UnsereUnsere HeimatGemeindeNiederösterreichischer Seniorenringtrifft sich regelmäßig – meistensmittwochs – in Mödling.AnsprechpartnerErnestine Hahnemann,Telefon: 0676 / 560 26 85Email: e.hahnemannn@kabsi.at10FPÖ NIEDERÖSTERREICH
MÖDLINGUnsereUnsere HeimatGemeindeOrtsbildpflege 2025 – nur traurigEs ist wohl unbestritten, dass dieMeiereiwiese und ihre Umgebungzu den schönsten Plätzen Mödlingsgehört. Fürst Johann II vonLiechtenstein hat diese Parklandschaftgeschaffen, die zahlreicheMusiker, Maler und Literateninspiriert hat. Die StadtgemeindeMödling war sich stets, unterBürgermeistern verschiedenerpolitischen Richtungen, ihrer Verantwortungzur Erhaltung diesereinmaligen Landschaft bewusst.Um ein geordnetes Ortsbild auchfür die Zukunft sicherzustellen,wurden 2003 für das Gebiet Meiereigasse– Husarentempelgassemassiv einschränkende Bebauungsbestimmungenbeschlossen.Ausnahmslos keine Flachdächer,sondern Spitzdächer mit einemWinkel von 36 - 42 Grad, Terrassennur als Einschnitte in die Dachhautund manch anderes mehr.2009, also nur sechs Jahre später,war auf einmal alles anders.Aus den damals beschlossenenBebauungsbestimmungen wurdedas äußerst sensible StadtgebietMeiereigasse – Husarentempelgasseunverständlicherweise entfernt.Im Nahbereich von Schutzzonenwurden „Pufferzonen“ geschaffen.Zonen, in denen bei Neubautennicht mehr strenge Bestimmungengelten, als vorher der Fall war. Dasnunmehr fast fertige Haus Meiereigasse10 a - in nächster Nähedes ensemblegeschützten Forsthauses– liegt in einer solchenPufferzone. Der die Stadtgemeindeberatende(!) Gestaltungsbeirathat dieses Bauwerk ausdrücklichpositiv (!) bewertet und in der nunvorliegenden Form befürwortet.Im Bezug auf Neubauten in Pufferzonenwird in den Bebauungsbestimmungenvon 2009 erwähnt,dass sich diese in zumindest grundlegendenbaulichen Fragen an dieUmgebung anpassen sollen. Davonkann bei diesem Bauwerk maximalerGröße, mit Flachdach, extremweit auskragenden Terrassen unddurchgehenden riesigen Fensterflächen,absolut keine Rede sein.Man hat sich offenbar nicht im geringstendarum bemüht, hier eine,für das Ortsbild verträglichere Lösung,zu finden. Die Mitglieder diesesGestaltungsbeirates werdenals Fachleute für den Bereich derOrtsbilderhaltung und Ortsbildgestaltungbezeichnet. Steht manvor diesem Bauwerk, hat man, zumindestim Bezug auf dieses, berechtigteZweifel. Wiewohl dieserBeirat nur eine beratende Funktionhat, ist es seit Jahren so, dassdessen Beurteilungen von Seitendes Bauamtes offenbar als alleinentscheidendund unangreifbargelten. Aus der beratendenFunktion des Gestaltungsbeirateswurde zunehmend eine nahezuausschließlich dominierende.Dem Ortsbild in einem der schönstenund deshalb zurecht schützenswertestenBereiche unsererStadt wurde hingegen dauerhaftund irreparabel, massiver Schadenzugefügt.FPOE-NOE.AT11