09.12.2025 Aufrufe

DOT.magazine 118

James Camerons „Avatar: Fire and Ash“ führt Pandoras Saga konsequent weiter +++ Paul Rudd und Jack Black lassen freudvoll die Sau raus beim Meta-Reboot von „Anaconda“ +++ Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt nach London zurück. Emily Cox, die Mercia, die Gattin des Königs, spielt, im Interview … +++ Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura +++ Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ - und zu Gerard Butlers Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag +++ Ein halbes Jahr nach Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“ +++ Hugh Jackman und Kate Hudson werden in „Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“ +++ Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“ +++ Paul Feig inszeniert auf atemlose Weise Freida McFaddens Bestseller „The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried +++ Von menschlichen Erfahrungen - und William Shakespeare: Chloé Zhaos „Hamnet“ +++ Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“ +++ François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman „Der Fremde“ +++ Charly Hübner wird zum Poster Boy der Erinnerungskultur in Wolfgang Beckers letztem Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ +++ Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“: Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co. zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten +++ „Ein einfacher Unfall“ löst eine Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer Film ist eine Wucht +++ Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.

James Camerons „Avatar: Fire and Ash“ führt Pandoras Saga konsequent weiter +++ Paul Rudd und Jack Black lassen freudvoll die Sau raus beim Meta-Reboot von „Anaconda“ +++ Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt nach London zurück. Emily Cox, die Mercia, die Gattin des Königs, spielt, im Interview … +++ Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura +++ Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ - und zu Gerard Butlers Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag +++ Ein halbes Jahr nach Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“ +++ Hugh Jackman und Kate Hudson werden in „Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“ +++ Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“ +++ Paul Feig inszeniert auf atemlose Weise Freida McFaddens Bestseller „The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried +++ Von menschlichen Erfahrungen - und William Shakespeare: Chloé Zhaos „Hamnet“ +++ Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“ +++ François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman „Der Fremde“ +++ Charly Hübner wird zum Poster Boy der Erinnerungskultur in Wolfgang Beckers letztem Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ +++ Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“: Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co. zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten +++ „Ein einfacher Unfall“ löst eine Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer Film ist eine Wucht +++ Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.

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118

Welt in

Flammen

winter 2025/26


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EDITORIAL

NICOLE ALBIEZ

I

n der Netflix-Serie Beef kochten

die Emotionen auf impulsive Weise

hoch: Die zufällige Begegnung zweier

Autofahrer führte zu größtmöglicher

Eskalation. Wenn Regisseurin HIKARI

nun ihren neuen Film vorlegt, dann operiert

sie wieder mit Emotionen, allerdings

nicht mit spontan entstandenen oder lang

gewachsenen: Es geht um Emotionen nach

Vertrag. Die aus Osaka stammende Regisseurin

begann sich 2018 mit der in ihrem

Heimatland florierenden „Rent a family“-

Industrie zu beschäftigen, „aktuell gibt

es hier über 300 solcher Agenturen“, sagt

sie. In Gesprächen mit Kunden bemerkte

sie: „Auch wenn sie für den Service

bezahlen, finden sie in den zwei oder drei

Stunden, die sie zusammen verbringen,

eine Freundschaft. Und die Schauspieler,

die zu Stellvertretern werden, investieren

sich ebenfalls zu 100 % in die Beziehung

und finden ihre eigene Verbindung in der

Gemeinschaft. Die Rollen mögen unecht

erscheinen, aber die Emotionen sind echt.“

In Rental Family (S. 40) lässt sie nun

Brendan Fraser als hadernden Schauspieler

auf das moralisch herausfordernde Angebot

stoßen, in Tokio bei einer solchen

Agentur anzuheuern. Und er wird auch

einen schwierigen Auftrag annehmen –

nämlich den Vater eines Mädchens, Mia,

zu spielen. Die Figur der Mia basiere auf

ihrer Erfahrung, meint die Filmemacherin.

Ihre alleinerziehende Mutter hätte sie

„ständig angelogen. Sie hat mir lange Zeit

erzählt, dass mein Vater tot sei – dabei

war er ziemlich lebendig“, so HIKARI. Sie

hätte diese Geschichte jahrelang geglaubt,

bis sie draußen beim Seilspringen von

einem Nachbarn gefragt wurde, ob sie

wüsste, wo ihr Vater sei. „Ich sagte: ‚Er ist

tot.‘ Der Nachbar sagte, das sei nicht wahr,

er habe uns wegen einer anderen Frau

verlassen. Verwirrt rannte ich zu meiner

Mutter, und sie sagte: ‚Nun, er lebt – da

ist er ja‘ und zeigte auf einen sehr gut

aussehenden Schauspieler im Fernsehen.

‚Das ist dein Vater.‘ Und ich glaubte ihr.“

Das sei nur ein kleiner Einblick in die

Erfindungen der Mutter. Als Erwachsene

habe HIKARI begriffen, dass ihre Mutter

gelogen hätte, um sie zu schützen – dass es

sich um einen Akt der Liebe handelte. Mit

Mia erzählt sie nun eine sehr dramatische

Version davon.

Familiengeschichten tauchen auf allen

möglichen Seiten der vorliegenden

Ausgabe auf: Auf S. 54 muss eine Figur

beweisen, dass sie das Zeug zum Elternteil

hat (15 Liebesbeweise), auf S. 55

geht es um den unerträglichsten Verlust

(Hamnet). – So auch auf S. 48, aber auf

andere Weise: Ein Däne schlägt sich nach

Syrien durch, um seinen Sohn zu finden,

der sich dem IS angeschlossen hat (Kein

Weg zurück). Auch auf S. 32 sucht ein

Vater nach seinem Sohn – allerdings geht

es mit dem großen Cannes-Gewinner The

Secret Agent ins Brasilien des Jahres 1977,

also mitten in die Militärdiktatur. Emma

Mackey wäre als Politikerin Ella McCay

(S. 51) froh, nichts Neues von ihrem Vater

zu hören. In Die jüngste Tochter (S. 53)

geht es um Erwartungen. In Primate

(S. 56) werden etwaige Erwartungen von

unkonventionellen Familienmitgliedern

enttäuscht. Tollwutbedingt. In The

Housemaid bekommt eine Angestellte

tiefe Einblicke in ein Familienleben

(S. 41), währenddessen schlägt sich (auf

S. 46) Gerard Butler nach einem Kometeneinschlag

mit seiner Familie durch eine

postapokalyptische Welt (Greenland 2),

und auch die von James Cameron erdachte

Familie von Jake und Neytiri hat sich

Herausforderungen zu stellen: im dritten

Teil von Avatar: Fire and Ash (S. 28).

Wir wünschen lohnenswerte Stunden mit

den Kinofamilien – und gemütliche mit

Ihren Liebsten rund um die Feiertage …

Welt in

Flammen

winter 2025/26

118

Charlie Chaplins Enkeltochter

Oona Chaplin

taucht im aktuellen

Avatar: Fire and Ash

als Varang, die Anführerin

des Asche-Volks, auf.

www.dot-magazine.at

DOT.EDITORIAL 3


AB 30. JÄNNER 2026

NUR IM KINO

TRAILER & MEHR


CONTENT

DOT.118

STARSTYLE 007

Gossip: Fast nur gute Laune 008

Fashion News 014

Schritt für Schritt 015

Beauty News 016

Schön durch den Winter 017

GAMES 018

Zwischensequenz 018

Marvel Cosmic Invasion 019

Metroid Prime 4: Beyond 020

Terminator 2D: No Fate 020

Unbeatable 021

Skate Story 021

MOVIE 023

Opening Credits 024

Leinwandflirren 026

WIR MITEINANDER

Avatar: Fire and Ash 028

The Secret Agent 032

Der Fremde 034

Leibniz 034

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße 035

Extrawurst 036

Wise Women 037

JOBPROBLEME

Anaconda 038

Rental Family 040

The Housemaid 041

Der Medicus II 042

THE END

Greenland 2 046

28 Years Later: The Bone Temple 047

Ein einfacher Unfall 048

Kein Weg zurück 048

DREAM BIG

050 Song Sung Blue

050 Mit Liebe und Chansons

051 Ella McCay

IN MEINER HAUT

052 Sorry, Baby

053 Die jüngste Tochter

054 15 Liebesbeweise

054 Herz aus Eis

055 Hamnet

055 Astrid Lindgren: Die Menschheit hat

den Verstand verloren

THE HORROR

056 Primate

058 Silent Night, Deadly Night

059 SOULM8TE

KIDS & FAMILY

060 Checker Tobi 3 –

Die heimliche Herrscherin der Erde

062 Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen

063 Dick und Doof: Die Doppelgänger

064 Die drei ??? – Toteninsel

065 SpongeBob Schwammkopf: Piraten ahoi!

066 ARTHAUS

070 Viennale-Rückblick 2025

071 Filmkost

HEIMWERK

072 Home Entertainment

075 PLANER

076 Bryan Adams

076 Edwyn Collins

077 Naked Lunch

077 Candlelight: Der Zauberer von Oz

078 Event Planer

080 Freeski- & Snowboard-Eventhighlights

ZOË SALDAÑA. SAM WORTHINGTON. MARION COTILLARD. AMANDA SEYFRIED. KATE HUDSON.

JACK BLACK. SYDNEY SWEENEY. BRENDAN FRASER. EMILY COX. HUGH JACKMAN. KATE WINSLET.


© 2025 McDonald’s

Rapunzel, Rapunzel,

lass dein Haar herunter!

Wir feiern 15 Jahre Rapunzel.


15 SEITEN

DOT.STARSTYLE

© Hersteller, Photo Press Service

Ob Sarah Harrison ihre Geschenke

nun am 24. auspackt oder am Morgen

des 25. Dezember wie in den USA,

wissen wir nicht. Was wir aber wissen:

Der passende Pyjama für die morgendliche

Bescherung hängt schon bereit.

Das Set von Hunkemöller verbindet

Holiday Chic mit absolutem Couch-

Komfort und schreit förmlich nach

Weihnachtsfilmen, Zimtschnecken und

Handyfotos vorm Baum. Weicher Twill

und klassisches Rot sind super cosy und

gleichzeitig so stylish, dass man damit

problemlos in jedem Christmas Reel

glänzen kann. Um € 51,99.

www.hunkemoller.at

Tanz ums Album

Um das im November erschienene

neue Album Eusexua Afterglow zu

promoten, drehte FKA Twigs ein

kleines, aber ziemlich exaltiertes

Tanzvideo – und zwar am helllichten

Tag mitten am Hudson Square in

New York. Zu ihrer Ausstattung

gehörten übrigens ein Tascherl

von Heliot Emil und Stiefel von

Balenciaga. Die experimentelle

Avantgarde-Trip-Hop-Electro-

Popperin ist jedenfalls zumindest

modetechnisch im Mainstream

angekommen. Interessantes Detail:

Vor ihrer erfolgreichen Solo-Karriere

war sie Tänzerin für Ed Sheeran.

Spaghetti für alle

Wer Red Dead Redemption samt

Zombi-Spin-off Undead Nightmare

noch nicht gespielt hat: Es wird höchste

Zeit. Seit Dezember ist der remasterte

Westernklassiker von Rockstar Games

nun auch für PS5, Xbox Series, Switch 2,

iOS und via Netflix erhältlich. Die beste

Möglichkeit, das unsterbliche Abenteuer

nachzuholen. www.rockstargames.com

INA KENT. LARA BUSSMANN. MILLIE BOBBY BROWN. ASHTON KUTCHER. SABRINA CARPENTER.

DWAYNE JOHNSON. JENNIFER LOPEZ. PARIS JACKSON. DUA LIPA. ANA DE ARMAS. MEL GIBSON.


Fast nur gute Laune

Kaum ist der Sommer vorbei, schicken sich die Reichen

und Schönen an, in den Winterurlaub zu gehen.

Sollen sie doch! Aber ein paar müssen dann doch ihrer

Arbeit nachgehen – zum Beispiel Filmaufnahmen.

Keine Ferien für Millie Bobby Brown:

Stranger Things läuft am 26. Dezember an!

Titan-Ohrringe mit 25,21 Karat Diamanten

von Chopard versüßten ihr den PR-Auftritt.

Der kalten Jahreszeit

entfleuchen Demi

Lovato und ihre

BFFs: Das auf Party

getrimmte Trio genießt

das Strandleben – und

feiert auf der Jacht.

Kann man machen!

Auch wenn Bruce Willis auf diesem Foto

sehr ernst dreinsieht: Die Ausfahrten mit

dem Pflegeteam gehören zu den Highlights,

die er sehr zu schätzen weiß.

UNGEWOHNT:

DIE LETZTEN GEFÜHLT

3 MILLIONEN FOTOS

ZEIGTEN SIE MEHR ODER

WENIGER NACKT. BEI IHREM

BESUCH VON SPA UND WINERY

IN WESTLAKE VILLAGE ZOG ES

BRITNEY SPEARS ALLER-

DINGS VOR, SICH ZU

VERHÜLLEN.

© Photo Press Service

8 DOT.GOSSIP

Wenn die Styrian

Oak einen Auszucker

kriegt, dann

aber richtig. Dabei

ist Arnie nur brav

am Trainieren

im Gold Gym in

Venice – und das ist

sein Power-Schrei!

Richtig gut verkleidet ist Paris Jackson

– nur ihre Tattoos haben sie verraten.

Unser Vorschlag für nächstes Jahr: Komm

nach Austria und geh als Krampusine!


Diese Gang führt doch irgendetwas im Schilde! Stimmt –

Dwayne Johnson, Jack Black und Karen Gillan

stehen momentan für Jumanji 3 vor der Kamera.

Das Konto für

Lehrlinge. Mit Bonus!

Das Lehrlingskonto: Mit gratis Kontoführung,

gratis Debit Mastercard und Bonus.

Wir haben dazu bei Tamara Sarziwan, SPARDA-

Jugendverantwortliche, nachgefragt.

Egal, wie groß der Bock ist: Wenn Jason Momoa darauf reitet,

sieht das Gefährt aus wie ein Moped. Es macht ihm aber

sichtlich Spaß, durch Malibu zu glühen.

Als wäre es Sommer! Dua

Lipa sendet sonnige Grüße

– von Urlaub aber keine

Spur: Das Foto entstand

zwischen ihren beiden

Konzerten in Brasilien.

DOT.: Tamara, ihr habt

ja was Besonderes für Lehrlinge

– was gibt’s da Neues?

Tamara Sarziwan: Aktuell

gibt’s bei Eröffnung eines

Lehrlingskontos bei der

SPARDA 75 Euro nach

Eingang der 1. Lehrlingsentschädigung

direkt

aufs Konto – das ist unser

LEHRLINGSBONUS.

Hey, das klingt ja sehr fein

– was gibt’s noch für die

Jugend?

Bereits ab 8 Jahren kann ein

Schüler-/Taschengeld-Konto

eröffnet werden. Die Kontoführung

von Schüler-, Lehrlingskonten

und Studentenkonten

ist für die Dauer

der Lehre bzw. maximal bis

zum 21. Lebensjahr gratis,

auch die Debit Mastercard.

Bei den Studentenkonten

haben wir ein Höchstalter

von 27 Jahren. Und dann

heißt’s: JETZT PUNKTEN!

„JETZT PUNKTEN“: Was

verbirgt sich dahinter?

Nach zum Beispiel einer

Eröffnung eines Lehrlingskontos

bei der SPARDA

registriert man sich auf

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Wichtig ist, AKTIV zu bleiben,

sich also mindestens

zweimal pro Jahr einzuloggen,

um keine Bonuspunkte

zu verlieren. Diese Punkte

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Und im Sparbereich: Habt

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Kinder bis 14 Jahren, die

TeensCard für alle von 14

bis 21 Jahren und die Study-

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kann man sich noch ausführlicher

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Zeigt sich mit strahlendem Teint: Jennifer

Lopez lässt die Welt an ihrer makellosen

Haut teilhaben und kommentiert das mit

„Can‘t stop the J-Glow“. Na, dann!

Ein gaches Frühstück im Auto – wer das

nicht kennt, werfe das erste Handsemmerl.

Ashton Kutcher und sein Töchterchen

scheinen es jedenfalls zu genießen.

Yop, beim Laufen vom Regen

überrascht zu werden, kann ziemlich

nervig sein – diese Erfahrung musste

auch Ana de Armas machen.

UND SO LANDETE KATY

PERRY AM FLUGHAFEN

VON PARIS NACH IHREM

GIG IN MADRID: VER-

SCHLAFEN IM PYJAMA

MIT BOTTLE IN DER

HAND UND ADDAMS-

FAMILY-GEDENK-MAKE-UP.

Sharp dressed verließ Jamie Lee Curtis

nach einem Interview den Sender Virgin

Radio. Leider hatte die Hörerschaft

nicht allzu viel von dem Outfit.

© Photo Press Service

Okay, wenn Papa Diddy gerade im Häfn

sitzt, dann darf man durchaus ein Schnoferl

ziehen: King Combs und Raven Tracy

hatten es auch schon mal lustiger.

10 DOT.GOSSIP

Reese Witherspoon, die aktuell in

der vierten Staffel der Apple-Serie

The Morning Show brilliert, nützt

ihre drehfreie Zeit und trifft Sohn

Deacon zum Lunch.

Es ist tröstlich, dass es auch einem Mel

Gibson nicht anders geht als uns: Kein Plan

beim Einkaufen. Vor der Gemüseabteilung

sind alle Menschen gleich. Ist doch schön!


Test

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Zeigt sich zum ersten Mal seit

Monaten in der Öffentlichkeit:

Sandra Bullock, die sich seit

bald zwei Jahren mit Burn-out

nach dem Tod ihres Partners

zurückgezogen hatte.

SO SIEHT DAS

AUS, WENN DUA LIPA

SAMT FAMILIE BEI EINER

GEPFLEGTEN JAUSE DEN SON-

NENUNTERGANG GENIESST –

ENTSPANNT AM STRAND VON

IPANEMA ANLÄSSLICH

IHRER KONZERTE IN

BRASILIEN.

Da kann man leicht Herzerl zeigen:

Sabrina Carpenter freut sich

über ihre sechs Grammy-Award-

Nominierungen für 2026 – darunter

Album of the Year. Bravo!

Sehen aus wie dem Cats-Musical (wer’s

noch kennt!) entsprungen: Rihanna

und A$AP Rocky. Wir hoffen, dass es

sich hier um Kunstpelz handelt.

© Photo Press Service

Sag mal, John Krasinski

– die Straße im Laufschritt

mit Stöpsel im Ohr

überqueren? No bueno!

Zum Glück handelte es

sich um einen Dreh für

ein Jack Ryan-Movie.

Hat abgeräumt, was es abzuräumen gab: Ihre Eras-Tour ging bereits vor

einem Jahr zu Ende, 2025 hat sich Tay eher ihrer Beziehung gewidmet – muss

auch mal sein. Für 2026 wünschen wir uns einen stressfreien Wien-Besuch!

12 DOT.GOSSIP


DIE NEUE KOMÖDIE VON

ANDERS THOMAS JENSEN

DEM REGISSEUR VON ADAMS ÄPFEL UND

HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT

WETTBEWERB

AUSSER KONKURRENZ

„Eine herrlich

schwarzhumorige

Komödie.“

INDIEWIRE

MADS

MIKKELSEN

NIKOLAJ

LIE KAAS

SOFIE

GRÅBØL

SØREN

MALLING

THERAPIE FÜR WIKINGER

BODIL

JØRGENSEN

LARS

BRYGMANN

KARDO

RAZZAZI

NICOLAS

BRO

PETER

DÜRING

AB 25. DEZEMBER IM KINO


DOT.

FASHION

HERZENSSACHE

Bei Rebel Candy Hearts trifft Nostalgie

auf Wiener Schmäh. Handgefertigt in Wien,

bestehen die Schmuckstücke aus einer

besonderen Mischung aus Porzellanstaub,

Polymerton und Bio-Mandelöl und sind

patentiert – echte Einzelstücke, die auffallen.

Cool: Du kannst dein Herz mit bis zu sechs

Buchstaben mit einer eigenen Botschaft

personalisieren lassen. Ohrstecker ab

€ 35,–, Ring ab € 28,–, Halskette ab € 32,–.

www.rebelcandyhearts.com

Ob schrill, witzig oder klassisch – Weihnachtspullis sind längst

Kult und dürfen in der Vorweihnachtszeit in keinem Kleiderschrank

fehlen. Mit der famy-Kollektion von Ernsting’s family hat die ganze

Familie was davon! Strickpullover und Sweatshirts mit Rentieren,

Schneemännern, Tannenbäumen, Lebkuchen oder Santa mit

Sonnenbrille sorgen für Spaß und festliche Stimmung mit Augenzwinkern.

Besonders süß: Viele Teile gibt es als Mini-Me Styles,

sodass Eltern und Kids im Partnerlook glänzen können. Und mal

ehrlich: Gibt es etwas Niedlicheres als einen Baby-Body im Look

von Papas Hemd? www.ernstings-family.at

© Hersteller

HAUT UNS VON DEN SOCKEN

Festliche Stimmung beginnt bei den Füßen! Die Burlington Weihnachtskollektion

bezaubert mit verspielten Motiven – mal dezent, mal allover.

Auf den „Tea Time“-Socken tanzen kleine Teetassen, „Snowstar“ erinnert

mit eingewobenem Stern an gemütlich verschneite Wintertage, und die

„Brit Style“-Socken liefern dezente Hingucker mit süßen eingestickten

Motiven wie Dackel, Nussknacker oder Weihnachtsstern – perfekt für

festliche Looks oder als Geschenk. Ab € 13,– www.burlington.de

ENDLICH VOLLJÄHRIG

Dieses Jahr wird bei INA KENT gefeiert: 18 Jahre voller Design,

Kreativität und Wandelbarkeit. Die Jubiläumskollektion des

Wiener Taschenlabels zeigt, wie vertraute Klassiker neu

interpretiert werden: „MOONLIT ed. 1“ zeigt sich erstmals in

deep-sea emerald, einem blauschimmernden Grün, und in

dark caramel, einem warmen, tiefen Braunton (€ 165,–).

Die geräumige „ORNAMENT ed. 2“ ist neu in rainbow ice

und metallic neon pink erhältlich (€ 185,–).

www.inakent.com

14 DOT.STARSTYLE


Schritt für Schritt

Warm, robust und stylish – diese Boots sind echte Winter-Helden.

Perfekt für kalte Tage in der Stadt oder auf verschneiten Wegen.

ICE ICE BABY

Kuschelige Snowboots

von Kate Gray, um € 89,95 bei

www.humanic.net

COZY STEPS

„Eskimo“-Boots mit handgehäkelten

Wollnähten von Mou um

€ 259,–. www.mou-online.com

© Hersteller, instagram.com/lara_bsmnn

HOCH HINAUS

Kunstfell-Boots mit dicker Sohle

von Replay um € 129,90.

www.replayjeans.com

Influencerin Lara Bußmann zeigt, wie sich Komfort

und Style verbinde lassen: Kuschelige Jacke, langer

Schal und dicke Boots sind die perfekte Kombi für

Weihnachtsmarkt, Winterurlaub und Co. Ideal dazu:

weit geschnittene, lässige Jeans, die locker über die

klobigen Boots fallen.

HÄLT DICHT

Wasserdichte Velourslederboots

mit Gore-Tex-Membran von Ugg

um € 269,95. www.ugg.com

KUSCHELFREUND

Winterboots mit Lamfell und

Reißverschluss von Ara, um

€ 109,95 bei www.ottoversand.at

WARM WALK

Velourslederboots mit Gore-Tex

von Legero, um € 140,– bei

www.shoe4you.com

FROST FIT

Weinrote Stiefeletten mit Warmfutter

von Tamaris um € 69,95.

www.tamaris.com

SUEDE CHIC

Chelsea Boots mit Lammfellfutter

von Copenhagen Studios

um € 199,90.

www.copenhagenstudios.com

READY FOR SNOW

Wasserdichte Winterstiefel mit

Kunstfellkragen von Sorel um

€ 160,–. www.sorel.at

FRECHE FRANSEN

Fransenboots mit warmem Futter

von Gioseppo, um € 99,95 bei

www.zalando.at

DOT.STARSTYLE 15


DOT.

BEAUTY

SWEET REBEL

Ultralove von Coreterno duftet wie ein Dessert, das man

heimlich genießt: süß, warm und unwiderstehlich. Cremige,

leicht gourmandige Noten aus Haselnuss, Praline und Kaffee

verschmelzen mit zarten Blüten aus Jasmin und Maiglöckchen.

Die Basis aus Tonkabohne, weißem Moschus und Sandelholz

sorgt für Wärme und Tiefe, die lange auf der Haut bleibt.

Ein Duft voller Sinnlichkeit, der modern, süß und gleichzeitig

erwachsen wirkt – perfekt für alle, die gerne auffallen, ohne zu

übertreiben. Um € 170,– bei Kussmund, kussmund.wien

Zehn Jahre Kylie Cosmetics – das wird mit einer Kollektion gefeiert,

die Kylie Jenners ikonische Looks neu erfindet. Die „Eyeshadow

Palette“ spielt mit zehn multidimensionalen Shades, inspiriert von

Kylies legendären Haarfarben (€ 41,99). Dazu kommen die heiß

begehrten „Matte Lip Kits“ in vier limitierten Tönen (€ 37,99), die

neuen „Supple Kiss Lip Glazes“, die Lippen bis zu 12 Stunden

Feuchtigkeit und Glanz schenken (€ 21,99) und der „Loose Powder

Highlighter“ mit schimmernden Perlen für einen strahlenden Glow

(€ 30,99). Erhältlich bei Douglas, www.douglas.at

SILBER-GLOW

Silber für die Haut? Ja bitte! In der preisgekrönten

Gesichtscreme la potion infinie von

ARgENTUM steckt die patentierte Wirkstoffkombi

aus Silberhydrosol und DNA HP. Silber

beruhigt, DNA HP regeneriert, und zusammen

sorgen sie für eine Haut, die glatter, praller, feiner

strahlender aussieht. Dazu ein natürlicher Duft, der

bei jedem Eincremen wie ein kurzes Spa-Ritual

wirkt. Um € 235,– bei Nägele & Strubell,

Topsi Wien und Parfümerie Weigand,

naegelestrubell.at•topsi.at•weigand.at

DUO IN KARO

Für die Holiday Season taucht Jean

Paul Gaultier seine Duftklassiker in

festliches Schottenkaro: „Gaultier

Divine“ zeigt sich im Tartan-Korsett mit Goldfäden –

funkelnd, selbstbewusst und unwiderstehlich: ein facettenreicher

Gourmandduft mit blumig-orientalischen Nuancen.

Und auch das männliche Pendant „Le Male Elixir“ tauscht

seinen Matrosenanzug gegen Schottenkaro und duftet

aromatisch-frisch und zugleich verführerisch-warm mit

Lavendel, Tonkabohne, Minze und Vanille. Gaultier Divine

Eau de Parfum Collector‘s Edition 2025, 100 ml um € 157,–,

Le Male Elixir Parfum Collector‘s Edition 2025, 125 ml

um €155,–, erhältlich bei Alina Cosmetics,

www.alina-cosmetics.com

16 DOT.STARSTYLE


Schön durch den Winter

Kalte Luft, Wind, Heizung – der Winter stellt Haut und Haare jedes Jahr auf die Probe.

Aber keine Sorge: Mit cleveren Pflegeroutinen bleiben sie widerstandsfähig und gesund.

MULTIFUNKTIONSSTICK

Ob trockene Wangen, Ellenbogen oder

Hände: Der praktische Stick pflegt

von Kopf bis Fuß – dank wasserfreier

Formel ideal als Schutz vor Wind

und Wetter. „Helpful Helena“ von

Queen of Green um € 23,95.

www.queenofgreen.eu

TIEFENREPARATUR

Stärkt und repariert die Haarfaser,

schützt vor Haarbruch und macht

trockene Längen wieder geschmeidig –

perfekt für Haubenmonate. „Fibre Clinix

Fortify Treatment“ von Schwarzkopf

Professional um € 31,60.

schwarzkopf-professional.com

© Hersteller, Freepik

BARRIERE BOOST

Stärkt die Hautbarriere und spendet

lang anhaltend Feuchtigkeit mit Ceramiden,

einem Hydro-Urea-Komplex

und pflegender Sheabutter – ideal für

sehr trockene und juckende Haut.

„Intensive Feuchtigkeitscreme“ von

CeraVe um € 19,90. www.cerave.de

Frostige Luft, Wind und trockene Wärme drinnen

entziehen der Haut wertvolle Feuchtigkeit. Kein

Wunder, dass sie schneller spannt, müde aussieht

und empfindlicher reagiert. Was hilft: reichhaltige

Texturen, pflegende Öle und schützende Balms, die

die Haut wie ein weiches Winteroutfit umhüllen.

SANFTE RETTUNG

Repariert beanspruchte Hände und

schützt vor weiteren Belastungen. Die

schnell einziehende Creme hinterlässt

ein glattes, gepflegtes Hautgefühl –

ohne zu fetten. „Sensitive Pflege Hand

Repair & Schutz“ von Eubos

um € 7,95. www.eubos.de

KLARER KOPF

Die sebamed Anti-Schuppen Shampoos

wirken effektiv gegen Schuppen, stabilisieren

den pH-Wert der Kopfhaut und reinigen

besonders mild. „Anti-Schuppen Shampoo“

für normales Haar & „Anti-Schuppen

Shampoo Plus“ für fettendes Haar

um je € 4,95. www.sebamed.de

FRISCHE-BOOST

Füllt Feuchtigkeitsdepots auf,

beruhigt gestresste, dehydrierte

Haut und lindert den Juckreiz. Für

ein strahlendes, gesundes Aussehen.

„SOS Instant Moisture + Radiance

Hydra Maske“ von Mádara um

€ 34,90. www.madaracosmetics.com

SEIDIGER SCHUTZ

Verwöhnt, glättet und schützt

trockene Winterhaut und hinterlässt

ein weiches Gefühl ohne zu kleben –

perfekt nach dem Duschen.

„Remederm Körperöl Spray“ von

Louis Widmer um € 26,90.

www.louis-widmer.com

MERCI CHERRY

Schützt trockene, spröde Lippen mit

Bio-Sheabutter und Bienenwachs

– fruchtig, pflegend und sofort wohltuend

mit natürlichem Kirschduft.

„Very Cherry Lippenpflege“ von

Weleda um € 4,45. www.weleda.at

DOT.STARSTYLE 17


TEXTE: PETER ZIRBS

Zwischensequenz

The Last Christmas

He, Weihnachtsengerl! Hallo!

Wir müssen arbeiten! Weihnachten

steht vor der Tür!“ Träge

wandte sich die harsch aus ihrem

TikTok-Doomscrolling Gerissene

vom Bildschirm ab und starrte

auf den zahnlosen alten Mann im

speckigen roten Kostüm. „Du musst

vielleicht arbeiten – ich habe jedenfalls

keinen Bock darauf“, antwortete

das Engerl ruppig.

„Ja, aber irgendetwas müssen wir

den Menschen doch schenken! Das

war schon immer so!“, stammelte

der Weihnachtsmann. „Erstens

gibt’s dich bei uns gar nicht, und

zweitens kommst du reichlich spät

zur Arbeit. Und drittens stinkst du

nach Eierlikör wie ein Ottakringer

Tschocherl am 25. Dezember nach

der Sperrstunde. Wälz dich mal im

Schnee, vielleicht schaust du dann

ein bisserl frischer aus“, erwiderte

das Engerl frech. „Außerdem: Was

sollen wir ihnen schon schenken?

Die haben eh schon alles am Black

Friday selbst gekauft. Ich habe so gut

wie keine Wunschlisten bekommen.“

Der Weihnachtsmann überschlug

im Geiste die Anzahl der Jahre, die

er noch bis zur Pension hatte, bis

ihm wieder einfiel, dass er gar nicht

pensionsberechtigt war. Stumpf

starrte er hinunter auf den Nordpol

und zog noch einmal kräftig an

der Pulle mit Eierlikör. „Das Zeug

schmeckt auch nicht mehr so wie

früher“, murmelte er in seinen verfilzten

Bart.

Das Weihnachtsengerl sah ihn

plötzlich mit aufgerissenen Augen

an. „Du, ich hab’s. Ich weiß, was wir

den Menschen bringen!“ Der Weihnachtsmann

setzte die Flasche ab

und starrte zweifelnd zurück. „Nein,

wirklich. Wir bringen jedem eine

KI, dann bekommen sie, was immer

sie sich auch wünschen – und wir

sind fein raus.“ „Glaubst du, ist das

vom Chef überhaupt genehmigt?“,

zögerte der Weihnachtsmann. „Das

ist mir egal. Machen wir es einfach.“

Die beiden sahen sich kurz

an, grinsten, gaben sich High-Five

und lehnten sich entspannt zurück.

Sollen die da unten doch machen,

was sie wollen.

DLC

Runterladbare Inhalte.

Elden Ring Nightreign |

Mit The Forsaken Hollows

bekommt das eigenständige

Multiplayer-Koop-Survival-

Action-Spiel eine neue Gefahr

in Gestalt des Dreglords

– einem der neuen Endgegner

des seit dem 4. Dezember

erhältlichen DLC. Darüber

hinaus gibt es mit „Scholar“

und „Undertaker“ zwei

zusätzliche Nightfares sowie

zwei Day-Three-Bosses und

neue Wegpunkte in Limveld.

Außerdem beinhaltet der

DLC eine „Shifting Earth“,

die sich unter Limveld

erstreckt – und die einiges

an Veränderung in das ganze

Abenteuer bringen soll.

de.bandainamcoent.eu

TOOLS FÜR DIE ELITE

Nicht allzu eilig haben muss man es

für die am 26. Juni 2026 erscheinende

The Spectrum Collector’s Edition:

Die exklusive Hommage an den ZX

Spectrum inklusive Drucker ist eine

stylische, komplett in Weiß gehaltene

Hommage an einen der wichtigsten

Meilensteine der britischen Technologiegeschichte

– den ZX Spectrum.

Als erster britischer Heimcomputer, der

eine Million Mal verkauft wurde, löste

der Spectrum damals die „Bedroom

Coder“-Bewegung in Großbritannien

aus und gab Millionen jungen Menschen

einen ersten Einblick in die Programmierung,

digitale Kunst und die

Entwicklung von Spielen. Die streng

limitierte Sammleredition ist exklusiv

unter www.plaionreplai.com zum

Preis von € 229,99 vorbestellbar, wird

nirgendwo sonst verkauft – und wird

auch nicht mehr nachproduziert.

18 DOT.GAMES


und liefert ein knallbuntes Prügelspiel

im Sidescrolling-Stil ab, das

sowohl grafisch als auch vom

Gameplay her durchaus einiges zu

bieten hat.

Bunte Prügelei

Ein Marvel-Titel mit vielen bekannten Helden als farbenfrohes

Beat’em-up: Das gab’s in dieser Form auch noch nie.

Der Spaßfaktor dürfte allerdings ziemlich hoch sein.

Es scheint momentan die

Zeit pixelig und psychedelisch

aussehender Videospiele

zu sein. Das ist keineswegs

schlecht und irgendwie vielleicht

auch logisch: An fotorealistischen

Darstellungen haben sich einige

Spielerinnen und Spieler bereits

sattgesehen. Also geht man auch

bei dem am 1. Dezember für

PS 5, Xbox Series X/S, Switch 2,

PS 4, Xbox One, Switch und PC

erschienenen Marvel Cosmic

Invasion einen anderen Weg –

VIELE BEKANNTE GESICHTER

Beta Ray Bill, Black Panther, Captain

America, Cosmic Ghost Rider,

Iron Man, Nova, Phoenix, Phyla-

Vell, Rocket Racoon, She-Hulk,

Silver Surfer, Spider-Man, Storm,

Venom und Wolverine: Das sind

die 15 wählbaren Superhelden,

die ganze Horden von Feinden

abwehren müssen, um die Cosmic

Invasion von Erzfeind Annihilus

zu verhindern. Gespielt wird in

Single- und Multiplayer-Modi –

und auch an einen Koop-Modus

für vier Spieler wurde löblicherweise

gedacht. Natürlich haben unsere

Helden allesamt unterschiedliche

Moves und Fähigkeiten sowie

eigene Tag-Team-Moves. Ziemlich

bunt, ziemlich super!

www.marvel.com

AB 20. DEZEMBER NUR IM KINO

DOT.GAMES 19

SpongeBob-Film.de @ConstantinFi

#SpongeBobFilm

@constantinfilm_oesterreich @con


Unterschied, dass die Grafik so

hübsch und detailliert wie noch

nie zuvor aussieht. Aber auch beim

Gameplay haben sich die Möglichkeiten

vervielfältigt, was vor allem

beim Erkunden des geheimnisvollen

Planeten Viewros auffällt.

Glänzender Klassiker

Die Fortsetzung des Evergreens macht auf Anhieb Freude:

Alte Tugenden wurden beibehalten und mit neuen Raffinessen

auf vorzügliche Art und Weise ergänzt.

Unglaublich, aber der erste

Titel der Reihe wurde

bereits 1986 für Nintendo

NES entwickelt. Mit Metroid

Prime 4: Beyond für Switch 2 und

Switch ist am 4. Dezember ein

weiterer Nachfolger des beliebten

Action-Adventures erschienen, der

auf ganzer Linie begeistern kann.

Denn vom optischen Eindruck

wie auch vom Spielverhalten her

liefert der Titel genau das, was man

sich erhofft – nämlich klassisches

Metroid-Feeling. Mit dem feinen

FIGHTS, SCANS UND PSY-

KRÄFTE

Als Kopfgeldjägerin Samus finden

wir uns plötzlich im Grün eines

uralten Dschungels wieder. Wir

scannen Statuen und Ruinen, um

Hinweise darauf zu erhalten, wie

wir aus der Sache wieder rauskommen

– und begegnen den seltsamen

Kreaturen, die dort leben.

Auf diesem Planeten erhalten wir

spezielle Psy-Kräfte, die wir entsprechend

sinnvoll einsetzen müssen.

Außerdem wendet sich eine

außerirdische Rasse, die früher auf

dem Planeten lebte, mit einer Bitte

an uns – aber das könnte auch eine

Falle sein …

www.nintendo.at

E

s sieht schon verflixt geil

aus: Terminator 2D: No

Fate (erscheint am 12. Dezember

für PlayStation 5, Xbox Series

X/S, PlayStation 4, Xbox One,

Switch und PC) wurde von Bitmap

Bureau entwickelt und brilliert mit

Pixel-Grafik und einem nahezu

unwiderstehlichen, flotten Arcade-

Gameplay. Vorlage war zwar der

Film Terminator 2: Judgement

Day, aber so streng nimmt es

das Spiel nicht und liefert auch

andere legendäre Momente,

alternative Handlungsstränge

sowie verschiedene Enden aus

dem Termiversum. Hier geht es

nämlich nicht um cineastische

Genauigkeit, sondern um eine

künstlerische Interpretation des

Stoffes in feinster Pixel-Manier.

SPRITES UND MUSIK

An längst vergangene Zeiten

erinnern sowohl Gameplay als

auch technische Umsetzung. So

Ein Spiel für Fans der 80er- und 90er-Jahre: Wer

ikonische Momente des Terminator-Universums in

Old School-Optik erleben möchte, ist hier richtig.

Er ist zurück, Baby

kommen 2D-Sprites zum Einsatz,

und auch die Umgebungen, die

sich stark an den filmischen

Vorbildern orientieren und sofort

wiedererkennbar sind, sehen in

ihrer Pixelpracht wunderbar aus.

Als Draufgabe ist auch der Soundtrack

vom Original fein säuberlich

umgesetzt und mit neuem Score

liebevoll ergänzt. Wer Terminator

als schnelles und fantastisch umgesetztes

Arcade-Game im Retro-

Style erleben will, ist hier richtig.

www.terminator2d.com

20 DOT.GAMES


Musik? Verboten!

Ein feines, weil quasi handgemachtes Spiel versetzt

sein Publikum in eine Welt, in der Musik nicht erlaubt ist.

Diese Welt lässt sich auf zwei unterschiedliche Arten erkunden.

Das am 9. Dezember für

PlayStation 5, Xbox X/S

und PC erscheinende

Unbeatable ist ein rhythmisches

Musikspiel – aber nicht nur: Man

kann die Welt, in der die autoritäre

Agentur H.A.R.M – das

steht für „Harmonious Audio

Reduction Maintenance“ – Musik

verboten hat, erkunden, indem

man Baseball spielt, kellnert und

neue Songs schreibt. Neben diesen

Minigames plaudert man mit

den Menschen in der Umgebung

und erledigt Nebenaufgaben.

Die zweite Möglichkeit, diesen

Titel zu spielen: Musik perfor-

men, was ebenfalls mit Knöpfen

des Controllers geschieht. Die

Kombination dieser Optionen

macht das Spiel definitiv zu etwas

Besonderem.

EINE GANZ EIGENE WELT

Neben dem außergewöhnlichen

Gameplay fällt sofort die

ungewöhnliche Optik ins Auge:

Handgezeichnet und mit ebenfalls

eigenständiger Grafik wird hier

eine Welt aufgebaut, die nicht nur

Fans japanischer Graphic Novels

begeistern dürfte. Das gilt auch

für die Musik, die auch als eigenes

Album verfügbar ist. Ebenso

erhältlich sind die Guitar Tabs,

um die Musik auch offline auf

einer Gitarre spielen zu können.

Auf Anhieb fällt uns kein Spiel

ein, das derartig liebevoll und

fantasieanregend gemacht ist wie

Unbeatable. Kein Blockbuster,

aber ein echtes Schmankerl.

www.unbeatablegame.com

Psycho-Skateboarding

Oh, wow: Ein Skate-Game der etwas anderen Art kommt

vom Indie-Entwickler Sam Eng. Es ist sowohl optisch als auch

inhaltlich weit von herkömmlichen Genre-Titeln entfernt.

Schon mal auf Dämonen

geskatet, die aus Glas und

Schmerz gemacht sind?

Nein? Wir auch nicht. Aber in

Skate Story (ET: 8. Dezember für

PlayStation 5, Switch 2 und PC)

hat man die Möglichkeit dazu. Das

Spiel ist ein bisschen schwierig zu

erklären: Zwar geht es, wie man es

von einem Skate-Game erwartet,

um flüssige Bewegungen, Tricks

und die Erkundung der Umgebung.

Emptylands heißt die Welt,

in der wir uns befinden. Ollies,

Grinds, Flips: All das kann man

hier machen. Ganz normal – wenn

da nicht dieser dämonische Aspekt

wäre. Puzzle-Elemente gibt es

ebenfalls, und auch sie dienen dem

Zweck, mehr über diese Unterwelt

herauszufinden.

WIRKLICH KRANKE OPTIK

Neben dem ziemlich verrückten

Gameplay ist es aber die grafische

Umsetzung, die den Mund offenstehen

lässt: Seltsame Gebilde ziehen

an uns vorbei, und auch wir selbst

sehen eher geisterhaft aus. Das

liegt daran, dass viel mit Glitch-

Optik und Vektoren gearbeitet

wurde, was so ziemlich diametral

zur herkömmlichen Umsetzung

von Games des Genres steht. Ein

Skate-Game, bei dem man sich als

Dämon seinen Weg durch eine Welt

voller verlorener Seelen bahnt, gab’s

wohl bislang wirklich noch nicht.

Schräg, aber gut.

www.skatestory.com

DOT.GAMES 21


FÜR DIESE KOMÖDIE

STEHST DU SCHLANGE

AUSFÜHRENDER

PRODUZENT

PRÄSENTIERT EINE PRODUKTION

MUSIK KOSTÜME SCHNITT

PRODUKTIONS

DESIGNER

KAMERA

DREHBUCH

PRODUZENTEN

REGIE

Anaconda-Film.de

#AnacondaFilm

AB 25. DEZEMBER

NUR IM KINO

TRAILER & MEHR


Fantastisch

fantasiebegabt

25 Jahre ist es her, seit das Mädchen

Chihiro in ein Badehaus für Shintō-

Götter gestolpert ist, nachdem ihre

gierigen Eltern in Schweine verwandelt

wurden. Es ist ein Ort, an dem

überdimensionale Küken baden, körperlose

Köpfe sich trollen, Riesenbabys

heulen, spinnenartige Wesen den

Ofen mit Kohlestückchen befeuern.

Chihiro wird hier notgedrungen Jobs

erledigen, die sonst keiner machen

will. Zum Beispiel bestialisch stinkende

Faulgötter baden, während sie

überlegt, wie sie die Eltern retten und

wieder nach Hause finden könnte.

Der Fantasie des „Studio Ghibli“-

Mitbegründers Hayao Miyazaki kennt

bekanntermaßen keine Grenzen,

Chihiros Reise ins Zauberland ist

das beste Beispiel dafür. Der opulente

Animationsfilm wurde 2002 bei der

Berlinale und 2003 mit einem Oscar

ausgezeichnet. Zum 25. Geburtstag

kehrt das Wunderwerk wieder auf

die Leinwand zurück: ab 13.01.2026

im Kino.

51 SEITEN

DOT.MOVIE

© Polyfilm , A24

A24 in 1000 Teilen

Ein Weihnachtsgeschenk

für geduldige Cineasten:

das 1000-teilige Puzzle, das

fast alle Figuren aus dem

Universum des Produktionsstudios

A24 versammelt.

So lässt sich die Zeit bis zum

österreichischen Kinostart

von A24-Highlight Marty

Supreme (26.02.2026)

optimal vertreiben …

shop.a24films.com

AVATAR: FIRE & ASH. THE SECRET AGENT. ANACONDA. THE HOUSEMAID. SONG SUNG BLUE.

28 YEARS LATER: BONE TEMPLE. RENTAL FAMILY. DER MEDICUS 2. GREENLAND 2. SORRY, BABY.


Opening Credits

TRIVIA

Regisseurin Barbara Albert (Böse Zellen,

Fallen, Licht), seit 2023 Professorin für

Regie, ist zur neuen Institutsleiterin der

Filmakademie Wien bestellt worden. Sie

folgt damit Danny Krausz nach. Albert

studierte an der Filmakademie bei Lukas

Stepanik und Peter Patzak Regie und

24 DOT.MOVIE

Euphorie des Monats: „The Uncool“

Er solle als Musikkritiker

seinen Ruf darauf aufbauen,

ehrlich und unbarmherzig

zu sein, hatte ihm sein Mentor

Rock-Kritiker Lester Bangs (Philip

Seymour Hoffman) eingeschärft.

Man dürfe sich im Rockzirkus,

bei dem alles lustig ist, nicht der

Illusion von Freundschaft hingeben.

Darauf vergisst der 15-jährige

Schüler und Nachwuchsjournalist

William Miller (Patrick Fugit) aber

beinahe, als er die Möglichkeit

bekommt, eine

der heißesten Band, die

fiktive Band „Stillwater“,

für den „Rolling Stone“

auf Tour zu begleiten.

Vor allem der charismatische

Frontmann (Billy

Crudup) weiß den jungen

Mann einzulullen. Ein

melancholisches Telefonat mit

Lester Bangs holt William, der

über seinem Text, der inzwischen

zur Coverstory gewachsen ist,

brütet, wieder auf den Boden der

Tatsachen zurück: „They make

you feel cool. And hey: I met you.

YOU are NOT cool!“ – Mit dem

Rock-Roadmovie Almost Famous

(2000) erinnerte sich Regisseur

Cameron Crowe (Jerry Maguire,

Vanilla Sky) auf unvergessliche

Weise an seine Jugend:

Auch er schrieb u.a. für

den „Rolling Stone“ über

Musik und war mit Bands

auf Tour. Nun erinnert

er sich nicht im Rahmen

eines Films an damals,

sondern legt seine Memoiren

vor: „The Uncool“

(Fourth Estate, 2025).

LISTIG

Happy New Year! Hier kommt

ein kleiner Anreiz, wie man den

Jahreswechsel verbringen könnte –

oder vielleicht besser nicht.

Sunset Boulevard (1950)

Billy Wilder lässt Stummfilm-Diva

Norma Desmond (Gloria Swanson),

deren Stern schon lang verglüht

ist, eine exklusive Silvesterparty

ausrichten: Sie ist nur für einen

Gast, nämlich ihn, wie der mittellose

Drehbuchautor Joe Gillis (William

Holden) mit Schaudern erkennt.

Strange Days (1995)

In einem dystopischen Szenario von

Kathryn Bigelow steuert alles auf den

Jahreswechsel in ein neues Jahrtausend

zu: Am 31. Dezember 1999

herrscht Weltuntergangsstimmung.

Countdown? Eher Showdown.

Four Rooms (1995)

Der Silvesterabend wird für Hotelpage

Tim Roth stressig, dafür sorgen im

Episodenfilm vier Regisseure (u.a.

Quentin Tarantino). In die Honeymoon

Suite hat sich ein Hexenzirkel

für ein Ritual einquartiert, die Gäste

von Zimmer 309 machen aus dem

Pagen einen Babysitter. Die Kinder

stoßen nebenher auf eine Leiche. Im

Penthouse wird derweil nach einer

scharfen Axt gefragt …

„Wir müssen in den

Dschungel und uns eine

neue besorgen!“

Jack Black als angehender

Filmemacher in Anaconda

(S. 38) – ein Dreh, bei dem

einfach alles schiefgeht.

Dass die titelgebende

Schlange ersetzt werden

muss, ist da nur das kleinste

Problem.

bei Walter Wippersberger Drehbuch.

Ihr Langspielfilmdebüt Nordrand wurde

1999 in den Wettbewerb der Filmfestspiele

Venedig eingeladen, im selben

Jahr gründete sie mit Martin Gschlacht,

Jessica Hausner und Antonin Svoboda

die Produktionsfirma coop99.

© Fourth Estate, Sony Pictures, Sammy Hart


DAS EVENT DES JAHRES

AB 17. DEZEMBER IM KINO. AM BESTEN IN 3D!


Leinwandflirren

Now and then: Francis Ford Coppola

Im SciFi-Drama Megalopolis (2024) trifft das Römische Reich auf das

New York der Zukunft. Mehr als 40 Jahre lang bemühte sich Francis Ford

Coppola (Apocalypse Now, Der Pate) darum, sein 120 Mio. US-Dollar

schweres Herzensprojekt zu realisieren. Um das Projekt zu finanzieren, verkaufte

er den Großteil seiner Weingüter. Dass der Film an den Kinokassen

floppte, kann er verkraften: „Viele Leute bereuen am Totenbett, was sie alles

nicht getan haben. Mir wird dann einfallen, dass ich diesen Film gemacht

habe, dass ich meine Tochter einen Oscar habe gewinnen sehen (Anm.:

Sofia Coppola für Lost In Translation) und dass ich Wein gemacht habe. Ich

werde gar keine Zeit für Reue haben.“ Um den Verlust abzufedern, verkauft

der Mann, der für seine Filme seinen Kopf verpfänden würde, über ein

Aktionshaus nun eben seine Luxusuhrensammlung.

1979 2002

HOP & DROP

„One Battle After Another“

– Zuerst im Kino, dann auf der

Plattform. Die Netzwelt staunte nicht

schlecht, als es zu einer Kooperation

zwischen dem Survival-Shooter-

Game „Fortnite“ und einem Projekt

des Autorenfilmers Paul Thomas

Anderson kam. „Wer, bitte schön, hat

danach gefragt?!“, lauteten irritierte

Online-Reaktionen. Nun: Augenscheinlich

Anderson selbst. Er hatte

gesehen, was „Fortnite“ zu Ryan

Cooglers Sinners erdacht hatte und

verstand, dass auch sein Film gespielt

werden sollte (v.a., wenn man bei

der Gen Z und Gen Alpha relevant

sein möchte). So entwickelte Nic Hill

von Sawhorse auch zu One Battle

After Another ein Minigame, durch

das sich u.a. Leonardo DiCaprios

Figur Bob Ferguson bewegt. Dazwischen:

eine Handvoll Referenzen zu

Anderson-Filmen.

© PPS Vienna, Warner Bros., www.instagram.com/chrisevans

2010 2025

LOVE INTEREST

„Captain America“ Chris Evans und

seine Frau, die portugiesische Schauspielerin

Alba Baptista („Mrs. Harris und ein

Kleid von Dior“), haben Nachwuchs bekommen:

ein Töchterchen, das den Namen

Alma Grace Baptista Evans trägt. Evans

und Baptista lernten sich 2021 kennen. Ihre

„Liebe auf den ersten Blick“ wurde schnell

ernst. Seit 2023 sind sie verheiratet.

26 DOT.MOVIE

IN PRODUCTION

Wenn Tom Ford im Jänner die Dreharbeiten

zu Cry to Heaven (nach dem

Roman von Anne Rice) aufnimmt,

werden nicht nur Nicholas Hoult, Colin

Firth und Aaron Taylor-Johnson vor

die Kamera treten, sondern auch eine

Schauspieldebütantin: Popstar Adele.

Gerüchteweise wird Sydney Sweeney

(aktuell: The Housemaid) zum nächsten

Bond Girl. Darauf angesprochen,

kokettiert sie: „Ich hätte als James Bond

mehr Spaß!“ Den würde Regisseur

Denis Villeneuve aber angeblich gerne

mit Callum Turner (aktuell: Eternity)

besetzen. Es wird noch dauern, bis

Villeneuve Zeit hat, sich um den

26. Bond-Film zu kümmern: Noch ist

er mit Dune 3 beschäftigt.


DAS ENDE DER WELT

WAR ERST DER ANFANG.

GERARD BUTLER

MORENA BACCARIN

AB 8. JÄNNER IM KINO


TEXT: MANUEL STEPHAN

Brennpunkt Pandora

Ein weiterer epischer Ausflug in James Camerons „Avatar“-Welt

verspricht „Fire and Ash“ und führt Pandoras Saga konsequent weiter.

Bescheidenheit ist eine Tugend.

Nicht aber für James Cameron.

Zum Glück, denn sonst hätte der

visionäre kanadische Drehbuchautor,

Produzent und Regisseur niemals solch

bildgewaltige Blockbuster gedreht, die

Kinogänger auf der ganzen Welt faszinieren,

inspirieren und immer wieder aufs

Neue verblüffen. Kaum ein Filmemacher

hat die technischen Möglichkeiten des

Mediums derart ausgereizt und in neue

Sphären gehoben wie Cameron. Angefangen

mit dem ersten Terminator aus dem

Jahr 1984 über Aliens – Die Rückkehr

(1986), The Abyss – Abgrund des Todes

(1989), Terminator 2 – Tag der Abrechnung

(1991), True Lies – Wahre Lügen

(1994) bis hin zu seinem monumentalen

Katastrophenepos Titanic, das im Jahr

1997 alle Rekorde brach und Cameron

drei der insgesamt elf Oscars eintrug. Sein

größtes und aufwendigstes Projekt hat

er da noch gar nicht richtig vorbereitet.

Seine Vision einer noch nie dagewesenen

fremden Welt, bevölkert von farbenprächtigen

Kreaturen und einer lebhaften Flora

und Fauna, war einfach noch nicht bereit

für eine Umsetzung.

EINE NEUE DIMENSION

Das alles änderte sich zu Beginn des

neuen Jahrtausends. Da machte die

„Motion Capture“-Technologie bedeutende

Fortschritte, und Filmfiguren wie

der umstrittene Jar-Jar Binks in den Star

Wars-Prequels und der ikonische Gollum

in der Herr der Ringe-Trilogie läuteten

eine neue Ära visueller Effekte in der Ki-

28 DOT.MOVIE


nogeschichte ein. James Cameron sah dies

als Initialzündung an, sein geheimnisumwobenes

„Project 880“ endlich in die Tat

umzusetzen. Doch das reichte dem für

seinen Perfektionismus und sturen Pioniergeist

berüchtigten Mann nicht. Er will

den Zuschauern etwas bieten, was sie so

noch nie in der Form zu sehen bekamen

und will den Bildern auf der Leinwand

eine dritte Dimension hinzufügen. Zu

diesem Zweck entwickelte Cameron

eigens mit Vincent Pace ein spezielles Kamerasystem,

„3D Fusion“ genannt, um in

echtem 3D zu filmen. So konnte er 2006

mit den Dreharbeiten seines Science-

Fiction-Epos starten. Drei Jahre und eine

enorm kostspielige und kräftezehrende

Produktion später kam Ende Dezember

2009 Avatar: Aufbruch nach Pandora

weltweit in die Kinos und läutete damit

einen neuen 3D-Boom ein.

GUT DING BRAUCHT WEILE –

UND VERSTÄRKUNG

Dass der Film abermals alle Rekorde

brach, die es zu brechen gab, obwohl man

es im Vorfeld kaum für möglich hielt, nun

ja, auch das gehört zur außergewöhnlichen

Karriere eines außergewöhnlichen

Künstlers. Mit über 2,9 Milliarden Dollar

Umsatz ist der Film bis heute der erfolgreichste

aller Zeiten. Eine oder gar

mehrere Fortsetzungen waren da nur

noch eine Frage der Zeit. Und ja, Zeit hat

sich Cameron sehr viel dafür genommen:

erst zwei, dann drei, und schließlich vier

weitere Ausflüge in die Welt der Na’vi hat

er über die Jahre geplant. Die Dramatur-

WIR MIT

EINANDER

DOT.MOVIE 29


gie arbeitete er mit vier weiteren

Drehbuchautoren aus, nämlich dem

Duo Rick Jaffa und Amanda Silver

(Planet der Affen: Prevolution),

Josh Friedman (Steven Spielbergs

Krieg der Welten) und Shane

Salerno (Armageddon). Die erste

Klappe für die Teile 2 und 3 fällt

im Sommer 2017 in Kalifornien,

drei Jahre nach dem ursprünglich

angestrebten Kinostart von

Ersterem. Weitere Verschiebungen

wegen der Star Wars-Sequels und

der Covid-19-Pandemie folgten,

ehe im Dezember 2022 endlich,

nach 13 Jahren, Avatar: The Way of

Water anlief.

30 DOT.MOVIE

MEISTER DER ELEMENTE

Stand der erste Teil noch im Zeichen

des Elements Land, lässt der

Untertitel des zweiten Teils bereits

darauf schließen, dass es hier

um Camerons Lieblingselement

ging – nicht nur wegen The Abyss

und Titanic, sondern auch wegen

seinem Faible für Tiefseetauchexpeditionen

und diesen zugrunde

liegenden Dokumentationen.

Abermals forderte er sich und

sein Team heraus, neue Maßstäbe

in Sachen digitaler Filmkunst

zu setzen, und es gelang erneut.

Die lange Wartezeit machte sich

einmal mehr bezahlt, und The Way

of Water entwickelte sich zu einem

weiteren Kassenschlager, der sich

in der ewigen Bestenliste hinter

dem Vorgänger und dem epischen

Marvel-Showdown Avengers:

Endgame auf Platz 3 einreiht. Nun

müssen wir zum Glück nicht mehr

lange auf das nächste Abenteuer

von Jake Sully (Sam Worthington,

Terminator: Die Erlösung), seiner

Gefährtin Neytiri (Zoë Saldaña,

Guardians of the Galaxy) und

ihrer Familie warten. Nach drei

Jahren erfahren wir, wie es auf dem

Planeten Pandora weitergeht.

VOM SAULUS ZUM PAULUS

Im ersten Teil kam Jake als querschnittsgelähmter

Ex-Marine nach

Pandora, um anstelle seines verstorbenen

Zwillingsbruders einen

Körper eines Na’vi, der Eingeborenen

des Mondes, zu steuern und so

eigentlich eine friedliche Lösung

zwischen der raffgierigen Organisation

„Resources Development

Administration“ (RDA), die einen

unschätzbar wertvollen Rohstoff

abbauen will, und den Na’vi herbeiführen

soll. Der skrupellose und

brutale Leiter der Militäreinheit,

Miles Quaritch (Stephen Lang,

Don’t Breathe), setzt jedoch auf

gewaltsame Eroberung. Als sich

Jake in die Einheimische Neytiri

verliebt, wechselt er die Seiten,

schlägt die Menschen vorerst in

die Flucht und verlässt am Ende

seinen verwundeten menschlichen

Körper ganz, um fortan als Na’vi

an Neytiris Seite auf Pandora zu

leben. In The Way of Water, sechzehn

Jahre später, haben die beiden

vier Kinder: die Söhne Neteyam

(Jamie Flatters) und Lo’ak (Britain

Dalton), Tochter Tuktirey (Trinity

Jo-Li Bliss) und die adoptierte Kiri

(Sigourney Weaver, Alien), die

Avatar-Tochter ihrer verstorbenen

Mitkämpferin von einst, Dr. Grace

Augustine.

AUF DEM MEER, DA GEHT’S

HOCH HER

Zudem lebt auch Quaritchs Sohn

„Spider“ (Jack Champion, Scream

VI) auf Pandora und verbringt viel

Zeit mit ihnen. Die Rückkehr der


RDA, die den Planeten ein für alle

Mal unterjochen will und dafür

eigene Avatare mit den Seelen toter

Soldaten ausstattet, darunter auch

Quaritch, zerstört das Idyll. Jake

und seine Familie fliegen über die

Meere und finden Zuflucht beim

Stamm der Metkayina, der von

Tonowari (Cliff Curtis, Meg 2: Die

Tiefe) und seiner schwangeren

Frau Ronal (Kate Winslet, Titanic)

angeführt wird. Dort müssen

sich die Kinder erst einmal an

die neue Umgebung gewöhnen,

bevor es auf hoher See zu einem

erneuten Showdown mit der RDA

und dem ewig rachsüchtigen

Quaritch kommt, bei dem auch

riesige Raubfische, sogenannte

Tulkune, mitmischen. Doch diese

Schlacht ist erst der Anfang eines

noch größeren Krieges, der auf die

Bewohner Pandoras wartet.

WE DIDN’T START THE FIRE

Im nun folgenden dritten Teil,

Avatar: Fire and Ash, steht nun,

eh klar, das Element Feuer im

Mittelpunkt der Handlung. Jake,

Neytiri und Co. haben kaum Zeit,

die Geschehnisse aus The Way

of Water aufzuarbeiten, denn

ein neuer Clan, die Mangkwan

bzw. das „Asche-Volk“, greift in

den Konflikt ein. Die Anführerin

Varang (Oona Chaplin, Game of

Thrones, Enkelin der Stummfilmlegende

Charlie Chaplin) schlägt

sich auf Quaritchs Seite. „Eure

Göttin … Sie hat hier keine Macht“,

droht sie. Sie meint damit Eywa,

die mächtige spirituelle Gottheit,

die das Volk der Omatikaya, dem

Jake und Neytriri angehören, mit

Stärke und Weisheit versorgt.

Varang gibt Eywa die Schuld für

einen Vulkanausbruch, der ihre

Heimat zerstört hat. Damit erreicht

der Krieg auf dem Mondplaneten

eine neue Eskalationsstufe, und es

darf mit weitaus mehr verbrannter

Erde gerechnet werden. Denn auch

die RDA gibt sich weiterhin nicht

geschlagen und holt zum nächsten

Schlag aus.

FAMILIE AM SCHEIDEWEG

Und als wäre das noch nicht

genug, steht Jakes Familie vor einer

emotionalen Zerreißprobe, denn

„Spider“ ist in ihrer Obhut nicht

mehr sicher. Mithilfe des friedlichen

„Tlalim“-Clans, einer Gruppe

feilschender Windnomaden

unter Führung von Peylak (David

Thewlis, Harry Potter), die durch

die Lüfte Pandoras segeln, wollen

sie ihn ins Camp der verbliebenen

menschlichen Wissenschaftler

zurückbringen. Da hat sich James

Cameron ganz schön viel für sein

drittes Avatar-Abenteuer vorgenommen,

aber wenn es einen

Filmemacher gibt, der lieber klotzt

als kleckert, dann ist es eben er.

Ihm wird es garantiert wieder gelingen,

ein Millionenpublikum für

drei Stunden in eine faszinierende

Welt jenseits unserer Vorstellungskraft

zu entführen. Auf die beiden

weiteren Teile müssen wir dann

allerdings wieder etwas länger

warten: Die sind nach derzeitigem

Stand für Ende 2029 bzw. Ende

2031 geplant.

www.avatarfireandashmovie.at

AVATAR: FIRE AND ASH KINOSTART 17.12.,

USA 2025, REGIE James Cameron, MIT

Sam Worthington, Zoë Saldaña, Sigourney

Weaver, Oona Chaplin, Stephen Lang,

Kate Winslet, FILMLÄNGE 195 Min.,

© Walt Disney Studios

DOT.MOVIE 31


WIR MIT

EINANDER

Agent des Chaos

Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura.

Kleber Mendonça Filho

erzählt – nach Bacurau

(Jury-Preis in Cannes

2019) und Pictures of Ghosts

(Brasiliens Oscar-Beitrag 2024)

– vom Brasilien des Jahres 1977,

also einem Jahr mitten in der

Militärdiktatur, die von 1964 bis

1985 andauerte. 1977 sei das erste

Jahr, an das sich der Regisseur

(geboren 1968) wirklich erinnern

kann. In seinem Film trifft der

Mittvierziger Marcelo (Wagner

Moura, Civil War, Narcos) in

der chaotischen Karnevalswoche

in der Küstenstadt Recife ein. Er

hofft, seinen Sohn wiederzusehen,

und bleibt nicht unbemerkt. Seine

Reise beginnt als persönliche,

so wird es aber nicht bleiben: Er

gerät immer mehr in ein Netz aus

Überwachung, Korruption und

Misstrauen.

DIE LOGIK EINER EPOCHE

Einen Politthriller während der

Militärdiktatur zu erzählen, war

für Mendonça Filho eine große

Herausforderung: Er wollte einen

Film „über die Logik jener Zeit

machen, ohne dabei alle typischen

32 DOT.MOVIE

Merkmale eines Diktaturfilms

abzuhaken. Ich habe überhaupt

nichts gegen diese Filme. Ganz im

Gegenteil: Wir hatten gerade erst

einen sehr starken und bewegenden

Film im brasilianischen Kino

– Für immer hier von Walter

Salles –, der vor allem bei vielen

jungen Menschen, die von dieser

Phase der Geschichte kaum mehr

etwas wussten, sehr viel bewirkt

hat.“ Er aber wollte mehr die

„Atmosphäre, die ‚Dämpfe‘ dieser

Zeit“ einfangen, „die Logik jener

Epoche“.

Die Premiere des atmosphärisch-dichten

Thrillers wurde zum

großen Erfolg: Beim Wettbewerb

der 78. Internationalen Filmfestspiele

von Cannes wurde er mit

vier bedeutenden Preisen ausgezeichnet,

darunter die goldenen

Palmen für den besten Hauptdarsteller

und für die beste Regie.

„Zwar sind jetzt 50 Jahre vergangen,

und vieles hat sich verändert,

aber ironischerweise hatte ich

in den letzten zehn Jahren das

Gefühl, dass wir gesellschaftlich

in der Zeit zurückgegangen sind“,

überlegt der Filmemacher.

„Ich habe das in Brasilien

beobachtet, und jetzt geschieht

Ähnliches in den USA: eine Art

Theater des Absurden. Es sieht

so aus, als ob es gerecht zugehe,

aber in Wirklichkeit ist alles nur

eine Inszenierung, wie bei einem

Theaterstück – und das ist sehr

beunruhigend. Die Menschen

verhalten sich wie Schauspieler,

weil ihnen gesagt wurde, welche

Rollen sie spielen sollen.“

#thesecretagentfilm

THE SECRET AGENT – O AGENTE

SECRETO KINOSTART 19.12., BRA/F/

NL/D 2025, REGIE Kleber Mendonça

Filho, MIT Wagner Moura, Maria

Fernanda Candido, Gabriel Leone, Udo

Kier, FILMLÄNGE 160 Min., © Filmladen


TRAILER & MEHR

AB 16. JÄNNER 2026

NUR IM KINO


Außen vor

François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman

„Der Fremde“.

Marie stellt die Möglichkeit einer Heirat in

den Raum. Meursault reagiert schulterzuckend.

Das können sie schon machen,

wenn sie möchte – auf leidenschaftliche Regungen

wartet sie natürlich vergeblich. Er sagte ihr auch

schon auf Nachfrage, dass er sie vermutlich nicht

liebe, aber was mache das schon. Marie weiß, dass

Meursault „anders“ ist – seine Abwesenheit von der

Welt sei vielleicht der Grund dafür, dass sie sich von

ihm, diesem rätselhaften Menschen, angezogen fühlt

– aus denselben Gründen könnte sie ihn auch hassen,

überlegt sie. Benjamin Voisin, der mit François Ozon

bereits Sommer 85 drehte, spielt diesen Meursault, der

sein Leben – im Algier der 1930er-Jahre – ohne große

Gefühlsregungen lebt und der vielen ein Begriff sein

dürfte, ist er doch der Protagonist eines Stücks Weltliteratur:

Albert Camus’ „Der Fremde“, 1967 bereits

von Luchino Visconti verfilmt. Ozon inszeniert die

Geschichte des Mannes, dem gesellschaftliche Normen

fremd sind und dem alles äußerlich bleibt – vom

Ableben seiner Mutter über seine Liebesbeziehung bis

zum beiläufigen Mord und dem folgenden Prozess –,

mit feinem Gespür und in glasklaren Bildern.

#derfremde

The Pinsel

and the Brain

„Leibniz – Die Chronik eines Bildes“ ist ein

gescheites, heiteres Diskurswerk, bei dem man

sehen kann, dass Bilder denken.

Edgar Reitz (Filmstunde, Heimat – Eine

deutsche Chronik) und Anatol Schuster kondensieren

das Leben des Universalgelehrten

Leibniz zu einem einzigen Moment: der Entstehung

eines Porträts für Königin Sophie Charlotte,

die ihn damit ehren und erinnern will. Aus dem

heraus entfaltet sich ein feines Kammerspiel. Der

beauftragte Hofmaler scheitert am eigenwilligen

Philosophen, der mehr fordert als die Anfertigung

seines Abbildes. Erst die neu bestellte junge Malerin

Aaltje van der Meer findet den Ton, um mit dem

„großen Gelehrten“ über Kunst, Zeit und Erkenntnis

zu sprechen. Ihre Sitzungen werden zum stillen,

auch heiteren, Schlagabtausch über die Frage, wie

ein Bild ein Leben fassen kann. Gespiegelt auf der

visuellen Ebene des Films, gewinnen kleine optische

Verschiebungen Gewicht. Durch den Moment der

Camera obscura kann Reitz mit minimalen Eingriffen

visuelle Überraschung erzeugen.

Edgar Selge (Marianengraben)

bildet das Ruhezentrum dieses

Films in gravitätischer, doch

nahbarer Menschlichkeit,

Aenne Schwarz (Zweitland)

gibt ihm Bewegung. Eine

Inszenierung, die Denken

in Bilder übersetzt: Kino im

besten Sinn.

#leibnizfilm

DER FREMDE – L‘ÉTRANGER KINOSTART 01.01.2026,

F 2025, REGIE François Ozon, MIT Benjamin Voisin, Rebecca

Marder, Pierre Lottin, FILMLÄNGE 122 Min., © Filmladen

LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES

KINOSTART 19.12., D 2025, REGIE Edgar Reitz, Anatol Schuster,

MIT Edgar Selge, Aenne Schwarz, Lars Eidinger, Barbara Sukowa,

FILMLÄNGE 102 Min., © Filmladen

34 DOT.MOVIE


WIR MIT

EINANDER

Poster Boy der Erinnerungskultur

Wolfgang Beckers letzter Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“.

Anlässlich des 30. Jahrestags

des Mauerfalls erzählt

der Journalist eines

Nachrichtenmagazins, Alexander

Landmann (Leon Ullrich), die

Geschichte der größten Massenflucht

aus der DDR: Am frühen

Morgen des 23. Juni 1984 sorgte

eine Weichenstellung dafür,

dass eine Ostberliner S-Bahn am

Bahnhof Friedrichstraße vorbei

in den Westteil der Stadt fuhr.

Landmann hat den Helden, der

127 Menschen die Flucht ermöglichte,

aufgespürt: Micha Hartung

(Charly Hübner), heute Videothekenbetreiber

am Prenzlauer

Berg, damals stellvertretender

Stellwerksmeister am Bahnhof

Friedrichstraße, war der Drahtzieher

der Aktion – so steht es in

den Stasi-Akten. Die emotional

detailreich aufbereitete Geschichte

wird zum großen Coup, das

Problem ist nur: Das war alles

gar nicht so. Ja, Hartung war vor

Ort, und ja, die Weichenstellung

geht auf seine Kappe, aber von

Planung und Flüchtlingsnetzwerk

kann keine Rede sein, es war alles

nur ein Missgeschick, ein Zufall.

Aber das knappe Zeitfenster,

das klarzustellen, hat sich längst

geschlossen: Hartung ist längst

zum Poster Boy der Erinnerungskultur

geworden, für den

sich Talkshowmoderatorinnen,

Werbeagenturen, Zeitzeuginnen,

Buchverlage und der deutsche

Bundespräsident gleichermaßen

interessieren. Hartung will zwar

nicht als Hochstapler wider Willen

leben, aber das Geld, das die

Heldengeschichte einbringt, kann

der Videothekenbetreiber (sein

Brotjob: auch so was wie gelebte

Erinnerungskultur) kurz vor der

Pleite gut gebrauchen, und dass er

plötzlich als Love Interest taugt,

ist auch nicht schlecht.

EIN LETZTER FILM

Als Regisseur Wolfgang Becker

(Good Bye, Lenin!, Das Leben

ist eine Baustelle) mit der

Verfilmung des Bestsellers von

Maxim Leo seine Arbeit über die

Spielarten der Erinnerungskultur

und das Wesen der Geschichtsschreibung

anging, wusste er

bereits, dass er den Kampf gegen

den Krebs nicht gewinnen würde.

Gemeinsam mit Produzent Stefan

Arndt hatte er in Windeseile die

Weichen für die Umsetzung des

Filmes gestellt. „Die Idee war:

Viele Freunde kommen zusammen,

um gemeinsam einen Film

zu machen. Nur so konnte dieser

überhaupt realisiert werden: mit

der Hilfe von Menschen, die Wolfgang

kannten, die einen gewissen

Erfahrungsschatz und vielleicht

auch eine etwas entspanntere

Arbeitsweise haben, die von seiner

Krankheit wussten und damit

umgehen konnten“, erinnert

sich Arndt. Kurz nach Ende der

Dreharbeiten und nach der Sichtung

des ersten Rohschnitts starb

Becker. Seine Weggefährten –

Regisseur Achim von Borries und

Produzent Stefan Arndt – stellten

seinen letzten Film fertig: einen

Wolfgang-Becker-Film, wie er im

Buche steht – gewitzt, tiefgehend,

warmherzig.

#derheldvombahnhoffriedrichstraße

DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICH-

STRASSE KINOSTART 12.12., D 2025,

REGIE Wolfgang Becker, MIT Charly

Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich,

Leonie Benesch, Peter Kurth, Daniel Brühl,

Jürgen Vogel, FILMLÄNGE 112 Min.,

© Filmladen

DOT.MOVIE 35


36 DOT.MOVIE

Es geht um die Wurst

Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“:

Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co.

zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten.

Es ist als knapper Programmpunkt

bei der Vereinsversammlung

des Tennisclubs

Lengenheide gedacht: Vorstand

Heribert (Hape Kerkeling) und

sein Stellvertreter Matthias

(Friedrich Mücke) lassen über die

Anschaffung eines Grills für die

nächste Vereinsfeier abstimmen.

Eigentlich eine Formsache. Der

Vorschlag wird auch einstimmig

abgenickt, es gibt sogar Szenenapplaus

bei der drögen Sitzung,

aber dann eskaliert alles – durch

eine einfache Frage. Melanie (Anja

Knauer) schlägt vor, einen zusätzlichen

Grill zu kaufen – als nette

Geste für die Vereinsmitglieder

mit türkischem Migrationshintergrund,

die ihr Grillgut bestimmt

nicht auf dem Rost mit Schweinefleisch

liegen haben möchten.

Sie setzt sich damit für ihren

Doppelpartner Erol (Fahri Yardmi)

ein, das einzige muslimische (und

nicht allzu gläubige) Mitglied, das

sich diesbezüglich selber nicht zu

Wort gemeldet hätte, aber was Erol

will oder nicht will, spielt ohnehin

keine Rolle: Die Vereinsmeier

verlieren sich bereits in einem

Schlagabtausch, bei dem Atheisten

und Gläubige, Gutmenschen

und Hardliner, Vegetarier und

Fleischesser, also einfach alle ihr

Bäuerchen machen.

EXPLOSIVES POTENZIAL

Marcus H. Rosenmüller (aktuell

auch Pumuckl und das große

Missverständnis) und sein starträchtiges

Ensemble (u.a. Christoph

Maria Herbst und Milan Peschel)

machen sich daran, den Bühnenhit

von Dietmar Jacobs (Stromberg,

Pastewka) und Moritz Netenjakob

(Stromberg, Ladykracher), bei

dem die Pointen wie Tennisbälle

übers Spielfeld jagen, auf die Leinwand

zu übersetzen. Inspiriert

wurde Jacobs ursprünglich von

einem Elternabend, bei dem die

Frage nach einem zusätzlichen

Grill für ein Schulfest aufkam.

Während die Schuldiskussion

schnell beendet war, da ein türkischer

Vater vorschlug, einfach seinen

Grill mitzubringen, arbeitete

die Fragestellung in Jacobs weiter

– und er teilte seine Gedanken

mit seinem Comedy-Kollegen

Netenjakob, der in eine türkische

Familie eingeheiratet hatte. Für ihr

Theaterstück, das 2019 uraufgeführt

wurde, verfrachteten sie

das Szenario in einen Tennisclub,

„weil er das Grundsetting der

bürgerlichen alten Bundesrepublik

widerspiegelt. In diesem Umfeld

lässt sich sehr gut darstellen, wie

Kleinigkeiten hochkochen.“

Die harmlose Diskussion eskaliert

in kürzester Zeit – im Film noch

pointenreicher als auf der Theaterbühne.

#extrawurstfilm

EXTRAWURST KINOSTART 15.01.2026,

D 2025, REGIE Marcus H. Rosenmüller,

MIT Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst,

Fahri Yardim, Anja Knauer, Milan Peschel,

FILMLÄNGE 100 Min., © Constantin Film

WIR MIT

EINANDER


„Reiseleiterinnen in Grenzsituationen“

Nicole Scherg porträtiert „Wise Women“ – fünf Hebammen – bei der Arbeit.

Sie blicken als Erste auf uns,

wenn wir das Licht der Welt

erblicken: Nicole Scherg (Die

Zukunft ist besser als ihr Ruf)

porträtiert fünf Wise Women,

die Tausende Geburten begleitet

haben und Müttern eine wichtige

Stütze dabei sind, ein Kind zur

Welt zu bringen: Scherg begleitet

fünf Hebammen – in Äthiopien,

Brasilien, Marokko, Nepal und

Österreich – bei ihren Einsätzen.

Im hochtechnologischen OP-Saal,

im frauenverwalteten Geburtshaus,

bei Regen im Dorf. Den

„alltäglichsten Ausnahmezustand

der Welt“ beobachtend, fragte sich

Scherg: „Wie lässt sich Geburt mit

medizinischem Fortschritt verbinden

– ohne die Bedürfnisse der

Frauen, der Familien, des Lebens

aus dem Blick zu verlieren? Unser

Film bewegt sich in diesem Spannungsfeld

– zwischen ‚zu viel, zu

früh‘ in hochtechnisierten Ländern,

wo medizinische Eingriffe

zur Norm geworden sind, und

‚zu wenig, zu spät‘ in Regionen

ohne ausreichende Versorgung,

wo Mütter und Kinder unnötig

sterben. Die Geschichten der

Hebammen spiegeln den Zustand

unserer Gesellschaft wider – sie

berühren Fragen nach Selbstbestimmung,

Macht und der Rolle

von Frauen.“

SICH EINLASSEN

Die Hebammen, „Reiseleiterinnen

in Grenzsituationen“, erklären

Prozesse, machen mit den Veränderungen

des Körpers vertraut,

finden Wege, wie Frauen ihrem

Wunsch gemäß gebären können,

sie wissen um Frauengesundheit,

die auch immer mit sozialen und

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

zu tun hat. So betreibt

beispielsweise Kanchan Mala

Shrestha aus Nepal auch Aufklärungsunterricht

vor kichernden

Schulkindern, und Sheila Santos

aus Brasilien setzt auch gleich die

Spirale ein.

Dass sich die Geburt nicht

planen lässt, darauf musste sich das

rein weibliche Filmteam beim Dreh

einlassen: „Wie die Hebammen waren

auch wir im ‚Rufbereitschafts-

Modus‘, immer bereit, wenn es

losgeht. Oft hieß es für uns: lange

warten, geduldig sein, viel Stillstand

aushalten – und dann plötzlich

ganz schnell reagieren. Das war

logistisch und emotional manchmal

eine große Herausforderung.

Geburt folgt keinem Drehplan.

Sie dauert so lange, wie sie dauert,

und kommt genau dann, wenn sie

kommt. Dieses ‚Sich-Einlassen‘

auf das Unvorhersehbare, auf den

Moment, war eine Erfahrung, die

uns als Filmteam sehr geprägt

hat und die zum Berufsalltag der

Hebammen gehört.“

#wisewomen

WISE WOMEN – FÜNF HEBAMMEN,

FÜNF KULTUREN KINOSTART 23.01.2026,

A 2025, REGIE Nicole Scherg, MIT Genet

Gebru, „Hajja“ Aïcha El Fathi, Kanchan Mala

Shrestha, Gunda Gutscher, Sheila Santos,

FILMLÄNGE 88 Min., © Polyfilm

DOT.MOVIE 37


38 DOT.MOVIE

Der Film mit der Schlange

„Anaconda“? Da war doch was! Stimmt! Doch der aktuelle Meta-Reboot,

wie es Regisseur Tom Gormican formuliert, hat wenig mit dem Film aus dem Jahr

1997 zu tun – von der Schlange mal abgesehen …

Wer sich daran erinnern

kann, bekommt eine

saure Gummischlange:

Bereits 1997 glänzte eine ausgesprochene

Starbesetzung in einem

Film gleichen Namens. Jennifer

Lopez, Ice Cube und Owen Wilson

wurden damals im Amazonas

als Crew eines Dokumentarfilms

mit zwei übergroßen Exemplaren

von Schuppenkriechtieren aus der

Gattung der Boas konfrontiert.

Anaconda heißt zwar gleich wie

das 1997er-Movie, ist aber kein

Remake, sondern ein „Meta-

Reboot“. Denn Regisseur Tom

Gormican, der auch das Drehbuch

geschrieben hat, bedient sich eines

originellen erzählerischen Tricks:

Im Film geht es um Doug (Jack

Black) und Griff (Paul Rudd).

Sie sind seit ihrer Kindheit beste

Freunde und träumen schon immer

davon, ihren absoluten Lieblingsfilm

neu zu drehen – genau,

den „Klassiker“ Anaconda. Da

sich die beiden aber langsam im

besten Lebensabschnitt für eine

Midlife-Crisis befinden, wollen sie

ihren Traum nun endlich in die

Tat umsetzen.

DER AMAZONAS – WO AUS

SPASS SCHNELL ERNST WIRD

Unsere beiden Helden reisen also

in die unwegsamen Tiefen des

Amazonas, um ihre Dreharbeiten

in Angriff zu nehmen. Doch

da passiert’s: Eine waschechte

Riesenanakonda taucht auf; aus

dem Spaß wird Ernst, und der

Horror nimmt seinen Lauf. „Ihr

werdet lachen und ihr werdet vor

Angst aufschreien“, war sich Jack

Black anlässlich eines Interviews

während der Dreharbeiten sicher.

Und: „Dieser Film ist definitiv

deutlich lustiger als das Original

aus den Neunzigerjahren.“ Denn

das Movie verbindet, wie das

komödiantische Talent der beiden

Hauptdarsteller bereits erahnen

lässt, Witz mit Schlangenterror.

Gedreht wurde übrigens nicht am

Amazonas, sondern in Queensland,

Australien. Wer die dortige

Insekten- und Tiervielfalt kennt,

mag auf den ersten Blick kaum

einen Unterschied zum Originalschauplatz

erkennen. Jedenfalls

war es dort bei den Dreharbeiten

schon in der Früh derart heiß,

dass der Schweiß in Strömen floss.

„Wir schwitzen im ganzen Film,

aber das ist kein Schweiß, den uns

die Make-up-Artists aufgetragen

haben – nein, der Schweiß ist

echt!“, beteuert Jack Black. Vom

Körpereinsatz der Schauspielerin-


nen und Schauspieler her gibt es

also schon mal die volle Punktezahl

von uns.

CLEVER-DURCHGEKNALLTE

BEARBEITUNG

Der Plan der Dualität von Horror

und Komödie geht voll auf, was

nicht nur an der spielfreudigen

Besetzung liegt, sondern auch am

Umstand, dass der Film von 1997

selbst bereits lustig war – im Gegensatz

zu Anaconda 2025 allerdings

unfreiwillig. Magere Spezialeffekte,

ein bizarrer Jon Voight als

Schlangenjäger sowie haufenweise

biologische Ungereimtheiten wie

röhrende Schlangen machten das

Original zum Kultklassiker. Insofern

war es eine clevere Idee, dem

Meta-Reboot bereits von Beginn

an eine komödiantische Note zu

geben. Davon abgesehen knallt

der Schlangen-Scare gleich noch

mal so gut, wenn man sich davor

in humoriger Sicherheit wiegt.

Neben zahllosen kleinen Gags, für

die man schon genauer hinsehen

muss, um sie zu entdecken,

sind es aber die sehr verrückten

Szenen, die der Regisseur ins

Drehbuch geschrieben hat – wie

beispielsweise der bereits totgeglaubte

Doug mittels am Rücken

festgegaffertem Wildschwein

als Köder für das Schlangenvieh

herhalten muss. Ganz klar, dass er

just genau dann aus seiner Ohnmacht

erwacht, als die Anakonda

auftaucht, und er deshalb mit dem

Wildschwein am Buckel um sein

Leben laufen muss. Absurd und

skurril trifft es wohl punktgenau,

und genau das macht den Film zu

einem herrlich durchgeknallten

Erlebnis.

JACK BLACK DREHT

SO RICHTIG AUF

Normalerweise wird Black

von der Regie gerne ein wenig

gebremst, wenn er es übertreibt.

Bei Anaconda war das anders:

Hier konnte er sich voll ausleben.

„Ich habe wirklich 110 % gegeben.

Den meisten Regisseuren wäre

das vielleicht zu viel gewesen, aber

hier konnte ich mich gehen lassen.

Das war also genau meine Komfortzone“,

freut sich der Superstar.

Und so kommt es, dass Anaconda

ein genreübergreifender Volltreffer

ist, der durchaus emotionale

Momente, jede Menge schrägen

Humor sowie den sinnstiftenden

Schlangenhorror auf sehr spezielle

Weise vereinen kann. Hat das

Zeug zum Klassiker – aber nicht

für ein ophidiophiles Publikum.

www.anaconda-film.de

JOB

PROBLEME

ANACONDA KINOSTART 25.12.,

USA 2025, REGIE Tom Gormican,

MIT Paul Rudd, Jack Black, Steve Zahn,

Thandiwe Newton, Daniela Melchior,

FILMLÄNGE 99 Min., © Sony Pictures

DOT.MOVIE 39


JOB

PROBLEME

Emotionen nach Vertrag

Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“.

RENTAL FAMILY KINOSTART 08.01.2026,

USA/Japan 2025, REGIE HIKARI,

MIT Brendan Fraser, Takehiro Hira,

Mari Yamamoto, FILMLÄNGE 103 Min.,

© The Walt Disney Company

40 DOT.MOVIE

Also? Was, glauben Sie, tun

wir hier?“, fragt der Agenturmitarbeiter.

Schulterzucken

bei seinem Gegenüber Phillip

(Brendan Fraser, The Whale). Der

Mann, der ein Jobangebot für ihn

hat, beantwortet seine rhetorische

Frage selbst: „Wir verkaufen Emotionen!

Was ich Ihnen anbiete, sind

Rollen, die eine echte Bedeutung

haben!“

Phillip, ein Schauspieler mit

Jobproblemen, stößt so auf Rollenangebote,

die sein Leben ändern

werden. Aber das weiß er jetzt noch

nicht. Aktuell hadert er damit, dass

die Auftragslage bedrückend lau

ist und anstelle von Engagements

auf Bühnen oder vor Filmkameras

nur Auftritte in der Realität warten.

Für die „Rental Family“-Agentur in

Tokio ist er der Quoten-Weiße, der

als bester Freund, als behauptetes

Familienmitglied oder Ähnliches

gebucht werden kann. Zum Beispiel

auch als Vater, engagiert von einer

alleinerziehenden Mutter (Shino

Shinozaki). Ihre Tochter Mia (Shannon

Mahina Gorman), die mit Phillip

nun ihren vermeintlichen Vater

kennenlernt, schleudert dem Mann,

der sich ihr Leben lang nicht um sie

gekümmert hat, zur Begrüßung ein

„Ich hasse dich“ entgegen. Natürlich!

Während Phillip sich noch mit

den moralischen Aspekten seines

neuen Jobs auseinandersetzt (den

Vater eines Mädchens zu spielen ist

etwas anderes als als „+1“ bei einer

Hochzeit aufzutauchen), beginnen

die Grenzen zwischen Rolle und

Realität, Spiel und Gefühl zu verschwimmen.

EMPATHIESCHMIEDE KINO

Regisseurin HIKARI weiß mit hochkochenden

Emotionen umzugehen:

In der Netflix-Serie Beef führte eine

zufällige Begegnung zweier Autofahrer

zu größtmöglicher Eskalation,

ihr Spielfilm 37 Seconds zeigte den

Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung

einer Frau mit Zerebralparese.

„Ich bin der Überzeugung,

dass das Kino die Welt zu einem

besseren Ort machen kann. Es

erlaubt uns, andere mit Empathie zu

sehen, schafft Raum für Gespräche

und lässt uns Seiten an uns selbst

entdecken, von denen wir nicht

wussten, dass sie existieren.“

Die aus Osaka stammende

Regisseurin begann sich 2018 mit

der in ihrem Heimatland florierenden

„Rent a family“-Industrie zu

beschäftigen, „aktuell gibt es hier

über 300 solcher Agenturen“, sagt

sie. In Gesprächen mit Kunden

bemerkte sie: „Auch wenn sie für

den Service bezahlen, finden sie

in den zwei oder drei Stunden, die

sie zusammen verbringen, eine

Freundschaft. Und die Schauspieler,

die zu Stellvertretern werden,

investieren sich ebenfalls zu 100 %

in die Beziehung und finden ihre

eigene Verbindung in der Gemeinschaft.

Die Rollen mögen unecht

erscheinen, aber die Emotionen

sind echt.“ HIKARI führt den Erfolg

dieses Geschäftszweigs nicht nur auf

die heutige Einsamkeit und Isolation

zurück, sondern auch auf die mangelnde

gesellschaftliche Akzeptanz

von Therapien in Japan. HIKARI

erzählt warmherzig, nuancenreich,

aber auch mit Blick auf das Absurde

dieser Agenturen.

#rentalfamilymovie


Alles nur Fassade

Eine atemlose Verfilmung: Paul Feig inszeniert Freida McFaddens Bestseller

„The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried.

THE HOUSEMAID KINOSTART

15.01.2026, USA 2025, REGIE Paul Feig,

MIT Sydney Sweeney, Amanda Seyfried,

Brandon Sklenar, Michele Morrone,

FILMLÄNGE 131 Min., © Constantin Film

BEHIND CLOSED DOORS

Paul Feig (Nur ein kleiner Gefallen,

Brautalarm, Ghostbusters

2016) bringt diesen Stoff voller

Wendungen und Geheimnisse

mit treffend treibender Stimmung

auf die Leinwand; er basiert auf

dem Thriller-Bestseller von Freida

McFadden (deutscher Titel: „Wenn

sie wüsste“, Heyne München,

2023). Neben ihrem Leben als

Autorin psychologischer Thriller

(sie begann ihre schriftstellerische

Laufbahn 2013 mit Selbstveröffentlichungen

über Amazon Kindle

Direct Publishing, Freida McFadden

ist ein Pseudonym) ist die

Harvardabsolventin und zweifache

Mutter als Ärztin tätig – mit Spezialisierung

auf Hirnverletzungen.

Ihre „Housemaid“-Reihe gewährt

inzwischen bereits vier Bände lang

Einblicke in eigenwillige Haushalte.

Wenn nun „Wenn sie wüsste“

auf die Leinwand kommt, lernt

Sydney Sweeney Amanda Seyfried

und deren Leinwandgatten

Brandon Sklenar (Nur noch ein

einziges Mal) viel zu gut kennen:

Fürs Publikum wird’s schaurig und

atemlos.

#thehousemaid

Die 27-jährige Millie (Sydney

Sweeney, Euphoria,

Wo die Lüge hinfällt)

rechnet nicht damit, nach dem

Vorstellungsgespräch im luxuriösen

Anwesen der Winchesters je

wieder von der mondänen Nina

(Amanda Seyfried, The Dropout)

zu hören: Es bräuchte nicht viel

Aufwand, um zu erkennen, dass

die Vita, die Millie vorgelegt hat,

nicht ganz der Wahrheit entspricht.

Aber dann meldet sich

Nina Winchester mit der erlösenden

Nachricht bei der aktuell

arbeits- und wohnungslosen

Millie: Sie hat den Job als Haushälterin

inkl. Logis – und je schneller

sie bei der wohlhabenden Familie

auf Long Island beginnen kann,

desto besser. Millie ist erleichtert:

Ihr Wunsch, ein neues Leben zu

beginnen, scheint in Erfüllung zu

gehen. Aber schon am zweiten Tag

ihrer neuen Stelle – bei einem Idyll

aus Vater, Mutter, Kind – schwant

ihr, dass ihre neue Arbeitgeberin

sie wohl an ihre Grenzen bringen

wird: Nina scheint nicht allzu stabil,

sondern eher in einer eigenen

Welt zu leben. Was zum Teufel

wird hier gespielt?!

DOT.MOVIE 41


JOB

PROBLEME

DER MEDICUS II

KINOSTART 25.12.,

D 2025, REGIE Philipp

Stölzl, MIT Tom Payne,

Emily Cox, Aiden Gillen,

Liam Cunningham, Áine

Rose Daly, Owen Teale,

FILMLÄNGE 142 Min.,

© Constantin Film

42 DOT.MOVIE


TEXT: MANUEL STEPHAN

Philosophie von Seele und Körper

Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt in ein

in Machtkämpfe verstricktes London zurück.

Der Medicus, nach dem

Bestseller von Noah

Gordon, kehrt zu Weihnachten

ins Kino zurück, über

ein Jahrzehnt, nachdem Regisseur

Philipp Stölzl (Schachnovelle) im

ersten Teil den jungen Arzt Rob

Cole (Tom Payne, Horizon: Eine

amerikanische Saga) Mitte des

11. Jahrhunderts ins persische Isfahan

schickt, um vom Universalgelehrten

Ibn Sina (Sir Ben Kingsley)

in moderner Medizin unterrichtet

zu werden. Nach dem Verrat an die

Seldschuken und dem Fall Isfahans

begibt sich Rob mit seiner schwangeren

Gefährtin Rebecca (Emma

Rigby, The Counselor) und einigen

getreuen Kollegen zurück nach

London, wo er Ibn Sinas „Kanon

der Medizin“ anwenden und das

Volk behandeln möchte. Dabei

lernt Cole auch, dass der Schlüssel

zu einem gesunden Leben auch in

der menschlichen Seele liegt. Das

stößt im Königshaus auf wenig

Begeisterung, besonders beim königlichen

Leibarzt Hunne (Aiden

Gillen, King Arthur: Legend of

the Sword). Der hat nämlich ein

besonderes Interesse daran, den

dahinsiechenden König Canute

(Liam Cunningham, Kampf der

Titanen) und dessen Tochter Ilene

(Áine Rose Daly) vom modernen

Mediziner Cole fernzuhalten.

Denn er hat sich mit der jungen

Gattin des Königs, Mercia, verschworen.

DOT.: Frau Cox, wie gut kannten

Sie den „Medicus“, bevor Sie die

Rolle der „Mercia“ in der Fortsetzung

angenommen haben?

EMILY COX: Gar nicht! (lacht)

In der Zwischenzeit habe ich den

ersten Teil aber gesehen, und ich

bin großer Fan.

Wie hat es sich für Sie angefühlt,

Teil einer internationalen Filmproduktion

dieser Größenordnung

zu sein?

Das war ein tolles Gefühl und

eine große Ehre! Mercia ist eine

sehr anspruchsvolle Figur, da sie

so dunkel ist, und ich habe mich

gefreut, dass der Regisseur Philipp

Stölzl, die Casterin Cassandra Han

INTER

VIEW

und die Produzenten mir so großes

Vertrauen entgegengebracht

haben, solch eine komplexe Figur

zu spielen. Der Cast war grandios,

es hat großen Spaß gemacht, mit

ihnen in diese Welt des 11. Jahrhunderts

einzutauchen. Lustigerweise

kannte ich den Drehort

schon: Unsere erste Location war

in Budapest, wo ich über fünf Jahre

in einer Hauptrolle die Netflix-

Show The Last Kingdom gedreht

hatte. Und nicht nur die Stadt war

die gleiche, sondern wir haben tatsächlich

im exakt gleichen Set von

The Last Kingdom gedreht – das

nur ein bisschen umgebaut worden

war … Das wusste ich im Vorfeld

nicht, ich war am ersten Drehtag

In der Rolle der intriganten Königin

ist die österreichische Schauspielerin

mit britisch-irischen

Wurzeln Emily Cox zu sehen, die

sich mit uns zu einem exklusiven

Interview getroffen hat.

#dermedicus2

© Amelie Chapalain

DOT.MOVIE 43


INTER

VIEW

total überrascht … Ich habe also

auch als Mercia immer wieder

darauf gewartet, dass Uhtred, der

Hauptdarsteller aus The Last Kingdom,

um die Ecke biegt (lacht).

Was ist Ihnen von den Dreharbeiten

besonders in Erinnerung

geblieben?

Mir ist in Erinnerung geblieben,

dass wir sehr viel Spaß hatten und

sehr viel gelacht haben. Außerdem

ist mir eine extrem inspirierende

Zusammenarbeit mit Regisseur

Philipp Stölzl in Erinnerung geblieben,

den ich wahnsinnig schätze.

Was für ein genauer und feiner Regisseur!

Es war wunderbar, mit ihm

gemeinsam Mercia zu entwickeln.

Außerdem erinnere ich mich daran,

dass ich sehr aufgeregt war. Einerseits,

weil ich mich total über das

schöne Projekt und die tolle Rolle

gefreut habe. Und anderererseits,

weil ich zwei Tage vor Drehbeginn

einen positiven Schwangerschaftstest

in der Hand hielt. Ich hab es

beim Dreh niemandem verraten,

weil es noch so früh war … Jetzt

freue ich mich umso mehr darüber,

alle endlich aufklären zu können,

warum ich in Umbaupausen immer

44 DOT.MOVIE

wieder einfach auf meinem Thron

ein paar Minuten einen Powernap

eingelegt habe … Dass mir oft

sehr schlecht war, hat zum Glück

niemand bemerkt!

Erzählen Sie uns ein wenig über

ihre Figur „Mercia“ und wie Sie

sie angelegt haben.

Mercia ist die Frau des Königs. Sie

ist intrigant, kalt, berrechnend.

Ich glaube ja, dass alle Bösewichte

– oder Menschen, die Böses tun –

ihre Gründe haben. Wie verurteilenswert

ich als Emily gewisse

Dinge auch finde, ich versuche mir

beim Spielen immer in Erinnerung

zu rufen, dass dieses Verhalten der

Figur die zurzeit beste Antwort

dieses Menschen auf ein Problem

oder eine Situation ist. Mercia ist

verloren, einsam und zutiefst traurig.

Eigentlich tut sie mir einfach

wahnsinnig leid. Und trotzdem

muss man so Menschen, die

rücksichtslos nach Macht gieren,

natürlich stoppen.

Wie haben Sie sich auf diese anspruchsvolle

und herausfordernde

Rolle vorbereitet?

Ich habe versucht, herauszufinden,

was vielleicht ihre Ziele

sein könnten, was ihre Träume,

Sehnsüchte und auch ihre Hindernisse

sind, dass sie erreicht, was

sie haben will. Wir hatten davor

auch Reittraining, ich habe dort

„mein“ Pferd kennengelernt, und

wir hatten auch Stunttraining für

einige Schlüsselszenen. Ich bin

aber tatsächlich erst sehr kurzfristig

besetzt worden, das heißt, es

war spannend, weil ich gar nicht so

viel Zeit hatte und einfach ins kalte

Wasser springen musste.

Drei Ihrer Szenenpartner – Aiden

Gillen, Liam Cunningham und

Owen Teale – sind vor allem

bekannt aus „Game of Thrones“.

Im Film geht es zudem auch um

königliche Intrigen und Machtkämpfe.

Inwiefern war diese

Verbindung Thema am Set?

Ich will GoT schon ewig anschauen,

habe es aber bisher noch nicht

geschafft … Bei diesem Dreh war

ich froh darüber, weil ich sonst

vielleicht total nervös gewesen

wäre. So waren sie für mich einfach

nur Aiden, Liam und Owen,

wahnsinnig nette, lustige und vor

allem gute Kollegen.


Es war außerdem das erste Mal, dass ich mit Iren

auf einem Set war (Anm.: Liam und Aiden kommen

aus Irland), was lustig ist, da ich ja selbst – aufgrund

meiner Mama, die vor meiner Geburt nach Wien

gezogen ist – Irin bin.

EIN FILM VON NICOLE SCHERG

AB 23. JÄNNER

IM KINO

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Ihren

Kollegen empfunden und wie haben Sie von deren

Erfahrungen profitieren können?

Die Zusammenarbeit war echt schön. Ich finde, als

Schauspielerin ist man immer nur so gut wie die Partner

oder Partnerinnen sind, denn es ist immer etwas,

was man zusammen kreiert. Das heißt, es ist immer

von extrem großem Vorteil, wenn das tolle Kollegen

sind, mit denen man spielt.

Sie selbst haben in der Historienserie „The Last

Kingdom“ mitgespielt. Was haben Sie wiederum

von Ihren Erfahrungen aus dieser Produktion

mitbringen können?

Was ich von The Last Kingdom mitbringen konnte,

war, dass ich dafür reiten gelernt hatte, und das war

hier natürlich super, dass ich das konnte. Ich hatte

auch sehr viel Stunttraining für die Serie, obwohl ich

bei Der Medicus II nicht ganz so viele Kampfszenen

hatte wie Brida bei The Last Kingdom. (lacht)

Das Gefühl, auf einem Pferd sitzend ein Heer anzuführen,

kannte ich schon aus The Last Kingdom, und

das hat mir, glaube ich, schon geholfen. Außerdem

hatte ich bei The Last Kingdom ein paar Sätze Ungarisch

von den Teammitgliedern gelernt. Ich hätte

nie im Leben gedacht, dass ich je wieder „Wo ist mein

Schwert?“ auf Ungarisch sagen würde, aber siehe da,

ich konnte den Satz schneller wieder einsetzen als

ursprünglich gedacht!

Der Film reist zurück zu den Ursprüngen der

modernen Medizin und behandelt auch das Misstrauen

dem gegenüber, ein Thema, das in unserer

Gegenwart immer noch sehr aktuell und brisant ist.

Wie hat „Der Medicus II“ Ihre Sichtweise auf die

Medizin geprägt?

Im Film rettet der Medicus Mercia durch einen Kaiserschnitt

das Leben. Ich hatte ein paar Monate nach

dem Dreh auch im echten Leben einen ungeplanten

Kaiserschnitt. Ich kann nur sagen: Ich bin der Medizin

aus tiefstem Herzen dankbar, dass es heutzutage

Betäubungsmittel gibt!

GEWINNSPIEL

Emily Cox hat ein „Der Medicus II“-

Plakat für DOT. signiert, das nun auf einen

Gewinner oder eine Gewinnerin wartet.

Mitspielen per Mail an gewinn@pph-media.at.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse.

WISE

WOMEN

WWW.WISEWOMEN.AT

FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN

DOT.MOVIE 45


Epilog einer Katastrophe

Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ – und zu Gerard Butlers

Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag.

Als Ric Roman Waugh im

Jahr 2020 von der Erde

erzählte, raste ein riesiger

Komet auf unseren Planeten zu.

Die Berechnungen besagten zwar,

dass er noch vor Eintritt in die

Erdatmosphäre verglühen würde,

nur: Die Prognosen stimmten

nicht, wie spätestens klar wurde,

als durch ein erstes Fragment des

Kometen ganz Florida Geschichte

war. Schon machte die Vermutung

die Runde, dass nur ein elitärer

Personenkreis in Sicherheit gebracht

wird. Und tatsächlich: Ingenieur

John Garrity (Gerard Butler)

wurde von der US-Regierung aufgefordert,

sich sofort gemeinsam

mit seiner Familie (Morena Baccarin,

Roger Dale Floyd) zu einer

Militärbasis zu begeben, um von

dort aus nach Grönland geflogen

zu werden. Hier soll das Überleben

möglich sein. Greenland erzählte

vom Überlebenskampf unter

apokalyptischen Bedingungen; von

den Schwierigkeiten dieser Reise

– zwischen plündernden Horden,

panisch fliehenden Menschen und

der Angst vor dem Kometen.

ENDZEITACTION

Wenn Ric Roman Waugh (Angel

Has Fallen) fünf Jahre später in

diese Welt zurückkehrt, herrscht

große Resignation: Die Überlebenden

fristen ein trostloses Dasein

im Bunker in Grönland. Luft und

Wasser sind verseucht, Strahlungsstürme

wüten über die Oberfläche,

und Fragmente des Kometen

schweben noch immer in der

Umlaufbahn – als ewige Drohung,

doch noch auf die Erde zu stürzen.

Die Familie Garrity muss sich

wieder in Bewegung setzen, als ein

verheerendes Beben den Bunker

zerstört: Sie werden die gefährliche

Reise durch ein verwüstetes

Europa aufnehmen müssen, um

sich zum einzigen Ort auf dem

Planeten durchzuschlagen, der

vielleicht sicher ist – zu einem

gigantischen Krater des Clarke-

Kometen in Südfrankreich … Der

Endzeit-Blockbuster bietet Action

mit großem Schauwert!

#greenland2

GREENLAND 2 – GREENLAND 2:

MIGRATION KINOSTART 08.01.2026,

GB/USA 2026, REGIE Ric Roman

Waugh, MIT Gerald Butler, Morena

Baccarin, © Tobis Film

THE END

46 DOT.MOVIE


Vision eines Albtraums

Aus Tagen wurden Wochen und inzwischen – Jahre: Ein halbes Jahr nach

Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es

mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“.

Als der Fahrradkurier Jim

die Augen aufschlägt, fällt

es ihm schwer, sich zu orientieren.

Er befindet sich in einer

Intensivstation eines Londoner

Spitals, wo er nach einem Unfall

mit einem Lkw im Koma lag. Nun

ist er: allein. Er wandert durch

die Flure, dann über Straßen,

aber London ist ausgestorben. Als

er abends Unterschlupf in einer

Kirche sucht, sieht er nicht nur

Berge von Leichen, sondern auch

Bewegung: Ein Priester kommt

abgehackt gestikulierend zuckend

auf ihn zu: Der Mann mit den

blutunterlaufenen Augen, der

eigenwillige Schreie von sich gibt,

ist längst kein Mensch mehr.

Es war das Jahr 2002, als

Danny Boyle (Trainspotting)

den Endzeit-Horror-Thriller 28

Days Later nach dem Drehbuch

von Alex Garland (Ex Machina)

vorlegte und Cillian Murphy

(Oppenheimer) durch die Hölle

schickte: Ein Virus, der in Umlauf

kam, nachdem Aktivisten in Cambridge

Versuchstiere befreien wollten,

verwandelte die infizierten

Menschen in Zombies. Murphy

versuchte als Jim im devastierten

Großbritannien zu überleben und

andere Menschen und Antworten

zu finden – und das Ergebnis war

ungeheuer atmosphärisch. Ähnlich

packend und niederschmetternd

verlief es 2007, als die Fortsetzung

28 Weeks Later (Regie:

Juan Carlos Frenadillo, u.a. mit

Robert Carlyle) anstand, und 2025,

als Danny Boyle skizzierte, wie

die Welt 28 Years Later aussieht –

28 Jahre nach der Verbreitung des

verheerenden Rage-Virus: wie die

verbliebenen Menschen (Aaron

Taylor-Johnson, Ralph Fiennes)

Wege gefunden haben, inmitten

der Infizierten zu existieren.

DER ALBTRAUM GEHT WEITER

Auch Nia DaCosta (Candyman)

blickt mit ihrem Filmbeitrag, der

von Alex Garland geschrieben

und back-to-back mit 28 Years

Later gedreht wurde, auf die

Scherben unserer Zivilisation:

Sie wird die von Ralph Fiennes

gespielte Figur des Dr. Kelson

genauer beobachten – und auch

schauen, wie es mit Spike (Alfie

Williams) weitergeht, der sich

von seinem Vater Jamie (Aaron

Taylor-Johnson) losgesagt hat und

am Ende von 28 Years Later auf

Jimmy Crystal (Jack O’Connell)

traf: ein reiner Albtraum. Jimmy,

der in der Rückblende, die die

Eingangssequenz von 28 Years

Later darstellte, als kleiner, unschuldiger

Junge vorgestellt wurde,

der Zeuge von Unaussprechlichem

wurde, ist inzwischen zum

durchgeknallt-gewaltbereiten

Kultgründer geworden: Womöglich

sind in 28 Years Later: The

Bone Temple nicht die Infizierten

das größte Problem …

#28YearsLaterFilm

28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE

KINOSTART 16.01.2026, GB/USA 2026,

REGIE Nia DaCosta, MIT Ralph Fiennes, Alfie

Williams, Jack O’Connell, © Sony Pictures

DOT.MOVIE 47


„Ich habe Holzbein

gefunden!“

„Ein einfacher Unfall“ löst eine

Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer

Film ist eine Wucht.

Das Quietschen der Beinprothese,

das er in seiner

Werkstatt vernimmt, als sich

ein Kunde namens Eghbal bewegt,

kennt Vahid viel zu gut: Der aserbaidschanische

Automechaniker ist sicher, dass

er seinem früheren Peiniger begegnet: Vahid wurde

einst vom iranischen Regime inhaftiert und immer

und immer wieder mit verbundenen Augen verhört.

Vahid weiß, was zu tun ist.

Regisseur Jafar Panahi (Crimson Gold, Taxi

Teheran) erzählt mit seinen unvergesslichen, im Geheimen

gedrehten Filmen von seinen Lebenserfahrungen.

Er war mit einem Berufsverbot belegt und

hat zwei Haftstrafen erlebt – eine fast überwiegend in

Einzelhaft, die zweite unter vielen anderen Gefangenen,

mit denen er sich intensiv austauschte. „Als

ich entlassen wurde, fühlte ich mich verpflichtet,

einen Film über die Menschen zu drehen, die ich im

Gefängnis kennengelernt hatte. Ich war ihnen diesen

Film schuldig. Die Initialzündung kam schnell: Ich

fragte mich, was passieren würde, wenn einer der

Menschen, die ich im Gefängnis kennengelernt hatte,

freigelassen würde und plötzlich der Person gegenüberstünde,

die ihn gefoltert und gedemütigt hatte.“

Goldene Palme für den besten Film in Cannes 2025.

#eineinfacherunfall

THE END

Eigene Gesetze

Ein atemloses Drama, das Nikolaj Lie

Kaas nach Syrien und zum IS führt:

„Kein Weg zurück“.

Abu Issa soll beweisen, dass er einer von

ihnen ist. Keiner von den Männern kennt

ihn. Also soll er die Waffe, die ihm entgegengestreckt

wird, nehmen und den am Boden knienden

Mann hinrichten, der als Verräter festgehalten

wird. Abu Issa, der eigentlich Christian heißt,

aus Dänemark kommt und so gut schießen kann,

weil er Soldat war, ist schon weit in den Dschihad

in Syrien vorgedrungen. Er hat viel riskiert, er

hat andere in Gefahr gebracht. Wie weit er gehen

wird, ist die Frage, die über dem Szenario schwelt,

das Regisseurin Charlotte Sieling kompromisslos

inszeniert. Ihr geradliniges Drama heftet sich an

die Sohlen eines Vaters, der hofft, in Syrien seinen

Sohn zu finden: Adam ist zum Islam konvertiert

und kämpft für den IS. „Dänemark war, pro Kopf

gerechnet, das Land mit der höchsten Anzahl an

europäischen Teilnehmern am syrischen Bürgerkrieg“,

so Sieling. Sie fragte sich: „Sollte ein

Vater das Recht haben, über den Glauben seines

Sohnes zu entscheiden?“ Und: „Wo ziehen wir die

Grenze für das, was wir akzeptieren sollten? Oder

respektieren?“ Sie hofft, dass ihr Film die Diskussion

darüber anstößt, wie wir miteinander kommunizieren.

Nikolaj Lie Kaas (Carl Mørck aus den

Jussi-Adler-Olson-Verfilmungen) spielt den von

Verzweiflung getriebenen Vater, der zu allem bereit

ist, um seinen Sohn zurückzubekommen.

#KeinWegzurück

EIN EINFACHER UNFALL – IT WAS JUST AN ACCIDENT

KINOSTART 08.01.2026, IR/F/LU 2025, REGIE Jafar

Panahi, MIT Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi,

FILMLÄNGE 102 Min., © Polyfilm

KEIN WEG ZURÜCK KINOSTART 09.01.2026,

DK/NO 2024, REGIE Charlotte Sieling, MIT Nikolaj Lie Kaas,

Albert Rudbeck Lindhardt, Arian Kashef, Harki Bhambra,

FILMLÄNGE 97 Min., © Filmladen

48 DOT.MOVIE


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Herzen im Gleichtakt

Hugh Jackman und Kate Hudson werden in

„Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“.

Als das Groupie bzw. „Band

Aid“ Penny Lane gab Kate

Hudson in Cameron Crowes

Musik-Road-Movie Almost

Famous (2000) eine unvergesslich

magnetische Performance.

Ihre Ausstrahlung wirkt auch

heute – wenn sie für Craig Brewer

(Der Prinz aus Zamunda 2) auf die

Bühne tritt. In Song Sung Blue spielt

sie die Sängerin und alleinerziehende

Mutter Claire Stengl, später Sardina. Als Mike Sardina

(Hugh Jackman) – Vietnam-Veteran, trockener

Alkoholiker und Mechaniker – sie erblickt, ist

es um ihn geschehen. Die beiden haben denselben

musikalischen Traum – und erfüllen ihn sich, indem

sie die Neil-Diamond-Tribute-Band „Lightning

& Thunder“ gründen. Es ist nicht nur der Beginn

einer gemeinsamen musikalischen Reise – sondern

auch der Beginn einer großen Liebe. „Ich lebe in

Memphis, Tennessee. Wer in Memphis lebt, ist

umgeben von Musik. Elvis Presley, Al Green, B.B.

King, Johnny Cash, Isaac Hayes, Justin Timberlake,

GloRilla: Sie alle stammen aus Memphis und haben

sich auf der internationalen Musikbühne einen

Namen gemacht“, so Brewer. „In Memphis zu leben,

bedeutet aber auch, diejenigen zu kennen, die es nie

geschafft haben.“ Nicht nur deswegen war Brewer so

fasziniert von den Sardinas, als er eine Doku über

sie sah. Nun verneigt er sich filmisch vor ihnen –

mit einem mitreißenden Feel-Good-Film.

#songsungblue

DREAM

BIG

Arbeit an Wundern

Ken Scott erzählt, was

„Mit Liebe und Chansons“ möglich ist.

Das sechste Kind von Esther Perez kommt im

Paris der 1960er-Jahre mit einem Klumpfuß

zur Welt. Die Ärzte sind sich sicher, dass Roland

niemals richtig laufen wird. Seine Mutter Esther

aber ist stur: Sie weiß, dass ihr Roland an seinem ersten

Schultag auf seinen eigenen Beinen in die Schule

gehen wird, und lässt wirklich nichts unversucht, um

das Wunder zu vollbringen. Die Geschichte, die der

Frankokanadier Ken Scott (Starbuck, Die unglaubliche

Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank

feststeckte) hier vorlegt, ist die von Roland Perez, der

seine Geschichte zu einem Roman machte. Als Scott

Perez’ Roman in die Hände fiel, war er begeistert:

„Ich las ihn gleich zweimal und begann noch während

des Lesens mit der Arbeit an einem Drehbuch.

Roland Perez spricht in dem Buch über das sehr

ernste Thema seiner Behinderung, aber dank der

unglaublichen Persönlichkeit

seiner Mutter Esther ist die

Erzählung von Menschlichkeit

und Humor durchdrungen.

Das ist die Art

von Geschichte, die ich

liebe.“ – Die 50 Jahre,

von denen im Buch

erzählt wird, übersetzt

er in 103 Filmminuten –

103 Minuten voller Leben,

Tiefgang und Humor.

#mitliebeundchansons

SONG SUNG BLUE KINOSTART 25.12., USA 2025,

REGIE Craig Brewer, MIT Hugh Jackman, Kate Hudson,

FILMLÄNGE 132 Min., © UPI

MIT LIEBE UND CHANSONS – MA MÈRE, DIEU ET SYLVIE

VARTAN KINOSTART 01.01.2026, F 2025, REGIE Ken Scott, MIT

Leïla Bekhti, Jonathan Cohen, FILMLÄNGE 103 Min., © Panda

50 DOT.MOVIE


Das Leben der anderen

Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“.

James L. Brooks (Besser geht’s

nicht) – in den letzten Jahren

vor allem als Produzent tätig

– meldet sich mit einer Hommage

an die Screwball-Komödien

der 1950er-Jahre als Regisseur

zurück. Sein Film ist ganz um

seine titelgebende Protagonistin

Ella McCay gestrickt – eine

junge Frau, die nicht nur einen

anspruchsvollen Job (nämlich

Politikerin) hat, sondern auch

eine komplizierte Familie (als

Vater: Woody Harrelson). Brooks

begann das Drehbuch ohne eine

bestimmte Handlung im Kopf zu

schreiben. Während er schrieb,

entwickelte sich eine Geschichte

über frühkindliche Traumata

und deren Auswirkungen – aber

eine, die einen hoffnungsvollen

Ton hat.

Als Teenagerin weigert sich

Ella, die Frauengeschichten ihres

Vaters Eddie (Woody Harrelson)

zu übersehen, während ihre

Mutter (Rebecca Hall) ihm seine

Sünden vergab und mit Ellas

vierjährigem Bruder Casey nach

Kalifornien zieht. Ella bleibt – und

lebt fortan bei ihrer Tante Helen

(Jamie Lee Curtis). Dass ihre

Mutter stirbt, als Ella 17 ist, macht

alles noch schmerzhafter.

EIN INTENSIVER BLICK DURCHS

WOHNZIMMERFENSTER

Wenn Brooks von Ella erzählt,

ist sie zu einer hartgesottenen

Politikerin herangewachsen (auch

wenn sie eine Niete in der Basisarbeit

ist), die alle Hände voll zu

tun hat. Nachdem der amtierende

Gouverneur (Albert Brooks) für

einen Posten im Kabinett in Washington

ausgewählt wird, ist die

34-Jährige plötzlich Gouverneurin.

Genau zu diesem Zeitpunkt

erscheint Vater Eddie wieder auf

der Bildfläche – nachdem sich die

beiden 13 Jahre lang nicht gesehen

haben. Der Grund für seinen

Auftritt hat nicht etwa mit seinem

Innersten zu tun, sondern mal

wieder mit seiner Libido: Seine

aktuelle Freundin ist nur bereit,

die Beziehung fortzusetzen,

wenn er sich mit seinen Kindern

versöhnt. Ellas Bruder Casey

(Spike Fearn), der seit fast einem

Jahr liebeskummerbedingt (ausgelöst

durch Ayo Edebiri) seine

Wohnung kaum mehr verlässt, ist

davon ebenso wenig begeistert wie

Ella, die bestens besetzt ist: Emma

Mackey (Sex Education) stolpert

durch ihren hürdenreichen Alltag.

Brooks gelingt es, seinen Figuren

Leben einzuhauchen – oder,

wie es der ausführende Produzent

Colby Pines formuliert: „Die

Geschichte vermittelt das Gefühl,

als würde man einen Blick in das

Leben eines anderen werfen – als

würde man für einen Moment

durch das Wohnzimmerfenster einer

Familie schauen.“ Beim Blick

ins Leben der McCays gibt es viel

zu sehen …

#ellamccay

ELLA MCCAY KINOSTART 22.01.2026,

USA 2025, REGIE James L. Brooks,

MIT Emma Mackey, Jamie Lee Curtis,

Jack Lowden, Albert Brooks, Woody

Harrelson, FILMLÄNGE 120 Min.,

© The Walt Disney Company

DOT.MOVIE 51


Brüchiger Boden unter den Füßen

Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.

Etwas Schlimmes ist Agnes

passiert. Aber das Leben

geht weiter – zumindest für

alle um sie herum“, ist die Logline

von Eva Victors Regiedebüt.

Während Agnes’ beste Freundin

und Mitbewohnerin (Naomi

Ackie, Blink Twice) etwa das Studienörtchen

verlässt, nach New

York zieht, eine Partnerin findet,

heiratet und mit ihr ein Kind

erwartet, hofft Agnes nur darauf,

dass sich ihr Leben irgendwann

wieder leichter anfühlen wird.

Agnes, von der Regisseurin selbst

gespielt, ist eine scharfsinnige,

humorbegabte junge Frau, die

nach einem Übergriff feststeckt.

Natürlich geht auch für Agnes

das Leben irgendwie weiter, in der

kleinen Ortschaft in Neuengland:

Sie wird Literaturprofessorin und

bekommt ausgerechnet jenes Büro

zugewiesen, das sie nie wieder betreten

wollte, sie findet eine Katze,

sie hat eine Panikattacke und

erfährt so von der Verbundenheit,

die spontan zwischen Fremden

(John Carroll Lynch, Fargo) entstehen

kann, sie lernt ihren neuen

Nachbarn (Lucas Hedges, Ben is

Back) kennen, sie wird als Jurorin

für ein Schöffengericht ausgelost,

sie lernt das Baby ihrer besten

Freundin kennen, sie setzt sich

langsam wieder zusammen.

EIN GROSSES TALENT

Comedienne Eva Victor legt ein

leises Drama vor, das ungeheuer

ergreifend ist und nie den

Humor verliert: Agnes wird das

Herz des Publikums erobern. Eva

Victor trifft den Ton, wenn sie

sich mit Fragen beschäftigt wie:

Was verändert sich in uns, wenn

sich schlechte Erinnerungen im

Körper einnisten? Sie schrieb das

Drehbuch während der Pandemie

(„Ich schrieb den Film, den ich damals

gebraucht hätte, als ich selbst

eine ähnliche Krise wie Agnes

durchlebte.“), schickte es an ihren

Bekannten Barry Jenkins (Moonlight),

der es mit seiner Produktionsfirma

Pastel produzieren

wollte. Dabei wurde angestoßen,

dass Victor die Regie übernehmen

sollte; Pastel half ihr in die neue

Rolle – durch ein „Bootcamp“ mit

Tutorials, Lektüren, Setbesuchen

… Seither wurde Victors einnehmend

leichtfüßiges, ehrliches,

vielfach preisgekröntes Debüt bei

Festivals (Premiere: Sundance) geliebt.

„Ich hoffe, der Film kann sich

wie eine Umarmung anfühlen“,

meint Victor. Dieses Meisterstück

ist ihr eindeutig gelungen.

#sorrybaby

SORRY, BABY KINOSTART 18.12., US/E/F

2024, REGIE Eva Victor, MIT Eva Victor,

Naomi Ackie, Lucas Hedges, John Carroll

Lynch, FILMLÄNGE 103 Min., © Polyfilm

52 DOT.MOVIE


IN MEINER

HAUT

Große Zerrissenheit

Hafsia Herzi verfilmt Fatima Daas‘ „Die jüngste Tochter“.

Man kann sagen: Der

Schritt in die Schauspielerei

ist Nadia Melliti

durchaus gelungen. Für ihre erste

Rolle – die Titelrolle der „jüngsten

Tochter“, die sie zurückhaltendintensiv

spielt – wurde sie gleich

in Cannes als beste Darstellerin

ausgezeichnet, bei der Uraufführung

erhielt die Verfilmung von

Fatima Daas’ autofiktionalem

Debütroman, die auch mit der

Queer Palm ausgezeichnet wurde,

zwölfminütige Standing Ova-

tions. Zärtlich inszeniert Hafsia

Herzi (Du verdienst eine Liebe)

die Geschichte von Fatima, der

jüngsten von drei Töchtern einer

französisch-algerischen Familie in

einem Pariser Vorort. Als der Film

beginnt, ist sie 17, spielt Fußball,

ist mit den breitbeinigsten Jungs

der Schule befreundet und hat

einen heimlichen festen Freund,

der bereits ans Heiraten denkt.

Dass sie sich von Frauen angezogen

fühlt, weiß keiner und ist in

ihrer Welt – ihrem Glauben, ihrer

Familie – eigentlich auch völlig

undenkbar. Trotzdem installiert

sie zumindest eine Dating-App

und beginnt sachte ihre Fühler

auszustrecken …

#diejüngstetochter

DIE JÜNGSTE TOCHTER – LA PETITE

DERNIÈRE KINOSTART 25.12., F/D 2025,

REGIE Hafsia Herzi, MIT Nadia Melliti,

Park Ji-min, Amina Ben Mohamed, FILM-

LÄNGE 106 Min., © Alamode Film

GEHEIMNISSE LAUERN

HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN

AB 15. JÄNNER IM KINO


IN MEINER

HAUT

Alice Douard erzählt vom Elternwerden – und ließ sich von ihrer

eigenen Erfahrung inspirieren: „15 Liebesbeweise“.

Alice Douard führt nach

Paris im Jahr 2014 und

erzählt von einer Tontechnikerin

und DJane namens

Céline (Ella Rumpf, Die göttliche

Ordnung), die ihr erstes Kind

erwartet – schwanger ist sie jedoch

nicht: Ihre Frau Nadia (Monia

Platz da

Chokri) trägt das Kind aus. Auch

wenn es die „Ehe für alle“ gibt,

muss Céline 15 persönliche Briefe

aus dem Familien- und Freundeskreis

zusammentragen, die dem

Staat beweisen, dass sie ihrer Rolle

gewachsen ist. Sie muss sich ihr

Recht – die Adoption ihres Kindes

– erkämpfen, und zugleich bereitet

sie sich auf die neue Aufgabe vor,

die in ein paar Monaten auf sie

wartet. Douard ließ sich von ihren

eigenen Erfahrungen zu diesem

tiefsinnigen und auch humorvollen

Film inspirieren: „Heute ist das

Gesetz anders: Seit 2021 können

Frauen eine pränatale Anerkennung

abgeben, während wir den

Adoptionsweg gehen mussten.

Das war mühsam, aber auch eine

Chance – denn vor 2013 gab es die

Möglichkeit einer legalen Familie

schlicht nicht!“ 15 Liebesbeweise

zeigt, wie eng Privates und Politisches

im Leben von LGBTIQ+-

Familien verwoben sind – und wie

der Blick auf außen auf werdende

Eltern ist.

#15liebesbeweise

15 LIEBESBEWEISE – DES PREUVES

D‘AMOUR KINOSTART 01.01.2026,

F 2025, REGIE Alice Douard, MIT Ella

Rumpf, Monia Chokri, Noémie Lvovsky,

FILMLÄNGE 97 Min., © Polyfilm

Sehnsucht mit Abgründen

Lucile Hadžihalilović beschäftigt sich auf betörende Weise

mit der Schneekönigin: „Herz aus Eis“.

Die 16-jährige Ausreißerin

Jeanne (Clara Pacini) stolpert

in eine andere Welt:

In einem verlassen wirkenden

Filmstudio wird „Die Schneekönigin“

gedreht. Jeanne kann den

Blick kaum von der enigmatischen

Hauptdarstellerin Cristina (Marion

Cotillard) abwenden: Sie wirkt

gleichermaßen verführerisch wie

bedrohlich. Ihre Obsession wird

Jeanne immer weiter in das Reich

der Schneekönigin bringen, und

die Grenze zwischen Realität und

Film wird immer uneinschätzbarer.

„Es gibt ein sehr wichtiges Element

in Andersens Märchen: einen

Spiegel, der ein verzerrtes Bild der

Welt wiedergibt. Ich dachte, dass

das reale Äquivalent zu diesem

Spiegel sowohl die Kameralinse

als auch die Kinoleinwand sein

könnte. Außerdem wollte ich von

Anfang an einen Film im Film,

wobei der eine das Double des anderen

ist, der eine realistisch, der

andere fantastisch. Und dann kam

natürlich der Wunsch, dass die

beiden Filme wie russische Puppen

ineinanderpassen, sich vermischen

... Umso mehr, weil dieser Film im

Film durch die Augen des jungen

Mädchens wie ein Traum gesehen

wird: ihr Traum“, führt Lucile

Hadžihalilović (Innocence) aus.

Sie erzählt in betörend-magischen

Bildern eine Geschichte der Sehnsucht,

die voller Abgründe ist.

www.filmgarten.at

HERZ AUS EIS – LA TOUR DE GLACE

KINOSTART 19.12., F/D 2025, REGIE

Lucile Hadžihalilović, MIT Marion Cotillard,

Clara Pacini, August Diehl, Gaspar Noé,

FILMLÄNGE 118 Min., © Filmgarten

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Metamorphosen

Von menschlichen Erfahrungen

und William Shakespeare:

Chloé Zhaos „Hamnet“.

Chloé Zhao (Nomadland)

verfilmt mit Maggie

O’Farrells vielfach

preisgekröntem Roman „Judith

und Hamnet“ die Geschichte

von Shakespeares Familie – aber

vor allem ist es eine Geschichte

über die Liebe, Trauer und über

die Entstehung von Kunst. Im

Mittelpunkt steht Shakespeares

Frau Agnes, mit der er drei Kinder

hat. Eines dieser Kinder, Hamnet,

wird sterben – und die Familie

droht an der Tragödie zu zerbrechen.

Zhao dreht mit feinsinniger

Besetzung, der auch Emily Watson

und Joe Alwyn angehören:

In den Hauptrollen sind Jessie

Buckley (Frau im Dunkeln) und

Paul Mescal (All of Us Strangers)

zu sehen. Nicht nur sie tauchen

tief in die Materie ein: „Ich habe

mein ganzes Leben lang Angst

vor dem Tod gehabt und infolgedessen

auch Angst vor der Liebe“,

merkt Chloé Zhao an. „Ich wusste

nicht, wie ich in Anbetracht der

Vergänglichkeit des Lebens mein

Herz offen halten sollte. Ich habe

vier Filme über Figuren gedreht,

die einen großen Verlust erleben

und durch Akzeptanz zu sich

selbst finden. Hamnet ist die Sum-

me dieser Reise. Mit Shakespeares

Hamlet als heiliger Hülle begab

ich mich tiefer in die Unterwelt,

um das Verlorene wiederzufinden,

das mir solche Angst vor der Liebe

und dem Tod machte. Maggie

hatte mit ihrem Buch ein Portal

geöffnet, eine Brücke, über die wir

auf eine ganz neue Art und Weise

mit Will in Verbindung treten

konnten.“

#Hamnet

HAMNET KINOSTART 15.01.2026,

GB/USA 2025, REGIE Chloé Zhao,

MIT Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson,

Joe Alwyn, FILMLÄNGE 125 Min., © UPI

Krieg und Kinderbuch

Die Kriegstagebücher der noch unbekannten Astrid Lindgren

(1939–1945) sind der Schlüssel zur moralischen Haltung ihrer

späteren Figuren, von Pippi bis Michel.

Wilfried Haukes Doku-

Drama Astrid Lindgren:

Die Menschheit hat

den Verstand verloren basiert auf

den Kriegstagebüchern Astrid

Lindgrens, die sie von 1939

bis 1945 führte. Verheiratet in

Stockholm und Mutter von zwei

kleinen Kindern, hatte Lindgren

damals selbst noch nichts

veröffentlicht. Als Sekretärin im

Automobilclub half sie zeitweise

im schwedischen Nachrichtendienst

aus, wo sie deutsche Briefe

zu lesen bekam. Überaus gelungen

rekonstruiert Hauke – mittels

kluger Verbindung von fiktiven

Spielszenen und dokumentarischen

Gesprächen mit ihrer

Familie – Lindgrens scharfsichtige,

sachliche Beobachtungen von

Politik und Alltag während dieser

umwälzenden Jahre. Durch die

sorgfältige Montage werden die Tagebücher

Lindgrens aus dieser Zeit

als Schlüssel zur Entstehung jener

moralischen Haltung von Gerechtigkeit

und Mitgefühl erkennbar,

die Lindgrens späteres Werk so

unverwechselbar prägte. Sie waren

auch die Basis für spätere Wegbegleiter

wie die anarchistische Pippi,

bei der man das Recht auf Ungehorsam

lernt oder den kleinen

Michel, der keine Strafe scheute,

um zumindest in Lönneberga für

die gerechte Umverteilung von

Wurst-Vermögen zu sorgen.

www.astridlindgren-derfilm.de

ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT

DEN VERSTAND VERLOREN KINOSTART 22.01.

D 2025, REGIE Wilfried Hauke, MIT Karin Nyman,

Annika Lindgren, Johan Palmberg, Sofia Pekkari,

FILMLÄNGE 103 Min., © Einhorn Film

DOT.MOVIE 55


Partykiller

Killermaschine Haustier: Schimpanse Ben

verdirbt in „Primate“ bluttriefend die Party.

Spätestens seit Stephen Kings

Cujo (und das ist eine Weile

her: Der Stoff erschien 1981 als

Roman und wurde 1983 verfilmt) wissen

wir, dass aus dem treuherzigsten

Haustier jederzeit ein Monster werden

kann. Damals wurde einer Familie der

Jagdtrieb des Haustiers zum Verhängnis:

Als der Bernhardiner hinter einem

Kaninchen her war, steckte er seine

Schnauze in eine Höhle und wurde

von einer tollwütigen Fledermaus in

die Nase gebissen. Wenn Johannes

Roberts Creature Feature einsetzt,

können Lucy (Johnny Sequoyah,

Dexter: New Blood) und ihre partywilligen

Freunde nicht ahnen, dass

ihnen ein tollwütiger Mungo in die

Quere kommen und Lucys rührende

Familiengeschichte ein für alle Mal

umschreiben wird.

WENIG FAMILIENTAUGLICH

Zu Lucys Familie gehört auch ein

Schimpanse, Ben (gestaltet von Millennium

FX und gespielt von Bewegungsspezialist

Miguel Torres Umba).

Seit Lucys kürzlich verstorbene Mutter,

eine Wissenschaftlerin, ihn gerettet

hat, lebt der schlaue Affe mit seinen

Artverwandten, der Menschenfami-

56 DOT.MOVIE


lie, zusammen. Als Lucy nach langer

Zeit – und erstmals seit dem Tod ihrer

geliebten Mutter – wieder ins idyllisch

auf Hawaii gelegene Haus der Familie

zurückkehrt, kann sie nicht wissen,

dass Schimpanse Ben sich seit einer

Begegnung mit einem Mungo verändert

hat – dass die Tollwut dabei ist,

ihn vom handzahmen, kommunikationsfreudigen

Familienmitglied in eine

Killermaschine zu verwandeln. Eine

Killermaschine, wie sie kurz auch in

Jordan Peeles Nope ihr Unwesen trieb.

Johannes Roberts (47 Meters Down,

Resident Evil: Welcome to Racoon

City) erfindet mit seinem Film das

Rad natürlich nicht neu, liefert aber

einen Genrefilm, der seine Spielarten

aufs Feinste beherrscht. Der Survival-

Thriller genießt die Katz-und-Maus-

Situation zwischen dem Primaten und

den Menschen, die sich vor ihm in den

Pool flüchten, weiß die Spannung zu

halten und beweist Sinn für Humor

und knackende Soundeffekte …

#primatefilm

PRIMATE KINOSTART 29.01.2026, USA 2025,

REGIE Johannes Roberts, MIT Johnny Sequoyah,

Troy Kotsur, Jessica Alexander, Victoria Wyant,

FILMLÄNGE 89 Min., © Constantin Film

THE

HORROR

DOT.MOVIE 57


THE

HORROR

Denkt denn niemand an die Kinder?

„Silent Night, Deadly Night“: Ein Film, dem in der Vergangenheit

die Traumatisierung von Kindern unterstellt wurde, hat sein zweites Remake bekommen.

Für manche vielleicht der beste Weihnachtsfilm.

Wer mit Weihnachten

rein gar nichts

anfangen kann und

darin nur ein großkapitalistisches,

komplett durchkommerzialisiertes

Event sieht, bei dem der ursprüngliche

Gedanke von Nächstenliebe

aber so was von aus dem Fokus

gerückt ist, dem sei Silent Night,

Deadly Night empfohlen. Denn

hier wird unter Einsatz von viel

Kunstblut mit diversen Klischees

aufgeräumt – also ein durchaus

kathartisches Erlebnis für

Weihnachtsphobiker. Regisseur

Mike P. Nelson geht sein Remake

jedenfalls intelligent an: Wo andere

Remakes durch allzu viel Skripttreue

Eigenständigkeit vermissen

lassen, erweitert er das Drehbuch

um einen übernatürlichen Twist.

Um es vorwegzunehmen: Das geht

sich gut aus und trägt zu einem

intensiveren Erlebnis bei, ohne den

ursprünglichen Spirit des Films zu

zerstören.

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BESINNUNGSLOSE

WEIHNACHT ALLERSEITS

Die Geschichte: Als kleiner Junge

hat Billy mitansehen müssen, wie

seine Eltern von einem Mann im

Weihnachtsmann-Kostüm brutal

ermordet werden. Ein paar Jahre

im schnellen Vorlauf – und er ist

selbst zu einem Killer herangewachsen:

Eine Mischung aus einem

sehr eigenen Sinn für Gerechtigkeit

und seinem ausgewachsenen Trauma

lässt ihn zu einem tödlichen

Santa Claus werden. Der Twist,

den das Original nicht hat, ist die

innere Stimme, die ihm dabei hilft,

herauszufinden, wer unartig war

– und wer nicht. Und wer seines

Erachtens nach unartig war, wird

entsprechend von ihm bestraft.

NAH AM ORIGINAL – UND

DOCH GANZ EIGEN

„Ich wusste, dass ich Spaß mit

dem Film haben wollte. Ich wusste,

dass ich etwas machen wollte,

das sich – zumindest am Anfang

– so anfühlt, als wärst du in einem

Silent Night, Deadly Night-Film.

Natürlich mit ein paar eigenen

Wendungen“, schilderte Regisseur

Mike P. Nelson unlängst in einem

Interview. „Gleichzeitig gab es

aber noch andere Ideen, mit denen

ich herumspielen wollte. Und

ich wollte herausfinden, ob es eine

Möglichkeit gäbe, sich auf Billys

Seite zu schlagen, ohne gleich

wieder in eine düstere Tonalität

abzurutschen. Jetzt stimmt die

Balance für mich: Du lachst, du

bist angeekelt, und gleichzeitig

denkst du: Eigentlich sollte ich

mir das gerade nicht ansehen –

ich fühl mich irgendwie schlecht.“

www.sndnmovie.com

SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT KINO-

START 11.12., CAN/USA 2025, REGIE

Mike P. Nelson, MIT Jeremy Torrie, Tanya

Brunel, Scott Schneid, Dennis Whitehead,

FILMLÄNGE 97 Min., © Constantin Film


Programmierter

Trost

Keine zimperlichen Spielgefährten: Auf

„M3GAN“ folgt Lovebot „SOULM8TE“.

2023 wurde das Wort Freundschaft eine Spur zu

loyal in die Hightechpuppe M3GAN programmiert;

2025, in M3GAN 2.0, gerieten die Dinge

noch mal weiter außer Kontrolle – als die Technologie

der KI-Puppe gestohlen wurde, um eine militärische

Waffe zu kreieren: Amelia war geboren. Wenn

mit SOULM8TE nun ein Spin-Off zu M3GAN

angekündigt wird, kann man sich in etwa vorstellen,

wie brenzlig es für die handelnden Menschen

laufen wird. Neue Puppen aus der Horrorschmiede

Blumhouse sind keine zimperlichen Spielgefährten.

Nun, im jüngsten Streich, schafft sich ein Witwer

(David Rysdahl) einen Lovebot an – ein natürlich

höchst verzweifelter und zum Scheitern verurteilter

Versuch, eine schmerzhafte Lücke zu füllen. Die

künstliche Begleiterin schenkt ihm nicht nur nicht

den erhofften Trost, sondern entwickelt sich schon

bald – beim Versuch, aus der Maschine eine „Seelenverwandte“

zu machen – zu einer Killermaschine:

Regisseurin Kate Dolan (You Are Not My Mother)

nutzt die Spielwiese für einen SciFi-Erotikthriller …

#SOULM8TE

M3GAN 2.0

SOULM8TE KINOSTART 08.01., USA 2025,

REGIE Kate Dolan, MIT Lily Sullivan, David Rysdahl,

Claudia Doumit, © UPI /Courtesy Everett Collection

DOT.MOVIE 59


Noch immer ein echter Abenteurer

„Checker Tobi“ liefert mit seinem dritten Kinostreich – wenn er sich mit der

„heimlichen Herrscherin der Erde“ beschäftigt – unvergessliche Bilder ab.

Beim Kellerausmisten stolpern

Tobi und Marina über

viel Nostalgie: nicht nur alte

Videospiele, in denen Tobi wieder

gern versinkt, sondern vor allem

über eine alte Videokamera, in der

auch noch ein Band zu finden ist.

Darauf zu sehen ist die Fernsehsendung,

die die beiden als Kinder

aufgezeichnet haben. Klein-

Tobi stellt darin die allererste

Checkerfrage: „Wer hinterlässt die

mächtigsten Spuren im Erdreich?“

Das betagte Filmmaterial ist schuld

daran, dass anstelle der Antwort

auf diese große Frage nur mehr

ein Bildrauschen zu sehen ist. Tobi

selbst kann sich nicht mehr an die

Antwort erinnern – obwohl es anscheinend

mal sein Lieblingsthema

war. Das bringt Tobi ins Grübeln –

so sehr, dass er schon von Visionen

seines spielerisch-wissbegierigen

jüngeren Selbst verfolgt wird: „Du

hast es wirklich vergessen?! Bist du

schon so alt??!“, fragt der achtjährige

Tobi fassungslos und stößt auch

sachte eine andere Frage an, die

Tobi nicht mehr loslässt: Hat der

erwachsene Tobi überhaupt noch

das Zeug zum Checker?

KEINE ROUTINE

So stürzt sich Tobi, anstelle routiniert

den „Bagger-Check“ abzudrehen,

in ein großes Kinoabenteuer:

auf der Suche nach der vergessenen

Antwort – die wohl nicht Regenwurm

oder Maulwurf lautet. Dafür

reist er in sehr unterschiedliche

Gebiete unseres Planeten.

Zuerst geht es nach Madagaskar,

wo Tobi eine einzigartige

Tier- und Pflanzenwelt bestaunen

(und sogleich ein wunderschönes

Chamäleon erblicken) wird – und

ein Meer aus spitzen Kalkfelsen

(Tsingy de Bemaraha).

Tief im Permafrost von Spitzbergen

wartet der wichtigste Ort

der Welt, den Tobi per „Husky-

Express“ bei geschätzten -20° C anpeilt.

Und schlussendlich wandert

er noch auf den Spuren der alten

Maya in Mexiko.

Am Ende seiner großen Reise

wird er erkennen, was all die Böden,

die er besucht hat, miteinander

verbindet – und was das mit

uns zu tun hat. So kann er seinem

größten Kritiker – sich selbst –

dann doch noch eine Antwort

geben. Die wird an dieser Stelle

natürlich nicht verraten, aber Tobi

Krell sagt so viel: „Diese Herrscherin

ist eigentlich unsichtbar – in

der Erde aber hinterlässt sie mächtige

Spuren.“

ALL DIE ELEMENTE

Auf die beiden ersten Kinofilme,

die sich dem Wasser und der Luft

widmeten und ein Millionenpublikum

begeistern konnten, stürzt sich

der beliebte KiKa-Moderator von

„Checker Tobi“ in ein neues Abenteuer:

Er widmet sich dieses Mal

dem Element Erde. „Es ist auf jeden

Fall das Element, mit dem ich mich

bis zur Arbeit an unserem Film

am wenigsten auseinandergesetzt

hatte. Bei der Entwicklung und den

Dreharbeiten zu unserem Film hab

ich irre viel Neues gelernt. Und

jetzt bin ich ein riesiger Fan von

diesem Wunderwerk unter unseren

Füßen“, zeigt sich Tobi begeis-

60 DOT.MOVIE


tert. „Die Erde in unseren Böden

schenkt uns Nahrung, sie schafft es,

sich selbst zu regenerieren, und sie

speichert Vergangenes ebenso, wie

sie Zukunft schafft. Hammer!“

Er sammelt große, bleibende

Bilder ein, die Lust auf die Welt

machen und spielerisch Wissen

vermitteln. Regie führt Antonia

Simm, die u.a. Redaktionsleiterin

und Regisseurin von Checker Can,

Checker Tobi, Checker Julian

und Checkerin Marina war. Mit

Checker Tobi 3 – Die heimliche

Herrscherin der Erde begeht sie ihr

begeisterndes Regiedebüt – bei dem

der Schauwert für Kinder ebenso

groß ist wie für Erwachsene.

Die größte Herausforderung

beim Dreh war für Tobi Krell die

Kälte auf Spitzbergen: „Ich bin

leider eine ziemliche Frostbeule,

und es gab Momente, da war mir

so kalt, dass ich trotz Wärmekissen

und beheizbaren Schuhsohlen nicht

mehr richtig sprechen konnte, weil

mir der Kiefer eingefroren ist …“

Auf Wasser, Luft und Erde muss

als Nächstes doch ein Checker-

Film folgen, der sich mit dem Element

Feuer beschäftigt, oder? Wir

dürfen uns freuen, dass das Team

schon Ideen sammelt, wie ein Film

über das Feuer ausschauen könnte.

Fest steht schon, dass es der erste

Checkerin-Marina-Kinofilm sein

wird, was diese sehr freut: „Feuer

hängt untrennbar mit den anderen

Elementen zusammen, es braucht

KIDS

& FAMILY

Luft, um zu brennen, Material, das

es verzehren kann und Wasser,

das es löscht … Da lässt sich doch

eine spannende Geschichte mit

vielen Gesichtern des Feuers draus

machen, oder?“

#checkertobi3

CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE

HERRSCHERIN DER ERDE KINOSTART

08.01.2026, D 2025, REGIE Antonia Simm,

MIT Tobi Krell, Marina Blanke, Theodor

Latta, FILMLÄNGE 93 Min., © Filmladen

GROSSES KINO

MIT FAMILIÄREM FLAIR!

Willkommen in den Kinos Bludenz und Dornbirn.

# kinobludenz

www.kino-bludenz.at

# cinemadornbirn

www.cinema-dornbirn.at

DOT.MOVIE 61


KIDS

& FAMILY

Hex-hex!

Die Neustädter Junghexe „Bibi Blocksberg“ sorgt für

Chaos auf der Leinwand und beim großen Hexentreffen.

Nur alle dreizehneindrittel

Jahre steigt der große

Hexenkongress – ganz

klar, dass die Junghexen dabei sein

wollen. Schließlich wird bei diesem

besonderen Ereignis unter der

Schirmherrschaft der Vorsitzenden

des Hexenverbands – aktuell

Walpurgia (Maria Happel) – die

Zukunft der Hexenwelt definiert:

die Hex Lexis, die Vorstandswahl,

der neue Hexspruch. Zum internationalen

Hexenkongress werden

Hexen aus aller Welt erwartet.

Ganz Neustadt steht deswegen

Kopf: Die rasende Reporterin

Karla Kolumna (Palina Rojinski,

Willkommen bei den Hartmanns)

ist im Dauereinsatz, nur der Bürgermeister

(Robert Palfrader, Wir

sind Kaiser) weiß, wo die Prioritäten

liegen – beispielweise bei der

Eröffnung der neuen Eisdiele.

Die wohl berühmteste Junghexe

der Welt – Bibi (NALA, Last

X-Mas – 24 Tage für die Liebe)

– platzt fast vor Aufregung. Der

große Hexenkongress wird auf

dem Blocksberg abgehalten, und

gemeinsam mit ihren Freundinnen

Schubia (Carla Demmin) und

Flauipaui (Philomena Amari)

will sie als Helferin mit dabei

sein. Wer Bibi Blocksberg kennt,

der weiß: Mit ihrem Einsatz wird

alles drunter und drüber gehen:

Hexsprüche werden zum aus

dem Ruder laufenden Chaos, die

Althexen werden sich plötzlich

ganz kindisch verhalten, und der

Kongress versinkt im Schaumbad:

Bibi und ihre Freundinnen hätten

besser doch von Hand abgespült,

wie es aufgetragen war. Nur eine

ist froh über das Durcheinander:

Hexe Servera (Heike Makatsch),

die Direktorin des Grauen Internats,

hat nicht nur eisige Vorstellungen,

sondern auch eine eigene

Agenda: Sie will sich zum neuen

Vorstand wählen lassen …

EIN DREAMTEAM!

Bei Bibi, der besten Freundin, die

sich jede/-r wünscht, ist immer

etwas los. Seit 45 Jahren (am

4. August 1980 erschien die

erste Hörspielfolge „Hexen gibt es

doch“) zischt Bibi Blocksberg auf

ihrem Besen Kartoffelbrei durchs

Kinderzimmer: Die Hörspiellegende,

erfunden von Elfie Donnelly,

hat bis heute nichts von ihrer

Popularität eingebüßt: Neben Bibi

Blocksberg hat sich das Spin-off

Bibi und Tina etabliert, manchmal

schaut Bibi auch bei Benjamin

Blümchen vorbei. Aus den Kinosälen

schallten in den letzten Jahren

all die Hits von Peter Plate, Ulf Leo

Sommer und Joshua Lange, die für

die hoch erfolgreichen Bibi und

62 DOT.MOVIE


Tina-Filme komponiert wurden.

Bibi hexte sich auch eifrig durch

Zeichentrickfilme.

Dass Bibi Blocksberg (ohne

Tina) die Leinwand erklommen

hat, liegt bereits über 20 Jahre zurück.

Höchste Zeit also! Niemand

Geringerer als Gregor Schnitzler,

der zuletzt den Die Schule der

magischen Tiere-Filmen eine

Seele geschenkt hat, nimmt sich

der fabelhaften Junghexe an und

inszeniert nach einem Drehbuch

von Bettina Börgerding (Bibi &

Tina, Mein Lotta-Leben). Die

Songs, die nach dem Kinofilm im

Kinderzimmer weiterleben werden,

stammen von Peter Plate, Ulf Leo

Sommer und Joshua Lange. Zu Bibi

Blocksberg wird NALA. „NALA ist

wie Aschenputtel“, sagt Schnitzler.

„Du siehst es nicht sofort. Sie sieht

nicht aus wie Bibi Blocksberg, und

sie ist auch anders im normalen

Leben. Aber sie hat das komplette

Bibi-Blocksberg-Gen. Dieses

Lebendige, Voranpreschende,

auch mal was falsch Machende,

für Gerechtigkeit Kämpfende,

keine Angst Habende … das kann

NALA alles so wunderbar spielen.“

– Wenn all diese kreativen Köpfe

zusammenkommen, entsteht ein

Filmabenteuer, das wunderbar

hexisch ist, ohne einen Hexspruch

zu brauchen. Wobei – ein bisschen

nachhelfen natürlich nie schaden

kann: Eene meene Hexenband,

größter Spaß auf der Kinoleinwand!

Hex-hex!

#bibiblocksberg

BIBI BLOCKSBERG – DAS GROSSE HEXEN-

TREFFEN KINOSTART 06.12., D 2025,

REGIE Gregor Schnitzler, MIT NALA,

Carla Demmin, Heike Makatsch, Maria

Happel, Palina Rojinski, Robert Palfrader,

FILMLÄNGE 89 Min., © Constantin Film

Spaß im Doppelpack

Ein Wiedersehen mit Stan Laurel und Oliver Hardy:

„Dick und Doof: Die Doppelgänger“.

Ab Silvester gibt

es Stan Laurel

(1890–1965) und

Oliver Hardy (1892–1957)

gleich im Doppelpack:

Zum einen als brave Bürger

und Ehemänner, aber

auch als deren Zwillingsbrüder:

Zwei Matrosen,

die schwarzen Schafe ihrer

Familien, geben sich ihren

Abenteuern hin. Just als

die Braven die Nachricht

ereilt, dass ihre Zwillingsbrüder

auf See tödlich verunglückt

seien, laufen die

beiden totgesagten Taugenichtse

Alfie und Bert

im Hafen ein: putzmunter

und bereit, die Stadt auf

den Kopf zu stellen. Eine

Verwechslungskomödie

mit rasanten Verfolgungsjagden

und grotesker Situationskomik

kann ihren

Lauf nehmen …

Ein Wiedersehen mit

den legendären Komikern

– Dick & Doof aka Laurel

& Hardy aka Stan & Ollie

sind eins der berühmtesten

und erfolgreichsten

Filmduos der Geschichte –

ist fürs Kinopublikum der

beste Weg, ein neues Jahr

zu beginnen: Bei der Wiederaufführung

des Films

aus dem Jahr 1936 sind

Lachtränen fast garantiert.

#laurelundhardy

DICK & DOOF – DIE DOPPELGÄNGER – OUR RELATIONS

KINOSTART 31.12., USA 1936, REGIE Harry Lachman, MIT

Stan Laurel, Oliver Hardy, FILMLÄNGE 71 Min., © Einhorn Film

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Reise ohne Wiederkehr?

Das legendäre Detektiv-Trio steuert die berüchtigte Vulkaninsel Makatao an:

„Die drei ??? – Toteninsel”.

DIE DREI ??? – TOTENINSEL

KINOSTART 23.01.2026, D 2025,

REGIE Tim Dünschede, MIT Julius Weckauf,

Nevio Wendt, Levi Brandl, Florian Lukas,

FILMLÄNGE 104 Min., © Sony Pictures

Eigentlich stehen zu Beginn

der Sommerferien alle

Zeichen auf Roadtrip, aber

dann klingelt – wie so oft – das

Telefon: Justus Jonas (Julius Weckauf,

Der Junge muss an die frische

Luft), Peter Shaw (Nevio Wendt,

Rocca verändert die Welt) und

Bob Andrews (Levi Brandl) sind

inzwischen kleine Berühmtheiten

in Rocky Beach, Kalifornien, seit

sie einen spektakulären Fall in

einem rumänischen Schloss gelöst

haben (Die drei ??? – Erbe des

Drachen, 2023). Seither warten

immer neue Fragezeichen auf das

Detektiv-Trio. Nach Die drei ???

und der Karpatenhund (2025)

erhalten sie nun einen rätselhaften

Hinweis, der von einer Sphinx

erzählt. Die Spuren bringen die

drei Jungs auf einen Geheimbund,

der diesen Namen trägt und bei

dem der mysteriöse Archäologie-

Professor Phoenix (Andreas

Pietschmann, Dark) und sein

Assistent Olin (Jannik Schümann,

Die Mitte der Welt) ihre Finger

mit im Spiel haben. Sphinx, erfährt

das geschickte Trio, führt illegale

Ausgrabungen durch und verkauft

64 DOT.MOVIE

die so gestohlenen Kunstschätze.

Bald wollen die Mitglieder zu

einer Expedition zu der aktiven

Vulkaninsel Makatao aufbrechen,

die auch als die Toteninsel bekannt

ist. Sie trägt den Spitznamen

nicht umsonst: Die dort gelegene

Ruhestätte eines uralten Volkes soll

mit einem Fluch belegt sein, und

niemand, der Makatao betreten

hat, sei jemals wieder lebend

zurückgekommen. Was hat Sphinx

dort zu suchen? Warum die waghalsige

Reise? Und brechen Justus,

Peter und Bob nun ernsthaft auch

dorthin auf?

KULTIG ERMITTELN

Die kultigen Jungdetektive sind

zurück auf der Leinwand. Seit

Generationen verfolgen ihre Fans

– in Büchern, Hörspielen und

Kinofilmen –, wie die drei Jungs

in Geschichten voller Action,

Humor und Spannung Geheimnisse

entschlüsseln – aktuell sind

Justus, Peter und Bob erfolgreich

wie nie: Ihr Kinoeinsatz Die

drei ??? – Erbe des Drachens war

2023 gar der besucherstärkste

deutsche Film des Jahres. So wundert

es kaum, dass Sony Pictures

sich für weitere Fälle interessierte

und gleich zwei direkt nacheinander

auf den Kanarischen Inseln

abgedreht hat: neben Die drei

??? und der Karpatenhund, der

Anfang 2025 im Kino zu sehen

war, Die drei ??? – Toteninsel,

eine der beliebtesten Geschichten

aus der Reihe rund um die drei

Jungdetektive. Wieder führte

Regisseur Tim Dünschede Regie,

und wieder war der ???-Buchautor

André Marx als dramaturgischer

Berater zur Stelle. „Toteninsel“

hat eine besondere Stellung in

der Buchreihe: Das Buch erschien

2001 als 100. Band. Der Jubiläumsband

bestand aus drei Teilen,

„Das Rätsel der Sphinx“ war der

erste.

#DreiFragezeichen


Bereit zu Mutproben

„SpongeBob Schwammkopf“ stolpert in ein neues Kinoabenteuer: „Piraten ahoi!“

KIDS

& FAMILY

Am Fuße des Bikini-Atolls

– Schauplatz zahlreicher

Kernwaffentests der USA

in den 1940er- und 1950er-Jahren

– liegt Bikini Bottom, das Zuhause

des berühmtesten Schwamms der

Welt: SpongeBob Schwammkopf,

1998 vom amerikanischen Meeresbiologen

und Trickfilmproduzenten

Stephen Hillenburg erdacht,

geht hier seinem Alltag nach: seiner

prekären Arbeit im Fast-Food-

Restaurant „Krosse Krabbe“, dem

Quallenfischen in den Quallenfeldern,

der freien Zeit im Vergnügungspark

Handschuh-Welt, wenn

er nicht gerade versucht, endlich

den Bootsführerschein zu schaffen.

Seine Wohnung ist eine Ananas,

die zum zweistöckigen Haus

umfunktioniert wurde: Hier lebt er

mit der miauenden Schnecke Gary.

Das Leben ist an diesem besonderen

Ort sehr aufregend: Zwar befindet

sich Bikini Bottom – je nach

Story 500 bis 50.000 Bewohner

zählend – am Meeresboden, es gibt

hier aber trotzdem Strände, Feuer,

Regen, Wind, Tornados, Wolken,

manchmal auch Schnee, jedenfalls

viel Raum für Abenteuer für den

ewig gut gelaunten und äußerst

fantasiebegabten Robert „Sponge-

Bob“ Schwammkopf und seinen

Freund, den Seestern Patrick,

hauptberuflich Slacker.

AUF IN DIE UNTERWELT

Wenn der legendäre Kinderfernsehheld

auf die Leinwand zurückkehrt

(nach den Filmen aus dem

Jahr 2004, 2015 und 2021), dann

will SpongeBob zeigen, dass er

nun auch zu den Großen gehört.

Er wird seinem Arbeitgeber Mr.

Krabs seinen Mut beweisen – oh

ja! Er wird nämlich furchtlos dem

Fliegenden Holländer in die Unterwelt

folgen, einem mysteriösen,

verwegenen Geisterpiraten. Das

rasante Seefahrtsabenteuer wird

den quietschgelben Protagonisten

in die tiefsten Tiefen der Tiefsee

führen – dorthin, wo noch kein

Schwamm zuvor gewesen ist. Der

Fliegende Holländer kann den naiven

Schwamm nämlich sehr gut

dafür brauchen, den Fluch, der auf

ihm lastet, zu brechen. Aber das

ahnt SpongeBob – gut ausgestattet

mit Säbeln aus Seifenwasser –

selbstverständlich nicht. In Bikini

Bottom formiert sich derweil ein

maroder Rettungstrupp … Wie

sagt SpongeBob immer? „Ich bin

bereit!“ – Wir sind es auch.

#spongebobfilm

SPONGEBOB SCHWAMMKOPF:

PIRATEN AHOI! – THE SPONGEBOB

MOVIE: SEARCH FOR SQUAREPANTS

KINOSTART 20.12., USA 2025, REGIE

Derek Drymon, MIT Tom Kenny, Mark Hamill,

FILMLÄNGE 96 Min., © Constantin Film

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DOT.

ARTHAUS

DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER –

C’ETAIT MIEUX DEMAIN – 22.01. Ein Kurzschluss

in der neuen Waschmaschine befördert

ein Ehepaar aus den 1950er-Jahren ins Jahr 2025.

Beide versuchen mit den veränderten Rollenbildern

zurechtzukommen: sie als erfolgreiche

Geschäftsfrau, er als Hausmann im Smart Home.

Komödie von Vinciane Millereau, die von den

Tücken der schönen neuen Welt erzählt.

IM SCHATTEN DES ORANGEN-

BAUMS – ALL THAT’S LEFT OF

YOU – 16.01. Cherien Dabis erzählt

von einer palästinensischen Familie

im Westjordanland über drei Generationen.

Der Film setzt 1988 ein, als

der junge Noor (Muhammad Abed

Elrahman) bei einer Demonstration

schwer verletzt wird und seine

Mutter vom Jahr 1948 zu erzählen

beginnt.

© MET Opera, Einhorn, LUF, Kinostar, Filmladen, Panda Film

WHITE SNAIL – 23.01. Die psychisch

belastete Masha, ein belarussisches

Model, plant eine Karriere in China.

Misha verarbeitet seinen Arbeitsalltag

in einer Minsker Leichenhalle in

Ölgemälden. Die beiden Außenseiter,

dargestellt von den Laiendarstellern

Marya Imbro und Mikhail Senkov,

treffen in Elsa Kremsers und Levin

Peters Spielfilm (nach den Dokus

Space Dogs und Dreaming Dogs) aufeinander.

Eine fragile Verbindung …

EIN LEBEN OHNE LIEBE

IST MÖGLICH, ABER

SINNLOS – 12.12. Ihr Herz

macht nur noch Dienst

nach Vorschrift, erkennt

Eva (Nora Navas), fast 50

Jahre alt, nach 25 Jahre Ehe.

Sie will noch einmal große

Gefühle erleben, sich verlieben.

Der Regisseur Cesc

Gay (Freunde fürs Leben)

inszeniert eine Komödie –

inspiriert von den Gefühlen

einer guten Freundin.

THERAPIE FÜR WIKINGER – DEN SIDSTE

VIKING – 25.12. Als der Bankräuber Anker

nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen

wird, hat er einiges zu tun: Sein Bruder Manfred,

der seit jeher an einer Identitätsstörung leidet, hat

vergessen, wo die Beute vergraben liegt, und Anker

hat Zeitdruck: Sein einstiger Komplize will

das Geld sehen. Also verpflanzt Anker Manfred

zurück ins gemeinsame Elternhaus, das inzwischen

von einer Boxerin über Airbnb vermietet

wird – in der Hoffnung, dass die altbekannte

Umgebung Erinnerungen wecken könnte. Anders

Thomas Jensen (Adams Äpfel) versammelt

für seine pointenreiche Komödie alte Wegbegleiter

vor der Kamera: Zu den Brüdern werden

Mads Mikkelsen und Nikolaj Lie Kaas.

66 DOT.MOVIE


MADAME KIKA – 15.01.2026

Als Sozialarbeiterin Kika (Manon

Clavel, La Vérité – Leben

und lügen lassen) gerade zum

zweiten Mal schwanger ist, stirbt

ihr Partner. Alleinerziehend steht

sie mit ihrer Tochter vor einem

Scherbenhaufen: ohne Wohnung,

ohne Geld. Also muss sie mitten

in der Trauer schnell einen Weg

finden, ihr Leben zu bestreiten. Sie

hätte selber nicht damit gerechnet,

dass schmutzige Unterwäsche und

Dominas dabei eine Rolle spielen

… Die belgische Regisseurin Alexe

Poukine erzählt vom Umstand,

dass ein Gehalt vielleicht gerade

mal zum Überleben, aber nicht

zum Leben reicht. Ängste während

ihrer zweiten Schwangerschaft

(dass der Vater des Kindes sterben

könnte) brachten sie auf die Idee

zu diesem Film. „Ich fragte mich,

wie ich finanziell über die Runden

kommen könnte, ohne mit dem

Filmemachen aufzuhören. Da mir

die Idee der Sexarbeit durch den

Kopf ging, habe ich die Geschichte

eines Freundes eingebaut, der –

wie Kika – Dom und Sozialarbeiter

ist. Er hat mehrfach ein Burn-out

erlitten: erst durch den Druck des

ersten Jobs, dann durch den des

zweiten. Ich fand es faszinierend,

dass er sich um Menschen kümmert

– entweder indem er ihnen

wehtut oder indem er sie versorgt.

In beiden Fällen ist die Nachfrage

so riesig, und es gibt so viele

Menschen, die Hilfe und Fürsorge

brauchen, dass das letztlich in ein

Burn-out führt und in die Verzweiflung,

nicht helfen zu können.

Mich fasziniert, wie Menschen

versuchen, auf oft ungewöhnliche

Weise, Leid zu lindern.“

IN CONCERT

THE CURE: THE SHOW

OF A LOST WORLD –

11.12. Als The Cure 2024 das

Grammy-nominierte Album

„Songs of a Lost World“ veröffentlichten,

spielten sie im

Londoner Troxy ein exklusives

Konzert: Sie führten das

komplette Album vor 3.000

Fans auf. Nick Wickham hat

diesen Abend festgehalten,

der – mit einem Surround-

Sound-Mix von Robert Smith

– im Kino weiterlebt.

I PURITANI

ANDREA CHÉNIER

OPERA & BALLET

ANDREA CHÉNIER – 13.12.

Die Geschehnisse auf der Bühne der

New Yorker Metropolitan Opera

führen zur Musik von Umberto

Giordano in die Französische Revolution:

Erzählt wird die Geschichte

des Dichters Andrea Chénier, der

zum Opfer von Intrigen und der

Gewalt der Herrschenden wird. Die

Titelrolle wird von Publikumsliebling

Piotr Beczała gesungen.

DER NUSSKNACKER

I PURITANI – 10.01.2026

Die Neuproduktion von Vincenzo

Bellinis Oper, die in der Metropolitan

Opera auf dem Programm steht,

stellt – nach zahlreichen Erfolgen als

Bühnenbildner – Charles Edwards

Debüt als Regisseur dar. Es geht

nach England zur Zeit des Bürgerkriegs

zwischen Royalisten und Puritanern.

Im Zentrum: die tragische

Liebesgeschichte zwischen Elvira

(Sopranistin Lisette Oropesa) und

Arturo (Tenor Lawrence Brownlee).

Ein Gesangsfeuerwerk!

DER NUSSKNACKER: OPERA DE

PARIS – 23.12. Die Übertragung

aus der Opéra Bastille in Paris ist die

wunderbarste Einstimmung auf die

Feiertage: „Der Nussknacker“ mit

Tschaikowskys Melodien, getanzt

nach Peter Wrights Choreografie,

die das Publikum schon seit 1984

verzaubert. Der Zauberer Herr

Drosselmeyer hat alle Hände voll damit

zu tun, seinen Neffen zu retten:

Hans-Peter ist in einen Nussknacker

verwandelt worden. Er kann nur

gerettet werden, wenn der Nussknacker

den Mäusekönig besiegt und

ein Mädchen findet, das ihn liebt

und für ihn sorgt. Drosselmeyer

setzt all seine Hoffnung in die junge

Clara. Möge das Wunder gelingen.

www.cineplexx.at

DOT.MOVIE 67


DOT.

ARTHAUS

DAS GEHEIMNIS VON VELAZQUEZ –

L’ÉNIGME VELÁZQUEZ – 25.12. Wer war

Diego Velázquez (1599–1660), der Hofmaler des

spanischen Königs, der die royale Familie und den

Papst ebenso porträtierte wie das einfache Volk,

ein Lebenswerk von über 200 Gemälden hinterließ

und von Manet, Picasso, Dalí bewundert wurde?

Trotz seiner Sichtbarkeit blieb Velázquez nebulös.

Stéphane Sorlat – bis dato Produzent – begeht mit

seiner Spurensuche sein Debüt als Regisseur.

© Polyfilm, Filmgarten, Kinostar

B WIE BARTLEBY –

09.01.2026 Angela Summereders

Expartner Benedikt

Zulauf träumte seit jeher

davon, Herman Melvilles

Erzählung „Bartleby der

Schreiber“ zu adaptieren

und schlug ihr eine Zusammenarbeit

vor. Es kam damals

und auch Jahre später,

als die Idee wieder aufkam

und Zulauf bereits erkrankt

war, nicht dazu. Die

Gespräche darüber, was das

für ein Film werden könnte,

existierten allerdings auf

Band, und als Summereder

(Aus dem Nichts, Zechmeister)

– bereits nach dem

Tod von Zulauf – wieder

darüberstolperte, machte sie

sich an ein neues Konzept

für den Film, „in dem es

dann weniger um den

Bartleby-Film ging, sondern

um diese Geschichte des

gemeinsamen Versuchs

und des gemeinsamen

Scheiterns, wenn man so

will“. Mit der Haltung des „I

would prefer not to“ setzen

sich in B wie Bartleby nun

u.a. Performer, Jugendliche

und Rapper auseinander.

SOUND OF HOPE – DIE GE-

SCHICHTE VON POSSUM TROT

– 09.01.2026 Joshua Weigel erzählt

eine Geschichte der Nächstenliebe, basierend

auf einer wahren Begebenheit:

Donna Martin (dargestellt von Nika

King, Euphoria) und ihr Mann, Reverend

W.C. Martin, bewegen ihre winzig

kleine Gemeinde dazu, Pflegekinder

aufzunehmen, die sonst niemand will.

Die Gemeinschaft in Osttexas wird

unglaubliche 77 Kinder aufnehmen …

JA! – 12.12. Nadav Lapid (Synonymes) erzählt von einer Zeit,

in der Orientierungslosigkeit herrscht: In Tel Aviv nach dem

Massaker des 7. Oktobers leben der Musiker Y. und seine Partnerin

Jasmine, eine Tänzerin. Sie verdingen sich mit grellen

Performances als sexy Partyclowns einer israelischen Oberschicht

und können nur davon träumen, ihr prekäres Leben

hinter sich zu lassen. Dann kommt ein Angebot von einem

russischen Oligarchen: Y. solle eine blutige Hymne auf den

Krieg Israels gegen die Palästinenser schreiben. In eine Welt,

in der die Bildschirme von Nachrichtenmeldungen und Propaganda

geflutet sind, kracht eine drängende, wütende Satire.

68 DOT.MOVIE


AB 23. JÄNNER 2026

NUR IM KINO


Viennale 2025

Ein Blick zurück – frischgebackene Präsidenten, traditionelle

Festival-DJs, Regiedebütantinnen und beeindruckende

Laiendarstellerinnen: die 63. Ausgabe der Viennale.

Festivaldirektorin Eva Sangiorgi,

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler,

der frischgebackene Viennale-Präsident

und Regisseur des Eröffnungsfilms

„Miroirs No. 3“ Christian Petzold und

Wiktoria Pelzer vom Stadtkino Filmverleih

beim Festivalauftakt.

Mascha Schilinski – hier mit Eva

Sangiorgi vor dem Gartenbaukino

im Regen – hatte ihre Cannes-Überraschungssensation

„In die Sonne

schauen“ mit dabei.

© Viennale/Alexander Thuma, Roland Ferrigato, Alexi Pelekanos, Robert Newald

Schauspielerin Juliette Binoche spricht

über ihre erste Regiearbeit „In-I In Motion“.

Im vollen Gartenbaukino hört auch

Regisseur Michael Haneke, der mit ihr

„Caché“ (2005) gedreht hatte, zu.

Willem Dafoe mischte das Festival

nicht nur mit zwei Filmen auf („The

Souffleur“ und „Late Fame“), er war

auch ein Ausbund an guter Laune.

(Hier mit „Late Fame“-Regisseur und

New York Filmfestival-Leiter Kent

Jones zu sehen.)

Was wäre eine Viennale-Party ohne

Lars Eidinger an den Reglern?

Filmisch war er heuer mit „Leibniz –

Chronik eines verschollenen Bildes“

von Edgar Reitz bei der Viennale

vertreten – genau wie seine Kollegin

Aenne Schwarz spielt er einen Maler.

Eine Wucht: Nadia Melliti, die die

Hauptrolle im aktuell im

Kino anlaufenden

Drama „Die jüngste

Tochter“ (s. S. 53)

spielt. Die Laiendarstellerin

erhielt

in Cannes für ihr

Debüt gleich den

Darstellerinnenpreis.

Hauptdarstellerin Marie Leuenberger,

Antagonist Claes Bang und

Regisseurin Johanna Moder stellten

„Mother’s Baby“ vor.

70 DOT.MOVIE

Elsa Kremser und Levin Peter

begleiteten ihren Film „White Snail“

zum Festival – und konnten den Erste

Bank Filmpreis mit heimnehmen.

Der (Anti-)Western „Testa o Croce?“

brachte John C. Reilly und seinen

Regisseur Matteo Zoppis nach Wien.


EIN EIGENER SUPERMARKT FÜR CAROL STURKA IN PLUR1BUS.

Als es Astronomen gelingt,

ein mysteriöses Radiosignal

aus dem All, eine

RNA-Sequenz, zu entschlüsseln,

beginnt für Carol Sturka

ein Albtraum. An dieser Stelle

muss bereits „Achtung, Spoiler“

geschrieben und geraten werden,

nicht weiterzulesen, sondern am

besten einfach die fantastische

Serie zu schauen: Je weniger man

weiß, desto besser. Man wird auf

jeden Fall belohnt.

Die im Labor rekonstruierte

Sequenz kommt in Umlauf, eine

weltweite Seuche ist die Konsequenz.

Carol (Better Call Saul)

sieht mit an, wie alle anderen

Menschen in ihrer Umgebung

einen krampfartigen Anfall

erleiden – so auch ihre Partnerin

Helen, die daran sterben wird –,

und die Welt beginnt im Chaos

zu versinken, ehe sich alle

gleichzeitig wieder in Bewegung

setzen und mit einem entrückten

Lächeln ausgestattet aufzuräumen

beginnen. Alle grüßen sie,

die missmutige Autorin, fortan

namentlich; alle scheinen sie zu

kennen. Allmählich begreift Carol

(nicht zuletzt durch eine nur für

sie abgehaltene und im Fernsehen

übertragene Pressekonferenz aus

dem Weißen Haus), dass durch

den Virus das Bewusstsein aller

Menschen verbunden ist – eine

Art Kollektivbewusstsein. Das

war’s mit dem Individuum:

Ergreift einer das Wort, spricht

er für alle. Das Kollektiv behauptet,

dass dies eine lohnenswerte

Erfahrung, dass die Welt nun ein

besserer Ort sei, wo das Kollektiv

doch äußerst friedliebend agiert.

Carol ist eine von weltweit zwölf

Menschen, die immun zu sein

scheinen. Diese Immunen werden

(noch?) vom Kollektiv hofiert, was

einige der Immunen zu genießen

wissen (und beispielsweise mit der

Air Force One zu einem Treffen

anreisen) – Carol hingegen

misstraut dem Kollektiv und will

FILM

KOST

sich, wo es nur möglich ist, nicht

helfen lassen. Mit ihrer Haltung,

dass die Immunen alles daransetzen

müssen, den zombieartigen

Zustand der Menschheit irgendwie

rückgängig zu machen, steht

sie (aktuell noch?) auf einsamer

Flur. Sie wird sich eigenständig

daranmachen, das Kollektiv zu

erforschen. Dass die Infizierten

unfähig zur Lüge sind, spielt ihr

dabei sehr in die Hände.

HANDGRANATEN UND

SUPERMÄRKTE

Mit PLUR1BUS legt Vince Gilligan,

der schon mit Breaking Bad

und Better Call Saul für Begeisterung

sorgte, die aufregendste

Serie seit Langem vor. Äußerst

durchdacht serviert er diese ominöse

Welt, in der Carols Wutausbrüche

enorme Auswirkungen

haben. Das Dramapotenzial ist

groß, der vorhandene Humor und

die Spiellust allerdings auch (oft

spielt auch all das zusammen, wie

Episode 3, Titel „Handgranate“,

beweist). Das Kollektiv organisiert

die Welt neu – Supermärkte, wie

wir sie kennen, sind etwa nicht

mehr nötig. Als Carol, die das

Essen, das das Kollektiv ihr unter

Hauben servieren würde, ablehnt,

zum ersten Mal wieder bei ihrem

Stammsupermarkt vorbeischauen

möchte, sind die Regale verwaist.

Und sie wird staunen, wie schnell

die Infizierten auf ihren Wunsch

hin den Supermarkt wieder

vollständig bestückt zum Laufen

bringen: Genau getaktet fahren

die Lkw-Lieferungen vor, und

wortlos macht sich das Kollektiv

ans Werk (wozu sprechen, wenn

man durch das Bewusstsein verbunden

ist). Sie wird noch mehr

staunen, wie konsequent das Kollektiv

beleidigt sein kann. Oder

durch welche Menschenhülle das

Kollektiv versucht, Nähe zur miesepetrigen

Carol herzustellen.

Es ist ein reines Vergnügen, den

Verlauf der Serie, deren Episoden

aktuell im Wochentakt auf Apple

TV+ landen, zu verfolgen. Während

man auf die nächste Folge

wartet (Apple TV+ hat gleich zwei

Staffeln in Auftrag gegeben), ist

man gut damit beschäftigt, zu

spekulieren, wohin Gilligan das

Unternehmen noch führen, wie er

den Bogen spannen wird.

#pluribus

PLUR1BUS USA 2025-, CREATED BY Vince

Gilligan, MIT Rhea Seehorn, Karolina Wydra,

© bei Apple TV+ zu sehen.

DOT.MOVIE 71


HEIM

WERK

NEUES IM HEIMKINO

THE SMASHING

MACHINE

Benny Safdie (u.a. gemeinsam

mit seinem Bruder Josh Uncut

Gems und Good Time) erzählt

die Geschichte eines Champions,

der am eigenen Körper zerbricht –

und schenkt Dwayne „The Rock“

Johnson, der den Mixed-Martial-

Arts-Pionier Max Kerr spielt, seine

bislang ernsthafteste Rolle.

Ab 16.01. im Handel.

THE LONG WALK

Francis Lawrence (Die Tribute

von Panem) verfilmt einen frühen

Stephen-King-Stoff, wenn 50 Teenager

(u.a. Cooper Hoffman) in einer

dystopischen Version der USA

an einem ebenso tödlichen wie

lukrativen Wettbewerb teilnehmen.

Sie müssen marschieren – solange,

bis nur noch einer von ihnen auf

den Beinen steht …

Ab 24.12. im Handel.

22 BAHNEN

Die talentierte Studentin Tilda

(Luna Wedler) hätte Möglichkeiten,

doch sie steckt in ihrem

prekären Leben fest: Ihre Mutter ist

suchtkrank, ihre Schwester noch

im Volksschulalter. Also kümmert

Tilda sich. Daneben gehen sich

keine Träume aus. Oder? Behutsam-bittersüße

Verfilmung des

Bestsellers von Caroline Wahl.

Ab 23.01. im Handel.

72 DOT.MOVIE

One Battle After Another

Herzlich willkommen in

einem Feuerwerk aus

Paranoia, Wahnsinn, nervösem

Chaos und Absurdem: Paul

Thomas Anderson (There Will Be

Blood, Magnolia) legt seinen neuen

Film vor, der cool-satirisch und

actionreich zugleich und von Thomas

Pynchons Roman „Vineland“

(1990) inspiriert ist (mit Inherent

Vice verfilmte Anderson 2014

schon mal ein Werk von Pynchon).

Anderson erzählt von einer Widerstandsgruppe,

die sich „French 75“

nennt. Einige Mitglieder stürmen

ein Gefängnis der ICE (US Immigration

and Customs Enforcement)

und befreien innerhalb weniger

Minuten über 200 Häftlinge. Diese

Aktion liegt nun 16 Jahre zurück.

Wenn wir nun, 16 Jahre später, in

der Wüstenstadt Baktan Cross auf

eins der Mitglieder – Bob Ferguson

(Leonardo DiCaprio) – treffen,

dann ist aus ihm ein ganz schön

heruntergekommener Paranoiker

geworden. Der

ehemalige Aktivist

würde sicher kein

Handy benutzen, lebt

er doch in ständiger

Angst, dass Colonel

Steven J. Lockjaw es

noch immer auf ihn

abgesehen hat. Er lebt

abgeschieden mit seiner

Tochter Willa (Chase Infinity),

die er vor all dem „üblen Scheiß“

beschützen möchte, den ihre kompromisslos

Mutter Profidia (Teyana

Taylor) und er gemacht haben. Und:

Er liegt mit seinem Verfolgungswahn

nicht falsch – Lockjaw (stiehlt

den anderen die Show: Sean Penn)

verfolgt eine ganz eigene Mission

und ist hinter ihnen her – vor allem

hinter Willa. Ferguson macht sich

auf einen wilden Ritt und wird sich

bald in der am tollsten inszenierten

Verfolgungsjagd der jüngeren

Filmgeschichte befinden.

Ab 22.01. im Handel.

© Warner Bros, LEONINE


EUPHORIE IM STREAM: NEWS & RELEASES

LITTLE DISASTERS (S1) MAN VS. BABY (S1) HIS & HERS (S1)

In Anatomie eines Skandals

stürzte (frei nach Sarah Vaughans

Roman) das hübsch eingerichtete

Leben eines Politikers ein. Auch

hier (ebenfalls Stoff von Vaughan)

bekommt die Optik Risse: Als Jess

(Diane Kruger) ihre Tochter in

die Notaufnahme bringt, hat eine

Freundin (Jo Joyner) gerade Dienst

– diese müsste die verdächtige Verletzung

dem Sozialamt melden …

Ab 11.12. bei Paramount+.

2022 eskalierte eine Begegnung

zwischen Mann (Rowan Atkinson,

Mr. Bean) und Biene aufs Desaströseste.

Auf Man vs. Bee folgt nun

Man vs. Baby: Atkinson ist als

„Trevor von Housesitters Deluxe“

zurück. Dieses Mal bekommt es

der wandelnde Katastrophenmagnet

mit einem Baby zu tun: einem

nicht abgeholten Jesus-Darsteller

eines Krippenspiels.

Ab 11.12. bei Netflix.

Eine Journalistin (Tessa Thompson,

Westworld) und ein Detective

(Jon Bernthal, Daredevil: Born

Again) krachen bei einem Mordfall

aufeinander. „Jede Geschichte hat

zwei Seiten, seine und ihre, was

bedeutet, dass immer jemand lügt“

lautet die Tagline zur Miniserie,

die auf dem Roman der britischen

Journalistin und Bestsellerautorin

Alice Feeney basiert.

Ab 08.01.2026 bei Netflix.

© Netflix, Paramount+, Sky

AMADEUS

kreative Neuanfang des einstigen

Wunderknaben wird rasch zum

intensiven Ringen um Anerkennung,

Freiheit und letztlich

ums Überleben. An der Seite des

aufblühenden Künstlers: Gabrielle

Creevy als seine Frau Constanze.

Zum von Mozarts Brillanz besessenen,

von Eifersucht zerfressenen

Konkurrenten, dem Hofkomponisten

Antonio Salieri, wird Paul

Bettany (u.a. Avengers: Infinity

War).

Als Miloš Forman im

Jahr 1984 mit Amadeus

von Wolfgang Amadeus

Mozart und dem neidischen Blick

seines Rivalen Antonio Salieri

erzählte, lieferte er eine kleine

Sensation ab: Das überdrehte

Kostümdrama sahnte acht Oscars

ab. Der Film basierte auf dem

Theaterstück von Peter Shaffer,

das 1979 erstmals aufgeführt wur-

de. Shaffers Stück hat seinen Reiz

auch heute nicht verloren: Wenn

eine Sky-Serie ab 21. Dezember

ins 18. Jahrhundert entführt, um

von einem jungen Virtuosen,

seinem tiefgläubigen Rivalen und

einer Stadt voller Erwartungen zu

erzählen, dann basiert das ebenfalls

auf dem Theaterstück. Zum

Titelhelden wird Will Sharpe (The

White Lotus, Landscapers). Der

In fünf Teilen erzählt Joe Barton

(u.a. The Lazarus Project) intensiv

und optisch opulent von höfischen

Intrigen, familiären Spannungen

und Mozarts inneren Dämonen.

Für alle, die auf den Geschmack

gekommen sind: Parallel zum

Serienstart geht bei Sky eine dreiteilige

Doku über Mozart (Mozart

– Genie und Rebell) online.

Ab 21.12. bei Sky.

DOT.MOVIE 73


Gery Seidl Marlene Morreis Thomas Mraz

Mia Plamberger

Maria Hofstätter

Johannes Silberschneider

Heinz Marecek

Roland Düringer

Thomas Stipsits

Ein Film von Claudia Jüptner-Jonstorff

AB 20. NOVEMBER IM KINO

Die FEEL-GOOD-KOMÖDIE in der Vorweihnachtszeit!


Machine Gun Kelly

MGK setzt zum nächsten Schlag an:

Mit der globalen „Lost Americana

Tour“ bringt der Genre-Grenzgänger

sein siebtes Studioalbum auf die großen

Bühnen der Welt – energiegeladen

zwischen Rap-Attitüde, Rock-Einschlag

und Alternative Pop. Im Februar

macht er auch in Wien halt, begleitet

von Julia Wolf, einer der spannendsten

neuen Stimmen im Alternative Pop.

Nach seiner rekordbrechenden Mainstream-Sell-out-Ära

setzt Machine Gun

Kelly damit erneut neue Maßstäbe

und liefert eine der ambitioniertesten

Welttourneen seiner Karriere.

7 SEITEN

DOT.PLANER

www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle,

Halle D, Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien,

18. Februar 2026, 19:30 Uhr, VVK: ab € 67,40

© Sam Cahill, Mia Knoll

Snowtime

Die österreichischen Alpen haben sich bereits in

ein Winterwonderland verwandelt. Das gilt ganz

speziell für „Kapplaska“, wie Kappl im Paznauntal

in der Freeride-Szene liebevoll genannt

wird. Der ehemalige Geheimtipp ist zu einem

der bekanntesten Freeride-Gebiete der Alpen

geworden und diese Saison der Austragungsort

von gleich zwei hochkarätigen Contests.

Den Auftakt macht dabei am 10. Jänner der

Open Faces Qualifier, bevor der internationale

Freeride-Nachwuchs am 19. Jänner bei den

Freeride Junior World Championships um den

Weltmeistertitel kämpft.

open-faces.com

NAKED LUNCH. BRYAN ADAMS. EDWYN COLLINS. GARISH. DOTA. MONET 192. ZAZ. LIONHEART.

ELEKTRO GUZZI. RIAN. XAVIER NAIDOO. EDDIN. EZRA FURMAN. LEPROUS. APPARAT. LUKAS OSCAR.


Bryan Adams

Seit Jahrzehnten gilt Bryan Adams als einer

der packendsten Livemusiker weltweit und

begeistert Fans mit seiner unverwechselbaren

Mischung aus Rock, Pop und gefühlvollen

Balladen, die Generationen geprägt haben. Mit

ganzen 17 Studioalben hat er sich als Songwriter

einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert,

unter anderem mit Hits wie „Summer

of ’69“, „Heaven“ oder „(Everything I Do) I Do

It for You“. Seine kreative Arbeit wurde mit

zahlreichen Preisen und Ehrungen gewürdigt,

darunter drei Oscar-Nominierungen, fünf

Golden-Globe-Nominierungen, ein Grammy

Award sowie 20 Juno Awards, die seine außergewöhnliche

Karriere unterstreichen. Doch

auch jenseits von Preisen und Ehrungen überzeugt

Adams durch seine Bühnenpräsenz, die

selbst in großen Arenen seine Leidenschaft und

unverwechselbare Stimme spürbar macht.

www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle, Halle D,

Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien, 18. Dezember,

19:30 Uhr, VVK: ab € 79,99

Edwyn Collins

M

it „A Girl Like You“ landete Edwyn Collins

1995 einen Welthit, der ihn weltweit

bekannt machte. Zehn Jahre später folgte der

einschneidende Moment: zwei Schlaganfälle

innerhalb weniger Tage. Doch Collins kämpfte

sich mit beeindruckender Entschlossenheit

zurück und blieb seiner Musik treu – seitdem

veröffentlicht er kontinuierlich neue Studioalben.

Nun legt er mit „Nation Shall Speak

Unto Nation“ ein elf Songs starkes Werk vor,

aufgenommen in seinem Clashnarrow Studio in

Helmsdale mit Sean Read, Jake Hutton, James

Walbourne, William Collins, Carwyn Ellis sowie

den Backgroundstimmen von Lena Wright

und Bianca White. Begleitet wird das Album

vom Video zum Opener „Knowledge“, das rund

um den Jahreswechsel ebenfalls in Helmsdale

entstand und zu dem Collins sagt: „Wissen

ist Weisheit, kombiniert mit allem, was man

gelernt hat. Ich hoffe, ich habe viel gelernt.“

www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43,

4020 Linz, 30. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 45,30

www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien,

29. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 52,–

© BMG, Fenella Lorimar, Michaela SOOST / Fever Labs Inc., Michelle_Rassnitzer

76 DOT.PLANER


Naked Lunch

Die Welt, groß wie klein, könnte gerade

mehr Umarmungen gebrauchen als

je zuvor. Nach sieben Jahren meldete sich

heuer die österreichische Indie-Band Naked

Lunch mit einer neuen Single zurück, die

direkt ins Herz geht. Zehn Jahre nach dem

„Jack“-Soundtrack und zwölf Jahre nach

„All Is Fever“ wirkt das neue Werk wie eine

Umarmung: ehrlich, kräftig, direkt.

EIN SONG VOLLER LIEBE

Oliver Welter feiert gemeinsam mit Boris

Hauf, Alex Jezdinsky und Produzent Wolfgang

Lehmann die Liebe zum Leben in all ihren

Facetten. Der Song „To All And Everyone I

Love“ schöpft Kraft aus Momenten, die zugleich

persönlich und universell sind. Dabei entfaltet

er eine warme, offene Energie, die beim Hören

sofort fesselt. Er wird zu einem kleinen Chor

der Selbstermächtigung, einer Hymne radikaler

Empathie. Gleichzeitig erinnert er daran, dass

Menschlichkeit kein abgegriffenes Konzept ist,

sondern ein Bestehen im Hier und Jetzt. So

wird der Song zum idealen Auftakt des neuen

Albums „Lights (And a Slight Taste of Death)“.

Naked Lunch sind endlich zurück. Und wie!

www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80,

1030 Wien, 22. Jänner 2026, 19:00 Uhr, VVK: € 41,35

www.popculture.at, ppc, Neubaugasse 6, 8020

Graz, 23. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 38,90

www.argekultur.at, ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-

Straße 5, 5020 Salzburg, 31. Jänner 2026,

20:00 Uhr, VVK: € 43,60

Candlelight: Der Zauberer von Oz

www.feverup.com/m/484443,

Weltmuseum Wien, Heldenplatz,

1010 Wien, 23. Jänner 2026,

18:45 Uhr, VVK: ab € 47,50

In Wien entsteht ein Konzertabend, der die

zeitlose Magie von Der Zauberer von Oz

in einem klassischen Rahmen neu erfahrbar

macht. Ein Streichensemble interpretiert

gemeinsam mit Warner Bros. die bekanntesten

Melodien des Filmklassikers von 1939 – von

„Over the Rainbow“ bis „The Merry Old Land

of Oz“. Der warme Schein Hunderter Kerzen

schafft eine besonders intime, fast märchenhafte,

stimmungsvolle Atmosphäre. Die Musik

kommt den Originalkompositionen eindrucksvoll

nahe, bleibt dabei klar und öffnet mit spürbarer

Hingabe einen feinfühligen, völlig neuen

Blick auf die vertrauten Themen.

DOT.PLANER 77


EVENT

PLANER

78 DOT.PLANER

GARISH

Seit über 25 Jahren gibt es in

dieser schnelllebigen Musikwelt

Konstanten, die sich dem Vergessen

standhaft widersetzen – und Garish

gehört zweifellos dazu. Ihr Sound

pendelt fein ausbalanciert zwischen

stiller Hoffnung, zarter Ironie und

jener unverkennbaren Melancholie,

die ihre Texte sowohl poetisch als

auch unmittelbar macht. Über die

Jahre hat das Quartett ein eigenes,

unangreifbares Klangterritorium

geschaffen, das frei von Trends und

INFO: www.planet.tt, Raiffeisen Halle im

Gasometer, Guglgasse 8, 1110 Wien,

26. Jänner 2026, 20:00 Uhr,

VVK: € 69,90

kurzatmigen Debatten funktioniert

und doch immer am Puls bleibt.

Auch wenn seit „Komm schwarzer

Kater“ acht Jahre vergangen sind,

blieb ihre kreative Präsenz ungebrochen:

Nebenprojekte, eine Liveplatte

und eine besondere Jubiläums-

Compilation hielten die Tür zum

Band-Kosmos weit offen.

INFO: www.stadtsaal.com, Stadtsaal

Wien, Mariahilfer Straße 81,

1060 Wien, 21. & 22. Dezember,

19:30 Uhr, VVK: ab € 34,60

ZAZ

Mit dem Megahit „Je veux“

katapultierte sich Zaz 2010

in die internationale Musikszene

und machte ihre einzigartige

Stimme, die Pop, französisches

Chanson und Jazz

verbindet, weltweit bekannt.

Fünf Studioalben, über

fünf Millionen verkaufte

Exemplare und energiegeladene

Liveshows auf drei

großen Welttourneen haben

ihr eine treue Fangemeinde

beschert. Als eine der größten

Botschafterinnen der französischen

Sprache arbeitete sie mit

Legenden wie Quincy Jones und

Charles Aznavour zusammen und

prägt die Szene seit über einem

Jahrzehnt. Ende Jänner 2026

macht Zaz im Wiener Gasometer

halt. Ein absolutes Muss für alle

Fans der französischen Musik.

OEHL

Ariel Oehl bringt auf seiner Akustiktour mit

Romi Rabic und Niklas Apfel nostalgische

Momente und neue wie bekannte Lieder

besinnlich auf die Bühne.

INFO: Spielstaetten.buehnen-graz.com,

Orpheum Extra, Orpheumgasse 8,

8020 Graz, 17. Dezember, 20:00 Uhr,

VVK: € 32,–

ELEKTRO GUZZI

Elektro Guzzi verbinden auf „Liquid Center“

Liveenergie mit subtiler Techno-Abstraktion

zu einem präzisen Klang.

INFO: www.spielboden.at,

Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15,

6850 Dornbirn, 20. Dezember,

21:00 Uhr, VVK: € 29,90

RIAN

Frische Songs und energiegeladene Shows

bringen RIAN auf Tour – Anfang 2026

folgt außerdem sein erstes Debütalbum.

INFO: www.planet.tt, Raiffeisen Halle im

Gasometer, Guglgasse 8, 1110 Wien,

20. Dezember, 20:00 Uhr, VVK: € 44,99

XAVIER NAIDOO

Im Jänner 2026 steht Xavier Naidoo

endlich wieder in Wien auf der Bühne

und präsentiert seine größten Hits in einer

einzigartigen Arenashow.

INFO: www.stadthalle.com Wiener Stadthalle,

Halle D, Roland-Rainer-Platz 1,

1150 Wien, 11. Jänner 2026, 19:30 Uhr,

VVK: ab € 84,90

LIONHEART

Seit 2007 prägt Lionheart die Hardcore-

Szene der kalifornischen Bay Area mit

brutaler Energie und harten Lyrics.

INFO: www.simmcity.at, Simm City Festsaal

Zentrum Simmering, Simmeringer

Hauptstraße 96a, 1110 Wien, 13. Jänner

2026, 19:00 Uhr, VVK: € 49,99

EDDIN

Mit eingängigen Songs und emotionalen

Texten gewinnt Eddin zumehmend Aufmerksamkeit

in der Musikszene. Bald gibt es den

Künstler in der Grellen Forelle zu erleben.

INFO: www.grelleforelle.com, Grelle

Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien,

13. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 44,90

DAS PARADIES

Psychedelische Sounds und fließende

Melodien treffen live im Wiener Rhiz auf

die Paradies-Klangwelt.

INFO: www.rhiz.wien, Rhiz, Gürtel -

bogen 37, 1080 Wien, 19. Jänner 2026,

20:00 Uhr, VVK: € 23,99


VIOLETTA PARISINI

In ihren Liedern öffnet Violetta Parisini

vertraute Gefühlswelten und webt daraus

einen warmen, bewegenden Klangteppich

voller Lachen und Tränen.

INFO: Spielstaetten.buehnen-graz.com,

Orpheum Extra, Orpheumgasse 8,

8020 Graz, 16. Jänner 2026,

20:00 Uhr, VVK: € 29,50

EZRA FURMAN

Neben Linz stehen für Furman noch Shows

in Wien und Graz auf dem Programm.

Neues Werk: „Goodbye Small Head“.

INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer

Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz,

21. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 38,50

FRIDA GOLD

Die deutsche Popband Frida Gold bringt

2026 im Rahmen ihrer Tour mit der EP

„Morgenrot“ kraftvolle und tiefgründige

Momente auf die Bühne des B72.

INFO: www.b72.at, B72, Hernalser

Gürtel-Bogen 72, 1080 Wien, 20. Jänner

2026, 20:00 Uhr, VVK: € 29,–

LEPROUS

Im Rahmen der „European Tour PT.2“

kommen Leprous wieder nach Wien

und versprechen ein intensives, energiegeladenes

Liveerlebnis.

INFO: www.simmcity.at, Simm City Festsaal

Zentrum Simmering, Simmeringer

Hauptstraße 96, 1110 Wien, 26. Jänner

2026, 19:30 Uhr, VVK: € 43,60

MONET192

Auf der „AURA TOUR“ bringt

Monet192 seinen unverwechselbaren

Sound zurück

auf die Bühne. Insgesamt

19 Shows bieten reichlich

Gelegenheit, seine Musik

live zu erleben und die

Energie seiner Performance

aufzusaugen. Hits

wie „H3tel“, „Body“ und

„Niemalsland“ haben sich

längst in die Herzen der

Fans gespielt, und seine

Songs sind wie ein offenes

Tagebuch: direkt, ungeschönt

und ehrlich bis zum letzten

Beat. Die aktuelle Tour macht

diese Authentizität und Intensität

auf der Bühne spürbar wie nie

zuvor. Live hebt Monet192 die

Energie auf ein völlig neues Level,

sodass jede Show zu einem unvergesslichen

Erlebnis wird.

INFO: www.flex.at, Flex, Donaukanal/

Augartenbrücke, 1010 Wien, 18. Jänner

2026, 20:00 Uhr, VVK: € 39,50

APPARAT

Auf seiner kommenden Tour macht Apparat

2026 Station in Wien, spielt Stücke vom

neuen Album und verspricht eine

eindringliche und intensive Performance.

INFO: www.arena.co.at, Arena Wien,

Baumgasse 80, 1030 Wien, 28. Jänner

2026, 19:00 Uhr, VVK: € 46,90

LUKAS OSCAR

Gefühlsstarke Songs und einprägsame

Melodien machen Lukas Oscar live zu

einem besonderen Erlebnis.

INFO: www.konzerthaus.at, Wiener

Konzerthaus, Berio Saal, Lothringerstraße

20, 1030 Wien, 30. Jänner 2026,

21:00 Uhr, VVK: € 32,90

SYML

Auf Nobody Lives Here verbindet SYML

klare Melodien mit emotionalem Songwriting

über Verlust und Vergänglichkeit.

INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger

Straße 59, 1090 Wien, 01. Februar

2026, 20:00 Uhr, VVK: € 49,–

Während der kommenden

„Springbrunnen Tour

2026“ bringt DOTA neue und

mit Spannung erwartete Songs

auf die Bühne und verbindet sie

mit ausgewählten Stücken aus

bisherigen Alben. Minimalistisch,

kontrastreich und verspielt

zugleich, gehen die Texte direkt ins

Herz – ehrlich, suchend und voller

wacher Beobachtungen und feiner

Zwischentöne. Dota Kehr schafft

DOTA

gemeinsam mit ihrer Band live

eine dichte, groovende Atmosphäre

zwischen nachdenklicher

Poesie, spielerischem Humor und

feiner Ironie, sodass jede Show zu

einem intensiven Erlebnis voller

Gefühl, musikalischer Leichtigkeit

und Charme wird.

INFO: www.arena.co.at, Arena Wien,

Baumgasse 80, 1030 Wien, 16. Jänner

2026, 19:00 Uhr, VVK: € 41,94

© Jan Welters, Yung Eye, Manuel Pitsch, Annika Weinthal

DOT.PLANER 79


TEXTE: WOLFGANG HECKEL-MOEHLE

Anschnallen, bitte

Die Freeski- und Snowboard-Saison hat begonnen, und die ersten Wintersportler tummeln

sich schon auf den Pisten. DOT. hat die aktuellen Event-Highlights für euch zusammengestellt.

VÄLLEY RÄLLEY

Im Zillertal startet das „Onboarding“

für die ersten Flüge über

die Schanzen, gemeinsam mit

den „Ästhetikern“. Was als kleine

Snowboard-Wettbewerbs-Tour

begann, ist heute die angesagteste

Aufstiegstour in Europa. Bei der

Zillertal VÄLLEY RÄLLEY unter

der Federführung des legendären

Snowboardclubs „Die Ästhetiker“

werden in vier Bewerben

die neuen Kings und Queens der

Königsfamilie im Zillertal gesucht.

Die Events bieten Nachwuchssportlern

eine Plattform, ihr Können

mit Gleichaltrigen zu messen

und sich für weitere Wettbewerbe

zu qualifizieren. Damit dient die

Snowboardtour jungen Snowboardern

als Sprungbrett in den

internationalen Profisport. Viele

ehemals blutjunge Talente, die bei

der VÄLLEY RÄLLEY ihre erste

Medaille gewannen, mischen heute

ganz oben im internationalen

Wettbewerbszirkus und bei Olympia

mit. Die Wettbewerbe werden

VÄLLEY RÄLLEY

in der olympischen Disziplin

„Snowboard Slopestyle“ ausgetragen

und sind an das internationale

Punktesystem der „World

Snowboard Point List“ und das

„World Rookie Ranking“ angebunden.

Darüber hinaus können sich

Jugendliche unter 18 Jahren jedes

Jahr erneut für die World Rookie

Tour Finals qualifizieren.

valleyralley.at

JIB KING

Das Opening im Absolut Park in

Flachauwinkl ist beim Jib King

voll auf Schiene. Am 13. und

14. Dezember werden auf den

Rails zum Saison-Auftakt die

Funken fliegen. Die Amateur-

Division bietet Freeskiern und

Snowboardern aller Alters- und

Könnensstufen die Chance,

erste Wettbewerbserfahrungen zu

sammeln und ihre Tricks im Park

zu zeigen – ganz ohne Kosten.

Die Anmeldung erfolgt direkt am

Samstag im Chill House, sodass

jeder spontan teilnehmen kann.

Die Pro-Division versammelt am

Sonntag die besten Freeskier und

Snowboarder zu einem hochkarätigen

Jam-Session-Wettbewerb, um

die Queens und Kings zu krönen.

Als WSPL-Elite-Event (World

Snowboard Federation) ist diese

professionelle Disziplin des Jib

King international für Ranglisten

relevant und zieht mit einem

Preisgeld von 2500 Euro einige

der besten Talente der Szene nach

Flachauwinkl. Fans können die

Action über den YouTube-Stream

mit Live-Kommentaren verfol-

Jib King

© SAAC / Daniel Hug, Terragraphy, PflanzlMedia, open-faces.com / mia maria knoll, Moritz Ablinger, Polar

80 DOT.PLANER


FIS Snowboard

Alpine Worldcup

gen, während vor Ort DJ- und

Chill-House-Side-Events für beste

Stimmung sorgen.

absolutpark.com

SNOWBOARD-WELTCUP

Am 13. und 14. Jänner verwandelt

sich Bad Gastein erneut in eine

Bühne für den legendären VISA

FIS Snowboard Alpine Worldcup.

In spannenden Duellen wird sich

die internationale Snowboard-Elite

in Flutlicht-Rennen nebeneinander

um die beste Zeit messen.

Mit 34 Grad durchschnittlicher

Hangneigung zählt die Bucheben-

Piste zu einer der steilsten Strecken

im Weltcup und fordert daher

auch bei den Athleten mit ihren

Carving-Schwüngen ordentliche

Schräglagen. Die Kombination

aus sportlicher Höchstleistung

und unvergleichlicher Stimmung

macht diesen Event zu einem Muss

für alle Wintersport-Fans. Der

Heim-Weltcup beflügelt mit den

anfeuernden Fans auch regelmäßig

unsere Athleten zu Höchstleistungen.

Letztes Jahr durften Sabine

Payer und Andreas Prommegger

im Parallel Mixed Team Event vom

obersten Stockerl strahlen. Andreas

Prommegger holte bei den

Herren zudem noch Silber.

gastein.com

CASH4TRICKS-TOUR

„Blamieren oder kassieren“ ist das

Motto der Cash4Tricks-Tour, die

in neun Skigebieten mit Live-Moderation

und zwei Judges über die

Rails und Schanzen geht. Wer sich

traut und seinen Trick save nach

unten bringt, kann richtig „Cash“

absahnen. Fünf Euro gibt es pro

Sprung oder Trick, dem die Judges

ein „Thumbs up“ geben. Wer an

mindestens vier Events teilnimmt,

hat die Chance, mit dem Cash-

4Tricks-Sammelpass am Ende der

Saison noch fette Preise von Blue

Tomato und Ski amadé abzusahnen.

Im Snowpark Alpendorf kann

man bei den Freestyle Fridays

schon einmal mit erfahrenen

Coachs üben. Dabei werden kostenlos

und spielerisch die Basics

des Freestyle-Sports in entpannter

Atmosphäre und auf kindgerechten

Obstacles vermittelt: Von ersten

Sprüngen und Grabs bis hin

zu Slides, Rails und sogar coolen

360°-Drehungen. Die Fun-Line ist

dabei ideal für Anfänger und zum

Aufwärmen – davon konnte sich

auch schon das DOT.magazine im

Test überzeugen.

Erste Begegnungen mit insgesamt

20 Banked Turns, Bumps,

kleinen Jumps und Boxen fühlen

sich hier richtig gut an. Ist die

Fun-Line erst einmal gemeistert,

geht es weiter auf die Progression-

Line: Auf dieser Line steigen auch

die Größe und Schwierigkeit der

Jumps und Jibs und auch der

Spaß, denn da heißt es: „Mehr

Speed, mehr Airtime, mehr

Style!“ Auf der Funcross-Strecke

und beim Parallel-Slalom kann

man sich auch noch spannende

Battles mit Freunden liefern – ein

Videobeweis zeigt, wer die Nase

vorne hatte.

snow-space.com/freestyle

skiamade.com/cash4tricks

Cash4Tricks-Tour

DOT.PLANER 81


DAS 119. DOT. erscheint am 29. Jänner 2026

SEND HELP

NO OTHER CHOICE

STURMHÖHE

ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE

Emerald Fennell macht aus

Margot Robbie und Jacob

Elordi Cathy und Heathcliff –

in der Verfilmung von Emily

Brontës Sturmhöhe. Bei Rachel

McAdams und Dylan O’Brien

geht’s weniger romantisch zu.

Sie stranden in Send Help als

Arbeitskollegen, die sich nicht

ausstehen können, auf einer

einsamen Insel. Park Chan-wook

erzählt derweil in No Other

Choice von einem Langzeitarbeitslosen,

der sich einen

Job sichern will: Er eliminiert

einfach seine Konkurrenz. Von

Jobs ist in der Verfilmung von

Joachim Meyerhoffs Ach, diese

Lücke, diese entsetzliche Lücke

noch keine Rede: Es geht erst mal

an die Schauspielschule …

Impressum Cover © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved. DOT.magazine erscheint 9 x p.a. mit einer Auflage von 120.000 Exemplaren österreichweit in der

PPH Media Verlag GmbH, Kutschker gasse 42/ Top 13, A-1180 Wien, Tel.: +43 1 235 13 66-800, E-Mail: office@pph-media.at, Web: www.pph-media.at Distribution: Österreichweit

in allen Constantin Film- & Cineplexx-Kinos, 198 McDonald’s-Restaurants und allen Star Movie Kinos. Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak Verlagsleitung: Georg Peter

Senior Account Manager & Marketing: Michael Martinek Chefredaktion & Chefin vom Dienst: Nicole Albiez Senior Account Manager: Daniela Ruff Film: Nicole Albiez,

Max Gfrerer, Manuel Stephan, Alexandra Zawia Musik & Games: Peter Zirbs Fashion & Beauty: Kim Sztrakati Eventplaner: Daniela Ruff Sport: Wolfgang Heckel-Moehle Lektorat:

Gudrun Likar Produktion: Hofeneder & Partner GmbH. Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Veranstalter, Fotoagenturen und diverse Fotografen. Für unverlangt eingesandte Texte und

Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck, auch auszugsweise, nur

mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Fotocredits im Eventkapitel werden durch den Vermerk „Veranstalter” im Impressum abgegolten. Einzelne Fotocredits im Eventbereich

werden nur auf ausdrücklichen schriftlichen Wunsch des Urhebers abgedruckt. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt.


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