9. Dezember 2025
- Graz hat eine neue Citymanagerin - Nach „Grazer"-Bericht über Millionenklage: „Politiker sollen für Fehler haften" - Helmut Markos Ära bei Red Bull endet - Grazer Glockenspielkeller insolvent
- Graz hat eine neue Citymanagerin
- Nach „Grazer"-Bericht über Millionenklage: „Politiker sollen für Fehler haften"
- Helmut Markos Ära bei Red Bull endet
- Grazer Glockenspielkeller insolvent
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Grazer9. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE
Getty
Quelle: ZAMG
7°
Morgen bleibt
es den ganzen
Tag über leicht
bewölkt bei
Temperaturen von
frischen 2 Grad in der Früh bis
zu relativ milden 7 Grad.
Pension
Nach zwanzig Jahren und vielen Erfolgen
ist die Ära Helmut Marko bei Red
Bull Racing wohl beendet. 6
Reaktion
Nach der „Grazer“-Geschichte über die
Millionenklage der Acoton gegen die
Stadt, kommt massive Kritik. 4
Graz hat eine neue
Citymanagerin
FOTO
Hoffnungsfroh. Mit 1. Dezember hat die neue Citymanagerin Elisa-Maria Steinberger (2.v.r.) ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie ist ab sofort die
zentrale Ansprechpartnerin für alle wirtschaftlichen Anliegen rund um die Grazer Innenstadt. Sie will eine „Kümmerin” für Alle sein. SEITEN 4/5
2 graz
www.grazer.at 9. DEZEMBER 2025
Neue Citymanagerin
GR Anna Robosch stellt einen
dringlichen Antrag . STADT GRAZ/FISCHER
Maßnahmen
gegen Gewalt
■ SPÖ-Gemeinderätin Anna
Robosch fordert stärkere Maßnahmen
gegen Gewalt an Frauen.
Die Gemeinderätin hält das
spanische System einer elektronischen
Fußfessel für Gewaltgefährder
als wirksam und
wird einen dringlichen Antrag
im Gemeinderat einbringen,
der die Bundesregierung unter
anderem auffordert, ein elektronisches
Monitoring-System
für Gefährder einzuführen und
Gewaltpräventionsprogramme
auszubauen.
Graz Tourismus
Geschäftsführer
Dieter Hardt-
Stremayr, Andrea
Keimel (Leiterin
A15), Citymanagerin
Elisa-Maria
Steinberger,
Stadtrat Kurt Hohensinner
(v.l.).
PREMIERE. Elisa-Maria Steinberger ist die neue Citymanagerin von Graz. Heute
stellte sie gemeinsam mit Stadtrat Kurt Hohensinner ihre Visionen für die Stadt vor.
KK
NËH werden beim Konzert für
Stimmung sorgen.
WEINBERGER
Benefizkonzert
für Help4Kids
■ Am morgigen 10. Dezember
findet in „Die Brücke“ ein Benefizkonzert
zugunsten von Help-
4Kids statt. Im Zuge des Konzertes
werden Spenden für Familien
mit Kindern mit Behinderungen
gesammelt, damit diese einige
Tage Urlaub verbringen können.
Für den musikalischen Rahmen
sorgen Netten Ëlteren Herren
(NËH), die auch ein neues Lied
(Welt-Uraufführung) zugunsten
von Help4Kids präsentieren
werden. Der Eintritt ist frei, jede
Spende jedoch erwünscht.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Seit 1. Dezember hat Graz mit
Elisa-Maria Steinberger
eine neue Citymanagerin.
„Ich möchte eine positive Stimmung
schaffen und erzählen,
was gut funktioniert und wo wir
Stärken haben. Es ist mir wichtig,
die Dinge anzupacken, aber miteinander
nicht gegeneinander“,
so die neue Citymanagerin.
Für den für Wirtschaft zuständigen
Stadtrat Kurt Hohensinner
war es besonders wichtig,
bessere Rahmenbedingungen
und klare Zuständigkeiten zu
schaffen, sowie jemanden zu haben,
der sich aktiv um die Anliegen
der City und ihrer Unternehmer
kümmert.
Zuordnung
„Der Handel und die gesamte
Wirtschaft stehen auch in Graz
unter Druck. Die Bürger und
Unternehmer wünschen sich,
dass wir ins Handeln kommen.
Uns war es daher wichtig, das
strategische Management weiterzuentwickeln.
Dazu wurde
das neue Citymanagement geschaffen.
Das Citymanagement
war bisher bei der Holding Graz
angesiedelt. Dort wurde es nun
herausgelöst und in die Abteilung
für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung
(A15) der Stadt
implementiert. „Wir haben die
Herausforderung angenommen,
das Citymanagement in die A15
zu integrieren. Elisa-Maria Steinberger
ist eine tolle Verstärkung
für unser Team. Uns ist es wichtig,
Synergien zu finden und zu
bündel. Was ist schon da in Graz
und welche Prozesse müssen wir
noch auf- und umsetzen“, erklärt
Andrea Keimel, Leiterin der
A15.
Ausrichtung
Die neue Citymanagerin versteht
sich selbst als Drehscheibe
und Kümmerin für die Anliegen
aller Innenstadt-Akteure: „Ich
bin eine Kümmerin, jemand,
der aktiv zuhört.“ Dabei hat sich
Steinberger die Entbürokratisierung,
das Leerstandsmanagement
und die Frequenzsteigerung
besonders auf die Fahnen
geheftet. „Gerade bei der Fre-
quenz ist die Frage, wie wir diese
steigern können. Da braucht
es aus meiner Sicht auch unkonventionelle
Ideen“, so Steinberger.
Eine dieser unkonventionellen
Ideen etwa ist, einen
Hörsaal in der Stadt zu machen,
um so wieder mehr junge Leute
in die Stadt zu bringen. Denn
es braucht aus ihrer Sicht eine
pulsierende Innenstadt. Dies ist
auch für den Tourismus wichtig,
wie Graz Tourismus Chef Dieter
Hardt-Stremayr weiß: „Der
Tourismus ist ohne pulsierende
Innenstädte nicht darstellbar.“
Auch sieht er die neue Koralmbahn
als große Chance.
Die größte Herausforderung
für Elisa-Maria Steinberger
wird jedoch das knappe Budget
sein. Derzeit stehen dem Citymanagement
für 2026 167.000
Euro zur Verfügung. „Es gibt viele
kleine Stellschrauben, an denen
man drehen kann, und die
auch nicht viel kosten.“ Erklärtes
Ziel von Hohensinner und
Steinberger ist es die Grazer Innenstadt
wieder zum attraktivsten
Einkaufszentrum von Graz
zu machen.
9. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 3
Eine Chance
für Zeus
Grazer
Pfoten
Am Samstag helfen mehrere Autoren bei der Kundenberatung in der Buchhandlung
Moser und stellen dabei auch ihre Werke vor.
GETTY
Autoren im Buchhandel
■ Literaturfans aufgepasst: Am
Samstag, dem 13. Dezember
2025, sind mehrere Autoren
in der Buchhandlung Moser
in Graz vor Ort. Sie helfen an
diesem Tag bei der Kundenberatung
und informieren Interessierte
über ihre Werke. Am
Samstag mit dabei sind: Anita
Keiper, Robert Fimbinger,
Robert Eichenauer, Ursula
Gerhold (ab 12 Uhr), Mirella
Kuchling, Florian Mittl, Werner
Schandor, Sandra Struggl,
Eva Surma (10–12 Uhr), Johannes
Wally, Julia Zaunschirm,
Ingrid Zebinger-Jacobi (ab
13 Uhr). Die Schriftsteller sind
durch Namensschilder erkennbar,
die alle Mitarbeiter tragen
und auf denen „Autor“ oder
„Autorin“ stehen. Literaturbegeisterte
können diese Gelegenheit
nutzen, mehr über die
Schriftsteller zu erfahren, sich
beraten zu lassen und neue
Lektüre für die Feiertage zu
entdecken.
Zeus sucht rasseerfahrene Menschen mit Geduld.
Zeus kam aufgrund einer
Abnahme in die Arche
Noah. Der Rüde wurde in einer
Box gehalten und hatte keine
Bewegungsfreiheit und keinen
Zugang zu frischem Wasser.
Durch seine Erlebnisse ist
er nun etwas unsicher, aber
trotzdem offen und freundlich.
Zeus bemüht sich sehr und
kann mittlerweile die Grundkommandos.
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www.grazer.at 9. DEZEMBER 2025
Nach „Grazer“-Bericht über Andreas Hofer Platz-Garage
„Politiker sollen
für fahrlässiges
Handeln haften“
Stein des Anstoßes
sind
unter anderem
diese Fußgängerunterführungen,
die im
Zuge der Neutorbaustelle
geschleift und
der Acoton
dadurch Kosten
verursacht
wurden. LUEF
KRITIK. Nach der
„Grazer“-Geschichte
über die Millionenklage
der Acoton gegen die
Stadt, kritisieren ÖVP,
FPÖ und Neos massiv.
Von Tobit Schweighofer
tobit.schweighofer@grazer.at
Lange wurde davor gewarnt,
jetzt ist es Realität:
die Acoton, Eigentümerin
der Tiefgarage Andreas Hofer-
Platz reicht eine Klage über zwei
Millionen Euro gegen die Stadt
ein. „der Grazer“ berichtete am
Sonntag exklusiv in der Printausgabe,
sowohl ÖVP, FPÖ und Neos
kritisieren die Koalition massiv
dafür.
„Die drohende Millionenklage
zur Tiefgarage am Andreas-
Hofer-Platz überrascht uns nicht
– wir haben bereits 2023 im Gemeinderat
klar davor gewarnt“,
meint ÖVP-Geschäftsführer
Markus Huber. „Trotz eindeutiger
Hinweise wurde unser
Dringlichkeitsantrag damals abgewürgt
und ignoriert, anstatt
rechtzeitig gegenzusteuern und
die Stadt abzusichern. Bürgermeisterin
Elke Kahr wusste seit
zwei Jahren von der Gefahr und
hat dennoch keine Vorsorge getroffen
– kein Gespräch, keine
Lösung, kein Schutz für das Budget.
Auch Verkehrsreferentin Judith
Schwentner hätte handeln
können, doch es gab weder Risikobewusstsein
noch einen Plan
B. Jetzt droht Graz ein Schaden
in Millionenhöhe. Geld, das für
Schulen, Wirtschaft, Vereine und
Öffis fehlen könnte. Nach der Remise
Steyrergasse und der Unterführung
in der Josef-Huber-Gasse
ist das kein Einzelfall mehr,
sondern ein politisches Muster.
Diese Koalition schaut zu und
die Grazerinnen und Grazer zahlen
am Ende die Rechnung.“
Im Gemeinderat
Der freiheitliche Gemeinderat
Günter Wagner wird deshalb im
Rahmen der nächsten Sitzung
des Gemeinderates eine Anfrage
zur Thematik einbringen und das
grüne Stadtsenatsmitglied mit
der Problematik konfrontieren.
„Leider hat Vizebürgermeisterin
Judith Schwentner die drohenden
rechtlichen Konsequenzen
stets kleingeredet oder gänzlich
ignoriert. Angesichts der Dimension
der Klage hat die Öffentlichkeit
ein Recht darauf zu erfahren,
wie es überhaupt so weit kommen
konnte. Die FPÖ wird hier
mittels einer Anfrage das bisherige
Handeln der Stadtregierung
näher beleuchten. Bedauerlicherweise
kann das Vorgehen
als sinnbildlich für die Art und
Weise bezeichnet werden, wie
diese Koalition agiert“, so FPÖ-
Bürgermeisterkandidat René
Apfelknab.
Die Neos fordern gar eine Politikerhaftung
für grob fahrlässiges
Handeln. „Hintergrund der Klage
sind erhebliche Mehrkosten
und wirtschaftliche Schäden, die
durch die monatelange Sperre
sowie notwendige Adaptierungen
der Tiefgarage am Andreas-
Hofer-Platz entstanden sind.
So kann es nicht weitergehen“,
erklärt Fraktionsvorsitzender
Philipp Pointner. und erinnert
daran, dass den Schaden aus
verlorenen Klagen am Ende immer
die Steuerzahlerinnen und
Steuerzahler begleichen müssen.
Deshalb müsse zukünftig genauer
geprüft werden, welche Rolle
die Politik in diesen Fällen gespielt
hat: „Der sorglose Umgang
mit dem Steuergeld der Grazerinnen
und Grazer muss ein
Ende haben und darf nicht mehr
für ideologiegetriebene Streitigkeiten
verschwendet werden!“
derGrazer
IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8
bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß
(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena
Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),
Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/ 80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/
80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.
6 graz
www.grazer.at 9. DEZEMBER 2025
Marko-Ära bei Red Bull endet
MOTORSPORT. Der Grazer Helmut Marko ist einer der Architekten des Erfolgs von Red Bull Racing.
Nun soll das Engagement beim Rennstall aber enden, seit 2005 war er für die Bullen tätig.
Von Leonhard Schweighofer
leonhard.schweighofer@grazer.at
Nach zwanzig Jahren und
unzähligen Erfolgen ist die
Ära Helmut Marko bei Red
Bull Racing wohl beendet, wie es
nach übereinstimmenden Medienberichten
heißt. Damit ist nun
auch der letzte Architekt des erfolgreichen
Rennstalls nicht mehr
Teil des Teams. Mit 82 Jahren geht
Marko nun in den Motorsport-Ruhestand,
mit Red Bull einigt man
sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung,
das Arbeitspapier
wäre ursprünglich noch bis 2026
gelaufen.
2005 übernahm der österreichische
Energy-Drink-Konzern den
britischen Rennstall Jaguar, gemeinsam
mit Star-Designer Adrian
Newey und Teamchef Christian
Horner formte Marko ein Siegerteam,
sechs Konstrukteurs- und
acht Fahrerweltmeisterschaften
stehen auf dem Konto. Nachdem
Newey 2024 das Team verließ und
Horner in der laufenden Saison den
Hut nehmen musste, ist nun auch
Marko an der Reihe. Die Red Bull
Konzern-Führung soll einen kompletten
Neustart forcieren.
Weltmeister-Macher
Marko formte als Motorsportchef
und Leiter der Nachwuchs-Abteilung
zwei Vierfach-Weltmeister.
Sebastian Vettel gewann von 2010
bis 2013 vier Titel, auch der aktuelle
Superstar Max Verstappen
zählt zu den engsten Vertrauten
des Grazers. 2016 holte Marko den
damals 18-jährigen Niederländer
zu Red Bull, dieser gewann gleich
sein erstes Rennen, fünf Jahre spä-
Marko und Red Bull gehen wohl getrennte Wege. Der Grazer war 21 Saisonen
für den österreichisch-britischen Rennstall als Motorsportchef tätig. GEPA
ter dann seinen ersten WM-Titel,
auf den drei weitere folgten.
Ob der Abgang von Marko damit
auch Folgen für den Verbleib von
Verstappen hat, bleibt abzuwarten.
Immer wieder war für den Holländer
der Verbleib von Marko Bedingung
für seinen eigenen. Ebenso ist
unklar, wer die Nachfolge antritt.
Sebastian Vettel wird ins Spiel gebracht,
ebenfalls ist es möglich, dass
der Posten nicht nachbesetzt wird.
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9. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
graz 7
Glockenspielkeller insolvent
PLEITE. Das Insolvenzkarussell dreht sich in Graz munter weiter. Nun schlitterte mit dem Glockenspielkeller
das nächste Gastro-Unternehmen in die Pleite. Es ist bereits die dritte von Gastronom Markus Schaffer.
Von Sabrina Naseradsky
sabrina.naseradsky@grazer.at
Eine Insolvenzmeldung jagt derzeit
die Andere. die Wirtschaft
zieht nicht an und das merken
auch zahlreiche Unternehmen und
Gastronomiebetriebe. In Graz setzt es
nun die nächste Pleite in der Gastro.
Der Glockenspielkeller von Markus
Schaffer musste nun Insolvenz anmelden.
es ist bereits die dritte Pleite
des Gastronomen, denn auch seine
beiden anderen Restaurants der Thomawirt
und das Fridda&Maxx mussten
bereits Insolvenz anmelden.
Sanierung
Wie der AKV und der KSV1870übereinstimmend
berichten, hat das
Unternehmen am LGZ ein Sanierungsverfahren
ohne Eigenverwaltung
beantragt. Von der Insolvenz
sind zwölf Dienstnehmer und rund
21 Gläubiger betroffen. Die Passiva
belaufen sich auf 1,226 Millionen
Euro. Dem stehen 771.700 Euro an
Aktiva gegenüber. Als Gründe für die
Pleite werden unter anderem das geänderte
Kundenverhalten, gestiegene
Energie-, Personal- und Warenkosten
als auch auf den Personalmangel angegeben.
Zudem überstiegen die für
die Übernahme und Anpassung des
Standortes erforderlichen Investitionen
die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
des Unternehmens. Es wird
eine fortführung des Unternehmens
angestrebt, die unter anderem durch
Straffung des Belegstandes sowie der
Kosten sowie Änderung des Angebotes
erreicht werden soll. „Der zu
bestellende Insolvenzverwalter wird
nunmehr zu prüfen haben, ob eine
Fortführung im Interesse der Gläubiger
liegt und der vorgelegte Sanierungsplan
eingehalten werden kann“,
so René Jonke, Leiter Region Süd.
Die nächste Pleite in der Grazer Gastro: Der Glockenspielkeller von Gastronom Markus
Schaffer ist in die Pleite geschlittert. Eine Fortführung ist jedoch geplant. KK
Was kostet ein Christbaum?
ÜBERBLICK. Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christkind, sondern auch der Preisüberblick für
Christbäume der Arbeiterkammer Steiermark (AK). Doch was kostet ein Weihnachtsbaum heuer?
Am morgigen 10. Dezember starten in Graz die Christbaummärkte. Die
AK hat sich im Vorfeld einen Preisüberblick verschafft.
KK
Von Sabrina Naseradsksy
sabrina.naseradsky@grazer.at
Auch heuer hat sich die AK
wieder auf den Weg gemacht
und einen Marktrundgang
zum Thema Christbaum
gestartet. Insgesamt 23
Anbieter wurden nach den
Preisen, den dafür ausschlaggebenden
Kriterien und nach der
Herkunft gefragt. Es zeigt sich
ein Christbaum bekommt man
mittlerweile fast überall – von
Baumärkten über Möbelhäuser
und Gartencenter bis hin zu den
lokalen Christbaumhändlern.
Ware & Preis
Im Handel stammen die Christbäume
aus Deutschland, Dänemark,
Polen und Österreich. Wer
Wert auf steirische Ware legt, der
sollte auf rot-weiß-roten Banderole
mit dem Hinweis „Ein Baum
aus der Heimat“ und der Aufschrift
„Steirischer Christbaum“
achten.
Die Preise hängen generell von
der Höhe und der Qualität ab.
Die Preise der eineinhalb Meter
hohen Nordmanntannen liegen
zwischen 15 und 52,50 Euro – im
Durchschnitt rund 30 Euro. Für
die Zwei-Meter-Bäume zahlen
Konsumenten zwischen 20 und
70 Euro, im Schnitt rund 44 Euro.
„Die durchschnittlichen Christbaumpreise
quer über alle Kategorien
stiegen im Zeitraum 2024
bis 2025 im Handel um 7,28 Prozent
und bei den lokalen Christbaumhändlern
um 4,61 Prozent“,
bilanziert AK-Marktforscherin
Arjana Shabanhaxhaj. Der billigste
Baum, den das Team der
AK-Marktforschung ausfindig
gemacht hat, liegt bei 10 Euro
pro Meter, der teuerste liegt bei
35 Euro pro Meter.
Essen | Trinken | Feiern
Cheers
to
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Buchbar ab 16 Uhr
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graz 9
C H R O N I K
Blaulicht
Report
✏ clarissa.berner@grazer.at
Alkokenker fuhr
gegen einen Baum
■ Sonntagnacht, 7. Dezember,
wurde die Polizei zu einem Verkehrsunfall
in Eggersdorf bei
Graz alarmiert. Zunächst befand
sich niemand vor Ort. Erst später
kam eine 55-jährige Frau zur
Unfallstelle. Diese gab an, den
verunfallten PKW gelenkt zu haben.
Aufgrund einiger Unstimmigkeiten
führten die Polizisten
weitere Ermittlungen durch.
Es stellte sich heraus, dass ihr
schwer alkoholisierter 27-jährige
Sohn den PKW lenkte, von
der Fahrbahn abkam und gegen
einen Baum prallte. Er und sein
30-jähriger Beifahrer blieben
unverletzt. Ein 28-Jähriger, der
sich auch im Auto befand, musste
mit schweren Verletzungen
Am Donnerstag gilt ein Sicherheitsbereich rund um die Grazer Merkur Arena.
Der SK Sturm Graz und Roter Stern Belgrad treffen aufeinander. LPD STMK.
ins LKH Graz eingeliefert werden.
Das Fahrzeug wurde schwer
beschädigt und musste von der
Freiwilligen Feuerwehr Kainbach
bei Graz geborgen werden.
Neben einer Anzeige wurde dem
27-Jährigen der Führerschein
vorläufig abgenommen.
Verkehrsunfall in
Graz-Geidorf
■ Am Sonntagmorgen, dem 7.
Dezember, war gegen 8:15 Uhr
eine 40-Jährige mit ihrem PKW
auf der Elisabethstraße in Richtung
stadtauswärts unterwegs.
Sie wollte die Kreuzung mit der
Merangasse geradeaus überqueren,
dürfte jedoch das Rotlicht
missachtet haben. Zeitgleich
war ein 85-jähriger Grazer mit
seinem PKW auf der Merangasse
unterwegs. Dieser wollte die
Kreuzung mit der Elisabethstraße
überqueren. Es kam zur Kollision
beider Verkehrsteilnehmer.
Der PKW des 85-Jährigen überschlug
sich und kam am Dach
zu liegen. Der Mann wurde mit
schweren Verletzungen ins LKH
Graz eingeliefert. Leichte Verletzungen
erlitt die Frau. Sie musste
im Krankenhaus ambulant
versorgt werden.
Sicherheitsbereich
rund ums Stadion
■ Am Donnerstag, dem 11. Dezember,
treffen um 18:45 Uhr
im Rahmen der UEFA Europa
League der SK Puntigamer
Sturm Graz und Roter Stern Belgrad
aufeinander. Aus diesem
Grund hat die Landespolizeidirektion
Steiermark einen Sicherheits-
und Verwaltungspolizeiliche
Abteilung verordnet. Dieser
gilt von 10 bis 24 Uhr rund um
die Merkur Arena. Dort haben
Sicherheitskräfte das Recht, Personen
zu verweisen. Wer sich
dem widersetzt, dem droht eine
Geldstrafe von bis zu 1000 Euro
oder eine Ersatzfreiheitsstrafe
von bis zu vier Wochen. Wer sich
dem weiter widersetzt, kann
festgenommen werden.
Gemeinsam Zukunft gestalten – mit Vertrauen, Verantwortung und einem starken Miteinander.
In diesem Sinne danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Treue – und freuen uns darauf, auch im neuen
Jahr gemeinsam Perspektiven zu schaffen.
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Niemand kontrolliert
Warum wird trotz Radweg Joanneumring/Raubergasse
kein
Fahrradverbot abseits (Schmidgasse,
Hans-Sachs-Gasse, Tummelplatz)
verhängt und die
Radfahrer auf Gehsteigen strenger
kontrolliert und bestraft?
Wahrscheinlich weil niemand
da ist, der es vollzieht.
Christa Tippler
* * *
Kennzeichenpflicht
Verpflichtende Kennzeichenpflicht
für Fahrradfahrer wäre
mal eine Idee, damit deren rücksichtslose
Fahrweise auch mal
abgestraft werden kann.
Matthias Hohl
* * *
Durchdenken
Einerseits werden Fuß- und
Radwege emsig zusammengelegt
(auch wenn Platz für getrennte
Wege wäre - siehe Neutorgasse),
was für Fußgänger
hochgradig gefährlich ist. Andererseits
werden dann Plätze für
Radfahrer gesperrt. Vielleicht
sollte man den ganzen Wahnsinn,
der in Graz ums Radfahren
betrieben wird, mal sachlich
durchdenken.
Klaus Hatzl
* * *
Kundschaft
Als ansässige Unternehmerin
habe ich viele Kunden, welche
mit dem Fahrrad kurz beim Geschäft
stehen bleiben und dann
auch kaufen. Wenn jene nun auf
eine andere Strecke ausweichen
müssen, geht mir diese Kundschaft
verloren. Bezüglich des
Unfalls zwischen Fahrradfahrerin
und Kind kann ich als Augenzeugin
bestätigen, dass sich
dies etwas anders abgespielt
hat. Wichtig wäre ein Miteinander
und kein Gegeneinander
- Rücksichtnahme auf jede beziehungsweise
jeden.
Iris Van DeLilien
* * *
Stört mich nicht
Fahrradfahrer stören mich
überhaupt nicht, oder zumindest
nur ganz selten. Darin
sehe ich kein Problem, es sind
viel mehr E-Scooter und ähnliche
Fahrzeuge, sie sind oft Recht
schnell unterwegs und kaum
hörbar. Insgesamt finde ich das
jedoch alles nicht problematisch,
da habe ich eher manchmal
ein ungutes Gefühl, wenn
ich die St. Peter Hauptstraße
beispielsweise als Fußgänger
überquere.
Florian Kober
* * *
Meistkommentierte
Geschichte
des Tages
Verbot für
Radfahrer
Laut den ansässigen Unternehmern
und Anwohnern
kommt es in der Hans-Sachs-
Gasse häufig zu brenzligen Situationen
zwischen Radfahrern
und Fußgängern. ÖVP-Chef
Kurt Hohensinner fordert eine
reine Fußgängerzone in der
Hans-Sachs-Gasse und in der
Schmiedgasse. Unsere Leser
haben verschiedene Meinungen
zu dieser Idee.
REAKTIONEN & KOMMENTARE
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graz 11
Jeyland
Mitchell
Sportler
des
Wochenendes
Was diese Woche
im Sport passiert
■ Donnerstag: Am 6. Spieltag der Europa League will Sturm den
Anschluss an die Playoff-Plätze nicht verlieren. Gegner ist dabei Roter
Stern Belgrad mit Marko Arnautovic. Anpfiff ist um 18.45 Uhr.
Mitchell ebnete mit seinem ersten Tor den Weg zum Derby-Sieg.
Der 21-Jährige konnte bei seinem Startelf-
Debüt voll überzeugen. Per Kopf traf der Verteidiger
zur zwischenzeitlichen 1:0 Führung.
Es hätte für den 21-Jährigen
wohl keinen besseren Tag
für den ersten Startelf-Einsatz
für Sturm geben können. Derby
gegen den GAK und noch dazu
ausverkauftes Haus, mit 17.425
Zusehern sogar eine Rekordkulisse.
Der Costa Ricaner rückte
aufgrund zahlreicher Ausfälle
in die Startelf und bekam von
Jürgen Säumel das Vertrauen, es
dauerte nur sieben Minuten, bis
er dieses wieder zurück zahlen
konnte. Nach einem perfekten
Eckball von Tomi Horvat kam der
Verteidiger an der zweiten Stange
völlig frei zum Kopfball und netzte
zum 1:0 ein. Auch defensiv ließ
die Leihgabe von Feyenoord Rotterdam
nichts anbrennen, bis zu
seiner Auswechslung in der 88.
Minute blieb Sturm auch ohne
Gegentor. Damit gelang den
UVC Graz
Sowohl die Damen als auch die
Herren gaben sich in Bisamberg
keine Blöße und gewannen
die Partien klar mit 3:0 bzw.
3:1. Damit bleiben die Damen
dicht auf den Fersen von Tabellenführer
Sokol/Post und
liegen nur zwei Punkte zurück.
GEPA
„Blackies“ ein kleiner Befreiungsschlag,
waren die vergangenen
Wochen nicht von Erfolg geprägt.
Ein gelungener Abend also,
wenn noch viele weitere folgen,
könnte die vorübergehende
zu einer permanenten Lösung
werden. Sturm sicherte sich bei
der Leihe auch eine Kaufoption.
Aufgrund der engen Personaldecke
wird Trainer Jürgen
Säumel in den kommenden
Wochen wohl noch häufiger
auf den 21-Jährigen setzen. Für
den Sturm-Coach werden diese
ohnehin entscheidend sein,
denn die Zusammenarbeit läuft
alles andere als harmonisch, wie
Säumel nach dem Derby-Sieg
verriet. Schon am Donnerstag
steht der nächste Härtetest auf
dem Programm, es geht gegen
Belgrad.
Weiters positiv aufgefallen sind:
Luca Schlegl
Der 18-jährige Frohnleitner belegte
bei der Kart Weltmeisterschaft
in Bahrain den 20. Platz.
Damit landete er im obersten
Drittel des Feldes. Qualifiziert
hat er sich für diese als Österreichischer
Meister in der Königsklasse
Senior.
■ Samstag: Der GAK bekommt es in der Fußball-Bundesliga mit einem
harten Gegner zu tun. In der Merkur Arena ist um 17 Uhr der
LASK zu Gast, der mit Cheftrainer Didi Kühbauer das aktuell formstärkste
Team der Liga ist.
Im Sportpark steigt wieder ein Volleyball-Doppel mit dem UVC
Graz. Um 17.30 Uhr geht es für die Männer gegen Union Waldviertel,
danach treffen die Damen um 20 Uhr auf die Wildcats aus Klagenfurt.
Die Handballer der HSG Graz bestreiten auswärts den zweiten Teil
des Hndbl3Beats. In einem 3er Turnier trifft man in Ferlach auf den
Gastgeber und Bärnbach/Köflach, gespielt wird 2x15 Minuten mit
7-Meter-Werfen.
Der UBSC-DBBC Graz trifft in der Basketball Damen Superliga auswärts
auf die Vienna Timberwolves. Tip-off ist um 19 Uhr.
■ Sonntag: Der UBSC Graz muss in der Liga in die Hauptstadt. Die
Partie gegen BC Vienna beginnt um 17.30 Uhr.
Auch für den SK Sturm geht es zum Abschluss der Woche nach
Wien. Um 17 Uhr müssen die Grazer nach Favoriten zur Austria. Und
diese ist gewissermaßen ein Angstgegner von Sturm, in den letzten
sechs Aufeinandertreffen gelang den „Blackies“ kein einziger Sieg.
Die Baskteballerinnen von UBI Graz treten zuhause gegen DBB
Wels an. Nach zuletzt sechs Siegen am Stück soll auch am Sonntag
ein voller Erfolg her. Los geht‘s um 14 Uhr.
Donnerstag,
18.45 Uhr:
SK Sturm vs.
Belgrad
Für Otar Kiteishvili und Sturm geht es in der Europa League weiter. GEPA
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STARKE STEIERMARK –
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Europa? Gerade jetzt!
Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter
nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr
denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten
Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer
Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass
die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale
Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!
9. DEZEMBER 2025 www.grazer.at
In der Belgierkaserne sollen noch immer Opfer des NS-Regimes verscharrt
liegen. Morgen gibt es eine Gedenkveranstaltung für sie. ÖSTERREICHISCHES HEER
graz 13
Ausblick
Was am Mittwoch
in Graz wichtig ist
■ Morgen ist der Internationale Tag der Menschenrechte. In Graz
lädt die Österreichische Liga für Menschenrechte zur feierlichen
Gedenkveranstaltung in die heutige Belgierkaserne in Wetzelsdorf.
Diese war in der Nazi-Zeit eine SS-Kaserne mit rund 5000 Soldaten.
Noch immer liegen laut Forschungen von HGM-Direktor Georg Hoffmann
bis zu hundert Opfer dort in zugeschütteten Bombentrichtern
verscharrt. Deshalb wurde kürzlich die Initiative zur Errichtung einer
„Nationalen Gedenkstätte Graz“ gestartet.
■ Am Bezirksgericht Graz-Ost steht der Prozess rund um die 12-Jährige,
die bei einer Schädeloperation im LKH Hand angelegt haben
soll, an. Ihre Mutter, eine Neurochirurgin, und ein Kollegen sind wegen
mutmaßlicher leichter Körperverletzung angeklagt.
■ In der Genießerei am Markt werden ab 18 Uhr im Rahmen eines
Charity-Events Kekse für den guten Zweck verkauft. Gebacken haben
diese Schüler der Ursulinen zusammen mit den Spitzenköchen Köche
Philipp Dyczek und Alexander Posch.
■ Passend zur Weihnachtszeit präsentieren die Schick Sisters Lieder
aus ihrem Album „A Sisters Christmas“ live auf der Bühne. Beginn ist
um 20 Uhr im Orpheum. „Musikalische Überraschungen“ und Gäste
sind ebenfalls angekündigt.
■ Das Gitarrenorchester Graz lädt zum Jubiläumskonzert in den Stefaniensaal.
Bereits zum 30. Mal wird dort für Stimmung gesorgt. Los
geht es um 19.30 Uhr.
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* Quelle: ÖAK, 1. HJ 2025
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