DOT.magazine 118
James Camerons „Avatar: Fire and Ash“ führt Pandoras Saga konsequent weiter +++ Paul Rudd und Jack Black lassen freudvoll die Sau raus beim Meta-Reboot von „Anaconda“ +++ Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt nach London zurück. Emily Cox, die Mercia, die Gattin des Königs, spielt, im Interview … +++ Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura +++ Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ - und zu Gerard Butlers Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag +++ Ein halbes Jahr nach Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“ +++ Hugh Jackman und Kate Hudson werden in „Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“ +++ Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“ +++ Paul Feig inszeniert auf atemlose Weise Freida McFaddens Bestseller „The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried +++ Von menschlichen Erfahrungen - und William Shakespeare: Chloé Zhaos „Hamnet“ +++ Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“ +++ François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman „Der Fremde“ +++ Charly Hübner wird zum Poster Boy der Erinnerungskultur in Wolfgang Beckers letztem Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ +++ Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“: Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co. zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten +++ „Ein einfacher Unfall“ löst eine Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer Film ist eine Wucht +++ Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.
James Camerons „Avatar: Fire and Ash“ führt Pandoras Saga konsequent weiter +++ Paul Rudd und Jack Black lassen freudvoll die Sau raus beim Meta-Reboot von „Anaconda“ +++ Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt nach London zurück. Emily Cox, die Mercia, die Gattin des Königs, spielt, im Interview … +++ Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura +++ Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ - und zu Gerard Butlers Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag +++ Ein halbes Jahr nach Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“ +++ Hugh Jackman und Kate Hudson werden in „Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“ +++ Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“ +++ Paul Feig inszeniert auf atemlose Weise Freida McFaddens Bestseller „The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried +++ Von menschlichen Erfahrungen - und William Shakespeare: Chloé Zhaos „Hamnet“ +++ Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“ +++ François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman „Der Fremde“ +++ Charly Hübner wird zum Poster Boy der Erinnerungskultur in Wolfgang Beckers letztem Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ +++ Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“: Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co. zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten +++ „Ein einfacher Unfall“ löst eine Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer Film ist eine Wucht +++ Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.
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Welt in
Flammen
winter 2025/26
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EDITORIAL
NICOLE ALBIEZ
I
n der Netflix-Serie Beef kochten
die Emotionen auf impulsive Weise
hoch: Die zufällige Begegnung zweier
Autofahrer führte zu größtmöglicher
Eskalation. Wenn Regisseurin HIKARI
nun ihren neuen Film vorlegt, dann operiert
sie wieder mit Emotionen, allerdings
nicht mit spontan entstandenen oder lang
gewachsenen: Es geht um Emotionen nach
Vertrag. Die aus Osaka stammende Regisseurin
begann sich 2018 mit der in ihrem
Heimatland florierenden „Rent a family“-
Industrie zu beschäftigen, „aktuell gibt
es hier über 300 solcher Agenturen“, sagt
sie. In Gesprächen mit Kunden bemerkte
sie: „Auch wenn sie für den Service
bezahlen, finden sie in den zwei oder drei
Stunden, die sie zusammen verbringen,
eine Freundschaft. Und die Schauspieler,
die zu Stellvertretern werden, investieren
sich ebenfalls zu 100 % in die Beziehung
und finden ihre eigene Verbindung in der
Gemeinschaft. Die Rollen mögen unecht
erscheinen, aber die Emotionen sind echt.“
In Rental Family (S. 40) lässt sie nun
Brendan Fraser als hadernden Schauspieler
auf das moralisch herausfordernde Angebot
stoßen, in Tokio bei einer solchen
Agentur anzuheuern. Und er wird auch
einen schwierigen Auftrag annehmen –
nämlich den Vater eines Mädchens, Mia,
zu spielen. Die Figur der Mia basiere auf
ihrer Erfahrung, meint die Filmemacherin.
Ihre alleinerziehende Mutter hätte sie
„ständig angelogen. Sie hat mir lange Zeit
erzählt, dass mein Vater tot sei – dabei
war er ziemlich lebendig“, so HIKARI. Sie
hätte diese Geschichte jahrelang geglaubt,
bis sie draußen beim Seilspringen von
einem Nachbarn gefragt wurde, ob sie
wüsste, wo ihr Vater sei. „Ich sagte: ‚Er ist
tot.‘ Der Nachbar sagte, das sei nicht wahr,
er habe uns wegen einer anderen Frau
verlassen. Verwirrt rannte ich zu meiner
Mutter, und sie sagte: ‚Nun, er lebt – da
ist er ja‘ und zeigte auf einen sehr gut
aussehenden Schauspieler im Fernsehen.
‚Das ist dein Vater.‘ Und ich glaubte ihr.“
Das sei nur ein kleiner Einblick in die
Erfindungen der Mutter. Als Erwachsene
habe HIKARI begriffen, dass ihre Mutter
gelogen hätte, um sie zu schützen – dass es
sich um einen Akt der Liebe handelte. Mit
Mia erzählt sie nun eine sehr dramatische
Version davon.
Familiengeschichten tauchen auf allen
möglichen Seiten der vorliegenden
Ausgabe auf: Auf S. 54 muss eine Figur
beweisen, dass sie das Zeug zum Elternteil
hat (15 Liebesbeweise), auf S. 55
geht es um den unerträglichsten Verlust
(Hamnet). – So auch auf S. 48, aber auf
andere Weise: Ein Däne schlägt sich nach
Syrien durch, um seinen Sohn zu finden,
der sich dem IS angeschlossen hat (Kein
Weg zurück). Auch auf S. 32 sucht ein
Vater nach seinem Sohn – allerdings geht
es mit dem großen Cannes-Gewinner The
Secret Agent ins Brasilien des Jahres 1977,
also mitten in die Militärdiktatur. Emma
Mackey wäre als Politikerin Ella McCay
(S. 51) froh, nichts Neues von ihrem Vater
zu hören. In Die jüngste Tochter (S. 53)
geht es um Erwartungen. In Primate
(S. 56) werden etwaige Erwartungen von
unkonventionellen Familienmitgliedern
enttäuscht. Tollwutbedingt. In The
Housemaid bekommt eine Angestellte
tiefe Einblicke in ein Familienleben
(S. 41), währenddessen schlägt sich (auf
S. 46) Gerard Butler nach einem Kometeneinschlag
mit seiner Familie durch eine
postapokalyptische Welt (Greenland 2),
und auch die von James Cameron erdachte
Familie von Jake und Neytiri hat sich
Herausforderungen zu stellen: im dritten
Teil von Avatar: Fire and Ash (S. 28).
Wir wünschen lohnenswerte Stunden mit
den Kinofamilien – und gemütliche mit
Ihren Liebsten rund um die Feiertage …
Welt in
Flammen
winter 2025/26
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Charlie Chaplins Enkeltochter
Oona Chaplin
taucht im aktuellen
Avatar: Fire and Ash
als Varang, die Anführerin
des Asche-Volks, auf.
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DOT.EDITORIAL 3
AB 30. JÄNNER 2026
NUR IM KINO
TRAILER & MEHR
CONTENT
DOT.118
STARSTYLE 007
Gossip: Fast nur gute Laune 008
Fashion News 014
Schritt für Schritt 015
Beauty News 016
Schön durch den Winter 017
GAMES 018
Zwischensequenz 018
Marvel Cosmic Invasion 019
Metroid Prime 4: Beyond 020
Terminator 2D: No Fate 020
Unbeatable 021
Skate Story 021
MOVIE 023
Opening Credits 024
Leinwandflirren 026
WIR MITEINANDER
Avatar: Fire and Ash 028
The Secret Agent 032
Der Fremde 034
Leibniz 034
Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße 035
Extrawurst 036
Wise Women 037
JOBPROBLEME
Anaconda 038
Rental Family 040
The Housemaid 041
Der Medicus II 042
THE END
Greenland 2 046
28 Years Later: The Bone Temple 047
Ein einfacher Unfall 048
Kein Weg zurück 048
DREAM BIG
050 Song Sung Blue
050 Mit Liebe und Chansons
051 Ella McCay
IN MEINER HAUT
052 Sorry, Baby
053 Die jüngste Tochter
054 15 Liebesbeweise
054 Herz aus Eis
055 Hamnet
055 Astrid Lindgren: Die Menschheit hat
den Verstand verloren
THE HORROR
056 Primate
058 Silent Night, Deadly Night
059 SOULM8TE
KIDS & FAMILY
060 Checker Tobi 3 –
Die heimliche Herrscherin der Erde
062 Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen
063 Dick und Doof: Die Doppelgänger
064 Die drei ??? – Toteninsel
065 SpongeBob Schwammkopf: Piraten ahoi!
066 ARTHAUS
070 Viennale-Rückblick 2025
071 Filmkost
HEIMWERK
072 Home Entertainment
075 PLANER
076 Bryan Adams
076 Edwyn Collins
077 Naked Lunch
077 Candlelight: Der Zauberer von Oz
078 Event Planer
080 Freeski- & Snowboard-Eventhighlights
ZOË SALDAÑA. SAM WORTHINGTON. MARION COTILLARD. AMANDA SEYFRIED. KATE HUDSON.
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Rapunzel, Rapunzel,
lass dein Haar herunter!
Wir feiern 15 Jahre Rapunzel.
15 SEITEN
DOT.STARSTYLE
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Ob Sarah Harrison ihre Geschenke
nun am 24. auspackt oder am Morgen
des 25. Dezember wie in den USA,
wissen wir nicht. Was wir aber wissen:
Der passende Pyjama für die morgendliche
Bescherung hängt schon bereit.
Das Set von Hunkemöller verbindet
Holiday Chic mit absolutem Couch-
Komfort und schreit förmlich nach
Weihnachtsfilmen, Zimtschnecken und
Handyfotos vorm Baum. Weicher Twill
und klassisches Rot sind super cosy und
gleichzeitig so stylish, dass man damit
problemlos in jedem Christmas Reel
glänzen kann. Um € 51,99.
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Tanz ums Album
Um das im November erschienene
neue Album Eusexua Afterglow zu
promoten, drehte FKA Twigs ein
kleines, aber ziemlich exaltiertes
Tanzvideo – und zwar am helllichten
Tag mitten am Hudson Square in
New York. Zu ihrer Ausstattung
gehörten übrigens ein Tascherl
von Heliot Emil und Stiefel von
Balenciaga. Die experimentelle
Avantgarde-Trip-Hop-Electro-
Popperin ist jedenfalls zumindest
modetechnisch im Mainstream
angekommen. Interessantes Detail:
Vor ihrer erfolgreichen Solo-Karriere
war sie Tänzerin für Ed Sheeran.
Spaghetti für alle
Wer Red Dead Redemption samt
Zombi-Spin-off Undead Nightmare
noch nicht gespielt hat: Es wird höchste
Zeit. Seit Dezember ist der remasterte
Westernklassiker von Rockstar Games
nun auch für PS5, Xbox Series, Switch 2,
iOS und via Netflix erhältlich. Die beste
Möglichkeit, das unsterbliche Abenteuer
nachzuholen. www.rockstargames.com
INA KENT. LARA BUSSMANN. MILLIE BOBBY BROWN. ASHTON KUTCHER. SABRINA CARPENTER.
DWAYNE JOHNSON. JENNIFER LOPEZ. PARIS JACKSON. DUA LIPA. ANA DE ARMAS. MEL GIBSON.
Fast nur gute Laune
Kaum ist der Sommer vorbei, schicken sich die Reichen
und Schönen an, in den Winterurlaub zu gehen.
Sollen sie doch! Aber ein paar müssen dann doch ihrer
Arbeit nachgehen – zum Beispiel Filmaufnahmen.
Keine Ferien für Millie Bobby Brown:
Stranger Things läuft am 26. Dezember an!
Titan-Ohrringe mit 25,21 Karat Diamanten
von Chopard versüßten ihr den PR-Auftritt.
Der kalten Jahreszeit
entfleuchen Demi
Lovato und ihre
BFFs: Das auf Party
getrimmte Trio genießt
das Strandleben – und
feiert auf der Jacht.
Kann man machen!
Auch wenn Bruce Willis auf diesem Foto
sehr ernst dreinsieht: Die Ausfahrten mit
dem Pflegeteam gehören zu den Highlights,
die er sehr zu schätzen weiß.
UNGEWOHNT:
DIE LETZTEN GEFÜHLT
3 MILLIONEN FOTOS
ZEIGTEN SIE MEHR ODER
WENIGER NACKT. BEI IHREM
BESUCH VON SPA UND WINERY
IN WESTLAKE VILLAGE ZOG ES
BRITNEY SPEARS ALLER-
DINGS VOR, SICH ZU
VERHÜLLEN.
© Photo Press Service
8 DOT.GOSSIP
Wenn die Styrian
Oak einen Auszucker
kriegt, dann
aber richtig. Dabei
ist Arnie nur brav
am Trainieren
im Gold Gym in
Venice – und das ist
sein Power-Schrei!
Richtig gut verkleidet ist Paris Jackson
– nur ihre Tattoos haben sie verraten.
Unser Vorschlag für nächstes Jahr: Komm
nach Austria und geh als Krampusine!
Diese Gang führt doch irgendetwas im Schilde! Stimmt –
Dwayne Johnson, Jack Black und Karen Gillan
stehen momentan für Jumanji 3 vor der Kamera.
Das Konto für
Lehrlinge. Mit Bonus!
Das Lehrlingskonto: Mit gratis Kontoführung,
gratis Debit Mastercard und Bonus.
Wir haben dazu bei Tamara Sarziwan, SPARDA-
Jugendverantwortliche, nachgefragt.
Egal, wie groß der Bock ist: Wenn Jason Momoa darauf reitet,
sieht das Gefährt aus wie ein Moped. Es macht ihm aber
sichtlich Spaß, durch Malibu zu glühen.
Als wäre es Sommer! Dua
Lipa sendet sonnige Grüße
– von Urlaub aber keine
Spur: Das Foto entstand
zwischen ihren beiden
Konzerten in Brasilien.
DOT.: Tamara, ihr habt
ja was Besonderes für Lehrlinge
– was gibt’s da Neues?
Tamara Sarziwan: Aktuell
gibt’s bei Eröffnung eines
Lehrlingskontos bei der
SPARDA 75 Euro nach
Eingang der 1. Lehrlingsentschädigung
direkt
aufs Konto – das ist unser
LEHRLINGSBONUS.
Hey, das klingt ja sehr fein
– was gibt’s noch für die
Jugend?
Bereits ab 8 Jahren kann ein
Schüler-/Taschengeld-Konto
eröffnet werden. Die Kontoführung
von Schüler-, Lehrlingskonten
und Studentenkonten
ist für die Dauer
der Lehre bzw. maximal bis
zum 21. Lebensjahr gratis,
auch die Debit Mastercard.
Bei den Studentenkonten
haben wir ein Höchstalter
von 27 Jahren. Und dann
heißt’s: JETZT PUNKTEN!
„JETZT PUNKTEN“: Was
verbirgt sich dahinter?
Nach zum Beispiel einer
Eröffnung eines Lehrlingskontos
bei der SPARDA
registriert man sich auf
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für unser AKTIV BONUS-
PUNKTE SAMMELN.
Wichtig ist, AKTIV zu bleiben,
sich also mindestens
zweimal pro Jahr einzuloggen,
um keine Bonuspunkte
zu verlieren. Diese Punkte
können gegen tolle Gutscheine
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Und im Sparbereich: Habt
ihr da auch was Cooles?
Ja klar: die KidsCard für
Kinder bis 14 Jahren, die
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bis 21 Jahren und die Study-
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kann man sich noch ausführlicher
informieren?
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Zeigt sich mit strahlendem Teint: Jennifer
Lopez lässt die Welt an ihrer makellosen
Haut teilhaben und kommentiert das mit
„Can‘t stop the J-Glow“. Na, dann!
Ein gaches Frühstück im Auto – wer das
nicht kennt, werfe das erste Handsemmerl.
Ashton Kutcher und sein Töchterchen
scheinen es jedenfalls zu genießen.
Yop, beim Laufen vom Regen
überrascht zu werden, kann ziemlich
nervig sein – diese Erfahrung musste
auch Ana de Armas machen.
UND SO LANDETE KATY
PERRY AM FLUGHAFEN
VON PARIS NACH IHREM
GIG IN MADRID: VER-
SCHLAFEN IM PYJAMA
MIT BOTTLE IN DER
HAND UND ADDAMS-
FAMILY-GEDENK-MAKE-UP.
Sharp dressed verließ Jamie Lee Curtis
nach einem Interview den Sender Virgin
Radio. Leider hatte die Hörerschaft
nicht allzu viel von dem Outfit.
© Photo Press Service
Okay, wenn Papa Diddy gerade im Häfn
sitzt, dann darf man durchaus ein Schnoferl
ziehen: King Combs und Raven Tracy
hatten es auch schon mal lustiger.
10 DOT.GOSSIP
Reese Witherspoon, die aktuell in
der vierten Staffel der Apple-Serie
The Morning Show brilliert, nützt
ihre drehfreie Zeit und trifft Sohn
Deacon zum Lunch.
Es ist tröstlich, dass es auch einem Mel
Gibson nicht anders geht als uns: Kein Plan
beim Einkaufen. Vor der Gemüseabteilung
sind alle Menschen gleich. Ist doch schön!
Test
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Solange der Vorrat reicht. Die Aktion gilt ausschließlich für bestehende ÖAMTC Gratis-Jugendmitglieder,
die neue Gratis-Clubmitglieder im Alter zwischen 15 und 19 Jahren werben.
Zeigt sich zum ersten Mal seit
Monaten in der Öffentlichkeit:
Sandra Bullock, die sich seit
bald zwei Jahren mit Burn-out
nach dem Tod ihres Partners
zurückgezogen hatte.
SO SIEHT DAS
AUS, WENN DUA LIPA
SAMT FAMILIE BEI EINER
GEPFLEGTEN JAUSE DEN SON-
NENUNTERGANG GENIESST –
ENTSPANNT AM STRAND VON
IPANEMA ANLÄSSLICH
IHRER KONZERTE IN
BRASILIEN.
Da kann man leicht Herzerl zeigen:
Sabrina Carpenter freut sich
über ihre sechs Grammy-Award-
Nominierungen für 2026 – darunter
Album of the Year. Bravo!
Sehen aus wie dem Cats-Musical (wer’s
noch kennt!) entsprungen: Rihanna
und A$AP Rocky. Wir hoffen, dass es
sich hier um Kunstpelz handelt.
© Photo Press Service
Sag mal, John Krasinski
– die Straße im Laufschritt
mit Stöpsel im Ohr
überqueren? No bueno!
Zum Glück handelte es
sich um einen Dreh für
ein Jack Ryan-Movie.
Hat abgeräumt, was es abzuräumen gab: Ihre Eras-Tour ging bereits vor
einem Jahr zu Ende, 2025 hat sich Tay eher ihrer Beziehung gewidmet – muss
auch mal sein. Für 2026 wünschen wir uns einen stressfreien Wien-Besuch!
12 DOT.GOSSIP
DIE NEUE KOMÖDIE VON
ANDERS THOMAS JENSEN
DEM REGISSEUR VON ADAMS ÄPFEL UND
HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT
WETTBEWERB
AUSSER KONKURRENZ
„Eine herrlich
schwarzhumorige
Komödie.“
INDIEWIRE
MADS
MIKKELSEN
NIKOLAJ
LIE KAAS
SOFIE
GRÅBØL
SØREN
MALLING
THERAPIE FÜR WIKINGER
BODIL
JØRGENSEN
LARS
BRYGMANN
KARDO
RAZZAZI
NICOLAS
BRO
PETER
DÜRING
AB 25. DEZEMBER IM KINO
DOT.
FASHION
HERZENSSACHE
Bei Rebel Candy Hearts trifft Nostalgie
auf Wiener Schmäh. Handgefertigt in Wien,
bestehen die Schmuckstücke aus einer
besonderen Mischung aus Porzellanstaub,
Polymerton und Bio-Mandelöl und sind
patentiert – echte Einzelstücke, die auffallen.
Cool: Du kannst dein Herz mit bis zu sechs
Buchstaben mit einer eigenen Botschaft
personalisieren lassen. Ohrstecker ab
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Ob schrill, witzig oder klassisch – Weihnachtspullis sind längst
Kult und dürfen in der Vorweihnachtszeit in keinem Kleiderschrank
fehlen. Mit der famy-Kollektion von Ernsting’s family hat die ganze
Familie was davon! Strickpullover und Sweatshirts mit Rentieren,
Schneemännern, Tannenbäumen, Lebkuchen oder Santa mit
Sonnenbrille sorgen für Spaß und festliche Stimmung mit Augenzwinkern.
Besonders süß: Viele Teile gibt es als Mini-Me Styles,
sodass Eltern und Kids im Partnerlook glänzen können. Und mal
ehrlich: Gibt es etwas Niedlicheres als einen Baby-Body im Look
von Papas Hemd? www.ernstings-family.at
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HAUT UNS VON DEN SOCKEN
Festliche Stimmung beginnt bei den Füßen! Die Burlington Weihnachtskollektion
bezaubert mit verspielten Motiven – mal dezent, mal allover.
Auf den „Tea Time“-Socken tanzen kleine Teetassen, „Snowstar“ erinnert
mit eingewobenem Stern an gemütlich verschneite Wintertage, und die
„Brit Style“-Socken liefern dezente Hingucker mit süßen eingestickten
Motiven wie Dackel, Nussknacker oder Weihnachtsstern – perfekt für
festliche Looks oder als Geschenk. Ab € 13,– www.burlington.de
ENDLICH VOLLJÄHRIG
Dieses Jahr wird bei INA KENT gefeiert: 18 Jahre voller Design,
Kreativität und Wandelbarkeit. Die Jubiläumskollektion des
Wiener Taschenlabels zeigt, wie vertraute Klassiker neu
interpretiert werden: „MOONLIT ed. 1“ zeigt sich erstmals in
deep-sea emerald, einem blauschimmernden Grün, und in
dark caramel, einem warmen, tiefen Braunton (€ 165,–).
Die geräumige „ORNAMENT ed. 2“ ist neu in rainbow ice
und metallic neon pink erhältlich (€ 185,–).
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14 DOT.STARSTYLE
Schritt für Schritt
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Perfekt für kalte Tage in der Stadt oder auf verschneiten Wegen.
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„Eskimo“-Boots mit handgehäkelten
Wollnähten von Mou um
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HOCH HINAUS
Kunstfell-Boots mit dicker Sohle
von Replay um € 129,90.
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Influencerin Lara Bußmann zeigt, wie sich Komfort
und Style verbinde lassen: Kuschelige Jacke, langer
Schal und dicke Boots sind die perfekte Kombi für
Weihnachtsmarkt, Winterurlaub und Co. Ideal dazu:
weit geschnittene, lässige Jeans, die locker über die
klobigen Boots fallen.
HÄLT DICHT
Wasserdichte Velourslederboots
mit Gore-Tex-Membran von Ugg
um € 269,95. www.ugg.com
KUSCHELFREUND
Winterboots mit Lamfell und
Reißverschluss von Ara, um
€ 109,95 bei www.ottoversand.at
WARM WALK
Velourslederboots mit Gore-Tex
von Legero, um € 140,– bei
www.shoe4you.com
FROST FIT
Weinrote Stiefeletten mit Warmfutter
von Tamaris um € 69,95.
www.tamaris.com
SUEDE CHIC
Chelsea Boots mit Lammfellfutter
von Copenhagen Studios
um € 199,90.
www.copenhagenstudios.com
READY FOR SNOW
Wasserdichte Winterstiefel mit
Kunstfellkragen von Sorel um
€ 160,–. www.sorel.at
FRECHE FRANSEN
Fransenboots mit warmem Futter
von Gioseppo, um € 99,95 bei
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DOT.STARSTYLE 15
DOT.
BEAUTY
SWEET REBEL
Ultralove von Coreterno duftet wie ein Dessert, das man
heimlich genießt: süß, warm und unwiderstehlich. Cremige,
leicht gourmandige Noten aus Haselnuss, Praline und Kaffee
verschmelzen mit zarten Blüten aus Jasmin und Maiglöckchen.
Die Basis aus Tonkabohne, weißem Moschus und Sandelholz
sorgt für Wärme und Tiefe, die lange auf der Haut bleibt.
Ein Duft voller Sinnlichkeit, der modern, süß und gleichzeitig
erwachsen wirkt – perfekt für alle, die gerne auffallen, ohne zu
übertreiben. Um € 170,– bei Kussmund, kussmund.wien
Zehn Jahre Kylie Cosmetics – das wird mit einer Kollektion gefeiert,
die Kylie Jenners ikonische Looks neu erfindet. Die „Eyeshadow
Palette“ spielt mit zehn multidimensionalen Shades, inspiriert von
Kylies legendären Haarfarben (€ 41,99). Dazu kommen die heiß
begehrten „Matte Lip Kits“ in vier limitierten Tönen (€ 37,99), die
neuen „Supple Kiss Lip Glazes“, die Lippen bis zu 12 Stunden
Feuchtigkeit und Glanz schenken (€ 21,99) und der „Loose Powder
Highlighter“ mit schimmernden Perlen für einen strahlenden Glow
(€ 30,99). Erhältlich bei Douglas, www.douglas.at
SILBER-GLOW
Silber für die Haut? Ja bitte! In der preisgekrönten
Gesichtscreme la potion infinie von
ARgENTUM steckt die patentierte Wirkstoffkombi
aus Silberhydrosol und DNA HP. Silber
beruhigt, DNA HP regeneriert, und zusammen
sorgen sie für eine Haut, die glatter, praller, feiner
strahlender aussieht. Dazu ein natürlicher Duft, der
bei jedem Eincremen wie ein kurzes Spa-Ritual
wirkt. Um € 235,– bei Nägele & Strubell,
Topsi Wien und Parfümerie Weigand,
naegelestrubell.at•topsi.at•weigand.at
DUO IN KARO
Für die Holiday Season taucht Jean
Paul Gaultier seine Duftklassiker in
festliches Schottenkaro: „Gaultier
Divine“ zeigt sich im Tartan-Korsett mit Goldfäden –
funkelnd, selbstbewusst und unwiderstehlich: ein facettenreicher
Gourmandduft mit blumig-orientalischen Nuancen.
Und auch das männliche Pendant „Le Male Elixir“ tauscht
seinen Matrosenanzug gegen Schottenkaro und duftet
aromatisch-frisch und zugleich verführerisch-warm mit
Lavendel, Tonkabohne, Minze und Vanille. Gaultier Divine
Eau de Parfum Collector‘s Edition 2025, 100 ml um € 157,–,
Le Male Elixir Parfum Collector‘s Edition 2025, 125 ml
um €155,–, erhältlich bei Alina Cosmetics,
www.alina-cosmetics.com
16 DOT.STARSTYLE
Schön durch den Winter
Kalte Luft, Wind, Heizung – der Winter stellt Haut und Haare jedes Jahr auf die Probe.
Aber keine Sorge: Mit cleveren Pflegeroutinen bleiben sie widerstandsfähig und gesund.
MULTIFUNKTIONSSTICK
Ob trockene Wangen, Ellenbogen oder
Hände: Der praktische Stick pflegt
von Kopf bis Fuß – dank wasserfreier
Formel ideal als Schutz vor Wind
und Wetter. „Helpful Helena“ von
Queen of Green um € 23,95.
www.queenofgreen.eu
TIEFENREPARATUR
Stärkt und repariert die Haarfaser,
schützt vor Haarbruch und macht
trockene Längen wieder geschmeidig –
perfekt für Haubenmonate. „Fibre Clinix
Fortify Treatment“ von Schwarzkopf
Professional um € 31,60.
schwarzkopf-professional.com
© Hersteller, Freepik
BARRIERE BOOST
Stärkt die Hautbarriere und spendet
lang anhaltend Feuchtigkeit mit Ceramiden,
einem Hydro-Urea-Komplex
und pflegender Sheabutter – ideal für
sehr trockene und juckende Haut.
„Intensive Feuchtigkeitscreme“ von
CeraVe um € 19,90. www.cerave.de
Frostige Luft, Wind und trockene Wärme drinnen
entziehen der Haut wertvolle Feuchtigkeit. Kein
Wunder, dass sie schneller spannt, müde aussieht
und empfindlicher reagiert. Was hilft: reichhaltige
Texturen, pflegende Öle und schützende Balms, die
die Haut wie ein weiches Winteroutfit umhüllen.
SANFTE RETTUNG
Repariert beanspruchte Hände und
schützt vor weiteren Belastungen. Die
schnell einziehende Creme hinterlässt
ein glattes, gepflegtes Hautgefühl –
ohne zu fetten. „Sensitive Pflege Hand
Repair & Schutz“ von Eubos
um € 7,95. www.eubos.de
KLARER KOPF
Die sebamed Anti-Schuppen Shampoos
wirken effektiv gegen Schuppen, stabilisieren
den pH-Wert der Kopfhaut und reinigen
besonders mild. „Anti-Schuppen Shampoo“
für normales Haar & „Anti-Schuppen
Shampoo Plus“ für fettendes Haar
um je € 4,95. www.sebamed.de
FRISCHE-BOOST
Füllt Feuchtigkeitsdepots auf,
beruhigt gestresste, dehydrierte
Haut und lindert den Juckreiz. Für
ein strahlendes, gesundes Aussehen.
„SOS Instant Moisture + Radiance
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SEIDIGER SCHUTZ
Verwöhnt, glättet und schützt
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MERCI CHERRY
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Bio-Sheabutter und Bienenwachs
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„Very Cherry Lippenpflege“ von
Weleda um € 4,45. www.weleda.at
DOT.STARSTYLE 17
TEXTE: PETER ZIRBS
Zwischensequenz
The Last Christmas
He, Weihnachtsengerl! Hallo!
Wir müssen arbeiten! Weihnachten
steht vor der Tür!“ Träge
wandte sich die harsch aus ihrem
TikTok-Doomscrolling Gerissene
vom Bildschirm ab und starrte
auf den zahnlosen alten Mann im
speckigen roten Kostüm. „Du musst
vielleicht arbeiten – ich habe jedenfalls
keinen Bock darauf“, antwortete
das Engerl ruppig.
„Ja, aber irgendetwas müssen wir
den Menschen doch schenken! Das
war schon immer so!“, stammelte
der Weihnachtsmann. „Erstens
gibt’s dich bei uns gar nicht, und
zweitens kommst du reichlich spät
zur Arbeit. Und drittens stinkst du
nach Eierlikör wie ein Ottakringer
Tschocherl am 25. Dezember nach
der Sperrstunde. Wälz dich mal im
Schnee, vielleicht schaust du dann
ein bisserl frischer aus“, erwiderte
das Engerl frech. „Außerdem: Was
sollen wir ihnen schon schenken?
Die haben eh schon alles am Black
Friday selbst gekauft. Ich habe so gut
wie keine Wunschlisten bekommen.“
Der Weihnachtsmann überschlug
im Geiste die Anzahl der Jahre, die
er noch bis zur Pension hatte, bis
ihm wieder einfiel, dass er gar nicht
pensionsberechtigt war. Stumpf
starrte er hinunter auf den Nordpol
und zog noch einmal kräftig an
der Pulle mit Eierlikör. „Das Zeug
schmeckt auch nicht mehr so wie
früher“, murmelte er in seinen verfilzten
Bart.
Das Weihnachtsengerl sah ihn
plötzlich mit aufgerissenen Augen
an. „Du, ich hab’s. Ich weiß, was wir
den Menschen bringen!“ Der Weihnachtsmann
setzte die Flasche ab
und starrte zweifelnd zurück. „Nein,
wirklich. Wir bringen jedem eine
KI, dann bekommen sie, was immer
sie sich auch wünschen – und wir
sind fein raus.“ „Glaubst du, ist das
vom Chef überhaupt genehmigt?“,
zögerte der Weihnachtsmann. „Das
ist mir egal. Machen wir es einfach.“
Die beiden sahen sich kurz
an, grinsten, gaben sich High-Five
und lehnten sich entspannt zurück.
Sollen die da unten doch machen,
was sie wollen.
DLC
Runterladbare Inhalte.
Elden Ring Nightreign |
Mit The Forsaken Hollows
bekommt das eigenständige
Multiplayer-Koop-Survival-
Action-Spiel eine neue Gefahr
in Gestalt des Dreglords
– einem der neuen Endgegner
des seit dem 4. Dezember
erhältlichen DLC. Darüber
hinaus gibt es mit „Scholar“
und „Undertaker“ zwei
zusätzliche Nightfares sowie
zwei Day-Three-Bosses und
neue Wegpunkte in Limveld.
Außerdem beinhaltet der
DLC eine „Shifting Earth“,
die sich unter Limveld
erstreckt – und die einiges
an Veränderung in das ganze
Abenteuer bringen soll.
de.bandainamcoent.eu
TOOLS FÜR DIE ELITE
Nicht allzu eilig haben muss man es
für die am 26. Juni 2026 erscheinende
The Spectrum Collector’s Edition:
Die exklusive Hommage an den ZX
Spectrum inklusive Drucker ist eine
stylische, komplett in Weiß gehaltene
Hommage an einen der wichtigsten
Meilensteine der britischen Technologiegeschichte
– den ZX Spectrum.
Als erster britischer Heimcomputer, der
eine Million Mal verkauft wurde, löste
der Spectrum damals die „Bedroom
Coder“-Bewegung in Großbritannien
aus und gab Millionen jungen Menschen
einen ersten Einblick in die Programmierung,
digitale Kunst und die
Entwicklung von Spielen. Die streng
limitierte Sammleredition ist exklusiv
unter www.plaionreplai.com zum
Preis von € 229,99 vorbestellbar, wird
nirgendwo sonst verkauft – und wird
auch nicht mehr nachproduziert.
18 DOT.GAMES
und liefert ein knallbuntes Prügelspiel
im Sidescrolling-Stil ab, das
sowohl grafisch als auch vom
Gameplay her durchaus einiges zu
bieten hat.
Bunte Prügelei
Ein Marvel-Titel mit vielen bekannten Helden als farbenfrohes
Beat’em-up: Das gab’s in dieser Form auch noch nie.
Der Spaßfaktor dürfte allerdings ziemlich hoch sein.
Es scheint momentan die
Zeit pixelig und psychedelisch
aussehender Videospiele
zu sein. Das ist keineswegs
schlecht und irgendwie vielleicht
auch logisch: An fotorealistischen
Darstellungen haben sich einige
Spielerinnen und Spieler bereits
sattgesehen. Also geht man auch
bei dem am 1. Dezember für
PS 5, Xbox Series X/S, Switch 2,
PS 4, Xbox One, Switch und PC
erschienenen Marvel Cosmic
Invasion einen anderen Weg –
VIELE BEKANNTE GESICHTER
Beta Ray Bill, Black Panther, Captain
America, Cosmic Ghost Rider,
Iron Man, Nova, Phoenix, Phyla-
Vell, Rocket Racoon, She-Hulk,
Silver Surfer, Spider-Man, Storm,
Venom und Wolverine: Das sind
die 15 wählbaren Superhelden,
die ganze Horden von Feinden
abwehren müssen, um die Cosmic
Invasion von Erzfeind Annihilus
zu verhindern. Gespielt wird in
Single- und Multiplayer-Modi –
und auch an einen Koop-Modus
für vier Spieler wurde löblicherweise
gedacht. Natürlich haben unsere
Helden allesamt unterschiedliche
Moves und Fähigkeiten sowie
eigene Tag-Team-Moves. Ziemlich
bunt, ziemlich super!
www.marvel.com
AB 20. DEZEMBER NUR IM KINO
DOT.GAMES 19
SpongeBob-Film.de @ConstantinFi
#SpongeBobFilm
@constantinfilm_oesterreich @con
Unterschied, dass die Grafik so
hübsch und detailliert wie noch
nie zuvor aussieht. Aber auch beim
Gameplay haben sich die Möglichkeiten
vervielfältigt, was vor allem
beim Erkunden des geheimnisvollen
Planeten Viewros auffällt.
Glänzender Klassiker
Die Fortsetzung des Evergreens macht auf Anhieb Freude:
Alte Tugenden wurden beibehalten und mit neuen Raffinessen
auf vorzügliche Art und Weise ergänzt.
Unglaublich, aber der erste
Titel der Reihe wurde
bereits 1986 für Nintendo
NES entwickelt. Mit Metroid
Prime 4: Beyond für Switch 2 und
Switch ist am 4. Dezember ein
weiterer Nachfolger des beliebten
Action-Adventures erschienen, der
auf ganzer Linie begeistern kann.
Denn vom optischen Eindruck
wie auch vom Spielverhalten her
liefert der Titel genau das, was man
sich erhofft – nämlich klassisches
Metroid-Feeling. Mit dem feinen
FIGHTS, SCANS UND PSY-
KRÄFTE
Als Kopfgeldjägerin Samus finden
wir uns plötzlich im Grün eines
uralten Dschungels wieder. Wir
scannen Statuen und Ruinen, um
Hinweise darauf zu erhalten, wie
wir aus der Sache wieder rauskommen
– und begegnen den seltsamen
Kreaturen, die dort leben.
Auf diesem Planeten erhalten wir
spezielle Psy-Kräfte, die wir entsprechend
sinnvoll einsetzen müssen.
Außerdem wendet sich eine
außerirdische Rasse, die früher auf
dem Planeten lebte, mit einer Bitte
an uns – aber das könnte auch eine
Falle sein …
www.nintendo.at
E
s sieht schon verflixt geil
aus: Terminator 2D: No
Fate (erscheint am 12. Dezember
für PlayStation 5, Xbox Series
X/S, PlayStation 4, Xbox One,
Switch und PC) wurde von Bitmap
Bureau entwickelt und brilliert mit
Pixel-Grafik und einem nahezu
unwiderstehlichen, flotten Arcade-
Gameplay. Vorlage war zwar der
Film Terminator 2: Judgement
Day, aber so streng nimmt es
das Spiel nicht und liefert auch
andere legendäre Momente,
alternative Handlungsstränge
sowie verschiedene Enden aus
dem Termiversum. Hier geht es
nämlich nicht um cineastische
Genauigkeit, sondern um eine
künstlerische Interpretation des
Stoffes in feinster Pixel-Manier.
SPRITES UND MUSIK
An längst vergangene Zeiten
erinnern sowohl Gameplay als
auch technische Umsetzung. So
Ein Spiel für Fans der 80er- und 90er-Jahre: Wer
ikonische Momente des Terminator-Universums in
Old School-Optik erleben möchte, ist hier richtig.
Er ist zurück, Baby
kommen 2D-Sprites zum Einsatz,
und auch die Umgebungen, die
sich stark an den filmischen
Vorbildern orientieren und sofort
wiedererkennbar sind, sehen in
ihrer Pixelpracht wunderbar aus.
Als Draufgabe ist auch der Soundtrack
vom Original fein säuberlich
umgesetzt und mit neuem Score
liebevoll ergänzt. Wer Terminator
als schnelles und fantastisch umgesetztes
Arcade-Game im Retro-
Style erleben will, ist hier richtig.
www.terminator2d.com
20 DOT.GAMES
Musik? Verboten!
Ein feines, weil quasi handgemachtes Spiel versetzt
sein Publikum in eine Welt, in der Musik nicht erlaubt ist.
Diese Welt lässt sich auf zwei unterschiedliche Arten erkunden.
Das am 9. Dezember für
PlayStation 5, Xbox X/S
und PC erscheinende
Unbeatable ist ein rhythmisches
Musikspiel – aber nicht nur: Man
kann die Welt, in der die autoritäre
Agentur H.A.R.M – das
steht für „Harmonious Audio
Reduction Maintenance“ – Musik
verboten hat, erkunden, indem
man Baseball spielt, kellnert und
neue Songs schreibt. Neben diesen
Minigames plaudert man mit
den Menschen in der Umgebung
und erledigt Nebenaufgaben.
Die zweite Möglichkeit, diesen
Titel zu spielen: Musik perfor-
men, was ebenfalls mit Knöpfen
des Controllers geschieht. Die
Kombination dieser Optionen
macht das Spiel definitiv zu etwas
Besonderem.
EINE GANZ EIGENE WELT
Neben dem außergewöhnlichen
Gameplay fällt sofort die
ungewöhnliche Optik ins Auge:
Handgezeichnet und mit ebenfalls
eigenständiger Grafik wird hier
eine Welt aufgebaut, die nicht nur
Fans japanischer Graphic Novels
begeistern dürfte. Das gilt auch
für die Musik, die auch als eigenes
Album verfügbar ist. Ebenso
erhältlich sind die Guitar Tabs,
um die Musik auch offline auf
einer Gitarre spielen zu können.
Auf Anhieb fällt uns kein Spiel
ein, das derartig liebevoll und
fantasieanregend gemacht ist wie
Unbeatable. Kein Blockbuster,
aber ein echtes Schmankerl.
www.unbeatablegame.com
Psycho-Skateboarding
Oh, wow: Ein Skate-Game der etwas anderen Art kommt
vom Indie-Entwickler Sam Eng. Es ist sowohl optisch als auch
inhaltlich weit von herkömmlichen Genre-Titeln entfernt.
Schon mal auf Dämonen
geskatet, die aus Glas und
Schmerz gemacht sind?
Nein? Wir auch nicht. Aber in
Skate Story (ET: 8. Dezember für
PlayStation 5, Switch 2 und PC)
hat man die Möglichkeit dazu. Das
Spiel ist ein bisschen schwierig zu
erklären: Zwar geht es, wie man es
von einem Skate-Game erwartet,
um flüssige Bewegungen, Tricks
und die Erkundung der Umgebung.
Emptylands heißt die Welt,
in der wir uns befinden. Ollies,
Grinds, Flips: All das kann man
hier machen. Ganz normal – wenn
da nicht dieser dämonische Aspekt
wäre. Puzzle-Elemente gibt es
ebenfalls, und auch sie dienen dem
Zweck, mehr über diese Unterwelt
herauszufinden.
WIRKLICH KRANKE OPTIK
Neben dem ziemlich verrückten
Gameplay ist es aber die grafische
Umsetzung, die den Mund offenstehen
lässt: Seltsame Gebilde ziehen
an uns vorbei, und auch wir selbst
sehen eher geisterhaft aus. Das
liegt daran, dass viel mit Glitch-
Optik und Vektoren gearbeitet
wurde, was so ziemlich diametral
zur herkömmlichen Umsetzung
von Games des Genres steht. Ein
Skate-Game, bei dem man sich als
Dämon seinen Weg durch eine Welt
voller verlorener Seelen bahnt, gab’s
wohl bislang wirklich noch nicht.
Schräg, aber gut.
www.skatestory.com
DOT.GAMES 21
FÜR DIESE KOMÖDIE
STEHST DU SCHLANGE
AUSFÜHRENDER
PRODUZENT
PRÄSENTIERT EINE PRODUKTION
MUSIK KOSTÜME SCHNITT
PRODUKTIONS
DESIGNER
KAMERA
DREHBUCH
PRODUZENTEN
REGIE
Anaconda-Film.de
#AnacondaFilm
AB 25. DEZEMBER
NUR IM KINO
TRAILER & MEHR
Fantastisch
fantasiebegabt
25 Jahre ist es her, seit das Mädchen
Chihiro in ein Badehaus für Shintō-
Götter gestolpert ist, nachdem ihre
gierigen Eltern in Schweine verwandelt
wurden. Es ist ein Ort, an dem
überdimensionale Küken baden, körperlose
Köpfe sich trollen, Riesenbabys
heulen, spinnenartige Wesen den
Ofen mit Kohlestückchen befeuern.
Chihiro wird hier notgedrungen Jobs
erledigen, die sonst keiner machen
will. Zum Beispiel bestialisch stinkende
Faulgötter baden, während sie
überlegt, wie sie die Eltern retten und
wieder nach Hause finden könnte.
Der Fantasie des „Studio Ghibli“-
Mitbegründers Hayao Miyazaki kennt
bekanntermaßen keine Grenzen,
Chihiros Reise ins Zauberland ist
das beste Beispiel dafür. Der opulente
Animationsfilm wurde 2002 bei der
Berlinale und 2003 mit einem Oscar
ausgezeichnet. Zum 25. Geburtstag
kehrt das Wunderwerk wieder auf
die Leinwand zurück: ab 13.01.2026
im Kino.
51 SEITEN
DOT.MOVIE
© Polyfilm , A24
A24 in 1000 Teilen
Ein Weihnachtsgeschenk
für geduldige Cineasten:
das 1000-teilige Puzzle, das
fast alle Figuren aus dem
Universum des Produktionsstudios
A24 versammelt.
So lässt sich die Zeit bis zum
österreichischen Kinostart
von A24-Highlight Marty
Supreme (26.02.2026)
optimal vertreiben …
shop.a24films.com
AVATAR: FIRE & ASH. THE SECRET AGENT. ANACONDA. THE HOUSEMAID. SONG SUNG BLUE.
28 YEARS LATER: BONE TEMPLE. RENTAL FAMILY. DER MEDICUS 2. GREENLAND 2. SORRY, BABY.
Opening Credits
TRIVIA
Regisseurin Barbara Albert (Böse Zellen,
Fallen, Licht), seit 2023 Professorin für
Regie, ist zur neuen Institutsleiterin der
Filmakademie Wien bestellt worden. Sie
folgt damit Danny Krausz nach. Albert
studierte an der Filmakademie bei Lukas
Stepanik und Peter Patzak Regie und
24 DOT.MOVIE
Euphorie des Monats: „The Uncool“
Er solle als Musikkritiker
seinen Ruf darauf aufbauen,
ehrlich und unbarmherzig
zu sein, hatte ihm sein Mentor
Rock-Kritiker Lester Bangs (Philip
Seymour Hoffman) eingeschärft.
Man dürfe sich im Rockzirkus,
bei dem alles lustig ist, nicht der
Illusion von Freundschaft hingeben.
Darauf vergisst der 15-jährige
Schüler und Nachwuchsjournalist
William Miller (Patrick Fugit) aber
beinahe, als er die Möglichkeit
bekommt, eine
der heißesten Band, die
fiktive Band „Stillwater“,
für den „Rolling Stone“
auf Tour zu begleiten.
Vor allem der charismatische
Frontmann (Billy
Crudup) weiß den jungen
Mann einzulullen. Ein
melancholisches Telefonat mit
Lester Bangs holt William, der
über seinem Text, der inzwischen
zur Coverstory gewachsen ist,
brütet, wieder auf den Boden der
Tatsachen zurück: „They make
you feel cool. And hey: I met you.
YOU are NOT cool!“ – Mit dem
Rock-Roadmovie Almost Famous
(2000) erinnerte sich Regisseur
Cameron Crowe (Jerry Maguire,
Vanilla Sky) auf unvergessliche
Weise an seine Jugend:
Auch er schrieb u.a. für
den „Rolling Stone“ über
Musik und war mit Bands
auf Tour. Nun erinnert
er sich nicht im Rahmen
eines Films an damals,
sondern legt seine Memoiren
vor: „The Uncool“
(Fourth Estate, 2025).
LISTIG
Happy New Year! Hier kommt
ein kleiner Anreiz, wie man den
Jahreswechsel verbringen könnte –
oder vielleicht besser nicht.
Sunset Boulevard (1950)
Billy Wilder lässt Stummfilm-Diva
Norma Desmond (Gloria Swanson),
deren Stern schon lang verglüht
ist, eine exklusive Silvesterparty
ausrichten: Sie ist nur für einen
Gast, nämlich ihn, wie der mittellose
Drehbuchautor Joe Gillis (William
Holden) mit Schaudern erkennt.
Strange Days (1995)
In einem dystopischen Szenario von
Kathryn Bigelow steuert alles auf den
Jahreswechsel in ein neues Jahrtausend
zu: Am 31. Dezember 1999
herrscht Weltuntergangsstimmung.
Countdown? Eher Showdown.
Four Rooms (1995)
Der Silvesterabend wird für Hotelpage
Tim Roth stressig, dafür sorgen im
Episodenfilm vier Regisseure (u.a.
Quentin Tarantino). In die Honeymoon
Suite hat sich ein Hexenzirkel
für ein Ritual einquartiert, die Gäste
von Zimmer 309 machen aus dem
Pagen einen Babysitter. Die Kinder
stoßen nebenher auf eine Leiche. Im
Penthouse wird derweil nach einer
scharfen Axt gefragt …
„Wir müssen in den
Dschungel und uns eine
neue besorgen!“
Jack Black als angehender
Filmemacher in Anaconda
(S. 38) – ein Dreh, bei dem
einfach alles schiefgeht.
Dass die titelgebende
Schlange ersetzt werden
muss, ist da nur das kleinste
Problem.
bei Walter Wippersberger Drehbuch.
Ihr Langspielfilmdebüt Nordrand wurde
1999 in den Wettbewerb der Filmfestspiele
Venedig eingeladen, im selben
Jahr gründete sie mit Martin Gschlacht,
Jessica Hausner und Antonin Svoboda
die Produktionsfirma coop99.
© Fourth Estate, Sony Pictures, Sammy Hart
DAS EVENT DES JAHRES
AB 17. DEZEMBER IM KINO. AM BESTEN IN 3D!
Leinwandflirren
Now and then: Francis Ford Coppola
Im SciFi-Drama Megalopolis (2024) trifft das Römische Reich auf das
New York der Zukunft. Mehr als 40 Jahre lang bemühte sich Francis Ford
Coppola (Apocalypse Now, Der Pate) darum, sein 120 Mio. US-Dollar
schweres Herzensprojekt zu realisieren. Um das Projekt zu finanzieren, verkaufte
er den Großteil seiner Weingüter. Dass der Film an den Kinokassen
floppte, kann er verkraften: „Viele Leute bereuen am Totenbett, was sie alles
nicht getan haben. Mir wird dann einfallen, dass ich diesen Film gemacht
habe, dass ich meine Tochter einen Oscar habe gewinnen sehen (Anm.:
Sofia Coppola für Lost In Translation) und dass ich Wein gemacht habe. Ich
werde gar keine Zeit für Reue haben.“ Um den Verlust abzufedern, verkauft
der Mann, der für seine Filme seinen Kopf verpfänden würde, über ein
Aktionshaus nun eben seine Luxusuhrensammlung.
1979 2002
HOP & DROP
„One Battle After Another“
– Zuerst im Kino, dann auf der
Plattform. Die Netzwelt staunte nicht
schlecht, als es zu einer Kooperation
zwischen dem Survival-Shooter-
Game „Fortnite“ und einem Projekt
des Autorenfilmers Paul Thomas
Anderson kam. „Wer, bitte schön, hat
danach gefragt?!“, lauteten irritierte
Online-Reaktionen. Nun: Augenscheinlich
Anderson selbst. Er hatte
gesehen, was „Fortnite“ zu Ryan
Cooglers Sinners erdacht hatte und
verstand, dass auch sein Film gespielt
werden sollte (v.a., wenn man bei
der Gen Z und Gen Alpha relevant
sein möchte). So entwickelte Nic Hill
von Sawhorse auch zu One Battle
After Another ein Minigame, durch
das sich u.a. Leonardo DiCaprios
Figur Bob Ferguson bewegt. Dazwischen:
eine Handvoll Referenzen zu
Anderson-Filmen.
© PPS Vienna, Warner Bros., www.instagram.com/chrisevans
2010 2025
LOVE INTEREST
„Captain America“ Chris Evans und
seine Frau, die portugiesische Schauspielerin
Alba Baptista („Mrs. Harris und ein
Kleid von Dior“), haben Nachwuchs bekommen:
ein Töchterchen, das den Namen
Alma Grace Baptista Evans trägt. Evans
und Baptista lernten sich 2021 kennen. Ihre
„Liebe auf den ersten Blick“ wurde schnell
ernst. Seit 2023 sind sie verheiratet.
26 DOT.MOVIE
IN PRODUCTION
Wenn Tom Ford im Jänner die Dreharbeiten
zu Cry to Heaven (nach dem
Roman von Anne Rice) aufnimmt,
werden nicht nur Nicholas Hoult, Colin
Firth und Aaron Taylor-Johnson vor
die Kamera treten, sondern auch eine
Schauspieldebütantin: Popstar Adele.
Gerüchteweise wird Sydney Sweeney
(aktuell: The Housemaid) zum nächsten
Bond Girl. Darauf angesprochen,
kokettiert sie: „Ich hätte als James Bond
mehr Spaß!“ Den würde Regisseur
Denis Villeneuve aber angeblich gerne
mit Callum Turner (aktuell: Eternity)
besetzen. Es wird noch dauern, bis
Villeneuve Zeit hat, sich um den
26. Bond-Film zu kümmern: Noch ist
er mit Dune 3 beschäftigt.
DAS ENDE DER WELT
WAR ERST DER ANFANG.
GERARD BUTLER
MORENA BACCARIN
AB 8. JÄNNER IM KINO
TEXT: MANUEL STEPHAN
Brennpunkt Pandora
Ein weiterer epischer Ausflug in James Camerons „Avatar“-Welt
verspricht „Fire and Ash“ und führt Pandoras Saga konsequent weiter.
Bescheidenheit ist eine Tugend.
Nicht aber für James Cameron.
Zum Glück, denn sonst hätte der
visionäre kanadische Drehbuchautor,
Produzent und Regisseur niemals solch
bildgewaltige Blockbuster gedreht, die
Kinogänger auf der ganzen Welt faszinieren,
inspirieren und immer wieder aufs
Neue verblüffen. Kaum ein Filmemacher
hat die technischen Möglichkeiten des
Mediums derart ausgereizt und in neue
Sphären gehoben wie Cameron. Angefangen
mit dem ersten Terminator aus dem
Jahr 1984 über Aliens – Die Rückkehr
(1986), The Abyss – Abgrund des Todes
(1989), Terminator 2 – Tag der Abrechnung
(1991), True Lies – Wahre Lügen
(1994) bis hin zu seinem monumentalen
Katastrophenepos Titanic, das im Jahr
1997 alle Rekorde brach und Cameron
drei der insgesamt elf Oscars eintrug. Sein
größtes und aufwendigstes Projekt hat
er da noch gar nicht richtig vorbereitet.
Seine Vision einer noch nie dagewesenen
fremden Welt, bevölkert von farbenprächtigen
Kreaturen und einer lebhaften Flora
und Fauna, war einfach noch nicht bereit
für eine Umsetzung.
EINE NEUE DIMENSION
Das alles änderte sich zu Beginn des
neuen Jahrtausends. Da machte die
„Motion Capture“-Technologie bedeutende
Fortschritte, und Filmfiguren wie
der umstrittene Jar-Jar Binks in den Star
Wars-Prequels und der ikonische Gollum
in der Herr der Ringe-Trilogie läuteten
eine neue Ära visueller Effekte in der Ki-
28 DOT.MOVIE
nogeschichte ein. James Cameron sah dies
als Initialzündung an, sein geheimnisumwobenes
„Project 880“ endlich in die Tat
umzusetzen. Doch das reichte dem für
seinen Perfektionismus und sturen Pioniergeist
berüchtigten Mann nicht. Er will
den Zuschauern etwas bieten, was sie so
noch nie in der Form zu sehen bekamen
und will den Bildern auf der Leinwand
eine dritte Dimension hinzufügen. Zu
diesem Zweck entwickelte Cameron
eigens mit Vincent Pace ein spezielles Kamerasystem,
„3D Fusion“ genannt, um in
echtem 3D zu filmen. So konnte er 2006
mit den Dreharbeiten seines Science-
Fiction-Epos starten. Drei Jahre und eine
enorm kostspielige und kräftezehrende
Produktion später kam Ende Dezember
2009 Avatar: Aufbruch nach Pandora
weltweit in die Kinos und läutete damit
einen neuen 3D-Boom ein.
GUT DING BRAUCHT WEILE –
UND VERSTÄRKUNG
Dass der Film abermals alle Rekorde
brach, die es zu brechen gab, obwohl man
es im Vorfeld kaum für möglich hielt, nun
ja, auch das gehört zur außergewöhnlichen
Karriere eines außergewöhnlichen
Künstlers. Mit über 2,9 Milliarden Dollar
Umsatz ist der Film bis heute der erfolgreichste
aller Zeiten. Eine oder gar
mehrere Fortsetzungen waren da nur
noch eine Frage der Zeit. Und ja, Zeit hat
sich Cameron sehr viel dafür genommen:
erst zwei, dann drei, und schließlich vier
weitere Ausflüge in die Welt der Na’vi hat
er über die Jahre geplant. Die Dramatur-
WIR MIT
EINANDER
DOT.MOVIE 29
gie arbeitete er mit vier weiteren
Drehbuchautoren aus, nämlich dem
Duo Rick Jaffa und Amanda Silver
(Planet der Affen: Prevolution),
Josh Friedman (Steven Spielbergs
Krieg der Welten) und Shane
Salerno (Armageddon). Die erste
Klappe für die Teile 2 und 3 fällt
im Sommer 2017 in Kalifornien,
drei Jahre nach dem ursprünglich
angestrebten Kinostart von
Ersterem. Weitere Verschiebungen
wegen der Star Wars-Sequels und
der Covid-19-Pandemie folgten,
ehe im Dezember 2022 endlich,
nach 13 Jahren, Avatar: The Way of
Water anlief.
30 DOT.MOVIE
MEISTER DER ELEMENTE
Stand der erste Teil noch im Zeichen
des Elements Land, lässt der
Untertitel des zweiten Teils bereits
darauf schließen, dass es hier
um Camerons Lieblingselement
ging – nicht nur wegen The Abyss
und Titanic, sondern auch wegen
seinem Faible für Tiefseetauchexpeditionen
und diesen zugrunde
liegenden Dokumentationen.
Abermals forderte er sich und
sein Team heraus, neue Maßstäbe
in Sachen digitaler Filmkunst
zu setzen, und es gelang erneut.
Die lange Wartezeit machte sich
einmal mehr bezahlt, und The Way
of Water entwickelte sich zu einem
weiteren Kassenschlager, der sich
in der ewigen Bestenliste hinter
dem Vorgänger und dem epischen
Marvel-Showdown Avengers:
Endgame auf Platz 3 einreiht. Nun
müssen wir zum Glück nicht mehr
lange auf das nächste Abenteuer
von Jake Sully (Sam Worthington,
Terminator: Die Erlösung), seiner
Gefährtin Neytiri (Zoë Saldaña,
Guardians of the Galaxy) und
ihrer Familie warten. Nach drei
Jahren erfahren wir, wie es auf dem
Planeten Pandora weitergeht.
VOM SAULUS ZUM PAULUS
Im ersten Teil kam Jake als querschnittsgelähmter
Ex-Marine nach
Pandora, um anstelle seines verstorbenen
Zwillingsbruders einen
Körper eines Na’vi, der Eingeborenen
des Mondes, zu steuern und so
eigentlich eine friedliche Lösung
zwischen der raffgierigen Organisation
„Resources Development
Administration“ (RDA), die einen
unschätzbar wertvollen Rohstoff
abbauen will, und den Na’vi herbeiführen
soll. Der skrupellose und
brutale Leiter der Militäreinheit,
Miles Quaritch (Stephen Lang,
Don’t Breathe), setzt jedoch auf
gewaltsame Eroberung. Als sich
Jake in die Einheimische Neytiri
verliebt, wechselt er die Seiten,
schlägt die Menschen vorerst in
die Flucht und verlässt am Ende
seinen verwundeten menschlichen
Körper ganz, um fortan als Na’vi
an Neytiris Seite auf Pandora zu
leben. In The Way of Water, sechzehn
Jahre später, haben die beiden
vier Kinder: die Söhne Neteyam
(Jamie Flatters) und Lo’ak (Britain
Dalton), Tochter Tuktirey (Trinity
Jo-Li Bliss) und die adoptierte Kiri
(Sigourney Weaver, Alien), die
Avatar-Tochter ihrer verstorbenen
Mitkämpferin von einst, Dr. Grace
Augustine.
AUF DEM MEER, DA GEHT’S
HOCH HER
Zudem lebt auch Quaritchs Sohn
„Spider“ (Jack Champion, Scream
VI) auf Pandora und verbringt viel
Zeit mit ihnen. Die Rückkehr der
RDA, die den Planeten ein für alle
Mal unterjochen will und dafür
eigene Avatare mit den Seelen toter
Soldaten ausstattet, darunter auch
Quaritch, zerstört das Idyll. Jake
und seine Familie fliegen über die
Meere und finden Zuflucht beim
Stamm der Metkayina, der von
Tonowari (Cliff Curtis, Meg 2: Die
Tiefe) und seiner schwangeren
Frau Ronal (Kate Winslet, Titanic)
angeführt wird. Dort müssen
sich die Kinder erst einmal an
die neue Umgebung gewöhnen,
bevor es auf hoher See zu einem
erneuten Showdown mit der RDA
und dem ewig rachsüchtigen
Quaritch kommt, bei dem auch
riesige Raubfische, sogenannte
Tulkune, mitmischen. Doch diese
Schlacht ist erst der Anfang eines
noch größeren Krieges, der auf die
Bewohner Pandoras wartet.
WE DIDN’T START THE FIRE
Im nun folgenden dritten Teil,
Avatar: Fire and Ash, steht nun,
eh klar, das Element Feuer im
Mittelpunkt der Handlung. Jake,
Neytiri und Co. haben kaum Zeit,
die Geschehnisse aus The Way
of Water aufzuarbeiten, denn
ein neuer Clan, die Mangkwan
bzw. das „Asche-Volk“, greift in
den Konflikt ein. Die Anführerin
Varang (Oona Chaplin, Game of
Thrones, Enkelin der Stummfilmlegende
Charlie Chaplin) schlägt
sich auf Quaritchs Seite. „Eure
Göttin … Sie hat hier keine Macht“,
droht sie. Sie meint damit Eywa,
die mächtige spirituelle Gottheit,
die das Volk der Omatikaya, dem
Jake und Neytriri angehören, mit
Stärke und Weisheit versorgt.
Varang gibt Eywa die Schuld für
einen Vulkanausbruch, der ihre
Heimat zerstört hat. Damit erreicht
der Krieg auf dem Mondplaneten
eine neue Eskalationsstufe, und es
darf mit weitaus mehr verbrannter
Erde gerechnet werden. Denn auch
die RDA gibt sich weiterhin nicht
geschlagen und holt zum nächsten
Schlag aus.
FAMILIE AM SCHEIDEWEG
Und als wäre das noch nicht
genug, steht Jakes Familie vor einer
emotionalen Zerreißprobe, denn
„Spider“ ist in ihrer Obhut nicht
mehr sicher. Mithilfe des friedlichen
„Tlalim“-Clans, einer Gruppe
feilschender Windnomaden
unter Führung von Peylak (David
Thewlis, Harry Potter), die durch
die Lüfte Pandoras segeln, wollen
sie ihn ins Camp der verbliebenen
menschlichen Wissenschaftler
zurückbringen. Da hat sich James
Cameron ganz schön viel für sein
drittes Avatar-Abenteuer vorgenommen,
aber wenn es einen
Filmemacher gibt, der lieber klotzt
als kleckert, dann ist es eben er.
Ihm wird es garantiert wieder gelingen,
ein Millionenpublikum für
drei Stunden in eine faszinierende
Welt jenseits unserer Vorstellungskraft
zu entführen. Auf die beiden
weiteren Teile müssen wir dann
allerdings wieder etwas länger
warten: Die sind nach derzeitigem
Stand für Ende 2029 bzw. Ende
2031 geplant.
www.avatarfireandashmovie.at
AVATAR: FIRE AND ASH KINOSTART 17.12.,
USA 2025, REGIE James Cameron, MIT
Sam Worthington, Zoë Saldaña, Sigourney
Weaver, Oona Chaplin, Stephen Lang,
Kate Winslet, FILMLÄNGE 195 Min.,
© Walt Disney Studios
DOT.MOVIE 31
WIR MIT
EINANDER
Agent des Chaos
Im Schatten der Militärdiktatur: „The Secret Agent“ mit Wagner Moura.
Kleber Mendonça Filho
erzählt – nach Bacurau
(Jury-Preis in Cannes
2019) und Pictures of Ghosts
(Brasiliens Oscar-Beitrag 2024)
– vom Brasilien des Jahres 1977,
also einem Jahr mitten in der
Militärdiktatur, die von 1964 bis
1985 andauerte. 1977 sei das erste
Jahr, an das sich der Regisseur
(geboren 1968) wirklich erinnern
kann. In seinem Film trifft der
Mittvierziger Marcelo (Wagner
Moura, Civil War, Narcos) in
der chaotischen Karnevalswoche
in der Küstenstadt Recife ein. Er
hofft, seinen Sohn wiederzusehen,
und bleibt nicht unbemerkt. Seine
Reise beginnt als persönliche,
so wird es aber nicht bleiben: Er
gerät immer mehr in ein Netz aus
Überwachung, Korruption und
Misstrauen.
DIE LOGIK EINER EPOCHE
Einen Politthriller während der
Militärdiktatur zu erzählen, war
für Mendonça Filho eine große
Herausforderung: Er wollte einen
Film „über die Logik jener Zeit
machen, ohne dabei alle typischen
32 DOT.MOVIE
Merkmale eines Diktaturfilms
abzuhaken. Ich habe überhaupt
nichts gegen diese Filme. Ganz im
Gegenteil: Wir hatten gerade erst
einen sehr starken und bewegenden
Film im brasilianischen Kino
– Für immer hier von Walter
Salles –, der vor allem bei vielen
jungen Menschen, die von dieser
Phase der Geschichte kaum mehr
etwas wussten, sehr viel bewirkt
hat.“ Er aber wollte mehr die
„Atmosphäre, die ‚Dämpfe‘ dieser
Zeit“ einfangen, „die Logik jener
Epoche“.
Die Premiere des atmosphärisch-dichten
Thrillers wurde zum
großen Erfolg: Beim Wettbewerb
der 78. Internationalen Filmfestspiele
von Cannes wurde er mit
vier bedeutenden Preisen ausgezeichnet,
darunter die goldenen
Palmen für den besten Hauptdarsteller
und für die beste Regie.
„Zwar sind jetzt 50 Jahre vergangen,
und vieles hat sich verändert,
aber ironischerweise hatte ich
in den letzten zehn Jahren das
Gefühl, dass wir gesellschaftlich
in der Zeit zurückgegangen sind“,
überlegt der Filmemacher.
„Ich habe das in Brasilien
beobachtet, und jetzt geschieht
Ähnliches in den USA: eine Art
Theater des Absurden. Es sieht
so aus, als ob es gerecht zugehe,
aber in Wirklichkeit ist alles nur
eine Inszenierung, wie bei einem
Theaterstück – und das ist sehr
beunruhigend. Die Menschen
verhalten sich wie Schauspieler,
weil ihnen gesagt wurde, welche
Rollen sie spielen sollen.“
#thesecretagentfilm
THE SECRET AGENT – O AGENTE
SECRETO KINOSTART 19.12., BRA/F/
NL/D 2025, REGIE Kleber Mendonça
Filho, MIT Wagner Moura, Maria
Fernanda Candido, Gabriel Leone, Udo
Kier, FILMLÄNGE 160 Min., © Filmladen
TRAILER & MEHR
AB 16. JÄNNER 2026
NUR IM KINO
Außen vor
François Ozon verfilmt Albert Camus‘ Roman
„Der Fremde“.
Marie stellt die Möglichkeit einer Heirat in
den Raum. Meursault reagiert schulterzuckend.
Das können sie schon machen,
wenn sie möchte – auf leidenschaftliche Regungen
wartet sie natürlich vergeblich. Er sagte ihr auch
schon auf Nachfrage, dass er sie vermutlich nicht
liebe, aber was mache das schon. Marie weiß, dass
Meursault „anders“ ist – seine Abwesenheit von der
Welt sei vielleicht der Grund dafür, dass sie sich von
ihm, diesem rätselhaften Menschen, angezogen fühlt
– aus denselben Gründen könnte sie ihn auch hassen,
überlegt sie. Benjamin Voisin, der mit François Ozon
bereits Sommer 85 drehte, spielt diesen Meursault, der
sein Leben – im Algier der 1930er-Jahre – ohne große
Gefühlsregungen lebt und der vielen ein Begriff sein
dürfte, ist er doch der Protagonist eines Stücks Weltliteratur:
Albert Camus’ „Der Fremde“, 1967 bereits
von Luchino Visconti verfilmt. Ozon inszeniert die
Geschichte des Mannes, dem gesellschaftliche Normen
fremd sind und dem alles äußerlich bleibt – vom
Ableben seiner Mutter über seine Liebesbeziehung bis
zum beiläufigen Mord und dem folgenden Prozess –,
mit feinem Gespür und in glasklaren Bildern.
#derfremde
The Pinsel
and the Brain
„Leibniz – Die Chronik eines Bildes“ ist ein
gescheites, heiteres Diskurswerk, bei dem man
sehen kann, dass Bilder denken.
Edgar Reitz (Filmstunde, Heimat – Eine
deutsche Chronik) und Anatol Schuster kondensieren
das Leben des Universalgelehrten
Leibniz zu einem einzigen Moment: der Entstehung
eines Porträts für Königin Sophie Charlotte,
die ihn damit ehren und erinnern will. Aus dem
heraus entfaltet sich ein feines Kammerspiel. Der
beauftragte Hofmaler scheitert am eigenwilligen
Philosophen, der mehr fordert als die Anfertigung
seines Abbildes. Erst die neu bestellte junge Malerin
Aaltje van der Meer findet den Ton, um mit dem
„großen Gelehrten“ über Kunst, Zeit und Erkenntnis
zu sprechen. Ihre Sitzungen werden zum stillen,
auch heiteren, Schlagabtausch über die Frage, wie
ein Bild ein Leben fassen kann. Gespiegelt auf der
visuellen Ebene des Films, gewinnen kleine optische
Verschiebungen Gewicht. Durch den Moment der
Camera obscura kann Reitz mit minimalen Eingriffen
visuelle Überraschung erzeugen.
Edgar Selge (Marianengraben)
bildet das Ruhezentrum dieses
Films in gravitätischer, doch
nahbarer Menschlichkeit,
Aenne Schwarz (Zweitland)
gibt ihm Bewegung. Eine
Inszenierung, die Denken
in Bilder übersetzt: Kino im
besten Sinn.
#leibnizfilm
DER FREMDE – L‘ÉTRANGER KINOSTART 01.01.2026,
F 2025, REGIE François Ozon, MIT Benjamin Voisin, Rebecca
Marder, Pierre Lottin, FILMLÄNGE 122 Min., © Filmladen
LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES
KINOSTART 19.12., D 2025, REGIE Edgar Reitz, Anatol Schuster,
MIT Edgar Selge, Aenne Schwarz, Lars Eidinger, Barbara Sukowa,
FILMLÄNGE 102 Min., © Filmladen
34 DOT.MOVIE
WIR MIT
EINANDER
Poster Boy der Erinnerungskultur
Wolfgang Beckers letzter Film: „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“.
Anlässlich des 30. Jahrestags
des Mauerfalls erzählt
der Journalist eines
Nachrichtenmagazins, Alexander
Landmann (Leon Ullrich), die
Geschichte der größten Massenflucht
aus der DDR: Am frühen
Morgen des 23. Juni 1984 sorgte
eine Weichenstellung dafür,
dass eine Ostberliner S-Bahn am
Bahnhof Friedrichstraße vorbei
in den Westteil der Stadt fuhr.
Landmann hat den Helden, der
127 Menschen die Flucht ermöglichte,
aufgespürt: Micha Hartung
(Charly Hübner), heute Videothekenbetreiber
am Prenzlauer
Berg, damals stellvertretender
Stellwerksmeister am Bahnhof
Friedrichstraße, war der Drahtzieher
der Aktion – so steht es in
den Stasi-Akten. Die emotional
detailreich aufbereitete Geschichte
wird zum großen Coup, das
Problem ist nur: Das war alles
gar nicht so. Ja, Hartung war vor
Ort, und ja, die Weichenstellung
geht auf seine Kappe, aber von
Planung und Flüchtlingsnetzwerk
kann keine Rede sein, es war alles
nur ein Missgeschick, ein Zufall.
Aber das knappe Zeitfenster,
das klarzustellen, hat sich längst
geschlossen: Hartung ist längst
zum Poster Boy der Erinnerungskultur
geworden, für den
sich Talkshowmoderatorinnen,
Werbeagenturen, Zeitzeuginnen,
Buchverlage und der deutsche
Bundespräsident gleichermaßen
interessieren. Hartung will zwar
nicht als Hochstapler wider Willen
leben, aber das Geld, das die
Heldengeschichte einbringt, kann
der Videothekenbetreiber (sein
Brotjob: auch so was wie gelebte
Erinnerungskultur) kurz vor der
Pleite gut gebrauchen, und dass er
plötzlich als Love Interest taugt,
ist auch nicht schlecht.
EIN LETZTER FILM
Als Regisseur Wolfgang Becker
(Good Bye, Lenin!, Das Leben
ist eine Baustelle) mit der
Verfilmung des Bestsellers von
Maxim Leo seine Arbeit über die
Spielarten der Erinnerungskultur
und das Wesen der Geschichtsschreibung
anging, wusste er
bereits, dass er den Kampf gegen
den Krebs nicht gewinnen würde.
Gemeinsam mit Produzent Stefan
Arndt hatte er in Windeseile die
Weichen für die Umsetzung des
Filmes gestellt. „Die Idee war:
Viele Freunde kommen zusammen,
um gemeinsam einen Film
zu machen. Nur so konnte dieser
überhaupt realisiert werden: mit
der Hilfe von Menschen, die Wolfgang
kannten, die einen gewissen
Erfahrungsschatz und vielleicht
auch eine etwas entspanntere
Arbeitsweise haben, die von seiner
Krankheit wussten und damit
umgehen konnten“, erinnert
sich Arndt. Kurz nach Ende der
Dreharbeiten und nach der Sichtung
des ersten Rohschnitts starb
Becker. Seine Weggefährten –
Regisseur Achim von Borries und
Produzent Stefan Arndt – stellten
seinen letzten Film fertig: einen
Wolfgang-Becker-Film, wie er im
Buche steht – gewitzt, tiefgehend,
warmherzig.
#derheldvombahnhoffriedrichstraße
DER HELD VOM BAHNHOF FRIEDRICH-
STRASSE KINOSTART 12.12., D 2025,
REGIE Wolfgang Becker, MIT Charly
Hübner, Christiane Paul, Leon Ullrich,
Leonie Benesch, Peter Kurth, Daniel Brühl,
Jürgen Vogel, FILMLÄNGE 112 Min.,
© Filmladen
DOT.MOVIE 35
36 DOT.MOVIE
Es geht um die Wurst
Marcus H. Rosenmüller serviert eine „Extrawurst“:
Er macht Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst und Co.
zu Vereinsmeiern mit klaren Ansichten.
Es ist als knapper Programmpunkt
bei der Vereinsversammlung
des Tennisclubs
Lengenheide gedacht: Vorstand
Heribert (Hape Kerkeling) und
sein Stellvertreter Matthias
(Friedrich Mücke) lassen über die
Anschaffung eines Grills für die
nächste Vereinsfeier abstimmen.
Eigentlich eine Formsache. Der
Vorschlag wird auch einstimmig
abgenickt, es gibt sogar Szenenapplaus
bei der drögen Sitzung,
aber dann eskaliert alles – durch
eine einfache Frage. Melanie (Anja
Knauer) schlägt vor, einen zusätzlichen
Grill zu kaufen – als nette
Geste für die Vereinsmitglieder
mit türkischem Migrationshintergrund,
die ihr Grillgut bestimmt
nicht auf dem Rost mit Schweinefleisch
liegen haben möchten.
Sie setzt sich damit für ihren
Doppelpartner Erol (Fahri Yardmi)
ein, das einzige muslimische (und
nicht allzu gläubige) Mitglied, das
sich diesbezüglich selber nicht zu
Wort gemeldet hätte, aber was Erol
will oder nicht will, spielt ohnehin
keine Rolle: Die Vereinsmeier
verlieren sich bereits in einem
Schlagabtausch, bei dem Atheisten
und Gläubige, Gutmenschen
und Hardliner, Vegetarier und
Fleischesser, also einfach alle ihr
Bäuerchen machen.
EXPLOSIVES POTENZIAL
Marcus H. Rosenmüller (aktuell
auch Pumuckl und das große
Missverständnis) und sein starträchtiges
Ensemble (u.a. Christoph
Maria Herbst und Milan Peschel)
machen sich daran, den Bühnenhit
von Dietmar Jacobs (Stromberg,
Pastewka) und Moritz Netenjakob
(Stromberg, Ladykracher), bei
dem die Pointen wie Tennisbälle
übers Spielfeld jagen, auf die Leinwand
zu übersetzen. Inspiriert
wurde Jacobs ursprünglich von
einem Elternabend, bei dem die
Frage nach einem zusätzlichen
Grill für ein Schulfest aufkam.
Während die Schuldiskussion
schnell beendet war, da ein türkischer
Vater vorschlug, einfach seinen
Grill mitzubringen, arbeitete
die Fragestellung in Jacobs weiter
– und er teilte seine Gedanken
mit seinem Comedy-Kollegen
Netenjakob, der in eine türkische
Familie eingeheiratet hatte. Für ihr
Theaterstück, das 2019 uraufgeführt
wurde, verfrachteten sie
das Szenario in einen Tennisclub,
„weil er das Grundsetting der
bürgerlichen alten Bundesrepublik
widerspiegelt. In diesem Umfeld
lässt sich sehr gut darstellen, wie
Kleinigkeiten hochkochen.“
Die harmlose Diskussion eskaliert
in kürzester Zeit – im Film noch
pointenreicher als auf der Theaterbühne.
#extrawurstfilm
EXTRAWURST KINOSTART 15.01.2026,
D 2025, REGIE Marcus H. Rosenmüller,
MIT Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst,
Fahri Yardim, Anja Knauer, Milan Peschel,
FILMLÄNGE 100 Min., © Constantin Film
WIR MIT
EINANDER
„Reiseleiterinnen in Grenzsituationen“
Nicole Scherg porträtiert „Wise Women“ – fünf Hebammen – bei der Arbeit.
Sie blicken als Erste auf uns,
wenn wir das Licht der Welt
erblicken: Nicole Scherg (Die
Zukunft ist besser als ihr Ruf)
porträtiert fünf Wise Women,
die Tausende Geburten begleitet
haben und Müttern eine wichtige
Stütze dabei sind, ein Kind zur
Welt zu bringen: Scherg begleitet
fünf Hebammen – in Äthiopien,
Brasilien, Marokko, Nepal und
Österreich – bei ihren Einsätzen.
Im hochtechnologischen OP-Saal,
im frauenverwalteten Geburtshaus,
bei Regen im Dorf. Den
„alltäglichsten Ausnahmezustand
der Welt“ beobachtend, fragte sich
Scherg: „Wie lässt sich Geburt mit
medizinischem Fortschritt verbinden
– ohne die Bedürfnisse der
Frauen, der Familien, des Lebens
aus dem Blick zu verlieren? Unser
Film bewegt sich in diesem Spannungsfeld
– zwischen ‚zu viel, zu
früh‘ in hochtechnisierten Ländern,
wo medizinische Eingriffe
zur Norm geworden sind, und
‚zu wenig, zu spät‘ in Regionen
ohne ausreichende Versorgung,
wo Mütter und Kinder unnötig
sterben. Die Geschichten der
Hebammen spiegeln den Zustand
unserer Gesellschaft wider – sie
berühren Fragen nach Selbstbestimmung,
Macht und der Rolle
von Frauen.“
SICH EINLASSEN
Die Hebammen, „Reiseleiterinnen
in Grenzsituationen“, erklären
Prozesse, machen mit den Veränderungen
des Körpers vertraut,
finden Wege, wie Frauen ihrem
Wunsch gemäß gebären können,
sie wissen um Frauengesundheit,
die auch immer mit sozialen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
zu tun hat. So betreibt
beispielsweise Kanchan Mala
Shrestha aus Nepal auch Aufklärungsunterricht
vor kichernden
Schulkindern, und Sheila Santos
aus Brasilien setzt auch gleich die
Spirale ein.
Dass sich die Geburt nicht
planen lässt, darauf musste sich das
rein weibliche Filmteam beim Dreh
einlassen: „Wie die Hebammen waren
auch wir im ‚Rufbereitschafts-
Modus‘, immer bereit, wenn es
losgeht. Oft hieß es für uns: lange
warten, geduldig sein, viel Stillstand
aushalten – und dann plötzlich
ganz schnell reagieren. Das war
logistisch und emotional manchmal
eine große Herausforderung.
Geburt folgt keinem Drehplan.
Sie dauert so lange, wie sie dauert,
und kommt genau dann, wenn sie
kommt. Dieses ‚Sich-Einlassen‘
auf das Unvorhersehbare, auf den
Moment, war eine Erfahrung, die
uns als Filmteam sehr geprägt
hat und die zum Berufsalltag der
Hebammen gehört.“
#wisewomen
WISE WOMEN – FÜNF HEBAMMEN,
FÜNF KULTUREN KINOSTART 23.01.2026,
A 2025, REGIE Nicole Scherg, MIT Genet
Gebru, „Hajja“ Aïcha El Fathi, Kanchan Mala
Shrestha, Gunda Gutscher, Sheila Santos,
FILMLÄNGE 88 Min., © Polyfilm
DOT.MOVIE 37
38 DOT.MOVIE
Der Film mit der Schlange
„Anaconda“? Da war doch was! Stimmt! Doch der aktuelle Meta-Reboot,
wie es Regisseur Tom Gormican formuliert, hat wenig mit dem Film aus dem Jahr
1997 zu tun – von der Schlange mal abgesehen …
Wer sich daran erinnern
kann, bekommt eine
saure Gummischlange:
Bereits 1997 glänzte eine ausgesprochene
Starbesetzung in einem
Film gleichen Namens. Jennifer
Lopez, Ice Cube und Owen Wilson
wurden damals im Amazonas
als Crew eines Dokumentarfilms
mit zwei übergroßen Exemplaren
von Schuppenkriechtieren aus der
Gattung der Boas konfrontiert.
Anaconda heißt zwar gleich wie
das 1997er-Movie, ist aber kein
Remake, sondern ein „Meta-
Reboot“. Denn Regisseur Tom
Gormican, der auch das Drehbuch
geschrieben hat, bedient sich eines
originellen erzählerischen Tricks:
Im Film geht es um Doug (Jack
Black) und Griff (Paul Rudd).
Sie sind seit ihrer Kindheit beste
Freunde und träumen schon immer
davon, ihren absoluten Lieblingsfilm
neu zu drehen – genau,
den „Klassiker“ Anaconda. Da
sich die beiden aber langsam im
besten Lebensabschnitt für eine
Midlife-Crisis befinden, wollen sie
ihren Traum nun endlich in die
Tat umsetzen.
DER AMAZONAS – WO AUS
SPASS SCHNELL ERNST WIRD
Unsere beiden Helden reisen also
in die unwegsamen Tiefen des
Amazonas, um ihre Dreharbeiten
in Angriff zu nehmen. Doch
da passiert’s: Eine waschechte
Riesenanakonda taucht auf; aus
dem Spaß wird Ernst, und der
Horror nimmt seinen Lauf. „Ihr
werdet lachen und ihr werdet vor
Angst aufschreien“, war sich Jack
Black anlässlich eines Interviews
während der Dreharbeiten sicher.
Und: „Dieser Film ist definitiv
deutlich lustiger als das Original
aus den Neunzigerjahren.“ Denn
das Movie verbindet, wie das
komödiantische Talent der beiden
Hauptdarsteller bereits erahnen
lässt, Witz mit Schlangenterror.
Gedreht wurde übrigens nicht am
Amazonas, sondern in Queensland,
Australien. Wer die dortige
Insekten- und Tiervielfalt kennt,
mag auf den ersten Blick kaum
einen Unterschied zum Originalschauplatz
erkennen. Jedenfalls
war es dort bei den Dreharbeiten
schon in der Früh derart heiß,
dass der Schweiß in Strömen floss.
„Wir schwitzen im ganzen Film,
aber das ist kein Schweiß, den uns
die Make-up-Artists aufgetragen
haben – nein, der Schweiß ist
echt!“, beteuert Jack Black. Vom
Körpereinsatz der Schauspielerin-
nen und Schauspieler her gibt es
also schon mal die volle Punktezahl
von uns.
CLEVER-DURCHGEKNALLTE
BEARBEITUNG
Der Plan der Dualität von Horror
und Komödie geht voll auf, was
nicht nur an der spielfreudigen
Besetzung liegt, sondern auch am
Umstand, dass der Film von 1997
selbst bereits lustig war – im Gegensatz
zu Anaconda 2025 allerdings
unfreiwillig. Magere Spezialeffekte,
ein bizarrer Jon Voight als
Schlangenjäger sowie haufenweise
biologische Ungereimtheiten wie
röhrende Schlangen machten das
Original zum Kultklassiker. Insofern
war es eine clevere Idee, dem
Meta-Reboot bereits von Beginn
an eine komödiantische Note zu
geben. Davon abgesehen knallt
der Schlangen-Scare gleich noch
mal so gut, wenn man sich davor
in humoriger Sicherheit wiegt.
Neben zahllosen kleinen Gags, für
die man schon genauer hinsehen
muss, um sie zu entdecken,
sind es aber die sehr verrückten
Szenen, die der Regisseur ins
Drehbuch geschrieben hat – wie
beispielsweise der bereits totgeglaubte
Doug mittels am Rücken
festgegaffertem Wildschwein
als Köder für das Schlangenvieh
herhalten muss. Ganz klar, dass er
just genau dann aus seiner Ohnmacht
erwacht, als die Anakonda
auftaucht, und er deshalb mit dem
Wildschwein am Buckel um sein
Leben laufen muss. Absurd und
skurril trifft es wohl punktgenau,
und genau das macht den Film zu
einem herrlich durchgeknallten
Erlebnis.
JACK BLACK DREHT
SO RICHTIG AUF
Normalerweise wird Black
von der Regie gerne ein wenig
gebremst, wenn er es übertreibt.
Bei Anaconda war das anders:
Hier konnte er sich voll ausleben.
„Ich habe wirklich 110 % gegeben.
Den meisten Regisseuren wäre
das vielleicht zu viel gewesen, aber
hier konnte ich mich gehen lassen.
Das war also genau meine Komfortzone“,
freut sich der Superstar.
Und so kommt es, dass Anaconda
ein genreübergreifender Volltreffer
ist, der durchaus emotionale
Momente, jede Menge schrägen
Humor sowie den sinnstiftenden
Schlangenhorror auf sehr spezielle
Weise vereinen kann. Hat das
Zeug zum Klassiker – aber nicht
für ein ophidiophiles Publikum.
www.anaconda-film.de
JOB
PROBLEME
ANACONDA KINOSTART 25.12.,
USA 2025, REGIE Tom Gormican,
MIT Paul Rudd, Jack Black, Steve Zahn,
Thandiwe Newton, Daniela Melchior,
FILMLÄNGE 99 Min., © Sony Pictures
DOT.MOVIE 39
JOB
PROBLEME
Emotionen nach Vertrag
Brendan Fraser landet als hadernder Schauspieler bei einer „Rental Family“.
RENTAL FAMILY KINOSTART 08.01.2026,
USA/Japan 2025, REGIE HIKARI,
MIT Brendan Fraser, Takehiro Hira,
Mari Yamamoto, FILMLÄNGE 103 Min.,
© The Walt Disney Company
40 DOT.MOVIE
„
Also? Was, glauben Sie, tun
wir hier?“, fragt der Agenturmitarbeiter.
Schulterzucken
bei seinem Gegenüber Phillip
(Brendan Fraser, The Whale). Der
Mann, der ein Jobangebot für ihn
hat, beantwortet seine rhetorische
Frage selbst: „Wir verkaufen Emotionen!
Was ich Ihnen anbiete, sind
Rollen, die eine echte Bedeutung
haben!“
Phillip, ein Schauspieler mit
Jobproblemen, stößt so auf Rollenangebote,
die sein Leben ändern
werden. Aber das weiß er jetzt noch
nicht. Aktuell hadert er damit, dass
die Auftragslage bedrückend lau
ist und anstelle von Engagements
auf Bühnen oder vor Filmkameras
nur Auftritte in der Realität warten.
Für die „Rental Family“-Agentur in
Tokio ist er der Quoten-Weiße, der
als bester Freund, als behauptetes
Familienmitglied oder Ähnliches
gebucht werden kann. Zum Beispiel
auch als Vater, engagiert von einer
alleinerziehenden Mutter (Shino
Shinozaki). Ihre Tochter Mia (Shannon
Mahina Gorman), die mit Phillip
nun ihren vermeintlichen Vater
kennenlernt, schleudert dem Mann,
der sich ihr Leben lang nicht um sie
gekümmert hat, zur Begrüßung ein
„Ich hasse dich“ entgegen. Natürlich!
Während Phillip sich noch mit
den moralischen Aspekten seines
neuen Jobs auseinandersetzt (den
Vater eines Mädchens zu spielen ist
etwas anderes als als „+1“ bei einer
Hochzeit aufzutauchen), beginnen
die Grenzen zwischen Rolle und
Realität, Spiel und Gefühl zu verschwimmen.
EMPATHIESCHMIEDE KINO
Regisseurin HIKARI weiß mit hochkochenden
Emotionen umzugehen:
In der Netflix-Serie Beef führte eine
zufällige Begegnung zweier Autofahrer
zu größtmöglicher Eskalation,
ihr Spielfilm 37 Seconds zeigte den
Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung
einer Frau mit Zerebralparese.
„Ich bin der Überzeugung,
dass das Kino die Welt zu einem
besseren Ort machen kann. Es
erlaubt uns, andere mit Empathie zu
sehen, schafft Raum für Gespräche
und lässt uns Seiten an uns selbst
entdecken, von denen wir nicht
wussten, dass sie existieren.“
Die aus Osaka stammende
Regisseurin begann sich 2018 mit
der in ihrem Heimatland florierenden
„Rent a family“-Industrie zu
beschäftigen, „aktuell gibt es hier
über 300 solcher Agenturen“, sagt
sie. In Gesprächen mit Kunden
bemerkte sie: „Auch wenn sie für
den Service bezahlen, finden sie
in den zwei oder drei Stunden, die
sie zusammen verbringen, eine
Freundschaft. Und die Schauspieler,
die zu Stellvertretern werden,
investieren sich ebenfalls zu 100 %
in die Beziehung und finden ihre
eigene Verbindung in der Gemeinschaft.
Die Rollen mögen unecht
erscheinen, aber die Emotionen
sind echt.“ HIKARI führt den Erfolg
dieses Geschäftszweigs nicht nur auf
die heutige Einsamkeit und Isolation
zurück, sondern auch auf die mangelnde
gesellschaftliche Akzeptanz
von Therapien in Japan. HIKARI
erzählt warmherzig, nuancenreich,
aber auch mit Blick auf das Absurde
dieser Agenturen.
#rentalfamilymovie
Alles nur Fassade
Eine atemlose Verfilmung: Paul Feig inszeniert Freida McFaddens Bestseller
„The Housemaid“. In den Hauptrollen: Sydney Sweeney und Amanda Seyfried.
THE HOUSEMAID KINOSTART
15.01.2026, USA 2025, REGIE Paul Feig,
MIT Sydney Sweeney, Amanda Seyfried,
Brandon Sklenar, Michele Morrone,
FILMLÄNGE 131 Min., © Constantin Film
BEHIND CLOSED DOORS
Paul Feig (Nur ein kleiner Gefallen,
Brautalarm, Ghostbusters
2016) bringt diesen Stoff voller
Wendungen und Geheimnisse
mit treffend treibender Stimmung
auf die Leinwand; er basiert auf
dem Thriller-Bestseller von Freida
McFadden (deutscher Titel: „Wenn
sie wüsste“, Heyne München,
2023). Neben ihrem Leben als
Autorin psychologischer Thriller
(sie begann ihre schriftstellerische
Laufbahn 2013 mit Selbstveröffentlichungen
über Amazon Kindle
Direct Publishing, Freida McFadden
ist ein Pseudonym) ist die
Harvardabsolventin und zweifache
Mutter als Ärztin tätig – mit Spezialisierung
auf Hirnverletzungen.
Ihre „Housemaid“-Reihe gewährt
inzwischen bereits vier Bände lang
Einblicke in eigenwillige Haushalte.
Wenn nun „Wenn sie wüsste“
auf die Leinwand kommt, lernt
Sydney Sweeney Amanda Seyfried
und deren Leinwandgatten
Brandon Sklenar (Nur noch ein
einziges Mal) viel zu gut kennen:
Fürs Publikum wird’s schaurig und
atemlos.
#thehousemaid
Die 27-jährige Millie (Sydney
Sweeney, Euphoria,
Wo die Lüge hinfällt)
rechnet nicht damit, nach dem
Vorstellungsgespräch im luxuriösen
Anwesen der Winchesters je
wieder von der mondänen Nina
(Amanda Seyfried, The Dropout)
zu hören: Es bräuchte nicht viel
Aufwand, um zu erkennen, dass
die Vita, die Millie vorgelegt hat,
nicht ganz der Wahrheit entspricht.
Aber dann meldet sich
Nina Winchester mit der erlösenden
Nachricht bei der aktuell
arbeits- und wohnungslosen
Millie: Sie hat den Job als Haushälterin
inkl. Logis – und je schneller
sie bei der wohlhabenden Familie
auf Long Island beginnen kann,
desto besser. Millie ist erleichtert:
Ihr Wunsch, ein neues Leben zu
beginnen, scheint in Erfüllung zu
gehen. Aber schon am zweiten Tag
ihrer neuen Stelle – bei einem Idyll
aus Vater, Mutter, Kind – schwant
ihr, dass ihre neue Arbeitgeberin
sie wohl an ihre Grenzen bringen
wird: Nina scheint nicht allzu stabil,
sondern eher in einer eigenen
Welt zu leben. Was zum Teufel
wird hier gespielt?!
DOT.MOVIE 41
JOB
PROBLEME
DER MEDICUS II
KINOSTART 25.12.,
D 2025, REGIE Philipp
Stölzl, MIT Tom Payne,
Emily Cox, Aiden Gillen,
Liam Cunningham, Áine
Rose Daly, Owen Teale,
FILMLÄNGE 142 Min.,
© Constantin Film
42 DOT.MOVIE
TEXT: MANUEL STEPHAN
Philosophie von Seele und Körper
Im zweiten „Medicus“-Teil kehrt der junge Arzt in ein
in Machtkämpfe verstricktes London zurück.
Der Medicus, nach dem
Bestseller von Noah
Gordon, kehrt zu Weihnachten
ins Kino zurück, über
ein Jahrzehnt, nachdem Regisseur
Philipp Stölzl (Schachnovelle) im
ersten Teil den jungen Arzt Rob
Cole (Tom Payne, Horizon: Eine
amerikanische Saga) Mitte des
11. Jahrhunderts ins persische Isfahan
schickt, um vom Universalgelehrten
Ibn Sina (Sir Ben Kingsley)
in moderner Medizin unterrichtet
zu werden. Nach dem Verrat an die
Seldschuken und dem Fall Isfahans
begibt sich Rob mit seiner schwangeren
Gefährtin Rebecca (Emma
Rigby, The Counselor) und einigen
getreuen Kollegen zurück nach
London, wo er Ibn Sinas „Kanon
der Medizin“ anwenden und das
Volk behandeln möchte. Dabei
lernt Cole auch, dass der Schlüssel
zu einem gesunden Leben auch in
der menschlichen Seele liegt. Das
stößt im Königshaus auf wenig
Begeisterung, besonders beim königlichen
Leibarzt Hunne (Aiden
Gillen, King Arthur: Legend of
the Sword). Der hat nämlich ein
besonderes Interesse daran, den
dahinsiechenden König Canute
(Liam Cunningham, Kampf der
Titanen) und dessen Tochter Ilene
(Áine Rose Daly) vom modernen
Mediziner Cole fernzuhalten.
Denn er hat sich mit der jungen
Gattin des Königs, Mercia, verschworen.
DOT.: Frau Cox, wie gut kannten
Sie den „Medicus“, bevor Sie die
Rolle der „Mercia“ in der Fortsetzung
angenommen haben?
EMILY COX: Gar nicht! (lacht)
In der Zwischenzeit habe ich den
ersten Teil aber gesehen, und ich
bin großer Fan.
Wie hat es sich für Sie angefühlt,
Teil einer internationalen Filmproduktion
dieser Größenordnung
zu sein?
Das war ein tolles Gefühl und
eine große Ehre! Mercia ist eine
sehr anspruchsvolle Figur, da sie
so dunkel ist, und ich habe mich
gefreut, dass der Regisseur Philipp
Stölzl, die Casterin Cassandra Han
INTER
VIEW
und die Produzenten mir so großes
Vertrauen entgegengebracht
haben, solch eine komplexe Figur
zu spielen. Der Cast war grandios,
es hat großen Spaß gemacht, mit
ihnen in diese Welt des 11. Jahrhunderts
einzutauchen. Lustigerweise
kannte ich den Drehort
schon: Unsere erste Location war
in Budapest, wo ich über fünf Jahre
in einer Hauptrolle die Netflix-
Show The Last Kingdom gedreht
hatte. Und nicht nur die Stadt war
die gleiche, sondern wir haben tatsächlich
im exakt gleichen Set von
The Last Kingdom gedreht – das
nur ein bisschen umgebaut worden
war … Das wusste ich im Vorfeld
nicht, ich war am ersten Drehtag
In der Rolle der intriganten Königin
ist die österreichische Schauspielerin
mit britisch-irischen
Wurzeln Emily Cox zu sehen, die
sich mit uns zu einem exklusiven
Interview getroffen hat.
#dermedicus2
© Amelie Chapalain
DOT.MOVIE 43
INTER
VIEW
total überrascht … Ich habe also
auch als Mercia immer wieder
darauf gewartet, dass Uhtred, der
Hauptdarsteller aus The Last Kingdom,
um die Ecke biegt (lacht).
Was ist Ihnen von den Dreharbeiten
besonders in Erinnerung
geblieben?
Mir ist in Erinnerung geblieben,
dass wir sehr viel Spaß hatten und
sehr viel gelacht haben. Außerdem
ist mir eine extrem inspirierende
Zusammenarbeit mit Regisseur
Philipp Stölzl in Erinnerung geblieben,
den ich wahnsinnig schätze.
Was für ein genauer und feiner Regisseur!
Es war wunderbar, mit ihm
gemeinsam Mercia zu entwickeln.
Außerdem erinnere ich mich daran,
dass ich sehr aufgeregt war. Einerseits,
weil ich mich total über das
schöne Projekt und die tolle Rolle
gefreut habe. Und anderererseits,
weil ich zwei Tage vor Drehbeginn
einen positiven Schwangerschaftstest
in der Hand hielt. Ich hab es
beim Dreh niemandem verraten,
weil es noch so früh war … Jetzt
freue ich mich umso mehr darüber,
alle endlich aufklären zu können,
warum ich in Umbaupausen immer
44 DOT.MOVIE
wieder einfach auf meinem Thron
ein paar Minuten einen Powernap
eingelegt habe … Dass mir oft
sehr schlecht war, hat zum Glück
niemand bemerkt!
Erzählen Sie uns ein wenig über
ihre Figur „Mercia“ und wie Sie
sie angelegt haben.
Mercia ist die Frau des Königs. Sie
ist intrigant, kalt, berrechnend.
Ich glaube ja, dass alle Bösewichte
– oder Menschen, die Böses tun –
ihre Gründe haben. Wie verurteilenswert
ich als Emily gewisse
Dinge auch finde, ich versuche mir
beim Spielen immer in Erinnerung
zu rufen, dass dieses Verhalten der
Figur die zurzeit beste Antwort
dieses Menschen auf ein Problem
oder eine Situation ist. Mercia ist
verloren, einsam und zutiefst traurig.
Eigentlich tut sie mir einfach
wahnsinnig leid. Und trotzdem
muss man so Menschen, die
rücksichtslos nach Macht gieren,
natürlich stoppen.
Wie haben Sie sich auf diese anspruchsvolle
und herausfordernde
Rolle vorbereitet?
Ich habe versucht, herauszufinden,
was vielleicht ihre Ziele
sein könnten, was ihre Träume,
Sehnsüchte und auch ihre Hindernisse
sind, dass sie erreicht, was
sie haben will. Wir hatten davor
auch Reittraining, ich habe dort
„mein“ Pferd kennengelernt, und
wir hatten auch Stunttraining für
einige Schlüsselszenen. Ich bin
aber tatsächlich erst sehr kurzfristig
besetzt worden, das heißt, es
war spannend, weil ich gar nicht so
viel Zeit hatte und einfach ins kalte
Wasser springen musste.
Drei Ihrer Szenenpartner – Aiden
Gillen, Liam Cunningham und
Owen Teale – sind vor allem
bekannt aus „Game of Thrones“.
Im Film geht es zudem auch um
königliche Intrigen und Machtkämpfe.
Inwiefern war diese
Verbindung Thema am Set?
Ich will GoT schon ewig anschauen,
habe es aber bisher noch nicht
geschafft … Bei diesem Dreh war
ich froh darüber, weil ich sonst
vielleicht total nervös gewesen
wäre. So waren sie für mich einfach
nur Aiden, Liam und Owen,
wahnsinnig nette, lustige und vor
allem gute Kollegen.
Es war außerdem das erste Mal, dass ich mit Iren
auf einem Set war (Anm.: Liam und Aiden kommen
aus Irland), was lustig ist, da ich ja selbst – aufgrund
meiner Mama, die vor meiner Geburt nach Wien
gezogen ist – Irin bin.
EIN FILM VON NICOLE SCHERG
AB 23. JÄNNER
IM KINO
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Ihren
Kollegen empfunden und wie haben Sie von deren
Erfahrungen profitieren können?
Die Zusammenarbeit war echt schön. Ich finde, als
Schauspielerin ist man immer nur so gut wie die Partner
oder Partnerinnen sind, denn es ist immer etwas,
was man zusammen kreiert. Das heißt, es ist immer
von extrem großem Vorteil, wenn das tolle Kollegen
sind, mit denen man spielt.
Sie selbst haben in der Historienserie „The Last
Kingdom“ mitgespielt. Was haben Sie wiederum
von Ihren Erfahrungen aus dieser Produktion
mitbringen können?
Was ich von The Last Kingdom mitbringen konnte,
war, dass ich dafür reiten gelernt hatte, und das war
hier natürlich super, dass ich das konnte. Ich hatte
auch sehr viel Stunttraining für die Serie, obwohl ich
bei Der Medicus II nicht ganz so viele Kampfszenen
hatte wie Brida bei The Last Kingdom. (lacht)
Das Gefühl, auf einem Pferd sitzend ein Heer anzuführen,
kannte ich schon aus The Last Kingdom, und
das hat mir, glaube ich, schon geholfen. Außerdem
hatte ich bei The Last Kingdom ein paar Sätze Ungarisch
von den Teammitgliedern gelernt. Ich hätte
nie im Leben gedacht, dass ich je wieder „Wo ist mein
Schwert?“ auf Ungarisch sagen würde, aber siehe da,
ich konnte den Satz schneller wieder einsetzen als
ursprünglich gedacht!
Der Film reist zurück zu den Ursprüngen der
modernen Medizin und behandelt auch das Misstrauen
dem gegenüber, ein Thema, das in unserer
Gegenwart immer noch sehr aktuell und brisant ist.
Wie hat „Der Medicus II“ Ihre Sichtweise auf die
Medizin geprägt?
Im Film rettet der Medicus Mercia durch einen Kaiserschnitt
das Leben. Ich hatte ein paar Monate nach
dem Dreh auch im echten Leben einen ungeplanten
Kaiserschnitt. Ich kann nur sagen: Ich bin der Medizin
aus tiefstem Herzen dankbar, dass es heutzutage
Betäubungsmittel gibt!
GEWINNSPIEL
Emily Cox hat ein „Der Medicus II“-
Plakat für DOT. signiert, das nun auf einen
Gewinner oder eine Gewinnerin wartet.
Mitspielen per Mail an gewinn@pph-media.at.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse.
WISE
WOMEN
WWW.WISEWOMEN.AT
FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
DOT.MOVIE 45
Epilog einer Katastrophe
Ric Roman Waugh schaut erneut nach „Greenland“ – und zu Gerard Butlers
Überlebenskampf nach dem verheerenden Kometeneinschlag.
Als Ric Roman Waugh im
Jahr 2020 von der Erde
erzählte, raste ein riesiger
Komet auf unseren Planeten zu.
Die Berechnungen besagten zwar,
dass er noch vor Eintritt in die
Erdatmosphäre verglühen würde,
nur: Die Prognosen stimmten
nicht, wie spätestens klar wurde,
als durch ein erstes Fragment des
Kometen ganz Florida Geschichte
war. Schon machte die Vermutung
die Runde, dass nur ein elitärer
Personenkreis in Sicherheit gebracht
wird. Und tatsächlich: Ingenieur
John Garrity (Gerard Butler)
wurde von der US-Regierung aufgefordert,
sich sofort gemeinsam
mit seiner Familie (Morena Baccarin,
Roger Dale Floyd) zu einer
Militärbasis zu begeben, um von
dort aus nach Grönland geflogen
zu werden. Hier soll das Überleben
möglich sein. Greenland erzählte
vom Überlebenskampf unter
apokalyptischen Bedingungen; von
den Schwierigkeiten dieser Reise
– zwischen plündernden Horden,
panisch fliehenden Menschen und
der Angst vor dem Kometen.
ENDZEITACTION
Wenn Ric Roman Waugh (Angel
Has Fallen) fünf Jahre später in
diese Welt zurückkehrt, herrscht
große Resignation: Die Überlebenden
fristen ein trostloses Dasein
im Bunker in Grönland. Luft und
Wasser sind verseucht, Strahlungsstürme
wüten über die Oberfläche,
und Fragmente des Kometen
schweben noch immer in der
Umlaufbahn – als ewige Drohung,
doch noch auf die Erde zu stürzen.
Die Familie Garrity muss sich
wieder in Bewegung setzen, als ein
verheerendes Beben den Bunker
zerstört: Sie werden die gefährliche
Reise durch ein verwüstetes
Europa aufnehmen müssen, um
sich zum einzigen Ort auf dem
Planeten durchzuschlagen, der
vielleicht sicher ist – zu einem
gigantischen Krater des Clarke-
Kometen in Südfrankreich … Der
Endzeit-Blockbuster bietet Action
mit großem Schauwert!
#greenland2
GREENLAND 2 – GREENLAND 2:
MIGRATION KINOSTART 08.01.2026,
GB/USA 2026, REGIE Ric Roman
Waugh, MIT Gerald Butler, Morena
Baccarin, © Tobis Film
THE END
46 DOT.MOVIE
Vision eines Albtraums
Aus Tagen wurden Wochen und inzwischen – Jahre: Ein halbes Jahr nach
Danny Boyles „28 Years Later“ folgt Nia DaCostas albtraumhafte Vision dessen, wie es
mit der virusverseuchten Welt weitergeht: „28 Years Later: The Bone Temple“.
Als der Fahrradkurier Jim
die Augen aufschlägt, fällt
es ihm schwer, sich zu orientieren.
Er befindet sich in einer
Intensivstation eines Londoner
Spitals, wo er nach einem Unfall
mit einem Lkw im Koma lag. Nun
ist er: allein. Er wandert durch
die Flure, dann über Straßen,
aber London ist ausgestorben. Als
er abends Unterschlupf in einer
Kirche sucht, sieht er nicht nur
Berge von Leichen, sondern auch
Bewegung: Ein Priester kommt
abgehackt gestikulierend zuckend
auf ihn zu: Der Mann mit den
blutunterlaufenen Augen, der
eigenwillige Schreie von sich gibt,
ist längst kein Mensch mehr.
Es war das Jahr 2002, als
Danny Boyle (Trainspotting)
den Endzeit-Horror-Thriller 28
Days Later nach dem Drehbuch
von Alex Garland (Ex Machina)
vorlegte und Cillian Murphy
(Oppenheimer) durch die Hölle
schickte: Ein Virus, der in Umlauf
kam, nachdem Aktivisten in Cambridge
Versuchstiere befreien wollten,
verwandelte die infizierten
Menschen in Zombies. Murphy
versuchte als Jim im devastierten
Großbritannien zu überleben und
andere Menschen und Antworten
zu finden – und das Ergebnis war
ungeheuer atmosphärisch. Ähnlich
packend und niederschmetternd
verlief es 2007, als die Fortsetzung
28 Weeks Later (Regie:
Juan Carlos Frenadillo, u.a. mit
Robert Carlyle) anstand, und 2025,
als Danny Boyle skizzierte, wie
die Welt 28 Years Later aussieht –
28 Jahre nach der Verbreitung des
verheerenden Rage-Virus: wie die
verbliebenen Menschen (Aaron
Taylor-Johnson, Ralph Fiennes)
Wege gefunden haben, inmitten
der Infizierten zu existieren.
DER ALBTRAUM GEHT WEITER
Auch Nia DaCosta (Candyman)
blickt mit ihrem Filmbeitrag, der
von Alex Garland geschrieben
und back-to-back mit 28 Years
Later gedreht wurde, auf die
Scherben unserer Zivilisation:
Sie wird die von Ralph Fiennes
gespielte Figur des Dr. Kelson
genauer beobachten – und auch
schauen, wie es mit Spike (Alfie
Williams) weitergeht, der sich
von seinem Vater Jamie (Aaron
Taylor-Johnson) losgesagt hat und
am Ende von 28 Years Later auf
Jimmy Crystal (Jack O’Connell)
traf: ein reiner Albtraum. Jimmy,
der in der Rückblende, die die
Eingangssequenz von 28 Years
Later darstellte, als kleiner, unschuldiger
Junge vorgestellt wurde,
der Zeuge von Unaussprechlichem
wurde, ist inzwischen zum
durchgeknallt-gewaltbereiten
Kultgründer geworden: Womöglich
sind in 28 Years Later: The
Bone Temple nicht die Infizierten
das größte Problem …
#28YearsLaterFilm
28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE
KINOSTART 16.01.2026, GB/USA 2026,
REGIE Nia DaCosta, MIT Ralph Fiennes, Alfie
Williams, Jack O’Connell, © Sony Pictures
DOT.MOVIE 47
„Ich habe Holzbein
gefunden!“
„Ein einfacher Unfall“ löst eine
Kettenreaktion aus: Jafar Panahis neuer
Film ist eine Wucht.
Das Quietschen der Beinprothese,
das er in seiner
Werkstatt vernimmt, als sich
ein Kunde namens Eghbal bewegt,
kennt Vahid viel zu gut: Der aserbaidschanische
Automechaniker ist sicher, dass
er seinem früheren Peiniger begegnet: Vahid wurde
einst vom iranischen Regime inhaftiert und immer
und immer wieder mit verbundenen Augen verhört.
Vahid weiß, was zu tun ist.
Regisseur Jafar Panahi (Crimson Gold, Taxi
Teheran) erzählt mit seinen unvergesslichen, im Geheimen
gedrehten Filmen von seinen Lebenserfahrungen.
Er war mit einem Berufsverbot belegt und
hat zwei Haftstrafen erlebt – eine fast überwiegend in
Einzelhaft, die zweite unter vielen anderen Gefangenen,
mit denen er sich intensiv austauschte. „Als
ich entlassen wurde, fühlte ich mich verpflichtet,
einen Film über die Menschen zu drehen, die ich im
Gefängnis kennengelernt hatte. Ich war ihnen diesen
Film schuldig. Die Initialzündung kam schnell: Ich
fragte mich, was passieren würde, wenn einer der
Menschen, die ich im Gefängnis kennengelernt hatte,
freigelassen würde und plötzlich der Person gegenüberstünde,
die ihn gefoltert und gedemütigt hatte.“
Goldene Palme für den besten Film in Cannes 2025.
#eineinfacherunfall
THE END
Eigene Gesetze
Ein atemloses Drama, das Nikolaj Lie
Kaas nach Syrien und zum IS führt:
„Kein Weg zurück“.
Abu Issa soll beweisen, dass er einer von
ihnen ist. Keiner von den Männern kennt
ihn. Also soll er die Waffe, die ihm entgegengestreckt
wird, nehmen und den am Boden knienden
Mann hinrichten, der als Verräter festgehalten
wird. Abu Issa, der eigentlich Christian heißt,
aus Dänemark kommt und so gut schießen kann,
weil er Soldat war, ist schon weit in den Dschihad
in Syrien vorgedrungen. Er hat viel riskiert, er
hat andere in Gefahr gebracht. Wie weit er gehen
wird, ist die Frage, die über dem Szenario schwelt,
das Regisseurin Charlotte Sieling kompromisslos
inszeniert. Ihr geradliniges Drama heftet sich an
die Sohlen eines Vaters, der hofft, in Syrien seinen
Sohn zu finden: Adam ist zum Islam konvertiert
und kämpft für den IS. „Dänemark war, pro Kopf
gerechnet, das Land mit der höchsten Anzahl an
europäischen Teilnehmern am syrischen Bürgerkrieg“,
so Sieling. Sie fragte sich: „Sollte ein
Vater das Recht haben, über den Glauben seines
Sohnes zu entscheiden?“ Und: „Wo ziehen wir die
Grenze für das, was wir akzeptieren sollten? Oder
respektieren?“ Sie hofft, dass ihr Film die Diskussion
darüber anstößt, wie wir miteinander kommunizieren.
Nikolaj Lie Kaas (Carl Mørck aus den
Jussi-Adler-Olson-Verfilmungen) spielt den von
Verzweiflung getriebenen Vater, der zu allem bereit
ist, um seinen Sohn zurückzubekommen.
#KeinWegzurück
EIN EINFACHER UNFALL – IT WAS JUST AN ACCIDENT
KINOSTART 08.01.2026, IR/F/LU 2025, REGIE Jafar
Panahi, MIT Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi,
FILMLÄNGE 102 Min., © Polyfilm
KEIN WEG ZURÜCK KINOSTART 09.01.2026,
DK/NO 2024, REGIE Charlotte Sieling, MIT Nikolaj Lie Kaas,
Albert Rudbeck Lindhardt, Arian Kashef, Harki Bhambra,
FILMLÄNGE 97 Min., © Filmladen
48 DOT.MOVIE
ALL
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DAS PERFEKTE
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GUTSCHEINE ERHÄLTLICH AUF STARMOVIE.AT
Herzen im Gleichtakt
Hugh Jackman und Kate Hudson werden in
„Song Sung Blue“ zu „Lightning & Thunder“.
Als das Groupie bzw. „Band
Aid“ Penny Lane gab Kate
Hudson in Cameron Crowes
Musik-Road-Movie Almost
Famous (2000) eine unvergesslich
magnetische Performance.
Ihre Ausstrahlung wirkt auch
heute – wenn sie für Craig Brewer
(Der Prinz aus Zamunda 2) auf die
Bühne tritt. In Song Sung Blue spielt
sie die Sängerin und alleinerziehende
Mutter Claire Stengl, später Sardina. Als Mike Sardina
(Hugh Jackman) – Vietnam-Veteran, trockener
Alkoholiker und Mechaniker – sie erblickt, ist
es um ihn geschehen. Die beiden haben denselben
musikalischen Traum – und erfüllen ihn sich, indem
sie die Neil-Diamond-Tribute-Band „Lightning
& Thunder“ gründen. Es ist nicht nur der Beginn
einer gemeinsamen musikalischen Reise – sondern
auch der Beginn einer großen Liebe. „Ich lebe in
Memphis, Tennessee. Wer in Memphis lebt, ist
umgeben von Musik. Elvis Presley, Al Green, B.B.
King, Johnny Cash, Isaac Hayes, Justin Timberlake,
GloRilla: Sie alle stammen aus Memphis und haben
sich auf der internationalen Musikbühne einen
Namen gemacht“, so Brewer. „In Memphis zu leben,
bedeutet aber auch, diejenigen zu kennen, die es nie
geschafft haben.“ Nicht nur deswegen war Brewer so
fasziniert von den Sardinas, als er eine Doku über
sie sah. Nun verneigt er sich filmisch vor ihnen –
mit einem mitreißenden Feel-Good-Film.
#songsungblue
DREAM
BIG
Arbeit an Wundern
Ken Scott erzählt, was
„Mit Liebe und Chansons“ möglich ist.
Das sechste Kind von Esther Perez kommt im
Paris der 1960er-Jahre mit einem Klumpfuß
zur Welt. Die Ärzte sind sich sicher, dass Roland
niemals richtig laufen wird. Seine Mutter Esther
aber ist stur: Sie weiß, dass ihr Roland an seinem ersten
Schultag auf seinen eigenen Beinen in die Schule
gehen wird, und lässt wirklich nichts unversucht, um
das Wunder zu vollbringen. Die Geschichte, die der
Frankokanadier Ken Scott (Starbuck, Die unglaubliche
Reise des Fakirs, der in einem Kleiderschrank
feststeckte) hier vorlegt, ist die von Roland Perez, der
seine Geschichte zu einem Roman machte. Als Scott
Perez’ Roman in die Hände fiel, war er begeistert:
„Ich las ihn gleich zweimal und begann noch während
des Lesens mit der Arbeit an einem Drehbuch.
Roland Perez spricht in dem Buch über das sehr
ernste Thema seiner Behinderung, aber dank der
unglaublichen Persönlichkeit
seiner Mutter Esther ist die
Erzählung von Menschlichkeit
und Humor durchdrungen.
Das ist die Art
von Geschichte, die ich
liebe.“ – Die 50 Jahre,
von denen im Buch
erzählt wird, übersetzt
er in 103 Filmminuten –
103 Minuten voller Leben,
Tiefgang und Humor.
#mitliebeundchansons
SONG SUNG BLUE KINOSTART 25.12., USA 2025,
REGIE Craig Brewer, MIT Hugh Jackman, Kate Hudson,
FILMLÄNGE 132 Min., © UPI
MIT LIEBE UND CHANSONS – MA MÈRE, DIEU ET SYLVIE
VARTAN KINOSTART 01.01.2026, F 2025, REGIE Ken Scott, MIT
Leïla Bekhti, Jonathan Cohen, FILMLÄNGE 103 Min., © Panda
50 DOT.MOVIE
Das Leben der anderen
Emma Mackey geht für James L. Brooks in die Politik: „Ella McCay“.
James L. Brooks (Besser geht’s
nicht) – in den letzten Jahren
vor allem als Produzent tätig
– meldet sich mit einer Hommage
an die Screwball-Komödien
der 1950er-Jahre als Regisseur
zurück. Sein Film ist ganz um
seine titelgebende Protagonistin
Ella McCay gestrickt – eine
junge Frau, die nicht nur einen
anspruchsvollen Job (nämlich
Politikerin) hat, sondern auch
eine komplizierte Familie (als
Vater: Woody Harrelson). Brooks
begann das Drehbuch ohne eine
bestimmte Handlung im Kopf zu
schreiben. Während er schrieb,
entwickelte sich eine Geschichte
über frühkindliche Traumata
und deren Auswirkungen – aber
eine, die einen hoffnungsvollen
Ton hat.
Als Teenagerin weigert sich
Ella, die Frauengeschichten ihres
Vaters Eddie (Woody Harrelson)
zu übersehen, während ihre
Mutter (Rebecca Hall) ihm seine
Sünden vergab und mit Ellas
vierjährigem Bruder Casey nach
Kalifornien zieht. Ella bleibt – und
lebt fortan bei ihrer Tante Helen
(Jamie Lee Curtis). Dass ihre
Mutter stirbt, als Ella 17 ist, macht
alles noch schmerzhafter.
EIN INTENSIVER BLICK DURCHS
WOHNZIMMERFENSTER
Wenn Brooks von Ella erzählt,
ist sie zu einer hartgesottenen
Politikerin herangewachsen (auch
wenn sie eine Niete in der Basisarbeit
ist), die alle Hände voll zu
tun hat. Nachdem der amtierende
Gouverneur (Albert Brooks) für
einen Posten im Kabinett in Washington
ausgewählt wird, ist die
34-Jährige plötzlich Gouverneurin.
Genau zu diesem Zeitpunkt
erscheint Vater Eddie wieder auf
der Bildfläche – nachdem sich die
beiden 13 Jahre lang nicht gesehen
haben. Der Grund für seinen
Auftritt hat nicht etwa mit seinem
Innersten zu tun, sondern mal
wieder mit seiner Libido: Seine
aktuelle Freundin ist nur bereit,
die Beziehung fortzusetzen,
wenn er sich mit seinen Kindern
versöhnt. Ellas Bruder Casey
(Spike Fearn), der seit fast einem
Jahr liebeskummerbedingt (ausgelöst
durch Ayo Edebiri) seine
Wohnung kaum mehr verlässt, ist
davon ebenso wenig begeistert wie
Ella, die bestens besetzt ist: Emma
Mackey (Sex Education) stolpert
durch ihren hürdenreichen Alltag.
Brooks gelingt es, seinen Figuren
Leben einzuhauchen – oder,
wie es der ausführende Produzent
Colby Pines formuliert: „Die
Geschichte vermittelt das Gefühl,
als würde man einen Blick in das
Leben eines anderen werfen – als
würde man für einen Moment
durch das Wohnzimmerfenster einer
Familie schauen.“ Beim Blick
ins Leben der McCays gibt es viel
zu sehen …
#ellamccay
ELLA MCCAY KINOSTART 22.01.2026,
USA 2025, REGIE James L. Brooks,
MIT Emma Mackey, Jamie Lee Curtis,
Jack Lowden, Albert Brooks, Woody
Harrelson, FILMLÄNGE 120 Min.,
© The Walt Disney Company
DOT.MOVIE 51
Brüchiger Boden unter den Füßen
Eva Victor liefert ein ungeheuer einnehmendes Debüt ab: „Sorry, Baby“.
Etwas Schlimmes ist Agnes
passiert. Aber das Leben
geht weiter – zumindest für
alle um sie herum“, ist die Logline
von Eva Victors Regiedebüt.
Während Agnes’ beste Freundin
und Mitbewohnerin (Naomi
Ackie, Blink Twice) etwa das Studienörtchen
verlässt, nach New
York zieht, eine Partnerin findet,
heiratet und mit ihr ein Kind
erwartet, hofft Agnes nur darauf,
dass sich ihr Leben irgendwann
wieder leichter anfühlen wird.
Agnes, von der Regisseurin selbst
gespielt, ist eine scharfsinnige,
humorbegabte junge Frau, die
nach einem Übergriff feststeckt.
Natürlich geht auch für Agnes
das Leben irgendwie weiter, in der
kleinen Ortschaft in Neuengland:
Sie wird Literaturprofessorin und
bekommt ausgerechnet jenes Büro
zugewiesen, das sie nie wieder betreten
wollte, sie findet eine Katze,
sie hat eine Panikattacke und
erfährt so von der Verbundenheit,
die spontan zwischen Fremden
(John Carroll Lynch, Fargo) entstehen
kann, sie lernt ihren neuen
Nachbarn (Lucas Hedges, Ben is
Back) kennen, sie wird als Jurorin
für ein Schöffengericht ausgelost,
sie lernt das Baby ihrer besten
Freundin kennen, sie setzt sich
langsam wieder zusammen.
EIN GROSSES TALENT
Comedienne Eva Victor legt ein
leises Drama vor, das ungeheuer
ergreifend ist und nie den
Humor verliert: Agnes wird das
Herz des Publikums erobern. Eva
Victor trifft den Ton, wenn sie
sich mit Fragen beschäftigt wie:
Was verändert sich in uns, wenn
sich schlechte Erinnerungen im
Körper einnisten? Sie schrieb das
Drehbuch während der Pandemie
(„Ich schrieb den Film, den ich damals
gebraucht hätte, als ich selbst
eine ähnliche Krise wie Agnes
durchlebte.“), schickte es an ihren
Bekannten Barry Jenkins (Moonlight),
der es mit seiner Produktionsfirma
Pastel produzieren
wollte. Dabei wurde angestoßen,
dass Victor die Regie übernehmen
sollte; Pastel half ihr in die neue
Rolle – durch ein „Bootcamp“ mit
Tutorials, Lektüren, Setbesuchen
… Seither wurde Victors einnehmend
leichtfüßiges, ehrliches,
vielfach preisgekröntes Debüt bei
Festivals (Premiere: Sundance) geliebt.
„Ich hoffe, der Film kann sich
wie eine Umarmung anfühlen“,
meint Victor. Dieses Meisterstück
ist ihr eindeutig gelungen.
#sorrybaby
SORRY, BABY KINOSTART 18.12., US/E/F
2024, REGIE Eva Victor, MIT Eva Victor,
Naomi Ackie, Lucas Hedges, John Carroll
Lynch, FILMLÄNGE 103 Min., © Polyfilm
52 DOT.MOVIE
IN MEINER
HAUT
Große Zerrissenheit
Hafsia Herzi verfilmt Fatima Daas‘ „Die jüngste Tochter“.
Man kann sagen: Der
Schritt in die Schauspielerei
ist Nadia Melliti
durchaus gelungen. Für ihre erste
Rolle – die Titelrolle der „jüngsten
Tochter“, die sie zurückhaltendintensiv
spielt – wurde sie gleich
in Cannes als beste Darstellerin
ausgezeichnet, bei der Uraufführung
erhielt die Verfilmung von
Fatima Daas’ autofiktionalem
Debütroman, die auch mit der
Queer Palm ausgezeichnet wurde,
zwölfminütige Standing Ova-
tions. Zärtlich inszeniert Hafsia
Herzi (Du verdienst eine Liebe)
die Geschichte von Fatima, der
jüngsten von drei Töchtern einer
französisch-algerischen Familie in
einem Pariser Vorort. Als der Film
beginnt, ist sie 17, spielt Fußball,
ist mit den breitbeinigsten Jungs
der Schule befreundet und hat
einen heimlichen festen Freund,
der bereits ans Heiraten denkt.
Dass sie sich von Frauen angezogen
fühlt, weiß keiner und ist in
ihrer Welt – ihrem Glauben, ihrer
Familie – eigentlich auch völlig
undenkbar. Trotzdem installiert
sie zumindest eine Dating-App
und beginnt sachte ihre Fühler
auszustrecken …
#diejüngstetochter
DIE JÜNGSTE TOCHTER – LA PETITE
DERNIÈRE KINOSTART 25.12., F/D 2025,
REGIE Hafsia Herzi, MIT Nadia Melliti,
Park Ji-min, Amina Ben Mohamed, FILM-
LÄNGE 106 Min., © Alamode Film
GEHEIMNISSE LAUERN
HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN
AB 15. JÄNNER IM KINO
IN MEINER
HAUT
Alice Douard erzählt vom Elternwerden – und ließ sich von ihrer
eigenen Erfahrung inspirieren: „15 Liebesbeweise“.
Alice Douard führt nach
Paris im Jahr 2014 und
erzählt von einer Tontechnikerin
und DJane namens
Céline (Ella Rumpf, Die göttliche
Ordnung), die ihr erstes Kind
erwartet – schwanger ist sie jedoch
nicht: Ihre Frau Nadia (Monia
Platz da
Chokri) trägt das Kind aus. Auch
wenn es die „Ehe für alle“ gibt,
muss Céline 15 persönliche Briefe
aus dem Familien- und Freundeskreis
zusammentragen, die dem
Staat beweisen, dass sie ihrer Rolle
gewachsen ist. Sie muss sich ihr
Recht – die Adoption ihres Kindes
– erkämpfen, und zugleich bereitet
sie sich auf die neue Aufgabe vor,
die in ein paar Monaten auf sie
wartet. Douard ließ sich von ihren
eigenen Erfahrungen zu diesem
tiefsinnigen und auch humorvollen
Film inspirieren: „Heute ist das
Gesetz anders: Seit 2021 können
Frauen eine pränatale Anerkennung
abgeben, während wir den
Adoptionsweg gehen mussten.
Das war mühsam, aber auch eine
Chance – denn vor 2013 gab es die
Möglichkeit einer legalen Familie
schlicht nicht!“ 15 Liebesbeweise
zeigt, wie eng Privates und Politisches
im Leben von LGBTIQ+-
Familien verwoben sind – und wie
der Blick auf außen auf werdende
Eltern ist.
#15liebesbeweise
15 LIEBESBEWEISE – DES PREUVES
D‘AMOUR KINOSTART 01.01.2026,
F 2025, REGIE Alice Douard, MIT Ella
Rumpf, Monia Chokri, Noémie Lvovsky,
FILMLÄNGE 97 Min., © Polyfilm
Sehnsucht mit Abgründen
Lucile Hadžihalilović beschäftigt sich auf betörende Weise
mit der Schneekönigin: „Herz aus Eis“.
Die 16-jährige Ausreißerin
Jeanne (Clara Pacini) stolpert
in eine andere Welt:
In einem verlassen wirkenden
Filmstudio wird „Die Schneekönigin“
gedreht. Jeanne kann den
Blick kaum von der enigmatischen
Hauptdarstellerin Cristina (Marion
Cotillard) abwenden: Sie wirkt
gleichermaßen verführerisch wie
bedrohlich. Ihre Obsession wird
Jeanne immer weiter in das Reich
der Schneekönigin bringen, und
die Grenze zwischen Realität und
Film wird immer uneinschätzbarer.
„Es gibt ein sehr wichtiges Element
in Andersens Märchen: einen
Spiegel, der ein verzerrtes Bild der
Welt wiedergibt. Ich dachte, dass
das reale Äquivalent zu diesem
Spiegel sowohl die Kameralinse
als auch die Kinoleinwand sein
könnte. Außerdem wollte ich von
Anfang an einen Film im Film,
wobei der eine das Double des anderen
ist, der eine realistisch, der
andere fantastisch. Und dann kam
natürlich der Wunsch, dass die
beiden Filme wie russische Puppen
ineinanderpassen, sich vermischen
... Umso mehr, weil dieser Film im
Film durch die Augen des jungen
Mädchens wie ein Traum gesehen
wird: ihr Traum“, führt Lucile
Hadžihalilović (Innocence) aus.
Sie erzählt in betörend-magischen
Bildern eine Geschichte der Sehnsucht,
die voller Abgründe ist.
www.filmgarten.at
HERZ AUS EIS – LA TOUR DE GLACE
KINOSTART 19.12., F/D 2025, REGIE
Lucile Hadžihalilović, MIT Marion Cotillard,
Clara Pacini, August Diehl, Gaspar Noé,
FILMLÄNGE 118 Min., © Filmgarten
54 DOT.MOVIE
Metamorphosen
Von menschlichen Erfahrungen
und William Shakespeare:
Chloé Zhaos „Hamnet“.
Chloé Zhao (Nomadland)
verfilmt mit Maggie
O’Farrells vielfach
preisgekröntem Roman „Judith
und Hamnet“ die Geschichte
von Shakespeares Familie – aber
vor allem ist es eine Geschichte
über die Liebe, Trauer und über
die Entstehung von Kunst. Im
Mittelpunkt steht Shakespeares
Frau Agnes, mit der er drei Kinder
hat. Eines dieser Kinder, Hamnet,
wird sterben – und die Familie
droht an der Tragödie zu zerbrechen.
Zhao dreht mit feinsinniger
Besetzung, der auch Emily Watson
und Joe Alwyn angehören:
In den Hauptrollen sind Jessie
Buckley (Frau im Dunkeln) und
Paul Mescal (All of Us Strangers)
zu sehen. Nicht nur sie tauchen
tief in die Materie ein: „Ich habe
mein ganzes Leben lang Angst
vor dem Tod gehabt und infolgedessen
auch Angst vor der Liebe“,
merkt Chloé Zhao an. „Ich wusste
nicht, wie ich in Anbetracht der
Vergänglichkeit des Lebens mein
Herz offen halten sollte. Ich habe
vier Filme über Figuren gedreht,
die einen großen Verlust erleben
und durch Akzeptanz zu sich
selbst finden. Hamnet ist die Sum-
me dieser Reise. Mit Shakespeares
Hamlet als heiliger Hülle begab
ich mich tiefer in die Unterwelt,
um das Verlorene wiederzufinden,
das mir solche Angst vor der Liebe
und dem Tod machte. Maggie
hatte mit ihrem Buch ein Portal
geöffnet, eine Brücke, über die wir
auf eine ganz neue Art und Weise
mit Will in Verbindung treten
konnten.“
#Hamnet
HAMNET KINOSTART 15.01.2026,
GB/USA 2025, REGIE Chloé Zhao,
MIT Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson,
Joe Alwyn, FILMLÄNGE 125 Min., © UPI
Krieg und Kinderbuch
Die Kriegstagebücher der noch unbekannten Astrid Lindgren
(1939–1945) sind der Schlüssel zur moralischen Haltung ihrer
späteren Figuren, von Pippi bis Michel.
Wilfried Haukes Doku-
Drama Astrid Lindgren:
Die Menschheit hat
den Verstand verloren basiert auf
den Kriegstagebüchern Astrid
Lindgrens, die sie von 1939
bis 1945 führte. Verheiratet in
Stockholm und Mutter von zwei
kleinen Kindern, hatte Lindgren
damals selbst noch nichts
veröffentlicht. Als Sekretärin im
Automobilclub half sie zeitweise
im schwedischen Nachrichtendienst
aus, wo sie deutsche Briefe
zu lesen bekam. Überaus gelungen
rekonstruiert Hauke – mittels
kluger Verbindung von fiktiven
Spielszenen und dokumentarischen
Gesprächen mit ihrer
Familie – Lindgrens scharfsichtige,
sachliche Beobachtungen von
Politik und Alltag während dieser
umwälzenden Jahre. Durch die
sorgfältige Montage werden die Tagebücher
Lindgrens aus dieser Zeit
als Schlüssel zur Entstehung jener
moralischen Haltung von Gerechtigkeit
und Mitgefühl erkennbar,
die Lindgrens späteres Werk so
unverwechselbar prägte. Sie waren
auch die Basis für spätere Wegbegleiter
wie die anarchistische Pippi,
bei der man das Recht auf Ungehorsam
lernt oder den kleinen
Michel, der keine Strafe scheute,
um zumindest in Lönneberga für
die gerechte Umverteilung von
Wurst-Vermögen zu sorgen.
www.astridlindgren-derfilm.de
ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT
DEN VERSTAND VERLOREN KINOSTART 22.01.
D 2025, REGIE Wilfried Hauke, MIT Karin Nyman,
Annika Lindgren, Johan Palmberg, Sofia Pekkari,
FILMLÄNGE 103 Min., © Einhorn Film
DOT.MOVIE 55
Partykiller
Killermaschine Haustier: Schimpanse Ben
verdirbt in „Primate“ bluttriefend die Party.
Spätestens seit Stephen Kings
Cujo (und das ist eine Weile
her: Der Stoff erschien 1981 als
Roman und wurde 1983 verfilmt) wissen
wir, dass aus dem treuherzigsten
Haustier jederzeit ein Monster werden
kann. Damals wurde einer Familie der
Jagdtrieb des Haustiers zum Verhängnis:
Als der Bernhardiner hinter einem
Kaninchen her war, steckte er seine
Schnauze in eine Höhle und wurde
von einer tollwütigen Fledermaus in
die Nase gebissen. Wenn Johannes
Roberts Creature Feature einsetzt,
können Lucy (Johnny Sequoyah,
Dexter: New Blood) und ihre partywilligen
Freunde nicht ahnen, dass
ihnen ein tollwütiger Mungo in die
Quere kommen und Lucys rührende
Familiengeschichte ein für alle Mal
umschreiben wird.
WENIG FAMILIENTAUGLICH
Zu Lucys Familie gehört auch ein
Schimpanse, Ben (gestaltet von Millennium
FX und gespielt von Bewegungsspezialist
Miguel Torres Umba).
Seit Lucys kürzlich verstorbene Mutter,
eine Wissenschaftlerin, ihn gerettet
hat, lebt der schlaue Affe mit seinen
Artverwandten, der Menschenfami-
56 DOT.MOVIE
lie, zusammen. Als Lucy nach langer
Zeit – und erstmals seit dem Tod ihrer
geliebten Mutter – wieder ins idyllisch
auf Hawaii gelegene Haus der Familie
zurückkehrt, kann sie nicht wissen,
dass Schimpanse Ben sich seit einer
Begegnung mit einem Mungo verändert
hat – dass die Tollwut dabei ist,
ihn vom handzahmen, kommunikationsfreudigen
Familienmitglied in eine
Killermaschine zu verwandeln. Eine
Killermaschine, wie sie kurz auch in
Jordan Peeles Nope ihr Unwesen trieb.
Johannes Roberts (47 Meters Down,
Resident Evil: Welcome to Racoon
City) erfindet mit seinem Film das
Rad natürlich nicht neu, liefert aber
einen Genrefilm, der seine Spielarten
aufs Feinste beherrscht. Der Survival-
Thriller genießt die Katz-und-Maus-
Situation zwischen dem Primaten und
den Menschen, die sich vor ihm in den
Pool flüchten, weiß die Spannung zu
halten und beweist Sinn für Humor
und knackende Soundeffekte …
#primatefilm
PRIMATE KINOSTART 29.01.2026, USA 2025,
REGIE Johannes Roberts, MIT Johnny Sequoyah,
Troy Kotsur, Jessica Alexander, Victoria Wyant,
FILMLÄNGE 89 Min., © Constantin Film
THE
HORROR
DOT.MOVIE 57
THE
HORROR
Denkt denn niemand an die Kinder?
„Silent Night, Deadly Night“: Ein Film, dem in der Vergangenheit
die Traumatisierung von Kindern unterstellt wurde, hat sein zweites Remake bekommen.
Für manche vielleicht der beste Weihnachtsfilm.
Wer mit Weihnachten
rein gar nichts
anfangen kann und
darin nur ein großkapitalistisches,
komplett durchkommerzialisiertes
Event sieht, bei dem der ursprüngliche
Gedanke von Nächstenliebe
aber so was von aus dem Fokus
gerückt ist, dem sei Silent Night,
Deadly Night empfohlen. Denn
hier wird unter Einsatz von viel
Kunstblut mit diversen Klischees
aufgeräumt – also ein durchaus
kathartisches Erlebnis für
Weihnachtsphobiker. Regisseur
Mike P. Nelson geht sein Remake
jedenfalls intelligent an: Wo andere
Remakes durch allzu viel Skripttreue
Eigenständigkeit vermissen
lassen, erweitert er das Drehbuch
um einen übernatürlichen Twist.
Um es vorwegzunehmen: Das geht
sich gut aus und trägt zu einem
intensiveren Erlebnis bei, ohne den
ursprünglichen Spirit des Films zu
zerstören.
58 DOT.MOVIE
BESINNUNGSLOSE
WEIHNACHT ALLERSEITS
Die Geschichte: Als kleiner Junge
hat Billy mitansehen müssen, wie
seine Eltern von einem Mann im
Weihnachtsmann-Kostüm brutal
ermordet werden. Ein paar Jahre
im schnellen Vorlauf – und er ist
selbst zu einem Killer herangewachsen:
Eine Mischung aus einem
sehr eigenen Sinn für Gerechtigkeit
und seinem ausgewachsenen Trauma
lässt ihn zu einem tödlichen
Santa Claus werden. Der Twist,
den das Original nicht hat, ist die
innere Stimme, die ihm dabei hilft,
herauszufinden, wer unartig war
– und wer nicht. Und wer seines
Erachtens nach unartig war, wird
entsprechend von ihm bestraft.
NAH AM ORIGINAL – UND
DOCH GANZ EIGEN
„Ich wusste, dass ich Spaß mit
dem Film haben wollte. Ich wusste,
dass ich etwas machen wollte,
das sich – zumindest am Anfang
– so anfühlt, als wärst du in einem
Silent Night, Deadly Night-Film.
Natürlich mit ein paar eigenen
Wendungen“, schilderte Regisseur
Mike P. Nelson unlängst in einem
Interview. „Gleichzeitig gab es
aber noch andere Ideen, mit denen
ich herumspielen wollte. Und
ich wollte herausfinden, ob es eine
Möglichkeit gäbe, sich auf Billys
Seite zu schlagen, ohne gleich
wieder in eine düstere Tonalität
abzurutschen. Jetzt stimmt die
Balance für mich: Du lachst, du
bist angeekelt, und gleichzeitig
denkst du: Eigentlich sollte ich
mir das gerade nicht ansehen –
ich fühl mich irgendwie schlecht.“
www.sndnmovie.com
SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT KINO-
START 11.12., CAN/USA 2025, REGIE
Mike P. Nelson, MIT Jeremy Torrie, Tanya
Brunel, Scott Schneid, Dennis Whitehead,
FILMLÄNGE 97 Min., © Constantin Film
Programmierter
Trost
Keine zimperlichen Spielgefährten: Auf
„M3GAN“ folgt Lovebot „SOULM8TE“.
2023 wurde das Wort Freundschaft eine Spur zu
loyal in die Hightechpuppe M3GAN programmiert;
2025, in M3GAN 2.0, gerieten die Dinge
noch mal weiter außer Kontrolle – als die Technologie
der KI-Puppe gestohlen wurde, um eine militärische
Waffe zu kreieren: Amelia war geboren. Wenn
mit SOULM8TE nun ein Spin-Off zu M3GAN
angekündigt wird, kann man sich in etwa vorstellen,
wie brenzlig es für die handelnden Menschen
laufen wird. Neue Puppen aus der Horrorschmiede
Blumhouse sind keine zimperlichen Spielgefährten.
Nun, im jüngsten Streich, schafft sich ein Witwer
(David Rysdahl) einen Lovebot an – ein natürlich
höchst verzweifelter und zum Scheitern verurteilter
Versuch, eine schmerzhafte Lücke zu füllen. Die
künstliche Begleiterin schenkt ihm nicht nur nicht
den erhofften Trost, sondern entwickelt sich schon
bald – beim Versuch, aus der Maschine eine „Seelenverwandte“
zu machen – zu einer Killermaschine:
Regisseurin Kate Dolan (You Are Not My Mother)
nutzt die Spielwiese für einen SciFi-Erotikthriller …
#SOULM8TE
M3GAN 2.0
SOULM8TE KINOSTART 08.01., USA 2025,
REGIE Kate Dolan, MIT Lily Sullivan, David Rysdahl,
Claudia Doumit, © UPI /Courtesy Everett Collection
DOT.MOVIE 59
Noch immer ein echter Abenteurer
„Checker Tobi“ liefert mit seinem dritten Kinostreich – wenn er sich mit der
„heimlichen Herrscherin der Erde“ beschäftigt – unvergessliche Bilder ab.
Beim Kellerausmisten stolpern
Tobi und Marina über
viel Nostalgie: nicht nur alte
Videospiele, in denen Tobi wieder
gern versinkt, sondern vor allem
über eine alte Videokamera, in der
auch noch ein Band zu finden ist.
Darauf zu sehen ist die Fernsehsendung,
die die beiden als Kinder
aufgezeichnet haben. Klein-
Tobi stellt darin die allererste
Checkerfrage: „Wer hinterlässt die
mächtigsten Spuren im Erdreich?“
Das betagte Filmmaterial ist schuld
daran, dass anstelle der Antwort
auf diese große Frage nur mehr
ein Bildrauschen zu sehen ist. Tobi
selbst kann sich nicht mehr an die
Antwort erinnern – obwohl es anscheinend
mal sein Lieblingsthema
war. Das bringt Tobi ins Grübeln –
so sehr, dass er schon von Visionen
seines spielerisch-wissbegierigen
jüngeren Selbst verfolgt wird: „Du
hast es wirklich vergessen?! Bist du
schon so alt??!“, fragt der achtjährige
Tobi fassungslos und stößt auch
sachte eine andere Frage an, die
Tobi nicht mehr loslässt: Hat der
erwachsene Tobi überhaupt noch
das Zeug zum Checker?
KEINE ROUTINE
So stürzt sich Tobi, anstelle routiniert
den „Bagger-Check“ abzudrehen,
in ein großes Kinoabenteuer:
auf der Suche nach der vergessenen
Antwort – die wohl nicht Regenwurm
oder Maulwurf lautet. Dafür
reist er in sehr unterschiedliche
Gebiete unseres Planeten.
Zuerst geht es nach Madagaskar,
wo Tobi eine einzigartige
Tier- und Pflanzenwelt bestaunen
(und sogleich ein wunderschönes
Chamäleon erblicken) wird – und
ein Meer aus spitzen Kalkfelsen
(Tsingy de Bemaraha).
Tief im Permafrost von Spitzbergen
wartet der wichtigste Ort
der Welt, den Tobi per „Husky-
Express“ bei geschätzten -20° C anpeilt.
Und schlussendlich wandert
er noch auf den Spuren der alten
Maya in Mexiko.
Am Ende seiner großen Reise
wird er erkennen, was all die Böden,
die er besucht hat, miteinander
verbindet – und was das mit
uns zu tun hat. So kann er seinem
größten Kritiker – sich selbst –
dann doch noch eine Antwort
geben. Die wird an dieser Stelle
natürlich nicht verraten, aber Tobi
Krell sagt so viel: „Diese Herrscherin
ist eigentlich unsichtbar – in
der Erde aber hinterlässt sie mächtige
Spuren.“
ALL DIE ELEMENTE
Auf die beiden ersten Kinofilme,
die sich dem Wasser und der Luft
widmeten und ein Millionenpublikum
begeistern konnten, stürzt sich
der beliebte KiKa-Moderator von
„Checker Tobi“ in ein neues Abenteuer:
Er widmet sich dieses Mal
dem Element Erde. „Es ist auf jeden
Fall das Element, mit dem ich mich
bis zur Arbeit an unserem Film
am wenigsten auseinandergesetzt
hatte. Bei der Entwicklung und den
Dreharbeiten zu unserem Film hab
ich irre viel Neues gelernt. Und
jetzt bin ich ein riesiger Fan von
diesem Wunderwerk unter unseren
Füßen“, zeigt sich Tobi begeis-
60 DOT.MOVIE
tert. „Die Erde in unseren Böden
schenkt uns Nahrung, sie schafft es,
sich selbst zu regenerieren, und sie
speichert Vergangenes ebenso, wie
sie Zukunft schafft. Hammer!“
Er sammelt große, bleibende
Bilder ein, die Lust auf die Welt
machen und spielerisch Wissen
vermitteln. Regie führt Antonia
Simm, die u.a. Redaktionsleiterin
und Regisseurin von Checker Can,
Checker Tobi, Checker Julian
und Checkerin Marina war. Mit
Checker Tobi 3 – Die heimliche
Herrscherin der Erde begeht sie ihr
begeisterndes Regiedebüt – bei dem
der Schauwert für Kinder ebenso
groß ist wie für Erwachsene.
Die größte Herausforderung
beim Dreh war für Tobi Krell die
Kälte auf Spitzbergen: „Ich bin
leider eine ziemliche Frostbeule,
und es gab Momente, da war mir
so kalt, dass ich trotz Wärmekissen
und beheizbaren Schuhsohlen nicht
mehr richtig sprechen konnte, weil
mir der Kiefer eingefroren ist …“
Auf Wasser, Luft und Erde muss
als Nächstes doch ein Checker-
Film folgen, der sich mit dem Element
Feuer beschäftigt, oder? Wir
dürfen uns freuen, dass das Team
schon Ideen sammelt, wie ein Film
über das Feuer ausschauen könnte.
Fest steht schon, dass es der erste
Checkerin-Marina-Kinofilm sein
wird, was diese sehr freut: „Feuer
hängt untrennbar mit den anderen
Elementen zusammen, es braucht
KIDS
& FAMILY
Luft, um zu brennen, Material, das
es verzehren kann und Wasser,
das es löscht … Da lässt sich doch
eine spannende Geschichte mit
vielen Gesichtern des Feuers draus
machen, oder?“
#checkertobi3
CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE
HERRSCHERIN DER ERDE KINOSTART
08.01.2026, D 2025, REGIE Antonia Simm,
MIT Tobi Krell, Marina Blanke, Theodor
Latta, FILMLÄNGE 93 Min., © Filmladen
GROSSES KINO
MIT FAMILIÄREM FLAIR!
Willkommen in den Kinos Bludenz und Dornbirn.
# kinobludenz
www.kino-bludenz.at
# cinemadornbirn
www.cinema-dornbirn.at
DOT.MOVIE 61
KIDS
& FAMILY
Hex-hex!
Die Neustädter Junghexe „Bibi Blocksberg“ sorgt für
Chaos auf der Leinwand und beim großen Hexentreffen.
Nur alle dreizehneindrittel
Jahre steigt der große
Hexenkongress – ganz
klar, dass die Junghexen dabei sein
wollen. Schließlich wird bei diesem
besonderen Ereignis unter der
Schirmherrschaft der Vorsitzenden
des Hexenverbands – aktuell
Walpurgia (Maria Happel) – die
Zukunft der Hexenwelt definiert:
die Hex Lexis, die Vorstandswahl,
der neue Hexspruch. Zum internationalen
Hexenkongress werden
Hexen aus aller Welt erwartet.
Ganz Neustadt steht deswegen
Kopf: Die rasende Reporterin
Karla Kolumna (Palina Rojinski,
Willkommen bei den Hartmanns)
ist im Dauereinsatz, nur der Bürgermeister
(Robert Palfrader, Wir
sind Kaiser) weiß, wo die Prioritäten
liegen – beispielweise bei der
Eröffnung der neuen Eisdiele.
Die wohl berühmteste Junghexe
der Welt – Bibi (NALA, Last
X-Mas – 24 Tage für die Liebe)
– platzt fast vor Aufregung. Der
große Hexenkongress wird auf
dem Blocksberg abgehalten, und
gemeinsam mit ihren Freundinnen
Schubia (Carla Demmin) und
Flauipaui (Philomena Amari)
will sie als Helferin mit dabei
sein. Wer Bibi Blocksberg kennt,
der weiß: Mit ihrem Einsatz wird
alles drunter und drüber gehen:
Hexsprüche werden zum aus
dem Ruder laufenden Chaos, die
Althexen werden sich plötzlich
ganz kindisch verhalten, und der
Kongress versinkt im Schaumbad:
Bibi und ihre Freundinnen hätten
besser doch von Hand abgespült,
wie es aufgetragen war. Nur eine
ist froh über das Durcheinander:
Hexe Servera (Heike Makatsch),
die Direktorin des Grauen Internats,
hat nicht nur eisige Vorstellungen,
sondern auch eine eigene
Agenda: Sie will sich zum neuen
Vorstand wählen lassen …
EIN DREAMTEAM!
Bei Bibi, der besten Freundin, die
sich jede/-r wünscht, ist immer
etwas los. Seit 45 Jahren (am
4. August 1980 erschien die
erste Hörspielfolge „Hexen gibt es
doch“) zischt Bibi Blocksberg auf
ihrem Besen Kartoffelbrei durchs
Kinderzimmer: Die Hörspiellegende,
erfunden von Elfie Donnelly,
hat bis heute nichts von ihrer
Popularität eingebüßt: Neben Bibi
Blocksberg hat sich das Spin-off
Bibi und Tina etabliert, manchmal
schaut Bibi auch bei Benjamin
Blümchen vorbei. Aus den Kinosälen
schallten in den letzten Jahren
all die Hits von Peter Plate, Ulf Leo
Sommer und Joshua Lange, die für
die hoch erfolgreichen Bibi und
62 DOT.MOVIE
Tina-Filme komponiert wurden.
Bibi hexte sich auch eifrig durch
Zeichentrickfilme.
Dass Bibi Blocksberg (ohne
Tina) die Leinwand erklommen
hat, liegt bereits über 20 Jahre zurück.
Höchste Zeit also! Niemand
Geringerer als Gregor Schnitzler,
der zuletzt den Die Schule der
magischen Tiere-Filmen eine
Seele geschenkt hat, nimmt sich
der fabelhaften Junghexe an und
inszeniert nach einem Drehbuch
von Bettina Börgerding (Bibi &
Tina, Mein Lotta-Leben). Die
Songs, die nach dem Kinofilm im
Kinderzimmer weiterleben werden,
stammen von Peter Plate, Ulf Leo
Sommer und Joshua Lange. Zu Bibi
Blocksberg wird NALA. „NALA ist
wie Aschenputtel“, sagt Schnitzler.
„Du siehst es nicht sofort. Sie sieht
nicht aus wie Bibi Blocksberg, und
sie ist auch anders im normalen
Leben. Aber sie hat das komplette
Bibi-Blocksberg-Gen. Dieses
Lebendige, Voranpreschende,
auch mal was falsch Machende,
für Gerechtigkeit Kämpfende,
keine Angst Habende … das kann
NALA alles so wunderbar spielen.“
– Wenn all diese kreativen Köpfe
zusammenkommen, entsteht ein
Filmabenteuer, das wunderbar
hexisch ist, ohne einen Hexspruch
zu brauchen. Wobei – ein bisschen
nachhelfen natürlich nie schaden
kann: Eene meene Hexenband,
größter Spaß auf der Kinoleinwand!
Hex-hex!
#bibiblocksberg
BIBI BLOCKSBERG – DAS GROSSE HEXEN-
TREFFEN KINOSTART 06.12., D 2025,
REGIE Gregor Schnitzler, MIT NALA,
Carla Demmin, Heike Makatsch, Maria
Happel, Palina Rojinski, Robert Palfrader,
FILMLÄNGE 89 Min., © Constantin Film
Spaß im Doppelpack
Ein Wiedersehen mit Stan Laurel und Oliver Hardy:
„Dick und Doof: Die Doppelgänger“.
Ab Silvester gibt
es Stan Laurel
(1890–1965) und
Oliver Hardy (1892–1957)
gleich im Doppelpack:
Zum einen als brave Bürger
und Ehemänner, aber
auch als deren Zwillingsbrüder:
Zwei Matrosen,
die schwarzen Schafe ihrer
Familien, geben sich ihren
Abenteuern hin. Just als
die Braven die Nachricht
ereilt, dass ihre Zwillingsbrüder
auf See tödlich verunglückt
seien, laufen die
beiden totgesagten Taugenichtse
Alfie und Bert
im Hafen ein: putzmunter
und bereit, die Stadt auf
den Kopf zu stellen. Eine
Verwechslungskomödie
mit rasanten Verfolgungsjagden
und grotesker Situationskomik
kann ihren
Lauf nehmen …
Ein Wiedersehen mit
den legendären Komikern
– Dick & Doof aka Laurel
& Hardy aka Stan & Ollie
sind eins der berühmtesten
und erfolgreichsten
Filmduos der Geschichte –
ist fürs Kinopublikum der
beste Weg, ein neues Jahr
zu beginnen: Bei der Wiederaufführung
des Films
aus dem Jahr 1936 sind
Lachtränen fast garantiert.
#laurelundhardy
DICK & DOOF – DIE DOPPELGÄNGER – OUR RELATIONS
KINOSTART 31.12., USA 1936, REGIE Harry Lachman, MIT
Stan Laurel, Oliver Hardy, FILMLÄNGE 71 Min., © Einhorn Film
DOT.MOVIE 63
Reise ohne Wiederkehr?
Das legendäre Detektiv-Trio steuert die berüchtigte Vulkaninsel Makatao an:
„Die drei ??? – Toteninsel”.
DIE DREI ??? – TOTENINSEL
KINOSTART 23.01.2026, D 2025,
REGIE Tim Dünschede, MIT Julius Weckauf,
Nevio Wendt, Levi Brandl, Florian Lukas,
FILMLÄNGE 104 Min., © Sony Pictures
Eigentlich stehen zu Beginn
der Sommerferien alle
Zeichen auf Roadtrip, aber
dann klingelt – wie so oft – das
Telefon: Justus Jonas (Julius Weckauf,
Der Junge muss an die frische
Luft), Peter Shaw (Nevio Wendt,
Rocca verändert die Welt) und
Bob Andrews (Levi Brandl) sind
inzwischen kleine Berühmtheiten
in Rocky Beach, Kalifornien, seit
sie einen spektakulären Fall in
einem rumänischen Schloss gelöst
haben (Die drei ??? – Erbe des
Drachen, 2023). Seither warten
immer neue Fragezeichen auf das
Detektiv-Trio. Nach Die drei ???
und der Karpatenhund (2025)
erhalten sie nun einen rätselhaften
Hinweis, der von einer Sphinx
erzählt. Die Spuren bringen die
drei Jungs auf einen Geheimbund,
der diesen Namen trägt und bei
dem der mysteriöse Archäologie-
Professor Phoenix (Andreas
Pietschmann, Dark) und sein
Assistent Olin (Jannik Schümann,
Die Mitte der Welt) ihre Finger
mit im Spiel haben. Sphinx, erfährt
das geschickte Trio, führt illegale
Ausgrabungen durch und verkauft
64 DOT.MOVIE
die so gestohlenen Kunstschätze.
Bald wollen die Mitglieder zu
einer Expedition zu der aktiven
Vulkaninsel Makatao aufbrechen,
die auch als die Toteninsel bekannt
ist. Sie trägt den Spitznamen
nicht umsonst: Die dort gelegene
Ruhestätte eines uralten Volkes soll
mit einem Fluch belegt sein, und
niemand, der Makatao betreten
hat, sei jemals wieder lebend
zurückgekommen. Was hat Sphinx
dort zu suchen? Warum die waghalsige
Reise? Und brechen Justus,
Peter und Bob nun ernsthaft auch
dorthin auf?
KULTIG ERMITTELN
Die kultigen Jungdetektive sind
zurück auf der Leinwand. Seit
Generationen verfolgen ihre Fans
– in Büchern, Hörspielen und
Kinofilmen –, wie die drei Jungs
in Geschichten voller Action,
Humor und Spannung Geheimnisse
entschlüsseln – aktuell sind
Justus, Peter und Bob erfolgreich
wie nie: Ihr Kinoeinsatz Die
drei ??? – Erbe des Drachens war
2023 gar der besucherstärkste
deutsche Film des Jahres. So wundert
es kaum, dass Sony Pictures
sich für weitere Fälle interessierte
und gleich zwei direkt nacheinander
auf den Kanarischen Inseln
abgedreht hat: neben Die drei
??? und der Karpatenhund, der
Anfang 2025 im Kino zu sehen
war, Die drei ??? – Toteninsel,
eine der beliebtesten Geschichten
aus der Reihe rund um die drei
Jungdetektive. Wieder führte
Regisseur Tim Dünschede Regie,
und wieder war der ???-Buchautor
André Marx als dramaturgischer
Berater zur Stelle. „Toteninsel“
hat eine besondere Stellung in
der Buchreihe: Das Buch erschien
2001 als 100. Band. Der Jubiläumsband
bestand aus drei Teilen,
„Das Rätsel der Sphinx“ war der
erste.
#DreiFragezeichen
Bereit zu Mutproben
„SpongeBob Schwammkopf“ stolpert in ein neues Kinoabenteuer: „Piraten ahoi!“
KIDS
& FAMILY
Am Fuße des Bikini-Atolls
– Schauplatz zahlreicher
Kernwaffentests der USA
in den 1940er- und 1950er-Jahren
– liegt Bikini Bottom, das Zuhause
des berühmtesten Schwamms der
Welt: SpongeBob Schwammkopf,
1998 vom amerikanischen Meeresbiologen
und Trickfilmproduzenten
Stephen Hillenburg erdacht,
geht hier seinem Alltag nach: seiner
prekären Arbeit im Fast-Food-
Restaurant „Krosse Krabbe“, dem
Quallenfischen in den Quallenfeldern,
der freien Zeit im Vergnügungspark
Handschuh-Welt, wenn
er nicht gerade versucht, endlich
den Bootsführerschein zu schaffen.
Seine Wohnung ist eine Ananas,
die zum zweistöckigen Haus
umfunktioniert wurde: Hier lebt er
mit der miauenden Schnecke Gary.
Das Leben ist an diesem besonderen
Ort sehr aufregend: Zwar befindet
sich Bikini Bottom – je nach
Story 500 bis 50.000 Bewohner
zählend – am Meeresboden, es gibt
hier aber trotzdem Strände, Feuer,
Regen, Wind, Tornados, Wolken,
manchmal auch Schnee, jedenfalls
viel Raum für Abenteuer für den
ewig gut gelaunten und äußerst
fantasiebegabten Robert „Sponge-
Bob“ Schwammkopf und seinen
Freund, den Seestern Patrick,
hauptberuflich Slacker.
AUF IN DIE UNTERWELT
Wenn der legendäre Kinderfernsehheld
auf die Leinwand zurückkehrt
(nach den Filmen aus dem
Jahr 2004, 2015 und 2021), dann
will SpongeBob zeigen, dass er
nun auch zu den Großen gehört.
Er wird seinem Arbeitgeber Mr.
Krabs seinen Mut beweisen – oh
ja! Er wird nämlich furchtlos dem
Fliegenden Holländer in die Unterwelt
folgen, einem mysteriösen,
verwegenen Geisterpiraten. Das
rasante Seefahrtsabenteuer wird
den quietschgelben Protagonisten
in die tiefsten Tiefen der Tiefsee
führen – dorthin, wo noch kein
Schwamm zuvor gewesen ist. Der
Fliegende Holländer kann den naiven
Schwamm nämlich sehr gut
dafür brauchen, den Fluch, der auf
ihm lastet, zu brechen. Aber das
ahnt SpongeBob – gut ausgestattet
mit Säbeln aus Seifenwasser –
selbstverständlich nicht. In Bikini
Bottom formiert sich derweil ein
maroder Rettungstrupp … Wie
sagt SpongeBob immer? „Ich bin
bereit!“ – Wir sind es auch.
#spongebobfilm
SPONGEBOB SCHWAMMKOPF:
PIRATEN AHOI! – THE SPONGEBOB
MOVIE: SEARCH FOR SQUAREPANTS
KINOSTART 20.12., USA 2025, REGIE
Derek Drymon, MIT Tom Kenny, Mark Hamill,
FILMLÄNGE 96 Min., © Constantin Film
DOT.MOVIE 65
DOT.
ARTHAUS
DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER –
C’ETAIT MIEUX DEMAIN – 22.01. Ein Kurzschluss
in der neuen Waschmaschine befördert
ein Ehepaar aus den 1950er-Jahren ins Jahr 2025.
Beide versuchen mit den veränderten Rollenbildern
zurechtzukommen: sie als erfolgreiche
Geschäftsfrau, er als Hausmann im Smart Home.
Komödie von Vinciane Millereau, die von den
Tücken der schönen neuen Welt erzählt.
IM SCHATTEN DES ORANGEN-
BAUMS – ALL THAT’S LEFT OF
YOU – 16.01. Cherien Dabis erzählt
von einer palästinensischen Familie
im Westjordanland über drei Generationen.
Der Film setzt 1988 ein, als
der junge Noor (Muhammad Abed
Elrahman) bei einer Demonstration
schwer verletzt wird und seine
Mutter vom Jahr 1948 zu erzählen
beginnt.
© MET Opera, Einhorn, LUF, Kinostar, Filmladen, Panda Film
WHITE SNAIL – 23.01. Die psychisch
belastete Masha, ein belarussisches
Model, plant eine Karriere in China.
Misha verarbeitet seinen Arbeitsalltag
in einer Minsker Leichenhalle in
Ölgemälden. Die beiden Außenseiter,
dargestellt von den Laiendarstellern
Marya Imbro und Mikhail Senkov,
treffen in Elsa Kremsers und Levin
Peters Spielfilm (nach den Dokus
Space Dogs und Dreaming Dogs) aufeinander.
Eine fragile Verbindung …
EIN LEBEN OHNE LIEBE
IST MÖGLICH, ABER
SINNLOS – 12.12. Ihr Herz
macht nur noch Dienst
nach Vorschrift, erkennt
Eva (Nora Navas), fast 50
Jahre alt, nach 25 Jahre Ehe.
Sie will noch einmal große
Gefühle erleben, sich verlieben.
Der Regisseur Cesc
Gay (Freunde fürs Leben)
inszeniert eine Komödie –
inspiriert von den Gefühlen
einer guten Freundin.
THERAPIE FÜR WIKINGER – DEN SIDSTE
VIKING – 25.12. Als der Bankräuber Anker
nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen
wird, hat er einiges zu tun: Sein Bruder Manfred,
der seit jeher an einer Identitätsstörung leidet, hat
vergessen, wo die Beute vergraben liegt, und Anker
hat Zeitdruck: Sein einstiger Komplize will
das Geld sehen. Also verpflanzt Anker Manfred
zurück ins gemeinsame Elternhaus, das inzwischen
von einer Boxerin über Airbnb vermietet
wird – in der Hoffnung, dass die altbekannte
Umgebung Erinnerungen wecken könnte. Anders
Thomas Jensen (Adams Äpfel) versammelt
für seine pointenreiche Komödie alte Wegbegleiter
vor der Kamera: Zu den Brüdern werden
Mads Mikkelsen und Nikolaj Lie Kaas.
66 DOT.MOVIE
MADAME KIKA – 15.01.2026
Als Sozialarbeiterin Kika (Manon
Clavel, La Vérité – Leben
und lügen lassen) gerade zum
zweiten Mal schwanger ist, stirbt
ihr Partner. Alleinerziehend steht
sie mit ihrer Tochter vor einem
Scherbenhaufen: ohne Wohnung,
ohne Geld. Also muss sie mitten
in der Trauer schnell einen Weg
finden, ihr Leben zu bestreiten. Sie
hätte selber nicht damit gerechnet,
dass schmutzige Unterwäsche und
Dominas dabei eine Rolle spielen
… Die belgische Regisseurin Alexe
Poukine erzählt vom Umstand,
dass ein Gehalt vielleicht gerade
mal zum Überleben, aber nicht
zum Leben reicht. Ängste während
ihrer zweiten Schwangerschaft
(dass der Vater des Kindes sterben
könnte) brachten sie auf die Idee
zu diesem Film. „Ich fragte mich,
wie ich finanziell über die Runden
kommen könnte, ohne mit dem
Filmemachen aufzuhören. Da mir
die Idee der Sexarbeit durch den
Kopf ging, habe ich die Geschichte
eines Freundes eingebaut, der –
wie Kika – Dom und Sozialarbeiter
ist. Er hat mehrfach ein Burn-out
erlitten: erst durch den Druck des
ersten Jobs, dann durch den des
zweiten. Ich fand es faszinierend,
dass er sich um Menschen kümmert
– entweder indem er ihnen
wehtut oder indem er sie versorgt.
In beiden Fällen ist die Nachfrage
so riesig, und es gibt so viele
Menschen, die Hilfe und Fürsorge
brauchen, dass das letztlich in ein
Burn-out führt und in die Verzweiflung,
nicht helfen zu können.
Mich fasziniert, wie Menschen
versuchen, auf oft ungewöhnliche
Weise, Leid zu lindern.“
IN CONCERT
THE CURE: THE SHOW
OF A LOST WORLD –
11.12. Als The Cure 2024 das
Grammy-nominierte Album
„Songs of a Lost World“ veröffentlichten,
spielten sie im
Londoner Troxy ein exklusives
Konzert: Sie führten das
komplette Album vor 3.000
Fans auf. Nick Wickham hat
diesen Abend festgehalten,
der – mit einem Surround-
Sound-Mix von Robert Smith
– im Kino weiterlebt.
I PURITANI
ANDREA CHÉNIER
OPERA & BALLET
ANDREA CHÉNIER – 13.12.
Die Geschehnisse auf der Bühne der
New Yorker Metropolitan Opera
führen zur Musik von Umberto
Giordano in die Französische Revolution:
Erzählt wird die Geschichte
des Dichters Andrea Chénier, der
zum Opfer von Intrigen und der
Gewalt der Herrschenden wird. Die
Titelrolle wird von Publikumsliebling
Piotr Beczała gesungen.
DER NUSSKNACKER
I PURITANI – 10.01.2026
Die Neuproduktion von Vincenzo
Bellinis Oper, die in der Metropolitan
Opera auf dem Programm steht,
stellt – nach zahlreichen Erfolgen als
Bühnenbildner – Charles Edwards
Debüt als Regisseur dar. Es geht
nach England zur Zeit des Bürgerkriegs
zwischen Royalisten und Puritanern.
Im Zentrum: die tragische
Liebesgeschichte zwischen Elvira
(Sopranistin Lisette Oropesa) und
Arturo (Tenor Lawrence Brownlee).
Ein Gesangsfeuerwerk!
DER NUSSKNACKER: OPERA DE
PARIS – 23.12. Die Übertragung
aus der Opéra Bastille in Paris ist die
wunderbarste Einstimmung auf die
Feiertage: „Der Nussknacker“ mit
Tschaikowskys Melodien, getanzt
nach Peter Wrights Choreografie,
die das Publikum schon seit 1984
verzaubert. Der Zauberer Herr
Drosselmeyer hat alle Hände voll damit
zu tun, seinen Neffen zu retten:
Hans-Peter ist in einen Nussknacker
verwandelt worden. Er kann nur
gerettet werden, wenn der Nussknacker
den Mäusekönig besiegt und
ein Mädchen findet, das ihn liebt
und für ihn sorgt. Drosselmeyer
setzt all seine Hoffnung in die junge
Clara. Möge das Wunder gelingen.
www.cineplexx.at
DOT.MOVIE 67
DOT.
ARTHAUS
DAS GEHEIMNIS VON VELAZQUEZ –
L’ÉNIGME VELÁZQUEZ – 25.12. Wer war
Diego Velázquez (1599–1660), der Hofmaler des
spanischen Königs, der die royale Familie und den
Papst ebenso porträtierte wie das einfache Volk,
ein Lebenswerk von über 200 Gemälden hinterließ
und von Manet, Picasso, Dalí bewundert wurde?
Trotz seiner Sichtbarkeit blieb Velázquez nebulös.
Stéphane Sorlat – bis dato Produzent – begeht mit
seiner Spurensuche sein Debüt als Regisseur.
© Polyfilm, Filmgarten, Kinostar
B WIE BARTLEBY –
09.01.2026 Angela Summereders
Expartner Benedikt
Zulauf träumte seit jeher
davon, Herman Melvilles
Erzählung „Bartleby der
Schreiber“ zu adaptieren
und schlug ihr eine Zusammenarbeit
vor. Es kam damals
und auch Jahre später,
als die Idee wieder aufkam
und Zulauf bereits erkrankt
war, nicht dazu. Die
Gespräche darüber, was das
für ein Film werden könnte,
existierten allerdings auf
Band, und als Summereder
(Aus dem Nichts, Zechmeister)
– bereits nach dem
Tod von Zulauf – wieder
darüberstolperte, machte sie
sich an ein neues Konzept
für den Film, „in dem es
dann weniger um den
Bartleby-Film ging, sondern
um diese Geschichte des
gemeinsamen Versuchs
und des gemeinsamen
Scheiterns, wenn man so
will“. Mit der Haltung des „I
would prefer not to“ setzen
sich in B wie Bartleby nun
u.a. Performer, Jugendliche
und Rapper auseinander.
SOUND OF HOPE – DIE GE-
SCHICHTE VON POSSUM TROT
– 09.01.2026 Joshua Weigel erzählt
eine Geschichte der Nächstenliebe, basierend
auf einer wahren Begebenheit:
Donna Martin (dargestellt von Nika
King, Euphoria) und ihr Mann, Reverend
W.C. Martin, bewegen ihre winzig
kleine Gemeinde dazu, Pflegekinder
aufzunehmen, die sonst niemand will.
Die Gemeinschaft in Osttexas wird
unglaubliche 77 Kinder aufnehmen …
JA! – 12.12. Nadav Lapid (Synonymes) erzählt von einer Zeit,
in der Orientierungslosigkeit herrscht: In Tel Aviv nach dem
Massaker des 7. Oktobers leben der Musiker Y. und seine Partnerin
Jasmine, eine Tänzerin. Sie verdingen sich mit grellen
Performances als sexy Partyclowns einer israelischen Oberschicht
und können nur davon träumen, ihr prekäres Leben
hinter sich zu lassen. Dann kommt ein Angebot von einem
russischen Oligarchen: Y. solle eine blutige Hymne auf den
Krieg Israels gegen die Palästinenser schreiben. In eine Welt,
in der die Bildschirme von Nachrichtenmeldungen und Propaganda
geflutet sind, kracht eine drängende, wütende Satire.
68 DOT.MOVIE
AB 23. JÄNNER 2026
NUR IM KINO
Viennale 2025
Ein Blick zurück – frischgebackene Präsidenten, traditionelle
Festival-DJs, Regiedebütantinnen und beeindruckende
Laiendarstellerinnen: die 63. Ausgabe der Viennale.
Festivaldirektorin Eva Sangiorgi,
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler,
der frischgebackene Viennale-Präsident
und Regisseur des Eröffnungsfilms
„Miroirs No. 3“ Christian Petzold und
Wiktoria Pelzer vom Stadtkino Filmverleih
beim Festivalauftakt.
Mascha Schilinski – hier mit Eva
Sangiorgi vor dem Gartenbaukino
im Regen – hatte ihre Cannes-Überraschungssensation
„In die Sonne
schauen“ mit dabei.
© Viennale/Alexander Thuma, Roland Ferrigato, Alexi Pelekanos, Robert Newald
Schauspielerin Juliette Binoche spricht
über ihre erste Regiearbeit „In-I In Motion“.
Im vollen Gartenbaukino hört auch
Regisseur Michael Haneke, der mit ihr
„Caché“ (2005) gedreht hatte, zu.
Willem Dafoe mischte das Festival
nicht nur mit zwei Filmen auf („The
Souffleur“ und „Late Fame“), er war
auch ein Ausbund an guter Laune.
(Hier mit „Late Fame“-Regisseur und
New York Filmfestival-Leiter Kent
Jones zu sehen.)
Was wäre eine Viennale-Party ohne
Lars Eidinger an den Reglern?
Filmisch war er heuer mit „Leibniz –
Chronik eines verschollenen Bildes“
von Edgar Reitz bei der Viennale
vertreten – genau wie seine Kollegin
Aenne Schwarz spielt er einen Maler.
Eine Wucht: Nadia Melliti, die die
Hauptrolle im aktuell im
Kino anlaufenden
Drama „Die jüngste
Tochter“ (s. S. 53)
spielt. Die Laiendarstellerin
erhielt
in Cannes für ihr
Debüt gleich den
Darstellerinnenpreis.
Hauptdarstellerin Marie Leuenberger,
Antagonist Claes Bang und
Regisseurin Johanna Moder stellten
„Mother’s Baby“ vor.
70 DOT.MOVIE
Elsa Kremser und Levin Peter
begleiteten ihren Film „White Snail“
zum Festival – und konnten den Erste
Bank Filmpreis mit heimnehmen.
Der (Anti-)Western „Testa o Croce?“
brachte John C. Reilly und seinen
Regisseur Matteo Zoppis nach Wien.
EIN EIGENER SUPERMARKT FÜR CAROL STURKA IN PLUR1BUS.
Als es Astronomen gelingt,
ein mysteriöses Radiosignal
aus dem All, eine
RNA-Sequenz, zu entschlüsseln,
beginnt für Carol Sturka
ein Albtraum. An dieser Stelle
muss bereits „Achtung, Spoiler“
geschrieben und geraten werden,
nicht weiterzulesen, sondern am
besten einfach die fantastische
Serie zu schauen: Je weniger man
weiß, desto besser. Man wird auf
jeden Fall belohnt.
Die im Labor rekonstruierte
Sequenz kommt in Umlauf, eine
weltweite Seuche ist die Konsequenz.
Carol (Better Call Saul)
sieht mit an, wie alle anderen
Menschen in ihrer Umgebung
einen krampfartigen Anfall
erleiden – so auch ihre Partnerin
Helen, die daran sterben wird –,
und die Welt beginnt im Chaos
zu versinken, ehe sich alle
gleichzeitig wieder in Bewegung
setzen und mit einem entrückten
Lächeln ausgestattet aufzuräumen
beginnen. Alle grüßen sie,
die missmutige Autorin, fortan
namentlich; alle scheinen sie zu
kennen. Allmählich begreift Carol
(nicht zuletzt durch eine nur für
sie abgehaltene und im Fernsehen
übertragene Pressekonferenz aus
dem Weißen Haus), dass durch
den Virus das Bewusstsein aller
Menschen verbunden ist – eine
Art Kollektivbewusstsein. Das
war’s mit dem Individuum:
Ergreift einer das Wort, spricht
er für alle. Das Kollektiv behauptet,
dass dies eine lohnenswerte
Erfahrung, dass die Welt nun ein
besserer Ort sei, wo das Kollektiv
doch äußerst friedliebend agiert.
Carol ist eine von weltweit zwölf
Menschen, die immun zu sein
scheinen. Diese Immunen werden
(noch?) vom Kollektiv hofiert, was
einige der Immunen zu genießen
wissen (und beispielsweise mit der
Air Force One zu einem Treffen
anreisen) – Carol hingegen
misstraut dem Kollektiv und will
FILM
KOST
sich, wo es nur möglich ist, nicht
helfen lassen. Mit ihrer Haltung,
dass die Immunen alles daransetzen
müssen, den zombieartigen
Zustand der Menschheit irgendwie
rückgängig zu machen, steht
sie (aktuell noch?) auf einsamer
Flur. Sie wird sich eigenständig
daranmachen, das Kollektiv zu
erforschen. Dass die Infizierten
unfähig zur Lüge sind, spielt ihr
dabei sehr in die Hände.
HANDGRANATEN UND
SUPERMÄRKTE
Mit PLUR1BUS legt Vince Gilligan,
der schon mit Breaking Bad
und Better Call Saul für Begeisterung
sorgte, die aufregendste
Serie seit Langem vor. Äußerst
durchdacht serviert er diese ominöse
Welt, in der Carols Wutausbrüche
enorme Auswirkungen
haben. Das Dramapotenzial ist
groß, der vorhandene Humor und
die Spiellust allerdings auch (oft
spielt auch all das zusammen, wie
Episode 3, Titel „Handgranate“,
beweist). Das Kollektiv organisiert
die Welt neu – Supermärkte, wie
wir sie kennen, sind etwa nicht
mehr nötig. Als Carol, die das
Essen, das das Kollektiv ihr unter
Hauben servieren würde, ablehnt,
zum ersten Mal wieder bei ihrem
Stammsupermarkt vorbeischauen
möchte, sind die Regale verwaist.
Und sie wird staunen, wie schnell
die Infizierten auf ihren Wunsch
hin den Supermarkt wieder
vollständig bestückt zum Laufen
bringen: Genau getaktet fahren
die Lkw-Lieferungen vor, und
wortlos macht sich das Kollektiv
ans Werk (wozu sprechen, wenn
man durch das Bewusstsein verbunden
ist). Sie wird noch mehr
staunen, wie konsequent das Kollektiv
beleidigt sein kann. Oder
durch welche Menschenhülle das
Kollektiv versucht, Nähe zur miesepetrigen
Carol herzustellen.
Es ist ein reines Vergnügen, den
Verlauf der Serie, deren Episoden
aktuell im Wochentakt auf Apple
TV+ landen, zu verfolgen. Während
man auf die nächste Folge
wartet (Apple TV+ hat gleich zwei
Staffeln in Auftrag gegeben), ist
man gut damit beschäftigt, zu
spekulieren, wohin Gilligan das
Unternehmen noch führen, wie er
den Bogen spannen wird.
#pluribus
PLUR1BUS USA 2025-, CREATED BY Vince
Gilligan, MIT Rhea Seehorn, Karolina Wydra,
© bei Apple TV+ zu sehen.
DOT.MOVIE 71
HEIM
WERK
NEUES IM HEIMKINO
THE SMASHING
MACHINE
Benny Safdie (u.a. gemeinsam
mit seinem Bruder Josh Uncut
Gems und Good Time) erzählt
die Geschichte eines Champions,
der am eigenen Körper zerbricht –
und schenkt Dwayne „The Rock“
Johnson, der den Mixed-Martial-
Arts-Pionier Max Kerr spielt, seine
bislang ernsthafteste Rolle.
Ab 16.01. im Handel.
THE LONG WALK
Francis Lawrence (Die Tribute
von Panem) verfilmt einen frühen
Stephen-King-Stoff, wenn 50 Teenager
(u.a. Cooper Hoffman) in einer
dystopischen Version der USA
an einem ebenso tödlichen wie
lukrativen Wettbewerb teilnehmen.
Sie müssen marschieren – solange,
bis nur noch einer von ihnen auf
den Beinen steht …
Ab 24.12. im Handel.
22 BAHNEN
Die talentierte Studentin Tilda
(Luna Wedler) hätte Möglichkeiten,
doch sie steckt in ihrem
prekären Leben fest: Ihre Mutter ist
suchtkrank, ihre Schwester noch
im Volksschulalter. Also kümmert
Tilda sich. Daneben gehen sich
keine Träume aus. Oder? Behutsam-bittersüße
Verfilmung des
Bestsellers von Caroline Wahl.
Ab 23.01. im Handel.
72 DOT.MOVIE
One Battle After Another
Herzlich willkommen in
einem Feuerwerk aus
Paranoia, Wahnsinn, nervösem
Chaos und Absurdem: Paul
Thomas Anderson (There Will Be
Blood, Magnolia) legt seinen neuen
Film vor, der cool-satirisch und
actionreich zugleich und von Thomas
Pynchons Roman „Vineland“
(1990) inspiriert ist (mit Inherent
Vice verfilmte Anderson 2014
schon mal ein Werk von Pynchon).
Anderson erzählt von einer Widerstandsgruppe,
die sich „French 75“
nennt. Einige Mitglieder stürmen
ein Gefängnis der ICE (US Immigration
and Customs Enforcement)
und befreien innerhalb weniger
Minuten über 200 Häftlinge. Diese
Aktion liegt nun 16 Jahre zurück.
Wenn wir nun, 16 Jahre später, in
der Wüstenstadt Baktan Cross auf
eins der Mitglieder – Bob Ferguson
(Leonardo DiCaprio) – treffen,
dann ist aus ihm ein ganz schön
heruntergekommener Paranoiker
geworden. Der
ehemalige Aktivist
würde sicher kein
Handy benutzen, lebt
er doch in ständiger
Angst, dass Colonel
Steven J. Lockjaw es
noch immer auf ihn
abgesehen hat. Er lebt
abgeschieden mit seiner
Tochter Willa (Chase Infinity),
die er vor all dem „üblen Scheiß“
beschützen möchte, den ihre kompromisslos
Mutter Profidia (Teyana
Taylor) und er gemacht haben. Und:
Er liegt mit seinem Verfolgungswahn
nicht falsch – Lockjaw (stiehlt
den anderen die Show: Sean Penn)
verfolgt eine ganz eigene Mission
und ist hinter ihnen her – vor allem
hinter Willa. Ferguson macht sich
auf einen wilden Ritt und wird sich
bald in der am tollsten inszenierten
Verfolgungsjagd der jüngeren
Filmgeschichte befinden.
Ab 22.01. im Handel.
© Warner Bros, LEONINE
EUPHORIE IM STREAM: NEWS & RELEASES
LITTLE DISASTERS (S1) MAN VS. BABY (S1) HIS & HERS (S1)
In Anatomie eines Skandals
stürzte (frei nach Sarah Vaughans
Roman) das hübsch eingerichtete
Leben eines Politikers ein. Auch
hier (ebenfalls Stoff von Vaughan)
bekommt die Optik Risse: Als Jess
(Diane Kruger) ihre Tochter in
die Notaufnahme bringt, hat eine
Freundin (Jo Joyner) gerade Dienst
– diese müsste die verdächtige Verletzung
dem Sozialamt melden …
Ab 11.12. bei Paramount+.
2022 eskalierte eine Begegnung
zwischen Mann (Rowan Atkinson,
Mr. Bean) und Biene aufs Desaströseste.
Auf Man vs. Bee folgt nun
Man vs. Baby: Atkinson ist als
„Trevor von Housesitters Deluxe“
zurück. Dieses Mal bekommt es
der wandelnde Katastrophenmagnet
mit einem Baby zu tun: einem
nicht abgeholten Jesus-Darsteller
eines Krippenspiels.
Ab 11.12. bei Netflix.
Eine Journalistin (Tessa Thompson,
Westworld) und ein Detective
(Jon Bernthal, Daredevil: Born
Again) krachen bei einem Mordfall
aufeinander. „Jede Geschichte hat
zwei Seiten, seine und ihre, was
bedeutet, dass immer jemand lügt“
lautet die Tagline zur Miniserie,
die auf dem Roman der britischen
Journalistin und Bestsellerautorin
Alice Feeney basiert.
Ab 08.01.2026 bei Netflix.
© Netflix, Paramount+, Sky
AMADEUS
kreative Neuanfang des einstigen
Wunderknaben wird rasch zum
intensiven Ringen um Anerkennung,
Freiheit und letztlich
ums Überleben. An der Seite des
aufblühenden Künstlers: Gabrielle
Creevy als seine Frau Constanze.
Zum von Mozarts Brillanz besessenen,
von Eifersucht zerfressenen
Konkurrenten, dem Hofkomponisten
Antonio Salieri, wird Paul
Bettany (u.a. Avengers: Infinity
War).
Als Miloš Forman im
Jahr 1984 mit Amadeus
von Wolfgang Amadeus
Mozart und dem neidischen Blick
seines Rivalen Antonio Salieri
erzählte, lieferte er eine kleine
Sensation ab: Das überdrehte
Kostümdrama sahnte acht Oscars
ab. Der Film basierte auf dem
Theaterstück von Peter Shaffer,
das 1979 erstmals aufgeführt wur-
de. Shaffers Stück hat seinen Reiz
auch heute nicht verloren: Wenn
eine Sky-Serie ab 21. Dezember
ins 18. Jahrhundert entführt, um
von einem jungen Virtuosen,
seinem tiefgläubigen Rivalen und
einer Stadt voller Erwartungen zu
erzählen, dann basiert das ebenfalls
auf dem Theaterstück. Zum
Titelhelden wird Will Sharpe (The
White Lotus, Landscapers). Der
In fünf Teilen erzählt Joe Barton
(u.a. The Lazarus Project) intensiv
und optisch opulent von höfischen
Intrigen, familiären Spannungen
und Mozarts inneren Dämonen.
Für alle, die auf den Geschmack
gekommen sind: Parallel zum
Serienstart geht bei Sky eine dreiteilige
Doku über Mozart (Mozart
– Genie und Rebell) online.
Ab 21.12. bei Sky.
DOT.MOVIE 73
Gery Seidl Marlene Morreis Thomas Mraz
Mia Plamberger
Maria Hofstätter
Johannes Silberschneider
Heinz Marecek
Roland Düringer
Thomas Stipsits
Ein Film von Claudia Jüptner-Jonstorff
AB 20. NOVEMBER IM KINO
Die FEEL-GOOD-KOMÖDIE in der Vorweihnachtszeit!
Machine Gun Kelly
MGK setzt zum nächsten Schlag an:
Mit der globalen „Lost Americana
Tour“ bringt der Genre-Grenzgänger
sein siebtes Studioalbum auf die großen
Bühnen der Welt – energiegeladen
zwischen Rap-Attitüde, Rock-Einschlag
und Alternative Pop. Im Februar
macht er auch in Wien halt, begleitet
von Julia Wolf, einer der spannendsten
neuen Stimmen im Alternative Pop.
Nach seiner rekordbrechenden Mainstream-Sell-out-Ära
setzt Machine Gun
Kelly damit erneut neue Maßstäbe
und liefert eine der ambitioniertesten
Welttourneen seiner Karriere.
7 SEITEN
DOT.PLANER
www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle,
Halle D, Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien,
18. Februar 2026, 19:30 Uhr, VVK: ab € 67,40
© Sam Cahill, Mia Knoll
Snowtime
Die österreichischen Alpen haben sich bereits in
ein Winterwonderland verwandelt. Das gilt ganz
speziell für „Kapplaska“, wie Kappl im Paznauntal
in der Freeride-Szene liebevoll genannt
wird. Der ehemalige Geheimtipp ist zu einem
der bekanntesten Freeride-Gebiete der Alpen
geworden und diese Saison der Austragungsort
von gleich zwei hochkarätigen Contests.
Den Auftakt macht dabei am 10. Jänner der
Open Faces Qualifier, bevor der internationale
Freeride-Nachwuchs am 19. Jänner bei den
Freeride Junior World Championships um den
Weltmeistertitel kämpft.
open-faces.com
NAKED LUNCH. BRYAN ADAMS. EDWYN COLLINS. GARISH. DOTA. MONET 192. ZAZ. LIONHEART.
ELEKTRO GUZZI. RIAN. XAVIER NAIDOO. EDDIN. EZRA FURMAN. LEPROUS. APPARAT. LUKAS OSCAR.
Bryan Adams
Seit Jahrzehnten gilt Bryan Adams als einer
der packendsten Livemusiker weltweit und
begeistert Fans mit seiner unverwechselbaren
Mischung aus Rock, Pop und gefühlvollen
Balladen, die Generationen geprägt haben. Mit
ganzen 17 Studioalben hat er sich als Songwriter
einen festen Platz in der Musikgeschichte gesichert,
unter anderem mit Hits wie „Summer
of ’69“, „Heaven“ oder „(Everything I Do) I Do
It for You“. Seine kreative Arbeit wurde mit
zahlreichen Preisen und Ehrungen gewürdigt,
darunter drei Oscar-Nominierungen, fünf
Golden-Globe-Nominierungen, ein Grammy
Award sowie 20 Juno Awards, die seine außergewöhnliche
Karriere unterstreichen. Doch
auch jenseits von Preisen und Ehrungen überzeugt
Adams durch seine Bühnenpräsenz, die
selbst in großen Arenen seine Leidenschaft und
unverwechselbare Stimme spürbar macht.
www.stadthalle.com, Wiener Stadthalle, Halle D,
Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien, 18. Dezember,
19:30 Uhr, VVK: ab € 79,99
Edwyn Collins
M
it „A Girl Like You“ landete Edwyn Collins
1995 einen Welthit, der ihn weltweit
bekannt machte. Zehn Jahre später folgte der
einschneidende Moment: zwei Schlaganfälle
innerhalb weniger Tage. Doch Collins kämpfte
sich mit beeindruckender Entschlossenheit
zurück und blieb seiner Musik treu – seitdem
veröffentlicht er kontinuierlich neue Studioalben.
Nun legt er mit „Nation Shall Speak
Unto Nation“ ein elf Songs starkes Werk vor,
aufgenommen in seinem Clashnarrow Studio in
Helmsdale mit Sean Read, Jake Hutton, James
Walbourne, William Collins, Carwyn Ellis sowie
den Backgroundstimmen von Lena Wright
und Bianca White. Begleitet wird das Album
vom Video zum Opener „Knowledge“, das rund
um den Jahreswechsel ebenfalls in Helmsdale
entstand und zu dem Collins sagt: „Wissen
ist Weisheit, kombiniert mit allem, was man
gelernt hat. Ich hoffe, ich habe viel gelernt.“
www.posthof.at, Posthof, mittlerer Saal, Posthofstraße 43,
4020 Linz, 30. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 45,30
www.wuk.at, WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien,
29. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 52,–
© BMG, Fenella Lorimar, Michaela SOOST / Fever Labs Inc., Michelle_Rassnitzer
76 DOT.PLANER
Naked Lunch
Die Welt, groß wie klein, könnte gerade
mehr Umarmungen gebrauchen als
je zuvor. Nach sieben Jahren meldete sich
heuer die österreichische Indie-Band Naked
Lunch mit einer neuen Single zurück, die
direkt ins Herz geht. Zehn Jahre nach dem
„Jack“-Soundtrack und zwölf Jahre nach
„All Is Fever“ wirkt das neue Werk wie eine
Umarmung: ehrlich, kräftig, direkt.
EIN SONG VOLLER LIEBE
Oliver Welter feiert gemeinsam mit Boris
Hauf, Alex Jezdinsky und Produzent Wolfgang
Lehmann die Liebe zum Leben in all ihren
Facetten. Der Song „To All And Everyone I
Love“ schöpft Kraft aus Momenten, die zugleich
persönlich und universell sind. Dabei entfaltet
er eine warme, offene Energie, die beim Hören
sofort fesselt. Er wird zu einem kleinen Chor
der Selbstermächtigung, einer Hymne radikaler
Empathie. Gleichzeitig erinnert er daran, dass
Menschlichkeit kein abgegriffenes Konzept ist,
sondern ein Bestehen im Hier und Jetzt. So
wird der Song zum idealen Auftakt des neuen
Albums „Lights (And a Slight Taste of Death)“.
Naked Lunch sind endlich zurück. Und wie!
www.arena.co.at, Arena Wien, Baumgasse 80,
1030 Wien, 22. Jänner 2026, 19:00 Uhr, VVK: € 41,35
www.popculture.at, ppc, Neubaugasse 6, 8020
Graz, 23. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 38,90
www.argekultur.at, ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-
Straße 5, 5020 Salzburg, 31. Jänner 2026,
20:00 Uhr, VVK: € 43,60
Candlelight: Der Zauberer von Oz
www.feverup.com/m/484443,
Weltmuseum Wien, Heldenplatz,
1010 Wien, 23. Jänner 2026,
18:45 Uhr, VVK: ab € 47,50
In Wien entsteht ein Konzertabend, der die
zeitlose Magie von Der Zauberer von Oz
in einem klassischen Rahmen neu erfahrbar
macht. Ein Streichensemble interpretiert
gemeinsam mit Warner Bros. die bekanntesten
Melodien des Filmklassikers von 1939 – von
„Over the Rainbow“ bis „The Merry Old Land
of Oz“. Der warme Schein Hunderter Kerzen
schafft eine besonders intime, fast märchenhafte,
stimmungsvolle Atmosphäre. Die Musik
kommt den Originalkompositionen eindrucksvoll
nahe, bleibt dabei klar und öffnet mit spürbarer
Hingabe einen feinfühligen, völlig neuen
Blick auf die vertrauten Themen.
DOT.PLANER 77
EVENT
PLANER
78 DOT.PLANER
GARISH
Seit über 25 Jahren gibt es in
dieser schnelllebigen Musikwelt
Konstanten, die sich dem Vergessen
standhaft widersetzen – und Garish
gehört zweifellos dazu. Ihr Sound
pendelt fein ausbalanciert zwischen
stiller Hoffnung, zarter Ironie und
jener unverkennbaren Melancholie,
die ihre Texte sowohl poetisch als
auch unmittelbar macht. Über die
Jahre hat das Quartett ein eigenes,
unangreifbares Klangterritorium
geschaffen, das frei von Trends und
INFO: www.planet.tt, Raiffeisen Halle im
Gasometer, Guglgasse 8, 1110 Wien,
26. Jänner 2026, 20:00 Uhr,
VVK: € 69,90
kurzatmigen Debatten funktioniert
und doch immer am Puls bleibt.
Auch wenn seit „Komm schwarzer
Kater“ acht Jahre vergangen sind,
blieb ihre kreative Präsenz ungebrochen:
Nebenprojekte, eine Liveplatte
und eine besondere Jubiläums-
Compilation hielten die Tür zum
Band-Kosmos weit offen.
INFO: www.stadtsaal.com, Stadtsaal
Wien, Mariahilfer Straße 81,
1060 Wien, 21. & 22. Dezember,
19:30 Uhr, VVK: ab € 34,60
ZAZ
Mit dem Megahit „Je veux“
katapultierte sich Zaz 2010
in die internationale Musikszene
und machte ihre einzigartige
Stimme, die Pop, französisches
Chanson und Jazz
verbindet, weltweit bekannt.
Fünf Studioalben, über
fünf Millionen verkaufte
Exemplare und energiegeladene
Liveshows auf drei
großen Welttourneen haben
ihr eine treue Fangemeinde
beschert. Als eine der größten
Botschafterinnen der französischen
Sprache arbeitete sie mit
Legenden wie Quincy Jones und
Charles Aznavour zusammen und
prägt die Szene seit über einem
Jahrzehnt. Ende Jänner 2026
macht Zaz im Wiener Gasometer
halt. Ein absolutes Muss für alle
Fans der französischen Musik.
OEHL
Ariel Oehl bringt auf seiner Akustiktour mit
Romi Rabic und Niklas Apfel nostalgische
Momente und neue wie bekannte Lieder
besinnlich auf die Bühne.
INFO: Spielstaetten.buehnen-graz.com,
Orpheum Extra, Orpheumgasse 8,
8020 Graz, 17. Dezember, 20:00 Uhr,
VVK: € 32,–
ELEKTRO GUZZI
Elektro Guzzi verbinden auf „Liquid Center“
Liveenergie mit subtiler Techno-Abstraktion
zu einem präzisen Klang.
INFO: www.spielboden.at,
Spielboden Dornbirn, Färbergasse 15,
6850 Dornbirn, 20. Dezember,
21:00 Uhr, VVK: € 29,90
RIAN
Frische Songs und energiegeladene Shows
bringen RIAN auf Tour – Anfang 2026
folgt außerdem sein erstes Debütalbum.
INFO: www.planet.tt, Raiffeisen Halle im
Gasometer, Guglgasse 8, 1110 Wien,
20. Dezember, 20:00 Uhr, VVK: € 44,99
XAVIER NAIDOO
Im Jänner 2026 steht Xavier Naidoo
endlich wieder in Wien auf der Bühne
und präsentiert seine größten Hits in einer
einzigartigen Arenashow.
INFO: www.stadthalle.com Wiener Stadthalle,
Halle D, Roland-Rainer-Platz 1,
1150 Wien, 11. Jänner 2026, 19:30 Uhr,
VVK: ab € 84,90
LIONHEART
Seit 2007 prägt Lionheart die Hardcore-
Szene der kalifornischen Bay Area mit
brutaler Energie und harten Lyrics.
INFO: www.simmcity.at, Simm City Festsaal
Zentrum Simmering, Simmeringer
Hauptstraße 96a, 1110 Wien, 13. Jänner
2026, 19:00 Uhr, VVK: € 49,99
EDDIN
Mit eingängigen Songs und emotionalen
Texten gewinnt Eddin zumehmend Aufmerksamkeit
in der Musikszene. Bald gibt es den
Künstler in der Grellen Forelle zu erleben.
INFO: www.grelleforelle.com, Grelle
Forelle, Spittelauer Lände 12, 1090 Wien,
13. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 44,90
DAS PARADIES
Psychedelische Sounds und fließende
Melodien treffen live im Wiener Rhiz auf
die Paradies-Klangwelt.
INFO: www.rhiz.wien, Rhiz, Gürtel -
bogen 37, 1080 Wien, 19. Jänner 2026,
20:00 Uhr, VVK: € 23,99
VIOLETTA PARISINI
In ihren Liedern öffnet Violetta Parisini
vertraute Gefühlswelten und webt daraus
einen warmen, bewegenden Klangteppich
voller Lachen und Tränen.
INFO: Spielstaetten.buehnen-graz.com,
Orpheum Extra, Orpheumgasse 8,
8020 Graz, 16. Jänner 2026,
20:00 Uhr, VVK: € 29,50
EZRA FURMAN
Neben Linz stehen für Furman noch Shows
in Wien und Graz auf dem Programm.
Neues Werk: „Goodbye Small Head“.
INFO: www.posthof.at, Posthof, mittlerer
Saal, Posthofstraße 43, 4020 Linz,
21. Jänner 2026, 20:00 Uhr, VVK: € 38,50
FRIDA GOLD
Die deutsche Popband Frida Gold bringt
2026 im Rahmen ihrer Tour mit der EP
„Morgenrot“ kraftvolle und tiefgründige
Momente auf die Bühne des B72.
INFO: www.b72.at, B72, Hernalser
Gürtel-Bogen 72, 1080 Wien, 20. Jänner
2026, 20:00 Uhr, VVK: € 29,–
LEPROUS
Im Rahmen der „European Tour PT.2“
kommen Leprous wieder nach Wien
und versprechen ein intensives, energiegeladenes
Liveerlebnis.
INFO: www.simmcity.at, Simm City Festsaal
Zentrum Simmering, Simmeringer
Hauptstraße 96, 1110 Wien, 26. Jänner
2026, 19:30 Uhr, VVK: € 43,60
MONET192
Auf der „AURA TOUR“ bringt
Monet192 seinen unverwechselbaren
Sound zurück
auf die Bühne. Insgesamt
19 Shows bieten reichlich
Gelegenheit, seine Musik
live zu erleben und die
Energie seiner Performance
aufzusaugen. Hits
wie „H3tel“, „Body“ und
„Niemalsland“ haben sich
längst in die Herzen der
Fans gespielt, und seine
Songs sind wie ein offenes
Tagebuch: direkt, ungeschönt
und ehrlich bis zum letzten
Beat. Die aktuelle Tour macht
diese Authentizität und Intensität
auf der Bühne spürbar wie nie
zuvor. Live hebt Monet192 die
Energie auf ein völlig neues Level,
sodass jede Show zu einem unvergesslichen
Erlebnis wird.
INFO: www.flex.at, Flex, Donaukanal/
Augartenbrücke, 1010 Wien, 18. Jänner
2026, 20:00 Uhr, VVK: € 39,50
APPARAT
Auf seiner kommenden Tour macht Apparat
2026 Station in Wien, spielt Stücke vom
neuen Album und verspricht eine
eindringliche und intensive Performance.
INFO: www.arena.co.at, Arena Wien,
Baumgasse 80, 1030 Wien, 28. Jänner
2026, 19:00 Uhr, VVK: € 46,90
LUKAS OSCAR
Gefühlsstarke Songs und einprägsame
Melodien machen Lukas Oscar live zu
einem besonderen Erlebnis.
INFO: www.konzerthaus.at, Wiener
Konzerthaus, Berio Saal, Lothringerstraße
20, 1030 Wien, 30. Jänner 2026,
21:00 Uhr, VVK: € 32,90
SYML
Auf Nobody Lives Here verbindet SYML
klare Melodien mit emotionalem Songwriting
über Verlust und Vergänglichkeit.
INFO: www.wuk.at, WUK, Währinger
Straße 59, 1090 Wien, 01. Februar
2026, 20:00 Uhr, VVK: € 49,–
Während der kommenden
„Springbrunnen Tour
2026“ bringt DOTA neue und
mit Spannung erwartete Songs
auf die Bühne und verbindet sie
mit ausgewählten Stücken aus
bisherigen Alben. Minimalistisch,
kontrastreich und verspielt
zugleich, gehen die Texte direkt ins
Herz – ehrlich, suchend und voller
wacher Beobachtungen und feiner
Zwischentöne. Dota Kehr schafft
DOTA
gemeinsam mit ihrer Band live
eine dichte, groovende Atmosphäre
zwischen nachdenklicher
Poesie, spielerischem Humor und
feiner Ironie, sodass jede Show zu
einem intensiven Erlebnis voller
Gefühl, musikalischer Leichtigkeit
und Charme wird.
INFO: www.arena.co.at, Arena Wien,
Baumgasse 80, 1030 Wien, 16. Jänner
2026, 19:00 Uhr, VVK: € 41,94
© Jan Welters, Yung Eye, Manuel Pitsch, Annika Weinthal
DOT.PLANER 79
TEXTE: WOLFGANG HECKEL-MOEHLE
Anschnallen, bitte
Die Freeski- und Snowboard-Saison hat begonnen, und die ersten Wintersportler tummeln
sich schon auf den Pisten. DOT. hat die aktuellen Event-Highlights für euch zusammengestellt.
VÄLLEY RÄLLEY
Im Zillertal startet das „Onboarding“
für die ersten Flüge über
die Schanzen, gemeinsam mit
den „Ästhetikern“. Was als kleine
Snowboard-Wettbewerbs-Tour
begann, ist heute die angesagteste
Aufstiegstour in Europa. Bei der
Zillertal VÄLLEY RÄLLEY unter
der Federführung des legendären
Snowboardclubs „Die Ästhetiker“
werden in vier Bewerben
die neuen Kings und Queens der
Königsfamilie im Zillertal gesucht.
Die Events bieten Nachwuchssportlern
eine Plattform, ihr Können
mit Gleichaltrigen zu messen
und sich für weitere Wettbewerbe
zu qualifizieren. Damit dient die
Snowboardtour jungen Snowboardern
als Sprungbrett in den
internationalen Profisport. Viele
ehemals blutjunge Talente, die bei
der VÄLLEY RÄLLEY ihre erste
Medaille gewannen, mischen heute
ganz oben im internationalen
Wettbewerbszirkus und bei Olympia
mit. Die Wettbewerbe werden
VÄLLEY RÄLLEY
in der olympischen Disziplin
„Snowboard Slopestyle“ ausgetragen
und sind an das internationale
Punktesystem der „World
Snowboard Point List“ und das
„World Rookie Ranking“ angebunden.
Darüber hinaus können sich
Jugendliche unter 18 Jahren jedes
Jahr erneut für die World Rookie
Tour Finals qualifizieren.
valleyralley.at
JIB KING
Das Opening im Absolut Park in
Flachauwinkl ist beim Jib King
voll auf Schiene. Am 13. und
14. Dezember werden auf den
Rails zum Saison-Auftakt die
Funken fliegen. Die Amateur-
Division bietet Freeskiern und
Snowboardern aller Alters- und
Könnensstufen die Chance,
erste Wettbewerbserfahrungen zu
sammeln und ihre Tricks im Park
zu zeigen – ganz ohne Kosten.
Die Anmeldung erfolgt direkt am
Samstag im Chill House, sodass
jeder spontan teilnehmen kann.
Die Pro-Division versammelt am
Sonntag die besten Freeskier und
Snowboarder zu einem hochkarätigen
Jam-Session-Wettbewerb, um
die Queens und Kings zu krönen.
Als WSPL-Elite-Event (World
Snowboard Federation) ist diese
professionelle Disziplin des Jib
King international für Ranglisten
relevant und zieht mit einem
Preisgeld von 2500 Euro einige
der besten Talente der Szene nach
Flachauwinkl. Fans können die
Action über den YouTube-Stream
mit Live-Kommentaren verfol-
Jib King
© SAAC / Daniel Hug, Terragraphy, PflanzlMedia, open-faces.com / mia maria knoll, Moritz Ablinger, Polar
80 DOT.PLANER
FIS Snowboard
Alpine Worldcup
gen, während vor Ort DJ- und
Chill-House-Side-Events für beste
Stimmung sorgen.
absolutpark.com
SNOWBOARD-WELTCUP
Am 13. und 14. Jänner verwandelt
sich Bad Gastein erneut in eine
Bühne für den legendären VISA
FIS Snowboard Alpine Worldcup.
In spannenden Duellen wird sich
die internationale Snowboard-Elite
in Flutlicht-Rennen nebeneinander
um die beste Zeit messen.
Mit 34 Grad durchschnittlicher
Hangneigung zählt die Bucheben-
Piste zu einer der steilsten Strecken
im Weltcup und fordert daher
auch bei den Athleten mit ihren
Carving-Schwüngen ordentliche
Schräglagen. Die Kombination
aus sportlicher Höchstleistung
und unvergleichlicher Stimmung
macht diesen Event zu einem Muss
für alle Wintersport-Fans. Der
Heim-Weltcup beflügelt mit den
anfeuernden Fans auch regelmäßig
unsere Athleten zu Höchstleistungen.
Letztes Jahr durften Sabine
Payer und Andreas Prommegger
im Parallel Mixed Team Event vom
obersten Stockerl strahlen. Andreas
Prommegger holte bei den
Herren zudem noch Silber.
gastein.com
CASH4TRICKS-TOUR
„Blamieren oder kassieren“ ist das
Motto der Cash4Tricks-Tour, die
in neun Skigebieten mit Live-Moderation
und zwei Judges über die
Rails und Schanzen geht. Wer sich
traut und seinen Trick save nach
unten bringt, kann richtig „Cash“
absahnen. Fünf Euro gibt es pro
Sprung oder Trick, dem die Judges
ein „Thumbs up“ geben. Wer an
mindestens vier Events teilnimmt,
hat die Chance, mit dem Cash-
4Tricks-Sammelpass am Ende der
Saison noch fette Preise von Blue
Tomato und Ski amadé abzusahnen.
Im Snowpark Alpendorf kann
man bei den Freestyle Fridays
schon einmal mit erfahrenen
Coachs üben. Dabei werden kostenlos
und spielerisch die Basics
des Freestyle-Sports in entpannter
Atmosphäre und auf kindgerechten
Obstacles vermittelt: Von ersten
Sprüngen und Grabs bis hin
zu Slides, Rails und sogar coolen
360°-Drehungen. Die Fun-Line ist
dabei ideal für Anfänger und zum
Aufwärmen – davon konnte sich
auch schon das DOT.magazine im
Test überzeugen.
Erste Begegnungen mit insgesamt
20 Banked Turns, Bumps,
kleinen Jumps und Boxen fühlen
sich hier richtig gut an. Ist die
Fun-Line erst einmal gemeistert,
geht es weiter auf die Progression-
Line: Auf dieser Line steigen auch
die Größe und Schwierigkeit der
Jumps und Jibs und auch der
Spaß, denn da heißt es: „Mehr
Speed, mehr Airtime, mehr
Style!“ Auf der Funcross-Strecke
und beim Parallel-Slalom kann
man sich auch noch spannende
Battles mit Freunden liefern – ein
Videobeweis zeigt, wer die Nase
vorne hatte.
snow-space.com/freestyle
skiamade.com/cash4tricks
Cash4Tricks-Tour
DOT.PLANER 81
DAS 119. DOT. erscheint am 29. Jänner 2026
SEND HELP
NO OTHER CHOICE
STURMHÖHE
ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
Emerald Fennell macht aus
Margot Robbie und Jacob
Elordi Cathy und Heathcliff –
in der Verfilmung von Emily
Brontës Sturmhöhe. Bei Rachel
McAdams und Dylan O’Brien
geht’s weniger romantisch zu.
Sie stranden in Send Help als
Arbeitskollegen, die sich nicht
ausstehen können, auf einer
einsamen Insel. Park Chan-wook
erzählt derweil in No Other
Choice von einem Langzeitarbeitslosen,
der sich einen
Job sichern will: Er eliminiert
einfach seine Konkurrenz. Von
Jobs ist in der Verfilmung von
Joachim Meyerhoffs Ach, diese
Lücke, diese entsetzliche Lücke
noch keine Rede: Es geht erst mal
an die Schauspielschule …
Impressum Cover © 2025 20th Century Studios. All Rights Reserved. DOT.magazine erscheint 9 x p.a. mit einer Auflage von 120.000 Exemplaren österreichweit in der
PPH Media Verlag GmbH, Kutschker gasse 42/ Top 13, A-1180 Wien, Tel.: +43 1 235 13 66-800, E-Mail: office@pph-media.at, Web: www.pph-media.at Distribution: Österreichweit
in allen Constantin Film- & Cineplexx-Kinos, 198 McDonald’s-Restaurants und allen Star Movie Kinos. Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak Verlagsleitung: Georg Peter
Senior Account Manager & Marketing: Michael Martinek Chefredaktion & Chefin vom Dienst: Nicole Albiez Senior Account Manager: Daniela Ruff Film: Nicole Albiez,
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Gudrun Likar Produktion: Hofeneder & Partner GmbH. Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Veranstalter, Fotoagenturen und diverse Fotografen. Für unverlangt eingesandte Texte und
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