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10. Dezember 2025

- Freispruch im Grazer Schädlbohrer-Prozess - Grazer Menschenrechtspreis vergeben - Uni Graz ermittelt Treibhausgasbudgets - Sturm Graz erwartet Marko Arnautovic

- Freispruch im Grazer Schädlbohrer-Prozess
- Grazer Menschenrechtspreis vergeben
- Uni Graz ermittelt Treibhausgasbudgets
- Sturm Graz erwartet Marko Arnautovic

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Grazer10. DEZEMBER 2025, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

Morgens ist

es teils wolkig

und teils heiter.

Über Mittag

scheint dann

durchgehend die Sonne. Die

Höchstwerte liegen bei 9 Grad.

Präsentiert

Jochen Pack (l.) und Christoph

Haselmayer präsentierten den ersten

„Unternehmerradar Steiermark“. 6

Geehrt

Irina Karamarkovic und Dietmar Dragarics

wurden mit dem Menschenrechtspreis

der Stadt Graz ausgezeichnet. 4

Aus Mangel an Beweisen in der Schädlbohrer-Affäre:

Freispruch!

APA/APA-POOL/ERWIN SCHERIAU, FISCHER, KK

Urteil. Zwei Neurochirurgen sind heute nach einer Anklage wegen leichter Körperverletzung freigesprochen worden. Im Prozess ging es um eine

Operation, bei der die damals zwölfjährige Tochter einer Chirurgin mit einem Bohrer ein Loch in eine Schädeldecke gebohrt haben soll. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

Historiker Karl A. Kubinzky und

Bürgermeisterin Elke Kahr.FOTO FISCHER

Graz-Historiker

präsentiert Buch

■ Im neuen Bildband von

Karl Albrecht Kubinzky steht

der Grazer Bezirk Eggenberg

im Fokus. Das Werk „Eggenberg.

Geschichten und Bilder

aus dem XIV. Grazer Bezirk“

wurde gemeinsam mit Robert

Hagenhofer in der Edition

Strahalm herausgegeben. Die

Geschichte des Bezirks – von

den Anfängen bis hin zur Gegenwart

– wird darin beleuchtet.

Zudem hat er heute ein

weiteres Buch angekündigt,

das nächstes Jahr erscheint.

Gleichenfeier des Hauses der Bildungswissenschaften.

LUNGHAMMER

Sanierung am

Universitätsplatz

■ 2027 zieht die Universität

Graz mit den Bildungswissenschaften

in das Gebäude

am Universitätsplatz 4. Die

mehr als 125 Jahre alte Fassade

ist denkmalgeschützt.

Das Haus wird von der Bundesimmobiliengesellschaft

von Grund auf saniert. Dabei

wird das Dachgeschoss

neu aufgebaut, barrierefrei

gestaltet und thermisch verbessert.

Heute fand die Gleichenfeier

statt, bei der die

Bauarbeiter der Firma Strobl

Bau gewürdigt wurden.

Am Bezirksgericht Graz-Ost wurden die beiden Chirurgen „aus Mangel an Beweisen“ freigesprochen.

12-Jährige im OP-Saal:

Chirurgen freigesprochen

URTEIL. Der Fall rund um eine Not-OP, bei der eine 12-Jährige ein Bohrloch

am Schädel gesetzt haben soll, endete mit einem Freispruch für die beiden

diensthabenden Ärzte. Das Kind war dabei, habe aber nicht selbst gebohrt.

Von Leonhard Schweighofer

leonhard.schweighofer@grazer.at

Der Fall, der sich im Jänner

2024 im Grazer LKH

ereignete, sorgte auch

über die Landesgrenzen hinaus

für Schlagzeilen. Eine 12-Jährige

war bei einer Not-OP im Saal und

soll sogar selbst in den Schädel

gebohrt haben. Am Mittwochvormittag

gab es dann ein Urteil vor

dem Bezirksgericht Graz-Ost: Die

beiden Ärzte, ein 35-Jähriger und

die 48-jährige Mutter, wurden

freigesprochen.

Betroffener leidet

Die Angeklagten sowie erste Zeugen

wurden bereits im Oktober

vernommen, am zweiten Verhandlungstag

waren Zeugen und auch

der Betroffene am Wort. Der heute

35-Jährige ist nach dem Forstunfall

arbeitsunfähig. Die Thematik setzt

dem betroffenen zu, immer wieder

kämen ihm Gedanken in den Kopf,

eine 12-Jährige hätte ihn operiert.

Doch so soll es nicht gewesen

sein, wenn es nach den Aussagen

der Angeklagten und einigen Zeugen

geht. Eine Anästhesistin sah

vier Hände am Bohrer, auch der

35-jährige Arzt schildert es so. Während

er zum Abschluss der Operation

eine Sonde im Schädel einsetzte

und dafür ein Loch bohrte, wollte

die 12-Jährige mithelfen. Das habe

er nicht verneint, während er bohrte,

legte die Tochter der leitenden

Ärztin ihre Hand auf den Bohrer.

„Ich habe immer die Kontrolle über

den Bohrer gehabt“, meinte er am

ersten Prozesstag. Die Mutter der

heute 14-Jährigen war zu diesem

Zeitpunkt anderweitig beschäftigt.

Zeugenaussagen am zweiten Verhandlungstag

brachten auch keine

andere Handlung hervor.

„Es konnte nicht bewiesen werden,

dass das Mädchen alleine

gebohrt oder mit dem Operationsbohrgerät

Druck ausgeübt hat“, urteilte

das Gericht. Auch keiner der

Anwesenden im Operationssaal

bestätigte, dass sie das getan hatte.

Das Mädchen selbst entschlug sich

der Aussage.

Das Gericht sprach die beiden

Angeklagten daher aus Mangel an

Beweisen frei. Die Schuld der Angeklagten

konnte nicht mit an Sicherheit

grenzender Wahrscheinlichkeit

festgestellt werden. Die Staatsanwaltschaft

gab keine Erklärung ab.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Privatbeteiligte wurde auf den

Zivilrechtsweg verwiesen.

Konsequenzen

Auch wenn der Vorfall für die beiden

Chirurgen strafrechtlich somit

keine Konsequenzen hat, blieb er

nicht ungeahndet. Nach Bekanntwerden

wurden die Beiden vom

LKH Graz entlassen und sind nun

selbstständig. Beide bereuen das

Geschehene moralisch zutiefst,

wie sie am ersten Verhandlungstag

erklärten. „Dass ein Fehler unterlaufen

ist, der moralisch verwerflich

ist, wird einem erst nachher

bewusst“, so der Arzt. Ebenso sieht

es seine Kollegin: „Es war ein großer

Fehler, nicht einzuschreiten“,

meinte die Angeklagte und Mutter

der 12-Jährigen.

KK


10. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 3

Freddie sucht

warmen Platz Grazer

Pfoten

Gerhard Horn (GF Klöcher Bau), BM Matthias Pokorn, LR Claudia Holzer und

Rainer Kienreich (Leiter Baubezirksleitung Steirischer Zentralraum) (v.l.) KK

Eröffnung in Premstätten

■ Nach zwölf Monaten Bauzeit

war es heute so weit: Die

Hauptstraße in Premstätten

wurde nach umfassenden Sanierungsarbeiten

offiziell eröffnet.

Durch die Sanierung sollen

moderne Infrastruktur, sichere

Geh- und Radwege sowie eine

attraktive Grünraumgestaltung

in das Ortszentrum gewährleistet

werden. Auf einer Länge von

950 Metern ist ein eineinhalb

Meter breiter Mehrzweckstreifen

für Rad- und Fußverkehr

entstanden. Zudem wurden die

Fahrbahn sowie die Gehsteige

auf 12,5 Meter verbreitert und

mitsamt Unterbau generalsaniert.

„Nach dem neuen Busbahnhof

ist dies ein weiteres

Schlüsselprojekt, das Premstätten

nachhaltig stärkt – und es

freut mich persönlich sehr zu

sehen, wie spürbar diese Maßnahmen

die Lebensqualität vor

Ort verbessern“, unterstreicht

Verkehrslandesrätin Claudia

Holzer heute.

Freddie wünscht sich eine fixe Bezugsperson.

Freddie ist ein sehr selbstbewusster

Hund, der mit

erhobenem Kopf durch das Leben

geht. An der Leine ist der

Rüde sowohl allein als auch im

Rudel sehr brav und trägt problemlos

einen Maulkorb. Da er

sich mit anderen Hunden und

Katzen nicht gut versteht und

einen ausgeprägten Beschützerinstinkt

hat, wäre ein Einpersonenhaushalt

optimal.

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- männlich

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4 graz

www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

Im Grazer Rathaus wurde der zehnte Menschenrechtspreis verliehen. Irina

Karamarkovic und Dietmar Dragaric sind die Preisträger.

KK

Stadt Graz im Zeichen

der Menschenrechte

PREISVERLEIHUNG. Heute wurde der Menschenrechtspreis

zum zehnten Mal vergeben.

Von Clarissa Berner

clarissa.berner@grazer.at

Am heutigen Mittwoch,

dem 10. Dezember und

Internationalem Tag der

Menschenrechte, wurde der

Menschenrechtspreis in festlichem

Rahmen zum zehnten

Mal vergeben. Der Preis ging an

Irina Karamarkovic und Dietmar

Dragaric. Aus der Grazer

Politik waren mitunter Bürgermeisterin

Elke Kahr, Vizebürgermeisterin

Judith Schwentner,

KPÖ-Klubobfrau Sahar

Mohsenzada, Stadtrat Robert

Krotzer, Gemeinderat Tristan

Ammerer (Grüne), Gemeinderätin

Anna Robosch (SPÖ)

und Gemeinderätin Sabine

Reininghaus (Neos) anwesend.

Der österreichische Diplomat

und Politiker Wolfgang Petritsch

hielt die Festrede.

Preisträger

Seit 2022 ist Irina Karamarko-

vic im Migrant:innenbeirat, von

dem sie auch Vorsitzende ist.

Neben lokaler Arbeit setzt sich

der Beirat auf Kommunalebene

für die Rechte von Grazern,

die aufgrund ihrer Herkunft aus

dem Nicht-EU-Land nicht wahlberechtigt

sind. Dabei handelt

es sich um rund 15 Prozent der

Grazer Bevölkerung.

Von 1984 bis 2008 war Dietmar

Dragaric Direktor des BG/BRG

Oeverseegasse, von 2001 bis

2005 Vizepräsident des Landesschulrats

Steiermark und von

1975 bis 2001 Lehrbeauftragter

an der Pädagogischen Hochschule

Steiermark. Seit 2016 ist

er Vorsitzender der Österreichischen

Liga für Menschenrechte

(Landesstelle Steiermark). Er

verfasste mehrere Publikationen

zum den Schwerpunkten

Geschichte Zentraleuropas,

Schicksale von Jugendlichen in

Krisenzeiten sowie Kriegstagebücher

und Feldpost aus dem

Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Forschende der Uni Graz ermitteln gerechte Treibhausgasbudgets für alle Regionen

der EU. Dies soll nun mit österreichischen Städten diskutiert werden. KK

Uni Graz ermittelt

Treibhausgasbudgets

WERT. Forscher der Uni Graz haben nun einen Rahmen

zur Berechnung dieses Budgets entwickelt.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naseradsky@grazer.at

Zwar wurde mit dem Pariser

Klimaabkommen bestimmt,

wie viele Menge

CO2 emittiert werden. Zahlreiche

Länder, Städte und Regionen

haben sich jedoch bereits

davon verabschiedet. Forscher

der Universität Graz haben nun

erstmals transparente Kriterien

für eine gerechte Verteilung auf

subnationaler Ebene entwickelt

und entsprechende Treibhausgasbudgets

für alle europäischen

Regionen ermittelt.

Berechnung

Eine Forschungsgruppe unter

der Leitung von Karl Steininger,

Klimaökonom am Wegener

Center der Uni Graz, hat

einen Rahmen entwickelt, um

das zu berechnen. „Wir gehen

davon aus, dass jeder und jede

Einzelne in einem Land den

gleichen Anspruch auf Wohl-

fahrtsvorteile aus emissionsverursachenden

Aktivitäten hat. In

weiterer Folge unterscheiden

wir zwischen konsum- und produktionsbasierten

Emissionsbudgets“,

fasst Teresa Lackner,

Erstautorin der Publikation, die

Grundlage für das neue Rahmenwerk

zusammen. Für CO2,

das durch die heimische Wirtschaft

und Industrie verursacht

wird, führen die Wissenschaftler

die sogenannte „Equal Transition

Opportunity Production-

Based Allocation” (ETOPA) ein.

„ETOPA ist ein Mechanismus,

um produktionsbasierte Emissionen

auf subnationaler Ebene

gerecht zuzuteilen. Er berücksichtigt

unterschiedliche regionale

ökonomische Strukturen

und Risiken im Übergang zu einer

klimaneutralen Wirtschaft.

Denn Verteilungsgerechtigkeit

beim Treibhausgasbudget bedeutet

auch, dass alle Regionen

gleiche Chancen haben“, betont

Steininger.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10, Mo bis Fr 8

bis 15 Uhr | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Lukas Steinberger-Weiß

(0664/80 666 6918), Sabrina Naseradsky (0664/80 666 6538), Victoria Weitenthaler (0664/80 666 6895), Leonhard Schweighofer (0664/80 666 6490), Clarissa Berner (0664 80 666 6694), Linda Steurer (0664/80 666 6683), Verena

Leitold (0664 80 666 6691), redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Robert Heschl (0664/80 666 6897),

Denise Schuschko-Linke (0664 / 80 666 6848), Pia Ebert (0664/ 80 666 6642), Mario Premuzic (0664/ 80 666 6575), Eva Semmler-Bruckner (0664 / 80 666 6890 | OFFICE MANAGEMENT, PR-REDAKTION & ZUSTELLWÜNSCHE: Sanja Radosavljevic (0664/

80 666 6528) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.837 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2025) | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


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STARKE STEIERMARK –

STARKES EUROPA

Europa? Gerade jetzt!

Jeden Tag bringt uns die Zusammenarbeit innerhalb der EU weiter

nach vorne und macht uns stärker. Wir sehen heute mehr

denn je, wie wichtig der Zusammenhalt in einem geeinten

Europa ist, denn es gibt Herausforderungen, die nur auf europäischer

Ebene bewältigt werden können. Umso wichtiger ist es, dass

die Stimme der Steiermark in Europa gehört wird und wir die internationale

Politik mitgestalten – denn Europa sind wir alle!


6 graz

www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

„Unternehmergeist fördern“

Wirtschaftsbund

Steiermark Direktor

Jochen Pack

(l.) und IFDD-

Geschäftsführer

Christoph Haselmayer

präsentierten

den ersten

„Unternehmerradar

Steiermark“.

Diese soll zukünftig

regelmäßig

erfolgen. FISCHER

INITIATIV. Im Auftrag des Wirtschaftsbund Steiermark hat das Institut für Demoskopie & Datenanalyse

(IFDD) mit dem „Unternehmerradar Steiermark“ das Gründungspotenzial unseres Landes erhoben.

Von Sabrina Naseradsky

sabrina.naserdsky@grazer.at

Ziel des „Unternehmerradars

Steiermark“ ist es,

den Unternehmergeist in

der Steiermark zu erheben“, erklärt

Wirtschaftsbund-Direktor

Jochen Pack. Und ergänzt: „Wir

müssen darauf achten, dass genug

Unternehmer selbstständig

werden. Es soll einfach mehr

Gründungen geben.“

Ergebnis

IFDD-Geschäftsführer Christoph

Haselmayer erklärt die

Umfrage: „Wir haben insgesamt

841 wahlberechtigte Steirer ab

dem 16. Lebensjahr befragt.“

Die Umfrage zeigt, dass 49 Prozent

der Befragten ihren Unternehmergeist

als ausgeprägt ein.

Allerdings planen nur sieben

Prozent, sich in den nächsten

drei Jahren selbstständig zu machen.

Hier muss man ansetzen, wie

der WB-Direktor erläutert: „Wir

müssen den Mut zur Selbstständigkeit

fördern. Daher haben wir

es uns mit unserem Leitbild zur

Aufgabe gemacht, das zu unterstützen.

Es ist wichtig, die richtigen

Maßnahmen zu setzen, um

den Gründungsstandort weiter

nach vorne zu bringen.“ Für Pack

ist es wichtig, Potenziale zu erkennen

und zu fördern. „Mit unserem

Netzwerk wollen wir den

Spirit auf mit einem Mentoringprogramm

weitergeben. Damit

wollen wir potenzielle Gründer

bereits im Vorfeld abholen“, so

Pack. Damit soll auch der letzte

Schritt in die Selbstständigkeit

erleichtert werden. Zudem will

der WB ein eigenes Serviceprogramm

aufsetzen, wo Menschen,

die über eine Gründung nachdenken,

sich von den Experten

des WB kostenlos beraten lassen

können. „Da geht es einfach nur

darum, dass zukünftige Gründer

ihre Ideen in einem „geschlossenen

Raum“ präsentieren können.

Damit soll auch ein Tor in

die Unternehmerschaft aufgestoßen

werden.

Umfrage

Zur Frage, wie der Wirtschaftsstandort

Steiermark bewertet

wird, antworteten 39 Prozent der

Befragten mit sehr gut bzw. gut.

„Das ist kein schlechter Wert für

die Steiermark. Uns hat besonders

überrascht, dass die Meinung

der Bevölkerung besser ist,

als wir erwartet hätten“, so der

Datenanalyst.

Pessimistisch zeigen sich die

Befragten hingegen, wenn man

sie zu ihrer Einschätzung der

wirtschaftlichen Lage in den

nächsten 12 Monaten befragt.

Nur 34 Prozent sehen die Lage

gleich bleiben. 52 Prozent hingegen

gehen von einer Verschlechterung

aus. „Man merkt den Pessimismus

in der Steiermark.

Gefühlt, haben die Menschen

die Wahrnehmung, dass es 2026

nicht besser wird“, so Haselmayer.

Zudem haben die Menschen

einen offenen Blick dafür, wo die

Probleme momentan liegen. So

gaben 62 Prozent die Verfügbarkeit

qualifizierter Fachkräfte und

52 Prozent die Energiepreise und

die Versorgungssicherheit als

Faktoren an.

Wie bereits erwähnt, ist der

Gründergeist zwar vorhanden,

aber dennoch geben 76 Prozent

der Befragten an, nicht gegründet

zu haben und auch nicht planen,

in den nächsten 12 Monaten

zu gründen.

Die Hauptgründe dafür sind,

dass die Befragten mit ihrer derzeitigen

beruflichen Situation

zufrieden sind (39 Prozent). 36

Prozent sind sich zudem unsicher

über die Erfolgsaussichten

und 31 Prozent geben fehlendes

Startkapital als Hürde an.

Zudem wünschen sich potenzielle

Gründer vor allem rasche

und einfache Behördenwege (94

Prozent), verlässliche Kundennachfrage

(90 Prozent), rechtliche

Klarheit (90 Prozent) sowie

leistbare Abgaben in der Anfangsphase

(89 Prozent). Kurz:

weniger Bürokratie, mehr finanzielle

und rechtliche Sicherheit

und bessere Orientierung. Haselmayer

fasst zusammen: „Die

Steirer wissen sehr genau, was

ihnen fehlt. Wir sehen ein klares

Muster: Sie wollen Sicherheit in

der Anfangsphase, transparente

Prozesse und ein Umfeld, das

ihnen nicht im Weg steht.“ Auch

das sieht der WB als seine Aufgabe.


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www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ clarissa.berner@grazer.at

Fußgänger wurde

von LKW erfasst

■ Am Dienstagmorgen, dem 9.

Dezember, war ein 37-jähriger

Grazer gegen 8 Uhr mit seinem

LKW auf der Stattegger Straße

unterwegs. Zur selben Zeit wollte

ein 43-jähriger Fußgänger aus

Graz einen Schutzweg auf der

Stattegger Straße überqueren.

Dabei dürfte der LKW-Fahrer

den Fußgänger übersehen haben

und erfasste diesen. Er

wurde mit Verletzungen unbestimmten

Grades ins LKH Graz

eingeliefert.

Vermisster Mann

verletzt gefunden

■ Am Dienstagabend, dem

9. Dezember, informierte ein

Am Mittwochmorgen, dem 10. Dezember, kam es zu einem schweren Verkehrsunfall

in Hitzendorf: Es kollidierten ein PKW und ein Moped. FF HITZENDORF

Mann die Polizei darüber, dass

er seinen 86-jährigen Vater vermisst.

Er war im Bereich des

Fürstenstandes am Grazer Plabutsch

wandern und nicht mehr

erreichbar. Umgehend wurden

Suchmaßnahmen eingeleitet. In

der Zwischenzeit versuchte der

Mann, seinen Vater weiterhin

telefonisch zu erreichen. Gegen

23:30 Uhr gelang es ihm, den

86-Jährigen zu erreichen. Dieser

berichtete, dass er über eine

Wurzel gestolpert sei und die

Orientierung verloren habe. Erst

gegen 7 Uhr wurde der Mann

leicht verletzt und unterkühlt gefunden.

Traktor kam von

der Fahrbahn ab

■ Am Dienstag, dem 9. Dezember,

war ein Traktor auf der

Enzenbachstraße in Gratwein-

Straßengel unterwegs. Aus bisher

unbekannter Ursache kam

das Fahrzeug von der Fahrbahn

ab. Die Freiwillige Feuerwehr

Eisbach-Rein musste den Traktor

bergen.

PKW und Moped

kollidierten in GU

■ Am heutigen Mittwochmorgen,

dem 10. Dezember, kam es

um 6 Uhr in Hitzendorf zu einem

schweren Verkehrsunfall. Ein

PKW kollidierte in einem Kreuzungsbereich

auf Höhe Mayersdorf

mit einem Moped. Die Freiwillige

Feuerwehr Hitzendorf

unterstützte das Rote Kreuz bei

der Erstversorgung der Verletzten,

räumte die Unfallstelle und

reinigte die Fahrbahn.

Fahrrad und PKW

kollidierten in Graz

■ Am Dienstag, dem 9. Dezember,

kollidierte in Graz-Geidorf

ein PKW mit einem Fahrrad. In

einem Kreuzungsbereich dürfte

die PKW-Lenkerin die Radfahrerin

übersehen haben. Die

verletzte Radfahrerin wurde ins

LKH Graz eingeliefert.

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10. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

graz 9

Jetzt

mitdiskutieren

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Meinung

Wer dort nicht überlebt, arbeitet

am Kunden vorbei. In

der Gegend gibt es unzählige

Restaurants & Bars, die sich

seit Ewigkeiten halten (Glöckl

Bräu, Herzl, Dizzy‘s, Nachtexpress

usw.). Außer dem Betreiber

kann da keiner etwas

dafür. Die Innenstadt ist täglich

voll mit Einheimischen

und Touristen. Wer da zusperren

muss, sollte den Fehler

ausschließlich bei sich selbst

suchen und ein anständiges

Preis/Leistungsverhältnis anbieten.

Christos Berger

* * *

Traurig

Es werden noch weitere Folgen,

und die Poitik schaut zu.

Eckhart Vollwock

* * *

Antwort

Was hat die Politik damit zu

tun? Bei diesen Preisne geht

einfach niemand mehr dort

hin. Der Umsatz ist entscheidend.

Eduard Sram

* * *

Übernommen

Mit drei Standorten hat sich

der Betreiber einfach übernommen!

Das hat nichts mit

fehlenden Parkplätzen oder

ähnlichem zu tun.

Oliver Hirtenfelder

* * *

Zu teuer

Das waren unglaubliche Preise

dort. Wahnsinn.

Franz Wendler

* * *

Unverständlich

Das versteh ich jetzt nicht,

dort sind die meisten Gäste.

Sind selber gerne dort. Das

Personal ist sehr freundlich,

das Essen sehr gut und die

Preise sind auch nicht so extrem

teuer. Die machen

doch ein gutes Geschäft

mit den Gästen.

Jaqueline Karner

* * *

Schon immer so

Das war doch in Graz,

wahrscheinlich wie in vielen

anderen Städten, immer

schon so. Ein Lokal kommt,

ein Lokal geht. Man braucht

sich nur das Uni-Viertel anschauen,

wie sich das im Laufe

der letzten Jahre verändert

hat.

Herwig Zollneritsch

* * *

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Nächstes

Lokal

insolvent

Nach dem Restaurant „Thomawirt“

und dem Restaurant

„Fridda&Maxx“ hat nun

auch der „glockenspielkeller“

finanzielle Schwierigkeiten.

Damit handelt es sich nunmehr

um das dritte Sanierungsverfahren

binnen Kurzem, welches

ein dem Geschäftsführer

Markus Schaffer zuzurechnendes

Gastronomieunternehmen

betrifft.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

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10 graz

www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

AnnenStar 2025: Jetzt voten

STARTSCHUSS. Tauchen Sie ein in den Zauber der Vorweihnachtszeit, flanieren Sie durch die geschmückte

Einkaufsstraße und werden Sie Teil dieses besonderen Grazer Advent-Erlebnisses.

Von Victoria Weitenthaler

victoria.weitenthaler@grazer.at

Es ist endlich so weit und

das Voting des Annen-

Star 2025, geplant von der

Wirtschaftsabteilung der Stadt

Graz und dem „Grazer“, ist in

vollem Gange.

Der AnnenStar wird für das

kreativste winterliche Schaufenster

in der gesamten Annenstraße

verliehen. Insgesamt 20

Unternehmen nehmen teil und

hatten bis zum 20. November

Zeit, ihre Auslagen festlich zu

gestalten und zu dekorieren. So

einfach werden Sie Teil der Publikumsjury:

Wenn Ihnen ein

Schaufenster besonders gut gefällt,

machen Sie einfach direkt

vor Ort ein Foto von Ihnen und

dem dekorierten Fenster und

schicken Sie es bis spätestens

24. Dezember an office@grazer.

at. Das Unternehmen, für dessen

Fenster die meisten Fotos

eingeschickt werden, gewinnt

das Publikumsvoting.

Natürlich gibt es auch für alle

Einsender etwas zu gewinnen.

Unter den kreativsten Einsendungen

werden tolle Preise

verlost: Zehn GrazGutscheine

im Wert von jeweils 100 Euro

warten auf die Gewinner. Mitmachen

lohnt sich also doppelt.

Die Stars

Im oben dargestellten Plan finden

Sie alle Unternehmen, die

an dem Projekt teilnehmen.

Auf dem Flyer, der in allen teilnehmenden

Betrieben erhältlich

ist, sehen Sie außerdem

die genaue Wegführung – so

kann kein einziges Schaufenster

übersehen werden.

Flanieren Sie durch die Einkaufsstraße,

entdecken Sie kreativ

gestaltete Schaufenster und

lassen Sie sich vom vorweihnachtlichen

Zauber inspirieren.

EINE ENTGELTLICHE KOOPERATION MIT DER STADT GRAZ

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12 graz

www.grazer.at 10. DEZEMBER 2025

Bemühte Ruhe vor Belgrad

EUROPA LEAGUE. Die Spannungen der letzten Tage haben bei Sturm Spuren hinterlassen. Am

Donnerstag geht im letzten Heimspiel 2025 gegen den Arnautovic-Klub Roter Stern Belgrad.

Da lang. Jon Gorenc-Stankovic will mit Sturm gegen Roter Stern Belgrad

punkten und auch dann bei der Wiener Austria zum Jahres-Abschluss. GEPA

Von Klaus Molidor

redaktion@grazer.at

Sichtlich um Ruhe bemüht

sind Sturm-Kapitän Jon

Gorenc-Stankovic und

Trainer Jürgen Säumel zwei

Tage vor dem Spiel gegen Roter

Stern Belgrad. Die Spannungen

der letzten Zeit rund um Coach

Säumel, der Präsident Christian

Jauk um ein klärendes Gespräch

gebeten hat, sind beiden

aber anzusehen. Fragen dazu

antwortet Säumel aber nun

wieder stets ruhig und mit dem

Verweis auf das anstehende Europa-League-Spiel

gegen Roter

Stern Belgrad am Donnerstag

(18.45 Uhr) in der Merkur Arena.

„Darauf legen wir unseren

Fokus, dem gilt unsere Konzentration“,

sagt Säumel.

Das Derby hat der Mann-

schaft Selbstvertrauen gegeben,

also erhofft sich der Trainer

wieder einen „Zusammenhalt,

dass jeder für jeden rennt und

aggressiv und aktiv nach vorne

spielt.“

Roter Stern sei jedenfalls

ein sehr starker Gegner. „Ob

Marko Arnautovic nun spielt

oder nicht – sie haben ein gutes

Kollektiv, gute Einzespieler

und finden auf engem Raum

gute Lösungen“, sagt Säumel.

Wie Stankovic will er im letzten

Heimspiel des Jahres Zählbares

mitnehmen. Während ÖFB-Rekordtorschütze

Arnautovic auf

serbischer Seite angeschlagen

ist, steht hinter einem Start-

Elf-Einsatz von Otar Kiteishvili

nach dem intensiven Derby ein

Fragezeichen. Ob der Sturm-

Regisseur beginnt, entscheidet

sich kurzfristig.

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10. DEZEMBER 2025 www.grazer.at

Die Straßenbahnlinie 8 soll bald durch die Karlauer Straße fahren. Am morgigen

Donnerstag erfolgt der Planungsbeschluss im Gemeinderat. ARTGINEERING

graz 13

Ausblick

Was am Donnerstag

in Graz wichtig ist

■ Die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr hält durchaus noch

ein paar Brocken bereit. Ganze 49 Punkte stehen auf der Tagesordnung.

Darunter der Planungsbeschluss für die neue Straßenbahnlinie

8 von Gösting über den Griesplatz nach Wetzelsdorf und Straßgang

oder die Grüne Meile in der Kaiserfeldgasse, Ein großes Thema sind

auch die Grazer Grünanlagen: der neue Ivanka-Huber-Park am Areal

der ehemaligen Kirchner Kaserne, die Umgestaltung des Metahofparks,

die Generalsanierung des Fröbelparks sowie ein neuer Park in

der Flurgasse und der Daungasse.

■ Die Wirtschaftskammer lädt anlässlich der Eröffnung der Koralmbahn

am Freitag morgen zur Pressekonferenz unter dem Titel „Stadt

statt Stillstand: Damit die Koralmbahn nicht an Graz vorbeifährt“.

■ Neos-Klubobmann Niko Swatek spricht „über die prekäre finanzielle

Situation des Landes, warum der steirische Finanzrahmen 2029

den Stabilitätspakt sprengt und Auswege aus der Misere.“

■ Der SK Sturm Graz trifft im letzten Champions League Heimspiel

auf Roter Stern Belgrad. Los geht‘s um 18.45 Uhr in der Merkur Arena.

Bis zu 3000 der berüchtigten serbischen Fans werden erwartet, die

Polizei errichtet deshalb einen Sicherheitsbereich. Ein Fanmarsch ist

um etwa 16 Uhr durch die Conrad-von-Hötzendorf-Straße geplant

und sorgt für Verkehrsbehinderungen.

■ In der Stadthalle sorgen Musicalstars wie Maya Hakvoort, Missy

May oder Lukas Perman für Weihnachtsstimmung

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