STRAHLENTHERAPIE
SÜDNIEDERSACHSEN
Waldweg 9a
37073 Göttingen
Tel. 0551 99693410
www.strahlentherapie-suedniedersachsen.de
info@strahlentherapie-suedniedersachsen.de
wissen
KI in der
Chirurgie –
in Zukunft nicht nur
ein „Göttingen-Ding“
Wie sich die Ausbildung von Chirurgen mithilfe von
virtueller Realität und Robotik deutlich verändern könnte,
zeigt ein bundesweit einmaliges Modell an der UMG.
TEXT SVEN GRÜNEWALD FOTOGRAFIE UMG, ALCIRO THEODORO DA SILVA, MIRKO PLHA
An der Universitätsmedizin Göttingen ist eine
bundesweit einmalige Kombination aus
Chi rurgie und Robotik geschaffen worden.
Durch das enge Ineinandergreifen von Praxis,
Forschung und Entwicklung wird hier an der Chirurgie
von morgen gearbeitet.
MICHAEL GHADIMI ist einer, der gerne neue Wege geht.
Als Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und
Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen
(UMG) und erfahrener Chirurg setzt der Professor schon
seit Jahren erfolgreich robotische Assistenzsysteme für
Operationen am Patienten ein. Und weil neue Technologien
auch neue Chancen bedeuten, hat er das Thema
konsequent vorangetrieben.
Daraus sind an der UMG zwei Einrichtungen entstanden,
die den Weg für die Zukunft der Chirurgie bereiten
sollen: die Göttingen School of Surgery und das Center
74 4 |2025
wissen
Michael Ghadimi sieht große Potenziale für die KI-Unterstützung in der Chirurgie.
4 |2025 75
wissen
for Digital Surgery (CDS), die offiziell 2023 eröffnet wurden.
Hier treffen strukturierte Ausbildung, Augmented
Reality, Chirurgie-Experten und KI-/Robotikentwicklungen
aufeinander. Sie greifen aber auch ineinander und sollen
auf engem Raum eine Keimzelle für neue Methoden
und eine bessere Ausbildung von Chirurgen schaffen.
DIE WELT DER CHIRURGIE ist eine spannende, sie gilt als
das möglicherweise anspruchsvollste Feld in der Medizin.
Die Ausbildung dauert lange, die Praxis ist technisch
komplex. Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch, ebenso
wie die emotionale, mentale und physische Beanspruchung.
Lange Schichten und Rufbereitschaften gehören
zum Alltag. Hier arbeiten maximal motivierte und begabte
Ärzte. „Als ich jung war, waren 70 bis 90 Stunden Arbeitszeit
in der Woche die Regel, ein Großteil davon im
OP-Saal“, sagt Ghadimi. Doch EU-Arbeitszeitregeln haben
dem einen Riegel vorgeschoben. Und so reduzieren
sich die Arbeitszeiten im OP-Saal und damit auch die Zeiten
des Nachwuchses, was unter bisherigen Bedingungen
entweder heißt: weniger Praxiserfahrung – oder noch längere
Ausbildungszeiten. Hinzu kommt, dass es für Chirurgen
bislang keine standardisierte Ausbildung gibt.
Alles nicht ideal, wenn jemand mit dem Skalpell am
Herzen operieren muss. Und das auch, weil aufgrund der
Belastungen in der Chirurgie das Interesse unter angehenden
Medizinern an dieser Spezialisierung gering ist, es
also ohnehin zu wenig Chirurgen gibt. Gleichzeitig ist die
Ein Blick durch die VR-Brille: digitales OP-Training für die zukunftsgerichtete Ausbildung
von Chirurgen in der School of Surgery der Universitätsmedizin Göttingen.
Arbeit in Kliniken auch immer stärker technologiedurchdrungen.
„In Sachen Technologie gibt es in der Chirurgie
aber im Vergleich zu anderen Disziplinen noch einen gewissen
Nachholbedarf“, so Ghadimi. Diese Ge menge lage
schafft in der Chirurgie einen Handlungsbedarf, aber damit
auch Raum für Innovationen. „Deswegen haben wir
daran gearbeitet, in Göttingen in beiden Punkten stärker
zu werden und Ausbildung und Technikentwicklung zusammenzuführen.
Was wir hier etablieren konnten, die
Kombination aus standardisierter Ausbildung in der
School of Surgery und Robotikentwicklung im CDS, ist
meines Wissens bundesweit einmalig.“
DIE SCHOOL fasst die bisherigen unstrukturierten Ansätze
der vierjährigen Facharztausbildung zusammen und
macht auch deutlich mehr als von der Ärztekammer gefordert.
Den Kammern ist wichtig, dass der Nachwuchs
durch verschiedene Abteilungen rotiert und eine bestimmte
Anzahl OP-Stunden nachweisen kann. „Wir intensivieren
das ab Tag eins mit Seminaren durch erfahrene
Chi rurgen für die jungen. Ab Jahr fünf gibt es Fortgeschrittenenseminare,
die sich sowohl an den Nachwuchs
als auch an Chirurgen mit längerer Erfahrung richten“,
beschreibt Ghadimi den School-Ansatz. Praxisrelevanz,
selbst unter Anleitung arbeiten, großer Fokus auf anatomische
Kenntnisse – das sind zentrale Bausteine. 15 bis 20
angehende Chirurgen können hier derzeit ausgebildet
werden, im Fortgeschrittenenbereich sind es etwa zehn.
Die Buschtrommeln funktionieren offenbar gut in der
Medizin, denn obwohl die School noch vergleichsweise
jung ist, hat sich schon herumgesprochen, dass es in
Göttingen etwas Neues gibt. „Ich sehe das an der Zahl der
Bewerbungen“, sagt Ghadimi. „Ich habe sogar viele Bewerber
aus anderen Universitäten, die es früher nie gab.
Nachwuchsprobleme haben wir inzwischen keine mehr.“
Assistenzarzt Johannes Riebeling, der derzeit die
Facharztausbildung zum Chirurgen durchläuft, ist einer
von denen, die der School-Ansatz überzeugt hat. „Ich habe
in Göttingen studiert und wollte auch in die Chirurgie gehen,
aber es war noch nicht klar, wo. Dass hier zeitgleich
die School auf Surgery eingerichtet wurde, hat mich unter
anderem zum Hierbleiben bewegt. Ich habe auch einige
Kollegen, die extra aufgrund der School nach Göttingen
gekommen sind. Gerade die wöchentlichen Fortbildungen
werden als sehr vorbildlich wahrgenommen.“
Doch die Ausbildung geht auch digitale Wege – etwa
mit der Entwicklung eines virtuellen 3D-Schulungsraumes,
zunächst für das Bauchspeicheldrüsenkarzinom.
Setzt man die VR-Brille auf, landet man in einem virtuellen
Hörsaal. Im Halbkreis ziehen sich die „Sitzplätze“ für
die Teilnehmer um das Podium, hinter dem Displays Informationen
anzeigen können. Mittels Controller kann
man selbst im Raum navigieren. Doch das Herzstück ist
die Bauchspeicheldrüse: Mitten auf dem Podium
76 4 |2025
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Bei minimalinvasiven Eingriffen unterstützt Künstliche Intelligenz die Chirurgen in der School of Surgery der UMG.
lässt sich die Pankreas, die basierend auf echten Patientendaten
nachgebaut wurde, mit umliegenden Blutgefäßen
in 3D darstellen und in alle Richtungen betrachten.
Umliegende Organe lassen sich per Klick ein- und
ausblenden. „Die OP der Bauchspeicheldrüse ist aufgrund
ihrer Anatomie eine sehr komplexe Operation“, betont
Ghadimi. „Das versteht man wirklich erst, wenn man
selbst operiert.“
Das Ganze wirkt wie eine kleine Revolution. „Bisher
nutzen wir in der Ausbildung 2D-Atlanten oder Kunststoffmodelle“,
sagt Privatdozentin Lena Conradi, die in
der School Seminare gibt. „Im Gegensatz dazu können
wir in 3D einzelne Komponenten transparent machen
und den Verlauf des Pankreasgangs nachzeichnen. In
Kombination mit einer klassischen Vorlesung entsteht
eine sehr anschauliche und lebendige Lernform, die die
Teilnehmer aktiv mit einbindet.“ Und daraus ergibt sich
gleich noch eine weitere Anwendung, die direkt dem Patienten
zugutekommen könnte: „Für meinen Operationsalltag
wäre es super, wenn ich mir vor der OP das
exakte Modell des Pankreastumors meines Patienten
anschauen könnte. Aber so weit sind wir noch nicht.“
Johannes Riebeling findet, dass solche Modelle auch für
die anderen Organe ausgesprochen hilfreich wären: „Ich
war sehr überrascht, als ich das erste Mal das 3D-Modell
gesehen habe. Die Detailtreue ist überragend. Bis
man sich ein Organ dreidimensional vorstellen kann,
dauert es sonst mit CT- und 2D-Bildern deutlich länger.“
UND NOCH EINEN VORTEIL bietet die virtuelle Komponente
in der Ausbildung: Die fachliche Weiterqualifizierung
und Begleitung externer Ärzte wäre im Prinzip
problemlos möglich. Michael Ghadimi hat ein einfaches
Beispiel: „In Niedersachsen gibt es zurzeit nur in Göttingen,
Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Lüneburg
eine ausgewiesene Speiseröhren-Chirurgie. Aber
viele andere Kliniken operieren die auch. Denkbar wäre,
dass zu solchen Operationen ein Experte dazugeschaltet
wird oder dass Ärzte anderer Krankenhäuser entsprechende
Seminare in der School besuchen.“ Letztlich
wäre so beispielsweise ein niedersächsischer Fortbildungsverbund
denkbar – eine Möglichkeit, dem Mangel
an ausgebildeten Chirurgen zu begegnen. Entsprechende
Gedankenspiele gibt es schon, aber bis es soweit ist, wird
78 4 |2025
wissen
es wohl noch dauern; nicht zuletzt liegt es auch am Geld.
Ghadimi und seine Oberärzte betreuen die School quasi
nebenbei. „Da gehen erhebliche personelle Ressourcen
rein. Wir sind der privaten AKB-Stiftung daher sehr
dankbar, dass sie unsere Arbeit finanziell unterstützt.“
DIE SCHOOL OF SURGERY soll aber perspektivisch noch
mehr leisten als „nur“ Chirurgen auszubilden. Die Medizin
differenziert sich immer weiter aus, sodass auch MBAs
für Medizinische Ökonomie und für Medical Education
angeboten werden sollen. Ebenso sollen Ausgründungen
von Firmen unterstützt werden. An Plänen, Anwendungsfällen
und innovativen Ideen mangelt es nicht.
Die in die Umsetzung zu bringen, ist unter anderem
Aufgabe von Jannis Hagenah, der vom Fraunhofer-Institut
in Lübeck nach Göttingen gewechselt ist und das
Center for Digital Surgery am Gesundheitscampus im
Sartorius Quartier leitet, nur wenige Hundert Meter vom
Uni-Klinikum entfernt. „Das große Potenzial im CDS
sehe ich darin, dass wir ganz nah an der Universitätsklinik
und damit der Praxis sind. Wir wollen unsere Entwicklungen
natürlich im OP-Saal testen, aber genau dieser
Schritt ist an vielen Standorten nur schwer möglich“,
betont der Professor. Denn nur durch eine ausführliche
Testung und realitätsnahe Testumgebungen lassen sich
sichere Anwendungen für den Höchstrisikobereich
„Operationen am Menschen“ entwickeln.
Applikationen der Künstlichen Intelligenz sowie Robotik-Systeme
sind die Gegenstände, an denen das CDS
arbeitet. Hagenah ist Mediziningenieur und kommt vorrangig
aus dem Bereich der KI mit dem Ziel, solche Anwendungen
in die medizinische Robotik zu integrieren.
„KI-Anwendungen sind datengetriebene Systeme, die aus
Beobachtung lernen. Wenn ich die außerhalb eines echten
Operationssaales trainiere, wird die KI immer einen
sehr großen Schritt von der realen Anwendung entfernt
bleiben. Daher müssen wir in einen echten OP-Saal rein.“
Deswegen kommt der engen Zusammenarbeit mit den
Kollegen aus der Chirurgie eine zentrale Rolle zu: Einer
der 28 OP-Säle in der UMG wird zu einem digitalen Forschungs-OP
aufgerüstet. „Während der Chirurg operiert,
sammeln wir Daten, können Anwendungen in einem
realistischen Setting testen und gleich wieder mit an unsere
Werkbank nehmen“, so Hagenah.
DIE GANZ GROSSE VISION in der Medizin ist der intelligente
OP-Saal. „Aber was heißt das konkret?“, fragt
der Professor. Die Medizin sei ein spezieller Fall. Große
Sprachmodelle wie ChatGPT sind mit immensen Datenmengen
trainiert worden, doch die Datensätze in der
Medizin sind klein. „Auch, weil jeder Patient, jede Erkrankung
in einem Patienten anders ist. Keine zwei Tumore
sind gleich. Und letztlich sind auch jede Klinik und
jedes OP-Team anders.“ Das heißt, der Ansatz, nur mög-
lichst viele Daten zu sammeln, „wird in der Medizin
wahrscheinlich nicht funktionieren, weil es so viele individuelle
Faktoren gibt. Meiner Meinung nach müssen wir
dahin kommen, dauerhaft lernende Systeme in OP-Säle
einzubauen“. Diese könnten selbstständig bestimmte Aufgaben
übernehmen, assistieren, wo gewünscht, sich einpassen
in Teamworkflows. „Doch bis zu dieser Eigenständigkeit
ist es ein riesig weiter Weg.“ Zehn Jahre und mehr
an Entwicklungszeit sind bisherige Erfahrungswerte.
DER AKTUELLE LEISTUNGSSTAND ist noch vergleichsweise
bescheiden. KI-Systeme, die in Lübeck entwickelt
wurden, können beurteilen, wie eine Naht gemacht wurde.
Aktuell wird versucht, die komplexen Interaktionen des
OP-Teams zu erfassen: Wann existieren welche Stresslevel,
bei welchen Bewegungen ist das Zittern der Hand größer
etc. „Wenn der Operateur gestresst ist, könnte ein System
den Hinweis geben: Geh mal ’nen Kaffee trinken, gerade
kann der Assistenzarzt das gut übernehmen, in 15 Minuten
wird es erst wieder schwierig. Oder dass es Hinweise in
bestimmten Situationen gibt, wie die Hand geführt werden
sollte. Diese Hilfestellung sollte vom Stresslevel abhängen:
Je entspannter und ruhiger der Chirurg ist, desto weniger
Unterstützung durch ein Assistenzsystem wird benötigt“,
beschreibt Hagenah mögliche Szenarien. Um dort hinzukommen,
könnten auch Audiospuren von OPs ausgewertet
werden – bisher eine kaum genutzte Ressource.
„Momentan übersetzen Roboter noch eins zu eins die
Handhabung des Menschen“, so Hagenah. „Aus Sicht des
Technikers ist das wahnsinnig schade, weil man mächtige
Systeme hat, die nur an der Oberfläche der Möglichkeiten
kratzen. Der wirklich langfristige Paradigmenwechsel
wird sein, vom Hilfsinstrument zu einem Teammitglied
aus Metall zu kommen. Das wäre unsere Vision.“
Nicht nur technische Hürden gilt es zu überwinden.
Auch die Akzeptanz seitens der Ärzte ist ein großes Thema.
Oder die Frage, ob eine kontinuierliche Überwachung
der OP-Mitglieder nicht das Stresslevel erhöht.
Ebenso stehen ethische Fragen im Raum, wenn das System
beispielsweise bei einem verstorbenen Patienten im
Nachgang analysiert, wer im Team mit seiner Stimmung
dazu beigetragen hat.
Aber diese Fragen und Paradigmenwechsel gehören
dazu, wenn man Neuland betritt. In Göttingen jedenfalls
ist in der Chirurgie eine ganz besondere Dynamik entstanden,
die Wege aufzeigt – auch wenn dieser Weg über
Hürden namens Innovations- und Investitionsstau, Bürokratie
und ein stark reformbedürftiges Gesundheitssystem
führt. „Mein Wunsch ist“, betont Michael Ghadimi,
„dass das Modell, das wir in der Ausbildung und der engen
Zusammenarbeit mit der technischen Entwicklung
geschaffen haben, ein Modell auch für andere Standorte
in Deutschland wird. Das soll nicht nur ein Göttingen-
Ding sein, das kann man sehr gut hochskalieren.“ ƒ
4 |2025 79
wissen
-kompakt
PFH Entrepreneurship School
Neuartige Bauklötze ausgezeichnet
ZEHN AUSGEWÄHLTE GRÜNDERTEAMS hatten bei der 15. PFH
Entrepreneurship School Gelegenheit, ihre Geschäftsmodelle
vorzustellen. Im Fokus des dreitägigen Seminars mit abschließender
Prämierung der überzeugendsten Vorhaben standen diesmal
digitale Projekte / KI sowie psychologische Geschäftsmodelle.
Ziel der jährlichen School des Zentrums für Entrepreneurship
(ZE) an der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) ist es, angehenden
Unternehmern das Rüstzeug zu vermitteln, um das eigene
Vorhaben weiterzuent wickeln. „Der gegenseitige Austausch, die
Vernetzung mit zugewandten Experten und die Fähigkeit, andere
vom eigenen Vorhaben argumentativ und durch eine starke persönliche
Performance zu überzeugen, sind für angehende Unternehmerinnen
und Unternehmer elementar wichtig“, so Bernhard
H. Vollmar, geschäftsführender Direktor des ZE.
Der mit einem Beratungs- und Coachingpaket im Wert von
4000 Euro dotierte erste Preis des GO-E-Award 2025 ging an
Klebeklotz. Sebastian Gerke-Höflsauer, Lena Gerke und Marvin
Hell konnten die Fachjury – neben Vollmar PFH-Präsident Frank
Albe und faktor-Herausgeber Marco Böhme – von ihrer Geschäftsidee
überzeugen. Der faktor ist zudem Medienpartner der
Entrepreneurship School. Einsatzmöglichkeiten für die innovativen
Bauklötze mit neuartigen Eigenschaften gibt es unter anderem
in Kindergärten, Schulen und Therapieeinrichtungen.
Den zweiten Platz belegten Tobias Sander-Beuermann und Luis
Benjamin Jordan von der Digital Bridges GmbH. Dabei handelt
es sich um eine KI-basierte Anwendung, die den gesetzlichen
Krankenkassenwechsel und die Mitarbeiterverwaltung vollständig
digitalisiert. Über Platz drei freut sich Gina Maria Koopmann
von Patrona. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus
IT, Rechtswissenschaften und Medizin entwickelt sie eine App,
die Frauen in Gewalt- und Bedrohungssituationen sofortige
Hilfe, Schutz und gerichtsfeste Beweissicherung bieten soll.
Das Gewinnerteam der Avocet Bio GmbH mit Minister Grant Hendrik Tonne.
20.000 Euro Preisgeld für Avocet Bio GmbH
Innovationspreis Niedersachsen
geht nach Göttingen
DIE AVOCET BIO GMBH aus Göttingen sowie das gemeinsame
Projekt iGuard der Medizinischen Hochschule Hannover und
des Fraunhofer ITEM sind die Gewinner des Innovationspreis
Niedersachsen 2025. Die Schirmherren, Niedersachsens Wirtschaftsminister
Grant Hendrik Tonne und Niedersachsens Wissenschaftsminister
Falko Mohrs, übergaben in Hannover die Urkunden.
Die Sieger beider Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld
von 20.000 Euro.
Der Preis würdigt seit 2016 jährlich zukunftsweisende Ideen,
die den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern
oder technologische Durchbrüche ermöglichen – und dabei zur
Bewältigung aktueller Herausforderungen beitragen. In diesem
Jahr haben zwei Innovationen überzeugt, die bei der Vorbereitung
auf kommende Pandemien bedeutsam sind.
Gewonnen in der Kategorie Schlüsseltechnologien hat die
Avocet Bio GmbH aus Göttingen mit ihrem neuartigen Verfahren
zur Bekämpfung von Viruserkrankungen. Dabei wird die RNA
der Krankheitserreger, also die Erbinformation, mithilfe eines Enzyms
präzise und schnell in lebenden Zellen erkannt, aufgespalten
– und an der weiteren Vermehrung gehindert. Das Besondere ist,
dass diese biotechnologische Plattform schnell an neue oder mutierte
Viren wie auch an nichtvirale RNA angepasst werden kann.
Ein ähnliches Prinzip nutzt das Projekt iGuard der Medizinischen
Hochschule Hannover (MHH), das den Innovationspreis
Niedersachsen 2025 in der Kategorie Wissens- und Technologietransfer
bekommen hat. Zusammen mit dem Fraunhofer-Institut
für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) entwickelt
sie RNA-Therapeutika, die durch eine spezielle und patentierte
chemische Struktur direkt in die Lunge inhaliert werden können.
Insgesamt waren sechs Projekte nominiert, drei je Kategorie. Südniedersachsen
war hier noch ein weiteres Mal vertreten: Das Prothetikunternehmen
Ottobock aus Duderstadt war mit seinem „Exzellenzzentrum
für erstklassige Versorgung bei Amputationen“ in der
Kategorie Wissens- und Technologietransfer nominiert.
FOTO: MAREK KRUSZEWSKI / NIEDERSACHSEN.
NEXT INNOVATIONSNETZWERK
80 4|2025
-kompakt
wissen
Austausch
Der KI-Hub Göttingen
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Wer dabei sein möchte, wendet sich einfach per E-Mail
direkt an Marco Böhme:
herausgeber@faktor-magazin.de
Katharina Stapel zeigt, wie KI sinnvoll anwendbar wird.
FOTO: MINTMACHRAUM EINBECK E. V.
Freuen sich bei der Eröffnung des MINTmachRaums über den Förderbescheid
(v. l.): Rico Krieger (SüdniedersachsenStiftung), Martin von der Ohe (1. Vorsitzender
MINTmachRaum Einbeck e. V.), Alice Werner (2. Vorsitzende), Randy
Thomsen (Leitung Stabsstelle Südniedersachsen, Amt für regionale Landesentwicklung
Braunschweig).
218.000 Euro Förderung für MINTmachRaum
Lernlabor für junge Forscher eröffnet
IN EINBECK hat ein neuer Ort seine Türen geöffnet, der Kinder und
Jugendliche auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT)
mitnehmen soll: Der „MINTmachRaum – ein Lernlabor für junge
Forscherinnen und Forscher“.
Hier können junge Menschen experimentieren und spielerisch
wichtige Zukunftskompetenzen erlernen. Randy Thomsen, Leiterin
der Stabsstelle Südniedersachsen beim Amt für regionale Landesentwicklung
Braunschweig, übergab bei der Eröffnung einen Förderbescheid
über 218.173 Euro an den Verein MINTmachRaum
Einbeck e.V. Die Zukunftsregion Südniedersachsen unterstützt das
Projekt im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftsregionen in
Niedersachsen“ mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds
Plus (ESF+).
In Kooperation mit lokalen Partnern werden praxisorientierte
Workshops, offene Werkstattzeiten und Eltern-Kind-Angebote entwickelt.
Besonders Mädchen und Jugendliche, die bisher nur eingeschränkten
Zugang zu MINT-Angeboten hatten, sollen gezielt gefördert
werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Teilhabe:
Durch ein eigens entwickeltes Digitalkonzept können die Angebote
auch von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, die nicht direkt
vor Ort sein können. Infos: www.mintmachraum.de.
4 |2025 81
leben
MEDIZIN MIT WEITBLICK
UND MENSCHLICHKEIT
UMG add on fördert Projekte, die Forschung und Versorgung verbinden –
für eine Gesundheitsmedizin, die individuell wirkt und nachhaltig gestaltet
ist. Die Förderstiftung gehört zu den fünf Institutionen, die faktor anlässlich
seines 20. Geburtstags finanziell unterstützt.
TEXT STEFAN LIEBIG FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
Eine grundlegende Überzeugung steht im Zentrum des
Engagements von UMG add on: „Gesundheit darf nicht
abstrakt bleiben, sondern kann konkret und individuell
beansprucht werden.“ Damit möchte die Förderstiftung
der Universitätsmedizin Göttingen jedem Menschen den
Anspruch auf eine Versorgung, die auf seine persönlichen
Bedürfnisse abgestimmt ist, ermöglichen. „Dies
umfasst Diagnose, Therapie und Prävention gleichermaßen“,
stellt die Geschäftsführerin der Stiftung, Alice
Schütze, klar.
DIE IM JAHR 2021 gegründete Stiftung bringt sich diesem
Ziel entsprechend ein, indem sie interdisziplinäre Projekte
ermöglicht, die neue Diagnostikmethoden, individualisierte
Therapien oder auch innovative Versorgungsmodelle
auf den Weg bringen. Genau dafür wurde die
Stiftung auch eingerichtet. Sie soll zukunftsorientiert innovative
Projekte fördern, die unmittelbar das Leben
von Patienten verbessern und zugleich die medizinische
Landschaft langfristig transformieren. Unter dem Leitgedanken
„Für eine Medizin, die den Unterschied macht“
setzt sie sich dafür ein, Wege zu eröffnen, die über konventionelle
Standards hinausgehen.
UMG sich add on versteht sich als Stiftung mit dem
klaren Ziel, medizinische Versorgung, Forschung und
Prävention in sinnvollem Gleichklang voranzutreiben.
Drei Förderfelder bilden dabei den Kern der Aktivitäten.
„PERSONALISIERTE MEDIZIN“
In diesem Bereich liegt der Fokus auf Forschungsprojekten
zu Themen wie Herzinsuffizienz oder Resistenzmechanismen
gegen Krebstherapien. Durch die Unterstützung
entsprechender Studien und technischer Innovationen
will die Stiftung dazu beitragen, Therapien zu
entwickeln, die spezieller auf einzelne Patientinnen und
Patienten abgestimmt sind.
„KLIMAGESUNDHEIT“
Der Blick richtet sich darauf, wie Umwelt- und Klimafaktoren
die Gesundheit beeinflussen – und wie medizinische
Forschung und Versorgung diesen Herausforderungen
begegnen können. Dazu zählen Investitionen in Geräte
oder Präventionsprogramme, die auf Klimabedingungen
reagieren, sowie Themen wie Allergien oder Hautreaktionen
im Kontext veränderter Umweltbedingungen.
„ALTERSMEDIZIN“
In einer Gesellschaft mit wachsender Lebenserwartung
gilt es, nicht nur das Leben zu verlängern, sondern auch
dessen Qualität, Würde und Selbstbestimmung im Alltag
zu sichern. Die Stiftung unterstützt daher Projekte, die
digitale Therapien, smarte Alltagshilfen oder andere
Technologien in den Fokus nehmen, um älteren Menschen
ein aktives und würdiges Leben zu ermöglichen.
Mit ihrem vorausschauenden Ansatz leistet die Stiftung
einen Beitrag dazu, dass medizinische Versorgung
nicht stehen bleibt, sondern sich laufend weiterentwickelt
– im Sinne von Patientennähe, Individualität und
Nachhaltigkeit. Sie vertritt den Glauben an eine Medizin,
die nicht nur Krankheiten behandelt, sondern Menschen
in den Mittelpunkt stellt. Gerade vor dem Hintergrund
gesellschaftlicher Entwicklungen – dem demografischen
Wandel, dem Klimawandel, neuen Herausforderungen
in der Versorgung – setzt die Stiftung damit Zeichen.
82 4 |2025
leben
2750 Euro für UMG add on (v.l.): Wolfgang Lehmann, Marco Böhme, Wolfgang Brück, Alice Schütze, Marko Weinrich und Michael Birlin.
BRÜCKEN ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS
Die Rolle der Stiftung lässt sich als Brückenbauerin verstehen
– zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen
Forschung und Patientennutzen, zwischen Gegenwart
und Zukunft. In Kooperation mit der Universitätsmedizin
Göttingen werden Projekte realisiert, die nicht nur
am Schreibtisch erdacht werden, sondern unmittelbar
Wirkung entfalten sollen. Der Leitgedanke dabei: Forschung
darf nicht im Elfenbeinturm bleiben, sondern
muss Wege in die Versorgung finden.
Dabei ist die Stiftung auf Unterstützung angewiesen –
sei es durch Spenden, Kooperationen oder durch das
öffentliche Bewusstsein. Die Ansprache möglicher Großspender
ist dabei ein entscheidender Schritt, um in großen
Schritten etwas bewegen zu können und die Umsetzung
wegweisender Projekte zu ermöglichen. Jede
Zuwendung fließt in konkrete Projekte, in Geräteinvestitionen
oder in Entwicklungen, die das Potenzial haben,
lebensverändernd zu wirken. Die Stiftung stellt transparent
dar, wie Spenden verwendet werden und gibt Einblicke
in ihre Projektübersicht. „Daher freuen wir uns
riesig darüber, dass wir Teil der faktor-Jubiläumsspendenaktion
sind“, sagt Schütze. ƒ
Die UMG add on Förderstiftung der Universitätsmedizin
Göttingen steht für ein Versprechen: dass Gesundheitsversorgung
auch morgen auf hohem Niveau,
mit Weitsicht und Menschlichkeit erfolgen kann. Wer
sich engagiert, wird Teil einer Bewegung, die für lebensnahe
Forschung, innovative Medizin und eine
bessere Versorgung eintritt.
UMG add on
Förderstiftung der
Universitätsmedizin Göttingen
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
Tel. 0551 3961006
Mobil 0151 17245455
info@umg-add-on.de
www.umg-add-on.de
SPENDENKONTO
Sparkasse Göttingen
IBAN: DE97 2605 0001 0056 0884 87
BIC: NOLADE21GOE
4 |2025 83
leben
Gemeinsam Gutes tun –
und das gleich fünffach
Die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des faktor sind vorbei – doch sie wirken
nach, und zwar dank der großen Charity-Aktion, an der sich viele Wegbegleiter beteiligt haben.
Das Ergebnis: Fünf große Schecks für fünf Institutionen aus Göttingen und der Region.
TEXT MARKUS RIESE FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
10.000 EURO: Das war das Ziel, das faktor-Herausgeber Marco Böhme als
Spendenmarke ursprünglich ausgegeben hatte. Der Plan: Fünf Prozent des
Anzeigenumsatzes der Jubiläumsausgabe sollten zusammen mit den Spenden
des Abends im Rahmen der 20-Jahr-Feier und mit weiteren Spenden im Vorfeld
und Nachgang eine möglichst große Summe ergeben – jeweils zu ungefähr
einem Drittel. Die Spenden während der faktor-Feier ergaben sich vor
allem durch eine amerikanische Versteigerung, bei der ein persönlicher Gegenstand
von Karl-Heinz Rehkopf und ein Workshop bei Magier und Hypnotiseur
Thimon von Berlepsch unter den Hammer kamen. Diese Versteigerung
brachte allein schon mehr als 4000 Euro ein – was nicht zuletzt an
mehreren sehr großzügigen Top-Geboten lag. „Daraus entstand dann später
die Idee, die einzelnen Spendenübergaben von Paten begleiten zu lassen, die
ihrerseits viel Geld beigesteuert haben, die aber auch stellvertretend für alle
anderen Spender stehen“, so Böhme.
Gerdum Enders übergibt den Scheck für das Hospiz an der
Lutter an Geschäftsführer Daniel de Vasconcelos.
Rainer Giese (Mitte) von der Kindersportstiftung am Harz freut sich über
den Scheck, den die Geschwister Zacharias und Anna Medecke überreichen.
84 4 |2025
leben
Spende für das Projekt PFH Changemaker (v. l.): Markus Bauer, Bernhard Vollmer, Evgeny Kulyushin, Martina Städtler-
Schumann und Frank Albe
Im November trafen die fünf ausgewählten Paten dann jeweils vor
Ort direkt auf die Einrichtungen, die sie mit ihrer Großzügigkeit
unterstützt haben. Sie übergaben Schecks in Höhe von jeweils
2750 Euro, zusammen also 13.750 Euro. „Eine stolze Summe, weit
über dem Spendenziel. Das freut uns sehr, gerade auch für die fünf
Einrichtungen, die das Geld nun bekommen“, betont der faktor-
Herausgeber.
Farshid Noorani mit Nicole Zimmer (l.) und Maren Iben
im Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter
VIER DER FÜNF INSTITUTIONEN waren bereits in der Jubiläumsausgabe
vorgestellt worden, die fünfte – UMG add on – reichen
wir mit dieser Ausgabe nach (Seite 82). Dort hatte Arineo-CEO
Marko Weinrich die Patenschaft übernommen (Foto auf Seite 83).
Für das PFH-Changemaker-Projekt standen Evgeny Kulyushin
und Mar tina Städtler-Schumann von der Prof. Schumann GmbH
Pate, für das Hospiz an der Lutter Unternehmensberater Gerdum
Enders. Für die Übergabe an die KinderSportStiftung am Harz
fuhren die Paten Anna und Zacharias Medecke von der Horst
Medecke GmbH (die mit ihrem 1000-Euro-Top-Gebot übrigens
die Auktion gewonnen hatten) extra nach Osterode, und Farshid
Noorani (M.I.T. Maxx Software) informierte sich im Kinder- und
Jugendhospiz Sternenlichter bei der Gelegenheit gleich über das
Konzept dieses noch neuen Hauses, das dauerhaft auf Spenden
angewiesen ist. ƒ
Wichtig: Bei allen fünf Institutionen kommt das gespendete Geld
zu 100 Prozent genau dort an, wo es gerade dringend gebraucht wird.
4 |2025 85
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leben
Sternekoch
zum Anfassen
Wer in Südniedersachsen das Essen eines
Sternekochs genießen möchte, muss in den
Südharz fahren – genauer: nach Bad Sachsa. Für das
Gourmet-Restaurant Joseph’s Fine Dining im Hotel
Romantischer Winkel hat Ralph Hollokoi in
diesem Jahr als einziger Koch der Region einen
Stern vom Guide Michelin erhalten.
TEXT MATTHIAS BRUNNERT
FOTOGRAFIE ALCIRO THEODORO DA SILVA
Er habe als Koch in vielen guten Restaurants gearbeitet,
sagt Ralph Hollokoi. Und er habe manchen
Küchenchef dabei unterstützt, sich Sterne zu
erkochen. Selbst als Sternekoch ausgezeichnet zu werden,
sei allerdings nicht das Hauptziel gewesen, als er
im Jahr 2019 in den Südharz kam. Damals hatte Josef
Oelkers, Mitinhaber des Hotels Romantischer Winkel
in Bad Sachsa, den gebürtigen Schweizer in die Region
geholt. Ziel des Engagements: „Ich sollte die Küche des
Hotels mit neuen Innovationen auf das nächste Level
bringen“, erinnert sich der 46-Jährige Hollokoi. Das sei
ihm nach relativ kurzer Zeit auch gelungen – durch seinen
kreativen Erfahrungsschatz und durch die Ausbildung
und Förderung seiner Jungköche.
Die Idee, innerhalb des Hotels ein besonderes Restaurant
zu eröffnen, habe sich in dieser Zeit erst nach und
nach entwickelt, sagt Hotelbesitzer Oelkers. Joseph’s
Fine Dining gibt es seit dem Jahr 2021.
Ralph Hollokoi steht in
Bad Sachsa in der Küche –
und serviert als Sternekoch
persönlich.
88 4 |2025
leben
4 |2025 89
leben
90 4 |2025
leben
DAS ROLIGIO & WELLNESS RESSORT
ROMANTISCHER WINKEL in Bad Sachsa,
bei Stammgästen gern auch einfach „RoWi“
genannt, ist ein beliebtes Fünf-Sterne-Hotel
mit 91 Zimmern und Suiten. Der 3800 Quadratmeter
große RoLogio SPA gehört zu den
größten Hotel-Wellnessbereichen im Harz.
Tagungen und Familienfeiern sind im Romantischen
Winkel ebenso möglich wie Kurzurlaube
mit Erlebnis-Faktor. So gehört seit
2022 auch das Bootshaus am Schmelzteich
zum Romantischen Winkel. Im Sommer lässt
sich hier beispielsweise mit Tret- und Ruderbooten
der See erkunden. Familienfreundlich
ist der Romantische Winkel ebenfalls – es gibt
sogar einen eigenen Kids & Teens Club für
die jüngeren Gäste. 2023 gewann das Ressort
den Großen Preis des Mittelstandes. mr
4 |2025 91
leben
» Unser Motto ist dabei:
Der Harz trifft auf die Welt. «
SPEISEN IM JOSEPH’S
Die Menüs im Sterne-Restaurant Joseph’s Fine
Dining werden mittwochs bis sonntags angeboten.
Mittwochs gibt es jeweils einen „kleinen
Menüabend“ (sechs Gänge), donnerstags bis
samstags wird das „große“ Menü aufgefahren
(acht Gänge). Los geht es immer um 18.30 Uhr
mit einem Aperitif. Die Kontingente sind
begrenzt, eine frühzeitige Reservierung ist
deshalb empfehlenswert.
Infos zur aktuellen Menü-Zusammenstellung
und eine Buchungsmöglichkeit gibt es online
auf www.josephs- fine-dining.de sowie telefonisch
unter 05523 / 304930. Vegetarische
Menüs sind nach Absprache möglich, vegane
Alternativen gibt es hingegen nicht.
Wichtig: Stornierungen von bereits erfolgten
Reservierungen sind nur bis 48 Stunden vor
dem gebuchten Tag möglich – andernfalls
berechnet das Restaurant 75 Prozent des gebuchten
Menüs. mr
DAS RESTAURANT ist äußerlich eher unspektakulär:
Ein nicht allzu opulenter Raum mit großen Fenstern,
hell, mit Blick auf den Schmelzteich. Darin eine Profi-
Küchenzeile mit Kochtresen, ein paar Tische – schlicht,
aber edel. Platz ist hier für maximal 20 Gäste. Mit steifer
Gediegenheit, wie sie manch anderes Sternerestaurant
auch heute noch ausstrahlt, hat Joseph’s Fine
Dining wenig zu tun.
Dazu trägt auch bei, dass Ralph Hollokoi und sein
Junior-Sous-Chef Jonas Paul nicht nur für die Zubereitung
der Speisen, sondern auch für die Empfehlung der
Getränke und den Service zuständig sind. Beide sind
freundlich, zugewandt, gelegentlich zu kleinen Späßen
aufgelegt – jedoch immer ganz bei der Sache.
An diesem Tag bereiten die beiden Köche ein
Acht-Gänge-Menü vor, angepasst an die Jahreszeit:
- Tartelette vom Wagyu-Rind
- Steinbutt mit Schwarzkohlpüree und Meerrettich
- viererlei Topinambur aus dem eigenen Garten
- Sellerie auf Zwiebelpüree mit Trüffel
- gerösteter Lauch mit Wildschweinschinken
- Hirschrücken mit Waldpilzen, Petersilienwurzel
und Schwarzkümmel-Mayonnaise
- Dreierlei von der Quitte mit Haselnusscreme
- hausgemachte Pralinen
„SEIT DER STERN DA IST, sind wir an jedem Öffnungstag
gut gebucht“, sagt Hollokoi. Und die Gäste kommen
nicht nur aus Niedersachsen oder dem nahe gelegenen
Thüringen, „sondern zum Teil von weit her“. Und: Sie
seien gerne bereit, für das Acht-Gänge-Menü 150 Euro
sowie 75 Euro für eine Weinbegleitung (mit oder ohne
Alkohol) zu zahlen, sagt der Sternekoch. Ein Sechs-
Gänge-Menü wird für 110 Euro serviert, mit Weinbegleitung
kostet es 170 Euro. Das möge auf den ersten
Blick zwar teuer erscheinen, doch der Preis bewege sich
für ein Sternerestaurant eher im unteren Bereich.
Besonders gut gefalle den Gästen, „dass wir regional
kochen“, sagt Hollokoi. „Unser Motto ist dabei: Der
Harz trifft auf die Welt.“ Folglich kommen Gemüse und
Obst zum großen Teil von Landwirten und Gartenbaubetrieben
der Region. „Wir kennen die Erzeuger persönlich“,
sagt der Sternekoch. „Gut ist dabei, dass sie nicht
nur ihr gängiges Sortiment wie Tomaten, Gurken, Zucchini
oder Kürbisse liefern. Für uns bauen sie auch
Topinambur, verschiedene Sorten Chili oder spezielle
Tomatensorten an.“ Hollokoi lässt im Südharz sogar
Wasabi anbauen, aus dessen Wurzelstock die beliebte
scharfe Paste hergestellt wird.
Auch Fisch kommt aus der Region, sagt der Sternekoch:
Forellen aus Nordhausen, Saibling aus Pöhlde.
Das Fleisch, zum Beispiel das von Wagyu-Rindern, liefert
ein Hof in Obersachswerfen. Das Wild – ob Wildschwein,
Reh oder Hirsch – stamme aus den Wäldern im Harz.
BEI DER ENTWICKLUNG der Rezepte für die wechselnden
Menüs und beim Kochen sei er zum Glück nicht auf
sich allein gestellt, sagt Hollokoi. Jonas Paul, der seine
Ausbildung zum Koch im Romantischen Winkel absolviert
hat, sei trotz seiner erst 22 Jahre fast schon zu
92 4 |2025
leben
4 |2025 93
leben
» Wir wissen genau, was auf den Tellern ist, und
können entsprechende Fragen beantworten. «
einem gleichberechtigten Partner in der Küche herangereift.
„Deshalb sage ich auch gerne, dass wir den Stern zu
zweit bekommen haben.“ Hotelchef Josef Oelkers, der als
ausgebildeter Koch ebenfalls viel Küchenerfahrung hat,
ist mit seinem Personal jedenfalls hochzufrieden: „Ich bin
dem Team sehr dankbar für diesen Erfolg.“
Dabei mögen die Gäste offensichtlich nicht nur das
Essen, so Hollokoi: „Ihnen gefällt mindestens genauso
gut, dass die Köche auch den Service machen.“ Der Vorteil
dabei: „Wir wissen genau, was auf den Tellern ist
und können entsprechende Fragen beant worten.“
Dass die Köche im Südharzer Sterne-Restaurant den
Gästen auch die Getränke persönlich servieren, sei dabei
ursprünglich gar nicht geplant gewesen. „Es ist aus der
Not heraus entstanden, weil kaum anderes Personal da
war“, sagt der Sternekoch. „Jetzt sind damit aber alle
sehr zufrieden.“
Auf seinen früheren Stationen als Koch habe er allenfalls
mal durch einen Kellner erfahren, wie das Essen bei
den Gästen ankommt. „Wir haben hier dagegen die unmittelbare
Resonanz. Das ist so eine sehr gute Sache“,
sagt Hollokoi.
UND WER SIND DIE GÄSTE? „Die Menschen, die zu uns
kommen, wollen sich gerne auf eine kulinarische Reise
einlassen“, sagt der Profi. „Und zwar auf eine Reise
durch den Harz.“ Das Konzept, nicht nur gut zu kochen,
sondern als Köche auch nahbar zu sein, komme bei den
Gästen tatsächlich gut an, sagt der Sternekoch: „Viele
kommen hier noch ein wenig angespannt rein.“
Am Ende des Abends, der etwa vier Stunden dauert,
sehe das ganz anders aus: „Nicht nur wir kommen mit
den Gästen ins Gespräch“, sagt der Sternekoch. Es dauere
meistens nicht lange, dann redeten auch die Gäste,
die sich vorher nicht kannten, sehr angeregt miteinander.
Hauptthema: das Essen.
Was im Joseph’s Fine Dining gekocht wird, entwickele
sich im Übrigen stetig weiter, sagt Hollokoi. Dabei lasse
er sich immer wieder auch durch das inspirieren, was
Landwirte, Gärtner und Jäger ihm anbieten. Das Entwickeln
von Rezepten mache dabei ebenso viel Spaß wie
das Kochen. „Am schönsten ist es aber zu sehen, wie es
ist, wenn man mit seiner Arbeit, mit dem, was man als
Team gekocht hat, die Gäste glücklich macht.“
DASS DER ROMANTISCHE WINKEL mit dem Konzept
von Joseph‘s Fine Dining auf einem guten Weg ist, findet
auch Hoteldirektor Matthias Reuter: Das liege natürlich
am erstklassigen Essen, was Ralph Hollokoi und Jonas
Paul auf die Tische bringen. Das große Plus sei dabei,
dass beide Köche sehr zugewandt seien. „Sie sind Köche
zum Anfassen.“ Das habe sich auch nicht geändert
durch den Stern des Guide Michelin.
Unabhängig davon: Stolz auf den Stern sei er schon,
betont Hollokoi: „Das bedeutet mir viel.“ Denn der
Guide Michelin gilt neben dem Gault-Millau als wichtigste
Institution, wenn es um die Bewertung der Qualität
von Restaurantküchen geht.
Auch Hotel-Inhaber Josef Oelkers ist die Freude über
den Stern auch Monate nach der Verleihung noch
anzumerken: Bei der Einrichtung von Joseph’s Fine
Dining sei es zwar nicht unbedingt das Ziel gewesen,
einen Stern zu erkochen, sagt Oelkers, dennoch habe er
sich mit dem kleinen, feinen Restaurant innerhalb des
Hotels selbst einen Traum erfüllt. Die Verleihung des
Sterns habe ihm nun gezeigt, dass er in Ralf Hollokoi
genau den richtigen Küchenchef für das Konzept gefunden
habe.
Oelkers darf übrigens darauf hoffen, dass sein Sternekoch
ihm noch länger erhalten bleibt. Im Harz gefalle es
ihm nämlich sehr gut, sagt der gebürtige Schweizer: „Ich
bin eher ein Landmensch als ein Stadtmensch.“ Seiner
Ehefrau und seinem Sohn gehe es ebenso. Die Familie
wohne deshalb auch sehr gerne in dem kleinen Ort Sieber
bei Herzberg. Und anders als Bad Sachsa sei Sieber
„wirklich abgelegen“. ƒ
94 4 |2025
leben
Junior-Sous-Chef Jonas Paul gilt als wichtiger Bestandteil des erfolgreichen
Gesamtkonzeptes.
RALPH HOLLOKOI
Der gebürtige Schweizer Ralph Hollokoi, der aktuell der
einzige Sternekoch in der Region ist, hat bereits vielfältige
Erfahrungen mit ausgezeichneter Sterneküche
sammeln können. In Großbritannien arbeitete er beispielsweise
im Drei-Sterne-Restaurant The Fat Duck in
der Grafschaft Berkshire und im Zwei-Sterne-Restaurant
Gidleigh Park in Devon. Auch in Frankreich kochte er
schon auf Sterne-Niveau. In Bad Sachsa holte er erstmals
als Chefkoch einen Stern; als Teil des Koch-Teams
im Relais & Châteaux Hotel Jagdhof Glashütte in der
Nähe von Bad Laasphe war er schon einmal daran
beteiligt, dass ein Restaurant einen Stern erkochen
konnte. mr
4 |2025 95
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PROFIL
Die Story-Finderin
Mit ihrem Story-Coaching bringt Anja Danisewitsch zwei Prinzipien zusammen:
Strategie und Intuition. Eine Kombination, die es in der Businesswelt nicht allzu häufig gibt.
Das Café, in dem wir Anja Danisewitsch treffen,
liegt etwas versteckt abseits der belebten
Göttinger Einkaufsstraße. Die Geräusche
der Stadt scheinen hier gedämpfter. Drinnen
riecht es nach frisch gemahlenem Kaffee, die
Espresso maschine zischt und an den Tischen
sitzen Menschen, die in Bücher, Gespräche
oder ihren Laptop vertieft sind. „Viele Selbstständige
denken, es gäbe in ihrem Business
keine Geschichten, die es wert wären, erzählt
zu werden“, sagt Danisewitsch. „Ich bin davon
überzeugt, dass sie sich nur verbergen. Wir
sind überall umgeben von Geschichten.“
Vor mehr als zehn Jahren hat Anja Danisewitsch
sich als Texterin selbstständig gemacht.
SIE HAT TEXTE FÜR UNTERNEHMEN, Webseiten,
Porträts und journalistische Artikel geschrieben.
Dabei merkte sie schnell, dass die
Texte, die aus dem Kopf entstehen, nie das
Herz berühren. Aber genau das war es, was
sie wollte. Sie wollte tiefer gehen. „Ich wollte
verstehen, was Menschen wirklich antreibt“,
sagt sie. 2017 kam sie zum faktor-Magazin
und schrieb über CEOs, über Künstler, über
Sterneköche. Um den roten Faden für ihre Artikel
zu finden, ließ sie sich von ihrer Intuition
leiten. Was entstand, waren nahbare, echte
Geschichten. Zwei ihrer Artikel wurden genau
dafür mit dem Alexanderpreis (Journalistenpreis)
ausgezeichnet.
HEUTE BEGLEITET ANJA DANISEWITSCH
Menschen als Story-Coach. Ihr Ziel sind lebendige
Marken, klare Botschaften und Storys, die
wirklich verkaufen. Ihre Kunden sind Unternehmer
und Solo-Selbstständige, die bereit sind,
tiefer zu graben, um ihre authentischen Storys
zu finden. „Wir sind zu oft darauf ausgerichtet,
logisch zu denken. Aber eine emotionale Geschichte
beginnt da, wo wir sie selbst fühlen“,
sagt sie. In ihrem Coaching arbeitet sie deshalb
oft mit Methoden, die das Unterbewusste ansprechen.
So nutzt sie beispielsweise Hypnose,
um limitierende Glaubenssätze im Business
aufzulösen. „Strategisches Denken und Intuition
sind immer im Wechselspiel, wenn ich ein
Love-Brand aufbaue. Am schönsten sind für
mich dabei immer die Momente, wenn mein
Coachee plötzlich spürt: Wow, so habe ich
mein Business noch nie gesehen“, sagt sie und
lächelt bei dem Gedanken.
IN EINER ZEIT, in der Unternehmen um Aufmerksamkeit
ringen, scheint leises Marketing
sehr mutig zu sein. Doch als Story-Coach ist
Anja Danisewitsch überzeugt: Nicht die Lautesten
werden gesehen, sondern die Wahrhaftigen.
Und manchmal zeigen sich die eigenen
Wahrheiten in stillen Momenten in einem kleinen
Café, zwischen dem Zischen von Milchaufschäumern
und den Geschichten, die endlich
erzählt werden wollen.
Anja Danisewitsch hat sich mit ihrer Marke Storyliebe auf Storytelling im Business spezialisiert.
Storyliebe
Anja Danisewitsch
Graf-Engelbert-Straße 70
40489 Düsseldorf
Tel.: 0151 155 913 33
www.storyliebe.de
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Goldbeck setzt neue Maßstäbe
für nachhaltiges Bauen
PROFIL
Nachhaltigkeit ist heute mehr als ein Trend
– sie ist eine Notwendigkeit. Goldbeck geht
mit seinen Blue Buildings neue Wege: Diese
Gebäudekonzepte verbinden ökologische
Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz
und schaffen zukunftssichere Immobilien für
Gewerbe, Wohnen und öffentliche Nutzung.
„Mit unseren Blue Buildings können wir Nachhaltigkeit
von Anfang an in jedes Projekt integrieren
– effizient, planbar und zukunftssicher“,
so Torsten Schwedhelm, Verkaufsingenieur
Goldbeck Kassel.
DIE BLUE BUILDINGS basieren auf neun zentralen
Nachhaltigkeitszielen: Energieeffizienz,
Materialeffizienz, Zirkularität, CO₂-Fußabdruck,
Biodiversität, Komfort & Gesundheit, EU-Taxonomie,
CRREM-Pfad und DGNB-Zertifizierung.
Dadurch lassen sich Gebäude schnell, transparent
und individuell planen – ökologisch
sinnvoll und wirtschaftlich effizient.
NACHHALTIGE HALLEN, BÜROGEBÄUDE,
WOHNGEBÄUDE UND PARKHÄUSER
Goldbeck entwickelt für verschiedene Nutzungen
nachhaltige Lösungen:
• Hallen: Ressourcenschonende
Systembauteile verkürzen Bauzeiten,
reduzieren den CO₂-Fußabdruck und
ermöglichen eine flexible Nutzung.
• Bürogebäude: Flexible Grundrisse,
helle Räume und erneuerbare Energien
schaffen gesunde Arbeitswelten.
• Wohngebäude: Hohe Flächeneffizienz,
erneuerbare Energien und naturnahe
Außenbereiche schaffen attraktiven und
nachhaltigen Wohnraum.
• Parkhäuser: Begrünung, Photovoltaik
und ressourcenschonende Materialien
sorgen für umweltfreundliche Mobilitätslösungen.
FAZIT
Mit den Blue Buildings zeigt Goldbeck, dass
nachhaltiges Bauen möglich ist, ohne auf
Funktionalität oder Wirtschaftlichkeit zu verzichten.
Ob Hallen, Büros, Wohngebäude
oder Parkhäuser – Goldbeck liefert nachhaltige
Lösungen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich
effizient und zukunftssicher sind.
GOLDBECK Nord GmbH
Torsten Schwedhelm
Leuschnerstraße 79b,
34134 Kassel
Tel. 0173 5220444
Torsten.schwedhelm@goldbeck.de
leben
98 4 |2025
leben
Im Winterwunderland
zurück zu den Wurzeln
Mit der Kombination aus Weltkulturerbe und Nationalpark ist das höchste Gebirge
Norddeutschlands in Deutschland einzigartig. Insbesondere der Westharz besinnt sich
inzwischen immer mehr auf seine Ursprünge.
TEXT CAROLIN KÖPP
FOTOGRAFIEN NATIONALPARK HARZ / MARTIN BAUMGARTNER / M. EICHHORN – JENKO STERNBERG DESIGN
Der Westharz bietet zu jeder Jahreszeit attraktive
Ausflugziele. Im Winter, wenn es geschneit hat,
wirken die Orte oft wie in einer gläsernen
Schneekugel. Warmes Licht fällt dann aus den Fenstern
der Häuser auf schneebedeckte Straßen. Nach einem
schönen Tag in uriger Landschaft kann man sich auf das
Einkehren in einem romantischen Restaurant freuen.
Und wenn das Wetter – im Harz liegt leider nicht immer
Schnee – mal nicht mitspielt, gibt es einiges Kulturhistorisches
zum Staunen.
RÜCKKEHR ZUR NATÜRLICHEN VIELFALT
Der Nationalpark Harz, eine „sagenhafte Bergwildnis“,
bis vor Kurzem durch seine menschengeprägte Fichten
Monokulturlandschaft bekannt, entwickelt sich gerade
in einen Naturwald zurück. Es hat sich ein Netzwerk
von Nationalpark-Partnern mit unterschiedlichen Unternehmen
aufgebaut. Unter anderem setzen Hotelbesitzer,
Ferienhausanbieter, Restaurants und Outdooranbieter
auf den sogenannten „sanften Tourismus“. Sie alle wollen
rücksichtsvoll und ressourcensparend mit ihrer Umwelt
umgehen und damit die Natur schützen. Und sie
bieten den Gästen besondere Erlebnisse. Das Label
„Nationalpark-Partner“ bekommen Unternehmen aus
dem Bereich des Nationalparks oder aus direkt angrenzenden
Regionen, die ihre Leistung im Nationalpark anbieten.
Sie müssen gemäß des offiziellen Slogans „Im
Herzen Naturversteher“ verschiedene Qualitäts- und
Umweltstandards erfüllen.
In vielen Harzer Betrieben entwickelt sich der Gedanke
des sanften, umweltfreundlichen und damit auch die
Natur schützenden Tourismus weiter – und das Netzwerk
wird größer. Die Idee, den Nationalpark Harz mit
seinen Wäldern, Seen und Wiesen in der Renaturierung
zu fördern und damit das einzigartige Gebirge auch für
nachfolgende Generationen zu erhalten, setzt sich dabei
immer mehr durch. Hier ein kleiner Einblick in die
Nationalpark-Partnerangebote des Westharzes.
DEN WALD HAUTNAH ERLEBEN
Mitten im Wald zu übernachten ist ein Abenteuer. Bei
„Cozy Cabins“ wohnt man in einem ökologisch und modern
ausgebauten Seecontainer. Oder sollte es lieber etwas
„abgehobener“ sein? Dann bieten sich Baumhäuser
in luftiger Höhe an, wie im Osteroder Ortsteil Lerbach
bei „Resina Arts“. Die Nationalpark-Partner sorgen für
besondere Unterbringungsmöglichkeiten für große und
kleine Gruppen. Alle sind modern, komfortabel und
wirtschaften nachhaltig.
AUF DEM RICHTIGEN WEG
Bei geführten Expeditionen bieten fachkundige Nationalpark-Guides
einen ganz besonderen Blick auf die Zusammenhänge
im Nationalpark Harz. Sportlich geht es
beim Mountainbiking zu. Das Team von „Trailtech
Mountainbiking“ aus Waake hält genauso Angebote im
Nationalpark bereit wie das „Erlebnisteam Harz“ aus
Bad Grund, das während seiner geführten Trail-
4 |2025 99
leben
Der Harz als Fremdenverkehrsregion setzt auf Naturerlebnisse – und auf sanften Tourismus.
running-Touren auch auf kleine Naturgeheimnisse
aufmerksam macht. Alle Wanderungen und Touren
werden rücksichtsvoll und im Einklang mit der Natur
umgesetzt.
SELTENE RÄUBER
Tierisch geht es im NABU-Wildkatzen-Erlebniszentrum
in Bad Harzburg zu. Über Jahrzehnte war die stark gefährdete
Wildkatze (Felis silvestris) in Niedersachsen nur
noch im Harz heimisch, inzwischen „schleicht“ sie wieder
durch weite Teile Niedersachsens. Im Erlebniszentrum
können die scheuen Tiere gut beobachtet werden.
HARZER ERFINDUNGEN, DIE UM DIE WELT GINGEN
Grube Samson in Sankt Andreasberg: Im ehemals
tiefsten Bergwerk der Welt haben Gäste die Möglichkeit,
die einzige noch betriebsfähige Fahrkunst der Welt in
Aktion zu sehen. In spannenden Führungen wird viel
Wissenswertes über technische Erfindungen, die der
Harzer Bergbau schon vor über 100 Jahren hervorgebracht
hat, vermittelt. Was es mit den singenden Harzer
Rollern auf sich hat, klärt sich bei dieser Gelegenheit
auch gleich im einzigartigen Harzer-Roller-Museum.
NATIONALPARK HARZ
Der Nationalpark Harz umfasst zehn Prozent
des Harzes. In diesem Gebiet hat man sich
dem Schutz natürlicher Prozesse verschrieben
und will die Begeisterung und den Respekt
für die Vielfalt und Schönheit einer freien
Natur wecken und bewahren. Nationalpark-
Partner sind touristische Betriebe, Vereine
und Institutionen der Nationalparkregion, die
umweltfreundlich agieren, um aktiv die Natur
zu schützen und die Region nachhaltig zu
entwickeln. Weitere Infos unter www.nationalpark-harz-partner.de.
100 4 |2025
leben
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN GIBT ES
IM INTERNET UNTER FOLGENDEN ADRESSEN:
www.nationalpark-harz-partner.de/nlppartner/de/urlaub-bei-den-partnern/uebersicht
www.jugendherberge.de/jugendherbergen/torfhaus-318/portraet
www.cozy-cabins-harz.de
www.resina-arts.de
www.erlebnisteam-harz.de
niedersachsen.nabu.de/wirueberuns/organisation/besucherzentren/wildkatzengehege
www.sternwarte-sankt-andreasberg.de
www.trailtech.de
www.hotel-harzerhof.de
www.erlebnisteam-harz.de
Gekocht wird im Harz gern mit regionalen Zutaten,
soweit dies möglich ist – wie hier im Rodelhaus Braunlage.
NACHTS IM HARZ
Wie wäre es, die unendlichen Weiten des Harzer Nachthimmels
zu erforschen? Bei astronomischen Beobachtungen
und Exkursionen der Sternwarte Sankt Andreasberg
bieten sich viele Gelegenheiten dazu, und im hauseigenen
Planetarium spielt auch das Wetter keine Rolle.
KULINARISCHES DARF NICHT FEHLEN
Mit viel Fantasie verwöhnen Restaurants den Gaumen
der Harzbesucher. Egal, ob zu Fuß, mit Langlaufskiern,
per Fahrrad oder auf dem Pferderücken, nicht nur eine
grandiose Aussicht, sondern auch typische Harzer Gerichte
und hausgemachter Kuchen warten auf der Hanskühnenburg.
Vom Rodelhaus in Braunlage aus lässt sich
der Nationalpark bestens zu Fuß erschließen. Ein kulinarischer
und ein kultureller Genuss lässt sich im Hotel
Harzer Hof in Scharzfeld verbinden. Das kleine Hotel
lockt mit regionalen Gerichten und – das ist ein besonderes
Highlight – mit regelmäßigen Aufführungen im hauseigenen
Theater. ƒ
44|2023 |2025 101 29
leben
FOTO: SCHLOSS BERLEPSCH
UNTERWEGS
im Winter
Mittelalterliche Burgen, Weltkulturerbe, Tierparks, Museen oder einfach mal
entspannen: Auch in der Winterzeit gibt es viele Ausflugsziele in der Region.
Wir haben ein paar Beispiele zusammengetragen.
TEXT CAROLIN KÖPP
BEEINDRUCKENDE ALTE MAUERN
Auch wenn es 2025 keinen „Winterzauber“ auf dem
Schloss Berlepsch geben wird, lohnt sich ein Besuch der
trutzigen Burg aus dem 14. Jahrhundert. Zu Weihnachten
und an Silvester finden, kuschelig hinter dicken
Mauern, kulinarische Events statt, die die Winterkälte
draußen vergessen lassen. Für längere Aufenthalte in
direkter Nähe des Schlosses bietet sich die Übernachtung
in einem der Baumhäuser des Baumhaushotels
„Robins Nest“ an.
102 4 |2025
leben
WINTERSPORT UND WELTKULTURERBE
Im Harz kommen Adrenalinjunkies auf den alpinen Abfahrten
am Wurmberg in Braunlage genauso auf ihre
Kosten wie Romantiker, die in winterlichen Wäldern
und Altstädten bummeln oder auf den Spuren von
Goethes „Faust“ auf den Brocken wandern. In Goslar
locken gleich zwei UNESCO-Welterbestätten: Das Erzbergwerk
Rammelsberg (Foto), das mit konstanten Temperaturen
bei etwa zehn Grad wetterunabhängig besucht
werden kann, und die Goslarer Altstadt – sie wirkt im
Winter noch etwas romantischer.
FOTO: WELTKULTURERBE RAMMELSBERG
FOTO: DR. WOLFS WUNDERKAMMER FOTO: THEATER DER NACHT
GESCHICHTEN ZUM ANFASSEN
Die zu einem Drachen – inklusive Wirbelsäulen-Treppenhaus
– umgebaute Feuerwache in Northeim beherbergt
mit dem „Theater der Nacht“ ein einzigartiges
Figurentheater. Märchen, Mythen und skurrile Geschichten
werden dort von Menschen und fantasievoll
gestalteten Figuren so lebendig erzählt, dass man bei
den Vorstellungen oft vergisst, wer Mensch und wer
Figur ist. Die Möglichkeit, selbst Figuren zu bauen,
kann lange Winternachmittage und -abende perfekt
verkürzen.
SKURRILES AUS ALLER WELT
Bei einem Besuch von „Dr. Wolfs Wunderkammer,
Das Museum für Geschichte(n), Kunst und Kurioses“
findet man in jedem Winkel des urigen Gebäudes Erstaunliches.
Nach Voranmeldung führt der legendäre
„Dr. Wolf“ im Rahmen einer „Forschungsreise“ die Besucher
durch seine Sammlung von Merkwürdigkeiten
aus der ganzen Welt. Sehr zu empfehlen ist die Buchung
des Erlebnisangebotes.
4 |2025 103
FOTO: TIERPARK SABABURG
MÄRCHENHAFTES SCHLOSS UND TIERPARK
Schnee und Kälte trotzen die Tiere des Tierparks Sababurg.
Warm eingepackt, lohnt ein Besuch auch im Winter.
Tiere im Schnee zu beobachten, ist ein besonderes
Erlebnis. Das verschneite Dornröschenschloss Sababurg,
das über dem Tierpark thront, sieht im Winter besonders
verzaubert aus, und die uralten Eichen und Buchen im
umliegenden Märchenwald unterstreichen diesen verwunschenen
Eindruck noch.
FOTO: BAD KARLSHAFEN GMBH
DIE SEELE BAUMELN LASSEN
In der Wesertherme Bad Karlshafen lässt es sich im genüsslich
warmen Thermalwasser dahinschweben. Der
Aufenthalt verspricht Entspannung und Erholung. Ein
abgetrennter Eltern-Kind-Bereich sorgt dafür, dass auch
die kleinen Gäste Spaß im Wasser haben können.
BEWUSST NATUR ERLEBEN
Der Erlebniswald bei Uslar-Schönhagen bietet sich als
Startpunkt für Winterwanderungen an. Auch wenn
Schnee nicht garantiert ist, kann man von dort aus auf
moosweichen Wegen Aussicht und kühle Winterluft
genießen. Auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg
durch den Erlebniswald sind kleine wie große Entdecker
kurzweilig unterwegs. An interaktiven Stationen
wird Wissenswertes über die Natur des Sollings vermittelt.
Wer dann noch den 40 Meter hohen Klimaturm
erklimmt, genießt einen atemberaubenden Blick über
das Ahletal. Mit einer Übernachtung in den angrenzenden
gemütlichen Baumhäusern des „Baumhaushotels
Solling“ kann dann der Aufenthalt in der Natur noch
verlängert werden.
104 4 |2025
FOTO: BAUMHAUSHOTEL SOLLING
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Ausgezeichnetes Team mit Herz
und Verstand HSP STEUER Göttingen –
Platz 1 innerhalb der HSP Gruppe
Dreifach als Great Place to Work ausgezeichnet: HSP STEUER Göttingen zeigt, dass
moderne Steuerberatung weit mehr ist als Zahlenarbeit – sie ist Teamarbeit mit Haltung.
PROFIL
Teamfoto im Mai 2025
Seit der Gründung 2013 mit neun Personen ist
das Team auf heute 31 gewachsen. Das liegt
nicht nur am Fachwissen, sondern an einem
Umfeld, das Menschen begeistert. „Bei uns
zählt jeder Mensch, nicht nur die Zahl der Abschlüsse“,
betont Dr. Marco Scheuchzer, Partner
bei HSP STEUER Göttingen.
Hier wird auf Augenhöhe gearbeitet – ohne
spürbare Hierarchien, jedoch mit klarer Kommunikation
und gegenseitigem Respekt. Entscheidungen
werden transparent getroffen,
Feedback aktiv eingeholt und Anregungen
umgesetzt. Selbst Bewerbungsgespräche finden
zum Teil gemeinsam mit Mitarbeitenden
statt – weil Teamkultur nicht verordnet, sondern
gelebt wird.
DIE KANZLEI fördert individuelle Entwicklung
durch gezielte Fortbildungsmöglich keiten
– von der Einarbeitung über Fachseminare
bis zu Spezialisierungen nach persönlichem
Interesse. So entsteht Raum für Wachstum,
während moderne Technik und durchdachte
Prozesse den Arbeitsalltag erleichtern. Gleichzeitig
wird der Teamspirit aktiv gepflegt: Erfolge
werden gemeinsam gefeiert – ob bei
Kanzlei events, Teamfrühstücken oder Ausflügen.
Diese Begegnungen schaffen Nähe, Vertrauen
und ein echtes Wir-Gefühl, das weit
über den Arbeitsalltag hinausreicht.
Auch in besonderen Lebensphasen steht
das Team füreinander ein: Ob Krankheit, familiäre
Veränderungen oder berufliche Weiterentwicklung
– der persönliche Kontakt bleibt
bestehen, unterstützt durch eine Kultur der
Fürsorge und des Vertrauens.
Mit diesem Ansatz schafft HSP STEUER
Göttingen einen Arbeitsplatz, der Professionalität
und Menschlichkeit verbindet – und
zeigt, dass moderne Steuerberatung ein Ort
sein kann, an dem man nicht nur arbeitet,
sondern ankommt.
ERGEBNISSE IN KÜRZE
• 3 × ausgezeichnet als Great Place to Work
(Juni 2025)
• Fluktuationsquote: 3,39 %
(interne Quelle 2025)
• Wachstum von 9 auf 31 Personen
seit 2013
Geschäftsführer und Prokuristinnen
(v.l.n.r.: Bettina Sommer, Mario Renneberg,
Andrea Hungerland, Dr. Marco Scheuchzer,
Laureen Albers, Simone Klare)
HSP STEUER Göttingen GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
Stresemannstraße 28 C
37079 Göttingen
Tel. 0551 820807-0
goettingen@hsp-steuer.de
www.hsp-steuer.de
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PROFIL
Heyne & Penke: 120 Jahre
Verpackungstradition
Hochwertige Verpackungen für Lebensmittel und Nonfood –
innovativ produziert, nachhaltig gedacht, familiengeführt seit 1906
Seit 1906 steht Heyne & Penke für hochwertige
Verpackungslösungen „Made in Südniedersachsen“.
Heute ist sie ein führender
Spezialist für die Bedruckung und Veredelung
von Folien und Papieren für die Lebensmittelund
Nonfood-Branche mit Sitz in Dassel. Seit
vier Generationen steht Heyne & Penke Verpackungen
für Qualität, Innovation und Verlässlichkeit
– geführt von den Brüdern Peter
und Christoph Penke-Wevelhoff, die das Unternehmen
mit unternehmerischem Weitblick
und familiären Werten leiten. Mit Investitio
nen in eine neue Tiefdruckanlage sowie
eine automatisierte Rollenschneid- und Packlinie
mit Roboterarmen gestaltet Heyne &
Penke den technologischen Fortschritt aktiv –
für mehr Effizienz, Präzision und Entlastung
der Mitarbeiter * innen.
Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensphilosophie
verankert: Ressourcenschonende
Materialien, energieoptimierte Prozesse und
soziale Verantwortung prägen ihr Handeln.
2026 feiert das Unternehmen 120 Jahre Heyne
& Penke – ein stolzer Meilenstein und zugleich
ein Versprechen, Tradition und Zukunft
weiter miteinander zu verbinden.
Heyne & Penke Verpackungen GmbH
Am Burgberg 10
37586 Dassel
Tel. 05564 9619-0
www.heynepenke.com
info@heynepenke.com
Unternehmen strategisch
für die Zukunft positionieren
Die Klartext GmbH begleitet mittelständische Unternehmen auf dem Weg
zu einer klaren Marke – strategisch, kreativ und umsetzungsstark.
Die Klartext GmbH positioniert sich neu – als
strategischer Partner für Unternehmen, die
sich zukunftssicher aufstellen wollen. „Wir
haben uns und unsere Leistungen stark verändert“,
sagt Geschäftsführer Michael Hamel.
„Heute begleiten wir unsere Kunden als Berater,
Ideengeber und Produzent entlang der
gesamten Wertschöpfungskette.“
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden
Zeiten sei eine klare Markenstrategie entscheidend,
ergänzt sein Bruder Christoph Hamel.
„Wir analysieren die Ist-Situation, entwickeln
eine starke Identität und Positionierung –
damit Marken heute begeistern und in der
Zukunft bestehen.“
Daneben etabliert Klartext seit Jahren erfolgreich
Marketingportale für mittelständische
Unternehmen weltweit. Diese zentralen Plattformen
helfen, Prozesse zu verschlanken,
Freigabeaufwände zu reduzieren und Marketingaktivitäten
effizient zu steuern. Dabei
gewährleisten die Portale eine konsistente
Umsetzung des Corporate Designs über alle
Standorte und Kommunikationskanäle hinweg.
Das Ergebnis: ein einheitlicher Markenauftritt
und schlanke Prozesse für einen
spürbaren Effizienzgewinn.
Hinter Klartext steht ein junges Team von
Marketingspezialisten, die Marken mit Leidenschaft
sichtbar, erlebbar und erfolgreich machen.
Tobias Kintzel
Christoph Hamel
Klartext GmbH
Am Güterverkehrszentrum 2
37073 Göttingen
Tel. 0551 499 700
info@klartext.de
www.klartext.de
Michael Hamel
› PRINT | EVENTS | DIGITAL
www.faktor-erfolgsgeschichten.de
TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen
∙Wer ist in diesem Jahr neu dabei?
∙Wo sitzen die ausgezeichneten Arbeitgeber?
∙TOPAS-Betriebe stellen sich vor
Winter 2025 | 2026
Employer Branding
ist kein Solo
Im Gespräch mit Tara Brune, Projektleiterin TOPAS – TOP Arbeitgeber Südniedersachsen bei
der SüdniedersachsenStiftung, und Björn Kniza, Leiter Marketing Services & E-Commerce
Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG.
Frau Brune, seit 2023 prägen Sie als TOPAS-Projektleiterin
den Austausch der hiesigen Arbeitgeber. Welche Bausteine
dieser Vernetzung haben sich bewährt?
Brune: TOPAS hat mir bewusst gemacht, wie selten
Unternehmen und Organisationen im Arbeitsalltag den
Blick von außen erhalten, um die eigenen Stärken und Potenziale
zu evaluieren. TOPAS ist das Format unserer Region,
Arbeitgeber untereinander zu vernetzen und hohe
Standards im Arbeitgebermarketing voranzubringen. Ich
bin stolz, mit dieser Plattform eine wirkliche Bereicherung
für unsere Region zu bieten.
Inwiefern erleben Sie eine Veränderung im Employer
Branding in diesen schwierigen konjunkturellen Phasen?
Brune: Es ist gerade in herausfordernden Geschäftsphasen
sinnvoll, das eigene Arbeitgebermarketing anzugehen.
Viele Beschäftigte treibt mittlerweile eine Unsicherheit um,
die Arbeitgeber aktiv begleiten sollten. In vielen Branchen
steht nun eher die Förderung der Mitarbeitendenbindung
sowie die Unternehmenskultur im Vordergrund. Andere
Branchen haben das Glück, dass es ihnen wirtschaftlich
gut geht, dort spielt das Thema Fachkräftefindung weiterhin
eine große Rolle.
Was sind für Sie heute in wirtschaftlich angespannten
Zeiten die größten Herausforderungen im Arbeitgebermarketing,
Herr Kniza?
Kniza: Die Herausforderung besteht darin, Ressourcen
gezielt und effizient einzusetzen – ohne große Streuverluste
und ohne sich zu verzetteln. Denn am Ende muss auch
ein Arbeitgebermarketing wirtschaftlich sinnvoll sein.
Und worin liegt der Unterschied zwischen dem Label als
TOP Arbeitgeber Südniedersachsen und anderen Arbeitgeberlabels?
Brune: Wir sind das einzige regionale Arbeitgeberlabel
in Deutschland und damit das einzige, das aktiv vernetzen
und gestalten kann. Die anderen Auszeichnungen haben
ihre Berechtigung, aber sie fördern nicht die Weiterentwicklung
der Arbeitgeber, sondern zeichnen einen Ist-Zustand
aus.
Herr Kniza, Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG ist
seit 2024 TOP Arbeitgeber Südniedersachsen und Sie
haben kürzlich im Rezertifizierungs-Audit bewiesen, die
Auszeichnung zu Recht zu tragen. Was hat Sie vor zwei
Jahren bewogen, Teil von TOPAS zu werden?
Kniza: Wir wollten unser Employer Branding damals in
eine nach Außen sichtbare Form bringen. TOPAS hat uns
dabei vor allem durch seine inhaltliche Tiefe überzeugt. Es
ist nicht nur ein Siegel, sondern verlangt echtes Engagement
– das verleiht der Auszeichnung eine besondere Wertigkeit.
Und ich denke, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
spüren diese Wertigkeit durch die umgesetzten
Maßnahmen. Das reicht von der Einführung regelmäßiger
108 4 |2025
„Sich-auf-den-Weg-Machen“
und der Wille, an uns zu arbeiten,
kamen sehr gut an.
Teamevents über ein Führungskräftetraining inklusive der
Entwicklung eines gemeinsamen Führungsleitbilds bis hin
zu einer unternehmensweit einheitlichen Regelung für
mobiles Arbeiten und der Einführung eines Corporate-Benefits-Programms.
Nun haben Sie Ihre erste „Amtszeit“ als TOPAS absolviert.
Wie lautet Ihr Fazit?
Kniza: Das Fazit ist durchweg positiv. Die genannten
Initiativen kamen sehr gut an und haben zu einer deutlichen
Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit geführt.
Das zeigen uns interne Umfragen sowie das direkte
Feedback unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem
werden wir mittlerweile in Bewerbungsgesprächen
häufig auf unsere Auszeichnung angesprochen.
Brune: Uns ist sehr wichtig, nicht nur einen Status-quo
zu prämieren, sondern immer wieder gemeinsam zu arbeiten
und nach vorne zu blicken. TOPAS ist ein Prozess.
Wie haben Ihre Mitarbeitenden und Führungskräfte auf
die Zertifizierung reagiert?
Kniza: Unsere Mitarbeiter und Führungskräfte haben
die Zertifizierung sehr offen und mit viel Zustimmung
aufgenommen. Vieles, was uns als Arbeitgeber auszeichnet
– etwa das gute Miteinander oder die flachen Strukturen
– war auch schon vor TOPAS vorhanden. Aber gerade
das bewusste „Sich-auf-den-Weg-Machen“ und der Wille,
an uns zu arbeiten, kamen sehr gut an. Aus Führungssicht
ist auch die erhöhte Sichtbarkeit als Arbeitgeber ein Pluspunkt,
der uns bei der Mitarbeitersuche hilft.
Sie sind laut Tara Brune ein sehr aktives TOPAS-Mitglied,
besuchen regelmäßig Netzwerk- und Branchentreffen
und nutzen die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten.
Was bedeutet für Sie die Vernetzung mit der regionalen
Wirtschaft?
Kniza: Der Austausch im Netzwerk ist für uns sehr
wichtig, denn letztlich sitzen wir als Arbeitgeber alle im
selben Boot. Der Austausch mit anderen Mitgliedern
über die Arbeitsmarktlage, die Fachkräftesuche und vor
allem der ganz praktische Austausch darüber, welche
Maßnahmen funktionieren und welche nicht, ist äußerst
wertvoll.
Zuletzt: Denken Sie, dass Sie ohne das TOPAS-Zertifizierungsprogramm
heute an der gleichen Stelle stehen
würden?
Kniza: Die Maßnahmen, die wir umgesetzt haben,
standen bereits auf unserer Agenda. TOPAS hat jedoch
für zusätzliche Verbindlichkeit gesorgt – und uns geholfen,
konsequent dranzubleiben. Wir sind definitiv schneller
und zielgerichteter vorangekommen, als wir es ohne
TOPAS gewesen wären. TOPAS hat uns geholfen, unsere
Stärken bewusster wahrzunehmen und passgenau
weiterzuentwickeln.
Brune: Für nachhaltige Veränderung braucht es Fürsprecher
im Unternehmen, die mit TOPAS den Startschuss
geben können. Unsere Aufgabe besteht in der
Unterstützung von Ideen und Potenzialen. Den Weg
zum TOP Arbeitgeber müssen die Unternehmen am
Ende selbst gehen.
TOPAS-Qualifizierung
2026
Anmeldung bis
31. Januar 2026
unter www.topas-sns.de
4 |2025 109
PROFIL
TOPAS
Unternehmen
ab 2026
110 4 |2025
PROFIL
Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG
Tannenhof Fachpflegeheime GmbH
Hausarztpraxis Bilshausen
Minebea Intec Bovenden GmbH & Co. KG
ONEJOON GmbH
Caritasverband Südniedersachsen e.V.
Ottobock SE & Co. KGaA
Sparkasse Duderstadt
KWS SAAT SE & Co. KGaA
Excor Korrosionsschutz-Technologien
und -Produkte GmbH
Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG
HKS Sicherheitsservice GmbH
Smurfit Westrock Solid Board
TIP Trailer Services Germany GmbH
THE PAULY GROUP GmbH
CTDI Solutions GmbH
Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR)
BKK Technoform
Copernicus GmbH
eddyson GmbH
EmmaCura GmbH & Co. KG
Göttinger Werkstätten gGmbH
Hogrefe Verlag GmbH & Co. KG
Kommunale Dienste Göttingen
Landkreis Göttingen
novelis Deutschland GmbH
Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB
Refratechnik Cement GmbH
Ruhstrat Haus- und Versorgungstechnik GmbH
Sanitätshaus o.r.t. GmbH
Sparkasse Göttingen
Stadt Göttingen
Streichardt & Wedekind GbR
SYCOR GmbH
Universitätsmedizin Göttingen
UMG Gastronomie GmbH
DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.
Kreis-Sparkasse Northeim
Landkreis Northeim
Opitz Packaging Systems GmbH
Wilh. F. Kassebeer GmbH & Co. KG
FRÖTEK-Kunststofftechnik GmbH
Piller Group GmbH
PMH Personalmanagement Harz GmbH
Stadt Osterode am Harz
RENNEBERG + PARTNER
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte
Autohaus Siebrecht GmbH
Senioren- und Pflegeheime Lamm GmbH
Ehrhardt Reifen + Autoservice GmbH & Co. KG
Finanzämter Südniedersachsen (mehrere Standorte)
4 |2025 111
Diese vier
Unternehmen
haben es geschafft und gehören
ab 2026 zu TOPAS!
EDDYSON GMBH
Göttingen
IT-Dienstleistung
Gründung 2012
57 Mitarbeitende
OPITZ PACKAGING SYSTEMS GMBH
Northeim
Maschinenbau
Gründung 1990
70 Mitarbeitende am Standort
STREICHARDT & WEDEKIND GBR
Göttingen
Archäologische Dienstleistungen
Gründung 2011
53 Mitarbeitende
WILH. F. KASSEBEER GMBH & CO. KG
Northeim
Einzelhandel
Gründung 1899
31 Mitarbeitende
112 4 |2025
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Inklusion ist ein Herzensanliegen: mit Kreisrat Conrad Finger (2. von links), im Caritas-Centrum St. Godehard
Göttingen (Bild rechts) kommen Regel-Kita, Sprachheil-Kita und zahlreiche Beratungsdienste zusammen.
Nah an den Menschen,
stark für die Region
Foto: Johannes Broermann / cps
Foto: Iris Blank / cps
Der Caritasverband Südniedersachsen e.V. wirkt in den Landkreisen Göttingen
und Northeim – innovativ, vernetzt und zukunftsorientiert.
Wenn Menschen Unterstützung
brauchen, ist die Caritas Südniedersachsen
da – in der Pflege, in
Kitas, in der Beratung oder bei Projekten
zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit rund 520
Mitarbeitenden und 230 freiwillig Engagierten
ist der Verband einer der größten sozialen
Arbeitgeber der Region und wurde von der
SüdniedersachsenStiftung als TOP Arbeitgeber
Südniedersachsen ausgezeichnet.
Ob in Duderstadt, Göttingen, Northeim
oder im Harz: Die Caritas steht für soziale
Innovation, gelebte Nächstenliebe und
eine enge Zusammenarbeit mit Kommunen,
Kirchen und Bildungseinrichtungen. Zahlreiche
neue Projekte wurden im Jahr 2025 auf
den Weg gebracht, darunter die Übernahme
der Geschäftsstelle „Inklusion bewegen“ für
die Stadt und den Landkreis Göttingen. Ziel
ist es, Barrieren abzubauen, Begegnungen
zu schaffen und Inklusion in allen Lebensbereichen
sichtbar zu machen.
Auch im Bildungsbereich setzt der Verband
neue Akzente: Mit dem Modellprojekt
„FSJ plus – Du bist es uns wert!“ werden junge
Menschen auf ihrem Weg in soziale Berufe
begleitet und individuell gecoacht. Damit
leistet die Caritas einen wichtigen Beitrag
zur Fachkräftesicherung und stärkt zugleich
den Sozialraum Duderstadt. Unterstützt
wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der
Vinzenz von Paul Fachschule für Sozialpädagogik
durch die Europäische Union und alle
Kita-Träger in Duderstadt, besonders durch
die Stadt Duderstadt.
Zu den zentralen Aufgaben des Verbandes
gehören ambulante und teilstationäre
Pflege- und Betreuungsangebote für täglich
rund 2000 Patientinnen und Patienten. Versorgt
werden sie von den Sozialstationen
Duderstadt und Göttingen / Gleichen. Hinzu
kommen Frühförderung und heilpädagogische
Förderung für Kinder und Jugendliche,
zahlreiche soziale Beratungsdienste
sowie Familienzentren in Duderstadt und
dem Landkreis Northeim. In Kindertagesstätten
von der Krippe bis zum Hort wird
Inklusion täglich gelebt, besonders sichtbar
im Inklusiven Campus Duderstadt und im
Caritas-Centrum St. Godehard Göttingen mit
dem Sprachheilkindergarten St. Hildegard.
Die Caritas Südniedersachsen versteht sich
als Partnerin für Menschen in allen Lebenslagen
und als Arbeitgeberin, die Sinn, Sicherheit
und Entwicklungsperspektiven bietet. „Wer
zur Caritas kommt, erlebt, wie moderne Sozialarbeit
und christliche Werte zusammenwirken,
engagiert und zukunftsorientiert“, sagt
Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt.
Autor: Johannes Broermann
Schützenring 1
37115 Duderstadt
Tel. 0 55 27 98 13-0
info@caritas-suedniedersachsen.de
www.caritas-suedniedersachsen.de
4 |2025 113
TOP-ARBEITGEBER
PROFIL
Gesundheitstag bei der Piller Group
Hauptstandort in Osterode am Harz
Mehr als ein Job –
Piller bietet spannende Perspektiven in familiärer Atmosphäre.
Gegründet 1909 und seit 1919 in
Osterode am Harz ansässig, entwickelt
und fertigt die Piller Group
Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung
(USV), die weltweit in kritischen
Infrastrukturen sowie bei industriellen
Schlüsselprozessen zum Einsatz kommen
und Stromausfälle oder Spannungsschwankungen
zuverlässig ausgleichen – etwa in
Rechenzentren, Flughäfen, Banken oder
Krankenhäusern, überall dort, wo eine ausfallfreie
Versorgung unerlässlich ist. Die stark
wachsende Nachfrage sorgt für eine ausgezeichnete
Auftragslage und eröffnet den
Mitarbeitenden langfristige Perspektiven.
“Seit 2024 investieren wir sehr viel in neue
Maschinen und neue Arbeitsplätze. Das planen
wir auch für 2026/2027, zumal wir teilweise
schon Aufträge bis in das Jahr 2030 haben
und absehbar weiterhin 2-stellig wachsen werden,“
sagt Dr. Detlev Seidel, Geschäftsführer
Operations.
Mit rund 1.000 Mitarbeitenden an verschiedenen
Standorten weltweit, den Produktionsund
F&E-Einrichtungen am Stammsitz in
Osterode sowie der Montage- und Prüfeinrichtung
im nahe gelegenen Bilshausen ist
Piller ein globaler Akteur – zugleich fest in der
Region verwurzelt.
Wer bei Piller arbeitet, spürt schnell: Hier
geht es um mehr als Technik. Das Unternehmen
bietet ein Arbeitsumfeld, das verlässliche
Strukturen, technologische Spitzenleistungen
und ein starkes Miteinander vereint. Flexible
Arbeitszeitmodelle ermöglichen es, Beruf und
Privatleben in Einklang zu bringen – Work-
Life-Balance wird bei Piller gelebt. Dazu gehören
Angebote, die das Wohlbefinden unterstützen,
etwa Betriebssportgruppen oder
Gesundheitsaktionen wie ein Gesundheitstag,
bei dem Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung
im Mittelpunkt standen.
Auch finanziell zeigt sich die Wertschätzung:
Eine tarifliche Vergütung nach dem niedersächsischen
Metalltarif, Sonderzahlungen,
Kantinenzuschuss, Bike- und Car-Leasing
sowie betriebliche Altersvorsorge gehören
dazu.
Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte,
findet zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen
Förderung und Weiterbildung. Als Technologieführer
bietet Piller Technikbegeisterten
die Chance, an komplexen, zukunftsweisenden
Systemen zu arbeiten, die höchste Anforderungen
an Präzision, Verfügbarkeit und
Innovationskraft stellen.
So bietet Piller ein Arbeitsumfeld, das Zukunftsperspektiven,
spannende Aufgaben und
Gemeinschaft vereint – und in dem Menschen
mit Energie an der Sicherstellung einer unterbrechungsfreien
Stromversorgung mitwirken.
Abgunst 24
37520 Osterode Germany
Tel. 05522 311 0
info@piller.com
www.piller.com
114 4 |2025
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Leidenschaft und
Begeisterung für neue Ideen
Der einzige Maximalversorger Südniedersachsens bietet zahlreiche
Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung.
Fotos: umg/Julia Lormis
Auch bei Altstadtlauf und Tour d'Energie:
UMG-Teamgeist vom Start bis ans Ziel.
Die Universitätsmedizin Göttingen
(UMG) der Georg-August-Universität
Göttingen ist eine der forschungsintensivsten
Einrichtungen ihrer Art in
Deutschland und gehört in zahlreichen
Forschungsbereichen zur Weltspitze. Sie
umfasst die Medizinische Fakultät und das
Universitätsklinikum. Mit knapp 9.700 Mitarbeitenden
ist die UMG mit ihren Tochtergesellschaften
einer der größten Arbeitgeber
in der Region.
Rund 60 Kliniken, Institute und Abteilungen
aller medizinischen Fachrichtungen stehen
für eine qualitativ hochwertige Versorgung der
Patient*innen, Forschung, fundierte Lehre
und innovativen Technologietransfer. Die
UMG verfügt über modernste medizinische
Geräte, ein erfahrenes und engagiertes Team
aus Ärzt*innen sowie ein freundliches und
engagiertes Pflegeteam. Alle medizinischen
Grunddisziplinen und darüber hinaus ein großes
Spektrum medizinischer Spezialdisziplinen
in Diagnostik und Therapie sind auf dem
Campus der Universitätsmedizin Göttingen
vertreten. Durch eine multidisziplinäre
Herangehensweise stellt sie sicher, dass alle
Patient*innen umfassend betreut werden
und eine optimale Behandlung erhalten.
Ihren Mitarbeitenden bietet die UMG ein
herausforderndes und erfüllendes Arbeitsumfeld.
Sie steht für eine Kultur der kontinuierlichen
Weiterentwicklung und des Lernens,
damit alle Beschäftigten ihr Potenzial voll
ausschöpfen können. Der Maximalversorger
bietet eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten
in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens.
Egal, ob Sie in der Krankenversorgung,
in der Wissenschaft oder in der
Administration tätig sein möchten – an der
UMG finden Sie spannende und abwechslungsreiche
Aufgaben.
UMGeben von tollen Menschen
Auf Teamarbeit und Professionalität wird an
der Universitätsmedizin Göttingen großer
Wert gelegt. Die Mitarbeiter*innen arbeiten
eng zusammen, um optimale Ergebnisse zu
erzielen. Eine offene und respektvolle Kommunikation
sowie eine wertschätzende Arbeitsumgebung
bilden dafür die Grundlage.
Attraktive Vergütungs- und Sozialleistungen
sowie Fort- und Weiterbildungsmöglichkei-
ten zeichnen die UMG als Arbeitgeber aus.
Gesundheit und Sport werden durch ein engagiertes
betriebliches Gesundheitsmanagement
maßgeblich gefördert.
An der Universitätsmedizin Göttingen
können Sie mit Leidenschaft und Begeisterung
neue Ideen voranbringen. Neben den
medizinischen, wissenschaftlichen und pflegerischen
Berufen warten auch spannende
Aufgaben in der Verwaltung und Versorgung
auf Sie.
Werden Sie ein Teil von
#TeamUMG!
Universitätsmedizin Göttingen
Georg-August-Universität
Geschäftsbereich Personal
Robert-Koch-Str. 40
37075 Göttingen
www.umg.eu/karriere
4 |2025 115
PROFIL
TOP-ARBEITGEBER
Knüppel Verpackung bietet seit über
100 Jahren individuelle Verpackungslösungen
und umfassende Beratung
für Kunden aus Industrie, Handel und Logistik.
Das Familienunternehmen mit Hauptsitz
in Hann. Münden steht für Qualität und
Innovation – ausgezeichnet 2024 mit dem
Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie
Nachhaltigkeit.
Der Erfolg von Knüppel beruht auf engagierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in
einer offenen und vertrauensvollen Arbeitskultur
tätig sind. Flache Hierarchien, kurze
Entscheidungswege sowie familienfreundliche
Verpackung neu denken –
Arbeiten mit Perspektive
und Zusammenhalt
Bei Knüppel zählt das Wir: Ein wertschätzendes Miteinander
und Vertrauen prägen die Zusammenarbeit.
Arbeitszeitmodelle schaffen Raum für Eigenverantwortung,
Weiterentwicklung und Teamgeist.
2025 hat das Unternehmen ein gemeinsames
Führungsverständnis entwickelt, das auf Respekt,
Klarheit und individueller Förderung basiert
– als Fundament für eine moderne, mitarbeiterorientierte
Unternehmenskultur.
„Wir arbeiten sehr zielorientiert, sind freundlich,
respektvoll und hilfsbereit, nicht nur
unseren Kunden gegenüber. Unser positives
Arbeitsklima strahlt somit nach außen und wirkt
sich auch positiv auf unsere Kundenbeziehungen
aus“, sagt Angelika Kutzner, Mitarbeiterin an der
Zentrale am Standort Leinfelden-Echterdingen.
Tonlandstraße 2
34346 Hann. Münden
Tel. 05541 706-0
www.knueppel.de/karriere
FRÖTEK:
Technik, die verbindet
FRÖTEK entwickelt und produziert präzise Kunststoff- und Verbindungslösungen
– aus Osterode am Harz, für Industrie, Mobilität und Energie.
FRÖTEK ist ein international tätiges Industrieunternehmen
mit Hauptsitz in
Osterode am Harz. Wir entwickeln und
fertigen hochwertige Kunststoff- und Verbindungslösungen,
die weltweit in anspruchsvollen
Anwendungen zum Einsatz kommen. Kunden
vertrauen auf Erfahrung und Präzision.
Ob für industrielle Produktion, Mobilität
oder Energietechnik: Wir denken Lösungen
ganzheitlich – vom ersten Prototyp über automatisierte
Fertigung bis hin zur Qualitätssicherung.
Moderne Produktion in Deutschland
und kurze Entscheidungswege machen uns zu
einem flexiblen Partner.
116 4 |2025
Was uns auszeichnet: partnerschaftliche Zusammenarbeit,
kompromisslose Qualität und
Verantwortung gegenüber Menschen und
Umwelt. Mit effizienten Prozessen, langlebigen
Materialien und einer klaren Nachhaltigkeitsausrichtung
gestalten wir ressourcenschonende
Lösungen.
So entstehen Produkte, die weltweit Standards
setzen und Zukunft ermöglichen. Unser
erfahrenes Team begleitet Projekte sicher und
skalierbar – von der Idee bis zur Serie. Sie planen
ein Projekt oder suchen einen zuverlässigen
Entwicklungspartner? Wir freuen uns auf
den Dialog
Präzision aus dem Harz: Lösungen von FRÖTEK
für Industrie, Mobilität und Energie.
An der Unteren Söse 24 - 30
37520 Osterode am Harz
Tel. 05522 9010 0
www.froetek.de
info@froetek.de
PROFIL
Kommunale Dienste Göttingen:
ein Allrounder für die öffentliche
Verwaltung
Die KDG unterstützt: von IT-Dienstleistungen, Themen der
Digitalisierung, Support und Hosting von Fachverfahren bis
hin zur Übernahme der Datenschutzverantwortlichkeit.
Kommunal.Digital.Gemeinsam
TOP ARBEITGEBER
Das Team der Kommunalen Dienste Göttingen
ist ein echter Allrounder. Spezialisiert
auf den Support und das Hosting
von IT-Systeme, der Betreuung von Hardware,
welche für einen reibungslosen Ablauf einer
Verwaltung notwendig sind, hat die KDG auch
Dienstleistungen im Bereich Datenschutz oder
Personalsachbearbeitung im Portfolio. Die Digitalisierung
der Verwaltungen unterstützen sie
ebenfalls, auch über viele Landes-, Partner- und
Förderprojekte.
Bürgerinnen und Bürger haben meist keinen
direkten Kontakt mit der KDG, aber die Beantragung
eines Personalausweises, der Druck
des Blitzerfotos oder das Einsehen von Wahlergebnissen
auf Onlineplattformen wird durch
die gute Zusammenarbeit der öffentlichen Verwaltungen
und der KDG möglich.
Das KDG-Team besteht aus vielen verschiedenen
und dienstleistungsorientierten Persönlichkeiten,
IT-Berufe sind bei der KDG ebenso gefragt
wie Projekt-, Finanz- oder HR-Fachwissen.
Eines hat das gesamte Team gemeinsam: wir
wollen öffentliche Verwaltungen bestmöglich in
ihren Aufgaben unterstützen und gemeinsam
Zukunftsthemen bearbeiten und voranbringen.
Paulinerstraße 14
37073 Göttingen
Tel. 0551 3844100
service@kdgoe.de
Der Digitalisierungspartner für die
Personalabteilung
ABS Team sorgt mit innovativen SAP-Softwarelösungen dafür, dass
die HR-Arbeit in Unternehmen zukunftsfähig aufgestellt ist.
Bequem per
Online-Formular Kontakt
zu ABS Team aufnehmen
www.abs-team.de/
unsternehmen
www.abs-team.de/
unternehmen
Von Sachbearbeitung zum Wettbewerbsfaktor:
Die Aufgaben der Personalarbeit
haben sich in den vergangenen Jahren
stark erweitert. Heute ist die HR-Abteilung ein
strategischer Businesspartner über den kompletten
Employee Lifecycle. Eine neue Rolle, die
von digitalen Lösungen gestützt wird – bei SAP
heißen sie SAP SuccessFactors oder auch
Business Technology Platform. ABS Team
begleitet seit 1985 digitale Transformation
im Personalmanagement und zählt als SAP
Gold Partner zu den führenden Beratungshäusern
in diesem Fokusbereich. Von der
Anforderungsanalyse über die technische
Implementierung und Systemintegration bis
zum Support im laufenden Systembetrieb:
Mit rund 165 Mitarbeitenden an vier Standorten
unterstützt das IT-Dienstleistungshaus
mit Stammsitz in Bovenden B2B-Kunden aller
Branchen und im öffentlichen Sektor. Dienstleistungsfokus,
technologische Kompetenz
und Analysefähigkeit, aber auch eine qualitätsorientierte
Kultur zählen zu den Stärken
des Hauses. Nicht nur Innovation, sondern
auch ein wertschätzendes Miteinander stehen
im Mittelpunkt – denn Menschen und Zusammenarbeit
sind in allen Unternehmen die
Basis des Erfolgs.
Mühlenweg 65
37120 Bovenden
Tel. 0551 82033-0
bewerbung@abs-team.de www.abs-team.de
4 |2025 117
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
TIP Group –
wo Nutzfahrzeugservices
auf Teamgeist treffen
Arbeiten bei einem der führenden Anbieter für
Truck & Trailer Vermietung – mit Herz, Verstand
und Perspektive
Wir sind einer der führenden Anbieter
von Miet- und Flottenlösungen
für Trucks und Trailer in Europa
und ein ausgezeichneter Arbeitgeber. Mit
über 3.000 Mitarbeitenden an mehr als
130 Standorten in 17 Ländern bieten wir ein
starkes Netzwerk, das auf Vertrauen, Vielfalt
und Weiterentwicklung basiert. Seit über 55
Jahren unterstützen wir Unternehmen aus
der Transport- und Logistikindustrie mit
maßgeschneiderten Lösungen rund um das
Nutzfahrzeug; von der Vermietung über die
Wartung und Reparatur bis hin zu digitalen
Flottenlösungen. Unser Erfolg beginnt bei
unseren Mitarbeitenden: Sie sind das Herzstück
unseres Unternehmens. Wir leben eine
werteorientierte Unternehmenskultur, fördern
individuelle Entwicklung und setzen auf
langfristige Zusammenarbeit. Wer bei uns
arbeitet, gestaltet die Zukunft der Transportlogistik
aktiv mit, in einem Umfeld, das Innovation
und Menschlichkeit verbindet.
Northeimerstr. 90-94
37412 Herzberg am Harz
Tel. 05521 8 60 0
info-central@tip-group.com
www.tip-group.com
Ausbildung mit Zukunft –
in der Welt der Wellpappe
beim Verpackungshersteller THIMM in Northeim
Ob beim Online-Shopping, im Supermarkt
oder beim Umzug – Verpackungen
aus Wellpappe sind überall
und gefragter denn je. In unserer Ausbildung
vereinen wir Nachhaltigkeit mit moderner
Technik und zeigen, wie aus einem nachwachsenden
Rohstoff die Verpackungen von Morgen
entstehen.
Unsere Ausbildungsphilosophie geht weit
über die Vermittlung von Fachwissen hinaus:
Wir möchten unsere Auszubildenden in ihrer
persönlichen Entwicklung stärken und auf ihrem
Weg in die Arbeitswelt begleiten. Wer eine
praxisnahe Ausbildung mit Sinn und Zukunft
sucht, ist hier genau richtig!
118 4 |2025
Lust auf Ausland? Das geht auch in einer Ausbildung!
Bei THIMM können Industriekaufleute
mit der Zusatzqualifizierung zum/zur
Europakaufmann/-frau spannende Auslandserfahrungen
sammeln – zum Beispiel durch
ein Auslandspraktikum.
Neugierig geworden? Unsere Azubis freuen
sich auf den persönlichen Austausch bei vielen
regionalen Veranstaltungen wie dem Gö-
Bit oder dem BerufsinfoMarkt.
Mehr Infos auf unserer
Website oder Instagram.
Breslauer Straße 12 | 37154 Northeim
Tel. 05551 703 877
ausbildung-northeim@thimm.de
www.entdecke-deine-zukunft.de
PROFIL
Gemeinsam Werte schaffen –
mit Korrosionsschutz, der wirkt!
Ein offenes Miteinander, kurze Wege und viel Raum für eigene Ideen –
bei EXCOR gestalten engagierte Menschen gemeinsam den Erfolg.
www.luxfotowerk.de @ Luka Gorjup
TOP ARBEITGEBER
EXCOR steht seit mehr als drei Jahrzehnten
für innovative Lösungen im
temporären Korrosionsschutz. Die
Produkte des Unternehmens aus Hann.
Münden bewahren metallische Bauteile und
Komponenten während Transport und Lagerung
zuverlässig vor Korrosion und Beschädigung
– weltweit und in unterschiedlichsten
Branchen.
Der Erfolg von EXCOR beruht auf einem
engagierten Team, das auf Vertrauen, Offenheit
und gegenseitigen Respekt setzt.
Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege
und eine direkte Kommunikation prägen die
Zusammenarbeit und ermöglichen es, Ideen
schnell in Lösungen umzusetzen. So entsteht
ein Arbeitsumfeld, in dem Verantwortung,
Kompetenz und Teamgeist gelebt werden.
„Durch die aktive Betreuung unserer Kunden
vor Ort, durch eine gemeinsame Optimierung
der Prozesse, Kundenschulungen
und -workshops, unser hohes Fachwissen
sowie unsere offene und ehrliche Beratung
schaffen wir für unsere Kunden einen echten
Unterschied“, so André Rüsing, Key Account
Manager und Verkaufsleiter Nord.
Tonlandstraße 2
34346 Hann. Münden
Tel. 05541 7062-00
www.excor.de
4 |2024 |2025 119 135
PROFIL
TOP-ARBEITGEBER
Menschen stärken.
Chancen schaffen.
Die Beschäftigungsförderung Göttingen
(BFGoe) steht für das, was unsere
Region stark macht: Menschen, die anpacken,
Ideen, die bewegen und Perspektiven,
die Zukunft schaffen.
Wir unterstützen Jugendliche beim Start
ins Berufsleben, ermutigen Arbeitsuchende
und Menschen mit Handicap neue Wege zu
gehen, begleiten Zugewanderte bei ihrem
Neuanfang in Deutschland und fördern
Gründungsinteressierte bei ihrem Start in
die unternehmerische Selbständigkeit.
Gemeinsam mit Partnern entwickeln wir
Projekte, die Teilhabe, Bildung und Arbeit
ermöglichen. Damit alle die Chance bekommen,
ihr Potenzial zu entfalten. Rund 140
Mitarbeitende übernehmen tagtäglich gesellschaftliche
Verantwortung und setzen sich
mit Leidenschaft dafür ein, dass niemand den
Anschluss verliert.
Von innovativen Ansätzen in der Schule
bis zur beruflichen Qualifizierung, von
der Stadtteilarbeit bis zur Integration:
Wir stoßen Veränderungen an.
Annette Allweil
Artur-Levi-Campus
Levinstraße 1a
37079 Göttingen
Tel. 0551 400-2889
info@bfgoe.goettingen.de
www.bfgoe.de
Kreisverwaltung:
TOP im öffentlichen Dienst
Sinnstiftende und vielfältige Aufgaben im Beruf
mit der Familie und dem Privatleben vereinbaren –
das kann der Landkreis Göttingen!
Ein Top-Arbeitgeber stellt den Menschen
in den Mittelpunkt. Gute Rahmenbedingungen
für die Vereinbarkeit von Beruf,
Familie und Privatleben sind dabei zentraler
Bestandteil des Selbstverständnisses der Kreisverwaltung.
Als attraktiver Arbeitgeber stellt sie
mit geeigneten Maßnahmen sicher, dass alle
Beschäftigten, unabhängig von ihren individuellen
Arbeits- und Lebensmodellen im Rahmen
ihrer Möglichkeiten, die gleichen beruflichen
Entwicklungschancen haben. Ein riesiges
Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten,
flexible Arbeitszeiten & Home-Office, ein
gelebtes WIR-Gefühl u.a. unterstützen dies.
Als Team ist die Kreisverwaltung dabei ein
moderner Dienstleister. Mit innovativen Ideen
120 4 |2025
und Maßnahmen unter Beteiligung aller
Beschäftigten versucht sie sich stetig zu
verbessern. Mit einer hohen Expertise in vielfältigen
Berufsfeldern werden die Menschen
und die Gemeinden im Kreisgebiet begleitet.
Eine gute Erreichbarkeit sowie zeitnahe und
hilfreiche Rückmeldungen zählen dabei zu
den Leitgedanken in puncto Service.
Möchtest auch du
sinnstiftend beim
Landkreis arbeiten?
Dann melde dich bei uns!
Reinhäuser Landstr. 4
37083 Göttingen
Tel. 0551 525-9129
personalentwicklung@landkreisgoettingen.de
www.landkreisgoettingen.de
PROFIL
Deine Stadt.
Deine Zukunft.
Deine Karriere.
Jetzt bei der Stadtverwaltung Göttingen durchstarten!
Als zertifizierte TOP-Arbeitgeberin
Südniedersachsen bietet die Stadt
Göttingen flexible Arbeitszeiten und
zahlreiche Teilzeitarbeitsmodelle. Es besteht
die Möglichkeit von Homeoffice und mobilem
Arbeiten. Auf dich wartet eine moderne
Arbeitsplatzausstattung in hervorrageden
Teams. Dein lebensphasenbewusstes Arbeitsumfeld
umfasst u.a. Krippenbelegplätze
sowie verschiedene Sonderurlaubsformen
und bietet ein hervorragendes betriebliches
Gesundheitsmanagement (u.a. Hansefit, Gesundheitsvorträge
und Vergünstigung in den
Schwimmbädern der GoeSF). Darüber hinaus
hast du die Möglichkeit auf E-Bike-Leasing
und einem Zuschuss zum Deutschlandticket.
Abgerundet wird deine Tätigkeit durch vielfältige,
an das Berufsbild und individuell angepasste
Fortbildungsprogramme sowie Karrieremöglichkeiten.
Die Stadt Göttingen strebt
an, dass sich die Vielfalt der Bevölkerung auch
in der Verwaltung abbildet. Wir erkennen damit
Vielfalt als Teil unserer Unternehmenskultur
an. Wir heißen daher alle Talente, die uns
voranbringen wollen, willkommen.
Du bist neugierig geworden? Dann nutze deine
Chance und bewirb dich jetzt!
KARRIERE
Hiroshimaplatz 1-4
37083 Göttingen
Tel. 0551 400 0
www.goettingen.de/rathaus/arbeitgeberinstadt/
TOP ARBEITGEBER
Zwischen Archäologie,
Bauforschung und Kunst
Streichardt & Wedekind Archäologie (SWA)
ist mehr als eine Grabungsfirma. Mit Kunst- und
Wissensvermittlung erweitern wir unser Angebot.
Flavio Apel, Jannik Bönsch und Phoebe Zabel bei Ausstellungsvorbereitungen in
der Düsteren Straße
Seit 2011 sind wir als archäologische
Fachfirma vor allem in Südniedersachsen
und angrenzenden Regionen tätig.
Wir begleiten Bauvorhaben von der Scheune
bis zum Windpark und dokumentieren
menschliche Spuren vergangener Zeiten, bevor
sie zerstört werden. Neben archäologischen
Untersuchungen bieten wir auch bauhistorische
an.
Neue Aufgaben, neue Herausforderungen.
Wir wollen nicht nur Archäologie dokumentieren,
sondern auch für Jung und Alt erfahrbar
machen. Mit diesem Anspruch haben wir
unter dem Namen „Kunst und Archäologie“
ein erstes Projekt entwickelt, dass beide
Welten zusammenbringt. So ist mit dem
Künstler Flavio Apel und der Galerie Ahlers
eine Ausstellung entstanden, die übliche
Formate hinterfragt.
Die Ausstellung „gegraben, geborgen, gezeichnet“
stellt einen Dialog zwischen den
Funden und den davon inspirierten Zeichnungen
her. Die Besucher werden eingeladen
neue Perspektiven zu entdecken. In Workshops
wird sich kreativ der Vergangenheit
und Kunst gewidmet, um Wissen abseits des
Schulbuchs zu vermitteln. Die Ausstellung ist
bis Ende Januar in der Galerie Ahlers zu sehen.
Bei Galerie Ahlers
Düstere Straße 21
37073 Göttingen
Tel. 0170 701 94 24
kunst-und-archaeologie.com
kontakt@kunst-und-archaerchologie.com
4 |2025 121
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Innovative Ökotechnik für
Mensch und Natur
Mit nachhaltigen Produkten und wertschätzendem
Miteinander zum Weltmarktführer
Gemeinsam wachsen, nachhaltig handeln. Innovation zum Wohl von Mensch und Natur.
Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit
für ein harmonisches Miteinander
von Mensch und Natur
– das ist das Credo des nordhessischen Ökotechnikspezialisten
THE PAULY GROUP. Das
spiegelt sich nicht nur in den Produkten und
Dienstleistungen wider, sondern ist gelebtes
Arbeitsumfeld der 110 Fachkräfte aus 30 Berufsgruppen.
Das Unternehmen bietet Raum
für persönliche Entwicklung und sinnstiftende
Aufgaben in einem Team, das Verantwortung
übernimmt und Innovationen vorantreibt.
Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Arbeitsmodelle
und moderne Arbeitsplätze sorgen
für eine ausgewogene Work-Life-Balance.
THE PAULY GROUP ist mit „Klärschilf“ Marktführer
im Bereich der ökologischen Klärschlammentwässerung.
Ein weiterer Unternehmensbereich
verbirgt sich hinter der Marke
„FreibadPLUS“. Sanierungsbedürftige Freibäder,
wie etwa das Parkbad Weende in Göttingen,
werden in zukunftsfähige Erlebnisbäder mit
biologischer Wasserreinigung verwandelt. Die
Geschäftsbereiche „HUMUS- UND ERDEN
KONTOR“, die Experten für regionale Erden,
und das Prüflabor „PLANCOTEC“ runden das
nachhaltige und sinnstiftende Portfolio der
THE PAULY GROUP ab.
Bahnhofstraße 12
37249 Neu-Eichenberg
Deutschland
Tel. 05542 9251-0
Fax 05542 9251-405
info@thepaulygroup.de
Karriere mit Perspektive bei Sycor
Vom Auszubildenen bis zur Führungskraft:
Bei Sycor schreiben wir Erfolgsgeschichten.
Als IT-Dienstleister gestalten wir seit
über 25 Jahren die digitale Zukunft
unserer Kunden – und die Karrieren
unserer Mitarbeitenden. Denn bei Sycor steht
der Mensch im Mittelpunkt. Wir fördern
Talente, begleiten individuelle Entwicklungspfade
und schaffen Raum für Verantwortung.
Wenn du dich für technische Innovationen
und starkes Teamwork begeisterst, bist du bei
Sycor genau richtig!
Zwei, die diesen Weg beispielhaft gegangen
sind, sind Lisa Hartmann und Lukas Schäfer:
Beide starteten ihre Karriere mit einer Ausbildung
bei Sycor – heute leiten sie eigene Teams
bzw. sind im Projektmanagement unterwegs.
Was sie verbindet? Neugier, Gestaltungswille
und ein Umfeld, das sie wachsen ließ.
122 4 |2025
Lisa Hartmann, Head of Commercial Services
erinnert sich: „Ich durfte bei Sycor von der Auszubildenden
zur Abteilungsleiterin wachsen –
dank Vertrauen, Unterstützung und einem
Team, das immer an mich geglaubt hat. Gemeinsam
haben wir gezeigt, wie viel man mit
Leidenschaft und Zusammenhalt erreichen
kann.“
Lukas Schäfer, Service Manager im Managed
Service, ergänzt: „Sycor hat mir von Beginn an
viel Vertrauen geschenkt und mir das richtige
Maß an Verantwortung übertragen, um sowohl
meine persönliche Entwicklung als auch
die unseres Teams voranzutreiben."
Entwicklung ist bei uns mehr als ein Karriereschritt
– sie ist ein Teil unserer Kultur. Denn
wir geben IT ein Gesicht.
Heinrich-von-Stephan-Str. 1-5
37073 Göttingen
www.sycor.de/karriere
recruiting@sycor.de
Eine
Eine
starke
starke
Sparkassen-Gemeinschaft
Sparkassen-Gemeinschaft
bringt
bringt
Dich
Dich
einfach
einfach
weiter.
weiter.
Ausbildung zum Bankkaufmann zur Bankkauffrau
Eine starke
Ausbildung
Sparkassen-Gemeinschaft
zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau
bringt Praxisstudium zum Bachelor of Science
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Bankkauffrau
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PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Ausbildung
Ausbildung
mit Karriereversprechen.
mit Karriereversprechen.
S Sparkasse
Ausbildungsleiterin
Anna Ude
Groner Landstr. 2
37073 Göttingen
S Göttingen Sparkasse
Göttingen
Tel. 0551 405-2323
Anna.Ude@spk-goettingen.de
Bessere Gesundheit
für mehr Menschen
Sartorius unterstützt Biotech-Wissenschaftler
und -Ingenieurinnen, neue Therapien schneller zu
entwickeln und zum Patienten zu bringen.
Bei Sartorius arbeiten global 14.000 Menschen nach den Werten
Nachhaltigkeit, Offenheit und Freude.
Sartorius ist der richtige Ort für Menschen,
die etwas bewegen wollen: Das global
aufgestellte Life-Science-Unternehmen
bietet seinen Mitarbeitenden die Chance, in
einer dynamischen Branche mitzuwachsen
und Teil der Lösung für bisher unheilbare
oder nicht behandelbare Krankheiten zu sein.
Mitarbeitende schätzen auch das flexible
Arbeitsumfeld, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten
und die weltweite Zusammenarbeit.
Medizinischen Fortschritt vereinfachen – von
der ersten Idee eines neuen Medikaments bis
zur Produktion. Hierfür stellt Sartorius seinen
Kunden innovative Technologien zur Verfügung,
die dabei helfen, neue Therapien schneller
zu erforschen und effizienter herzustellen – z. B.
gegen Krebs, Alzheimer oder auch seltene
Krankheiten. Damit mehr Menschen Zugang
zu besserer Medizin haben.
Rund 14.000 Mitarbeitende an mehr als 60
Produktions- und Vertriebsstandorten arbeiten
an dieser Vision. Am Gründungsort und Hauptsitz
in Göttingen sind rund 4.000 Mitarbeitende
beschäftigt. Dazu kommen deutschlandweit
rund 260 Nachwuchskräfte in 19 Ausbildungsberufen
und sieben dualen Studiengängen.
Otto-Brenner-Str. 20
37079 Göttingen
Tel. 0551 3080
E-Mail: info@sartorius.com
www.sartorius.de/karriere
4 |2025 123
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Mit Teamgeist zum
gemeinsamen Erfolg
Die Kreis-Sparkasse Northeim –
N-Personalkennzahlen Marktführer in und 2025 für die Region
3 Beschäftigte
KSN-Personalkennzahlen 2025
Azubis
263 Beschäftigte
KSN-Personalkennzahlen Duale Studenten2025
14 Azubis
263 Beschäftigte
chüler
025
2 Schulpraktika Duale Studenten
14 Azubis
9 Schüler Quereinsteiger Schulpraktika
igte 2 Duale Studenten
10 Wiederkehrer Quereinsteiger
9 Schüler Schulpraktika
2 Wiederkehrer
10 Neueinstellungen Quereinsteiger
20 Neueinstellungen
% udenten 2 Teilzeitquote Wiederkehrer
35% Teilzeitquote
20 Neueinstellungen
MA ktika
39 MA Hansefit Hansefit
35% Teilzeitquote
MA
50 MA Bikeleasingvertrag Bikeleasingvertrag
steiger 39 MA Hansefit
Betriebssport-
50 MA 188 Betriebssport-
Mitglieder Bikeleasingvertrag
gemeinschaft
ehrer 8 Mitglieder
gemeinschaft
188 Mitglieder seit 2020
Betriebssport-
TOPAS zertifiziert
gemeinschaft
it tellungen 2020
TOPAS zertifiziert
seit 2020
TOPAS zertifiziert
uote
Zahlen zählen bekanntlich im Bankgeschäft.
Bei der KSN stimmen diese. Wenn's um Geld
geht vertrauen fast 60.000 Menschen auf die
mehrfach ausgezeichneten Beratungs- und
Serviceleistungen ihrer KSN. Das macht die
Sparkasse seit langem zum erfolgreichen
Marktführer im Landkreis Northeim.
Die Basis des Erfolges sind neben einer guten
Aus- und Weiterbildung sowie Top-Arbeitsbedingungen
auch ein gesunder Teamgeist. Der
zeigt sich beim Betriebssport ebenso wie bei
den KSN-Events im Eisstockschießen oder
beim Drachenbootrennen.
Am Münster 29
37154 Northeim
KSN-Personalabteilung@KSN-Northeim.de
www.KSN-Northeim.de
ingvertrag
sportchaft
ertifiziert
Medizin Menschlich Machen
Ein älterer Arzt sagte einmal: „ Jeder Computer kann einen Algorithmus
abarbeiten. Aber nur ein guter Arzt kann die Leitlinien an den einzelnen
Menschen anpassen.“
In Zeiten, in denen medizinische Leistungen
in Internet oder Supermarkt verlagert
werden, müssen wir uns entscheiden,
welche Form von Gesundheitsversorgung wir
wollen: Möchten wir Kunden sein, die Auftragsleistungen
verlangen? Oder möchten wir
als Menschen in unserer Gesamtheit wahrgenommen
werden?
Eine gute Gesundheitsversorgung ist wohnortnah,
niedrigschwellig, ganzheitlich und
patientenorientiert. Nur in der hausärztlichen
Versorgung können Ärzte vor Ort den ganzen
Menschen behandeln und nicht nur medizinische
Aspekte, sondern auch Beruf und Familie
124 4 |2025
mit einbeziehen. Ich bin Hausärztin geworden,
um die Scheuklappen der Fachgebietsgrenzen
zu überwinden und nicht nur Krankheitssymptome,
sondern Menschen zu behandeln.
Seit meiner Niederlassung haben sich Praxis
und Team stark weiterentwickelt: Hausbesuche,
Wundversorgung, Impfmanagement,
Vorsorge, Kinderversorgung, Palliativmedizin,
Sozialmedizin, Verkehrsmedizin, Weiterbildung,
Lehrpraxis – wir haben uns mit jedem
Jahr breiter aufgestellt. Denn wohnortnah bedeutet,
Menschen Fahrtwege und Wartezeiten
zu ersparen und hohe Qualität erfordert
stetige Weiterentwicklung.
Dr. med. Karen Lodhia
Hoher Weg 17
37434 Bilshausen
Tel.: 05528 92380
info@dr-med-lodhia.de
PROFIL
BKK Technoform:
Ihre Gesundheit ist unser Fokus
Getreu ihrem Leitsatz
‚Regional. Persönlich. Kompetent‘
betreut die regionale Krankenkasse
seit Jahrzehnten ihre Versicherten.
Geschäftsstellenleiterin Beate Patt-Wazinski
freut sich über die TOPAS Zertifizierung.
TOP ARBEITGEBER
Die BKK Technoform zählt zu den
ältesten Krankenkassen Deutschlands
und stellt seit jeher die Gesundheit
ihrer Versicherten in den Mittelpunkt. Durch
präventive Extraleistungen fördert sie aktiv
das Wohlbefinden ihrer Mitglieder.
Auch als Arbeitgeber setzt die regionale
Krankenkasse Maßstäbe. So wurde die
BKK Technoform bereits mehrfach als "Top-
Arbeitgeber 150 Südniedersachen"(TOPAS) 4 |2025
ausgezeichnet.
Beate Patt-Wazinski, Leiterin
der Hauptgeschäftsstelle Göttingen, betont
die Bedeutung dieser Anerkennung für den
Wirtschaftsstandort Südniedersachsen und
die enge Zusammenarbeit mit ihren Trägerunternehmen,
von denen eine Vielzahl ebenfalls
TOPAS-zertifiziert sind.
Die Göttinger Geschäftsstelle befindet
sich in der August-Spindler-Straße 1. Besucher
und Interessierte sind herzlich eingeladen,
die BKK Technoform zu den regulären Öffnungszeiten
zu besuchen.
Frau Patt-Wazinski und das gesamte Team
freuen sich auf Sie.
August-Spindler-Str. 1
37079 Göttingen
Tel. 0551 507645-00
Willkommen@bkk-technoform.de
www.bkk-technoform.de
Die Familienzahnärzte
Innovatives Umfeld macht Zahnärzte
auf den Terrassen zum TOP Arbeitgeber.
Die Praxis der Zahnärzte auf den Terrassen
vereint modernste Zahnmedizin
mit einem hohen Anspruch an Teamgeist
und Arbeitsqualität. Als zertifizierter
Top-Arbeitgeber durch TOPAS wird die Praxis
nicht nur für die fachliche Kompetenz geschätzt,
sondern auch für ein hervorragendes
Arbeitsklima und innovative Strukturen. Ein
respektvoller und kollegialer Umgang prägt
den Alltag, während eine transparente Kommunikation
die Basis für eine angenehme
Zusammenarbeit schaffen.
Die Praxis deckt alle wesentlichen Bereiche
der Zahnmedizin ab. Dazu gehört auch
die Kinderzahnheilkunde, in der ein einfühl-
samer und liebevoller Umgang mit den
jüngsten Patienten an erster Stelle steht,
sowie die Chirurgie und Implantologie, die
mithilfe modernster Technologien präzise
und schonende Eingriffe ermöglicht. Auch
die Wurzelkanalbehandlung unter dem OP-
Mikroskop gehört zum Leistungsspektrum
und stellt sicher, dass selbst komplexe
Behandlungen mit größter Genauigkeit durchgeführt
werden. Ergänzt wird das Angebot
durch die Kieferorthopädie für ein gesundes
und schönes Lächeln.
Neben der fachlichen Vielfalt bietet die
Praxis vielfältige berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Neue MitarbeiterInnen erwartet ein
abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit der
Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln
und von einem hochmotivierten Team zu
lernen. Die Praxis ist stets auf der Suche
nach Allroundern, die Wert auf ein kollegiales
Miteinander und eine langfristige Zusammenarbeit
legen.
Zahnärzte auf den Terrassen
Alfred-Delp-Weg 6
37085 Göttingen
Tel. 05 51 79 53 23
info@zahnaerzteaufdenterrassen.de
www.zahnaerzteaufdenterrassen.de
4 |2025 125
PROFIL
TOP ARBEITGEBER
Fagus-GreCon –
Innovation aus Tradition
Hier werden Hightech, Geschichte und
Menschlichkeit vereint – ein Hidden Champion,
der in Südniedersachsen Zukunft gestaltet.
Fagus-GreCon Greten GmbH & Co. KG ist
ein Familienunternehmen mit Stammsitz
in Alfeld/Hannover. Die Produktmarke
GreCon gehört zu den international
führenden Marken im Bereich präventiver
Brandschutz und Messtechnik. Systeme der
Marke GreCon werden in zahlreichen Industrien
weltweit eingesetzt. Ein weltweites Servicenetz
mit Kundendienstangeboten vor Ort
stellt sicher, dass Kundenanforderungen stets
schnell und zur vollen Zufriedenheit erfüllt
werden. Das 1911 vom Architekten Walter Gropius
erbaute Fagus-Werk steht als eines der
ersten Beispiele der architektonischen Moderne
und wurde 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe
erklärt. Die Unternehmensgruppe
zählt derzeit ca. 700 Mitarbeitende weltweit,
davon am Standort Alfeld 450. Neben der
Innovationskraft prägt besonders die Unternehmenskultur
den Erfolg. Flache Hierarchien,
kurze Entscheidungswege und ein starkes
Miteinander schaffen ein Arbeitsumfeld, das
von Vertrauen, Offenheit und Nachhaltigkeit
geprägt ist. Als mehrfach ausgezeichnetes
TOPAS-Unternehmen zählt Fagus-GreCon
zu den attraktivsten Arbeitgebern Südniedersachsens
und gestaltet Zukunft mit Begeisterung,
Verantwortung und Herz.
Hannoversche Straße 58
31061 Alfeld
Tel. 05181 79 - 0
info@fagus-grecon.com
www.fagus-grecon.com
Wir setzen bewusst auf Vielfalt:
von klein bis groß, von Handwerk bis
Hightech, alle regionalen Unternehmen und
Institutionen sind bei TOPAS willkommen.
Mehr erfahren? Folgen Sie uns jetzt!
150 126 4 |2025
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PROFIL
Wie SMART ist Ihre Beschaffung?
Smart bestellen, besser arbeiten!
Warum das Thema ‚Beschaffung‘ ein wichtiger Schlüssel für Effizienz und
Nachhaltigkeit im Büro ist …
DIGITAL: Nutzung von automatisierten,
datengetriebenen oder vernetzten
Systemen.
Effizient: Minimierung von Aufwand,
Kosten und Verschwendung.
Nachhaltig: Ressourcenschonende,
CO₂-arme Beschaffung.
Bedarfsgerecht: Optimale Mengen,
richtiger Zeitpunkt, keine Überbestände
oder Engpässe.
Das Northeimer Unternehmen Kassebeer definiert
sich als „Partner für Büro-Erfolg“. Doch
was genau kann und will man gemeinsam mit
Kunden erreichen? Geschäftsführer Mark Berke
über Möglichkeiten und Chancen des modernen
Procurements …
BÜRO-ERFOLG –
WIE DEFINIEREN SIE DEN?
„Einfach dargestellt: Ein Büro ist dann erfolgreich,
wenn die Zusammenarbeit optimal
funktioniert und das Team ausreichend Zeit
hat, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.
Daran lässt sich arbeiten! In der Sparte ‚Druck
und Workflow‘ bedeutet dies: Wiederkehrende
Prozesse vereinfachen und automatisieren.
Bei ‚Verbrauchsmaterialien‘ ist der Gamechanger
die Art des Procurements.“
DAS WICHTIGSTE ARGUMENT BEI BÜRO-
ARTIKELN IST ALSO NICHT DER PREIS?
„Gute, konkurrenzfähige Preise sind natürlich
unabdingbar. Aber als regionaler Lösungsanbieter
bieten wir noch zusätzliche Stellschrauben,
interessant speziell für größere Unternehmen.
Statt um reinen Produktverkauf
geht es bei uns auch um smarte Beschaffung:
Erfolg bedeutet, Kosten und Prozessaufwand
senken, Versorgungssicherheit erhöhen und
ökologisch besser werden … – am besten alles
zusammen!“
WAS IST SMART UND WAS NICHT?
„Nicht sonderlich smart sind z.B. manuelle
Bestellprozesse über E-Mail oder Excel: Viel
zu hoher Aufwand, große Fehleranfälligkeit.
Außerdem gibt es so keinen zentralen Überblick
über Verbrauch und Kosten – das erschwert
es, Einsparpotenziale zu erkennen.
Auch nicht empfehlenswert: ein Füllhorn an
Lieferanten. Die Abrechnung ist zu unübersichtlich,
die Produktqualität uneinheitlich,
es kommt zu unnötigen Fahrten und deutlich
mehr Verpackungsmüll.“
WAS LÄUFT MIT IHNEN ALS
BESCHAFFUNGSPARTNER ANDERS?
„Zunächst profitieren unsere Kunden von einer
intelligenten Einkaufsstruktur: Von klassischen
Büroartikeln über ‚Büroküche‘ und
‚Hygiene‘ bis hin zu Wasser, Kaffee und Obst
liefern wir alles aus einer Hand.
Zweitens ermöglicht unsere moderne E-Procurement-Plattform
mit Freigabe-Workflows,
ERP-Systemanbindung, Kostenstellen, Reportings
und Analysen Einkäufern bestmögliche
Kontrolle, ein hohes Maß an Standardisierung
und eine realistische Bedarfsplanung – bei minimalem
Aufwand.
Und drittens garantiert unser eigenes Logistikzentrum
mit regionalem Kurierdienst extrem
schnelle und flexible Lieferungen – niemand
muss mehr bevorraten. Das können wir
ökologisch viel nachhaltiger leisten als Onlineplattformen
mit zentralem Versand. Und
last not least: Unsere langjährige, persönliche
Zusammenarbeit mit Kunden sorgt auf beiden
Seiten für Entwicklung und echte Lernkurven.
Auch das ist ziemlich smart.“
Wilh. F. Kassebeer GmbH & Co. KG
Matthias-Grünewald-Straße 42
37154 Northeim
Tel. 05551 963-0
hallo@kassebeer.de
www.kassebeer.de
impressum
Verlag
faktor – das Entscheider- Magazin für die Region Göttingen
Entscheider Medien GmbH
Berliner Straße 10
37073 Göttingen
Tel. 0551 3098390
Fax 0551 30983911
info@faktor-magazin.de
www.faktor-magazin.de
USt-IdNr.: DE244260937 | Amtsgericht Göttingen HRB 4281
Herausgeber
Marco Böhme
boehme@faktor-magazin.de
Chefredakteur
Markus Riese (V.i.S.d.P.)
riese@faktor-magazin.de
Autoren
Matthias Brunnert, Anja Danisewitsch, Rupert Fabig,
Sven Grünewald, Markus Hartwig, Tobias Kintzel, Carolin Köpp,
Stefan Liebig, Norman Lippert, Margareta Vogel
Art-Direction & Grafik
Anke Steines
Fotografie / Weitere Bilder
Alciro Theodoro da Silva, Marco Bühl, Markus Hartwig,
Florian Spieker / Pixabay, Canva, Adobe Firefly (z.T. mit KI)
Lektorat
CoLibris – Lektoratsbüro Dr. Barbara Welzel
Vertrieb
Thorsten Sawada
Marketing
Christiane Wiese-Brahimi, Anastasia Riesling (Assistenz)
Geschäftsführender Gesellschafter
Marco Böhme
Auflage
11.000
Druckerei
Schleunungdruck GmbH
Anzeigenschluss der nächsten Ausgabe ist der
20. Februar 2026, Redaktionsschluss eine Woche später.
Wenn Sie den faktor zukünftig nicht mehr kostenfrei erhalten
möchten, nehmen wir Sie aus dem Verteiler und Sie bekommen
keine Exemplare mehr. Schicken Sie uns dazu bitte eine Mail an:
info@faktor-magazin.de
Redaktionsbeirat
Jens Barwinske, Dr. Friedemann Baum, Mark Berke,
Ines Berke, Ines Dietze, Prof. Dr. Uwe Fischer, Rainer Giese,
Jürgen Jenauer, JUDr. Hans-Hermann Lampe, Markus Liese,
Carsten Lohrengel, Lars Obermann, Thomas Richter, Marco
Scheuchzer, Mark C. Schneider, Prof. Dr. Matthias Schumann,
Claudia Trepte, Prof. Dr. Winfried Weber, Dr. Marko Weinrich
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Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung des Herausgebers
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Redaktioneller Hinweis
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die männliche Form (generisches Maskulinum), z. B. ,der Journalist‘.
Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleich behandlung.
Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei.
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Audi Zentrum
Göttingen
Netzwerkpartner
InnovationsCluster
it GÖTTINGEN
www.hsp-steuer.de/goettingen
1
Seite 1 von
128 4|2025
-kalender
leben
Event in Einbeck
Staraufgebot zum
Fünfjährigen
FÜNF JAHRE KULTURKRAFT – unter diesem Motto feiern die
Kulturkrafttage vom 19. bis 22. März 2026 im PS.Speicher
in Einbeck ihr fünfjähriges Bestehen. Was als ambitionierter,
hochkarätig besetzter und zugleich erfrischend authentischer
„kultureller Energiekick“ begann, gehört heute bereits zu
den profilierten alljährlichen Ereignissen Südniedersachsens.
Die ungewöhnliche Kulisse ist essenzieller Teil der Veranstaltungen:
Der PS.Speicher – Europas größte Oldtimer-Erlebnisausstellung
– erweist sich dabei nicht nur als atmosphärischer,
sondern auch akustisch herausragender Resonanzraum.
Hier trifft Musik auf Sprache, Jazz auf Klassik, fein austarierte
Performance auf emotionale Improvisation. Zum Jubiläum
mit dabei: TV-Star Christoph Maria Herbst („Stromberg“)
mit dem Sélean Trio, die Ausnahme-Akkordeonistin
Ksenija Sidorova im virtuosen Zusammenspiel mit dem
Signum Saxophone Quartet sowie Chansonnier Dominique
Horwitz mit einer Hommage an Jacques Brel. Das Leipziger
Klavierduo Julia Bartha & Julia Rinderle sowie das bewährte
Matinee-Ensemble um die Schauspielerin, Initiatorin und
künstlerische Leiterin Julia Hansen, Heikko Deutschmann und
andere komplettieren das Programm. Eintrittskarten sind auf
Reservix erhältlich. Weitere Infos: www.kulturkrafttage.de.
Preisverleihung im DT
Doppelter Friedenspreis
DIE STIFTUNG DR. ROLAND RÖHL setzt seit 1999 mit dem Göttinger
Friedenspreis ein Zeichen für den Frieden – im nächsten
Frühjahr gleich doppelt: Bei der Verleihung am 7. März 2026
im Deutschen Theater Göttingen werden sowohl der Holocaust-
Überlebende Leon Weintraub als auch die NGO „Schule ohne
Rassismus – Schule mit Courage“ gewürdigt. Für das 1995 etablierte
Projekt nehmen Sanem Kleff (Leitung) und Eberhard Seidel
(Geschäftsführung) den Preis entgegen; Weintraub wird zusammen
mit seiner zweiten Ehefrau Evamaria Loose-Weintraub erwartet.
Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr und ist kostenfrei zugänglich
– nach erfolgter verbindlicher Anmeldung im Deutschen
Theater (telefonisch unter 0551 / 4969 300 oder per Mail an
theaterkasse@dt-goettingen.de).
„Beiden Preisträgern geht es vor allem darum, jungen Menschen
die Gefahren von Rassismus und Antisemitismus vor Augen zu
führen“, erläutert Michael Brzoska, Vorsitzender der Friedenspreis-
Jury. Die Zugänge der Preisträger seien zwar sehr unterschiedlich,
aber „die Absicht ist ihnen gemeinsam: Toleranz, Mitmenschlichkeit,
gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Werte
zu stärken, alles Grundlagen für nachhaltigen Frieden. Darum haben
sich die beiden Preisträger auf verschiedenen Wegen besonders
verdient gemacht“. Mehr Infos: www.goettinger-friedenspreis.de.
Kurz gemeldet
Termine zum Vormerken
DAS 20. GÖTTINGER FERNWEHFESTIVAL lockt am 17. und 18.
Januar wieder in die Freie Waldorfschule Göttingen. Die Hauptvorträge
behandeln diesmal unter anderem „Island in 3D“ sowie
„Die Welt der 8000er“. Infos auf www.fernwehfestival.de.
FOTOS: KAUPO KIKKAS / CHRISTIAN HARTMANN
DIE 23. KUNST-GALA des Vereins „Kultur Unterstützt Stadt Göttingen
e. V.“ (kurz: Kunst e. V.) kehrt am 7. und 8. Februar ins
Deutsche Theater Göttingen zurück. „Wir freuen uns auf diesen
wunderbaren Gastgeber“, lässt das Kunst-Gala-Team auf seiner
Homepage verlauten. Infos auf www.kunst-ev.de.
DIE LOKOLINO, eine über die Jahre gewachsene und sehr beliebte
Erlebnismesse zum Thema „Familie, Baby und Kind“, wird am
7. und 8. Februar wieder die Göttinger Lokhalle mit Leben füllen.
Die GWG als Veranstalterin organisiert erneut Aussteller- und
Erlebnisbereiche sowie ein vielseitiges Vortragsprogramm.
Infos auf www.lokolino.de.
Ausnahmekünstler: Ksenija Sidorova und Christoph Maria Herbst.
Beide sind bei den fünften Kulturkrafttagen zu Gast.
4 |2025 129
-vorschau
Nachhaltigkeit
im Blickpunkt
Nachhaltigkeit ist auch in Unternehmen längst ein Dauerthema.
Nach den gestiegenen Anforderungen an die
Nachhaltigkeitsberichterstattung treten ab 2026 zusätzlich
strengere Regeln für die Werbung mit Nachhaltigkeitsaussagen
in Kraft. Was muss inzwischen eigentlich
alles beim Thema Nachhaltigkeitstransparenz beachtet
werden? Was gehört in welche Reportings? Wo gibt es die
nötigen Infos? Und welche Best-Practice-Beispiele aus der
Region können als Vorbild dienen?
DIE NÄCHSTE
AUSGABE
ERSCHEINT
AM 27.03.26
Employer Branding
Der Arbeitgeber als attraktive Marke für künftige Mitarbeiter: Employer
Branding wird in vielen Branchen immer wichtiger. Und ist deshalb auch
nicht zu unterschätzen: Wer die Fachkräfte von morgen an sein Unternehmen
binden will, muss die ganze Palette der Möglichkeiten nutzen, um sich
zu positionieren. Dass Gratis-Kaffee und ein Obstkorb nicht mehr ausreichen,
um junge Menschen zu überzeugen, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen
haben. Was braucht es also an Skills und Strategien?
Lesen Sie dazu und zu weiteren Themen in der
nächsten faktor-Ausgabe.
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sich gern bei uns. Anzeigenschluss ist am 20.2.26, Redaktionsschluss eine Woche später.
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* Bestimmung der Werte in Anlehnung an DIN EN ISO 8990 zu der Wärmeschutz-Bestimmung der Wärmedurchgangseigenschaften
im stationären Zustand – Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten mittels des Heizkastenverfahrens
durchgeführt vom STFI (Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.). Untersucht wurde die Effizienz von COSIFLOR Wabenplissees
an einem modernen Fenster mit Zweifach-Wärmeschutzverglasung.
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