Aus dem Hospiz—10 Stiftung Hospiz Zentralschweiz
Margherita Delussu fotografiert seit 2017 für das HospizIm besten LichtWas sticht Ihnen zuerst ins Auge, wenn Sie ein Printprodukt in den Händenhalten, unsere Website besuchen oder unsere Social-Media-Beiträge entdecken?Bilder. Genau. Sie prägen den ersten Eindruck, sie erzählen Geschichten,bevor ein einziges Wort gelesen ist.Damit ein MUT entstehen kann,braucht es die inhaltlichen Ideendes Redaktionsteams. Und in einemnächsten Schritt Bilder, welche dieInhalte unterstützen. Unsere Bildertragen die Handschrift einer Frau, diedas Hospiz Zentralschweiz seit Jahrenbegleitet: Margherita Delussu. Wennman durch das Magazin MUT blättert,durch Broschüren, Jahresberichte oderOnline-Beiträge scrollt, fällt eines auf:Diese Bilder haben Seele. Sie sind nahbar,ungestellt, und doch professionellkomponiert.Einblickemit TiefenschärfeWie gelingt das? Wie schafft manes, einem Ort, an dem es um Sterbengeht, so viel Leben zu verleihen? MargheritaDelussu, geboren mit italienischemTemperament und geschultemBlick, ist keine Fotografin, die sich hinterTechnik versteckt. Sie sucht die Näheund Begegnung. «Gekünsteltes magich nicht. Menschlich und authentischmuss es sein.» Das gilt für jedes ihrerBilder – vom Porträt einer Pflegendenbis zur Küche im Abendlicht. Mit ihrenBildern transportiert Margherita dieHospizwerte.Seit 2017 fotografiert sie für dasHospiz Zentralschweiz – für Kampagnen,Reportagen, Bauprojekte, Webauftritte.Ihre Arbeit formt das visuelleGesicht der Institution. Ihre Bilder sindklar und immer nahbar warm. «Ich willzeigen, was gelebt wird. BerührendeMenschlichkeit mit hoher Professinalität.Das soll man sehen können.» Dabei«Gekünsteltesmag ich nicht.Menschlichund authentischmuss es sein.»denkt sie weiter als bis zum einzelnenAuftrag. Ein gutes Foto, sagt sie, seinicht nur schön. Es funktioniere underzähle etwas über einen Moment oderüber eine Haltung. Und es lässt sichadaptieren – für Plakat, Magazin oderBildschirm.Der Auslöser fürVertrauenUnd wie schafft sie es, dass Menschen,die ungern vor der Kamerastehen, natürlich wirken? Indem mansie vergessen lasse, sagt sie. Oder vielmehr:indem man sie erinnere. Daran,dass sie einfach sie selbst sein dürfen.«Ich plaudere mit ihnen, höre zu, lasseRaum. Dann entsteht Vertrauen – unddas sieht man.» Diese Nähe ist ihr Markenzeichen.Man nimmt sie in jederAufnahme wahr.Wer Margherita beim Arbeitenbeobachtet, sieht eine Frau, die lacht,dirigiert, improvisiert. Die auf einenBaukran klettert, um den Neubau desHospizes von oben zu dokumentieren.Und die zugleich mit einer stillen Geduldwartet, bis das Licht perfekt fällt.Margherita Delussu ist eine Künstlerin,die im Dienst einer Sache fotografiert:sichtbar machen, was sonst übersehenwird. Und mit ihren Bildern für dasHospiz Zentralschweiz zeigt sie, dasshier nicht der Tod im Zentrum steht –sondern das Leben.——Stiftung Hospiz Zentralschweiz 11